Lenzing AG
Konzern-Anhang: Erläuterungen (Notes)
zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
Allgemeine Erläuterungen
Note 1. Grundlagen
Beschreibung des Unternehmens und der Geschäftstätigkeit
Die Lenzing Aktiengesellschaft (Lenzing AG), Sitz in 4860 Lenzing, Werkstrasse 2, Österreich, ist das Mutterunternehmen der Lenzing Gruppe (die „Gruppe“ bzw. der „Konzern“). Die Aktien der Lenzing AG sind im Prime Market (seit 18. April 2011) und im Leitindex ATX (seit 19. September 2011) der Wiener Börse in Wien, Österreich, gelistet.
Die Hauptaktionärin der Lenzing AG zum 31. Dezember 2022 ist die B&C Gruppe, welche direkt und indirekt mit rund 52,25 Prozent (31. Dezember 2021: 50 Prozent plus zwei Aktien) am Grundkapital der Lenzing AG beteiligt ist. Die unmittelbare Mehrheitsgesellschafterin der Lenzing AG ist die B&C KB Holding GmbH, Wien. Die mittelbare Mehrheitsgesellschafterin der Lenzing AG, die
einen Konzernabschluss aufstellt und veröffentlicht, in den die Lenzing Gruppe einbezogen ist, ist die B&C Holding Österreich GmbH, Wien. Das oberste Mutterunternehmen der B&C Gruppe, und somit auch der Lenzing AG, ist die B&C Privatstiftung, Wien.
Das Kerngeschäft der Lenzing Gruppe liegt in der Erzeugung und Vermarktung von holzbasierten Cellulosefasern. Der zur Erzeugung notwendige Zellstoff wird zu einem gewichtigen Teil in eigenen Zellstoffwerken hergestellt bzw. teilweise zugekauft.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss für den Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung aller zum Bilanzstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards („IFRS“) und Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 öUGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.
Die Berichtswährung ist der Euro (EUR), der auch funktionale Währung der Lenzing AG ist. Die funktionale Währung der wesentlichen Tochterunternehmen ist der Euro (EUR) oder der US-Dollar (USD). Die Zahlenangaben im vorliegenden Konzernabschluss und in den Erläuterungen werden auf die nächsten Tausend gerundet angegeben („TEUR“), sofern keine abweichende Angabe erfolgt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechnungshilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Bewertungsgrundlagen
Die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden erfolgt überwiegend zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon abweichend kommen für folgende wesentliche Posten andere Bewertungsmethoden zur Anwendung:
- ● Biologische Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
- ● Rückstellungen werden zum Barwert des erwarteten Erfüllungsbetrages bewertet.
- ● Latente Steueransprüche und -schulden werden mit dem Nominalwert angesetzt und auf Basis der bestehenden temporären Differenzen zum Bilanzstichtag und des Steuersatzes zum Zeitpunkt der erwarteten Realisierung der bestehenden Differenzen ermittelt.
- ● Derivative Finanzinstrumente und erfolgswirksam sowie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
- ● Kündbare nicht beherrschende Anteile werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Zur Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS verwendet der Vorstand der Lenzing AG Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen. Diese Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen richten sich nach den angenommenen Verhältnissen zum Bilanzstichtag und können einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Sie betreffen den Ansatz und den Wert von Vermögenswerten und Schulden, Eventualforderungen und -verbindlichkeiten, den Ausweis von Cashflows sowie Erträgen und Aufwendungen (einschließlich sonstiger Ergebnisse) und die Darstellung von Angaben im Konzernanhang.
Annahmen und Schätzungen
Die folgenden zukunftsbezogenen Annahmen und sonstigen am Bilanzstichtag bestehenden Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten können wesentliche Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss der Lenzing Gruppe haben:
- ● Immaterielle Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing (siehe Note 11): Ermittlung des erzielbaren Betrages im Rahmen von Werthaltigkeitstests im Sinne des IAS 36 (Wertminderungen).
- ● Sachanlagen (siehe Note 19): Beurteilung des Zeitpunkts, zu dem neu errichtete Produktionsstandorte im betriebsbereiten Zustand zur Verfügung stehen.
- ● Biologische Vermögenswerte (siehe Note 20): Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der Verkaufskosten.
- ● Forderungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen (siehe Note 36, Abschnitt „Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (Verkauf von Forderungen / Factoring)“): Beurteilung des Vorliegens der Ausbuchungsvoraussetzungen im Sinne des IFRS 9.
- ● Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Note 36): Beurteilung der Zuordnung von Geldmarktfonds zu Zahlungsmitteläquivalenten.
- ● Finanzinstrumente (siehe Note 36 und 38): Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie der erwarteten Kreditverluste.
- ● Rückstellungen (siehe Note 31): Ermittlung des erwarteten Erfüllungsbetrages und der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne.
- ● Kündbare nicht beherrschende Anteile (siehe Note 36): Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Verkaufskosten.
- ● Latente Steuern und Forderungen aus laufenden Steuern (siehe Note 30): Beurteilung der Verwertbarkeit latenter Steuererstattungsansprüche (insbesondere aus Verlustvorträgen) und Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen aus laufenden Steuern.
- ● Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (siehe Note 18): Beurteilung der Aktivierungsfähigkeit und Werthaltigkeit von Entwicklungsaufwendungen.
Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Überlegungen, die vom Vorstand für angemessen erachtet werden. Die letztlich realisierten Beträge können aber von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die angenommenen Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.
Ermessensentscheidungen bei Anwendung von Rechnungslegungsmethoden
Bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden wurden in der Lenzing Gruppe folgende bedeutende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen:
- ● Verbindlichkeiten im Rahmen von Reverse-Factoring-Vereinbarungen (siehe Note 32): Beurteilung des Vorliegens der Ausbuchungsvoraussetzungen im Sinne des IFRS 9 (Finanzinstrumente).
- ● Vollkonsolidierung und Equity-Methode (siehe Note 3, Note 36 und Note 42): Beurteilung des Vorliegens von Kontrolle über Tochterunternehmen, Beurteilung des Vorliegens von gemeinschaftlicher Führung bzw. maßgeblichem Einfluss. Anwendung der Present-Access-Methode bei kündbaren nicht beherrschenden Anteilen.
- ● Forderungen aus der Veräußerung sowie der Beteiligungsansatz von Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (siehe Note 22): Beurteilung der Bewertung der Forderungen aus der Teilveräußerung und des Beteiligungsansatzes an der EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH (EFB), Kelheim, Deutschland.
- ● Anhaltspunkte für Wertminderung (siehe Note 11): Beurteilung des Vorliegens von Anhaltspunkten für eine Wertminderung beziehungsweise bei wertgeminderten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Beurteilung des Eintritts von wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.
Auswirkungen der COVID-19-Krise und der Ukraine-Krise auf das Jahresergebnis sowie auf Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Der Krieg in der Ukraine, Chinas Zero-Covid-Politik sowie der Anstieg der Inflation in vielen Ländern hatten wesentliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2022. Die Lenzing Gruppe verzeichnete sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig deutliche Preissteigerungen, getrieben durch stark steigende Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten. Die derzeit bestehenden Unsicherheiten in der europäischen Erdgasversorgung betreffen derzeit nur einen Produktionsstandort in wesentlichem Umfang. Andere Standorte haben von russischer Produktion unabhängige Erdgasbezugsquellen oder agieren bereits weitgehend energieautark. Um die Versorgung der europäischen Faserproduktionsstandorte mit Energie und Rohstoffen sicherzustellen, wurden sowohl kurz- und mittelfristige physische und finanzielle Absicherungen durchgeführt als auch mittel- und langfristige Strategien zum Umstieg auf alternative Energieversorgung eingeleitet. Den durch die Krisensituation teilweise verschärften Problemen in globalen Lieferketten konnte durch gezielte Maßnahmen entgegengewirkt werden.
Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses ist es die Aufgabe des Managements die Fähigkeit der Unternehmensfortführung zu beurteilen. Wenn wesentliche Unsicherheiten in Bezug auf Ereignisse oder Bedingungen vorliegen, die signifikante Zweifel an der Fähigkeit der Unternehmensfortführung aufwerfen, dann sind diese Unsicherheiten zu erläutern. Nach Einschätzungen des Managements der Lenzing Gruppe und unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen über die Zukunft, die mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag umfasst, liegen solche Unsicherheiten nicht vor. Auf Grund einer gesicherten Liquiditätssituation und einer weiterhin starken Position auf den für Lenzing relevanten Märkten hat das Management die Einschätzung getroffen, dass der Konzern zum Zeitpunkt seiner Genehmigung über ausreichende Ressourcen verfügt, um in absehbarer Zukunft operativ weiter bestehen zu können. Daher wurde der Konzernabschluss unter Zugrundelegung der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Zusätzliche Angaben zu den Auswirkungen der COVID-19-Krise und Ukraine-Krise sowie den von der Lenzing Gruppe gesetzten Maßnahmen finden sich im Konzernlagebericht.
Die COVID-19-Krise und Ukraine-Krise haben Auswirkungen auf den Konzernabschluss nach IFRS, insbesondere auf Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses hat der Vorstand Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise und Ukraine-Krise berücksichtigt. Die unsichere Versorgungslage, stark gestiegene Preise an den Energie- und Rohstoffmärkten, anhaltende Störungen in der Lieferkette sowie Änderungen der Zinslandschaft und der Wechselkurse beeinflussen im Konzernabschluss vor allem:
- ● Die Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden (insbesondere biologische Vermögenswerte, Finanzinstrumente sowie kündbare nicht beherrschende Anteile) (siehe Note 21 und Note 36).
- ● Die Ermittlung und Erfassung von Währungsumrechnungseffekten in der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Eigenkapital (siehe Note 37).
- ● Die Überprüfung der Werthaltigkeit von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (siehe Note 11, Abschnitt „Wertminderungstests für immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs)“).
Auswirkungen des Klimawandels auf Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist ressourcenintensiv. Die Lenzing Gruppe bekennt sich zu einer ökologisch verantwortungsvollen Produktion von Fasern aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und ist um Klimaschutz sehr bemüht. Die Lenzing Gruppe will ihre CO2-Emissionen bis 2030 halbieren und bis 2050 eine Netto-Null erreichen. Innovation, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt der Lenzing Unternehmensstrategie. Die Umsetzung der Klimaziele im Sinne der Unternehmensstrategie stellt einen der Schwerpunkte der Investitionsaktivitäten der Lenzing Gruppe im Geschäftsjahr 2022 dar. In diesem Zusammenhang arbeitet die Lenzing Gruppe kontinuierlich daran, Rohstoffe effizienter einzusetzen, Produktionsprozesse zu verbessern und
einen Prozess für das Recycling von Alttextilien zu entwickeln. Da trotz der aktuellen negativen Auswirkungen des Kriegs in der
Ukraine, der europäischen Energiekrise und der hohen Inflation in weiten Teilen der Welt sowie Chinas Zero-Covid-Politik auf das weltweite wirtschaftliche Geschehen, die Umsetzung der Klimaziele weiterverfolgt wird, führen aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen bezüglich Klimawandel und Nachhaltigkeit nicht zu grundlegend geänderten Annahmen und Schätzungen im Hinblick auf Nutzungsdauern oder Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte. Der Vorstand schätzt die potenziellen Auswirkungen klimabedingter Chancen und Risiken auf den Konzernabschluss nach IFRS wie folgt ein:
- ● Nutzungsdauer von Vermögenswerten (siehe Note 19): Die Lenzing Gruppe hat evaluiert, inwiefern die Nutzungsdauer von Sachanlagen aufgrund von klimabezogenen Risiken beeinflusst sein könnten. Eine Beurteilung erfolgte insbesondere dahingehend, ob auf Basis bestehender und angekündigter gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben das Verschmutzungspotential einzelner Industrieanlagen (beispielsweise durch Überschreitung von Emissionsgrenzwerten) für die Erteilung von Betriebsgenehmigungen ein Risiko darstellt. Eine Beeinflussung von Nutzungsdauern durch externe oder interne Verpflichtungen konnte dabei nicht abgeleitet werden.
- ● Wertminderungen von Vermögenswerten (siehe Note 11, Abschnitt „Wertminderungstests für immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs)“): Den kurz- und mittelfristigen Finanzplanungen und damit den Werthaltigkeitstest liegen die nachhaltig ausgerichtete Strategie und das nachhaltig ausgerichtete Geschäftsmodell zugrunde. In den kurz- und mittelfristigen
Finanzplanungen der einzelnen CGUs werden Annahmen zu klimabedingten Faktoren bei Investitionsprogrammen (CAPEX), Technologien und Produktionsverfahren zum Erreichen der konzerninternen Klimaziele sowie beim darauf basierenden ökologisch nachhaltigen Produktmix sachgerecht berücksichtigt. - ● Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten (siehe Note 31 und Note 41): Im Geschäftsjahr 2022 sind in der Lenzing Gruppe keine neuen Verpflichtungen aus der Verletzung von Klimaschutzgesetzen und/oder Klimaregulatorien entstanden, die den Ansatz einer Rückstellung oder die Angabe einer Eventualverbindlichkeit erfordert hätten.
Note 2. Änderung der Rechnungslegungsmethoden
Die Rechnungslegungsmethoden wurden in der Lenzing Gruppe im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr, mit Ausnahme der in diesem Abschnitt erläuterten Änderungen, beibehalten.
Verpflichtende Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
Die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen wurden von der EU in den Rechtsbestand übernommen und waren im Geschäftsjahr 2022 von der Lenzing Gruppe erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB | Anwendungspflicht laut IASB für Geschäftsjahre ab | Übernahme durch die EU zum 31.12.2022 |
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IFRS 3 | Verweis auf das Rahmenkonzept | 14.05.2020 | 01.01.2022 | ja |
IAS 16 | Sachanlagen – Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung | 14.05.2020 | 01.01.2022 | ja |
IAS 37 | Belastende Verträge – Kosten für die Erfüllung eines Vertrages | 14.05.2020 | 01.01.2022 | ja |
Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018-2020 | 14.05.2020 | 01.01.2022 | ja |
Die neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, welche ab dem 1. Jänner 2022 anzuwenden sind, führen zu keinen wesentlichen Änderungen des Abschlusses der Lenzing Gruppe.
Die folgenden bei Aufstellung des Konzernabschlusses bereits vom IASB veröffentlichten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen waren auf Geschäftsjahre, die am oder vor dem 1. Jänner 2022 begannen, noch nicht zwingend von der Lenzing Gruppe anzuwenden:
Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB | Anwendungspflicht laut IASB für Geschäftsjahre ab | Übernahme durch die EU zum 31.12.2022 |
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IFRS 10, IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 11.09.2014 | unbekannt1 | nein |
IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 30.01.2014 | 01.01.2016 | nein2 |
IFRS 16 | Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion | 22.09.2022 | 01.01.2024 | nein |
IFRS 17 | Versicherungsverträge | 18.05.2017 | 01.01.2023 | ja |
IFRS 17 | Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen | 09.12.2021 | 01.01.2023 | ja |
IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 23.01.2020 | 01.01.2024 | nein |
IAS 1 | Klassifizierung von Schulden mit Nebenbedingungen als kurz- oder langfristig | 31.10.2022 | 01.01.2024 | nein |
IAS 1 | Angaben zu Rechnungslegungsmethoden | 12.02.2021 | 01.01.2023 | ja |
IAS 8 | Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 12.02.2021 | 01.01.2023 | ja |
IAS 12 | Latente Steuern für Vermögenswerte und Schulden aus derselben Transaktion | 07.05.2021 | 01.01.2023 | ja |
1) Anwendungsbeginn durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
2) Die Europäische Kommission schlägt den Interimsstandard IFRS 14 derzeit nicht zur Übernahme in EU-Recht vor.
Die obigen neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig von der Lenzing Gruppe angewendet und sind entweder nicht relevant für die Gruppe oder haben keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis, das Vermögen oder die Verbindlichkeiten sowie die Cashflows der Lenzing Gruppe.
Die Anwendung des jeweiligen Standards bzw. der jeweiligen Interpretation ist grundsätzlich mit der verpflichtenden Anwendung in der EU geplant (nach dem sogenannten „Endorsement“).
Freiwillige Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
Es gab im Geschäftsjahr 2022 keine freiwilligen Änderungen der Rechnungslegungsmethoden.
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2021 berichtet die Lenzing Gruppe ihre Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren. Die bisherige Darstellung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Änderung der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung soll die internationale Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Lenzing Gruppe erhöhen. Im Rahmen der Umstellung wurden einige bisherige EBIT/EBITDA-wirksame Beträge in das Finanzergebnis umgegliedert (aktivierte Fremdkapitalkosten für die Herstellung langfristiger Vermögenswerte in Höhe von TEUR 21.166 in 2021, 2020: TEUR 8.429, Nettozinsen aus leistungsorientierten Plänen in Höhe von TEUR minus 1.757 in 2021, 2020: TEUR minus 2.144, und Kreditbereitstellungsprovisionen in Höhe von TEUR minus 2.432 in 2021, 2020: TEUR minus 2.033). Alle Beträge wurden retrospektiv angepasst. Zur Performancemessung der Lenzing Gruppe wird weiterhin das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte und vor Erträgen aus der Auflösung von Investitionszuschüssen) herangezogen (Überleitungsrechnung siehe Note 4). Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom Gesamtkosten- auf das Umsatzkostenverfahren dar:
Überleitung Gliederung Gesamtkostenverfahren auf das Umsatzkostenverfahren | |
| | | | | | |
2021 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren | Umsatzerlöse | Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | Andere aktivierte Eigenleistungen | Sonstige betriebliche Erträge |
|
| | | | | | |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Gesamtkostenverfahren | | 2.194.624 | 54.587 | 56.938 | 78.026 |
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Umsatzerlöse | 2.194.624 | 2.194.624 | | | | |
Umsatzkosten | -1.692.760 | | 54.587 | 56.938 | | |
Bruttoergebnis vom Umsatz | 501.864 | | | | | |
Sonstige betriebliche Erträge | 78.026 | | | | 78.026 | |
Vertriebsaufwendungen | -233.981 | | | | | |
Verwaltungsaufwendungen | -117.547 | | | | | |
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -23.993 | | | | | |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.753 | | | | | |
Betriebsergebnis (EBIT) | 200.615 | | | | | |
Überleitung Gliederung Gesamtkostenverfahren auf das Umsatzkostenverfahren | | |
| | | | | | |
2020 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren | Umsatzerlöse | Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | Andere aktivierte Eigenleistungen | Sonstige betriebliche Erträge |
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| | | | | | |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Gesamtkostenverfahren | | 1.632.607 | -41.299 | 52.0801 | 59.1451 |
|
Umsatzerlöse | 1.632.607 | 1.632.607 | | | | |
Umsatzkosten | -1.386.412 | | -41.299 | 52.080 | | |
Bruttoergebnis vom Umsatz | 246.195 | | | | | |
Sonstige betriebliche Erträge | 59.145 | | | | 59.145 | |
Vertriebsaufwendungen | -156.932 | | | | | |
Verwaltungsaufwendungen | -88.236 | | | | | |
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -16.181 | | | | | |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.133 | | | | | |
Betriebsergebnis (EBIT) | 33.858 | | | | | |
1) Umgliederung von aktivierten Fremdkapitalkosten, Nettozinsen aus leistungsorientierten Plänen und Kreditbereitstellungsprovisionen vom EBIT/EBITDA in das Finanzergebnis.
| | | | | | | TEUR |
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| Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von biologischen Vermögenswerten | Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen | Personalaufwand | Sonstige betriebliche Aufwendungen | Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing | Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | Betriebsergebnis (EBIT) |
| | | | | | | |
| 2.258 | -1.203.153 | -452.617 | -367.721 | -164.269 | 1.944 | 200.615 |
| | | | | | | |
| 2.258 | -1.198.921 | -329.344 | -128.984 | -151.118 | 1.825 | |
| | | | | | | |
| | | | | | | |
| | -1.575 | -41.619 | -186.684 | -4.103 | | |
| | -1.333 | -68.632 | -39.592 | -8.100 | 112 | |
| | -1.324 | -13.021 | -8.707 | -948 | 7 | |
| | | | -3.753 | | | |
| | | | | | | |
| | | | | | | TEUR |
| | | | | | | |
| Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von biologischen Vermögenswerten | Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen | Personalaufwand | Sonstige betriebliche Aufwendungen | Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing | Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | Betriebsergebnis (EBIT) |
| | | | | | | |
| -10.334 | -898.392 | -353.6091 | -247.8721 | -160.448 | 1.979 | 33.858 |
| | | | | | | |
| -10.334 | -870.705 | -255.046 | -114.701 | -148.232 | 1.825 | |
| | | | | | | |
| | | | | | | |
| | -1.249 | -32.717 | -119.300 | -3.721 | 55 | |
| | -25.847 | -57.904 | 3.224 | -7.808 | 99 | |
| | -455 | -7.942 | -7.098 | -687 | | |
| | -136 | | -9.997 | | | |
| | | | | | | |
Note 3. Konsolidierung
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der Lenzing Gruppe sind die Lenzing AG als Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen jeweils auf Basis von Abschlüssen zum 31. Dezember 2022 einbezogen.
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich wie folgt verändert:
Entwicklung der Anzahl konsolidierter Unternehmen (inkl. Mutterunternehmen) | |
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| 2022 | 2021 |
| | | | |
| Voll- | Equity- | Voll- | Equity- |
| | | | |
| konsolidierung | konsolidierung |
| | | | |
Stand zum 01.01. | 28 | 7 | 31 | 8 |
Im Berichtsjahr verschmolzen | -1 | 0 | -1 | 0 |
Im Berichtsjahr endkonsolidiert | 0 | 0 | -2 | -1 |
Stand zum 31.12. | 27 | 7 | 28 | 7 |
Davon in Österreich | 7 | 3 | 7 | 3 |
Davon im Ausland | 20 | 4 | 21 | 4 |
Eine Aufstellung aller Konzernunternehmen zum 31. Dezember 2022 findet sich in Note 42. Die wesentlichen Konzernunternehmen sind in der Erzeugung und Vermarktung von holzbasierten Cellulosefasern (Segment Division Fiber) und teilweise von Zellstoff tätig (Segment Division Pulp).
Im Jänner 2022 wurde das Tochterunternehmen Reality Paskov s.r.o., Paskov, Tschechische Republik, auf die Lenzing Biocel Paskov a.s., Paskov, Tschechische Republik, verschmolzen.
Im März 2021 wurden die Anteile an dem bisher at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen Hygiene Austria LP GmbH, Wiener Neudorf, Österreich, (siehe Note 22) verkauft und endkonsolidiert.
Im Oktober 2021 wurde das Tochterunternehmen Nanjing Fabor Waste Water Treatment Co., Ltd, Nanjing, China, auf die Lenzing (Nanjing) Fibers Co., Ltd., Nanjing, China, verschmolzen.
Im November 2021 wurden die bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen Avit Investments Limited, Providenciales, Turks & Caicos, und Penique S.A., Panama, Panama, liquidiert und endkonsolidiert.
Konsolidierungsgrundsätze
Tochterunternehmen sind Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Mutterunternehmens stehen. Die Lenzing Gruppe entscheidet bei jedem Erwerb von Tochterunternehmen individuell, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder auf Basis des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens erfasst werden. Die nicht beherrschenden Anteile (Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) werden beim Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des Nettovermögens bewertet. Sie werden grundsätzlich im Eigenkapital und im Ergebnis als „Anteil anderer Gesellschafter“ ausgewiesen.
Die Lenzing AG verfügt mit 51 Prozent über die Mehrheit der Anteile und beherrscht somit die LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien. Die Dexco-Gruppe verfügt über 49 Prozent der Anteile an der LD Celulose S.A. und eine Put-Option zur Veräußerung ihrer Anteile (kündbare nicht beherrschende Anteile). Zur Bilanzierung der aus den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen resultierenden Verbindlichkeit wendet die Lenzing AG die Present-Access-Methode an. Bei dieser Methode werden die nicht beherrschenden Anteile der Dexco-Gruppe an der LD Celulose S.A. weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen und zusätzlich eine finanzielle Verbindlichkeit für kündbare nicht beherrschende Anteile angesetzt (siehe Note 36). Der erstmalige Ansatz und die Folgebewertung der Verbindlichkeit erfolgt über die Gewinnrücklagen (erfolgsneutral) zum beizulegenden Zeitwert.
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Lenzing Gruppe hat im Jänner 2021 100 Prozent der Anteile an einer Versicherungszelle der White Rock Insurance (Europe) Protected Cell Company Limited, La Valletta, Malta, erworben. Diese Gesellschaft verfügt über eine Versicherungskonzession und ermöglicht der Lenzing Gruppe, ihre betrieblich notwendigen Versicherungen effektiver zu administrieren. Zum Erwerbsstichtag verfügte die Versicherungszelle über keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden. Sie wird ab dem Erwerbszeitpunkt als strukturiertes Unternehmen eingestuft und vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.
Bis zum März 2021 beherrschte die Lenzing AG aufgrund ihrer umfassenden Mitbestimmungsrechte Vermögen am Großanlegerfonds GF 82, einem Sondervermögen gemäß § 20a öInvFG (österreichisches Investmentfondsgesetz). Der Fonds war als strukturiertes Unternehmen eingestuft und vollkonsolidiert. Die im Fonds enthaltenen Wertpapiere dienten insbesondere der nach § 14 öEStG (österreichisches Einkommensteuergesetz) erforderlichen steuerlichen Wertpapierdeckung der Pensionsrückstellungen aus österreichischen Pensionsplänen. Die wesentlichen, unveränderten Risiken des Fonds bestanden in den klassischen Veranlagungsrisiken (insbesondere Ausfalls- und Marktpreisrisiken). Im März 2021 wurden die Anteile am Großanlegerfonds GF 82 verkauft und endkonsolidiert.
Bei den strukturierten Unternehmen werden jene Vermögenswerte und Schulden einbezogen, über die die Lenzing Gruppe verfügt.
Die Berichtswährung der Lenzing AG und der Lenzing Gruppe ist der Euro. Die Tochterunternehmen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das betreffende Unternehmen tätig ist. Die funktionale Währung ist, mit Ausnahme der nachfolgend genannten Tochterunternehmen, jeweils die Währung des Landes bzw. der Region, in dem das Tochterunternehmen ansässig ist. Für die LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien, die Lenzing (Thailand) Co., Ltd., Prachinburi, Thailand, die Lenzing Singapore Pte. Ltd., Singapur, Republik Singapur und die PT. South Pacific Viscose, Purwakarta, Indonesien ist die funktionale Währung der US-Dollar.
Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in die Berichtswährung Euro herangezogen:
Wechselkurse wichtiger Währungen | | | |
| | | | | | |
| 2022 | 2021 |
| | | | | | |
Einheit | Währung | Stichtag | Durchschnitt | Stichtag | Durchschnitt |
| | | | | | |
1 EUR | USD | US-Dollar | 1,0666 | 1,0539 | 1,1334 | 1,1835 |
1 EUR | GBP | Britisches Pfund | 0,8869 | 0,8526 | 0,8393 | 0,8600 |
1 EUR | CZK | Tschechische Krone | 24,1160 | 24,5602 | 24,9170 | 25,6468 |
1 EUR | CNY | Renminbi Yuan | 7,3582 | 7,0801 | 7,2230 | 7,6340 |
1 EUR | BRL | Brasilianischer Real | 5,6386 | 5,4432 | 6,3734 | 6,3814 |
Note 4. Segmentbericht
Auf Grund der Einführung einer neuen konzernweit geltenden Organisation hat sich die Zusammensetzung der Segmente ab dem Geschäftsjahr 2021 geändert. Die interne Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger Gesamtvorstand wurde dem entsprechend mit dem 1. Jänner 2021 angepasst.
Die berichtspflichtigen Segmente sind die „Division Fiber“, „Division Pulp“ und „Others“. In der Lenzing Gruppe werden die Segmente aufgrund der Unterschiede zwischen den Produkten eingeteilt; sie erfordern unterschiedliche Technologien und Marktstrategien.
In der Division Fiber werden alle drei Generationen der holzbasier-ten Cellulosefasern erzeugt und unter den Produktmarken TENCEL™, VEOCEL™, LENZING™ ECOVERO™ und LENZING™ vermarktet. Die erzeugten Produkte aus den Lyocell-, Modal- und Viscosefasern werden zur Produktion von Textilien sowie Vliesstoffen und Spezialanwendungen eingesetzt.
In der Division Pulp wird der Faserzellstoff hergestellt bzw. beschafft, der das notwendige Vor- bzw. Zwischenprodukt für die Faserproduktion darstellt. Der Zellstoff wird für die eigene Produktion für Cellulosefasern verwendet und extern vermarktet. Der Einsatz bzw. die Steuerung der Anlagen für die Faser- und Zellstoffproduktion erfolgt unabhängig voneinander.
In Others werden im Wesentlichen zentrale Headquarterfunktio-nen, übergreifende Tätigkeiten und die Geschäftstätigkeit der
BZL – Bildungszentrum Lenzing GmbH, Lenzing (Ausbildung und Personalentwicklung) dargestellt.
Informationen über Geschäftssegmente | | | | TEUR |
| | | | | | |
2022 | Division Fiber | Division Pulp | Others | Segment-summe | Überleitung | Konzern |
| | | | | | |
Umsatzerlöse von externen Kunden | 2.093.762 | 466.900 | 5.029 | 2.565.692 | 0 | 2.565.692 |
Innenumsätze | 11.017 | 485.134 | 0 | 496.151 | -496.151 | 0 |
Summe Umsatzerlöse | 2.104.779 | 952.035 | 5.029 | 3.061.843 | -496.151 | 2.565.692 |
EBITDA (Segmentergebnis) | 32.923 | 309.968 | -100.305 | 242.587 | -671 | 241.916 |
EBIT | -92.752 | 221.134 | -111.241 | 17.142 | -689 | 16.453 |
| | | | | | |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte | 127.209 | 89.237 | 11.125 | 227.571 | 18 | 227.589 |
Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -1.198 | -4.126 | 5.102 | -222 | 0 | -222 |
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 62.602 | -18.605 | 17.859 | 61.857 | 0 | 61.857 |
Erwerb von immateriellen Anlagen, Sachanlagen und biologischen Vermögenswerten (CAPEX) | 246.188 | 437.182 | 7.061 | 690.432 | 8.462 | 698.894 |
| | | | | | |
EBITDA-Marge1 | 1,6 % | 32,6 % | n/a | 7,9 % | - | 9,4 % |
EBIT-Marge2 | -4,4 % | 23,2 % | n/a | 0,6 % | - | 0,6 % |
1) EBITDA-Marge = EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (hier: laut Segmentbericht).
2) EBIT-Marge = EBIT (Betriebsergebnis) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (hier: laut Segmentbericht).
Informationen über Geschäftssegmente | | | | TEUR |
| | | | | | |
2021 | Division Fiber | Division Pulp | Others | Segment-summe | Überleitung | Konzern |
| | | | | | |
Umsatzerlöse von externen Kunden | 1.904.323 | 284.177 | 6.124 | 2.194.624 | 0 | 2.194.624 |
Innenumsätze | 0 | 475.149 | 0 | 475.149 | -475.149 | 0 |
Summe Umsatzerlöse | 1.904.323 | 759.326 | 6.124 | 2.669.773 | -475.149 | 2.194.624 |
EBITDA (Segmentergebnis) | 214.042 | 210.080 | -58.415 | 365.707 | -2.767 | 362.941 |
EBIT | 107.423 | 164.176 | -68.190 | 203.409 | -2.794 | 200.615 |
| | | | | | |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte | 107.987 | 46.239 | 10.016 | 164.242 | 27 | 164.269 |
Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 809 | -454 | -3.896 | -3.541 | 0 | -3.541 |
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 22.873 | -5.127 | 4.404 | 22.149 | 0 | 22.149 |
Erwerb von immateriellen Anlagen, Sachanlagen und biologischen Vermögenswerten (CAPEX) | 298.741 | 577.838 | 5.740 | 882.319 | -37.986 | 844.333 |
| | | | | | |
EBITDA-Marge1 | 11,2 % | 27,7 % | n/a | 13,7 % | - | 16,5 % |
EBIT-Marge2 | 5,6 % | 21,6 % | n/a | 7,6 % | - | 9,1 % |
1) EBITDA-Marge = EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (hier: laut Segmentbericht).
2) EBIT-Marge = EBIT (Betriebsergebnis) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (hier: laut Segmentbericht).
Bei den sonstigen wesentlichen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen handelt es sich um unbare Bewertungseffekte aus biologischen Vermögenswerten, Forderungen, Vorräten und Rückstellungen.
Zur Performancemessung der Segmente und im Konzern wird das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte und vor Erträgen aus der Auflösung von Investitionszuschüssen) herangezogen.
Die Überleitungsrechnung vom Betriebsergebnis (EBIT) auf das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis vor Steuern (EBT) stellt sich wie folgt dar:
Überleitung vom Betriebsergebnis (EBIT) zum Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und zum Ergebnis vor Steuern (EBT) | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Betriebsergebnis (EBIT) | 16.453 | 200.615 |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte | 227.589 | 164.269 |
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | -2.126 | -1.944 |
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 241.916 | 362.941 |
Segmentabschreibungen | -227.571 | -164.242 |
Konsolidierung | -18 | -27 |
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | 2.126 | 1.944 |
Betriebsergebnis (EBIT) | 16.453 | 200.615 |
Finanzerfolg | -26.512 | -17.689 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | -10.059 | 182.926 |
Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Informationen über Produkte und Dienstleistungen
Die Umsatzerlöse von externen Kunden setzen sich nach Produkten bzw. Dienstleistungen gegliedert wie folgt zusammen:
Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produkten und Dienstleistungen | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Holzbasierte Cellulosefasern | 2.013.761 | 1.833.623 |
Co-Produkte der Faserproduktion | 55.917 | 52.811 |
Maschinen- und Anlagenbau, Engineering-Dienstleistungen sowie Sonstige | 24.084 | 17.890 |
Division Fiber | 2.093.762 | 1.904.323 |
Zellstoff | 272.065 | 162.176 |
Bioraffinerie-Produkte und Energie | 160.323 | 94.412 |
Holz und Sonstige | 34.512 | 27.590 |
Division Pulp | 466.900 | 284.177 |
Others | 5.029 | 6.124 |
Umsatzerlöse laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2.565.692 | 2.194.624 |
Es gibt keinen einzelnen externen Kunden, der mehr als 10 Prozent zu den externen Umsätzen beiträgt.
Informationen über geografische Gebiete
Die Umsatzerlöse von externen Kunden nach Absatzmärkten, gegliedert nach geografischen Gebieten, stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse von externen Kunden nach geografischen Gebieten | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Österreich | 132.345 | 83.866 |
Europa (ohne Österreich inkl. Türkei) | 744.880 | 635.420 |
Asien | 1.433.169 | 1.286.462 |
Amerika | 239.718 | 177.760 |
Restliche Welt | 15.580 | 11.115 |
Umsatzerlöse laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2.565.692 | 2.194.624 |
Die Umsätze werden nach dem Standort der geografischen Region der Kunden zugordnet.
