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Graphics
Jahres-
finanz-
bericht
Magyarország
România
Österreich

Graphics
Inhalt
SW UMWELTTECHNIK KONZERN ....................................................3
Konzernlagebericht ............................................................................ 4
Konzernabschluss ............................................................................ 20
Bestätigungsvermerk ....................................................................... 66
Erklärung des Vorstandes ................................................................ 71
SW UMWELTTECHNIK AG .............................................................. 73
Lagebericht SW Umwelttechnik AG .................................................. 74
Einzelabschluss ................................................................................ 86
Bestätigungsvermerk ..................................................................... 102
Erklärung des Vorstandes .............................................................. 107
Graphics
JAHRESFINANZBERICHT 2023
Inhalt
Graphics
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Graphics
4 Konzernlagebericht
20
Konzernabschluss
66
Bestätigungsvermerk
71
Erklärung des Vorstandes
SW UMWELTTECHNIK
KONZERN
Graphics
4
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Im Gescftsjahr 2023 stand SW Umwelttechnik in
ihren drei Kernrkten vor einem herausfordernden
wirtschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig verlor die euro-
ische Wirtschaft im aktuellen Jahr, bedingt durch
steigende Lebenshaltungskosten, eine nachlassende
Nachfrage im Ausland und geldpolitische Straf-
fungsmnahmen, an Schwung. Die Zinserhöhungen
hatten negative Auswirkungen auf die Investitionstä-
tigkeit und die Konjunktur. Die Volatilität der Ener-
giepreise, insbesondere in Ländern, die stark von En-
ergieimporten abhängig sind, hat zu einer Rezession
im Jahr 2023 beigetragen.
Der steile Zinsanstieg im Verlauf des Jahres
führte zu einem erheblichen Rückgang der Inflati-
on in der Eurozone. Diese Entwicklung war jedoch
zweischneidig, da sie gleichzeitig zu einem geringen
Wirtschaftswachstum in der Eurozone führte, das bei
etwa 0,8 % lag, während die gesamte EU ein Wachs-
tum von rund 0,9 % verzeichnete. Die rückläufige
Inflation (EU: 6,4 %, Eurozone: 5,4 %) könnte zwar
eine mögliche Aufrtsbewegung benstigen, aber
die gestiegene geopolitische Unsicherheit stellt einen
erheblichen Bremsklotz für die wirtschaftliche Ent-
wicklung dar.
UNGARN
Nach einem wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr
2022 verzeichnete Ungarn im Jahr 2023 einen Rück-
gang, wobei die Wirtschaftsleistung um 0,8 % sank
(2022: + 4,6 %). Die Inflationsrate für das gesamte
Jahr lag bei 17,0 %.
Die schwache Wirtschaftsleistung ist hauptsäch-
lich auf den drastischen Anstieg der Energiepreise
zurückzuhren, der zu höheren Produktionskosten
und einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit
von Produktionsunternehmen führte, wodurch der
Wirtschaft Einnahmen entzogen wurden. Die Anpas-
sungsschritte des Haushaltes nach den Wahlen 2022
führten zu einem Rückgang der Investitionen und
einer geringeren Nachfrage. Die rasante Inflation hat
den realen Wert der Einkommen erheblich gemindert,
was den Privatverbrauch gebremst hat. Die Zurück-
haltung bei EU-Fördermitteln belastet die Ressourcen
und schränkt die Entwicklungskapazitäten sowohl des
öffentlichen als auch des privaten Sektors ein. Hohe
Zinsen trugen zusätzlich zur Abkühlung der Wirt-
schaft bei.
Wirtschaftliches Umfeld
Graphics
55
RUMÄNIEN
Im Jahr 2023 verzeichnete Runien eine deutliche
Abschwächung der Konjunktur, insbesondere in den
ersten sechs Monaten. Der Hauptgrund hierfür war
ein merklich zurückhaltender Konsum aufgrund von
Inflation und hohen Lebenshaltungskosten. Die indi-
rekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und
der resultierenden Energiekrise, die zu einer spür-
baren Verlangsamung des Wachstums in der Eurozo-
ne führten, haben auch im weiteren Verlauf des Jahres
2023 Einfluss auf die rumänische Wirtschaft gehabt.
Das Wirtschaftswachstum belief sich auf 1,8 %, wo-
bei hohe Energiepreise, Finanzierungskosten und ein
zunehmender Arbeitskftemangel die Industrie und
das Exportwachstum Runiens belastet haben.
Obwohl die Inflation auf einem hohen Niveau verharrt,
zeigte sie eine rückläufige Tendenz. Die ursprüng-
lichen Prognosen der Zentralbank, die von etwa 7 %
ausgingen, konnten mit einer Inflationsrate von 9,7 %
nicht erreicht werden. Trotz dieser Herausforde-
rungen bleibt Runien ein äußerst attraktiver Markt
mit einer sehr hohen wirtschaftlichen Dynamik und
einer mittelfristig stark steigenden Inlandsnachfrage.
ÖSTERREICH
Österreichs Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein
Minus von 0,8 % und entwickelte sich somit schwä-
cher als jene der Eurozone, die ein Wachstum von
0,6 % verzeichnete. Insbesondere in den Bereichen
Handel, Verkehr und Industrie war dieser Abschwung
deutlich spürbar. Die Abwärtsbewegung in der ös-
terreichischen Bauwirtschaft beschleunigte sich
im Verlauf des Jahres 2023, insbesondere nach dem
anfänglichen Schwung im ersten Quartal. Ebenso
betroffen war der Handel, der durch die hohe Infla-
tion und konjunkturelle Unsicherheit beeinträchtigt
wurde. Einzig die Beherbergungs- und Gastronomie-
branche wies einen Zuwachs auf, bedingt durch die
Erholungseffekte nach den Pandemiejahren. Das Jahr
2022 stellt einen entscheidenden Wendepunkt für
die aktuelle Konjunkturabschwächung dar, bedingt
durch den Baukostenschock im Zusammenhang mit
dem Krieg in der Ukraine und den Beginn der Zins-
wende im Frühsommer 2022.
Die Wachstumsverlangsamung in den Bauspar-
ten war im Hochbau deutlich stärker spürbar als im
Tiefbau. Der deutliche Anstieg der Kreditzinsen und
Baukosten führte im Bausektor zu einem Rückgang um
etwa 1,5 %. Der seit Mitte 2022 bis Ende 2023 anhal-
tende Anstieg der Baukosten, hat sich mit dem Ende
der Materiallieferprobleme entspannt, und die Kosten
waren zeitweise sogar rückläufig. Für 2024 könnten
hier Wachstumsimpulse folgen, insbesondere durch
die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen, die dazu
beitragen, die betroffenen Sparten zu unterstützen.
Die Inflation verringerte sich leicht und erreichte
einen Jahresdurchschnitt von 7,9 % (VJ 8,6 %). Mit
diesem signifikanten Anstieg der Verbraucherpreise
liegt Österreich etwa 2 % über dem Durchschnitt der
Eurozone.
Quellen: European Commission, Außenwirtschaft Österreich, Wirtschaftskammer Österreich, Germany Trade & Invest, Bank Austria, WIFO
Graphics
6
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr
konnte mit einem beeindruckenden Plus von 15 %
aufwarten, wodurch der Umsatz auf EUR 47,8 Mio.
stieg (VJ EUR 41,5 Mio.). Österreichs Entwicklung
in diesem Geschäftsbereich zeigte hingegen einen
leichten Rückgang. In Ungarn verzeichnete der Be-
reich Tiefbau und Verkehr eine gute Auslastung und
konnte den Umsatz des Vorjahres übertreffen. Ebenso
positiv entwickelte sich dieser Geschäftsbereich in
Runien und verzeichnete ein Wachstum von 22 %.
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr entspricht
36 % (VJ 34 %) des Konzernumsatzes.
Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen
verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum von knapp
3 % und erreichte mit EUR 83,1 Mio. ein ähnliches
Niveau wie im Vorjahr (VJ EUR 80,5 Mio.). Besonders
in Österreich war die Wachstumsverlangsamung im
Hochbau deutlich srker spürbar als im Tiefbau. Der
signifikante Anstieg der Kreditzinsen und der Bau-
kosten führten zu einem Rückgang. In Ungarn gab
es lediglich einen leichten Anstieg der Infrastruk-
turprojekte, während in Rumänien eine signifikante
Zunahme der Bautätigkeit verzeichnet wurde. Der
Gescftsbereich Hochbau und Wohnen entspricht
somit 64 % des Gesamtumsatzes (VJ 66 %).
In Österreich war der Rückgang der Bautätigkeit
in allen Bereichen am spürbarsten, was zu einem Um-
satzrückgang von 23 % auf EUR 10,7 Mio. führte (VJ
UMSATZ UND ERTRAGSLAGE
Die letzten fünf Gescftsjahre markieren eine äu-
ßerst erfolgreiche Phase in der Geschichte der SW
Umwelttechnik. Im Geschäftsjahr 2023 setzte SW
Umwelttechnik ihren Erfolg fort, insbesondere durch
eine starke Nachfrage im Bereich Tiefbau und Ver-
kehr.
Durch ihre Anpassungsfähigkeit und Flexibi-
lität war SW Umwelttechnik in der Lage, den viel-
fältigen wirtschaftlichen Herausforderungen, die
das Jahr 2023 mit sich brachte, entgegenzuwirken
und setzte somit eindrucksvoll den Erfolgskurs
der vergangenen Gescftsjahre fort und erzielte
einen Umsatz von EUR 130,9 Mio. Die hohe Inflati-
on und die Verlangsamung der Konjunktur verrin-
gerten die Marge. Bei SW Umwelttechnik waren
im vergangenen Geschäftsjahr keine nachweis-
baren Auswirkungen durch die Corona-Pandemie
feststellbar und es traten keine Lieferprobleme
auf. Der Geschäftsverlauf der SW Umwelttechnik
wurde durch den Krieg in der Ukraine nicht direkt
beeinträchtigt, da das Unternehmen keine Aktivi-
täten auf dem ukrainischen Markt hat.
Im Gescftsjahr 2023 erwirtschaftete
SW Umwelttechnik Umsatzerlöse in Höhe von
EUR 130,9 Mio. (VJ EUR 122,0 Mio.). Die Ertrags-
zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht ge-
sunken: Das EBIT beträgt EUR 14,8 Mio. (VJ EUR
15,8 Mio.), das EBITDA beläuft sich auf EUR 20,3
Mio. (VJ EUR 20,6 Mio.), die EBITDA-Marge be-
trägt somit 15,3 %.
Das Finanzergebnis ist durch die gestie-
genen Finanzierungsaufwendungen deutlich bela-
stet und beträgt EUR -3,1 Mio. (VJ EUR -3,1 Mio.).
Die Finanzierungsaufwendungen betragen EUR
-3,8 Mio. (VJ EUR -1,5 Mio.), die Fremdwährungs-
bewertungen haben einen positiven Wert und be-
laufen sich auf EUR 0,5 Mio. (VJ EUR -1,4 Mio.).
Das Ergebnis vor Steuern verzeichnet einen
leichten Rückgang um 7,5 % und beträgt EUR
11,8 Mio (VJ EUR 12,7 Mio.). Das Ergebnis nach
Steuern beträgt EUR 10,3 Mio. (VJ EUR 10,5 Mio.).
Geschäftsentwicklung
Ergebnisentwicklung
In EUR Mio. 2023 2022 Veränderung in %
Umsatz 130,9 122,0 7,3
EBIT 14,8 15,8 -6,3
EBITDA 20,3 20,6 -1,8
Finanzergebnis -3,1 -3,1 ±0,0
Ergebnis vor Steuern 11,8 12,7 -7,5
Ergebnis nach Steuern 10,3 10,5 -1,9
Graphics
77
EUR 13,9 Mio.), der Anteil am Konzernumsatz beträgt
8,2 % (VJ 11,2 %). Im größten Markt Ungarn konnte
aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
nur ein leichter Umsatzanstieg von 7 % verzeichnet
werden, der nun bei EUR 72,1 Mio. liegt (VJ EUR 67,2
Mio.). Trotz des geringen Anstiegs bleibt der Anteil
am Konzernumsatz stabil bei 55,1 % (VJ 55 %).
Runien verzeichnet weiterhin eine dynamische
Entwicklung, und durch das Potenzial auf dem Markt
konnte eine Umsatzsteigerung von knapp 12 % auf
EUR 43,0 Mio. (VJ EUR 38,4 Mio.) erzielt werden. Der
Anteil am Konzernumsatz erhöht sich auf 32,8 % (VJ
31,5%).
Die Konzern-Exportumsätze stiegen aufgrund
der stabilen Exportrkte Slowakei, Italien und
Deutschland sowie der deutlich gestiegenen Exporte
nach Bulgarien erheblich auf EUR 5,1 Mio. (VJ EUR
2,5 Mio.).
Umsatz nach Geschäftsbereichen
In EUR Mio. 2023 in % 2022 in %
Tiefbau und Verkehr
47,8 36 41,5 34
Hochbau und Wohnen
83,1 64 80,5 66
Gesamt 130,9 100 122,0 100
Tiefbau und Verkehr
Hochbau und Wohnen
2023
83,147,8
2022
80,541,5
Umsatz nach Ländern
In EUR Mio. 2023 in % 2022 in %
Österreich 10,7 8 13,9 11
Ungarn 72,1 55 67,2 55
Rumänien 43,0 33 38,4 32
Sonstige 5,1 4 2,5 2
Gesamt 130,9 100 122,0 100
Österreich
Ungarn
Rumänien
Sonstige
72,1
43,0
10,7
5,1
2023
67,2
38,4
13,9
2,5
2022
Graphics
8
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Aufgrund einer deutlichen Steigerung des Anlage-
vermögens erhöhte sich die Bilanzsumme im Jahr
2023 auf EUR 141,4 Mio. (VJ EUR 124,1 Mio.). Die
langfristigen Vermögenswerte beliefen sich daher
per Ultimo auf EUR 88,6 Mio. (VJ EUR 71,2 Mio.), die
kurzfristigen Vermögenswerte betrugen EUR 52,8
Mio. (VJ EUR 52,9 Mio.).
Das Eigenkapital stieg weiter auf EUR 44,2 Mio.
(VJ EUR 35,0 Mio.), dies ist auf die weiterhin sehr
gute Ertragslage zurückzuführen. Die Eigenkapital-
quote beträgt im Vergleich zum Vorjahr 31,3 % (VJ
28,2 %).
Die langfristigen und kurzfristigen Finanzver-
bindlichkeiten verzeichneten im abgeschlossenen
Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Anstieg und
summierten sich auf EUR 71,2 Mio. (VJ EUR 64,3
Mio.). Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich aus
langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
44,3 Mio. (VJ EUR 38,0 Mio.) und kurzfristigen Ver-
bindlichkeiten von EUR 26,9 Mio. (VJ EUR 26,3 Mio.)
zusammen. Zum Jahresende steht die Nettoverschul-
dung bei EUR 67,9 Mio. (VJ EUR 61,2 Mio.).
INVESTITIONEN
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 hat die SW Um-
welttechnik ihren Expansionskurs konsequent fort-
gesetzt. Dabei konnte die Investition zur Erweiterung
des Werkes in Cristeşti erfolgreich abgeschlossen und
in Betrieb genommen werden. Die Investition für den
Ausbau des Werkes in Budapest befindet sich derzeit
noch in der Umsetzungsphase. Insgesamt wurden
hier EUR 17,4 Mio. investiert. Im Jahr 2023 konnte
auch das neu errichtete Bürogebäude am Standort
Bukarest erfolgreich in Betrieb genommen werden.
Die Investitionssumme für dieses Projekt betrug EUR
2,2 Mio. Parallel dazu wurde die Automatisierung und
Digitalisierung sämtlicher Werke vorangetrieben,
um die Produktionskapaziten zukunftsweisend zu
erweitern und gleichzeitig den Beitrag zur Nachhal-
tigkeit zu stärken. Im Fokus steht auch die intensive
Förderung von Elektromobilität in der Werkslogistik
als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Trans-
portlösung, um umweltfreundliche Maßnahmen ent-
lang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablie-
ren. Außerdem wurden 2023 in allen Werken laufende
Normalinvestitionen getätigt.
Insgesamt betrugen die Investitionen in Sach-
anlagen und immaterielle Vermögenswerte des Kon-
zerns im Jahr 2023 EUR 20,4 Mio. (VJ EUR 20,5 Mio.).
LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
Der Cashflow aus dem Ergebnis bleibt weiterhin auf
einem stabil hohen Niveau und liegt leicht unter dem
Wert des Vorjahres bei EUR 15,1 Mio. (VJ EUR 17,2
Mio.). Der Cashflow aus Working Capital wird mit
EUR -2,1 Mio. ausgewiesen (VJ EUR -6,1 Mio.). Somit
beträgt der Cashflow aus laufender Gescftstätigkeit
EUR 13,0 Mio. (VJ EUR 11,1 Mio.)
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag der
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Österreich Ungarn Rumänien Konzern
weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich
Arbeiter:innen 1 25 3 148 3 282 7 455
Angestellte 16 18 78 88 35 45 129 151
Gesamt
17 43 81 236 38 327 136 606
Graphics
99
Zahlungsmittelabfluss mit EUR 17,3 Mio. (VJ EUR
22,4 Mio.) unter dem Vorjahr. Es wurden EUR 20,5
Mio. (VJ EUR 22,6 Mio.) für den Erwerb von Sach-
und immateriellem Anlagevermögen verwendet.
Im Gegensatz dazu verzeichnete das Unternehmen
einen Cash-Eingang von EUR 3,2 Mio. (VJ EUR 0,1
Mio.) aus Zahlungen im Rahmen von Investitionsför-
derungen sowie EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 0,1 Mio.) aus
Einzahlungen im Zusammenhang mit Anlagenabgän-
gen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verän-
derte sich signifikant auf EUR 4,4 Mio. (VJ EUR 12,6
Mio.). Die Venderung der Zahlungsmittel beläuft
sich demnach auf EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 1,3 Mio.).
Insgesamt betrugen die Zahlungsmittel am Ende der
Periode EUR 3,3 Mio. (VJ EUR 3,1 Mio.).
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 beschäftigte
SW Umwelttechnik im Jahresdurchschnitt beinahe
750 Personen, mit 462 Arbeiter:innen (VJ 429) und
280 Angestellten (VJ 261).
Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund des
Anstiegs der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vor-
jahr, der Auswirkungen der Inflation sowie Anpas-
sungen und Erhöhungen der Gehälter und Löhne auf
EUR 21,8 Mio. (VJ EUR 18,6 Mio.). Der Anteil weib-
licher Arbeitnehmer im Angestelltenbereich betrug
46 %.
Im Jahr 2023 investierte SW Umwelttechnik TEUR
288 (VJ TEUR 220) in Forschungs- und Entwicklungs-
projekte. In den vergangenen Jahren lag der Fokus
klar auf der Entwicklung von Ultrahochfestem Beton
(UHPC). Auch 2023 bescftigte sich SW Umwelt-
technik wieder mit Weiterentwicklungen und For-
schungen auf diesem Gebiet. In einem wegweisenden
Forschungsprojekt über die letzten Jahre entstand, in
Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, unter
anderem mit der EMPA und der ETH Zürich, eine
Wendeltreppe aus UHPC, die im letzten Jahr fertigge-
stellt werden konnte. SW Umwelttechnik produzierte
die Stufen aus ultrahochfestem, faserverstärktem
Beton in einem firmeneigenen Werk. Ein weiteres
Projekt welches im letzten Jahr vorangetrieben wur-
de, war die Entwicklung des Ablaufgitters aus UHPC,
das eine sinnvolle Ernzung zum bereits verbauten
UHPC-Brückenablauftopf darstellt. Es liegen bereits
alle notwendigen Dokumente vor, die Prüfung des
Produktes ist erfolgreich abgeschlossen worden und
im Jahr 2024 ist die finale Umsetzungs- und Einfüh-
rungsphase geplant.
In der deutschen Bauwirtschaft ist für die Ver-
wendung von UHPC entweder eine Zustimmung im
Einzelfall oder eine allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung erforderlich. In Österreich sind die Rah-
menbedingungen bisher ähnlich, obwohl kürzlich
die ÖBV-UHPC-Richtlinie veröffentlicht wurde. Es ist
davon auszugehen, dass in Kürze eine weitere Nor-
mung folgen wird, die zu einem verstärkten Einsatz
von UHPC in der Bauwirtschaft führen wird.
Forschung und Entwicklung
Ausgaben Forschung und Entwicklung
In EUR Mio. 2023 2022 2021
Forschung und Entwicklung 0,3 0,2 0,2
Betriebsleistung
2023 2022 2021
Betriebsleistung (in EUR Mio.) 132,3 127,1 105,1
Betriebsleistung / Mitarbeiter/in
(in TEUR) 178 184 168
Veränderung zum VJ in % -3,2 9,8
Graphics
10
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffent-
liches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu
beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenlei-
stung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder
im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder
Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer:innen,
leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstandes/der
Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr
verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG
ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintra-
gung der entsprechenden Satzungsänderung in das
Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in meh-
reren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage
um bis zu TEUR 2.639 durch Ausgabe von bis zu
362.999 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien
zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausga-
bebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates
festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den
Aktionären unter Ausschluss des unmittelbaren Be-
zugsrechts der Altaktionäre in der Weise eingeräumt
werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kredi-
tinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten
mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Ak-
tionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten
(mittelbares Bezugsrecht). Der Aufsichtsrat oder ein
hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss
wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich
aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals erge-
ben, zu beschließen.
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von TEUR 5.278.
Die Wolschner Privatstiftung hält mehr als
40 % des ausgegebenen Aktienkapitals der SW Um-
welttechnik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Bernd
Wolschner (persönlich) und Klaus Einfalt (persön-
lich). Die restlichen Aktien befinden sich im Streube-
sitz.
Es existieren keine Beschnkungen, die die
Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien be-
treffen. Es gibt auch keine Aktionär:innen oder am
Kapital beteiligte Arbeitnehmer:innen, die Kontroll-
rechte besitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben die fol-
genden erweiterten Befugnisse in Bezug auf die Mög-
lichkeit der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien:
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2018
wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der
Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne
Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptver-
sammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat er-
mächtigt ist, Änderungen der Satzung, die sich durch
die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die eige-
nen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder
zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt ist, für
die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der
Angaben gem. § 243a UGB
Graphics
1111
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG
dazu ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eige-
ne Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 %
des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbs-
volumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu
leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der
höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durch-
schnittlichen Börseschlusskurs der demckerwerb
vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die
Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch
in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines
oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel
in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausge-
schlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt,
das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen
dieser eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren
Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen,
wobei der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen
der Satzung, die sich durch die Einziehung von Ak-
tien ergeben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen
die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kon-
trollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Über-
nahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder
enden. Es existiert derzeit kein öffentliches Über-
nahmeangebot, das Entschädigungsvereinbarungen
zwischen der Gesellschaft und dem Vorstand und den
Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern not-
wendig machen würde.
EU-Taxonomie
Die Erfüllung der Anforderungen nach Art. 8 EU-
Taxonomie sind im Anhang des gesonderten Nach-
haltigkeitsberichtes 2023 von SW Umwelttechnik
abgebildet. Die Bereitstellung von Informationen im
Zusammenhang mit nichtfinanziellen Belangen erfol-
gen ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht.
Graphics
12
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Risikobericht
SW Umwelttechnik betreibt entsprechend den An-
forderungen des Österreichischen Corporate Gover-
nance Kodex ein formalisiertes, einheitliches und
konzernweites Risikomanagementsystem. So können
eine frühzeitige Identifikation und Steuerung von
potentiellen Risiken sowie – im Idealfall – weitere
Wettbewerbsvorteile erreicht werden.
Das Berichtswesen als zentraler Bestandteil des Ri-
sikomanagements erfasst positive und negative Ab-
weichungen von Unternehmenszielen und Unterneh-
menskennzahlen. In Abstimmung mit allen leitenden
Mitarbeiter:innen analysiert der Vorstand Ergebnisse
und Kennzahlen, um entsprechende Mnahmen ab-
zuleiten und so unternehmerische Chancen bestmög-
lich zu nutzen.
RISIKOMANAGEMENT
In der Aufbau- und Ablauforganisation ist ein um-
fassendes Risikomanagement fest implementiert, um
sicherzustellen, dass potenzielle Risiken auf Unter-
nehmensebene systematisch erkannt und bewertet
werden können. Gemeinsam mit dem Berichtswesen
bildet es die Basis für den regelßigen Informati-
onsaustausch zwischen den einzelnen Unternehmen
