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Konzernlagebericht
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
27
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
und Kapitalmärkte
37
Nachhaltigkeit
47
Unternehmensentwicklung,
Digitalisierung und Innovation
50
Marketing
52
Personalmanagement und Personalentwicklung
54
Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Segment
Großkunden
58
Segment Retail und Wohnbau
61
Segment Financial Markets
66
Segment
Sonstige
68
Ausblick
71
Konzernabschluss
nach IFRS Accounting Standards
I.
Konzernerfolgsrechnung
76
II.
Konzernbilanz
77
III.
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
78
IV.
Konzernkapitalflussrechnung
79
V.
Anhang (Notes) zum Konzernabschluss
80
VI.
Organe der Bank
149
VII.
Anteilsbesitz
152
VIII.
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter zum Jahresfinanzbericht
153
IX.
Bericht des Aufsichtsrates
154
X.
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
156
Jahresabschluss
nach unternehmensrechtlichen Vorschriften
Kennzahlenüberblick
168
Lagebericht
169
Bilanz
200
Gewinn- und Verlustrechnung
203
Anhang
204
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
224

Kennzahlen 2025
Bilanzsumme
8.697
Millionen Euro
2024: 8.748 Mio. Euro
Konzernjahresüberschuss
nach Steuern
27,5
Millionen Euro
2024: 25,9 Mio. Euro
Forderungen
an Kunden
6.913
Millionen Euro
2024: 6.569 Mio. Euro
RoE
(Return on Equity)
6,1
Prozent
2024: 5,6 Prozent
NPL
(Non-Performing Loans)-Ratio
2,53
Prozent
2024: 2,45 Prozent
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
2.879
Millionen Euro
2024: 2.926 Mio. Euro
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.738
Millionen Euro
2024: 4.759 Mio. Euro
Provisionsüberschuss
19,6
Millionen Euro
2024: 18,2 Mio. Euro
Verwaltungsaufwendungen
81,8
Millionen Euro
2024: 70,6 Mio. Euro
CIR
(Cost-Income-Ratio)
59,5
Prozent
2024: 53,0 Prozent
Konzernjahresüberschuss
vor Steuern
34,4
Millionen Euro
2024: 30,8 Mio. Euro
Kernkapitalquote
14,2
Prozent
2024: 13,2 Prozent

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
geschätzte Geschäftspartner!
Die HYPO Oberösterreich kann auf ein äußerst erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2025 zurückblicken. Erfolgreich, weil es unserer Bank gelungen ist, in vielen Geschäftsbereichen zu reüssieren und teils historische Höchstwerte zu erzielen. Und ereignisreich, weil es ein Jahr des Aufbruchs und der Erneuerung war: von einem umfassenden Markenrelaunch über eine Digitalisierungsoffensive entlang der HYPO Mehr-Wert-Strategie 2030 bis hin zu Investitionen in die Filialinfrastruktur der Bank. Diese Veränderungsprozesse prägten das Jahr 2025 und machen die HYPO Oberösterreich zukunftsfit.
Ebenfalls prägend war der neuerlich erfolgreiche Geschäftsverlauf, der sich in vielerlei Hinsicht in unseren Kennzahlen niederschlug: Über 4.100 Neukundinnen und -kunden schenkten der HYPO Oberösterreich 2025 ihr Vertrauen und sorgten insbesondere im Finanzierungsbereich für bedeutende Zuwächse: So konnten wir bei den Neuabschlüssen im privaten, frei finanzierten Wohnbau ein deutliches Plus von +34,6 Prozent erzielen – das damit einhergehende Neuvolumen von rund
252 Millionen Euro stellt für die HYPO Oberösterreich gleichermaßen einen Rekordwert dar wie das Neugeschäftsvolumen im gesamten Finanzierungsbereich, das sich auf rund eine Milliarde Euro belief. Auch in Sachen Wohnbauförderung war 2025 ein erfreuliches Jahr: Wir konnten rund 1.000 neue Förderzusagen abwickeln und bei der Entwicklung des neuen Fördermodells, das seit 1. Jänner 2026 verfügbar ist, erarbeiteten wir gemeinsam mit dem Land Oberösterreich eine zukunftsfähige Variante. Damit leisten wir als HYPO Oberösterreich einen direkten Beitrag, Wohneigentum in Oberösterreich zugänglich zu machen, und setzen gleichzeitig wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft.
