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Strategie und Unternehmenssteuerung

Weltweit führender Systemanbieter für den Brandschutz

Rosenbauer zählt weltweit zu den führenden Anbietern integrierter Systemlösungen für den vorbeugenden und abwehrenden Brand- sowie Katastrophenschutz. Als international tätige Unternehmensgruppe entwickelt, produziert und vertreibt Rosenbauer ein breites Portfolio an Fahrzeugen, Löschtechnik, Ausrüstung und digitalen Lösungen für Berufs-, Betriebs-, Werks- und freiwillige Feuerwehren. Darüber hinaus bietet Rosenbauer stationäre Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz an.

Die in Leonding, Österreich, ansässige Rosenbauer International AG fungiert als börsennotierte Muttergesellschaft des Konzerns. Gleichzeitig ist sie der größte Produktionsstandort, Sitz der Forschungs- und Entwicklungszentrale sowie der Konzernleitung.

Im Jahr 2025 erzielte der Rosenbauer Konzern einen Umsatz von 1.429,0 Mio. € (2024: 1.305,9 Mio. €). Die Umsatzverteilung auf die einzelnen Produktgruppen stellte sich wie folgt dar: 78 % Fahrzeuge, 9 % Ausrüstung, 9 % Customer Service, 1 % Vorbeugender Brandschutz sowie 3 % Sonstige Umsätze.

Rosenbauer ist ein global führender Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und setzt Maßstäbe in der Branche.

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Einzigartiges globales Netzwerk

Der Rosenbauer Konzern betreibt 15 Produktionsstandorte in acht Ländern auf vier Kontinenten. Diese geografische Diversifikation ermöglicht es dem Unternehmen, Fahrzeuge und Löschtechnik gemäß den wichtigsten Normen weltweit zu produzieren. Rosenbauer nutzt dieses globale Fertigungsnetzwerk sowohl für die Fahrzeugproduktion als auch für die Herstellung hochwertiger Löschsysteme und Ausrüstung. Dies gewährleistet eine konstant hohe Produktqualität sowie schnelle Anpassung an regionale Marktanforderungen.

Zusätzlich unterhält der Konzern eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften in 18 Ländern und kooperiert mit rund 160 unabhängigen Handelspartnerinnen und -partnern weltweit. Rosenbauer verfügt über ein in der Feuerwehrbranche einzigartiges internationales Netzwerk.

Nummer 1 weltweit bei Innovationen

Rosenbauer gilt als Innovationsführer in der Feuerwehrbranche. Mit technologisch anspruchsvollen Lösungen setzt der Konzern seit Jahrzehnten wesentliche Impulse und treibt die Weiterentwicklung von Branchenstandards kontinuierlich voran. Thematische Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf alternativen Antrieben, der Digitalisierung sowie nachhaltigen Lösungen für den vorbeugenden Brandschutz.

Forschung und Entwicklung (F&E) haben einen hohen Stellenwert im Konzern: Der unternehmenseigene Innovationsprozess berücksichtigt relevante Megatrends, aktuelle Markterkenntnisse, spezifische Kundenanforderungen sowie Vorschläge der Mitarbeitenden über die konzerneigene Innovationsplattform INNO IDEA SPACE. Diese strukturierte Vorgehensweise ermöglicht es Rosenbauer sowohl Technologiesprünge zu realisieren als auch praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die den operativen Anforderungen der Einsatzkräfte entsprechen.

Der Konzern hielt zum Jahresende 2025 rund 185 Patente und Patentanmeldungen sowie zahlreiche Geschmacks- und Gebrauchsmuster sowie Markenrechte.

Unternehmensstrategie

Rosenbauer verfolgt eine ambitionierte Wachstums- und Innovationsstrategie, die weiterentwickelt und konsequent umgesetzt wird. Ziel ist es, die Position als weltweit führender Systemanbieter im Feuerwehr- und Katastrophenschutz durch profitables Wachstum nachhaltig auszubauen. Bis 2030 strebt der Konzern einen Umsatz von rund 2 Mrd. € sowie eine nachhaltige EBIT-Marge von 7 % an.

Zur Umsetzung dieser langfristigen Strategie hat das Management folgende zentrale Prioritäten definiert:

Unternehmenssteuerung

Ausgangspunkt für die unternehmerischen Entscheidungen und die Steuerung des Konzerns ist eine strategische Mehrjahresplanung, die Markt-, Portfolio-, Produkt- und Produktionsplanungen beinhaltet. Für das jeweils nächste Geschäftsjahr wird für alle Gesellschaften, die Vertriebsregionen und den Konzern ein detailliertes Budget verabschiedet. Zur unterjährigen Steuerung werden diese Jahresbudgets regelmäßig hinsichtlich Zielerreichung überprüft. Dabei werden unter anderem Soll-/Ist- und Vorjahresvergleiche sowie Abweichungsanalysen und Vorschaurechnungen durchgeführt.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen im Konzern sind der Umsatz, das EBIT sowie EBIT-Marge, das Ergebnis vor Steuern (EBT). Aufgrund der Covenants der Finanzierungsvereinbarung werden das Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA (Nettoverschuldung/EBITDA), die Eigenkapitalquote und das Verhältnis der Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge zum EBITDA laufend überwacht. Weitere relevante Leistungsindikatoren sind zudem der Auftragseingang und der Auftragsbestand sowie definierte Nachhaltigkeitskennzahlen des Konzerns.

Produkte und Leistungen

Fahrzeuge

Rosenbauer ist einer der weltweit führenden Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und bietet ein umfassendes Sortiment für unterschiedlichste Einsatzanforderungen. Das Portfolio reicht von Kommunal-, Flughafen-, Industrie- und Hubrettungsfahrzeugen bis hin zu Spezialfahrzeugen. Dabei deckt der Konzern mit seinen Fahrzeugen sowohl europäische (EN 1846) als auch US-amerikanische Normen (NFPA 1901) ab und kann somit Feuerwehren auf der ganzen Welt bedienen. Fahrzeuge für Japan (TRIAS) und Australien (Australian Design Rules) werden nach länderspezifischen Normen gebaut und müssen gesondert zertifiziert werden.

Die Fertigung erfolgt in Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Spanien, Singapur und den USA, mit weiteren Endmontagestandorten in der Schweiz, Großbritannien, Australien, Saudi-Arabien und Südafrika. Der Aufbau von Feuerwehrfahrzeugen erfolgt in der Regel auf LKW-Serienchassis.

Auch 2025 setzte Rosenbauer konsequent auf eigens entwickelte Fahrgestellplattformen für Schlüsselprodukte wie das Flughafenlöschfahrzeug PANTHER, den amerikanischen Commander und die vollelektrische RT/RTX-Baureihe. Die komplette Integration aller Komponenten aus einer Hand bietet hohe Systemeffizienz, ermöglicht wegweisende Innovationen und stärkt die Differenzierung gegenüber klassischen Aufbauherstellern. Diese Strategie trägt maßgeblich dazu bei, die technologische Führungsrolle im globalen Feuerwehrmarkt langfristig abzusichern.

Das Flughafenlöschfahrzeug PANTHER electric durchlief 2025 sowohl in Europa als auch in Nordamerika umfangreiche Praxistests und Demonstrationen. Das Fahrzeug kombiniert hohe Beschleunigung, maximale Sicherheitsstandards und praxisgerechte Reichweite mit emissionsfreiem Betrieb.

Die Serienproduktion der RT-Baureihe wurde 2025 weiter stabilisiert. Neben der europäischen Metropole Berlin erhielt der Christchurch International Airport das erste vollelektrische RT‑Fahrzeug auf einem Flughafen der Südhalbkugel. Zudem wurde in Santiago de Chile der RTX als erstes vollelektrisches Feuerwehrfahrzeug Lateinamerikas in Dienst gestellt. Der RT bleibt ein zentraler Innovationsbaustein im kommunalen Segment, gestützt durch internationale Demonstrationsfahrten und ein stetig wachsendes Netzwerk mit Anwendererfahrungen.

Ausrüstung

Rosenbauer ist ein Komplettanbieter für Feuerwehrtechnik und bietet neben Fahrzeugen auch ein breites Sortiment an persönlicher und technischer Ausrüstung. Das Produktportfolio umfasst unter anderem Feuerwehrhelme, Schutzanzüge, Einsatzstiefel, Handschuhe sowie tragbare Geräte wie Hochleistungslüfter, Tauchpumpen und Stromerzeuger. Alle Produkte zeichnen sich durch höchste Sicherheitsstandards, innovative Technologien und Benutzerfreundlichkeit aus. Eigenentwicklungen wie die HEROS-Helmserie sind international erfolgreich.

Das Geschäftsjahr 2025 markierte das zehnjährige Jubiläum des Modells HEROS Titan. Gleichzeitig wurde im Bereich Helme ein hoher Auftragseingang verzeichnet. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Marktstart des Modells HEROS H10 im Jahr 2024, der sich in Folge als Wachstumstreiber erwiesen hat.

Die Nachfrage nach Komplettlieferungen von Fahrzeugen inklusive Ausrüstung entwickelte sich im Jahr 2025 insbesondere in der Region Middle East positiv. Mehrere Projekte umfassten Fahrzeuge mit spezialisierter Ausrüstung – unter anderem im Bereich Gefahrgut (HAZMAT) – und erforderten eine enge Kundenabstimmung sowie die Integration spezifischer Ausrüstungskomponenten in bestehende Fahrzeugkonzepte.

Löschsysteme und Aufbaukomponenten

Löschsysteme und Aufbaukomponenten gehören zu den Kernkompetenzen von Rosenbauer. Das Unternehmen entwickelt und produziert eine breite Palette an Löschtechnik, darunter Pumpen, Tragkraftspritzen, Schaumzumischsysteme, Werfer und elektronische Steuerungen. Die Produkte sind für den Einsatz in unterschiedlichsten Bereichen ausgelegt und gewährleisten maximale Sicherheit und Effizienz bei der Brandbekämpfung. Im Jahr 2025 führte Rosenbauer die neue Tragkraftspritze FOX S MY25 ein.

Customer Service

Der Customer Service von Rosenbauer ist eine strategisch wichtige Säule des Unternehmens und begleitet Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte hinweg. Die Leistungspalette umfasst die Fahrzeugwartung, Schulungen und das Refurbishment. Darüber hinaus bietet Rosenbauer auf Wunsch ein umfassendes Flottenmanagement an und agiert als Full-Service-Provider für Feuerwehren.

Mit 25 eigenen Servicestandorten weltweit und einem Team von über 700 Servicekräften gewährleistet das Unternehmen eine schnelle und professionelle Betreuung vor Ort. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch circa 100 unabhängige Servicebetriebe mit teilweise eigener Werkstattinfrastruktur. Damit verfügt Rosenbauer über das größte und leistungsfähigste Servicenetzwerk der Branche und stellt eine erstklassige Unterstützung für Einsatzorganisationen sicher.

2025 hat Rosenbauer seinen Standort Luckenwalde in Deutschland zum größten Customer-Service-Center im Konzern ausgebaut. Darüber hinaus wurde der mobile Außendienst mit modernen Servicebussen für die regionale Kundenbetreuung weiter ausgebaut.

Angesichts steigender technischer Anforderungen an Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung gewinnen Schulungen und Trainings zunehmend an Bedeutung. Zur frühzeitigen Deckung des erwarteten höheren Schulungsbedarfs wurde bereits 2024 die Entscheidung getroffen, die Trainingsinfrastruktur in der Konzernzentrale in Leonding zu erweitern. Im Oktober 2025 ging das neue Trainingszentrum in Betrieb. Es umfasst unter anderem einen Schulungsstandplatz mit Montagegrube sowie zusätzliche Werkstatt- und Schulungsräume mit Kapazitäten für bis zu 16 Teilnehmende.

Im Bereich simulationsgestützte Ausbildung verzeichnete Rosenbauer im Berichtsjahr für den PANTHER-Simulator den höchsten Auftragseingang seit Markteinführung. Die Simulatoren ermöglichen ein praxisnahes Training von Fahr- und Einsatzsituationen unter realistischen Bedingungen. Für Flughafenbetreiber stellt der PANTHER-Simulator eine ressourcenschonende und sichere Trainingslösung dar und unterstützt deren Bestrebungen zu einer nachhaltigeren und CO2-reduzierten Betriebsführung.

Digitale Lösungen

Die Digitalisierung spielt weltweit eine immer wichtigere Rolle bei Feuerwehren – etwa zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft sowie für fundiertere Entscheidungen, mehr Sicherheit und Schnelligkeit. Rosenbauer unterstützt Einsatzkräfte daher mit vernetzten digitalen Systemen.

Das Lageführungssystem RDS Connected Command stellt alle relevanten Einsatzdaten wie Objektpläne und Geoinformationen samt Einsatzplanungsfunktionen bereit. RDS Connected Fleet dient als Flottenmanagementsystem zur Echtzeitüberwachung und Wartung von Fahrzeugen. Ergänzt wird das System durch die Integration von unbemannten Fahrzeugen wie Drohnen und Robotern sowie der herstellerunabhängigen Vernetzung der Komponenten.

Die dazugehörige Smartphone-App zur Echtzeitkommunikation und -koordination bietet Funktionen rund um Einrückung, Fähigkeitenüberblick und einen verschlüsselten Lageinformationsaustausch. Zusätzliche Produkte wie das Driver Enhanced Vision System samt Bodenradarintegration für Flughafen-Anwendungen ergänzen das Leistungsspektrum.

Das System wird durch die Integration unbemannter Fahrzeuge wie Drohnen und Roboter sowie durch die herstellerunabhängige Vernetzung der Komponenten erweitert. Beispielsweise ermöglichen der Live-stream von Drohnen oder die kurzfristige Einbindung der Position von Fremdfahrzeugen eine verbesserte Lageübersicht – auch in Großschadenslagen wie bei Vegetationsbränden.

Vorbeugender Brandschutz

Rosenbauer bietet im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes umfassende Lösungen zur Brandvermeidung und -bekämpfung in kritischen Infrastrukturen. Das Portfolio reicht von stationären Sprinkleranlagen und Schaumlöschsystemen bis hin zu Brandmelde- und Früherkennungssystemen.

So stattete Rosenbauer im Jahr 2025 unter anderem die Lagerhalle einer deutschen Spedition mit einer Sprinkleranlage aus. Die Rohrleitungen wurden roboterunterstützt bei Rosenbauer in Mogendorf vorgefertigt. In Österreich wurden etwa für einen Stromnetzbetreiber mehrere Löschanlagen umgesetzt.

Bericht über den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliches Umfeld1 2

Makrokönomische Rahmenbedingungen

Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jänner 2026 wird das Wachstum der Weltwirtschaft für das Jahr 2025 mit 3,3 % angegeben. Die globale Konjunkturentwicklung war dabei von anhaltenden handelspolitischen Unsicherheiten sowie geopolitischen Risiken geprägt, zeigte sich insgesamt jedoch widerstandsfähig. Wachstumsunterstützend wirkten insbesondere hohe Investitionen in technologiegetriebene Bereiche sowie fiskalische Impulse in mehreren großen Volkswirtschaften. Während sich die wirtschaftliche Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf einem stabilen, moderateren Niveau fortsetzte, wiesen aufstrebende Volkswirtschaften – insbesondere Indien – weiterhin eine überdurchschnittliche Dynamik auf. Die regionale Entwicklung stellte sich heterogen dar, wobei in Lateinamerika und Afrika positive Effekte aus Reformfortschritten und makroökonomischer Stabilisierung in einzelnen Ländern bestehenden strukturellen und politischen Herausforderungen gegenüberstanden.

Nord- und Südamerika

Gemäß IWF wuchsen Nord- und Südamerika im Jahr 2025 moderat. Trotz geopolitischer Herausforderungen und einer restriktiven Geldpolitik lag das Wirtschaftswachstum in den USA bei 2,1 %, unterstützt durch eine stabile Inlandsnachfrage, einen robusten Arbeitsmarkt und Investitionen – insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Die kanadische Wirtschaft wuchs mit 1,6 % langsamer als zuletzt. Anhaltende Handelsspannungen und Zollkonflikte mit wichtigen Partnern wie den USA belasteten die Exporte und die Produktion. Lateinamerika zeigt für 2025 mit einem durchschnittlichen BIP-Zuwachs von 2,4 % ein differenziertes Bild: Während etwa Argentiniens Wirtschaft im Jahresvergleich um 4,5 % zulegen konnte, kühlte sich die brasilianische Konjunktur ab und erzielte nach 3,7 % 2024 nur noch ein Plus von 2,5 %.

Europa

In der Europäischen Union blieb die wirtschaftliche Entwicklung laut IWF mit 1,5 % Wachstum verhalten. Hier zeigte sich die Konjunktur vor allem durch eine geringe industrielle Nachfrage, Zurückhaltung bei Investitionen und einem gedämpften Außenhandel beeinflusst. Deutschland konnte die Rezession hinter sich lassen und bei einem leichten Wachstum von 0,2 % dank eines umfassenden Fiskalpakets auf den Wachstumspfad zurückkehren. Frankreich und Italien verzeichneten mit 0,8 % bzw. 0,5 % geringere Wachstumsraten als zuletzt. Positiver fiel das BIP-Wachstum in Großbritannien mit 1,4 % aus. Die österreichische Wirtschaft drehte im Berichtsjahr leicht ins Plus und wuchs nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) um 0,5 %.3 Die Industrie dürfte hier ihren Tiefpunkt Ende 2024 durchschritten haben und verzeichnete seit Anfang 2025 einen Aufwärtstrend.

Mittlerer Osten und Afrika

Die Region wuchs gemäß IWF im Jahr 2025 um rund 3,4 %. Insbesondere rohstofforientierte Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiesen eine hohe Dynamik auf. Gleichzeitig wirkten geopolitische Unsicherheiten sowie Handelsbeschränkungen dämpfend auf die konjunkturelle Entwicklung. Die Sub-Sahara-Region präsentierte sich vergleichsweise robust und erreichte mit 4,4 % ein höheres Wachstum als zuletzt. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung von wirtschaftspolitischen Reformen, einem verbesserten Schuldenmanagement sowie einem dadurch gestärkten und zunehmend attraktiveren Investitionsklima. Südafrika hingegen blieb mit einem Wachstum von 1,3 % hinter dem regionalen Durchschnitt zurück.

Asien-Pazifik

Die Region Asien-Pazifik erwies sich 2025 als die dynamischste Wirtschaftszone weltweit. China verzeichnete im Berichtsjahr ein Wachstum um 5,0 %, getragen von einer robusten Exportentwicklung und einem erhöhten Lageraufbau, während die Binnennachfrage infolge der anhaltenden Immobilienkrise gedämpft blieb. Indien führte mit 7,3 % BIP-Zuwachs die Schwellenländer im Wachstumsranking an. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere ein starker Binnenkonsum sowie eine hohe Investitionstätigkeit. Die ASEAN-5-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand) erzielten ein Wachstum von 4,2 %. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch ihre tiefen internationalen Handels- und Produktionsverflechtungen gestützt.

Detaillierte Informationen zur Entwicklung der einzelnen Vertriebsregionen von Rosenbauer sind ab S. 31 zu finden.

Beschaffung, Logistik und Produktion

Einkaufs- und Lieferantenpolitik

Das Supply Chain Management bei Rosenbauer plant, koordiniert und überwacht sämtliche Aktivitäten entlang der Lieferkette. Aufgrund der hohen Materialintensität (die Materialkosten machen rund 70 % der Umsatzkosten aus) sowie eines entsprechend hohen Einkaufsvolumens haben sowohl die Entwicklung der Materialpreise als auch die Sicherstellung der Versorgung mit kritischen Komponenten wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg des Konzerns.

Rund zwei Drittel des Einkaufsvolumens des Konzerns werden innerhalb der Europäischen Union beschafft, insbesondere in Österreich und Deutschland. In den nordamerikanischen Werken liegt der Beschaffungsschwerpunkt überwiegend auf lokalen Lieferanten in den USA. Den größten Anteil am Konzern-Einkaufsvolumen haben fertige Fahrgestelle, gefolgt von Fahrgestellkomponenten für die konzernintern produzierten Fahrgestelle der PANTHER- sowie der vollelektrischen Revolutionary-Technology(RT)-Baureihe.

Rosenbauer verfolgt langfristig eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern. Gemeinsam wird an Strategien zur Verbesserung der Kosteneffizienz, der Vereinfachung und Stabilisierung der Logistikketten sowie der Weiterentwicklung nachhaltiger Beschaffungsprozesse gearbeitet.

Herausforderungen 2025

Im Berichtsjahr zeigte sich insgesamt eine stabile globale Lieferkette. Dennoch sind kurzfristige Ereignisse und potenzielle Störungen weiterhin möglich. Vor diesem Hintergrund wurde die Risikominimierung weiter vorangetrieben, unter anderem durch die systematische Neubewertung von Single-Sourcing-Lieferanten bei gleichzeitiger Evaluierung von Double-Sourcing-Strategien. Zudem blieb die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, ein zentrales Thema. Rosenbauer ist sich der damit verbundenen erweiterten Verantwortung bewusst und berücksichtigt diese konsequent in seinen Beschaffungsprozessen.

Anhaltender Preisdruck bei kritischen Komponenten stellte auch 2025 eine wesentliche Herausforderung dar. Als Reaktion darauf wurden Verhandlungsinitiativen sowohl in Europa als auch in den USA gestartet. Gleichzeitig wurde der Abschluss von Rahmenverträgen mit strategischen Lieferanten weiter ausgebaut, um Preisstabilität, bessere Planbarkeit und eine erhöhte Materialverfügbarkeit sicherzustellen. Ergänzend wurde der Projekteinkauf stärker in den Fokus gerückt, um Materialkontingente gezielt für einzelne Kundenprojekte abzusichern.

Zur weiteren Professionalisierung der Beschaffung wurde im Jahr 2025 eine eigene Abteilung für Global Strategic Purchasing eingerichtet. Diese bündelt bereichsübergreifende Einkaufsaktivitäten und stärkt die Verhandlungsposition als Konzern. Zusätzlich wurden Nachverhandlungen genutzt, um Preisoptimierungen zu erzielen und gleichzeitig Lieferanten Vorteile zu bieten, die im Umfeld einer schwachen Konjunktur freie Kapazitäten zur Verfügung stellen konnten. Parallel dazu wurde die Supplier Quality Assurance weiterentwickelt – mit verstärktem Fokus auf Produktqualität, Produktsicherheit und Termintreue.

Regionale Besonderheiten und operative Weiterentwicklung

In den USA spielten Zollthemen aufgrund des hohen Anteils lokal beschaffter Komponenten eine geringere Rolle. Allerdings waren bestimmte zugekaufte Materialien, insbesondere Aluminium- und Stahlkomponenten, von Zöllen betroffen. Darüber hinaus führten zusätzliche Dokumentationspflichten und regulatorische Anforderungen zu erhöhtem administrativem Aufwand.

Das 2024 gestartete Effizienzsteigerungsprojekt „Offer to Cash“, das die gesamte Wertschöpfungskette vom Angebot bis zur Auslieferung betrifft, wurde 2025 weiter vorangetrieben. Ziel war insbesondere die Optimierung der Materialplanung sowie eine verbesserte Prognose des Materialbedarfs und der Lagerbestände.

Logistik

Im Jahr 2025 startete die Bündelung der Logistikfunktionen und Verlegung des Zentrallagers nach Enns in Oberösterreich. Der Standort fungiert zunehmend als zentraler Logistikhub für Mitteleuropa. Der nächste Entwicklungsschritt ist die Einführung eines vollautomatisierten Lagers für Klein- und Mittelteile für eine weitere Effizienzsteigerung und nachhaltige Skalierbarkeit der Logistikprozesse.

Produktion

Die Lieferketten und damit die Materialversorgung haben sich 2025 weitgehend stabilisiert. Parallel dazu wurden die im Rahmen des Projekts „Offer to Cash“ initiierten Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz und Effektivität konsequent weiter vorangetrieben. Dies ermöglichte eine verlässliche Produktionsleistung sowie ein flexibles Reagieren auf den weiter starken Auftragseingang. Die Lieferzeiten für Kunden bewegten sich wieder in einem marktgerechten und attraktiven Rahmen. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur weiteren Schaffung von Transparenz sowie zur standortübergreifenden Steuerung und Vernetzung im Sinne eines global integrierten Produktionssystems vorangetrieben. Die Einführung von SAP S/4HANA als neues Rosenbauer ERP-System ab April 2026 bei den österreichischen Standorten wird diese Entwicklung künftig zusätzlich unterstützen.

Forschung und Entwicklung

2025 hat der Konzern 35,7 Mio. € (2024: 32,9 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Das sind 2,5 % (2024: 2,5 %) des Konzernumsatzes. Die Aktivierungsquote belief sich auf 14,3 % (2024: 17,1 %) und betraf im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in Österreich und Deutschland. Rund 75 % (2024: 78  %) der Entwicklungskosten in Höhe von 26,6 Mio. € (2024: 25,5 Mio. €) entfielen auf die Rosenbauer International AG als konzernweites Kompetenzzentrum für Kommunal- und Spezialfahrzeuge, Feuerlöschsysteme sowie Ausrüstung.

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Forschungsschwerpunkte

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lag im Berichtsjahr auf der Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios sowie auf der systematischen Identifikation strategischer Zukunftsthemen.

Die Feuerwehr-Trendmap (FTM) hat sich als strategisches Arbeitsinstrument bei zahlreichen Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen etabliert. Sie dient der systematischen Analyse von Trends, technologischen Entwicklungen sowie gesellschaftlichen Veränderungen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen für die Feuerwehren.

Dabei wurden mehrere zentrale Zukunftsthemen identifiziert. Dazu zählen insbesondere ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Schutz von Lebensräumen sowie die langfristige wirtschaftliche Stabilität. Aufbauend auf der 2024 gestarteten Grundlagenarbeit zu begrenzten Rohstoffen und Kreislaufmodellen wurde 2025 ein konzernweites Methodentool vorbereitet. Ziel ist die Entwicklung kreislauffähiger Produkte und die systematische Rückführung ausgedienter Fahrzeuge in den Materialkreislauf über Ökosystempartner.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Industrial Rapid Intervention System (IRIS) mit dem Ziel autonome Löschsysteme zu entwickeln, die Gefahrenquellen selbstständig erkennen und Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung einleiten.

Weitere Schwerpunkte bilden alternative Energieträger, insbesondere Wasserstoff. Angesichts hoher Energiebedarfe, etwa bei lang andauernde Pumpeneinsätzen, wurden 2025 erste Untersuchungen zu technologischen Potenzialen gestartet.

Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) nahm 2025 weiter zu. Es wurden eine konzernweite AI-Strategie erarbeitet, eine Responsible Use Policy als verbindliche Richtlinie verabschiedet sowie unternehmensweite Schulungen zur Sensibilisierung der Potenziale von AI durchgeführt.

1 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Jänner 2026

2 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Konjunkturbericht, März 2026

3 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Konjunkturprognose, Dezember 2025

Finanzielle Leistungsindikatoren

Gesamtentwicklung 2025

Rosenbauer zählt weltweit zu den führenden Anbietern integrierter Systemlösungen für den vorbeugenden und abwehrenden Brand- sowie Katastrophenschutz. Die Gesamtentwicklung 2025 war für Rosenbauer sehr positiv, einerseits legte der Auftragsbestand auf 2.354,6 Mio. € (2024: 2.279,8 Mio. €) zu, welcher deutlich über dem Konzernjahresumsatz liegt. Andererseits konnten sowohl Umsatz um 9,4 % auf 1.429,0 Mio. € als auch das Ergebnis auf 84,5 Mio. € gesteigert werden. Mit der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der abgeschlossenen Refinanzierung hat Rosenbauer zudem die finanzielle Basis gestärkt und wichtige Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens geschaffen.

Die stärksten Absatzregionen von Rosenbauer sind Europe, Nordamerika und der Mittlere Osten; die größten Einzelmärkte sind die USA und Deutschland.

Trotz dieser insgesamt stabilen Entwicklung bleiben kurzfristige Störungen – etwa durch geopolitische Spannungen, Logistikengpässe oder regionale Lieferausfälle – ein relevantes Risiko für Materialversorgung und Planungssicherheit. Gleichzeitig hielt der Preisdruck bei kritischen Komponenten an. Rosenbauer begegnete diesem unter anderem durch verstärkte Verhandlungsinitiativen in Europa und den USA, den gezielten Ausbau von Rahmenverträgen mit strategischen Lieferanten sowie eine frühzeitige Absicherung von Materialkontingenten. Ergänzend wurde die Zusammenarbeit mit Lieferanten weiter intensiviert, um Verfügbarkeit, Qualität und Konditionen zu stabilisieren. Folglich bewegten sich auch die Lieferzeiten für Feuerwehrfahrzeuge wieder langsam in Richtung langjährigen Durchschnitt.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse lagen 2025 mit 1.429,0 Mio. € um 9,4 % über dem Niveau des Vorjahres (2024: 1.305,9 Mio. €). Es konnten rund 4 % mehr Fahrzeuge weltweit an Kunden ausgeliefert werden.

Stärkster Umsatzbringer im Konzern war mit einem Umsatzanteil von rund 78 % (2024: 75 %) und einem Umsatz von 1.115,8 Mio. € das Produktsegment Fahrzeuge. Dahinter lag der Bereich Customer Service, der mit einem Umsatz von 132,6 Mio. € (2024: 118,4 Mio. €) einen Anteil von 9 % (2024: 9 %) am Gesamtumsatz erreichte. Der Bereich Ausrüstung steuerte ebenso 9 % (2024: 9 %) und die Sonstigen Umsätze 3 % (2024: 4 %) bei. Der Vorbeugende Brandschutz erzielte 3,4 Mio. € (2024: 37,4 €) und trug damit mit 1 % (2024: 3 %) zum Konzernumsatz bei.

Die Umsatzkosten stiegen auf 1.154,0 Mio. € (2024: 1.084,0 Mio. €). Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 23,9 % auf 275,0 Mio. € (2024: 222,0 Mio. €). Die Bruttoergebnismarge stieg auf 19,2 % (2024: 17,0 %) an.

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Kostenentwicklung

Den größten Teil der Umsatzkosten machte mit 808,2 Mio. € (2024: 742,9 Mio. €) der Materialeinsatz aus. Die Aufwendungen für Personal erhöhten sich auf 260,8 Mio. € (2024: 236,7 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 16,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau (2024: 13,6 Mio. €).

Die Strukturkosten umfassen die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung. Diese lagen mit 192,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 169,8 Mio. €. Die aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten sanken von 5,6 Mio. € auf 5,1 Mio. € im Berichtszeitraum.

Den sonstigen Aufwendungen in Höhe von 6,9 Mio. € (2024: 0,4 Mio. €) stehen sonstige Erträge von 8,8 Mio. € (2024: 13,1 Mio. €) gegenüber. In den sonstigen Aufwendungen ist im Wesentlichen die Wertminderung des Firmenwerts der Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH in Höhe von 4,2 Mio. € enthalten.

Ertragslage

Der Rosenbauer Konzern weist für das Geschäftsjahr 2025 als Folge des gestiegenen Bruttoergebnisses ein deutlich verbessertes EBIT von 84,5 Mio. € (2024: 64,9 Mio. €) aus. Die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung trugen wesentlich zu diesem Ergebnis bei.

Die Finanzierungskosten reduzierten sich im Geschäftsjahr 2025 aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der anschließenden Refinanzierung und führten zu einem Finanzergebnis in der Höhe von –29,9 Mio. € (2024: –38,6 Mio. €).

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) verdoppelte sich und belief sich auf 54,7 Mio. € (2024: 26,3 Mio. €). Nach der Berücksichtigung des Steueraufwandes ergibt sich ein deutlich positives Periodenergebnis von 54,3 Mio. € (2024: 29,8 Mio. €).

Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss, gehalten von den Mitgesellschaftern der Rosenbauer Aerials, Rosenbauer Española, Rosenbauer South Africa, Eskay Rosenbauer Brunei sowie der Rosenbauer Saudi Arabia entfiel im Berichtsjahr ein Ergebnisanteil von 4,5 Mio. € (2024: 2,8 Mio. €).

Auftragslage

Im abgelaufenen Jahr verzeichnete der Rosenbauer Konzern einen Auftragseingang von 1.570,0 Mio. € (2024: 1.705,2 Mio. €). Der Auftragseingang blieb insgesamt auf einem sehr guten Niveau und spiegelt eine weiterhin solide Nachfrage wider.

Der Auftragsbestand lag mit 2.354,6 Mio. € zum 31. Dezember 2025 (2024: 2.279,8 Mio. €) deutlich über dem Konzernjahresumsatz.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Grundsätze des Finanzmanagements

Das Rosenbauer Finanzmanagement stellt die finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns zur Verfügung, sichert die finanzielle Unabhängigkeit und jederzeitige Liquidität des Unternehmens und überwacht sämtliche Zins- und Währungsrisiken. Zur Sicherstellung der Liquidität werden geeignete Finanzierungsinstrumente eingesetzt, die den Freiraum zur Finanzierung des operativen Geschäfts, von Investitionen sowie für gezieltes Wachstum gewährleisten.

Das Treasury übernimmt die Sicherstellung und Steuerung der Liquidität des Konzerns, ermittelt regelmäßig die Liquiditätsbedarfe und arbeitet dabei eng mit den operativen Einheiten zusammen.

Investitionen

Die Investitionen (Rechte und Sachanlagen) des Rosenbauer Konzerns betrugen in 2025 35,9 Mio. € und lagen damit über dem Wert des Vorjahres (2024: 24,6 Mio. €). Die Abschreibungen (Rechte und Sachanlagen) kamen mit 22,2 Mio. € (2024: 20,8 Mio. €) auf Vorjahresniveau zu liegen.

Im Geschäftsjahr 2025 konzentrierten sich die Investitionen des Rosenbauer Konzerns auf die Stärkung von Produktion und Logistik, des Servicegeschäfts sowie der digitalen Infrastruktur. Ein Schwerpunkt lag auf dem neuen Logistikzentrum Ennshafen, die zentrale Versorgung der Fertigung übernimmt und als Hub für die Ersatzteilversorgung sowie die Bearbeitung von Schutzausrüstung und Brandschutzkomponenten dient. Die verkehrsgünstige Lage des Ennshafens mit Anschluss an Straße, Schiene und Wasserweg unterstützt zudem eine nachhaltigere Gestaltung der Logistik.

Zudem investierte Rosenbauer in ein neues Trainingscenter in Leonding. Mit modernen Schulungsräumen, praxisnahen Trainingsanlagen und einer voll ausgestatteten Werkstatt bietet es Einsatzkräften und Servicepersonal verbesserte Bedingungen für Aus- und Weiterbildung und unterstützt so den sicheren und effizienten Einsatz der Rosenbauer-Produkte.

Am Standort Leonding wurden im Werk 3 noch zusätzliche Kapazitäten geschaffen.

Gleichzeitig wurde der Service-Standort Luckenwalde zum größten Service-Hub des Konzerns ausgebaut. Mit einer großzügigen, modern ausgestatteten Werkstattfläche, mobilen Serviceteams und einem umfassenden Ersatzteilangebot ermöglicht er Wartung, Instandsetzung und Refurbishment nahezu aller Rosenbauer-Fahrzeug- und Gerätetypen und stärkt damit nachhaltig Verfügbarkeit und Lebenszyklusbetreuung der Kundenflotten.

Im Berichtsjahr hat Rosenbauer zahlreiche Initiativen im Bereich Herstellkostenreduktion, die auf das Restrukturierungsprogramm „Refocus, Restart“ 2022 zurückgehen, fortgesetzt. So wurden beispielsweise in der Arbeitsplatzgestaltung, Austaktung und Materialfluss weitere Optimierungen vorgenommen. Zusätzlich wurde im Rahmen des Projektes „Offer-to-Cash“ der Hauptwertschöpfungsprozess des Konzerns – das Anbieten, Verkaufen und Bauen von Feuerwehrfahrzeugen – genau analysiert und verschiedenste Ergebnisverbesserungspotenziale identifiziert. Diese wurden bereits teilweise umgesetzt bzw. sollen Zug um Zug weiter ausgeschöpft werden. Zudem setzte Rosenbauer die Einführung von SAP S/4HANA als konzernweites ERP-System weiter fort.

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Finanzierung

Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 371,0 Mio. € (2024: 208,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der Kapitalerhöhung sowie dem Ergebnis nach Steuern auf 27,8 % (2024: 16,6 %).

Die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten haben sich 2025 aufgrund der Refinanzierung auf 132,9 Mio. € (2024: 2,1 Mio. €) erhöht. Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 126,5 Mio. € (2024: 388,2 Mio. €). Die für die gesamten verzinslichen Finanzverbindlichkeiten angefallenen Zinsen verringerten sich auf 23,5 Mio. € (2024: 40,1 Mio. €). Der Durchschnittszinssatz belief sich auf 8,1 % (2024: 8,5 %).

Die Nettoverschuldung1 verringerte sich im Berichtsjahr signifikant auf 244,5 Mio. € (2024: 392,5 Mio. ). Wesentlicher Treiber war die im Geschäftsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung. Zusätzlich hat sich das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA auf einen Faktor unter 2 verbessert.

Der Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit stieg im Jahr 2025 auf 87,1 Mio. € (2024: 82,2 Mio. €). Diese Entwicklung ist auf ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis sowie einen – jeweils im Vergleich zum Vorjahr – abermaligen Steigerung von erhaltenen Anzahlungen sowie im Wesentlichen Reduzierung der sonstigen Forderungen zurückzuführen.

Zur Stabilisierung der Finanz- und Liquiditätslage schloss Rosenbauer im März 2024 mit bestehenden Finanzierungspartnern eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) ab, die das Unternehmen zur Einhaltung vereinbarter Kreditbedingungen (insbesondere die Durchführung einer Kapitalerhöhung) verpflichtete. Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen.

Darüber hinaus hat die Rosenbauer International AG im März 2025 mit ihren wesentlichen Kreditgeberinnen und Kreditgebern eine Refinanzierung (Syndicated Loan) in Höhe von 330 Mio. € mit einer Laufzeit bis März 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere zwei Jahre geeinigt. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst.

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Capital Employed1 637,6 687,4 708,0
ROCE 5,9 % 9,4 % 11,9 %
ROE 3,8% 13,4 % 18,9 %

1 Durchschnitt

Vermögensstruktur

Die finanzielle Situation des Rosenbauer Konzerns stabilisierte sich im Jahr 2025. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,1 % und betrug zum 31. Dezember 2025 1.333,7 Mio. € (2024: 1.257,0 Mio. €).

Das langfristige Vermögen erhöhte sich auf 313,9 Mio. € (2024: 286,9 Mio. €). Die Nutzungsrechte, die seit 2019 aufgrund von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ ebenfalls im langfristigen Vermögen bilanziert werden, stiegen ebenfalls auf 42,8 Mio. € (2024: 33,6 Mio. €). Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich auf 1.019,8 Mio. € (2024: 970,0 Mio. €).

Zum Jahresultimo 2025 stieg das Trade Working Capital2 auf 469,9 Mio. € (2024: 424,5 Mio. €). Der Anstieg ist trotz höherer Kundenanzahlungen in Höhe von 349,4 Mio. € (2024: 327,7 Mio. €) vor allem auf höhere Vorräte und Forderungen zurückzuführen.

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Segmentberichterstattung – Geschäftssegmente (nach Areas)3 4

Die Segmentberichterstattung erfolgt einerseits nach vier definierten Vertriebsregionen: Area Europe, Area Middle East & Africa, Area Asia-Pacific und Area Americas und andererseits wird der Vorbeugende Brandschutz (Preventive Fire Protection, PFP) als zusätzliches Segment dargestellt.

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Area Europe

Die Area Europe umfasst die Länder der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) als Heimmarkt, alle weiteren Staaten der EU, Norwegen, Großbritannien sowie die Staaten des westlichen Balkans.

Markt- und Auftragsentwicklung

Trotz einer anhaltend schwachen Konjunktur mit geringem Wirtschaftswachstum in Österreich, Deutschland und der Eurozone entwickelte sich die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik im Berichtsjahr insgesamt positiv. Der Bedarf an leistungsfähiger Katastrophen- und Brandschutzausrüstung blieb infolge steigender Extremwetterrisiken sowie des Erneuerungsbedarfs bestehender Fahrzeugflotten hoch. Angesichts knapper öffentlicher Budgets war ein zunehmender Trend zu Sammelausschreibungen sowie zu einer höheren Standardisierung von Fahrzeugkonzepten zu beobachten.

Der Auftragseingang in der Area Europe lag mit 740,3 Mio. € etws unter dem Vorjahresniveau von 745,3 Mio. €. Die Auftragsentwicklung wurde insbesondere durch den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts getragen. In Südeuropa verzeichneten vor allem Griechenland und Italien eine erhöhte Nachfrage nach Rosenbauer Fahrzeugen. Polen entwickelte sich zu einem der dynamischsten Märkte in Europa und ist mittlerweile für Rosenbauer der weltweit drittwichtigste Markt im Bereich Ausrüstung.

Die Service-Infrastruktur wurde weiter ausgebaut. Der Standort Luckenwalde wurde zum größten Service-Hub innerhalb des Konzerns entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist die weitere Stärkung des Servicegeschäfts.

Im Bereich der alternativen Antriebe zeigte sich weiterhin eine stabile Nachfrage, wenn auch die politischen Rahmenbedingungen in Europa teilweise gegenläufige Tendenzen aufweisen.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz in der Area Europe erhöhte sich 2025 auf 665,1 Mio. € (2024: 658,3 Mio. €). Der größte Anteil entfiel auf Deutschland, gefolgt von Österreich. Insgesamt steuerte die Area Europe rund 46 % (2024: 50 %) zum Konzernumsatz bei. Das EBIT betrug im Berichtsjahr 45,7 Mio. € (2024: 37,2 Mio. €), die EBIT-Marge lag bei 6,9 % (2024: 5,6 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Umsatz 509,9 658,3 665,1
EBIT 27,9 37,2 45,7
Auftragseingang 624,2 745,3 740,3
Auftragsbestand 690,7 772,3 870,1

Area Middle East & Africa

Die Area Middle East & Africa umfasst den Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika.

Markt- und Auftragsentwicklung

Im Berichtsjahr war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Region Middle East & Africa stabil. Nach der Konjunkturerholung im Jahr 2024 setzte sich insbesondere im Mittleren Osten ein moderater Wachstumstrend fort. Saudi-Arabien war dabei erneut das wichtigste Impulsgeberland. Mit einem BIP-Zuwachs von 4,3 % wirkten staatliche Investitionsprogramme, strukturelle Reformen sowie die fortschreitende Diversifizierung der Wirtschaft außerhalb des Ölsektors unterstützend auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld.

Auch andere Golfstaaten zeigten eine robuste wirtschaftliche Entwicklung. In den Vereinigten Arabischen Emiraten lag das Wirtschaftswachstum bei rund 4,8 % und wurde neben den Energieexporten insbesondere durch den Dienstleistungs- und Immobiliensektor sowie eine steigende Inlandsnachfrage getragen. Katar blieb aufgrund seiner starken Position im Bereich Flüssigerdgas (LNG) wirtschaftlich stabil.

Der Auftragseingang in der Area Middle East & Africa lag mit 201,0 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 252,2 Mio. €. Das Fahrzeuggeschäft stellte weiterhin den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit dar. Parallel dazu gewann das Servicegeschäft weiter an Bedeutung und entwickelte sich gemeinsam mit dem Bereich Ausrüstung zu einem wesentlichen Bestandteil des regionalen Leistungsportfolios. Der steigende Anteil langfristiger Serviceverträge trug wesentlich zur Verbesserung der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung sowie zur Intensivierung der Kundenbeziehungen bei.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz in der Area Middle East & Africa lag 2025 mit 189,1 Mio. € über jenem des Vorjahres (2024: 119,7 Mio. €). Der größte Anteil entfiel auf Saudi Arabien. Die Area Middle East & Africa steuerte damit 13 % (2024: 9 %) zum Konzernumsatz bei. Das EBIT verbesserte sich auf 25,0 Mio. € (2024: 8,3 Mio. €), die EBIT-Marge lag bei 13,2 % (2024: 6,9 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Umsatz 114,9 119,7 189,1
EBIT 3,4 8,3 25,0
Auftragseingang 138,2 252,2 201,0
Auftragsbestand 175,3 327,6 313,8

Area Asia-Pacific

Die Area Asia-Pacific umfasst die gesamte ASEAN-Pazifik-Region, Japan, Indien, China, die GUS-Staaten und die Türkei.

Markt- und Auftragsentwicklung

Die dynamische Entwicklung der Region setzte sich 2025 fort, unterstützt von einer robusten Binnenkonjunktur, einer anhaltend hohen Konsum- und Investitionsnachfrage sowie einer insgesamt stabilen Exportleistung, die sich trotz globaler Unsicherheiten und handelspolitischer Spannungen als widerstandsfähig erwies. Die Märkte innerhalb der Area Asia-Pacific sind sehr heterogen und weisen stark unterschiedliche Entwicklungsstände auf. Rosenbauer begegnet dieser Vielfalt mit einer klar differenzierten Marktbearbeitungsstrategie, die regionale Wachstumspotenziale gezielt adressiert. Trotz der unterschiedlichen Marktbedingungen konnte im Berichtsjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis weiteres Wachstum erzielt werden.

In hochentwickelten Märkten wie Hongkong und Singapur fokussiert sich Rosenbauer auf Speziallösungen sowie auf Schutzausrüstung. In Australien liegt der Schwerpunkt auf dem Flughafensegment. In Ländern mit noch im Aufbau befindlicher Feuerwehrindustrie oder begrenztem Marktvolumen erfolgt die Marktbearbeitung vorrangig über modulare SKD-Konzepte, die eine flexible, kostenoptimierte Markterschließung ermöglichen.

Der Auftragseingang in der Area Asia-Pacific lag mit 141,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 154,0 Mio. €.

Geschäftsentwicklung

Die Area Asia-Pacific verzeichnete im Jahr 2025 eine Umsatzsteigerung auf 171,6 Mio. € (2024: 143,7 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 12 % (2024: 11 %). Das EBIT belief sich auf 20,1 Mio. € (2024: 17,5 Mio. €). Die EBIT-Marge belief sich auf 11,7 % (2024: 12,2 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Umsatz 122,9 143,7 171,6
EBIT 3,0 17,5 20,1
Auftragseingang 165,1 154,0 141,5
Auftragsbestand 168,6 184,9 144,7

Area Americas

Die Area Americas umfasst Nord- und Südamerika sowie die Karibik.

Markt- und Auftragsentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den USA zeigte sich im Berichtsjahr robust. Das Wirtschaftswachstum wurde speziell durch den privaten Konsum sowie Investitionen getragen. In Kanada war die Konjunktur stabil, wenngleich externe Einflüsse und strukturelle Herausforderungen dämpfend wirkten. In Lateinamerika und der Karibik stellte sich die Entwicklung uneinheitlich dar und war von unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen geprägt.

Vor diesem makroökonomischen Hintergrund war der nordamerikanische Feuerwehrmarkt im Jahr 2025 mit einem Marktvolumen von rund 4.500 Fahrzeugen pro Jahr stabil. Die USA sind weiterhin der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für Feuerwehrfahrzeuge und vereinten rund ein Viertel des weltweiten Marktvolumens auf sich. Der US-Markt ist durch eine vergleichsweise hohe Homogenität, eine einheitliche Sprache sowie weitgehend standardisierte Normen und regulatorische Rahmenbedingungen gekennzeichnet.

Der Auftragseingang in der Area Americas lag mit 466,9 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 529,6 Mio. €. Aufgrund der lokalen Produktion an vier eigenen Standorten ist Rosenbauer in der Region nur indirekt von handelspolitischen Einschränkungen betroffen. Die USA stellen für Rosenbauer einen erweiterten Heimatmarkt dar. Auch der lateinamerikanische Markt entwickelte sich positiv. Die nationalen Feuerwehrorganisationen greifen dort sowohl auf Fahrgestelle aus europäischer als auch aus US-amerikanischer Produktion zurück. Rosenbauer ist in den wesentlichen Märkten der Region über langjährige Vertriebsstrukturen etabliert.

Geschäftsentwicklung

Die Area Americas erzielte in der Berichtsperiode mit 399,8 Mio. € einen Umsatz deutlich über Vorjahresniveau (2024: 346,8 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 28 % (2024: 27 %). Das EBIT verdoppelte sich beinahe auf 10,4 Mio. € (2024: 5,7 Mio. €) und lag damit über dem Vorjahreswert, die EBIT-Marge lag bei 2,6 % (2024: 1,6 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Umsatz 275,7 346,8 399,8
EBIT 1,0 5,7 10,4
Auftragseingang 483,9 529,6 466,9
Auftragsbestand 725,0 989,8 1.011,1

Vorbeugender Brandschutz

Rosenbauer Brandschutz und Rosenbauer Brandschutz Deutschland planen, errichten und warten ortsfeste Lösch- und Brandmeldeanlagen für industrielle, gewerbliche und öffentliche Anwendungen. Beide Unternehmen sind als VdS-Errichterbetriebe anerkannt. VdS-Zertifikate gelten in der Brandschutz- und Versicherungsbranche als etablierte Gütesiegel. Sie unterstreichen die fachliche Kompetenz sowie die hohe Qualität der erbrachten Leistungen.

Markt- und Auftragsentwicklung

Die Bauwirtschaft in Deutschland befand sich auch 2025 in einer Übergangsphase. Nach mehreren Jahren mit rückläufiger Leistungsstärke zeigten sich erste Anzeichen einer Stabilisierung und leicht verbesserte Erwartungen, insgesamt blieb die Marktlage jedoch uneinheitlich. Ein moderat verbessertes Geschäftsklima im Jahresverlauf konnte die weiterhin belastenden Effekte stagnierender Baugenehmigungszahlen und schwankender Auftragseingänge nicht kompensieren. Etwas positiver entwickelten sich Sanierungen sowie Nutzungsänderungen bestehender Gebäude, die Anpassungen und Erweiterungen im Brandschutz erforderlich machten.

Vor diesem Hintergrund verzeichnete das Segment Vorbeugender Brandschutz einen Rückgang bei den Neuaufträgen. Nach einer 2024 eingeleiteten Neuausrichtung des Segments stand das Berichtsjahr im Zeichen der Stabilisierung. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf dem Neuaufbau des Vertriebs sowie der Reorganisation interner Prozesse. Insbesondere die Optimierung der Datenerfassung und -verwaltung legte die Grundlage für eine künftig effizientere und raschere Angebotslegung. Nach einer außergewöhnlich hohen Personalfluktuation 2024 gelang es im Berichtsjahr, qualifiziertes Personal mit branchennaher Erfahrung zu rekrutieren und die personelle Basis nachhaltig zu stärken.

Gleichzeitig wurden gezielt strategische Maßnahmen eingeleitet, um neues Marktpotenzial zu erschließen. Ein besonderer Fokus lag auf dem weiteren Ausbau des Verkaufs von Sonderlöschanlagen. Darüber hinaus sollen die Bereiche Gaslöschanlagen für sensible Anwendungsbereiche, Löschsysteme für Großküchen sowie Werferlöschanlagen in müllverarbeitenden Betrieben weiter gestärkt werden. Ebenso soll der zunehmende Bedarf an CO2-Löschanlagen für Rechenzentren adressiert werden, der sich aus dem globalen Trend zur Digitalisierung sowie dem verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz ergibt.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz im Vorbeugenden Brandschutz verringerte sich 2025 von 37,4 Mio. € auf 3,4 Mio. €. Damit betrug sein Anteil am Gesamtumsatz 1 % (2024: 3 %). Das EBIT ging auf -16,7 Mio. € zurück (2024: -3,8 Mio. €). Darin enthalten ist auch die Wertminderung des Firmenwerts der Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH in Höhe von 4,2 Mio. €.