der Gruppe sowie Vorstand und Aufsichtsrat. Das
strategische Risikomanagement wird vom Vorstand
koordiniert, der auch die Letztverantwortung für
Strategie und Erreichung der Unternehmensziele
trägt. Im operativen Gescft sind zudem alle leiten-
den Angestellten für Überwachung und Steuerung
potentieller Risikoquellen selbstverantwortlich.
Zur gemeinsamen Aufarbeitung, Analyse und
Dokumentation größerer Risikoentscheidungen die-
nen die erweiterten Vorstandssitzungen. Das Kon-
zerncontrolling ist für Koordination, Sicherung und
Steuerung des Konzernrisikos zuständig und berich-
tet wiederum an den Vorstand.
Das konzernweite Risikomanagement bescf-
tigte sich im Geschäftsjahr 2023 vor allem mit den
betrieblichen Herausforderungen durch den Krieg in
der Ukraine, den volatilen Energiepreisen und den
Auswirkungen des hohen Zinsniveaus. SW Umwelt-
technik hat die Einkaufsstrategie der Vorjahre beibe-
halten und durch eine vorausschauende Einkaufspla-
nung für ausreichend hohe Lagerbestände an allen
Werksstandorten gesorgt. Damit konnte sichergestellt
werden, dass Leistungs- und Liefergarantien für die
Kunden gehrleistet werden können. Ein weiterer
Schwerpunkt des internen Risikomanagements lag
auf der Sicherung der Kapazitätsauslastung und dem
Umgang mit den volatilen Rohstoffpreisen. Dies er-
forderte eine intensive Beobachtung der wirtschaftli-
chen Entwicklung in den einzelnen Kernrkten.
Um eine Grundlage zur Steuerung zu erhalten,
wurden die Risiken unter Berücksichtigung von Pro-
gnosen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswir-
kungen untersucht. So konnten folgende Hauptrisiken
identifiziert werden:
Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
Betriebliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen Kon-
trollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.
GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
Wie jedes andere Unternehmen unterliegt auch SW
Umwelttechnik einer Reihe von branchenspezifischen
Risiken. Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die
allgemeine Konjunkturentwicklung, die Finanzie-
rungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand sowie die
umweltpolitischen und umweltrechtlichen Rahmen-
Graphics
1313
bedingungen beeinflussen die Branchen, in denen
SW Umwelttechnik tätig ist. Ein typischer branchen-
spezifischer Einfluss ist der Witterungseinfluss auf
den Verlauf und das Ergebnis von Bauprojekten, der
sich insbesondere in den Wintermonaten bemerkbar
macht.
Begünstigt wird die Steuerung der Branchen-
risiken durch die Unabhängigkeit von SW Umwelt-
technik in zwei Geschäftsbereichen sowie mehreren
ndern. Saisonale und länderspezifische Schwan-
kungen können so ausgeglichen und abgemildert
werden, unterschiedliche Marktpotentiale genutzt
und der flexible Einsatz von Ressourcen entlang der
konzernweiten Wertschöpfungskette optimiert wer-
den.
Marktrisiko
Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa
ist für die Geschäftsentwicklung der SW Umwelttech-
nik von zentraler Bedeutung. Das EU-Förderbudget
für die Jahre 2021 - 2027 beinhaltet Förderungen für
kommunale Investitionen in den Wachstumsmärkten
Mittel- und Osteuropas. Diese Subventionen der Euro-
ischen Union sind wichtige Erfolgsfaktoren und vor
allem in den Bereichen Straßen- und Schieneninfra-
struktur sowie Abwasserreinigung ausschlaggebend.
Die breite geografische Aufstellung und die
umfassende Produktpalette der SW Umwelttechnik
ermöglichen das Management des Marktrisikos. Das
Unternehmen ist bestrebt, in allen Kernmärkten die
bestmögliche Kostenposition zu erreichen: Hohe
Standards sowie moderne Werke und Anlagen sorgen
für Kosteneffizienz in der Produktion und lassen eine
flexible Anpassung an Veränderungen der Nachfrage
zu, was zur sehr guten Marktposition von SW Umwelt-
technik beiträgt. SW-Produkte werden in folgende
nder exportiert: Slowakei, Italien, Deutschland,
Slowenien, Bulgarien und Moldawien.
Internes Controlling und der stetige Vergleich
der Betriebe mittels internem Benchmarking tragen
zur weiteren Risikominimierung bei. Auch Wett-
bewerbsanalysen und Best Practice Cases werden
eingesetzt, um das Unternehmensziel der Kostenfüh-
rerschaft in allen relevanten Bereichen zu erreichen.
Pandemierisiko
SW Umwelttechnik ist durch ihre beeindruckende
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gut gerüstet,
um Risiken im Kontext globaler Herausforderungen,
insbesondere in Bezug auf Pandemien, zu minimie-
ren. Die robuste Struktur ermöglicht es SW Umwelt-
technik, auf Veränderungen in der Marktnachfrage,
Lieferkettenunterbrechungen und andere unvorher-
sehbare Einflüsse flexibel zu reagieren. SW Umwelt-
technik kann Lieferproblemen erfolgreich entgegen-
wirken und potenziellen Engpässen bei Rohstoffen
durch die Erhöhung der Lagerbestände vorbeugen.
Durch die direkte und regionale Beschaffung von
Rohstoffen ist das Unternehmen in der Lage, flexibel
zu agieren und eine zuverlässige Bereitstellung von
Leistungen und Lieferungen für Kunden sicherzustel-
len. Diese Widerstandsfähigkeit betont nicht nur die
Robustheit des Unternehmens, sondern auch seine
higkeit, sich an dynamische Marktsituationen an-
zupassen.
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Die Produktion bei SW Umwelttechnik erfolgt im Ein-
und Mehrschichtbetrieb, abhängig von Anlage und
Nachfrage. Dadurch besteht eine branchenübliche
Abhängigkeit von den Anlagen, die jedoch durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallrisiko reduziert werden kann.
Eine Minimierung des bestehenden Restrisikos wird
durch umfangreiche Schulungen der zuständigen
Mitarbeiter:innen sowie durch die Einhaltung eines
klar definierten Instandhaltungsprogrammes er-
reicht. Treten dennoch Vergerungen auf, besteht
Graphics
14
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
grundsätzlich die Möglichkeit, kurzfristig auf andere
Werke der Gruppe auszuweichen. Im Geschäftsjahr
2023 kam es zu keinen Maschinenausfällen.
Beschaffungsmarktrisiko
Als produzierendes Unternehmen ist SW Umwelt-
technik Preisschwankungen bei der Beschaffung
von Rohstoffen ausgesetzt. Die Beschaffung von
Rohstoffen erfolgt hauptsächlich über den EU-Markt.
Vor allem der Stahlpreis, der von mehreren Faktoren
abhängig ist, unterliegt relativ großen Preisschwan-
kungen. SW Umwelttechnik vereinbart daher bereits
bei Auftragseingang von Großprojekten eine vertrag-
liche Preisbindung, um so Stahlpreisschwankungen
als Risikofaktor zu minimieren. Ein spezielles Aus-
wahlverfahren von Lieferant:innen und stetige Über-
wachungsprozesse tragen zusätzlich zur Risikosteue-
rung bei. Angesichts der erhöhten Strompreise infolge
des Ukrainekrieges hat sich SW Umwelttechnik dazu
entschieden, die Investitionen in Photovoltaikanlagen
fortzusetzen, um eine gewisse Unabngigkeit in Be-
zug auf die Strombeschaffung zu gehrleisten.
Terminrisiko
SW Umwelttechnik legt großen Wert auf Termin- und
Leistungstreue, um höchste Ansprüche an die Zu-
verlässigkeit zu erfüllen. Bei Großaufträgen werden
in der Regel Leistungs- und Termingarantien vorab
erteilt. Die Projektabwicklung erfolgt IT-gestützt
mittels Einbindung von modernen Kalkulations-, Fer-
tigungs- und Montageplanungssystemen. Dies trägt
dazu bei, das Terminrisiko zu minimieren. Sollte es
dennoch zu Verzögerungen oder Ausfällen in einem
Werk kommen, kann die Lieferung prinzipiell aus
einem anderen Werk erfolgen.
IT-Risiken
Durch moderne und dezentral installierte IT-Systeme
wird das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
geringgehalten. Eine regelmäßige und vollständige
Datensicherung an mehreren Standorten erhöht zu-
sätzlich die IT-Sicherheit.
Die konzernweite Verwendung von SAP als
Management-Informationssystem gewährleistet eine
effiziente Kommunikation und Planung zwischen den
Standorten der Gruppe. Die im SAP-System integ-
rierten Kontrollmechanismen sichern Stabilität und
Funktionshigkeit des Programms.
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltfreundliche
Produkte für einen ressourcenschonenden Um-
gang mit der Umwelt. Durch gezielte und wirksame
Schutzmnahmen minimiert das Unternehmen ver-
schiedene Umweltrisiken, die im Produktionsbetrieb
entstehen. Die Umweltschutz- und Sicherheitsvorkeh-
rungen zur Erreichung der Umweltschutzziele wer-
den durch die Betriebsleiter und Nachhaltigkeitsbe-
auftragten regelmäßig überprüft und evaluiert. Eine
detaillierte Berichterstattung erfolgt im gesondert
abgefassten Nachhaltigkeitsbericht.
Klimarisiko
Ergänzende Informationen zum Thema Klimarisiken
werden unter dem Punkt 9.5 im Konzernanhang ab-
gebildet.
Graphics
1515
Personalrisiko
Die Arbeitnehmer sind ein Schsselfaktor für den
wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Unternehmens.
Aufgrund der demographischen und verschiedenen
gesellschaftlichen Entwicklungen herrscht in Ungarn
und Runien ein Mangel an Arbeitskften. SW
Umwelttechnik begegnet diesem Mangel mit einer
Vielzahl von Maßnahmen, die das Unternehmen zu
einem attraktiven Arbeitgeber machen. Fortbildungs-
programme und transparente Kommunikationsflüsse
tragen dazu bei, die Belegschaft von SW Umwelt-
technik zu stärken und die Zusammenarbeit und die
Motivation zu fördern. Die direkte Einbindung der
Mitarbeiter:innen in Verbesserungs- und Änderungs-
prozesse, selbstverantwortliche Aufgabenbereiche
sowie ein attraktives Entlohnungssystem sind wich-
tige Säulen der Personalpolitik des Unternehmens.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Dem Risiko von Zahlungsausfällen begegnet SW Um-
welttechnik, in den meisten Ländern in denen sie tätig
ist, mit der Versicherung von Kundenforderungen.
Dabei wird jedem Kunden ein eigenes Kreditlimit
eingeräumt, das mit zunehmender Kundenkenntnis
erweitert werden kann. Eine weitere Maßnahme zur
Risikominimierung ist ein striktes Forderungsma-
nagement. Dieses sieht bei Bedarf auch eine recht-
liche Unterstützung vor.
Liquiditätsrisiko
Eine der wichtigsten Aufgaben der strategischen Un-
ternehmensführung ist die Sicherung einer gesunden
finanziellen Basis. Die wichtigsten Steuerungsgrößen
des Liquiditätsrisikos sind die mittel- und langfristige
Feststellung des Finanzbedarfs zusammen mit dem
Working Capital Management als Hauptbestandteile
der Liquiditätsplanung sowie das unternehmensweite
Cash-Reporting und die Analyse der Geldumschlag-
dauer. Ein partnerschaftliches und transparentes
Verhältnis zu kreditgebenden Banken hat in diesem
Kontext größten Stellenwert für SW Umwelttechnik.
Es trägt dazu bei, finanzielle Risiken rechtzeitig zu
identifizieren und Zahlungsengpässe zu vermeiden.
Bankdarlehen stellen einen bedeutenden Anteil
an der Finanzierung der SW Gruppe dar. Die Finan-
zierung der SW Gruppe ist, mit an die wirtschaftli-
chen Rahmenbedingungen angepassten Tilgungs-
profilen und der Zusage der jährlichen Prolongation
der kurzfristigen Obligos, langfristig gesichert. Be-
stehender operativer Liquiditätsbedarf kann aus den
vorhandenen liquiden Mitteln sowie den bestehenden
Finanzierungsrahmen gedeckt werden.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner
AG als Konzernholding unterstützt die nationalen
Tochtergesellschaften innerhalb des Konzerns per
31.12.2023 mit Patronatserkrungen in Höhe von
EUR 31,4 Mio. (VJ EUR 24,6 Mio.).
hrungsrisiken
Gegenwärtig sind nur beschnkte zahlungswirk-
same Währungsrisiken anzunehmen, da die Import-/
Exportrate in Fremdwährungsländer derzeit bei unter
10 % liegt und ein Ausgleich von Zahlungsverpflich-
tungen aus Verkaufserlösen derselben Währung
besteht. Zahlungen zwischen unterschiedlichen
hrungsregionen ergeben sich aus konzernin-
ternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Darüber
hinaus kommen Wechselkursabhängigkeiten bei der
Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die
Konzernhrung EUR auf.
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen ist mit einer Vola-
tilität bei der Wertentwicklung der Fremdwährungen
RON und HUF zu rechnen.
Die Auswirkung der Wechselkursänderung auf
das Ergebnis ist im Konzernanhang unter Punkt 9.4.
beschrieben.
Graphics
16
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Zinsrisiken
Im Konzernanhang unter Punkt 9.4. ist die Auswir-
kung der Zinssatzänderung auf das Ergebnis be-
schrieben.
Impairment-Test
SW Umwelttechnik führt anlassbezogene Werthal-
tigkeitstests von Vermögens- und Firmenwerten
durch, insbesondere in Folge von 'Triggering Events'
sowie im Anschluss an die Unternehmensplanung.
Bei negativem Ergebnis können diese Tests zu einer
teilweisen oder vollständigen Abwertung führen. So-
bald die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte
über deren Nutzungswert (value in use) oder den bei
einer Veräußerung erzielbaren Werten (fair value less
cost of disposal) liegen, erfolgt eine Abwertung. Eine
Zuschreibung erfolgt, wenn zum Berichtsstichtag
Anhaltspunkte vorliegen, dass die Gründe der Wert-
minderung nicht mehr bestehen oder sich verringert
haben sowie die Nutzungswerte (value in use) oder
die bei einer Veräußerung erzielbaren Werte (fair
value less cost of disposal) der betroffenen Ver-
genswerte über deren Buchwerten liegen. Auf Gesell-
schaftsebene werden die Firmenwerte, das Sachanla-
gevergen sowie das Working Capital getestet.
Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des
genehmigten Budgets 2024 sowie basierend auf
Schätzungen der Folgejahre entsprechend den Vor-
schriften des Standards IAS 36. Der Impairment Re-
view des Firmenwertes hat zu keinen ergebniswirk-
samen Abschreibungen geführt.
Der Werthaltigkeitstest wurde für den zur
ungarischen zahlungsmittelgenerierenden Einheit
zugeordneten Firmenwert mit einem Gesamtkapital-
kostensatz nach Steuern von 10,2 % ermittelt.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL-
UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN
HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Dieser Bericht stellt die Organisation der internen
Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses dar. Der
Vorstand ist verantwortlich für die Einrichtung eines
internen Kontroll- und Risikomanagementsystems,
das den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
Das interne Kontrollsystem für den Rechnungs-
legungsprozess ist so ausgerichtet, dass es das Ma-
nagement dabei unterstützt, eine wirksame Kontrolle
des Rechnungslegungsprozesses sicherzustellen und
eine kontinuierliche Verbesserung zu erreichen. Die
Implementierung wurde geß internen Richtlinien
und Vorschriften durchgeführt. Zudem wurden Be-
dingungen geschaffen, die spezifische Kontrollmaß-
nahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungs-
wesens ermöglichen. Um den Anforderungen eines
effektiven Kontrollsystems zu entsprechen, wurden
die Verantwortungsbereiche entsprechend in die Un-
ternehmensorganisation eingegliedert.
Graphics
1717
Risikobeurteilung
Potenzielle Risiken im Rechnungslegungsprozess
werden von der Unternehmensleitung, dem Vorstand
und dem Aufsichtsrat identifiziert und überwacht.
Anschließend wird eine Bewertung der Relevanz und
der Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen.
Die zuständigen Stellen evaluieren jährlich die
durchgeführten Kontrollmaßnahmen anhand eines
risikoorientierten Modell. Eine fehlerhafte Finanzbe-
richterstattung könnte durch unterschiedliche Fak-
toren entstehen, denen im Vorfeld entgegengewirkt
werden kann. Das Fehlerrisiko kann etwa durch die
Vereinfachung der Bilanzierungsgrundsätze und die
Vereinheitlichung der Grundsätze für die Bewertung
von Vermögensgegenständen verringert werden.
Aufgrund eines komplexen oder sich spontan ver-
ändernden Geschäftsumfelds kann sich das Risiko
einer fehlerhaften Finanzberichterstattung verstär-
ken. Es besteht das immanente Risiko für erstellte
Schätzungen, dass zunftige Entwicklungen von
den zugrundeliegenden Prognosen abweichen. Die
Schätzungen folgender Inhalte sind für den Jahresab-
schluss von besonderer Relevanz: Sozialkapital, Aus-
gang von Rechtsstreitigkeiten, Einbringlichkeit von
Forderungen sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen
und Vorräten. Um das Risiko einer Fehleinschätzung
zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten
zugezogen sowie öffentlich zugängliche Quellen ver-
wendet.
Kontrollmaßnahmen
Das allgemeine Kontrollumfeld erstreckt sich über
Vorstand, Aufsichtsrat und die mittlere Manage-
mentebene. Durch die kontinuierliche Anwendung
mtlicher Kontrollmaßnahmen im laufenden Ge-
scftsprozess wird potenziellen Fehlern und Ab-
weichungen in der Finanzberichterstattung proaktiv
vorgebeugt. Sollten dennoch Fehler auftreten, können
diese schnell identifiziert und korrigiert werden. Im
Rahmen der Kontrollmnahmen werden verschie-
dene Schritte durchgeführt, darunter die Überprü-
fung der Periodenergebnisse durch das Management,
die gezielte Überleitung von Konten und die Analyse
laufender Prozesse im Rechnungswesen. Wichtige
Tätigkeiten unterliegen zudem stets einer Kontrolle
nach dem Vier-Augen-Prinzip.
IT-Sicherheitskontrollmaßnahmen sind ein
weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontroll-
systems. Sensible Tätigkeiten werden getrennt und
durch die vorsichtige Vergabe von IT-Berechtigungen
zusätzlich geschützt. Für das Rechnungswesen und
die Finanzberichterstattung wird das Programm SAP
eingesetzt. Alle eingesetzten Systeme verfügen über
integrierte Kontrollmechanismen, die deren Funkti-
onsfähigkeit sicherstellen.
Graphics
18
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Information und Kommunikation
Das Management überprüft und aktualisiert in
regelßigen Abständen die Richtlinien und Vor-
schriften für die Finanzberichterstattung. Die in
diesem Zusammenhang geltenden Regelungen wer-
den in verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert,
an denen auch Abteilungsleiter:innen und leitende
Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens beteiligt
sind. Auch Mitarbeiter:innen, deren Tätigkeit in den
Einflussbereich fällt, werden informiert. Die Arbeits-
gruppen stellen die Einhaltung aller Richtlinien und
Vorschriften sicher und zeigen auch Schwachstellen
und Verbesserungspotenziale im Rechnungswesen
auf.
Überwachung
Der Vorstand ist für die laufende konzernweite Über-
wachung verantwortlich und wird dabei durch eine
enge Zusammenarbeit mit dem Konzerncontrolling
unterstützt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat
regelßig über den Gescftsverlauf und eventuelle
Abweichungen. Eine zusätzliche Überwachungs-
funktion wird durch das obere Management und die
Abteilungsleiter:innen in ihren jeweiligen Bereichen
wahrgenommen. In regelmäßigen Abständen werden
unterstützende Plausibilitätskontrollen durchgeführt.
Die Zusammenfassung dieser Ergebnisse erfolgt
unter anderem in den monatlichen Finanzberichten.
Diese Berichte bieten eine detaillierte Aufschlüsse-
lung der Umsatzentwicklung nach Segmenten, Infor-
mationen zur Liquidität, den Stand der Forderungen
und Vorräte sowie andere relevante Daten, die für die
Steuerung und Bewertung notwendig sind.
Die abschließende Prüfung der zu veröffent-
lichenden Jahresabschsse wird von leitenden
Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens und vom
Vorstand durchgeführt.
Zumindest zweimal pro Jahr berichtet der Vor-
stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates
über das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist
mit der Überwachung des Kontrollsystems betraut. Er
beobachtet den Rechnungslegungsprozess, beschäf-
tigt sich mit dessen Integrität, evaluiert die Wirk-
samkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-
managements durch Einbeziehung externer Partner,
prüft die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie
die Angemessenheit der Nichtprüfungsleistungen
und die Abschlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kon-
trollsystems wurde bestätigt. Eine kontinuierliche
Verbesserung von Effizienz und Exaktheit wird fort-
laufend angestrebt.
Graphics
1919
Ausblick
Das vergangene Geschäftsjahr 2023 war von einer
spürbaren Preisdynamik und vielltigen wirtschaft-
lichen Herausforderungen geprägt. Ein Blick auf das
Jahr 2024 lässt erkennen, dass eine gewisse geopoli-
tische Instabilität und bedeutende politische Verän-
derungen das Umfeld beeinflussen werden.
In Österreich kündigt sich für das Jahr 2024
eine erwartete konjunkturelle Wende an, die als
Brückenjahr zwischen dem Jahr 2023 und einer
Rückkehr zu einem Wirtschaftswachstum im Jahr
2025 fungieren könnte. Ab dem zweiten Halbjahr ist
eine Konjunkturerholung zu erwarten. Allerdings
wird der Bausektor weiterhin von Rezession geprägt
sein, während der Produktionsausblick für 2024 auf
einen Stagnationskurs hindeutet. Trotz der widrigen
Wirtschaftslage in Ungarn im Jahr 2023 wird für
dieses Jahr ein eher positiver Aufschwung mit einer
prognostizierten Wachstumsrate von 3,3 % erwar-
tet. Die anhaltende Unsicherheit bezüglich der EU-
Förderung lässt jedoch keine schnellen Fortschritte
erwarten. Diese Ungewissheit könnte sich auf eine
verhaltene Entwicklung im Bereich Tiefbau und Ver-
kehr auswirken. In Rumänien wird für das Jahr 2024
ein erwartetes Wirtschaftswachstum von 3 % pro-
gnostiziert. Bauprojekte könnten einen signifikanten
Beitrag zur Wertschöpfung leisten, insbesondere im
zweiten Halbjahr.
Die aktuelle Zinsentwicklung bewirkt eine Ver-
langsamung der Bauwirtschaft. Eine deutliche Zins-
senkung kann einen positiven Impuls für die Bau-
wirtschaft auslösen. Gleichzeitig stehen Rumänien
in den kommenden fünf Jahren bedeutende Entwick-
lungen bevor, da umfangreiche Investitionen in den
Bereichen Verkehr, Energie und Gesundheitswesen
geplant sind. Es sind zahlreiche Projekte vorgesehen,
darunter der Ausbau von Straßen und Stromtrassen
zur Modernisierung und Erweiterung des Strom-
netzes. Die Finanzierung dieser Entwicklungen wird
durch EU-Mittel in Höhe von rund 80 Milliarden Euro
aus der Förderperiode 2021–2027 und dem Aufbau-
und Resilienzplan unterstützt. Sowohl Österreich als
auch Ungarn werden von den Zuschüssen aus der
Aufbau- und Resilienzfazilität der EU profitieren.
Die klare Perspektive auf diese Mittel könnte die
wirtschaftliche Erholung in den genannten Ländern
zusätzlich unterstützen. Vor diesem Hintergrund ge-
hen wir davon aus, dass sich die geringe Aktivität im
Bausektor, die im vierten Quartal 2023 zu beobachten
war, im ersten Halbjahr 2024 fortsetzen wird. Die
Marktsituation bleibt weiterhin angespannt und un-
ser Ziel ist es, unser Marktvolumen zu halten.
Die genannten Faktoren dürften voraussichtlich
das Gescftsumfeld beeinflussen und eine proak-
tive Anpassungsfähigkeit erfordern, um nicht nur
Chancen optimal zu nutzen, sondern auch potenzielle
Risiken erfolgreich zu bewältigen. Trotz dieser He-
rausforderungen bleibt das mittel- und langfristige
Potenzial der Märkte ungebrochen hoch.
Dank unserer stabilen Teamstruktur, modernen
Produktionsstandorten und gesunden wirtschaftli-
chen Lage befinden wir uns in einer optimalen Po-
sition, um flexibel auf Entwicklungen im Markt zu
reagieren. Mit engagiertem Unternehmergeist sehen
wir dem Jahr 2024 entgegen, das uns die Chance bie-
tet, unsere Mission zu erfüllen und die Lebensquali-
tät der Menschen in den Regionen durch bedeutende
Projekte nachhaltig zu verbessern.
Klagenfurt, am 19. März 2024
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi
Graphics
20
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Konzernbilanz zum 31.12.2023
In TEUR Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 6.1 511 586
Sachanlagen 6.2 81.858 65.650
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.3 2.565 2.640
Finanzinvestitionen 6.4 1.700 1.405
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.7 1.990 914
88.624 71.195
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 6.6 28.729 30.571
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.7 18.517 14.320
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6.8 2.223 4.955
Liquide Mittel 6.9 3.290 3.101
52.759 52.947
141.383 124.142
AKTIVA

