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Graphics
JAHRESFINANZBERICHT 2022
AT_
WORTE
HU_SZAVAK
RO_CUVINTE
R
O
_
V
A
L
O
R
I
H
U
_
É
R
T
É
K
E
K
AT_
W
E
R
T
E
HU_TETTEK
RO_FAPTE
AT_
TAT N

Graphics
INHALT
SW UMWELTTECHNIK KONZERN ....................................................2
Konzernlagebericht ............................................................................ 4
Konzernabschluss ............................................................................ 20
Bestätigungsvermerk ....................................................................... 66
Erklärung des Vorstandes ................................................................ 71
SW UMWELTTECHNIK AG .............................................................. 72
Lagebericht AG ................................................................................. 74
Einzelabschluss ................................................................................ 86
Bestätigungsvermerk ..................................................................... 102
Erklärung des Vorstandes .............................................................. 107
Graphics
JAHRESFINANZBERICHT 2022
EIN PLAN.
WERTE
WERDEN
ZU WORTEN,
DENEN TATEN
FOLGEN.
Graphics
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Graphics
04 Konzernlagebericht
20
Konzernabschluss
66
Bestätigungsvermerk
71
Erklärung des Vorstandes
KONZERN
Graphics
4
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
War man zu Beginn des Jahres mit dem Ende der
Corona-Einschränkungen noch auf eine rasche Wirt-
schaftserholung eingestellt, trübte sich weltweit die
wirtschaftliche und politische Stimmung angesichts
des milirischen Überfalls Russlands auf die Uk-
raine ein. Durch den anhaltenden Krieg und damit
einhergehenden Handelseinschränkungen, wurden
Prognosen für eine anhaltende Erholung der Märkte
sukzessive abgeschwächt. Die Frage der Energiever-
sorgung, hohe Energiekosten, sowie Rohstoff- und
Arbeitskräftemangel sorgten insbesondere in Europa
für große Unsicherheit.
Sanktionen und Gegensanktionen zwischen
Russland und dem Westen führten zu einer Welle
von Preissteigerungen bei Energie und anderen Roh-
stoffen, insbesondere landwirtschaftlicher Erzeug-
nisse. Unter dem Druck steigender Preise stieg die
Inflationsrate schließlich auf den höchsten Wert seit
den 70er Jahren (EU: 9,3 %, Euroraum: 8,5 %). Die
Energie- und Rohstoffkrise schwächte die Kaufkraft
der Haushalte und belastete viele Unternehmen mit
hohen Produktionskosten, Lieferengpässen und re-
striktiven Finanzierungsbedingungen. Trotz dieser
Herausforderungen fiel das Wachstum im Jahr 2022
besser aus als von Ökonom:innen prognostiziert.
UNGARN
Das Wachstum der ungarischen Wirtschaft fiel im
Vergleich zu anderen EU-Ländern hoch aus. Die unga-
rische Wirtschaftsleistung legte um 4,9 % zu (2021:
7,1 %) und liegt damit deutlich über dem EU-Durch-
schnitt mit 3,3 %. Die Inflationsrate für das Gesamt-
jahr liegt bei 15,3 %.
Zu der starken Wachstumsdynamik trug vor
allem das verarbeitende Gewerbe bei, die Automobil-
und Zulieferindustrie sowie der Maschinenbausektor
und die Nahrungsmittelindustrie. Die Bauindustrie
trug mit einem Jahreswachstum von 3% zum Wirt-
schaftswachstum bei. Die Erzeugerpreise stiegen
erheblich, was vor allem auf Preissteigerungen bei ei-
nigen Baumaterialien zurückzuführen war. Aufgrund
der steigenden Preise und um Versorgungsengssen
entgegenzuwirken, wurden von der ungarischen Re-
gierung regulative Maßnahmen eingeführt, wie bei-
spielsweise eine Exportregistrierungspflicht.
Wirtschaftliches Umfeld
Graphics
55
RUMÄNIEN
Rumäniens Wirtschaft bewies 2022 erneut, dass sie
zu den stabilsten Volkswirtschaften der EU zählt und
wuchs um 5,8 %. Getragen wurde diese Entwicklung
in erster Linie durch eine starke Konsumnachfrage,
insbesondere im Handel und bei Dienstleistungen.
In der zweiten Hälfte des Jahres wurde das BIP-
Wachstum durch die hohe Inflation jedoch erheblich
verlangsamt. Die Inflationsrate lag bei 12,0 %.
Der Außenhandel war von Lieferkettenunterbre-
chungen und Engpässen bei Vorprodukten geprägt,
wie etwa in der Automobilindustrie. Die Inflation
setzte auch Baufirmen zu, Grund dafür war der ra-
sante Kostenanstieg für Personal und Material, Liefe-
rengpässe, stagnierender Verkauf von Bauland und
steigende Kreditkosten.
Privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und Infra-
strukturbau waren die Wachstumstreiber im ru-
nischen Bausektor. In 2022 bezogen sich 76 % aller
Aufträge im privaten Baugewerbe auf Neubauten,
29 % aller Bauprojekte entfiel auf den Infrastruktur-
bau. Expert:innen gehen für 2023 von einem Zuwachs
von 7,4 % im Baugewerbe aus.
ÖSTERREICH
Auch Österreichs Konjunktur wuchs mit einem Plus
von 4,8 % weit über dem EU-Durchschnitt. Die Erho-
lung der Gesamtwirtschaft wurde maßgeblich durch
die österreichische Industrie und Bauwirtschaft
bestimmt, die zu Beginn des Jahres hohe Zuwächse
verzeichneten. In beiden Bereichen sorgte eine starke
Nachfrage für eine zunehmende Auslastung und
Produktionszuwächse. Die Bauwirtschaft büßte im
Vergleich zum Vorjahr zwar an Wachstum ein, konn-
te aber dennoch durch einen kurzen „Bauboom“ ein
kräftiges Plus verzeichnen.
Der drastische Anstieg der Energiepreise, stark
steigende Rohstoffpreise und Schwierigkeiten in den
globalen Lieferketten bremsten allerdings weitere
Wirtschaftsentwicklungen. Im zweiten Halbjahr er-
fasste der weltweite Konjunkturabschwung auch die
österreichische Wirtschaft. Die Inflation stieg er-
heblich und erreichte einen Jahresdurchschnitt von
8,6 %. Man srte die Auswirkungen des Arbeits-
kräftemangels, der sich erneut verschärfenden Liefer-
kettenprobleme sowie der stark steigenden Preise. Im
Hochbau wurde sukzessive eine Verlangsamung der
Wachstumsraten verzeichnet. Im Tiefbau blieb die
Auftragslage in der zweiten Jahreslfte gleichblei-
bend.
Quellen: European Commission, Außenwirtschaft Österreich, Germany Trade & Invest, Bank Austria, Raiffeisen Research, WIFO
Graphics
6
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Der Gescftsbereich Tiefbau und Verkehr ent-
wickelte sich mit einem Plus von 2,6 % und einem
Anstieg auf EUR 41,5 Mio. positiv (VJ EUR 40,5 Mio.).
In Ungarn war der Bereich Tiefbau und Verkehr durch
die Einschränkung der EU-Fördermittel leicht rück-
läufig, durch die positive Geschäftsentwicklung in
Rumänien und Österreich konnte dies mehr als kom-
pensiert werden. In Österreich war eine Zunahme von
Infrastruktur-Projekten zu verzeichnen, das Geschäft
in Italien, Deutschland und der Slowakei blieb auf
ähnlichem Niveau. Der Gescftsbereich Tiefbau und
Verkehr nimmt in Summe einen Anteil von 34 % (VJ
39 %) des Konzernumsatzes ein.
Der Gescftsbereich Hochbau und Wohnen
wuchs 2022 sehr stark und verzeichnete einen kräf-
tigen Anstieg um 28,9 % auf EUR 80,5 Mio. (VJ EUR
62,4 Mio.). Sowohl in Runien als auch in Ungarn
konnte durch die hohe Bautätigkeit von Seiten Ge-
werbe und Industrie dieses erfreuliche Umsatzplus
erwirtschaftet werden. In Österreich blieben die Um-
sätze des Hochbausektors stabil und die Exportum-
sätze trugen zur erfolgreichen Segment-Entwicklung
bei. Auf den Gescftsbereich Hochbau und Wohnen
entfallen somit 2022 66 % des Gesamtumsatzes (VJ
61 %).
UMSATZ UND ERTRAGSLAGE
r SW Umwelttechnik war 2022 aufgrund einer
ausgezeichneten Auftragslage wirtschaftlich ein sehr
erfolgreiches Jahr. Insbesondere die Nachfrage nach
konstruktiven Fertigteilen für den Industriebau war
hoch. Gestärkt durch die ausgebauten Produktions-
kapazitäten entwickelte sich der Gescftsbereich
Hochbau und Wohnen sehr gut. Die Preissteigerungen
wirkten sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus.
SW Umwelttechnik gelang es 2022 eindrucks-
voll den Erfolgskurs der vergangenen Geschäftsjahre
fortzusetzen und einen Umsatz von EUR 122,0 Mio.
zu erzielen. Die außerordentlich starke Baukon-
junktur sorgte für eine sehr gute Auftragslage. Bei
SW Umwelttechnik waren darüber hinaus auch im
abgelaufenen Geschäftsjahr keine coronabedingten
Auswirkungen im Geschäftsverlauf zu verzeichnen
und es gab keine Lieferschwierigkeiten bzw. eine Be-
troffenheit durch die weltweite Rohstoffverknappung.
Maßgeblich dafür ist der direkte und regionale Bezug
von Rohstoffen zur Betonherstellung sowie langh-
rige Partnerschaften bzw. Verträge mit Lieferanten.
Auch der Krieg in der Ukraine hatte keine negativen
Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf.
Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete SW
Umwelttechnik Umsatzerlöse in Höhe von EUR
122,0 Mio. (VJ EUR 102,9 Mio.). Die Ertragszahlen
wurden erneut gesteigert und haben das hohe Niveau
des Vorjahres übertroffen: Das EBIT beträgt EUR
15,8 Mio. (VJ EUR 11,8 Mio.), das EBITDA beläuft
sich auf EUR 20,6 Mio. (VJ EUR 16,2 Mio.), die EBIT-
DA-Marge beträgt somit 16,2 %.
Das Finanzergebnis ist durch die gestiegenen
Aufwendungen für Fremdhrungsbewertungen
deutlich belastet und beträgt EUR -3,1 Mio. (VJ EUR
-0,6 Mio.). Die Finanzierungsaufwendungen stiegen
auf EUR -1,5 Mio. (VJ EUR -1,1 Mio.), der Verlust aus
Fremdwährungsbewertungen stieg auf EUR -1,4 Mio.
(VJ -0,1 Mio.).
Das Ergebnis vor Steuern ist signifikant um
EUR 1,5 Mio. auf EUR 12,7 Mio. gestiegen (VJ EUR
11,2 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR
10,5 Mio. (VJ EUR 9,7 Mio.).
Geschäftsentwicklung
Ergebnisentwicklung
In EUR Mio. 2022 2021 Veränderung in %
Umsatz 122,0 102,9 18,5
EBIT 15,8 11,8 34,3
EBITDA 20,6 16,2 27,4
Finanzergebnis -3,1 -0,6 fünffach
Ergebnis vor Steuern 12,7 11,2 13,7
Ergebnis nach Steuern 10,5 9,7 8,4
Graphics
77
Im größten Markt Ungarn stieg der Umsatz
infolge der hohen Bautätigkeit um 12,7 % auf EUR
67,2 Mio. (VJ EUR 59,6 Mio.), der Anteil am Konzer-
numsatz beträgt 55 % (VJ 58 %). In Rumänien ge-
lang es eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung
um 35,5 % auf EUR 38,4 Mio. (VJ EUR 28,3 Mio.) zu
erwirtschaften, dies ist großteils auf die Erweiterung
der Produktionskapazitäten in Bukarest und deren
Tiefbau und Verkehr
Hochbau und Wohnen
Umsatz nach Geschäftsbereichen
In EUR Mio. 2022 in % 2021 in %
Tiefbau und Verkehr
41,5 34 40,5 39
Hochbau und Wohnen
80,5 66 62,4 61
Gesamt 122,0 100 102,9 100
2021
2022
80,5
62,4
41,5
40,5
Österreich
Ungarn
Rumänien
Sonstige
Umsatz nach Ländern
In EUR Mio. 2022 in % 2021 in %
Österreich 13,9 11 12,5 12
Ungarn 67,2 55 59,6 58
Rumänien 38,4 32 28,3 28
Sonstige 2,5 2 2,5 2
Gesamt 122,0 100 102,9 100
67,2
38,4
13,9
2,5
2022
59,6
28,3
12,5
2,5
2021
volle Auslastung zurückzuführen. Der Anteil am Kon-
zernumsatz erhöhte sich auf 31,5 % (VJ 27,5 %). Auch
in Österreich stieg der Umsatz in Höhe von 11,2 %
auf EUR 13,9 Mio. (VJ EUR 12,5 Mio.), der Anteil am
Konzernumsatz beträgt 11,4 % (VJ 12,2 %).
Die Konzern-Exportumsätze blieben mit
den stabilen Exportrkten Slowakei, Italien und
Deutschland mit EUR 2,5 Mio. (VJ EUR 2,5 Mio.) auf
gleichem Niveau.
Graphics
8
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Aufgrund einer deutlichen Steigerung des Anlage- und
des Umlaufvermögens erhöhte sich die Bilanzsumme
im Jahr 2022 auf EUR 124,1 Mio. (VJ 104,0 Mio.). Die
langfristigen Vergenswerte beliefen sich per Ulti-
mo auf EUR 71,2 Mio. (VJ EUR 58,6 Mio.), die kurzfri-
stigen Vermögenswerte betrugen EUR 52,9 Mio. (VJ
EUR 45,4 Mio.).
Das Eigenkapital stieg deutlich auf EUR
35,0 Mio. (VJ EUR 28,4 Mio.), dies ist auf die wei-
terhin sehr gute Ertragslage zurückzuführen. Die
Eigenkapitalquote liegt mit 28,2 % leicht über dem
Vorjahreswert (VJ 27,3 %).
Sowohl die langfristigen als auch die kurzfri-
stigen Finanzverbindlichkeiten sind im abgeschlos-
senen Gescftsjahr 2022 deutlich gestiegen und lie-
gen in Summe bei EUR 64,3 Mio. (VJ EUR 50,2 Mio.).
Davon entfallen EUR 38,0 Mio. (VJ EUR 38,7 Mio.)
auf langfristige Finanzverbindlichkeiten und EUR
26,3 Mio. auf kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(VJ EUR 11,5 Mio.). Die Nettoverschuldung hat sich
somit um rund 26 % erhöht und liegt per Ultimo bei
EUR 61,2 Mio. (VJ EUR 48,4 Mio.).
INVESTITIONEN
2022 trieb SW Umwelttechnik den strategischen
Expansionskurs fokussiert voran, um das hohe und
langfristige Potenzial in Ungarn und Rumänien wei-
ter auszuschöpfen. Im vergangenen Jahr flossen in
Summe EUR 9,6 Mio. in Erweiterungen des ersten
Greenfield-Werks in Budapest und des jüngsten Werks
in Cristeşti, letztere wird voraussichtlich im Som-
mer 2023 abgeschlossen sein. Um die planßige
Inbetriebnahme sicherzustellen, wurden teilweise
Bestellungen und Auftragsvergaben vorgezogen. Die
Werkserweiterung in Cristeşti ist mit EUR 3,2 Mio.
staatlich gefördert. Im Geschäftsjahr 2022 ist keine
Zahlung aus dieser Förderung geflossen.
Hingegen wurden in allen Werken 2022 auch
laufende Normalinvestitionen getätigt. Aus Sicht
des Cashflows betrugen die Gesamtinvestitionen in
allen Ländern im Jahr 2022 EUR 22,6 Mio. (VJ EUR
7,5 Mio.).
LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
Die positive operative Ergebnisentwicklung sorgte für
eine deutliche Verbesserung des Cashflows aus dem
Ergebnis auf EUR 17,2 Mio. (VJ EUR 13,6 Mio.). Der
Cashflow aus Working Capital liegt bei EUR -6,1 Mio.
(VJ EUR -7,6 Mio.). Damit erhöhte sich der Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit insgesamt auf EUR
11,1 Mio. (VJ EUR 6,0 Mio.).
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag der
Zahlungsmittelabfluss mit EUR 22,4 Mio. (VJ EUR
6,8 Mio.) deutlich über dem Vorjahr. Es wurden EUR
22,6 Mio. (VJ EUR 7,5 Mio.) für den Erwerb von Sach-
und immateriellen Anlagevermögen verwendet. Dem-
gegenüber steht ein Cash-Eingang von EUR 0,1 Mio.
(VJ EUR 0,3 Mio.) aus Zahlungen aus Investitionsför-
derungen, bzw. EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 0,5 Mio.) aus
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Ungarn Rumänien Österreich Konzern
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
Arbeiter 156 4 239 3 26 1 421 8
Angestellte 86 70 39 30 19 17 144 117
Gesamt
242 74 278 33 45 18 565 125
Graphics
99
Einzahlungen aus Anlagenabgang. Der Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit veränderte sich signifikant auf
EUR 12,6 Mio. (VJ EUR -0,3 Mio.). Die Veränderung
der Zahlungsmittel beträgt somit EUR 1,3 Mio. (VJ
EUR -1,1 Mio.). Insgesamt veränderten sich die Zah-
lungsmittel zum Ende der Periode auf EUR 3,1 Mio.
(VJ EUR 1,8 Mio.).
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 beschäf-
tigte SW Umwelttechnik mit 690 Mitarbeiter:innen
im Jahresdurchschnitt fast 700 Personen, davon 429
Arbeiter:innen (VJ 387) sowie 261 Angestellte (VJ
240).
Die Personalkosten stiegen infolge der
im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren
Arbeitnehmer:innen-Anzahl auf EUR 18,6 Mio. (VJ
EUR 15,8 Mio.). Der Anteil an weiblichen Arbeit-
nehmern betrug im Angestelltenbereich 44,8 %.
2022 investierte SW Umwelttechnik TEUR 220 (VJ
TEUR 197) in Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Wie schon in den Jahren davor, war Ultrahochfester
Beton (UHPC) auch 2022 im Fokus des F&E-Engage-
ments. In Kooperationen mit der ETH und Empa in
rich wurde insbesondere an einer Wendeltreppe
aus UHPC geforscht, diese Aktivitäten werden auch
2023 fortgesetzt. Darüber hinaus wird auch an der
Zulassung für das Brückenablaufgitter aus UHPC
gearbeitet, das eine sinnvolle Ernzung zum bereits
verbauten UHPC-Brückenablauftopf darstellt.
Im Unterschied zu den bisher verwendeten
Töpfen aus Gusseisen, kann hier in Summe ein nied-
rigerer CO
²
e-Fußabdruck erzielt werden.*
Im deutschen Bauwesen ist für die Verwendung
von UHPC entweder eine Zustimmung im Einzelfall
oder eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung er-
forderlich. In Österreich fanden sich bislang ähnliche
Rahmenbedingungen, vor Kurzem wurde allerdings
die ÖBV-Richtlinie UHPC veröffentlicht. Es ist davon
auszugehen, dass weitere Normungen zeitnah folgen
und daraus ein vermehrter Einsatz von UHPC in der
Bauwirtschaft resultieren wird.
Forschung und Entwicklung
Ausgaben Forschung und Entwicklung
In EUR Mio. 2022 2021 2020
Forschung und Entwicklung 0,2 0,2 0,1
Betriebsleistung
In TEUR 2022 2021 2020
Betriebsleistung 127.056 105.127 91.677
Betriebsleistung / Mitarbeiter/in 184 168 154
Veränderung zum VJ in % 9,8 9,1
* Ergänzende Infos dazu im Kapitel „UHPC- ein Werkstoff der Zukunft?“ im
Nachhaltigkeitsbericht der SW Umwelttechnik.
Graphics
10
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die eige-
nen Aktien auf jede gesetzlich zussige Art wieder
zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt ist, für
die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der
Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffent-
liches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu
beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenlei-
stung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder
im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder
Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer:innen,
leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstandes/der
Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr
verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG
ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintra-
gung der entsprechenden Satzungsänderung in das
Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in meh-
reren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage
um bis zu TEUR 2.639 durch Ausgabe von bis zu
362.999 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien
zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausga-
bebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates
festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den
Aktionären unter Ausschluss des unmittelbaren Be-
zugsrechts der Altaktionäre in der Weise eingeräumt
werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kredi-
tinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten
mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Ak-
tionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten
(mittelbares Bezugsrecht). Der Aufsichtsrat oder ein
hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von TEUR 5.278.
Die Wolschner Privatstiftung hält mit 297.418
Aktien 40,97 % des ausgegebenen Aktienkapitals der
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Heinz
Wolschner (persönlich) und Bernd Wolschner (per-
sönlich). Ein weiterer Großaktionär mit mehr als 4 %
gehaltenen Aktien ist Klaus Einfalt (persönlich). Die
restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.
Es existieren keine Beschränkungen, die die
Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien be-
treffen. Es gibt auch keine Aktionär:innen oder am
Kapital beteiligte Arbeitnehmer:innen, die Kontroll-
rechte besitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben die fol-
genden erweiterten Befugnisse in Bezug auf die Mög-
lichkeit der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien:
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2018
wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der
Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne
Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptver-
sammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat er-
mächtigt ist, Änderungen der Satzung, die sich durch
die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Mit dem Hauptversammlungsbeschluss vom 4.
Mai 2017 wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, eigene
Aktien der Gesellschaft, unter Ausschluss des gesetz-
lichen Bezugsrechts der Aktionäre, auf jede gesetz-
lich zulässige Art an die Mitglieder des Vorstandes
zu veräußern. Die Ermächtigung des Aufsichtsrates
bestand bis 3. Mai 2022.
Angaben gem. § 243a UGB
Graphics
1111
wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich
aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals erge-
ben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG
dazu ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eige-
ne Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 %
des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbs-
volumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu
leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der
höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durch-
schnittlichen Börseschlusskurs der demckerwerb
vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die
Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch
in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines
oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel
in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausge-
schlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt,
das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen
dieser eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren
Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen,
wobei der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen
der Satzung, die sich durch die Einziehung von Ak-
tien ergeben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen
die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kon-
trollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Über-
nahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder
enden. Es existiert derzeit kein öffentliches Über-
nahmeangebot, das Entschädigungsvereinbarungen
zwischen der Gesellschaft und dem Vorstand und den
Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern not-
wendig machen würde.
EU-Taxonomie
Die Erfüllungen der Anforderungen nach Art. 8 EU-
Taxonomie sind im Anhang des gesonderten Nach-
haltigkeitsberichts 2022 von SW Umwelttechnik
abgebildet. Die Bereitstellung von Informationen im
Zusammenhang mit nichtfinanziellen Belangen erfol-
gen ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht.
Graphics
12
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Risikobericht
SW Umwelttechnik betreibt entsprechend den An-
forderungen des Österreichischen Corporate Gover-
nance Kodex ein formalisiertes, einheitliches und
konzernweites Risikomanagementsystem. So können
eine frühzeitige Identifikation und Steuerung von
potentiellen Risiken sowie – im Idealfall – weitere
Wettbewerbsvorteile erreicht werden.
Das Berichtswesen als zentraler Bestandteil
des Risikomanagements erfasst positive und nega-
tive Abweichungen von Unternehmenszielen und
-kennzahlen. In Abstimmung mit allen leitenden
Mitarbeiter:innen analysiert der Vorstand Ergebnisse
und Kennzahlen, um entsprechende Maßnahmen ab-
zuleiten und so unternehmerische Chancen bestg-