Das langfristige Vermögen (ohne Finanzinstrumente und Steueransprüche; übergeleitet auf die Konzernwerte des gesamten langfristigen Vermögens) sowie das Gesamtvermögen (entspricht der Bilanzsumme) und die Investitionen in immaterielle Anlagen, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte (CAPEX), gegliedert nach geografischen Gebieten, stellen sich wie folgt dar:
Informationen über langfristige Vermögenswerte, Gesamtvermögen und CAPEX nach geografischen Gebieten | TEUR |
| | | | | | |
| Langfristige Vermögenswerte | Gesamtvermögen | CAPEX |
| | | | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | | | |
Österreich | 983.437 | 991.183 | 1.614.939 | 1.447.738 | 79.625 | 73.442 |
Europa (ohne Österreich inkl. Türkei) | 195.879 | 188.492 | 345.322 | 285.917 | 20.415 | 9.367 |
Asien | 954.894 | 758.622 | 1.244.721 | 1.108.474 | 195.520 | 229.434 |
Amerika | 1.672.835 | 1.208.818 | 1.808.954 | 1.287.797 | 403.336 | 532.090 |
Zwischensumme | 3.807.045 | 3.147.115 | 5.013.937 | 4.129.926 | 698.894 | 844.333 |
Überleitung auf Konzernwerte | 46.589 | 57.386 | 511.065 | 1.192.844 | 0 | 0 |
Konzernsumme | 3.853.634 | 3.204.501 | 5.525.002 | 5.322.771 | 698.894 | 844.333 |
Die obigen Werte umfassen alle Segmente der Lenzing Gruppe. Weitere Ausführungen zu den Segmenten sind dem Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 der Lenzing Gruppe zu entnehmen.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Note 5. Umsatzerlöse
Die Aufgliederungen der Umsatzerlöse sind im Segmentbericht ersichtlich (siehe Note 4, insbesondere die Informationen über Produkte und Dienstleistungen sowie über geografische Gebiete).
Die Umsätze resultieren ausschließlich aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden). Die Umsatzerlöse enthalten alle Erträge, die aus der typischen Geschäftstätigkeit der Lenzing Gruppe resultieren.
Die Erfassung der Erträge erfolgt zeitpunktbezogen und somit dann, wenn das Eigentum an den Produkten auf den Kunden übertragen wurde (somit mit Gefahrenübergang), die Höhe der Erträge bzw. die zugehörigen Kosten zuverlässig ermittelbar sind und der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft wahrscheinlich zufließen wird.
Da in der Lenzing Gruppe ausschließlich Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr bestehen, wird von der Angabe der verbleibenden Leistungsverpflichtungen abgesehen.
Die Vertragsverbindlichkeiten sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und setzen sich aus den erhaltenen Anzahlungen von TEUR 12.298 (31. Dezember 2021: TEUR 14.526) und abgegrenzten Schulden aus Nachlässen und Rabatten von TEUR 2.976 (31. Dezember 2021: TEUR 2.681) zusammen (siehe Note 33). Der zum 31. Dezember 2021 in den Vertragsverbindlichkeiten enthaltene Betrag von TEUR 16.330 wurde im Geschäftsjahr 2022 als Umsatzerlöse erfasst (2021: TEUR 21.637).
Note 6. Funktionskosten
Umsatzkosten
Die Umsatzkosten betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Materialaufwand und sonstige bezogene Herstellungsleistungen, Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von biologischen Vermögenswerten, Personalaufwand, Abschreibungen und übrige operative Aufwendungen, insbesondere Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung, sonstige Fremdleistungen und Aufwendungen für Abfallentsorgung. Die Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung betragen TEUR 52.894 (2021: TEUR 35.049) und für Wartungsmaterial sowie Reinigung TEUR 105.855 (2021: TEUR 103.630).
Vertriebsaufwendungen
Die Vertriebsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwand und übrige operative Aufwendungen, insbesondere Aufwendungen für Ausgangsfrachten sowie Miet- und Leasingaufwendungen.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwand und übrige operative Aufwendungen, insbesondere Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen.
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwand und übrige operative Aufwendungen, insbesondere Anmelde- und Verteidigungskosten für Patente und Marken. In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.206 (2021: TEUR 948) und Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 177 (2021: TEUR 7) enthalten. Im Geschäftsjahr 2022 sind in der Lenzing Gruppe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen nach Frascati in Höhe von TEUR 34.817 (2021: TEUR 31.625) angefallen.
Note 7. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Erträge aus Ökostromvergütung | 13.623 | 20.030 |
Erträge aus Leistungsverrechnungen und sonstigen Produkten | 15.042 | 14.785 |
Erträge aus der Auflösung des Passivpostens für Emissionszertifikate sowie aus Förderungen | 23.406 | 17.133 |
Mieterträge | 5.645 | 5.812 |
Fremdwährungsgewinne | 4.922 | 11.557 |
Übrige | 10.457 | 8.710 |
Summe | 73.096 | 78.026 |
Note 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 6.649 (2021: TEUR 3.753) und betreffen im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen.
Note 9. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Material | 1.434.476 | 1.017.914 |
Sonstige bezogene Herstellungsleistungen | 305.207 | 185.239 |
Summe | 1.739.683 | 1.203.153 |
Die Aufwendungen für Material betreffen im Wesentlichen die verbrauchten Einsatzfaktoren, nämlich Zellstoff (bzw. Holz bei Eigenproduktion von Zellstoff), Schlüsselchemikalien (Natronlauge, Kohlenstoffdisulfid und Schwefelsäure) und Handelswaren. Die Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen betreffen im Wesentlichen die verbrauchte Energie.
Der Einsatz für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird nach der Methode der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt.
Note 10. Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Löhne und Gehälter | 332.366 | 351.119 |
Aufwendungen für Abfertigungen und Abfindungen | 21.145 | 5.253 |
Aufwendungen für Altersversorgung | 8.759 | 8.224 |
Gesetzlicher Sozialaufwand | 85.104 | 81.313 |
Sonstige Sozialaufwendungen | 9.700 | 6.708 |
Summe | 457.074 | 452.617 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln in Höhe von TEUR 975 (2021: TEUR 245) erfolgswirksam mit dem Personalaufwand saldiert, die aus einmaligen Kurzarbeitsbeihilfen in Österreich stammen. Die wesentliche Bedingung für die Kurzarbeitsbeihilfen ist die temporäre Verringerung der Arbeitszeit bestimmter Mitarbeiter:innen. Im Geschäftsjahr 2022 nahm die Lenzing Gruppe die Zuschüsse von Oktober bis Dezember (2021: Jänner bis März) in Anspruch.
Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten vor allem jene für die gesetzlichen Verpflichtungen der Lenzing AG und ihrer österreichischen Tochterunternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern sowie freiwillige Abfindungen und Abfertigungen im Rahmen der Restrukturierungsrückstellungen (siehe Note 31).
Der Mitarbeiter:innenstand in der Lenzing Gruppe stellt sich wie folgt dar:
Anzahl Mitarbeiter:innen (Köpfe) | | |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Durchschnitt | 8.205 | 7.614 |
Stand zum 31.12. | 8.301 | 7.958 |
Der Mitarbeiter:innenstand in der Lenzing AG und in den österreichischen Tochterunternehmen der Lenzing Gruppe stellt sich wie folgt dar:
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:innen in Österreich (Köpfe) | |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Arbeiter:innen | 1.939 | 1.912 |
Angestellte | 1.618 | 1.514 |
Summe | 3.556 | 3.426 |
Note 11. Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte
Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und biologische Vermögenswerte | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Planmäßige Abschreibungen | 205.882 | 164.269 |
Verbrauchsabhängige Abschreibungen | 21.707 | 0 |
Summe | 227.589 | 164.269 |
Wertminderungstests für immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing und zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs)
Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung gemäß IAS 36 werden immaterielle Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing sowie die umfassenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units/CGUs) auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zum Stichtag jedes Konzernabschlusses bzw. jedes Konzernzwischenabschlusses erfolgt eine qualitativ ausgerichtete Analyse, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen beziehungsweise bei wertgeminderten CGUs wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr eingetreten sind. Die Grundlage für diese Analyse folgt den Vorgaben des Managements der Lenzing AG. Sind die immateriellen Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing einer CGU mit Firmenwert zugeordnet, werden die immateriellen Anlagen, Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing im Rahmen des jährlichen Wertminderungstests für den Firmenwert mitgeprüft. In der Lenzing Gruppe sind die CGUs insbesondere die einzelnen Produktionsstandorte.
Die Lenzing Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag zunächst auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Vorstand und Aufsichtsrat bewilligen das Budget. Die Mittelfristpläne für die nächsten fünf Jahre werden vom Vorstand bewilligt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen. Diese bilden den Ausgangspunkt für die Cashflow-Prognosen auf Nachsteuerbasis für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten. Das Management erstellt Planungsrechnungen grundsätzlich über einen Detailplanungszeitraum von fünf Jahren. Sollte der eingeschwungene Zustand nicht bereits am Ende des fünfjährigen Detailplanungszeitraums erreicht sein, wird dieser soweit verlängert, bis von einem eingeschwungenen Zustand der Zahlungsströme ausgegangen werden kann. Anschließend wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres mit einer ewigen Rente unter Berücksichtigung einer nachhaltigen langfristigen Wachstumsrate gerechnet. Als Schätzwert für die nachhaltige langfristige Wachstumsrate wird grundsätzlich die halbe Inflationsrate der nächsten Jahre im jeweiligen Land verwendet, die von einem internationalen Wirtschaftsauskunftsbüro erwartet wird. Dieser Wert gleicht tendenziell die allgemeine Teuerung aus. Eine wachstumsbedingte Thesaurierung finanzieller Überschüsse in der ewigen Rente wird in den Planungsrechnungen berücksichtigt. Die geplanten bzw. prognostizierten Cashflows werden mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens (Discounted-Cashflow-Methode) auf einen Barwert abgezinst. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird in seiner Gesamtheit in die Stufe 3 der Bewertungshierarchie eingeordnet, da wesentliche Inputfaktoren (insbesondere Cashflows) nicht am Markt beobachtbar sind. Als Abzinsungssatz wird ein individuell nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelter Mischsatz aus der durchschnittlichen Fremdkapitalverzinsung und der erwarteten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals herangezogen (Weighted Average Cost of Capital / WACC). Für die Wertminderungstests 2022 von firmenwerttragenden CGUs wurden WACCs nach Steuern zwischen 7,6 Prozent und 9,4 Prozent verwendet (2021: zwischen 6,0 Prozent und 7,1 Prozent).
Bei der Bestimmung der WACCs wurden großteils extern verfügbare Kapitalmarktdaten von Vergleichsunternehmen verwendet (insbesondere zur Bestimmung der Risikoprämie). Die Planungen bzw. Prognosen von Free Cashflows basieren insbesondere auf internen und externen Annahmen über die künftig erwarteten Absatzpreise und -mengen (insbesondere Faser und Zellstoff) sowie die dazu notwendigen Kosten (insbesondere Rohstoffe wie Zellstoff, Holz und Energie, daneben auch Personal und Steuern) unter Berücksichtigung des erwarteten Marktumfeldes und der Marktpositionierung. Daneben spielen auch die angenommenen Investitionen und die Veränderungen des Working Capital eine Rolle. Diese internen Annahmen basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen. Sie werden um externe Marktannahmen ergänzt, etwa branchenspezifische Marktstudien und Konjunkturaussichten.
Im aktuellen Geschäftsjahr und im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Wertminderungen gemäß IAS 36 bei CGUs erfasst.
Aufgrund der Entwicklung der Kapitalmärkte sank im 4. Quartal 2022 der Marktwert des Eigenkapitals unter dessen Buchwert, sodass ein Anhaltspunkt für die Wertminderung aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ausgelöst wurde. Die aktuell bestehenden Unsicherheiten (beispielsweise Chinas Zero-Covid-Politik, Ukraine-Krieg, Verwerfungen an den Energiemärkten, Entwicklung der Nachfrage nach Fasern) betreffen insbesondere die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten CGU Fiber Site China, CGU Fiber Site Indonesia und CGU Fiber Site Heiligenkreuz. Alle für die Wertminderungstests wesentlichen Annahmen wurden überprüft und die erwarteten Auswirkungen in den für die Cash-Flow-Prognosen notwendigen Budgets und den Mittelfristplanungen berücksichtigt. Bei den WACCs (Weighted Average Cost of Capital) wurde die verschärfte Situation auf den Kapitalmärkten berücksichtigt.
Wertminderungstest der CGU Fiber Site China
Der Buchwert der in vorhergehenden Geschäftsjahren wertgeminderten immateriellen Anlagen, Sachanlagen und Nutzungsrechte Leasing der CGU Fiber Site China beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 59.159 (31. Dezember 2021: TEUR 57.081). Darin berücksichtigt sind kumulierte fortgeschriebene Wertminderungen in Höhe von TEUR 9.386 (31. Dezember 2021: TEUR 13.586) aus den bisherigen durchgeführten Wertminderungstests.
Die Verschlechterung des Marktumfeldes hat für die CGU Fiber Site China zu wesentlichen Verlusten geführt. Da die Lenzing Gruppe derzeit in China investiert, um bestehende Kapazitäten für herkömmliche Viscose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern (Konvertierung einer Linie auf die Herstellung von Modalfasern) umzuwandeln, wird eine positive Entwicklung des
Standortes für die Zukunft erwartet. Darüber hinaus wurde der Standort China im Zuge dieser Investitionen auf Grünstrom umgestellt. Der erzielbare Betrag ergab eine ausreichende Deckung der Buchwerte. Die Buchwerte würden insbesondere dann steigen/
fallen, wenn das geplante EBITDA oder der Abzinsungssatz (WACC) sich verringert (erhöht). Der ermittelte erzielbare Betrag würde bei einer Erhöhung (Verringerung) des geplanten EBITDA um 1 Prozent um TEUR 3.431 steigen (fallen). Bei einer Verringerung (Erhöhung) des Abzinsungssatzes (WACC) um 0,25 Prozentpunkte steigt der erzielbare Betrag um TEUR 5.779 bzw. fällt um TEUR 5.459.
Wertminderungstest der CGU Fiber Site Indonesia
Die CGU Fiber Site Indonesia als bisheriger Viscose-Standort wurde von der negativen Entwicklung des Marktumfeldes bedeutsam getroffen und weist ebenso wesentliche Verluste auf. Da die Lenzing Gruppe derzeit in Indonesien investiert, um bestehende Kapazitäten für herkömmliche Viscose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern umzuwandeln, wird eine positive Entwicklung des Standortes für die Zukunft erwartet. In Purwakarta schafft Lenzing zusätzliche Kapazitäten für Fasern der Marke LENZING™ ECOVERO™. Der indonesische Standort wird damit 2023 zum reinen Spezialviscose-Anbieter. Darüber hinaus wurde der Standort Indonesien im Zuge dieser Investitionen auf Grünstrom umgestellt. Der erzielbare Betrag ergab eine ausreichende Deckung der Buchwerte. Die Buchwerte würden insbesondere dann steigen/fallen, wenn das geplante EBITDA oder der Abzinsungssatz (WACC) sich verringert (erhöht). Der ermittelte erzielbare Betrag würde bei einer Erhöhung (Verringerung) des geplanten EBITDA um 1 Prozent um TEUR 6.154 steigen (fallen). Bei
einer Verringerung (Erhöhung) des Abzinsungssatzes (WACC) um 0,25 Prozentpunkte steigt der erzielbare Betrag um TEUR 11.166 bzw. fällt um TEUR 10.625.
Wertminderungstest der CGU Fiber Site Heiligenkreuz
Die CGU Fiber Site Heiligenkreuz ist maßgeblich von den Verwerfungen der Energiemärkte in Europa betroffen und weist daher im Geschäftsjahr 2022 wesentliche Verluste aus. Als Reaktion auf diese Verwerfungen wird derzeit an einem nachhaltigen Energiekonzept gearbeitet, das in der Planung berücksichtigt wurde. Der erzielbare Betrag ergab eine ausreichende Deckung der Buchwerte. Die Buchwerte würden insbesondere dann steigen/fallen, wenn das geplante EBITDA oder der Abzinsungssatz (WACC) sich verringert (erhöht). Der ermittelte erzielbare Betrag würde bei
einer Erhöhung (Verringerung) des geplanten EBITDA um 1 Prozent um TEUR 5.310 steigen (fallen). Bei einer Verringerung (Erhöhung) des Abzinsungssatzes (WACC) um 0,25 Prozentpunkte steigt der erzielbare Betrag um TEUR 12.273 bzw. fällt um TEUR 11.540.
Wertminderungstest der firmenwerttragenden CGUs
Die Firmenwerte sind zum Bilanzstichtag folgenden Segmenten bzw. CGUs zugeordnet:
Firmenwerte nach Segmenten bzw. CGUs | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Segment Division Pulp | | |
CGU Pulp Site Czech Republic | 10.951 | 10.599 |
Segment Division Fiber | | |
Übrige CGUs | 3.499 | 3.525 |
Summe | 14.450 | 14.124 |
Der erzielbare Betrag der im Geschäftsjahr 2022 größten firmenwerttragenden CGU – der CGU Pulp Site Czech Republic – wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird in seiner Gesamtheit in die Stufe 3 der Bewertungshierarchie eingeordnet. Folgende individuelle Annahmen aus den zuletzt erstellten Wertminderungstests wurden beim jährlichen Test verwendet:
Annahmen beim Impairment Test der größten firmenwerttragenden CGU | |
| | |
| Geschäftsjahr 2022 | Geschäftsjahr 2021 |
| | |
CGU Pulp Site Czech Republic | | |
Durchschnittliche operative Marge im Planungszeitraum p.a. | 11,8 % | 13,3 % |
Langfristige Wachstumsrate der ewigen Rente | 2,0 % | 1,1 % |
Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern | 9,4 % | 7,1 % |
Das durchschnittliche Umsatzwachstum der CGU Pulp Site Czech Republic beträgt im Detailplanungszeitraum 2,2 Prozent p. a. (2021: 1,4 Prozent p. a.).
Die vorgenommene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts ab-züglich Veräußerungskosten der CGU Pulp Site Czech Republic übersteigt den Buchwert um TEUR 33.504 (2021: TEUR 78.558). Die Schätzung wird für angemessen erachtet. Geänderte Annahmen oder veränderte Umstände können allerdings Korrekturen notwendig machen. Die folgende Tabelle zeigt im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse hypothetische Szenarien wesentlicher Annahmen und jene mögliche wertmäßige Veränderung zum Bilanzstichtag, bei deren Eintreten der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert der CGU zuzüglich des Firmenwerts wäre.
Für die übrigen CGUs mit Firmenwert wurde eine langfristige Wachstumsrate von 1,2 Prozent bis zu 1,8 Prozent (2021: von 1,1 Prozent bis zu 1,3 Prozent) in der ewigen Rente berücksichtigt.
Sensitivitätsanalyse der Annahmen beim Impairment Test | |
| | |
| Wertmäßige Ausprägung der wesentlichen Annahmen | Wertmäßige Veränderung der wesentlichen Annahmen, bei der der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert wäre |
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CGU Pulp Site Czech Republic | | |
Operative Marge | 11,8 % | minus 0,9 Prozentpunkte |
Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern | 9,4 % | plus 0,7 Prozentpunkte |
Sensitivitätsanalyse der Annahmen beim Impairment Test (Vorjahr) | |
| | |
| Wertmäßige Ausprägung der wesentlichen Annahmen | Wertmäßige Veränderung der wesentlichen Annahmen, bei der der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert wäre |
| | |
CGU Pulp Site Czech Republic | | |
Operative Marge | 13,3 % | minus 3,1 Prozentpunkte |
Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern | 7,1 % | plus 3,0 Prozentpunkte |
Note 12. Honorare des Abschlussprüfers
Die aufgewendeten Honorare für Leistungen der KPMG Austria GmbH, Linz, setzen sich wie folgt zusammen:
Aufgewendete Honorare des Abschlussprüfers | TEUR |
| | | |
2022 | Lenzing AG | Tochterunternehmen | Summe |
| | | |
Prüfung der Jahresabschlüsse (inkl. Konzernabschluss) | 385 | 140 | 525 |
Andere Bestätigungsleistungen | 199 | 0 | 199 |
Sonstige Leistungen | 162 | 0 | 162 |
Summe | 747 | 140 | 886 |
Aufgewendete Honorare des Abschlussprüfers (Vorjahr) | TEUR |
| | | |
2021 | Lenzing AG | Tochterunternehmen | Summe |
| | | |
Prüfung der Jahresabschlüsse (inkl. Konzernabschluss) | 310 | 132 | 442 |
Andere Bestätigungsleistungen | 152 | 1 | 152 |
Sonstige Leistungen | 173 | 0 | 173 |
Summe | 635 | 133 | 768 |
Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen vor allem Entgelte für die prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses.
Note 13. Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Das Ergebnis in Höhe von TEUR minus 222 (2021: TEUR minus 3.541) resultiert aus dem Anteil der Gruppe am laufenden Ergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Im Geschäftsjahr 2021 war die Abschreibung und der Abgang der Hygiene Austria LP GmbH (HGA), deren Anteile im Geschäftsjahr 2021 verkauft wurden, in Höhe von TEUR minus 4.536 enthalten (siehe Note 22).
Note 14. Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten
Das Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten setzt sich wie folgt zusammen:
Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Erträge aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten | | |
Zinserträge aus Bankguthaben, Ausleihungen und Forderungen | 10.907 | 4.111 |
Zinserträge und Erträge aus dem Abgang von Fremdkapitalinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 37 |
Dividendenerträge aus gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 140 | 960 |
Bewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 600 | 796 |
Netto-Fremdwährungsgewinne aus finanziellen Vermögenswerten | 3.567 | 5.203 |
| 15.215 | 11.106 |
Aufwendungen aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten | | |
Bewertung und Verluste aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -3.605 | -2.021 |
Bewertung und Verluste aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | -1.401 | -1.066 |
Verluste aus dem Abgang von Fremdkapitalinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | -138 |
| -5.007 | -3.225 |
Summe | 10.208 | 7.881 |
Note 15. Finanzierungskosten
Die Finanzierungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
Finanzierungskosten | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Netto-Fremdwährungsgewinne/-verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten | -3.341 | -4.405 |
Zinsaufwand aus Schuldscheindarlehen | -9.189 | -9.214 |
Zinsaufwand aus Bankkrediten, sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -63.530 | -34.418 |
Aktivierte Fremdkapitalkosten für Sachanlagen und biologische Vermögenswerte | 39.562 | 26.008 |
Summe | -36.498 | -22.029 |
Note 16. Ertragsteueraufwand
Als Ertragsteueraufwand werden der laufende Ertragsteueraufwand und der Ertrag/Aufwand aus der Steuerabgrenzung (Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern) ausgewiesen. Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Ertragsteueraufwand nach Herkunft | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Laufender Ertragsteueraufwand | | |
Österreich | 14.847 | 15.893 |
Ausland | 17.914 | 32.481 |
| 32.761 | 48.374 |
Ertrag/Aufwand aus Steuerabgrenzung | -5.579 | 6.838 |
Summe | 27.182 | 55.212 |
Ertragsteueraufwand nach Ursachen | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Laufender Ertragsteueraufwand | | |
Steueraufwand laufendes Jahr | 44.464 | 51.018 |
Minderung aufgrund der Nutzung steuerlicher Verluste | -6.647 | -7.846 |
Anpassung für periodenfremde Ertragsteuern | -5.056 | 5.203 |
| 32.761 | 48.374 |
Ertrag/Aufwand aus Steuerabgrenzung | | |
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | 1.939 | 712 |
Auswirkungen von Steuersatzänderungen | -2.598 | 849 |
Veränderung der aktivierten Verlustvorträge | -5.778 | 4.524 |
Auswirkungen bisher nicht berücksichtigter temporärer Differenzen früherer Perioden | 102 | 846 |
Veränderung der Ansatzkorrektur auf latente Steueransprüche (ohne Verlustvorträge) | 756 | -93 |
| -5.579 | 6.838 |
Summe | 27.182 | 55.212 |
Der Posten „Veränderung der aktivierten Verlustvorträge“ betrifft den Verbrauch von Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 566 (2021: TEUR 3.271) sowie eine Anpassung der aktiven latenten Steuern für noch nicht verwertete Verlustvorträge in Höhe von TEUR minus 6.344 (2021: TEUR plus 1.253).
Die Überleitung vom errechneten Ertragsteueraufwand gemäß österreichischem Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent (31. Dezember 2021: 25 Prozent) zum effektiven Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
Steuerüberleitungsrechnung | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | -10.059 | 182.926 |
Errechneter Ertragsteueraufwand (25 % des Ergebnisses vor Steuern) | -2.515 | 45.732 |
Abzugsfähige Ausschüttung Hybridkupon | -7.188 | -7.188 |
Steuerfreie Erträge und Steuerfreibeträge (insbesondere Forschungsfreibetrag) | -2.086 | -2.055 |
Nicht abzugsfähige Aufwendungen, Quellensteuern und ähnliche permanente Differenzen | 8.722 | 2.313 |
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 56 | 468 |
Steuersatzunterschiede | 5.847 | -5.374 |
Steuersatzänderungen | -5.111 | 849 |
Steuern aus Vorperioden | -4.954 | 6.049 |
Wechselkursdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Steuerposten von lokaler in funktionale Währung | -1.282 | 7.902 |
Veränderung des in Bezug auf Verlustvorträge, Steuergutschriften und temporäre Differenzen nicht angesetzten Aktivpostens | 34.345 | 6.637 |
Sonstige | 1.347 | -121 |
Effektiver Ertragsteueraufwand | 27.182 | 55.212 |
Die Relation zwischen dem effektiven Ertragsteueraufwand und dem Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr 2022 wie im Vorjahr überproportional hoch. Es liegen hohe Überleitungsposten vor, die aus Wertberichtigungen von Steueraktivposten (insbesondere aus nicht aktivierten Verlusten) entstanden sind (insbesondere Indonesien, China und Thailand). Zusätzlich gab es wie im Geschäftsjahr 2021 eine Ausschüttung an Hybridkapitalbesitzer, die steuerlich abzugsfähig ist.
Der Posten „Steuersatzänderungen“ umfasst im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen eine gesetzliche Steuersatzsenkung in Österreich. Der Ertragsteuersatz in Österreich wird mit Wirkung ab 1. Jänner 2023 stufenweise von 25 Prozent auf 24 Prozent und ab 1. Jänner 2024 von 24 Prozent auf 23 Prozent gesenkt. Dies führte im Geschäftsjahr 2022 zu einem Ertrag von TEUR 5.224 aus der Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten und laufenden Steuerschulden der österreichischen Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2021 umfasste der Posten „Steuersatzänderungen“ im Wesentlichen eine gesetzliche Steuersatzerhöhung in UK. Der Ertragsteuersatz in Großbritannien wird mit Wirkung ab 1. April 2023 von 19 Prozent auf 25 Prozent erhöht. Dies führte im Geschäftsjahr 2021 zu einem Aufwand von TEUR 941 aus der Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden der britischen Konzerngesellschaften.
In dem Posten „Steuern aus Vorperioden“ ist eine Steuergutschrift von TEUR 2.660 (2021: TEUR 747) aus der steuerlichen Unternehmensgruppe mit der B&C Gruppe enthalten (siehe auch Note 39).
Die Lenzing AG und die österreichischen Tochterunternehmen der Lenzing Gruppe unterliegen einem Ertragsteuersatz von 25 Prozent (31. Dezember 2021: 25 Prozent). Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften liegen zwischen 11 Prozent und 34 Prozent (31. Dezember 2021: zwischen 11 Prozent und 34 Prozent).
Im Dezember 2021 wurden die OECD-Musterregelungen für ein globales Mindestbesteuerungsregime veröffentlicht. Durch das Mindestbesteuerungsregime soll bei Konzernen mit weltweiten Umsätzen von mindestens TEUR 750.000 sichergestellt werden, dass diese in jenen Staaten, in denen sie tätig sind, einer effektiven Steuerbelastung von mindestens 15 Prozent unterliegen. Das OECD-Abkommen wird in den nächsten Jahren voraussichtlich zu Änderungen der Körperschaftssteuersätze etlicher Länder führen. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf die Bewertung von Steuerforderungen und -verbindlichkeiten hängen von Art und Zeitpunkt der Gesetzesänderungen in den einzelnen Ländern ab.
Note 17. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt:
Ergebnis je Aktie | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
In der Berechnung des Ergebnisses je Aktie verwendeter Anteil der Aktionäre der Lenzing AG am Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -73.086 | 110.346 |
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück | 26.550.000 | 26.550.000 |
| EUR | EUR |
Verwässert = unverwässert | -2,75 | 4,16 |
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird der den Aktionären der Lenzing AG zuzurechnende Anteil am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag, reduziert um den Anteil der Hybridkapitalbesitzer in Höhe von TEUR 28.750 (2021: TEUR 28.750), durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz, zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung und zur Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Note 18. Immaterielle Anlagen
Entwicklung
Die immateriellen Anlagen haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der immateriellen Anlagen | | | | TEUR |
| | | | |
2022 | Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe |
| | | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | | |
Stand zum 01.01.2022 | 93.085 | 27.215 | 29.310 | 149.610 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 5.271 | 100 | 0 | 5.371 |
Zugänge | 0 | 3.506 | 7.351 | 10.857 |
Abgänge | 0 | -863 | -97 | -960 |
Stand zum 31.12.2022 | 98.356 | 29.959 | 36.564 | 164.879 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | |
Stand zum 01.01.2022 | -78.960 | -20.552 | -14.049 | -113.561 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -4.945 | -39 | 0 | -4.984 |
Planmäßige Abschreibungen | 0 | -2.472 | -912 | -3.385 |
Abgänge | 0 | 860 | 16 | 876 |
Stand zum 31.12.2022 | -83.906 | -22.203 | -14.945 | -121.054 |
Buchwert zum 01.01.2022 | 14.124 | 6.663 | 15.261 | 36.049 |
Buchwert zum 31.12.2022 | 14.450 | 7.756 | 21.619 | 43.825 |
Entwicklung der immateriellen Anlagen (Vorjahr) | | | TEUR |
| | | | |
2021 | Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe |
| | | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | | |
Stand zum 01.01.2021 | 86.199 | 24.494 | 23.128 | 133.820 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 6.886 | 255 | 0 | 7.141 |
Zugänge | 0 | 2.495 | 6.182 | 8.677 |
Abgänge | 0 | -28 | 0 | -28 |
Stand zum 31.12.2021 | 93.085 | 27.215 | 29.310 | 149.610 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | |
Stand zum 01.01.2021 | -72.872 | -18.057 | -13.223 | -104.151 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -6.089 | -112 | 0 | -6.201 |
Planmäßige Abschreibungen | 0 | -2.411 | -826 | -3.237 |
Abgänge | 0 | 28 | 0 | 28 |
Stand zum 31.12.2021 | -78.960 | -20.552 | -14.049 | -113.561 |
Buchwert zum 01.01.2021 | 13.327 | 6.437 | 9.905 | 29.669 |
Buchwert zum 31.12.2021 | 14.124 | 6.663 | 15.261 | 36.049 |
Die Zugänge im Geschäftsjahr 2022 betreffen mit TEUR 3.506 (2021: TEUR 2.495) entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und mit TEUR 7.351 (2021: TEUR 6.182) selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (das sind im Wesentlichen Prozess- und Produktentwicklungen). Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte angesetzt, wenn die spezifischen Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind, insbesondere die Erzielbarkeit eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens.
Das Wahlrecht zur Neubewertung wird nicht ausgeübt. Die Abschreibungen werden auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern nach der linearen Methode ermittelt. Die geschätzten Nutzungsdauern für die wichtigsten Vermögenswerte betragen:
Nutzungsdauern für immaterielle Anlagen | |
| |
| Jahre |
| |
Software/Computerprogramme | 3 bis 7 |
Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
Entgeltlich erworbene | 4 bis 25 |
Aus eigener Entwicklung | 7 bis 15 |
Alle immateriellen Anlagen werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Note 11).
Die Abschreibungen auf Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen, ähnlichen Rechte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden in den Umsatzkosten, Vertriebsaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen dargestellt.
Note 19. Sachanlagen
Entwicklung
Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der Sachanlagen | | | | TEUR |
| | | | |
2022 | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Summe |
| | | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | | |
Stand zum 01.01.2022 | 721.290 | 3.157.287 | 1.520.285 | 5.398.862 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 17.246 | 22.553 | 87.255 | 127.054 |
Zugänge | 131.460 | 455.365 | 46.2591 | 633.083 |
Abgänge | -1.620 | -44.317 | -2.444 | -48.381 |
Umbuchungen | 279.453 | 960.267 | -1.239.721 | 0 |
Stand zum 31.12.2022 | 1.147.829 | 4.551.155 | 411.633 | 6.110.618 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | |
Stand zum 01.01.2022 | -341.457 | -2.155.288 | -24.511 | -2.521.255 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -2.653 | -22.590 | -1.186 | -26.429 |
Planmäßige Abschreibungen | -29.735 | -163.289 | 0 | -193.024 |
Abgänge | 1.413 | 41.785 | 0 | 43.197 |
Stand zum 31.12.2022 | -372.433 | -2.299.382 | -25.697 | -2.697.512 |
Buchwert zum 01.01.2022 | 379.833 | 1.001.999 | 1.495.774 | 2.877.606 |
Buchwert zum 31.12.2022 | 775.396 | 2.251.773 | 385.936 | 3.413.106 |
1) In den Zugängen ist im Vergleich zur Vorperiode ein Rückgang der geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 4.283 enthalten.
Entwicklung der Sachanlagen (Vorjahr) | | | | TEUR |
| | | | |
2021 | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Summe |
| | | | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | | | | |
Stand zum 01.01.2021 | 641.066 | 2.975.353 | 762.018 | 4.378.437 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 20.411 | 74.888 | 93.090 | 188.389 |
Zugänge | 28.877 | 53.793 | 755.6961 | 838.366 |
Abgänge | -440 | -5.891 | 0 | -6.331 |
Umbuchungen | 31.376 | 59.143 | -90.519 | 0 |
Stand zum 31.12.2021 | 721.290 | 3.157.287 | 1.520.285 | 5.398.862 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | |
Stand zum 01.01.2021 | -313.744 | -1.973.967 | -22.668 | -2.310.379 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -9.051 | -53.668 | -1.843 | -64.562 |
Planmäßige Abschreibungen | -18.959 | -133.087 | 0 | -152.046 |
Abgänge | 297 | 5.434 | 0 | 5.730 |
Stand zum 31.12.2021 | -341.457 | -2.155.288 | -24.511 | -2.521.255 |
Buchwert zum 01.01.2021 | 327.323 | 1.001.386 | 739.350 | 2.068.059 |
Buchwert zum 31.12.2021 | 379.833 | 1.001.999 | 1.495.774 | 2.877.606 |
1) In den Zugängen ist im Vergleich zur Vorperiode ein Rückgang der geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 106.538 enthalten.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, einschließlich aktivierter Fremdkapitalkosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Abschreibungen werden auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern nach der linearen Methode ermittelt. Die geschätzten Nutzungsdauern für die wichtigsten Vermögenswerte betragen:
Nutzungsdauern für Sachanlagen | |
| |
| Jahre |
| |
Landnutzungsrechte | 30 bis 50 |
Gebäude | 10 bis 50 |
Faserproduktionslinien | 5 bis 15 |
Energieanlagen | 4 bis 25 |
Sonstige maschinelle Anlagen | 4 bis 20 |
Fahrzeuge | 4 bis 20 |
Büroeinrichtungen und sonstige Einbauten | 2 bis 10 |
EDV-Hardware | 2 bis 7 |
Alle Sachanlagen werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Note 11).