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Umsatz 41,2 37,4 3,4
EBIT 2,2 −3,8 -16,7
Auftragseingang 38,9 24,1 20,3
Auftragsbestand 28,4 5,2 14,9

Segmentberichterstattung – Angaben zu Geschäftsbereichen (nach Produkten)

Fahrzeuge

Rosenbauer entwickelt und produziert Feuerwehrfahrzeuge für kommunale, industrielle und Flughafenanwendungen sowie Hubrettungsgeräte. Die Fertigung erfolgt nach europäischen und US-amerikanischen Normen sowie nach länderspezifischen Standards. Der überwiegende Teil der Produktion entfiel auch 2025 auf Kommunalfahrzeuge. Die meisten Fahrzeuge wurden für Feuerwehren in Österreich, Deutschland und den USA gefertigt.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.107 Fahrzeuge (2024: 2.035 Fahrzeuge) ausgeliefert. Das Produktsegment war mit 1.115,8 Mio. € (2024: 985,2 Mio. €) bzw. einem Anteil von ca. 78 % (2024: 75 %) das umsatzstärkste im Konzern. Der Auftragseingang lag mit 1.222,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert (2024: 1.342,0 Mio. €).

Im Fahrzeugumsatz sind Löschsysteme enthalten, die überwiegend in den eigenen Fahrzeugen verbaut werden. Das Produktportfolio umfasst unter anderem Feuerlöschpumpen, Pumpenanlagen und Tragkraftspritzen, Schaumzumischsysteme, Druckluft(CAFS)- und Höchstdrucklöschsysteme, Werfer für Fahrzeuge und stationäre Brandschutzanlagen sowie Strahlrohre, Löscharme und Motor-Pumpenaggregate.

Der PANTHER electric wurde 2025 in Europa und Nordamerika im Rahmen von Praxiserprobungen und Produktdemonstrationen getestet. Die Tests und Vorführungen dienten der Evaluierung der Einsatzfähigkeit, Reichweite und Systemleistung unter verschiedenen betrieblichen Bedingungen.

Die Serienproduktion der RT-Baureihe in Leonding wurde 2025 weiter stabilisiert. Neben Auslieferungen in europäische Städte wie Berlin, Wien und Genf wurde erstmals ein RTX in Santiago de Chile in Betrieb genommen. Der RT stellt einen wesentlichen Innovationsbaustein im kommunalen Segment dar.

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Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Auftragseingang 1.133,5 1.342,0 1.222,2
Umsatz 790,5 985,2 1.115,8

Ausrüstung

Rosenbauer bietet Einsatzkräften von der persönlichen Schutzausrüstung, bestehend aus Helmen, Anzügen, Handschuhen und Stiefeln, bis hin zur technischen Ausrüstung ein breit gefächertes Angebot, das laufend optimiert und an die Kundenbedürfnisse angepasst wird.

Das Berichtsjahr markierte das zehnjährige Jubiläum des Feuerwehrschutzhelms HEROS Titan und war zugleich von einem hohen Auftragseingang im Helmbereich geprägt.

Der Anteil am Konzernumsatz belief sich auf ca. 9 % (2024: 9 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Auftragseingang 112,7 122,6 138,4
Umsatz 98,6 117,3 127,9

Customer Service

Rosenbauer betreibt in allen Areas Servicezentren (insgesamt 25), über die der Customer Service in der Region gesteuert wird. Rund 700 Servicekräfte sind weltweit im Einsatz, weitere 100 Servicepartner vervollständigen das globale Service-Netzwerk.

Das Angebot des Customer Service umfasst definierte Servicepakete mit abgestuften Leistungen sowie Schulungs- und Trainingsprogramme. Weitere Standbeine sind das Ersatzteilgeschäft, Reparaturen und Generalüberholungen (Refurbishment) sowie die Vermietung von Fahrzeugen und Geräten. Im Segment Customer Service ist auch das Geschäft mit digitalen Produkten und Services enthalten. Dazu gehören unter anderem Drohnen für den Feuerwehreinsatz, Simulatoren für den Trainingsbetrieb sowie das Einsatzmanagementsystem Connected Command (vormals EMEREC) und das Fahrzeug- bzw. Flottenmanagementsystem Connected Fleet.

2025 erweiterte Rosenbauer in Luckenwalde/Deutschland seinen Standort zum größten Kundencenter im Konzern. Der neue Servicestandort verbessert die Kundennähe, ermöglicht raschere Instandsetzung, modernisiert Wartungsprozesse und stärkt die landesweite Servicepräsenz.

Das Segment Customer Service erzielte 2025 einen Umsatz von 132,6 Mio. € (2024: 118,4 Mio. €). Der Anteil am Konzernumsatz lag unverändert bei 9 % (2024: 9 %).

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Auftragseingang 112,4 138,3 135,8
Umsatz 103,7 118,4 132,6

Sonstige Umsätze

Die sonstigen Umsätze betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 49,3 Mio. € (2024: 47,6 Mio. €). Sie umfassen im Wesentlichen Fracht- und Übergabekosten und haben kaum Einfluss auf das Unternehmensergebnis.

Kennzahlen (in Mio. €) 2023 2024 2025
Auftragseingang 52,8 77,2 53,3
Umsatz 30,4 47,6 49,3

1 Nettoverschuldung = Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere

2 Trade Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Vertragsverbindlichkeiten - Lieferverbindlichkeiten

3 IWF, World Economic Outlook – Update, Jänner 2026.

4 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Konjunkturbericht, März 2026.

Risiken- und Chancenbericht

Risikomanagement

Rosenbauer ist in seinem unternehmerischen Handeln mit unterschiedlichen Risiken und Chancen konfrontiert. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken und Chancen ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement greift auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen zurück und ergänzt diese um spezifische Elemente, die zur ordnungsgemäßen Beurteilung erforderlich sind. Im Kern besteht das Risikomanagement bei Rosenbauer aus fünf Elementen:

Systematische Überwachung

Das Risikomanagement wird bei Rosenbauer in einem System abgebildet, das die im Konzern vorhandenen Risiken und Chancen auf der Ebene der jeweiligen Risk Unit übersichtlich darstellt. Die Geschäftsrisiken und -chancen werden mittels eines strukturierten Prozesses zweimal jährlich identifiziert und erfasst. Die Risikoverantwortlichen werden dabei vom Group Risk Manager begleitet und unterstützt.

Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre allfällige Auswirkung auf das EBT. Als Hilfestellung sind in einem Katalog zehn Kategorien mit Beispielen angeführt, in die die identifizierten Risiken und Chancen eingeordnet werden.

Aus der Risikoanalyse werden auf operativer Ebene die erforderlichen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen und die Instrumente zur Risikobewältigung als definierte Maßnahmen abgeleitet und den jeweiligen Risiken zugeordnet. Verantwortlich für die Umsetzung sind die Risikoverantwortlichen in den einzelnen Risk Units. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der Risikoinventur mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet. Im Zuge dieses Termins werden auch die generelle Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Systems beurteilt.

Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) hat die Aufgabe, die Effektivität und Effizienz der Geschäftstätigkeit zu sichern. Es besteht aus systematisch gestalteten organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen zur Einhaltung von internen und externen Richtlinien sowie zur Abwehr von Schäden, die beispielsweise durch ungeregelte oder unrechtmäßige Handlungen verursacht werden können. Die Kontrollen sind direkt in die unternehmerischen Prozesse und Abläufe integriert. Darüber hinaus erfolgen prozessunabhängige Prüfungen der Wirksamkeit der Kontrollen durch die Interne Revision.

Um das Bewusstsein bei Rosenbauer in Bezug auf das Interne Kontrollsystem zu stärken, wurde ein E-Learning zum Thema konzipiert, das den Mitarbeitenden über die E-Learning-Plattform zur Verfügung steht. Im Zuge laufender Audits wird die Partizipation validiert.

Zielgerichtetes Kontrollumfeld

Eine wichtige Basis des IKS stellen die unternehmensweit gültigen Regelungen und Richtlinien dar. Dazu kommen die im Integrierten Managementsystem verankerten Prozessdarstellungen und hinterlegten Arbeitsanweisungen. Im Rahmen von internen Audits wird kontrolliert, ob diese Richtlinien eingehalten und die Prozesse sauber ausgeführt werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert, Empfehlungen abgeleitet und die operative Umsetzung wird überwacht.

Einheitliche Rechnungslegung

Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses umfasst eine klare Aufbau- und Ablauforganisation. Sämtliche Funktionen sind eindeutig Personen (zum Beispiel in der Finanzbuchhaltung oder im Controlling) zugeordnet. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeitenden erfüllen alle fachlichen Voraussetzungen. Bei den relevanten Prozessen der Rechnungslegung wird, sofern es technisch bzw. organisatorisch möglich ist, auf ein Vier-Augen-Prinzip geachtet. Bei den verwendeten Finanzbuchhaltungssystemen handelt es sich überwiegend um Standardsoftware, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt ist. Auf den Rechnungslegungsprozess bezogene wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in einem Konzernhandbuch verbindlich festgelegt.

Detaillierte Finanzberichte

Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten im Rechnungswesen wird regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätsprüfungen überprüft. Zudem erfolgen laufende Analysen durch das konzernweite Controlling und Treasury. Detaillierte Finanzberichte werden auf Monats- und Quartalsbasis erstellt bzw. sind täglich aktuell abrufbar, um Abweichungen in der Ertrags- und Vermögenslage von den Planzahlen rasch identifizieren und beheben zu können.

Klare Zuständigkeiten

Dieses ausgeprägte Regelungs- und Berichtssystem gibt neben den prozessorientierten Rahmenbedingungen vor allem ablauforientierte Maßnahmen vor, die von sämtlichen betroffenen Einheiten umgesetzt werden müssen. Die operative Verantwortung liegt bei den jeweiligen Prozessverantwortlichen. Die Einhaltung des Rosenbauer Regelwerks wird durch die Interne Revision im Rahmen der periodischen Prüfungen der einzelnen Bereiche überwacht.

Erläuterung der Einzelrisiken

Umfeld- und Branchenrisiken

Globale Erwärmung

Im Jahr 2024 wurde mit Unterstützung einer externen Beratung eine Klimarisiko- und -vulnerabilitätsanalyse gemäß den Anforderungen der Corporate Sustainablity Reporting Directive (CSRD), der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und der EU-Taxonomie-Verordnung durchgeführt. Die 2020 durchgeführte Analyse nach den Empfehlungen der Taskforce on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) diente dabei als Input. Im Zuge der Klimarisiko- und -vulnerabilitätsanalyse wurden klimabezogene transitorische und physische Risiken und Chancen, die für Rosenbauer potenziell finanziell relevant sein können, identifiziert. Dabei wurden zwei Szenarien gemäß IPCC SSP5 8.51 (> 4 °C Erderwärmung) für die physischen und IEA NZE2 1,5 °C für die transitorischen Chancen und Risiken betrachtet.

In einer Langzeitperspektive stellen die unzureichende Anpassung an die klimabezogene Gesetzgebung, insbesondere steigende THG-Emissionspreise, die antizipierte technologische Entwicklung im Markt für Heavy-Duty-Trucks und die erwarteten Rohstoffkostensteigerungen für Stahl und Aluminium die wichtigsten transitorischen Risiken dar. Die gesellschaftliche Anpassung an klimabezogene Risiken und der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft bieten Rosenbauer aber auch mittel- und langfristig Chancen, insbesondere durch die Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen und die Expertise im präventiven Brandschutz.

Die Standorte von Rosenbauer sind in einem 4-°C-Szenario verschiedenen physischen Klimarisiken ausgesetzt. Insbesondere die US-Standorte sind von mehreren, potenziellen Risiken betroffen. Risiken wie Sturmschäden, Dürren und Hitzestress stellen potenzielle Gefahren für die meisten Standorte dar.

Marktrisiken und -chancen

Das internationale Feuerwehrgeschäft ist ein Konjunkturnachläufer und reagiert typischerweise mit einer Verzögerung von 12 bis 24 Monaten auf wirtschaftliche Schwächephasen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kundinnen und Kunden überwiegend dem öffentlichen Sektor angehören, ihre Beschaffungen langfristig planen und mit ihren Investitionen auch antizyklisch Impulse setzen. Aufträge werden nur in sehr seltenen Ausnahmefällen storniert.

Bei der Beurteilung marktwirtschaftlicher Risiken und Chancen orientiert sich Rosenbauer an den Annahmen führender Institutionen zur wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder und Vertriebsregionen. Darüber hinaus führen Elementarereignisse und Naturkatastrophen verstärkt zu Investitionen in Feuerwehrtechnik. Diese Beschaffungen sind zwar nicht planbar, bieten aber zusätzliche Absatzchancen in der Feuerwehrausstattung. Rosenbauer analysiert regelmäßig die maßgeblichen Branchenrisiken und nutzt Chancen durch rasches Reagieren auf Marktveränderungen.

Die jährliche Geschäftsplanung wird aus der Mittelfristplanung abgeleitet und umfasst einen nach Regionen und Produkten gegliederten Absatzplan, der als Steuerungsinstrument dient. So können Chancen und strategische Risiken frühzeitig erkannt werden. Mit Produktionsstätten auf vier Kontinenten und einem weltweiten Vertriebs- und Servicenetz lassen sich Absatzschwankungen in einzelnen Märkten ausgleichen.

Wettbewerbs- und Preisdruck

Der größte Wettbewerbs- und Preisdruck herrscht bei Kommunalfahrzeugen. Die zunehmende Zentralisierung des Beschaffungswesens bietet zusätzliche Chancen durch fairen Wettbewerb und transparentere Prozesse. Gleichzeitig besteht das Risiko, durch die Bündelung der Beschaffungsvolumina Großaufträge zu verlieren.

Knappe Budgets veranlassen Kundinnen und Kunden dazu, Minimalausstattungen zu wählen, wodurch die technologisch überlegenen, aber oft teureren Lösungen von Rosenbauer aus Kostengründen mitunter nicht in Betracht gezogenen werden.

Rosenbauer analysiert und überwacht kontinuierlich die Markt- und Absatzentwicklung in den einzelnen Ländern und Vertriebsregionen. Für jeden Vertriebs- und Produktbereich sind klare strategische Leitlinien und konkrete Wachstumsziele definiert. Zur Abfederung des Preisdrucks setzt Rosenbauer auf die Entwicklung von modularen und skalierbaren Produkten sowie den Ausbau des Serviceangebots. Dies schafft zusätzlichen Kundennutzen und ermöglicht eine klare Differenzierung des Wettbewerbes. Als führender Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen ist Rosenbauer in der Lage, Aufträge rasch, d. h. mit vergleichsweise kurzen Lieferzeiten, abzuwickeln.

Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen

Durch die Tätigkeit auf globalen Märkten unterliegt Rosenbauer verschiedenen Rechtssystemen. Eine Änderung von Gesetzen oder Vorschriften oder regulatorischen Vorgaben zur Ausübung des Geschäftes (z. B. Einfuhrzölle, Produktklassifizierungen, Umweltauflagen usw.) sowie eine strengere Auslegung bestehenden Rechts können zu erheblichen Mehrkosten oder Wettbewerbsnachteilen führen. Darüber hinaus können politische Krisen und Embargos den Zugang zu bestimmten Märkten vorübergehend einschränken oder erschweren.

Diese Unwägbarkeiten und die Möglichkeit staatlicher Eingriffe können die Geschäftstätigkeit der Gruppe auf verschiedene Weise beeinträchtigen, indem sie Investitionen verzögern oder verhindern, die Rückführung investierter Mittel erschweren oder zu höheren Produktionskosten oder Betriebsunterbrechungen führen.

Risiken, die sich für das Feuerwehrgeschäft aufgrund politisch oder rechtlich veränderter Rahmenbedingungen ergeben, werden durch entsprechende Lieferverträge und beschleunigte Projektabwicklungszeiten abgesichert bzw. reduziert.

Betriebliche Risiken

Produktionsrisiken und -chancen

Die Produktionstätigkeit erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Potenziellen Produktionsrisiken werden bereits im Rahmen des Industrial Engineering durch eine präzise Prozessplanung minimiert. Die anschließende Überwachung der Produktionsprozesse erfolgt mittels regelmäßiger Prozessaudits.

Das zentrale Steuerungselement in der Fahrzeugfertigung ist ein umfassendes Kennzahlensystem, das u. a. Produktivität, Montage- und Durchlaufzeiten, Produktionsstückzahlen, Qualität und Kosten abbildet. Ergänzend dazu dient die „mitlaufende Kalkulation“ als zentrale Methode, mit der im Soll-Ist-Vergleich die Herstellkosten jedes Einzelauftrages überwacht werden. Um Schwankungen in der Auslastung einzelner Standorte auszugleichen, fertigt Rosenbauer im Konzernverbund und vergibt Fertigungsaufträge auch an externe Partnerinnen und Partner. Dadurch wird das Risiko einer Unterauslastung der Produktion bei einem deutlichen Marktrückgang wirksam begrenzt.

Ertragsrisiken infolge von externen Störungen sind durch entsprechende Produktionsausfallsversicherungen abgedeckt. Darüber hinaus besteht eine angemessene Versicherungsdeckung für Risiken im Zusammenhang mit Feuer, Explosionen und ähnlichen elementaren Gefahren.

Produktrisiken und -chancen

Rosenbauer setzt ein konsequentes Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 um, das die unternehmensinternen Prozesse und Abläufe klar strukturiert und dokumentiert. Das Managementsystem wird regelmäßig auditiert und bewertet, wodurch konzernweit eine einheitlich hohe Produktqualität gewährleistet und die Kundenzufriedenheit nachhaltig gesteigert wird. Der Plan-Do-Check-Act-Ansatz stellt sicher, dass qualitätsrelevante Prozesse auf verschiedenen Ebenen regelmäßig validiert und weiterentwickelt werden.

Moderne Entwicklungsmethoden, ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein sowie laufende Prozessoptimierungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Produktrisiken. Rosenbauer betreibt ein systematisches Innovationsmanagement und arbeitet in der Produktentwicklung eng mit den Feuerwehren zusammen, um praxisnahe und marktorientierte Lösungen zu realisieren. Ein professionelles Produktmanagement steuert den Entwicklungsprozess, wobei Marktanalysen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen gezielt berücksichtigt werden. Zur Absicherung potenzieller finanzieller Risiken aus Kundenschäden kommen neben dem konzernweiten Risikomanagementsystem auch Produkthaftpflichtversicherungen zum Einsatz.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Ein kritischer Erfolgsfaktor in der Fahrzeugfertigung ist die termingerechte Bereitstellung von Fahrgestellen durch OEMs. In der Versorgung mit zentralen Fahrzeugkomponenten wie Motoren, Getrieben und elektronischen Bauteilen konnten durch intensives Abstimmen mit den Herstellunternehmen deutliche Verbesserungen gegenüber den Vorjahren erzielt werden. Frühzeitiges Einbinden der Lieferanten in die Materialplanung erhöhte die Stabilität der Lieferkette und ermöglichte in der Folge eine Reduktion von Sicherheitsbeständen und Durchlaufzeiten.

Die anhaltende konjunkturelle Schwäche ist mit zusätzlichen Risiken verbunden. Zulieferer können Kapazitäten reduzieren oder in finanzielle Probleme geraten. Gleichzeitig eröffnen sich dadurch Chancen, Preisreduktionen bei Lieferanten durchzusetzen oder alternative Bezugsquellen zu erschließen. Etwaige Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten werden laufend überprüft und bewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf jenen Lieferunternehmen, für die aufgrund geringer Abnahmemengen oder einer Spezialisierung kein „multiple sourcing“ sinnvoll darstellbar ist.

Aktuelle geopolitische Entwicklungen erhöhen die Beschaffungsrisken, da die kurzfristige Einführung von Handelsbeschränkungen und Zöllen zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen in der Beschaffung führen kann. Bestehende Produktionskapazitäten in den USA und in Europa, verbunden mit einem verstärkten lokalen Sourcing, tragen wesentlich zur Begrenzung dieser Risiken bei.

Compliance-Themen entlang der Lieferkette sind von großer Bedeutung. Im Sinne des Lieferkettengesetztes ist sicher zu stellen, dass entlang der Lieferkette Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden. Dafür wurde eine softwareunterstützte Risikobetrachtung aller relevanten Lieferanten aufgebaut, mit der potenzielle Verstöße wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Umweltverstöße oder Korruption bewertet werden. Auf Basis dieser Analyse werden Präventions- und Abhilfemaßnahmen definiert – zum Beispiel konkrete Befragungen, Lieferantenvereinbarungen, Audits oder Eskalationsprozesse.

Zentrales Element ist dabei auch ein Beschwerdemechanismus, über den Mitarbeitende, Lieferanten oder externe Parteien Verstöße anonym melden können.

Informationstechnische Risiken

Mit zunehmender Vernetzung eines Unternehmens steigt auch das Cyberrisiko. Darunter werden verschiedene Einzelrisiken zusammengefasst, die aus potenziellen Cyberangriffen resultieren können. Dazu zählen insbesondere die Verletzung der Vertraulichkeit von Daten, etwa durch Ausspähen oder Datenverlust, die Verletzung der Integrität des IT-Systems oder der Daten infolge von Manipulation durch Schadsoftware sowie die Verletzung der Verfügbarkeit des IT-Systems oder der Daten, beispielsweise durch interne Unterbrechungen oder den Ausfall von Kommunikationswegen.

Um das Cyberrisiko möglichst zu minimieren, legt Rosenbauer großes Augenmerk auf eine sichere und leistungsfähige IT-Infrastruktur. Den damit verbundenen Risiken wird durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, den Einsatz von „State of the Art“-IT-Security-Systemen, modernen Datensicherungsmethoden sowie durch strukturierte Zugangs- und Zugriffskontrollen begegnet. Die Robustheit der Sicherheitssysteme wird zudem durch simulierte Angriffe von außen getestet. Die technischen Maßnahmen werden durch gezielte und regelmäßige IT-Security- und Datenschutz-Awareness-Trainings für Mitarbeitende ergänzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Rosenbauer wesentliche Schritte unternommen, um den Anforderungen der europäischen NIS2-Richtlinie gerecht zu werden. Nach einer umfassenden Analyse wurde Rosenbauer als „wesentliche Einrichtung“ eingestuft.

Zur Stärkung der Resilienz wurden bereits weitreichende technische Maßnahmen erfolgreich implementiert. Die organisatorischen Maßnahmen – insbesondere der Aufbau eines zertifizierungsfähigen Information Security Management Systems (ISMS) – befinden sich aktuell in der aktiven Umsetzungsphase.

Ein zentraler Meilenstein in der Governance-Struktur ist die Schaffung der Position des Chief Information Security Officer (CISO). Diese wurde als strategische Stabsstelle direkt beim Vorstand etabliert, um eine durchgängige Priorisierung des Themas Informationssicherheit auf höchster Ebene zu gewährleisten.

Die Position ist bereits besetzt. Der neue CISO tritt seinen Dienst am 1. April an und wird die organisatorischen Maßnahmen weiter schärfen sowie die konzernweite Informationssicherheitsstrategie nachhaltig stärken.

Umweltrisiken

Die Rosenbauer International AG ist nach den ISO-Standards 9001, 14001, 45001 und 50001 zertifiziert und erfüllt alle entsprechenden Anforderungen. Die Produktionstätigkeit des Rosenbauer Konzerns besteht überwiegend aus Montagearbeiten und ist daher mit nur geringen Umweltrisiken verbunden.

Die Anforderungen an das Umweltmanagement sind im Integrierten Managementsystem (IMS) durch definierte Prozesse und Arbeitsanweisungen verankert. Sie werden durch wiederkehrende Audits überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Produktionsprozesse und -abläufe werden im Zuge von Begehungen regelmäßig analysiert. Dabei werden potenzielle Risiken identifiziert und geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung bzw. Reduktion festgelegt.

Personelle Chancen und Risiken

Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt bietet Rosenbauer attraktive Rekrutierungschancen. Durch den konsequenten Aufbau einer starken Arbeitgebermarke gelingt es dem Unternehmen, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen, erfolgreich zu integrieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Tätigkeit bei Rosenbauer ist von einem klaren gesellschaftlichen Nutzen geprägt, da die Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leisten.

Attraktive Arbeitszeitmodelle, vielfältige Gesundheitsmaßnahmen und -aktivitäten sowie ein modernes Entgeltsystem tragen wesentlich zur hohen Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei. Diese spiegelt sich in einer niedriger Fluktuation sowie einer insgesamt hohen organisatorischen Resilienz wider.

Zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs kommt dem Lehrlingswesen eine zentrale Bedeutung zu. Für das Geschäftsjahr 2026 wurden die Aufnahmequoten deutlich erhöht, um auch künftig offene Positionen bevorzugt aus eigenen Ausbildungsprogrammen besetzen zu können.

Ergänzend dazu stärkt die Initiative „women@rosenbauer“ die Attraktivität für Frauen und wird nach der Einführung in Europa nun auch auf die US-amerikanischen Standorte ausgeweitet.

Vielfältige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen die Qualifizierung, Motivation und langfristige Bindung der Mitarbeitenden. Neben einer Nachfolgeplanung der Schlüsselpositionen legt Rosenbauer besonderen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskräfte sowie auf interne Karrieremöglichkeiten. Im Rahmen unternehmenseigener Curricula werden Schlüsselkräfte in Zusammenarbeit mit renommierten Bildungseinrichtungen und Hochschulen laufend weitergeschult.

Rechtliche Risiken

Die Rosenbauer International AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit rechtlichen Verfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen konfrontiert. Diese können unter anderem die Produktsicherheit, Patente sowie andere Immaterialgüterrechte, Handels-, Liefer- und weitere Vertragsbeziehungen betreffen sowie zu behördlichen Verfahren führen.

Compliance-Risiken wird im Rahmen des Rosenbauer Compliance-Managements begegnet. Regelmäßige allgemeine und gezielte Schulungen tragen dazu bei, Compliance-Verstöße zu vermeiden. Für das Melden von Verdachtsfällen, etwa in den Bereichen Kartellrecht, Korruption, Wirtschaftskriminalität, Diskriminierung oder sexuelle Belästigung steht allen Mitarbeitenden, Lieferantinnen und Lieferanten und Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern seit Dezember 2021 eine anonyme Hinweisplattform zu Verfügung.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 wurden in den USA Zivilklagen gegen die US-Tochtergesellschaften der Rosenbauer International AG wegen angeblicher Verstöße gegen die US-amerikanischen Kartellgesetze eingereicht. Zivilkläger (Kunden) behaupten, dass bestimmte Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen des US-Marktes sich abgesprochen hätten, um die Produktion zu drosseln und vertrauliche, wettbewerbsrelevante Informationen auszutauschen, um die Preise für Feuerwehrfahrzeuge in die Höhe zu treiben und das Angebot zu beschränken. Weitere Informationen unterbleiben, um die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Finanzielle Risiken

Im März 2024 wurde von allen beteiligten Parteien eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommittierte und kommittierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden.

Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des §119 BörseG 2018 beantragt. Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio. € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre (1+1) mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst.

Weitere Details zu den finanziellen Risiken sind der Aufstellung der Finanzverbindlichkeiten in den Notes unter Punkt D36. „Risikomanagement“ Abschnitt d) Liquiditätsrisiko zu entnehmen.

Zins- und Währungsrisiken

Aus den internationalen Aktivitäten entstehen zins- und währungsbedingte Risiken, die durch den Einsatz entsprechender Sicherungsinstrumente abgedeckt werden. Dabei regelt eine konzernweit geltende Finanz- und Treasury-Richtlinie, welche Instrumente zulässig sind. Die operativen Risiken werden durch derivative Finanzinstrumente wie zum Beispiel Devisentermingeschäfte sowie Zinssicherungsgeschäfte abgesichert. Diese Transaktionen werden ausschließlich zur Absicherung von Risiken, nicht hingegen zu Handels- oder Spekulationszwecken durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen in den Erläuternden Angaben im Konzernabschluss verwiesen.

Kreditrisiken

Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen ergeben können, werden gering eingeschätzt, da der überwiegende Teil der Kunden aus dem öffentlichen Sektor stammt. Es kommen unterschiedliche Möglichkeiten zur Zahlungsbesicherung wie beispielsweise Akkreditive und Eigentumsvorbehalte zum Einsatz. Bei Lieferungen in Länder mit einem erhöhten politischen oder wirtschaftlichen Risiko werden zur Absicherung staatliche und private Exportversicherungen in Anspruch genommen.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Rosenbauer sieht sich weiterhin den oben beschriebenen Herausforderungen in operativer und finanzieller Hinsicht gegenüber. In all diesen Bereichen hat Rosenbauer Maßnahmen ergriffen, um die Ertrags- und Liquiditätslage nachhaltig zu verbessern sowie die Eigenkapitalbasis zu stärken. Hier sei insbesondere auf die Erläuterungen zu den Liquiditätsrisiken in den Notes unter Punkt D36 Abschnitt d) hingewiesen. Der Vorstand der Rosenbauer International AG schätzt somit die Wahrscheinlichkeit der Unternehmensfortführung angesichts der mit der Kapitalerhöhung und langfristigen Refinanzierungsvereinbarung und der guten Geschäftsaussichten als sehr hoch ein.

1 1 IPCC 8.5: Die Shared Socioeconomic Pathways (SSPs) des sechsten Sachstandberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) stellen Szenarien der projizierten sozioökonomischen globalen Veränderungen bis zum Jahr 2100 dar.

Sie werden zur Ableitung von Treibhausgasemissionsszenarien bei unterschiedlichen klimapolitischen Maßnahmen verwendet. Das Szenario SSP5 beschreibt ein „fossil-fueled Development“ mit sehr hohen Treibhausgasemissionen (Verdreifachung bis 2075).

2 2 IEA NZE: Das „Net Zero Emissions by 2050 Scenario“ (NZE) der Internationalen Energieagentur (IEA) ist ein normatives Szenario zur Erreichung von Net-zero-CO2-Emissionen bis 2050 mit dem Ziel den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu beschränken.

Weitere rechtliche Angaben

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsverständnis

Unter Nachhaltigkeit versteht Rosenbauer verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln für langfristigen ökonomischen Erfolg im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft. Nachhaltig profitabel zu wachsen ist erklärtes Unternehmensziel. Dabei werden sämtliche relevanten Stakeholder miteinbezogen und im direkten Dialog angesprochen.

In der Rosenbauer Nachhaltigkeitsstrategie sind die zentralen Handlungsschwerpunkte festgelegt. Neben der effizienten Nutzung von Ressourcen will Rosenbauer als Technologieführer mit zukunftsorientierten Materialien Produkte schaffen, die den Kundinnen und Kunden zum Schutz von Leben und Infrastruktur dienen. Darüber hinaus hat Rosenbauer den Anspruch, als Top-Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden eine ausgewogene Work-Life-Balance zu ermöglichen und für sie eine moderne und sichere Arbeitsumgebung zu schaffen. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2023 eine CSR-Policy basierend auf der Nachhaltigkeitsstrategie ausgearbeitet.

Im Geschäftsjahr 2022 hat Rosenbauer eine Klimastrategie samt Reduktionszielen für den Konzern entwickelt. Sie dient als Basis für die zukünftige verpflichtende und vertiefende Berichterstattung. 2023 wurden diese Klimaziele dann in weiterer Folge bei der Science Based Targets initiative (SBTi) eingereicht und erfolgreich validiert. Diese sind zu dem auch Bestandteil der neuen Vergütungspolitik von Rosenbauer, die mit dem Geschäftsjahr 2025 in Kraft trat und nun auch Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt.

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist eingebettet in die Unternehmensstrategie – ihr Fundament sind die Rosenbauer Markenwerte. Rosenbauer stellt sich weltweit den Herausforderungen der modernen Feuerwehren und geht selbstbewusst voran. Als ihr Partner arbeitet Rosenbauer fokussiert an Produkt- und Servicelösungen, die den Alltag der Einsatzkräfte erleichtern und vor allem sicherer machen.

Der Konzern fühlt sich in seinem Handeln nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden, sondern hat eigene Regeln wie den Code of Conduct aufgestellt, die darüber hinausgehen. Zudem zeigt Rosenbauer mit einem eigenen, 2023 etablierten Business Partner Code of Conduct, der die Themen Soziales, Menschenrechte, Umwelt und fairen Wettbewerb umfasst, Verantwortung für seine Lieferkette.

Nachhaltigkeitsmanagement

Das Rosenbauer Nachhaltigkeitsmanagement ist organisatorisch in der Abteilung Group Accounting and Tax angesiedelt und berichtet an den Vorstand. Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements ist es, in allen Geschäftsprozessen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu berücksichtigen und die ökonomischen mit den ökologisch-sozialen Vorstellungen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Dabei arbeiten Nachhaltigkeitsmanagement und operative Einheiten eng zusammen. Zur Steuerung und jährlichen Überprüfung der Zielerreichung werden sowohl quantitative als auch qualitative Messinstrumente eingesetzt.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Seit dem Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht Rosenbauer jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, der über die Rosenbauer Website abgerufen werden kann. Dieser wurde bis 2023 nach den „GRI-Standards“ (Global Reporting Initiative) und seit 2024 nach den ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sowie den Anforderungen des österreichischen „NaDiVeG“ (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) erstellt. Wie bereits 2024 erscheint der Bericht 2025 gemäß § 267a UGB und § 243b UGB als gesonderter nichtfinanzieller Bericht.

Rosenbauer ist seit dem Berichtsjahr 2022 verpflichtet, den Anteil der taxonomiekonformen und nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten am Gesamtumsatz, an den Investitions- und Betriebsausgaben sowie entsprechende qualitative Informationen dazu offenzulegen. Für das Berichtsjahr 2025 unterliegt Rosenbauer der Berichterstattungspflicht gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalpolitik

Rosenbauer hat seine Personalpolitik an die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Ihre wichtigsten Ziele sind die Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber in der Öffentlichkeit, die Implementierung von modernen Führungsinstrumenten in den operativen Prozessen, die Förderung von Internationalität und Diversität in der Mitarbeitendenstruktur sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine leistungsorientierte Unternehmenskultur.

Das Unternehmen legt großen Wert auf fachlich wie sozial kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und es unterstützt diese gezielt bei der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Neben einem umfangreichen Qualifizierungsangebot bestehen internationale Programme für die Team- und Führungskräfteentwicklung. Zum Jahresende 2025 waren im Konzern 4.922 Mitarbeitende beschäftigt, um 9,8 % mehr als im Vorjahr. Darüber hinaus waren zum Jahresultimo 2025 insgesamt 241 Leiharbeitskräfte (2024: 231) im Konzern tätig.

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Personalentwicklung

Die Entwicklung und Qualifizierung der Mitarbeitenden ist eine der wichtigsten Aufgaben des HR-Managements. Rosenbauer evaluiert laufend das Angebot an Aus- und Weiterbildungsprogrammen und adaptiert es für gegebene strategische und organisationelle Bedarfe. Diese umfassen vor allem technische und betriebswirtschaftliche Trainings, Seminare zur Verbesserung der Verhandlungs- und Gesprächsführung sowie der sozialen Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mitarbeitendengesundheit. Mit dem #StayHealthy-Portfolio existiert ein breites Angebot zu den Themen allgemeine Gesundheit, Stressmanagement und Resilienz. Auch der Bereich Diversität und Inklusion wird im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogramms behandelt und soll künftig noch ausgeweitet werden.

Im Jahr 2025 führte Rosenbauer in Österreich ein digitales, anonymes Impulsbefragungsinstrument zur kontinuierlichen Erhebung von Mitarbeitenden-Feedback ein, um ein Stimmungsbild zu erfassen und die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln. Zwei Pilotbefragungen dienten zur Evaluierung der Tool-Handhabung, der internen Prozesse sowie der Ergebnisqualität und Benutzerfreundlichkeit. Bei der erstmaligen österreichweiten Befragung nahmen 58 % der Mitarbeitenden teil. Die Verantwortung für die Bearbeitung der Ergebnisse, die Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen sowie deren Evaluation liegt primär bei den Führungskräften, die dabei durch die Abteilung Human Resources (HR) unterstützt werden. HR übernimmt zusätzlich die unternehmensweite Auswertung, die Qualitätssicherung der Prozesse sowie die Kommunikation der Ergebnisse an den Vorstand.

Die Gruppe Österreich (Rosenbauer International, Rosenbauer Brandschutz Österreich, Rosenbauer Österreich) investierte 2025 insgesamt 700 t€ (2024: 629 t€) in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bewährte Programme wie beispielsweise die Rosenbauer Sales and Purchase Academy wurden international ausgerollt. Auch das Rosenbauer Customer Service Excellence Program konnte konzernweit ausgeweitet werden. Mit dem Programm Rosenbauer Leadership Excellence reagiert Rosenbauer auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rüstet seine Führungskräfte, damit sie in einem komplexen und volatilen Umfeld erfolgreich agieren können. Das modular aufgebaute Curriculum wurde 2025 mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erneut erfolgreich durchgeführt. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung innerhalb des Konzerns.

Die Lehrlingsausbildung hat bei Rosenbauer weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Im Berichtsjahr wurde das bestehende Aus- und Weiterbildungskonzept für Lehrlinge umfassend überarbeitet und gezielt erweitert. Neu hinzugekommen sind Schulungsangebote zur Persönlichkeitsentwicklung (Motivation und Verantwortung übernehmen, Suchtpräventionen etc.) sowie zur Vertiefung fachlicher Kompetenzen (Kostensensibilisierung, Office Skills wie Telefontraining und E-Mail-Korrespondenzen). Die zentralen Ausbildungsberufe umfassen Metalltechnik mit Schwerpunkt Maschinenbau, Mechatroniker/Mechatronikerin sowie Industriekauffrau bzw. -mann.

Weibliche Nachwuchskräfte sollen weiterhin bevorzugt für technische Berufe aufgenommen werden. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der weiblichen Lehrlinge in den Lehrberufen Mechatronik und Metalltechnik sowie der Produktionsmitarbeiterinnen stetig. Ende 2025 waren bereits 14 % (2024: 13,7 %) der Beschäftigten weiblich.

Chancengleichheit

Rosenbauer ist bestrebt, allen Mitarbeitenden die gleichen Chancen einzuräumen – unabhängig von Abstammung, Alter, Geschlecht, Kultur oder Herkunft. Um die Diversität zu fördern, hat Rosenbauer im Berichtsjahr den Fokus auf Menschen mit Behinderung gesetzt – unterstützt durch eine Vertrauensperson für Menschen mit Behinderung sowie die aktive Teilnahme an Inklusions- und Diversitätsnetzwerken.  

In einem traditionell von Männern geprägten Berufsfeld sind punktgenaue Maßnahmen zur Förderung von Frauen sinnvoll. Die Initiative women@rosenbauer zielt vor allem auf die Vernetzung der Mitarbeiterinnen ab sowie auf die gegenseitige Unterstützung und den Austausch untereinander. Dies wird beispielsweise durch eine interne Website mit Informationen zum Thema Gleichstellung gefördert sowie durch diverse Veranstaltungen, um das Miteinander aller Mitarbeitenden zu verbessern. Die firmeneigene Krabbelstube feierte im Berichtsjahr ihr zehnjähriges Jubiläum.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Recruiting, der in Zukunft explizit mehr Frauen für Rosenbauer gewinnen möchte, insbesondere für technische Berufe. Es werden mehrere Initiativen unterstützt, wie etwa MINTality, die Mädchen schon im Schulalter für Technik begeistern sollen.

Informationen gemäß § 243a Abs. 1 UGB

Rosenbauer ist mit Stückaktien im Prime Market der Wiener Börse gelistet. Das Grundkapital der Rosenbauer International AG beträgt 20,4 Mio. €, eingeteilt in 10.200.000 nennbetragslose Stückaktien, die jeweils einen anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,0 € verbriefen. Aufgrund der im Februar 2025 durchgeführten Kapitalerhöhung stieg das Grundkapital von 13,6 Mio. € auf 20,4 Mio. €. Gleichzeitig stieg die Anzahl der ausgegebenen Aktien von 6.800.000 auf 10.200.000. Im Geschäftsjahr 2024 wurden 3.665.912 Namensaktien in Inhaberaktien umgewandelt und 3.134.088 waren bereits Inhaberaktien. Jede Rosenbauer Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum Stichtag 31.12.2025 halten die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH (Robau) rund 55 % und die Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH (BVG) rund 17 % der Anteile an der Rosenbauer International AG. Unter Beachtung der Gleichbehandlung liegen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien keine Beschränkungen vor, sofern der Anteil an Inhaberaktien am Grundkapital der Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt unter 40 % liegt. Es gibt keine Inhaberinnen oder Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Aktien besitzen, üben ihre Stimmrechte direkt aus.

In der Satzung der Rosenbauer International AG sind die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates festgelegt. Zum Mitglied des Vorstandes kann nur bestellt werden, wer das 65. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Bestellung noch nicht vollendet hat. Die Bestellung einer Person zum Mitglied des Vorstandes, die zum Zeitpunkt der Bestellung das 65. Lebensjahr bereits vollendet hat, ist jedoch zulässig, wenn mit entsprechendem Beschluss der Hauptversammlung die Zustimmung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen erteilt wird. In den Aufsichtsrat kann nur gewählt werden, wer das 70. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht vollendet hat. Die Wahl einer Person zum Mitglied des Aufsichtsrates, die zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr bereits vollendet hat, ist jedoch zulässig, wenn der entsprechende Beschluss in der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst wird.

Für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft, ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Corporate-Governance-Bericht des Rosenbauer Konzerns ist auf der Website www.rosenbauer.com/de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance im Kapitel „Investor Relations“ unter „Corporate Governance“ veröffentlicht.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung1

Der IWF erwartet für 2026 eine weiterhin robuste Weltwirtschaft mit einem globalen Wachstum von rund 3,3 % auf Vorjahresniveau. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt regional unterschiedlich. In den USA bleibt das Wachstum mit rund 2,4 % vergleichsweise stark, in Europa mit etwa 1,3 % moderat. In Asien liegt das Wachstum insgesamt höher; China verlangsamt sich auf 4,5 %, während Indien und Teile Südostasiens weiter deutlich über dem globalen Durchschnitt wachsen.

Die globale Inflationsdynamik dürfte sich 2026 weiter abschwächen. Der IWF erwartet eine durchschnittliche Verbraucherpreisinflation von rund 3,8 %. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation den Zielwerten der Zentralbanken an – im Euroraum etwa 2 %, in den USA langsamer rückläufig. Sinkende Energiepreise wirken zusätzlich dämpfend auf den Preisdruck.

Die Finanzmärkte bleiben laut IWF von einem unterstützenden geldpolitischen Umfeld geprägt. In den USA und Großbritannien wird mit weiteren Zinssenkungen gerechnet, während die Europäische Zentralbank einen stabilen Zinspfad verfolgt. Der US-Dollar dürfte 2026 robust, aber volatil bleiben. Schwellenländer mit soliden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen profitieren von den geldpolitischen Lockerungen und günstigen globalen Finanzierungsbedingungen.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Der Konflikt führt zu anhaltenden Unsicherheiten an den Energie- und Beschaffungsmärkten sowie zu erhöhten Preis- und Lieferkettenrisiken. Die möglichen Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Rosenbauer Gruppe werden in diesem Zusammenhang aktuell analysiert und sind zurzeit noch nicht abschätzbar.

Perspektiven auf den Absatzmärkten

Die Feuerwehrbranche folgt der konjunkturellen Entwicklung mit einem Abstand von ein bis zwei Jahren. Die Nachfrage wird stark von Ländern mit kontinuierlichem Beschaffungswesen und einem erhöhten Sicherheitsbewusstsein nach Naturkatastrophen geprägt. Global ist eine verstärkte Investitionsbereitschaft von Flughäfen erkennbar, getragen von wachsendem Flugbetrieb, regulatorischen Vorgaben und einem zunehmenden Bewusstsein für operative Risiken. In Europa werden aus geopolitischen Erwägungen neue Finanzierungsprogramme für Sicherheit und Infrastruktur geschnürt.

Vor diesem Hintergrund ist für die globale Feuerwehrbranche im Jahr 2026 von einer weiterhin stabilen Nachfrageentwicklung auszugehen – denn trotz eines durchwachsenen konjunkturellen Umfelds und knapper werdender Budgets investiert der öffentliche Sektor kontinuierlich in die Sicherheit von Menschen und Infrastruktur.

Rosenbauer verfolgt die Entwicklung der verschiedenen Feuerwehrmärkte sehr genau, um Absatzchancen frühzeitig nutzen zu können. Abhängig davon, welche Länder oder Regionen ein erhöhtes Beschaffungsvolumen erkennen lassen, werden die Vertriebsaktivitäten vor Ort intensiviert. Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über einen historisch hohen Auftragsbestand von 2.354,6 Mio. € (2024: 2.279,8 Mio. €). Dieser Wert liegt deutlich über einem Konzernjahresumsatz und stellt die Auslastung auf Basis der Produktionskapazitäten bis ins Jahr 2027 sicher.

Area Europe

Für Europa prognostiziert der IWF 2026 ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 1,3 %, wobei Deutschland als größter Markt nach der Rezession wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren sollte. Österreich und die Schweiz dürften laut WIFO um 0,5 % bzw. 1,2 % wachsen.

Die Ausgaben der europäischen Länder für den Brand- und Katastrophenschutz bewegen sich seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau, wobei die Zahl zentraler Sammelausschreibungen für Kommunalfahrzeuge zunimmt. Der gestiegene Sicherheitsbedarf und der Schutz kritischer Infrastruktur schaffen zusätzliche Nachfragepotenziale, während für vermehrte Extremereignisse wie Waldbrände und Überflutungen in einigen Ländern Sonderbudgets und Förderungen für Lösch- und Spezialfahrzeuge bereitstehen.

Für das Jahr 2026 rechnet die Area Europe mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums. Die Auftragsbücher bei den Fahrzeugen sind bis ins Jahr 2027 gut gefüllt. Zusätzlich wird im Bereich Customer Service eine anhaltend steigende Nachfrage erwartet. Weitere Nachfrageimpulse ergeben sich aus den Produktsegmenten Ausrüstung – insbesondere Persönliche Schutzausrüstung – sowie aus dem Bereich Komponenten und Beladungsprojekte.

Rosenbauer hat bereits die Berufsfeuerwehren Berlin, Wien und auch Genf mit neuen Elektrofahrzeugen ausgestattet. Das Interesse an elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen besteht europaweit, da die Leistungsfähigkeit und das Konzept überzeugen. Aufgrund der Kürzungen im Bereich der öffentlichen Förderungen, verzögern sich Beschaffungsprozesse. Auch Flughäfen, die in Europa meist privatwirtschaftlich organisiert sind, haben ein großes Interesse am nachhaltigen Betrieb ihrer Fahrzeugflotten.

Area Middle East & Africa

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für den Mittleren Osten stellen sich für das Jahr 2026 insgesamt positiv dar. Der IWF erwartet eine Beschleunigung des Wachstums, getragen von höherer Ölproduktion, stabiler Binnennachfrage und fortgesetzten strukturellen Reformen. Für den Sub-Sahara-Raum wird ein solides Wachstum von rund 4,6 % prognostiziert.

Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich Rosenbauer in Saudi-Arabien und hat mit der Gründung weiterer Servicestützpunkte in den Nachbarländern ein klares Bekenntnis zur Region abgegeben. In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 5.000 Fahrzeuge geliefert.

Für das Geschäftsjahr 2026 geht die Area Middle East & Africa von einer neuerlichen Umsatzsteigerung aus. Die Auftragsbücher reichen schon jetzt bis ins Geschäftsjahr 2027. Gleichzeitig ist ein zunehmender Trend hin zu standardisierten Produkten zu beobachten, wobei aus Kundensicht eine einfache Bedienbarkeit sowie eine hohe Zuverlässigkeit der Systeme im Vordergrund stehen.

Area Asia-Pacific

Für Asien-Pazifik erwartet der IWF 2026 ein solides, über dem globalen Durchschnitt liegendes Wachstum, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik. Die ASEAN‑5-Staaten wachsen mit rund 4,2 %, China mit 4,5 % und Indien mit 6,4 %. Zugleich erfordern volatile Rahmenbedingungen, geopolitische Spannungen und Handelsunsicherheiten eine differenzierte Marktbearbeitung.

Die Area Asia-Pacific geht für das Geschäftsjahr 2026 von einer weiteren Verbesserung beim Umsatz und beim Auftragseingang aus. In Australien und Neuseeland gewinnen Nachhaltigkeit und alternative Antriebe als Wachstumstreiber an Bedeutung; das Interesse an emissionsarmen Feuerwehrfahrzeugen nimmt im Zuge klimapolitischer Ziele deutlich zu.

In Japan stützt die Ausrichtung auf Dekarbonisierung und geringere Energieimportabhängigkeit die Nachfrage nach innovativen, energieeffizienten Feuerwehrlösungen. China bleibt für internationale Fahrzeugexporte vorerst weitgehend verschlossen, weshalb sich Rosenbauer auf Ausrüstung und Komponenten für Endkundinnen und Endkunden und lokale Aufbauherstellbetriebe konzentriert.

Indien ist dank wachsender Mittelschicht und umfangreicher Infrastrukturinvestitionen ein wichtiger Zukunftsmarkt. Der Ausbau öffentlicher Sicherheitsinfrastruktur erhöht die Nachfrage nach moderner Feuerwehrtechnik und eröffnet langfristige Wachstumspotenziale für Rosenbauer.

Area Americas

Für die Area Americas erwartet der IWF 2026 eine Fortsetzung des moderaten Wachstums. Die USA bleiben mit einem prognostizierten BIP-Zuwachs von 2,4 % zentraler Wachstumsanker, Kanada soll um 1,6 % zulegen. Lateinamerika dürfte trotz struktureller und politischer Herausforderungen eine stabile, aber schwächere Konjunktur aufweisen. In Brasilien kühlt sich das Wachstum auf 1,6 % ab, während Argentiniens Wirtschaft um rund 4,0 % wachsen könnte.

Nordamerika ist mit einem Viertelanteil am globalen Feuerwehrmarkt der wichtigste homogene Einzelmarkt für Feuerwehrfahrzeuge und bildet für Rosenbauer einen erweiterten Heimatmarkt mit großem Wachstumspotenzial.

In Südamerika verfügt Rosenbauer über ein starkes Handelsnetz mit einem Vertriebskontakt in jedem Land. Die Bereiche Ausrüstung und Komponenten bieten neben dem Fahrzeuggeschäft zusätzliche Wachstumschancen, die durch das Mercosur-Abkommen weiter unterstützt werden.

Der aktuelle Auftragsbestand für die Area Americas sichert die Auslastung bis ins Jahr 2027. Im laufenden Geschäftsjahr sollen das Industriegeschäft in den USA sowie die lateinamerikanischen Märkte weiter ausgebaut werden. Dort greifen nationale Feuerwehren sowohl auf Fahrgestelle europäischer als auch US-amerikanischer Herkunft zurück, was die Beschaffung unterstützt.

Investitionen und Kapazitäten

Das Investitionsmanagement von Rosenbauer erfasst systematisch sämtliche Bedarfe im Konzern und priorisiert diese nach strategischen und wirtschaftlichen Kriterien. Für das Jahr 2026 sind Investitionen in der Höhe von rund 53,8 Mio. € geplant. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Produktivität sowie auf Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung von Betriebseinrichtungen und Anlagen.