lich zu nutzen.
COVID-19
Den Folgen der Covid-19-Pandemie kamen im Ge-
scftsjahr 2022 nur mehr eine geringfügige Be-
deutung zu. Der weltweiten Rohstoffverknappung
begegnete SW Umwelttechnik mit vorausschauender
Einkaufsplanung sowie der Aufstockung von Lager-
besnden. Das Unternehmen war daher zu keiner
Zeit von Lieferschwierigkeiten betroffen. Durch den
direkten und regionalen Bezug von Rohstoffen zur
Betonherstellung konnten Beschaffungsmarktrisiken
erfolgreich gesteuert werden. Zusätzlich trugen
langfristige Partnerschaften und Verträge mit Haupt-
lieferanten zur bestglichen Steuerung dieses Risi-
kofaktors bei, wodurch Leistungs- und Liefergarantie
für Kunden gewährleistet werden konnten.
RISIKOMANAGEMENT
Es besteht ein unternehmensweites Risikomanage-
ment, das in die Aufbau- und Ablauforganisation
integriert ist. Gemeinsam mit dem Berichtswesen
bildet es die Basis für den regelßigen Informati-
onsaustausch zwischen den einzelnen Unternehmen
der Gruppe sowie Vorstand und Aufsichtsrat. Das
strategische Risikomanagement wird vom Vorstand
koordiniert, der auch die Letztverantwortung für
Strategie und Erreichung der Unternehmensziele
trägt. Im operativen Gescft sind zudem alle leiten-
den Angestellten für Überwachung und Steuerung
potentieller Risikoquellen selbstverantwortlich.
Zur gemeinsamen Aufarbeitung, Analyse und
Dokumentation größerer Risikoentscheidungen die-
nen die erweiterten Vorstandssitzungen. Das Kon-
zerncontrolling ist für Koordination, Sicherung und
Steuerung des Konzernrisikos zuständig und berich-
tet wiederum an den Vorstand.
Das konzernweite Risikomanagement befasste
sich im Geschäftsjahr 2022 vor allem mit den betrieb-
lichen Herausforderungen in Folge des Ukrainekriegs
und der Energiekrise. SW Umwelttechnik behielt die
Einkaufsstrategie der vergangenen Jahre bei und
sorgte mit einer vorausschauenden Einkaufsplanung
an allen Werksstandorten für ausreichend hohe La-
gerbestände. So konnten Leistungs- und Liefergaran-
tien für Kunden gewährleistet werden. Das interne
Risikomanagement befasste sich zudem mit der Si-
cherung von Produktionskapazitäten. Dies erforderte
eine intensive Beobachtung der wirtschaftlichen Ent-
wicklungen der einzelnen Kernrkte.
Graphics
1313
Um eine Grundlage zur Steuerung zu erhalten,
wurden Risiken unter Berücksichtigung von Pro-
gnosen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswir-
kungen untersucht. So konnten folgende Hauptrisiken
identifiziert werden:
Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
Betriebliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen Kon-
trollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.
GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
SW Umwelttechnik unterliegt wie jedes andere Unter-
nehmen auch, einer Reihe an branchenspezifischen
Risiken. Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die
allgemeine Entwicklung der Konjunktur, die Finan-
zierungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand sowie
umweltpolitische und umweltrechtliche Rahmenbe-
dingungen beeinflussen jene Sektoren, in denen SW
Umwelttechnik tätig ist. Ein typischer branchenspe-
zifischer Einfluss ist der der Witterungsbedingungen
auf den Verlauf und die Ertragslage von Bauprojekten,
der sich besonders in den Wintermonaten bemerkbar
macht.
Begünstigt wird die Steuerung der Branchen-
risiken durch die Unabngigkeit von SW Umwelt-
technik in zwei Gescftsbereichen sowie mehreren
ndern. Saisonale und länderspezifische Schwan-
kungen können so ausgeglichen und abgemildert
werden, unterschiedliche Marktpotentiale genutzt
und der flexible Einsatz von Ressourcen entlang der
konzernweiten Wertschöpfungskette optimiert wer-
den.
Marktrisiko
Von primärer Bedeutung für die Gescftsentwick-
lung von SW Umwelttechnik ist die allgemeine Kon-
junkturentwicklung in Europa. Im EU-Förderbudget
2021 – 2027 ist die Finanzierung der kommunalen
Investitionen in den Wachstumsmärkten Zentral- und
Osteuropa fixiert. Diese Subventionen durch die Eu-
ropäische Union sind wichtige Erfolgsfaktoren und
insbesondere in den Bereichen Straßen- und Bahn-
infrastruktur sowie Abwasserbehandlung ausschlag-
gebend.
Durch die geografisch breite Aufstellung von
SW Umwelttechnik und eine umfassende Produktpa-
lette wird die Steuerung des Marktrisikos möglich. In
allen Kernrkten strebt das Unternehmen die best-
mögliche Kostenposition an: Hohe Standards sowie
moderne Werke und Anlagen sorgen für Kosteneffi-
zienz in der Produktion und lassen eine flexible An-
passung an Veränderungen der Nachfrage zu, was
zur sehr guten Marktposition von SW Umwelttechnik
beiträgt. SW-Produkte werden in insgesamt fünf Län-
der exportiert: die Slowakei, Italien, Deutschland,
Slowenien und Moldawien.
Zur weiteren Risikominimierung tragen inter-
nes Controlling und der stetige Vergleich der Be-
triebe mittels internen Benchmarkings bei. Um das
Unternehmensziel der Kostenhrerschaft in allen
relevanten Bereichen zu erreichen, werden zusätzlich
Wettbewerbsanalysen und Best-Practice-Cases he-
rangezogen.
Graphics
14
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Der Produktionsbetrieb bei SW Umwelttechnik er-
folgt je nach Anlagen und Nachfragen im Ein- und
Mehrschichtbetrieb. Somit besteht eine branchenüb-
liche Abngigkeit von den Anlagen, die aber durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallsrisiko reduziert werden kann.
Eine Minimierung des bestehenden Restrisikos wird
durch umfangreiche Schulungen der zuständigen
Mitarbeiter:innen sowie durch die Einhaltung eines
klar definierten Instandhaltungsprogramms erreicht.
Treten dennoch Vergerungen auf, besteht grund-
sätzlich die Möglichkeit, kurzfristig auf andere Werke
der Gruppe auszuweichen. Im Geschäftsjahr 2022
kam es zu keinen Maschinenausfällen.
Beschaffungsmarktrisiko
SW Umwelttechnik ist als produzierendes Unterneh-
men Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. Die Rohstoff-Beschaffung er-
folgt in erster Linie über den EU-Markt. Insbesondere
der Stahlpreis, der von mehreren Faktoren abhängig
ist, unterliegt relativ großen Preisschwankungen.
SW Umwelttechnik vereinbart daher bereits bei Auf-
tragseingang von Großprojekten eine vertragliche
Preisbindung, um so Stahlpreisschwankungen als Ri-
sikofaktor zu minimieren. Ein spezielles Auswahlver-
fahren von Lieferanten und stetige Überwachungs-
prozesse tragen zusätzlich zur Risikosteuerung bei.
Aufgrund der in Folge des Ukrainekriegs gestiegenen
Strompreise entschied SW Umwelttechnik die Inve-
stitionen in Photovoltaikanlagen vorzuziehen, um ei-
ne gewisse Unabhängigkeit in der Strombeschaffung
zu erreichen.
Terminrisiko
SW Umwelttechnik legt höchsten Wert auf Termin-
und Leistungstreue, um höchsten Ansprüchen an die
Zuverlässigkeit gerecht zu werden. Bei Großaufträgen
werden üblicherweise vorab Leistungs- und Termin-
garantien zugesichert. Die Projektabwicklung erfolgt
IT-gestützt mittels Einbindung von modernen Kalku-
lations-, Fertigungs- und Montageplanungssystemen,
dies trägt dazu bei, das Terminrisiko zu minimieren.
Sollte es dennoch zu Vergerungen oder Ausfällen in
einem Werk kommen, kann die Lieferung prinzipiell
aus einem anderen Werk erfolgen.
IT-Risiken
Durch moderne und dezentral installierte IT-Systeme
wird das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
geringgehalten. Eine regelßige und vollständige
Datensicherung an mehreren Standorten erhöht zu-
sätzlich die IT-Sicherheit.
Die konzernweite Verwendung von SAP als
Management-Informationssystem gewährleistet eine
effiziente Kommunikation und Planung zwischen den
Standorten der Gruppe. Die im SAP-System integ-
rierten Kontrollmechanismen sichern Stabilität und
Funktionsfähigkeit des Programms.
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltgerechte Pro-
dukte für eine ressourcenschonende Nutzung der
Umwelt. Das Unternehmen minimiert verschiedene
Umweltrisiken, die sich im produzierenden Betrieb
ergeben, durch gezielte und effektive Schutzmaß-
nahmen. Die Umweltschutz- und Sicherheitsvor-
kehrungen zur Erreichung der Umweltschutzziele
werden durch Betriebsleiter und Umweltbeauftragte
regelmäßig überprüft und evaluiert. Eine detaillierte
Berichterstattung erfolgt im gesondert abgefassten
Nachhaltigkeitsbericht.
Graphics
1515
Klimarisiko
Ergänzende Informationen zum Thema Klimarisiken
werden unter dem Punkt 9.5 im Konzernanhang ab-
gebildet.
Personalrisiko
Aufgrund von demografischen und diversen gesell-
schaftlichen Entwicklungen besteht in Ungarn und
Rumänien ein Arbeitskräftemangel. SW Umwelttech-
nik begegnet diesem mit einer Vielzahl an Maßnah-
men, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen.
Fortbildungsprogramme und transparente Kommu-
nikationsflüsse tragen dazu bei, die Belegschaft von
SW Umwelttechnik zu stärken, Zusammenarbeit und
Motivation zu fördern. Die direkte Einbindung der
Mitarbeiter:innen in Verbesserungs- und Änderungs-
prozesse, selbstverantwortliche Aufgabenbereiche
sowie ein attraktives Entlohnungssystem sind wich-
tige Säulen der Personalpolitik des Unternehmens.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Dem Risiko von Zahlungsausfällen wirkt SW Umwelt-
technik in den meisten bearbeiteten Ländern mit der
Versicherung von Kundenanforderungen entgegen.
r jeden Kunden wird durch diese Vorgehenswei-
se ein eigenes Kreditlimit vorgesehen, das mit stei-
gender Kundenkenntnis ausgeweitet werden kann.
Eine weitere Mnahme zur Risikominimierung stellt
ein strenges Forderungsmanagement dar. Sofern not-
wendig, sieht dieses auch gerichtliche Unterstützung
vor.
Liquiditätsrisiko
Zu den bedeutendsten Aufgaben der strategischen
Unternehmensführung zählt die Sicherstellung einer
gesunden finanziellen Basis. Die wichtigsten Steu-
erungsgrößen des Liquiditätsrisikos sind die mit-
tel- und langfristige Feststellung des Finanzbedarfs
zusammen mit dem Working Capital Management als
Hauptbestandteile der Liquiditätsplanung sowie das
unternehmensweite Cash-Reporting und die Analyse
der Geldumschlagdauer. Ein partnerschaftliches und
transparentes Verhältnis zu kreditgebenden Banken
hat in diesem Kontext größten Stellenwert für SW
Umwelttechnik. Es trägt dazu bei, finanzielle Risiken
rechtzeitig zu identifizieren und Zahlungsengpässe
zu vermeiden.
Bankdarlehen stellen einen bedeutenden An-
teil an der Finanzierung der SW Gruppe dar. Diese
wurden insbesondere für die Modernisierungs- und
Expansionsfinanzierung in Ungarn und Rumänien
in den Jahren 2005 bis 2008 aufgenommen. Die Fi-
nanzierung der SW Gruppe ist mit an die wirtschaft-
lichen Rahmenbedingungen angepassten Tilgungs-
profilen und der Zusage der jährlichen Prolongation
der kurzfristigen Obligos langfristig gesichert. Be-
stehender operativer Liquiditätsbedarf kann aus den
vorhandenen liquiden Mitteln sowie den bestehenden
Finanzierungsrahmen gedeckt werden.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner
AG als Konzernholding unterstützt die nationalen
Tochtergesellschaften innerhalb des Konzerns per
31.12.2022 mit Patronatserklärungen in Höhe von
EUR 24,6 Mio. (VJ EUR 14,5 Mio.).
hrungsrisiken
Gegenwärtig sind nur beschnkte zahlungswirk-
same Währungsrisiken anzunehmen, da die Import-/
Exportrate in Fremdhrungsnder derzeit bei unter
10 % liegt und ein Ausgleich von Zahlungsverpflich-
tungen aus Verkaufserlösen derselben Währung
besteht. Zahlungen zwischen unterschiedlichen
hrungsregionen ergeben sich aus konzernin-
ternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Darüber
hinaus kommen Wechselkursabhängigkeiten bei der
Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die
Konzernwährung EUR auf.
Graphics
16
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen ist mit Volatilität
bei der Wertentwicklung der Fremdwährungen RON
und HUF zu rechnen.
Die Auswirkung der Wechselkursänderung auf
das Ergebnis ist im Konzernanhang unter Punkt 9.4.
beschrieben.
Zinsrisiken
Im Konzernanhang unter Punkt 9.4. ist die Auswir-
kung der Zinssatzänderung auf das Ergebnis be-
schrieben.
Impairment-Test
Anlassbezogen aufgrund von „Triggering Events“
sowie im Anschluss an die Unternehmensplanung
wendet SW Umwelttechnik Werthaltigkeitstests von
Vermögens- und Firmenwerten an, die bei negativem
Ergebnis zur teilweisen oder vollständigen Abwertung
führen können. Sobald die Buchwerte der betroffenen
Vergenswerte über deren Nutzungswert (value
in use) oder den bei einer Veräußerung erzielbaren
Werten (fair value less cost of disposal) liegen, erfolgt
eine Abwertung. Eine Zuschreibung erfolgt, wenn
zum Berichtsstichtag Anhaltspunkte vorliegen, dass
die Gründe der Wertminderung nicht mehr bestehen
oder sich verringert haben sowie die Nutzungswerte
(value in use) oder die bei einer Veräußerung er-
zielbaren Werte (fair value less cost of disposal) der
betroffenen Vergenswerte über deren Buchwerten
liegen. Auf Gesellschaftsebene werden die Firmen-
werte, das Sachanlagevermögen sowie das Working
Capital getestet.
Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des
genehmigten Budgets 2023 sowie basierend auf
Schätzungen der Folgejahre entsprechend den Vor-
schriften des Standards IAS 36. Der Impairment Re-
view des Firmenwertes hat zu keinen ergebniswirk-
samen Abschreibungen geführt.
Der Werthaltigkeitstest wurde für den zur
ungarischen zahlungsmittelgenerierenden Einheit
zugeordneten Firmenwert mit einem Gesamtkapital-
kostensatz nach Steuern von 11,1 % ermittelt.
Graphics
1717
BERICHT ÜBER WESENTLICHE
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL-
UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN
HINBLICK AUF DEN
RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Im vorliegenden Bericht wird die Organisation der
internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses
dargestellt. Für die Einrichtung des internen Kon-
troll- und Risikomanagementsystems, das den An-
forderungen des Unternehmens entspricht, ist der
Vorstand verantwortlich.
Das interne Kontrollsystem des Rechnungsle-
gungsprozesses ist so gestaltet, das Management
dahingehend zu unterstützen, eine effektive Kon-
trolle der Rechnungslegung zu gewährleisten sowie
kontinuierliche Verbesserungen zu erwirken. Die
Implementierung wurde gemäß internen Richtlinien
und Vorschriften durchgeführt. Zudem wurden Be-
dingungen geschaffen, die spezifische Kontrollmaß-
nahmen in den Schsselprozessen des Rechnungs-
wesens ermöglichen. Um den Anforderungen eines
effektiven Kontrollsystems zu entsprechen, wurden
die Verantwortungsbereiche entsprechend in die Un-
ternehmensorganisation eingegliedert.
Risikobeurteilung
Potentielle Risiken im Rechnungslegungsprozess
werden durch das leitende Management, den Vor-
stand und den Aufsichtsrat erhoben und überwacht.
Im Anschluss wird eine Einschätzung über Relevanz
und Eintrittswahrscheinlichkeit getroffen.
Die durchgeführten Kontrollmaßnahmen wer-
den jährlich auf Basis eines risikoorientierten Mo-
dells durch die zuständigen Stellen evaluiert. Eine
fehlerhafte Finanzberichterstattung könnte durch un-
terschiedliche Faktoren entstehen, denen im Vorfeld
entgegengewirkt werden kann. Das Fehlerrisiko kann
etwa durch die Vereinfachung der Bilanzierungs-
grundsätze und die Vereinheitlichung der Grundsätze
für die Bewertung von Vergensgegenständen ver-
ringert werden. Aufgrund eines komplexen oder sich
spontan verändernden Geschäftsumfelds kann sich
das Risiko einer fehlerhaften Finanzberichterstattung
verstärken. Es besteht das immanente Risiko für er-
stellte Schätzungen, dass zukünftige Entwicklungen
von den zugrundeliegenden Prognosen abweichen.
Die Schätzungen folgender Inhalte sind für den Jah-
resabschluss von besonderer Relevanz: Sozialkapital,
Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungsein-
bringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen
und Vorräten. Um das Risiko einer Fehleinschätzung
zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten
zugezogen sowie öffentlich zugängliche Quellen ver-
wendet.
Kontrollmaßnahmen
Das allgemeine Kontrollumfeld umfasst neben Vor-
stand und Aufsichtsrat auch die mittlere Manage-
mentebene. Durch die stetige Anwendung sämtlicher
Kontrollmaßnahmen im laufenden Gescftsprozess
kann potentiellen Fehlern und Abweichungen in der
Finanzberichterstattung vorgebeugt werden. Den-
noch auftretende Fehler können rasch identifiziert
und korrigiert werden. Im Zuge der Kontrollmaßnah-
men wird eine Vielzahl an Schritten angewandt, zu
denen etwa die Durchsicht der Periodenergebnisse
durch das Management, die spezifische Überleitung
von Konten und die Analyse von fortlaufenden Prozes-
sen im Rechnungswesen zählen. Wichtige Tätigkeiten
werden außerdem stets nach dem Vier-Augen-Prinzip
kontrolliert.
Ein weiterer bedeutsamer Bestandteil des in-
ternen Kontrollsystems sind die Kontrollmaßnah-
men der IT-Sicherheit. Sensible Tätigkeiten werden
getrennt und durch die zurückhaltende Vergabe von
Graphics
18
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
IT-Berechtigungen zusätzlich geschützt. Zur Rech-
nungslegung und Finanzberichterstattung wird das
Programm SAP verwendet. Alle genutzten Systeme
verfügen über integrierte Kontrollmechanismen, die
die Funktionsfähigkeit sicherstellen.
Information und Kommunikation
Das Management überprüft und aktualisiert in regel-
ßigen Abständen die Richtlinien und Vorschriften
hinsichtlich der Finanzberichterstattung. In verschie-
denen Arbeitsgruppen werden die in diesem Zusam-
menhang geltenden Vorschriften diskutiert, wobei
auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter:innen
der Abteilung Rechnungswesen einbezogen werden.
Mitarbeiter:innen, deren Tätigkeiten im Einflussbe-
reich liegen, werden zudem informiert. Die Arbeits-
gruppen stellen die Einhaltung aller Richtlinien und
Vorschriften sicher und identifizieren darüber hinaus
Schwachstellen und Verbesserungspotentiale im
Rechnungswesen.
Überwachung
Der Vorstand verantwortet die kontinuierliche kon-
zernweite Überwachung und wird dabei durch die
enge Zusammenarbeit mit dem Konzerncontrolling
unterstützt. Der Gescftsverlauf sowie allfällige
Abweichungen werden vom Vorstand regelmäßig an
den Aufsichtsrat berichtet. Eine zusätzliche Über-
wachungsfunktion erfüllen das obere Management
sowie die Abteilungsleiter in ihren jeweiligen Be-
reichen. Unterstützend werden in regelmäßigen Ab-
ständen Plausibilitätsprüfungen durchgeführt.
Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse er-
folgt unter anderem in monatlichen Finanzberichten,
die die Entwicklung der Umsätze aufgegliedert in
Segmente, die Liquidität, den Stand der Forderungen
und Vorräte sowie weitere wichtige und zur Steue-
rung notwendige Daten umfassen.
Abschließende Prüfungen der zu veröffentli-
chenden Abschsse erfolgen durch die leitenden
Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens wie auch
durch den Vorstand.
Mindestens zweimal pro Jahr berichtet der
Vorstand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates
über das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist
mit der Überwachung des Kontrollsystems betraut. Er
beobachtet den Rechnungslegungsprozess, beschäf-
tigt sich mit dessen Integrität, evaluiert die Wirk-
samkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-
managements durch Einbeziehung externer Partner,
prüft die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie
die Angemessenheit der Nichtprüfungsleistungen
und die Abschlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kon-
trollsystems wurde bestätigt. Eine kontinuierliche
Verbesserung von Effizienz und Exaktheit wird fort-
laufend angestrebt.
Graphics
1919
Ausblick
In allen unseren Kernmärkten wurde im Jahr 2022
ein Wirtschaftswachstum über EU-Schnitt verzeich-
net. Der Blick ins Detail zeigt jedoch, dass dieses vor
allem im ersten Halbjahr stattfand und ab Jahresmit-
te eine Abschwächung einsetzte, die in Österreich
und Ungarn voraussichtlich in einer weitgehenden
Stagnation bis in einem geringfügigen Wachstum
von unter 1 % münden wird. Mit einer allh-
lichen Entspannung auf den Energiemärkten wird
allerdings eine sukzessive Beruhigung der Inflation
erwartet, die wiederum dazu beitragen müsste, dass
die Konjunktur im Lauf der Zeit wieder anzieht. Die
rumänische Wirtschaft verlangsamte sich im zweiten
Halbjahr 2022 ebenfalls, die Prognosen für 2023 sind
mit 2,5 % Wachstum aber besser als in Österreich
und Ungarn.
Nach einer außergewöhnlich starken Baukon-
junktur in den vergangenen Jahren, gehen wir von
einem mittelfristigen Rückgang auf ein gemäßigteres
Niveau aus. Die Einschränkung der EU-Fördermittel
wird in Ungarn zu einer verhaltenen Entwicklung im
Bereich Tiefbau und Verkehr führen. Die Zinsent-
wicklung tgt aktuell ebenfalls zur Verlangsamung
der Bauwirtschaft bei. Gleichzeitig stehen große Auf-
gaben an: Rumänien muss in den kommenden fünf
Jahren umfangreich in die Bereiche Verkehr, Energie
und Gesundheitswesen investieren. Vorgesehen sind
zahlreiche Projekte zum Ausbau von Straßen und
Stromtrassen zur Modernisierung und zum Ausbau
des Stromnetzes. Zur Finanzierung stehen EU-Mittel
in Höhe von rund 80 Milliarden Euro aus der Förder-
periode 2021 – 2027 und aus dem Aufbau- und Resi-
lienzplan bereit. Auch Österreich und Ungarn werden
von den Zuschüssen aus der Aufbau- und Resilienzfa-
zilitäten der EU profitieren.
Das mittel- und langfristige Potenzial der Mär-
kte ist daher mit diesem enormen Bedarf an Infra-
strukturprojekten und der gesicherten Finanzierung
durch EU-Mittel ungebrochen hoch.
Mit unserem starken Team, unseren moder-
nen Produktionsstandorten und unserer gesunden
wirtschaftlichen Lage sind wir gut aufgestellt und
können flexibel auf Marktentwicklungen reagieren.
Wir freuen uns 2023 an wichtigen Projekten für die
Menschen, die in den Regionen leben, mitzuwirken.
Klagenfurt, am 21. März 2023
Der Vorstand
Klaus Einfalt nos Váczi
Graphics
20
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Konzernbilanz zum 31.12.2022
In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 6.1 586 736
Sachanlagen 6.2 65.650 52.135
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.3 2.640 2.695
Finanzinvestitionen 6.4 1.405 1.487
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.7 914 789
Latente Steueransprüche 6.5 0 736
71.195 58.578
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 6.6 30.571 22.087
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.7 14.320 18.451
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6.8 4.955 3.151
Liquide Mittel 6.9 3.101 1.772
52.947 45.461
124.142 104.039
AKTIVA

