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JAHRESFINANZBERICHT

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresnanzbericht 2020

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4
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie sowie die damit
eingehenden, länderübergreifenden Infektionsprä-
ventionsmaßnahmen und Mobilitätseinschränkungen
brachten im Jahr 2020 große wirtschaftliche Unsi-
cherheiten gefolgt von einer deutlichen Rezession mit
sich. Die drei Kernmärkte von SW Umwelttechnik
waren von dieser erhöhten Volatilität wie ganz Europa
betroffen und erlebten einen deutlichen Konjunktur-
Einbruch. Die europäische Bauwirtschaft entwickelte
sich leicht rückläufig, auch infolge des Auslaufens des
EU-Finanzrahmens. Langfristige Projekt-Vorlaufzeiten
wie auch der spätzyklische Charakter der Baubranche
trugen jedoch dazu bei, dass das Ausnahmejahr 2020
die Bauwirtschaft weniger schwer traf als andere Wirt-
schaftszweige.
Aufgrund der endenden Förderperiode wurden För-
dergelder aus EU-Töpfen in Rumänien verstärkt bean-
sprucht, in Ungarn zeigte sich jedoch eine gegenläufige
Entwicklung. Durch die insgesamt bereits hohe Aus-
schöpfung der Strukturfonds flachten die Investitionen
im zweiten Halbjahr 2020 ab.
Nach einem Jahr des wirtschaftlichen Einbruchs ist
für alle drei Kernmärkte von SW Umwelttechnik eine
schrittweise Rückkehr zur Normalität in den Jahren
2021 und 2022 anzunehmen, die sich in positiven Inve-
stitionsentwicklungen – auch im Bereich der Bauaktivi-
täten – zeigen wird.
UNGARN
Das Jahr 2020 bedeutete für die ungarische Wirtschaft
ein Minus von rund 6,1 % und damit einen mittleren
wirtschaftlichen Abschwung im EU-Vergleich. Das
zurückliegende Jahr unterbrach damit eine Phase
wirtschaftlicher Wachstumsrekorde, die insbesondere
auf die EU-Fördermittel der Periode 2014 – 2020 und
eine einhergehende, überaus positive öffentliche Auf-
tragslage, allen voran im Bausektor, zurückzuführen
war. Zusätzlich zur allgemeinen konjunkturellen Lage
wirkte sich das Auslaufen der aktuellen Förderperiode
negativ auf die Bauaktivität aus, die aufgrund der be-
reits hohen Ausschöpfungsrate abnahm.
Das Wachstum der ungarischen Bauwirtschaft
sackte nach drei Jahren zweistelliger Wachstumsraten
2020 deutlich ab: Gegenüber 2019 ging die Bauleistung
um etwa 10 % zurück. Um den Bausektor zu fördern,
beschloss die ungarische Regierung eine Mehrwert-
steuersenkung von 27 % auf 5 % bei Wohnungsneu-
Wirtschaftliches Umfeld

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5
bauten bis Ende 2022, die im Bereich des Hochbaus
eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwarten
lässt. Entscheidend für die Erholung der Bauwirtschaft
werden die Vergaben von Bau-Förderungen im Zuge
der EU-Förderperiode 2021 – 2027 sein. Die aktuellen
Förder-Aussichten bieten Grund zur Annahme, dass
sich die ungarische Bauwirtschaft zunehmend stabili-
siert und auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt.

RUMÄNIEN
Rumänien erlitt durch die Auswirkungen der Pandemie
im Jahr 2020 einen Wirtschaftseinbruch um 4,8 %
und damit einen mittleren bis geringen Abschwung
im gesamteuropäischen Vergleich. Trotz Krisenlage
profitierte in Rumänien der Bausektor, nachdem bisher
nicht ausgeschöpfte EU-Töpfe der Förderperiode 2014
– 2020 vermehrt Beanspruchung fanden. Eine Ent-
wicklung, die auch noch mittelfristige Auswirkungen
zeigen wird: Aufgrund der Pandemie wurden in Ru-
mänien viele Bauvorhaben ins Jahr 2021 verschoben.
Einen zusätzlichen Anstoß könnte der Bausektor durch
Mittel der angelaufenen EU-Förderperiode 2021 – 2027
gewinnen. Zudem plant die Regierung Rumäniens nun
lange aufgeschobene Infrastrukturvorhaben, wie den
Ausbau der Autobahnen, in Angriff zu nehmen, wofür
wiederum Gelder des EU-Kohäsionsfonds zur Verfü-
gung stehen.
Für die rumänische Gesamtwirtschaft wird für
die kommenden Jahre eine Rückkehr zur Normalität,
einhergehend mit einem deutlichen Konjunktur-
Aufschwung, erwartet. So wird 2021 ein Wirtschafts-
wachstum um 2,7 %, 2022 um etwa 4,5 % prognosti-
ziert.
ÖSTERREICH
Das Coronajahr 2020 traf die österreichische Wirtschaft
im europäischen Vergleich durchaus schwer. Es wurde
ein wirtschaftlicher Einbruch um 7,1 % verzeichnet
und damit eine deutlich stärkere Rückläufigkeit als im
von der Finanzkrise geprägten Jahr 2009. Im Gegensatz
zu anderen bedeutenden Wirtschaftszweigen des Lan-
des wie dem Tourismus und der Gastronomie, die von
den Infektionspräventionsmaßnahmen um die Covid-
19-Pandemie direkt und schwer betroffen waren, zeigte
sich 2020 im Bausektor eine relativ stabile Konjunktur-
lage. Zwar war gegenüber dem Vorjahr ein Abschwung
im Wohnungsneubau zu beobachten, das Bauvolumen
im Tiefbausegment konnte jedoch im Vergleich zu 2019
sogar leicht zulegen.
Prognosen gehen von einem durchaus stabilen
Bauvolumen der Jahre 2021 und 2022 aus. Es wird mit
einem Plus der österreichischen Bauinvestitionen von
3,1 % in 2021 sowie 2,1 % in 2022 gerechnet. Auch für
die gesamtwirtschftliche Lage Österreichs wird eine
deutliche Erholung und Normalisierung erwartet. Für
2021 wird ein Wirtschaftswachstum um 4,5 % und für
2022 um 3,5 % prognostiziert.
Quellen: WKÖ, Bank Austria, Eastern European Construction Forecasting Association, KSH – Hungarian Central Statistical Office, Österreichisches Institut für Wirt-
schaftsforschung, Germany Trade and Invest, Romania National Institute of Statistics, ASFINAG, Euroconstruct

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
UMSATZ UND ERTRAGSLAGE
Trotz Corona-Krise zählt 2020 gemeinsam mit den ver-
gangenen Jahren 2018 und 2019 zu den erfolgreichs-
ten Geschäftsjahren in der Unternehmensgeschichte
von SW Umwelttechnik. Der spätzyklische Charakter
der Bauwirtschaft kam dem Unternehmen ebenso zu
Gute wie die lange Vorlaufzeit von Projekten. Zusätz-
lich waren in den Märkten ausreichend Finanzmittel
vorhanden, im Gegensatz zur Liquiditätskrise des
Jahres 2009. Bis zum Sommer war die Geschäftsent-
wicklung dementsprechend stabil, danach kam es zu
ersten Projektverschiebungen und Verzögerungen bei
Genehmigungsprozessen. SW Umwelttechnik konnte
die Herausforderungen des zurückliegenden Geschäfts-
jahres insgesamt gut bestreiten und letztlich sehr gute
Ergebnisse erzielen.
Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete
SW Umwelttechnik Umsatzerlöse in Höhe von
EUR 89,3 Mio. (VJ EUR 97,2 Mio.). Die Ertragszahlen
liegen aufgrund der relativ stabilen operativen Entwick-
lung auf dem Rekordniveau des Vorjahres: Das EBIT
beträgt EUR 11,5 Mio. (VJ EUR 11,6 Mio.), das EBITDA
beläuft sich auf EUR 15,5 Mio. (VJ EUR 15,4 Mio.), die
EBITDA-Marge beträgt somit 17 %.
Das Finanzergebnis reduzierte sich aufgrund
der Abwertung der BKS Aktie in den übrigen Fi-
nanzaufwendungen und den Fremdwährungsbewer-
tungen auf EUR -2,6 Mio. (VJ EUR -2,0 Mio.). Die
Finanzierungsaufwendungen fielen mit EUR -1,1 Mio.
(VJ EUR -1,2 Mio.) etwas niedriger aus als im Vorjahr,
der Verlust aus Fremdwährungsbewertungen erhöhte
sich auf EUR -1,1 Mio. (VJ -0,8 Mio.).
Trotz der bekannten Rahmenbedingungen auf-
grund der Covid-19-Krise liegt das Ergebnis vor Steu-
ern mit EUR 9,0 Mio. weiterhin auf sehr hohem Niveau
(VJ EUR 9,6 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern beträgt
EUR 6,8 Mio. (VJ EUR 8,1 Mio.).
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr wuchs
um 12,3 % auf EUR 44,0 Mio. (VJ EUR 39,1 Mio.), dies
ist insbesondere auf die verstärkte Projektvergabe in
Rumänien infolge der auslaufenden EU-Förderperiode
2014 – 2020 zurückzuführen. Da in Ungarn die Struk-
turfonds in der gesamten Periode bereits auf hohem
Niveau in Anspruch genommen wurden, entwickelte
sich die Bauaktivität im Tiefbausektor rückläufig. Viele
Projekte in den Bereichen Kanalisation und Entwäs-
serung sowie Straßeninfrastruktur wurden zu einem
Abschluss gebracht. Die Vergabe neuer Infrastruk-
turprojekte dieses Sektors ist von dem Start der neuen
Förderperiode abhängig. In Österreich wurden Entwäs-
serungs- und Verkehrsprojekte auf ähnlichem Niveau
umgesetzt wie im Vorjahr, das Italiengeschäft brach
jedoch infolge der Pandemie zu einem Großteil weg.
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr entspricht
49 % (VJ 40 %) des Konzernumsatzes.
Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen
war im Gegensatz zum Tiefbausektor von der ange-
spannten gesamtkonjunkturellen Entwicklung betrof-
fen und schrumpfte um 22,0 % auf EUR 45,3 Mio.
(VJ EUR 58,1 Mio.). Insbesondere ab dem Sommer wur-
de in Ungarn und Rumänien unter den Industrie- und
Gewerbekunden eine abwartende Haltung spürbar.
Zusätzlich kam es zu Verzögerungen bei Genehmi-
gungsprozessen und -verfahren, wodurch Projektstarts
nach hinten verschoben wurden. In Österreich blieben
die Umsätze des Hochbausektors stabil, das reduzierte
Italiengeschäft wirkte sich jedoch auch hier negativ
Geschäftsentwicklung
Ergebnisentwicklung
In EUR Mio. 2020 2019 Veränderung in %
Umsatz 89,3 97,2 -8,2 %
EBIT 11,5 11,6 -0,3 %
EBITDA 15,5 15,4 + 0,9 %
Finanzergebnis -2,6 -2,0 -30,1 %
Ergebnis vor Steuern 9,0 9,6 -6,6 %
Ergebnis nach Steuern 6,8 8,1 -16,2 %

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aus. Auf den Geschäftsbereich Hochbau und Verkehr
entfällt somit 51 % des Gesamtumsatzes (VJ 60 %).
Im größten Markt Ungarn sank der Umsatz infol-
ge der beschriebenen Rahmenbedingungen um 14,7 %
auf EUR 49,2 Mio. (VJ EUR 57,7 Mio.), der Anteil am
Konzernumsatz beträgt 55 % (VJ 59 %). In Rumänien
konnten sogar geringfügige Zuwächse verzeichnet
werden, der Umsatz stieg um 2 % auf EUR 26,4 Mio.
(VJ EUR 25,8 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz
stieg auf 29 % (VJ 27 %). Auch in Österreich stieg
der Umsatz in Höhe von 4 % auf EUR 12,2 Mio.
(VJ EUR 11,7 Mio.).

Umsatz nach Geschäftsbereichen
In EUR Mio. 2020 in % 2019 in %
Tiefbau und Verkehr
44,0 49 39,1 40
Hochbau und Wohnen
45,3 51 58,1 60
Gesamt 89,3 100 97,2 100

Umsatz nach Ländern
In EUR Mio. 2020 in % 2019 in %
Österreich 12,2 14 11,7 12
Ungarn 49,2 55 57,7 59
Rumänien 26,4 29 25,8 27
Sonstige 1,5 2 2,0 2
Gesamt
89,3 100 97,2 100
Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichen in EUR Mio.
Geschäftsbereiche
Tiefbau und Verkehr
Hochbau und Wohnen
2019
2020
45,3
58,139,1
44,0
Länder
Österreich
Ungarn
Rumänien
Sonstige
Umsatzentwicklung nach Ländern in EUR Mio.
2020
49,2
26,4
1,5
12,2
57,7
25,8
2,0
11,7
2019

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8
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 14 % (VJ 12 %).
Die Konzern-Exportumsätze stiegen trotz der
schwierigen wirtschaftlichen Situation in Italien mit
dem stabilen Exportmarkt Slowakei geringfügig auf
EUR 1,5 Mio. (VJ EUR 2,0 Mio.).
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Aufgrund des reduzierten Umlaufvermögens sank
die Bilanzsumme im Jahr 2020 auf EUR 85,5 Mio.
(VJ 92,6 Mio.), die langfristigen Vermögens-
werte beliefen sich per Ultimo auf EUR 56,0 Mio.
(VJ EUR 58,0 Mio.), die kurzfristigen Vermögenswerte
verringerten sich auf EUR 29,5 Mio. (VJ EUR 34,6 Mio.).
Das Eigenkapital stieg weiter auf EUR 20,6 Mio.
(VJ EUR 16,6 Mio.), dies ist auf die weiterhin sehr
gute Ertragslage zurückzuführen. Die Eigenkapital-
quote liegt mit 24,2 % signifikant über dem Vorjahr
(VJ 17,9 %).
Sowohl die langfristigen als auch die kurzfri-
stigen Finanzverbindlichkeiten wurden im abgeschlos-
senen Geschäftsjahr reduziert und liegen in Summe
bei EUR 49,3 Mio. (VJ EUR 56,0 Mio.). Davon entfallen
EUR 38,4 Mio. (VJ EUR 42,5 Mio.) auf langfristige Fi-
nanzverbindlichen und EUR 10,9 Mio. auf kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten (VJ EUR 13,5 Mio.). Die Netto-
verschuldung wurde somit um rund 10 % reduziert und
liegt per Ultimo bei EUR 46,5 Mio. (VJ EUR 51,4 Mio.).
INVESTITIONEN
Der wesentliche Teil der Investitionen im Jahr 2020
floss in den strategischen Wachstumsausbau des Green
Field Werks Bukarest. Das größte rumänische Werk
wurde um eine weitere Halle vergrößert, außerdem
wurde mit der Errichtung zweier zusätzlicher Hallen-
schiffe begonnen. Die neu errichtete Fertigungsstraße
ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Produktion, ab-
hängig von Kundenwünschen und Marktbedingungen.
In allen Werken wurden Instandhaltungsinvestitionen
getätigt.
Die Gesamtinvestitionen aus Cashflow-Sicht be-
trugen in allen Ländern im Jahr 2020 EUR 7,1 Mio.
(VJ EUR 9,9 Mio.).

LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg infolge der wei-
terhin sehr guten und stabilen operativen Entwicklung
sowie geringerer Zinszahlungen auf EUR 12,4 Mio.
(VJ EUR 10,9 Mio.). Der Cashflow aus Working Capi-
tal liegt bei EUR -3,4 Mio. (VJ EUR -2,5 Mio.). Somit
stieg der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf
EUR 8,9 Mio. (VJ EUR 8,4 Mio.).
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag der Zah-
lungsmittelabfluss mit EUR 5,4 Mio. (VJ EUR 9,7 Mio.)
unter dem Vorjahr. Es wurden EUR 7,1 Mio.
(VJ EUR 9,9 Mio.) für den Erwerb von sach- und
immateriellen Anlagevermögen verwendet. Demge-
genüber steht einen Cash-Eingang von EUR 0,4 Mio.
(VJ EUR 0,0 Mio.) aus Zahlungen aus Investitions-
förderungen, bzw. EUR 1,3 Mio. (VJ EUR 0,1 Mio.)
aus Einzahlungen aus Anlagenabgang. Aufgrund der
Reduktion der Finanzverbindlichkeiten, bzw. redu-

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9
zierter Nutzung der Finanzierungsrahmen sank der
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf EUR -6,1 Mio.
(VJ EUR 4,0 Mio.). Im Vorjahr wirkte die durchgeführte
Kapitalerhöhung mit EUR 1,6 Mio. positiv auf den Fi-
nanzierungscashflow. Die Veränderung der Zahlungs-
mittel beträgt somit EUR -1,5 Mio. (VJ EUR 3,1 Mio.).
Die Zahlungsmittel zum Ende der Periode belaufen sich
auf EUR 2,9 Mio. (VJ EUR 4,6 Mio.).
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 beschäftigte
SW Umwelttechnik mit 597 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt fast 600 Personen,
davon 357 Arbeiterinnen und Arbeiter (VJ 316) sowie
240 Angestellte (VJ 224).
Die Personalkosten stiegen infolge der im Vergleich
zum Vorjahr höheren Arbeitnehmeranzahl auf
EUR 15,1 Mio. (VJ EUR 14,6 Mio.). Der Anteil an weib-
lichen Arbeitnehmerinnen betrug im Angestelltenbe-
reich 45 %.
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr investierte
SW Umwelttechnik 148 TEUR (VJ 316 TEUR) in F&E-
Projekte. Das Unternehmen widmete sich vorrangig
der Weiterentwicklung von Betonrezepten zur Reduk-
tion von Zuschlagsstoffen und zur Verbesserung der
Materialeigenschaften.
Die wichtigste Innovation im Betonbau der vergange-
nen Jahrzehnte ist die Entwicklung von Ultra-hoch-
festem Beton (UHPC). Produkte und damit Bauwerke
aus UHPC verzeichnen eine wesentlich höhere Dauer-
haftigkeit, die zu einer längeren Lebensdauer führt als
sie jene aus herkömmlichem Beton aufweisen. UHPC
eignet sich insbesondere für filigrane Elemente wie
Treppen sowie besonders stark belastete Bauwerke wie
Säulen und Brücken.
Die enorme Druckfestigkeit von UHPC und sein aus-
gesprochen dichtes Gefüge ermöglichen es, Rohstoffe
sowie Energieaufwendungen und CO
2
-Emissionen im
hohen zweistelligen Bereich einzusparen. SW Umwelt-
technik engagiert sich in Kooperationen mit der ETH
und Empa in Zürich sowie der TU Graz in der Weiter-
entwicklung Ultra-hochfesten Betons.
Forschung und Entwicklung
Ausgaben Forschung und Entwicklung
In EUR Mio.
2020 2019 2018
Forschung und Entwicklung
0,1 0,3 0,2
Betriebsleistung
In TEUR 2020 2019 2018
Betriebsleistung 91.677 97.814 78.132
Betriebsleistung / Mitarbeiter/in 154 181 170
Veränderung zum VJ in % -15,1 6,6 20,9
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Österreich Ungarn Rumänien Konzern
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
Arbeiter 27 0 129 4 194 3 350 7
Angestellte
19 20 80 62 33 26 132 108
Gesamt
46 20 209 66 227 29 482 115

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von 5.278 TEUR.
Die Wolschner Privatstiftung hält mit 290.000 Ak-
tien 39,94 % des ausgegebenen Aktienkapitals der SW
Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Heinz Wol-
schner (persönlich) und Bernd Wolschner (persönlich).
Ein weiterer Großaktionär mit mehr als 4 % gehaltenen
Aktien ist Klaus Einfalt (persönlich). Die restlichen Ak-
tien befinden sich im Streubesitz.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimm-
rechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es
gibt auch keine Aktionärinnen bzw. Aktionäre sowie
am Kapital beteiligte Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeit-
nehmer, die Kontrollrechte besitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben folgende er-
weiterte Befugnisse betreffend die Möglichkeit, Aktien
auszugeben und zurückzukaufen:
Das mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3.
Mai 2016 genehmigte Kapital beträgt 2.398 TEUR. Die
Ermächtigung des Vorstandes gemäß § 169 AktG be-
steht bis 8. Juni 2021. Es bestehen keine ausstehenden
Einlagen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai
2018 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapi-
tal der Gesellschaft durch Einziehung dieser eigenen
Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der
Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Auf-
sichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Satzung, die
sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu be-
schließen.
Mit dem Hauptversammlungsbeschluss vom 4.
Mai 2017 wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, eigene
Aktien der Gesellschaft, unter Ausschluss des gesetz-
lichen Bezugsrechts der Aktionäre, auf jede gesetzlich
zulässige Art an die Mitglieder des Vorstandes zu ver-
äußern. Die Ermächtigung des Aufsichtsrates besteht
bis 3. Mai 2022.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG
neuerlich dazu zu ermächtigt, bis zum 6. November
2022, eigene Aktien bis zu einem Anteil von höchstens
10 % des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbs-
volumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu
leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der
höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durch-
schnittlichen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb
vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die
Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in
mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder
mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel in eige-
nen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Der Vorstand wurde darüber hinaus ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf
Jahren die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zuläs-
sige Art wieder zu veräußern, wobei der Vorstand er-
mächtigt ist, für die Veräußerung eigener Aktien eine
andere Art der Veräußerung als über die Börse oder
durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des
Bezugsrechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien
als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen,
Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder
mehreren Gesellschaften im In- und Ausland verwendet
oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder
Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer, leitende
Angestellte, Mitglieder des Vorstands/der Geschäfts-
führung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbun-
denen Unternehmens gewährt werden.
Angaben gem. § 243a UGB

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Risikobericht
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung die-
ser eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Be-
schluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei
der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Sat-
zung, die sich durch die Einziehung von Aktien erge-
ben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die
Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontroll-
wechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahme-
angebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Es
existiert derzeit kein öffentliches Übernahmeangebot,
das Entschädigungsvereinbarungen zwischen der
Gesellschaft und dem Vorstand und den Aufsichtsrats-
mitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen
würde.
SW Umwelttechnik betreibt gemäß des Österreichi-
schen Corporate Governance Kodex ein formalisiertes,
einheitliches und konzernweites Risikomanagementsy-
stem. Dieses stellt eine frühzeitige Identifikation und
Steuerung von potentiellen Risiken sicher und ermög-
licht im Idealfall das Erreichen weiterer Wettbewerbs-
vorteile.
Elementarer Bestandteil des Risikomanagements
ist das Berichtswesen über positive und negative Ab-
weichungen von Unternehmenszielen und -kennzahlen.
Dem Vorstand sowie den leitenden Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern obliegt die Aufgabe, diese Berichte
zu analysieren, entsprechende Maßnahmen abzuleiten
und so unternehmerische Chancen bestmöglich zu nut-
zen.
COVID-19
Um den Herausforderungen durch die Covid-19-Pande-
mie zu begegnen und die mit ihr einhergehenden un-
ternehmerischen Risiken bestmöglich zu reduzieren,
wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr besondere
Schutzmaßnahmen für den laufenden Produktions-
betrieb getroffen. Im März zum Zeitpunkt des ersten
Lockdowns vereinbarte die Unternehmensleitung mit
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Österreich
unverzüglich einen Betriebsurlaub, der es ihnen er-
möglichte, sich häuslich zu isolieren und so soziale
Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Parallel
erfolgte die Ausarbeitung eines Sicherheits- und Hy-
gienekonzepts. Anschließend wurde die Produktion
unter Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen
wieder aufgenommen. Zu diesen zählte die Bereitstel-
lung von Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Schutz-
Masken an allen Standorten sowie die bedarfsweise
Testung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerhalb
des Produktionsbetriebs wurden angewiesen, ihren
Tätigkeiten von Zuhause aus nachzugehen. Die entspre-
chenden technischen Voraussetzungen wurden von SW
Umwelttechnik getroffen und die Option des mobilen
Arbeitens auch im weiteren Jahresverlauf angeboten.