Zu den wichtigsten Investitionsvorhaben 2026 zählen die Übernahme einer Produktionshalle sowie die Errichtung eines Logistik- und Servicegebäudes in Minnesota, USA, das neue vollautomatische Kleinteilelager in Leonding, ein neues Bearbeitungszentrum und ein Fahrzeugprüfstand im Werk 1 in Leonding sowie neue bzw. erweiterte Servicestandorte in Bad Abbach, Ljubljana und Santiago de Chile. Darüber hinaus wird der konzernweite Roll-out von SAP-S/4 Hana konsequent fortgeführt, um die Standardisierung und Effizienz der Geschäftsprozesse weiter zu erhöhen.

Finanz- und Liquiditätslage

Rosenbauer hat branchenbedingt einen hohen unterjährigen Finanzierungsbedarf. Das liegt zum einen am hohen Individualisierungsgrad der Fahrzeuge, die zu langen Durchlaufzeiten führen, zum anderen an vergleichsweise langen Kundenzahlungszielen und geringen Anzahlungsquoten. Der Konzern wirkt diesem Umstand mit gezielten Maßnahmen entgegen, um die Auftragsabwicklung zu optimieren.

Die Liquidität im Konzern wird durch eine entsprechende monatlich rollierende Liquiditätsplanung ermittelt und laufend überwacht. Durch ausreichende mittel- und langfristige Kreditrahmen sowie einer Reserve in Form von Bankguthaben und ungenutzten Kreditlinien bei Banken soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden.

Im März 2024 hat die Rosenbauer International AG zur Stabilisierung ihrer Finanzlage mit wesentlichen Finanzierungspartnerinnen und -partnern eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente bis 3. November 2025 verlängert werden. Die MRFV enthielt neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 % und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsahen.

Darüber hinaus hat sich Rosenbauer in der MRFV zu einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zur Aussetzung von Dividendenzahlungen verpflichtet. Mit der Kapitalerhöhung sollte das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden.

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionärinnen und Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue, auf den Inhaber bzw. die Inhaberin lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahr 2024 beschlossen.

Die Gremien der Rosenbauer International AG beschlossen in Folge zum Zweck der Durchführung der Kapitalerhöhung sämtliche 3.400.000 neue auf den Inhaber bzw. die Inhaberin lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von € 35 je Stück durch eine neue Investorin zeichnen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der bisherigen Mehrheitseigentümerin, der Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH (BVG), und der neuen Investorin wurde im Juni 2024 unterschrieben. Bei der neuen Investorin handelt es sich um die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH (Robau), an der neben der Pierer Industrie AG und der Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH auch die Raiffeisen Beteiligungsholding GmbH und die Invest Unternehmensbeteiligungs AG beteiligt sind. Die Kapitalerhöhung wurde im Februar 2025 durchgeführt.

Im August 2024 wurde seitens der Robau mitgeteilt, dass sie neben der Zeichnung der Kapitalerhöhung von der bisherigen Mehrheitseigentümerin BVG ein Aktienpaket von 25,15 % mittelbar erwerben wird, dies erfolgte im März 2025. Somit erwarb die Robau durch diese beiden Transaktionen eine kontrollierende Beteiligung in Höhe von 50,1 % an der Rosenbauer International AG. Aufgrund der vorgenannten Transaktionen wurde seitens Robau auch ein antizipatorisches Übernahmeangebot an die weiteren Aktionärinnen vorgelegt.

Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio. € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst. Die Financial Covenants wurden für die Geschäftsjahre ab 2025 neu vereinbart und werden laufend durch Rosenbauer überwacht.

Nähere Erläuterungen zur Finanz- und Liquiditätslage sind dem Abschnitt Finanzielle Risiken sowie den Notes unter Punkt D36. „Risikomanagement“ Abschnitt d) Liquiditätsrisiko zu entnehmen.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die Rosenbauer Unternehmensgruppe verfügt aus heutiger Sicht über angemessene Voraussetzungen für eine geordnete Geschäftsentwicklung im Jahr 2026. Die Feuerwehrbranche ist überwiegend von öffentlichen Auftraggebern geprägt und folgt konjunkturellen Entwicklungen erfahrungsgemäß mit zeitlicher Verzögerung. Trotz eines von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfelds wirken Investitionen in Sicherheits-, Infrastruktur- und Katastrophenschutzmaßnahmen grundsätzlich stabilisierend auf die Nachfrage.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über einen soliden Auftragsbestand, der die Auslastung der Produktionskapazitäten in den kommenden Perioden wesentlich unterstützt. Die weitere Entwicklung wird unter anderem von der gesamtwirtschaftlichen Lage in den einzelnen Regionen, der Umsetzung laufender Projekte sowie von der Entwicklung der Energie-, Rohstoff- und Vormaterialpreise beeinflusst. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, zur Optimierung der Wertschöpfungsprozesse sowie zur Verbesserung des Working Capitals werden fortgeführt.

Gleichzeitig ist sich der Vorstand der bestehenden Risiken bewusst, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen, Kosten- und Preisdruck sowie möglichen Veränderungen der finanziellen Rahmenbedingungen. Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen, der internationalen Aufstellung des Konzerns sowie des etablierten Risikomanagements geht der Vorstand davon aus, dass sich die operative Entwicklung der Rosenbauer Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2026 insgesamt stabil darstellen wird.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand auf Basis der aktuellen Planung einen Umsatz von circa 1,6 Mrd. €. Die EBIT-Marge soll sich unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten weiter auf über 6 % verbessern.

Leonding, am 27. März 2026

Robert Ottel e. h.      Andreas Zeller e. h.      Thomas Biringer e. h.

1 IWF, World Economic Outlook, 19. Jänner 2026.

image

Konzern-Bilanz

VERMÖGEN (in T€)

Erläuterung Nr.

31/12/2024

31/12/2025

A.

Langfristiges Vermögen

I.

Sachanlagen

(D1)

151.372

165.052

II.

Immaterielle Vermögenswerte

(D1)

64.820

63.572

III.

Nutzungsrechte

(D1)

33.587

42.754

IV.

Wertpapiere

(D2)

163

2

V.

Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

(D3, D4)

1.773

0

VI.

Aktive latente Steuer

(D5)

35.227

42.524

286.942

313.904

B.

Kurzfristiges Vermögen

I.

Vorräte

(D6)

602.170

649.310

II.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

(D7)

332.558

307.806

III.

Forderungen aus Ertragsteuern

2.250

2.431

IV.

Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel

(D8)

33.069

60.218

970.047

1.019.765

Summe VERMÖGEN

1.256.989

1.333.669

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN (in T€)

Erläuterung Nr.

31/12/2024

31/12/2025

A.

Eigenkapital

I.

Grundkapital

(D9)

13.600

20.400

II.

Kapitalrücklagen

(D9)

23.703

133.417

III.

Andere Rücklagen

(D9)

17.910

13.159

IV.

Kumulierte Ergebnisse

(D9)

149.834

198.771

Den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital

205.047

365.747

V.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

(D10)

3.028

5.205

Summe Eigenkapital

208.075

370.952

B.

Langfristige Schulden

I.

Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

(D11)

2.115

132.880

II.

Langfristige Leasingverbindlichkeiten

27.408

34.640

III.

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

(D12)

1.701

2.137

IV.

Langfristige Rückstellungen

(D13)

28.886

27.349

V.

Passive latente Steuer

(D5)

6.165

7.004

66.275

204.010

C.

Kurzfristige Schulden

I.

Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss

(D14)

16.287

18.976

II.

Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

(D15)

388.179

126.461

III.

Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

8.043

10.746

IV.

Vertragsverbindlichkeiten

(D16)

327.705

349.422

V.

Lieferverbindlichkeiten

(D17)

111.020

98.915

VI.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

(D18)

91.467

110.086

VII.

Steuerschulden

(D19)

10.252

11.994

VIII.

Sonstige Rückstellungen

(D20)

29.686

32.107

982.639

758.707

Summe EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

1.256.989

1.333.669

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€

Erläuterung Nr.

2024

2025

1.

Umsatzerlöse

(D21)

1.305.945

1.428.987

2.

Umsatzkosten

(D22)

1.083.956

1.153.987

3.

Bruttoergebnis

221.989

275.000

4.

Sonstige Erträge

(D26)

13.094

8.835

5.

F&E, Produktmanagement

(D23)

27.308

30.557

6.

Vertriebsaufwendungen

(D24)

62.564

69.118

7.

Verwaltungsaufwendungen

(D25)

79.916

92.767

8.

Sonstige Aufwendungen

(D27)

385

6.854

9.

Operatives Ergebnis (EBIT)

64.910

84.539

10.

Zinsen und ähnliche Erträge

(D30)

4.186

645

11.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(D31)

42.953

30.333

12.

Anteil am Ergebnis an equity-bilanzierten Unternehmen

(D3, D4)

123

174

13.

Finanzergebnis

38.644

29.862

14.

Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

26.266

54.677

15.

Ertragsteuern

(D32)

3.538

382

16.

Periodenergebnis

29.804

54.295

davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss

2.849

4.526

davon Aktionäre des Mutterunternehmens

26.955

49.769

Durchschnittliche Zahl ausgegebener Aktien

(E5)

6.800.000

9.633.333

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

(E5)

3,96

5,17

Verwässertes Ergebnis je Aktie

(E5)

3,96

5,17

Darstellung des Konzerngesamtperiodenerfolgs

in T€

Erläuterung Nr.

2024

2025

Periodenergebnis

29.804

54.295

Neubewertungen gemäß IAS 19

(D13)

1.693

633

darauf entfallende latente Steuern

416

136

Änderung des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Verbindlichkeiten, die auf eine Änderung des Ausfallsrisikos zurückzuführen ist

171

456

darauf entfallende latente Steuern

39

105

Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

1.409

147

Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung

2.408

8.358

Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedge

(D36c)

Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste

89

2.728

darauf entfallende latente Steuern

207

445

Realisierte Gewinne/Verluste

124

7

darauf entfallende latente Steuern

31

2

Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

2.197

6.070

Sonstiges Ergebnis

788

5.923

Konzerngesamtperiodenerfolg nach Ertragsteuern

30.592

48.372

davon entfallen auf:

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

3.402

3.353

Aktionäre des Mutterunternehmens

27.190

45.019

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbar

Andere Rücklagen

in T€

Erläuterung Nr.

Grundkapital

Kapitalrücklage

Währungs- umrechnung

Neubewertungen gemäß IAS 19

Zeitwert- rücklage

Hedging Rücklage

kumulierte Ergebnisse

Zwischensumme

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Konzern- eigenkapital

Stand 01.01.2025

13.600

23.703

22.873

5.115

351

199

149.834

205.047

3.028

208.075

Sonstiges Ergebnis

0

0

7.185

497

351

2.288

0

4.751

1.173

5.923

Periodenergebnis

0

0

0

0

0

0

49.769

49.769

4.526

54.295

Konzern- gesamtperiodenerfolg

0

0

7.185

497

351

2.288

49.769

45.018

3.353

48.372

Kapitalerhöhung

6.800

112.200

0

0

0

0

0

119.000

0

119.000

Transaktionskosten der Kapitalerhöhung

2.486

0

0

0

0

0

2.486

0

2.486

Erwerb Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

(B1)

0

0

0

0

0

0

1.179

1.179

1.501

2.679

Veränderung von kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

(D14)

0

0

0

0

0

0

2.011

2.011

677

2.688

Ausschüttung

(D9) (D10)

0

0

0

0

0

0

0

0

2.000

2.000

Stand 31.12.2025

20.400

133.417

15.688

4.618

0

2.089

198.771

365.747

5.205

370.952

Stand 01.01.2024

13.600

23.703

21.018

3.838

482

12

125.917

180.894

2.206

183.100

Sonstiges Ergebnis

0

0

1.855

1.277

132

211

0

235

553

788

Periodenergebnis

0

0

0

0

0

0

26.955

26.955

2.849

29.804

Konzern- gesamtperiodenerfolg

0

0

1.855

1.277

132

211

26.955

27.190

3.402

30.592

Veränderung von kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

(D14)

0

0

0

0

0

0

3.037

3.037

819

3.857

Ausschüttung

(D9) (D10)

0

0

0

0

0

0

0

0

1.761

1.761

Stand 31.12.2024

13.600

23.703

22.873

5.115

351

199

149.834

205.047

3.028

208.075

Konzerngeldflussrechnung

in T€

Erläuterung Nr.

2024

2025

Ergebnis vor Ertragsteuern

26.266

54.677

+

Abschreibungen

(D29)

32.341

40.275

±

Verluste / Gewinne aus equity-bilanzierten Unternehmen

(D3, D4)

123

174

-/+

Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Wertpapieren

(D26)

132

154

+

Zinsaufwendungen

(D31)

39.398

30.333

-

Zinsertrag und Wertpapiererträge

(D30)

631

645

±

Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

(D33)

3.094

12.095

±

Veränderung von Vorräten

(D6)

2.535

74.113

±

Veränderung von Forderungen aus Leistungen und Auftragsfertigungen

(D7)

6.166

28.696

±

Veränderung der sonstigen Forderungen

38.640

31.992

±

Veränderung von Lieferverbindlichkeiten/Erhaltene Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten

52.861

52.956

±

Veränderung von sonstigen Verbindlichkeiten

4.723

22.195

±

Veränderung von Rückstellungen (ohne Rückstellungen von Ertragsteuern)

7.578

1.782

Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel

123.367

118.680

-

Gezahlte Zinsen

38.780

27.069

+

Erhaltene Zinsen und Wertpapiererträge

631

645

+

Erhaltene Dividenden von equity-bilanzierten Unternehmen

(D3, D4)

253

98

-

Gezahlte Ertragsteuern

3.239

5.216

Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit

82.232

87.138

-

Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Wertpapieren

(D33)

29.607

40.367

+

Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Wertpapieren

4.373

4.324

-

Auszahlungen aus der Aktivierung von Entwicklungskosten

(D1)

6.027

4.316

Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit

31.261

40.359

+

Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung

0

119.000

Zahlungen für Transaktionskosten aus der Kapitalerhöhung

0

1.319

-

Ausbezahlte Gewinnanteile an Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

(D10)

1.761

2.000

+

Aufnahme von verzinslichen Verbindlichkeiten

(D33)

37.031

91.575

-

Tilgung von verzinslichen Verbindlichkeiten

(D33)

80.435

220.482

-

Tilgung von Leasingverbindlichkeiten

(D33)

6.783

7.682

Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit

51.948

20.908

Nettoveränderung der liquiden Mittel

978

25.869

+

Liquide Mittel am Beginn der Periode

(D8)

34.863

33.069

±

Anpassung aus der Währungsumrechnung

816

1.280

Liquide Mittel am Ende der Periode

(D8)

33.069

60.218

Erläuternde Angaben

A. Allgemeine Angaben

A1. Informationen zum Unternehmen und Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Rosenbauer Konzern ist eine international tätige Unternehmensgruppe mit Sitz der obersten Muttergesellschaft, Rosenbauer International AG, in Österreich. Der Schwerpunkt umfasst die Produktion von Feuerwehrfahrzeugen, die Entwicklung und Fertigung von Feuerlöschsystemen, die Ausrüstung von Fahrzeugen und Mannschaften sowie den vorbeugenden Brandschutz. Die Konzernzentrale befindet sich in 4060 Leonding, Paschinger Straße 90, Österreich. Die Gesellschaft ist beim Landesgericht Linz unter der Firmenbuchnummer FN 78543 f registriert und notiert im Prime Market der Wiener Börse. Das oberste Mutterunternehmen des Rosenbauer Konzerns ist die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH.

Der vorliegende Konzernabschluss der Rosenbauer International AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2025 wurde nach den Grundsätzen der IFRS Accounting Standards, wie sie von der EU übernommen wurden, erstellt und wird voraussichtlich im April 2025 durch Übermittlung vom Vorstand an den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben. Darüber hinaus sind die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt worden.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der Rosenbauer International AG, aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien und unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (siehe dazu C15. Ermessensentscheidungen sowie zu neuen Finanzierungsvereinbarungen siehe D36. Risikomanagement d) Liquiditätsrisiko).

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlust Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, die Werte in den Erläuternden Angaben erfolgen in tausend Euro, sofern nichts anderes angegeben ist. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, Zinssicherungsgeschäfte sowie Wertpapiere, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

A2. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Erstmals verpflichtend oder vorzeitig angewendete Standards

Folgende neue, überarbeitete beziehungsweise ergänzte Standards sind im Geschäftsjahr verpflichtend auf den Konzernabschluss der Rosenbauer International AG anzuwenden:

Standards / Interpretationen Verpflichtende

Anwendung in der EU
Änderungen zu IAS 21 Effects of Changes in Foreign Exchange Rates

Fehlende Austauschbarkeit (Endorsement Status November 2024)
1. Jänner 2025

Aus den Standardänderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Rosenbauer International AG.

A3. Künftige Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden durch neue Rechnungslegungsstandards

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren neben den vom Konzern bereits angewandten Standards und Interpretationen die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden beziehungsweise nicht von der Europäischen Kommission übernommen worden. Der Konzern beabsichtigt, diese neuen oder geänderten Standards ab dem Zeitpunkt des angegebenen verpflichtenden Inkrafttretens anzuwenden.

Bis auf die Änderungen aufgrund des IFRS 18 - Darstellung und Angaben im Anhang werden aus den Änderungen der nachfolgenden Standards/Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Rosenbauer International AG erwartet.

Verpflichtende Anwendung
Standards / Interpretationen
Änderungen zu IFRS 9 and IFRS 7 Amendments to the Classification and Measurement of Financial Instruments (Endorsement Status Mai 2025) 1. Jänner 2026
Änderungen zu IFRS 9 and IFRS 7 Contracts Referencing Nature-dependent Electricity (Endorsement Status Juni 2025) 1. Jänner 2026
Jährliche Verbesserungen an den IFRS Volume 11

(Endorsement Status Juli 2025)
1. Jänner 2026
IFRS 18 Darstellung und Offenlegung im Anhang

(Endorsement Status Februar 2026)
1. Jänner 2027
IFRS 19 Tochterunternehmen, die keiner öffentlichen Rechenschaftspflicht unterliegen: Angaben (noch nicht endorsed) 1. Jänner 2027
Änderungen zu IAS 21 The Effect of Changes in Foreign Exchange Rates: Translation to a Hyperinflationary Presentation Currency (noch nicht endorsed) 1. Jänner 2027

IFRS18 - Darstellung und Angaben im Anhang wird den derzeit geltenden IAS 1 Presentation of Financial Statements ersetzen und auch zu Anpassungen an IAS 7 Statement of Cash Flows sowie IAS 8 führen. Der neue Standard zielt primär darauf ab, die Beurteilung der finanziellen Leistung eines Unternehmens durch eine verbesserte Vergleichbarkeit und Transparenz zu erleichtern. Dazu wird für die Gewinn- und Verlustrechnung vorgegeben, welche Aufwendungen und Erträge in die folgenden, neu definierten Bereichen zuzuordnen sind, Betrieblicher Bereich (Operating), Investitionsbereich (Investing) und Finanzierungsbereich (Financing). In der Kapitalflussrechnung entfallen die Ausweiswahlrechte für erhaltene und gezahlte Dividenden sowie Zinsen. Das Betriebsergebnis wird als Startpunkt bei der Anwendung der indirekten Methode vorgegeben. Ein weiteres Ziel des IFRS 18 liegt darin, unternehmensspezifische, nützliche Informationen zur Verfügung stellen zu lassen. Dazu werden Vorgaben gemacht, ob und wie Anhangangaben zu sogenannten MPMs (management-defined performance measures) zu machen sind. Zudem wird neu geregelt, welche Gruppierungsregeln (Aggregation, Disaggregation) bei Angaben im Anhang zu verwenden sind.

Bei der Umsetzung des Standards sind im Jahr der Erstanwendung die Vorjahresvergleichszahlen anzupassen. Für die Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung ist dabei eine Überleitungsrechnung im Anhang darzustellen. Die Anwendung des IFRS 18 wird Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzerngeldflussrechnung haben und auch neue bzw. geänderte Anhangsangaben erforderlich machen. Derzeit werden die tatsächlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss im Detail beurteilt.

B. Konsolidierungsgrundsätze

B1. Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Aufstellung der Beteiligungsgesellschaften (siehe Punkt E3. „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“) angeführt.

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind vom Mutterunternehmen beherrschte Beteiligungsunternehmen. Das Mutterunternehmen beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn es schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu beeinflussen.

Das Mutterunternehmen nimmt eine Neubeurteilung vor, ob es ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten Kriterien der Beherrschung verändert haben.

Wenn das Mutterunternehmen keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so wird das Beteiligungsunternehmen trotzdem beherrscht, wenn es über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei jenen Tochterunternehmen, bei denen die Rosenbauer International AG direkt oder indirekt über nicht mehr als die Hälfte der Stimmrechte verfügt, besteht eine vertraglich abgesicherte Beherrschungsmöglichkeit.

Dementsprechend sind neben dem Mutterunternehmen unter Anwendung von IFRS 10 4 inländische (Vorjahr: 4) und 26 (Vorjahr: 26) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Rosenbauer International AG stehen.

Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt, an dem das Mutterunternehmen die Beherrschung erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Alle einbezogenen Tochterunternehmen werden vollkonsolidiert.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (equity-bilanzierte Unternehmen)

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Beteiligungsunternehmen, auf das das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.

Ein Gemeinschaftsunternehmen stellt eine Unterkategorie von gemeinsamen Vereinbarungen im Sinne des IFRS 11 dar, das von den beteiligten Parteien gemeinschaftlich geführt wird und bei dem die beteiligten Parteien ein Anrecht auf dessen Nettovermögenswerte haben. Eine gemeinschaftliche Führung setzt eine vertraglich geregelte Aufteilung der Beherrschung über die Vereinbarung voraus und liegt nur dann vor, wenn es für die Durchführung der relevanten Tätigkeiten der einstimmigen Zustimmung der beteiligten Parteien bedarf.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und im Zuge der Erstbewertung mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile entsprechend dem Anteil am Gewinn und Verlust und am sonstigen Ergebnis der equity-bilanzierten Unternehmen. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten der „at equity“ bilanzierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbes an in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Die bisher nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaft Ciansa S.L. wurde im Geschäftsjahr auf die vollkonsolidierte Rosenbauer Española S.A. verschmolzen und wird daher im Konzernabschluss nicht mehr als at‑equity‑bewertete Beteiligung ausgewiesen. Die übertragene Gegenleistung an den bisherigen Partner in der Ciansa S.L. wurden Eigenkapitalanteile im Gegenwert des anteiligen Fairvalues der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden übertragen. Es erfolgte keine Cashwirksame Zahlung. Die übernommenen langfristigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 5.184 t€, das kurzfristige Vermögen auf 646 t€. Die Liquidenmittel die übernommen wurden beliefen sich auf 541 t€. Die übernommenen Schulden, nur kurzfristig, belief sich auf 2.679 t€.

Vollkonsolidierte

Unternehmen
„At equity“ konsolidierte

Unternehmen
2024 2025 2024 2025
Stand am 01.01. 31 31 1 1
Gründungen 0 0 0 0
Verschmelzung 0 0 0 1
Abgänge 0 0 0 0
Stand am 31.12. 31 31 1 0

Unternehmenserwerbe, Umgründungen und Unternehmensabgänge

Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine weiteren Unternehmenserwerbe, Umgründungen oder Unternehmensabgänge vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Unternehmenserwerbe, Umgründungen oder Unternehmensabgänge vorgenommen.

B2. Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden in den sonstigen Aufwendungen erfasst.

Firmenwerte werden jährlich oder bei Vorliegen eines wertmindernden Ereignisses einem Wertminderungstest unterzogen. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist, da im Konzern sämtliche vorhandene Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit dem anteiligen neubewerteten Nettovermögen angesetzt wurden (Partial-Goodwill-Methode). Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens mit kumulierten Ergebnissen verrechnet.

Kündbare Eigenkapitalanteile an Tochterunternehmen mit Andienungsrechten, die von den Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss gehalten werden, stellen für den Rosenbauer Konzern finanzielle Verbindlichkeiten dar. Diese werden gemäß IFRS 9 erstmalig zum beizulegenden Zeitwert des Rückkaufbetrages passiviert und in weiterer Folge gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert zu jedem Stichtag ergebnisneutral folgebewertet. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden zur Gänze dem Rosenbauer Konzern zugerechnet und der Anteil ohne beherrschenden Einfluss in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dies entspricht der Methode der teilweisen Erfassung des Anteils ohne beherrschenden Einfluss („Partial recognition of NCI“).

B3. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung bilanzierenden Unternehmen werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden werden deshalb zum jeweiligen Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bzw. die Aufwendungen und Erträge mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die aus der Fortschreibung des Eigenkapitals entstehende Umrechnungsdifferenz im Vergleich zur Erstkonsolidierung wird im sonstigen Ergebnis mit den Konzernrücklagen verrechnet. Im Berichtsjahr wurden Stichtagsumrechnungsdifferenzen von –8.358 t€ (2024: 2.408 t€) im sonstigen Ergebnis eingestellt.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
in € 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025
100 US-Dollar 96,2557 85,1064 92,3890 88,4969
100 Schweizer Franken 106,2473 107,3653 104,9730 106,7201
100 Singapur-Dollar 70,6015 66,2032 69,1656 67,7705
100 Brunei-Dollar 70,6015 66,2032 69,1656 67,7705
100 Südafrikanische Rand 5,0972 5,1430 5,0429 4,9557
100 Saudi-Rial 25,7215 22,7030 24,6275 23,5532
100 Australischer-Dollar 59,6232 56,8796 60,9865 57,0854
100 Zloty 23,3918 23,6911 23,2245 23,5868
100 VAE-Dirham 26,3019 23,1798 25,1598 24,0535
100 Britische Pfund 120,6011 114,6000 118,1172 116,7144

B4. Fair-Value-Bewertung

Finanzinstrumente wie Derivate werden wiederkehrend mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist als Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen beziehungsweise für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt, falls kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Rosenbauer bemisst den beizulegenden Zeitwert anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nichtfinanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Rosenbauer wendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei wenn möglich beobachtbare Input-Faktoren verwendet werden.

Im Konzernabschluss werden folgende Hierarchien zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren verwendet:

Bei sämtlichen Klassen von Finanzinstrumenten außer bei den langfristigen verzinslichen Kreditverbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Durch konzernweit geltende Richtlinien wird dem Grundsatz der einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Rechnung getragen.

C1. Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen, oder dem niedrigeren erzielbaren Betrag. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt und erfolgen ab dem Zeitpunkt, in dem sich die Vermögenswerte im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten ergeben sich aus dem zum Erwerb oder zur Herstellung eines Vermögenswertes entrichteten Betrag an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten oder aus dem beizulegenden Zeitwert einer anderen Entgeltform zum Zeitpunkt des Erwerbes oder der Herstellung.

Folgende Abschreibungssätze kommen zur Anwendung:

Fabriksgebäude und andere Baulichkeiten 3,00 % 10,00 %
Geschäftsgebäude 2,00 % 4,00 %
Technische Anlagen und Maschinen 10,00 % 25,00 %
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10,00 % 33,33 %

Die Restbuchwerte, Abschreibungsmethode und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Treten bei nichtfinanziellen Vermögenswerten Hinweise für Wertminderungen auf und liegt der erzielbare Betrag – dieser entspricht dem höheren Betrag aus dem Barwert der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse („Value in use“) oder dem Nettoveräußerungspreis („Fair value less costs of disposal“) – unter dem jeweiligen Buchwert, erfolgt gemäß IAS 36 („Impairment of Assets“) eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Kann der erzielbare Betrag für einen Vermögenswert nicht ermittelt werden, so wird der Vermögenswert im Rahmen einer Cash Generating Unit (CGU) einbezogen und einem Wertminderungstest unterzogen, wobei der Nutzungswert als erzielbarer Betrag herangezogen wird. Im Rosenbauer Konzern bilden grundsätzlich die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten jeweils eine CGU.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwandes eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurde. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Jahresergebnis erfasst.

C2. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von Firmenwerten nach der linearen Methode abgeschrieben. Folgende Abschreibungssätze kommen zur Anwendung:

Rechte / Lizenzen 25,0 % 33,3 %
Kundenstamm 10,00 %
Technologie 7,00 %10,00 %
Aktivierte Entwicklungskosten 10,00 % 25,00 %
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 25,0 % 33,33 %

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte ist in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ enthalten.

Firmenwerte

Firmenwerte gemäß IFRS 3 werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den „Cash Generating Units“ zugeordnet, die vom Unternehmenserwerb den Erwartungen zufolge profitieren werden. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als „Cash Generating Unit“ wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Der Wertminderungsbedarf der „Cash Generating Unit“ wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des zugeordneten Firmenwerts) mit dem Nutzungswert errechnet. Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen Ein- und Auszahlungen aufgrund der Daten einer mittelfristigen Unternehmensplanung ermittelt. Für nach einem Zeitraum von 3 Jahren anfallende Cashflows wird in der ewigen Rente ein Wachstum in Höhe von 1 % (2024: 1 %) herangezogen.

Die nachfolgende Tabelle fasst Schlüsselannahmen für jede firmenwerttragende Cash Generating Unit zusammen:

Zeitraum

der integrierten

Geldflussprognosen
Durchschnittliches jährliches

Umsatzwachstum
Jährliche

Margen
entwicklung
Diskontsatz

vor Steuern
2025
Rosenbauer d.o.o. 3 Jahre 4 % Stetig steigend 9,9 %
Rosenbauer UK plc 3 Jahre 42 % Stetig steigend 12,5 %
Rosenbauer Brandschutz Deutschland 3 Jahre 29 % Stetig steigend 11,1 %
2024
Rosenbauer d.o.o. 3 Jahre 13 % Stetig steigend 10,4 %
Rosenbauer UK plc 3 Jahre 16 % Stetig steigend 13,7 %
Rosenbauer Brandschutz Deutschland 3 Jahre 6 % Stetig steigend 11,3 %

Die Annahmen bezüglich der Umsatzentwicklung bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basieren im Allgemeinen auf bisherigen Ergebnissen und internen Erwartungen. Die Kostentreiber und die Anlagenzugänge basieren auf Erfahrungswerten und internen Erwartungen. Der Abzinsungssatz wird aufgrund von aktuellen Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig ermittelt.

Bei den zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich Ergebnis, Working-Capital-Veränderung, Investitionen und Abzinsungssatz.

Für die Zwecke des Goodwill-Impairment-Tests wurden grundsätzlich die rechtlich selbstständigen Unternehmenseinheiten auf Basis der internen Überwachung des Firmenwerts als firmenwerttragende CGUs festgelegt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der bestehenden Firmenwerte je CGU:

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Rosenbauer d.o.o 843 843
Rosenbauer UK plc 349 332
Rosenbauer Brandschutz Deutschland 4.146 0
5.338 1.175

Übersteigt der Buchwert der CGU, der der Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der dieser CGU zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrages wertgemindert. Übersteigt der Wertminderungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die darüber hinausgehende Wertminderung auf Basis der Buchwerte jedes einzelnen Vermögenswertes der CGU aufgeteilt. Dabei darf der Buchwert eines Vermögenswertes nicht unter einem bestimmbaren Nettoveräußerungswert oder Nutzungswert sowie unter Null wertgemindert werden. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung abgeschrieben wurden, werden gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben.

Die Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH hat sich im ersten Halbjahr 2025 nicht wie erwartet entwickelt und es wurde aufgrund der signifikanten negativen Abweichungen hinsichtlich des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum Budget ein „triggering event“ ausgelöst. Es wurde der Buchwert dem erzielbaren Betrags (Nutzungswert) gegenüberstellt und eine Wertminderung in Höhe von t€ 4.146 erfasst. Der Firmenwert der Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH wurde zur Gänze wertgemindert. Die Wertminderung wurde in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Darüber hinaus mussten zum 31. Dezember 2025 keine weiteren Wertminderungen vorgenommen werden.

Im Zuge einer Sensitivitätsanalyse müsste sich bei der CGU Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH das EBIT um rund 53 % verringern oder der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern um 7,5 % erhöhen, dass der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert wäre. Bei der CGU Rosenbauer d.o.o müsste sich das EBIT um rund 38 % verringern oder der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern um 4,6 % erhöhen, dass der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert wäre. Bei der CGU Rosenbauer UK plc müsste sich das EBIT um rund 93 % verringern oder der Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern um 57 % erhöhen, dass der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert wäre.

Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden im Sinne von IAS 38 („Intangible Assets“) nicht aktiviert und fließen dementsprechend unmittelbar und zur Gänze in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.

Entwicklungskosten, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden gemäß IAS 38 nur dann aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist und einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren wird, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und Rosenbauer über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden für Forschungen und Entwicklungen 35.658 t€ (2024: 32.935 t€) aufgewendet, davon wurden Entwicklungskosten in Höhe von 5.101 t€ aktiviert (2024: 5.627 t€). Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2025 44.954 t€ (2024: 42.691 t€) und betrifft im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Fahrzeuge, Hubrettungsgeräte und Löschsysteme.

C3. Wertpapiere

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, wie Wertpapiere, werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswertes eingegangen ist, bilanziell erfasst.

Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9 für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt dabei von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab.

Im Rosenbauer Konzern werden Wertpapiere bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der IFRS 9-Kategorie „Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet. Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Erhaltene oder gezahlte Zinsen aus Finanzinvestitionen werden als Zinserträge oder Zinsaufwendungen ausgewiesen. Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs ausgewiesen.

C4. Latente Steuern

Latente Steuern sind auf alle zu versteuernden temporären Unterschiede zwischen dem Wert in der IFRS-Konzernbilanz und dem steuerlichen Wert zu bilanzieren. Ihre Ermittlung erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der „Balance sheet liability method“. Passive latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der passiven latenten Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Jahresergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Des Weiteren werden keine passiven latenten Steuern aus zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, sind nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im sonstigen Ergebnis erfasst.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden insoweit gebildet, als mit einem Verbrauch innerhalb des Planungszeitraums gerechnet werden kann.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.

Der Berechnung der tatsächlichen Steuern werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die im IAS 12 geregelte, verpflichtend anzuwendende Ausnahme der Bilanzierung von latenten Steueransprüchen und -verbindlichkeiten, die sich aus der Einführung der „International Tax Reform – Pillar Two Model Rules“ ergeben, wurde im vorliegenden Konzernabschluss angewendet. Die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH ist die oberste Muttergesellschaft der Rosenbauer International AG und ihrer Tochtergesellschaften im Sinne der Mindestbesteuerungsregelungen.

Laufende Steuern aus Pillar 2 werden als laufende Steuer entsprechend IAS 12 erfasst, wenn sie anfallen.

C5. Vorräte

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Nettoveräußerungswert (Marktpreis) am Bilanzstichtag bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt für gleichartige Vermögenswerte nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach ähnlichen Verfahren.

C6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorbehaltlich einer wesentlichen Finanzierungskomponente erstmalig mit dem Transaktionspreis gemäß IFRS 9 angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst und mit ihrem Barwert erstmalig angesetzt.

Die Zuordnung zu den möglichen IFRS 9-Kategorien hängt einerseits vom Geschäftsmodelltest sowie von den Eigenschaften der Zahlungsströme ab. Einige Gesellschaften des Rosenbauer Konzerns praktizieren das Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da die vertraglichen Zahlungsströme sowohl durch Kundenzahlungen als auch durch den Verkauf im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen an diverse Hausbanken vereinnahmt werden. Dies hat zur Folge, dass diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Kategorie „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis“ fallen. Die Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu dieser Kategorie hat auf den Konzernabschluss von Rosenbauer keine wesentlichen Auswirkungen, da der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres beglichen wird und aus diesem Grund davon ausgegangen wird, dass der beizulegende Zeitwert dem bisherigen Bewertungsmaßstab der fortgeführten Anschaffungskosten annähernd entspricht. Die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet, da der Konzern für diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das Geschäftsmodell „Halten“ anwendet.

Die Folgebewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bei ihrem erstmaligen Ansatz der Kategorie „beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis“ zugeordnet werden, erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, vermindert um Wertberichtigungen für erwartete Kreditausfälle. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet werden, werden in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen für erwartete Kreditausfälle, ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Bei der Ermittlung der Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste wird zwischen Forderungen mit und ohne Bonitätsbeeinträchtigung unterschieden. Eine Forderung gilt dann als bonitätsbeeinträchtigt, wenn die nachfolgenden Ereignisse eintreten:

Die Wertberichtigung wird bei Forderungen mit Bonitätsbeeinträchtigung mittels einer Einzelwertberichtigung in Höhe der Ausfallswahrscheinlichkeit gebildet.

Alle anderen Forderungen sind demnach nicht bonitätsbeeinträchtigt. Der Wertberichtigungsbedarf wird bei Forderungen ohne Bonitätsbeeinträchtigung zu jedem Abschlussstichtag pauschal anhand einer Wertberichtigungsmatrix in Höhe der erwarteten Kreditverluste ermittelt. Die Wertberichtigungsquoten werden auf der Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen bestimmt. Die Berechnung umfasst das wahrscheinlichkeitsgewichtete Ergebnis unter Berücksichtigung des Zinseffekts sowie angemessener und belastbarer Informationen über vergangene Ereignisse, aktuelle Gegebenheiten und künftig zu erwartende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zum Abschlussstichtag verfügbar sind.

Wertminderungen werden erfolgswirksam rückgängig gemacht, wenn der Grund für das Impairment entfällt oder eine Verbesserung vorliegt.

Erst bei Insolvenz oder erfolgloser rechtlicher Geltendmachung wird die Forderung ausgebucht.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird dann ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

a) Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

b) Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

C7. Kassenbestand

Die unter dem Posten „Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel“ ausgewiesenen Zahlungsmittel und -äquivalente wie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz für die Folgebewertung als „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ klassifiziert.

Die unter dem Posten „Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel“ ausgewiesenen Zahlungsmittel und -äquivalente werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen gemäß IFRS 9 zu überprüfen. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Hinsichtlich der Ermittlung des Wertminderungsbedarfes für den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wendet der Konzern die Erleichterungsvorschrift des IFRS 9.5.5.10 an (Vereinfachung für Finanzinstrumente mit geringem Kreditrisiko), wonach bei Finanzinstituten mit einem Bonitätsrating der Kategorie „Investment Grade“ auf eine Überprüfung der Bonitätsverschlechterung verzichtet wird. Die errechneten erwarteten Kreditverluste für Guthaben bei Kreditinstituten sind unwesentlich.

Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts realisiert.

C8. Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswertes eingegangen ist, bilanziell erfasst.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden wiederum mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn er negativ ist.

Derivate, für die das Hedge Accounting nicht anwendbar ist, werden für die Folgebewertung der IFRS 9 Kategorie „Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Im Rosenbauer Konzern werden bestimmte Sicherungsbeziehungen im Fremdwährungsbereich als Cashflow Hedges designiert. Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Hedge-Accounting-Bestimmungen des IFRS 9 („Financial Instruments“) designiert sind, werden im sonstigen Ergebnis mit dem wirksamen Teil des beizulegenden Zeitwertes erfasst und in der Hedging-Rücklage innerhalb des Eigenkapitals kumuliert. Der unwirksame Teil eines wirksamen Sicherungsinstruments wird sofort erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäftes wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäftes vom Eigenkapital über das sonstige Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder die Sicherungsbeziehung nicht mehr besteht, jedoch trotzdem mit dem Eintritt der geplanten Transaktion gerechnet wird, verbleiben die bis dahin aus diesem Sicherungsinstrument aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne/Verluste im Eigenkapital und werden gemäß obigen Erläuterungen ergebniswirksam erfasst, wenn das abgesicherte Grundgeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals kumulierten, nicht realisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst.

Die Sicherungspolitik sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzinstrumente werden unter Punkt D36. „Risikomanagement“ näher erläutert.

C9. Langfristige Personalverpflichtungen

Leistungsorientierte Pläne

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften mit Eintrittsdatum bis 31. Dezember 2002 im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Den Leistungsverpflichtungen stehen entsprechende nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte Rückstellungen gegenüber. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) am Bilanzstichtag. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden zum Bilanzstichtag einheitlich nach der „Projected unit credit method“ unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 4,0 % p.a. (2024: 3,5 % p.a.) und unter Einbeziehung eines Dynamiksatzes für künftige Bezugserhöhungen von 4,0 % p.a. (2024: 4,0 % bis 5,0 % p.a.) ermittelt. Zinsaufwendungen aus Personalrückstellungen für Abfertigungen und Pensionen werden im Finanzierungsaufwand erfasst. Der Abzinsungssatz wird auf Basis der Rendite erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen – mit einem Rating von AA oder besser – bestimmt. Die Laufzeit der Anleihen entspricht den voraussichtlichen Fristigkeiten der leistungsorientierten Verpflichtungen.

Neben den Invalidisierungs- und Sterberaten (Basis: Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P für Angestellte und Pagler & Pagler für Arbeiter) und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurde die Fluktuationsrate abhängig von der Anzahl der vollendeten Dienstjahre zwischen 0,0 % und 2,11 % (2024: zwischen 0,0 % und 2,23 %) angesetzt. Die Berechnung basiert auf dem individuellen Pensionsantrittsalter gemäß der österreichischen Pensionsreform unter Berücksichtigung der schrittweisen Annäherung an das Pensionsantrittsalter.

Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt.

Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Mitglieder des Vorstandes der Rosenbauer International AG erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung, die der Systematik des Angestelltengesetzes nachgebildet ist, wobei die Maximalhöhe mit einem Jahresentgelt beschränkt ist.

Bei bestehenden Pensionszusagen, die im Rahmen von Betriebsvereinbarungen festgelegt wurden, richtet sich der Leistungsumfang nach den anrechnungsfähigen Dienstjahren in Form eines Fixbetrages pro Jahr. Dieser Fixbetrag wird auf Basis des rentenfähigen Individualeinkommens bei Pensionseintritt modifiziert. Laufende Renten unterliegen zur Wertsicherung regelmäßigen Anpassungsprüfungen. Laufende Pensionen kommen vierzehnmal jährlich zur Auszahlung.

Der Ermittlung der Abfertigungs- und Pensionsverpflichtung werden folgende Parameter zugrunde gelegt:

Zinssatz Bezugserhöhung Pensionserhöhung
in % 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Österreich 3,5 4,0 2025 5 %; 2026f 4 % 2026f 4 %
Deutschland 3,5 4,0 2,0 2,0

Beitragsorientierte Pläne

Neben dem leistungsorientierten System gibt es für Dienstnehmer in Österreich, die ab dem 1. Januar 2003 eingetreten sind, einen beitragsorientierten Versorgungsplan. In eine Mitarbeitervorsorgekasse ist ein gesetzlich vorgeschriebener Betrag in Höhe von 1,53 % der Bruttogehaltssumme zu entrichten (2025: 1.711 t€, 2024: 1.467 t€), der im Personalaufwand erfasst wird. In Österreich wurden des Weiteren 319 t€ (2024: 369 t€), in den USA 1.698 t€ (2024: 2.892 t€) in ein Pensionssystem eingezahlt, das einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. In Deutschland wurden Beiträge in Höhe von 5.131 t€ (2024: 4.428 t€) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. Da über die Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen bestehen, ergibt sich gleich wie in Österreich kein Rückstellungsbedarf.

Sonstige langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für Jubiläen werden zum Bilanzstichtag einheitlich nach der „Projected unit credit method“ unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 4,0 % p.a. (2024: 3,5 % p.a.) und unter Einbeziehung eines Dynamiksatzes für künftige Bezugserhöhungen von 4,0 % p.a. (2024: 4,0 % bis 5,0 % p.a.) ermittelt. Des Weiteren wurden neben den Invalidisierungs- und Sterberaten (Basis: Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P für Angestellte und Pagler & Pagler für Arbeiter) und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters Fluktuationsabschläge abhängig von der Anzahl der vollendeten Dienstjahre zwischen 0,0 % und 6,64 % berücksichtigt (2024: zwischen 0,0 % und 6,79 %). Die Zinsaufwendungen aus Personalrückstellungen für Jubiläumsgelder werden im Personalaufwand ausgewiesen.

C10. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen langfristigen bzw. kurzfristigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen. Sie werden – sofern diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird – mit jenem Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der wahrscheinlichste ergibt.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der, sofern im Einzelfall erforderlich, die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst.

C11. Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten (entsprechen dem beizulegenden Zeitwert) angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die sich in einer Sicherungsbeziehung befinden, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Finanzielle Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss werden zum beizulegenden Zeitwert (Level 3) erfasst. Für den Rückzahlungsbetrag wird zum frühestmöglichen Ausübungszeitpunkt die Kaufpreisformel entsprechend der Vereinbarung der Gesellschafter („Operating Agreement“) angewendet. Für die Kaufpreisformel werden die letzten beiden vorliegenden Abschlüsse herangezogen und die zuletzt genehmigte Planung für das Folgejahr, zusätzlich wird noch das anteilige Eigenkapital erfasst. Als erwarteter Zahlungszeitpunkt wird die höchste Durchlaufzeit der Vereinbarung der Gesellschafter (3 Monate) angesetzt. Der kurzfristige Zinssatz von 6,64 % (2024: 8,2 %) wird von beobachtbaren, kurzfristigen USD-Zinsen abgeleitet und beinhaltet auch das eigene Kreditrisiko und andere Risikokomponenten. Das Neubewertungsergebnis wird direkt im kumulierten Ergebnis erfasst. Sollte sich das Nettoergebnis der Planung des Folgejahres um 10 % erhöhen würde sich die Verbindlichkeit um 562,0 t€ (2024: 366 t€) erhöhen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

C12. Ertragsrealisierung

Der Konzern ist in den Bereichen Verkauf von Feuerwehrfahrzeugen, Feuerlöschsystemen und Ausrüstungsgegenständen für den abwehrenden Brandschutz und dem Verkauf von stationären und mobilen Löschanlagen für den vorbeugenden Brandschutz sowie damit zusammenhängenden After-Sales-Services tätig. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter und Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird.

Die wesentlichen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen im Zusammenhang mit Erlösen aus Verträgen mit Kunden werden in Anhangangabe C15 erläutert.

Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen, Löschsystemen, Ausrüstungsgegenständen sowie stationären und mobilen Löschanlagen

Diese Erlöse werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Dies ist im Allgemeinen bei Lieferung der Fall; in besonderen Fällen, zum Beispiel bei verspäteter Abnahme durch den Kunden, können auch Bill-and-Hold-Agreements zur Anwendung kommen. Die Zahlungsziele sind kurzfristig und beinhalten keine Finanzierungskomponente. Sofern in dem Vertrag andere Zusagen enthalten sind, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, wird diesen Zusagen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet. (z. B. erweiterte Gewährleistungen). Rücknahmeverpflichtungen werden gemäß IFRS 15 bei der Bestimmung des Transaktionspreises als variabler Bestandteil der Gegenleistung berücksichtigt. Zu erwartende Pönalzahlungen werden als Transaktionspreisminderungen und in Folge als Umsatzminderungen dargestellt.

In Anwendung der in IFRS 15 vorgesehenen Erleichterungsregelung verzichtet der Konzern darauf, die Höhe der zugesagten Gegenleistung um die Auswirkungen einer signifikanten Finanzierungskomponente anzupassen, wenn er bei Vertragsbeginn erwartet, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung des zugesagten Guts oder der zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt.

Erlöse aus dem Verkauf von After-Sales-Services

Der Konzern erbringt Serviceleistungen (Wartung, Kundendienst, Refurbishment), die entweder einzeln oder im Bündel gemeinsam mit dem Verkauf von Fahrzeugen, Löschsystemen, Ausrüstungsgegenständen sowie stationären und mobilen Löschanlagen an den Kunden veräußert werden. Mehrkomponentenverträge beinhalten demnach sowohl eine Dienstleistungskomponente als auch die Lieferung von Gütern. Demzufolge teilt der Konzern den Transaktionspreis der einzelnen Vertragskomponenten auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf und der Umsatz aus diesen Verträgen wird nicht zur Gänze zeitpunktbezogen realisiert. Die Zahlungsfrist endet in der Regel 0 bis 30 Tage nach Rechnungsdatum.

Rücknahmeverpflichtungen

Nach IFRS 15 sind Rücknahmeverpflichtungen in Kundenverträgen bei der Bestimmung des Transaktionspreises als variabler Bestandteil der Gegenleistung zu berücksichtigen. Dabei verlangt IFRS 15, dass Umsatzerlöse aus Verkäufen nur in der Höhe realisiert werden dürfen, in der es erwartungsgemäß zu keiner künftigen Stornierung der Umsatzerlöse kommt.

Vertragsverbindlichkeiten

Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Konzerns, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die er von diesem eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat. Zahlt ein Kunde eine Gegenleistung, bevor der Konzern Güter oder Dienstleistungen auf ihn überträgt, wird eine Vertragsverbindlichkeit erfasst, wenn die Zahlung geleistet oder fällig wird (je nachdem, welches von beidem früher eintritt). Vertragsverbindlichkeiten werden als Erlöse erfasst, sobald der Konzern seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt.

Gewährleistung

Beim Großteil der Verträge mit Kunden besteht die gesetzliche Gewährleistungsfrist des jeweiligen Landes. In Einzelfällen werden über die gesetzliche Gewährleistungsfrist hinausgehende Gewährleistungen in separaten Verträgen oder in Mehrkomponentenverträgen verkauft. Diese werden im Falle von Mehrkomponentenverträgen als separate Leistungsverpflichtung bilanziert.

Vertragserlangungskosten

Der Rosenbauer Konzern wendet die praktische Erleichterungsvorschrift des IFRS 15 an, Vertragserlangungskosten aus Verträgen mit Kunden, deren Laufzeit nicht länger als ein Jahr beträgt, im Zeitpunkt des Anfalles als Aufwand zu erfassen und daher nicht zu aktivieren.

C13. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit Investitionen führen zu Kürzungen der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Zuschüsse für nicht konkret zuordenbare Kosten, wie insbesondere Forschungs- und Entwicklungskosten für nicht aktivierungsfähige Forschungs- und Entwicklungsprojekte, werden im sonstigen Ertrag erfasst. Zuschüsse, die sich auf direkt zuordenbare Kosten beziehen, wie insbesondere Kurzarbeitergeld oder Lohnnebenkostenersatz, reduzieren die korrespondierenden Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

C14. Fremdwährungsumrechnung

Monetäre Posten in einer Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert wurden, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten werden erfolgswirksam erfasst.

C15. Schätzungen und Ermessensspielräume

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Annahmen und Schätzungen

Forderungsbewertung

Der Konzern nutzt eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu berechnen. Die Wertberichtigungsquoten werden auf der Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen bestimmt.

Die Wertberichtigungsmatrix basiert anfänglich auf den historischen Ausfallquoten des Konzerns. Anschließend kalibriert der Konzern die Tabelle, um seine historischen Kreditausfälle an zukunftsbezogene Informationen anzupassen. Wenn beispielsweise davon ausgegangen wird, dass sich prognostizierte wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Laufe des kommenden Jahres verschlechtern, dann werden die historischen Ausfallquoten angepasst. Zu jedem Abschlussstichtag werden die historischen Ausfallquoten aktualisiert und Änderungen der zukunftsbezogenen Schätzungen analysiert.

Die Beurteilung des Zusammenhangs zwischen historischen Ausfallquoten, prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erwarteten Kreditausfällen stellt eine wesentliche Schätzung dar. Die Höhe der erwarteten Kreditausfälle hängt von Änderungen der Umstände und der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab (Details zu den Forderungen und Ausfallswahrscheinlichkeiten sind der Aufstellung unter Punkt D7. „Kurzfristige Forderungen“ zu entnehmen).

