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Lagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltweiter Wachstumskurs

Die globale Pandemie hatte die letzten Berichtsjahre fest im Griff und nahm weiterhin, nach der wiederkehrenden Ausbreitung von COVID-19 in China im Jahr 2022 und der darauffolgenden Wiedereröffnung Chinas, Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Während diese globale Krise die Weltgeschehnisse nicht mehr so stark beeinflusst hat, sorgten die bestehenden geopolitischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die neuen Konflikte im Nahen Osten zum Anstieg der Zinssätze. Die erste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal 2023 bei 2,9 %. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und der dreijährigen COVID-Krise sanken die Schätzungen im zweiten Quartal auf 2,8 %. Maßnahmen der US-Behörden zur Eindämmung der Turbulenzen im Bankensektor haben die unmittelbaren Risiken eines finanziellen Sektorchaos verringert und die nachteiligen Risiken für die Wachstumsaussichten abgemildert. Aufgrund des sich weiterhin intensivierenden Konflikts in der Ukraine verzeichnete die Wirtschaftswachstumsprognose nur eine moderate Erhöhung im dritten Quartal auf 3,0 %. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % (IWF) gerechnet. 1

Das Wirtschaftswachstum Europas ging nach den Abschwüngen der letzten Jahre ein weiteres Mal zurück, die Prognosen des IWF sagen ein Wachstum der Wirtschaftsleistung in Europa im Jahr 2023 von 0,6 % voraus. Das entspricht einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Euroraum von 3 % seit dem Vorjahr, die im globalen Wirtschaftswachstumsvergleich auch deutlich unter den Erwartungen blieb. Die Arbeitslosenquote lag im November 2023 bei 6,4 % (EZB). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag im Dezember bei 2,9 % (EZB) deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2022: 9,2 %) und somit nur mehr knapp über dem von der EZB erklärten Ziel von 2,0 %. 2

Die globalen kriegerischen Auseinandersetzungen, die restriktive Geldpolitik, die abnehmende fiskalische Unterstützung sowie ein niedriges zugrunde liegendes Produktivitätswachstum beeinträchtigen die zukünftigen Weltwirtschaftsprognosen. Die Prognosen des IWF sagen einen gleichbleibenden Wert wie im Jahr 2023 von 3,1 % für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2024 voraus, während im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet wird. Die schwierige Vorhersehbarkeit der Kriegsverläufe im Nahen Osten und der Ukraine bleibt eine Schwachstelle in der Sicherheit der Prognose. Die aktuellen Herausforderungen im Bankensektor führen zu einer angespannten wirtschaftlichen Situation. In Europa wird die wirtschaftliche Erholung durch einen gestiegenen Konsum der Haushalte vorangetrieben. Die Auswirkungen des Schocks auf die Energiepreise lassen nach, und die Inflation geht zurück. Allerdings belasten verschiedene Faktoren, wie hohe Zinsen zur Inflationsbekämpfung, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung bei hoher Verschuldung, die russische Invasion in der Ukraine, der Nahostkonflikt und hohe Lebenshaltungskosten, das Wachstum im Jahr 2024. 3

Entwicklung in Deutschland und Österreich

Die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2023 nach dem BIP-Rückgang des Vorjahres von 1,9 % erneut eine Schwächung erleiden. Im Berichtsjahr berichtete Deutschland einen BIP-Rückgang von 0,3 % (IWF). In Österreich ergab sich im Jahr 2023, wegen der verzögerten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation, ebenfalls eine Rezession. Mit der Prognose im September der Europäischen Kommission wurde für das Berichtsjahr ein prognostizierter Anstieg um 0,8 % nicht bestätigt. Laut österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) wird der Wirtschaftsabschwung des Berichtsjahres auf –0,8 % geschätzt. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahr 2023 laut Arbeitsmarktservice (WKO) von 6,3 % auf 6,4 %. Die Inflationsrate ging im Berichtsjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9 % zurück und bestätigte die EZB in ihrer hohen Zinspolitik zur Bekämpfung der hohen Zinsen. 4 , 5 , 6 , 7

Entwicklung in CEE

Im Mai prognostizierte die Europäische Kommission für alle EU-Mitgliedstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropas bis auf Estland ein positives Wirtschaftswachstum. Die UniCredit schätzte für 2023 in Polen und der Tschechischen Republik ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 0,4 % bzw. –0,4 %. 8 , 9

Entwicklung der Immobilienmärkte

Europa

Die weiterhin andauernden belastenden geopolitischen Auseinandersetzungen in Europa, das schwache prognostizierte Wirtschaftswachstum Europas und die hohen Zinssätze waren im Jahr 2023 auch auf dem europäischen Immobilienmarkt deutlich spürbar. Der Investmentmarkt konnte im ersten Quartal im Jahr 2023 nicht an das Jahr 2022 anknüpfen. Das Transaktionsvolumen ging im Vergleich mit dem ersten Quartal 2022 um 63 % zurück und erreichte somit ein Volumen von € 34 Mrd. Der weitere Verlauf des Jahres war vorwiegend von einem Rückgang im Immobilienmarkt geprägt; das Investitionsvolumen sank um 9 % im zweiten Quartal bzw. 16 % im dritten Quartal. Erst im letzten Quartal konnte das Volumen erstmals wieder um 22 % im Vergleich zum dritten Quartal ansteigen. Für das gesamte Jahr 2023 sank das europaweite Transaktionsvolumen auf knapp € 160 Mrd. (2022: € 291,5 Mrd.). Das entspricht einem Minus von 47 % im Vorjahresvergleich. Der Rückgang ist auf eine rückläufige Anzahl an (insbesondere großen) Transaktionen sowie auf sich abzeichnende Preisanpassungen zurückzuführen. Das rückgängige Wirtschaftswachstum ist ein weiterer Faktor, welcher sich negativ auf das Transaktionsvolumen in allen Sektoren auswirkt. In Wohnimmobilien wurden im Jahr 2023 gesamt € 33,3 Mrd. investiert. Erneut die klare Nummer eins der Investoren stellt die Assetklasse Büros mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von € 37,6 Mrd. dar. Somit ging das Investmentvolumen im Jahresvergleich um 61 % zurück. Auch die Assetklasse Wohnimmobilien ging im gleichen Zeitraum um 46 % zurück. Die geringsten Einbußen verzeichnete der Hotelsektor mit € 14,5 Mrd. und somit einen Rückgang von nur 13 % im Vergleich zum Vorjahr, welcher aber bereits durch die COVID-19-Pandemie in den Vorjahren gelitten hatte. Die Prognosen für das Jahr 2024 sind aufgrund der Verbesserung des Vertrauens der Investoren und stabileren Zinsaussichten auf der Grundlage niedrigerer Inflationserwartungen positiver, weshalb mit einem Transaktionsvolumenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr 2023 von 10 % gerechnet werden kann. 10 , 11 , 12 , 13

Deutschland – Ende des Abschwungs

Der deutsche Immobilienmarkt verzeichnete im Jahr 2023 das zweite Jahr in Folge einen deutlichen Transaktionsrückgang um 56 % gegenüber dem Vorjahr und somit den niedrigsten Wert seit 2010. Insgesamt wurden im Jahr 2023 Immobilien im Wert von € 29,0 Mrd. gehandelt. Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt konnte somit die zum Halbjahr geschätzte Transaktionsbelebung mit einem Volumen von insgesamt € 40,0 Mrd. nicht bestätigen. Der Rückgang ist vorwiegend auf starke Preiskorrekturen und den gestiegenen Finanzierungsstress, der durch erhöhte Kreditzinsen und Abwertungen verursacht wurde, zurückzuführen. 14

Am Gewerbeimmobilienmarkt erfuhr das Transaktionsvolumen mit € 21,5 Mrd. (2022: € 50,6 Mrd.) im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 59,6 %. Das Bürosegment ist mit einem Volumen von 4,6 Mrd. (2022: € 19,9 Mrd.) und somit einem Rückgang von 77 % im Vorjahresvergleich von der Pole-Position auf Rang vier der umsatzstärksten Nutzungsarten abgerutscht. Die im Bürosegment erzielten Spitzenmieten sind im Jahresverlauf um 6 % angestiegen. Bei den Median- und Durchschnittsmieten fiel der Anstieg mit 2 % bzw. 4 % etwas geringer aus. Die durchschnittlichen Spitzenmieten der Top-6-Städte reichten von € 33,9/m2 in Köln bis € 49,75/m2 in München. Der Büroflächenumsatz für das Jahr 2023 lag mit rund 2,2 Mio. m2 26 % unter dem Vorjahresniveau und verzeichnet somit den niedrigsten Flächenumsatz seit 2009. 15 , 16

In der Assetklasse Hotel konnte im vierten Quartal 2023 mit einem Volumen von Portfoliotransaktionen in Höhe von € 360 Mio. ein Plus um fast 55 % gegenüber dem schwachen Ergebnis 2022 registriert werden. Mit diesem zeigt sich auch die deutlich spürbare höhere Marktdynamik, die besonders im letzten Jahresquartal hervorstach. An den wichtigsten Hotelstandorten wurde im Jahr 2023 ein Investmentvolumen von € 582 Mio. registriert – um 28 % weniger als im Vorjahr. Somit unterbot das Volumen der wichtigsten Standorte ein weiteres Mal das Vorjahresergebnis und beläuft sich damit im Langzeitdurchschnitt des bundesweiten Hotel-Investmentvolumens auf immer noch niedrige 44 %. 17

Der Wohninvestmentmarkt wurde im vergangenen Jahr aufgrund der deutlich gestiegenen Fremdkapitalkosten und spürbar gestiegenen Unsicherheiten über Regulierungen deutlich gedämpft. Mit rund € 5,2 Mrd. wurde 2023 in größere Wohnungsbestände investiert und damit das Vorjahresultimo des Investitionsvolumens um 60 % wesentlich verfehlt. Der langfristige Durchschnitt wurde noch deutlicher um 72 % unterschritten, was einen Wert ergibt, der seit 2010 nicht mehr erreicht wurde. Eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte konnte nicht verzeichnet werden, da Investoren von einem weiteren Preisrückgang ausgegangen sind und dies zu einer starken Kaufrückhaltung sowie zur Zurückstellung oder Stornierung von Projekten beitrug. Ähnlich wie im Berichtsjahr 2022 waren deutsche Investoren im Jahr 2023 für 68 % des Transaktionsvolumen verantwortlich, was einem Volumen von rund € 3,5 Mrd. entspricht. Die Big-Six-Städte bildeten einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil des Wohn-Investmentmarkts von rund 59 % am bundesweiten Transaktionsvolumen. Berlin ist wie auch im Vorjahr an der Spitze der Top-6-Städte mit einem Transaktionsvolumen von € 1,81 Mrd., was einen Anteil von 35 % des Gesamtvolumens ausmacht. Herausstechend mit dem zweithöchsten Umsatzanteil von 14 % und als einziger deutscher Top-Standort mit einem Ergebnis über dem langjährigen Schnitt ist München mit einem Volumen von € 716 Mio. 18

Investmentjahr in Österreich

Im österreichischen Investmentmarkt schlugen die neue Zinspolitik und das veränderte Marktumfeld voll ein und sorgten für Investmentzahlen, die es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. 2023 lag das Investmentvolumen bei € 2,8 Mrd. und sank damit ein Drittel unter den langjährigen Durchschnitt. Im Vorjahresvergleich erfuhr das Investitionsvolumen einen Rückgang von rund 32 % (2022: € 4,1 Mrd.). Ähnlich wie in den Vorjahren entfiel der Großteil des Investmentvolumens auf Büroimmobilien und Einzelhandelsobjekte, während Wohnimmobilien, welche in den letzten Jahren eine dominierende Assetklasse dargestellt hatten, mit einem Volumen von € 200,0 Mio. nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ein im Laufe des Jahres 2023 deutlich sichtbarer Trend war, dass internationale Investoren aufgrund der unsicheren Zeiten sich eher zurückhielten und deswegen nationale Gelder mit 85 % den Markt bestimmten. Diese Unsicherheit spiegelte sich in den Transaktionen wider, die aufgrund der hohen Zinsen, hohen Baukosten und unvorhersehbaren Risiken deutlich zurückgegangen sind. Im Bereich der Wohnimmobilien erreichte Österreich 2023 mit 47.500 Wohnungsfertigstellungen sowie Wien mit 18.600 Wohnungsfertigstellungen den Höhepunkt an fertiggestellten Wohneinheiten. Wie schon im Vorjahr berichtet ist im Jahr 2024 mit einem Rückgang von 11 % zu rechnen, was vor allem im freifinanzierten Wohnbau mit ca. 40 % Rückgang spürbar sein wird. Obwohl Wohnobjekte 2023 nur 5 % des Investmentvolumens des Vorjahres ausmachten, wird für 2024 mit mehr Aktivität gerechnet, und ESG-konforme Gebäude werden zu einem nachgefragten Gut.

Die Stimmung im Büroimmobiliensektor ist trotz des limitierten Angebots am Markt positiv. Die Vermietungsleistung von 175.000 m2 blieb ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (2022: 170.000 m2). Im Bereich der Büroobjekte werden seit einigen Jahren rückläufige Werte verzeichnet. Solche Entwicklungen zeigen sich im Zusammenhang mit den niedrigen Fertigstellungszahlen am Wiener Markt. Es konnten im Jahr 2023 nur rund 50.000 m2 bei einer am Altzeittief befindenden Leerstandsquote von 3,5 % fertig gestellt werden. Die Mieten stiegen in allen Bürolagen weiter an. Im Bereich der Spitzmieten wurde ein neuer Höchstwert von € 28,00/m2/Monat verzeichnet. Aufgrund der geringen Fertigstellungsraten, des geringen Leerstands und der hohen Baukosten müssen die Projektentwickler entsprechende Miethöhen für ihre Projekte ansetzen, weshalb das Jahr 2024 ein weiteres moderates Mietwachstumspotenzial birgt. Im Jahr 2024 fallen die Fertigstellungsleistungen mit etwa 80.000 m2 besser aus als im Jahr 2023; allerdings sind 40 % der Flächen als verwertet anzusehen und stehen dem Markt nicht mehr zu Verfügung. Für 2025 wird mit einer erhöhten Aktivität der Fertigstellungen als in den letzten Jahren gerechnet. 19

Entwicklung in CEE

Die CEE-6-Länder – Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien, Ungarn und Bulgarien – konnten im Jahr 2023 die Erwartungen vieler Analysten nicht erfüllen, da das Wachstum mit 0,6 % schwächer als erwartet ausfiel aufgrund von geopolitischen Konflikten, hohen Zinsen und Inflationsraten von teilweise über 10 %. In manchen Ländern erlebte man sogar eine Rezession, obwohl einzelne Volkswirtschaften auch ein ordentliches Tempo vorgelegt haben. Die Arbeitslosenquoten sind in allen CEE-6-Ländern sehr niedrig, teilweise fast so niedrig wie noch nie zuvor. Darüber hinaus sorgten Rekordhöhen der Bruttoanlageninvestitionen trotz schwachem Wirtschaftswachstum oder Rezession für einen positiveren Abschluss des Jahres 2023.

Für den CEE-Investmentmarkt bedeutete das schwache Wirtschaftsjahr auch einen Rückgang des Gesamtinvestitionsvolumens. Dieses lag im Jahr 2023 bei über € 4,9 Mrd. (2022: € 10,9 Mrd.). Das entspricht einem Rückgang von 54 % und steht im Einklang mit den Trends im übrigen Europa und in vielen anderen Teilen der Welt. Ein weiteres Jahr an der Pole-Position ist Polen, mit knapp 38 % Anteil am gesamten Transaktionsvolumen in den CEE-6 Ländern. Die Tschechische Republik belegte hierbei den zweiten Platz mit ca. € 1,1 Mrd. und somit 23 % des gesamten Investitionsvolumen. In keinem der Länder konnte ein Transaktionswachstum im Jahr 2023 gemessen werden. Zurückzuführen ist dies auf das Fehlen von Transaktionsnachweisen auf dem Markt, weshalb sich die Preisfindung zwischen Käufer und Verkäufer als schwierig erweist. Der Rückgang der einzelnen Länder schwankte von 18 % in der Slowakei bis hin zu einem Rückgang von 68 % in Polen. Bürotransaktionen erzielten mit knapp 34 % des Investitionsvolumens im Jahr 2023 den größten Anteil. Gefolgt an zweiter Stelle werden die Büroobjekte von Einkauf mit 29 % und Logistik mit 27 % anteilig am Gesamtinvestments. Inländisches Kapital aus den CEE-6-Ländern stellte den Hauptgeldgeber im Jahr 2023 mit einem beeindruckenden Anteil von 56 % am gesamten regionalen Volumen dar.

Wie auch in vielen anderen Regionen Europas zeigen Daten zu Jahresende 2023, dass eine Kombination von nachlassendem Angebot und einer stabilen Nachfrage sowie die hohe Inflation und die Stabilisierung der Kosten mit wenigen Ausnahmen zu einem Anstieg der Mieten geführt haben. Das Mietwachstum wird auch in Zukunft aufgrund von hohen Leerstandsquoten und wenig Angebot weiter unterstützt, insbesondere bei neu errichteten Objekten, die die höchste Qualität bieten, in den begehrtesten Lagen liegen und die ein höheres Maß an ESG-Konformität aufweisen.

In Anbetracht der aktuellen Bedingungen, insbesondere in Bezug auf die anhaltend hohen Fremdkapitalkosten wird laut Prognosen von Colliers das Transaktionsvolumen des Jahres 2024 auf € 6 Mrd. geschätzt. Darüber hinaus wird trotz des relativ jungen Immobilienbestands im Vergleich zu Westeuropa erwartet, dass ökologische, soziale und Governance (ESG)-Überlegungen 2024 größere Wellen schlagen werden als in den vergangenen Jahren. Für 2024 wird das CEE-6 Länder-Wirtschaftswachstum auf 2,4 % geschätzt. 20

1 IWF: World Economic Outlook Januar, April, Juli 2023, Januar 2024

2 EZB: Economic Bulletin Issue 1 – Februar 2024

3 IWF: World Economic Outlook Januar 2024

4 IWF: World Economic Outlook Januar 2024

5 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

6 WIFO: Konjunkturprognose für Österreich – Dezember 2023

7 WKO: Wirtschaftslage und Prognose Arbeitslosigkeit – Dezember 2023

8 1 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

9 UniCredit: CEE Quarterly – Januar 2024

10 CBRE: European Real Estate Investment Volumes Q1 2023

11 CBRE: European Real Estate Investment Volumes Q2 2023

12 CBRE: European Real Estate Investment Volumes Q3 2023

13 CBRE: European Real Estate Investment Volumes Q4 2023

14 7 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2024

15 8 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2024

16 9 Savills: Top-6-Büromärkte – Januar 2024

17 BNP Paribas: Hotel-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2023

18 BNP Paribas: Wohn-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2023

19 CBRE: Österreich Real Estate Market Outlook – 2024

20 Colliers: The CEE Investment Scene 2023/2024

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete UBM Development eine Gesamtleistung von € 284,2 Mio., im Vergleich zu € 390,7 Mio. im Vorjahr. Anders als in den Vorjahren kamen die größten Ergebnisbeiträge nicht aus Deutschland oder Österreich, sondern aus anderen Märkten. Die positive Entwicklung der Geschäftsleistung im Berichtszeitraum ist insbesondere auf den fortschreitenden Bau und die Veräußerung von Immobilienprojekten zurückzuführen. Diese werden periodengerecht entsprechend ihrem Fertigstellungs- und Vermarktungsfortschritt in die Umsatzerlöse und die Ergebnisrechnung aufgenommen. Ein signifikanter Impuls für diese Entwicklung ging vom Wohnprojekt Arcus City in Prag aus, das sich durch mehr als 270 Wohneinheiten und zehn Einfamilienhäuser auszeichnet. Darüber hinaus haben auch die tschechischen Projekte Astrid Garden Residences und Neugraf wesentlich zur Leistungssteigerung beigetragen. Der größte Anteil der Gesamtleistung kam aus dem Hotelbetrieb, welcher von € 57,1 Mio. im Vorjahr 2022 auf € 110,4 Mio. in der Berichtsperiode 2023 angestiegen ist. Die positive Entwicklung ist auf die Rückkehr der Reisetätigkeit nach dem Ende der COVID-19-Pandemie zurückzuführen.

Die Gesamtleistung des Segments Deutschland sank im Berichtszeitraum von € 166,1 Mio. des Vorjahres auf € 62,8 Mio. im Berichtsjahr 2023. Ein maßgeblicher Beitrag zur Gesamtleistung entfiel in der Berichtsperiode auf das Closing des F.A.Z. Towers in Frankfurt, welcher mit seinen 18 Stockwerken und über 60 Metern Höhe zur Jahresmitte an den Eigentümer, die HanseMerkur Grundvermögen, übergeben wurde. Ebenso positiv zu der Gesamtleistung trug der Fortschritt der Wohnprojekte Gmunder Höfe in München mit einer geplanten Fertigstellung im letzten Jahresquartal 2024 und der Flößerhof im Zollhafen Mainz mit 92 geplanten Wohneinheiten bei.

Die Gesamtleistung des Segments Österreich reduzierte sich im Jahr 2023 von € 112,2 Mio. des Vorjahres auf € 78,2 Mio. Der größte Anteil der erwirtschafteten Leistung stammt aus dem Hotelbereich. Hierzu trugen unter anderem der Verkauf des Palais Hansen im historischen Kern Wiens sowie der laufende Betrieb des Hotels in Jochberg wesentlich bei. Anteilig an der Gesamtleistung waren in der Assetklasse Wohnen vor allem die Projekte Rankencity in Graz und weitere Verkäufe des Projekts Siebenbrunnengasse im 5. Wiener Gemeindebezirk beteiligt.

Das Segment Polen erzielte im Berichtsjahr 2023 mit € 50,5 Mio. eine Gesamtleistung über dem Vorjahresniveau von € 46,3 Mio. Die Gesamtleistung setzt sich aus dem laufenden Hotelbetrieb zusammen, wobei der Hotelstandort Krakau eine wesentliche Rolle spielt. Zudem trugen die Vermietung des Poleczki Business Park sowie diverse Serviceleistungen zu einer positiven Entwicklung bei.

Im Segment Sonstige Märkte steigerte sich die Gesamtleistung im Jahr 2023 auf € 92,8 Mio. von rund € 66,1 Mio. des Vorjahres und stellt somit den größten Anteil der Gesamtleistung im Berichtsjahr 2023 dar. Der größte Beitrag zur Gesamtleistung 2023 stammt aus dem Wohnbauprojekt Arcus City im Prager Stadtteil Stodůlky mit insgesamt 284 geplanten Wohneinheiten, die gemäß Baufortschritt (Percentage of Completion, PoC) verbucht wurden. Die zweite Phase der Arcus City und parallel dazu das erste mehrstöckige Holz-Hybrid-Wohngebäude der Stadt, Timber Prague, begannen im Geschäftsjahr 2023 mit der Bauphase. Weitere Beiträge lieferten auch die Projekte Astrid Garden Residences im Prager Stadtteil Holešovice und das Wohnprojekt Neugraf mit 177 Wohneinheiten. Ebenso von Bedeutung war auch der Verkauf eines Non-Core Assets in Tschechien, mit insgesamt 68,3 Hektar Fläche.

Im Segment Residential belief sich die Gesamtleistung in der Berichtsperiode auf € 62,6 Mio., nach € 145,8 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Gesamtleistung 2023 setzt sich im Wesentlichen aus dem Baufortschritt bereits verkaufter Wohneinheiten von Projekten in Deutschland, Österreich und Tschechien zusammen. Ein bedeutender Beitrag wurde hierbei durch das Wohnprojekt Arcus City in Prag geleistet, welches anteilsmäßig Erlöse aus den Phasen 2 und 3 erzielen konnte. Ebenso beitragsleistend war das Projekt in der Siebenbrunnengasse in Wien. Zudem verzeichneten die Gmunder Höfe in Deutschland und Rankencity in Österreich signifikante Anteile durch den Verkauf an institutionelle Investoren.

Im Segment Office erzielte UBM Development eine Gesamtleistung von € 35,0 Mio. im Jahr 2023, nach € 77,6 Mio. des Vorjahres 2022. Die Leistung der Berichtsperiode resultiert hauptsächlich aus dem Closing des F.A.Z. Tower in Frankfurt, der eine vermietbare Fläche von mehr als 25.000 m² aufweist. Die neue Zentrale der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) machte im Segment Office den größten Anteil der Gesamtleistung aus.

Das Segment Hotel erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von € 110,4 Mio., nach € 57,1 Mio. in der Berichtsperiode des Vorjahres 2022. Die gestiegene Gesamtleistung ist auf die erhöhte Reisetätigkeit nach der COVID-19-Pandemie und den Verkauf des über 150 Zimmer großen Palais Hansen im 1. Wiener Gemeindebezirk zurückzuführen. Die Hotelbetriebe in Jochberg (Österreich) und Prag (Tschechien) haben wesentlich zur Gesamtleistung im Segment Hotels beigetragen. Aufgrund der strategischen Ausrichtung befindet sich derzeit kein Hotelprojekt in Entwicklung.

Im Segment Other belief sich die Gesamtleistung auf € 23,4 Mio., nach € 68,8 Mio. des Vorjahres. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode setzt sich vor allem aus den Zuflüssen aus der Vermietung von gemischt genutzten Bestandsobjekten in Österreich und Deutschland zusammen. Der Verkauf eines 68,3 Hektar großen Non-Core Assets in Tschechien trug fast zur Hälfte des gesamten Leistungsvolumens bei. Die Gesamtleistung des Vergleichszeitraums enthielt neben dem Verkauf von drei Baurechtsliegenschaften in Wien auch das strategische Divestment der deutschen Projekt- und Baumanagement-Tochter, alba Bau | Projekt Management GmbH.

Die Gesamtleistung des Segments Service stieg von € 41,4 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf € 53,0 Mio. im Geschäftsjahr 2023 an. Ein wesentlicher Anteil entfiel auf Serviceleistungen für diverse Projekte in Tschechien, Österreich und Deutschland. Diese Position umfasst zudem Verrechnungen von Managementleistungen und Konzernumlagen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Das Kerngeschäft der UBM-Konzerns bildet das projektspezifische Immobiliengeschäft. Durch die mehrjährige Realisierungsdauer der Projekte kann der Umsatzausweis der Gewinn- und Verlustrechnung starken Schwankungen unterliegen. Immobilienprojekte werden erst ab dem Signing anteilig gemäß Baufortschritt und Verwertungsstand erfasst (Percentage of Completion, POC). Werden Immobilien als Share Deal veräußert oder Projekte innerhalb von At-equity-Beteiligungen entwickelt und verkauft, schlagen sich diese allerdings nicht im Umsatz nieder. Um den Überblick und die Transparenz über den Geschäftsverlauf zu verbessern, weist UBM zusätzlich die Gesamtleistung aus. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße erfasst – analog zum Umsatz – Erlöse aus Immobilienverkäufen, Vermietungsleistungen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie aktivierte bzw. für nicht vollkonsolidierte Gesellschaften oder Dritte erbrachte Generalunternehmer- und Projektmanagementleistungen. Zusätzlich werden die Leistungen der at-equity bilanzierten Unternehmen und Verkäufe von reinen Share Deals erfasst. Der Ausweis der Gesamtleistung erfolgt insgesamt entsprechend der Beteiligungshöhe von UBM. Nicht in der Gesamtleistung erfasst werden Anzahlungen, die vor allem für Großprojekte oder auch Wohnbauprojekte anfallen.

Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2023 mit € 284,2 Mio. um € 106,5 Mio. unter dem Vorjahreswert von € 390,7 Mio. Wesentliche Beiträge kamen 2023 aus Projekten in Deutschland (F.A.Z. Tower, Hafeninsel IV, Gmunder Höfe), Tschechien (Arcus City, Astrid Garden Residences) sowie in Österreich (Rankencity, Siebenbrunnengasse). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse lagen in der Berichtsperiode mit € 85,3 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (2022: € 133,9 Mio.). Der Rückgang im Berichtsjahr ist auf geringere Beiträge durch den Verkauf von vollkonsolidierten Projekten zurückzuführen. Einen Umsatzbeitrag leisteten insbesondere Wohnbauprojekte in Tschechien (Arcus City, Astrid Garden Residences).

Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode mit € –14,1 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von € 25,4 Mio. Der positive Ergebnisbeitrag in der Vergleichsperiode war auf Immobilienprojekte wie das Büroprojekt F.A.Z. Tower in Frankfurt und die Gmunder Höfe in München zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Fair-Value-Anpassungen auf Finanzimmobilien belief sich im Jahr 2023 auf T€ 318, nach € 25,5 Mio. im Jahr 2022. Die Fair-Value-Anpassungen der Vergleichsperiode sind überwiegend auf ein Großprojekt in Wien zurückzuführen, welches im Jahr 2022 eine Widmung der Behörde bekam. Die Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen betrugen im Berichtsjahr € 40,8 Mio. Die Wertberichtigungen wurden hierbei insbesondere bei großen Büroprojekten in Österreich, Deutschland und Polen vorgenommen. Im Vorjahr lagen die Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen bei € 4,6 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum bei € 51,0 Mio. nach € 12,7 Mio. in der Vergleichsperiode. Hauptgrund für den Anstieg war der Erhalt des rechtskräftigen Bauvorbescheids für den Gewerbe-Campus Timber Factory. Zusätzlich beinhaltet die Position unter anderem Erlöse aus Kursgewinnen, Raum- und Grundstücksmieten, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und diverse sonstige Positionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich von € 32,6 Mio. auf € 40,8 Mio., was vor allem auf Kursverluste, Abschreibung von Immobilien im Umlaufvermögen und Aufwendungen für Rechtsberatung zurückzuführen war. Die Position beinhaltet weiters Verwaltungskosten, Reisespesen, Werbekosten, Bürobetriebskosten sowie Abgaben und Gebühren.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahreswert von € 86,9 Mio. auf € 70,4 Mio. Die Position umfasst im Wesentlichen den Materialaufwand für die Errichtung von vollkonsolidierten Wohnbauimmobilien und diversen anderen Entwicklungsimmobilien, die bereits forward verkauft wurden, sowie Buchwertabgänge aus Immobilienverkäufen in Form von Asset Deals und bezogene Leistungen im Rahmen von Generalunternehmertätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei den Bestandsveränderungen, welche Wohnbauimmobilien im Vorratsvermögen bzw. andere IAS-2-Immobilien betreffen, ein Ertrag in Höhe von € 33,0 Mio. ausgewiesen, während im Vorjahr nur ein Aufwand von € 3,0 Mio. erfasst worden war. Die höheren Zugänge sind durch geringere Verkaufstätigkeiten aufgrund der allgemeinen Marktsituation zu erklären.

Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei € 30,9 Mio. und damit um € 6,4 Mio. unter dem Wert des Vorjahres von € 37,3 Mio. Die stichtagsbezogene Mitarbeiterzahl aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften lag zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 mit 268 unter dem Niveau des Bilanzstichtags des Vorjahres (31. Dezember 2022: 292).

Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf € –27,3 Mio., was einer Reduktion im Vergleich zum Vorjahr von € 66,5 Mio. entspricht (2022: € 39,2 Mio.). Der Rückgang ist insbesondere auf Neubewertungen von Projekten und Bestandsimmobilien zurückzuführen. Die Abschreibungen lagen mit € 2,8 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von € 5,3 Mio. So reduzierte sich das EBIT im Jahr 2023 um € 64,0 Mio. auf € –30,1 Mio. (2022: € 33,9 Mio.).

Der Finanzertrag reduzierte sich von € 23,4 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf € 21,8 Mio., was auf Zinsen und ähnliche Erträge aus Projektfinanzierungen gegenüber at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen zurückzuführen ist. Der Finanzaufwand lag mit € 31,1 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (2022: € 25,9 Mio.). Hier spiegeln sich vor allem die höheren Zinsbelastungen aus den Projektfinanzierungen wider.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag im Jahr 2023 mit € –39,4 Mio. um € 70,9 Mio. unter dem Vorjahresergebnis von € 31,5 Mio., was auf vorgenommene Abwertungen zurückzuführen ist. Der Steueraufwand belief sich in der Berichtsperiode auf € 6,7 Mio., nach € 4,3 Mio. im Jahr 2022. Die Steuerquote lag im Jahr 2023 demnach bei 17,0 % (2022: 13,8 %).

Der Nettoverlust (Periodenergebnis nach Steuern) erreichte 2023 € 46,0 Mio., nach einem Nettogewinn von € 27,1 Mio. im Jahr 2022. Der den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Nettoverlust betrug in der Berichtsperiode € 52,5 Mio. (2022: Nettogewinn von € 16,8 Mio.). Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Bilanzierungsmethode für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie geändert. Bei der Berechnung des den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Nettoverlusts wurden die Anteile der Hybridkapitalgeber abgezogen. Die Anteile der Hybridkapitalinhaber sanken von € 9,1 Mio. auf € 5,9 Mio. im Jahr 2023. Der daraus abgeleitete Gewinn pro Aktie reduzierte sich von € 2,25 auf einen Verlust pro Aktie von € 7,03 im Betrachtungszeitraum 2023.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des UBM-Konzerns lag per 31. Dezember 2023 mit € 1.253,8 Mio. um € 198,0 Mio. unter dem Niveau per 31. Dezember 2022 von € 1.451,8 Mio. Zu einer Verringerung der Bilanzsumme führten im Wesentlichen die frühzeitige Rückzahlung der Hybridanleihe 2018 im März 2023 sowie Abwertungen, welche das Eigenkapital reduzieren, und die Auszahlung der Dividende und Zinsen.

Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende 2023 bei € 745,3 Mio., was einem Rückgang von € 45,3 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2022 entspricht. Das Sachanlagevermögen belief sich per 31. Dezember 2023 auf € 11,1 Mio. und lag damit knapp unter dem Niveau von € 12,2 Mio. per 31. Dezember 2022. Diese Position beinhaltet vor allem aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverbindlichkeiten.

Die Finanzimmobilien erhöhten sich per Ende Dezember 2023 um € 16,2 Mio. und lagen zum Bilanzstichtag bei € 407,9 Mio. Die Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen fielen im Vergleich zum Vorjahr um € 30,6 Mio. auf € 150,2 Mio. Die Projektfinanzierungen reduzierten sich ebenfalls um € 37,3 Mio. auf € 143,6 Mio.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende 2023 bei € 508,5 Mio., was einem Rückgang von € 152,7 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2022 entspricht. Die liquiden Mittel verringerten sich, da in der Berichtsperiode unter anderem die Hybridanleihe 2018 frühzeitig zurückgeführt wurde, die Anleihe 2018–2023 zurückgeführt wurde und der Kaufpreis für zwei Akquisitionen, welche im Jahr 2022 und 2023 getätigt worden sind, fällig wurde sowie eine Dividende und Zinsen ausbezahlt wurden. Zum 31. Dezember 2023 lagen die liquiden Mittel bei € 151,5 Mio.

Das Vorratsvermögen lag per Ende Dezember 2023 mit € 265,4 Mio. über dem Niveau vom 31. Dezember 2022 von € 259,3 Mio. In dieser Position befinden sich neben sonstigen Vorräten insbesondere die zum Verkauf bestimmten Wohnimmobilien im Bestand.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von € 49,5 Mio. per Ende 2022 auf € 37,3 Mio. zum Bilanzstichtag 2023. Diese Position beinhaltet im Wesentlichen bereits während der Entwicklung verkaufte Vorratsimmobilien sowie anteilig Forward-Verkäufe von Finanzimmobilien.

Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2023 mit € 379,7 Mio. unter dem Niveau per Ende 2022 (€ 501,5 Mio.). Der Rückgang ist vor allem durch die Rückführung des Hybridkapitals, die Auszahlung der Dividende sowie das negative Ergebnis zu erklären. Die Auszahlung der Dividende in Höhe von € 8,2 Mio. erfolgte am 30. Mai 2023. Die Eigenkapitalquote erreichte trotz des schwierigen Umfelds per Ende des Jahres 2023 30,3 % (31. Dezember 2022: 34,5 %) und lag damit am unteren Ende der angepeilten Bandbreite von 30–35 %.

Die Anleiheverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) betrugen per Ende Dezember 2023 € 376,1 Mio. und lagen damit um € 70,6 Mio. unter dem Niveau zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2022: € 446,7 Mio.). Im November 2023 erfolgte die Rückzahlung von € 91,1 Mio. der UBM-Anleihe 2018–2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2022 von € 46,9 Mio. auf € 25,7 Mio. zum Ende der Berichtsperiode. Dieser Wert beinhaltet im Wesentlichen die zum Stichtag noch nicht bezahlten Subunternehmerleistungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) erhöhten sich von € 25,5 Mio. per 31. Dezember 2022 auf € 27,9 Mio. per 31. Dezember 2023. Die Summe aus den latenten und kurzfristigen Steuerschulden sank im Vergleich zum Vorjahr auf € 17,2 Mio. (2022: € 20,1 Mio.). Die Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) stiegen um € 9,9 Mio. auf € 408,2 Mio. an.

Die Nettoverschuldung betrug per Ende 2023 € 610,2 Mio. und lag damit über dem Wert zum 31. Dezember 2022 von € 500,2 Mio. Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exklusive der Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel. Der Anstieg der Nettoverschuldung ist auf die Rückführung des Hybridkapitals und die Auszahlung der Dividende zurückzuführen.

Cashflow

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Cashflow aus dem Ergebnis von € 13,2 Mio. auf € 31,6 Mio. Die im Periodenergebnis der Berichtsperiode enthaltenen Fair-Value-Anpassungen werden aufgrund des unbaren Charakters beim Cashflow aus dem Ergebnis exkludiert.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei € –54,5 Mio., nach € –70,7 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Insbesondere die Zunahme der Vorräte (€ 6,1 Mio.), die gezahlten Zinsen (€ 27,7 Mio.), die Abnahme von Forderungen (€ 5,3 Mio.) und die Abnahme der Verbindlichkeiten (€ 13,7 Mio.) wirkten cashflowmindernd. Die Werte beinhalten Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Vorratsvermögen von € 35,9 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Vorratsvermögen beliefen sich auf € 42,1 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Forderungsvermögen summierten sich auf € 32,1 Mio. Die Abgänge von Immobilien im Forderungsvermögen betrugen € 29,1 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2023 bei € 12,4 Mio., nach € 8,4 Mio. in der Vergleichsperiode 2022. Die Investitionen in Projektfinanzierungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf € 35,6 Mio. und die Investitionen in Finanzimmobilien, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen auf € 37,7 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Jahr 2023 € –129,7 Mio., nach € –37,9 Mio. im Vorjahr. Während in der Berichtsperiode Kredite in Höhe von € 45,9 Mio. aufgenommen wurden, erfolgte die Tilgung von Hybridkapital in Höhe von € 52,9 Mio. und von Krediten in Höhe von € 34,5 Mio. Zudem wurden in der Berichtsperiode Dividenden und Hybridanleihe-Zinsen in Höhe von € 16,6 Mio. ausbezahlt.

Prognosebericht

Inmitten geopolitischer Konflikte und der Folgen der Corona-Krise prognostizieren die Experten der OECD und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7 % bzw. 3,1 % für das Jahr 2024. Der weiter andauernde Krieg in Europa, der seit Mitte des Jahres 2023 eskalierte Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Nahen Osten, die immer noch hohe Inflation und die daraus resultierenden hohen Zinssätze sorgen für ein gedämpftes globales Wirtschaftswachstum. Im Euroraum konnte die Inflation durch die Erhöhung der Leitzinsen gesenkt werden, weshalb die EZB die Leitzinsen seit September 2023 auf dem Niveau von 4,5 % beließ. Trotz des Rückgangs der Inflation in den vergangenen Monaten dürfte sich diese erst im Verlauf des Jahres 2024 bis ins Jahr 2025 an das Ziel des EZB-Rats von 2 % annähern. 1 , 2 , 3

Das aktuell vorherrschende Zinsniveau beeinflusst massiv die aktuelle Entwicklung am Immobilienmarkt – dies umfasst insbesondere die Bewertung von Projekten und Bestandsimmobilien. Im Zuge von außerordentlichen Neubewertungen ihrer Projekte und Immobilien hat auch die UBM im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen in Höhe von rund € 70 Mio. vorgenommen. Obwohl die UBM in der Vergangenheit als Developer – im Unterschied zu vielen Bestandshaltern – keine umfänglichen Aufwertungen vorgenommen hat, ist die Neubewertung, insbesondere auch des Entwicklungs-Portfolios, eine direkte Konsequenz des gestiegenen Zinsniveaus und der daraus resultierenden höheren Rendite-Erwartung zukünftiger Käufer von Immobilien. Der Anstieg der Mieten kann diese Abwertungen kurzfristig nicht in demselben Ausmaß und vor allem derselben Geschwindigkeit ausgleichen. Die UBM sieht aus den genannten Gründen die Immobilienbranche in ihren Kernmärkten weiterhin im Existenzkampf.

Auch wenn an der UBM, wie bereits erwähnt, die Marktentwicklungen nicht spurlos vorüber gegangen sind, sieht sich die UBM in einer Position der relativen Stärke. Durch die interne Steuerung und Cash-Fokussierung hat es UBM auch im vierten Quartal 2023 geschafft, die Eigenkapitalquote über 30 % zu halten und mehr als € 150 Mio. an liquiden Mitteln auszuweisen. Zu erwähnen ist dabei, dass im vierten Quartal 2023 die ausstehende Anleihe UBM 2018–2023 in Höhe von € 91,05 Millionen fristgerecht und zur Gänze aus eigenen Cash-Reserven zurückgeführt werden konnte. Bis November 2025 werden keine weiteren Anleiherückzahlungen fällig, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Dass die UBM weiterhin ihr Geschäftsmodell umsetzt, beweisen der Verkauf des 33,57 %-Anteils am Palais Hansen an die Wiener Städtische im vierten Quartal und der Verkauf einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden Liegenschaft in Tschechien. Gleichzeitig beteiligte sich UBM mit 25 % am Projekt „Central Hub“ im TwentyOne von Bondi Consult.

Die strategische Ausrichtung der UBM, zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa zu werden, ist zudem weiterhin in erfolgreicher Umsetzung. In Summe entwickelt UBM derzeit mehr als 300.000 m2 in Holz, etwas mehr als die Hälfte in der Assetklasse Light Industrial & Büro, die andere Hälfte im Wohnbau. Die kompromisslose Fokussierung auf den Holzbau ist eine logische Konsequenz der mit green. smart. and more. umrissenen Konzernstrategie. Nur mit einem hohen Grad an Standardisierung und Modularisierung wird es in Zukunft möglich sein, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Nachwehen von steigender Inflation, steigenden Zinsen und steigenden Baukosten werden uns das ganze Jahr 2024 über weiter beschäftigen. Eine Markterholung auf das Vorkrisen-Niveau wird es länger nicht geben. Dabei gibt es einen massiven Nachfrageüberhang, der sich in den nächsten Jahren durch das Ausscheiden vieler Konkurrenten am Markt wohl verschärfen wird.

Aufgrund der weiterhin volatilen und schwer einschätzbaren Marktentwicklung muss die UBM daher bis auf Weiteres auf eine Guidance für das Geschäftsjahr 2024 verzichten und auf die ausgesprochen solide Finanzposition mit einer Eigenkapitalquote von über 30 % verweisen.

