ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
1. Geschäftstätigkeit
Die Petro Welt Technologies AG (im Folgenden auch „Gesellschaft“ oder „Unternehmen“ genannt) ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht (FN 69011 m) mit Sitz in 1010 Wien, Kärntner Ring 11–13, deren Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.
Der Konzernabschluss umfasst das Unternehmen und dessen Tochterunternehmen, die unter Anhang 5 aufgelistet werden (zusammen mit dem Unternehmen im Folgenden „Konzern“ genannt).
Der Konzern beschäftigt sich in erster Linie mit der Beistellung von Technologien sowie dem integrierten Projektmanagement für die Öl- und Gasförderindustrie. Die Hauptaktivitäten des Konzerns umfassen Hydraulic Fracturing, Sidetrack-Bohrungen, Bohr-, Reparatur- sowie Zusatzdienstleistungen.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in Kasachstan angesiedelt. Bis zum Verkauf des russischen Geschäftsbereichs im dritten Quartal 2022 war der größte Teil der Geschäftstätigkeit in der Russischen Föderation angesiedelt. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhang 5.
Die Zahl der Mitarbeiter betrug 114 zum 31. Dezember 2022, darunter 10 Mitarbeiter der Geschäftsleitung und des Verwaltungspersonals (2021: 3.319 darunter 374 Mitarbeiter der Geschäftsleitung und des Verwaltungspersonals).
Der wirtschaftlich berechtigte Eigentümer des Konzerns ist Herr Maurice Dijols. Direkte Muttergesellschaften des Unternehmens sind Petro Welt Holding Limited (Cyprus) und Joma Industrial Source Corp.
Der Konzernabschluss wird in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Maßgebend ist der Konzernabschluss in deutscher Sprache.
2. Geschäftsumfeld
Geschäftsumfeld in Russland
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns war bis zum Verkauf des russischen Geschäftsbereichs (die „Transaktion”) im dritten Quartal 2022 hauptsächlich in der Russischen Föderation angesiedelt. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhang 5.
Im Jahr 2022 befand sich der Konzern auf den Wirtschafts- und Finanzmärkten der Russischen Föderation, die die Merkmale eines Schwellenmarktes aufweisen. Die rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter, unterliegen jedoch unterschiedlichen Auslegungen und häufigen Änderungen, die zusammen mit anderen rechtlichen und steuerlichen Hindernissen zu den Herausforderungen zählen, denen sich die in der Russischen Föderation tätigen Unternehmen gegenübersehen.
Ab 2014 haben die Vereinigten Staaten von Amerika, die Europäische Union und einige andere Länder Wirtschaftssanktionen gegen eine Reihe von russischen natürlichen und juristischen Personen verhängt und schrittweise ausgeweitet. Seit Februar 2022, nach dem Beginn einer speziellen Militäroperation der Russischen Föderation in der Ukraine, haben die oben genannten Länder zusätzliche harte Sanktionen gegen die Regierung der Russischen Föderation sowie gegen große Finanzinstitute, juristische und natürliche Personen in Russland verhängt. Darüber hinaus wurden Beschränkungen für die Lieferung verschiedener Waren und Dienstleistungen an russische Unternehmen eingeführt. Im Zusammenhang mit den verhängten Sanktionen haben auch eine Reihe großer internationaler Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und anderen Ländern ihre eigenen Aktivitäten in der Russischen Föderation sowie ihre Geschäfte mit russischen Staatsbürgern und juristischen Personen eingestellt, erheblich reduziert oder ausgesetzt.
Die Verhängung und anschließende Verschärfung der Sanktionen hat zu erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit geführt, darunter verringerte Liquidität und hohe Volatilität auf den Kapitalmärkten, Volatilität des Rubel-Wechselkurses und des Leitzinssatzes, ein Rückgang ausländischer und inländischer Direktinvestitionen, Zahlungsschwierigkeiten russischer Eurobond-Emittenten und auch eine erhebliche Verringerung der Verfügbarkeit von Fremdfinanzierungsquellen.
Darüber hinaus haben russische Unternehmen praktisch keinen Zugang zum internationalen Aktienmarkt, zum Fremdkapitalmarkt und zu anderen Entwicklungsmöglichkeiten, was zu einer stärkeren Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung führen kann. Die russische Wirtschaft befindet sich in einem Anpassungsprozess, der mit der Ablösung wegfallender Exportmärkte, einem Wandel der Beschaffungsmärkte und -technologien sowie mit Veränderungen in der Logistik, den Liefer- und Produktionsketten einhergeht.
Es ist schwierig, die langfristigen Folgen der verhängten und möglichen weiteren Sanktionen abzuschätzen, aber diese Ereignisse können erhebliche negative Auswirkungen auf die russische Wirtschaft haben.
Geschäftsumfeld in Kasachstan
Die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns in Kasachstan sind den Wirtschafts- und Finanzmärkten Kasachstans ausgesetzt, welche die Charakteristika eines Schwellenmarktes aufweisen. Die rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter, unterliegen jedoch unterschiedlichen Auslegungen und häufigen Änderungen, die zusammen mit anderen rechtlichen und steuerlichen Hindernissen zu den Herausforderungen zählen, denen sich die in Kasachstan tätigen Unternehmen gegenübersehen. Die spezielle Militäroperation in der Ukraine und die Pandemie des Coronavirus COVID-19 führen zu einer Ausweitung der Volatilität des weltweiten Ölpreises und der Wechselkurse, was sich negativ auf die Zugänglichkeit von Waren und Dienstleistungen auswirken kann und die Unsicherheit im Geschäftsumfeld erhöht.
Der Konzernabschluss spiegelt die Einschätzung der Geschäftsleitung hinsichtlich der Auswirkungen des kasachischen Geschäftsumfelds auf die Geschäftstätigkeit und die Finanzlage des Konzerns wider. Das zukünftige Geschäftsumfeld kann von der Einschätzung der Geschäftsleitung abweichen.
3. Grundlagen der Abschlusserstellung
(a) Entsprechenserklärung
Dieser Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards („IFRS“), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB erstellt. Petro Welt Technologies AG und ihre Tochterunternehmen führen ihre Buchhaltung nach den Regeln der Länder, in denen sie registriert sind. Der vorliegende Konzernabschluss basiert auf diesen Finanzbüchern und -aufzeichnungen, die so angepasst wurden, dass sie den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, findet sich in Anhang 4. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden diese Methoden einheitlich auf alle dargestellten Perioden angewendet.
(b) Unternehmensfortführung
Der erhöhte Sanktionsdruck auf die russische Wirtschaft sowie die Beschränkungen bei der Lieferung verschiedener Waren und Dienstleistungen an russische Unternehmen haben sich negativ auf die finanzielle Leistung des Konzerns im Berichtszeitraum und auch auf seine Liquiditätslage ausgewirkt. Unter diesen Umständen war der Konzern gezwungen, seine Aktivitäten in der Russischen Föderation einzustellen, was sich nachteilig auf die Finanzergebnisse der Aktivitäten des Konzerns sowie auf seine Liquidität ausgewirkt hat.
Für das am 31. Dezember 2022 endende Jahr wies der Konzern einen Nettoverlust in Höhe von 411.811 TEUR aus. Dieser Verlust stand hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Verkauf des russischen Geschäftsbetriebs. Das Nettoumlaufvermögen des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 93.645 TEUR. Zum Zeitpunkt der Genehmigung dieses Jahresabschlusses verfügt der Konzern über Mittel in Höhe von 58.590 TEUR, die aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen.
Ausgehend von der Liquiditätslage des Konzerns zum Zeitpunkt der Genehmigung dieses Konzernabschlusses geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der Konzern selbst im ungünstigsten Fall keine zusätzlichen Finanzmittel benötigt, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die Geschäftsleitung hat weiterhin die begründete Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um seine Geschäftstätigkeit mindestens in den nächsten 12 Monaten fortzusetzen, und dass die Grundlage der Rechnungslegung für die Unternehmensfortführung weiterhin angemessen ist.
(c) Funktionale und Berichtswährung
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, dargestellt. Die funktionalen Währungen der ausländischen Tochterunternehmen sind wie folgt:
- Russische Tochtergesellschaften – russischer Rubel („RUB”);
- Petro Welt Technologies Kazakhstan LLP – kasachischer Tenge („KZT”);
- PeWeTe EVO EUROPE S.R.L. – rumänischer Leu („RON”);
- PeWeTe EVO SERVICES LLC – omanischer Rial („OMR”).
Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf tausend gerundet.
(d) Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangt von der Geschäftsleitung Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Anpassungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen angepasst wurden, sowie in den jeweiligen betroffenen zukünftigen Perioden.
Informationen über kritische Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze, die den größten Einfluss auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Beträge haben, sind in den nachstehenden Anhängen enthalten:
- Anhang 4 – Nutzungsdauern von Sachanlagen;
- Anhang 5 – Bewertung der Forderung aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften;
- Anhang 6 – Wertminderungstest: wesentliche Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrages zugrunde liegen;
- Anhang 13 – Eigenkapital: konzerninterne Darlehen als Teil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe;
- Anhang 4, 15 – Umsatzerlöse; Schätzung der erwarteten Renditen;
- Anhang 22 – Ansatz aktiver latenter Steuern: Verfügbarkeit künftiger zu versteuernder Ergebnisse, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können;
- Anhang 22 – Schätzung des steuerpflichtigen Gewinns, steuerliche Neutralisierung von Veräußerungsverlusten und Wegzugsbesteuerung
- Anhang 26 – Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie Eventualverbindlichkeiten: wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Mittelabflusses.
4. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden in Höhe der Gegenleistung erfasst, die ein Unternehmen im Austausch für die Übertragung von Waren oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Die bei der Anbahnung eines Vertrags mit einem Kunden anfallenden zusätzlichen Kosten sind als Vermögenswert zu aktivieren und planmäßig in Abhängigkeit davon abzuschreiben, wie die Waren oder Dienstleistungen, auf die sich die Kosten beziehen, auf den Kunden übertragen werden.
Der Konzern erbringt Ölfeld-Serviceleistungen, die die Produktivität von neuen und bestehenden Ölquellen erhöhen. Die wesentlichen Aktivitäten des Konzerns umfassen hydraulisches Fracturing, Sidetrack Bohrungen, konventionelle Bohrungen, Sanierungs- und Hilfsdienstleistungen, sowie die Erzeugung von Proppant.
(i)Verkauf von Proppant
Der Verkauf von Proppant stellt gewöhnlich eine einheitliche Leistungsverpflichtung dar. Die Umsatzerlöse werden zu jenem Zeitpunkt erfasst, an dem die Verfügungsgewalt über das Proppant auf den Kunden übertragen wird, in der Regel bei Lieferung der Waren (d. h. bei Übertragung im Wesentlichen aller mit den Waren verbundenen Risiken und Chancen auf den Kunden).
(ii)Erbringung von Ölfeld-Serviceleistungen
Im Konzernsegment Ölfeld-Serviceleistungen und Bohrlochstimulation bietet der Konzern Dienstleistungen wie hydraulisches Fracturing, Sidetrack Bohrungen, konventionelle Bohrungen, sowie Sanierungs- und Hilfsdienstleistungen an.
Der Konzern kam zu dem Schluss, dass Sidetrack Bohrungen sowie andere Bohrdienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, da bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung durch den Konzern ein Vermögenswert erstellt oder verbessert wird, der sich in der Verfügungsgewalt des Kunden befindet. Die Bohrung in Bezug auf eine bestimmte Ölquelle stellt jeweils eine einzelne einheitliche Leistungsverpflichtung dar. Der Konzern realisiert die Umsatzerlöse aus Sidetrack Bohrungen und konventionellen Bohrungen gemäß dem Fertigstellungsgrad, der auf Basis der physisch erbrachten Leistung ermittelt wird.
Der Konzern realisiert die Umsatzerlöse aus hydraulischem Fracturing sowie anderen Leistungen zum Zeitpunkt des Abschlusses der Leistung, da der Zeitraum der Leistungserbringung kurz ist (gewöhnlich 1 Tag oder kürzer).
In bestimmten Verträgen erwirbt der Konzern Materialien des Kunden, um die Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus separaten Verträgen mit den gleichen Kunden zu erleichtern. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung erwirbt der Konzern über dieses Material keine Verfügungsgewalt und die damit zusammenhängenden Kosten werden daher weder in den Umsatzerlösen noch in den Umsatzkosten ausgewiesen.
Finanzinstrumente
- (i) Erfassung und erstmalige Bewertung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrer Entstehung erfasst. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten werden erstmalig erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert (es sei denn, es handelt sich um eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich, für ein Instrument, das nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurde, der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe zuzurechnen sind, bewertet. Eine Forderung ohne wesentliche Finanzierungskomponente wird erstmalig zum Transaktionspreis bewertet.
- (ii) Klassifizierung – finanzielle Vermögenswerte
Der Konzern unterteilt finanzielle Vermögenswerte in drei Kategorien, soweit anwendbar: bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
Ein finanzieller Vermögenswert ist zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und
- die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Ein finanzieller Vermögenswert ist erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis zu bewerten, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, und
- die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Ein finanzieller Vermögenswert, ist erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, sofern er nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet wird. Allerdings kann das Unternehmen beim erstmaligen Ansatz bestimmter Eigenkapitalinstrumente, die ansonsten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet worden wären, unwiderruflich die Wahl treffen, im Rahmen der Folgebewertung die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Der Konzern verfügt über keine finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder sonstige Gesamtergebnisse.
Die fortgeführten Anschaffungskosten werden um Wertminderungsverluste reduziert. Zinserträge, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungsverluste werden erfolgswirksam erfasst.
- (iii) Nichtderivative Finanzverbindlichkeiten
Der Konzern klassifiziert nichtderivative Finanzverbindlichkeiten als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Solche finanziellen Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet.
Nach dem erstmaligen Ansatz werden diese finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Kredite und Ausleihungen, Banküberziehungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten.
- (iv) Wertminderung – finanzielle Vermögenswerte, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen
Der Konzern erfasst Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste („ECLs“) auf:
- finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden;
- Vertragsvermögenswerte;
- Leasingforderungen, die als Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden.
Wertberichtigungen werden auf der Grundlage der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bewertet, mit Ausnahme von Bankguthaben, bei denen das Kreditrisiko seit der erstmaligen Erfassung nicht wesentlich gestiegen ist, die auf der Grundlage des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts, oder einer kürzeren Periode, wenn die erwartete Laufzeit des Instrumentes kürzer als 12 Monate ist, bewertet werden.
Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind Kreditverluste, die sich aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments ergeben. Erwartete 12-Monats-Kreditverluste sind jener Teil der erwarteten Kreditverluste, der aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb der 12 Monate nach dem Berichtsdatum möglich sind (oder einer kürzeren Periode, wenn die erwartete Laufzeit des Instruments kürzer als 12 Monate ist). Der maximale Zeitraum, der bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt wird, ist der maximale Vertragszeitraum, über den der Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt ist.
Bei der Feststellung, ob das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit dem erstmaligen Ansatz erheblich gestiegen ist und bei der Einschätzung der erwarteten Kreditverluste, berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant sind und ohne übermäßige Kosten und Bemühung verfügbar sind. Dies schließt, sofern verfügbar, die von internationalen Ratingagenturen (Moody’s, S&P und Fitch) bereitgestellten Ratings ein.
Erwartete Kreditverluste sind eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung von Kreditverlusten. Kreditverluste werden als Barwert aller Zahlungsausfälle bemessen, d. h. die Differenz zwischen den Zahlungen, die dem Unternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen, die der Konzern voraussichtlich einnimmt.
Die erwarteten Kreditverluste werden auf Basis der geschätzten Exposition zum Zeitpunkt des Ausfalls, die in der Regel dem Bruttobuchwert zum Bilanzstichtag entspricht, der geschätzten Ausfallswahrscheinlichkeit und der geschätzten Verluste beim Ausfall, ermittelt.
Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird anhand von Informationen von internationalen Ratingagenturen bestimmt. Die Ratingkategorie für jeden Schuldner wird auf der Grundlage des niedrigsten Ratings, das ein Schuldner von drei internationalen Ratingagenturen erhalten hat, ermittelt. Beim Fehlen eines externen Ratings wird die Pre-Default-Kategorie verwendet.
Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert, einen Vertragsvermögenswert oder eine Leasingforderung als mit einem geringen Kreditrisiko behaftet, wenn das Kreditrisikorating der Gegenpartei der global verstandenen Definition von „Investment Grade” entspricht. Der Konzern betrachtet dies als Baa3 oder höher gemäß Moody's.
Der Konzern geht davon aus, dass das Kreditrisiko bei einem finanziellen Vermögenswert erheblich gestiegen ist, wenn dieser mehr als 90 Tage überfällig ist oder wenn das Kreditrisikorating der Gegenpartei unter „Investment Grade” herabgestuft wurde.
An jedem Berichtsdatum evaluiert der Konzern, ob bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, die Bonität beeinträchtigt ist. Die Bonität eines finanziellen Vermögenswertes ist „beeinträchtigt”, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die eine nachteilige Auswirkung auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswertes haben.
Nachweise, dass die Bonität eines finanziellen Vermögenswertes beeinträchtigt ist, umfassen die folgenden beobachtbaren Daten:
- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
- ein Vertragsbruch wie ein Zahlungsverzug;
- die Restrukturierung eines Darlehens oder Vorschusses durch den Konzern zu Bedingungen; die der Konzern sonst nicht in Betracht ziehen würde;
- es ist wahrscheinlich, dass der Schuldner in Konkurs geht oder andere finanzielle Umstrukturierung vornimmt.
Der Konzern geht davon aus, dass ein finanzieller Vermögenswert dann in Verzug ist, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Konzern vollständig nachkommen kann, ohne dass der Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls solche gehalten werden) zurückgreift.
Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden vom Bruttowert der Vermögenswerte abgezogen.
Der Bruttowert eines finanziellen Vermögenswertes wird abgeschrieben, wenn der Konzern keine vernünftigen Erwartungen hat, einen finanziellen Vermögenswert ganz oder teilweise zurückzuerhalten. Bei Einzelkunden hat der Konzern basierend auf historischen Erfahrungen mit der Einbringlichkeit ähnlicher Vermögenswerte die Politik, den Bruttowert abzuschreiben, wenn der finanzielle Vermögenswert 365 Tage überfällig ist. Bei Firmenkunden nimmt der Konzern individuell eine Bewertung hinsichtlich des Zeitpunkts und des Betrags der Abschreibung vor, je nachdem, ob eine angemessene Erwartung der Einbringlichkeit vorliegt. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können jedoch weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen unterliegen, um in Einklang mit der Konzernrichtlinie zu handeln.
Für weitere Informationen betreffend die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen wird auf Anhang 10, für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Bankeinlagen auf Anhang 12 und für Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften auf Anhang 5 verwiesen.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte auf den Erhalt der vertraglichen Cashflows in einer Transaktion überträgt, bei der im Wesentlichen alle Risiken und Chancen des Eigentums an dem finanziellen Vermögenswert übertragen werden oder bei der der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen des Eigentums weder überträgt noch behält und der Konzern die Beherrschung über den finanziellen Vermögenswert nicht behält.
Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt oder aufgehoben werden oder auslaufen. Der Konzern bucht auch eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn ihre Bedingungen geändert werden und die Cashflows der geänderten Verbindlichkeit wesentlich anders sind, wobei in diesem Fall eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf der Grundlage der geänderten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst wird.
Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem getilgten Buchwert und dem gezahlten Entgelt (einschließlich aller übertragenen unbaren Vermögenswerte oder übernommenen Verbindlichkeiten) in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden aufgerechnet und der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn der Konzern gegenwärtig ein rechtlich durchsetzbares Recht zur Aufrechnung der Beträge hat und beabsichtigt, diese entweder auf Nettobasis zu begleichen oder den Vermögenswert zu realisieren und gleichzeitig die Verbindlichkeit zu begleichen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Alle konzerninternen Salden und Transaktionen, einschließlich Erträge, Aufwendungen, Dividenden und unrealisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen den Konzernmitgliedern werden vollständig eliminiert. Um im Konzern einheitliche Rechnungslegungsgrundsätze anzuwenden, wurden die Rechnungslegungsgrundsätze der Tochterunternehmen bei Bedarf angepasst.
Unternehmenszusammenschlüsse
Unternehmenszusammenschlüsse werden zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Erwerbszeitpunkt ist jener Zeitpunkt, an dem die Beherrschung an den Konzern übertragen wird. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zunächst zu Anschaffungskosten, auf Grundlage des Überhangs der Summe der übertragenen Gegenleistungen, der jeweiligen nichtbeherrschten Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem Marktwert der vom Erwerber zum Erwerbszeitpunkt gehaltenen Eigenkapitalanteile über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt. Falls die Summe der übertragenen Gegenleistungen, der jeweiligen nichtbeherrschten Anteile am erworbenen Unternehmen sowie des Marktwertes der vom Erwerber zum Erwerbszeitpunkt gehaltenen Eigenkapitalanteile niedriger ist als der beizulegende Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird die Differenz in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu den Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungen bewertet.
Aufgegebene Geschäftsbereiche
Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Teil des Geschäfts des Konzerns, dessen Geschäftstätigkeiten und Cashflows klar vom Rest des Konzerns unterschieden werden können und der:
- einen separaten Hauptgeschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt;
- Teil eines einzigen koordinierten Plans zur Veräußerung eines gesonderten größeren Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist; oder
- ein Tochterunternehmen ist, das ausschließlich zum Zwecke der Weiterveräußerung erworben wurde.
Die Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei Veräußerung oder wenn der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfüllt, falls dies früher der Fall ist.
Wenn ein Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft wird, wird die vergleichende Gesamtergebnisrechnung so dargestellt, als ob der Geschäftsbereich vom Beginn der Vergleichsperiode an aufgegeben worden wäre.
Umsatzsteuer
Umsatzsteuern sind an die Steuerbehörden zum früheren der nachfolgenden Ereignisse abzuführen, wenn die Forderungen von den Kunden bezahlt werden oder der Verkauf von Waren oder die Erbringung der Dienstleistungen an Kunden erfolgt ist. Vorsteuerabzug wird üblicherweise gegen Umsatzsteuer nach Erhalt der MwSt.-Rechnung erstattet. Die Steuerbehörden lassen üblicherweise eine Verrechnung von Umsatzsteuern auf Nettobasis zu. Umsatzsteuern aus Verkäufen und Käufen, werden im Konzernabschluss auf Bruttobasis erfasst und als separater Vermögenswert und Verbindlichkeit dargestellt. Falls eine Wertberichtigung für Forderungen notwendig ist, wird der Wertminderungsaufwand auf Basis des Bruttowertes, einschließlich der Umsatzsteuer erfasst.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis des gewichteten Durchschnittspreises. Die Kosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse beinhalten Material, direkte Arbeitskosten und zugehörige indirekte Produktionsgemeinkosten (auf der Grundlage normaler Betriebskapazitäten). Veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit unterliegen einer Wertberichtigung unter Einbeziehung ihres zu erwartendem Nutzen und des realisierbaren künftigen Wertes. Der realisierbare Nettoerlös entspricht dem geschätzten Verkaufswert bei normalem Geschäftsgang abzüglich der geschätzten Fertigstellungskosten und der Verkaufskosten.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertberichtigungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungskosten schließen jene Aufwendungen ein, die direkt der Anschaffung des Vermögenswertes zurechenbar sind. Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen umfassen Material- und Fertigungskosten, sowie Kosten um den Vermögenswert in den beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen, Kosten des Abbaus und Abtransports der Vermögenswerte an ihrem Standort, einschließlich aktivierter Fremdkapitalkosten.
Ein Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert der Sachanlage und wird netto in den sonstigen Erträgen/ Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
In Bau befindliche Anlagen werden mit den angefallenen Kosten, abzüglich Wertminderungen, erfasst. Nach Fertigstellung werden die Vermögenswerte zum Buchwert in die entsprechende Anlagenklasse übertragen. In Bau befindliche Anlagen unterliegen bis zur Betriebsbereitschaft keiner Abschreibung.
Geringfügige Reparatur- und Wartungskosten werden im Zeitpunkt ihres Anfalls, aufwandswirksam in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Kosten für den Austausch von wesentlichen Anlageteilen oder Komponenten werden aktiviert, und die ausgetauschten Teile werden ausgebucht.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode berechnet, um die Kosten über die geschätzte Nutzungsdauer auf den Restwert zu verteilen:
| Jahre |
Gebäude | 5 - 33 Jahre |
Maschinen | 2 - 15 Jahre |
Büro- und Geschäftsausstattung, EDV | 2 - 15 Jahre |
Fahrzeuge | 2 - 7 Jahre |
Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als separate Posten (Hauptkomponenten) der Sachanlage ausgewiesen.
Der Restwert eines Vermögenswertes ist der geschätzte Betrag, den der Konzern derzeit bei Abgang des Vermögenswertes nach Abzug der bei Abgang voraussichtlich anfallenden Ausgaben erhalten würde, wenn der Vermögenswert alters- und zustandsgemäß schon am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt wäre. Der Restwert eines Vermögenswertes ist Null, wenn der Konzern vorhat, ihn bis zum Ende seiner Nutzungsdauer zu nutzen. Der Restwert und die Nutzungsdauer der Vermögenswerte werden jeweils am Abschlussstichtag überprüft und, falls erforderlich, angepasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang oder Verkauf von Sachanlagen werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte betreffen Software und Softwarelizenzen. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu bringen, aktiviert. Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben.
Vom Konzern erworbene Patente mit bestimmten Nutzungsdauern werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, erfolgt grundsätzlich linear über die erwartete Nutzungsdauer ab dem Zeitpunkt zu dem der Vermögenswert zur Nutzung bereitsteht, da diese Methode den erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes am genauesten widerspiegelt. Die geschätzten Nutzungsdauern für die laufende sowie die Vergleichsperiode sind wie folgt:
•Patente 10-20 Jahre;
•Software3-10 Jahre.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
An jedem Abschlussstichtag ermittelt der Konzern, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, oder eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes auf Wertminderung erforderlich ist (Geschäfts- oder Firmenwert), hat der Konzern den für diesen Vermögenswert erzielbaren Betrag zu schätzen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit („ZGE“) ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für einen einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, dieser Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer ZGE ihren erzielbaren Wert übersteigt, wird der Vermögenswert als wertgemindert eingestuft und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem Diskontierungssatz, der die aktuelle Markteinschätzung des Zeitwertes des Geldes und spezifische Risiken des Vermögenswertes reflektiert, auf den Barwert abgezinst. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Kosten der Veräußerung werden aktuelle Markttransaktionen berücksichtigt. Wenn keine derartigen Transaktionen identifiziert werden können, wird ein geeignetes Bewertungsmodell verwendet. Diese Berechnungen werden untermauert durch Bewertungsmultiplikatoren, notierte Aktienkurse für börsennotierte Unternehmen oder andere verfügbare Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert.
Der Konzern stützt seine Werthaltigkeitsberechnungen auf detaillierte Planungsrechnungen. Diese Planungsrechnungen decken im Allgemeinen einen Zeitraum von fünf Jahren ab.
Wertminderungsaufwendungen in Bezug auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten vermindern zuerst den Buchwert jeglichen Geschäfts- oder Firmenwertes, der der ZGE (Gruppe von ZGE) zugeordnet ist, und dann anteilig die Buchwerte der anderen Vermögenswerte der ZGE (Gruppe von ZGE).
Wertminderungsverluste werden in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasst.
Bei Vermögenswerten, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine Einschätzung, ob ein Anhaltspunkt vorliegt, dass zuvor erfasste Wertminderungen gegebenenfalls nicht länger bestehen oder sich verringert haben. Beim Vorliegen derartiger Anhaltspunkte nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswertes verwendet wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswertes weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert überstiegen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Ein Wertminderungsverlust im Zusammenhang mit einem Geschäfts- oder Firmenwert kann nicht rückgängig gemacht.
Pensionen und Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pensionspläne schätzen die künftigen Pensionsleistungen, die ein Mitarbeiter im Ruhestand erhält. Sie sind üblicherweise von Faktoren wie Alter, Dienstjahre und Entlohnung, abhängig.
Die in der Konzernbilanz erfasste Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen.
Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt durch einen unabhängigen Versicherungsmathematiker. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wird durch Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse unter Verwendung von Zinssätzen erstrangiger Staatsanleihen, die auf die Währung lauten, in der die Leistungen gezahlt werden, und deren Laufzeiten ungefähr jenen der entsprechenden Pensionsverbindlichkeiten entsprechen, ermittelt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung in den betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Sonstige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Konzern gewährt einmalige finanzielle Unterstützungen in Verbindung mit Mitarbeiterjubiläen, Pensionierung oder Arbeitsunfähigkeit, Verlegung von Mitarbeitern aus dem hohen Norden etc. Die Höhe derartiger Unterstützungen ist in der Regel von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstjahre und Mindestlöhnen der Konzernunternehmen, abgängig.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.
Ertragsteuern
Ertragsteuern werden im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften der Russischen Föderation, sowie jener Rechtsordnungen von anderen Rechtssystemen, in denen der Konzern im Geschäftsjahr geschäftlich tätig war, erfasst. Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern und wird mit Ausnahme von Transaktionen, die in der gleichen oder unterschiedlichen Periode im sonstigen Ergebnis (Erfassung Steueraufwand im sonstigen Ergebnis) erfasst wurden, im Gewinn oder Verlust ausgewiesen.
Laufende Steuern sind die Beträge, die voraussichtlich an die Steuerbehörden zu zahlen sind oder von diesen erstattet werden, und zwar in Bezug auf steuerpflichtige Gewinne und Verluste für den laufenden Zeitraum oder frühere Zeiträume.
Latente Ertragsteuern werden für steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den im Konzernabschluss bilanzierten Buchwert erfasst. Gemäß der Erstanwendungsausnahme, werden keine latenten Steuern für temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes oder beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, bei dem die Transaktion, weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, erfasst.
Latente Steuern werden auf Grundlage der Steuersätze ermittelt, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, und von denen erwartet wird, dass diese für jene Perioden in denen sich die temporären Differenzen umkehren oder die Verlustvorträge verwendet werden, anzuwenden sind. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden nur auf Ebene der Einzelgesellschaften des Konzerns saldiert.
Aktive latente Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden in der Bilanz nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem die Abzüge verrechnet werden können.
Die zukünftig zu versteuernden Gewinne und die Höhe des erwarteten zukünftigen Steuervorteils, beruhen auf den Erwartungen der Geschäftsleitung, die unter den gegebenen Umständen als wahrscheinlich erachtet werden.
Transaktionen in Fremdwährung
Transaktionen in Fremdwährung werden zum Wechselkurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus monetären Posten entstehen aus der Differenz der fortgeführten Anschaffungskosten in der funktionalen Währung zu Beginn der Periode, angepasst um Effektivzinsen und Auszahlungen während der Periode, sowie den fortgeführten Anschaffungskosten in Fremdwährung, umgerechnet mit dem Wechselkurs am Ende der Berichtsperiode.
Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist.
Fremdwährungsdifferenzen aus der Umrechnung werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Aufgrund des Verkaufs des russischen Geschäftsbereichs bis Ende August 2022 hat der Konzern den durchschnittlichen Wechselkurs und den Schlusskurs des russischen Rubels für den entsprechenden Zeitraum verwendet.
Die relevanten Wechselkurse, die für die Umrechnung von Währungen in Bezug auf den russischen Rubel und den kasachischen Tenge verwendet wurden, sind wie folgt:
Währung (1 USD =) | Stichtags-kurs 31. Dezember 2021 | Stichtags-kurs 31. August 2022 | Stichtags-kurs 31. Dezember 2021 | Durch-schnitts-kurs 2022 | Durch-schnitts-kurs 8 Monate 2022 | Durch-schnitts-kurs 2021 |
Russischer Rubel (RUB) | - | 60,37 | 74,29 | - | 71,95 | 73,65 |
Kasachischer Tenge (KZT) | 462,65 | - | 431,67 | 460,85 | - | 426,03 |
Währung (1 EUR =) | | | | | | |
Russischer Rubel (RUB) | - | 60,58 | 84,07 | - | 77,54 | 87,19 |
Kasachischer Tenge (KZT) | 492,86 | - | 487,79 | 485,28 | - | 504,04 |
Ausländische Geschäftsbetriebe
Die Ergebnisse und finanziellen Posten der Tochterunternehmen des Unternehmens, deren funktionale Währung nicht der Berichtswährung entspricht, werden in die Berichtswährung nach folgender Vorgehensweise umgerechnet:
- - Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz dargestellt werden, werden zum jeweiligen Abschlussstichtagskurs umgerechnet,
- - Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis werden zu Durchschnittskursen umgerechnet (es sei denn, dieser Durchschnitt führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Kursen ergeben hätten. In diesem Fall werden Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umgerechnet);
- - Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Posten im sonstigen Ergebnis zu erfasst; und
- - In der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Zahlungsmittel zu Beginn und Ende der Berichtsperiode mit dem Wechselkurs zum jeweiligen Stichtag umgerechnet. Sämtliche Cashflows werden mit dem durchschnittlichen Wechselkurs für die betreffende Berichtsperiode umgerechnet, ausgenommen für jene Perioden, in denen die Wechselkurse wesentlichen Schwankungen ausgesetzt waren; für diese Perioden werden die Wechselkurse am Tag der jeweiligen Transaktion herangezogen. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung unter dem Posten Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.
Die Jahresabschlüsse der russischen Gesellschaften werden in die Berichtswährung (EUR) unter Anwendung der offiziellen Wechselkurse der Russischen Föderation umgerechnet. Der Konzern verwendete den durchschnittlichen Wechselkurs für 8 Monate 2022 und den Stichtagskurs des russischen Rubels zum 31. August 2022 aufgrund des Verkaufs des russischen Geschäftsbereichs bis Ende August 2022.
Die relevanten Wechselkurse, die für die Umrechnung von Währungen in Bezug auf den Euro verwendet wurden, sind wie folgt:
Währung (1 EUR =) | Stichtags-kurs 31. Dezember 2021 | Stichtags-kurs 31. August 2022 | Stichtags-kurs 31. Dezember 2021 | Durch-schnitts-kurs 2022 | Durch-schnitts-kurs 8 Monate 2022 | Durch-schnitts-kurs 2021 |
Russischer Rubel (RUB) | - | 60,37 | 84,07 | - | 71,54 | 87,19 |
Kasachischer Tenge (KZT) | 492,86 | - | 487,79 | 504,04 | - | 504,04 |
Omanischer Rial (OMR) | 0,4 | - | 0,44 | 0,4 | - | 0,46 |
Rumänischer Leu (RON) | 4,95 | - | 4,95 | 4,93 | - | 4,92 |
Die Fremdwährungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital dargestellt.
Wenn ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird und dabei die Beherrschung, maßgeblicher Einfluss oder gemeinsame Beherrschung verloren gehen, so wird der mit diesem ausländischen Geschäftsbetrieb verbundene kumulierte Betrag in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Veräußerungsgewinns in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn der Konzern unter Beibehaltung der Beherrschung nur einen Anteil an einem Tochterunternehmen, zu dem ein ausländischer Geschäftsbetrieb gehört veräußert, so wird das entsprechende Verhältnis des kumulierten Betrags in den nicht beherrschenden Anteilen erfasst.
Wenn die Begleichung eines monetären Postens mit einem ausländischen Geschäftsbetrieb weder geplant noch in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist, so werden die daraus entstehenden Fremdwährungsgewinne und -verluste als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis in der Währungsumrechnungsrücklage erfasst.
Umrechnungsdifferenzen und die damit verbundenen Ertragsteuerauswirkungen, die aus konzerninternen Darlehen von Petro Welt Technologies AG an OOO KAT.oil Leasing resultieren, die ein Teil der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Rückzahlung eines konzerninternen Darlehens, das als Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb bilanziert wird, gilt nicht als Veräußerung der Beherrschung über den ausländischen Geschäftsbetrieb und führt nicht zu einer erfolgswirksamen Umgliederung der Umrechnungsrücklage in Bezug auf diesen ausländischen Geschäftsbetrieb.
Rückstellungen
Rückstellungen werden erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultiert, ein Abfluss von Ressourcen für die Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.
Belastende Verträge
Eine Rückstellung für belastende Verträge wird gebildet, wenn der erwartete Nutzen des Konzerns aus einem Vertrag geringer ist als die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen. Die Rückstellung wird mit dem Barwert des niedrigeren Betrags aus den erwarteten Kosten für die Beendigung des Vertrags und den erwarteten Nettokosten für die Fortsetzung des Vertrags bewertet. Der Konzern berücksichtigt die vertragsbedingten Mehrkosten und die Zuweisung anderer direkter Kosten.
Segmentberichterstattung
Ein Geschäftssegment ist ein Bestandteil des Konzerns, der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und für die Aufwendungen anfallen, einschließlich Umsatzerlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit Transaktionen mit anderen Konzernunternehmen. Die Betriebsergebnisse der Geschäftssegmente werden regelmäßig von der Geschäftsleitung im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zum Segment und die Bewertung der Ertragskraft überprüft.
Segmentergebnisse, die an die Geschäftsleitung berichtet werden, beinhalten sowohl die dem Segment direkt zurechenbaren Posten, sowie jene, die auf Grundlage von vertretbaren Schätzungen zugerechnet werden können. Nicht zugeordnete Posten bestehen im Wesentlichen aus gemeinschaftlichen Vermögenswerten (im Wesentlichen der Konzernzentrale), allgemeine Verwaltungsaufwendungen der Konzernleitung sowie Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten.
Segmentinvestitionen beinhalten die Gesamtkosten des Jahres für den Erwerb von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwert.
Dividenden
Dividenden werden im Zeitpunkt ihrer Beschlussfassung im Eigenkapital erfasst. Dividenden, die nach dem Bilanzstichtag, aber vor der Genehmigung zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses beschlossen werden, werden unter dem Anhang „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ angeführt.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich, indem der den Stammaktionären der Gesellschaft zustehende Gewinn oder Verlust durch die gewichtete durchschnittliche Zahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Stammaktien dividiert wird.