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Nach dem ersten Lockdown nahm das Unternehmen in
Österreich zunächst für einige Wochen die Möglichkeit
der Kurzarbeit in Anspruch, danach konnte der Produk-
tionsbetrieb in Österreich mit Festlegung der Sicher-
heits- und Hygienemaßnahmen wieder vollumfänglich
aufgenommen werden. In den Produktionseinheiten in
Ungarn und in Rumänien wurde durchgehend unter
Einhaltung der strengen Sicherheitsmaßnahmen pro-
duziert. Im Laufe des weiteren Jahres und aktuell konn-
te die Produktion in allen Ländern mit dem festgelegten
Sicherheits- und Hygienekonzepts betrieben werden.
Die Verwaltung wurde und wird unter Einhaltung der
strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen soweit
wie möglich im Wechselbetrieb und mit Home-Office
Lösungen abgewickelt. Staatshilfen wurden nicht in
Anspruch genommen.
RISIKOMANAGEMENT
Das unternehmensweite Risikomanagement ist in die
Aufbau- und Ablauforganisation integriert und bildet
mit dem Berichtswesen die Basis für den regelmä-
ßigen Informationsaustausch zwischen den einzelnen
Unternehmen der Gruppe, dem Vorstand und dem Auf-
sichtsrat. Der Vorstand trägt die Letztverantwortung,
er koordiniert das strategische Risikomanagement und
verantwortet Strategie und Erreichung der Unterneh-
mensziele. Für Überwachung und Steuerung potenti-
eller Risikoquellen sind alle Unternehmen und jeder
ihrer leitenden Angestellten im operativen Geschäft
selbstverantwortlich.
Erweiterte Vorstandsitzungen dienen der ge-
meinsamen Aufarbeitung, Analyse und Dokumentation
größerer Risikoentscheidungen. Verantwortlich für
Koordination, Sicherung und Steuerung des Konzernri-
sikos ist das Konzerncontrolling, das wiederum an den
Vorstand berichtet.
Das Risikomanagement im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr 2020 befasste sich prioritär mit den
betrieblichen Herausforderungen durch die Covid-
19-Pandemie, die die Ausarbeitung von Sicherheits-
und Rohstoffbeschaffungskonzepten zur Aufrechter-
haltung der Produktion sowie die zeitweise Umstellung
auf Kurzarbeit erforderte. Übergeordnet galt es den
unternehmerischen Risiken durch die abfallende Kon-
junktur, verzögerten Abwicklungsprozessen und einge-
schränkter Mobilität zu begegnen. Um Produktionska-
pazitäten rasch an Nachfrageänderungen anzupassen,
befasste sich das Risikomanagement mit der Sicherung
von Roherträgen und der intensiven Beobachtung der
Marktentwicklungen.
Die erhöhten Risiken durch die volatile Marktum-
gebung wurden unter Berücksichtigung von Progno-
sen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen
untersucht, um eine Basis zur besseren Steuerung
dieser zu erhalten. So wurden folgende Hauptrisiken
identifiziert:
Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
Betriebliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen Kon-
trollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.

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GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die allgemeine
Entwicklung der Konjunktur, die Finanzierungsmög-
lichkeiten der öffentlichen Hand sowie umweltpoli-
tische und umweltrechtliche Rahmenbedingungen
beeinflussen die Sektoren, in denen SW Umwelttechnik
aktiv ist. Die Bauwirtschaft unterliegt insbesondere in
den Wintermonaten einem branchenspezifischen Ein-
fluss der Wetterlage auf den Ablauf von Bauvorhaben
und damit auch auf die Ertragssituation.
Die Unabhängigkeit in zwei Geschäftsbereichen
sowie die mehrerer Länder begünstigt die Steuerung
dieser Branchenrisiken. Unterschiedliche Marktpoten-
tiale können genutzt und saisonale wie länderspezi-
fische Schwankungen ausgeglichen bzw. abgeschwächt
werden. Ein flexibler Einsatz von Ressourcen trägt
zudem zur Optimierung entlang der gesamten Wert-
schöpfungskette bei.
Marktrisiko
Die Konjunkturentwicklung in Europa ist für die Ge-
schäftsentwicklung von primärer Bedeutung. Im EU-
Förderbudget 2014 – 2020 ist die Finanzierung der
kommunalen Investitionen in den Wachstumsmärkten
Zentral- und Osteuropa fixiert. Ausschlaggebend für
SW Umwelttechnik sind vor allem die Subventionen
durch die Europäische Union in den Bereichen Straßen-
und Bahninfrastruktur sowie Abwasserbehandlung.
Eine umfassende Produktpalette sowie die ge-
ografische Aufteilung von SW Umwelttechnik lassen
eine Steuerung des Marktrisikos zu. In allen seinen
Märkten strebt das Unternehmen die bestmögliche
Kostenposition an: Hohe Standards und moderne Anla-
gen ermöglichen sowohl eine effiziente Produktion als
auch eine flexible Anpassung an Nachfrageänderungen,
die dem Unternehmen eine sehr gute Position am Markt
einbringt. Laufende Produktinnovationen und -adapti-
onen ebnen zudem den Weg in neue Marktnischen. In
insgesamt sechs Länder exportiert SW Umwelttechnik
seine Produkte. Zu diesen zählen Italien, Deutschland,
Slowenien, Moldawien sowie die Slowakei.
Weitere Risikominimierung wird durch internes
Controlling und den laufenden Vergleich der Betriebe
mittels internen Benchmarkings erreicht. Das Ziel der
Kostenführerschaft in allen wichtigen Bereichen wird
zudem anhand Wettbewerbsanalysen nach dem Best
Practice-Prinzip verfolgt.
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Die Produktion in den Werken von SW Umwelttechnik
erfolgt je nach Anlage und Nachfrage ein- und mehr-
schichtig arbeitend. Somit ist eine branchenübliche
Abhängigkeit von den Anlagen gegeben, die aber durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallsrisiko reduziert werden kann.
Dem bestehenden Restrisiko wird durch umfang-
reiche Schulungen der zuständigen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sowie mittels eines klar definierten
Instandhaltungsprogramms entgegengewirkt. Im Fall
trotzdem auftretender produktionsbedingter Verzöge-
rungen, besteht prinzipiell die kurzfristige Möglichkeit
auch auf andere Werke der Gruppe auszuweichen. Im
Geschäftsjahr 2020 gab es keine Maschinenausfälle.

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14
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Beschaffungsmarktrisiko
Als produzierendes Unternehmen ist SW Umwelt-
technik Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. In erster Linie erfolgt die Be-
schaffung über den EU-Markt. Von mehreren Faktoren
abhängig, unterliegt insbesondere der Stahlpreis relativ
großen Schwankungen. Bei Großprojekten vereinbart
SW Umwelttechnik daher bereits bei Auftragseingang
eine vertragliche Preisbindung, um so den Risikofaktor
der Stahlpreisschwankung zu minimieren. Zur weite-
ren Risikosteuerung tragen das spezielle Auswahlver-
fahren von Lieferanten und laufende Überwachungs-
prozesse bei.
Terminrisiko
Die Zusicherung von Leistungs- und Termingarantien
ist bei Großaufträgen durchwegs üblich. Um dem An-
spruch der Zuverlässigkeit gerecht zu werden, legt SW
Umwelttechnik bei jedem Projekt höchsten Wert auf
Termin- und Leistungstreue. Eine IT-gestützte Projekt-
abwicklung unter Einbindung von Kalkulations-, Ferti-
gungs- und Montageplanungssystemen trägt dazu bei,
das Terminrisiko zu minimieren. Sollte es dennoch zu
Verzögerungen oder Ausfällen in einem Werk kommen,
erfolgt die Lieferung aus einem anderen Werk.
IT-Risiken
Moderne und dezentral installierte IT-Systeme tragen
bei, das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
gering zu halten. Eine regelmäßige, komplette Datensi-
cherung an mehreren Standorten erhöht die Sicherheit
zusätzlich.
Durch die konzernweite Verwendung von SAP
als Management-Informationssystem ist eine effiziente
Kommunikation und Planung zwischen den Standor-
ten gewährleistet. Integrierte Kontrollmechanismen
sorgen für die Stabilität und Funktionsfähigkeit des
Programms.
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltgerechte Pro-
dukte für eine ressourcenschonende Nutzung der
Umwelt. Unterschiedliche Umweltrisiken, die sich in
einem produzierenden Betrieb ergeben können, mini-
miert das Unternehmen durch gezielte und effektive
Maßnahmen. Betriebsleiter wie Umweltbeauftragte
überprüfen und evaluieren regelmäßig die Umwelt-
schutz- und Sicherheitsvorkehrungen zur Erreichung
der Umweltschutzziele.
Personalrisiko
Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Er-
folg eines jeden Unternehmens sind seine Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter. Fortbildungsprogramme und
transparente Kommunikationsflüsse unterstützen die
Belegschaft von SW Umwelttechnik in ihrer Arbeit
und fördern Motivation und Zusammenarbeit. Weitere
wichtige Bestandteile der Personalpolitik des Unterneh-
mens sind die direkte Einbindung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in Verbesserungs- und Änderungs-
prozesse, selbstverantwortliche Aufgabenbereiche
sowie ein attraktives Entlohnungssystem. Ungarn und
Rumänien wiesen auch 2020 im Europavergleich eine
niedrige Arbeitslosenquote auf, der Fachkräftemangel
entschärfte sich daher nur geringfügig.

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15
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Mit der Versicherung von Kundenforderungen kann
SW Umwelttechnik dem Risiko von Zahlungsausfällen
in den meisten bearbeiteten Ländern entgegenwir-
ken. Diese Vorgangsweise sieht für jeden Kunden ein
Kreditlimit vor, das mit steigender Kundenkenntnis
erhöht werden kann. Zudem besteht ein strenges For-
derungsmanagement, das – sofern notwendig – auch
mit gerichtlicher Unterstützung arbeitet, um das Aus-
fallrisiko zu minimieren.
Liquiditätsrisiko
Die Sicherstellung einer gesunden finanziellen Basis
zählt zu den wichtigsten Aufgaben der strategischen
Unternehmensführung. Als wichtigste Steuerungs-
größen des Liquiditätsrisikos sind die mittel- und
langfristige Feststellung des Finanzbedarfs zusammen
mit dem Working Capital Management als Hauptbe-
standteile der Liquiditätsplanung sowie das unter-
nehmensweites Cash-Reporting und die Analyse der
Geldumschlagdauer zu sehen. SW Umwelttechnik legt
großen Wert auf ein partnerschaftliches und transpa-
rentes Verhältnis zu den kreditgebenden Banken, das
dazu beiträgt, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und
Zahlungsengpässe zu vermeiden.
Die Finanzierung der SW Gruppe erfolgt zu einem
hohen Anteil durch Bankdarlehen, die vor allem für
die Modernisierungs- und Expansionsfinanzierung in
Ungarn und Rumänien in den Jahren 2005 bis 2008
aufgenommen wurden. Damit ist die Finanzierung
der SW Gruppe mit an die wirtschaftlichen Rahmen-
bedingungen angepassten Tilgungsprofilen und der
Zusage der jährlichen Prolongation der kurzfristigen
Obligos langfristig gesichert. Der bestehende operative
Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen liquiden
Mitteln und den bestehenden Finanzierungsrahmen
gedeckt werden.
Die Konzernholding SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG unterstützt die operativen Tochtergesell-
schaften innerhalb des Konzerns per 31.12.2020 mit
Patronatserklärungen in Höhe von EUR 14,0 Mio. (VJ
EUR 13,2 Mio.).
Währungsrisiken
Da die Import-/Exportrate in Fremdwährungsländer
derzeit unter 10 % liegt und ein Ausgleich von Zah-
lungsverpflichtungen aus Verkaufserlösen derselben
Währung besteht, sind nur beschränkte zahlungswirk-
same Währungsrisiken anzunehmen. Zahlungen zwi-
schen unterschiedlichen Währungsregionen ergeben
sich aus konzerninternen Dividenden- und Darlehens-
flüssen, weitere Wechselkursabhängigkeiten kommen
bei der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse
in die Konzernwährung EUR auf.
Durch das Investitionsprogramm in Ungarn und
Rumänien besteht ein verstärktes Wechselkursrisiko.
Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
ist mit Volatilität bei der Wertentwicklung der Fremd-
währungen RON und HUF zu rechnen.
Die Auswirkung der Wechselkursänderung auf
das Ergebnis ist im Konzernanhang unter Punkt 9.4.
beschrieben.
Zinsrisiken
Im Konzernanhang unter Punkt 9.4. ist die Auswirkung
der Zinssatzänderung auf das Ergebnis beschrieben.

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Impairment-Test
SW Umwelttechnik wendet im Anschluss an die Unter-
nehmensplanung sowie anlassbezogen aufgrund von
„Triggering Events“ Werthaltigkeitstests von Vermö-
gens- und Firmenwerten an, die bei negativem Ergeb-
nis zur teilweisen oder vollständigen Abwertung führen
können. Eine Abwertung erfolgt, sobald die Buchwerte
der betroffenen Vermögenswerte über deren Nutzungs-
wert (value in use) oder den bei einer Veräußerung
erzielbaren Werten (fair value less cost of disposal)
liegen. Eine Zuschreibung erfolgt, wenn zum Berichts-
stichtag Anhaltspunkte vorliegen, dass die Gründe der
Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich verrin-
gert haben sowie die Nutzungswerte (value in use) oder
die bei einer Veräußerung erzielbaren Werte (fair value
less cost of disposal) der betroffenen Vermögenswerte
über deren Buchwerten liegen. Auf Gesellschaftsebene
werden die Firmenwerte, das Sachanlagevermögen so-
wie das Working Capital getestet.
Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des
genehmigten Budgets 2021 sowie basierend auf Schät-
zungen der Folgejahre entsprechend der Vorschriften
des Standards IAS 36. Der Impairment Review des Fir-
menwertes hat zu keinen ergebniswirksamen Abschrei-
bungen geführt.
Der Werthaltigkeitstest wurde für den zu der un-
garischen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zuge-
ordneten Firmenwert mit einem Gesamtkapitalkosten-
satz nach Steuern von 8,8 % ermittelt.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERK-
MALE DES INTERNEN KONTROLL- UND
RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN HIN-
BLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
Die Organisation der internen Kontrolle des Rech-
nungslegungsprozesses wird im vorliegenden Bericht
behandelt. Der Vorstand verantwortet die Einrichtung
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems,
das den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
Das interne Kontrollsystem des Rechnungsle-
gungsprozesses ist darauf ausgerichtet, das Manage-
ment dahingehend zu unterstützen, dass es dieses be-
fähigt, eine effektive Kontrolle der Rechnungslegung
zu gewährleisten und eine kontinuierliche Verbesse-
rung herbeizuführen. Die Implementierung erfolgte
über interne Richtlinien und Vorschriften, zusätzlich
wurden Bedingungen geschaffen, in denen spezifische
Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des
Rechnungswesens ablaufen können. Den Anforderun-
gen eines effektiven Kontrollsystems entsprechend
wurden die Verantwortungsbereiche in die Unterneh-
mensorganisation eingegliedert.


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17
Risikobeurteilung
Das leitende Management, der Vorstand und der Auf-
sichtsrat erheben und überwachen potentielle Risiken
des Rechnungslegungsprozesses und treffen im An-
schluss eine Einschätzung der Relevanz und Eintritts-
wahrscheinlichkeit.
Die zuständigen Stellen evaluieren die durchge-
führten Kontrollmaßnahmen jährlich auf Basis eines
risikoorientierten Modells. Eine fehlerhafte Finanz-
berichterstattung könnte durch unterschiedliche Fak-
toren ausgelöst werden, denen im Vorfeld entgegenge-
wirkt werden kann. Das Fehlerrisiko kann etwa durch
die Vereinfachung der Bilanzierungsgrundsätze und
die Vereinheitlichung der Grundsätze für die Bewer-
tung von Vermögensgegenständen verringert werden.
Das Risiko der fehlerhaften Finanzberichterstattung
kann sich aufgrund eines komplexen oder sich spon-
tan verändernden Geschäftsumfelds erhöhen. Für die
erstellten Schätzungen besteht das immanente Risiko,
dass zukünftige Entwicklungen von den zugrundelie-
genden Prognosen abweichen. Besonders relevant sind
die Schätzungen folgender Inhalte des Jahresabschlus-
ses: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten,
Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von
Beteiligungen und Vorräten. Um das Risiko einer Fehl-
einschätzung zu minimieren, werden bedarfsweise ex-
terne Experten zugezogen und öffentlich zugängliche
Quellen verwendet.
Kontrollmaßnahmen
Neben Vorstand und Aufsichtsrat umfasst das allgemei-
ne Kontrollumfeld auch die mittlere Managementebe-
ne. Durch Anwendung sämtlicher Kontrollmaßnahmen
im laufenden Geschäftsprozess wird potentiellen Feh-
lern und Abweichungen in der Finanzberichterstattung
vorgebeugt. Treten trotzdem Fehler auf, können diese
rasch identifiziert und korrigiert werden. Die Kontroll-
maßnahmen umfassen eine Vielzahl von Schritten –
von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das
Management, der spezifischen Überleitung von Konten
bis zur Analyse von fortlaufenden Prozessen im Rech-
nungswesen. Die Kontrolle wichtiger Tätigkeiten unter-
liegt außerdem dem Vier-Augen-Prinzip.
Kontrollmaßnahmen der IT-Sicherheit sind ein
weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontroll-
systems. Die zurückhaltende Vergabe von IT-Berech-
tigungen erlaubt es, sensible Tätigkeiten zu trennen
und letztlich zu unterstützen. Für Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung wird das Programm SAP
verwendet. Alle Systeme verfügen über integrierte Kon-
trollmechanismen, wodurch die Funktionsfähigkeit
gewährleistet wird.

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18
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Information und Kommunikation
In regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert
das Management die Richtlinien und Vorschriften
der Finanzberichterstattung. Die mit dieser in Zu-
sammenhang geltenden Vorschriften werden dazu in
verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert, wobei auch
Abteilungsleiter und führende Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen involviert
sind. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deren
Tätigkeit im Einflussbereich liegt, werden zudem in-
formiert. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit
der Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften und
identifizieren darüber hinaus Schwachstellen und Ver-
besserungspotentiale im Rechnungswesen.
Überwachung
Die konzernweite kontinuierliche Überwachung liegt
im Verantwortungsbereich des Vorstandes und erfolgt
in enger Zusammenarbeit mit dem Konzerncontrol-
ling. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regel-
mäßig über den Geschäftsverlauf und allfällige Abwei-
chungen. Zusätzlich sind das obere Management sowie
die Abteilungsleiter für die Überwachung ihrer jewei-
ligen Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen
werden Plausibilitätsprüfungen vorgenommen.
Gesammelt werden diese Ergebnisse unter ande-
rem in monatlichen Finanzberichten, die folgendes um-
fassen: Die Entwicklung der Umsätze aufgegliedert auf
Segmente, die Liquidität, den Stand der Forderungen
und Vorräte sowie weitere wichtige und zur Steuerung
notwendige Daten.
Die zu veröffentlichenden Abschlüsse werden so-
wohl von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
des Rechnungswesens als auch vom Vorstand einer
abschließenden Prüfung unterzogen.
Zumindest zweimal jährlich berichtet der Vor-
stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über
das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist mit
der Überwachung des Kontrollsystems betraut, beo-
bachtet den Rechnungslegungsprozess, beschäftigt
sich mit dessen Integrität, untersucht die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems und des Risikomanage-
ments durch Einbeziehung externer Partner, prüft die
Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie die Ange-
messenheit der Nichtprüfungsleistungen und die Ab-
schlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kontrollsystems
wurde bestätigt. Eine kontinuierliche Verbesserung der
Effizienz und Exaktheit wird fortlaufend angestrebt.

