529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2021-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:TreasurySharesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:OtherReservesMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900CPC3UZMJ3DTN75 2023-01-01 2023-12-31 iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares
Loading SVG
Loading SVG
Kennzahlenübersicht (Konzern)  
Konzern  
2022  
ERTRAGSKENNZAHLEN  
2023  
angepasst 2021  
2020*  
2019/20**  
Umsatz  
in Mio. EUR 125,80  
124,93  
108,95  
68,04  
118,54  
EBIT  
in Mio. EUR -17,70  
-30,62  
-5,26  
19,94  
-28,68  
Ergebnis vor Steuern  
in Mio. EUR -27,40  
-36,86  
-9,41  
17,33  
-35,02  
Ergebnis nach Steuern  
in Mio. EUR -30,75  
-36,85  
-12,33  
12,77  
-27,42  
Free Cashflow  
in Mio. EUR -9,52  
-8,82  
-0,22  
53,25  
4,27  
Mitarbeiter (im Durchschnitt)  
Anzahl  
1.008  
1.096  
1.081  
1.169  
1.243  
31.12.2022  
BILANZKENNZAHLEN  
31.12.2023  
31.12.2021  
31.12.2020  
30.04.2020  
angepasst  
Eigenkapital  
in Mio. EUR -34,41  
-21,03  
15,24  
28,54  
15,02  
Nettoverschuldung  
in Mio. EUR 43,95  
31,06  
0,29  
positiv  
33,16  
Working Capital  
in Mio. EUR 20,41  
19,74  
32,13  
31,37  
38,05  
Bilanzsumme  
in Mio. EUR 134,18  
126,54  
134,65  
138,90  
161,69  
Eigenkapitalquote  
in %  
-25,64  
-16,6  
11,3  
20,5  
9,3  
Gearing  
in %  
>100  
>100  
10,17  
-
>100  
2022  
BÖRSENKENNZAHLEN  
2023  
2021  
2020*  
2019/20**  
angepasst  
Ergebnis je Aktie  
in EUR  
-3,34  
-5,56  
-1,86  
1,93  
-4,14  
Eigenkapital je Aktie  
in EUR  
0
0
0
4,30  
2,26  
Höchstkurs der Aktie  
in EUR  
7,10  
7,60  
10,30  
8,80  
11,40  
Tiefstkurs der Aktie  
in EUR  
4,30  
5,15  
6,55  
4,82  
3,20  
Ultimokurs der Aktie  
in EUR  
4,76  
5,70  
7,20  
7,45  
6,00  
Gewichtete Aktienzahl  
9,196  
6.631  
6.631  
6.631  
6.631  
in Tsd. Stück  
Ultimo-Börsenkapitalisierung  
in Mio. EUR 45,95  
37,80  
47,74  
49,40  
39,79  
* Mai bis Dezember  
** Mai bis April  
Loading SVG
DER INHALT  
WOLFORD GRUPPE  
Konzernlagebericht  
Gruppeninformationen  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
Entwicklung der Geschäftsfelder  
Ausblick und Ziele  
Chancen- und Risikomanagement  
Forschung und Entwicklung (F&E)  
Personalwesen  
Mehr Details  
Konzernabschluss  
Konzerngesamtergebnisrechnung  
Konzern-Cashflow  
Konzernbilanz  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
Segmentberichterstattung  
Konzernanlagenspiegel  
Konzernanhang  
Erklärung des Vorstands der Wolford AG  
Bestätigungsvermerk  
WOLFORD AG  
Jahresabschluss  
Bilanz  
Gewinn- und Verlustrechnung  
Anhang für das Geschäftsjahr 2023  
Anlagenspiegel  
Lagebericht  
Grunddaten zum Unternehmen  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
Ausblick und Ziele  
Chane- und Risikomanagement  
Forschung und Entwicklung (F&E)  
Umwelt  
Personalwesen  
Mehr Details  
Erklärung des Vorstands der Wolford AG  
Bestätigungsvermerk  
Informationen  
Kontakt & Impressum  
WOLFORD  
gegründet 1950 im österreichischen Bregenz, ist Marktführer im Bereich  
Skinwear. In den Jahrzehnten unseres Bestehens haben wir zahlreiche  
Produktinnovationen hervorgebracht, von denen viele heute noch zu den  
Bestsellern gehören. Wir sind mit 202 Monobrand-Standorten und mehr als  
1.800 Handelspartnern weltweit in rund 55 Ländern vertreten. Seit 1995 ist  
unser Unternehmen an der Wiener Börse notiert.  
Loading SVG
WOLFORD GRUPPE  
Konzernlage Bericht  
Gruppeninformationen  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
Entwicklung der Geschäftsfelder  
Ausblick und Ziele  
Chancen- und Risikomanagement  
Forschung und Entwicklung (F&E)  
Personalwesen  
Mehr Details  
Loading SVG
Loading SVG
Gruppeninformationen  
WOLFORD AUF DEN PUNKT GEBRACHT  
Wolford ist Marktführer für hochwertige Skinwear. Die Marke ist in 55 Ländern weltweit an 202  
Monobrand-Standorten und bei über 1.800 Handelspartnern vertreten. Das österreichische Unternehmen  
produziert ausschließlich in Europa unter Einhaltung höchster ökologischer und sozial nachhaltiger  
Standards: Wolford entwirft in der italienischen Modemetropole Mailand und stellt seine Kreationen am  
Stammsitz in Bregenz am Bodensee sowie im slowenischen Murska Sobota her, beides Regionen, in denen  
die Textilherstellung eine lange und glanzvolle Tradition hat. Insgesamt beschäftigte die Wolford Gruppe  
zum Ende des Geschäftsjahres 1.008 Mitarbeiter (VZÄ), davon 250 Mitarbeiter (VZÄ) in der  
Unternehmenszentrale in Bregenz. Wolford wurde 1950 in Bregenz gegründet und ist an den Börsen in  
Wien und Frankfurt im Freiverkehr notiert. Die Marke ist Teil des globalen Luxusmodekonzerns Lanvin  
Group, der von Wolfords chinesischem Mehrheitsaktionär Fosun gegründet wurde.  
02 // UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN, in  
Prozent  
Lingerie  
15%  
Accessoires,  
Beachwear,und  
Handelsware  
1%  
Legwear  
39%  
Ready-to-wear  
45%  
Legwear  
Ready-to-wear  
Lingerie  
Accessoires, Beachwear,und Handelsware  
Die Grafiken und Abbildungen sind nicht Teil des geprüften Berichts.  
PRODUKTE MIT HOHEN QUALITÄTSSTANDARDS  
Mit der Kernproduktgruppe Legwear, an der sich alle anderen Produktgruppen orientieren, erwirtschaftet  
Wolford rund 39 % des Umsatzes. Die stärkste Produktgruppe ist Ready-to-wear (45 %) mit körpernahen  
Produkten wie Bodys und Shirts (Bodywear) sowie Kleidern und Pullovern. Die Produktgruppen Legwear  
und Bodywear basieren auf einer speziellen Rundstricktechnologie, die von Wolford entwickelt und laufend  
verfeinert wird – die Basis für den bekannten Tragekomfort und die Qualität der Wolford Produkte. Ergänzt  
werden beide Produktgruppen durch ein Sortiment an dekorativer und zum Teil körperformender  
Unterwäsche sowie eine kleine Auswahl an Accessoires wie Schals und Gürtel, die zu einem Umsatz im  
niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich beitragen.  
Bei den Produkten unterscheidet Wolford zwischen modischen Trendprodukten und der sogenannten  
Essential Collection, die alle zeitlosen „Klassiker“ wie die seit 1988 produzierten „Satin Touch“-  
Strumpfhosen umfasst.  
Insgesamt bringt Wolford zwei Trendkollektionen pro Kalenderjahr auf den Markt. Eine umfasst den  
Zeitraum Frühjahr/Sommer, die andere Herbst/Winter. Je nach Kollektion gibt es vier bis fünf  
Auslieferungsintervalle mit neuen Produkten, die für neue Impulse auf der Verkaufsfläche sorgen sollen –  
flankiert von entsprechenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen.  
DAS GESCHÄFTSMODELL  
Das Geschäftsmodell der Wolford Gruppe basiert darauf, einen großen Teil der Wertschöpfungskette  
abzudecken – vom Design und der Entwicklung über Teile der Produktion bis hin zum globalen  
Omnichannel-Vertrieb inklusive eigener Boutiquen. Das macht das Unternehmen in hohem Maße autark  
und ermöglicht es, schnell auf aktuelle Modetrends zu reagieren. In einigen Bereichen der Lingerie und  
Ready-to-wear wird Wolford durch externe Partner und ausgewählte Lieferanten unterstützt. Die Aufgaben  
der Produktentwicklung sind in der Zentrale in Bregenz gebündelt.  
Bei der Entwicklung einer neuen Kollektion arbeiten das Produktmanagement, das Designteam und die  
Produktentwicklung Hand in Hand. Das Produktmanagement analysiert Trends und welche Produkte auf  
dem Markt gefragt sein werden – diese Erkenntnisse bilden die Arbeitsgrundlage für das Designteam. Die  
enge Zusammenarbeit zwischen Design und Produktentwicklung führt wiederum zu immer neuen  
Produkten, die oft auf neuen Fertigungsmethoden wie dem 3D-Druck oder der inzwischen patentierten  
Klebetechnik basieren. Die weltweit erste geklebte Strumpfhose, „Pure Tights“, ist ein Ergebnis dieser  
Zusammenarbeit.  
Zur Produkt- und Warenwirtschaft gehört auch die Bedarfsplanung für die Verkaufsflächen der eigenen  
Boutiquen und die der Großhandelskunden. Hier wird festgelegt, welche Artikel in welchen Größen und  
Farben für welche Verkaufsflächen produziert werden müssen. Auch der Warenfluss vom Lager zum  
Verkauf wird hier gesteuert.  
In der Beschaffung dreht sich alles um die Materialien. Die Rohstoffe, vor allem Garne und  
Zwischenprodukte bzw. zugekaufte Produkte für Lingerie und Konfektion, werden von langjährigen  
Partnern größtenteils in benachbarten Regionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz bezogen, die  
den gleichen Qualitäts- und Innovationsanspruch an ihre Produkte haben wie Wolford. Ein Teil der Garne  
kommt aus Japan, einem Land, das für seine innovativen Materialien bekannt ist. Alle Rohstoffe werden am  
Stammsitz in Bregenz gelagert und dort für die Produktion und Veredelung vorbereitet.  
Die Logistik von Wolford ist an einen externen Logistikdienstleister ausgelagert. Das Zentrallager befindet  
sich in München, Deutschland, das im März 2024 seinen Betrieb für Wolford aufgenommen hat. Durch den  
Loading SVG
Wechsel des externen Dienstleisters kam es zur Verlagerung des Zentrallagers von Norddeutschland in das  
neue Lager in Süddeutschland. Zusätzlich zu diesem Lager betreibt Wolford zwei Lager in den Vereinigten  
Staaten und eines in China, die ausschließlich die lokalen Märkte bedienen. Für den Transport der Produkte  
werden je nach Entfernung zum Bestimmungsort und Dringlichkeit der Sendung externe  
Transportspezialisten mit der Beförderung der Waren auf dem Land-, Luft- oder Seeweg beauftragt.  
WELTWEITER VERTRIEB  
Die Produkte von Wolford werden in 55 Ländern weltweit verkauft – über ein Netz von eigenen Standorten  
(Retail), also direkt an die Endkunden, und über Handelspartner (Wholesale). Mit seinem internationalen  
Netz von Boutiquen erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 den größten Umsatzanteil  
(44 %). Ende Dezember 2023 wurden von den 202 Wolford Boutiquen 151 in Eigenregie und 51 von  
Partnern geführt. Insgesamt kontrolliert die Wolford Gruppe rund 66 % des Umsatzes selbst. Neben dem  
stationären Handel gewinnt das Online-Geschäft (Online Business) zunehmend an Bedeutung – im  
Geschäftsjahr 2023 machte es 24 % des Umsatzes aus.  
- Boutiquen: Boutiquen, die sowohl von Wolford selbst als auch von Partnern geführt werden.  
- Kauf- und Warenhäuser: exklusive Shop-in-Shops mit Wolford Ambiente in zahlreichen internationalen  
Warenhäusern.  
- Concession Shop-in-Shops: von Wolford selbst betriebene Flächen in Kaufhäusern und Lagerhäusern.  
- Fachhandel: exklusive Mode- und Fachhandelsgeschäfte, die Wolford Produkte anbieten.  
- Online-Geschäft: eigene Online-Boutiquen.  
- Eigenmarke: Produkte, die für andere Marken hergestellt oder in Geschäften unter einem anderen  
Markennamen angeboten werden.  
- Factory-Outlets: Verkaufsstellen, in denen Wolford Kollektionen aus vergangenen Saisons oder  
reduzierte Ware verkauft werden.  
Loading SVG
04//UMSATZ NACH DISTRIBUTION, in percent  
Fachhandel 10%  
Private label 1%  
Kauf-und  
Warenhauser 8%  
Factory Outlets 7%  
Boutiquen 44%  
Online business 24%  
Concession shop-in-  
shops 6%  
EUROPA ALS WICHTIGSTER MARKT  
Der europäische Markt stellt mit einem Anteil von rund 69 % des globalen Gesamtumsatzes die wichtigste  
Absatzregion der Wolford Gruppe dar. Hier tragen vor allem Österreich (6 %) als Hauptsitz des  
Unternehmens, Deutschland (12 %), Frankreich (9 %) und Großbritannien und Irland (7 %) einen großen  
Anteil zum Umsatz bei. Der wichtigste Einzelmarkt ist Nordamerika mit einem Umsatzanteil von 26 %. Die  
Beteiligungsstruktur des chinesischen Hauptaktionärs Fosun erleichtert den Zugang zum asiatischen Markt;  
Fosun Fashion Brand Management fungiert hier als Partner. Mittelfristig soll der hier erwirtschaftete  
Umsatzanteil dem der bisherigen Kernmärkte USA und Deutschland entsprechen und zwischen 15 % und  
20 % liegen.  
Loading SVG
05 // UMSATZ NACH MARKT, IN PROZENT  
Asien/Ozeanien 8%  
Nordamerika 26%  
übriges Europa 32%  
Großbritannien &  
Deutschland 12%  
Irland 7%  
Osterreich 6%;  
Frankreich 9%  
Anmerkung zur Datenbasis: tatsächliche geografische Zuordnung im Vergleich zur  
Segmentberichterstattung (Konzernabschluss), die nach lokalen Einheiten berichtet.  
ZENTRALE STEUERUNG  
Die Wolford Gruppe wird von der Wolford AG mit Sitz in Bregenz geführt. Mit den beiden Organen Vorstand  
und Aufsichtsrat verfügt Wolford über eine Führungs- und Aufsichtsstruktur, die auf einem dualistischen  
System basiert. Der Vorstand leitet das Unternehmen von der Konzernzentrale in Bregenz und von der  
zweiten Zentrale in Mailand aus. Er ist für die Strategie und die Konzernsteuerung verantwortlich, während  
der Aufsichtsrat den Vorstand berät und dessen Geschäftsführung überwacht.  
Zentrales Unternehmensziel sind profitables Wachstum und die Steigerung des freien Cashflows – das  
interne Kontrollsystem des Unternehmens unterstützt das Management dabei, die Unternehmensprozesse  
auf dieses Ziel auszurichten.  
Hauptansatzpunkt ist dabei die Steigerung von Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT). Dementsprechend sind  
die wichtigsten Leistungsindikatoren der Umsatz (absolut und „like for like“, d. h. unabhängig von neu  
hinzugekommenen oder geschlossenen Verkaufsflächen) und der Free Cashflow (Netto-Cashflow aus  
betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit). Dabei ist zu beachten, dass der freie  
Cashflow keine Leasingzahlungen enthält. Weitere wichtige Leistungsindikatoren sind das Working Capital  
und die Nettoverschuldung der Gruppe.  
Die Verwaltung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt in der  
Verantwortung der Abteilung Supply Chain Management. Diese ist auch für die kontinuierliche Umsetzung  
von Maßnahmen zur Reduzierung der Rohstoff- und Betriebsmittelbestände zuständig. Beim  
Forderungsmanagement gibt es eine enge Abstimmung zwischen der Finanzabteilung, die den Prozess  
steuert, und den jeweils zuständigen Vertriebsmitarbeitern. Klare Zielvorgaben für die Außenstandsdauer  
Loading SVG
der Forderungen (DSO) unterstützen die Priorisierung der Forderungen und deren systematischen Abbau.  
Im Rahmen der monatlichen Business Performance Reviews prüft das Management die Umsetzung der  
Zielvorgaben in Bezug auf alle Key Performance Indicators und die entsprechenden Aktionspläne zur  
Zielerreichung.  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
Das Geschäftsjahr der Wolford AG ist ein Kalendergeschäftsjahr und endet am 31. Dezember 2023.  
ERTRAGSLAGE  
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Wolford Gruppe einen Umsatz von EUR 125,80 Mio. und lag damit um  
0,7 % über dem angepassten Vorjahreswert (EUR 124,93 Mio.).  
Im Zuge herausfordernder Marktbedingungen, die von geopolitischen Spannungen und Inflationsdruck  
geprägt sind, erzielte Wolford im Jahr 2023 ein bescheidenes Umsatzwachstum von 0,7 %, nach drei  
aufeinanderfolgenden Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten. Besonders hervorzuheben sind das  
Wachstum von +1.4 % in Nordamerika und der zweistellige Anstieg der Großhandelsumsätze um 12 %, der  
auf die strategische Ausrichtung der Kollektionen von Artistic Director Nao Takekoshi und die Gewinnung  
bedeutender neuer Großhandelskunden zurückzuführen ist. Der asiatisch-pazifische Raum (APAC)  
verzeichnete ein beeindruckendes Wachstum von 32 %, während die Region EMEA mit  
makroökonomischen Herausforderungen zu kämpfen hatte.  
Der Umsatzanteil der Produktgruppe Ready-to-wear stellt auch im Geschäftsjahr 2023 mit 45 %  
(Geschäftsjahr 2022: 46 %) den größten Anteil am Konzernumsatz dar. Mit einem Anteil von 39 %  
(Geschäftsjahr 2022: 38 %) im Geschäftsjahr 2023 nimmt die Produktgruppe Legwear erneut den zweiten  
Platz ein. In der Produktgruppe Lingerie, die 15 % (Geschäftsjahr 2022: 14 %) des Konzernumsatzes  
erwirtschaftete, lag der Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Accessoires, Beachwear und  
Handelswaren hatten einen Umsatzanteil von 1 % (Geschäftsjahr 2022: Umsatzanteil 1 %).  
Der Jahresabschluss 2022 zeigt angepasste Zahlen gemäß der Prüfung durch das Austrian Financial  
Reporting Enforcement Panel (OePR), wie im Abschnitt I Grundsätze der Rechnungslegung Punkt "5  
Fehlerkorrekturen" des Anhangs näher erläutert.  
2023  
ERGEBNISKENNZAHLEN in %  
2022 angepasst  
Materialkostenquote*  
-19,35  
-19,81  
Personalaufwandsquote**  
-42,75  
-45,18  
Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Umsatz  
-45,52  
-47,96  
EBITDA Marge***  
-0,02  
-10,49  
EBIT-Marge****  
-14,07  
-24,51  
Loading SVG
* Materialaufwand und Vorratsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz  
** Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz  
*** Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Amortisation im Verhältnis zum  
**** Ergebnis vor Ertrag und Steuern im Verhältnis zum Umsatz  
Die Materialaufwandsquote wird berechnet als Materialaufwand plus Bestandsveränderungen im  
Verhältnis zum Umsatz. Das Verhältnis von -19,35 entspricht dem Wert für das Jahr 2022.  
Die Personalaufwandsquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den in der Gewinn- und  
Verlustrechnung ausgewiesenen Personalaufwand ins Verhältnis zu den Gesamteinnahmen setzt. Die  
Verringerung des Indikators im Jahr 2023 ist hauptsächlich auf die Verringerung der Personalkosten im Jahr  
2023 um 5 % von TEUR 56,449 im Jahresabschluss 2022 auf TEUR 53,780 im Jahresabschluss 2023  
zurückzuführen. Grund dieser Entwicklung sind die im Jahr 2023 durchgeführten  
Umstrukturierungsmaßnahmen.  
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen um 1,87  
Prozentpunkte im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ist insbesondere auf geringere Beratungs- und  
Marketingkosten zurückzuführen.  
Der Verbesserung der EBITDA-Marge und der EBIT-Marge ist auf ein EBITDA nahe dem Break-even-Punkt,  
im Jahr 2023 zurückzuführen, was einer Steigerung von mehr als EUR 13 Mio. im Vergleich zu 2022  
entspricht. Die Verbesserung des Ergebnisses ist mit einem zwei Effekten verbunden: einer signifikanten  
Kostensenkung, die vom Management konsequent umgesetzt wird, sowie Steigerung der sonstigen Erträge  
im Zusammenhang mit den im Jahr erhaltenen Zuschüsse und Subventionen.  
Wolford sieht sich aufgrund der globalen Situation mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert,  
darunter Kostensteigerungen und Unterbrechungen der Lieferkette, die durch den Konflikt in der Ukraine  
noch verschärft wurden, aber auch aufgrund von Liquiditätsengpässen, die die Flexibilität in dieser Hinsicht  
beeinträchtigt haben. Die Anpassung an diese Unwägbarkeiten macht strategische Planung und Flexibilität  
erforderlich.  
Der Rückgang des Materialaufwands und der Aufwendungen für bezogene Leistungen von EUR -31.040 Mio.  
im Geschäftsjahr 2022 auf EUR -24.552 Mio. ist in erster Linie auf die durch das neue Management erzielte  
Effizienzsteigerung zurückzuführen.  
Was den Personalaufwand angeht, wehrt sich Wolford erfolgreich gegen kollektivvertraglich bedingte  
Personalkostensteigerungen. Der Personalaufwand sank von EUR -56,449 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf  
EUR -53,780 Mio., was auch mit dem Abschluss der einzelnen Maßnahmen im Rahmen der beschlossenen  
Restrukturierung zusammenhängt. Infolge weiterer Ladenschließungen sank die durchschnittliche Zahl der  
Vollzeitbeschäftigten auf 1.008. (Geschäftsjahr 2022: 1.096).  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem angepassten  
Vorjahr um -4,4 % auf EUR -57.259 Mio. gesunken (Geschäftsjahr 2023: EUR -59.916 Mio.). Die Hauptgründe  
für den Rückgang waren geringere Wertberichtigungen aufgrund eines strafferen Schuldenmanagements,  
Loading SVG
insbesondere in Italien, sowie niedrigere Beratungskosten und Marketingausgaben. Andererseits fielen  
höhere EDV Kosten und Kommissionen an.  
Die Abschreibungen gingen von EUR -15,81 Mio. im Geschäftsjahr 2022 (angepasst) auf EUR -13,76 Mio. im  
Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Wertminderungen stiegen von (angepasst) EUR -1,91 Mio. im Geschäftsjahr  
2022 auf EUR -6,21 Mio. im Geschäftsjahr 2023, hauptsächlich aufgrund erhöhter Wertminderungen auf  
Nutzungsrechte in den USA. Andererseits stiegen auch die Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen  
von (angepasst) EUR 0,21 Mio. auf EUR 2,29 Mio. aufgrund von Zuschreibungen auf Nutzungsrechte  
einschließlich Key Money hauptsächlich in Frankreich und Großbritannien. Insgesamt stiegen die netto-  
Abschreibungen (Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen) leicht um 0,9 % von (angepasst)  
EUR -17,51 Mio. auf EUR -17,67 Mio. im Geschäftsjahr 2023.  
Das Finanzergebnis sank von EUR -6,24 Mio. im Geschäftsjahr 2022 um EUR -3,46 Mio. auf EUR -9,70 Mio.  
im Geschäftsjahr 2023. Der Rückgang ist auf höhere Zinsen auf Gesellschafterdarlehen zurückzuführen (von  
EUR -2,54 auf EUR -4,14 im Geschäftsjahr 2023), da die gewährten Darlehen von EUR 35,74 Mio. zum 31.  
Dezember 2022 auf EUR 50,69 Mio. zum 31. Dezember 2023 gestiegen sind, wobei der Zinssatz für  
Gesellschafterdarlehen unverändert bei 12 % lag. Darüber hinaus wurde ein Teil der konzerninternen  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Januar 2023 in konzerninterne Darlehen  
umgewandelt.Die damit verbundenen Währungseffekte in Höhe von EUR -1,23 Mio. wurden als  
Finanzaufwand ausgewiesen (2022: EUR 0). Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus in Europa erhöht sich  
der Zinsaufwand für langfristige Personalverpflichtungen von EUR 0,15 Mio. auf EUR 0,47 Mio. im  
Geschäftsjahr 2023.  
Der Ertragsteueraufwand stieg um EUR -3,37 Mio. auf EUR -3,36 Mio. im Geschäftsjahr 2023, verglichen mit  
EUR 0,01 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Wegen des Verlustes vor Steuern in Höhe von EUR -27,40 Mio.  
wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im Jahresabschluss 2023 nicht berücksichtigt.  
Darüber hinaus führten Wertberichtigungen auf latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen  
in Höhe von EUR 2,1 Mio. zu einem zusätzlichen latenten Steueraufwand im Geschäftsjahr 2023.  
Insgesamt verbesserte sich das Jahresergebnis von EUR -36,85 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf EUR -30,75  
Mio. im Geschäftsjahr 2023. Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR -3,34 im Geschäftsjahr 2023 nach EUR -5,56  
im Geschäftsjahr 2022.  
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT) in Mio. EUR  
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT) in Mio. EUR  
2022  
2023  
angepasst  
Umsatzerlöse  
125,80  
124,93  
Sonstige betriebliche Erträge  
9,67  
3,90  
Veränderung des Bestands  
0,21  
6,30  
Materialaufwand  
-24,55  
-31,04  
Personalaufwand  
-53,78  
-56,45  
Loading SVG
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
-57,26  
-59,92  
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
-0,11  
-0,83  
Netto-Abschreibungen*  
-17,67  
-17,51  
EBIT  
-17,70  
-30,62  
Finanzergebnis  
-9,70  
-6,24  
Verlust vor Ertragsteuern  
-27,40  
-36,86  
Ertragsteuern  
-3,36  
0,01  
Jahresergebnis  
-30,75  
-36,85  
*Abschreibungen zuzüglich, Wertminderungen abzüglich Wertaufholungen  
FINANZLAGE UND FINANZIELLE LEISTUNGSFÄHIGKEIT  
Die Bilanzsumme der Wolford Gruppe betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 EUR 134,18 Mio. und stieg  
im Vergleich zum Niveau zum Ende des angepassten Vorjahres um EUR 7,64 Mio. an (EUR 126,54 Mio.). Der  
Anstieg ist insbesondere auf eine Erhöhung bei den Sachanlagen, den Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen und beim Zahlungsmittelbestand zurückzuführen, und obwohl gleichzeitigen die latenten  
Steueransprüche, die langfristigen Forderungen und Vermögenswerte und die sonstigen Forderungen und  
Vermögenswerte zurückgegangen sind.  
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 69,28 Mio. (31. Dezember 2022:  
(angepasst) EUR 65,04 Mio.), was einem Anteil von 51,6 % an der Bilanzsumme entspricht (31. Dezember  
2022: 51,2 %). Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 2,65 Mio. (ohne Nutzungsrechte nach  
IFRS 16) unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 7,39 Mio.). Die Investitionen wurden überwiegend in  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund getätigt.  
Die Erhöhung des Buchwertes für Nutzungsrechte um 6,48 Mio. € im Jahr 2023 bezieht sich auf neue  
Mietverträge für die Eröffnung oder Verlegung von Einzelhandelsgeschäften und die Verlängerung  
bestehender Mietverträge, hauptsächlich in den Regionen EMEA, AMERICAS und APAC.  
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 48,4 %  
(Vorjahr: 48,8 %). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 12,10 Mio. (31.  
Dezember 2022: (angepasst) EUR 10,10 Mio.) ist auf erhöhte Abrechnungen am Jahresende im Vergleich  
zum Vorjahr zurückzuführen.  
Loading SVG
BILANZKENNZAHLEN in Mio. EUR / in %  
BILANZKENNZAHLEN in Mio. EUR/in %  
2022  
12/31/2023  
angepasst  
Negatives Eigenkapital in EUR Mio.  
-34.41  
-21.03  
Nettoverschuldung in EUR Mio.  
43.95  
31.05  
Working Capital* in EUR Mio.  
20.41  
19.74  
Eigenkapitalquote** in %  
-25.64%  
-16.6%  
Verschuldungsquote (Gearing)*** in %  
-127,7  
-147,7  
Working Capital zum Umsatz in %  
16.24%-  
15.8%-  
* Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige kurzfristige Forderungen und  
Vermögenswerte + Vertragsvermögenswerte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige  
Verbindlichkeiten.  
** Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme  
*** Verhältnis zwischen Nettoverschuldung (ohne Leasingverbindlichkeiten) und Eigenkapital.  
Das konsolidierte Working Capital beträgt 20,41 Mio. € nach 19,74 Mio. € zum 31. Dezember 2022. Der  
Anstieg des Working Capitals war im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
zurückzuführen. Das negative Eigenkapital der Wolford-Gruppe betrug zum 31. Dezember 2023 -34.41 Mio.  
€. Dieses lag aufgrund des negativen Ergebnisses im Berichtsjahr unter dem angepassten Vergleichswert im  
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 (-21,03 Mio. €) lag. Dadurch verschlechterte sich die  
Eigenkapitalquote auf -25,64% (31. Dezember 2022: -16,62%).  
Zentraler Indikator für das Kapitalrisikomanagement des Konzerns ist die Verschuldungsquote („Gearing“),  
die das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital darstellt. Die Nettoverschuldung ist definiert als  
langfristige und kurzfristige Finanzschulden (ohne Leasingverbindlichkeiten) abzüglich langfristiger  
finanzieller Vermögenswerte und Zahlungsmittelbestand, wie in der folgenden Tabelle ausgewiesen:  
Loading SVG
BERECHNUNG DER NETTOVERSCHULDUNG  
2022  
2023  
angepasst  
BERECHNUNG DER NETTOVERSCHULDUNG (OHNE LEASINGVERHÄLTNISSE) in Mio. EUR  
Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten  
0.80  
0
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten  
50.69  
35.74  
- langfristige finanzielle Vermögenswerte  
-1.08  
-1.02  
- Zahlungsmittelbestand  
-6.47  
-3.66  
Nettoverschuldung (ohne Leasingverbindlichkeiten)  
43.95  
31.06  
Aufgrund der Aufnahme neuer Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 10,8 Mio. und der damit  
verbundenen Erhöhung der Zinsverbindlichkeiten sowie der Erhöhung des Zahlungsmittelbestands beträgt  
die Nettoverschuldung (ohne Berücksichtigung von Leasingverbindlichkeiten) zum 31. Dezember 2023 EUR  
43,95 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 31,06 Mio.).  
CASHFLOW  
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) lag mit EUR -7,97 Mio. deutlich  
unter dem Niveau des angepassten Geschäftsjahres 2022 (EUR -5,52 Mio.), wobei der deutliche Rückgang  
im Jahr 2023 unter anderem auf die oben beschriebene Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen zurückzuführen ist.  
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR -1,56 Mio., verglichen mit  
EUR -3,30 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Die Auszahlungen für Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei  
EUR 2,66 Mio., während sie 2022 bei (angepasst) EUR -7,39 Mio. lagen. Einzahlungen aus dem Abgang von  
Sachanlagen lagen im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 4,09 Mio., die im Wesentlichen aus dem Verkauf eines  
Mietrechts (Key Money) in Frankreich stammten.  
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg von (angepasst) EUR 3,16 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf  
EUR 12,22 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Im Jahr 2023 sind Einzahlungen aus einer Kapitalerhöhung in Höhe  
von EUR 17,4 Mio. im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten. Die Aufstockung der  
Gesellschafterdarlehen um EUR 10,8 Mio. und ein neues Bankdarlehen in Höhe von EUR 0,8 Mio. führten  
zu einem Mittelzufluss von EUR 11,6 Mio., verglichen mit EUR 22,5 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Da im Jahr  
Loading SVG
2023 keine Zinsen für Gesellschafterdarlehen gezahlt wurden, resultieren die gezahlten Zinsen in Höhe von  
EUR 4,4 Mio. ausschließlich aus Leasingverbindlichkeiten und sonstigen Zinsaufwendungen. Die  
Leasingzahlungen (ohne Zinsen) belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 12,4 Mio. (Jahresabschluss  
2022: (angepasst) EUR 16,0 Mio.).  
Die liquiden Mittel erhöhten sich im Geschäftsjahr von EUR 3,66 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 6,47  
Mio. zum Ende des Berichtszeitraums.  
Die Effekte aus Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR  
0,11 Mio. und im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 0,17 Mio. , was einem Rückgang um 33 % entspricht.  
KAPITALFLUSSRECHNUNG (GEKÜRZT) in Mio. EUR  
KAPITALFLUSSRECHNUNG (GEKÜRZT) in Mio. EUR  
2023  
2022 angepasst CHANGE IN %  
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
-7.97  
-5.52  
-44%  
Cashflow aus Investitionstätigkeit*  
-1.56  
-3.30  
53%  
Free Cashflow  
-9.52  
-8.82  
-8%  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
12.22  
3.16  
-287%  
Veränderung der Zahlungsmittel  
2.70  
-5.66  
148%  
Wechselkursbedingte Änderung der Zahlungsmittel  
0.11  
0.17  
33%  
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang  
3.66  
9.15  
60%  
Zahlungsmittelbestand Periodenende  
6.47  
3.66  
-77%  
** Gezahlte Zinsen werden im Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten ausgewiesen  
Entwicklung der Geschäftsfelder  
In Übereinstimmung mit den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) berichtet die Wolford AG  
auf Basis der folgenden Segmentierung:  
Österreich  
Deutschland  
Übriges Europa  
Nordamerika  
Asien  
Österreich  
Der Außenumsatz (Umsatz abzüglich konzerninterner Umsätze) im Segment Österreich verringerte sich von  
EUR 31,66 Mio. (Geschäftsjahr 2022 angepasst) auf EUR 28,98 Mio. im Berichtszeitraum. Dieses Segment  
umfasst die Produktions- und Vertriebsaktivitäten in Österreich, die Vertriebsaktivitäten in allen Ländern,  
in denen Wolford keine eigenen Tochtergesellschaften hat, sowie den Online-Handel. Das Segment trug  
23 % zum Konzernumsatz bei (Geschäftsjahr 2022: 25 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im  
Geschäftsjahr 2023 um EUR 8,58 Mio. erhöht (von EUR -25,97 Mio. (angepasst) auf EUR -17,40 Mio.).  
Deutschland  
Der Außenumsatz im Segment Deutschland ging im vergangenen Geschäftsjahr von EUR 12,01 Mio.  
(angepasst) auf EUR 11,14 Mio. im Geschäftsjahr 2023 zurück. Das Segment trug 9 % zum Konzernumsatz  
bei (Geschäftsjahr 2022: 10 %). Das EBIT betrug EUR 0,93 Mio. nach EUR 0,37 Mio. im Geschäftsjahr  
2022(angepasst).  
Übriges Europa  
Der Außenumsatz mit Gesellschaften des Segments Übriges Europa stieg von EUR 43,55 Mio. im  
Geschäftsjahr 2022 (angepasst) auf EUR 44,77 Mio. Dieses Segment umfasst die europäischen  
Vertriebsgesellschaften außerhalb Österreichs und Deutschlands sowie die Produktionsgesellschaft in  
Slowenien. Mit 36 % trug dieses Segment den größten Anteil zum Konzernumsatz bei (Geschäftsjahr 2022:  
35 %). Das EBIT stieg auf EUR 4,43 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 (angepasst) (EUR 1,70 Mio.).  
Nordamerika  
Der Außenumsatz der Konzerngesellschaften im Segment Nordamerika stieg von EUR 31,20 Mio. im  
Geschäftsjahr 2022 (angepasst) auf EUR 31,61 Mio. Das Segment Nordamerika umfasst die  
Vertriebsgesellschaften in den USA und Kanada. Mit 25 % leisteten die Gesellschaften dieses Segments  
denselben Beitrag zum Konzernumsatz wie im Geschäftsjahr 2022 (25 %). Das EBIT verringerte sich auf EUR  
-6,28 Mio. nach EUR -1,35 Mio. im Geschäftsjahr 2022 (angepasst).  
Asien  
Der Außenumsatz der Gesellschaften im Segment Asien lag mit EUR 9,28 Mio. über dem Niveau des  
Geschäftsjahres 2022 (angepasst) von (EUR 6,52 Mio.). Zu diesem Segment gehören die  
Vertriebsgesellschaften in Hongkong und China. Das Segment trug 7 % zum Konzernumsatz bei  
(Geschäftsjahr 2022: 5 %). Das EBIT lag mit EUR -1,52 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres  
2022 (angepasst) (EUR -2,60 Mio.).  
AUSBLICK UND ZIELE  
Trotz eines fragilen globalen Marktes, der von Konflikten und wirtschaftlichen Herausforderungen  
beeinflusst wird, sind wir optimistisch, was die Aussichten von Wolford im Jahr 2024 betrifft. Dieses Jahr  
markiert den Höhepunkt unserer bedeutenden Umstrukturierungsbemühungen, die im Jahr 2022  
eingeleitet wurden.  
Auch wenn die Marktbedingungen aufgrund der geopolitischen Spannungen und der nach wie vor zu hoher  
Inflation weiterhin unsicher sind, sind wir entschlossen, wesentliche Fortschritte zu erzielen. Auch wenn  
das Umsatzwachstum 2023 im Vergleich zu den Vorjahren moderat ausfällt, ist es doch entscheidend für  
die Festigung unserer neuen Marken- und Produktstrategie.  
Aufbauend auf den positiven Ergebnissen unseres Reorganisationsprogramms im Jahr 2023, mit dem wir  
trotz der deutlich negativen Ausgangslage eine Verbesserung des EBITDA erzielten, liegt unser Fokus im  
Jahr 2024 darauf, dieses Programm abzuschließen und die Solidität und Zuverlässigkeit des Unternehmens  
auf EBIT- und Cashflow-Ebene trotz anhaltender Herausforderungen zu gewährleisten.  
Ein wichtiger Meilenstein für das Jahr 2024 ist die Optimierung unserer Lieferkette mit dem Ziel, die  
Markteinführungszeit zu verkürzen, die Bruttomarge zu erhöhen, das Betriebskapital zu reduzieren und  
flexibel auf die Marktdynamik zu reagieren. Wir sind bestrebt, unvorhersehbare Marktbedingungen zu  
meistern und gleichzeitig unser Engagement für Qualität und Innovation beizubehalten.  
Unsere Fortschritte im Jahr 2023 zeigen, dass wir trotz aller Widrigkeiten auf dem richtigen Weg sind.  
Während unser Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,7 % zunahm, verbesserte sich unser  
Ergebnis deutlich, was die positiven Auswirkungen unserer strategischen Maßnahmen verdeutlicht.  
McKinsey geht davon aus, dass die Modebranche im Jahr 2024 mit wirtschaftlichem Gegenwind,  
technologischen Veränderungen und einer sich wandelnden Wettbewerbslandschaft konfrontiert sein  
wird, neben dringenden Nachhaltigkeits- und Regulierungsagenden. Die sich ändernden Prioritäten der  
Verbraucher werden jedoch weiterhin Chancen bieten. Für dieses Segment wird ein globales Wachstum  
von 3 bis 5 % prognostiziert, verglichen mit 5 bis 7 % für das Jahr 2023, da die Verbraucher ihre Ausgaben  
nach einem postpandemischen Anstieg einschränken. Das Wachstum in Europa und China wird sich  
voraussichtlich verlangsamen, während das in den USA nach einem relativ schwachen Jahr 2023 wieder  
anziehen dürfte, was die etwas optimistischeren Aussichten dort widerspiegelt.  
ENTWICKLUNG WOLFORD  
In Bezug auf das Produkt besteht die Strategie darin, die Luxus-Athleisure-Linie zu stärken, sich auf die  
Wiederbelebung der Kern-Ikonen zu konzentrieren und das saisonale Trendrisiko zu verringern, die  
Vertriebskanäle zu erweitern und die Leistung der bestehenden Vertriebskanäle zu verbessern, die  
Produktionsstärke und die Struktur der Kategorien zu optimieren und die Kosten zu kontrollieren.  
Was den Einzelhandel betrifft, so besteht die Strategie in der Optimierung des Einzelhandelsnetzes auf der  
Grundlage der Rentabilität und der Ausrichtung auf die Markenstrategie sowie in der Schaffung eines  
rentablen und skalierbaren Geschäftsmodells für den Einzelhandel. Im Online-Bereich besteht die Strategie  
darin, den digitalen Plan mit Schwerpunkt auf den USA und den Marktplätzen zu beschleunigen und die  
neue Website und das Omnichannel-Projekt in vollem Umfang zu nutzen. Für den Großhandel besteht die  
Strategie darin, sich auf Großkunden, die weitere Erschließung neuer Märkte, die Expansion von Boutiquen  
und Kaufhäusern, das Wachstum im Multichannel und das Wachstum von Distributoren zu konzentrieren.  
Aufbauend auf den positiven Ergebnissen unseres Reorganisationsprogramms im Jahr 2023, liegt unser  
Fokus im Jahr 2024 darauf, dieses Programm abzuschließen und die Solidität und Zuverlässigkeit des  
Unternehmens auf EBIT- und Cashflow-Ebene trotz anhaltender Herausforderungen zu gewährleisten.  
Wolford hat bzw. wird Beratungskosten und Personalkosten weiter reduzieren.  
Das Management hat strategische Initiativen entwickelt, um die aktuellen Herausforderungen gezielt  
anzugehen. Dabei handelt es sich um Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenvermeidung sowie um  
weitere Optimierungsmaßnahmen.  
Ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung von Wolford ist die erfolgreiche Positionierung der  
Marke auf den internationalen Märkten. Wolford wird im laufenden Geschäftsjahr die bisherigen  
erfolgreichen Kooperationen fortsetzen und in Zusammenarbeit mit internationalen Stardesignern weitere  
Capsule Collections lancieren.  
Nachdem nun der wesentliche strategische Weg definiert ist, konzentrieren wir uns verstärkt auf die  
weitere Verbesserung unserer operativen Prozesse. Wir wollen die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen  
und unsere Organisation so gestalten, dass wir flexibler auf die unvorhersehbaren Marktbedingungen der  
Zukunft reagieren können. Eine Sache ist sicher: Die Märkte werden immer schneller und bleiben bis auf  
Weiteres eine Herausforderung.  
CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM  
Das rechtzeitige Erkennen von Chancen und Risiken hat einen wesentlichen Einfluss auf die Zielerreichung  
der Wolford Gruppe. Unter Risiken versteht Wolford interne oder externe Ereignisse, die einen negativen  
Einfluss auf die Erreichung der Unternehmensziele haben können. Umgekehrt definiert Wolford Chancen  
als interne oder externe Ereignisse, die die Erreichung der Unternehmensziele positiv beeinflussen können.  
Dementsprechend hat das Unternehmen die Chancen und Risiken mit ausgewählten Führungskräften aus  
den verschiedensten Abteilungen eruiert. Auf dieser Grundlage diskutierte das Managementteam sowohl  
die potenziellen Top-Chancen als auch die Top-Risiken.  
Der Abschlussprüfer wurde nicht beauftragt, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems anhand der  
vom Vorstand vorgelegten Unterlagen zu beurteilen. Infolgedessen erhält der Vorstand mit Zustimmung  
des Aufsichtsratsvorsitzenden keinen Bericht des Abschlussprüfers zu dieser Angelegenheit. In der Sitzung  
des Prüfungsausschusses berichten die Abschlussprüfer jedoch in der Regel über bestimmte Aspekte des  
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, die dann von den Mitgliedern des  
Prüfungsausschusses eingehend erörtert werden.  
Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Sitzungen abgehalten, in  
denen er sich mit den Ergebnissen des Topmanagements befasst hat. Insgesamt ist der Aufsichtsrat damit  
in ausreichendem Maße in der Lage, sich ein eigenes Urteil über die Wirksamkeit des  
Risikomanagementsystems zu bilden.  
CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM  
Das Chancen- und Risikomanagement wird von den Führungskräften mit dem Vorstand erörtert, um ein  
umfassendes, ganzheitliches und effektives Management aller wesentlichen Chancen und Risiken  
sicherzustellen. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken, die das Erreichen von Unternehmenszielen  
gefährden können, und Chancen, die das Erreichen von Unternehmenszielen ermöglichen, frühzeitig zu  
erkennen und geeignete Maßnahmen zur Zielerreichung zu ergreifen. Somit ist auch die Zieldefinition ein  
wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagementsystems.  
Um sicherzustellen, dass das Chancen- und Risikomanagementsystem effektiv umgesetzt werden kann,  
wurde es an den Anforderungen des international etablierten Rahmenwerks für unternehmensweites  
Risikomanagement und interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Management  
Framework des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) ausgerichtet. Das  
Chancen- und Risikomanagement wird laufend an die Größe, Struktur und das Risikoumfeld von Wolford  
angepasst.  
ERLÄUTERUNG DER WESENTLICHEN RISIKEN UND CHANCEN  
Die globale Inflation sowie die leichte Neuausrichtung in Europa und insbesondere in Deutschland wirken  
sich auch auf unsere Hauptmärkte aus, die erhebliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung von  
Wolford bergen. Es ist derzeit schwierig, die Geschäftsrisiken zu erfassen, da diese stark von der Dauer und  
Intensität der Krisen und den weiteren Folgen für die Weltwirtschaft abhängen. Trotz der Tatsache, dass  
Wolford das Umsatzniveau halten konnte, wird die Geschäftsentwicklung weiterhin von der Inflation  
beeinflusst. Des Weiteren sind die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie in  
Gaza und die daraus resultierenden politischen Konsequenzen aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Um  
das Risiko zu mindern, setzte Wolford eine Diversifizierungsstrategie um, indem es seinen Anteil am  
Wholesale- und Online-Geschäft erhöhte.  
Entwicklung einer Strategie  
Wolford befindet sich in einem dynamischen, sich schnell verändernden Marktumfeld. Daher ist es wichtig,  
eine geeignete Strategie zu entwickeln. Eine fehlende Strategie gefährdet auf Dauer die  
Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunft des Unternehmens. Es ist daher von zentraler Bedeutung,  
eine konsistente Strategie für das Unternehmen zu entwickeln und diese nicht zuletzt auch intern zu  
kommunizieren, damit sie von allen Mitarbeitern getragen wird. Ein wesentliches Risiko bei der Entwicklung  
der Strategie ist die Vernachlässigung oder Fehleinschätzung aktueller Trends. Wolford beobachtet laufend  
die Entwicklung des Marktumfelds, das Verhalten der Zielgruppen und aktuelle Trends und passt die eigene  
Strategie entsprechend an. Angesichts des anhaltenden Trends zum Online-Einkauf setzt Wolford  
beispielsweise seit einiger Zeit auf den systematischen Ausbau des eigenen Online-Geschäfts und auf  
Kooperationen mit relevanten Anbietern in diesem Bereich. Da das Wachstum der Luxusmarken  
voraussichtlich in Asien, vor allem in China, stattfinden wird, wurde in den letzten Jahren verstärkt in den  
Ausbau der Marktpräsenz in diesen Ländern investiert.  
Marktkommunikation  
Für ein Unternehmen wie Wolford, das von der Attraktivität seiner Marke lebt, ist das Markenimage von  
großer Bedeutung. Es bedarf daher einer gezielten Marktkommunikation mit einer stringenten  
Marketingstrategie. Außerdem ist eine geeignete Marktpräsenz erforderlich, um jüngere potenzielle  
Verbraucher anzusprechen. Weitere Investitionen in die globale Marktpräsenz sind für Wolford  
unabdingbar und wurden entsprechend getätigt.  
Personalentwicklung  
Für Wolford sind die MitarbeiterInnen die wichtigste Ressource des Unternehmens. Daher ist es für Wolford  
ebenso selbstverständlich, MitarbeiterInnen zu schützen wie zu fördern. Die Arbeitsbedingungen und  
Qualifikationen der MitarbeiterInnen beeinflussen die Leistung in Entwicklung und Produktion ebenso wie  
den Erfolg am Point of Sale: Gut ausgebildete Verkäufer haben einen wesentlichen Einfluss auf die  
Umsatzentwicklung. Vor allem aber lebt Wolford von der anerkannten Qualität seiner Produkte aus eigener  
Fertigung, die eng mit den Arbeitsbedingungen in der Produktion und Fertigung an den beiden Standorten  
in Österreich und Slowenien verbunden ist. Ein hohes Risiko stellt nicht nur der Verlust von  
Schlüsselpersonal dar, sondern auch die Gefahr, nicht genügend gut ausgebildete und motivierte  
MitarbeiterInnen finden, rekrutieren und halten zu können. Die Personalfrage wird durch die finanzielle  
Situation, den Personalabbau im Zuge der Restrukturierung und den Kostendruck zusätzlich erschwert.  
Wolford befindet sich in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld, und die Anforderungen an das  
Unternehmen insgesamt und an die MitarbeiterInnen im Besonderen in Bezug auf Flexibilität, Mobilität und  
Anpassungsfähigkeit ändern sich entsprechend rasch. Wolford muss daher systematisch in die Aus- und  
Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen investieren und auch das Recruiting laufend optimieren, um in  
einem hart umkämpften Arbeitsmarkt (War of Talents) gut ausgebildete und flexible MitarbeiterInnen  
gewinnen zu können.  
IT-Implementierung  
Die Anforderungen an die IT steigen heute ständig, weshalb ein effizientes und prozessorientiertes IT-  
System erforderlich ist. Die Koexistenz verschiedener IT-Systeme stellt ein potenzielles Risiko für das  
Unternehmen dar: Vom Einkauf über die Produktionsplanung bis zum Vertrieb gibt es eine Vielzahl von  
unabhängigen IT-Systemen und Datenbanken, die nur bedingt kompatibel sind. Der Datenabgleich und die  
allgemeine IT-Betreuung sind entsprechend zeit- und personalintensiv, und das Gesamtsystem der Wolford  
Gruppe kann entsprechend fehleranfällig sein. Systemausfälle können zum Verlust von wichtigen Daten und  
damit zu finanziellen Einbußen führen. Vor diesem Hintergrund hat Wolford im Budget 2024 die  
Vereinheitlichung seiner IT-Landschaft durch die unternehmensweite Einführung einer ERP-  
Standardsoftware geplant und trotz finanzieller Herausforderungen zahlreiche IT-Projekte im Jahr 2023  
initiiert und abgeschlossen.  
Marktveränderung  
Wolford unterliegt einer Vielzahl von externen Einflüssen und Risiken, wie zum Beispiel  
makroökonomischen oder gesellschaftlichen Veränderungen. Als global agierendes Unternehmen ist  
Wolford von der konjunkturellen Entwicklung auf den internationalen Märkten und vom  
Konsumentenverhalten abhängig. Jeder Nachfragerückgang aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen oder  
anderer externer Faktoren (wie die Verlangsamung in China und die politischen Konflikte in der Ukraine und  
Israel) kann zu Überkapazitäten in den Produktionsplänen des Unternehmens führen. Um dies zu  
vermeiden, analysiert Wolford die Auslastung laufend und passt sie bei Bedarf den Marktanforderungen  
an. Zudem bleiben die Rahmenbedingungen im Modehandel schwierig, da die zunehmende Globalisierung  
und die fortschreitende Digitalisierung das Warenangebot für die Konsumenten erweitern und zu einer  
immer intensiveren Nachfrage führen. Um die aus diesen Entwicklungen resultierenden Risiken zu  
minimieren, arbeitet Wolford daran, seine Qualitätsführerschaft zu halten und eine starke  
Marktkommunikation sicherzustellen. Das umfangreiche, wachsende Netzwerk von Wolford-eigenen  
Einzelhandelsstandorten wird kontinuierlich auf Profitabilität überprüft, und so hat Wolford Ende 2023  
mehr als 20 Boutiquen mit unzureichender Profitabilität identifiziert und prüft derzeit rechtliche, finanzielle  
und operative Konsequenzen einer Schließung. Auch das eigene Online-Geschäft baut Wolford seit langem  
konsequent aus und kooperiert auch mit den entsprechenden E-Tailern. Im laufenden Geschäftsjahr 2024  
wird das Management mit Hilfe der umgesetzten und weiter geplanten Maßnahmen den Weg des  
Umsatzwachstums und der Kosteneinsparung konsequent fortsetzen und die Profitabilität deutlich  
verbessern. Im Fokus stehen die Fortsetzung der erfolgreichen Supply-Chain-Umbaus, die bereits deutliche  
Erfolgszeichen zeigt, sowie gezielte Maßnahmen zur Umsatzsteigerung, wie der weitere Ausbau des Online-  
Geschäfts.  
Politische und soziale Risiken  
Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Wolford Gruppe politischen und gesellschaftlichen Risiken  
ausgesetzt. So können beispielsweise Veränderungen im politischen oder regulatorischen Umfeld,  
geopolitische Spannungen, aber auch terroristische Anschläge das Konsumverhalten der Kunden negativ  
beeinflussen. Unsicherheiten durch politische und gesellschaftliche Umbrüche sind auch 2024 weltweit zu  
erwarten, wie nicht zuletzt der fortgesetzte Konflikt in der Ukraine und die im Oktober 2023 eskalierte Gaza-  
Krise gezeigt haben. Eine mögliche direkte Folge ist die nach wie vor hohe Inflation. Dies birgt insbesondere  
für Anbieter von Luxusgütern auch Risiken, die sie selbst nicht beeinflussen können.  
Finanzielle Risiken  
Wolford ist finanziellen Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursschwankungen  
ausgesetzt. letzteres ist insbesondere Folge der internationalen Ausrichtung des Geschäftsmodells. Die  
Entwicklung der wesentlichen Fremdwährungspositionen wird laufend überwacht, aber eine Absicherung  
über Derivate wird derzeit nicht vorgenommen. Diese Entscheidung ist darauf zurückzuführen, dass  
Wolford auf eine natürliche Absicherung setzt, indem es häufig Ausgaben (insbesondere für  
Einzelhandelsgeschäfte und Materialien) und Umsatzerlöse im selben Land erzielt.  