Gesamtleistung nach Regionen

in € Mio. 1–12/2023 1–12/2022 Veränderung
Deutschland 62,8 166,1 –62,2 %
Österreich 78,2 112,2 –30,3 %
Polen 50,5 46,3 9,1 %
Sonstige Märkte 92,8 66,1 40,4 %
Gesamt 284,2 390,7 –27,3 %

Gesamtleistung nach Assetklassen

in € Mio. 1–12/2023 1–12/2022 Veränderung
Residential 62,6 145,8 –57,1 %
Office 35,0 77,6 –54,9 %
Hotel 110,4 57,1 93,3 %
Other 23,4 68,8 –66,0 %
Service 53,0 41,4 28,0 %
Gesamt 284,2 390,7 –27,3 %

1 IWF: World Economic Outlook – Jänner 2024

2 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

3 EZB: Geldpolitische Beschlüsse – Pressemitteilung Dezember 2023

Risikoberichterstattung

Die Hauptgeschäftstätigkeit der UBM Development AG und ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen ist die Immobilien-Projektentwicklung in ausgewählten Ländern Europas. Bedingt durch dieses Geschäftsmodell ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt die Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert werden und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte intensiviert oder zurückgenommen werden kann.

Die Bewältigung der damit verbundenen Risiken ist die Aufgabe des UBM-Risikomanagements, wobei veränderten Risikopositionen durch aktive Steuerung begegnet wird.

Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements

Wesentliche Risiken

Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus dem Kerngeschäft, der Projektentwicklung, und beinhalten neben operativen Geschäftsrisiken auch makroökonomische Risiken und ESG-Risiken. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf, Projektkalkulation sowie Planung und Projektfinanzierung, Errichtung und Qualität, Betrieb (Asset Management), Verwertung (Transaction), Allgemeine Geschäftsrisiken (Unterstützungs- und kaufmännische Prozesse) sowie makroökonomische und sonstige Risiken und ESG-Risiken gegliedert.

UBM verfügt über langjährige Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken innerhalb des Geschäftsmodells. Dabei werden aus Unternehmenssicht sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft sowie auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der UBM haben.

Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2023

1. Risikoidentifikation und -analyse/Risikosystem

Auf Basis der bereits 2016 durchgeführten, umfassenden Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde und regelmäßiger, kritischer Betrachtung unterzogen wird, erfolgte auch 2023 eine Bewertung der Einzelrisiken mittels einer „Risikoinventur“. Das Risikosystem wird darüber hinaus einmal jährlich einer externen Prüfung unterzogen und den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte noch eine qualitative Bewertung des ESG-Risikokatalogs. Um eine vollständige Integration von ESG-relevanten Risiken in das UBM-Risikosystem sicherzustellen, wurde der ESG-Risikokatalog erweitert und in die Risikoinventur integriert. Insgesamt wurden 29 ESG-Einzelrisiken in den folgenden Kategorien identifiziert:

Somit findet zusätzlich zu den operativen Geschäftsrisiken und makroökonomischen Risiken ab dem Geschäftsjahr 2024 eine quantitative Bewertung der Ergebnis- und Liquiditätsauswirkungen der ESG-Risiken statt. Im Gegensatz zur Bewertung der operativen Geschäftsrisiken und der makroökonomischen Risiken wurden des weiteren ESG-Chancen definiert, welche im Zuge der regelmäßigen Risikobewertung auf Basis einer auf dem Cashflow basierenden Skala bewertet werden. Eine Nettobetrachtung aus Risiken und Chancen wird nicht vorgenommen, um keine verzerrte Darstellung der Gesamtunternehmensrisikoposition zu erhalten.

2. Risikobewertung

Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis und den Kapitalfluss im Vergleich zur Jahresplanung. Diese Einschätzung erfolgt durch den Vorstand, der sich durch die jeweiligen lokalen Experten beraten lässt, und wird durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer sowie durch rechnerische Modelle unterstützt. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich.

In dieser Betrachtung werden die mögliche Schadenshöhe sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos bewertet. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die die Verteilung der größten Einzelrisiken von UBM veranschaulicht.

Basierend auf der Einzelrisikobewertung findet eine Aggregation aller Risiken zu einer ergebnisorientierten Gesamtrisikozahl in Form des „Value at Risk“ (VaR) und einer kapitalflussorientierten Gesamtrisikozahl in Form des „Cashflow at Risk“ (CFaR) statt. In weiterer Folge wird überprüft, ob diese Gesamtrisikozahlen in Einklang mit dem festgelegten Risikoappetit und der ermittelten Risikotragfähigkeit auf Unternehmensebene stehen. Auch die identifizierten und quantitativ bewerteten ESG-Risiken werden ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Gesamtrisikozahlen enthalten sein.

3. Risikodokumentation

Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich.

4. Risikosteuerung und -monitoring

Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen und entsprechend im Unternehmen kommuniziert. Die Zuteilung der Verantwortlichkeiten erfolgt ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen an den Vorstand.

5. Risikobewältigung

Abhängig von der Bedeutung des jeweiligen Risikos erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand.

Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.

Risikokategorien

Die wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurden in zehn Hauptrisikokategorien geclustert.

1. Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den direkten und unmittelbaren Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierungen, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), die erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt.

Die regionalen Kenntnisse und jene des Wettbewerbsumfelds, über welche die einzelnen operativen Tochtergesellschaften verfügen, deren Know-how und gute Vernetzung im regionalen Marktumfeld sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse helfen bei der Risikominimierung.

2. Projektkalkulations- und Planungsrisiken: In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Beschaffungs- aber auch Verkaufspreisen, die Mietpreishöhe und -änderungen, die Finanzierung des Projekts und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus. Interne und externe Experten erarbeiten die Grundlagen, die als Basis für die Entscheidung des Vorstands dienen.

3. Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken: Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen iZm Bau- und Baunebenkosten, der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote herauszufiltern und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Terminkontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte samt Soll-Ist-Vergleichen an den Vorstand lassen frühzeitig Abweichungen erkennen.

4. Betriebsrisiken: Der Betrieb einer Immobilie in Zusammenhang mit der Vermietung von Büros oder der Verpachtung von Hotels ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), das Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), das Leerstandsrisiko, das Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen) und das Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden.

Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen.

5. Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken: Hier werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Immobilien unterschieden. Innerhalb dieser Kategorien ist das Mietpreisrisiko relevant, da verringerte Mietzinsen unmittelbaren Einfluss auf laufende Einnahmen der Gesellschaft und im Verkaufsfall auf den zu erzielenden Kaufpreis haben. Es werden auch Bewertungsrisiken schlagend, sobald beim Verkauf einer Immobilie oder anlassbezogen der aktuelle Marktwert (erzielbarer Verkaufspreis) unter dem jeweiligen Buchwert liegt, was zu Abwertungen führt. Weiters können nach erfolgter Abwicklung der Transaktion unvorhergesehene Garantie- und Gewährleistungsrisiken schlagend werden, die zu höheren Aufwänden führen können und so den Verkaufserfolg schmälern.

UBM bindet daher schon zu Beginn eines jeden Developments neben den technischen Fachabteilungen eigene Vermietungs- sowie Transaktionsteams ein, die aufgrund umfangreicher Expertise bei der Kalkulation und Festlegung von Mietpreisen und zu erzielenden Verkaufspreisen federführend agieren. Die ständige Aufrechterhaltung des Kontakts zu Großkunden, die Marktexpertise (wie beispielsweise die Kenntnis über Renditeerwartungen der Käufer) sowie die Festlegung des jeweils optimalen Verkaufszeitpunkts stellen sicher, dass das Produkt optimal am Markt platziert wird. Dabei werden sie von Experten der Rechtsabteilung sowie externen Beratern unterstützt, um so den gesamten Vertriebsprozess optimal zu begleiten.

6. Allgemeine Geschäftsrisiken: Dazu zählen insbesondere das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen laufend überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

7. Makroökonomische und sonstige Risiken: Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsänderungsrisiko sowie das Währungsrisiko. Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet; bei Bedarf wird mit geeigneten Maßnahmen gegengesteuert.

8. Umweltrisiken: In dieser Risikokategorie werden akute und chronische physische Klimarisiken (Temperaturvariabilität, Variabilität von Niederschlägen oder der Hydrologie, Änderung der Windverhältnisse etc.), nicht klimabedingte Umweltrisiken (Beeinträchtigung kritischer Infrastruktur, etc.) und transitorische Klimarisiken (Kosten für den Übergang zu Technologien mit niedrigeren Emissionen, erweiterte Pflichten zur Emissionsberichterstattung etc.) und ihre potenziellen Auswirkungen bewertet. Diese Risiken werden in der ESG-Fachabteilung laufend überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

9. Soziale Risiken : Hier sind sämtliche Personalrisiken enthalten, wie unter anderem das Risiko von menschlichen Fehlern, das Risiko der außerplanmäßigen Fluktuation von Mitarbeiter:innen, das Risiko eines Reputationsschadens und die Auswirkungen von Hitzewellen auf die Gesundheit der Belegschaft. Diese Risiken werden vor allem von der Personalabteilung laufend überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

10. Governance-Risiken: Unter dieser Risikokategorie werden vor allem Compliance-Risiken verstanden, die sich aus Verletzungen von Verträgen, Vorschriften oder Gesetzen in der globalen Lieferkette ergeben. Zusätzlich wird hier das Risiko aus einer mangelnden Diversität in den UBM-Gremien bewertet. Hier stehen vor allem die Rechtsabteilung und externe Berater dem Vorstand beratend zur Seite.

Sonstige Risiken: Bezüglich der Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 44 „Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten“ im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Risiken im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Umfeld und dem Krieg in der Ukraine

Allgemeine Lage

Die geopolitische Lage war im Jahr 2023 weiterhin instabil. Der Ukraine-Krieg dauert an, die daraus resultierenden Spannungen zwischen den westlichen Ländern (USA, EU, Kanada) und der russischen Föderation sind unvermindert hoch. Die wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber der russischen Föderation wurden weiter verschärft, direkter Handel und Kapitalmarktverkehr sind nahezu zum Erliegen gekommen. Verbessert hat sich die Unabhängigkeit der EU hinsichtlich der Gasversorgung, was zu einer Entspannung am Energiesektor insgesamt geführt hat. Allerdings sind die Preise immer noch deutlich erhöht im Vergleich zur Vorkriegszeit. Eine Rückkehr zum alten Preisniveau für Energie ist derzeit nicht absehbar, mit den entsprechenden primären und sekundären Folgen für die Inflation. Aus der Ukraine-Krise heraus ergeben sich zudem hohe Hilfsaufwendungen durch die europäischen Partner sowie sprunghafte Anstiege der Verteidigungsetats. Dies vermindert die Flexibilität der volkswirtschaftlichen Haushalte, was zu Streichungen in diversen Etats führte und führt.

Das Jahr 2023 war durch hohe Inflation, mit einer rückläufigen Tendenz zum Jahresende, gekennzeichnet. War zunächst insbesondere der hohe Energiepreis einer der entscheidenden Treiber, sprang im Jahresverlauf auch die Kerninflationsrate (Inflationsrate ohne Energie) stark an. Diese wurde getrieben durch höhere Lebensmittelpreise, Mieten und sonstige Produkte des täglichen Lebens. In der Folge kam es zu hohen Lohnabschlüsse, in einzelnen Branchen sogar über der Inflation, die dem Inflationsgeschehen eine zusätzliche Dynamik verliehen haben bzw. verleihen werden.

Als Reaktion auf die hohe Inflationsrate hat die EZB im Euroraum kontinuierlich und, im historischen Vergleich in nicht gekannter Geschwindigkeit, die Leitzinsen gesteigert. So stieg der Leitzinssatz von noch 0 % zur Mitte des Jahres 2022 auf 4,5 % im September 2023. Seit September steht der Leitzins bei 4,5 %. Dies hat zu wirtschaftlichen Verwerfungen geführt, insbesondere in Branchen mit hohen Investitionen. Zum Jahresende kam ein weiterer Konflikt durch die Nahostkrise hinzu. Infolge dieser Krise ist mit Störungen der Handelsrouten und Auswirkungen auf den internationalen Tourismus zu rechnen. Hinzu kommt eine gestiegene Terrorgefahr für diejenigen Länder, die Israel direkt oder indirekt unterstützen.

In Bezug auf das Geschäftsmodell werden im Folgenden die Auswirkungen auf die UBM näher beschrieben.

Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM

Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlicher und kultureller Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten. Die direkte finanzielle Unterstützung der Ukraine durch alle Länder, in denen die UBM tätig ist, sowie die erhöhten Haushaltsausgaben für Verteidigung führen insgesamt zu angespannteren Staatshaushalten. Diese führen zu Diskussionen und können Auswirkungen auf staatliche Förderungen in der Immobilienbranche haben.

Das Hauptgeschäftsmodell der UBM ist die Entwicklung und der Verkauf von Immobilien. Aufgrund des schnellen Zinsanstiegs ist der Immobilienmarkt im Jahr 2023 faktisch zum Erliegen gekommen. Nennenswerte Transaktionen außerhalb des Einzelwohnungsabverkaufs finden im geringen Umfang nur dann statt, wenn es sich um Notverkäufe handelt. Dabei manifestiert sich der Zinsdruck nicht nur in höheren Zinskosten in der Entwicklung selbst, sondern insbesondere in niedrigen Verkaufspreisen, da die Finanzierungskosten für die Käufer deutlich gestiegen sind und die Alternativanlagen deutlich höher rentieren. Daraus resultieren höhere Renditeerwartungen/ niedrigere Kaufpreise bei Immobilienobjekten. Für ein funktionierendes Immobiliengeschäft ist zudem das Beleihen von Immobilien sowie der Zufluss von Kapital wesentlich. Durch die gestiegene Zahl von Insolvenzen, auch von größeren Immobiliendevelopern in der zweiten Jahreshälfte 2023 kommt es zu einem geringeren Risikoappetit bei finanzierenden Banken. Hinzu kommen niedrigere Bewertungen aus den geringeren Verkaufspreisen/höheren Rendite-Anforderungen, was zu einem Absinken der Beleihungsgrenzen führt. Im Umkehrschluss heißt dies eine deutlich höhere Eigenkapitalbedingung für Immobilienentwickler und auch Bestandshalter als zuvor. Niedrigere LTV führen auch wiederum bei potenziellen Käufern zu höheren Eigenkapitalanforderungen.

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für (Immobilien-) Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. Daraus folgt eine hohe Volatilität sowie ein instabiler Kapitalmarkt. Das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr 2024 sowie die im Vergleich immer noch gute Liquiditätsausstattung der UBM helfen, die Volatilität entsprechend aussitzen zu können. Zusätzlich hat auch die erfolgreiche Emission des ersten Green Bonds der UBM im Jahr 2023 gezeigt, dass ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit von (Anleihen-)Investoren positiv wahrgenommen wird.

Nachdem die Inflation in der EU derzeit rückläufig ist, werden kurzfristig keine weiteren Zinserhöhungen durch die EZB erwartet. Prognosen deuten darauf hin, dass die EZB in weiterer Folge Zinsschritte nach unten setzen könnte, was sich aktuell in einer inversen Zinskurve widerspiegelt. So kann davon ausgegangen werden, dass es auf Investorenseite mittelfristig wieder zu einem Rückgang bei den erwarteten Renditen kommt könnte, was bei einem gleichzeitig steigendem Mietniveau zu einem neuen Gleichgewicht am Markt führen könnte. Generell hat sich das Risiko einer EU-weiten Rezession im Jahr 2023 zwar nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen des hohen Zinsniveaus kurz- und mittelfristig eingetrübt.

Die Risiken sind in der laufenden Unternehmensplanung berücksichtigt und auch in der Risikobewertung entsprechend eingepreist. Durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und eine Pipeline mit starkem Fokus auf EU-Taxonomie-konforme Objekte ist die UBM derzeit gut aufgestellt, um auch in diesem schwierigen Marktumfeld weiterhin tätig zu sein.

Zum Hotelbetrieb: Durch den Nahostkonflikt sowie den Krieg in der Ukraine sind auch Störungen im Reiseverkehr, insbesondere von internationalen Gästen, zu erwarten. Dies führt zu einer langsamer als erwarteten Erholung bei den Hotelnächtigungen. 2023 war noch nicht das erhoffte normalisierte Jahr nach der Corona-Pandemie.

Die hohe Inflation hat zudem zu einer Kostenerhöhung beim Hotelbetrieb geführt. Zwar konnte diese teilweise über höhere Zimmerpreise an die Kunden weitergegeben werden. Trotzdem ist die Profitabilität des Hotelgeschäftsmodells insgesamt weiter unter Druck geraten.

Internes Kontrollsystem

Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.

Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und ein technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und aller für die technische Umsetzung relevanter Prozesse. Dessen periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaige notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.

Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse sind klar zugewiesen, und die Kontrollmechanismen werden laufend überarbeitet und neuen Gegebenheiten angepasst. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitenden einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen.

Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.

Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie das Vier-Augen-Prinzip werden eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt.

Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.

Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.

Interne Revision

Die Abteilung Interne Revision hat als Zielsetzung, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gemäß C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt. Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei.

Anlassbezogen führt die Interne Revision nach entsprechendem Auftrag durch den Vorstand Ad-hoc-Prüfungen durch.

Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht, um sicherzustellen, dass die aufgezeigten Verbesserungspotenziale auch fristgerecht umgesetzt werden. Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen.

Zusätzlich steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens aus der Prüftätigkeit heraus soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.

Der jährliche Revisionsplan wird vom Vorstand beschlossen und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht.

Im Jahr 2023 gab es keine anlassbezogenen Ad-hoc-Prüfungen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2023

1. Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 aus 7.472.180 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, von denen jede am Grundkapital von € 52.305.260,00 im gleichen Umfang beteiligt ist. Zum Bilanzstichtag befinden sich sämtliche 7.472.180 Aktien im Umlauf. Alle Aktien haben die gleichen, gesetzlich normierten Rechte und Pflichten; insbesondere gewährt jede Aktie das Stimmrecht, welches nach der Zahl der Aktien ausgeübt wird. Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Inhaberaktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung zu hinterlegen. Aus § 4 Abs. 5 (b) der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung).

2. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien

Zwischen der Strauss-Gruppe und IGO Industries-Gruppe besteht ein Syndikatsvertrag (Syndikat IGO Industries & Strauss). Der Vorstand der Gesellschaft hat keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es besteht ein wechselseitiges Aufgriffsrecht.

3. Direkte oder indirekte Beteiligung

Eine direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest zehn von hundert beträgt, halten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 folgende Aktionäre: Syndikat Ortner & Strauss 38,84 % (davon IGO Industries-Gruppe 27,62 %, Strauss-Gruppe 11,22 %). Darüber hinaus hält die IGO Industries-Gruppe einen weiteren Anteil von 7 %, der nicht Teil des Syndikats IGO Industries & Strauss ist.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

5. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle , bei welchen die Arbeitnehmer das Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben, bestehen bei der UBM Development AG nicht.

6. Bestimmungen zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung

Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand nach näherer Bestimmung durch den Aufsichtsrat aus zwei bis sechs Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern in diesem zahlenbezogenen Rahmen (insgesamt zwei bis sechs Personen) ist gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung zulässig. Gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde. Die Hauptversammlung kann gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder eine kürzere als die gesetzlich vorgesehene Funktionsperiode beschließen. Scheidet ein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied vor Ablauf der Funktionsperiode aus, so bedarf es gemäß § 9 Abs. 6 der Satzung der Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft. Sinkt jedoch die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft unter drei, ist die Ersatzwahl in einer außerordentlichen Hauptversammlung binnen sechs Wochen vorzunehmen. Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft kann gemäß § 9 Abs. 4 der Satzung vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung durch Beschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen widerrufen werden.

Gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach Rechtsansicht des Vorstands wird durch diese Satzungsbestimmung die vom Aktiengesetz für Satzungsänderungen grundsätzlich vorgesehene Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals auf die einfache Kapitalmehrheit herabgesetzt, sofern es sich nicht um eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens handelt.

7. Befugnisse der Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 9. Juni 2027 – das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnützen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Zudem ist der Vorstand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 5 (b) der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Schließlich sieht § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs. 3 AktG vor, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 9. Juli 2026 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 3.917.480,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 und der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Fortsetzung und Verlängerung des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (samt Anpassung der Planbedingungen 2017) an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

8. Bedeutende Vereinbarungen

Im November 2018 wurde von der Gesellschaft eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von ursprünglich € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben. Diese UBM-Anleihe 2018–2023 wurde im Juni 2019 im Rahmen einer Privatplatzierung auf ein Gesamtanleihevolumen von €120.000.000,00 aufgestockt. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es im Juni/Juli 2023 ein Umtauschangebot durch die Emittentin, in dessen Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in den UBM Green Bond 2023–2027 der Emittentin angeboten wurde. Während im Zuge dieses Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2018–2023 im Gesamtnennbetrag von € 28,94 Mio. in Teilschuldverschreibungen des UBM Green Bonds 2023–2027 umgetauscht wurden, wurden die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2018–2023 im Gesamtnennbetrag von € 91,05 Mio. am 16. November 2023 zur Gänze zurückgeführt.

Im Oktober/November 2019 wurde von der Gesellschaft die UBM-Anleihe 2019–2025 im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in 2019-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.

Im Dezember 2020 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (Inhaberschuldverschreibung 2020–2025) im Gesamtnennbetrag von € 21.500.000,00 begeben. Dabei wurde die im November 2016 im Gesamtnennbetrag von € 18.500.000,00 begebene Inhaberschuldverschreibung 2016–2021 im Ausmaß von € 10.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert (die Rückzahlung des verbliebenen, nicht prolongierten Betrags dieser Inhaberschuldverschreibung 2016–2021 erfolgte im Dezember 2021) und der weitere Betrag von € 11.000.000,00 neu abgeschlossen.

Im ersten Quartal 2021 wurde von der Gesellschaft eine Inhaberschuldverschreibung von € 7.000.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 sowie eine weitere Inhaberschuldverschreibung von € 500.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 begeben.

Im Mai 2021 wurde von der Gesellschaft die Sustainability-Linked UBM-Anleihe 2021–2026 im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2017–2022 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2021–2026 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. (Zum Umtausch der im Jahr 2017 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 81.102.500,00 begeben. Bei dieser im Mai 2021 begebenen Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von €150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) handelt es sich um eine „Sustainability-Linked“-Anleihe. Das bedeutet, dass der Rückzahlungsbetrag über 100 % des Nominales liegen kann, wenn sich das ESG-Rating der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe verschlechtert.

Im zweiten Quartal 2021 erfolgte die Emission einer tief nachrangigen Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 im Gesamtnennbetrag von €100.000.000,00. Im Rahmen dieser Emission konnten knapp 50 % der Hybridanleihe von 2018 vorzeitig rückgekauft und damit bis 2026 verlängert werden. Die Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 enthält eine Regelung, wonach die Emittentin bei Eintritt eines Kontrollwechsels im Sinn einer Übernahme gemäß österreichischem Übernahmegesetz (wie in den Anleihebedingungen definiert) berechtigt ist, die Hybrid-Teilschuldverschreibungen vorzeitig vollständig zum erhöhten Nennbetrag zuzüglich bis zum Rückzahlungstag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen; dabei ist der erhöhte Nennbetrag mindestens der Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen, vorbehaltlich Erhöhung(en) nach Eintritt eines Anpassungsereignisses in Bezug auf das ESG-Rating und das Nachhaltigkeitserkennungslevels (sustainability recognition level) der Emittentin.

Im Juli 2023 wurde von der Gesellschaft die erste Grüne Anleihe (UBM Green Bond 2023-2027) im Gesamtnennbetrag von €50.000.000,00 mit vierjähriger Laufzeit (2023–2027) zur Finanzierung nachhaltiger Projektentwicklungen begeben. Diese Anleiheemission umfasste sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2018–2023 die Möglichkeit zum Umtausch in den neuen UBM Green Bond 2023-2027 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot. (Zum Umtausch der im Jahr 2018 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2018 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 28,94 Mio. in Teilschuldverschreibungen des UBM Green Bonds 2023–2027 umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 91,05 Mio. begeben.

Die Anleihen enthalten in den jeweiligen Anleihebedingungen insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine (oder keine kontrollierende) Beteiligung hält (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert), und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.

Weiters hat die Gesellschaft als Darlehensnehmerin im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00 (die im Ausmaß von € 20.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert wurden) und deren verbliebenen, nicht prolongierten Beträge im Dezember 2021 zurückgezahlt wurden) und im Dezember 2020 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 9.500.000,00 abgeschlossen. Die jeweiligen Schuldscheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis (i) zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen, oder (ii) zu einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.) Gemäß den Schuldscheindarlehensverträgen vom Dezember 2020 ist jeder Schuldscheindarlehensgläubiger nur dann berechtigt, seine Schuldscheindarlehen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin führt und die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen kann.

Eine Übersicht der Anleihen befindet sich auf Seite 99.

Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Abs 1 Z 8 UGB.

9. Entschädigungsvereinbarungen

im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.

10. Sonstige Information

Zweigniederlassungen

Die UBM Development AG hat folgende im Firmenbuch eingetragene Zweigniederlassungen: Zweigniederlassung Steiermark (Thalerhofstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Zweigniederlassung Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

UBM erstellt einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht, der die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 267a UGB erfüllt. Dieser ESG-Bericht wird zeitgleich mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.

Umweltbelange

Global betrachtet ist die Immobilien- und Baubranche der CO2- und energieintensivste Sektor. Fast 40 % der globalen CO2-Emissionen und mehr als ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs gehen auf den Bau und Betrieb von Immobilien zurück. Aus diesem Grund ist es für UBM selbstverständlich, bei allen Entscheidungen ökologische Aspekte besonders zu berücksichtigen. Das klare Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz, der Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen und unsere Bemühungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind Ausdruck unserer Überzeugung.

Mit der Abteilung „Timber Construction & Green Building“ hat UBM ein Kompetenzzentrum mit insgesamt sechs Experten aufgebaut, um die strategische Bedeutung des Holzbaus zu unterstreichen. Die Abteilung unterstützt und überwacht die UBM-weite operative Umsetzung der Green-Building-Prozesse. Neue Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene werden evaluiert und auf der Projektebene, in Einklang mit der green. smart. and more. Strategie, umgesetzt. Außerdem koordiniert die Abteilung die Evaluierung und Durchführung von Gebäudezertifizierungen und EU-Taxonomie-Checks durch externe Partner bei Projektentwicklungen.Für die operative Implementierung der Green-Building-Strategie in der Projektentwicklung sind die Projektleiter*innen zuständig. Diese optimieren die Projekte in Zusammenarbeit mit externen Expert*innen, zum Beispiel im Bereich Energie, im Rahmen der jeweiligen standortspezifischen Möglichkeiten. Bei Bestandsobjekten und Konzernstandorten wird die Green-Building-Strategie von den jeweiligen Assetmanager*innen implementiert.

Zukunftsweisende Immobilienentwicklung

Mit unseren Immobilien prägen wir Lebensräume für die Zukunft und gestalten damit auch die Umwelt. Immobilienentwicklung ist nicht nur unser Kerngeschäft, sie ist gleichzeitig unser größter Hebel, um unseren CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. UBM beschäftigt sich intensiv mit den ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit in allen Projektphasen. Das klare Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz, der Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen und unsere Bemühungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind Ausdruck unserer Überzeugung. Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die folgenden Bereiche:

Wir messen unsere Standorte am Fußabdruck

Neben der Projektentwicklung ist es für uns wichtig, auch den eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig zu gestalten. Unser klares Ziel ist eine kontinuierliche Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Relevante Stellschrauben sind Energieverbrauch und Emissionen. Auch Wasserverbrauch und Abfallmanagement sind für UBM wichtige Themen und werden intern verfolgt und berichtet.

Weniger Bestandsimmobilien

UBM konzentriert sich strategisch auf die Entwicklung und den Verkauf von Immobilien. Daher wird die Anzahl der Bestandsimmobilien seit 2015 konsequent reduziert. Auch im Bestand setzt UBM auf Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit; zu berücksichtigen ist, ob es sich um vermietete Objekte handelt, bei denen UBM indirekten Einfluss auf Energieverbrauch und Emissionen hat, etwa durch den Einsatz energiesparender Leuchtmittel oder effizienter Kühl- und Heizlösungen.

Weitere Informationen zu den Umweltbelangen finden sich im ESG-Bericht 2023 von UBM Development.

Mitarbeitende

Der Personalstand des UBM-Konzerns betrug zum 31.12.2023 268 (31.12.2022: 292).

Verantwortungsvolles Wirtschaften bedeutet für uns neben der Berücksichtigung von Umweltaspekten auch die Wahrnehmung unserer sozialen Verantwortung, also die Auswirkungen des Handelns auf die Gesellschaft.

Innerhalb unseres direkten Einflussbereichs gehört dazu ein fairer Umgang mit unseren Mitarbeitenden, die für unseren langfristigen Erfolg und unsere positive Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung sind. In diesem Kontext haben wir folgende Fokusbereiche definiert:

Auf Vorstandsebene ist die COO verantwortlich für die Personalagenden, die im Bereich Human Resources zentral verankert sind. Die Head of Human Resources tauscht sich regelmäßig mit der COO zu den Entwicklungen aus. Zielvorgaben, Maßnahmen und strategische Ausrichtung werden gemeinsam mit dem Vorstand entwickelt und in die Organisation getragen. Das Human-Resources-Team besteht zusätzlich aus einer HR-Business-Partnerin, die gemeinsam mit den lokalen Führungskräften Personalthemen in Einklang mit der Personalstrategie umsetzt.

Mit unseren Werten kompetent. konsequent. transparent. schaffen wir ein Arbeitsklima, in dem sich jeder angesprochen, autorisiert und zum persönlichen Einsatz aufgerufen fühlt. Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden zu Eigeninitiative durch kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien.

Bei der Gestaltung unseres Arbeitsumfelds halten wir uns an die strengen nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften der Märkte, in denen wir tätig sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an Übereinkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitlinien der Vereinten Nationen und internationalen Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Damit gehen wir über die Mindeststandards deutlich hinaus. In unseren Codes of Conduct (Ethik-Kodex und Verhaltenskodex für Geschäftspartner) ist dieses Commitment verankert.

Gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote sind fester Bestandteil der Personalentwicklung von UBM. Die Basis dafür bildet das jährliche Mitarbeitergespräch, in dem sowohl Fokusthemen als auch konkrete Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen mit der jeweiligen Führungskraft vereinbart werden. Darüber hinaus bietet UBM vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen aktiv an – von internen Workshops bis zu externen Weiterbildungsprogrammen. Gleichzeitig wird die eigenverantwortliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden gefördert und unterstützt.

Weitere Informationen zu den Mitarbeiterbelangen finden sich im ESG-Bericht 2023 von UBM Development.

Corporate-Governance-Bericht

Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www.ubm-development.com im Submenu Investor Relations/Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Konzernabschluss

144 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

145 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

146 Konzernbilanz

147 Konzern-Kapitalflussrechnung

148 Entwicklung des Konzerneigenkapitals

150 Erläuterungen zum Konzernabschluss

216 Beteiligungsspiegel

226 Bestätigungsvermerk

233 Ergebnisverwendung

234 Bilanze id

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ​ für das Geschäftsjahr 2023

in T€ Erläuterungen 2023 2022
Umsatzerlöse (8) 85.315 133.944
Bestandsveränderung (8) 33.011 2.965
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen (21) 14.059 25.396
Erträge aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties (20) 318 25.454
Sonstige betriebliche Erträge (9) 51.039 12.740
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen (10) 70.389 86.858
Personalaufwand (11) 30.910 37.255
Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties (20) 40.767 4.619
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) 40.842 32.594
Ergebnis (EBITDA) 27.284 39.173
Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen (13) 2.779 5.266
Betriebsergebnis (EBIT) 30.063 33.907
Finanzertrag (14) 21.760 23.442
Finanzaufwand (15) 31.060 25.899
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 39.363 31.450
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) 6.682 4.338
Jahresfehlbetrag/-überschuss 46.045 27.112
davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 52.499 16.790
davon Anteile der Hybridkapitalinhaber 5.922 9.076
davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 532 1.246
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (17) 7,03 2,25
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (17) 7,03 2,25

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr 2023

in T€ Erläuterungen 2023 2022
Jahresverlust/-überschuss 46.045 27.112
Sonstiges Ergebnis
Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen (34) 33 1.364
Auf das sonstige Ergebnis entfallender Ertragsteueraufwand (-ertrag) 4 428
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (nicht recyclingfähig) 29 936
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 5.344 593
Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (recyclingfähig) 5.344 593
Sonstiges Ergebnis des Jahres (other comprehensive income) 5.373 1.529
Gesamtergebnis des Jahres 51.418 28.641
davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 57.872 18.297
davon Anteile der Hybridkapitalinhaber 5.922 9.076
davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 532 1.268

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2023

in T€ Erläuterungen 2023 2022
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (18) 1.915 1.636
Sachanlagen (19) 11.129 12.155
Finanzimmobilien (20) 407.894 391.725
Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen (21) 150.208 180.762
Projektfinanzierungen (22) 143.552 180.885
Übrige Finanzanlagen (23) 19.358 10.217
Finanzielle Vermögenswerte (26) 2.356 3.877
Latente Steueransprüche (29) 8.883 9.339
745.295 790.596
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (24) 265.411 259.297
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 37.315 49.494
Finanzielle Vermögenswerte (26) 40.089 19.741
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (27) 14.147 9.774
Liquide Mittel (28) 151.520 322.929
508.482 661.235
Aktiva gesamt 1.253.777 1.451.831
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital (30, 31) 52.305 52.305
Kapitalrücklagen (32) 98.954 98.954
Andere Rücklagen (32) 121.535 188.224
Hybridkapital (33) 101.605 156.395
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 374.399 495.878
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 5.323 5.571
379.722 501.449
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (34) 11.129 7.537
Anleihen und Schuldscheindarlehen (35) 376.066 326.653
Finanzverbindlichkeiten (36) 287.815 268.982
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (38) 1.404 1.845
Latente Steuerschulden (29) 10.415 8.909
686.829 613.926
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (34) 3.554 1.805
Anleihen und Schuldscheindarlehen (35) - 120.049
Finanzverbindlichkeiten (36) 120.365 129.357
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (37) 25.653 46.947
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (38) 26.502 23.657
Übrige Verbindlichkeiten (39) 4.325 3.480
Steuerschulden (40) 6.827 11.161
187.226 336.456
Passiva gesamt 1.253.777 1.451.831

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2023

in T€ 2023 2022
Jahresfehlbetrag/-überschuss 46.045 27.112
Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen & Finanzanlagen 43.227 14.194
Zinserträge/Zinsaufwendungen 14.167 11.965
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 14.059 25.396
Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen 5.822 11.998
Abnahme der langfristigen Rückstellungen 2.085 85
Latente Ertragsteuern 2.498 1.792
Cashflow aus dem Ergebnis 31.643 13.192
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 220 1.375
Abnahme der Steuerschulden 4.334 2.015
Gewinne aus Anlagenabgängen 37.143 5.782
Zunahme der Vorräte 6.114 71.980
Abnahme der Forderungen 5.265 26.962
Abnahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) 13.660 10.659
Erhaltene Zinsen 3.152 798
Gezahlte Zinsen 27.737 23.857
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 5.774 1.222
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 54.482 70.744
Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien 344 26.589
Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen 6.414 13.961
Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen 62.927 77.732
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 378 487
Investitionen in das Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien 37.737 32.238
Investitionen in das Finanzanlagevermögen 10.000 5.968
Investitionen in Projektfinanzierungen 35.554 81.301
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen abzgl. liquider Mittel 42.996 10.081
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzgl. liquider Mittel 16.636 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 12.376 8.369
Dividenden 16.629 27.407
Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen 780 854
Einzahlungen aus Anleihen 20.251 -
Rückzahlung von Anleihen 91.054 81.103
Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen 45.915 133.829
Tilgung von Krediten und anderen Finanzierungen 34.537 37.054
Tilgung von Hybridkapital 52.900 25.330
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 129.734 37.919
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 54.482 70.744
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 12.376 8.369
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 129.734 37.919
Veränderung liquider Mittel 171.840 100.294
Liquide Mittel am 1.1. 322.929 423.312
Währungsdifferenzen 431 89
Liquide Mittel am 31.12. 151.520 322.929
Bezahlte Steuern 8.803 4.561

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

für das Geschäftsjahr 2023

in T€ Grundkapital Kapitalrücklagen Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen Fremdwährungs- umrechnungsrücklage Andere Rücklagen Hybridkapital Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens Anteile der nicht kontrol- lierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen Summe
Stand zum 1.1.2022 22.417 98.954 3.362 1.496 216.057 183.244 518.806 5.156 523.962
Konzernergebnis - - - 141 16.649 9.076 25.866 1.246 27.112
Sonstiges Ergebnis - - 936 594 23 - 1.507 22 1.529
Gesamtergebnis des Jahres - - 936 735 16.626 9.076 27.373 1.268 28.641
Dividendenzahlungen - - - - 16.812 10.595 27.407 854 28.261
Kapitalerhöhung 29.888 - - - 29.888 - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für Hybridkapitalinhaber - - - - 2.437 - 2.437 - 2.437
Hybridkapital - - - - - 25.330 25.330 - 25.330
Veränderung von Minderheitsanteilen - - - - 1 - 1 1 -
Stand zum 31.12.2022 52.305 98.954 2.426 2.231 188.419 156.395 495.878 5.571 501.449
Konzernergebnis - - - - 52.499 5.922 46.577 532 46.045
Sonstiges Ergebnis - - 29 5.344 - - 5.373 - 5.373
Gesamtergebnis des Jahres - - 29 5.344 52.499 5.922 51.950 532 51.418
Dividendenzahlungen - - - - 8.219 8.410 16.629 780 17.409
Hybridkapital - - - - 598 52.302 52.900 - 52.900
Stand zum 31.12.2023 52.305 98.954 2.455 3.113 127.103 101.605 374.399 5.323 379.722

Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Allgemeine Angaben

Der UBM-Konzern besteht aus der UBM Development AG (UBM) und deren Tochterunternehmen. UBM ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43, Österreich. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind Entwicklung, Verwertung und Verwaltung von Immobilien.

Der Konzernabschluss wird gemäß § 245a UGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.

Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung von UBM ist. Bei den einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Zahlenangaben erfolgen in T€ und werden entsprechend kaufmännisch gerundet. Das Berichtsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet am 31. Dezember 2023.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben UBM 51 (Vorjahr: 57) inländische Tochterunternehmen sowie 73 (Vorjahr: 75) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. In der Berichtsperiode wurde eine Gesellschaft aufgrund von Gründung erstmals in den Konzernabschluss von UBM einbezogen, und eine Gesellschaft ist aufgrund von Kauf zugegangen (siehe Punkt 2.1.).

Eine Gesellschaft wurde verkauft, und neun sind durch Liquidation abgegangen. Der Verkaufspreis in Höhe von T€ 10.908 wurde in bar beglichen. Dabei gingen Vermögenswerte in Höhe von T€ 7.981 ab.

Außerdem wurden 23 (Vorjahr: 27) inländische und 20 (Vorjahr: 21) ausländische assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet. In der Berichtsperiode sind drei Gesellschaften durch Liquidation abgegangen, und zwei weitere wurden verkauft.

Bei 19 (Vorjahr: 21) Gesellschaften steht UBM zwar die Mehrheit der Stimmrechte zu, aufgrund der Regelungen in den Gesellschaftsverträgen ist aber dennoch keine Beherrschung gegeben. Diese Unternehmen werden als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.

2.1. Erstkonsolidierungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die folgenden Unternehmen erstmals im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (Anteilshöhe siehe Beteiligungsspiegel):

Aufgrund von Gründungen Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Polecki Infrastructure S p z o . o . 10.2.2023
Aufgrund von Akquisition Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Timber Marina Tower Immobilien GmbH & Co KG 4.7.2023

Durch den Kauf von 100 % an der Projektgesellschaft Timber Marina Tower Immobilien GmbH & Co KG sind Vermögenswerte von T€ 24.500 sowie T€ 8.000 Schulden zugegangen. Der Kaufpreis in Höhe von T€ 16.636 wurde in bar beglichen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Nach dieser Methode werden die erworbenen Vermögenswerte, die übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag mit den zu diesem Stichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zurechenbaren Anteil an dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden in der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert, wenn es sich um wesentliche Beträge handelt und die betreffenden Vermögenswerte im Konzernabschluss noch bilanziert sind.

Nicht UBM zurechenbare Anteile am Nettovermögen von vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden unter der Bezeichnung „Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen“ gesondert als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertungsgrundlagen

Die Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der neu angewandten Standards – stetig angewandt.

Währungsumrechnung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf, wobei als funktionale Währung die für die wirtschaftliche Tätigkeit des betreffenden Unternehmens maßgebliche Währung gilt.

Die Bilanzposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit dem Jahresdurchschnittskurs – als arithmetisches Mittel aller Monatsultimokurse – des Geschäftsjahres umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung resultierende Differenzen werden direkt im Eigenkapital verrechnet. Diese Umrechnungsdifferenzen werden zum Zeitpunkt des Abgangs des Geschäftsbetriebs erfolgswirksam erfasst.

Für die Einbeziehung und Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen wurden folgende wesentliche Umrechnungskurse verwendet:

Devisenmittelkurs 31.12.2023 Jahresdurchschnittskurs
PLN 4,3395 4,5428
CZK 24,7240 24,0009
Devisenmittelkurs 31.12.2022 Jahresdurchschnittskurs
PLN 4,6808 4,6842
CZK 24,1160 24,5620

Bei Unternehmenserwerben vorgenommene Anpassungen der Buchwerte der erworbenen Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten an den diesen zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwert bzw. ein Goodwill werden als Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten des erworbenen Tochterunternehmens behandelt und unterliegen demnach der Währungsumrechnung.

Kursgewinne oder -verluste aus Transaktionen der einbezogenen Unternehmen in einer anderen als der funktionalen Währung werden ergebniswirksam erfasst. Nicht auf die funktionale Währung lautende monetäre Positionen der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dabei werden Abschreibungssätze in Höhe von 10,00 % bis 50,00 % (Vorjahr: 10,00 % bis 50,00 %) zur Anwendung gebracht.

Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden immateriellen Vermögenswerte auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfall der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen, abzüglich im Berichtsjahr planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei folgende Abschreibungssätze angewandt wurden:

in % 2023 2022
Gebäude 1,50 bis 33,33 1,50 bis 33,33
Technische Anlagen und Maschinen 4,00 bis 50,00 4,00 bis 50,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,00 bis 50,00 4,00 bis 50,00

Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden Sachanlagen auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfallen der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet. Grundlegende Umbauten werden aktiviert, während laufende Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen und geringfügige Umbauten im Zeitpunkt des Anfalls aufwandswirksam erfasst werden.

Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Sachanlagen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses bzw. unter Anwendung der angegebenen Abschreibungssätze linear abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögenswerte werden im Anschaffungsjahr im vollen Umfang abgeschrieben, da sie für den Konzernabschluss unwesentlich sind.

In Bau befindliche Anlagen einschließlich in Bau befindlicher Gebäude, die betrieblich genutzt werden sollen oder deren Nutzungsart noch nicht feststeht, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen infolge von Wertminderungen bilanziert.

Fremdkapitalkosten werden bei qualifizierten Vermögenswerten in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einbezogen. Bei Finanzimmobilien werden ab dem Zeitpunkt eines Forward Deals keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. mit Erreichen des betriebsbereiten Zustands. Im laufenden Geschäftsjahr wurden T€ 6.449 (Vorjahr: T€ 1.946) Zinsen auf Immobilien aktiviert. Für den Finanzierungskostensatz wird auf die Angaben in Punkt 36 verwiesen.

Finanzimmobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Hierzu zählen nicht für eigene betriebliche Zwecke genutzte Büro- und Geschäftsgebäude, Wohnbauten sowie unbebaute Grundstücke. Diese werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne und Verluste aus Wertänderungen werden im Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der die Wertänderung eingetreten ist. Immobilien, die in Erstellung sind, werden – soweit ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann – zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ansonsten mit dem in der Regel nach der Residualwertmethode ermittelten beizulegenden Zeitwert bewertet.

Grundlage für den Wertansatz der mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzimmobilien bildeten Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde der beizulegende Zeitwert aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt.

Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Finanzimmobilien werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für im Vorratsvermögen ausgewiesene Immobilien , die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind und für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswert- bzw. Sachwertverfahren ermittelt.