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19
zögerte Folge der Pandemie eine Abschwächung für
diesen Wirtschaftssektor zu erwarten ist. Unsere Ge-
schäftsbereiche und Kernmärkte werden sich innerhalb
dessen unterschiedlich entwickeln: Der dieses Jahr von
der Rezession stärker betroffene Hoch- und Wohnbau
wird vom kommenden allgemeinen Wirtschaftsauf-
schwung stärker profitieren als der Geschäftsbereich
Tiefbau und Verkehr, dessen Entwicklung wiederum
von Projektvergaben im Rahmen der neuen EU-Förder-
periode abhängt. In diesem Zusammenhang positiv zu
bewerten ist das neue EU-Budget bis 2027 mit erhöhten
Finanzmitteln für Struktur- und Kohäsionspolitik. Ins-
gesamt geben die aktuellen Entwicklungen Grund zur
Annahme, dass der Baubranche eine baldige Wieder-
aufnahme der Normalität bevorsteht.
Trotz anhaltender Pandemie blickt SW Umwelt-
technik auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre
seit Bestehen zurück und mit dem weiterhin hohen Po-
tential der drei Kernmärkte optimistisch in die Zukunft.
Klagenfurt, am 18. März 2021
Klaus Einfalt János Váczi
Vorstand der SW Umwelttechnik
Ausblick
Auf eine Phase der außergewöhnlich starken Kon-
junktur, insbesondere in Osteuropa, folgte aufgrund
der Covid-19-Pandemie ein Geschäftsjahr voller wirt-
schaftlicher Unsicherheiten. Dank des hohen Engage-
ments aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der
flexiblen Steuerung durch die Marktentwicklungen,
gelang es trotzdem die Unternehmensziele für 2020 zu
erreichen.
Wir blicken daher mit Optimismus auf das aktuelle
Geschäftsjahr. Die wirtschaftlichen Folgewirkungen
der weiterhin bestehenden Pandemie sind noch immer
nicht vollumfänglich abschätzbar, es bedarf einer lau-
fenden Beobachtung der Märkte und der Baubranche.
Für alle drei Kernmärkte der SW Umwelttechnik wird
nach dem Konjunktur-Einbruch in 2020 zwar ein deut-
liches Wirtschaftswachstum erwartet, insbesondere im
Bereich der Bauwirtschaft herrscht jedoch eine starke
Abhängigkeit von der Bewilligung von Förderungen
und Investitionsbeiträgen, weswegen als zeitver-

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20
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1-12/2020
In TEUR Anhang

1-12/2020

1-12/2019
1. Umsatzerlöse 4.1 89.274 97.242
2. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 4.2 2.403 572
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.3 549 532
4. Materialaufwand und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 4.4 -51.814 -58.765
5. Personalaufwand 4.5 -15.078 -14.560
6. Abschreibungen 4.6 -3.992 -3.813
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.7 -9.793 -9.620
8. Betriebsergebnis 11.549 11.588
9. Finanzerträge 4.8 19 29
10. Finanzierungsaufwendungen 4.9 -1.085 -1.146
11. Fremdwährungsbewertungen -1.131 -779
12. Übrige Finanzaufwendungen 4.10 -365 -73
13. Finanzergebnis -2.562 -1.969
14. Ergebnis vor Steuern 8.987 9.619
15. Ertragsteueraufwendungen 4.11 -2.206 -1.530
16. Ergebnis nach Steuern 6.781 8.089
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 6.781 8.089
In EUR
Ergebnis je Aktie (verwässert=unverwässert) 4.12 9,34 12,18

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2121
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum 1-12/2020
In TEUR Anhang 1-12/2020 1-12/2019
1. Ergebnis nach Steuern 6.781 8.089
2. Währungsumrechnung 5.1 -2.249 -775
3. Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird
-2.249 -775
4. Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 5.2 -52 -525
5. Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wird

-52
-525
6. Summe Sonstiges Ergebnis
-2.301 -1.300
7. Gesamtergebnis 4.480 6.789
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 4.480 6.789

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22
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Konzernbilanz zum 31.12.2020
In TEUR Anhang 31.12.2020 31.12.2019
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 6.1 666 733
Sachanlagen 6.2 49.588 49.712
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.3 2.736 3.645
Finanzinvestitionen 6.4 1.207 1.529
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.7 1.105 990
Latente Steueransprüche 6.5 707 1.405
56.009 58.014
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 6.6 15.898 13.617
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.7 10.690 15.150
Liquide Mittel 6.8 2.878 4.599
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 6.15 0 1.257
29.466 34.623
85.475 92.637
AKTIVA

Graphics
23
In TEUR Anhang 31.12.2020 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 6.9 5.278 5.278
Kapitalrücklage 6.9 6.862 6.862
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 6.10 -12.684 -10.435
Kumulierte Ergebnisse 6.11 21.186 14.893
20.642 16.598
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.12 38.396 42.484
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 6.13 4.135 4.282
Latente Steuerschulden 6.5 371 303
42.902 47.069
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.12 10.938 13.538
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 6.14 10.993 15.349
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 6.15 0 83
21.931 28.970
85.475 92.637
PASSIVA

Graphics
24
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
für den Zeitraum 1-12/2020
In TEUR
An-
hang
Ge-
zeichnetes
Kapital
(Grundka-
pital)
Kapital-
rücklage
Eigene
Anteile
Aus-
gleichs-
posten aus
Währungs-
umrech-
nung
Neu-
bewer-
tungsrück-
lage
Rückla-
ge für
Neubewer-
tung von
leistungso-
rientierten
Verpflich-
tungen
Gewinn-
rücklage
Summe
Eigen-
kapital
Stand 1.1.2019 4.798 5.956 -407 -9.660 1.588 -2.043 7.982 8.214
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 0 8.089 8.089
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 0 -775 0 -525 0 -1.300
Gesamtergebnis 0 0 0 -775 0 -525 8.089 6.789
Kapitalerhöhung
6.9
480 1.085 0 0 0 0 0 1.565
Verkauf eigener Aktien 6.9 0 -179 407 0 0 0 0 228
Dividendenauszahlung 9.1 0 0 0 0 0 0 -198 -198
Stand 31.12.2019 5.278 6.862 0 -10.435 1.588 -2.568 15.873 16.598
Stand 1.1.2020 5.278 6.862 0 -10.435 1.588 -2.568 15.873 16.598
Ergebnis nach Steuern 4. 0 0 0 0 0 0 6.781 6.781
Sonstiges Ergebnis 5. 0 0 0 -2.249 0 -52 0 -2.301
Gesamtergebnis 0 0 0 -2.249 0 -52 6.781 4.480
Dividendenauszahlung 9.1
0 0 0 0 0 0 -436 -436
Stand 31.12.2020 5.278 6.862 0 -12.684 1.588 -2.620 22.218 20.642
Kumulierte Ergebnisse

Graphics
25
Konzern-Cash Flow Statement
für den Zeitraum 1-12/2020
In TEUR

Anhang 1-12/2020 1-12/2019
Ergebnis vor Steuern 8.987 9.619
Abschreibungen 3.992 3.813
Bewertungsergebnis IAS 40 - Wertveränderung bei Sachanlagen - und IFRS 9 - Finanzinvestitionen
1.101 660
Zuschreibung in Sachanlagen 0 -189
+Verluste / -Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -55 -17
Zinsergebnis und Dividenden 1.066 1.123
Gezahlte Zinsen -1.287 -1.769
Erhaltene Zinsen 21 3
Veränderung langfristiger Rückstellungen -264 -1.391
Gezahlte Ertragsteuern -1.203 -946
Cash Flow aus dem Ergebnis 12.358 10.906
Veränderung der Vorräte -3.095 -1.537
Veränderung der Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.116 -560
Veränderung der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten -3.443 -400
Cash Flow aus Working Capital -3.422 -2.497
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.936 8.409
Zahlungen aus Investitionsförderungen 384 0
Erwerb von Sach- und immateriellen Anlagevermögen 7.1 -7.091 -9.862
Erhaltene Dividenden 0 21
Einzahlungen aus Anlagenabgang 1.302 94
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -5.405 -9.747
Dividendenauszahlungen -436 -198
Verkauf eigener Aktien 0 228
Kapitalerhöhung 0 1.565
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 3.615 3.854
Rückzahlungen Finanzverbindlichkeiten -7.132 -3.734
Veränderung der Nutzung bestehender Rahmen -2.119 2.369
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -6.072 4.084
Währungsdifferenzen 1.015 395
Veränderung der Zahlungsmittel -1.526 3.141
Zahlungsmittel zum Anfang der Periode 4.599 1.495
Veränderung der Zahlungsmittel -1.526 3.141
Währungsdifferenzen aus liquiden Mitteln -195 -37
Zahlungsmittel zum Ende der Periode 2.878 4.599

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
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1 ALLGEMEINES
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG ist Muttergesellschaft eines in Mitteleuropa tätigen Konzerns zur
Herstellung von Betonfertigteilen in den Bereichen Tiefbau & Verkehr sowie Hochbau & Wohnen. Die SW Umwelt-
technik Stoiser & Wolschner AG hat ihren Sitz in Klagenfurt, Österreich und ist im Firmenbuch beim Landesgericht
Klagenfurt unter der Firmenbuchnummer 109859h eingetragen. Die Adresse der SW Umwelttechnik Stoiser & Wol-
schner AG lautet Bahnstraße 89, 9020 Klagenfurt, Österreich.

Der Konzernabschluss wird in Euro, wenn nicht anders angegeben gerundet auf die nächsten Tausend, dargestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingt Rechendifferenzen ent-
stehen.



2 KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der konsolidierte Jahresabschluss umfasst die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, Klagenfurt, und die in
der Folge angeführten Konzerngesellschaften:


Unternehmen
Sitz
31.12.2020
31.12.2019


Vollkonsolidiert:

Anteil in %
Anteil in %


SW Umwelttechnik Magyarország Kft.
Ungarn
100,0
100,0


SW Umwelttechnik Romania S.r.l.
Rumänien
100,0
100,0


SW Umwelttechnik Österreich GmbH
Österreich
100,0
100,0


Eine Aufstellung der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen befindet sich unter
Punkt 6.4 a).



3 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
3.1 ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wird in Übereinstimmung mit den IFRS - International
Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen

Die folgenden Standards bzw. Interpretationen waren erstmals im Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwenden:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

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Änderung der Verweise auf das Rahmenkonzept (seit 1. Jänner 2020)
Änderungen an IAS 1 und IAS 8 - Wesentlichkeit (seit 1. Jänner 2020)
Änderungen an IAS 39, IFRS 9 und IFRS 7 - Interest Benchmark Reform (seit 1. Jänner 2020)
Änderungen an IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse (seit 1. Jänner 2020)
Änderungen an IFRS 16 - COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse (seit 1. Juni 2020)

Durch die erstmalige Anwendung der Standards bzw. Interpretationen sind keine nennenswerten Auswirkungen auf
den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe aufgetreten.


Verabschiedete, noch nicht angewendete Standards und Interpretationen

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die unten angeführten, neuen und revidierten Stan-
dards des IASB bzw. Interpretationen des IFRS IC durch die EU verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in
Kraft und wurden in dem vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:

Änderungen an IFRS 4 Verschiebung von IFRS 9 (ab 1. Jänner 2021)
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Interest Benchmark Reform Phase 2 (ab 1. Jänner
2021)

Die folgenden Standards bzw. Interpretationen wurden von der EU noch nicht übernommen:

Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018-2020) mit Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS
41 (IASB: ab 1. Jänner 2022)
Änderungen an IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept (IASB: ab 1. Jänner 2022)
Änderungen an IAS 16 Erträge vor der beabsichtigten Nutzung (IASB: ab 1. Jänner 2022)
Änderungen an IAS 37 Belastende Verträge: Kosten für die Erfüllung eines Vertrags (IASB: ab 1. Jänner 2022)
Änderungen an IAS 1 und IAS 8 (IASB: ab 1. Jänner 2023)
IFRS 17 „Versicherungsverträge“ inklusive im Juni 2020 veröffentlichter Änderungen (IASB: ab 1. Jänner 2023)


Durch die erstmalige Anwendung der übrigen Standards bzw. Interpretationen werden keine nennenswerten Aus-
wirkungen auf den Konzernabschluss der SW Umwelttechnik-Gruppe erwartet. Die Überprüfung der Auswirkungen
auf mögliche kommende Geschäftsfälle wird zu gegebener Zeit erfolgen.

3.2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Tochtergesellschaften werden ab Datum der tatsächlichen Übernahme des beherrschenden Einflusses durch die
Muttergesellschaft in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.

Die Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Abschluss einbezogen (siehe Punkt 2).


3.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses der SW Umwelttechnik-Gruppe erfolgte nach den Bestim-
mungen des IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Unternehmen mit dem

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
jeweils anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals basierend auf den übernommenen Vermögenswerten und Schulden
dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Überganges der Kontrolle verrechnet. Die positive Differenz zwischen den
Anschaffungskosten der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und dem dementsprechend ausgewiesenen Ei-
genkapital wird als Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3 werden
passive Unterschiedsbeträge zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie allfällige Zwischenergeb-
nisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage sind.

3.4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Umrechnung ausländischer Abschlüsse

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro, die funktionalen Währungen der ausländischen Tochterunter-
nehmen sind die jeweiligen Landeswährungen.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagsmethode gemäß
IAS 21 wie folgt umgerechnet:

Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag
Erträge und Aufwendungen zum Jahresdurchschnittskurs
Eigenkapitalposten zum Entstehungskurs

Dabei sind folgende Kurse zur Anwendung gekommen:

Firmenwerte und Anpassungsbeträge aufgrund des Ansatzes von beizulegenden Zeitwerten (fair values), die im Rah-
men der Erstkonsolidierung eines ausländischen Tochterunternehmens entstehen, werden gemäß IFRS 3 als Ver-
mögenswerte und Schulden des ausländischen Tochterunternehmens betrachtet und somit mit dem Stichtagskurs
am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aus der Fremdwährungsumrechnung von Jahresabschlüssen resultierenden Differenzen werden im sonstigen
Ergebnis erfasst.

Transaktionen in fremder Währung

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet.
Die Bewertung am Stichtag erfolgt für monetäre Posten zum Stichtagskurs und für nicht monetäre Posten zu histo-
rischen Kursen. Die aus der Umrechnung von Transaktionen in fremder Währung resultierenden Differenzen werden
erfolgswirksam erfasst.

Stichtagskurse
Jahresdurchschnittkurse

31.12.2020
31.12.2019
2020
2019



1 Euro
1 Euro
1 Euro
1 Euro

HUF
Ungarischer Forint
365,1
330,5
354,2
326,0
RON

Rumänischer Leu 4,87 4,78 4,84 4,75

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3.5 BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegen-
den Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des
beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit wie
möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren
werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise
handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis)
oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ver-
wendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem
niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

3.6 WERTMINDERUNGEN
Die Buchwerte werden jährlich (Firmenwert) bzw. bei Anzeichen einer Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten / cash-generating units (kurz: CGUs) nach IAS 36 sind als kleinstmögli-
che Gruppe von Vermögenswerten innerhalb des Konzerns definiert, die Einzahlungen aus der fortlaufenden Nut-
zung generiert, wobei die generierten Einzahlungen weitgehend unabhängig von den Einzahlungen anderer Vermö-
genswerte im Konzern sind. Die Zuordnung entspricht der internen Finanzberichterstattung und spiegelt auch regi-
onale Elemente wider, die durch Lieferradien der Produkte bestimmt werden.

Die erzielbaren Beträge der CGUs werden anhand der Nutzungswerte ermittelt. Den Nutzungswerten der CGUs
liegen erwartete Cash Flows zugrunde, welche auf den Geschäftsplänen der Gesellschaften für die nächsten fünf
Jahre basieren. Dabei werden sowohl die Erfahrungen der Vergangenheit als auch externe Informationen (z.B. Kon-
junkturprognosen) berücksichtigt. Die zu erwartenden Zahlungsströme werden mit einem risikoangepassten Zins-
satz diskontiert. Der Abzinsungsfaktor entspricht den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten nach Steuern
(weighted average cost of capital WACC Ungarn 8,8 %, Vorjahr: 8,8 %) unter Zugrundelegung des capital asset
pricing models (CAPM).





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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
3.7 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT
Firmenwert

Zur Ermittlung des Firmenwertes wird auf Punkt 3.3 verwiesen. Gemäß IFRS 3 sind keine planmäßigen Abschrei-
bungen des Firmenwertes vorzunehmen.

Der Firmenwert in Höhe von 265 TEUR (Vorjahr: 288 TEUR) ist der CGU Hochbau & Wohnen Ungarn zugeordnet.
Die Ermittlung des Firmenwertes ist nach der zum Erwerbzeitpunkt geltenden Rechnungslegungsvorschrift (UGB)
erfolgt und lässt sich nur geographisch zuordnen. Der im Geschäftsjahr durchgeführte Werthaltigkeitstest hat zu
keinem Wertminderungsbedarf des Firmenwertes geführt. Bezüglich der Planungsprämissen und Parameter des
Werthaltigkeitstests wird auf Punkt 3.6 verwiesen. Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen zeigen - jeweils unter
Beibehaltung der übrigen Parameter - mit einer Umsatzreduktion von -5 % bzw. mit einer Zinserhöhung von +0,5
% Punkten ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf des Firmenwertes auf.


Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der
voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibung, angesetzt.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

EDV-Software

3 5 Jahre

3.8 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Da die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 nicht vorliegen, werden die Aufwendungen aus For-
schung und Entwicklung als Aufwand erfasst.

3.9 SACHANLAGEN
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Ab-
schreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile der
Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebes werden
nicht aktiviert. Die Sachanlagen werden linear, entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer
abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude
25 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
3 35 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 15 Jahre

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

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3.10 LEASINGVERHÄLTNISSE
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist
der Fall, wenn ein Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines
Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle
eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach
IFRS 16 zugrunde.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine
Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Be-
wertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete
Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abge-
schrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und
um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Lea-
singzahlungen unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatz angesetzt. Die Leasingverbindlichkeit wird zum
fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet.

Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit durch Änderung der Laufzeit wird eine entsprechende Anpas-
sung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich
der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.

In der Bilanz weist der Konzern die Nutzungsrechte in den Sachanlagen und die Leasingverbindlichkeiten in den
Finanzverbindlichkeiten aus.

Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert
zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der Konzern erfasst die mit die-
sen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnis-
ses linear als Aufwand.

3.11 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Immobilien, die nicht für Herstellungszwecke genutzt werden, werden als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
gemäß IAS 40 klassifiziert, da diese zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden.

Bei Umklassifizierungen werden bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert nach IAS 16 und dem
ermittelten beizulegenden Zeitwert gemäß IAS 40.61 erfolgsneutral behandelt und in einer Bewertungsrücklage im
Eigenkapital ausgewiesen (siehe Punkt 6.11).

Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwerts
angewandt. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in regelmäßigen Abständen und in zeitlicher Nähe
zum Bilanzstichtag mittels Bewertungsgutachten von qualifizierten, unabhängigen Gutachtern, die über langjährige
Erfahrung und über detaillierte Kenntnisse der lokalen Immobilienmärkte verfügen. Von den Gutachtern wurde nach
persönlicher Besichtigung der Immobilien und für die besonderen Eigenschaften der Grundstücke die als am besten
geeignete Bewertungstechnik der sales comparison approach gewählt. Bei der Bewertung wird vom highest and
best use ausgegangen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden nach Möglichkeit Transaktionen

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
bzw. alternativ Anbotspreise von vergleichbaren Immobilien im örtlichen Umfeld herangezogen, die in der Folge um
bei vergangenen Transaktionen beobachtete Zu- und Abschläge adaptiert werden. Die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte erfolgt gemäß Stufe 2 der Fair Value Hierarchie, da die für die Bewertung relevanten Inputfaktoren am
Markt beobachtet bzw. vom Markt abgeleitet werden.

3.12 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Vermögensbezogene Zuwendungen in Form von Investitionszuschüssen werden gemäß IAS 20 vom Buchwert des
betreffenden Vermögenswertes abgesetzt und über eine reduzierte Abschreibung des Vermögenswertes im Gewinn
und Verlust erfasst.

Ertragsbezogene Zuwendungen werden in der Periode, in der der Anspruch entsteht, erfolgswirksam erfasst. Im
Zusammenhang mit der durch SARS-CoV-2 (COVID-19) hervorgerufenen Pandemie hat der Konzern im Geschäfts-
jahr 2020 ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 270 TEUR erhalten.

3.13 FINANZINVESTITIONEN
Finanzinvestitionen umfassen Anteile an nicht-konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie sonstige Wertpa-
piere (Detailaufstellung siehe Punkt 6.4). Sie werden gemäß IFRS 9 als „Fair Value Through Profit and Loss“ (FVTPL)
klassifiziert. Dabei erfolgt die Bilanzierung im Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert. In den Fol-
geperioden werden Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Gewinn und Verlust erfasst.
Bei der Fair Value Bewertung wird der Marktpreis zum Stichtag auf Basis von aktiven Märkten (Stufe 1 der Fair
Value Hierarchie) ermittelt. Davon abweichend wird der Fair Value der nicht-konsolidierten verbundenen Unterneh-
men nach Stufe 3 der Fair Value Hierarchie ermittelt. Da die Beteiligungen in Hinblick auf operative Tätigkeit sowie
Vermögenswerte bzw. Schulden einen unwesentlichen Umfang aufweisen, wird der Fair Value in Höhe des jeweili-
gen Eigenkapitals geschätzt und der Buchwert bei Bedarf angepasst.

3.14 VORRÄTE
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert gemäß
IAS 2 angesetzt.

Bei der Bewertung kommt überwiegend das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstel-
lungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse beinhalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten anteilige Ma-
terial- und Fertigungsgemeinkosten, wobei Normalbeschäftigung zugrunde gelegt wird. Fremdkapitalkosten sowie
Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die
sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berück-
sichtigt.

3.15 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendi-
ger Wertberichtigungen bilanziert. Wertberichtigungen werden für erwartete Kreditausfälle (ECL) gebildet. Der Kon-
zern bemisst die Wertberichtigungen in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts. Diesem Aus-
fallsrisiko wird durch Anwendung einer Wertberichtigungsmatrix basierend auf unternehmensinternen, historischen
Ausfalldaten und Überfälligkeiten Rechnung getragen.


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Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der
Schuldner seine Zahlungsverpflichtung vollständig an den Konzern zahlen kann, ohne dass der Konzern auf Maß-
nahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) zurückgreifen muss.

Der Konzern schätzt zu jeden Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte in der Bonität beeinträchtigt
sind. Ein finanzieller Vermögenswert ist in der Bonität beeinträchtigt, wenn ein Ereignis oder mehrere Ereignisse
mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes
auftreten. Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtig ist, umfassen die fol-
genden beobachtbaren Daten:

signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
ein Vertragsbruch, wie beispielsweise Ausfall oder eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen;
es ist wahrscheinlich, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht.

Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes wird abgeschrieben, wenn der Konzern nach angemesse-
ner Einschätzung nicht davon ausgehen kann, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar
ist.

3.16 RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat, es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden,
um dieser Verpflichtung nachkommen zu können und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstel-
lungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen
erforderlichen Ausgabe darstellt.

3.17 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen beinhalten langfristige Personalverpflichtungen, welche auf
Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Methode der laufenden Einmalprämien) gemäß IAS 19 berech-
net werden. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation) wird aufgrund der bis zum Bilanzstichtag
zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und im Falle der Pensionen der Rentenanpassung
berechnet.

Aufgrund von Einzelvereinbarungen wurde einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewäh-
rung von Pensionszuschüssen zugesagt. Die Pensionszusage ist leistungsorientiert. Ein mit den Pensionsverpflich-
tungen im Zusammenhang stehendes Planvermögen wird als Abzugsposten berücksichtigt.

Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund österreichischer arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Pensi-
onsantritt sowie regelmäßig bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber bezahlt werden müssen. Ihre
Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

3.18 VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und andere Verbindlichkeiten haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die Buch-
werte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten. Weitere Informationen zur Klassifizierung in der Fair Value Hie-
rarchie sind daher nicht enthalten.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio,
Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die
Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den
betreffenden Schulden. Die Berechnung der Barwerte berücksichtigt die maßgeblichen Zinskurven und Renditezu-
schläge (Stufe 2 der Fair Value Hierarchie).

3.19 ERLÖSE
Umsatzerlöse

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der
Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut an den Kunden überträgt.
Die folgende Darstellung gibt Auskunft über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Ver-
trägen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der
Erlösrealisierung.

Standard Betonfertigprodukte

Kunden erlangen Verfügungsgewalt über Standard Betonfertigprodukte, wenn die Produkte zum Bestimmungsort
des Kunden geliefert und dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt
werden. Zu diesem Zeitpunkt werden die Rechnungen erstellt. Rechnungen sind in der Regel innerhalb von 90 Tagen
zahlbar. Für Standard Betonfertigprodukte werden teilweise umsatzabhängige Boni gewährt.
Die Erfassung der Erlöse erfolgt gemäß IFRS 15, wenn die Produkte zum Bestimmungsort des Kunden geliefert und
dort von diesem abgenommen wurden bzw. vom Kunden direkt aus einem Lager abgeholt werden.

Konstruktive Betonfertigteile

Bei Verträgen zu Konstruktiven Betonfertigteilen werden Betonfertigteile nach Kundenvorgaben hergestellt. Wird
ein Vertrag vom Kunden gekündigt, hat der Konzern Anspruch auf Erstattung der bisher entstandenen Kosten, nicht
jedoch auf einen angemessenen Gewinnaufschlag.
Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen für (Teil)Lieferungen gestellt und sind in der Regel
innerhalb von 90 Tagen zahlbar. Erhaltene Vorauszahlungen werden in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Da der Konzern bei Vertragskündigung durch den Kunden keinen Anspruch auf einen angemessen Gewinnaufschlag
hat, wird der Erlös zeitpunktbezogen erfasst, wenn die Produkte zum Bestimmungsort des Kunden geliefert und dort
von diesem abgenommen wurden.