Graphics
21
In TEUR Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 6.10 5.278 5.278
Kapitalrücklage 6.10 6.862 6.862
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 6.11 -13.951 -14.894
Kumulierte Ergebnisse 6.12 46.049 37.748
44.238 34.994
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.13 44.278 37.986
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 6.14 4.168 4.226
Latente Steuerschulden 6.5 502 546
48.948 42.758
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.13 26.881 26.344
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.15 15.159 10.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.15 6.157 10.046
48.197 46.390
141.383 124.142
PASSIVA


Graphics
22
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1-12/2023
In TEUR Anhang
1-12/2023
1-12/2022
1. Umsatzerlöse 4.1 130.858 121.965
2. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 4.2 1.396 5.091
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.3 330 529
4. Materialaufwand und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 4.4 -77.044 -76.236
5. Personalaufwand 4.5 -21.829 -18.547
6. Abschreibungen 4.6 -5.419 -4.797
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.7 -13.460 -12.191
8. Betriebsergebnis 14.832 15.814
9. Finanzierungsaufwendungen 4.8 -3.783 -1.532
10. Fremdwährungsbewertungen 476 -1.443
11. Übriges Finanzergebnis 4.9 240 -114
12. Finanzergebnis -3.067 -3.089
13. Ergebnis vor Steuern 11.765 12.725
14. Ertragsteueraufwendungen 4.10 -1.430 -2.193
15. Ergebnis nach Steuern 10.335 10.532
In EUR
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 4.11 14,24 14,51


Graphics
23
Konzern Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum 1-12/2023
In TEUR Anhang 1-12/2023 1-12/2022
1. Ergebnis nach Steuern 10.335 10.532
2. Währungsumrechnung 5.1 943 -1.636
3. Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird
943 -1.636
4. Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 5.2 71 34
5. Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird
71 34
6. Summe Sonstiges Ergebnis
1.014 -1.602
7. Gesamtergebnis 11.349 8.930
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 11.349 8.930


Graphics
24
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
für den Zeitraum 1-12/2023
In TEUR Anhang
Ge-
zeichnetes
Kapital
(Grund-
kapital)
Kapital-
rücklage
Aus-
gleichs-
posten aus
Währungs-
umrech-
nung
Neu-
bewer-
tungsrück-
lage
Rück-
lage für
Neubewer-
tung von
leistungs-
orientierten
Verpflich-
tungen
Gewinn-
rücklage
Summe
Eigen-
kapital
Stand 1.1.2022 5.278 6.862 -13.258 1.588 -2.857 30.774 28.387
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 10.532 10.532
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 -1.636 0 34 0 -1.602
Gesamtergebnis 0 0 -1.636 0 34 10.532 8.930
Dividendenauszahlung
9.1
0 0 0 0 0 -2.323 -2.323
Summe übrige Veränderungen
0 0 0 0 0 -2.323 -2.323
Stand 31.12.2022 5.278 6.862 -14.894 1.588 -2.823 38.983 34.994
Stand 1.1.2023 5.278 6.862 -14.894 1.588 -2.823 38.983 34.994
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 10.335 10.335
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 943 0 71 0 1.014
Gesamtergebnis 0 0 943 0 71 10.335 11.349
Dividendenauszahlung
9.1
0 0 0 0 0 -2.105 -2.105
Summe übrige Veränderungen
0 0 0 0 0 -2.105 -2.105
Stand 31.12.2023 5.278 6.862 -13.951 1.588 -2.752 47.213 44.238
Kumulierte Ergebnisse


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Konzern Cashflow-Statement
für den Zeitraum 1-12/2023
In TEUR
Anhang 1-12/2023 1-12/2022
Ergebnis vor Steuern 11.765 12.725
Währungsdifferenzen -644 998
Abschreibungen 5.419 4.797
Bewertungsergebnis IAS 40 und IFRS 9-Finanzinvestitionen
-141 122
+ Verluste /- Gewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen
-43 300
Zinsergebnis und Dividenden 3.754 1.510
Gezahlte Zinsen -3.446 -1.445
Erhaltene Zinsen 6 1
Veränderung langfristiger Rückstellungen -175 -134
Gezahlte Ertragsteuern -1.386 -1.660
Cash Flow aus dem Ergebnis 15.109 17.214
Veränderung der Vorräte 2.545 -9.497
Veränderung der Forderungen und sonstige Vermögenswerte -5.141 3.776
Veränderung der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten 516 -382
Cash Flow aus Working Capital -2.080 -6.103
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 13.029 11.111
Zahlungen aus Investitionsförderungen 3.171 73
Erwerb von Sach- und immateriellen Anlagevermögen 7.1 -20.495 -22.575
Erwerb von Finanzanlagen -80 0
Erhaltene Dividenden 23 21
Einzahlungen aus Anlagenabgang 62 96
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -17.319 -22.385
Dividendenauszahlungen -2.105 -2.323
Einzahlungen aus der Abwicklung von Derivaten 0 289
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 28.509 20.469
Rückzahlungen Finanzverbindlichkeiten -18.518 -6.609
Veränderung der Nutzung bestehender Kontokorrentrahmen -3.449 811
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 4.437 12.637
Veränderung der Zahlungsmittel 147 1.363
Zahlungsmittel zum Anfang der Periode 3.101 1.772
Veränderung der Zahlungsmittel 147 1.363
Währungsdifferenzen aus liquiden Mitteln 42 -34
Zahlungsmittel zum Ende der Periode 3.290 3.101


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26
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/6
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023
1 Allgemeines
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG ist Muttergesellschaft eines in Mitteleuropa tätigen Konzerns zur
Herstellung von Betonfertigteilen in den Bereichen Tiefbau & Verkehr sowie Hochbau & Wohnen. Die SW Umwelt-
technik Stoiser & Wolschner AG hat ihren Sitz in Klagenfurt, Österreich und ist im Firmenbuch beim Landesgericht
Klagenfurt unter der Firmenbuchnummer 109859h eingetragen. Die Adresse der SW Umwelttechnik Stoiser & Wol-
schner AG lautet Bahnstraße 89, 9020 Klagenfurt, Österreich.
Der Konzernabschluss wird in Euro, wenn nicht anders angegeben gerundet auf die nächsten Tausend, dargestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingt Rechendifferenzen ent-
stehen.
Der Vorstand der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG hat den Konzernabschluss am 19. März 2024 zur
Veröffentlichung freigegeben.


2 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt, und die in der Folge
angeführten Konzerngesellschaften:
Unternehmen Sitz 31.12.2023 31.12.2022
Vollkonsolidiert:
Anteil in % Anteil in %
SW Umwelttechnik Magyarország Kft. Ungarn
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Romania S.r.l. Rumänien
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Österreich GmbH Österreich
100,0 100,0
Eine Aufstellung der aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen
Unternehmen befindet sich unter Punkt 6.4 a).
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.





3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
3.1 ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wird in Übereinstimmung mit den IFRS - Internatio-
nal Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.




Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards bzw. Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden:
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Angaben von Rechnungslegungsmethoden (Jänner
2023)
Änderungen an IAS 8: Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen (Jänner 2023)
Änderungen an IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer
einzigen Transaktion entstehen (Jänner 2023)
Änderungen an IAS 12: Internationale Steuerreform – Pillar Two-Regelungen (November 2023)
IFRS 17 „Versicherungsverträge“ inklusive im Juni 2020 veröffentlichter Änderungen (Jänner 2023)




Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/7









Durch die erstmalige Anwendung der Standards bzw. Interpretationen sind keine nennenswerten Auswirkungen
auf den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe aufgetreten.

Verabschiedete, noch nicht angewendete Standards und Interpretationen
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die unten angeführten, neuen und revidierten
Standards des IASB bzw. Interpretationen des IFRS IC durch die EU verabschiedet. Diese treten jedoch erst später
in Kraft und wurden in dem vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:
Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (Jänner 2024)
Änderungen an IFRS 16 – Leasingverbindlichkeit in einer Sale und Leaseback-Transaktion (Jänner 2024)
Die folgenden Standards bzw. Interpretationen wurden von der EU noch nicht übernommen:
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 – Anhangangaben zu Supplier Finance Arrangements (IASB: Jänner 2024)
Änderungen an IAS 21 – Auswirkungen von Wechselkursänderungen (IASB: Jänner 2025)
Durch die erstmalige Anwendung der übrigen Standards bzw. Interpretationen werden keine nennenswerten Aus-
wirkungen auf den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe erwartet. Die Überprüfung der Auswirkungen
auf mögliche kommende Geschäftsfälle wird zu gegebener Zeit erfolgen.




3.2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Tochtergesellschaften werden ab Datum der tatsächlichen Übernahme des beherrschenden Einflusses durch
die Muttergesellschaft in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.
Die Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Abschluss einbezogen (siehe Punkt
2).



3.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses der SW Umwelttechnik-Gruppe erfolgte nach den Best-
immungen des IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Unternehmen mit
dem jeweils anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals basierend auf den übernommenen Vermögenswerten und Schul-
den dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Überganges der Kontrolle verrechnet. Die positive Differenz zwischen
den Anschaffungskosten der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und dem dementsprechend ausgewie-
senen Eigenkapital wird als Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3
werden passive Unterschiedsbeträge zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam vereinnahmt.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie allfällige Zwischenergeb-
nisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage sind.








3.4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Umrechnung ausländischer Abschlüsse
Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro, die funktionalen Währungen der ausländischen Tochterunter-
nehmen sind die jeweiligen Landeswährungen.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagsmethode ge-
mäß IAS 21 wie folgt umgerechnet:
Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag
Erträge und Aufwendungen zum Jahresdurchschnittskurs
Eigenkapitalposten zum Entstehungskurs



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/8



Dabei sind folgende Kurse zur Anwendung gekommen:
Währung Stichtagskurse
Jahres-
durchschnittskurse
31.12.2023 31.12.2022
2023 2022
1 Euro 1 Euro 1 Euro 1 Euro
HUF Ungarischer Forint 382,8 400,3
380,5 393,0
RON Rumänischer Leu 4,98 4,95
4,95 4,93
Firmenwerte und Anpassungsbeträge aufgrund des Ansatzes von beizulegenden Zeitwerten (fair values), die im
Rahmen der Erstkonsolidierung eines ausländischen Tochterunternehmens entstehen, werden gemäß IFRS 3 als
Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Tochterunternehmens betrachtet und somit mit dem Stichtags-
kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die aus der Fremdwährungsumrechnung von Jahresabschlüssen resultierenden Differenzen werden im sonstigen
Ergebnis erfasst.
Transaktionen in fremder Währung
Transaktionen in fremder Währung werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet.
Die Bewertung am Stichtag erfolgt für monetäre Posten zum Stichtagskurs und für nicht monetäre Posten zu his-
torischen Kursen. Die aus der Umrechnung von Transaktionen in fremder Währung resultierenden Differenzen wer-
den erfolgswirksam erfasst.






3.5 BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizule-
genden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung
des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit
wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfak-
toren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Stufe 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise
handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis)
oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten beruhen.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ver-
wendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die
dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.







3.6 WERTMINDERUNGEN
Die Buchwerte werden jährlich (Firmenwert) bzw. bei Anzeichen einer Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten / cash-generating units (kurz: CGUs) nach IAS 36 sind als kleinstmög-
liche Gruppe von Vermögenswerten innerhalb des Konzerns definiert, die Einzahlungen aus der fortlaufenden Nut-
zung generiert, wobei die generierten Einzahlungen weitgehend unabhängig von den Einzahlungen anderer Ver-
mögenswerte im Konzern sind. Die Zuordnung entspricht der internen Finanzberichterstattung und spiegelt auch
regionale Elemente wider, die durch Lieferradien der Produkte bestimmt werden.
Die erzielbaren Beträge der CGUs werden anhand der Nutzungswerte ermittelt. Den Nutzungswerten der CGUs
liegen erwartete Cash Flows zugrunde, welche auf den Geschäftsplänen der Gesellschaften für die nächsten fünf
Jahre basieren. Dabei werden sowohl die Erfahrungen der Vergangenheit als auch externe Informationen (z.B.




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/9





Konjunkturprognosen) berücksichtigt. Die zu erwartenden Zahlungsströme werden mit einem risikoangepassten
Zinssatz diskontiert. Der Abzinsungsfaktor entspricht den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten nach Steuern
(weighted average cost of capital – WACC Ungarn 10,2 %, Vorjahr: 11,1 %) unter Zugrundelegung des capital
asset pricing models (CAPM).




3.7 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT

Firmenwert
Zur Ermittlung des Firmenwertes wird auf Punkt 3.3 verwiesen. Gemäß IFRS 3 sind keine planmäßigen Abschrei-
bungen des Firmenwertes vorzunehmen.
Der Firmenwert in Höhe von 255 TEUR (Vorjahr: 246 TEUR) ist der CGU Hochbau & Wohnen Ungarn zugeord-
net. Die Ermittlung des Firmenwertes ist nach der zum Erwerbzeitpunkt geltenden Rechnungslegungsvorschrift
(UGB) erfolgt und lässt sich nur geographisch zuordnen. Der im Geschäftsjahr durchgeführte Werthaltigkeitstest
hat zu keinem Wertminderungsbedarf des Firmenwertes geführt. Bezüglich der Planungsprämissen und Parameter
des Werthaltigkeitstests wird auf Punkt 3.6 verwiesen. Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen zeigen, dass es -
jeweils unter Beibehaltung der übrigen Parameter – ab einer Umsatzreduktion von -8,4 % bzw. mit einer WACC
Erhöhung von +0,9 %-Punkten zu einer Wertminderung des Firmenwerts kommen würde. Im Vorjahr wurde die
Sensitivitätsanalysen – ebenfalls unter Beibehaltung der übrigen Parameter - mit einer Umsatzreduktion von -10 %
bzw. mit einer Zinserhöhung von +1,0 % Punkten duchgeführt, welche jeweils keinen Wertminderungsbedarf des
Firmenwertes aufzeigten.



Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der
voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibung, angesetzt.
Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Rechte und Lizenzen
3 – 5 Jahre





3.8 SACHANLAGEN
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile
der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebes werden
nicht aktiviert. Die Sachanlagen werden linear, entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer
abgeschrieben.
Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Gebäude 25 – 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 35 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 15 Jahre

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.


3.9 LEASINGVERHÄLTNISSE
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist
der Fall, wenn ein Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines
Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle
eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach
IFRS 16 zugrunde.
Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine
Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/10




Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleis-
tete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten.
Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abge-
schrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und
um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.
Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Lea-
singzahlungen unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatz angesetzt. Die Leasingverbindlichkeit wird zum
fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet.
Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit durch Änderung der Laufzeit wird eine entsprechende Anpas-
sung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn
sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.
In der Bilanz weist der Konzern die Nutzungsrechte in den Sachanlagen und die Leasingverbindlichkeiten in den
Finanzverbindlichkeiten aus.
Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert
zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der Konzern erfasst die mit
diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingver-
hältnisses linear als Aufwand.





3.10 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Immobilien, die nicht für Herstellungszwecke genutzt werden, werden als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
gemäß IAS 40 klassifiziert, da diese zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden.
Bei Umklassifizierungen werden bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert nach IAS 16 und dem
ermittelten beizulegenden Zeitwert gemäß IAS 40.61 erfolgsneutral behandelt und in einer Bewertungsrücklage im
Eigenkapital ausgewiesen (siehe Punkt 6.12).


Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwerts
angewandt. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in regelmäßigen Abständen und in zeitlicher Nähe
zum Bilanzstichtag mittels Bewertungsgutachten von qualifizierten, unabhängigen Gutachtern, die über langjährige
Erfahrung und über detaillierte Kenntnisse der lokalen Immobilienmärkte verfügen. Von den Gutachtern wurde nach
persönlicher Besichtigung der Immobilien und für die besonderen Eigenschaften der Grundstücke die als am besten
geeignete Bewertungstechnik der sales comparison approach gewählt. Bei der Bewertung wird vom highest and
best use ausgegangen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden nach Möglichkeit Transaktionen
bzw. alternativ Anbotspreise von vergleichbaren Immobilien im örtlichen Umfeld herangezogen, die in der Folge
um bei vergangenen Transaktionen beobachtete Zu- und Abschläge adaptiert werden. Die Ermittlung der beizule-
genden Zeitwerte erfolgt gemäß Stufe 2 der Fair Value Hierarchie, da die für die Bewertung relevanten Inputfakto-
ren am Markt beobachtet bzw. vom Markt abgeleitet werden.





3.11 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Vermögensbezogene Zuwendungen in Form von Investitionszuschüssen werden gemäß IAS 20 vom Buchwert des
betreffenden Vermögenswertes abgesetzt und über eine reduzierte Abschreibung des Vermögenswertes im Ge-
winn und Verlust erfasst.
Ertragsbezogene Zuwendungen werden in der Periode, in der der Anspruch entsteht, erfolgswirksam erfasst. Die
im Geschäftsjahr aufwandsmindernd erfassten Zuschüsse der öffentlichen Hand betrugen 392 TEUR (Vorjahr: 217
TEUR) und betrafen im Wesentlichen den Personal- und Finanzierungsaufwand.






3.12 FINANZINVESTITIONEN
Finanzinvestitionen umfassen Anteile an nicht-konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie sonstige Wertpa-
piere. Sie werden gemäß IFRS 9 als „Fair Value Through Profit and Loss“ (FVTPL) klassifiziert. Dabei erfolgt die
Bilanzierung im Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert. In den Folgeperioden werden Verände-
rungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn und Verlust erfasst. Bei der Fair Value Bewer-
tung wird der Marktpreis zum Stichtag auf Basis von aktiven Märkten (Stufe 1 der Fair Value Hierarchie) ermittelt.
Davon abweichend wird der Fair Value der nicht-konsolidierten verbundenen Unternehmen nach Stufe 3 der Fair
Value Hierarchie ermittelt. Da die Beteiligungen in Hinblick auf operative Tätigkeit sowie Vermögenswerte bzw.








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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/11









Schulden einen unwesentlichen Umfang aufweisen, wird der Fair Value in Höhe des jeweiligen Eigenkapitals ge-
schätzt und der Buchwert bei Bedarf angepasst.
Die im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten (Währungsswaps und Devisenter-
mingeschäft) zur teilweisen Absicherung von Forint-Fremdwährungsrisken im Zusammenhang mit zukünftig erwar-
teten Dividendenzahlungen der ungarischen Konzerngesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2022 beendet. Die Deri-
vate waren nicht in eine Sicherungsbeziehung designiert und waren daher als „Fair Value Through Profit and Loss“
(FVTPL) klassifiziert. Dabei erfolgt die Bilanzierung im Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert. In
den Folgeperioden werden Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn und Verlust
erfasst. Bei der Fair Value Bewertung wird der Marktwert (Abzinsung zukünftiger Zahlungen unter Verwendung
aktueller Marktzinssätze) zum Stichtag auf Basis von aktiven Märkten (Stufe 2 der Fair Value Hierarchie) ermittelt.