Leasingverhältnisse
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.
(i) Als Leasingnehmer
Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Für Immobilien-Leasingverträge hat der Konzern jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren.
Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.
Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.
Die Leasingverbindlichkeit wird anfänglich zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrundeliegt oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns, bewertet. Normalerweise nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz.
Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen.
Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:
- feste Zahlungen, einschließlich de-facto feste Zahlungen;
- variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes
- Beträge, die aufgrund einer Restwertgarantie voraussichtlich zu zahlen sind; und
- den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen.
Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert.
Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf null verringert hat.
Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert (z. B. PC) zugrundeliegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses (d. h. Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder kürzer) linear als Aufwand.
(ii) Als Leasinggeber
Der Konzern vermietet seine Bohr-, Sidetracking- und einen Teil seiner Fracking-Anlagen.
Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein.
Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses hat der Konzern eine Gesamteinschätzung vorgenommen, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, ist es ein Operating-Leasingverhältnis. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der Konzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst. Der Konzern hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft.
Wenn eine Vereinbarung Leasing- und Nichtleasingkomponenten enthält, wendet der Konzern IFRS 15 zur Aufteilung des vertraglich vereinbarten Entgeltes an.
Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag in den Umsatzerlösen erfasst.
Neue, noch nicht angewendete Standards und Interpretationen
Eine Reihe neuer Standards gilt für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Jänner 2022 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern hat jedoch die neuen oder geänderten Standards bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig übernommen.
- (a) Reform der Benchmark-Zinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16). Für die Anwendung in der EU übernommen.
Die Änderungen betreffen Fragen, die sich auf die Finanzberichterstattung infolge der Reform der Zinsbenchmark auswirken könnten, einschließlich der Auswirkungen von Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme oder Sicherungsbeziehungen, die sich aus der Ersetzung eines Referenzzinssatzes durch einen alternativen Referenzzinssatz ergeben. Die Änderungen sehen in Bezug auf folgende Punkte praktische Erleichterungen von bestimmten Anforderungen von IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 vor:
- Änderungen der Basis für die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme aus finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten; und
- Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.
Die Änderungen erfordern, dass ein Unternehmen den Wechsel der Grundlage für die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit berücksichtigt, der durch die Reform des Referenzzinssatz erforderlich ist, indem der effektive Zinssatz des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit aktualisiert wird.
Zum 31. Dezember 2022 verfügt der Konzern über ein ungesichertes Darlehen in Höhe von 129.888 TEUR, dessen Zinssatz auf dem EURIBOR basiert und das der IBOR-Reform unterliegen könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt ist von einem Fortbestand des reformierten EURIBOR bis Ende 2025 auszugehen. Daher wurden auf der Grundlage des derzeitigen Kenntnisstandes keine wesentlichen Risiken identifiziert.
Der Konzern wendet keine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften an und erwartet daher keine diesbezüglichen Auswirkungen aus der IBOR-Umstellung.
Die Änderungen werden den Konzern dazu verpflichten, zusätzliche Informationen über die Risiken, denen das Unternehmen aufgrund der Reform der Benchmark-Zinssätze ausgesetzt ist, und die damit verbundenen Risikomanagementaktivitäten, offenzulegen.
Die Änderungen in Bezug auf langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants werden sich nicht auf den Konzernabschluss des Konzerns auswirken, da es zum Zeitpunkt der Genehmigung dieses Abschlusses keine derartigen Instrumente gibt.
Der EURIBOR wurde bereits im Jahr 2019 reformiert, jedoch nur mit einer vorläufigen Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2025. Daher ist seine weitere Zukunftsfähigkeit derzeit ungewiss, was bedeutet, dass in Zukunft eine Reform hin zu einem alternativen Referenzzinssatz erforderlich werden könnte. Der Konzern überwacht die Entwicklungen in diesem Bereich und ist im Falle wahrscheinlicher Änderungen aufgerufen, den tatsächlichen Ansatz für den Übergang und die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss festzulegen.
- (b) Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die aus einer einzigen Transaktion stammen (Änderungen an IAS 12). Für die Anwendung in der EU übernommen.
Die Änderungen schränken den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung für den erstmaligen Ansatz ein und schließen Transaktionen aus, die zu gleichen und gegenläufigen temporären Differenzen führen - z. B. Leasingverhältnisse und Stilllegungsverbindlichkeiten. Die Änderungen gelten für jährliche Berichtszeiträume, die am oder nach dem 1. Jänner 2023 beginnen. Bei Leasingverhältnissen und Stilllegungsverbindlichkeiten sind die damit verbundenen latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten ab dem Beginn des frühesten dargestellten Vergleichszeitraums zu erfassen, wobei alle kumulativen Auswirkungen als Anpassung der Gewinnrücklagen oder anderer Bestandteile des Eigenkapitals zu diesem Zeitpunkt erfasst werden. Für alle anderen Transaktionen gelten die Änderungen für Transaktionen, die nach dem Beginn der frühesten dargestellten Periode auftreten.
Der Konzern bilanziert latente Steuern auf Leasingverhältnisse und Stilllegungsverpflichtungen nach dem „integral verbunden“-Ansatz, was zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Änderungen führt, mit der Ausnahme, dass die Auswirkungen der latenten Steuern in der Bilanz netto ausgewiesen werden. Gemäß den Änderungen wird der Konzern einen separaten latenten Steueranspruch und eine latente Steuerschuld ausweisen. Gemäß den Änderungen wird der Konzern eine separate latente Steuerschuld und einen latenten Steueranspruch angeben. Die Anwendung der Änderungen wird keine Auswirkungen auf die Gewinnrücklagen haben.
- (c) Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (Änderungen an IAS 1). Für die Anwendung in der EU übernommen.
Die im Jahr 2020 veröffentlichten Änderungen zielen darauf ab, die Anforderungen an die Bestimmung, ob eine Verbindlichkeit kurz- oder langfristig ist, klarzustellen, und gelten für jährliche Berichtszeiträume, die am oder nach dem 1. Jänner 2023 beginnen. Der IASB hat jedoch in der Folge weitere Änderungen an IAS 1 und die Verschiebung des Inkrafttretens der Änderungen von 2020 auf frühestens 1. Jänner 2024 vorgeschlagen. Aufgrund dieser laufenden Entwicklungen ist der Konzern nicht in der Lage, die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss in der Periode der erstmaligen Anwendung zu bestimmen. Der Konzern verfolgt die Entwicklungen aufmerksam.
Sonstige Standards
Die folgenden neuen und geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
- Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen (Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2). Für die Anwendung in der EU übernommen;
- Definition von Bilanzierungsschätzungen (Änderungen an IAS 8). Für die Anwendung in der EU übernommen;
- Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Leaseback (Änderungen an IFRS 16). Nicht für die Anwendung in der EU übernommen;
- Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants (Änderungen an IAS 1). Für die Anwendung in der EU übernommen.
5. Tochterunternehmen
Nachstehend sind die Tochterunternehmen des Konzerns angeführt:
Name | Staat der Gründung/Sitz | 31. Dezember 2022 % Anteil | 31. Dezember 2021 % Anteil | Geschäftsfeld |
OOO KATKoneft | Kogalym, Russland | - | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
OOO KATOBNEFT | Nizhnevartovsk, Russland | - | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
OOO Trading House KAToil | Moskau, Russland | - | 100 | Keine operative Tätigkeit |
OOO KAToil Leasing | Kogalym, Russland | - | 100 | Vermietung von Produktionsausrüstung an operative Konzernunternehmen |
OOO KAT-oil Drilling | Kogalym, Russland | - | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
TOO Petro Welt Technologies Kazakhstan | Aqtau, Kasachstan | 100 | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
OOO Petro Welt Technologies | Moskau, Russland | - | 100 | Beratungs- und Managementdienstleistungen für Konzernunternehmen |
OOO Wellprop | Kopeisk, Russland | - | 100 | Herstellung von Proppant |
PEWETE EVO EUROPE S.R.L. | Bukarest, Rumänien | - | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
PEWETE EVO SERVICES LLC | Maskat, Oman | 100 | 100 | Ölfeld-Serviceleistungen |
PEWETE Evolution LIMITED | Limassol, Zypern | 100 | 100 | Managementleistungen |
Wellprop Cyprus LIMITED | Limassol, Zypern | 100 | 100 | Holding-Gesellschaft |
Verkauf der russischen Tochtergesellschaften
Im August 2022 verkaufte der Konzern seine russischen Tochtergesellschaften. Im Rahmen der Transaktion veräußerte die Petro Welt Technologies AG alle ihre Beteiligungen an den russischen Tochtergesellschaften (direkte und indirekte Beteiligungen, d. h. 100 % der Anteile (Beteiligungen) an OOO Petro Welt Technologies, OOO KATKoneft, OOO KATOBNEFT, OOO KAT-oil Drilling, OOO Trading House KAToil, OOO KAToil Leasing und OOO Wellprop (die „Gesellschaften“) an drei russische Einzelpersonen (die „Investoren“), die verschiedene Positionen im Konzern des Unternehmens bekleiden: (1) Denis Stankevich (CEO des Unternehmens); (2) Natalia Kobets (Vorsitzende der Kommission für Innenrevision) und (3) Irina Myryniuk (Direktorin der Innenrevision bei OOO Petro Welt Technologies). Die Transaktion wurde von der Hauptversammlung des Unternehmens am 16. August 2022 genehmigt.
Die Transaktion wurde wie folgt strukturiert: (1) Die Investoren erwarben vom Unternehmen 100% der Anteile (Beteiligungen) an OOO Petro Welt Technologies („Schritt 1“) für 20 Mio. RUB in folgenden Teilen: − 40 % erworben durch Denis Stankevich; − 30 % erworben durch Natalia Kobets und – 30 % erworben durch Irina Myryniuk. Zeitgleich mit Schritt 1 erwarb OOO Petro Welt Technologies vom Unternehmen (i) 100 % der Anteile (Beteiligungen) an OOO KATKoneft, OOO KATOBNEFT, OOO KAT-oil Drilling, OOO Trading House KAToil, OOO KAToil Leasing und von WELLPROP CYPRUS LIMITED (einer 100%igen Tochtergesellschaft des Unternehmens) (ii) 100 % der Anteile (Beteiligungen) an OOO Wellprop („Schritt 2“) für 7.422 Mio. RUB.
Der gesamte Bruttokaufpreis (einschließlich aller anwendbaren Steuern und Abgaben), der für alle (100 %) Anteile an allen Gesellschaften zu zahlen ist, beträgt 7.442 Mio. RUB (der „Kaufpreis“).Der Kaufpreis berücksichtigt unter anderem den Wert aller verkauften Gesellschaften, die vorgeschlagene Zahlungsfrist von 36 Monaten sowie bestimmte Währungsrisiken.Der Konzern ermittelte den beizulegenden Zeitwert des Kaufpreises in Höhe von 6.006 Mio. RUB bzw. 100.303TEUR zum Zeitpunkt der Transaktion unter Verwendung eines Abzinsungssatzes von 13,66 % für die zu erhaltenden Zahlungen.
Die Geschäfte mit den Gesellschaften werden als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen klassifiziert.
Die Veräußerung der Tochtergesellschaft hatte die folgenden Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe zum Zeitpunkt der Veräußerung:
| | | |
TEUR | Anh. | Buchwert zum Zeitpunkt der Veräußerung |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | | 160.460 |
Sachanlagen | 6 | 156.027 |
Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 1.754 |
Nutzungsrechte | 8 | 306 |
Latente Steueransprüche | 22 | 2.373 |
Umlaufvermögen | | 305.656 |
Vorräte | | 50.824 |
Forderungen aus Ertragsteuern | | 336 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | 82.621 |
Vertragsvermögenswerte | | 40.454 |
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | | 131.421 |
Langfristige Verbindlichkeiten | | (15.880) |
Kreditverbindlichkeiten | | (10.287) |
Latente Steuerverbindlichkeiten | 22 | (5.593) |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | | (78.743) |
Kreditverbindlichkeiten | | (119) |
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 14 | (317) |
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | | (551) |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | (77,756) |
Identifizierbare Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, netto | | 371.493 |
| | |
Umrechnung eines ausländischen Geschäftsbetriebs | | 115.349 |
Umrechnung eines ausländischen Geschäftsbetriebs | | 13.286 |
Neubewertung von Vergütungsplänen | | (444) |
Posten, die aufgrund der Veräußerung von Tochtergesellschaften vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | | 128.191 |
| | |
Zeitwert des Kaufpreises | | (100.303) |
Verlust aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | | 399.381 |
| | |
Der kumulierte Betrag der Währungsumrechnungsrücklage in Bezug auf ausländische Geschäftsbetriebe russischer Tochtergesellschaften in Höhe von 128.191 TEUR wurde als Teil des Verlusts aus dem Verkauf der Gesellschaften in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Die Änderungen des Kaufpreises und der aufgeschobenen Gegenleistung stellen sich wie folgt dar:
TEUR | | Summe |
Kaufpreis | | 123.958 |
Auswirkung der Abzinsung des Kaufpreises | | (23.655) |
Zeitwert des Kaufpreises zum Zeitpunkt der Transaktion | | 100.303 |
Erhaltene Zahlung | | (8.868) |
Aufzinsung | | 3.893 |
Verlust aus Wechselkursdifferenzen | | (19,649) |
Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2022 | | 75.679 |
| | |
Langfristige Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | | 39.433 |
Kurzfristige Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | | 36.246 |
Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2022 | | 75.679 |
Zum 31. Dezember 2022 sank die noch ausstehende Gegenleistung aufgrund des stärkeren Wechselkurses des RUB gegenüber dem EUR auf 75.679 TEUR. Die noch ausstehenden Forderungen umfassen einen kurzfristigen Teil in Höhe von 36.246 TEUR, der im Laufe des Jahres 2022 um die eingegangenen Barmittel in Höhe von 8.868 TEUR verringert wurde. Der Verkauf von Tochterunternehmen, abzüglich übertragener Barmittel in Höhe von minus 122.553 TEUR, umfasste die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der verkauften russischen Tochtergesellschaften (131.421 TEUR) saldiert mit der erhaltenen Bargegenleistung (8.868 TEUR). Die noch ausstehende Gegenleistung umfasst die Aufzinsung seit dem Erwerb. Nach der Transaktion wurde in der Russischen Föderation eine neue Gesetzgebung eingeführt, die bestimmte Verfahren für Unternehmen mit Sitz in der EU vorschreibt, um Beteiligungen an russischen juristischen Personen zu veräußern, einschließlich der Anforderung einer Genehmigung durch die russische Regierungskommission. Die Gesetzgebung gilt nicht rückwirkend, unterliegt jedoch häufigen Änderungen und unterschiedlichen Auslegungen, die die Unsicherheit in Bezug auf die Rückzahlung von Forderungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen erhöhen.
Aufgegebener Geschäftsbereich im Oman
Das Unternehmen beschloss, seine Geschäftstätigkeiten im Oman im Rahmen des bestehenden Joint Ventures einzustellen. Infolgedessen wird die Tochtergesellschaft PEWETE EVO SERVICES LLC, die der Konzernzur Erbringung ihrer Dienstleistungen im Rahmen dieses Joint Ventures gegründet hat, liquidiert. PEWETE EVO SERVICES LLC wird daher als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Der Großteil der Vermögenswerte des Konzerns im Oman wurde auf die Aktivitäten in Kasachstan übertragen und an Dritte verkauft. Der Wertminderungsaufwand, der den Sachanlagen von PEWETE EVO SERVICES LLC im Jahr 2022 zugeordnet wurde, belief sich auf 1.045 TEUR.
Aufgegebene Geschäftsbereiche in Rumänien
Aufgrund unvorhergesehener Verzögerungen und Hindernisse, die durch die im Zusammenhang mit Covid-19 auferlegten Beschränkungen verursacht wurden, hat das Unternehmen beschlossen, seine Geschäftsexpansionspläne nach Rumänien zu stoppen. PEWETE EVO EUROPE S.R.L. erhielt die Bescheinigung über die Abmeldung vom Handelsregister am 08. November 2022. PEWETE EVO EUROPE S.R.L. wird daher als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.
Der Konzern verkaufte 2021 mehr als die Hälfte der zuvor von der PEWETE EVO EUROPE S.R.L. erworbenen und genutzten Vermögenswerte an die Tochtergesellschaft OOO KATOBNEFT. Der verbleibende Teil dieser Vermögenswerte wurde in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 2.919 TEUR einschließlich des diesem Teil der Vermögenswerte zugeordneten Wertminderungsaufwands in Höhe von 1.342 TEUR erfasst.Der Konzern bot diese Vermögenswerte zum Verkauf an, jedoch ohne Ergebnis, da die Nachfrage zurückging. Der Wertminderungsaufwand, der diesen Vermögenswerten von PEWETE EVO EUROPE S.R.L. im Jahr 2022 zugewiesen wurde, belief sich auf 2.919 TEUR.
Ergebnisse der aufgegebenen Geschäftsbereiche
Die Umsatzerlöse und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, die separat ausgewiesen wurden, stellen sich wie folgt dar:
TEUR | Anh. | 2022 | 2021 |
| | | |
Umsatzerlöse | 15 | 220.385 | 229.899 |
Umsatzkosten | 16 | (190.234) | (198.162) |
Bruttogewinn | | 30.151 | 31.737 |
| | | |
Verwaltungsaufwendungen | 17 | (12.040) | (15.303) |
Vertriebskosten | 18 | (1.876) | (1.840) |
Sonstige betriebliche Erträge | 19 | 1.895 | 2.182 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | 20 | (2.206) | (1.361) |
| | | |
Betriebsergebnis | | 15.924 | 15.415 |
| | | |
Finanzerträge | 21 | 6.013 | 4.921 |
Finanzierungsaufwendungen | 21 | (2.724) | (200) |
Finanzergebnis, netto | | 3.289 | 4.721 |
| | | |
Gewinn vor Ertragsteuer | | 19.213 | 20.136 |
| | | |
Ertragsteueraufwand | 22 | (4.914) | (2.561) |
| | | |
Gewinn | | 14.299 | 17.575 |
| | | |
Verlust aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | | (399.381) | - |
| | | |
| | | |
(Verlust) / Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | | (385.082) | 17.575 |
Der Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 14.299 TEUR ist vollständig den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen.
Die Cashflows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, die separat ausgewiesen werden, stellen sich wie folgt dar:
| | | |
TEUR | | 2022 | 2021 |
Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten | | 11.232 | 44.347 |
Cashflows aus Investitionstätigkeiten | | (15.888) | 33.306 |
Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten | | (100) | (56) |
Die Gesellschaften und PEWETE EVO SERVICES LLC wurden zuvor nicht als zur Veräußerung gehalten oder als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft.
Der Konzern hat die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 aufgrund des separaten Ausweises der Umsatzerlöse und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen entsprechend angepasst.
Einseitige ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht und die darauf entfallenden latenten Steuern werden angesetzt.