Übrige Erlöse

Die übrigen Erlöse werden wie folgt erfasst: Zinserträge zeitanteilig, unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung;
Dividendenerträge im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Dividendenausschüttung.



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3.20 FREMDKAPITALKOSTEN
Die Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes
zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses Ver-
mögenswertes aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten (Vorjahr: 73 TEUR) unter den Sachan-
lagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

3.21 ERTRAGSTEUERN
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden verursachungsgemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn
des Geschäftsjahres. Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der
Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche
Zwecke erfasst (bilanzorientierten Methode).

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den
steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden unter Anwendung der jeweiligen
landesspezifischen Steuersätze von 9 % bis 25 % (Vorjahr: 9 % bis 25 %). Latente Steueransprüche werden nur
dann angesetzt, wenn wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis oder eine zeitgleich zu versteuernde
temporäre Differenz verfügbar sein wird, gegen die die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steueransprüche werden innerhalb der langfristigen Vermögenswerte, latente Steuerschulden innerhalb der
langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen bei Abschreibungen von Sachanlagen, als Finanzinvesti-
tion gehaltene Immobilien, Rückstellungen (Pensionen und Abfertigungen sowie sonstige) sowie aus steuerlichen
Verlustvorträgen.

Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG (Gruppenträger) und SW Umwelttechnik GmbH (Gruppenmitglied)
bilden seit dem Geschäftsjahr 2008 eine steuerliche Gruppe und haben diesbezüglich eine Steuerumlagevereinba-
rung abgeschlossen.

3.22 VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annah-
men, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte,
Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abwei-
chen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von
Vermögenswerten und Schulden in zukünftigen Perioden führen können:

Werthaltigkeitsprüfungen bei Firmenwert und Sachanlagen: Werthaltigkeitsprüfungen basieren grundsätzlich
auf geschätzten künftigen abgezinsten Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögens-
wertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatz-
erlöse und daraus resultierende niedrigere Cash Flows sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfak-
toren können zu einer Wertminderung oder soweit zulässig zu Zuschreibungen führen (siehe auch Punkt
3.7 und 3.9).


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Bestimmung der Nutzungsdauer bei Sachanlagen: Bei Festlegung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten
des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Restnut-
zungsdauer) vorgenommen.

Für die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeit-
werts angewandt, wobei für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Bewertungsgutachten herange-
zogen werden. Die in den Gutachten ermittelten Werte können im Falle einer Veräußerung jedoch vom
tatsächlich erzielten Preis abweichen (siehe auch Punkt 6.3).

Aktive latente Steuern: Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in zukünftigen
Perioden ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, können aktive
latente Steuern nicht verwendet und in Folge dessen nicht angesetzt werden. Latente Steueransprüche für
den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden basierend auf einer detaillierten Planungs-
rechnung über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren entsprechend ihrer zukünftigen Nutzbarkeit aktiviert
(siehe auch Punkt 6.5).

Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen: Die Bewertung beruht auf einer Methode, bei der Parameter
wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie Fluktuationsraten angewen-
det werden. Änderungen dieser Annahmen können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen
(siehe auch Punkt 6.13).

Aufgrund der weiterhin nicht vollständig absehbaren Folgen der Covid-19-Pandemie unterliegen insbesondere
die Schätzungen und Ermessensentscheidungen im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden
einer erhöhten Unsicherheit.
Bei Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtli-
che wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen berücksichtigt. Nach einem
Jahr des wirtschaftlichen Einbruchs wird für alle drei Kernmärkte von SW Umwelttechnik eine schrittweise
Rückkehr zur Normalität in den Jahren 2021 und 2022 angenommen, die sich in positiven Investitionsent-
wicklungen auch im Bereich der Bauaktivitäten zeigen wird.
Diese Einschätzung wurde bei der Untersuchung der Werthaltigkeit von Firmenwert und Sachanlagen, von
finanziellen Vermögenswerten, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, als auch bei
der verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens berücksichtigt.

3.23 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Nach dem Management Approach werden gemäß IFRS 8 die Geschäftsbereiche entsprechend der internen Berichts-
struktur definiert. Die Geschäftsbereiche der SW Umwelttechnik-Gruppe werden in einem ersten Schritt in die Ge-
schäftsfelder Tiefbau & Verkehr und Hochbau & Wohnen unterteilt. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Unterteilung
nach Regionen.

Bei Lieferungen zwischen den einzelnen operativen Segmenten erfolgt die Bestimmung der konzerninternen Ver-
rechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenaufschlags-
methode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung ebenfalls nach marktüblichen Bedin-
gungen nach der Wiederverkaufspreismethode oder der Kostenaufschlagsmethode.



Graphics
3737
4 ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
4.1 UMSATZERLÖSE
Der Konzern erzielt seine Umsätze fast zur Gänze aus dem Verkauf von Betonfertigteilen.

In der folgenden Tabelle werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach den wesentlichen Vertragsarten aufge-
schlüsselt. Die Summe der Umsätze entspricht den aufgegliederten Umsätzen der berichtspflichtigen Segmente des
Konzerns (siehe Punkt 8), wobei die Erlöse aus konstruktiven Betonfertigteilen fast zur Gänze dem Segment Hochbau
& Wohnen zuzuordnen sind.

in TEUR
2020
2019
Standard Betonfertigprodukte
62.859
61.977
Konstruktive Betonfertigteile
26.415
35.265

89.274
97.242

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus
Verträgen mit Kunden.

in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
8.976
13.395
Vertragsverbindlichkeiten (siehe Punkt 6.14)
1.523
1.473


Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen. Die zu Beginn
des Geschäftsjahres 2020 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr als Umsatzerlös er-
fasst.

Die zum 31. Dezember 2020 verbleibenden Leistungsverpflichtungen haben eine erwartete ursprüngliche Laufzeit
von einem Jahr oder weniger.






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38
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
4.2 BESTANDSVERÄNDERUNG UND AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
in TEUR
2020
2019
Bestandsveränderung
1.960
93
aktivierte Eigenleistungen 443

479

2.403

572



4.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
in TEUR
2020
2019
Erträge aus Abgängen von Anlagevermögen
113
84
Erträge aus der Zuschreibung von Anlagevermögen
0
189
Übrige
436
259

549
532


4.4 MATERIALAUFWAND UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
in TEUR
2020
2019
Materialaufwand
35.222
39.225
Sonstige bezogene Herstellungsleistungen
16.592
19.540
51.814

58.765


Im Aufwand für Material sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR)
enthalten.






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3939
4.5 PERSONALAUFWAND
in TEUR
2020
2019
Löhne
5.162
4.712
Gehälter 7.233

7.153

Aufwendungen für Altersversorgung
154
141
Aufwendungen für Abfertigungen
145
76
Aufwendungen für Sozialversicherungsbeiträge
1.969
2.054
Sonstige Sozialaufwendungen
415
424

15.078
14.560

Im Personalaufwand sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 94 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR)
enthalten.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (beitragsorientier-
tes System für österreichische Arbeiter und Angestellte mit Eintrittsdatum ab dem 1. Jänner 2003) in Höhe von 36
TEUR (Vorjahr: 33 TEUR) enthalten.


4.6 ABSCHREIBUNGEN
in TEUR
2020
2019
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
141
107
Abschreibungen auf Sachanlagen
3.851
3.706

3.992
3.813






Graphics
40
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
4.7 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
in TEUR
2020
2019
Betriebskosten
3.535
3.890
Verwaltungskosten 2.774

2.128

Vertriebskosten
1.023
1.153
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen
885
947
Wertanpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
782
593
Übrige
794
909

9.793
9.620

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen
für den Abschlussprüfer betrugen 37 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR). Diese Aufwendungen entfallen zur Gänze auf die
Prüfung von Einzel- und Konzernabschluss. Weiters sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen For-
schungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 53 TEUR (Vorjahr: 177 TEUR) enthalten.


4.8 FINANZERTRÄGE
in TEUR
2020
2019
Dividenden 0

21

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
0
5
Zinsen und ähnliche Erträge
19
3

19
29

4.9 FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN
Die Finanzierungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen nach der Effektivzinsmethode für Finanzielle
Verbindlichkeiten bewertetet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Kredite, Darlehen und Leasingverbindlichkei-
ten).





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4141
4.10 ÜBRIGE FINANZAUFWENDUNGEN
in TEUR 2020 2019
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
319
73
Geldbeschaffungskosten
46
0

365
73



4.11 ERTRAGSTEUERN
in TEUR
2020

2019
laufender Steueraufwand
1.471

1.106
latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (-) 735


424

2.206


1.530

Überleitungsrechnung zur Ermittlung der effektiven
Steuerbelastung / des effektiven Steuervorteils des Konzerns:



Ergebnis vor Steuern
8.987

9.619
fiktive Steuerbelastung / fiktiver Steuervorteil bei Ansatz der
österreichischen Körperschaftsteuer zu 25 % 2.247


2.405

abweichende ausländische Steuersätze
-1.288

-1.475
permanente Differenzen
145

51
Veränderungen beim Ansatz von Verlustvorträgen
892

429
periodenfremde Steuern und sonstige Effekte
210

120
effektive Steuerbelastung (+) / effektiver Steuervorteil (-)
2.206

1.530
effektive Steuerbelastung / effektiver Steuervorteil in %
24,5 %

15,9 %





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42
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
4.12 ERGEBNIS JE AKTIE
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie sind ident und ermitteln sich wie folgt:

2020

2019
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil des Kon-
zernergebnisses (in TEUR)
6.781


8.089

gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien
725.999

663.906
Ergebnis je Aktie (in EUR)
9,34

12,18

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (verwässert und unverwässert) ermittelt sich wie folgt:

Aktien in Stück
2020
2019
Stammaktien zum 1. Jänner
725.999
640.878
Verkauf eigener Aktien (Februar 2019)
0
19.121
Kapitalerhöhung (Dezember 2019)
0
66.000
Stammaktien zum 31. Dezember 725.999

725.999

Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien
725.999
663.906




Graphics
4343
5 ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Die Gesamtergebnisrechnung leitet das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung des sonstigen Ergebnisses,
getrennt nach Sachverhalten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können bzw. wurden,
und solchen, die nicht umgegliedert werden können, auf das Gesamtergebnis nach Steuern über.


5.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Nach IAS 21 sind Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Toch-
terunternehmen in die Konzernwährung sowie aus der Umrechnung von monetären Posten, die Teil einer Nettoin-
vestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellen, im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Letzteres umfasst
auch das Ergebnis aus Kursänderungen in Zusammenhang mit an Tochterunternehmen gewährten langfristigen
Krediten. Für die Zusammensetzung des Ergebnisses aus Währungsumrechnung siehe Punkt 6.10.


5.2 NEUBEWERTUNG VON LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN
Das versicherungsmathematische Nettoergebnis im Zusammenhang mit Pensionszusagen und Abfertigungsver-
pflichtungen beträgt für das Geschäftsjahr -69 TEUR (Vorjahr: -699 TEUR). Darauf entfallen latente Steuern in Höhe
von +17 TEUR (Vorjahr: +174 TEUR). Für die Erläuterung der Zusammensetzung des versicherungsmathematischen
Ergebnisses wird auf Punkt 6.13 verwiesen.