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Liegenschaften, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist, ausgewiesen. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Nettoveräußerungswert bewertet. Finanzimmobilien werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit zur Veräußerung erfolgt dabei auf Quartalsbasis, die daraus folgenden Umgliederungen werden in den Spiegelentwicklungen der Sachanlagen und Finanzimmobilien der Notes entsprechend ausgewiesen.

Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige, mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen sowie gegebenenfalls einen Geschäfts- oder Firmenwert aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um den anteiligen Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag, bezogene Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich, sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairment-Test nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert, wird der Differenzbetrag abgeschrieben.

Abgrenzungsposten für latente Steuern werden bei temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss einerseits und den steuerlichen Wertansätzen andererseits in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung oder -entlastung gebildet. Darüber hinaus wird eine aktive Steuerabgrenzung für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung mit hinreichender Sicherheit gerechnet werden kann.

Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der im jeweiligen Land geltende Ertragsteuersatz zugrunde. Die österreichische ökosoziale Steuerreform 2022 sieht eine stufenweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 25,00 % auf 23,00 % vor (2023: 24,00 %, ab 2024: 23,00 %). Die Berechnung für die UBM und die in den Konzernabschluss einbezogenen österreichischen Tochtergesellschaften wurde dementsprechend im Berichtsjahr statt mit 24 % nunmehr mit 23 % durchgeführt.

Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und für Jubiläumsgelder wurden gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Generationentafel AVÖ 2018-P ermittelt, wobei zu jedem Stichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Bei der Bewertung dieser Rückstellungen wurden ein Rechnungszinsfuß für Österreich von 3,50 % (Vorjahr: 3 %) und Bezugssteigerungen in Österreich von 3,37 % bzw. 3,70 % (Vorjahr: 3,37 % bzw. 3,70 %) p. a. berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen werden für Österreich keine Fluktuationsabschläge berücksichtigt. Für Jubiläumsgelder werden für Österreich Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00 % bis 13,20 % (Vorjahr: 0,00 % bis 13,20 %) berücksichtigt. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wird das frühestmögliche gesetzliche Pensionsantrittsalter nach Pensionsreform 2004 (Korridorpension) unter Beachtung aller Übergangsregelungen angesetzt. Bei der Berechnung der Rückstellungen werden für Österreich die Sterbetafel AVÖ 2018-P – Pagler & Pagler und für Deutschland die Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Abfertigungen und Pensionen werden zur Gänze im sonstigen Ergebnis erfasst, für Jubiläumsgelder im Gewinn oder Verlust der Periode. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet. Der Zinsaufwand wird unter der Position Finanzaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle gegenwärtig entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden jeweils in Höhe des Betrags angesetzt, der voraussichtlich zur Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtung erforderlich ist.

Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen bewertet. Für die Abzinsung wird der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz herangezogen. Lässt sich dieser nicht bestimmen, wird der laufzeitadäquate Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe verwendet.

Finanzinstrumente

Jedes Finanzinstrument, das in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fällt, wird je nach zugrunde liegendem Geschäftsmodell und den vertraglich vereinbarten Cashflow-Eigenschaften in Bewertungskategorien klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgeperiode werden diese je nach Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) bewertet werden, ist hinsichtlich Wertberichtigungen das Expected-Credit-Loss-Modell anzuwenden. Dabei ist im Zugangszeitpunkt eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Expected-Credit-Loss (Stufe 1) zu bilden. Bei einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos erfolgt eine Berücksichtigung des Lifetime-Expected-Credit-Loss (Stufe 2). Bei Eintritt von objektiven Hinweisen auf eine tatsächliche Wertminderung erfolgt die Einstufung in Stufe 3.

Der UBM-Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen die Vereinfachungsregel des IFRS 9.5.5.15 an und bemisst bei Wertberichtigungen den Lifetime-Expected-Credit-Loss. Bei der Einschätzung des Expected Credit Loss verwendet die Gruppe alle verfügbaren Informationen. Diese umfassen historische Daten und in die Zukunft gerichtete Informationen. Im Allgemeinen liegen für Finanzinstrumente keine externen Bonitätseinschätzungen vor. Der Expected Credit Loss berechnet sich auf Basis des Produkts aus dem erwarteten Nettoanspruch des Finanzinstruments, der periodenbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeit und dem Verlust bei tatsächlichem Ausfall.

Für Projektfinanzierungen ist das allgemeine Wertminderungsmodell anzuwenden. Die Beobachtung des Kreditrisikos erfolgt dabei mangels externer Bonitätseinschätzung anhand von Kennzahlenentwicklungen wie z. B. Loan to Value oder Außenstandsdauern.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Projektfinanzierungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt. Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste wurden im Geschäftsjahr keine erfasst, da sowohl die historischen Daten als auch die prognostizierten Daten keine Verlustraten ergaben.

Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet, wobei dieser zumeist unter Anwendung von Bewertungsmethoden – wie z. B. die Discounted-Cashflow-Methode – ermittelt wird.

Wertpapiere wurden in die Kategorie FVTPL klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern sie Schuldinstrumente darstellen und ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen vereinbart sind, wurden sie mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt. Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Amortised Cost). Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegendem Zeitwert (FVTPL) bewertet.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern, Rabatten und anderen im Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden Steuern ausgewiesen. Die Umsatzrealisierung stellt sich je nach Umsatzart wie folgt dar:

Bei Finanzimmobilien, die nach Fertigstellung verkauft werden, wird der Umsatz zeitpunktbezogen nach Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert. Umsätze aus Finanzimmobilien, die im Rahmen eines Forward Deals während der Bauphase verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert. Umsätze aus Wohnungsverkäufen, die vor Fertigstellung verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert. Umsätze aus Verkäufen bereits fertiggestellter Wohnungen werden zeitpunktbezogen realisiert. Mieterträge und Erträge aus dem Hotelbetrieb werden zeitraumbezogen realisiert. Erträge aus abgerechneten Bauleistungen werden zeitraumbezogen realisiert.

Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung wird der Umsatzerlös gemäß dem Leistungsfortschritt ermittelt (PoC-Methode). Grundlage für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads ist das Verhältnis der bisher erbrachten Leistung zur Gesamtleistung. Bei Umsatzerlösen aus Immobilien werden dabei die angefallenen Investitionskosten in Verhältnis zu den Gesamtinvestitionskosten des Projekts gesetzt. Die ermittelte Leistung wird nach Abzug der Zahlungen des Kunden als   Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder, falls die Zahlungen die bisher erbrachte Leistung übersteigen, als Vertragsverbindlichkeit unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste sofort zur Gänze in Höhe der für die Erfüllung des Vertrags notwendigen Kosten erfasst. Vertragserlangungskosten werden, soweit sie bei Nichterlangung des Auftrags nicht angefallen wären, aktiviert und über die Projektlaufzeit abgeschrieben.

Zinserträge und -aufwendungen werden unter Berücksichtigung der jeweils ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Leasingverhältnisse liegen vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber dafür eine Gegenleistung erhält. Die UBM-Gruppe ist im Wesentlichen Leasingnehmer von Büroimmobilien sowie einer Immobilie zur Weitervermietung. Es besteht eine Vielzahl von Einzelverträgen mit vergleichsweise niedrigen jährlichen Mietzahlungen, befristeter und unbefristeter Dauer sowie ordentlichen Kündigungsrechten. Leasingverhältnisse werden als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz dargestellt. Die Leasingraten werden in einen Finanzierungs- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein Zinsaufwand auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Leasingzahlungen werden mit dem landesspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns bewertet, d. h. jenem Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert und zu vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden als Aufwand erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten. In geringem Umfang tritt der Konzern auch als Leasinggeber auf. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Büroflächen, diese Leasingverhältnisse sind als Operating Leasing zu qualifizieren. Die Mieterträge aus diesen Leasingverhältnissen werden im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.

5. Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Schätzungen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen und die Angaben betreffend Eventualverbindlichkeiten beziehen, sind mit der Aufstellung von Jahresabschlüssen unabdingbar verbunden. Die wesentlichen Ermessens-entscheidungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten gem. IAS 1.125 ff beziehen sich auf:

Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Immobilien: Der beizulegende Zeitwert wird in der Regel mit dem Barwert der bei einer Vermietung realisierbaren Erträge gleichgesetzt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert. Der Kapitalisierungszinssatz (die Bandbreite liegt zwischen 2,96 % und 7,50 %; Vorjahr: 2,75 % und 7,00 %) ist jener Zinssatz, mit dem der Ertrag von Liegenschaften im Durchschnitt marktüblich verzinst wird. Ein Kriterium für die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes ist das allgemeine und spezielle Risiko, welchem der Ertrag aus der Liegenschaft unterworfen ist.

Der Großteil der Finanzimmobilien wurde im laufenden Geschäftsjahr nach international anerkannten Ertragswertverfahren, im Speziellen dem Term-and-Reversion-Verfahren, zur Wertermittlung bewertet (das Bewertungsverfahren sowie die Höhe der bewerteten Finanzimmobilien sind unter Punkt 20 näher erläutert).

Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen wesentlicher Parameteränderungen auf den beizulegenden Zeitwert der Finanzimmobilien dargestellt:

in T€
Bestandsimmobilien
Buchwert 31.12.2023 166.172 Buchwert 31.12.2022 175.520
Änderung der nachhaltigen Miete Änderung der nachhaltigen Miete
0,00 % 10,00 % –10,00 % 0,00 % 10,00 % –10,00 %
Änderung der Yield
0,00 % - 13.271 –7.204 - 16.198 –13.805
0,50 % –2.082 4.833 –8.738 –9.112 –4.396 –20.177
–0,50 % 8.438 21.333 733 13.478 26.692 –9.604
in T€
Entwicklungsprojekte
Buchwert 31.12.2023 241.722 Buchwert 31.12.2022 216.205
Developer-Gewinn –5,00 % 5,00 % –5,00 % 5,00 %
31.264 –35.036 23.806 –22.054
Änderung der Yield –0,50 % 0,50 % –0,50 % 0,50 %
56.034 –52.266 46.236 –38.054
Änderung der Baukosten 10,00 % –10,00 % 10,00 % –10,00 %
–48.156 41.384 –27.474 28.826
Änderung der Mieterlöse –10,00 % 10,00 % –10,00 % 10,00 %
–66.061 63.801 –32.105 38.051

Die Klassifizierung als Finanzimmobilie (IAS 40) oder Vorratsimmobilie (IAS 2) wird aufgrund folgender Überlegungen vorgenommen: Als Finanzimmobilien werden jene Projekte klassifiziert, die zur Erzielung von Mieteinnahmen bzw. zur Wert-steigerung gehalten werden. In der Kategorie der Vorratsimmobilien werden jene Immobilien dargestellt, die im Vorhinein zur Weiterveräußerung bestimmt sind. Jene Immobilien, welche bereits vor Fertigstellung verkauft wurden und für welche keine alternative Nutzungsmöglichkeit sowie ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung bestehen, werden gem. IFRS 15 als Vertragsvermögenswert bilanziert.

Zum Verkauf bestimmte (Vorrats-)Immobilien: Für jene Immobilien, für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswert- bzw. Sachwertverfahren ermittelt. Dies gilt großteils für die Immobilien im Umlaufvermögen (Wohnbauten), die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind. Gemäß Rechnungslegungsvorschriften wird der Buchwert nur dann an den Verkehrswert angepasst, wenn dieser niedriger ist. Die externen Gutachter haben mit den lokalen Projektentwicklern basierend auf Größe, Alter und Zustand der Gebäude und nach länderspezifischen Gegebenheiten die Parameter bestimmt. Hinsichtlich Buchwert und möglicher Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 24.

Rückstellungen: Die Bewertungen von Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen beruhen auf Parametern wie Abzinsungsfaktoren, Gehaltssteigerungen oder Fluktuationen, deren Änderungen zu höheren oder niedrigeren Rückstellungen bzw. Personal- oder Zinsaufwendungen führen können. Sonstige Rückstellungen beruhen auf der Einschätzung über den Eintritt oder Nichteintritt eines Ereignisses und auf der Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses. Die Änderung dieser Einschätzung oder der Eintritt eines als nicht wahrscheinlich eingestuften Ereignisses kann wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe haben.

Sensitivitätsbetrachtung der Pensionsrückstellung: Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25 %, Rententrend +/–0,25 %, Lebenserwartung +/–1 Jahr.

Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans.

Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:

Zinsen +0,25 % Zinsen –0,25 %
liquide liquide
Pensionen DBO –2,20 % 2,30 %
Rententrend +0,25 % Rententrend –0,25 %
liquide liquide
Pensionen DBO 2,30 % –2,20 %
Lebenserwartung +1 Jahr Lebenserwartung –1 Jahr
liquide liquide
Pensionen DBO 4,80 % –4,80 %

Sensitivitätsbetrachtung der Abfertigungsrückstellung: Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25 %, Gehaltstrend +/–0,25 %, Fluktuation +/–0,50 % bis zum 25. Dienstjahr, Lebenserwartung +/–1 Jahr.

Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans.

Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:

Zinsen +0,25 % Zinsen –0,25 % Gehaltstrend +0,25 % Gehaltstrend –0,25 %
Abfertigung DBO –1,59 % 1,63 % 1,62 % –1,59 %
Fluktuation +0,50 % bis zum 25. Dienstjahr Fluktuation –0,50 % bis zum 25. Dienstjahr Lebenserwartung +1 Jahr Lebenserwartung –1 Jahr
Abfertigung DBO –0,10 % 0,10 % 0,02 % –0,03 %

Projektfinanzierungen: UBM als Muttergesellschaft reicht Darlehen an ihre at-equity bilanzierten Unternehmen aus. Diese Darlehen dienen der Finanzierung des Eigenmittelanteils von Immobilienprojekten. Sie unterliegen einer marktüblichen Verzinsung und sind nach dem Verkauf des Projekts zur Rückzahlung fällig.

Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können abhängig vom Verwertungserfolg der einzelnen Projekte von den Schätzungen abweichen. Hinsichtlich Buchwert und Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 22.

6. Neue und geänderte Rechnungslegungsstandards

6.1. Im Berichtsjahr erstmals angewandte Standards

Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2023 die folgenden Standards vom Konzern angewandt, die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Änderungen zu Standards und Interpretationen
Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
IFRS 17 – Versicherungsverträge 18.5.2017 19.11.2021 1.1.2023
Änderungen zu IFRS 17: Versicherungsverträge 25.6.2020 19.11.2021 1.1.2023
Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2:
Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
12.2.2021 2.3.2022 1.1.2023
Änderungen an IAS 8: Definition von
rechnungslegungsbezogenen Schätzungen
12.2.2021 2.3.2022 1.1.2023
Änderungen an IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 7.5.2021 11.8.2022 1.1.2023
Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9
Vergleichsinformationen
9.12.2021 8.9.2022 1.1.2023
Änderungen an IAS 12: Internationale Steuerreform —
Säule-2-Modellregeln
23.5.2023 8.11.2023 1.1.2023

6.2. Neue Rechnungslegungsstandards, die noch nicht angewandt werden

Die folgenden, bei Aufstellung des Konzernabschlusses bereits veröffentlichten Standards und Interpretationen waren im laufendem Geschäftsjahr noch nicht zwingend anzuwenden und wurden auch nicht freiwillig vorzeitig angewandt. Die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Von der Europäischen Union bereits übernommene Standards und Interpretationen
Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
Datum der
erstmaligen
Anwendung

laut IASB
Änderungen zu IAS 1:
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
23.1.2020 +
15.7.2020 +
31.10.2022
19.12.2023 1.1.2024
Änderungen zu IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer
Sale-and-Leaseback-Transaktion
22.9.2022 20.11.2023 1.1.2024
Änderungen zu IAS 1: Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 31.10.2022 19.12.2023 1.1.2024
Von der Europäischen Union noch nicht übernommene Standards und Interpretationen
Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
ausstehend
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7:
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
25.5.2023 1.1.2024
Änderungen an IAS 21: Mangel an Umtauschbarkeit 15.8.2023 1.1.2025

7. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt sowie klimabezogene Risiken und Chancen

Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt

Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlicher und kultureller Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten. Die direkte finanzielle Unterstützung der Ukraine durch alle Länder, in denen die UBM tätig ist, sowie die erhöhten Haushaltsausgaben für Verteidigung führen insgesamt zu angespannteren Staatshaushalten.

Neben Diskussionen zu Steuererhöhungen hatte und kann dies auch insbesondere Auswirkungen auf Förderungen in der Immobilienbranche haben. Für ein funktionierendes Immobiliengeschäft ist zudem das Beleihen von Immobilien sowie der Zufluss von Kapital wesentlich. Durch die gestiegene Zahl von Insolvenzen, auch von größeren Immobiliendevelopern in der zweiten Jahreshälfte 2023, kommt es zu einem geringeren Risikoappetit bei finanzierenden Banken. Hinzu kommen niedrigere Bewertungen aus den geringeren Verkaufspreisen/höheren Rendite-Anforderungen, was zu einem Absinken der Beleihungsgrenzen führt. Im Umkehrschluss heißt dies eine deutlich höhere Eigenkapitalbedingung für Immobilienentwickler und auch Bestandshalter als zuvor. Niedrigere LTV führen auch wiederum bei potenziellen Käufern zu höheren Eigenkapitalanforderungen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für (Immobilien-)Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. Daraus folgen eine hohe Volatilität sowie ein instabiler Kapitalmarkt. Das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr 2024 sowie die im Vergleich immer noch gute Liquiditätsausstattung der UBM helfen, die Volatilität entsprechend aussitzen zu können. Zusätzlich hat auch die erfolgreiche Emission des ersten Green Bonds der UBM im Jahr 2023 gezeigt, dass ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit von (Anleihen-)Investoren positiv wahrgenommen wird.

Nachdem die Inflation in der EU derzeit rückläufig ist, werden kurzfristig keine weiteren Zinserhöhungen durch die EZB erwartet. Prognosen deuten darauf hin, dass die EZB in weiterer Folge Zinsschritte nach unten setzen könnte, was sich aktuell in einer inversen Zinskurve widerspiegelt. So kann davon ausgegangen werden, dass es auf Investorenseite mittelfristig wieder zu einem Rückgang bei den erwarteten Renditen kommen könnte, was bei einem gleichzeitig steigendem Mietniveau zu einem neuen Gleichgewicht am Markt führen könnte. Generell hat sich das Risiko einer EU-weiten Rezession im Jahr 2023 zwar nicht materialisiert; der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen des hohen Zinsniveaus kurz- und mittelfristig eingetrübt.

Die Risiken sind in der laufenden Unternehmensplanung berücksichtigt und auch in der Risikobewertung entsprechend eingepreist. Durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und eine Pipeline mit starkem Fokus auf EU-Taxonomiekonforme Objekte ist die UBM derzeit gut aufgestellt, um auch in diesem schwierigen Marktumfeld weiterhin tätig zu sein.

Zum Hotelbetrieb: Durch den Nahostkonflikt sowie den Krieg in der Ukraine sind auch Störungen im Reiseverkehr, insbesondere von internationalen Gästen zu erwarten. Dies führt zu einer langsamer als erwarteten Erholung bei den Hotelnächtigungen. 2023 war noch nicht das erhoffte normalisierte Jahr nach der Corona-Pandemie. Die hohe Inflation hat zudem zu einer Kostenerhöhung beim Hotelbetrieb geführt. Zwar konnte diese teilweise über höhere Zimmerpreise an die Kunden weitergegeben werden. Trotzdem ist die Profitabilität des Hotelgeschäftsmodells insgesamt weiter unter Druck geraten.

Klimakrise

Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen.

Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die Reduktion von CO2-Emissionen sind wesentliche Treiber für den langfristigen Unternehmenserfolg und damit elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie green. smart. and more. Aufgrund des signifikanten Anteils der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen ist zu erwarten, dass die bestehenden Regulative zur Einschränkung der CO2-Emissionen des Bau- und Immobiliensektors weiter zunehmen werden.

Bereits im Jahr 2021 haben wir unsere Unterstützung für die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) zum Ausdruck gebracht. Die TCFD empfiehlt, Informationen über klimabezogene Risiken in den Bereichen Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Ziele und Kennzahlen freiwillig offenzulegen. UBM hat die Empfehlungen der TCFD zum Reporting der klimabezogenen Risiken erstmals für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt und wird die Umsetzung schrittweise fortsetzen. Nähere Informationen dazu finden sich auch im ESG-Bericht von UBM.

Ende 2023 wurde von der EU im Trilog des Parlaments, der Mitgliedsländer und der Kommission eine Einigung zu den wesentlichen Punkten der EU-Gebäuderichtlinie erzielt. Diese bezieht sich auf die Energieeffizienz von Gebäuden sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Demnach müssen ab 2030 alle Neubauten als Niedrigstenergiehäuser („Zero Emission Buildings“) gebaut werden. Auch in der EU-Taxonomie ist u.a. das Thema Klimaschutz verankert (z. B. durch Vorschriften hinsichtlich des Primärenergiebedarfs). Für Investments, die nicht als nachhaltig im Sinne der Taxonomie ausgewiesen werden, dürfte in der Zukunft durchaus ein Wettbewerbsnachteil entstehen und die Investorennachfrage sinken.

Mit zunehmenden Hitzeperioden steigt außerdem der Druck auf energieintensive Anlagen zur Energieversorgung im Gebäudebetrieb (wie zum Beispiel Kühlsysteme). Weiters führt die CO2-Bepreisung, die beispielsweise mit Oktober 2022 in Österreich eingeführt wurde und jährlich steigen soll, zu finanziellen Nachteilen in Zusammenhang mit fossilen Energieträgern. Deshalb setzt UBM im Rahmen von green. auf den kohlenstoffbindenden Rohstoff Holz, erneuerbare Energien wie Geothermie oder Photovoltaik sowie auf Green-Building-Zertifizierungen. Intelligente Gebäude und Lösungen für einen effizienten Gebäudebetrieb werden mit smart. strategisch verankert.

Aufgrund der Relevanz des Themas wurde im Jahr 2023 das Risikomanagement von UBM angepasst, um ESG vollständig zu integrieren. Der Risikokatalog wurde um ESG-relevante Risiken und Chancen erweitert und angepasst. Die Bewertung der ESG-Risiken erfolgt analog zum vorhandenen Risikomesssystem, um diese in die vorhandenen Risikomesssysteme einzubeziehen.

ESG-relevante Einzelrisiken in diesem Katalog sind die folgenden Kategorien:

  • Akute physische Klimarisiken (Hitzewelle, Kältewelle, Sturm, Dürre, starke Niederschläge, Hochwasser etc.)
  • Chronische physische Klimarisiken (Änderung der Temperatur, Windverhältnisse, Niederschlagsmuster etc.)
  • Nicht klimabedingte Umweltrisiken (Beeinträchtigung kritischer Infrastruktur)
  • Transitorische Klimarisiken (THG-Besteuerung, Berichterstattungspflichten, Änderung von Präferenzen etc.)
  • Soziale Risiken (menschlicher Fehler, Fluktuation, Reputationsrisiko, Hitzestress)
  • Governance-Risiken (Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat, Rechts- und Compliancerisiken etc.)

ESG-relevante Chancen sind:

  • Produkte und Dienstleistungen: Entwicklung von Gebäuden in Holz-(Hybrid-)Bauweise, Green Buildings
  • Ressourceneffizienz: in der Errichtung und Entwicklung von Gebäuden mit geringerem Ressourcenverbrauch
  • Energiequellen: Nutzung erneuerbarer bzw. emissionsarmer Energie
  • Märkte: Zugang zu neuen Investorengruppen, Green Finance
  • Resilienz: Entwicklung resilienter Gebäude

Als Pure Play Developer mit einem geringen Portfolio an Standing Assets sind für UBM vor allem ausgewählte chronische physische Klimarisiken, nicht klimabedingte Umweltrisiken, transitorische Klimarisiken, soziale und Governance-Risiken relevant.

8. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 85.315 (Vorjahr: T€ 133.944) enthalten Verkaufserlöse von Vorratsimmobilien, Mieterträge, Erträge aus dem Hotelbetrieb, die abgerechneten Bauleistungen und andere Erlöse aus der typischen Geschäftstätigkeit.

In der nachfolgenden Tabelle wird die Gesamtleistung der Gruppe aus dem internen Berichtswesen nach Regionen dargestellt, indem insbesondere auch die anteilige Leistung von at-equity bilanzierten Unternehmen und nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfasst wird.

in T€ 2023 2022
Regionen
Deutschland 62.813 166.108
Österreich 78.169 112.206
Polen 50.458 46.331
Sonstige Märkte 92.806 66.074
Gesamtleistung der Gruppe 284.246 390.719
Abzüglich Umsätze aus at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen –165.920 –253.810
Zuzüglich/abzüglich Bestandsveränderung –33.011 –2.965
Umsatzerlöse 85.315 133.944

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die wesentlichen Kategorien, den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie die Überleitung zur Segmentberichterstattung:

in T€ Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
1–12/2023 1–12/2023 1–12/2023 1–12/2023 1–12/2023
Umsatzerlöse
Residential 287 2.051 7.461 38.710 48.509
Office 905 819 6.800 - 8.525
Hotel - - - 3.067 3.067
Other 190 1.063 4.377 - 5.631
Service 6.879 10.033 1.786 885 19.583
Umsatzerlöse 8.262 13.966 20.425 42.662 85.315
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 939 6.400 7.455 27.165 41.959
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 7.323 7.566 12.970 15.497 43.356
Umsatzerlöse 8.262 13.966 20.425 42.662 85.315
in T€ Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
1–12/2022 1–12/2022 1–12/2022 1–12/2022 1–12/2022
Umsatzerlöse
Residential 6.342 25.035 4.438 20.544 56.359
Office 1.059 25.578 8.202 - 34.839
Hotel - - - 3.043 3.043
Other 4.213 1.586 3.630 44 9.473
Service 7.592 5.891 1.597 15.150 30.230
Umsatzerlöse 19.206 58.090 17.867 38.781 133.944
Umsatzerlöse zeitraumbezogen - 1.617 4.324 19.864 25.805
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 19.206 56.473 13.543 18.917 108.139
Umsatzerlöse 19.206 58.090 17.867 38.781 133.944

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

in T€ 2023 2022
Erlöse mit Kunden 67.084 120.734
Erlöse aus Vermietung 18.231 13.210
Gesamt 85.315 133.944

9. Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.441 70
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 32.291 126
Personalkostenverrechnungen 202 308
Kursgewinne 12.276 3.342
Raum- und Grundstücksmieten - 46
Übrige 4.829 8.848
Gesamt 51.039 12.740

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen eine Rückstellung für Schadenersatzleistung. Der in diesem Zusammenhang stehende Prozess wurde gewonnen.

In den Erträgen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen eine Kaufpreisbesserung aus einer im Jahr 2020 verkauften Immobilie in Deutschland erfasst.

10. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren –18.042 –31.048
Aufwendungen für bezogene Leistungen –52.347 –55.810
Gesamt –70.389 –86.858

11. Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter –25.597 –32.055
Soziale Abgaben –4.891 –4.880
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen –422 –320
Gesamt –30.910 –37.255

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen enthalten die Dienstzeitaufwendungen und die Aufwendungen für beitragsorientierte Verpflichtungen. Der Zinsaufwand wird unter dem Posten Finanzaufwand ausgewiesen.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 290) aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTIP) enthalten, welches mit 26. Oktober 2023 ausgelaufen ist.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2023 2022
Bürobetrieb –3.724 –5.661
Werbung –2.812 –2.717
Rechts- und Beratungskosten –7.249 –9.171
Abschreibung von Immobilien im Umlaufvermögen –12.441 –1.420
Kursverluste –5.412 –3.694
Steuern, Beiträge und Gebühren –1.988 –1.578
Bank- und Geldverkehrsspesen –1.178 –1.770
Management Fee –533 –1.087
Übrige –5.505 –5.496
Gesamt –40.842 –32.594

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Fremdleistungen, Reisespesen sowie Abgaben und Gebühren zusammen. Die Abschreibung von Immobilien im Umlaufvermögen betraf unbebaute Liegenschaften in Deutschland und Polen.

13. Abschreibungen

Auf immaterielle Vermögenswerte wurden T€ 196 (Vorjahr: T€ 196) und auf das Sachanlagevermögen T€ 2.583 (Vorjahr: T€ 2.412) planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

14. Finanzertrag

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen - 1.246
davon aus verbundenen Unternehmen - 1.246
Zinsen und ähnliche Erträge 16.890 13.762
davon aus Projektfinanzierungen gegenüber at-equity bilanzierten und
untergeordneten Unternehmen
12.850 12.650
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 4.870 8.434
Gesamt 21.760 23.442

15. Finanzaufwand

in T€ 2023 2022
Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend Anleihen und Schuldscheindarlehen –15.486 –17.096
Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend andere Finanzverbindlichkeiten –15.462 –6.719
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen –108 –1.911
Aufwendungen aus sonstigen Finanzanlagen –4 –173
davon Abschreibungen - –27
Gesamt –31.060 –25.899

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die Steuerumlage seitens der nicht zum Konzern gehörenden Mitbeteiligten einer Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 öKStG sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

Der Berechnung liegen Steuersätze zugrunde, die gemäß den geltenden Steuergesetzen oder gemäß Steuergesetzen, deren Inkraftsetzung im Wesentlichen abgeschlossen ist, zum voraussichtlichen Realisierungszeitpunkt anzuwenden sein werden.

in T€ 2023 2022
Tatsächlicher Steueraufwand 4.184 2.546
Latenter Steueraufwand/-ertrag 2.498 1.792
Steueraufwand (+)/-ertrag (–) 6.682 4.338

Der sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 24,00 % (Vorjahr: 25,00 %) ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:

in T€ 2023 2022
Ergebnis vor Ertragsteuern –39.363 31.450
Theoretischer Steueraufwand (+)/-ertrag (–) –9.447 7.863
Steuersatzunterschiede 1.347 3.891
Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge –5.186 153
Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen 2.170 –8.900
Veränderung des in Bezug auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht angesetzten
latenten Steueranspruchs
16.430 -
Effekt von Steuersatzänderungen –119 57
Periodenfremder Steueraufwand (+)/-ertrag (–) –3.319 1.351
Sonstige Unterschiede 4.806 –77
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.682 4.338

Zusätzlich zu dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steueraufwand wurde der Steuereffekt von im sonstigen Ergebnis dargestellten Aufwendungen und Erträgen ebenfalls im sonstigen Ergebnis verrechnet. Der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag belief sich auf T€ 4 (Vorjahr: T€ -428) und betraf im Wesentlichen den Steuereffekt auf das Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen.

17. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division der Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Jahresüberschuss durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien.

2023 2022
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis
inkl. Hybridkapitalzinsen (in T€)
–46.577 25.866
Abzüglich Hybridkapitalzinsen (in T€) –5.922 –9.076
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis (in T€) –52.499 16.790
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien 7.472.180 7.472.180
Unverwässertes Ergebnis je Aktie = verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) –7,03 2,25

18. Immaterielle Vermögenswerte

in T€ Konzessionen, Lizenzen
und ähnliche Rechte
Goodwill Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1.1.2022 369 3.840 1.278 5.487
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–46 - - –46
Zugänge 295 - 192 487
Abgänge –12 –3.840 - –3.852
Umbuchungen 1.278 - –1.278 -
Währungsanpassungen 4 - - 4
Stand zum 31.12.2022 1.888 - 192 2.080
Zugänge 3 - 375 378
Umbuchungen 97 - - 97
Währungsanpassungen –4 - - –4
Stand zum 31.12.2023 1.985 - 567 2.552
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 1.1.2022 301 1.182 - 1.483
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–44 - - –44
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 196 2.658 - 2.854
Abgänge –12 –3.840 - –3.852
Währungsanpassungen 3 - - 3
Stand zum 31.12.2022 444 - - 444
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 196 - - 196
Währungsanpassungen –4 - - –4
Stand zum 31.12.2023 636 - - 636
Buchwerte Stand zum 31.12.2022 1.444 - 192 1.636
Buchwerte Stand zum 31.12.2023 1.348 - 567 1.915

Ausgewiesen werden ausschließlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer. In Bezug auf Nutzungsdauer und Abschreibungsmethode wird auf die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen“ ausgewiesen.

19. Sachanlagevermögen

in T€ Grundstücke,
grundstücks-
gleiche Rechte
und Bauten,
einschließlich der
Bauten auf frem-
dem Grund und
Anlagen in Bau
Nutzungs-
rechte
Grundstücke
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Nutzungs-
rechte
andere
Anlagen, Be-
triebs- und Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten bzw.
Neubewertung
Stand zum 1.1.2022 1.220 12.007 855 3.852 1.790 78 19.802
Zu-/Abgänge
durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–78 –675 - –290 –542 - –1.585
Zugänge 559 1.156 - 929 133 31 2.808
Abgänge –176 –733 –48 –1.173 –426 - –2.556
Umbuchungen 78 - - - - –78 -
Währungsanpassungen 6 2 –5 3 –7 - –1
Stand zum 31.12.2022 1.609 11.757 802 3.321 948 31 18.468
Zugänge 11 987 - 468 157 105 1.728
Abgänge - –360 –1 –121 –507 –13 –1.001
Umbuchungen - - - 26 - –123 –97
Währungsanpassungen –6 41 21 6 17 - 79
Stand zum 31.12.2023 1.613 12.425 822 3.700 615 - 19.176
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 1.1.2022 265 3.195 528 1.914 1.000 - 6.902
Zu-/Abgänge
durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–57 –176 - –223 –366 - –822
Zugänge (planmäßige
Abschreibungen)
144 1.368 77 500 323 - 2.412
Abgänge –53 –733 –34 –924 –426 - –2.170
Währungsanpassungen 1 –3 –4 - –3 - –9
Stand zum 31.12.2022 300 3.651 567 1.267 528 - 6.313
Zugänge (planmäßige
Abschreibungen)
155 1.651 74 401 302 - 2.582
Abgänge - –360 –1 –42 –507 - –910
Währungsanpassungen –3 33 18 4 10 - 62
Stand zum 31.12.2023 452 4.975 658 1.629 333 - 8.047
Buchwerte Stand
zum 31.12.2022
1.309 8.106 235 2.054 420 31 12.155
Buchwerte Stand
zum 31.12.2023
1.161 7.450 164 2.071 282 - 11.129

Allfällig ergebniswirksam vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden zusammen mit den planmäßigen Abschreibungen unter „Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen“ und allfällig ergebniswirksam vorgenommene Zuschreibungen auf zuvor außerplanmäßig abgeschriebene Anlagen unter „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr waren keine Sachanlagen zur Sicherung verpfändet oder unterlagen Verfügungsbeschränkungen.

Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:

in T€ 2023 2022
Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeiten –1.053 –1.055
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen –1.286 –1.190
Zahlungsmittelabflüsse aus Tilgungen –1.859 –1.855
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen –4.198 –4.100

Die Laufzeiten der Leasingverträge für betriebsnotwendige Immobilien liegen zwischen vier und fünfzehn Jahren und für Mobilien zwischen zwei und acht Jahren. Bei den Finanzimmobilien handelt es sich um ein Leasingverhältnis mit einer Laufzeit bis 2054.

Sowohl bei Immobilien- als auch Mobilienleasingverträgen bestehen teilweise Verlängerungsoptionen, die nur bei ausreichender Sicherheit, dass diese Optionen ausgeübt werden, in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit miteinbezogen werden.

Betreffend Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir auf die Punkte 36 und 44.

20. Finanzimmobilien

Die dem beizulegenden Zeitwert entsprechenden Buchwerte der Finanzimmobilien haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Finanzimmobilien Nutzungsrechte
Finanzimmobilien
Gesamt
Beizulegender Zeitwert
Stand zum 1.1.2022 412.454 11.034 423.488
Zugänge 30.727 1.353 32.080
Abgänge –30.063 - –30.063
Umgliederung von/in Vorräte –54.226 - –54.226
Währungsanpassungen –389 - –389
Anpassung an den beizulegenden Wert 21.204 –369 20.835
Stand zum 31.12.2022 379.707 12.018 391.725
Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien 24.500 - 24.500
Zugänge in bestehende Immobilien 37.154 1.331 38.485
Abgänge –8.183 - –8.183
Umgliederung –524 - –524
Währungsanpassungen 2.340 - 2.340
Anpassung an den beizulegenden Wert –40.045 –404 –40.449
Stand zum 31.12.2023 394.949 12.944 407.894

Überleitungsrechnung für Stufe-3-Bewertungen:

2023 in T€ Österreich Deutschland Polen Sonstige Märkte Gesamt
Office Other Residential Land bank Office Land bank Office Other Hotel Residential Hotel Land bank
Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres 127.620 187 202 4.309 75.762 2.130 52.925 32.044 6.345 - 70.262 7.921 379.707
Währungsanpassungen - - - - - - –2 2.097 449 - - –204 2.340
Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien 24.500 - - - - - - - - - - - 24.500
Zugänge in bestehende Immobilien 14.431 385 - - 20.632 - 325 964 –99 - 36 480 37.154
Umgliederung - - - - - - - - - - –524 - –524
Abgänge - - –202 - - - - - - - - –7.981 –8.183
Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts 1 –10.574 –385 - –15 –16.131 160 –2.248 –9.825 –810 - - –217 –40.045
Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres 155.977 187 - 4.294 80.263 2.290 51.000 25.280 5.885 - 69.774 - 394.949

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 333 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –40.378 zusammen.

2022 in T€ Österreich Deutschland Polen Sonstige Märkte Gesamt
Office Other Residential Land bank Office Land bank Office Other Hotel Residential Hotel Land bank
Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres 30.471 125.074 970 4.589 72.460 1.427 51.617 32.059 6.441 7.760 71.300 8.286 412.454
Währungsanpassungen - - - - - - –61 –557 –111 96 - 244 –389
Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien - - - - 11.391 - - - - - - - 11.391
Zugänge in bestehende Immobilien 10.031 3.809 - - 2.757 - 336 499 627 - 708 569 19.336
Umgliederung IFRS 15 - - - - - - - - - - - - -
Umgliederung von/in Vorräte 91.236 –127.823 - - –9.826 - - 43 - –7.856 - - –54.226
Abgänge –27.289 - –768 –260 - - - - - - –1.746 - –30.063
Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts 1 23.171 –873 - –20 –1.020 703 1.033 - –612 - - –1.178 21.204
Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres 127.620 187 202 4.309 75.762 2.130 52.925 32.044 6.345 - 70.262 7.921 379.707

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 25.454 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –4.250 zusammen.

Beizulegender Zeitwert von Grundstücken und Gebäuden

Die Ermittlung des Zeitwerts der Liegenschaften wird nach einem revolvierenden Zyklus durchgeführt. Bei jenen Liegenschaften, die keiner externen Bewertung unterzogen werden, werden durch ein internes Bewertungsteam die Verkehrswerte ermittelt. Diskussionen bezüglich der anzusetzenden Parameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte (Stufe 3) werden zwischen den operativen Projektentwicklern, dem Vorstand und dem Bewertungsteam geführt.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Verkehrswerte von Liegenschaften inklusive jener von Minderheitsbeteiligungen, die in den Konzernabschluss einfließen, ab einem Buchwert von T€ 1.000, insgesamt Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 371.416 (Vorjahr: T€ 376.702), durch externe Gutachter ermittelt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte überwiegend durch Ertragswertverfahren, wie im Vorjahr insbesondere durch die Term-and-Reversion-Methode, ein international anerkanntes Wertermittlungsverfahren zur Bewertung von Immobilien. Bei dieser Bewertungsmethode wird der gesamte in der Zukunft zu erwartende Zahlungsstrom in zwei getrennt von einander zu betrachtende Bereiche aufgeteilt. Diese Trennung ist notwendig, da bei einem vermieteten Objekt die Periode bis zum Auslaufen der am Bewertungsstichtag bestehenden Verträge – sogenannter Term – in Bezug auf die notwendigen Rechenschritte nicht gleich behandelt werden kann wie jene Periode, die nach Ablauf der bestehenden Mietverträge beginnt – sogenannte Reversion (Bereich der Anschlussvermietung).

Term (Vertragslaufzeit): Der Barwert der Reinerträge wird während des Terms berechnet. Dieser Barwert ist jedoch keine ewige Rente, sondern nur eine Zeitrente, die mit Auslaufen der mietvertraglichen Vereinbarungen endet.

Reversion (Anpassungszeitraum): Der Reinertrag der Reversion (Marktmiete ab dem Zeitraum der Anschlussvermietung) unter Berücksichtigung einer Leerstandsdauer wird in der Bewertung mit einem marktüblichen Zinssatz als ewige Rente kapitalisiert. Dieses Ergebnis wird nicht in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt, sondern in der Wahl der Höhe des Kapitalisierungszinssatzes mitberücksichtigt. Struktureller Leerstand, so es welchen gibt, wird in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt.

Die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes im Term und in der Reversion wird vor dem Hintergrund der aktuellen Marktbedingungen festgelegt. Gemäß der Einschätzung erwartet sich ein Investor für die jeweiligen Immobilien eine bestimmte Rendite. Ausgehend von dieser wird der für die gegenständliche Immobilie angemessene Kapitalisierungszinssatz im Term und in der Reversion festgesetzt.

Bei der Wahl des Zinssatzes werden Überlegungen hinsichtlich des Marktpotenzials, des Leerstands sowie weiterer mit der Immobilie verbundener Risiken in Betracht gezogen.

Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie, die Bewertungsmethode und die quantitativen Informationen der bei der Bewertung verwendeten, nicht beobachtbaren Inputfaktoren dar. Die unterschiedlichen Ebenen der Fair-Value-Hierarchie werden wie folgt definiert:

  • Notierte (nicht berichtigte) Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (Stufe 1)
  • Inputfaktoren, andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar (d. h. als Preis) oder mittelbar (d. h. vom Preis abgeleitet) zu beobachten sind (Stufe 2)
  • Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht auf beobachtbaren Marktdaten (d. h. nicht beobachtbar) basieren (Stufe 3)
Immobilienart:
Finanz-
immobilien
Segment Fair-Value-
Hierarchie
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2023 in T€
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren
Bewertungs-
verfahren
Kapitalisierung
Zinssatz %
Miete pro m 2 €/
Verkaufspreis m
2
Instandhaltungskosten
in €/m
2 oder %
Office Österreich Stufe 3 11.670 EW 4,00–5,00 5,36–10,20 5,42 €/m²
Office Österreich Stufe 3 1.397 EW 4,50 5,50–8,71 16,50 %
Office Österreich Stufe 3 25.663 EW/
Residual
3,23 17,50–21,00 12,00 €/m²
Office Österreich Stufe 3 59.016 EW/
Residual
3,55 22,50 14,40 €/m²
Residential Österreich Stufe 3 24.445 EW/
Residual
4,45 1.125,00/
Apartment
10,30 €/m²
Residential Österreich Stufe 3 33.787 VW/
Residual
5,75 8.200,00
Land bank Österreich Stufe 2 4.293 VW
Other Österreich Stufe 3 187 EW
Office Deutschland Stufe 3 26.111 EW/
Residual
3,10 7,50–12,02 4,00 %
Office Deutschland Stufe 3 15.645 EW/
Residual
2,97 23,00 10,00 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 8.560 EW/
Residual
3,63 21,00 10,00 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 11.171 EW/
Residual
4,10 8,00–24,00 14,40 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 3.287 VW/
Residual
5,75 6.700,00
Office Deutschland Stufe 3 15.488 EW/
Residual
3,87 25,00–28,50
Land bank Deutschland Stufe 2 2.290 VW
Office Polen Stufe 3 38.729 EW 7,50 5,77–15,01 10,02–10,55 €/m²
Other Polen Stufe 3 19.200 EW 7,10 3,25–30,75 3,05 €/m²
Other Polen Stufe 3 6.080 EW/
Residual
4,10–6,63 9,00–11,00 5,00–7,00 €/m²
Hotel Polen Stufe 3 5.886 Residual/DCF 2,96–6,00 902,00/Zimmer 7,00–12,00 €/m²
Land bank Polen Stufe 2 12.271 VW
Hotel Sonstige Märkte Stufe 3 69.773 DCF/VW 6,00 1.060,00/Zimmer 8,00 €/m²
Immobilienart:
Finanz-
immobilien
Segment Fair-Value-
Hierarchie
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2022 in T€
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren
Bewertungs-
verfahren
Kapitalisierung
Zinssatz %
Miete pro m 2 €/
Verkaufspreis m
2
Instandhaltungskosten
in €/m
2 oder %
Office Österreich Stufe 3 11.784 EW 6 – 6,5 4,75–9,84 1,25 €/m²
Office Österreich Stufe 3 1.198 EW 3,50 5,50–8,71 16,50 %
Office Österreich Stufe 3 59.521 Residual 3,90 19,50 14,00 €/m²
Residential Österreich Stufe 3 31.799 VW/
Residual
4,25 8.000,00
Residential Österreich Stufe 3 23.494 Residual 4,40 1.034,00 10,00 €/m²
Land bank Österreich Stufe 3 4.522 VW
Office Deutschland Stufe 3 31.585 EW/
Residual
2,75 – 3 18,00 – 26,00 4 % bzw. 3,00–5,00 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 16.468 EW/
Residual
2,97 23,00 10,00 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 16.318 EW/
Residual
3,63 20,63 10,00 €/m²
Office Deutschland Stufe 3 11.391 Residual 4,25 4.730,00
Land bank Deutschland Stufe 3 2.130 VW
Office Polen Stufe 3 40.746 EW 7,00 6,66–15,37 8,00 €/m²
Other Polen Stufe 3 27.120 EW 6,51 21,00 3,04€/m²
Other Polen Stufe 3 4.924 EW/
Residual
4,1 – 6,63 9,00–11,00 5,00–7,00 €/m²
Hotel Polen Stufe 3 6.345 Residual/DCF 2,9 – 5 774,00/Zimmer 7,00–12,00 €/m²
Land bank Polen Stufe 2 12.179 VW
Office Sonstige Märkte Stufe 3 7.921 EW/
Residual
6,11 – 6,12 5,00–7,00 3,00–3,15 €/m²
Hotel Sonstige Märkte Stufe 3 70.262 DCF/VW 4,75 1.060/Zimmer 8,00 €/m²

EW = Ertragswert, VW = Vergleichswert, TR = Term Reversion, DCF = Discounted Cashflow

Beziehungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert

  • Miete: Je höher der m²-Preis, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.
  • Instandhaltung: Je höher der Instandhaltungsabschlag, desto niedriger ist der beizulegende Zeitwert.
  • Kapitalisierungszinssatz: Je niedriger der Kapitalisierungszinssatz, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.