6. Sachanlagen
Die Buchwerte der Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:
TEUR | Grund-stücke und Gebäude | Fahr-zeuge | Maschinen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung | Anlagen Elektro-nische Datenver-arbeitung | Geleistete Anzahlun-gen | Gesamt |
| | | | | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | | | | |
| | | | | | |
1. Jänner 2021 | 16.753 | 15.822 | 344.520 | 2.247 | 1.529 | 380.871 |
Zugänge | 1.134 | 841 | 18.120 | 370 | 3.631 | 24.096 |
Umbuchungen | 63 | - | 1.493 | - | (1.556) | - |
Abgänge | (308) | (251) | (7.295) | (433) | - | (8.287) |
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte | - | - | (4.323) | - | - | (4.323) |
Umrechnungsdifferenzen | 1.279 | 715 | 24.727 | 166 | 162 | 27.049 |
31. Dezember 2021 | 18.921 | 17.127 | 377.242 | 2.350 | 3.766 | 419.406 |
Zugänge | 2.863 | 1.634 | 24.269 | 47 | 4.597 | 33.410 |
Umbuchungen | - | - | 1.765 | - | (1.765) | - |
Abgänge | (618) | (197) | (12.632) | (61) | (241) | (13.749) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (28.632) | (21.148) | (507.865) | (3.009) | (8.432) | (569.086) |
Umrechnungsdifferenzen | 7.617 | 3.894 | 137.101 | 855 | 2.142 | 151.609 |
31. Dezember 2022 | 151 | 1.310 | 19.880 | 182 | 67 | 21.590 |
| | | | | | |
Abschreibungen und Wertminderungen | | | | | | |
| | | | | | |
1. Jänner 2021 | 9.056 | 13.050 | 233.940 | 1.199 | - | 257.245 |
Abschreibungen | 725 | 867 | 26.120 | 388 | - | 28.100 |
Wertminderungen | - | - | (1.794) | - | - | (1.794) |
Abgänge | (293) | (245) | (6.973) | (411) | - | (7.922) |
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte | - | - | (1.404) | - | - | (1.404) |
Umrechnungsdifferenzen | 674 | 507 | 17.972 | 87 | - | 19.240 |
31. Dezember 2021 | 10.162 | 14.179 | 267.861 | 1.263 | - | 293.465 |
Abschreibungen | 668 | 759 | 21.102 | 282 | - | 22.811 |
Wertminderungen | - | - | 1.045 | - | - | 1.045 |
Abgänge | (151) | (197) | (5.234) | (49) | - | (5.631) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (14.454) | (17.094) | (379.652) | (1.859) | - | (413.059) |
Umrechnungsdifferenzen | 3.803 | 2.836 | 102.056 | 519 | - | 109.214 |
31. Dezember 2022 | 28 | 483 | 7.178 | 156 | - | 7.845 |
| | | | | | |
Buchwerte, netto | | | | | | |
| | | | | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 7.697 | 2.772 | 110.580 | 1.048 | 1.529 | 123.626 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 8.759 | 2.948 | 109.381 | 1.087 | 3.766 | 125.941 |
Stand am 31. Dezember 2022 | 123 | 827 | 12.702 | 26 | 67 | 13.745 |
Der Abschreibungsaufwand für 2022 in Höhe von TEUR 22.811 (2021: TEUR 28.100) wurde in den Umsatzkosten aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 1.335 und in den Umsatzkosten aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 21.198 (2021: TEUR 634 bzw. TEUR 27.042), in den Verwaltungskosten aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 30 und in den Verwaltungskosten aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 248 (2021: TEUR 32 bzw. TEUR 392) berücksichtigt.
Für die omanische Tochtergesellschaft wurde ein Wertminderungsaufwand für das Jahr 2022 in Höhe von 1.045 TEUR (2021: Null TEUR) erfasst (siehe Anhang 5). Die Wertaufholung für das Jahr 2021 in Höhe von 1.794 TEUR wurde zu den Umsatzkosten aus aufgegebenen Geschäftsbereichen verbucht. Diese Wertaufholung ist auf den Teil der Ausrüstung zurückzuführen, der zuvor von PEWETE EVO EUROPE S.R.L. genutzt wurde und an eine andere Tochtergesellschaft des Konzerns verkauft wurde, die eine stärkere Auslastung der Vermögenswerte ermöglichen kann.
Die Sachanlagen, für die Betriebsmieteinnahmen erfasst wurden, wurden als Teil des russischen Geschäftsbereichs verkauft.Ihr Nettobuchwert beläuft sich zum Zeitpunkt der Transaktion auf 90.076 TEUR, was Anschaffungskosten in Höhe von 350.651 TEUR und kumulierten Abschreibungen in Höhe von 260.575 TEUR entspricht (31. Dezember 2021: 61.346 TEUR, was Anschaffungskosten in Höhe von 239.135 und kumulierten Abschreibungen in Höhe von 177.789 entspricht). Bei den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Maschinen, Anlagen und Ausrüstung.
Abschreibungsmethoden, Restwerte und wirtschaftliche Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag beurteilt und bei Bedarf angepasst.
Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten
Als Ergebnis einer Analyse der auslösenden Ereignisse zum 31. Dezember 2022 wurden bestimmte Indikatoren für eine Wertminderung identifiziert (spezielle Militäroperation in der Ukraine, erhöhte geopolitische Spannungen, Schwankungen des Ölpreises und Volatilität der Finanzmärkte, instabile Wirtschaftsleistung während des Jahres, Covid-19-Pandemie). Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden berechnet.
Nach Einschätzung der Geschäftsleitung stellen die folgenden Tochtergesellschaften des Konzerns jeweils separate zahlungsmittelgenerierende Einheiten dar:
- - OOO KATKoneft, OOO KATOBNEFT, OOO KAT-oil Drilling, OOO Wellprop zum 31. Dezember 2021;
- - LLP Petro Welt Technologies Kazakhstan zum 31. Dezember 2021 und 31. Dezember 2022.
Die ZGE PEWETE EVO EUROPE S.R.L., als Vertretung der rumänischen Tochtergesellschaft des Unternehmens PEWETE EVO EUROPE S.R.L., hat seine operative Tätigkeit zum Stichtag 31. Dezember 2021 eingestellt. Mehr als die Hälfte der von dieser Einheit genutzten Ausrüstung wurde an OOO KATOBNEFT verkauft und zum Stichtag in die ZGE KATOBNEFT einbezogen. Siehe Anhang 5 dieses Jahresabschlusses. Der in Rumänien verbleibende Teil wurde im Jahr 2022 vollständig wertberichtigt.Siehe Anhangangabe 5 des vorliegenden Jahresabschlusses.
Während des Berichtszeitraums stellte der Konzern seine Geschäftstätigkeit im Oman ein. Der Großteil der Ausrüstung wurde an die kasachische Tochtergesellschaft TOO PWT Kazakhstan sowie an Dritte übertragen, die verbleibende Ausrüstung in Höhe von 1.045 TEUR wurde im Jahr 2022 vollständig abgeschrieben.
Die Cashflows werden aus dem Budget des nächsten Jahres und der Prognose für die verbleibenden vier Jahre abgeleitet. Das Budget und die Geschäftspläne werden aktualisiert, um die neuesten Entwicklungen zum Aufstellungsdatum dieses Konzernabschlusses zu berücksichtigen. Restrukturierungsaktivitäten oder maßgebliche zukünftige Investitionen, die die Ertragskraft der getesteten ZGE erhöhen, werden in die Berechnungen nicht einbezogen.
Folgende Annahmen wurden für den Wertminderungstest herangezogen:
Wesentliche Annahmen, die dem Wertminderungstest zugrunde liegen | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Verwendete Informationen | Tatsächliche operative Ergebnisse für das Jahr 2022 und Geschäftspläne für 2023–2027 | Tatsächliche operative Ergebnisse für das Jahr 2021 und Geschäftspläne für 2022–2026 |
Prognosezeitraum | 5 Jahre (2023-2027) | 5 Jahre (2022-2026) |
Konsolidierte Prognose des Umfangs der Hydraulic-Fracturing- und der Bohraktivitäten | Auf der Grundlage von Prognosen der Geschäftsleitung über künftige Trends und Entwicklungen des Geschäfts, die von der Führungsebene genehmigt wurden |
Rohstoff- und Produktionsdienstleistungpreise | Konsensschätzungen werden aus veröffentlichten Prognosen gewonnen |
Prognose des Investitionsvolumens | Basierend auf den Prognosen der Geschäftsleitung hinsichtlich Modernisierungsinvestitionen und Aufbauprogrammen |
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (Diskontierungszinssatz) | 3,0 % | 4,0 % – 5,2 % |
| Durchschnittlicher Erzeugerpreisindex im Terminal Value Zeitraum |
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (Diskontierungszinssatz) | 16,1 % – ZGE TOO Petro Welt Technologies Kazakhstan | 15,0 % – ZGE OOO KATKoneft, OOO KATOBNEFT, OOO KAT-oil Drilling 15,2 % – ZGE OOO Wellprop 15,7 % – ZGE TOO Petro Welt Technologies Kazakhstan |
Gegenwärtige Markteinschätzungen hinsichtlich der spezifischen Risiken einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und individueller Risiken der zugrundeliegenden Vermögenswerte, die nicht in den Cashflow-Prognosen berücksichtigt wurden. Die Berechnung des Diskontierungszinssatzes basiert auf den spezifischen Verhältnissen des Konzerns sowie der Geschäftssegmente und wird aus dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Dieser basiert auf dem risikofreien Zinssatz, der Risikoprämie, der Size Premium und dem Beta Faktor. Der WACC berücksichtigt sowohl Eigen- als auch Fremdkapital. Die Eigenkapitalkosten leiten sich aus der erwarteten Rendite der Eigenkapitalgeber ab. Die Eigenkapitalrisikoprämie von 6,0 % ist eine Expertenschätzung, die aufgrund der Erwartung einer anhaltenden Geschäftsbelebung gegenüber der im vorangegangenen Berichtszeitraum verwendeten Prämie von 6,0 % nicht verändert wurde. Die Fremdkapitalkosten beruhen auf den Marktzinsen für verzinsliche langfristige Kredite. Die ZGE-spezifischen Risiken werden durch die Anwendung individueller Beta-Faktoren berücksichtigt. Diese Faktoren werden jährlich auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Marktdaten bewertet. |
Als Ergebnis der Wertminderungstests zum 31. Dezember 2022 gab es keine Fälle, in denen der Buchwert den Nutzungswert der getesteten ZGE überstieg. Darüber hinaus wurde der Teil der Wertminderung, der zuvor für ZGE PEWETE EVO EUROPE SRL erfasst worden war, in Höhe von 1.794 TEUR im Jahr 2021 rückgängig gemacht, da die entsprechenden Anlagen zum 31. Dezember 2021 auf ZGE KATOBNEFT übertragen und getestet wurden.
Sensitivität bezüglich Änderungen der getroffenen wesentlichen Annahmen
Die Berechnung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird maßgeblich von den folgenden Annahmen beeinflusst:
- Konsolidierte Prognose des Verkaufspreises des Hydraulic Fracturings,
- Diskontierungszinssatz;
31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Bei einer Reduktion der Umsatzerlöse der ZGE Kasachstan um 6,1% in jedem Jahr der Prognoseperiode würde der Nutzungswert dem Buchwert entsprechen. | Bei einer Reduktion der Umsatzerlöse der ZGE KATOBNEFT um 3,1 % in jedem Jahr der Prognoseperiode, der ZGE KAToil-Drilling um 6,0 %, der ZGE Katkoneft um 4,7 %, der ZGE PWT Kasachstan um 14,4 % und der ZGE Wellprop um 2,2% würde der Nutzungswert dem Buchwert entsprechen. |
Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes auf 24,8% für die ZGE PWT Kasachstan würde der Nutzungswert jeweils dem Buchwert entsprechen. | Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes auf 20,5 %, 19,6 %, und 24,8 % für die ZGE KAToil-Drilling, die ZGE KATOBNEFT und die ZGE PWT Kasachstan würde der Nutzungswert jeweils dem Buchwert entsprechen. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes auf 22,4 % bei der ZGE KATKoneft und auf 16,4% bei der ZGE Wellprop würde sich eine Wertminderung ergeben. |
7. Immaterielle Vermögenswerte
TEUR | Rechte zur Nutzung der Produktions- technologien | Software und sonstige immaterielle Vermögenswerte | Gesamt |
| | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | |
| | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 2.264 | 1.047 | 3.311 |
Zugänge | 3 | 313 | 316 |
Umrechnungsdifferenzen | - | 37 | 37 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 2.267 | 1.397 | 3.664 |
Abgänge | (3) | (94) | (97) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (2.264) | (925) | (3.189) |
Umrechnungsdifferenzen | - | 260 | 260 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | 638 | 638 |
| | | |
Abschreibungen und Wertminderungen | | | |
| | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 481 | 641 | 1.122 |
Abschreibungen | 149 | 234 | 383 |
Umrechnungsdifferenzen | - | 37 | 37 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 630 | 912 | 1.542 |
Abschreibungen | 147 | 224 | 371 |
Abgänge | - | (37) | (37) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (777)- | (658) | (1.435) |
Umrechnungsdifferenzen | - | 179 | 179 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | 620 | 620 |
| | | |
Buchwerte, netto | | | |
| | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 1.783 | 406 | 2.189 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 1.637 | 485 | 2.122 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | 18 | 18 |
| | | |
Es werden keine intern erstellten immateriellen Vermögenswerte aktiviert.
8. Leasing
Die Veränderungen der Nutzungsrechte zwischen dem 1. Jänner und dem 31. Dezembersind wie folgt:
| Nutzungs- recht: Grund und Boden | Nutzungs- recht: Gebäude | Nutzungs- recht: Transportfahrzeuge | Gesamt |
TEUR | | | | |
Anschaffungskosten | | | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 392 | 626 | 58 | 1.076 |
Zugänge | - | 276 | 16 | 292 |
Abgänge | - | (402) | (74) | (476) |
Währungsumrechnung | 30 | 12 | - | 42 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 422 | 512 | - | 934 |
Zugänge | - | 178 | - | 178 |
Abgänge | (491) | (225) | - | (716) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | - | (397) | | (397) |
Umrechnungsdifferenzen | 69 | 110 | - | 179 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | 178 | - | 178 |
Kumulierte Abschreibung | | | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 3 | 235 | 16 | 254 |
Abschreibung | 14 | 187 | 15 | 216 |
Abgänge | - | (227) | (31) | (258) |
Währungsumrechnung | - | 3 | | 3 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 17 | 198 | - | 215 |
Abschreibung | 12 | 97 | - | 109 |
Abgänge | (33) | (225) | - | (258) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | - | (91) | - | (91) |
Umrechnungsdifferenzen | 4 | 21 | - | 25 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | - | - | - |
Buchwert, netto | | | | |
Stand am 1. Jänner 2021 | 389 | 391 | 42 | 822 |
Stand am 31. Dezember 2021 | 405 | 314 | - | 719 |
Stand am 31. Dezember 2022 | - | 178 | - | 178 |
| |
9. Vorräte
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Ersatzteile und andere Materialien | 1.468 | 25.028 |
Rohstoffe | 1.162 | 7.150 |
Kraftstoffe und Schmiermittel | 6 | 2.375 |
Fertigerzeugnisse und Handelswaren | - | 2.017 |
Gesamt | 2.636 | 36.570 |
Zum 31. Dezember 2022 waren keine Vorräte als Sicherheiten für Kredite verpfändet (31. Dezember 2021: null).
10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen die Forderungen aus Verträgen mit Kunden mit unbedingtem Zahlungsanspruch in Höhe von 953 TEUR (31. Dezember 2021: 69.971 TEUR). Für weitere Informationen siehe Anhang 15, Umsatzerlöse.
Der größte Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns besteht gegenüber den kasachischen Ölgesellschaften wie Kazmunaygaz, die basierend auf den neuesten verfügbaren Ratings von Fitch mit BBB- bewertet wurde.
Bei der Bestimmung der erwarteten Kreditverluste werden die aktuellsten verfügbaren Ratings verwendet, die den langfristigen Ausblick externer Ratingagenturen darstellen. Auch gibt es keine Anzeichen für eine Wertminderung des Portfolios in Form von Zahlungsverzögerungen oder einer Verschlechterung der Ratings der Gegenparteien.
Die geschätzten erwarteten Kreditverluste wurden auf der Grundlage der über die Laufzeit erwarteten Verluste berechnet und spiegeln die kurzen Laufzeiten der Risikopositionen wider.
Für die Bewertung der erwarteten Kreditverluste wurden Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verluste bei Ausfall (LGD) verwendet. Die Ausfallwahrscheinlichkeit entspricht der langfristigen durchschnittlichen Ausfallrate für jede Ratingkategorie und wurde gemäß der Studie „2021 Annual Global Default Study and Rating Transitions“ von Standard and Poor's geschätzt. Die Ratingkategorie wurde auf Basis der Mindestratings von drei internationalen Ratingagenturen (Moody’s, S&P und Fitch) bestimmt. Die Parameter für die Verlustquote bei Ausfall von Forderungen spiegeln im Allgemeinen eine angenommene Erlösquote wider, die gemäß „Basel II: International Convergence of Capital Measurement and Capital Standards“ für Unternehmenskreditnehmer auf einem konstanten Niveau von 45% geschätzt wird (2021: 45%). Die PD-Lebensdauer wird basierend auf der 1-Jahres-PD-Interpolation für die Restlaufzeit bewertet. Der Konzern verfügt über keine finanziellen Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr. Weitere Informationen zu den für erwartete Kreditverluste verbuchten Beträgen finden Sie in Anhang 28, Ziele und Richtlinien des finanziellen Risikomanagements.
Vertragsvermögenswerte
Die Vertragsvermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Vertragsvermögenswerte | - | 13.755 |
Gesamt | - | 13.755 |
Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Rechte des Konzerns auf Gegenleistung für erbrachte, aber zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierbare Arbeiten im Zusammenhang mit Bohr- und Frackingverträgen. Die Vertragsvermögenswerte werden mit Unbedingtheit der Rechte bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbucht. Im Laufe des Jahres wurden die Vertragsvermögenswerte zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen übertragen oder von den Kunden bezahlt. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern dem Kunden eine vertragsgemäße Rechnung ausstellt.
Die Höhe der Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2021 wurde durch einen Wertminderungsaufwand in Höhe von 3 TEUR beeinflusst.
Die noch nicht erbrachten Leistungsverpflichtungen stehen im Zusammenhang mit Verträgen mit Kunden, deren Laufzeit weniger als zwölf Monate beträgt.
11. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Forderungen an verbundene Unternehmen | 362 | 362 |
Umsatzsteuer | 320 | 468 |
Anzahlungen | 103 | 1.522 |
Rechnungsabgrenzungsposten | 64 | 22 |
Sonstige Forderungen | 1.359 | 3.041 |
Gesamt | 2.208 | 5.415 |
Der beizulegende Zeitwert der finanziellen kurzfristigen entspricht in etwa deren Buchwert zum 31. Dezember 2022.
12. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Bankeinlagen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen die folgenden Posten:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Bankguthaben | 9.720 | 15.322 |
Kurzfristige Einlagen | 48.870 | 127.275 |
Gesamt | 58.590 | 142.597 |
Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Guthaben auf Girokonten in Euro 1.762 TEUR, in US-Dollar 7.712 TEUR, in russischen Rubel 134 TEUR, in omanischen Rial 4 TEUR, in rumänischen Leu TEUR 94, in Schweizer Franken 14 TEUR (31. Dezember 2021: in Euro TEUR 6.815, in US-Dollar TEUR 1.160, in russischen Rubeln TEUR 6.610, in kasachischen Tenge TEUR 499, in omanischen Rial TEUR 61, in rumänischen Leu TEUR 177).
Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die Einlagen mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten in russischen Rubel auf Null, in kasachischen Tenge auf 1.113 TEUR, in US-Dollar auf 47.412 TEUR und in Euro auf 345 TEUR (31. Dezember 2021 in russischen Rubeln TEUR 102.206, in kasachischen Tenge TEUR 1.396, in US-Dollar TEUR 23.673) und werden mit 4,05 % – 14,75 % (31. Dezember 2021: 0,1 % – 9,15 %) verzinst.
Zum 31. Dezember 2022 hält der Konzern keine Bankeinlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten (31. Dezember 2021: in US-Dollar – 406 TEUR, in russischen Rubeln – 520 TEUR, Zinsen – 0,3 % – 6,96 %).
Zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 bestanden keine wesentlichen Verfügungsbeschränkungen in Bezug auf Zahlungsmittel.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken und Finanzinstituten gehalten, die auf Basis der aktuellsten verfügbaren Ratings von Moody’s zum 31. Dezember 2022 ein Rating von Aa2 bis B3 (31. Dezember 2021: A1 bis B3) aufweisen. Der Konzern überwacht Änderungen des Kreditrisikos, indem er sich hinsichtlich veröffentlichter externer Kreditratings und des jeweiligen Lizenzstatus der Finanzinstitute auf dem Laufenden hält.
Die geschätzte Wertminderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird auf der Basis eines 12-Monats-Werts für erwartete Kreditverluste oder eines niedrigeren Werts berechnet, wenn die Laufzeit des Finanzinstruments weniger als 12 Monate beträgt. Der Konzern ist der Ansicht, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente basierend auf den externen Kreditratings der Gegenparteien und der Gültigkeit der Lizenzen der betreffenden Finanzinstitute ein geringes Kreditrisiko aufweisen. Die Ausfallwahrscheinlichkeit entspricht der langfristigen durchschnittlichen Ausfallsrate für jede Ratingkategorie und wurde gemäß der Studie „2021 Annual Global Default Study and Rating Transitions“ von Standard and Poor's geschätzt. Die Ratingkategorie wurde auf Basis des Mindestratings von drei internationalen Ratingagenturen (Moody’s, S&P und Fitch) bestimmt. Der Parameter der Ausfallsverlustquote wird basierend auf der Ratinganalyse von Fitch auf ein konstantes Niveau von 80 % veranschlagt.
Die nach IFRS 9 aufgelaufenen Wertminderungsverluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 0 TEUR (31. Dezember 2021: 53 TEUR).
Das Zinsrisiko des Konzerns und eine Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in Anhang 28 angegeben.
13. Eigenkapital
Der Buchwert und der Nominalwert des Grundkapitals (begeben und vollständig eingezahlt) setzen sich wie folgt zusammen:
31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Anzahl der Aktien | Buchwert | Anzahl der Aktien | Buchwert |
48.850.000 | 48.850 | 48.850.000 | 48.850 |
Das gezeichnete Kapital des Unternehmens beträgt 48.850 TEUR (31. Dezember 2021: 48.850 TEUR) und besteht aus 48.850.000 voll eingezahlten nennwertlosen Stückaktien. Die Aktien sind im Prime Standard, Amtlicher Handel, an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Alle Aktien sind zum Handel zugelassen. Es wurden keine Vorzugsaktien ausgegeben. Es bestehen keine Beschränkungen in Bezug auf Stimm- oder Übertragungsrechte der Aktien. Das Unternehmen hat bisher keine ihrer eigenen Aktien erworben.
Die Aktionäre sind berechtigt, ihre Rechte, insbesondere ihr Stimmrecht, in der Jahreshauptversammlung auszuüben. Jede Aktie berechtigt den Aktionär zu einer Stimme. Es bestehen keine Mehr- oder Vorzugsstimmrechte und es wurde keine Begrenzung der Zahl der Stimmrechte festgelegt.
Am 7. September 2022 beantragte Joma Industrial Source Corp. die Einleitung des Verfahrens zum Ausschluss von Minderheitsaktionären (Squeeze-Out). Joma Industrial Source Corp. beabsichtigt, alle Aktien der Petro Welt Technologies AG, die nicht von ihr oder ihrer indirekten Tochtergesellschaft Petro Welt Holding Limited gehalten werden, gegen Zahlung eines Barabfindungspreises von 2,20 Euro je Aktie einschließlich Dividendenansprüchen zu erwerben. An dieser Stelle wird auf die Pflichtveröffentlichungen rund um das geplante Squeeze-Out auf https://www.pewete.com/de/news/ad-hoc/expelled verwiesen. Die Jahreshauptversammlung, die über den Squeeze-out entscheidet, soll 2023 stattfinden.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage umfasst das Agio aus der Ausgabe von Aktien und beträgt 111.987 TEUR (31. Dezember 2021: 111.987 TEUR).
Währungsumrechnungsrücklage
Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst die folgenden Posten:
TEUR | 2022 | 2021 |
Währungsumrechnungsrücklage zum 1. Jänner | 233.478 | 253.421 |
Nettoinvestitionen | (887) | (5.948) |
Währungsumrechnungsdifferenzen | (101.984) | (13.995) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (128.635) | - |
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember | 1.972 | 233.478 |
Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe ergeben.
Umrechnungsdifferenzen und damit verbundene ertragsteuerliche Effekte, die sich aus konzerninternen Darlehen ergeben, die von dem Unternehmen ausgegeben wurden und Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nach Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthalten die für Konsolidierungszwecke bereinigten Jahresüberschüsse und -verluste der konsolidierten Tochtergesellschaften und betragen minus 133.612 TEUR (31. Dezember 2021: plus 278.199 TEUR).
14. Kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten
Am 3. Dezember 2021 unterzeichnete das Unternehmen eine Änderungsvereinbarung betreffend ein Darlehen in Höhe von 116.303 TEUR, die einen Zinssatz von 2,5 % über dem 6-Monats-EURIBOR vorsieht; die Laufzeit des Darlehens und damit das Anfallen von Zinsen wurde bis zum 31. Dezember 2029 verlängert, wobei die während der verbleibenden Laufzeit des Darlehens anfallenden Zinsen bei Fälligkeit des Darlehens zahlbar sind.
Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Petro Welt Holding (Cyprus) Ltd. auf 129.888 TEUR, einschließlich angefallener, aber noch nicht bezahlter Zinsen in Höhe von 13.585 TEUR (31. Dezember 2021: 126.310 TEUR, einschließlich angefallener, aber nicht bezahlter Zinsen in Höhe von 10.007 TEUR).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich aus den folgenden Posten zusammen:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.819 | 35.581 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 3.540 | 28.347 |
Vertragsverbindlichkeiten | 56 | 440 |
Steuerschulden | 1.868 | 1.159 |
Gesamt | 7.283 | 65.527 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umsfassen die folgenden Posten:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Umsatzsteuerverbindlichkeiten | - | 8.748 |
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten | 481 | 2.342 |
Nicht konsumierte Urlaubsansprüche | 249 | 9.047 |
Sozialversicherungsbeiträge | 48 | 1.141 |
Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 39 | 560 |
Grundsteuer | - | 25 |
Rückstellungen für erwartete Verluste | - | 841 |
Übrige Verbindlichkeiten | 2.723 | 5.643 |
Gesamt | 3.540 | 28.347 |
Rückstellungen für belastende Verträge
Die Geschäftsleitung analysiert zu jedem Bilanzstichtag unfertige Bohrlöcher hinsichtlich des Überschusses der Gesamteinnahmen über die angefallenen Kosten. Wenn es wahrscheinlich ist, dass die Gesamtkosten die Gesamteinnahmen übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst. Die Kosten umfassen sowohl inkrementelle Kosten (z. B. Personal- und Materialkosten) als auch die Zuweisung anderer direkter Kosten (einschließlich Abschreibungen). Verluste für solche unrentablen, noch nicht fertiggestellten Bohrlöcher, werden zum Berichtsstichtag jener Periode, in der die Geschäftsleitung davon Kenntnis erlangt, unter den Umsatzkosten (siehe Anhang 16) verbucht und in der Konzernbilanz als Rückstellung für belastende Verträge kumuliert.
Die Rückstellung für belastende Verträge im Zusammenhang mit unfertigen Bohrlöchern betrug null TEUR (31. Dezember 2021: 841 TEUR).
Überleitung der Veränderungen von finanziellen Verbindlichkeiten zu Zahlungsströmen aus Finanzierungstätigkeit
| Verbindlichkeiten | Gesamt |
TEUR | Leasing-verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
| | | |
Saldo zum 1. Jänner 2022 | 749 | 126.310 | 127.059 |
Veränderungen aus Cashflows der Finanzierungstätigkeit | | | |
Zahlung der Leasingverbindlichkeiten | (127) | - | (127) |
Gesamtveränderung aus Cashflows der Finanzierungstätigkeit | (127) | - | (127) |
Sonstige Veränderungen | | | |
Neue Leasingverträge | 178 | - | 178 |
Abgegrenzter Zinsaufwand | 33 | 3.578 | 3.611 |
Zinszahlung | (33) | - | (33) |
Abgänge | (494) | - | (494) |
Verkauf von Tochtergesellschaften | (317) | - | (317) |
Umrechnungsdifferenzen | 189 | - | 189 |
Gesamt sonstige Veränderungen | (444) | 3.578 | 3.134 |
Saldo zum 31. Dezember 2022 | 178 | 129.888 | 130.066 |
| Verbindlichkeiten | Gesamt |
TEUR | Leasing-verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
| | | |
Saldo zum 1. Jänner 2021 | 819 | 122.905 | 123.724 |
Veränderungen aus Cashflows der Finanzierungstätigkeit | | | |
Zahlung der Leasingverbindlichkeiten | (200) | - | (200) |
Gesamtveränderungen aus Cashflows der Finanzierungstätigkeit | (200) | - | (200) |
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts | - | - | - |
Sonstige Veränderungen | | | |
Neue Leasingverträge | 292 | - | 292 |
Abgegrenzter Zinsaufwand | 42 | 3.405 | 3.447 |
Zinszahlung | (25) | - | (25) |
Abgänge | (222) | - | (222) |
Umrechnungsdifferenzen | 43 | - | 43 |
Gesamt sonstige Veränderungen | 130 | 3.405 | 3.535 |
Saldo zum 31. Dezember 2021 | 749 | 126.310 | 127.059 |
15. Umsatzerlöse
In der folgenden Tabelle sind die Umsatzerlöse nach primärem geografischem Markt, Hauptprodukten, Dienstleistungen und Zeitpunkt der Erfassung der Erlöse aufgeschlüsselt. Die Tabelle enthält auch eine Abstimmung der aufgeschlüsselten Erlöse zu den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns (siehe Anhang 25).
Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind meist variabel. Die Verträge werden für 1 bis 3 Jahre abgeschlossen und die Zahlungen sind meist variabel und sind nicht an einen Index oder Kurs gebunden.
Aufschlüsselung Umsatzerlöse 2022:
| Bohrlochdienstleistungen und Stimulation | Bohrun-gen, Side-tracking und IPM (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Her-stellung von Proppant (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Segmente gesamt | Über-leitung | Konzern |
TEUR | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufge-gebene Ge-schäfts-bereiche |
Außenumsatz | 14.722 | 100.707 | 110.557 | 9.121 | 235.107 | - | 235.107 |
Konzernumsatz | - | 492 | 86 | 4.657 | 5.235 | (5.235) | - |
Gesamtumsatz | 14.722 | 101.199 | 110.643 | 13.778 | 240.342 | (5.235) | 235.107 |
| | | | | | | |
Primäre geo-graphische Märkte | | | | | | | |
Russland | | 100.622 | 110.643 | 11.179 | 222.444 | (4.149) | 218.295 |
Kasachstan | 14.722 | - | - | 1.292 | 16.014 | (1.086) | 14.928 |
GUS und Ukraine | - | - | - | 1.085 | 1.085 | - | 1.085 |
Europäische und zentralafrikanische Länder und Naher Osten | - | 577 | - | 222 | 799 | - | 799 |
Gesamtumsatz | 14.722 | 101.199 | 110.643 | 13.778 | 240.342 | (5.235) | 235.107 |
Wesentliche Produkte/ Dienstleistungen | | | | | | | |
Hydraulisches Fracturing | 14.722 | 98.360 | - | - | 113.082 | (492) | 112.590 |
Sidetrack-Bohrung | - | - | 55.254 | - | 55.254 | (45) | 55.209 |
Konventionelle Bohrung | - | - | 38.575 | - | 38.575 | (41) | 38.534 |
Zementieren | - | 2.808 | - | - | 2.808 | - | 2.808 |
Mieterträge (IFRS 16) | - | - | 16.794 | - | 16.794 | - | 16.794 |
Verkauf von Proppant | - | - | - | 9.618 | 9.618 | (4.657) | 4.961 |
Sonstige Dienstleistungen | - | 31 | 20 | 4.160 | 4.211 | - | 4.211 |
Gesamtumsatz | 14.722 | 101.199 | 110.643 | 13.778 | 240.342 | (5.235) | 235.107 |
Zeitpunkt der Erfassung der Erlöse | | | | | | | |
Güter und Leistungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden | - | - | - | 13.778 | 13.778 | (4.657) | 9.121 |
Kurzfristige Leistungen | 14.722 | 101.199 | - | - | 115.921 | (492) | 115.429 |
Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden | - | - | 93.849 | - | 93.849 | (86) | 93.763 |
Mieterträge (IFRS 16) | - | - | 16.794 | - | 16.794 | - | 16.794 |
Gesamtumsatz | 14.722 | 101.199 | 110.643 | 13.778 | 240.342 | (5.235) | 235.107 |
Aufschlüsselung Umsatzerlöse 2021:
| Bohrlochdienstleistungen und Stimulation | Bohrun-gen, Side-tracking und IPM (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Her-stellung von Proppant (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Segmente gesamt | Über-leitung | Konzern |
TEUR | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufge-gebene Ge-schäfts-bereiche |
Außenumsatz | 7.680 | 91.467 | 125.472 | 12.960 | 237.579 | - | 237.579 |
Konzernumsatz | - | 482 | 111 | 1.662 | 2.255 | (2.255) | - |
Gesamtumsatz | 7.680 | 91.949 | 125.583 | 14.622 | 239.834 | (2.255) | 237.579 |
| | | | | | | |
Primäre geo-graphische Märkte | | | | | | | |
Russland | - | 91.627 | 124.977 | 13.044 | 229.648 | (1.409) | 228.239 |
Kasachstan | 7.680 | - | - | 846 | 8.526 | (846) | 7.680 |
GUS und Ukraine | - | - | - | 270 | 270 | - | 270 |
Europäische und zentralafrikanische Länder und Naher Osten | - | 322 | 606 | 462 | 1.390 | - | 1.390 |
Gesamtumsatz | 7.680 | 91.949 | 125.583 | 14.622 | 239.834 | (2.255) | 237.579 |
Wesentliche Produkte/ Dienstleistungen | | | | | | | |
Hydraulisches Fracturing | 7.680 | 89.836 | - | - | 97.516 | (482) | 97.034 |
Sidetrack-Bohrung | - | - | 54.366 | - | 54.366 | (66) | 54.300 |
Konventionelle Bohrung | - | - | 49.695 | - | 49.695 | (45) | 49.650 |
Zementieren | - | 2.077 | - | - | 2.077 | - | 2.077 |
Mieterträge (IFRS 16) | - | - | 21.497 | - | 21.497 | - | 21.497 |
Verkauf von Proppant | - | - | - | 11.348 | 11.348 | (1.662) | 9.686 |
Sonstige Dienstleistungen | - | 36 | 25 | 3.274 | 3.335 | - | 3.335 |
Gesamtumsatz | 7.680 | 91.949 | 125.583 | 14.622 | 239.834 | (2.255) | 237.579 |
Zeitpunkt der Erfassung der Erlöse | | | | | | | |
Güter und Leistungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden | - | - | - | 14.622 | 14.622 | (1.662) | 12.960 |
Kurzfristige Leistungen | 7.680 | 91.949 | - | - | 99.629 | (482) | 99.147 |
Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden | - | - | 104.086 | - | 104.086 | (111) | 103.975 |
Mieterträge (IFRS 16) | - | - | 21.497 | - | 21.497 | - | 21.497 |
Gesamtumsatz | 7.680 | 91.949 | 125.583 | 14.622 | 239.834 | (2.255) | 237.579 |
Die Umsatzerlöse aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen aus Verträgen mit Kunden betrugen 218.313 TEUR (2021: 216.082 TEUR).
Die folgenden wesentlichen Annahmen wurden bei der Bestimmung des Leistungsfortschritts von noch nicht fertiggestellten Bohrlöchern für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 angewendet:
Geschäftsbereich | Sidetrack-Bohrung | Konventionelle Bohrung |
Bohrungen, Sidetracking und IPM | Der Leistungsfortschritt wird auf Basis des Bohrfortschritts oder der Anzahl der Tage, die am Bohrloch bis zum Bilanzstichtag geleistet wurden ermittelt. | Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der am Bohrloch gearbeiteten Arbeitstage am Bilanzstichtag ermittelt |
Das Konzernergebnis unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Schwankungen.
16. Umsatzkosten
TEUR | | 2022 | | 2021 angepasst |
| | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich | | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich |
Rohstoffeinsatz | | 2.552 | 59.689 | | 1.464 | 56.598 |
Direkte Kosten | | 2.107 | 47.051 | | 448 | 53.595 |
Abschreibungen | | 1.496 | 21.435 | | 2.162 | 25.785 |
Wertminderungsaufwand | | - | 3.964 | | - | - |
Wertaufholung | | - | - | | (1.794) | - |
Löhne und Gehälter | | 1.810 | 40.902 | | 1.810 | 41.128 |
Vorsorge- und soziale Aufwendungen | | 247 | 12.285 | | 64 | 12.611 |
Sonstige Kosten | | 915 | 4.908 | | 1.266 | 8.445 |
Gesamt | | 9.127 | 190.234 | | 5.420 | 198.162 |
Die direkten Kosten von fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 49.158 TEUR (2021: 54.043 TEUR) umfassen Produktionsleistungen, Transport-, Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen.