Vorratsbewertung

Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Gängigkeits- bzw. Reichweitenabwertung implementiert. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist (Details siehe Punkt D6.).

Aktive latente Steuern

Als Basis für die Aktivierung von aktiven latenten Steuern werden unter Zugrundelegung der von den Konzerngesellschaften sowie der Rosenbauer International AG erstellten Businesspläne Steuerplanungsrechnungen herangezogen. Wird ein bestehender Verlustvortrag auf Basis dieser Zukunftsprognosen voraussichtlich nicht in einem angemessenen Zeitraum von fünf Jahren (2024: fünf Jahren) verbraucht, erfolgt für diese Verlustvorträge keine Aktivierung (Details siehe Punkt D5.).

Personalrückstellungen

Bei den Personalrückstellungen bedient sich der Rosenbauer Konzern versicherungsmathematischer Berechnungen von Aktuaren. Die Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz sowie Erhöhungen bezüglich der Bezüge und Pensionen (Details zu den Annahmen bzw. den erfassten Beträgen zu den Personalrückstellungen sind den Punkten C9. bzw. D13. zu entnehmen).

Sonstige Rückstellungen

Der rückgestellte Betrag der Gewährleistungsrückstellungen ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten (2025: 17.310 t€; 2024: 14.955 t€). Der Konzern erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen im kommenden Jahr abzuarbeiten bzw. zu begleichen.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Eine erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens.

Aktivierte Entwicklungskosten, die noch nicht planmäßig abgeschrieben werden und deren zugrunde liegende Entwicklungsprojekte eigene zukünftige Zahlungsmittelzuflüsse generieren, werden einzeln auf Basis von Wirtschaftlichkeitsrechnungen mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet.

Cashflow Hedge

Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges für zukünftige Zahlungsströme wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden.

Fair Value Option

Bei der Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten werden Einschätzungen hinsichtlich des Vorhandenseins von Sicherungsbeziehung getroffen die zur Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert führen.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

IFRS 16 erfordert Einschätzungen, die die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten beeinflussen. Diese beinhalten u. a. die Bestimmungen von Verträgen, die unter IFRS 16 fallen, die Laufzeiten der Verträge und den Grenzfremdkapitalzinssatz, der zur Abzinsung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen herangezogen wird. Der Grenzfremdkapitalzinssatz wird vom risikofreien Zinssatz der zugrunde liegenden Laufzeit, angepasst um das Länder-, Währungs- und Unternehmensrisiko, abgeleitet.

Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Eine Wertminderung besteht, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten liegen verfügbare Daten aus bindenden Veräußerungsgeschäften zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte oder beobachtbare Marktpreise abzüglich direkt zurechenbarer Kosten für die Veräußerung des Vermögenswerts zugrunde. Zur Berechnung des Nutzungswerts wird eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet. Der erzielbare Betrag ist abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Abzinsungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate (Details zu den Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten sind Punkt C2. und Punkt D1. zu entnehmen).

Auswirkungen von Klimarisiken auf Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Im Zuge des Risikomanagements werden seitens Rosenbauer auch klimabezogene Risiken laufend evaluiert. Die identifizierten klimabezogenen Risiken und Chancen wurden einer Bewertung der finanziellen Auswirkungen auf Rosenbauer und der Eintrittswahrscheinlichkeit unterzogen. Die klimabezogenen Chancen und Risiken wurden in den jährlichen Risikomanagementprozess integriert. Falls sich aus dem Risikomanagement Maßnahmen ergeben, die bilanzielle Auswirkungen haben, werden diese entsprechend im Abschluss erfasst. Hinsichtlich der Änderung von Nutzungsdauern von Vermögenswerten konnten aufgrund von klimabezogenen Risiken keine Auswirkungen festgestellt werden. Bei den kurz- und mittelfristigen Finanzplanungen und somit auch den Werthaltigkeitstests liegen die nachhaltig ausgerichtete Strategie und das nachhaltig ausgerichtete Geschäftsmodell zugrunde. Im Geschäftsjahr sind darüber hinaus auch keine Verpflichtungen eingetreten, die eine Rückstellung oder Eventualverbindlichkeit aufgrund von klimabezogenen Sachverhalten erfordert hätten. Fördermittel im Zuge von Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden, sofern möglich, in Anspruch genommen.

Ermessensentscheidung bei Anwendung von Rechnungslegungsmethoden

Forderungen im Rahmen von Factoring Vereinbarungen

Beurteilung des Vorliegens der Ausbuchungsvoraussetzungen aufgrund des IFRS 9 (siehe D7).

Beurteilung der Beherrschung von Tochterunternehmen sowie der gemeinschaftlichen Führung von Gemeinschaftsunternehmen

Hinsichtlich der Ermessensentscheidungen und Annahmen, die im Rahmen der Einstufung von Rosenbauer Aerials als Tochterunternehmen sowie der Einstufung von Rosenbauer Ciansa als Gemeinschaftsunternehmen getroffen wurden, wird auf die Angaben in D10. und D4. verwiesen.

Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Rückzahlungsbetrag ergibt sich aus der Anwendung einer Kaufpreisformel. Basis dafür ist einerseits der lokale Teilkonzernabschluss sowie die zuletzt genehmigte Planung für das Folgejahr. In den Teilkonzernabschluss fließen regelmäßig Schätzungen und Ermessensentscheidungen ein, die aber von denen des Gesamtkonzerns in der Regel nicht abweichen. Bei der Planung bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich des Nettoergebnisses. Geringe Schätzungsunsicherheiten bestehen im Abzinsungssatz.

Liquiditätsrisiko

Im Zuge der Unternehmensfortführung wurden Ermessensentscheidungen seitens des Vorstandes vorgenommen, für weitere Ausführungen wird auf D36. Risikomanagement d) Liquiditätsrisiko verwiesen.

Änderungen von Schätzungen

Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen.

C16. Leasingverhältnisse

Alle wesentlichen Einzelleasingverhältnisse beziehen sich auf Immobilien. Die Spanne der Laufzeiten dieser Verträge beläuft sich auf zwischen 2 und 29 Jahre. Einige Leasingverträge sehen eine Verlängerungsoption für den Leasingnehmer vor, einer erlaubt eine vorzeitige Kündigung durch den Leasingnehmer.

Ein Großteil der Leasingverträge, die als Leasinggegenstand Immobilien haben, sehen eine jährliche Indexanpassungen vor, die sich auf lokale Indizes beziehen.

Mengenmäßig beziehen sich die meisten Einzelverträge im Rosenbauer Konzern auf Fahrzeuge. Viele dieser Verträge konnten als kurzfristig klassifiziert werden. Jene Fahrzeuge, die in der Bilanz bilanziert wurden, haben eine Laufzeit zwischen 12 und 48 Monaten.

Verlängerungs- und Kündigungsoptionen

Einige Leasingverhältnisse des Rosenbauer Konzerns enthalten Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen für den Leasingnehmer. Am Bereitstellungsdatum wird für jede Verlängerungs- bzw. Kündigungsoption eine Einschätzung vom Konzern vorgenommen, ob die Ausübung dieser als hinreichend sicher angesehen werden kann. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, einschließlich der wirtschaftlichen Barrieren.

Der Konzern bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt, eintritt.

Mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von 0 t€ (2024: 77 t€) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden.

Allgemeine Erläuterungen zur Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde.

Diese Methode wurde auf alle für den IFRS 16 relevanten Verträge angewendet.

Geringwertige Leasinggegenstände und kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten werden entsprechend der Ausnahmemöglichkeit nicht aktiviert, sondern als Aufwand erfasst.

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relevanten Einzelveräußerungspreise auf.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Grenzfinanzierungszinssatz des Konzerns, bewertet.

Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen.

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnisses entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein. Im aktuellen Geschäftsjahr sinds sämtliche Leasingverhältnisse aus Leasinggebersicht sind als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag in den Umsatzerlösen erfasst.

C17. Konzerngeldflussrechnung

Für die Darstellung der Konzerngeldflussrechnung wurde die indirekte Methode gewählt. Das Zinsergebnis (inklusive der Zinsen aus IFRS 16) ist Bestandteil des Nettogeldflusses aus der operativen Tätigkeit.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert.

Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.

In der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten als eigene Positionen aus.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzerngewinn- und -Verlustrechnung

D1. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Die Sachanlagen enthalten wie im Vorjahr keine als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.

Zum 31. Dezember 2025 bestanden im Konzern vertragliche Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 5.574 t€ (2024: 3.192 t€).

2025 wurden Sachanlagen in Höhe von 8.832 t€ als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet (2024: 8.673 t€). Es bestehen keine Beschränkungen von Verfügungsrechten.

Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2025 Entwicklungskosten in Höhe von 5.101 t€ (2024: 5.627 t€) aktiviert.

In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Projektkosten im Zusammenhang mit der Einführung von SAP S/4HANA aktiviert.

Im Sachanlagevermögen befinden sich Anlagen, die mittels Operating vermietet werden, mit einem Buchwert in Höhe von 4.864 t€, bestehend aus Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 6.647 t€ und kumulierten Abschreibungen in Höhe von 1.783 t€. Die Zugänge im Geschäftsjahr beliefen sich auf 1.496 t€, die laufenden Abschreibungen betrugen 674 t€.

Die Fälligkeitanalyse der nach dem Abschlussstichtag zu erhaltenden, nicht diskontierten Leasingzahlungen beläuft sich auf 2026 1.451 t€ 2027 886 t€ 2028 291 t€ 2029 40 t€ 2030 20 t€.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kumulierte Abschreibung Netto-Buchwerte
in T€ Stand am 01.01.2025 Währungsdifferenzen Änderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2025 Stand am 01.01.2025 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2025 Stand am 31.12.2025 Stand am 31.12.2024
I. Sachanlagen
1. Bebaute Grundstücke
a) Grundwert 16.088 –170 0 0 0 0 15.918 56 0 30 0 0 86 15.832 16.032
b) Geschäfts- und

Fabriksgebäude
131.477 –2.791 4.101 2.936 657 0 135.066 66.163 –1.486 3.561 657 0 67.581 67.485 65.314
c) Außenanlagen 11.001 0 0 737 339 229 11.628 7.112 0 491 339 0 7.264 4.363 3.888
d) Investitionen in fremden Gebäuden 15.136 –490 0 788 37 0 15.397 9.419 –296 714 35 0 9.802 5.595 5.717
2. Unbebaute Grundstücke 10.862 24 0 752 0 0 11.638 0 0 0 0 0 0 11.638 10.862
3.

Technische Anlagen und Maschinen 76.582 –2.777 0 8.904 4.369 267 78.607 49.601 –1.796 5.009 2.421 0 50.393 28.213 26.980
4.

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
102.229 –1.369 1.078 17.004 7.790 773 111.925 81.359 –1.164 10.990 7.506 0 83.679 28.246 20.870
5.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.729 –9 0 3.255 6 –1.269 3.700 20 0 0 0 0 20 3.680 1.709
365.104 –7.582 5.179 34.376 13.198 0 383.879 213.732 –4.742 20.795 10.958 0 218.827 165.052 151.372
II.

Immaterielle

Vermögenswerte
1. Rechte / Lizenzen 19.492 –387 6 1.521 181 469 20.920 11.585 –61 1.357 180 0 12.701 8.219 7.907
2. Geschäfts-(Firmen)wert 6.638 –17 0 0 0 0 6.621 1.301 0 4.146 0 0 5.447 1.175 5.338
3. Kundenstamm 7.374 –43 0 0 0 0 7.331 6.826 –43 361 0 0 7.144 187 548
4. Technologie 3.131 0 0 2 0 0 3.133 2.085 0 174 0 0 2.259 874 1.046
5. Entwicklungskosten 59.462 0 0 4.316 0 2.858 66.636 16.770 0 4.911 0 0 21.681 44.954 42.691
6.

Sonstige immaterielle

Vermögenswerte
7.271 0 0 4.238 40 –3.327 8.142 –21 0 0 0 0 –21 8.163 7.292
103.368 –447 6 10.077 221 0 112.783 38.546 –104 10.949 180 0 49.211 63.572 64.822
III. Nutzungsrechte
1. Bebaute Grundstücke 56.198 –1.591 0 15.542 3.002 0 67.147 26.692 –723 6.465 3.002 0 29.432 37.716 29.506
2. Unbebaute Grundstücke 766 –90 0 0 0 0 676 302 –35 45 0 0 312 364 464
3.

Technische Anlagen und Maschinen 11.276 –110 0 3.111 2.938 0 11.339 7.700 –81 2.004 2.938 0 6.685 4.654 3.577
4.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242 –6 0 0 84 0 152 201 –4 18 84 0 131 21 41
68.482 –1.797 0 18.653 6.024 0 79.314 34.895 –843 8.532 6.024 0 36.560 42.754 33.587
536.954 –9.826 5.185 63.106 19.443 0 575.976 287.173 –5.689 40.276 17.162 0 304.598 271.378 249.781
Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kumulierte Abschreibung Netto-Buchwerte
in T€ Stand am 01.01.2024 Währungsdifferenzen Änderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2024 Stand am 01.01.2024 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Bebaute Grundstücke
a) Grundwert 15.014 88 0 311 0 675 16.088 44 0 12 0 0 56 16.032 14.970
b) Geschäfts- und

Fabriksgebäude
128.237 1.261 0 2.609 37 –593 131.477 61.965 646 3.589 37 0 66.163 65.314 66.272
c) Außenanlagen 10.582 0 0 442 31 8 11.001 6.713 0 426 27 0 7.112 3.888 3.868
d) Investitionen in fremden Gebäuden 13.208 235 0 1.285 12 420 15.136 8.486 155 796 18 0 9.419 5.717 4.722
2. Unbebaute Grundstücke 10.899 –37 0 0 0 0 10.862 0 0 0 0 0 0 10.862 10.899
3.

Technische Anlagen und Maschinen 69.878 1.330 0 6.676 1.411 109 76.582 44.883 904 4.409 595 0 49.601 26.980 24.994
4.

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
98.946 700 0 10.615 8.983 951 102.229 76.404 469 9.895 5.409 0 81.359 20.870 22.542
5.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.896 4 0 1.411 75 –1.507 1.729 20 0 0 0 0 20 1.709 1.876
348.660 3.581 0 23.349 10.549 63 365.104 198.517 2.174 19.127 6.086 0 213.732 151.372 150.143
II.

Immaterielle

Vermögenswerte
1. Rechte / Lizenzen 19.368 140 0 1.228 1.181 –63 19.492 11.052 16 1.698 1.181 0 11.585 7.907 8.316
2. Geschäfts-(Firmen)wert 6.607 16 0 15 0 0 6.638 1.286 0 15 0 0 1.301 5.338 5.322
3. Kundenstamm 7.334 40 0 0 0 0 7.374 6.343 36 447 0 0 6.826 548 991
4. Technologie 3.131 0 0 0 0 0 3.131 1.911 0 174 0 0 2.085 1.046 1.220
5. Entwicklungskosten 53.435 0 0 6.027 42 42 59.462 13.019 0 3.751 0 0 16.770 42.691 40.415
6.

Sonstige immaterielle

Vermögenswerte
1.765 0 0 5.548 0 –42 7.271 –21 0 0 0 0 –21 7.292 1.786
91.640 196 0 12.818 1.223 –63 103.368 33.590 52 6.085 1.181 0 38.546 64.822 58.050
III. Nutzungsrechte
1. Bebaute Grundstücke 47.134 798 0 8.266 0 0 56.198 21.083 332 5.277 0 0 26.692 29.507 26.051
2. Unbebaute Grundstücke 718 48 0 0 0 0 766 235 16 51 0 0 302 464 483
3.

Technische Anlagen und Maschinen 9.109 56 0 2.111 0 0 11.276 5.895 32 1.773 0 0 7.700 3.576 3.215
4.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 233 1 0 8 0 0 242 174 0 27 0 0 201 41 59
57.194 903 0 10.385 0 0 68.482 27.387 380 7.128 0 0 34.895 33.587 29.807
497.494 4.680 0 46.552 11.772 0 536.954 259.494 2.606 32.340 7.267 0 287.173 249.781 238.000

D2. Wertpapiere

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Wertpapiere in Höhe von 2 t€ (2024: 163 t€) sind der IFRS 9-Kategorie „Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet. Bei den Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte Aktien, Anleihen und Fondsanteile.

D3. Anteile an assoziierten Unternehmen

Der Konzern ist zu 49 % an einem russischen Unternehmen (PA „Fire-fighting special technics“ LLC; Russland, Moskau) beteiligt. Zum 31. Dezember 2022 wurde die PA „Fire-fighting special technics“ LLC. aufgrund des fehlenden maßgeblichen Einflusses entkonsolidiert. Die Beteiligung wird zum 31. Dezember 2025 gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert von 0 t€ bilanziert (2024: 0 t€).

D4. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Der Konzern ist zu 50 % an einem spanischen Unternehmen (Rosenbauer Ciansa S.L.) beteiligt. Dieses wurde gemeinsam mit dem Miteigentümer und Geschäftsführer der Rosenbauer Española gegründet und im Geschäftsjahr 2025 entkonsolidiert.

Das Board besteht aus insgesamt vier Mitgliedern, zwei davon werden von Rosenbauer International AG gestellt, die beiden anderen Mitglieder vom Joint-Venture-Partner. Dadurch besteht für Rosenbauer International AG in dieser Konstellation keine Möglichkeit zur einseitigen Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten von Rosenbauer Ciansa S.L. Im Falle von Stimmengleichheit im Board entscheidet ein unabhängiger Unternehmensberater. Im Gesellschaftsvertrag besteht für Rosenbauer die Option, weitere 12,11 % der Anteile zu erwerben. Durch die Ausübung dieser Option würde Rosenbauer keine Stimmenmehrheit im Board erlangen, da die Abstimmung im Board nach Köpfen erfolgt und nicht nach Stimmrechten. Demzufolge handelt es sich bei der Gesellschaft um ein Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11. Dieser Anteil wurde im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.

Entwicklung des Beteiligungsansatzes des Gemeinschaftsunternehmens in Spanien:

in T€ 2024 2025
Stand am 01.01. 1.904 1.774
Anteil am Gesamtergebnis 123 –174
Ausschüttung –253 –98
Verschmelzung 0 –1.502
Stand am 31.12. 1.774 0

Das Gesamtergebnis des Gemeinschaftsunternehmens beinhaltet keine Positionen im sonstigen Ergebnis.

D5. Latente Steuerabgrenzung

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Konzernbilanz wirken sich mit folgender Steuerlatenz aus:

Latente Steuer 2024 Latente Steuer 2025
in T€ Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Sachanlagen 7.730 1.584 4.738 0
Immaterielle Vermögenswerte 2.511 10.251 1.849 9.802
Nutzungsrechte 1 8.776 188 11.756
Wertpapiere 0 0 2.021 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte langfristig 63 574 2 1.818
Vorräte 13.863 3.012 7.532 251
Forderungen und sonstige Vermögenswerte kurzfristig 609 9.065 432 181
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 0 105 26.724 39.463
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 7.104 0 9.157 4
Langfristige Rückstellungen 4.424 7 4.046 29
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2 0 17.631 0
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 2.092 0 2.814 0
Lieferverbindlichkeiten 0 7 1 10
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.837 523 2.506 694
Sonstige Rückstellungen 901 243 1.982 87
Verlustvortrag 21.072 0 17.989 0
Aktive / passive Steuerabgrenzung 63.209 34.147 99.612 64.092
Saldierung aktiver und passiver

Steuerabgrenzungen
–27.982 –27.982 –57.089 –57.089
Stand am 31.12. 35.227 6.165 42.524 7.004

Per 31. Dezember 2025 wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 78.188 t€ (2024: 91.553 t€) aktive latente Steuern angesetzt. Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung noch nicht ausreichend gesichert war, waren 2025 in Höhe von 9.688 t€ vorhanden (2024: 1.909 t€). Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für temporäre Differenzen in Höhe von 167.011 t€ (2024: 123.908 t€) aus Beteiligungen an Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 passive latente Steuern nicht angesetzt, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern und sich in absehbarer Zeit diese temporären Differenzen nicht umkehren werden. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein positives steuerliches Ergebnis der Gruppe Österreich erzielt, iS des IAS 12.35 liegen weiterhin substanzielle Hinweise für eine Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern vor. Aufgrund der guten Auftragslage und positiven wirtschaftlichen Entwicklungen ist von einem nachhaltigen positiven steuerlichen Ergebnis und einen Verbrauch der steuerlichen Verluste in den nächsten 5 Jahren auszugehen.

Im Rahmen der Aufstockung des Beteiligungsansatzes an der Rosenbauer America LLC aufgedeckten „Inside Basis Differences“ wurden im Geschäftsjahr 2022 aktive latente Steuern in Höhe von 10.132 t€ angesetzt. Bisher 2022 wurde gemäß IAS 12.39 die Differenz des Beteiligungsansatzes und des in den Konzernabschluss einbezogenen Nettovermögens („Outside Basis Differences“) nicht angesetzt. Aus diesem Sachverhalt sind zum Stichtag aktive latente Steuern in Höhe von 4.560 t€ (2024: 7.183 t€) erfasst.

In den latenten Steuern sind erfolgsneutrale aktive latente Steuern in Höhe von 1.004 t€ (2024: 1.440 t€) und erfolgsneutrale passive latente Steuern in Höhe von 5 t€ (2024: 8 t€) enthalten.

D6. Vorräte

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 136.230 138.496
Unfertige Erzeugnisse 360.732 388.758
Fertige Erzeugnisse und Waren 79.297 78.129
Waren unterwegs 22.712 38.153
Geleistete Anzahlungen 3.199 5.774
602.170 649.310

Die Veränderung der Wertminderungen des laufenden Jahres ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 2.762 t€ (2024: 2.089 t€) im Materialaufwand enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr gab es keine Wertaufholungen (2024: 0 t€). Es wurden Vorräte in Höhe von 47.857 t€ als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet (2024: 50.108 t€).

D7. Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 261.030 268.921
Forderungen aus Derivaten 961 5.178
Forderungen aus sonstigen Steuern 4.278 1.848
Rechnungsabgrenzungsposten 5.986 6.609
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 60.303 25.250
332.558 307.806
in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Factoringvereinbarungen 39.914 3.917
Forderungen aus Derivaten 961 5.178
Forderungen aus Schadensfällen 4.187 3.236
Forderungen aus gegebenen Darlehen 3.915 3.441
Übrige 12.287 14.656
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus sonstigen Steuern 4.278 1.848
Rechnungsabgrenzungsposten 5.986 6.609
Übrige 0 0
71.528 38.885

Sämtliche in der obigen Tabelle angeführten kurzfristigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. In den kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerten sind in Höhe von 8.457 t€ (2024: 10.264 t€) Forderungen und Vermögenswerte enthalten, die kein Finanzinstrument darstellen.

Die Wertberichtigungen der Forderungen beziehen sich ausschließlich auf die im Rahmen der kurzfristigen Forderungen erfassten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und zu einem geringen Umfang auf die Forderungen aus Factoring-Vereinbarungen. Die Wertminderungen des laufenden Jahres auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit und ohne Bonitätsbeeinträchtigung werden in Höhe von 4.332 t€ (2024: 1.759 t€) in den sonstigen Aufwendungen erfasst. Bei den übrigen Finanzinstrumenten sind keine Wertminderungen eingetreten.

Forderungen mit Bonitätsbeeinträchtigung in T€ 2024 2025
Stand Wertberichtigungen am 01.01. 1.928 1.273
Zuführungen 1.666 3.999
Verbrauch –762 0
Währungsdifferenzen 46 –73
Auflösungen –1.605 –1.496
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 1.273 3.704

Forderungen ohne Bonitätsbeeinträchtigung in T€ 2024 2025
Stand Wertberichtigungen am 01.01. 338 430
Zuführungen 93 332
Währungsdifferenzen 0 –37
Auflösungen 0 –5
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 430 720

Nähere Details zur Ermittlung der Wertberichtigungen ohne Bonitätsbeeinträchtigung sind unter C6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden neue Factoring-Vereinbarungen zwischen einer ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der Rosenbauer International AG mit einem österreichischen Kreditinstitut abgeschlossen (im Vorjahr mit einem deutschen Kreditinstitut). Die Factoring-Vereinbarung hat zum 31. Dezember 2025 ein maximal ausnutzbares Nominalvolumen von insgesamt 75.000 t€ (31. Dezember 2024: 35.000 t€). Es handelt sich hierbei um ein monatlich revolvierendes Factoring. Es werden 10 % der angekauften Forderungen als Sicherheitseinbehalt seitens Factor einbehalten. Die verkauften Forderungen wurden anhand der Ausbuchungsregeln des IFRS 9 analysiert und aufgrund des Risikoübergangs werden die verkauften Forderungen entsprechend ausgebucht. Rosenbauer überträgt hinsichtlich der Verfügungsmacht und Kontrolle an den Forderungen vollständig an die Factor Bank.

Der Factor kaufte im Vorjahr erstmals hinausgehend über den vereinbarten Gesamthöchstbetrag (35.000 t€) in Höhe von 52.692 t€ an und übernahm das Delkrededererisiko für alle diese Forderungen. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert grundsätzlich auf dem Kreditausfallrisiko und dem Zahlungszeitpunktrisiko (Spätzahlungsrisiko). Da alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken weder übetragen noch zurückbehalten wurden, wurden im Geschäftsjahr 2024 die Forderungen nicht vollständig ausgebucht. Auf Basis des Zahlungszeitpunktrisikos werden weiterhin angekaufte Forderungen in Höhe ihres anhaltenen Engagements (Continuing Involvement) von 680 t€ bilanziert sowie eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, ausgewiesene Verbindlichkeit passiviert.

D8. Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Bankguthaben 32.984 60.155
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 85 63
33.069 60.218

Verfügungsbeschränkungen bestehen in Höhe von 1.072.679 Singapur-Dollar (2024: 992.423 Singapur-Dollar).

D9. Eigenkapital

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahres 2024 beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des § 119 BörseG 2018 beantragt und mit 6. Juni 2025 zugelassen. Aufgrund der Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital von t€ 13.600 auf t€ 20.400 und die Anzahl der Stückaktien von 6.800.000 auf 10.200.000 erhöht.

Die mit der Ausgabe von Eigenkapital direkt verbundenen Transaktionskosten sind gemäß IAS 32.35 unmittelbar vom zugegangenen Eigenkapital zu kürzen. Im Geschäftsjahr 2024 und 2025 sind Kosten in Höhe von t€ 2.486 (davon t€ 1.319 cashwirksam im Geschäftsjahr 2025) angefallen. Bei diesen Kosten handelt es sich im Wesentlichen um rechtliche und steuerliche Beratungskosten, angefallene Kosten im Zuge der Investorensuche sowie um Emissionsgebühren.

Die Kapitalrücklage stammt einerseits aus den im Jahr 1994 über die Wiener Börse ausgegebenen jungen Aktien und stellt eine gebundene Kapitalrücklage dar, die nicht zur Ausschüttung zur Verfügung steht. Andererseits wurde im Geschäftsjahr 2025 eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Basis für den Vorschlag für die Gewinnverwendung ist der nach den Vorschriften des österreichischen UGB erstellte Einzelabschluss der Gesellschaft.

In der Position „Andere Rücklagen“ sind der Ausgleichsposten für die Währungsumrechnung, die Neubewertungsrücklage, die Neubewertungen gemäß IAS 19 sowie die Hedging-Rücklage enthalten. Der Ausgleichsposten für die Währungsumrechnung enthält die aus der Fortschreibung des Eigenkapitals entstehende Umrechnungsdifferenz im Vergleich zur Erstkonsolidierung. Des Weiteren sind in dieser Position Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthalten.

Die Veränderung des Kreditrisikos aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Verbindlichkeiten findet sich in der Zeitwertrücklage. Die Veränderung der Hedging-Rücklage ergibt sich aus der Bewertung von Devisentermingeschäften und Zinsswaps unter Zugrundelegung von IFRS 9 unter Berücksichtigung von Steuereffekten.

Bewertungsdifferenzen aus den kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss werden in den kumulierten Ergebnissen erfasst.

Details zu den Rücklagen sind der „Entwicklung des Konzerneigenkapitals“ zu entnehmen. Darüber hinaus wird auf weitere Ausführungen unter D36. Risikomanagement d) Liquiditätsrisiko verwiesen.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Die 33. ordentliche Hauptversammlung der Rosenbauer International AG hat am 08.05.2025 der vorgeschlagenen Dividende für das Geschäftsjahr 2024 von 0 Euro je Aktie zugestimmt.

Basis für den Vorschlag für die Gewinnverwendung für das Jahr 2025 ist der nach den Vorschriften des österreichischen UGB erstellte Einzelabschluss der Gesellschaft. Die Verteilung des Bilanzgewinns 2025 im Jahresabschluss der Rosenbauer International AG nach öUGB ist wie folgt:

in T€ 2024 2025
Bilanzverlust der Rosenbauer International AG –34.728 –14.026
Ausbezahlte bzw. vorgeschlagene Dividende 0 0
Vortrag auf neue Rechnung –34.728 –14.026

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2025 auf eine Dividende zu verzichten.

D10. Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zusammenfassenden Finanzinformationen zu jeder Tochtergesellschaft des Konzerns mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss vor konzerninternen Eliminierungen.

Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss Anteile ohne beherrschenden Einfluss
2025 (in T€) Rosenbauer Aerials, LLC. Rosenbauer Española S.A. Rosenbauer Saudi Arabia Ltd. Unwesentliche Anteile Summe
Sitz USA, Nebraska Spanien, Madrid Saudi-Arabia, Riad
Beteiligungsquote (=Stimmrechtsquote) der Anteile des Mutterunternehmens 50,00 % 62,14 % 75,00 %
Beteiligungsquote (=Stimmrechtsquote) der Anteile ohne beherrschenden Einfluss 50,00 % 37,86 % 25,00 %
Kurzfristige Vermögenswerte 16.068 17.453 77.506 4.110 99.069
Langfristige Vermögenswerte 1.305 7.707 10.460 212 18.379
Kurzfristige Schulden 3.094 15.614 75.188 4.144 94.945
Langfristige Schulden 0 888 1.684 24 2.596
Konsolidiertes Nettovermögen (100 %) 14.279 8.657 11.096 154 19.907
Konsolidierter anteiliger Buchwert 7.139 3.278 2.774 58 6.109
Umsatzerlöse 30.289 28.757 70.116 3.267 102.140
Periodenergebnis (100 %) 7.124 254 3.397 69 3.720
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss 3.562 96 849 18 964
Sonstiges Ergebnis (100 %) –1.770 0 –1.176 32 –1.144
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss –885 0 –294 7 –287
Gesamtergebnis (100 %) 5.354 254 2.221 101 2.576
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss 2.677 96 555 25 676
An Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden –2.000 0 0 0 0
Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit 8.332 –1.889 8.496 222 6.829
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit –490 1.541 0 1 1.542
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit –4.000 –489 –929 –29 –1.447
Nettozahlungsströme der Einzelgesellschaft (100 %) 3.842 –837 7.567 195 6.924
Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss Anteile ohne beherrschenden Einfluss
2024 (in T€) Rosenbauer Aerials, LLC. Rosenbauer Española S.A. Rosenbauer Saudi Arabia Ltd. Unwesentliche Anteile Summe
Sitz USA, Nebraska Spanien, Madrid Saudi-Arabia, Riad
Beteiligungsquote (=Stimmrechtsquote) der Anteile des Mutterunternehmens 50,00 % 79,82 % 75,00 %
Beteiligungsquote (=Stimmrechtsquote) der Anteile ohne beherrschenden Einfluss 50,00 % 20,18 % 25,00 %
Kurzfristige Vermögenswerte 15.093 17.112 60.447 3.385 80.944
Langfristige Vermögenswerte 1.136 2.509 10.670 167 13.346
Kurzfristige Schulden 3.305 14.464 60.459 3.428 78.351
Langfristige Schulden 0 1.708 1.797 51 3.556
Konsolidiertes Nettovermögen (100 %) 12.925 3.449 8.861 73 12.383
Konsolidierter anteiliger Buchwert 6.463 696 2.215 38 2.949
Umsatzerlöse 25.453 27.938 67.757 4.047 99.743
Periodenergebnis (100 %) 4.277 –285 2.737 25 2.478
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss 2.139 –57 684 8 635
Sonstiges Ergebnis (100 %) 845 0 514 4 518
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss 423 0 129 2 130
Gesamtergebnis (100 %) 5.123 –285 3.251 29 2.996
davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss 2.561 –57 813 10 765
An Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden –1.742 –18 0 0 –18
Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit 4.662 –1.198 4.410 295 3.507
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit –431 –57 0 –1 –58
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit –3.505 1.611 –1.026 –24 560
Nettozahlungsströme der Einzelgesellschaft (100 %) 727 356 3.383 270 4.009

Obwohl der Konzern im Jahr 2025 nur 50 % (2024: 50 %) der Stimmrechte an der Rosenbauer Aerials hält, liegt kraft eines Dirimierungsrechts durch die Rosenbauer International AG Beherrschung über dieses Unternehmen vor. Die Rosenbauer International AG ist gemäß dem Gesellschaftsvertrag ermächtigt, die Hälfte der Board-Mitglieder zu wählen. Das Board trifft alle relevanten Entscheidungen und bestimmt die operative Führung, hierzu ist eine einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Bei Stimmengleichheit im Board führt der Aufsichtsratsvorsitzende der Rosenbauer International AG bzw. dessen Stellvertreter auf Grund des vertraglichen Dirimierungsrechts die Entscheidung herbei.

An konzernfremde Gesellschafter von Tochterunternehmen wurden 2025 2.000 t€ (2024: 1.761 t€) ausgeschüttet.

D11. Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

Diese Position enthält alle verzinslichen Bankverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Details sind der Aufstellung der Finanzverbindlichkeiten unter Punkt D36. „Risikomanagement“ zu entnehmen.

D12. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Exportfinanzierungsverbindlichkeiten (2025: 1.869 t€; 2024: 1.511 t€) sowie um sonstige langfristige Verbindlichkeiten (2025: 268 t€; 2024: 191 t€). In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 1.869 t€ (2024: 1.511 t€) Verbindlichkeiten enthalten, die kein Finanzinstrument darstellen.

D13. Langfristige Rückstellungen

a) Abfertigungsrückstellungen

Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab (Details der zur Berechnung herangezogenen Annahmen sind Punkt C9. zu entnehmen).

in T€ 2024 2025
Nettobarwert der Verpflichtung zum 01.01. 15.898 17.502
Dienstzeitaufwand 985 1.082
Zinsaufwand 469 511
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.539 –455
Laufende Zahlungen –1.389 –2.205
Nettobarwert der Verpflichtung zum 31.12. 17.502 16.435

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste betreffen in Höhe von 180 t€ (2024: 89 t€) Änderungen in erfahrungsbedingten Annahmen, in Höhe von –645 t€ (2024:1.394 t€) Änderungen in finanziellen Annahmen und in Höhe von 10 t€ (2024: 56 t€) Änderungen in demografischen Annahmen.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für das laufende Geschäftsjahr beträgt 16.435 t€ (2024: 17.502 t€).

Die Netto-Aufwendungen für Abfertigungen, die aus Leistungszusagen und Verlusten aus Planabgeltungen resultieren, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2024 2025
Personalaufwendungen
Dienstzeitaufwand 985 1.082
Zinsaufwendungen
Zinsaufwand 469 511
Netto-Aufwendungen für Abfertigungen 1.454 1.593

Zum 31. Dezember 2025 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung aus Abfertigungen 9 Jahre (2024: 9 Jahre).

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für die Abfertigungsverpflichtungen wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren.

Veränderung des Nettobarwerts der Verpflichtung in T€ +1 % -1 %
31.12.2025
Zinssatz –1.164 1.338
Gehaltssteigerung 1.312 –1.165
Fluktuation –479 –72
31.12.2024
Zinssatz –1.275 1.473
Gehaltssteigerung 1.435 –1.269
Fluktuation –546 –43

b) Pensionsrückstellungen

Innerhalb des Rosenbauer Konzerns bestehen durch nationale Vorschriften oder freiwillige Vereinbarungen entstandene Vorsorgepläne für Pensionen. Dabei handelt es sich teils um leistungsorientierte und teils um beitragsorientierte Pläne (Details der zur Berechnung herangezogenen Annahmen sind Punkt C9. zu entnehmen).

in T€ 2024 2025
Nettobarwert der Verpflichtung zum 01.01. 4.172 4.149
Dienstzeitaufwand 5 8
Zinsaufwand 140 139
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 154 –177
Laufende Zahlungen –322 –319
Nettobarwert der Verpflichtung zum 31.12. 4.149 3.800

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste betreffen in Höhe von –178 t€ (2024: 153 t€) Änderungen in erfahrungsbedingten Annahmen, in Höhe von 0 t€ (2024: 0 t€) Änderungen in finanziellen Annahmen und in Höhe von 0 t€ (2024: 0 t€) Änderungen in demografischen Annahmen.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für das laufende Geschäftsjahr beträgt 3.800 t€ (2024: 4.149 t€).

Die Netto-Aufwendungen für Pensionen, die aus Leistungszusagen resultieren, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2024 2025
Personalaufwendungen
Dienstzeitaufwand 5 8
Zinsaufwendungen
Zinsaufwand 140 139
Netto-Aufwendungen für Pensionen 145 147

Zum 31. Dezember 2025 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung aus Pensionen 9 Jahre (2024: 10  Jahre).

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren.

Veränderung des Nettobarwerts der Verpflichtung in T€ +1 % -1 %
31.12.2025
Zinssatz –310 364
Gehaltssteigerung 339 –295
Langlebigkeit 174 –172
31.12.2024
Zinssatz –357 422
Gehaltssteigerung 389 –337
Langlebigkeit 195 –192

Weiterführende Informationen zu den Personalrückstellungen sind der Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.

c) Übrige langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 7.134 6.990
7.134 6.990

Die Veränderung der unter Punkt c. angeführten langfristigen Rückstellungen ist der „Entwicklung der Rückstellungen“ unter Punkt D20. zu entnehmen.

D14. Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Diese Position enthält die jederzeit ausübbaren Andienungsrechte des US-amerikanischen Minderheitsgesellschafter Rosenbauer Aerials LLC., Nebraska. Der Wert berechnet sich aus dem Barwert der Zahlungsverpflichtung aus einer Kaufpreisformel, die die Ertragswerte von 2 vergangenen Geschäftsjahren und dem laufenden Geschäftsjahr berücksichtigt und des Eigenkapitalwerts.

in T€ 2024 2025
Nettobarwert der Verpflichtung zum 01.01. 12.431 16.287
Auszahlung Dividende –1.742 –2.000
Neubewertungen 5.598 4.689
Ausübung Option 0 0
Nettobarwert der Verpflichtung zum 31.12. 16.287 18.976

D15. Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

Diese beinhalten neben Produktions- bzw. Investitionskrediten und Leasingverbindlichkeiten auch die laufenden Kontokorrentüberziehungen zum 31. Dezember des jeweiligen Bilanzstichtages. Details sind der Aufstellung der Finanzverbindlichkeiten unter Punkt D36. „Risikomanagement“ zu entnehmen.

D16. Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten Anzahlungen von Kunden in Höhe von 337.384 t€ (2024: 319.571 t€), die überwiegend für die Lieferung von Löschfahrzeugen geleistet wurden, sowie abgegrenzte Erlöse aus Mehrkomponentenverträgen in Höhe von 12.038 t€ (2024: 8.134 t€), die sich auf zeitraumbezogene Leistungsverpflichtungen beziehen.

Der zum 31. Dezember 2024 in den Vertragsverbindlichkeiten enthaltene Betrag von 268.488 t€ und bei den abgegrenzten Erlöse aus Mehrkomponentenverträge von 7.373 t€ wurde im Geschäftsjahr 2025 als Umsatzerlöse erfasst.

D17. Lieferverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 98.915 t€ (2024: 111.020 t€) innerhalb eines Jahres und in Höhe von 0,0 t€ (2024: 0,0 t€) nach einem Jahr fällig.

D18. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Verbindlichkeiten aus Steuern 13.136 12.997
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 3.855 4.174
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.505 1.175
Verbindlichkeiten aus Personalverpflichtungen 33.787 41.785
Verbindlichkeiten aus Provisionsverpflichtungen 7.008 6.705
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 31.175 43.250
91.467 110.086
in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.505 1.175
Verbindlichkeiten aus Provisionsverpflichtungen 7.008 6.705
Abgegrenzte Schulden 20.663 25.978
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.512 17.272
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Steuern 13.136 12.997
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 3.855 4.174
Verbindlichkeiten aus Personalverpflichtungen 33.787 41.785
91.467 110.086

In den abgegrenzten Schulden sind im Wesentlichen noch nicht erhaltene Eingangsrechnungen enthalten. In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 58.956 t€ (2024: 50.778 t€) Verbindlichkeiten enthalten, die kein Finanzinstrument darstellen.

D19. Steuerschulden

Die Steuerschulden erhöhten sich von 10.252 t€ auf 11.994 t€ im Wesentlichen durch die im laufenden Geschäftsjahr noch nicht geleisteten Zahlungen und die lokalen steuerlichen Ergebnisse.

D20. Sonstige Rückstellungen und Entwicklung der Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Vorsorgen für Gewährleistungen und Risiken im Absatzbereich. Darüber hinaus ist im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von 1.450 t€ (2024: 4.350 t€) für ehemalige Vorstände enthalten.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 wurden in den USA Zivilklagen gegen die US-Tochtergesellschaften der Rosenbauer International AG wegen angeblicher Verstöße gegen die US-amerikanischen Kartellgesetze eingereicht. Zivilkläger (Kunden) behaupten, dass bestimmte Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen des US-Marktes sich abgesprochen hätten, um die Produktion zu drosseln und vertrauliche, wettbewerbsrelevante Informationen auszutauschen, um die Preise für Feuerwehrfahrzeuge in die Höhe zu treiben und das Angebot zu beschränken. Weitere Informationen unterbleiben gemäß IAS 37.92, um die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen für das Jahr 2025 sind der „Entwicklung der Rückstellungen“ zu entnehmen.

Details der zur Berechnung herangezogenen Annahmen sind den Punkten C10. und C15. zu entnehmen.

in T€ Stand am 01.01.2025 Währungsdifferenzen Zuweisung Verbrauch Auflösung Aufzinsung Stand am 31.12.2025
kurzfristig
Gewährleistungen 14.955 –689 8.877 –5.501 –331 0 17.310
Drohende Verluste 1.842 0 1.091 –800 0 0 2.133
Sonstige 12.887 –177 8.515 –8.078 –484 0 12.663
Summe kurzfristige Rückstellungen 29.685 –866 18.482 –14.379 –815 0 32.107
langfristig
Rückstellung für Jubiläumsgelder 7.134 –21 123 –240 –9 2 6.990
Übrige langfristige Rückstellungen 100 0 110 –86 0 0 124
Summe langfristige Rückstellungen 7.234 –21 233 –326 –9 2 7.114
Gesamtsumme 36.920 –887 18.716 –14.705 –824 2 39.221

Die Entwicklung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen ist in den Erläuternden Angaben unter Punkt D.13. „Langfristige Rückstellungen“ dargestellt.

D21. Umsatzerlöse

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Areas:

2025
Areas
Geschäftsbereiche Area EUROPE Area MIDDLE EAST Area ASIA PACIFIC Area AMERICAS PFP Gesamt
Fahrzeuge 493.381 132.897 136.490 352.989 0 1.115.757
Ausrüstung 89.692 19.094 15.920 3.165 0 127.872
PFP 0 0 0 0 3.428 3.428
Customer Service 73.776 34.084 11.857 12.916 0 132.632
Sonstige 8.300 2.979 7.338 30.681 0 49.298
Summe Erlöse aus Verträgen mit Kunden 665.149 189.055 171.604 399.751 3.428 1.428.987
2024
Areas
Geschäftsbereiche Area EUROPE Area MIDDLE EAST Area ASIA PACIFIC Area AMERICAS PFP Gesamt
Fahrzeuge 484.307 78.939 114.488 301.265 0 978.999
Ausrüstung 96.020 8.298 10.532 2.407 0 117.257
PFP 0 0 0 0 37.358 37.358
Customer Service 63.742 31.447 11.887 11.317 0 118.392
Sonstige 14.317 1.061 6.796 31.765 0 53.938
Summe Erlöse aus Verträgen mit Kunden 658.387 119.745 143.702 346.753 37.358 1.305.945

Bezüglich der weiteren Zusammensetzung der Umsatzerlöse wird auf die Angaben zu den Produktsegmenten sowie zur Segmentberichterstattung in den Erläuternden Angaben Punkt D.34. „Segmentberichterstattung“ verwiesen.

Der aggregierte Betrag des Transaktionspreises für noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 2.354,6 Mio € (2024: 2.279,8 Mio €). Davon werden voraussichtlich zwischen 60 und 65 % (2024: 60 % bis 65 %) im folgenden Geschäftsjahr als Umsatz realisiert.

D22. Umsatzkosten

in T€ 2024 2025
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –2.357 –37.886
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 742.921 808.187
Personalaufwendungen 236.714 260.814
Abschreibungen 13.596 16.422
Übrige sonstige Aufwendungen 93.082 106.450
1.083.956 1.153.987

Die Materialaufwendungen betreffen neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Wesentlichen Fahrgestelle, metallische Komponenten für den Aufbau, Kunststoff- und Elektronikteile sowie Ausrüstungsgegenstände und Zukaufteile.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Leasingaufwendungen für Leasingpersonal im betrieblichen Bereich, Energie- und Entsorgungskosten.

D23. Entwicklung und Produktmanagement

in T€ 2024 2025
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 360 380
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.822 4.206
Aktivierte Entwicklungskosten –5.627 –5.101
Umlagen in andere Funktionsbereiche –9.896 –11.570
Personalaufwendungen 24.240 27.019
Abschreibungen 5.134 6.073
Übrige sonstige Aufwendungen 9.275 9.550
27.308 30.557

Die gesamten Entwicklungskosten betragen 35.658 t€ (2024: 32.935 t€).

D24. Vertriebskosten

in T€ 2024 2025
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 544 24
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.821 596
Personalaufwendungen 34.242 35.927
Abschreibungen 3.018 2.597
Übrige sonstige Aufwendungen 22.939 29.974
62.564 69.118

Der Posten übrige Aufwendungen beinhaltet überwiegend Aufwendungen für Veranstaltungen, Reisekosten sowie Kosten der Marketing- und Vertriebsabteilung.

D25. Verwaltungskosten

in T€ 2024 2025
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –2.040 5.521
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.936 1.462
Personalaufwendungen 48.559 57.267
Abschreibungen 10.347 11.422
Übrige sonstige Aufwendungen 17.114 17.095
79.916 92.767

Der Posten übrige sonstige Aufwendungen beinhaltet überwiegend Instandhaltungen, Rechts,- Prüfungs- und Beratungskosten, fremde Dienstleistungen, sowie Mieten und Pachten. Der Aufwand aus Leasingverhältnissen von Vermögenswerte von geringem Wert beträgt 424 t€ (2024: 622 t€), ferner beträgt der Aufwand aus kurzfristigen Leasingverhältnissen ohne Vermögenswerte von geringem Wert 886 t€ (2024: 332 t€).

Honorar des Wirtschaftsprüfers

Im Verwaltungsaufwand sind folgende Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, der BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, enthalten:

in T€ 2024 2025
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 177 177
Andere Bestätigungsleistungen 8 109
Sonstige Dienstleitungen 45 0
230 286

D26. Sonstige Erträge

in T€ 2024 2025
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und

immateriellen Vermögenswerten
93 986
Erträge aus Mieten und Versicherungen 5.156 717
Auflösung von Rückstellungen 576 356
Kursgewinne 2.802 709
Übrige Erträge 4.468 6.067
13.094 8.835

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Versicherungserträge aus einem Transportschaden erfasst.

In den übrigen Erträgen sind insbesondere Lizenzeinnahmen, Kantinen und Bewirtungen enthalten.

D27. Sonstiger Aufwand

in T€ 2024 2025
Verlust aus Anlagenabgängen 154 88
Kursverluste 289 2.657
Wertminderung Firmenwert 0 4.146
Sonstige Aufwendungen –57 –36
385 6.854

D28. Personalaufwand und Angaben über Arbeitnehmer

in T€ 2024 2025
Löhne 136.900 148.808
Gehälter 148.727 166.134
Aufwendungen für Abfertigungen und für Altersversorgung 990 1.096
Aufwendungen für betriebliche Vorsorgekassen 9.157 8.860
Aufwendungen für gesetzlich und freiwillige Sozialabgaben sowie

vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
47.981 56.131
343.755 381.028

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

2024 2025
Arbeiter 2.650 2.955
Angestellte 1.595 1.604
Lehrlinge 155 151
4.400 4.710

In den Aufwendungen für betriebliche Vorsorgen sind Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 1.711 t€ (2024: 1.467 t€) enthalten.

D29. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen in Höhe von 40.276 t€ (Vorjahr: 32.340 t€) resultieren 8.532 t€ (Vorjahr: 7.128 t€) aus der Abschreibung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16.

D30. Finanzerträge

in T€ 2024 2025
Wertpapiererträge 5 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.181 645
davon aus Kursgewinnen 3.521 0
4.186 645

D31. Finanzierungsaufwendungen

in T€ 2024 2025
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.344 29.683
davon aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 1.295 1.750
davon aus Fair Value Bewertung 251 0
davon aus Kursverlusten 985 4.455
Zinsen auf langfristige Personalrückstellungen 609 650
42.953 30.333

Die Fair Value Bewertung resultiert aus den zu Fair Value designierten finanziellen Verbindlichkeiten. Der Zinsaufwand der langfristigen Jubiläumsgeldrückstellungen wird im Personalaufwand ausgewiesen.

D32. Ertragsteuern

in T€ 2024 2025
Aufwand für laufende Ertragsteuern 9.234 12.719
davon aus Vorjahren –426 –97
Veränderung latenter Ertragsteuern –12.772 –12.338
davon aufgrund von Steuersatzänderungen 682 43
–3.538 381

Im Geschäftsjahr 2025 wurden –478 t€ (2024: 279 t€) aus der Veränderung von latenten Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Es besteht im RBI-Konzern eine Steuergruppe nach österreichischem Steuerrecht. Die Gruppenmutter ist die Rosenbauer International AG, Gruppenmitglieder sind die österreichischen Gesellschaften Rosenbauer Österreich GmbH, die Rosenbauer Brandschutz GmbH und die APAC-Holding GmbH. Der Ausgleich erfolgt über eine Umlagevereinbarung, in der positive steuerliche Ergebnisse zum aktuell gültigen Körperschaftssteuersatz verrechnet werden, eine negative Steuerumlage wird zum Zwecke der zukünftigen Verrechnung evident gehalten. Der Ertragssteuerertrag beträgt für alle Gruppenmitglieder 1.223 t€ (2024: Ertragssteuerertrag 994 t€).

Der Rosenbauer Konzern wendet das in Österreich anzuwendende Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG), mit dem die auf den OECD-Mustervorschriften („Pillar 2“) basierende EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen an. Das oberste Mutterunternehmen ist seit dem Geschäftsjahr 2025 die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH und ist somit im Sinne der Mindestbesteuerungsregeln Abgabenschuldner.