Dem Geschäftsjahr 2026 können wir mit Zuversicht und Selbstvertrauen entgegenblicken: Die HYPO Oberösterreich verfügt – nicht zuletzt aufgrund des 2025 bestätigten Top-Ratings (A+/A-1 mit stabilem Ausblick) und des damit einhergehenden Standings am internationalen Kapitalmarkt – über eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung. Gepaart mit der vorausschauenden Planung unserer Risikovorsorgen sind wir bestens gerüstet, um den begonnenen wirtschaftlichen Aufschwung in unserem Bundesland und darüber hinaus nachhaltig zu begleiten.
Im Namen des Vorstands sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanke ich mich herzlich für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Ihr Vertrauen motiviert uns, unseren erfolgreichen Kurs fortzuführen und die HYPO Oberösterreich gezielt entlang unserer strategischen Ziele weiterzuentwickeln.   
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Klaus Kumpfmüller
Vorstandsvorsitzender
Geschäftsverteilung
Vorstandsvorsitzender
Klaus Kumpfmüller
Ärzte, Freie Berufe und Private Banking
Prokurist Marcel Kohl-Peterke
Asset- und Liabilitymanagement/Treasury
Prokurist Christoph Zoitl
Filialvertrieb
Prokuristin Marietta Kratochwill
Großkundenbetreuung
Prokurist Wolfgang Kastl
Kommerzkunden und Immobilienprojekte
Prokurist Alexander Wienerroither
Marketing
Rainer Kargel bis 31.12.2025
Natalie Klepp ab 02.02.2026

Nachhaltigkeit & Wertpapiere
Hans-Jörg Preining
OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H.
Alexander Wienerroither
Helmut Schrems bis 31.12.2025
Stefan Körner-Schenk ab 01.09.2025
Personal
Prokuristin Kerstin Ebenführer
Unternehmensentwicklung & Innovation
Stefan Schulmeister ab 01.04.2025
Vertriebsunterstützung
Tanja Hartl
Vorstandsbüro
Petra Pilz
Vorstandsmitglied
Thomas Wolfsgruber
Controlling
Oliver Tölle
Finanzierung
Prokurist Mario Eidinger
Immobiliengesellschaften
Walter Lindinger-Pesendorfer
Andreas Zeitlhofer
Helmut Schrems bis 31.12.2025
Informationstechnologie
Thomas Theusinger
Interne Revision
Bettina Undesser bis 30.09.2025
René Schrott ab 01.10.2025

Rechnungswesen
Prokurist Stefan Meier
Recht & Corporate Compliance
Prokuristin Serena Denkmair
Risikomanagement
Georg-Dominik Stangl bis 28.02.2026
Umwelt-, Sicherheits-, Infrastrukturmanagement
Gerhard Garbeis
Bericht des Aufsichtsrates
Die letzten Jahre waren geprägt von globalen Krisen, geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Turbulenzen. Es ist jedoch hervorzuheben, dass die Konjunktur nach Jahren rückläufiger Tendenzen im Jahr 2025 wieder in den Wachstumsbereich zurückkehren konnte. Auch der Ausblick für die heimische Industrie gestaltet sich für das Geschäftsjahr 2026 wieder deutlich positiver.
Die HYPO Oberösterreich hat die damit verbundenen Herausforderungen dank vorausschauender Planung und einer hervorragenden Teamleistung erfolgreich gemeistert. Die HYPO Mehr-Wert-Strategie 2030 erwies sich erneut als verlässliche Leitlinie und bildete mit dem übergeordneten Ziel „Wachstum & Profitabilität“ die Grundlage für den weiterhin kunden- und wachstumsorientierten Kurs der Bank.