Operating-Leasingverhältnisse als Leasinggeber
Zum 31. Dezember 2022 bestehen für Grundstücke und Bauten mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von TEUR 38.350 (31. Dezember 2021: TEUR 38.224) Operating-Leasingverhältnisse. Der Buchwert dieser Grundstücke und Bauten beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 7.819 (31. Dezember 2021: TEUR 8.282). Im Geschäftsjahr 2022 wurden aus diesen Vermögenswerten Abschreibungen in Höhe von TEUR 694 (2021: TEUR 692) erfasst. Details zu den Mieterträgen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in Note 21 erläutert.
Aktivierung von Fremdkapitalkosten
Im Geschäftsjahr 2022 werden TEUR 33.316 (2021: TEUR 21.166) an Fremdkapitalkosten auf Sachanlagen aktiviert. Dabei wird ein gewichteter Durchschnittszinssatz in Höhe von 3,14 Prozent (2021: 2,23 Prozent) verwendet.
Die Lenzing Gruppe definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Die Aktivierung erfolgt über den Posten „Finanzierungskosten“ sowie das zugehörige Anlagenbestandskonto. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode im Finanzergebnis erfasst, in der sie anfallen.
Note 20. Biologische Vermögenswerte
Die biologischen Vermögenswerte bestehen aus stehenden Bäumen einer Plantage in Minas Gerais, Brasilien, die als Rohstoff für die Zellstoffproduktion verwendet werden. Nach IAS 41 (Landwirtschaft) müssen biologische Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden. Die Plantage wird auf Stufe 3 des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bei der Ernte bilanziert. Es wird davon ausgegangen, dass beizulegende Zeitwerte gemessen werden können. Die Bewertung der biologischen Vermögenswerte wird von der Lenzing Gruppe überwacht und geprüft. Die notwendigen Marktdaten werden durch das Vier-Augen-Prinzip validiert.
Die Bewertung basiert auf einem Discounted-Cashflow-Modell auf der Grundlage nachhaltiger Waldbewirtschaftungspläne, Branchenbenchmarks für Holzpreise und Lieferkosten sowie unter Berücksichtigung des Wachstumspotenzials. Für die Bewertung wird ein Holzpreis, basierend auf einem mehrjährigen Durchschnitt der Branchenbenchmarks, herangezogen. Die jährliche Ernte aus dem prognostizierten Baumwachstum wird mit den Holzpreisen multipliziert und die Kosten für Waldbau und Ernte werden abgezogen. Der beizulegende Zeitwert der Plantage wird als Barwert der Ernte aus einem Wachstumszyklus auf der Grundlage des produktiven Waldgebiets unter Berücksichtigung von Umwelteinschränkungen und anderen Vorbehalten gemessen. Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde insbesondere steigen (fallen), wenn der Holzpreis und das Holzvolumen steigen (fallen). Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde fallen (steigen), wenn der Abzinsungssatz steigt (fällt).
Junges stehendes Holz, das jünger als ein Jahr ist, gilt als unreifer Vermögenswert und wird zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei der Ernte werden die biologischen Vermögenswerte in die Position Vorräte der Konzern-Bilanz überführt. Wertänderungen von Sicherungsgeschäften in Bezug auf das Wechselkursrisiko werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten erfasst.
Am 31. Dezember 2022 standen in der Plantage rund 40.669 Hektar Eukalyptusholz (31. Dezember 2021: 40.115 Hektar) und 899 Hektar Pinienholz (31. Dezember 2021: 975 Hektar). Das Holz ist bis zu 14 Jahre (31. Dezember 2021: 13 Jahre) alt. Holz im Wert von TEUR 5.540 (31. Dezember 2021: TEUR 2.163) ist jünger als ein Jahr und gilt daher als unreifer Vermögenswert.
Die biologischen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der biologischen Vermögenswerte | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | 95.767 | 84.254 |
Käufe | 4.602 | 1.469 |
Verkäufe | 0 | -6.923 |
Aktivierte Herstellkosten | 21.902 | 12.037 |
Verbrauchsabhängige Abschreibungen | -21.707 | 0 |
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | 20.268 | -2.001 |
Fremdwährungsumrechnungsrücklage | 6.904 | 7.071 |
Sonstige Änderungen | 0 | -138 |
Stand zum 31.12. | 127.735 | 95.767 |
Die Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von biologischen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 17.009 (31. Dezember 2021: TEUR 2.258) setzen sich zusammen aus der regelmäßigen Neubewertung in Höhe von TEUR 20.268 (31. Dezember 2021: TEUR minus 2.001) sowie aus Wertänderungen von Sicherungsgeschäften in Bezug auf das Wechselkursrisiko in Höhe von TEUR minus 3.259 (31. Dezember 2021: TEUR 4.259). Sie sind in den Umsatzkosten erfasst.
Folgende Annahmen wurden verwendet:
Annahmen der Inputfaktoren der Stufe 3 für biologische Vermögenswerte | | |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Marktpreis EUR/m3 | 11,94 | 8,16 |
Abzinsungssatz | 7,96 % | 5,48 % |
Holzvolumen m3 | 11.821.960 | 11.725.725 |
Eine Veränderung wesentlicher nicht beobachtbarer Inputfaktoren würde sich auf die Bewertung der biologischen Vermögenswerte folgendermaßen auswirken:
Sensitivitätsanalyse der Inputfaktoren der Stufe 3 für biologische Vermögenswerte zum 31.12.2022 | | TEUR |
| | |
| Steigerung | Rückgang |
| | |
Marktpreisveränderung (+/- 1 %) | 1.375 | -1.375 |
Abzinsungssatz (+/- 1 %) | -368 | 390 |
Holzvolumen (+/- 5 %) | 6.880 | -6.880 |
Sensitivitätsanalyse der Inputfaktoren der Stufe 3 für biologische Vermögenswerte zum 31.12.2021 (Vorjahr) | | TEUR |
| | |
| Steigerung | Rückgang |
| | |
Marktpreisveränderung (+/- 1 %) | 952 | -952 |
Abzinsungssatz (+/- 1 %) | -787 | 837 |
Holzvolumen (+/- 5 %) | 4.967 | -4.967 |
Note 21. Nutzungsrechte Leasing
Lenzing Gruppe als Leasingnehmer
Es bestehen Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen für Sachanlagen, die als Nutzungsrechte Leasing in der Konzern-Bilanz ausgewiesen werden. Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten werden als Teil der Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 29).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte Leasing je Anlagenklasse:
Entwicklung der Nutzungsrechte Leasing | | TEUR |
| | | |
2022 | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
| | | |
Buchwerte zum 01.01. | 58.568 | 11.562 | 70.129 |
Zugänge | 5.540 | 8.649 | 14.189 |
Abgänge | -3.844 | -1.343 | -5.187 |
Abschreibungen im Geschäftsjahr | -4.743 | -4.730 | -9.473 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 3.077 | 25 | 3.103 |
Buchwerte zum 31.12. | 58.598 | 14.163 | 72.761 |
Entwicklung der Nutzungsrechte Leasing (Vorjahr) | | TEUR |
| | | |
2021 | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
| | | |
Buchwerte zum 01.01. | 53.618 | 12.143 | 65.761 |
Zugänge | 6.231 | 3.864 | 10.095 |
Abgänge | -490 | 0 | -490 |
Abschreibungen im Geschäftsjahr | -4.449 | -4.538 | -8.987 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 3.657 | 93 | 3.749 |
Buchwerte zum 31.12. | 58.568 | 11.562 | 70.129 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Wesentlichen Nutzungsrechte Leasing in Höhe von TEUR 4.861 aus der Indexerhöhung für Landnutzungsrechte, in Höhe von TEUR 4.213 für Maschinen, in Höhe von TEUR 3.894 für Stapler, PKWs und sonstige Fahrzeuge sowie in Höhe von TEUR 434 für Waggons erfasst. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen Nutzungsrechte Leasing in Höhe von TEUR 3.788 für Lagerräumlichkeiten sowie in Höhe von TEUR 1.269 für Waggons.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Wesentlichen Nutzungsrechte Leasing in Höhe von TEUR 4.014 für Büroräumlichkeiten, in Höhe von TEUR 2.927 für Waggons sowie in Höhe von TEUR 2.217 aus der Indexerhöhung für Landnutzungsrechte erfasst.
Die Konditionen der wesentlichen Leasing-Vereinbarungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- ● Landnutzungsrechte: Die biologischen Vermögenswerte (siehe Note 20) befinden sich auf Land, das sich nicht im Eigentum der Lenzing Gruppe befindet. Für dieses Land bestehen Landnutzungsrechte. Die Leasingvereinbarung hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Es besteht die Möglichkeit, die Leasingvereinbarung nach 30 Jahren um 19 Jahre zu verlängern. Diese Verlängerungsoption wurde bei der Einschätzung der voraussichtlichen Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht berücksichtigt, weil die Nutzung der biologischen Vermögenswerte in 30 Jahren aus heutiger Sicht noch nicht hinreichend sicher ist. Es bestehen Preisanpassungsklauseln.
- ● Büro- und Lagerräumlichkeiten: Die Leasingvereinbarungen haben eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren bzw. gibt es Verträge mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei unbestimmter Nutzungsdauer für Büro- und Lagerräumlichkeiten, bei denen wirtschaftliche Austrittsbarrieren bestehen, wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer herangezogen. Bei diesen Verträgen besteht keine Möglichkeit, die Büro- und Lagerräumlichkeiten am Ende der vertraglichen Laufzeit zu erwerben. Es gibt teilweise Verlängerungsmöglichkeiten und Preisanpassungsklauseln.
- ● Waggons: Die Leasingvereinbarungen haben eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren. Es besteht die Möglichkeit, die Verträge nach einer Mindestlaufzeit zu kündigen. Es gibt teilweise Preisanpassungsklauseln.
- ● Kläranlagen: Die Leasingvereinbarung betrifft ein Finanzierungsleasingverhältnis über eine industrielle Vorkläranlage und ihre Erweiterungsinvestitionen. Nach Ablauf der Vereinbarungen kann die Anlage inklusive Grundstück gegen Bezahlung einer Ablösesumme in das Eigentum der Lenzing Gruppe übergehen. Die Vertragslaufzeit beträgt bis zu 16 Jahre.
Kündigungs- und Verlängerungsoptionen werden bei der Einschätzung der voraussichtlichen Laufzeit der Leasingverhältnisse berücksichtigt, sofern deren Ausübung beziehungsweise Nichtausübung hinreichend sicher ist. Die Lenzing Gruppe schätzt, dass mögliche künftige Zahlungsabflüsse aus Verlängerungsoptionen, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit unberücksichtigt geblieben sind, zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeit und damit einhergehenden künftigen Zahlungsmittelabflüssen von TEUR 1.189 (31. Dezember 2021: TEUR 1.286) führen würden.
Im Geschäftsjahr wurden folgende Aufwendungen aus Leasingverhältnissen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Aufwendungen aus Leasingverhältnissen | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Kurzfristige Leasingverhältnisse | 10.853 | 8.492 |
Variable Leasingaufwendungen | 10.796 | 5.992 |
Leasingaufwendungen mit geringem Wert | 690 | 229 |
Nichtleasingkomponenten | 793 | 751 |
Miet- und Leasingaufwendungen | 23.132 | 15.465 |
Zinsaufwendungen aus Leasingver-bindlichkeiten = Finanzierungskosten | 6.766 | 5.581 |
Als kurzfristige Leasingverhältnisse wurden jene Leasingverhältnisse erfasst, deren Laufzeit weniger als ein Jahr beträgt. Bei Verträgen ohne Laufzeit sind jene Leasingverhältnisse als kurzfristig eingestuft, bei denen für beide Parteien ein Kündigungsrecht vorliegt, welches ohne Zustimmung der Gegenpartei durchgesetzt werden kann und keine Kündigungsstrafen sowie wirtschaftlichen Barrieren vorhanden sind. Die Leasingverhältnisse mit ausschließlich variablen Leasingzahlungen, ohne Koppelung an einen Index oder (Zins-)Satz, werden nicht als Nutzungsrechte Leasing aktiviert.
In den variablen Leasingaufwendungen sind im Wesentlichen variable Mietzahlungen für Lagerhallen basierend auf monatlichen Lagermengen enthalten.
Die Lenzing Gruppe hat mehrere langfristige Strombezugsverträge für Strom aus erneuerbaren Energiequellen abgeschlossen, um ihre Klimaziele zu erreichen und sich gegen schwankende Preise abzusichern. Da die Zahlungen zur Gänze variabel sind und keine günstigen Kaufoptionen bestehen, sind sie in den variablen Leasingzahlungen enthalten.
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen TEUR 36.983 (2021: TEUR 28.592). Hierin sind kurzfristige, variable und Leasingaufwendungen für Vermögenswerte mit geringem Wert enthalten.
Die Miet- und Leasingaufwendungen sind zur Gänze zahlungswirksam und im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten. Die im Zusammenhang mit der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten anfallenden Cashflows werden in Note 34 erläutert.
Alle Nutzungsrechte Leasing werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Note 11).
Lenzing Gruppe als Leasinggeber
Die künftigen undiskontierten Mindestleasingzahlungen während der unkündbaren Laufzeit der Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude und stellen sich, aufgegliedert nach Jahren, wie folgt dar:
Undiskontierte jährlich fällige Mindestleasingzahlungen als Leasinggeber | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Im Folgejahr | 3.730 | 3.486 |
In den folgenden 1 bis 2 Jahren | 3.380 | 3.239 |
In den folgenden 2 bis 3 Jahren | 3.380 | 3.164 |
In den folgenden 3 bis 4 Jahren | 3.380 | 3.164 |
In den folgenden 4 bis 5 Jahren | 3.380 | 3.164 |
Danach | 2.442 | 3.562 |
Summe | 19.692 | 19.780 |
Der wesentlichste Leasingvertrag betrifft ein Grundstück, auf dem eine Reststoffverwertungsanlage betrieben wird. Die Leasingzahlungen sind indexgesichert. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Laufzeit abgeschlossen und ist unter Einhaltung einer sechsjährigen Kündigungsfrist, erstmals zum 31. Dezember 2029, kündbar.
Die Mieterträge für das Geschäftsjahr 2022 sind in Note 7 ersichtlich.
Die Lenzing Gruppe klassifiziert diese Leasingverhältnisse als Operating Leasing, da die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten werden.
Note 22. Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Die Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzen sich wie folgt zusammen:
Buchwerte der Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH (EFB) | 4.193 | 4.777 |
Lenzing Papier GmbH (LPP) | 4.270 | 0 |
Übrige assoziierte Unternehmen | 4.813 | 4.853 |
LD Florestal S.A. (LDF) | 13.079 | 15.092 |
Übrige Gemeinschaftsunternehmen | 127 | 117 |
Summe | 26.483 | 24.840 |
Die wesentlichen Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, betreffen insbesondere die Beteiligung an der EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH (EFB), Kelheim, Deutschland, die dem Segment Division Fiber zugeordnet ist, die Lenzing Papier GmbH (LPP), Lenzing, die dem Segment „Others“ zugeordnet ist, sowie die LD Florestal S.A. (LDF), Indianópolis, Brasilien, die dem Segment Division Pulp zugeordnet ist. Zur strategischen Bedeutung der übrigen Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren Beziehungen zur Lenzing Gruppe siehe Note 39.
Die Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden,
haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der Buchwerte der Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | | | TEUR |
| | | | | | | |
2022 | EFB | LPP | Übrige assoziierte Unternehmen | HGA | LDF | Übrige Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
| | | | | | | |
Stand zum 01.01. | 4.777 | 0 | 4.853 | 0 | 15.092 | 117 | 24.840 |
Ergebnis aus Bewertung der Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -913 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -913 |
Anteil am Gewinn oder Verlust von Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -286 | 5.062 | 40 | 0 | -4.134 | 8 | 691 |
Sonstiges Ergebnis – Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 633 | 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 641 |
Sonstiges Ergebnis – Kursdifferenzen aus der Umrechnung, die während der Berichtsperiode eingetreten sind und Sonstiges | -18 | 0 | -40 | 0 | 2.120 | 2 | 2.064 |
Buchwertabgang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ausschüttungen | 0 | -800 | -40 | 0 | 0 | 0 | -840 |
Stand zum 31.12. | 4.193 | 4.270 | 4.813 | 0 | 13.079 | 127 | 26.483 |
Entwicklung der Buchwerte der Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Vorjahr) | | | TEUR |
| | | | | | | |
2021 | EFB | LPP | Übrige assoziierte Unternehmen | HGA | LDF | Übrige Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
| | | | | | | |
Stand zum 01.01. | 4.137 | 0 | 4.714 | 4.536 | 15.595 | 106 | 29.088 |
Anteil am Gewinn oder Verlust von Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 785 | 600 | 63 | 0 | -461 | 8 | 995 |
Sonstiges Ergebnis – Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und Sonstiges | 105 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 105 |
Sonstiges Ergebnis – Kursdifferenzen aus der Umrechnung, die während der Berichtsperiode eingetreten sind | 0 | 0 | 116 | 0 | -41 | 3 | 79 |
Buchwertabgang | 0 | 0 | 0 | -4.536 | 0 | 0 | -4.536 |
Ausschüttungen | -250 | -600 | -40 | 0 | 0 | 0 | -890 |
Stand zum 31.12. | 4.777 | 0 | 4.853 | 0 | 15.092 | 117 | 24.840 |
Bewertungseffekte und Ergebnisse aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erfasst die Lenzing Gruppe gemeinsam im Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde bei den ausstehenden Kaufpreisforderungen bzw. langfristigen Darlehen gegenüber dem Käufer der EFB (einschließlich deren Tochterunternehmen) eine Abschreibung in Höhe von TEUR 3.114 (2021: TEUR 0) erfasst (siehe Note 38 Abschnitt „Ausfallsrisiko“). Die Buchwerte der ausstehenden Kaufpreisforderungen bzw. langfristigen Darlehen gegenüber dem Käufer der EFB (einschließlich deren Tochterunternehmen) betragen per 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 7.564 (31. Dezember 2021: TEUR 10.678) und sind unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Sie sind bankmäßig verzinst.
Im März 2021 wurden die Anteile an dem bisher at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen Hygiene Austria LP GmbH, Wiener Neudorf, Österreich, verkauft. Der Verkauf führte zur Endkonsolidierung der Beteiligung. Aus dem Abgang resultierte ein Verlust in Höhe von TEUR 4.536. Es wurde ein Barkaufpreis von EUR 1 bezahlt. Zusätzlich wurde ein langfristiger erfolgsabhängiger Kaufpreisbestandteil vereinbart (Earn-Out). Er hängt von der künftigen wirtschaftlichen Ertragskraft der Gesellschaft ab und wurde zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 0) angesetzt. Auf das im Geschäftsjahr 2020 an die Hygiene Austria LP GmbH vergebene Darlehen wurde im Rahmen des Verkaufs verzichtet und ein Verlust in Höhe von TEUR 2.000 erfasst (siehe Note 39). Die Haupttätigkeit der nicht börsennotierten HGA bestand in Erzeugung und Vertrieb von Schutzmasken, insbesondere Mund-Nasen-Schutz-Masken sowie FFP2-Masken.
Die Lenzing Gruppe besitzt ein Pfandrecht an den übrigen Anteilen der EFB. Zusätzlich besteht ein langfristiger erfolgsabhängiger Kaufpreisbestandteil, dieser hängt von der künftigen wirtschaftlichen Ertragskraft der Gesellschaft ab und ist per 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 4.087 (31. Dezember 2021: TEUR 4.087) als Barwert diskontiert und unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Darüber hinaus wurde dem Käufer ein Kreditrahmen in Höhe von bis zu TEUR 3.091 (31. Dezember 2021: TEUR 5.379) eingeräumt, der im Fall von vordefinierten nachteiligen Veränderungen der Rahmenbedingungen der EFB am Absatzmarkt bis längstens 31. Dezember 2025 in Anspruch genommen werden kann. Dieser Rahmen war per 31. Dezember 2022 sowie im Vorjahr per 31. Dezember 2021 nicht ausgenützt.
Die Lenzing Gruppe hält per 31. Dezember 2022 20 Prozent (31. Dezember 2021: 20 Prozent) am Kapital und an den Stimmrechten. Das Kerngeschäft der nicht börsennotierten EFB besteht in der Erzeugung und im Vertrieb von holzbasierten Cellulosefasern. Die Beziehungen der Lenzing Gruppe zu diesem Unternehmen werden in Note 39 dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der EFB nach IFRS (100 Prozent):
Zusammengefasste Finanzinformationen der EFB | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | 143.479 | 127.871 |
Kurzfristige Vermögenswerte | 88.324 | 81.282 |
Eigenkapital | 62.981 | 61.336 |
Langfristige Verbindlichkeiten | 59.294 | 54.513 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 109.529 | 93.303 |
| 2022 | 2021 |
| | |
Umsatzerlöse | 193.240 | 151.231 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | -383 | 6.044 |
Gesamtergebnis | 1.644 | 4.450 |
Davon Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -1.431 | 3.926 |
Davon sonstiges Ergebnis | 3.075 | 523 |
Die Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der EFB stellt sich wie folgt dar:
Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der EFB | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Eigenkapital | 62.981 | 61.336 |
Davon: | | |
Beteiligungsquote des Konzerns (20 %; Vorjahr: 20 %) | 12.596 | 12.267 |
Konsolidierungs- und sonstige Effekte | -63 | -63 |
Wertminderungen | -8.340 | -7.427 |
Buchwert | 4.193 | 4.777 |
Die Lenzing Gruppe hält per 31. Dezember 2022 an der LPP 40 Prozent (31. Dezember 2021: 40 Prozent) am Kapital und an den Stimmrechten. Die Haupttätigkeit der nicht börsennotierten LPP besteht in der Erzeugung von auf Zellulose basierenden Produkten, insbesondere Papier. Die Beziehungen der Lenzing Gruppe zu diesem Unternehmen werden in Note 39 dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der LPP nach IFRS (100 Prozent):
Zusammengefasste Finanzinformationen der LPP | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | 10.103 | 10.832 |
Kurzfristige Vermögenswerte | 34.103 | 25.312 |
Eigenkapital | 21.206 | 10.530 |
Langfristige Verbindlichkeiten | 5.601 | 6.861 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 17.399 | 18.753 |
| 2022 | 2021 |
| | |
Umsatzerlöse | 126.864 | 82.281 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | 16.916 | 2.588 |
Gesamtergebnis | 12.676 | 1.950 |
Davon Jahresüberschuss | 12.655 | 2.588 |
Davon sonstiges Ergebnis | 21 | -638 |
Die Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der LPP stellt sich wie folgt dar:
Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der LPP | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Eigenkapital | 21.206 | 10.530 |
Davon: | | |
Beteiligungsquote des Konzerns (40 %; Vorjahr: 40 %) | 8.482 | 4.212 |
Konsolidierungs- und sonstige Effekte | -112 | -112 |
Wertminderungen | -4.100 | -4.100 |
Buchwert | 4.270 | 0 |
Die Lenzing Gruppe hält per 31. Dezember 2022 an der LDF 50 Prozent (31. Dezember 2021: 50 Prozent) am Kapital und an den Stimmrechten. Die Haupttätigkeit der nicht börsennotierten LDF besteht in der Überlassung von Nutzungsrechten. Die Beziehungen der Lenzing Gruppe zu diesem Unternehmen werden in Note 39 dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der LDF nach IFRS (100 Prozent):
Zusammengefasste Finanzinformationen der LDF | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | 92.275 | 78.404 |
Kurzfristige Vermögenswerte | 2.712 | 5.545 |
Eigenkapital | 26.157 | 30.185 |
Langfristige Verbindlichkeiten | 66.999 | 51.647 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.830 | 2.117 |
| 2022 | 2021 |
| | |
Umsatzerlöse1 | 6.466 | 4.946 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | -8.126 | 922 |
Gesamtergebnis | -4.028 | -1.004 |
Davon Jahresfehlbetrag | -8.267 | -922 |
Davon sonstiges Ergebnis | 4.240 | -82 |
1) Die Umsatzerlöse der LDF beinhalten insbesondere Mieterträge.
Die Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der LDF stellt sich wie folgt dar:
Überleitung vom Eigenkapital zum Buchwert der Beteiligung an der LDF | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Eigenkapital | 26.157 | 30.185 |
Davon: | | |
Beteiligungsquote des Konzerns (50 %; Vorjahr: 50 %) | 13.079 | 15.092 |
Buchwert | 13.079 | 15.092 |
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betreffen Anteile an Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik durch die Lenzing Gruppe ausgeübt werden kann. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen die Lenzing Gruppe gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern die gemeinschaftliche Führung ausübt und Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung hat.
Note 23. Finanzanlagen
Die langfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Langfristige Finanzanlagen | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Wertpapiere | 20.554 | 19.423 |
Sonstige Beteiligungen | 12 | 7.097 |
Ausleihungen | 8.403 | 12.348 |
Summe | 28.969 | 38.869 |
Die Lenzing Gruppe hat Eigenkapitalinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 14.369 zum 31. Dezember 2022 als „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ designiert (31. Dezember 2021: TEUR 19.899). Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen Wertpapiere und sonstige Beteiligungen beinhalten Anteile an Gesellschaften mit einem Beteiligungsausmaß von weniger als 20 Prozent. Das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung für diese Eigenkapitalinstrumente wurde aufgrund der langfristigen Halteabsicht ausgeübt.
Unter den langfristigen Wertpapieren werden im Wesentlichen die Oberbank-Stammaktien in Höhe von TEUR 14.356 (31. Dezember 2021: TEUR 12.802) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 gab es Dividendenausschüttungen der sonstigen Beteiligungen und sonstigen Wertpapiere in Höhe von TEUR 140 (31. Dezember 2021: TEUR 960). Unter den sonstigen Beteiligungen per 31. Dezember 2021 wurde im Wesentlichen die Beteiligung an der LP Beteiligungs & Management GmbH, Lenzing ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Veräußerung der Beteiligung an der LP Beteiligungs & Management GmbH, Lenzing zum beizulegenden Zeitwert von TEUR 7.700. Der realisierte Gewinn in Höhe von TEUR 6.650 war bereits im sonstigen Ergebnis enthalten und wurde abzüglich von Steuern in Höhe von TEUR 1.662 in die Gewinnrücklagen umgegliedert.
Die kurzfristigen Finanzanlagen beinhalten die Aktien an der Gesellschaft Spinnova OY, Jyväskylä, Finnland in Höhe von TEUR 12.395 (31. Dezember 2021: TEUR 32.232), die im Geschäftsjahr 2021 aus den sonstigen Beteiligungen in die kurzfristigen Wertpapiere umgegliedert wurden (siehe Note 36). Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine teilweise Veräußerung der Aktien an der Gesellschaft Spinnova OY, Jyväskylä, Finnland zum beizulegenden Zeitwert von TEUR 837. Der realisierte Gewinn in Höhe von TEUR 812 war bereits im sonstigen Ergebnis enthalten und wurde abzüglich von Steuern in Höhe von TEUR 203 in die Gewinnrücklagen umgegliedert.
Note 24. Vorräte
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Vorräte | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 373.272 | 274.152 |
Unfertige Erzeugnisse | 22.542 | 8.974 |
Fertige Erzeugnisse und Waren | 312.493 | 187.674 |
Geleistete Vorauszahlungen | 4.215 | 6.156 |
Summe | 712.522 | 476.956 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten im Wesentlichen Holz für die Zellstoffproduktion, Zellstoff und Chemikalien für die Cellulosefasererzeugung und diverse Kleinmaterialien. Der Einsatz für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird nach der Methode der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse umfassen Cellulosefasern, Co-Produkte der Faserproduktion, Zellstoff und Bioraffinerie-Produkte.
Im Geschäftsjahr wurden aufwandswirksam TEUR 84.180 an Wertberichtigungen auf Vorräte gebildet (2021: TEUR 16.841). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt TEUR 320.235 (31. Dezember 2021: TEUR 186.751). Die Vorräte, die als Materialaufwand in der Berichtsperiode erfasst werden, betragen TEUR 1.434.476 (2021: TEUR 1.017.914).
Note 25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 301.543 | 335.685 |
Wertberichtigungen | -7.932 | -10.513 |
Summe | 293.611 | 325.172 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als kurzfristige Vermögenswerte eingestuft. Weitere Ausführungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Note 36 (Abschnitt „Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (Verkauf von Forderungen / Factoring)“) und Note 38 (Abschnitt „Ausfallsrisiko“) zu entnehmen.
Note 26. Sonstige Vermögenswerte
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige langfristige Vermögenswerte | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (insbesondere aus Derivaten und sonstige finanzielle Forderungen) | 47.992 | 4.944 |
Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte (insbesondere aus sonstigen Steuern) | 75.143 | 37.779 |
Summe | 123.135 | 42.723 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | | |
Noch nicht abgerechnete Derivate (offene Positionen) | 14.090 | 1.950 |
Verrechnung Instandhaltung | 10.354 | 5.825 |
Forderungen aus Förderzusagen | 673 | 733 |
Übrige | 20.425 | 6.074 |
Summe | 45.542 | 14.581 |
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | | |
Forderungen aus sonstigen Steuern und Abgaben | 63.091 | 91.723 |
Geleistete Vorauszahlungen | 4.391 | 6.255 |
Emissionszertifikate | 78.219 | 48.763 |
Rechnungsabgrenzungsposten | 9.205 | 7.294 |
Übrige | 311 | 93 |
Summe | 155.216 | 154.129 |
Summe | 200.758 | 168.710 |
Note 27. Eigenkapital
Grundkapital und Kapitalrücklagen
Das Grundkapital der Lenzing AG zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 27.574.071,43 (31. Dezember 2021: EUR 27.574.071,43) und ist in 26.550.000 Stückaktien (31. Dezember 2021: 26.550.000) eingeteilt. Der auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt etwa EUR 1,04. Jede Stammaktie ist am Kapital im gleichen Ausmaß beteiligt und vermittelt die gleichen Rechte und Pflichten, insbesondere das Recht auf eine beschlossene Dividende und das Stimmrecht in der Hauptversammlung. Der Ausgabebetrag der Aktien ist voll einbezahlt. Andere Klassen von Anteilen sind nicht ausgegeben worden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. April 2018 – unter gleichzeitiger Aufhebung der diesbezüglichen Hauptversammlungsbeschlüsse vom 22. April 2015 – wurde der Vorstand neuerlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung in das Firmenbuch – allenfalls in Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu EUR 13.787.034,68 durch Ausgabe von bis zu 13.274.999 Stückaktien zu erhöhen („genehmigtes Kapital“). Der auf eine Stückaktie entfallende Anteil am genehmigten Kapital beträgt etwa EUR 1,04.
Dieses genehmigte Kapital wurde im Firmenbuch am 23. Mai 2018 eingetragen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. April 2018 – unter gleichzeitiger Aufhebung der diesbezüglichen Hauptversammlungsbeschlüsse vom 22. April 2015 – ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis spätestens 12. April 2023 auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die ein Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf bis zu 13.274.999 Aktien gewähren bzw. vorsehen („bedingtes Kapital“). Die Bedienung kann über das bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 26. April 2022 – unter gleichzeitiger Aufhebung der diesbezüglichen Hauptversammlungsbeschlüsse vom 18. Juni 2020 – wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung an ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Dabei dürfen die von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert muss innerhalb einer Bandbreite von +/-25 Prozent zum gewichteten durchschnittlichen Börsenschlusskurs der letzten 20 Börsentage vor Beginn des entsprechenden Rückkaufprogramms der Lenzing Aktie liegen. Der Vorstand wurde zudem ermächtigt, erworbene eigene Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss mit Zustimmung des Aufsichtsrates einzuziehen (samt Ermächtigung des Aufsichtsrates, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung der Aktien ergeben, zu beschließen) oder wieder zu veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z7 öUGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren vom Tag der Beschlussfassung an ermächtigt, für die Veräußerung eigener Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine andere gesetzlich zulässige Art der Veräußerung als über die Börse oder ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufrechts (Bezugsrechts) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.
Der Vorstand hat von den am bzw. bis 31. Dezember 2022 bestehenden Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals, zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und zum Rückkauf eigener Aktien in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.
Bei den Kapitalrücklagen handelt es sich um gebundene Rücklagen der Lenzing AG, die nur zum Ausgleich eines Bilanzverlustes der Lenzing AG verwendet werden dürfen. Sie wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche von den Aktionären über das Grundkapital hinaus der Lenzing AG zugeflossen sind.
Andere Rücklagen
Die anderen Rücklagen enthalten alle kumulierten sonstigen Ergebnisse und setzen sich aus der Fremdwährungsumrechnungsrücklage, der Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, der Hedging-Reserve und den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten zusammen.
Die auf Bestandteile des sonstigen Ergebnisses des Geschäftsjahres entfallenden Beträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstiges Ergebnis | | | | | | TEUR |
| | | | | | |
| 2022 | 2021 |
| | | | | | |
| Vor Steuern | Steuereffekt | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuereffekt | Nach Steuern |
| | | | | | |
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | 62.412 | -3.423 | 58.988 | 107.394 | -4.418 | 102.976 |
Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 2.082 | 0 | 2.082 | 79 | 0 | 79 |
Fremdwährungsumrechnungsrücklage | 64.494 | -3.423 | 61.070 | 107.473 | -4.418 | 103.055 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | -16.830 | 4.614 | -12.216 | 33.014 | -8.253 | 24.760 |
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | 62.713 | -18.112 | 44.602 | -20.164 | 865 | -19.299 |
Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -18 | 0 | -18 | 0 | 0 | 0 |
Absicherung von Zahlungsströmen (Hedging Reserve) | 62.696 | -18.112 | 44.584 | -20.164 | 865 | -19.299 |
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | 11.655 | -3.677 | 7.978 | -1.691 | 429 | -1.262 |
Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 641 | 0 | 641 | 105 | 0 | 105 |
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 12.296 | -3.677 | 8.619 | -1.587 | 429 | -1.157 |
Summe | 122.655 | -20.598 | 102.057 | 118.736 | -11.377 | 107.359 |
Die Rücklage zur Absicherung von Zahlungsströmen (Hedging Reserve) hat sich wie folgt entwickelt:
Veränderungen der Hedging Reserve | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Während der Berichtsperiode erfasste Erträge/Aufwendungen aus Cashflow Hedges | | |
Aus Gasswaps | 823 | 0 |
Aus Devisentermingeschäften | -6.150 | -25.474 |
Aus Zins- und Zins-Währungsswaps | 46.569 | 2.137 |
| 41.242 | -23.337 |
Umgliederung von Beträgen aus Cashflow Hedges, die ergebniswirksam erfasst wurden | | |
Aus Gasswaps | -6.332 | 0 |
Aus Devisentermingeschäften | 27.217 | 2.415 |
Aus Zins- und Zins-Währungsswaps | 568 | 758 |
| 21.453 | 3.173 |
Summe | 62.696 | -20.164 |
Bei den in der Berichtsperiode erfassten Fair Value-Änderungen aus Cashflow Hedges handelt es sich im Wesentlichen um die Absicherung von Fremdwährungsgeschäften zum Bau von Anlagen sowie die Absicherung von Umsatzerlösen in fremder Währung.