Um die verursachungsgerechte Verteilung etwaiger Ergänzungssteuern zu gewährleisten, sowie weitere gesellschaftsrechtliche Fragen zu klären, sind entsprechende Verträge in Ausarbeitung, die unter anderem Regelungen zu einer verursachungsgerechten Verteilung beinhalten werden.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden die künftigen Steuerbelastungen und Auswirkungen der Pillar 2 Regelungen auf die Rosenbauer International AG laufend evaluiert. Auf Basis der laufenden Evaluierungen wurden die Safe Harbour Regelungen, bis auf die Vereinigte Arabische Emirate, gegenwärtig eingehalten. Gemäß der Gesetzgebung muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem GloBE-Effektivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen. Für die Vereinigten Arabischen Emirate ergab sich für das Geschäftsjahr 2024 ein durchschnittlicher Effektivsteuersatz auf Basis des Ergebnisses nach den IFRS Accounting Standards in Höhe von 9 %. Somit wurde in der Rosenbauer International AG ein Ertragssteueraufwand in Höhe von 295 t€ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem sich rechnerisch ergebenden Ertragsteueraufwand und dem effektiven Steueraufwand im Konzern werden in nachstehender Tabelle dargestellt.

in T€ 2024 2025
Gewinn vor Ertragsteuern 26.266 54.677
davon 23 % (2024: 23 %) rechnerischer Ertragsteueraufwand 6.041 12.575
Effekt unterschiedlicher Steuersätze –588 –551
Permanente Differenzen 5.522 –16.367
Nichtaktivierung von Verlustvorträgen 18 2.069
Verlustvorträge –14.636 0
Verbrauch von Verlustvorträgen 0 3.350
Steuern aus Vorjahren –427 –863
Quellensteuern 153 144
Globale Mindestbesteuerung 295 0
Sonstige 84 24
Effektiver Steuerertrag (-) / -aufwand (+) –3.538 381

Aus Dividendenansprüchen der Anteilseigner resultieren in den Jahren 2025 und 2024 keine steuerlichen Konsequenzen für den Konzern.

D33. Konzerngeldflussrechnung

Die Darstellung der Konzerngeldflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich den Kassenbestand und die Bankguthaben. Die Zinsein- und Zinsauszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 gab es nicht zahlungswirksame Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von –3.186  t€ (2024: –2.090  t€). Die nicht zahlungswirksamen Zugänge zu Nutzungsrechten betrugen im Jahr 2025 18.652 t€ (2024: 10.385 t€).

Die Überleitung der zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

in T€ 31.12.2025 Cashflow Wechselkursdifferenzen Aufzinsung Unbare Veränderung 31.12.2024
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 126.461 –261.671 –47 0 0 388.179
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 132.880 132.763 –1.998 0 0 2.115
Leasingverbindlichkeiten 45.386 –7.682 –1.035 1.750 16.902 35.451
Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 18.976 –2.000 0 0 4.689 16.287
Gesamte Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten 323.703 –138.590 –3.080 1.750 21.591 442.032
in T€ 31.12.2024 Cashflow Wechselkursdifferenzen Aufzinsung Unbare Veränderung 31.12.2023
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 388.179 –41.390 61 0 0 429.508
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.115 –2.015 1.747 0 0 2.383
Leasingverbindlichkeiten 35.451 –6.783 566 1.295 9.090 31.283
Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 16.287 –1.742 0 0 5.598 12.431
Gesamte Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten 442.032 –51.930 2.374 1.295 14.688 475.605

Nähere Details zu Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss sind Punkt B1. zu entnehmen.

Die gesamten Auszahlungen aus Leasingverhältnissen, die nach IFRS 16 bilanziert wurden, betragen im Geschäftsjahr 7.682 t€ (2024: 6.783 t€).

In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind im Wesentlichen Währungsumrechnungen enthalten.

D34. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 („Geschäftssegmente“) sind die Segmentabgrenzung und die offenzulegenden Segmentinformationen an der internen Steuerung und Berichterstattung auszurichten. Daraus ergibt sich eine Darstellung, die gemäß dem Management-Approach der internen Berichterstattung entspricht. Die Steuerung des Konzerns erfolgt von den Hauptentscheidungsträgern nach Absatzmärkten. Im internen Reporting kommt der Entwicklung der Marktsegmente besondere Bedeutung zu. Die Segmentierung basiert auf der Aufteilung der von den Hauptentscheidungsträgern festgelegten Absatzregionen („Areas“). Zusätzlich zu den nach Absatzmärkten gesteuerten Segmenten („Areas“) wird das Segment PFP („Preventive Fire Protection“) in der internen Berichterstattung als weiteres Segment dargestellt.

Die folgenden berichtspflichtigen Segmente wurden entsprechend dem internen Managementinformationssystem festgelegt:

Das EBIT der Areas wird von den Hauptentscheidungsträgern getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des EBIT in Übereinstimmung mit dem EBIT im Konzernabschluss bewertet. Die Ertragsteuern werden jedoch konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

Die Segmentberichterstattung bezieht sich auf Umsätze und Ergebnisse, die von den einzelnen Areas sowohl am jeweiligen Absatzmarkt als auch im Export erwirtschaftet werden.

Die zahlenmäßige Darstellung der Segmente kann den Tabellen „Geschäftssegmente“, „Angaben zu Geschäftsbereichen“ und „Informationen über geografische Gebiete“ für die Jahre 2024 und 2025 entnommen werden.

Geschäftssegmente

2025 (in T€) Area EUROPE Area MIDDLE EAST Area ASIA PACIFIC Area AMERICAS PFP1 Konzern
Außenumsatz 665.149 189.055 171.604 399.751 3.428 1.428.987
Umsatzkosten –525.724 –140.380 –131.179 –351.076 –5.628 –1.153.987
Bruttoergebnis 139.425 48.675 40.425 48.675 –2.200 275.000
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Anteil an equity-bilanzierten Unternehmen 45.671 24.994 20.111 10.450 –16.687 84.539
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 48.579 8.018 4.185 11.239 –17.344 54.677
Auftragseingang 740.343 200.987 141.499 466.895 20.312 1.570.036
Autragsbestand 869.978 313.836 144.744 1.011.096 14.901 2.354.555
Bilanzsumme 848.138 111.489 37.409 299.857 36.776 1.333.669
Sachanlagen 132.752 10.463 3.300 13.525 5.012 165.052
Immaterielle

Vermögenswerte
58.959 0 0 3.315 1.298 63.572
Nutzungsrechte 31.969 426 2.064 5.022 3.273 42.754
Abschreibung –28.422 –1.979 –735 –3.190 –1.804 –36.130
Wertminderung 0 0 0 0 –4.146 –4.146
Finanzierungsaufwendungen –26.378 –27 –116 –3.672 –140 –30.333
Finanzerträge –190 10 32 266 527 645
Anteil am Ergebnis an equity-bilanzierten Unternehmen –174 0 0 0 0 –174

Weitere Details zur Segmentberichterstattung sind in den Erläuternden Angaben unter Punkt D.34. zu finden.

1 Preventive Fire Protection

Im Jahr 2025 gab es keinen Kunden der mehr als 10 % zum Außenumsatz beigetragen hat.

Die Zuordnung des Außenumsatzes, Umsatzkosten, Bruttoergebnis, EBIT sowie Auftragseingang und Auftragsbestand erfolgt gemäß den jeweiligen Areas, bei allen anderer Zahlen erfolgt obige Darstellung nach den Standorten der Konzerngesellschaften (production-based).


2024 (in T€) Area EUROPE Area MIDDLE EAST Area ASIA PACIFIC Area AMERICAS PFP1 Konzern
Außenumsatz 658.387 119.745 143.702 346.753 37.358 1.305.945
Umsatzkosten –535.849 –92.218 –111.736 –311.013 –33.140 –1.083.956
Bruttoergebnis 122.538 27.527 31.966 35.740 4.218 221.989
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Anteil an equity-bilanzierten Unternehmen 37.163 8.348 17.478 5.703 –3.782 64.910
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 13.138 7.005 4.659 5.179 –3.715 26.266
Auftragseingang 745.316 252.201 154.047 529.577 24.096 1.705.237
Autragsbestand 772.368 327.576 184.876 989.836 5.184 2.279.840
Bilanzsumme 727.746 91.478 66.936 313.311 57.518 1.256.989
Sachanlagen 119.770 10.723 3.340 12.712 4.827 151.372
Immaterielle

Vermögenswerte
55.854 0 0 2.938 6.028 64.820
Nutzungsrechte 23.511 531 2.182 6.314 1.049 33.587
Abschreibung –24.696 –1.790 –640 –3.453 –1.761 –32.340
Wertminderung 0 0 0 0 0 0
Finanzierungsaufwendungen –39.070 –58 –740 –3.025 –60 –42.953
Finanzerträge 2.889 353 173 761 10 4.186
Anteil am Ergebnis an equity-bilanzierten Unternehmen 123 0 0 0 0 123

Weitere Details zur Segmentberichterstattung sind in den Erläuternden Angaben unter Punkt D.34. zu finden.

1 Preventive Fire Protection

Im Jahr 2024 gab es keinen Kunden der mehr als 10 % zum Außenumsatz beigetragen hat.

Die Zuordnung des Außenumsatzes, Umsatzkosten, Bruttoergebnis, EBIT sowie Auftragseingang und Auftragsbestand erfolgt gemäß den jeweiligen Areas, bei allen anderer Zahlen erfolgt obige Darstellung nach den Standorten der Konzerngesellschaften (production-based).

Angaben zu Geschäftsbereichen

Umsatz
in Mio € 2024 2025
Fahrzeuge 985 1.116
Ausrüstung 117 128
Preventive Fire Protection (PFP) 37 3
Customer Service 118 133
Sonstige 48 49
Konzern 1.306 1.429

Informationen über geografische Gebiete

Umsatz Sachanlagen Immaterielle

Vermögenswerte
Nutzungsrechte
in T€ 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Österreich 119.101 105.546 72.487 77.343 53.344 56.522 5.548 15.450
USA 300.041 343.575 12.712 13.525 6.901 3.316 6.314 5.022
Deutschland 359.913 323.830 31.925 33.059 2.939 1.863 16.411 17.717
Saudi Arabien 74.735 89.319 9.605 9.614 0 0 531 403
Rest der Welt 452.155 566.717 24.643 31.511 1.636 1.871 4.783 4.162
Konzern 1.305.945 1.428.987 151.372 165.052 64.820 63.572 33.587 42.754

D35. Kapitalmanagement

Als Basis für das Kapitalmanagement wird im Rosenbauer Konzern das von Eigen- und Fremdkapitalgebern zur Verfügung gestellte Kapital gesehen.

Die Finanzstrategie ist darauf ausgerichtet, die strategische und operative Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen und zu fördern. Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit hergestellt werden. Es gilt, die finanzielle und strategische Flexibilität zu bewahren, indem jederzeit Zugang zu Kapital und vorteilhaften Finanzierungskonditionen gewährleistet wird. Durch eine ausreichende Finanzkraft sollen sowohl das operative Geschäft als auch Investitionsvorhaben ermöglicht werden. Die Interessen von Aktionären und Fremdkapitalgebern werden in Form einer Dividendenpolitik, einer stabilen Unternehmensbonität sowie Zuverlässigkeit und Kontinuität von Ergebnissen und Unternehmensaussagen berücksichtigt. Die Finanzstrategie ist Bestandteil unseres Geschäftsverständnisses und Handelns und Grundlage aller wesentlichen Planungs- und Entscheidungsprozesse (siehe dazu auch D36. „Risikomanagement“ d) Liquiditätsrisiko).

Als wesentliche Finanzkennzahlen für das Kapitalmanagement sind die Nettoverschuldung zu EBITDA und die Eigenkapitalquote anzusehen. Das EBITDA (Earnings before interest and taxes, depreciation and amortization) besteht aus dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Nettoverschuldung setzt sich aus den verzinslichen Verbindlichkeiten und den Leasingverbindlichkeiten abzüglich Kassenbestand, kurzfristige Finanzmittel und Wertpapiere zusammen. Die Nettoverschuldung beträgt 244.507 t€ (2024: 392.513 t€). Das EBITDA beträgt im Jahr 2025 124.814 t€ (2024: 97.250 t€ ). Die Nettoverschuldung zu EBITDA beträgt 1,96 (2024: 4,04).

Da bei den Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteile die unternehmerischen Chancen und Risiken sowie der Dividendenanspruch beim Minderheitsanteilseigner verbleibt, wird die Verbindlichkeit wirtschaftlich weiterhin als Minderheitsanteil und nicht als verzinsliche Kaufpreisverbindlichkeit angesehen.

Zur Optimierung der Eigenkapitalquote dient darüber hinaus das Bilanzsummenmanagement, das mit einer kontinuierlichen Überwachung der Produktionsbestände und Lieferforderungen eine Optimierung des gebundenen Umlaufvermögens sicherstellt. Die Eigenkapitalquote wird als Prozentsatz von Eigenkapital zu Bilanzsumme berechnet und betrug zum Stichtag 31.12.2025: 27,8 % (31.12.2024: 16,6 %).

D36. Risikomanagement

Rosenbauer ist in seinem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die jährlich durchgeführte Evaluierung der Konzerngesellschaften ergab, abseits der globalen Krisen (D34.), keine maßgeblich neuen oder bisher unerfassten Risiken. Es bestehen auf Grundlage der heute bekannten Informationen keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken. Der Rosenbauer Konzern agiert global und ist daher zwangsläufig Preis-, Zins- und Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Es ist Unternehmenspolitik, unter genauer Beobachtung der vorhandenen Risikopositionen und der Marktentwicklung die vorhandenen Risiken so weit wie möglich intern auszugleichen sowie Nettopositionen ergebnisoptimal zu steuern und, wo sinnvoll, abzusichern. Zielsetzung der Absicherung des Währungsrisikos ist die Schaffung einer abgesicherten Kalkulationsbasis für die Auftragsfertigung.

Einen wichtigen Bereich bei der Absicherung der Risiken stellen die Finanzinstrumente dar. Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IFRS 7 gehören dazu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören dazu auch die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Im Folgenden wird sowohl über originäre als auch derivative Finanzinstrumente berichtet.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswertes eingegangen ist, bilanziell erfasst.

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Die Wertpapiere wurden am Bilanzstichtag mit dem Marktwert von 2 t€ (2024: 163 t€) bewertet. Der Marktwert wird durch den Börsenkurs am Bilanzstichtag ermittelt.

a) Klima- und Umweltrisiken

Die Bedeutung des Klimawandels nimmt auch in der Feuerwehrbranche stetig zu und so setzt sich die Rosenbauer Gruppe seit vielen Jahren mit dem Thema auseinander, um rechtzeitig, solide und wirksam auf diese Risiken reagieren zu können.

Das derzeit unmittelbarste Risiko besteht aus dem Übergangsrisiko, das durch den Anpassungsprozess hin zu einer kohlenstoffärmeren und ökologisch nachhaltigeren Wirtschaft entsteht. Rosenbauer hat vor etwa 8 Jahren auf diesen Anpassungsprozess reagiert und mit der Entwicklung des ersten hybriden Feuerwehrfahrzeuges begonnen und hat dieses 2020 in der Öffentlichkeit präsentiert. Das Fahrzeug wird am Markt positiv aufgenommen. Rosenbauer setzte 2024 den konsequenten Weg zur Entwicklung nachhaltiger Einsatzfahrzeuge fort und entwickelte die Vorserienversion des ersten vollelektrisch angetriebenen Flughafenlöschfahrzeuges PANTHER electric. Der Verkaufsstart für weltweit interessierte Flughafenfeuerwehrkundschaft erfolgte im Oktober 2024. Bei der derzeit laufenden Serienentwicklung des PANTHER electric baut Rosenbauer seine eigene Kompetenz in der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Antriebslösungen weiter aus, indem das für den PANTHER electric entstehende elektrische Antriebssystem gemeinsam mit renommierten Partnerunternehmen wie Magna und Miba Battery Systems in eigener Verantwortung entwickelt wird. Das Risiko besteht in der Realisierung der Entwicklungskosten am Markt, da durch diese Entwicklungskosten auch die Herstellungskosten der Produkte steigen. Bisher ist die Akzeptanz für einen höheren Preis am Markt gegeben, aber insbesondere auch, weil die bisher entwickelten Produkte eine deutliche Effizienz- und Komfortsteigerung für die Feuerwehren bieten. Es verbleibt aber in Zukunft jedenfalls durch die höheren Kosten ein höheres Risiko von Fehlentwicklungen und von Abschreibungen von Entwicklungskosten.

Abgesehen von den Entwicklungskosten ist auch mit steigenden Kosten aus Energie- und Materialeinkäufen zu rechnen, zum Beispiel durch die CO²-Bepreisung oder nachhaltige Produktionsprozesse. Hier besteht das Risiko, dass sich diese Regelungen auf den unterschiedlichen Märkten nicht symmetrisch entwickeln und so der Mitbewerb in weniger regulierten Märkten einen Kostenvorteil erzielen könnte.

Aus dem physischen Risiko des Klimawandels, also den Auswirkungen von physischen Ereignissen wie Dürren, Überschwemmungen, Stürmen etc. resultieren vielfältige Konsequenzen für Rosenbauer. Einerseits ist man natürlich einem erhöhten Risiko an den Standorten ausgesetzt (wie zum Beispiel Wasserknappheit, Wetterextreme, Hitze etc.), bzw. können Lieferketten von solchen Ereignissen negativ betroffen sein. Andererseits bietet Rosenbauer die Produkte und Technologien, diesem Risiko zu begegnen, und kann hier viel zur Abschwächung dieser Effekte beitragen. Dabei geht es nicht nur um die Zurverfügungstellung von erstklassigem Gerät für Katastropheneinsätze, wie Waldbrände, Hochwässer oder Stürme, sondern um die Vermeidung solcher Extremsituationen. Für Rosenbauer steht Prävention vor Deeskalation. Dabei ist die Früherkennung ein wesentlicher Faktor, hier wird das Produktportfolio erweitert und in Softwarelösungen investiert. Hier besteht ein finanzielles Risiko, dass diese Kosten nicht am Markt realisiert werden können.

Aus den Klima- und Umweltrisiken sind derzeit keine Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ersichtlich.

b) Kreditrisiko

Das Risiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann aufgrund der Kundenstruktur bzw. der Absicherungspolitik von Kreditrisiken als durchwegs gering eingeschätzt werden. Zudem werden alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Auch werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Bonitäts- und damit Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten.

Die nachstehende Tabelle beschreibt das Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns:

31.12.2025
in T€ 12m ECL oder Lifetime ECL Bruttobuchwert Wertminderung Nettobuchwert
Wertpapiere n/a 2 0 2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12m ECL 25.250 0 25.250
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Lifetime ECL 273.345 –4.424 268.921
davon mit Bonitätsbeeinträchtigung Lifetime ECL 10.913 –3.704 7.209
davon ohne Bonitätsbeeinträchtigung Lifetime ECL 262.432 –720 261.712
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 12m ECL 60.218 0 60.218
358.816 –4.424 354.391
31.12.2024
in T€ 12m ECL oder Lifetime ECL Bruttobuchwert Wertminderung Nettobuchwert
Wertpapiere n/a 163 0 163
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12m ECL 60.303 0 60.303
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Lifetime ECL 262.733 –1.704 261.030
davon mit Bonitätsbeeinträchtigung Lifetime ECL 58.127 –1.273 56.853
davon ohne Bonitätsbeeinträchtigung Lifetime ECL 204.607 –430 204.176
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 12m ECL 33.069 0 33.069
356.268 –1.704 354.565

Innerhalb der EU bestehen Forderungen größtenteils gegenüber kommunalen Rechtsträgern. Handelt es sich um privatwirtschaftliche Abnehmer minderer oder unbekannter Bonität, werden diese Forderungen über den privaten Versicherungsmarkt abgesichert.

Forderungen gegenüber Kunden außerhalb der EU mit geringer Bonität – selbst bei staatlichen Abnehmern – werden mittels Dokumentenakkreditiven oder Bankgarantien besichert. Gegebenenfalls werden alternativ, aber auch kumulativ, Versicherungen bei einer der staatlichen Versicherungsgesellschaften abgeschlossen. In Österreich erfolgt dies bei der Österreichischen Kontrollbank AG.

Die nachstehende Übersicht zeigt die mithilfe einer Wertberichtigungsmatrix ermittelte Ausfallrisikoposition bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Ohne Bonitätsbeeinträchtigung
2025/in T€ nicht überfällig 1 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage überfällig mehr als 180 Tage überfällig Mit Bonitätsbeeinträchtigung
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug 208.222 66.682 11.880 23.826 10.913
Erwarteter Kreditverlust 56 108 116 440 3.704
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Ohne Bonitätsbeeinträchtigung
2024/in T€ nicht überfällig 1 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage überfällig mehr als 180 Tage überfällig Mit Bonitätsbeeinträchtigung
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug 152.967 88.257 15.918 27.747 58.127
Erwarteter Kreditverlust 52 71 72 235 1.242

c) Marktrisiko

Inflationsrisiko

In den letzten Jahrzehnten der Niedrigzinspolitik und einer drohenden Deflation waren auch die Materialpreise und Lohnkosten gut vorhersehbar und dadurch auch im Projektgeschäft gut kalkulierbar. Ein Inflationsrisiko war daher nur von untergeordneter Bedeutung. Diese Situation hat sich gegen Ende des Jahres 2021 aber deutlich verändert. Durch die Störungen der Lieferketten kam es zu einem deutlichen Anziehen der Materialpreise und im Jahr 2022 kamen auch noch, bedingt durch den Ukraine-Krieg, volatile und massiv steigende Energiepreise hinzu. Das Jahr 2023 war weiterhin von geopolitischen Spannungen, extremen Wetterereignissen und hohen Inflationsraten geprägt. Generell stabilisierte sich im Jahr 2024 trotz Ukraine-Krieg die Verfügbarkeit wesentlicher Komponenten im Vergleich zu den Vorjahren. Die Termintreue der Lieferunternehmen verbesserte sich ebenfalls deutlich. Im Jahr 2024 konnten die noch vorhandenen Verzögerungen bei den Anlieferungen von Fahrgestellen nachhaltig bereinigt werden.

Da die Dauer von einer verbindlichen Angebotsabgabe bis zur tatsächlichen Auslieferung mehrere Monate bis über ein Jahr betragen, besteht das Risiko, dass die tatsächliche Preissteigerung die erwartete Preissteigerung übersteigt. Rosenbauer reagiert auf diese Risiken durch eine Vielzahl an Maßnahmen.

Einkaufsseitig werden zum Beispiel Chassis nur auf den konkreten Kundenvertrag mit Fixpreisen bestellt, dadurch kann das Preisrisiko für Chassis ausgeschlossen werden. Bei anderen Materialien wird versucht über Rahmenvereinbarungen und durch die Abstimmung der Bestellzeitpunkte auf das Produktionsprogramm, eine möglichst hohe Preissicherheit zu erzielen. Ein aktives Lieferantenmanagement und auch eine kurzfristige Anpassung der Lieferpläne können das Preisrisiko reduzieren. Darüber hinaus werden die Preislisten in kurzen Intervallen überprüft und bei einer absehbaren, weiteren Steigerung der Preise werden diese kurzfristig erhöht.

Das Geschäftsjahr 2024 war durch eine höhere Inflationsrate geprägt. Zur Inflationsbekämpfung wurde seitens der Europäischen Zentralbank das Zinsniveau angehoben. Das gestiegene Zinsniveau führte zu höheren Finanzierungskosten.

Zinsänderungsrisiko

Zins- bzw. Zinsänderungsrisiken liegen vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von über einem Jahr vor.

Weiters besteht ein Zinsänderungsrisiko bei den in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapieren. Die Wertpapiere wurden am Bilanzstichtag mit dem Marktwert bewertet. Durch regelmäßige Beobachtung der Zinsentwicklung und der daraus abzuleitenden Umschichtung der Wertpapierbestände sind die Reduktion des Zinsänderungsrisikos und eine Optimierung der Erträge möglich.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen aus Krediten für Investitionen in das operative Geschäft sowie insbesondere Working Capital Bedarfe. Länger andauernde negative Marktpreisänderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern. Eine Zinsänderung um +/- 1 % hätte bei dem zum Stichtag vorhandenen Kreditportfolio zu einem um 2.223 t€ (2024: 3.848 t€) geringeren beziehungsweise um 2.223 t€ (2024: 3.848 t€) höheren Ergebnis und Eigenkapital geführt. Die Sensitivität auf kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken ist vernachlässigbar.

Währungsänderungsrisiko

Das Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse Schwankungen ausgesetzt sind. Der Konzern ist vor allem im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen auf eine ausländische Währung lauten) Wechselkursrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung seines Währungsrisikos sichert der Konzern in Bezug auf erwartete Verkäufe und Käufe alle Transaktionen ab, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird. Wenn zum Zwecke der Absicherung ein Derivatgeschäft geschlossen wird, handelt der Konzern die Vertragsbedingungen so aus, dass das derivative Finanzinstrument dem abzusichernden Risiko entspricht. Bei der Absicherung erwarteter Transaktionen deckt das derivative Finanzinstrument den Risikozeitraum ab dem Zeitpunkt ab, zu dem Cashflows aus den Transaktionen prognostiziert sind, bis zum Zeitpunkt der Begleichung der entsprechenden auf die Fremdwährung lautenden Verbindlichkeit oder Forderung. Von dem erwarteten Fremdwährungsexposure des nächsten Geschäftsjahres wird ein Großteil mittels Devisentermingeschäften abgesichert.

Bei Wertpapieren des langfristigen Vermögens erfolgt die Veranlagung nahezu ausschließlich im eigenen Währungsraum der veranlagenden Konzerngesellschaften, weshalb hier kein Währungsrisiko besteht.

Währungsrisiken im Vermögen bestehen im Wesentlichen in US-Dollar sowie in VAE-Dirham, resultierend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an internationale Kunden, aus bereits kontrahierten Verträgen sowie künftigen Transaktionen. In vielen Märkten wird in Euro fakturiert. In den Schulden bestehen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen keine nennenswerten Währungsrisiken, da die laufende Finanzierung des operativen Geschäftes durch die Konzerngesellschaften in der jeweils lokalen Währung erfolgt. Eventuelle Währungsrisiken aus kurzfristigen Spitzen werden selbst getragen. Neben der Absicherung durch derivative Finanzinstrumente ergibt sich eine Absicherung durch natürlich geschlossene Positionen, bei denen zum Beispiel US-Dollar-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen US-Dollar-Forderungen gegenüberstehen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden und der erfolgswirksamen Devisenterminkontrakte) und des Eigenkapitals des Konzerns (aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der als Sicherungsinstrumente designierten Devisenterminkontrakte) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung der für den Konzern hauptsächlich relevanten Währungen. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Kursentwicklung Auswirkung auf das

Ergebnis vor Steuern
Auswirkung auf das

Eigenkapital
in T€ 2024 2025 2024 2025
USD

+10 % 4.512 7.356 –10.875 –11.002
-10 % –4.904 –7.640 9.998 9.711
SGD

+10 % –14 0 706 823
-10 % 14 –0 –706 –823
CHF

+10 % 5 29 –542 –941
-10 % –5 –29 542 941
SAR

+10 % –11 21 2.071 1.983
-10 % 11 –21 –2.071 –1.983
AED

+10 % –209 –1.715 665 –3.312
-10 % 177 1.658 –709 2.483
GBP

+10 % –5 –337 109 –706
-10 % 5 276 –109 551
Derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente)

Zur Absicherung gegen Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und FX-Swaps eingesetzt. Dies dient dazu Variabilitäten von Zahlungsflüssen aus zukünftigen Transaktion auszugleichen. Hierbei bestehen keine derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung. In der Rosenbauer Gruppe wird grundsätzlich das Risiko bis zum Zeitpunkt der Zahlung in Fremdwährung abgesichert. Eine Effektivitätsmessung wird regelmäßig durchgeführt.

Zur Absicherung von Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Absicherung werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden gemäß IAS 32 nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Im Jahr 2025 wurden, wie im Vorjahr, keine Saldierungen vorgenommen.

Derivate gliedern sich gemäß IFRS 9 in folgende Kategorien:

31.12.2025
in T€ langfristig kurzfristig
Derivate mit positivem beizulegenden Zeitwert
Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate (Forderungen und sonstige Vermögenswerte) 4 1.338
Summe 4 1.338
31.12.2025
in T€ langfristig kurzfristig
Derivate mit negativem beizulegenden Zeitwert
Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate (Sonstige Verbindlichkeiten) 0 66
Summe 0 66
31.12.2024
in T€ langfristig kurzfristig
Derivate mit positivem beizulegenden Zeitwert
Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate (Forderungen und sonstige Vermögenswerte) 0 21
Summe 0 21
31.12.2024
in T€ langfristig kurzfristig
Derivate mit negativem beizulegenden Zeitwert
Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate (Sonstige Verbindlichkeiten) 0 925
Summe 0 925
Nominalwert Fair Value
in T€ 2025 2025
Devisentermingeschäfte 39.431 1.276
Nominalwert Fair Value
in T€ 2024 2024
Devisentermingeschäfte 24.796 –904

Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument wird durch Gegenüberstellung der wertbestimmenden Risikofaktoren bestimmt. Bei einer vollständigen oder einer annähernden Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Risikofaktoren von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument wird der Nachweis des wirtschaftlichen Zusammenhangs anhand der Critical Terms Match Methode erbracht. In allen anderen Fällen werden je nach Ausmaß der wertbestimmenden Risikofaktoren entweder Sensitivitätsanalysen oder Ausprägungen der Dollar-Offset-Methoden verwendet, um den wirtschaftlichen Zusammenhang nachzuweisen.

Aus Abweichungen der wertbestimmenden Risikofaktoren zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument entstehen Quellen für Ineffektivität. Bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken stellen Terminkursabweichungen zwischen dem hypothetischen Derivat als Stellvertreter des Grundgeschäfts und dem Sicherungsinstrument (Devisentermingeschäft) eine solche Ineffektivitätsquelle dar. Zusätzlich können sich aus unerwarteten zeitlichen Verschiebungen bei den geplanten Zahlungsströmen des Grundgeschäfts Ineffektivitäten ergeben. Im Jahr 2025 und 2024 gab es keine Ineffektivitäten.

Da die Basiswerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument stets übereinstimmen, beträgt die bilanzielle Sicherungsquote (hedge ratio) stets 1:1, sprich die designierte Menge oder das designierte Volumen des Sicherungsinstruments entspricht der designierten Menge oder dem designierten Volumen des Grundgeschäfts. Anpassungen der bilanziellen Sicherungsquote werden vorgenommen, wenn die Sicherungsquote ein Ungleichgewicht aufweist, aus der Ineffektivität resultieren würde, die in einer mit dem Zweck des Hedge Accounting unvereinbaren Bilanzierungsfolge resultieren kann.

Derivate gliedern sich gemäß IFRS 9 in folgende Kategorien:

31.12.2025
in T€ langfristig kurzfristig Wertänderung Sicherungsinstrumente als Basis für die Berechnung der Ineffektivität
Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwert
Cashflow-Hedge Derivate

(Forderungen und sonstige Vermögenswerte)
126 3.710 3.836
Summe 126 3.710 3.836
31.12.2025
in T€ langfristig kurzfristig Wertänderung Sicherungsinstrumente als Basis für die Berechnung der Ineffektivität
Derivate mit negativem beizulegenden Zeitwert
Cashflow-Hedge Derivate

(Sonstige Verbindlichkeiten)
539 570 1.109
Summe 539 570 1.109
31.12.2024
in T€ langfristig kurzfristig Wertänderung Sicherungsinstrumente als Basis für die Berechnung der Ineffektivität
Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwert
Cashflow-Hedge Derivate

(Forderungen und sonstige Vermögenswerte)
183 758 941
Summe 183 758 941
31.12.2024
in T€ langfristig kurzfristig Wertänderung Sicherungsinstrumente als Basis für die Berechnung der Ineffektivität
Derivate mit negativem beizulegenden Zeitwert
Cashflow-Hedge Derivate

(Sonstige Verbindlichkeiten)
0 948 948
Summe 0 948 948
2025 Längste Laufzeit durchschn. Terminkurs Nominalwerte in T€ Fair Value

in T€
Devisentermingeschäfte
USD Verkauf 04.08.2027 1,1724 68.195 693
AED Verkauf 24.02.2027 4,0542 43.974 2.946
CAD Verkauf 04.01.2027 1,3705 3.227 –15
ZAR Verkauf 29.07.2027 21,8473 7.826 –559
GBP Verkauf 28.10.2026 0,8784 7.668 –2
PLN Verkauf 28.07.2027 4,3611 9.796 –140
SEK Verkauf 25.08.2027 10,8802 27.879 –196
Summe 168.564 2.727
2024 Längste Laufzeit durchschn. Terminkurs Nominalwerte in T€ Fair Value

in T€
Devisentermingeschäfte
USD Verkauf 17.12.2025 1,0636 42.631 –780
AED Verkauf 10.09.2025 3,9552 2.138 –43
CAD Verkauf 27.02.2026 1,3551 16.386 817
CAD Kauf 15.09.2025 1,0000 239 –6
AUD Verkauf 26.03.2026 1,6700 4.820 123
HKD Verkauf 29.04.2025 8,2270 856 –8
THB Verkauf 29.05.2025 38,5800 817 –64
PLN Kauf 27.02.2025 4,2900 170 –1
SEK Verkauf 31.10.2025 11,8157 1.815 –47
Summe 69.872 –7

Folgende Grundgeschäfte wurden abgesichert:

2025
Risiko in T€ Wertänderung Grundgeschäft Stand Rücklage
Fremdwährungsrisiko –2.727 2.089
2024
Risiko in T€ Wertänderung Grundgeschäft Stand Rücklage
Fremdwährungsrisiko 7 –199

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung der Hedging-Rücklage:

Fremdwährungsrisiko
in T€ 2024 2025
Wert zum 1.1. 12 –200
Gewinn / Verlust des effektiven Teils aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten 89 2.728
darauf entfallende latente Steuern im OCI –207 –445
Gewinn / Verlust der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde –124 7
darauf entfallende latente Steuern 31 –2
Buchwert zum 31.12. –200 2.089

Die in der nachfolgenden Tabelle als Level 1 ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen beinhalten – wie im Vorjahr – börsennotierte Aktien und Fondsanteile. Die Ermittlung des Fair Values der Devisentermingeschäfte und der Zinssicherungsgeschäfte, die als Level 2 gezeigt werden, resultieren – wie im Vorjahr – aus Bankbewertungen, denen anerkannte finanzmathematische Bewertungsmodelle zugrunde liegen (Discounted-Cashflow-Verfahren auf Basis von aktuellen Zins- und Fremdwährungsterminkurven basierend auf Interbank-Mittelkurspreisen am Abschlussstichtag). Die Zinssicherung betrifft die Absicherung von Teilen der Schuldscheindarlehenszinsen. Als Level 2 gezeigt werden finanzielle Verbindlichkeiten die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden und wo wesentliche Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Darüber hinaus werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen, die aber nicht als Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 bilanziert werden.

Im Jahr 2025 gab es – wie im Vorjahr – keinen Wechsel zwischen Level 1 und Level 2 beziehungsweise umgekehrt. Es erfolgte keine Änderung der Bewertungsmethode.

Level 1 Level 2 Level 3
in T€ 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Devisentermingeschäfte

ergebniswirksam
Positiver Fair Value 21 1.341
Negativer Fair Value 925 66
Devisentermingeschäfte

ergebnisneutral
Positiver Fair Value 941 3.836
Negativer Fair Value 948 1.109
Zinssicherungsgeschäfte
Positiver Fair Value 0 0
Negativer Fair Value 633 0
Verzinsliche Verbindlichkeit

erfolgswirksam designiert zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Positiver Fair Value 1.104 0
Negativer Fair Value 0 0
Wertpapiere verpflichtend

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Positiver Fair Value 163 2
Negativer Fair Value
Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgsneutral designiert zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Positiver Fair Value
Negativer Fair Value 16.287 18.976

Zu den kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird auf C11. „Verbindlichkeiten“ und D10. „Anteile ohne beherrschenden Einfluss“ verwiesen.

d) Liquiditätsrisiko

Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um das Risiko, fällige Verbindlichkeiten nicht fristgerecht begleichen zu können. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos nimmt in der Rosenbauer Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Die Liquidität im Konzern wird durch eine entsprechende monatlich rollierende Liquiditätsplanung ermittelt und laufend überwacht. Durch ausreichende mittel- und langfristige Kreditrahmen sowie einer Reserve in Form von Bankguthaben und ungenutzten Kreditlinien bei Banken soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden.

Es wurde im März 2024 von allen beteiligten Parteien eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommittierte und kommittierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden. Im Zuge der Verlängerung der Finanzierungen wurden zusätzliche Gebühren und eine Erhöhung der Zinsmargen vereinbart. Die MRFV enthielt neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 Prozent (einschließlich der Kapitalerhöhung) und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsahen. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants zum 31.12.2024, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, berechtigten die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung.

Darüber hinaus hat sich die Rosenbauer International AG in der MRFV zur Einhaltung von weiteren Verpflichtungen, zur Gläubigergleichbehandlung, sowie der Verpfändung ihrer Anteile an der Rosenbauer Deutschland GmbH, der Rosenbauer Karlsruhe GmbH sowie der Rosenbauer Holdings Inc. an die Kreditgeber verpflichtet. Die wesentlichen weiteren Bestimmungen sahen eine Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zudem eine Aussetzung von Dividendenzahlungen vor. Ein Teil der Erlöse aus der Kapitalerhöhung war im Geschäftsjahr 2024 als Sondertilgung an die Vertragspartner der Finanzierungsvereinbarung zu leisten. Darüber hinaus sollte mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden.

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahres 2024 beschlossen.

Die Gremien der Rosenbauer International AG beschlossen in Folge zum Zweck der Durchführung der Kapitalerhöhung sämtliche 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von € 35 je Stück durch einen neuen Investor zeichnen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der bisherigen Mehrheitseigentümerin der Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH („BVG“) und dem neuen Investor wurde im Juni 2024 unterschrieben. Bei dem neuen Investor handelt es sich um die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH („Robau“), an der neben der Pierer Industrie AG und der Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH auch die Raiffeisen Beteiligungsholding GmbH und die Invest Unternehmensbeteiligungs AG beteiligt sind.

Im August 2024 wurde seitens der Robau mitgeteilt, dass sie neben der Zeichnung der Kapitalerhöhung von der bisherigen Mehrheitseigentümerin BVG ein Rosenbauer-Aktienpaket von 25,15 % mittelbar erwerben wird, dies erfolgte im März 2025. Somit erwarb die Robau durch diese beiden Transaktionen eine kontrollierende Beteiligung in Höhe von 50,1 % an der Rosenbauer International AG. Aufgrund der vorgenannten Transaktionen wurde seitens Robau auch ein antizipatorisches Übernahmeangebot an die weiteren Aktionäre vorgelegt.

In Folge der Verzögerung der Kapitalerhöhung von geplant Ende 2024 in das Geschäftsjahr 2025 wurde aufgrund der Verpflichtungen der MRFV ein Waiver für die Durchführung der Kapitalerhöhung nach dem 31.12.2024 sowie der Unterschreitung der Eigenkapitalquote zum 31.12.2024 seitens der MRFV Vertragsparteien genehmigt.

Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des § 119 BörseG 2018 beantragt und mit Juni zum Handel zugelassen. Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre (1+1) mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst.

Die Financial Covenants wurden für die Geschäftsjahre ab 2025 neu vereinbart. Der Syndicated Loan sieht für das Geschäftsjahr 2025 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 22,5 % (2026: 25 % und 2027: 25 %) und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 3,5 (2026: 3 und 2027: 3) vor. Darüber hinaus darf das Verhältnis EBITDA zu Zinsaufwand minus Zinserträge den Faktor 2 nicht unterschreiten. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, sowie weiterer vertraglicher Verpflichtungen aus dem Syndicated Loan berechtigen die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung. Die Financial Covenants werden laufend durch Rosenbauer überwacht.

Der Vorstand der Rosenbauer International AG schätzt somit die Wahrscheinlichkeit der Unternehmensfortführung angesichts der mit der Kapitalerhöhung und langfristigen Refinanzierungsvereinbarung und der guten Geschäftsaussichten als sehr hoch ein.

In der Rosenbauer Gruppe bestehen des Weiteren Kreditvereinbarungen in den USA mit einem Kreditvolumen in Höhe von 70,0 Mio USD (2024: 40,0 Mio USD), der Buchwert beträgt 24,6 Mio USD (2024: 22,3 Mio USD). Diese Kreditvereinbarung enthält Financial Covenants, die zum 31. Dezember 2025 eingehalten wurden. Die Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahlen berechtigt den Kreditgeber zur Kündigung des Finanzierungsvertrages.

Die gesamten verzinslichen Finanzverbindlichkeiten betragen 259.341 t€ (2024: 390.294 t€). Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 8,1 % (2024: 8,5 %). Da die Nebenkosten der in nachstehender Tabelle mit den Nominalzinssätzen angeführten Finanzverbindlichkeiten niedrig sind, entspricht der Nominalzinssatz annähernd dem effektiven Zinssatz, wodurch sich keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt.

Nachstehende Aufstellungen zeigen die Struktur der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten per 31. Dezember 2025 sowie die Struktur der Lieferverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2024 31.12.2025
Zinsbindung und Fristigkeit
fix kurzfristig 29.928 8.593
fix langfristig 306 86
variabel kurzfristig 358.251 117.868
variabel langfristig 1.809 132.794
Summe verzinsliche Verbindlichkeiten 390.294 259.341
Währungen
285.206 154.253
SGD 10.498 10.498
USD 94.571 94.571
ZAR 19 19
Summe verzinsliche Verbindlichkeiten 390.294 259.341
Fälligkeitsstruktur

Die in der folgenden Tabelle angegebenen Werte beziehen sich auf die undiskontierten Zahlungsströme, wodurch sich Abweichungen zu den Buchwerten ergeben.

in T€ Summe innerhalb

eines Jahres
zwischen

1 und 2 Jahren
zwischen

2 und 5 Jahren
über

5 Jahren
Verzinsliche Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
2025 259.341 126.461 32.641 100.239 0
2024 390.294 388.179 1.889 226 0
Lieferverbindlichkeiten
2025 98.915 98.915 0 0 0
2024 111.020 111.020 0 0 0
Leasingverbindlichkeit
2025 45.386 10.746 8.312 17.169 9.159
2024 35.451 8.043 7.091 8.309 12.008
Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss
2025 18.976 18.976 0 0 0
2024 16.287 16.287 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente (ohne derivative Verbindlichkeiten)

(kurz- und langfristig)
2025 50.224 49.956 268 0 0
2024 38.373 38.183 190 0 0

Der beizulegende Zeitwert der langfristigen, fix verzinsten Kreditverbindlichkeiten beträgt 141 t€ (2024: 605 t€). Die Inputfaktoren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der langfristigen fix verzinsten Verbindlichkeiten sind nach der IFRS 13 Fair Value Hierarchie der Level 2 zuzuordnen. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen fix verzinsten Kreditverbindlichkeiten wurde mit einem DCF-Verfahren unter Anwendung eines marktkonformen Diskontierungszinssatzes ermittelt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die undiskontierten Zahlungsströme aus derivativen Verbindlichkeiten.

in T€ Summe innerhalb

eines Jahres
zwischen

1 und 2 Jahren
zwischen

2 und 3 Jahren
zwischen

3 und 4 Jahren
zwischen

4 und 5 Jahren
über

5 Jahren
Derivative Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
2025
Zufluss 102.901 58.598 44.303 0 0 0 0
Abfluss –104.076 –59.234 –44.842 0 0 0 0
Saldo –1.175 –636 –539 0 0 0 0
2024
Zufluss 70.813 70.813 0 0 0 0 0
Abfluss –72.686 –72.686 0 0 0 0 0
Saldo –1.873 –1.873 0 0 0 0 0

e) Überleitung der Buchwerte nach IFRS 7/Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten nach IFRS 7:

Derivative Finanzinstrumente Erfolgswirksam designiert zum beizulegenden Zeitwert bewertet Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Kein

Finanzinstrument
Buchwert Fair Value
Trading in einer Sicherungsbeziehung 31.12.2025 31.12.2025
AKTIVA
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 2 0 0 0 2 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 25.549 243.372 0 268.921 268.921
Forderungen aus Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0 2.431 2.431 2.431
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 5.178 0 0 0 25.250 8.457 38.885 38.885
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 0 0 0 0 0 60.218 0 60.218 60.218
PASSIVA
Verzinsliche langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 132.880 0 132.880 132.861
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 34.640 0 34.640 34.640
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 268 1.869 2.137 2.137
Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0 18.976 0 0 18.976 18.976
Verzinsliche kurzfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 126.461 0 126.461 126.461
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 10.746 0 10.746 10.746
Lieferverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 98.915 0 98.915 98.915
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 0 1.175 0 0 0 49.956 58.956 110.086 110.086
Derivative Finanzinstrumente Erfolgswirksam designiert zum beizulegenden Zeitwert bewertet Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Kein

Finanzinstrument
Buchwert Fair Value
Trading in einer Sicherungsbeziehung 31.12.2024 31.12.2024
AKTIVA
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 163 0 0 0 163 163
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 16.981 244.048 0 261.030 261.030
Forderungen aus Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0 2.250 2.250 2.250
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 961 0 0 0 60.303 10.264 71.528 71.528
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 0 0 0 0 0 33.069 0 33.069 33.069
PASSIVA
Verzinsliche langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 2.115 0 2.115 2.061
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 27.408 0 27.408 27.408
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 190 1.511 1.701 1.701
Kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0 16.287 0 0 16.287 16.287
Verzinsliche kurzfristige Verbindlichkeiten 0 0 18.896 0 0 369.283 0 388.179 388.179
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 8.043 0 8.043 8.043
Lieferverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 111.020 0 111.020 111.020
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 633 1.873 0 0 0 38.183 50.778 91.467 91.467

f) Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

in T€ Zinsertrag Zinsaufwand Nettozinsen Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral Erfolgsneutral Bewertung und Umgliederung

in GuV
Wertberichtigung / 

Zuschreibung
Abgangsergebnis Nettoergebnis 2025 (Summe)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten

bewertete finanzielle Vermögenswerte
1.225 0 1.225 0 0 0 –2.561 0 –1.336
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0 898 898
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 129 –2.906 –2.778 0 0 0 –269 0 –3.047
Zu fortgeführten Anschaffungskosten

bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 –27.684 –27.684 0 0 0 0 0 –27.684
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 1.276 0 0 0 0 1.276
Gesamte Verbindlichkeiten

aus Finanzierungstätigkeiten
1.354 –30.590 –29.236 1.276 0 0 –2.830 898 –29.893
in T€ Zinsertrag Zinsaufwand Nettozinsen Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral Erfolgsneutral Bewertung und Umgliederung

in GuV
Wertberichtigung / 

Zuschreibung
Abgangsergebnis Nettoergebnis 2024 (Summe)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten

bewertete finanzielle Vermögenswerte
6.528 0 6.528 0 0 0 568 0 7.097
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 5 0 5 0 0 0 0 –61 –55
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 454 –2.689 –2.235 0 0 0 40 0 –2.195
Zu fortgeführten Anschaffungskosten

bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 –38.649 –38.649 0 0 0 0 0 –38.649
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 –904 0 0 0 0 –904
Gesamte Verbindlichkeiten

aus Finanzierungstätigkeiten
6.988 –41.338 –34.350 –904 0 0 608 –61 –34.707

In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Wertberichtigungen und Zuschreibungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Abgangsgewinne bzw. -verluste und sonstige erfolgswirksame Änderungen von Zeitwerten von Finanzinstrumenten einbezogen.

E. Sonstige Angaben

E1. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Der Konflikt führt zu anhaltenden Unsicherheiten an den Energie- und Beschaffungsmärkten sowie zu erhöhten Preis- und Lieferkettenrisiken. Die möglichen Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Rosenbauer Gruppe werden in diesem Zusammenhang aktuell analysiert und sind zurzeit noch nicht abschätzbar.

Zum 1. April 2026 wird Jörg Schuschnig in den Vorstand der Rosenbauer International AG eintreten und wird die Agenden des Finanzvorstands (CFO) übernehmen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2025 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

E2. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Die Rosenbauer International AG hat keine Haftungserklärungen zugunsten konzernfremder Dritter abgegeben. Auch gibt es keine weiteren Eventualverbindlichkeiten, aus denen wesentliche Verbindlichkeiten entstehen werden.

E3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Beteiligungsgesellschaften

2024 2025
Beteil.-Anteil1 in % Konsolidierungsart 6) Beteil.-Anteil1 in % Konsolidierungsart 6)
Rosenbauer Österreich GmbH, Österreich, Leonding 100 KV 100 KV
Rosenbauer Brandschutz GmbH, Österreich, Leonding 100 KV 100 KV
Rosenbauer E-Commerce GmbH, Leonding 100 KV 100 KV
Rosenbauer APAC Holding GmbH, Leonding 100 KV 100 KV
Rosenbauer Deutschland GmbH, Deutschland, Luckenwalde 100 KV 100 KV
Rosenbauer Karlsruhe GmbH 100 KV 100 KV
Rosenbauer France S.A.R.L., Frankreich, Meyzieu 100 KV 100 KV
Rosenbauer Finanzierung GmbH, Deutschland, Passau 100 KV 100 KV
Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH, Deutschland, Mogendorf 100 KV 100 KV
Rosenbauer d.o.o., Slowenien, Radgona 100 KV 100 KV
Rosenbauer Rovereto S.r.l. Italien, Rovereto 100 KV 100 KV
Rosenbauer Italia S.r.l. Italien, Andrian 100 KV 100 KV
Rosenbauer Schweiz AG, Schweiz, Oberglatt 100 KV 100 KV
Rosenbauer Espanola S.A., Spanien, Madrid 79,8 KV 62,14 KV
Rosenbauer Ciansa S.L., Spanien, Linares2) 50 AE
Rosenbauer Polska Sp.z. o.o., Warschau, Polen 100 KV 100 KV
Rosenbauer Minnesota, LLC., USA, Minnesota 100 KV 100 KV
Rosenbauer South Dakota, LLC., USA, South Dakota 100 KV 100 KV
Rosenbauer Holdings Inc., USA, South Dakota 100 KV 100 KV
Rosenbauer America, LLC., USA, South Dakota 100 KV 100 KV
Rosenbauer Aerials, LLC., 3) USA, Nebraska 50 KV 50 KV
Rosenbauer Motors, LLC., USA, Minnesota 100 KV 100 KV
S.K. Rosenbauer Pte. Ltd., Singapur 100 KV 100 KV
Rosenbauer Australia Pty. Ltd., Australia, Brisbane 100 KV 100 KV
Eskay Rosenbauer Sdn Bhd, Brunei 80 KV 80 KV
Rosenbauer South Africa (Pty.) Ltd., Südafrika, Halfway House 75 KV 75 KV
Rosenbauer Saudi Arabia, Saudi Arabien, Riad 75 KV 75 KV
Rosenbauer Mena Trading - FZE, Vereinigte Arabische Emirate, Dubai 100 KV 100 KV
Rosenbauer for Vehicles Maintenance Services LLC, 4) Vereinigte Arabische Emirate, Dubai 49 KV 49 KV
Rosenbauer UK plc, United Kingdom, Holmfirth 100 KV 100 KV
Rosenbauer Fire Fighting Technology, VR China, Kunming 100 KV 100 KV
PA „Fire-fighting special technics“ LLC., Russland, Moskau 5)

1) Mittelbarer Beteiligungsanteil

2) Verschmelzung auf die Rosenbauer Espanola S.A., Spanien, Madrid

3) Dirimierungsrecht für die Rosenbauer International AG

4) Beherrschung aufgrund von fehlendem Stimmrecht des Miteigentümers

5) Ab dem Jahr 2022 wird die PA "Fire-fighting special technics" LLC. unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

6) KV = Vollkonsolidierte Gesellschaften, AE = At-equity bilanzierte Gesellschaften

Die Rosenbauer International AG als Gruppenträger bildet mit der Rosenbauer Österreich GmbH, der Rosenbauer Brandschutz GmbH, der APAC Holding GmbH und seit dem Geschäftsjahr 2024 auch der Rosenbauer E-Commerce GmbH als Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Der Ausgleich erfolgt über eine Umlagevereinbarung, in der positive steuerliche Ergebnisse zum aktuell gültigen Körperschaftssteuersatz verrechnet werden, eine negative Steuerumlage wird zum Zwecke der zukünftigen Verrechnung evident gehalten.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 aufgrund der neuen Eigentümerstruktur verändert. Die nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachstehend zusammengefasst. Unter Key Management werden der Aufsichtsrat und Vorstand geführt (Angaben zu den Bezügen siehe E4. Vergütung von Personen in Schlüsselfunktionen).