3.13 VORRÄTE
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert gemäß
IAS 2 angesetzt.
Bei der Bewertung kommt überwiegend das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstel-
lungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse beinhalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten anteilige Ma-
terial- und Fertigungsgemeinkosten, wobei Normalbeschäftigung zugrunde gelegt wird. Fremdkapitalkosten sowie
Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die
sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berück-
sichtigt.






3.14 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwen-
diger Wertberichtigungen bilanziert. Wertberichtigungen werden nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 für
die Bemessung erwartete Kreditausfälle (ECL) gebildet. Der Konzern bemisst die Wertberichtigungen in Höhe des
über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts. Diesem Ausfallsrisiko wird durch Anwendung einer Wertberichti-
gungsmatrix basierend auf unternehmensinternen, historischen Ausfalldaten und Überfälligkeiten Rechnung getra-
gen. Zusätzlich wird die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungseingangs mittels Einzelwertberichtigung bewertet, wobei
auf die Erfahrung mit dem Kunden, dessen Bonität sowie etwaige vorhandene Sicherheiten berücksichtigt werden.
Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als in der Bonität beeinträchtigt, wenn es unwahrschein-
lich ist, dass der Schuldner seine Zahlungsverpflichtung vollständig an den Konzern zahlen kann, ohne dass der
Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) zurückgreifen muss.
Der Konzern schätzt zu jeden Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte in der Bonität beeinträchtigt
sind.
Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes gilt als ausgefallen und wird ausgebucht, wenn der Kon-
zern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgehen kann, dass der finanzielle Vermögenswert realisiert
werden kann.







3.15 RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat, es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein wer-
den, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die
Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflich-
tungen erforderlichen Ausgabe darstellt.

3.16 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen beinhalten langfristige Personalverpflichtungen, welche auf
Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Methode der laufenden Einmalprämien) gemäß IAS 19 be-
rechnet werden. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation) wird aufgrund der bis zum Bilanz-
stichtag zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und im Falle der Pensionen der Rentenan-
passung berechnet.
Aufgrund von Einzelvereinbarungen wurde einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewäh-
rung von Pensionszuschüssen zugesagt. Die Pensionszusage ist leistungsorientiert. Ein mit den Pensionsver-
pflichtungen im Zusammenhang stehendes Planvermögen wird als Abzugsposten berücksichtigt.





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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/12





Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund österreichischer arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Pensi-
onsantritt sowie regelmäßig bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber bezahlt werden müssen. Ihre
Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.







3.17 VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und andere Verbindlichkeiten haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die
Buchwerte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten. Weitere Informationen zur Klassifizierung in der Fair Value
Hierarchie sind daher nicht enthalten.

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio,
Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die
Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den
betreffenden Schulden. Die Berechnung der Barwerte berücksichtigt die maßgeblichen Zinskurven und Renditezu-
schläge (Stufe 2 der Fair Value Hierarchie).




3.18 ERLÖSE
Umsatzerlöse
Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen.
Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut an den Kunden überträgt.
Die folgende Darstellung gibt Auskunft über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Ver-
trägen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der
Erlösrealisierung.
Standard Betonfertigprodukte
Kunden erlangen Verfügungsgewalt über Standard Betonfertigprodukte, wenn die Produkte zum Bestimmungsort
des Kunden geliefert und dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt
werden. Zu diesem Zeitpunkt werden die Rechnungen erstellt. Rechnungen sind in der Regel innerhalb von 90
Tagen zahlbar. Für Standard Betonfertigprodukte werden teilweise umsatzabhängige Boni gewährt.
Die Erfassung der Erlöse erfolgt gemäß IFRS 15, wenn die Produkte zum Bestimmungsort des Kunden geliefert
und dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt werden.
Konstruktive Betonfertigteile
Bei Verträgen zu konstruktiven Betonfertigteilen werden Betonfertigteile nach Kundenvorgaben hergestellt. Der
Erlös wird zeitpunktbezogen erfasst, wenn die Produkte als (Teil)Lieferungen zum Bestimmungsort des Kunden
gelangen und dort von diesem abgenommen wurden, da Kundenverträge im Falle einer Vertragsauflösung für noch
nicht ausgelieferte Betonfertigteile keinen Anspruch auf einen angemessen Gewinnaufschlag vorsehen.
Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen für (Teil)Lieferungen gestellt und sind in der Regel
innerhalb von 90 Tagen zahlbar. Ergänzend bestehen Forderungen aus Haftrücklässe, welche regelmäßig länger-
fristig sind. Der Konzern strebt eine Ablöse der Haftrücklässe durch Bankgarantien an. Erhaltene Vorauszahlungen
werden in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.







Übrige Erlöse
Die übrigen Erlöse werden wie folgt erfasst: Zinserträge zeitanteilig, unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung;
Dividendenerträge im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Dividendenausschüttung.


3.19 FREMDKAPITALKOSTEN
Die Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswer-
tes zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses
Vermögenswertes aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 186 TEUR (Vorjahr: 10







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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/13






TEUR) unter den Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in
der sie angefallen sind.





3.20 ERTRAGSTEUERN
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden verursachungsgemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Ge-
winn des Geschäftsjahres. Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwer-
ten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für
steuerliche Zwecke erfasst (bilanzorientierten Methode).
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den
steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen
landesspezifischen Steuersätze von 9 % bis 23 % (Vorjahr: 9 % bis 25 %). Latente Steueransprüche werden nur
dann angesetzt, wenn wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis oder eine zeitgleich zu versteuernde
temporäre Differenz verfügbar sein wird, gegen die die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steueransprüche werden innerhalb der langfristigen Vermögenswerte, latente Steuerschulden innerhalb
der langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen bei Abschreibungen von Sachanlagen, als Finanzinves-
tition gehaltene Immobilien, Rückstellungen (Pensionen und Abfertigungen sowie sonstige) sowie aus steuerlichen
Verlustvorträgen.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG (Gruppenträger) und SW Umwelttechnik GmbH (Gruppenmitglied)
bilden seit dem Geschäftsjahr 2008 eine steuerliche Gruppe und haben diesbezüglich eine Steuerumlageverein-
barung nach der Belastungsmethode abgeschlossen. Es fielen keine ausländischen Verluste zur Erfassung in der
steuerlichen Gruppe an.
Im Februar 2022 trat in Österreich das Ökosoziales Steuerreformgesetz 2022 in Kraft, welches im Kalenderjahr
2023 eine Senkung der Körperschaftsteuer auf 24 % und ab dem Kalenderjahr 2024 eine Senkung der Körper-
schaftsteuer auf 23 % vorsieht. Die SW Umwelttechnik-Gruppe erwartet daraus keine wesentliche Auswirkung auf
den Konzernabschluss.






3.21 VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und An-
nahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögens-
werte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen
abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft.
Bei den folgenden Annahmen besteht durch Anwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen ein
Risiko, dass es zu einer Anpassung von Vermögenswerten und Schulden in zukünftigen Perioden kommen kann:





Werthaltigkeitsprüfungen bei Firmenwert und Sachanlagen: Werthaltigkeitsprüfungen basieren grundsätzlich
auf geschätzten künftigen abgezinsten Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögens-
wertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Um-
satzerlöse und daraus resultierende niedrigere Cash Flows sowie Änderungen der verwendeten Abzin-
sungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder soweit zulässig zu Zuschreibungen führen (siehe
auch Punkt 3.7 und 3.8).


Bestimmung der Nutzungsdauer bei Sachanlagen: Bei Festlegung der Nutzungsdauern von Vermögenswer-
ten des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer
(Restnutzungsdauer) vorgenommen.

Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeit-
werts angewandt, wobei für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Bewertungsgutachten heran-
gezogen werden. Die in den Gutachten ermittelten Werte können im Falle einer Veräußerung jedoch vom
tatsächlich erzielten Preis abweichen (siehe auch Punkt 6.3).

Aktive latente Steuern: Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in zukünftigen
Perioden ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, können aktive
latente Steuern nicht verwendet und in Folge dessen nicht angesetzt werden. Latente Steueransprüche
für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden basierend auf einer detaillierten Pla-
nungsrechnung über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren entsprechend ihrer zukünftigen Nutzbarkeit
aktiviert (siehe auch Punkt 6.5).




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34
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/14




Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen: Die Bewertung beruht auf einer Methode, bei der Parame-
ter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie Fluktuationsraten an-
gewendet werden. Änderungen dieser Annahmen können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen
führen (siehe auch Punkt 6.14).

Im Geschäftsjahr liegen die in den Vorperioden durch Ukraine-Krieg, Energiemarktveränderung und Covid-19-Pan-
demie zusätzlich zu berücksichtigende Rahmenbedingungen bei Ermessensentscheidungen und Schätzungen
nicht mehr bzw. nur mehr in einem sehr untergeordnetem Maße vor.
Bei Ermessensentscheidungen und Schätzungen wurden aktuelle Einschätzungen über die voraussichtliche wirt-
schaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Lenkungs- und Unterstützungsmaßnahmen berücksich-
tigt. Trotz gesetzter Gegenmaßnahmen verbleiben insbesondere bei Ermessensentscheidungen und Schätzungen
im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden gewisse Unsicherheiten. Sich ändernde Ermessensent-
scheidungen und Schätzungen können insbesondere auf die Untersuchung der Werthaltigkeit von Firmenwert,
Sachanlagen, finanziellen Vermögenswerten und die verlustfreie Bewertung des Vorratsvermögens als auch die
Bildung von Verbindlichkeiten Auswirkungen haben.


3.22 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Nach dem Management Approach werden gemäß IFRS 8 die Geschäftsbereiche entsprechend der internen Be-
richtsstruktur definiert. Die Geschäftsbereiche der SW Umwelttechnik-Gruppe werden in einem ersten Schritt in die
Geschäftsfelder Tiefbau & Verkehr und Hochbau & Wohnen unterteilt. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Unter-
teilung nach Regionen.
Bei Lieferungen zwischen den einzelnen operativen Segmenten erfolgt die Bestimmung der konzerninternen Ver-
rechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenauf-
schlagsmethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung ebenfalls nach marktüblichen
Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenaufschlagsmethode.



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3535
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/15
4 Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlust-
rechnung








4.1 UMSATZERLÖSE
Der Konzern erzielt seine Umsätze fast zur Gänze aus dem Verkauf von Betonfertigteilen.
In der folgenden Tabelle werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach den wesentlichen Vertragsarten auf-
geschlüsselt. Die Summe der Umsätze entspricht den aufgegliederten Umsätzen der berichtspflichtigen Segmente
des Konzerns (siehe Punkt 8), wobei die Erlöse aus konstruktiven Betonfertigteilen fast zur Gänze dem Segment
Hochbau & Wohnen zuzuordnen sind.
in TEUR
2023 2022
Standard Betonfertigprodukte
84.662 76.820
Konstruktive Betonfertigteile
46.196 45.145
130.858 121.965




Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus
Verträgen mit Kunden.
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
20.507 15.234
Vertragsverbindlichkeiten (siehe Punkt 6.15)
1.186 3.390
Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen. Die zu Beginn
des Geschäftsjahres 2023 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr als Umsatzerlös er-
fasst.
Die zum 31. Dezember 2023 verbleibenden Leistungsverpflichtungen haben eine erwartete ursprüngliche Laufzeit
von einem Jahr oder weniger.






4.2 BESTANDSVERÄNDERUNG UND AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
in TEUR 2023 2022
Bestandsveränderung
997 4.872
aktivierte Eigenleistungen
399 219
1.396 5.091


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/16



4.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
in TEUR
2023 2022
Erträge aus Abgängen von Anlagevermögen
52 46
Wertanpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
0 30
Übrige
278 453
330 529
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen aus Rückstellungen in Höhe von 109 TEUR
(Vorjahr: 335 TEUR) enthalten.





4.4 MATERIALAUFWAND UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
in TEUR
2023 2022
Materialaufwand
54.800 55.370
Sonstige bezogene Herstellungsleistungen
22.244 20.866
77.044 76.236
Im Aufwand für Material sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 22 TEUR (Vor-
jahr: 17 TEUR) enthalten.


4.5 PERSONALAUFWAND
in TEUR 2023 2022
Löhne
8.203 6.681
Gehälter
10.211 8.910
Aufwendungen für Altersversorgung
152 163
Aufwendungen für Abfertigungen
77 65
Aufwendungen für Sozialversicherungsbeiträge
2.330 2.081
Sonstige Sozialaufwendungen
856 647
21.829 18.547
Im Personalaufwand sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 161 TEUR (Vor-
jahr: 108 TEUR) enthalten.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (beitragsorientier-
tes System für österreichische Arbeiter und Angestellte mit Eintrittsdatum ab dem 1. Jänner 2003) in Höhe von 43
TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) enthalten.

4.6 ABSCHREIBUNGEN
in TEUR 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
172 167
Abschreibungen auf Sachanlagen
5.247 4.630
5.419 4.797




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3737
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/17




4.7 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
in TEUR
2023 2022
Betriebskosten
5.233 4.352
Verwaltungskosten
3.454 2.777
Vertriebskosten
1.801 2.414
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen
1.152 985
Wertanpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
70 38
Übrige
1.750 1.625
13.460 12.191
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen
für den Abschlussprüfer betrugen 62 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR). Von diesen Aufwendungen entfallen auf die Prü-
fung von Einzel- und Konzernabschluss 58 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) und auf Beratung TEUR 5 (Vorjahr: 4 TEUR).

Weiters sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe
von 105 TEUR (Vorjahr: 95 TEUR) enthalten.








4.8 FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN
Die Finanzierungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen nach der Effektivzinsmethode für Finanzielle
Verbindlichkeiten bewertetet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Kredite, Darlehen und Leasingverbindlichkei-
ten) sowie Zinsen der langfristigen Personalrückstellungen. Der Anstieg der Finanzierungaufwendungen ist im We-
sentlichen auf das gestiegene Zinsniveau zurückzuführen.

4.9 ÜBRIGES FINANZERGEBNIS
in TEUR
2023 2022
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
211 -136
Dividenden
23 21
Zinsen und ähnliche Erträge
6 1
240 -114






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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/18

4.10 ERTRAGSTEUERN
in TEUR
2023 2022
laufender Steueraufwand 1.506 1.504
latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (-)
-76 689
1.430 2.193
Überleitungsrechnung zur Ermittlung der effektiven Steuerbelastung /
des effektiven Steuervorteils des Konzerns:
Ergebnis vor Steuern 11.765 12.725
fiktive Steuerbelastung bei Ansatz der
österreichischen Körperschaftsteuer zu 24 % (Vorjahr: 25 %)
2.824 3.180
abweichende ausländische Steuersätze
-1.530 -1.760
permanente Differenzen
-86 229
Veränderungen beim Ansatz von aktiven latenten Steuern inkl. Verlustvorträgen
242 581
sonstige Effekte
-20 -37
effektive Steuerbelastung
1.430 2.193
effektive Steuerbelastung in % 12,2 % 17,2 %


4.11 ERGEBNIS JE AKTIE
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie sind ident und ermitteln sich wie folgt:
2023 2022
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil des Konzern-
ergebnisses (in TEUR)
10.335 10.532
gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien
725.999 725.999
Ergebnis je Aktie (in EUR)
14,24 14,51
Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (verwässert und unverwässert) ermittelt sich wie folgt:
Aktien in Stück
2023 2022
Stammaktien zum 1.1. und zum 31.12. (entspricht dem gewichteten Durchschnitt)
725.999 725.999


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/19
5 Angaben zu einzelnen Posten der Gesamtergebnisrechnung
Die Gesamtergebnisrechnung leitet das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung des sonstigen Ergebnisses,
getrennt nach Sachverhalten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können bzw. wurden,
und solchen, die nicht umgegliedert werden können, auf das Gesamtergebnis nach Steuern über.
5.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Nach IAS 21 sind Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Toch-
terunternehmen in die Konzernwährung im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Für die Zusammensetzung des Er-
gebnisses aus Währungsumrechnung siehe Punkt 6.11.

5.2 NEUBEWERTUNG VON LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN
Das versicherungsmathematische Nettoergebnis im Zusammenhang mit Pensionszusagen und Abfertigungsver-
pflichtungen beträgt für das Geschäftsjahr +94 TEUR (Vorjahr: +45 TEUR). Darauf entfallen latente Steuern in
Höhe von -23 TEUR (Vorjahr: -11 TEUR). Für die Erläuterung der Zusammensetzung des versicherungsmathema-
tischen Ergebnisses wird auf Punkt 6.14 verwiesen.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/20
6 Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
A k t i v a




6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT
in TEUR Firmenwert
Rechte und
Lizenzen Summe
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2022 263 1.853 2.116
Zugänge 0 56 56
Abgänge 0 -2 -2
Umgliederungen 0 -2 -2
Währungsumrechnung -17 -62 -79
Stand 31.12.2022 246 1.843 2.089
Stand 1.1.2023
246 1.843 2.089
Zugänge
0 68 68
Umgliederungen 0 7 7
Währungsumrechnung
9 34 43
Stand 31.12.2023
255 1.952 2.207
kumulierte Abschreibung
Stand 1.1.2022 0 1.380 1.380
Abschreibungen 0 167 167
Abgänge 0 -2 -2
Umgliederungen 0 -2 -2
Währungsumrechnung 0 -40 -40
Stand 31.12.2022 0 1.503 1.503
Stand 1.1.2023
0 1.503 1.503
Abschreibungen
0 172 172
Währungsumrechnung 0 21 21
Stand 31.12.2023
0 1.696 1.696
Buchwerte 31.12.2022 246 340 586
Buchwerte 31.12.2023
255 256 511






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4141
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/21






6.2 SACHANLAGEN
in TEUR
Grundstücke
und Bauten
technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anla-
gen, Betriebs-
und Ge-
schäftsaus-
stattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen in
Bau
Summe
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2022 44.496 55.182 7.134 4.441 111.253
Zugänge 433 4.908 1.192 13.865 20.398
Abgänge -1 -984 -233 0 -1.218
Umgliederungen 1.795 1.167 30 -2.990 2
Währungsumrechnung -1.511 -2.311 -204 -113 -4.139
Stand 31.12.2022 45.212 57.962 7.919 15.203 126.296
Stand 1.1.2023
45.212 57.962 7.919 15.203 126.296
Zugänge
3.075 4.577 1.332 11.371 20.355
Abgänge -349 -81 -159 0 -589
Umgliederungen
4.764 7.271 110 -12.152 -7
Währungsumrechnung
770 1.270 109 163 2.312
Stand 31.12.2023
53.472 70.999 9.311 14.585 148.367
kumulierte Abschreibung
Stand 1.1.2022 17.818 36.460 4.511 329 59.118
Abschreibungen 948 2.723 805 154 4.630
Abgänge 0 -666 -179 0 -845
Umgliederungen 0 1 1 0 2
Währungsumrechnung -559 -1.549 -149 -2 -2.259
Stand 31.12.2022 18.207 36.969 4.989 481 60.646
Stand 1.1.2023
18.207 36.969 4.989 481 60.646
Abschreibungen
1.050 3.187 1.010 0 5.247
Abgänge -349 -54 -149 0 -552
Umgliederungen
64 412 3 -479 0
Währungsumrechnung
294 809 67 -2 1.168
Stand 31.12.2023
19.266 41.323 5.920 0 66.509
Buchwerte 31.12.2022 27.005 20.993 2.930 14.722 65.650
Buchwerte 31.12.2023
34.206 29.676 3.391 14.585 81.858


In den Grundstücken und Bauten sind Grundwerte in Höhe von 5.913 TEUR (Vorjahr: 5.320 TEUR) enthalten. Als
Sicherheiten für Fremdfinanzierungen wurden Grundstücke und Bauten mit einem Buchwert in Höhe von 33.432
TEUR (Vorjahr: 26.320 TEUR) sowie technische Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert in Höhe von 26.906
TEUR (Vorjahr: 18.443 TEUR) verpfändet. Zusätzlich wurden die mit den Werkserrichtungen im Zusammenhang
stehenden Anlagen in Bau verpfändet.

Dem Konzern wurden für ein im Jahr 2019 in Betrieb genommenes Werk in Ungarn Zuwendungen der öffentlichen
Hand gewährt. Die Förderprüfung durch die öffentliche Hand wurde im Jahr 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die
Förderbedingungen sehen einen bestimmten zu erreichenden Mindestumsatz für Exportlieferungen sowie für eine



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/22



bestimmte Produktreihe vor. Kommt es ohne Fremdverschulden zu einer wesentlichen Unterschreitung der gefor-
derten Mindestumsätze, so kann vom Fördergeber eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Derzeit wird davon
ausgegangen, die geforderten Mindestumsätze zu erreichen. Die Förderung wurde vom entsprechenden Anlagen-
vermögen abgesetzt. Der abgesetzte Restbuchwert der Förderung beträgt zum Jahresende 1.918 TEUR (Vorjahr:
1.982 TEUR).
Im Vorjahr wurde für eine Werkserrichtung in Rumänien von der öffentlichen Hand eine Förderung in Höhe von
insgesamt 3.118 TEUR gewährt, welche zur Gänze von den Sachanlagen in Abzug gebracht wurde. Die Auszah-
lung dieser Fördermittel erfolgte im Geschäftsjahr 2023.
Zusätzlich wurden dem Konzern für laufende Investitionen Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe 26 TEUR
(Vorjahr: 21 TEUR) gewährt.

Das Bestellobligo zum Abschlussstichtag für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt 12.474
TEUR (Vorjahr: 17.695 TEUR). Für bestellte und noch nicht gelieferte Anlagegüter wurden Anzahlungen in Höhe
von 7.422 TEUR (Vorjahr: 4.695 TEUR) geleistet.



Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen sind in den jeweiligen Bereichen der Sachanlagen enthaltenen und
stellen sich wie folgt dar:
in TEUR
technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung
Summe
Nutzungsrechte
Stand 1.1.2022 409 35 444
Zugänge 785 59 844
Abgänge -43 0 -43
Abschreibungen -85 -32 -117
Stand 31.12.2022 1.066 62 1.128
Stand 1.1.2023 1.066 62 1.128
Zugänge
168 65 233
Abgänge -19 0 -19
Abschreibungen
-128 -37 -165
Stand 31.12.2023
1.087 90 1.177


In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen folgende Beträge er-
fasst:
in TEUR
2023 2022
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten
42 27
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse
122 150
Aufwand für Leasingverhältnisse von geringem Wert
32 16
Abschreibungen
165 117



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4343
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/23

6.3 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Jene Immobilien, die zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden, werden durch das Management als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40 klassifiziert. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 3.10
verwiesen. Bei diesen Immobilien handelt es sich sowohl um bebaute wie auch um unbebaute Grundstücke, welche
in Ungarn und Rumänien gelegen sind. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dienen als Sicherheiten für
Fremdfinanzierungen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nicht vermietet. Als direkt zurechenbare operative Aufwen-
dungen fielen lediglich Grundsteuern von untergeordneter Bedeutung an.
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:
in TEUR
2023 2022
Stand 1.1.
2.640 2.695
Währungsumrechnung
-5 -24
Bewertungsergebnis
-70 -8
Abgänge
0 -23
Stand 31.12.
2.565 2.640




6.4 FINANZINVESTITIONEN
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
a) Anteile an verbundenen Unternehmen
118 131
b) Übrige Finanzinvestitionen
1.582 1.274
1.700 1.405
a) Anteile an verbundenen Unternehmen
Die nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen wurden in den Konzernabschluss nicht einbezogen, weil
diese - sowohl individuell als auch kumuliert auf der Basis von Umsatzerlösen und Periodenergebnissen - für die
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne einer
fairen Präsentation von untergeordneter Bedeutung sind. Die Veränderung des Buchwertes ist auf die Anpassung
auf den beizulegenden Zeitwert zurückzuführen und wurde im übrigen Finanzergebnis erfasst.
Beteiligungs-
buchwert
Beteiligungs-
Quote
zum 31.12.
2023 2022
2023 2022
TEUR TEUR
% %
SW Umwelttechnik Bulgaria EOOD, Sofia
37 37
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Slovensko S.r.o., Kosice 81 94
100,0 100,0
118 131
Zusätzlich besteht eine Beteiligung (100 % Beteiligungs-Quote) an der SW UMWELTTECHNIK S.R.L., Chişinău/
Moldau, deren Buchwert wie im Vorjahr 0 TEUR beträgt.