Liquiditätsrisiko  
Neben einer Kapitalerhöhung im Februar 2023 in Höhe von 17,6 Mio. € erhielt Wolford über den  
Hauptgesellschafter weitere Finanzierungen zur Sicherung seiner Zahlungsfähigkeit in Höhe von insgesamt  
EUR 10,8 Mio. (EUR 9,7 Mio und USD 1,2 Mio) im Geschäftsjahr 2023 und im laufenden Geschäftsjahr bisher  
EUR 9,25 Mio.- Die Auswirkungen der anhaltenden Inflation und der laufenden Umstrukturierung mit  
einmaligen Kosten zwingen Wolford jedoch weiterhin, sich auf ein straffes Cash-Management zu  
konzentrieren. Die daraus resultierende Unsicherheit wird durch eine verstärkte Überwachung der  
Liquidität berücksichtigt. Wolford hat Risiken im Zusammenhang mit Zahlungsausfällen,  
Retourenabwicklung und dem Debitorenmanagement. Infolgedessen können sich Kundenzahlungen  
verzögern. Es bestehen auch Risiken durch den Kauf von Rohstoffen und das Vorratsmanagement. Darüber  
hinaus kann die wirtschaftliche Situation von Wolford die Lieferanten zwingen, auf Vorauskasse  
umzusteigen. Um diese Risiken zu mindern, hat Wolford mehrere Initiativen zur Reduzierung des Working  
Capitals gestartet, die bereits zu einem deutlichen Rückgang der Vorräte, sowie überfälliger Forderungen  
geführt haben. Aufgrund der zyklischen Natur des Geschäfts besteht in der Regel ein Finanzierungsbedarf  
im ersten Halbjahr, der ein zusätzliches Risiko für die Liquidität darstellen kann. Wolford steht im ständigen  
Austausch mit seinen Stakeholdern und prüft auch externe Finanzierungsmöglichkeiten, um  
Finanzierungslücken frühzeitig zu erkennen und die erforderliche Liquidität zu sichern. Der  
Hauptgesellschafter hat sämtliche Darlehen samt Zinsen nachrangig gestellt, so dass in der aktuellen  
Situation bis auf weiteres keine Rückzahlungen zu leisten sind. Aktuelle Cashflow-Budgets belegen die  
Fähigkeit von Wolford, unter der Annahme, dass die Umsatzerwartungen eintreffen, die Kosten im Griff  
bleiben und Liquiditätslücken im Zeitraum bis Ende September 2024 durch den Hauptgesellschafter oder  
durch Drittfinanzierungen abgedeckt werden, nachhaltig positive Cashflows zu erzielen.  
Risiko der Unternehmensfortführung  
Der Vorstand hat einen EBITDA-positiven Budgetplan für 2024 vorgelegt, der den Bedarf an weiteren  
internen und externen Finanzierungen aufzeigt. Aufgrund der noch zu treffenden Maßnahmen, des  
notwendigen Abbaus fälliger Lieferantenverbindlichkeiten und der Saisonalität des Geschäfts wird Wolford  
weitere Finanzierungsunterstützung durch den Hauptgesellschafter benötigen. Dieser Finanzierungsbedarf  
ist dem Hauptgesellschafter bekannt und durch die Zusagen im Comfort Letter (harte Patronats- und  
Nachrangigkeitserklärung) abgedeckt. Der Vorstand ist optimistisch trotz im ersten Quartal 2024  
eingetretener Lieferengpässe, das prognostizierte Umsatzniveau zu erreichen.  
Zur Stabilisierung des Kurses hat die Konzernmuttergesellschaft bereits im November 2022 eine  
Kapitalerhöhung durchgeführt, aus der dem Unternehmen im ersten Quartal 2023 Mittel in Höhe von 17,6  
Mio. Euro zugeflossen sind. Weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9,7 Mio. Euro und 1,2 Mio USD  
wurden im Geschäftsjahr 2023 und weitere 9,25 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr 2024 gewährt. Die  
harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung des Hauptgesellschafters sichert dem Unternehmen im  
Bedarfsfall weitere Unterstützung bis zu einer bestimmten Höhe zu und stellt die bestehenden und  
künftigen Gesellschafterfinanzierungen qualifiziert nachrangig.Basierend auf diesen beiden Säulen, der  
nachhaltigen Restrukturierung und der Finanzierung, geht das Management davon aus, dass Wolford sein  
Geschäft im Jahr 2024 und darüber hinaus fortführen kann.  
Kreditrisiken  
Das Kreditrisiko ist das Risiko, das sich aus der Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch  
Geschäftspartner ergibt und zu Verlusten führen kann. Potenzielle Kreditrisiken bestehen gegenüber  
Großhandelskunden durch die Gewährung von Zahlungszielen mit dem damit verbundenen Risiko von  
Forderungsausfällen. Dieses Risiko wurde bis Ende 2023 teilweise durch einen Kreditversicherer abgedeckt.  
Darüber hinaus besteht ein Ausfallrisiko im Zusammenhang mit Käufen von Endverbrauchern im Online-  
Geschäft. Aus diesem Grund arbeitet das Unternehmen mit einem externen Anbieter von  
Bonitätsprüfungen zusammen, sodass die Kunden bei der Bestellung auf ihre Bonität geprüft werden.  
Darüber hinaus werden die eingehenden Bestellungen von den jeweiligen Online-Shop-Managern laufend  
überwacht und geprüft.  
Klimabedingte Risiken  
Die klimabezogenen Risiken, denen Wolford ausgesetzt ist, sind die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie  
unvorhergesehenes Wetter.  
In Bezug auf das Wetter hat Wolford speziell im Oktober 2023 einen deutlich verlangsamten Beginn der  
Wintersaison erkennen müssen, da die Temperaturen in ganz Europa weit über dem durchschnittlichen  
Mittel lagen. Diesem Risiko wird Wolford auch im Jahr 2024 ausgesetzt sein. Da auch im Berichtsjahr der  
schwache Beginn der Wintersaison durch deutlich stärkere Folgemonate ausgeglichen wurden, beurteilt  
Wolford dieses Risiko als gering. Die limitierte Verfügbarkeit von Rohware aufgrund von klimatischen  
Einflüssen bewertet Wolford ebenfalls als gering, da das Unternehmen über ein globales Netzwerk von  
Quellen für Rohware verfügt, das nicht verfügbare Ware ersetzen kann. Gleiches gilt für Transportwege.  
Wolford arbeitet ausschließlich mit internationalen Transportdienstleistern zusammen, die im Falle von  
Ausfällen über Netzwerke verfügen, die Alternativen für Standard-Lieferwege bieten.  
INTERNES  
KONTROLL-  
UND  
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM  
IM  
HINBLICK  
AUF  
DEN  
RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll-  
und Risikomanagementsystems sowie für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen  
verantwortlich. Organisatorisch ist das Rechnungswesen der Wolford Gruppe in der Wolford AG  
angesiedelt. Die Abteilungen Group Accounting (verantwortlich für das externe Berichtswesen) und Group  
Controlling (verantwortlich für das interne Berichtswesen) berichten direkt an den Vorstand der Wolford  
AG.  
Die Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozesse der Gruppe basieren auf einem von der Wolford  
AG herausgegebenen Rechnungslegungshandbuch, das bei Bedarf aktualisiert wird. Dieses Handbuch regelt  
konzernweit einheitlich die wesentlichen Anforderungen an die Rechnungslegung und Berichterstattung  
auf Basis der IFRS.  
Zur Erfassung, Buchung und Abrechnung aller Geschäftsvorfälle im Konzern werden Softwarelösungen  
eingesetzt. In China und Hongkong wird die Buchhaltung von lokalen Steuerberatern außerhalb des  
Konzernsystems durchgeführt. Diese Tochtergesellschaften liefern monatliche Berichtspakete, die alle  
relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow enthalten. Diese  
Daten werden in das zentrale Konsolidierungssystem eingegeben. Diese Finanzinformationen werden auf  
Konzernebene in den Abteilungen Corporate Accounting und Corporate Controlling überprüft und bilden  
die Grundlage für das IFRS-Reporting der Wolford Gruppe. Für das interne Managementreporting wird eine  
etablierte Planungs- und Reportingsoftware eingesetzt. Für die Übernahme der Ist-Daten aus den  
Primärsystemen wurden automatisierte Schnittstellen geschaffen, und die Werte für die Forecasts werden  
in einem standardisierten Prozess eingegeben. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen und pro  
Gesellschaft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde neben einem Bericht zur operativen  
Ergebnisentwicklung für jeden abgelaufenen Monat eine rollierende Ganzjahresprognose erstellt. Die  
beschriebenen Finanzinformationen bilden zusammen mit den jeweiligen Quartalszahlen die Grundlage für  
die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in regelmäßigen Sitzungen  
über die wirtschaftliche Entwicklung informiert. Diese Information erfolgt in Form von konsolidierten  
Zahlen, die eine Segmentberichterstattung, Ergebniskennzahlen mit Budget-/Vorjahresvergleich,  
Prognosen, Konzernabschlüsse, Daten der Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählte  
Finanzkennzahlen umfassen.  
Die Buchhaltung der Wolford AG wird intern in Bregenz durchgeführt. Für die anderen Buchhaltungen der  
Europäischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen wird mit externen Steuerberatern  
zusammengearbeitet, die die jeweiligen Landesgesellschaften in der Buchhaltungssoftware der Wolford AG  
buchen. Ab 2024 wird auch die Buchhaltung der europäischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen  
intern vom Wolford Team durchgeführt.  
Die Abschlüsse werden jeden Monat erstellt, um die ständige Kontrolle zu behalten. Die Abschlüsse des  
Vormonats wurden regelmäßig innerhalb der ersten fünfzehn Tage des Folgemonats erstellt. Die  
Kassensysteme, d. h. die Einnahmen und Ausgaben, werden automatisch in das System hochgeladen. Das  
Online-Geschäft wird, einschließlich der Buchhaltung, des Kundendienstes und der Debitorenverwaltung,  
von einem externen Dienstleister verwaltet, und die Umsatzbuchungen werden automatisch hochgeladen.  
In China gibt es ein anderes Registrierkassensystem, welches jedoch ebenfalls an die Systemlandschaft von  
Wolford angeschlossen ist und mittels Schnittstellen Daten in die Wolford Systeme liefert. An allen  
Lagerorten wird jährlich eine Bestandsaufnahme von Rohstoffen, Halbfertig- und Fertigwaren durchgeführt.  
Nach der Bestandsaufnahme wird ein Abgleich durchgeführt, und nach dem Abgleich verbucht Wolford die  
Abweichungen. Zurückgesandte Waren werden nach einer ordnungsgemäßen Prüfung wieder ins Lager  
gebracht und vernichtet, wenn die Qualität nicht gewährleistet ist. Rechnungen werden automatisch  
freigegeben und nach Prüfung durch die Verkaufsabteilung und den Kundendienst an den Endkunden  
gesendet.  
In Österreich (bis Ende 2023), Deutschland und den USA werden die Forderungen sofern möglich an einen  
Factoring-Partner verkauft. Außenstände sind durch eine Ausfallversicherung gedeckt. Ein Bericht über die  
Außenstände wird monatlich vom Kreditmanagement geprüft. Rechnungen von Lieferanten werden von  
der Abteilung, die die Bestellung aufgegeben hat, ordnungsgemäß genehmigt und dann an die Buchhaltung  
weitergeleitet. Die Buchhaltungsabteilung holt von der zuständigen Abteilung eine formelle Genehmigung  
ein. Die Zahlungen erfolgen auf der Grundlage der fälligen Beträge und nach ordnungsgemäßer  
Abstimmung mit dem Vorstand, dem CFO und der zuständigen Abteilung. Nach der Einstellung eines neuen  
CFO hat Wolford AG einen disziplinierten Cashflow-Planungsprozess implementiert, um  
Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und die zeitgerechte Finanzierung sicherzustellen.  
Trotz der Tatsache, dass der Hauptaktionär an der New Yorker Börse notiert ist, besteht für Wolford derzeit  
keine Notwendigkeit, Sarbanes-Oaxley-konform zu sein.  
Forschung und Entwicklung (F&E)  
Innovationen sind das Herzstück der Produktwelten und Teil der DNA von Wolford. Das Produktportfolio ist  
klar auf die Kernkompetenz des Unternehmens ausgerichtet: körpernahe Rundstrickprodukte wie Legwear  
und Bodysuits, sogenannte Skinwear, mit hohem Tragekomfort in erstklassiger Qualität.  
Mit Nao Takekoshi (www.naotakekoshi.com) hat die Wolford AG einen Artistic Director ernannt, der die  
Innovation im Unternehmen auf eine neue Ebene hebt. Mit der Einführung der japanischen  
Wholegarment®-Technologie bei Wolford-Produkten ist es ihm gelungen, unserer Kundschaft Produkte  
anzubieten, bei denen die neueste Technologie mit dem gewohnten Wolford-Design verbunden ist. Die vor  
Kurzem vorgestellten WOW-Leggings sind das jüngste Beispiel in unserem Produktportfolio, das belegt, dass  
unsere hohe Innovationsfähigkeit zu wirtschaftlichem Erfolg führen kann. Funktionalität und Mode werden  
harmonisch miteinander verbunden und Leggings von einem lässigen, bequemen Kleidungsstück in ein  
unverzichtbares Basic verwandelt, das selbst für die glanzvollsten Anlässe einfach perfekt ist.  
Zu den weiteren abgeschlossenen F&E-Projekten zählen die Entwicklung von Garnen aus Autoreifen und  
die Einführung einer exklusiven Dreifarben-Stricktechnologie.  
Ferner ist es uns gelungen, eine Produktionstechnik zu entwickeln, die es ermöglicht, Bodys aus 100 % Wolle  
unter vollständigem Verzicht auf Elastanfasern herzustellen, ohne Einbußen bei der gewünschten Wolford-  
Passform hinnehmen zu müssen.  
Ein zentrales Thema in diesem Bereich ist die Entwicklung von recycelbaren, nachhaltigen Produkten.  
Wolford setzt sich ein für die Vision geschlossener Stoffkreisläufe, sodass die Entstehung von Abfällen in  
Zukunft vollständig vermieden werden soll. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Kreisläufe: der technische  
und der biologische. Produkte werden so gestaltet, dass sie nach dem Gebrauch (nach dem Tragen) als  
„Nährstoffe“ in einen biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können, während nicht biologisch  
abbaubare Produkte (aus synthetischen Fasern) im technischen Kreislauf zu neuen, anderen Produkten  
weiterverarbeitet werden.  
Eine große Herausforderung für die Kreislaufwirtschaft ist derzeit noch die Schließung des Kreislaufs am  
Ende, da es noch zu wenige Systeme für die Rücknahme und das Recycling von Produkten gibt. Wolford  
arbeitet kontinuierlich mit externen Partnern an diesem Thema, um so schnell wie möglich eine Lösung  
herbeizuführen.  
Auch im Hinblick auf den After-Sales-Service leistet Wolford einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Durch die  
Einrichtung eines innovativen Retourenmanagements ist Wolford in der Lage, nahezu 100 % aller  
zurückgesendeten Artikel weiterzuverwenden. Dabei werden alle Retouren zentral in der Wolford-eigenen  
Produktionsstätte in Slowenien gesammelt und wieder in ihren Originalzustand versetzt.  
Effizienterer Entwicklungsprozess durch 3D-Integration  
Die Integration des 3D-Prozesses ermöglicht nicht nur einen effizienteren Entwicklungszyklus, sondern auch  
neue Möglichkeiten der Produktpräsentation. Designentscheidungen können direkt am Bildschirm und  
ortsunabhängig getroffen werden. Unterschiedliche Farben, Muster oder Formen können in kurzen  
Abständen umgesetzt werden. So wird die Anzahl der physischen Prototypen reduziert und die  
Prozesszeiten werden verkürzt. Gleichzeitig arbeitet unser Team daran, fotorealistische Kollektionen zu  
rendern. Dadurch kann der Bedarf an Fotoshootings reduziert werden. In einem digitalen Studio gibt es  
keine physischen und kreativen Grenzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser digitale Prozess  
neue und aufregende Möglichkeiten bietet: Beschleunigung des Designprozesses durch digitale Bildgebung,  
Reduzierung der physischen Muster, Verkürzung des Entwicklungszyklus, High-End-Rendering von  
fotorealistischen Produktbildern sowie Forschung und Entwicklung.  
Wir bei Wolford legen großen Wert auf Innovation. Wir werden uns auch weiterhin auf Herausforderungen  
einlassen und uns nicht einfach mit dem Status quo zufriedengeben. Gemeinsam mit Universitäten (z. B.  
der Universität Innsbruck, Österreich) und verschiedenen Zulieferern haben wir weitere Projekte in der  
Pipeline, um unsere Position als Innovationsführer in unserer Branche zu bewahren.  
Personalwesen  
SCHUTZ UND FÖRDERUNG DER MITARBEITER  
Für Wolford ist es selbstverständlich, seine MitarbeiterInnen zu schützen und zu fördern, denn sie sind für  
den langfristigen Erfolg des Unternehmens von entscheidender Bedeutung.  
Die Arbeitsbedingungen und Qualifikationen der MitarbeiterInnen beeinflussen die Leistung in Entwicklung  
und Produktion ebenso wie den Erfolg am Point of Sale: Gut ausgebildete Verkäufer haben einen  
wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Als Unternehmen haben wir daher beschlossen, weitere  
Fortbildungsinitiativen für unsere MitarbeiterInnen in unseren Filialen zu schaffen. Der Fokus unserer  
neuen Abteilung Sales Excellence besteht darin, unseren MitarbeiterInnen mit Hilfe von sogenannten  
Learning Nuggets“ das nötige Know-how für unsere Produkte und die Produktqualität zu vermitteln. Es ist  
uns wichtig, unserer Kundschaft ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten. Unsere Weiterbildungskurse  
werden sowohl online als auch in Präsenz durchgeführt.  
Vor allem aber lebt Wolford von der anerkannten Qualität seiner Produkte aus eigener Fertigung, die eng  
mit den Arbeitsbedingungen in der Produktion und Fertigung an den beiden Standorten in Österreich und  
Slowenien verbunden ist. Zum Schutz der MitarbeiterInnen gehören neben sicheren Arbeitsplätzen auch  
die Einhaltung von Ruhezeiten, die Vermeidung von Überstunden und die Optimierung der  
Arbeitsplatzgestaltung. Dazu gehören auch gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Damit stellt  
Wolford einerseits sicher, dass das Unternehmen über ausreichend Nachwuchs verfügt, andererseits wird  
die Motivation der MitarbeiterInnen erhöht. Ziel von Wolford ist es, Krankenstand und Fluktuation gering  
zu halten, sich als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren und so hochqualifizierte MitarbeiterInnen  
zu gewinnen und zu halten.  
Management der wesentlichen Themen  
Wolford versteht die Aus- und Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen als unterstützende  
Personalentwicklungsmaßnahme, die auf individuell zwischen Führungskraft und MitarbeiterInnen  
vereinbarten Entwicklungszielen basiert. Der Persönlichkeitsentwicklung und dem Ausbau von  
Führungskompetenzen wird dabei ebenso viel Bedeutung beigemessen wie der fachlichen Weiterbildung –  
entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten. Alle entsprechenden Investitionen und ggf. temporäre  
Freistellungen setzen jedoch voraus, dass sich der jeweilige Mitarbeiter für einen gemeinsam definierten  
Entwicklungsweg entschieden hat und die erworbenen Qualifikationen in das Unternehmen einbringen will.  
Orientierung geben dabei die Konzernrichtlinien und regelmäßige Mitarbeitergespräche, gefolgt von einem  
mehrstufigen internen Prozess zur Genehmigung konkreter Weiterbildungsmaßnahmen.  
Dabei wird immer auch geprüft, ob eine Weiterbildung direkt am Arbeitsplatz, also „on the job“, möglich ist  
oder ob externe Angebote erforderlich sind. Zur Sicherstellung angemessener Arbeitsbedingungen gibt es  
verschiedene Ansätze – wobei auch hier die Konzernrichtlinien als Orientierung dienen. Ein wichtiger Aspekt  
ist das Zeitmanagementsystem, mit dem die Arbeitszeiten überwacht werden. Überstunden werden so  
weitgehend vermieden, denn das System warnt, wenn Mitarbeiter länger als zehn Stunden pro Tag  
arbeiten.  
Wolford legt auch großen Wert auf eine faire Entlohnung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine  
angemessene Work-Life-Balance für seine MitarbeiterInnen. Am Hauptsitz in Bregenz gibt es eine Kantine  
und ein hauseigenes Restaurant, in dem den MitarbeiterInnen Mahlzeiten zu ermäßigten Preisen  
angeboten werden.  
An unserem Standort in Mailand bieten wir seit 2023 auch Ticket Restaurant-Essensgutscheine an, mit dem  
unsere MitarbeiterInnen einen Preisnachlass auf ihr Mittagessen erhalten. Auch in der Produktionsstätte in  
Murska Sobota bietet Wolford den Mitarbeitern Essen zu deutlich vergünstigten Konditionen an.  
Die Die Personalabteilung gibt den Rahmen für die Aus- und Weiterbildung vor, die Verantwortung für die  
Durchführung liegt bei den Führungskräften. Für die Auszubildenden ist der jeweilige Ausbilder zuständig.  
Außerdem gibt es eine zentrale Koordinationsstelle in der Personalabteilung. Für jeden der zwölf  
Lehrberufe bei Wolford gibt es einen Ausbilder. Das Lehrlingsprogramm selbst umfasst auch allgemeine  
Schulungen, es werden Exkursionen organisiert, und „Job Rotation“-Programme ermöglichen es den  
Lehrlingen, andere Wolford Abteilungen kennenzulernen.  
2023 haben wir ferner regelmäßige Feedbackgespräche mit unseren Lehrlingen eingeführt. Hier sprechen  
wir über die Ausbildung, arbeiten an Überblicken über die Geschäftstätigkeit und klären die gegenseitigen  
Erwartungen.  
Hinzu kommt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, wie z. B. das Arbeitszeit- und Mutterschutzgesetz  
oder das Kinder- und Jugendarbeitsschutzgesetz. Darüber hinaus sind auch das  
ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, die Arbeitsstätten- und Arbeitsmittelverordnung und die Allgemeine  
ArbeitnehmerInnenschutzverordnung zu beachten, darunter detaillierte Verordnungen zum Schutz vor  
explosionsfähiger Atmosphäre (VEXAT) oder zum Schutz der ArbeitnehmerInnen vor den Gefahren von  
Lärm und Vibrationen.  
Die Qualität der Arbeitsbedingungen wird durch die monatliche Erfassung des Krankenstands und einen  
regelmäßigen Fluktuationsbericht gemessen. Das Arbeitszeitmanagement wird laufend überwacht und die  
Entlohnung mithilfe von allgemeinen Entgeltbenchmarks überprüft. Wolford arbeitet kontinuierlich an der  
Verbesserung der Arbeitsbedingungen und steht im ständigen Austausch mit den Mitgliedern des  
Betriebsrats. Die Arbeitsbedingungen sind auch ein regelmäßiges Thema in den Sitzungen des  
Managementteams. Alle Verbesserungsvorschläge werden an die Geschäftsleitung weitergeleitet.  
Die Fluktuationsrate am Standort Bregenz ist in erster Linie auf die in den vergangenen Geschäftsjahren  
durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Im Handel, d. h. in den  
Vertriebsgesellschaften, ist die Fluktuationsrate ebenfalls generell höher als z. B. in der Verwaltung.  
Schwerpunkt auf Sicherheit und Gesundheit  
In einem Produktionsbetrieb besteht das Risiko von Arbeitsunfällen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken,  
wurden an beiden Wolford Produktionsstandorten entsprechende Unfallverhütungssysteme  
implementiert.  
Wenn neue MitarbeiterInnen in Produktion und Verwaltung ihre Arbeit aufnehmen, erhalten sie eine  
Einführungsschulung. Dabei wird auf Sicherheitsaspekte, Gesundheitsschutz sowie Umwelt und Mobilität  
aufmerksam gemacht. In den Abteilungen wird dann auf arbeitsspezifische Gefährdungen hingewiesen.  
Unter der Leitung der Betriebsfeuerwehr werden Evakuierungsübungen durchgeführt. An den  
Vertriebsstandorten hingegen sind die MitarbeiterInnen einem geringeren Unfallrisiko ausgesetzt. Daher  
gibt es hier kein spezifisches Sicherheitsmanagement.  
Die Wolford-Gruppe hält sich in allen Ländern, in denen sie tätig ist, an die geltenden Gesetze. Dazu gehören  
alle präventiven Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der MitarbeiterInnen.  
Derartige Maßnahmen sind für Wolford seit Jahrzehnten selbstverständlich, denn nur gesunde  
MitarbeiterInnen sind motiviert und in der Lage, ihre Tätigkeit erfolgreich auszuüben und dem hohen  
Qualitätsanspruch aller Wolford Produkte zu entsprechen. Besonderen Wert legt Wolford auf optimale  
Arbeitsbedingungen im Falle einer Schwangerschaft. Erfüllt der betreffende Arbeitsplatz nicht die  
Anforderungen an den besonderen Schutz von Schwangeren, stellt Wolford unmittelbar nach  
Bekanntwerden der Schwangerschaft einen alternativen Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Schwangere wird  
über Verhaltensweisen und Möglichkeiten zum Schutz des ungeborenen Kindes belehrt. Zu den  
grundsätzlichen Risiken gehören auch die psychischen Belastungen, die durch Arbeiten unter Zeitdruck oder  
durch erhöhten Leistungsdruck entstehen: Das Risiko von Arbeitsunfällen steigt dann ebenso wie das Risiko  
von Arbeits- oder Leistungsabbrüchen.  
Wolford begegnet Risiken mit systematischen Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum  
Gesundheitsschutz. So wird beispielsweise jeder neue Arbeitsplatz im Hinblick auf die Erhaltung der  
Gesundheit der MitarbeiterInnen evaluiert und auch neu bewertet, wenn sich die Arbeitsbedingungen  
wesentlich ändern. Beinaheunfälle werden systematisch gemeldet und dokumentiert und führen zu einer  
Neubewertung des Arbeitsplatzes. Zum Sicherheitsmanagementsystem von Wolford gehört auch eine  
jährliche Arbeitsplatzbegehung. In Bregenz wird zum Beispiel überprüft, ob die Hitzeentwicklung an den  
Arbeitsplätzen in der Formerei für die MitarbeiterInnen weiterhin erträglich ist oder ob die ergonomischen  
Anforderungen in der Verwaltung eingehalten werden.  
Sogenannte Präventivkräfte sorgen gemeinsam für die Sicherheit am Arbeitsplatz: In der Zentrale in Bregenz  
gibt es zwei ausgebildete Fachkräfte für Arbeitssicherheit, zehn Sicherheitsvertrauenspersonen, 32  
Ersthelfer und eine Betriebsfeuerwehr mit integriertem First Responder Team.  
Ein Betriebsarzt führt alle notwendigen Arbeitssicherheitsuntersuchungen durch und überwacht alle  
präventiven Gesundheitsmaßnahmen. Alle MitarbeiterInnen an den Produktionsstandorten werden  
laufend im Hinblick auf mögliche Unfallgefahren geschult. Auch die Anlagen und Maschinen werden  
regelmäßig auf die Einhaltung aller Sicherheitsstandards überprüft. Das Unternehmen legt großen Wert  
darauf, alle eingesetzten Arbeitsmittel und Materialien kontinuierlich zu optimieren.  
Wolford führt eine detaillierte Unfallstatistik  
Mithilfe der Unfallstatistik werden die Bereiche und Zusammenhänge, in denen sich Unfälle ereignen,  
systematisch analysiert und ausgewertet. Dementsprechend werden spezielle Präventionsmaßnahmen  
durchgeführt, z. B. spezielle Schulungen zur Verbesserung der Handhabung von Arbeitsmitteln oder zur  
Optimierung von Arbeitsabläufen.  
Der jeweilige handelsrechtliche Geschäftsführer ist für die Einhaltung aller gesetzlichen und internen  
Vorgaben verantwortlich. Der interne Arbeitsschutzausschuss tagt einmal jährlich und bespricht mögliche  
Maßnahmen zur Optimierung. Die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften wird in Österreich von der  
Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und der Arbeitsinspektion (übergeordnete staatliche  
Behörde zur Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz) sowie  
der örtlichen Brandverhütungsstelle überwacht.  
Diversität und Chancengleichheit  
Wolford ist überzeugt, dass vielfältige Teams eine höhere Innovationskraft und Effektivität haben und damit  
bessere Ergebnisse erzielen als homogen zusammengesetzte Arbeitsgruppen. In Managementteams führt  
Vielfalt auch zu einem fundierteren Entscheidungsprozess durch den Austausch unterschiedlicher  
Perspektiven und Argumente.  
Kulturelle Vielfalt zum Beispiel hat einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines international  
tätigen Unternehmens.  
Je näher beispielsweise die kulturelle Nähe des Wolford  
Verkaufspersonals zu den jeweiligen lokalen Kunden ist, desto eher versteht das Personal deren Bedürfnisse  
und desto eher erreicht es eine hohe Kundenzufriedenheit. Je näher die Entwicklung an den Bedürfnissen  
der meist weiblichen Kundschaft ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass neue Produkte am Markt erfolgreich  
sein werden. Nicht zuletzt ist die von Wolford gelebte Chancengleichheit ein wichtiger Faktor für die  
Mitarbeiterzufriedenheit. Davon profitiert auch die Arbeitgebermarke.  
Vielfalt in Aktion bei Wolford  
Zu einer vielfältigen Zusammensetzung der Belegschaft gehören nicht nur eine möglichst ausgewogene  
Vertretung der Geschlechter, sondern auch unterschiedliche Nationalitäten und eine ausgewogene  
Altersstruktur. In diesem Sinne wird das Thema „Vielfalt und Chancengleichheit“ bei Wolford schon seit  
Jahrzehnten gelebt, auch ohne, dass es ein ausformuliertes Diversity-Konzept im Unternehmen gibt. Das  
Vorstandsduo setzt sich aus einem männlichen und einem weiblichen Vorstandsmitglied zusammen. Dass  
Wolford in Sachen Diversity gut aufgestellt ist, bestätigt der BCG Gender Diversity Index Austria 2022, der  
das Geschlechterverhältnis in Vorstand und Aufsichtsrat der 50 größten börsennotierten Unternehmen  
Österreichs analysiert – Wolford liegt nach wie vor unter den Top Ten auf Platz 7, im Fünfjahresvergleich  
sogar auf Platz 2. Angesichts des primär auf Frauen ausgerichteten Produktangebots und des oft weiblichen  
Verkaufspersonals am Point of Sale ist auch der Frauenanteil auf Konzernebene mit über 80 %  
überdurchschnittlich hoch. Vor diesem Hintergrund ist es Wolford auch ein besonderes Anliegen, seinen  
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Elternzeit- und Teilzeitmodelle anzubieten, damit sie Beruf und  
Familie optimal vereinbaren können.  
Loading SVG
Insgesamt sind 48 Nationalitäten in der Wolford-Gruppe vertreten. In der Muttergesellschaft Wolford AG  
sind 29 Nationalitäten beschäftigt. Der Anteil der Nicht-Österreicher liegt hier bei rund 35 %. Unter den  
Führungskräften sind sechs Nationalitäten vertreten. In den Vertriebsgesellschaften sind alle Altersgruppen  
zwischen 20 und 60 Jahren nahezu gleich stark vertreten. Am Produktionsstandort in Murska Sobota sind  
rund 42 % aller Beschäftigten Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren  
Mehr Details  
Angaben gemäß § 243a (1) UGB  
1. die Zusammensetzung des Kapitals einschließlich der Aktien, die nicht auf einem geregelten Markt im  
Sinne des § 1 Z (2) BörseG 2018, BGBl. I Nr. 107/2017, gehandelt werden, sowie ggf. die Angabe der  
verschiedenen Aktiengattungen und zu jeder Aktiengattung die Angabe der mit dieser Gattung  
verbundenen Rechte und Pflichten sowie des Anteils dieser Gattung am Gesellschaftskapital;  
Die Wolford AG notiert im Standard Market der Wiener Börse. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023  
verfügte die Gesellschaft über ein Grundkapital von EUR 46.337.596,80, das in 9.653.666 auf den Inhaber  
lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt war.  
2. alle Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in  
Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, soweit sie dem Vorstand der Gesellschaft  
bekannt sind;  
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien  
betreffen.  
3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest zehn von Hundert betragen;  
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2023 folgende direkte oder indirekte  
Beteiligungen am Kapital der Wolford AG, die zumindest 10 % betragen: Fosun Fashion Group Wisdom  
(Luxembourg) S.à r.l. hielt rund 61 %. Ralph Bartel hielt rund 30 % der Anteile. Die Wolford AG verfügt zum  
31. Dezember 2023 über 88.140 eigene Aktien (ohne Stimmrechte). Dies entspricht rund 1 % vom  
Grundkapital. Der Rest der Aktien befand sich im Free Float (Streubesitz).  
4. die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte;  
Dem Vorstand sind keine solche Rechte bekannt.  
5. die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das  
Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben;  
Bei Wolford AG bestehen weder ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm noch ein System der  
Kapitalbeteiligung, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile der Wolford AG nicht  
unmittelbar ausübt.  
6. die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und  
Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der  
Gesellschaft;  
Dem Vorstand sind keine solche Rechte bzw. Vereinbarungen bekannt.  
7. die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstands,  
insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen;  
Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstands insbesondere  
hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Es existiert kein genehmigtes Kapital.  
8. alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem  
Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder  
enden, sowie ihre Wirkungen; ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der  
Gesellschaft erheblich schaden würde, es sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger  
Informationen aufgrund anderer Rechtsvorschriften ausdrücklich verpflichtet;  
Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen mit „Change of Control“-Klauseln bekannt.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen  
Übernahmeangebots;  
Dem Vorstand sind keine diesbezüglichen Vereinbarungen bekannt.  
Nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 243b UGB und 267a UGB.  
Die Wolford AG erstellt einen gesonderten konsolidierten nichtfinanziellen Bericht, der die gesetzlichen  
Anforderungen gemäß § 243b UGB in Verbindung mit § 267a UGB erfüllt. Der Bericht ist auf der Website  
des Unternehmens unter der Rubrik „Investor Relations“ verfügbar.  
Bregenz, 26. Juli 2024  
Ralf Polito  
COO Verantwortlich für Lieferkette und Produktion, Recht & Compliance, Investor Relations, IT und  
Digital sowie PMO  
Regis Rimbert  
CCO Verantwortlich für Verkauf und Merchandising, Marketing, Finanzen, Personalwesen und Design  
Loading SVG
WOLFORD GRUPPE  
KONZERN ABSCHLUSS  
Konzerngesamtergebnisrechnung  
Konzern-Cashflow  
Konzernbilanz  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
Segmentberichterstattung  
Konzernanlagenspiegel  
Konzernanhang  
Erklärung des Vorstands der Wolford AG  
Bestätigungsvermerk  
Loading SVG
Loading SVG
Konzerngesamtergebnis  
rechnung  
2022  
ANHANG-  
2023  
angepasst  
in TEUR  
NR.  
Umsatzerlöse  
(1)  
125.797
124.934
Sonstige betriebliche Erträge  
(2)  
9.673
3.900
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen  
Erzeugnissen  
209
6.296
Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen  
(3)  
-24.552
-31.040
Personalaufwand  
(4)  
-53.780
-56.449
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
(5)  
-57.259
-59.916
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen  
und Leistungen  
(6)  
-111
-831
Abschreibungen  
(7)  
-13.760
-15.814
Wertminderungen  
(7)  
-6.205
-1.905
Wertaufholungen  
(7)  
2.290
206
EBIT  
-17.698
-30.619
Zinsen und ähnliche Erträge  
(8)  
40
46
Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
(8)  
-8.099
-5.915
Zinsen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen  
(8)  
-471
-152
Sonstige Finanzerträge  
(8)  
61
11
Sonstiger Finanzaufwand  
(8)  
-1.231
-231
Finanzergebnis  
(8)  
-9.700
-6.240
Verlust vor Ertragssteuern  
-27.398
-36.859
Ertragsteuern  
(9)  
-3.357
11
Jahresergebnis  
-30.755
-36.848
Sonstiges Ergebnis*  
Beträge, die in künftigen Perioden nicht ergebniswirksam  
umgegliedert werden  
-1.261
1.319
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste  
(10)  
-1.653
1.690
davon latente Steuern  
(10)  
392
-371
Beträge, die in künftigen Perioden möglicherweise  
ergebniswirksam umgegliedert werden  
1.202
-734
davon Währungsumrechnug ausländischer Geschäftsbetriebe  
(10)  
1.202
-734
Sonstiges Ergebnis/Sonstiger Verlust*  
-59
585
Gesamtergebnis  
-30.814
-36.262
davon entfallen auf Anteilseigner der Muttergesellschaft  
-30.814
-36.262
vom Jahresergebnis entfallen auf Anteilseigner der  
Muttergesellschaft  
-30.755
-36.848
Verlust je Aktie in EUR (unverwässert = verwässert)  
(11)  
-3,34
-5,56
* Der Ausweis im sonstigen Ergebnis erfolgt nach Steuern.  
002  
Loading SVG
Konzern-Cashflow  
2022  
ANHANG-  
2023  
angepasst  
in TEUR  
NR.  
Ergebnis vor Ertragsteuern  
-27.398
-36.859
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und  
immaterielle Vermögenswerte  
(7)  
19.965
17.719
Wertaufholungen  
(7)  
-2.290
-206
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen  
(2)  
-1.965
-2.037
Zinsaufwand/Zinsertrag  
(8)  
8.059
5.858
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge  
(8)  
-2.028
602
Veränderung der Vorräte  
338
-5.323
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
-2.003
1.837
Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte  
1.423
4.884
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
1.464
9.379
Veränderung der sonstigen Rückstellungen und Personalverpflichtungen  
-159
-1.367
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten  
-2.566
905
Erhaltene Zinsen  
40
46
Gezahlte Ertragsteuern  
-848
-959
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit  
-7.967
-5.521
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen  
-1.941
-7.309
Auszahlungen für Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte  
-715
-77
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen und sonstigen immateriellen  
Vermögenswerten  
536
4.086
Einzahlungen aus der Rückzahlung von langfristigen Kautionen  
563
0
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
-1.557
-3.300
Einzahlungen aus der Erhöhung des Grundkapitals  
(22)  
17.427
0
Einzahlungen aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten  
IV.  
11.610
22.500
Zahlung von Leasingverbindlichkeiten (ohne Zinsen)  
IV.  
-12.388
-15.967
Gezahlte Zinsen  
-4.424
-3.373
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
12.225
3.160
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds  
2.701
-5.661
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang  
IV.  
3.656
9.148
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds  
IV.  
114
169
Zahlungsmittelbestand am Periodenende  
6.471
3.656
003  
Loading SVG
01  
Konzernbilanz  
ANHANG-  
31.12.2022  
31.12.2023  
in TEUR  
NR.  
angepasst  
Aktiva  
Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte)  
(12)  
63.114
56.350
Firmenwerte  
(13)  
83
86
Sonstige immaterielle Vermögenswerte  
(14)  
922
450
Langfristige finanzielle Vermögenswerte  
(15)  
1.075
1.028
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte  
(16)  
2.724
3.286
Latente Steueransprüche  
(17)  
1.363
3.837
Langfristiges Vermögen  
69.280
65.037
Vorräte  
(18)  
36.033
36.371
Vertragsvermögenswerte  
(29)  
38
55
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
(19)  
12.102
10.099
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
(20)  
10.256
11.325
Zahlungsmittelbestand  
(21)  
6.471
3.656
Kurzfristiges Vermögen  
64.901
61.506
Summe Vermögenswerte  
134.181
126.543
Passiva  
Grundkapital  
46.338
32.252
Kapitalrücklagen  
3.740
398
Sonstige Rücklagen  
-74.926
-44.171
Eigene Aktien  
-4.195
-4.195
Kumuliertes übriges Eigenkapital  
-5.370
-5.311
Negatives Eigenkapital  
(22)  
-34.413
-21.027
Langfristige Finanzverbindlichkeiten  
(32)  
800
0
Langfristige Leasingverbindlichkeiten  
(32)  
48.981
42.161
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten  
(24)  
846
926
Rückstellungen  
für  
langfristige  
(23)  
12.658
11.550
Sonstige langfristige Rückstellungen  
128
213
Latente Steuerverbindlichkeiten  
(17)  
15
140
Langfristige Schulden  
63.428
54.990
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
(25)  
50.694
35.739
Leasingverbindlichkeiten  
(31)  
13.542
15.056
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
(26)  
23.968
22.503
Sonstige Verbindlichkeiten  
(29)  
14.054
15.602
Ertragsteuerschulden  
(28)  
567
401
Sonstige Rückstellungen  
(27)  
135
1.511
Rückerstattungen und Vertragsverbindlichkeiten  
(30)  
2.207
1.768
Kurzfristige Schulden  
105.166
92.580
Summe Eigenkapital und Schulden  
134.181
126.543
004  
Loading SVG
Entwicklung des  
Konzerneigenkapitals  
DEN ANTEILSINHABERN DER MUTTERGESELLSCHAFT ZURECHENBARES KUMULIERTES  
EIGENKAPITAL  
VERSICH-  
ERUNGS-  
MATHEMA-  
WÄHRUNGS-  
ANHANG- GRUND-  
KAPITAL-  
SONSTIGE  
EIGENE  
TISCHER  
UM-  
EIGEN-  
in TEUR  
NR. KAPITAL  
RÜCKLAGEN  
RÜCKLAGEN  
AKTIEN  
VERLUST  
RECHNUNG  
KAPITAL  
01.01.2022  
(21)  
48.848
10.533
-33.835
-4.413
-5.193
-704
15.236
Angepasstes Jahresergebnis  
(21)  
-36.848
-36.848
Angepasstes Sonstiges Ergebnis  
(21)  
1.319
-734
585
Angepasstes Gesamtergebnis  
-36.848
0
1.319
-734
-36.263
Kapitalherabsetzung  
(21)  
-16.596
-10.135
26.513
218
0
31.12.2022 angepasst  
(21)  
32.252
398
-44.171
-4.195
-3.873
-1.438
-21.028
01.01.2023 angepasst  
(21)  
32.252
398
-44.171
-4.195
-3.873
-1.438
-21.028
Kapitalerhöhung  
(21)  
14.086
3.341
17.427
Jahresergebnis  
(21)  
-30.755
-30.755
Sonstiges Ergebnis  
(21)  
-1.261
1.202
-59
Gesamtergebnis  
-30.755
0
-1.261
1.202
-30.814
31.12.2023  
(21)  
46.338
3.740
-74.926
-4.195
-5.134
-235
-34.413
005  
Loading SVG
Segmentberichterstattung  
ÖSTER- DEUTSCH- ÜBRIGES NORD- ÜBER-
2023 in TEUR REICH LAND EUROPA AMERIKA ASIEN LEITUNG KONZERN
Umsatzerlöse 67.922 11.144 52.438 31.614 9.284 -46.605 125.797
davon Innenumsatz 38.936 0 7.669 0 0 -46.605 0
Außenumsätze 28.986 11.144 44.769 31.614 9.284 0 125.797
EBIT -17.396 933 4.427 -6.283 -1.518 2.138 -17.698
Segmentvermögen 112.028 9.077 65.225 28.677 7.457 -88.283 134.181
Segmentschulden 101.074 6.886 49.846 53.623 18.872 -61.707 168.594
Investitionen
(exkl. Modifikationen, inkl.
Zugänge von Nutzungsrechten) 936 38 2.551 7.076 2.080 581 13.263
Abschreibungen -2.087 -1.290 -5.116 -4.727 -724 184 -13.760
Wertminderungen -420 -213 -1.790 -3.456 -326 0 -6.205
Wertaufholungen 0 0 1.491 800 0 0 2.290
Mitarbeiter (FTE)* 278 55 466 104 49 0 952
* Stand: 31. Dezember  
ÖSTER- DEUTSCH- ÜBRIGES NORD- ÜBER-
2022 angepasst in TEUR REICH LAND EUROPA AMERIKA ASIEN LEITUNG KONZERN
Umsatzerlöse angepasst 70.643 12.011 51.784 31.195 6.517 -47.216 124.934
davon Innenumsatz 38.978 0 8.238 0 0 -47.216 0
Außenumsätze angepasst 31.665 12.011 43.546 31.195 6.517 0 124.934
EBIT angepasst -25.977 374 1.704 -1.350 -2.597 -2.773 -30.619
Segmentvermögen angepasst 103.341 9.470 56.790 27.591 5.035 -75.683 126,544
Segmentschulden angepasst 88.638 7.683 43.905 41.411 14.230 -48.297 147.570
Investitionen
(exkl. Modifikationen, inkl.
Zugänge von Nutzungsrechten) 1.568 552 7.833 10.982 693 0 21.628
Abschreibungen angepasst -2.568 -1.715 -5.825 -4.403 -1.195 -108 -15.814
Wertminderungen angepasst -68 -401 -1.040 0 -313 -83 -1.905
Wertaufholungen angepasst 0 0 254 378 37 -463 206
Mitarbeiter (FTE)* 362 71 528 124 21 0 1.106
* Stand: 31. Dezember  
006  
Loading SVG
Konzernanlagenspiegel  
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
STAND WÄHRUNGS- STAND
in TEUR 01.01.2023 DIFFERENZEN ZUGANG ABGANG 31.12.2023
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremdem Grund 23.384 -382 1.085 -1.220 22.868
Technische Anlagen und Maschinen 27.146 0 25 -31 27.141
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 29.841 -153 666 -339 30.014
Nutzungsrechte 103.836 -1.097 30.341 -45.201 87.879
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im
Bau 1.753 -1 165 -38 1.879
185.961 -1.634 32.282 -46.828 169.781
Firmenwerte 855 -30 0 0 825
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 15.588 -10 715 0 16.293
15.588 -10 715 0 16.293
Gesamt 202.403 -1.673 32.997 -46.828 186.899
007  
Loading SVG
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN (AKTUALISIERT) BUCHWERTE
STAND WÄHRUNGS- WERTMIN- WERTAUF- STAND STAND STAND
01.01.2023 DIFFERENZEN DERUNGEN HOLUNGEN ZUGANG ABGANG 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2023
17.749 -319 399 -44 1.016 -1.925 16.876 5.636 5.992
25.901 0 0 0 398 -31 26.268 1.245 872
28.809 -145 172 -26 422 -424 28.808 1.032 1.206
55.420 -759 5.634 -2.220 11.701 -36.793 32.984 48.415 54.896
1.731 -1 0 0 0 0 1.730 22 149
129.610 -1.224 6.205 -2.290 13.538 -39.172 106.667 56.350 63.114
768 -26 0 0 0 0 742 86 83
15.158 -10 0 0 222 0 15.370 430 922
15.158 -10 0 0 222 0 15.370 430 922
145.537 -1.260 6.205 -2.290 13.760 -39.172 122.780 56.866 64.119
008  
Loading SVG
Konzernanlagenspiegel  
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
STAND WÄHRUNGS- STAND
in TEUR ANGEPASST 01.01.2022 DIFFERENZEN ZUGANG ABGANG 31.12.2022
Sachanlagen
Grundstücke,grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremdem Grund 20.026 380 3.579 -601 23.384
Technische Anlagen und Maschinen 28.615 0 321 -1.790 27.146
AndereAnlagen,Betriebs-und 30.060 196 913 -1.328 29.841
Nutzungsrechte 90.761 1.224 16.717 -4.866 103.837
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im
Bau 1.747 0 22 -15 1.753
171.210 1.800 21.551 -8.601 185.961
Firmenwerte 1.541 42 0 -728 855
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen,gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 15.995 7 57 -471 15.589
Geleistete Anzahlungen 0 0 20 0 20
15.995 7 76 -471 15.608
Gesamt 188.746 1.849 21.627 -9.800 202.423
009  
Loading SVG
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
WERTMIN- WERTAUF- STAND STAND
STAND WÄHRUNGS- DERUNGEN HOLUNG 31.12.2022 STAND 31.12.2022
01.01.2022 DIFFERENZEN angepasst angepasst ZUGANG ABGANG angepasst 01.01.2022 angepasst
16.219 367 332 0 1.343 -512 17.749 3.807 5.636
27.249 0 0 0 431 -1.779 25.901 1.367 1.245
28.597 191 69 -206 1.338 -1.180 28.809 1.462 1.032
41.204 606 1.504 0 12.357 -251 55.420 49.557 48.416
1.731 0 0 0 0 0 1.731 16 22
115.001 1.164 1.905 -206 15.469 -3.723 129.610 56.209 56.350
1.451 44 0 0 0 -727 768 90 86
15.277 6 0 0 346 -470 15.159 719 430
0 0 0 0 0 0 0 0 20
15.277 6 0 0 346 -470 15.159 719 449
131.729 1.214 1.905 -206 15.815 -4.919 145.538 57.017 56.885
010  
Loading SVG
Konzernanhang  
011  
Die Wolford Gruppe ist ein international tätiger Konzern, der auf die Herstellung und den   Vertrieb von Legwear, Ready-to-wear und Lingerie, Beachwear, Accessoires sowie   Handelswaren im Segment der erschwinglichen Luxusprodukte spezialisiert ist. Das  Mutterunternehmen, die Wolford AG, ist eine Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Österreich ,   6900 Bregenz, Wolfordstraße 1 , und beim Landesgericht Feldkirch, Österreich , unter FN 68605s  registriert. Die Wolford AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der  Konzernunternehmen auf und wird in den übergeordneten Konzernabschluss der Fosun   International Limited, Shanghai, China , einbezogen.  
Die Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen, mit Ausnahme Sloweniens, besteht im   Wesentlichen aus dem Vertrieb von vom Mutterunternehmen bezogenen Erzeugnissen.  Slowenien ist eine Produktionsgesellschaft der Wolford AG.  
I. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG  
1 GRUNDLAGEN  
Der Konzernabschluss der Wolford AG zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß § 245a UGB in   Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten  International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dabei wurden alle in der EU für das  Geschäftsjahr 2023 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB und  Interpretationen des IFRS Interpretations Committee in der geltenden Fassung berücksichtigt.  
Beim Geschäftsjahr der Wolford AG handelt es sich um ein Kalendergeschäftsjahr, das den   Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember umfasst.  
Der Konzernabschluss der Wolford AG besteht aus der Konzerngesamtergebnisrechnung, der   Konzernbilanz, dem Konzern-Cashflow, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und dem  Anhang zum Konzernabschluss.  
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt (Berichtswährung). Alle Beträge sind, sofern   nichts anderes angeführt ist, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss enthält  Vergleichsinformationen über die vorangegangene Berichtsperiode. Der Konzernabschluss wird  unter der Verantwortung des Vorstands erstellt. Durch kaufmännische Rundungen kann es zu  Rundungsdifferenzen kommen.  
012  
Loading SVG
Folgende Standards und Interpretationen sind in der EU für das Geschäftsjahr 2023 erstmals   zur Anwendung zu bringen:  
STANDARD / AUSLEGUNG INHALT ERSTANWENDUNGS-
ZEITPUNKT
BEREITS VON DER EU ÜBERNOMMENE STANDARDS
IFRS 17 Versicherungsverträge (inkl. Änderungen) 1.1.2023
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichsinformationen 1.1.2023
Änderungen an IAS 1 und Definition des Begriffs „material“ (wesentlich) im Zusammenhang mit 1.1.2023
IFRS Practice Statement 2 Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätzen
Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Unterscheidung
Änderungen an IAS 8: gegenüber Änderungen von Rechnungslegungsmethoden 1.1.2023
Änderungen an IAS 12* Internationale Steuerreform Säule-2-Modellregeln 1.1.2023
Ausnahme von der Ausnahmeregelung der erstmaligen Erfassung für vom
Änderungen an IAS 12 Leasingnehmer erfasste Leasingverhältnisse und Pflichten bei Veräußerung- 1.1.2023
und/oder Rückbau
*Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der neuen Steuergesetzgebung. Allerdings   wurden die Rechtsvorschriften in einigen Ländern erst kurz vor dem Berichtsdatum erlassen  oder sind noch nicht in Kraft getreten. Daher ist der Konzern noch dabei, die möglichen  Auswirkungen der Säule-2-Modellregelung auf die Ertragsteuern zu bewerten.  
Übersicht über die Standards und Interpretationen, die in den folgenden Geschäftsjahren   anzuwenden sind:  
STANDARD / AUSLEGUNG INHALT ERSTANWENDUNGS-
ZEITPUNKT
IAS 1 Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder 1.1.2024
IFRS 16 Änderung an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einem Sale-and-Leaseback- 1.1.2024
Verhältnis
IAS 1 Änderung an IFRS 1: Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants 1.1.2024
IAS 7 / IFRS 7 Offenlegung von Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten 1.1.2024
IAS 21 Mangel an Umtauschbarkeit 1.1.2025
langfristig  
Die ab dem 1. Januar 2024 anzuwendenden und von der EU übernommenen Standards wurden   nicht vorzeitig angewendet. Die neuen bzw. überarbeiteten Standards/Interpretationen hatten  keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Wolford Gruppe bzw. werden  auch aus der Anwendung der bereits beschlossenen Änderungen an Standards keine  wesentlichen Auswirkungen erwartet.  
013  
Fortführung des Unternehmens (Going Concern)  
Als Ergebnis der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen mit deutlicher   Verbesserung der operativen Kosten im Vergleich zum Vorjahr ist die Wolford Gruppe  auf Kurs, weiter das EBITDA zu verbessern und sich dem Break-even-Punkt zu nähern.   Obwohl die Wolford AG in Österreich Lohn- und Gehaltserhöhungen von durchschnittlich   9,6 % zu verkraften hatte, konnten die operativen Kosten in allen Bereichen deutlich gesenkt   werden. Dennoch ist das EBIT für das Gesamtjahr 2023 mit -17,69 Mio. Euro weiterhin   negativ.  