Die obigen Beträge aus der ergebniswirksamen Umgliederung von Cashflow Hedges aus Gasswaps und Devisentermingeschäften werden im Betriebsergebnis (EBIT) vor allem in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten ausgewiesen. Die obigen Beträge aus der ergebniswirksamen Umgliederung von Cashflow Hedges aus Zins- und Zins-Währungsswaps werden im Finanzerfolg ausgewiesen.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
Gewinnrücklagen | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Freie Gewinnrücklagen der Lenzing AG nach österreichischem Recht (öUGB) | 845.822 | 730.772 |
Bilanzgewinn der Lenzing AG nach österreichischem Recht (öUGB) | 0 | 115.493 |
Einbehaltene Gewinne der Tochterunternehmen einschließlich der Auswirkung der Anpassung der Abschlüsse der Lenzing AG und ihrer Tochterunternehmen von den lokalen Vorschriften auf IFRS | 145.879 | 360.095 |
Summe (ohne andere Rücklagen) | 991.702 | 1.206.359 |
Die freien Gewinnrücklagen der Lenzing AG können jederzeit aufgelöst und als Teil des Bilanzgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Nach österreichischem Recht können Dividenden nur jeweils aus dem Bilanzgewinn gemäß festgestelltem Jahresabschluss der Muttergesellschaft nach öUGB ausgeschüttet werden.
An die Aktionäre der Lenzing AG wurden folgende Dividenden beschlossen und gezahlt:
Beschlossene und gezahlte Dividenden der Lenzing AG | |
| | | |
| Gesamt | Anzahl der Aktien | Dividende je Aktie |
| | | |
| TEUR | | EUR |
| | | |
Für das Geschäftsjahr 2021 in der ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2022 beschlossene Dividende (Zahlung ab 3. Mai 2022) | 115.493 | 26.550.000 | 4,35 |
Für das Geschäftsjahr 2020 in der ordentlichen Hauptversammlung am 14. April 2021 beschlossene Dividende | 0 | 26.550.000 | 0,00 |
Der Jahresgewinn nach öUGB des Geschäftsjahres 2022 der Lenzing AG wird wie folgt verwendet:
Verwendung des Ergebnisses 2022 | TEUR |
| |
Das Geschäftsjahr 2022 der Lenzing AG endet mit einem Jahresgewinn nach österreichischem Recht (öUGB) von | 65.919 |
nach Zuweisung zu (freien) Gewinnrücklagen von | -65.919 |
verbleibt ein Bilanzgewinn von | 0 |
Hybridkapital
Im Dezember 2020 wurde eine nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen von TEUR 500.000 und einer Verzinsung von 5,75 Prozent p.a. emittiert. Das Hybridkapital hat eine unendliche (ewige) Laufzeit und kann erstmals am 7. Dezember 2025 durch die Lenzing AG gekündigt und getilgt werden. Die Investoren haben kein Kündigungsrecht. Falls das Hybridkapital nicht gekündigt wird, wird das Hybridkapital ab dem 8. Dezember 2025 mit einem veränderten Zinssatz verzinst (dann geltender 5-Jahres Swapsatz plus Marge von 11,208 Prozent).
Die Zinsen sind nachträglich am 7. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die Lenzing AG nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der Lenzing AG beschließt, eine Dividende zu leisten.
Die Anleihe erfüllt die Kriterien nach IAS 32 (Finanzinstrumente: Ausweis) für Eigenkapital. Die Hybridkupons werden demgemäß als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Anteile anderer Gesellschafter
Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen den Anteilsbesitz Dritter an den vollkonsolidierten Konzernunternehmen (nicht beherrschende Anteile bzw. Gesellschafter). Die Gesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen sind unter Note 42 im Abschnitt „vollkonsolidierte Gesellschaften“ dargestellt und betreffen dort jene Unternehmen, bei denen die Lenzing Gruppe einen Anteil unter 100 Prozent besitzt und die nicht unter den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen sind.
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital bestehen per 31. Dezember 2022 mit TEUR 274.985 (31. Dezember 2021: TEUR 174.719) an der LD Celulose S.A. (LDC), Indianópolis, Brasilien, die dem Segment Division Pulp zugeordnet ist. Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten per 31. Dezember 2022 49,0 Prozent (31. Dezember 2021: 49,0 Prozent) am Kapital und den Stimmrechten der nicht börsennotierten LDC. Das Kerngeschäft der LDC besteht in der Erzeugung und im Vertrieb von Zellstoff.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der LDC nach IFRS (100 Prozent):
Zusammengefasste Finanzinformationen der LDC | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | 1.607.380 | 1.147.458 |
Kurzfristige Vermögenswerte | 131.267 | 98.960 |
Eigenkapital | 561.194 | 356.570 |
Davon Anteil am Eigenkapital der Aktionäre der Lenzing AG | 286.209 | 181.851 |
Davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 274.985 | 174.719 |
Langfristige Verbindlichkeiten | 1.029.994 | 806.748 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 147.459 | 83.099 |
| | |
| 2022 | 2021 |
Umsatzerlöse | 164.269 | 10.586 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | 39.964 | -19.971 |
Gesamtergebnis | 78.395 | 52.568 |
Davon Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 30.857 | -20.564 |
Anteil der Aktionäre der Lenzing AG am Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 15.737 | -10.488 |
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 15.120 | -10.076 |
Davon sonstiges Ergebnis | 47.538 | 73.132 |
Anteil der Aktionäre der Lenzing AG am sonstigen Ergebnis | 24.244 | 37.297 |
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am sonstigen Ergebnis | 23.294 | 35.835 |
| | |
Cashflow aus der Betriebstätigkeit | -27.007 | 11.474 |
Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -337.928 | -529.072 |
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 324.319 | 478.252 |
Veränderung der liquiden Mittel | -40.616 | -39.346 |
| | |
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital bestehen per 31. Dezember 2022 mit TEUR 10.329 (31. Dezember 2021: TEUR 17.232) an der PT. South Pacific Viscose (SPV), Purwakarta, Indonesien, die dem Segment Division Fiber zugeordnet ist. Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten per 31. Dezember 2022 8,13 Prozent (31. Dezember 2021: 8,13 Prozent) am Kapital und den Stimmrechten der nicht börsennotierten SPV. Das Kerngeschäft der SPV besteht in der Erzeugung und im Vertrieb von holzbasierten Cellulosefasern.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der SPV nach IFRS (100 Prozent):
Zusammengefasste Finanzinformationen der SPV | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Langfristige Vermögenswerte | 312.391 | 221.551 |
Kurzfristige Vermögenswerte | 126.365 | 166.130 |
Eigenkapital | 127.043 | 211.952 |
Davon Anteil am Eigenkapital der Aktionäre der Lenzing AG | 116.714 | 194.720 |
Davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 10.329 | 17.232 |
Langfristige Verbindlichkeiten | 121.872 | 17.705 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 189.841 | 158.025 |
| | |
| 2022 | 2021 |
Umsatzerlöse | 436.995 | 417.124 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | -102.121 | -19.395 |
Gesamtergebnis | -85.591 | -9.643 |
Davon Jahresfehlbetrag | -101.481 | -25.827 |
Anteil der Aktionäre der Lenzing AG am Jahresfehlbetrag | -93.230 | -24.375 |
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresfehlbetrag | -8.250 | -1.452 |
Davon sonstiges Ergebnis | 15.889 | 16.184 |
Anteil der Aktionäre der Lenzing AG am sonstigen Ergebnis | 14.598 | 14.831 |
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am sonstigen Ergebnis | 1.292 | 1.353 |
| | |
Cashflow aus der Betriebstätigkeit | -12.757 | -71.743 |
Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -98.821 | -29.474 |
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 123.791 | 98.004 |
Veränderung der liquiden Mittel | 12.212 | -3.214 |
| | |
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
Auf die anderen Gesellschafter von Tochterunternehmen der Lenzing AG entfallen insgesamt folgende Anteile am sonstigen Ergebnis:
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am sonstigen Ergebnis | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | | |
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 142 | -45 |
Auf diese Bestandteile des sonstigen Ergebnisses entfallende Ertragsteuern | -32 | 10 |
| | |
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | | |
Ausländische Geschäftsbetriebe – Kursdifferenzen aus der Umrechnung, die während der Berichtsperiode eingetreten sind | 12.006 | 13.533 |
Cashflow Hedges – effektiver Teil der in der Berichtsperiode erfassten Fair Value-Änderungen und nicht designierte Komponenten | 18.793 | -6.858 |
Auf diese Bestandteile des sonstigen Ergebnisses entfallende Ertragsteuern | -6.322 | 0 |
Sonstiges Ergebnis (netto) | 24.587 | 6.640 |
Note 28. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Der unter diesem Posten abgegrenzte Betrag resultiert im Wesentlichen aus gewährten Zuschüssen zur Förderung von Investitionen in den Umweltschutz und aus allgemein zur Investitionsförderung gewährten Zuschüssen.
Investitionszuschüsse werden als Passivposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen linear verteilt als „Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen“ ergebniswirksam erfasst.
Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
In der Berichtsperiode wurden Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln in Höhe von TEUR 16.445 (2021: TEUR 12.755) erfolgswirksam erfasst, die überwiegend aus der Förderung von Forschungsaktivitäten und Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter:innen resultieren. Mit diesen Zuschüssen allenfalls verbundene Auflagen wurden erfüllt, sodass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass diese auch nur teilweise wieder zurückzuzahlen sind.
Unter den Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln sind die Emissionszertifikate zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 65.893 enthalten (31. Dezember 2021: TEUR 42.254). Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften in der Lenzing Gruppe für 2022 insgesamt 375.634 EU-Emissionszertifikate und 23.794 UK-Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2021: 369.863 EU-Emissionszertifikate und 30.589 UK-Emissionszertifikate).
Emissionszertifikate werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Zuteilung aktiviert. Die Differenz zwischen dem Zeitwert und dem von der Gesellschaft für die Anschaffung aufgewendeten Betrag wird in den Posten „Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln“ eingestellt. Zu jedem Berichtsstichtag wird eine Rückstellung für die bis zu diesem Stichtag verbrauchten Zertifikate gebildet. Die Rückstellung wird, soweit die verbrauchten Zertifikate in den von der Gesellschaft zu diesem Stichtag gehaltenen Zertifikaten Deckung finden, mit dem für diese Zertifikate angesetzten Aktivwert bewertet. Soweit die verbrauchten Zertifikate die im Bestand befindlichen Zertifikate übersteigen, wird die Rückstellung mit dem Zeitwert der (nachzuschaffenden) Zertifikate zu dem betreffenden Stichtag bewertet. Künftige Verschärfungen von Gesetzen und Selbstverpflichtungen zu den Emissionen, speziell in den Ländern der Produktionsstandorte der Lenzing Gruppe, könnten in der Zukunft zu weiteren Vorsorgen führen.
Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Aufwendungen für Emissionszertifikate TEUR 14.999 (2021: TEUR 6.557).
Note 29. Finanzverbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
Finanzverbindlichkeiten | 31.12.2022 | 31.12.2021 | TEUR |
| | | | | | | | |
| Währung | Nominale | Buchwert | Durchschnittliche Verzinsung in % | Währung | Nominale | Buchwert | Durchschnittliche Verzinsung in % |
| | | | | | | | |
Schuldscheindarlehen | | | | | | | | |
Fix verzinst | EUR | 290.500 | 290.110 | 1,5 | EUR | 362.500 | 361.965 | 1,5 |
Variabel verzinst | EUR | 219.000 | 218.640 | 1,2 | EUR | 219.000 | 218.526 | 1,1 |
Variabel verzinst1 | USD | 65.000 | 60.941 | 0,8 | USD | 65.000 | 57.350 | 0,8 |
| | | 569.691 | | | | 637.841 | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | | | | | | | | |
Darlehen: | | | | | | | | |
Fix verzinst | EUR | 428.809 | 428.809 | 1,1 | EUR | 428.809 | 428.809 | 1,0 |
Fix verzinst | USD | 140.602 | 111.972 | 3,0 | USD | 91.457 | 69.287 | 2,8 |
Variabel verzinst | EUR | 140.412 | 139.586 | 0,8 | EUR | 139.779 | 139.779 | 0,2 |
Variabel verzinst1 | USD | 1.000.000 | 911.729 | 4,1 | USD | 789.000 | 670.175 | 2,2 |
Betriebsmittelkredite2: | | | | | | | | |
Variabel verzinst | IDR | 156.333.686 | 9.463 | 9,8 | IDR | 0 | 0 | 0,0 |
Variabel verzinst | CNY | 250.000 | 33.976 | 3,7 | CNY | 250.000 | 34.612 | 4,0 |
Variabel verzinst | USD | 4.876 | 4.572 | 7,2 | USD | 0 | 0 | 0,0 |
| | | 1.640.106 | | | | 1.342.661 | |
Leasingverbindlichkeiten | | | | | | | | |
Fix verzinst | EUR | 69.590 | 69.590 | 10,2 | EUR | 63.475 | 63.475 | 9,0 |
| | | 69.590 | | | | 63.475 | |
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | | | | | | | | |
Fix verzinst | EUR | 10.603 | 10.603 | 0,7 | EUR | 8.622 | 8.622 | 0,7 |
Teilweise fix verzinst | EUR | 30.005 | 30.005 | 0,6 | EUR | 33.813 | 33.813 | 0,6 |
Variabel verzinst | BRL | 12.445 | 2.236 | 10,4 | BRL | 93.279 | 14.748 | 3,9 |
| | | 42.843 | | | | 57.183 | |
Summe | | | 2.322.230 | | | | 2.101.161 | |
Davon kurzfristig | | | 250.282 | | | | 120.125 | |
Davon langfristig | | | 2.071.948 | | | | 1.981.036 | |
1) Die zugrunde liegenden Verträge sind zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 an den Referenzzinssatz USD-LIBOR gekoppelt und wurden noch nicht auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt.
2) Revolvierende Kreditvereinbarungen und Kontokorrentkonten
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Lenzing Gruppe Schuldscheine begeben. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf TEUR 200.000. Es wurden Laufzeiten von 4 und 7 Jahren mit jeweils fixer und variabler Verzinsung und mit einer Laufzeit von 10 Jahren nur mit fixer Verzinsung vereinbart. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt ca. 6 Jahre. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Lenzing Gruppe von den bestehenden Schuldscheinen TEUR 40.500 planmäßig zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 hat sich die Lenzing Gruppe auf die Refinanzierung der Schuldscheine samt Volumensausdehnung geeinigt. Bestehende Schuldscheine in Höhe von TEUR 89.500 wurden gekündigt und mit verlängerten Laufzeiten neu ausgegeben. Außerdem wurden zusätzlich Schuldscheine in Höhe von TEUR 60.500 ausgegeben. Insgesamt wurden somit TEUR 150.000 an Schuldscheinen platziert, welche eine durchschnittliche Laufzeit von 7 Jahren haben. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 72.000 (2021: TEUR 56.000) zurückbezahlt.
Im Geschäftsjahr 2019 hat die Lenzing Gruppe weitere Schuldscheindarlehen begeben. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf TEUR 375.000 und TUSD 45.000. Es wurde eine Laufzeit von 5 bis 15 Jahren mit fixer und variabler Verzinsung vereinbart.
Im Geschäftsjahr 2020 hat die Lenzing Gruppe weitere Schuldscheindarlehen begeben. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf TEUR 114.000 und TUSD 20.000. Es wurde eine Laufzeit von 5 bis 7 Jahren mit fixer und variabler Verzinsung vereinbart.
Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Finanzierung von der Oesterreichischen Kontrollbank AG in Höhe von TEUR 200.000 aufgenommen. Es wurde eine Laufzeit von 3 bis 7 Jahren mit fixer und variabler Verzinsung vereinbart.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine weitere Finanzierung von der
Oesterreichischen Kontrollbank AG in Höhe von TEUR 160.000 aufgenommen. Es wurde eine Laufzeit von 2 bis 7 Jahren mit fixer und variabler Verzinsung vereinbart.
Die Finanzierung für die Errichtung des Zellstoffwerkes in Brasilien wurde im Geschäftsjahr 2020 in Form von Darlehen gesichert (Volumen in TUSD 1.147.200). Zum 31. Dezember 2022 sind von den Darlehen TEUR 1.023.700 (31. Dezember 2021: TEUR 739.462) ausgenutzt. Diese Verbindlichkeiten sind durch verpfändete Sachanlagen in Höhe von TEUR 34.922 (31. Dezember 2021: TEUR 9.558) sowie biologische Vermögenswerte in Höhe von TEUR 127.735 (31. Dezember 2021: 95.767) besichert. Zudem wurden für die Finanzierung des Zellstoffwerkes die Anteile an der LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien verpfändet. Details zu den bestehenden Financial Covenants werden in Note 36 erläutert.
Die nächste Zinsanpassung bei den variablen und teilweise fix verzinsten Darlehen erfolgt je nach Kreditvereinbarung innerhalb der nächsten sechs Monate. Die Konditionen für die mehrmals ausnutzbaren (revolvierenden) Kredite sind für eine bestimmte Zeit fixiert und grundsätzlich variabel verzinst.
Die sonstigen Darlehen betreffen vorwiegend die Verpflichtungen gegenüber der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und dem ERP-Fonds sowie Darlehen von nicht beherrschten Gesellschaften.
Note 30. Steuerabgrenzung
(aktive und passive latente Steuern) und laufende Steuern
Die Steuerabgrenzung für aktive und passive latenten Steuern betrifft folgende Bilanzposten:
Aktive Steuerlatenz | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Immaterielle Anlagen und Sachanlagen | 1.936 | 3.291 |
Finanzanlagen | 2.664 | 3.745 |
Vorräte | 17.010 | 10.506 |
Sonstige Vermögenswerte | 1.254 | 1.604 |
Rückstellungen | 13.331 | 20.665 |
Investitionszuschüsse | 135 | 159 |
Leasingverbindlichkeiten | 20.007 | 17.550 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 14.835 | 11.594 |
Verlustvorträge | 73.941 | 37.908 |
Aktive Steuerlatenz brutto – vor Ansatzkorrektur | 145.114 | 107.022 |
Ansatzkorrektur auf latente Steueransprüche | -78.512 | -47.480 |
Davon auf steuerliche Verlustvorträge | -62.989 | -32.671 |
Aktive Steuerlatenz brutto | 66.602 | 59.542 |
Verrechenbar mit passiver Steuerlatenz | -64.887 | -55.962 |
Aktive Steuerlatenz netto | 1.716 | 3.581 |
Passive Steuerlatenz | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Immaterielle Anlagen und Sachanlagen | 76.354 | 71.179 |
Nutzungsrechte Leasing | 21.407 | 20.155 |
Biologische Vermögenswerte | 6.229 | 2.613 |
Finanzanlagen | 12.278 | 5.726 |
Vorräte | 109 | 464 |
Sonstige Vermögenswerte | 16.144 | 11.809 |
Steuerliche Sonderabschreibungen | 0 | 2.632 |
Investitionszuschüsse | 265 | 348 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 2.340 | 842 |
Passive Steuerlatenz brutto | 135.127 | 115.768 |
Verrechenbar mit aktiver Steuerlatenz | -64.887 | -55.962 |
Passive Steuerlatenz netto | 70.240 | 59.806 |
Von den aktiven latenten Steuern brutto sind TEUR 34.254 (31. Dezember 2021: TEUR 22.501) innerhalb eines Jahres fällig. Von den passiven latenten Steuern brutto sind TEUR 4.937 (31. Dezember 2021: TEUR 12.416) innerhalb eines Jahres fällig. Die restlichen Beträge sind in mehr als einem Jahr fällig.
Die Steuerabgrenzungen haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der Steuerabgrenzungen | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | -56.226 | -40.001 |
Im Gewinn oder Verlust erfasst | 5.579 | -6.838 |
Im sonstigen Ergebnis erfasst | -18.347 | -7.857 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 469 | -1.530 |
Stand zum 31.12. | -68.525 | -56.226 |
Im Konzern bestehen per 31. Dezember 2022 steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 333.554 (31. Dezember 2021: TEUR 166.812). Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt genutzt werden:
Verlustvorträge (Bemessungsgrundlage) | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Summe | 333.554 | 166.812 |
Davon aktivierte Verlustvorträge | 46.644 | 20.359 |
Davon nicht aktivierte Verlustvorträge | 286.910 | 146.453 |
| | |
Möglicher Verfall von nicht aktivierten Verlustvorträgen | | |
Innerhalb von 1 Jahr | 572 | 141 |
Innerhalb von 2 Jahren | 26.820 | 557 |
Innerhalb von 3 Jahren | 80.394 | 27.875 |
Innerhalb von 4 Jahren | 43.195 | 83.703 |
Innerhalb von 5 Jahren oder länger | 135.913 | 30.629 |
Unbeschränkt vortragsfähig | 16 | 3.548 |
Per 31. Dezember 2022 wurden latente Steueransprüche von insgesamt TEUR 1.716 (31. Dezember 2021: TEUR 3.581) aktiviert. Davon entfallen TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 25) an aktiven Steuerlatenzen auf Konzerneinheiten, die im abgelaufenen Jahr
oder im Vorjahr Verluste erwirtschaftet haben. In den betreffenden Konzerneinheiten resultierten die steuerlichen Verluste im Wesentlichen aus einmaligen Ereignissen, welche in der Zukunft voraussichtlich nicht wiederkehren. Ansonsten erfolgte der Ansatz aktiver latenter Steuern, wenn ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen vorliegen.
Bei den nicht aktivierten Verlustvorträgen bestehen Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit. Wäre eine Nutzbarkeit aller steuerlicher Verlustvorträge in voller Höhe möglich, würden die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge statt TEUR 10.952 (31. Dezember 2021: TEUR 5.236) TEUR 73.941 (31. Dezember 2021: TEUR 37.908) betragen.
In den aktiven Steuerlatenzen sind in den Posten Finanzanlagen und sonstige Vermögenswerte Beträge für offene Siebentel aus steuerlichen Teilwertabschreibungen in Zusammenhang mit Beteiligungen gemäß § 12 Abs. 3 Z. 2 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz) entsprechend einer Bemessungsgrundlage in Höhe von TEUR 11.090 (31. Dezember 2021: TEUR 14.994) enthalten. Im laufenden Jahr wurden Siebentel aus Teilwertabschreibungen in Höhe von TEUR 3.905 (2021: TEUR 4.612) steuerlich verwertet.
Die Basis für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sind grundsätzlich – nach Abzug der passiven temporären Differenzen – die zukünftigen positiven steuerlichen Ergebnisse entsprechend den vom Vorstand genehmigten Planungen. Diese Planungen werden auch bei den Werthaltigkeitstests verwendet (siehe Note 11). Bei der Beurteilung der noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften werden ergänzend die Nutzungsvoraussetzungen berücksichtigt.
Auf temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und dem anteiligen Nettovermögen, das von Konzerngesellschaften gehalten wird, mit einer Bemessungsgrundlage von TEUR 507.985 (31. Dezember 2021: TEUR 474.481) wurden keine latenten Steuerschulden erfasst, da die Lenzing Gruppe in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht auflösen werden.
In den Forderungen aus laufenden Steuern sind Steuerguthaben aus Vorauszahlungen gegenüber ausländischen Finanzbehörden enthalten. Wenn die Werthaltigkeit wahrscheinlich ist, werden die Werte angesetzt, andernfalls wird eine Ansatzkorrektur vorgenommen. Der Bruttobuchwert der langfristigen Forderungen aus laufenden Steuern beträgt per 31. Dezember 2022 TEUR 21.155 (31. Dezember 2021: TEUR 21.819). Die Zahlungen sind teilweise unsicher, insbesondere die Zeitpunkte der Zahlungen auf Grund der mitunter langen Verfahrensdauern. Deshalb wurden per 31. Dezember 2022 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.250 (31. Dezember 2021: TEUR 6.882) erfasst.
Die Lenzing AG und die im Gruppenvertrag einbezogenen Tochtergesellschaften sind Gruppenmitglieder in der zwischen der B&C Holding Österreich GmbH als Gruppenträgerin und der Lenzing AG sowie weiteren Tochtergesellschaften der Lenzing AG als Gruppenmitglieder abgeschlossenen steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz). Der Steuerausgleichsvertrag wurde mit Wirkung ab dem Wirtschaftsjahr 2021 neu gefasst. Darin sind nunmehr auch Regelungen betreffend Zinsschranke (§ 12a KStG) berücksichtigt.
Im Zuge der Gruppenbesteuerung kommt es zwischen den einbezogenen Gruppenmitgliedern zu einer Aufrechnung von steuerlichen Gewinnen und Verlusten. Aufgrund der gemeinsamen Veranlagung werden aktive und passive latente Steuern der einbezogenen Gruppenmitglieder saldiert. Zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Anrechnung von Verlusten ausländischer Tochtergesellschaften werden ohne Abzinsung im Konzernabschluss erfasst. Der Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag verpflichtet die Lenzing AG, eine Steuerumlage in Höhe der auf den steuerpflichtigen Gewinn der Gesellschaft und der in der Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften entfallenden Körperschaftsteuer zu entrichten. Allfällige beim Gruppenträger auf das gesamte Gruppenergebnis effektiv anrechenbare in- und ausländische Quellensteuern sowie weitergeleitete Mindestkörperschaftsteuern kürzen die von der Lenzing AG zu zahlende Steuerumlage.
Sofern im Veranlagungsjahr laufende Verluste bzw. Verlustvorträge, die vom Gruppenträger selbst verursacht wurden, gegen positive Ergebnisse der Steuergruppe der Lenzing AG verrechnet werden können, kommt es zu einer Reduktion der von der Lenzing AG zu leistenden Steuerumlage. Die Reduktion der Steuerumlage beträgt 25 Prozent (2021: 25 Prozent) des geltenden Körperschaftsteuersatzes (somit derzeit 6,25 Prozent; 2021: 6,25 Prozent) der in einem Veranlagungsjahr des Gruppenträgers mit positiven Ergebnissen verrechneten gruppenträgereigenen laufenden Verluste bzw. Verlustvorträge. Ein steuerlicher Verlust der Lenzing AG inklusive der beteiligten Tochtergesellschaften wird evident gehalten und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet. Für bei Beendigung des Vertrages nicht verrechnete Verluste ist eine Ausgleichszahlung vereinbart.
Bei der Feststellung der Höhe von tatsächlichen und latenten Steuern berücksichtigt die Lenzing Gruppe die Auswirkungen von ungewissen Steuerpositionen. Ein Ansatz von davon betroffenen Steueransprüchen erfolgt in Fällen, in denen der Anspruch hinreichend sicher ist, mit dem erwarteten Betrag der Rückerstattung. Die Steuererklärungen der Unternehmen der Lenzing Gruppe werden regelmäßig von den Steuerbehörden geprüft. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren, unter anderem der Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie der Erfahrungen aus der Vergangenheit sind entsprechende Vorsorgen für zukünftig mögliche Steuerverpflichtungen gebildet worden. Darüber hinaus erfolgt die Beurteilung ungewisser Steuerpositionen auf Basis von Schätzungen und Annahmen über künftige Ereignisse. Es können in der Zukunft neue Informationen zur Verfügung stehen, die die Gruppe dazu veranlassen, ihre Annahmen hinsichtlich der Angemessenheit der Steuerpositionen zu ändern. Solche Änderungen werden Auswirkungen auf den Steueraufwand in der Periode haben, in der eine solche Feststellung getroffen wird.
Note 31. Rückstellungen
Der Posten Rückstellungen der Lenzing Gruppe gliedert sich wie folgt:
Rückstellungen | | | | | | TEUR |
| | | | | | |
| Gesamt | Davon kurzfristig | Davon langfristig |
| | | | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | | | |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | | | | | | |
Pensionen und Abfertigungen | 77.646 | 102.220 | 7.149 | 6.945 | 70.497 | 95.275 |
Jubiläumsgelder | 14.899 | 18.812 | 936 | 1.314 | 13.963 | 17.498 |
| 92.544 | 121.032 | 8.084 | 8.259 | 84.460 | 112.773 |
Sonstige Rückstellungen | | | | | | |
Restrukturierungsmaßnahmen | 21.125 | 0 | 21.125 | 0 | 0 | 0 |
Drohende Verluste und sonstige Wagnisse | 23.545 | 25.978 | 23.545 | 22.231 | 0 | 3.746 |
Emissionszertifikate | 12.493 | 6.508 | 12.493 | 6.508 | 0 | 0 |
Übrige | 8.134 | 3.750 | 1.047 | 2.089 | 7.087 | 1.661 |
| 65.297 | 36.236 | 58.210 | 30.829 | 7.087 | 5.407 |
Summe | 157.841 | 157.268 | 66.295 | 39.088 | 91.547 | 118.180 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionen und Abfertigungen
Die Lenzing Gruppe ist Verpflichtungen für Pensionen und Abfertigungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, die unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen sind, und beitragsorientierten Versorgungsplänen eingegangen.
Leistungsorientierte Pläne (für Pensionen und Abfertigungen)
Die Versorgungsleistungen richten sich bei den leistungsorientierten Plänen für Pensionen und Abfertigungen nach dem letzten Aktivbezug und nach dem Dienstalter. Sie erfordern keine Beitragsleistungen von den Arbeitnehmern.
Die leistungsorientierten Pensionspläne basieren auf vertraglichen Verpflichtungen. Der bedeutendste leistungsorientierte Pensionsplan der Lenzing Gruppe besteht in Österreich. Dieser leistungsorientierte Pensionsplan gilt für Arbeitnehmer, die vor dem 1. Jänner 2000 eingetreten sind und sich für den Verbleib im Plan entschieden haben. Die Ansprüche entstanden im Allgemeinen nach einer Wartezeit von mindestens 10- bzw. 15-jähriger Dienstzeit. Bei den Anwartschaftsberechtigten wird von einem Pensionsalter von 58 bis 63 Jahren, abhängig vom Geschlecht, ausgegangen. Der Plan umfasst derzeit zum Großteil bereits pensionierte Arbeitnehmer. Es bestehen zum Teil qualifizierte Versicherungspolizzen, welche als Planvermögen erfasst sind, und Bedeckungen der Verpflichtungen mit Wertpapieren, die sich nicht als Planvermögen eignen.
Die leistungsorientierten Abfertigungspläne basieren auf gesetzlichen und kollektivvertraglichen Verpflichtungen. Der bedeutendste leistungsorientierte Abfertigungsplan der Lenzing Gruppe besteht in Österreich. Nach diesem Plan haben Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen haben, einen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfertigung in besonderen Fällen, insbesondere bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters und im Fall der Dienstgeberkündigung (System „Abfertigung alt“). Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses und von der Dauer des Dienstverhältnisses. Wesentliche ähnliche leistungsorientierte Abfertigungspläne bestehen auch in Indonesien und Tschechien. Sie gelten dort für alle Arbeitnehmer unabhängig vom Eintrittsdatum. Für die leistungsorientierten Abfertigungspläne bestehen keine Vermögenswerte zur Deckung, sie sind rein rückstellungsfinanziert.
Teile der rückgestellten leistungsorientierten Abfertigungen wurden im Geschäftsjahr 2022 in die sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen umgegliedert (siehe Abschnitt „Sonstige Rückstellungen“).
Die leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne sind im Wesentlichen mit folgenden Risiken verbunden, welche die Höhe der zu bilanzierenden Verpflichtungen beeinflussen:
- ● Veranlagungsrisiko: Wenn der Ertrag aus dem Planvermögen den Abzinsungssatz unterschreitet, führt das zu einem Plandefizit und zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
- ● Zinsrisiko: Eine Senkung des Abzinsungssatzes durch geringere Anleihezinsen am Kapitalmarkt führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
- ● Gehalts- und Pensionstrend: Sollte die tatsächliche Entwicklung über den angenommenen zukünftigen Gehalts- und Pensionsentwicklungsraten liegen, führt dies zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
- ● Fluktuations- und Austrittsrisiko: Eine Verringerung der angenommenen Fluktuationsraten führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
- ● Langlebigkeitsrisiko: Ein Anstieg der Lebenserwartung der Anspruchsberechtigten führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
Daneben ist die Lenzing Gruppe bei diesen Plänen auch Währungsrisiken ausgesetzt.
Die Lenzing Gruppe ergreift verschiedene Maßnahmen, um die Risiken aus leistungsorientierten Plänen zu reduzieren. Dazu gehören insbesondere die Ausfinanzierung der leistungsorientierten Pläne durch Planvermögen oder Bedeckung der Verpflichtungen mit Wertpapieren, die sich nicht als Planvermögen eignen, und die Abfindung von bestehenden leistungsorientierten Plänen durch Abschlagszahlungen. Zudem werden Pensions- und ähnliche Zusagen, soweit möglich und rechtlich zulässig, nur mehr in Form von beitragsorientierten Leistungszusagen abgeschlossen.
Die Ziele der Investitionspolitik sind beim Planvermögen ein optimierter Aufbau und die Deckung der bestehenden Ansprüche der betreffenden Arbeitnehmer. Die Anlagestrategien (Asset Allocations) des Planvermögens sind vertraglich geregelt. Für einen Teil der Ansprüche des österreichischen Pensionsplanes wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen und als Planvermögen in der Höhe von TEUR 2.469 (31. Dezember 2021: TEUR 2.598) dargestellt. Dabei handelt es sich um eine klassische Lebensversicherung, die entsprechend dem Fälligkeitsprofil der zu Grunde liegenden Ansprüche mit dem Ziel hoher Sicherheit bei der Veranlagung vorwiegend in Schuldinstrumente investiert. Beiträge in die Versicherung werden durch die Lenzing Gruppe nicht mehr geleistet.