Graphics
21
In TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 6.10 5.278 5.278
Kapitalrücklage 6.10 6.862 6.862
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 6.11 -14.894 -13.258
Kumulierte Ergebnisse 6.12 37.748 29.505
34.994 28.387
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.13 37.986 38.681
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 6.14 4.226 4.359
Latente Steuerschulden 6.5 546 606
42.758 43.646
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.13 26.344 11.476
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.15 10.000 12.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.15 10.046 8.530
46.390 32.006
124.142 104.039
PASSIVA

Graphics
22
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1-12/2022
In TEUR Anhang
1-12/2022
1-12/2021
1. Umsatzerlöse 4.1 121.965 102.883
2. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 4.2 5.091 2.198
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.3 529 807
4. Materialaufwand und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 4.4 -76.236 -63.277
5. Personalaufwand 4.5 -18.547 -15.804
6. Abschreibungen 4.6 -4.797 -4.406
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.7 -12.191 -10.628
8. Betriebsergebnis 15.814 11.773
9. Finanzierungsaufwendungen 4.8 -1.532 -1.051
10. Fremdwährungsbewertungen -1.443 -135
11. Übriges Finanzergebnis 4.9 -114 601
12. Finanzergebnis -3.089 -585
13. Ergebnis vor Steuern 12.725 11.188
14. Ertragsteueraufwendungen 4.10 -2.193 -1.470
15. Ergebnis nach Steuern 10.532 9.718
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 10.532 9.718
In EUR
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 4.11 14,51 13,39

Graphics
23
Konzern Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum 1-12/2022
In TEUR Anhang 1-12/2022 1-12/2021
1. Ergebnis nach Steuern 10.532 9.718
2. Währungsumrechnung 5.1 -1.636 -574
3. Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird
-1.636
-574
4. Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 5.2 34 -237
5. Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird
34
-237
6. Summe Sonstiges Ergebnis
-1.602
-811
7. Gesamtergebnis 8.930 8.907
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.930 8.907

Graphics
24
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
für den Zeitraum 1-12/2022
In TEUR Anhang
Ge-
zeichnetes
Kapital
(Grund-
kapital)
Kapital-
rücklage
Aus-
gleichs-
posten aus
Währungs-
umrech-
nung
Neu-
bewer-
tungsrück-
lage
Rück-
lage für
Neubewer-
tung von
leistungs-
orientierten
Verpflich-
tungen
Gewinn-
rücklage
Summe
Eigen-
kapital
Stand 1.1.2021 5.278 6.862 -12.684 1.588 -2.620 22.218 20.642
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 9.718 9.718
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 -574 0 -237 0 -811
Gesamtergebnis 0 0 -574 0 -237 9.718 8.907
Dividendenauszahlung
9.1
0 0 0 0 0 -1.162 -1.162
Summe übrige Veränderungen
0 0 0 0 0 -1.162 -1.162
Stand 31.12.2021 5.278 6.862 -13.258 1.588 -2.857 30.774 28.387
Stand 1.1.2022 5.278 6.862 -13.258 1.588 -2.857 30.774 28.387
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 10.532 10.532
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 -1.636 0 34 0 -1.602
Gesamtergebnis 0 0 -1.636 0 34 10.532 8.930
Dividendenauszahlung
9.1
0 0 0 0 0 -2.323 -2.323
Summe übrige Veränderungen
0 0 0 0 0 -2.323 -2.323
Stand 31.12.2022 5.278 6.862 -14.894 1.588 -2.823 38.983 34.994
Kumulierte Ergebnisse

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Konzern Cashflow-Statement
für den Zeitraum 1-12/2022
In TEUR
Anhang 1-12/2022 1-12/2021
Ergebnis vor Steuern 12.725 11.188
Währungsdifferenzen 998 80
Abschreibungen 4.797 4.406
Bewertungsergebnis IAS 40 und IFRS 9 - Finanzinvestitionen
122 -604
+Verluste / -Gewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen
300 -238
Zinsergebnis und Dividenden 1.510 1.029
Gezahlte Zinsen -1.445 -1.022
Erhaltene Zinsen 1 0
Veränderung langfristiger Rückstellungen -134 -131
Gezahlte Ertragsteuern -1.660 -1.101
Cash Flow aus dem Ergebnis 17.214 13.607
Veränderung der Vorräte -9.497 -6.356
Veränderung der Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.776 -11.004
Veränderung der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten -382 9.700
Cash Flow aus Working Capital -6.103 -7.660
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.111 5.947
Zahlungen aus Investitionsförderungen 73 292
Erwerb von Sach- und immateriellen Anlagevermögen 7.1 -22.575 -7.549
Erhaltene Dividenden 21 22
Einzahlungen aus Anlagenabgang 96 473
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -22.385 -6.762
Dividendenauszahlungen -2.323 -1.162
Einzahlungen aus der Abwicklung von Derivaten 289 0
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 20.469 8.211
Rückzahlungen Finanzverbindlichkeiten -6.609 -10.462
Veränderung der Nutzung bestehender Kontokorrentrahmen 811 3.162
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 12.637 -251
Veränderung der Zahlungsmittel 1.363 -1.066
Zahlungsmittel zum Anfang der Periode 1.772 2.878
Veränderung der Zahlungsmittel 1.363 -1.066
Währungsdifferenzen aus liquiden Mitteln -34 -40
Zahlungsmittel zum Ende der Periode 3.101 1.772

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022



Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022
1 Allgemeines
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG ist Muttergesellschaft eines in Mitteleuropa tätigen Konzerns zur
Herstellung von Betonfertigteilen in den Bereichen Tiefbau & Verkehr sowie Hochbau & Wohnen. Die SW Umwelt-
technik Stoiser & Wolschner AG hat ihren Sitz in Klagenfurt, Österreich und ist im Firmenbuch beim Landesgericht
Klagenfurt unter der Firmenbuchnummer 109859h eingetragen. Die Adresse der SW Umwelttechnik Stoiser & Wol-
schner AG lautet Bahnstraße 89, 9020 Klagenfurt, Österreich.
Der Konzernabschluss wird in Euro, wenn nicht anders angegeben gerundet auf die nächsten Tausend, dargestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingt Rechendifferenzen ent-
stehen.


2 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt, und die in der Folge
angeführten Konzerngesellschaften:
Unternehmen Sitz 31.12.2022 31.12.2021
Vollkonsolidiert:
Anteil in % Anteil in %
SW Umwelttechnik Magyarország Kft. Ungarn
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Romania S.r.l. Rumänien
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Österreich GmbH Österreich
100,0 100,0
Eine Aufstellung der aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen
Unternehmen befindet sich unter Punkt 6.4 a).
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2022 nicht verändert.




3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
3.1 ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird in Übereinstimmung mit den IFRS - Internatio-
nal Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.


Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards bzw. Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwenden:
Änderungen an IFRS 3, IAS 16, IAS 37 sowie jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018-2020) (Jänner
2022)
Durch die erstmalige Anwendung der Standards bzw. Interpretationen sind keine nennenswerten Auswirkungen
auf den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe aufgetreten.



SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/6
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/7




Verabschiedete, noch nicht angewendete Standards und Interpretationen
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die unten angeführten, neuen und revidierten
Standards des IASB bzw. Interpretationen des IFRS IC durch die EU verabschiedet. Diese treten jedoch erst später
in Kraft und wurden in dem vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:
IFRS 17 „Versicherungsverträge“ inklusive im Juni 2020 veröffentlichter Änderungen (Jänner 2023)
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Angaben von Rechnungslegungsmethoden (Jänner
2023)
Änderungen an IAS 8: Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen (Jänner 2023)
Änderungen an IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer
einzigen Transaktion entstehen (Jänner 2023)
Änderung an IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9: Vergleichs-informationen (Jänner
2023)
Die folgenden Standards bzw. Interpretationen wurden von der EU noch nicht übernommen:
Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (IASB: Jänner 2024)
Änderungen an IFRS 16 – Leasingverbindlichkeit in einer Sale und Leaseback-Transaktion (IASB: Jänner
2024)
Durch die erstmalige Anwendung der übrigen Standards bzw. Interpretationen werden keine nennenswerten Aus-
wirkungen auf den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe erwartet. Die Überprüfung der Auswirkungen
auf mögliche kommende Geschäftsfälle wird zu gegebener Zeit erfolgen.
3.2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Tochtergesellschaften werden ab Datum der tatsächlichen Übernahme des beherrschenden Einflusses durch
die Muttergesellschaft in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.
Die Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Abschluss einbezogen (siehe Punkt
2).


3.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses der SW Umwelttechnik-Gruppe erfolgte nach den Best-
immungen des IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Unternehmen mit
dem jeweils anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals basierend auf den übernommenen Vermögenswerten und Schul-
den dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Überganges der Kontrolle verrechnet. Die positive Differenz zwischen
den Anschaffungskosten der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und dem dementsprechend ausgewie-
senen Eigenkapital wird als Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3
werden passive Unterschiedsbeträge zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam vereinnahmt.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie allfällige Zwischenergeb-
nisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage sind.



3.4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Umrechnung ausländischer Abschlüsse
Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro, die funktionalen Währungen der ausländischen Tochterunter-
nehmen sind die jeweiligen Landeswährungen.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagsmethode ge-
mäß IAS 21 wie folgt umgerechnet:
Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag
Erträge und Aufwendungen zum Jahresdurchschnittskurs
Eigenkapitalposten zum Entstehungskurs





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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/8





Dabei sind folgende Kurse zur Anwendung gekommen:
Jahres-
Währung Stichtagskurse
durchschnittskurse
31.12.2022 31.12.2021
2022 2021
1 Euro 1 Euro 1 Euro 1 Euro
HUF Ungarischer Forint 400,3 369,0
393,0 358,9
RON Rumänischer Leu 4,95 4,95
4,93 4,92
Firmenwerte und Anpassungsbeträge aufgrund des Ansatzes von beizulegenden Zeitwerten (fair values), die im
Rahmen der Erstkonsolidierung eines ausländischen Tochterunternehmens entstehen, werden gemäß IFRS 3 als
Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Tochterunternehmens betrachtet und somit mit dem Stichtags-
kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die aus der Fremdwährungsumrechnung von Jahresabschlüssen resultierenden Differenzen werden im sonstigen
Ergebnis erfasst.
Transaktionen in fremder Währung
Transaktionen in fremder Währung werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet.
Die Bewertung am Stichtag erfolgt für monetäre Posten zum Stichtagskurs und für nicht monetäre Posten zu his-
torischen Kursen. Die aus der Umrechnung von Transaktionen in fremder Währung resultierenden Differenzen wer-
den erfolgswirksam erfasst.



3.5 BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizule-
genden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung
des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit
wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfak-
toren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Stufe 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise
handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis)
oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten beruhen.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ver-
wendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die
dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.





3.6 WERTMINDERUNGEN
Die Buchwerte werden jährlich (Firmenwert) bzw. bei Anzeichen einer Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten / cash-generating units (kurz: CGUs) nach IAS 36 sind als kleinstmög-
liche Gruppe von Vermögenswerten innerhalb des Konzerns definiert, die Einzahlungen aus der fortlaufenden Nut-
zung generiert, wobei die generierten Einzahlungen weitgehend unabhängig von den Einzahlungen anderer Ver-
mögenswerte im Konzern sind. Die Zuordnung entspricht der internen Finanzberichterstattung und spiegelt auch
regionale Elemente wider, die durch Lieferradien der Produkte bestimmt werden.
Die erzielbaren Beträge der CGUs werden anhand der Nutzungswerte ermittelt. Den Nutzungswerten der CGUs
liegen erwartete Cash Flows zugrunde, welche auf den Geschäftsplänen der Gesellschaften für die nächsten fünf
Jahre basieren. Dabei werden sowohl die Erfahrungen der Vergangenheit als auch externe Informationen (z.B.






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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/9







Konjunkturprognosen) berücksichtigt. Die zu erwartenden Zahlungsströme werden mit einem risikoangepassten
Zinssatz diskontiert. Der Abzinsungsfaktor entspricht den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten nach Steuern
(weighted average cost of capital – WACC Ungarn 11,1 %, Vorjahr: 9,3 %) unter Zugrundelegung des capital asset
pricing models (CAPM).





3.7 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT


Firmenwert
Zur Ermittlung des Firmenwertes wird auf Punkt 3.3 verwiesen. Gemäß IFRS 3 sind keine planmäßigen Abschrei-
bungen des Firmenwertes vorzunehmen.
Der Firmenwert in Höhe von 246 TEUR (Vorjahr: 263 TEUR) ist der CGU Hochbau & Wohnen Ungarn zugeord-
net. Die Ermittlung des Firmenwertes ist nach der zum Erwerbzeitpunkt geltenden Rechnungslegungsvorschrift
(UGB) erfolgt und lässt sich nur geographisch zuordnen. Der im Geschäftsjahr durchgeführte Werthaltigkeitstest
hat zu keinem Wertminderungsbedarf des Firmenwertes geführt. Bezüglich der Planungsprämissen und Parameter
des Werthaltigkeitstests wird auf Punkt 3.6 verwiesen. Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen zeigen - jeweils
unter Beibehaltung der übrigen Parameter - mit einer Umsatzreduktion von -10 % bzw. mit einer Zinserhöhung von
+1,0 % Punkten ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf des Firmenwertes auf.







Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der
voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibung, angesetzt.
Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
EDV-Software
3 – 5 Jahre








3.8 SACHANLAGEN
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile
der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebes werden
nicht aktiviert. Die Sachanlagen werden linear, entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer
abgeschrieben.
Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Gebäude 25 – 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 35 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 15 Jahre

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.


3.9 LEASINGVERHÄLTNISSE
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist
der Fall, wenn ein Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines
Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle
eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach
IFRS 16 zugrunde.
Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine
Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen
Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleis-
tete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten.




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/10






Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abge-
schrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und
um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.
Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Lea-
singzahlungen unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatz angesetzt. Die Leasingverbindlichkeit wird zum
fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet.

Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit durch Änderung der Laufzeit wird eine entsprechende Anpas-
sung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn
sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.
In der Bilanz weist der Konzern die Nutzungsrechte in den Sachanlagen und die Leasingverbindlichkeiten in den
Finanzverbindlichkeiten aus.
Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert
zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der Konzern erfasst die mit
diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingver-
hältnisses linear als Aufwand.





3.10 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Immobilien, die nicht für Herstellungszwecke genutzt werden, werden als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
gemäß IAS 40 klassifiziert, da diese zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden.
Bei Umklassifizierungen werden bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert nach IAS 16 und dem
ermittelten beizulegenden Zeitwert gemäß IAS 40.61 erfolgsneutral behandelt und in einer Bewertungsrücklage im
Eigenkapital ausgewiesen (siehe Punkt 6.12).

Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwerts
angewandt. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in regelmäßigen Abständen und in zeitlicher Nähe
zum Bilanzstichtag mittels Bewertungsgutachten von qualifizierten, unabhängigen Gutachtern, die über langjährige
Erfahrung und über detaillierte Kenntnisse der lokalen Immobilienmärkte verfügen. Von den Gutachtern wurde nach
persönlicher Besichtigung der Immobilien und für die besonderen Eigenschaften der Grundstücke die als am besten
geeignete Bewertungstechnik der sales comparison approach gewählt. Bei der Bewertung wird vom highest and
best use ausgegangen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden nach Möglichkeit Transaktionen
bzw. alternativ Anbotspreise von vergleichbaren Immobilien im örtlichen Umfeld herangezogen, die in der Folge
um bei vergangenen Transaktionen beobachtete Zu- und Abschläge adaptiert werden. Die Ermittlung der beizule-
genden Zeitwerte erfolgt gemäß Stufe 2 der Fair Value Hierarchie, da die für die Bewertung relevanten Inputfakto-
ren am Markt beobachtet bzw. vom Markt abgeleitet werden.





3.11 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Vermögensbezogene Zuwendungen in Form von Investitionszuschüssen werden gemäß IAS 20 vom Buchwert des
betreffenden Vermögenswertes abgesetzt und über eine reduzierte Abschreibung des Vermögenswertes im Ge-
winn und Verlust erfasst.
Ertragsbezogene Zuwendungen werden in der Periode, in der der Anspruch entsteht, erfolgswirksam erfasst. Die
im Geschäftsjahr aufwandsmindernd erfassten Zuschüsse der öffentlichen Hand betrugen 217 TEUR (Vorjahr: 282
TEUR), welche im Wesentlichen die Abschreibungen und den Personalaufwand betreffen.






3.12 FINANZINVESTITIONEN
Finanzinvestitionen umfassen Anteile an nicht-konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie sonstige Wertpa-
piere (Detailaufstellung siehe Punkt 6.4). Sie werden gemäß IFRS 9 als „Fair Value Through Profit and Loss“
(FVTPL) klassifiziert. Dabei erfolgt die Bilanzierung im Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert. In
den Folgeperioden werden Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn und Verlust
erfasst. Bei der Fair Value Bewertung wird der Marktpreis zum Stichtag auf Basis von aktiven Märkten (Stufe 1 der
Fair Value Hierarchie) ermittelt. Davon abweichend wird der Fair Value der nicht-konsolidierten verbundenen Un-
ternehmen nach Stufe 3 der Fair Value Hierarchie ermittelt. Da die Beteiligungen in Hinblick auf operative Tätigkeit
sowie Vermögenswerte bzw. Schulden einen unwesentlichen Umfang aufweisen, wird der Fair Value in Höhe des
jeweiligen Eigenkapitals geschätzt und der Buchwert bei Bedarf angepasst.









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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/11











Die in der Vergleichsperiode abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten (Währungsswaps und Devisenter-
mingeschäft) zur teilweisen Absicherung von Forint-Fremdwährungsrisken im Zusammenhang mit zukünftig erwar-
teten Dividendenzahlungen der ungarischen Konzerngesellschaft wurde im Geschäftsjahr beendet. Die Derivate
waren nicht in eine Sicherungsbeziehung designiert und waren daher als „Fair Value Through Profit and Loss“
(FVTPL) klassifiziert. Dabei erfolgt die Bilanzierung im Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert. In
den Folgeperioden werden Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn und Verlust
erfasst. Bei der Fair Value Bewertung wird der Marktwert (Abzinsung zukünftiger Zahlungen unter Verwendung
aktueller Marktzinssätze) zum Stichtag auf Basis von aktiven Märkten (Stufe 2 der Fair Value Hierarchie) ermittelt.






3.13 VORRÄTE
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert gemäß
IAS 2 angesetzt.
Bei der Bewertung kommt überwiegend das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstel-
lungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse beinhalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten anteilige Ma-
terial- und Fertigungsgemeinkosten, wobei Normalbeschäftigung zugrunde gelegt wird. Fremdkapitalkosten sowie
Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die
sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berück-
sichtigt.







3.14 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwen-
diger Wertberichtigungen bilanziert. Wertberichtigungen werden nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 für
die Bemessung erwartete Kreditausfälle (ECL) gebildet. Der Konzern bemisst die Wertberichtigungen in Höhe des
über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts. Diesem Ausfallsrisiko wird durch Anwendung einer Wertberichti-
gungsmatrix basierend auf unternehmensinternen, historischen Ausfalldaten und Überfälligkeiten Rechnung getra-
gen. Zusätzlich wird die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungseingangs mittels Einzelwertberichtigung bewertet, wobei
auf die Erfahrung mit dem Kunden, dessen Bonität sowie etwaige vorhandene Sicherheiten berücksichtigt werden.
Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als in der Bonität beeinträchtigt, wenn es unwahrschein-
lich ist, dass der Schuldner seine Zahlungsverpflichtung vollständig an den Konzern zahlen kann, ohne dass der
Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) zurückgreifen muss.
Der Konzern schätzt zu jeden Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte in der Bonität beeinträchtigt
sind.
Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes gilt als ausgefallen und wird ausgebucht, wenn der Kon-
zern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgehen kann, dass der finanzielle Vermögenswert realisiert
werden kann.








3.15 RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat, es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein wer-
den, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die
Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflich-
tungen erforderlichen Ausgabe darstellt.

3.16 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen beinhalten langfristige Personalverpflichtungen, welche auf
Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Methode der laufenden Einmalprämien) gemäß IAS 19 be-
rechnet werden. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation) wird aufgrund der bis zum Bilanz-
stichtag zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und im Falle der Pensionen der Rentenan-
passung berechnet.
Aufgrund von Einzelvereinbarungen wurde einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewäh-
rung von Pensionszuschüssen zugesagt. Die Pensionszusage ist leistungsorientiert. Ein mit den Pensionsver-
pflichtungen im Zusammenhang stehendes Planvermögen wird als Abzugsposten berücksichtigt.