Die zum Stichtag bestehenden vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Erstellung von Finanzimmobilien belaufen sich auf T€ 21.774 (Vorjahr: T€ 9.771). Zudem sind Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 340.058 (Vorjahr: T€ 309.417) zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.

Die Mieterträge aus vermieteten Finanzimmobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 11.903 (Vorjahr: T€ 11.514), während die betrieblichen Aufwendungen T€ 1.037 (Vorjahr: T€ 1.370) betrugen. Betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, mit denen während der Berichtsperiode keine Mieteinnahmen erzielt wurden, beliefen sich auf T€ 12 (Vorjahr: T€ 4).

21. Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen

Die erforderlichen Angaben gem. IFRS 12 wurden für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gemacht, die in qualitativer oder quantitativer Hinsicht aus Sicht des UBM-Konzerns als wesentlich einzustufen sind. Angaben betreffend Anteilshöhe und Land sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen.

Assoziierte Unternehmen

2023 in T€
Gesellschaft CAMG Zollhafen
HI IV V GmbH & Co. KG
Assetklasse Residential
Entwicklungsstatus Entwicklung
Umsatz 11.065
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 5.986
davon Abschreibungen -
davon Zinsaufwand -
davon Steueraufwand -
Gesamtergebnis 5.986
Langfristige Vermögenswerte 25
Kurzfristige Vermögenswerte 80.597
davon liquide Mittel 35.096
Langfristige Verbindlichkeiten 46.765
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 45.028
Kurzfristige Verbindlichkeiten 26.394
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten -
Nettovermögen 7.463
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2023 919
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 2.987
Erhaltene/gezahlte Dividenden –182
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2023 3.724
Verlustübernahme aus VJ -
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2023 3.724
Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. -
2022 in T€
Gesellschaft Palais Hansen GmbH CAMG Zollhafen
HI IV V GmbH & Co. KG
Assetklasse Hotel Residential
Entwicklungsstatus Bestand Entwicklung
Umsatz 3.952 46.752
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.235 9.855
davon Abschreibungen - -
davon Zinsaufwand –1.166 –1.709
davon Steueraufwand –884 –761
Gesamtergebnis 1.235 9.855
Langfristige Vermögenswerte 107.000 30.714
Kurzfristige Vermögenswerte 3.106 29.083
davon liquide Mittel 1.669 11.162
Langfristige Verbindlichkeiten 49.910 8.886
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 42.629 8.886
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.479 48.952
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten - 22.005
Nettovermögen 57.717 1.959
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2022 18.962 -
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 414 4.642
Erhaltene/gezahlte Dividenden - –1.126
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2022 19.376 919
Nicht übernommene Verluste aus VJ - –2.597
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2022 19.376 919
Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. - -

Gemeinschaftsunternehmen

Bei den nachfolgenden Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften die Projekte entwickeln, bzw. auch in Bestand halten und vermieten. Alle Gesellschaften werden at-equity bilanziert.

2023 in T€
Gesellschaft W 3 AG Jochberg
Errichtungs KG
Obersendlinger KG UBM hotels
Management GmbH
FWUBM
Management GmbH
Baubergerstraße KG Sugar Palace
Propco sro
PGE Europa-
viertel GmbH
Polecki Amsterdam
Office spzoo
German Hotel IV KG
Assetklasse Other Hotel Residential Hotel Other Office Hotel Office Other Hotel
Entwicklungsstatus Bestand Bestand Entwicklung Bestand Entwicklung Entwicklung Entwicklung Entwicklung Bestand Bestand
Umsatz 5.061 1.883 13.648 94.355 8.279 571 1.525 2.118 4.162 3.912
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.811 –831 32.632 3.236 1.142 3.685 –27.467 –1.151 –2.653 –5.657
davon Abschreibungen –1.400 –1.465 - –18.057 –37 - –13.339 - - -
davon Zinsaufwand –571 –1.003 - –18.140 –2.140 –4.322 –8.294 - - -
davon Steueraufwand –61 - –5.137 –132 –548 –2.769 - - - -
Gesamtergebnis 2.811 –831 32.632 3.236 1.142 3.685 –27.467 –1.151 –2.653 –5.657
Langfristige Vermögenswerte 75.500 42.644 - 394.718 61.780 148.862 116.555 106.791 45.270 65.300
Kurzfristige Vermögenswerte 2.860 27 121.974 22.858 3.201 1.099 1.367 11.598 5.485 348
davon liquide Mittel 2.518 - 53.536 11.331 1.479 862 319 679 3.053 182
Langfristige Verbindlichkeiten 34.525 20.000 - 433.977 31.484 97.417 153.950 76.646 47.317 71.113
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 29.736 19.964 - 394.483 31.484 97.417 142.712 67.646 47.317 71.113
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.078 260 118.937 39.597 1.473 3.168 799 13.829 1.785 285
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten 1.434 247 68.330 - - - - - - -
Nettovermögen 39.757 22.411 3.037 –55.998 32.024 49.376 –36.827 27.914 1.653 –5.750
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 1.1.2023
29.557 11.621 5.258 - 15.441 29.352 - 21.770 59 1
Währungsumrechnung 1.1.2023 - - - - - - - - 4 -
Zu-/Abgänge - - - - - –1.937 - - - -
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 2.249 –416 9.790 1.618 571 2.211 –20.600 –862 –1.963 –2.829
Nicht übernommene Verluste aus VJ - - - - - - - - - -
Erhaltene/gezahlte Dividenden - - –14.137 - - - - - - 50
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 31.12.2023
31.806 11.205 911 1.618 16.012 29.626 –20.600 20.908 –1.900 –2.778
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten
Unternehmen zum 31.12.2023
31.806 11.205 911 - 16.012 29.626 - 20.908 - -
Wertberichtigung Projektfinanzierung
kurzfr./langfr.
- - - 1.618 - - –20.600 - –1.900 –2.778
2022 in T€
Gesellschaft W 3 AG Jochberg
Errichtungs KG
Obersendlinger
KG
UBM hotels
Management GmbH
FWUBM
Management GmbH
Baubergerstraße KG Sugar Palace
Propco sro
Sugar Palace
Opco sro
PGE Europa-
viertel GmbH
Assetklasse Other Hotel Residential Hotel Other Office Hotel Hotel Office
Entwicklungsstatus Bestand Bestand Entwicklung Bestand Entwicklung Entwicklung Entwicklung Entwicklung Entwicklung
Umsatz 4.528 1.372 204.900 66.127 23.489 924 483 6.844 358
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 13.660 2.354 21.195 –11.226 7.151 723 –7.543 –1.964 4.232
davon Abschreibungen - –1.782 - –18.409 - - –1.652 - -
davon Zinsaufwand –569 –540 - –15.757 –980 –1.938 –5.300 - -
davon Steueraufwand –950 - –7.410 565 –4.222 –85 - - -
Gesamtergebnis 13.660 2.354 21.195 –11.226 7.151 723 –7.543 –1.964 4.232
Langfristige Vermögenswerte 76.900 44.022 - 352.934 61.775 122.153 132.779 - 76.871
Kurzfristige Vermögenswerte 1.206 65 251.621 20.722 8.964 1.028 1.896 2.921 195.018
davon liquide Mittel 948 - 48.446 8.425 7.521 895 756 1.924 739
Langfristige Verbindlichkeiten 39.053 20.642 - 396.799 32.260 74.046 143.073 3.034 184.681
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 34.421 19.353 - 367.055 32.260 74.046 135.764 - 184.681
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.107 203 232.975 34.196 7.597 215 980 2.628 58.142
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten 1.173 - - - - - - - -
Nettovermögen 36.946 23.242 18.646 –57.339 30.882 48.920 –9.378 –2.740 29.066
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 1.1.2022
18.629 10.443 9.234 - 11.865 28.918 - - 18.601
Währungsumrechnung 1.1.2022 - - - - - - - –19 -
Zu-/Abgänge - - 30 - - - - - -
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 10.928 1.177 5.977 –5.613 3.576 434 –5.657 –1.473 3.170
Nicht übernommene Verluste aus VJ - - - - - - - –592 -
Erhaltene/gezahlte Dividenden - - –9.982 - - - - - -
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 31.12.2022
29.557 11.620 5.259 –5.613 15.441 29.352 –5.657 –2.084 21.771
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten
Unternehmen zum 31.12.2022
29.557 11.621 5.258 - 15.441 29.352 - - 21.770
Wertberichtigung Projektfinanzierung
kurzfr./langfr.
- - - –5.613 - - –5.725 –2.056 -

Angaben zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

in T€ 2023 2022
Buchwertanteil an Gemeinschaftsunternehmen zum 31.12. 36.016 47.468
Anteil der Gruppe am
Jahresverlust/-überschuss –6.815 7.821
Gesamtergebnis –6.815 7.821

Die nicht angesetzten Anteile an Verlusten von Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf T€ 867 (Vorjahr: T€ 497) und kumuliert zum 31. Dezember 2023 auf T€ 1.325 (Vorjahr: T€ 1.415).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine maßgeblichen Zugriffsbeschränkungen auf Vermögenswerte. Zu den Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten für at-equity bilanzierte Unternehmen siehe Ausführungen unter Punkt 41.

Auswirkungen auf das Liegenschaftsvermögen der at-equity bilanzierten Unternehmen

Bei Immobilien, die in Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen entwickelt werden, bzw. Bestandsimmobilien dieser Gesellschaften waren folgende Wertanpassungen zum 31. Dezember 2023 vorzunehmen:

in T€ Abwertung (100 %) Abwertung anteilig
Finanzimmobilien –31.458 –16.126
Zum Verkauf bestimmte Immobilien –5.048 –2.552
Sachanlagen –8.821 –6.616

22. Projektfinanzierungen

in T€ 2023 2022
Stand zum 01.01. 180.885 179.633
Zugänge 35.554 81.301
Abgänge –62.927 –77.530
Gewinne aus at-equity bilanzierten Gesellschaften 2.234 -
Verluste aus at-equity bilanzierten Gesellschaften –24.962 –14.969
Zinsen 12.768 12.450
Stand zum 31.12. 143.552 180.885

Die Fälligkeit der Projektfinanzierungen ist mit der Verwertung der betreffenden Immobilie befristet. Es bestehen daher keine Überfälligkeiten.

23. Übrige Finanzanlagen

in T€ 2023 2022
Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 447 448
Übrige Beteiligungen 190 190
Wertpapiere (FVTPL) - 858
Wertpapiere (Amortised Cost) 18.721 8.721
Gesamt 19.358 10.217

Der Anstieg der Wertpapiere resultiert aus einem erworbenen Genussrecht für eine Liegenschaft in Wien.

Die im Vorjahr als „at fair value through profit and loss“ bewerteten Wertpapiere wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert. Da bei den Beteiligungen der beizulegende Zeitwert nicht wesentlich vom Fair Value abweicht, wurden diese zu Anschaffungskosten bewertet.

24. Vorräte

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

in T€ 2023 2022
Zum Verkauf bestimmte Immobilien
in Entwicklung 234.792 221.750
im Bestand 31.527 35.438
Sonstiger Vorrat 7 23
Abzüglich Anzahlungen –915 -
Geleistete Anzahlungen - 2.086
Gesamt 265.411 259.297

Vorräte mit einem Buchwert von T€ 191.237 (Vorjahr: T€ 183.172) sind zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Vorräte beträgt T€ 110.331 (Vorjahr: T€ 12.350). Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 12.441 (Vorjahr: T€ 1.420) durchgeführt.

25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vertragsvermögenswerte

Die zum Bilanzstichtag nach der PoC-Methode bewerteten Kundenaufträge sind wie folgt ausgewiesen:

in T€ 2023 2022
Vertragsvermögenswerte 58.219 48.594
Abzüglich zurechenbarer erhaltener Anzahlungen –28.807 –25.590
Gesamt 29.412 23.004

Dem per 31. Dezember 2023 gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert stehen bewertete Auftragskosten in Höhe von T€ 52.273 (Vorjahr: T€ 46.517) gegenüber, sodass sich der in Bezug auf diese Aufträge angesetzte Teilgewinn in den Umsatzerlösen auf T€ 5.946 (Vorjahr: T€ 2.077) beläuft.

Die Vertragsvermögenswerte entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:

Erhöhungen durch:

  • Projektfortschritte von forward verkauften Immobilien
  • Projektfortschritte von Projektmanagementverträgen
  • Umgliederungen von Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien, die forward verkauft wurden und noch nicht fertiggestellt waren

Verminderungen durch:

  • Fertiggestellte und übergebene Immobilien
  • Erhaltene Anzahlungen für in Bau befindliche Immobilien und Projektmanagementverträge
  • Schlussgerechnete Projektmanagementverträge
in T€ 2023 2022
Vertragsvermögenswerte
Stand zum 1.1. 23.004 35.631
Zugänge 51.184 43.231
Abgänge –41.549 –104.890
Währungsanpassungen –10 167
Erhaltene Anzahlungen –3.217 48.865
Stand zum 31.12. 29.412 23.004

Die Zahlungsbedingungen bei Forward Deals sehen Zahlungen bei Übergabe vor. Bei Wohnungsverkäufen sind die Zahlungsfristen lokal gesetzlich geregelt. Eine Zahlung erfolgt dann, wenn eine bestimmte Teilleistung fertiggestellt ist. (z. B. Fertigstellung Rohbau).

Die Zahlungen für Bauleistungen folgen in der Regel immer einem Zahlungsplan. Die Gegenleistung ist die vordefinierte Bauleistung.

Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen und Leistungen:

in T€ 2023 2022
Forderungen gegenüber Dritten 3.690 3.993
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und
übrigen Beteiligungsunternehmen
- 3.524
Forderungen gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen 4.213 18.973
Gesamt 7.903 26.490

Die Forderungen gegenüber Dritten sind mit T€ 1.977 (Vorjahr: T€ 1.514) nicht überfällig und mit T€ 1.713 (Vorjahr: T€ 2.479) unter einem Jahr überfällig. Sämtliche andere Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungsunternehmen sowie gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen sind nicht fällig.

Altersstruktur der Forderungen gegenüber Dritten:

in T€ Buchwert
zum
31.12.2023
Davon zum Abschluss-
stichtag nicht
überfällig
Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Weniger als
30 Tage
Zwischen 30
und 60 Tagen
Zwischen 60
und 180 Tagen
Zwischen 180
und 360 Tagen
Mehr als
360 Tage
Forderungen
gegenüber Dritten
3.690 1.977 516 41 354 802 -
in T€ Buchwert
zum
31.12.2022
Davon zum Abschluss-
stichtag nicht
überfällig
Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Weniger als
30 Tage
Zwischen 30
und 60 Tagen
Zwischen 60
und 180 Tagen
Zwischen 180
und 360 Tagen
Mehr als
360 Tage
Forderungen
gegenüber Dritten
3.993 1.514 266 1.011 466 736 -

26. Finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2023 Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr
Forderungen gegenüber
at-equity bilanzierten
Unternehmen
30.895 - - -
Übrige 11.550 2.356 23.618 3.877
Gesamt 42.445 2.356 23.618 3.877

Die Forderungen gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen zeigen bereits beschlossene Gewinnübernahmen bzw. Forderungen aus Steuerumlagen. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kaufpreisforderungen aus Verkäufen von Gesellschaftsanteilen sowie Forderungen aus der Immobilienbewirtschaftung und sonstige Darlehen.

27. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

in T€ 31.12.2023 Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr
Forderungen aus Steuern 11.016 - 9.596 -
Übrige 3.131 - 178 -
Gesamt 14.147 - 9.774 -

Die übrigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten mit T€ 2.438 (Vorjahr: T€ 0) geleistete Anzahlungen an Subunternehmer.

28. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 151.514 (Vorjahr: T€ 322.924) sowie Kassenbestände in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 5).

29. Latente Steuern

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerabgrenzungen aus:

in T€ 2023 2022
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Finanzimmobilien, sonstige
Bewertungsunterschiede
2.572 9.426 2.523 11.214
Sachanlagen 310 1.448 4 574
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden 23.275 12.979 9.598 3.132
POC-Methode - 15.700 - 5.648
Rückstellungen 318 - 817 421
Steuerliche Verlustvorträge 11.546 - 8.477 -
Saldierungen –29.138 –29.138 –12.080 –12.080
Latente Steuern 8.883 10.415 9.339 8.909
Saldierte latente Steuern - 1.532 - –430

Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen wurden insoweit aktiviert, als diese wahrscheinlich mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Der Stand der zum 31. Dezember 2023 nicht angesetzten Verlustvorträge beträgt T€ 191.614 (Vorjahr: T€ 93.059). Davon sind T€ 185.381 (Vorjahr: T€ 68.522) nicht verfallbar, die restlichen T€ 6.233 (Vorjahr: T€ 24.537) innerhalb von fünf bis neun Jahren verfallbar. In 2023 wurden T€ 2.918 (Vorjahr: T€ 0) ausländische Verluste in Österreich verwertet.

30. Eigenkapital

Grundkapital Stück
31.12.2023

31.12.2023
Stück
31.12.2022

31.12.2022
Inhaber-Stammaktien 7.472.180 52.305.260 7.472.180 52.305.260

Das Grundkapital in Höhe von € 52.305.260 (Vorjahr: € 52.305.260) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 7 (Vorjahr: € 7).

Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung.

31. Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital

In der 141. ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst (unter Berücksichtigung der in der 142. ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2023 beschlossenen redaktionellen Anpassungen):

Beschlussfassung über den Widerruf der bestehenden Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Absatz 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2017) und über die gleichzeitige Einräumung einer neuen Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG in § 4 Absatz 4 der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, auch in mehreren Tranchen und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022) sowie Beschlussfassung über die entsprechenden Änderungen der Satzung in § 4 Absatz 4 und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2022 ergeben, zu beschließen, wobei das Bezugsrecht für Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen ausgeschlossen ist.

Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Ausmaß von bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gemäß § 159 Absatz 2 Z 1 AktG zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und die Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Absatz 2 AktG, sowie über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, die Möglichkeit einer Wandlungspflicht, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis, und Beschlussfassung über die entsprechende Änderung der Satzung durch Einfügung eines neuen Absatzes 5b in § 4 der Satzung sowie über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 174 Absatz 2 AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Erwerb von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 5.230.526,00 verbunden ist, auch in mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Wandlungsverfahren der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt begründen. Die Bedienung der Umtausch- oder Bezugsrechte kann durch bedingtes Kapital oder durch eigene Aktien oder durch eine Kombination aus bedingtem Kapital und eigenen Aktien erfolgen. Der Preis der Wandelschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.

In der 142. ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2023 wurde unter anderem der folgende Beschluss gefasst:

Beschlussfassung über a) den Widerruf der von der Hauptversammlung am 27. Mai 2021 beschlossenen (i) Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Z 4 und Z 8 sowie Absatz 1a und Absatz 1b AktG, sowie (ii) Ermächtigung des Vorstands gemäß § 65 Absatz 1b AktG zur Veräußerung eigener Aktien; sowie b) die neue Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Z 4 und Z 8 sowie Absatz 1a und Absatz 1b AktG sowohl über die Börse als auch außerbörslich im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss); sowie c) die neue Ermächtigung des Vorstands gemäß § 65 Absatz 1b AktG zur Veräußerung eigener Aktien auf eine andere Art als über die Börse oder durch öffentliches Angebot und unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit (Ausschluss des Bezugsrechts) der Aktionäre; sowie d) die Ermächtigung des Vorstands zur Einziehung von eigenen Aktien.

32. Rücklagen

Die Kapitalrücklagen resultieren aus den in den Vorjahren durchgeführten Kapitalerhöhungen und Kapitalberichtigungen sowie aus verjährten Dividendenansprüchen. Von den Kapitalrücklagen sind Rücklagen in Höhe von T€ 98.954 (Vorjahr: T€ 98.954) gebunden. Sie dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss von UBM auszuweisenden Bilanzverlusts aufgelöst werden, soweit freie Rücklagen zur Abdeckung nicht zur Verfügung stehen.

Die anderen Rücklagen umfassen die Rücklage aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung (Fremdwährungsumrechnungsrücklage) sowie die Rücklage für Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen, die Gewinnrücklagen von UBM einschließlich der gesetzlichen Rücklage und der unversteuerten Rücklagen nach Abzug der Steuerabgrenzung, die seit Erwerb einbehaltenen Gewinne der Tochterunternehmen und die Effekte der Anpassung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht kein Bilanzgewinn zur Verfügung. Die freien Gewinnrücklagen von UBM, die zum 31. Dezember 2023 mit T€ 37.798 (Vorjahr: T€ 37.798) ausgewiesen werden, können in folgenden Perioden aufgelöst werden. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 9.409 (Vorjahr: T€ 46.054) ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 2.220 (Vorjahr: T€ 2.178), resultierend aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern, zur Ausschüttung gesperrt.

Im Berichtsjahr wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 an die Aktionäre von UBM Dividenden in Höhe von € 8.219.398 bezahlt, je Aktie somit € 1,10. Für das Geschäftsjahr 2023 entfällt ein Dividendenvorschlag, da kein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn ausgewiesen wird.

Die nicht UBM oder einer Gesellschaft der Gruppe gehörenden Anteile am Eigenkapital sind im Eigenkapital als Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen ausgewiesen.

33. Hybridanleihe

Am 24. Februar 2023 hat UBM die noch ausstehenden € 52,9 Mio. der Hybridanleihe 2018, eine tief nachrangige Anleihe, nach fünf Jahren frühzeitig zurückgeführt.

Am 18. Juni 2021 hat UBM eine tief nachrangige Sustainability-Linked Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben, die Zinshöhe ist abhängig von einem bestimmten ESG-Rating. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist die Hybridanleihe als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

34. Rückstellungen

in T€ Abfertigungen Pensionen Jubiläums-
gelder
Bauten Miet-
garantien
Andere Gesamt
Stand zum 1.1.2023 1.498 965 232 647 1.554 4.446 9.342
Umgliederung - - - –14 - - –14
Währungsanpassungen 3 - - - - - 3
Zuführung 91 23 –54 6.168 - 4.137 10.365
Zuführung OCI –81 114 - - - - 33
Verwendung –287 –77 –33 - –447 –4.170 –5.014
Auflösung - - - –15 - –17 –32
Stand zum 31.12.2023 1.224 1.025 145 6.786 1.107 4.396 14.683
davon langfristig 1.224 1.025 145 6.646 1.107 982 11.129
davon kurzfristig - - - 140 - 3.414 3.554
in T€ Abfertigungen Pensionen Jubiläums-
gelder
Bauten Miet-
garantien
Andere Gesamt
Stand zum 1.1.2022 1.806 2.322 260 184 3.439 1.480 9.491
Währungsanpassungen –1 - - - - - –1
Erst-/Entkonsolidierung - –114 - - - - –114
Zuführung 86 19 –4 564 - 5.724 6.389
Zuführung OCI –190 –822 - - - - –1.012
Erst-/Entkonsolidierung OCI - –352 - - - - –352
Verwendung –203 –88 –24 –101 –1.885 –2.688 –4.989
Auflösung - - - - - –70 –70
Stand zum 31.12.2022 1.498 965 232 647 1.554 4.446 9.342
davon langfristig 1.498 965 232 632 1.554 2.656 7.537
davon kurzfristig - - - 15 - 1.790 1.805

Gemäß kollektivvertraglichen Regelungen haben UBM und ihre Tochterunternehmen ihren Mitarbeitern in Österreich und Deutschland bei bestimmten Dienstjubiläen Jubiläumsgelder zu zahlen. In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

Die Rückstellungen für Bauten betreffen Verpflichtungen aus Gewährleistungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten Drohverlustrückstellungen und ausstehende Verpflichtungen aus Grundstückserwerben. Sowohl bei den Mietgarantierückstellungen als auch bei den Drohverlustrückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme in ein bis zwei Jahren gerechnet.

Altersversorgungspläne

Leistungsorientierte Pläne

Rückstellungen für Abfertigungen wurden für Angestellte und Arbeiter, die gemäß Angestelltengesetz, Arbeiterabfertigungsgesetz bzw. Betriebsvereinbarung Abfertigungsansprüche haben, gebildet. Angestellte, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen, haben, wenn das betreffende Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen und eine bestimmte Zeit gedauert hat, Anspruch auf eine Abfertigung in jedem Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses. Diese Ansprüche der Dienstnehmer sind daher wie Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen zu behandeln, wobei Planvermögen zur Deckung dieser Ansprüche nicht vorliegt.

Die Abfertigungsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:

in T€ 2023 2022
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. 1.498 1.806
Währungsanpassungen 3 –1
Dienstzeitaufwand 52 69
Zinsaufwand 39 17
Abfertigungszahlungen –287 –203
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) –81 –190
davon Gewinne/Verluste demografisch - 38
davon Gewinne/Verluste finanziell –41 –70
davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen –40 –158
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 1.224 1.498
in T€ 2023 2022
Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) 52 69
Zinsaufwand 39 17
Abfertigungsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) 91 86
Abfertigungsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) –81 –190

Zur Finanzierung der Abfertigungsansprüche besteht ein Abfertigungsgruppenversicherungsvertrag mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 1.186 (Vorjahr: T€ 1.714).

In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr sind ein Dienstzeitaufwand von T€ 42 und ein Zinsaufwand von T€ 39 geplant.

Im UBM-Konzern haben nur Mitglieder des ehemaligen Vorstands Pensionszusagen. Bei diesen Pensionszusagen handelt es sich in der Regel um leistungsorientierte, einzelvertragliche Zusagen. Die Höhe des Pensionsanspruchs ist von den jeweils geleisteten Dienstjahren abhängig.

Rückstellung für Pensionen:

Überleitung von der Pensionsverpflichtung zur Rückstellung:

in T€ 2023 2022
Barwert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung 3.121 3.187
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –2.096 –2.222
Nettowert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung 1.025 965
Barwert der nicht durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung - -
Buchwert der Rückstellung zum 31.12. 1.025 965

Die Pensionsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:

in T€ 2023 2022
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. 3.187 4.645
Umgliederung - –465
Zinsaufwand 92 43
Pensionszahlungen –224 –234
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) 66 –802
davon Gewinne/Verluste demografisch - -
davon Gewinne/Verluste finanziell –143 –757
davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen 209 –45
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 3.121 3.187

Die Verpflichtungen aus den direkten Pensionszusagen werden zum Teil durch Versicherungsverträge, die bei der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group abgeschlossen wurden, rückgedeckt. Zur Sicherstellung der Pensionsansprüche der versicherten Dienstnehmer aus den Firmenpensionszusagen sind die Ansprüche aus den Versicherungsverträgen zugunsten der versicherten Dienstnehmer verpfändet. Die Pensionsrückdeckungsversicherungen werden in der gesonderten Abteilung des Deckungsstocks für die Lebensversicherung im Sinne des § 20 Abs. 2 Z 1 in Verbindung mit § 78 des Versicherungsaufsichtsgesetzes geführt.

Die Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 2.096 (Vorjahr: T€ 2.222) stellen Planvermögen gem. IAS 19 dar und wurden mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen saldiert.

Entwicklung des Planvermögens:

in T€ 2023 2022
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. 2.222 2.324
Zinserträge 69 24
Auszahlungen (Leistungszahlungen) –147 –146
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) –48 20
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 2.096 2.222

Pensionsaufwand (netto):

in T€ 2023 2022
Zinsaufwand 92 43
Pensionsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) 92 43
Pensionsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) 114 –822

In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr ist ein Dienstzeitaufwand von T€ 0 und ein Zinsaufwand von T€ 105 geplant.

Die im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr in Bezug auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste stellen im Wesentlichen erfahrungsbedingte Anpassungen dar.

Der Teil des Planvermögens von der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group ist laut Auskunft der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group wie folgt veranlagt:

Struktur der Kapitalanlagen im klassischen Deckungsstock in % 2023 2022
Festverzinsliche Wertpapiere 56,00 96,00
Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital 2,00 2,00
Investmentfonds 28,00 -
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 6,00 -
Darlehen 5,00 1,00
Liegenschaften 2,00 -
Bankguthaben 1,00 1,00
Gesamt 100,00 100,00

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen:

Fälligkeitsprofil – DBO DBO Fälligkeitsprofil – Cash Cash
1–5 Jahre 6–10 Jahre 10+ Jahre Duration 1–5 Jahre 6–10 Jahre 10+ Jahre Duration
Pensionen 1.046 848 1.227 9,19 1.137 1.094 2.172 10,95
Abfertigungen 528 455 241 6,66 640 692 746 9,32

Beitragsorientierte Pläne

Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und die nach dem 31. Dezember 2002 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, erwerben keine Abfertigungsansprüche gegenüber dem jeweiligen Dienstgeber. Für diese Mitarbeiter sind Beiträge in Höhe von 1,53 % des Lohns bzw. Gehalts an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu zahlen. 2023 ist diesbezüglich ein Aufwand von insgesamt T€ 223 (Vorjahr: T€ 220) angefallen. Für die Vorstandsmitglieder wurde ein Betrag von T€ 39 (Vorjahr: T€ 11) in eine Pensionskasse einbezahlt.

Die Mitarbeiter der Gruppe in Österreich, Deutschland, der Tschechischen Republik, Polen und Ungarn gehören zudem staatlichen Pensionsplänen an, die in der Regel im Umlageverfahren finanziert werden. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge in Abhängigkeit vom Entgelt laufend zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht nicht.

35. Anleihen und Schuldscheindarlehen

in T€ 2023 2022
Stand zum 1.1. 446.702 526.498
Emission 20.251 -
Rückzahlung –91.054 –81.103
Zinszahlungen –15.319 –15.789
Effektivverzinsung 15.486 17.096
Stand zum 31.12. 376.066 446.702

Am 16. November 2023 hat UBM die noch ausstehenden € 91,05 Mio. der 3,125 % UBM-Anleihe (UBM-Anleihe 2018-2023) mit einem Gesamtvolumen von € 120 Mio. rückbezahlt. Bereits im Juni 2023 wurden € 28,95 Mio. der 3,125 % UBM-Anleihe 2018-2023 in den UBM Green Bond 2023-2027 mit einem Gesamtvolumen von € 50 Mio. umgetauscht.

36. Finanzverbindlichkeiten

2023 in T€ Durchschnitt-
liche Effektiv-
verzinsung in %
Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten variabel verzinst
6,28 338.333 93.634 244.699 - 338.333
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten fix verzinst
4,16 46.475 24.975 21.500 - 46.475
Verbindlichkeiten gegenüber
sonstigen Darlehensgebern
fix verzinst
1,00 893 - - 893 -
Verbindlichkeiten gegenüber
Leasinggebern variabel verzinst
4,10 22.480 1.756 4.532 16.192 -
Gesamt 408.180 120.365 270.731 17.084 384.808
2022 in T€ Durchschnitt liche Effektiv-
verzinsung in %
Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten variabel verzinst
4,14 317.104 126.876 190.228 - 317.104
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten fix verzinst
3,93 46.475 - 46.475 - 46.475
Verbindlichkeiten gegenüber
sonstigen Darlehensgebern
fix verzinst
2,23 12.884 750 3.000 9.134 -
Verbindlichkeiten gegenüber
Leasinggebern variabel verzinst
3,93 21.876 1.731 4.654 15.491 -
Gesamt 398.339 129.357 244.357 24.625 363.579

Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, welche Gebäude und PKWs betreffen, teilen sich wie folgt auf:

in T€ 2023 2022
Nominalwert Abzinsungs-
betrag
Barwert Nominalwert Abzinsungs-
betrag
Barwert
Fällig bis 1 Jahr 2.763 1.007 1.756 2.710 979 1.731
Fällig 1 bis 5 Jahre 7.942 3.409 4.532 7.942 3.288 4.654
Fällig über 5 Jahre 25.226 9.034 16.192 24.380 8.889 15.491
Gesamt 35.931 13.450 22.480 35.032 13.156 21.876

Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert.

37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in T€ 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 25.653 46.947
Gesamt 25.653 46.947

Die Verbindlichkeiten sind zur Gänze im Folgejahr fällig.

38. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

2023 in T€ Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
66 66 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity
bilanzierten Unternehmen
10.005 10.005 - - -
Verbindlichkeiten aus Anleihezinsen 5.255 5.255 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 7.399 7.399 - - -
Übrige 5.181 3.777 856 548 -
Gesamt 27.906 26.502 856 548 -
2022 in T€ Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
94 94 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity
bilanzierten Unternehmen
2.572 2.572 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Beteiligungsunternehmen
5.735 5.735 - - -
Verbindlichkeiten aus Anleihezinsen 4.042 4.042 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 9.058 9.058 - - -
Übrige 4.001 2.156 895 950 -
Gesamt 25.502 23.657 895 950 -

Das in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossene Long-Term-Incentive-Programm 2017 („LTIP“), welches als cash-settled eingestuft wurde, wurde aufgrund des Zeitablaufs des letzten Ausübungsfensters mit 26. Oktober 2023 beendet.

39. Übrige Verbindlichkeiten

2023 in T€ Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Steuern 3.757 3.757 - - -
Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit
376 376 - - -
Erhaltene Anzahlungen 192 192 - - -
Gesamt 4.325 4.325 - - -
2022 in T€ Gesamt Restlaufzeit Davon dinglich
besichert
< 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Steuern 2.674 2.674 - - -
Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit
384 384 - - -
Erhaltene Anzahlungen 412 412 - - -
Übrige 10 10 - - -
Gesamt 3.480 3.480 - - -

40. Steuerschulden

Die Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 1.408 (Vorjahr: T€ 1.188) wurden konform zu den Vorjahren mit den Zahlungsverpflichtungen aus der Körperschaftsteuer saldiert.

41. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse betreffen Kreditbürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von T€ 129.596 (Vorjahr: T€ 135.674) für at-equity bilanzierte Unternehmen. Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungen ist nicht wahrscheinlich.

Der Konzern verfügt über Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt T€ 59.460 (Vorjahr: T€ 96.106), davon sind T€ 34.460 ohne feste Laufzeit abgeschlossen.

Gegebene Sicherheiten

Im Rahmen von Projektfinanzierungen werden üblicherweise von den einzelnen Konzernunternehmen Sicherheiten für die Kreditverbindlichkeiten gestellt. Die Finanzierungen erfolgen im Regelfall individuell auf Projektebene. Jedes Unternehmen muss für die laufende Bedienung des Schuldendienstes aufkommen. Zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten steht den Kreditgebern ein Paket an Sicherheiten zur Verfügung, das diese im Falle einer Fälligstellung zur Befriedigung ihrer Forderungen heranziehen können. Die gewährten Sicherheiten können folgende Besicherungen umfassen:

  • Hypothekarische Besicherung der Immobilie
  • Verpfändung der Geschäftsanteile an der Projektgesellschaft
  • Verpfändung von Mietforderungen

Konditionen, Art und Umfang der Sicherheiten werden einzeln (pro Projektgesellschaft) vereinbart und sind von Projektvolumen, Höhe und Laufzeit der Kreditverbindlichkeit abhängig.

Hinsichtlich der Verpfändung der Finanzimmobilien wird auf Punkt 20 sowie der Vorratsimmobilien auf Punkt 24 verwiesen.

42. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Organisationsstruktur des UBM-Konzerns nach geogra-fischen Regionen. Für den Zweck der Segmentberichterstattung wurden die einzelnen Entwicklungsgesellschaften innerhalb eines Segments zu Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen stellen jeweils einen Tätigkeitsbereich des UBM-Konzerns dar. Bei der Überleitung des Segmentvermögens bzw. der Segmentschulden werden insbesondere konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert.

Die interne Berichterstattung basiert auf IFRS-Zahlen und ist standardgemäß um die inneren Umsätze bereinigt. Im Zuge der laufenden Geschäftstätigkeit von UBM werden beim Verkauf von Immobilienprojekten hohe Volumen erzielt, die jedoch keine Abhängigkeit von bestimmten Kunden vermitteln.

in T€ Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Überleitung Konzern
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Gesamtleistung
Residential 11.924 69.407 4.791 35.818 6.024 3.917 39.856 36.697 - - 62.595 145.839
Office 24.655 40.732 806 25.582 9.494 11.290 - - - - 34.955 77.604
Hotel 17.397 14.038 41.779 6.225 27.065 21.151 24.122 15.641 - - 110.363 57.055
Other 829 37.522 8.680 28.651 2.860 2.641 11.000 - - - 23.369 68.814
Service 8.008 4.409 22.113 15.930 5.015 7.332 17.828 13.736 - - 52.964 41.407
Summe Gesamtleistung 62.813 166.108 78.169 112.206 50.458 46.331 92.806 66.074 - - 284.246 390.719
Abzüglich Umsätze aus assoziierten und untergeordneten Unternehmen, sowie aus Leistungsgemeinschaften –51.869 –146.834 –56.588 –53.232 –27.238 –26.226 –30.225 –27.518 - - –165.920 –253.810
Bestandsveränderung –2.682 –68 –7.615 –884 –2.795 –2.238 –19.919 225 - - –33.011 –2.965
Umsatzerlöse 8.262 19.206 13.966 58.090 20.425 17.867 42.662 38.781 - - 85.315 133.944
Residential –681 11.641 –5.567 13.433 –1.570 –5.559 –3.776 2.840 - - –11.594 22.355
Office 26.660 2.650 –10.432 9.300 –7.356 –1.024 6 –41 - - 8.878 10.885
Hotel –2.736 6.496 –2.593 –1.760 –49 –121 –1.022 –11.739 - - –6.400 –7.124
Other –12.615 –6.325 –608 18.527 –4.528 –2.016 –93 –1.580 - - –17.844 8.606
Service –13.245 –2.469 1.161 2.332 –620 –835 302 –2.300 - - –12.403 –3.272
Summe EBT –2.617 11.993 –18.039 41.832 –14.123 –9.555 –4.583 –12.820 - - –39.363 31.450
darin enthalten:
Ergebnis aus at-
e quity bilanzierten Unternehmen
10.187 19.342 –39 15.556 –3.821 –2.845 –20.386 –6.657 - - –14.059 25.396
Abschreibungen –846 –3.456 –1.334 –1.228 –256 –262 –343 –320 - - –2.779 –5.266
Zinserträge 3.414 5.627 13.106 7.965 67 170 303 - - - 16.890 13.762
Zinsaufwand –6.121 –2.660 –18.937 –19.824 –1.731 –1.119 –4.267 –2.123 - - –31.056 –25.726
Segmentvermögen 31.12. 552.247 632.287 1.581.808 1.752.298 148.219 157.201 231.590 196.838 –1.260.087 –1.286.793 1.253.777 1.451.831
darin enthalten: immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und Finanzimmobilien
83.818 79.667 183.992 154.769 82.597 91.875 70.531 79.205 - - 420.938 405.516
darin enthaltenen: Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen 56.451 62.663 86.475 112.591 1.426 3.677 5.856 1.831 - - 150.208 180.762
Segmentschulden 31.12. 399.757 510.663 869.415 1.093.097 218.204 227.449 215.071 212.394 –828.390 –1.093.221 874.055 950.382
Investitionen in langfristige Vermögenswerte sowie
in Finanzimmobilien
20.969 14.461 42.227 17.156 1.282 1.537 612 2.219 - - 65.090 35.373
Mitarbeiter 58 99 137 142 39 43 44 46 - - 278 330

Folgende Informationen beziehen sich auf die Länder, in denen der Konzern tätig ist.

in T€ Umsatzerlöse nach
Sitz der Kunden 2023
Umsatzerlöse nach
Sitz der Kunden 2022
Österreich 13.966 58.090
Deutschland 8.262 19.206
Polen 20.425 17.867
Sonstiges Ausland 42.662 38.781
Ausland gesamt 71.349 75.854
Segmente gesamt 85.315 133.944

43. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit, wobei der Cashflow aus der Betriebstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet wird. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Kassenbestände und die Bankguthaben, über die in der Gruppe frei verfügt werden kann, und entspricht dem in der Bilanz für liquide Mittel angesetzten Wert.

Bezogene Zinsen und bezogene Dividenden werden im Cashflow aus der Betriebstätigkeit erfasst, ebenso wie bezahlte Zinsen. Demgegenüber werden bezahlte Dividenden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Überleitung der Veränderung zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

in T€ Finanz-
verbindlichkeiten
Leasing-
verpflichtungen
Anleihen und
Schuldscheindarlehen
Gesamt
Stand zum 31.12.2022 376.463 21.876 446.702 845.041
Cashflows (zahlungswirksame Veränderungen) 13.237 –1.859 –70.803 –59.425
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Abgang/Erwerb von Unternehmen –4.000 - - –4.000
Zugang - 2.477 - 2.477
Wechselkurseffekte - 27 - 27
Zinsabgrenzungen - –41 167 126
Stand zum 31.12.2023 385.700 22.480 376.066 784.246
in T€ Finanz-
verbindlichkeiten
Leasing-
verpflichtungen
Derivate Anleihen und
Schuldscheindarlehen
Gesamt
Stand zum 31.12.2021 277.834 21.774 - 526.498 826.106
Cashflows (zahlungswirksame
Veränderungen)
98.629 –1.855 - –81.103 15.671
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Abgang/Erwerb von Unternehmen - –675 - - –675
Zugang - 2.642 - - 2.642
Wechselkurseffekte - –10 - - –10
Zinsabgrenzungen - - - 1.307 1.307
Stand zum 31.12.2022 376.463 21.876 - 446.702 845.041

Die Summenspalte in der o. a. Tabelle entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten.

44. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten

Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge von Unternehmensbeteiligungen durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren.

Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2023 mit € 379,7 Mio. unter dem Niveau per 2022 (€ 501,4 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf notwendige Wertanpassungen der Immobilien zurückzuführen. Weiters führte die Rückführung des dem Eigenkapital zuzuordnenden Genussrechtskapitals zu einer Reduktion des Eigenkapitals. Die Auszahlung der Dividende in Höhe von € 8,2 Mio. erfolgte am 30. Mai 2023. Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende des Jahres 2023 30,3 % und lag damit weiterhin in der angepeilten Bandbreite von 30–35 % (31. Dezember 2022: 34,5 %).

Nettoverschuldungsgrad

Das Risikomanagement des Konzerns überprüft laufend die Kapitalstruktur.

Der Nettoverschuldungsgrad zum Jahresende stellt sich wie folgt dar:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Schulden 1 761.766 823.165
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –151.520 –322.929
Nettoschulden 610.246 500.236
Eigenkapital 379.722 501.449
Nettoschulden zu Eigenkapital 160,71 % 99,76 %

1 Schulden sind definiert als Summe aus kurz- und langfristigen Anleihen und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten

Die Nettoverschuldung betrug zum 31. Dezember 2023 € 610,2 Mio. (Vorjahr: € 500,2 Mio.), das entspricht einer Erhöhung von 21,99 %.

Die Gesamtstrategie des Konzerns zielt darauf ab, durch Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Anleihen eine langfristige Finanzierung sicherzustellen.

Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken

Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihe- und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko des UBM-Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert im UBM-Konzern nahezu ausschließlich aus dem Szenario steigender Zinsen für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten, insbesondere im langfristigen Bereich. Die Grundgeschäfte der Zinsswaps sind die aufgenommenen Finanzierungen dreier Projektgesellschaften. Alle IRS beziehen sich auf den Austausch variabler Zinsströme gegen fixe Zinsströme. Per 31. Dezember 2023 ergab die Marktbewertung der IRS einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 96 (im Vorjahr: T€ -4)

Zum 31. Dezember 2023 hält die UBM-Gruppe folgende derivative Finanzinstrumente zu Sicherung von Zinsrisiken:

Derivat Beginn Ende Referenzwert in T€ (per 31.12.2023) Fixierter Zinssatz in % Referenz-
zinssatz
Marktwert in T€ 31.12.2023 Marktwert in T€ 31.12.2022
Zinsswap 30.9.2022 30.6.2027 4.826 3,15 % 3-Monats-
Euribor
–103 –2
Zinsswap 30.9.2022 30.6.2027 4.865 3,15 % 3-Monats-
Euribor
–103 –2
Zinscap 30.12.2022 30.12.2025 42.900 2,95 % 3-Monats-
Euribor
303 -

Eine Analyse der floatierenden Zinsposition, die sich per 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ -259.330 (Vorjahr: T€ -117.824) darstellt, zeigt folgende Sensitivitäten, die unter den Szenarien eines Zinsanstiegs von 0,01 ermittelt wurden. Das Ausmaß der Zinsanstiege leitet sich aus den durchschnittlich in 2023 für den 3-Monats- und 6-Monats-EURIBOR gemessenen täglichen Zinsänderungen ab. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 67,00 % betrug die Zinsbandbreite 1 BP, bei 99,00 % Wahrscheinlichkeit 2 BP. In Folge wurde die Auswirkung auf die Zinspositionen simuliert:

in T€ Zinssaldo für das Jahr 2024 Zinssaldo (p. a.)
bei linearer Positionsfortschreibung ab 2025
Bei Zinsanstieg von 50 BP 883 1.315

Die Forderungen aus Projektfinanzierungen werden entsprechend dem Refinanzierungszinssatz der UBM-Gruppe mit einem angemessenen Aufschlag verzinst. Bei einer Änderung von 50 BP erhöht sich der Zinsertrag für 2024 um T€ 718 (Vorjahr: 50 BP T€ 904).

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Im Immobilienbereich ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen. Der Ausfall eines Mieters und die dadurch entfallenen Mietzinszahlungen stellen eine barwertige Minderung des Immobilienprojekts dar. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt.

Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung als gering eingestuft werden, hinsichtlich der Projektfinanzierungen wird auf Seite 212 Tabelle zu den kumulierten Wertminderungen von Projektfinanzierungen verwiesen.

Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ein diesbezügliches Wertberichtigungserfordernis war nicht gegeben.

Fremdwährungsrisiko

Das Zins- und Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert.

Das Fremdwährungsrisiko wird im UBM-Konzern transaktionsorientiert behandelt und resultiert aus Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Immobilien-Development.

Per 31. Dezember 2023 wurden die Währungsrisiken, die aus innerkonzernalen Finanzierungstransaktionen bzw. aus Kreditfinanzierungen der Projektgesellschaften resultieren, einer Simulation unterzogen, um etwaige Risiken aus Wechselkursänderungen abschätzen zu können:

FX-Position in T€ Lokalwährung FX-Position in Lokalwährung in Tsd. VAR 1 in T€
–68.943 CZK 276.649 1.452
–130.268 PLN 122.274 3.587

1 VAR = Value at Risk bei einem einseitigen 99 %igen Konfidenzintervall, dies entspricht der 2,3-fachen Standardabweichung und einer Positionsbehaltedauer von zehn Tagen. Korrelationen zwischen den Währungspaaren bleiben unberücksichtigt.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,00 % beträgt der Verlust bei einer Behaltedauer von zehn Tagen maximal € 5,0 Mio. (Vorjahr: € 7,4 Mio.).

Sicherung von Währungsrisiken

Der UBM-Konzern hat zum 31. Dezember 2023 Devisentermingeschäfte in Höhe von CZK 88,9 Mio. abgeschlossen (Vorjahr: CZK 7,3 Mio.), diese dienen der Absicherung von in CZK finanzierten Krediten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften ein Verlust in Höhe von T€ 144 in der Gewinn- oder Verlustrechnung erfasst (Vorjahr: Gewinn T€ 6).

Liquiditätsrisiko

2023 in T € Durchschnitts-
verzinsung
Undiskontierte Zahlungsströme
2024 2025–2028 ab 2029
Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst 2,58 % 18.635 516.096 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst 6,28 % 166.611 254.736 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
fix verzinst
4,16 % 26.935 23.545 -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Darlehensgebern fix verzinst
1,00 % - - 1.196
Leasingverbindlichkeiten variabel verzinst 4,10 % 2.763 7.942 25.226
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
unverzinslich 25.653 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich 26.502 856 548
2022 in T € Durchschnitts-
verzinsung
Undiskontierte Zahlungsströme
2023 2024–2027 ab 2028
Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst 3,00 % 208.767 469.670 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst 4,14 % 139.647 202.332 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
fix verzinst
3,93 % 1.948 50.480 -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Darlehensgebern fix verzinst
2,23 % 1.163 4.398 9.730
Leasingverbindlichkeiten variabel verzinst 3,93 % 2.710 7.942 24.380
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
unverzinslich 46.947 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich 23.657 895 950

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos definiert UBM eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt.

Die Kreditfinanzierungen betreffen weitgehend laufende Immobilienprojekte, deren Entwicklung aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist.

Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht, und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, wird minimiert.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben bereits vertraglich fixierten Projektfinanzierungen freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr: T€ 7.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.

Sonstiges Preisrisiko

Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse.

Der UBM-Konzern minimiert das Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung ihrer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für den UBM-Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte

in T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwerte am 31.12.2023 Bewertung nach IFRS 9 Fair-Value-
Hierarchie
Fair Value am 31.12.2023
(Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value erfolgs-
wirksam
Aktiva
Projektfinanzierung
variabel verzinst
Amortised Cost 143.552 143.552 - - - -
Übrige Finanzanlagen Amortised Cost 8.721 8.721 - - Stufe 1 8.802
Übrige Finanzanlagen FVTPL 10.000 - - 10.000 Stufe 3 10.000
Übrige Finanzanlagen FVTPL 637 - - 637 Stufe 1 637
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Amortised Cost 7.903 7.903 - - - -
Finanzielle
Vermögenswerte
Amortised Cost 42.445 42.445 - - - -
Liquide Mittel 151.520 151.520 - - - -
Passiva
Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst Amortised Cost 376.066 376.066 - - Stufe 1 337.887
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst Amortised Cost 338.332 338.332 - - -
fix verzinst Amortised Cost 46.475 46.475 - - Stufe 3 43.223
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
fix verzinst Amortised Cost 893 893 - - Stufe 3 139
Leasingverbindlichkeiten 22.480 22.480 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Amortised Cost 25.653 25.653 - - -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Amortised Cost 27.906 27.906 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets
at Amortised Cost
Amortised Cost 202.621 202.621 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss
FVTPL 10.637 - - 10.637 - -
Liquide Mittel 151.520 151.520 - - - -
Financial Liabilities
at Amortised Cost
Amortised Cost 815.325 815.325 - - - -
in T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwerte am 31.12.2022 Bewertung nach IFRS 9 Fair-Value-
Hierarchie
Fair Value am 31.12.2022
(Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value erfolgs-
wirksam
Aktiva
Projektfinanzierung
variabel verzinst
Amortised Cost 180.885 180.885 - - - -
Übrige Finanzanlagen Amortised Cost 8.721 8.721 - - Stufe 1 8.375
Übrige Finanzanlagen FVTPL 638 - - 638 Stufe 3 638
Übrige Finanzanlagen FVTPL 858 - - 858 Stufe 1 858
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
Amortised Cost 26.490 26.490 - - - -
Finanzielle
Vermögenswerte
Amortised Cost 23.618 23.618 - - - -
Liquide Mittel 322.929 322.929 - - - -
Passiva
Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst Amortised Cost 446.702 446.702 - - Stufe 1 432.983
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst Amortised Cost 317.104 317.104 - - -
fix verzinst Amortised Cost 46.475 46.475 - - Stufe 3 44.271
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
fix verzinst Amortised Cost 12.884 12.884 - - Stufe 3 10.947
Leasingverbindlichkeiten 21.876 21.876 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Amortised Cost 46.947 46.947 - - -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Amortised Cost 25.502 25.502 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets
at Amortised Cost
Amortised Cost 239.714 239.714 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss
FVTPL 1.496 - - 1.496 - -
Liquide Mittel 322.929 322.929 - - - -
Financial Liabilities
at Amortised Cost
Amortised Cost 895.614 895.614 - - - -

Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.

Dies mit Ausnahme der im Geschäftsjahr 2023 als Amortised Cost klassifizierten Finanzanlagen, der fix verzinsten Anleihen und Schuldscheindarlehen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) sowie der fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der fix verzinsten sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3).

Die Fair-Value-Bewertung für die Anleihen erfolgt aufgrund von Börsenkurswerten. Die Kreditverbindlichkeiten und übrigen Finanzanlagen wurden mit der Berechnungsmethode des Discounted Cashflow bewertet, wobei die am 31. Dezember 2023 von Reuters publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

in T€ Aus Zinsen Aus Dividenden Aus der
Folgebewertung
Nettoergebnis 2023
Financial Assets at Amortised Cost 13.068 - –22.728 –9.660
Financial Assets at Fair Value through
Profit or Loss (FVTPL)
- - 15 15
Financial Liabilities at Amortised Cost –29.867 - 6.864 –23.003
in T€ Aus Zinsen Aus Dividenden Aus der
Folgebewertung
Nettoergebnis 2022
Financial Assets at Amortised Cost 13.493 - –14.969 –1.476
Financial Assets at Fair Value through
Profit or Loss (FVTPL)
7 2.496 –1.348 1.155
Financial Liabilities at Amortised Cost –24.634 - –352 –24.986
in T€ 2023 2022
Kumulierte Wertminderungen Projektfinanzierung
Stand zum 1.1. 37.994 23.025
Wertminderung 24.962 14.969
Wertaufholung –2.234 -
Verbrauch - -
Stand zum 31.12 60.722 37.994

45. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

2023 2022
Angestellte und gewerbliche Mitarbeiter
Inland 137 142
Ausland 141 188
Mitarbeiter gesamt 278 330
davon Angestellte 278 330
davon gewerbliche Mitarbeiter - -
Gesamt vollkonsolidiert 278 330

46. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen bestehen überwiegend aus Projektentwicklung und Bauführung sowie Darlehensgewährungen und den entsprechenden Zinsverrechnungen und werden in der nachfolgenden Analyse offengelegt:

in T€
at-equity bilanzierte
Unternehmen
Verkauf von Waren
und Leistungen
Erwerb von Waren
und Leistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Gemeinschaftsunternehmen 47.280 49.569 491 655 172.578 194.205 10.005 1.744
davon aus Finanzierungen 12.778 11.386 76 379 138.850 176.431 - -
Assoziierte Unternehmen 441 1.780 - 11 6.082 5.641 - 828
davon aus Finanzierungen 259 563 - 11 4.702 4.442 - -

Lieferungen an bzw. von nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den at-equity bilanzierten Unternehmen kommen als nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne von IAS 24 die PORR AG und deren Tochterunternehmen sowie die Unternehmen IGO Industries und der Strauss-Gruppe in Betracht, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund des bestehenden Syndikats maßgeblichen Einfluss auf UBM haben.

Die Transaktionen im Geschäftsjahr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der UBM-Gruppe mit Unternehmen der PORR-Gruppe betreffen im Wesentlichen bezogene Bauleistungen.

in T€ Verkauf von Waren
und Leistungen
Erwerb von Waren
und Leistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
PORR-Gruppe 2.538 2.756 14.149 10.849 82 31 3.481 3.461
davon aus Finanzierungen - - - - - - - -
IGO Industries Group - - 473 170 - - 161 60
Strauss-Gruppe - 38 - - - - - -
Sonstige - - 326 342 - - - -

47. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben

Der Vorstand von UBM hat den Konzernabschluss am 2. April 2024 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

48. Sonstige Angaben

Die Abschlussprüfung des Konzernabschlussprüfers wurde von der UBM mit einem Betrag von T€ 131 (Vorjahr: T€ 101) vergütet. Weiters hat der Konzernabschlussprüfer für sonstige Leistungen Honorare in Höhe von T€ 63 (Vorjahr: T€ 26) und für sonstige Bestätigungsleistungen Honorare in Höhe von T€ 74 (Vorjahr: T€ 82) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen sonstige Beratungsleistungen. Die sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses und Prüfungsleistungen für Tochterunternehmen.

49. Organe der Gesellschaft

Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:

in T€ Vergütungen
des Vorstands
fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt
2023
Vergütungen des Vorstands 2023
Mag. Thomas G. Winkler 640 - 12 26 678
Dipl.-Ök. Patric Thate 425 - 9 21 455
Martina Maly-Gärtner 425 - 9 21 455
DI Peter Schaller 71 - 2 2 75
DI Martin Löcker 212 - 6 13 231
Gesamt 1.773 - 38 83 1.894
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.773 - 38 - 1.811
davon aus Anlass bzw. nach
Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen
- - - 83 83
Vergütungen des Aufsichtsrats 2023 - - - - 358
in T€ Vergütungen
des Vorstands
fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel
1
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt
2022
Vergütungen des Vorstands 2022
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 14 926
DI Martin Löcker 360 240 12 20 632
Dipl.-Ök. Patric Thate 360 240 8 10 618
Martina Maly-Gärtner 360 240 12 7 619
Gesamt 1.620 1.080 44 51 2.795
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.620 1.080 44 - 2.744
davon aus Anlass bzw. nach
Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen
- - - 51 51
Vergütungen des Aufsichtsrats 2022 - - - - 352

1 voraussichtliche variable Vergütung für 2022, zahlbar in 2023

In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten.

Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 729 (Vorjahr: T€ 811).

Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen.

An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.

Der Aufwand für das LTIP betrifft mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 112) Vorstände.

Mitglieder des Vorstands:

Mag. Thomas G. Winkler, LLM, Vorsitzender Dipl.-Ök. Patric Thate Martina Maly-Gärtner, MRICS Dipl.-Ing. Peter Schaller (seit 1.11.2023) DI Martin Löcker (bis 30.6.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats: Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender DI Iris Ortner, MBA, Vorsitzende-Stellvertretende Dr. Susanne Weiss DI Klaus Ortner Dr. Ludwig Steinbauer Mag. Paul Unterluggauer Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas Dkff. Birgit Wagner Ing. Martin Mann Hannes Muster Ing. Günter Schnötzinger Dipl.-Ök. Anke Duchow

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Beteiligungsspiegel

Gesetzlicher Name Land Währung Sitz Anteil in %
direkt (31.12.2023)
Anteil in %
indirekt (31.12.2023)
Kons. Art Anteil in %
direkt (31.12.2022)
Anteil in %
indirekt (31.12.2022)
Kons. Art
Tochterunternehmen
"UBM 1" Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Aiglhof Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
BMU Beta Liegenschaftsverwertung GmbH i.L. AT EUR Wien 50,00 100,00 V 50,00 100,00 V
Donauhof Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Donauhof Management GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Dorfschmiede St. Johann Immobilien GmbH i.L. AT EUR Wien 90,00 100,00 V 90,00 100,00 V
Emiko Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS Dike West-IBC GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Haagerfeldstraße - Business.Hof Leonding 2 Errichtungs- und Verwertungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Höhenstraße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Immobilienmanagement "Schützenwirt" GmbH & CO KG - liquidiert AT EUR Innsbruck 0,00 0,00 0,00 100,00 V
EPS Immobilienmanagement GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Office Franzosengraben GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
EPS Office Franzosengraben GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS RINNBÖCKSTRASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
EPS RINNBÖCKSTRASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gartenau Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gartenauer Platz 7 GmbH & Co KG (vorm.: LQ Epsilon KG) AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gepal Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gevas Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Golera Beteiligungsverwaltungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
GORPO Projektentwicklungs- und Errichtungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gospela Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Logistikpark Ailecgasse GmbH i.L. AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
LQ Timber-A GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
LQ Timber-B-One GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
LQ Timber-B-Two GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
LQ Timber-C GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
LQ Timber-D GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MBU Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. AT EUR Wien 90,00 100,00 V 90,00 100,00 V
ML-ZENTRAL Liegenschaftsverwaltungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MySky Verwertungs GmbH & Co. OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
PII LBS 43 GmbH liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
Porr - living Solutions GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
QBC Epsilon SP Immomanagement GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
QBC Immobilien GmbH & Co Epsilon KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V
Rainbergstraße - Immobilienprojektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 99,00 100,00 V 99,00 100,00 V
RBK Wohnbau Projektentwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Sabimo Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SFZ Immobilien GmbH AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
SFZ Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SP Graumanngasse 8 – 10
Immobilien GmbH i.L.
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
sternbrauerei-riedenburg
revitalisierung gmbh
AT EUR Wien 99,00 99,00 V 99,00 99,00 V
Timber Marina Tower
Immobilien GmbH & Co KG
AT EUR Wien 94,00 100,00 V 0,00 0,00
UBM - Satteins Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM BBH Entwicklungs-GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Beteiligungsmanagement GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Development Österreich GmbH AT EUR Wien 99,96 100,00 V 99,96 100,00 V
UBM Kirchberg Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WA Bad Häring Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WA Kufstein Salurnerstraße Immobilen GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WA Terfens-Roan Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WLB Projekt Laaer Berg
Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Wohnpark Laaer Berg Verwertungs- und Beteiligungs-
GmbH & Co. Bauplatz 4 "blau" Projekt-OG - liquidiert
AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
ANDOVIEN INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
DICTYSATE INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
AC Offices Klicperova s.r.o. CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 0,36 100,00 V
Astrid Garden Residences
s.r.o. i.L.
CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 20,00 100,00 V
Immo Future 6 Crossing Point Smichov s.r.o. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 20,00 100,00 V
Na Záhonech a.s. CZ CZK Prag 30,12 100,00 V 30,12 100,00 V
TOSAN park a.s. verkauft CZ CZK Prag 0,00 0,00 100,00 100,00 V
UBM - Bohemia 2 s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Development Czechia s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Stodůlky 1 s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Stodůlky s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Arena Boulevard GmbH &
Co. KG i.L.
DE EUR Berlin 0,00 94,00 V 0,00 94,00 V
Arena Boulevard Verwaltungs GmbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
BERMUC Hotelerrichtungs GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Blitz 01 – 815 GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Bürohaus Leuchtenbergring GmbH & Co. Besitz KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
City Objekte München GmbH i.L. DE EUR München 0,00 90,00 V 0,00 90,00 V
Colmarer Straße GmbH &
Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Colmarer Straße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Frauentorgraben GmbH &
Co. KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Friendsfactory Projekte GmbH i.L. DE EUR München 0,00 55,00 V 0,00 55,00 V
GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen mbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 94,00 U 0,00 94,00 U
Georg-Mooseder-Straße GmbH & CoKG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Georg-Mooseder-Straße
Verwaltungs GmbH
DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Holzstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Holzstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Immobilien- und Baumanagement Stark GmbH & Co. Stockholmstraße KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
IU Liquidations AG - liquidiert DE EUR München 0,00 0,00 100,00 100,00 V
Kaiserleipromenade GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Kühnehöfe Hamburg GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 62,99 V 0,00 62,99 V
Kühnehöfe Hamburg Komplementär GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Levelingstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Levelingstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Mainz Zollhafen Hotel GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Mainz Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MG Brehmstrasse BT C GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MG Projekt-Sendling GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MG-Brehmstrasse BT C GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MG-Brehmstrasse BT C Komplementär GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MG-Dornach Bestandsgebäude GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MGO I Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MGO II Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Münchner Grund Riem GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
MZ Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Oben Borgfelde Projekt GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Oben Borgfelde Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Pelkovenstaße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
PELKOVENSTRASSE Objekt GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Schloßhotel Tutzing GmbH DE EUR Starnberg 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SIL Realinvest GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SONUS City GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 0,00 0,00 84,00 V
SONUS City Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
SONUS II Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
St.-Veit-Straße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
St.-Veit-Straße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Stadtgrund Bauträger GmbH DE EUR Berlin 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Top Office Munich GmbH i.L. DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development Deutschland GmbH DE EUR München 94,00 94,00 V 94,00 94,00 V
UBM Holding Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Invest Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Leuchtenbergring GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Unterbibergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Unterbibergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
ZH Hafenblick I GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
ZH Molenkopf GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
ZH Rheinwiesen II GmbH &
Co. KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Sitnica drustvo s ogranicenom odgovornoscu za usluge HR EUR Samobor 83,89 100,00 V 83,89 100,00 V
UBM Development Netherlands B.V. NL EUR Amsterdam 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Kneuterdijk B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Residence Park
Zakopianka Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Bartycka Real Estate Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
FMZ Gdynia Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 70,30 100,00 V 70,30 100,00 V
FMZ Sosnowiec Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Ligustria 12 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Oaza Kampinos Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
PBP IT-Services spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Development Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Infrastructure Sp . z o . o . PL PLN Warschau 99,00 99,00 V 0,00 0,00
Poleczki Lisbon Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Madrid Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Parking House Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development Polska Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM GREEN DEVELOPMENT SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM RIWIERA 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia BIS Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Zielone Tarasy Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Yavin BIS Sp. z o.o. SK PL PLN Warschau 0,00 100,00 0,00 100,00 V
Yavin BIS Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Yavin Holding Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development Romania s.r.l. - liquidiert RO RON Bukarest 0,00 0,00 99,15 100,00 V
UBM Development Slovakia s.r.o. i.L. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Koliba s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Assoziierte Unternehmen
Palais Hansen Immobilienentwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 33,57 E/A 0,00 33,57 E/A
CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 49,90 E/A 0,00 49,90 E/A
CAMG Zollhafen HI IV V
Verwaltungs GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 49,90 U 0,00 49,90 U
German Hotel Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 47,00 U 0,00 47,00 U
Gemeinschaftsunternehmen
Amraser-See-Straße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Amraser-See-Straße Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Kematen in Tirol 0,00 47,00 E/G 0,00 47,00 E/G
Aspanggründe Beteiligungs GmbH AT EUR Wien 0,00 51,00 U 0,00 51,00 U
FWUBM Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
FWUBM Services GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 0,00 70,00 E/G
Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G 0,00 71,80 E/G
Grundstück 1454/5 KG Gries BT3 Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 0,00 70,00 E/G
Jochberg Hotelprojektentwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Jochberg 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Jochberg Hotelprojektentwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Modern Viventium GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 0,00 50,10 E/G
Nordbahnhof-Vierte Wohnungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Portunus Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Portunus Projektentwicklung GmbH & Co KG AT EUR Graz 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Stella Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Stella Projektentwicklungs GmbH & CoKG AT EUR Graz 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
UBM hotels Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
W 3 Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft AT EUR Wien 26,67 80,00 E/G 26,67 80,00 E/G
Wohnanlage Andritz - Stattegger Straße 2 GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 0,00 51,00 E/G
Wohnanlage EZ 208 KG Andritz GmbH AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
Wohnanlage Geidorf - Kahngasse GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 50,00 50,00 E/G
Wohnanlage Karlauerstraße 27 GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 50,10 E/G 0,00 50,10 E/G
WSB BF elf-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
WSB BF fünf Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
WSB BF neun-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
WSB BF neun-Beta Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
WSB BF zwei Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
GOLD NEMOVITOSTNÍ s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Grafická 1 s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Sugar Palace Op Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G 75,00 75,00 E/G
Sugar Palace Prop Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G 75,00 75,00 E/G
Anders Wohnen GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH DE EUR Düsseldorf 0,00 40,00 U 0,00 40,00 U
AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG DE EUR Düsseldorf 0,00 37,92 E/G 0,00 37,92 E/G
Baubergerstrasse GmbH &
Co. KG
DE EUR München 0,00 60,00 E/G 0,00 60,00 E/G
Baubergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München 0,00 60,00 U 0,00 60,00 U
Central Tower Berlin Hotel betriebs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel Invest IV GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel IV Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Lilienthalstraße Wohnen GmbH Münchner Grund und Baywobau i.L. DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGH Potsdam I GmbH &
Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGH Potsdam Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
MGR Thulestraße GmbH &
Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGR Thulestraße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Obersendlinger Grund GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 30,00 E/G 0,00 30,00 E/G
Obersendlinger Grund
Verwaltungs GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 30,00 U 0,00 30,00 U
PGE Grundstücksgesellschaft Europaviertel mbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 74,90 E/G 0,00 74,90 E/G
UBX 1 Objekt Berlin GmbH i.L. DE EUR München 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
"SOF Hotel Operations" spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia - verkauft PL PLN Krakau 0,00 0,00 0,00 50,00 E/G
Berlin Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Poleczki Amsterdam Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Poleczki Vienna Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Warsaw Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G

Legende:

V = vollkonsolidierte Unternehmen

E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen

E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen

U = untergeordnete Unternehmen

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der UBM Development AG , Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Darstellung der Komponenten des Eigenkapitals und ihrer Entwicklung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31.12.2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung des Immobilienvermögens

2. Bewertung von Beteiligungen an at-Equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen

1. Bewertung des Immobilienvermögens
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Der Großteil der Vermögenswerte des Konzerns ist in Immobilien gebunden und wird in den Positionen Sachanlagen, Finanzimmobilien, Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In Summe enthalten diese Bilanzposten Immobilienwerte in Höhe von rd 717 MEUR, ds rd 57 % der Bilanzsumme. Diese Wertansätze sind weitgehend abhängig vom beizulegenden Zeitwert der Immobilien zum Bilanzstichtag. Während die Finanzimmobilien nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts gem IAS 40 mit diesem Wert bilanziert werden, ist der beizulegende Zeitwert bei den übrigen Vermögenspositionen gem IAS 2 und IAS 16 als Vergleichsmaßstab für eine erforderliche Abwertung des Buchwertes der Immobilien heranzuziehen. Für Immobilien, die gem. IFRS 15 in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Vertragsvermögenswert unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnung ermittelt wird.

Mangels verfügbarer Preise auf einem aktiven Markt erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte weitgehend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig.

Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen des Immobilienvermögens und der daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko für den Konzernabschluss im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrade erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind.

Prüferisches Vorgehen

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wird überwiegend von externen Gutachtern, zum Teil aber auch durch interne Bewertungen vorgenommen. Zum 31.12.2023 wurden Finanz-, Vorrats- und Sachanlageimmobilien mit einem Buchwert von rd 440 MEUR durch externe Gutachter bewertet. Für die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Immobilien in Höhe von rd 35 MEUR standen darüber hinaus Kaufverträge sowie Planungsrechnungen zur Verfügung .

Finanzimmobilien werden grundsätzlich ab Überschreiten eines Grenzwerts, Vorratsimmobilien und Immobilien des Sachanlagevermögens, sofern Anhaltspunkte für Wertminderungen gegeben sind, durch einen externen Gutachter ermittelt. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Bewertungen kritisch gewürdigt.

Die Stichprobenauswahl der von uns geprüften Bewertungen erfolgte anhand quantitativer und qualitativer Kriterien, wobei insbesondere Immobilien mit wesentlichen Auf- und Abwertungen detaillierten Prüfungshandlungen unterzogen wurden. Weitere wesentliche qualitative Kriterien waren die geographische Lage und die Asset-Klasse der Immobilie sowie Immobilien mit spezifischen Risiko- und Unsicherheitsfaktoren.

Immobilienabgänge und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste wurden mit den jeweiligen Kaufverträgen und Werten gemäß dem letzten Abschluss verglichen. Sofern Kaufverträge Anpassungsklauseln oder ähnliches beinhalten, wurden diese einer kritischen Würdigung unterzogen.

Für die nach IFRS 15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt.

Für die Stichprobe der geprüften Bewertungen wurden von unseren Immobilienbewertungsspezialisten folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Beurteilung der Objektivität, Unabhängigkeit und Expertise der externen Gutachter.
  • Beurteilung der Bewertungsmethode und Übereinstimmung mit den anzuwendenden international anerkannten Standards. Insbesondere für die Anwendbarkeit des Residualwertverfahrens noch nicht fertig gestellter Projekte wurde geprüft, ob die wesentlichen Annahmen hinsichtlich erwarteter Entwicklungskosten und Verwertungsmöglichkeiten mit hinreichender Sicherheit und plausibel abschätzbar waren.
  • Kritische Würdigung der Bewertungszinssätze und deren Veränderung im Zeitablauf. Dabei wurden die Renditen mit nach Lage und Asset Klasse vergleichbaren Transaktionen und Bewertungen verglichen. Innerhalb der beobachteten Bandbreiten wurde geprüft, ob Änderungen des Zinssatzes zu Vorperioden aufgrund der Marktgegebenheiten bzw der objektspezifischen Eigenschaften gerechtfertigt waren und konsistent angewendet wurden.
  • Sonstige wesentliche Inputfaktoren der Bewertung wie Mieterlöse, Leerstandsraten und Instandhaltungsaufwendungen wurden von unseren Immobilienexperten allgemein auf Basis vergleichbarer Markt- und Erfahrungssätze auf Plausibilität geprüft. Darüber hinaus wurden die verwendeten Daten objektspezifisch stichprobenartig mit zu Grunde liegenden Informationen wie bspw dem aktuellen Vermietungsstatus oder Pachterlösen abgeglichen. Bei Immobilien in Entwicklung wurden die in den Gutachten angeführten erwarteten Baukosten bis zur Fertigstellung mit den Baukosten von vergleichbaren Objekten verglichen und der bei der Wertermittlung abgezogene Developergewinn hinsichtlich der Marktüblichkeit für vergleichbare Objekte gewürdigt.
  • Darüber hinaus wurden die Erwartungshaltungen, Änderungen und Auffälligkeiten hinsichtlich wesentlicher Inputfaktoren und Wertenwicklungen einzelner Immobilien sowohl im Vorfeld der Bewertung als auch nach Vorliegen der Bewertungsergebnisse in Besprechungen mit dem Management und den für die Bewertungen verantwortlichen Mitarbeitern besprochen und insbesondere auf Basis von Vergleichstransaktionen und Markterfahrungen kritisch hinterfragt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Veränderungen gelegt, welche nicht unseren Erwartungen entsprachen.
Verweis auf weitergehende Informationen:

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Immobilienvermögens finden sich in Kapitel 4. (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) des Konzernanhangs. Kapitel 5. (Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten) enthält Angaben zu wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und verweist hinsichtlich Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien auf die entsprechenden Kapitel 20. und 24. des Konzernanhangs. In Kapitel 20. (Finanzimmobilien) ist neben einer Entwicklung und Überleitung des Finanzimmobilien nach Asset Klassen eine Tabelle mit den wesentlichen Inputfaktoren der Fair Value-Ermittlung enthalten. Der Abschnitt Vorräte (24.) enthält Angaben zum Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Immobilien und Wertminderungen. Durchgeführte Auf- und Abwertungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw in Kapitel 12. (Sonstige betrieblich Aufwendungen) des Konzernanhangs dargestellt. Kapitel 25. (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) enthält Angaben zu Vertragsvermögenswerten und in diesem Zusammenhang angesetzten Teilgewinnen. Aus makroökonomischen Entwicklungen resultierende Inflations- und Zinsrisiken sowie deren Auswirkungen sind in Kapitel 7. des Konzernanhangs ausgeführt.

2. Bewertung von Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Neben dem Immobilienvermögen in vollkonsolidierten Konzerngesellschaften bilden die Buchwerte der at Equity Beteiligungen und die in diesen Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gebundenen Projektfinanzierungen den Schwerpunkt des Konzernvermögens. Zusammen betragen diese Vermögenswerte zum 31.12.2023 rd 294 MEUR, ds rd 24 % der Bilanzsumme.

Dabei handelt es sich vorwiegend um in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften, welche die von UBM zur Verfügung gestellten Mittel zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwenden. Bewertung und Werthaltigkeit der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen beruhen daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien. Während in at Equity Beteiligungen gehaltene Finanzimmobilien zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und die Ergebnisse daraus für den Konzernanteil übernommen und fortgeschrieben werden, dient der beizulegende Zeitwert für die anderen Immobilienkategorien und Projektfinanzierungen als Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Buchwerte. Für Immobilien, die gem. IFRS 15 unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnung ermittelt wird.

Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden für die in den Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien die beizulegenden Zeitwerte ermittelt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt.

Das Ergebnis der Bewertungen ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig.

Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrade erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind. Die Bewertungen der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen und der daraus resultierenden Ergebnisanteile, Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

Prüferisches Vorgehen

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der in Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien erfolgt analog der Bewertung des Immobilienvermögens. Sie erfolgt daher überwiegend durch Beauftragung von externen Gutachtern, wobei externe Gutachten grundsätzlich ab Überschreiten eines Grenzwerts bzw bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt werden. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Gutachten geprüft.

Analog dem Prüfvorgehen für das Immobilienvermögen haben wir anhand quantitativer und qualitativer Kriterien eine Stichprobenauswahl für die Überprüfung der Bewertungen gezogen. Für diese Stichprobe haben unsere Immobilienbewertungsspezialisten Prüfungshandlungen analog den Prüfungshandlungen für das Immobilienvermögen durchgeführt. Für die nach IFRS 15 bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt.

Darüber hinaus haben wir die at Equity Ergebnisermittlung und Fortschreibung sowie die Ermittlung des Nettovermögens der Projektgesellschaften und die daraus abgeleiteten Abschreibungen und Zuschreibungen der Beteiligungen und Projektfinanzierungen durch Vergleich mit den Buchwerten geprüft.

Verweis auf weitergehende Informationen:

Kapitel 4. (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) des Konzernanhangs enthält Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen. In Kapitel 21. (Beteiligungen an at Equity bilanzierten Unternehmen) sind Angaben über Buchwerte und Anteile am Jahresergebnis sowie für wesentliche Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen weitere Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage enthalten. Kapitel 22. und 44. enthalten Angaben zu Buchwerten, Wertberichtungen und deren Entwicklung für Projektfinanzierungen. Aus makroökonomischen Entwicklungen resultierende Inflations- und Zinsrisiken sowie deren Auswirkungen sind in Kapitel 7. des Konzernanhangs ausgeführt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns – mit Ausnahme des uns bereits vorliegenden Corporate Governance Berichts – voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 19.5.2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19.05.2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.

Wien, am 2. April 2024

BDO Assurance GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Markus Trettnak

Wirtschaftsprüfer

Mag. Wolfgang Mader

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

3 Lagebericht

3 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

4 Entwicklung der Immobilienmärkte

6 Geschäftsverlauf

6 Finanzielle Leistungsindikatoren

8 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

10 Prognosebericht

11 Risikoberichterstattung

19 Internes Kontrollsystem

20 Interne Revision

20 Offenlegung gemäß § 243a UGB

27 Jahresabschluss

28 Bilanz

30 Gewinn- und Verlustrechnung

32 Anlagespiegel

34 Anhang zum Jahresabschluss

50 Beteiligungsspiegel

66 Bestätigungsvermerk

71 Bilanzeid

72 Kontakt, Impressum

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltweiter Wachstumskurs

Die globale Pandemie hatte die letzten Berichtsjahre fest im Griff und nahm weiterhin, nach der wiederkehrenden Ausbreitung von COVID-19 in China im Jahr 2022 und der darauffolgenden Wiedereröffnung Chinas, Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Während diese globale Krise die Weltgeschehnisse nicht mehr so stark beeinflusst hat, sorgten die bestehenden geopolitischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die neuen Konflikte im Nahen Osten zum Anstieg der Zinssätze. Die erste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal 2023 bei 2,9 %. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und der dreijährigen COVID-Krise sanken die Schätzungen im zweiten Quartal auf 2,8 %. Maßnahmen der US-Behörden zur Eindämmung der Turbulenzen im Bankensektor haben die unmittelbaren Risiken eines finanziellen Sektorchaos verringert und die nachteiligen Risiken für die Wachstumsaussichten abgemildert. Aufgrund des sich weiterhin intensivierenden Konflikts in der Ukraine verzeichnete die Wirtschaftswachstumsprognose nur eine moderate Erhöhung im dritten Quartal auf 3,0 %. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % (IWF) gerechnet. 1

Das Wirtschaftswachstum Europas ging nach den Abschwüngen der letzten Jahre ein weiteres Mal zurück, die Prognosen des IWF sagen ein Wachstum der Wirtschaftsleistung in Europa im Jahr 2023 von 0,6 % voraus. Das entspricht einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Euroraum von 3 % seit dem Vorjahr, die im globalen Wirtschaftswachstumsvergleich auch deutlich unter den Erwartungen blieb. Die Arbeitslosenquote lag im November 2023 bei 6,4 % (EZB). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag im Dezember bei 2,9 % (EZB) deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2022: 9,2 %) und somit nur mehr knapp über dem von der EZB erklärten Ziel von 2,0 %. 2

Die globalen kriegerischen Auseinandersetzungen, die restriktive Geldpolitik, die abnehmende fiskalische Unterstützung sowie ein niedriges zugrunde liegendes Produktivitätswachstum beeinträchtigen die zukünftigen Weltwirtschaftsprognosen. Die Prognosen des IWF sagen einen gleichbleibenden Wert wie im Jahr 2023 von 3,1 % für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2024 voraus, während im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet wird. Die schwierige Vorhersehbarkeit der Kriegsverläufe im Nahen Osten und der Ukraine bleibt eine Schwachstelle in der Sicherheit der Prognose. Die aktuellen Herausforderungen im Bankensektor führen zu einer angespannten wirtschaftlichen Situation. In Europa wird die wirtschaftliche Erholung durch einen gestiegenen Konsum der Haushalte vorangetrieben. Die Auswirkungen des Schocks auf die Energiepreise lassen nach, und die Inflation geht zurück. Allerdings belasten verschiedene Faktoren, wie hohe Zinsen zur Inflationsbekämpfung, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung bei hoher Verschuldung, die russische Invasion in der Ukraine, der Nahostkonflikt und hohe Lebenshaltungskosten, das Wachstum im Jahr 2024. 3

Entwicklung in Deutschland und Österreich

Die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2023 nach dem BIP-Rückgang des Vorjahres von 1,9 % erneut eine Schwächung erleiden. Im Berichtsjahr berichtete Deutschland einen BIP-Rückgang von 0,3 % (IWF). In Österreich ergab sich im Jahr 2023, wegen der verzögerten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation, ebenfalls eine Rezession. Mit der Prognose im September der Europäischen Kommission (OeNB) wurde für das Berichtsjahr ein prognostizierter Anstieg um 0,8 % nicht bestätigt. Laut österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) wird der Wirtschaftsabschwung des Berichtsjahres auf –0,8 % geschätzt. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahr 2023 laut Arbeitsmarktservice (WKO) von 6,3 % auf 6,4 %. Die Inflationsrate ging im Berichtsjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9 % zurück und bestätigte die EZB in ihrer hohen Zinspolitik zur Bekämpfung der hohen Zinsen. 4 , 5 , 6 , 7

Entwicklung in CEE

Im Mai prognostizierte die Europäische Kommission für alle EU-Mitgliedstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropas bis auf Estland ein positives Wirtschaftswachstum. Die UniCredit schätzte für 2023 in Polen und der Tschechischen Republik ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 0,4 % bzw. –0,4 %. 8 , 9

Entwicklung der Immobilienmärkte

Europa

Die weiterhin andauernden belastenden geopolitischen Auseinandersetzungen in Europa, das schwache prognostizierte Wirtschaftswachstum Europas und die hohen Zinssätze waren im Jahr 2023 auch auf dem europäischen Immobilienmarkt deutlich spürbar. Der Investmentmarkt konnte im ersten Quartal im Jahr 2023 nicht an das Jahr 2022 anknüpfen. Das Transaktionsvolumen ging im Vergleich mit dem ersten Quartal 2022 um 63 % zurück und erreichte somit ein Volumen von € 34 Mrd. Der weitere Verlauf des Jahres war vorwiegend von einem Rückgang im Immobilienmarkt geprägt; das Investitionsvolumen sank um 9 % im zweiten Quartal bzw. 16 % im dritten Quartal. Erst im letzten Quartal konnte das Volumen erstmals wieder um 22 % im Vergleich zum dritten Quartal ansteigen. Für das gesamte Jahr 2023 sank das europaweite Transaktionsvolumen auf knapp € 160 Mrd. (2022: € 291,5 Mrd.). Das entspricht einem Minus von 47 % im Vorjahresvergleich. Der Rückgang ist auf eine rückläufige Anzahl an (insbesondere großen) Transaktionen sowie auf sich abzeichnende Preisanpassungen zurückzuführen. Das rückgängige Wirtschaftswachstum ist ein weiterer Faktor, welcher sich negativ auf das Transaktionsvolumen in allen Sektoren auswirkt. In Wohnimmobilien wurden im Jahr 2023 gesamt € 33,3 Mrd. investiert. Erneut die klare Nummer eins der Investoren stellt die Assetklasse Büros mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von € 37,6 Mrd. da. Somit ging das Investmentvolumen im Jahresvergleich um 61 % zurück. Auch die Assetklasse Wohnimmobilien ging im gleichen Zeitraum um 46 % zurück. Die geringsten Einbußen verzeichnete der Hotelsektor mit € 14,5 Mrd. und somit einen Rückgang von nur 13 % im Vergleich zum Vorjahr, welcher aber bereits durch die COVID-19-Pandemie in den Vorjahren gelitten hatte. Die Prognosen für das Jahr 2024 sind aufgrund der Verbesserung des Vertrauens der Investoren und stabileren Zinsaussichten auf der Grundlage niedrigerer Inflationserwartungen positiver, weshalb mit einem Transaktionsvolumenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr 2023 von 10 % gerechnet werden kann. 10 , 11 , 12 , 13

Deutschland – Ende des Abschwungs

Der deutsche Immobilienmarkt verzeichnete im Jahr 2023 das zweite Jahr in Folge einen deutlichen Transaktionsrückgang um 56 % gegenüber dem Vorjahr und somit den niedrigsten Wert seit 2010. Insgesamt wurden im Jahr 2023 Immobilien im Wert von € 29,0 Mrd. gehandelt. Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt konnte somit die zum Halbjahr geschätzte Transaktionsbelebung mit einem Volumen von insgesamt € 40,0 Mrd. nicht bestätigen. Der Rückgang ist vorwiegend auf starke Preiskorrekturen und den gestiegenen Finanzierungsstress, der durch erhöhte Kreditzinsen und Abwertungen verursacht wurde, zurückzuführen. 14

Am Gewerbeimmobilienmarkt erfuhr das Transaktionsvolumen mit € 21,5 Mrd. (2022: € 50,6 Mrd.) im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 59,6 %. Das Bürosegment ist mit einem Volumen von 4,6 Mrd. (2022: € 19,9 Mrd.) und somit einem Rückgang von 77 % im Vorjahresvergleich von der Pole-Position auf Rang vier der umsatzstärksten Nutzungsarten abgerutscht. Die im Bürosegment erzielten Spitzenmieten sind im Jahresverlauf um 6 % angestiegen. Bei den Median- und Durchschnittsmieten fiel der Anstieg mit 2 % bzw. 4 % etwas geringer aus. Die durchschnittlichen Spitzenmieten der Top-6-Städte reichten von € 33,9/m2 in Köln bis € 49,75/m2 in München. Der Büroflächenumsatz für das Jahr 2023 lag mit rund 2,2 Mio. m2 26 % unter dem Vorjahresniveau und verzeichnet somit den niedrigsten Flächenumsatz seit 2009. 15 , 16

In der Assetklasse Hotel konnte im vierten Quartal 2023 mit einem Volumen von Portfoliotransaktionen in Höhe von € 360 Mio. ein Plus um fast 55 % gegenüber dem schwachen Ergebnis 2022 registriert werden. Mit diesem zeigt sich auch die deutlich spürbare höhere Marktdynamik, die besonders im letzten Jahresquartal hervorstach. An den wichtigsten Hotelstandorten wurde im Jahr 2023 ein Investmentvolumen von € 582 Mio. registriert – um 28 % weniger als im Vorjahr. Somit unterbot das Volumen der wichtigsten Standorte ein weiteres Mal das Vorjahresergebnis und beläuft sich damit im Langzeitdurchschnitt des bundesweiten Hotel-Investmentvolumens auf immer noch niedrigen 44 %. 17

Der Wohninvestmentmarkt wurde im vergangenen Jahr aufgrund der deutlich gestiegenen Fremdkapitalkosten und spürbar gestiegenen Unsicherheiten über Regulierungen deutlich gedämpft. Mit rund € 5,23 Mrd. wurde 2023 in größere Wohnungsbestände investiert und damit das Vorjahresultimo des Investitionsvolumens um 60 % wesentlich verfehlt. Der langfristige Durchschnitt wurde noch deutlicher um 72 % unterschritten, was einen Wert ergibt, der seit 2010 nicht mehr erreicht wurde. Eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte konnte nicht verzeichnet werden, da Investoren von einem weiteren Preisrückgang ausgegangen sind und dies zu einer starken Kaufrückhaltung sowie zur Zurückstellung oder Stornierung von Projekten beitrug. Ähnlich wie im Berichtsjahr 2022 waren deutsche Investoren im Jahr 2023 für 68 % des Transaktionsvolumen verantwortlich, was einem Volumen von rund € 3,5 Mrd. entspricht. Die Big-Six-Städte bildeten einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil des Wohn-Investmentmarkts von rund 59 % am bundesweiten Transaktionsvolumen. Berlin ist wie auch im Vorjahr an der Spitze der Top-6-Städte mit einem Transaktionsvolumen von € 1,81 Mrd., was einen Anteil von 35 % des Gesamtvolumens ausmacht. Herausstechend mit dem zweithöchsten Umsatzanteil von 14 % und als einziger deutscher Top-Standort mit einem Ergebnis über dem langjährigen Schnitt ist München mit einem Volumen von € 716 Mio. 18

Investmentjahr in Österreich

Im österreichischen Investmentmarkt schlugen die neue Zinspolitik und das veränderte Marktumfeld voll ein und sorgten für Investmentzahlen, die es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. 2023 lag das Investmentvolumen bei € 2,8 Mrd. und sank damit ein Drittel unter den langjährigen Durchschnitt. Im Vorjahresvergleich erfuhr das Investitionsvolumen einen Rückgang von rund 32 % (2022: € 4,1 Mrd.). Ähnlich wie in den Vorjahren entfiel der Großteil des Investmentvolumens auf Büroimmobilien und Einzelhandelsobjekte, während Wohnimmobilien, welche in den letzten Jahren eine dominierende Assetklasse dargestellt hatten, mit einem Volumen von € 200 Mio. nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ein im Laufe des Jahres 2023 deutlich sichtbarer Trend war, dass internationale Investoren aufgrund der unsicheren Zeiten sich eher zurückhielten und deswegen nationale Gelder mit 85 % den Markt bestimmten. Diese Unsicherheit spiegelte sich in den Transaktionen wider, die aufgrund der hohen Zinsen, hohen Baukosten und unvorhersehbaren Risiken deutlich zurückgegangen sind. Im Bereich der Wohnimmobilien erreichte Österreich 2023 mit 47.500 Wohnungsfertigstellungen sowie Wien mit 18.600 Wohnungsfertigstellungen den Höhepunkt an fertiggestellten Wohneinheiten. Wie schon im Vorjahr berichtet ist im Jahr 2024 mit einem Rückgang von 11 % zu rechnen, was vor allem im freifinanzierten Wohnbau mit ca. 40 % Rückgang spürbar sein wird. Obwohl Wohnobjekte 2023 nur 5 % des Investmentvolumens des Vorjahres ausmachten, wird für 2024 mit mehr Aktivität gerechnet, und ESG-konforme Gebäude werden zu einem nachgefragten Gut.