Graphics
44
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
6 ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ
A k t i v a
6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND FIRMENWERT
in TEUR Firmenwert
Rechte und Li-
zenzen Summe
AAnnsscchhaaffffuunnggsskkoosstteenn
Stand 1.1.2019
294
1.422
1.716
Zugänge
0
283
283
Abgänge
0
-39
-39
Umgliederungen
0
38
38
hrungsumrechnung
-6
-18
-24
Stand 31.12.2019
288
1.686
1.974
Stand 1.1.2020
288
1.686
1.974
Zugänge
0
104
104
Abgänge
0
-38
-38
Umgliederungen
0
13
13
hrungsumrechnung
-23
-63
-86
Stand 31.12.2020
265
1.702
1.967
kkuummuulliieerrttee AAbbsscchhrreeiibbuunngg
Stand 1.1.2019
0
1.187
1.187
Abschreibungen
0
107
107
Abgänge
0
-38
-38
hrungsumrechnung
0
-15
-15
Stand 31.12.2019
0
1.241
1.241
Stand 1.1.2020
0
1.241
1.241
Abschreibungen
0
141
141
Abgänge
0
-38
-38
hrungsumrechnung
0
-43
-43
Stand 31.12.2020
0
1.301
1.301
Buchwerte 31.12.2019
288
445
733
Buchwerte 31.12.2020
265
401
666
Graphics
4545
6.2 SACHANLAGEN
in TEUR
Grundstücke und
Bauten
technische Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge-
schäftsausstat-
tung
Geleistete Anzah-
lungen und Anla-
gen in Bau
Summe
AAnnsscchhaaffffuunnggsskkoosstteenn
Stand 1.1.2019
42.191
50.784
5.358
4.066
102.399
Zugänge 1.050 4.024 916 1.862 7.852
Abgänge
-288
-551
-225
0
-1.064
Umgliederungen
966
1.757
3
-2.764
-38
hrungsumrechnung -794 -995 -109 -99 -1.997
Stand 31.12.2019
43.125
55.019
5.943
3.065
107.152
Stand 1.1.2020 43.125 55.019 5.943 3.065 107.152
Zugänge
269
2.121
818
3.402
6.610
Abgänge
-1
-1.434
-181
0
-1.616
Umgliederungen
88
637
53
-791
-13
hrungsumrechnung
-2.180
-3.141
-280
-119
-5.720
Stand 31.12.2020
41.301
53.202
6.353
5.557
106.413
kkuummuulliieerrttee AAbbsscchhrreeiibbuunngg
Stand 1.1.2019
16.282
35.847
3.616
167
55.912
Abschreibungen
934
2.012
760
0
3.706
Abgänge -276 -504 -208 0 -988
Zuschreibungen
0
-189
0
0
-189
hrungsumrechnung
-237
-678
-82
-4
-1.001
Stand 31.12.2019
16.703
36.488
4.086
163
57.440
Stand 1.1.2020
16.703
36.488
4.086
163
57.440
Abschreibungen 932 2.019 724 176 3.851
Abgänge
-1
-1.339
-169
0
-1.509
hrungsumrechnung
-707
-2.030
-216
-4
-2.957
Stand 31.12.2020
16.927
35.138
4.425
335
56.825
Buchwerte 31.12.2019
26.422
18.531
1.857
2.902
49.712
Buchwerte 31.12.2020 24.374 18.064 1.928 5.222 49.588
Graphics
46
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
In den Grundstücken und Bauten sind Grundwerte in Höhe von 5.464 TEUR (Vorjahr: 5.740 TEUR) enthalten. Als
Sicherheiten für Fremdfinanzierungen wurden Grundstücke und Bauten mit einem Buchwert in Höhe von 24.374
TEUR (Vorjahr: 26.422 TEUR) sowie technische Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert in Höhe von 18.064
TEUR (Vorjahr: 18.531 TEUR) verpfändet.
Dem Konzern wurden für ein im Jahr 2019 in Betrieb genommenes Werk in Ungarn Zuwendungen der öffentlichen
Hand in Höhe von 2.732 TEUR gewährt. Die abschließende Förderprüfung durch die öffentliche Hand für das Werk
in Ungarn ist noch im Gange. Im Jahr 2020 wurden dem Konzern für laufende Investitionen Zuwendungen der öf-
fentlichen Hand in Höhe 76 TEUR gewährt.
Das Bestellobligo zum Abschlussstichtag für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt
815 TEUR (Vorjahr: 880 TEUR)
Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen sind in den jeweiligen Bereichen der Sachanlagen enthaltenen und
stellen sich wie folgt dar:
in TEUR
Grund-
stücke und
Bauten
technische
Anlagen
und Ma-
schinen
Andere Anla-
gen, Be-
triebs- und
Geschäfts-
ausstattung Summe
Nutzungsrechte
Stand 1.1.2019
217
85
183
485
Zugänge
78
0
325
403
Abschreibungen
-36
-57
-154
-247
Stand 31.12.2019
259
28
354
641
Stand 1.1.2020
259
28
354
641
Zugänge
0
448
13
461
Abgänge
-47
0
-10
-57
Abschreibungen -52 -48 -144 -244
Währungsumrechnung -7 0 -3 -10
Stand 31.12.2020 153 428 210 791
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen folgende Beträge
erfasst:
in TEUR
2020
2019
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten
12
8
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse
63
52
Aufwand für Leasingverhältnisse von geringem Wert
36
53
Graphics
4747
6.3 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Jene Immobilien, die zum Zwecke von Wertsteigerungen gehalten werden, werden durch das Management als Fi-
nanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40 klassifiziert. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 3.11
verwiesen. Bei diesen Immobilien handelt es sich sowohl um bebaute wie auch um unbebaute Grundstücke, welche
in Ungarn und Rumänien gelegen sind. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dienen als Sicherheiten für
Fremdfinanzierungen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nicht vermietet. Als direkt zurechenbare operative Aufwen-
dungen fielen lediglich Grundsteuern von untergeordneter Bedeutung an.
Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelte sich wie folgt:
in TEUR
2020
2019
Stand 1.1.
3.645
5.634
Währungsumrechnung
-127
-139
Bewertungsergebnis
-782
-593
Umgliederung zu als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
-
-1.257
Stand 31.12.
2.736
3.645
6.4 FINANZINVESTITIONEN
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
a) Anteile an verbundenen Unternehmen
70
73
b) Übrige Finanzinvestitionen
1.137
1.456
1.207
1.529
Graphics
48
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen wurden in den Konzernabschluss nicht einbezogen, weil
diese - sowohl individuell als auch kumuliert auf der Basis von Umsatzerlösen und Periodenergebnissen - r die
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne einer
fairen Präsentation von untergeordneter Bedeutung sind. Die Veränderung des Buchwertes ist auf die Anpassung
auf den beizulegenden Zeitwert zurückzuführen und wurde in den Finanzerträgen bzw. den übrigen Finanzaufwen-
dungen erfasst.
Beteiligungs-
buchwert
Beteiligungs-
Quote
zum 31.12.
2020
2019
2020
2019
TEUR
TEUR
%
%
SW Umwelttechnik Bulgaria EOOD, Sofia
37
37
100,0
100,0
SW Umwelttechnik Slovensko S.r.o., Kosice
33
36
100,0
100,0
70
73
Übrige Finanzinvestitionen
in TEUR
2020
2019
Stand 1.1.
1.456
1.529
Marktbewertung
-319
-73
Stand 31.12.
1.137
1.456
Die übrigen Finanzinvestitionen bestehen aus Aktien und wurden als Sicherheit für Fremdfinanzierungen verpfändet.
Graphics
4949
6.5 LATENTE STEUERN
Die latenten Steueransprüche und -schulden sind den
folgenden Bilanzposten zuzurechnen:
in TEUR zum 31.12. 2020 2019
Immaterielle Vermögenswerte
3
4
Sachanlagen
-643
-555
Finanzinvestitionen
-2
-2
Vorräte
-23
-8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
346
332
Rückstellungen
730
779
Verbindlichkeiten
-75
-108
Summe 336
442
Verlustvorträge
0
660
Latente Steuern netto
336
1.102
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
in TEUR
2020
2019
Stand 1.1.
1.102
1.261
Veränderungen Gewinn und Verlust
-735
-424
Veränderungen Sonstiges Ergebnis
-31
182
Umgliederung zu als zur Veräußerung
gehaltene Schulden
0
83
Stand 31.12.
336
1.102
Graphics
50
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß bilanziert, in dem erwartete zukünftige steuerliche Gewinne zur Ver-
rechnung anfallen werden.
Die nicht als latente Steuern bilanzierten steuerlichen Verlustvorträge betragen 15.537 TEUR (Vor-
jahr: 12.172 TEUR) und sind unbegrenzt vortragsfähig.
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die Unter-
schiedsbeträge zwischen den steuerlichen Beteiligungsansätzen und dem anteiligen Eigenkapital der in den Kon-
zernabschluss einbezogenen Unternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde hierfür keine Steuer-
abgrenzung vorgenommen.
6.6 VORRÄTE
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
6.450
6.031
Unfertige Erzeugnisse
443
89
Fertige Erzeugnisse und Waren
8.978
7.481
Geleistete Anzahlungen
27 16
15.898
13.617
In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse und Waren zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 3.850 TEUR (Vorjahr:
2.599 TEUR) enthalten. Die damit zusammenhängende Wertberichtigung beträgt 661 TEUR (Vorjahr: 565 TEUR).
Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von 13.618 TEUR (Vorjahr: 11.360 TEUR) wurden als Sicherheiten für Fremd-
finanzierungen verpfändet.
6.7 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Forderungen und sonstige Vermögenswerte langfristig
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1.105
799
sonstige Forderungen und Vermögenswerte
0
191
1.105
990
Graphics
5151
Forderungen und sonstige Vermögenswerte kurzfristig
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
7.871
12.596
sonstige Forderungen und Vermögenswerte
2.819
2.554
10.690
15.150
Gegenüber einem Kunden betragen die Forderungen rund 20 % der Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen zum 31.12.2020. Forderungen werden teilweise über Kreditversicherungen abgesichert. Weiters wurden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 6.878 TEUR (Vorjahr: 10.883 TEUR)
als Sicherheiten für Fremdfinanzierungen zediert.
Die Altersstruktur der langfristigen und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich nach
Berücksichtigung der Wertberichtigung wie folgt dar:
in TEUR zum 31.12.2020
Bruttowerte
Wertberichti-
gung
Buchwerte
Nicht überfällig
7.313
-200
7.113
0 90 Tage überfällig
2.373
-740
1.633
90 180 Tage überfällig 212
-49
163
180 360 Tage überfällig 96
-43
53
Über 360 Tage überfällig 2.266
-2.252
14
Gesamt
12.260
-3.284
8.976
in TEUR zum 31.12.2019 Bruttowerte Wertberichti-
gung
Buchwerte
Nicht überfällig 10.380
-165
10.215
0 90 Tage überfällig 3.472
-472
3.000
90 180 Tage überfällig 128
-57
71
180 360 Tage überfällig
111
-60
51
Über 360 Tage überfällig
3.112
-3.054
58
Gesamt 17.203
-3.808
13.395
Graphics
52
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
in TEUR
2020
2019
Stand 1.1.
3.808
3.483
Zuführung
445
476
Verbrauch
-882
-127
Auflösung
-87
-24
Stand 31.12. 3.284
3.808
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Anzahlungen an Lieferanten
993
562
Steuern und Abgaben
597
1.014
Abgrenzungen
278
177
Förderansprüche
273
798
Sicherstellungen
220
158
Übrige
458
36
2.819
2.745
In den Steuern und Abgaben sind aufgerechnete Ertragssteuern in Höhe von -169 TEUR (Vorjahr: 275 TEUR) ent-
halten. Die sonstigen Forderungen wiesen zum Stichtag des Berichtsjahres und zum Stichtag des vorangegangenen
Berichtsjahres keine Überfälligkeiten auf.
Graphics
5353
6.8 LIQUIDE MITTEL
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Kassenbestände
17
21
Guthaben bei Kreditinstituten
2.861
4.578
2.878
4.599
P a s s i v a
6.9 GEZEICHNETES KAPITAL, KAPITALRÜCKLAGE UND EIGENE ANTEILE
Anzahl der
ausstehen-
den Aktien
Gezeich-
netes
Kapital
(Grund-
kapital)
Kapital-
rücklage
Eigene
Anteile
Summe
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Stand 1.1.2019 640.878
4.798
5.956
-407
10.347
Verkauf eigener
Aktien 19.121
0
-179
407
228
Kapitalerhöhung
66.000
480
1.085
0
1.565
Stand 31.12.2019
725.999
5.278
6.862
0
12.140
Stand 1.1.2020
725.999
5.278
6.862
0
12.140
Stand 31.12.2020 725.999
5.278
6.862
0
12.140
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der gesonderten Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dar-
gestellt.
Graphics
54
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Kapitalerhöhung
Das mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2016 genehmigte Kapital beträgt 2.398 TEUR. Es können inner-
halb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch bis zu 329.999 neue
Aktien ausgegeben werden. Es bestehen keine ausstehenden Einlagen.
In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft beschloss der Vorstand
am 14. November 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag, das Grundkapital der Gesellschaft von
derzeit Nominale EUR 4.798.192,73, eingeteilt in 659.999 auf Inhaber lautende Stückaktien um bis zu Nominale EUR
479.820,00 durch Ausgabe von bis zu 66.000 neuen auf Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem
anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 7,27 je Stückaktie und mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Ge-
schäftsjahrs 2019 (beginnend mit 1. Januar 2019) im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter materiel-
ler Wahrung des Bezugsrechts der Aktionäre (§ 153 Abs 6 AktG) zu erhöhen.
Das endgültige Volumen der im Vorjahr abgeschlossenen Kapitalerhöhung belief sich auf 66.000 Neue Aktien zu
einem Bezugs- und Angebotspreis von EUR 24,70 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von No-
minale EUR 4.798.192,73, eingeteilt in 659.999 Stückaktien, auf Nominale EUR 5.278.012,73, eingeteilt in 725.999
Stückaktien, erhöht, das Agio abzüglich der Aufwendungen der Kapitalerhung wurde der Kapitalrücklage zuge-
führt.
Eigene Aktien
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener
Aktien gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2018 widerrufen und gleichzeitig wurde der Vorstand ge-
mäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG neuerlich dazu zu ermächtigt, innerhalb von 30 Monaten ab dem auf die Beschlussfassung
folgenden Tag, somit ab dem 6.5.2020 bis zum 6.11.2022, eigene Aktien bis zu einem Anteil von höchstens 10 %
des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert maximal 30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durchschnittlichen Börseschluss-
kurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise
und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel
in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Gleichzeitig wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab dem
Tag dieser Beschlussfassung die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern, wobei der
Vorstand ermächtigt wurde, für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse
oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien
als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In- und Ausland verwendet oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder Aktienoptions-
programms an Arbeitnehmer, leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft
oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung dieser eigenen Aktien
ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat ermächtigt
wurde, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Graphics
5555
Kapitalmanagement
In Bezug auf das Kapitalmanagement strebt der Vorstand mittelfristig eine Eigenkapitalquote von 25 bis 30 % an.
Dieses Ziel soll primär durch entsprechende Nutzung der vorhandenen Kapazitäten, finanziert aus dem eigenen Cash
Flow des Konzerns, erreicht werden. Sekundär kann das Ziel durch Verkäufe von nicht-betriebsnotwendigen Ver-
genswerten oder entsprechender Kapitalzufuhr von außen realisiert werden.
6.10 AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Position resultiert aus der Veränderung der Währungsparität zwischen Euro und Forint bzw. Leu bezogen auf
ausländische Tochtergesellschaften.
Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2020
2019
Stand 1.1.
-10.435
-9.660
Veränderung aus Gewinn- und Verlustrechnung
-170
-108
Veränderung aus Nettovermögen
-2.079
-667
Stand 31.12. -12.684
-10.435
6.11 KUMULIERTE ERGEBNISSE
Neubewertungsrücklagen
Vom Management werden jene Immobilien, die nicht länger für Herstellungszwecke genutzt werden, von der Gruppe
der Sachanlagen (Bewertung nach IAS 16) in den Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (Be-
wertung nach IAS 40) übertragen (siehe Punkt 3.11). Bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert nach
IAS 16 und dem ermittelten beizulegenden Zeitwert werden gemäß IAS 40.61 ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis
dargestellt und in einer Bewertungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt gemäß IAS
40.35 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Ebenso werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten
Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen (Rückstellungen für Abfertigungen) in dieser Po-
sition ausgewiesen.
Die Beträge dieser Rücklagen werden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Graphics
56
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Gewinnrücklage
In der Gewinncklage werden die bisherigen Konzernjahresergebnisse abzüglich etwaiger Ausschüttungen kumu-
liert ausgewiesen.
Die Aufteilung und Entwicklung der kumulierten Ergebnisse ist der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zu
entnehmen.
6.12 FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die Finanzverbindlichkeiten sind durch Verpfändungen von Grundstücken und Bauten, technischen Anlagen und
Maschinen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, Finanzanlagen und Vorräten sowie durch Forderungszes-
sionen besichert.
Darlehen über einen Betrag von 3.274 TEUR (Vorjahr: 1.481 TEUR) wurden zu einem fixen Zinssatz aufgenommen.
Diese fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten weisen eine kurz- bis mittelfristige Restlaufzeit auf. Die übrigen Finanz-
verbindlichkeiten werden auf Basis von EURIBOR bzw. BUBOR zuzüglich eines Aufschlages verzinst. Auf Grund der
variablen Verzinsung sowie der Kurz- / Mittelfristigkeit der fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten entspricht deren
beizulegender Zeitwert im Wesentlichen dem Buchwert.
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
davon
davon
davon
davon
Gesamt
in HUF
in EUR
Gesamt
in HUF
in EUR
langfristig
Darlehen von Kreditinstituten
37.943
2.419
35.524
42.129
3.009
39.120
Leasing
453
355
38.396
42.484
kurzfristig
Darlehen und Barvorlagen von
Kreditinstituten 10.737 5.037 5.700 13.280 5.525 7.755
Leasing
201
258
10.938
13.538
Finanzverbindlichkeiten gesamt
49.334
56.022
Graphics
5757
Die effektive Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
2020
2019
in %
in %
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in EUR
1,4-2,0
1,4-2,0
Darlehen und Barvorlagen von Kreditinstituten in HUF 1,7-2,4 1,5-1,9
Leasing
2,0
2,0
Bezüglich der Liquiditäts- und Finanzierungsituation des Konzerns wird auf Punkt 9.4 verwiesen.
Die künftigen Tilgungen der bestehenden Finanzverbindlichkeiten können auf Bruttobasis wie folgt analysiert wer-
den:
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
innerhalb eines Monats fällig
409
118
zwischen einem und drei Monaten fällig
934
640
zwischen drei und zwölf Monaten fällig
10.491
13.798
zwischen einem und fünf Jahren fällig
23.060
21.133
nach fünf Jahren fällig
18.458
25.462
53.352
61.151
Graphics
58
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
6.13 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ABFERTIGUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen teilen sich wie folgt auf:
in TEUR zum 31.12. 2020 2019
Rückstellungen für Pensionen
3.295
3.287
Rückstellungen für Abfertigungen
840
995
4.135
4.282
6.13.1 Rückstellungen für Pensionen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsma-
thematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen sich
wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensions-
Verpflichtung (Defined Benefit Obligation) 4.331
4.355
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
-1.036
-1.068
Bilanzierte Rückstellung 3.295
3.287
Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR
2020
2019
Barwert (DBO) 1.1. 4.355
4.957
Zinsaufwand
43
92
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme 109
566
erfahrungsbedingte Berichtigung 1
35
Verwendung für Pensionszahlungen
-177
-1.295
Barwert (DBO) 31.12.
4.331
4.355
Graphics
5959
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 178 TEUR (Vorjahr: 176 TEUR) erwartet. Die durch-
schnittliche Restlaufzeit der Pensionsrückstellung beträgt zum Stichtag 12,8 Jahre (Vorjahr: 13,2 Jahre).
Als Planvergen werden qualifizierte Rückdeckungsversicherungen vom Barwert der Pensionsverpflichtung abge-
zogen. Das Planvermögen wurde an die pensionsberechtigten Personen verpfändet.
Die Pensionsrückstellung betrifft zur Gänze im Ruhestand befindliche ehemalige Vorstandsmitglieder.
Die Verwendung für Pensionszahlungen erhöhte sich im Vorjahr durch eine Einmalzahlung zur Abfindung der Hälfte
des Pensionsanspruchs eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes. Der Abgeltungsbetrag wurde durch einen externen
Gutachter in Höhe von der lfte des versicherungsmathematischen Barwerts der verbleibenden Pensionsverpflich-
tung (Defined Benefit Obligation) abzüglich eines marktüblichen Abschlages ermittelt.
Das Planvergen hat sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2020
2019
Planvermögen 1.1.
1.068
1.096
Zinsertrag
11
21
Veranlagungsergebnis ohne Zinsertrag
16
10
Geleistete Zahlungen
-59
-59
Planvermögen 31.12. 1.036
1.068
Graphics
60
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen ergeben sich aus nachstehender Aufstellung:
2020
2019
Zinssatz
0,8 %
1,0 %
Rentensteigerung
2,0 %
2,0 %
Sterbetafel
AVÖ 2018-P
AVÖ 2018-P
Angestellte
Angestellte
Sensitivitätsanalyse 2020
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2020 + 0,5 % Punkte
- 0,5 % Punkte
Zinssatz -265
290
Rentensteigerung
285
-263
Sensitivitätsanalyse 2019
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2019
+ 0,5 % Punkte
- 0,5 % Punkte
Zinssatz
-272
299
Rentensteigerung
295
-270
Graphics
6161
6.13.2 Rückstellungen für Abfertigungen
Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen werden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungs-
mathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt und setzen
sich wie folgt zusammen:
Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO):
in TEUR 2020 2019
Barwert (DBO) 1.1.
995
1.009
Laufender Dienstzeitaufwand
58
38
Zinsaufwand
9
17
Versicherungsmathematisches Ergebnis
finanzielle Annahme
16
87
erfahrungsbedingte Berichtigung
-42
21
Verwendung für Abfertigungszahlungen
-196
-177
Barwert (DBO) 31.12.
840
995
Im kommenden Geschäftsjahr werden Zahlungen in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) erwartet. Die
durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsrückstellung beträgt zum Stichtag 10,6 Jahre (Vorjahr: 12,1 Jahre).
Graphics
62
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Die versicherungsmathematischen Basis-Annahmen stellen sich wie folgt dar:
2020
2019
Zinssatz
0,8 %
1,0 %
Gehaltssteigerung
2,0 %
2,0 %
Fluktuation
0,0 % - 2,1 %
0,0 % - 2,1 %
Pensionsalter
56-65 / 61-65
56-65 / 61-65
Sterbetafel
AVÖ 2018-P,
AVÖ 2018-P,
Arb./Ang.
Arb./Ang.
Als rechnungsmäßiges Pensionsantrittsalter wurde das frühest gliche Anfallsalter für die Alterspension unter
Berücksichtigung von Übergangsregelungen zugrunde gelegt.
Sensitivitätsanalyse 2020
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2020
+ 0,5 % Punkte
- 0,5 % Punkte
Zinssatz
-43
45
Gehaltssteigerung
44
-43
Sensitivitätsanalyse 2019
Auswirkung (in TEUR) auf DBO zum 31.12.2019
+ 0,5 % Punkte
- 0,5 % Punkte
Zinssatz
-50
54
Gehaltssteigerung
53
-50
Graphics
6363
6.14 ANDERE VERBINDLICHKEITEN
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.803
7.357
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht-konsolidiert)
2
1
Vertragsverbindlichkeiten
1.523
1.473
Sonstige Verbindlichkeiten
5.665
6.518
10.993
15.349
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR zum 31.12.
2020
2019
Personalverbindlichkeiten
1.980
1.579
Kostenabgrenzungen
1.443
1.016
Sonstige Rückstellungen
1.063
1.613
Überzahlungen von Kunden
560
710
Steuern
234
759
Sozialabgaben
160
291
Übrige
225
550
5.665
6.518
Die Steuern enthalten keine Verbindlichkeiten aus Körperschaftsteuern (Vorjahr: 280 TEUR). Die sonstigen Rück-
stellungen, welche im Wesentlichen auf Gewährleistungen zurückzuführen sind, werden aus Gründen der Unwe-
sentlichkeit unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
6.15 ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE
Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2019 den Beschluss des Vorstands zugestimmt, die bisher als Finanzinvestition
gehaltene Immobilie in Miskolc, Ungarn zu veräußern. Der Vorgang wurde im Dezember 2020 durch Veräußerung
der Immobilie abgeschlossen.
Der Nettozahlungsmittelfluss aus dem Abgang des als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswertes beträgt
1.219 TEUR und ist im Konzern Cash Flow Statement unter den Einzahlungen aus Anlagenabgang enthalten. Der
Erfolg des Abgangs beträgt 76 TEUR nach Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 7 TEUR. Das Ergebnis
des Abgangs wird auf Grund des unwesentlichen Betrages unter den sonstigen betrieblichen Erträgen unter Erträge
aus Abgängen von Anlagevermögen ausgewiesen.
Graphics
64
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
7 ANGABEN ZUM KONZERN CASH FLOW STATEMENT
7.1 ERWERB VON SACH- UND IMMATERIELLEM ANLAGEVERMÖGEN
Die Abweichung zwischen den Zahlungsabflüssen gemäß Konzern-Cash Flow-Statement und den Zugängen gemäß
Konzernanlagenspiegel resultiert aus unterschiedlichen Zeitpunkten von Aktivierung und Bezahlung des Anlagever-
gens sowie aus Vorratsvermögen, das bei der Herstellung von selbst erstelltem Sachanlagevergen verwendet
worden ist.
7.2 ZAHLUNGSMITTELFONDS
Als Zahlungsmittelfonds werden die flüssigen Mittel, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinsti-
tuten umfassen, festgelegt.
Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten
Finanz-
verbind-
lichkeiten
Eigenkapital
Ge-
samt
in TEUR
übrige
finanzielle
Verbind-
lichkeiten
Gezeich-
netes Ka-
pital /Ka-
pitalrück-
lagen
Andere
Rück-
lagen
Ge-
winn-
rück-
lage
01.01.2020
56.022
12.140
-11.415
15.873
72.620
Einzahlungen
3.156
3.156
Rückzahlungen
-8.833
-8.833
Gezahlte Dividenden
-436
-436
Summe Veränderung Cash-Flow
aus Finanzierungstätigkeit
-5.677
0
0
-436
-6.113
Wechselkursänderungen
-813
-813
Leasing
41
41
Zinsaufwendungen
1.033
1.033
Gezahlte Zinsen
-1.272
-1.272
Jahresgesamtergebnis
-2.301
6.781
4.480
Summe sonstige
Veränderungen
-1.011
0
-2.301
6.781
3.469
31.12.2020
49.334
12.140
-13.716
22.218
69.976
Graphics
6565
Finanzver-
bindlichkeiten
Eigenkapital
Gesamt
in TEUR
übrige
finanzielle
Verbindlich-
keiten
Gezeichne-
tes Kapital
/Kapital-
rücklagen
Andere
Rück-
lagen
Gewinn-
rücklage
01.01.2019
54.027
10.347
-10.115
7.982
62.241
Einzahlungen
6.223
6.223
Rückzahlungen
-3.734
-3.734
Gezahlte Dividenden
-198
-198
Verkauf eigener
Aktien
228
228
Kapitalerhöhung
1.565
1.565
Summe Verände-
rung Cash-Flow aus
2.489
1.793
0
-198
4.084
Wechselkurs-
änderungen
-395
-395
Leasing
451
451
Aktivierte Fremd-
finanzierungskosten
73
73
Zinsauf-
wendungen
1.146
1.146
Gezahlte Zinsen
-1.769
-1.769
Jahresgesamt-
ergebnis
-1.300
8.089
6.789
Summe sonstige
Veränderungen
-494
0
-1.300
8.089
6.295
31.12.2019
56.022
12.140
-11.415
15.873
72.620
Graphics
66
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
8 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
8.1 OPERATIVE GESCHÄFTSSEGMENTE
Die Geschäftsfelder untergliedern sich wie folgt:
Tiefbau & Verkehr:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Abwasserableitung (Kanalschächte, Kanalrohre, Pumpstationen, Senkgruben, Sickerschächte),
Abwasserreinigung (Mineralöl- und Fettabscheider, biologische Kläranlagen, Reinigung von Oberflächenwas-
ser),
Verkehrsbau - vormals Teil des Bereiches Infrastruktur (Brücken, Hangbefestigungen, Durchlässe, Betonleit-
wände) sowie
Wassernutzung (Regenwassernutzung, Trinkwasserspeicherung).
Hochbau & Wohnen:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb folgender Produkte:
Energiebau (Masten für Telekommunikation und Stromversorgung, Trafostationen, Fischaufstiegshilfen, Fer-
tigteile für den Kraftwerksbau),
Industriebau (Fertigteile für den konstruktiven Hochbau, wie z.B. für Industriehallen sowie andere gewerbliche
und industrielle Bauten) sowie
Wohnbau (Deckensysteme, Pflaster, Hochbausteine, Fertigteilstiegen).
Die jeweiligen Segmente enthalten alle unmittelbar zuordenbaren Vermögenswerte und Schulden. Nicht zugeordnet
sind steuerliche Vermögenswerte und Schulden, Finanzinvestitionen und Finanzverbindlichkeiten. Die Spalte „Über-
leitung“ weist ausschließlich die Schuldenkonsolidierung aus.
Graphics
6767
Geschäftsjahr 2020 in TEUR
Tiefbau
&
Verkehr
Hoch-
bau &
Woh-
nen
Über-
leitung
Summe
Umsatzerlöse
Standard Betonfertigprodukte
42.681
20.178
0
62.859
Konstruktive Betonfertigteile
1.275
25.140
0
26.415
Summe 43.956 45.318 0 89.274
Segmentergebnis
7.341
4.675
0
12.016
Sonstiges und nicht zuordenbares Ergebnis
-467
Betriebsergebnis
11.549
Segmentvermögen
41.243
39.663
-81
80.825
Sonstiges und nicht zuordenbares Vermögen
4.650
Konzernvermögen
85.475
Segmentschulden
7.825
7.384
-81
15.128
Sonstige und nicht zuordenbare Schulden
49.705
Konzernschulden
64.833
Investitionsausgaben
2.693
4.398
0
7.091
planmäßige Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte)
2.125
1.867
0
3.992
Graphics
68
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Geschäftsjahr 2019 in TEUR
Tiebau
&
Ver-
kehr
Hoch-
bau &
Woh-
nen
Über-
leitung
Summe
Umsatzerlöse
Standard Betonfertigprodukte
37.257
24.720
0
61.977
Konstruktive Betonfertigteile
1.878
33.387
0
35.265
Summe
39.135
58.107
0
97.242
Segmentergebnis
4.684
7.497
0
12.181
Sonstiges und nicht zuordenbares Ergebnis
-593
Betriebsergebnis
11.588
Segmentvermögen 36.018 49.744 -961 84.801
Sonstiges und nicht zuordenbares Vermögen 7.836
Konzernvermögen
92.637
Segmentschulden
8.639
11.953
-961
19.631
Sonstige und nicht zuordenbare Schulden
56.408
Konzernschulden 76.039
Investitionsausgaben
2.674
7.188
0
9.862
planmäßige Abschreibungen
(Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) 2.114 1.699 0 3.813
Transaktionen zwischen den Berichtssegmenten:
Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet.
Der Konzern operiert vorwiegend in vier geographischen Regionen im Sinne von Produktionsstätten: Österreich,
Ungarn, Rumänien und übriges Europa. In diesen Ländern wird jeweils die gesamte Produktpalette des Konzerns
angeboten.
Umsatzerlöse in TEUR
2020
2019
Tiefbau & Verkehr und Verwaltung
115
124
Hochbau & Wohnen
35
35
140
159
Graphics
6969
Die Bedeutung der geographischen Regionen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
Umsatzerlöse
Gesamtvermögen
in TEUR
2020
2019
2020
2019
Österreich
12.237
11.722
12.701
14.233
Ungarn
49.216
57.681
43.360
50.148
Rumänien
26.359
25.807
29.477
29.184
Übriges Europa
1.462
2.032
18
33
Überleitung
-
81
-961
89.274
97.242
85.475
92.637
Investitionsausgaben
in TEUR
2020
2019
Österreich
1.482
939
Ungarn
2.298
6.917
Rumänien
3.311
2.006
7.091
9.862
Die Umsatzerlöse sind gegliedert nach Absatzmärkten. Eine Abgrenzung nach den Ländern, in denen die Produktion
erfolgt, würde nicht zu einer wesentlichen Abweichung im obigen Zahlenwerk führen. Gesamtvermögen und Inves-
titionsausgaben sind gegliedert nach den Gebieten, in denen sich die Vermögenswerte physisch befinden.
In den Umsatzerlösen der einzelnen Segmente sind keine Erlöse mit Kunden, deren Anteil mehr als 10 % der ge-
samten Segmentumsätze ausmacht, enthalten.
Graphics
70
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
9 SONSTIGE ANGABEN
9.1 AUSSCHÜTTUNG
Als Ausschüttung auf den Bilanzgewinn 2020 wird eine Dividende von 0,90 EUR (Vorjahr: 0,60 EUR) je Aktie bzw.
in Höhe von insgesamt rund 653 TEUR (Vorjahr: 436 TEUR) vorgeschlagen und angekündigt. Die im Vorjahr vorge-
schlagene Dividende kam im aktuellen Geschäftsjahr zur Ausschüttung.
9.2 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne der Definition von „related parties“ gemäß
IAS 24 werden wie gegenüber unabhängigen Dritten gestaltet. Als „related parties“ gelten der Vorstand, der Auf-
sichtsrat, nicht-konsolidierte verbundene Unternehmen, sowie die Wolschner Privatstiftung.
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen 2020 1.166 TEUR (Vorjahr: 1.430 TEUR). Darin enthalten sind
variable Gehaltsansprüche in Höhe von 462 TEUR (Vorjahr: 762 TEUR) sowie Leistungen an eine Pensionskasse in
Höhe von 162 TEUR (Vorjahr: 160 TEUR). Weiters sind für Vorstandsmitglieder Service Costs für die Bildung einer
Abfertigungsrückstellung in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) angefallen.
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr insgesamt 67 TEUR
(Vorjahr: 47 TEUR).
Zum Bilanzstichtag und im Vorjahr waren keine Darlehen an Vorstandsmitglieder gewährt. Sonstige Haftungen für
Kredite von Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats bestehen nicht.
Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen keine Umsätze (Vorjahr: 0 TEUR) er-
zielt, jedoch Leistungen in he von 27 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR) bezogen. Die offenen Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen ist Punkt 6.14 zu entnehmen. Sicherheiten oder Garantien für For-
derungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht-konsolidierten Unternehmen bestehen nicht.
Mit der Wolschner Privatstiftung werden keine Transaktionen getätigt.
Graphics
7171
9.3 FINANZINSTRUMENTE
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Schulden. Es wurden keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert angeführt, wenn der Buchwert
einem angemessenen Näherungswert für den Zeitwert entspricht.
2020
Buchwerte
Beizulegende Zeitwerte
in TEUR
Kategorie nach IFRS 9
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente
1.207
1.137
70
1.207
1.207
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführ-
ten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistun-
gen sowie sonstige Forderungen *)
8.096
8.096
8.096
Liquide Mittel
2.878
10.974
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 49.334
49.334
49.334
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen sowie sonstige Verbindlichkeiten *)
4.938
4.938
4.938
54.272
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.
Graphics
72
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
2019
Buch-
werte
Beizulegende Zeitwerte
in TEUR
Kategorie nach IFRS 9
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
Eigenkapitalinstrumente 1.529 1.456
73 1.529
1.529
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführ-
ten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistun-
gen sowie sonstige Forderungen *)
13.488
13.488
13.488
Liquide Mittel
4.599
18.087
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
56.022
56.022
56.022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen sowie sonstige Verbindlichkeiten *)
8.475
8.475
8.475
64.497
*) Sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die keine Finanzinstrumente darstellen, sind nicht enthalten.
Graphics
7373
Das Nettoergebnis gegliedert nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar (in TEUR):
2020
aus
Zinsen
aus
Divideden
aus
Folge-
bewer-
tung
aus
Abgang
im Kon-
zerner-
gebnis
erfasstes
Nettoer-
gebnis
Erfolgswirksam zum beizule-
genden Zeitwert bewertete fi-
nanzielle Vermögenswerte
0
0
-319
0
-319
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bewertete finan-
zielle Vermögenswerte
19
0
-358
0
-339
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bewertete finan-
zielle Schulden
-1.033
0
-1.131
0
-2.164
Gesamt
-1.014
0
-1.808
0
-2.822
2019
aus
Zinsen
aus
Divideden
aus
Folge-
bewer-
tung
aus
Abgang
im Kon-
zerner-
gebnis er-
fasstes
Nettoer-
gebnis
Erfolgswirksam zum beizule-
genden Zeitwert bewertete fi-
nanzielle Vermögenswerte
0 21 -67 0 -46
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bewertete finan-
zielle Vermögenswerte
2
0
-452
0
-450
Zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bewertete finan-
zielle Schulden
-1.038
0
-779
0
-1.817
Gesamt
-1.036
21
-1.298
0
-2.313
Die Differenz zwischen dem Nettoergebnis und dem Finanzergebnis betrifft Zinsen für das Sozialkapital sowie Wert-
berichtigungen für finanzielle Vergenswerte.
Graphics
74
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
9.4 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT
Das konzernweite Risikomanagement ist in die Aufbau- und Ablauforganisation eingegliedert. Die laufende Bericht-
erstattung dient dem regelmäßigen Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und den einzelnen Unternehmen
der Gruppe und in weiterer Folge mit dem Aufsichtsrat. Der Vorstand trägt die Letztverantwortung für Strategie und
Erreichung der Unternehmensziele und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die Koordination des strategischen
Risikomanagements. Im operativen Geschäft ist jedes Unternehmen und jeder leitende Angestellte für die Überwa-
chung und Steuerung potentieller Risikoquellen selbstverantwortlich. Das Risikomanagement wird regelmäßig über-
prüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten des Konzerns abbilden zu können. Das Risiko-
management und die damit verbundenen Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss jährlich in zwei Sit-
zungen präsentiert.
Kreditrisiko: Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzuges oder -ausfalls von Vertragspartnern. Es
besteht keine signifikante Konzentration von Kreditrisken. Liquide Mittel werden bei reputablen Kreditinstituten an-
gelegt. Dem Risiko von Zahlungsausfällen von Kunden wird, in den meisten bearbeiteten Ländern, durch die Versi-
cherung von Kundenforderungen begegnet. Diese Vorgangsweise beinhaltet für jeden Kunden ein Kreditlimit, das
mit steigender Kundenkenntnis erhöht werden kann. Bezüglich des kundenseitigen Ausfallrisikos wird auf die Auf-
stellung über die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen unter
Punkt 6.7 verwiesen. Das maximale Ausfallsrisiko besteht in Höhe der Buchwerte.
Zinsrisiko: Das Zinsrisiko beschreibt die Änderung des Wertes von Finanzinstrumenten und des Zinsergebnisses aus
Finanzinstrumenten auf Grund der Änderung von Zinssätzen. Die Veränderung des Zinssatzes von +/- 1 % hätte
eine Auswirkung auf das Ergebnis sowie das Eigenkapital (jeweils vor Steuern) in Höhe von +/- 472 TEUR (Vorjahr:
+/- 553 TEUR). Der Berechnung der Sensitivität liegt der Zinsaufwand der Periode bezogen auf das durchschnittlich
verzinsliche Fremdkapital der Periode zugrunde.
Fremdwährungsrisiko: Das Fremdwährungsrisiko wird durch Kursschwankungen von Fremdwährungen hervorge-
rufen. Auf Grund der unter 10 % liegenden Import- / Exportrate in Fremdwährungsländer und den Ausgleich von
Zahlungsverpflichtungen mittels Verkaufserlöse derselben Währung, bestehen nur beschränkt zahlungswirksame
hrungsrisiken. Zahlungen zwischen unterschiedlichen Währungsregionen ergeben sich aus konzerninternen Di-
videnden- und Darlehensflüssen, weitere Wechselkursabhängigkeiten treten bei der Umrechnung ausländischer Ein-
zelabschlüsse in die Konzernwährung Euro auf. Ein verstärktes Wechselkursrisiko entstand durch das Investitions-
programm in Ungarn und Rumänien. Die Volatilität der Fremdwährung RON und HUF haben sich durch die wirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen stabilisiert. Eine Wechselkursänderung EUR zu HUF in Höhe von +/- 5 % hätte
eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe von +/- 680 TEUR (Vorjahr: +/- 593 TEUR), eine Wechsel-
kursänderung EUR zu RON in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe von
+/- 684 TEUR (Vorjahr: +/- 786 TEUR). Die Auswirkung einer Wechselkursänderung EUR zu HUF in Höhe von +/-
5 % hätte eine Auswirkung auf das Eigenkapital in Höhe von +/- 937 TEUR (Vorjahr: +/- 1.029 TEUR), eine Wech-
selkursänderung EUR zu RON in Höhe von +/- 5 % hätte eine Auswirkung auf das Eigenkapital in Höhe von +/-
600 TEUR (Vorjahr: +/- 435 TEUR). Die Berechnung basiert auf der Sensitivität der Kredite und Darlehen in fremder
hrung der jeweiligen Konzerngesellschaft, wobei der jeweils relevante Wechselkurs um +/- 5 % verändert worden
ist.
Liquiditätsrisiko: Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit die Liquidität zur Verfügung
zu haben, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen zu können. Die mittel- und langfristige Feststellung des
Finanzbedarfs ist zusammen mit dem Working Capital Management Hauptbestandteil der Liquiditätsplanung. Un-
ternehmensweites Cash-Reporting und die Analyse der Geldumschlagdauer sind wichtige Steuerungsgrößen, um
das Liquiditätsrisiko niedrig zu halten. Die Finanzierung der SW Umwelttechnik-Gruppe erfolgt zu einem hohen
Anteil durch Bankdarlehen, welche vor allem für die Modernisierungs- und Expansionsfinanzierung der Jahre 2005
Graphics
7575
bis 2008 aufgenommen wurden. Mit den finanzierenden Banken wurde vereinbart, die Tilgungsprofile der Investiti-
onskredite an das geänderte Marktumfeld anzupassen. Mitte Februar 2015 wurde mit den österreichischen Banken
eine diesbezügliche Vereinbarung geschlossen. Mit der Anpassung der Tilgungsprofile an die wirtschaftlichen Rah-
menbedingungen und der Zusage der jährlichen Prolongation der kurzfristigen Obligos ist die Finanzierung der SW
Umwelttechnik-Gruppe langfristig gesichert. Der bestehende operative Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen
liquiden Mitteln und den bestehenden eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden. Bezüglich der Fristig-
keiten und der Tilgungen der Kreditlinien nach Unterzeichnung der diesbezüglichen Vereinbarung mit den österrei-
chischen Banken wird auf Punkt 6.12 verwiesen.
9.5 ANGABEN ÜBER ARBEITNEHMER
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist nachfolgender Aufstellung zu entnehmen:
Österreich
Ungarn
Rumänien
Gesamt
Geschäftsjahr 2020:
Arbeiter
27
133
197
357
Angestellte 39 142 59 240
66
275
256
597
Österreich
Ungarn
Rumänien
Gesamt
Geschäftsjahr 2019:
Arbeiter
27
123
166
316
Angestellte 41 131 52 224
68
254
218
540
9.6 EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag sind keine für den Konzern wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Graphics
76
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
9.7 ORGANE
Im Geschäftsjahr 2020 waren folgende Personen Mitglieder des Vorstands:
Klaus Einfalt
János Váczi
Im Geschäftsjahr 2020 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:
Reinhard Iro (Vorsitzender seit Mai 2020)
Heinz Taferner (Vorsitzender bis Mai 2020)
Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Birgit Kuras
Sabine Lax
Bernd Wolschner
Karl Heinz Wolschner
Der Vorstand der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG hat den Konzernabschluss am 18. März 2021 zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe den Konzernabschluss zu prüfen und
zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Klagenfurt, den 18. März 2021
Der Vorstand
Klaus Einfalt János Váczi
Graphics
7777
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG,
Klagenfurt,
und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum
31. Dezember 2020, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern Gesamtergebnis-
rechnung, der Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Konzern Cash Flow
Statement für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anfor-
derungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im
Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor-
derungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis
zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berück-
sichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Graphics
78
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Bewertung der Sachanlagen der CGU Österreich
Siehe Konzernanhang Punkt 3.9 Sachanlagen/Konzernlagebericht Kapitel Impairment-Test
(Finanzwirtschaftliche Risiken)
Das Risiko für den Abschluss
In Vorjahren wurden auf Basis eines Impairment-Tests gemäß IAS 36 Wertminderungen sowie
Wertaufholungen von Sachanlagen der CGU erfasst.
Im Geschäftsjahr 2020 ist zu beurteilen, ob Veränderungen der Geschäftsentwicklung in der CGU
Österreich Wertminderungen erfordern. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfolgt intern
anhand anerkannter Bewertungsverfahren auf Basis eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens.
Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung und der für die Bewertung relevanten Annahmen
(insbesondere der künftig zu erwartenden Cash-Flows sowie der individuellen Kapitalkosten) sind
mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet.
Für den Abschluss besteht das Risiko, dass die Sachanlagen der CGU Österreich zu hoch ausge-
wiesen werden.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Werthaltigkeit der Sachanlagen der CGU Österreich wie folgt beurteilt:
Zur Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine zusätzliche Wertminderung vorliegen, haben wir
Gespräche mit dem Vorstand geführt und die Geschäftsentwicklung der CGU unter Berück-
sichtigung der lokalen Marktentwicklungen sowie der konjunkturellen Rahmenbedingungen
analysiert.
Die bei den Berechnungen zugrunde gelegten erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse
(Cash-Flows) haben wir mit der aktuellen von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten
strategischen Unternehmensplanung abgeglichen. Die Planungsdaten wurden anhand von
Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen darauf beurteilt, ob die zugrunde
liegenden Annahmen in einer angemessenen Bandbreite liegen. Die Planungstreue haben wir
durch Vergleich der in den Vorperioden erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen
Werten beurteilt.
Bei dem zum Bilanzstichtag durchgeführten Impairment-Test haben wir unter Hinzuziehung
unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der angewendeten Bewertungs-
methode beurteilt.
Die bei der Bestimmung der individuellen Kapitalkosten herangezogenen Annahmen haben
wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten unter Hinzuziehung
unserer Bewertungsspezialisten auf Angemessenheit beurteilt.
Abschließend wurden die Anhangsangaben zu diesem Thema beurteilt und festgestellt, ob
diese vollständig und richtig sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den
Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Den Corporate Governance Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erlangt,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur
Verfügung gestellt.
Graphics
7979
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Infor-
mationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwort-
lichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Infor-
mationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschluss-
prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des
Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss
ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind
wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts
zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-
wortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sach-
verhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeitsofern einschlä-
gig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder
den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine rea-
listische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich ange-
sehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Ent-
scheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Graphics
80
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstel-
lungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kon-
trollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Anga-
ben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund-
lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum
Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruf-
lichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über
alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise
angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss
ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
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8181
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs-
vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Anga-
be des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt
nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise
erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anfor-
derungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in
Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am
5. Mai 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
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82
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 18. März 2021
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur
in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf
den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende
Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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8383
Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht
den Geschäftsverlauf, das Gescftsergebnis und die
Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst ge-
treues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebe-
richt die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Klagenfurt, am 18. März 2021
Klaus Einfalt nos Váczi
Vorstand der SW Umwelttechnik
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86
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Geschäftsverlauf und wirtschaftliches Umfeld
Die Beteiligungen der SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG umfassen Unternehmen mit Standorten
in Österreich, Ungarn und Rumänien, sowie in der Slo-
wakei und Bulgarien.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie sowie die damit
eingehenden, länderübergreifenden Infektionsprä-
ventionsmaßnahmen und Mobilitätseinschränkungen
brachten im Jahr 2020 große wirtschaftliche Unsi-
cherheiten gefolgt von einer deutlichen Rezession mit
sich. Die drei Kernmärkte von SW Umwelttechnik
waren von dieser erhöhten Volatilität wie ganz Europa
betroffen und erlebten einen deutlichen Konjunktur-
Einbruch. Die europäische Bauwirtschaft entwickelte
sich leicht rückläufig, auch infolge des Auslaufens des
EU-Finanzrahmens. Langfristige Projekt-Vorlaufzeiten
wie auch der spätzyklische Charakter der Baubranche
trugen jedoch dazu bei, dass das Ausnahmejahr 2020
die Bauwirtschaft weniger schwer traf als andere Wirt-
schaftszweige.
Aufgrund der endenden Förderperiode wurden För-
dergelder aus EU-Töpfen in Rumänien verstärkt bean-
sprucht, in Ungarn zeigte sich jedoch eine gegenläufige
Entwicklung. Durch die insgesamt bereits hohe Aus-
schöpfung der Strukturfonds flachten die Investitionen
im zweiten Halbjahr 2020 ab.
Nach einem Jahr des wirtschaftlichen Einbruchs ist
für alle drei Kernmärkte von SW Umwelttechnik eine
schrittweise Rückkehr zur Normalität in den Jahren
2021 und 2022 anzunehmen, die sich in positiven Inve-
stitionsentwicklungen – auch im Bereich der Bauaktivi-
täten – zeigen wird.
Ungarn
Das Jahr 2020 bedeutete für die ungarische Wirt-
schaft ein Minus von rund 6,1 % und damit einen mitt-
leren wirtschaftlichen Abschwung im EU-Vergleich.
Das zurückliegende Jahr unterbrach damit eine Phase
wirtschaftlicher Wachstumsrekorde, die insbesondere
auf die EU-Fördermittel der Periode 2014 – 2020 und
eine einhergehende, überaus positive öffentliche Auf-
tragslage, allen voran im Bausektor, zurückzuführen
war. Zusätzlich zur allgemeinen konjunkturellen Lage
wirkte sich das Auslaufen der aktuellen Förderperiode
negativ auf die Bauaktivität aus, die aufgrund der be-
reits hohen Ausschöpfungsrate abnahm.
Das Wachstum der ungarischen Bauwirtschaft
sackte nach drei Jahren zweistelliger Wachstumsraten
2020 deutlich ab: Gegenüber 2019 ging die Bauleistung
um etwa 10 % zurück. Um den Bausektor zu fördern,
beschloss die ungarische Regierung eine Mehrwert-
steuersenkung von 27 % auf 5 % bei Wohnungsneu-
bauten bis Ende 2022, die im Bereich des Hochbaus
eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwarten
lässt. Entscheidend für die Erholung der Bauwirtschaft
werden die Vergaben von Bau-Förderungen im Zuge
der EU-Förderperiode 2021 – 2027 sein. Die aktuellen
Förder-Aussichten bieten Grund zur Annahme, dass
sich die ungarische Bauwirtschaft zunehmend stabili-
siert und auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt.
Rumänien
Rumänien erlitt durch die Auswirkungen der Pandemie
im Jahr 2020 einen Wirtschaftseinbruch um 4,8 %
und damit einen mittleren bis geringen Abschwung
im gesamteuropäischen Vergleich. Trotz Krisenlage
profitierte in Rumänien der Bausektor, nachdem bisher
nicht ausgeschöpfte EU-Töpfe der Förderperiode 2014
– 2020 vermehrt Beanspruchung fanden. Eine Ent-
wicklung, die auch noch mittelfristige Auswirkungen
zeigen wird: Aufgrund der Pandemie wurden in Ru-
mänien viele Bauvorhaben ins Jahr 2021 verschoben.
Einen zusätzlichen Anstoß könnte der Bausektor durch
Mittel der angelaufenen EU-Förderperiode 2021 – 2027
gewinnen. Zudem plant die Regierung Rumäniens nun
lange aufgeschobene Infrastrukturvorhaben, wie den