Der Fair Value der Versicherung wird nicht auf einem aktiven Markt festgelegt; er entspricht dem bilanzmäßigen Deckungskapital. Im Planvermögen sind keine eigenen Finanzinstrumente oder selbstgenutzte Vermögenswerte der Lenzing Gruppe enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen TEUR 155 (2021: TEUR 152). Der Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Plänen (Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen und die Erträge aus dem Planvermögen) wird in den Finanzierungskosten erfasst.
Die wichtigsten angewandten versicherungsmathematischen Parameter der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne stellen sich wie folgt dar:
Versicherungsmathematische Annahmen der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne p. a. in % | |
| | | | |
31.12.2022 | Zinssatz | Gehaltssteigerung | Pensionssteigerung | Fluktuations-abschläge |
| | | | |
Österreich – Pensionen | 4,1 | 3,0 | 0,0-3,0 | 0,0 |
Österreich – Abfertigungen | 4,1 | 3,0 | N/A | 0,0 |
Indonesien | 7,0 | 7,5 | N/A | 1,0-5,0 |
Tschechien | 3,5 | 4,2 | N/A | 1,6 |
| | | | |
31.12.2021 | | | | |
| | | | |
Österreich – Pensionen | 0,9 | 2,5 | 0,0-3,0 | 0,0 |
Österreich – Abfertigungen | 0,9 | 2,5 | N/A | 0,0 |
Indonesien | 6,8 | 7,5 | N/A | 1,0-5,0 |
Tschechien | 0,9 | 4,0 | N/A | 1,3 |
Die wesentlichen Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen bestehen aus Verpflichtungen für Pensionen und Abfertigungen in österreichischen Konzernunternehmen der Lenzing Gruppe. Für diese Verpflichtungen wurde ein Abzinsungssatz verwendet, der aus erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen mit zumindest AA-Rating nach dem Standard eines international tätigen Versicherungsmathematikers abgeleitet wurde. Anleihen, die im Vergleich zu den anderen Anleihen in ihrer Risikoeinstufung deutlich höhere oder niedrigere Zinsen aufweisen („statistische Ausreißer“), wurden dabei nicht berücksichtigt. Die Währung und die Laufzeiten der zu Grunde gelegten Anleihen orientieren sich an der Währung und den voraussichtlichen Laufzeiten der zu erfüllenden Verpflichtungen. Die geschätzten Gehalts- und Pensionssteigerungen, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen werden, wurden aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre abgeleitet. Die Fluktuationsraten wurden je nach Gesellschaft in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Belegschaft und der Dauer von deren Unternehmenszugehörigkeit angesetzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen. In den übrigen Ländern werden landesspezifische Annahmen zur Festlegung des Abzinsungssatzes, der Gehaltssteigerungen, der Fluktuationsraten und des Pensionsantrittsalters verwendet.
Für die Berechnung der leistungsorientierten Pensionspläne in Österreich werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung verwendet.
In den übrigen Ländern gibt es folgende biometrische Rechnungsgrundlagen und Annahmen:
- ● Indonesien: Tabel Mortalita Indonesia (TMI 2019)
- ● Tschechien: AVÖ 2018-P
- ● Übrige: Aufgrund der geringen Anzahl der Anspruchsberechtigten wurden keine biometrischen Annahmen getroffen
Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen (Buchwerte) aus leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsplänen setzen sich wie folgt zusammen:
Entwicklung der leistungsorientierten Pläne | TEUR |
| | | | | | |
| Barwert der Pensions- und Abfertigungsverpflichtung (DBO) | Beizulegender Wert des Planvermögens | Buchwert der leistungsorientierten Pläne |
| | | | | | |
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| | | | | | |
Stand zum 01.01. | 104.818 | 106.398 | 2.598 | 2.730 | 102.220 | 103.669 |
Dienstzeitaufwand | | | | | | |
Laufender Dienstzeitaufwand | 2.694 | 3.777 | 0 | 0 | 2.694 | 3.777 |
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis aus Plankürzungen | 671 | 588 | 0 | 0 | 671 | 588 |
Nettozinsen | 1.957 | 1.590 | 22 | 18 | 1.935 | 1.572 |
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne | 5.322 | 5.955 | 22 | 18 | 5.300 | 5.936 |
Neubewertung der Periode | | | | | | |
Aufgrund demografischer Annahmen | -35 | -77 | 0 | 0 | -35 | -77 |
Aufgrund finanzieller Annahmen | -19.177 | -918 | 0 | 0 | -19.177 | -918 |
Aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | 7.690 | 2.821 | 0 | 0 | 7.690 | 2.821 |
Aufgrund von Erträgen aus Planvermögen exklusive Beträge, die in den Zinserträgen enthalten sind | 0 | 0 | 133 | 134 | -133 | -134 |
Im sonstigen Ergebnis erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | -11.522 | 1.825 | 133 | 134 | -11.655 | 1.691 |
Cashflows | | | | | | |
Aus dem Plan geleistete Zahlungen | -283 | -283 | -283 | -283 | 0 | 0 |
Direkte Zahlungen und Beiträge des Arbeitgebers | -12.238 | -10.378 | 0 | 0 | -12.238 | -10.378 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -250 | 1.302 | 0 | 0 | -250 | 1.302 |
Sonstige Überleitungspositionen | -12.771 | -9.360 | -283 | -283 | -12.488 | -9.076 |
Stand zum 31.12. | 85.847 | 104.818 | 2.469 | 2.598 | 83.377 | 102.220 |
Davon Pensionen Österreich | 18.214 | 23.413 | 2.469 | 2.598 | 15.744 | 20.815 |
Davon Abfertigungen Österreich | 42.636 | 58.583 | 0 | 0 | 42.636 | 58.583 |
Davon Pensionen und Abfertigungen übrige Länder | 19.265 | 22.822 | 0 | 0 | 19.265 | 22.822 |
Davon Restrukturierungsmaßnahmen | 5.732 | 0 | 0 | 0 | 5.732 | 0 |
Zur Beurteilung des Risikos der Veränderung versicherungsmathematischer Parameter hinsichtlich der Bewertung des Barwerts der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die Sensitivitätsanalysen stellen Auswirkungen aus hypothetischen Änderungen von wesentlichen Parametern auf den Barwert der Verpflichtungen dar, die sich bei vernünftiger Betrachtungsweise am Bilanzstichtag hätten ändern können. Es wurde jeweils ein Parameter verändert, während die übrigen Parameter konstant gehalten wurden. Als Basis für die Sensitivitätsanalysen werden die Barwerte der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag vor Abzug der Planvermögen (Bruttoschuld bzw. DBO) und vor Umgliederung zu den sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen herangezogen.
Die Sensitivitäten der Parameter stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Sensitivitätsanalyse der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | |
| | | |
31.12.2022 | Veränderung der Parameter (Prozentpunkte) | Abnahme des Parameters / Veränderung des Barwerts der Verpflichtung in TEUR | Zunahme des Parameters / Veränderung des Barwerts der Verpflichtung in TEUR |
| | | |
Zinssatz | 1,0 | 6.542 | -5.760 |
Gehaltssteigerung | 1,0 | -4.714 | 5.263 |
Pensionssteigerung | 1,0 | -1.084 | 1.203 |
Sensitivitätsanalyse der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen (Vorjahr) | |
| | | |
31.12.2021 | Veränderung der Parameter (Prozentpunkte) | Abnahme des Parameters / Veränderung des Barwerts der Verpflichtung in TEUR | Zunahme des Parameters / Veränderung des Barwerts der Verpflichtung in TEUR |
| | | |
Zinssatz | 1,0 | 9.703 | -8.370 |
Gehaltssteigerung | 1,0 | -6.524 | 7.395 |
Pensionssteigerung | 1,0 | -1.689 | 1.915 |
Die oben dargestellten Sensitivitätsanalysen stellen hypothetische Änderungen aufgrund der getroffenen Annahmen dar. Tatsächliche Abweichungen von den Annahmen führen zu anderen Auswirkungen. Insbesondere können die oben isoliert veränderten Parameter in der Realität miteinander korrelieren. Der Abzug der Planvermögen und des in die sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen umgegliederten Betrags wird zu einer weiteren Verringerung der Auswirkungen führen.
Die gewichteten durchschnittlichen Laufzeiten (Durationen) der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen in Jahren stellen sich wie folgt dar:
Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | Jahre |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Österreich – Pensionen | 7 | 9 |
Österreich – Abfertigungen | 7-11 | 9-15 |
Indonesien | 7 | 9 |
Tschechien | 8 | 10 |
Beitragsorientierte Pläne (für Pensionen und Abfertigungen)
Für beitragsorientierte Pensions- und Abfertigungspläne zahlt die Lenzing Gruppe in Pensionskassen und ähnliche externe Fonds ein. Die bedeutendsten beitragsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne der Lenzing Gruppe bestehen in Österreich (System „Abfertigung neu“ und einzelvertragliche Zusagen).
Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne setzen sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Österreich – Pensionen | 2.098 | 1.804 |
Österreich – Abfertigungen | 2.927 | 2.340 |
Übrige Länder | 5.557 | 4.784 |
Summe | 10.581 | 8.927 |
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Aufgrund kollektivvertraglicher Regelungen sind die Lenzing AG und einige, insbesondere österreichische und tschechische Tochterunternehmen, zu Geldzahlungen an Arbeitnehmer bei einer
bestimmten Unternehmenszugehörigkeitsdauer verpflichtet. Bei österreichischen Gesellschaften besteht eine Umwandlungsoption für Mitarbeiter:innen, das Dienstjubiläum in Zeitguthaben umwandeln zu können. Es wurden keine Vermögenswerte aus dem Unternehmen ausgesondert und auch keine Beiträge an eine Pensionskasse oder einen anderen externen Fonds geleistet, um diese Verpflichtungen abzudecken. Die Jubiläumsgeldansprüche erfordern keine Beitragsleistungen von den Arbeitnehmern.
Die Verpflichtungen aus Jubiläumsgeldern an Arbeitnehmer (Gelder für Dienstnehmerjubiläen) sind nach IFRS als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer anzusehen. Der Nettozinsaufwand aus Jubiläumsgeldern (Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen) wird in den Finanzierungskosten erfasst. Für die österreichischen Verpflichtungen wurde ein Abzinsungssatz analog zu den obigen leistungsorientierten Plänen verwendet. Die Fluktuationsraten wurden je nach Gesellschaft in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Belegschaft und der Dauer von deren Unternehmenszugehörigkeit angesetzt. In den übrigen Ländern werden landesspezifische Annahmen zur Festlegung des Abzinsungssatzes, der Fluktuationsraten und der Gehaltssteigerungen verwendet.
Die wichtigsten angewandten versicherungsmathematischen Parameter der Verpflichtungen für Jubiläumsgelder stellen sich wie folgt dar:
Versicherungsmathematische Annahmen der Verpflichtung für Jubiläumsgelder p. a. in % | |
| | | |
31.12.2022 | Zinssatz | Gehaltssteigerung | Fluktuations-abschläge |
| | | |
Österreich | 4,2 | 3,0 | 0,0-7,7 |
Tschechien | 3,4 | 4,2 | 1,6 |
| | | |
31.12.2021 | | | |
| | | |
Österreich | 1,1 | 2,5 | 0,0-6,8 |
Tschechien | 0,6 | 4,0 | 1,3 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Verpflichtung (Rückstellung) für Jubiläumsgelder:
Entwicklung der Verpflichtung (Rückstellung) für Jubiläumsgelder | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | 18.812 | 17.420 |
Dienstzeitaufwand | | |
Laufender Dienstzeitaufwand | 1.234 | 1.212 |
Nettozinsen | 201 | 169 |
Neubewertung der Periode | | |
Aufgrund demografischer Annahmen | 2 | -349 |
Aufgrund finanzieller Annahmen | -5.078 | 327 |
Aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | 1.235 | 1.451 |
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne | -2.406 | 2.810 |
Cashflows | | |
Direkte Zahlungen des Arbeitgebers | -1.508 | -1.422 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 1 | 4 |
Sonstige Überleitungspositionen | -1.507 | -1.418 |
Stand zum 31.12. | 14.899 | 18.812 |
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen | | | | | TEUR |
| | | | | | | | | |
2022 | Stand zum 01.01. | Währungsumrechnungsdifferenzen | Umgliederung | Verbrauch | Auflösung | Dotierung | Stand zum 31.12. | Davon kurzfristig | Davon langfristig |
| | | | | | | | | |
Restrukturierungsmaßnahmen | 0 | 0 | 5.732 | 0 | 0 | 15.394 | 21.125 | 21.125 | 0 |
Drohende Verluste und sonstige Wagnisse | 25.978 | 0 | 0 | 0 | -7.977 | 5.544 | 23.545 | 23.545 | 0 |
Emissionszertifikate | 6.508 | 14 | 0 | -10.742 | 0 | 16.713 | 12.493 | 12.493 | 0 |
Übrige | 3.750 | 102 | 0 | -370 | -39 | 4.691 | 8.134 | 1.047 | 7.087 |
Summe | 36.236 | 116 | 5.732 | -11.112 | -8.016 | 42.342 | 65.297 | 58.210 | 7.087 |
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen (Vorjahr) | | | | | TEUR |
| | | | | | | | | |
2021 | Stand zum 01.01. | Währungsumrechnungsdifferenzen | Umgliederung | Verbrauch | Auflösung | Dotierung | Stand zum 31.12. | Davon kurzfristig | Davon langfristig |
| | | | | | | | | |
Drohende Verluste und sonstige Wagnisse | 19.925 | 0 | 0 | 0 | -3.420 | 9.472 | 25.978 | 22.231 | 3.746 |
Emissionszertifikate | 4.362 | 7 | 0 | -4.290 | 0 | 6.429 | 6.508 | 6.508 | 0 |
Übrige | 663 | 94 | 0 | -35 | -99 | 3.127 | 3.750 | 2.089 | 1.661 |
Summe | 24.951 | 101 | 0 | -4.326 | -3.519 | 19.028 | 36.236 | 30.829 | 5.407 |
Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von internen und externen Sachverständigen und Experten genutzt. Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Die sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen betreffen insbesondere Vorsorgen aufgrund des Personalabbaus im Rahmen einer Reorganisation und eines Einsparprogramms. Vom Personalabbau sind weltweit alle Standorte der Lenzing Gruppe betroffen, davon voraussichtlich 200 Mitarbeiter:innen am Standort Lenzing. Die Rückstellungen wurden insbesondere für daraus resultierende Abfindungen und Abfertigungen gebildet. Dabei wurden bereits zuvor rückgestellte Vorsorgen (insbesondere aus der gesetzlichen Abfertigungsrückstellung; siehe Abschnitt „Leistungsorientierte Pläne (für Pensionen und Abfertigungen)“) in Höhe von TEUR 5.732 (2021: TEUR 0) verwendet und sind nun in den Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen ausgewiesen. Der Restbetrag der notwendigen Vorsorgen in Höhe von TEUR 15.394 wurde im Wesentlichen über den Personalaufwand dotiert. Die gesamten Rückstellungen in Höhe von TEUR 21.125 sollen erwartungsgemäß innerhalb der nächsten 12 Monate vollständig verbraucht werden.
Die sonstigen Rückstellungen für drohende Verluste und sonstige Wagnisse enthalten vor allem Vorsorgen für belastende Beschaffungsverträge in Höhe von TEUR 23.300 (31. Dezember 2021: TEUR 21.200), Vorsorgen für Verpflichtungen aus zu erbringenden Infrastrukturleistungen in Höhe von TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 4.553) sowie für andere nachteilige Verträge. Die sonstigen Rückstellungen für Emissionszertifikate enthalten den Gegenwert der verbrauchten Emissionszertifikate.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Verpflichtungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 3.940 (31. Dezember 2021: TEUR 0) und umfassen insbesondere die Vorsorge für Rechtsverteidigungskosten in Zusammenhang mit einem Verfahren, bei dem unter anderen die Lenzing AG auf Schadenersatz geklagt wird (siehe Note 41). Der voraussichtliche Mittelabfluss wird im Geschäftsjahr 2024 erwartet.
Bei den kurzfristigen sonstigen Rückstellungen wird der Mittelabfluss innerhalb der nächsten zwölf Monate als wahrscheinlich eingeschätzt. Bei den langfristigen Teilen der sonstigen Rückstellungen hängt der Mittelabfluss von verschiedenen Faktoren ab (insbesondere von Garantie- und Gewährleistungsfristen, Vertragslaufzeiten und anderen Ereignissen).
Bei den sonstigen Rückstellungen für drohende Verluste und sonstige Wagnisse wird der Mittelabfluss voraussichtlich folgendermaßen erwartet:
Erwarteter Mittelabfluss bei sonstigen Rückstellungen (langfristig) für drohende Verluste und sonstige Wagnisse (gerechnet vom Bilanzstichtag) | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Im 2. Jahr | 0 | 571 |
Im 3. bis 5. Jahr | 0 | 1.926 |
Im 6. bis 10. Jahr | 0 | 1.250 |
Summe | 0 | 3.746 |
Note 32. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind als kurzfristige Verbindlichkeiten eingestuft.
Für Verbindlichkeiten, welche Teil von Reverse-Factoring-Vereinbarungen sind, wird untersucht, ob die ursprüngliche Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung weiterhin ausgewiesen werden muss oder ob sie aufgrund der Vereinbarung auszubuchen und eine neue finanzielle Verbindlichkeit zu erfassen ist. Maßgebend ist, ob die Lenzing Gruppe von ihrer ursprünglichen Verpflichtung entbunden wurde. Wurde die Lenzing Gruppe von ihrer ursprünglichen Verpflichtung nicht entbunden, wird geprüft, ob die Lenzing Gruppe durch die Reverse-Factoring-Vereinbarung eine neue Verpflichtung eingegangen ist, die zusätzlich zur Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung zu bilanzieren ist. Ist auch dies nicht der Fall, wird im Rahmen eines Barwerttests geprüft, ob es im Rahmen der Reverse-Factoring-Vereinbarung zu wesentlichen Änderungen der Vertragsbedingungen bei der Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung kommt, die zu einer Ausbuchung der Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung und der Einbuchung einer neuen finanziellen Verbindlichkeit führt.
Lieferanten der Lenzing Gruppe finanzieren ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Lenzing Gruppe im Rahmen von Reverse-Factoring-Vereinbarungen. Die Lieferanten dürfen dabei ihre Banken mit vorzeitigen Bezahlungen der Forderungen beauftragen. Bei den Vereinbarungen kommt es aufgrund des durchgeführten Barwerttests zu keiner wesentlichen Änderung der Vertragsbedingungen (insbesondere Zahlungsziele und Zins-sätze). Diese Vereinbarungen führen aus Sicht der Lenzing Gruppe weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der betroffenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten. Deshalb kommt es zu keiner Änderung im Ausweis in der Konzern-Bilanz (dort unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) und Konzern-Kapitalflussrechnung (dort im Cashflow aus der Betriebstätigkeit). Zum 31. Dezember 2022 waren davon potenziell insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 116.391 (31. Dezember 2021: TEUR 126.693) betroffen. Der Buchwert der potenziell betroffenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, für den die Lieferanten bereits Zahlungen von den Banken erhalten haben, beträgt TEUR 87.881 (31. Dezember 2021: TEUR 119.902). Die Lenzing Gruppe hat wie im Vorjahr keine Sicherheiten bestellt.
Das Liquiditätsrisiko der Reverse-Factoring-Vereinbarungen besteht in einer Konzentration, da die Reverse-Factoring-Vereinbarungen derzeit nur mit einem einzigen Finanzinstitut bestehen und das Risiko somit in der Widerrufung der Reverse-Factoring-Vereinbarung durch dasselbe Finanzinstitut besteht. Die von den Reverse-Factoring-Vereinbarungen betroffenen Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer vereinbarten Fälligkeit beglichen. Die damit verbundenen, geschätzten Abflüsse werden in der Liquiditätsplanung berücksichtigt. Die Lenzing Gruppe beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich ausreichender Finanzierungsquellen eher als niedrig, weil die Risikostreuung bei den Finanzierungen der Lenzing Gruppe auf verschiedene Finanzinstitute gewahrt ist. Die Reverse-Factoring-Vereinbarungen beinhalten darüber hinaus keine wesentliche Finanzierungskomponente und ihr Wegfall hätte damit auch keine signifikante Erhöhung des Finanzierungsbedarfs zur Folge. Die Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring-Vereinbarungen betragen zum Bilanzstichtag 5,0 Prozent (31. Dezember 2021: 6,0 Prozent) im Verhältnis zu den gesamten Finanzverbindlichkeiten des Konzerns.
Informationen zum Liquiditäts- und Fremdwährungsrisiko des Gruppenexposure sind in Note 38 dargestellt.
Note 33. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (insbesondere aus Derivaten) | 0 | 3.378 |
Langfristige nicht finanzielle abgegrenzte Schulden für Personalaufwendungen | 609 | 2.045 |
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (insbesondere aus Verpflichtungen aus Altersteilzeit) | 3.006 | 1.316 |
Summe | 3.615 | 6.740 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | | |
Noch nicht abgerechnete Derivate (offene Positionen) | 8.981 | 25.027 |
Übrige abgegrenzte Schulden | 34.113 | 32.898 |
Vertragsverbindlichkeiten – abgegrenzte Schulden aus Nachlässen und Rabatten (siehe Note 5) | 2.976 | 2.681 |
Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 26.264 | 4.863 |
| 72.333 | 65.469 |
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | | |
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 6.315 | 7.409 |
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten | 9.102 | 6.644 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 7.116 | 6.776 |
Vertragsverbindlichkeiten – erhaltene Anzahlungen (siehe Note 5) | 12.298 | 14.526 |
Abgegrenzte Schulden für Personalaufwendungen | 24.134 | 76.073 |
Rechnungsabgrenzungsposten und Übrige | 1.706 | 3.484 |
| 60.671 | 114.913 |
Summe | 133.005 | 180.382 |
Die übrigen abgegrenzten Schulden enthalten vor allem Verbindlichkeiten für bereits von Dritten erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen.
Die abgegrenzten Schulden für Personalaufwendungen enthalten vor allem Verbindlichkeiten für kurzfristige Ansprüche von bestehenden und ehemaligen Mitarbeiter:innen (insbesondere für noch nicht konsumierten Urlaub und Zeitausgleich, Überstunden und Leistungsprämien).
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Note 34. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Der Fonds der liquiden Mittel entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betreffen Kassenbestände, täglich fällige Gelder, Schecks und kurzfristige Termineinlagen bei Banken. Per 31. Dezember 2021 waren in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusätzlich liquide kurzfristige Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten, die nur geringfügigen Wertschwankungen unterliegen (siehe Note 36), enthalten.
Die sonstigen unbaren Erträge bzw. Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2022 und im Vorjahr die Abschreibungen auf Vorräte sowie die Zu- und Abschreibung auf Finanzanlagen und sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Darüber hinaus sind in den sonstigen unbaren Erträgen bzw. Aufwendungen unrealisierte Netto-Fremdwährungsgewinne/-verluste sowie Bewertungseffekte aus Forderungen enthalten.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Erwerb von immateriellen Anlagen, Sachanlagen und biologischen Vermögenswerten (CAPEX)) wird entweder um noch nicht erfolgte Zahlungen an Lieferanten der aktuellen Periode oder um Zahlungen an Lieferanten aus Vorperioden korrigiert. Im Geschäftsjahr 2022 sind das im Wesentlichen Zahlungen an Lieferanten aus Vorperioden in Höhe von TEUR 28.458 (2021: noch nicht erfolgte Zahlungen an Lieferanten der aktuellen Periode in Höhe von TEUR 16.180).
Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten | | TEUR |
| | | | | | | |
2022 | | Schuldscheindarlehen | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | Leasingverbindlichkeiten | Zwischensumme übrige Finanzverbindlichkeiten | Summe |
| | | | | | | |
Stand zum 01.01. | | 637.841 | 1.342.661 | 57.183 | 63.475 | 1.463.320 | 2.101.161 |
Zahlungs-wirksam | Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 0 | 255.777 | 3.130 | 0 | 258.907 | 258.907 |
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten | -72.000 | -10.871 | -21.085 | -14.644 | -46.601 | -118.601 |
Nicht zahlungs-wirksam | Währungsumrechnungsdifferenzen | 3.592 | 47.440 | 2.611 | 4.989 | 55.040 | 58.631 |
Auf-/Abzinsung | 258 | 5.099 | 1.004 | 7.025 | 13.128 | 13.386 |
Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 14.191 | 14.191 | 14.191 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -5.446 | -5.446 | -5.446 |
Stand zum 31.12. | | 569.691 | 1.640.106 | 42.843 | 69.590 | 1.752.539 | 2.322.230 |
Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr) | | TEUR |
| | | | | | | |
2021 | | Schuldscheindarlehen | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | Leasingverbindlichkeiten | Zwischensumme übrige Finanzverbindlichkeiten | Summe |
| | | | | | | |
Stand zum 01.01. | | 689.114 | 733.188 | 69.300 | 60.890 | 863.378 | 1.552.492 |
Zahlungs-wirksam | Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 0 | 622.844 | 3.539 | 0 | 626.384 | 626.384 |
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten | -56.000 | -60.668 | -13.037 | -13.879 | -87.584 | -143.584 |
Nicht zahlungs-wirksam | Währungsumrechnungsdifferenzen | 4.422 | 44.360 | 120 | 828 | 45.308 | 49.730 |
Auf-/Abzinsung | 305 | 2.936 | -2.739 | 5.581 | 5.778 | 6.083 |
Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 10.095 | 10.095 | 10.095 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -40 | -40 | -40 |
Stand zum 31.12. | | 637.841 | 1.342.661 | 57.183 | 63.475 | 1.463.320 | 2.101.161 |
Erläuterungen zum Risikomanagement
Note 35. Kapitalrisikomanagement
Grundlagen
Die Lenzing Gruppe steuert ihr Eigen- und Fremdkapital mit dem klaren Ziel, Erträge, Aufwendungen und Assets der einzelnen Operations/Bereiche bzw. der gesamten Gruppe im Sinne einer nachhaltig hohen Ertragskraft und soliden Bilanzstruktur zu optimieren. Hierfür spielen finanzielle Leveragefähigkeiten, jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung und klare Orientierung an cashnahen Kennzahlen und Steuerungsgrößen vor dem Hintergrund der strategischen Stoßrichtung und der langfristigen Ziele der Gruppe eine wesentliche Rolle. Damit wird sichergestellt, dass die Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Darüber hinaus tragen das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital dazu bei, dass die Lenzing AG flexibel weiteres Eigenkapital zur Nutzung von sich zukünftig ergebenden Marktchancen aufnehmen kann.
Die Eigenkapitalmanagementstrategie der Lenzing Gruppe zielt darauf ab, dass die Lenzing AG und die anderen Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Details zu den bestehenden Financial Covenants werden in Note 36 erläutert.
Das Management verwendet intern zur Steuerung eine bereinigte Eigenkapitalquote. Das bereinigte Eigenkapital wird nach IFRS ermittelt und umfasst, neben dem Eigenkapital, auch die Investitionszuschüsse abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern. Die bereinigte Eigenkapitalquote (= bereinigtes Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug zum 31. Dezember 2022 37,8 Prozent (31. Dezember 2021: 39,7 Prozent).
Das bereinigte Eigenkapital stellt sich wie folgt dar:
Bereinigtes Eigenkapital | | | TEUR |
| | | |
| | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | |
Eigenkapital | | 2.025.895 | 2.072.085 |
+ | Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 82.774 | 57.857 |
- | Anteilige latente Steuern auf Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln | -20.045 | -14.238 |
Summe | | 2.088.625 | 2.115.704 |
Die Dividendenpolitik der Lenzing AG als Mutterunternehmen der Lenzing Gruppe orientiert sich an den Prinzipien der Kontinuität und Langfristigkeit mit dem Ziel, die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu fördern, den Aktionären eine der Chancen- und Risikosituation des Unternehmens angepasste Dividende auszuschütten und auch die Interessen aller anderen für den Unternehmenserfolg entscheidenden Beteiligten (Stakeholder) angemessen einzubeziehen.
Nettofinanzverschuldung (Net Financial Debt)
Der Vorstand der Lenzing AG überprüft gemeinsam mit dem Aufsichtsrat regelmäßig die Entwicklung der Nettofinanzverschuldung, da diese Kennzahl eine wesentliche Schlüsselgröße im Management der Gruppe als auch auf Seite der finanzierenden Banken ist. Relevant ist vor allem das Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum EBITDA. Die weitere optimale Entwicklung der Lenzing Gruppe ist nur mit einer sehr starken Eigenfinanzierungskraft als Grundlage für eine erhöhte Verschuldungsfähigkeit gegeben.
Die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Zinstragende Finanzverbindlichkeiten | | | TEUR |
| | | |
| | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | |
Langfristige Finanzverbindlichkeiten | | 2.071.948 | 1.981.036 |
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | | 250.282 | 120.125 |
Summe | | 2.322.230 | 2.101.161 |
Der Liquiditätsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Liquiditätsbestand | | | TEUR |
| | | |
| | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | | 446.873 | 1.113.279 |
Liquide Wechsel (in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) | | 6.393 | 10.841 |
Summe | | 453.265 | 1.124.120 |
Die Nettofinanzverschuldung absolut und im Verhältnis zum
EBITDA (siehe Note 4) stellen sich wie folgt dar:
Nettofinanzverschuldung (Net Financial Debt) absolut | | | TEUR |
| | | |
| | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | |
Zinstragende Finanzverbindlichkeiten | | 2.322.230 | 2.101.161 |
- | Liquiditätsbestand | -453.265 | -1.124.120 |
Summe | | 1.868.965 | 977.041 |
Nettofinanzverschuldung (Net Financial Debt) im Verhältnis zum EBITDA | | | TEUR |
| | | |
| | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | |
EBITDA | | 241.916 | 362.941 |
Nettofinanzverschuldung / EBITDA | | 7,7 | 2,7 |
Note 36. Angaben zu Finanzinstrumenten
Buchwerte, beizulegende Zeitwerte, Bewertungskategorien und Bewertungsmethoden
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Klasse sowie auch für jede Bewertungskategorie nach IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzposten über. Da die Bilanzposten sonstige Forderungen (lang- und kurzfristig) sowie sonstige Verbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) sowohl Finanzinstrumente als auch nicht-
finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten enthalten, ermöglicht die Spalte „keine Finanzinstrumente“ die vollständige Überleitung auf die Bilanzposten. Auch Leasingverbindlichkeiten, die zwar als finanzielle Verbindlichkeiten anzusehen sind, aber keiner Bewertungskategorie nach IFRS 9 zuzuordnen sind, werden in dieser Spalte ausgewiesen.
Buchwerte, Kategorie, beizulegende Zeitwerte und Fair Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten | | TEUR |
| | | | | | | | |
| Buchwert | | Zeitwert |
| | | | | | | | |
Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2022 | Zu fortgeführten Anschaffungs-kosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Kein Finanz-instrument | Summe | Beizu-legender Zeitwert | Fair Value- Hierarchie |
| | | | | | | | |
| | | Eigenkapital-instrumente | Cashflow Hedges | | | | |
| | | | | | | | |
Ausleihungen | 8.403 | | | | | 8.403 | 8.403 | 1 |
Langfristige Wertpapiere | | 6.198 | 14.356 | | | 20.554 | 20.554 | Stufe 1 |
Sonstige Beteiligungen | | | 12 | | | 12 | 12 | 1 |
Kurzfristige Wertpapiere | | | 12.395 | | | 12.395 | 12.395 | Stufe 1 |
Finanzanlagen (kurz- und langfristig) | 8.403 | 6.198 | 26.763 | 0 | 0 | 41.363 | 41.363 | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 293.611 | 0 | 0 | 0 | 0 | 293.611 | 293.611 | 1 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges) | | | | 55.494 | | 55.494 | 55.494 | Stufe 2 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | | 1.673 | | | | 1.673 | 1.673 | Stufe 2 |
Sonstige | 32.279 | 4.087 | | | 230.359 | 266.726 | 36.366 | Stufe 3 |
Sonstige Vermögenswerte (kurz- und langfristig) | 32.279 | 5.761 | 0 | 55.494 | 230.359 | 323.893 | 93.534 | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 446.873 | 0 | 0 | 0 | 0 | 446.873 | 446.873 | 1 |
Summe | 781.165 | 11.958 | 26.763 | 55.494 | 230.359 | 1.105.740 | 875.380 | |
| Buchwert | | Zeitwert |
| | | | | | | | |
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 | Zu fortgeführten Anschaffungs-kosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Kein Finanz-instrument | Summe | Beizu-legender Zeitwert | Fair Value- Hierarchie |
| | | | | | | | |
| | | Cashflow Hedges/ Fair Value Hedges | Gewinnrücklage | | | | |
| | | | | | | | |
Schuldscheindarlehen | 569.691 | | | | | 569.691 | 542.894 | Stufe 3 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.640.106 | | | | | 1.640.106 | 1.640.731 | Stufe 3 |
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | 42.843 | | | | | 42.843 | 37.635 | Stufe 3 |
Leasingverbindlichkeiten | | | | | 69.590 | 69.590 | | |
Finanzverbindlichkeiten | 2.252.641 | 0 | 0 | 0 | 69.590 | 2.322.230 | 2.221.259 | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 435.433 | 0 | 0 | 0 | 0 | 435.433 | 435.433 | 1 |
Rückstellungen (kurzfristig) | 0 | 0 | 0 | 0 | 66.295 | 66.295 | | |
Kündbare nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | 0 | 266.085 | 0 | 266.085 | 266.085 | Stufe 3 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges) | | | 7.602 | | | 7.602 | 7.602 | Stufe 2 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | | 1.380 | | | | 1.380 | 1.380 | Stufe 2 |
Sonstige | 63.352 | | | | 64.286 | 127.638 | 63.352 | 1 |
Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 63.352 | 1.380 | 7.602 | 0 | 64.286 | 136.619 | 72.333 | |
Summe | 2.751.425 | 1.380 | 7.602 | 266.085 | 200.170 | 3.226.662 | 2.995.111 | |
1) Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.