Die neu etablierte Abteilung „Unternehmensentwicklung und Innovation“ treibt die erfolgreiche Digitalisierung der internen Prozesse der Bank voran, wobei die persönliche Beratung der Kundinnen und Kunden weiterhin im Fokus der HYPO Oberösterreich steht.
Der Aufsichtsrat der HYPO Oberösterreich hat im Geschäftsjahr 2025 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat über die Lage und Entwicklung der Bank und des Konzerns regelmäßig und in umfassender Art und Weise berichtet.
Die Buchführung, der Jahresabschluss nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB)/Bankwesengesetzes (BWG), der Konzernabschluss nach den Bestimmungen der IFRS Accounting Standards zum 31. Dezember 2025, der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 sind von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft worden.
Die Prüfungen haben zu keinerlei Beanstandungen geführt, und den gesetzlichen Vorschriften wurde voll entsprochen. Die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke wurden damit erteilt.
Der Aufsichtsrat hat in der am 26. März 2026 abgehaltenen Sitzung den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum
31. Dezember 2025, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 geprüft. Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs. 4 des Aktiengesetzes gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung wurde gefolgt.
Gerade in einem herausfordernden, dynamischen Umfeld ist die geleistete Arbeit von besonderer Bedeutung. Dank dafür gilt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Linz, im März 2026
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
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Othmar Nagl
Organe der Bank
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Othmar Nagl (Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende:
Heinrich Schaller bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Reinhard Schwendtbauer ab 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Michael Tissot (Steuerberater)
Mitglieder:
Volkmar Angermeier (Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Miriam Eder (Leitung Controlling, Revision & Compliance BBRZ-Gruppe)
Klaus Fürlinger (Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Michael Glaser (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Horst Haudum (Geschäftsführer OÖ Landesholding GmbH)
Elisabeth Kölblinger bis 04.06.2025 (Steuerberaterin)
Stefan Sandberger ab 31.03.2025 (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ)
Reinhard Schwendtbauer bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Isabella Roßdorfer ab 29.09.2025 (Geschäftsführerin UNICONSULT Steuerberatung Gesellschaft mbH)
Vom Betriebsrat entsandt:
Kurt Dobersberger (Betriebsrats-Vorsitzender HYPO Oberösterreich)
Andrea Koppe (Betriebsrats-Vorsitzender-Stellvertreterin HYPO Oberösterreich)
Claudia Kastenhofer
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des Landes Oberösterreich:
Thomas Stelzer (Landeshauptmann des Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin des Landes Oberösterreich:
Christiane Frauscher (Geschäftsführerin OÖ Landesholding GmbH, Landesfinanzdirektorin des Landes Oberösterreich)
Staatskommissär:
Hans-Georg Kramer bis 31.10.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Angelika Schätz ab 01.11.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin:
Elena Guggenberger ab 01.02.2025 bis 31.12.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Elmar Mangler ab 01.01.2026 (Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender:
Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied:
Thomas Wolfsgruber
Deckungsstocktreuhänder
SAXINGER Rechtsanwalts GmbH
Filialen
Linz – ServiceCenter Landstraße
Leiterin: Lydia Kropfreiter
Landstraße 38, 4020 Linz
+43 732 7639
landstrasse@hypo.at
Linz – Bahnhof-LDZ
Leiter: Christian Tucho
Bahnhofplatz 2, 4020 Linz
+43 732 656390
bahnhof@hypo.at
Linz – Bindermichl
Leiterin: Sandra Böck
Am Bindermichl 28, 4020 Linz
+43 732 344611
bindermichl@hypo.at
Linz – Eisenhand
Leiter: Franz Minichberger
Eisenhandstraße 28, 4020 Linz
+43 732 778391
eisenhand@hypo.at
Linz – Magdalena
Leiter: Andreas Nigl
Griesmayrstraße 19, 4040 Linz
+43 732 252524
magdalena@hypo.at
Ried i. I.