17. Verwaltungsaufwendungen
| | |
TEUR | 2022 | 2021 angepasst |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich |
Löhne und Gehälter (einschließlich Vorstandsbezüge) | 2.500 | 7.481 | 1.995 | 9.470 |
Beratungskosten | 4.175 | 386 | 8.019 | 426 |
Steueraufwand | 25 | 63 | 13 | 71 |
Sozialsteuer | 266 | 1.843 | 293 | 2.192 |
Mietaufwand für ein Operating-Leasingverhältnis | 142 | 232 | 52 | 318 |
Reise- und Repräsentationsaufwendungen | 1.361 | 279 | 83 | 516 |
Abschreibung und Amortisation | 86 | 274 | 253 | 499 |
Kauf von sonstigen Materialien | 15 | 216 | 9 | 322 |
Erbrachte Dienstleistungen | 492 | 649 | 583 | 984 |
Bankgebühren | 66 | 53 | 39 | 70 |
Fortbildungskosten | 4 | 28 | 8 | 41 |
Prüfungshonorare | 500 | 16 | 516 | 35 |
Versicherungen | 82 | 43 | 67 | 20 |
Instandhaltungskosten | 12 | 202 | 11 | 268 |
Sonstige Verwaltungsaufwendungen | 169 | 212 | 24 | 71 |
Gesamt | 9.832 | 12.040 | 11.965 | 15.303 |
Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
Dem Konzernabschlussprüfer stand folgende leistungsabhängige Vergütung zu:
| 2022 | | 2021 |
Prüfungskosten (Konzernprüfung und Jahresabschlussprüfung) | 350 | 446 |
Prüfungshonorare für die Vorjahre | 112 | 74 |
Gesamt | 462 | 520 |
18. Vertriebskosten
TEUR | 2022 | | 2021 angepasst |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche | | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche |
| | | | | |
Transportkosten | - | 1.489 | - | 1.338 |
Löhne und Gehälter | - | 221 | - | 270 |
Sozialsteuer | - | 60 | - | 58 |
Sonstige Vertriebskosten | - | 106 | - | 174 |
Gesamt | - | 1.876 | - | 1.840 |
19. Sonstige betriebliche Erträge
TEUR | 2022 | 2021 angepasst |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche |
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 5.001 | 409 | 37 | 612 |
Erträge aus Wertaufholungen von wertgeminderten Vorräten | 3 | 2 | 61 | 91 |
Erträge aus Vorperioden | - | - | - | 7 |
Erträge aus Forderungseingängen wertberichtigter Forderungen | 7 | 464 | 32 | 237 |
Erträge aus Vertragsstrafen | - | 121 | 12 | 375 |
Sonstige Erträge | 444 | 899 | 123 | 860 |
Gesamt | 5.455 | 1.895 | 265 | 2.182 |
20. Sonstige betriebliche Aufwendungen
TEUR | 2022 | 2021 angepasst |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich |
Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 6.510 | 975 | 11 | 287 |
Abschreibung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 | 120 | - | 13 |
Verlust aus der Abschreibung von Vorräten und Rückstellung für Veralterung | - | 496 | - | 25 |
Sonstige Aufwendungen | 11 | 615 | 479 | 1.036 |
Gesamt | 6.523 | 2.206 | 490 | 1.361 |
21. Finanzergebnis
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TEUR | 2022 | 2021 angepasst |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebene Geschäfts-bereiche |
Zinserträge | 4.244 | 6.013 | 58 | 4.921 |
Gewinne aus Wechselkursdifferenzen | - | - | 535 | - |
Gesamt Finanzertrag | 4.244 | 6.013 | 593 | 4.921 |
Zinsaufwendungen | (3.579) | (32) | (3.409) | (61) |
Verluste aus Wechselkursdifferenzen | (19.766) | (2.692) | - | (139) |
Gesamt Finanzaufwand | (23.345) | (2.724) | (3.409) | (200) |
Gesamt Finanzergebnis | (19.101) | 3.289 | (2.816) | 4.721 |
Die Zinserträge des Konzerns bestehen im Wesentlichen aus den Zinsen auf Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Bankeinlagen. Die Zinsaufwendungen beziehen sich hauptsächlich auf langfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Petro Welt Holding (Cyprus) Ltd. Für weitere Einzelheiten siehe Anhang 14, Kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten.
22. Ertragsteuern
Der Steuersatz für die österreichische Gesellschaft betrug im Jahr 2022 25 % (2021: 25 %), für die russischen Tochterunternehmen – 20 % (2021: 20 %) und für steuerpflichtige Erträge nach kasachischem Recht – 20 % (2021: 20 %).
Ertragsteueraufwendungen, die im Gewinn oder Verlust erfasst wurden, setzen sich wie folgt zusammen:
TEUR | 2022 | 2021 |
| Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich | Fortgeführte Geschäfts-bereiche | Aufgegebener Geschäfts-bereich |
Laufender Steueraufwand | 3.117 | 4.784 | 623 | 4.316 |
Latenter Steuerertrag/(-aufwand) aus dem Entstehen und der Auflösung von temporären Differenzen | (972) | 69 | 475 | (2.229) |
Quellensteuer | 48 | | 335 | |
Ertragsteuern aus Vorjahren | 130 | 61 | 471 | 474 |
Laufender und latenter Steueraufwand | 2.323 | 4.914 | 1,904 | 2,561 |
Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete steuerpflichtige Ergebnis der Gesellschaft beinhaltet eine Schätzung der Wegzugsbesteuerung im Zuge der Veräußerung aller russischen Tochtergesellschaften. Die Erstellung der Steuererklärung erfordert eine detaillierte Analyse und Bewertung der übertragenen Funktionen unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Betriebsprüfung. Bei der Berechnung der Rückstellung für das Berichtsjahr wurde ein vereinfachtes Verfahren unter Zugrundelegung einer ewigen Rente angewendet.
Im Jahr 2022 enthält die Ertragsteuer Quellensteuern in Höhe von 48 TEUR (2021: 335 TEUR), die aus konzerninternen Zinsen resultieren. Der Quellensteuersatz auf Dividenden in Russland beträgt unverändert 5 %.
Die folgenden Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:
TEUR | 2022 | 2021 |
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 1.190 | (303) | 887 | 7.677 | (1.729) | 5.948 |
Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | - | - | - | 116 | (23) | 93 |
Der Steuereffekt im Zusammenhang mit der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb besteht aus einem latenten Ertragsteuergewinn in Höhe von 303 TEUR (2021: 1.729) sowie einem laufenden Ertragsteuergewinn in Höhe von 0 TEUR (2021: 201 TEUR).
Überleitung des effektiven Steuersatzes:
TEUR | 2022 | 2021 |
Ergebnis vor Ertragsteuern | (404.574) | 7.390 |
Steuern auf der Grundlage des russischen Steuersatzes (20 %) | (80.915) | 1.478 |
Steuersatzeffekte ausländischer Steuerrechtskreise | 505 | (211) |
Steuerfreie Erträge und nicht abzugsfähige Aufwendungen | 90.466 | 2.705 |
Veränderung der nicht angesetzten latenten Steuern | (2.689) | (217) |
Quellensteuer auf Dividenden und Zinsen | 48 | 335 |
| | |
Steueraufwand/-ertrag Vorperioden | 191 | 942 |
Sonstige Auswirkungen | (369) | (567) |
Laufender und latenter Steueraufwand | 7.237 | 4.465 |
Laufender und latenter Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 7.237 | 4.465 |
Steuerquote | 1,79% | 60,42 % |
Die Veränderung des effektiven Steuersatzes ist auf Folgendes zurückzuführen:
Im Berichtsjahr wurden alle russischen Tochtergesellschaften verkauft. Diese Tochterunternehmen unterliegen dem Auslandsbeteiligungsfreibetrag, da in den jeweiligen Jahren kein Wahlrecht zur Besteuerung ausgeübt wurde. Folglich müssen der aus dem Verkauf resultierende Verlust und die damit verbundenen Währungsverluste steuerlich neutralisiert werden. Der Verkauf wurde den Finanzbehörden im Rahmen des MDR-Regimes gemeldet und löst eine Wegzugsbesteuerung in Bezug auf die bisher ausgeübten Funktionen aus. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge, die in der Vergangenheit mangels steuerlicher Planung nicht in großem Umfang aktiviert werden konnten, werden voraussichtlich zur Gänze mit dem für das Geschäftsjahr 2022 ermittelten steuerpflichtigen Gewinn verrechnet. Die Senkung des Körperschaftsteuersatzes in Österreich auf 23 % ab dem Jahr 2024 wirkte sich auch auf die effektive Steuerquote aus.
Die latenten Steuern ergeben sich aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:
| 31. Dezember 2022 | Veränderung der latenten Steuern | 1. Jänner 2022 |
TEUR | Latente Steueran-sprüche | Latente Steuer- schulden | Im Gewinn oder Verlust erfasst | Im sonstigen Ergebnis erfasst | Effekte aus Fremd-währungskurs-kursänderungen | Abgang aufgrund des Verkaufs der russischen Tochtergesellschaften | Latente Steuer-an-sprüche | Latente Steuer-schulden |
| | | | | | | | |
Steuerlicher Verlustvortrag | - | - | (1.538) | - | 371 | (900) | 2.067 | - |
Abgegrenzte Aufwendungen/ Verbindlichkeiten | 87 | - | 917 | - | 1.177 | (4.457) | 2.455 | (5) |
Anlagevermögen/ Abschreibungen | - | (80) | 1.788 | - | (2.513) | 8.789 | - | (8.144) |
Sonstiges | - | (249) | (264) | (303) | 142 | (212) | 1.345 | (957) |
Saldierung | (87) | 87 | - | - | - | - | (4.133) | 4.133 |
Gesamt | - | (242) | 903 | (303) | (823) | 3.220 | 1.734 | (4.973) |
| | | | | | | | | |
| 31. Dezember 2021 | Veränderung der latenten Steuern | 1. Jänner 2021 |
TEUR | Latente Steuer-an-sprüche | Latente Steuer- schulden | im Gewinn oder Verlust erfasst | Im sonstigen Ergebnis erfasst | Effekte aus Fremdwährungskurs-kursänderungen | Latente Steuer-an-sprüche | Latente Steuer- schulden |
| | | | | | | |
Steuerlicher Verlustvortrag | 2.067 | - | (574) | - | 173 | 2.468 | - |
Abgegrenzte Aufwendungen/ Verbindlichkeiten | 2.455 | (5) | 637 | - | 150 | 1.663 | - |
Anlagevermögen/ Abschreibungen | - | (8.144) | (413) | - | (569) | - | (7.162) |
Sonstiges | 1.345 | (957) | 2.104 | (1.528) | 9 | 473 | (670) |
Saldierung | (4.133) | 4.133 | - | - | - | (3.623) | 3.623 |
Gesamt | 1.734 | (4.973) | 1.754 | (1.528) | (237) | 981 | (4.209) |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
In Übereinstimmung mit der russischen Steuergesetzgebung verfallen steuerliche Verluste nicht, können jedoch nur mit 50 % des steuerpflichtigen Gewinns für ein bestimmtes Steuerjahr aufgerechnet werden. Der steuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2022 belief sich aufgrund des Verkaufs von russischen Tochtergesellschaften auf Null (31. Dezember 2021: 47.546 TEUR).Dementsprechend waren die latenten Steueransprüche zum Bilanzstichtag aufgrund des Verkaufs der russischen Tochtergesellschaften gleich Null. Latente Steueransprüche zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 9.509 TEUR wurden in Bezug auf diese Verluste nicht angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichende steuerbare Gewinne erzielt werden, die es dem Konzern ermöglichen würden, die sich daraus ergebenden Vorteile zu nutzen.
In Österreich können steuerliche Verluste zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden (kein Ablauf). Steuerliche Verlustvorträge können jedoch grundsätzlich nur bis zu einem Betrag von höchstens 75 % der steuerpflichtigen Erträge des jeweiligen Jahres mit steuerpflichtigen Erträgen verrechnet werden (Aufrechnungsbegrenzung).Im Berichtszeitraum 2022 ist die Nutzung aller steuerlichen Verlustvorträge zu berücksichtigen. Der steuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 31.665 TEUR wird in Zukunft voraussichtlich nicht genutzt werden. Latente Steueransprüche in Höhe von 6.015 TEUR wurden in Bezug auf diese Verluste nicht angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden, aufgrund derer der Konzern die Vorteile daraus nutzen könnte. Aufgrund der im Jahr 2022 durchgeführten Transaktionen ist nun eine Inanspruchnahme zu erwarten.
Der Betrag der zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, für die keine latente Steuerschuld angesetzt wurde, beträgt 2.705 TEUR (2021: 67.610 TEUR), da es bei der Muttergesellschaft liegt, zu entscheiden, wann eine Auflösung der temporären Differenz erfolgen soll.
23. Pensionen und Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Konzern gewährt die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (wie z. B. Abfindungen bei Pensionsantritt oder Invalidität, Abfindungszahlungen aufgrund der Verlegung eines Mitarbeiters aus den Regionen des Hohen Nordens an einen neuen Wohnort nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Zahlungen im Falle des Todes eines Mitarbeiters und Zahlungen an ehemalige Mitarbeiter, die aufgrund von Invalidität in den Ruhestand versetzt wurden) sowie andere langfristige Leistungen (wie z. B. Zahlungen anlässlich von Mitarbeiterjubiläen).
Die Höhe der Leistungen ist feststehend und vom Gehalt unabhängig. Da die zukünftigen Zahlungen indexgebunden sind, unterliegt der Plan den Inflations- und Lebenshaltungskostenrisiken. Der Plan ist auch dem Risiko von Änderungen in der Lebenserwartung der Mitarbeiter ausgesetzt. Daher legt der Konzern die konservative Annahme bezüglich der erwarteten Wachstumsrate fester Zahlungen fest und verwendet Sterbetafeln, die angepasst werden, um die künftig erwartete Zunahme der Lebenserwartung widerzuspiegeln.
Die folgende Tabelle stellt die im Jahr 2021 erfassten Nettoaufwendungen für Leistungen. Im Jahr 2022 veräußerte die Gruppe Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen aufgrund des Verkaufs von russischen Tochtergesellschaften, denen diese Leistungen zuzurechnen waren.
Veränderung der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile:
| | 2022 | 2021 |
TEUR | | Leistungen nach Beendigung des Arbeits-verhältnisses | Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeit-nehmer | Gesamt | Leistungen nach Beendigung des Arbeits-verhältnisses | Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeit-nehmer | Gesamt |
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 1. Jänner | 115 | 81 | 196 | 198 | 116 | 314 |
Erfasst im Gewinn oder Verlust: | | | | | | |
Laufender Dienstzeitaufwand | - | - | - | 23 | 18 | 41 |
Zinsaufwand | - | - | - | 13 | 10 | 23 |
Geleistete Zahlungen | - | - | - | (15) | (9) | (24) |
Erfasst im sonstigen Ergebnis: | | | | | | |
Versicherungs-mathematische (Gewinne)/Verluste, einschließlich: | | | | | | |
Finanzielle Annahmen | - | - | - | (73) | (43) | (116) |
Erfahrungsbedingte Berichtigungen | - | - | - | - | - | - |
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen | - | - | - | (31) | (11) | (42) |
Abgang aufgrund des Verkaufs von russischen Tochtergesellschaften | (115) | (81) | (196) | | | |
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember | - | - | - | 115 | 81 | 196 |
Versicherungsmathematische Annahmen
Die wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen zum Bilanzstichtag waren:
Annahmen | 2021 |
Abzinsungszinssatz | 8,40 % |
Gehaltssteigerung | 4,47 % |
Steuersatz | Variiert je nach Unternehmen zwischen 21 % und 26 % |
Mitarbeiterfluktuation | Abnehmend von 36 % bis 0 % pro Jahr, je nach Dienstjahr und Geschlecht |
Sterblichkeit | Sterbetafel der Russischen Föderation für das Jahr 2019, angepasst um 77 % |
Die folgende Tabelle zeigt die Dauer der Verbindlichkeit des leistungsorientierten Plans zum 31. Dezember 2021:
Jahre | Leistungen nach Beendigung des Arbeits-verhältnisses | Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer | Gesamt |
Laufzeit | 15,58 | 12,34 | 14,31 |
Sensitivitätsanalyse
Nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderungen einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen zum 31. Dezember 2021 hätten sich bei Konstanthaltung der anderen Annahmen wie nachstehend dargestellt auf die leistungsorientierte Verpflichtung ausgewirkt.
Annahmen | Leistungen nach Beendigung des Arbeits-verhältnisses | Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer | Gesamt |
Anstieg Abzinsungssatz um 1 % | (10,1 %) | (7,5 %) | (9,1 %) |
Rückgang Abzinsungssatz um 1 % | 12,3 % | 9,9 % | 11,3 % |
Anstieg fixe Leistungen um 1 % | 10,8 % | 8,8 % | 10,0 % |
Rückgang fixe Leistungen um 1 % | (9,8 %) | (7,3 %) | (8,8 %) |
Anstieg Sterblichkeit um 10 % | 0,6 % | (0,2 %) | 0,3 % |
Rückgang Sterblichkeit um 10 % | 1,0 % | 1,3 % | 1,1 % |
Anstieg Mitarbeiterfluktuation um 1 % | (8,1 %) | (7,8 %) | (8,0 %) |
Rückgang Mitarbeiterfluktuation um 1 % | 2,5 % | 4,5 % | 3,3 % |
24. Ergebnis je Aktie
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 erfolgte auf Basis des den Stammaktionären zuzurechnenden (Verlusts)/Gewinns und einer gewichteten durchschnittlichen Anzahl von Stammaktien.
TEUR | | 2022 | 2021 |
Stammaktien | Tausend | 48.850 | 48.850 |
(Verlust)/Gewinn | TEUR | (411.811) | 2.925 |
Ergebnis je Aktie | EUR | (8,43) | 0,06 |
Das Unternehmen hat keine potenziell verwässernden Stammaktien.
25. Geschäftssegmente
Für Managementzwecke ist der Konzern auf der Grundlage der jeweiligen Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und umfasst die folgenden berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
- - Bohrlochdienstleistungen und Stimulation – Leistungen für Hydraulic Fracturing (betrieben von TOO PWT Kazakhstan. OOO KATKoneft und PEWETE EVO SERVICES LLC werden als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert);
- - Bohrungen, Sidetracking und integriertes Projektmanagement (IPM) – Leistungen für konventionellen Bohrungen, Sidetrack-Bohrungen (betrieben von OOO KAT-oil Drilling und OOO KATOBNEFT). Das Segment wird als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.
- - Herstellung von Proppant (betrieben von OOO Wellprop). Das Segment wird als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.
Die Geschäftsleitung überwacht die Betriebsergebnisse ihrer Geschäftseinheiten zwecks Entscheidungsfindung und Leistungsbeurteilung separat. Die Leistungsfähigkeit jedes Segments wird auf der Grundlage von Finanzinformationen bewertet, die in Übereinstimmung mit dem Management Accounting erstellt werden, das den IFRS sehr nahe kommt.
Transaktionen zwischen den Geschäftssegmenten werden zu handelsüblichen Konditionen abgewickelt. Die Überleitung umfasst Beträge im Zusammenhang mit Unternehmensaktivitäten, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, und die Überleitung der gesamten berichtspflichtigen Segmentbeträge zum Jahresabschluss.