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87
Ausbau der Autobahnen, in Angriff zu nehmen, wofür
wiederum Gelder des EU-Kohäsionsfonds zur Verfü-
gung stehen.
Für die rumänische Gesamtwirtschaft wird für
die kommenden Jahre eine Rückkehr zur Normalität,
einhergehend mit einem deutlichen Konjunkturauf-
schwung, erwartet. So wird 2021 ein Wirtschafts-
wachstum um 2,7 %, 2022 um etwa 4,5 % prognosti-
ziert.
Österreich
Das Coronajahr 2020 traf die österreichische Wirtschaft
im europäischen Vergleich durchaus schwer. Es wurde
ein wirtschaftlicher Einbruch um 7,1 % verzeichnet
und damit eine deutlich stärkere Rückläufigkeit als
im von der Finanzkrise geprägten Jahr 2009. Im Ge-
gensatz zu anderen bedeutenden Wirtschaftszweigen
des Landes wie dem Tourismus und der Gastronomie,
die von den Infektionspräventionsmaßnahmen um die
Covid-19-Pandemie direkt und schwer betroffen wa-
ren, zeigte sich 2020 im Bausektor eine relativ stabile
Konjunkturlage. Zwar war gegenüber des Vorjahres ein
Abschwung im Wohnungsneubau zu beobachten, das
Bauvolumen im Tiefbausegment konnte jedoch im Ver-
gleich zu 2019 sogar leicht zulegen.
Prognosen gehen von einem durchaus stabilen Bauvo-
lumen der Jahre 2021 und 2022 aus. Es wird mit einem
Plus der österreichischen Bauinvestitionen von 3,1 %
in 2021 sowie 2,1 % in 2022 gerechnet. Auch für die
gesamtwirtschaftliche Lage Österreichs wird eine
deutliche Erholung und Normalisierung erwartet. Für
2021 wird ein Wirtschaftswachstum um 4,5 % und für
2022 um 3,5 % prognostiziert.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG betreibt
keine Zweigniederlassungen.
¹ Ergebnis nach Steuern auf das durchschnittliche Eigenkapital
² Betriebsergebnis auf das durchschnittliche Gesamtkapital
³ Nettoverschuldung zu Eigenkapital am Stichtag
Einheit 2020 2019 2018
Ertragslage
Eigenkapitalrendite
1
%
17,00
26,4 3,4
Gesamtkapitalrentabilität
2
%
-2,5
-3,6 -2,6
Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapital TEUR
20.007
17.207 11.730
Eigenkapitalquote %
43,4
35,7 27,7
Nettoverschuldung TEUR
20.781
25.373 27.503
Gearing ratio
3
%
103,9
147,5 234,5
Geldflussrechnung
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR
-449
-1.464 -501
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit TEUR
5.820
278 5.744
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit TEUR
-5.398
1.196 -5.247
Finanzielle Leistungsindikatoren
Quellen: WKÖ, Bank Austria, Eastern European Construction Forecasting Asso-
ciation, KSH – Hungarian Central Statistical Office, Österreichisches Institut für
Wirtschaftsforschung, Germany Trade and Invest, Romania National Institute of
Statistics, ASFINAG, Euroconstruct

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88
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Angaben gem. § 243a UGB
SW Umwelttechnik notiert mit 725.999 Stück Aktien,
im „standard market auction“ der Wiener Börse, die
Gesamtheit der Aktien entspricht einem Grundkapital
von 5.278 TEUR.
Die Wolschner Privatstiftung hält mit 290.000 Ak-
tien 39,94 % des ausgegebenen Aktienkapitals der SW
Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG.
Großaktionäre mit mehr als 5 % gehaltenen
Aktien sind die VBG Verwaltungs- und Beteiligungs
GmbH (100%ige Tochter der BKS Bank AG), Heinz Wol-
schner (persönlich) und Bernd Wolschner (persönlich).
Ein weiterer Großaktionär mit mehr als 4 % gehaltenen
Aktien ist Klaus Einfalt (persönlich). Die restlichen Ak-
tien befinden sich im Streubesitz.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimm-
rechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es
gibt auch keine Aktionärinnen bzw. Aktionäre sowie
am Kapital beteiligte Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeit-
nehmer, die Kontrollrechte besitzen.
Die Mitglieder des Vorstandes haben folgende er-
weiterte Befugnisse betreffend die Möglichkeit, Aktien
auszugeben und zurückzukaufen:
Das mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3.
Mai 2016 genehmigte Kapital beträgt 2.398 TEUR. Die
Ermächtigung des Vorstandes gemäß § 169 AktG be-
steht bis 8. Juni 2021. Es bestehen keine ausstehenden
Einlagen.
In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung ge-
mäß § 6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft beschloss
der Vorstand am 14. November 2019 mit Zustimmung
des Aufsichtsrats vom selben Tag, das Grundkapital der
Gesellschaft von derzeit Nominale EUR 4.798.192,73,
eingeteilt in 659.999 auf Inhaber lautende Stückaktien
um bis zu Nominale EUR 479.820,00 durch Ausgabe
von bis zu 66.000 neuen auf Inhaber lautenden nenn-
wertlosen Stückaktien mit einem anteiligen Betrag
des Grundkapitals von EUR 7,27 je Stückaktie und mit
Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahrs
2019 (beginnend mit 1. Januar 2019) im Wege einer
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter materieller
Wahrung des Bezugsrechts der Aktionäre (§ 153 Abs 6
AktG) zu erhöhen.
Das endgültige Volumen der im Vorjahr abge-
schlossenen Kapitalerhöhung belief sich auf 66.000
Neue Aktien zu einem Bezugs- und Angebotspreis
von EUR 24,70 je Stückaktie. Das Grundkapital der
Gesellschaft wurde von Nominale EUR 4.798.192,73,
eingeteilt in 659.999 Stückaktien, auf Nominale
EUR 5.278.012,73, eingeteilt in 725.999 Stückaktien,
erhöht, das Agio abzüglich der Aufwendungen der Ka-
pitalerhöhung wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