Leiter: Gerald Lehner
Stelzhamerplatz 6, 4910 Ried i. I.
+43 7752 82922
ried@hypo.at
Schärding
Leiter: Ludwig Gerstorfer
Karl-Gruber-Straße 1, 4780 Schärding
+43 7712 7979
schaerding@hypo.at
Steyr
Leiter: Michael Oppl-Monschein
Redtenbachergasse 4, 4400 Steyr
+43 7252 74088
steyr@hypo.at
Vöcklabruck
Leiterin: Brigitte Aigenbauer
Dr.-Anton-Bruckner-Straße 15
4840 Vöcklabruck
+43 7672 22444
voecklabruck@hypo.at
Wels
Leiterin: Marina Ilic
Kaiser-Josef-Platz 23, 4600 Wels
+43 7242 62881
wels@hypo.at
Wien
Leiter: Sebastian Szabo
Prinz-Eugen-Straße 8, 1040 Wien
+43 1 7969820
wien@hypo.at
Eigentumsverhältnisse
Starke Eigentümer
Die HYPO Oberösterreich steht zu 50,57 Prozent im Eigentum des Landes Oberösterreich. Dessen Anteile werden über die
OÖ Landesholding GmbH (steht zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Oberösterreich) gehalten. 48,59 Prozent der Aktien hält die Hypo Holding GmbH. An dieser sind die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft und die Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft beteiligt. Durchgerechnet ergeben sich daraus folgende Beteiligungsanteile an
der HYPO Oberösterreich: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft 41,14 Prozent und Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft 7,45 Prozent. Mit 0,84 Prozent sind die Mitarbeiter:innen der Bank an der HYPO Oberösterreich beteiligt. Das gezeichnete Grundkapital der Bank beträgt 14.663.590 Euro.
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Bestätigung von Top-Ratings
Die internationale Ratingagentur S&P Global verlieh der HYPO Oberösterreich im Mai 2025 zum wiederholten Male das Top-Rating von „A+ mit stabilem Ausblick“ und stützte die Bewertung dabei auf die guten Ertragszahlen des Jahres 2024, die durch einen starken Zins- und Provisionsüberschuss getragen wurden. Zudem verwies die Ratingagentur auf das risikoarme Geschäftsmodell und die starke Eigenmittelausstattung der Bank, die der HYPO Oberösterreich als solider Puffer gegenüber etwaigen Extremrisiken dient – insbesondere bei Gewerbeimmobilien-Krediten. Damit steht die HYPO Oberösterreich mit ihrem Rating weiterhin an der Spitze aller österreichischen Geschäftsbanken.
Die Deckungsstöcke der HYPO Oberösterreich werden ebenfalls von S&P Global geratet. Sowohl der hypothekarische als auch der öffentliche Deckungsstock verfügen jeweils über ein Rating von „AA+ mit stabilem Ausblick“. Diese ausgezeichneten Ratings bilden die Basis für eine zukunftssichere Refinanzierungsstruktur der HYPO Oberösterreich.
Das zum Berichtsstichtag letztgültige Nachhaltigkeitsrating der internationalen Agentur „ISS ESG“ (September 2023) bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die HYPO Oberösterreich hält demnach den Prime-Status und konnte sich insbesondere im Bereich Umwelt deutlich verbessern.
S&P Global Ratings
Emittentenrating
A+
Ausblick stabil
Hypothekarischer
Deckungsstock
AA+
Ausblick stabil
Öffentlicher
Deckungsstock
AA+
Ausblick stabil
ISS ESG
Nachhaltigkeitsrating
C
Prime
Konzernlagebericht
Konzernjahresüberschuss
vor Steuern
34,4
Millionen Euro
2024: 30,8 Mio. Euro
NPL-Ratio
2,53
Prozent
2024: 2,45 Prozent
Kernkapitalquote
14,2
Prozent
2024: 13,2 Prozent
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Ergebnissteigerung in herausforderndem Umfeld
Die HYPO Oberösterreich kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Der Konzernjahresüberschuss vor Steuern konnte auf 34,4 Millionen Euro gesteigert werden (2024: 30,8 Millionen Euro). Die Bilanzsumme belief sich zum Jahresende auf 8.696,6 Millionen Euro (2024: 8.747,7 Millionen Euro), wobei der Rückgang im Wesentlichen auf eine Reduktion kurzfristiger Liquiditätsveranlagungen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen ist. Die Forderungen an Kunden, die ein aussagekräftiger Indikator für die Entwicklung des operativen Geschäfts sind, stiegen demgegenüber um +5,2 Prozent auf 6.912,7 Millionen Euro (2024: 6.569,3 Millionen Euro).