Buchwerte, Kategorie, beizulegende Zeitwerte und Fair Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten (Vorjahr) | | TEUR |
| | | | | | | | |
| Buchwert | | Zeitwert |
| | | | | | | | |
Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2021 | Zu fortgeführten Anschaffungs-kosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Kein Finanz-instrument | Summe | Beizu-legender Zeitwert | Fair Value- Hierarchie |
| | | | | | | | |
| | | Eigenkapital-instrumente | Cashflow Hedges | | | | |
| | | | | | | | |
Ausleihungen | 11.748 | 600 | | | | 12.348 | 12.348 | 1 |
Langfristige Wertpapiere | | 6.622 | 12.802 | | | 19.423 | 19.423 | Stufe 1 |
Sonstige Beteiligungen | | | 7.097 | | | 7.097 | 7.097 | Stufe 3 |
Kurzfristige Wertpapiere | | | 32.232 | | | 32.232 | 32.232 | Stufe 1 |
Finanzanlagen (kurz- und langfristig) | 11.748 | 7.222 | 52.131 | 0 | 0 | 71.101 | 71.101 | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 325.172 | 0 | 0 | 0 | 0 | 325.172 | 325.172 | 1 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges) | | | | 1.841 | | 1.841 | 1.841 | Stufe 2 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | | 109 | | | | 109 | 109 | Stufe 2 |
Sonstige | 13.488 | 4.087 | | | 191.908 | 209.483 | 17.575 | Stufe 3 |
Sonstige Vermögenswerte (kurz- und langfristig) | 13.488 | 4.196 | 0 | 1.841 | 191.908 | 211.433 | 19.525 | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 769.764 | 343.515 | 0 | 0 | 0 | 1.113.279 | 1.113.279 | 1, 2 |
Summe | 1.120.172 | 354.933 | 52.131 | 1.841 | 191.908 | 1.720.984 | 1.529.076 | |
| Buchwert | | Zeitwert |
| | | | | | | | |
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2021 | Zu fortgeführten Anschaffungs-kosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Kein Finanz-instrument | Summe | Beizu-legender Zeitwert | Fair Value- Hierarchie |
| | | | | | | | |
| | | Cashflow Hedges/ Fair Value Hedges | Gewinnrücklage | | | | |
| | | | | | | | |
Schuldscheindarlehen | 637.841 | | | | | 637.841 | 638.850 | Stufe 3 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.342.661 | | | | | 1.342.661 | 1.384.544 | Stufe 3 |
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | 57.183 | | | | | 57.183 | 56.920 | Stufe 3 |
Leasingverbindlichkeiten | | | | | 63.475 | 63.475 | | |
Finanzverbindlichkeiten | 2.037.686 | 0 | 0 | 0 | 63.475 | 2.101.161 | 2.080.313 | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.768 | 0 | 0 | 0 | 0 | 414.768 | 414.768 | 1 |
Rückstellungen (kurzfristig) | 0 | 0 | 0 | 0 | 39.088 | 39.088 | | |
Kündbare nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | 0 | 234.409 | 0 | 234.409 | 234.409 | Stufe 3 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges) | | | 22.607 | | | 22.607 | 22.607 | Stufe 2 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | | 5.799 | | | | 5.799 | 5.799 | Stufe 2 |
Sonstige | 40.442 | | | | 118.274 | 158.716 | 40.442 | 1 |
Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 40.442 | 5.799 | 22.607 | 0 | 118.274 | 187.122 | 68.848 | |
Summe | 2.492.896 | 5.799 | 22.607 | 234.409 | 220.837 | 2.976.549 | 2.798.339 | |
1) Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.
2) In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Geldmarktfonds enthalten. Diese Geldmarktfonds werden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet. Der Buchwert der übrigen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.
Je nach Klassifizierung werden die Finanzinstrumente im Rahmen der Folgebewertung entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. In der Lenzing Gruppe werden die Bewertungskategorien „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“, „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ und „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ eingesetzt. Die Bewertungskategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ wird ausschließlich für verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte verwendet.
In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten waren per 31. Dezember 2021 Geldmarktfonds in Höhe von TEUR 343.515 enthalten. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Veräußerung der Geldmarktfonds zum beizulegenden Zeitwert. Bei der Beurteilung der Zuordnung von Geldmarktfonds zu Zahlungsmitteläquivalenten wird untersucht, ob der Fonds die Definition von Zahlungsmitteläquivalenten erfüllt. Die Lenzing AG untersucht hierbei insbesondere, ob es zu einer regulären und vorzeitigen Kündbarkeit kommen darf und ob das Kreditrisiko und Zinsrisiko gering ist. Hinsichtlich des Kreditrisikos wird die Bonität des Fonds selbst als auch der darin enthaltenen Instrumente untersucht. Das Zinsrisiko wird insbesondere anhand der Weighted Average Maturity (WAM) des Fonds untersucht. Geldmarktfonds werden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert leitet sich von den aktuellen rechnerischen Werten ab und ist in Stufe 1 der Fair Value Hierarchie zu kategorisieren.
Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Umgliederung von den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten aus den sonstigen Beteiligungen (Stufe 3) in die kurzfristigen Wertpapiere (Stufe 1). Der Grund für die Umgliederung war der erstmalige Börsegang der Gesellschaft Spinnova OY, Jyväskylä, Finnland, am 24. Juni 2021. Die von der Lenzing AG gehaltenen Gesellschaftsanteile wurden in Aktien umgewandelt. Durch die Ausgabe der neuen Aktien wurde der bisherige Anteil in Höhe von 6,8 Prozent verwässert und belief sich anschließend auf 4,67 Prozent. Daraus ergab sich im Geschäftsjahr 2021 eine Anpassung des Buchwerts in Höhe von TEUR 31.732. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine teilweise Veräußerung der Aktien der Gesellschaft Spinnova OY, Jyväskylä, Finnland (siehe Note 23). Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und aufgrund der Ausübung des entsprechenden Wahlrechts erfolgsneutral.
Die Lenzing Gruppe berücksichtigt Umgliederungen in der Fair Value-Hierarchie am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderungen eintreten.
Die Bewertung der Finanzinstrumente wird von der Lenzing Gruppe überwacht und geprüft. Die notwendigen Marktdaten werden durch das Vier-Augen-Prinzip validiert.
Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikatoren für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Anleihen leiten sich von den aktuellen Börsenkursen ab und verändern sich insbesondere aufgrund der Veränderung der Marktzinssätze und der Bonität der Anleihenschuldner. Die beizulegenden Zeitwerte der Aktien leiten sich von den aktuellen Börsenkursen ab. Diese Wertpapiere sind der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet.
Die beizulegenden Zeitwerte der Investmentfonds leiten sich von den aktuellen rechnerischen Werten ab. Diese Wertpapiere sind der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet.
Die sonstigen Beteiligungen inklusive als Sicherungsbeziehung (Fair Value Hedge) designierter Derivate werden der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert ist in Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie zu kategorisieren und wird auf Basis eines marktbasierten Ansatzes ermittelt.
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Veräußerung der Beteiligung an der LP Beteiligungs & Management GmbH, Lenzing zum beizulegenden Zeitwert (siehe Note 23). Der beizulegende Zeitwert der Fair Value Hedge-Derivate betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 0 und die Nominale der Fair Value Hedge-Derivate TEUR 14.120. Die Wertänderung für das Grund- und Sicherungsgeschäft, die für die Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde, betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 0. Es wurden im Geschäftsjahr 2021 keine Ineffektivitäten erfolgswirksam erfasst. Risikomanagementziel war die Absicherung des Beteiligungswertes gegen Wertschwankungen. Der wirtschaftliche Zusammenhang bei den Fair Value Hedge-Derivaten war dadurch gewährleistet, da die Wertentwicklung von Grund- und Sicherungsgeschäft gegenläufig ist. Zur Sicherung wurde eine Put-/Call-Option eingesetzt. Die Sicherungsquote wurde auf Basis der Nominalen festgelegt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen der Stufe 3:
Entwicklung beizulegender Werte der Beteiligungen der Stufe 3 | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | 7.097 | 12.931 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente) – während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn/-verlust aus der Neubewertung | 615 | -5.334 |
Abgang aus der Veräußerung | -7.700 | 0 |
Umgliederung zu Stufe 1 | 0 | -500 |
Stand zum 31.12. | 12 | 7.097 |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte aus Earn-Out-Vereinbarungen werden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert dieser sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird auf Basis eines einkommensbasierten Ansatzes ermittelt. Er ist in Stufe 3 in der Fair Value Hierarchie zu kategorisieren. Das Bewertungsmodell basiert auf den geplanten EBITDAs, dem Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern und den Rückzahlungsmodalitäten.
Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde insbesondere steigen (fallen), wenn das EBITDA steigt (fällt). Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde fallen (steigen), wenn der WACC nach Steuern steigt (fällt). Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde steigen, wenn die Rückzahlung zwei Jahre früher erfolgt.
Entwicklung beizulegender Wert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | 4.087 | 4.087 |
Bewertungsergebnis erfasst im Finanzerfolg | 0 | 0 |
Stand zum 31.12. | 4.087 | 4.087 |
Eine Veränderung wesentlicher nicht beobachtbarer Inputfaktoren würde sich auf die Bewertung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte folgendermaßen auswirken:
Sensitivitätsanalyse der Inputfaktoren der Stufe 3 für sonstige finanzielle Vermögenswerte | | TEUR |
| | | | |
| Finanzerfolg |
| | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Steigerung | Rückgang | Steigerung | Rückgang |
| | | | |
EBITDA (+/- 5 %) | 133 | -166 | 133 | -166 |
Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern (+/- 1 %) | -747 | 926 | -747 | 926 |
Rückzahlung 2 Jahre früher | 395 | n/a | 395 | n/a |
Die Sensitivitäten werden ermittelt, indem die Bewertungen mit den geänderten Parametern nochmals durchgeführt werden.
Kündbare nicht beherrschende Anteile
Die Dexco-Gruppe (vormals Duratex-Gruppe) verfügt über eine Put-Option und hat das Recht, ihre Anteile bei Eintritt eines Kontrollwechsels beim Eigentümer der Lenzing Gruppe zu verkaufen („Change-of-Control-Klausel“). Diese Verpflichtung wird unter den Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen. Kündbare nicht beherrschende Anteile werden der Kategorie „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert dieser kündbaren nicht beherrschenden Anteile wird auf Basis der geplanten bzw. prognostizierten Cashflows abzüglich Veräußerungskosten sowie Nettoverschuldung zum Bewertungsstichtag ermittelt. Ausgangspunkt für die Cashflow-Prognosen bilden das vom Vorstand und Aufsichtsrat bewilligte Budget und die vom Vorstand bewilligte Mittelfristplanung. Nach dem Detailplanungszeitraum von fünf Jahren wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres mit einer 25-jährigen Rente auf Basis einer nachhaltigen EBITDA-Marge gerechnet. Der Planungszeitraum zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts ist vertraglich auf maximal 30 Jahre begrenzt. Cashflows werden mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens (Discounted-Cashflow-Methode) auf einen Barwert abgezinst. Als Abzinsungssatz wird ein individuell nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelter Mischzinssatz aus der durchschnittlichen Fremdkapitalverzinsung und der erwarteten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals herangezogen (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Zum Bewertungsstichtag wurde ein WACC nach Steuern von 8,8 Prozent (31. Dezember 2021: 8,1 Prozent) verwendet. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird in seiner Gesamtheit in die Stufe 3 der Bewertungshierarchie eingeordnet, da wesentliche Inputfaktoren (insbesondere Cashflows) nicht am Markt beobachtbar sind.
Entwicklung beizulegender Zeitwert der kündbaren nicht beherrschenden Anteile der Stufe 3 | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Stand zum 01.01. | 234.409 | 140.341 |
Mit den Gewinnrücklagen verrechnetes Bewertungsergebnis von kündbaren nicht beherrschenden Anteilen | 31.676 | 94.068 |
Stand zum 31.12. | 266.085 | 234.409 |
Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde insbesondere steigen (fallen), wenn die operative Marge steigt (fällt) oder der WACC nach Steuern fällt (steigt). Eine Veränderung dieser nicht beobachtbaren Inputfaktoren würde sich auf die Bewertung der kündbaren nicht beherrschenden Anteile folgendermaßen auswirken:
Sensitivitätsanalyse der Inputfaktoren der Stufe 3 für kündbare nicht beherrschende Anteile | TEUR |
| | | | |
| Mit den Gewinnrücklagen verrechnetes Bewertungsergebnis |
| | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | |
Kündbare nicht beherrschende Anteile | Steigerung | Rückgang | Steigerung | Rückgang |
| | | | |
EBITDA (+/- 1 %) | 9.032 | -9.032 | 8.223 | -8.223 |
Abzinsungssatz (WACC) nach Steuern (+/- 0,25 %) | -16.450 | 17.017 | -17.492 | 18.266 |
Die Sensitivitäten werden ermittelt, indem die Bewertungen mit den geänderten Parametern nochmals durchgeführt werden.
Die Darlehensverträge, welche für die Errichtung des Zellstoffwerkes in Brasilien abgeschlossen wurden (siehe Note 29), enthalten sowohl auf Gesellschaftsebene als auch auf Lenzing-Konzernebene Financial Covenants, die sich unter anderem auf das Verhältnis zwischen Net Financial Debt und EBITDA sowie auf andere Finanzkennzahlen oder finanzielle Kriterien beziehen und bei Nichteinhaltung eine zukünftige Rückzahlungspflicht der Finanzverbindlichkeiten auslösen können. Die Financial Covenants werden laufend vom Global Treasury überwacht und bei der Bemessung von Ausschüttungen der betroffenen Konzernunternehmen berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden die diesbezüglichen Financial Covenants erfüllt. Die Lenzing AG und der Joint-Venture-Partner haben sich zu einer fixen Debt-/Equity-Ratio der Gesellschaft verpflichtet (63/37) und garantieren die Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft in Höhe ihres Kapitalanteils. Somit garantiert die Lenzing AG 51 Prozent. In der Konzern-Bilanz sind auf Grund der Vollkonsolidierung 100 Prozent der Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft enthalten.
Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen Finanzverbindlichkeiten werden nach anerkannten Bewertungsmethoden basierend auf der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Der wesentliche Inputfaktor ist hierbei der Diskontierungssatz, welcher die vorliegenden Marktdaten (risikolose Zinssätze) und die nicht am Markt beobachtbare Bonität der Lenzing Gruppe berücksichtigt. Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Garantieverträge entsprechen dem geschätzten erwarteten Ausfallsbetrag, der sich aus der maximal möglichen Zahlungsverpflichtung und dem erwarteten Verlust ergibt.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten entspricht dem Marktwert oder wird mit marktüblichen Bewertungsmethoden auf Basis der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (insbesondere Wechselkurse und Zinssätze) ermittelt. Die Bewertung von Devisen- und Warentermingeschäften erfolgt mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Zur Schätzung der Bewertung werden eigene Modelle verwendet. Bei der Bewertung von Derivaten wird grundsätzlich auch das Kontrahentenrisiko (Kreditrisiko, Gegenparteirisiko bzw. Risiko der Nichterfüllung) in Form von Abschlägen vom Marktwert berücksichtigt, das ein Marktteilnehmer bei der Preisfindung ansetzen würde.
Die Lenzing Gruppe wendet auf die nachfolgenden derivativen Finanzinstrumente grundsätzlich die Regeln des Hedge Accounting gemäß IFRS 9 an. Die retrospektive Sicherungswirkung bzw. Ineffektivität wird unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode durch Vergleich der kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Grundgeschäfte mit den kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsgeschäfte nach der Kompensierungsmethode beurteilt.
Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft ist gegenläufig und daher effektiv. Risiken für Ineffektivität sind das Ausfallsrisiko eines Kontrahenten, signifikante Änderung des Kreditrisikos einer Vertragspartei der Sicherungsbeziehung oder die Änderung des Zahlungszeitpunktes des gesicherten Grundgeschäfts, Verringerung des Gesamtrechnungsbetrages oder Preises des gesicherten Grundgeschäfts. Die Risiken werden stets in ihrer Gesamtheit gesichert. Die Sicherungsquote für die abgesicherten Nominalen beträgt 67 Prozent.
Die wesentlichen Konditionen der Zahlungen aus den Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten (insbesondere Nominale und Zahlungszeitpunkte) sind grundsätzlich identisch bzw. verhalten sich gegenläufig („Critical Terms Match“). Deshalb schätzt der Vorstand den Ausgleich der Wertänderungen der Grundgeschäfte und der Sicherungsgeschäfte durch Änderungen des abgesicherten Risikos bei Eingehen der Bewertungseinheit als äußerst effektiv ein.
Cashflow Hedge-Derivate für Fremdwährungsrisiken
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus Investitionen und aus dem operativen Geschäft werden in der Lenzing Gruppe derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese derivativen Finanzinstrumente dienen dazu, die Variabilität von Zahlungsflüssen aus zukünftigen Transaktionen auszugleichen. Die Sicherungsgeschäfte werden im Vorhinein auf Basis der voraussichtlichen Ein- und Verkäufe in der betreffenden Fremdwährung festgelegt. Im Rahmen der Absicherung künftiger Zahlungsströme in Fremdwährung („Cashflow Hedges“) wird in der Lenzing Gruppe typischerweise das Risiko bis zum Zeitpunkt der Zahlung in Fremdwährung gesichert. Bei den Absicherungen werden die Grundgeschäfte und die Sicherungsinstrumente für die Effektivitätsmessung je abgesichertem Risiko in zumindest quartalsweisen Laufzeitbändern zusammengefasst. Die Cashflow Hedge-Derivate, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde, dienen zur Absicherung bereits zum Bilanzstichtag gebuchter Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten, welche erst nach dem Bilanzstichtag cashwirksam werden.
Zur Absicherung des Währungsrisikos von hochwahrscheinlich erwarteten zusätzlichen Kapitaleinzahlungen für eine Tochtergesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2020 Cashflow Hedges abgeschlossen. Mit Realisierung der Devisentermingeschäfte werden die zunächst im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge der Wert-änderungen in die Fremdwährungsumrechnungsrücklage umgebucht. Zum 31. Dezember 2022 wurden TEUR 1.525 (31. Dezember 2021 TEUR 850) in die Fremdwährungsumrechnungsrücklage umgebucht.
Nominale und Marktwerte der Cashflow Hedge-Derivate für Währungsrisiken stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Nominale, Marktwert und Sicherungszeitraum von Cashflow Hedge-Derivaten für Währungsrisiken | |
| | | | | | | | |
| 31.12.2022 | TEUR |
| | | | | | | | |
| | Nominale in TSD | Marktwert positiv | Marktwert negativ | Marktwert netto | Sicherungszeitraum bis | Durchschnittlicher Sicherungskurs | Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde |
| | | | | | | | |
Währungsderivate | | | | | | | | |
CNY/CNH-Verkauf / EUR-Kauf | CNY/CNH | 605.100 | 3.060 | 0 | 3.060 | 12/2023 | 7,23 | 1.220 |
CNY/CNH-Verkauf / GBP-Kauf | CNY/CNH | 159.000 | 634 | -215 | 419 | 12/2023 | 8,18 | 5 |
BRL-Kauf / USD-Verkauf | BRL | 150.736 | 12 | -1.543 | -1.532 | 09/2023 | 5,41 | 73 |
EUR-Verkauf / GBP-Kauf | EUR | 1.200 | 0 | -46 | -46 | 03/2023 | 0,86 | -46 |
USD-Verkauf / CZK-Kauf | USD | 118.100 | 7.202 | -42 | 7.161 | 12/2023 | 24,19 | 6.578 |
USD-Verkauf / EUR-Kauf | USD | 35.600 | 1.509 | -287 | 1.222 | 12/2023 | 1,06 | 1.309 |
Summe | | | 12.416 | -2.132 | 10.284 | | | 9.140 |
Marktwert: + = Forderung, – = Verbindlichkeit aus Sicht der Lenzing Gruppe.
Der angegebene Sicherungszeitraum entspricht grundsätzlich der Periode der erwarteten Cashflows und deren Erfolgswirksamkeit.
Nominale, Marktwert und Sicherungszeitraum von Cashflow Hedge-Derivaten für Währungsrisiken (Vorjahr) | |
| | | | | | | | |
| 31.12.2021 | TEUR |
| | | | | | | | |
| | Nominale in TSD | Marktwert positiv | Marktwert negativ | Marktwert netto | Sicherungszeitraum bis | Durchschnittlicher Sicherungskurs | Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde |
| | | | | | | | |
Währungsderivate | | | | | | | | |
CNY/CNH-Verkauf / EUR-Kauf | CNY/CNH | 1.084.600 | 450 | -675 | -225 | 12/2022 | 7,59 | -3.200 |
CNY/CNH-Verkauf / GBP-Kauf | CNY/CNH | 262.100 | 502 | -391 | 111 | 12/2022 | 8,86 | -511 |
EUR-Kauf / USD-Verkauf | EUR | 8.000 | 0 | -246 | -246 | 04/2022 | 1,17 | -238 |
BRL-Kauf / EUR-Verkauf | BRL | 155.000 | 0 | -6.134 | -6.134 | 06/2022 | 5,10 | -6.134 |
BRL-Kauf / USD-Verkauf | BRL | 288.000 | 56 | -8.273 | -8.217 | 07/2022 | 4,85 | -8.217 |
USD-Kauf / CNY-Verkauf | USD | 17.150 | 0 | -47 | -47 | 12/2022 | 6,49 | -322 |
EUR-Kauf / GBP-Verkauf | EUR | 1.000 | 0 | -27 | -27 | 05/2022 | 0,87 | -28 |
EUR-Verkauf / GBP-Kauf | EUR | 7.900 | 93 | 0 | 93 | 12/2022 | 0,86 | 103 |
USD-Verkauf / CZK-Kauf | USD | 113.200 | 387 | -2.107 | -1.720 | 12/2022 | 21,98 | -2.238 |
USD-Verkauf / EUR-Kauf | USD | 129.000 | 351 | -1.286 | -936 | 12/2022 | 1,14 | -1.005 |
IDR-Kauf / USD-Verkauf | IDR | 4.332.000 | 3 | -43 | -40 | 01/2022 | 14.440,00 | 3 |
Summe | | | 1.841 | -19.228 | -17.387 | | | -21.788 |
Marktwert: + = Forderung, – = Verbindlichkeit aus Sicht der Lenzing Gruppe.
Der angegebene Sicherungszeitraum entspricht grundsätzlich der Periode der erwarteten Cashflows und deren Erfolgswirksamkeit.
Die Buchwerte sowie die Ineffektivität der als Hedging Instrumente designierten Grundgeschäfte (Einkäufe und Verkäufe) stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Angaben zu den Grundgeschäften der Cashflow Hedge-Derivate für Fremdwährungsrisiken – Ineffektivitäten | TEUR |
| | | | | | |
| 2022 | 2021 |
| | | | | | |
Fremdwährungsrisiken | Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde | Ineffektivität | Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde | Ineffektivität | Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
| | | | | | |
Verkäufe | 9.067 | 0 | Finanzerfolg | -13.249 | 0 | Finanzerfolg |
Einkäufe | 73 | 0 | Finanzerfolg | -8.538 | 0 | Finanzerfolg |
Summe | 9.140 | 0 | | -21.788 | 0 | |
Cashflow Hedge-Derivate für kombinierte
Zins-/Währungsrisiken
Zur Absicherung gegen Zins-/Währungsrisiken aus der Aufnahme von variabel verzinsten Schuldscheindarlehen in USD werden in der Lenzing Gruppe derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte dienen dazu, die Variabilität der Zins- und Tilgungszahlungen, die aus dem gesicherten Grundgeschäft resultieren, auszugleichen.
Die Nominale der Cashflow Hedge-Derivate betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 42.190 und TEUR 18.751 (31. Dezember 2021: TEUR 39.704 und TEUR 17.646). Der Marktwert der Cashflow Hedge-Derivate beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 5.724 (31. Dezember 2021: TEUR minus 1.442). Die Verträge der Sicherungsinstrumente und der gesicherten Grundgeschäfte sind zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 an den Referenzzinssatz USD-LIBOR gekoppelt und wurden noch nicht auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt.
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde, beträgt TEUR 1.805 (für die USD 20 Mio. Tranche) (31. Dezember 2021: TEUR minus 911) und TEUR 4.049 (für die USD 45 Mio. Tranche) (31. Dezember 2021: TEUR minus 1.311). Der ineffektive Anteil zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 0). Über die Laufzeit betragen der durchschnittliche feste Zinssatz 0,75 Prozent und der durchschnittliche Sicherungskurs 1,10 USD/EUR. Die Laufzeit der Sicherungsbeziehung endet im Dezember 2024.
Cashflow Hedge-Derivate für Zinsrisiken
Zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus der Aufnahme von Darlehen mit variabler Verzinsung werden in der Lenzing Gruppe derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Sicherungsgeschäfte wurden im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen und dienen dazu, die Variabilität von Zahlungsflüssen aus zukünftigen Zinszahlungen, die aus dem gesicherten Grundgeschäft resultieren, auszugleichen.
Die Nominale der Cashflow Hedge-Derivate betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 444.403 (31. Dezember 2021: TEUR 418.211). Der Marktwert der Hedge-Derivate beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 37.354 (31. Dezember 2021: TEUR minus 1.937). Die Verträge der Sicherungsinstrumente und der gesicherten Grundgeschäfte sind zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 an den Referenzzinssatz USD-LIBOR gekoppelt und wurden noch nicht auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt.
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde, beträgt TEUR 37.354 (31. Dezember 2021: TEUR minus 1.937). Der ineffektive Anteil zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 0). Der durchschnittliche feste Zinssatz über die Laufzeit beträgt 1,83 Prozent. Die Laufzeit der Sicherungsbeziehung endet im Juni 2029.
Cashflow Hedge-Derivate für Rohstoffpreisrisiken
Zur Absicherung gegen Gaspreisrisiken werden in der Lenzing Gruppe neben physischen Bezugsverträgen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Sicherungsgeschäfte wurden im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen und dienen dazu, die Variabilität von Zahlungsflüssen aus zukünftigen Gaspreiszahlungen, die aus dem gesicherten Grundgeschäft resultieren, auszugleichen.
Die Nominale der Cashflow Hedge-Derivate zur Absicherung gegen Gaspreisrisiken betragen zum 31. Dezember 2022 160.850 MWh (31. Dezember 2021: 0 MWh). Der Marktwert der Cashflow Hedge-Derivate beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR minus 5.469 (31. Dezember 2021: TEUR 0).
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der zur Berechnung der Ineffektivität verwendet wurde, beträgt TEUR minus 5.469 (31. Dezember 2021: TEUR 0).Der ineffektive Anteil zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 0).Der durchschnittliche Sicherungskurs über die Laufzeit beträgt EUR 97,17. Die Laufzeit der Sicherungsbeziehung endet im Dezember 2023.
Hedging Reserve
Die Veränderung der Hedging Reserve stellt sich wie folgt dar:
Veränderungen der Hedging Reserve | | | | | | TEUR |
| | | | | | |
| 2022 | 2021 |
| | | | | | |
| Hedging Reserve | Cost of Hedging | Summe | Hedging Reserve | Cost of Hedging | Summe |
| | | | | | |
Hedging Reserve zum 01.01. | -39.658 | 9.086 | -30.573 | -77.411 | 4.101 | -73.310 |
Fremdwährungsrisiken | -7.293 | 1.144 | -6.150 | -29.325 | 3.850 | -25.474 |
Kombinierte Zins-/Währungsrisiken | 6.689 | -5 | 6.684 | 3.305 | 775 | 4.079 |
Zinsrisiken | 39.886 | 0 | 39.886 | -1.942 | 0 | -1.942 |
Rohstoffpreisrisiken | 841 | 0 | 841 | 0 | 0 | 0 |
Cashflow Hedges – in der Berichtsperiode erfasste Fair Value-Änderung | 40.122 | 1.138 | 41.260 | -27.962 | 4.625 | -23.337 |
| | | | | | |
Fremdwährungsrisiken | 26.774 | 444 | 27.217 | 2.055 | 360 | 2.415 |
Rohstoffpreisrisiken | -6.332 | 0 | -6.332 | 0 | 0 | 0 |
Umgliederung in das Betriebsergebnis (EBIT) | 20.442 | 444 | 20.885 | 2.055 | 360 | 2.415 |
| | | | | | |
Fremdwährungsrisiken | -1.938 | -4 | -1.941 | 631 | 0 | 631 |
Umgliederung in die Vorräte | -1.938 | -4 | -1.941 | 631 | 0 | 631 |
| | | | | | |
Fremdwährungsrisiken | 9.073 | 112 | 9.185 | 62.271 | 0 | 62.271 |
Umgliederung in das Anlagevermögen | 9.073 | 112 | 9.185 | 62.271 | 0 | 62.271 |
| | | | | | |
Kombinierte Zins-/Währungsrisiken | 568 | 0 | 568 | 758 | 0 | 758 |
Umgliederung in den Finanzerfolg | 568 | 0 | 568 | 758 | 0 | 758 |
Hedging Reserve zum 31.12. | 28.609 | 10.776 | 39.385 | -39.658 | 9.086 | -30.573 |
Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Die Lenzing Gruppe hat Aufrechnungsrahmenvereinbarungen (insbesondere Globalnettingvereinbarungen) abgeschlossen. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Verträgen von jeder Gegenpartei an einem einzelnen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in gleicher Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Angaben über die Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzern-Bilanz aufgrund von Aufrechnungsrahmenvereinbarungen. Die in der Spalte „Finanzielle Vermögenswerte“ und „Finanzielle Verbindlichkeiten“ dargestellten Beträge (brutto) entsprechen den bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto). In der Spalte „Effekt von Aufrechnungsrahmenvereinbarungen“ werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer solchen Vereinbarung sind, aber die Voraussetzung für eine Aufrechnung in der Konzern-Bilanz nach IFRS nicht erfüllen.
Aufrechnung von Finanzinstrumenten | TEUR |
| | | |
Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2022 | Finanzielle Vermögenswerte (brutto= netto) | Effekt von Aufrechnungsrahmenvereinbarungen | Nettobeträge |
| | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte – Derivate mit positivem Marktwert | 57.167 | -1.681 | 55.486 |
Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2021 | | | |
| | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte – Derivate mit positivem Marktwert | 1.950 | -896 | 1.054 |
Aufrechnung von Finanzinstrumenten | TEUR |
| | | |
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 | Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto= netto) | Effekt von Aufrechnungsrahmenvereinbarungen | Nettobeträge |
| | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten – Derivate mit negativem Marktwert | 8.981 | -1.681 | 7.300 |
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2021 | | | |
| | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten – Derivate mit negativem Marktwert | 28.406 | -896 | 27.509 |
Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (Verkauf von Forderungen / Factoring)
Es bestehen Factoring-Vereinbarungen, aufgrund derer Banken zum Ankauf bestimmter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lenzing Gruppe über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen verpflichtet sind. Die Lenzing Gruppe ist zum Verkauf dieser Forderungen berechtigt. Die Vereinbarungen haben eine unbestimmte Laufzeit; jede Partei hat das Recht, die Vereinbarungen mit einer Frist aufzukündigen und dann auslaufen zu lassen. Die seit 2017 stillgelegten Factoring-Vereinbarungen wurden im Geschäftsjahr 2022 wieder ausgenützt. Die Factoring-Vereinbarungen haben per 31. Dezember 2022 ein maximal ausnutzbares Nominalvolumen von insgesamt TEUR 60.000 (31. Dezember 2021: TEUR 73.235).
Für verkaufte Forderungen erfolgt eine Anzahlung auf den Kaufpreis in der Höhe von 90 Prozent und das Delkredererisiko wird durch die Factor-Bank übernommen. Zum 31. Dezember 2022 waren aufgrund der Factoring-Vereinbarungen Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 57.149 (31. Dezember 2021: TEUR 0) verkauft und aus der Konzern-Bilanz der Lenzing Gruppe ausgebucht. Zum 31. Dezember 2022 wurde der nicht bevorschusste Betrag als sonstiger kurzfristiger Vermögenswert (finanziell) in Höhe von TEUR 5.715 (31. Dezember 2021: TEUR 0) ausgewiesen. Die Zeitwerte entsprechen annähernd den angegebenen Buchwerten, da insbesondere auch die Restlaufzeiten der betroffenen Forderungen kurzfristig sind.
Der oben angeführte nicht bevorschusste Betrag entspricht aus Sicht der Lenzing Gruppe dem theoretischen kreditrisikobedingten Maximalverlust für die Übernahme der Ausfallshaftung. Der Zeitwert dieser Ausfallshaftung beträgt per 31. Dezember 2022 TEUR 34 (31. Dezember 2021: TEUR 0). Für die übernommenen Verpflichtungen und Risiken aus den Factoring-Vereinbarungen sind per 31. Dezember 2022 sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (finanziell) in Höhe von TEUR 152 erfasst (31. Dezember 2021: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2022 wurden Dienstleistungsgebühren in Höhe von TEUR 152 (2021: TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Seit Beginn der Vereinbarung wurden kumuliert TEUR 491 aufwandswirksam erfasst. Im Zeitpunkt der Übertragung der Forderungen wurden insgesamt TEUR 315 aufwandswirksam erfasst.
Die von Kunden im Zeitraum zwischen der letzten Bevorschussung und dem 31. Dezember erhaltenen Zahlungen werden in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (finanziell) abgegrenzt.
Note 37. Zins- und Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten sowie Fremdwährungsergebnis
Zins- und Nettoergebnis
Das Zins- und Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 setzt sich wie folgt zusammen:
Zins- und Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten | | | | | | | TEUR |
| | | | | | | | | |
2022 | Zinsertrag | Zinsaufwand | Nettozinsen | Aus der Folge- bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgs-wirksam | Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral | Erfolgsneutrale Bewertung und Umgliederung in GuV | Wertberichtigung/ Zuschreibung | Abgangs-ergebnis | Nettoergebnis (Summe) |
| | | | | | | | | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 10.859 | 0 | 10.859 | 0 | 0 | 0 | -2.883 | 0 | 7.976 |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 48 | 0 | 48 | -775 | 0 | 0 | -26 | 0 | -753 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente | 140 | 0 | 140 | 0 | -16.830 | 0 | 0 | 0 | -16.690 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | -68.302 | -68.302 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -68.302 |
Summe | 11.047 | -68.302 | -57.255 | -775 | -16.830 | 0 | -2.909 | 0 | -77.769 |
Zins- und Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten (Vorjahr) | | | | | | | TEUR |
| | | | | | | | | |
2021 | Zinsertrag | Zinsaufwand | Nettozinsen | Aus der Folge- bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgs-wirksam | Aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral | Erfolgsneutrale Bewertung und Umgliederung in GuV | Wertberichtigung/ Zuschreibung | Abgangs-ergebnis | Nettoergebnis (Summe) |
| | | | | | | | | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3.955 | 0 | 3.955 | 0 | 0 | 0 | -1.255 | -2.000 | 700 |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 155 | 0 | 155 | -206 | 0 | 0 | -66 | 1 | -116 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente | 960 | 0 | 960 | 0 | 32.926 | 0 | 0 | 0 | 33.885 |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente | 37 | 0 | 37 | 0 | -36 | 124 | 0 | -138 | -13 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | -39.443 | -39.443 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -39.443 |
Summe | 5.107 | -39.443 | -34.336 | -206 | 32.890 | 124 | -1.321 | -2.137 | -4.987 |
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten umfasst das Zinsergebnis (laufende Zinserträge und -aufwendungen einschließlich Fortschreibung von Agien und Disagien sowie Ausschüttungen, soweit sie nicht at-equity bewertete Unternehmen betreffen), die Bewertungsergebnisse aus der erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie das Ergebnis aus Wertberichtigungen (Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen bzw. Bewertungen) und Abgängen. Im Ergebnis aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten sind die Ergebnisse aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und der Umgliederung in den Gewinn oder Verlust erfasst. Nicht enthalten sind Fremdwährungsgewinne/-verluste (mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente), Kreditbereitstellungsprovisionen und Ergebnisse aus Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedges).