Segmentinformationen für die am 31. Dezember 2022 bzw. am 31. Dezember 2021 endenden Geschäftsjahre sind nachstehend aufgeführt.
| | Ergebnisse berichtspflichtige Segmente: 2022 | | | | |
| TEUR | Bohrlochdienstleistungen und Stimulation | Bohrungen, Sidetracking und IPM (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Herstellung von Proppant | Segmente gesamt | Über-leitung | Konzern |
| Fortgeführter Geschäfts-bereich | Aufge-gebene Ge-schäfts-bereiche | (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) |
| Außenumsätze | 14.722 | 100.707 | 110.557 | 9.121 | 235.107 | - | 235.107 |
| Konzerninterne Umsätze | - | 492 | 86 | 4.657 | 5.235 | (5.235) | - |
| Gesamt-umsatz | 14.722 | 101.199 | 110.643 | 13.778 | 240.342 | (5.235) | 235.107 |
| Umsatzkosten | (10.054) | (95.326) | (90.703) | (9.056) | (205.139) | 5.778 | (199.361) |
| Verwaltungs-aufwendungen | (905) | (4.059) | (7.386) | (872) | (13.222) | (8.650) | (21.872) |
| Vertriebs-aufwendungen | - | - | - | (1.876) | (1.876) | - | (1.876) |
| Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen | (2.192) | 114 | (5.418) | 37 | (7.459) | 6.080 | (1.379) |
| Verkauf von Tochter-gesellschaften | - | - | - | - | - | (399.381) | (399.381) |
| Operatives Ergebnis | 1.571 | 1.928 | 7.136 | 2.011 | 12.646 | (401.408) | (388.762) |
| Finanzierungs-erträge | | | | | | | 6.646 |
| Finanzierungs-aufwendungen | | | | | | | (22.458) |
| Verlust vor Ertragsteuer | | | | | | | (404.574) |
| Ertragsteuer-aufwendungen | | | | | | | (7.237) |
| Verlust nach Steuer | | | | | | | (411.811) |
| Segment Ab-schreibungen und Wert-minderungs-aufwand | 1.556 | 8.476 | 16.301 | 400 | 26.733 | 521 | 27.254 |
| Segment-vermögen | 19.734 | 286 | . | . | 20.020 | 142.768 | 162.788 |
| Segment-schulden | 11.584 | 6.072 | . | .. | 17.656 | 119.879 | 137.535 |
| Segment-investitionen | 4.057 | 11.862 | 16.863 | 503 | 33.357 | 53 | 33.410 |
| | Ergebnisse berichtspflichtige Segmente: 2021 | | | | |
| TEUR | Bohrlochdienstleistungen und Stimulation | Bohrungen, Sidetracking und IPM (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) | Herstellung von Proppant | Segmente gesamt | Über-leitung | Konzern Fortgeführte Geschäfts-bereiche |
| Fortgeführter Geschäfts-bereich | Aufge-gebene Ge-schäfts-bereiche | (aufge-gebener Ge-schäfts-bereich) |
| Außen-umsätze | 7.680 | 91.467 | 125.472 | 12.960 | 237.579 | - | 237.579 |
| Konzern-interne Umsätze | - | 482 | 111 | 1.662 | 2.255 | (2.255) | - |
| Gesamt-umsatz | 7.680 | 91.949 | 125.583 | 14.622 | 239.834 | (2.255) | 237.579 |
| Umsatzkosten | (3.856) | (86.019) | (106.160) | (10.590) | (206.625) | 3.043 | (203.582) |
| Verwaltungs-aufwendungen | (610) | (5.194) | (9.137) | (1.112) | (16.053) | (11.215) | (27.268) |
| Vertriebs-aufwendungen | - | - | - | (1.840) | (1.840) | - | (1.840) |
| Sonstige betriebliche Erträge/ Aufwendungen | 119 | 415 | 531 | 60 | 1.125 | (529) | 596 |
| Operatives Ergebnis | 1.151 | 3.333 | 10.817 | 1.140 | 16.441 | (10.956) | 5.485 |
| Finanzierungs-erträge | | | | | | | 5.375 |
| Finanzierungs-aufwendungen | | | | | | | (3.470) |
| Gewinn vor Ertragsteuer | | | | | | | 7.390 |
| Ertragsteuer-aufwendungen | | | | | | | (4.465) |
| Gewinn nach Steuern | | | | | | | 2.925 |
| Segment Ab-schreibungen und Wert-minderungs-aufwand | 647 | 8.471 | 16.711 | 523 | 26.352 | 553 | 26.905 |
| Segment-vermögen | 8.456 | 150.727 | 173.292 | 22.371 | 354.846 | 48.801 | 403.647 |
| Segment-schulden | 921 | 28.378 | 52.213 | 2.912 | 84.424 | 113.221 | 197.645 |
| Segment-investitionen | 2.413 | 2.501 | 18.470 | 451 | 23.835 | 261 | 24.096 |
Die Überleitung des Segmentvermögens umfasst hauptsächlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente anderer Unternehmen (Unternehmensaktivitäten); die Überleitung der Segmentverbindlichkeiten umfasst das von der Petro Welt Holding Limited (Cyprus) gewährte Darlehen sowie die konzerninterne Eliminierung zwischen den Segmenten. Umsätze zwischen den Segmenten werden bei der Konsolidierung eliminiert.
Der Großteil der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befindet sich in Kasachstan (31. Dezember 2021: primär – Russische Föderation und etwa 14%, null bzw. 3 % befinden sich im Oman, in Rumänien und in Kasachstan).
Die Aufschlüsselung der Umsatzerlöse nach geografischen Gebieten und Hauptkunden ist nachstehend dargestellt:
TEUR | 2022 | % | 2021 | % |
Kasachstan | | | | |
Kazmunaygaz | 12.067 | 81,97 | 6.199 | 80,72 |
Ken-Sary | 1.456 | 9,89 | 800 | 10,41 |
Andere Kunden | 1.199 | 8,14 | 681 | 8,87 |
| | | | |
| | | | |
| | | | |
| | | | |
Gesamtumsatzerlöse aus fortgeführten Aktivitäten | 14.722 | 100,00 | 7.680 | 100,00 |
26. Eventualverbindlichkeiten
Im Verlauf des von der Gesellschaft gegen die ehemaligen Vorstände Manfred Kastner, Ronald Harder und Leonid Mirzoyan angestrengten Verfahrens (Handelsgericht Wien Aktenzeichen: 43 Cg 40/17f) auf Rückzahlung von insgesamt 1.589.603,50 EUR ist mittlerweile ein rechtskräftiges Zwischenurteil zugunsten der Gesellschaft ergangen, in dem feststellt wird, dass die Ausschüttung dieses Betrags an die Beklagten rechtswidrig war. Die Gesellschaft hat im Februar 2020 eine weitere Klage gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Manfred Kastner, Ronald Harder und Leonid Mirzoyan (Handelsgericht Wien Az.: 43 Cg 7/21h) auf Ersatz des durch die rechtswidrige Zahlung ihrer Abfindungen verursachten und daher zurückzuführenden Steuerschadens in Höhe von 1.237.616,86 EUR eingebracht.
Dieses Verfahren wurde mit dem ersten Verfahren gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder zusammengelegt und die Verfahren werden gemeinsam entschieden. Beiden Verfahren sind im Februar 2021 die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Strate, Mirco Schroeter und Walter Höft als Nebenintervenienten auf Seiten der Beschwerdegegner beigetreten. Im Anschluss an das Zwischenurteil geht es im verbundenen Verfahren um (i) die von den Beklagten geltend gemachten Gegenforderungen, die die Gesellschaft sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach bestreitet, und (ii) um den Ersatz des steuerlichen Schadens. Am 21. April 2023 hat das Handelsgericht Wien den Klagen der Gesellschaft gegen die früheren Vorstandsmitglieder Hardner, Kastner und Mirzoyan in beiden Verfahren vollinhaltlich stattgegeben (d.h. Rückzahlung von insgesamt 1.589.603,50 EUR und Steuerschadenersatz). Das Gericht wies die Widerklagen der Gegner ab. Die Beklagten und Nebenintervenienten sind jedoch berechtigt, Berufung einzulegen. Die Frist dafür endet am 22. Mai 2023.
- (b) Steuerliche Eventualverbindlichkeiten
Steuerliche Eventualverbindlichkeiten in der Russischen Föderation
Das Steuersystem in der Russischen Föderation befindet sich in ständiger Entwicklung und ist von häufigen Gesetzesänderungen, offiziellen Verlautbarungen und Gerichtsentscheidungen gekennzeichnet, die manchmal widersprüchlich sind und unterschiedlichen Auslegungen durch verschiedene Steuerbehörden unterliegen.
Die Steuerbehörden sind befugt, Bußgelder und Strafen für Steuerrückstände zu verhängen. Ein Steuerjahr kann in der Regel in den drei darauffolgenden Kalenderjahren durch die Steuerbehörden geprüft werden. Derzeit verfolgen die Steuerbehörden bei der Auslegung und Durchsetzung der Steuergesetzgebung einen selbstbewussteren und stärker substanzbasierten Ansatz.
Die aktuelle russische Verrechnungspreisgesetzgebung erfordert eine Verrechnungspreisanalyse für die meisten grenzüberschreitenden konzerninternen und großen inländischen konzerninternen Transaktionen. Die Verrechnungspreiskontrolle wird in der Regel nur dann auf inländische Transaktionen angewendet, wenn beide Kriterien erfüllt sind: die Parteien wenden unterschiedliche Steuersätze an und der Jahresumsatz der Transaktionen zwischen ihnen übersteigt 1 Mrd. RUB.
Die russischen Verrechnungspreisregeln sind den OECD-Richtlinien sehr ähnlich, weisen jedoch gewisse Unterschiede auf, die unter bestimmten Umständen zu Unsicherheiten bei der praktischen Anwendung der Steuergesetzgebung führen können. Eine sehr begrenzte Anzahl öffentlich zugänglicher Gerichtsverfahren zu Verrechnungspreisen in Russland bietet nicht genügend Gewissheit hinsichtlich des Ansatzes zur Anwendung von Verrechnungspreisregeln in Russland. Die Auswirkungen einer Verrechnungspreisbewertung können für den Abschluss des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sein, die Wahrscheinlichkeit solcher Auswirkungen kann jedoch nicht zuverlässig eingeschätzt werden.
Russische Steuerbehörden können zusätzlich zu Verrechnungspreisprüfungen Preise überprüfen, die bei konzerninternen Transaktionen verwendet werden. Sie können zusätzliche Steuern festsetzen, wenn sie zu dem Schluss kommen, dass Steuerzahler aufgrund dieser Transaktionen ungerechtfertigte Steuervorteile erhalten haben.
Russische Steuerbehörden tauschen laufend Verrechnungspreise sowie andere steuerbezogene Informationen mit Steuerbehörden anderer Länder aus. Diese Informationen können von den Steuerbehörden verwendet werden, um Transaktionen für zusätzliche eingehende Analysen zu identifizieren.
Darüber hinaus wurden Änderungen eingeführt, die darauf abzielen, die steuerlichen Folgen von Transaktionen mit ausländischen Unternehmen zu regeln, wie z. B. Konzept des wirtschaftlichen Eigentums am Einkommen, Besteuerung kontrollierter ausländischer Unternehmen, Steueransässigkeitsregeln etc. Diese Änderungen können sich potenziell auf die steuerliche Position des Konzerns auswirken und zusätzliche steuerliche Risiken schaffen.
All diese Umstände können in der Russischen Föderation zu Steuerrisiken führen, die wesentlich weiterreichende Auswirkungen haben können als in anderen Ländern. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass es auf der Grundlage ihrer Auslegung der geltenden russischen Steuergesetzgebung, offiziellen Verlautbarungen und Gerichtsentscheidungen angemessen für Steuerverbindlichkeiten vorgesorgt hat. Die Auslegungen der Steuerbehörden und Gerichte, insbesondere aufgrund der Reform der obersten Gerichte, die Steuerstreitigkeiten beilegen, können jedoch abweichend sein, und die Auswirkungen auf diesen Konzernabschluss könnten signifikant ausfallen, wenn die Behörden ihre Auslegungen erfolgreich durchsetzen; nach Ansicht der Geschäftsleitung werden sie jedoch für die Kunden nicht mehr als bis zu rund 0 % (31.Dezember 2021: 5,2 %) des Umsatzes ausmachen. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Neubewertung der Risikolage zurückzuführen. Für die oben beschriebenen Risiken hat der Konzern zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 keine Rückstellungen gebildet.
Steuerliche Eventualverbindlichkeiten in Kasachstan
Das Steuersystem in Kasachstan ist relativ neu und zeichnet sich durch häufige Änderungen der Gesetze, amtlichen Verlautbarungen und Gerichtsentscheidungen aus, die oft unklar und widersprüchlich sind und von verschiedenen Steuerbehörden unterschiedlich ausgelegt werden. Steuern unterliegen der Überprüfung und Untersuchung durch Behörden verschiedener Ebenen, die befugt sind, hohe Bußgelder und Zinsgebühren zu verhängen. Ein Steuerjahr kann im Allgemeinen in den fünf darauffolgenden Kalenderjahren durch die Steuerbehörden überprüft werden; unter bestimmten Umständen kann eine solche Überprüfung auch noch nach Ablauf dieser Frist erfolgen.
Diese Umstände können in Kasachstan steuerliche Risiken schaffen, die größer sind als in anderen Ländern. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass es auf der Grundlage seiner Auslegungen der geltenden Steuergesetze, offiziellen Verlautbarungen und Gerichtsentscheidungen angemessen für Steuerverbindlichkeiten vorgesorgt hat. Die Auslegungen der zuständigen Behörden können jedoch abweichend sein, und die Auswirkungen auf diesen Konzernabschluss könnten signifikant ausfallen, wenn die Behörden ihre Auslegungen erfolgreich durchsetzen.
27. Angaben und Informationen zu Finanzinstrumenten
Darstellung von Finanzinstrumenten
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Finanzinstrumente und Überleitungen der entsprechenden Bilanzposten:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetes Finanzielle Vermögenswerte |
| | |
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 58.590 | 142.597 |
Forderungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen | 75.679 | - |
Bankeinlagen | | 926 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 953 | 69.971 |
Ausleihungen und Forderungen an nahestehende Unternehmen und Personen | 9.013 | 362 |
Sonstige Forderungen | 842 | 2.795 |
Gesamt | 145.077 | 216.651 |
| | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |
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TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 129.888 | 126.310 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.819 | 35.581 |
Leistungen Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig) | 178 | 749 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 2.723 | 5.642 |
Gesamt | 134.608 | 168.282 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Ausleihungen an verbundene Unternehmen, der Forderungen an verbundene Unternehmen und Personen sowie der sonstigen Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Forderung aus dem Verkauf von Tochterunternehmen beträgt 80.640 TEUR Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten sowie der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Finanzinstrumente wurden sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nicht als Sicherheit abgetreten.
28. Ziele und Richtlinien des finanziellen Risikomanagements
Die Risikomanagementrichtlinien des Konzerns dienen der Identifizierung, Analyse und Überwachung der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, darunter Marktrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko, Liquiditätsrisiko und das mit dem Kapitalmanagement verbundene Risiko.
Ausfallrisiko
Unter Ausfallrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für den Konzern in Fällen zu verstehen, in denen der Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt; es ergibt sich hauptsächlich aus den folgenden finanziellen Vermögenswerten:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 58.590 | 142.597 |
Bankeinlagen | - | 926 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 953 | 69.971 |
Vertragsvermögenswerte | - | 13.755 |
Sonstige Forderungen | 842 | 2.688 |
Sonstige langfristige Vermögenswerte | - | 107 |
Forderung aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | 75.679 | - |
Ausleihungen und Forderungen an nahestehende Unternehmen und Personen | 9.013 | - |
Gesamt | 145.077 | 230.044 |
Die Geschäftsleitung schätzt das Ausfallrisiko von Forderungen in Russland als am niedrigsten und in Kasachstan als mittelhoch ein. Der in Kasachstan erzielte Umsatz beträgt ca. 6 % des Gesamtumsatzes des Konzerns (2021:3 %). In Übereinstimmung mit den internen Vorschriften zum Liquiditätsmanagement analysiert das Unternehmen wöchentlich das Register der überfälligen, aber nicht zweifelhaften Forderungen und ergreift alle Maßnahmen, um die Vertragsbedingungen der Kunden einzuhalten.
Das Management des Ausfallrisikos des Konzerns umfasst folgende Aktivitäten:
- (a) Umsetzung einer Kreditpolitik, bei der die Kreditwürdigkeit jedes neuen Kunden individuell analysiert wird, bevor ihm Standardzahlungsbedingungen des Unternehmens angeboten werden. Die Unternehmensbewertung umfasst externe Ratings (falls vorhanden) und in einigen Fällen Empfehlungen von Banken. Bei der Überwachung des Ausfallrisikos von Kunden werden Kunden nach ihren Kreditmerkmalen gruppiert, einschließlich ihrer Zugehörigkeit zu einer juristischen Person, ihres territorialen Standorts, der Altersstruktur der Forderungen nach Anzahl der Tage des Zahlungsverzugs sowie steuerlicher Probleme in der Vergangenheit.
- (b) Regelmäßige Überwachung der Kreditrisikoindikatoren. Kreditrisikoindikatoren ermöglichen eine frühzeitige Erkennung im Falle einer Erhöhung des Ausfallrisikos eines einzelnen Vertragspartners (bzw. Gruppe von Vertragspartnern). Dadurch wird dem Konzern ermöglicht, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um im Falle eines Ausfalls der Vertragspartner finanzielle Verluste verhindern zu können.
- (c) Regelmäßige Berichterstattung über das Ausfallrisiko. Die regelmäßige Berichterstattung ist eine wesentliche Komponente, die den Interessengruppen die Überwachung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Risikominderung und der Dynamik der Risikobewertung ermöglicht. Die Berichterstattung erfolgt an die Geschäftsleitung des Konzerns sowie an den Vorstand.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Das maximale Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum Bilanzstichtag nach geografischer Region stellt sich wie folgt dar:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Russland | - | 70.567 |
Kasachstan | 1.337 | 790 |
Gesamt | 1.337 | 71.357 |
Der Konzern verfügt über keinerlei Sicherheiten und andere Kreditverbesserungen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.
Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Nicht überfällig | 145,077 | 229.896 |
für 0- 30 Tage überfällig | - | 89 |
für 31-90 Tage überfällig | - | 10 |
Überfällig für 91-180 Tage | - | 3 |
Überfällig mehr als 180 Tage | - | 46 |
Gesamt | 145,077 | 230.044 |
Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass die ausgewiesenen Beträge, die mehr als 30 Tage überfällig sind, in Höhe des jeweils ausgewiesenen Betrags einbringlich sind, basierend auf dem historischen Zahlungsverhalten und einer umfassenden Analyse des Kundenkreditrisikos, einschließlich der zugrundeliegenden Kreditratings der Kunden, sofern verfügbar.