Das Ergebnis wurde insbesondere durch das weiterhin wachsende Kundengeschäft positiv beeinflusst. Zusätzlich trugen der im Ergebnis ausgewiesene deutlich reduzierte Aufwand aus der Risikovorsorge sowie ein verbessertes Finanzergebnis positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich hingegen im Wesentlichen aufgrund strategischer Investitionen in die IT-Infrastruktur, die der weiteren Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit dienen. Insgesamt konnte trotz der im Laufe des Jahres 2025 stark gesunkenen Zinsen ein verbessertes Ergebnis erzielt werden.
Starkes Wachstum im Kreditgeschäft
Die HYPO Oberösterreich hat ihre bemerkenswerte Stellung als Kreditbank 2025 trotz anspruchsvoller Marktbedingungen weiter ausgebaut.
Mit einem Neugeschäftsvolumen von rund einer Milliarde Euro wurde ein historischer Höchstwert für die HYPO Oberösterreich erzielt. Maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete das Kundensegment Großkunden (darin enthalten sind Großwohnbau, öffentliche Institutionen, Kommerzkunden und Immobilienprojekte sowie kirchliche und soziale Organisationen) mit einem Neugeschäftsvolumen von 609,8 Millionen Euro. Im privaten, frei finanzierten Wohnbau konnte 2025 mit einem Neuvolumen von 251,8 Millionen Euro sogar ein Rekord erzielt werden, dieser Wert entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung um +34,6 Prozent.
Das Finanzierungsvolumen konnte – getragen vom starken Neugeschäftsvolumen – insgesamt um +5,2 Prozent auf
6.912,7 Millionen Euro (2024: 6.569,3 Millionen Euro) erhöht werden.
Der Bestand an Risikovorsorge zum Stichtag stieg, bedingt durch die herausfordernde Marktlage insbesondere im Kommerz- und Immobilienprojektgeschäft, leicht auf 50,3 Millionen Euro (2024: 46,5 Millionen Euro) an. Die Kreditrisikokennzahlen der HYPO Oberösterreich weisen jedoch weiterhin gute Werte auf. Die wichtige NPL (Non Performing Loans)-Ratio betrug mit Ende 2025 2,53 Prozent (2024: 2,45 Prozent) und liegt gemäß des Risk Dashboards der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) nach wie vor klar im Low-Risk-Bereich (unter 3,0 Prozent).
Rekordjahr bei Wohnbau-Wandelschuldverschreibungen
Das platzierte Emissionsvolumen 2025 lag mit 651,8 Millionen Euro (2024: 606,7 Millionen Euro) über dem Vorjahreswert. Das höhere Volumen war dem Refinanzierungsbedarf der Wachstumsstrategie sowie den höheren Emissionsfälligkeiten geschuldet.
Zur Erreichung wurde bereits im Mai eine 250,0 Millionen Euro hypothekarisch besicherte Pfandbriefemission begeben. Mit einer Laufzeit von knapp sieben Jahren und einem Spread von Mid-Swap +49bp wurde die Transaktion sehr erfolgreich platziert. Das Orderbuch wurde von Investoren aus Österreich, Deutschland und Skandinavien dominiert und erreichte innerhalb kürzester Zeit ein Volumen von rund 700 Millionen Euro, womit die Position der HYPO Oberösterreich als starker und vertrauenswürdiger Player am Kapitalmarkt bestätigt werden konnte.