Die Veränderung der Wertberichtigungen auf „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Forderungen“ ist im Wesentlichen im „Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten“ ausgewiesen.
Der erfolgsneutrale Teil aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente ist in der Rücklage „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind im „Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten“ bzw. den „Finanzierungskosten“
enthalten.
Fremdwährungsergebnis
In den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen
sind Netto-Fremdwährungsgewinne/-verluste in Höhe von TEUR plus 4.922 (2021: TEUR plus 11.557), im Ergebnis aus lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR plus 3.567 (2021: TEUR plus 5.203) und in den Finanzierungskosten in Höhe von TEUR minus 3.341 (2021: TEUR plus 4.405) enthalten.
Note 38. Finanzrisikomanagement
Der Konzern ist als international tätiges Unternehmen finanziellen Risiken und sonstigen Marktrisiken ausgesetzt. Durch ein unternehmensweites Risikomanagementsystem, welches in Richtlinien umfassend geregelt ist, werden potenzielle Risiken frühzeitig identifiziert und bewertet. Höchste Risikotransparenz und Informationsqualität soll durch die Quantifizierung aller Risikokategorien, insbesondere im Hinblick auf Risikokonzentrationen, erreicht werden. Die Effizienz des konzernweiten Risikomanagements wird sowohl durch das interne Kontrollsystem (IKS) als auch durch die interne Revision laufend beurteilt und überwacht.
Die finanziellen Risiken aus Finanzinstrumenten – Ausfallsrisiko,
Liquiditätsrisiko, Fremdwährungsrisiko (insbesondere BRL, CNY, CZK, HKD, IDR, THB und USD), Rohstoffpreisrisiko und Zinsrisiko – werden als für die Lenzing Gruppe relevante Risiken eingestuft. Mittels entsprechender Absicherungsmaßnahmen wird versucht, diese Risiken zu minimieren. Die erworbenen Aktien fremder Unternehmen sind als langfristige Investitionen klassifiziert und werden daher nicht als kurz- bzw. mittelfristig relevantes Marktpreisrisiko gesehen.
Ausfallsrisiko
Das Ausfallsrisiko bezeichnet das Risiko von Vermögensverlusten, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das dem Grundgeschäft immanente Bonitätsrisiko ist bei Liefergeschäften (insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) zum Teil durch namhafte Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive, Wechsel etc.) abgesichert. Die Außenstände und Kundenlimits werden laufend überwacht. Das Kreditrisiko bei Banken aus Veranlagungen (insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) und Derivaten mit positiven Marktwerten wird dadurch reduziert, dass Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern von guter Bonität abgeschlossen werden.
Forderungen werden einzeln bewertet. Auf Forderungen werden individuelle Einzelwertberichtigungen gebildet, wenn Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität (Einzelbewertung) vorliegen und diese voraussichtlich nicht voll einbringlich sind. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Ausfall oder Verzug von Zahlungen oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner in Insolvenz geht, vorliegen und die betroffene Forderung nicht ausreichend besichert ist. Aufgrund des umfassenden Debitorenmanagements der Lenzing Gruppe (weitgehende Absicherung durch Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten sowie laufende Überwachung der Außenstände und Kundenlimits) sind die erwarteten Verluste untergeordnet.
Zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfes für nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in der Lenzing Gruppe die Ausfälle der letzten Jahre evaluiert. Die Analyse hat ergeben, dass nur ein unwesentliches Risiko für Forderungen mit einer gewissen Überfälligkeit besteht.
Die Verlustquoten basieren auf historischen Ausfallsquoten der letzten neun Jahre. Dabei wird nach Gesellschaften und Überfälligkeiten unterschieden. Durch die COVID-19-Krise und die Ukraine-Krise ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der Ausfallsquoten im Geschäftsjahr. Die diesbezügliche Entwicklung wird laufend vom Management überwacht.
Bei Ausleihungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten (kurz- und langfristig), die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erfolgt die Berechnung des Wertminderungsbedarfes auf Basis der durchschnittlichen Ausfallsquoten. Der Wertminderungsbedarf ermittelt sich aus der Ausfallsquote je Rating für das jeweilige Finanzinstrument. Eine signifikante Änderung des Kreditrisikos wird auf Basis von Rating und Zahlungsverzug bestimmt. Die Lenzing Gruppe geht bei Instrumenten mit niedrigem Ausfallsrisiko davon aus, dass sich das Ausfallsrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. Folglich wird für solche Instrumente stets der Zwölf-Monats-Kreditverlust erfasst. Da der erwartete Wertminderungsbedarf unwesentlich ist, wird für diese finanziellen Vermögenswerte kein erwarteter Ausfall gebucht.
Aufgrund der verringerten wirtschaftlichen Ertragskraft und Unsicherheiten insbesondere als Folge eines Werksbrandes im Geschäftsjahr 2018 bei dem Käufer der EFB (einschließlich deren Tochterunternehmen) ergibt sich ein erhöhtes Ausfallsrisiko der Forderungen gegenüber diesen Gesellschaften. Deshalb wurde die Ermittlung der Wertberichtigung für diese Ausleihungen von dem erwarteten Zwölf-Monats-Kreditverlust auf die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste im Geschäftsjahr 2018 geändert. Die erwarteten Kreditverluste wurden auf Basis der Differenz zwischen den vertraglichen Zahlungen und sämtlichen Zahlungen, die das Management voraussichtlich zukünftig erwartet, ermittelt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als ausgefallen betrachtet, wenn sie mehr als 270 Tage überfällig sind bzw. wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen ohne Verwertung von Sicherheiten nachkommen kann. Dieser lange Zeitraum ergibt sich daraus, dass etwa 90 Prozent der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditversicherung versichert sind.
Eine direkte Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nur, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten endgültig nicht mehr bestehen (insbesondere im Insolvenzfall). Bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eher als niedrig, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind, verschiedenen Branchen angehören und auf weitgehend unabhängigen Märkten tätig sind. Die Forderungen sind zudem in einem eher geringen Ausmaß überfällig und nicht einzelwertgemindert (siehe Tabelle unten „Altersstruktur der finanziellen Forderungen“). Wesentliche Effekte für eine Veränderung der Wertberichtigungen können mögliche Zahlungsausfälle von großen Kunden sein bzw. der allgemeine Anstieg des Forderungsbestandes zum Stichtag. Im Geschäftsjahr gab es keinen wesentlichen Anstieg bei den Zahlungsausfällen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. Dezember 2022 gesunken.
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung und Überleitung der Wertberichtigungen | TEUR |
| | |
2022 | Erwarteter Kreditverlust über die Laufzeit (Portfolio-bewertung) | Erwarteter Kreditverlust über die Laufzeit (Einzelbewertung) |
| | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | |
Wertberichtigungen zum 01.01. | 753 | 9.760 |
Verbrauch | 0 | -2.180 |
Auflösung | -470 | -107 |
Dotierung | 34 | 194 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 11 | -63 |
Wertberichtigungen zum 31.12. | 328 | 7.605 |
Entwicklung und Überleitung der Wertberichtigungen (Vorjahr) | TEUR |
| | |
2021 | Erwarteter Kreditverlust über die Laufzeit (Portfolio-bewertung) | Erwarteter Kreditverlust über die Laufzeit (Einzelbewertung) |
| | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | |
Wertberichtigungen zum 01.01. | 468 | 8.469 |
Verbrauch | 0 | -213 |
Auflösung | -98 | -224 |
Dotierung | 368 | 1.196 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | 15 | 532 |
Wertberichtigungen zum 31.12. | 753 | 9.760 |
Erwarteter Kreditverlust über die Laufzeit (Einzelbewertung) | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Ausleihungen zu fortgeführten Anschaffungskosten | | |
Wertberichtigungen zum 01.01. | 5.600 | 6.145 |
Auflösung | -600 | -601 |
Dotierung | 3.235 | 14 |
Währungsumrechnungsdifferenzen | -1 | 42 |
Wertberichtigungen zum 31.12. | 8.234 | 5.600 |
| | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (lang- und kurzfristig) | | |
Wertberichtigungen zum 01.01. | 713 | 648 |
Auflösung | -66 | 0 |
Dotierung | 561 | 66 |
Wertberichtigungen zum 31.12. | 1.209 | 713 |
In den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von TEUR 1.720 (2021: TEUR 1.810) enthalten.
Bei den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Wertberichtigungen für überfällige, nicht versicherte Forderungen.
Die Altersstruktur der finanziellen Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Altersstruktur und erwarteter Kreditverlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | TEUR |
| | |
31.12.2022 | Bruttobuchwert | Erwarteter Kreditverlust |
| | |
Nicht überfällig | 275.436 | 243 |
Bis 30 Tage überfällig | 13.491 | 53 |
Zwischen 31 und 90 Tagen überfällig | 1.608 | 4 |
Zwischen 91 und 365 Tagen überfällig | 828 | 15 |
Mehr als 1 Jahr überfällig | 13 | 13 |
Forderungen mit beeinträchtigter Bonität (Einzelbewertung) | 10.169 | 7.605 |
Summe | 301.543 | 7.932 |
Altersstruktur und erwarteter Kreditverlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) | TEUR |
| | |
31.12.2021 | Bruttobuchwert | Erwarteter Kreditverlust |
| | |
Nicht überfällig | 287.584 | 439 |
Bis 30 Tage überfällig | 29.249 | 167 |
Zwischen 31 und 90 Tagen überfällig | 5.541 | 56 |
Zwischen 91 und 365 Tagen überfällig | 418 | 58 |
Mehr als 1 Jahr überfällig | 32 | 32 |
Forderungen mit beeinträchtigter Bonität (Einzelbewertung) | 12.860 | 9.760 |
Summe | 335.685 | 10.513 |
Altersstruktur der finanziellen Forderungen | TEUR |
| | |
2022 | Ausleihungen | Sonstige finanzielle Forderungen (kurz- und langfristig) |
| | |
Bruttobuchwert zum 31.12. | 16.636 | 94.742 |
Davon nicht überfällig | 838 | 93.534 |
Davon wertgemindert | 15.798 | 1.209 |
Altersstruktur der finanziellen Forderungen (Vorjahr) | TEUR |
| | |
2021 | Ausleihungen | Sonstige finanzielle Forderungen (kurz- und langfristig) |
| | |
Bruttobuchwert zum 31.12. | 17.948 | 20.239 |
Davon nicht überfällig | 6.670 | 19.404 |
Davon wertgemindert | 11.278 | 834 |
Wertpapiere im Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben überwiegend ein Rating zwischen AAA und BBB.
An der Einbringlichkeit von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen aus heutiger Sicht keine Zweifel.
Das maximale Ausfallsrisiko aus bilanzierten finanziellen Vermögenswerten stellt sich wie folgt dar:
Maximales Ausfallsrisiko aus bilanzierten finanziellen Vermögenswerten | TEUR |
| | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | |
Buchwert der aktivseitigen Finanzinstrumente (siehe Note 36) | 875.380 | 1.529.076 |
Abzüglich Risikominderungen bei Forderungen durch | | |
Erhaltene Kreditversicherungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Selbstbehalte) | -102.865 | -104.674 |
Erhaltene Garantien für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -18.507 | -35.600 |
Summe | 754.009 | 1.388.802 |
Das maximale Ausfallsrisiko aus finanziellen Garantieverträgen und Eventualverbindlichkeiten ist in Note 41 ersichtlich.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich nicht jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos nimmt in der Lenzing Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Die Unternehmensrichtlinien schreiben eine konzernweit einheitliche und vorausschauende Liquiditätsplanung und Mittelfristplanung vor. Das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses wird in der Lenzing Gruppe laufend überwacht.
Die Lenzing Gruppe verfügt über einen Liquiditätsbestand in Höhe von TEUR 453.265 (31. Dezember 2021: TEUR 1.124.120) in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten inklusive liquiden Wechseln (siehe Note 35). Zur Finanzierung notwendiger Betriebsmittel sowie zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Fehlbeträge bestehen zum 31. Dezember 2022 ungenutzte Kreditlinien im Ausmaß von TEUR 232.276 (31. Dezember 2021: TEUR 454.471). Die mittel- und langfristige Finanzierung der Lenzing Gruppe erfolgt über Eigenkapital und Finanzverbindlichkeiten, insbesondere Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten können regelmäßig verlängert oder bei anderen Fremdkapitalgebern refinanziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dienen der kurzfristigen Finanzierung der bezogenen Lieferungen und Leistungen. Die von den Reverse-Factoring-Vereinbarungen betroffenen Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer vereinbarten Fälligkeit beglichen; die damit verbundenen Abflüsse werden in der Liquiditätsplanung planmäßig berücksichtigt. Der Konzern beurteilt aus diesem Grund die Risikokonzentration hinsichtlich ausreichender
Finanzierungsquellen als von untergeordneter Bedeutung.
Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Schulden (einschließlich finanzieller Garantieverträge) setzen sich wie folgt zusammen:
Fälligkeitsanalyse der originären finanziellen Schulden | | TEUR |
| | | | |
| Buchwert zum 31.12.2022 | Cashflows 2023 | Cashflows 2024 bis 2027 | Cashflows ab 2028 |
| | | | |
Schuldscheindarlehen | 569.691 | 15.926 | 574.811 | 29.191 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.640.106 | 331.371 | 1.221.991 | 447.287 |
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | 42.843 | 5.102 | 24.996 | 14.210 |
Leasingverbindlichkeiten | 69.590 | 13.453 | 38.173 | 147.170 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 435.433 | 435.433 | 0 | 0 |
Kündbare nicht beherrschende Anteile | 266.085 | 0 | 0 | 266.085 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 63.352 | 63.352 | 0 | 0 |
Summe | 3.087.100 | 864.636 | 1.859.971 | 903.943 |
Davon: | | | | |
Fix verzinst | | 20.397 | 56.553 | 105.137 |
Teilweise fix verzinst | | 150 | 606 | 160 |
Variabel verzinst | | 91.821 | 186.000 | 33.762 |
Tilgung | | 752.268 | 1.616.813 | 764.884 |
1) Bei den finanziellen Garantieverträgen sind die maximal möglichen Zahlungsverpflichtungen enthalten. Die Beträge werden als im ersten Jahr fällig angenommen.
Fälligkeitsanalyse der originären finanziellen Schulden (Vorjahr) | | TEUR |
| | | | |
| Buchwert zum 31.12.2021 | Cashflows 2022 | Cashflows 2023 bis 2026 | Cashflows ab 2027 |
| | | | |
Schuldscheindarlehen | 637.841 | 80.641 | 550.691 | 29.234 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.342.661 | 63.715 | 1.052.698 | 379.378 |
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern | 57.183 | 6.539 | 34.542 | 19.969 |
Leasingverbindlichkeiten | 63.475 | 12.781 | 34.425 | 123.548 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.768 | 414.768 | 0 | 0 |
Kündbare nicht beherrschende Anteile | 234.409 | 0 | 0 | 234.409 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 40.442 | 40.442 | 0 | 0 |
Summe | 2.790.781 | 618.886 | 1.672.357 | 786.539 |
Davon: | | | | |
Fix verzinst | | 17.985 | 50.020 | 85.306 |
Teilweise fix verzinst | | 179 | 616 | 299 |
Variabel verzinst | | 24.480 | 59.376 | 9.442 |
Tilgung | | 576.243 | 1.562.345 | 691.492 |
1) Bei den finanziellen Garantieverträgen sind die maximal möglichen Zahlungsverpflichtungen enthalten. Die Beträge werden als im ersten Jahr fällig angenommen.
In der Tabelle wurden alle originären finanziellen Schulden, die am Bilanzstichtag im Bestand waren, einbezogen. Planzahlen für zukünftige Schulden wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Schulden sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
Fälligkeitsanalyse der derivativen Finanzinstrumente | | TEUR |
| | | | |
| Buchwert zum 31.12.2022 | Cashflows 2023 | Cashflows 2024 bis 2027 | Cashflows ab 2028 |
| | | | |
Währungs-, kombinierte Zins-/Währungs- und Zinsderivate und Gasderivate | | | | |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges) | 55.494 | 12.416 | 5.724 | 37.354 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | 1.673 | 1.673 | 0 | 0 |
Positiver Marktwert | 57.167 | 14.090 | 5.724 | 37.354 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges) | -7.602 | -7.602 | 0 | 0 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | -1.380 | -1.380 | 0 | 0 |
Negativer Marktwert | -8.981 | -8.981 | 0 | 0 |
Summe | 48.186 | 5.109 | 5.724 | 37.354 |
Die Cashflows bestehen nur aus Tilgung und beinhalten keine Zinskomponente.
Marktwert: + = Forderung, – = Verbindlichkeit aus Sicht der Lenzing Gruppe
Fälligkeitsanalyse der derivativen Finanzinstrumente (Vorjahr) | | TEUR |
| | | | |
| Buchwert zum 31.12.2021 | Cashflows 2022 | Cashflows 2023 bis 2026 | Cashflows ab 2027 |
| | | | |
Währungs-, kombinierte Zins-/Währungs- und Zinsderivate | | | | |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges) | 1.841 | 1.841 | 0 | 0 |
Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | 109 | 109 | 0 | 0 |
Positiver Marktwert | 1.950 | 1.950 | 0 | 0 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges) | -22.607 | -19.228 | -1.442 | -1.937 |
Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow Hedges, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde) | -5.799 | -5.799 | 0 | 0 |
Negativer Marktwert | -28.406 | -25.027 | -1.442 | -1.937 |
Summe | -26.456 | -23.077 | -1.442 | -1.937 |
Die Cashflows bestehen nur aus Tilgung und beinhalten keine Zinskomponente.
Marktwert: + = Forderung, – = Verbindlichkeit aus Sicht der Lenzing Gruppe
Fremdwährungsrisiko
Aufgrund von Zahlungsflüssen aus Investitionen und aus dem operativen Geschäft sowie aus Veranlagungen und Finanzierungen in Fremdwährungen sind die Konzerngesellschaften der Lenzing Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Risiken aus Fremdwährungen werden weitestgehend gesichert, soweit sie die Cashflows der Gruppe beeinflussen. Im operativen Bereich sind die einzelnen Konzerngesellschaften einem Fremdwährungsrisiko im Zusammenhang mit geplanten Zahlungsein- bzw. -ausgängen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Das Wechselkursrisiko aus Fremdwährungspositionen aus erwarteten künftigen Transaktionen in Fremdwährung von Konzerngesellschaften wird mittels Devisentermingeschäften gesichert, welche zum Marktwert bilanziert werden.
Für Gesellschaften mit gleicher funktionaler Währung werden die jeweiligen Netto-Exposures in Fremdwährung für das folgende Umsatzjahr im Zuge der Budgetierung ermittelt. Die Einkäufe in
einer bestimmten Fremdwährung und die Verkäufe in einer bestimmten Fremdwährung werden jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst. Das budgetierte Netto-Exposure des folgenden Geschäftsjahres für das in der Lenzing Gruppe dominierende Währungspaar EUR/CNY war zum 31. Dezember 2022 zu ca. 34 Prozent (31. Dezember 2021: EUR/USD ca. 62 Prozent) abgesichert. Daneben spielt der USD eine bedeutende Rolle. Die Höhe der daraus resultierenden Risikokonzentration zum Bilanzstichtag kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (siehe Abschnitt „Sensitivitätsanalyse und Risikoposition für Fremdwährungsrisiken“).
Auf Konzernebene wird auch das Translationsrisiko regelmäßig bewertet und beobachtet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung ausländischer Beteiligungen entsteht, deren funktionale Währung nicht der EUR ist. Die größte Risikoposition stellt dabei der USD dar.
Rohstoffpreisrisiko
Zur Absicherung gegen Gaspreisrisiken werden in der Lenzing Gruppe neben physischen Bezugsverträgen derivative Finanzins-trumente eingesetzt (siehe Note 36). Die Gruppe setzt zur Steuerung des Gaspreisrisikos OTC-Gasswaps im Rahmen von Cashflow Hedge-Beziehungen ein. Die Sicherungsstrategien werden auf Basis der geplanten Gasverbrauchszahlen in der betreffenden Währung festgelegt und monatlich mit den aktuellen Marktpreisen („market to market“-Bewertung) verglichen. Aufgrund der Gas-swaps ist die Lenzing Gruppe bilanziellen Preisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken bestehen insbesondere darin, dass die Bewertung der Gasswaps zum beizulegenden Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu Belastungen des sonstigen Ergebnisses bzw. des Eigenkapitals führen kann.
Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich bei wichtigen Rohstoffen und Energie erhöhte Preisschwankungen. Die Lenzing Gruppe unterliegt mit ihrer Geschäftstätigkeit branchenüblichen Marktpreisrisiken (insbesondere bei Holz, Chemikalien, Zellstoff und Energie), die nicht über Derivate bzw. Finanzinstrumente, sondern über andere Sicherungsmaßnahmen (insbesondere lang- und kurzfristige Bezugsverträge bei verschiedenen Lieferanten) abgesichert werden. Die Lenzing Gruppe hat mehrere langfristige Strombezugsverträge für Strom aus erneuerbaren Energiequellen abgeschlossen, um ihre Klimaziele zu erreichen und sich gegen schwankende Preise abzusichern (siehe Note 21).
Zinsrisiken
Die Lenzing Gruppe ist aufgrund von geschäftsbedingten Finanzierungs- bzw. Veranlagungsaktivitäten einem Zinsrisiko ausgesetzt. Zinsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei fix verzinsten Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten zu Schwankungen der Cashflows aus den Zinszahlungen führen. Die Steuerung des Zinsrisikos und der daraus resultierenden Risikokonzentrationen erfolgt durch laufende Überwachung und Anpassung der Zusammensetzung der fix und variabel verzinsten originären Finanzinstrumente sowie vereinzelt durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Höhe der daraus resultierenden Risikokonzentration zum Bilanzstichtag kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (siehe Abschnitt „Sensitivitätsanalyse und Exposure für Zinsrisiken“).
Sensitivitätsanalyse und Risikoposition für Fremdwährungsrisiken
Die Lenzing Gruppe legt der Sensitivitätsanalyse folgende Annahmen zu Grunde:
- ● Als Basis für die Sensitivität des Gewinnes oder Verlustes werden die Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft denominiert sind, und die offenen Derivate aus Cashflow Hedges für Fremdwährungsrisiken, bei denen das Grundgeschäft bereits ergebniswirksam erfasst wurde, zum Bilanzstichtag herangezogen. Die Buchwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Nominalen der Derivate entsprechen dem Exposure. Für die Aggregation zum Gruppen-Exposure werden die einzelnen Exposures einheitlich gegen die Währungen USD bzw. EUR dargestellt.
- ● Als Basis für die Sensitivität des sonstigen Ergebnisses werden die offenen Derivate aus Cashflow Hedges für Fremdwährungsrisiken, bei denen das Grundgeschäft noch nicht ergebniswirksam erfasst wurde, zum Bilanzstichtag herangezogen. Die Nominale der offenen Derivate entspricht dem Exposure.
Die Sensitivitäten und die Risikopositionen für das Fremdwährungsrisiko stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Sensitivitätsanalyse und Risikoposition für Fremdwährungsrisiken (EUR) | | TEUR |
| | | | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | | | |
| Gruppenexposure in Bezug auf EUR | Sensitivität bei Abwertung des EUR um 10 % | Sensitivität bei Aufwertung des EUR um 10 % | Gruppenexposure in Bezug auf EUR | Sensitivität bei Abwertung des EUR um 10 % | Sensitivität bei Aufwertung des EUR um 10 % |
| | | | | | |
EUR-USD | 540.038 | 60.004 | -49.094 | 380.790 | 31.589 | -25.846 |
EUR-GBP | 478 | 53 | -43 | 1.533 | 136 | -111 |
EUR-CNY/CNH | 50.748 | 5.639 | -4.613 | 65.576 | 5.465 | -4.471 |
EUR-CZK | -2.650 | -294 | 241 | -2.826 | -243 | 199 |
EUR-HKD | -3.184 | -354 | 289 | -5.814 | -480 | 393 |
Sensitivität des Gewinnes oder Verlustes nach Steuern (durch Forderungen und Verbindlichkeiten) | 585.430 | 65.048 | -53.221 | 439.259 | 36.466 | -29.836 |
Sensitivität des sonstigen Ergebnisses nach Steuern (durch Cashflow Hedge-Derivate) | | -10.130 | 8.306 | | -15.690 | 12.843 |
Sensitivität des Eigenkapitals | | 54.917 | -44.915 | | 20.776 | -16.993 |
Gruppenexposure: + Forderung, – Verbindlichkeit; Sensitivität: + Erhöhung des Gewinnes bzw. sonstigen Ergebnisses, – Verminderung des Gewinnes bzw. sonstigen Ergebnisses
Sensitivitätsanalyse und Risikoposition für Fremdwährungsrisiken (USD/GBP) | | TEUR |
| | | | | | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | | | |
| Gruppenexposure in Bezug auf USD/GBP | Sensitivität bei Abwertung des USD/GBP um 10 % | Sensitivität bei Aufwertung des USD/GBP um 10 % | Gruppenexposure in Bezug auf USD/GBP | Sensitivität bei Abwertung des USD/GBP um 10 % | Sensitivität bei Aufwertung des USD/GBP um 10 % |
| | | | | | |
USD-IDR | -33.850 | -3.761 | 3.077 | -13.177 | -1.142 | 934 |
USD-GBP | -5.971 | -663 | 543 | -3.926 | -353 | 289 |
USD-CNY/CNH | 25.979 | 2.887 | -2.362 | 17.766 | 1.481 | -1.212 |
USD-CZK | -8.768 | -974 | 797 | -14.914 | -1.342 | 1.098 |
USD-THB | 0 | 0 | 0 | 809 | 72 | -59 |
USD-BRL | -35.503 | -3.945 | 3.228 | 61.525 | 4.512 | -3.692 |
GBP-CNY/CNH | 3.016 | 335 | -274 | 6.081 | 547 | -448 |
Sensitivität des Gewinnes oder Verlustes nach Steuern (durch Forderungen und Verbindlichkeiten) | -55.098 | -6.122 | 5.009 | 54.164 | 3.775 | -3.088 |
Sensitivität des sonstigen Ergebnisses nach Steuern (durch Cashflow Hedge-Derivate) | | -11.841 | 11.836 | | -12.202 | 11.947 |
Sensitivität des Eigenkapitals | | -17.963 | 16.845 | | -8.427 | 8.858 |
Gruppenexposure: + Forderung, – Verbindlichkeit; Sensitivität: + Erhöhung des Gewinnes bzw. sonstigen Ergebnisses, – Verminderung des Gewinnes bzw. sonstigen Ergebnisses
Sensitivitätsanalyse und Exposure für Rohstoffpreisrisiken
Für das Preisänderungsrisiko aus Gasswaps werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Sie stellen Effekte aus hypothetischen Änderungen von Gaspreisänderungen auf den Gewinn oder Verlust, das sonstige Ergebnis bzw. das Eigenkapital dar.
Die Lenzing Gruppe legt der Analyse folgende Annahmen zu Grunde:
- ● Als Basis für die Sensitivität werden die offenen Derivate aus Cashflow Hedges für Rohstoffpreisrisiken zum Bilanzstichtag herangezogen.
- ● Das Exposure entspricht dabei den Nominalen der Derivate (ohne Einbeziehung der Grundgeschäfte). Wirtschaftlich gesehen dienen die Derivate zur Absicherung physischer Grundgeschäfte, die in Folgeperioden ergebniswirksam werden, sodass aus ökonomischer Sicht in Kombination mit den Grundgeschäften keine Risikoposition besteht.
Steigt (sinkt) das Marktpreisniveau für Gas zum 31. Dezember 2022 um 10 %, würde sich das sonstige Ergebnis (nach Steuern) um TEUR +/-929 (31. Dezember 2021: TEUR 0) erhöhen (vermindern).
Sensitivitätsanalyse und Exposure für Zinsrisiken
Das Exposure für Zinsrisiken stellt sich zu den Bilanzstichtagen in Form der Buchwerte der zinstragenden originären Finanzinstrumente wie folgt dar:
Risikoposition für Zinsrisiken | | | | | TEUR |
| | | | | |
| 31.12.2022 |
| | | | | |
| Fix verzinst | Teilweise fix verzinst | Variabel verzinst | Nicht verzinst | Summe |
| | | | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 446.873 | 0 | 446.873 |
Finanzanlagen | 39 | 0 | 7.564 | 33.760 | 41.363 |
Finanzverbindlichkeiten | -911.083 | -30.005 | -1.381.143 | 0 | -2.322.230 |
Netto-Risikoposition | -911.044 | -30.005 | -926.706 | 33.760 | -1.833.994 |
Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) | -60.941 | 0 | 60.941 | 0 | 0 |
Netto-Risikoposition nach Hedging-Effekt | -971.985 | -30.005 | -865.765 | 33.760 | -1.833.994 |
+ Forderungen, - Verbindlichkeiten
Risikoposition für Zinsrisiken (Vorjahr) | | | | | TEUR |
| | | | | |
| 31.12.2021 |
| | | | | |
| Fix verzinst | Teilweise fix verzinst | Variabel verzinst | Nicht verzinst | Summe |
| | | | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 1.113.279 | 0 | 1.113.279 |
Finanzanlagen | 42 | 0 | 11.278 | 59.780 | 71.101 |
Finanzverbindlichkeiten | -932.158 | -33.813 | -1.135.190 | 0 | -2.101.161 |
Netto-Risikoposition | -932.116 | -33.813 | -10.633 | 59.780 | -916.782 |
Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) | -57.350 | 0 | 57.350 | 0 | 0 |
Netto-Risikoposition nach Hedging-Effekt | -989.465 | -33.813 | 46.717 | 59.780 | -916.782 |
+ Forderungen, - Verbindlichkeiten
Für das Zinsrisiko aus variabel verzinsten Finanzinstrumenten und der Marktwertschwankung von Cashflow Hedge-Derivaten werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Sie stellen Effekte aus hypothetischen Änderungen von Zinssätzen auf den Gewinn oder Verlust, das sonstige Ergebnis bzw. das Eigenkapital dar.
Die Lenzing Gruppe legt der Sensitivitätsanalyse für das Zinsrisiko der variabel verzinsten Finanzinstrumente folgende Annahmen zu Grunde:
- ● Als Basis für die Sensitivität werden alle variabel verzinsten originären und derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag herangezogen.
- ● Das Exposure entspricht hierbei dem Buchwert der variabel verzinsten Finanzinstrumente.
Die Sensitivitäten und das Exposure für das Zinsrisiko aus variabel verzinsten Finanzinstrumenten stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:
Sensitivitätsanalyse für Zinsrisiken aus variabel verzinsten originären und derivativen Finanzinstrumenten | TEUR |
| | | |
31.12.2022 | Netto-Risikoposition nach Hedging-Effekt | Sensitivität bei Anstieg des Zinsniveaus um 100 bps | Sensitivität bei Abfall des Zinsniveaus um 100 bps1 |
| | | |
Sensitivität des Gewinnes oder Verlustes nach Steuern | -865.765 | -5.889 | 5.8842 |
31.12.2021 | | | |
| | | |
Sensitivität des Gewinnes oder Verlustes nach Steuern | 46.717 | -5.331 | 3.6892 |
1) Bei Reduktion der Basispunkte reduziert sich die Sensitivität aliquot.
2) Die Auswertung erfolgt unter der Annahme, dass Negativzinsen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bezahlt werden. Verbindlichkeiten, bei denen keine negativen Zinsen berechnet werden, werden bei der Auswertung nicht berücksichtigt.
Die Lenzing Gruppe legt der Sensitivitätsanalyse für das Zinsrisiko aus der Marktwertschwankung von Cashflow Hedge-Derivaten für Zinsrisiken folgende Annahmen zu Grunde:
- ● Als Basis für die Sensitivität des sonstigen Ergebnisses wird das offene Derivat aus Cashflow Hedges für Zinsrisiken, bei denen das Grundgeschäft noch nicht ergebniswirksam erfasst wurde, zum Bilanzstichtag herangezogen.
- ● Das Exposure entspricht hierbei dem Nominale des Derivats in Höhe von TEUR 444.403 (31. Dezember 2021: TEUR 418.211).
Ein Anstieg des Zinsniveaus um 1 Prozentpunkt würde zu einer Erhöhung des sonstigen Ergebnisses (nach Steuern) um TEUR 8.975 (31. Dezember 2021: TEUR 9.543) führen. Ein Abfall des Zinsniveaus um 1 Prozentpunkt würde zu einer Verminderung des sonstigen Ergebnisses (nach Steuern) um TEUR 8.857 (31. Dezember 2021: TEUR 9.532) führen. Die Zinssensitivität hat keinen Einfluss auf den Gewinn oder Verlust, da die Bewertung der Zinsderivate ergebnisneutral in der Hedging Reserve erfasst wird.
Die Lenzing Gruppe hält zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 Finanzinstrumente, die an einen IBOR-Referenzzinssatz gekoppelt sind und im Rahmen der IBOR-Reform ersetzt werden müssen. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde der bisherige Referenzzinssatz Euro Overnight Index Average (EONIA) betroffener finanzieller Verbindlichkeiten auf den Referenzzinssatz Euro Short-Term Rate (€STR) angepasst. Mit der Umstellung des Referenzzinssatzes USD-LIBOR betroffener finanzieller Verbindlichkeiten sowie korrespondierender Cashflow Hedge-Derivate für kombinierte Zins-/
Währungsrisiken und für Zinsrisiken auf einen alternativen Referenzzinssatz wurde bereits begonnen. Die Lenzing Gruppe überwacht den Übergang auf alternative Referenzzinssätze und steuert die sich daraus ergebenden Risiken.
Weiterführende Erläuterungen zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten sind im Risikobericht des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2022 der Lenzing Gruppe enthalten.
Erläuterungen zu den nahestehenden Unternehmen und Personen sowie zu den Organen
Note 39. Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Überblick
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der Lenzing Gruppe zählen insbesondere die Unternehmen der B&C Gruppe einschließlich deren Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und deren Organe (Vorstand bzw. Geschäftsführung und Aufsichtsrat, wenn vorhanden) sowie die nahen Familienangehörigen der Organe und unter deren Einfluss stehende Unternehmen (siehe Note 1 Abschnitt „Beschreibung des Unternehmens und der Geschäftstätigkeit“ und Note 40). Die Beträge und Transaktionen zwischen der Lenzing AG und ihren vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden hier nicht weiter erläutert.
Die B&C Privatstiftung wird durch einen Stiftungsvorstand geleitet. Kein Mitglied des Vorstandes der Lenzing AG hat einen Sitz im Stiftungsvorstand oder in der Geschäftsführung bzw. im Vorstand von Tochterunternehmen der B&C Privatstiftung, mit Ausnahme von Tochterunternehmen der Lenzing Gruppe. Die Lenzing Gruppe hat keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der B&C Privatstiftung.