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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/24



b) Übrige Finanzinvestitionen
in TEUR 2023 2022
Stand 1.1.
1.274 1.392
Zugänge
80 0
Marktbewertung
228 -118
Stand 31.12.
1.582 1.274
Die übrigen Finanzinvestitionen bestehen aus Aktien und wurden als Sicherheit für Fremdfinanzierungen verpfän-
det.




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4545
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/25

6.5 LATENTE STEUERN
Die latenten Steueransprüche und -schulden sind den folgenden Bilanzposten zuzurechnen:
in TEUR zum 31.12.2023
Latente
Steueransprüche
Latente
Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte
1 0
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
9 -529
Finanzinvestitionen
0 -6
Vorräte
28 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
139 0
Rückstellungen
36 0
Verbindlichkeiten
0 -180
Verrechnung der Steuern
-213 213
Latente Steuern
0 -502
in TEUR zum 31.12.2022
Latente
Steueransprüche
Latente
Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte 1 0
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 6 -492
Finanzinvestitionen 0 -7
Vorräte
11 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 68 0
Rückstellungen 21 0
Verbindlichkeiten 0 -154
Verrechnung der Steuern -107 107
Latente Steuern
0 -546
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
in TEUR
2023 2022
Stand 1.1.
-546 130
Veränderungen Gewinn und Verlust
76 -689
Veränderungen Sonstiges Ergebnis
-32 13
Stand 31.12.
-502 -546



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/26

Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß bilanziert, in dem erwartete zukünftige steuerliche Gewinne zur
Verrechnung anfallen werden. In der österreichischen Steuergruppe werden wie im Vorjahr aktive latente Steuern
nicht angesetzt, da auf Grund von überhängenden steuerfreien Erträgen in absehbarer Zeit nicht mit einer steuer-
lichen Verwertung gerechnet werden kann.
Die nicht als latente Steuern bilanzierten steuerlichen Verlustvorträge betragen 16.297 TEUR und sind unbegrenzt
vortragsfähig.
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die Unter-
schiedsbeträge zwischen den steuerlichen Beteiligungsansätzen und dem anteiligen Eigenkapital der in den Kon-
zernabschluss einbezogenen Unternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde hierfür wie im Vorjahr
keine Steuerabgrenzung vorgenommen.


6.6 VORRÄTE
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
9.412 12.529
Fertige Erzeugnisse und Waren
19.309 17.984
Geleistete Anzahlungen
8 58
28.729 30.571
In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse und Waren zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 2.966 TEUR (Vor-
jahr: 6.995 TEUR) enthalten. Die damit zusammenhängende Wertberichtigung beträgt 396 TEUR (Vorjahr: 1.340
TEUR). Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von 25.587 TEUR (Vorjahr: 25.444 TEUR) wurden als Sicherheiten
für Fremdfinanzierungen verpfändet.




6.7 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Forderungen werden teilweise über Kreditversicherungen abgesichert. Weiters wurden Forderungen aus Lieferun-
gen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 19.193 TEUR (Vorjahr: 15.234 TEUR) als Sicherheiten für
Fremdfinanzierungen zediert.

Die Altersstruktur der langfristigen und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich nach
Berücksichtigung der Wertberichtigung wie folgt dar:
in TEUR zum 31.12.2023 Bruttowerte Wertberichtigung Buchwerte
Nicht überfällig
18.053 -903 17.150
0 – 90 Tage überfällig
3.577 -721 2.856
90 – 180 Tage überfällig
539 -176 363
180 – 360 Tage überfällig
276 -142 134
Über 360 Tage überfällig
697 -693 4
Gesamt
23.142 -2.635 20.507




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/27


in TEUR zum 31.12.2022 Bruttowerte Wertberichtigung Buchwerte
Nicht überfällig 13.698 -1.052 12.646
0 – 90 Tage überfällig 2.697 -257 2.440
90 – 180 Tage überfällig 209 -148 61
180 – 360 Tage überfällig 86 -29 57
Über 360 Tage überfällig 602 -572 30
Gesamt 17.292 -2.058 15.234
Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
in TEUR
2023 2022
Stand 1.1.
2.058 1.671
Zuführung
589 431
Verbrauch
-3 -16
Auflösung
-9 -28
Stand 31.12.
2.635 2.058
Zuführungen zu Wertberichtigungen werden im sonstigen betrieblichen Aufwand und Auflösungen von Wertberich-
tigungen werden im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst.










6.8 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Steuern und Abgaben
1.075 973
Anzahlungen und Guthaben Lieferanten
781 460
Vorschüsse Personal
306 88
Investitionsförderung
0 3.017
Übrige
61 417
2.223 4.955

Für die Werkserrichtung in Rumänien wurde dem Konzern im Vorjahr eine Förderung durch die öffentliche Hand
gewährt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Auszahlung dieser Fördermittel.

In den Steuern und Abgaben sind im Vorjahr aufgerechnete Ertragssteuern in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR)
enthalten. Die sonstigen Forderungen wiesen zum Stichtag des Berichtsjahres und zum Stichtag des vorangegan-
genen Berichtsjahres keine Überfälligkeiten auf.






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48
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/28

6.9 LIQUIDE MITTEL
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Kassenbestände
14 17
Guthaben bei Kreditinstituten
3.276 3.084
3.290 3.101



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4949
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/29
P a s s i v a



6.10 GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE
Anzahl der aus-
stehenden Aktien
Gezeichnetes
Kapital
(Grundkapital)
Kapitalrücklage
Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2022 725.999 5.278 6.862 12.140
Stand 31.12.2023 725.999 5.278 6.862 12.140
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der gesonderten Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dar-
gestellt.


Kapitalerhöhung
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach
Eintragung der Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft, allenfalls in mehreren Tran-
chen, um bis zu 2.639 TEUR durch Ausgabe von 362.999 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktion gegen
Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen mit Zustimmung des
Aufsichtsrates festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausgabe
von Aktion aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Eigene Aktien
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2022 wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener
Aktien gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 widerrufen und gleichzeitig wurde der Vorstand
gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG neuerlich dazu ermächtigt, innerhalb von 30 Monaten ab dem auf die Beschlussfassung
folgenden Tag, somit ab dem 6. Mai 2022 bis zum 6. November 2024, eigene Aktien bis zu einem Anteil von
höchstens 10 % des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb
zu leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durchschnittli-
chen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung
kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke aus-
geübt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung dieser eigenen Aktien
ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat ermächtigt
wurde, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rats innerhalb von fünf Jahren ab dem Tag dieser Beschlussfassung die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zuläs-
sige Art wieder zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt wurde, für die Veräußerung eigener Aktien eine an-
dere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugs-
rechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im Rahmen
eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer, leitende Angestellte, Mitglieder des
Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.


Kapitalmanagement
In Bezug auf das Kapitalmanagement strebt der Vorstand eine Eigenkapitalquote von über 30 % an. Dieses Ziel
soll primär durch entsprechende Nutzung der erweiterten Kapazitäten erreicht werden. Weiterhin besteht das Ziel
der Veräußerung von nicht-betriebsnotwendigen Vermögenswerten.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/30

6.11 AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Position resultiert aus der Veränderung der Währungsparität zwischen Euro und Forint bzw. Leu bezogen auf
ausländische Tochtergesellschaften.
Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2023 2022
Stand 1.1.
-14.894 -13.258
Veränderung aus Gewinn- und Verlustrechnung
-65 -154
Veränderung aus Nettovermögen
1.008 -1.482
Stand 31.12.
-13.951 -14.894
6.12 KUMULIERTE ERGEBNISSE
Neubewertungsrücklagen
Vom Management werden jene Immobilien, die nicht länger für Herstellungszwecke genutzt werden, von der
Gruppe der Sachanlagen (Bewertung nach IAS 16) in den Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immo-
bilien (Bewertung nach IAS 40) übertragen (siehe Punkt 3.10). Bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem
Buchwert nach IAS 16 und dem ermittelten beizulegenden Zeitwert werden gemäß IAS 40.61 ergebnisneutral im
sonstigen Ergebnis dargestellt und in einer Bewertungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen. Die Folgebewertung
erfolgt gemäß IAS 40.35 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Ebenso werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten
Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen (Rückstellungen für Abfertigungen) in dieser Po-
sition ausgewiesen.
Die Beträge dieser Rücklagen werden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Gewinnrücklage
In der Gewinnrücklage werden die bisherigen Konzernjahresergebnisse abzüglich etwaiger Ausschüttungen kumu-
liert ausgewiesen.
Die Aufteilung und Entwicklung der kumulierten Ergebnisse ist der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zu
entnehmen.



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5151
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/31



6.13 FINANZVERBINDLICHKEITEN
in TEUR zum 31.12.2023
davon davon davon
Gesamt in EUR in HUF in RON
langfristig
Darlehen von Kreditinstituten
43.554 27.653 11.698 4.203
Leasing
724
44.278
kurzfristig
Darlehen und Barvorlagen von
Kreditinstituten
26.661 22.686 1.971 2.004
Leasing
220
26.881
Finanzverbindlichkeiten gesamt
71.159
in TEUR zum 31.12.2022
davon davon davon
Gesamt in EUR in HUF in RON
langfristig
Darlehen von Kreditinstituten 37.205 30.831 3.201 3.173
Leasing 781
37.986
kurzfristig
Darlehen und Barvorlagen von
Kreditinstituten 26.112 15.141 4.594 6.377
Leasing 232
26.344
Finanzverbindlichkeiten gesamt 64.330
Die Finanzverbindlichkeiten sind durch Verpfändungen von Grundstücken und Bauten, technischen Anlagen und
Maschinen, Anlagen in Bau, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, Finanzanlagen und Vorräten sowie
durch Forderungszessionen besichert.

Die Finanzverbindlichkeiten werden überwiegend variabel auf Basis von EURIBOR, BUBOR bzw. ROBOR zuzüg-
lich eines Aufschlages verzinst. Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 27.872 TEUR (Vorjahr: 15.160 TEUR)
besteht eine fixe Verzinsung.




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/32


Die effektive Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
2023 2022
in % in %
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in EUR
0,9-6,0 0,9-4,3
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in HUF
3,9-11,8 1,3-19,0
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in RON
7,6-8,0 7,45-9,1
Leasing
5,9-6,8 3,2-4,1
Die vertraglichen Cashflows der Finanzverbindlichkeiten stellen sich auf Bruttobasis (inklusive Zinszahlungen) wie
folgt dar:
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
innerhalb eines Monats fällig
552 23
zwischen einem und drei Monaten fällig
4.364 6.949
zwischen drei und zwölf Monaten fällig 24.886 21.908
zwischen einem und fünf Jahren fällig
35.934 28.648
nach fünf Jahren fällig
13.063 15.021
78.799 72.549




6.14 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen teilen sich wie folgt auf:
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Rückstellungen für Pensionen
3.089 3.239
Rückstellungen für Abfertigungen
1.079 987
4.168 4.226
6.14.1 Rückstellungen für Pensionen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsma-
thematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen sich
wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensions-
Verpflichtung (Defined Benefit Obligation)
4.027 4.209
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
-938 -970
Bilanzierte Rückstellung
3.089 3.239



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/33

Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR
2023 2022
Barwert (DBO) 1.1.
4.209 4.477
Zinsaufwand
170 44
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme
223 -793
erfahrungsbedingte Berichtigung
-369 668
Verwendung für Pensionszahlungen
-206 -187
Barwert (DBO) 31.12.
4.027 4.209
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 216 TEUR (Vorjahr: 218 TEUR) erwartet. Die durch-
schnittliche Restlaufzeit der Pensionsrückstellung beträgt zum Stichtag 11 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre).
Als Planvermögen werden qualifizierte Rückdeckungsversicherungen vom Barwert der Pensionsverpflichtung ab-
gezogen. Das Planvermögen wurde an die pensionsberechtigten Personen verpfändet.
Die Pensionsrückstellung betrifft zur Gänze im Ruhestand befindliche ehemalige Vorstandsmitglieder.
Das Planvermögen hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2023 2022
Planvermögen 1.1.
970 1.003
Zinsertrag
10 10
Veranlagungsergebnis ohne Zinsertrag
17 16
Geleistete Zahlungen
-59 -59
Planvermögen 31.12.
938 970
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen ergeben sich aus nachstehender Aufstellung:
2023 2022
Zinssatz 3,95 % 4,14 %
Rentensteigerung
2024: 5,40 % 2023: 10,50 %
ab 2025: 4,00 % ab 2024: 4,14 %
Sterbetafel
AVÖ 2018-P AVÖ 2018-P
Sensitivitätsanalyse 2023
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2023 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz
-408 436
Rentensteigerung
434 -410
Sensitivitätsanalyse 2022
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2022 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz -438 476
Rentensteigerung 472 -440



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/34

6.14.2 Rückstellungen für Abfertigungen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungs-
mathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen
sich wie folgt zusammen:
Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR
2023 2022
Barwert (DBO) 1.1.
987 885
Laufender Dienstzeitaufwand
39 35
Zinsaufwand
41 9
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme
56 -149
erfahrungsbedingte Berichtigung
-14 237
Verwendung für Abfertigungszahlungen
-29 -30
Barwert (DBO) 31.12.
1.080 987
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) erwartet. Die durch-
schnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsrückstellung beträgt zum Stichtag 10 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre).
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen stellen sich wie folgt dar:
2023 2022
Zinssatz
3,95 % 4,14 %
Gehaltssteigerung
9,00 % 10,60 %
ab 2025: 4,00 % ab 2024: 4,14 %
Fluktuation
keine 0,0 % - 3,8 %
Pensionsalter
Gesetzlich Gesetzlich
Sterbetafel
AVÖ 2018-P AVÖ 2018-P
Sensitivitätsanalyse 2023
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2023 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz
-74 72
Gehaltssteigerung
72 -74
Sensitivitätsanalyse 2022
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2022 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz -86 94
Gehaltssteigerung 94 -88



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5555
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/35





6.15 ANDERE VERBINDLICHKEITEN
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
15.159 10.000
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht-konsolidiert)
22 17
Vertragsverbindlichkeiten
1.186 3.390
Sonstige Verbindlichkeiten
4.949 6.639
21.316 20.046
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2023 2022
Personalverbindlichkeiten
2.558 2.097
Steuern
922 731
Sonstige Rückstellungen
407 1.851
Guthaben von Kunden
286 927
Kostenabgrenzungen
257 742
Sozialabgaben
139 203
Übrige
380 88
4.949 6.639

In den sonstigen Verbindlichkeiten für Steuern entfallen 188 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf Ertragssteuern. Die sons-
tigen Rückstellungen, welche im Wesentlichen auf Gewährleistungen und im Vorjahr zusätzlich auf Vertragsbeen-
digungskosten zurückzuführen sind, werden aus Gründen der Unwesentlichkeit unter den sonstigen Verbindlich-
keiten ausgewiesen.






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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/36
7 Angaben zum Konzern – Cash Flow Statement
7.1 ERWERB VON SACH- UND IMMATERIELLEM ANLAGEVERMÖGEN
Die Abweichung zwischen den Zahlungsabflüssen gemäß Konzern-Cash Flow-Statement und den Zugängen ge-
mäß Konzernanlagenspiegel resultiert aus unterschiedlichen Zeitpunkten von Aktivierung und Bezahlung des An-
lagevermögens sowie aus Vorratsvermögen, das bei der Herstellung von selbst erstelltem Sachanlagevermögen
verwendet worden ist.
7.2 ZAHLUNGSMITTELFONDS
Als Zahlungsmittelfonds werden die flüssigen Mittel, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinsti-
tuten umfassen, festgelegt.
Überleitung der Bewegungen der Finanzverbindlichkeiten auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten:
in TEUR
2023 2022
01.01.
64.330 50.157
Einzahlungen
28.509
21.280
Rückzahlungen
-21.967 -6.609
Summe Veränderung Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
6.542 14.671
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen
186
-533
Leasingverbindlichkeiten
-28 0
Zinsaufwendungen
3.575 1.480
Gezahlte Zinsen
-3.446 -1.445
Summe sonstige Veränderungen
287 -498
31.12.
71.159
64.330


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/37
8 Segmentberichterstattung
8.1 OPERATIVE GESCHÄFTSSEGMENTE
Die Geschäftsfelder untergliedern sich wie folgt:
Tiefbau & Verkehr:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Abwasserableitung (Kanalschächte, Kanalrohre, Pumpstationen, Senkgruben, Sickerschächte),
Abwasserreinigung (Mineralöl- und Fettabscheider, biologische Kläranlagen, Reinigung von Oberflächenwas-
ser),
Verkehrsbau (Brücken, Hangbefestigungen, Durchlässe, Betonleitwände) sowie
Wassernutzung (Regenwassernutzung, Trinkwasserspeicherung).
Hochbau & Wohnen:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Energiebau (Masten für Telekommunikation und Stromversorgung, Trafostationen, Fischaufstiegshilfen, Fer-
tigteile für den Kraftwerksbau),
Industriebau (Fertigteile für den konstruktiven Hochbau, wie z.B. für Industriehallen sowie andere gewerbliche
und industrielle Bauten) sowie
Wohnbau (Deckensysteme, Pflaster, Hochbausteine, Fertigteilstiegen).
Die jeweiligen Segmente enthalten alle unmittelbar zuordenbaren Vermögenswerte und Schulden. Nicht zugeord-
net sind steuerliche Vermögenswerte und Schulden, Finanzinvestitionen und Finanzverbindlichkeiten. Die Spalte
„Überleitung“ weist ausschließlich die Schuldenkonsolidierung aus.
2023 in TEUR
Tiefbau
&
Verkehr
Hochbau
&
Wohnen
Über-
leitung
Summe
Umsatzerlöse
Standard Betonfertigprodukte 46.589 38.073 0 84.662
Konstruktive Betonfertigteile
1.151 45.045 0 46.196
Konzernumsatz
47.739 83.119 0 130.858
Segmentergebnis 5.886 9.016 0 14.902
Sonstiges und nicht
zuordenbares Ergebnis
-70
Betriebsergebnis
14.832
Segmentvermögen 51.599 86.069 -550 137.118
Sonstiges und nicht
zuordenbares Vermögen
4.265
Konzernvermögen
141.383
Segmentschulden 8.961 17.073 -550 25.484
Sonstige und nicht
zuordenbare Schulden
71.661
Konzernschulden
97.145
Investitionen (immaterielle Ver-
mögenswerte und Sachanlagen)
3.832 16.591 0 20.423
Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte)
2.562 2.857 0 5.419


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58
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/38
2022 in TEUR
Tiefbau
&
Verkehr
Hochbau
&
Wohnen
Über-
leitung
Summe
Umsatzerlöse
Standard Betonfertigprodukte 40.163 36.657 0 76.820
Konstruktive Betonfertigteile 1.364 43.781 0 45.145
Konzernumsatz 41.527 80.438 0 121.965
Segmentergebnis 6.237 10.343 0 16.580
Sonstiges und nicht
zuordenbares Ergebnis
-766
Betriebsergebnis 15.814
Segmentvermögen 45.484 75.067 -454 120.097
Sonstiges und nicht
zuordenbares Vermögen
4.045
Konzernvermögen 124.142
Segmentschulden 8.839 15.887 -454 24.272
Sonstige und nicht
zuordenbare Schulden
64.876
Konzernschulden 89.148
Investitionen (immaterielle Ver-
mögenswerte und Sachanlagen)
3.353 17.101 0 20.454
Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte)
2.398 2.399 0 4.797
Transaktionen zwischen den Berichtssegmenten:
Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet.
Der Konzern operiert vorwiegend in vier geographischen Regionen im Sinne von Produktionsstätten: Österreich,
Ungarn, Rumänien und übriges Europa. In diesen Ländern wird jeweils die gesamte Produktpalette des Konzerns
angeboten.
Umsatzerlöse in TEUR 2023 2022
Tiefbau & Verkehr und Verwaltung
99 138
Hochbau & Wohnen
107 1
206 139


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/39
Die Bedeutung der geographischen Regionen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
Umsatzerlöse Gesamtvermögen
in TEUR
2023 2022
2023 2022
Österreich 10.699 13.924
13.785 12.957
Ungarn
72.076 67.162
74.404 58.216
Rumänien
42.946 38.363
53.678 53.392
Übriges Europa
5.137 2.516
66 32
Überleitung
-550 -455
130.858 121.965
141.383 124.142
Investitionen (immaterielle Vermögens-
werte und Sachanlagen)
in TEUR
2023 2022
Österreich
1.842 1.166
Ungarn
12.244 8.155
Rumänien
6.337 11.133
20.423 20.454
Die Umsatzerlöse sind gegliedert nach Absatzmärkten. Eine Abgrenzung nach den Ländern, in denen die Produk-
tion erfolgt, würde nicht zu einer wesentlichen Abweichung im obigen Zahlenwerk führen. Gesamtvermögen und
Investitionsausgaben sind gegliedert nach den Gebieten, in denen sich die Vermögenswerte physisch befinden.
Es bestehen keine Kunden, deren Umsatzerlöse sich auf mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Konzerns belaufen.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/40
9 Sonstige Angaben
9.1 AUSSCHÜTTUNG
Als Ausschüttung auf den Bilanzgewinn 2023 wird eine Dividende von 3,30 EUR (Vorjahr: 2,90 EUR) je Aktie bzw.
in Höhe von insgesamt rund 2.396 TEUR (Vorjahr: 2.105 TEUR) vorgeschlagen und angekündigt.