Sehr erfolgreich konnte darüber hinaus die Platzierung von Anleihen im Retailbereich umgesetzt werden. Dabei ist für das Geschäftsjahr 2025 insbesondere die Entwicklung der Wohnbau-Wandelschuldverschreibungen (Wohnbauanleihen) hervorzuheben: Mit einem abgesetzten Volumen von 289,0 Millionen Euro an Wohnbauanleihen erzielte die HYPO Oberösterreich in diesem Segment den höchsten Absatz ihrer Unternehmensgeschichte.
Der Stand verbriefter Verbindlichkeiten lag Ende 2025 mit 4.737,8 Millionen Euro geringfügig um –0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2024: 4.759,0 Millionen Euro).

Ausbau der stabilen Retaileinlagen
Im Privatkundenbereich konnten die Kundeneinlagen 2025 um 4,5 Prozent gesteigert werden. Der Fokus lag weiter auf gebundenen Sparprodukten, wobei vor allem eine Produktvariante mit neunmonatiger Laufzeit im Rahmen der Weltspartags-aktion stark nachgefragt wurde.
Bei den institutionellen Großkunden lag der Stand der Einlagen – wie bereits in den Vorjahren – zum Stichtag unter dem unterjährigen Durchschnitt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden fielen auf hohem Niveau geringfügig um –1,6 Prozent auf 2.879,0 Millionen Euro (2024: 2.925,6 Millionen Euro). In Kombination mit dem Emissionsvolumen verfügt die Bank damit weiterhin über eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung, um den definierten Wachstumskurs fortzusetzen.
Wertpapiergeschäft
Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich im Jahr 2025 erfreulich. Das in Wertpapieren veranlagte Kundenvermögen der HYPO Oberösterreich stieg per Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahr um +25,9 Prozent auf 1.937,8 Millionen Euro an. Dieser Anstieg resultierte aus deutlichen Zuwächsen in sämtlichen Kundensegmenten, wobei insbesondere das Großkundensegment mit einem Wachstum von +52,5 Prozent auf 812,9 Millionen Euro maßgeblich beitrug. Auch die Kundenteilsegmente Retail sowie Ärzte, Freie Berufe und Private Banking verzeichneten jeweils zweistellige Wachstumsraten in Höhe von +11,5 Prozent auf 767,3 Millionen Euro beziehungsweise +12,7 Prozent auf 357,6 Millionen Euro.
Der Wertpapierprovisionsüberschuss stieg im Jahresvergleich um +10,1 Prozent auf 10,0 Millionen Euro.
Im Privatkundengeschäft (Kundenteilsegmente Retail sowie Ärzte, Freie Berufe und Private Banking) war der Bruttoabsatz von einer dynamischen Entwicklung geprägt. Der gesamte Bruttoabsatz (Anleihen, Aktien und Fonds) im Privatkundengeschäft stieg um 17,2 Prozent auf 180,1 Millionen Euro an. Besonders deutlich fielen die Zuwächse bei Anleihen mit einem Plus von
+30,7 Prozent auf 75,3 Millionen Euro sowie bei Fonds mit einem Anstieg von +22,7 Prozent auf 52,0 Millionen Euro aus.
Erfolg braucht Vertrauen – gerade in schwierigen Zeiten
Trotz sinkender Zinsen konnte ein leicht geringeres Zinsergebnis erreicht werden. Aufgrund geringerer Risikovorsorgeaufwendungen erhöhte sich der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge um +11,5 Prozent auf +78,0 Millionen Euro (2024: +70,0 Millionen Euro). Der Wachstumskurs und ein ausgezeichnetes Funding wirken den negativen Trends im Marktumfeld entgegen. Bei den Zuführungen zu den Risikovorsorgen konnte eine Trendwende erreicht werden. Vor allem in der Immobilienbranche konnte der Vorsorgebedarf gebremst werden und gleichzeitig konnten Chancen durch erhöhte Marktaktivitäten bei Restrukturierungsfällen genutzt werden. Der Aufwand aus der Risikovorsorge schlug 2025 mit
–21,4 Millionen Euro zu Buche (2024: –31,9 Millionen Euro). Der Beitrag der At Equity-bewerteten Unternehmen – die Beteiligungs‐ und Wohnungsanlagen GmbH sowie die Beteiligungs‐ und Immobilien GmbH – fiel auch 2025 positiv aus und belief sich auf +6,9 Millionen Euro (2024: +5,8 Millionen Euro).