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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/12






Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund österreichischer arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Pensi-
onsantritt sowie regelmäßig bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber bezahlt werden müssen. Ihre
Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.





3.17 VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und andere Verbindlichkeiten haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die
Buchwerte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten. Weitere Informationen zur Klassifizierung in der Fair Value
Hierarchie sind daher nicht enthalten.

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio,
Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die
Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den
betreffenden Schulden. Die Berechnung der Barwerte berücksichtigt die maßgeblichen Zinskurven und Renditezu-
schläge (Stufe 2 der Fair Value Hierarchie).



3.18 ERLÖSE
Umsatzerlöse
Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen.
Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut an den Kunden überträgt.
Die folgende Darstellung gibt Auskunft über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Ver-
trägen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der
Erlösrealisierung.
Standard Betonfertigprodukte
Kunden erlangen Verfügungsgewalt über Standard Betonfertigprodukte, wenn die Produkte zum Bestimmungsort
des Kunden geliefert und dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt
werden. Zu diesem Zeitpunkt werden die Rechnungen erstellt. Rechnungen sind in der Regel innerhalb von 90
Tagen zahlbar. Für Standard Betonfertigprodukte werden teilweise umsatzabhängige Boni gewährt.
Die Erfassung der Erlöse erfolgt gemäß IFRS 15, wenn die Produkte zum Bestimmungsort des Kunden geliefert
und dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt werden.
Konstruktive Betonfertigteile
Bei Verträgen zu konstruktiven Betonfertigteilen werden Betonfertigteile nach Kundenvorgaben hergestellt. Der
Erlös wird zeitpunktbezogen erfasst, wenn die Produkte als (Teil)Lieferungen zum Bestimmungsort des Kunden
gelangen und dort von diesem abgenommen wurden, da Kundenverträge im Falle einer Vertragsauflösung für noch
nicht ausgelieferte Betonfertigteile keinen Anspruch auf einen angemessen Gewinnaufschlag vorsehen.
Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen für (Teil)Lieferungen gestellt und sind in der Regel
innerhalb von 90 Tagen zahlbar. Erhaltene Vorauszahlungen werden in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewie-
sen.


Übrige Erlöse
Die übrigen Erlöse werden wie folgt erfasst: Zinserträge zeitanteilig, unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung;
Dividendenerträge im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Dividendenausschüttung.


3.19 FREMDKAPITALKOSTEN
Die Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswer-
tes zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses
Vermögenswertes aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
unter den Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie
angefallen sind.









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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/13






3.20 ERTRAGSTEUERN
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden verursachungsgemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Ge-
winn des Geschäftsjahres. Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwer-
ten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für
steuerliche Zwecke erfasst (bilanzorientierten Methode).
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den
steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen
landesspezifischen Steuersätze von 9 % bis 25 % (Vorjahr: 9 % bis 25 %). Latente Steueransprüche werden nur
dann angesetzt, wenn wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis oder eine zeitgleich zu versteuernde
temporäre Differenz verfügbar sein wird, gegen die die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steueransprüche werden innerhalb der langfristigen Vermögenswerte, latente Steuerschulden innerhalb
der langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen bei Abschreibungen von Sachanlagen, als Finanzinves-
tition gehaltene Immobilien, Rückstellungen (Pensionen und Abfertigungen sowie sonstige) sowie aus steuerlichen
Verlustvorträgen.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG (Gruppenträger) und SW Umwelttechnik GmbH (Gruppenmitglied)
bilden seit dem Geschäftsjahr 2008 eine steuerliche Gruppe und haben diesbezüglich eine Steuerumlageverein-
barung nach der Belastungsmethode abgeschlossen. Es fielen keine ausländischen Verluste zur Erfassung in der
steuerlichen Gruppe an.
Im Februar 2022 trat in Österreich das Ökosoziales Steuerreformgesetz 2022 in Kraft, welches im Kalenderjahr
2023 eine Senkung der Körperschaftsteuer auf 24 % und ab dem Kalenderjahr 2024 eine Senkung der Körper-
schaftsteuer auf 23 % vorsieht. Die SW Umwelttechnik-Gruppe erwartet daraus keine wesentliche Auswirkung auf
den Konzernabschluss.






3.21 VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und An-
nahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögens-
werte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen
abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft.
Bei den folgenden Annahmen besteht durch Anwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen ein
Risiko, dass es zu einer Anpassung von Vermögenswerten und Schulden in zukünftigen Perioden kommen kann:

Werthaltigkeitsprüfungen bei Firmenwert und Sachanlagen: Werthaltigkeitsprüfungen basieren grundsätzlich
auf geschätzten künftigen abgezinsten Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögens-
wertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Um-
satzerlöse und daraus resultierende niedrigere Cash Flows sowie Änderungen der verwendeten Abzin-
sungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder soweit zulässig zu Zuschreibungen führen (siehe
auch Punkt 3.7 und 3.8).


Bestimmung der Nutzungsdauer bei Sachanlagen: Bei Festlegung der Nutzungsdauern von Vermögenswer-
ten des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer
(Restnutzungsdauer) vor-genommen.
Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeit-
werts angewandt, wobei für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Bewertungsgutachten heran-
gezogen werden. Die in den Gutachten ermittelten Werte können im Falle einer Veräußerung jedoch vom
tatsächlich erzielten Preis abweichen (siehe auch Punkt 6.3).

Aktive latente Steuern: Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in zukünftigen
Perioden ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, können aktive
latente Steuern nicht verwendet und in Folge dessen nicht angesetzt werden. Latente Steueransprüche
für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden basierend auf einer detaillierten Pla-
nungsrechnung über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren entsprechend ihrer zukünftigen Nutzbarkeit
aktiviert (siehe auch Punkt 6.5).





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34
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/14





Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen: Die Bewertung beruht auf einer Methode, bei der Parame-
ter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie Fluktuationsraten an-
gewendet werden. Änderungen dieser Annahmen können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen
führen (siehe auch Punkt 6.14).

Durch den Ukraine-Krieg, der Energiemarktveränderung und der Covid-19-Pandemie bestehen für den Konzern
zusätzliche, zu berücksichtigende Rahmenbedingungen bei Ermessensentscheidungen und Schätzungen.
Den Folgen der Covid-19-Pandemie kamen im Geschäftsjahr 2022 nur mehr eine geringfügige Bedeutung
zu. Die auf Covid-19 zurückführende Rohstoffverknappung hat sich zuletzt entspannt. SW Umwelttechnik
begegnete dieser mit vorausschauender Einkaufsplanung sowie der Aufstockung von Lagerbeständen.
Durch direkten und regionalen Bezug von Rohstoffen zur Betonherstellung konnten diese Beschaffungs-
risken erfolgreich gesteuert werden. Zusätzlich trugen langfristige Partnerschaften und Verträge mit
Hauptlieferanten zur bestmöglichen Steuerung dieses Risikofaktors bei, wodurch Leistungs- und Liefer-
garantie für Kunden gewährleistet werden konnten. Der Konzern beobachtet wieterhin den Verlauf der mit
Covid-19 zusammenhängenden Risken und möglichen Einschränkungen.
Das konzernweite Risikomanagement befasste sich im Geschäftsjahr 2022 vor allem mit den betrieblichen
Herausforderungen in Folge des Ukrainekriegs und der damit zusammenhängenden Energiekrise. Auch
hier behielt der Konzern die Einkaufsstrategie der vergangenen Jahre bei und sorgte mit einer weiterhin
vorausschauenden Einkaufsplanung an allen Werksstandorten für ausreichend hohe Lagerbestände. So
konnten auch hier Leistungs- und Liefergarantien für Kunden gewährleistet werden. Das interne Risiko-
management befasste sich zudem mit der Sicherung von Produktionskapazitäten. Dies erforderte eine
intensive Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklungen der einzelnen Kernmärkte. Die Lieferketten
passen sich kontinuierlich an die neuen Gegebenheiten an, sodass eine beginnende Entspannung zu
erkennen ist. Aufgrund der in Folge des Ukrainekriegs gestiegenen Strompreise entschied SW Umwelt-
technik die Investitionen in Photovoltaikanlagen vorzuziehen, um eine gewisse Unabhängigkeit in der
Strombeschaffung zu erreichen.
Die SW Umwelttechnik ist als produzierendes Unternehmen Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. Die Rohstoff-Beschaffung erfolgt in erster Linie über den EU-Markt. Insbesondere
Stahl, dessen Weltmarktpreis von mehreren Faktoren abhängig ist, unterliegt relativ großen Preisschwan-
kungen. SW Umwelttechnik beschafft daher bereits bei Auftragseingang von Großprojekten die benötigten
Stahlmengen, um so Stahlpreisschwankungen als Risikofaktor zu minimieren. Ein spezielles Auswahlver-
fahren von Lieferanten und stetige Überwachungsprozesse tragen zusätzlich zur Risikosteuerung bei.
Bei Ermessensentscheidungen und Schätzungen wurden aktuelle Einschätzungen über die voraussichtliche
wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Lenkungs- und Unterstützungsmaßnahmen be-
rücksichtigt. Trotz gesetzter Gegenmaßnahmen verbleiben insbesondere bei Ermessensentscheidungen und
Schätzungen im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden gewisse Unsicherheiten. Sich ändernde
Ermessensentscheidungen und Schätzungen können insbesondere auf die Untersuchung der Werthaltigkeit
von Firmenwert, Sachanlagen, finanziellen Vermögenswerten und die verlustfreie Bewertung des Vorratsver-
mögens als auch die Bildung von Verbindlichkeiten Auswirkungen haben.


3.22 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Nach dem Management Approach werden gemäß IFRS 8 die Geschäftsbereiche entsprechend der internen Be-
richtsstruktur definiert. Die Geschäftsbereiche der SW Umwelttechnik-Gruppe werden in einem ersten Schritt in die
Geschäftsfelder Tiefbau & Verkehr und Hochbau & Wohnen unterteilt. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Unter-
teilung nach Regionen.
Bei Lieferungen zwischen den einzelnen operativen Segmenten erfolgt die Bestimmung der konzerninternen Ver-
rechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenauf-
schlagsmethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung ebenfalls nach marktüblichen
Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenaufschlagsmethode.




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/15


4 Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlust-
rechnung

4.1 UMSATZERLÖSE
Der Konzern erzielt seine Umsätze fast zur Gänze aus dem Verkauf von Betonfertigteilen.
In der folgenden Tabelle werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach den wesentlichen Vertragsarten auf-
geschlüsselt. Die Summe der Umsätze entspricht den aufgegliederten Umsätzen der berichtspflichtigen Segmente
des Konzerns (siehe Punkt 8), wobei die Erlöse aus konstruktiven Betonfertigteilen fast zur Gänze dem Segment
Hochbau & Wohnen zuzuordnen sind.
in TEUR
2022 2021
Standard Betonfertigprodukte
76.820 66.988
Konstruktive Betonfertigteile
45.145 35.895
121.965 102.883
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus
Verträgen mit Kunden.
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
15.234 19.240
Vertragsverbindlichkeiten (siehe Punkt 6.15)
3.390 1.965
Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen. Die zu Beginn
des Geschäftsjahres 2022 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr als Umsatzerlös er-
fasst.
Die zum 31. Dezember 2022 verbleibenden Leistungsverpflichtungen haben eine erwartete ursprüngliche Laufzeit
von einem Jahr oder weniger.


4.2 BESTANDSVERÄNDERUNG UND AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
in TEUR 2022 2021
Bestandsveränderung
4.872 1.788
aktivierte Eigenleistungen
219 410
5.091 2.198


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/16




4.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
in TEUR
2022 2021
Erträge aus Abgängen von Anlagevermögen
46 269
Wertanpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
30 54
Übrige
453 484
529 807
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen aus Rückstellungen in Höhe von 335 TEUR
(Vorjahr: 157 TEUR) enthalten.






4.4 MATERIALAUFWAND UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
in TEUR
2022 2021
Materialaufwand
55.370 43.144
Sonstige bezogene Herstellungsleistungen
20.866 20.133
76.236 63.277
Im Aufwand für Material sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 17 TEUR (Vor-
jahr: 29 TEUR) enthalten.


4.5 PERSONALAUFWAND
in TEUR 2022 2021
Löhne
6.681 5.975
Gehälter
8.910 7.047
Aufwendungen für Altersversorgung
163 156
Aufwendungen für Abfertigungen
65 173
Aufwendungen für Sozialversicherungsbeiträge
2.081 1.962
Sonstige Sozialaufwendungen
647 491
18.547 15.804
Im Personalaufwand sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 108 TEUR (Vor-
jahr: 119 TEUR) enthalten.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (beitragsorientier-
tes System für österreichische Arbeiter und Angestellte mit Eintrittsdatum ab dem 1. Jänner 2003) in Höhe von 44
TEUR (Vorjahr: 36 TEUR) enthalten.

4.6 ABSCHREIBUNGEN
in TEUR 2022 2021
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
167 196
Abschreibungen auf Sachanlagen
4.630 4.210
4.797 4.406





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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/17




4.7 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
in TEUR
2022 2021
Betriebskosten
4.352 3.807
Verwaltungskosten
2.777 2.694
Vertriebskosten
2.414 1.776
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen
985 950
Wertanpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
38 49
Übrige
1.625 1.352
12.191 10.628
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen
für den Abschlussprüfer betrugen 52 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). Von diesen Aufwendungen entfallen auf die Prü-
fung von Einzel- und Konzernabschluss 50 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) und auf Beratung TEUR 4 (Vorjahr: 0 TEUR).
Weiters sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe
von 95 TEUR (Vorjahr: 49 TEUR) enthalten.






4.8 FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN
Die Finanzierungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen nach der Effektivzinsmethode für Finanzielle
Verbindlichkeiten bewertetet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Kredite, Darlehen und Leasingverbindlichkei-
ten).



4.9 ÜBRIGES FINANZERGEBNIS
in TEUR
2022 2021
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
-136 579
Dividenden
21 22
Zinsen und ähnliche Erträge
1 0
-114 601







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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/18




4.10 ERTRAGSTEUERN
in TEUR
2022 2021
laufender Steueraufwand 1.504 1.180
latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (-)
689 290
2.193 1.470
Überleitungsrechnung zur Ermittlung der effektiven Steuerbelastung /
des effektiven Steuervorteils des Konzerns:
Ergebnis vor Steuern 12.725 11.188
fiktive Steuerbelastung bei Ansatz der
österreichischen Körperschaftsteuer zu 25 %
3.180 2.797
abweichende ausländische Steuersätze
-1.760 -1.429
permanente Differenzen
229 266
Veränderungen beim Ansatz von aktiven latenten Steuern inkl. Verlustvorträgen
581 -70
periodenfremde Steuern und sonstige Effekte
-37 -94
effektive Steuerbelastung
2.193 1.470
effektive Steuerbelastung in % 17,2 % 13,0 %



4.11 ERGEBNIS JE AKTIE
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie sind ident und ermitteln sich wie folgt:
2022 2021
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil des Konzern-
ergebnisses (in TEUR)
10.532 9.718
gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien
725.999 725.999
Ergebnis je Aktie (in EUR)
14,51 13,39
Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (verwässert und unverwässert) ermittelt sich wie folgt:
Aktien in Stück
2022 2021
Stammaktien zum 1.1. und zum 31.12. (entspricht dem gewichteten Durchschnitt)
725.999 725.999



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/19


5 Angaben zu einzelnen Posten der Gesamtergebnisrechnung
Die Gesamtergebnisrechnung leitet das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung des sonstigen Ergebnisses,
getrennt nach Sachverhalten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können bzw. wurden,
und solchen, die nicht umgegliedert werden können, auf das Gesamtergebnis nach Steuern über.
5.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Nach IAS 21 sind Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Toch-
terunternehmen in die Konzernwährung im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Für die Zusammensetzung des Er-
gebnisses aus Währungsumrechnung siehe Punkt 6.11.

5.2 NEUBEWERTUNG VON LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN
Das versicherungsmathematische Nettoergebnis im Zusammenhang mit Pensionszusagen und Abfertigungsver-
pflichtungen beträgt für das Geschäftsjahr +45 TEUR (Vorjahr: -316 TEUR). Darauf entfallen latente Steuern in
Höhe von -11 TEUR (Vorjahr: +79 TEUR). Für die Erläuterung der Zusammensetzung des versicherungsmathe-
matischen Ergebnisses wird auf Punkt 6.14 verwiesen.




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/20

6 Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
A k t i v a




6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT
Rechte und
in TEUR Firmenwert
Lizenzen Summe
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2021 265 1.702 1.967
Zugänge 0 268 268
Abgänge 0 -116 -116
Umgliederungen 0 7 7
Währungsumrechnung -2 -8 -10
Stand 31.12.2021 263 1.853 2.116
Stand 1.1.2022
263 1.853 2.116
Zugänge
0 56 56
Abgänge 0 -2 -2
Umgliederungen
0 -2 -2
Währungsumrechnung
-17 -62 -79
Stand 31.12.2022
246 1.843 2.089
kumulierte Abschreibung
Stand 1.1.2021 0 1.301 1.301
Abschreibungen 0 196 196
Abgänge 0 -109 -109
Währungsumrechnung 0 -8 -8
Stand 31.12.2021 0 1.380 1.380
Stand 1.1.2022
0 1.380 1.380
Abschreibungen
0 167 167
Abgänge 0 -2 -2
Umgliederungen
0 -2 -2
Währungsumrechnung
0 -40 -40
Stand 31.12.2022
0 1.503 1.503
Buchwerte 31.12.2021 263 473 736
Buchwerte 31.12.2022
246 340 586







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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/21





6.2 SACHANLAGEN
Andere Anla-
Grundstücke
technische
gen, Betriebs-
Geleistete
Summe
und Bauten
Anlagen und
und Ge-
Anzahlungen
Maschinen
schäftsaus-
und Anlagen in
in TEUR
stattung
Bau
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2021 41.301 53.202 6.353 5.557 106.413
Zugänge 965 2.169 1.417 2.903 7.454
Abgänge -306 -659 -648 -2 -1.615
Umgliederungen 2.900 957 82 -3.946 -7
Währungsumrechnung -364 -487 -70 -71 -992
Stand 31.12.2021 44.496 55.182 7.134 4.441 111.253
Stand 1.1.2022
44.496 55.182 7.134 4.441 111.253
Zugänge
433 4.908 1.192 13.865 20.398
Abgänge -1 -984 -233 0 -1.218
Umgliederungen
1.795 1.167 30 -2.990 2
Währungsumrechnung
-1.511 -2.311 -204 -113 -4.139
Stand 31.12.2022
45.212 57.962 7.919 15.203 126.296
kumulierte Abschreibung
Stand 1.1.2021 16.927 35.138 4.425 335 56.825
Abschreibungen 1.130 2.302 778 0 4.210
Abgänge -113 -646 -634 0 -1.393
Währungsumrechnung -126 -334 -58 -6 -524
Stand 31.12.2021 17.818 36.460 4.511 329 59.118
Stand 1.1.2022
17.818 36.460 4.511 329 59.118
Abschreibungen
948 2.723 805 154 4.630
Abgänge 0 -666 -179 0 -845
Umgliederungen
0 1 1 0 2
Währungsumrechnung
-559 -1.549 -149 -2 -2.259
Stand 31.12.2022
18.207 36.969 4.989 481 60.646
Buchwerte 31.12.2021 26.678 18.722 2.623 4.112 52.135
Buchwerte 31.12.2022
27.005 20.993 2.930 14.722 65.650
In den Grundstücken und Bauten sind Grundwerte in Höhe von 5.320 TEUR (Vorjahr: 5.462 TEUR) enthalten. Als
Sicherheiten für Fremdfinanzierungen wurden Grundstücke und Bauten mit einem Buchwert in Höhe von 26.320
TEUR (Vorjahr: 25.955 TEUR) sowie technische Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert in Höhe von 18.443
TEUR (Vorjahr: 18.722 TEUR) verpfändet. Zusätzlich wurden die mit den Werkserrichtungen im Zusammenhang
stehenden Anlagen in Bau verpfändet.

Dem Konzern wurden für ein im Jahr 2019 in Betrieb genommenes Werk in Ungarn Zuwendungen der öffentlichen
Hand gewährt. Die Förderprüfung durch die öffentliche Hand wurde im Jahr 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die
Förderbedingungen sehen einen bestimmten zu erreichenden Mindestumsatz für Exportlieferungen sowie für eine
bestimmte Produktreihe vor. Kommt es ohne Fremdverschulden zu einer wesentlichen Unterschreitung der gefor-
derten Mindestumsätze, so kann vom Fördergeber eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Derzeit wird davon






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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/22





ausgegangen, die geforderten Mindestumsätze zu erreichen. Die Förderung wurde vom entsprechenden Anlagen-
vermögen abgesetzt. Der abgesetzte Restbuchwert der Förderung beträgt zum Jahresende 1.982 TEUR.
Für eine laufende Werkserrichtung in Rumänien besteht mit der öffentlichen Hand eine Fördervereinbarung in Höhe
von insgesamt TEUR 3.189 TEUR. Davon wurden bisher 3.017 TEUR von den Anlagen in Bau in Abzug gebracht.
Zusätzlich wurden dem Konzern für laufende Investitionen Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe 21 TEUR
(Vorjahr: 23 TEUR) gewährt.

Das Bestellobligo zum Abschlussstichtag für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt
17.695 TEUR (Vorjahr: 1.375 TEUR). Für bestellte und noch nicht gelieferte Anlagegüter wurden Anzahlungen in
Höhe von 4.695 TEUR geleistet.



Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen sind in den jeweiligen Bereichen der Sachanlagen enthaltenen und
stellen sich wie folgt dar:
Grundstücke und
technische
Andere Anlagen,
Bauten
Anlagen und
Betriebs- und Ge-
Summe
in TEUR
Maschinen
schäftsausstattung
Nutzungsrechte
Stand 1.1.2021 153 428 210 791
Abgänge 0 0 -4 -4
Abschreibungen -153 -72 -118 -343
Stand 31.12.2021 0 356 88 444
Stand 1.1.2022 0 356 88 444
Zugänge
0 106 738 844
Abgänge 0 -1 -42 -43
Abschreibungen
0 -74 -43 -117
Stand 31.12.2022
0 387 741 1.128


In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen folgende Beträge er-
fasst:
in TEUR
2022 2021
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten
27 17
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse
150 194
Aufwand für Leasingverhältnisse von geringem Wert
16 18
Abschreibungen
117 343


6.3 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Jene Immobilien, die zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden, werden durch das Management als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40 klassifiziert. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 3.10
verwiesen. Bei diesen Immobilien handelt es sich sowohl um bebaute wie auch um unbebaute Grundstücke, welche



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/23


in Ungarn und Rumänien gelegen sind. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dienen als Sicherheiten für
Fremdfinanzierungen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nicht vermietet. Als direkt zurechenbare operative Aufwen-
dungen fielen lediglich Grundsteuern von untergeordneter Bedeutung an.
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:
in TEUR
2022 2021
Stand 1.1.
2.695 2.736
Währungsumrechnung
-24 -40
Bewertungsergebnis
-8 5
Abgänge
-23 -6
Stand 31.12.
2.640 2.695







6.4 FINANZINVESTITIONEN
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
a) Anteile an verbundenen Unternehmen
131 95
b) Übrige Finanzinvestitionen
1.274 1.392
1.405 1.487
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen wurden in den Konzernabschluss nicht einbezogen, weil
diese - sowohl individuell als auch kumuliert auf der Basis von Umsatzerlösen und Periodenergebnissen - für die
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne einer
fairen Präsentation von untergeordneter Bedeutung sind. Die Veränderung des Buchwertes ist auf die Anpassung
auf den beizulegenden Zeitwert zurückzuführen und wurde im übrigen Finanzergebnis erfasst.
Beteiligungs-
Beteiligungs-
buchwert
Quote
zum 31.12.
2022 2021
2022 2021
TEUR TEUR
% %
SW Umwelttechnik Bulgaria EOOD, Sofia
37 37
100,0 100,0
SW Umwelttechnik Slovensko S.r.o., Kosice 94 58
100,0 100,0
131 95
Übrige Finanzinvestitionen
in TEUR 2022 2021
Stand 1.1.
1.392 1.137
Marktbewertung
-118 255
Stand 31.12.
1.274 1.392
Die übrigen Finanzinvestitionen bestehen aus Aktien und wurden als Sicherheit für Fremdfinanzierungen verpfän-
det.








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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/24


6.5 LATENTE STEUERN
Die latenten Steueransprüche und -schulden sind den folgenden Bilanzposten zuzurechnen:
in TEUR zum 31.12.2022
Latente
Latente
Steueransprüche
Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte
1 0
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
6 -492
Finanzinvestitionen
0 -7
Vorräte
11 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
68 0
Rückstellungen
21 0
Verbindlichkeiten
0 -154
Verrechnung der Steuern
-107 107
0 -546
Latente Steuern
in TEUR zum 31.12.2021
Latente
Latente
Steueransprüche
Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte 2 0
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 -570
Finanzinvestitionen 0 -4
Vorräte
0 -23
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 55 -9
Rückstellungen 758 0
Verbindlichkeiten 96 -175
Verrechnung der Steuern -175 175
736 -606
Latente Steuern
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
2022 2021
in TEUR
Stand 1.1.
130 336
Veränderungen Gewinn und Verlust
-689 -290
Veränderungen Sonstiges Ergebnis
13 84
Stand 31.12.
-546 130



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/25




Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß bilanziert, in dem erwartete zukünftige steuerliche Gewinne zur
Verrechnung anfallen werden. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden in der österreichischen Steuergruppe aktive la-
tente Steuern nicht mehr angesetzt, da auf Grund von überhängenden steuerfreien Erträgen in absehbarer Zeit mit
nicht einer steuerlichen Verwertung gerechnet werden kann.
Die nicht als latente Steuern bilanzierten steuerlichen Verlustvorträge betragen 16.761 TEUR und sind unbegrenzt
vortragsfähig.
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die Unter-
schiedsbeträge zwischen den steuerlichen Beteiligungsansätzen und dem anteiligen Eigenkapital der in den Kon-
zernabschluss einbezogenen Unternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde hierfür keine Steuer-
abgrenzung vorgenommen.


6.6 VORRÄTE
in TEUR zum 31.12. 2022 2021
*)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
12.529 10.342
Fertige Erzeugnisse und Waren
17.984 11.734
Geleistete Anzahlungen
58 11
30.571 22.087
In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse und Waren zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 6.995 TEUR (Vor-
jahr: 3.826 TEUR) enthalten. Die damit zusammenhängende Wertberichtigung beträgt 1.340 TEUR (Vorjahr: 938
TEUR). Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von 25.444 TEUR (Vorjahr: 19.365 TEUR) wurden als Sicherheiten
für Fremdfinanzierungen verpfändet.
*)
Der Konzern ordnet nunmehr bestellte und noch nicht ausgelieferte Beton-
fertigteile den fertigen Erzeugnissen zu. Die Vergleichszahlen des Jahres 2021 wurden entsprechend angepasst
und 305 TEUR von den unfertigen zu den fertigen Erzeugnissen umgegliedert.





6.7 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Forderungen werden teilweise über Kreditversicherungen abgesichert. Weiters wurden Forderungen aus Lieferun-
gen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 15.234 TEUR (Vorjahr: 16.000 TEUR) als Sicherheiten für
Fremdfinanzierungen zediert.

Die Altersstruktur der langfristigen und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich nach
Berücksichtigung der Wertberichtigung wie folgt dar:
in TEUR zum 31.12.2022 Bruttowerte Wertberichtigung Buchwerte
Nicht überfällig
13.698 -1.052 12.646
0 – 90 Tage überfällig
2.697 -257 2.440
90 – 180 Tage überfällig
209 -148 61
180 – 360 Tage überfällig
86 -29 57
Über 360 Tage überfällig
602 -572 30
Gesamt
17.292 -2.058 15.234






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46
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/26





in TEUR zum 31.12.2021 Bruttowerte Wertberichtigung Buchwerte
Nicht überfällig 17.410 -418 16.992
0 – 90 Tage überfällig 2.639 -592 2.047
90 – 180 Tage überfällig 144 -19 125
180 – 360 Tage überfällig 115 -93 22
Über 360 Tage überfällig 603 -549 54
Gesamt 20.911 -1.671 19.240
Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
in TEUR
2022 2021
Stand 1.1.
1.671 3.284
Zuführung
431 95
Verbrauch
-16 -1.686
Auflösung
-28 -22
Stand 31.12.
2.058 1.671
Zuführungen zu Wertberichtigungen werden im sonstigen betrieblichen Aufwand und Auflösungen von Wertberich-
tigungen werden im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst.













6.8 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Investitionsförderung
3.017 0
Steuern und Abgaben
973 731
Anzahlungen an Lieferanten
460 1.417
Abgrenzungen
290 128
Derivate (Währungsswaps und Devisentermingeschäft)
0 258
Sicherstellungen
0 132
Übrige
215 485
4.955 3.151
Für die Werkserrichtung in Rumänien wurde dem Konzern eine Förderung durch die öffentliche Hand gewährt. Im
Geschäftsjahr erfolgte noch keine Auszahlung von Fördermitteln.

In den Steuern und Abgaben sind im Vorjahr aufgerechnete Ertragssteuern in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: -169
TEUR) enthalten. Die sonstigen Forderungen wiesen zum Stichtag des Berichtsjahres und zum Stichtag des vo-
rangegangenen Berichtsjahres keine Überfälligkeiten auf.









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4747
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/27


6.9 LIQUIDE MITTEL
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Kassenbestände
17 20
Guthaben bei Kreditinstituten
3.084 1.752
3.101 1.772




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48
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/28


P a s s i v a



6.10 GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE
Anzahl der aus-
Gezeichnetes
Kapitalrücklage
Summe
stehenden Aktien
Kapital
(Grundkapital)
TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1.2021 725.999 5.278 6.862 12.140
Stand 31.12.2021 725.999 5.278 6.862 12.140
Stand 31.12.2022 725.999 5.278 6.862 12.140
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der gesonderten Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dar-
gestellt.


Kapitalerhöhung
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach
Eintragung der Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft, allenfalls in mehreren Tran-
chen, um bis zu 2.639 TEUR durch Ausgabe von 362.999 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktion gegen
Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen mit Zustimmung des
Aufsichtsrates festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausgabe
von Aktion aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Eigene Aktien
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2022 wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener
Aktien gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 widerrufen und gleichzeitig wurde der Vorstand
gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG neuerlich dazu ermächtigt, innerhalb von 30 Monaten ab dem auf die Beschlussfassung
folgenden Tag, somit ab dem 6. Mai 2022 bis zum 6. November 2024, eigene Aktien bis zu einem Anteil von
höchstens 10 % des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb
zu leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durchschnittli-
chen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung
kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke aus-
geübt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung dieser eigenen Aktien
ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat ermächtigt
wurde, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rats innerhalb von fünf Jahren ab dem Tag dieser Beschlussfassung die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zuläs-
sige Art wieder zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt wurde, für die Veräußerung eigener Aktien eine an-
dere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugs-
rechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im Rahmen
eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer, leitende Angestellte, Mitglieder des
Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.


Kapitalmanagement
In Bezug auf das Kapitalmanagement strebt der Vorstand mittelfristig eine Eigenkapitalquote von über 30 % an.
Dieses Ziel soll primär durch entsprechende Nutzung der vorhandenen Kapazitäten, finanziert aus dem eigenen
Cash Flow des Konzerns, erreicht werden. Sekundär kann das Ziel durch Verkäufe von nicht-betriebsnotwendigen
Vermögenswerten oder entsprechender Kapitalzufuhr von außen unterstützt werden.



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4949
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/29


6.11 AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Position resultiert aus der Veränderung der Währungsparität zwischen Euro und Forint bzw. Leu bezogen auf
ausländische Tochtergesellschaften.
Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2022 2021
Stand 1.1.
-13.258 -12.684
Veränderung aus Gewinn- und Verlustrechnung
-154 -187
Veränderung aus Nettovermögen
-1.482 -387
Stand 31.12.
-14.894
-13.258
6.12 KUMULIERTE ERGEBNISSE
Neubewertungsrücklagen
Vom Management werden jene Immobilien, die nicht länger für Herstellungszwecke genutzt werden, von der
Gruppe der Sachanlagen (Bewertung nach IAS 16) in den Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immo-
bilien (Bewertung nach IAS 40) übertragen (siehe Punkt 3.10). Bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem
Buchwert nach IAS 16 und dem ermittelten beizulegenden Zeitwert werden gemäß IAS 40.61 ergebnisneutral im
sonstigen Ergebnis dargestellt und in einer Bewertungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen. Die Folgebewertung
erfolgt gemäß IAS 40.35 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Ebenso werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten
Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen (Rückstellungen für Abfertigungen) in dieser Po-
sition ausgewiesen.
Die Beträge dieser Rücklagen werden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Gewinnrücklage
In der Gewinnrücklage werden die bisherigen Konzernjahresergebnisse abzüglich etwaiger Ausschüttungen kumu-
liert ausgewiesen.
Die Aufteilung und Entwicklung der kumulierten Ergebnisse ist der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zu
entnehmen.




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50
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/30




6.13 FINANZVERBINDLICHKEITEN
in TEUR zum 31.12.2022
davon davon davon
Gesamt in EUR in HUF in RON
langfristig
Darlehen von Kreditinstituten
37.205 30.831 3.201 3.173
Leasing
781
37.986
kurzfristig
Darlehen und Barvorlagen von
Kreditinstituten
26.112 15.141 4.594 6.377
Leasing
232
26.344
Finanzverbindlichkeiten gesamt
64.330
in TEUR zum 31.12.2021
davon davon davon
Gesamt in EUR in HUF in RON
langfristig
Darlehen von Kreditinstituten 38.406 31.846 6.560 0
Leasing 275
38.681
kurzfristig
Darlehen und Barvorlagen von
Kreditinstituten 11.333 8.095 1.748 1.490
Leasing 143
11.476
Finanzverbindlichkeiten gesamt 50.157
Die Finanzverbindlichkeiten sind durch Verpfändungen von Grundstücken und Bauten, technischen Anlagen und
Maschinen, Anlagen in Bau, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, Finanzanlagen und Vorräten sowie
durch Forderungszessionen besichert.

Die Finanzverbindlichkeiten werden überwiegend variabel auf Basis von EURIBOR, BUBOR bzw. ROBOR zuzüg-
lich eines Aufschlages verzinst. Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 15.160 TEUR (Vorjahr: 7.391 TEUR) be-
steht eine fixe Verzinsung.





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5151
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/31




Die effektive Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
2022 2021
in % in %
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in EUR
0,9-4,3 0,9-3,0
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in HUF
1,3-19,0 0,8-5,9
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in RON
7,45-9,1 5,6
Leasing
3,2-4,1 2,0
Die vertraglichen Cashflows der Finanzverbindlichkeiten stellen sich auf Bruttobasis (inklusive Zinszahlungen) wie
folgt dar:
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
innerhalb eines Monats fällig
23 104
zwischen einem und drei Monaten fällig
6.949 435
zwischen drei und zwölf Monaten fällig
21.908 11.184
zwischen einem und fünf Jahren fällig
28.648 27.459
nach fünf Jahren fällig
15.021 14.663
72.549 53.845




6.14 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen teilen sich wie folgt auf:
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Rückstellungen für Pensionen
3.239 3.474
Rückstellungen für Abfertigungen
987 885
4.226 4.359
6.14.1 Rückstellungen für Pensionen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsma-
thematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen sich
wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensions-
Verpflichtung (Defined Benefit Obligation)
4.209 4.477
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
-970 -1.003
Bilanzierte Rückstellung
3.239 3.474




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52
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/32


Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR
2022 2021
Barwert (DBO) 1.1.
4.477 4.331
Zinsaufwand
44 34
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme
-793 160
erfahrungsbedingte Berichtigung
668 131
Verwendung für Pensionszahlungen
-187 -179
Barwert (DBO) 31.12.
4.209 4.477
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 218 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR) erwartet. Die durch-
schnittliche Restlaufzeit der Pensionsrückstellung beträgt zum Stichtag 11 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre).
Als Planvermögen werden qualifizierte Rückdeckungsversicherungen vom Barwert der Pensionsverpflichtung ab-
gezogen. Das Planvermögen wurde an die pensionsberechtigten Personen verpfändet.
Die Pensionsrückstellung betrifft zur Gänze im Ruhestand befindliche ehemalige Vorstandsmitglieder.
Das Planvermögen hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2022 2021
Planvermögen 1.1.
1.003 1.036
Zinsertrag
10 10
Veranlagungsergebnis ohne Zinsertrag
16 17
Geleistete Zahlungen
-59 -60
Planvermögen 31.12.
970 1.003
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen ergeben sich aus nachstehender Aufstellung:
2022 2021
Zinssatz 4,14 % 1,0 %
Rentensteigerung
2023: 10,50 % 2,5 %
ab 2024: 4,14 %
Sterbetafel
AVÖ 2018-P AVÖ 2018-P
Sensitivitätsanalyse 2022
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2022 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz
-438 476
Rentensteigerung
472 -440
Sensitivitätsanalyse 2021
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2021 + 0,5 % Punkte - 0,5 % Punkte
Zinssatz -268 293
Rentensteigerung 287 -265




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5353
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/33


6.14.2 Rückstellungen für Abfertigungen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungs-
mathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen
sich wie folgt zusammen:
Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR
2022 2021
Barwert (DBO) 1.1.
885 840
Laufender Dienstzeitaufwand
35 35
Zinsaufwand
9 7
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme
-149 22
erfahrungsbedingte Berichtigung
237 20
Verwendung für Abfertigungszahlungen
-30 -39
Barwert (DBO) 31.12.
987 885
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 33 TEUR) erwartet. Die durch-
schnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsrückstellung beträgt zum Stichtag 11 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre).
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen stellen sich wie folgt dar:
2022 2021
Zinssatz
4,14 % 1,0 %
Gehaltssteigerung
2023: 10,60 % 2,5 %
ab 2024: 4,14 %
Fluktuation
0,0 % - 3,8 % 0,0 % - 3,8 %
Pensionsalter
Gesetzlich Gesetzlich
Sterbetafel
AVÖ 2018-P AVÖ 2018-P
Sensitivitätsanalyse 2022
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2022 + 1,0 % Punkte - 1,0 % Punkte
Zinssatz
-86 94
Gehaltssteigerung
94 -88
Sensitivitätsanalyse 2021
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2021 + 0,5 % Punkte - 0,5 % Punkte
Zinssatz -42 46
Gehaltssteigerung 45 -41




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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/34








6.15 ANDERE VERBINDLICHKEITEN
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10.000 12.000
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht-konsolidiert)
17 9
Vertragsverbindlichkeiten
3.390 1.965
Sonstige Verbindlichkeiten
6.639 6.556
20.046 20.530
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2022 2021
Personalverbindlichkeiten
2.097 2.138
Sonstige Rückstellungen
1.851 2.025
Überzahlungen von Kunden
927 695
Kostenabgrenzungen
742 849
Steuern
731 612
Sozialabgaben
203 237
Übrige
88 0
6.639 6.556
In den sonstigen Verbindlichkeiten für Steuern sind keine Ertragssteuern (Vorjahr: 357 TEUR) enthalten. Die sons-
tigen Rückstellungen, welche im Wesentlichen auf Gewährleistungen und Vertragsbeendigungskosten zurückzu-
führen sind, werden aus Gründen der Unwesentlichkeit unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.









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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/35

7 Angaben zum Konzern – Cash Flow Statement
7.1 ERWERB VON SACH- UND IMMATERIELLEM ANLAGEVERMÖGEN
Die Abweichung zwischen den Zahlungsabflüssen gemäß Konzern-Cash Flow-Statement und den Zugängen ge-
mäß Konzernanlagenspiegel resultiert aus unterschiedlichen Zeitpunkten von Aktivierung und Bezahlung des An-
lagevermögens sowie aus Vorratsvermögen, das bei der Herstellung von selbst erstelltem Sachanlagevermögen
verwendet worden ist.
7.2 ZAHLUNGSMITTELFONDS
Als Zahlungsmittelfonds werden die flüssigen Mittel, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinsti-
tuten umfassen, festgelegt.
Überleitung der Bewegungen der Finanzverbindlichkeiten auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten:
in TEUR
2022 2021
01.01.
50.157 49.334
Einzahlungen
21.280
11.373
Rückzahlungen -6.609 -10.462
Summe Veränderung Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
14.671 911
Wechselkursänderungen
-543
-77
aktivierte Fremdfinanzierungskosten
10 0
Zinsaufwendungen
1.480 1.011
Gezahlte Zinsen
-1.445 -1.022
Summe sonstige Veränderungen
-498 -88
31.12.
64.330
50.157



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/36
Umsatzerlöse
Vermögenswerte)


8 Segmentberichterstattung
8.1 OPERATIVE GESCHÄFTSSEGMENTE
Die Geschäftsfelder untergliedern sich wie folgt:
Tiefbau & Verkehr:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Abwasserableitung (Kanalschächte, Kanalrohre, Pumpstationen, Senkgruben, Sickerschächte),
Abwasserreinigung (Mineralöl- und Fettabscheider, biologische Kläranlagen, Reinigung von Oberflächenwas-
ser),
Verkehrsbau (Brücken, Hangbefestigungen, Durchlässe, Betonleitwände) sowie
Wassernutzung (Regenwassernutzung, Trinkwasserspeicherung).
Hochbau & Wohnen:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Energiebau (Masten für Telekommunikation und Stromversorgung, Trafostationen, Fischaufstiegshilfen, Fer-
tigteile für den Kraftwerksbau),
Industriebau (Fertigteile für den konstruktiven Hochbau, wie z.B. für Industriehallen sowie andere gewerbliche
und industrielle Bauten) sowie
Wohnbau (Deckensysteme, Pflaster, Hochbausteine, Fertigteilstiegen).
Die jeweiligen Segmente enthalten alle unmittelbar zuordenbaren Vermögenswerte und Schulden. Nicht zugeord-
net sind steuerliche Vermögenswerte und Schulden, Finanzinvestitionen und Finanzverbindlichkeiten. Die Spalte
„Überleitung“ weist ausschließlich die Schuldenkonsolidierung aus.
Tiefbau
Hochbau
2022 in TEUR
&
&
Über-
Summe
Verkehr
Wohnen
leitung
Standard Betonfertigprodukte
40.163 36.657 0 76.820
Konstruktive Betonfertigteile
1.364 43.781 0 45.145
Konzernumsatz
41.527 80.438 0 121.965
Segmentergebnis 6.237 10.343 0 16.580
Sonstiges und nicht
-766
zuordenbares Ergebnis
Betriebsergebnis
15.814
Segmentvermögen 45.484 75.067 -454 120.097
Sonstiges und nicht
4.045
zuordenbares Vermögen
Konzernvermögen
124.142
Segmentschulden 8.839 15.887 -454 24.272
Sonstige und nicht
64.876
zuordenbare Schulden
Konzernschulden
89.148
Investitionsausgaben 3.364 19.211 0 22.575
Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle
2.398 2.399 0 4.797



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5757
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/37

Tiefbau
Hochbau
2021 in TEUR
&
&
Über-
Summe
Verkehr
Wohnen
leitung
Umsatzerlöse
Standard Betonfertigprodukte 38.841 28.147 0 66.988
Konstruktive Betonfertigteile 1.642 34.253 0 35.895
Konzernumsatz 40.483 62.400 0 102.883
Segmentergebnis 6.619 5.863 0 12.482
Sonstiges und nicht
-709
zuordenbares Ergebnis
Betriebsergebnis 11.773
Segmentvermögen 42.635 57.409 -923 99.121
Sonstiges und nicht
4.918
zuordenbares Vermögen
Konzernvermögen 104.039
Segmentschulden 10.145 15.667 -923 24.889
Sonstige und nicht
50.763
zuordenbare Schulden
Konzernschulden 75.652
Investitionsausgaben 3.154 4.395 0 7.549
Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle
2.398 2.008 0 4.406
Vermögenswerte)
Transaktionen zwischen den Berichtssegmenten:
Umsatzerlöse in TEUR 2022 2021
Tiefbau & Verkehr und Verwaltung
138 110
Hochbau & Wohnen
1 0
139 110
Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet.
Der Konzern operiert vorwiegend in vier geographischen Regionen im Sinne von Produktionsstätten: Österreich,
Ungarn, Rumänien und übriges Europa. In diesen Ländern wird jeweils die gesamte Produktpalette des Konzerns
angeboten.



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/38

Die Bedeutung der geographischen Regionen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
Umsatzerlöse Gesamtvermögen
in TEUR
2022 2021
2022 2021
Österreich 13.924 12.518
12.957 13.200
Ungarn
67.162 59.605
58.216 54.389
Rumänien
38.363 28.316
53.392 37.318
Übriges Europa
2.516 2.444
32 55
Überleitung
-455 -923
121.965 102.883
124.142 104.039
Investitionsausgaben
in TEUR
2022 2021
Österreich
1.187 1.219
Ungarn
7.238 2.527
Rumänien
14.150 3.803
22.575 7.549
Die Umsatzerlöse sind gegliedert nach Absatzmärkten. Eine Abgrenzung nach den Ländern, in denen die Produk-
tion erfolgt, würde nicht zu einer wesentlichen Abweichung im obigen Zahlenwerk führen. Gesamtvermögen und
Investitionsausgaben sind gegliedert nach den Gebieten, in denen sich die Vermögenswerte physisch befinden.
Es bestehen keine Kunden, deren Umsatzerlöse sich auf mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Konzerns belaufen.