9.2 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne der Definition von „related parties“ ge-
mäß IAS 24 werden wie gegenüber unabhängigen Dritten gestaltet. Als „related parties“ gelten der Vorstand, der
Aufsichtsrat, nicht-konsolidierte verbundene Unternehmen, sowie die Wolschner Privatstiftung.
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 erwarb der Vorstand Gehaltsansprüche in Höhe von 1.359 TEUR (Vor-
jahr: 1.505 TEUR). Darin enthalten sind variable Gehaltsansprüche in Höhe von 426 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR)
sowie Leistungen an eine Pensionskasse in Höhe von 187 TEUR (Vorjahr: 169 TEUR). Weiters sind für Vorstands-
mitglieder Service Costs für die Bildung einer Abfertigungsrückstellung in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR)
angefallen.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes hat die Gesellschaft Gesamtzahlungen in Form von Pensionsbeiträgen
in Höhe von 207 TEUR (VJ 187 TEUR) geleistet.
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr insgesamt 102 TEUR
(Vorjahr: 82 TEUR).
Zum Bilanzstichtag und im Vorjahr waren keine Darlehen an Vorstandsmitglieder gewährt. Sonstige Haftungen für
Kredite von Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats bestehen nicht.
Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen keine Umsätze (Vorjahr: 0 TEUR) er-
zielt, jedoch Leistungen in Höhe von 76 TEUR (Vorjahr: 120 TEUR) bezogen. Die offenen Verbindlichkeiten ge-
genüber verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen ist Punkt 6.15 zu entnehmen. Sicherheiten oder Garan-
tien für Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen bestehen
nicht.
Mit der Wolschner Privatstiftung wurden abgesehen von weiterverrechneten Aufwendungen in Höhe von 2 TEUR
(Vorjahr: 2 TEUR) keine Transaktionen getätigt.



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6161
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/41













9.3 FINANZINSTRUMENTE
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Schulden. Es wurden keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert angeführt, wenn der Buchwert
einem angemessenen Näherungswert für den Zeitwert entspricht.
2023 Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
in TEUR
Kategorie nach IFRS 9
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirk-
sam zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente
1.700 1.582 118 1.700
1.700
Finanzielle Vermögenswerte zu fortge-
führten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen sowie sonstige Vermögenswerte
*)
20.533
Liquide Mittel
3.101
23.634
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 71.159 70.294 70.294
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Verbindlich-
keiten *)
15.724
86.883
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.
2022 Buchwerte
in TEUR
Kategorie nach IFRS 9
Beizulegende Zeitwerte
Finanzielle Vermögenswerte erfolgs-
wirksam zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente 1.405 1.274 131 1.405
1.405
Finanzielle Vermögenswerte zu fortge-
führten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen sowie sonstige Vermögenswerte
*)
15.351
Liquide Mittel 3.101
18.452
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 64.330 63.359 63.359
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Verbindlich-
keiten *)
10.837
75.167
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.
















Das Nettoergebnis gegliedert nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar (in TEUR):












Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/42











2023
aus Zinsen
aus
Dividen-
den
aus
Folgebe-
wertung
aus
Abgang
im Konzern-
ergebnis er-
fasstes Netto-
ergebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
0 23 211 0 234
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
tete finanzielle Vermögenswerte
6 0 -818 0 -812
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
tete finanzielle Verbindlichkeiten
-3.548 0 476 0 -3.072
Gesamt
-3.542 23 -131 0 -3.650
2022
aus Zinsen
aus
Dividenden
aus
Folgebe-
wertung
aus
Abgang
im Konzern-er-
gebnis erfass-
tes Nettoer-
gebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
0 21 -114 0 -93
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
tete finanzielle Vermögenswerte
1 0 -403 0 -402
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
tete finanzielle Verbindlichkeiten
-1.480 0 -1.443 0 -2.923
Gesamt -1.479 21 -1.960 0 -3.418
Die Differenz zwischen dem Nettoergebnis und dem Finanzergebnis betrifft Zinsen für das Sozialkapital sowie
Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswerte. Das Nettoergebnis der Folgebewertung der finanziellen Ver-
bindlichketen ist auf Wechselkursänderungen zurückzuführen.














9.4 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT
Das konzernweite Risikomanagement ist in die Aufbau- und Ablauforganisation eingegliedert. Die laufende Bericht-
erstattung dient dem regelmäßigen Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und den einzelnen Unterneh-
men der Gruppe und in weiterer Folge mit dem Aufsichtsrat. Der Vorstand trägt die Letztverantwortung für Strategie
und Erreichung der Unternehmensziele und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die Koordination des strate-
gischen Risikomanagements. Im operativen Geschäft ist jedes Unternehmen und jeder leitende Angestellte für die
Überwachung und Steuerung potentieller Risikoquellen selbstverantwortlich. Das Risikomanagement wird regel-
mäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten des Konzerns abbilden zu können.
Das Risikomanagement und die damit verbundenen Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss jährlich in
zwei Sitzungen präsentiert.
9.4.1 Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzuges oder -ausfalls von Vertragspartnern. Es besteht keine
signifikante Konzentration von Kreditrisken. Liquide Mittel werden bei reputablen Kreditinstituten angelegt. Dem
Risiko von Zahlungsausfällen von Kunden wird, in den meisten bearbeiteten Ländern, durch die Versicherung von
Kundenforderungen begegnet. Diese Vorgangsweise beinhaltet für jeden Kunden ein Kreditlimit, das mit steigender
Kundenkenntnis erhöht werden kann. Bezüglich des kundenseitigen Ausfallrisikos wird auf die Aufstellung über die




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/43




überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Punkt 6.7) sowie sonstigen Vermögenswerten (Punkt
6.8) verwiesen. Das maximale Ausfallsrisiko besteht in Höhe der Buchwerte.


9.4.2 Zinsrisiko
Das Zinsrisiko beschreibt die Änderung des Wertes von Finanzinstrumenten und des Zinsergebnisses aus Finan-
zinstrumenten auf Grund der Änderung von Zinssätzen. Die Veränderung des Zinssatzes von +/- 1 % hätte eine
Auswirkung auf das Ergebnis sowie das Eigenkapital (jeweils vor Steuern) in Höhe von +/- 712 TEUR (Vorjahr: +/-
690 TEUR). Der Berechnung der Sensitivität liegt der Zinsaufwand der Periode bezogen auf das durchschnittlich
verzinsliche Fremdkapital der Periode zugrunde.
9.4.3 Fremdwährungskursrisiko
Das Fremdwährungsrisiko wird durch Kursschwankungen von Fremdwährungen hervorgerufen. Auf Grund der un-
ter 10 % liegenden Import- / Exportrate in Fremdwährungsländer und den Ausgleich von Zahlungsverpflichtungen
mittels Verkaufserlöse derselben Währung, bestehen nur beschränkt zahlungswirksame Währungsrisiken. Zahlun-
gen zwischen unterschiedlichen Währungsregionen ergeben sich aus konzerninternen Dividenden- und Darlehens-
flüssen, weitere Wechselkursabhängigkeiten treten bei der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die
Konzernwährung Euro auf. Ein verstärktes Wechselkursrisiko besteht durch das Investitionsprogramm in Ungarn
und Rumänien. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ist mit Volatilität bei
der Wertentwicklung der Fremdwährungen RON und HUF zu rechnen. Eine Wechselkursänderung EUR zu HUF
in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe von +/- 895 TEUR (Vorjahr: +/-
708 TEUR), eine Wechselkursänderung EUR zu RON in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern in Höhe von +/- 860 TEUR (Vorjahr: +/- 834 TEUR) gehabt. Die Auswirkung einer Wechselkursände-
rung EUR zu HUF in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Eigenkapital in Höhe von +/- 1.444 TEUR
(Vorjahr: +/- 1.155 TEUR), eine Wechselkursänderung EUR zu RON in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung
auf das Eigenkapital in Höhe von +/- 1.118 TEUR (Vorjahr: +/- 1.007 TEUR) gehabt. Die Berechnung basiert auf
der Sensitivität der Kredite und Darlehen in fremder Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft, wobei der jeweils
relevante Wechselkurs um +/- 5 % verändert worden ist.


9.4.4 Liquiditätsrisiko
Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit die Liquidität zur Verfügung zu haben, um
fällige Ver-bindlichkeiten fristgerecht bedienen zu können. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des Liquiditätsrisikos
sind die mittel- und langfristige Feststellung des Finanzbedarfs zusammen mit dem Working Capital Management
als Hauptbestandteile der Liquiditätsplanung sowie das unternehmensweite Cash-Reporting und die Analyse der
Geldumschlagdauer. Ein partnerschaftliches und transparentes Verhältnis zu kreditgebenden Banken hat in diesem
Kontext größten Stellenwert für SW Umwelttechnik. Es trägt dazu bei, finanzielle Risiken rechtzeitig zu identifizieren
und Zahlungsengpässe zu vermeiden. Bankdarlehen stellen einen bedeutenden Anteil an der Finanzierung der SW
Gruppe dar. Die Finanzierung der SW Gruppe ist, mit an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepassten
Tilgungsprofilen und der Zusage der jährlichen Prolongation der kurzfristigen Obligos, langfristig gesichert. Beste-
hender operativer Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen liquiden Mitteln sowie den bestehenden Finanzie-
rungsrahmen gedeckt werden. Bezüglich der Fristigkeiten und der Tilgungen der Kreditlinien wird auf Punkt 6.13
verwiesen.

9.5 KLIMARISIKEN
Die SW Umwelttechnik-Gruppe betrachtet Beton als einen nachhaltigen, naturnahen Baustoff, welcher einer inten-
siven Forschungstätigkeit unterliegt, sowohl um die spezifischen Eigenschaften von Beton als auch die Klimaaus-
wirkung bei der Herstellung (im Wesentlichen des Vorprodukts Zement) zu optimieren. Beton weist als Baustoff
einzigartige spezifische Eigenschaften auf, wie hervorragende statische Möglichkeiten, einfache und vielfältige
Formgebung, Langlebigkeit und gute Wärmespeichereigenschaften. Mit diesen Eigenschaften können zukünftige
Herausforderungen bei der Schaffung von Wohn-, Büro- und Gewerbebauten, vor allem in Hinblick auf stetig wach-
sende Städte, und Infrastrukturbauten sehr gut begegnet werden. Die Ziele einer nachhaltigen Bautätigkeit durch
geringe Bodenversiegelung (große Gebäudehöhen sind möglich), energieeffizientes Heizen & Kühlen (Speiche-
rung von Wärme und damit auch Kälte) sowie Sicherheit (Statik, Feuerbeständigkeit) und Nachhaltigkeit (Langle-
bigkeit) können mit Beton seht gut realisiert werden. Auf absehbare Zeit ist keine adäquate Substitution durch
andere Baustoffe zu erwarten.



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/44

Es finden in der Beton-Industrie intensive Forschungstätigkeiten sowohl in Hinblick auf verbesserte Eigenschaften
des Betons (Ultra-High Performance Concrete – UHPC) als auch in Hinblick auf einen CO2 optimierten Herstel-
lungsprozess des Rohstoffs Zement statt. Mittels ultrahochfesten Betons soll eine Reduktion der benötigen Roh-
stoffmenge bei gleichbleibenden Eigenschaften (Festigkeit und Duktilität) erzielt werden. Weiters werden große
Anstrengungen unternommen, um die benötigte Energie bei der Zementherstellung durch erneuerbare Energie zu
realisieren und der Kohlendioxidabspaltung bei der Verklinkerung durch Rekarbonisierung des Betons, Speiche-
rung (Carbon Capture and Storage - CCS) oder einer anderen Verwendung (Carbon Capture and Utilisation - CCU)
entgegen zu treten. Bis zum Jahr 2045 wird eine kohlenstoffdioxidneutrale Produktion des Vorprodukts Zement
angestrebt. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich daraus keine bilanziellen Auswirkungen.
Die SW Umwelttechnik-Gruppe beobachtet regelmäßig die umwelttechnischen und -rechtlichen Entwicklungen, um
auf sich ändernde klimatechnische Rahmenbedingen eingehen zu können. Für die im Konzernabschluss ausge-
wiesenen Vermögenswerte, insbesondere Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, wird kein
unmittelbares Risiko einer Wertminderung durch klimabedingt hervorgerufene Naturkatastrophen gesehen. Nicht
ausgeschlossen werden kann jedoch, dass Transportwege oder Liefergebiete durch Extremwetterereignisse ein-
schränkt benutzbar bzw. zugänglich sind. Die Klimaveränderung kann negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit
und Preise von Produktionsfaktoren und bezogene Dienstleistungen haben. Auch wenn der Energieanteil an den
Produktionskosten derzeit gering ist, wurde durch die vorgezogene Installation von Solaranlagen begonnen eine
gewisse Energie-Unabhängigkeit zu erzielen. Die SW Umwelttechnik-Gruppe geht derzeit davon aus, dass ihre
Produkte auch in einer Übergangsphase bis zum Erreichen eines klimaneutralen Wirtschaftskreislaufes nachge-
fragt werden, da ihre Produkte zu einer Verbesserung der Umweltrahmenbedingungen verwendet werden können
und damit den Kunden seinerseits unterstützt eigene Umwelt- und Klimaziele zu erreichen. Durch flexible Produk-
tionsverfahren ist die SW Umwelttechnik-Gruppe der Ansicht, zeitnah auf eine Verschiebung der Nachfrage ver-
mehrt zu Umweltschutzprodukten reagieren zu können.
In geplanten zukünftigen Cashflows sind Kostensteigerungen als auch etwaige Preisvolatilitäten - soweit heute
abschätzbar - abgebildet. Schätzungen und Ermessensentscheidungen unterliegen durch zukünftige gesetzliche
Regelungen und Entwicklungen des Marktumfelds im Bereich des Klimaschutzes einer gewissen Unsicherheit.
Auswirkungen geänderter Schätzungen und Ermessensentscheidungen können insbesondere die Ermittlung von
Wertminderungen, der geschätzten Nutzungsdauern von Anlagen und damit der zu erfassenden Abschreibungen
sowie den Ansatz von klimabedingten Verbindlichkeiten betreffen. Im aktuellen Geschäftsjahr ist es durch Klima-
risken zu keiner Wertminderung von Vermögenswerten oder einem Ansatz von Verbindlichkeiten gekommen.


9.6 EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG
Nach dem Abschlussstichtag gab es keine Ereignisse mit Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss
oder von besonderer Bedeutung.

9.7 ANGABEN ÜBER ARBEITNEHMER
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist nachfolgender Aufstellung zu entnehmen:
2023 Österreich Ungarn Rumänien Gesamt
Arbeiter
26 151 285 462
Angestellte
34 166 80 280
60 317 365 742
2022 Österreich Ungarn Rumänien Gesamt
Arbeiter 27 160 242 429
Angestellte 36 156 69 261
63 316 311 690


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/45
9.8 ORGANE
Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Personen Mitglieder des Vorstands:
Klaus Einfalt
János Váczi
Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:
Reinhard Iro (Vorsitzender)
Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Birgit Kuras (bis 30. Jänner 2023)
Sabine Lax
Alexander Schwartz
Michaela Werbitsch
Günther Willner (seit 10. Mai 2023)
Bernd Wolschner