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89
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai
2020 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG
neuerlich dazu zu ermächtigt, bis zum 6. November
2022, eigene Aktien bis zu einem Anteil von höchstens
10 % des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbs-
volumen), wobei der geringste beim Rückerwerb zu
leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der
höchste Gegenwert maximal 10 % über dem durch-
schnittlichen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb
vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die
Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in
mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder
mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Der Handel in eige-
nen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Der Vorstand wurde darüber hinaus ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf
Jahren die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zuläs-
sige Art wieder zu veräußern, wobei der Vorstand er-
mächtigt ist, für die Veräußerung eigener Aktien eine
andere Art der Veräußerung als über die Börse oder
durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des
Bezugsrechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien
als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen,
Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder
mehreren Gesellschaften im In- und Ausland verwendet
oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs- oder
Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer, leitende
Angestellte, Mitglieder des Vorstands/der Geschäfts-
führung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbun-
denen Unternehmens gewährt werden.
Zusätzlich wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung die-
ser eigenen Aktien ohne Nennwert ohne weiteren Be-
schluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei
der Aufsichtsrat ermächtigt ist, Änderungen der Sat-
zung, die sich durch die Einziehung von Aktien erge-
ben, zu beschließen.
Es existieren keine Vereinbarungen, an denen die
Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontroll-
wechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahme-
angebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Es
existiert derzeit kein öffentliches Übernahmeangebot,
das Entschädigungsvereinbarungen zwischen der
Gesellschaft und dem Vorstand und den Aufsichtsrats-
mitgliedern oder Arbeitnehmern notwendig machen
würde.
DIVIDENDE
Der Vorstand der SW Umwelttechnik wird den Aktio-
nären auf der Hauptversammlung, die für den 4. Mai
2021 anberaumt ist, vorschlagen, eine Dividendenaus-
schüttung von 0,90 € je Aktie durchzuführen.
2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013
Ergebnis Konzern* (in EUR Mio.)
6,80 8,10 7,11 1,69 2,19 0,63 -0,40 -1,01
Dividende (in EUR)
0,90 0,60 0,30 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00
Höchstkurs (in EUR)
42,80 32,00 12,60 10,01 8,00 8,00 7,00 9,60
Tiefstkurs (in EUR)
20,00 12,20 7,80 6,50 6,10 4,61 4,60 4,50
Schlusskurs (in EUR)
42,00 32,00 10,20 7,50 6,22 7,80 4,70 6,00
Gew. Anzahl Aktien (Stk.)
725.999 663.906 640.878 640.878 640.878 655.878 655.878 655.878
Kennzahlen je Aktie
* Ab dem Jahr 2013 nur fortzuführende Geschäftsbereiche berücksichtigt – Vorjahre nicht angepasst

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90
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
RISIKOBERICHT
SW Umwelttechnik betreibt gemäß des Österreichi-
schen Corporate Governance Kodex ein formalisiertes,
einheitliches und konzernweites Risikomanagement-
system. Dieses stellt eine frühzeitige Identifikation und
Steuerung von potentiellen Risiken sicher und ermög-
licht im Idealfall das Erreichen weiterer Wettbewerbs-
vorteile.
Elementarer Bestandteil des Risikomanagements
ist das Berichtswesen über positive und negative Ab-
weichungen von Unternehmenszielen und -kennzahlen.
Dem Vorstand sowie den leitenden Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern obliegt die Aufgabe, diese Berichte
zu analysieren, entsprechende Maßnahmen abzuleiten
und so unternehmerische Chancen bestmöglich zu nut-
zen.
Covid-19
Um den Herausforderungen durch die Covid-19 Pande-
mie zu begegnen und die mit ihr einhergehenden un-
ternehmerischen Risiken bestmöglich zu reduzieren,
wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr besondere
Schutzmaßnahmen für den laufenden Geschäftsbe-
trieb getroffen. Im März zum Zeitpunkt des ersten
Lockdowns vereinbarte die Unternehmensleitung mit
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Österreich
unverzüglich einen Betriebsurlaub, der es ihnen er-
möglichte, sich häuslich zu isolieren und so soziale
Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Parallel
erfolgte die Ausarbeitung eines Sicherheits- und Hygi-
enekonzepts. Zu diesen zählten die Bereitstellung von
Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Schutz-Masken
am Standort sowie die bedarfsweise Testung. Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter wurden angewiesen, ihren
Tätigkeiten von Zuhause aus nachzugehen. Die entspre-
chenden technischen Voraussetzungen wurden von SW
Umwelttechnik getroffen und die Option des mobilen
Arbeitens auch im weiteren Jahresverlauf angeboten.
Nach dem ersten Lockdown nahm das Unternehmen in
Österreich zunächst für einige Wochen die Möglichkeit
der Kurzarbeit in Anspruch. Die Verwaltung wurde und
wird unter Einhaltung der strengen Sicherheits- und
Hygienemaßnahmen soweit wie möglich im Wechsel-
betrieb und mit Home-Office Lösungen abgewickelt.
Staatshilfen wurden nicht in Anspruch genommen.
Risikomanagement
Das unternehmensweite Risikomanagement ist in die
Aufbau- und Ablauforganisation integriert und bildet
mit dem Berichtswesen die Basis für den regelmä-
ßigen Informationsaustausch zwischen den einzelnen
Unternehmen der Gruppe, dem Vorstand und dem Auf-
sichtsrat. Der Vorstand trägt die Letztverantwortung,
er koordiniert das strategische Risikomanagement und
verantwortet Strategie und Erreichung der Unterneh-
mensziele. Für Überwachung und Steuerung potenti-
eller Risikoquellen sind alle Unternehmen und jeder
ihrer leitenden Angestellten im operativen Geschäft
selbstverantwortlich.
Erweiterte Vorstandsitzungen dienen der ge-
meinsamen Aufarbeitung, Analyse und Dokumentation
größerer Risikoentscheidungen. Verantwortlich für
Koordination, Sicherung und Steuerung des Konzernri-
sikos ist das Konzerncontrolling, das wiederum an den
Vorstand berichtet.
Das Risikomanagement im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr 2020 befasste sich vordergründig mit den
betrieblichen Herausforderungen durch die Covid-
19-Pandemie, die die Ausarbeitung von Sicherheits-
und Rohstoffbeschaffungskonzepten zur Aufrechter-
haltung der Produktion sowie die zeitweise Umstellung
auf Kurzarbeit erforderte. Übergeordnet galt es den
unternehmerischen Risiken durch die abfallende Kon-
junktur, verzögerten Abwicklungsprozessen und einge-
schränkter Mobilität zu begegnen. Um Produktionska-
pazitäten rasch an Nachfrageänderungen anzupassen,

Graphics
91
befasste sich das Risikomanagement mit der Sicherung
von Roherträgen und der intensiven Beobachtung der
Marktentwicklungen.
Die erhöhten Risiken durch die volatile Marktum-
gebung wurden unter Berücksichtigung von Progno-
sen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen
untersucht, um eine Basis zur besseren Steuerung
dieser zu erhalten. So wurden folgende Hauptrisiken
identifiziert:
•Gesetzliche und wirtschaftliche Risiken
•Betriebliche Risiken
•Finanzwirtschaftliche Risiken
Diese Hauptrisiken und die damit verbundenen
Kontrollaktivitäten wurden dem Prüfungsausschuss in
zwei Sitzungen präsentiert und unterliegen laufenden
Anpassungen durch den Vorstand.
GESETZLICHE & WIRTSCHAFTLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Branchenrisiko
Gesamtwirtschaftliche Faktoren wie die allgemeine
Entwicklung der Konjunktur, die Finanzierungsmög-
lichkeiten der öffentlichen Hand sowie umweltpoli-
tische und umweltrechtliche Rahmenbedingungen
beeinflussen die Sektoren, in denen SW Umwelttechnik
aktiv ist. Die Bauwirtschaft unterliegt insbesondere in
den Wintermonaten einem branchenspezifischen Ein-
fluss der Wetterlage auf den Ablauf von Bauvorhaben
und damit auch auf die Ertragssituation.
Die Unabhängigkeit in zwei Geschäftsbereichen
sowie die mehrerer Länder begünstigt die Steuerung
dieser Branchenrisiken. Unterschiedliche Marktpoten-
tiale können genutzt und saisonale wie länderspezi-
fische Schwankungen ausgeglichen bzw. abgeschwächt
werden. Ein flexibler Einsatz von Ressourcen trägt
zudem zur Optimierung entlang der gesamten Wert-
schöpfungskette bei.
Marktrisiko
Die Konjunkturentwicklung in Europa ist für die Ge-
schäftsentwicklung von primärer Bedeutung. Im EU-
Förderbudget 2014 – 2020 ist die Finanzierung der
kommunalen Investitionen in den Wachstumsmärkten
Zentral- und Osteuropa fixiert. Ausschlaggebend für
SW Umwelttechnik sind vor allem die Subventionen
durch die Europäische Union in den Bereichen Straßen-
und Bahninfrastruktur sowie Abwasserbehandlung.
Eine umfassende Produktpalette sowie die ge-
ografische Aufteilung von SW Umwelttechnik lassen
eine Steuerung des Marktrisikos zu. In allen seinen
Märkten strebt das Unternehmen die bestmögliche
Kostenposition an: Hohe Standards und moderne Anla-
gen ermöglichen sowohl eine effiziente Produktion als
auch eine flexible Anpassung an Nachfrageänderungen,
die dem Unternehmen eine sehr gute Position am Markt

Graphics
92
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
einbringt. Laufende Produktinnovationen und -adapti-
onen ebnen zudem den Weg in neue Marktnischen. In
insgesamt sechs Länder exportiert SW Umwelttechnik
seine Produkte. Zu diesen zählen Italien, Deutschland,
Slowenien, Moldawien sowie die Slowakei.
Weitere Risikominimierung wird durch internes
Controlling und den laufenden Vergleich der Betriebe
mittels internen Benchmarkings erreicht. Das Ziel der
Kostenführerschaft in allen wichtigen Bereichen wird
zudem anhand Wettbewerbsanalysen nach dem Best
Practice-Prinzip verfolgt.
BETRIEBLICHE RISIKEN
Anlagenrisiko
Die Produktion in den Werken von SW Umwelttechnik
erfolgt je nach Anlage und Nachfrage ein- und mehr-
schichtig arbeitend. Somit ist eine branchenübliche
Abhängigkeit von den Anlagen gegeben, die aber durch
den Einsatz moderner Maschinen mit geringerem
Störungs- und Ausfallsrisiko reduziert werden kann.
Dem bestehenden Restrisiko wird durch umfang-
reiche Schulungen der zuständigen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sowie mittels eines klar definierten
Instandhaltungsprogramms entgegengewirkt. Im Fall
trotzdem auftretender produktionsbedingter Verzöge-
rungen, besteht prinzipiell die kurzfristige Möglichkeit
auch auf andere Werke der Gruppe auszuweichen. Im
Geschäftsjahr 2020 gab es keine Maschinenausfälle.
Beschaffungsmarktrisiko
Als produzierendes Unternehmen ist SW Umwelt-
technik Preisschwankungen bei der Beschaffung von
Rohstoffen ausgesetzt. In erster Linie erfolgt die Be-
schaffung über den EU-Markt. Von mehreren Faktoren
abhängig, unterliegt insbesondere der Stahlpreis relativ
großen Schwankungen. Bei Großprojekten vereinbart
SW Umwelttechnik daher bereits bei Auftragseingang
eine vertragliche Preisbindung, um so den Risikofaktor
der Stahlpreisschwankung zu minimieren. Zur weite-
ren Risikosteuerung tragen das spezielle Auswahlver-
fahren von Lieferanten und laufende Überwachungs-
prozesse bei.
Terminrisiko
Die Zusicherung von Leistungs- und Termingarantien
ist bei Großaufträgen durchwegs üblich. Um dem An-
spruch der Zuverlässigkeit gerecht zu werden, legt SW
Umwelttechnik bei jedem Projekt höchsten Wert auf
Termin- und Leistungstreue. Eine IT-gestützte Projekt-
abwicklung unter Einbindung von Kalkulations-, Ferti-
gungs- und Montageplanungssystemen trägt dazu bei,
das Terminrisiko zu minimieren. Sollte es dennoch zu
Verzögerungen oder Ausfällen in einem Werk kommen,
erfolgt die Lieferung aus einem anderen Werk.
IT-Risiken
Moderne und dezentral installierte IT-Systeme tragen
bei, das Risiko von Ausfällen der Datenverarbeitung
gering zu halten. Eine regelmäßige, komplette Datensi-
cherung an mehreren Standorten erhöht die Sicherheit
zusätzlich.
Durch die konzernweite Verwendung von SAP
als Management-Informationssystem ist eine effiziente
Kommunikation und Planung zwischen den Standor-
ten gewährleistet. Integrierte Kontrollmechanismen
sorgen für die Stabilität und Funktionsfähigkeit des
Programms.

Graphics
93
Umweltrisiko
SW Umwelttechnik produziert umweltgerechte Pro-
dukte für eine ressourcenschonende Nutzung der
Umwelt. Unterschiedliche Umweltrisiken, die sich in
einem produzierenden Betrieb ergeben können, mini-
miert das Unternehmen durch gezielte und effektive
Maßnahmen. Betriebsleiter wie Umweltbeauftragte
überprüfen und evaluieren regelmäßig die Umwelt-
schutz- und Sicherheitsvorkehrungen zur Erreichung
der Umweltschutzziele.
Personalrisiko
Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Er-
folg eines jeden Unternehmens sind seine Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter. Fortbildungsprogramme und
transparente Kommunikationsflüsse unterstützen die
Belegschaft von SW Umwelttechnik in ihrer Arbeit
und fördern Motivation und Zusammenarbeit. Weitere
wichtige Bestandteile der Personalpolitik des Unterneh-
mens sind die direkte Einbindung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in Verbesserungs- und Änderungs-
prozesse, selbstverantwortliche Aufgabenbereiche
sowie ein attraktives Entlohnungssystem. Ungarn und
Rumänien wiesen auch 2020 im Europavergleich eine
niedrige Arbeitslosenquote auf, der Fachkräftemangel
entschärfte sich daher nur geringfügig.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Forderungsausfallrisiko
Mit der Versicherung von Kundenforderungen kann
SW Umwelttechnik dem Risiko von Zahlungsausfällen
in den meisten bearbeiteten Ländern entgegenwir-
ken. Diese Vorgangsweise sieht für jeden Kunden ein
Kreditlimit vor, das mit steigender Kundenkenntnis
erhöht werden kann. Zudem besteht ein strenges For-
derungsmanagement, das – sofern notwendig – auch
mit gerichtlicher Unterstützung arbeitet, um das Aus-
fallrisiko zu minimieren.
Liquiditätsrisiko
Die Sicherstellung einer gesunden finanziellen Basis
zählt zu den wichtigsten Aufgaben der strategischen
Unternehmensführung. Als wichtigste Steuerungs-
größen des Liquiditätsrisikos sind die mittel- und
langfristige Feststellung des Finanzbedarfs zusammen
mit dem Working Capital Management als Hauptbe-
standteile der Liquiditätsplanung sowie das unter-
nehmensweites Cash-Reporting und die Analyse der
Geldumschlagdauer zu sehen. SW Umwelttechnik legt
großen Wert auf ein partnerschaftliches und transpa-
rentes Verhältnis zu den kreditgebenden Banken, das
dazu beiträgt, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und
Zahlungsengpässe zu vermeiden.
Die Finanzierung der SW Gruppe erfolgt zu einem
hohen Anteil durch Bankdarlehen, die vor allem für
die Modernisierungs- und Expansionsfinanzierung in
Ungarn und Rumänien in den Jahren 2005 bis 2008
aufgenommen wurden. Damit ist die Finanzierung
der SW Gruppe mit an die wirtschaftlichen Rahmen-
bedingungen angepassten Tilgungsprofilen und der
Zusage der jährlichen Prolongation der kurzfristigen
Obligos langfristig gesichert. Der bestehende operative
Liquiditätsbedarf kann aus den vorhandenen liquiden
Mitteln und den bestehenden Finanzierungsrahmen
gedeckt werden.

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94
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Die Konzernholding SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG unterstützt die operativen Tochtergesell-
schaften innerhalb des Konzerns per 31.12.2020 mit
Patronatserklärungen in Höhe von EUR 14,0 Mio. (VJ
EUR 13,2 Mio.).
Währungsrisiken
Da die Import-/Exportrate in Fremdwährungsländer
derzeit unter 10 % liegt und ein Ausgleich von Zah-
lungsverpflichtungen aus Verkaufserlösen derselben
Währung besteht, sind nur beschränkte zahlungswirk-
same Währungsrisiken anzunehmen. Zahlungen zwi-
schen unterschiedlichen Währungsregionen ergeben
sich aus konzerninternen Dividenden- und Darlehens-
flüssen, weitere Wechselkursabhängigkeiten kommen
bei der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse
in die Konzernwährung EUR auf.
Durch das Investitionsprogramm in Ungarn und Ru-
mänien besteht ein verstärktes Wechselkursrisiko.
Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
ist mit Volatilität bei der Wertentwicklung der Fremd-
währungen RON und HUF zu rechnen.
Impairment-Test
SW Umwelttechnik wendet im Anschluss an die Unter-
nehmensplanung sowie anlassbezogen aufgrund von
„Triggering Events“ Werthaltigkeitstests von Vermö-
gens- und Firmenwerten an, die bei negativem Ergeb-
nis zur teilweisen oder vollständigen Abwertung führen
können. Eine Abwertung erfolgt, sobald die Buchwerte
der betroffenen Vermögenswerte über deren Nutzungs-
wert (value in use) oder den bei einer Veräußerung
erzielbaren Werten (fair value less cost of disposal)
liegen. Eine Zuschreibung erfolgt, wenn zum Berichts-
stichtag Anhaltspunkte vorliegen, dass die Gründe der
Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich verrin-
gert haben sowie die Nutzungswerte (value in use) oder
die bei einer Veräußerung erzielbaren Werte (fair value
less cost of disposal) der betroffenen Vermögenswerte
über deren Buchwerten liegen. Auf Gesellschaftsebene
werden die Firmenwerte, das Sachanlagevermögen so-
wie das Working Capital getestet.
Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des
genehmigten Budgets 2021 sowie basierend auf Schät-
zungen der Folgejahre.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERK-
MALE DES INTERNEN KONTROLL- UND
RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN HIN-
BLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGS-
PROZESS
Die Organisation der internen Kontrolle des Rech-
nungslegungsprozesses wird im vorliegenden Bericht
behandelt. Der Vorstand verantwortet die Einrichtung
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems,
das den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
Das interne Kontrollsystem des Rechnungsle-
gungsprozesses ist darauf ausgerichtet, das Manage-
ment dahingehend zu unterstützen, dass es dieses be-
fähigt, eine effektive Kontrolle der Rechnungslegung
zu gewährleisten und eine kontinuierliche Verbesse-
rung herbeizuführen. Die Implementierung erfolgte
über interne Richtlinien und Vorschriften, zusätzlich
wurden Bedingungen geschaffen, in denen spezifische
Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des
Rechnungswesens ablaufen können. Den Anforderun-
gen eines effektiven Kontrollsystems entsprechend
wurden die Verantwortungsbereiche in die Unterneh-
mensorganisation eingegliedert.

Graphics
95
Risikobeurteilung
Das leitende Management, der Vorstand und der Auf-
sichtsrat erheben und überwachen potentielle Risiken
des Rechnungslegungsprozesses und treffen im An-
schluss eine Einschätzung der Relevanz und Eintritts-
wahrscheinlichkeit.
Die zuständigen Stellen evaluieren die durchge-
führten Kontrollmaßnahmen jährlich auf Basis eines
risikoorientierten Modells. Eine fehlerhafte Finanz-
berichterstattung könnte durch unterschiedliche Fak-
toren ausgelöst werden, denen im Vorfeld entgegenge-
wirkt werden kann. Das Fehlerrisiko kann etwa durch
die Vereinfachung der Bilanzierungsgrundsätze und
die Vereinheitlichung der Grundsätze für die Bewer-
tung von Vermögensgegenständen verringert werden.
Das Risiko der fehlerhaften Finanzberichterstattung
kann sich aufgrund eines komplexen oder sich spon-
tan verändernden Geschäftsumfelds erhöhen. Für die
erstellten Schätzungen besteht das immanente Risiko,
dass zukünftige Entwicklungen von den zugrundelie-
genden Prognosen abweichen. Besonders relevant sind
die Schätzungen folgender Inhalte des Jahresabschlus-
ses: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten,
Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von
Beteiligungen und Vorräten. Um das Risiko einer Fehl-
einschätzung zu minimieren, werden bedarfsweise ex-
terne Experten zugezogen und öffentlich zugängliche
Quellen verwendet.
Kontrollmaßnahmen
Neben Vorstand und Aufsichtsrat umfasst das allgemei-
ne Kontrollumfeld auch die mittlere Managementebe-
ne. Durch Anwendung sämtlicher Kontrollmaßnahmen
im laufenden Geschäftsprozess wird potentiellen Feh-
lern und Abweichungen in der Finanzberichterstattung
vorgebeugt. Treten trotzdem Fehler auf, können diese
rasch identifiziert und korrigiert werden. Die Kontroll-
maßnahmen umfassen eine Vielzahl von Schritten –
von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das
Management, der spezifischen Überleitung von Konten
bis zur Analyse von fortlaufenden Prozessen im Rech-
nungswesen. Die Kontrolle wichtiger Tätigkeiten unter-
liegt außerdem dem Vier-Augen-Prinzip.
Kontrollmaßnahmen der IT-Sicherheit sind ein
weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontroll-
systems. Die zurückhaltende Vergabe von IT-Berech-
tigungen erlaubt es, sensible Tätigkeiten zu trennen
und letztlich zu unterstützen. Für Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung wird das Programm SAP
verwendet. Alle Systeme verfügen über integrierte Kon-
trollmechanismen, wodurch die Funktionsfähigkeit
gewährleistet wird.
Information und Kommunikation
In regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert
das Management die Richtlinien und Vorschriften
der Finanzberichterstattung. Die mit dieser in Zu-
sammenhang geltenden Vorschriften werden dazu in
verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert, wobei auch
Abteilungsleiter und führende Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen involviert
sind. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deren
Tätigkeit im Einflussbereich liegt, werden zudem in-
formiert. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit
der Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften und
identifizieren darüber hinaus Schwachstellen und Ver-
besserungspotentiale im Rechnungswesen.