Das Provisionsgeschäft der Bank konnte 2025 ausgeweitet werden. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um +7,5 Prozent auf +19,6 Millionen Euro (2024: +18,2 Millionen Euro) – ausschlaggebend war vor allem das Wertpapiergeschäft, das für eine deutliche Steigerung sorgte, sowie die Ergebnisse aus dem Kreditgeschäft und dem Zahlungsverkehr, die sich auf hohem Niveau stabil entwickelten.
Das Finanzergebnis belief sich auf +7,8 Millionen Euro (2024: +0,6 Millionen Euro). Der Anstieg resultiert aus deutlich eng-
eren Bonitätsspreads und positiven Zinseffekten. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um +15,9 Prozent auf
–81,8 Millionen Euro (2024: –70,6 Millionen Euro). Diese Entwicklung ist zum einen auf indexbedingte Anpassungen bei den Personal- und Sachaufwendungen zurückzuführen, zum anderen auf erhöhte Abschreibungen infolge umfangreicher IT-Investitionen.
Demgegenüber hat sich das sonstige betriebliche Ergebnis auf +3,9 Millionen Euro (2024: +6,7 Millionen Euro) verschlechtert. Dieser Wert ist im Jahr 2025 aufgrund einer von der Bundesregierung rückwirkend eingeführten Stabilitätsabgaben-Erhöhung inklusive einer Sonderabgabe mit zusätzlichen –3,8 Millionen Euro außergewöhnlich hoch belastet.
Die Cost-Income-Ratio (CIR) der HYPO Oberösterreich belief sich 2025 auf 59,5 Prozent (2024: 53,0 Prozent). Die Berechnung der Kennzahl wird unter Note (52) Segmentberichterstattung erläutert.
Insgesamt führte das zu einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von +34,4 Millionen Euro (2024: +30,8 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern erhöhte sich auf +27,5 Millionen Euro (2024: +25,9 Millionen Euro).
Die Eigenkapitalrentabilität (RoE) betrug damit 2025 6,1 Prozent (2024: 5,6 Prozent). Diese ergibt sich aus der Division des Konzernjahresüberschusses vor Steuern durch das durchschnittliche Eigenkapital.
In der Gesamtergebnisrechnung wurde das sonstige Konzernjahresergebnis vor allem durch die Bewertungen der Beteiligungen an Aktiengesellschaften beeinflusst. Diese müssen jeweils zum Marktwert (z.B. Aktienkurs) zum 31. Dezember 2025 in der Bilanz bewertet werden. Die HYPO Oberösterreich ist indirekt mit rund einem Prozent an der voestalpine AG und mit rund einem Prozent an der Energie AG Oberösterreich sowie mit 0,5 Prozent an der AMAG Austria Metall AG beteiligt. Insbesondere durch die Kurserholung der Aktien der voestalpine AG kam im Geschäftsjahr 2025 ein positiver Bewertungseffekt in Höhe von +39,1 Millionen Euro (2024: –23,4 Millionen Euro) zustande.
Die durch Zeitablauf entstehende Wertaufholung (Pull-to-Par-Effekt) vergangener Bewertungsverluste führte 2025 zu einer Aufwertung von Anleihen im Wertpapiereigenbestand in Höhe von +2,6 Millionen Euro (2024: +4,4 Millionen Euro). Bei den eigenen Emissionen führte die Einengung der Spreads zu einem negativen Bewertungsergebnis von –13,2 Millionen Euro
(2024: –3,0 Millionen Euro).