Klagenfurt, den 19. März 2024
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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SSWW UUmmwweelltttteecchhnniikk SSttooiisseerr && WWoollsscchhnneerr AAGG,, KKllaaggeennffuurrtt
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
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3. Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
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und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum
31. Dezember 2023, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern Gesamtergebnis-
rechnung, der Konzern Cashflow-Statement und der Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im
Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berück-
sichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in
unserem Vermerk mitzuteilen sind.
Bestätigungsvermerk
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Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
9
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den
Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Den Corporate
Governance Bericht, den Vergütungsbericht und den Bericht des Aufsichtsrates haben wir vor
dem Datum des Bestätigungsvermerks erlangt, die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden
uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informa-
tionen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwort-
lichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen
Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des
Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss
ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind
wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts
zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-
wortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachver-
halte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den
Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
10
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstel-
lungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontroll-
system, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende
Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum
Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
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Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
11
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruf-
lichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über
alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise
angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss
ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-
vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein
Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünfti-
gerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für
das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
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Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforde-
rungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in
Einklang mit dem Konzernabschluss.
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Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
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70
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die
Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in
der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschlilich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fas-
sungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt und am
10. Mai 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Manuela
Mayer, MA.
Wien
21. März 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Manuela Mayer, MA
Wirtschaftsprüferin
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7171
Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlage-
bericht den Geschäftsverlauf, das Gescftsergebnis
und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Kon-
zernlagebericht die wesentlichen Risiken und Unge-
wissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt
ist.
Klagenfurt, am 19. März 2024
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi
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74 Lagebericht SW Umwelttechnik AG
86
Einzelabschluss
102
Bestätigungsvermerk
107
Erklärung des Vorstandes
SW UMWELTTECHNIK
AG
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74
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Geschäftsverlauf und wirtschaftliches Umfeld
Die Beteiligungen der SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG umfassen Unternehmen mit Standorten
in Österreich, Ungarn und Runien, sowie in der Slo-
wakei und Bulgarien.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Im Gescftsjahr 2023 stand SW Umwelttechnik in
ihren drei Kernrkten vor einem herausfordernden
wirtschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig verlor die euro-
ische Wirtschaft im aktuellen Jahr, bedingt durch
steigende Lebenshaltungskosten, eine nachlassende
Nachfrage im Ausland und geldpolitische Straffungs-
maßnahmen, an Schwung. Die Zinserhöhungen hatten
negative Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit
und die Konjunktur. Die Volatilität der Energiepreise,
insbesondere in Ländern, die stark von Energieimpor-
ten abhängig sind, hat zu einer Rezession im Jahr 2023
beigetragen.
Der steile Zinsanstieg im Verlauf des Jahres
führte zu einem erheblichen Rückgang der Inflation
in der Eurozone. Diese Entwicklung war jedoch zwei-
schneidig, da sie gleichzeitig zu einem geringen Wirt-
schaftswachstum in der Eurozone führte, das bei etwa
0,8 % lag, während die gesamte EU ein Wachstum von
rund 0,9 % verzeichnete. Die rückläufige Inflation (EU:
6,4 %, Eurozone: 5,4 %) könnte zwar eine mögliche
Aufrtsbewegung benstigen, aber die gestiegene
geopolitische Unsicherheit stellt einen erheblichen
Bremsklotz für die wirtschaftliche Entwicklung dar.
Ungarn
Nach einem wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2022
verzeichnete Ungarn im Jahr 2023 einen Rückgang,
wobei die Wirtschaftsleistung um 0,8 % sank (2022:
+ 4,6 %). Die Inflationsrate für das gesamte Jahr lag
bei 17,0 %.
Die schwache Wirtschaftsleistung ist hauptsäch-
lich auf den drastischen Anstieg der Energiepreise zu-
rückzuführen, der zu höheren Produktionskosten und
einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit von Pro-
duktionsunternehmen führte, wodurch der Wirtschaft
Einnahmen entzogen wurden. Die Anpassungsschritte
des Haushaltes nach den Wahlen 2022 führten zu einem
Rückgang der Investitionen und einer geringeren Nach-
frage. Die rasante Inflation hat den realen Wert der Ein-
kommen erheblich gemindert, was den Privatverbrauch
gebremst hat. Die Zurückhaltung bei EU-Fördermitteln
belastet die Ressourcen und schränkt die Entwick-
lungskapazitäten sowohl des öffentlichen als auch des
privaten Sektors ein. Hohe Zinsen trugen zusätzlich zur
Abkühlung der Wirtschaft bei.
Rumänien
Im Jahr 2023 verzeichnete Runien eine deutliche
Abschwächung der Konjunktur, insbesondere in den
ersten sechs Monaten. Der Hauptgrund hierfür war
ein merklich zurückhaltender Konsum aufgrund von
Inflation und hohen Lebenshaltungskosten. Die indi-
rekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und
der resultierenden Energiekrise, die zu einer spür-
baren Verlangsamung des Wachstums in der Eurozone
führten, haben auch im weiteren Verlauf des Jahres
2023 Einfluss auf die rumänische Wirtschaft gehabt.
Das Wirtschaftswachstum belief sich auf 1,8 %, wobei
hohe Energiepreise, Finanzierungskosten und ein zu-
nehmender Arbeitskräftemangel die Industrie und das
Exportwachstum Runiens belastet haben.
Obwohl die Inflation auf einem hohen Niveau
verharrt, zeigte sie eine rückläufige Tendenz. Die ur-
sprünglichen Prognosen der Zentralbank, die von etwa
7 % ausgingen, konnten mit einer Inflationsrate von
9,7 % nicht erreicht werden. Trotz dieser Herausforde-
rungen bleibt Runien ein äußerst attraktiver Markt
mit einer sehr hohen wirtschaftlichen Dynamik und
einer mittelfristig stark steigenden Inlandsnachfrage.
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Österreich
Österreichs Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein
Minus von 0,8 % und entwickelte sich somit schwächer
als jene der Eurozone, die ein Wachstum von 0,6 %
verzeichnete. Insbesondere in den Bereichen Handel,
Verkehr und Industrie war dieser Abschwung deutlich
spürbar. Die Abwärtsbewegung in der österreichischen
Bauwirtschaft beschleunigte sich im Verlauf des Jahres
2023, insbesondere nach dem anfänglichen Schwung
im ersten Quartal. Ebenso betroffen war der Handel,
der durch die hohe Inflation und konjunkturelle Unsi-
cherheit beeinträchtigt wurde. Einzig die Beherber-
gungs- und Gastronomiebranche wies einen Zuwachs
auf, bedingt durch die Erholungseffekte nach den Pan-
demiejahren. Das Jahr 2022 stellt einen entscheidenden
Wendepunkt für die aktuelle Konjunkturabschwächung
dar, bedingt durch den Baukostenschock im Zusam-
menhang mit dem Krieg in der Ukraine und den Beginn
der Zinswende im Frühsommer 2022.
Die Wachstumsverlangsamung in den Bauspar-
ten war im Hochbau deutlich stärker spürbar als im
Tiefbau. Der deutliche Anstieg der Kreditzinsen und
Baukosten führte im Bausektor zu einem Rückgang um
etwa 1,5 %. Der seit Mitte 2022 bis Ende 2023 anhal-
tende Anstieg der Baukosten, hat sich mit dem Ende
der Materiallieferprobleme entspannt, und die Kosten
waren zeitweise sogar rückläufig. Für 2024 könnten
hier Wachstumsimpulse folgen, insbesondere durch
die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen, die dazu
beitragen, die betroffenen Sparten zu unterstzen.
Die Inflation verringerte sich leicht und erreichte einen
Jahresdurchschnitt von 7,9 % (VJ 8,6 %). Mit diesem
signifikanten Anstieg der Verbraucherpreise liegt Ös-
terreich etwa 2 % über dem Durchschnitt der Eurozone.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG betreibt
keine Zweigniederlassungen.
¹ Ergebnis nach Steuern auf das durchschnittliche Eigenkapital
² Betriebsergebnis auf das durchschnittliche Gesamtkapital
³ Nettoverschuldung zu Eigenkapital am Stichtag
Einheit 2023 2022 2021
Ertragslage
Eigenkapitalrendite
1
% 20,6 -3,2 20,0
Gesamtkapitalrentabilität
2
% -1,7 -3,3 -1,3
Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapital TEUR 22.399 20.130 23.159
Eigenkapitalquote % 49,7 47,1 49,1
Nettoverschuldung TEUR 20.118 22.078 18.056
Gearing ratio
3
% 89,8 109,7 78,0
Geldflussrechnung
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR -3.188 -982 -310
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit TEUR 5.317 4.704 3.838
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -2.130 -3.713 -3.533
Finanzielle Leistungsindikatoren
Quellen: European Commission, Außenwirtschaft Österreich, Wirtschaftskammer
Österreich, Germany Trade & Invest, WIFO
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Angaben gem. § 243a UGB
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von TEUR 5.278.
Die Wolschner Privatstiftung hält mehr als 40 %
des ausgegebenen Aktienkapitals der SW Umwelttech-
nik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Bernd
Wolschner (persönlich) und Klaus Einfalt (persönlich).
Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.
Es existieren keine Beschnkungen, die die
Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betref-
fen. Es gibt auch keine Aktionär:innen oder am Kapital
beteiligte Arbeitnehmer:innen, die Kontrollrechte be-
sitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben die fol-
genden erweiterten Befugnisse in Bezug auf die Mög-
lichkeit der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien:
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die ei-
genen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder
zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt ist, für
die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der
Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffent-
liches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu
beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenlei-
stung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im
Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienop-
tionsprogramms an Arbeitnehmer:innen, leitende An-
gestellte, Mitglieder des Vorstandes/der Geschäftsfüh-
rung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen
Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG ermäch-
tigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der
entsprechenden Satzungsänderung in das Firmenbuch
das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen
– gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu TEUR
2.639 durch Ausgabe von bis zu 362.999 Stück neue auf
Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen und den Aus-
gabekurs sowie die Ausgabebedingungen mit Zustim-
mung des Aufsichtsrates festzulegen. Das gesetzliche
Bezugsrecht kann den Aktionären unter Ausschluss
des unmittelbaren Bezugsrechts der Altaktionäre in der
Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung
von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von
Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen
wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugs-
recht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Auf-
sichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmäch-
tigter Ausschuss wurde ermächtigt, Änderungen der
Satzung, die sich aus der Ausnützung des genehmigten
Kapitals ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG
dazu ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eigene
Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 % des
Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen),
wobei der geringste beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert maximal 30 % unter und der höchste Gegen-
wert maximal 10 % über dem durchschnittlichen Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden
drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung kann
ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen
und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausge-
übt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck
des Erwerbs ausgeschlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen dieser
eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Be-
schluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei
der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Sat-
zung, die sich durch die Einziehung von Aktien erge-
ben, zu beschließen.
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Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die
Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontroll-
wechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahme-
angebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Es
existiert derzeit kein öffentliches Übernahmeangebot,
das Entschädigungsvereinbarungen zwischen der
Gesellschaft und dem Vorstand und den Aufsichtsrats-
mitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen
würde.
DIVIDENDE
Der Vorstand der SW Umwelttechnik wird den Aktio-
ren auf der Hauptversammlung, die für den 7. Mai
2024 anberaumt ist, vorschlagen, eine erwartete Divi-
dendenausschüttung von 3,3 € je Aktie durchzuführen.
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
Der Aufsichtsrat und das Management der SW Um-
welttechnik legen größten Wert auf eine nachhaltige
Unternehmensführung. Das Beitragen zu einer um-
weltfreundlichen Entwicklung der Wirtschaft und die
soziale Verantwortung sind uns seit Jahrzehnten ein
großes Anliegen und Teil unserer Unternehmensmis-
sion, die wir konsequent verfolgen. Die Zufriedenheit
unserer Mitarbeiter:innen ist uns besonders wichtig,
sowie deren regelßige Fort- und Weiterbildung.
Ebenso ein zentraler Schwerpunkt in unserer Unter-
nehmensphilosophie ist der wertschätzende Umgang
miteinander. Unsere Unternehmenswerte sind eine ver-
bindliche Leitlinie und unterstützen uns dabei, sowohl
unserer gesellschaftlichen Verantwortung als auch
unserer Mission gerecht zu werden. Darüber hinaus
haben wir sie in unserem Verhaltenskodex niederge-
schrieben und leben diese Werte jeden Tag.
2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016
Ergebnis Konzern (in EUR Mio.)
10,3 10,5 9,7 6,8 8,1 7,11 1,69 2,19
Dividende (in EUR)
3,3 2,9 3,2 1,6 0,6 0,3 0,1 0
Höchstkurs (in EUR)
46,00 50,00 47,00 42,80 32,00 12,60 10,01 8,00
Tiefstkurs (in EUR)
38,00 33,20 37,00 20,00 12.20 7,80 6,50 6,10
Schlusskurs (in EUR)
40,40 41,00 38,20 42,00 32,00 10,20 7,50 6,22
Gew. Anzahl Aktien (Stk.)
725.999 725.999 725.999 725.999 663.906 640.878 640.878 640.878
Kennzahlen je Aktie
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78
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
RISIKOBERICHT
SW Umwelttechnik betreibt entsprechend den Anfor-
derungen des Österreichischen Corporate Governance
Kodex ein formalisiertes, einheitliches und konzernwe-
ites Risikomanagementsystem. So können eine früh-
zeitige Identifikation und Steuerung von potentiellen
Risiken sowie – im Idealfall – weitere Wettbewerbsvor-
teile erreicht werden.
Das Berichtswesen als zentraler Bestandteil des
Risikomanagements erfasst positive und negative Ab-
weichungen von Unternehmenszielen und Unterneh-
menskennzahlen. In Abstimmung mit allen leitenden
Mitarbeiter:innen analysiert der Vorstand Ergebnisse
und Kennzahlen, um entsprechende Mnahmen abzu-
leiten und so unternehmerische Chancen bestmöglich
zu nutzen.
Risikomanagement
In der Aufbau- und Ablauforganisation ist ein umfas-
sendes Risikomanagement fest implementiert, um
sicherzustellen, dass potenzielle Risiken auf Unterneh-
mensebene systematisch erkannt und bewertet werden
können. Gemeinsam mit dem Berichtswesen bildet es
die Basis für den regelßigen Informationsaustausch
zwischen den einzelnen Unternehmen der Gruppe so-
wie Vorstand und Aufsichtsrat. Das strategische Risiko-
management wird vom Vorstand koordiniert, der auch
die Letztverantwortung für Strategie und Erreichung
der Unternehmensziele trägt. Im operativen Gescft
sind zudem alle leitenden Angestellten für Überwa-
chung und Steuerung potentieller Risikoquellen selbst-
verantwortlich.
Zur gemeinsamen Aufarbeitung, Analyse und
Dokumentation größerer Risikoentscheidungen dienen
die erweiterten Vorstandssitzungen. Das Konzerncon-
trolling ist für Koordination, Sicherung und Steuerung
des Konzernrisikos zuständig und berichtet wiederum
an den Vorstand.
Das konzernweite Risikomanagement bescf-
tigte sich im Geschäftsjahr 2023 vor allem mit den
betrieblichen Herausforderungen durch den Krieg in
der Ukraine, den volatilen Energiepreisen und den Aus-
wirkungen des hohen Zinsniveaus. SW Umwelttechnik
hat die Einkaufsstrategie der Vorjahre beibehalten und
durch eine vorausschauende Einkaufsplanung für aus-
reichend hohe Lagerbestände an allen Werksstandor-
ten gesorgt. Damit konnte sichergestellt werden, dass
Leistungs- und Liefergarantien für die Kunden gewähr-
leistet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt des
internen Risikomanagements lag auf der Sicherung der
Kapazitätsauslastung und dem Umgang mit den vola-
tilen Rohstoffpreisen. Dies erforderte eine intensive
Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung in den
einzelnen Kernmärkten.
Um eine Grundlage zur Steuerung zu erhalten,
wurden die Risiken unter Berücksichtigung von Pro-
gnosen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswir-
kungen untersucht. So konnten folgende Hauptrisiken
identifiziert werden:
Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
Betriebliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen
Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.
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GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
Wie jedes andere Unternehmen unterliegt auch SW
Umwelttechnik einer Reihe von branchenspezifischen
Risiken. Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die allge-
meine Konjunkturentwicklung, die Finanzierungsmög-
lichkeiten der öffentlichen Hand sowie die umweltpo-
litischen und umweltrechtlichen Rahmenbedingungen
beeinflussen die Branchen, in denen SW Umwelttech-
nik tätig ist. Ein typischer branchenspezifischer Ein-
fluss ist der Witterungseinfluss auf den Verlauf und das
Ergebnis von Bauprojekten, der sich insbesondere in
den Wintermonaten bemerkbar macht.
Begünstigt wird die Steuerung der Branchenri-
siken durch die Unabngigkeit von SW Umwelttech-
nik in zwei Gescftsbereichen sowie mehreren Län-
dern. Saisonale und länderspezifische Schwankungen
können so ausgeglichen und abgemildert werden, un-
terschiedliche Marktpotentiale genutzt und der flexible
Einsatz von Ressourcen entlang der konzernweiten
Wertschöpfungskette optimiert werden.
Marktrisiko
Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa
ist für die Geschäftsentwicklung der SW Umwelttech-
nik von zentraler Bedeutung. Das EU-Förderbudget für
die Jahre 2021 - 2027 beinhaltet Förderungen für kom-
munale Investitionen in den Wachstumsmärkten Mittel-
und Osteuropas. Diese Subventionen der Europäischen
Union sind wichtige Erfolgsfaktoren und vor allem in
den Bereichen Straßen- und Schieneninfrastruktur so-
wie Abwasserreinigung ausschlaggebend.
Die breite geografische Aufstellung und die
umfassende Produktpalette der SW Umwelttechnik
ermöglichen das Management des Marktrisikos. Das
Unternehmen ist bestrebt, in allen Kernmärkten die
bestmögliche Kostenposition zu erreichen: Hohe Stan-
dards sowie moderne Werke und Anlagen sorgen für
Kosteneffizienz in der Produktion und lassen eine fle-
xible Anpassung an Veränderungen der Nachfrage zu,
was zur sehr guten Marktposition von SW Umwelttech-
nik beiträgt. SW-Produkte werden in folgende Länder
exportiert: Slowakei, Italien, Deutschland, Slowenien,
Bulgarien und Moldawien.
Internes Controlling und der stetige Vergleich der
Betriebe mittels internem Benchmarking tragen zur
weiteren Risikominimierung bei. Auch Wettbewerbsa-
nalysen und Best Practice Cases werden eingesetzt, um
das Unternehmensziel der Kostenführerschaft in allen
relevanten Bereichen zu erreichen.
Pandemierisiko
SW Umwelttechnik ist durch ihre beeindruckende
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gut gerüstet, um
Risiken im Kontext globaler Herausforderungen, insbe-
sondere in Bezug auf Pandemien, zu minimieren. Die
robuste Struktur erglicht es SW Umwelttechnik,
auf Veränderungen in der Marktnachfrage, Liefer-
kettenunterbrechungen und andere unvorhersehbare
Einflüsse flexibel zu reagieren. SW Umwelttechnik
kann Lieferproblemen erfolgreich entgegenwirken
und potenziellen Engpässen bei Rohstoffen durch die
Erhöhung der Lagerbestände vorbeugen. Durch die
direkte und regionale Beschaffung von Rohstoffen ist
das Unternehmen in der Lage, flexibel zu agieren und
eine zuverlässige Bereitstellung von Leistungen und
Lieferungen für Kunden sicherzustellen. Diese Wider-
standsfähigkeit betont nicht nur die Robustheit des
Unternehmens, sondern auch seine Fähigkeit, sich an
dynamische Marktsituationen anzupassen.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Die Produktion bei SW Umwelttechnik erfolgt im
Ein- und Mehrschichtbetrieb, abhängig von Anlage
und Nachfrage. Dadurch besteht eine branchenüb-
liche Abhängigkeit von den Anlagen, die jedoch durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallrisiko reduziert werden kann.
Eine Minimierung des bestehenden Restrisikos wird
durch umfangreiche Schulungen der zuständigen
Mitarbeiter:innen sowie durch die Einhaltung eines
klar definierten Instandhaltungsprogrammes erreicht.
Treten dennoch Verzögerungen auf, besteht grundsätz-
lich die Möglichkeit, kurzfristig auf andere Werke der
Gruppe auszuweichen. Im Geschäftsjahr 2023 kam es
zu keinen Maschinenausfällen.
Beschaffungsmarktrisiko
SAls produzierendes Unternehmen ist SW Umwelt-
technik Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. Die Beschaffung von Rohstoffen
erfolgt hauptsächlich über den EU-Markt. Vor allem
der Stahlpreis, der von mehreren Faktoren abhängig
ist, unterliegt relativ großen Preisschwankungen. SW
Umwelttechnik vereinbart daher bereits bei Auftrags-
eingang von Großprojekten eine vertragliche Preisbin-
dung, um so Stahlpreisschwankungen als Risikofaktor
zu minimieren. Ein spezielles Auswahlverfahren von
Lieferant:innen und stetige Überwachungsprozesse
tragen zusätzlich zur Risikosteuerung bei. Angesichts
der erhöhten Strompreise infolge des Ukrainekrieges
hat sich SW Umwelttechnik dazu entschieden, die In-
vestitionen in Photovoltaikanlagen fortzusetzen, um
eine gewisse Unabhängigkeit in Bezug auf die Strom-
beschaffung zu gehrleisten.
Terminrisiko
SW Umwelttechnik legt großen Wert auf Termin- und
Leistungstreue, um höchste Ansprüche an die Zuver-
ssigkeit zu erfüllen. Bei Großaufträgen werden in der
Regel Leistungs- und Termingarantien vorab erteilt.
Die Projektabwicklung erfolgt IT-gestützt mittels Ein-
bindung von modernen Kalkulations-, Fertigungs- und
Montageplanungssystemen. Dies trägt dazu bei, das
Terminrisiko zu minimieren. Sollte es dennoch zu Ver-
gerungen oder Ausfällen in einem Werk kommen,
kann die Lieferung prinzipiell aus einem anderen Werk
erfolgen.
IT-Risiken
Durch moderne und dezentral installierte IT-Systeme
wird das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
geringgehalten. Eine regelmäßige und vollständige
Datensicherung an mehreren Standorten erhöht zusätz-
lich die IT-Sicherheit.
Die konzernweite Verwendung von SAP als
Management-Informationssystem gewährleistet eine
effiziente Kommunikation und Planung zwischen den
Standorten der Gruppe. Die im SAP-System integrier-
ten Kontrollmechanismen sichern Stabilität und Funk-
tionsfähigkeit des Programms.
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltfreundliche
Produkte für einen ressourcenschonenden Umgang
mit der Umwelt. Durch gezielte und wirksame Schutz-
maßnahmen minimiert das Unternehmen verschiedene
Umweltrisiken, die im Produktionsbetrieb entstehen.
Die Umweltschutz- und Sicherheitsvorkehrungen zur
Erreichung der Umweltschutzziele werden durch die
Betriebsleiter und Nachhaltigkeitsbeauftragten re-
gelßig überprüft und evaluiert. Eine detaillierte
Berichterstattung erfolgt im gesondert abgefassten
Nachhaltigkeitsbericht.
Graphics
8181
Personalrisiko
Die Arbeitnehmer sind ein Schsselfaktor für den
wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Unternehmens.
Aufgrund der demographischen und verschiedenen ge-
sellschaftlichen Entwicklungen herrscht in Ungarn und
Runien ein Mangel an Arbeitskften. SW Umwelt-
technik begegnet diesem Mangel mit einer Vielzahl von
Maßnahmen, die das Unternehmen zu einem attrak-
tiven Arbeitgeber machen. Fortbildungsprogramme
und transparente Kommunikationsflüsse tragen dazu
bei, die Belegschaft von SW Umwelttechnik zu stär-
ken und die Zusammenarbeit und die Motivation zu
fördern. Die direkte Einbindung der Mitarbeiter:innen
in Verbesserungs- und Änderungsprozesse, selbstver-
antwortliche Aufgabenbereiche sowie ein attraktives
Entlohnungssystem sind wichtige Säulen der Personal-
politik des Unternehmens.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Dem Risiko von Zahlungsausfällen begegnet SW Um-
welttechnik, in den meisten Ländern in denen sie tätig
ist, mit der Versicherung von Kundenforderungen. Da-
bei wird jedem Kunden ein eigenes Kreditlimit einge-
räumt, das mit zunehmender Kundenkenntnis erweitert
werden kann. Eine weitere Mnahme zur Risikomini-
mierung ist ein striktes Forderungsmanagement. Die-
ses sieht bei Bedarf auch eine rechtliche Unterstützung
vor.
Liquiditätsrisiko
Eine der wichtigsten Aufgaben der strategischen Un-
ternehmensführung ist die Sicherung einer gesunden
finanziellen Basis. Die wichtigsten Steuerungsgrößen
des Liquiditätsrisikos sind die mittel- und langfristige
Feststellung des Finanzbedarfs zusammen mit dem
Working Capital Management als Hauptbestandteile
der Liquiditätsplanung sowie das unternehmensweite
Cash-Reporting und die Analyse der Geldumschlag-
dauer. Ein partnerschaftliches und transparentes
Verhältnis zu kreditgebenden Banken hat in diesem
Kontext größten Stellenwert für SW Umwelttechnik. Es
trägt dazu bei, finanzielle Risiken rechtzeitig zu identi-
fizieren und Zahlungsengpässe zu vermeiden.
Bankdarlehen stellen einen bedeutenden Anteil
an der Finanzierung der SW Gruppe dar. Die Finanzie-
rung der SW Gruppe ist, mit an die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen angepassten Tilgungsprofilen
und der Zusage der jährlichen Prolongation der kurz-
fristigen Obligos, langfristig gesichert. Bestehender
operativer Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen
liquiden Mitteln sowie den bestehenden Finanzierungs-
rahmen gedeckt werden.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
als Konzernholding unterstützt die nationalen Tochter-
gesellschaften innerhalb des Konzerns per 31.12.2023
mit Patronatserkrungen in Höhe von EUR 31,4 Mio.
(VJ EUR 24,6 Mio.).
Graphics
82
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
hrungsrisiken
Gegenwärtig sind nur beschnkte zahlungswirksame
Währungsrisiken anzunehmen, da die Import-/ Expor-
trate in Fremdhrungsländer derzeit bei unter 10 %
liegt und ein Ausgleich von Zahlungsverpflichtungen
aus Verkaufserlösen derselben Währung besteht. Zah-
lungen zwischen unterschiedlichen Währungsregionen
ergeben sich aus konzerninternen Dividenden- und
Darlehensflüssen. Darüber hinaus kommen Wechselk-
ursabhängigkeiten bei der Umrechnung ausländischer
Einzelabschsse in die Konzernwährung EUR auf.
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politi-
schen Rahmenbedingungen ist mit einer Volatilität bei
der Wertentwicklung der Fremdwährungen RON und
HUF zu rechnen.
Impairment-Test
SW Umwelttechnik führt anlassbezogene Werthal-
tigkeitstests von Vermögens- und Firmenwerten
durch, insbesondere in Folge von 'Triggering Events'
sowie im Anschluss an die Unternehmensplanung.
Bei negativem Ergebnis können diese Tests zu einer
teilweisen oder vollständigen Abwertung führen. So-
bald die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte
über deren Nutzungswert (value in use) oder den bei
einer Veräußerung erzielbaren Werten (fair value less
cost of disposal) liegen, erfolgt eine Abwertung. Eine
Zuschreibung erfolgt, wenn zum Berichtsstichtag An-
haltspunkte vorliegen, dass die Gründe der Wertmin-
derung nicht mehr bestehen oder sich verringert haben
sowie die Nutzungswerte (value in use) oder die bei
einer Veräußerung erzielbaren Werte (fair value less
cost of disposal) der betroffenen Vermögenswerte über
deren Buchwerten liegen. Auf Gesellschaftsebene wer-
den die Firmenwerte, das Sachanlagevermögen sowie
das Working Capital getestet.
Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des geneh-
migten Budgets 2024 sowie basierend auf Schätzungen
der Folgejahre entsprechend den Vorschriften des
Standards IAS 36. Der Impairment Review des Firmen-
wertes hat zu keinen ergebniswirksamen Abschrei-
bungen geführt.
Der Werthaltigkeitstest wurde für den zur ungarischen
zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten
Firmenwert mit einem Gesamtkapitalkostensatz nach
Steuern von 10,2 % ermittelt.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERK-
MALE DES INTERNEN KONTROLL- UND
RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN HIN-
BLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
Dieser Bericht stellt die Organisation der internen
Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses dar. Der
Vorstand ist verantwortlich für die Einrichtung eines
internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das
den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
Das interne Kontrollsystem für den Rechnungs-
legungsprozess ist so ausgerichtet, dass es das Ma-
nagement dabei unterstützt, eine wirksame Kontrolle
des Rechnungslegungsprozesses sicherzustellen und
eine kontinuierliche Verbesserung zu erreichen. Die
Implementierung wurde geß internen Richtlinien
und Vorschriften durchgeführt. Zudem wurden Bedin-
gungen geschaffen, die spezifische Kontrollmaßnah-
men in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens
ermöglichen. Um den Anforderungen eines effektiven
Kontrollsystems zu entsprechen, wurden die Verant-
wortungsbereiche entsprechend in die Unternehmen-
sorganisation eingegliedert.
Graphics
8383
Risikobeurteilung
Potenzielle Risiken im Rechnungslegungsprozess
werden von der Unternehmensleitung, dem Vorstand
und dem Aufsichtsrat identifiziert und überwacht. An-
schließend wird eine Bewertung der Relevanz und der
Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen.
Die zuständigen Stellen evaluieren jährlich die