Damit bleibt Wolford auch 2023 in einer schwierigen finanziellen Lage. Der Cashflow aus   der laufenden Geschäftstätigkeit und anderen Finanzierungsquellen reichten nicht aus,   um die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Wolford Gruppe war auf   Fremdkapital und Fremdfinanzierungen zu günstigen Konditionen angewiesen. Wolford   hat seinen Finanzierungsbedarf in der Vergangenheit durch Gesellschafterdarlehen des  Hauptgesellschafters gedeckt.  
Wolford hat weitere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz gesetzt. Die   Prozesse werden weiter optimiert und der Fokus auf Kostenkontrolle und   Vertriebsaktivitäten wurde wieder verstärkt. Die erzielten Geschäftsergebnisse auf der   Kostenseite reichen noch nicht aus, um den Cashflow des Unternehmens zu stabilisieren,   zumal Investitionen in den Bereichen IT und Retail notwendig sind. Zur Sicherstellung   einer ausreichenden Liquidität hat das Unternehmen weiteren Zugang zu Krediten des   Mehrheitsaktionärs erhalten. Durch die Kapitalerhöhung, die am 15. Februar 2023 ins   Handelsregister eingetragen wurde, flossen der Wolford AG vor Abzug der anfallenden Kosten   liquide Mittel in Höhe von 17,6 Mio. Euro zu. Wolford steht und stand in engem Kontakt mit   Finanzinstituten und der Muttergesellschaft bezüglich weiterer Finanzierungsmöglichkeiten.   Die Fosun Fashion Group (Cayman) Limited hat im Geschäftsjahr 2023 weitere   Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9.70 Mio. Euro plus 1.20 Mio. USD gewährt, sowie   im laufenden Geschäftsjahr 2024 9.25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und damit ihr   fortgesetztes finanzielles Engagement bekräftigt.  
Wolford arbeitet derzeit intensiv an der Stärkung seiner Präsenz und Sichtbarkeit. Dies   geschieht durch gezielte Marketingaktivitäten, eine fokussierte Produktpipeline, die   geografische Ausweitung des Vertriebs, die Rationalisierung der Einzelhandelsflotte und   erhebliche Investitionen in E-Commerce, IT und Systeme. Trotz erheblicher   geopolitischer Herausforderungen konnte Wolford seinen Umsatz im Jahr 2023 im   Vergleich zu 2022 geringfügig steigern. Darüber hinaus werden die fixen und variablen   Kosten in allen Funktionen gesenkt. Aufgrund der bereits umgesetzten   Restrukturierungsmaßnahmen ist Wolford trotz der hinter dem Budget 2024 liegenden   Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr zuversichtlich, im Jahr 2024 an die positive   Entwicklung anknüpfen zu können und im Geschäftsjahr 2024 eine weitere Verbesserung   des EBIT-Ergebnisses zu erzielen.  
014  
Voraussetzung dafür ist, dass keine makroökonomischen Ereignisse, die nicht im   Einflussbereich des Unternehmens liegen, das aktuelle Geschäftsumfeld verschlechtern. Es setzt   also auch voraus, dass die geopolitischen Unsicherheiten in der Ukraine und Israel nicht   zu weiteren Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen. Das Unternehmen setzt seine   gezielten Bemühungen fort, die Effizienz der Personalkosten zu verbessern, die   Beratungskosten zu senken, die Anzahl der Teile pro Kollektion zu reduzieren, sowie die   Bedarfsplanung und den Produktionsprozess effizienter zu gestalten.  
Die Systeme und die IT-Infrastruktur von Wolford sind veraltet und stellen ein weiteres   Risiko für die Fortführung des Geschäftsbetriebs dar. Wolford hat daher trotz der   angespannten finanziellen Situation zahlreiche Projekte im Bereich der IT-Infrastruktur   geplant und umgesetzt. Im Budget 2024 hat die Wolford AG die Einführung eines neuen   ERP-Systems vorgesehen, um diese kritische IT-Landschaft zu vereinheitlichen.  
Die ersten Monate des Jahres 2024 zeigen weiterhin einen positiven Trend bei allen   Sparmaßnahmen. Auf der Umsatzseite liegt die Gruppe derzeit hinter dem Budget zurück   - ein Teil davon ist auf Lieferverzögerungen zurückzuführen, die durch den Wechsel vom   bisherigen zum neuen Logistikdienstleister der Wolford AG entstanden sind. Dieser   Rückstand soll bis Ende Juli abgebaut werden. Ein weiterer Grund für die   unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind Probleme in der Lieferkette, verursacht   durch verspätete Zahlungen an Lieferanten.  
Entscheidend für die weitere Entwicklung von Wolford ist die erfolgreiche Positionierung   der Marke auf den internationalen Märkten. Das Unternehmen wird die globale   Positionierung seiner Marke mit den Linien „The W“ und „The W Lab“ weiter vorantreiben.   Dazu gehören die Fortsetzung erfolgreicher Kooperationen, limitierte Capsule   Collections, die in Zusammenarbeit mit internationalen Stardesignern entwickelt werden,   sowie die Nutzung von Wachstumschancen in den Märkten USA und China. Auf Basis   dieser Maßnahmen sieht das Management Wolford gut positioniert, um zu   Umsatzwachstum und Profitabilität zurückzukehren.  
015  
Darüber hinaus hat die Lanvin Group Holdings Limited im Juli 2024 eine harte Patronats- und   Nachrangigkeitserklärung (im Folgenden auch Comfort Letter) abgegeben und sich bereit erklärt,   Wolford bei Bedarf weiterhin finanziell zu unterstützen. Fosun Fashion Group (Cayman) Limited   hat die Patronatserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu einem qualifizierten Rangrücktritt   aller bisher gewährten Darlehen in Höhe von 62,69 Mio. Euro sowie der im Rahmen der   Patronatserklärung künftig zur Verfügung gestellten Mittel, einschließlich der aufgelaufenen   Zinsen, verpflichtet. Lanvin Group Holdings Limited verpflichtet sich, vom 1. Januar 2024 bis   zum 31. Juli 2026 auf Antrag der Unternehmensleitung zusätzliche Liquidität in Höhe von   insgesamt 33,25 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen („Liquidity Injection“). Bis Ende Juni 2024   wurden bereits 9,25 Mio. Euro bereitgestellt, wodurch sich die garantierte Liquiditätszuführung   zum 30. Juni 2024 von 33,25 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro reduziert. Sollten Finanzinstitute   Finanzierungen im maximalen Ausmaß von bis zu 9,60 Mio. Euro gewähren, die mit   Forderungen und Waren besichert werden, würden diese würden je nach Inanspruchnahme   die Verpflichtung der Gesellschafter reduzieren oder wieder erhöhen. Mit den genannten   Maßnahmen soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, ihre Verbindlichkeiten bei   Fälligkeit jederzeit zu erfüllen und den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare   Zeit zu sichern. Diese harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung kann bis Ende   Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle Unterstützung benötigt   wird, verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings Limited, die Garantie in vollem Umfang   durchzusetzen. Der Vorstand kommt auf Basis der erhaltenen Zusagen und einer   Liquiditätsplanung zu dem Schluss, dass der Jahres- und Konzernabschluss der Gesellschaft   für das Jahr 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt werden soll.  
016  
2
ANGABEN  
ZU  
BESONDEREN  
EINFLUSSFAKTOREN  
AUF  
DEN  
KONZERNABSCHLUSS  
2.1  
ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER COVID-19-PANDEMIE  
Die Weltwirtschaft erholte sich im Jahr 2023 weiter von den Auswirkungen der COVID-19-   Pandemie, und viele Länder verzeichneten ein robustes Wachstum in verschiedenen Sektoren.  Die wichtigsten Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse werden im Folgenden zusammengefasst  dargestellt.  
Umsatzentwicklung  
Das wirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin schwierig, der Umsatz stieg   jedoch aufgrund verbesserter Verkaufszahlen insbesondere in den USA, vor allem im Online-  Geschäft.  
Die Umsätze in Asien waren in der ersten Hälfte des Jahres 2022 noch durch die Schließung von   Geschäften aufgrund der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt, in der ersten Hälfte des Jahres  2023 konnte Wolford jedoch vor allem durch erfolgreiche Kooperationen und Kampagnen  wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.  
Staatliche Subventionen  
Wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt waren, wurde auf staatliche Subventionen   zurückgegriffen, um die negativen Auswirkungen von Covid-19 abzufedern, vor allem in  Österreich (hauptsächlich Subventionen für Fixkosten, Verlustausgleich und Kurzarbeit). Im  Geschäftsjahr 2023 erhielt die Gruppe die letzte Auszahlung der Covid-19-Subventionen in  Höhe von insgesamt TEUR 2.849. Da davon zum 31. Dezember 2022 bereits TEUR 1.176 als  sonstige Forderungen ausgewiesen worden waren, wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Betrag in  Höhe von TEUR 1.673 unter den Sonstigen Erträgen verbucht. Nach dem Auslaufen der Covid-  19-Subventionsprogramme können keine weiteren Beträge mehr eingehen.  
Auswirkungen  
der  
Covid-19-Krise  
auf  
Schätzungsunsicherheiten  
und  
Ermessensentscheidungen  
Nach den Lockdowns in Asien, die vor allem im ersten Halbjahr 2022 die Geschäftsaktivitäten   der Wolford Gruppe beeinträchtigten, wurden die Covid-19-Maßnahmen weltweit weitgehend  aufgehoben, weshalb diesbezügliche Beschränkungen weder aus Sicht des Vorjahres noch des   Berichtsjahres in den Planungsrechnungen berücksichtigt wurden.  
017  
2.2  
ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT KLIMABEZOGENEN BELANGEN  
Die im November 2022 vom EU-Parlament verabschiedete Corporate Sustainability Reporting   Directive (CSRD) ändert den Umfang und die Art der Nachhaltigkeitsberichterstattung von  Unternehmen tiefgreifend. Um die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting  Directive in der Organisation zu verankern, werden derzeit viele Prozesse überarbeitet und  Maßnahmen angepasst. Um transparent über unsere Ziele und Maßnahmen zu berichten  arbeiten wir derzeit an der Umsetzung der neuen CSRD Richtlinie.  
Umsatzaspekte  
Im Jahr 2023 sah sich die Wolford Gruppe mit einem Nachfragerückgang zu Beginn des   Herbstes aufgrund des warmen Wetters im Oktober konfrontiert. Aufgrund der Verkürzung der  kalten Jahreszeit wurde das Geschäftsmodell adaptiert und Wolford konzentrierte sich darauf,  die Sichtbarkeit der Marke zu erhöhen und das Produktportfolio anzupassen.  
Wolford beschäftigt sich intensiv mit dem Nachfrageverhalten ihrer Kunden nach nachhaltigen   Produkten, u. a. durch Zusammenarbeit mit auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Bloggern und  Influencern, und trägt diesem durch Entwicklung entsprechender Produkte Rechnung.  Zusätzlich möchte Wolford durch ein nachhaltiges Produktangebot, den Kunden  zukunftsweisende Alternativen zu nicht nachhaltig produzierten Angeboten, u. a. anderer  Hersteller, bieten und ein Umdenken im Konsumverhalten, z. B. durch längere Nutzung der  Produkte, anregen.  
Produktions- und Materialaspekte  
Die Besonderheit des Geschäftsmodells kommt Wolford dabei eindeutig zugute, da wir viele   unserer Produkte selbst herstellt. Alle von Wolford selbst gestrickten und gefärbten Legwear-  Produkte auf Baumwoll- und Polyamidbasis aus der Essential-Kollektion sind „bluesign®   approved“. Die Lieferanten des Unternehmens sitzen zu 90 % in Europa, davon wiederum  kommt der Großteil aus Deutschland, Italien, Österreich und Frankreich, was zu kurzen  Transportwegen führt. Alle Zulieferer von Wolford müssen den vor Ort gängigen sozialen und  Umweltstandards genügen. Wolford setzt bereits seit Langem auf eine entsprechend  umweltschonende Praktiken. Um über die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen hinaus  ökologische und soziale Standards durch die Lieferanten sicherzustellen, haben sämtliche  Zulieferer den Code of Conduct der deutschen Textil- und Modeindustrie, den STANDARD 100  by OEKO-TEX® sowie die REACH-Verordnung einzuhalten. Momentan sieht Wolford kein Risiko,  dass wesentliche Materialien aufgrund klima- und umweltbezogener Belange nicht für die  Produktion verwendet werden können bzw. dürfen oder nicht mehr verfügbar sind und es   dadurch zu Problemen beim Absatz oder Engpässen in der Produktion kommen könnte.   Eine Umstellung in den Materialen bzw. die Suche nach neuen Lieferanten zur Einhaltung   gesetzlicher und selbst gesetzter Ziele könnten zu Zeitverzögerungen führen, dem durch  rechtzeitiges Anstoßen der notwendigen Prozesse Rechnung getragen wird.  
018  
Beim Materialeinsatz geht es primär um die schrittweise Umstellung aller Wolford Produkte: Bis   2025 sollen 50 % der Produkte kreislauffähig sein, also entweder biologisch abbaubar oder  technologisch wiederverwertbar sein. Wolford leistet diesbezüglich Pionierarbeit im Rahmen der  Entwicklung kreislauffähiger Produkte entsprechend dem Cradle to Cradle®-Ansatz. Wolford  setzt zunehmend auf den Einsatz umweltschonender Verpackungsmaterialien. Dass der  Produktionsprozess von Wolford den weltweit höchsten Standards für Nachhaltigkeit in der  Textilindustrie entspricht, beweist die seit April 2015 bestehende Partnerschaft mit der  bluesign® technologies AG, einem global agierenden Netzwerk, dessen System für sichere  Textilien, eine umweltfreundliche Produktion und den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen  steht. Dabei geht es nicht nur um die Überprüfung einzelner Endprodukte, wie sie bei  zahlreichen Ökolabels üblich ist, sondern darum, Transparenz über die komplette textile  Zuliefererkette zu schaffen. Im Rahmen der Partnerschaft mit der bluesign® technologies AG  verwendet Wolford nur Chemikalien und Farbstoffe, die diesen hohen Anspruch erfüllen.  
Um die Folgen der globalen Klimaerwärmung zu reduzieren, gibt es europaweit rechtliche   Vorgaben zum zulässigen Energieverbrauch pro Sektor und zur generellen Reduktion der CO2-  Emissionen. Seit 2015 ist Wolford in Österreich durch das Bundes-Energieeffizienzgesetz  (EEffG) dazu verpflichtet, ihren Energieverbrauch regelmäßig zu analysieren und die  energetische Leistung kontinuierlich zu verbessern. Es besteht die Möglichkeit, dass mit  Auslauf des momentan noch geltenden Energieeffizienzgesetzes die Anforderungen an die  Unternehmen hinsichtlich Energieeinsparungen verschärft werden. Weitere Informationen hierzu  liegen Wolford momentan nicht vor.  
Betreffend IAS 36 Wertminderung ist zur Überprüfung der Werthaltigkeit von nicht-   finanziellen Vermögenswerten folgendes festzuhalten: Im Jahr 2023 wurde eine Verkürzung des  Zeitraums mit kalter Witterung festgestellt, was künftig zu einem Umsatzrückgang aufgrund  eines späteren Beginns der Herbst-/Wintersaison führen kann. Falls durch Anpassung des  Produktsortiments kein Ausgleich gelingt, könnte dies langfristig zu höheren Wertminderungen  bei nicht-finanziellen Sachanlagen insbesondere bei den Nutzungsrechten an Gebäuden, führen.  
Eine Anpassung der Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Auswirkungen klimabezogener   Risiken und Verpflichtungen auf die getroffenen Annahmen war aufgrund der begrenzten  Laufzeit der Leasingverträge nicht erforderlich.  
IAS-37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen: Es besteht keine   Notwendigkeit, für klimabezogene Aspekte im Konzernabschluss 2023 eine Rückstellung  aufgrund einer rechtlichen oder faktischen Verpflichtung gemäß IAS 37.10 zu bilden.  
019  
2.3  
ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM UKRAINEKRIEG  
Wolford ist sowohl in Russland als auch in der Ukraine über einen Geschäftspartner tätig,   erwirtschaftet dort aber nur unbedeutende Umsätze, sodass der Krieg in der Ukraine  unmittelbar keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf Umsatz und Gewinne des  Unternehmens haben wird.  
Es gibt bislang auch keine Anzeichen für einen erhöhten Wertminderungsbedarf bezüglich   Forderungen aus Umsätzen in Russland oder der Ukraine. Wolford hat in den betroffenen  Staaten keine Tochtergesellschaften oder Boutiquen.  
Wolford bezieht keine Produktionsmaterialien aus Russland oder der Ukraine. Der Preisanstieg   und die geringere Verfügbarkeit von Energie, insbesondere von Gas, in den Jahren 2022 und  2023 aufgrund von Lieferengpässen aus Russland wurden durch den mit dem Eigentümer der  Liegenschaft Bregenz abgeschlossenen Energieliefervertrag zu einem Festpreis bis Ende 2023  ausgeglichen, der auch die Produktion an diesem Standort umfasst.  
2.4  
ANGABEN IM ZUSAMMENHANG MIT MAKROÖKONOMISCHEN GEGEBENHEITEN  
Die makroökonomischen Gegebenheiten im Geschäftsjahr 2023 sind nach Ausbruch des   Ukrainekriegs und des Gazakriegs gekennzeichnet durch Inflation und einhergehende  Zinssteigerungen, durch die anhaltende Energiekrise und Lieferkettenprobleme sowohl national  als auch international. Dies beeinflusst auch die Geschäftstätigkeit und den Konzernabschluss  der Wolford Gruppe. Dabei sind die folgenden Aspekte berücksichtigt worden:  Bezüglich IAS 36 Wertminderung sind Rahmen der Wertminderungstests insbesondere  folgende Aspekte zu beachten:  
Das weltweit gestiegene Zinsniveau wurde bei dem im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten   Impairment-Test entsprechend berücksichtigt. Die für die Impairment-Tests verwendeten  länderspezifischen Abzinsungsfaktoren (WACC nach Steuern) betrugen 7,67 % 12,57 % (31.  Dezember 2022: 7,29 % 12,71 %).  
Die Umsatzerlöse für die Retail-Standorte wurden auf Basis der Ist-Umsätze 2023, die mit auf   öffentlichen Studien bzw der Infaltionserwartung basierenden Prozentsätzen erhöht wurden,  geplant. Dabei wurden insbesondere länderspezifische Unterschiede berücksichtigt.   Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum  Geschäftsjahr 2022 (TEUR -31.040) auf TEUR -24.552 im Geschäftsjahr 2023, d. h. um 20,9 %,  zurückgegangen. Der Rückgang ist auf die höhere Effizienz zurückzuführen, die das neue  Management in die Organisation eingebracht hat.  
Bei der Einführung neuer Kollektionen werden die Preise so festgelegt, dass die erwartete   Deckungsmarge erzielt wird. Bislang haben sich die Preiserhöhungen nicht negativ auf die  allgemeine Umsatzentwicklung ausgewirkt.  
Die gestiegenen Personalkosten wurden in den Planungsannahmen für den Impairment-Test   im Verhältnis des Store-Ist-Personalaufwands 2023 zum Ist-Umsatz berücksichtigt.  Gemeinkosten (zentrale IT Aufwendungen, Marketing, Gehaltskosten etc.) wurden pro Store  mit einem Prozentsatz des Wareneinsatzes im Impairment-Test einbezogen.  
020  
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer: Den makroökonomischen Gegebenheiten wurde durch   Anpassung der zur Ermittlung der Verpflichtungen aus Pensionen, Abfertigungen und Jubiläum  angewandten Parameter Rechnung getragen. Der Rechnungszinssatz ging von 4,09 % bis 4,16 %  für die Berechnung per 31. Dezember 2022 auf 3,44 % bis 3,49 % für die Berechnung zum  Bilanzstichtag zurück.   Bei den Verpflichtungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläen wurde für Österreich eine  Steigerungsrate von 8 % für 2024, für das folgende Jahr von 6% und dann von 3% angenommen.   In den anderen Ländern liegt der Gehaltstrend je nach Markt zwischen 2 % und 5 % für 2024   und einheitlich bei 3 % für die Jahre ab 2025. Die Pensions-, Abfertigungs- und   Jubiläumsverpflichtungen erhöhten sich vor Abzug des Planvermögens um TEUR1.108 auf TEUR   12.658 per 31. Dezember 2023. Der versicherungsmathematische Gewinn (vor latenten Steuern)   in Höhe von TEUR -1.653 (Geschäftsjahr 2022: Verlust: TEUR 1.690) wurde im OCI erfasst.  
IFRS 9 und 7 Finanzinstrumente und Angaben  
Bei den Fremdfinanzierungen der Wolford AG handelt es sich um nachrangige Gesellschafterdarlehen   in Höhe von TEUR 50.694 (inkl. aufgelaufener Zinsen) zum 31. Dezember 2023, die zu fixen   Zinssätzen (12 %) aufgenommen wurden und um ein variabel verzinstes Bankdarlehen in Höhe   von TEUR 800, mit einem der Zinssatz von derzeit 7,64 %. Die Rückzahlungen der   Gesellschafterdarlehen werden grundsätzlich im Geschäftsjahr 2024 fällig bzw. sind sie bereits   überfällig. Gemäß der Nachrangigkeitserklärung vom Juli 2024 kann eine Rückzahlung des   Gesellschafterdarlehens bis erfolgreicher Sanierung (Erfüllung der Kennzahlen in analoger   Anwendung des Unternehmensreorganisationsgesetzes URG) der Gruppe nicht verlangt werden.   Mit einer deutlichen Erhöhung des Zinsaufwands aufgrund des geänderten Zinsumfelds   ist aufgrund der weitaus überwiegenden Fixverzinsung kurzfristig nicht zu erwarten.  
IFRS 9 ECL-Bewertung: Es gibt keine Hinweise auf einen erhöhten Wertminderungsbedarf bei   Forderungen aus den Verkäufen von Wolford im Geschäftsjahr. Das bei Wolford angewandte   ECL-Bewertungsmodell spiegelt die makroökonomischen Umstände und die damit verbundenen   Auswirkungen auf das Kreditrisiko und die ECL-Bewertung angemessen wider. Der Aufwand für  Wertberichtigungen betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -111 (2022: TEUR -831).  
021  
Auswirkungen der Covid-19-Krise, im Wesentlichen in Asien, klimabezogener Belange,   des Ukrainekriegs und der makroökonomischen Gegebenheiten auf  Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen  
-
Bei Durchführung des Impairment-Tests erfolgte zum Bilanzstichtag eine gesamthafte  
Anpassung der Planungen im Hinblick auf das schwierige Marktumfeld und die derzeitige   wirtschaftliche Entwicklung des Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich in der Folge ein  Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR -6.205 (Geschäftsjahr 2022: TEUR -1.905), dem  Wertaufholungen in Höhe von TEUR 2.290 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 206) gegenüberstehen.   Klimabezogener Risiken führen aufgrund der begrenzten Laufzeit der Leasingverträge aus   heutiger Sicht zu keinen zusätzlichen Wertminderungen.  
-
  Forderungsbewertung: Die Entwicklung der Forderungen unterliegt aufgrund der   negativen wirtschaftlichen Entwicklung einer genauen Beobachtung. Insgesamt besteht aber   kein Bedarf für eine Anpassung des bestehenden Forderungsbewertungssystems, dies auch  unter Berücksichting der teilweisen Deckung des Ausfallsrisikos   durch eine   Kreditversicherung (bis Ende 2023).  
-
Ansatz aktiver latenter Steuern: Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte  
gemäß IAS 12.56 auf der Grundlage einer Schätzung der künftig zu versteuernden Gewinne und   des erwarteten Ertragsteuersatzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit  bestehenden Unsicherheit wurde ein wesentlicher Teil der aus abzugsfähigen temporärten  Differenzen stammenden aktiven latenten Steuern nicht angesetzt bzw wertberichtigt. Künftige  Steuerersparnisse aus steuerlichen Verlustvorträgen wurden zur Gänze nicht berücksichtigt.   Ansatz aktiver latenter Steuern: Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte gemäß IAS  12.56 auf der Grundlage einer Schätzung des erwarteten jährlichen Ertragsteuersatzes in der  aktualisierten mittelfristigen Planung.  
022  
Loading SVG
3
KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE  
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10   (Consolidated Financial Statements). In den Konzernabschluss werden neben dem  Mutterunternehmen folgenden Gesellschaften direkt mittels Vollkonsolidierung einbezogen:  
UNMITTELBARER
GESELLSCHAFTSNAME SITZ ANTEIL IN %
Wolford Deutschland GmbH Bielefeld 100
Wolford (Schweiz) AG Opfikon 100
Wolford Paris S.A.R.L. Paris 100
Wolford Berangere S.A.R.L. Paris 100
Wolford London Ltd. London 100
Wolford Italia S.r.L. Mailand 100
Wolford España S.L. Madrid 100
Wolford Scandinavia ApS Kopenhagen 100
Wolford America Inc. New York 100
Wolford Nederland B.V. Amsterdam 100
Wolford Canada Inc. Vancouver 100
Wolford Asia Limited Hongkong 100
Wolford Belgium N.V. Antwerpen 100
Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd. Shanghai 100
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. Murska Sobota 100
Zweigniederlassungen werden in Finnland, Norwegen und Schweden durch die Wolford   Scandinavia ApS betrieben, in Irland durch die Wolford London Ltd., in Luxemburg durch die  Wolford Belgium N.V., in Macao durch die Wolford Asia Limited und in Portugal durch die  Wolford España S.L.  
Der Konsolidierungskreis ist in Bezug auf den Geschäftsbetrieb der Wolford Gruppe gegenüber   dem letzten Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 unverändert.  Bis zum Geschäftsjahr 2022 hielt die Wolford Beteiligungs GmbH alle Anteile an den  Gesellschaften mit Ausnahme der Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o. Im Geschäftsjahr 2023  wurde die Wolford Beteiligungs GmbH in die Wolford AG verschmolzen ein Vorgang innerhalb  des Konzerns, der keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss hat.  
Der Konzernabschluss beinhaltet sämtliche Vermögenswerte und Schulden sowie alle   Aufwendungen und Erträge der Wolford AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften nach  Eliminierung aller konzerninternen Transaktionen.  
023  
Loading SVG
Die Bilanzierung des Erwerbs von Geschäftsbetrieben erfolgt nach den Bestimmungen von IFRS  3. Demnach werden die identifizierbaren Vermögenswerte sowie Schulden und  Eventualverbindlichkeiten der Tochtergesellschaften mit den beizulegenden Zeitwerten zum  Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmens die  beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte sowie der Schulden  und Eventualverbindlichkeiten, wird der Unterschiedsbetrag als Firmenwert ausgewiesen.  Passive Unterschiedsbeträge werden sofort ergebniswirksam erfasst. Unternehmen, die im  Verlauf des Geschäftsjahres erworben oder veräußert werden, sind ab dem Erwerbszeitpunkt  oder bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einzubeziehen.  
Bei der Währungsumrechnung der in ausländischen Währungen aufgestellten Abschlüsse   einbezogener Gesellschaften kommt das Konzept der funktionalen Währung zur Anwendung.  Diese ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und  Schulden einer Gesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum  Stichtagskurs umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zu Jahresdurchschnittskursen  umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Unterschiedsbeträge werden in der  Gesamtergebnisrechnung erfasst.  
Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt verändert:  
MITTELKURS AM BILANZSTICHTAG JAHRESDURCHSCHNITTSKURS
WECHSELKURSE 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
1 EUR/USD 1,1078 1,0703 1,08705 1,0585
1 EUR/GBP 0,8706 0,8856 0,8665 0,84914
1 EUR/CHF 0,9261 0,9866 0,97458 1,0093
1 EUR/DKK 7,453 7,4387 7,45055 7,4395
1 EUR/SEK 11,0894 11,117 11,40133 10,5619
1 EUR/NOK 11,2785 10,5051 11,40593 10,0678
1 EUR/CAD 1,4664 1,4437 1,4632 1,3696
1 EUR/HKD 8,6418 8,3244 8,50726 8,28804
1 EUR/CNY 7,87464 7,3751 7,67225 7,07264
1 EUR/MOP 8,93336 8,60635 8,77011 8,5293
024  
Loading SVG
4
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE  
Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die   planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche  Nutzungsdauer.  
Den  
planmäßigen  
linearen  
Abschreibungen  
der  
Sachanlagen  
und  
immateriellen  
Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:  
Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 1050 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 420 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210 Jahre
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 410 Jahre
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Je nach erwarteter Laufzeit des
Nutzungsrechte Leasingverhältnisses
Sofern erforderlich, werden wesentliche Verringerungen des erzielbaren Betrags, die über die   Abschreibungen hinausgehen, gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durch  Wertminderungsaufwendungen berücksichtigt.  
Reparatur- oder Instandhaltungsaufwendungen der Sachanlagen werden grundsätzlich als   Aufwand verrechnet. Sie werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass die nachträglichen  Aufwendungen zu weiteren zukünftigen wirtschaftlichen Vorteilen aus der Nutzung des  Vermögenswerts führen werden.  
Leasing: Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis   begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung  eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten  Zeitraum zu kontrollieren. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert  für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird  erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der  Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum  geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten  Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder zur  Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswerts bzw. des Standorts, an dem dieser  sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.  
Das Nutzungsrecht wird entsprechend den Vorschriften für Sachanlagen über die erwartete   Laufzeit   des   jeweiligen   Leasingverhältnisses   planmäßig   abgeschrieben.   Die   Leasingverbindlichkeit wird entsprechend den Vorschriften des IFRS 16 bilanziert und um die   geleisteten Leasingzahlungen verringert und um den Zinsaufwand erhöht. Die  Leasingverbindlichkeiten setzen sich u. a. aus der Summe der noch nicht geleisteten fixen  Leasingzahlungen, variablen Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zins-Satz gekoppelt  sind, und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden  müssen, zusammen. Im Falle von indexbasierten Zahlungen, werden die Indexierungen zum  
025  
Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Anpassung der Leasingzahlungen berücksichtigt. Zudem   werden Mietverlängerungsoptionen sowie etwaige Vertragsbeendigungszahlungen bei  hinreichender Sicherheit miteinbezogen.  
Bei einer daraus folgenden Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende   Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam  vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf Null verringert hat. Gemäß IFRS  16 wird die Leasingverbindlichkeit über die Laufzeit mittels Effektivzinsmethode fortgeführt.  Bei   der   Folgebewertung   des   Leasingverhältnisses   wird   der   Buchwert   der   Leasingverbindlichkeiten neu bewertet, wenn eine Modifikation im Sinne einer   Vertragsänderung vereinbart wird, die kein gesondertes Leasingverhältnis darstellt und zur  Veränderung des Umfangs, der Gegenleistung oder der Laufzeit des Leasingverhältnisses führt.  Daraus resutlierde Veränderungen sind erfolgswirksam oder durch Anpassung des  Nutzungsrechts zu erfassen.  
Aufgrund von Sonderbestimmungen im Leasingvertrag für das Headquarter in Bregenz ergibt   sich, dass mehrere separate Teilflächen innerhalb des Gebäudes, die unterschiedliche genutzt  werden und abgrenzbar sind, als separate Leasinggegenstände zu behandeln sind. Die Nutzung  der vertraglich vereinbarten Rückgabemöglichkeit solchen Flächen führt bei der Wolford Gruppe  zur Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und zur Verringerung des Buchwerts des   Nutzungsrechts am Leasinggegenstand. Die darüber hinaus gehenden Effekte werden als  Gewinn oder Verlust erfasst.  
Der Begriff Schlüsselgeld (Key Money) bezieht sich auf eine Gebühr, die ein Mieter an einen   Vermieter, vorherigen Mieter oder Immobilienbesitzer zahlt, um einen Mietvertrag zu sichern,  zu erneuern oder zu verlängern. Die Bilanzierung des Key Money erfolgt im Rahmen des  Mietvertrags als Nutzungsrecht und wird grundsätzlich über die Laufzeit mit abgeschrieben. Bei  dem Key Money der französischen Mietverträge erfolgen aufgrund der rechtlichen lokalen  Bedingungen keine Abschreibungen, da der Mieter entweder ein Ersatzrecht bei Beendigung des  Mietverhältnisses durch den Vermieter oder die Möglichkeit, das Mietrecht gegen eine Ablöse  an einen neuen Mieter weiterzugeben, hat. Hier wird das Key Money im Sinne eines  Schlüsselgelds als separater Bestandteil des Nutzungsrechts am Gebäude behandelt. Eine  Abschreibung wird nur dann erfasst, sofern der zu erzielende Restwert niedriger als der  Buchwert des Vermögenswerts ist.  
In dem Fall, in dem Key Money als Synonym für eine Kaution angesehen wird, kann der Betrag   zur Deckung der nicht gezahlten Miete oder für Schäden an der Mieteinheit verwendet werden.  In diesem Fall wird die Kaution in der Regel auf einem Treuhandkonto verwahrt. Der  Nettobetrag (Kaution abzüglich der nicht gezahlten Miete und der Schadensabzüge) wird dem  Mieter nach Ablauf des Mietvertrags zurückerstattet.  
026  
Die Wolford AG hat auf den Ansatz von kurzfristigen Leasingverträgen mit einer Laufzeit von   maximal zwölf Monaten sowie für Leasingverträge für Leasinggegenstände von geringem Wert  (i. d. R. TEUR 5, in Abhängigkeit von der Art des Anlageguts) verzichtet. Das Wahlrecht,  Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten (z. B. Betriebskosten bei Mietverträgen) nicht zu  trennen, wird nicht ausgeübt und dementsprechend die Nicht-Leasingkomponente bei der  Ermittlung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts nicht berücksichtigt. In  einzelnen Ländern sind die Filialmieten vollständig variabel ausgestaltet und dabei weder  index- noch zinssatzbasiert. Für diese Leasingverhältnisse wurden in Übereinstimmung mit  IFRS 16 keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz erfasst, sondern die  Mietzahlungen werden weiterhin als Aufwand in der Konzerngesamtergebnisrechnung  bilanziert.  
Aus Erwerbsvorgängen resultierende Firmenwerte werden aktiviert und mindestens einmal   jährlich oder bei Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hinweisen, einem Impairment-  Test gemäß IAS 36 unterzogen.  
Die Wolford AG hat an jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt   („triggering event“) dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn  ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, hat das Unternehmen den erzielbaren Betrag des  Vermögenswerts zu schätzen. Für die Wolford AG werden folgende „triggering events“ definiert:  erhebliche   Verschlechterung   der   Nettocashflows   aus   der   Nutzung   der   zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Nichterreichen budgetierter Nettocashflows sowie   steigende Zinssätze. Im Jahr der Eröffnung eines Stores werden diese Trigger nicht angewandt.  
Die Wertminderungstests für Sachanlagen, einschließlich Nutzungsrechten und immateriellen   Vermögenswerten, basieren auf den aktuellen Marktbedingungen (gegebenenfalls auch unter  Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen der CGU) und den wirtschaftlichen  Wachstumserwartungen für die verschiedenen Märkte und Regionen. Im Fall von fixen und  variablen Leasingzahlungen werden letztere berücksichtigt, wenn bestimmte Umsatzgrenzen  übertroffen werden.  
Die angenommenen Wachstumsraten für die Umsätze 2024 betragen zwischen 2 % und 6 %   bezogen auf die Ist-Umsätze 2023. Für die nachfolgenden Jahre angenommenen Steigerungsraten  wurden in Höhe der für die verschiedenen Länder erwarteten Inflationsraten angenommen   (31. Dezember 2022: Budget 2023; für die Jahre 2024 2025: zwischen 3,3 % und 11,8 %;   ab 2026: 1% für alle Regionen). Der Wareneinsatz verändert sich verhältnismäßig zur Entwicklung   der Umsatzerlöse. Preissteigerungen bei Material und bezogenen Leistungen werden durch   steigende Verkaufspreise begegnet. Die Personalkosten werden bei der Wertminderungsprüfung   unter Anwendung einer Store-spezifischen Rate, ermittelt aus Ist-Personalaufwand bezogen   auf die Ist-Umsätze des letzten Geschäftsjahres, berücksichtigt (31. Dezember   2022: Österreich: 2023: 7,5%; 2024: 6%; übrige Regionen: 2023: 2% - 5%; 2024: 3%;  ab 2025: einheitlich: 3%). Je nach den Marktbedingungen werden betriebliche Kosten mit einer  jährlichen Steigerungsrate auf Basis der geschätzten Inflation von bis zu 3 % für 2024 und mit  einer einheitlichen Steigerungsrate von 2 % ab 2025 berücksichtigt (31. Dezember 2022: 2023:  
027  
bis zu 12% ab 2024 einheitlich: 2 %) Diese Kosten steht in keinem direkten Zusammenhang mit   der Entwicklung der Umsatzerlöse, da der Umfang der jeweiligen Geschäftstätigkeit unverändert  bleibt. Die Gemeinkosten wurden mit einem Prozentsatz des Wareneinsatzes angesetzt.  
Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen wurden gemäß der Boutiquengröße (Clustering nach m )  
2
basierend auf historischen Erfahrungswerten in der Berechnung inkludiert. Von der   Berücksichtigung von Erweiterungsinvestitionen oder kompletten Shop Refurbishments wurde  gemäß der aktuellen Budgetplanung abgesehen. Für die Ermittlung der Planungsrechnungen  wurden Prognosen getroffen, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen  Ergebnissen, Berateranalysen und der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung  über zukünftige Entwicklungen sowie auf Marktannahmen basieren.  
Die für Impairment-Tests verwendeten Abzinsungsfaktoren (WACC nach Steuern) von 8,02 % –   12,57 % (31. Dezember 2022: 7,29 % bis 12,71 %) leiten sich aus regionalen Zinssätzen ab,  wobei   risikolose   Basiszinssatzlaufzeiten   kongruent   zu   der   durchschnittlichen   Restöffnungsdauer der Boutiquen im jeweiligen Land, Markt- und Länderrisikoprämien,   laufzeitkongruente Bonitätsaufschläge auf Basis von Industrieanleihen mit BB-Rating sowie  unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt werden.  
Die Restlaufzeit der Boutiquenstandorte werden auf Einzelboutiqueebene evaluiert, wobei   Mietvertragsrestlaufzeit, mögliche Kündigungsoptionen, erwartete Performance sowie  wirtschaftliche und strategische Überlegungen bei der Evaluierung der Restlaufzeit  berücksichtigt wurden. Wertminderungen werden in einer separaten Zeile der Gewinn- und  Verlustrechnung ausgewiesen.  
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten zur Ermittlung der Werthaltigkeit werden die   einzelnen Stores inkl. der mit ihnen im Zusammenhang stehende Nutzungsrechte, Einbauten  und den Ansprüchen auf Key Money herangezogen. Eine Berücksichtigung von Working capital  erfolgt nicht, da üblicherweise die Vorräte der Stores nicht bezahlt werden, solange der Verkauf  der Produkte noch nicht erfolgt ist. Der Betrag, um den der Buchwert der  zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt, wird im laufenden Jahr  als Wertminderungsverlust (Aufwand) erfasst.  
Eine Aufhebung eines Wertminderungsaufwands für einen Vermögenswert oder eine   zahlungsmittelgenerierende Einheit wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung als  Zuschreibung eines Wertminderungsaufwands (Gewinn) erfasst. Die Erhöhung des Buchwerts  eines Vermögenswerts mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, die auf eine  Wertaufholung zurückzuführen ist, übersteigt nicht den fortgeschriebenen Buchwert, der sich  ergeben hätte (abzüglich der Abschreibung), wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren  kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.  
028  
Wolford hat in Österreich, den USA und Canada Factoring-Verträge abgeschlossen. In   Abhängigkeit davon, um welche Art von Factoring, „echtes“ oder „unechtes“, es sich handelt,  erfolgt die bilanzielle Behandlung des jeweiligen Factoring-Vertrags. Beim echten Factoring  erfolgt ein vollständiger Forderungskauf bzw. die Abtretung einer Forderung an einen neuen  Gläubiger, den Forderungskäufer (Factor), der das Ausfallrisiko übernimmt. Mit dem Verkauf  der Forderung sind alle Rechte und Pflichten abgetreten. Beim unechten Factoring erhält das  Unternehmen ebenfalls den finanziellen Ausgleich für die Übertragung der Forderung,  allerdings haftet es für den Fall, dass die Forderung ausfallen sollte. Der Factoring Vertrag in  EMEA wurde mit Wirkung vom 31. Dezember 2023 beendet.  
Des Weiteren haben die Tochtergesellschaften Wolford America Inc. und Wolford Canada Inc. im   August 2020 Factoring Agreements als Rahmenverträge über jeweils mindestens USD 5,50 Mio.  für einen Zwölfmonatszeitraum ab September 2020 abgeschlossen, die im Dezember 2022  verlängert wurden (über mindestens USD 4,00 Mio. für einen 12-Monatszeitraum von  September 2022 und über mindestens USD 5,50 Mio., für einen 12-Monatszeitraum ab Januar  2023).  
Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich als finanzielle  Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als  Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert  wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert.   Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.  Die finanziellen  Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  und sonstige Verbindlichkeiten und Darlehen einschließlich Kontokorrentkrediten.  Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der  Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste  werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im  Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten  werden unter Berücksichtigung eines Agios oder Disagios bei Akquisition sowie von Gebühren  oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die  Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil  der Finanzaufwendungen enthalten.  
Eigene Anteile werden gemäß IAS 32 in der Bilanz als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.  
Ertragsteuern: Die Ertragsteuern beinhalten alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung   bestehenden Steuerverpflichtungen. Darüber hinaus werden Abgrenzungen für latente Steuern  gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet.  Es werden dabei die temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen  
029  
Loading SVG
Steuerbilanzen und IFRS-Bilanzen der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsvorgänge   unter Verwendung des Steuersatzes, dessen Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der der  Vermögenswert realisiert oder die Schuld beglichen wird, in die latente Steuerabgrenzung  einbezogen. Außerdem werden aktive Steuerlatenzen für sämtliche Verlustvorträge angesetzt,  mit deren Verbrauch realistisch gerechnet werden kann und von deren Werthaltigkeit  ausgegangen wird. Bewertung der Steuerlatenzen liegt für inländische Unternehmen ein  Steuersatz von 23 % (Geschäftsjahr 2022: 23 %) zugrunde. Für ausländische Unternehmen wird  wie im Vorjahr der jeweilige lokale Steuersatz in einer Bandbreite von 12,00 % bis 31,04 %  angewendet.  
Rückstellungen für Personalverpflichtungen: In Übereinstimmung mit IAS 19 revised und der   Projected-Unit-Credit-Methode wurden folgende Parameter für die Berechnung der  Verpflichtungen für wesentliche Sozialkapitalansprüche verwendet:  
BIOMETRISCHE 2023: AVÖ 2018-P  
GRUNDSÄTZE (2022: AVÖ 2018-P)
Rechnungszinssatz 3,49 % p. a. (2022: 4,14%)
Lohn-/Gehaltstrend 3,00 % p. a. (2022: 3,00 %)
Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen in den Tochtergesellschaften wurden lokal   anzuwendende biometrische Rechnungsgrundlagen, Zinssätze, Lohn- und Gehaltstrends sowie  entsprechend angepasste Pensionseintrittsalter verwendet.  
Bei der Berechnung der Verpflichtungen für Jubiläumsgelder (hauptsächlich beim   österreichischen   Mutterunternehmen)   kamen   unter   Berücksichtigung   der   Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19 und der Projected-Unit-Credit-Methode folgende   Parameter zur Anwendung:  
2023: AVÖ 2018-P
BIOMETRISCHE GRUNDSÄTZE

(2022: AVÖ 2018-P)
Rechnungszinssatz 3,44 % p. a. (2022: 4,09 %)
Lohn-/Gehaltstrend 3,00 % p. a. (2022: 3,00 %)
Pensionseintrittsalter (M/F) 6465 / 5965
Gestaffelter Personalwechsel:
02 Jahre 24 % (2022: 24 %)
34 Jahre 22 % (2022: 22 %)
59 Jahre 16 % (2022: 16 %)
1014 Jahre 14 % (2022: 14 %)
1519 Jahre 9 % (2022: 9 %)
2029 Jahre 3 % (2022: 3 %)
30 Jahre oder mehr 0 % (2022: 0 %)
030  
Loading SVG
Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgt aufgrund der anerkannten Regeln der   Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19. Bei der  Berechnung der nach der Projected-Unit-Credit-Methode gebildeten Hauptrückstellung kamen  folgende Parameter zur Anwendung:  
2023: AVÖ 2018-P
BIOMETRISCHE GRUNDSÄTZE

(2022: AVÖ 2018-P)
Rechnungszinssatz 3,51 % p. a. (2022: 4,16 %)
Valorisierung der Gehälter 1,7 % bis 3,00 % p. a.
(2022: 1,70 % bis 3,00 % p. a.)
Rückstellungen: Rückstellungen wurden gemäß IAS 37 gebildet, wenn für das Unternehmen eine  gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und der Abfluss  von Ressourcen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist. Langfristige Rückstellungen  werden abgezinst, sofern die in der Verpflichtung enthaltene Zinskomponente bedeutsam ist.  Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Ergebnis nach Steuern durch  die gewichtete durchschnittliche Zahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen  Stammaktien dividiert wird.  
Ertragsrealisierung: IFRS 15 sieht ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor,   das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Dementsprechend erfolgt die  Bilanzierung der Umsatzerlöse erst durch die Übertragung der Verfügungsmacht auf den  Kunden.  
Wolford erwirtschaftet Umsatzerlöse im Wesentlichen im Vertrieb von Bekleidung, wobei die   drei Geschäftsmodelle Wholesale, Online und Retail unterschieden werden können. Eine  Bündelung unterschiedlicher Güter in einem Vertrag erfolgt nicht, auch bestehen keine  Abhängigkeiten in der Gegenleistung von Preisen in anderen Verträgen.  
Die Umsatzrealisierung erfolgt im Regelfall bei Vertragserfüllung mit Lieferung bzw. Verkauf   der Produkte. Der Gefahrenübergang wird im Einzelfall anhand der jeweiligen Lieferklauseln  bestimmt. Für Retouren werden entsprechende Verbindlichkeiten erfasst.  
Verträge mit Kunden beinhalten in manchen Fällen variable Gegenleistungen, die beispielsweise   als Umsatzboni ausgestaltet sind. In Bezug darauf erfolgt eine Schätzung des zu erwarteten  Rabatts auf Basis von Erfahrungswerten. „Contributions“, also Zuschüsse an die Händler für den  Erwerb von für die Wolford AG typischen Shop-Einrichtungsgegenständen, werden abgegrenzt  und anteilig über die Dauer des Vertrags erfolgswirksam aufgelöst. Die Erfassung erfolgt als  Minderung des Umsatzes. Für verkaufte Gutscheine erfolgt eine ertragswirksame  Vereinnahmung für jenen Teil, für den anhand der Einschätzung des Managements keine  Einlösung erwartet wird.  
031  
Verträge mit Kunden überschreiten nicht einen Zeitraum von mehr als einem Jahr, eine   Berücksichtigung einer wesentlichen Finanzierungskomponente ist somit nicht erforderlich. Die  Zahlungsziele für Wholesale liegen grundsätzlich bei 30 oder 60 Tagen. Für den Online-Verkauf  werden verschiedene Zahlmöglichkeiten angeboten: Kreditkarte (Visa, Master, Diners American  Express), PayPal, Klarna, Rechnung oder Sofortüberweisung. Außer bei Rechnungsstellung  erfolgt die Zahlung mit Bestellung oder bei Versand. Bei Rechnungsstellung beträgt die  Zahlungsfrist 14 Tage ab Versand der Ware.  
Fremdwährungsumrechnung: Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von monetären   Fremdwährungsposten, die durch Wechselkursschwankungen zwischen Einbuchung der  Transaktion und Bilanzstichtag entstehen, werden in der betreffenden Periode erfolgswirksam  gebucht.  
Derivative Finanzinstrumente: Analog zum Vorjahr gab es bei der Wolford AG im Berichtsjahr   weder Absicherungsgeschäfte noch freistehende Derivate.  
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ab dem   Bilanzstichtag werden als kurzfristig eingestuft, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem  Jahr als langfristig. Bei kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die nachrangig gestellt werden,  muss eine Beurteilung erfolgen, ob die Gründe für die Nachrangigkeitsstellung innerhalb der  nächsten 12 Monate wegfallen könnten.  
Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 sind im Geschäftsjahr im Wesentlichen in   Form von Covid-19-Maßnahmen vereinnahmt worden. Die Ertragsrealisierung erfolgt aufgrund  von Zusagen, Bescheiden und gesetzlichen Ansprüchen.  
032  
Schätzungsunsicherheiten und Sensitivitäten  
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen   vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte,  Rückstellungen und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und  den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die  Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Annahmen und  Schätzungen der zukünftigen Entwicklung der Gruppe, wie sie im Kapitel zu Going Concern  dargelegt sind, sowie auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern bei Sachanlagen,  immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten, die bei Werthaltigkeitsprüfungen  verwendeten Planungen und Prämissen, den Ansatz von Wertberichtigungen auf Vorräte und  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anhangangabe 18 und 19), den Ansatz und die  Bewertung von latenten Steuern (Anhangangabe 17) sowie Rückstellungen (Anhangsangabe 27).  Bei der Einschätzung von rückzustellenden Beträgen erfolgt die Orientierung anhand der  Erfahrungen aus der Vergangenheit und verwertet alle Erkenntnisse, die bis zum  Erstellungszeitpunkt erlangt werden können.  
Im   Rahmen   der   Berechnung   der   langfristigen   Personalrückstellungen   erfolgen   versicherungsmathematische Berechnungen. Hierbei werden Annahmen unter anderem zu den   Abzinsungssätzen, den künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, zur Fluktuation und  Sterblichkeit, zum Pensionseintrittsalter und zur Lebenserwartung sowie zu den zukünftigen  Rententrends getroffen. Dabei können Änderungen der Parameter zu einer wesentlichen  Ergebnisänderung führen.  
Die Rückstellung für Umsatzretouren spiegelt die bestmögliche Schätzung der erwarteten   Produktretouren wider, sowie die damit verbundene Verbindlichkeit für zukünftige  Rückerstattungen. Die Berechnung des Verkaufsbonus stellt die bestmögliche Schätzung des  voraussichtlichen Betrags dar, der gemäß der Vereinbarung zu zahlen ist, und basiert ebenso  auf historischen Trends.  
Ebenso beruht die Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen in erheblichem Maße auf   Annahmen und Schätzungen, die sich unter anderem auf die Kreditwürdigkeit des Kunden und  auf die Einschätzung der zukünftigen Konjunkturentwicklung beziehen.  
Die Aktivierung latenter Steuern wird auf der Basis der erwarteten künftigen Steuersätze sowie   der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit vorgenommen.  
Mögliche Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde   Einkommen können zu einer Wertminderung aktiver latenter Steuern führen.  
Die Laufzeit der Leasingverhältnisse wird unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit   sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die aus Optionen zur Verlängerung des  
033  
Leasingverhältnisses als hinreichend sicher eingestuft werden, bestimmt. Bei der Beurteilung,   ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. Kündigung des  Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden Ermessensentscheidungen  getroffen. Es werden alle relevanten Faktoren, die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, in  Betracht gezogen. Diese werden anlassbezogen hinterfragt und neu evaluiert, was zu einer  Anpassung der Leasingdauer und damit zu Anpassungen der Leasingverbindlichkeit und des  Nutzungsrechts führen kann. Diesbezügliche Annahmen stellen Schätzungen dar, die im  Rahmen der Anwendung der Vorschriften von IFRS 16 abgebildet werden. Zukünftige  Änderungen sind zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzbar.  
Wie in Angabe (32) Leasing in der Erläuterung zur Bilanz dargestellt, kam es im Geschäftsjahr   2023 zu Neueinschätzungen von Miet- und Leasingverträgen, die zu Veränderung des Buchwerts  der Leasingverbindlichkeiten und der Nutzungsrechte führten. Dies war zum Großteil auf  vorzeitige Kündigungen von Leasingverträgen bzw. Vertragsverlängerungen zurückzuführen.  
Die Fähigkeit des Konzerns, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und die damit im   Zusammenhang stehenden Offenlegungspflichten unterliegen ebenso bestimmter Schätzungen  und Unsicherheiten.   In diesem Zusammenhang verweisen wir insbesondere auf   III. Erläuterungen zur Bilanz Angabe (22) Eigenkapital - Fortführung des Unternehmens (Going   Concern).  
034  
5
FEHLERKORREKTUREN  
Im Rahmen einer stichprobenmäßigen Prüfung durch die Österreichische Prüfstelle für   Rechnungslegung (OePR) wurde der Konzernabschluss der Wolford Gruppe zum 31. Dezember  2022 gemäß § 2 Abs. 1 Z 2 des Rechnungslegungs-Kontrollgesetzes (Prüfung ohne besonderen  Anlass) geprüft. Bei der im Zeitraum September 2023 bis April 2024 durchgeführten Prüfung  wurden die Folgendenangeführten Fehler festgestellt. Diese wurden rückwirkend  berichtigt und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz für den  Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 gemäß IAS 8 angepasst. Diese rückwirkenden  Anpassungen hatten schlussendlich keine Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz der  Vorjahresperiode (1. Jänner 2022), da die Zuordnung des periodenspezifischen Effekts aus den  zusätzlichen Wertminderungen zu Sachanlagen (inklusive Nutzungsrechten) auf die  dargestellten Perioden bzw die kumulierte Auswirkung auf die Eröffungsbilanz als  undurchführbar angesehen werden.  
Die Auswirkungen der rückwirkenden Anpassungen auf die einzelnen Posten sind in den   nachstehenden Tabellen aufgeführt und lassen sich wie folgt zusammenfassen:  
1)  
Eine Fehlerdarstellung in Höhe von TEUR 580 wurde bereits im Jahr 2022 im Zuge der   Abschlussprüfung in der Vollständigkeitserklärung vom Vorstand bestätigt. Die Fehlbuchungen   wurden durch einen IT-Cyberangriff beim Logistikpartner verursacht, sodass Lieferungen   rund um das Jahresende 2022 nicht erfolgen konnten und der Transport zum Kunden nicht   im Jahr 2022 stattfand (Cut-Off-Problematik). Obwohl die Waren nicht von den Vorräten   weggebucht wurden, wurden trotzdem Umsatzerlöse erfasst. Der Fehler wurde in der   angepassten Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2022 korrigiert, was zu einer   Umsatzminderung von TEUR 580 führte.  