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/39



9 Sonstige Angaben
9.1 AUSSCHÜTTUNG
Als Ausschüttung auf den Bilanzgewinn 2022 wird eine Dividende von 2,90 EUR (Vorjahr: 1,60 EUR) je Aktie bzw.
in Höhe von insgesamt rund 2.105 TEUR (Vorjahr: 1.162 TEUR) vorgeschlagen und angekündigt. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurde von der Hauptversammlung eine erhöhte Dividende von 3,20 EUR je Aktie bzw. in Höhe von
insgesamt 2.323 TEUR beschlossen und kam zur Ausschüttung.

9.2 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne der Definition von „related parties“ ge-
mäß IAS 24 werden wie gegenüber unabhängigen Dritten gestaltet. Als „related parties“ gelten der Vorstand, der
Aufsichtsrat, nicht-konsolidierte verbundene Unternehmen, sowie die Wolschner Privatstiftung.
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 erwarb der Vorstand Gehaltsansprüche in Höhe von 1.505 TEUR (Vor-
jahr: 1.085 TEUR). Darin enthalten sind variable Gehaltsansprüche in Höhe von 770 TEUR (Vorjahr: 373 TEUR)
sowie Leistungen an eine Pensionskasse in Höhe von 169 TEUR (Vorjahr: 164 TEUR). Weiters sind für Vorstands-
mitglieder Service Costs für die Bildung einer Abfertigungsrückstellung in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR)
angefallen.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes hat die Gesellschaft Gesamtzahlungen in Form von Pensionsbeiträgen
in Höhe von 187 TEUR (VJ 179 TEUR) geleistet.
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr insgesamt 82 TEUR
(Vorjahr: 100 TEUR).
Zum Bilanzstichtag und im Vorjahr waren keine Darlehen an Vorstandsmitglieder gewährt. Sonstige Haftungen für
Kredite von Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats bestehen nicht.
Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen keine Umsätze (Vorjahr: 0 TEUR) er-
zielt, jedoch Leistungen in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR) bezogen. Die offenen Verbindlichkeiten ge-
genüber verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen ist Punkt 6.15 zu entnehmen. Sicherheiten oder Garan-
tien für Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen bestehen
nicht.
Mit der Wolschner Privatstiftung wurden abgesehen von weiterverrechneten Aufwendungen in Höhe von 2 TEUR
(Vorjahr: 2 TEUR) keine Transaktionen getätigt.



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/40





9.3 FINANZINSTRUMENTE
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Schulden. Es wurden keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert angeführt, wenn der Buchwert
einem angemessenen Näherungswert für den Zeitwert entspricht.
2022 Bucwerte Beizulegende Zeitwerte
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Kategorie nach IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirk-
sam zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente
1.405 1.274
131 1.405
1.405
Finanzielle Vermögenswerte zu fortge-
führten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leis-
15.351
tungen sowie sonstige Vermögenswerte
*)
Liquide Mittel
3.101
18.452
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 64.330
63.359
63.359
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
10.837
Leistungen sowie sonstige Verbindlich-
keiten *)
75.167
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.
2021 Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Kategorie nach IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte erfolgs-
wirksam zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente 1.487 1.392
95 1.487
Derivate 258 258 258
1.745
Finanzielle Vermögenswerte zu fortge-
führten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leis-
19.372
tungen sowie sonstige Vermögenswerte
*)
Liquide Mittel 1.772
21.144
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten **) 50.157
50.157
50.157
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
12.858
Leistungen sowie sonstige Verbindlich-
keiten *)
63.015
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.







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6161
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/41





**) In der Vergleichsperiode entspricht der beizulegende Zeitwert auf Grund der variablen Verzinsung sowie der
Kurz- / Mittelfristigkeit der fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.
Das Nettoergebnis gegliedert nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar (in TEUR):
2022
im Konzern-
aus Zinsen
aus
aus
aus
ergebnis er-
Dividen-
Folgebe-
Abgang
fasstes Netto-
den
wertung
ergebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
0 21 -114 0 -93
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
1 0 -403 0 -402
tete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
-1.480 0 -1.443 0 -2.923
tete finanzielle Verbindlichkeiten
Gesamt
-1.479 21 -1.960 0 -3.418
2021
im Konzern-er-
aus Zinsen
aus
aus
aus
gebnis erfass-
Dividenden
Folge-be-
Abgang
tes Nettoer-
wertung
gebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
0 22 579 0 601
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
0 0 -73 0 -73
tete finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-
-1.011 0 -135 0 -1.146
tete finanzielle Verbindlichkeiten
Gesamt -1.011 22 371 0 -618
Die Differenz zwischen dem Nettoergebnis und dem Finanzergebnis betrifft Zinsen für das Sozialkapital sowie
Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswerte.


9.4 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT
Das konzernweite Risikomanagement ist in die Aufbau- und Ablauforganisation eingegliedert. Die laufende Bericht-
erstattung dient dem regelmäßigen Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und den einzelnen Unterneh-
men der Gruppe und in weiterer Folge mit dem Aufsichtsrat. Der Vorstand trägt die Letztverantwortung für Strategie
und Erreichung der Unternehmensziele und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die Koordination des strate-
gischen Risikomanagements. Im operativen Geschäft ist jedes Unternehmen und jeder leitende Angestellte für die
Überwachung und Steuerung potentieller Risikoquellen selbstverantwortlich. Das Risikomanagement wird regel-
mäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten des Konzerns abbilden zu können.
Das Risikomanagement und die damit verbundenen Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss jährlich in
zwei Sitzungen präsentiert.



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/42




9.4.1 Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzuges oder -ausfalls von Vertragspartnern. Es besteht keine
signifikante Konzentration von Kreditrisken. Liquide Mittel werden bei reputablen Kreditinstituten angelegt. Dem
Risiko von Zahlungsausfällen von Kunden wird, in den meisten bearbeiteten Ländern, durch die Versicherung von
Kundenforderungen begegnet. Diese Vorgangsweise beinhaltet für jeden Kunden ein Kreditlimit, das mit steigender
Kundenkenntnis erhöht werden kann. Bezüglich des kundenseitigen Ausfallrisikos wird auf die Aufstellung über die
überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Punkt 6.7) sowie sonstigen Vermögenswerten (Punkt
6.8) verwiesen. Das maximale Ausfallsrisiko besteht in Höhe der Buchwerte.


9.4.2 Zinsrisiko
Das Zinsrisiko beschreibt die Änderung des Wertes von Finanzinstrumenten und des Zinsergebnisses aus Finan-
zinstrumenten auf Grund der Änderung von Zinssätzen. Die Veränderung des Zinssatzes von +/- 1 % hätte eine
Auswirkung auf das Ergebnis sowie das Eigenkapital (jeweils vor Steuern) in Höhe von +/- 690 TEUR (Vorjahr: +/-
526 TEUR). Der Berechnung der Sensitivität liegt der Zinsaufwand der Periode bezogen auf das durchschnittlich
verzinsliche Fremdkapital der Periode zugrunde.
9.4.3 Fremdwährungskursrisiko
Das Fremdwährungsrisiko wird durch Kursschwankungen von Fremdwährungen hervorgerufen. Auf Grund der un-
ter 10 % liegenden Import- / Exportrate in Fremdwährungsländer und den Ausgleich von Zahlungsverpflichtungen
mittels Verkaufserlöse derselben Währung, bestehen nur beschränkt zahlungswirksame Währungsrisiken. Zahlun-
gen zwischen unterschiedlichen Währungsregionen ergeben sich aus konzerninternen Dividenden- und Darlehens-
flüssen, weitere Wechselkursabhängigkeiten treten bei der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die
Konzernwährung Euro auf. Ein verstärktes Wechselkursrisiko besteht durch das Investitionsprogramm in Ungarn
und Rumänien. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ist mit Volatilität bei
der Wertentwicklung der Fremdwährungen RON und HUF zu rechnen. Eine Wechselkursänderung EUR zu HUF
in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe von +/- 708 TEUR (Vorjahr: +/-
165 TEUR), eine Wechselkursänderung EUR zu RON in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Ergebnis
vor Steuern in Höhe von +/- 834 TEUR (Vorjahr: +/- 711 TEUR) gehabt. Bei der Ermittlung der Auswirkung der
Wechselkursänderungen im HUF wurden im Vorjahr gegenläufige Devisentermingeschäfte berücksichtigt. Die Aus-
wirkung einer Wechselkursänderung EUR zu HUF in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Eigenkapital
in Höhe von +/- 1.155 TEUR (Vorjahr: +/- 950 TEUR), eine Wechselkursänderung EUR zu RON in Höhe von +/-
5 % hätte eine Auswirkung auf das Eigenkapital in Höhe von +/- 1.007 TEUR (Vorjahr: +/- 744 TEUR) gehabt. Die
Berechnung basiert auf der Sensitivität der Kredite und Darlehen in fremder Währung der jeweiligen Konzernge-
sellschaft, wobei der jeweils relevante Wechselkurs um +/- 5 % verändert worden ist.


9.4.4 Liquiditätsrisiko
Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit die Liquidität zur Verfügung zu haben, um
fällige Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen zu können. Die mittel- und langfristige Feststellung des Finanzbe-
darfs ist zusammen mit dem Working Capital Management Hauptbestandteil der Liquiditätsplanung. Unterneh-
mensweites Cash-Reporting und die Analyse der Geldumschlagdauer sind wichtige Steuerungsgrößen, um das
Liquiditätsrisiko niedrig zu halten. Bankdarlehen stellen einen bedeutenden Anteil an der Finanzierung der SW
Gruppe dar. Diese wurden insbesondere für die Modernisierungs- und Expansionsfinanzierung in Ungarn und Ru-
mänien in den Jahren 2005 bis 2008 als auch für die folgende Expansionsfinanzierung in Ungarn in den Jahren
2020 und 2021 sowie in Rumänien seit dem Jahr 2022 aufgenommen. Die Finanzierung der SW Gruppe ist mit an
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepassten Tilgungsprofilen und der Zusage der jährlichen Prolonga-
tion der kurzfristigen Obligos langfristig gesichert. Der bestehende operative Liquiditätsbedarf kann aus den vor-
handenen liquiden Mitteln und den bestehenden eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden. Bezüglich
der Fristigkeiten und der Tilgungen der Kreditlinien wird auf Punkt 6.13 verwiesen.

9.5 KLIMARISIKEN
Die SW Umwelttechnik-Gruppe betrachtet Beton als einen nachhaltigen, naturnahen Baustoff, welcher einer inten-
siven Forschungstätigkeit unterliegt, sowohl um die die spezifischen Eigenschaften von Beton als auch die Klima-
auswirkung bei der Herstellung (im Wesentlichen des Vorprodukts Zement) zu optimieren. Beton weist als Baustoff
einzigartige spezifische Eigenschaften auf, wie hervorragende statische Möglichkeiten, einfache und vielfältige
Formgebung, Langlebigkeit und gute Wärmespeichereigenschaften. Mit diesen Eigenschaften können zukünftige
Herausforderungen bei der Schaffung von Wohn-, Büro- und Gewerbebauten, vor allem in Hinblick auf stetig wach-
sende Städte, und Infrastrukturbauten sehr gut begegnet werden. Die Ziele einer nachhaltigen Bautätigkeit durch
geringe Bodenversiegelung (große Gebäudehöhen sind möglich), energieeffizientes Heizen & Kühlen (Speiche-



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/43



rung von Wärme und damit auch Kälte) sowie Sicherheit (Statik, Feuerbeständigkeit) und Nachhaltigkeit (Langle-
bigkeit) können mit Beton seht gut realisiert werden. Auf absehbare Zeit ist keine adäquate Substitution durch
andere Baustoffe zu erwarten.
Es finden in der Beton-Industrie intensive Forschungstätigkeiten sowohl in Hinblick auf verbesserte Eigenschaften
des Betons (Ultra-High Performance Concrete – UHPC) als auch in Hinblick auf einen CO2 optimierten Herstel-
lungsprozess des Rohstoffs Zement statt. Mittels ultrahochfesten Betons soll eine Reduktion der benötigen Roh-
stoffmenge bei gleichbleibenden Eigenschaften (Festigkeit und Duktilität) erzielt werden. Weiters werden große
Anstrengungen unternommen, um die benötigte Energie bei der Zementherstellung durch erneuerbare Energie zu
realisieren und der Kohlendioxidabspaltung bei der Verklinkerung durch Rekarbonisierung des Betons, Speiche-
rung (Carbon Capture and Storage - CCS) oder einer anderen Verwendung (Carbon Capture and Utilisation - CCU)
entgegen zu treten. Bis zum Jahr 2045 wird eine kohlenstoffdioxidneutrale Produktion des Vorprodukts Zement
angestrebt. Zum 31. Dezember 2022 ergeben sich daraus keine bilanziellen Auswirkungen.
Die SW Umwelttechnik-Gruppe beobachtet regelmäßig die umwelttechnischen und -rechtlichen Entwicklungen, um
auf sich ändernde klimatechnische Rahmenbedingen eingehen zu können. Für die im Konzernabschluss ausge-
wiesenen Vermögenswerte, insbesondere Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, wird kein
unmittelbares Risiko einer Wertminderung durch klimabedingt hervorgerufene Naturkatastrophen gesehen. Nicht
ausgeschlossen werden kann jedoch, dass Transportwege oder Liefergebiete durch Extremwetterereignisse ein-
schränkt benutzbar bzw. zugänglich sind. Die Klimaveränderung kann negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit
und Preise von Produktionsfaktoren und bezogene Dienstleistungen haben. Auch wenn der Energieanteil an den
Produktionskosten derzeit gering ist, wurde durch die vorgezogene Installation von Solaranlagen begonnen eine
gewisse Energie-Unabhängigkeit zu erzielen. Die SW Umwelttechnik-Gruppe geht derzeit davon aus, dass ihre
Produkte auch in einer Übergangsphase bis zum Erreichen eines klimaneutralen Wirtschaftskreislaufes nachge-
fragt werden, da ihre Produkte zu einer Verbesserung der Umweltrahmenbedingungen verwendet werden können
und damit den Kunden seinerseits unterstützt eigene Umwelt- und Klimaziele zu erreichen. Durch flexible Produk-
tionsverfahren ist die SW Umwelttechnik-Gruppe der Ansicht, zeitnah auf eine Verschiebung der Nachfrage ver-
mehrt zu Umweltschutzprodukten reagieren zu können.
In geplanten zukünftigen Cashflows sind Kostensteigerungen als auch etwaige Preisvolatilitäten - soweit heute
abschätzbar - abgebildet. Schätzungen und Ermessensentscheidungen unterliegen durch zukünftige gesetzliche
Regelungen und Entwicklungen des Marktumfelds im Bereich des Klimaschutzes einer gewissen Unsicherheit.
Auswirkungen geänderter Schätzungen und Ermessensentscheidungen können insbesondere die Ermittlung von
Wertminderungen, der geschätzten Nutzungsdauern von Anlagen und damit der zu erfassenden Abschreibungen
sowie den Ansatz von klimabedingten Verbindlichkeiten betreffen. Im aktuellen Geschäftsjahr ist es durch Klima-
risken zu keiner Wertminderung von Vermögenswerten oder einem Ansatz von Verbindlichkeiten gekommen.

9.6 EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG
Nach dem Abschlussstichtag gab es keine Ereignisse mit Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss
oder von besonderer Bedeutung.

9.7 ANGABEN ÜBER ARBEITNEHMER
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist nachfolgender Aufstellung zu entnehmen:
2022 Österreich Ungarn Rumänien Gesamt
Arbeiter
27 160 242 429
Angestellte
36 156 69 261
63 316 311 690
2021 Österreich Ungarn Rumänien Gesamt
Arbeiter 26 145 216 387
Angestellte 34 142 64 240
60 287 280 627



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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG – Konzern, Klagenfurt Beilage I/44


9.8 ORGANE
Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Personen Mitglieder des Vorstands:
Klaus Einfalt
János Váczi
Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:
Reinhard Iro (Vorsitzender)
Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Birgit Kuras (bis 30. Jänner 2023)
Sabine Lax
Alexander Schwartz
Michaela Werbitsch
Bernd Wolschner
Karl Heinz Wolschner (bis 5. Mai 2022)