Die Stimmung im Büroimmobiliensektor ist trotz des limitierten Angebots am Markt positiv. Die Vermietungsleistung von 175.000 m2 blieb ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (2022: 170.000 m2). Im Bereich der Büroobjekte werden seit einigen Jahren rückläufige Werte verzeichnet. Solche Entwicklungen zeigen sich im Zusammenhang mit den niedrigen Fertigstellungszahlen am Wiener Markt. Es konnten im Jahr 2023 nur rund 50.000 m2 bei einer am Altzeittief befindenden Leerstandsquote von 3,5 % fertig gestellt werden. Die Mieten stiegen in allen Bürolagen weiter an. Im Bereich der Spitzmieten wurde ein neuer Höchstwert von € 28,00/m2/Monat verzeichnet. Aufgrund der geringen Fertigstellungsraten, des geringen Leerstands und der hohen Baukosten müssen die Projektentwickler entsprechende Miethöhen für ihre Projekte ansetzen, weshalb das Jahr 2024 ein weiteres moderates Mietwachstumspotenzial birgt. Im Jahr 2024 fallen die Fertigstellungsleistungen mit etwa 80.000 m2 besser aus als im Jahr 2023; allerdings sind 40 % der Flächen als verwertet anzusehen und stehen dem Markt nicht mehr zu Verfügung. Für 2025 wird mit einer erhöhten Aktivität der Fertigstellungen als in den letzten Jahren gerechnet. 19

Entwicklung in CEE

Die CEE-6-Länder – Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien, Ungarn und Bulgarien – konnten im Jahr 2023 die Erwartungen vieler Analysten nicht erfüllen, da das Wachstum mit 0,6 % schwächer als erwartet ausfiel aufgrund von geopolitischen Konflikten, hohen Zinsen und Inflationsraten von teilweise über 10 %. In manchen Ländern erlebte man sogar eine Rezession, obwohl einzelne Volkswirtschaften auch ein ordentliches Tempo vorgelegt haben. Die Arbeitslosenquoten sind in allen CEE-6-Ländern sehr niedrig, teilweise fast so niedrig wie noch nie zuvor. Darüber hinaus sorgten Rekordhöhen der Bruttoanlageninvestitionen trotz schwachem Wirtschaftswachstum oder Rezession für einen positiveren Abschluss des Jahres 2023.

Für den CEE-Investmentmarkt bedeutete das schwache Wirtschaftsjahr auch einen Rückgang des Gesamtinvestitionsvolumen. Dieses lag im Jahr 2023 bei über € 4,9 Mrd. (2022: € 10,9 Mrd.). Das entspricht einem Rückgang von 54 % und steht im Einklang mit den Trends im übrigen Europa und in vielen anderen Teilen der Welt. Ein weiteres Jahr an der Pole-Position ist Polen, mit knapp 38 % Anteil am gesamten Transaktionsvolumen in den CEE-6 Ländern. Die Tschechische Republik belegte hierbei den zweiten Platz mit ca. € 1,1 Mrd. und somit 23 % des gesamten Investitionsvolumen. In keinem der Länder konnte ein Transaktionswachstum im Jahr 2023 gemessen werden. Zurückzuführen ist dies auf das Fehlen von Transaktionsnachweisen auf dem Markt, weshalb sich die Preisfindung zwischen Käufer und Verkäufer als schwierig erweist. Der Rückgang der einzelnen Länder schwankte von 18 % in der Slowakei bis hin zu einem Rückgang von 68 % in Polen. Bürotransaktionen erzielten mit knapp 34 % des Investitionsvolumens im Jahr 2023 den größten Anteil. Gefolgt an zweiter Stelle werden die Büroobjekte von Einkauf mit 29 % und Logistik mit 27 % anteilig am Gesamtinvestments. Inländisches Kapital aus den CEE-6-Ländern stellte den Hauptgeldgeber im Jahr 2023 mit einem beeindruckenden Anteil von 56 % am gesamten regionalen Volumen dar.

Wie auch in vielen anderen Regionen Europas zeigen Daten zu Jahresende 2023, dass eine Kombination von nachlassendem Angebot und einer stabilen Nachfrage sowie die hohe Inflation und die Stabilisierung der Kosten mit wenigen Ausnahmen zu einem Anstieg der Mieten geführt haben. Das Mietwachstum wird auch in Zukunft aufgrund von hoher Leerstandsquoten und wenig Angebot weiter unterstützt, insbesondere bei neu errichteten Objekten, die die höchste Qualität bieten, in den begehrtesten Lagen liegen und die ein höheres Maß an ESG-Konformität aufweisen.

In Anbetracht der aktuellen Bedingungen, insbesondere in Bezug auf die anhaltend hohen Fremdkapitalkosten wird laut Prognosen von Colliers das Transaktionsvolumen des Jahres 2024 auf € 6 Mrd. geschätzt. Darüber hinaus wird trotz des relativ jungen Immobilienbestands im Vergleich zu Westeuropa erwartet, dass ökologische, soziale und Governance (ESG)-Überlegungen 2024 größere Wellen schlagen werden als in den vergangenen Jahren. Für 2024 wird das CEE-6 Länder-Wirtschaftswachstum auf 2,4 % geschätzt. 20

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der UBM Development AG ist durch die Struktur des Konzerns und die Abwicklung von Projekten in einer Vielzahl von Projektgesellschaften maßgeblich geprägt.

Der Umsatz der UBM Development AG per 31. Dezember 2023 in Höhe von € 16,3 Mio. (Vorjahr: € 20,3 Mio.) wurde vor allem durch die Verrechnung von Managementdienstleistungen für Projekte in Tschechien, Polen und Deutschland erzielt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der UBM Development AG ausgewiesenen Umsatzerlöse erreichten 2023 € 16,3 Mio. und reduzierten sich somit gegenüber dem Vorjahr um € 4 Mio. die Umsatzleistung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verrechnung von diversen Dienstleistungen an Tochterunternehmen im In- und Ausland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,4 Mio.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen blieben annähernd gleich und reduzierten sich damit leicht um € 0,1 Mio. auf € 1,8 Mio. Der Personalaufwand betrug rund € 13,5 Mio. gegenüber € 13,9 Mio. in 2022. Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio) aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTIP) enthalten, welches mit 26. Oktober 2023 ausgelaufen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen Mieten und Verwaltungskosten für die Stabsstellen, Reisespesen, Werbekosten, sonstige Fremdleistungen, Abgaben und Gebühren sowie Rechts- und Beratungskosten, Bank- und Geldverkehrsspesen umfassen, reduzierten sich von € 11,2 Mio. im Jahr 2022 um € 0,6 Mio. auf € 10,6 Mio.

Die Erträge aus Beteiligungen reduzierten sich von € 31,5 Mio. auf € 3,2 Mio. und resultierten aus Ausschüttungen diverser Tochterunternehmen. Durch die Funktion von UBM als zentrale innerkonzernale Finanzierungsstelle der meisten Tochtergesellschaften und deren umfangreiche Investitionstätigkeit verminderte sich der Zinsaufwand auf € 24,4 Mio. (Vorjahr: € 29,2 Mio.) und die Erträge aus Ausleihungen erhöhten sich auf € 41,8 Mio. (Vorjahr: € 40,3 Mio.)

Die Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen erhöhten sich von € 0,2 Mio. auf € 5,4 Mio. Diese Position erhöhte sich wesentlich durch den Einmaleffekt aus dem Verkauf einer Gesellschaft und diversen Zuschreibungen.

Durch notwendige Wertberichtigungen im Bereich der Projektfinanzierung bzw. Beteiligungen erhöhten sich die Aufwendungen aus Finanzanlagen auf € 50,4 Mio. (Vorjahr: € 27,2 Mio.).

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug 2023 € -30,9 Mio. gegenüber € 9.1 Mio. im Vorjahr. Der Steuerertrag des Berichtsjahres betrug € 2,5 Mio. (Vorjahr: € 4,3 Mio.) und resultierte großteils aus positiven Steuerumlagen der Gruppenmitglieder. Somit belief sich der Jahresfehlbetrag 2023 auf € -28,4 Mio. (Vorjahr: € 13,3 Mio.).

Die UBM Development AG wies für das Jahr 2023 einen Bilanzverlust von € 28,4 Mio. aus (Vorjahr: Gewinn € 8,3 Mio.). Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht kein Bilanzgewinn zur Verfügung.

Die Gesamtkapitalrentabilität 2023 ist negativ (Vorjahr: 3,8 %). Die Eigenkapitalrentabilität ist ebenfalls negativ (Vorjahr: 4,6 %), und die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2023 betrug 19,2 % (Vorjahr: 19,5 %).

2023 2022
Gesamtrentabilität EBT+Fremdkapitalzinsen –6.496 k.A. 38.268 3,8 %
Gesamtkapital 835.587 1.012.473
Eigenkapitalrentabilität EBT –30.944 k.A. 9.064 4,6 %
Eigenkapital 160.668 197.314
Eigenkapitalquote Eigenkapital 160.668 19,2 % 197.314 19,5 %
Gesamtkapital 835.587 1.012.473

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der UBM Development AG verminderte sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17,47 % auf € 0,8 Mrd.

Das Sachanlagevermögen betrug € 2,6 Mio. (Vorjahr: € 2,9 Mio.)

Das gesamte Finanzanlagevermögen reduzierte sich von € 784,2 Mio. um € 51,8 Mio. auf € 732,4 Mio. Dies ist in erster Linie auf die Reduzierung der Projektfinanzierungen (Ausleihungen) auf € 539,9 Mio. (Vorjahr: € 592,6 Mio.) zurückzuführen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von € 13,9 Mio. auf € 5,4 Mio. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, reduzierten sich von € 4,5 Mio. auf € 1,6 Mio.

Der Stand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 reduzierte sich auf € 86 Mio. (Vorjahr: € 185,3 Mio.). Diese Reduzierung liegt unter anderem in der Teilrückführung der Anleiheverbindlichkeiten.

Das Eigenkapital reduziert sich von € 197,3 Mio. um € 36,6 Mio. auf € 160,7 Mio. Am 24. Februar 2023 hat UBM die noch ausstehenden € 52,9 Mio. der Hybridanleihe 2018, eine tief nachrangige Anleihe, nach fünf Jahren frühzeitig zurückgeführt.

Die Nettoreduzierung der Anleiheverbindlichkeiten betrug € 70,0 Mio. und führte zu einem Stand von € 379,0 Mio. (Vorjahr: € 449,0 Mio.).

Am 16. November 2023 hat UBM die noch ausstehenden € 91,05 Mio. der 3,125 % UBM-Anleihe (UBM-Anleihe 2018-2023) mit einem Gesamtvolumen von € 120 Mio. rückbezahlt. Bereits im Juni 2023 wurden € 28,94 Mio. der 3,125 % UBM-Anleihe 2018-2023 in den UBM Green Bond 2023-2027 mit einem Gesamtvolumen von € 50,0 Mio. umgetauscht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich von € 125,9 Mio. auf € 121,6 Mio.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich von € 10,9 Mio. auf € 10,0 Mio.

Investitionen

Das Anlagevermögen des Geschäftsjahres reduzierte sich von € 788,5 Mio. auf € 736,9 Mio. Das immaterielle Anlagevermögen erhöhte sich auf € 1,92 Mio. (Vorjahr: € 1,43 Mio.), während das Sachanlagevermögen nahezu unverändert blieb.

Aufgrund von Wertminderungen wurden im Bereich der Finanzanlagen Abschreibungen in Höhe von € 48,8 Mio. (Vorjahr: € 26,2 Mio.) sowie aufgrund von Wertaufholungen Zuschreibungen in Höhe von € 3,8 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) durchgeführt.

Kapitalflussrechnung – Kurzfassung
in € Mio. 2023 2022
Jahresfehlbetrag –28,5 13,3
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 53,7 28,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 7,5 –124,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –161,0 –94,5
Liquide Mittel per 31.12. 86,0 185,3

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Global betrachtet ist die Immobilien- und Baubranche der CO2- und energieintensivste Sektor. Fast 40 % der globalen CO2-Emissionen und mehr als ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs gehen auf den Bau und Betrieb von Immobilien zurück. Aus diesem Grund ist es für UBM selbstverständlich, bei allen Entscheidungen ökologische Aspekte besonders zu berücksichtigen. Das klare Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz, der Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen und unsere Bemühungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind Ausdruck unserer Überzeugung.

Mit der Abteilung „Timber Construction & Green Building“ hat UBM ein Kompetenzzentrum mit insgesamt sechs Expert*innen aufgebaut, um die strategische Bedeutung des Holzbaus zu unterstreichen. Die Abteilung unterstützt und überwacht die UBM-weite operative Umsetzung der Green-Building-Prozesse. Neue Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene werden evaluiert und auf der Projektebene, in Einklang mit der green. smart. and more. Strategie, umgesetzt. Außerdem koordiniert die Abteilung die Evaluierung und Durchführung von Gebäudezertifizierungen und EU-Taxonomie-Checks durch externe Partner bei Projektentwicklungen.Für die operative Implementierung der Green-Building-Strategie in der Projektentwicklung sind die Projektleiter*innen zuständig. Diese optimieren die Projekte in Zusammenarbeit mit externen Expert*innen, zum Beispiel im Bereich Energie, im Rahmen der jeweiligen standortspezifischen Möglichkeiten. Bei Bestandsobjekten und Konzernstandorten wird die Green-Building-Strategie von den jeweiligen Assetmanager*innen implementiert.

Zukunftsweisende Immobilienentwicklung

Mit unseren Immobilien prägen wir Lebensräume für die Zukunft und gestalten damit auch die Umwelt. Immobilienentwicklung ist nicht nur unser Kerngeschäft, sie ist gleichzeitig unser größter Hebel, um unseren CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. UBM beschäftigt sich intensiv mit den ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit in allen Projektphasen. Das klare Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz, der Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen und unsere Bemühungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind Ausdruck unserer Überzeugung. Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die folgenden Bereiche:

Wir messen unsere Standorte am Fußabdruck

Neben der Projektentwicklung ist es für uns wichtig, auch den eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig zu gestalten. Unser klares Ziel ist eine fortlaufende Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Relevante Stellschrauben sind Energieverbrauch und Emissionen. Auch Wasserverbrauch und Abfallmanagement sind für UBM wichtige Themen und werden intern verfolgt und berichtet.

Weniger Bestandsimmobilien

UBM konzentriert sich strategisch auf die Entwicklung und den Verkauf von Immobilien. Daher wird die Anzahl der Bestandsimmobilien seit 2015 konsequent reduziert. Auch im Bestand setzt UBM auf Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit; zu berücksichtigen ist, ob es sich um vermietete Objekte handelt, bei denen UBM indirekten Einfluss auf Energieverbrauch und Emissionen hat, etwa durch den Einsatz energiesparender Leuchtmittel oder effizienter Kühl- und Heizlösungen.

Weitere Informationen zu den Umweltbelangen finden sich im ESG-Bericht 2023 von UBM Development.

Mitarbeitende

Der durchschnittliche Personalstand der UBM Development AG betrug 93 (Vorjahr: 94).

Verantwortungsvolles Wirtschaften bedeutet für uns neben der Berücksichtigung von Umweltaspekten auch die Wahrnehmung unserer sozialen Verantwortung, also die Auswirkungen des Handelns auf die Gesellschaft.

Innerhalb unseres direkten Einflussbereichs gehört dazu ein fairer Umgang mit unseren Mitarbeitenden, die für unseren langfristigen Erfolg und unsere positive Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung sind. In diesem Kontext haben wir folgende Fokusbereiche definiert:

Auf Vorstandsebene ist die COO verantwortlich für die Personalagenden, die im Bereich Human Resources zentral verankert sind. Die Head of Human Resources tauscht sich regelmäßig mit der COO zu den Entwicklungen aus. Zielvorgaben, Maßnahmen und strategische Ausrichtung werden gemeinsam mit dem Vorstand entwickelt und in die Organisation getragen. Das Human-Resources-Team besteht zusätzlich aus einer HR-Business-Partnerin, die gemeinsam mit den lokalen Führungskräften Personalthemen in Einklang mit der Personalstrategie umsetzt.

Mit unseren Werten kompetent. konsequent. transparent. schaffen wir ein Arbeitsklima, in dem sich jeder angesprochen, autorisiert und zum persönlichen Einsatz aufgerufen fühlt. Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden zu Eigeninitiative durch kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien.

Bei der Gestaltung unseres Arbeitsumfelds halten wir uns an die strengen nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften der Märkte, in denen wir tätig sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an Übereinkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitlinien der Vereinten Nationen und internationalen Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Damit gehen wir über die Mindeststandards deutlich hinaus. In unseren Codes of Conduct (Ethik-Kodex und Verhaltenskodex für Geschäftspartner) ist dieses Commitment verankert.

Gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote sind fester Bestandteil der Personalentwicklung von UBM. Die Basis dafür bildet das jährliche Mitarbeitergespräch, in dem sowohl die Zielvereinbarung als auch konkrete Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen mit der jeweiligen Führungskraft vereinbart werden. Darüber hinaus bietet UBM vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen, von internen Workshops und Ideenwettbewerben bis zu externen Weiterbildungsprogrammen, aktiv an. Gleichzeitig wird die eigenverantwortliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden gefördert und unterstützt.

Weitere Informationen zu den Mitarbeiterbelangen finden sich im ESG-Bericht 2023 von UBM Development.

Corporate-Governance-Bericht

Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www.ubm-development.com im Submenü Investor Relations/Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Zweigniederlassungen

Die UBM Development AG hat folgende Zweigniederlassungen: Steiermark (Thalerstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).

Prognosebericht

Inmitten geopolitischer Konflikte und den Folgen der Corona-Krise prognostizieren die Experten der OECD und der Internationale Währungsfons (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7 % bzw. 3,1 % für das Jahr 2024. Der weiter andauernde Krieg in Europa, der seit Mitte des Jahres 2023 eskalierte Konflikt zwischen Israel und den Hamas im Nahen Osten, die immernoch hohe Inflation und die daraus resultierend hohen Zinssätze sorgen für ein gedämpftes globales Wirtschaftswachstum. Im Euroraum konnte die Inflation durch die Erhöhung der Leitzinsen gesenkt werden, weshalb die EZB die Leitzinsen seit September 2023 auf dem Niveau von 4,5 % beließ. Trotz des Rückganges der Inflation in den vergangenen Monaten dürfte sich diese erst im Verlauf des Jahres 2024 bis ins Jahr 2025 an das Ziel der EZB-Rats von 2 % annähern. 21 , 22 , 23

Das aktuell vorherrschende Zinsniveau beeinflusst massiv die aktuelle Entwicklung am Immobilienmarkt – dies umfasst insbesondere die Bewertung von Projekten und Bestandsimmobilien. Im Zuge von außerordentlichen Neubewertungen ihrer Projekte und Immobilien hat auch die UBM im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen im UBM-Konzern in Höhe von rund € 70 Mio. vorgenommen. Obwohl die UBM in der Vergangenheit als Developer – im Unterschied zu vielen Bestandshaltern – keine umfänglichen Aufwertungen vorgenommen hat, ist die Neubewertung, insbesondere auch des Entwicklungs-Portfolios, eine direkte Konsequenz des gestiegenen Zinsniveaus und der daraus resultierenden höheren Rendite-Erwartung zukünftiger Käufer von Immobilien. Der Anstieg der Mieten kann diese Abwertungen kurzfristig nicht in demselben Ausmaß und vor allem derselben Geschwindigkeit ausgleichen. Die UBM sieht aus den genannten Gründen die Immobilienbranche in ihren Kernmärkten weiterhin im Existenzkampf.

Auch wenn an der UBM, wie bereits erwähnt, die Marktentwicklungen nicht spurlos vorüber gegangen sind, sieht sich die UBM in einer Position der relativen Stärke. Durch die interne Steuerung und Cash-Fokussierung hat es UBM auch im vierten Quartal 2023 geschafft, die Eigenkapitalquote im UBM-Konzern über 30 % zu halten und mehr als € 150 Mio. an liquiden Mitteln auszuweisen. Zu erwähnen ist dabei, dass im vierten Quartal 2023 die ausstehende Anleihe UBM 2018-2023 in Höhe von € 91,05 Millionen fristgerecht und zur Gänze aus eigenen Cash-Reserven zurückgeführt werden konnte. Bis November 2025 werden keine weiteren Anleiherückzahlungen fällig, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Dass die UBM weiterhin voll handlungsfähig ist beweist der Verkauf des 33,57 %-Anteils am Palais Hansen an die Wiener Städtische im vierten Quartal und der Verkauf einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden Liegenschaft in Tschechien.Gleichzitig beteiligte sich UBM mit 25 % am Projekt „Central Hub“ im TwentyOne von Bondi Consult.

Die strategische Ausrichtung der UBM zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa ist zudem weiterhin in erfolgreicher Umsetzung. In Summe entwickelt UBM derzeit mehr als 300.000m2 in Holz, etwas mehr als die Hälfte in der Assetklasse Light Industrial & Büro, die andere Hälfte im Wohnbau. Die kompromisslose Fokussierung auf den Holzbau ist eine logische Konsequenz der mit green. smart. and more. umrissenen Konzernstrategie. Nur mit einem hohen Grad an Standardisierung und Modularisierung wird es in Zukunft möglich sein wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Nachwehen von steigender Inflation, steigenden Zinsen und steigenden Baukosten werden uns das ganze Jahr über weiter beschäftigen. Eine Markterholung auf das Vorkrisen-Niveau wird es länger nicht geben. Dabei gibt es einen massiven Nachfrageüberhang, der sich in den nächsten Jahren durch das Ausscheiden vieler Konkurrenten am Markt wohl verschärfen wird.

Aufgrund der weiterhin volatilen und schwer einschätzbaren Marktentwicklung muss die UBM daher bis auf Weiteres auf eine Guidance für das Geschäftsjahr 2024 verzichten und auf die ausgesprochen solide Finanzposition mit einer Eigenkapitalquote im UBM-Konzern von über 30 % verweisen.

Risikoberichterstattung

Bedingt durch die Geschäftstätigkeit von UBM Development AG und ihren operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in mehreren europäischen Ländern und Assetklassen ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt diese Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte verstärkt oder zurückgenommen werden kann.

Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements

Wesentliche Risiken

Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus der Projektentwicklung und ergeben sich aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens. Daneben bestimmen allgemeine Geschäftsrisiken sowie makroökonomische Risiken das Risikomanagement von UBM. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf – Projektkalkulation, Planung und Projektfinanzierung – Errichtung und Qualität – Betrieb (Vermietung und Verpachtung) – Verwertung (Transaction) – allgemeine Geschäftsrisiken – makroökonomische und sonstige Risiken zerlegt.

UBM ist seit vielen Jahrzehnten in der Projektentwicklung tätig und verfügt daher über entsprechende Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken innerhalb des Geschäftsmodelles. Dabei werden sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft mit sich bringen können.

Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2023

1. Risikoidentifikation und -analyse

Auf Basis der bereits 2016 durchgeführten, umfassenden Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde und regelmäßiger, kritischer Betrachtung unterzogen wird, erfolgte auch 2023, eine Bewertung der Einzelrisiken mittels der sogenannten „Risikoinventur“. Das Risikosystem wird darüber hinaus einmal jährlich einer externen Prüfung unterzogen und den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

2. Risikobewertung

Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis in Form eines Professional Judgement durch den Vorstand. Diese Expertenurteile werden durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer und entsprechende rechnerische Modelle unterstützt. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich.

In dieser Betrachtung werden die mögliche Schadenshöhe sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos bewertet. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die anschaulich und übersichtlich die größten Einzelrisiken von UBM zeigt. Der Weiterentwicklung des Risikomanagements von UBM wird große Bedeutung zugemessen. Basierend auf der „Risikoinventur“ wurde 2020 die Aggregation der Einzelrisiken zu einer einheitlichen Gesamtrisikozahl in Form des „Value at Risk“ durchgeführt. Des Weiteren wurde die Steuerungsfunktion des Risikomanagements durch die Festlegung des Risikoappetits auf Unternehmensebene und die Verbindung zur Risikotragfähigkeit erheblich verbessert.

Im Jahr 2022 wurde erstmals zusätzlich zur ergebnisorientierten Betrachtungsweise (VaR = Value at Risk), jene auf die Kapitalflussorientierte Sicht (CFaR = Cash Flow Value at Risk) vorgenommen.

3. Risikodokumentation

Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich.

4. Risikosteuerung und -monitoring

Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen. Die Zuteilungen der Verantwortlichkeiten erfolgen ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Status- und Risikoberichten an den Vorstand.

Nur die laufende Beschäftigung mit Risiken sowie die transparente und offene Kommunikation machen es möglich, Vorschläge zur Bewältigung von Risiken innerhalb der jeweiligen Unternehmensbereiche zu erarbeiten, gegebenenfalls mit dem Vorstand zu diskutieren und rechtzeitig umzusetzen.

5. Risikobewältigung

Abhängig von der Bedeutung erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand.

Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.

Risikokategorien

Die Vielzahl der wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurde in sieben Hauptrisikokategorien geclustert.

1. Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den direkten/ unmittelbaren Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierung, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt.

Die regionalen Kenntnisse und jene des Wettbewerbsumfelds, über welche die einzelnen operativen Tochtergesellschaften verfügen, deren Know-how und gute Vernetzung im regionalen Marktumfeld sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse helfen bei der Risikominimierung.

2. Projektkalkulations- und Planungsrisiken: In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Einkaufs- aber auch Verkaufspreisen, die Mietpreishöhe und -änderungen, die Finanzierung des Projekts und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus. Interne und externe Experten erarbeiten die Grundlagen, die als Basis für die Entscheidung des Vorstandes dienen. Langjährige Erfahrungen in sämtlichen Projektentwicklungsagenden erhöhen dabei die Planungssicherheit.

3. Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken: Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen aus der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote zu vermeiden und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Bauzeitplankontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte an den Vorstand lassen frühzeitig Soll-Ist-Abweichungen erkennen.

4. Betriebsrisiken (Vermietung Büro bzw. Verpachtung Hotel): Der Betrieb einer Immobilie in Zusammenhang mit der Vermietung von Büros oder der Verpachtung von Hotels ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), das Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), Leerstandsrisiko, Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen), Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden.

Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen. Das 50 %ige Joint Venture UBM hotels trägt darüber hinaus in der Rolle als Pächter das operative Risiko des Hotelbetriebs. Hier sind insbesondere Betriebsrisiken zu nennen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie durch Umsatzeinbrüche bei gleichzeitig weiter zu entrichtenden Fixpachten schlagend werden.

Den Risiken des Hotel-Pachtgeschäfts wird durch ein Spezialisten-Team aus 6 Branchenexperten in der UBM hotels durch laufende Marktanalysen, Kostenkontrollen und Reporting-Prozesse Rechnung getragen.

5. Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken: Hier werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Gesamtimmobilien unterschieden. Innerhalb dieser Kategorien ist zum einen das Mietpreisrisiko relevant, da verringerte Mietzinse unmittelbaren Einfluss auf laufende Einnahme der Gesellschaft und im Verkaufsfall auf den zu erzielenden Kaufpreis haben. Zum anderen werden Bewertungsrisiken schlagend, sobald beim Verkauf einer Immobilie der aktuelle Marktwert (erzielbarer Verkaufspreis) unter dem jeweiligen Buchwert liegt, was zu ungeplanten Abwertungen führen kann. Weiters können nach erfolgter Abwicklung der Transaktion Garantie- und Gewährleistungsrisiken schlagend werden, die zu höheren Aufwänden führen können und so den Verkaufserfolg schmälern.

UBM bindet daher schon zu Beginn eines jeden Developments neben den technischen Fachabteilungen das eigene Vermietungs- sowie Transaktionsteam ein, die aufgrund umfangreicher Expertise bei der Kalkulation und Festlegung von Mietpreisen und zu erzielenden Verkaufspreisen federführend agieren. Die ständige Aufrechterhaltung des Kontaktes zu Großkunden, die Marktexpertise (wie beispielsweise die Kenntnis über Renditeerwartungen der Käufer), sowie die Festlegung des jeweils optimalen Verkaufszeitpunktes stellen sicher, dass das Produkt optimal am Markt platziert wird. Dabei werden sie von Experten der Rechtsabteilung sowie externen Beratern unterstützt, um so den gesamten Vertriebsprozess optimal zu gestalten.

6. Allgemeine Geschäftsrisiken: Dazu zählen insbesondere das Personalrisiko (Besetzung, Fluktuation, menschliche Fehler, interner Betrug etc.), das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Compliance-Risiken, Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

7. Makroökonomische und sonstige Risiken: Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Risiko der höheren Gewalt (Naturkatastrophen, Feuer, Streik, Krieg, Terror). Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet. Zins- und Wechselkursrisiken wurden bisher bewusst akzeptiert, zukünftig sind entsprechende Absicherungen jedoch nicht ausgeschlossen.

Sonstige Risiken

Bezüglich den Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 45. „Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten“ im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Risiken im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Umfeld und dem Krieg in der Ukraine

Allgemeine Lage

Die geopolitische Lage war im Jahr 2023 weiterhin instabil. Der Ukraine-Krieg dauert an, die daraus resultierenden Spannungen zwischen den westlichen Ländern (USA, EU, Kanada) und der russischen Föderation sind unvermindert hoch. Die wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber der russischen Föderation wurden weiter verschärft, direkter Handel und Kapitalmarktverkehr sind nahezu zum Erliegen gekommen. Verbessert hat sich die Unabhängigkeit der EU hinsichtlich der Gasversorgung, was zu einer Entspannung am Energiesektor insgesamt geführt hat. Allerdings sind die Preise immer noch deutlich erhöht im Vergleich zur Vorkriegszeit. Eine Rückkehr zum alten Preisniveau für Energie ist derzeit nicht absehbar, mit den entsprechenden primären und sekundären Folgen für die Inflation. Aus der Ukraine-Krise heraus ergeben sich zudem hohe Hilfsaufwendungen durch die europäischen Partner sowie sprunghafte Anstiege der Verteidigungsetats. Dies vermindert die Flexibilität der volkswirtschaftlichen Haushalte, was zu Streichungen in diversen Etats führte und führt.

Das Jahr 2023 war durch hohe Inflation, mit einer rückläufigen Tendenz zum Jahresende, gekennzeichnet. War zunächst insbesondere der hohe Energiepreis einer der entscheidenden Treiber, sprang im Jahresverlauf auch die Kerninflationsrate (Inflationsrate ohne Energie) stark an. Diese wurde getrieben durch höhere Lebensmittelpreise, Mieten und sonstige Produkte des täglichen Lebens. In der Folge kam es zu hohen Lohnabschlüsse, in einzelnen Branchen sogar über der Inflation, die dem Inflationsgeschehen eine zusätzliche Dynamik verliehen haben bzw. verleihen werden.

Als Reaktion auf die hohe Inflationsrate hat die EZB im Euroraum kontinuierlich und, im historischen Vergleich in nicht gekannter Geschwindigkeit, die Leitzinsen gesteigert. So stieg der Leitzinssatz von noch 0 % zur Mitte des Jahres 2022 auf 4,5 % im September 2023. Seit September steht der Leitzins bei 4,5 %. Dies hat zu wirtschaftlichen Verwerfungen geführt, insbesondere in Branchen mit hohen Investitionen. Zum Jahresende kam ein weiterer Konflikt durch die Nahostkrise hinzu. Infolge dieser Krise ist mit Störungen der Handelsrouten und Auswirkungen auf den internationalen Tourismus zu rechnen. Hinzu kommt eine gestiegene Terrorgefahr für diejenigen Länder, die Israel direkt oder indirekt unterstützen.

In Bezug auf das Geschäftsmodell werden im Folgenden die Auswirkungen auf die UBM näher beschrieben.

Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM

Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlicher und kultureller Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten. Die direkte finanzielle Unterstützung der Ukraine durch alle Länder, in denen die UBM tätig ist, sowie die erhöhten Haushaltsausgaben für Verteidigung führen insgesamt zu angespannteren Staatshaushalten. Diese führen zu Diskussionen und können Auswirkungen auf staatliche Förderungen in der Immobilienbranche haben.

Das Hauptgeschäftsmodell der UBM ist die Entwicklung und der Verkauf von Immobilien. Aufgrund des schnellen Zinsanstiegs ist der Immobilienmarkt im Jahr 2023 faktisch zum Erliegen gekommen, Nennenswerte Transaktionen außerhalb des Einzelwohnungsabverkaufs finden im geringen Umfang nur dann statt, wenn es sich um Notverkäufe handelt. Dabei manifestiert sich der Zinsdruck nicht nur in höheren Zinskosten in der Entwicklung selbst, sondern insbesondere in niedrigen Verkaufspreisen, da die Finanzierungskosten für die Käufer deutlich gestiegen und die Alternativanlagen deutlich höher rentieren. Daraus resultieren höhere Renditeerwartungen/ niedrigere Kaufpreise bei Immobilienobjekte. Für ein funktionierendes Immobiliengeschäft ist zudem das Beleihen von Immobilien sowie der Zufluss von Kapital wesentlich. Durch die gestiegene Zahl von Insolvenzen, auch von größeren Immobiliendevelopern, in der zweiten Jahreshälfte 2023 kommt es zu einem geringeren Risikoappetit bei finanzierenden Banken. Hinzu kommen niedrigere Bewertungen aus den geringeren Verkaufspreisen/höheren Rendite-Anforderungen, was zu einem Absinken der Beleihungsgrenzen führt. Im Umkehrschluss heißt dies eine deutlich höhere Eigenkapitalbedingung für Immobilienentwickler und auch Bestandshalter als zuvor. Niedrigere LTV führen auch wiederum bei potenziellen Käufern zu höheren Eigenkapitalanforderungen.

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für (Immobilien-) Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. Daraus folgt eine hohe Volatilität sowie ein instabiler Kapitalmarkt. Das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr 2024 sowie die im Vergleich immer noch gute Liquiditätsausstattung der UBM helfen, die Volatilität entsprechend aussitzen zu können. Zusätzlich hat auch die erfolgreiche Emission des ersten Green Bonds der UBM im Jahr 2023 gezeigt, dass ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit von (Anleihen-)Investoren positiv wahrgenommen wird.

Nachdem die Inflation in der EU derzeit rückläufig ist, werden kurzfristig keine weiteren Zinserhöhungen durch die EZB erwartet. Prognosen deuten darauf hin, dass die EZB in weiterer Folge Zinsschritte nach unten setzen könnte, was sich aktuell in einer inversen Zinskurve widerspiegelt. So kann davon ausgegangen werden, dass es auf Investorenseite mittelfristig wieder zu einem Rückgang bei den erwarteten Renditen kommt könnte, was bei einem gleichzeitig steigendem Mietniveau zu einem neuen Gleichgewicht am Markt führen könnte. Generell hat sich das Risiko einer EU-weiten Rezession im Jahr 2023 zwar nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen des hohen Zinsniveaus kurz- und mittelfristig eingetrübt.

Die Risiken sind in der laufenden Unternehmensplanung berücksichtigt und auch in der Risikobewertung entsprechend eingepreist. Durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und eine Pipeline mit starkem Fokus auf EU-Taxonomie konforme Objekte ist die UBM derzeit gut aufgestellt, um auch in diesem schwierigen Marktumfeld weiterhin tätig zu sein.

Zum Hotelbetrieb: Durch den Nahostkonflikt sowie den Krieg in der Ukraine sind auch Störungen im Reiseverkehr, insbesondere von internationalen Gästen, zu erwarten. Dies führt zu einer langsamer als erwarteten Erholung bei den Hotelnächtigungen. 2023 war noch nicht das erhoffte normalisierte Jahr nach der Corona-Pandemie.

Die hohe Inflation hat zudem zu einer Kostenerhöhung beim Hotelbetrieb geführt. Zwar konnte dies teilweise über höhere Zimmerpreise an die Kunden weitergegeben werden. Trotzdem ist die Profitabilität des Hotelgeschäftsmodells insgesamt weiter unter Druck geraten.

Umweltrisiken

Im Übereinkommen von Paris haben sich Staaten der ganzen Welt auf gemeinsame Bemühungen verständigt, um die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten bzw. durch weitere Maßnahmen auf 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau (1990) zu beschränken. Der EU Green Deal ist in diesem Zusammenhang das Herzstück der europäischen Anstrengungen um Nachhaltigkeit. Bis 2030 sollen die Netto-Treibhausgasemissionen innerhalb der EU um mindestens -55 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Dies ist ein wesentliches Zwischenziel des Green Deals auf dem Weg, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen. Im Zuge dessen hat die Europäische Kommission das „Fit für 55“-Paket präsentiert, das Gesetzesvorschläge in den Bereichen Klima, Energie und Kraftstoffe, Verkehr, Gebäude, Landnutzung und Forstwirtschaft enthält.

Für Investments, die nicht als nachhaltig im Sinne der Taxonomie ausgewiesen werden, dürfte in der Zukunft durchaus ein Wettbewerbsnachteil entstehen und die Investorennachfrage sinken. Zur Erreichung der globalen Ziele sind verschiedenste Akteure, wie Unternehmen, Investoren, öffentliche Institutionen oder Verbraucher, aufgefordert, sich ihrer Verantwortung zu stellen und das Vorhaben durch wirksame Maßnahmen aktiv zu unterstützen. Die ambitionierte Zielsetzung ist für die Immobilienbranche eine Herausforderung, denn der Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen, die Gebäude während ihres gesamten Lebenszyklus verursachen, haben einen großen Einfluss auf die Klimabilanz. Beinahe 40 % der globalen CO2-Emissionen und mehr als ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs gehen auf den Bau und Betrieb von Immobilien zurück (UNEP 2022). Die Immobilienbranche spielt somit eine wesentliche Rolle – die Senkung des Energieverbrauchs und die Reduktion von CO2-Emissionen von Gebäuden sind für die Verwirklichung der Ziele von großer Bedeutung.

Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM:

Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen. Wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Entwickeln von Projekten erscheinen zwar mitunter als Spannungsfeld, gehen aber aus Sicht der UBM, Hand in Hand: Nachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg – und wirtschaftlicher Erfolg ist die Basis für nachhaltiges Wirtschaften. Ziel ist es, Umweltrisiken zu reduzieren und gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten für UBM in diesem Bereich zu identifizieren und zu nutzen. Für jedes Nachhaltigkeitsthema wurde im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ein Szenario entwickelt. Konkrete Maßnahmen dazu werden im ESG-Bericht 2023 genauer beschrieben.