2)  
Bei bestimmten Sachanlagen in den USA war nicht mit der Abschreibung begonnen worden,   obwohl die Vermögenswerte bereits zur Nutzung bereit waren. Dieser Fehler resultierte aus  fehlerhaften Daten in der Anlagenbuchhaltung und führt zu einer zusätzlichen Abschreibung im  Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 150.  
3)  
Die Wolford Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 Wertaufholungen vorgenommen, die über die   zuvor vorgenommenen Wertminderungen hinausgingen. Des Weiteren wurden die laufende  Abschreibung der entsprechenden Vermögenswerte bei der Berechnung der maximal möglichen  Wertaufholung nicht berücksichtigt. Dieser Fehler führte zu einer Rückbuchung von zuvor  bereits realisierten Wertaufholungen in Höhe von TEUR 545 , die rückwirkend korrigiert wurden.  
035  
4)  
Der Wertminderungstest auf Ebene der CGUs basierte im Wesentlichen auf Cashflow-   Prognosen, die die bestmögliche Einschätzung des Managements widerspiegelten. Angesichts  der Entwicklung von Wolford Gruppe in den letzten Jahren wurden die Abweichungen zwischen den  vergangenen Cashflow-Planungen und den tatsächlichen erzielten Cashflows und deren Gründe  in den Annahmen für die Planung nicht ausreichend berücksichtigt. Externen Quellen wurde kein  größeres Gewicht beigemessen, wie dies gemäß IAS 36 erforderlich wäre. Darüber hinaus  wurden regionale und strukturelle Unterschiede zwischen den zahlungsmittelgenerierenden  Einheiten teilweise nicht bei der Bestimmung der Wachstumsraten berücksichtigt. Für die  Werthaltigkeitsprüfung 2023 wurden die zugrunde liegende Planung entsprechend angepasst  und regionale und strukturelle Unterschiede zwischen den zahlungsmittelgenerierenden  Einheiten in der Berechnung berücksichtigt. Am Jahresende 2023 führte dies zu einer Erfassung  von Wertminderungen von EUR 6,21 Mio. und Wertaufholungen von EUR 2,29 Mio. Da sich die   Herangehensweise für die Planung der Cashflow-Planung und die Festlegung der relevanten  Parameter als nicht im Einklang mit den Anforderungen von IAS 36 stehend herausgestellt  hat und diese in den vergangenen Jahren in dieser Form angewandt wurde, kam der Vorstand  der Wolford AG zu dem Ergebnis, dass die Ermittlung des daraus resultierenden   periodenspezifischen Effekts oder des kumulierten Effekts undurchführbar ist, insbesondere da   für mehrere Perioden rückwirkend, vom genehmigten Managementbudget abweichende,   Cash-Flows zu ermitteln gewesen wären. In Übereinstimmung mit IAS 8.43 wurde der Fehler   prospektiv im laufenden Geschäftsjahr 2023 korrigiert.  
5)  
Zusätzlich   zu   den   bei   der   OePR-Prüfung   aufgedeckten   Fehlern   stellte   der   Konzernabschlussprüfer anlsslich der Prüfung des Konzernabschlusses 2023 fest, dass   Gebühren und Kosten für Kreditkatenzahlungen und andere Zahlungsdienstungen in Höhe von  TEUR 706 im Geschäftsjahr 2023 verbucht wurden, die dem Geschäftsjahr 2022  zuzuordnen sind. Dementsprechend wurden diese Aufwendungen im Rahmen der  Fehlerberichtigung in der Periode 2022 verbucht, was zu einer weiteren Anpassung führte.  
Mit Ausnahme der Wertminderungen auf Sachanlagen (Punkt 4.) wurden die genannten Fehler   durch Anpassung der Vorjahreszahlen der betroffenen Posten berichtigt.  
036  
Loading SVG
In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen der Anpassung auf die Konzern-Gewinn- und   Verlustrechnung dargestellt.  
2022 wie Berichti- 2022
in TEUR berichtet gungen angepasst
Umsatzerlöse 125.514 -580 124.934
Sonstige betriebliche Erträge 3.900 3.900
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen 6.296 6.296
Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen -31.040 -31.040
Personalaufwand -56.449 -56.449
Sonstige betriebliche Aufwendungen -59.210 -706 -59.916
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und -831 -831
Abschreibungen -15.664 -150 -15.814
Wertminderungen -1.823 -82 -1.905
Wertaufholungen 669 -463 206
EBIT -28.638 -1.981 -30.619
Zinsen und ähnliche Erträge 46 46
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.915 -5.915
Zinsen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen -152 -152
Sonstige Finanzerträge 11 11
Sonstiger Finanzaufwand -231 -231
Finanzergebnis -6.240 0 -6.240
Verlust vor Ertragssteuern -34.878 -1.981 -36.859
Ertragsteuern 11 11
Bilanzverlust -34.867 -1.981 -36.848
Beträge, die in künftigen Perioden nicht ergebniswirksam
umgegliedert werden 1.319 0 1.319
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.690 1.690
davon latente Steuern -371 -371
Beträge, die in künftigen Perioden ergebniswirksam umgegliedert
werden können -741 7 -734
davon Unterschied aus der Währungsumrechnung -741 7 -734
Sonstiges Ergebnis/Sonstiger Verlust* 578 7 585
Gesamtergebnis -34.289 -1.974 -36.263
davon entfallen auf Anteilseigner der Muttergesellschaft -34.289 -1.974 -36.263
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbarer -34.867 -1.981 -36.848
Verlust je Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) -5,26 -0,30 -5,56
037  
Loading SVG
In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen der Anpassung auf die Konzernbilanz   dargestellt.  
31.12.2022
wie Berichti- 31.12.2022
in TEUR berichtet gungen angepasst
Aktiva
Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte) 57.046 -696 56.350
Firmenwerte 86 0 86
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 450 0 450
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.028 0 1.028
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 3.286 0 3.286
Latente Steueransprüche 3.837 0 3.837
Langfristiges Vermögen 65.733 -696 65.037
Vorräte 36.371 0 36.371
Vertragsvermögenswerte 55 0 55
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.679 -580 10.099
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 12.023 -698 11.325
Zahlungsmittelbestand 3.656 0 3.656
Kurzfristiges Vermögen 62.784 -1.278 61.506
Summe Vermögenswerte 128.517 -1.974 126.543
Grundkapital 32.252 0 32.252
Kapitalrücklagen 398 0 398
Sonstige Rücklagen -42.190 -1.981 -44.171
Eigene Aktien -4.195 0 -4.195
Kumuliertes übriges Eigenkapital -5.318 7 -5.311
Negatives Eigenkapital -19.053 -1.974 -21.027
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 42.161 0 42.161
Sonstige langfristige Schulden 926 0 926
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 11.550 0 11.550
Sonstige langfristige Rückstellungen 213 0 213
Latente Steuerverbindlichkeiten 140 0 140
Langfristige Schulden 54.990 0 54.990
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 35.739 0 35.739
Leasingverbindlichkeiten 15.056 0 15.056
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.503 0 22.503
Sonstige Verbindlichkeiten 15.602 0 15.602
Ertragssteuerschulden 401 0 401
Sonstige Rückstellungen 1.511 0 1.511
Rückerstattungen und Vertragsverbindlichkeiten 1.768 0 1.768
Kurzfristige Schulden 92.580 0 92.580
Summe Eigenkapital und Schulden 128.517 -1.974 126.543
038  
Loading SVG
In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen der Anpassung auf den Konzern-Cashflow   dargestellt.  
2022 wie Berichti- 2022
in TEUR berichtet gungen angepasst
Ergebnis vor Steuern -34,878 -1,981 -36,859
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerten 17,487 232 17,719
Wertaufholungen -669 463 -206
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -2,037 0 -2,037
Zinsaufwand/Zinsertrag 5,858 0 5,858
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 232 370 602
Veränderung der Vorräte -5,323 0 -5,323
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,257 580 1,837
Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte 4,178 706 4,884
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9,379 0 9,379
Veränderungder sonstigen Rückstellungenund
Personalverpflichtungen -1,367 0 -1,367
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 435 470 905
Erhaltene Zinsen 46 0 46
Gezahlte Ertragsteuern -119 -840 -959
Gezahlte Zinsen -47 47 0
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -5,568 47 -5,521
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -7,386 77 -7,309
Auszahlungenfür Investitionenin sonstigeimmaterielle
Vermögenswerte 0 -77 -77
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen und sonstigen
immateriellen Vermögenswerten 4,086 0 4,086
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3,300 0 -3,300
Einzahlungen aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten 22,500 0 22,500
Zahlung von Leasingverbindlichkeiten (ohne Zinsen) -19,293 3,326 -15,967
Gezahlte Zinsen -3,373 -3,373
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3,207 -47 3,160
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5,661 0 -5,661
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 9,148 9,148
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 169 169
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 3,656 0 3,656
Zusätzlich zu den Änderungen aufgrund der gannten Berichtigungen wurden zwei Änderungen   in der Darstellung der Kapitalflussrechnung vorgenommen. Erstens wurde der Ausweis der  „gezahlten Zinsen“ rückwirkend geändert. Im für das Geschäftsjahr 2022 aufgestellten  Konzern-Cashflow wurde ein Teil der gezahlten Zinsen in den Cashflow aus betrieblicher  Geschäftstätigkeit und ein Teil in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgenommen. In  der angepassten Fassung wird der Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen nun als „Cashflow aus  
039  
Finanzierungstätigkeit“ ausgewiesen und umfasst sowohl die für Leasingverbindlichkeiten   gezahlten Zinsen als auch die für sonstige Finanzverbindlichkeiten gezahlten Zinsen. Zweitens  werden die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten  nicht mehr in einer Zeile ausgewiesen (wie im Jahr 2022 geschehen), sondern in zwei Zeilen  innerhalb des Abschnitts „Cashflow aus Investitionstätigkeit“ aufgeteilt.  
Des Weiteren wurden kleinere Umgliederungen innerhalb des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit   vorgenommen.  
Die Fehlerkorrekturen wurden in sämtlichen Anhangsangaben durchgeführt und das Vorjahr   wurde dementsprechend angepasst. In der Segmentberichterstattung wurden auch die  Darstellung des Segmentvermögens und der Segmentschulden für das Geschäftsjahr 2022 and  die Darstellung für das Geschäftsjahr 2023 angepasst. Die Gesamtsumme des Segmentvermögens  entspricht im vorliegenden Bericht in den Jahren 2023 und 2022 der Bilanzsumme des Konzerns.  Die Segmentschulden entsprechen den lang- und kurzfristigen Schulden des Konzerns. Zusätzlich  erfolgte eine inhaltliche Klarstellung bezüglich des Inhalts der Investitionen.  
040  
6
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Die Wolford Gruppe ist nach Regionen organisiert, mit dem Ziel, eine möglichst hohe   Marktdurchdringung zu erzielen. In jeder Vertriebsgesellschaft gibt es die Funktion eines  Verkaufsdirektors, der die länderspezifischen Gegebenheiten vor Ort am besten beurteilen und  steuern kann. Die Landesgesellschaften sind zuständig für den Vertrieb sämtlicher von Wolford  entwickelten Produkte sowie von Handelswaren. Es sind dies hochwertige Legwear, Ready-to-  wear, Lingerie, Beachwear, Accessoires.  
Die berichtspflichtigen Segmente gliedern sich in die fünf Segmente Österreich, Deutschland,   Übriges Europa, Nordamerika und Asien, bestehend aus den dort ansässigen juristischen  Einheiten. Dabei werden in Österreich die Produktions- und Vertriebsaktivitäten für Österreich  und für alle Länder, in denen Wolford keine eigenen Tochtergesellschaften hat, sowie das  Online-Geschäft zusammengefasst. Bei der Gliederung der Segmente wurde darauf geachtet,  dass sich einerseits die wirtschaftlichen Merkmale und andererseits Aspekte wie Produkte und  Dienstleistung, die Kundengruppe sowie der Vertrieb in den zusammengefassten Segmenten  gleichen. Im Segment Übriges Europa sind dies alle europäischen Vertriebsgesellschaften  außerhalb Österreichs und Deutschlands inklusive der Produktionsgesellschaft in Slowenien. Die  Vertriebsgesellschaften werden zentral über die Wolford AG gesteuert. Im Segment  Nordamerika sind die Aktivitäten in den USA und Kanada gebündelt, im Segment Asien sind die  Gesellschaften in Hongkong und Shanghai dargestellt.  
Die Steuerung der regionalen Vertriebsgesellschaften orientiert sich an den jeweiligen   operativen Ergebnissen (EBIT). Dabei erfolgt eine monatliche Berichterstattung für die  Vertriebsgesellschaft mit einer zusätzlichen Betrachtung der eigenen Retailstandorte auf  Boutiqueebene. Ein Reporting für den Bereich Wholesale erfolgt für die wichtigsten Key  Accounts. Die Verrechnung zwischen den Segmenten erfolgt auf der Basis einheitlicher  Großhandelspreise abzüglich länderspezifischer Rabatte.  
Die Umsatzerlöse im Segment Übriges Europa teilen sich wie folgt auf: Frankreich mit TEUR   8.998 bzw. 20 % (Geschäftsjahr 2022: 19 %), Großbritannien (einschließlich der Niederlassung   Irland) mit TEUR 7.104k bzw. 16 % (Geschäftsjahr 2022: 19 %), Skandinavien mit TEUR 5.863   oder 13 % (Geschäftsjahr 2022: 16 %), Italien mit TEUR 6.369 bzw. 14 % (Geschäftsjahr 2022:   15 %), Spanien (einschließlich der Niederlassung Portugal) mit TEUR 5.283 bzw. 12 %   (Geschäftsjahr 2022: 9 %) sowie andere europäische Staaten mit TEUR 11.152 bzw. 25 %   (Geschäftsjahr 2022: 22 %). Die Umsatzerlöse im Segment Nordamerika in Höhe von TEUR   31.614 entfallen mit TEUR 30.655 das entspricht 97 % (Geschäftsjahr 2022: 97 %) auf die   USA und mit TEUR 959 das entspricht 3 % (Geschäftsjahr 2022: 3 %) auf Kanada. Den  Segmentinformationen   liegen   dieselben   Rechnungslegungs-,   Ausweis-   und   Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Kunden bzw.   Kundengruppen, deren Umsatzanteil größer als 10 % des Gesamtumsatzes ist. Die Werte der  Überleitung stammen aus der Konzernkonsolidierung. Mit einem Beitrag von 45 % im  Geschäftsjahr 2023 (Geschäftsjahr 2022: 46 %) entfällt der Großteil des Umsatzes auf den  
041  
Produktbereich Ready-to-wear. Mit einem Umsatzbeitrag von 39 % (Geschäftsjahr 2022: 38 %)   stellt der Bereich Legwear im Geschäftsjahr 2023 die zweitgrößte Produktgruppe dar. Lingerie,  Beachwear, Accessoires und Handelswaren erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr in Summe  einen Umsatzanteil von 16 % (Geschäftsjahr 2022: 14 %).  
042  
Loading SVG
II. ERLÄUTERUNGEN ZUR  
GESAMTERGEBNISRECHNUNG  
(1)  
Umsatzerlöse  
Die Umsätze werden fast ausschließlich aus dem Verkauf von Legwear, Ready-to-wear,   Lingerie, Beachwear, Accessoires und Handelswaren erzielt.  
In den folgenden Tabellen werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach den wichtigsten   Produktgruppen sowie Distributionskanälen aufgeschlüsselt. Die Aufgliederung nach  geografischen Hauptmärkten findet sich in den Details zur operativen Segmentberichterstattung  in „I. Grundsätze der Rechnungslegung“ unter „6. Segmentberichterstattung“.  
2022
in TEUR 2023 angepasst
Legwear 48.926 47.702
Ready-to-wear 56.222 57.926
Lingerie 18.948 17.379
Accessoires, Beachwear
und Handelsware 1.701 1.927
Gesamt 125.797 124.934
2022
in TEUR 2023 angepasst
Boutiquen: 55.143 57.184
Concession Shop-in-Shops: 7.696 7.853
Online-Geschäft: 30.106 30.238
Factory-Outlets 8.786 5.936
Kauf- und Warenhäuser 9.672 7.577
Fachhandel 12.947 14.703
Eigenmarke: 1.447 1.443
Gesamt 125.797 124.934
043  
Loading SVG
(2)  
Sonstige betriebliche Erträge  
in TEUR 2023   2022
Zuschüsse und Subventionen 3.383 141
Erträge aus der Modifikation von
Leasingverträgen 3.532 0
Erträge aus dem Abgang von
Anlagevermögen 1.965 2.037
Gewinne aus Währungsdifferenzen 0 617
Restaurant-Einnahmen 320 280
Sonstige 472 825
Gesamt 9.673 3.900
Im Geschäftsjahr 2023 erhielt der Konzern Zuschüsse im Zusammenhang mit Covid 19   („Fixkostenzuschuss“), die bereits im Geschäftsjahr 2021 beantragt wurden, in Höhe von TEUR  2.849. Da zum 31. Dezember 2022 und 2021 bereits ein Betrag von TEUR 1.176 als sonstige  Forderung aus Zuschüssen ausgewiesen wurde, beträgt der Effekt in der Gewinn- und  Verlustrechnung aus den im Jahr 2023 erhaltenen Covid-19-Zuschüssen TEUR 1.673. Darüber  hinaus erhielt der Konzern Zuschüsse und Subventionen für Forschungs- und  Entwicklungsprojekte sowie Personalkostenzuschüsse in Höhe von TEUR 1.710.  
Aufgrund der Verringerung des Umfangs von gemieteten Gebäudeflächen bzw. der vorzeitigen   Beendigung von Mietverträgen wurden im Geschäftsjahr 2023 Erträge in Höhe von TEUR 3.532  erfasst.  
Insbesondere ist dies auf den Mietvertrag für das Headquarter in Bregenz zurückzuführen, bei   dem die Gesamtnutzfläche in mindestens 8 verschiedene Cluster aufgeteilt ist, wobei jedem  Cluster mehrere Teilflächen zugeordnet sind. Diese Bereiche haben verschiedene Funktionen,  sowohl administrative als auch produktionsbezogene. Die Miete ist nicht proportional zu den  Quadratmetern der jeweiligen Fläche, sondern wurde speziell für jede einzelne Fläche  vereinbart. Der Mieter, nicht aber der Vermieter, ist berechtigt, den Mietvertrag jederzeit unter  Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist teilweise zu kündigen. Gemäß dem Mietvertrag  kam die Geschäftsleitung zu dem Schluss, dass der Mietvertrag mehrere identifizierbare  Vermögenswerte umfasst und dass diese vom Gesamtgebäude getrennt werden können.  
Der Mietvertrag erhält eine Klausel, die die Rückgabe von einzelnen Gebäudeflächen mit einer   ausdrücklich damit verbundenen Mietminderung ermöglicht. Er regelt aber weder einen Zeitplan   für mögliche Rückgaben, noch den Zeitpunkt, und die spezifischen Bereiche, die zurückgegeben   werden müssen. Nach Vertragsbeginn hat Wolford schrittweise mehrfach Teilflächen zurückgegeben   und die Mietbedingungen für bestimmte Flächen neu verhandelt, was zu Pachtänderungen führte.  
044  
Loading SVG
Im Jahr 2023 erfolgten Teilkündigungen auf Grundlage des bestehenden Vertrags, die auf Basis   einer im ursprünglichen Mietvertrag enthaltenen Klausel zur vorzeitigen Beendigung des  Mietverhältnisses von Gebäudeteilen und zur Minderung der Mietzahlungen führte. Zum  Zeitpunkt der Änderung erfasste Wolford die Differenz zwischen der abgehenden   Leasingverbindlichkeit und dem ausscheidenden Nutzungsrecht für die zurückgegebenen   Gebäudeteile in Höhe von TEUR 2.080 als Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung. In diesem   Zusammenhang gab es einen Rechtsstreit zwischen Wolford AG und dem Vermieter ob die   Kündigung von bestimmten Teilflächen zulässig war. Dieser wurde im Januar 2024 durch einen   gerichtlichen Vergleich beendet, in dem auch die Mietreduktion und die offenen Mietzahlungen   festgelegt wurden.  
Im Juli 2023 wurden Vereinbarungen zur Umwandlung von konzerninternen Forderungen aus   Lieferungen und Leistungen, die auf andere Währungen als EUR lauten, in konzerninterne  Darlehen unterzeichnet. Insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der  Wolford AG gegenüber ihren Tochtergesellschaften Wolford U.S. (USD 20,0 Mio.), Wolford  Shanghai (CNY 43,5 Mio.) und Wolford Hongkong (HKD 38,0 Mio.) wurden ab Januar 2023 in  konzerninterne Darlehen umgewandelt, da diese Tochtergesellschaften nicht in der Lage waren,  ihre offnen Lieferverbindlichkeiten zu bedienen und Wolford AG dies auch nicht eingefordert  hatte. Folglich werden die aus der Bewertung dieser konzerninternen Darlehen resultierenden  Wechselkursdifferenzen in Höhe von TEUR 1.231 als sonstige Finanzaufwendungen oder  sonstige Finanzerträge ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus der Bewertung  von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder sonstigen  Forderungen und Verbindlichkeiten werden unverändert als sonstige betriebliche Erträge oder  sonstige   betriebliche   Aufwendungen   ausgewiesen.   Im   Geschäftsjahr   2022   wurden   Fremdwährungsgewinne oder -verluste ausschließlich als sonstige betriebliche Aufwendungen   oder sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.  
Aufgrund der Schließung verschiedener Geschäfte im Geschäftsjahr 2023 wurden die   entsprechenden Sachanlagen veräußert. Da ein Teil der Vermögenswerte bereits in den  Vorjahren wertgemindert wurde, führte die Auflösung der Wertminderung aus der  Vergangenheit zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 705 für Mietereinbauten und TEUR 84 für  sonstige Anlagen.  
(3)  
Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen  
in TEUR 2023   2022
Rohmaterial 20.795 25.906
Energie 1.538 1.950
Dienstleistungen 2.218 3.184
Gesamt 24.552 31.040
045  
Loading SVG
Die Kosten für Material und eingekaufte Dienstleistungen gingen um 20,9 % zurück, da die neue   Geschäftsführung mehr Effizienz in die Organisation brachte.  
(4)  
Personalaufwand  
in TEUR 2023 2022
Löhne 6.306 6.551
Gehälter 36.253 38.164
Aufwendungenfürgesetzlich
vorgeschriebeneSozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 9.387 9.529
Aufwendungen für Abfertigungen
und Altersversorgung 771 1.190
Sonstige Sozialaufwendungen 1.063 1.014
Gesamt 53.780 56.449
Der Rückgang der Personalkosten hängt auch mit dem Abschluss der einzelnen Maßnahmen im   Rahmen der beschlossenen Restrukturierung zusammen.  
Infolge weiterer Schließungen von Retailstandorten sank die durchschnittliche Zahl der   Vollzeitbeschäftigten auf 1.008.  
046  
Loading SVG
Personalstand  
Die Wolford Gruppe beschäftigte durchschnittlich folgende Anzahl von Mitarbeitern auf   Vollzeitbasis:  
Personalstand auf Vollzeitbasis 2023 2022
Durchschnittliche Gesamtzahl der
Beschäftigten, 1.008 1.096
davon Arbeiter 283 317
davon Angestellte 714 766
davon Lehrlinge 11 13
(5)  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
2022
angepas
in TEUR 2023 st
Rechts- und Beratungskosten 9.995 14.023
Marketingaufwendungen 8.616 9.797
Frachtkosten 8.821 8.752
Miet- und Leasingaufwendungen 4.871 5.011
Online-Vertrieb 3.903 3.820
EDV-Kosten 5.575 3.806
Zölle 2.694 2.305
Kreditkarten- und Bankgebühren 1.934 2.216
Kommissionen 3.015 1.270
Versicherungsaufwendungen 1.048 929
Steuern (ohne Ertragsteuer) 199 749
Instandhaltungsaufwendungen 631 689
Reisekosten 523 688
Gebühren und Entgelte 569 573
Telefonaufwand 571 544
Sonstige 4.296 4.744
Gesamt 57.259 59.915
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um EUR 2,66 Mio. auf EUR -57,26 Mio. Euro   (2022: EUR -59,92 Mio.). Die Hauptgründe für den Rückgang waren niedrigere Beratungskosten  und Marketingausgaben. Auf der anderen Seite ist der Anstieg der IT-Ausgaben das Ergebnis  von Investitionen zur Verbesserung der Prozesse.  
047  
Loading SVG
Der Posten "Sonstiges" in Höhe von EUR 4,3 Mio. umfasst hauptsächlich Wechselkursdifferenzen   in Höhe von EUR 0,6 Mio. (2022: EUR 0), Rückbelastungen in Höhe von EUR 0,5 Mio. (2022: EUR  0,5 Mio.), Kfz-Kosten in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2022: EUR 0,4 Mio.), Kosten für Büromaterial in  Höhe von EUR 0,2 Mio. ((2022: EUR 0,2 Mio) und Portokosten in Höhe von EUR 0,2 Mio. (2022:  EUR 0,1 Mio.).  
Im Geschäftsjahr 2023 sind folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverträgen   erfolgswirksam erfasst worden:  
2022
angepas
in TEUR 2023 st
Abschreibungen von
Nutzungsrechten 11.701 12.357
Wertaufholungen von
Nutzungsrechten -2.220 0
Wertminderungen von
Nutzungsrechten 5.634 1.504
Aufwand für Nutzungsrechte 3.343 3.439
Betriebskosten im Zusammenhang
mit Nutzungsrechten 1.528 1.572
Zinsen 3.550 3.326
Gesamt 23.536 22.198
Beim Aufwand für Nutzungsrechte handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverhältnisse mit   variablen Leasingzahlungen.  
Die   Aufwendungen   für   Leistungen   des   Konzernabschlussprüfers   des   jeweiligen   Konzernabschlusses setzen sich wie folgt zusammen:  
in TEUR 2023 2022
Konzern-und
Jahresabschlusshonorare
300 484
Sonstige Leistungen 35 0
Gesamt 335 484
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2023 wurde Grant Thornton Austria   GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Gertrude-Fröhlich-Sandner-  Straße 1/ Top 13, 1100 Wien, zum Abschlussprüfer für den UGB-Jahresabschluss der  Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 und zum Konzernabschlussprüfer für den IFRS-  Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 bestellt.  
048  
Loading SVG
(6)  
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen  
Die Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt im   Geschäftsjahr TEUR -0,11 (Geschäftsjahr 2022 (Aufwand): TEUR -0,83). Für Details zum  Wertminderungsaufwand aus Lieferungen und Leistungen sowie IFRS 9 Angaben siehe III.  Erläuterungen zur Bilanz, (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.  
(7)  
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen  
Die Abschreibungen sowie die Netto-Wertminderungseffekte beliefen sich im Geschäftsjahr   2023 auf TEUR -17.675 (Geschäftsjahr 2022: TEUR -17.513).  
2022
in TEUR 2023 angepasst
Wertminderungen von
Nutzungsrechten -5.634 -1.504
Wertminderungen von Sachanlagen -571 -401
Wertminderungen: -6.205 -1.905
Zuschreibungen von
Nutzungsrechten 2.220 0
Zuschreibungen auf Sachanlagen 70 206
Wertaufholungen 2.290 206
Mit Bezug auf die Feststellungen der OePR-Prüfung bezüglich der Planungsannahmen und der   Berücksichtigung regionaler und struktureller Unterschiede zwischen den CGUs wurden  Anpassungen in den Planungen für den Wertminderungstest 2023 entsprechend übernommen.  Dies führte im Geschäftsjahr 2023 zur Erfassung von Wertminderungen in Höhe von TEUR -  6.205 (Geschäftsjahr 2022: TEUR -1.905) sowie Wertaufholungen in Höhe von TEUR 2.290  (Geschäftsjahr 2022: TEUR 206).  
Da sich die Herangehensweise für die Planung der Cashflow-Planung und die Festlegung der   relevanten Parameter als nicht im Einklang mit den Anforderungen von IAS 36 stehend  herausgestellt hat und diese in den vergangenen Jahren in dieser Form angewandt wurde, kam  der Vorstand der Wolford AG zu dem Ergebnis, dass die Ermittlung des daraus resultierenden  periodenspezifischen Effekts oder des kumulierten Effekts undurchführbar ist. In Übereinstimmung  mit IAS 8.43 wurde der Fehler prospektiv im laufenden Geschäftsjahr 2023 korrigiert.  
049  
Die Wertminderungen von Nutzungsrechten verteilen sich auf die Segmente Asien TEUR 326   (2022: TEUR 313), Nordamerika TEUR 3.072 (2022: TEUR 0), übriges Europa TEUR 2.051 (2022:  TEUR 1.041) und Deutschland TEUR 185 (2022: TEUR 401). Hauptgründe für das wesentliche   Ergebnis des Wertminderungstests der Vermögenswerte waren neben der angepassten  Herangehensweise für die Planung der Cashflow und die Bestimmung der relevanten  Parameter die negative makroökonomische Aussichten und unverändert hohe Marktzinssätze.  Daher führten die auf der Grundlage der tatsächlichen Zahlen 2023 abgeleiteten freien Cashflows  unter Anwendung der für die Planung relevanten Parameter und der weiterhin hohen WACCs  in Einzelfällen zu einem Nutzungswert, der unter dem Buchwert lag.  
Darüber hinaus wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Eine Veränderung der   Wachstumrate der Umsätze um +1%/-1% hätte eine Veränderung des Wertminderungsaufwands  von TEUR +179/ TEUR -768 zur Folge. Eine Veränderung des WACC um +1%/-1% würde zu  einer Veränderung des Wertminderungsaufwands von TEUR -954/ TEUR 429 führen.  
Die Wertaufholungen in Höhe von TEUR 2.290 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 206) betrafen   ausschließlich Sachanlagen (einschließlich Nutzungsrechte) und verteilen sich wie folgt auf die  Segmente: Übriges Europa TEUR 1.491 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 254), Nordamerika mit  TEUR 800 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 378), Österreich mit TEUR 0 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 0),  Deutschland mit TEUR 0 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 0) und Asien mit TEUR 0 (Geschäftsjahr  2022:   TEUR   0).   Die   Wertaufholung   ist   auf   die   durch   das   umgesetzte   Restrukturierungsprogramm nachhaltig verbesserte Kostenstruktur und die damit teilweise   einhergehende verbesserte Geschäftsentwicklung in Bereichen des Retailsgeschäfts in den  Segmenten Übriges Europa und Nordamerika zurückzuführen. Dies führte in Einzelfällen dazu,  dass der Nutzungswert den durch Wertminderungen aus Vorperioden reduzierten Buchwert  überschritten hat. In diesen Fällen wurden die Zuschreibung auf den Buchwert begrenzt, der  sich (abzüglich laufender Abschreibungen) ergeben hätte, wenn keine Wertminderung gebucht  worden wäre.  
050  
Loading SVG
(8)  
Finanzergebnis  
in TEUR 2023   2022
Zinsen und ähnliche Erträge 40 46
Zinsen auf Gesellschafterdarlehen -4.145 -2.542
Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten -3.550 -3.326
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -405 -47
Zinsen auf Sozialkauf
-471 -152
Erträge aus Wertpapieren 62 11
Währungsverlusteaus
konzerninternen Darlehen -1.231 0
Aufwendungen aus Wertpapieren 0 -231
Finanzergebnis -9.700 -6.240
Sei dem Geschäftsjahr 2021 wurden seitens Fosun Fashion Group (Cayman) Limited mehrere   Gesellschafterdarlehen mit einer Laufzeit von einem Jahr zu einem Zinssatz von 12% p.a.  vergeben und teilweise deren Laufzeit verlängert. Insgesamt hatten die per 31. Dezember 2022  gewährten Darlehen ein Volumen von EUR 32,5 Mio. Zuzüglich Zinsen betrug der Saldo zu  diesem Stichtag EUR 35,7 Mio.  
Im Laufe des Jahres 2023 wurden seitens Fosun Fashion Group (Cayman) Limited mehrere   weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 9.700 und TUSD 1.200, jeweils zu einem  Zinssatz von 12 % p. a., gewährt, die jeweils eine eine Laufzeit von einem Jahr haben.  Im Geschäftsjahr 2023 sind für diese Darlehen Zinsen in Höhe von TEUR -4.145 (Geschäftsjahr  2022: TEUR -2.542) aufgelaufen, die nicht bezahlt wurden, sondern den ausstehenden  Darlehensbetrag erhöhten.  
Im Geschäftsjahr 2023 resultieren die sonstigen Finanzaufwendungen in Höhe von EUR -1.231   (2022: EUR -231) aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen, die auf andere Währungen  als EUR lauten. Im Jahr 2023 wurden konzerninterne Forderungen aus Lieferungen und  Leistungen in konzerninterne Darlehen umgewandelt (USD 20 Mio., CNY 43,5 Mio., HKD 38  Mio.); die damit verbundenen Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR -1.231 werden nicht  mehr als sonstige betriebliche Aufwendungen sondern im Finanzergebnis ausgewiesen Vgl. II  Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung, (2) Sonstige betriebliche Erträge). Die Verträge  wurden mit Wirkung 1. Januar 2023 am 1. Juli 2023 abgeschlossen und tragen dem bisherigen  Zustand Rechnung, wonach die Tochtergesellschaften bereits zu Beginn des Geschäftsjahres  2023 nicht in der Lage waren ihre Lieferverbindlichkeiten gegenüber der Wolford AG zu  begleichen und dies von der Wolford AG auch nicht gefordert wurde.  
051  
Loading SVG
(9)  
Ertragsteuern  
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragssteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:  
in TEUR 2023   2022
Gesamtergebnisrechnung
Laufender Steueraufwand -676 -37
Latenter Steueraufwand -2.681 48
Gesamt -3.357 10
Im laufenden Steueraufwand sind Steuern aus Vorperioden in Höhe von TEUR -142   (Geschäftsjahr 2022: TEUR 316) berücksichtigt.  
in TEUR 2023   2022
Entwicklung latenter Steuersaldo
Saldo aus aktiven und passiven
latenten Steuern zum 1. Januar 3.697 3.891
Währungsdifferenzen -60 129
Im Ergebnis nach Steuern
erfasste latente Steuern -2.681 48
Im sonstigen Gesamtergebnis
erfasste latente Steuern 392 -371
Latente Steueransprüche und latente 1,348 3.697
Steuerverbindlichkeiten zum 31. Dezember
Eine Überleitung der Ertragssteuerbelastung unter Anwendung des österreichischen   Steuersatzes von 24 % (Geschäftsjahr 2022: 25 %) auf den effektiven Steuersatz der Periode  stellt sich wie folgt dar:  
in TEUR 2023   2022
Ergebnis vor Steuern -27.398 -36.859
Steueraufwand/-ertragzum
Steuersatz von 24 %
6.576 8.846
Auswirkungenvon 0 101
Abweichende ausländische
Steuersätze 379 -7
Steuereffekte aus Abweichungen in
der
steuerlichen Bemessungsgrundlage -917 -308
Steuern aus Vorperioden -142 316
Verluste des laufenden Jahres, für
die kein latenter Steueranspruch
angesetzt wurde -8.052 -7.955
Abwertung von aktiven latente
Steuern -2.060 0
052  
Loading SVG
Latente Steuern, die in
frühere Periodennicht
berücksichtigt wurden 906 -859
Sonstige 11 4
Effektivsteuerbelastung -3.299 11
Effektivsteuersatz 12 % 0 %
Aktive latente Steuern aus temporären Differenzen in Höhe von TEUR 6.917 (31. Dezember   2022: TEUR 2.670) wurden aufgrund der anhaltenden Verlustsituation und den damit  verbundenen Unsicherheiten nicht angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern  auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 2.060 (2022: TEUR 0) wertberichtigt. Der negative  effektive Steuersatz iHv 12% (Geschäftsjahr 2022: 0 %) ist auf den Nichtansatz aktiver latenter  Steuern aus laufenden Verlusten und die Bildung von Wertberichtigungen auf aktive latente  Steuern aus der Vergangenheit in Höhe von TEUR 2.060 zurückzuführen, Letztere entfallen im  Wesentlichen auf die Gesellschaft in den USA.  
Am 20. Januar 2022 wurde die ökosoziale Steuerreform beschlossen. Sie sieht unter anderem   eine stufenweise Senkung des Körperschaftssteuersatzes in Österreich von 25,0 % auf 23,0 %  vor (2023: 24,0 %, ab Jahr 2024: 23,0 %). Diese Änderung des Körperschaftssteuersatzes hat  auf die Berechnung der latenten Steuern ab 2023 eine untergeordnete Auswirkung.  
Mit Bescheid vom 16. August 2006 wurde der Antrag der Wolford AG auf Feststellung einer   Gruppe gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 stattgegeben. Seit der Veranlagung 2006 ist die  Gesellschaft Gruppenträgerin; die Gruppe beinhaltete als Gruppenmitglied die Wolford  Beteiligungs GmbH. Diese wurde mit Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag vom 15. April 2008  als Gruppenmitglied in die Gruppe aufgenommen. Der Vertrag wurde im Rumpfgeschäftsjahr  2020 infolge der Stichtagsverlegung geändert, wobei die bestehende Verrechnungslogik  beibehalten wurde. Durch die Verschmelzung der Wolford AG mit der Wolford Beteiligungs  GmbH im Jahr 2023 wurde die Steuergruppe aufgelöst, womit auch der Gruppen- und  Steuerausgleichsvertrag beendet wurde.  
(10) Erläuterungen zum sonstigen Ergebnis  
Die Wolford AG hat im Geschäftsjahr 2023 einen versicherungsmathematischen Verlust vor   Steuern in Höhe von TEUR -1.653 (2022: Gewinn von TEUR 1.690) erfasst. Darauf entfallen  latente Steuern in Höhe von TEUR 392 (2022: TEUR -371). Zusammen mit dem Ergebnis aus der  Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetrieben in Höhe von TEUR 1.202 (2022: TEUR  -734) ergibt sich ein sonstiges Ergebnis von TEUR -59 (2022: TEUR 585).  
053  
Loading SVG
(11) Ergebnis je Aktie/Ergebnisverwendungsvorschlag  
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern von TEUR -30.755   (2022: TEUR -36.848) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien  berechnet, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien. 2023 wurde das Aktienkapital durch  die Ausgabe von 2.934.515 neuen Aktien zum 8. Februar 2023 erhöht, so dass die Anzahl der  ausgegebenen Aktien 9.653.666 betrug (2022: 6.719.151); das Grundkapital stieg auf EUR  46.337.596,80 und es wurde ein Nettozufluss von EUR 17.427.105,00 erzielt.  
Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 im Umlauf befindlichen   Aktien betrug 9.195.697 (2022: 6.631.011).  
Für das Geschäftsjahr 2023 errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von EUR -3,34 (unverwässert =   verwässert) (2022: EUR -5,56 (unverwässert = verwässert)). Die Kapitalherabsetzung Ende  Dezember 2022 erfolgte ohne Einfluss auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl der  Stammaktien. Der Vorstand der Wolford Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust auf  neue Rechnung vorzutragen.  
Die Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert = verwässert) wurde wie   folgt ermittelt:  
in TEUR 2023   2022
Ausgegebene Aktien zum
Ende des Geschäftsjahrs 9.653.666 6.719.151
Gewichtete Gesamtanzahl
ausstehender Aktien 9.283.837 6.719.151
abzüglich
durchschnittlichen
Bestandseigener
Aktien -88.140 -88.140
9.195.697 6.631.011
054  
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ  
(12) Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte)  
Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt. In der Position   „Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem  Grund“ sind Grundstücke mit einem Buchwert von TEUR 521 (31. Dezember 2022: TEUR 521)  enthalten.  
Es sind keine Sachanlagen verpfändet.  
Für die Erläuterungen zu erfassten Wertminderungen wird auf die Erläuterungen zur   Gesamtergebnisrechnung (II.) Angabe (7) Abschreibungen verwiesen.  
Aufgrund der Schließung verschiedener Geschäfte im Geschäftsjahr 2023 wurden die  entsprechenden Sachanlagen veräußert. Da ein Teil der Vermögenswerte bereits in den  Vorjahren wertgemindert wurde, führte die Auflösung der Wertminderung aus der  Vergangenheit zu einem Ertrag von TEUR 705 für Mietereinbauten und TEUR 84 für sonstige   Anlagen.
(13)Firmenwerte  
Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Wertminderungen auf Firmenwerte (2022: TEUR 0)   vorgenommen.  
(14) Sonstige immaterielle Vermögenswerte  
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im   Anlagespiegel dargestellt. Es bestehen für dieses und das vorangegangene Geschäftsjahr keine  Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. Die immateriellen  Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Software.  
Für immaterielle Vermögenswerte ergab sich im Geschäftsjahr 2023 wie auch im Geschäftsjahr   2022 kein Wertminderungsbedarf. Es sind keine immateriellen Vermögenswerte verpfändet.  
(15) Langfristige finanzielle Vermögenswerte  
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Investmentfondsanteile, die gemäß   IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind.  Die erfolgswirksam erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts im Geschäftsjahr 2023  beträgt TEUR 48 (2022: TEUR -231).  
055  
Loading SVG
(16) Langfristige Forderungen und Vermögenswerte  
Bei den in diesem Posten erfassten Beträgen handelt es sich überwiegend um Kautionen (31.   Dezember 2023: TEUR 1.702; 31. Dezember 2022: TEUR 2.214)  sowie verfügungsbeschränkte langfristige liquide Mittel für Kautionen und Zollgarantien (31. Dezember 2023: TEUR 1.022; 31. Dezember 31 2022: TEUR 936).   Nach dem Konkurs der Signature Bank Mitte März 2023  wurden die Einlagen bei der Signature Bank in Höhe von USD 1,0 Mio. von der New York  Community Bancorp und ihren Tochtergesellschaften übernommen.  
(17) Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten  
Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten resultieren aus temporären   Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Abschlusses  und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen.  
31.12.2023   31.12.2022
in TEUR AKTIV PASSIV AKTIV PASSIV
Sachanlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) 1.007 6.997 1.678 6.525
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 17 35
Vorräte 451 69 497 144
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 787 140 1.058 1.644
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 972 19 753 23
Sonstige Rückstellungen 119 288 298 145
Leasingverbindlichkeiten 5.360 0 7.871 228
Sonstige Verbindlichkeiten 296 131 427 158
Latente Steueransprüche/
latente Steuerverbindlichkeiten 8.992 7.644 12.599 8.902
Aufrechnung gegenüber derselben Steuerbehörde -7.629 -7.629 -8.762 -8.762
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 1.363 15 3.837 140
Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit bestehenden Unsicherheit wurden   aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von insgesamt TEUR 6.917 (31.   Dezember 2022: TEUR 2.670) wertberichtigt bzw nie angesetzt. Überhänge aktiver latenter   Steueransprüche über latente Steuerschulden in Höhe von TEUR 1.363 (31. Dezember 2022:   TEUR 3.837) wurden berücksichtigt. Diese wurden als werthaltig angesehen, da für die   betreffenden Gesellschaften zukünftig von steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird.  
Auf Verlustvorträge werden keine latenten Steueransprüche aktiviert, da eine zukünftige   Inanspruchnahme nicht ausreichend wahrscheinlich ist. Zum Bilanzstichtag bestehen  ungenutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 167.801 (31. Dezember 2022: TEUR  138.590). Davon wurden auf TEUR 167.801 (31. Dezember 2022: TEUR 138.590) keine latenten  Steuern aktiviert. Verlustvorträge in Höhe von TEUR 164.727 (31. Dezember 2022: TEUR  136.264) sind unverfallbar. In Höhe von TEUR 3.074 (31. Dezember 2022: TEUR 2.326) sind  Verluste innerhalb von einem bis fünf Jahren verfallbar.  
056  
Loading SVG
(18) Vorräte  
Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht dargestellt:  
in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Fertige Erzeugnisse und
Handelsware 25.684 24.706
Unfertige Erzeugnisse 5.229 5.992
Roh-,Hilfs-und
Betriebsstoffe 5.120 5.673
Gesamt 36.033 36.371
Die Vorräte werden artikelspezifisch bewertet. Dieses Bewertungsverfahren berücksichtigt die  Unterschiede bezüglich der Wiederverkäuflichkeit zwischen Essentials und Trend-Artikeln sowie  das Artikelalter der Fertigprodukte. Zum Bilanzstichtag beträgt die Wertberichtigung auf fertige  Produkte und Handelswaren, unfertige Produkte sowie Rohstoffe TEUR 6.580 (31. Dezember  2022: TEUR 3.501). Hierfür wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand von TEUR 3.079 erfasst,  Zuschreibungen sind keine erfolgt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit gleitendem  Durchschnitt. Es wurden keine Vorräte verpfändet.  
(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
31.12.2022
in TEUR 31.12.2023 angepasst
Forderungenaus
Lieferungenund
Leistungen 14.763 12.369
Wertberichtigung -2.661 -2.270
Forderungenaus
Lieferungenund
Leistungennach
Wertberichtigung 12.102 10.099
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen der Stufe 2   aufgrund erwarteter Verluste (expected credit loss, ECL-Stufe 2) in Höhe von TEUR 60  (31. Dezember 2022: TEUR 44) sowie Wertberichtigungen der Stufe 3 in Höhe von TEUR 2.601  (31. Dezember 2022: TEUR 2.225) gebildet.  
057  
Loading SVG
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem Bereich   Wholesale der Wolford AG. Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden die Kunden hinsichtlich  ihrer Kreditwürdigkeit in ebendiese Kategorien gegliedert. Bei der Bestimmung der  Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der  Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es  besteht keine nennenswerte Konzentration von Kreditrisiken, da Einzelforderungen im Vergleich  zum Gesamtbestand einen geringen Anteil ausmachen und zwischen einzelnen Forderungen  keine Korrelation besteht. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf  den unterschiedlichen Zeitpunkt der Einziehung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.  Die gewährten Zahlungsziele an Kunden sind unterschiedlich, bewegen sich aber in einem  gewöhnlichen Rahmen. Bevor eine neue Geschäftsbeziehung eingegangen wird, wird vorab die  Bonität des Kunden überprüft. Die Forderungsbestände werden ständig überwacht und bei  Überfälligkeit durch externe Gesellschaften betrieben.  
Im Bereich Wholesale wird das Risiko von Forderungsausfällen teilweise durch den Abschluss   von Kreditversicherungen reduziert, für die ein Selbstbehalt in Höhe von 10 % besteht. Der  gebildete ECL basiert auf spezifischen Länder- und Kundenrisiken, unterstützt durch externe  Ratings. Die Wertberichtigung von Forderungen des Online-Geschäfts wurde auf Basis von  Erfahrungswerten historischer Ausfälle gebildet. Kreditversicherungen wurden mit 31.  Dezember 2023 beendet.  
Eine Wertberichtigung der Stufe 3 wird für Credit-Impaired-Forderungen gebildet. Forderungen   fallen in diese Kategorie spätestens dann, wenn sie an den Rechtsanwalt / Inkassobeauftragten  / das Gericht weitergereicht werden.  
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie   folgt:  
31.12.2022
in TEUR 31.12.2023 angepasst
1. Januar 2.269 2.449
Zuführung (+) / Auflösung
() 831 830
Verbrauch -437 -1.005
Währungsdifferenzen -3 -5
31. Dezember 2.661 2.269
058  
Loading SVG
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten   Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 bzw.  31. Dezember 2022.  
VERLUST- BRUTTO- WERT-
31.12.2023 in TEUR RATE BUCHWERT MINDERUNG
Wholesale 17,77 % 14.467 2.571
Forderungen mit ECL 0,55 % 10.935 60
Forderungen Credit Impaired 71,09 % 3.532 2.511
Online 30,41 % 296 90
VERLUST- BRUTTO- WERT-
31.12.2022 in TEUR angepasst RATE BUCHWERT MINDERUNG
Wholesale 18,67 % 12.160 2.270
Forderungen mit ECL 0,51 % 8.649 44
Forderungen Credit Impaired 63,40 % 3.511 2.226
Online 0,00 % 209 0
Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Eine Forderung wird als definitiv   „uneinbringlich“ bezeichnet, wenn ein Rechtsanwalt / Inkassobeauftragter / Gericht die  Uneinbringlichkeit bestätigt. Dabei wurden die Versicherungserträge der Kreditversicherung  bereits berücksichtigt, welche mit Dezember 31, 2023 beendet wurden. Hinsichtlich des weder  wertgeminderten noch überfälligen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren  Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.  
Im November 2021 wurde von der Wolford AG eine Factoring-Vereinbarung über Forderungen   abgeschlossen, die einen Verkauf von Forderungen bis zu TEUR 5.000 vorsieht, wobei die  ersten Transaktionen unter dem Vertrag 2022 mit einem Volumen von EUR 6,66 Mio. wirksam  wurden. Die Factoring-Vereinbarung wurde mit 31. Dezember 2023 beendet.  
Die Tochtergesellschaften Wolford America Inc. und Wolford Canada Inc. im August 2020   Factoring Agreements als Rahmenverträge über jeweils mindestens USD 5,50 Mio. für einen  Zwölfmonatszeitraum ab September 2020 abgeschlossen, die im Dezember 2022 angepasst  wurden.  
059  
Loading SVG
31.12.2022
in TEUR 31.12.2023 angepasst
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen nach
Wertberichtigung 12.102 10.099
Nicht fällig 7.474 3.786
fällig <30 Tage 1.559 3.146
fällig >31 <60 Tage 587 876
fällig >61 <90 Tage 824 714
fällig >91 <120 Tage 15 392
fällig <121 Tage 1.643 1.185
(20) Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
Die sonstigen Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:  
31.12.2022
in TEUR 31.12.2023 angepasst
Direktgeschäft zu Kunden
(B2C) 3.496 3.149
Debitorische Kreditoren 2.734 2.607
Aktive
Rechnungsabgrenzungen 2.005 1.809
Kautionen 1.275 1.563
Abgrenzungen
Forderungenaus
Zuschüssen 0 1.177
Forderungenaus
sonstigen Steuern 103 489
Ertragssteuerforderungen 373 33
Sonstige Forderungen 270 498
Gesamt 10.256 11.325
Die Forderungen aus dem Direktgeschäft zu Kunden (B2C) bestehen gegenüber den   Kreditkarteninstituten oder sonstigen Online-Bezahldiensten. Die Abgrenzungen der  Forderungen aus Zuschüssen betreffen die restlichen staatlichen Zuschüsse aus  Verlustausgleich und Fixkostenzuschüssen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie aus  2021, die im Jahr 2023 eingingen.  
060  
(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
Der Posten setzt sich zusammen aus Bankguthaben in Höhe von EUR 5,9 Millionen und   Kassenbeständen in Höhe von EUR 0,5 Millionen.  
(22) Negative Eigenkapital  
Die Zusammensetzung und Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals ist in einer separaten   Aufstellung (Entwicklung des Eigenkapitals) dargestellt.  
Grundkapital  
Das Grundkapital setzt sich aus 9.653.666 nennwertlosen Stückaktien zusammen, wobei jede   Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Es gibt keine Aktien mit  besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.  
Die außerordentliche Hauptversammlung der Wolford AG am 1. Dezember 2022 hat das   Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 48.848.227,77 im Wege der vereinfachten  Kapitalherabsetzung zum Zweck der Verlustdeckung unter Beibehaltung der Anzahl der  Stückaktien um EUR 16.596.302,97 auf EUR 32.251.924,80 herabgesetzt und beschlossen, das  Grundkapital auf bis zu EUR 48.377.884,80 durch die Ausgabe von bis zu 3.359.575 neuen  Stückaktien unter Wahrung der Bezugsrechte zu erhöhen. Die Kapitalherabsetzung wurde am  30. Dezember 2022 ins Firmenregister eingetragen. Der Ausgabepreis der neuen Aktien wurde  mit EUR 6,00 je Aktie festgelegt. Der Gesamtausgabebetrag betrug damit EUR 20.157.450,00.  Den Aktionären wurde das gesetzliche Bezugsrecht gewährt.  
Am 18. Januar 2023 hat der Vorstand der Wolford AG die Bezugsfrist der von der   außerordentlichen Hauptversammlung der Wolford AG am 1. Dezember 2022 beschlossenen,  ordentlichen Kapitalerhöhung des Grundkapitals von EUR 32.251.924,80 um bis zu EUR  16.125.960,00 auf bis zu EUR 48.377.884,80 durch Ausgabe von bis zu 3.359.575 neuen  Aktien vom 23. Januar bis zum 6. Februar 2023 (einschließlich) sowie den Valutatag mit  voraussichtlich 14. Februar 2023 festgelegt.  
Wie bereits von der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen, hat der Bezugspreis   je neuer Aktie EUR 6,00 und das Bezugsverhältnis 2:1 (2 Bezugsrechte berechtigen zum Bezug  von einer neuer Stammaktie) betragen. Die Bezugsrechte wurden den bestehenden Aktionären am  23. Januar 2023 gemäß Depotstand am 20. Januar 2023, 23:59 Uhr, eingebucht. Die Bezugsrechte  haben die ISIN AT0000A32430.  
061  
Ein Bezugsrechtshandel (Auktionshandel) wurde an der Wiener Börse am 27., 30. und 31. Januar   2023 (einschließlich) ermöglicht. Die Aufforderung zur Zeichnung wurde am 19. Januar 2023 im  Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Im Anschluss an das Bezugsangebot wurden jene  neuen Aktien der Gesellschaft, für die keine Bezugsrechte während der Bezugsfrist ausgeübt  wurden, Aktionären, die im Rahmen des Bezugsangebots zumindest 500.000 neue Aktien  bezogen haben, im Rahmen einer Privatplatzierung zum Bezugspreis angeboten. Die Billigung  des nach Maßgabe des österreichischen Kapitalmarktgesetzes (KMG) und der  Prospektverordnung erstellten Prospekts für das Angebot der neuen Aktien in Österreich  erfolgte durch die Finanzmarktaufsichtsbehörde am 18. Januar 2023.  