Im Folgenden werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen beschrieben; in der Rosenbauer Gruppe gibt es keine nicht konsolidierten Tochterunternehmen; sämtliche Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt:

Gemeinschaftsunternehmen
in T€ 2024 2025
Verkauf von Waren 200 38
Kauf von Waren 1.793 1.422
Forderungen 155 -
Verbindlichkeiten 572 -
Darlehen 1.000 -

Bei den angeführten Käufen von Waren mit Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich insbesondere um Fahrzeuglieferungen des spanischen Gemeinschaftsunternehmen Rosenbauer Ciansa an die spanische Tochtergesellschaft.

Insgesamt wurden mit nahestehenden Unternehmen folgende Geschäfte 2025 durchgeführt:

Mit der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG bestehen marktübliche Finanzierungsvereinbarungen, Garantielinien sowie Veranlagungen. Es besteht ein Finanzierungsrahmen in Höhe von 43 Mio € (30. Juni 2025 in Höhe von 24,3 Mio € ausgenutzt) sowie ein Rahmen für Garantielinien in Höhe von 39,4 Mio € (30. Juni 2025 in Höhe von 22,2 Mio € ausgenutzt).

Mit der abatec GmbH bestehen marktübliche Geschäftsbeziehungen hinsichtlich der Lieferung von Waren. Es wurden im Berichtszeitraum Waren in der Höhe von t€ 4.247 bezogen, zum 30. Juni 2025 bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von t€ 250.

Weitere Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wurden Verkauf von Waren in Höhe von t€ 44, Kauf von Waren in Höhe von t€ 520, Forderungen in Höhe von t€ 20 sowie Verbindlichkeiten in Höhe von t€ 72.

E4. Vergütungen von Personen in Schlüsselfunktionen

Die Tantieme des Vorstandes errechnet sich aus dem Grad der Zielerreichung des EBT, das Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA, dem Trade Working Capital, dem Free-Cashflow und einer kombinierten ESG-Kennzahl (Frauenanteil, Arbeitssicherheit und Compliance/Schulungsstand). Im Vorjahr war das EBT und Return on Capital Employed (ROCE) die Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung. Der Zielwert wird vom Aufsichtsrat für jeweils zwei Geschäftsjahre festgelegt. Die variablen Vergütungsbestandteile für den Aufsichtsrat wurde an die des Vorstandes im Geschäftsjahr 2025 angeglichen. Im Vorjahr wurde hier das EBT als Bemessungsgrundlage festgelegt.

Vorstand

2025
in t€
Fixbezug Variabler Bezug Gesamt
Ottel 601 60 % 408 40 % 1.009
Biringer 263 52 % 238 48 % 501
Zeller 406 55 % 335 45 % 741
Gesamt 1.270 56 % 981 44 % 2.251
2024 in t€ Fixbezug Variabler Bezug Gesamt
Wolf 488 65 % 261 35 % 749
Zeller 393 67 % 190 33 % 583
Richter 354 65 % 190 35 % 544
Gesamt 1.235 66 % 641 34 % 1.876
Aufsichtsrat

2025
in t€
Fixbezug Variabler Bezug Gesamt
Reisinger 42 54 % 36 46 % 78
Hofer 31 48 % 34 52 % 65
Hutter 31 55 % 25 45 % 56
Roithner 31 55 % 25 45 % 56
Wagner 30 52 % 28 48 % 58
Astalosch 10 77 % 3 23 % 13
Matzner 7 78 % 2 22 % 9
Zehnder 7 78 % 2 22 % 9
Gesamt 189 55 % 155 45 % 344
Aufsichtsrat

2024
in t€
Fixbezug Variabler Bezug Gesamt
Astalosch 39 65 % 21 35 % 60
Wagner 23 61 % 15 39 % 38
Siegel 22 71 % 9 29 % 31
Reisinger 30 60 % 20 40 % 50
Matzner 28 61 % 18 39 % 46
Zehnder 28 61 % 18 39 % 46
Gesamt 170 63 % 101 37 % 271

Es besteht für Mitglieder des Vorstandes und für Aufsichtsräte eine D&O Versicherung (Directors Officers-Versicherung), deren Kosten von der Rosenbauer International AG getragen werden. Ein Stock-Option Programm ist weder für Mitglieder des Vorstandes noch für Aufsichtsräte eingerichtet. Es wurden keine Kredite oder Vorschüsse an den Vorstand oder Aufsichtsrat gewährt.

Nach der Abberufung im Geschäftsjahr 2022 von Dieter Siegel als Vorstandsvorsitzenden sind im Geschäftsjahr 2025 fixe Vergütungen in Höhe von 494 t€ (2024: 485 t€) sowie eine variable Tantieme in Höhe von 340 t€ (2024: 138 t€ ) zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 besteht für die restliche Laufzeit des Vorstandsvertrages (bis 2026) hinsichtlich der fixen Vergütung, möglicher variablen Vergütungen etc. eine Rückstellung in Höhe von 1.450 t€ (2024: 2.900t€).

Mit 9. Jänner 2024 ist Daniel Tomaschko als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 394 t€ (2024: 354 t€) sowie eine variable Tantieme in Höhe von 317 t€ (2024: 98 t€) und Abfertigungszahlungen, Pensionszahlungen, Urlaubsersatzleistungen in Höhe von 318 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Daniel Tomaschko. Im Vorjahr war für diese Leistungen eine Rückstellung in Höhe von 1.450 t€ vorhanden.

Mit 25. April 2025 ist Sebastian Wolf als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Der Vorstandsvertrag ist mit 31. Juli 2025 ausgelaufen. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 268 t€ sowie eine variable Tantieme (für das Geschäftsjahr 2024 und 2025) in Höhe von 554 t€ und Abfertigungszahlungen, Pensionszahlungen, Urlaubsersatzleistungen in Höhe von 385 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Sebastian Wolf.

Mit 30. Juni 2025 ist Markus Richter als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Der Vorstandsvertrag ist mit 30. September 2025 ausgelaufen. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 274 t€ sowie eine variable Tantieme in Höhe von 367 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Markus Richter.

Im Geschäftsjahr 2025 erfolgt eine Nachzahlung an die Aufsichtsräte für die Geschäftsjahre 2021 und 2023 in Höhe von 111 t€, dies wurde mittels Rückstellung zum 31. Dezember 2024 entsprechend vorgesorgt.

E5. Gewinn je Aktie

Der Gewinn je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per share) ermittelt, indem das Periodenergebnis nach Abzug von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird. Da im abgelaufenen Geschäftsjahr keine „verwässernd wirkenden potenziellen Stammaktien” im Umlauf waren, entspricht das „verwässerte Ergebnis je Aktie” dem „unverwässerten Ergebnis je Aktie”.

Die Berechnung stellt sich wie folgt dar:

2024 2025
Periodenergebnis nach Abzug von Anteilen

ohne beherrschenden Einfluss
in T€ 26.955 49.769
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien in Stück 6.800.000 9.633.333
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € / Stück 3,96 5,17
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € / Stück 3,96 5,17

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktion mit potenziellen Stammaktien stattgefunden.

E6. Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat delegiert:

Vorstand

Leonding, am 27. März 2026

Robert Ottel e.h.           Andreas Zeller e.h.        Thomas Biringer e.h.

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Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Rosenbauer International AG, Leonding, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2025, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Darstellung des Konzerngesamtperiodenerfolgs, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31.12.2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accouting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Umsatzerlöse

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Für die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Kapitel C (Note C.12) sowie auf die erläuternden Angaben in den Notes D.21 und D.34

Im Konzernabschluss der Rosenbauer International AG sind zum 31.12.2025 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.428.987 ausgewiesen (Vorperiode: TEUR 1.305.945). Davon entfallen TEUR 1.115.757 (Vorperiode: TEUR 978.899) auf Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zeitpunktbezogen realisiert.

Die relevanten Rechnungslegungsvorschriften des IFRS 15 erfordern eine Umsatzrealisierung, sobald ein Kunde die Verfügungsgewalt (Control) über den Vermögenswert erlangt.

Aufgrund der globalen Geschäftsstruktur und kundenindividueller Vertragsgestaltungen resultieren hieraus differenzierte Zeitpunkte des Kontrollübergangs.

Dieser Übergang wird entweder durch Incoterms (Verschaffung Verfügungsgewalt bei Lieferung) oder durch ein Kundenabnahmeprotokoll definiert. Die Heterogenität dieser Bedingungen erfordert eine Überprüfung der zugrunde liegenden Liefernachweise, um eine periodengerechte Umsatzabgrenzung sicherzustellen

Die Umsatzerlöse sind ein wesentliches Entscheidungskriterium von Abschlussadressaten, um die Umsetzung der Strategie und entsprechenden Zielerreichung, den entsprechenden Markterfolg und die Entwicklung der Gesellschaft beurteilen zu können. Es besteht das Risiko, dass die Umsatzerlöse nicht in Einklang mit dem tatsächlichen Übergang der Verfügungsgewalt erfasst werden (Periodenabgrenzung).

Prüferisches Vorgehen

Wir haben uns ein Verständnis über die Erlösrealisierungsvorgänge im Bereich aus dem Verkauf der Fahrzeuge verschafft und die Übereinstimmung der angewandten Methoden mit den Bestimmungen des IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden sichergestellt.

Im Zuge unserer Prüfung haben wir die für die periodengerechte Umsatzrealisierung relevanten Prozesse und den Aufbau der betreffenden internen Kontrollen erhoben.

Wir haben dabei stichprobenweise aussagebezogene Prüfungshandlungen zwecks Verifizierung des Zeitpunkts des Gefahrenübergangs sowie der Existenz der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle durchgeführt. Die durchgeführten Prüfungsschritte im Bereich der Umsatzerlöse umfassten Cut-Off-Testing: Stichprobenartige Überprüfung von Verkaufstransaktionen kurz vor und nach dem Bilanzstichtag, Unterjährige Umsatzrealisierung: Stichprobenartige Überprüfung unterjähriger Verkaufstransaktionen, mittels 3-Way-Match: Stichprobenartige Überprüfung Vertrag oder Bestellung/Rechnung/Liefernachweis ob die vereinbarten Incoterms auf Liefernachweis und Rechnung übernommen und eingehalten wurden, oder in Fällen abweichender vertraglicher Vereinbarungen ob das Vorliegen eines dokumentierten Kundenabnahmeprotokolls vorliegt sowie stichprobenartiger Überprüfung von Gutschriften.

Zum Nachweis der Existenz der Umsatzerlöse haben wir diese in Stichproben unter anderem mit Hilfe von Drittbestätigungen daraufhin untersucht, ob sie zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geführt haben.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Den konsolidierten Corporate Governance-Bericht und die Erklärung der gesetzlichen Vertreter haben wir vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhalten, die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8.5.2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10.9.2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2024 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Jürgen Töglhofer.

Wien, 27.3.2026

BDO Assurance GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Jürgen Töglhofer    Mag. Gerhard Posautz

Wirtschaftsprüfer            Wirtschaftsprüfer

Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leonding, am 27. März 2026

Robert Ottel e. h. Andreas Zeller e. h. Thomas Biringer e. h.
CEO / Interim-CFO



Konzernfunktionen:

Human Resources, Global Innovation,

Technology & Research,

Global Marketing & Communications,

Investor Relations and CSR,

Preventive Fire Protection



Group Accounting and Tax,

Group Audit & Risk Management,

Group Controlling, Group IT,

Group Legal & Compliance,

Group Treasury & Insurance
CSO



Konzernfunktionen:

Area Organisation Europe, Middle

East & Africa, Asia-Pacific, Americas,

Customer Service, Digital Solutions,

Fire & Safety Equipment,

Firefighting & Body Components,

Global Product Management,

Order Center and Sales Coordination
CTO



Konzernfunktionen:

Central Technics, Product Development, Production Scheduling, Quality Management, Supply Chain Management, Production Units
image

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld123

Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jänner 2026 wird das Wachstum der Weltwirtschaft für das Jahr 2025 mit 3,3 % angegeben. Die globale Konjunkturentwicklung war dabei von anhaltenden handelspolitischen Unsicherheiten sowie geopolitischen Risiken geprägt, zeigte sich insgesamt jedoch widerstandsfähig. Wachstumsunterstützend wirkten insbesondere hohe Investitionen in technologiegetriebene Bereiche sowie fiskalische Impulse in mehreren großen Volkswirtschaften. Während sich die wirtschaftliche Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf einem stabilen, moderateren Niveau fortsetzte, wiesen aufstrebende Volkswirtschaften – insbesondere Indien – weiterhin eine überdurchschnittliche Dynamik auf. Die regionale Entwicklung stellte sich heterogen dar, wobei in Lateinamerika und Afrika positive Effekte aus Reformfortschritten und makroökonomischer Stabilisierung in einzelnen Ländern bestehenden strukturellen und politischen Herausforderungen gegenüberstanden.

Gemäß IWF wuchsen Nord- und Südamerika im Jahr 2025 moderat. Trotz geopolitischer Herausforderungen und einer restriktiven Geldpolitik lag das Wirtschaftswachstum in den USA bei 2,1 %, unterstützt durch eine stabile Inlandsnachfrage, einen robusten Arbeitsmarkt und Investitionen – insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Die kanadische Wirtschaft wuchs mit 1,6 % langsamer als zuletzt. Anhaltende Handelsspannungen und Zollkonflikte mit wichtigen Partnern wie den USA belasteten die Exporte und die Produktion. Lateinamerika zeigt für 2025 mit einem durchschnittlichen BIP-Zuwachs von 2,4 % ein differenziertes Bild: Während etwa Argentiniens Wirtschaft im Jahresvergleich um 4,5 % zulegen konnte, kühlte sich die brasilianische Konjunktur ab und erzielte nach 3,7 % 2024 nur noch ein Plus von 2,5 %.

In der Europäischen Union blieb die wirtschaftliche Entwicklung laut IWF mit 1,5 % Wachstum verhalten. Hier zeigte sich die Konjunktur vor allem durch eine geringe industrielle Nachfrage, Zurückhaltung bei Investitionen und einem gedämpften Außenhandel beeinflusst. Deutschland konnte die Rezession hinter sich lassen und bei einem leichten Wachstum von 0,2 % dank eines umfassenden Fiskalpakets auf den Wachstumspfad zurückkehren. Frankreich und Italien verzeichneten mit 0,8 % bzw. 0,5 % geringere Wachstumsraten als zuletzt. Positiver fiel das BIP-Wachstum in Großbritannien mit 1,4 % aus. Die österreichische Wirtschaft drehte im Berichtsjahr leicht ins Plus und wuchs nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) um 0,5 %.³ Die Industrie dürfte hier ihren Tiefpunkt Ende 2024 durchschritten haben und verzeichnete ab Anfang 2025 einen Aufwärtstrend.

Die Region Mittlerer Osten und Afrika wuchs gemäß IWF im Jahr 2025 um rund 3,4 %. Insbesondere rohstofforientierte Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiesen eine hohe Dynamik auf. Gleichzeitig wirkten geopolitische Unsicherheiten sowie Handelsbeschränkungen dämpfend auf die konjunkturelle Entwicklung. Die Sub-Sahara-Region präsentierte sich vergleichsweise robust und erreichte mit 4,4 % ein höheres Wachstum als zuletzt. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung von wirtschaftspolitischen Reformen, einem verbesserten Schuldenmanagement sowie einem dadurch gestärkten und zunehmend attraktiveren Investitionsklima. Südafrika hingegen blieb mit einem Wachstum von 1,3 % hinter dem regionalen Durchschnitt zurück.

Die Region Asien-Pazifik erwies sich 2025 als die dynamischste Wirtschaftszone weltweit. China verzeichnete im Berichtsjahr ein Wachstum um 5,0 %, getragen von einer robusten Exportentwicklung und einem erhöhten Lageraufbau, während die Binnennachfrage infolge der anhaltenden Immobilienkrise gedämpft blieb. Indien führte mit 7,3 % BIP-Zuwachs die Schwellenländer im Wachstumsranking an. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere ein starker Binnenkonsum sowie eine hohe Investitionstätigkeit. Die ASEAN-5-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand) erzielten ein Wachstum von 4,2 %. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch ihre tiefen internationalen Handels- und Produktionsverflechtungen gestützt.

Umsatz-, Ertrags- und Auftragsentwicklung der Rosenbauer International AG

Die Rosenbauer International AG erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 688,8 Mio € (2024: 583,8 Mio €).

Das stärkste Umsatzsegment war mit 77 % (2024: 78 %) das Produktsegment Fahrzeuge (inklusive Komponenten). Der Bereich Ausrüstung kam auf einen Umsatz von 96,5 Mio € (2024: 74,4 Mio €), was einem Anteil von 14 % (2024: 13 %) am Gesamtumsatz entspricht. Die Umsätze von Service, Ersatzteile und Sonstige beliefen sich auf 9 % (2024: 9 %).

Rund 45 % (2024: 53 %) des Umsatzes bzw. 312,0 Mio € (2024: 307,8 Mio €) wurden in Europa erzielt. Im Nahen Osten wurde ein Umsatz von 136,1 Mio € bzw. 20% (2024: 58,9 Mio € bzw. 10 %) erzielt. Die Umsätze in der Region Asien/Ozeanien beliefen sich auf 92,1 Mio € (2024: 89,1 Mio €). Lieferungen in sonstige Länder betrugen 148,6 Mio € (2024: 127,9 Mio €).

Auftragslage

Der Auftragseingang erreichte 2025 einen Wert von 660,0 Mio € (2024: 685,5 Mio €) und lag somit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresultimo 706,8 Mio € (31. Dezember 2024: 681,4 Mio).

Ertragslage

Der Betriebserfolg lag umsatzbedingt mit 27,4 Mio € (2024: -1,0 Mio €) deutlich über dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern lag demzufolge über dem Vorjahr und betrug 25,2 Mio € (2024: 0,5 Mio €).

Die Segmentberichterstattung im Konzern der Rosenbauer International AG erfolgt nach vier definierten Vertriebsregionen: Area Europe, Area Middle East & Africa, Area Asia-Pacific und Area Americas. Zusätzlich wird der Vorbeugende Brandschutz (Preventive Fire Protection, PFP) als eigenes Segment dargestellt.

Area Europe

Die Area Europe umfasst die Länder der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) als Heimmarkt, alle weiteren Staaten der EU, Norwegen, Großbritannien sowie die Staaten des westlichen Balkans.

Marktentwicklung

Trotz einer anhaltend schwachen Konjunktur mit geringem Wirtschaftswachstum in Österreich, Deutschland und der Eurozone entwickelte sich die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik im Berichtsjahr insgesamt positiv. Der Bedarf an leistungsfähiger Katastrophen- und Brandschutzausrüstung blieb infolge steigender Extremwetterrisiken sowie des Erneuerungsbedarfs bestehender Fahrzeugflotten hoch. Angesichts knapper öffentlicher Budgets war ein zunehmender Trend zu Sammelausschreibungen sowie zu einer höheren Standardisierung von Fahrzeugkonzepten zu beobachten.

Der Auftragseingang in der Area Europe lag mit 740,3 Mio. € etws unter dem Vorjahresniveau von 745,3 Mio. €. Die Auftragsentwicklung wurde insbesondere durch den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts getragen. In Südeuropa verzeichneten vor allem Griechenland und Italien eine erhöhte Nachfrage nach Rosenbauer Fahrzeugen. Polen entwickelte sich zu einem der dynamischsten Märkte in Europa und ist mittlerweile für Rosenbauer der weltweit drittwichtigste Markt im Bereich Ausrüstung.

Die Service-Infrastruktur wurde weiter ausgebaut. Der Standort Luckenwalde wurde zum größten Service-Hub innerhalb des Konzerns entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist die weitere Stärkung des Servicegeschäfts.

Im Bereich der alternativen Antriebe zeigte sich weiterhin eine stabile Nachfrage, wenn auch die politischen Rahmenbedingungen in Europa teilweise gegenläufige Tendenzen aufweisen.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz in der Area Europe erhöhte sich 2025 auf 665,1 Mio. € (2024: 658,3 Mio. €). Der größte Anteil entfiel auf Deutschland, gefolgt von Österreich. Die Area Europe steuerte damit rund 46 % (2024: 50 %) zum Konzernumsatz bei. Das EBIT betrug im Berichtsjahr 45,7 Mio. € (2024: 37,2 Mio. €), die EBIT-Marge lag bei 6,9 % (2024: 5,6 %).

Area Middle East & Africa

Die Area Middle East & Africa umfasst den Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika.

Marktentwicklung

Im Berichtsjahr war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Region Middle East & Africa stabil. Nach der Konjunkturerholung im Jahr 2024 setzte sich insbesondere im Mittleren Osten ein moderater Wachstumstrend fort. Saudi-Arabien war dabei erneut das wichtigste Impulsgeberland. Mit einem BIP-Zuwachs von 4,3 % wirkten staatliche Investitionsprogramme, strukturelle Reformen sowie die fortschreitende Diversifizierung der Wirtschaft außerhalb des Ölsektors unterstützend auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld.

Auch andere Golfstaaten zeigten eine robuste wirtschaftliche Entwicklung. In den Vereinigten Arabischen Emiraten lag das Wirtschaftswachstum bei rund 4,8 % und wurde neben den Energieexporten insbesondere durch den Dienstleistungs- und Immobiliensektor sowie eine steigende Inlandsnachfrage getragen. Katar blieb aufgrund seiner starken Position im Bereich Flüssigerdgas (LNG) wirtschaftlich stabil.

Der Auftragseingang in der Area Middle East & Africa lag mit 201,0 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 252,2 Mio. €. Das Fahrzeuggeschäft stellte weiterhin den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit dar. Parallel dazu gewann das Servicegeschäft weiter an Bedeutung und entwickelte sich gemeinsam mit dem Bereich Ausrüstung zu einem wesentlichen Bestandteil des regionalen Leistungsportfolios. Der steigende Anteil langfristiger Serviceverträge trug wesentlich zur Verbesserung der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung sowie zur Intensivierung der Kundenbeziehungen bei.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz in der Area Middle East & Africa lag 2024 mit 189,1 Mio. € klar über dem Vorjahr (2024: 119,7 Mio. €). Die Area Middle East & Africa steuerte damit im Berichtsjahr 13 % (2024: 9 %) zum Konzernumsatz bei. Das EBIT verbesserte sich auf 25,0 Mio. € (2024: 8,3 Mio. €), die EBIT-Marge betrug 13,2 % (2024: 6,9 %).

Area Asia-Pacific

Die Area Asia-Pacific umfasst die gesamte ASEAN-Pazifik-Region, Japan, Indien, China, die GUS-Staaten und die Türkei.

Marktentwicklung

Die dynamische Entwicklung der Region setzte sich 2025 fort, unterstützt von einer robusten Binnenkonjunktur, einer anhaltend hohen Konsum- und Investitionsnachfrage sowie einer insgesamt stabilen Exportleistung, die sich trotz globaler Unsicherheiten und handelspolitischer Spannungen als widerstandsfähig erwies. Die Märkte innerhalb der Area Asia-Pacific sind sehr heterogen und weisen stark unterschiedliche Entwicklungsstände auf. Rosenbauer begegnet dieser Vielfalt mit einer klar differenzierten Marktbearbeitungsstrategie, die regionale Wachstumspotenziale gezielt adressiert. Trotz der unterschiedlichen Marktbedingungen konnte im Berichtsjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis weiteres Wachstum erzielt werden.

In hochentwickelten Märkten wie Hongkong und Singapur fokussiert sich Rosenbauer auf Speziallösungen sowie auf Schutzausrüstung. In Australien liegt der Schwerpunkt auf dem Flughafensegment. In Ländern mit noch im Aufbau befindlicher Feuerwehrindustrie oder begrenztem Marktvolumen erfolgt die Marktbearbeitung vorrangig über modulare SKD-Konzepte, die eine flexible, kostenoptimierte Markterschließung ermöglichen.

In der Area Asia-Pacific konnte im Berichtsjahr ein Auftragseingang von 141,5 Mio. € (2024: 154,0 Mio. €) verbucht werden.

Geschäftsentwicklung

Die Area Asia-Pacific verzeichnete im Berichtsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung auf 171,6 Mio. € (2024: 143,7 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 12 % (2024: 11 %). Das EBIT verbesserte sich auf 20,1 Mio. € nach 17,5 Mio. € im Vorjahr. Die EBIT-Marge belief sich auf 11,7 % (2024: 12,2 %).

Area Americas

Die Area Americas umfasst Nord- und Südamerika sowie die Karibik.

Marktentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den USA zeigte sich im Berichtsjahr robust. Das Wirtschaftswachstum wurde speziell durch den privaten Konsum sowie Investitionen getragen. In Kanada war die Konjunktur stabil, wenngleich externe Einflüsse und strukturelle Herausforderungen dämpfend wirkten. In Lateinamerika und der Karibik stellte sich die Entwicklung uneinheitlich dar und war von unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen geprägt.

Vor diesem makroökonomischen Hintergrund war der nordamerikanische Feuerwehrmarkt im Jahr 2025 mit einem Marktvolumen von rund 4.500 Fahrzeugen pro Jahr stabil. Die USA sind weiterhin der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für Feuerwehrfahrzeuge und vereinten rund ein Viertel des weltweiten Marktvolumens auf sich. Der US-Markt ist durch eine vergleichsweise hohe Homogenität, eine einheitliche Sprache sowie weitgehend standardisierte Normen und regulatorische Rahmenbedingungen gekennzeichnet.

Der Auftragseingang in der Area Americas lag mit 466,9 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 529,6 Mio. €. Aufgrund der lokalen Produktion an vier eigenen Standorten ist Rosenbauer in der Region nur indirekt von handelspolitischen Einschränkungen betroffen. Die USA stellen für Rosenbauer einen erweiterten Heimatmarkt dar. Auch der lateinamerikanische Markt entwickelte sich positiv. Die nationalen Feuerwehrorganisationen greifen dort sowohl auf Fahrgestelle aus europäischer als auch aus US-amerikanischer Produktion zurück. Rosenbauer ist in den wesentlichen Märkten der Region über langjährige Vertriebsstrukturen etabliert.

Geschäftsentwicklung

Die Area Americas erzielte in der Berichtsperiode mit 399,8 Mio. € einen Umsatz deutlich über Vorjahresniveau (2024: 346,8 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 28 % (2024: 27 %). Das EBIT verdoppelte sich beinahe auf 10,4 Mio. € (2024: 5,7 Mio. €) und lag damit über dem Vorjahreswert, die EBIT-Marge lag bei 2,6 % (2024: 1,6 %).

Vorbeugender Brandschutz

Rosenbauer Brandschutz und Rosenbauer Brandschutz Deutschland planen, errichten und warten ortsfeste Lösch- und Brandmeldeanlagen für industrielle, gewerbliche und öffentliche Anwendungen. Beide Unternehmen sind als VdS-Errichterbetriebe anerkannt. VdS-Zertifikate gelten in der Brandschutz- und Versicherungsbranche als etablierte Gütesiegel. Sie unterstreichen die fachliche Kompetenz sowie die hohe Qualität der erbrachten Leistungen.

Marktentwicklung

Die Bauwirtschaft in Deutschland befand sich auch 2025 in einer Übergangsphase. Nach mehreren Jahren mit rückläufiger Leistungsstärke zeigten sich erste Anzeichen einer Stabilisierung und leicht verbesserte Erwartungen, insgesamt blieb die Marktlage jedoch uneinheitlich. Ein moderat verbessertes Geschäftsklima im Jahresverlauf konnte die weiterhin belastenden Effekte stagnierender Baugenehmigungszahlen und schwankender Auftragseingänge nicht kompensieren. Etwas positiver entwickelten sich Sanierungen sowie Nutzungsänderungen bestehender Gebäude, die Anpassungen und Erweiterungen im Brandschutz erforderlich machten.

Vor diesem Hintergrund verzeichnete das Segment Vorbeugender Brandschutz einen Rückgang bei den Neuaufträgen. Nach einer 2024 eingeleiteten Neuausrichtung des Segments stand das Berichtsjahr im Zeichen der Stabilisierung. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf dem Neuaufbau des Vertriebs sowie der Reorganisation interner Prozesse. Insbesondere die Optimierung der Datenerfassung und -verwaltung legte die Grundlage für eine künftig effizientere und raschere Angebotslegung. Nach einer außergewöhnlich hohen Personalfluktuation 2024 gelang es im Berichtsjahr, qualifiziertes Personal mit branchennaher Erfahrung zu rekrutieren und die personelle Basis nachhaltig zu stärken.

Gleichzeitig wurden gezielt strategische Maßnahmen eingeleitet, um neues Marktpotenzial zu erschließen. Ein besonderer Fokus lag auf dem weiteren Ausbau des Verkaufs von Sonderlöschanlagen. Darüber hinaus sollen die Bereiche Gaslöschanlagen für sensible Anwendungsbereiche, Löschsysteme für Großküchen sowie Werferlöschanlagen in müllverarbeitenden Betrieben weiter gestärkt werden. Ebenso soll der zunehmende Bedarf an CO2-Löschanlagen für Rechenzentren adressiert werden, der sich aus dem globalen Trend zur Digitalisierung sowie dem verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz ergibt.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz im Vorbeugenden Brandschutz verringerte sich 2025 von 37,4 Mio. € auf 3,4 Mio. €. Damit betrug sein Anteil am Gesamtumsatz 1 % (2024: 3 %). Das EBIT ging auf -16,7 Mio. € zurück (2024: -3,8 Mio. €). Darin enthalten ist auch die Wertminderung des Firmenwerts der Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH in Höhe von 4,2 Mio. €.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur der Rosenbauer International AG

Das Sachanlagevermögen lag mit 74,6 Mio € (2024: 70,1 Mio €) über dem Vorjahresniveau. Die Finanzanlagen betrugen in Summe 174,7 Mio € (2024: 129,4 Mio €). Darin enthalten sind Ausleihungen in Höhe von 114,0 Mio € (2024: 62,7 Mio €) gegegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus einer Umgliederung von Finanzierungsforderungen zu den Ausleihungen.

Die Bilanzstruktur ist zum Jahresende durch ein weiterhin hohes Working Capital geprägt. Dieses resultiert aus den vergleichsweise langen Durchlaufzeiten der Feuerwehrfahrzeuge, die grundsätzlich kundenspezifisch gebaut werden.

Das Umlaufvermögen lag über dem Niveau des Vorjahres. Die Vorräte haben sich zum Vorjahr erhöht (2025: 205,6 Mio €; 2024: 173,2 Mio €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten stiegen insbesondere durch ein sehr hohes Liefervolumen von 38,5 Mio € auf 71,3 Mio €, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich insbesondere durch eine Umgliederung zu den Ausleihungen gegenüber dem Vorjahr (2025: 148,6 Mio.; 2024: 205,3 Mio). Darüber hinaus haben sich die aktiven latenten Steuern von 24,8 Mio € auf 20,7 Mio € durch die Nutzung von aktivierten Verlustvortärgen reduziert. Im Geschäftsjahr 2024 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 14,8 Mio € (Verlustvortrag in Höhe von 90,5 Mio €) gebildet. Dabei wurde auf Basis der genehmigten Mittelfristplanung jener Verlustbetrag berücksichtigt, der sich aus der Umkehrung des steuerlichen Verlustvortrags ergibt, der im fünfjährigen Planungszeitraum der Gesellschaft verwertbar und entsprechend berücksichtigbar ist.

In den gesamten Verbindlichkeiten von 369,9 Mio. € (2024: 464,3 Mio. €) sind zur Finanzierung des Umlaufvermögens Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 226,1 Mio € (2024: 342,9 Mio. €) enthalten.

Als Folge des gestiegenen Umlaufvermögens erhöhte sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2025 auf 739,2 Mio € (2024: 677,9 Mio €).

in € 2025 2024
Nettoverschuldung1 214.962.853,61 338.261.664,21
Working Capital2 14.961.661,96 –76.179.532,08
Eigenkapitalquote in %3 37,9 % 20,7 %
Gearing Ratio in %4 76,7 % 240,5 %
Netto-Geldfluss
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit 28.271.292,98 36.087.544,65
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit –23.972.482,38 –12.170.727,63
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 2.810.420,90 –21.335.702,09
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 7.109.231,50 2.581.114,93
Finanzmittelbestand per 31.12. 11.138.006,77 4.028.775,27

1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassabestand und kurzfristige Finanzmittel abzüglich Wertpapiere

2 Umlaufvermögen abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen

3 Eigenkapital dividiert durch die Bilanzsumme

4 Nettoverschuldung dividiert durch Eigenkapital

Die Liquidität wird durch eine entsprechende monatlich rollierende Liquiditätsplanung ermittelt und laufend überwacht. Durch ausreichende mittel- und langfristige Kreditrahmen sowie einer Reserve in Form von Bankguthaben und ungenutzten Kreditlinien bei Banken soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden.

Innerhalb des Rosenbauer Konzern findet der Grundsatz der internen Finanzierung Anwendung. Der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften über ein „In-House Bank“-Konzept und entsprechende interne Darlehen abgedeckt. Über zeitlich befristete Darlehen sowie Verrechnungskonten werden entsprechend gruppeninterne Finanzierungsrahmen bereitgestellt, wodurch Banktransaktionen und -gebühren reduziert werden. Um den Finanzbedarf der österreichischen Tochtergesellschaften zu decken, kommt ein Cash-Pooling zum Einsatz.

Aufgrund der zentralen Steuerung der Konzernfinanzierung kann die Gruppenbonität zur Finanzierung von Konzerngesellschaften genutzt und die erforderliche Liquidität bereit gestellt werden. Zudem wurde (zur Risikodiversifizierung) in den USA eine zusätzliche Bankstruktur mit zwei lokalen amerikanischen Bankpartnern implementiert.

Weiterführende Details sind im Kapitel „Risikomanagement“ unter Punkt Finanzielle Risiken angeführt.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen im Berichtsjahr mit 14,5 Mio € deutlich über dem Niveau des Vorjahres € (2024: 6,5 Mio). Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände entsprechen mit gesamt 10,1 Mio € dem Vorjahresniveau (2024: 9,3 Mio €).

Produktion

Die Lieferketten und damit die Materialversorgung haben sich 2025 weitgehend stabilisiert. Parallel dazu wurden die im Rahmen des Projekts „Offer to Cash“ initiierten Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz und Effektivität konsequent weiter vorangetrieben. Dies ermöglichte eine verlässliche Produktionsleistung sowie ein flexibles Reagieren auf den weiter starken Auftragseingang. Die Lieferzeiten für Kunden bewegten sich wieder in einem marktgerechten und attraktiven Rahmen. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur weiteren Schaffung von Transparenz sowie zur standortübergreifenden Steuerung und Vernetzung im Sinne eines global integrierten Produktionssystems vorangetrieben. Die Einführung von SAP S/4HANA als neues Rosenbauer ERP-System ab April 2026 bei den österreichischen Standorten wird diese Entwicklung künftig zusätzlich unterstützen.

Im Berichtsjahr hat Rosenbauer zahlreiche Initiativen im Bereich Herstellkostenreduktion, die auf das Restrukturierungsprogramm „Refocus, Restart“ 2022 zurückgehen, fortgesetzt. So wurden beispielsweise in der Arbeitsplatzgestaltung, Austaktung und Materialfluss weitere Optimierungen vorgenommen. Zusätzlich wurde im Rahmen des Projektes „Offer-to-Cash“ der Hauptwertschöpfungsprozess des Konzerns - das Anbieten, Verkaufen und Bauen von Feuerwehrfahrzeugen - genau analysiert und verschiedenste Ergebnisverbesserungspotenziale identifiziert. Diese wurden bereits teilweise umgesetzt bzw. sollen Zug um Zug weiter ausgeschöpft werden. Zudem setzte Rosenbauer die Einführung von SAP S/4HANA als konzernweites ERP-System weiter fort.

Beschaffung, Logistik und Produktion

Einkaufs- und Lieferantenpolitik

Das Supply Chain Management bei Rosenbauer plant, koordiniert und überwacht sämtliche Aktivitäten entlang der Lieferkette. Aufgrund der hohen Materialintensität (die Materialkosten machen rund 70 % der Umsatzkosten aus) sowie eines entsprechend hohen Einkaufsvolumens haben sowohl die Entwicklung der Materialpreise als auch die Sicherstellung der Versorgung mit kritischen Komponenten wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg des Konzerns.

Rund zwei Drittel des Einkaufsvolumens des Konzerns werden innerhalb der Europäischen Union beschafft, insbesondere in Österreich und Deutschland. In den nordamerikanischen Werken liegt der Beschaffungsschwerpunkt überwiegend auf lokalen Lieferanten in den USA. Den größten Anteil am Konzern-Einkaufsvolumen haben fertige Fahrgestelle, gefolgt von Fahrgestellkomponenten für die konzernintern produzierten Fahrgestelle der PANTHER- sowie der vollelektrischen Revolutionary-Technology(RT)-Baureihe.

Rosenbauer verfolgt langfristig eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern. Gemeinsam wird an Strategien zur Verbesserung der Kosteneffizienz, der Vereinfachung und Stabilisierung der Logistikketten sowie der Weiterentwicklung nachhaltiger Beschaffungsprozesse gearbeitet.

Herausforderungen 2025

Im Berichtsjahr zeigte sich insgesamt eine stabile globale Lieferkette. Dennoch sind kurzfristige Ereignisse und potenzielle Störungen weiterhin möglich. Vor diesem Hintergrund wurde die Risikominimierung weiter vorangetrieben, unter anderem durch die systematische Neubewertung von Single-Sourcing-Lieferanten bei gleichzeitiger Evaluierung von Double-Sourcing-Strategien. Zudem blieb die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, ein zentrales Thema. Rosenbauer ist sich der damit verbundenen erweiterten Verantwortung bewusst und berücksichtigt diese konsequent in seinen Beschaffungsprozessen.

Anhaltender Preisdruck bei kritischen Komponenten stellte auch 2025 eine wesentliche Herausforderung dar. Als Reaktion darauf wurden Verhandlungsinitiativen sowohl in Europa als auch in den USA gestartet. Gleichzeitig wurde der Abschluss von Rahmenverträgen mit strategischen Lieferanten weiter ausgebaut, um Preisstabilität, bessere Planbarkeit und eine erhöhte Materialverfügbarkeit sicherzustellen. Ergänzend wurde der Projekteinkauf stärker in den Fokus gerückt, um Materialkontingente gezielt für einzelne Kundenprojekte abzusichern.

Zur weiteren Professionalisierung der Beschaffung wurde im Jahr 2025 eine eigene Abteilung für Global Strategic Purchasing eingerichtet. Diese bündelt bereichsübergreifende Einkaufsaktivitäten und stärkt die Verhandlungsposition als Konzern. Zusätzlich wurden Nachverhandlungen genutzt, um Preisoptimierungen zu erzielen und gleichzeitig Lieferanten Vorteile zu bieten, die im Umfeld einer schwachen Konjunktur freie Kapazitäten zur Verfügung stellen konnten. Parallel dazu wurde die Supplier Quality Assurance weiterentwickelt – mit verstärktem Fokus auf Produktqualität, Produktsicherheit und Termintreue.

Weitere rechtliche Angaben

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsverständnis

Unter Nachhaltigkeit versteht Rosenbauer verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln für langfristigen ökonomischen Erfolg im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft. Nachhaltig profitabel zu wachsen ist erklärtes Unternehmensziel. Dabei werden sämtliche relevanten Stakeholder miteinbezogen und im direkten Dialog angesprochen.

In der Rosenbauer Nachhaltigkeitsstrategie sind die zentralen Handlungsschwerpunkte festgelegt. Neben der effizienten Nutzung von Ressourcen will Rosenbauer als Technologieführer mit zukunftsorientierten Materialien Produkte schaffen, die den Kundinnen und Kunden zum Schutz von Leben und Infrastruktur dienen. Darüber hinaus hat Rosenbauer den Anspruch, als Top-Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden eine ausgewogene Work-Life-Balance zu ermöglichen und für sie eine moderne und sichere Arbeitsumgebung zu schaffen. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2023 eine CSR-Policy basierend auf der Nachhaltigkeitsstrategie ausgearbeitet.

Im Geschäftsjahr 2022 hat Rosenbauer eine Klimastrategie samt Reduktionszielen für den Konzern entwickelt. Sie dient als Basis für die zukünftige verpflichtende und vertiefende Berichterstattung. 2023 wurden diese Klimaziele dann in weiterer Folge bei der Science Based Targets initiative (SBTi) eingereicht und erfolgreich validiert. Diese sind zu dem auch Bestandteil der neuen Vergütungspolitik von Rosenbauer, die mit dem Geschäftsjahr 2025 in Kraft trat und nun auch Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt.

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist eingebettet in die Unternehmensstrategie – ihr Fundament sind die Rosenbauer Markenwerte. Rosenbauer stellt sich weltweit den Herausforderungen der modernen Feuerwehren und geht selbstbewusst voran. Als ihr Partner arbeitet Rosenbauer fokussiert an Produkt- und Servicelösungen, die den Alltag der Einsatzkräfte erleichtern und vor allem sicherer machen.

Der Konzern fühlt sich in seinem Handeln nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden, sondern hat eigene Regeln wie den Code of Conduct aufgestellt, die darüber hinausgehen. Zudem zeigt Rosenbauer mit einem eigenen, 2023 etablierten Business Partner Code of Conduct, der die Themen Soziales, Menschenrechte, Umwelt und fairen Wettbewerb umfasst, Verantwortung für seine Lieferkette.

Nachhaltigkeitsmanagement

Das Rosenbauer Nachhaltigkeitsmanagement ist organisatorisch in der Abteilung Group Accounting and Tax angesiedelt und berichtet an den Vorstand. Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements ist es, in allen Geschäftsprozessen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu berücksichtigen und die ökonomischen mit den ökologisch-sozialen Vorstellungen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Dabei arbeiten Nachhaltigkeitsmanagement und operative Einheiten eng zusammen. Zur Steuerung und jährlichen Überprüfung der Zielerreichung werden sowohl quantitative als auch qualitative Messinstrumente eingesetzt.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Seit dem Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht Rosenbauer jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, der über die Rosenbauer Website abgerufen werden kann. Dieser wurde bis 2023 nach den „GRI-Standards“ (Global Reporting Initiative) und seit 2024 nach den ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sowie den Anforderungen des österreichischen „NaDiVeG“ (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) erstellt. Wie bereits 2024 erscheint der Bericht 2025 gemäß § 267a UGB und § 243b UGB als gesonderter nichtfinanzieller Bericht.

Rosenbauer ist seit dem Berichtsjahr 2022 verpflichtet, den Anteil der taxonomiekonformen und nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten am Gesamtumsatz, an den Investitions- und Betriebsausgaben sowie entsprechende qualitative Informationen dazu offenzulegen. Für das Berichtsjahr 2025 unterliegt Rosenbauer der Berichterstattungspflicht gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalpolitik

Rosenbauer hat seine Personalpolitik an die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Ihre wichtigsten Ziele sind die Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber in der Öffentlichkeit, die Implementierung von modernen Führungsinstrumenten in den operativen Prozessen, die Förderung von Internationalität und Diversität in der Mitarbeitendenstruktur sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine leistungsorientierte Unternehmenskultur.

Das Unternehmen legt großen Wert auf fachlich wie sozial kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und es unterstützt diese gezielt bei der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Neben einem umfangreichen Qualifizierungsangebot bestehen internationale Programme für die Team- und Führungskräfteentwicklung.

Mit durchschnittlich 1.660 Mitarbeitern beschäftigte die Rosenbauer International AG im Jahr 2025 mehr Mitarbeiter als zum Stichtag des Vorjahres (2024: 1.571). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter gliedert sich in 826 Arbeiter (2024: 794), 742 Angestellte (2024: 679) und 92 Lehrlinge (2024: 98).

Personalentwicklung

Die Entwicklung und Qualifizierung der Mitarbeitenden ist eine der wichtigsten Aufgaben des HR-Managements. Rosenbauer evaluiert laufend das Angebot an Aus- und Weiterbildungsprogrammen und adaptiert es für gegebene strategische und organisationelle Bedarfe. Diese umfassen vor allem technische und betriebswirtschaftliche Trainings, Seminare zur Verbesserung der Verhandlungs- und Gesprächsführung sowie der sozialen Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mitarbeitendengesundheit. Mit dem #StayHealthy-Portfolio existiert ein breites Angebot zu den Themen allgemeine Gesundheit, Stressmanagement und Resilienz. Auch der Bereich Diversität und Inklusion wird im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogramms behandelt und soll künftig noch ausgeweitet werden.

Im Jahr 2025 führte Rosenbauer in Österreich ein digitales, anonymes Impulsbefragungsinstrument zur kontinuierlichen Erhebung von Mitarbeitenden-Feedback ein, um ein Stimmungsbild zu erfassen und die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln. Zwei Pilotbefragungen dienten zur Evaluierung der Tool-Handhabung, der internen Prozesse sowie der Ergebnisqualität und Benutzerfreundlichkeit. Bei der erstmaligen österreichweiten Befragung nahmen 58 % der Mitarbeitenden teil. Die Verantwortung für die Bearbeitung der Ergebnisse, die Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen sowie deren Evaluation liegt primär bei den Führungskräften, die dabei durch die Abteilung Human Resources (HR) unterstützt werden. HR übernimmt zusätzlich die unternehmensweite Auswertung, die Qualitätssicherung der Prozesse sowie die Kommunikation der Ergebnisse an den Vorstand.

Die Gruppe Österreich (Rosenbauer International, Rosenbauer Brandschutz Österreich, Rosenbauer Österreich) investierte 2025 insgesamt 700 t€ (2024: 629 t€) in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bewährte Programme wie beispielsweise die Rosenbauer Sales and Purchase Academy wurden international ausgerollt. Auch das Rosenbauer Customer Service Excellence Program konnte konzernweit ausgeweitet werden. Mit dem Programm Rosenbauer Leadership Excellence reagiert Rosenbauer auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rüstet seine Führungskräfte, damit sie in einem komplexen und volatilen Umfeld erfolgreich agieren können. Das modular aufgebaute Curriculum wurde 2025 mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erneut erfolgreich durchgeführt. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung innerhalb des Konzerns.

Die Lehrlingsausbildung hat bei Rosenbauer weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Im Berichtsjahr wurde das bestehende Aus- und Weiterbildungskonzept für Lehrlinge umfassend überarbeitet und gezielt erweitert. Neu hinzugekommen sind Schulungsangebote zur Persönlichkeitsentwicklung (Motivation und Verantwortung übernehmen, Suchtpräventionen etc.) sowie zur Vertiefung fachlicher Kompetenzen (Kostensensibilisierung, Office Skills wie Telefontraining und E-Mail-Korrespondenzen). Die zentralen Ausbildungsberufe umfassen Metalltechnik mit Schwerpunkt Maschinenbau, Mechatroniker/Mechatronikerin sowie Industriekauffrau bzw. -mann.

Weibliche Nachwuchskräfte sollen weiterhin bevorzugt für technische Berufe aufgenommen werden. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der weiblichen Lehrlinge in den Lehrberufen Mechatronik und Metalltechnik sowie der Produktionsmitarbeiterinnen stetig. Ende 2025 waren bereits 14 % (2024: 13,7 %) der Beschäftigten weiblich.

Chancengleichheit

Rosenbauer ist bestrebt, allen Mitarbeitenden die gleichen Chancen einzuräumen – unabhängig von Abstammung, Alter, Geschlecht, Kultur oder Herkunft. Um die Diversität zu fördern, hat Rosenbauer im Berichtsjahr den Fokus auf Menschen mit Behinderung gesetzt – unterstützt durch eine Vertrauensperson für Menschen mit Behinderung sowie die aktive Teilnahme an Inklusions- und Diversitätsnetzwerken.  

In einem traditionell von Männern geprägten Berufsfeld sind punktgenaue Maßnahmen zur Förderung von Frauen sinnvoll. Die Initiative women@rosenbauer zielt vor allem auf die Vernetzung der Mitarbeiterinnen ab sowie auf die gegenseitige Unterstützung und den Austausch untereinander. Dies wird beispielsweise durch eine interne Website mit Informationen zum Thema Gleichstellung gefördert sowie durch diverse Veranstaltungen, um das Miteinander aller Mitarbeitenden zu verbessern. Die firmeneigene Krabbelstube feierte im Berichtsjahr ihr zehnjähriges Jubiläum.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Recruiting, der in Zukunft explizit mehr Frauen für Rosenbauer gewinnen möchte, insbesondere für technische Berufe. Es werden mehrere Initiativen unterstützt, wie etwa MINTality, die Mädchen schon im Schulalter für Technik begeistern sollen.

Forschung und Entwicklung

2025 wurden in der Rosenbauer International AG 26,6 Mio € (2024: 25,5 Mio €) in Forschung und Entwicklung investiert.

Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit lag 2024 auf der konsequenten Elektrifizierung und Weiterentwicklung des bestehenden Produktangebotes sowie auf der Identifizierung von strategischen Zukunftsthemen, um daraus konkrete Handlungsfelder für Rosenbauer ableiten zu können.

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lag im Berichtsjahr auf der Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios sowie auf der systematischen Identifikation strategischer Zukunftsthemen.

Die Feuerwehr-Trendmap (FTM) hat sich als strategisches Arbeitsinstrument bei zahlreichen Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen etabliert. Sie dient der systematischen Analyse von Trends, technologischen Entwicklungen sowie gesellschaftlichen Veränderungen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen für die Feuerwehren.

Dabei wurden mehrere zentrale Zukunftsthemen identifiziert. Dazu zählen insbesondere ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit, der Schutz von Lebensräumen sowie die langfristige wirtschaftliche Stabilität. Aufbauend auf der 2024 gestarteten Grundlagenarbeit zu begrenzten Rohstoffen und Kreislaufmodellen wurde 2025 ein konzernweites Methodentool vorbereitet. Ziel ist die Entwicklung kreislauffähiger Produkte und die systematische Rückführung ausgedienter Fahrzeuge in den Materialkreislauf über Ökosystempartner.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Industrial Rapid Intervention System (IRIS) mit dem Ziel autonome Löschsysteme zu entwickeln, die Gefahrenquellen selbstständig erkennen und Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung einleiten.

Weitere Schwerpunkte bilden alternative Energieträger, insbesondere Wasserstoff. Angesichts hoher Energiebedarfe, etwa bei lang andauernde Pumpeneinsätzen, wurden 2025 erste Untersuchungen zu technologischen Potenzialen gestartet.

Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) nahm 2025 weiter zu. Es wurden eine konzernweite AI-Strategie erarbeitet, eine Responsible Use Policy als verbindliche Richtlinie verabschiedet sowie unternehmensweite Schulungen zur Sensibilisierung der Potenziale von AI durchgeführt.

Informationen gemäß § 243a Abs. 1 UGB

Rosenbauer ist mit Stückaktien im Prime Market der Wiener Börse gelistet. Das Grundkapital der Rosenbauer International AG beträgt 20,4 Mio. €, eingeteilt in 10.200.000 nennbetragslose Stückaktien, die jeweils einen anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,0 € verbriefen. Aufgrund der im Februar 2025 durchgeführten Kapitalerhöhung stieg das Grundkapital von 13,6 Mio. € auf 20,4 Mio. €. Gleichzeitig stieg die Anzahl der ausgegebenen Aktien von 6.800.000 auf 10.200.000. Im Geschäftsjahr 2024 wurden 3.665.912 Namensaktien in Inhaberaktien umgewandelt und 3.134.088 waren bereits Inhaberaktien. Jede Rosenbauer Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum Stichtag 31.12.2025 halten die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH (RVG) rund 55 % und die Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH (BVG) rund 17 % der Anteile an der Rosenbauer International AG. Unter Beachtung der Gleichbehandlung liegen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien keine Beschränkungen vor, sofern der Anteil an Inhaberaktien am Grundkapital der Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt unter 40 % liegt. Es gibt keine Inhaberinnen oder Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Aktien besitzen, üben ihre Stimmrechte direkt aus.

In der Satzung der Rosenbauer International AG sind die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates festgelegt. Zum Mitglied des Vorstandes kann nur bestellt werden, wer das 65. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Bestellung noch nicht vollendet hat. Die Bestellung einer Person zum Mitglied des Vorstandes, die zum Zeitpunkt der Bestellung das 65. Lebensjahr bereits vollendet hat, ist jedoch zulässig, wenn mit entsprechendem Beschluss der Hauptversammlung die Zustimmung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen erteilt wird. In den Aufsichtsrat kann nur gewählt werden, wer das 70. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht vollendet hat. Die Wahl einer Person zum Mitglied des Aufsichtsrates, die zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr bereits vollendet hat, ist jedoch zulässig, wenn der entsprechende Beschluss in der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst wird.

Für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft, ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Corporate-Governance-Bericht des Rosenbauer Konzerns ist auf der Website www.rosenbauer.com/de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance im Kapitel „Investor Relations“ unter „Corporate Governance“ veröffentlicht.

Risiken und Chancen

Risikomanagement

Rosenbauer ist in seinem unternehmerischen Handeln mit unterschiedlichen Risiken und Chancen konfrontiert. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken und Chancen ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement greift auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen zurück und ergänzt diese um spezifische Elemente, die zur ordnungsgemäßen Beurteilung erforderlich sind. Im Kern besteht das Risikomanagement bei Rosenbauer aus fünf Elementen:

Systematische Überwachung

Das Risikomanagement wird bei Rosenbauer in einem System abgebildet, das die im Konzern vorhandenen Risiken und Chancen auf der Ebene der jeweiligen Risk Unit übersichtlich darstellt. Die Geschäftsrisiken und -chancen werden mittels eines strukturierten Prozesses zweimal jährlich identifiziert und erfasst. Die Risikoverantwortlichen werden dabei vom Group Risk Manager begleitet und unterstützt.

Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre allfällige Auswirkung auf das EBT. Als Hilfestellung sind in einem Katalog zehn Kategorien mit Beispielen angeführt, in die die identifizierten Risiken und Chancen eingeordnet werden.

Aus der Risikoanalyse werden auf operativer Ebene die erforderlichen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen und die Instrumente zur Risikobewältigung als definierte Maßnahmen abgeleitet und den jeweiligen Risiken zugeordnet. Verantwortlich für die Umsetzung sind die Risikoverantwortlichen in den einzelnen Risk Units. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der Risikoinventur mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet. Im Zuge dieses Termins werden auch die generelle Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Systems beurteilt.

Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) hat die Aufgabe, die Effektivität und Effizienz der Geschäftstätigkeit zu sichern. Es besteht aus systematisch gestalteten organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen zur Einhaltung von internen und externen Richtlinien sowie zur Abwehr von Schäden, die beispielsweise durch ungeregelte oder unrechtmäßige Handlungen verursacht werden können. Die Kontrollen sind direkt in die unternehmerischen Prozesse und Abläufe integriert. Darüber hinaus erfolgen prozessunabhängige Prüfungen der Wirksamkeit der Kontrollen durch die Interne Revision.

Um das Bewusstsein bei Rosenbauer in Bezug auf das Interne Kontrollsystem zu stärken, wurde ein E-Learning zum Thema konzipiert, das den Mitarbeitenden über die E-Learning-Plattform zur Verfügung steht. Im Zuge laufender Audits wird die Partizipation validiert.

Zielgerichtetes Kontrollumfeld

Eine wichtige Basis des IKS stellen die unternehmensweit gültigen Regelungen und Richtlinien dar. Dazu kommen die im Integrierten Managementsystem verankerten Prozessdarstellungen und hinterlegten Arbeitsanweisungen. Im Rahmen von internen Audits wird kontrolliert, ob diese Richtlinien eingehalten und die Prozesse sauber ausgeführt werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert, Empfehlungen abgeleitet und die operative Umsetzung wird überwacht.

Einheitliche Rechnungslegung

Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses umfasst eine klare Aufbau- und Ablauforganisation. Sämtliche Funktionen sind eindeutig Personen (zum Beispiel in der Finanzbuchhaltung oder im Controlling) zugeordnet. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeitenden erfüllen alle fachlichen Voraussetzungen. Bei den relevanten Prozessen der Rechnungslegung wird, sofern es technisch bzw. organisatorisch möglich ist, auf ein Vier-Augen-Prinzip geachtet. Bei den verwendeten Finanzbuchhaltungssystemen handelt es sich überwiegend um Standardsoftware, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt ist. Auf den Rechnungslegungsprozess bezogene wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in einem Konzernhandbuch verbindlich festgelegt.

Detaillierte Finanzberichte

Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten im Rechnungswesen wird regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätsprüfungen überprüft. Zudem erfolgen laufende Analysen durch das konzernweite Controlling und Treasury. Detaillierte Finanzberichte werden auf Monats- und Quartalsbasis erstellt bzw. sind täglich aktuell abrufbar, um Abweichungen in der Ertrags- und Vermögenslage von den Planzahlen rasch identifizieren und beheben zu können.

Klare Zuständigkeiten

Dieses ausgeprägte Regelungs- und Berichtssystem gibt neben den prozessorientierten Rahmenbedingungen vor allem ablauforientierte Maßnahmen vor, die von sämtlichen betroffenen Einheiten umgesetzt werden müssen. Die operative Verantwortung liegt bei den jeweiligen Prozessverantwortlichen. Die Einhaltung des Rosenbauer Regelwerks wird durch die Interne Revision im Rahmen der periodischen Prüfungen der einzelnen Bereiche überwacht.

Erläuterung der Einzelrisiken

Umfeld- und Branchenrisiken
Globale Erwärmung

Im Jahr 2024 wurde mit Unterstützung einer externen Beratung eine Klimarisiko- und -vulnerabilitätsanalyse gemäß den Anforderungen der Corporate Sustainablity Reporting Directive (CSRD), der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und der EU-Taxonomie-Verordnung durchgeführt. Die 2020 durchgeführte Analyse nach den Empfehlungen der Taskforce on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) diente dabei als Input. Im Zuge der Klimarisiko- und -vulnerabilitätsanalyse wurden klimabezogene transitorische und physische Risiken und Chancen, die für Rosenbauer potenziell finanziell relevant sein können, identifiziert. Dabei wurden zwei Szenarien gemäß IPCC SSP5 8.51 (> 4 °C Erderwärmung) für die physischen und IEA NZE2 1,5 °C für die transitorischen Chancen und Risiken betrachtet.

In einer Langzeitperspektive stellen die unzureichende Anpassung an die klimabezogene Gesetzgebung, insbesondere steigende THG-Emissionspreise, die antizipierte technologische Entwicklung im Markt für Heavy-Duty-Trucks und die erwarteten Rohstoffkostensteigerungen für Stahl und Aluminium die wichtigsten transitorischen Risiken dar. Die gesellschaftliche Anpassung an klimabezogene Risiken und der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft bieten Rosenbauer aber auch mittel- und langfristig Chancen, insbesondere durch die Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen und die Expertise im präventiven Brandschutz.

Die Standorte von Rosenbauer sind in einem 4-°C-Szenario verschiedenen physischen Klimarisiken ausgesetzt. Insbesondere die US-Standorte sind von mehreren, potenziellen Risiken betroffen. Risiken wie Sturmschäden, Dürren und Hitzestress stellen potenzielle Gefahren für die meisten Standorte dar.

Marktrisiken und -chancen

Das internationale Feuerwehrgeschäft ist ein Konjunkturnachläufer und reagiert typischerweise mit einer Verzögerung von 12 bis 24 Monaten auf wirtschaftliche Schwächephasen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kundinnen und Kunden überwiegend dem öffentlichen Sektor angehören, ihre Beschaffungen langfristig planen und mit ihren Investitionen auch antizyklisch Impulse setzen. Aufträge werden nur in sehr seltenen Ausnahmefällen storniert.

Bei der Beurteilung marktwirtschaftlicher Risiken und Chancen orientiert sich Rosenbauer an den Annahmen führender Institutionen zur wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder und Vertriebsregionen. Darüber hinaus führen Elementarereignisse und Naturkatastrophen verstärkt zu Investitionen in Feuerwehrtechnik. Diese Beschaffungen sind zwar nicht planbar, bieten aber zusätzliche Absatzchancen in der Feuerwehrausstattung. Rosenbauer analysiert regelmäßig die maßgeblichen Branchenrisiken und nutzt Chancen durch rasches Reagieren auf Marktveränderungen.

Die jährliche Geschäftsplanung wird aus der Mittelfristplanung abgeleitet und umfasst einen nach Regionen und Produkten gegliederten Absatzplan, der als Steuerungsinstrument dient. So können Chancen und strategische Risiken frühzeitig erkannt werden. Mit Produktionsstätten auf vier Kontinenten und einem weltweiten Vertriebs- und Servicenetz lassen sich Absatzschwankungen in einzelnen Märkten ausgleichen.

Wettbewerbs- und Preisdruck

Der größte Wettbewerbs- und Preisdruck in der Feuerwehrbranche herrscht bei Kommunalfahrzeugen. Die zunehmende Zentralisierung des Beschaffungswesens bietet zusätzliche Chancen durch fairen Wettbewerb und transparentere Prozesse. Gleichzeitig besteht das Risiko, durch die Bündelung der Beschaffungsvolumina Großaufträge zu verlieren.

Knappe Budgets veranlassen Kundinnen und Kunden dazu, Minimalausstattungen zu wählen, wodurch die technologisch überlegenen, aber oft teureren Lösungen von Rosenbauer aus Kostengründen mitunter nicht in Betracht gezogenen werden.

Rosenbauer analysiert und überwacht kontinuierlich die Markt- und Absatzentwicklung in den einzelnen Ländern und Vertriebsregionen. Für jeden Vertriebs- und Produktbereich sind klare strategische Leitlinien und konkrete Wachstumsziele definiert. Zur Abfederung des Preisdrucks setzt Rosenbauer auf die Entwicklung von modularen und skalierbaren Produkten sowie den Ausbau des Serviceangebots. Dies schafft zusätzlichen Kundennutzen und ermöglicht eine klare Differenzierung des Wettbewerbes. Als führender Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen ist Rosenbauer in der Lage, Aufträge rasch, d. h. mit vergleichsweise kurzen Lieferzeiten, abzuwickeln.

Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen

Durch die Tätigkeit auf globalen Märkten unterliegt Rosenbauer verschiedenen Rechtssystemen. Eine Änderung von Gesetzen oder Vorschriften oder regulatorischen Vorgaben zur Ausübung des Geschäftes (z. B. Einfuhrzölle, Produktklassifizierungen, Umweltauflagen usw.) sowie eine strengere Auslegung bestehenden Rechts können zu erheblichen Mehrkosten oder Wettbewerbsnachteilen führen. Darüber hinaus können politische Krisen und Embargos den Zugang zu bestimmten Märkten vorübergehend einschränken oder erschweren.

Diese Unwägbarkeiten und die Möglichkeit staatlicher Eingriffe können die Geschäftstätigkeit der Gruppe auf verschiedene Weise beeinträchtigen, indem sie Investitionen verzögern oder verhindern, die Rückführung investierter Mittel erschweren oder zu höheren Produktionskosten oder Betriebsunterbrechungen führen.

Risiken, die sich für das Feuerwehrgeschäft aufgrund politisch oder rechtlich veränderter Rahmenbedingungen ergeben, werden durch entsprechende Lieferverträge und beschleunigte Projektabwicklungszeiten abgesichert bzw. reduziert.

Betriebliche Risiken

Die Produktionstätigkeit erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Potenziellen Produktionsrisiken werden bereits im Rahmen des Industrial Engineering durch eine präzise Prozessplanung minimiert. Die anschließende Überwachung der Produktionsprozesse erfolgt mittels regelmäßiger Prozessaudits. Das zentrale Steuerungselement in der Fahrzeugfertigung ist ein umfassendes Kennzahlensystem, das u. a. Produktivität, Montage- und Durchlaufzeiten, Produktionsstückzahlen, Qualität und Kosten abbildet. Ergänzend dazu dient die „mitlaufende Kalkulation“ als zentrale Methode, mit der im Soll-Ist-Vergleich die Herstellkosten jedes Einzelauftrages überwacht werden. Um Schwankungen in der Auslastung einzelner Standorte auszugleichen, fertigt Rosenbauer im Konzernverbund und vergibt Fertigungsaufträge auch an externe Partnerinnen und Partner. Dadurch wird das Risiko einer Unterauslastung der Produktion bei einem deutlichen Marktrückgang wirksam begrenzt.

Ertragsrisiken infolge von externen Störungen sind durch entsprechende Produktionsausfallsversicherungen abgedeckt. Darüber hinaus besteht eine angemessene Versicherungsdeckung für Risiken im Zusammenhang mit Feuer, Explosionen und ähnlichen elementaren Gefahren.

Produktrisiken und -chancen

Rosenbauer setzt ein konsequentes Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 um, das die unternehmensinternen Prozesse und Abläufe klar strukturiert und dokumentiert. Das Managementsystem wird regelmäßig auditiert und bewertet, wodurch konzernweit eine einheitlich hohe Produktqualität gewährleistet und die Kundenzufriedenheit nachhaltig gesteigert wird. Der Plan-Do-Check-Act-Ansatz stellt sicher, dass qualitätsrelevante Prozesse auf verschiedenen Ebenen regelmäßig validiert und weiterentwickelt werden.

Moderne Entwicklungsmethoden, ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein sowie laufende Prozessoptimierungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Produktrisiken. Rosenbauer betreibt ein systematisches Innovationsmanagement und arbeitet in der Produktentwicklung eng mit den Feuerwehren zusammen, um praxisnahe und marktorientierte Lösungen zu realisieren. Ein professionelles Produktmanagement steuert den Entwicklungsprozess, wobei Marktanalysen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen gezielt berücksichtigt werden. Zur Absicherung potenzieller finanzieller Risiken aus Kundenschäden kommen neben dem konzernweiten Risikomanagementsystem auch Produkthaftpflichtversicherungen zum Einsatz.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Ein kritischer Erfolgsfaktor in der Fahrzeugfertigung ist die termingerechte Bereitstellung von Fahrgestellen durch OEMs. In der Versorgung mit zentralen Fahrzeugkomponenten wie Motoren, Getrieben und elektronischen Bauteilen konnten durch intensives Abstimmen mit den Herstellunternehmen deutliche Verbesserungen gegenüber den Vorjahren erzielt werden. Frühzeitiges Einbinden der Lieferanten in die Materialplanung erhöhte die Stabilität der Lieferkette und ermöglichte in der Folge eine Reduktion von Sicherheitsbeständen und Durchlaufzeiten.

Die anhaltende konjunkturelle Schwäche ist mit zusätzlichen Risiken verbunden. Zulieferer können Kapazitäten reduzieren oder in finanzielle Probleme geraten. Gleichzeitig eröffnen sich dadurch Chancen, Preisreduktionen bei Lieferanten durchzusetzen oder alternative Bezugsquellen zu erschließen. Etwaige Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten werden laufend überprüft und bewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf jenen Lieferunternehmen, für die aufgrund geringer Abnahmemengen oder einer Spezialisierung kein „multiple sourcing“ sinnvoll darstellbar ist.

Aktuelle geopolitische Entwicklungen erhöhen die Beschaffungsrisken, da die kurzfristige Einführung von Handelsbeschränkungen und Zöllen zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen in der Beschaffung führen kann. Bestehende Produktionskapazitäten in den USA und in Europa, verbunden mit einem verstärkten lokalen Sourcing, tragen wesentlich zur Begrenzung dieser Risiken bei.

Compliance-Themen entlang der Lieferkette sind von großer Bedeutung. Im Sinne des Lieferkettengesetztes ist sicher zu stellen, dass entlang der Lieferkette Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden. Dafür wurde eine softwareunterstützte Risikobetrachtung aller relevanten Lieferanten aufgebaut, mit der potenzielle Verstöße wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Umweltverstöße oder Korruption bewertet werden. Auf Basis dieser Analyse werden Präventions- und Abhilfemaßnahmen definiert – zum Beispiel konkrete Befragungen, Lieferantenvereinbarungen, Audits oder Eskalationsprozesse.

Zentrales Element ist dabei auch ein Beschwerdemechanismus, über den Mitarbeitende, Lieferanten oder externe Parteien Verstöße anonym melden können.

Informationstechnische Risiken

Mit zunehmender Vernetzung eines Unternehmens steigt auch das Cyberrisiko. Darunter werden verschiedene Einzelrisiken zusammengefasst, die aus potenziellen Cyberangriffen resultieren können. Dazu zählen insbesondere die Verletzung der Vertraulichkeit von Daten, etwa durch Ausspähen oder Datenverlust, die Verletzung der Integrität des IT-Systems oder der Daten infolge von Manipulation durch Schadsoftware sowie die Verletzung der Verfügbarkeit des IT-Systems oder der Daten, beispielsweise durch interne Unterbrechungen oder den Ausfall von Kommunikationswegen.

Um das Cyberrisiko möglichst zu minimieren, legt Rosenbauer großes Augenmerk auf eine sichere und leistungsfähige IT-Infrastruktur. Den damit verbundenen Risiken wird durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, den Einsatz von „State of the Art“-IT-Security-Systemen, modernen Datensicherungsmethoden sowie durch strukturierte Zugangs- und Zugriffskontrollen begegnet. Die Robustheit der Sicherheitssysteme wird zudem durch simulierte Angriffe von außen getestet. Die technischen Maßnahmen werden durch gezielte und regelmäßige IT-Security- und Datenschutz-Awareness-Trainings für Mitarbeitende ergänzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Rosenbauer wesentliche Schritte unternommen, um den Anforderungen der europäischen NIS2-Richtlinie gerecht zu werden. Nach einer umfassenden Analyse wurde Rosenbauer als „wesentliche Einrichtung“ eingestuft.

Zur Stärkung der Resilienz wurden bereits weitreichende technische Maßnahmen erfolgreich implementiert. Die organisatorischen Maßnahmen – insbesondere der Aufbau eines zertifizierungsfähigen Information Security Management Systems (ISMS) – befinden sich aktuell in der aktiven Umsetzungsphase.

Ein zentraler Meilenstein in der Governance-Struktur ist die Schaffung der Position des Chief Information Security Officer (CISO). Diese wurde als strategische Stabsstelle direkt beim Vorstand etabliert, um eine durchgängige Priorisierung des Themas Informationssicherheit auf höchster Ebene zu gewährleisten.

Die Position ist bereits besetzt. Der neue CISO tritt seinen Dienst am 1. April an und wird die organisatorischen Maßnahmen weiter schärfen sowie die konzernweite Informationssicherheitsstrategie nachhaltig stärken.

Umweltrisiken

Die Rosenbauer International AG ist nach den ISO-Standards 9001, 14001, 45001 und 50001 zertifiziert und erfüllt alle entsprechenden Anforderungen. Die Produktionstätigkeit des Rosenbauer Konzerns besteht überwiegend aus Montagearbeiten und ist daher mit nur geringen Umweltrisiken verbunden.

Die Anforderungen an das Umweltmanagement sind im Integrierten Managementsystem (IMS) durch definierte Prozesse und Arbeitsanweisungen verankert. Sie werden durch wiederkehrende Audits überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Produktionsprozesse und -abläufe werden im Zuge von Begehungen regelmäßig analysiert. Dabei werden potenzielle Risiken identifiziert und geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung bzw. Reduktion festgelegt.

Personelle Chancen und Risiken

Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt bietet Rosenbauer attraktive Rekrutierungschancen. Durch den konsequenten Aufbau einer starken Arbeitgebermarke gelingt es dem Unternehmen, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen, erfolgreich zu integrieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Tätigkeit bei Rosenbauer ist von einem klaren gesellschaftlichen Nutzen geprägt, da die Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leisten.

Attraktive Arbeitszeitmodelle, vielfältige Gesundheitsmaßnahmen und -aktivitäten sowie ein modernes Entgeltsystem tragen wesentlich zur hohen Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei. Diese spiegelt sich in einer niedriger Fluktuation sowie einer insgesamt hohen organisatorischen Resilienz wider.

Zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs kommt dem Lehrlingswesen eine zentrale Bedeutung zu. Für das Geschäftsjahr 2026 wurden die Aufnahmequoten deutlich erhöht, um auch künftig offene Positionen bevorzugt aus eigenen Ausbildungsprogrammen besetzen zu können.

Ergänzend dazu stärkt die Initiative „women@rosenbauer“ die Attraktivität für Frauen und wird nach der Einführung in Europa nun auch auf die US-amerikanischen Standorte ausgeweitet.

Vielfältige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen die Qualifizierung, Motivation und langfristige Bindung der Mitarbeitenden. Neben einer Nachfolgeplanung der Schlüsselpositionen legt Rosenbauer besonderen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskräfte sowie auf interne Karrieremöglichkeiten. Im Rahmen unternehmenseigener Curricula werden Schlüsselkräfte in Zusammenarbeit mit renommierten Bildungseinrichtungen und Hochschulen laufend weitergeschult.

Rechtliche Risiken

Die Rosenbauer International AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit rechtlichen Verfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen konfrontiert. Diese können unter anderem die Produktsicherheit, Patente sowie andere Immaterialgüterrechte, Handels-, Liefer- und weitere Vertragsbeziehungen betreffen sowie zu behördlichen Verfahren führen.

Compliance-Risiken wird im Rahmen des Rosenbauer Compliance-Managements begegnet. Regelmäßige allgemeine und gezielte Schulungen tragen dazu bei, Compliance-Verstöße zu vermeiden. Für das Melden von Verdachtsfällen, etwa in den Bereichen Kartellrecht, Korruption, Wirtschaftskriminalität, Diskriminierung oder sexuelle Belästigung steht allen Mitarbeitenden, Lieferantinnen und Lieferanten und Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern seit Dezember 2021 eine anonyme Hinweisplattform zu Verfügung.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 wurden in den USA Zivilklagen gegen die US-Tochtergesellschaften der Rosenbauer International AG wegen angeblicher Verstöße gegen die US-amerikanischen Kartellgesetze eingereicht. Zivilkläger (Kunden) behaupten, dass bestimmte Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen des US-Marktes sich abgesprochen hätten, um die Produktion zu drosseln und vertrauliche, wettbewerbsrelevante Informationen auszutauschen, um die Preise für Feuerwehrfahrzeuge in die Höhe zu treiben und das Angebot zu beschränken. Weitere Informationen unterbleiben, um die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen

Finanzielle Risiken

Im März 2024 wurde von allen beteiligten Parteien eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommittierte und kommittierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden.

Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des §119 BörseG 2018 beantragt. Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio. € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre (1+1) mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst. Details sind dem Anhang (2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) zu entnehmen.

Zins- und Währungsrisiken

Aus den internationalen Aktivitäten entstehen zins- und währungsbedingte Risiken, die durch den Einsatz entsprechender Sicherungsinstrumente abgedeckt werden. Dabei regelt eine konzernweit geltende Finanz- und Treasury-Richtlinie, welche Instrumente zulässig sind. Die operativen Risiken werden durch derivative Finanzinstrumente wie zum Beispiel Devisentermingeschäfte sowie Zinssicherungsgeschäfte abgesichert. Diese Transaktionen werden ausschließlich zur Absicherung von Risiken, nicht hingegen zu Handels- oder Spekulationszwecken durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen in den Erläuternden Angaben im Konzernabschluss verwiesen.

Kreditrisiken

Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen ergeben können, werden gering eingeschätzt, da der überwiegende Teil der Kunden aus dem öffentlichen Sektor stammt. Es kommen unterschiedliche Möglichkeiten zur Zahlungsbesicherung wie beispielsweise Akkreditive und Eigentumsvorbehalte zum Einsatz. Bei Lieferungen in Länder mit einem erhöhten politischen oder wirtschaftlichen Risiko werden zur Absicherung staatliche und private Exportversicherungen in Anspruch genommen.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Rosenbauer sieht sich weiterhin den oben beschriebenen Herausforderungen in operativer und finanzieller Hinsicht gegenüber. In all diesen Bereichen hat Rosenbauer Maßnahmen ergriffen, um die Ertrags- und Liquiditätslage nachhaltig zu verbessern sowie die Eigenkapitalbasis zu stärken. Hier sei insbesondere auf die Erläuterungen zu den Liquiditätsrisiken in den Notes unter Punkt D36 Abschnitt d) hingewiesen. Der Vorstand der Rosenbauer International AG schätzt somit die Wahrscheinlichkeit der Unternehmensfortführung angesichts der mit der Kapitalerhöhung und langfristigen Refinanzierungsvereinbarung und der guten Geschäftsaussichten als sehr hoch ein.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung1

Der IWF erwartet für 2026 eine weiterhin robuste Weltwirtschaft mit einem globalen Wachstum von rund 3,3 % auf Vorjahresniveau. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt regional unterschiedlich. In den USA bleibt das Wachstum mit rund 2,4 % vergleichsweise stark, in Europa mit etwa 1,3 % moderat. In Asien liegt das Wachstum insgesamt höher; China verlangsamt sich auf 4,5 %, während Indien und Teile Südostasiens weiter deutlich über dem globalen Durchschnitt wachsen.

Die globale Inflationsdynamik dürfte sich 2026 weiter abschwächen. Der IWF erwartet eine durchschnittliche Verbraucherpreisinflation von rund 3,8 %. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation den Zielwerten der Zentralbanken an – im Euroraum etwa 2 %, in den USA langsamer rückläufig. Sinkende Energiepreise wirken zusätzlich dämpfend auf den Preisdruck.

Die Finanzmärkte bleiben laut IWF von einem unterstützenden geldpolitischen Umfeld geprägt. In den USA und Großbritannien wird mit weiteren Zinssenkungen gerechnet, während die Europäische Zentralbank einen stabilen Zinspfad verfolgt. Der US-Dollar dürfte 2026 robust, aber volatil bleiben. Schwellenländer mit soliden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen profitieren von den geldpolitischen Lockerungen und günstigen globalen Finanzierungsbedingungen.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Der Konflikt führt zu anhaltenden Unsicherheiten an den Energie- und Beschaffungsmärkten sowie zu erhöhten Preis- und Lieferkettenrisiken. Die möglichen Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Rosenbauer Gruppe werden in diesem Zusammenhang aktuell analysiert und sind zurzeit noch nicht abschätzbar.

Perspektiven auf den Absatzmärkten

Die Feuerwehrbranche folgt der konjunkturellen Entwicklung mit einem Abstand von ein bis zwei Jahren. Die Nachfrage wird stark von Ländern mit kontinuierlichem Beschaffungswesen und einem erhöhten Sicherheitsbewusstsein nach Naturkatastrophen geprägt. Global ist eine verstärkte Investitionsbereitschaft von Flughäfen erkennbar, getragen von wachsendem Flugbetrieb, regulatorischen Vorgaben und einem zunehmenden Bewusstsein für operative Risiken. In Europa werden aus geopolitischen Erwägungen neue Finanzierungsprogramme für Sicherheit und Infrastruktur geschnürt.

Vor diesem Hintergrund ist für die globale Feuerwehrbranche im Jahr 2026 von einer weiterhin stabilen Nachfrageentwicklung auszugehen – denn trotz eines durchwachsenen konjunkturellen Umfelds und knapper werdender Budgets investiert der öffentliche Sektor kontinuierlich in die Sicherheit von Menschen und Infrastruktur.

Rosenbauer verfolgt die Entwicklung der verschiedenen Feuerwehrmärkte sehr genau, um Absatzchancen frühzeitig nutzen zu können. Abhängig davon, welche Länder oder Regionen ein erhöhtes Beschaffungsvolumen erkennen lassen, werden die Vertriebsaktivitäten vor Ort intensiviert. Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über einen historisch hohen Auftragsbestand von 2.354,6 Mio. € (2024: 2.279,8 Mio. €). Dieser Wert liegt deutlich über einem Konzernjahresumsatz und stellt die Auslastung bis ins Jahr 2027 sicher.

Area Europe

Für Europa prognostiziert der IWF 2026 ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 1,3 %, wobei Deutschland als größter Markt nach der Rezession wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren sollte. Österreich und die Schweiz dürften laut WIFO um 0,5 % bzw. 1,2 % wachsen.

Die Ausgaben der europäischen Länder für den Brand- und Katastrophenschutz bewegen sich seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau, wobei die Zahl zentraler Sammelausschreibungen für Kommunalfahrzeuge zunimmt. Der gestiegene Sicherheitsbedarf und der Schutz kritischer Infrastruktur schaffen zusätzliche Nachfragepotenziale, während für vermehrte Extremereignisse wie Waldbrände und Überflutungen in einigen Ländern Sonderbudgets und Förderungen für Lösch- und Spezialfahrzeuge bereitstehen.

Für das Jahr 2026 rechnet die Area Europe mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums. Die Auftragsbücher bei den Fahrzeugen sind bis ins Jahr 2027 gut gefüllt. Zusätzlich wird im Bereich Customer Service eine anhaltend steigende Nachfrage erwartet. Weitere Nachfrageimpulse ergeben sich aus den Produktsegmenten Ausrüstung – insbesondere Persönliche Schutzausrüstung – sowie aus dem Bereich Komponenten und Beladungsprojekte.

Rosenbauer hat bereits die Berufsfeuerwehren Berlin, Wien und auch Genf mit neuen Elektrofahrzeugen ausgestattet. Das Interesse an elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen besteht europaweit, da die Leistungsfähigkeit und das Konzept überzeugen. Aufgrund der Kürzungen im Bereich der öffentlichen Förderungen, verzögern sich Beschaffungsprozesse. Auch Flughäfen, die in Europa meist privatwirtschaftlich organisiert sind, haben ein großes Interesse am nachhaltigen Betrieb ihrer Fahrzeugflotten.

Area Middle East & Africa

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für den Mittleren Osten stellen sich für das Jahr 2026 insgesamt positiv dar. Der IWF erwartet eine Beschleunigung des Wachstums, getragen von höherer Ölproduktion, stabiler Binnennachfrage und fortgesetzten strukturellen Reformen. Für den Sub-Sahara-Raum wird ein solides Wachstum von rund 4,6 % prognostiziert.

Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich Rosenbauer in Saudi-Arabien und hat mit der Gründung weiterer Servicestützpunkte in den Nachbarländern ein klares Bekenntnis zur Region abgegeben. In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 5.000 Fahrzeuge geliefert.

Für das Geschäftsjahr 2026 geht die Area Middle East & Africa von einer neuerlichen Umsatzsteigerung aus. Die Auftragsbücher reichen schon jetzt bis ins Geschäftsjahr 2027. Gleichzeitig ist ein zunehmender Trend hin zu standardisierten Produkten zu beobachten, wobei aus Kundensicht eine einfache Bedienbarkeit sowie eine hohe Zuverlässigkeit der Systeme im Vordergrund stehen.

Area Asia-Pacific

Für Asien-Pazifik erwartet der IWF 2026 ein solides, über dem globalen Durchschnitt liegendes Wachstum, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik. Die ASEAN‑5-Staaten wachsen mit rund 4,2 %, China mit 4,5 % und Indien mit 6,4 %. Zugleich erfordern volatile Rahmenbedingungen, geopolitische Spannungen und Handelsunsicherheiten eine differenzierte Marktbearbeitung.

Die Area Asia-Pacific geht für das Geschäftsjahr 2026 von einer weiteren Verbesserung beim Umsatz und beim Auftragseingang aus. In Australien und Neuseeland gewinnen Nachhaltigkeit und alternative Antriebe als Wachstumstreiber an Bedeutung; das Interesse an emissionsarmen Feuerwehrfahrzeugen nimmt im Zuge klimapolitischer Ziele deutlich zu.

In Japan stützt die Ausrichtung auf Dekarbonisierung und geringere Energieimportabhängigkeit die Nachfrage nach innovativen, energieeffizienten Feuerwehrlösungen. China bleibt für internationale Fahrzeugexporte vorerst weitgehend verschlossen, weshalb sich Rosenbauer auf Ausrüstung und Komponenten für Endkundinnen und Endkunden und lokale Aufbauherstellbetriebe konzentriert.

Indien ist dank wachsender Mittelschicht und umfangreicher Infrastrukturinvestitionen ein wichtiger Zukunftsmarkt. Der Ausbau öffentlicher Sicherheitsinfrastruktur erhöht die Nachfrage nach moderner Feuerwehrtechnik und eröffnet langfristige Wachstumspotenziale für Rosenbauer.

Area Americas

Für die Area Americas erwartet der IWF 2026 eine Fortsetzung des moderaten Wachstums. Die USA bleiben mit einem prognostizierten BIP-Zuwachs von 2,4 % zentraler Wachstumsanker, Kanada soll um 1,6 % zulegen. Lateinamerika dürfte trotz struktureller und politischer Herausforderungen eine stabile, aber schwächere Konjunktur aufweisen. In Brasilien kühlt sich das Wachstum auf 1,6 % ab, während Argentiniens Wirtschaft um rund 4,0 % wachsen könnte.

Nordamerika ist mit einem Viertelanteil am globalen Feuerwehrmarkt der wichtigste homogene Einzelmarkt für Feuerwehrfahrzeuge und bildet für Rosenbauer einen erweiterten Heimatmarkt mit großem Wachstumspotenzial.

In Südamerika verfügt Rosenbauer über ein starkes Handelsnetz mit einem Vertriebskontakt in jedem Land. Die Bereiche Ausrüstung und Komponenten bieten neben dem Fahrzeuggeschäft zusätzliche Wachstumschancen, die durch das Mercosur-Abkommen weiter unterstützt werden.

Der aktuelle Auftragsbestand für die Area Americas sichert die Auslastung bis ins Jahr 2027. Im laufenden Geschäftsjahr sollen das Industriegeschäft in den USA sowie die lateinamerikanischen Märkte weiter ausgebaut werden. Dort greifen nationale Feuerwehren sowohl auf Fahrgestelle europäischer als auch US-amerikanischer Herkunft zurück, was die Beschaffung unterstützt.

Investitionen und Kapazitäten

Das Investitionsmanagement von Rosenbauer erfasst systematisch sämtliche Bedarfe im Konzern und priorisiert diese nach strategischen und wirtschaftlichen Kriterien. Für das Jahr 2026 sind Investitionen in der Höhe von rund 53,8 Mio. € geplant. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Produktivität sowie auf Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung von Betriebseinrichtungen und Anlagen.

Zu den wichtigsten Investitionsvorhaben 2026 zählen die Übernahme einer Produktionshalle sowie die Errichtung eines Logistik- und Servicegebäudes in Minnesota, USA, das neue vollautomatische Kleinteilelager in Leonding, ein neues Bearbeitungszentrum und ein Fahrzeugprüfstand im Werk 1 in Leonding sowie neue bzw. erweiterte Servicestandorte in Bad Abbach, Ljubljana und Santiago de Chile. Darüber hinaus wird der konzernweite Roll-out von SAP-S/4 Hana konsequent fortgeführt, um die Standardisierung und Effizienz der Geschäftsprozesse weiter zu erhöhen.

Finanz- und Liquiditätslage

Rosenbauer hat branchenbedingt einen hohen unterjährigen Finanzierungsbedarf. Das liegt zum einen am hohen Individualisierungsgrad der Fahrzeuge, die zu langen Durchlaufzeiten führen, zum anderen an vergleichsweise langen Kundenzahlungszielen und geringen Anzahlungsquoten. Der Konzern wirkt diesem Umstand mit gezielten Maßnahmen entgegen, um die Auftragsabwicklung zu optimieren.

Die Liquidität im Konzern wird durch eine entsprechende monatlich rollierende Liquiditätsplanung ermittelt und laufend überwacht. Durch ausreichende mittel- und langfristige Kreditrahmen sowie einer Reserve in Form von Bankguthaben und ungenutzten Kreditlinien bei Banken soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden.

Im März 2024 hat die Rosenbauer International AG zur Stabilisierung ihrer Finanzlage mit wesentlichen Finanzierungspartnerinnen und -partnern eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente bis 3. November 2025 verlängert werden. Die MRFV enthielt neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 % und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsahen.

Darüber hinaus hat sich Rosenbauer in der MRFV zu einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zur Aussetzung von Dividendenzahlungen verpflichtet. Mit der Kapitalerhöhung sollte das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden.

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionärinnen und Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue, auf den Inhaber bzw. die Inhaberin lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahr 2024 beschlossen.

Die Gremien der Rosenbauer International AG beschlossen in Folge zum Zweck der Durchführung der Kapitalerhöhung sämtliche 3.400.000 neue auf den Inhaber bzw. die Inhaberin lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von € 35 je Stück durch eine neue Investorin zeichnen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der bisherigen Mehrheitseigentümerin, der Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH (BVG), und der neuen Investorin wurde im Juni 2024 unterschrieben. Bei der neuen Investorin handelt es sich um die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH (Robau), an der neben der Pierer Industrie AG und der Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH auch die Raiffeisen Beteiligungsholding GmbH und die Invest Unternehmensbeteiligungs AG beteiligt sind. Die Kapitalerhöhung wurde im Februar 2025 durchgeführt.

Im August 2024 wurde seitens der Robau mitgeteilt, dass sie neben der Zeichnung der Kapitalerhöhung von der bisherigen Mehrheitseigentümerin BVG ein Aktienpaket von 25,15 % mittelbar erwerben wird, dies erfolgte im März 2025. Somit erwarb die Robau durch diese beiden Transaktionen eine kontrollierende Beteiligung in Höhe von 50,1 % an der Rosenbauer International AG. Aufgrund der vorgenannten Transaktionen wurde seitens Robau auch ein antizipatorisches Übernahmeangebot an die weiteren Aktionärinnen vorgelegt.

Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio. € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst. Die Financial Covenants wurden für die Geschäftsjahre ab 2025 neu vereinbart und werden laufend durch Rosenbauer überwacht. Nähere Erläuterungen zur Finanz- und Liquiditätslage sind dem Abschnitt Finanzielle Risiken sowie im Anhang (2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) zu entnehmen.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die Rosenbauer Unternehmensgruppe verfügt aus heutiger Sicht über angemessene Voraussetzungen für eine geordnete Geschäftsentwicklung im Jahr 2026. Die Feuerwehrbranche ist überwiegend von öffentlichen Auftraggebern geprägt und folgt konjunkturellen Entwicklungen erfahrungsgemäß mit zeitlicher Verzögerung. Trotz eines von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfelds wirken Investitionen in Sicherheits-, Infrastruktur- und Katastrophenschutzmaßnahmen grundsätzlich stabilisierend auf die Nachfrage.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über einen soliden Auftragsbestand, der die Auslastung der Produktionskapazitäten in den kommenden Perioden wesentlich unterstützt. Die weitere Entwicklung wird unter anderem von der gesamtwirtschaftlichen Lage in den einzelnen Regionen, der Umsetzung laufender Projekte sowie von der Entwicklung der Energie-, Rohstoff- und Vormaterialpreise beeinflusst. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, zur Optimierung der Wertschöpfungsprozesse sowie zur Verbesserung des Working Capitals werden fortgeführt.

Gleichzeitig ist sich der Vorstand der bestehenden Risiken bewusst, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen, Kosten- und Preisdruck sowie möglichen Veränderungen der finanziellen Rahmenbedingungen. Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen, der internationalen Aufstellung des Konzerns sowie des etablierten Risikomanagements geht der Vorstand davon aus, dass sich die operative Entwicklung der Rosenbauer Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2026 insgesamt stabil darstellen wird.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand auf Basis der aktuellen Planung einen Umsatz von circa 1,6 Mrd. €. Die EBIT-Marge soll sich unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten weiter auf über 6 % verbessern.

Leonding, am 27. März 2026

Robert Ottel e. h.   Andreas Zeller e. h.   Thomas Biringer e. h.

1 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Jänner 2026

2 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Konjunkturbericht, März 2026

3 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Konjunkturprognose, Dezember 2025

1 IPCC 8.5: Die Shared Socioeconomic Pathways (SSPs) des sechsten Sachstandberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) stellen Szenarien der projizierten sozioökonomischen globalen Veränderungen bis zum Jahr 2100 dar. Sie werden zur Ableitung von Treibhausgasemissionsszenarien bei unterschiedlichen klimapolitischen Maßnahmen verwendet. Das Szenario SSP5 beschreibt ein „fossil-fueled Development“ mit sehr hohen Treibhausgasemissionen (Verdreifachung bis 2075).

2 IEA NZE: Das „Net Zero Emissions by 2050 Scenario“ (NZE) der Internationalen Energieagentur (IEA) ist ein normatives Szenario zur Erreichung von Net-zero-CO2-Emissionen bis 2050 mit dem Ziel den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu beschränken.

1 IWF, World Economic Outlook, 19. Jänner 2026.

Bilanz

Stand

31.12.2025
Stand

31.12.2024
A K T I V A EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte 9.104.268,00 5.651
2. Geleistete Anzahlungen 12.273.797,18 12.474
21.378.065,18 18.124
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
davon Grundwert EUR 18.766.164,92 (2024 TEUR 18.766) 53.329.172,92 52.485
2. Investitionen in fremden Gebäuden 220.497,00 79
3. Technische Anlagen und Maschinen 5.990.875,00 6.570
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.027.127,00 10.152
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 3.050.497,00 815
74.618.168,92 70.101
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.270.519,50 65.149
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 113.959.339,16 62.713
3. Beteiligungen 0,00 1.502
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 482.158,96 1
174.712.017,62 129.364
270.708.251,72 217.590
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 63.773.660,69 46.835
2. Unfertige Erzeugnisse 140.240.026,10 114.459
abzüglich erhaltene Anzahlung –27.046.089,57 –20.694
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.518.564,49 31.590
4. Geleistete Anzahlungen 5.074.648,48 970
205.560.810,19 173.160
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.332.254,94 38.529
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 148.561.971,45 205.258
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 11.196.018,12 (2024 TEUR 80.098)
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 8.154.239,62 11.512
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
228.048.466,01 255.299
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.138.006,77 4.029
444.747.282,97 432.487
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.053.608,33 3.087
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 20.676.650,56 24.776
739.185.793,58 677.940
Stand

31.12.2025
Stand

31.12.2024
P A S S I V A EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Eingefordertes und eingezahltes Grundkapital 20.400.000,00 13.600
Übernommenes Grundkapital EUR 20.400.000,00 (2024 TEUR 13.600)
II. Kapitalrücklagen (gebundene) 135.903.398,02 23.703
III. Gewinnrücklagen (freie Rücklagen) 138.071.955,77 138.072
IV. Bilanzverlust
davon Verlustvortrag EUR -34.727.710,83 (2024 TEUR -50.576) –14.026.368,64 –34.728
280.348.985,15 140.648
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen 16.089.500,00 17.056
2. Rückstellungen für Pensionen –0,00 2
3. Steuerrückstellung 3.779.279,09 2.165
4. Sonstige Rückstellungen 63.705.862,57 49.680
83.574.641,66 68.903
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 226.101.667,05 342.291
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 73.859.404,62 (2024 TEUR 342.291)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 152.242.262,43 (2024 TEUR 0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.429.759,18 39.343
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 38.429.759,18 (2024 TEUR 39.343)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.226.868,66 51.423
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 44.226.868,66 (2024 TEUR 51.423)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.245.278,08 17.534
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 43.245.278,08 (2024 TEUR 17.534)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 17.878.828,17 13.729
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 17.878.828,17 (2024 TEUR 13.729)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
davon aus Steuern EUR 274.417,02 (2024 TEUR 252)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 274.417,02 (2024 TEUR 252)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.290.229,23 (2024 TEUR 3.047)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 3.290.229,23 (2024 TEUR 3.047)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
Summe Verbindlichkeiten 369.882.401,14 464.320
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 217.640.138,71 (2024 TEUR 464.320)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 152.242.262,43 (2024 TEUR 0)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.379.765,63 4.068
739.185.793,58 677.940

Gewinn- und Verlustrechnung

2025 2024
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 688.803.513,21 583.783
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.682.299,64 –4.796
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 47.879,59 277
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 400.186,34 41
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 175.620,19 433
c) Übrige 4.751.831,64 5.327.638,17 8.033 8.506
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand –431.371.172,84 –358.860
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –10.754.875,80 –442.126.048,64 –8.429 –367.289
6. Personalaufwand
a) Löhne –56.910.819,24 –50.573
b) Gehälter –71.297.282,95 –63.710
c) Soziale Aufwendungen –32.375.781,65 –31.563
davon Ertrag / Aufwand aus Altersversorgung EUR 82.110,00 (2024 TEUR -274)
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen EUR -2.122.738,35 (2024 TEUR -3.983)
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge EUR -30.168.759,72 (2024 TEUR -27.079) –160.583.883,84 –145.845
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –10.116.062,17 –9.304
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen –5.042,00 –5
b) Übrige –74.653.645,74 –74.658.687,74 –66.303 –66.309
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) 27.376.648,22 –977
10. Erträge aus Beteiligungen 19.845.680,49 20.124
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 19.728.286,75 (2024 TEUR 19.871)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (2024 TEUR 0)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.419.589,30 15.352
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.384.414,13 (2024 TEUR 14.915)
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 665.232,95 0
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen
und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens –12.095.000,00 –1.000
davon Abschreibungen EUR -12.095.000,00 (2024 TEUR -1.000)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR -12.095.000,00 (2024 TEUR -1.000)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –23.975.521,20 –33.006
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR -57.296,92 (2024 TEUR -299)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) –2.140.018,46 1.469
17. Ergebnis vor Steuern (Zwischenzumme aus Z 9 und Z 16) 25.236.629,76 492
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –4.535.287,57 15.357
davon latente Steuern EUR -4.881.378,10 (2024 TEUR 14.989)
19. Verschmelzungsverlust 0,00 0
20. Ergebnis nach Steuern = Jahresgewinn / -verlust 20.701.342,19 15.849
21. Auflösung von Gewinnrücklagen 0,00 0
22. Jahresgewinn / -verlust 20.701.342,19 15.849
23. Verlustvortrag aus dem Vorjahr –34.727.710,83 –50.576
24. Bilanzverlust –14.026.368,64 –34.728

* Kleinbetrag

Anlage 1 Aufgliederung der Erlöse

Aufgliederung nach Inlands- und Auslandserlösen

in € 2025 2024
Österreich 80.270.458,20 72.913.552,12
Europäische Union 231.749.677,80 234.912.384,04
Asien / Ozeanien 92.146.964,00 89.122.142,73
Naher Osten 136.071.443,00 58.912.508,20
Sonstige 148.564.970,21 127.922.507,51
Umsatzerlöse 688.803.513,21 583.783.094,60

Umsätze nach Tätigkeitsbereichen

in € 2025 2024
Fahrzeuge 450.022.913,84 378.121.727,66
Komponenten 80.362.384,52 76.817.680,61
Ausrüstung 96.534.971,18 74.401.078,62
Ersatzteile, Reparatur und Service 31.741.716,84 30.251.187,31
Sonstige 30.141.526,83 24.191.420,40
Umsatzerlöse 688.803.513,21 583.783.094,60

Anlage 2 Gewinnrücklagen

in € Stand 1.1.2025 Zuweisung Auflösung / 

Verbrauch
Stand 31.12.2025
Gewinnrücklagen
Andere (freie) Rücklagen 138.071.955,77 0,00 0,00 138.071.955,77

Anlage 3 Anlagenspiegel

Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwert

31.12.2025
Buchwert

31.12.2024
in € Vortrag

01.01.2025
Zugänge Zugang aus Verschmelzung Umbuchungen Abgänge Invesitions-

Zuschüsse
Stand

31.12.2025
Vortrag

01.01.2025
Zugänge Zugang aus Verschmelzung Zuschreibung Umbuchungen Abgänge Stand

31.12.2025
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte 14.895.388,54 977.195,36 0,00 4.145.219,98 89.717,31 0,00 19.928.086,57 9.244.800,54 1.668.719,34 0,00 0,00 0,00 89.701,31 10.823.818,57 9.104.268,00 5.650.588,00
2. Geleistete Anzahlungen 12.473.869,03 3.974.253,13 0,00 –4.145.219,98 29.105,00 0,00 12.273.797,18 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.273.797,18 12.473.869,03
27.369.257,57 4.951.448,49 0,00 0,00 118.822,31 0,00 32.201.883,75 9.244.800,54 1.668.719,34 0,00 0,00 0,00 89.701,31 10.823.818,57 21.378.065,18 18.124.457,03
II. Sachanlagen
1.





Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
a) Bebaute Grundstücke
aa)



mit Geschäfts- oder

Fabriksgebäuden oder

anderen Baulichkeiten
Grundwert 11.317.133,33 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.317.133,33 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.317.133,33 11.317.133,33
Gebäudewert 63.938.520,63 2.374.521,52 0,00 0,00 655.721,00 0,00 65.657.321,15 32.603.550,63 1.916.135,52 0,00 0,00 0,00 655.707,00 33.863.979,15 31.793.342,00 31.334.970,00
Außenanlagen 8.915.111,27 616.248,11 0,00 170.787,61 338.713,36 0,00 9.363.433,63 6.531.385,27 401.083,72 0,00 0,00 0,00 338.701,36 6.593.767,63 2.769.666,00 2.383.726,00
b) Unbebaute Grundstücke 7.449.031,59 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.449.031,59 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.449.031,59 7.449.031,59
91.619.796,82 2.990.769,63 0,00 170.787,61 994.434,36 0,00 93.786.919,70 39.134.935,90 2.317.219,24 0,00 0,00 0,00 994.408,36 40.457.746,78 53.329.172,92 52.484.860,92
2.

Investitionen in fremden Gebäuden 236.302,06 175.998,07 0,00 0,00 0,00 0,00 412.300,13 156.892,06 34.911,07 0,00 0,00 0,00 0,00 191.803,13 220.497,00 79.410,00
3.