Die Mitglieder der Organe der Lenzing AG (insbesondere des Aufsichtsrates) und der weiter oben genannten Rechtsträger sind teilweise Organe oder Gesellschafter anderer Unternehmen, mit denen die Lenzing AG gewöhnliche Geschäftsbeziehungen unterhält. Mit Banken bestehen gewöhnliche Geschäftsbeziehungen, unter anderem im Bereich der Finanzierung, der Veranlagung und bei den Derivaten.
Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen
Aus der steuerlichen Unternehmensgruppe mit der B&C Gruppe (siehe Note 30) hat die Lenzing Gruppe im Geschäftsjahr 2022 eine Steuergutschrift von TEUR 2.660 (2021: TEUR 747) ergebniswirksam verbucht. Im Jahr 2022 erfolgten gemäß der vertraglichen Verpflichtung die Zahlung bzw. Vorauszahlung der Steuerumlage an die B&C Gruppe von in Summe TEUR 20.679 (2021: TEUR 15.285). Zum 31. Dezember 2022 bilanziert die Lenzing Gruppe aus der Steuerumlage eine Forderung in Höhe von TEUR 10.438 (31. Dezember 2021: eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 12.644) gegenüber der B&C Gruppe. Die Steuerlatenz auf den steuerlichen Verlust in Höhe von TEUR 4.626 (31. Dezember 2021: TEUR 0) wurde in den aktiven latenten Steuern erfasst. Im Jahr 2022 wird aus der Steuerumlage ein Ertragsteuerertrag in Höhe von TEUR 2.403 (2021: ein Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 11.900) gegenüber der B&C Gruppe ausgewiesen.
Beziehungen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren wesentlichen Tochterunternehmen
Die Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren wesentlichen Tochterunternehmen betreffen im Wesentlichen:
Wesentliche Beziehungen zu Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | |
| |
EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH und deren Tochterunternehmen (EFB) | Vertrieb von Fasern, Lieferung von Zellstoff, Darlehensvergabe |
Lenzing Papier GmbH (LPP) | Erbringung von Infrastruktur- und administrativen Leistungen |
RVL Reststoffverwertung Lenzing GmbH (RVL) | Betrieb einer Reststoffverwertungsanlage und Abnahme des erzeugten Dampfes; Vermietung eines Grundstücks |
Hygiene Austria LP GmbH (HGA), Anteile wurden im März 2021 verkauft | Lieferung von Rohstoffen, Erbringung von Dienstleistungen, Darlehensforderung, abgegebene Garantie und Einkauf von Schutzmasken |
Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft m.b.H. für den Bezirk Vöcklabruck (GSG) | Erbringung von Infrastruktur- und administrativen Leistungen |
PT. Pura Golden Lion (PGL) | Darlehensverbindlichkeit |
Wood Paskov s.r.o. (LWP) | Erwerb von Holz |
LD Florestal S.A. (LDF) | Landnutzungsrechte, Darlehensverbindlichkeit |
Der Umfang der wesentlichen Geschäftsvorfälle und der Betrag der ausstehenden Salden mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren wesentlichen Tochterunternehmen stellen sich wie folgt dar:
Beziehungen zu Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren wesentlichen Tochterunternehmen | TEUR |
| | | | | |
2022 | EFB | Übrige assoziierte Unternehmen | LDF | Übrige Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
| | | | | |
Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 50.436 | 27.781 | 6.719 | 14.440 | 99.375 |
Empfangene Lieferungen und Leistungen | 1.417 | 3.780 | -2.248 | 14.692 | 17.642 |
Forderungen per 31.12. | 9.122 | 2.403 | 357 | 4 | 11.887 |
Verbindlichkeiten per 31.12. | 0 | 23 | 2.236 | 46 | 2.305 |
Beziehungen zu Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, und deren wesentlichen Tochterunternehmen (Vorjahr) | TEUR |
| | | | | |
2021 | EFB | Übrige assoziierte Unternehmen | LDF | Übrige Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
| | | | | |
Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 48.186 | 13.669 | 0 | 12.102 | 73.957 |
Empfangene Lieferungen und Leistungen | 0 | 99 | 0 | 12.414 | 12.513 |
Forderungen per 31.12. | 13.059 | 2.705 | 368 | 5 | 16.137 |
Verbindlichkeiten per 31.12. | 0 | 0 | 14.748 | 42 | 14.790 |
Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Unternehmen, welche nach der Equity-Methode bilanziert werden, wurden TEUR 90 Ertrag (2021: TEUR 1.160 Aufwand) an Wertberichtigungen erfolgswirksam erfasst.
Die Kelheim Fibres GmbH, Kelheim, Deutschland, ein Tochterunternehmen der EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH, Kelheim, Deutschland, hat im Geschäftsjahr 2017 ein langfristiges, ungesichertes Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 von der Lenzing AG erhalten. Die Verzinsung ist bankmäßig.
Die Hygiene Austria LP GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 ein langfristiges, ungesichertes Darlehen in Höhe von TEUR 2.000 von der Lenzing AG erhalten. Die Verzinsung war bankmäßig. Im Geschäftsjahr 2021 wurde im Rahmen des Verkaufes der Hygiene Austria LP GmbH auf dieses Darlehen verzichtet. Die Lenzing AG garantierte bis zum Verkauf der Hygiene Austria LP GmbH gegenüber einem Lieferanten der Hygiene Austria LP GmbH bis maximal TEUR 1.000.
Die LD Florestal S.A. hat im Geschäftsjahr 2019 ein langfristiges ungesichertes Darlehen in Höhe von TEUR 27.913 an das vollkonsolidierte Tochterunternehmen LD Celulose S.A. begeben. Die Verzinsung ist bankmäßig. Das Darlehen ist in Höhe von TEUR 2.236 zum 31. Dezember 2022 ausgenutzt (31. Dezember 2021: TEUR 14.748). Zudem hat die LD Florestal S.A. der LD Celulose S.A. im Geschäftsjahr 2020 ein Landnutzungsrecht eingeräumt. Der Buchwert der daraus entstandenen Leasingverbindlichkeit beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 46.098 (31. Dezember 2021: TEUR 36.941).
Mit den übrigen nicht konsolidierten Tochtergesellschaften gab es in beiden Geschäftsjahren keine wesentlichen Transaktionen.
Beziehungen zu den Mitgliedern des Vorstandes und den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Lenzing AG
Die aufgewendeten Vergütungen für das Management in Schlüsselpositionen im Rahmen ihrer Funktion, das sich aus den aktiven Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Lenzing AG zusammensetzt, stellen sich zusammengefasst wie folgt dar (inklusive Rückstellungsveränderungen):
Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen (aufgewendet) | | TEUR |
| | |
| 2022 | 2021 |
| | |
Vergütung des Vorstandes | | |
Grundgehalt | 1.934 | 2.541 |
Sachbezüge und andere Vorteile (insbesondere zur Nutzung überlassene Geschäftsfahrzeuge) | 46 | 60 |
Kurzfristiger variabler Leistungsbonus (Short-Term Incentive; STI) | 75 | 2.035 |
Außerordentliche Vergütungsleistungen (Sonderboni) | 200 | 1.880 |
Kurzfristig fällige Leistungen | 2.255 | 6.516 |
Langfristiger variabler Leistungsbonus (Long-Term Incentive; LTI) | -323 | 139 |
Andere langfristig fällige Leistungen | -323 | 139 |
Beiträge zur überbetrieblichen Pensionskasse | 208 | 285 |
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 208 | 285 |
Karenzentschädigungen und einmalige Abfindungen | 200 | 2.280 |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 200 | 2.280 |
Vergütung des Vorstandes | 2.340 | 9.219 |
Vergütung des Aufsichtsrates | | |
Kurzfristig fällige Leistungen | 745 | 907 |
| | |
Summe | 3.085 | 10.126 |
Die Zielgröße für den langfristigen Bonusanteil (Long-Term Incentive; LTI) der Vorstände setzt sich aus ausgewählten Kennzahlen der Lenzing Gruppe zusammen, jeweils über einen dreijährigen Berechnungszeitraum. Zusätzlich wird in diesen Berechnungszeiträumen die Kapitalmarktperformance der Gesellschaft im Vergleich zu einer ausgewählten Gruppe börsennotierter Unternehmen bewertet.
Den vom Betriebsrat delegierten Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat steht neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat (insbesondere Sitzungsgelder) eine reguläre Entlohnung (Lohn oder Gehalt und Abfertigungs- sowie Jubiläumsgeldzahlungen) im Rahmen ihres Dienstvertrages zu. Die Entlohnung entspricht einer angemessenen Vergütung für die ausgeübte Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen.
In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Lenzing AG den Mitgliedern des Vorstandes, wie auch teilweise ihren leitenden Angestellten und dem Aufsichtsrat, weitere Leistungen, die als geldwerte Vorteile angesehen werden. So besteht Versicherungsschutz (D&O, Unfall, Rechtsschutz etc.), dessen Kosten von der Lenzing Gruppe getragen wird. Es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, sodass eine spezifische Zuordnung an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht stattfindet. Außerdem werden den Mitgliedern des Vorstandes und teilweise den leitenden Angestellten Geschäftsfahrzeuge zur Nutzung überlassen. Daneben erhalten die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates Auf-
wandersatz für angefallene Kosten, insbesondere für Reisespesen. Die Grundsätze des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht 2022 der Lenzing Gruppe detailliert ausgeführt und veröffentlicht.
Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungen gewährt. Die Lenzing Gruppe ist keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten des Vorstandes und des Aufsichtsrates eingegangen.
Für die ehemaligen Mitglieder des Vorstandes der Lenzing AG
oder deren Hinterbliebene wurden Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Neubewertungen im sonstigen Ergebnis in Höhe von TEUR 826 (2021: Erträge in Höhe von TEUR 12) erfasst. Der Barwert der dafür gebildeten Pensionsrückstellung nach Abzug des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens (Nettoschuld) beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 4.923 (31. Dezember 2021: TEUR 6.512).
Note 40. Organe der Gesellschaft
Mitglieder des Aufsichtsrates
- ● Thomas Cord Prinzhorn, MBA
Vorsitzender (seit 26. April 2022)
- ● Dr. Stefan Fida
Stellvertretender Vorsitzender (seit 14. April 2021) - ● Mag. Helmut Bernkopf
- ● Dr. Christian Bruch
- ● Dr. Markus Fürst, MBA (seit 14. April 2021)
- ● KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
- ● Melody Harris-Jensbach
- ● Mag. Patrick Prügger
- ● Dr. Astrid Skala-Kuhmann
- ● Dipl.-Bw. Peter Edelmann
Vorsitzender (bis 26. April 2022)
- ● Dr. Veit Sorger
Stellvertretender Vorsitzender (bis 14. April 2021)
Vom Betriebsrat delegiert
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Vorsitzender des Betriebsausschusses (bis 18. Jänner 2021)
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates
Vorsitzender des Betriebsausschusses (seit 18. Jänner 2021)
Stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsausschusses
Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates
Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates
- ● Ing. Daniela Födinger
Stellvertretende Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates
Mitglieder des Vorstandes
- ● DI Stephan Sielaff
Chief Executive Officer (seit 1. April 2022) - ● Dr. Nico Reiner
Chief Financial Officer (seit 1. Jänner 2023) - ● Robert van de Kerkhof, MBA
Chief Commercial Officer - ● DI Christian Skilich, MBA, LLM
Chief Pulp Officer
- ● Thomas Cord Prinzhorn, MBA
Chief Executive Officer (4. November 2021 bis 31. März 2022) - ● Mag. Thomas Obendrauf, MBA
Chief Financial Officer (bis 31. Mai 2022) - ● Dr. Stefan Doboczky, MBA
Chief Executive Officer (bis 30. September 2021)
Sonstige Erläuterungen
Note 41. Finanzielle Garantieverträge, Eventualforderungen und
-verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie rechtliche Risiken
Es bestehen nicht bereits durch Verbindlichkeiten erfasste Haftungen, insbesondere zur Sicherstellung von Ansprüchen von bestimmten verkauften Beteiligungen und von Lieferanten sowie für allfällige Zahlungsausfälle bei verkauften Forderungen (siehe auch Note 36 Abschnitt „Factoring“) und bei konzernfremden Dritten, in Höhe von TEUR 10.282 (31. Dezember 2021: TEUR 4.905) und, in untergeordnetem Ausmaß, gewährte Haftrücklässe. Die angegebenen Beträge stellen jeweils die maximal mögliche Zahlungsverpflichtung aus Sicht der Lenzing Gruppe dar. Möglichkeiten einer Rückerstattung bestehen nur eingeschränkt.
Es bestehen gewährte Kreditrahmen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 3.091 (31. Dezember 2021: TEUR 5.379). Diese Rahmen waren per 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 nicht ausgenützt (siehe auch Note 22).
Für die Eigenkapitaleinschüsse der Lenzing AG in die LD Celulose S.A. in den Jahren 2021 bis 2022 bestanden zum 31. Dezember 2021 Bankgarantien in Höhe von TEUR 51.703. Diese Bankgarantien waren zum 31. Dezember 2021 nicht gezogen. Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine derartigen Garantien.
Die Lenzing Gruppe trägt Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen für ehemalige Mitarbeiter:innen von bestimmten verkauften Beteiligungen bis zur Höhe der fiktiven Ansprüche zum Zeitpunkt des Verkaufes. Diese Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag in Höhe des Barwerts nach versicherungsmathematischen Grundsätzen rückgestellt. Daneben hat insbesondere die Lenzing AG Haftungen zur Sicherstellung von Ansprüchen Dritter gegenüber vollkonsolidierten Unternehmen übernommen, bei denen es als unwahrscheinlich eingeschätzt wird, dass diese schlagend werden. Weitere finanzielle Verpflichtungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die derzeitige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sieht der Vorstand nicht.
Die Verpflichtungen aus offenen Bestellungen für die Lieferung
von immateriellen Anlagen und Sachanlagen belaufen sich zum
31. Dezember 2022 auf TEUR 185.721 (31. Dezember 2021: TEUR 248.062). In der Lenzing Gruppe bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen im Zusammenhang mit der Rohstoffversorgung insbesondere für Holz, Zellstoff, Chemikalien sowie Energie.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde vor einem US-Gericht eine Klage auf nicht bezifferte Schadenersatzansprüche in Zusammenhang mit einer ehemaligen Beteiligung gegen die Lenzing AG eingebracht. Die Lenzing AG hat diese Ansprüche zurückgewiesen. Eine Leistung von Schadenersatzzahlungen wurde vom Management per 31. Dezember 2022 sowie per 31. Dezember 2021 als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. Details zur Vorsorge für Rechtsverteidigungskosten werden in Note 31 erläutert.
Als international tätiger Konzern ist die Lenzing Gruppe einer Vielzahl von rechtlichen und sonstigen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produktmängel, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht, Arbeitnehmer und Umweltschutz (insbesondere aus Umweltschäden an Produktionsstandorten und Klimarisiken). Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren sind nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen und behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Weitere Ausführungen sind dem Risikobericht des Konzernlageberichtes zum 31. Dezember 2022 der Lenzing Gruppe zu entnehmen.
Note 42. Konzernunternehmen
Die Lenzing Gruppe verfügt – neben der Lenzing AG – über folgende Konzernunternehmen (Aufstellung der Konzernunternehmen nach § 245a Abs. 1 in Verbindung mit § 265 Abs. 2 öUGB):
Konzernunternehmen | | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| | | | | |
| Währung | Stammkapital | Anteil in % | Stammkapital | Anteil in % |
| | | | | |
Vollkonsolidierte Gesellschaften | | | | | |
Beech Investment s.r.o., Zlaté Moravce, Slowakei | EUR | 6.639 | 100,00 | 6.639 | 100,00 |
BZL – Bildungszentrum Lenzing GmbH, Lenzing | EUR | 43.604 | 75,00 | 43.604 | 75,00 |
LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien | BRL | 2.913.721.980 | 51,00 | 2.278.921.980 | 51,00 |
Lenzing Biocel Paskov a.s., Paskov, Tschechien | CZK | 280.000.000 | 100,00 | 280.000.000 | 100,00 |
Lenzing E-commerce (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China1 | CNY | 0 | 0,00 | 11.869.055 | 100,00 |
Lenzing Elyaf Anonim Şirketi, Istanbul, Türkei | TRY | 3.500.000 | 100,00 | 3.500.000 | 100,00 |
Lenzing Fibers (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | USD | 200.000 | 100,00 | 200.000 | 100,00 |
Lenzing Fibers GmbH, Heiligenkreuz | EUR | 363.364 | 100,00 | 363.364 | 100,00 |
Lenzing Fibers Grimsby Limited, Grimsby, UK | GBP | 1 | 100,00 | 1 | 100,00 |
Lenzing Fibers Holding GmbH, Lenzing | EUR | 35.000 | 100,00 | 35.000 | 100,00 |
Lenzing Fibers (Hongkong) Ltd., Hongkong, China | HKD | 30.300.000 | 100,00 | 30.300.000 | 100,00 |
Lenzing Fibers Inc., Axis, USA | USD | 10 | 100,00 | 10 | 100,00 |
Lenzing Fibers India Private Limited, Coimbatore, Indien | INR | 25.464.000 | 100,00 | 25.464.000 | 100,00 |
Lenzing Fibers Ltd., Manchester, UK | GBP | 1 | 100,00 | 1 | 100,00 |
Lenzing Global Finance GmbH, München, Deutschland | EUR | 25.000 | 100,00 | 25.000 | 100,00 |
Lenzing Holding GmbH, Lenzing | EUR | 35.000 | 100,00 | 35.000 | 100,00 |
Lenzing Korea Yuhan Hoesa, Seoul, Republik Korea | KRW | 280.000.000 | 100,00 | 280.000.000 | 100,00 |
Lenzing Land Holding LLC., Dover, USA | USD | 10.000 | 100,00 | 10.000 | 100,00 |
Lenzing Modi Fibers India Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 1.187.241.341 | 96,52 | 1.187.241.341 | 96,52 |
Lenzing (Nanjing) Fibers Co., Ltd., Nanjing, China | USD | 135.440.000 | 100,00 | 117.440.000 | 100,00 |
Lenzing Singapore Pte. Ltd., Singapur, Republik Singapur | EUR | 1.000.000 | 100,00 | 1.000.000 | 100,00 |
Lenzing Taiwan Fibers Ltd., Taipeh, Taiwan | TWD | 5.300.000 | 100,00 | 5.300.000 | 100,00 |
Lenzing (Thailand) Co., Ltd., Prachinburi, Thailand | THB | 5.368.463.500 | 100,00 | 4.000.000.000 | 100,00 |
PT. South Pacific Viscose, Purwakarta, Indonesien2 | IDR | 106.614.724.000 | 95,12 | 106.275.869.000 | 95,12 |
Pulp Trading GmbH, Lenzing | EUR | 40.000 | 100,00 | 40.000 | 100,00 |
Reality Paskov s.r.o., Paskov, Tschechien3 | CZK | - | - | 900.000 | 100,00 |
Wasserreinhaltungsverband Lenzing – Lenzing AG, Lenzing4 | EUR | 0 | Mitgliedschaft | 0 | Mitgliedschaft |
| | | | | |
Gesellschaften, welche nach der Equity-Methode bilanziert werden | | | | | |
Assoziierte Unternehmen | | | | | |
EQUI-Fibres Beteiligungsgesellschaft mbH, Kelheim, Deutschland | EUR | 2.000.000 | 20,00 | 2.000.000 | 20,00 |
Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft m.b.H. für den Bezirk Vöcklabruck, Lenzing5 | EUR | 1.155.336 | 99,90 | 1.155.336 | 99,90 |
Lenzing Papier GmbH, Lenzing | EUR | 35.000 | 40,00 | 35.000 | 40,00 |
PT. Pura Golden Lion, Jakarta, Indonesien | IDR | 2.500.000.000 | 40,00 | 2.500.000.000 | 40,00 |
Gemeinschaftsunternehmen | | | | | |
LD Florestal S.A., Indianópolis, Brasilien | BRL | 177.452.357 | 50,00 | 177.452.357 | 50,00 |
RVL Reststoffverwertung Lenzing GmbH, Lenzing | EUR | 36.336 | 50,00 | 36.336 | 50,00 |
Wood Paskov s.r.o., Paskov, Tschechien | CZK | 2.000.000 | 50,00 | 2.000.000 | 50,00 |
Anmerkungen:
1) Die Lenzing E-commerce (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China befindet sich am 31. Dezember 2022 in Liquidation.
2) Der von der Lenzing Gruppe direkt gehaltene Anteil beträgt 91,87 Prozent (31. Dezember 2021: 91,87 Prozent). Weitere 8,13 Prozent der Anteile werden indirekt über die PT. Pura Golden Lion, Jakarta, Indonesien, einem assoziierten Unternehmen der Lenzing Gruppe, gehalten. Der durchgerechnete gesamte Anteil beträgt somit 95,12 Prozent.
3) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Beteiligung an der Reality Paskov s.r.o., Paskov, Tschechien, auf die Lenzing Biocel Paskov a.s., Paskov, Tschechien verschmolzen.
4) Die Lenzing Gruppe ist durch eine Mitgliedschaft beteiligt. Sie verfügt über 50 Prozent der Stimmrechte und kann die Hälfte der Vorstandsmitglieder bestellen. Nachdem gesellschaftsrechtlich alle Vermögenswerte dem jeweiligen Grundstückseigentümer zuzurechnen sind, handelt es sich um ein fiktives separates Unternehmen (eine sogenannte „Silo-Struktur“). In die Konsolidierung werden deshalb jene Vermögenswerte einbezogen, die sich auf den Grundstücken der Lenzing Gruppe befinden.
5) Die Beteiligung wird nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Lenzing Gruppe 99,9 Prozent der Stimmrechte an diesem Unternehmen hält. Die Lenzing Gruppe beherrscht dieses Unternehmen nach dem Gesamtbild der vorliegenden Verhältnisse nicht, da die Verfügungsgewalt eingeschränkt ist und die Renditen kaum schwanken bzw. kaum durch die Lenzing Gruppe beeinflusst werden können. Sie übt insbesondere aufgrund ihrer Vertretung in Leitungsgremien und ihrer Teilnahme an Entscheidungsprozessen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik aus.
Note 43. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für die Lenzing Gruppe bekannt geworden, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Note 44. Freigabe des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 1. März 2023 (Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021: 1. März 2022) vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen der ihm obliegenden Prüfung eine Änderung des Konzernabschlusses veranlassen.
Lenzing, am 1. März 2023
Lenzing Aktiengesellschaft
Der Vorstand
DI Stephan Sielaff Chief Executive Officer | | Dr. Nico Reiner Chief Financial Officer |
Robert van de Kerkhof, MBA Chief Commercial Officer Fiber | | DI Christian Skilich, MBA, LLM Chief Pulp Officer |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der Lenzing Aktiengesellschaft, Lenzing, und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „Fiber Site Heiligenkreuz“, „Fiber Site China“ und „Fiber Site Indonesia“
Siehe Konzernanhang Note 11.
Das Risiko für den Abschluss
Im Geschäftsjahr 2022 hat Lenzing Aktiengesellschaft Anhaltspunkte für eine Wertminderung für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „Fiber Site Heiligenkreuz“, „Fiber Site China“ und „Fiber Site Indonesia“ identifiziert. Der in Folge ermittelte erzielbare Betrag (Wertminderungstest) ergab eine ausreichende Deckung der Buchwerte.
Die Bewertung des erzielbaren Betrags von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfordert Annahmen und Schätzungen, wie beispielsweise die Schätzung der künftigen Einzahlungsüberschüsse sowie die Festlegung des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes.
Für den Konzernabschluss besteht damit das Risiko, dass nicht angemessene Annahmen und Schätzungen eine wesentliche Auswirkung auf den erzielbaren Betrag und damit den Wertansatz der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in der Konzernbilanz und das operative Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben können.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die vom Unternehmen erstellten Wertminderungstests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten wie folgt beurteilt:
- ● Zur Beurteilung der Angemessenheit der zugrunde gelegten internen Planungen haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft, die Annahmen über Wachstumsraten und operative Ergebnisse in Gesprächen mit den zuständigen leitenden Personen im Unternehmen erörtert und die der Bewertung zugrunde gelegten Planungsdaten mit den aktuellen vom Aufsichtsrat genehmigten Budgetzahlen sowie der vom Vorstand freigegebenen Mittelfristplanung abgeglichen.
- ● Die Planungstreue haben wir durch Vergleich der in den Vorjahren erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen Werten beurteilt.
- ● Unsere Bewertungsspezialisten haben die Methodik der durchgeführten Wertminderungstests nachvollzogen und beurteilt, ob sie den entsprechenden Standards entsprechen. Die zur Festlegung der Kapitalkostensätze herangezogenen Annahmen haben unsere Bewertungsspezialisten mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit des Berechnungsschemas überprüft.
- ● Darüber hinaus haben wir gewürdigt, ob die Erläuterungen zu den Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „Fiber Site Heiligenkreuz“, „Fiber Site China“ und „Fiber Site Indonesia“ im Konzernabschluss sachgerecht sind.
Bewertung von kündbaren nicht beherrschenden Anteilen
Siehe Konzernanhang Note 3, Note 27 und Note 36.
Das Risiko für den Abschluss
Die Minderheitsgesellschafterin der LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien, verfügt über eine Option ihre nicht beherrschenden Anteile an die Lenzing Aktiengesellschaft bei Eintritt von vertraglich vereinbarten Ereignissen zu verkaufen. Für diese kündbaren nicht beherrschenden Anteile hat Lenzing Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2022 eine Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 266.085 erfasst. Die Folgebewertung der Verbindlichkeit erfolgt gemäß der Present-Access-Methode erfolgsneutral über die Gewinnrücklage.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Verbindlichkeit aus den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entsprechend der vertraglichen Vereinbarung mit der Minderheitsgesellschafterin nach einem kapitalwertorientierten Verfahren. Dies erfordert Annahmen und Schätzungen, wie beispielsweise die Schätzung der künftigen Einzahlungsüberschüsse sowie die Festlegung des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes.
Für den Konzernabschluss besteht damit das Risiko, dass nicht angemessene Annahmen und Schätzungen eine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert und damit den Wertansatz der Verbindlichkeit aus den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen in der Konzernbilanz und das Eigenkapital haben können.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Die Bewertung der Verbindlichkeit aus den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen haben wir wie folgt beurteilt:
- ● Wir haben gewürdigt, ob das gewählte Bewertungsmodell mit den vertraglichen Vereinbarungen zur Ermittlung des Optionsausübungspreises übereinstimmt.
- ● Zur Beurteilung der Angemessenheit der im Bewertungsmodell angesetzten Einzahlungsüberschüsse haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die An-nahmen über Wachstumsraten und operative Ereignisse in Gesprächen mit den zuständigen leitenden Personen im Unternehmen erörtert.
- ● Wir haben die Planungsdaten mit den aktuellen vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Budgetzahlen und der Mittelfristplanung abgeglichen.
- ● Unsere Bewertungsspezialisten haben die Angemessenheit des Bewertungsmodells beurteilt und die rechnerische Richtigkeit überprüft. Die ermittelten länder- und laufzeitspezifischen Kapitalkosten haben unsere Bewertungsspezialisten mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten abgeglichen.
- ● Schließlich haben wir gewürdigt, ob die Erläuterungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die Verbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen im Konzernabschluss sachgerecht sind.
Bewertung von biologischen Vermögenswerten
Siehe Konzernanhang Note 20.
Das Risiko für den Abschluss
Die Lenzing Aktiengesellschaft hat in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 biologische Vermögenswerte (Plantagen) in Brasilien in Höhe von TEUR 127.735 ausgewiesen. Die Bewertung der Holzplantagen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten gemäß IAS 41 und IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert wird als Stufe 3 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts gemäß IFRS 13 eingestuft. Die Bewertung von Plantagen erfordert Annahmen und Schätzungen, die mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind:
- ● Verkaufspreise für stehendes Holz
- ● Volumens- und Wachstumsannahmen
- ● Kosten
- ● Abzinsungssatz für unreifes Holz.
Für den Konzernabschluss besteht damit das Risiko, dass nicht angemessene Annahmen und Schätzungen eine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert der Plantagen und damit den Wertansatz von biologischen Vermögenswerten in der Konzernbilanz und das Bewertungsergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung haben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die vom Unternehmen erstellte Bewertung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten unter Einbeziehung unserer Spezialisten für die Bewertung von Plantagen in Brasilien wie folgt beurteilt:
- ● Wir haben uns ein Verständnis über den Bewertungsprozess verschafft und die Maßnahmen des Managements zur Überwachung dieses Prozesses beurteilt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und Implementierung der Kontrollen des Managements gewürdigt.
- ● Wir haben gewürdigt, ob das gewählte Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mit den Vorgaben von IAS 41 und IFRS 13 übereinstimmt.
- ● Wir haben die wichtigsten Annahmen und Schätzungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, einschließlich der Annahmen zu Verkaufspreisen, Wachstum, Kosten und Abzinsungssätzen beurteilt. Dazu haben wir Annahmen und Schätzungen mit extern beobach¬baren Daten verglichen und bei der Bestimmung dieser Annahmen und Schätzungen berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir gewürdigt, ob die Erläuterungen zur Bewertung von Plantagen gem. IAS 41 und IFRS 13 im Konzernabschluss sachgerecht sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- ● Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- ● Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
- ● Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
- ● Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- ● Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- ● Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
- ● Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
- ● Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
- ● Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2022 als Abschlussprüfer gewählt und am 26. April 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Gabriele Lehner.
Linz, am 3. März 2023

KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Gabriele Lehner
Wirtschaftsprüferin
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Erklärung des Vorstandes
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 (1) Z 3 Börsegesetz
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards gemäß International Financial Reporting Standards (IFRSs) aufgestellte Konzernabschluss der Lenzing Gruppe zum 31. Dezember 2022 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lenzing Gruppe vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Lenzing Gruppe so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die Lenzing Gruppe ausgesetzt ist.
Lenzing, am 1. März 2023
Lenzing Aktiengesellschaft
Der Vorstand
DI Stephan Sielaff Chief Executive Officer | | Dr. Nico Reiner Chief Financial Officer |
Robert van de Kerkhof, MBA Chief Commercial Officer Fiber | | DI Christian Skilich, MBA, LLM Chief Pulp Officer |
Fünf Jahres Übersicht der Lenzing Gruppe
Ergebnis- und Rentabilitätskennzahlen | | | | | |
| | | | | |
EUR Mio. | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
| | | | | |
Umsatzerlöse | 2.565,7 | 2.194,6 | 1.632,6 | 2.105,2 | 2.176,0 |
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) | 241,9 | 362,9 | 192,31 | 329,91 | 382,71 |
EBITDA-Marge | 9,4 % | 16,5 % | 11,8 %1 | 15,7 %1 | 17,6 %1 |
EBIT (Betriebsergebnis) | 16,5 | 200,6 | 33,91 | 165,31 | 238,31 |
EBIT-Marge | 0,6 % | 9,1 % | 2,1 %1 | 7,9 %1 | 11,0 %1 |
EBT (Ergebnis vor Steuern) | -10,1 | 182,9 | 22,3 | 163,8 | 199,1 |
Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -37,2 | 127,7 | -10,6 | 114,9 | 148,2 |
Ergebnis je Aktie in EUR | -2,75 | 4,16 | 0,24 | 4,63 | 5,61 |
ROCE (Ergebnis auf das eingesetzte Kapital) | 2,0 % | 5,4 % | -0,5 %1 | 5,4 %1 | 10,3 % |
ROE (Eigenkapitalrentabilität) | -0,5 % | 9,1 % | 1,3 % | 10,5 % | 12,9 % |
ROI (Gesamtkapitalrentabilität) | 0,3 % | 4,2 % | 0,9 %1 | 5,7 %1 | 9,3 % |
| | | | | |
Cashflow-Kennzahlen | | | | | |
EUR Mio. | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
Brutto-Cashflow | 244,8 | 372,0 | 126,8 | 294,0 | 304,0 |
Cashflow aus der Betriebstätigkeit | -43,2 | 394,0 | 48,9 | 244,6 | 280,0 |
Free Cashflow | -740,7 | -445,5 | -614,8 | 0,8 | 23,5 |
CAPEX | 698,9 | 844,3 | 668,8 | 244,0 | 257,6 |
Liquiditätsbestand per 31.12. | 453,3 | 1.124,1 | 1.081,1 | 581,0 | 254,4 |
Ungenutzte Kreditlinien per 31.12. | 232,3 | 454,5 | 1.031,4 | 266,6 | 341,6 |
| | | | | |
Bilanzkennzahlen | | | | | |
EUR Mio. per 31.12. | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
Bilanzsumme | 5.525,0 | 5.322,8 | 4.163,0 | 3.121,1 | 2.630,9 |
Bereinigtes Eigenkapital | 2.088,6 | 2.115,7 | 1.907,0 | 1.559,3 | 1.553,0 |
Bereinigte Eigenkapitalquote | 37,8 % | 39,7 % | 45,8 % | 50,0 % | 59,0 % |
Nettofinanzverschuldung | 1.869,0 | 977,0 | 471,4 | 400,6 | 219,4 |
Nettofinanzverschuldung / EBITDA | 7,7 | 2,7 | 2,51 | 0,71 | 0,21 |
Nettoverschuldung | 1.946,6 | 1.079,3 | 575,0 | 511,4 | 322,8 |
Net Gearing | 89,5 % | 46,2 % | 24,7 % | 25,7 % | 14,1 % |
Trading Working Capital | 570,7 | 387,4 | 383,8 | 403,5 | 444,4 |
Trading Working Capital zu annualisierten Konzern-Umsatzerlösen | 24,0 % | 16,0 % | 21,9 % | 20,7 % | 20,6 % |
| | | | | |
Börsenkennzahlen | | | | | |
EUR | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
Börsenkapitalisierung in Mio. per 31.12. | 1.454,9 | 3.239,1 | 2.198,3 | 2.198,3 | 2.109,4 |
Aktienkurs per 31.12. | 54,80 | 122,00 | 82,80 | 82,80 | 79,45 |
Dividende je Aktie | 0,00 | 4,35 | 0,00 | 0,00 | 5,00 |
| | | | | |
Mitarbeiter:innen | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
Anzahl (Beschäftigte) per 31.12. | 8.301 | 7.958 | 7.358 | 7.036 | 6.839 |
1) Umgliederung von aktivierten Fremdkapitalkosten, Nettozinsen aus leistungsorientierten Plänen und Kreditbereitstellungsprovisionen vom EBIT/EBITDA in das Finanzergebnis (siehe Note 2 des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022).
Die oben dargestellten Finanzkennzahlen sind weitgehend aus dem Konzernabschluss der Lenzing Gruppe nach IFRS abgeleitet. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Abschnitt „Erläuterungen zu Finanzkennzahlen der Lenzing Gruppe“, dem Glossar zum Geschäftsbericht und dem Konzernabschluss der Lenzing Gruppe. Bei der Darstellung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.