Am 8. Februar 2023 hat die Wolford AG das Ergebnis des vom 23. Januar 2023 bis 6. Februar   2023 stattgefundenen Bezugsangebots bekannt gegeben und teilte mit, dass 2.934.515 neue  Aktien im Rahmen des Bezugsangebots durch Ausübung von Bezugsrechten bezogen wurden.  Es wurden keine Kaufangebote für neue Aktien im Rahmen eines Capital Placements  abgegeben. Der Vorstand hat am selben Tag, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das  endgültige Volumen der Kapitalerhöhung mit insgesamt 2.934.515 neuen Aktien beschlossen.  Die Kapitalerhöhung erbrachte TEUR 17.607.  
Rund 66,9 % der 2.934.515 neuen Aktien wurden von FFG Wisdom (Luxembourg) S.à r.l. als   Bezugsberechtigter bezogen. Rund 32,7 % der 2.934.515 neuen Aktien wurden von Ralph Bartel  als Bezugsberechtigtem bezogen. Die restliche Anzahl neuer Aktien wurde von anderen  Bezugsberechtigten bezogen. FFG Wisdom (Luxembourg) S.à r.l. verfügt nach der  Kapitalerhöhung über 61,02 % der Wolford Aktien. Soweit sich keine weiteren Veränderungen  ergeben haben, würde Herr Bartel 29,62 % der Aktien halten.  
Der Antrag auf Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Firmenbuch wurde am   15. Februar 2023 beim Landesgericht Feldkirch (Firmenbuch) eingereicht. Mit Wirkung von  diesem Tag wurde das Kapital durch die Ausgabe von 2.934.515 neuen Aktien erhöht, was zu  einem Zufluss von EUR 17.607.090 führte, abzüglich der damit verbundenen Kosten von EUR  179.985. Die Kapitalerhöhung führte zu einer Erhöhung des Grundkapitals um EUR 14.085.672  und einer Kapitalrücklage von EUR 3.341.433.  
Kapitalrücklagen  
Die gebundene Kapitalrücklage resultiert aus Agiobeträgen (abzüglich der Emissionskosten)   anlässlich der Aktienbegebung in den Jahren 1995, 2018 und 2023. Das im Jahr 2023  durchgeführte Kapital führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 3.521 abzüglich  der angefallenen Kosten in Höhe von TEUR 180, wodurch sich die Kapitalrücklage um  TEUR 3.341 erhöhte. Die Gesamtaufwendungen, die damals durch die Ausgabe neuer Aktien  entstanden sind, wurden in Höhe von TEUR 971 (Dezember 2022: TEUR 791) in Abzug  gebracht. Durch die vereinfachte Kapitalherabsetzung wurden die Kapitalrücklagen  entsprechend den aktienrechtlichen Anforderungen zur Verlustabdeckung aufgelöst.  
062  
Loading SVG
Sonstige Rücklagen  
Für das Geschäftsjahr 2022 wurde keine Dividende ausgeschüttet.  
Kumuliertes sonstiges Ergebnis  
in TEUR 31.12.202 31.12.2022
angepasst
1. Januar -5.311 -5.896
Versicherungsmathematis
che Gewinne (+) und
Verluste () des
Geschäftsjahres -1.653 1.690
davon latente Steuern 392 -371
Währungsumrechnungsdif
ferenzen 1.202 -734
31. Dezember -5.370 -5.311
Eigene Aktien  
Die Wolford AG hält einen Bestand von 88.140 Stück (31. Dezember 2022: 88.140 Stück) an   eigenen Aktien. Im Geschäftsjahr gab es keine Bewegungen in den eigenen Aktien. Damit  befinden sich noch 0,9 % des Aktienkapitals im Besitz des Unternehmens (31. Dezember 2022): 1,3%).  
Fortführung des Unternehmens (Going Concern)  
Als Ergebnis der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen mit deutlicher Verbesserung   der operativen Kosten im Vergleich zum Vorjahr ist die Wolford Gruppe auf Kurs, weiter   das EBITDA zu verbessern und sich dem Break-even-Punkt zu nähern. Obwohl die Wolford   AG in Österreich Lohn- und Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 9,6 % zu verkraften hatte,   konnten die operativen Kosten in allen Bereichen deutlich gesenkt werden. Dennoch ist   das EBIT für das Gesamtjahr 2023 mit -17,69 Mio. Euro weiterhin negativ.  
Damit bleibt Wolford auch 2023 in einer schwierigen finanziellen Lage. Der Cashflow aus der   laufenden Geschäftstätigkeit und anderen Finanzierungsquellen reichten nicht aus, um die   laufenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Wolford Gruppe war auf   Fremdkapital und Fremdfinanzierungen zu günstigen Konditionen angewiesen. Wolford   hat seinen Finanzierungsbedarf in der Vergangenheit durch Gesellschafterdarlehen des   Hauptgesellschafters gedeckt.  
Wolford hat weitere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz gesetzt. Die   Prozesse werden weiter optimiert und der Fokus auf Kostenkontrolle und   Vertriebsaktivitäten wurde wieder verstärkt. Die erzielten Geschäftsergebnisse auf der   Kostenseite reichen noch nicht aus, um den Cashflow des Unternehmens zu stabilisieren,   zumal Investitionen in den Bereichen IT und Retail notwendig sind. Zur Sicherstellung  
063  
einer ausreichenden Liquidität hat das Unternehmen weiteren Zugang zu Krediten des   Mehrheitsaktionärs erhalten. Durch die Kapitalerhöhung, die am 15. Februar 2023 ins   Handelsregister eingetragen wurde, flossen der Wolford AG vor Abzug der anfallenden   Kosten liquide Mittel in Höhe von 17,6 Mio. Euro zu. Wolford steht und stand in engem   Kontakt mit Finanzinstituten und der Muttergesellschaft bezüglich weiterer   Finanzierungsmöglichkeiten. Die Fosun Fashion Group (Cayman) Limited hat im Geschäftsjahr   2023 weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9.70 Mio. Euro plus 1.20 Mio. USD gewährt,   sowie im laufenden Geschäftsjahr 2024 9.25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und damit ihr   fortgesetztes finanzielles Engagement bekräftigt.  
Wolford arbeitet derzeit intensiv an der Stärkung seiner Präsenz und Sichtbarkeit. Dies   geschieht durch gezielte Marketingaktivitäten, eine fokussierte Produktpipeline, die   geografische Ausweitung des Vertriebs, die Rationalisierung der Einzelhandelsflotte und   erhebliche Investitionen in E-Commerce, IT und Systeme. Trotz erheblicher geopolitischer   Herausforderungen konnte Wolford seinen Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022   geringfügig steigern. Darüber hinaus werden die fixen und variablen Kosten in allen   Funktionen gesenkt. Aufgrund der bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen   ist Wolford trotz der hinter dem Budget 2024 liegenden Umsatzentwicklung im ersten   Halbjahr zuversichtlich, im Jahr 2024 an die positive Entwicklung anknüpfen zu können und im   Geschäftsjahr 2024 eine weitere Verbesserung des EBIT-Ergebnisses zu erzielen.   Voraussetzung dafür ist, dass keine makroökonomischen Ereignisse, die nicht im   Einflussbereich des Unternehmens liegen, das aktuelle Geschäftsumfeld verschlechtern.   Es setzt also auch voraus, dass die geopolitischen Unsicherheiten in der Ukraine und Israel   nicht zu weiteren Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen. Das Unternehmen setzt seine   gezielten Bemühungen fort, die Effizienz der Personalkosten zu verbessern, die   Beratungskosten zu senken, die Anzahl der Teile pro Kollektion zu reduzieren sowie die   Bedarfsplanung und den Produktionsprozess effizienter zu gestalten.  
Die Systeme und die IT-Infrastruktur von Wolford sind veraltet und stellen ein weiteres   Risiko für die Fortführung des Geschäftsbetriebs dar. Wolford hat daher trotz der   angespannten finanziellen Situation zahlreiche Projekte im Bereich der IT-Infrastruktur   geplant und umgesetzt. Im Budget 2024 hat die Wolford AG die Einführung eines neuen   ERP-Systems vorgesehen, um diese kritische IT-Landschaft zu vereinheitlichen.  
Die ersten Monate des Jahres 2024 zeigen weiterhin einen positiven Trend bei allen   Sparmaßnahmen. Auf der Umsatzseite liegt die Gruppe derzeit hinter dem Budget zurück   - ein Teil davon ist auf Lieferverzögerungen zurückzuführen, die durch den Wechsel vom   bisherigen zum neuen Logistikdienstleister der Wolford AG entstanden sind. Dieser   Rückstand soll bis Ende Juli abgebaut werden. Ein weiterer Grund für die   unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind Probleme in der Lieferkette, verursacht   durch verspätete Zahlungen an Lieferanten.  
Entscheidend für die weitere Entwicklung von Wolford ist die erfolgreiche Positionierung   der Marke auf den internationalen Märkten. Das Unternehmen wird die globale   Positionierung seiner Marke mit den Linien „The W“ und „The W Lab“ weiter vorantreiben.   Dazu gehören die Fortsetzung erfolgreicher Kooperationen, limitierte Capsule  
064  
Collections, die in Zusammenarbeit mit internationalen Stardesignern entwickelt werden,   sowie die Nutzung von Wachstumschancen in den Märkten USA und China. Auf Basis   dieser Maßnahmen sieht das Management Wolford gut positioniert, um zu  Umsatzwachstum und Profitabilität zurückzukehren.  
Darüber hinaus hat die Lanvin Group Holdings Limited im Juli 2024 eine harte Patronats-   und Nachrangigkeitserklärung (im Folgenden auch Comfort Letter) abgegeben und sich bereit   erklärt, Wolford bei Bedarf weiterhin finanziell zu unterstützen. Fosun Fashion Group (Cayman)   Limited hat die Patronatserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu einem qualifizierten   Rangrücktritt aller bisher gewährten Darlehen in Höhe von 62,69 Mio. Euro sowie der im   Rahmen der Patronatserklärung künftig zur Verfügung gestellten Mittel, einschließlich der   aufgelaufenen Zinsen, verpflichtet. Lanvin Group Holdings Limited verpflichtet sich, vom   1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2026 auf Antrag der Unternehmensleitung zusätzliche   Liquidität in Höhe von insgesamt 33,25 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen („Liquidity   Injection“). Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 9,25 Mio. Euro bereitgestellt, wodurch   sich die garantierte Liquiditätszuführung zum 30. Juni 2024 von 33,25 Mio. Euro auf   24,0 Mio. Euro reduziert. Sollten Finanzinstitute Finanzierungen im maximalen Ausmaß   von bis zu 9,60 Mio. Euro gewähren, die mit Forderungen und Waren besichert werden,   würden diese je nach Inanspruchnahme die Verpflichtung der Gesellschafter reduzieren   oder wieder erhöhen. Mit den genannten Maßnahmen soll die Gesellschaft in die Lage versetzt   werden, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit jederzeit zu erfüllen und den Fortbestand des   Unternehmens auf absehbare Zeit zu sichern. Diese harte Patronats- und   Nachrangigkeitserklärung kann bis Ende Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall,   dass finanzielle Unterstützung benötigt wird, verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings   Limited, die Garantie in vollem Umfang durchzusetzen. Der Vorstand kommt auf Basis der   erhaltenen Zusagen und einer Liquiditätsplanung zu dem Schluss, dass der Jahres-   und Konzernabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2023 unter der Annahme der   Unternehmensfortführung erstellt werden soll.  
065  
Loading SVG
(23) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen  
Die Berechnung der Sozialkapitalrückstellungen für die Pensions-, Abfertigungs- und   Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 19.  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Pensionsrückstellungen 4.582 3.981
Abfindungsrückstellungen 6.723 6.201
Jubiläumsgeldrückstellung
en
1.353 1.368
Gesamt 12.658 11.550
Pensions- und Abfindungsrückstellung  
Bei der Wolford AG bestehen aufgrund von Einzelzusagen unmittelbare Pensionsverpflichtungen   für drei ehemalige Vorstandsmitglieder. In Frankreich bestehen aufgrund von  Kollektivvereinbarungen Verpflichtungen für Zahlungen, die mit dem Eintritt in den Ruhestand  fällig   werden.   Die   Berechnung   erfolgt   anhand   anerkannter   Regeln   der   Versicherungsmathematik. Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter des   österreichischen Mutterunternehmens, die vor dem Jahr 2003 eingetreten sind, im  Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfindung. Diese ist von der  Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfindungsfall maßgeblichen Bezug abhängig. In der  Schweiz bestehen Verpflichtungen für das Unternehmen, bestimmte Zahlungen bei Eintritt in  den Ruhestand, im Todesfall oder bei Arbeitsunfähigkeit zu leisten. Die Zahlungen sind von  Alter, Anzahl der Arbeitsjahre, Höhe des Gehalts und vom individuellen Einzahlungsstand  abhängig. Der Plan wird von Arbeitnehmern und vom Arbeitgeber gemeinsam finanziert, wobei  die Verpflichtung über qualifizierte Versicherungspolizzen als Planvermögen von der  Versicherungsgesellschaft Swiss Life gegenfinanziert wird. Weitere leistungsorientierte Pläne für  Abfertigungen bestehen in geringem Umfang in Italien und Slowenien.  Die Rückstellungen für Pensionen haben sich wie folgt entwickelt:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Barwert der Verpflichtung
zum 1. Januar 3.981 4.880
Zinsaufwand 165 62
Pensionszahlungen -284 -277
Versicherungsmathematis
che Gewinne (-) / Verluste
(+) 721 -684
Barwert der Verpflichtung
zum 31. Dezember 4.582 3.981
066  
Loading SVG
Die Rückstellungen für Abfertigungen haben sich wie folgt entwickelt:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Barwert der Verpflichtung
zum 1. Januar 7.631 9.383
Wechselkursdifferenzen 94 69
Dienstzeitaufwand 505 387
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand 277
Zinsaufwand 316 78
Zahlungenfür
Abfertigungen
-1.678 -1.280
Versicherungsmathematis
che Gewinne (-) / Verluste
(+) 933 -1.006
Barwert der Verpflichtung
zum31.Dezember
(Bruttoverpflichtung) 8.077 7.631
Das Planvermögen für die Abfertigungsrückstellung hat sich wie folgt entwickelt:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
BeizulegenderZeitwert
des Planvermögens zum 1.
Januar 1.430 1.244
Wechselkursdifferenzen 85 58
Eingezahlte Beiträge 120 117
Zinserträge/Ertragaus
Planvermögen 66 3
Geleistete Zahlungen -347 8
BeizulegenderZeitwert
des Planvermögens zum
31. Dezember 1.354 1.430
067  
Loading SVG
Die Nettoverpflichtung für Abfertigungen stellt sich wie folgt dar:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Nettoverpflichtung zum 1.
Januar 6.201 8.139
Wechselkursdifferenzen 9 11
Dienstzeitaufwand/Beitrag
szahlungen 385 270
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand 277 0
Zinsen 250 75
Zahlungen -1.331 -1.288
Versicherungsmathematis
cher Verlust/Gewinn 933 -1.006
Nettoverpflichtungzum
31. Dezember 6.723 6.201
Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:  
in TEUR 2023   2022
Kapitalbeteiligungen 634 666
Anleihen 127 137
Immobilien 377 423
Alternative Anlagen 109 108
Liquide Mittel 107 96
Gesamt 1.354 1.430
Für das kommende Geschäftsjahr 2024 sind leistungsorientierte Zahlungen für Pensions- und   Abfindungsrückstellungen in Höhe von TEUR 732 (2023: TEUR 555) geplant.  
068  
Loading SVG
Jubiläumsgeldrückstellung  
Die Rückstellung für Jubiläumsgeldzahlungen hat sich wie folgt entwickelt:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Barwert der Verpflichtung
zum 1. Januar 1.368 1.573
Dienstzeitaufwand 60 -2
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand 70
Zinsaufwand 56 15
Jubiläumsgelder -116 -60
Versicherungsmathematis
che Gewinne -85 -158
Barwert der Verpflichtung
zum 31. Dezember 1.353 1.368
Für  
das  
Geschäftsjahr  
2024  
sind  
leistungsorientierte  
Zahlungen  
aus  
den  
Jubiläumsgeldrückstellungen in Höhe von TEUR 118 (2023: TEUR 120) geplant.  
Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung  
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste stammen aus erfahrungsbedingten   Anpassungen sowie Änderungen der finanziellen Annahmen und werden bei Pensions- und  Abfertigungsrückstellungen im sonstigen Ergebnis und bei Jubiläumsgeldrückstellungen im  Personalaufwand erfasst. Der hohe versicherungsmathematische Verlust in Höhe von TEUR -  1.653 resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der zugehörigen Zinssätze aufgrund des  gestiegenen Zinsniveaus im Jahr 2023 (2022: versicherungsmathematischer Gewinn von TEUR  1.690 aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus).  
Für die österreichischen leistungsorientierten Verpflichtungen (entsprechen mit TEUR 11.305   einem wesentlichen Teil der gesamten Nettoverpflichtungen in Höhe von TEUR 12.658) wurden  die folgenden Sensitivitäten ermittelt, die sich jeweils auf den Stand der Rückstellung beziehen:  
069  
Loading SVG
2023   2022
An- Rück- An- Rück-
in TEUR stieg gang stieg gang
Rechnungszinssatz (1 %-
Veränderung) -1.148 1.281 -940 1.098
KünftigeLohn-und
Gehaltserhöhungen
(1 %-Veränderung) 700 -620 615 -546
Zukünftige
Pensionserhöhungen
(1 %-Veränderung) 402 -395 398 -340
Die Sensitivitäten in Bezug auf das Ergebnis vor Steuern für die österreichischen   leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:  
2023   2022
An- Rück- An- Rück-
in TEUR stieg gang stieg gang
Rechnungszinssatz (1 %-
Veränderung) -40 65 -33 44
KünftigeLohn-und
Gehaltserhöhungen
(1 %-Veränderung) -46 40 -50 45
Zukünftige
Pensionserhöhungen
(1 %-Veränderung) -9 19 -17 14
Der Dienstzeitaufwand wird im Posten „Aufwendungen für Abfertigungen und   Altersversorgung“ (Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen) bzw. „Löhne“ und   „Gehälter“ (Rückstellung für Jubiläum) berücksichtigt, der Zinsaufwand im Posten „Zinsen auf   Sozialkapital“.  
Die durchschnittliche Restlaufzeit (Duration) der Jubiläumsgeldverpflichtungen beträgt 7,7 Jahre   (31. Dezember 2022: (7,6 Jahre). Die durchschnittliche Restlaufzeit (Duration) der  Pensionsverpflichtungen beträgt 10,9 Jahre (31. Dezember 2022: 11,0 Jahre). Die  durchschnittliche Restlaufzeit (Duration) der Abfindungsverpflichtungen beträgt 9,8 Jahre  (31. Dezember 2022: 10,3 Jahre).  
070  
Loading SVG
(24) Sonstige langfristige Schulden  
Die Analyse der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Förderbeitrag Projekt
Slowenien 615 646
Sonstiges 231 280
Gesamt 846 926
Für den Bau der Produktionsstätte in Slowenien wurde ein Förderbeitrag gewährt, der durch   entsprechende Abschreibungen bzw. Aufwendungen (Personalkosten) aufgelöst wird.  
(25) Finanzverbindlichkeiten  
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:  
in TEUR 31.12.2023   31.12.2022
Gesellschafterdarlehen
(von Fosun Fashion Group
(Cayman)Limitedund
Tochtergesellschaften -
12%) 50.694 35.739
Bankdarlehen 800 0
Gesamt 51.494 35.739
davon langfristig 800
davon kurzfristig 50.694 35.739
Die teilweise bereits fälligen aber nachrangig gestellten Gesellschafterdarlehen in Höhe von   insgesamt EUR 50,7 Mio (31. Dezember 2022: EUR 16,3 Mio.) werden als kurzfristig   behandelt, da abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe und den   Unterstützungsmaßnahmen des Hauptgesellschafters die Kriterien für die Nachrangigkeit   wegfallen können.  
In den Finanzverbindlichkeiten sind aufgelaufene Zinsen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von   TEUR 7.383 (31. Dezember 2022: TEUR 3.239) enthalten.  
071  
Loading SVG
In der folgenden Tabelle sind die erhaltenen Gesellschafterdarlehen aufgeführt:  
URSPRÜNG-
LICHE
Betrag in TEUR Vergabe FÄLLIGKEIT
Vor dem
10.000 1.1.2022 31.12.2023
2.500 28.01.2022 31.12.2023
5.000 23.05.2022 31.12.2023
2.000 28.06.2022 18.02.2023
4.000 20.07.2022 12.03.2023
1.500 29.07.2022 21.03.2023
3.500 08.05.2022 28.01.2023
2.000 30.08.2022 21.12.2022
2.000 29.11.2022 27.01.2023
32.500 31.12.2022
1.000 24.07.2023 20.12.2023
1.000 28.07.2023 20.12.2023
500 24.10.2023 23.10.2024
1.500 30.10.2023 29.10.2024
1.500 31.10.2023 30.10.2024
3.000 17.11.2023 19.11.2024
1.200 28.11.2023 27.11.2024
42.200 31.12.2023
Vergabe  
Betrag in TUSD FÄLLIGKEIT
1.200 8.12.2023 07.12.2024
1.200 31.12.2023
Alle Gesellschafterdarlehen wurden zu einem Zinssatz von 12 % gewährt. Wie aus der obigen   Tabelle hervorgeht, wären die Darlehenen entsprechend ihrer Laufzeit überwiegend bereits zum  31. Dezember 2023 fällig gewesen.   Alle Darlehen sind unbesichert. Von den zum 31.12.2022  gewährten Darlehen sind 16,3 Mio. nachrangig gestellt, was eine Rückzahlung rechtlich nicht  möglich macht.  
Im Mai 2021 wurde seitens der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited erneut ein   Gesellschafterdarlehen mit einer Laufzeit bis Ende 2022 in Höhe von insgesamt TEUR 10.000  gewährt, das in zwei Tranchen im Mai (TEUR 3.500 und TEUR 4.000) und einer Tranche im Juli  (TEUR 2.500) ausgezahlt wurde. Für das Darlehen ist im Geschäftsjahr 2021 ein Zinsaufwand  von TEUR 697 entstanden, der als Verbindlichkeit verbucht wurde. Im Januar 2022 wurde  seitens Fosun Fashion Group (Cayman) Limited ein weiteres Gesellschafterdarlehen in Höhe von  
072  
Loading SVG
TEUR 2.500 zu einem Zinssatz von 12 % p. a. gewährt, das eine Laufzeit bis Ende 2022   aufweist. Im Mai 2022 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 zu gleichen  Konditionen gewährt. Die Laufzeiten der per 31. Dezember 2021 bestehenden Darlehen in Höhe  von TEUR 10.000 und der oben angeführten Finanzierungen wurden im Juni 2022 bis 31.  Dezember 2023 verlängert. Im Juli 2022 wurde seitens Fuson Fashion Group (Cayman) Limited  weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 4.000 und TEUR 1.500 zu einem Zinssatz von  12 % p. a. gewährt, die am 16. September 2022 und 24. September 2022 fällig waren. Im  August 2022 wurden weitere Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 bzw. TEUR 2.500 zu gleichen  Zinskonditionen gewährt, die am 2. Oktober 2022 inkl. Zinsen zurückzuzahlen waren, sowie  weitere TEUR 2.000. Die im Oktober fälligen Darlehen wurden revolviert, eine Rückzahlung  erfolgte nicht. Ein weiteres Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 2.000 wurde im November  2022 ebenfalls zu einem Zinssatz von 12 % an die Gesellschaft ausgezahlt. Alle Darlehen sind  unbesichert.  
Im Jahr 2023 wurden die folgenden Darlehen von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited   mit einem Zinssatz von 12 % p. a. gewährt:  
24. Juli 2023: TEUR 1.000, 28. Juli 2023: TEUR 1.000, 24. Oktober 2023: TEUR 500, 30.   Oktober 2023: TEUR 1.500, 31. Oktober 2023: TEUR 1.500, 17. November 2023: TEUR 3.000,  28. November 2023: TEUR 1.200. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023  Gesellschafterdarlehen von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited in Höhe von TEUR 9.700  plus TUSD 1.200 gewährt.  
Ende März 2024 erhielt Wolford ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio. von   der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited. Mitte April 2024 erhielt das Unternehmen   weitere EUR 3,5 Mio. als Gesellschafterdarlehen von der Fosun Fashion Group (Cayman)   Limited, im Mai weitere 2 Mio. Euro, im Juni weitere 1,25 Mio. Euro und weitere 1 Mio.   Euro im Anfang Juli.  
Die Tilgungen und endfälligen Zinszahlungen aus 2023 aus Finanzverbindlichkeiten sind in   folgenden Zeiträumen fällig:  
Überfällig
zum Bis zu 1
in TEUR 31.12.*) Monat 13 Monate 46 Monate 612 Monate
Stand 31.12.2023 39.673 39.673 0 0 11.021
Stand 31.12.2022 0 7.772 7.915 0 20.052
*) überfällig: da es im Geschäftsjahr 2023 zu keiner Rückzahlung der   Gesellschafterdarlehen kam, sind die zum 31. Dezember bestehenden Darlehen   zuzüglich Zinsen in Höhe von TUER 35.739 nunmehr überfällig; davon wurden im April   2023 EUR 16,3 Mio nachrangig gestellt. Der Betrag der überfälligen   Darlehnsverbindlichkeiten hat sich durch weitere im Geschäftsjahr 2023 auslaufende   Darlehen und de nicht bezahlten Zinsen erhöht. Im Juli 2024 wurden sämtliche   Gesellschafterdarlehen inkl. Zinsabgrenzungen nachrangig gestellt.  
073  
Anfang April 2023 hat Lanvin Group Holdings Limited eine harte Patronats- und   Nachrangigkeitserklärung ausgestellt, um Wolford finanzielle Unterstützung bereitzustellen.   Damit soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, seine Verbindlichkeiten bei   Fälligkeit zu erfüllen und den Fortbestand des Unternehmens für die absehbare Zukunft   sicherzustellen werden. Diese Garantie ist bis Ende 2024 nicht widerrufbar. Für den Fall,   dass finanzielle Unterstützung durch Lanvin erforderlich ist, verpflichten sich beide   Parteien, die gemachten Zusagen in vollem Umfang geltend zu machen. Von den zum   31. Dezember 2022 ausstehenden Gesellschafterdarlehen hat Fosun Fashion Group   (Cayman) Limited im Rahmen der Patronats- und Nachrangigkeitserklärung einen Betrag   in Höhe von EUR 16,3 Mio. nachrangig gestellt. Die Rückzahlung kann erst dann gefordert   werden, wenn die Umstrukturierung von Wolford abgeschlossen ist. Zum 31.   Dezember 2022 waren die Bedingungen zur Aufhebung des Rangrücktritts nicht erfüllt.  
Im Juli 2024 gab die Lanvin Group Holdings Limited eine weitere harte Patronats- und   Nachrangigkeitserklärung zur finanziellen Unterstützung von Wolford ab und sagte zu,   Wolford auch weiterhin bei Bedarf finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Lanvin Group   Holdings Limited verpflichtet sich, vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2026 auf Antrag   der Unternehmensleitung zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt 33,25 Mio. Euro zur   Verfügung zu stellen („Liquidity Injection“). Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 9,25 Mio.   Euro bereitgestellt, wodurch sich die garantierte Liquiditätszuführung zum 30. Juni 2024   von 33,25 Mio. EUR auf 24,0 Mio. EUR reduziert. Sollten Finanzinstitute Finanzierungen im   maximalen Ausmaß von bis zu 9,60 Mio. Euro gewähren, die mit Forderungen und Waren   besichert werden, würden diese je nach Inanspruchnahme die Verpflichtung der Gesellschafter   reduzieren oder wieder erhöhen. Fosun Fashion Group (Cayman) Limited hat die Patronats-   und Nachrangigkeitserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu einem qualifizierten   Rangrücktritt aller bisher (Juli 2024) gewährten Darlehen in Höhe von 62,69 Mio. Euro   sowie der im Rahmen der Patronatserklärung künftig zur Verfügung gestellten Mittel,   einschließlich der aufgelaufenen Zinsen verpflichtet. Damit soll die Wolford Gruppe in die   Lage versetzt werden, jederzeit seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen und den   Fortbestand des Unternehmens für die absehbare Zukunft sicherzustellen.  
074  
Loading SVG
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind allesamt kurzfristig fällig.  
(27) Kurzfristige Rückstellungen  
WÄHRUNG ZUSTANDS
SDIFFERE ÄNDERUN
STAND NZEN G STAND
in TEUR 01.01.2023 VERBRAUC AUFLÖSUN ZUFÜHRU 31.12.2023
Personalstand 1.033 0 -960 0 0 0 73
Restrukturierung/belasten
de Verträge 478 -1 -483 6 62 0 62
Gesamt 1.511 -1 - 1.443 6 62 0 135
WÄHRUNG ZUSTANDS
SDIFFERE ÄNDERUN
STAND NZEN G STAND
in TEUR 01.01.2022 VERBRAUC AUFLÖSUN ZUFÜHRU 31.12.2022
Personalstand 675 0 -675 0 1.033 0 1.033
Restrukturierung/belasten
de Verträge 602 0 0 -88 0 -36 478
Gesamt 1.277 0 -675 -88 1.033 -36 1.511
(28) Ertragsteuern  
Bei den Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 567 (31. Dezember 2022:   TEUR 401) handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten ausländischer  Tochtergesellschaften in Deutschland, Nordamerika und Italien.  
075  
Loading SVG
(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:  
in TEUR 31.12.202   31.12.2022
Verbindlichkeiten an das
Finanzamt 6.334 5.814
Nicht konsumierter Urlaub
1.298 1.600
Lohn- und
Gehaltsverbindlichkeiten
338 357
Sonstige Abgrenzungen 724 558
Verbindlichkeiten aus
sozialer Sicherheit
1.148 2.262
Verbindlichkeiten für
Rechts- und
Steuerberatung und
Wirtschaftsprüfung 1.239 1.124
Verbindlichkeiten aus
variablen
Gehaltsbestandteilen 493 1.105
Sonderzahlungen 591 393
Gutstunden 156 338
Übrige 1.732 2.050
Gesamt 14.905 15.601
Davon Sonstige
kurzfristige
nichtfinanzielle
Verbindlichkeiten 9.528 10.572
Davon Sonstige
kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten 4.526 5.029
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen vor allem Debitoren mit Guthaben,   Steuerabgrenzungen, Abgaben, Aufsichtskosten sowie Verlagskosten.  
076  
Loading SVG
(30) Vertragsvermögenswerte  
sowie  
Rückerstattungs-  
und  
Vertragsverpflichtungen  
Die Vertragsvermögenswerte beinhalten Abgrenzungen von Zuschüssen an Händler für den   Erwerb von für die Wolford AG typischen Shop-Einrichtungsgegenständen in Höhe von TEUR 38  (31. Dezember 2022: TEUR 55).  
Die vertraglichen Verpflichtungen nach IFRS 15 beinhalten Verbindlichkeiten aus Gutscheinen   von TEUR 1.382 (31. Dezember 2022: TEUR 1.041) sowie Abgrenzungen für noch nicht  ausbezahlte Umsatzboni und Retouren in Höhe von TEUR 825 (31. Dezember 2022: TEUR 728).  
(31) Haftungsverhältnisse  
Es bestehen Mietgarantien in Höhe von TEUR 224 (31. Dezember 2022: TEUR 224).  
(32) Leasing in der Konzernbilanz  
In den nachstehenden Tabellen ist die Entwicklung der Anschaffungskosten und der   kumulierten Abschreibungen für Nutzungsrechte dargestellt:  
Anschaffungskosten  
WÄHRUNG
SDIFFERE
STAND NZEN STAND
in TEUR 01.01.2023 ZUGANG ABGANG 31.12.2023
Nutzungsrechte an
Gebäuden 102.768 -1.100 30.322 -44.484 87.507
Nutzungsrechte an
technischen Anlagen
und Maschinen 365 0 0 -314 51
Nutzungsrechte an
anderen Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 702 3 19 -403 321
Gesamt 103.836 -1.097 30.341 -45.201 87.879
WÄHRUNG
SDIFFERE
STAND NZEN STAND
in TEUR 01.01.2022 ZUGANG ABGANG 31.12.2022
Nutzungsrechte an
Gebäuden 89.773 1.223 16.451 -4.679 102.768
Nutzungsrechte an
technischen Anlagen
und Maschinen 412 51 -98 365
Nutzungsrechte an
anderen Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 576 1 215 -90 702
Gesamt 90.761 1.224 16.717 -4.867 103.835
077  
Loading SVG
Kumulierte Abschreibungen  
WÄHR-
UNGS- WERT- WERTAUF-
DIFFE- MINDER- HOLUN-
STAND RENZEN UNG GEN STAND
in TEUR 01.01.2023 ZUGANG ABGANG 31.12.2023
Nutzungsrechte an
Gebäuden 54.612 -760 5.634 -2.220 11.515 -36.077 32.703
Nutzungsrechte an
technischen Anlagen
und Maschinen 331 0 0 0 26 -314 43
Nutzungsrechte an
anderen Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 476 2 0 0 161 -402 238
Gesamt 55.419 -758 5.634 -2.220 11.701 -36.793 32.984
WÄHR-
UNGS- WERT- WERTAUF-
DIFFEREN MINDER- HOLU STAND
STAND ZEN UNG NGEN 31.12.2022
in TEUR - ANGEPASST 01.01.2022 angepasst angepasst ZUGANG ABGANG angepasst
Nutzungsrechte an
angepasst
a
Gebäuden 40.526 606 1.503 0 12.124 -147 54.612
Nutzungsrechte an
technischen Anlagen
und Maschinen 337 0 0 0 47 -53 331
Nutzungsrechte an
anderen Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 341 0 0 0 186 -51 476
Gesamt 41.204 606 1.503 0 12.357 -251 55.419
Buchwerte  
STAND
STAND 31.12.2022
in TEUR 31.12.2023 angepasst
Nutzungsrechte an
Gebäuden 54.804 48.155
Nutzungsrechte an
technischen Anlagen
und Maschinen 9 34
Nutzungsrechte an
anderen Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 83 226
Gesamt 54.896 48.415
078  
Bei den Nutzungsrechten handelt es sich im Wesentlichen um Nutzungsrechte an   Geschäftsgebäuden inkl. der gezahlten Schlüsselgelder (Key Money), Einbauten in den Stores,  Produktionsmaschinen und Kraftfahrzeuge.  
Wertminderungen und Wertaufholungen von zuvor verbuchten Wertminderungen sind in der   Tabelle der Sachanlagen aufgeführt. Aufgrund der Fehlerkorrektur des Jahres 2022 wurden die  Vermögenswerte für Nutzungsrechte um TEUR 345 angepasst.  
Von den Zugängen zu Nutzungsrechten in Höhe von TEUR 30.341 entfallen TEUR 12.085 auf   Zugänge aus neu abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen, TEUR 18.256 entfallen auf  Zugänge durch Modifikationen. Abgänge in Höhe von TEUR 45.201 (Anschaffungskosten) bzw.  TEUR 36.793 (kumulierte Abschreibung) resultieren aus vorzeitigen Beendigungen von Miet-  und Leasingverhältnissen.  
Aufgrund der Verringerung von Flächen in gemieteten Gebäuden oder der vorzeitigen   Beendigung von Mietverträgen wurden im Geschäftsjahr 2023 Sonstige Erträge in Höhe von  TEUR 3.532 erfasst (vgl. Angabe (2) Sonstiger betrieblicher Ertrag). Insbesondere die  Reduzierung der Flächen des Bürogebäudes in Bregenz führte zu einem Gewinn von TEUR  2.080.  
Zum 31. Dezember 2023 setzten sich die Leasingverbindlichkeiten aus einem langfristig   fälligen Teil in Höhe von TEUR 48.981 (31. Dezember 2022: TEUR 42.161) und einem  kurzfristig fälligen Teil in Höhe von TEUR 13.542 (31. Dezember 2022: TEUR 15.056)  zusammen. Für die Entwicklung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Kapitel „V.  Finanzinstrumente“ verwiesen.  
079  
Loading SVG
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW-  
STATEMENT  
Die Kapitalflussrechnung der Wolford Gruppe zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die  Veränderung des Zahlungsmittelbestands im Laufe der Berichtszeitraums. Gemäß IAS 7 werden  die Zahlungsströme getrennt ausgewiesen nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen  Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse  aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern des Konzerns,  indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit  werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt.  Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittelbestand“ und enthält  Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel. Zum 31. Dezember 2023  wurden Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von TEUR 1.022 (31. Dezember  2022: TEUR 936) unter den sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.  Die Auswirkungen von Wechselkursänderungen des Zahlungsmittelbestands betreffen die  Tochtergesellschaften in Nordamerika, Großbritannien, Asien, Skandinavien und der Schweiz.  Zu den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen gehören insbesondere nicht  erfasste Wechselkursgewinne und -verluste, Gewinne aus der Änderung von Leasingverträgen  und Auswirkungen aus der Veräußerung von Vermögenswerten sowie Abschreibungen und  Wertminderungen von Vermögenswerten und Bewegungen bei den latenten Steuern.  
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit hinsichtlich Finanzverbindlichkeiten und betreffender   Vermögenswerte  
ZUGANG
NUTZUNGS
ZINSEN RECHTE SONSTIGE
(NICHT- (NICHT- (NICHT-
in TEUR 01.01.2023 CASH) CASH) CASHFLOW CASH) 31.12.2023
Finanzverbindlichkeiten 35.739 4.145 0 11.610 0 51.494
Leasingverbindlichkeiten 57.217 0 11.022 -12.388 6.672 62.522
Summe 92.956 4.145 11.022 -778 6.672 114.016
080  
Loading SVG
ZUGANG
NUTZUNGS
ZINSEN RECHTE SONSTIGE
(NICHT- (NICHT- (NICHT-
in TEUR 01.01.2022 CASH) CASH) CASHFLOW CASH) 31.12.2022
Kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten 10.697 2.542 0 22.500 0 35.739
Leasingverbindlichkeiten 60.368 0 8.751 -15.967 4.065 57.217
Summe 71.065 2.542 8.751 6.533 4.065 92.956
Die Bewegungen der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Cashflow-   Statement ersichtlich. Die sonstigen unbaren Veränderungen betreffen im Wesentlichen  Veränderungen von Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Änderungen von  Leasingverträgen im laufenden Geschäftsjahr und Fremdwährungseffekten.  Der Cashflow aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.938 (2022: TEUR 19.293) setzt  sich aus dem Tilgungsanteil von TEUR 12.388 (TEUR 15.967) und der Zinszahlung von TEUR  3.550 (2022: TEUR 3.326) zusammen.  
In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen für Leasingverträge in Höhe von TEUR 3.550   (2022: TEUR 3.326) sowie Zinszahlungen für Bankdarlehen und sonstige Zinsaufwendungen in  Höhe von TEUR 874 (2022: TEUR 47) enthalten.  
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden,   lassen sich aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableiten.  
081  
Loading SVG
V. FINANZINSTRUMENTE  
Finanzrisikomanagement  
Zielsetzung und Methoden des Finanz- und Kapitalrisikomanagementss   Das Ziel des Finanzrisikomanagements liegt in der Erfassung und Bewertung von  Unsicherheitsfaktoren, die sich negativ auf den Geschäftserfolg auswirken können. Dabei ist  das wichtigste Ziel des Finanz- und Kapitalrisikomanagements der Wolford Gruppe, jederzeit  ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, um branchenbedingte saisonale  Schwankungen auszugleichen und ein weiteres strategisches Unternehmenswachstum zu  finanzieren.  
Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Wolford Gruppe insbesondere   folgenden Risiken ausgesetzt:  
Kapitalrisiko  
Bonitäts- und Ausfallrisiko  
Zinsänderungsrisiko  
Währungsänderungsrisiko  
Liquiditätsrisiko  
Im Konzern besteht auf Grund der Ergebnissituation ein erhöhtes Liquiditätsrisiko.   Die wesentlichen originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen zum Bilanzstichtag  Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ab 2021 aufgenommene  Gesellschafterdarlehen. Wolford verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum  Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten,  Kassenbestände und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit  resultieren.  
Weder im Geschäftsjahr 2022 noch im Berichtsjahr 2023 gab es bei Wolford   Absicherungsgeschäfte oder freistehende Derivate.  
Kapitalrisikomanagement  
Vorrangiges Ziel des Kapitalrisikomanagements ist es, die Finanzierungskosten des   Unternehmens durch eine hohe Eigenkapitalquote und ein gutes Bonitätsrating zu minimieren  und somit die Belastungen des Ergebnisses möglichst gering zu halten. Diesbezüglich gibt es  keine Veränderung zum Vorjahr.  
Das Kapitalrisikomanagement orientiert sich an der Kennzahl Gearing Ratio, die die   Nettoverschuldung zum Eigenkapital ins Verhältnis setzt. Die Nettoverschuldung ist dabei  definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der langfristigen  finanziellen Vermögenswerte und des Zahlungsmittelbestands. Die Entwicklung der  vergangenen Jahre stellt sich wie folgt dar:  
082  
Loading SVG
in Mio. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Finanzverbindlichkeiten 51,49 35,74
- langfristige finanzielle -1,08 -1,02
Vermögenswerte
- Zahlungsmittelbestand -6,47 -3,66
Nettoverschuldung (ohne 43,95 31,06
Leasingverhältnisse)
Negative Eigenkapital -34,41 -21,03
Gearing in % -127,7 -147,7
Durch die im Geschäftsjahr erfolgte erhöhte Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten und das   negative Gesamtergebnis 2023 und 2022 liegen eine gestiegene Nettoverschuldung und eine  deutliche Verschlechterung der Eigenkapitalbasis vor.  
Bonitäts-/Ausfallrisikomanagement  
Die Wolford Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Neukunden   vor allem im Wholesale-Bereich werden einer Bonitätsprüfung unterzogen; zudem werden die  Forderungsbestände laufend überwacht und das Ausfallrisiko teilweise durch den Abschluss  von Kreditversicherungen begrenzt (Selbstbehaltquote von 10 % analog zum Vorjahr).  Kreditversicherungen wurden zum 31. Dezember 2023 beendet.  
Für das eigene Online-Geschäft betreffende Forderungen gibt es keine Kreditversicherungen.   Aus diesem Grund arbeitet das Unternehmen mit einem externen Anbieter für  Bonitätsprüfungen zusammen, sodass Kunden bei ihrer Bestellung auf Kreditwürdigkeit  überprüft werden. Zudem überwachen und überprüfen die jeweiligen Onlineshop-Manager  fortlaufend die Bestelleingänge.  
Ein Factoringvertrag für EMEA - Forderungen wurde zum 31. Dezember 2023 gekündigt. Des   Weiteren haben die Tochtergesellschaften Wolford America Inc. und Wolford Canada Inc. im  August 2020 Factoring Agreements über jeweils mindestens USD 5,50 Mio. für einen  Zwölfmonatszeitraum ab September 2020 abgeschlossen, die im Dezember 2022 (über  mindestens USD 4,0 Mio. für einen Zwölfmonatszeitraum ab September 2022 bzw. über  mindestens USD 5,50 Mio. für einen Zwölfmonatszeitraum ab Januar 2023) erweitert wurden.  
Zinsänderungsrisikomanagement  
Gesellschafterdarlehen sind festverzinslich (12 %). Die Zinsen für langfristige Bankdarlehen sind   variabel und basieren auf dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von 4 %.  Hinsichtlich der Zinssensitivität der Personalrückstellungen wird auf Punkt 24 verwiesen.  
083  
Währungsänderungsrisikomanagement  
Als Währungsänderungsrisiko bezeichnet man jenes Risiko, dass sich Wertschwankungen von   Finanzinstrumenten durch Wechselkursschwankungen ergeben können. Das Risiko besteht  dort, wo Geschäftsfälle in einer anderen Währung als der funktionalen (lokalen) Währung der  Gesellschaft abgewickelt werden. Die Risiken betreffend Wechselkurse aus bestehenden  Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie geplanten Umsätzen werden  monatlich durch das Konzern-Treasury mittels der Liquiditätsplanung überprüft.  Absicherungsgeschäfte wurden weder im Geschäftsjahr noch im vorangegangen Geschäftsjahr  geschlossen.  
Die Tochtergesellschaften von Wolford tätigen Transaktionen, Verkauf, Mietverhältnissen,   Personalkosten, auch den Wareneinkauf von den produzierenden Gesellschaften in Österreich  und Slowenien, grundsätzlich in ihrer funktionalen Währung. Ausnahme ist der gruppeninterne  Wareneinkauf der chinesischen Gesellschaft. Entsprechend liegt das Währungskursrisiko bei  konzerninternen Verkäufen überwiegend bei der Wolford AG. Im Juli 2023 wurde ein Teil der  Forderungen gegen die Wolford AG aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den  Tochtergesellschaften in den USA, Hongkong und Shanghai in konzerninterne Darlehen  umgewandelt. Da die ausstehenden Beträge bereits ab dem 1. Januar 2023 als Darlehen  behandelt wurden, wurde die Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  auf konzerninterne Darlehen rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 verbucht. Folglich werden  Fremdwährungsdifferenzen im Zusammenhang mit diesen Darlehen als sonstiger  Finanzaufwand/-ertrag behandelt, während Fremdwährungsdifferenzen aus konzerninternen  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen weiterhin als  sonstiger Betriebsaufwand/-ertrag verbucht werden.  
Liquiditätsrisikomanagement  
In der Wolford Gruppe erfolgen die Steuerung von Liquiditätsrisiken und die Überwachung   finanzieller Risiken durch die zentrale Treasury-Abteilung. Diese erstellt eine monatliche  Liquiditätsplanung für den gesamten Konzern und berichtet dem Vorstand über den aktuellen  Finanzstatus.  
Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit hält die Wolford Gruppe Liquidität in Form von   mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und  finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Die Weltwirtschaft erholt sich im Jahr 2023  nur langsam von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den Problemen der  Einkommensungleichheit sowie den geopolitischen Spannungen zwischen den großen  Volkswirtschaften (USA, China, Russland) und Kriegen in der Ukraine und in Gaza. Dies führte  zu Unsicherheiten, die eine verstärkte Überwachung der Liquidität zur Folge haben.  
Hierzu wird auf den Abschnitt „Fortführung des Unternehmens (Going Concern)“, verwiesen.  
084  
Loading SVG
Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Gesellschafterdarlehen mit einem Zinssatz von 12% p.a.   von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited in Höhe von TEUR 9.700 plus TUSD 1.200   gewährt, die im Geschäftsjahr 2024 fällig sind. Ende März 2024 erhielt Wolford ein   Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio. von der Fosun Fashion Group (Cayman)   Limited. Mitte April 2024 erhielt das Unternehmen weitere EUR 3,5 Mio. als   Gesellschafterdarlehen von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited, im Mai weitere 2 Mio.   Euro, im Juni weitere 1,25 Mio. Euro und weitere 1 Mio. Euro im Anfang Juli.  
Die Gesellschafterdarlehen wurden in mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten   ausgezahlt. Entsprechend der ursprünglichen Laufzeit waren die zum 31. Dezember 2022  gewährten Darlehen im Allgemeinen im Jahr 2023 fällig, wurden aber nicht zurückgezahlt. Alle  Darlehen sind unbesichert. Im April 2023 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 16,3 Mio.  nachrangig gestellt, bis bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Im Juli 2024 wurden die  restlichen bis dahin gewährten Gesellschafterdarlehen samt Zinsabgrenzungen nachrangig  gestellt (vgl. Angabe (25) Finanzverbindlichkeiten bzw. (VI.) Sonstige Angaben - Ereignisse  nach dem Bilanzstichtag).  
Die folgende Tabelle beruht auf nicht diskontierten Cashflows (Zins und Tilgung) finanzieller   Verbindlichkeiten und zeigt die vertragliche Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeiten der  Wolford Gruppe (ohne Berücksichtigung von Nachrangigkeiten)  
CASHFLOW CASHFLOW
BUCHWERT 2024/ CASHFLOW CASHFLOW 2029 UND
in TEUR 31.12.2023 Q1 2024/Q2-Q4 2025-2028 SPÄTER
Leasingverbindlichkeiten 62.522 3.800 11.401 24.695 33.128
Finanzverbindlichkeiten 51.494 39.884 11.931 980 0.
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen 23.968 23.968 0 0 0
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
(kurzfristig) 4.526 2.477 1.909 0 0
Gesamt 142.510 70.129 25.241 25.675 33.128
Für Januar 2024 waren Zahlungen in Höhe von TEUR 14.454 fällig.  
085  
Loading SVG
CASHFLOW CASHFLOW
BUCHWERT 2023 CASHFLOW CASHFLOW 2028 UND
in TEUR 31.12.2022 Q1 2023/Q2-Q4 2024-2027 SPÄTER
Leasingverbindlichkeiten 57.217 3.764 11.292 41.085 10.603
Finanzverbindlichkeiten 35.739 16.908 21.152 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen 22.503 22.503 0 0 0
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
(langfristig) 280 0 0 280 0
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
(kurzfristig) 5.029 1.412 3.618 0 0
Gesamt 120.768 44.587 36.062 41.365 10.603
Für Januar 2023 waren Zahlungen in Höhe von TEUR 23.401 fällig.  
Originäre Finanzinstrumente  
Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Bilanz. Auf der Aktivseite   umfassen die Finanzinstrumente Wertpapiere, Zahlungsmittelbestand, Forderungen aus  Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen. Auf der Passivseite umfassen  die Finanzinstrumente zinstragende Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen  und Leistungen und sonstige Finanzverbindlichkeiten. Der Buchwert der in der Bilanz  ausgewiesenen originären Finanzinstrumente entspricht im Wesentlichen dem Marktwert. Die  ausgewiesenen Beträge stellen zugleich das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar, da keine  Aufrechnungsvereinbarungen bestehen.  
Fair Value  
Folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von   Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren wird verwendet:  
Stufe 1: notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven   Märkten;  
Stufe 2: andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Vermögenswerte oder   Verbindlichkeiten direkt (d. h. als Preise) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar  sind;  
Stufe 3: Bewertungsfaktoren für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf   beobachtbaren Marktdaten basieren.  
086  
Loading SVG
Die   unter   Stufe   1 ausgewiesenen   Finanzanlagen   beinhalten   börsennotierte   Investmentfondsanteile. In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 gab es keine Transfers  zwischen den Stufen 1 bis 3.  
31.12.2023 in TEUR STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Langfristiges Vermögen
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte 1.075 0 0
Gesamt 1.075 0 0
31.12.2022 in TEUR STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Langfristiges Vermögen
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte 1.028 0 0
Gesamt 1.028 0 0
Die Buchwerte der Kassenbestände und kurzfristigen Finanzmittel, der Forderungen und   sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der  kurzfristigen Verbindlichkeiten können aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Vermögenswerte und  Verbindlichkeiten als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden.  Die Anschaffungskosten, Marktwerte und Buchwerte der Wertpapiere der langfristigen  Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:  
ANSCHAFFUNGSKOS MARKTWERT = REALISIERTE
31.12.2023 in TEUR TEN BUCHWERT GEWINNE/VERLUSTE
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
Investmentfondsanteile 1.398 1.075 -323
Gesamt 1.398 1.075 -323
ANSCHAFFUNGSKOS MARKTWERT = REALISIERTE
31.12.2022 in TEUR TEN BUCHWERT GEWINNE/VERLUSTE
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
Investmentfondsanteile 1.398 1.028 370
Gesamt 1.398 1.028 370
087  
Loading SVG
Buchwerte, beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente nach Bewertungskriterien,   Fälligkeiten und Klassen  
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente zu den   Bewertungskategorien nach IFRS 9:  
BEWER
TUNGS
KATEGORIE MARKT- KURZ- LANG-
31.12.2023 in TEUR NACH IFRS 9 BUCHWERT WERT FRISTIG FRISTIG
Zahlungsmittelbestand AC 6,471 6,471 6,471 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen AC 12,102 12,102 12,102 0
Sonstige finanzielle Forderungen
und Vermögenswerte AC 7,765 7,765 5,042 2,724
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte FVPL 1,075 1,075 0 1,075
Total 27,414 27,414 23,615 3,799
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen AC 23,968 23,968 23,968
Finanzverbindlichkeiten AC 51,494 51,494 50,694 800
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (kurzfristig) AC 4,526 4,526 4,526 0
Total 79,987 79,987 79,187 800
BEWER
TUNGS
KATEGORIE MARKT- KURZ- LANG-
31.12.2022 angepasst in TEUR NACH IFRS 9 BUCHWERT WERT FRISTIG FRISTIG
Zahlungsmittelbestand AC 3,656 3,656 3,656 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen AC 10,099 10,099 10,099 0
Sonstige finanzielle Forderungen
und Vermögenswerte AC 9,652 9,652 6,366 3,286
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte FVPL 1,028 1,028 0 1,028
Total 24,436 24,436 20,121 4,315
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen AC 22,503 22,503 22,503 0
Finanzverbindlichkeiten AC 35,739 35,739 35,739 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten (langfristig) 280 280 0 0
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (kurzfristig) AC 5,029 5,029 5,029 0
Total 63,551 63,551 63,271 0
088  
Loading SVG
Bewertungskategorien nach IFRS 9:  
AC: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized costs)   FVPL: Erfolgswirksame Bewertung zu beizuliegendem Zeitwert (Fair Value through Profit and  Loss)  
Weder zum 31. Dezember 2023 noch zum 31. Dezember 2022 sind finanzielle Vermögenswerte   verpfändet worden.  
Nettoergebnisse nach Klassen  
INSGESAMT IN
AUS DER DER GEWINN-
FOLGEBEWER AUS WERT- UND
TUNG ZUM BERICHTI- VERLUSTRECHN
2023 in TEUR AUS ZINSEN FAIR VALUE GUNGEN UNG ERFASST
Zahlungsmittelbestand (AC) 40 0 0 40
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (AC) 0 0 -111 -111
Zum Fair Value bewertete
Vermögenswerte (FVPL) 0 47 0 47
FinanzielleVerbindlichkeiten
undLeasingverbindlichkeiten
(AC) -8.099 0 0 -8.099
Nettoergebnis -8.059 47 -111 -8.123
INSGESAMT
IN DER
AUS DER GEWINN- UND
FOLGEBEWER AUS WERT- VERLUSTREC
31.12.2022 angepasst in TUNG ZUM BERICHTI- HNUNG
TEUR AUS ZINSEN FAIR VALUE GUNGEN ERFASST
Zahlungsmittelbestand (AC) 46 0 0 46
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (AC) 0 0 -831 -831
Zum Fair Value bewertete
Vermögenswerte (FVPL) 0 -231 0 -231
Finanzielle Verbindlichkeiten
und Leasingverbindlichkeiten
(AC) -5.915 0 0 -5.915
Nettoergebnis -5.868 -231 -831 -6.931
089  
VI. SONSTIGE ANGABEN  
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Ende März 2024 erhielt Wolford ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio. von   der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited. Mitte April 2024 erhielt das Unternehmen   weitere EUR 3,5 Mio. als Gesellschafterdarlehen von der Fosun Fashion Group (Cayman)   Limited, im Mai weitere 2 Mio. Euro, im Juni weitere 1,25 Mio. Euro und weitere 1 Mio.   Euro Anfang Juli 2024.  