Der Vorstand der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG hat den Konzernabschluss am 21. März 2023 zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe den Konzernabschluss zu prüfen
und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Klagenfurt, den 21. März 2023
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG,
Klagenfurt,
und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum
31. Dezember 2022, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern Gesamtergebnis-
rechnung, der Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Konzern Cashflow-
Statement für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im
Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforde-
rungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum
Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksich-
tigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in
unserem Vermerk mitzuteilen sind.
Bestätigungsvermerk
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Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den
Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Den Corporate
Governance Bericht, den Vergütungsbericht und die nichtfinanzielle Erklärung haben wir vor dem
Datum des Bestätigungsvermerks erlangt, die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns
voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informa-
tionen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlich-
keit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informa-
tionen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschluss-
prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des
Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss
ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind
wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts
zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-
wortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachver-
halte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig –
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den
Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hin-
reichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
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68
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich ange-
sehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entschei-
dungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Dar-
stellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontroll-
system, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende
Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund-
lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
— Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum
Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
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6969
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten
beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm
über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftiger-
weise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern ein-
schlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausge-
tauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-
vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sach-
verhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise
erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforde-
rungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in
Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt und am
5. Mai 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 23. März 2023
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur
in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf
den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende
Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
kpmg
SSWW UUmmwweelltttteecchhnniikk SSttooiisseerr && WWoollsscchhnneerr AAGG,, KKllaaggeennffuurrtt
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die
Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der
von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind
die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 22. März 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Graphics
7171
Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlage-
bericht den Gescftsverlauf, das Geschäftsergebnis
und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Kon-
zernlagebericht die wesentlichen Risiken und Unge-
wissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt
ist.
Klagenfurt, am 21. März 2023
Der Vorstand
Klaus Einfalt nos Váczi
Graphics
Graphics
074 Lagebericht SW Umwelttechnik AG
086
Einzelabschluss
102
Bestätigungsvermerk
107
Erklärung des Vorstandes
SW UMWELTTECHNIK
AG
Graphics
74
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Geschäftsverlauf und wirtschaftliches Umfeld
Die Beteiligungen der SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG umfassen Unternehmen mit Standorten
in Österreich, Ungarn und Runien, sowie in der Slo-
wakei und Bulgarien.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
War man zu Beginn des Jahres mit dem Ende der
Corona-Einschränkungen noch auf eine rasche Wirt-
schaftserholung eingestellt, trübte sich weltweit die
wirtschaftliche und politische Stimmung angesichts
des milirischen Überfalls Russlands auf die Ukraine
ein. Durch den anhaltenden Krieg und damit einherge-
henden Handelseinschnkungen, wurden Prognosen
für eine anhaltende Erholung der Märkte sukzessive
abgeschwächt. Die Frage der Energieversorgung, hohe
Energiekosten, sowie Rohstoff- und Arbeitskfteman-
gel sorgten insbesondere in Europa für große Unsicher-
heit.
Sanktionen und Gegensanktionen zwischen
Russland und dem Westen führten zu einer Welle von
Preissteigerungen bei Energie und anderen Rohstoffen,
insbesondere landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Unter
dem Druck steigender Preise stieg die Inflationsrate
schließlich auf den höchsten Wert seit den 70er Jah-
ren (EU: 9,3 %, Euroraum: 8,5 %). Die Energie- und
Rohstoffkrise schwächte die Kaufkraft der Haushalte
und belastete viele Unternehmen mit hohen Produkti-
onskosten, Lieferengssen und restriktiven Finanzie-
rungsbedingungen. Trotz dieser Herausforderungen
fiel das Wachstum im Jahr 2022 besser aus als von
Ökonom:innen prognostiziert.
Ungarn
Das Wachstum der ungarischen Wirtschaft fiel im Ver-
gleich zu anderen EU-Ländern hoch aus. Die ungarische
Wirtschaftsleistung legte um 4,9 % zu (2021: 7,1 %)
und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt mit
3,3 %. Die Inflationsrate für das Gesamtjahr liegt bei
15,3 %.
Zu der starken Wachstumsdynamik trug vor allem
das verarbeitende Gewerbe bei, die Automobil- und
Zulieferindustrie sowie der Maschinenbausektor und
die Nahrungsmittelindustrie. Die Bauindustrie trug
mit einem Jahreswachstum von 3% zum Wirtschafts-
wachstum bei. Die Erzeugerpreise stiegen erheblich,
was vor allem auf Preissteigerungen bei einigen Bau-
materialien zurückzuführen war. Aufgrund der stei-
genden Preise und um Versorgungsengssen entge-
genzuwirken, wurden von der ungarischen Regierung
regulative Maßnahmen eingeführt, wie beispielsweise
eine Exportregistrierungspflicht.
Rumänien
Rumäniens Wirtschaft bewies 2022 erneut, dass sie
zu den stabilsten Volkswirtschaften der EU zählt und
wuchs um 5,8 %. Getragen wurde diese Entwicklung
in erster Linie durch eine starke Konsumnachfrage,
insbesondere im Handel und bei Dienstleistungen. In
der zweiten Hälfte des Jahres wurde das BIP-Wachstum
durch die hohe Inflation jedoch erheblich verlangsamt.
Die Inflationsrate lag bei 12,0 %.
Der Außenhandel war von Lieferkettenunterbre-
chungen und Engpässen bei Vorprodukten geprägt,
wie etwa in der Automobilindustrie. Die Inflation setzte
auch Baufirmen zu, Grund dafür war der rasante Ko-
stenanstieg für Personal und Material, Lieferengsse,
stagnierender Verkauf von Bauland und steigende Kre-
ditkosten.
Privater Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und
Infrastrukturbau waren die Wachstumstreiber im ru-
nischen Bausektor. In 2022 bezogen sich 76 % aller
Aufträge im privaten Baugewerbe auf Neubauten, 29 %
aller Bauprojekte entfiel auf den Infrastrukturbau.
Expert:innen gehen für 2023 von einem Zuwachs von
7,4 % im Baugewerbe aus.
Graphics
7575
Österreich
Auch Österreichs Konjunktur wuchs mit einem Plus von
4,8 % weit über dem EU-Durchschnitt. Die Erholung
der Gesamtwirtschaft wurde maßgeblich durch die
österreichische Industrie und Bauwirtschaft bestimmt,
die zu Beginn des Jahres hohe Zuwächse verzeichne-
ten. In beiden Bereichen sorgte eine starke Nachfrage
für eine zunehmende Auslastung und Produktionszu-
wächse. Die Bauwirtschaft büßte im Vergleich zum
Vorjahr zwar an Wachstum ein, konnte aber dennoch
durch einen kurzen „Bauboom“ ein kräftiges Plus ver-
zeichnen.
Der drastische Anstieg der Energiepreise, stark
steigende Rohstoffpreise und Schwierigkeiten in den
globalen Lieferketten bremsten allerdings weitere Wirt-
schaftsentwicklungen. Im zweiten Halbjahr erfasste
der weltweite Konjunkturabschwung auch die österrei-
chische Wirtschaft. Die Inflation stieg erheblich und
erreichte einen Jahresdurchschnitt von 8,6 %. Man
spürte die Auswirkungen des Arbeitskräftemangels,
der sich erneut verscrfenden Lieferkettenprobleme
sowie der stark steigenden Preise. Im Hochbau wurde
sukzessive eine Verlangsamung der Wachstumsraten
verzeichnet. Im Tiefbau blieb die Auftragslage in der
zweiten Jahreshälfte gleichbleibend.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG betreibt
keine Zweigniederlassungen.
¹ Ergebnis nach Steuern auf das durchschnittliche Eigenkapital
² Betriebsergebnis auf das durchschnittliche Gesamtkapital
³ Nettoverschuldung zu Eigenkapital am Stichtag
Einheit 2022 2021 2020
Ertragslage
Eigenkapitalrendite
1
%
-3,2
20,0 17,0
Gesamtkapitalrentabilität
2
%
-3,3
-1,3 -2,5
Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapital TEUR
20.130
23.159 20.007
Eigenkapitalquote %
47,1
49,1 43,4
Nettoverschuldung TEUR
22.078
18.056 20.781
Gearing ratio
3
%
109,7
78,0 103,9
Geldflussrechnung
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR
-982
-310 -449
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit TEUR
4.704
3.838 5.820
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit TEUR
-3.713
-3.533 -5.398
Finanzielle Leistungsindikatoren
Quellen: European Commission, Außenwirtschaft Österreich, Germany Trade &
Invest, Bank Austria, Raiffeisen Research, WIFO
Graphics
76
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Angaben gem. § 243a UGB
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von TEUR 5.278.
Die Wolschner Privatstiftung hält mit 297.418 Ak-
tien 40,97 % des ausgegebenen Aktienkapitals der SW
Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Heinz Wol-
schner (persönlich) und Bernd Wolschner (persönlich).
Ein weiterer Großaktionär mit mehr als 4 % gehaltenen
Aktien ist Klaus Einfalt (persönlich). Die restlichen Ak-
tien befinden sich im Streubesitz.
Es existieren keine Beschränkungen, die die
Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betref-
fen. Es gibt auch keine Aktionär:innen oder am Kapital
beteiligte Arbeitnehmer:innen, die Kontrollrechte be-
sitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben die fol-
genden erweiterten Befugnisse in Bezug auf die Mög-
lichkeit der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien:
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die ei-
genen Aktien auf jede gesetzlich zussige Art wieder
zu veräußern, wobei der Vorstand ermächtigt ist, für
die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der
Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffent-
liches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu
beschließen, wenn die eigenen Aktien als Gegenlei-
stung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben,
Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im
Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienop-
tionsprogramms an Arbeitnehmer:innen, leitende An-
gestellte, Mitglieder des Vorstandes/der Gescftsfüh-
rung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen
Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG ermäch-
tigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der
entsprechenden Satzungsänderung in das Firmenbuch
das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen
– gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu TEUR
2.639 durch Ausgabe von bis zu 362.999 Stück neue auf
Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen und den Aus-
gabekurs sowie die Ausgabebedingungen mit Zustim-
mung des Aufsichtsrates festzulegen. Das gesetzliche
Bezugsrecht kann den Aktionären unter Ausschluss
des unmittelbaren Bezugsrechts der Altaktionäre in der
Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung
von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von
Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen
wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugs-
recht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Auf-
sichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmäch-
tigter Ausschuss wurde ermächtigt, Änderungen der
Satzung, die sich aus der Ausnützung des genehmigten
Kapitals ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG
dazu ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eigene
Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 % des
Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen),
wobei der geringste beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert maximal 30 % unter und der höchste Gegen-
Graphics
7777
wert maximal 10 % über dem durchschnittlichen Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden
drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung kann
ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen
und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausge-
übt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck
des Erwerbs ausgeschlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen dieser
eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Be-
schluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei
der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Sat-
zung, die sich durch die Einziehung von Aktien erge-
ben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die
Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontroll-
wechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahme-
angebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Es
existiert derzeit kein öffentliches Übernahmeangebot,
das Entschädigungsvereinbarungen zwischen der
Gesellschaft und dem Vorstand und den Aufsichtsrats-
mitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen
würde.
DIVIDENDE
Der Vorstand der SW Umwelttechnik wird den Aktio-
ren auf der Hauptversammlung, die für den 10. Mai
2023 anberaumt ist, vorschlagen, eine Dividendenaus-
schüttung von 2,9 € je Aktie durchzuführen.
2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015
Ergebnis Konzern (in EUR Mio.)
10,5 9,7 6,8 8,1 7,11 1,69 2,19 0,63
Dividende (in EUR)
3,2 1,6 0,9 0,6 0,3 0,1 0 0
Höchstkurs (in EUR)
50,00 47,00 42,80 32,00 12,60 10,01 8,00 8,00
Tiefstkurs (in EUR)
33,20 37,00 20,00 12.20 7,80 6,50 6,10 4,61
Schlusskurs (in EUR)
41,00 38,20 42,00 32,00 10,20 7,50 6,22 7,80
Gew. Anzahl Aktien (Stk.)
725.999 725.999 725.999 663.906 640.878 640.878 640.878 655.878
Kennzahlen je Aktie
Graphics
78
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
RISIKOBERICHT
SW Umwelttechnik betreibt entsprechend den Anfor-
derungen des Österreichischen Corporate Governance
Kodex ein formalisiertes, einheitliches und konzernwe-
ites Risikomanagementsystem. So können eine früh-
zeitige Identifikation und Steuerung von potentiellen
Risiken sowie – im Idealfall – weitere Wettbewerbsvor-
teile erreicht werden.
Das Berichtswesen als zentraler Bestandteil des
Risikomanagements erfasst positive und negative Ab-
weichungen von Unternehmenszielen und -kennzahlen.
In Abstimmung mit allen leitenden Mitarbeiter:innen
analysiert der Vorstand Ergebnisse und Kennzahlen,
um entsprechende Mnahmen abzuleiten und so un-
ternehmerische Chancen bestmöglich zu nutzen.
Covid-19
Den Folgen der Covid-19-Pandemie kamen im Gescfts-
jahr 2022 nur mehr eine geringfügige Bedeutung zu.
Der weltweiten Rohstoffverknappung begegnete SW
Umwelttechnik mit vorausschauender Einkaufsplanung
sowie der Aufstockung von Lagerbeständen. Das Un-
ternehmen war daher zu keiner Zeit von Lieferschwie-
rigkeiten betroffen. Durch den direkten und regionalen
Bezug von Rohstoffen zur Betonherstellung konnten
Beschaffungsmarktrisiken erfolgreich gesteuert wer-
den. Zusätzlich trugen langfristige Partnerschaften
und Verträge mit Hauptlieferanten zur bestmöglichen
Steuerung dieses Risikofaktors bei, wodurch Leis-
tungs- und Liefergarantie für Kunden gewährleistet
werden konnten.
Risikomanagement
Es besteht ein unternehmensweites Risikomanage-
ment, das in die Aufbau- und Ablauforganisation inte-
griert ist. Gemeinsam mit dem Berichtswesen bildet es
die Basis für den regelmäßigen Informationsaustausch
zwischen den einzelnen Unternehmen der Gruppe so-
wie Vorstand und Aufsichtsrat. Das strategische Risiko-
management wird vom Vorstand koordiniert, der auch
die Letztverantwortung für Strategie und Erreichung
der Unternehmensziele trägt. Im operativen Gescft
sind zudem alle leitenden Angestellten für Überwa-
chung und Steuerung potentieller Risikoquellen selbst-
verantwortlich.
Zur gemeinsamen Aufarbeitung, Analyse und
Dokumentation größerer Risikoentscheidungen dienen
die erweiterten Vorstandssitzungen. Das Konzerncon-
trolling ist für Koordination, Sicherung und Steuerung
des Konzernrisikos zuständig und berichtet wiederum
an den Vorstand.
Das konzernweite Risikomanagement befasste
sich im Geschäftsjahr 2022 vor allem mit den betrieb-
lichen Herausforderungen in Folge des Ukrainekriegs
und der Energiekrise. SW Umwelttechnik behielt die
Einkaufsstrategie der vergangenen Jahre bei und
sorgte mit einer vorausschauenden Einkaufsplanung an
allen Werksstandorten für ausreichend hohe Lagerbe-
stände. So konnten Leistungs- und Liefergarantien für
Kunden gewährleistet werden. Das interne Risikoma-
nagement befasste sich zudem mit der Sicherung von
Produktionskapazitäten. Dies erforderte eine intensive
Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklungen der
einzelnen Kernrkte.
Graphics
7979
Um eine Grundlage zur Steuerung zu erhalten,
wurden Risiken unter Berücksichtigung von Progno-
sen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen
untersucht. So konnten folgende Hauptrisiken identifi-
ziert werden:
Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
Betriebliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen
Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.
GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
SW Umwelttechnik unterliegt wie jedes andere Unter-
nehmen auch, einer Reihe an branchenspezifischen
Risiken. Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die allge-
meine Entwicklung der Konjunktur, die Finanzierungs-
möglichkeiten der öffentlichen Hand sowie umweltpo-
litische und umweltrechtliche Rahmenbedingungen
beeinflussen jene Sektoren, in denen SW Umwelt-
technik tätig ist. Ein typischer branchenspezifischer
Einfluss ist der der Witterungsbedingungen auf den
Verlauf und die Ertragslage von Bauprojekten, der sich
besonders in den Wintermonaten bemerkbar macht.
Begünstigt wird die Steuerung der Branchenri-
siken durch die Unabhängigkeit von SW Umwelttech-
nik in zwei Gescftsbereichen sowie mehreren Län-
dern. Saisonale und länderspezifische Schwankungen
können so ausgeglichen und abgemildert werden, un-
terschiedliche Marktpotentiale genutzt und der flexible
Einsatz von Ressourcen entlang der konzernweiten
Wertschöpfungskette optimiert werden.
Marktrisiko
Von primärer Bedeutung für die Gescftsentwicklung
von SW Umwelttechnik ist die allgemeine Konjunk-
turentwicklung in Europa. Im EU-Förderbudget 2021
– 2027 ist die Finanzierung der kommunalen Investi-
tionen in den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteur-
opa fixiert. Diese Subventionen durch die Europäische
Union sind wichtige Erfolgsfaktoren und insbesondere
in den Bereichen Straßen- und Bahninfrastruktur so-
wie Abwasserbehandlung ausschlaggebend.
Durch die geografisch breite Aufstellung von SW
Umwelttechnik und eine umfassende Produktpalette
wird die Steuerung des Marktrisikos möglich. In allen
Kernmärkten strebt das Unternehmen die bestg-
liche Kostenposition an: Hohe Standards sowie moder-
ne Werke und Anlagen sorgen für Kosteneffizienz in
der Produktion und lassen eine flexible Anpassung an
Veränderungen der Nachfrage zu, was zur sehr guten
Marktposition von SW Umwelttechnik beiträgt. SW-
Produkte werden in insgesamt fünf Länder exportiert:
die Slowakei, Italien, Deutschland, Slowenien und Mol-
dawien.
Zur weiteren Risikominimierung tragen internes
Controlling und der stetige Vergleich der Betriebe
mittels internen Benchmarkings bei. Um das Unterneh-
mensziel der Kostenführerschaft in allen relevanten
Bereichen zu erreichen, werden zusätzlich Wettbe-
werbsanalysen und Best-Practice-Cases herangezogen.
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Der Produktionsbetrieb bei SW Umwelttechnik er-
folgt je nach Anlagen und Nachfragen im Ein- und
Mehrschichtbetrieb. Somit besteht eine branchenüb-
liche Abngigkeit von den Anlagen, die aber durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallsrisiko reduziert werden kann.
Graphics
80
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Eine Minimierung des bestehenden Restrisikos wird
durch umfangreiche Schulungen der zuständigen
Mitarbeiter:innen sowie durch die Einhaltung eines
klar definierten Instandhaltungsprogramms erreicht.
Treten dennoch Vergerungen auf, besteht grundsätz-
lich die Möglichkeit, kurzfristig auf andere Werke der
Gruppe auszuweichen. Im Geschäftsjahr 2022 kam es
zu keinen Maschinenausfällen.
Beschaffungsmarktrisiko
SW Umwelttechnik ist als produzierendes Unterneh-
men Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. Die Rohstoff-Beschaffung er-
folgt in erster Linie über den EU-Markt. Insbesondere
der Stahlpreis, der von mehreren Faktoren abngig
ist, unterliegt relativ großen Preisschwankungen. SW
Umwelttechnik vereinbart daher bereits bei Auftrags-
eingang von Großprojekten eine vertragliche Preisbin-
dung, um so Stahlpreisschwankungen als Risikofaktor
zu minimieren. Ein spezielles Auswahlverfahren von
Lieferanten und stetige Überwachungsprozesse tra-
gen zusätzlich zur Risikosteuerung bei. Aufgrund der
in Folge des Ukrainekriegs gestiegenen Strompreise
entschied SW Umwelttechnik die Investitionen in Pho-
tovoltaikanlagen vorzuziehen, um eine gewisse Unab-
ngigkeit in der Strombeschaffung zu erreichen.
Terminrisiko
SW Umwelttechnik legt höchsten Wert auf Termin-
und Leistungstreue, um höchsten Ansprüchen an die
Zuverlässigkeit gerecht zu werden. Bei Großaufträgen
werden üblicherweise vorab Leistungs- und Termin-
garantien zugesichert. Die Projektabwicklung erfolgt
IT-gestützt mittels Einbindung von modernen Kalku-
lations-, Fertigungs- und Montageplanungssystemen,
dies trägt dazu bei, das Terminrisiko zu minimieren.
Sollte es dennoch zu Vergerungen oder Ausfällen in
einem Werk kommen, kann die Lieferung prinzipiell
aus einem anderen Werk erfolgen.
IT-Risiken
Durch moderne und dezentral installierte IT-Systeme
wird das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
geringgehalten. Eine regelßige und vollständige
Datensicherung an mehreren Standorten erhöht zusätz-
lich die IT-Sicherheit.
Die konzernweite Verwendung von SAP als
Management-Informationssystem gewährleistet eine
effiziente Kommunikation und Planung zwischen den
Standorten der Gruppe. Die im SAP-System integrier-
ten Kontrollmechanismen sichern Stabilität und Funk-
tionsfähigkeit des Programms.
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltgerechte Pro-
dukte für eine ressourcenschonende Nutzung der
Umwelt. Das Unternehmen minimiert verschiedene
Umweltrisiken, die sich im produzierenden Betrieb
ergeben, durch gezielte und effektive Schutzmaßnah-
men. Die Umweltschutz- und Sicherheitsvorkehrungen
zur Erreichung der Umweltschutzziele werden durch
Betriebsleiter und Umweltbeauftragte regelmäßig
überprüft und evaluiert. Eine detaillierte Berichterstat-
tung erfolgt im gesondert abgefassten Nachhaltigkeits-
bericht..
Personalrisiko
Aufgrund von demografischen und diversen gesell-
schaftlichen Entwicklungen besteht in Ungarn und Ru-
nien ein Arbeitskräftemangel. SW Umwelttechnik
begegnet diesem mit einer Vielzahl an Maßnahmen,
die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen. Fortbil-
dungsprogramme und transparente Kommunikations-
flüsse tragen dazu bei, die Belegschaft von SW Umwelt-
technik zu stärken, Zusammenarbeit und Motivation zu
fördern. Die direkte Einbindung der Mitarbeiter:innen
in Verbesserungs- und Änderungsprozesse, selbstver-
antwortliche Aufgabenbereiche sowie ein attraktives
Entlohnungssystem sind wichtige Säulen der Personal-
politik des Unternehmens.
Graphics
8181
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Dem Risiko von Zahlungsausfällen wirkt SW Umwelt-
technik in den meisten bearbeiteten Ländern mit der
Versicherung von Kundenanforderungen entgegen. Für
jeden Kunden wird durch diese Vorgehensweise ein ei-
genes Kreditlimit vorgesehen, das mit steigender Kun-
denkenntnis ausgeweitet werden kann. Eine weitere
Maßnahme zur Risikominimierung stellt ein strenges
Forderungsmanagement dar. Sofern notwendig, sieht
dieses auch gerichtliche Unterstützung vor.
Liquiditätsrisiko
Zu den bedeutendsten Aufgaben der strategischen
Unternehmensführung zählt die Sicherstellung einer
gesunden finanziellen Basis. Die wichtigsten Steu-
erungsgrößen des Liquiditätsrisikos sind die mit-
tel- und langfristige Feststellung des Finanzbedarfs
zusammen mit dem Working Capital Management als
Hauptbestandteile der Liquiditätsplanung sowie das
unternehmensweite Cash-Reporting und die Analyse
der Geldumschlagdauer. Ein partnerschaftliches und
transparentes Verhältnis zu kreditgebenden Banken
hat in diesem Kontext größten Stellenwert für SW
Umwelttechnik. Es trägt dazu bei, finanzielle Risiken
rechtzeitig zu identifizieren und Zahlungsengpässe zu
vermeiden.
Bankdarlehen stellen einen bedeutenden Anteil
an der Finanzierung der SW Gruppe dar. Diese wurden
insbesondere für die Modernisierungs- und Expan-
sionsfinanzierung in Ungarn und Rumänien in den
Jahren 2005 bis 2008 aufgenommen. Die Finanzierung
der SW Gruppe ist mit an die wirtschaftlichen Rahmen-
bedingungen angepassten Tilgungsprofilen und der
Zusage derhrlichen Prolongation der kurzfristigen
Obligos langfristig gesichert. Bestehender operativer
Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen liquiden
Mitteln sowie den bestehenden Finanzierungsrahmen
gedeckt werden.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
als Konzernholding unterstützt die nationalen Tochter-
gesellschaften innerhalb des Konzerns per 31.12.2022
mit Patronatserklärungen in Höhe von EUR 24,6 Mio.
(VJ EUR 14,5 Mio.).
hrungsrisiken
Gegenwärtig sind nur beschnkte zahlungswirksame
Währungsrisiken anzunehmen, da die Import-/ Expor-
trate in Fremdwährungsländer derzeit bei unter 10 %
liegt und ein Ausgleich von Zahlungsverpflichtungen
aus Verkaufserlösen derselben Währung besteht. Zah-
lungen zwischen unterschiedlichen Währungsregionen
ergeben sich aus konzerninternen Dividenden- und
Darlehensflüssen. Darüber hinaus kommen Wechselk-
ursabhängigkeiten bei der Umrechnung ausländischer
Einzelabschlüsse in die Konzernwährung EUR auf.
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politi-
schen Rahmenbedingungen ist mit Volatilität bei der
Wertentwicklung der Fremdwährungen RON und HUF
zu rechnen.
Graphics
82
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERK-
MALE DES INTERNEN KONTROLL- UND
RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN HIN-
BLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
Im vorliegenden Bericht wird die Organisation der in-
ternen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses dar-
gestellt. Für die Einrichtung des internen Kontroll- und
Risikomanagementsystems, das den Anforderungen
des Unternehmens entspricht, ist der Vorstand verant-
wortlich.
Das interne Kontrollsystem des Rechnungsle-
gungsprozesses ist so gestaltet, das Management
dahingehend zu unterstützen, eine effektive Kontrolle
der Rechnungslegung zu gehrleisten sowie konti-
nuierliche Verbesserungen zu erwirken. Die Imple-
mentierung wurde gemäß internen Richtlinien und
Vorschriften durchgeführt. Zudem wurden Bedin-
gungen geschaffen, die spezifische Kontrollmaßnah-
men in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens
ermöglichen. Um den Anforderungen eines effektiven
Kontrollsystems zu entsprechen, wurden die Verant-
wortungsbereiche entsprechend in die Unternehmen-
sorganisation eingegliedert.
Risikobeurteilung
Potentielle Risiken im Rechnungslegungsprozess wer-
den durch das leitende Management, den Vorstand und
den Aufsichtsrat erhoben und überwacht. Im Anschluss
wird eine Einschätzung über Relevanz und Eintritts-
wahrscheinlichkeit getroffen.
Die durchgeführten Kontrollmaßnahmen werden
hrlich auf Basis eines risikoorientierten Modells
durch die zuständigen Stellen evaluiert. Eine feh-
lerhafte Finanzberichterstattung könnte durch un-
terschiedliche Faktoren entstehen, denen im Vorfeld
entgegengewirkt werden kann. Das Fehlerrisiko kann
etwa durch die Vereinfachung der Bilanzierungsgrund-
sätze und die Vereinheitlichung der Grundsätze für die
Bewertung von Vergensgegenständen verringert
werden. Aufgrund eines komplexen oder sich spontan
verändernden Gescftsumfelds kann sich das Risiko
einer fehlerhaften Finanzberichterstattung verstär-
ken. Es besteht das immanente Risiko für erstellte
Schätzungen, dass zukünftige Entwicklungen von den
zugrundeliegenden Prognosen abweichen. Die Schät-
zungen folgender Inhalte sind für den Jahresabschluss
von besonderer Relevanz: Sozialkapital, Ausgang von
Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie
Werthaltigkeit von Beteiligungen und Vorräten. Um das
Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden
bei Bedarf externe Experten zugezogen sowie öffent-
lich zugängliche Quellen verwendet.
Graphics
8383
Kontrollmaßnahmen
Das allgemeine Kontrollumfeld umfasst neben Vorstand
und Aufsichtsrat auch die mittlere Managementebene.
Durch die stetige Anwendung sämtlicher Kontrollmaß-
nahmen im laufenden Gescftsprozess kann potenti-
ellen Fehlern und Abweichungen in der Finanzbericht-
erstattung vorgebeugt werden. Dennoch auftretende
Fehler können rasch identifiziert und korrigiert werden.
Im Zuge der Kontrollmaßnahmen wird eine Vielzahl an
Schritten angewandt, zu denen etwa die Durchsicht der
Periodenergebnisse durch das Management, die spe-