Immobilienentwickler wie die UBM können durch ihren großen Hebel einen wertvollen positiven Beitrag zum Thema Energie & Emissionen leisten, beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien (Geothermie, Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, Einplanung späterer Nachrüst- und Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energieträger), energieeffiziente Gebäudehülle und -technik, energie- bzw. emissionsarme Baustoffe (z.B. Holz) oder Integration von Mobilitätskonzepten (z.B. E-Ladestationen).

Indem UBM neue Projekte entwickelt, trägt sie zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für die Gesellschaft bei. Dabei wird die globale Agenda unterstützt und ein hoher Wert auf eine umwelt- und ressourcenschonende und damit zukunftsfähige Bauweise gelegt. Sowohl in der Errichtung als auch für den späteren Gebäudebetrieb können signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden. Schwerpunkte setzt UBM dabei auf emissionsarme Baustoffe, eine energieeffiziente Gebäudegestaltung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bereich der Baustoffe ist das Commitment und die Investitionen im Bereich Holzbau hervorzuheben, da UBM darin den wesentlichen Hebel zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks sieht. Jeder Kubikmeter Holz bindet langfristig eine Tonne CO2, während im Gegensatz dazu die Herstellung von Zement und Stahl energieintensiv ist und CO2-Emissionen verursacht. Die Produktion von Beton und Stahl, die im Hochbau vielfach eingesetzt werden, ist für nicht weniger als 6 % aller CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. Deshalb wird bei der UBM bei jedem Projekt die mögliche Verwendung von kohlenstoffbindendem und nachwachsendem Holz geprüft.

Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken

Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihen und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko von UBM ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei UBM nahezu ausschließlich aus dem Szenario fallenden Zinsen für die variabel verzinsten Ausleihungen in Höhe von T€ 539.911 (Vorjahr: T€ 592.652). Im Bereich der Anleihen besteht kein Zinsänderungsrisiko, da diese fix verzinst sind.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. 
Die Ausleihungen stehen im direkten Zusammenhang mit Immobilienprojekten. Somit ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen und den Risiken aus der Projektentwicklung. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt. Für die Bewertungsergebnisse wird auf Kapitel II. 1. im Anhang verwiesen.

Das Risiko bei Forderungen betrifft bei UBM im Wesentlichen Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese resultieren aus finanziellen Forderungen (Cash Pooling) sowie aus zentralen Dienstleistungen. Das Kreditrisiko ist ebenso von der Entwicklung der Immobilienprojekte abhängig.

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko besteht bei Ausleihungen, welche in einem untergeordneten Volumen in fremder Währung an die Projektgesellschaften gewährt werden.

Das Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert.

Zum Stichtag bestehen keine Absicherungsgeschäfte für die innerkonzernalen Finanzierungen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sehen wir eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt.

Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, minimiert.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr: T€ 7.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.

Sonstiges Preisrisiko

Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse.

Wir minimieren unser Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung unserer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für die UBM von untergeordneter Bedeutung.

Beteiligungsrisiken

Das Beteiligungsrisiko betrifft die Wertansätze an den Projektgesellschaften sowie den operativen Landesgesellschaften. Die Werthaltigkeit ist von der Entwicklung der jeweiligen Immobilienprojekte abhängig und wird auf Einzelprojektbasis beurteilt. Grundlage für den Wertansatz bilden Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde er aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert.

Internes Kontrollsystem

Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.

Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und allen für die technische Umsetzung relevanten Prozessen. Deren periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaig notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.

Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Diese wurden vor allem im Rahmen des Prozess- und Effizienzsteigerungsprogramms (Next Level) neu aufgesetzt bzw. verbessert. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse wurden klar zugewiesen und die Kontrollmechanismen überarbeitet und verbessert. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitern einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen.

Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.

Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie dem Vier-Augen-Prinzip wird eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt.

Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.

Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.

Interne Revision

Die Abteilung Interne Revision hat als Zielsetzung, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gemäß C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt. Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei.

Anlassbezogen führt die Interne Revision nach entsprechendem Auftrag durch den Vorstand Ad-hoc-Prüfungen durch.

Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht, um sicherzustellen, dass die aufgezeigten Verbesserungspotenziale auch fristgerecht umgesetzt werden. Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen.

Zusätzlich steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens aus der Prüftätigkeit heraus soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.

Der jährliche Revisionsplan wurde erfüllt, es gab keine anlassbezogenen Ad-hoc-Prüfungen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2023

1. Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 aus 7.472.180 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, von denen jede am Grundkapital von € 52.305.260,00 im gleichen Umfang beteiligt ist. Zum Bilanzstichtag befinden sich sämtliche 7.472.180 Aktien im Umlauf. Alle Aktien haben die gleichen, gesetzlich normierten Rechte und Pflichten, insbesondere gewährt jede Aktie das Stimmrecht, welches nach der Zahl der Aktien ausgeübt wird. Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Inhaberaktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung zu hinterlegen. Aus § 4 Abs. 5 (b) der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung).

2. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien

Zwischen der Strauss-Gruppe und IGO Industries besteht ein Syndikatsvertrag. Der Vorstand der Gesellschaft hat keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es besteht ein wechselseitiges Aufgriffsrecht.

3. Direkte oder indirekte Beteiligung

Eine direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest zehn von hundert beträgt, halten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 folgende Aktionäre: Syndikat Ortner & Strauss 38,84 % (davon IGO Industries 27,62 %, Strauss-Gruppe 11,22 %).Darüber hinaus hält die IGO Industries-Gruppe einen weiteren Anteil von 7 %, der nicht Teil des Syndikats IGO Industries & Strauss ist.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

5. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle , bei welchen die Arbeitnehmer das Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben, bestehen bei der UBM Development AG nicht.

6. Bestimmungen zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung

Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand nach näherer Bestimmung durch den Aufsichtsrat aus zwei bis sechs Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern in diesem zahlenbezogenen Rahmen (insgesamt zwei bis sechs Personen) ist gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung zulässig. Gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde. Die Hauptversammlung kann gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder eine kürzere als die gesetzlich vorgesehene Funktionsperiode beschließen. Scheidet ein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied vor Ablauf der Funktionsperiode aus, so bedarf es gemäß § 9 Abs. 6 der Satzung der Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Sinkt jedoch die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei, ist die Ersatzwahl in einer außerordentlichen Hauptversammlung binnen sechs Wochen vorzunehmen. Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats kann gemäß § 9 Abs. 4 vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung durch Beschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen widerrufen werden.

Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach Rechtsansicht des Vorstands wird durch diese Satzungsbestimmung die vom Aktiengesetz für Satzungsänderungen grundsätzlich vorgesehene Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals auf die einfache Kapitalmehrheit herabgesetzt, sofern es sich nicht um eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens handelt.

7. Befugnisse der Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 9. Juni 2027 – das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnützen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Zudem ist der Vorstand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 5 (b) der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Schließlich sieht § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs. 3 AktG vor, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 9. Juli 2026 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 3.917.480,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 und der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Fortsetzung und Verlängerung des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (samt Anpassung der Planbedingungen 2017) an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Das Long-Term-Incentive-Programm wurde aufgrund des Zeitablaufes des letzten Ausübungsfensters mit 26.10.2023 beendet. .

8. Bedeutende Vereinbarungen

Im November 2018 wurde von der Gesellschaft eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von ursprünglich € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben. Diese UBM-Anleihe 2018-2023 wurde im Juni 2019 im Rahmen einer Privatplatzierung auf ein Gesamtanleihevolumen von €120.000.000,00 aufgestockt. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es im Juni/Juli 2023 ein Umtauschangebot durch die Emittentin, in dessen Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in den UBM Green Bond 2023-2027 der Emittentin angeboten wurde. Während im Zuge dieses Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2018-2023 im Gesamtnennbetrag von €28,94 Mio in Teilschuldverschreibungen des UBM Green Bonds 2023-2027 umgetauscht wurden, wurden die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2018-2023 im Gesamtnennbetrag von €91,05 Mio am 16.11.2023 zur Gänze zurückgeführt.

Im Oktober/November 2019 wurde von der Gesellschaft die UBM-Anleihe 2019-2025 im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in 2019-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.

Im Dezember 2020 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (Inhaberschuldverschreibung 2020–2025) im Gesamtnennbetrag von € 21.500.000,00 begeben. Dabei wurde die im November 2016 im Gesamtnennbetrag von €18.500.000,00 begebene Inhaberschuldverschreibung 2016–2021 im Ausmaß von €10.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert (die Rückzahlung des verbliebenen, nicht prolongierten Betrages dieser Inhaberschuldverschreibung 2016–2021 erfolgte im Dezember 2021) und der weitere Betrag von €11.000.000,00 neu abgeschlossen.

Im ersten Quartal 2021 wurden von der Gesellschaft eine Inhaberschuldverschreibung von €7.000.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 sowie eine weitere Inhaberschuldverschreibung von €500.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 begeben.

Im Mai 2021 wurde von der Gesellschaft die Sustainability-Linked UBM-Anleihe 2021-2026 im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2017–2022 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2021–2026 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. (Zum Umtausch der im Jahr 2017 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 81.102.500,00 begeben. Bei dieser im Mai 2021 begebenen Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von €150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) handelt es sich um eine „Sustainability-Linked“ Anleihe. Das bedeutet, dass der Rückzahlungsbetrag über 100 % des Nominales liegen kann, wenn sich das ESG-Rating der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe verschlechtert.

Im zweiten Quartal 2021 erfolgte die Emission einer tief nachrangigen Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 im Gesamtnennbetrag von €100.000.000,00. Im Rahmen dieser Emission konnten knapp 50 % der Hybridanleihe von 2018 vorzeitig rückgekauft und damit bis 2026 verlängert werden. Die Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 enthält eine Regelung, wonach die Emittentin bei Eintritt eines Kontrollwechsels im Sinn einer Übernahme gemäß österreichischem Übernahmegesetz (wie in den Anleihebedingungen definiert) berechtigt ist, die Hybrid-Teilschuldverschreibungen vorzeitig vollständig zum erhöhten Nennbetrag zuzüglich bis zum Rückzahlungstag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen; dabei ist der erhöhte Nennbetrag mindestens der Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen, vorbehaltlich Erhöhung(en) nach Eintritt eines Anpassungsereignisses in Bezug auf das ESG-Rating und das Nachhaltigkeitserkennungslevels (sustainability recognition level) der Emittentin.

Im Juli 2023 wurde von der Gesellschaft die erste Grüne Anleihe (UBM Green Bond 2023-2027) im Gesamtnennbetrag von €50.000.000,00 mit vierjähriger Laufzeit (2023–2027) zur Finanzierung nachhaltiger Projektentwicklungen begeben. Diese Anleiheemission umfasste sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2018–2023 die Möglichkeit zum Umtausch in den neuen UBM Green Bond 2023-2027 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot. (Zum Umtausch der im Jahr 2018 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2018 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von €28,94 Mio in Teilschuldverschreibungen des UBM Green Bonds 2023-2027 umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von €91,05 Mio begeben.

Die Anleihen enthalten in den jeweiligen Anleihebedingungen insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine (oder keine kontrollierende) Beteiligung hält (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert), und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.

Weiters hat die Gesellschaft als Darlehensnehmerin im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00, die im Ausmaß von € 20.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert wurden und deren verbliebenen, nicht prolongierten Beträge im Dezember 2021 zurückgezahlt wurden) und im Dezember 2020 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 9.500.000,00 abgeschlossen. Die jeweiligen Schuldscheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis (i) zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen, oder (ii) zu einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen

gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.) Gemäß den Schuldscheindarlehensverträgen vom Dezember 2020 ist jeder Schuldscheindarlehensgläubiger nur dann berechtigt, seine Schuldscheindarlehen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin führt und die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen kann.

Eine Übersicht der Anleihen befindet sich auf Seite 99 (Investor Relations Bericht).

Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Abs 1 Z 8 UGB.

9. Entschädigungsvereinbarungen im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.

Wien, am 02. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Jahresabschluss 2023 der UBM Development AG

1 IWF: World Economic Outlook Januar, April, Juli 2023, Januar 2024

2 EZB: Economic Bulletin Issue 1 – Februar 2024

3 IWF: World Economic Outlook Januar 2024

4 IWF: World Economic Outlook Januar 2024

5 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

6 WIFO: Konjunkturprognose für Österreich – Dezember 2023

7 WKO: Wirtschaftslage und Prognose Arbeitslosigkeit – Dezember 2023

8 1 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

9 UniCredit: CEE Quarterly – Januar 2024

10 CBRE: European Real Estate Investmnt Volumes Q1 2023

11 CBRE: European Real Estate Investmnt Volumes Q2 2023

12 CBRE: European Real Estate Investmnt Volumes Q3 2023

13 CBRE: European Real Estate Investmnt Volumes Q4 2023

14 7 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2024

15 8 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2024

16 9 Savills: Top-6-Büromärkte – Januar 2024

17 BNP Paribas: Hotel-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2023

18 BNP Paribas: Wohn-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2023

19 CBRE: Österreich Real Estate Market Outlook – 2023

20 Colliers: The CEE Investment Scene 2023/2024

21 IWF: World Economic Outlook – Jänner 2024

22 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – September 2023

23 EZB: Geldpolitische Beschlüsse – Pressemitteilung Dezember 2023

Jahresabschluss 2023 der UBM Development AG

Bilanz zum 31. Dezember 2023

2023 2022
in € in T€
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 1.351.406 1.428
2. Geleistete Anzahlungen 566.902 -
1.918.308 1.428
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
(davon Grundwert € 190.609,75; 2022: T€ 191)
1.177.286 1.280
2. Technische Anlagen und Maschinen - -
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.417.065 1.362
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau - 223
2.594.351 2.865
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 175.017.448 174.090
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 423.705.781 477.343
3. Beteiligungen 14.565.501 14.570
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 116.205.241 115.309
5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 2.906.920 2.907
732.400.891 784.219
736.913.550 788.512
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Sonstige Vorräte - 17
- 17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 170.243 193
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.406.254 13.880
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
3.
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.594.730 4.506
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.900.975 15.873
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
9.072.202 34.452
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 85.958.321 185.258
95.030.523 219.727
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.423.368 2.057
D. Aktive latente Steuer 2.219.530 2.178
835.586.970 1.012.474
2023 2022
in € in T€
Passiva
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 52.305.260 52.305
II. Hybridkapital - -
III. Kapitalrücklagen
gebundene 98.953.928 98.954
IV. Optionsrücklage - -
V. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen (freie Rücklagen) 37.798.179 37.798
VI. Bilanzverlust / -gewinn –28.389.583 8.257
(davon Gewinnvortrag € 37.076,25; 2022: T€ 38) 160.667.783 197.314
B. Mezzaninkapital 100.000.000 152.900
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 622.900 776
2. Rückstellungen für Pensionen 728.767 811
3. Steuerrückstellungen 4.853.355 4.752
4. Sonstige Rückstellungen 7.484.973 7.359
13.689.995 13.698
D. Verbindlichkeiten
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 142.147.447,63; (2022: T€ 279.230)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 40.379.000,00; (2022: T€ 368.934)
1. Anleihen 379.000.000 449.000
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 120.000)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 379.000,00; (2022: T€ 329.000)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.000.000 53.934
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 14.000)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 40.000.000,00; (2022: T€ 39.934)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 571.571 1.924
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 571.570,59; (2022: T€ 1.924)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 121.613.149 125.948
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 121.613.148,87; (2022: T€ 125.948)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
5.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
9.968.059 6.441
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 9.968.059,09; (2022: T€ 6.441)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 9.994.669 10.917
davon aus Steuern € 947.840,79; (2022: T€ 350)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 189.703,90; (2022: T€ 193)
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 9.994.669,08; (2022: T€ 10.917)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2022: T€ 0)
561.147.448 648.164
E. Rechnungsabgrenzungsposten 81.744 398
835.586.970 1.012.474

Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2023

2023 2023 2022
in € in € in T€
1. Umsatzerlöse 16.280.516 20.313
2.
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen - -
3. andere aktivierte Eigenleistungen - 4
4. Sonstige betriebliche Erträge
a)
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum
Anlagevermögen mit Ausnahme von Finanzanlagen
23.403 20
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen - -
c) übrige 704.266 300
727.669 320
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand –207.698 –196
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –1.563.553 –1.727
–1.771.251 –1.923
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
aa) Gehälter –11.076.734 –11.601
b) Soziale Aufwendungen
aa)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –186.086 –251
bb)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge –2.090.333 –2.109
cc) Aufwendungen für Altersversorgung 34.510 241
dd) Übrige Sozialaufwendungen –137.631 –134
–2.379.541 –2.253
–13.456.275 –13.854
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –574.476 –531
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a)
Steuern, soweit sie nicht unter solche vom Einkommen und vom Ertrag fallen - –12
b) übrige –10.551.711 –11.163
–10.551.711 –11.175
9. Zwischensumme aus Z1 bis 8 –9.345.528 –6.846
10. Erträge aus Beteiligungen 3.214.198 31.492
davon aus verbundenen Unternehmen € 3.214.198; (2022: T€ 30.792)
11.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
41.806.658 40.333
davon aus verbundenen Unternehmen € 32.088.760,41; (2022: T€ 33.187)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.858.968 335
davon aus verbundenen Unternehmen € 158.239,60 ; (2022: T€ 239)
13.
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 5.360.501 197
14.
Aufwendungen aus Finanzanlagen
davon
–50.391.058 –27.243
a) Abschreibungen € -48.844.562,35 (2022: T€ -26.175)
b)
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen € -29.857.075,51 (2022: T€ -12.090)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –24.447.459 –29.204
davon betreffend verbundene Unternehmen € -1.422.627,03); (2022: T€ -1.719)
16. Zwischensumme aus Z10 bis 15 –21.598.192 15.910
17. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z9 und Z16) –30.943.720 9.064
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.517.061 4.334
19. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag / - überschuss –28.426.659 13.398
20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen - –5.180
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 37.076 38
22. Bilanzverlust / -gewinn –28.389.583 8.256

Anlagenspiegel

zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwerte
in EUR Stand am 1.1.2023 Zugänge (dv.) Zinsen Um-
buchungen
Abgänge Stand am 31.12.2023 Stand am 1.1.2023 Zugänge/
Abschreibungen
Zuschreibung Um-
buchungen
Abgänge Stand am 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 2.068.823 97.373 - - - 2.166.196 –641.067 –173.723 - - - –814.790 1.351.406 1.427.756
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 566.902 566.902 - 566.902 -
2.068.823 97.373 - 566.902 - 2.733.098 –641.067 –173.723 - - - –814.790 1.918.308 1.427.756
II. Sachanlagen
1.

Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
1.655.618 - - - 1.655.618 –375.232 –103.099 - - - –478.332 1.177.286 1.280.385
2.
technische Anlagen und Maschinen 3.341 - - - –3.341 - –3.341 - - - 3.341 - - -
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.915.060 391.712 - 35.731 –130.489 2.212.014 –552.498 –297.654 - - 55.202 –794.950 1.417.064 1.362.562
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 223.130 379.504 - –602.633 0 - - - - - - 0 223.130
3.797.149 771.216 - –566.902 –133.830 3.867.632 –931.071 –400.753 - - 58.543 –1.273.282 2.594.351 2.866.077
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen 240.103.925 8.574.647 - - –2.497.973 246.180.598 –66.014.275 –7.646.846 2.497.970 –71.163.150 175.017.448 174.089.650
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 577.985.494 157.705.758 - - –194.516.189 541.175.063 –100.642.549 –19.013.734 2.187.000 - –117.469.283 423.705.781 477.342.945
3. Beteiligungen 32.399.508 - - - –5.000 32.394.508 –17.829.007 - - - - –17.829.007 14.565.501 14.570.501
4.


Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 148.821.640 32.925.929 - - –12.079.430 169.668.139 –33.513.000 –22.183.983 2.234.085 - - –53.462.898 116.205.241 115.308.640
5.
Wertpapiere des
Anlagevermögens
2.906.920 - - - - 2.906.920 - - - - - - 2.906.920 2.906.920
1.002.217.487 199.206.334 - - –209.098.592 992.325.229 –217.998.831 –48.844.562 4.421.085 - 2.497.970 –259.924.338 732.400.891 784.218.656
1.008.083.459 200.074.923 - 0 –209.232.422 998.925.959 –219.570.969 –49.419.038 4.421.085 - 2.556.513 –262.012.409 736.913.550 788.512.490

Anhang zum Jahresabschluss 2023

I. Allgemeines

Die UBM Development AG (UBM) ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Der Konzernabschluss von UBM liegt in 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43, auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und grundsätzlich unter Beachtung der Generalnorm aufgestellt, um ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (Generalklausel § 236 UGB).

Es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unte r dem Aspekt der Unterneh mensfortführung angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Rechnungslegungsvorschriften in der geltenden Fassung wurden angewandt.

Der Abschluss 2023 wurde zum Stichtag 31. Dezember 2023 aufgestellt und betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember. Zahlenmäßige Angaben erfolgen zumeist in 1.000 (T€). Durch die Angaben in T€ können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Dabei wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer Abschreibungssätze in Höhe von 1,28  % bis 25,0 % zur Anwendung gebracht.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr 2023 planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer folgende Abschreibungssätze (Neuanschaffungen) angewandt wurden:

in % 2023 2022
Immaterielles Vermögen 10,00 – 25,00 10,00 – 25,00
Miet- und Nutzrechte 1,28 1,28
Gebäude 6,67 – 9,09 6,67 – 9,09
Technische Anlagen und Maschinen 20,00 20,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 – 50,00 1,00 – 50,00

Kommt es im Geschäftsjahr bei Gegenständen des Anlagevermögens zu einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung, werden diese Gegenstände außerplanmäßig auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (§ 204 UGB) wurden voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugänge und Abgänge ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, auch wenn diese Wertminderung nicht von Dauer ist.

Sind die Gründe für die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommen außerplanmäßigen Abschreibungen weggefallen, dann erfolgt eine Werterhöhung bis höchstens zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen wurden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Falls Risiken hinsichtlich der Einbringlichkeit bestanden, wurden Wertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem allenfalls niedrigeren Bilanzstichtagskurs bewertet.

3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind; sie werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.

Die Abfertigungsrückstellungen wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19 auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,50 % (Vorjahr: 3,00  %) und erwarteter zukünftiger Gehaltssteigerungen von 3,70  % (Vorjahr: 3,70 %) sowie eines frühestmöglichen Pensionseintrittsalters nach ASVG (Pensionsreform 2004) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Als Sterbetafel werden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P (Angestellte) herangezogen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen werden für Österreich keine Fluktuationsabschläge berücksichtigt. Für Jubiläumsgelder werden für Österreich Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00 % bis 13,20 % (Vorjahr: 0,00 % bis 13,20 %) berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird über die gesamte Dienstzeit verteilt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte ebenfalls aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19, wobei die gleichen Parameter wie für die Abfertigungsrückstellungen herangezogen wurden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Der Zinsaufwand wird im Personalaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag angesetzt, soweit dieser über dem Anschaffungskurs liegt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt sowie klimabezogene Risiken und Chancen

Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt

Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlicher und kultureller Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten. Die direkte finanzielle Unterstützung der Ukraine durch alle Länder, in denen die UBM tätig ist, sowie die erhöhten Haushaltsausgaben für Verteidigung führen insgesamt zu angespannteren Staatshaushalten.

Neben Diskussionen zu Steuererhöhungen hatte und kann dies auch insbesondere Auswirkungen auf Förderungen in der Immobilienbranche haben. Für ein funktionierendes Immobiliengeschäft ist zudem das Beleihen von Immobilien sowie der Zufluss von Kapital wesentlich. Durch die gestiegene Zahl von Insolvenzen, auch von größeren Immobiliendevelopern in der 2. Jahreshälfte 2023, kommt es zu einem geringeren Risikoappetit bei finanzierenden Banken. Hinzu kommen niedrigere Bewertungen aus den geringeren Verkaufspreisen/höheren Rendite Anforderungen, was zu einem Absinken der Beleihungsgrenzen führt. Im Umkehrschluss heißt dies eine deutlich höhere Eigenkapitalbedingung für Immobilienentwickler und auch Bestandshalter als zuvor. Niedrigere LTV führen auch wiederum bei potentiellen Käufern zu höheren Eigenkapitalanforderungen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für (Immobilien-) Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. Daraus folgt eine hohe Volatilität sowie ein instabiler Kapitalmarkt. Das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr 2024 sowie die im Vergleich immer noch gute Liquiditätsausstattung der UBM helfen, die Volatilität entsprechend aussitzen zu können. Zusätzlich hat auch die erfolgreiche Emission des ersten Green Bonds der UBM im Jahr 2023 gezeigt, dass ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit von (Anleihen-) Investoren positiv wahrgenommen wird.

Nachdem die Inflation in der EU derzeit rückläufig ist, werden kurzfristig keine weiteren Zinserhöhungen durch die EZB erwartet. Prognosen deuten darauf hin, dass die EZB in weiterer Folge Zinsschritte nach unten setzen könnte, was sich aktuell in einer inversen Zinskurve widerspiegelt. So kann davon ausgegangen werden, dass es auf Investorenseite mittelfristig wieder zu einem Rückgang bei den erwarteten Renditen kommt könnte, was bei einem gleichzeitig steigendem Mietniveau zu einem neuen Gleichgewicht am Markt führen könnte. Generell hat sich das Risiko einer EU-weiten Rezession im Jahr 2023 zwar nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen des hohen Zinsniveaus kurz- und mittelfristig eingetrübt.

Die Risiken sind in der laufenden Unternehmensplanung berücksichtigt und auch in der Risikobewertung entsprechend eingepreist. Durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und einer Pipeline mit starkem Fokus auf EU-Taxonomie- konforme Objekte ist die UBM derzeit gut aufgestellt, um auch in diesem schwierigen Marktumfeld weiterhin tätig zu sein.

Zum Hotelbetrieb: Durch den Nahostkonflikt sowie dem Krieg in der Ukraine sind auch Störungen im Reiseverkehr, insbesondere von internationalen Gästen zu erwarten. Dies führt zu einer langsameren als erwarteten Erholung bei den Hotelnächtigungen. 2023 war noch nicht das erhoffte normalisierte Jahr nach der Corona Pandemie. Die hohe Inflation hat zudem zu einer Kostenerhöhung beim Hotelbetrieb geführt. Zwar konnte diese teilweise über höhere Zimmerpreise an die Kunden weitergegeben werden. Trotzdem ist die Profitabilität des Hotelgeschäftsmodelles insgesamt weiter unter Druck geraten.

Klimakrise

Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen.

Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die Reduktion von CO2-Emissionen sind wesentliche Treiber für den langfristigen Unternehmenserfolg und damit elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie green. smart. and more. Aufgrund des signifikanten Anteils der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen ist zu erwarten, dass die bestehenden Regulative zur Einschränkung der CO2-Emissionen des Bau- und Immobiliensektors weiter zunehmen werden.

Bereits im Jahr 2021 haben wir unsere Unterstützung für die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) zum Ausdruck gebracht. Die TCFD empfiehlt, Informationen über klimabezogene Risiken in den Bereichen Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Ziele und Kennzahlen freiwillig offenzulegen. UBM hat die Empfehlungen der TCFD zum Reporting der klimabezogenen Risiken erstmals für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt und wird die Umsetzung schrittweise fortsetzen. Nähere Informationen dazu finden sich auch im ESG-Bericht von UBM.

Ende 2023 wurde von der EU im Trilog des Parlaments, der Mitgliedsländer und der Kommission eine Einigung zu den wesentlichen Punkten der EU-Gebäuderichtlinie erzielt. Diese bezieht sich auf die Energieeffizienz von Gebäuden sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Demnach müssen ab 2030 alle Neubauten als Niedrigstenergiehäuser („Zero Emission Buildings“) gebaut werden. Auch in der EU-Taxonomie ist u.a. das Thema Klimaschutz verankert (z. B. durch Vorschriften hinsichtlich des Primärenergiebedarfs). Für Investments, die nicht als nachhaltig im Sinne der Taxonomie ausgewiesen werden, dürfte in der Zukunft durchaus ein Wettbewerbsnachteil entstehen und die Investorennachfrage sinken.

Mit zunehmenden Hitzeperioden steigt außerdem der Druck auf energieintensive Anlagen zur Energieversorgung im Gebäudebetrieb (wie zum Beispiel Kühlsysteme). Weiters führt die CO2-Bepreisung, die beispielsweise mit Oktober 2022 in Österreich eingeführt wurde und jährlich steigen soll, zu finanziellen Nachteilen in Zusammenhang mit fossilen Energieträgern. Deshalb setzt UBM im Rahmen von green. auf den kohlenstoffbindenden Rohstoff Holz, erneuerbare Energien wie Geothermie oder Photovoltaik sowie auf Green-Building-Zertifizierungen. Intelligente Gebäude und Lösungen für einen effizienten Gebäudebetrieb werden mit smart. strategisch verankert.

Aufgrund der Relevanz des Themas wurde im Jahr 2023 das Risikomanagement von UBM angepasst, um ESG vollständig zu integrieren. Der Risikokatalog wurde um ESG-relevante Risiken und Chancen erweitert und angepasst. Die Bewertung der ESG-Risiken erfolgt analog zum vorhandenen Risikomesssystem, um diese in die vorhandenen Risikomesssysteme einzubeziehen.

ESG-relevante Einzelrisiken in diesem Katalog sind die folgenden Kategorien:

ESG-relevante Chancen sind:

Als Pure Play Developer mit einem geringen Portfolio an Standing Assets sind für UBM vor allem ausgewählte chronische physische Klimarisiken, nicht klimabedingte Umweltrisiken, transitorische Klimarisiken, soziale und Governance-Risiken relevant.

2. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel. Im beiliegenden Anlagespiegel sind die im Geschäftsjahr aktivierten Fremdkapitalzinsen gemäß § 203 Abs. 4 UGB angeführt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen (Vorjahr: T€ 0) aktiviert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.918 (Vorjahr: T€ 1.428) betreffen das Mietrecht in Innsbruck und die Umstellung auf SAP S4/Hana. 2023 und 2022 erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. auch kein Verkauf.

Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 0), der unbebauten Grundstücke T€ 191 (Vorjahr: T€ 191). Bei den bebauten Grundstücken erfolgte 2023 kein Abgang (Vorjahr: T€ 0) . Bei den bebauten Grundstücken sowie bei den unbebauten Grundstücken wurde keine Teilwertabschreibung in beiden Jahren durchgeführt.

Die geleistete Anzahlungen setzen sich aus geleisteten Anzahlungen für SAP Group Reporting zusammen.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergeben sich aufgrund langfristiger Mietverträge Verpflichtungen wie folgt:

in T€ 2023 2022
für das folgende Jahr 880 847
für die folgenden fünf Jahre 4.374 3.998

Eine Zusammenstellung der Daten von Beteiligungsunternehmen ist aus dem beiliegenden Beteiligungsspiegel zu ersehen.

2023 gab es Zugänge in Höhe von T€ 8.575 zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen (Vorjahr: T€ 643) und Abgänge in Höhe von T€ 2.498 (Vorjahr: T€ 2.952).

Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 7.647 (Vorjahr: T€ 2.300) auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie Zuschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 73).

Bei den Beteiligungen gab es 2023 Zugänge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4.241) und Abgänge in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 69). Es erfolgten 2023 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Ausleihungen

in T€ 2023 2022
Verbundene Unternehmen 423.706 477.343
Beteiligungsunternehmen 116.205 115.309

Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Ausleihungen resultieren im Wesentlichen aus Projektfinanzierungen.

Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 41.198 (Vorjahr: T€ 23.875) auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2023 gab es Zuschreibungen in Höhe von T€ 4.421 (Vorjahr: T€ 35).

Wertpapiere des Anlagevermögens

in T€ 2023 2022
Sonstige Wertpapiere 2.907 2.907

3. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Bei Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen besteht eine Einzelwertberichtigung zu zweifelhaften Forderungen in Höhe von T€ 2.710 (Vorjahr: T€ 2.710). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€  5.406 ( Vorjahr: T€ 13.880) bestehen zu Gänze aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: T€ 12.623)

Unter dem Posten Sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 567 (Vorjahr: T€ 918) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Flüssige Mittel
in T€ 2023 2022
Kassenbestand - -
Guthaben bei Kreditinstituten 85.958 185.258
Gesamt 85.958 185.258

Eigenkapital

Das Grundkapital in Höhe von € 52.305.260 (Vorjahr: € 52.305.260) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 7 (Vorjahr: € 7).

Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung.

Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien

In der 141. ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurden unter anderem folgende Beschlüsse gefasst (unter Berücksichtigung der in der 142. ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2023 beschlossenen redaktionellen Anpassungen):

Beschlussfassung über den Widerruf der bestehenden Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Absatz 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2017) und über die gleichzeitige Einräumung einer neuen Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG in § 4 Absatz 4 der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, auch in mehreren Tranchen und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022) sowie Beschlussfassung über die entsprechenden Änderungen der Satzung in § 4 Absatz 4 und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2022 ergeben, zu beschließen, wobei das Bezugsrecht für Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen ausgeschlossen ist.

Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Ausmaß von bis zu € 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gemäß § 159 Absatz 2 Z 1 AktG zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und die Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Absatz 2 AktG, sowie über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, die Möglichkeit einer Wandlungspflicht, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis, und Beschlussfassung über die entsprechende Änderung der Satzung durch Einfügung eines neuen Absatzes 5b in § 4 der Satzung sowie über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 174 Absatz 2 AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Erwerb von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 5.230.526,00 verbunden ist, auch in mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Wandlungsverfahren der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt begründen. Die Bedienung der Umtausch- oder Bezugsrechte kann durch bedingtes Kapital oder durch eigene Aktien oder durch eine Kombination aus bedingtem Kapital und eigenen Aktien erfolgen. Der Preis der Wandelschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.

In der 142. ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2023 wurde unter anderem der folgende Beschluss gefasst:

Beschlussfassung über a) den Widerruf der von der Hauptversammlung am 27. Mai 2021 beschlossenen (i) Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Z 4 und Z 8 sowie Absatz 1a und Absatz 1b AktG, sowie (ii) Ermächtigung des Vorstands gemäß § 65 Absatz 1b AktG zur Veräußerung eigener Aktien; sowie b) die neue Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Z 4 und Z 8 sowie Absatz 1a und Absatz 1b AktG sowohl über die Börse als auch außerbörslich im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss); sowie c) die neue Ermächtigung des Vorstands gemäß § 65 Absatz 1b AktG zur Veräußerung eigener Aktien auf eine andere Art als über die Börse oder durch öffentliches Angebot und unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit (Ausschluss des Bezugsrechts) der Aktionäre; sowie d) die Ermächtigung des Vorstands zur Einziehung von eigenen Aktien.

Kapital- und Gewinnrücklagen

Die gebundene Kapitalrücklage resultiert aus dem Agio der Kapitalerhöhungen.

Eigenkapitalspiegel

in T€ Grundkapital Hybridkapital Kapital-
rücklagen
Options-
rücklage
Gewinn-
rücklage
Bilanz gewinn/
Bilanzverlust
Gesamt
Stand 31.12.2022 52.305 - 98.954 - 37.798 8.257 197.314
Ausschüttung –8.219 –8.219
Jahresfehlbetrag –28.427 –28.427
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmittel
-
Rückzahlung -
Zuweisung -
Stand 31.12.2023 52.305 - 98.954 - 37.798 –28.389 160.668
Mezzaninkapital und Hybridkapital

Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.

Am 18. Juni 2021 hat UBM eine tief nachrangige Sustainability-Linked Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben, die Zinshöhe ist abhängig von einem bestimmten ESG-Rating. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren. Gleichzeitig wurde eine Nominale in Höhe von € 47,1 Mio. der Hybridanleihe von 2018 im Rahmen eines Umtauschangebotes getilgt. Am 24. Februar 2023 hat UBM die noch ausstehenden € 52,9 Mio. der Hybridanleihe 2018, eine tief nachrangige Anleihe, nach fünf Jahren frühzeitig zurückgeführt.

Die Hybridanleihe wird als Mezzaninkapital ausgewiesen. Dieses wird als eigener Posten in der Bilanz dargestellt, da die entsprechenden Voraussetzungen gemäß Fachgutachten KFS/RL 13 erfüllt sind.

4. Rückstellungen

in T€ 2023 2022
Abfertigungen 623 776
Pensionen 729 811
Steuern 4.853 4.752
Sonstige
Bauten 1.056 1.631
Personal 3.228 3.795
Diverse 3.201 1.933
Gesamt 13.690 13.698

Zur Bedeckung der Pensionsrückstellungen besteht eine Pensionsrückdeckungsversicherung mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 327 (Vorjahr: T€ 345). Diese wird mit der Rückstellung saldiert, da die Rechte und Ansprüche aus diesen Verträgen zur Gänze zugunsten der Pensionsberechtigten verpfändet sind.

Die Rückstellungen für Bauten betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten die Jahresabschlussprüfung und Aufsichtsratstantiemen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten werden T€ 10.018 (Vorjahr: T€ 10.573) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€  121.613 (Vorjahr: T€ 125.948) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.318 (Vorjahr: T€ 663) enthalten.

Haftungsverhältnisse

in T€ 2023 2022
Kreditbürgschaften 274.309 212.714

Projektfinanzierungskredite von mit der Gesellschaft verbundenen Projektgesellschaften wurden durch Verpfändung dieser Gesellschaftsanteile besichert.

Der Konzern verfügt über Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt T€ 59.460 (Vorjahr: T€ 96.106), davon sind T€ 34.460 ohne feste Laufzeit abgeschlossen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in T€ 2023 2022
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Mieten aus Hausbewirtschaftung 243 216
Umsätze aus Projektentwicklung und Bau 16.038 20.097
Gesamt 16.281 20.313
Inland 5.303 6.081
Ausland 10.978 14.232
Gesamt 16.281 20.313

Personalaufwendungen

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von T€ 186 (Vorjahr: T€ 251) sind T€ 168 (Vorjahr: T€ 152) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

2023 in T€ Abfertigungs aufwand Pensionsaufwand
Vorstände - –35
Leitende Angestellte 134 -
Andere Arbeitnehmer 52 -
Gesamt 186 –35
2022 in T€ Abfertigungs aufwand Pensionsaufwand
Vorstände - –241
Leitende Angestellte 46 -
Andere Arbeitnehmer 205 -
Gesamt 251 –241

Finanzerfolg

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen
a) aus verbundenen Unternehmen 3.214 30.792
b) aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 700
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 41.807 40.333
davon aus verbundenen Unternehmen 32.089 33.187
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.859 335
davon aus verbundenen Unternehmen 158 239
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 5.361 197
Aufwendungen aus Finanzanlagen 50.391 27.243
davon aus verbundenen Unternehmen 29.857 12.090
davon Abschreibungen 48.845 26.175
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.448 29.204
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.423 1.719

In den Erträgen aus Beteiligungen sind phasenkongruente Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 30.788) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe mit insgesamt 12 Gruppenmitgliedern (Vorjahr: 21), die mit der Gesellschaft gemäß § 9 Abs 4 KStG unmittelbar oder mittelbar direkt verbunden sind. Gemäß der jeweiligen Gruppen- und Steuerausgleichsverträge ist das jeweilige Gruppenmitglied verpflichtet, eine Steuerumlage in Höhe der entsprechenden Vorschriften des EStG bzw. KStG auf das Ergebnis eines Wirtschaftsjahres entfallenden Körperschaftssteuer zu entrichten. Ein allfälliger, nach den Vorschriften des EStG und des KStG ermittelter Verlust wird evident gehalten und mit den in nachfolgenden Wirtschaftsjahren erzielten steuerlichen Gewinnen verrechnet. Insoweit evident gehaltene Verluste verrechnet werden, entfällt die Verpflichtung zur Zahlung einer Steuerumlage. Die Gruppenträgerin darf dem Gruppenmitglied Akontierungen der Steuerumlage nach Maßgabe der Fälligkeiten der Körperschaftssteuervorauszahlungen vorschreiben.

Für folgende Posten wurden aufgrund von Unterschieden (temporary differences) zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz aktive latente Steuern angesetzt:

Ausgehend von der Basis in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände - -
Sachanlagen - -
Finanzanlagen 11.119 8.920
Rückstellungen, Personal 502 670
Geldbeschaffungskosten –1.970 -
Steuerliche Verlustvorträge - -
9.651 9.590
Daraus resultierende latente Steuern 2.220 2.206
Abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern (BWR) - –28
Stand zum 31.12. 2.220 2.178

Die Bewegung der latenten Steuersalden im Lauf des Geschäftsjahres beträgt T€ - 567 (Vorjahr: T€ -525).

Es wurde der Steuersatz in Höhe von 23,00 % (Vorjahr: 23,00 %) angewandt.

Kosten der Wirtschaftsprüfung

Die Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers wurden von UBM mit einem Betrag von T€   131 (Vorjahr: T€ 101) vergütet. Weiters hat der Abschlussprüfer für sonstige Leistungen T€ 63 (Vorjahr: T€ 26) und für sonstige Bestätigungsleistungen T€   38 (Vorjahr: T€ 40) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Ausstellung von Comfort Lettern und sonstige Beratungsleistungen.

IV. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Immobilienentwicklungs- und Verwertungsprojekte werden über Projektgesellschaften abgewickelt, an denen die Gesellschaft alleine oder zusammen mit Partnern beteiligt ist. Zudem hält die Gesellschaft (Mehrheits-)Beteiligungen an Gesellschaften, die Immobilien langfristig durch Vermietung nützen.

V. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten

Die originären Finanzinstrumente auf der Aktivseite umfassen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und auf der Passivseite Finanzverbindlichkeiten, insbesondere die Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die UBM hat zum 31. Dezember 2023 Devisentermingeschäfte in Höhe von CZK 88,9 Mio. abgeschlossen (Vorjahr: CZK 7,3 Mio), diese dienen der Absicherung von in CZK finanzierten Krediten.

2018 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 75.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2018 – 2023
Verzinsung 3,125 %
Kupontermin jährlich jeweils am 16. November
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 50.369
Umtausch Anleihe 2014 – 2019 24.631
Erhöhung Anleihe im Juni 2019 45.000
Umtausch Anleihe 2023 – 2027 –28.946
Tilgung 16.11.2023 –91.054
Gesamtnominale 31.12.2023 -

2019 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 120.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2019 – 2025
Verzinsung 2,750 %
Kupontermin jährlich jeweils am 13. November
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 94.836
Umtausch Anleihe 2015 – 2020 25.164
Gesamtnominale 31.12.2023 120.000

Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Anleihe im Nominale von T€ 21.500 sowie ein Schuldscheindarlehen im Nominale von T€ 30.000 zu nachstehenden Konditionen platziert:

Laufzeit 2020 – 2025
Verzinsung 3,000 %
Kupontermin jährlich jeweils am 17. Dezember
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 20.500
Umtausch Anleihe 2016 – 2021 31.000
Erhöhung 2022 500
Gesamtnominale 31.12.2023 52.000

2021 wurde ein Schuldscheindarlehen im Nominale von T€ 7.000 platziert:

Laufzeit 2021 – 2026
Verzinsung 3,000 %
Kupontermin jährlich jeweils am 2.Feber + 30.März
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 7.000
Gesamtnominale 31.12.2023 7.000

Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Anleihe im Nominale von T€ 150.000 begeben:

Laufzeit 2021 – 2026
Verzinsung 3,125 %
Kupontermin jährlich jeweils am 21. Mai
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 81.102
Umtausch Anleihe 2017 – 2022 68.898
Gesamtnominale 31.12.2023 150.000

2023 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 50.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2023 – 2027
Verzinsung 7,000 %
Kupontermin jährlich jeweils am 10. Juli
Tilgung 100 % endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 21.054
Umtausch Anleihe 2018 – 2023 28.946
Gesamtnominale 31.12.2023 50.000

VI. Sonstiges

Geschäfte der Gesellschaft mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.