Im Juli 2024 gab die Lanvin Group Holdings Limited eine harte Patronats- und   Nachrangigkeitserklärung zur finanziellen Unterstützung von Wolford ab. Damit wird das   Unternehmen in die Lage versetzt, seinen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen   und den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare Zeit zu sichern. Diese Garantie   kann bis Ende Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle   Unterstützung benötigt wird, verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings Limited, die   Garantie in vollem Umfang auszuzahlen. Die ausstehenden Gesellschafterdarlehen, die der   Gesellschaft von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited bis dahin (Juli 2024) gewährt   wurden, wurden in Höhe von insgesamt 62,69 Mio. Euro (inklusive Zinsen) entsprechend der   vorgenannten Erklärung nachrangig gestellt. Die Rückzahlung kann erst verlangt werden,   wenn die Restrukturierung von Wolford abgeschlossen ist und es ist wegen diesen   Verbindlichkeiten kein Insolvenzverfahren zu eröffnen.  
Am 3. Mai 2024 hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass Regis Rimbert mit 6. Mai 2024   zum Vorstand bestellt wurde. Am 13. Juni 2024 haben sich der Aufsichtsrat und die   Vorstandsvorsitzende Silvia Azzali auf eine einvernehmliche Auflösung ihres   Vorstandsmandats mit 14. Juni 2024 geeinigt. Gleichzeitig wurde Regis Rimbert zum neuen   Vorstandsvorsitzenden für 3 Jahre bestellt.   In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juni 2024 wurden Eric Chan, Alex Wu   und Sebastian Yun Wu in den Aufsichtsrat der Wolford AG gewählt, nachdem Paul Kotrba   (per 31. Dezember 2023), Chenling Zhang (per 30. April 2024) und Thomas Dressendörfer   (mit Ablauf der nächsten Hauptversammlung) ihr Mandat zurückgelegt haben.  
Zwischen Wolford als Mieterin des Headoffice in Bregenz und der Vermieterin gab es Uneinigkeit   darüber, ob Teilkündigungen von Wolford im Jahr 2023 wirksam wurden. Die Vermieterin reichte   im Juli 2023 eine Miet- und Räumungsklage wegen Mietrückständen ein. Wolford und die   Vermieterin einigten sich im Jänner 2024 vor dem Bezirksgericht Bregenz in einem gerichtlichen   Vergleich über die endgültige Höhe der Mietminderung und des offenen Mietzinses.  
Im April 2024 konnte das OePR Verfahren abgeschlossen werden. Das Ergebnis der Prüfung wurde   von der OePR mit Schreiben vom 23. April 2024 mitgeteilt. Der Vorstand hat dem Prüfungsergebnis   zugestimmt. Die Feststellungen der OePR sind im vorliegenden Abschluss abgebildet. Zu den   vorgenommenen Anpassungen wird auf Angabe (I.5) Fehlerkorrekturen verwiesen.  
Bis zur Veröffentlichung haben sich keine weiteren Sachverhalte mit wesentlicher   Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wolford Gruppe ergeben.  
090  
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen   Keines der Aufsichtsratsmitglieder steht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu  der Gesellschaft oder deren Vorstand, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und  daher geeignet ist, das Verhalten des Aufsichtsratsmitglieds zu beeinflussen. Gleiches gilt für  die Mitglieder des Vorstands.  
Mit der Fosun Fashion Brand Management (FFBM) besteht seit dem 1. Februar 2019 eine   Geschäftsbeziehung, um den Marktauftritt in China zu festigen und zu erweitern. FFBM ist eine  Tochtergesellschaft der Fosun Fashion Group und agiert im Namen von Wolford als Full-  Service-Anbieter mit dem Fokus auf Marketing und Vertrieb. Neben der Markterweiterung ist  FFBM für das operative Management aller Groß- und Einzelhandelskanäle sowie für den Online-  Handel verantwortlich. Der Vertrag zwischen FFBM und Wolford sieht einen monatlichen  Festbetrag sowie eine leistungsabhängige Provision pro Vertriebskanal (Retail, Wholesale,  Online) vor. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr TEUR 665 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 1.568) an  FFBM vergütet, der Betrag der offenen Salden beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf  TEUR 776 (31. Dezember 2022: TEUR 1.225).  
Letztbegünstigter (Ultimate Beneficial Owner) der Fosun Fashion Brand Management (FFBM) ist   Herr Guangchang Guo , der per 31. Dezember 2022 gleichzeitig auch Ultimate Beneficial Owner  der FFG Wisdom (Luxembourg) S.à r.l. ist, die 58,45 % der Anteile an Wolford hielt. Mit der  Kapitalerhöhung im Jahr 2023 hat sich der Anteil auf 61,02 % erhöht.  Zum 31. Dezember 2023 wurden von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited und ihren  Tochtergesellschaften Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 43.311 gewährt, die  sich aus TEUR 42.200 und TUSD 1.200 (31. Dezember 2022: TEUR 32.500) zusammensetzen.   Zum 31. Dezember 2023 sind Zinsen in Höhe von TEUR 7.383 (31. Dezember 2022: TEUR   3.239) abgegrenzt worden. Die Gesellschafterdarlehen samt Zinsen sind gemäß Comfort Letter   vom Juli 2024 zur Gänze qualifiziert nachrangig gestellt. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022   wurden keine Rückzahlungen der Darlehen oder Zinszahlungen geleistet. Alle Darlehen wurden  zu einem Zinssatz von 12 % p.a. gewährt, was zu einem Zinsaufwand für das Geschäftsjahr 2023  in Höhe von TEUR -4.145 (2022: TEUR -2.542) führt.  
Zum 31. Dezember 2023 besteht gegenüber dem Gesellschafter eine Finanzverbindlichkeit in   Höhe von TEUR 50.694 (inkl. Zinsen).  
091  
Loading SVG
Angaben zu den Organen der Konzernleitung  
(KURZFRISTIG
E) SONSTIGE ABFERTIGUNG GESAMTBEZÜ
2023 in TEUR BEZÜGE BEZÜGE EN PENSIONEN GE
Aufwendungen für
Vorstandsmitglieder 600 13 0 0 613
davon variabel 23 0 0 0 23
Ehemalige
Vorstandsmitglieder 283 0 0 0 283
Gesamt 883 13 0 0 896
Im Jahr 2023 wurden für das Geschäftsjahr 2022 keine Boni ausgezahlt (Geschäftsjahr 2022: TEUR 126)   und TEUR 100 für das Geschäftsjahr 2023 reserviert.  
(AKTUELLE)
VER- SONSTIGE ABFERTIGUNG GESAMTBEZÜ
2022 in TEUR GÜTUNGEN BEZÜGE EN PENSIONEN GE
Aufwendungen für
Vorstandsmitglieder 823 45 200 0 1.068
davon variabel 126 0 0 0 126
Ehemalige
Vorstandsmitglieder 0 0 0 253 253
Gesamt 823 45 200 253 1.321
Der Aufwand für die Vergütungen an den Aufsichtsrat beläuft sich im Geschäftsjahr auf   TEUR 120 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 132). Es wurden in den Geschäftsjahren 2022 und 2023  keine Vorschüsse ausbezahlt bzw. gibt es auch keine Haftungen für Vorstands- und  Aufsichtsratsmitglieder. Außerbilanzielle Geschäfte lagen nicht vor.  Die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 waren:  
Silvia Azzali, Chief Commercial Officer, Chief Executive Officer (CEO seit 1. Juli 2023, bis 14. Juni 2024)  
o
Ralf Polito, Chief Commercial Officer (COO) seit 17. April 2023  
o
Paul Kotrba, Chief Operating Officer (COO), bis 16. April 2023  
o
092  
Am 12. April 2023 stimmten Ralf Polito und der Aufsichtsrat einstimmig zu, dass Ralf Polito das   Mandat als COO bereits am 17. April 2023 vorzeitig antreten wird. Ursprünglich wurde Ralf Polito,  ab dem 1. Juli 2023 in den Vorstand berufen, verantwortlich für Supply Chain und Produktion,   Recht, Investor Relations, IT sowie PMO. Der Interim-COO Paul Kotrba verließ den Vorstand   der Wolford AG bereits am 16. April 2023 vorzeitig. Silvia Azzali wurde ab dem 1. Juli 2023   als CEO ernannt. Sie blieb für die Aufgaben verantwortlich, die sie bereits als CCO innehatte,   nämlich Vertrieb in allen Kanälen und Märkten, Design, kreative Produktentwicklung,   Merchandising, Marken- & Marketing, Personal sowie Finanzen.  
Am 3. Mai 2024 hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass Regis Rimbert mit 6. Mai 2024   zum Vorstand bestellt wurde. Am 13. Juni 2024 haben sich der Aufsichtsrat und die   Vorstandsvorsitzende Silvia Azzali auf eine einvernehmliche Auflösung ihres   Vorstandsmandats mit 14. Juni 2024 geeinigt. Gleichzeitig wurde Regis Rimbert zum neuen   Vorstandsvorsitzenden für 3 Jahre bestellt.  
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Mitgliedern:  
David Chan, Vorsitz  
o
Thomas Dressendörfer, Stellvertreter der Vorsitzenden  
o
Chenling Zhang, Mitglied  
o
Paul Kotrba, Mitglied, seit 15. Juni 2023 bis 31. Dezember 2023  
o
Shang Hsiu Koo, Mitglied, bis 31. Januar 2023  
o
Shang Hsiu Koo hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 31. Januar 2023   zurückgelegt. Das Mandat von Thomas Dressendörfer endete mit dem Ablauf der 36.   ordentlichen Hauptversammlung. Somit waren auf dieser Hauptversammlung zwei neue   Mitglieder zu bestellen, um die Zahl von vier von der Hauptversammlung gewählten   Mitgliedern wieder zu erreichen. In der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 wurden Paul   Kotrba, ehemaliger COO der Wolford AG, und Thomas Dressendörfer mit den Stimmen des   Großaktionärs in den Aufsichtsrat gewählt bzw. wiederbestellt.  
Vom Betriebsrat waren im Geschäftsjahr 2023 in den Aufsichtsrat entsandt:  
Alexander Greußing  
o
Christian Greußing  
o
Die Funktionsperioden der Mitglieder des Aufsichtsrats und die Zusammensetzung der   Ausschüsse des Aufsichtsrats sind im Corporate Governance-Bericht dargestellt.  
093  
Der Vorstand der Wolford AG hat den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat am xx.   Juli 2024 freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und  zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.  
Bregenz, am 26. Juli 2024  
Ralf Polito  
Verantwortlich für Supply Chain und Produktion, Legal & Compliance, Investor Relations, IT und   Digital sowie PMO  
Regis Rimbert CCO  
Verantwortlich für Sales all channels and markets, Design, Creative Product Development,   Merchandising, Brand & Marketing, Personal und Finanzen  
094  
Erklärung des Vorstands der Wolford AG  
GEMÄSS § 124 ABS. 1 NR. 3 BÖRSEG  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns  
vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass  
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die  
wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und  
Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des  
Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und dass der  
Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Bregenz, am 26. Juli 2024  
Ralf Polito  
Verantwortlich für Supply Chain und Produktion, Legal & Compliance, Investor Relations, IT und Digital sowie PMO  
Regis Rimbert CCO  
Verantwortlich für Sales all channels and markets, Design, Creative Product Development, Merchandising, Brand & Marketing,  
Personal und Finanzen  
117  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Konzernabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Konzernabschluss der  
Wolford Aktiengesellschaft,  
Bregenz,  
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der  
Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für  
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und  
der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den  
International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen  
Anforderungen des § 245a UGB.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und  
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und  
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die bis zum Datum dieses  
Bestätigungsvermerks von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser  
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Wesentliche Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung  
Wir verweisen auf Kapitel I.1 (Grundsätze der Rechnungslegung - Grundlagen) und III. Tz (22) (Erläuterungen zur Bilanz –  
Negatives Eigenkapital) des Konzernanhanges, in denen der Vorstand ausführt, dass die  
Wolford Aktiengesellschaft im zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahr trotz Einsparungen bei den operativen  
Kosten aufgrund von unter dem Budget liegenden Umsätzen ein negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR -30.755  
erzielt hat.  
Der Vorstand führt aus, dass weitere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz sowie zur weiteren Optimierung  
der Prozesse gesetzt und der Fokus auf Kostenkontrolle und Vertriebsaktivitäten verstärkt wurde. Nachdem die  
Einsparungen nicht ausreichten, um den Cashflow des Unternehmens zu stabilisieren und notwendige Investitionen in den  
Bereichen IT und Retail zu decken, war es erforderlich, weitere Finanzierungen des Mehrheitsaktionärs zu erhalten. Im  
Geschäftsjahr 2023 sind liquide Mittel durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 17,6 Mio und weitere  
Gesellschafterdarlehen der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited in Höhe von EUR 9,7 Mio und USD 1,2 Mio  
zugeflossen. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 hat der Gesellschafter weitere Kredite in Höhe von EUR 9,25 Mio. zur  
Verfügung gestellt und damit sein finanzielles Engagement bekräftigt. Die ersten Monate des Jahres 2024 zeigen weiterhin  
einen positiven Trend bei allen Sparmaßnahmen. Auf der Umsatzseite liegt die Gruppe derzeit hinter dem Budget zurück -  
ein Teil davon ist auf Lieferverzögerungen zurückzuführen, die durch den Wechsel vom bisherigen zum neuen  
Logistikdienstleister entstanden sind. Dieser Rückstand soll bis Ende Juli 2024 abgebaut werden. Ein weiterer Grund für  
die unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind Probleme in der Lieferkette, verursacht durch verspätete Zahlungen an  
Lieferanten.  
Loading SVG
Der Hauptgesellschafter Lanvin Group Holdings Limited hat zur Absicherung des Fortbestands eine harte Patronats- und  
Nachrangigkeitserklärung abgegeben und sich bereit erklärt, Wolford bei Bedarf weiterhin finanziell zu unterstützen. Fosun  
Fashion Group (Cayman) Limited hat die Patronats- und Nachrangigkeitserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu  
einem qualifizierten Rangrücktritt aller bisher (Stand: Juli 2024) gewährten Darlehen in Höhe von EUR 62,69 Mio. sowie  
der im Rahmen der Patronatserklärung künftig zur Verfügung gestellten Mittel, einschließlich der aufgelaufenen Zinsen,  
verpflichtet. Lanvin Group Holdings Limited sagt zu, vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2026 auf Antrag der  
Unternehmensleitung weitere Liquidität in Höhe von insgesamt 33,25 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen („Liquidity  
Injection“). Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 9,25 Mio. Euro bereitgestellt, wodurch sich die garantierte  
Liquiditätszuführung zum 30. Juni 2024 von 33,25 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro reduziert. Sollte Wolford AG auf Basis von  
verpfändeten Lieferforderungen und Waren Darlehen im Volumen von bis zu EUR 9,6 Mio von dritter Seite erhalten, würden  
diese je nach Inanspruchnahme die Verpflichtung des Gesellschafters reduzieren oder erhöhen. Mit den genannten  
Maßnahmen soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit jederzeit zu erfüllen und  
den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare Zeit zu sichern. Diese harte Patronatserklärung kann bis Ende Juli  
2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle Unterstützung benötigt wird, verpflichtet sich die Lanvin Group  
Holdings Limited, die Garantie in vollem Umfang durchzusetzen. Der Vorstand kommt auf Basis der erhaltenen Zusagen  
und einer Liquiditätsplanung zu dem Schluss, dass der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2023 unter der  
Annahme der Unternehmensfortführung erstellt werden soll.  
Wir weisen darauf hin, dass der Konzern buchmäßig überschuldet ist und die Fortführung des Konzerns daher maßgeblich  
von der Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen, dh insbesondere von der Erreichung der geplanten Umsatzerlöse und  
Kosteneinsparungen, die eine Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit unter Einbeziehung der  
Unterstützungszusage des Gesellschafters ermöglichen, sowie von der Fähigkeit auftretende Budgetabweichungen durch  
entsprechende Gegenmaßnahmen zu kompensieren, abhängt. Die in den oben bezeichneten Abschnitten des  
Konzernanhangs dargestellten Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die  
erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen kann. Unser  
Prüfungsurteil ist in Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht modifiziert.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am  
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Zusätzlich zu den im Abschnitt  
Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung beschriebenen Sachverhalt wurden diese  
Sachverhalte im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres  
Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:  
Werthaltigkeit von Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16)  
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt  
Die Wolford Aktiengesellschaft weist in ihrem Konzernabschluss ein Sachanlagevermögen zum 31. Dezember 2023 in  
Höhe von MEUR 63,1 (Vorjahr angepasst: MEUR 56,4) aus. Innerhalb des Sachanlagevermögens sind MEUR 54,9  
(Vorjahr angepasst: MEUR 48,4) Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen.  
Der Werthaltigkeitstest nach IAS 36 sieht ein zweistufiges Verfahren zur Überprüfung von Wertminderungen vor. In einem  
ersten Schritt ist festzustellen, ob Wertminderungsanlässe vorliegen. In weiterer Folge ist der erzielbare Betrag zu ermitteln.  
Bei der Bestimmung der Indikatoren für die Werthaltigkeitsprüfung (insbesondere das Sinken von Umsatz- und  
Ergebniskennzahlen oder der Anstieg von Zinssätzen), der Wahl des Bewertungsmodells, der Ermittlung der  
Diskontierungssätze sowie insbesondere auch der Ermittlung der zukünftigen Cashflows werden in besonders hohem  
Umfang Einschätzungen und Annahmen durch das Management getroffen. Aus diesem Grund wurde dieses Prüfgebiet als  
besonders wichtiger Prüfungssachverhalt (Key Audit Matter) qualifiziert.  
Loading SVG
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben  
Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:  
Beurteilung der Eignung und Zuverlässigkeit der Konzeption und Ausgestaltung des Prozesses zur Überprüfung der  
Werthaltigkeit;  
Prüfung der Definition der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und der erfolgten Zuordnung von Vermögenswerten  
und Schulden zu diesen;  
Beurteilung der Methodik der Berechnung und der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen und  
Berechnungen;  
Plausibilisierung der Abzinsungssätze;  
Durchsicht der Planungsunterlagen auf Konsistenz mit der vom Vorstand verabschiedeten und vom Aufsichtsrat  
genehmigten Unternehmensplanung sowie Plausibilisierung und Analyse der wesentlichen Annahmen insbesondere  
im Hinblick auf eine den Markterwartungen entsprechende Umsatzentwicklung;  
Abstimmung der Planzahlen je zahlungsmittelgenerierender Einheit zum Budget;  
Überprüfung der Vollständigkeit (Berechnung für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten);  
Beurteilung der Angemessenheit der Angaben im Anhang zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und zu den  
zugrunde liegenden Annahmen.  
Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss  
Die entsprechenden Angaben der Wolford Aktiengesellschaft zu Sachanlagen sind in den Anhangsangaben I.4  
(Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) sowie Kapitel II.7 (Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen) des  
Konzernabschlusses enthalten.  
Fehlerkorrekturen  
Im Rahmen einer stichprobenmäßigen Prüfung durch die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) wurden  
Fehler festgestellt. Diese betrafen folgende Sachverhalte  
Unberichtigte Cut-Off Fehler der Abschlussprüfung 2022  
Fehlende Abschreibung von Sachanlagen, die bereits in Nutzung waren  
Mehrfache Erfassung von Zuschreibungen, wobei die laufende Entwicklung des fortgeführten Buchwertes nicht  
berücksichtigt wurde  
Auswahl nicht marktkonformer Parameter im Rahmen des Wertminderungstests  
Im Zuge unserer Prüfung haben wir folgenden Fehler festgestellt, der dem Vorjahr zuzuordnen ist:  
Nichterfassung von Gebühren und Kreditkartenkosten  
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben  
Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:  
Beurteilung der Auswirkung der vorliegenden Fehler  
Überprüfung der Verbuchungen und Darstellung im Abschluss entsprechend IAS 8  
Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss  
Die entsprechenden Angaben der Wolford Aktiengesellschaft zu IAS 8 sind in den Anhangsangaben I.5 (Fehlerkorrekturen)  
des Konzernabschlusses enthalten.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den  
Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu  
keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen  
Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche  
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder  
anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten  
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser  
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem  
Zusammenhang nichts zu berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in  
Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB  
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen  
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines  
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  
oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des  
Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den  
Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger  
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche  
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder  
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise  
erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen  
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen  
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten  
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  
oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und  
erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu  
dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt  
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,  
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner  
Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,  
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden  
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung  
und damit zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten  
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten  
besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen  
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in  
unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder,  
falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen  
auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige  
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der  
Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise  
wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder  
Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind  
verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die  
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche  
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer  
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen  
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,  
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig  
- damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es  
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir  
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,  
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche  
Interesse übersteigen würden.  
Bericht zum Konzernlagebericht  
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit  
dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts  
durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,  
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.  
Ergänzung  
Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf die Abschnitte  
zur "Ergebnis- und Bilanzanalyse" des Konzernlageberichtes, die die Analyse der Lage des Konzerns beschreiben. Weiters  
verweisen wir auf die Abschnitte "Ausblick und Ziele" sowie "Entwicklung Wolford", die auf die voraussichtliche Entwicklung  
des Konzerns eingehen und auf die Ausführungen zu den wesentlichen Risiken im Konzernlagebericht.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Dezember 2023  
vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2022 Abschlussprüfer.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir  
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich  
zur Abschlussprüfung für die geprüfte Gesellschaft und für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:  
Unterstützung im Rahmen einer OePR Prüfung  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr MMag Christoph Zimmel.  
Wien, 29. Juli 2024  
Grant Thornton Austria GmbH  
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft  
MMag Christoph ZIMMEL eh  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten  
Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen  
Konzernabschluss samt Konzerlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.  
Loading SVG
03  
Wolford AG  
Der JAHRES- ABSCHLUSS  
Bilanz  
XX  
Gewinn- und Verlustrechnung  
XX  
Anhang für das Geschäftsjahr 2023  
XX  
Anlagenspiegel  
XX  
119  
Loading SVG
120  
Loading SVG
BILANZ  
AKTIVA  
31/12/2023  
31/12/2022  
in TEUR  
in EUR  
A. Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1.Mietrechte und Software  
341.171,00  
445  
2.Geleistete Anzahlungen  
148.002,88  
0
489.173,88  
445  
II. Sachanlagen  
1. Bauten  
217.200,70  
266  
2. Technische Anlagen und Maschinen  
762.995,00  
1.122  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
444.669,71  
546  
1.424.865,41  
1.934  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
8.419.293,39  
13.552  
2. Umgründungsmehrwert  
5.471.058,77  
0
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
5.896.604,62  
8.257  
4. Wertpapiere des Anlagevermögens  
1.075.517,20  
1.028  
20.862.473,98  
22.837  
22.776.513,27  
25.216  
B. Umlaufvermögen  
I. Vorräte  
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  
5.119.600,89  
5.673  
2. Unfertige Erzeugnisse  
5.229.424,17  
5.992  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren  
10.456.932,96  
11.904  
20.805.958,02  
23.569  
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
2.357.804,12  
3.489  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
21.781.915,89  
23.682  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
3.113.382,81  
3.890  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0
27.253.102,82  
31.061  
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten  
1.811.352,12  
887  
49.870.412,96  
55.517  
C. Rechnungsabgrenzungsposten  
1.088.483,91  
1.326  
Gesamt  
73.735.410,14  
82.059  
121  
Loading SVG
PASSIVA  
31/12/2023  
31/12/2022  
in EUR  
in  
TEUR  
A. Negatives Eigenkapital  
I.Ausgegebenes eingefordertes und einbezahltes Grundkapital  
1. Eingefordertes Grundkapital  
32.252  
46.337.596,80  
2. abzüglich: Nennbetrag eigener Anteile  
-423.072,00  
-423,  
45.914.524,80  
31.829  
II. Gebundene Kapitalrücklagen  
4.929.110,48  
1.408  
III. Gewinnrücklagen  
1. Gesetzliche Rücklage  
1.817.500,00  
1,818  
1.817.500,00  
1,818  
IV. Gebundene Rücklagen für eigene Anteile  
423.072,00  
423  
V. Bilanzverlust  
-
92.622.027,97  
-37.594  
davon Verlustvortrag  
49.078  
37.593.605,00  
-2.117  
-39.537.820,69  
B.  
Rückstellungen  
5.554.413,03  
5,126  
1. Rückstellungen für Abfertigungen  
2. Rückstellungen für Pensionen  
4.539.056,43  
3.913  
3. Sonstige Rückstellungen  
3.653.515,81  
4.388  
13.746.985,27  
13.427  
C. Verbindlichkeiten  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  
70.748  
99.526.245,56  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0,00  
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
17.462.763,00  
15.538  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  
15.538  
17.462.763,00  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0,00  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
49.022  
78,395,898.39  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  
49.022  
78.395.898,39  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0,00  
3. sonstige Verbindlichkeiten  
3.667.584,17  
6.188  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  
3.667.584,17  
6.188  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
0,00  
0,00  
davon aus Steuern  
2.059.567,57  
2.627  
davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit  
1.511  
381.821,15  
70.748  
99.526.245,56  
Gesamt  
82.059  
73.735.410,14  
122  
Loading SVG
Gewinn- und  
Verlustrechnung  
01.01.2023  
01.01.2022  
-31.12.2023  
31.12.2022  
in EUR  
in TEUR  
1. Umsatzerlöse  
68.181.655,06  
71.016  
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen  
-2.124.798,12  
-3.322  
3. sonstige betriebliche Erträge  
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum  
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen  
27.242,05  
54  
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
336.159,30  
75  
c) übrige  
4.166.872,96  
877  
4.530.274,31  
1.006  
4. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
a) Materialaufwand  
-
22.417.893,93  
-25.691  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen  
-8.374.667,06  
-9.622  
-30.792.560,99  
-35.313  
5. Personalaufwand  
-2.593  
a) Löhne  
-
2.437.275,25  
b) Gehälter  
-15.527.866,59  
-
17.527  
c) soziale Aufwendungen  
aa) Aufwendungen für Altersversorgung  
-746.581,23  
-253  
bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen  
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen  
-
1.164.980,49  
-1.440  
cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben  
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge  
-
4.700.736,18  
-
5.407  
dd) übrige  
-121.173,03  
-154  
-24.698.612,77  
-27.374  
6. Abschreibungen  
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen  
-826.670,38  
-1.101  
b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im  
-15.383.744,76  
-13.467  
Unternehmen üblichen Abschreibungen überschreiten  
-16.210.415,14  
-14.568  
7. sonstige betriebliche Aufwendungen  
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 fallen  
-91.969,68  
-22  
b) übrige  
-37.748.593,57  
-
37.735  
-37.840.563,25  
-37.757  
8. Zwischensumme aus Z 1 bis 7 (Betriebserfolg)  
-38.955.020,90  
-
39.668  
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des  
Finanzanlagevermögens  
12.846,51  
11  
davon aus verbundenen Unternehmen  
0,00  
0
123  
Loading SVG
01.01.2023  
01.01.2022  
31.12.2023  
31.12.2022  
in EUR  
in TEUR  
– Fortsetzung Seite 105 –  
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  
2.973.256,23  
146  
davon aus verbundenen Unternehmen  
2.970.656,16  
146  
11. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen  
47.845,20  
0,00  
-1.031  
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen  
-14.341.204,14  
-1.031  
a) davon Abschreibungen  
-14.341.204,14  
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen  
-14.341.204,14  
-1.031  
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
-4 760.895,87  
-2.547  
davon betreffend verbundene Unternehmen  
–4.144.502,34  
-2.536  
14. Zwischensumme aus Z 9 bis 13 (Finanzerfolg)  
-16.068.152,07  
-3.421  
-43.089  
15. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 8 und Z 14)  
-55.023.172,97  
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
-5.250,00  
82  
9
davon Steuerumlage  
-5.250,00  
82  
9
17. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag  
-55.028.422,97  
-
42.260  
18. Erträge aus der Kapitalherabsetzung  
0,0  
0
16.378  
19. Erträge aus der Auflösung von Kapitalrücklagen  
0,0  
0
9.917  
20. Erträge aus der Auflösung von Gewinnrücklagen  
0,0  
0
27.450  
21. Verlustvortrag aus dem Vorjahr  
-37.593.605,00  
-49.078  
Bilanzverlust  
-92.622.027,97  
-37.593  
124  
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023  
Die Wolford Aktiengesellschaft (im Folgenden auch „Wolford AG“) ist eine Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in  
Österreich, 6900 Bregenz, Wolfordstraße 1, und ist beim Landesgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 68605s  
registriert. Die Wolford AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen auf und wird  
in den übergeordneten Konzernabschluss der Fosun International Limited, Shanghai, China, einbezogen (größter  
Kreis).  
Beim Geschäftsjahr der Wolford AG handelt es sich um ein Kalendergeschäftsjahr, das den Zeitraum von 1. Januar bis  
31. Dezember umfasst. Der Konzernabschluss der Wolford AG wird auf ihrer Homepage veröffentlicht. Die Gesellschaft  
macht vom § 243b Abs. 6 UGB Gebrauch und erstellt einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht, welcher ebenfalls auf  
der Homepage der Wolford AG veröffentlicht wird.  
I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE  
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung  
der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu  
vermitteln, aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.  
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Verschmelzung der Wolford Beteiligung GmbH auf die Wolford AG sind  
die vorliegenden Zahlen nur bedingt vergleichbar.  
Darüber hinaus wurden Umgliederungen in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltenen Anzahlungen  
und sonstigen Verbindlichkeiten vorgenommen, die Vorjahreswerte wurden ebenfalls angepasst.  
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der  
einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine  
Fortführung des Unternehmens unterstellt. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.  
Die Wolford Aktiengesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR  
–55.028.422,97 (Geschäftsjahr 2022: negatives Ergebnis nach Steuern von EUR -42.260.518,35) ab. Es wird auf  
Abschnitt II. „Going Concern und wesentliche Unsicherheiten“ dieses Anhanges verwiesen, in dem die Quellen  
wesentlicher Unsicherheiten hinsichtlich der Unternehmensfortführung beschrieben sind.  
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend zu Anschaffungskosten bewertet, die um die  
planmäßigen Abschreibungen innerhalb der Nutzungsdauer vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear  
vorgenommen.  
Für Spezialsoftware wird eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Standardsoftware wird über vier Jahre  
abgeschrieben. Mietrechte werden je nach Mietdauer über 3 – 10 Jahre abgeschrieben.  
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen  
Abschreibungen vermindert sind. Bei der Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden keine  
Fremdkapitalzinsen aktiviert.  
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen und richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen  
Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegüter.  
125  
Loading SVG
Den  
planmäßigen  
linearen  
Abschreibungen  
liegt  
folgende  
Nutzungsdauer  
zugrunde:  
Bauten  
10 bis 50 Jahre  
Technische Anlagen und Maschinen  
5 bis 20 Jahre  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
2 bis 10 Jahre  
Die Abschreibung erfolgt auf Monatsbasis.  
Geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.000 (Vorjahr: EUR 800) werden im Jahr der Anschaffung bei  
den Anschaffungskosten als Zu- und Abgang erfasst.  
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.  
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden  
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wird  
anhand ihrer auf Planwerten basierten abgezinsten Cashflows sowie ihrer Eigenkapitalausstattung ermittelt. Aufgrund  
der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Verschmelzung der Wolford Beteiligung GmbH auf die Wolford AG wurde ein  
negativer Unterschiedsbetrag im Rahmen der modifizierten Buchwertmethode als Umgründungsmehrwert aktiviert.  
Dieser Betrag wurde den übernommenen Beteiligungen zugeordnet und wird daher nicht planmäßig abgeschrieben.  
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum Marktpreis am  
Abschlussstichtag bzw. niedrigeren beizulegenden Wert.  
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten am Abschlussstichtag bzw.  
niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die dem Gegenstand direkt  
zugerechnet werden können, sowie alle variablen und fixen Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung  
anfallen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch  
angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten am Abschlussstichtag  
bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.  
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.  
Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisenmittelkurs zum  
Bilanzstichtag bewertet.  
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen aufgrund erwarteter Verluste in  
Abhängigkeit von der Altersstruktur gebildet. In Einzelfällen, wenn Anzeichen auf eine beeinträchtigte Bonität oder  
vergleichsweise Risiken vorliegen, somit die Forderungen voraussichtlich nicht voll einbringlich sind, werden auf  
derartige Forderungen zusätzliche Einzelwertberichtigungen erfasst. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit wird jeder  
Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungszieles bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Eine Ausbuchung  
einer Forderung erfolgt bei Uneinbringlichkeit. Eine Forderung wird als definitiv „uneinbringlich“ bezeichnet, wenn ein  
Rechtsanwalt/Inkassobeauftragter/Gericht die Uneinbringlichkeit bestätigt. Für erwartete Ausfälle aller anderen  
Forderungen wird ein angemessener Wertminderungsaufwand erfasst.  
Die aktiven Rechnungsabgrenzungen umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine  
bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.  
Die Ermittlung der Höhe der Abfertigungsrückstellung und der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgte auf Grund der  
anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19. Bei  
126  
Loading SVG
der Berechnung der nach der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellungen kamen folgende Parameter zur  
Anwendung:  
Biometrische  
2023: s-AVÖ 2018 – P  
2022: AVÖ 2018 – P  
Rechnungsgrundlagen  
Rechnungszinssatz  
3,44 % und 3,49 % p.a. 4,09 % und 4,14 % p.a.  
Lohn-/ Gehaltstrend  
3,00 % p.a.  
3,00 % p.a.  
Pensionsantrittsalter  
64 – 65  
64 – 65  
Gestaffelte Fluktuation  
0–2 Jahre  
24 %  
24 %  
(nur  
3-4 Jahre  
22 %  
22 %  
Jubiläumsgeldrückstellung)  
5-9 Jahre  
16 %  
16 %  
10-14 Jahre  
14 %  
14 %  
15-19 Jahre  
9 %  
9 %  
20-29 Jahre  
3 %  
3 %  
ab 30 Jahre  
0 %  
0 %  
Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgt aufgrund der anerkannten Regeln der  
Versicherungsmathematik unter Beachtung der Berechnungsvorschriften gemäß IAS 19. Bei der Berechnung der nach  
der Projected Unit Credit Method gebildeten Rückstellungen kamen folgende Parameter zur Anwendung:  
Biometrische Rechnungsgrundlagen  
2023: AVÖ 2018 – P 2022: AVÖ 2018 – P  
Rechnungszinssatz  
3,51 % p.a. 4,16 % p.a.  
Valorisierung Bezüge  
1,70 % und 3,00 % p.a. 1,70 % und 3,00 % p.a.  
Die Veränderungen der Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und Pensionsrückstellungen werden im Personalaufwand  
gezeigt. Die in den Gutachten festgestellten Zinsaufwendungen wurden im Finanzerfolg erfasst.  
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung  
erkennbaren Risiken sowie der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den voraussichtlichen  
Erfüllungsbeträgen berücksichtigt.  
Verbindlichkeiten sind mit dem Nennwert oder dem höheren Erfüllungsbetrag angesetzt.  
Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenmittelkurs zum  
Bilanzstichtag bewertet worden.  
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Körperschaftsteuersatz von 23 % ohne Berücksichtigung einer  
Abzinsung. Latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit deren Verbrauch im  
nächsten Geschäftsjahr hinreichend sicher ist. Am 20. Jänner 2022 wurde die ökosoziale Steuerreform beschlossen. Sie  
sieht unter anderem eine stufenweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes in Österreich von 25,00 % auf 23,00 %  
vor (Jahr 2023: 24,00 %, ab Jahr 2024: 23,00 %). Die Änderung des Körperschaftsteuersatzes hat für die Berechnung  
127  
der latenten Steuern insofern keine Bedeutung, da die aktiven Überhänge und mögliche Steuerersparnisse aus  
steuerlichen Verlustvorträgen zur Gänze wertberichtigt wurden.  
II. GOING CONCERN UND WESENTLICHE UNSICHERHEITEN  
Als Folge der erfolgreichen Restrukturierung mit deutlicher Ergebnisverbesserung konnte die Wolford ein  
EBITDA nahe der Gewinnschwelle ausweisen. Auch wenn die Wolford AG in Österreich mit gestiegenen  
Lohn- und Gehaltskosten von durchschnittlich 9,6 Prozent konfrontiert wurde, konnten die operativen  
Kosten in allen Bereich deutlich gesenkt werden. Dennoch beläuft sich das Konzern EBIT für das  
Gesamtjahr 2023 auf EUR -17,69 Mio. und ist damit weiterhin negativ. Die Wolford Aktiengesellschaft  
schließt das Geschäftsjahr im Jahresabschluss mit einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von  
EUR -55.028.422,97 (Geschäftsjahr 2022: negatives Ergebnis nach Steuern von EUR -42.260.518,35) ab.  
Damit bleibt Wolford auch 2023 in einer schwierigen finanziellen Lage. Der Cashflow aus der laufenden  
Geschäftstätigkeit und anderen Finanzierungsquellen reichten nicht aus, um die laufenden  
Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Wolford AG war auf Fremdkapital und Fremdfinanzierungen zu  
günstigen Konditionen angewiesen. Wolford hat seinen Finanzierungsbedarf in der Vergangenheit durch  
Gesellschafterdarlehen des Hauptgesellschafters gedeckt.  
Wolford hat weitere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz gesetzt. Die Prozesse werden  
weiter optimiert und der Fokus auf Kostenkontrolle und Vertriebsaktivitäten wurde wieder verstärkt. Die  
erzielten Geschäftsergebnisse auf der Kostenseite reichen noch nicht aus, um den Cashflow des  
Unternehmens zu stabilisieren, zumal Investitionen in den Bereichen IT und Retail notwendig sind. Zur  
Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität hat das Unternehmen weiteren Zugang zu Krediten des  
Mehrheitsaktionärs erhalten. Durch die Kapitalerhöhung, die am 15. Februar 2023 ins Handelsregister  
eingetragen wurde, flossen der Wolford AG vor Abzug der anfallenden Kosten liquide Mittel in Höhe von  
17,6 Mio. Euro zu. Wolford steht und stand in engem Kontakt mit Finanzinstituten und der  
Muttergesellschaft bezüglich weiterer Finanzierungsmöglichkeiten. Die Fosun Fashion Group (Cayman)  
Limited hat im Geschäftsjahr 2023 weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9,70 Mio. Euro plus 1,20  
Mio. USD gewährt, sowie im laufenden Geschäftsjahr 2024 9,25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und  
damit ihr fortgesetztes finanzielles Engagement bekräftigt.  
Wolford arbeitet derzeit intensiv an der Stärkung seiner Präsenz und Sichtbarkeit. Dies geschieht durch  
gezielte Marketingaktivitäten, eine fokussierte Produktpipeline, die geografische Ausweitung des  
Vertriebs, die Rationalisierung der Einzelhandelsflotte und erhebliche Investitionen in E-Commerce, IT  
und Systeme. Darüber hinaus werden die fixen und variablen Kosten in allen Funktionen gesenkt.  
Aufgrund der bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen ist Wolford trotz der hinter dem Budget  
2024 liegenden Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr zuversichtlich, im Jahr 2024 an die positive  
Entwicklung anknüpfen zu können und im Geschäftsjahr 2024 eine weitere Verbesserung des EBIT-  
Ergebnisses zu erzielen. Voraussetzung dafür ist, dass keine makroökonomischen Ereignisse, die nicht im  
Einflussbereich des Unternehmens liegen, das aktuelle Geschäftsumfeld verschlechtern. Es setzt also auch  
voraus, dass die geopolitischen Unsicherheiten in der Ukraine und Israel nicht zu weiteren Verwerfungen  
in der Weltwirtschaft führen. Das Unternehmen setzt seine gezielten Bemühungen fort, die Effizienz der  
128  
Personalkosten zu verbessern, die Beratungskosten zu senken, die die Anzahl der Teile pro Kollektion zu  
reduzieren sowie die Bedarfsplanung und den Produktionsprozess effizienter zu gestalten.  
Die Systeme und die IT-Infrastruktur von Wolford sind veraltet und stellen ein weiteres Risiko für die  
Fortführung des Geschäftsbetriebs dar. Wolford hat daher trotz der angespannten finanziellen Situation  
zahlreiche Projekte im Bereich der IT-Infrastruktur geplant und umgesetzt. Im Budget 2024 hat die  
Wolford AG die Einführung eines neuen ERP-Systems vorgesehen, um diese kritische IT-Landschaft zu  
vereinheitlichen.  
Die ersten Monate des Jahres 2024 zeigen weiterhin einen positiven Trend bei allen Sparmaßnahmen. Auf  
der Umsatzseite liegt die Gruppe derzeit hinter dem Budget zurück - ein Teil davon ist auf  
Lieferverzögerungen zurückzuführen, die durch den Wechsel vom bisherigen zum neuen  
Logistikdienstleister der Wolford AG entstanden sind. Dieser Rückstand soll bis Ende Juli abgebaut  
werden. Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind Probleme in der  
Lieferkette, verursacht durch verspätete Zahlungen an Lieferanten.  
Entscheidend für die weitere Entwicklung von Wolford ist die erfolgreiche Positionierung der Marke auf  
den internationalen Märkten. Das Unternehmen wird die globale Positionierung seiner Marke mit den  
Linien „The W“ und „The W Lab“ weiter vorantreiben. Dazu gehören die Fortsetzung erfolgreicher  
Kooperationen, limitierte Capsule Collections, die in Zusammenarbeit mit internationalen Stardesignern  
entwickelt werden, sowie die Nutzung von Wachstumschancen in den Märkten USA und China. Auf Basis  
dieser Maßnahmen sieht das Management Wolford gut positioniert, um zu Umsatzwachstum und  
Profitabilität zurückzukehren.  
Darüber hinaus hat die Lanvin Group Holdings Limited im Juli 2024 eine harte Patronats- und  
Nachrangigkeitserklärung (im Folgenden auch Comfort Letter) abgegeben und sich bereit erklärt, Wolford  
bei Bedarf weiterhin finanziell zu unterstützen. Fosun Fashion Group (Cayman) Limited hat die Patronats-  
und Nachrangigkeitserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu einem qualifizierten Rangrücktritt aller  
bisher gewährten Darlehen in Höhe von 62,69 Mio. Euro sowie der im Rahmen der Patronatserklärung  
künftig zur Verfügung gestellten Mittel, einschließlich der aufgelaufenen Zinsen, verpflichtet. Lanvin  
Group Holdings Limited verpflichtet sich, vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2026 auf Antrag der  
Unternehmensleitung zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt 33,25 Mio. Euro zur Verfügung zu  
stellen („Liquidity Injection“). Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 9,25 Mio. Euro bereitgestellt, wodurch  
sich die garantierte Liquiditätszuführung zum 30. Juni 2024 von 33,25 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro  
reduziert. Sollten Finanzinstitute Finanzierungen im maximalen Ausmaß von bis zu 9,60 Mio. Euro  
gewähren, die mit Forderungen und Waren besichert werden, würden diese je nach Inanspruchnahme  
die Verpflichtung der Gesellschafter reduzieren oder wieder erhöhen. Mit den genannten Maßnahmen  
soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit jederzeit zu erfüllen  
und den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare Zeit zu sichern. Diese harte Patronats- und  
Nachrangigkeitserklärung kann bis Ende Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle  
Unterstützung benötigt wird, verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings Limited, die Garantie in vollem  
Umfang durchzusetzen. Der Vorstand kommt auf Basis der erhaltenen Zusagen und einer  
Liquiditätsplanung daher zu dem Schluss, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2023  
unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt werden soll.  
129  
Loading SVG
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ  
Anlagevermögen  
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Mietrechte für übernommene Boutiquen und um  
Software. Für die Entwicklung des Anlagevermögens siehe Anlagenspiegel gemäß § 226 UGB (Beilage 1 zum Anhang).  
Von den Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen weisen alle eine Restlaufzeit von über einem Jahr auf.  
Per 01.01.2023 wurden durch Umwandlung überfälliger Lieferforderungen Ausleihungen an die Wolford America, Inc.  
in Höhe von USD 20.000.000,-, an die Wolford Asia Limited in Höhe von HKD 38.000.000,- und an die Wolford (Shanghai)  
Trading Co in Höhe von CNY 43.500.000, Ltd. zu einem Zinssatz von 10% begeben. Diese Ausleihungen wurden zu 100%  
wertberichtigt. Die Verzinsung der vor 2023 begebenen Darlehen beträgt 1,4%. Das Währungsrisiko ist per 31.12.2023,  
wie im Vorjahr, nicht durch derivative Finanzinstrumente besichert.  
Umlaufvermögen  
Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände können der Bilanz entnommen werden. Im  
November 2021 wurde eine Factoring-Vereinbarung über Forderungen abgeschlossen, die einen Verkauf von  
Forderungen bis zu TEUR 5.000 vorsieht, wobei die ersten Transaktionen unter dem Vertrag 2022 wirksam wurden. Die  
Factoring-Vereinbarung wurde mit 31. Dezember 2023 beendet.  
Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023  
EUR 15.594.618,09 (31. Dezember 2022: EUR 20.043.388,69) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR  
6.187.297,80 (31. Dezember 2022: TEUR 3.638.075,34) auf sonstige Forderungen. Die Wertberichtigung der  
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt per 31.Dezember 2023 EUR 16.124.870,56 (31. Dezember  
2022 EUR 18.652.655,81).  
In den sonstigen Forderungen wurden zum 31. Dezember 2022 Forderungen aus Covid-19-Förderungen wie  
Verlustersatz i.H.v. EUR 1.176.742,02 erfasst. Im Dezember 2023 erfolgte die Restzahlung in Höhe von EUR  
1.673.123,32, somit sind keine Covid-19-Förderungen offen.  
Negatives Eigenkapital  
Am 18. Jänner 2023 hat der Vorstand der Wolford AG die Bezugsfrist der von der außerordentlichen  
Hauptversammlung der Wolford AG am 1. Dezember 2022 beschlossenen, ordentlichen Kapitalerhöhung des  
Grundkapitals von EUR 32.251.924,80 um bis zu EUR 16.125.960,00 auf bis zu EUR 48.377.884,80 durch Ausgabe von  
bis zu 3.359.575 neuen Aktien mit 23.1. bis 6.2.2023 (einschließlich) sowie den Valutatag mit voraussichtlich 14.  
Februar 2023 festgelegt.  
Wie bereits von der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen, hat der Bezugspreis je neuer Aktie EUR 6,00  
und das Bezugsverhältnis 2:1 (2 Bezugsrechte berechtigen zum Bezug von 1 neuen Stammaktie) betragen.  
Die Bezugsrechte wurden den bestehenden Aktionären am 23. Jänner 2023 gemäß Depotstand am 20. Jänner 2023,  
23:59 Uhr, eingebucht. Die Bezugsrechte haben die ISIN AT0000A32430. Ein Bezugsrechtshandel (Auktionshandel)  
wurde an der Wiener Börse am 27., 30. und 31. Jänner 2023 (einschließlich) ermöglicht. Die Bezugsaufforderung  
wurde am 19. Jänner 2023 im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht.  
130  
Loading SVG
Im Anschluss an das Bezugsangebot wurden jene neuen Aktien der Gesellschaft, für die keine Bezugsrechte während  
der Bezugsfrist ausgeübt wurden, Aktionären, die im Rahmen des Bezugsangebotes zumindest 500.000 neue Aktien  
bezogen haben, im Rahmen einer Privatplatzierung zum Bezugspreis angeboten.  
Die Billigung des nach Maßgabe des österreichischen Kapitalmarktgesetzes (KMG) und der Prospekt-Verordnung  
erstellten Prospekts für das Angebot der neuen Aktien in Österreich erfolgte durch die Finanzmarktaufsichtsbehörde  
am 18. Jänner 2023.  
Die Zulassung der neuen Aktien zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse wurde am 18. Jänner 2023 beantragt.  
Sie notieren im Segment Standard Market Continuous des Amtlichen Handels der Wiener Börse unter dem Symbol  
„WOL“, ISIN AT0000834007.  
Am 8. Februar 2023 hat die Wolford AG das Ergebnis des vom 23. Jänner 2023 bis 6. Februar 2023 stattgefundenen  
Bezugsangebots bekanntgegeben und teilte mit, dass 2.934.515 neue Aktien im Rahmen des Bezugsangebots durch  
Ausübung von Bezugsrechten bezogen wurden. Es wurden keine Kaufanbote für neue Aktien im Rahmen eines Rump  
Placements abgegeben. Der Vorstand hat am selben Tag, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das endgültige  
Volumen der Kapitalerhöhung mit insgesamt 2.934.515 neuen Aktien beschlossen. Bei der Kapitalerhöhung wurden  
Bruttoerlöse  
in  
Höhe  
von  
TEUR  
17.607  
erzielt.  
Rund 66,9% der 2.934.515 neuen Aktien wurden von FFG Wisdom (Luxembourg) S.à r.l. als Bezugsberechtigter  
bezogen. Rund 32,7% der 2.934.515 neuen Aktien wurden von Ralph Bartel als Bezugsberechtigter bezogen. Die  
restliche Anzahl neuer Aktien wurde von anderen Bezugsberechtigten bezogen. FFG Wisdom (Luxembourg) S.à r.l.  
verfügt nach der Kapitalerhöhung über 61,02 % der Wolford Aktien. Soweit sich keine weiteren Veränderungen  
ergeben haben, hält Herr Bartel 29,62% der Aktien.  
Das eingeforderte Nennkapital innerhalb des Grundkapitals beträgt EUR 46.337.596,80 (31. Dezember 2022 EUR  
32.251.924,80).  
Der Bestand der eigenen Aktien von 88.140 Stück blieb zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum 31. Dezember  
2022 unverändert.  
Grundsätzlich liegt eine insolvenzrechtliche Überschuldung vor, wenn das Vermögen des Schuldners die  
bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den  
Umständen überwiegend wahrscheinlich. Die Fortführung wird insbesondere durch die im Februar 2023  
durchgeführte Kapitalerhöhung mit einem Bruttozufluss von EUR 17.607.090,00 sowie die vom Gesellschafter im Juli  
2024 gewährte harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung ermöglicht. Siehe hierzu Kapitel „Going Concern und  
wesentliche Unsicherheiten“, „Verbindlichkeiten“ bzw „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“.  
Rückstellungen  
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in folgender Übersicht dargestellt:  
Stand  
Stand  
In EUR  
01.01.2023  
Verbrauch  
Auflösung  
Zuführung  
31.12.2023  
Jubiläumsgelder  
1.308.990,66 111.647,32  
101.863,98  
1.299.207,32  
Restrukturierungsmaßnahmen  
603.000,00  
603.000,00  
0,00  
Nicht konsumierter Urlaub  
962.663,83  
287.096,08  
675.567,75  
Prämien und  
Sondervergütungen  
335.000,00  
335.000,00  
100.000,00  
100.000,00  
Beratung  
370.000,00  
370.000,00  
561.500,00  
561.500,00  
Gutstunden  
122.662,86  
18.262,77  
11.368,65  
115.768,74  
131  
Loading SVG
Umsatzretouren  
221.123,00  
221.123,00  
447.472,00  
447.472,00  
Übrige  
464.982,68  
463.823,38  
1.159,30  
454.000,00  
454.000,00  
Gesamt  
4.388.423,03 2.074.952,55  
336.159,30  
1.676.204,63  
3.653.515,81  
In der Restrukturierungsrückstellung aus dem Jahr 2022 waren im Wesentlichen Sozialplanzahlungen und  
Abfertigungen, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmens standen, berücksichtigt. Die zum 31.  
Dezember 2022 gebildete Rückstellung in Höhe von EUR 603.000,00 wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig  
verbraucht  
In den übrigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Aufwände für Veröffentlichungen (Geschäftsbericht) und  
Aufsichtsratsvergütungen enthalten.  
Verbindlichkeiten  
Die Verbindlichkeiten und deren Fristigkeit können der Bilanzstruktur entnommen werden. Zum 31. Dezember 2023  
sind so wie zum 31. Dezember 2022 keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren vorhanden.  
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferverbindlichkeiten gegenüber der  
Produktionsgesellschaft in Slowenien und den Vertriebsgesellschaften sowie aus Darlehen der Fusion Fashion Group  
(Cayman) Limited in Höhe von insgesamt EUR 42.200.000,00 sowie USD 1.200.000,00 zuzüglich Zinsen in Höhe von EUR  
7.383.157,02 (Vorjahr: EUR 32.500.000,00 zuzüglich Zinsen in Höhe von EUR 3.238.604,69). Im Geschäftsjahr 2023  
erfolgten keine Rückzahlungen.  
Die Gesellschafterdarlehen samt Zinsen sind gemäß Comfort Letter vom Juli 2024 zur Gänze qualifiziert nachrangig  
gestellt. Eine Rückzahlung darf künftig nur erfolgen, sofern ein Jahresabschluss der Wolford AG wieder die Kennzahlen  
nach Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) erfüllt. Wegen diesen Verbindlichkeiten istz kein Insolvenzverfahren  
zu eröffnen.  
Die Darlehen der Fusion Fashion Group (Cayman) weisen die folgenden Fälligkeiten auf.  