Technische Anlagen und Maschinen 30.322.144,73 1.109.302,68 0,00 266.640,00 1.674.105,28 0,00 30.023.982,13 23.751.777,73 1.493.423,68 0,00 0,00 0,00 1.212.094,28 24.033.107,13 5.990.875,00 6.570.367,00
4.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.312.226,72 6.445.600,33 0,00 94.972,61 5.455.083,20 22.279,00 61.375.437,46 50.160.344,72 4.601.788,84 0,00 0,00 0,00 5.413.823,10 49.348.310,46 12.027.127,00 10.151.882,00
5.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 814.886,33 2.768.010,89 0,00 –532.400,22 0,00 0,00 3.050.497,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.050.497,00 814.886,33
183.305.356,66 13.489.681,60 0,00 0,00 8.123.622,84 22.279,00 188.649.136,42 113.203.950,41 8.447.342,83 0,00 0,00 0,00 7.620.325,74 114.030.967,50 74.618.168,92 70.101.406,25
III. Finanzanlagen
1.

Anteile an verbundenen Unternehmen 75.084.016,50 5.050.000,00 1.501.503,00 0,00 0,00 0,00 81.635.519,50 9.935.232,95 12.095.000,00 0,00 665.232,95 0,00 0,00 21.365.000,00 60.270.519,50 65.148.783,55
2.

Ausleihungen an

verbundene Unternehmen
62.712.878,62 51.246.460,54 0,00 0,00 0,00 0,00 113.959.339,16 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 113.959.339,16 62.712.878,62
3. Beteiligungen 3.001.640,79 0,00 0,00 0,00 1.501.503,00 0,00 1.500.137,79 1.500.137,79 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.500.137,79 0,00 1.501.503,00
4.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 806,67 481.352,29 0,00 0,00 0,00 0,00 482.158,96 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 482.158,96 806,67
140.799.342,58 56.777.812,83 1.501.503,00 0,00 1.501.503,00 0,00 197.577.155,41 11.435.370,74 12.095.000,00 0,00 665.232,95 0,00 0,00 22.865.137,79 174.712.017,62 129.363.971,84
351.473.956,81 75.218.942,92 1.501.503,00 0,00 9.743.948,15 22.279,00 418.428.175,58 133.884.121,69 22.211.062,17 0,00 665.232,95 0,00 7.710.027,05 147.719.923,86 270.708.251,72 217.589.835,12

Anlage 4 Investitionszuschüsse

Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten
in € Stand

01.01.2025
Zugänge Abgang Auflösung Umbuchung Stand

31.12.2025
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte 1.057,00 0,00 1.049,00 0,00 0,00 8,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.057,00 0,00 1.049,00 0,00 0,00 8,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
a) Bebaute Grundstücke mit Geschäfts- oder Fabriksgebäuden oder anderen Baulichkeiten
Gebäudewert 276.619,00 0,00 11.853,00 0,00 0,00 264.766,00
Außenanlagen 8.097,00 0,00 1.162,00 0,00 0,00 6.935,00
284.716,00 0,00 13.015,00 0,00 0,00 271.701,00
2. Investitionen in fremden Gebäuden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 59.984,00 0,00 13.388,00 0,00 0,00 46.596,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.718,00 22.279,00 8.182,35 839,65 0,00 41.975,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
373.418,00 22.279,00 34.585,35 839,65 0,00 360.272,00
374.475,00 22.279,00 35.634,35 839,65 0,00 360.280,00

Anlage 5 Beteiligungsunternehmen (mindestens 20 % Anteilsbesitz)

(in 1.000) Währungs-

einheit
Beteil.

Anteil
1) %
Eigenkapital Ergebnis 2) Beteil.

Anteil
1) %
Eigenkapital Ergebnis 2) Konsolidierungsart
Stand 2024 31.12.2024 2024 Stand 2025 31.12.2025 2025
Rosenbauer Österreich GmbH,

Österreich, Leonding
EUR 100 8.039 2.926 100 9.109 4.235 KV
Rosenbauer Brandschutz GmbH,

Österreich, Leonding
EUR 100 3.468 –104 100 257 –8.211 KV
Rosenbauer E-Commerce GmbH, Leonding EUR 100 –23 98 100 –27 –5 KV
Rosenbauer APAC Holding GmbH, Leonding EUR 100 25 –57 100 82 8 KV
Rosenbauer Fire Fighting Technology,

VR China, Kunming
EUR 100 843 27 100 846 83 KV
Rosenbauer Deutschland GmbH,

Deutschland, Luckenwalde
EUR 100 31.022 10.133 100 35.316 14.462 KV
Rosenbauer Karlsruhe GmbH EUR 100 21.709 1.975 100 24.872 2.862 KV
Rosenbauer France SARL,

Frankreich, Meyzieu
EUR 100 1.509 –48 100 1.758 228 KV
Rosenbauer Finanzierung GmbH,

Deutschland, Passau
EUR 100 2 –3 100 –2 KV
Rosenbauer Brandschutz Deutschland GmbH,

Deutschland, Mogendorf
EUR 100 6.251 –862 100 –1.234 –11.890 KV
Rosenbauer d.o.o.,

Slowenien, Radgona
EUR 100 11.568 1.327 100 12.984 1.408 KV
Rosenbauer Schweiz AG,

Schweiz, Oberglatt
EUR 100 8.206 1.967 100 8.071 1.926 KV
Rosenbauer Espanola S.A.,

Spanien, Madrid
EUR 80 3.452 –284 80 8.617 212 KV
Rosenbauer Ciansa S.L., 3)

Linares, Spanien
EUR 50 4.421 245 50 AE
Rosenbauer Minnesota, LLC.,

USA, Minnesota
EUR 100 –12.684 –4.978 100 –15.373 –4.099 KV
Rosenbauer South Dakota, LLC.,

USA, South Dakota
EUR 100 57.329 22.488 100 73.355 28.448 KV
Rosenbauer Holdings Inc.,

USA, South Dakota
EUR 100 20.480 –4.568 100 25.818 –5.904 KV
Rosenbauer America, LLC.,

USA, South Dakota
EUR 100 53.682 10.351 100 59.674 20.808 KV
Rosenbauer Aerials, LLC., 4)

USA, Nebraska
EUR 50 12.926 4.456 50 14.283 6.855 KV
Rosenbauer Motors, LLC.,

USA, Minnesota
EUR 100 –317 3.021 100 11.301 11.581 KV
S.K. Rosenbauer Pte. Ltd.,

Singapur
EUR 100 18.244 2.953 100 17.626 2.884 KV
Eskay Rosenbauer Sdn Bhd,

Brunei
EUR 80 –390 –41 80 –382 –30 KV
Rosenbauer Australia Pty. Ltd.,

Brisbane, Australien
EUR 100 3.448 1.985 100 2.947 741 KV
Rosenbauer South Africa (Pty.) Ltd.,

Südafrika, Halfway House
EUR 75 464 80 75 536 100 KV
Rosenbauer Saudi Arabia,

Saudi Arabien, Riad
EUR 75 8.905 2.785 75 11.385 3.543 KV
Rosenbauer UK plc,

United Kingdom, Holmfirth
EUR 100 3.430 442 100 3.817 558 KV
Rosenbauer Rovereto Srl,

Italien, Rovereto
EUR 100 2.027 149 100 2.302 276 KV
Rosenbauer Italia S.r.l.,

Italien, Andrian
EUR 100 701 195 100 706 5 KV
Rosenbauer Polska Sp.z. o.o.,

Polen, Warschau
EUR 100 1.836 690 100 2.529 695 KV
Rosenbauer Mena Trading - FZE, 5)

Vereinige Arabische Emirate, Dubai
EUR 100 9.119 4.227 100 9.262 3.234 KV

1 Mittelbarer Beteiligungsanteil

2 Jahresgewinn nach Rücklagenbewegung

3 Verschmelzung im Jahr 2025 auf die Rosenbauer Espanola S.A., Spanien, Madrid

4 Dirimierungsrecht für die Rosenbauer International AG

5 inklusive Rosenbauer for Vehicles Maintenance Services LLC, Vereinigte Arabische Emirate, Dubai

KV Vollkonsolidierte Gesellschaften

AE At equity-bewertete Gesellschaften

Die in der obigen Tabelle angeführten Werte wurden nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften ermittelt.

Erläuternde Angaben

1. Anwendungen der unternehmensrechtlichen Vorschriften

Die Rosenbauer International AG mit Sitz in Leonding/Linz, Paschinger Straße 90, ist ein konzernabschlusserstellendes Mutterunternehmen, das an der Wiener Börse im Prime Market gelistet ist. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und Telematiklösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. Das oberste Mutterunternehmen der Rosenbauer International AG ist die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH.

Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Positionen des Jahresabschlusses wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 189 bis 211 UGB in der geltenden Fassung unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 222 bis 243 UGB vorgenommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit entsprechend der gesetzlichen Regelungen eingehalten. Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde grundsätzlich der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Sofern einzelne Vermögensgegenstände und Schulden Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, wurden diese abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung zusammen mit dem zugehörigen Sicherungsinstrument bewertet.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen, welche die Höhe und den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei Schätzungen berücksichtigt. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste wurden, soweit gesetzlich geboten, berücksichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 4 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 1.000,00) werden sofort als Aufwand erfasst.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt bei den Zu- und Abgängen pro rata temporis (monatsgenau). Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden, Gebäudeteilen, Umbauten und Zubauten zwischen 15 und 50 Jahren, bei Technische Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 15 Jahren und bei andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 5 bis 10 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen bei den Herstellungskosten aktiviert.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von selbsterstellten Sachanlagen werden folgende Kosten einbezogen:

• Fertigungsmaterial

• Fertigungslöhne

• Sonderkosten der Fertigung

• Angemessene Teile der variablen Materialgemeinkosten

• Angemessene Teile der fixen Materialgemeinkosten

• Angemessene Teile der variablen Fertigungsgemeinkosten

• Angemessene Teile der fixen Fertigungsgemeinkosten

Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungskosten, im Falle einer voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Beteiligungen wird bei Vorliegen von Anhaltspunkten (Triggering Event) für eine Wertminderung grundsätzlich das Discounted Cash-Flow-Verfahren gemäß dem Fachgutachten zur Unternehmensbewertung KFS/BW 1 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herangezogen. Der beizulegende Wert beziehungsweise der Nutzungswert wird aus in diesem Fall aus den mit den gewichteten Kapitalkosten diskontierten geschätzten künftigen Cashflows aufgrund der Daten einer mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet. Nach einem Detailplanungszeitraum von 3 bzw. 5 Jahren werden anfallende Cashflows unter Verwendung einer nachhaltigen Wachstumsrate extrapoliert. Als Abzinsungssatz (WACC) wird ein individuell nach dem Capital Asset Pricing Model ermittelter Mischsatz aus der Fremdkapitalverzinsung und der Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals herangezogen. Dieser Abzinsungssatz spiegelt die gegenwärtigen Markteinschätzungen und die speziellen Risiken der betroffenen Beteiligungen wider. Forderungen mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren werden unter den Finanzanlagen als Ausleihungen ausgewiesen. Diese werden mit dem Nominalwert, bei Unverzinslichkeit mit dem Barwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Beim Wegfall von Wertminderungsgründen wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Anschaffungskosten wurden auf Basis des gewogenen Durchschnittspreisverfahrens ermittelt und bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten auf den niedrigeren Wert abgewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der variablen und fixen Materialgemeinkosten und der variablen und fixen Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Die Herstellungskosten wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden die sozialen Aufwendungen nicht einbezogen. Direkt zurechenbare Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Sind die Herstellungskosten höher als die zu Vertragspreisen errechnete Leistung, so wird zu Vertragspreisen abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten bewertet. Erkennbaren Risken im weiteren Ablauf bis zur Fertigstellung wird durch gesonderte Rückstellungen Rechnung getragen.

Unter Beachtung des Niederstwertprinzips wurden entsprechende Abwertungen wegen übermäßiger Lagerdauer und zur verlustfreien Bewertung durchgeführt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen vom Posten „Vorräte“ abgesetzt, soweit diesen bereits Anschaffungs- bzw. Herstellkosten gegenüberstehen. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen bei den Herstellungskosten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen sind mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Abweichend dazu werden Fremdwährungsforderungen, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, gemeinsam mit dem Sicherungsinstrument am Bilanzstichtag zum vereinbarten Terminkurs bewertet. Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

Für Verluste aus schwebenden Geschäften wird durch Rückstellungen vorgesorgt, sofern sie nicht von den bereits angefallenen Kosten wertzuberichtigen sind.

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden für die gesetzlichen und vertraglichen Ansprüche gebildet. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected Unit Credit Methode gemäß IAS 19, in Höhe des Barwertes der erworbenen Anwartschaften (DBO) angesetzt Dabei wird nach dem Ansammlungsverfahren die Verteilung des Dienstzeitaufwandes über die gesamte Laufzeit vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters berechnet. Die Bildung der Abfertigungsrückstellung beginnt mit Antritt eines Arbeitsverhältnisses, das einen Abfertigungsanspruch begründet. Der Zinssatz beträgt 2,02 % (2024: 1,73 %) und entspricht einem marktüblichen 7-Jahresdurchschnitt bei einer Restlaufzeit von 9 Jahren (2024: 9 Jahre). Das Pensionsantrittsalter beträgt 65 Jahre bei Frauen und Männern (2024: 65 Jahre bei Frauen und Männern). Der Fluktuationsabschlag beträgt 0 % - 2,11 % (2024: 0 % - 2,23 %). Es wird eine Gehaltssteigerung im Jahr 2026 von 4 % und in den folgenden Jahren 4 % (2025 5 % und in den folgenden Jahren 4 %) zu Grunde gelegt. Für Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis erst nach dem 31. Dezember 2002 begonnen wurde, werden die Abfertigungsverpflichtungen grundsätzlich durch die laufende Entrichtung der Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Die Änderung der finanziellen Annahmen führte zu einem Ertrag von TEUR 599.

Die Abfertigungsrückstellungen für Vorstände wird nach finanzmathematischen Grundsätzen berechnet.

Die Jubiläumsgeldrückstellung wird versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit Methode gemäß IAS 19 gebildet. Als Zinssatz wurde 4 % (2024: 3,5%) verwendet und von einem Pensionsalter von 65 Jahren (2024: 65 Jahren) bei Frauen und 65 Jahren (2024: 65 Jahren) bei Männern ausgegangen. Der Fluktuationsabschlag betrug abhängig von der Dienstzeit zwischen 0% und 6,64% (2024: 0 % - 6,79 %). Es wird eine Gehaltssteigerung im Jahr 2026 von 4 % und in den folgenden Jahren 4 % (2025 5 % und in den folgenden Jahren 4 %) zu Grunde gelegt. Die Änderung der finanziellen Annahmen führte zu einem Ertrag von TEUR 409.

Vom Wahlrecht des Ausweises der Zinsenkomponente der Abfertigungsrückstellung sowie Jubiläumsgeldrückstellung im Finanzergebnis wird nicht Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected Unit Credit Methode gemäß IAS 19 in Höhe des Barwertes der erworbenen Anwartschaften (DBO) ermittelt. Die Rückstellung wurde auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,77 % (2024: 2,19 %) unter Zugrundelegung der Berechnungstafeln AVÖ 2018P Angestellte berechnet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs (mittelkurs) zum Bilanzstichtag bewertet.

Vereinnahmte Finanzierungskosten, die sich auf künftige Leistungen beziehen, werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (2025: EUR 2.073.561,74 2024: TEUR 1.690).

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit fristenkongruenten Marktzinssätzen abgezinst.

Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze, aktuell 23 % (Vorjahr 23 %), ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Steuerbelastung oder -entlastung voraussichtlich Geltung haben werden. Dabei werden auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in dem Ausmaß berücksichtigt, soweit überzeugende substantielle Hinweise vorliegen, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis in Zukunft zur Verfügung stehen wird.

Es wurde im März 2024 von allen beteiligten Parteien eine Multilaterale Refinanzierungsvereinbarung (MRFV) unterzeichnet. Die MRFV beinhaltete, dass alle wesentlichen Finanzierungsinstrumente (Schuldscheindarlehen, syndizierter Kredit, Finanzierungsvereinbarung für den Erwerb von Minderheitenanteilen in den USA und zudem weitere unkommittierte und kommittierte Kreditlinien) bis 3. November 2025 verlängert werden. Im Zuge der Verlängerung der Finanzierungen wurden zusätzliche Gebühren und eine Erhöhung der Zinsmargen vereinbart. Die MRFV enthielt neue Financial Covenants, die für das Geschäftsjahr 2024 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 20 Prozent (einschließlich der Kapitalerhöhung) und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 5 vorsahen. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants zum 31.12.2024, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, berechtigten die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung.

Darüber hinaus hat sich die Rosenbauer International AG in der MRFV zur Einhaltung von weiteren Verpflichtungen, zur Gläubigergleichbehandlung, sowie der Verpfändung ihrer Anteile an der Rosenbauer Deutschland GmbH, der Rosenbauer Karlsruhe GmbH sowie der Rosenbauer Holdings Inc. an die Kreditgeber verpflichtet. Die wesentlichen weiteren Bestimmungen sahen eine Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 und zudem eine Aussetzung von Dividendenzahlungen vor. Ein Teil der Erlöse aus der Kapitalerhöhung war im Geschäftsjahr 2024 als Sondertilgung an die Vertragspartner der Finanzierungsvereinbarung zu leisten. Darüber hinaus sollte mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Rosenbauer International AG nachhaltig gestärkt und das weitere Wachstum der Gruppe unterstützt werden.

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahres 2024 beschlossen.

Die Gremien der Rosenbauer International AG beschlossen in Folge zum Zweck der Durchführung der Kapitalerhöhung sämtliche 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von € 35 je Stück durch einen neuen Investor zeichnen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der bisherigen Mehrheitseigentümerin der Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH („BVG“) und dem neuen Investor wurde im Juni 2024 unterschrieben. Bei dem neuen Investor handelt es sich um die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH („Robau“), an der neben der Pierer Industrie AG und der Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH (jeweils über die PiMA Beteiligungsverwaltung GmbH) auch die Raiffeisen Beteiligungsholding GmbH und die Invest Unternehmensbeteiligungs AG beteiligt sind.

Im August 2024 wurde seitens der Robau mitgeteilt, dass sie neben der Zeichnung der Kapitalerhöhung von der bisherigen Mehrheitseigentümerin BVG ein Rosenbauer-Aktienpaket von 25,15 % mittelbar erwerben wird, dies erfolgte im März 2025. Somit erwarb die Robau durch diese beiden Transaktionen eine kontrollierende Beteiligung in Höhe von 50,1 % an der Rosenbauer International AG. Aufgrund der vorgenannten Transaktionen wurde seitens Robau auch ein antizipatorisches Übernahmeangebot an die weiteren Aktionäre vorgelegt.

In Folge der Verzögerung der Kapitalerhöhung von geplant Ende 2024 in das Geschäftsjahr 2025 wurde aufgrund der Verpflichtungen der MRFV ein Waiver für die Durchführung der Kapitalerhöhung nach dem 31.12.2024 sowie der Unterschreitung der Eigenkapitalquote zum 31.12.2024 seitens der MRFV Vertragsparteien genehmigt.

Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des § 119 BörseG 2018 beantragt und mit Juni zum Handel zugelassen. Parallel zur Kapitalerhöhung wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern eine Refinanzierungsvereinbarung (Syndicated Loan) zur Ablösung der MRFV getroffen. Es wurde ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 330 Mio € mit Laufzeit bis Februar 2028 und Verlängerungsmöglichkeiten um weitere 2 Jahre (1+1) mit 11. März 2025 abgeschlossen. Somit wurde die MRFV durch den Syndicated Loan und die Weiterführung bestimmter Kredite, die zuvor in der MRFV enthalten waren, abgelöst.

Die Financial Covenants wurden für die Geschäftsjahre ab 2025 neu vereinbart. Der Syndicated Loan sieht für das Geschäftsjahr 2025 die Erreichung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 22,5 % (2026: 25 % und 2027: 25 %) und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter dem Faktor 3,5 (2026: 3 und 2027: 3) vor. Darüber hinaus darf das Verhältnis EBITDA zu Zinsaufwand minus Zinserträge den Faktor 2 nicht unterschreiten. Die Nichteinhaltung der vorstehend genannten Financial Covenants, nach Vorlage und auf Basis des geprüften Konzernabschlusses, sowie weiterer vertraglicher Verpflichtungen aus dem Syndicated Loan berechtigen die Kreditgeber zur Kündigung der Finanzierungsvereinbarung. Die Financial Covenants werden laufend durch Rosenbauer überwacht.

Der Vorstand der Rosenbauer International AG schätzt somit die Wahrscheinlichkeit der Unternehmensfortführung angesichts der mit der Kapitalerhöhung und langfristigen Refinanzierungsvereinbarung und der guten Geschäftsaussichten als positiv ein.

3. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Erläuterungen zur Bilanz

3.1.1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt (vergleiche Anlage 3 zum Anhang).

Wertrechte werden mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der saldierten Ansprüche aus einer Pensionsrückdeckungsversicherung stellt sich zum 31.12.2025 wie folgt dar:

2025 2024
Buchwert Wertrecht 3.673.799,16 EUR 3.709.735,82 EUR
Marktwert Wertrecht 3.673.799,16 EUR 3.709.735,82 EUR
Buchwert Pensionsverpfl. 3.192.445,84 EUR 3.712.227,39 EUR
Marktwert Pensionsverpfl. 3.192.445,84 EUR 3.712.227,39 EUR
Saldierung 481.353,32 EUR –2.491,57 EUR
Die Bewertung der Wertpapiere zum 31.12.2025

stellt sich wie folgt dar.
Buchwert 806,67 EUR 806,67 EUR
Marktwert 806,67 EUR 806,67 EUR

Der Überschuss der saldierten Ansprüche in Höhe von 481.353,32 Euro wurde im Geschäftsjahr 2025 im Finanzanlagevermögen unter den Wertrechten ausgewiesen, im Geschäftsjahr 2024 erfolgte der Ausweis der saldierten Verpflichtung in Höhe von 2.491,57 Euro unter den Rückstellungen für Pensionen.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht aufgrund von langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für das folgende Geschäftsjahr eine Verpflichtung von EUR 3.132.793,46 (2024: TEUR 1.656). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten 5 Jahre beträgt EUR 15.663.967,30 (2024: TEUR 8.280).

Im Geschäftsjahr wurde der Beteiligungsansatz an der Rosenbauer Brandschutz Österreich GmbH in Höhe von 12.095.000,00 EUR abgeschrieben und der Beteiligungsansatz an der Rosenbauer Rovereto Srl in Höhe von 530.000,00 EUR sowie an der Rosenbauer Espanola S.A. in Höhe von 135.232,95 EUR zugeschrieben.

Im Geschäftsjahr wurde die Rosenbauer Ciansa S.L. auf die Rosenbauer Espanola S.A. zu Buchwerten verschmolzen.

Von den Ausleihungen ist ein Betrag von 0,00 EUR (2024: TEUR 0) innerhalb des nächsten Jahres fällig.

Die Aufgliederung der Beteiligungen ist der Beteiligungsliste (Anlage 5 zum Anhang) zu entnehmen.

3.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2025 31.12.2024
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.461.332,51 38.232.889,67
Einzelwertberichtigungen –2.129.077,57 –288.341,07
Forderungsankauf 0,00 584.128,30
71.332.254,94 38.528.676,90

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Jahr 2025 i. H. von EUR 10.129.783,99 (2024: TEUR 9.782) mittels Dokumentenakkreditiv und i.H. von EUR 8.367.547,65 (2024: TEUR 378) über die OEKB abgesichert.

Im Geschäftsjahr 2024 bestand ein Stichtagsfactoring mit einer Tochtergesellschaft. Aufgrund des Risikoübergangs wurden Forderungen i.H. von EUR 22.149.938,55 von verbundenen Unternehmen angekauft. Es wurden TEUR 584 unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 21.566 unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen dargestellt. Darüber hinaus wurden TEUR 10.141 mittels Aufrechnungsvereinbarung aufgerechnet. Im Geschaftsjahr 2025 erfolgte kein entsprechender Forderungsankauf mittels Stichtagsfactoring.

Es erfolgte weder eine wechselseitige Verbriefung noch eine Pauschalwertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2025 31.12.2024
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.164.874,66 79.702.422,58
Forderungsankauf 0,00 21.565.810,25
Forderungen aus Dividendenansprüchen 4.014.242,45 3.807.930,70
Finanzierungsforderungen 78.382.854,34 100.181.724,30
148.561.971,45 205.257.887,83

Im Geschäftsjahr erfolgte aufgrund einer Aufrechnungsvereinbarungen zwischen der Rosenbauer International AG und ihren Tochtergesellschaften eine Aufrechnung i. H. von EUR 6.441.761,43 (2024: TEUR 16.234) mit ihren Forderungen.

Es erfolgte weder eine wechselseitige Verbriefung noch eine Pauschalwertberichtigung von Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2025 31.12.2024
EUR EUR
diverse ausländische Vorsteuern 2.354.511,87 5.814.837,89
sonstige Forderungen 5.799.727,75 5.697.495,48
8.154.239,62 11.512.333,37

In den sonstigen Forderungen sind Forderungen in Höhe von EUR 249.062,06 (2024: TEUR 373) enthalten welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Es erfolgte weder eine wechselseitige Verbriefung noch eine Pauschalwertberichtigung von sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen.

3.1.3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktivseite umfasst vor dem Stichtag verzeichnete Buchungen, deren Aufwand erst nach diesem Abschlussstichtag zu verzeichnen ist. Die Passivseite enthält alle Einnahmen vor dem Stichtag, deren Ertrag erst nach dem Stichtag wirksam wird.

3.1.4. Grundkapital

In der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024 wurde die Schaffung eines „Genehmigten Kapitals“ unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Sinne des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, aber auch mit der Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch mit der Möglichkeit zur Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlagen, beschlossen. Der Vorstand hat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 50 % des bestehenden Grundkapitals, somit 3.400.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien unter dem Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahres 2024 beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Februar 2025 mit Eintragung im Firmenbuch abgeschlossen. Die Einbeziehung der neuen Aktien in den Amtlichen Handel der Wiener Börse wurde gemäß den Bestimmungen des § 119 BörseG 2018 beantragt und mit 6. Juni 2025 zugelassen. Aufgrund der Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital von t€ 13.600 auf t€ 20.400 und die Anzahl der Stückaktien von 6.800.000 auf 10.200.000 erhöht.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden 3.665.912 auf Namen lautende Stückatien auf Inhaberaktien umgewandelt.

Darüber hinaus wird auf weitere Ausführungen unter 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verwiesen.

3.1.5. Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

in € Stand 1.1.2025 Zuweisung Auflösung / 

Verbrauch
Stand 31.12.2025
Kapitalrücklagen
gebundene Rücklagen 23.703.398,02 112.200.000,00 0,00 135.903.398,02

In den gebundenen Kapitalrücklagen sind die gesetzlichen Rücklagen entsprechend enthalten.

3.1.6. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

in € Stand 1.1.2025 Zuweisung Auflösung / 

Verbrauch
Stand 31.12.2025
Gewinnrücklagen
Andere (freie) Rücklagen 138.071.955,77 0,00 0,00 138.071.955,77

3.1.7. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für:

31.12.2025 31.12.2024
EUR EUR
Personalaufwendungen, Jubiläumsgelder und nicht konsumierte Urlaube 33.407.968,37 26.306.768,42
Gewährleistungen 5.596.000,00 4.746.000,00
Ausstehende Eingangsrechnungen 17.108.868,41 9.039.676,00
Übrige sonstige Rückstellungen 7.593.025,79 9.587.684,62
63.705.862,57 49.680.129,04

In den Personalaufwendungen sind im laufenden Geschäftsjahr Rückstellungen für fixe Mitarbeiterprämien in Höhe von 7.418.278,24 EUR enthalten (2024: TEUR 6.895).

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für ehemalige Vorstände in Höhe von 1.450.000,00 EUR enthalten (2024: TEUR 4.350). Weiters sind in diesem Bilanzposten unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Rückstellungen für die Kosten der Wirtschaftsprüfung sowie der Erstellung des Geschäftsberichts, Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten oder Rückstellungen für negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten.

3.1.8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

per 31.12.2024 mit Restlaufzeit

< 1 Jahr
1–5 Jahre > 5 Jahre Gesamt

31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten
342.291.246,15 0,00 0,00 342.291.246,15
Erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen
39.343.380,06 0,00 0,00 39.343.380,06
Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und

Leistungen
51.422.845,88 0,00 0,00 51.422.845,88
Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen
aus Finanzverbindlichkeiten 15.306.297,63 0,00 0,00 15.306.297,63
aus Lieferungen und Leistungen 2.227.565,27 0,00 0,00 2.227.565,27
Sonstige Verbindlichkeiten 13.728.800,07 0,00 0,00 13.728.800,07
464.320.135,06 0,00 0,00 464.320.135,06
per 31.12.2025 mit Restlaufzeit

< 1 Jahr
1–5 Jahre > 5 Jahre Gesamt

31.12.2025
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten
73.859.404,62 152.242.262,43 0,00 226.101.667,05
Erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen
38.429.759,18 0,00 0,00 38.429.759,18
Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und

Leistungen
44.226.868,66 0,00 0,00 44.226.868,66
Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen
aus Finanzverbindlichkeiten 21.509.453,69 0,00 0,00 21.509.453,69
aus Lieferungen und Leistungen 21.735.824,39 0,00 0,00 21.735.824,39
Sonstige Verbindlichkeiten 17.878.828,17 0,00 0,00 17.878.828,17
217.640.138,71 152.242.262,43 0,00 369.882.401,14

In den Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Steuerumlagen gegenüber der Rosenbauer Österreich Gesellschaft m.b.H. i.H. von EUR 1.223.000,00 (2024: TEUR 2.934) enthalten.

Erhaltene Anzahlungen wurden i.H. von EUR 33.486.205,62 (2024: TEUR 21.763) mittels Anzahlungsgarantien besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Provisionsguthaben der ausländischen Vertretungen in der Höhe von EUR 3.241.314,54 (2024: TEUR 2.115) sowie Sozialversicherungsabgaben des Monats Dezember in Höhe von EUR 3.290.229,23 (2024: TEUR 3.047) enthalten. Außerdem sind neben den bereits erwähnten Positionen in den sonstigen Verbindlichkeiten der Rosenbauer International AG weitere Aufwendungen in der Höhe von EUR 11.347.284,40 (2024: TEUR 8.567) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im laufenden Geschäftsjahr Aufwendungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 333.815,57 EUR enthalten (2024: TEUR 867).

Verbindlichkeiten gegen Kreditinstituten sind mit Verpfändungen der Anteile an der Rosenbauer Deutschland GmbH, der Rosenbauer Karlsruhe GmbH sowie der Rosenbauer Holdings Inc. gesichert.

3.1.9. Haftungsverhältnisse

in € 31.12.2025 31.12.2024
Stand davon

gegenüber

verbundenen

Unternehmen
Stand davon

gegenüber

verbundenen

Unternehmen
Bürgschaften 57.775,00 57.775,00 840.523,00 840.523,00
Garantien 0,00 0,00 0,00 0,00
Patronatserklärungen 0,00 0,00 29.000.000,00 29.000.000,00
57.775,00 57.775,00 29.840.523,00 29.840.523,00

Im Geschäftsjahr 2025 konnten sämtliche Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgehoben werden.

3.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.2.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Fabrikationsumsätze aus der Fahrzeug- und Komponentenproduktion, Handelswarenumsätze sowie Reparatur- und Serviceumsätze und Umsätze aus Ersatzteilverkäufen. Weiters sind unter dieser Position Erlöse aus Dienstleistungen für die Rosenbauer Österreich GmbH enthalten. Die Aufgliederung nach Inlands- und Auslandserlösen ist in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

3.2.2. Sonstige betriebliche Erträge

in € 2025 2024
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen 400.186,34 40.637,66
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 175.620,19 432.616,46
Versicherungserträge 56.539,38 3.655.413,00
sonstige Erträge 4.695.292,26 4.377.457,54
5.327.638,17 8.506.124,66

In den sonstigen Erträgen sind insbesondere Forschungsprämien, Lehrlingsförderungen sowie Kursgewinne enthalten.

3.2.3. Personalaufwand

Der Posten Aufwand für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthält:

in € 2025 2024
Aufwendungen für Abfertigungen 520.855,22 2.604.567,04
Aufwendungen für Mitarbeitervorsorge 1.601.883,13 1.378.394,57
2.122.738,35 3.982.961,61
Der Posten Aufwendungen für Altersversorgung enthält:
2025 2024
Aufwendungen aus Pensionszusagen 401.734,89 379.672,01
Ergebnis aus Rückdeckungsversicherung –483.844,89 –106.130,67
–82.110,00 273.541,34

Die Veränderung der Jubiläums-, Abfertigungs- und Pensionsrückstellung wird zur Gänze im Personalaufwand erfasst. In der Summe der Gehälter und Löhne ist ein Ertrag in Höhe von EUR 186.200,00 (Aufwand 2024: TEUR 1.110) aus der Veränderung der Jubiläumsgeldrückstellung sowie ein Ertrag in Höhe von EUR 966.000,00 (Aufwand 2024: TEUR 1.035) aus der Veränderung der Abfertigungsrückstellung enthalten.

3.2.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in € 2025 2024
Raumaufwand 7.645.096,85 6.488.809,94
Fuhrpark 1.180.213,73 1.093.095,14
Bankspesen 5.788.256,52 2.598.795,84
Rechts- und Beratungskosten 5.606.800,58 7.697.938,80
Kosten EDV 6.600.362,91 5.088.642,78
Patente und Lizenzen 4.458.104,35 3.860.935,02
Versicherungen 1.796.141,00 1.643.356,92
Reisekosten 4.355.073,88 3.723.278,42
Fremde Löhne 3.072.252,26 1.909.168,65
Entwicklungskosten 4.617.410,21 4.449.676,81
Werbeaufwand und Messekosten 4.441.911,58 3.480.561,75
Provisionen an Dritte 5.149.085,89 3.662.777,36
Fracht und Verpackung 8.956.334,64 8.889.792,38
Sonstige Aufwendungen 10.991.643,34 11.721.971,70
74.658.687,74 66.308.801,51

In den sonstigen Aufwendungen sind insbesondere Kosten für Kundenschulungen und Übergaben, Beiträge für Mitgliedschaften sowie Kosten für interne Weiterbildungen enthalten.

3.2.5. Steuern

Gemäß § 198 Abs 9 UGB besteht für große Kapitalgesellschaften eine Aktivierungspflicht für aktive latente Steuern aus Ständedifferenzen. Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden auf Ebene der Rosenbauer International AG für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Positionen gebildet:

in € 31.12.2025 31.12.2024
Aktivierter Verlustvortrag 77.608.899 90.482.321
Sachanlagen –276.655 –264.206
Langfristige Personalrückstellungen 8.085.889 8.962.170
Sonstige Rückstellungen 2.377.018 3.651.025
Aktivposten Geldbeschaffungskosten 27.271 438.127
Offene Siebentelbeträge aus Teilwertabschreibung 2.076.059 4.450.936
Betrag Gesamtdifferenzen 89.898.481 107.720.373
daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (23 %)

(+aktiv / - passiv)
20.676.651 24.775.686
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
in € 31.12.2025 31.12.2024
Stand am 1.1. 24.775.686 9.786.318
erfolgswirksame Veränderung –4.099.035 14.989.368
Stand am 31.12. 20.676.651 24.775.686

Die Rosenbauer International AG als Gruppenträger bildet mit der Rosenbauer Österreich Gesellschaft m.b.H., der Rosenbauer Brandschutz GmbH, der APAC Holding GmbH und seit dem Geschäftsjahr 2024 auch der Rosenbauer E-Commerce GmbH als Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Die Steuerumlagevereinbarung mit allen Gruppenmitgliedern besteht grundsätzlich in der Belastungsmethode mit der Vereinbarung des Schlussausgleichs über in der Gruppe noch nicht verwendete Verlustvorträge.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 4.535.287,57 (2024: TEUR -15.357) gliedern sich wie folgt:

in € 31.12.2025 31.12.2024
Körperschaftsteuer 1.149.000,00 5.000,00
Aktivierter Verlustvortrag 3.430.800,92 –14.842.020,93
Wertänderung aus der Aktivierung von latenten Steuern 1.137.160,13 –147.346,77
Steuerumlagen –1.223.000,00 –671.908,91
Ausländische Quellensteuern 139.383,18 148.031,31
Aperiodischer Steueraufwand / Ertrag –98.056,66 –143.438,00
Vorsorge Globalemindestbesteuerung 0,00 295.172,20
4.535.287,57 –15.356.511,10

Per 31. Dezember 2025 wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 77.608.899 € (2024: TEUR 90.482) aktive latente Steuern angesetzt. Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung noch nicht ausreichend gesichert war, waren 2025 keine vorhanden (2024: TEUR 0). Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Der Rosenbauer Konzern wendet das in Österreich anzuwendende Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG), mit dem die auf den OECD-Mustervorschriften („Pillar 2“) basierende EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen an. Das obeste Mutterunternehmen ist seit dem Geschäftsjahr 2025 die Robau Beteiligungsverwaltung GmbH und ist somit im Sinne der Mindestbesteuerungsregeln Abgabenschuldner.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden die künftigen Steuerbelastungen und Auswirkungen der Pillar 2 Regelungen auf die Rosenbauer International AG laufend evaluiert. Auf Basis der laufenden Evaluierungen wurden die Safe Harbour Regelungen, bis auf die Vereinigte Arabische Emirate, gegenwärtig eingehalten. Gemäß der Gesetzgebung muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem GloBE-Effektivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen. Für die Vereinigten Arabischen Emirate ergab sich für das Geschäftsjahr 2024 ein durchschnittlicher Effektivsteuersatz auf Basis des Ergebnisses nach den IFRS Accounting Standards in Höhe von 9 %. Somit wurde in der Rosenbauer International AG ein Ertragssteueraufwand in Höhe von 295 t€ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

4. Zahl der Mitarbeiter

Jahresdurchschnitt 2025 2024
Arbeiter 826 794
Angestellte 742 679
Lehrlinge 92 98
1.660 1.571

5. Derivative Finanzinstrumente

Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden Bewertungseinheiten gebildet. Da in diesem Fall die derivativen Finanzinstrumente eine Bewertungseinheit mit dem zugrundeliegenden Projekt darstellen (eine effektive Hedgebeziehung liegt vor), erfolgt keine Erfassung der negativen Marktwerte in Form einer Drohverlustrückstellung. Liegen die Voraussetzungen nicht vor, werden für negative Marktwerte Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Es wurde ein prospektiver Effektivitätstest nach der „critical terms match“ Methode durchgeführt sowie ein retrospektiver Effektivitätstest nach der „cumulative dollar-offset“ Methode, wenn die Critical Terms nicht ident waren. Der ineffektive Teil einer wirksamen Sicherungsbeziehung wird in diesem Fall sofort erfolgswirksam erfasst. Im Jahr 2025 betrug dieser EUR 0,00 (2024: TEUR 0) und wurde unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

a) Devisentermingeschäfte

Zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt, um den Kalkulationskurs des Grundgeschäftes abzusichern. Das Grundgeschäft besteht in der Regel aus Fahrzeuglieferungen mit einer Durchlaufzeit von bis zu 12 Monaten. Bei größeren Aufträgen kann die Lieferzeit mehr als 12 Monate betragen. Dementsprechend beträgt auch hier die Fälligkeit der Derivate mehr als 12 Monate. Absicherungen erfolgen auch für noch nicht bilanzierte Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Bei mehrjährigen, im Detail geplanten und von allen relevanten Stellen bewilligten Projekten mit hinreichender Finanzierung kann der Cash Flow auch aus später abzuschließenden Verträgen resultieren, wenn dieser Cash Flow im Projektplan enthalten und die Projektdurchführung so gut wie sicher ist.

Zum Bilanzstichtag hatte die Rosenbauer International AG Mikro-Hedging-Sicherungsbeziehungen (ein Devisentermingeschäft für genau ein Grundgeschäft) im Bestand, die in den meisten Fällen innerhalb des nächsten

Geschäftsjahres auslaufen. Terminkäufe werden nicht mit Terminverkäufen aufgerechnet sondern im gesamten Marktwert additiv dargestellt. Der Fair Value leitet sich aus den Beträgen ab, zu denen die betreffenden Finanzgeschäfte am Bilanzstichtag gehandelt werden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Für Derivate, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, wird im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten keine Rückstellung für Drohverluste gebildet.

in EUR 2025 2024
Bewertung Devistentermingeschäfte als Bestandteil

einer Bewertungseinheit
Nominalbetrag 185.449.040,16 70.754.903,90
Positiver Marktwert 4.904.875,56 108.448,97
Negativer Marktwert 977.268,38 1.792.758,70
Bewertung Devistentermingeschäfte als Nicht-Bestandteil

einer Bewertungseinheit
Nominalbetrag 0,00 0,00
Positiver Marktwert 0,00 0,00
Negativer Marktwert 0,00 0,00

Der Buchwert der Devisentermingeschäfte, der im Bilanzposten „Sonstige Rückstellungen“ enthalten ist, beträgt zum Stichtag EUR 0,00 (2024: TEUR 0).

b) Zinssicherungsgeschäfte

Zins- bzw. Zinsänderungsrisken liegen vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem Jahr vor.

Aktivseitig besteht ein Zinsänderungsrisiko lediglich bei den in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapieren. Durch regelmäßige Beobachtung der Zinsentwicklung und der daraus abzuleitenden Umschichtung der Wertpapierbestände, sind die Reduktion des Zinsänderungsrisikos und eine Optimierung der Erträge möglich.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen aus Krediten für diverse Investitionen in das operative Geschäft.

Der Buchwert der Zinssicherungsgeschäfte, der im Bilanzposten „Sonstige Rückstellungen“ enthalten ist, ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

in EUR 2025 2024
Nominalbetrag 0,00 20.000.000,00
Positiver Marktwert 0,00 0,00
Negativer Marktwert 0,00 632.568,42

6. Beteiligungsunternehmen

Siehe Beilage.

7. Sonstige Angaben

Die Aufwendungen für Abfertigungen inkl. Mitarbeitervorsorgekassen und Pensionen teilen sich wie folgt auf:

in € 2025 2024
Vorstand und leitende Mitarbeiter 361.635,39 408.007,79
Andere Arbeitnehmer 1.678.992,96 3.848.495,16
2.040.628,35 4.256.502,95

Die Vergütung des Vorstandes (ohne Sachbezüge) setzt sich aus einem fixen Bestandteil samt geldwerten Vorteilen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstandes betrugen 2025 in Summe EUR 2.210.001,69 (2024: TEUR 1.877) und gliedern sich in einen Fixbezug von EUR 1.230.040,75 (2024: TEUR 1.236) und in einen variablen Bezug von EUR 979.960,94 (2024: TEUR 641). Darüberhinaus wird jedem Vorstandsmitglied ein marktübliches Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt, das auch privat genutzt werden kann. Darüber hinaus wurden keine Kredite oder Vorschüsse an den Vorstand oder Aufsichtsrat gewährt.

Die Mitglieder des Vorstandes haben keine Bezüge von verbundenen Unternehmen erhalten.

Nach der Abberufung im Geschäftsjahr 2022 von Dieter Siegel als Vorstandsvorsitzenden sind im Geschäftsjahr 2025 fixe Vergütungen in Höhe von 494 t€ (2024: 485 t€ ) sowie eine variable Tantieme in Höhe von 340 t€ (2024: 138 t€ ) zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 besteht für die restliche Laufzeit des Vorstandsvertrages (bis 2026) hinsichtlich der fixen Vergütung, möglicher variablen Vergütungen etc. eine Rückstellung in Höhe von 1.450 t€ (2024: 2.900t€).

Mit 9. Jänner 2024 ist Daniel Tomaschko als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 394 t€ (2024: 354 t€) sowie eine variable Tantieme (für das Geschäftsjahr 2024 und 2025) in Höhe von 317 t€ (2024: 98 t€) und Abfertigungszahlungen sowie Pensionszahlungen in Höhe von 318 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Daniel Tomaschko. Im Vorjahr war für diese Leistungen eine Rückstellung in Höhe von 1.450 t€ vorhanden.

Mit 25. April 2025 ist Sebastian Wolf als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Der Vorstandsvertrag ist mit 31. Juli 2025 ausgelaufen. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 268 t€ sowie eine variable Tantieme (für das Geschäftsjahr 2024 und 2025) in Höhe von 554 t€ und Abfertigungszahlungen, Pensionszahlungen, Urlaubsersatzleistungen in Höhe von 385 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Sebastian Wolf.

Mit 30. Juni 2025 ist Markus Richter als Vorstandsmitglied der Rosenbauer International AG ausgeschieden. Der Vorstandsvertrag ist mit 30. September 2025 ausgelaufen. Im Geschäftsjahr 2025 sind fixe Vergütungen in Höhe von 274 t€ sowie eine variable Tantieme in Höhe von 367 t€ zur Auszahlung gelangt. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpflichtungen mehr gegenüber Markus Richter.

8. Honorar des Wirtschaftsprüfers

Betreffend die auf das Geschäftsjahr entfallenen Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird von der Befreiungsbestimmung gemäß § 238 Abs 1 Z18 UGB Gebrauch gemacht.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2025 schließt mit einem Bilanzverlust von EUR -14.026.368,64. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

10. Nahestehende Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2025 wurden von keiner nahestehenden Person des Aufsichtsrates sowie des Vorstandes Leistungen bezogen (2024: TEUR 0).

Mit der Robau Beteiligungsverwaltung GmbH bestehen marktübliche Dienstleistungsverrechnungen.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Der Konflikt führt zu anhaltenden Unsicherheiten an den Energie- und Beschaffungsmärkten sowie zu erhöhten Preis- und Lieferkettenrisiken. Die möglichen Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Rosenbauer International AG werden in diesem Zusammenhang aktuell analysiert und sind zurzeit noch nicht abschätzbar.

Zum 1. April 2026 wird Jörg Schuschnig in den Vorstand der Rosenbauer International AG eintreten und wird die Agenden des Finanzvorstands (CFO) übernehmen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2025 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

12. Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2025 Vergütungen in der Höhe von TEUR 344 (2024: TEUR 270) gewährt.

Vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat delegiert

Vorstand

13. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Das den Konzernabschluss erstellende Mutterunternehmen ist die Rosenbauer International AG mit Sitz in Leonding/Linz, Paschinger Str. 90. Der Konzernabschluss liegt beim Landesgericht Linz (FN 78543f) auf.

Zwischen der Rosenbauer International AG und dem Großteil Ihrer verbundenen Unternehmen bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Die Rosenbauer International AG als Gruppenträger bildet mit der Rosenbauer Österreich GmbH, der Rosenbauer Brandschutz GmbH, der APAC Holding GmbH und seit dem Geschäftsjahr 2024 auch der Rosenbauer E-Commerce GmbH als Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Die Steuerumlagevereinbarung mit allen Gruppenmitgliedern besteht grundsätzlich in der Belastungsmethode mit der Vereinbarung des Schlussausgleichs über in der Gruppe noch nicht verwendete Verlustvorträge.

Bei den immateriellen Vermögenswerten erfolgte im Jahr 2025 ein Verkauf von Entwicklungsleistungen der Rosenbauer Karlsruhe GmbH an die Rosenbauer International AG in Höhe von EUR 387.792,34 (2024: TEUR 797). Der Buchwert der von der Rosenbauer Karlsruhe gekauften Entwicklungsleistungen betrug zum 31.12.25 EUR 5.723.371,40 (31.12.2024: TEUR 5.747).

Leonding, am 27. März 2026

Der Vorstand:

Robert Ottel e.h.     Andreas Zeller e.h.     Thomas Biringer e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Rosenbauer International AG, Leonding, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31.12.2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Umsatzerlöse

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Für die zugrunde liegenden erläuternden Angaben verweisen wir auf Kapitel „1. Anwendung der unternehmensrechtlichen Vorschriften“ und Anhangsangabe 3.2.1.

Im Jahresabschluss der Rosenbauer International AG sind zum 31.12.2025 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 688.804 ausgewiesen (Vorperiode: TEUR 583.783). Davon entfallen TEUR 450.023 (Vorperiode TEUR 378.121) auf den Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zeitpunktbezogen realisiert.

Nach den Vorschriften des UGB erfolgt die Umsatzrealisierung mit der Lieferung oder Leistung, d. h. sobald ein Kunde die mit dem Fahrzeug verbundenen Chancen und Risiken (Preisgefahr) erlangt.

Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit sehen die Verträge für den Verkauf von Fahrzeugen verschiedene Lieferklauseln (Incoterms) vor, die den Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bestimmen und wodurch sich differenzierte Zeitpunkte des Übergangs der Chancen und Risiken (Preisgefahr) ergeben.

Die Umsatzerlöse sind ein wesentliches Entscheidungskriterium von Abschlussadressaten, um die Umsetzung der Strategie und entsprechenden Zielerreichung, den entsprechenden Markterfolg und die Entwicklung der Gesellschaft beurteilen zu können. Es besteht das Risiko, dass Lieferklauseln nicht korrekt erfasst werden und damit eine fehlerhafte Beurteilung des Kontroll-Kriteriums des Chancen- und Risikoübergangs vorgenommen wird.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben uns ein Verständnis über die Erlösrealisierungsvorgänge verschafft und überprüft, ob die angewandten Rechnungslegungsmethoden für die Umsatzrealisierung in Einklang mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuchs nach Maßgabe der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung stehen.

Im Zuge unserer Prüfung haben wir die für die periodengerechte Umsatzrealisierung relevanten Prozesse und den Aufbau der betreffenden internen Kontrollen erhoben.

Mittels aussagebezogener Prüfungshandlungen in Stichproben wie Cut-Off-Testing betreffend Verkaufstransaktionen kurz vor und nach dem Bilanzstichtag und unterjährigen Verkaufstransaktionen mittels 3-Way-Match (Vertrag oder Bestellung/Rechnung/Liefernachweis), Gutschriften im Bereich der Umsatzerlöse haben wir ausreichende Sicherheit darüber erlangt, ob die vereinbarten Incoterms auf Liefernachweisen und Rechnung übernommen wurden und im Wesentlichen eine korrekte periodengerechte Umsatzabgrenzung erfolgt ist.

Zum Nachweis der Existenz der Umsatzerlöse haben wir diese in Stichproben unter anderem mit Hilfe von Drittbestätigungen daraufhin untersucht, ob sie zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geführt haben.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO mit und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Zu der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8.5.2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10.9.2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2024 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Jürgen Töglhofer.

Wien, 27.3.2026

BDO Assurance GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Jürgen Töglhofer    Mag. Gerhard Posautz

Wirtschaftsprüfer           Wirtschaftsprüfer

Dieses Dokument wurde qualifiziert elektronisch signiert und ist nur in dieser Fassung gültig. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leonding, am 27. März 2026

Robert Ottel e. h. Andreas Zeller e. h. Thomas Biringer e. h.
CEO / Interim-CFO



Konzernfunktionen:

Human Resources, Global Innovation,

Technology & Research,

Global Marketing & Communications,

Investor Relations and CSR,

Preventive Fire Protection



Group Accounting and Tax,

Group Audit & Risk Management,

Group Controlling, Group IT,

Group Legal & Compliance,

Group Treasury & Insurance
CSO



Konzernfunktionen:

Area Organisation Europe, Middle

East & Africa, Asia-Pacific, Americas,

Customer Service, Digital Solutions,

Fire & Safety Equipment,

Firefighting & Body Components,

Global Product Management,

Order Center and Sales Coordination
CTO



Konzernfunktionen:

Central Technics, Product Development, Production Scheduling, Quality Management, Supply Chain Management, Production Units
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