VII. Dividende

Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht kein Bilanzgewinn zur Verfügung. Die freien Gewinnrücklagen von UBM, die zum 31. Dezember 2023 mit T€ 37.798 (Vorjahr: T€ 37.798) ausgewiesen werden, können in folgenden Perioden aufgelöst werden. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 9.409 (Vorjahr: T€ 46.054) ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 2.220 (Vorjahr: T€ 2.178), resultierend aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern, zur Ausschüttung gesperrt.

Im Berichtsjahr wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 an die Aktionäre von UBM Dividenden in Höhe von € 8.219.398 bezahlt, je Aktie somit € 1,10. Für das Geschäftsjahr 2023 entfällt ein Dividendenvorschlag, da kein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn ausgewiesen wird.

VIII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben

Der Vorstand von UBM hat den Jahresabschluss am 2 .April 2024 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Jahresabschluss billigt.

IX. Angaben über Arbeitnehmer und Organe

Durchschnittlicher Beschäftigtenstand:

2023 2022
Angestellte 93 94

Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:

in T€ Vergütungen
des Vorstands
fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt
2023
Vergütungen des Vorstands 2023
Mag. Thomas G. Winkler 640 - 12 26 678
Dipl.-Ök. Patric Thate 425 - 9 21 455
Martina Maly-Gärtner 425 - 9 21 455
DI Peter Schaller 71 - 2 2 75
DI Martin Löcker 212 - 6 13 231
Gesamt 1.773 - 38 83 1.894
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.773 - 38 - 1.811
davon aus Anlass bzw.
nach Beendigung des Vorstandsvertrags
fällige Vergütungen
- - - 83 83
Vergütungen des Aufsichtsrats 2023 - - - - 358
in T€ Vergütungen
des Vorstands
fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel
1
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt
2022
Vergütungen des Vorstands 2022
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 14 926
DI Martin Löcker 360 240 12 20 632
Dipl.-Ök. Patric Thate 360 240 8 10 618
Martina Maly-Gärtner 360 240 12 7 619
Gesamt 1.620 1.080 44 51 2.795
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.620 1.080 44 - 2.744
davon aus Anlass bzw.
nach Beendigung des Vorstandsvertrags
fällige Vergütungen
- - - 51 51
Vergütungen des Aufsichtsrats 2022 - - - - 352

1 voraussichtliche variable Vergütung für 2022, zahlbar in 2023

In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten.

Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 729 (Vorjahr: T€ 811).

Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen.

An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.

Mitglieder des Vorstands:

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M., Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

Martina Maly-Gärtner, MRICS

Dipl.-Ing. Peter Schaller (seit 1.11.2023)

DI Martin Löcker (bis 30.6.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender

DI Iris Ortner, MBA, Vorsitzende-Stellvertretende

Dr. Susanne Weiss

DI Klaus Ortner

Dr. Ludwig Steinbauer

Mag. Paul Unterluggauer

Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas

Dkff. Birgit Wagner

Ing. Martin Mann

Hannes Muster

Ing. Günter Schnötzinger

Dipl.-Ök. Anke Duchow

Die ausbezahlten Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich der Sitzungsgelder betrugen im Berichtsjahr € 357 .500,00 ( Vorjahr: € 352.500,00).

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Beteiligungsspiegel

Gesetzlicher Name Land Währung Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons. Art Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons. Art Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Vorjahr) Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (Vorjahr) Bilanzstichtag (Vorjahr)
Tochterunternehmen
"UBM 1" Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. AT EUR Wien 100,00 100,00 V –12.481.197,26 –1.006.825,11 31.12.2023 100,00 100,00 V –11.474.372,15 –1.234.728,03 31.12.2022
Aiglhof Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 1.212.351,09 –23.855,52 31.12.2023 0,00 100,00 V 1.236.206,61 –27.853,97 31.12.2022
BMU Beta Liegenschaftsverwertung GmbH i.L. AT EUR Wien 50,00 100,00 V 41.074,98 1.936,06 31.12.2023 50,00 100,00 V 259.138,92 –578,15 31.12.2022
Donauhof Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V –16.265.754,06 –3.224.412,31 31.12.2023 0,00 100,00 V –14.521.341,75 –6.095.807,13 31.12.2022
Donauhof Management GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 10.435,87 –3.195,30 31.12.2023 0,00 100,00 V 13.631,17 –2.430,92 31.12.2022
Dorfschmiede St. Johann Immobilien GmbH i.L. AT EUR Wien 90,00 100,00 V 23.419,96 87,50 31.12.2023 90,00 100,00 V 23.332,46 –2.149,98 31.12.2022
Gartenau Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 255,23 –744,77 31.12.2023 0,00 100,00 V –865,80 –1.865,80 31.12.2022
Gartenauer Platz 7 GmbH & Co KG (vorm.: LQ Epsilon KG) AT EUR Wien 0,00 100,00 V –3.054,64 –404,00 31.12.2023 0,00 100,00 V –2.650,64 –1.389,80 31.12.2022
Emiko Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS Dike West-IBC GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 36.265,10 –1.590,20 31.12.2023 0,00 100,00 V 37.855,30 –480,05 31.12.2022
EPS Haagerfeldstraße - Business.Hof Leonding 2 Errichtungs- und Verwertungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 3.839,48 –4.958,03 31.12.2023 0,00 100,00 V 8.797,51 –2.328,35 31.12.2022
EPS Höhenstraße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 97.852,89 –17.625,95 31.12.2023 0,00 100,00 V 115.478,84 47.757,09 31.12.2022
EPS Immobilienmanagement GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS Immobilienmanagement "Schützenwirt" GmbH & CO KG - liquidiert AT EUR Innsbruck 0,00 0,00 0,00 100,00 V –196,32 –2.321,20 31.12.2022
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V 3.156,86 –3.038,15 31.12.2022
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 27.751,52 –6.236,54 31.12.2023 0,00 100,00 V 33.988,06 73,55 31.12.2022
EPS Office Franzosengraben GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 119.491,69 100.208,99 31.12.2023 0,00 100,00 V 19.282,70 –2.168,48 31.12.2022
EPS Office Franzosengraben GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V 1.272.001,62 11.637,78 31.12.2022
EPS RINNBÖCKSTRASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V –2.038,25 –3.038,25 31.12.2022
EPS RINNBÖCKSTRASSE - LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 18.931,81 –6.247,88 31.12.2023 0,00 100,00 V 25.179,69 –10,69 31.12.2022
EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 23.149,53 –16.189,44 31.12.2023 0,00 100,00 V 39.338,97 –7,16 31.12.2022
EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH & Co KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V –1.791,00 –3.158,20 31.12.2022
Gepal Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 4.990,02 –65.127,16 31.12.2023 0,00 100,00 V 70.117,18 23.630,98 31.12.2022
Gevas Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –515.556,60 889.516,34 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.405.072,94 –573.127,33 31.12.2022
Golera Beteiligungsverwaltungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V –145.210,91 –11.278,37 31.12.2023 0,00 100,00 V –133.932,54 –10.648,35 31.12.2022
GORPO Projektentwicklungs- und Errichtungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 176.262,24 6.062,01 31.12.2023 0,00 100,00 V 170.200,23 5.028,19 31.12.2022
Gospela Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 73.211,92 –2.192,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 75.403,92 –2.184,81 31.12.2022
IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V –5.937.883,03 –584.586,46 31.12.2023 0,00 100,00 V –5.353.296,57 –625.943,45 31.12.2022
Logistikpark Ailecgasse GmbH i.L. AT EUR Wien 100,00 100,00 V 252.546,64 1.072,26 31.12.2023 100,00 100,00 V 251.474,38 –578,20 31.12.2022
LQ Timber-A GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 21.888.275,33 –123.256,02 31.12.2023 0,00 100,00 V 22.011.531,35 –257.862,37 31.12.2022
LQ Timber-B-One GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 7.376.879,10 –176.367,08 31.12.2023 0,00 100,00 V 7.553.246,18 –85.337,65 31.12.2022
LQ Timber-B-Two GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 11.192.287,21 –39.050,33 31.12.2023 0,00 100,00 V 11.231.337,54 –126.201,43 31.12.2022
LQ Timber-C GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 4.987.433,84 –455.475,34 31.12.2023 0,00 100,00 V 5.442.909,18 –119.538,74 31.12.2022
LQ Timber-D GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 9.823.484,95 –928.767,40 31.12.2023 0,00 100,00 V 10.752.252,35 –247.617,20 31.12.2022
MBU Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. AT EUR Wien 90,00 100,00 V 32.720,20 –34.569,08 31.12.2023 90,00 100,00 V 67.289,28 –2.029,43 31.12.2022
ML-ZENTRAL Liegenschaftsverwaltungs GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 18.014,10 –5.155,87 31.12.2023 0,00 100,00 V 23.169,97 –2.158,50 31.12.2022
MySky Verwertungs GmbH & Co. OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V –30.738,72 –31.901,48 31.12.2023 0,00 100,00 V –43.488,84 –44.651,60 31.12.2022
PII LBS 43 GmbH liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V 79.370,02 –239,78 31.12.2022
Porr - living Solutions GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –2.229.118,16 –144.683,04 31.12.2023 0,00 100,00 V –2.084.435,12 –217.199,79 31.12.2022
QBC Epsilon SP Immomanagement GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 73.984,41 –10.395,51 31.12.2023 0,00 100,00 V 84.379,92 5.890,80 31.12.2022
QBC Immobilien GmbH & Co Epsilon KG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 0,00 0,00 100,00 V 40.087,76 –7.304,96 31.12.2022
Rainbergstraße - Immobilienprojektentwicklungs GmbH i.L. AT EUR Wien 99,00 100,00 V 2.763,04 –6.510,19 31.12.2023 99,00 100,00 V 43.321,38 31.12.2022
RBK Wohnbau Projektentwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 79.563,86 21.905,69 31.12.2023 0,00 100,00 V 6.857.658,17 310.013,71 31.12.2022
Sabimo Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.642.371,23 –128.625,91 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.513.745,32 –107.009,23 31.12.2022
Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 109.427,95 5.650,77 31.12.2023 0,00 100,00 V 8.003.777,18 74.767,56 31.12.2022
SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 97.904,62 –2.095,38 31.12.2023 0,00 100,00 V 95.075,90 –4.924,10 31.12.2022
SFZ Immobilien GmbH AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
SFZ Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V –1.066.547,19 –1.814.568,37 31.12.2023 0,00 100,00 V 256.024,23 –491.996,95 31.12.2022
Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 1.819.399,76 –1.036.371,51 31.12.2023 0,00 100,00 V 27.855.771,27 29.203.897,11 31.12.2022
SP Graumanngasse 8 – 10 Immobilien GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 100,00 V 205.195,29 –5.478,21 31.12.2023 0,00 100,00 V 210.673,50 6.935,99 31.12.2022
sternbrauerei-riedenburg revitalisierung gmbh i.L. AT EUR Wien 99,00 99,00 V 584.226,91 –592,05 31.12.2023 99,00 99,00 V 584.818,96 –7.906,67 31.12.2022
Timber Marina Tower Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 94,00 100,00 V 3.050.183,79 –1.518.907,11 31.12.2023
UBM - Satteins Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 107.963,17 29.844,59 31.12.2023 0,00 100,00 V 578.118,58 711.653,51 31.12.2022
UBM BBH Entwicklungs-GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.079.629,77 –303.352,05 31.12.2023 0,00 100,00 V –776.277,72 –215.644,48 31.12.2022
UBM Beteiligungsmanagement GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 657.386,18 471.501,42 31.12.2023 100,00 100,00 V 185.884,76 137.441,76 31.12.2022
UBM Development Österreich GmbH AT EUR Wien 99,96 100,00 V 127.538.401,13 34.423.456,12 31.12.2023 99,96 100,00 V 111.689.945,01 3.609.844,98 31.12.2022
UBM Kirchberg Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V –364.062,83 493.602,70 31.12.2023 0,00 100,00 V –857.665,53 –533.675,24 31.12.2022
WA Bad Häring Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 180.622,77 –30.798,50 31.12.2023 0,00 100,00 V 211.421,27 –3.768,52 31.12.2022
WA Kufstein Salurnerstraße Immobilen GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 1.842.964,76 75.473,85 31.12.2023 0,00 100,00 V 1.767.490,91 1.607.503,65 31.12.2022
WA Terfens-Roan Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 293.464,53 980,43 31.12.2023 0,00 100,00 V 292.484,10 –8.781,44 31.12.2022
WLB Projekt Laaer Berg Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 44.030,40 –4.486,91 31.12.2023 0,00 100,00 V 48.517,31 –4.401,94 31.12.2022
Wohnpark Laaer Berg Verwertungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. Bauplatz 4 "blau" Projekt-OG - liquidiert AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
ANDOVIEN INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 3.395.878,39 –50.878,07 31.12.2023 100,00 100,00 V 3.446.756,46 –163.039,53 31.12.2022
DICTYSATE INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 3.212.084,33 –42.913,25 31.12.2023 100,00 100,00 V 3.254.997,58 –25.723,13 31.12.2022
AC Offices Klicperova s.r.o. CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 11.574.759,15 151.835,05 31.12.2023 0,36 100,00 V 11.422.924,10 –1.018.167,50 31.12.2022
Astrid Garden Residences s.r.o. i.L. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 175.443,00 63.146,21 31.12.2023 20,00 100,00 V 112.296,79 –80.703,21 31.12.2022
Immo Future 6 - Crossing Point Smichov s.r.o. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 77.371.684,01 –26.882.897,31 31.12.2023 20,00 100,00 V 108.914.007,45 –2.176.974,34 31.12.2022
Na Záhonech a.s. CZ CZK Prag 30,12 100,00 V –127.277.871,44 –25.882.018,68 31.12.2023 30,12 100,00 V –101.212.036,67 –9.972.810,82 31.12.2022
TOSAN park a.s. verkauft CZ CZK Prag 0,00 0,00 100,00 100,00 V –52.726.664,78 –7.593.160,48 31.12.2022
UBM - Bohemia 2 s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –265.194.661,20 –24.867.779,33 31.12.2023 100,00 100,00 V –240.326.881,87 –5.779.682,51 31.12.2022
UBM Development Czechia s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 113.036.976,64 4.216.507,34 31.12.2023 100,00 100,00 V –107.274.041,30 –50.954.187,69 31.12.2022
UBM Stodůlky 1 s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 18.188.028,33 55.939.734,54 31.12.2023 0,00 100,00 V –29.164.275,52 –4.488.146,62 31.12.2022
UBM Stodůlky s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –104.622.010,61 –57.520.633,00 31.12.2023 0,00 100,00 V –45.280.735,38 –14.033.534,29 31.12.2022
Arena Boulevard GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 94,00 V 1.379,63 0,00 31.12.2023 0,00 94,00 V 1.379,63 –13.651,55 31.12.2022
Arena Boulevard Verwaltungs GmbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
BERMUC Hotelerrichtungs GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 149.672,52 1.983,34 31.12.2023 100,00 100,00 V 147.689,18 –59.814,97 31.12.2022
Blitz 01 – 815 GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 9.348,04 0,00 31.12.2023 100,00 100,00 V 9.348,04 421.098,43 31.12.2022
Bürohaus Leuchtenbergring GmbH & Co. Besitz KG DE EUR München 0,00 100,00 V 100.000,00 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 100.000,00 1.097.552,27 31.12.2022
City Objekte München GmbH i.L. DE EUR München 0,00 90,00 V 273.878,99 –1.338,77 31.12.2023 0,00 90,00 V 275.217,76 –16.993,04 31.12.2022
Colmarer Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –1.630.904,11 –490.423,45 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.140.480,66 –19.806,12 31.12.2022
Colmarer Straße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Frauentorgraben GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 697,20 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 697,20 –26.403,55 31.12.2022
Friendsfactory Projekte GmbH i.L. DE EUR München 0,00 55,00 V 8.387,32 0,00 31.12.2023 0,00 55,00 V 8.387,32 514,37 31.12.2022
GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen mbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 94,00 U 0,00 94,00 U
Georg-Mooseder-Straße GmbH & CoKG DE EUR München 0,00 100,00 V –30.199,66 –30.233,31 31.12.2023 0,00 100,00 V 33,57 –466,43 31.12.2022
Georg-Mooseder-Straße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Holzstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –938.722,01 –920.290,15 31.12.2023 0,00 100,00 V –18.431,86 –18.736,84 31.12.2022
Holzstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Immobilien- und Baumanagement Stark GmbH & Co. Stockholmstraße KG DE EUR München 0,00 100,00 V 72.135,38 57.560,17 31.12.2023 0,00 100,00 V 264.575,21 –591.832,49 31.12.2022
IU Liquidations AG - liquidiert DE EUR München 0,00 0,00 100,00 100,00 V 17.250,85 –13.221,17 31.12.2022
Kaiserleipromenade GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 6.769,82 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 6.769,82 –9.743,30 31.12.2022
Kühnehöfe Hamburg GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 62,99 V 142.465,73 0,00 31.12.2023 0,00 62,99 V 156.735,29 –46.963,05 31.12.2022
Kühnehöfe Hamburg Komplementär GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Levelingstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 500,00 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 500,00 302.592,89 31.12.2022
Levelingstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Mainz Zollhafen Hotel GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –222.790,49 67.614,27 31.12.2023 0,00 100,00 V –290.404,76 186.232,83 31.12.2022
Mainz Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.481,35 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 2.481,35 –6.594,03 31.12.2022
MG Brehmstrasse BT C GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –27.337,49 –10.694,26 31.12.2023 0,00 100,00 V –16.643,23 –21.298,57 31.12.2022
MG Projekt-Sendling GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 922.587,36 427,59 31.12.2023 0,00 100,00 V 922.159,77 503.347,46 31.12.2022
MG-Brehmstrasse BT C GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V –1.342,50 –5.664,82 31.12.2023 100,00 100,00 V 4.322,32 –53.371,44 31.12.2022
MG-Brehmstrasse BT C Komplementär GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 135.176,62 2.500,95 31.12.2023 100,00 100,00 V 132.675,67 10.062,80 31.12.2022
MG-Dornach Bestandsgebäude GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 418.119,90 40.669,47 31.12.2023 100,00 100,00 V 427.450,43 –440.572,24 31.12.2022
MGO I Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.000,00 300.641,81 31.12.2023 0,00 100,00 V 2.000,00 374.913,48 31.12.2022
MGO II Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.000,00 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 2.000,00 163.842,29 31.12.2022
Münchner Grund Riem GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
MZ Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Oben Borgfelde Projekt GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –614.954,24 –2.843.418,71 31.12.2023 0,00 100,00 V 2.228.464,47 –565.709,66 31.12.2022
Oben Borgfelde Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Pelkovenstaße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –2.694.201,89 –1.264.784,60 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.429.417,29 –1.061.653,54 31.12.2022
PELKOVENSTRASSE Objekt GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Schloßhotel Tutzing GmbH DE EUR Starnberg 0,00 100,00 V 219.479,53 190.193,74 31.12.2023 0,00 100,00 V 5.519.285,79 193.950,83 31.12.2022
SIL Realinvest GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 35.456.314,54 952.700,07 31.12.2023 0,00 100,00 V 34.503.614,47 683.624,39 31.12.2022
SONUS City GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 0,00 0,00 84,00 V –126.100,83 31.12.2022
SONUS City Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
SONUS II Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
St.-Veit-Straße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –13.645.443,91 –11.544.223,03 31.12.2023 0,00 100,00 V –2.101.220,88 –1.151.981,87 31.12.2022
St.-Veit-Straße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Stadtgrund Bauträger GmbH DE EUR Berlin 100,00 100,00 V –1.621.903,46 –250.367,48 31.12.2023 100,00 100,00 V –1.371.535,98 2.980.979,03 31.12.2022
Top Office Munich GmbH i.L. DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 100,00 V 273.513,86 0,00 31.12.2023 0,00 100,00 V 273.513,86 11.654,44 31.12.2022
UBM Development Deutschland GmbH DE EUR München 94,00 94,00 V 37.482.191,01 7.364.182,56 31.12.2023 94,00 94,00 V 43.600.250,45 16.273.774,84 31.12.2022
UBM Holding Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 7.045,57 –2.826,73 31.12.2023 100,00 100,00 V 9.872,30 –1.462,75 31.12.2022
UBM Invest Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 38.549.093,53 95.388,70 31.12.2023 100,00 100,00 V 38.453.704,83 3.552.761,56 31.12.2022
UBM Leuchtenbergring GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 1.048.467,27 299.769,60 31.12.2023 100,00 100,00 V 748.697,67 235.614,71 31.12.2022
Unterbibergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –4.111.785,74 –3.793.120,58 31.12.2023 0,00 100,00 V –318.665,16 –527.734,65 31.12.2022
Unterbibergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
ZH Hafenblick I GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –4.646.038,27 –2.539.333,03 31.12.2023 0,00 100,00 V –2.106.705,24 –2.106.871,04 31.12.2022
ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –1.903.313,98 –1.458.400,80 31.12.2023 0,00 100,00 V –444.913,18 –445.078,22 31.12.2022
ZH Molenkopf GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –3.228.661,15 –2.020.071,26 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.208.589,89 –1.208.755,14 31.12.2022
ZH Rheinwiesen II GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –1.579.770,65 –936.028,52 31.12.2023 0,00 100,00 V –643.742,13 –643.907,56 31.12.2022
Sitnica drustvo s ogranicenom odgovornoscu za usluge HR EUR Samobor 83,89 100,00 V 16.551.775,66 –1.583.496,45 31.12.2023 83,89 100,00 V 18.135.271,81 –1.491.202,03 31.12.2022
UBM Development Netherlands B.V. NL EUR Amsterdam 100,00 100,00 V –1.200.291,18 –448.623,48 31.12.2023 100,00 100,00 V –74.187,89 –1.742.220,19 31.12.2022
UBM Kneuterdijk B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 100,00 V –11.703.520,49 –3.999.531,57 31.12.2023 0,00 100,00 V –4.890.562,20 –3.957.220,52 31.12.2022
"UBM Residence Park Zakopianka" Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau 100,00 100,00 V –66.672.025,58 –16.457.167,99 31.12.2023 100,00 100,00 V –50.214.857,59 –4.483.028,28 31.12.2022
Bartycka Real Estate Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –17.569.144,40 9.030.765,96 31.12.2023 0,00 100,00 V –26.599.910,36 –7.367.217,90 31.12.2022
FMZ Gdynia Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 70,30 100,00 V –79.379.498,10 7.445.401,60 31.12.2023 70,30 100,00 V –86.824.899,70 –13.021.209,37 31.12.2022
FMZ Sosnowiec Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –42.770.757,55 2.489.606,00 31.12.2023 0,00 100,00 V –44.072.753,55 –4.745.098,55 31.12.2022
Ligustria 12 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 17.800.243,86 –164.435,91 31.12.2023 0,00 100,00 V 17.964.679,77 –220.725,07 31.12.2022
Oaza Kampinos Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –162.077.752,28 7.813.088,81 31.12.2023 0,00 100,00 V –169.890.841,09 –12.047.467,93 31.12.2022
PBP IT-Services spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 1.151.457,06 416.915,97 31.12.2023 0,00 100,00 V 734.541,09 349.963,01 31.12.2022
Poleczki Development Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 4.381.607,87 –5.089.311,66 31.12.2023 0,00 100,00 V 9.470.919,53 –2.588.133,20 31.12.2022
Poleczki Infrastructure Sp z oo PL PLN Warschau 99,00 99,00 V –8.387,58 –13.387,58 31.12.2023
Poleczki Lisbon Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 8.668.950,07 –8.601.961,56 31.12.2023 0,00 100,00 V 17.270.911,63 8.781.527,95 31.12.2022
Poleczki Madrid Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 8.268.798,90 –2.332.050,38 31.12.2023 0,00 100,00 V 10.600.849,28 2.603.385,41 31.12.2022
Poleczki Parking House Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 4.963.586,02 659.718,28 31.12.2023 0,00 100,00 V 4.303.867,74 1.193.372,42 31.12.2022
UBM Development Polska Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 7.525.211,61 –3.335.921,57 31.12.2023 100,00 100,00 V 10.861.133,18 –4.518.136,31 31.12.2022
UBM GREEN DEVELOPMENT SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA PL PLN Warschau 100,00 100,00 V –23.283.876,83 –3.772.503,22 31.12.2023 100,00 100,00 V –19.511.373,61 –1.266.014,89 31.12.2022
UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –289.892,41 –28.834,53 31.12.2023 0,00 100,00 V –261.057,88 –41.096,86 31.12.2022
UBM RIWIERA 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia BIS Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 11.230.756,35 –383.216,03 31.12.2023 0,00 100,00 V 11.613.972,38 –649.455,23 31.12.2022
UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 5.939.125,05 –316.168,52 31.12.2023 0,00 100,00 V 6.255.293,57 232.830,55 31.12.2022
UBM Zielone Tarasy Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau 100,00 100,00 V –12.202.976,68 750.112,72 31.12.2023 100,00 100,00 V –12.953.089,40 –685.694,45 31.12.2022
Yavin BIS Sp. z o.o. SK PL PLN Warschau 0,00 100,00 –227.760,73 –37.560,62 31.12.2023 0,00 100,00 V –29.641,20 31.12.2022
Yavin BIS Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –227.760,73 –37.560,62 31.12.2023 0,00 100,00 V –190.200,11 –58.595,98 31.12.2022
Yavin Holding Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –1.127.451,31 –41.538,15 31.12.2023 0,00 100,00 V –1.085.913,16 –614.266,09 31.12.2022
UBM Development Romania s.r.l. - liquidiert RO RON Bukarest 0,00 0,00 99,15 100,00 V 6.732,58 –340.751,41 31.12.2022
UBM Development Slovakia s.r.o. i.L. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 17.542,70 –1.045,17 31.12.2023 100,00 100,00 V –2.059,15 –1.592,36 31.12.2022
UBM Koliba s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 271.187,30 18.397,78 31.12.2023 100,00 100,00 V 3.306.987,52 130.532,00 31.12.2022
Assoziierte Unternehmen
Palais Hansen Immobilienentwicklung GmbH - verkauft AT EUR Wien 0,00 33,57 E/A 0,00 0,00 31.12.2023 0,00 33,57 E/A 35.858.792,28 –1.418.197,37 31.12.2022
CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 49,90 E/A 3.562.604,11 462.020,39 31.12.2023 0,00 49,90 E/A 3.100.583,72 8.001.999,19 31.12.2022
CAMG Zollhafen HI IV V Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 49,90 U 0,00 49,90 U
German Hotel Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 47,00 U 0,00 47,00 U
Gemeinschaftsunternehmen
Amraser-See-Straße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 50,00 E/G 32.302,37 –2.073,18 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 34.375,55 –624,45 31.12.2022
Amraser-See-Straße Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Kematen in Tirol 0,00 47,00 E/G –2.166.334,72 –1.472.072,68 31.12.2023 0,00 47,00 E/G –694.262,04 –699.262,04 31.12.2022
Aspanggründe Beteiligungs GmbH AT EUR Wien 0,00 51,00 U 0,00 51,00 U
FWUBM Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 32.194.613,41 8.197.595,71 31.12.2023 50,00 50,00 E/G 23.997.017,70 7.590.018,86 31.12.2022
FWUBM Services GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 105.681,74 6.574,67 31.12.2023 50,00 50,00 E/G 99.255,07 592,25 31.12.2022
Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 45.838,20 316,89 31.12.2023 0,00 70,00 E/G 47.403,31 –196,45 31.12.2022
Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G 5.967.163,60 5.592.150,35 31.12.2023 0,00 71,80 E/G 375.013,25 –10.140,14 31.12.2022
Grundstück 1454/5 KG Gries BT3 Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 56.974,11 4.501,99 31.12.2023 0,00 70,00 E/G 52.415,12 4.381,60 31.12.2022
Jochberg Hotelprojektentwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Jochberg 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Jochberg Hotelprojektentwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G 22.368.747,86 –756.224,64 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 23.240.443,75 –1.373.081,72 31.12.2022
Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 5.924.622,02 336.054,49 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 5.591.067,53 379.411,37 31.12.2022
Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G –3.370.105,53 –1.901.848,09 31.12.2023 0,00 50,00 E/G –1.468.538,88 –1.791.188,81 31.12.2022
Modern Viventium GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 0,00 50,10 E/G 578.472,19 14.713,47 31.12.2021
Nordbahnhof-Vierte Wohnungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 674.216,69 –17.589,06 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 6.370.570,32 5.984.750,18 31.12.2022
Portunus Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Portunus Projektentwicklung GmbH & Co KG AT EUR Graz 0,00 50,00 E/G –364.546,82 –211.700,49 31.12.2023 0,00 50,00 E/G –152.846,33 –51.984,89 31.12.2022
Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 107.621,64 15.103,62 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 271.117,85 –7.179,12 31.12.2022
Stella Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Stella Projektentwicklungs GmbH & CoKG AT EUR Graz 0,00 50,00 E/G –250.192,50 –183.718,13 31.12.2023 0,00 50,00 E/G –67.474,37 –67.474,37 31.12.2022
UBM hotels Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G –539.213,59 –439.668,35 31.12.2023 50,00 50,00 E/G –99.545,24 974.908,72 31.12.2022
W 3 Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft AT EUR Wien 26,67 80,00 E/G 26.815.121,07 956.773,29 31.12.2023 26,67 80,00 E/G 25.858.347,78 758.180,78 31.12.2022
Wohnanlage Andritz - Stattegger Straße 2 GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 0,00 51,00 E/G 51.194,62 –3.158,92 31.12.2022
Wohnanlage EZ 208 KG Andritz GmbH AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G 26.093,65 16.650,11 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 9.443,54 –7.230,28 31.12.2022
Wohnanlage Geidorf - Kahngasse GmbH - liquidiert AT EUR Graz 0,00 0,00 50,00 50,00 E/G 7.090,99 –1.962,48 31.12.2022
Wohnanlage Karlauerstraße 27 GmbH i.L. AT EUR Wien 0,00 50,10 E/G 90.106,88 –5.687,34 31.12.2023 0,00 50,10 E/G 103.806,22 34.388,29 31.12.2022
WSB BF elf-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 1.930.002,04 –174.572,22 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 2.098.636,94 –14.144,68 31.12.2022
WSB BF fünf Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 724.734,97 –119.504,04 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 844.239,01 –24.585,60 31.12.2022
WSB BF neun-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 1.573.863,09 –94.297,89 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 1.662.309,05 –18.961,66 31.12.2022
WSB BF neun-Beta Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 3.552.605,88 –152.286,41 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 3.693.109,71 –21.563,64 31.12.2022
WSB BF zwei Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 51,00 E/G 4.813.354,25 –147.418,44 31.12.2023 0,00 51,00 E/G 4.948.980,90 –24.046,75 31.12.2022
GOLD NEMOVITOSTNÍ s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 41.221.668,47 –6.155.279,36 31.12.2023 50,00 50,00 E/G 46.826.370,83 –1.886.557,52 31.12.2022
Grafická 1 s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 56.503.655,72 –30.133.698,34 31.12.2023 50,00 50,00 E/G 141.122.116,78 113.311.490,83 31.12.2022
Sugar Palace Op Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G –57.764.714,07 12.725.478,90 31.12.2023 75,00 75,00 E/G –66.088.858,78 –48.244.318,75 31.12.2022
Sugar Palace Prop Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G –511.797.362,29 –307.819.361,26 31.12.2023 75,00 75,00 E/G –184.573.261,49 –103.281.901,64 31.12.2022
Anders Wohnen GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 39.345,71 0,00 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 9.705.354,43 1.673.787,44 31.12.2022
AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH DE EUR Düsseldorf 0,00 40,00 U 0,00 40,00 U
AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG DE EUR Düsseldorf 0,00 37,92 E/G 963.296,15 –10.350,11 31.12.2023 0,00 37,92 E/G 973.646,26 –8.293,26 31.12.2022
Baubergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 60,00 E/G 10.918.204,69 –2.509.575,55 31.12.2023 0,00 60,00 E/G 13.584.736,24 723.343,45 31.12.2022
Baubergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München 0,00 60,00 U 0,00 60,00 U
Central Tower Berlin Hotelbetriebs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 6.866,62 –8.056,57 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 4.986,24 –2.037,36 31.12.2022
German Hotel Invest IV GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 450.492,56 –100.809,35 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 551.301,91 708.777,50 31.12.2022
German Hotel IV Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Lilienthalstraße Wohnen GmbH Münchner Grund und Baywobau i.L. DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 50,00 E/G 40.083,13 –2.702,17 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 42.785,30 –18.733,97 31.12.2022
MGH Potsdam I GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G –1.093.659,96 –1.095.659,96 31.12.2023 0,00 50,00 E/G 2.000,00 1.327.536,89 31.12.2022
MGH Potsdam Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
MGR Thulestraße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G –2.917.040,29 –2.787.516,90 31.12.2023 0,00 50,00 E/G –129.523,39 –131.523,39 31.12.2022
MGR Thulestraße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Obersendlinger Grund GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 30,00 E/G 100.000,00 46.540.537,25 31.12.2023 0,00 30,00 E/G 31.445.024,33 36.020.551,08 31.12.2022
Obersendlinger Grund Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 30,00 U 0,00 30,00 U
PGE Grundstücksgesellschaft Europaviertel mbH DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 74,90 E/G 34.293.668,66 39.944.628,62 31.12.2023 0,00 74,90 E/G –5.650.959,96 –4.745.567,90 31.12.2022
UBX 1 Objekt Berlin GmbH i.L. DE EUR München 50,00 50,00 E/G 869.127,71 48.583,42 31.12.2023 50,00 50,00 E/G 820.544,29 –8.196,40 31.12.2022
"SOF Hotel Operations" spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia - verkauft PL PLN Krakau 0,00 0,00 0,00 50,00 E/G –8.393.528,95 2.114.216,55 31.12.2022
Berlin Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 6.867.916,26 –4.811.180,84 31.12.2023 0,00 74,00 E/G 11.679.097,10 1.084.977,71 31.12.2022
Poleczki Amsterdam Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –11.158.135,20 –11.530.018,26 31.12.2023 0,00 74,00 E/G 371.883,06 –7.742.542,44 31.12.2022
Poleczki Vienna Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –14.129.183,07 4.557.659,94 31.12.2023 0,00 74,00 E/G –18.686.843,01 –8.227.163,64 31.12.2022
Warsaw Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 1.762.114,15 –9.153.889,68 31.12.2023 0,00 74,00 E/G 10.916.003,83 –1.634.916,49 31.12.2022

Legende:

V = vollkonsolidierte Unternehmen

E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen

E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen

U = untergeordnete Unternehmen

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der UBM Development AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31.12.2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum 31.12.2023 rd. EUR 715 Mio. Bezogen auf die Bilanzsumme der Gesellschaft entspricht das einem Anteil von knapp 86%. Die Werthaltigkeit der genannten Bilanzposten hat somit signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen betreffen überwiegend in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften. Die von der UBM Development AG zur Verfügung gestellten Mittel werden in diesen Projektgesellschaften zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwendet. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruht daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien.

Für die Immobilien der Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird im Rahmen der Konzernabschlusserstellung der beizulegende Zeitwert ermittelt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig.

Das Risiko für den Jahresabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und der daraus resultierenden Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

Prüferisches Vorgehen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erfolgt auf Basis des Nettovermögens der Projektgesellschaften unter Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts des Immobilienvermögens. Ausleihungen und Anteile werden dabei je Gesellschaft gemeinsam bewertet.

Im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere die Ermittlung des Nettovermögens und die daraus abgeleiteten Abschreibungen und Zuschreibungen der Anteile und Ausleihungen durch Vergleich mit dem Buchwert geprüft.

Für die Stichprobe der geprüften Immobilienbewertungen wurden von unseren Immobilienbewertungsspezialisten folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

Beurteilung der Objektivität, Unabhängigkeit und Expertise der externen Gutachter.

Beurteilung der Bewertungsmethode und Übereinstimmung mit den anzuwendenden international anerkannten Standards. Insbesondere für die Anwendbarkeit des Residualwertverfahrens noch nicht fertig gestellter Projekte wurde geprüft, ob die wesentlichen Annahmen hinsichtlich erwarteter Entwicklungskosten und Verwertungsmöglichkeiten mit hinreichender Sicherheit und plausibel abschätzbar waren.

Kritische Würdigung der Bewertungszinssätze und deren Veränderung im Zeitablauf. Dabei wurden die Renditen mit nach Lage und Asset Klasse vergleichbaren Transaktionen und Bewertungen verglichen. Innerhalb der beobachteten Bandbreiten wurde geprüft, ob Änderungen des Zinssatzes zu Vorperioden aufgrund der Marktgegebenheiten bzw der objektspezifischen Eigenschaften gerechtfertigt waren und konsistent angewendet wurden.

Sonstige wesentliche Inputfaktoren der Bewertung wie Mieterlöse, Leerstandsraten und Instandhaltungsaufwendungen wurden von unseren Immobilienexperten allgemein auf Basis vergleichbarer Markt- und Erfahrungssätze auf Plausibilität geprüft. Darüber hinaus wurden die verwendeten Daten objektspezifisch stichprobenartig mit zu Grunde liegenden Informationen wie bspw dem aktuellen Vermietungsstatus oder Pachterlösen abgeglichen. Bei Immobilien in Entwicklung wurden die in den Gutachten angeführten erwarteten Baukosten bis zur Fertigstellung mit den Baukosten von vergleichbaren Objekten verglichen und der bei der Wertermittlung abgezogene Developergewinn hinsichtlich der Marktüblichkeit für vergleichbare Objekte gewürdigt.

Darüber hinaus wurden die Erwartungshaltungen, Änderungen und Auffälligkeiten hinsichtlich wesentlicher Inputfaktoren und Wertenwicklungen einzelner Immobilien sowohl im Vorfeld der Bewertung als auch nach Vorliegen der Bewertungsergebnisse in Besprechungen mit dem Management und den für die Bewertungen verantwortlichen Mitarbeitern besprochen und insbesondere auf Basis von Vergleichstransaktionen und Markterfahrungen kritisch hinterfragt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Veränderungen gelegt, welche nicht unseren Erwartungen entsprachen.

Verweis auf weitergehende Informationen:

Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen und den dafür berücksichtigten Abschreibungen und Zuschreibungen sind im Anhang unter II. Erläuterungen zur Bilanz 2. Anlagevermögen und III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Finanzerfolg enthalten. Aus makroökonomischen Entwicklungen resultierende Inflations- und Zinsrisiken sowie deren Auswirkungen sind in Abschnitt II.1. des Anhangs ausgeführt.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschluss

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 19.5.2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19.05.2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer .

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht .

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.

Wien, am 2. April 2024

BDO Assurance GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Markus Trettnak

Wirtschaftsprüfer

Mag. Wolfgang Mader

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Bilanzeid

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs 1 Börsegesetz 2018 – Jahresabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der UBM Development AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, sowie dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist für das Geschäftsjahr 2023 keinen verteilungsfähigen Bilanzgewinn aus.

Die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2023 unterbleibt daher.

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Bilanzeid

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 iVm Abs. 2 Börsegesetz 2018 – Konzernabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt, sowie, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und, dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wien, am 2. April 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM

CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate

CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS

COO

Dipl. Ing. Peter Schaller

CTO

Glossar

ATX Leitindex der Wiener Börse (Austrian Traded Index)
BIP Bruttoinlandsprodukt
CEE/SEE Mittel- und Osteuropa/Süd- und Osteuropa
Covid-19 Coronavirus Disease 2019; eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Viruserkrankung
DAX Leitindex der Deutschen Börse (Deutscher Aktienindex)
DBO Defined Benefit Obligation
Dividendenrendite Dividende je Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs
Dow Jone s Index Umfasst die 30 größten US-Werte in einem Index
EBIT Betriebsergebnis (Earnings Before Interest and Taxes)
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögens gegenstände (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation)
EBT Ergebnis vor Ertragsteuern (Earnings before Taxes)
Eigenkapitalquote Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme
EURO STOXX 50 Aktienindex, der 50 große börsennotierte Unternehmen der Eurozone beinhaltet
Executive Committee Repräsentiert das Führungsteam von UBM; es umfasst die vier Vorstände sowie aktuell 16 länder- und bereichsübergreifend ausgewählte Führungskräfte
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Forward-Verkauf Verkauf von Projektentwicklungen vor Fertigstellung
FVTPL Fair Value through Profit or Loss
Gesamtleistung Summe der Umsatzerlöse sowohl der vollkonsolidierten als auch der at-equity konsolidierten Gesellschaften sowie die Verkaufserlöse bei Share Deals jeweils entsprechend der Höhe der Beteiligung der UBM
IAS Internationale Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards)
IATX Immobilien Austrian Traded Index; Immobilienindex, der die bedeutendsten, an der Wiener Börse
notierten Immobilienunternehmen enthält
IFRS Internationale Rechnungslegungsstandards (International Financing Reporting Standards)
Impairment-Test Gemäß IAS 36 erfolgt eine Wertfeststellung von Vermögenswerten über einen regelmäßigen Test,
der zwischenzeitliche Wertminderungen des Vermögenswerts eruiert und gegebenenfalls zu
Anpassungsbuchungen führt
IWF Internationaler Währungsfonds
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis, Aktienkurs im Verhältnis zum Ergebnis je Aktie
Marktkapitalisierung Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (Market Cap)
MSCI World Aktienindex, der über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern beinhaltet
NaDiVeG Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz
Nettoverschuldung Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel
ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex
PoC-Methode Auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt eine Gewinnrealisierung zeitraumbezogen
auf Basis des Fertigstellungsgrads
Prime Market Marktsegment der Wiener Börse AG mit den höchsten Publizitäts- und Transparenzanforderungen
QBC Quartier Belvedere Central; Stadtentwicklungsprojekt in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs
bestehend aus Büros, Wohnungen, Hotels und Gastronomie
S&P 500 Aktienindex, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen erfasst

Kontakt

Investor Relations:

Christoph Rainer

Tel: +43 (0) 664 80 1873 200

investor.relations@ubm-development.com

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber :

UBM Development AG

Laaer-Berg-Straße 43,

1100 Wien, Österreich

Tel: +43 (0) 50 1873 100

www.ubm-development.com

Konzept, Gestaltung, Redaktion und Lektorat:

UBM Development AG

Imageteil:

Creative Direction: Christine Eisl

Texte: Gertraud Gerst, Tobias Sckaer

Lektorat: Hans Fleißner

Bilder: Christine Eisl, Philipp Horak, Hermann Blumer Privatbesitz, Sindre Ellingsen, Harald Eisenberger, Anna Gerdén (Sweden’s National Museum of Science and Technology), Helen & Hard, Rasmus Hjortshoj, Helene Høyer Mikkelsen, Georg Roske, Mario Rott, Laura-Stamer, UBM Development AG

Renderings: Aesthetica, Patricia Bagienski, Eike Becker Architekten, BloomImages, Henning Larsen, HH Vision, Kvant, Oliv Architekten, OLN, Renderwolf für Zanderoth, Sacker Architekten, SOP Architekten, Squarebytes

Bildbearbeitung: Mario Rott

Produktion: Michael Schmid

Finanzteil:

Mensalia GmbH

Penzinger Straße 53/8

1140 Wien, Österreich

Erstellt mit ns.publish von Multimedia Solutions AG, Zürich

Druck:

Gerin Druck GmbH

Gerinstraße 1–3, 2120 Wolkersdorf, Österreich

Dieser Geschäftsbericht wurde auf einem Pergraphica High White Rough gedruckt.

Dieses Papier ist FSC® zertifiziert.

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte „Erwartung“ oder „Ziel“ oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogenen Aussagen hin. Zukunftsbezogene Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Geschäftsberichts vorhandenen und der UBM Development AG vorliegenden Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter oder nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche (Geschäfts-)Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen.

Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der politischen, gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich, der EU und anderen relevanten Wirtschaftsräumen sowie Veränderungen in der Branche sein. Die UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige (Geschäfts-)Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden. Die UBM Development AG wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände noch aufgrund geänderter Annahmen oder Erwartungen.

Der Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche grammatische Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer alle Geschlechter.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Fassung vor und steht in beiden Sprachen auf der Internetseite der UBM Development AG zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Geschäftsberichts maßgeblich.