URSPRÜNG-  
Betrag in TEUR  
VERGABE  
LICHE  
FÄLLIGKEIT  
10.000  
Vor 1.1.2022  
31.12.2023  
2.500  
28.01.2022  
31.12.2023  
5.000  
23.05.2022  
31.12.2023  
2.000  
28.06.2022  
18.02.2023  
4.000  
20.07.2022  
12.03.2023  
1.500  
29.07.2022  
21.03.2023  
3.500  
08.05.2022  
28.01.2023  
2.000  
30.08.2022  
21.12.2022  
2.000  
29.11.2022  
27.01.2023  
32.500  
31.12.2022  
1.000  
24.07.2023  
20.12.2023  
1.000  
28.07.2023  
20.12.2023  
500  
24.10.2023  
23.10.2024  
1.500  
30.10.2023  
29.10.2024  
132  
Loading SVG
1.500  
31.10.2023  
30.10.2024  
3,000  
17.11.2023  
19.11.2024  
1.200  
28.11.2023  
27.11.2024  
42.200  
31.12.2023  
URSPRÜNG-  
Betrag in TUSD  
VERGABE  
LICHE  
FÄLLIGKEIT  
1.200  
8.12.2023  
07.12.2024  
1.200  
31.12.2023  
Im Jahr 2023 erfolgten keine Rückzahlung.  
Die Tilgungen und endfälligen Zinszahlungen aus Finanzverbindlichkeiten aus 2023 sind in folgenden Zeiträumen  
fällig:  
Überfällig  
zum  
in TEUR  
31.12.*)  
Bis 1 Monat  
1–3 Monate  
4–6 Monate 6–12 Monate  
Per 31.12.2023  
41.691  
0
0
0
9.003  
Per 31.12.2022  
0
7.772  
7.915  
0
20.052  
*) überfällig: da es im Geschäftsjahr 2023 zu keiner Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen kam,  
sind die zum 31. Dezember bestehenden Darlehen zuzüglich Zinsen in Höhe von TUER 35.739  
nunmehr überfällig; davon wurden im April 2023 EUR 16,3 Mio nachrangig gestellt. Der Betrag der  
überfälligen Darlehensverbindlichkeiten hat sich durch weitere im Geschäftsjahr 2023  
auslaufende Darlehen und die nicht bezahlten Zinsen erhöht. Im Juli 2024 wurden sämtliche  
Gesellschafterdarlehen inkl. Zinsabgrenzungen nachrangig gestellt.  
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
Gesamtkostenverfahren  
Die Gewinn-und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.  
Umsatzerlöse  
133  
Loading SVG
Aufgliederung  
a) nach geographischen Gesichtspunkten  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Inland  
8.625.893,16  
9.955.940,98  
Ausland  
59.555.761,90  
61.059.948,12  
68.181.655,06  
71.015.889,10  
b) nach Produktgruppen  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Legwear  
25.572.980,04  
27.614.129,96  
Ready-to-wear  
31.924.106,64  
32.534.159,07  
Lingerie  
9.846.102,34  
9.753.771,45  
Swimwear  
353.737,45  
393.328,64  
Accessoires  
321.901,16  
376.422,11  
Handelsware  
162.827,43  
344.077,87  
68.181.655,06  
71.015.889,10  
Sonstige betriebliche Erträge  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen  
27.242,05  
53.552,24  
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
336.159,30  
74.922,62  
Covid-19-Förderungen(Fixkostenzuschuss)  
1.673.123,32  
0,00  
AMS Kurzarbeitsbeihilfe  
0,00  
8.987,95  
Kursdifferenzen  
50.209,29  
510.213,63  
Auflösung Einzelwertberichtigungen  
33.193,47  
0,00  
Versicherungserträge  
182.838,33  
0,00  
Sonstige Förderungen  
142.981,28  
73.456,91  
Marketingbeitrag  
362.000,00  
0,00  
Forschungsprämien  
1.347.827,11  
0,00  
Sonstige  
374.700,16  
284.593,58  
4.530.274,31  
1.005.726,93  
Die wesentliche Position in Sonstige betrifft eine Ausgleichszahlung für die Beendigung eines Mietvertrags.  
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
Aufwendungen für Material  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
134  
Loading SVG
Garne  
3.221.319,21  
4.454.802,81  
Zukaufware  
10.582.272,60  
10.685.268,40  
Stoffe  
3.050.788,33  
3.886.391,38  
Zubehör, Gummibänder  
798.185,48  
1.580.707,39  
Energie und Wasser  
1.394.380,57  
1.788.423,16  
Sonstiger Materialaufwand  
3.446.786,76  
3.368.749,44  
Skontoerträge  
-75.839,02  
-73.363,69  
22.417.893,93  
25.690.978,89  
Im sonstigen Materialaufwand sind im Wesentlichen Kosten für Aufmachung, Kosten für Farben sowie Frachtkosten  
und Zölle enthalten.  
Aufwendungen für sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Lohnarbeit  
7.843.809,12  
8.659.738,72  
Frachten  
222.878,69  
422.854,58  
Ersatzteile  
37.379,93  
198.654,12  
Sonstige  
270.599,32  
341.115,90  
8.374.667,06  
9.622.363,32  
Personalaufwand  
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen  
2023  
2022  
Abfertigungen  
Pensionen  
Abfertigunge  
Pensionen  
in EUR  
in EUR  
Aufgliederung  
der  
Aufwendungen für  
Vorstandsmitglieder  
0,00  
0,00  
200.000,00  
0,00  
Ehemalige  
0,00  
746.581,23  
0,00  
252.441,00  
Vorstandsmitglieder  
0,00  
746.581,23  
200.000,00  
252.441,00  
Leitende Angestellte  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
Übrige  
1.164.980,49  
0,00  
1.240.316,02  
0,00  
Arbeitnehmer  
1.164.980,49  
746.581,23  
1.440.316,02  
252.441,00  
135  
Loading SVG
Aufwendungen für Abfertigungen und betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Aufwand für Abfertigungen  
1.010.118,14  
1.260.971,67  
Beiträge  
154.862,35  
179.344,35  
Mitarbeitervorsorgekasse  
1.164.980,49  
1.440.316,02  
Für 2023 ist im Aufwand für Abfertigungen eine Dotation in Höhe von € 206.989,13 enthalten  
Abschreibungen  
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich  
auf EUR 826.670,38 (Geschäftsjahr 2022: EUR 1.100.712,95). Im Geschäftsjahr 2023 sind Abschreibungen auf  
Gegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 15.383.744,76 (Geschäftsjahr 2022 EUR 13.467.201,59) aus  
Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die die im Unternehmen üblichen Abschreibungen überschreiten,  
angefallen.  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
2023  
2022  
in EUR  
in EUR  
Rechts- und Beratungskosten  
5.345.023,00  
8.128.400,34  
Marketing  
5.822.728,97  
7.135.036,42  
Frachten  
7.314.498,88  
7.081.429,17  
Intercompany-Verrechnungen  
6.650.502,29  
5.073.355,81  
EDV inkl. Wartung  
4.528.378,98  
3.665.995,56  
Mieten und Leasing  
3.635.752,43  
3.166.618,45  
Aufwand B2C  
1.089.784,43  
807.531,04  
Versicherungen  
695.497,36  
564.905,36  
Provisionen Ausland  
445.788,79  
549.406,57  
Reparaturen  
259.608,78  
384.926,88  
Kreditkartengebühren  
388.782,30  
381.745,75  
Telefon, Fax  
223.032,84  
379.068,27  
Kursdifferenzen  
159.509,71  
239.192,44  
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen  
97.121,97  
85.880,42  
Sonstige  
1.184.552,52  
113.880,92  
136  
Loading SVG
37.840.563,25  
37 757 373,40  
Die gesunkenen Aufwendungen im Bereich Rechts- und Beratungsaufwand sowie Marketing sind im Geschäftsjahr  
2023 auf das allgemeine Sparprogramm zurückzuführen. Zusätzlich wurden Aufgaben, die fremd vergeben wurden,  
wieder vermehrt im eigenen Haus ausgeführt.  
Der Posten "Sonstiges" umfasst hauptsächlich sonstige Steuern, Abgaben und Stempelgebühren in Höhe von EUR 0,09  
Mio., sonstige Beiträge in Höhe von EUR 0,16 Mio., Reisekosten in Höhe von EUR 0,1 Mio., Bankgebühren in Höhe von  
EUR 0,13 Mio., Vergütungen des Aufsichtsrats in Höhe von EUR 0,12 Mio. und Ausgaben für Investor Relations in Höhe  
von EUR 0,29 Mio.  
Aufwendungen Abschlussprüfer  
Bezüglich dieser Aufwendungen wird auf die Angabe im Konzernanhang verwiesen.  
Ergebnis aus Finanzanlagen  
In den Finanzaufwendungen sind EUR 4.144.502,34 Zinsen aus den Gesellschaftsdarlehen enthalten (Geschäftsjahr  
2022 EUR 2.535.945,21). Im Jahr 2023 wurden Gesellschaftsdarlehen in Höhe von EUR 9.700.000,00 (Geschäftsjahr  
2022 EUR 22.500.000,00) und USD 1.200.000,00 aufgenommen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde  
2023 eine Zuschreibung in Höhe von EUR 47.845,20 vorgenommen, 2022 erfolgte eine Abwertung in Höhe von EUR  
231.396,80. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an verbunden Unternehmen und die Ausleihungen sowie die  
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf Werthaltigkeit geprüft. Daraus ergab sich eine Abwertung von  
Anteilen an verbunden Unternehmen in Höhe von EUR 2.717.904,10 (Geschäftsjahr 2022 EUR 0,00), eine Abschreibung  
von Finanzanlagen (Ausleihungen) in Höhe von EUR 11.623.300,04 (Geschäftsjahr 2022 EUR 1.031.396,80) sowie eine  
Abschreibung von Forderungen in Höhe von EUR 15.383.744,76 (Geschäftsjahr 2022 EUR 13.467.201,59). Letztere ist  
unter dem Posten 6. Abschreibungen b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Unternehmen  
üblichen Abschreibungen überschreiten, ausgewiesen.  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Zum Bilanzstichtag bestehen aktive und passive latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen dem  
steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten:  
Aktiv  
Passiv  
2023  
2023  
Sachanlagen  
227.499,11  
Finanzanlagen  
2.893.680,51  
Personalrückstellungen  
4.052.543,32  
Sonstige Rückstellungen  
0
Betrag Gesamtdifferenz  
6.946.223,83  
227.499,11  
Ansatz steuerlicher Verlustvortrag  
0,00  
Ansatzbetrag  
6.946.223,83  
227.499,11  
137  
Loading SVG
Latente Steuern (23%)  
1.597.631,48  
52.324,80  
Saldierung  
-52.324,80  
-52.324,80  
Aktiver Überhang  
1.545.306,68  
0,00  
Wertberichtigung  
-1.545.306,68  
Summe  
0,00  
0,00  
Zum Bilanzstichtag sind die aktiven latenten Steuern aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der  
damit bestehenden Unsicherheit vollständig wertberichtigt bzw, wurde eine aktive latente Steuer nicht  
aktiviert.  
Zum 31.12.2022 bestanden folgende aktive und passive latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen dem  
steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten:  
Aktiv  
Passiv  
2022  
2022  
Sachanlagen  
277.629,00  
Finanzanlagen  
224.544,00  
Personalrückstellungen  
3.320.685,56  
Sonstige Rückstellungen  
603.000,00  
Betrag Gesamtdifferenz  
4.148.229,56  
277.629,00  
Ansatz steuerlicher Verlustvortrag  
0,00  
Ansatzbetrag  
4.148.229,56  
277.629,00  
Latente Steuern (25%)  
954.092,80  
63.854,67  
Saldierung  
-63.854,67  
-63.854,67  
Aktiver Überhang  
890.238,13  
0,00  
Wertberichtigung  
-890.238,13  
Summe  
0,00  
0,00  
V. ERGÄNZENDE ANGABEN  
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Es bestehen folgende Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen und Operating-Leasingverhältnissen.  
2023 2022  
138  
Loading SVG
in EUR  
in EUR  
Mindest- Miet- und Leasingentgelte fällig  
bis zu einem Jahr  
1.972.093  
2.667.436  
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren  
5.380.931  
8.353.602  
mehr als fünf Jahren  
964.235  
626.720  
Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie im Geschäftsjahr 2022 die Verpflichtungen anhand der vertraglichen Laufzeiten  
unter teilweiser Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen ermittelt.  
2. Anteile an verbundenen Unternehmen  
Die Wolford AG in Bregenz ist die Muttergesellschaft und jene Gesellschaft, die einen Konzernabschluss aufstellt.  
Bisher wurden die Beteiligungen an den Vertriebsgesellschaften über die Wolford Beteiligungs GmbH gehalten. Diese  
wurde rückwirkend zum 01. Jänner 2023 up-stream mit der Wolford AG verschmolzen, so dass die Anteile an den  
Vertriebsgesellschaften nunmehr direkt von Wolford AG gehalten werden. Dadurch kam es auch zu einer Beendigung  
der Steuergruppe zwischen Wolford AG und Wolford Beteiligungs GmbH rückwirkend zum 31. Dezember 2022.  
Eigenkapital in  
Ergebnis in lokaler  
Gesellschaftsname  
Land  
Anteil in %  
Währung  
lokaler Währung  
Währung  
Wolford proizvodnja in trgovina d.o.o.  
Slowenien  
100  
EUR  
7.704.473  
443.401  
Wolford Deutschland GmbH  
Deutschland  
100  
EUR  
2.664.681  
37.855  
Wolford (Schweiz) AG  
Schweiz  
100  
CHF  
1.186.236  
93.222  
Wolford London Ltd.  
Großbritannien  
100  
GBP  
1.658.237  
70.356  
Wolford Paris S.A.R.L.  
Frankreich  
100  
EUR  
1.992.707  
55.310  
Wolford Italia S.r.l.  
Italien  
100  
EUR  
1.197.184  
214.237  
Wolford Espana S.L  
Spanien  
100  
EUR  
-
156.258  
126.612  
Wolford Scandinavia ApS  
Dänemark  
100  
DKK  
18.280.688  
692.945  
Wolford America, Inc.  
USA  
100  
USD  
-
11.587.712  
-
4.571.611  
Wolford Nederland B.V.  
Niederlande  
100  
EUR  
1.065.364  
67.544  
Wolford Canada Inc.  
Kanada  
100  
CAD  
1.409.324  
161.979  
Wolford Asia Limited  
China - Hongkong  
100  
HKD  
-
23.861.154  
121.555  
Wolford Belgium N.V.  
Belgien  
100  
EUR  
1.676.667  
13.683  
Wolford (Shanghai) Trading Co., Ltd.  
China - Shanghai  
100  
CNY  
-
37.713.353  
-
11.435.696  
139  
Loading SVG
Wolford Gruppe auf einen Blick  
Wolford  
Wolford AG  
100%  
proizvodnja in Trgovina d.o.o.  
(Austria)  
(Slovenia)  
100%  
Wolford Deutschland GmbH  
(Germany)  
100%  
Wolford (Schweiz) AG  
(Switzerland)  
100%  
Wolford London Ltd.  
(UK)  
100%  
Wolford Paris S.A.R.L.  
Wolford Berangere  
100%  
(France)  
(France)  
100%  
Wolford Italia S.r.l.  
(Italy)  
100%  
Wolford España S.L.  
(Spain)  
100%  
Wolford Scandinavia ApS  
(Danmark)  
100%  
Wolford America, Inc.  
(USA)  
100%  
Wolford Nederland B.V.  
(Netherlands)  
100%  
Wolford Canada Inc.  
(Canada)  
100%  
Wolford Asia Limited  
(Hong Kong)  
100%  
Wolford Belgium N.V.  
(Belgium)  
100%  
Wolford (Shanghai) Trading  
Co., Ltd.  
(PRC)  
100%  
140  
Loading SVG
3. Derivative Finanzinstrumente  
Zum 31. Dezember 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 sind keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz  
gewesen.  
4. Personalstand  
Der Beschäftigtenstand betrug zum 31. Dezember 2023 332 (31. Dezember 2022: 362) Mitarbeiter, davon 67 (31.  
Dezember 2022: 77) Arbeiter, 253 (31. Dezember 2022: 272) Angestellte und 12 (31. Dezember 2022: 13) Lehrlinge,  
was eine Reduktion von 30 Mitarbeitern zum Stichtag bedeutet. Die Berechnung erfolgte auf Vollzeitbasis. Im  
Durchschnitt betrug der Beschäftigtenstand im Geschäftsjahr 2023; 367 (Geschäfts-jahr 2022: 374) Mitarbeiter, davon  
79 (Geschäftsjahr 2022: 79) Arbeiter, 277 (Geschäftsjahr 2022: 282) Angestellte und 11 (Geschäftsjahr 2022: 13)  
Lehrlinge.  
5. Organe  
Aufgliederung der Aufwendungen für:  
2023  
in EUR  
Bezüge  
Sonstige  
Abfertigung Gesamtbezüge  
Bezüge  
Vorstandsmitglieder  
433.702,19  
12.959,29  
446.661,48  
davon variabel  
23.148,00  
0,00  
23.148,00  
Ehemalige  
283.451,18  
0,00  
0,00  
283.451,18  
Vorstandsmitglieder  
717.153,37  
12.959,29  
0,00  
730.112,66  
2022  
in EUR  
Bezüge  
Sonstige  
Abfertigung Gesamtbezüge  
Bezüge  
Vorstandsmitglieder  
822.726,00  
44.420,79  
200.000,00  
1.067.146,79  
davon variabel  
126.000,00  
0,00  
0,00  
126.000,00  
Ehemalige  
252.441,00  
0,00  
252.441,00  
Vorstandsmitglieder  
0,00  
1.075.167,00  
44.420,79  
200.000,00  
1.319.587,79  
Im Geschäftsjahr 2023 wurden für das Geschäftsjahr 2022 keine Boni ausgezahlt (Geschäftsjahr 2022: 126.000 €) und  
100.000,00 € für Boni für das Geschäftsjahr 2023 reserviert.  
141  
Loading SVG
An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden Pensionszahlungen in Höhe von EUR 283.451,18 (Geschäftsjahr 2022: EUR  
252.441,00) geleistet. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Vorschüsse ausbezahlt bzw. gibt es auch keine Haftungen  
für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.  
Weiters haben Vorstandsmitglieder im Jahr 2023 laufende Bezüge in Höhe von € 166.209,00 bei verbundenen  
Unternehmen der Wolford AG erhalten.  
Als Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:  
o Silvia Azzali, Chief Commercial Officer, Chief Executive Officer (CEO seit 1. Juli 2023, bis 14.Juni 2024)  
o Ralf Polito, Chief Operating Officer (COO) ab dem 17. April 2023  
o Paul Kotrba, Chief Operating Officer (COO), bis 16. April 2023  
Am 12. April 2023 stimmten Ralf Polito und der Aufsichtsrat einstimmig zu, dass Ralf Polito das Mandat als COO bereits  
am 17. April 2023 vorzeitig antreten wird. Ursprünglich wurde Ralf Polito ab dem 1. Juli 2023 in den Vorstand berufen,  
verantwortlich für Supply Chain und Produktion, Recht, Investor Relations, IT sowie PMO. Der Interim-COO Paul Kotrba  
verließ den Vorstand der Wolford AG bereits am 16. April 2023 vorzeitig. Silvia Azzali wurde ab dem 1. Juli 2023 als CEO  
ernannt. Sie blieb für die Aufgaben verantwortlich, die sie bereits als CCO innehatte, nämlich Vertrieb in allen Kanälen  
und Märkten,Design,kreative Produktentwicklung, Merchandising, Marken- & Marketing, Personal sowie Finanzen.  
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Mitgliedern:  
o
David Chan, Vorsitz  
o
Thomas Dressendörfer, Stellvertreter der Vorsitzenden  
o
Chenling Zhang, Mitglied  
o
Paul Kotrba, Mitglied, seit 15. Juni 2023 bis 31. Dezember 2023  
o
Shang Hsiu Koo, Mitglied, bis 31. Januar 2023  
Shang Hsiu Koo hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 31. Januar 2023 zurückgelegt. Das Mandat von Thomas  
Dressendörfer endete mit dem Ablauf der 36. ordentlichen Hauptversammlung. Somit waren auf dieser  
Hauptversammlung zwei neue Mitglieder zu bestellen, um die Zahl von vier von der Hauptversammlung gewählten  
Mitgliedern wieder zu erreichen. In der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 wurden Paul Kotrba, ehemaliger COO der  
Wolford AG, und Thomas Dressendörfer mit den Stimmen des Großaktionärs in den Aufsichtsrat gewählt bzw.  
wiederbestellt.  
Die Vertreter des Betriebsrats im Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 sind:  
-
Alexander Greußing  
-
Christian Greußing  
6. Haftungsverhältnisse  
31.12.2023  
31.12.2022  
in EUR  
in EUR  
Diverse Mietgarantien  
223.851,23  
223.851,23  
223.851,23  
223.851,23  
142  
Loading SVG
Mit europäischen Tochterunternehmen bestehen Verrechnungspreisvereinbarungen mit einer definierten Zielmarge.  
Im Falle von Abweichungen zur Zielmarge werden durch die Wolford AG entsprechende Ausgleichszahlungen erhalten  
oder geleistet.  
7. Ergebnisverwendungsvorschlag  
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 ausgewiesene Bilanzverlust wird auf neue Rechnung  
vorgetragen.  
8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Ende März 2024 erhielt Wolford ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio. von der Fosun Fashion Group  
(Cayman) Limited. Mitte April 2024 erhielt das Unternehmen weitere EUR 3,5 Mio. als Gesellschafterdarlehen von  
der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited, im Mai weitere 2 Mio. Euro, im Juni weitere 1,25 Mio. Euro und weitere  
1 Mio. Euro Anfang Juli 2024.  
Im Juli 2024 gab die Lanvin Group Holdings Limited eine harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung zur  
finanziellen Unterstützung von Wolford ab. Damit wird das Unternehmen in die Lage versetzt, seinen  
Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen und den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare Zeit zu  
sichern. Diese Garantie kann bis Ende Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle Unterstützung  
benötigt wird, verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings Limited, die Garantie in vollem Umfang auszuzahlen. Die  
ausstehenden Gesellschafterdarlehen, die der Gesellschaft von der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited bis dahin  
(Juli 2024) gewährt wurden, wurden in Höhe von insgesamt 62,69 Mio. Euro (inklusive Zinsen) entsprechend der  
vorgenannten Erklärung nachrangig gestellt. Die Rückzahlung kann erst verlangt werden, wenn die Restrukturierung  
von Wolford abgeschlossen ist und es ist wegen diesen Verbindlichkeiten kein Insolvenzverfahren zu eröffnen.  
Am 3. Mai 2024 hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass Regis Rimbert mit 6. Mai 2024 zum Vorstand bestellt  
wurde. Am 13. Juni 2024 haben sich der Aufsichtsrat und die Vorstandsvorsitzende Silvia Azzali auf eine  
einvernehmliche Auflösung ihres Vorstandsmandats mit 14. Juni 2024 geeinigt. Gleichzeitig wurde Regis Rimbert  
zum neuen Vorstandsvorsitzenden für 3 Jahre bestellt.  
In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juni 2024 wurden Eric Chan, Alex Wu und Sebastian Yun Wu  
in den Aufsichtsrat der Wolford AG gewählt, nachdem Paul Kotrba (per 31. Dezember 2023), Chenling Zhang (per  
30. April 2024) und Thomas Dressendörfer (mit Ablauf der nächsten Hauptversammlung) ihr Mandat zurückgelegt  
haben.  
Zwischen Wolford als Mieterin des Headoffice in Bregenz und der Vermieterin gab es Uneinigkeit darüber, ob  
Teilkündigungen von Wolford im Jahr 2023 wirksam wurden. Die Vermieterin reichte im Juli 2023 eine Miet- und  
Räumungsklage wegen Mietrückständen ein. Wolford und die Vermieterin einigten sich im Jänner 2024 vor dem  
Bezirksgericht Bregenz in einem gerichtlichen Vergleich über die endgültige Höhe der Mietminderung und des  
offenen Mietzinses.  
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine weiteren Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die  
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wolford AG.  
143  
Bregenz, 26. Juli 2024  
Der Vorstand  
__________________________  
__________________________  
Ralf Polito  
Regis Rimbert  
COO  
CEO  
Verantwortlich  
für  
Lieferkette  
und Verantwortlich  
für  
Verkauf  
und  
Produktion, Recht & Compliance, Investor Merchandising, Marketing, Finanzen,  
Relations, IT und Digital sowie PMO Personalwesen und Design  
144  
Loading SVG
Anlagenspiegel  
145  
Loading SVG
146  
Loading SVG
04  
Wolford AG  
DER LAGEBERICHT  
GrunddatenzumUnternehmen  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
AusblickundZiele  
Chancen-undRisikomanagement  
ForschungundEntwicklung(F&E)  
Umwelt  
Personalwesen  
Mehr Details  
ErklärungdesVorstandsderWolfordAG  
Bestätigungsvermerk  
147  
Loading SVG
148  
Grunddaten zum Unternehmen  
WOLFORD AUF EINEN BLICK  
Wolford ist Marktführer für hochwertige Skinwear. Die Marke ist in 55 Ländern weltweit an 202 Monobrand-Standorten  
und bei über 1.800 Handelspartnern vertreten. Das österreichische Unternehmen produziert ausschließlich in Europa unter  
Einhaltung höchster ökologischer und sozial nachhaltiger Standards: Wolford entwirft in der italienischen Modemetropole  
Mailand und stellt seine Kreationen am Stammsitz in Bregenz am Bodensee sowie im slowenischen Murska Sobota her, beides  
Regionen, in denen die Textilherstellung eine lange und glanzvolle Tradition hat. Insgesamt beschäftigte die Wolford Gruppe  
zum Ende des Geschäftsjahres 1.008 Mitarbeiter (VZÄ), davon 250 Mitarbeiter (VZÄ) in der Unternehmenszentrale in Bregenz.  
Wolford wurde 1950 in Bregenz gegründet und ist an den Börsen in Wien und Frankfurt im Freiverkehr notiert. Die Marke ist Teil  
des globalen Luxusmodekonzerns Lanvin Group, der von Wolfords chinesischem Mehrheitsaktionär Fosun gegründet wurde.  
PRODUKTE MIT HOHEN QUALITÄTSSTANDARDS  
Mit der Kernproduktgruppe Legwear, an der sich alle anderen Produktgruppen orientieren, erwirtschaftet Wolford rund 39 % des  
Umsatzes. Die stärkste Produktgruppe ist Ready-to-wear (45 %) mit körpernahen Produkten wie Bodys und Shirts (Bodywear)  
sowie Kleidern und Pullovern. Die Produktgruppen Legwear und Bodywear basieren auf einer speziellen Rundstricktechnologie,  
die von Wolford entwickelt und laufend verfeinert wird – die Basis für den bekannten Tragekomfort und die Qualität der Wolford  
Produkte. Ergänzt werden beide Produktgruppen durch ein Sortiment an dekorativer und zum Teil körperformender Unterwäsche  
sowie eine kleine Auswahl an Accessoires wie Schals und Gürtel, die zu einem Umsatz im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-  
Bereich beitragen.  
Bei den Produkten unterscheidet Wolford zwischen modischen Trendprodukten und der sogenannten Essential Collection, die  
alle zeitlosen „Klassiker“ wie die seit 1988 produzierten „Satin Touch“-Strumpfhosen umfasst.  
Insgesamt bringt Wolford zwei Trendkollektionen pro Kalenderjahr auf den Markt. Eine umfasst den Zeitraum Frühjahr/Sommer,  
die andere Herbst/Winter. Je nach Kollektion gibt es vier bis fünf Auslieferungsintervalle mit neuen Produkten, die für neue  
Impulse auf der Verkaufsfläche sorgen sollen – flankiert von entsprechenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen.  
DAS GESCHÄFTSMODELL  
Das Geschäftsmodell der Wolford Gruppe basiert darauf, einen großen Teil der Wertschöpfungskette abzudecken – vom Design  
und der Entwicklung über Teile der Produktion bis hin zum globalen Omnichannel-Vertrieb inklusive eigener Boutiquen. Das  
macht das Unternehmen in hohem Maße autark und ermöglicht es, schnell auf aktuelle Modetrends zu reagieren. In einigen  
Bereichen der Lingerie und Ready-to-wear wird Wolford durch externe Partner und ausgewählte Lieferanten unterstützt. Die  
Aufgaben der Produktentwicklung sind in der Zentrale in Bregenz gebündelt.  
Bei der Entwicklung einer neuen Kollektion arbeiten das Produktmanagement, das Designteam und die Produktentwicklung  
Hand in Hand. Das Produktmanagement analysiert Trends und welche Produkte auf dem Markt gefragt sein werden – diese  
Erkenntnisse bilden die Arbeitsgrundlage für das Designteam. Die enge Zusammenarbeit zwischen Design und  
Produktentwicklung führt wiederum zu immer neuen Produkten, die oft auf neuen Fertigungsmethoden wie dem 3D-Druck oder  
der inzwischen patentierten Klebetechnik basieren. Die weltweit erste geklebte Strumpfhose, „Pure Tights“, ist ein Ergebnis  
dieser Zusammenarbeit.  
Zur Produkt- und Warenwirtschaft gehört auch die Bedarfsplanung für die Verkaufsflächen der eigenen Boutiquen und die der  
Großhandelskunden. Hier wird festgelegt, welche Artikel in welchen Größen und Farben für welche Verkaufsflächen produziert  
werden müssen. Auch der Warenfluss vom Lager zum Verkauf wird hier gesteuert.  
In der Beschaffung dreht sich alles um die Materialien. Die Rohstoffe, vor allem Garne und Zwischenprodukte bzw. zugekaufte  
Produkte für Lingerie und Konfektion, werden von langjährigen Partnern größtenteils in benachbarten Regionen in Österreich,  
Deutschland und der Schweiz bezogen, die den gleichen Qualitäts- und Innovationsanspruch an ihre Produkte haben wie  
Wolford. Ein Teil der Garne kommt aus Japan, einem Land, das für seine innovativen Materialien bekannt ist. Alle Rohstoffe  
werden am Stammsitz in Bregenz gelagert und dort für die Produktion und Veredelung vorbereitet.  
Die Logistik von Wolford ist an einen externen Logistikdienstleister ausgelagert. Das Zentrallager befindet sich in München,  
Deutschland, das im März 2024 seinen Betrieb für Wolford aufgenommen hat, nachdem dieser von einem externen Dienstleister  
in Norddeutschland in das neue Lager in Süddeutschland verlegt wurde. Zusätzlich zu diesem Lager betreibt Wolford zwei  
Lager in den Vereinigten Staaten und eines in China, die ausschließlich die lokalen Märkte bedienen. Für den Transport der  
149  
Produkte werden je nach Entfernung zum Bestimmungsort und Dringlichkeit der Sendung externe Transportspezialisten mit der  
Beförderung der Waren auf dem Land-, Luft- oder Seeweg beauftragt.  
WELTWEITER VERTRIEB  
Die Produkte von Wolford werden in 55 Ländern weltweit verkauft – über ein Netz von eigenen Standorten (Retail), also direkt  
an die Endkunden, und über Handelspartner (Wholesale). Mit seinem internationalen Netz von Boutiquen erwirtschaftete das  
Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 den größten Umsatzanteil (44 %). Ende Dezember 2023 wurden von den 202 Wolford  
Boutiquen 151 in Eigenregie und 51 von Partnern geführt. Insgesamt kontrolliert die Wolford Gruppe rund 66 % des Umsatzes  
selbst. Neben dem stationären Handel gewinnt das Online-Geschäft (Online Business) zunehmend an Bedeutung – im  
Geschäftsjahr 2023 machte es 24 % des Umsatzes aus.  
-
Boutiquen: Boutiquen, die sowohl von Wolford selbst als auch von Partnern geführt werden.  
-
Kauf- und Warenhäuser: exklusive Shop-in-Shops mit Wolford Ambiente in zahlreichen internationalen Warenhäusern.  
-
Concession Shop-in-Shops: von Wolford selbst betriebene Flächen in Kaufhäusern und Lagerhäusern.  
-
Fachhandel: exklusive Mode- und Fachhandelsgeschäfte, die Wolford Produkte anbieten.  
-
Online-Geschäft: eigene Online-Boutiquen.  
-
Eigenmarke: Produkte, die für andere Marken hergestellt oder in Geschäften unter einem anderen Markennamen angeboten  
werden.  
-
Factory Outlets: Verkaufsstellen, in denen Wolford Kollektionen aus vergangenen Saisons oder reduzierte Ware verkauft  
werden.  
ZENTRALE STEUERUNG  
Die Wolford Gruppe wird von der Wolford AG mit Sitz in Bregenz geführt. Mit den beiden Organen Vorstand und Aufsichtsrat  
verfügt Wolford über eine Führungs- und Aufsichtsstruktur, die auf einem dualistischen System basiert. Der Vorstand leitet das  
Unternehmen von der Konzernzentrale in Bregenz und von der zweiten Zentrale in Mailand aus. Er ist für die Strategie und die  
Konzernsteuerung verantwortlich, während der Aufsichtsrat den Vorstand berät und dessen Geschäftsführung überwacht.  
Zentrales Unternehmensziel sind profitables Wachstum und die Steigerung des freien Cashflows – das interne Kontrollsystem  
des Unternehmens unterstützt das Management dabei, die Unternehmensprozesse auf dieses Ziel auszurichten.  
Hauptansatzpunkt ist dabei die Steigerung von Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT). Dementsprechend sind die wichtigsten  
Leistungsindikatoren der Umsatz (absolut und „like for like“, d. h. unabhängig von neu hinzugekommenen oder geschlossenen  
Verkaufsflächen) und der Free Cashflow (Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit).  
Dabei ist zu beachten, dass der freie Cashflow (abgeleitet aus den IFRS Zahlen, der als Basis für die Steuerung herangezogen  
wird) keine Leasingzahlungen enthält. Weitere wichtige Leistungsindikatoren sind das Working Capital und die  
Nettoverschuldung der Gruppe.  
Die Verwaltung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt in der Verantwortung der Abteilung  
Supply Chain Management. Diese ist auch für die kontinuierliche Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung der Rohstoff-  
und Betriebsmittelbestände zuständig. Beim Forderungsmanagement gibt es eine enge Abstimmung zwischen der  
Finanzabteilung, die den Prozess steuert, und den jeweils zuständigen Vertriebsmitarbeitern. Klare Zielvorgaben für die  
Außenstandsdauer der Forderungen (DSO) unterstützen die Priorisierung der Forderungen und deren systematischen Abbau.  
Im Rahmen der monatlichen Business Performance Reviews prüft das Management die Umsetzung der Zielvorgaben in Bezug  
auf alle Key Performance Indicators und die entsprechenden Aktionspläne zur Zielerreichung.  
150  
Ergebnis- und Bilanzanalyse  
Das Geschäftsjahr der Wolford AG ist ein Kalenderjahrgeschäftsjahr.  
Die Wolford AG verbuchte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von EUR 68,18 Mio., d. h. 4% weniger als der Vergleichswert  
des Geschäftsjahres 2022 (EUR 71,02 Mio.).  
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 350 % auf EUR 4,53 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 1,01 Mio.) an, wobei ein  
Betrag in Höhe von EUR 0,34 Mio. auf den Ertrag aus Auflösung von Rückstellungen entfällt. Die wichtigsten sonstigen Erträge  
im Geschäftsjahr 2023 sind ein Rest des Covid-19-Fixkostenzuschusses der mit EUR 1,67 Mio ertragswirksam wurde, sowie  
Forschungsprämien für 2018, 2019 und 2020 in Höhe von EUR 1,35 Mio.  
Im Geschäftsjahr 2023 ging der Vorratsbestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Waren um EUR 2,21 Mio. auf  
EUR 15,69 Mio. zurück (Geschäftsjahr 2022: Anstieg um EUR 3,32 Mio.). Der Materialaufwand und sonstige bezogene  
Herstellungsleistungen sank um EUR 4,52 Mio. auf EUR 30,79 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 35,31 Mio.).  
Der Personalaufwand verringerte sich um EUR 2,67 Mio. auf EUR 24,70 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 27,37 Mio.). Die im  
Rahmen von Tarifverhandlungen im Textilsektor vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen betrugen zwischen 9,5 % und  
9,75 %. Zum 31. Dezember 2023 hatte das Unternehmen 332 (31. Dezember 2022: 362) Mitarbeiter, davon 67 (31. Dezember  
2022: 77) Arbeiter, 253 (31. Dezember 2022: 272) Angestellte und 12 (31. Dezember 2022: 13) Lehrlinge. Insgesamt bedeutet  
dies einen Rückgang um 30 Mitarbeiter zum Stichtag (im Vergleich zum 31. Dezember 2022: -30 Mitarbeiter). Diese  
Berechnung wurde auf Vollzeitbasis vorgenommen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug  
367 (Geschäftsjahr 2022: 374), davon 79 (Geschäftsjahr 2022: 79) Arbeiter, 277 (Geschäftsjahr 2022: 282) Angestellte und  
11 (Geschäftsjahr 2022: 13) Lehrlinge.  
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf EUR  
0,83 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 1,10 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023 sind zudem Abschreibungen auf Gegenstände des  
Umlaufvermögens (Forderungen gegen verbundene Unternehmen) in Höhe von EUR 15,38 Mio angefallen, die die im  
Unternehmen üblichen Abschreibungen überschreiten (Geschäftsjahr 2022: EUR 13,47).  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 37,84 Millionen (Geschäftsjahr 2022: EUR 37,76 Millionen) und  
lagen damit auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich zum großen Teil aus Rechts- und  
Beratungskosten in Höhe von EUR 5,35 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 8,13 Mio.), Marketingkosten in Höhe von EUR 5,82  
Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 7,14 Mio.), Frachten in Höhe von EUR 7,31 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 7,08 Mio.),  
Konzernverrechnungen in Höhe von EUR 6,65 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 5,07 Mio.), EDV-Kosten in Höhe von EUR 4,53  
Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 3,67 Mio.), Mieten in Höhe von EUR 3,63 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 3,09 Mio.) und  
Aufwand B2C in Höhe von EUR 1,09 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 0,81 Mio.) zusammen.  
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um EUR 0,71 Mio. auf EUR -38,96 Mio.  
Das Finanzergebnis sank 2023 um EUR 12,64 Mio. auf EUR -16,07 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR -3,42 Mio.). Im  
Geschäftsjahr 2023 waren Zinsen in Höhe von EUR 4,14 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 2,54 Mio.) für die aufgenommenen  
Darlehen der Fosun Fashion Group (Cayman) Limited angefallen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue  
Gesellschafterdarlehen gewährt, was zu einem Anstieg der Zinserträge von verbundenen Unternehmen um EUR 2,82 Mio.  
auf EUR 2,97 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 0,15 Mio.) führte. Das sonstige Finanzergebnis belief sich 2023 auf EUR -0,56  
Mio. und setzte sich zusammen aus Erträgen aus Wertpapieren in Höhe von EUR 0,01 Mio., Zuschreibungen auf  
Finanzanlagen in Höhe von EUR 0,05 Mio., sonstigen Zinsaufwendungen in Höhe von EUR -0,18 Mio. und Zinsaufwendungen  
aus versicherungsmathematischen Berechnungen der Gutachten zu Personalrückstellungen in Höhe von EUR -0,44 Mio. Das  
Ergebnis vor Steuern belief sich demnach auf EUR -55,02 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR -43,09 Mio.), was einer  
Verschlechterung um EUR 11,93 Mio. entspricht.  
Die langfristigen Vermögensgegenstände verringerten sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf EUR 22,78 Mio.  
(Geschäftsjahr 2022: EUR 25,22 Mio.), wobei sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und  
Sachanlagen auf EUR 0,83 Mio. (Geschäftsjahr 2022: EUR 1,10 Mio.) beliefen. Durch die Verschmelzung der Wolford  
Beteiligungs GmbH mit der Wolford AG wurden die von der Wolford Beteiligungs GmbH gehaltenen Beteiligungen mit einem  
Buchwert von EUR 6,90 Mio. in die langfristigen Vermögensgegenstände der Wolford AG aufgenommen. Gleichzeitig wurden  
das Darlehen an die Wolford Beteiligungs GmbH in Höhe von EUR 2,36 Mio. und die Beteiligung am Eigenkapital in Höhe  
von EUR 11,05 Mio. aus dem Finanzanlagevermögen gebucht.  
Das Umlaufvermögen verminderte sich um EUR 5,65 Mio. auf EUR 49,87 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 55,52 Mio.). Dies  
erklärt sich durch die Verringerung der Vorräte um EUR 2,76 Mio. auf EUR 20,81 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 23,57 Mio.)  
151  
und der Forderungen um EUR 3,81 Mio. auf EUR 27,25 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 31,06 Mio.). Forderungen aus  
Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 28,70 Mio. wurden in Darlehen  
umgewandelt.  
Die Bilanzsumme verringerten sich um EUR 8,32 Mio. auf EUR 73.74 Mio. zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022:  
EUR 82,06 Mio.). Das negative Eigenkapital belief sich auf EUR -39,54 Mio. (31. Dezember 2022: EUR -2,12 Mio.). Die  
Eigenkapitalquote fiel von -2,58 % auf -53,62 %.  
Die Rückstellungen stiegen um EUR 0,32 Mio.auf EUR 13,75 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 13,43 Mio.). Dabei handelt es  
sich im Wesentlichen um Personalrückstellungen in Höhe von EUR 12,17 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 12,25 Mio.) und  
sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 1,58 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 1,18 Mio.).  
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 1,92 Mio. auf EUR 17,46 Mio. (31. Dezember  
2022: EUR 15,54 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen von EUR 49,02 Mio. zum 31.  
Dezember 2022 auf EUR 78,40 Mio. zum 31. Dezember 2023. Dies ist vor allem auf neue Darlehen der Fosun Fashion Group  
(Cayman) Limited in Höhe von EUR 9,70 Mio. und USD 1,20 Mio. im Geschäftsjahr 2023 sowie auf die für den gesamten  
Darlehensbetrag angefallenen Zinsen zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Darlehensverbindlichkeiten  
auf EUR 50,69 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 35,74 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15,91 Mio. und sonstigen  
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11,79 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um EUR 2,52 Mio. auf EUR  
3,67 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 6,18 Mio.).  
Der Zahlungsmittelbestand erhöhte sich um EUR 0,92 Mio. auf EUR 1,81 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,89 Mio.).  
Ausblick und Ziele  
ENTWICKLUNG DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDS  
Trotz eines fragilen globalen Marktes, der von Konflikten und wirtschaftlichen Herausforderungen beeinflusst wird, sind wir  
optimistisch, was die Aussichten von Wolford im Jahr 2024 betrifft. Dieses Jahr markiert den Höhepunkt unserer bedeutenden  
Umstrukturierungsbemühungen, die im Jahr 2022 eingeleitet wurden.  
Aufbauend auf den positiven Ergebnissen unseres Reorganisationsprogramms im Jahr 2023, liegt unser Fokus im Jahr 2024  
darauf, dieses Programm abzuschließen und die Solidität und Zuverlässigkeit des Unternehmens auf EBIT- und Cashflow-Ebene  
trotz anhaltender Herausforderungen zu gewährleisten.  
Ein wichtiger Meilenstein für das Jahr 2024 ist die Optimierung unserer Lieferkette mit dem Ziel, die Markteinführungszeit zu  
verkürzen, die Bruttomarge zu erhöhen, das Betriebskapital zu reduzieren und flexibel auf die Marktdynamik zu reagieren. Wir  
sind bestrebt, unvorhersehbare Marktbedingungen zu meistern und gleichzeitig unser Engagement für Qualität und Innovation  
beizubehalten.Unsere Fortschritte im Jahr 2023 zeigen, dass wir trotz aller Widrigkeiten auf dem richtigen Weg sind.  
McKinsey geht davon aus, dass die Modebranche im Jahr 2024 mit wirtschaftlichem Gegenwind, technologischen  
Veränderungen und einer sich wandelnden Wettbewerbslandschaft konfrontiert sein wird, neben dringenden Nachhaltigkeits-  
und Regulierungsagenden. Die sich ändernden Prioritäten der Verbraucher werden jedoch weiterhin Chancen bieten. Für dieses  
Segment wird ein globales Wachstum von 3 bis 5 % prognostiziert, verglichen mit 5 bis 7 % für das Jahr 2023, da die Verbraucher  
ihre Ausgaben nach einem postpandemischen Anstieg einschränken. Das Wachstum in Europa und China wird sich  
voraussichtlich verlangsamen, während das in den USA nach einem relativ schwachen Jahr 2023 wieder anziehen dürfte, was  
die etwas optimistischeren Aussichten dort widerspiegelt.  
ENTWICKLUNG WOLFORD  
In Bezug auf das Produkt besteht die Strategie darin, die Luxus-Athleisure-Linie zu stärken, sich auf die  
Wiederbelebung der Kern-Ikonen zu konzentrieren und das saisonale Trendrisiko zu verringern, die Vertriebskanäle  
zu erweitern und die Leistung der bestehenden Vertriebskanäle zu verbessern, die Produktionsstärke und die Struktur  
der Kategorien zu optimieren und die Kosten zu kontrollieren.  
152  
Was den Einzelhandel betrifft, so besteht die Strategie in der Optimierung des Einzelhandelsnetzes auf der Grundlage  
der Rentabilität und der Ausrichtung auf die Markenstrategie sowie in der Schaffung eines rentablen und skalierbaren  
Geschäftsmodells für den Einzelhandel. Im Online-Bereich besteht die Strategie darin, den digitalen Plan mit  
Schwerpunkt auf den USA und den Marktplätzen zu beschleunigen und die neue Website und das Omnichannel-  
Projekt in vollem Umfang zu nutzen. Für den Großhandel besteht die Strategie darin, sich auf Großkunden, die weitere  
Erschließung neuer Märkte, die Expansion von Boutiquen und Kaufhäusern, das Wachstum im Multichannel und das  
Wachstum von Distributoren zu konzentrieren.  
Wolford hat bzw. wird Beratungskosten und Personalkosten weiter reduzieren.  
Das Management hat strategische Initiativen entwickelt, um die aktuellen Herausforderungen gezielt anzugehen. Dabei  
handelt es sich um Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenvermeidung sowie um weitere  
Optimierungsmaßnahmen.  
Ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung von Wolford ist die erfolgreiche Positionierung der Marke auf  
den internationalen Märkten. Wolford wird im laufenden Geschäftsjahr die bisherigen erfolgreichen Kooperationen  
fortsetzen und in Zusammenarbeit mit internationalen Stardesignern weitere Capsule Collections lancieren.  
Nachdem nun der wesentliche strategische Weg definiert ist, konzentrieren wir uns verstärkt auf die weitere  
Verbesserung unserer operativen Prozesse. Wir wollen die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen und unsere  
Organisation so gestalten, dass wir flexibler auf die unvorhersehbaren Marktbedingungen der Zukunft reagieren  
können. Eine Sache ist sicher: Die Märkte werden immer schneller und bleiben bis auf Weiteres eine Herausforderung.  
CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM  
Das rechtzeitige Erkennen von Chancen und Risiken hat einen wesentlichen Einfluss auf die Zielerreichung der  
Wolford Gruppe. Unter Risiken versteht Wolford interne oder externe Ereignisse, die einen negativen Einfluss auf die  
Erreichung der Unternehmensziele haben können. Umgekehrt definiert Wolford Chancen als interne oder externe  
Ereignisse, die die Erreichung der Unternehmensziele positiv beeinflussen können. Dementsprechend hat das  
Unternehmen die Chancen und Risiken mit ausgewählten Führungskräften aus den verschiedensten Abteilungen  
eruiert. Auf dieser Grundlage diskutierte das Managementteam sowohl die potenziellen Top-Chancen als auch die  
Top-Risiken.  
Der Abschlussprüfer wurde nicht beauftragt, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems anhand der vom  
Vorstand vorgelegten Unterlagen zu beurteilen. Infolgedessen erhält der Vorstand mit Zustimmung des  
Aufsichtsratsvorsitzenden keinen Bericht des Abschlussprüfers zu dieser Angelegenheit. In der Sitzung des  
Prüfungsausschusses berichten die Abschlussprüfer jedoch in der Regel über bestimmte Aspekte des  
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, die dann von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses  
eingehend erörtert werden.  
Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Sitzungen abgehalten, in denen er  
sich mit den Ergebnissen des Topmanagements befasst hat. Insgesamt ist der Aufsichtsrat damit in ausreichendem  
Maße in der Lage, sich ein eigenes Urteil über die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems zu bilden.  
Das Chancen- und Risikomanagement wird von den Führungskräften mit dem Vorstand erörtert, um ein umfassendes,  
ganzheitliches und effektives Management aller wesentlichen Chancen und Risiken sicherzustellen. Ziel des  
Risikomanagements ist es, Risiken, die das Erreichen von Unternehmenszielen gefährden können, und Chancen, die  
das Erreichen von Unternehmenszielen ermöglichen, frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur  
Zielerreichung zu ergreifen. Somit ist auch die Zieldefinition ein wesentlicher Bestandteil des Chancen- und  
Risikomanagementsystems.  
Um sicherzustellen, dass das Chancen- und Risikomanagementsystem effektiv umgesetzt werden kann, wurde es an  
den Anforderungen des international etablierten Rahmenwerks für unternehmensweites Risikomanagement und  
interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Management Framework des Committee of  
Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) ausgerichtet. Das Chancen- und Risikomanagement wird  
laufend an die Größe, Struktur und das Risikoumfeld von Wolford angepasst.  
153  
ERLÄUTERUNG DER WESENTLICHEN RISIKEN UND CHANCEN  
Die globale Inflation sowie die leichte Neuausrichtung in Europa und insbesondere in Deutschland wirken sich auch  
auf unsere Hauptmärkte aus, die erhebliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung von Wolford bergen. Es ist  
derzeit schwierig, die Geschäftsrisiken zu erfassen, da diese stark von der Dauer und Intensität der Krisen und den  
weiteren Folgen für die Weltwirtschaft abhängen. Trotz der Tatsache, dass Wolford das Umsatzniveau halten konnte,  
wird die Geschäftsentwicklung weiterhin von der Inflation beeinflusst. Des weiteren sind die Auswirkungen des Krieges  
zwischen Russland und der Ukraine sowie in Gaza und die daraus resultierenden politischen Konsequenzen aus  
heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Um das Risiko zu mindern, setzte Wolford eine Diversifizierungsstrategie um,  
indem es seinen Anteil am Wholesale- und Online-Geschäft erhöhte.  
Entwicklung einer Strategie  
Wolford befindet sich in einem dynamischen, sich schnell verändernden Marktumfeld. Daher ist es wichtig, eine  
geeignete Strategie zu entwickeln. Eine fehlende Strategie gefährdet auf Dauer die Wettbewerbsfähigkeit und damit  
die Zukunft des Unternehmens. Es ist daher von zentraler Bedeutung, eine konsistente Strategie für das Unternehmen  
zu entwickeln und diese nicht zuletzt auch intern zu kommunizieren, damit sie von allen Mitarbeitern getragen wird.  
Ein wesentliches Risiko bei der Entwicklung der Strategie ist die Vernachlässigung oder Fehleinschätzung aktueller  
Trends. Wolford beobachtet laufend die Entwicklung des Marktumfelds, das Verhalten der Zielgruppen und aktuelle  
Trends und passt die eigene Strategie entsprechend an. Angesichts des anhaltenden Trends zum Online-Einkauf setzt  
Wolford beispielsweise seit einiger Zeit auf den systematischen Ausbau des eigenen Online-Geschäfts und auf  
Kooperationen mit relevanten Anbietern in diesem Bereich. Da das Wachstum der Luxusmarken voraussichtlich in  
Asien, vor allem in China, stattfinden wird, wurde in den letzten Jahren verstärkt in den Ausbau der Marktpräsenz in  
diesen Ländern investiert.  
Marktkommunikation  
Für ein Unternehmen wie Wolford, das von der Attraktivität seiner Marke lebt, ist das Markenimage von großer Bedeutung. Es  
bedarf daher einer gezielten Marktkommunikation mit einer stringenten Marketingstrategie. Außerdem ist eine geeignete  
Marktpräsenz erforderlich, um jüngere potenzielle Verbraucher anzusprechen. Weitere Investitionen in die globale Marktpräsenz  
sind für Wolford unabdingbar und wurden entsprechend getätigt.  
Personalentwicklung  
Für Wolford sind die MitarbeiterInnen die wichtigste Ressource des Unternehmens. Daher ist es für Wolford ebenso  
selbstverständlich, MitarbeiterInnen zu schützen wie zu fördern. Die Arbeitsbedingungen und Qualifikationen der  
MitarbeiterInnen beeinflussen die Leistung in Entwicklung und Produktion ebenso wie den Erfolg am Point of Sale: Gut  
ausgebildete Verkäufer haben einen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Vor allem aber lebt Wolford von der  
anerkannten Qualität seiner Produkte aus eigener Fertigung, die eng mit den Arbeitsbedingungen in der Produktion und  
Fertigung an den beiden Standorten in Österreich und Slowenien verbunden ist. Ein hohes Risiko stellt nicht nur der Verlust von  
Schlüsselpersonal dar, sondern auch die Gefahr, nicht genügend gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen finden,  
rekrutieren und halten zu können. Die Personalfrage wird durch die finanzielle Situation, den Personalabbau im Zuge des  
Konzernumbaus und den Kostendruck zusätzlich erschwert. Wolford befindet sich in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld,  
und die Anforderungen an das Unternehmen insgesamt und an die MitarbeiterInnen im Besonderen in Bezug auf Flexibilität,  
Mobilität und Anpassungsfähigkeit ändern sich entsprechend rasch. Wolford muss daher systematisch in die Aus- und  
Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen investieren und auch das Recruiting laufend optimieren, um in einem hart umkämpften  
Arbeitsmarkt (War of Talents) gut ausgebildete und flexible MitarbeiterInnen gewinnen zu können.  
IT-Implementierung  
Die Anforderungen an die IT steigen heute ständig, weshalb ein effizientes und prozessorientiertes IT-System erforderlich ist.  