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über das geschätzte Kreditrisiko für Vertragsvermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankeinlagen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2022:
Äquivalent zu externem Kreditrating von Moody’s oder Fitch | Buchwert, TEUR | Geschätzte gewichtete durchschnittliche Ausfallsrate, % | Erwartete Kreditverluste, TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | | | |
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Baa2 | 515 | - | - |
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Kein Rating | 1.280 | 0,232 | 3 |
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.795 | 0,172 | 3 |
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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | | |
Aa2 | 23.246 | - | - |
A1 | 35 | - | - |
A3 | 108 | - | - |
Baa1 | 33.254 | - | - |
Baa2 | 1.113 | - | - |
Baa3 | 134 | - | - |
Ba3 | 171 | - | - |
B3 | 529 | - | - |
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Summe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 58.590 | - | - |
Gesamt | 60.385 | 0,005 | 3 |
Zum 31. Dezember 2021:
Äquivalent zu externem Kreditrating von Moody’s oder Fitch | Buchwert, TEUR | Geschätzte gewichtete durchschnittliche Ausfallrate, % | Erwartete Kreditverluste, TEUR |
Vertragsvermögenswerte | | | |
Baa2 | 6.088 | 0,02 | 1 |
Baa3 | 7.667 | 0,03 | 2 |
Summe Vertragsvermögenswerte | 13.755 | 0,02 | 3 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | | | |
Baa1 | 618 | - | - |
Baa2 | 28.289 | 0,036 | 10 |
Baa3 | 24.189 | 0,024 | 6 |
B3 | 402 | 1,742 | 7 |
Caa2 | 9.054 | 3,41 | 309 |
Ohne Rating | 10.214 | 1,147 | 117 |
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 72.766 | 0,617 | 449 |
Bankeinlagen | | | |
Baa1 | 23 | - | - |
Baa3 | 383 | 0,2 | 1 |
Ba1 | 520 | - | - |
Summe Bankeinlagen | 926 | 0,1 | 1 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | | |
A1 | 153 | - | - |
A3 | 4 | - | - |
Baa1 | 6.296 | - | - |
Baa2 | 1.396 | - | - |
Baa3 | 9.207 | - | - |
Ba1 | 75.825 | 0,037 | 28 |
Ba2 | 12.827 | 0,015 | 2 |
Ba3 | 36.377 | 0,06 | 22 |
B3 | 512 | - | - |
Summe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 142.597 | 0,0367 | 52 |
Gesamt | 230.044 | 0,219 | 505 |
Im Folgenden wird die Entwicklung der Wertberichtigung für Finanzinstrumente gezeigt, für die sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht wesentlich erhöht hat.
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TEUR | 2022 | 2021 |
Stand Wertberichtigungen 1. Jänner | 505 | 265 |
Zugänge nach IFRS 9 | 62 | 330 |
Auflösung/Verbrauch | (465) | (117) |
Forderungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | (182) | - |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 82 | 27 |
Stand Wertberichtigungen 31. Dezember | 3 | 505 |
Der Konzern hat Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen aufgrund der Verschlechterung der finanziellen Situation einer Reihe von Kunden in Höhe von 122 TEUR (2021 13 TEUR) gebildet.
Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass die Kreditqualität der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ausreichend ist, da die Mehrheit der Vertragspartner eine lange Handelsbeziehung mit dem Konzern hat.
Der Konzern hielt zum 31. Dezember 2022 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 58.590 TEUR (31. Dezember 2021 142.597 TEUR), was sein maximales Kreditrisiko aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten darstellt.
Zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei verschiedenen Banken gehalten, um eine Konzentration des Kreditrisikos für den Konzern zu vermeiden. Zu den größten Partnerbanken zählen die UniCredit Bank Austria und Liechtensteinische Landesbank (31. Dezember 2021: Gazprombank, Moscow Credit Bank, Sovcombank). Die Platzierung von freien Barmitteln bei den oben genannten Banken umfasste 57 % bei der UniCredit Bank Austria, 40 % bei der Liechtensteinische Landesbank (2021: 34 % der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Bankeinlagen bei Gazprombank, 25 % bei Moscow Credit Bank und 12 % bei Sovcombank).
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern Schwierigkeiten haben könnte, Verpflichtungen im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten zu erfüllen, die durch Lieferung von Barmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden. Der Ansatz des Konzerns zur Steuerung der Liquidität besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass er immer über ausreichend Liquidität verfügt, um seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen zu erfüllen, ohne unannehmbare Verluste zu erleiden oder den Ruf des Konzerns zu schädigen.
Das Unternehmen überwacht auch die Höhe der erwarteten Cashflows aus der Rückzahlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie die erwarteten Abflüsse im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten.
Exposition hinsichtlich des Liquiditätsrisikos
Nachfolgend sind die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag aufgeführt. Die Beträge sind undiskontiert, enthalten geschätzte Zinszahlungen und schließen die Auswirkungen von Aufrechnungsvereinbarungen aus.
2022 | | Vertragliche Zahlungsströme |
TEUR | Buchwert | Gesamt-betrag der Zahlungs-ströme | < 6 Monate | 6 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre |
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Petro Welt Holding Limited (Zypern) | 129.888 | 173.163 | - | - | - | 173.163 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.819 | 1.819 | 1.819 | - | - | - |
Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 178 | 193 | 32 | 32 | 129 | - |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.723 | 2.723 | 2.723 | - | - | - |
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2021 | | Vertragliche Zahlungsströme |
TEUR | Buchwert | Gesamt-betrag der Zahlungs-ströme | < 6 Monate | 6 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre |
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Petro Welt Holding Limited (Zypern) | 126.310 | 145.236 | - | - | - | 145.236 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35.581 | 35.581 | 35.581 | - | - | - |
Leasingverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 749 | 1.299 | 74 | 74 | 330 | 821 |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.642 | 5.642 | 5.642 | - | - | - |
Es ist nicht zu erwarten, dass die in der Fälligkeitsanalyse berücksichtigten Zahlungsströme wesentlich früher eintreten oder deren beizulegender Zeitwert erheblich abweichen wird.
Marktrisiko
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass Änderungen der Marktpreise, wie z. B. Wechselkurse, Zinssätze und Aktienkurse, die Erträge des Konzerns oder den Wert seiner Bestände an Finanzinstrumenten beeinflussen. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, Marktrisiken innerhalb akzeptabler Parameter zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren.
Währungsrisiko
Der Konzern ist einem Währungsrisiko ausgesetzt, soweit Diskrepanzen zwischen den Währungen, in denen die Verkäufe und Käufe durchgeführt werden, und den jeweiligen funktionalen Währungen der Konzernunternehmen bestehen. Bei den funktionalen Währungen der Konzerngesellschaften handelt es sich hauptsächlich um den russischen Rubel (RUB) und kasachische Tenge. Es werden keine Währungssicherungsgeschäfte getätigt.
Der Konzern unterliegt einem Währungsrisiko aus dem Sachverhalt, dass Ausgaben und Kreditaufnahmen in einer anderen Währung denominiert sind als dem russischen Rubel. Grundsätzlich entsteht das Währungsrisiko aus Transaktionen in Euro und US-Dollar. Der Konzern führt regelmäßige Analysen von Wechselkurstrends durch. Das Fremdwährungsrisiko des Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten, stellt sich wie folgt dar (ohne konzerninterne Salden):
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Euro | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | 56 | 2,683 |
| | |
| | |
US-Dollar | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | 48.102 | 25,238 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 583 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten Kredite an verbundene Unternehmen und Personen | - 4.493 | (1.059) |
Kasachischer Tenge | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | - | 499 |
Russischer Rubel | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | 134 | 239 |
Kredite an verbundene Unternehmen und Personen | 4.158 | - |
Forderungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen | 75.769 | - |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (961) | (544) |
Rumänischer Leu | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | 94 | 4 |
Schweizer Franken | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Bankeinlagen | 14 | |
Darüber hinaus unterliegt der Konzern einem Fremdwährungsrisiko in Bezug auf die konzerninterne Finanzierung durch auf EUR, USD und RUB lautende Darlehen an Tochtergesellschaften (Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe – siehe Anhang 4).
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Währungsdifferenzen auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital vor Steuern bei einer angenommenen Wertschwankung der Fremdwährung von 10 % gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung:
| Effekt auf Gewinn vor Steuern | Effekt auf Eigenkapital vor Steuern |
TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
Euro | 6 | 207 | | 3.088 |
US-Dollar | 5.260 | 2.476 | - | - |
Kasachischer Tenge | | 50 | - | - |
Russischer Rubel | 7.910 | 31 | | 1.818 |
Rumänischer Leu Schweizer Franken | 9 1 | 113 | - | - |
In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Variablen, vor allem die Zinssätze, konstant bleiben. Die Einflüsse der prognostizierten Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte werden außer Acht gelassen.
Zinsänderungsrisiko
Zinsänderungen haben überwiegend Auswirkungen auf Darlehen mit variabler Verzinsung (siehe Anhang 14), durch Veränderung der zukünftigen Zahlungsströme. Eine Änderung der Zinssätze von möglichen 10 Basispunkten am Bilanzstichtag würde das Eigenkapital sowie Gewinn oder Verlust vor Steuern wie folgt erhöhen (+) / vermindern (–):
TEUR | 2022 | 2021 |
Langfristige Verbindlichkeiten | +/- 116 | +/- 116 |
Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Wechselkurse, konstant bleiben.
Im Berichtszeitraum wurden keine Zinssicherungsgeschäfte getätigt.
Für die Frage, welcher Anteil des Engagements des Konzerns in festen oder variablen Zinssätzen bestehen sollte, hat die Geschäftsleitung keine formalen Richtlinien festgelegt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme neuer Kredite hat die Geschäftsleitung jedoch nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ob ihrer Ansicht nach für den Konzern ein fester oder ein variabler Zinssatz über den erwarteten Zeitraum bis zur Fälligkeit günstiger wäre.
Master-Nettingvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen
Der Konzern kann im normalen Geschäftsverlauf Verkaufs- und Beschaffungsverträge mit derselben Gegenpartei abschließen. Die zugehörigen Forderungen und Verbindlichkeiten erfüllen nicht immer die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz. Dies liegt daran, dass der Konzern derzeit möglicherweise kein rechtlich durchsetzbares Recht zur Aufrechnung erfasster Beträge hat, da das Recht auf Aufrechnung möglicherweise erst beim Eintritt zukünftiger Ereignisse durchsetzbar wird. Insbesondere kann eine Verpflichtung, gemäß dem russischen Zivilrecht, durch Verrechnung gegen gleichartige Ansprüche erfüllt werden, wenn sie bereits fällig ist, keinen Rückzahlungstermin hat oder auf Verlangen zahlbar ist. Zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 bestanden keine wesentlichen bilanzierten Finanzinstrumente, die den oben genannten Vereinbarungen unterliegen.
Sonstige Marktrisiken
Russland und Kasachstan
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns und eine Konzentration dieser Aktivitäten auf Russland und Kasachstan bergen erhebliche finanzielle Risiken, insbesondere während der Finanzmarktkrise. Bei diesen Risiken handelt es sich im Wesentlichen um Zins- und Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und das Risiko einer Veränderung im Rating des Konzerns. Ein besonderes Risiko ergibt sich aus Veränderungen der politischen Lage in Russland und Kasachstan. Das konzernweite Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Risiken und ihre jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten für den Konzern auch im Bereich der Finanzrisiken zu identifizieren, zu bewerten und zu analysieren sowie Maßnahmen zu ergreifen, die bei Eintritt solcher Risikosituationen eine Schadensbegrenzung und Gewinnsicherung sicherstellen können. Durch die Konzentration der Geschäftstätigkeit auf Russland und Kasachstan ist der Konzern in besonderem Maße von spezifischen Situationen und Entwicklungen innerhalb dieser Länder und den damit einhergehenden Risiken abhängig. Insbesondere kann die von der russischen Regierung betriebene Geld- und Wirtschaftspolitik einen erheblichen Einfluss auf die Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Maßnahmen zur Stabilisierung und Stärkung der Wirtschaftskraft der Rohstoffindustrie haben indirekte Folgen für die Dienstleistungsunternehmen in diesem Bereich. Mögliche Abwertungstendenzen des russischen Rubels gegenüber dem Euro, der Berichtswährung des Konzerns, könnten ebenfalls direkte Auswirkungen auf den Konzern haben.
Die Rentabilität der Branche bleibt aufgrund des strengen Finanz- und Investitionsverhaltens der Ölunternehmen und der Volatilität der Ölpreise, die beide unvermindert anhalten, weiterhin unter Druck. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Erhöhung der Kosten, die dadurch entsteht, dass große Ölkonzerne in schwierigere und politisch riskantere Teile der Welt ziehen müssen. Höhere Personalkosten, die zunehmende Komplexität von Projekten und zunehmende regulatorische Anforderungen tragen maßgeblich zum Anstieg der Gesamtkosten bei. Dies könnte einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns haben.
Kapitalmanagement
Der Konzern hat keine formellen Richtlinien für das Kapitalmanagement erstellt, die Geschäftsleitung ist jedoch bestrebt, eine ausreichende Kapitalbasis aufrechtzuerhalten, um die operativen und strategischen Bedürfnisse des Konzerns erfüllen zu können und das Vertrauen der Marktteilnehmer aufrechtzuerhalten. Dies wird durch ein effizientes Liquiditätsmanagement, eine ständige Überwachung der Umsätze und Gewinne des Konzerns und langfristige Investitionspläne erreicht, die hauptsächlich aus dem operativen Cashflow des Konzerns finanziert werden. Mit diesen Maßnahmen strebt der Konzern ein stetiges Ergebniswachstum an.
Das Hauptziel des Kapitalmanagements des Konzerns besteht darin, sicherzustellen, dass ein hohes Bonitätsrating und eine gesunde Kapitalstruktur aufrechterhalten werden, um die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und den Nutzen für die Aktionäre zu maximieren.
Der Konzern verwaltet sein Kapital mit dem Ziel, in absehbarer Zukunft den Betrieb weiterzuführen und gleichzeitig durch Optimierung des Verhältnisses von Verschuldung zu Eigenkapital im Konzern die Rendite ihrer Aktionäre zu maximieren.
Das Kapitalmanagement orientiert sich dabei am Vergleich mit den Mitbewerbern im Ölfeld-Servicesektor auf Basis der Kennzahl der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA.
Die Nettoverschuldung wird als Differenz zwischen der Gesamtverschuldung abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und den kurzfristigen Investitionen berechnet. Die Gesamtverschuldung umfasst kurz- und langfristige (einschließlich des kurzfristigen Anteils) Darlehen und Kredite sowie Verpflichtungen aus dem leistungsorientierten Pensionsplan. Das Gesamteigenkapital ist der Kapitalbetrag, der im Eigentum der Anteilseigner des Konzerns steht. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital 300,3 % (31. Dezember 2021: 11,7 %).
TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
Verbindlichkeiten gegenüber Petro Welt Holding Limited (Cyprus) | 129.888 | 126.310 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.819 | 35.581 |
Sonstige Verbindlichkeiten, mit Ausnahme von abgegrenzten Schulden | 2.723 | 5.642 |
Abzüglich: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (58.590) | (142.597) |
Bankeinlagen | - | (926) |
Nettoschulden | 75.840 | 24.010 |
Eigenkapital gesamt | 25,253 | 206.002 |
Nettoschulden im Verhältnis zum Eigenkapital zum 31. Dezember | 300,3 % | 11,7 % |
Der Konzern verwaltet seine Kapitalstruktur und passt sie an veränderte wirtschaftliche Bedingungen an. In den Jahren 2022 und 2021 wurden keine Änderungen hinsichtlich der Ziele, Richtlinien oder Prozesse vorgenommen.
29. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Mutterunternehmen und oberste beherrschende Partei
Die unmittelbaren Muttergesellschaften der Gesellschaft sind die Petro Welt Holding Limited (Cyprus) und die Joma Industrial Source Corp. Der tatsächliche wirtschaftliche Eigentümer des Konzerns ist Herr Maurice Dijols. Für weitere Informationen zu Transaktionen mit der Petro Welt Holding Limited (Cyprus) siehe Anhangangabe 14, Kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten, und Anhangangabe 11, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte.
Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen erhielten im Laufe des Jahres die folgende Vergütung, die den Personalkosten zugerechnet wird (siehe Anhangangabe 17, Verwaltungsaufwendungen).
Zusammenfassung der Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen:
TEUR | 2022 | 2021 |
Gehalt und Kompen-sationen | Bonus | Gehalt und Kompen-sationen | Bonus |
Denis Stankevich, Vorstand | 568 | 423 | 248 | 203 |
Kirill Bakhmetyeh, Vorstand | 328 | 197 | 80 | 63 |
Yury Semenov, Vorstand | | | 811 | 156 |
Valeriy Inyushin, Vorstand | | - | 462 | - |
Maurice Gregoire Dijols, Aufsichtsrat | 35 | - | 35 | - |
Ralf Wojtek, Aufsichtsrat bis 25. Jänner 2022 Stephan Theusinger, Member of the Supervisory Board from 25 Jännery 2022 | 3 32 | - | 35 | - |
Remi Paul, Aufsichtsrat | 35 | - | 50 | - |
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats haben im Jahr 2022 keine Darlehen oder Vorschüsse erhalten (2021: null).
An die Vorstandsmitglieder wurden für das Jahr 2021 im Jahr 2022 die folgenden Boni ausgezahlt:
TEUR | 2022 | 2021 |
Denis Stankevich, Vorstand | 203 | - |
Kirill Bakhmetyev, Vorstand | 63 | - |
Yury Semenov, Vorstand | - | 480 |
Valeriy Inyushin, Vorstand | - | 146 |
Dem Vorstand gehören folgende Mitglieder an:
- Denis Stankevich – Vorsitzender des Vorstands seit 19. Juli 2021;
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- Yury Semenov – Vorsitzender des Vorstands bis 19. Juli 2021;
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- Kirill Bakhmetyev – stellvertretender Vorsitzender des Vorstands seit 04. Oktober 2021;
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- Valeriy Inyushin, Ph.D. – stellvertretender Vorsitzender des Vorstands bis 27. September 2021.
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Der Aufsichtsrat besteht aus den folgenden Mitgliedern:
- Maurice Gregoire Dijols – Vorsitzender des Aufsichtsrats;
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- Remi Paul – Mitglied des Aufsichtsrats;
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- Ralf Wojtek – Mitglied des Aufsichtsrats bis 25. Jänner 2022;
- Stephan Theusinger – Mitglied des Aufsichtsrats seit 25. Jänner 2022.
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Die Vergütung der Mitglieder der zweiten Führungsebene stellt sich wie folgt dar:
TEUR | 2022 | 2021 |
Vergütung zweite Führungsebene | 1.109 | 1.600 |
Andere Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Andere Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Transaktionswert | Offene Salden | Beschrei-bung der Transaktion |
TEUR | 2022 | 2021 | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 |
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Fairtune East Ltd., Moscow | 95 | 122 | - | 13 | Miete |
OOO KAToil Leasing | 247 | - | 8.651 | - | gewährte Darlehen |
OOO Wellprop | 1.065 | - | 632 | - | Verkauf von Proppant |
OOO Petro Welt Technologies Petro Welt Holding (Cyprus) Ltd. | 81 - | - - | 28 362 | - 362 | Beratungskosten Sonstige Forderungen |
OOO Petro Welt Technologies | 8.868 | - | 75.679 | - | Verkauf der russischen Tochter-gesellschaften |
30. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Wien, am 27. April 2023
Denis Stankevich Chief Executive Officer |
Kirill Bakhmetyev Chief Financial Officer |