zifische Überleitung von Konten und die Analyse von
fortlaufenden Prozessen im Rechnungswesen zählen.
Wichtige Tätigkeiten werden außerdem stets nach dem
Vier-Augen-Prinzip kontrolliert.
Ein weiterer bedeutsamer Bestandteil des inter-
nen Kontrollsystems sind die Kontrollmaßnahmen der
IT-Sicherheit. Sensible Tätigkeiten werden getrennt
und durch die zurückhaltende Vergabe von IT-Berech-
tigungen zusätzlich geschützt. Zur Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung wird das Programm SAP
verwendet. Alle genutzten Systeme verfügen über inte-
grierte Kontrollmechanismen, die die Funktionsfähig-
keit sicherstellen.
Information und Kommunikation
Das Management überprüft und aktualisiert in regel-
ßigen Abständen die Richtlinien und Vorschriften
hinsichtlich der Finanzberichterstattung. In verschie-
denen Arbeitsgruppen werden die in diesem Zusam-
menhang geltenden Vorschriften diskutiert, wobei
auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter:innen
der Abteilung Rechnungswesen einbezogen werden.
Mitarbeiter:innen, deren Tätigkeiten im Einflussbe-
reich liegen, werden zudem informiert. Die Arbeits-
gruppen stellen die Einhaltung aller Richtlinien und
Vorschriften sicher und identifizieren darüber hinaus
Schwachstellen und Verbesserungspotentiale im Rech-
nungswesen.
Überwachung
Der Vorstand verantwortet die kontinuierliche konzern-
weite Überwachung und wird dabei durch die enge Zu-
sammenarbeit mit dem Konzerncontrolling unterstützt.
Der Gescftsverlauf sowie allfällige Abweichungen
werden vom Vorstand regelßig an den Aufsichtsrat
berichtet. Eine zusätzliche Überwachungsfunktion
erfüllen das obere Management sowie die Abteilungs-
leiter in ihren jeweiligen Bereichen. Unterstützend
werden in regelßigen Abständen Plausibilitätsprü-
fungen durchgeführt.
Graphics
84
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse erfolgt
unter anderem in monatlichen Finanzberichten, die die
Entwicklung der Umsätze aufgegliedert in Segmente,
die Liquidität, den Stand der Forderungen und Vorräte
sowie weitere wichtige und zur Steuerung notwendige
Daten umfassen.
Abschließende Prüfungen der zu veröffentli-
chenden Abschsse erfolgen durch die leitenden
Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens wie auch
durch den Vorstand.
Mindestens zweimal pro Jahr berichtet der Vor-
stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates über
das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist mit
der Überwachung des Kontrollsystems betraut. Er be-
obachtet den Rechnungslegungsprozess, bescftigt
sich mit dessen Integrität, evaluiert die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems und des Risikomanage-
ments durch Einbeziehung externer Partner, prüft die
Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie die Ange-
messenheit der Nichtprüfungsleistungen und die Ab-
schlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kontrollsystems
wurde bestätigt. Eine kontinuierliche Verbesserung von
Effizienz und Exaktheit wird fortlaufend angestrebt.
Graphics
8585
bei. Gleichzeitig stehen große Aufgaben an: Rumänien
muss in den kommenden fünf Jahren umfangreich in
die Bereiche Verkehr, Energie und Gesundheitswesen
investieren. Vorgesehen sind zahlreiche Projekte zum
Ausbau von Straßen und Stromtrassen zur Modernisie-
rung und zum Ausbau des Stromnetzes. Zur Finanzie-
rung stehen EU-Mittel in Höhe von rund 80 Milliarden
Euro aus der Förderperiode 2021 – 2027 und aus dem
Aufbau- und Resilienzplan bereit. Auch Österreich und
Ungarn werden von den Zuschüssen aus der Aufbau-
und Resilienzfazilitäten der EU profitieren.
Das mittel- und langfristige Potenzial der Märkte
ist daher mit diesem enormen Bedarf an Infrastruktur-
projekten und der gesicherten Finanzierung durch EU-
Mittel ungebrochen hoch.
Mit unserem starken Team, unseren modernen
Produktionsstandorten und unserer gesunden wirt-
schaftlichen Lage sind wir gut aufgestellt und können
flexibel auf Marktentwicklungen reagieren. Wir freuen
uns 2023 an wichtigen Projekten für die Menschen, die
in den Regionen leben, mitzuwirken.
Klagenfurt, am 21. März 2023
Der Vorstand
Klaus Einfalt nos Váczi
Ausblick
In allen unseren Kernmärkten wurde im Jahr 2022 ein
Wirtschaftswachstum über EU-Schnitt verzeichnet.
Der Blick ins Detail zeigt jedoch, dass dieses vor allem
im ersten Halbjahr stattfand und ab Jahresmitte eine
Abschwächung einsetzte, die in Österreich und Un-
garn voraussichtlich in einer weitgehenden Stagnation
bis in einem geringfügigen Wachstum von unter 1 %
nden wird. Mit einer allmählichen Entspannung auf
den Energiemärkten wird allerdings eine sukzessive
Beruhigung der Inflation erwartet, die wiederum dazu
beitragen müsste, dass die Konjunktur im Lauf der Zeit
wieder anzieht. Die runische Wirtschaft verlangsa-
mte sich im zweiten Halbjahr 2022 ebenfalls, die Pro-
gnosen für 2023 sind mit 2,5 % Wachstum aber besser
als in Österreich und Ungarn.
Nach einer außergewöhnlich starken Baukonjunk-
tur in den vergangenen Jahren, gehen wir von einem
mittelfristigen Rückgang auf ein gemäßigteres Niveau
aus. Die Einschnkung der EU-Fördermittel wird in
Ungarn zu einer verhaltenen Entwicklung im Bereich
Tiefbau und Verkehr führen. Die Zinsentwicklung trägt
aktuell ebenfalls zur Verlangsamung der Bauwirtschaft
Graphics
86
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Bilanz zum 31. Dezember 2022
AKTIVA
31.12.2022
(EUR)
31.12.2021
(TEUR)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
1.715,28 5
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 691.582,68 730
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.151,54 321
3. Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen 1.572,50 0
1.013.306,72 1.051
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 33.781.504,73 32.629
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.115.000,00 5.515
3. Wertpapiere 1.274.000,00 1.392
41.170.504,73 39.536
42.185.526,73 40.592
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 460.730,47 5.917
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 22.910,30 6
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
483.640,77 5.923
II. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
14.389,79 5
498.030,56 5.928
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
23.640,49 18
D. AKTIVE LATENTE STEUERN
0,00 613
42.707.197,78 47.151
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8787
PASSIVA
31.12.2022
(EUR)
31.12.2021
(TEUR)
A. EIGENKAPITAL
I. EINGEFORDERTES, EINBEZAHLTES UND GEZEICHNETES NENNKAPITAL
5.278.012,73 5.278
5.278.012,73 5.278
II. KAPITALRÜCKLAGEN
Gebundene
7.347.937,29 7.348
III. GEWINNRÜCKLAGEN
5.139.010,00 5.139
1. gesetzliche Rücklage
139.010,00 139
2. freie Rücklage
5.000.000,00 5.000
IV. BILANZGEWINN
2.365.323,91 5.391
davon Gewinnvortrag
3.067.915,06 1.081
1. Gewinnvortrag
3.067.915,06 1.081
2. Jahresergebnis
-702.591,15 4.311
20.130.283,93 23.156
B. INVESTITIONSZUSCHÜSSE
14.515,95 15
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
445.916,00 254
2. Rückstellungen für Pensionen
3.239.483,88 3.474
3. Sonstige Rückstellungen
1.212.905,00 1.227
4.898.304,88 4.955
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
17.550.148,80 18.940
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
3.951.306,02 3.330
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
13.598.842,78 15.610
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
56.085,40 34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
56.085,40 34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten
56.154,82 51
davon aus Steuern
42.115,05 43
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
11.539,77 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
56.154,82 51
davon mit einer Restlauf zeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
17.664.093,02 19.025
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
4.065.250,24 3.414
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
13.598.842,78 15.610
42.707.197,78 47.151
Graphics
88
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
2022 (EUR) 2021 (TEUR)
1. Umsatzerlöse 1.846.453,94 1.797
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 0,00 122
c) Übrige 2.071,35 48
2.071,35 170
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen -314.894,97 -156
4. Personalaufwand
a) Löhne 38.909,57 16
b) Gehälter 1.628.128,75 1.049
c) Soziale Aufwendungen 434.910,87 598
davon für Altersversorgung 21.716,01 431
davon für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 202.475,13 25
davon für gesetzl. vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
189.889,96 129
-2.101.949,19 -1.663
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -92.680,17 -63
davon außerplanmäßige Abschreibung 0,00 0
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 199,53 0
b) Übrige 836.465,56 683
-836.665,09 -683
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -1.497.664,13 -598
8. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 5.000
davon aus verbundenen Unternehmen 500.000,00 5.000
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 130.928,00 162
davon aus verbundenen Unternehmen 109.998,00 140
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 289.466,29 0
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.152.921,97 255
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Anlagevermögens -118.300,00 0
davon Abschreibungen -118.300,00 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -536.120,32 -512
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzergebnis) 1.418.895,94 4.905
15. Ergebnis vor Steuern -78.768,19 4.307
16. Steuern vom Einkommen (und vom Ertrag) -623.822,96 3
davon latente Steuern -613.000,00 15
17. Ergebnis nach Steuern -702.591,15 4.310
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.067.915,06 1.081
19. Bilanzgewinn 2.365.323,91 5.391
Graphics
8989
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/4
Anhang für das Geschäftsjahr 2022
I. Allgemeine Angaben
Der Vorstand der Gesellschaft hat den vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2022 nach den Vorschriften des
österreichischen Unternehmensgesetzbuches UGB aufgestellt.
Die Gesellschaft ist als große Gesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses
beibehalten.
Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2008 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Grundlagen
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
zu vermitteln.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Das Unternehmen hat dem Vorsichtsgrundsatz Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am
Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden
Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich
gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei Schätzungen berücksichtigt.
Anhang für das Geschäftsjahr 2022
Graphics
90
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/5
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert
und in längstens 10 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige immaterielle Vermögensgegenstände (Einzel-
anschaffungswert bis EUR 800) werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen
Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge
im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vor. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände
werden als Aufwand erfasst.
Die lineare Abschreibungsmethode erfolgt unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
in Jahren
Konzessionen 10
EDV-Software 4-5
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Sachanlagevermögen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen,
bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 800) werden im Zugangsjahr
aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge
im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung
vor.
Graphics
9191
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/6
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter
Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude und Grundstückseinrichtungen 20-40
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5-8
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer Zeitwert
beizulegen ist, mit diesem angesetzt, auch wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist.
Die Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei nach-
haltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt.
Die Abschreibung bzw. Zuschreibung von Beteiligungen wird situationsbedingt beobachtet und unter dem
Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt.
Zuschreibungen zum Anlagevermögen
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für
die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert,
der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare
Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Graphics
92
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/7
Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen erfolgen nach den Grundsätzen der International Financial Reporting
Standards (IAS 19), unter Anwendung der AVÖ 2018, einer Diskontrate von 4,14 % (Vorjahr: 1,0 %) und einer
wahrscheinlichen Gehaltserhöhung von 10,6 % (Vorjahr: 2,5 %) für 2023 und 4,14 % (Vorjahr: 2,5%) ab 2024.
Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension
gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen
zugrunde gelegt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial
Reporting Standards (IAS 19) unter Anwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach AVÖ 2018
(Vorjahr: AVÖ 2018), einer Diskontrate von 4,14 % (Vorjahr: 1,0 %), einer wahrscheinlichen Pensionserhöhung
von 10,5 % (Vorjahr 2,5 %) für 2023 und 4,14 % (Vorjahr 2,5 %) ab 2024. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter
wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004
(Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Die
Pensionsrückstellungen werden um Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 969 (Vorjahr: TEUR 1.003)
gekürzt.
Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer
Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den
Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschuss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.
Ertragsteuern
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und
Verlustrechnung des Gruppenträgers.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne
Abzinsung auf Basis des ab 2024 gültigen Körperschaftsteuersatz von 23 % (Vorjahr: 25%) gebildet. Dabei
werden keine latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Graphics
9393
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/8
III. Erläuterungen zur Bilanz
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach
einzelnen Posten (§ 226 Abs 1 UGB) ist aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.
Finanzanlagen
Die Aufgliederung der Beteiligungen ist der Beteiligungsliste zu entnehmen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein langfristig gewährtes Darlehen in Höhe von
TEUR 5.515 (Vorjahr: TEUR 5.515) an die SW Umwelttechnik Magyarorszag Kft, Majoshaza, Ungarn sowie ein
langfristig gewährtes Darlehen an die SW Umwelttechnik Romania s.r.l, Rumänien in Höhe von TEUR 600
(Vorjahr: TEUR 0). Die Restlaufzeit der Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist langfristig in Höhe von
TEUR 6.115.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in he von TEUR 443
(Vorjahr: TEUR 909) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 8) aus
sonstigen Forderungen.
Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und
unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet.
31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Sachanlagen 0 -45
Langfristige Personalrückstellungen 0 2.496
Betrag Gesamtdifferenzen 0 2.451
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12.22 (23%) (VJ: 25%) 0 613
Graphics
94
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/9
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
2022
TEUR
2021
TEUR
Stand am 1.1. 613 598
Erfolgswirksame Veränderung -613 15
Stand am 31.12. 0 613
Da mit der zukünftigen Steuerentlastung nicht mehr zu rechnen ist, wurden die ausgewiesenen Posten im
Geschäftsjahr aufgelöst.
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt TEUR 5.278 (Vorjahr: TEUR 5.278) und ist in 725.999 (Vorjahr: 725.999) auf Inhaber
lautende Stückaktien zerlegt.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern,
wobei der Vorstand ermächtigt ist, für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über
die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu beschließen, wenn die
eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an
einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs-
oder Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer:innen, leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstandes/der
Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2021 wurde der Vorstand gemäß §§ 169 ff AktG ermächtigt,
innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das Firmenbuch das
Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu TEUR 2.639 durch
Ausgabe von bis zu 362.999 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie
die Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den
Aktionären unter Ausschluss des unmittelbaren Bezugsrechts der Altaktionäre in der Weise eingeräumt werden,
dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der
Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares
Bezugsrecht). Der Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss wurde ermächtigt,
Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals ergeben, zu beschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2022 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG dazu
ermächtigt, bis zum 6. November 2024, eigene Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 % des Grundkapitals
zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert maximal
30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durchschnittlichen Börseschlusskurs der dem
Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch
Graphics
9595
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/10
in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel in eigenen
Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehen dieser eigenen
Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat
ermächtigt ist, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in
der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Es existiert derzeit
kein öffentliches Übernahmeangebot, das Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und dem
Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen würde.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.031 (Vorjahr: TEUR 1.043),
Rückstellung für Beratung in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 86) sowie eine Rückstellung für
Aufsichtsratsvergütung in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 99).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 3.809 (Vorjahr: TEUR 6.465) eine
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 24.625 (Vorjahr: TEUR 14.524) betreffen im Wesentlichen
Haftungen für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen und sonstige Eventualverbindlichkeiten aus
Bankgarantien.
Derivative Finanzinstrumente:
Zur Absicherung des Risikos der Wertentwicklung des ungarischen Forint, welches sich für die Gesellschaft aus
den zukünftigen Dividendenzahlungen der SW Umwelttechnik Ungarn ergab, wurde im Vorjahr ein Cross
Currency Swap mit Enddatum 31.3.2026 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Cross Currency Swap
vor dem vertraglich festgelegten Enddatum aufgelöst.
Zusätzlich hat die Gesellschaft im Vorjahr ein Devisentermingeschäft über den Verkauf von THUF 357.000 im
Gegenwert von TEUR 1.000 mit Fälligkeit 31.3.2022 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr wurde das
Devisentermingeschäft mit Fälligkeit 31.03.2022 über den Kauf von THUF 357.000 im Gegenwert von TEUR
973 beendet.
Die derivativen Finanzinstrumente wurden im Vorjahr in keiner Sicherungsbeziehung designiert und setzen sich
zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/11
beizu- beizu-
Nominal- Nominal- Nominal- Nominal- legender legender Buch- Buch-
betrag betrag betrag betrag Zeitwert Zeitwert wert wert
31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022
TEUR TEUR THUF THUF TEUR TEUR TEUR TEUR
Devisenterminverkäufe
1.000 0 357.000 0 44 0 0 0
Cross Currency Swap
10.000 0 3.585.000 0 214 0 0 0
11.000 0 3.942.000 0 258 0 0 0
Gemäß dem Imparitätsprinzip wurde der positive Marktwert der derivativen Finanzinstrumente im Vorjahr nicht
bilanziert.
Art, Zweck und finanzielle Auswirkungen sonstiger nicht in der Bilanz ausgewiesener oder angegebener
Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das nächste
Geschäftsjahr TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 0).
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn des § 237 Z 8b UGB
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen
Konditionen statt und betrafen im Wesentlichen Managementfee und Darlehensgewährungen an verbundene
Unternehmen.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/12
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
2022 2021
TEUR TEUR
Österreich 412 244
Ungarn 861 1.028
Rumänien 573 525
1.846 1.797
Personalaufwand und Arbeitnehmer
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind
Aufwendungen aus der Veränderung der Abfertigungsrückstellung in der Höhe TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 17)
enthalten.
Die Angaben gemäß § 239 Abs 1 Z 3 und 4 UGB unterbleiben, da von der Schutzklausel gemäß § 242 Abs 4 UGB
Gebrauch gemacht wird.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr entfallenden
Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernanhang offengelegt.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Diese Position besteht aus Gewinnen im Zusammenhang mit der Auflösung des Cross Currency Swap in Höhe
von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus Gewinnen aus der Beendigung des Devisentermingeschäftes in Höhe
von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 0).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In diesem Posten sind unter anderem Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Abfertigungs- und
Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 36) enthalten.
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98
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/13
V. Ergänzende Angaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beträgt 7 (Vorjahr: 6) und betrifft Arbeiter und
Angestellte.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Mit der SW Umwelttechnik Österreich GmbH (als Gruppenmitglied) besteht seit dem Geschäftsjahr 2008 eine
Steuerumlagevereinbarung.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Dividendenausschüttung von 2,9 € je Aktie durchzuführen und den
verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 260 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Gewählte Mitglieder:
Dr. Reinhard Iro (Vorsitzender)
Dr. Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Mag. Birgit Kuras (bis 30. Jänner 2023)
Mag. Sabine Lax
Dr. Alexander Schwartz
MMag. Michaela Werbitsch
DI Dr. Bernd Hans Wolschner
KommR DI Karl Heinz Wolschner (bis 05. Mai 2022 – 25. o. HV)
*
*§14 Abs 3 der Satzung für Aufsichtsratsmitglieder festgesetzte Altersgrenze (77. Lebensjahr des Aufsichtsratsmitgliedes)
An Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 67) gezahlt.
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9999
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Beilage I/14
Vorstand
Angabe der Bezüge des Vorstandes unterbleibt gemäß § 241 Abs. 4 UGB.
Dem Vorstand gehören an:
Klaus Einfalt
János Váczi
Klagenfurt, am 21.03.2023
Klaus Einfalt Jànos Vàczi
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100
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Stand am Zugänge Abgänge Um- Stand am Stand am Zugänge Abgänge Um- Stand am Stand am Stand am
1.1.2022 buchungen 31.12.2022 1.1.2022 buchungen 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 359.516,57 0,00 0,00 0,00 359.516,57 354.181,29 3.620,00 0,00 0,00 357.801,29 1.715,28 5.335,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten
auf fremdem Grund 748.691,68 0,00 0,00 0,00 748.691,68 19.036,00 38.073,00 0,00 0,00 57.109,00 691.582,68 729.655,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 431.866,81 49.627,52 5.690,10 0,00 475.804,23 110.355,62 50.987,17 5.690,10 0,00 155.652,69 320.151,54 321.511,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.572,50 0,00 0,00 1.572,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.572,50 0,00
1.180.558,49 51.200,02 5.690,10 0,00 1.226.068,41 129.391,62 89.060,17 5.690,10 0,00 212.761,69 1.013.306,72 1.051.166,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.558.727,39 0,00 0,00 0,00 34.558.727,39 1.930.144,63 0,00 1.152.921,97
* 0,00 777.222,66 33.781.504,73 32.628.582,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.616.061,45 600.000,00 0,00 0,00 6.216.061,45 101.061,45 0,00 0,00 0,00 101.061,45 6.115.000,00 5.515.000,00
3.
Wertpapiere (Wertrechte) des
Anlagevermögens
1.664.473,80 0,00 0,00 0,00 1.664.473,80 272.173,80 118.300,00 0,00 0,00 390.473,80 1.274.000,00 1.392.300,00
41.839.262,64 600.000,00 0,00 0,00 42.439.262,64 2.303.379,88 118.300,00 1.152.921,97 0,00 1.268.757,91 41.170.504,73 39.535.882,76
43.379.337,70 651.200,02 5.690,10 0,00 44.024.847,62 2.786.952,79 210.980,17 1.158.612,07 0,00 1.839.320,89 42.185.526,73 40.592.384,91
* Zuschreibung in 2022
A n s c h a f f u n g s k o s t e n K u m u l i e r t e A b s c h r e i b u n g e n B u c h w e r t e
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101101
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt Anlage 2
Beteiligungsspiegel zum 31.12.2022
Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis beziehen sich auf die lokalen Jahresabschlüsse nach den lokalen
Rechnungslegungsvorschriften und sind in den Landeswährungen angegeben.
Gesel l schaf t Sti chtag Betei l .-
quote
Währ. Eigenkapital Ergebnis
% 1.000 WE 1.000 WE
SW Umwelttechnik Magyarorsg Kft.,
Ma
j
osza, Un
g
arn 31.12.2022 100,00 HUF 12.572.791 3.200.895
SW Umwel tt echni k Romani a s.r.l .,
Rumänien 31.12.2022 100,00 LEI 119.597 21.483
SW Umwelttechnik Österreich GmbH,
Kla
g
enfurt * 31.12.2022 99,00 EUR 5.524 1.128
SW Umwel ttechni k Bul gari a EOOD,
Sofia, Bul
g
arien 31.12.2022 100,00 BGN 73 0
SW Umwelttechnik Slovensko s.r.o.,
Kosice, Slowakei
* 31.12.2022 11,29 EUR 94 36
* di rekt und indi rekt mit 100 % beteili gt
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102
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG,
Klagenfurt,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022
sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im
Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft
unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen
Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt
und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in
unserem Vermerk mitzuteilen sind.
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103103
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vor-
schriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachver-
halte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig –
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmens-
tätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die
Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine
realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Ent-
scheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellun-
gen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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104
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen
Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende
Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen
Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unange-
messen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf
der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnach-
weise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft
von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
— Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten
beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm
über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftiger-
weise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern
einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausge-
tauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht
in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet
wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche
Interesse übersteigen würden.
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105105
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf
zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden recht-
lichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Überein-
stimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit
dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt und am
5. Mai 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2022
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 23. März 2023
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in
der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschlilich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind
die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
kpmg
SSWW UUmmwweelltttteecchhnniikk SSttooiisseerr && WWoollsscchhnneerr AAGG,, KKllaaggeennffuurrtt
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021
Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die
Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der
von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind
die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 22. März 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
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107107
Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunter-
nehmens ein möglichst getreues Bild der Vergens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt,
dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Ge-
scftsergebnis und die Lage des Unternehmens so
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Ver-
gens-, Finanz- und Ertragslage entsteht,und dass der
Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewiss-
heiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist.
Klagenfurt, am 21. März 2023
Der Vorstand
Klaus Einfalt nos Váczi
Impressum:
Medieninhaber, Verleger:
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Bahnstre 89, 9020 Klagenfurt
Tel. +43 463 32109-705, Fax +43 463 32109-195
office@sw-umwelttechnik.com
www.sw-umwelttechnik.com
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