Die Koexistenz verschiedener IT-Systeme stellt ein potenzielles Risiko für das Unternehmen dar: Vom Einkauf über die  
Produktionsplanung bis zum Vertrieb gibt es eine Vielzahl von unabhängigen IT-Systemen und Datenbanken, die nur bedingt  
154  
kompatibel sind. Der Datenabgleich und die allgemeine IT-Betreuung sind entsprechend zeit- und personalintensiv, und das  
Gesamtsystem der Wolford AG kann entsprechend fehleranfällig sein. Systemausfälle können zum Verlust von wichtigen Daten  
und damit zu finanziellen Einbußen führen. Vor diesem Hintergrund hat Wolford im Budget 2024 die Vereinheitlichung seiner IT-  
Landschaft durch die unternehmensweite Einführung einer ERP-Standardsoftware geplant und trotz finanzieller  
Herausforderungen zahlreiche IT Projekte im Jahr 2023 initiiert und abgeschlossen.  
Marktveränderung  
Wolford unterliegt einer Vielzahl von externen Einflüssen und Risiken, wie zum Beispiel makroökonomischen oder  
gesellschaftlichen Veränderungen. Als global agierendes Unternehmen ist Wolford von der konjunkturellen  
Entwicklung auf den internationalen Märkten und vom Konsumentenverhalten abhängig. Jeder Nachfragerückgang  
aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen oder anderer externer Faktoren (wie die Verlangsamung in China und die  
politischen Konflikte in der Ukraine und Israel) kann zu Überkapazitäten in den Produktionsplänen des Unternehmens  
führen. Um dies zu vermeiden, analysiert Wolford die Auslastung laufend und passt sie bei Bedarf den  
Marktanforderungen an. Zudem bleiben die Rahmenbedingungen im Modehandel schwierig, da die zunehmende  
Globalisierung und die fortschreitende Digitalisierung das Warenangebot für die Konsumenten erweitern und zu einer  
immer intensiveren Nachfrage führen. Um die aus diesen Entwicklungen resultierenden Risiken zu minimieren, arbeitet  
Wolford daran, seine Qualitätsführerschaft zu halten und eine starke Marktkommunikation sicherzustellen. Das  
umfangreiche, wachsende Netzwerk von Wolford-eigenen Einzelhandelsstandorten wird kontinuierlich auf Profitabilität  
überprüft, und so hat Wolford Ende 2023 mehr als 20 Boutiquen mit unzureichender Profitabiliät identifiziert und prüft  
derzeit rechtliche, finanzielle und operative Konsequenzen einer Schließung. Auch das eigene Online-Geschäft baut  
Wolford seit langem konsequent aus und kooperiert auch mit den entsprechenden E-Tailern. Im laufenden  
Geschäftsjahr 2024 wird das Management mit Hilfe der umgesetzten und weiter geplanten Maßnahmen den Weg des  
Umsatzwachstums und der Kosteneinsparung konsequent fortsetzen und die Profitabilität deutlich verbessern. Im  
Fokus stehen die Fortsetzung der erfolgreichen Supply-Chain-Umbaus, die bereits deutliche Erfolgszeichen zeigt,  
sowie gezielte Maßnahmen zur Umsatzsteigerung, wie der weitere Ausbau des Online-Geschäfts.  
Politische und soziale Risiken  
Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Wolford AG politischen und gesellschaftlichen Risiken ausgesetzt. So können  
beispielsweise Veränderungen im politischen oder regulatorischen Umfeld, geopolitische Spannungen, aber auch terroristische  
Anschläge das Konsumverhalten der Kunden negativ beeinflussen. Unsicherheiten durch politische und gesellschaftliche  
Umbrüche sind auch 2024 weltweit zu erwarten, wie nicht zuletzt der fortgesetzte Konflikt in der Ukraine und die im Oktober  
2023 eskalierte Gaza-Krise gezeigt haben. Eine mögliche direkte Folge ist die nach wie vor hohe Inflation. Dies birgt  
insbesondere für Anbieter von Luxusgütern auch Risiken, die sie selbst nicht beeinflussen können.  
Finanzielle Risiken  
Wolford ist finanziellen Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursschwankungen ausgesetzt. letzteres ist  
insbesondere Folge der internationalen Ausrichtung des Geschäftsmodells. Die Entwicklung der wesentlichen  
Fremdwährungspositionen wird laufend überwacht, aber eine Absicherung über Derivate wird derzeit nicht vorgenommen. Diese  
Entscheidung ist darauf zurückzuführen, dass Wolford auf eine natürliche Absicherung setzt, indem es häufig Ausgaben  
(insbesondere für Einzelhandelsgeschäfte und Materialien) und Umsatzerlöse im selben Land erzielt.  
Liquiditätsrisiko  
Neben einer Kapitalerhöhung im Februar 2023 in Höhe von 17,6 Mio. € erhielt Wolford über den Hauptgesellschafter weitere  
Finanzierungen zur Sicherung seiner Zahlungsfähigkeit in Höhe von insgesamt EUR 10,8 Mio. (EUR 9,7 Mio und USD 1,2 Mio)  
im Geschäftsjahr 2023 und im laufenden Geschäftsjahr bisher EUR 9,25 Mio.- Die Auswirkungen der anhaltenden Inflation und  
der laufenden Umstrukturierung mit einmaligen Kosten zwingen Wolford jedoch weiterhin, sich auf ein straffes Cash-  
Management zu konzentrieren. Die daraus resultierende Unsicherheit wird durch eine verstärkte Überwachung der Liquidität  
berücksichtigt. Wolford hat Risiken im Zusammenhang mit Zahlungsausfällen, Retourenabwicklung und dem  
Debitorenmanagement. Infolgedessen können sich Kundenzahlungen verzögern. Es bestehen auch Risiken durch den Kauf von  
Rohstoffen und das Vorratsmanagement. Darüber hinaus kann die wirtschaftliche Situation von Wolford die Lieferanten zwingen,  
155  
auf Vorauskasse umzusteigen. Um diese Risiken zu mindern, hat Wolford mehrere Initiativen zur Reduzierung des Working  
Capitals gestartet, die bereits zu einem deutlichen Rückgang der Vorräte, sowie überfälliger Forderungen geführt haben.  
Aufgrund der zyklischen Natur des Geschäfts besteht in der Regel ein Finanzierungsbedarf im ersten Halbjahr, der ein  
zusätzliches Risiko für die Liquidität darstellen kann. Wolford steht im ständigen Austausch mit seinen Stakeholdern und prüft  
auch externe Finanzierungsmöglichkeiten, um Finanzierungslücken frühzeitig zu erkennen und die erforderliche Liquidität zu  
sichern. Der Hauptgesellschafter hat sämtliche Darlehen samt Zinsen nachrangig gestellt, so dass in der aktuellen Situation bis  
auf weiteres keine Rückzahlungen zu leisten sind.  
Aktuelle Cashflow-Budgets belegen die Fähigkeit von Wolford, unter der Annahme, dass die Umsatzerwartungen eintreffen, die  
Kosten im Griff bleiben, und Liquiditätslücken im Zeitraum bis Ende September 2024 durch den Hauptgesellschafter oder durch  
Drittfinanzierungen abgedeckt werden, nachhaltig positive Cashflows zu erzielen.  
Risiko der Unternehmensfortführung  
Der Vorstand hat einen EBITDA-positiven Budgetplan für 2024 vorgelegt, der den Bedarf an weiterer interner und externer  
Finanzierung aufzeigt. Als Folge der noch zu setzenden Maßnahmen, dem erforderlichen Abbau fälliger  
Lieferantenverbindlichkeiten und der Saisonalität des Geschäfts werden bis Ende September 2024 weitere Finanzierungen  
erforderlich sein. Dieser Finanzierungsbedarf ist dem Hauptgesellschafter bekannt und von den Zusagen im Comfort Letter  
(harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung) umfasst. Der Vorstand ist optimistisch trotz im ersten Quartal 2024  
eingetretener Lieferengpässe, das prognostizierte Umsatzniveau zu erreichen: Unter diesen Voraussetzungen kann ab dem  
vierten Quartal 2024 eine nachhaltige Eigenfinanzierung erreicht werden.  
Zur Stabilisierung des Kurses hat die Konzernmuttergesellschaft bereits im November 2022 eine Kapitalerhöhung durchgeführt,  
aus der dem Unternehmen im ersten Quartal 2023 Mittel in Höhe von 17,6 Mio. Euro zugeflossen sind. Weitere  
Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9,7 Mio. Euro und 1,2 Mio. USD wurden im Geschäftsjahr 2023 und weitere 9,25 Mio. Euro  
im laufenden Geschäftsjahr 2024 gewährt. Die harte Patronats- und Nachrangigkeitserklärung des Hauptgesellschafters sichert  
dem Unternehmen im Bedarfsfall weitere Unterstützung bis zu einer bestimmten Höhe zu und stellt die bestehenden und  
künftigen Gesellschafterfinanzierungen qualifiziert nachrangig.  
Gestützt auf diese beiden Säulen, nachhaltiger Konzernumbau und Finanzierung, geht das Management davon aus, dass  
Wolford seine Geschäftstätigkeit 2024 und darüber hinaus fortsetzen kann und wird.  
Kreditrisiken  
Das Kreditrisiko ist das Risiko, das sich aus der Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Geschäftspartner ergibt  
und zu Verlusten führen kann. Potenzielle Kreditrisiken bestehen gegenüber Großhandelskunden durch die Gewährung von  
Zahlungszielen mit dem damit verbundenen Risiko von Forderungsausfällen. Dieses Risiko wurde bis Ende 2023 teilweise durch  
einen Kreditversicherer abgedeckt. Darüber hinaus besteht ein Ausfallrisiko im Zusammenhang mit Käufen von  
Endverbrauchern im Online-Geschäft. Aus diesem Grund arbeitet das Unternehmen mit einem externen Anbieter von  
Bonitätsprüfungen zusammen, sodass die Kunden bei der Bestellung auf ihre Bonität geprüft werden. Darüber hinaus werden  
die eingehenden Bestellungen von den jeweiligen Online-Shop-Managern laufend überwacht und geprüft.  
Klimabedingte Risiken  
Die klimabezogenen Risiken, denen Wolford ausgesetzt ist, sind die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie unvorhergesehenes  
Wetter.  
In Bezug auf das Wetter hat Wolford speziell im Oktober 2023 einen deutlich verlangsamten Beginn der Wintersaison erkennen  
müssen, da die Temperaturen in ganz Europa weit über dem durchschnittlichen Mittel lagen. Diesem Risiko wird Wolford auch  
im Jahr 2024 ausgesetzt sein. Da auch im Berichtsjahr der schwache Beginn der Wintersaison durch deutlich stärkere  
Folgemonate ausgeglichen wurden, beurteilt Wolford dieses Risiko als gering. Die limitierte Verfügbarkeit von Rohware aufgrund  
von klimatischen Einflüssen bewertet Wolford ebenfalls als gering, da das Unternehmen über ein globales Netzwerk von Quellen  
für Rohware verfügt, das nicht verfügbare Ware ersetzen kann. Gleiches gilt für Transportwege. Wolford arbeitet ausschließlich  
mit internationalen Transportdienstleistern zusammen, die im Falle von Ausfällen über Netzwerke verfügen, die Alternativen für  
Standard-Lieferwege bieten.  
156  
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und  
Risikomanagementsystems sowie für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen verantwortlich.  
Organisatorisch ist das Rechnungswesen der Wolford Gruppe in der Wolford AG angesiedelt. Die Abteilungen Group Accounting  
(verantwortlich für das externe Berichtswesen) und Group Controlling (verantwortlich für das interne Berichtswesen) berichten  
direkt an den Vorstand der Wolford AG.  
Die Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozesse der Gruppe basieren auf einem von der Wolford AG herausgegebenen  
Rechnungslegungshandbuch, das bei Bedarf aktualisiert wird. Dieses Handbuch regelt konzernweit einheitlich die wesentlichen  
Anforderungen an die Rechnungslegung und Berichterstattung auf Basis der IFRS.  
Zur Erfassung, Buchung und Abrechnung aller Geschäftsvorfälle im Konzern werden Softwarelösungen eingesetzt. In China und  
Hongkong wird die Buchhaltung von lokalen Steuerberatern außerhalb des Konzernsystems durchgeführt. Diese  
Tochtergesellschaften liefern monatliche Berichtspakete, die alle relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung,  
Bilanz und Cashflow enthalten. Diese Daten werden in das zentrale Konsolidierungssystem eingegeben. Diese  
Finanzinformationen werden auf Konzernebene in den Abteilungen Corporate Accounting und Corporate Controlling überprüft und  
bilden die Grundlage für das IFRS-Reporting der Wolford Gruppe. Für das interne Managementreporting wird eine etablierte  
Planungs- und Reportingsoftware eingesetzt. Für die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen wurden automatisierte  
Schnittstellen geschaffen, und die Werte für die Forecasts werden in einem standardisierten Prozess eingegeben. Die  
Berichterstattung erfolgt nach Regionen und pro Gesellschaft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde neben einem Bericht zur  
operativen Ergebnisentwicklung für jeden abgelaufenen Monat eine rollierende Ganzjahresprognose erstellt.  
Die beschriebenen Finanzinformationen bilden zusammen mit den jeweiligen Quartalszahlen die Grundlage für die  
Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche  
Entwicklung informiert. Diese Information erfolgt in Form von konsolidierten Zahlen, die eine Segmentberichterstattung,  
Ergebniskennzahlen mit Budget-/Vorjahresvergleich, Prognosen, Konzernabschlüsse, Daten der Personal- und  
Auftragsentwicklung sowie ausgewählte Finanzkennzahlen umfassen.  
Die Buchhaltung der Wolford AG wird intern in Bregenz durchgeführt. Für die anderen Buchhaltungen der Europäischen  
Tochtergesellschaften und Niederlassungen wird mit externen Steuerberatern zusammengearbeitet, die die jeweiligen  
Landesgesellschaften in der Buchhaltungssoftware der Wolford AG buchen. Ab 2024 wird auch die Buchhaltung der europäischen  
Tochtergesellschaften und Niederlassungen intern vom Wolford Team durchgeführt.  
Die Konten werden jeden Monat erstellt, um die ständige Kontrolle zu behalten. Die Konten des Vormonats wurden regelmäßig  
innerhalb der ersten fünfzehn Tage des Folgemonats erstellt. Die Kassensysteme, d. h. die Einnahmen und Ausgaben, werden  
automatisch in das System hochgeladen. Das Online-Geschäft wird, einschließlich der Buchhaltung, des Kundendienstes und der  
Debitorenverwaltung, von einem externen Dienstleister verwaltet, und die Kassenumsätze werden automatisch hochgeladen. In  
China gibt es ein anderes Registrierkassensystem, welches jedoch ebenfalls an die Systemlandschaft von Wolford angeschlossen  
ist und mittels Schnittstellen Daten in die Wolford Systeme liefert. An allen Lagerorten wird jährlich eine Bestandsaufnahme von  
Rohstoffen, Halbfertig- und Fertigwaren durchgeführt. Nach der Bestandsaufnahme wird ein Abgleich durchgeführt, und nach dem  
Abgleich verbucht Wolford die Abweichungen. Zurückgesandte Waren werden nach einer ordnungsgemäßen Prüfung wieder ins  
Lager gebracht und vernichtet, wenn die Qualität nicht gewährleistet ist. Rechnungen werden automatisch freigegeben und nach  
Prüfung durch die Verkaufsabteilung und den Kundendienst an den Endkunden gesendet. In Österreich (bis Ende 2023),  
Deutschland und den USA werden die Forderungen an einen Factoring-Partner verkauft. Außenstände sind durch eine  
Ausfallversicherung gedeckt. Ein Bericht über die Außenstände wird monatlich vom Kreditmanagement geprüft. Rechnungen von  
Lieferanten werden von der Abteilung, die die Bestellung aufgegeben hat, ordnungsgemäß genehmigt und dann an die  
Buchhaltung weitergeleitet. Die Buchhaltungsabteilung bittet die zuständige Abteilung um eine formelle Genehmigung. Die  
Zahlungen erfolgen auf der Grundlage der fälligen Beträge und nach ordnungsgemäßer Abstimmung mit dem Vorstand, dem CFO  
und der zuständigen Abteilung. Nach der Einstellung eines neuen CFO hat Wolford AG einen disziplinierten Cashflow-  
Planungsprozess implementiert, um Liquiditätsengässe frühzeitig zu erkennen und die zeitgerechte Finanzierung sicherzustellen.  
Trotz der Tatsache, dass der Hauptaktionär an der New Yorker Börse notiert ist, besteht für Wolford derzeit keine Notwendigkeit,  
Sarbanes-Oaxley-konform zu sein.  
Forschung und Entwicklung (F&E)  
Innovationen sind das Herzstück der Produktwelten und Teil der DNA von Wolford. Das Produktportfolio ist klar auf die  
Kernkompetenz des Unternehmens ausgerichtet: körpernahe Rundstrickprodukte wie Legwear und Bodysuits, sogenannte  
Skinwear, mit hohem Tragekomfort in erstklassiger Qualität.  
157  
Mit Nao Takekoshi (https://www.naotakekoshi.com) hat die Wolford AG einen Artistic Director ernannt, der die Innovation im  
Unternehmen auf eine neue Ebene hebt. Mit der Einführung der japanischen Wholegarment®-Technologie bei Wolford-  
Produkten ist es ihm gelungen, unserer Kundschaft Produkte anzubieten, bei denen die neueste Technologie mit dem gewohnten  
Wolford-Design verbunden ist.  
Die vor Kurzem vorgestellten WOW-Leggings sind das jüngste Beispiel in unserem Produktportfolio, das belegt, dass unsere  
hohe Innovationsfähigkeit zu wirtschaftlichem Erfolg führen kann. Funktionalität und Mode werden harmonisch miteinander  
verbunden und Leggings von einem lässigen, bequemen Kleidungsstück in ein unverzichtbares Basic verwandelt, das selbst für  
die glanzvollsten Anlässe einfach perfekt ist.  
Zu den weiteren abgeschlossenen F&E-Projekten zählen die Entwicklung von Garnen aus Autoreifen und die Einführung einer  
exklusiven Dreifarben-Stricktechnologie.  
Ferner ist es uns gelungen, eine Produktionstechnik zu entwickeln, die es ermöglicht, Bodys aus 100 % Wolle unter  
vollständigem Verzicht auf Elastanfasern herzustellen, ohne Einbußen bei der gewünschten Wolford-Passform hinnehmen zu  
müssen.  
Ein zentrales Thema in diesem Bereich ist die Entwicklung von recycelbaren, nachhaltigen Produkten. Wolford setzt sich ein für  
die Vision geschlossener Stoffkreisläufe, sodass die Entstehung von Abfällen in Zukunft vollständig vermieden werden soll. Im  
Mittelpunkt stehen dabei zwei Kreisläufe: der technische und der biologische. Produkte werden so gestaltet, dass sie nach dem  
Gebrauch (nach dem Tragen) als „Nährstoffe“ in einen biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können, während nicht  
biologisch abbaubare Produkte (aus synthetischen Fasern) im technischen Kreislauf zu neuen, anderen Produkten  
weiterverarbeitet werden.  
Eine große Herausforderung für die Kreislaufwirtschaft ist derzeit noch die Schließung des Kreislaufs am Ende, da es noch zu  
wenige Systeme für die Rücknahme und das Recycling von Produkten gibt. Wolford arbeitet kontinuierlich mit externen Partnern  
an diesem Thema, um so schnell wie möglich eine Lösung herbeizuführen.  
Auch im Hinblick auf den After-Sales-Service leistet Wolford einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Durch die Einrichtung eines  
innovativen Retourenmanagements ist Wolford in der Lage, nahezu 100 % aller zurückgesendeten Artikel weiterzuverwenden.  
Dabei werden alle Retouren zentral in der Wolford-eigenen Produktionsstätte in Slowenien gesammelt und wieder in ihren  
Originalzustand versetzt.  
Effizienterer Entwicklungsprozess durch 3D-Integration  
Die Integration des 3D-Prozesses ermöglicht nicht nur einen effizienteren Entwicklungszyklus, sondern auch neue Möglichkeiten  
der Produktpräsentation. Designentscheidungen können direkt am Bildschirm und ortsunabhängig getroffen werden.  
Unterschiedliche Farben, Muster oder Formen können in kurzen Abständen umgesetzt werden. So wird die Anzahl der  
physischen Prototypen reduziert und die Prozesszeiten werden verkürzt. Gleichzeitig arbeitet unser Team daran, fotorealistische  
Kollektionen zu rendern. Dadurch kann der Bedarf an Fotoshootings reduziert werden. In einem digitalen Studio gibt es keine  
physischen und kreativen Grenzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser digitale Prozess neue und aufregende  
Möglichkeiten bietet: Beschleunigung des Designprozesses durch digitale Bildgebung, Reduzierung der physischen Muster,  
Verkürzung des Entwicklungszyklus, High-End-Rendering von fotorealistischen Produktbildern sowie Forschung und  
Entwicklung.  
Wir bei Wolford legen großen Wert auf Innovation. Wir werden uns auch weiterhin auf Herausforderungen einlassen und uns  
nicht einfach mit dem Status quo zufriedengeben. Gemeinsam mit Universitäten (z. B. der Universität Innsbruck, Österreich) und  
verschiedenen Zulieferern haben wir weitere Projekte in der Pipeline, um unsere Position als Innovationsführer in unserer  
Branche zu bewahren.  
Umwelt  
Ergänzend zu den untenstehenden Angaben verweisen wir auf den gesonderten konsolidierten nichtfinanziellen Bericht  
gemäß § 267a Abs. 6 Österreichisches Unternehmensgesetzbuch (UGB).  
Auswirkungen auf die Umwelt ergeben sich vor allem in den Bereichen „Emissionen und Energieverbrauch“, „Abwasser und  
Abfallvermeidung“ und „Wasser effizient nutzen“.  
Um die Folgen der globalen Klimaerwärmung zu reduzieren, gibt es europaweit rechtliche Vorgaben zum zulässigen  
Energieverbrauch pro Sektor und zur generellen Reduktion der CO2-Emissionen.  
Durch das österreichische Bundes-Energieeffizienzgesetz (EEffG) war Wolford verpflichtet, bis zum Jahr 2020 regelmäßig den  
Energieverbrauch zu analysieren und kontinuierlich die energetische Leistung zu verbessern. Wolford arbeitet weiter an der  
158  
kontinuierlichen Verbesserung seiner Energieeffizienz. (3-3) Die meiste Energie verbraucht Wolford an den beiden  
Produktionsstandorten Bregenz und Murska Sobota, Slowenien, die entsprechend regelmäßig überwacht und bewertet werden.  
Das Verwaltungs- und Produktionsgebäude am Standort Bregenz wurde im Jahr 2020 komplett an den vorarlbergischen  
Beschlägehersteller Blum verkauft, der seitdem für sämtliche Bereiche der Bewirtschaftung zuständig ist. Die Wolford AG ist als  
Mieterin in Teilbereichen des Gebäudes untergebracht und bezieht sämtliche Energie über die Firma Blum.  
Um weiterhin Fortschritte im Bereich der Energieeffizienz zu erzielen, gibt es einen regelmäßigen Austausch mit der Firma Blum,  
um weitere Maßnahmen diesbezüglich umsetzen zu können.  
In Bregenz kommt es durch den Betrieb von zwei Dampfkesseln in der Produktion zu Emissionen in relevantem Umfang. Die  
Dampfkessel mit einer Leistung von 7,9 und 4,5 Megawatt erzeugen Wasserdampf für die Prozesse der Färberei und Formerei  
sowie für die Heizung am Standort Bregenz. An den Verkaufsstandorten hingegen sind der Energieverbrauch und das Potenzial  
klimaschädlicher Emissionen vergleichsweise gering, deshalb werden sie in der externen Berichterstattung nicht berücksichtigt.  
Bis November 2023 werden alle Mitarbeiter der allgemeinen Verwaltung in ein neues Büro umgezogen sein, das in Bezug auf  
Heiz- und Kühleffizienz sowie Stromverbrauch auf dem neuesten Stand der Technik ist.  
Das letzte Energieaudit hat einige langfristige Maßnahmen aufgezeigt, wie z. B. eine Umrüstung auf LEDs in Lager- und  
Produktionsräumlichkeiten, was in Teilbereichen umgesetzt wurde. Ziel des externen Audits sind die kontinuierliche  
Verbesserung der energetischen Leistung und die Reduktion von Emissionen. Zu diesem Zweck wurden im Rahmen des Audits  
entsprechende Ziele und Maßnahmen definiert und umgesetzt.  
Im Jahr 2023 hat Wolford in seinem Werk in Bregenz eine völlig neue Produktionsanlage in Betrieb genommen und fertiggestellt.  
Durch die Konsolidierung und Verlagerung von Maschinen sowie von Labors und Büros könnte Wolford die genutzte Fläche im  
Vergleich zum Jahr 2022 um fast 50 % verringern. Außerdem hat das Unternehmen seinen Maschinenpark von mehr als 300  
auf 220 Strickmaschinen reduziert. Durch diese Maßnahmen erwartet Wolford eine Reduktion des Energieverbrauchs im Jahr  
2024 um 20 % gegenüber 2022. Parallel zur Flächenkonsolidierung hat die Wolford AG ihre Bemühungen zur Umstellung auf  
LED-Beleuchtung fortgesetzt. So haben wir in unserer Färberei unser Ziel, auf 100 % LED umzustellen, bereits erreicht.  
Beim Thema „Abfall“ setzt das Unternehmen auf Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling. Alle Mitarbeiter sind dazu  
angehalten, den verursachten Müll zu minimieren und ordnungsgemäß zu trennen. Reststoffe sind nach Möglichkeit  
wiederzuverwerten. Sonstige Abfälle werden von entsprechenden Fachunternehmen entsprechend entsorgt. Im Kontext  
„Recycling“ spielt auch die Arbeit von Wolford im Cradle to Cradle®-Projekt eine entscheidende Rolle. Da die Färberei sowohl  
mit Chemikalien als auch mit Farbstoffen arbeitet, ist das Abwassermanagement ein wichtiger Bestandteil des  
Umweltmanagements von Wolford. Ein eigener Abwassermanager am Standort Bregenz erstattet dem Vorstand regelmäßig  
Bericht und überwacht die Wasserqualität, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.  
Am Produktionsstandort in Bregenz nutzt Wolford das Grundwasser für seine Prozesse und die Klimatisierung des Gebäudes.  
Die Ressource Wasser steht daher im Mittelpunkt vieler Umweltschutzmaßnahmen von Wolford.  
Personalwesen  
SCHUTZ UND FÖRDERUNG DER MITARBEITER  
Für Wolford ist es selbstverständlich, seine MitarbeiterInnen zu schützen und zu fördern, denn sie sind für den langfristigen Erfolg  
des Unternehmens von entscheidender Bedeutung.  
Die Arbeitsbedingungen und Qualifikationen der MitarbeiterInnen beeinflussen die Leistung in Entwicklung und Produktion  
ebenso wie den Erfolg am Point of Sale: Gut ausgebildete Verkäufer haben einen wesentlichen Einfluss auf die  
Umsatzentwicklung. Als Unternehmen haben wir daher beschlossen, weitere Fortbildungsinitiativen für unsere MitarbeiterInnen  
in unseren Filialen zu schaffen. Der Fokus unserer neuen Abteilung Sales Excellence besteht darin, unseren MitarbeiterInnen  
mit Hilfe von sogenannten „Learning Nuggets“ das nötige Know-how für unsere Produkte und die Produktqualität zu vermitteln.  
Es ist uns wichtig, unserer Kundschaft ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten. Unsere Weiterbildungskurse werden sowohl  
online als auch in Präsenz durchgeführt.  
Vor allem aber lebt Wolford von der anerkannten Qualität seiner Produkte aus eigener Fertigung, die eng mit den  
Arbeitsbedingungen in der Produktion und Fertigung an den beiden Standorten in Österreich und Slowenien verbunden ist. Zum  
Schutz der MitarbeiterInnen gehören neben sicheren Arbeitsplätzen auch die Einhaltung von Ruhezeiten, die Vermeidung von  
Überstunden und die Optimierung der Arbeitsplatzgestaltung. Dazu gehören auch gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.  
Damit stellt Wolford einerseits sicher, dass das Unternehmen über ausreichend Nachwuchs verfügt, andererseits wird die  
159  
Motivation der MitarbeiterInnen erhöht. Ziel von Wolford ist es, Krankenstand und Fluktuation gering zu halten, sich als attraktive  
Arbeitgebermarke zu positionieren und so hochqualifizierte MitarbeiterInnen zu gewinnen und zu halten.  
Management der wesentlichen Themen  
Wolford versteht die Aus- und Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen als unterstützende Personalentwicklungsmaßnahme, die  
auf individuell zwischen Führungskraft und MitarbeiterInnen vereinbarten Entwicklungszielen basiert. Der  
Persönlichkeitsentwicklung und dem Ausbau von Führungskompetenzen wird dabei ebenso viel Bedeutung beigemessen wie  
der fachlichen Weiterbildung – entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten. Alle entsprechenden Investitionen und ggf.  
temporäre Freistellungen setzen jedoch voraus, dass sich der jeweilige Mitarbeiter für einen gemeinsam definierten  
Entwicklungsweg entschieden hat und die erworbenen Qualifikationen in das Unternehmen einbringen will. Orientierung geben  
dabei die Konzernrichtlinien und regelmäßige Mitarbeitergespräche, gefolgt von einem mehrstufigen internen Prozess zur  
Genehmigung konkreter Weiterbildungsmaßnahme.  
Dabei wird immer auch geprüft, ob eine Weiterbildung direkt am Arbeitsplatz, also „on the job“, möglich ist oder ob externe  
Angebote erforderlich sind. Zur Sicherstellung angemessener Arbeitsbedingungen gibt es verschiedene Ansätze – wobei auch  
hier die Konzernrichtlinien als Orientierung dienen. Ein wichtiger Aspekt ist das Zeitmanagementsystem, mit dem die  
Arbeitszeiten überwacht werden. Überstunden werden so weitgehend vermieden, denn das System warnt, wenn Mitarbeiter  
länger als zehn Stunden pro Tag arbeiten.  
Wolford legt auch großen Wert auf eine faire Entlohnung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine angemessene Work-Life-Balance  
für seine MitarbeiterInnen. Am Hauptsitz in Bregenz und Hard gibt es außerdem eine Kantine und ein Betriebsrestaurant, in dem  
die Mitarbeiter zu vergünstigten Preisen essen können.  
Die Personalabteilung gibt den Rahmen für die Aus- und Weiterbildung vor, die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den  
Führungskräften. Für die Auszubildenden ist der jeweilige Ausbilder zuständig. Außerdem gibt es eine zentrale  
Koordinationsstelle in der Personalabteilung. Für jeden der fünf Lehrberufe bei Wolford gibt es einen Ausbilder. Das  
Lehrlingsprogramm selbst umfasst auch allgemeine Schulungen, es werden Exkursionen organisiert, und „Job Rotation“-  
Programme ermöglichen es den Lehrlingen, andere Wolford Abteilungen kennenzulernen.  
Seit 2023 haben wir ferner regelmäßige Feedbackgespräche mit unseren Lehrlingen eingeführt. Hier sprechen wir über die  
Ausbildung, arbeiten an Überblicken über die Geschäftstätigkeit und klären die gegenseitigen Erwartungen.  
Hinzu kommt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, wie z. B. das Arbeitszeit- und Mutterschutzgesetz oder das Kinder- und  
Jugendarbeitsschutzgesetz. Darüber hinaus sind auch das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, die Arbeitsstätten- und  
Arbeitsmittelverordnung und die Allgemeine ArbeitnehmerInnenschutzverordnung zu beachten, darunter detaillierte  
Verordnungen zum Schutz vor explosionsfähiger Atmosphäre (VEXAT) oder zum Schutz der ArbeitnehmerInnen vor den  
Gefahren von Lärm und Vibrationen.  
Die Qualität der Arbeitsbedingungen wird durch die monatliche Erfassung des Krankenstands und einen regelmäßigen  
Fluktuationsbericht gemessen. Wolford arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und steht im  
ständigen Austausch mit den Mitgliedern des Betriebsrats. Die Arbeitsbedingungen sind auch ein regelmäßiges Thema in den  
Sitzungen des Managementteams. Alle Verbesserungsvorschläge werden an die Geschäftsleitung weitergeleitet.  
Die Fluktuationsrate am Standort Bregenz ist in erster Linie auf die in den vergangenen Geschäftsjahren durchgeführten  
Umbaumaßnahmen zurückzuführen. Im Handel, d. h. in den Vertriebsgesellschaften, ist die Fluktuationsrate ebenfalls generell  
höher als z. B. in der Verwaltung.  
Schwerpunkt auf Sicherheit und Gesundheit  
In einem Produktionsbetrieb besteht das Risiko von Arbeitsunfällen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurden an beiden  
Wolford Produktionsstandorten entsprechende Unfallverhütungssysteme implementiert.  
Wenn neue MitarbeiterInnen in Produktion und Verwaltung ihre Arbeit aufnehmen, erhalten sie eine Einführungsschulung. Dabei  
wird auf Sicherheitsaspekte, Gesundheitsschutz sowie Umwelt und Mobilität aufmerksam gemacht. In den Abteilungen wird  
dann auf arbeitsspezifische Gefährdungen hingewiesen. Es werden regelmäßig Evakuierungsübungen durchgeführt.  
An den Vertriebsstandorten hingegen sind die MitarbeiterInnen einem geringeren Unfallrisiko ausgesetzt. Daher gibt es hier kein  
spezifisches Sicherheitsmanagement. Die Wolford-Gruppe hält sich in allen Ländern, in denen sie tätig ist, an die geltenden  
Gesetze. Dazu gehören alle präventiven Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der MitarbeiterInnen.  
160  
Derartige Maßnahmen sind für Wolford seit Jahrzehnten selbstverständlich, denn nur gesunde MitarbeiterInnen sind motiviert  
und in der Lage, ihre Tätigkeit erfolgreich auszuüben und dem hohen Qualitätsanspruch aller Wolford Produkte zu entsprechen.  
Besonderen Wert legt Wolford auf optimale Arbeitsbedingungen im Falle einer Schwangerschaft. Erfüllt der betreffende  
Arbeitsplatz nicht die Anforderungen an den besonderen Schutz von Schwangeren, stellt Wolford unmittelbar nach  
Bekanntwerden der Schwangerschaft einen alternativen Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Schwangere wird über  
Verhaltensweisen und Möglichkeiten zum Schutz des ungeborenen Kindes belehrt.  
Zu den grundsätzlichen Risiken gehören auch die psychischen Belastungen, die durch Arbeiten unter Zeitdruck oder durch  
erhöhten Leistungsdruck entstehen: In solchen Fällen besteht die Gefahr, dass  
das Risiko von Arbeitsunfällen steigt,  
ebenso wie das Risiko eines entsprechenden Produktivitätsrückgangs oder einer verminderten Leistungsfähigkeit der  
Mitarbeiter.  
Wolford begegnet diesen Risiken mit systematischen Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz. So wird  
beispielsweise jeder neue Arbeitsplatz im Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit der MitarbeiterInnen evaluiert und auch neu  
bewertet, wenn sich die Arbeitsbedingungen wesentlich ändern. Beinaheunfälle werden systematisch gemeldet und  
dokumentiert und führen zu einer Neubewertung des Arbeitsplatzes. Zum Sicherheitsmanagementsystem von Wolford gehört  
auch eine jährliche Arbeitsplatzbegehung. In Bregenz wird zum Beispiel überprüft, ob die Hitzeentwicklung an den Arbeitsplätzen  
in der Formerei für die MitarbeiterInnen weiterhin erträglich ist oder ob die ergonomischen Anforderungen in der Verwaltung  
eingehalten werden.  
Zwei ausgebildete Fachkräfte für Arbeitssicherheit in den Zentralen in Bregenz und Hard, zehn Sicherheitsbeauftragte, 32  
Ersthelfer und eine Betriebsfeuerwehr mit integriertem First-Responder-Team sorgen gemeinsam für Sicherheit am Arbeitsplatz.  
Ein Betriebsarzt führt alle notwendigen Arbeitssicherheitsuntersuchungen durch und überwacht alle präventiven  
Gesundheitsmaßnahmen. Alle MitarbeiterInnen an den Produktionsstandorten werden laufend im Hinblick auf mögliche  
Unfallgefahren geschult. Auch die Anlagen und Maschinen werden regelmäßig auf die Einhaltung aller Sicherheitsstandards  
überprüft. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, alle eingesetzten Arbeitsmittel und Materialien kontinuierlich zu  
optimieren.  
Mithilfe der Unfallstatistik werden die Bereiche und Zusammenhänge, in denen sich Unfälle ereignen, systematisch analysiert  
und ausgewertet. Besondere  
vorbeugende Maßnahmen  
werden durchgeführt, z. B. spezielle Schulungen zur  
Verbesserung der Handhabung von Arbeitsmitteln oder zur Optimierung von Arbeitsabläufen.  
Der jeweilige handelsrechtliche Geschäftsführer ist für die Einhaltung aller gesetzlichen und internen Vorgaben verantwortlich.  
Der interne Arbeitsschutzausschuss tagt einmal jährlich und bespricht mögliche Maßnahmen zur Optimierung. Die Einhaltung  
aller gesetzlichen Vorschriften wird in Österreich von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und der  
Arbeitsinspektion (übergeordnete staatliche Behörde zur Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum  
Arbeitnehmerschutz) sowie der örtlichen Brandverhütungsstelle überwacht.  
Diversität und Chancengleichheit  
Wolford ist überzeugt, dass vielfältige Teams eine höhere Innovationskraft und Effektivität haben und damit bessere Ergebnisse  
erzielen als homogen zusammengesetzte Arbeitsgruppen. In Managementteams führt Vielfalt auch zu einem fundierteren  
Entscheidungsprozess durch den Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Argumente.  
Kulturelle Vielfalt zum Beispiel hat einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines international tätigen  
Unternehmens. Je näher beispielsweise die kulturelle Nähe des Wolford Verkaufspersonals zu den jeweiligen lokalen Kunden  
ist, desto eher versteht das Personal deren Bedürfnisse und desto eher erreicht es eine hohe Kundenzufriedenheit. Je näher die  
Entwicklung an den Bedürfnissen der meist weiblichen Kundschaft ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass neue Produkte am  
Markt erfolgreich sein werden. Nicht zuletzt ist die von Wolford gelebte Chancengleichheit ein wichtiger Faktor für die  
Mitarbeiterzufriedenheit. Davon profitiert auch die Arbeitgebermarke.  
Vielfalt in Aktion bei Wolford  
Zu einer vielfältigen Zusammensetzung der Belegschaft gehören nicht nur eine möglichst ausgewogene Vertretung der  
Geschlechter, sondern auch unterschiedliche Nationalitäten und eine ausgewogene Altersstruktur. In diesem Sinne wird das  
Thema „Vielfalt und Chancengleichheit“ bei Wolford schon seit Jahrzehnten gelebt, auch ohne, dass es ein ausformuliertes  
161  
Diversity-Konzept im Unternehmen gibt. Das Vorstandsduo setzt sich aus einem männlichen und einem weiblichen  
Vorstandsmitglied zusammen. Dass Wolford in Sachen Diversity gut aufgestellt ist, bestätigt der BCG Gender Diversity Index  
Austria 2022, der das Geschlechterverhältnis in Vorstand und Aufsichtsrat der 50 größten börsennotierten Unternehmen  
Österreichs analysiert – Wolford liegt nach wie vor unter den Top Ten auf Platz 7, im Fünfjahresvergleich sogar auf Platz 2.  
Angesichts des primär auf Frauen ausgerichteten Produktangebots und des oft weiblichen Verkaufspersonals am Point of Sale  
ist auch der Frauenanteil auf Konzernebene mit über 80 % überdurchschnittlich hoch. Vor diesem Hintergrund ist es Wolford  
auch ein besonderes Anliegen, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Elternzeit- und Teilzeitmodelle anzubieten,  
damit sie Beruf und Familie optimal vereinbaren können.  
Mehr Details  
Angaben gemäß § 243a (1) UGB  
1. die Zusammensetzung des Kapitals einschließlich der Aktien, die nicht auf einem geregelten Markt im Sinne des § 1 Z (2)  
BörseG 2018, BGBl. I Nr. 107/2017, gehandelt werden, sowie ggf. die Angabe der verschiedenen Aktiengattungen und zu jeder  
Aktiengattung die Angabe der mit dieser Gattung verbundenen Rechte und Pflichten sowie des Anteils dieser Gattung am  
Gesellschaftskapital;  
Die Wolford AG notiert im Standard Market der Wiener Börse. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft  
über ein Grundkapital von EUR 46.337.596,80, das in 9.653.666 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt  
war.  
2. alle Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen  
zwischen Gesellschaftern enthalten sind, soweit sie dem Vorstand der Gesellschaft bekannt sind;  
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.  
3. direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest zehn von Hundert betragen;  
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2023 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital  
der Wolford AG, die zumindest 10 % betragen: Fosun Fashion Group Wisdom (Luxembourg) S.à r.l. hielt rund 61 %. Ralph  
Bartel hielt gut 30 % der Anteile. Die Wolford AG verfügt zum 31. Dezember 2023 über 88.140 eigene Aktien (ohne Stimmrechte).  
Dies entspricht rund 1 % vom Grundkapital. Der Rest der Aktien befand sich im Free Float (Streubesitz).  
4. die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte;  
Dem Vorstand sind keine solche Rechte bekannt.  
5. die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht nicht unmittelbar  
ausüben;  
Bei Wolford AG bestehen weder ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm noch ein System der Kapitalbeteiligung, bei dem ein  
Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile der Wolford AG nicht unmittelbar ausübt.  
6. die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder  
des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft;  
Dem Vorstand sind keine solche Rechte bzw. Vereinbarungen bekannt.  
162  
7. die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich  
der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen;  
Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstands insbesondere hinsichtlich der  
Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Es existiert kein genehmigtes Kapital.  
8. alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der  
Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre Wirkungen; ausgenommen  
hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft erheblich schaden würde, es sei denn, die Gesellschaft  
ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen aufgrund anderer Rechtsvorschriften ausdrücklich verpflichtet;  
Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen mit „Change of Control“-Klauseln bekannt.  
9. Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und  
Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots;  
Dem Vorstand sind keine diesbezüglichen Vereinbarungen bekannt.  
Bregenz, am 26. Juli 2024  
Ralf Polito COO  
Verantwortlich für Supply Chain und Produktion, Legal & Compliance, Investor Relations, IT und Digital sowie PMO  
Regis Rimbert CCO  
Verantwortlich für Sales & Merchandising, Marketing und Design, Forschung & Entwicklung und Nachhaltigkeit, Finanzen und  
Personal  
163  
Erklärung des Vorstands der Wolford AG  
GEMÄSS § 124 (1) Z 3 BÖRSEG  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden  
Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Konzernabschluss  
zum 31. Dezember 2023 ein  
möglichst getreu es Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass  
der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns  
so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des  
Konzerns entsteht und  
dass der  
Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und  
Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden  
Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31.  
Dezember 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des  
Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und  
die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-  
und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten  
beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Bregenz, am 26. Juli 2024  
Ralf Polito COO  
Verantwortlich für Supply Chain und Produktion, Legal & Compliance, Investor Relations, IT und  
Digital sowie PMO  
Regis Rimbert CCO  
Verantwortlich für Sales & Merchandising, Marketing und Design, Forschung & Entwicklung und  
Nachhaltigkeit, Finanzen und Personal  
164  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Jahresabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Jahresabschluss der  
Wolford Aktiengesellschaft,  
Bregenz,  
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende  
Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst  
getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem  
Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit  
den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards  
sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die bis zum Datum dieses  
Bestätigungsvermerks von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser  
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Wesentliche Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung  
Wir verweisen auf Kapitel II (Going Concern und wesentliche Unsicherheiten) und III. (Erläuterungen zur Bilanz – Negatives  
Eigenkapital) des Anhanges, in denen der Vorstand ausführt, dass die  
Wolford Aktiengesellschaft im zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahr trotz Einsparungen bei den operativen Kosten  
aufgrund von unter dem Budget liegenden Umsätzen ein negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR -55.028 erzielt hat.  
Der Vorstand führt aus, dass weitere Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz sowie zur weiteren Optimierung der  
Prozesse gesetzt und der Fokus auf Kostenkontrolle und Vertriebsaktivitäten verstärkt wurde. Nachdem die Einsparungen nicht  
ausreichten, um den Cashflow des Unternehmens zu stabilisieren und notwendige Investitionen in den Bereichen IT und Retail  
zu decken, war es erforderlich, weitere Finanzierungen des Mehrheitsaktionärs zu erhalten. Im Geschäftsjahr 2023 sind liquide  
Mittel durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 17,6 Mio und weitere Gesellschafterdarlehen der Fosun Fashion Group  
(Cayman) Limited in Höhe von EUR 9,7 Mio und USD 1,2 Mio zugeflossen. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 hat der  
Gesellschafter weitere Kredite in Höhe von EUR 9,25 Mio. zur Verfügung gestellt und damit sein finanzielles Engagement  
bekräftigt. Die ersten Monate des Jahres 2024 zeigen weiterhin einen positiven Trend bei allen Sparmaßnahmen. Auf der  
Umsatzseite liegt die Gruppe derzeit hinter dem Budget zurück - ein Teil davon ist auf Lieferverzögerungen zurückzuführen, die  
durch den Wechsel vom bisherigen zum neuen Logistikdienstleister entstanden sind. Dieser Rückstand soll bis Ende Juli 2024  
abgebaut werden. Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche Umsatzentwicklung sind Probleme in der Lieferkette,  
verursacht durch verspätete Zahlungen an Lieferanten.  
Der Hauptgesellschafter Lanvin Group Holdings Limited hat zur Absicherung des Fortbestands eine harte Patronats- und  
Nachrangigkeitserklärung abgegeben und sich bereit erklärt, Wolford bei Bedarf weiterhin finanziell zu unterstützen. Fosun  
Fashion Group (Cayman) Limited hat die Patronats- und Nachrangigkeitserklärung ebenfalls unterzeichnet und sich zu einem  
qualifizierten Rangrücktritt aller bisher (Stand: Juli 2024) gewährten Darlehen in Höhe von EUR 62,69 Mio. sowie der im Rahmen  
der Patronatserklärung künftig zur Verfügung gestellten Mittel, einschließlich der aufgelaufenen Zinsen, verpflichtet. Lanvin  
Group Holdings Limited sagt zu, vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2026 auf Antrag der Unternehmensleitung weitere Liquidität  
in Höhe von insgesamt 33,25 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen („Liquidity Injection“). Bis Ende Juni 2024 wurden bereits 9,25  
Mio. Euro bereitgestellt, wodurch sich die garantierte Liquiditätszuführung zum 30. Juni 2024 von 33,25 Mio. Euro auf 24,0 Mio.  
Euro reduziert. Sollte Wolford AG auf Basis von verpfändeten Lieferforderungen und Waren Darlehen im Volumen von bis zu  
EUR 9,6 Mio von dritter Seite erhalten, würden diese je nach Inanspruchnahme die Verpflichtung des Gesellschafters reduzieren  
oder erhöhen. Mit den genannten Maßnahmen soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, ihre Verbindlichkeiten bei  
Fälligkeit jederzeit zu erfüllen und den Fortbestand des Unternehmens auf absehbare Zeit zu sichern. Diese harte  
Patronatserklärung kann bis Ende Juli 2026 nicht widerrufen werden. Für den Fall, dass finanzielle Unterstützung benötigt wird,  
verpflichtet sich die Lanvin Group Holdings Limited, die Garantie in vollem Umfang durchzusetzen. Der Vorstand kommt auf  
Basis der erhaltenen Zusagen und einer Liquiditätsplanung zu dem Schluss, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft für das  
Jahr 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt werden soll.  
Loading SVG
Wir weisen darauf hin, dass die Gesellschaft buchmäßig überschuldet ist und die Fortführung der Gesellschaft daher maßgeblich  
von der Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen, dh insbesondere von der Erreichung der geplanten Umsatzerlöse und  
Kosteneinsparungen, die eine Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit unter Einbeziehung der Unterstützungszusage des  
Gesellschafters ermöglichen, sowie von der Fähigkeit auftretende Budgetabweichungen durch entsprechende  
Gegenmaßnahmen zu kompensieren, abhängt. Die in den oben bezeichneten Abschnitten des Anhangs dargestellten Ereignisse  
und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Wolford AG  
zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen kann. Unser Prüfungsurteil ist in Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht  
modifiziert.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am  
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Zusätzlich zu den im Abschnitt  
Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung beschriebenen Sachverhalt wurden diese Sachverhalte im  
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu  
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar  
Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen inkl. Umgründungsmehrwert sowie Ausleihungen bzw.  
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt  
Im Jahresabschluss der Wolford Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 sind Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe  
von MEUR 8,4 (Vorjahr: MEUR 13,6), ein Umgründungsmehrwert in Höhe von MEUR 5,5 (Vorjahr: 0,0) Ausleihungen an  
verbundenen Unternehmen in Höhe von MEUR 5,9 (Vorjahr: MEUR 8,3) und Forderungen gegenüber verbundenen  
Unternehmen in Höhe von MEUR 21,8 (Vorjahr: MEUR 23,7) ausgewiesen.  
Die Posten sind hinsichtlich der Werthaltigkeit mit einem besonderen Risiko behaftet. Diese Beurteilung ergibt sich insbesondere  
aus der Fähigkeit der Beteiligungsunternehmen Erträge bzw. Cash Flows zu erwirtschaften, welche die Buchwerte decken bzw  
für eine Rückzahlung zur Verfügung zu stehen. Die Cash-Flow Schätzungen beinhalten Annahmen, die von zukünftigen Markt-  
und Wirtschaftsentwicklungen abhängen und die Schwankungen unterworfen sein können. Insbesondere das aktuelle makro-  
ökonomische Umfeld verstärkt diese Effekte. Die Schätzungen und Annahmen sind aus prüferischer Sicht von besonderer  
Relevanz. Die Beurteilung der Werthaltigkeit dieser Buchwerte setzt also auch auf wesentliche Annahmen über die Planzahlen  
und Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zur Beurteilung, ob eine Wertminderung zum Geschäftsjahresende vorliegt, auf.  
Dabei ist die aktuelle Situation der jeweiligen Gesellschaft (Eigenkapital, Liquiditätsstatus, Jahresergebnis) ebenfalls zu  
berücksichtigen. Aus diesem Grund wurden diese Prüfgebiete als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt (Key Audit Matter)  
qualifiziert.  
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Abschlussprüfung adressiert haben  
Unsere Prüfungshandlungen zur Adressierung dieses Risikos haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:  
Beurteilung der Eignung und Zuverlässigkeit des Prozesses (Konzeption und Ausgestaltung) zur Überprüfung der  
Werthaltigkeit;  
Überprüfung, ob Indikatoren für eine mögliche Wertminderung vorliegen;  
Prüfung der angewandten Methodik und der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen und Berechnungen  
sowie Plausibilisierung der Abzinsungssätze;  
Durchsicht der Berechnungen und Planungsunterlagen auf Konsistenz mit den Planzahlen 2024 sowie Plausibilisierung  
und Analyse der wesentlichen Annahmen (Wachstumsraten, Zinssatz), um die Angemessenheit der zugrundeliegenden  
Planungen zu verifizieren;  
Abgleich der Beteiligungsbuchwerte zum Eigenkapital der Gesellschaften;  
Prüfung der Angemessenheit und Vollständigkeit der Angaben im Anhang.  
Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss  
Die Angaben der Gesellschaft zur Bilanzierung von Finanzanlagen inkl. Umgründungsmehrwert und Forderungen und sonstige  
Vermögensgegenstände finden sich im Anhang im Kapitel I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze; III. Erläuterungen zur  
Bilanz sowie V. Ergänzende Angaben.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art  
der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen  
zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder  
unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung  
dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem  
Zusammenhang nichts zu berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in  
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,  
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen  
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von  
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft  
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu  
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der  
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine  
in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die  
Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,  
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich  
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage  
dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger  
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes  
Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder  
Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen  
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,  
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein  
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte  
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein  
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie  
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit  
zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der  
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten  
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,  
die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls  
wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem  
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese  
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der  
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder  
Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge  
haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie  
ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein  
möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung  
der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen  
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur  
Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von  
denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit  
zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei  
denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in  
äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil  
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse  
übersteigen würden.  
Bericht zum Lagebericht  
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem  
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen  
unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält  
zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über  
die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.  
Ergänzung  
Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf den Abschnitt  
"Ergebnis und Bilanzanalyse" des Lageberichtes, der die Analyse der Lage der Gesellschaft beschreibt. Weiters verweisen wir  
auf die Abschnitte "Ausblick und Ziele" sowie "Entwicklung Wolford", die auf die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft  
eingehen und die Ausführungen zum Liquiditätsrisiko und zum Risiko der Unternehmensfortführung im Lagebericht.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Dezember 2023 vom  
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2022 Abschlussprüfer.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei  
der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr MMag Christoph Zimmel.  
Wien, 29. Juli 2024  
Grant Thornton Austria GmbH  
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft  
MMag Christoph ZIMMEL eh  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung  
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt  
Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.  
Loading SVG
(Unternehmensgeset  
172  
Loading SVG
Kontakt & Impressum  
MEDIENINHABER (VERLEGER):  
Wolford AG  
Wolfordstraße  
1
6900 Bregenz  
Österreich  
Verantwortlich für den Inhalt:  
Vorstand der Wolford AG  
Ihr Ansprechpartner für Investor Relations:  
Ralf Polito  
Chief Operating Officer  
+43 5574 690-1605  
ralf.polito@wolford.com company.wolford.com  
Die deutsche und englische Version dieses Berichts kann unter company.wolford.com  
heruntergeladen werden.  
DISCLAIMER  
Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Alle Angaben wurden  
sorgfältig geprüft. Dennoch können Rundungs-, Satz- oder Druckfehler nicht ausgeschlossen  
werden. Dieser Geschäftsbericht wird auch in Englisch erstellt, verbindlich ist jedoch nur der  
deutsche Text. Bestimmte Aussagen in diesem Geschäftsbericht sind zukunftsgerichtete  
Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die Ansichten und Erwartungen des Vorstands wider  
und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich  
beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese  
zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Wolford AG ist nicht verpflichtet, Ergebnisse  
aus Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, es  
sei denn, dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.  
Dieser Jahresbericht wird in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. In Zweifelsfällen ist  
die geprüfte deutsche Fassung maßgebend.  
173  
Loading SVG
174