durchgeführten Kontrollmaßnahmen anhand eines
risikoorientierten Modell. Eine fehlerhafte Finanzbe-
richterstattung könnte durch unterschiedliche Faktoren
entstehen, denen im Vorfeld entgegengewirkt werden
kann. Das Fehlerrisiko kann etwa durch die Verein-
fachung der Bilanzierungsgrundsätze und die Ver-
einheitlichung der Grundsätze für die Bewertung von
Vermögensgegensnden verringert werden. Aufgrund
eines komplexen oder sich spontan verändernden Ge-
scftsumfelds kann sich das Risiko einer fehlerhaften
Finanzberichterstattung verstärken. Es besteht das im-
manente Risiko für erstellte Schätzungen, dass zukünf-
tige Entwicklungen von den zugrundeliegenden Pro-
gnosen abweichen. Die Schätzungen folgender Inhalte
sind für den Jahresabschluss von besonderer Relevanz:
Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Ein-
bringlichkeit von Forderungen sowie Werthaltigkeit
von Beteiligungen und Vorräten. Um das Risiko einer
Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf
externe Experten zugezogen sowie öffentlich zugäng-
liche Quellen verwendet.
Kontrollmaßnahmen
Das allgemeine Kontrollumfeld erstreckt sich über Vor-
stand, Aufsichtsrat und die mittlere Managementebene.
Durch die kontinuierliche Anwendung sämtlicher Kon-
trollmaßnahmen im laufenden Gescftsprozess wird
potenziellen Fehlern und Abweichungen in der Finanz-
berichterstattung proaktiv vorgebeugt. Sollten dennoch
Fehler auftreten, können diese schnell identifiziert und
korrigiert werden. Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen
werden verschiedene Schritte durchgeführt, darunter
die Überprüfung der Periodenergebnisse durch das
Management, die gezielte Überleitung von Konten und
die Analyse laufender Prozesse im Rechnungswesen.
Wichtige Tätigkeiten unterliegen zudem stets einer
Kontrolle nach dem Vier-Augen-Prinzip.
IT-Sicherheitskontrollmaßnahmen sind ein
weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontroll-
systems. Sensible Tätigkeiten werden getrennt und
durch die vorsichtige Vergabe von IT-Berechtigungen
zusätzlich geschützt. Für das Rechnungswesen und
die Finanzberichterstattung wird das Programm SAP
eingesetzt. Alle eingesetzten Systeme verfügen über
integrierte Kontrollmechanismen, die deren Funkti-
onsfähigkeit sicherstellen.
Information und Kommunikation
Das Management überprüft und aktualisiert in regel-
ßigen Abständen die Richtlinien und Vorschriften
für die Finanzberichterstattung. Die in diesem Zu-
sammenhang geltenden Regelungen werden in ver-
schiedenen Arbeitsgruppen diskutiert, an denen auch
Abteilungsleiter:innen und leitende Mitarbeiter:innen
des Rechnungswesens beteiligt sind. Auch
Mitarbeiter:innen, deren Tätigkeit in den Einflussbe-
reich fällt, werden informiert. Die Arbeitsgruppen stel-
len die Einhaltung aller Richtlinien und Vorschriften
sicher und zeigen auch Schwachstellen und Verbesse-
rungspotenziale im Rechnungswesen auf.
Graphics
84
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Überwachung
Der Vorstand ist für die laufende konzernweite Über-
wachung verantwortlich und wird dabei durch eine
enge Zusammenarbeit mit dem Konzerncontrolling
unterstützt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat
regelßig über den Gescftsverlauf und eventuelle
Abweichungen. Eine zusätzliche Überwachungs-
funktion wird durch das obere Management und die
Abteilungsleiter:innen in ihren jeweiligen Bereichen
wahrgenommen. In regelmäßigen Abständen werden
unterstützende Plausibilitätskontrollen durchgeführt.
Die Zusammenfassung dieser Ergebnisse erfolgt
unter anderem in den monatlichen Finanzberichten.
Diese Berichte bieten eine detaillierte Aufschlüsselung
der Umsatzentwicklung nach Segmenten, Informati-
onen zur Liquidität, den Stand der Forderungen und
Vorräte sowie andere relevante Daten, die für die Steu-
erung und Bewertung notwendig sind.
Die abschließende Prüfung der zu veröffent-
lichenden Jahresabschsse wird von leitenden
Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens und vom Vor-
stand durchgeführt.
Zumindest zweimal pro Jahr berichtet der Vor-
stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates über
das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist mit
der Überwachung des Kontrollsystems betraut. Er be-
obachtet den Rechnungslegungsprozess, beschäftigt
sich mit dessen Integrität, evaluiert die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems und des Risikomanage-
ments durch Einbeziehung externer Partner, prüft die
Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie die Ange-
messenheit der Nichtprüfungsleistungen und die Ab-
schlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kontrollsystems
wurde bestätigt. Eine kontinuierliche Verbesserung von
Effizienz und Exaktheit wird fortlaufend angestrebt.
Graphics
8585
lität der EU profitieren. Die klare Perspektive auf diese
Mittel könnte die wirtschaftliche Erholung in den ge-
nannten Ländern zusätzlich unterstützen. Vor diesem
Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich die geringe
Aktivität im Bausektor, die im vierten Quartal 2023 zu
beobachten war, im ersten Halbjahr 2024 fortsetzen
wird. Die Marktsituation bleibt weiterhin angespannt
und unser Ziel ist es, unser Marktvolumen zu halten.
Die genannten Faktoren dürften voraussichtlich
das Gescftsumfeld beeinflussen und eine proaktive
Anpassungshigkeit erfordern, um nicht nur Chancen
optimal zu nutzen, sondern auch potenzielle Risiken
erfolgreich zu bewältigen. Trotz dieser Herausforde-
rungen bleibt das mittel- und langfristige Potenzial der
rkte ungebrochen hoch.
Dank unserer stabilen Teamstruktur, modernen
Produktionsstandorten und gesunden wirtschaftlichen
Lage befinden wir uns in einer optimalen Position, um
flexibel auf Entwicklungen im Markt zu reagieren. Mit
engagiertem Unternehmergeist sehen wir dem Jahr
2024 entgegen, das uns die Chance bietet, unsere Mis-
sion zu erfüllen und die Lebensqualität der Menschen
in den Regionen durch bedeutende Projekte nachhaltig
zu verbessern.
Klagenfurt, am 19. März 2024
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi
Ausblick
Das vergangene Geschäftsjahr 2023 war von einer spür-
baren Preisdynamik und vielfältigen wirtschaftlichen
Herausforderungen geprägt. Ein Blick auf das Jahr
2024 lässt erkennen, dass eine gewisse geopolitische
Instabilität und bedeutende politische Veränderungen
das Umfeld beeinflussen werden.
In Österreich kündigt sich für das Jahr 2024 eine
erwartete konjunkturelle Wende an, die als Brückenjahr
zwischen dem Jahr 2023 und einer Rückkehr zu einem
Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 fungieren könnte.
Ab dem zweiten Halbjahr ist eine Konjunkturerholung
zu erwarten. Allerdings wird der Bausektor weiterhin
von Rezession geprägt sein, während der Produktions-
ausblick für 2024 auf einen Stagnationskurs hindeutet.
Trotz der widrigen Wirtschaftslage in Ungarn im Jahr
2023 wird für dieses Jahr ein eher positiver Aufschwung
mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 3,3 %
erwartet. Die anhaltende Unsicherheit bezüglich der
EU-Förderung lässt jedoch keine schnellen Fortschritte
erwarten. Diese Ungewissheit könnte sich auf eine ver-
haltene Entwicklung im Bereich Tiefbau und Verkehr
auswirken. In Rumänien wird für das Jahr 2024 ein
erwartetes Wirtschaftswachstum von 3 % prognosti-
ziert. Bauprojekte könnten einen signifikanten Beitrag
zur Wertschöpfung leisten, insbesondere im zweiten
Halbjahr.
Die aktuelle Zinsentwicklung bewirkt eine Ver-
langsamung der Bauwirtschaft. Eine deutliche Zins-
senkung kann einen positiven Impuls für die Bauwirt-
schaft auslösen. Gleichzeitig stehen Runien in den
kommenden fünf Jahren bedeutende Entwicklungen
bevor, da umfangreiche Investitionen in den Bereichen
Verkehr, Energie und Gesundheitswesen geplant sind.
Es sind zahlreiche Projekte vorgesehen, darunter der
Ausbau von Straßen und Stromtrassen zur Moderni-
sierung und Erweiterung des Stromnetzes. Die Finan-
zierung dieser Entwicklungen wird durch EU-Mittel in
Höhe von rund 80 Milliarden Euro aus der Förderpe-
riode 2021–2027 und dem Aufbau- und Resilienzplan
unterstützt. Sowohl Österreich als auch Ungarn werden
von den Zuschüssen aus der Aufbau- und Resilienzfazi-
Graphics
86
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
31.12.2023
(EUR)
31.12.2022
(TEUR)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
885,28 2
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 758.483,86 692
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.111,70 320
3. Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen 0,00 1
1.058.595,56 1.013
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 33.779.992,73 33.782
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.115.000,00 6.115
3. Wertpapiere 1.563.371,20 1.273
41.458.363,93 41.170
42.517.844,77 42.185
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.550.044,15 461
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 14.670,42 23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
2.564.714,57 484
II. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
13.116,31 14
1. Kassa
1.865,33 0
2. Bank
11.250,98 14
2.577.830,88 498
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
15.962,67 24
45.111.638,32 42.707
Graphics
8787
PASSIVA
31.12.2023
(EUR)
31.12.2022
(TEUR)
A. EIGENKAPITAL
I. EINGEFORDERTES, EINBEZAHLTES UND GEZEICHNETES NENNKAPITAL
5.278.012,73 5.278
5.278.012,73 5.278
II. KAPITALRÜCKLAGEN
Gebundene
7.347.937,29 7.348
III. GEWINNRÜCKLAGEN
5.139.010,00 5.139
1. gesetzliche Rücklage
139.010,00 139
2. freie Rücklage
5.000.000,00 5.000
IV. BILANZGEWINN
4.633.952,02 2.365
davon Gewinnvortrag
259.926,81 3.068
1. Gewinnvortrag
259.926,81 3.068
2. Jahresergebnis
4.374.025,21 -703
22.398.912,04 20.130
B. INVESTITIONSZUSCHÜSSE
16.707,78 15
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
502.543,00 446
2. Rückstellungen für Pensionen
3.089.556,16 3.239
3. Sonstige Rückstellungen
1.449.170,00 1.213
5.041.269,16 4.898
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
17.525.235,46 17.550
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
8.105.024,78 3.951
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
9.420.210,68 13.599
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
33.884,23 56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
33.884,23 56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2.400,00 2
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2.400,00 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten
93.229,65 56
davon aus Steuern
35.336,16 42
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
11.349,32 12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
93.229,65 56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
17.654.749,34 17.664
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
8.234.538,66 4.065
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
9.420.210,68 13.599
45.111.638,32 42.707
Graphics
88
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
2023 (EUR) 2022 (TEUR)
1. Umsatzerlöse 1.846.453,94 1.797
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.832,36 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 0
c) Übrige 10.700,77 2
12.533,13 2
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen -321.794,58 -315
4. Personalaufwand
a) Löhne 46.702,40 39
b) Gehälter 1.473.711,28 1.628
c) Soziale Aufwendungen 260.277,15 435
davon für Altersversorgung 19.036,04 22
davon für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 49.043,49 202
davon für gesetzl. vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
169.324,78 190
-1.780.690,83 -2.102
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -95.886,99 -93
davon außerplanmäßige Abschreibung 0,00 0
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 233,10 0
b) Übrige 689.511,38 836
-689.744,48 -836
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -733.480,93 -1.498
8. Erträge aus Beteiligungen 5.534.685,00 500
davon aus verbundenen Unternehmen 5.534.685,00 500
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 520.765,00 131
davon aus verbundenen Unternehmen 498.015,00 110
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,22 289
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 209.300,00 1.153
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Anlagevermögens -1.512,00 -118
davon Abschreibung -1.512,00 -118
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0,00 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.144.229,83 -536
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzergebnis) 5.119.012,39 1.419
15. Ergebnis vor Steuern 4.385.531,46 -79
16. Steuern vom Einkommen (und vom Ertrag) -11.506,25 -624
davon latente Steuern 0,00 -613
17. Ergebnis nach Steuern 4.374.025,21 -703
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 259.926,81 3.068
19. Bilanzgewinn 4.633.952,02 2.365
Graphics
8989
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/4
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben
Der Vorstand der Gesellschaft hat den vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2023 nach den
Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches UGB aufgestellt.
Die Gesellschaft ist als große Gesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden
Jahresabschlusses beibehalten.
Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2008 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß
§ 9 KStG.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Grundlagen
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Das Unternehmen hat dem Vorsichtsgrundsatz Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am
Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und
drohenden Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen
aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei Schätzungen
berücksichtigt.
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
Graphics
90
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/5
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten
aktiviert und in längstens 10 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige immaterielle
Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 1.000) werden aktiviert und sofort
abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge im
ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe
Jahresabschreibung vor. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden als Aufwand
erfasst.
Die lineare Abschreibungsmethode erfolgt unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
in Jahren
Konzessionen 10
EDV-Software 4-5
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Sachanlagevermögen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger
Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis
EUR 1.000) werden im Zugangsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen
Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für
Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vor.
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter
Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude und
Grundstückseinrichtungen
20-40
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5-8
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Graphics
9191
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/6
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer
Zeitwert beizulegen ist, mit diesem angesetzt, auch wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von
Dauer ist.
Die Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt.
Die Abschreibung bzw. Zuschreibung von Beteiligungen wird situationsbedingt beobachtet und unter
dem Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt.
Zuschreibungen zum Anlagevermögen
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die
Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal
den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen
vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für
erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Graphics
92
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/7
Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen erfolgen nach den Grundsätzen der International Financial
Reporting Standards (IAS 19), unter Anwendung der AVÖ 2018, einer Diskontrate von 3,95 % (Vorjahr:
4,14 %) und einer wahrscheinlichen Gehaltserhöhung von 9,00 % (Vorjahr: 10,6 %) für 2024 und 4,00
% (Vorjahr: 4,14 %) ab 2025. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche
Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003)
unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Grundsätzen der International
Financial Reporting Standards (IAS 19) unter Anwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen
nach AVÖ 2018 (Vorjahr: AVÖ 2018), einer Diskontrate von 3,95 % (Vorjahr: 4,14 %) und einer
wahrscheinlichen Pensionserhöhung von 5,4 % (Vorjahr: 10,5 % für 2023) für 2024 und 4,0%
(Vorjahr: 4,14% ab 2024) ab 2025. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche
Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003)
unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen
werden um Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 969) gekürzt.
Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen
aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse
Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung
erforderlich sind.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschuss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in Euro
umgerechnet wurden.
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9393
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/8
Ertragsteuern
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn-
und Verlustrechnung des Gruppenträgers.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und
ohne Abzinsung auf Basis des ab 2024 gültigen Körperschaftsteuersatz von 23 % (Vorjahr: 23 %)
gebildet. Dabei werden keine latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
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94
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/9
III. Erläuterungen zur Bilanz
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der
Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs 1 UGB) ist aus dem als Anlage 1 beigefügten
Anlagespiegel ersichtlich.
Finanzanlagen
Die Aufgliederung der Beteiligungen ist der Beteiligungsliste zu entnehmen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein langfristig gewährtes Darlehen in Höhe
von TEUR 5.515 (Vorjahr: TEUR 5.515) an die SW Umwelttechnik Magyarorszag Kft, Majoshaza,
Ungarn sowie ein langfristig gewährtes Darlehen an die SW Umwelttechnik Romania s.r.l, Rumänien in
Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 600). Die Restlaufzeit der Ausleihungen an verbundene
Unternehmen ist langfristig in Höhe von TEUR 6.115.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.921
(Vorjahr: TEUR 0) aus Dividenden, in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 443) aus Lieferungen und
Leistungen und in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 18) aus sonstigen Forderungen.
Latente Steuern
Zum Bilanzstichtag wurden keine aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen zwischen
steuerrechtlichen und unternehmensrechtlichen Wertansätzen gebildet.
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
2023
TEUR
2022
TEUR
Stand am 1.1. 0 613
Erfolgswirksame Veränderung 0 -613
Stand am 31.12. 0 0
Da mit der zukünftigen Steuerentlastung nicht mehr zu rechnen ist, wurden die ausgewiesenen Posten
im Vorjahr aufgelöst.
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9595
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/10
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt TEUR 5.278 (Vorjahr: TEUR 5.278) und ist in 725.999 (Vorjahr: 725.999) auf
Inhaber lautende Stückaktien zerlegt.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder
zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt ist, für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art
der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des
Bezugsrechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von
Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und
Ausland verwendet oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienoptionsprogramms an
Arbeitnehmer:innen, leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstandes/der Geschäftsführung der
Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG
ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das
Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage
um bis zu TEUR 2.639 durch Ausgabe von bis zu 362.999 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien
zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates
festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären unter Ausschluss des unmittelbaren
Bezugsrechts der Altaktionäre in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem
Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie
den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der
Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss wurde ermächtigt,
Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals ergeben, zu
beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG
dazu ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eigene Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 %
des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu
leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem
durchschnittlichen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen
darf. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung
eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs
ausgeschlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen dieser
eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei
der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien
ergeben, zu beschließen.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/11
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem
Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern
oder enden. Es existiert derzeit kein öffentliches Übernahmeangebot, das
Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem Vorstand und den
Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen würde.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.248 (Vorjahr:
TEUR 1.031), Rückstellung für Beratung in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 100), sowie eine
Rückstellung für Aufsichtsratsvergütung in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 82).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 2.100 (Vorjahr: TEUR 3.809)
eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 31.422 (Vorjahr: TEUR 24.625) betreffen im Wesentlichen
Haftungen für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen und sonstige Eventualverbindlichkeiten aus
Bankgarantien.
Art, Zweck und finanzielle Auswirkungen sonstiger nicht in der Bilanz ausgewiesener oder
angegebener Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das
nächste Geschäftsjahr TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 16) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre TEUR
99 (Vorjahr: TEUR 58).
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn des § 237 Z 8b UGB
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu
fremdüblichen Konditionen statt und betrafen im Wesentlichen Managementfee und
Darlehensgewährungen an verbundene Unternehmen.
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9797
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/12
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
2023 2022
TEUR TEUR
Österreich 313 412
Ungarn 1.128 861
Rumänien 701 573
2.142 1.846
Personalaufwand und Arbeitnehmer
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen aus der Veränderung der Abfertigungsrückstellung in
der Höhe TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 190) enthalten.
Die Angaben gemäß § 239 Abs 1 Z 3 und 4 UGB unterbleiben, da von der Schutzklausel gemäß § 242
Abs 4 UGB Gebrauch gemacht wird.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr
entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernanhang offengelegt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In diesem Posten sind unter anderem Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Abfertigungs- und
Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 46) enthalten.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/13
V. Ergänzende Angaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beträgt 8 (Vorjahr: 7) und betrifft Arbeiter
und Angestellte.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Mit der SW Umwelttechnik Österreich GmbH (als Gruppenmitglied) besteht seit dem Geschäftsjahr 2008
eine Steuerumlagevereinbarung.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, eine erwartete Dividendenausschüttung von 3,3 € je Aktie
durchzuführen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.238 auf neue Rechnung
vorzutragen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Gewählte Mitglieder:
Dr. Reinhard Iro (Vorsitzender)
Dr. Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Mag. Birgit Kuras (bis 30.01.2023)
Mag. Sabine Lax
Dr. Alexander Schwartz
MMag. Michaela Werbitsch
Mag. Günther Willner (seit 10.05.2023)
DI Dr. Bernd Hans Wolschner
An Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 99) gezahlt.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/14
Vorstand
Angabe der Bezüge des Vorstandes unterbleibt gemäß § 241 Abs. 4 UGB.
Dem Vorstand gehören an:
Klaus Einfalt
János Váczi
Klagenfurt, am 19.03.2024
Klaus Einfalt János Váczi
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Anlage 1
Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Stand am Zugänge Abgänge Um- Stand am Stand am Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am Stand am Stand am
1.1.2023 buchungen 31.12.2023 1.1.2023 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 359.516,57 0,00 0,00 0,00 359.516,57 357.801,29 830,00 0,00 0,00 358.631,29 885,28 1.715,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 748.691,68 106.092,68 0,00 1.572,50 856.356,86 57.109,00 40.764,00 0,00 0,00 97.873,00 758.483,86 691.582,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 475.804,23 53.643,79 25.858,64 0,00 503.589,38 155.652,69 54.292,99 6.468,00 0,00 203.477,68 300.111,70 320.151,54
3. Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen 1.572,50 0,00 0,00 -1.572,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.572,50
1.226.068,41 159.736,47 25.858,64 0,00 1.359.946,24 212.761,69 95.056,99 6.468,00 0,00 301.350,68 1.058.595,56 1.013.306,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.558.727,39 0,00 0,00 0,00 34.558.727,39 777.222,66 1.512,00 0,00 0,00 778.734,66 33.779.992,73 33.781.504,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.216.061,45 0,00 0,00 0,00 6.216.061,45 101.061,45 0,00 0,00 0,00 101.061,45 6.115.000,00 6.115.000,00
3.
Wertpapiere
1.664.473,80 80.071,20 0,00 0,00 1.744.545,00 390.473,80 0,00 0,00 209.300,00 181.173,80 1.563.371,20 1.274.000,00
42.439.262,64 80.071,20 0,00 0,00 42.519.333,84 1.268.757,91 1.512,00 0,00 209.300,00 1.060.969,91 41.458.363,93 41.170.504,73
44.024.847,62 239.807,67 25.858,64 0,00 44.238.796,65 1.839.320,89 97.398,99 6.468,00 209.300,00 1.720.951,88 42.517.844,77 42.185.526,73
A n s c h a f f u n g s k o s t e n K u m u l i e r t e A b s c h r e i b u n g e n B u c h w e r t e
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Anlage 2
Beteiligungsspiegel zum 31.12.2023
Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis beziehen sich auf die lokalen Jahresabschlüsse nach
den lokalen Rechnungslegungsvorschriften und sind in den Landeswährungen angegeben.
Gesellschaft Stichtag Beteil.-
quote
Währ. Eigenkapital Ergebnis
% 1.000 WE 1.000 WE
SW Umwelttechnik Magyarorszàg
Kft., Ma
j
osháza, Un
g
arn 31.12.2023 100,00 HUF 13.982.643 3.038.250
SW Umwelttechnik Romania s.r.l.,
Rumänien 31.12.2023 100,00 RON 139.339 18.355
SW Umwelttechnik Österreich
GmbH, Kla
g
enfurt * 31.12.2023 99,00 EUR 4.986 462
SW Umwelttechnik Bulgaria
EOOD, Sofia, Bul
g
arien 31.12.2023 100,00 BGN 73 0
SW Umwelttechnik Slovensko
s.r.o., Kosice, Slowakei
* 31.12.2023 11,29 EUR 81 -14
* direkt und indirekt mit 100 % beteiligt
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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SSWW UUmmwweelltttteecchhnniikk SSttooiisseerr && WWoollsscchhnneerr AAGG,, KKllaaggeennffuurrtt
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
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4. Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
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bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023
sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International
Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der
Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und
berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt
und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in
unserem Vermerk mitzuteilen sind.
Bestätigungsvermerk
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Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
9
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vor-
schriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die
sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachver-
halte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die
Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realis-
tische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstel-
lungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
10
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontroll-
system, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende
Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen
Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unange-
messen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf
der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnach-
weise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-
schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor-
fälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruf-
lichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über
alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise
angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss
ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-
vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein
Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren
Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
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Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023
21. März 2024
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Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf
zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden recht-
lichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Überein-
stimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Lageberichts durchgeführt.
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Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang
mit dem Jahresabschluss.
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Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt und am
10. Mai 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2023
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Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die
Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der
von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschlilich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind
die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Manuela
Mayer, MA.
Wien
21. März 2024
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Manuela Mayer, MA
Wirtschaftsprüferin
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Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunter-
nehmens ein möglichst getreues Bild der Vergens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt,
dass der Lagebericht den Gescftsverlauf, das Ge-
scftsergebnis und die Lage des Unternehmens so
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Ver-
gens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der
Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewiss-
heiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist.
Klagenfurt, am 19. März 2024
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi
Impressum:
Medieninhaber, Verleger:
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Bahnstre 89, 9020 Klagenfurt
Tel. +43 463 32109-705, Fax +43 463 32109-195
office@sw-umwelttechnik.com
www.sw-umwelttechnik.com
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