Graphics
96
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Überwachung
Die konzernweite kontinuierliche Überwachung liegt
im Verantwortungsbereich des Vorstandes und erfolgt
in enger Zusammenarbeit mit dem Konzerncontrolling.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmä-
ßig über den Geschäftsverlauf und allfällige Abwei-
chungen. Zusätzlich sind das obere Management sowie
die Abteilungsleiter für die Überwachung ihrer jewei-
ligen Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen
werden Plausibilitätsprüfungen vorgenommen.
Gesammelt werden diese Ergebnisse unter ande-
rem in monatlichen Finanzberichten, die folgendes um-
fassen: Die Entwicklung der Umsätze aufgegliedert auf
Segmente, die Liquidität, den Stand der Forderungen
und Vorräte sowie weitere wichtige und zur Steuerung
notwendige Daten.
Die zu veröffentlichenden Abschlüsse werden so-
wohl von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
des Rechnungswesens als auch vom Vorstand einer
abschließenden Prüfung unterzogen.
Zumindest zweimal jährlich berichtet der Vor-
stand dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über
das Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss ist mit
der Überwachung des Kontrollsystems betraut, beo-
bachtet den Rechnungslegungsprozess, beschäftigt
sich mit dessen Integrität, untersucht die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems und des Risikomanage-
ments durch Einbeziehung externer Partner, prüft die
Unabhängigkeit der Abschlussprüfer sowie die Ange-
messenheit der Nichtprüfungsleistungen und die Ab-
schlussprüfung. Die Wirksamkeit des Kontrollsystems
wurde bestätigt. Eine kontinuierliche Verbesserung der
Effizienz und Exaktheit wird fortlaufend angestrebt.
Im vorliegenden Bericht wird die Organisation
der internen Kontrolle des Rechnungslegungspro-
zesses dargestellt. Für die Einrichtung des internen
Kontroll- und Risikomanagementsystems, das den
Anforderungen des Unternehmens entspricht, ist der
Vorstand verantwortlich.
Das interne Kontrollsystem des Rechnungsle-
gungsprozesses ist darauf ausgerichtet, das Manage-
ment in einer Art und Weise zu unterstützen, dass es
in der Lage ist, die effektive Kontrolle der Rechnungs-
legung zu gewährleisten und eine kontinuierliche
Verbesserung herbeizuführen. Die Implementierung
erfolgte über interne Richtlinien und Vorschriften,
zusätzlich wurden Bedingungen geschaffen, in denen
spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselpro-
zessen des Rechnungswesens ablaufen können. Um
den Anforderungen eines effektiven Kontrollsystems zu
entsprechen, sind die Verantwortungsbereiche in die
Unternehmensorganisation eingegliedert.

Graphics
97
vom kommenden allgemeinen Wirtschaftsaufschwung
stärker profitieren als der Geschäftsbereich Tiefbau
und Verkehr, dessen Entwicklung wiederum von Pro-
jektvergaben im Rahmen der neuen EU-Förderperiode
abhängt. In diesem Zusammenhang positiv zu be-
werten ist das neue EU-Budget bis 2027 mit erhöhten
Finanzmitteln für Struktur- und Kohäsionspolitik.
Insgesamt geben die aktuellen Entwicklungen Grund
zur Annahme, dass der Baubranche eine baldige Wie-
deraufnahme der Normalität bevorsteht.

Trotz anhaltender Pandemie blickt SW Umwelt-
technik auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre
seit Bestehen zurück und mit dem weiterhin hohen Po-
tential der drei Kernmärkte optimistisch in die Zukunft.
Klagenfurt, am 18. März 2021
Klaus Einfalt János Váczi
Vorstand der SW Umwelttechnik
Ausblick
Auf eine Phase der außergewöhnlich starken Kon-
junktur, insbesondere in Osteuropa, folgte aufgrund
der Covid-19-Pandemie ein Geschäftsjahr voller wirt-
schaftlicher Unsicherheiten. Dank des hohen Engage-
ments aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der
flexiblen Steuerung durch die Marktentwicklungen,
gelang es trotzdem die Unternehmensziele für 2020 zu
erreichen.
Wir blicken daher mit Optimismus auf das aktuelle
Geschäftsjahr. Die wirtschaftlichen Folgewirkungen
der weiterhin bestehenden Pandemie sind noch immer
nicht vollumfänglich abschätzbar, es bedarf einer lau-
fenden Beobachtung der Märkte und der Baubranche.
Für alle drei Kernmärkte der SW Umwelttechnik wird
nach dem Konjunktur-Einbruch in 2020 zwar ein deut-
liches Wirtschaftswachstum erwartet, insbesondere im
Bereich der Bauwirtschaft herrscht jedoch eine starke
Abhängigkeit von der Bewilligung von Förderungen
und Investitionsbeiträgen, weswegen als zeitverzöger-
te Folge der Pandemie eine Abschwächung für diesen
Wirtschaftssektor zu erwarten ist. Unsere Geschäftsbe-
reiche und Kernmärkte werden sich innerhalb dessen
unterschiedlich entwickeln: Der dieses Jahr von der
Rezession stärker betroffene Hoch- und Wohnbau wird

Graphics
98
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA
31.12.2020
(EUR)
31.12.2019
(TEUR)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
7.388,00 11
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 187.328,56 195
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.425,41 114
3. Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen 532.294,99 280
820.048,96 589
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.628.582,76 32.629
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.515.000,00 7.284
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.137.500,00 1.456
39.281.082,76 41.369
40.108.519,72 41.969
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.203.345,12 5.625
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 88.777,45 8
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
5.292.122,57 5.633
II. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
48.158,68 39
5.340.281,25 5.672
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
35.665,22 10
D. AKTIVE LATENTE STEUERN
598.000,00 601
46.082.466,19 48.252

Graphics
99

PASSIVA
31.12.2020
(EUR)
31.12.2019
(TEUR)
A. EIGENKAPITAL
I. EINGEFORDERTES, EINBEZAHLTES UND GEZEICHNETES NENNKAPITAL
5.278.012,73 5.278
II. KAPITALRÜCKLAGEN
Gebundene
7.347.937,29 7.348
III. GEWINNRÜCKLAGEN
1. gesetzliche Rücklage
139.010,00 139
2. freie Rücklage
5.000.000,00 0
IV. BILANZGEWINN
2.242.204,05 4.442
davon Gewinnvortrag
4.006.416,60 625
20.007.164,07 17.207
B. INVESTITIONSZUSCHÜSSE
2.380,00 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
235.144,96 219
2. Rückstellungen für Pensionen
3.295.347,17 3.287
3. Sonstige Rückstellungen
1.168.696,14 1.133
4.699.188,27 4.639
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
21.302.922,48 26.265
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.956.842,39 3.388
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
19.346.080,09 22.877
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
69.951,64 88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
69.951,64 88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
0,00 42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
0,00 42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten
859,73 10
davon aus Steuern
859,73 3
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
0,00 7
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
859,73 10
davon mit einer Restlauf zeit von mehr als einem Jahr
0,00 0
21.373.733,85 26.406
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2.027.653,76 3.528
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
19.346.080,09 22.877
46.082.466,19 48.252

Graphics
100
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020
2020 (EUR) 2019 (TEUR)
1. Umsatzerlöse 1.395.450,22 1.459
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,00 7
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 0
c) Übrige 29.460,33 0
29.460,33 7
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen -143.653,57 -56
4. Personalaufwand
a) Löhne 3.997,98 0
b) Gehälter 1.158.683,74 1.386
c) Soziale Aufwendungen 407.423,62 936
davon für Altersversorgung 247.357,29 730
davon für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 21.873,92 57
davon für gesetzl. vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
129.586,17 143
-1.570.105,34 -2.322
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -39.930,68 -47
davon außerplanmäßige Abschreibung 0,00 0
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 428,92 0
b) Übrige 829.236,03 667
-829.236,03 -667
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -1.158.443,99 -1.626
8. Erträge aus Beteiligungen 5.000.000,00 4.539
davon aus verbundenen Unternehmen 5.000.000,00 4.539
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 181.905,00 253
davon aus verbundenen Unternehmen 181.905,00 232
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,00 1.310
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Anlagevermögens -318.500,00 -73
davon Abschreibungen -318.500,00 -73
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -466.045,56 -585
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0
13. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzergebnis) 4.397.359,44 5.444
14. Ergebnis vor Steuern 3.238.915,45 3.818
15. Steuern vom Einkommen (und vom Ertrag) -3.128,00 -1
davon latente Steuern -3.000,00 3
16. Ergebnis nach Steuern 3.235.787,45 3.817
17. Zuweisung freie Gewinnrücklage -5.000.000,00 0,00
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.006.416,60 625
19. Bilanzgewinn 2.242.204,05 4.442

Graphics
101101
AAnnhhaanngg ffüürr ddaass GGeesscchhääffttssjjaahhrr 22002200
I. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Vorstand der Gesellschaft hat den vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2020 nach den Vorschriften des
österreichischen Unternehmensgesetzbuches UGB aufgestellt.
Die Gesellschaft ist als große Gesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses
beibehalten.
Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2008 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.


II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Allgemeine Grundlagen
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
zu vermitteln.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Das Unternehmen h
at dem Vorsichtsgrundsatz Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am
Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste,
die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich
gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei Schätzungen berücksichtigt.



Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Graphics
102
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und
in längstens 10 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige immaterielle Vermögensgegenstände (Einzel-
anschaffungswert bis EUR 800) werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen
Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im
zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vor. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden
als Aufwand erfasst.
Die lineare Abschreibungsmethode erfolgt unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:


Nutzungsdauer in Jahren
Konzessionen

10
EDV-Software

4-5

Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Sachanlagevermögen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet.
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 800) werden im Zugangsjahr aktiviert und
sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften nimmt die Gesellschaft für Zugänge im ersten
Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vor.
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter
Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude und Grundstückseinrichtungen
20-40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5-8

Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.







Graphics
103103
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer Zeitwert
beizulegen ist, mit diesem angesetzt, auch wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist.
Die Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei nach-
haltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt.
Zuschreibungen zum Anlagevermögen
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für
die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert,
der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare
Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen erfolgen nach den Grundsätzen der International Financial Reporting
Standards (IAS 19), unter Anwendung der AVÖ 2018, einer Diskontrate von 0,8 % (Vorjahr: 1,0 %) und einer
wahrscheinlichen Gehaltserhöhung von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das
frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz
2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting
Standards (IAS 19) unter Anwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach AVÖ 2018 (Vorjahr: AVÖ
2018), einer Diskontrate von 0,8% (Vorjahr: 1,0 %), einer wahrscheinlichen Pensionserhöhung von 2,00 % (Vorjahr
2,00 %). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige)
Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der
Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen werden um Rückdeckungsversicherungen in
Höhe von TEUR 1.035 (Vorjahr: TEUR 1.068) gekürzt.
Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer
Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der
Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den
Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.


Graphics
104
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschuss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Ertragsteuern
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und
Verlustrechnung des Gruppenträgers.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung
auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Dabei werden keine latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach
einzelnen Posten (§ 226 Abs 1 UGB) ist aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Finanzanlagen
Die Aufgliederung der Beteiligungen ist der Beteiligungsliste zu entnehmen.
Die kumulierte Abschreibung bleibt in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) stehen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein langfristig gewährtes Darlehen in Höhe von
TEUR 5.515 (Vorjahr: TEUR 6.084) an die SW Umwelttechnik Magyarorszag Kft, Majoshaza, Ungarn. Die
Restlaufzeit der Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist langfristig in Höhe von TEUR 5.515.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 886)
aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 200) aus sonstigen Forderungen und in
Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 4.539) aus einer phasengleichen Dividendenforderung.




Graphics
105105
Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und
unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet.





Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:






Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt TEUR 5.278 (Vorjahr: TEUR 5.278) und ist in 725.999 (Vorjahr: 725.999) auf Inhaber
lautende Stückaktien zerlegt. Es bestehen keine ausstehenden Einlagen.
Das mit Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2016 genehmigte Kapital beträgt TEUR 2.398. Die neuen Aktien
können innerhalb der 5 Jahre nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderungen ausgegeben werden.
In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft beschloss der Vorstand
am 14. November 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag, das Grundkapital der Gesellschaft von
derzeit Nominale EUR 4.798.192,73, eingeteilt in 659.999 auf Inhaber lautende Stückaktien um bis zu Nominale EUR
479.820,00 durch Ausgabe von bis zu 66.000 neuen auf Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem
anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 7,27 je Stückaktie und mit Gewinnberechtigung ab Beginn des
Geschäftsjahrs 2019 (beginnend mit 1. Januar 2019) im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter
materieller Wahrung des Bezugsrechts der Aktionäre (§ 153 Abs 6 AktG) zu erhöhen.
Das endgültige Volumen der im Vorjahr abgeschlossenen Kapitalerhöhung belief sich auf 66.000 Neue Aktien zu
einem Bezugs und Angebotspreis von EUR 24,70 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von
Nominale EUR 4.798.192,73, eingeteilt in 659.999 Stückaktien, auf Nominale EUR 5.278.012,73, eingeteilt in
725.999 Stückaktien, erhöht, das Agio abzüglich der Aufwendungen der Kapitalerhöhung wurde der Kapitalrücklage
zugeführt.

31.12.2020
31.12.2019

TEUR
TEUR
Sachanlagen
15
1
Langfristige Personalrückstellungen
2.375
2.405
Betrag Gesamtdifferenzen
2.390
2.406
Daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (25%)
598
601




2020
TEUR
2019
TEUR
Stand am 1.1.
601
598
Erfolgswirksame Veränderung
3
3
Stand am 31.12.
598
601

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2020 wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener
Aktien gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2018 widerrufen und gleichzeitig wurde der Vorstand
gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG neuerlich dazu zu ermächtigt, innerhalb von 30 Monaten ab dem auf die
Beschlussfassung folgenden Tag, somit ab dem 6.5.2020 bis zum 6.11.2022, eigene Aktien bis zu einem Anteil von
höchstens 10 % des Grundkapitals zu erwerben (Gesamterwerbsvolumen), wobei der geringste beim Rückerwerb
zu leistende Gegenwert maximal 30 % unter und der höchste Gegenwert maximal 10 % über dem
durchschnittlichen Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsetage betragen darf. Die
Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer
Zwecke ausgeübt werden. Der Handel in eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Gleichzeitig wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab dem
Tag dieser Beschlussfassung die eigenen Aktien auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern, wobei der
Vorstand ermächtigt wurde, für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse
oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts zu beschließen, wenn die eigenen Aktien
als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren
Gesellschaften im In und Ausland verwendet oder im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungs oder
Aktienoptionsprogramms an Arbeitnehmer, leitende Angestellte, Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der
Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens gewährt werden.
Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung dieser eigenen Aktien
ohne Nennwert ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, wobei der Aufsichtsrat ermächtigt
wurde, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen, betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 949 (Vorjahr: TEUR 817),
Rückstellung für Beratung in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 71), Rückstellung für Aufsichtsratsvergütung in
Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 45) sowie Rückstellung für Success Fee in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 141).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 9.074 (Vorjahr: TEUR 12.779) eine
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 14.021 (Vorjahr: TEUR 13.160) betreffen im Wesentlichen Haftungen
für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen und sonstige Eventualverbindlichkeiten aus Bankgarantien.
Art, Zweck und finanzielle Auswirkungen sonstiger nicht in der Bilanz ausgewiesener oder angegebener
Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 keine Geschäfte gem § 237 Z 8a UGB abgeschlossen.


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Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn des § 237 Z 8b UGB
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen
Konditionen statt und betrafen im Wesentlichen Managementfee und Darlehensgewährungen an verbundene
Unternehmen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
2020 2019

TEUR TEUR
Österreich
28 32
Ungarn 866 957
Rumänien 501 470
1.395 1.459

Personalaufwand und Arbeitnehmer
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind
Aufwendungen aus der Veränderung der Abfertigungsrückstellung in der Höhe TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 47)
enthalten.
Die Angaben gemäß § 239 Abs 1 Z 3 und 4 UGB unterbleiben, da von der Schutzklausel gemäß § 242 Abs 4 UGB
Gebrauch gemacht wird.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen auf das Geschäftsjahr entfallenden
Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernanhang offengelegt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In diesem Posten sind auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen
in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 95) enthalten.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Vorstand
Angabe der Bezüge des Vorstandes unterbleibt gemäß § 241 Abs. 4 UGB.
Dem Vorstand gehören an:
Klaus Einfalt
János Váczi

Klagenfurt, den 18. März 2021

Der Vorstand




Klaus Einfalt János Váczi

V. ERGÄNZENDE ANGABEN
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beträgt 5 (Vorjahr: 4) und betrifft Arbeiter und
Angestellte.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Mit der SW Umwelttechnik Österreich GmbH (als Gruppenmitglied) besteht seit dem Geschäftsjahr 2008 eine
Steuerumlagevereinbarung.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten. Die weiterhin anhaltende unsichere
Situation aufgrund COVID 19 wird sich eher weniger auf die Gesellschaft auswirken.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Dividendenausschüttung von 0,9 € je Aktie durchzuführen und den
verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.589 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Gewählte Mitglieder:
Reinhard Iro (Vorsitzender seit Mai 2020)
Heinz Taferner (Vorsitzender bis Mai 2020)
Ulrich Glaunach (stellvertretender Vorsitzender)
Birgit Kuras
Sabine Lax
Bernd Wolschner
Karl Heinz Wolschner

An Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2020 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 49) gezahlt.







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Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2020
Stand am Zugänge Abgänge Um- Stand am Stand am Zugänge Abgänge Um- Stand am Stand am Stand am
1.1.2020 buchungen 31.12.2020 1.1.2020 buchungen 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
357.949,29 0,00 0,00 0,00 357.949,29 347.255,29 3.306,00 0,00 0,00 350.561,29 7.388,00 10.694,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 293.397,18 0,00 0,00 0,00 293.397,18 98.721,62 7.347,00 0,00 0,00 106.068,62 187.328,56 194.675,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 238.892,81 15.428,33 0,00 0,00 254.321,14 124.618,05 29.277,68 0,00 0,00 153.895,73 100.425,41 114.274,76
3. Geleistete Anzahlungen 280.473,46 251.821,53 0,00 0,00 532.294,99 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 532.294,99 280.473,46
812.763,45 267.249,86 0,00 0,00 1.080.013,31 223.339,67 36.624,68 0,00 0,00 259.964,35 820.048,96 589.423,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.568.727,39 0,00 0,00 0,00 34.568.727,39 1.930.144,63 0,00 0,00 0,00 1.930.144,63 32.628.582,76 32.628.582,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.385.347,29 0,00 1.769.285,84 0,00 5.616.061,45 101.061,45 0,00 0,00 0,00 101.061,45 5.515.000,00 7.284.285,84
3.
Wertpapiere des Anlagevermögens
1.664.473,80 0,00 0,00 0,00 1.664.473,80 208.473,80 318.500,00 0,00 0,00 526.973,80 1.137.500,00 1.456.000,00
43.618.548,48 0,00 1.769.285,84 0,00 41.849.262,64 2.239.679,88 318.500,00 0,00 0,00 2.558.179,88 39.281.082,76 41.368.868,60
44.789.261,22 267.249,86 1.769.285,84 0,00 43.287.225,24 2.810.274,84 358.430,68 0,00 0,00 3.168.705,52 40.108.519,72 41.968.986,38
A n s c h a f f u n g s k o s t e n
K u m u l i e r t e A b s c h r e i b u n g e n
B u c h w e r t e

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020

Beteiligungsspiegel zum 31.12.2020
Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis beziehen sich auf die lokalen Jahresabschlüsse nach den lokalen
Rechnungslegungsvorschriften und sind in den Landeswährungen angegeben.



2020
Gesellschaft Stichtag
Beteil.-
quote
Währ.
Eigenkapital Ergebnis
% 1.000 WE 1.000 WE
SW Umwelttechnik Magyarorszàg Kft., Majosháza, Ungarn 31.12.2020 100,00% HUF 11 733 974 2 456 012
SW Umwelttechnik Romania s.r.l., Rumänien 31.12.2020 100,00% LEI 81 839 18 266
SW Umwelttechnik Österreich GmbH, Klagenfurt * 31.12.2020 99,00% EUR 4 324 676
SW Umwelttechnik Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 31.12.2020 100,00% BGN 73 0
SW Umwelttechnik Slovensko s.r.o., Kosice, Slowakei * 31.12.2020 11,29% EUR 34 -2
* direkt und indirekt mit 100% beteiligt
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Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG,
Klagenfurt,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2020
sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014
(im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschluss-
prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards
on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im
Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft
unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen
Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-
gemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt
und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Bewertung der Anteile an der SW Umwelttechnik Österreich GmbH und SW
Umwelttechnik Romania S.r.l.
Siehe Anhang Kapitel III Erläuterungen zur Bilanz/Finanzanlagen

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Das Risiko für den Abschluss
Der Anteil an der SW Umwelttechnik Österreich GmbH (SWÖ) ist in Höhe von 4,3 Mio EUR und
der Anteil an der SW Umwelttechnik Romania S.r.l. (SWR) ist in Höhe von 14,1 Mio EUR im
Abschluss ausgewiesen. Aufgrund der negativen Entwicklung der SWÖ in den letzten Jahren
wurden in den Vorjahren auf Basis von Unternehmensbewertungen außerplanmäßige
Abschreibungen in Höhe von 1,8 Mio EUR vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2020 ist zu beurteilen, ob Veränderungen der Geschäftsentwicklung bei der
SWÖ bzw SWR eine Zuschreibung oder außerplanmäßige Abschreibungen erfordern. Die
Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt intern anhand anerkannter Bewertungsverfahren
auf Basis eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens.
Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung und der für die Bewertung relevanten Annahmen
(insbesondere der künftig zu erwartenden Cashflows sowie der individuellen Kapitalkosten) sind
mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die Werthaltigkeit der Anteile an der SW Umwelttechnik Österreich GmbH und der SW
Umwelttechnik Romania S.r.l. wie folgt beurteilt:
Zur Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Zuschreibung oder außerplanmäßige
Abschreibung vorliegen, haben wir Gespräche mit dem Vorstand geführt und die Geschäfts-
entwicklung der beiden Gesellschaften unter Berücksichtigung der lokalen Marktentwicklun-
gen sowie der konjunkturellen Rahmenbedingungen analysiert.
Die bei der Berechnung zugrunde gelegten erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse
(Cashflows) haben wir mit der aktuellen vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten
strategischen Unternehmensplanung abgeglichen. Die Planungsdaten wurden anhand von
Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen daraufhin beurteilt, ob die zugrunde
liegenden Annahmen in einer angemessenen Bandbreite liegen. Die Planungstreue haben wir
durch Vergleich der in den Vorperioden erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen
Werten beurteilt.
Bei der zum Bilanzstichtag durchgeführten Unternehmensbewertung haben wir unter
Hinzuziehung unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der angewendeten
Bewertungsmethode beurteilt.
Die bei der Bestimmung der individuellen Kapitalkosten herangezogenen Annahmen haben
wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten unter Hinzuziehung
unserer Bewertungsspezialisten auf Angemessenheit beurteilt.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses
für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und
dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vor-
schriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

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Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sach-
verhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlä-
gig anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder
die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine rea-
listische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-
prozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine
wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Ent-
scheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben
wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstel-
lungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kon-
trollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kon-
trollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Anga-
ben.

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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-
legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Anga-
ben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen
sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-
schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäfts-
vorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht
wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang
und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungs-
feststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die
wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten
beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm
über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftiger-
weise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern ein-
schlägigdamit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausge-
tauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des
Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-
sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sach-
verhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in
unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird,
dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse
übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf
zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden recht-
lichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Überein-
stimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Lageberichts durchgeführt.

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Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit
dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen
fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am
5. Mai 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am
31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2002 Abschluss-
prüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem
zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO)
erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit
von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.


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SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG // Jahresfinanzbericht 2020

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas
Smrekar.
Wien, 18. März 2021
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Thomas Smrekar
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in
der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den
deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind
die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.


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Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein-
klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-
dards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunter-
nehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt,
dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Ge-
schäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so
darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage entsteht,und dass der
Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewiss-
heiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist.
Klagenfurt, am 18. März 2021
Klaus Einfalt János Váczi
Vorstand der SW Umwelttechnik
Impressum:
Medieninhaber, Verleger:
SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Bahnstraße 89, 9020 Klagenfurt
Tel. +43 463 32109-705, Fax +43 463 32109-195
office@sw-umwelttechnik.com
www.sw-umwelttechnik.com



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