Das gesamte Konzernjahresergebnis 2025 belief sich damit auf +49,8 Millionen Euro (2024: +8,6 Millionen Euro).
Eigenmittelausstattung
Konzern (IFRS)
Durch die Thesaurierung eines Großteils des Gewinnes steht das für das geplante Wachstum erforderliche Eigenkapital zur Verfügung. Die regulatorischen Eigenmittel erhöhten sich auf 649,2 Millionen Euro (2024: 583,9 Millionen Euro). Zu diesem deutlichen Anstieg trugen sowohl das erwirtschaftete operative Ergebnis als auch eine signifikante Verbesserung des sonstigen Ergebnisses infolge positiver Bewertungseffekte bei.
Weil die HYPO Oberösterreich durch die Einführung der CRR III einen positiven Umstellungseffekt verzeichnete, stieg der Gesamtrisikobetrag trotz des Wachstumskurses nur leicht auf 4.049,6 Millionen Euro (2024: 3.931,9 Millionen Euro).
Unter Berücksichtigung der genannten Effekte, inklusive der geplanten Dividende, ergibt sich zum 31. Dezember 2025 für den Konzern der HYPO Oberösterreich eine Gesamtkapitalquote von 16,0 Prozent (2024: 14,9 Prozent).
Kreditinstitut (UGB/BWG)
Unter Berücksichtigung der geplanten Dividende erhöhten sich die regulatorischen Eigenmittel auf 551,9 Millionen Euro (2024: 531,5 Millionen Euro). Trotz eines Anstiegs des Gesamtrisikobetrags auf 3.773,9 Millionen Euro (2024: 3.705,9 Millionen Euro) konnte die Gesamtkapitalquote damit auf 14,6 Prozent (2024: 14,3 Prozent) erhöht werden.
Gemäß SREP-Bescheid aus dem Jahr 2024 besteht zum 31. Dezember 2025 ein zusätzliches Eigenmittelerfordernis sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene des Kreditinstituts von 0,9 Prozent (2024: 0,9 Prozent).
Bezüglich der Angaben zu eigenen Aktien wird auf den Anhang (Notes) Punkt (45) verwiesen.
Die HYPO Oberösterreich verfügt per 31. Dezember 2025 über Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (MREL) in Höhe von 2.603,5 Millionen Euro (2024: 2.257,4 Millionen Euro).
MREL-Anforderung: Total Risk Exposure Amount (TREA)
Bei einem MREL-SOLL von 733,8 Millionen Euro (2024: 718,4 Millionen Euro) ergibt sich daraus ein MREL-Surplus
von 1.869,7 Millionen Euro (2024: 1.539,0 Millionen Euro).
MREL-Anforderung: Leverage Ratio Exposure (LRE)
Bei einem MREL-SOLL von 479,5 Millionen Euro (2024: 477,8 Millionen Euro) ergibt sich daraus ein MREL-Surplus
von 2.124,0 Millionen Euro (2024: 1.779,6 Millionen Euro).
Die Eigenmittel stellen sich gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) wie folgt dar:
Eigenmittel gemäß CRR
Konzern (IFRS)
Kreditinstitut (UGB/BWG)
in Millionen Euro
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
Solvabilitäts­Bemessungsgrundlage (Gesamtrisikobetrag)
4.049,6
3.931,9
3.773,9
3.705,9
Mindesteigenmittelerfordernis (8 %)
324,0
314,5
301,9
296,5
hartes Kernkapital IST =
Kernkapital IST
576,4
517,2
476,5
461,1
harte Kernkapitalquote =
Kernkapitalquote
14,2 %
13,2 %
12,6 %
12,4 %
Ergänzende Eigenmittel IST
72,8
66,7
75,4
70,4
Ergänzende Eigenmittel
1,8 %
1,7 %
2,0 %
1,9 %
Gesamtkapital IST (regulatorische Eigenmittel)
649,2
583,9
551,9
531,5
Gesamtkapitalquote (Eigenmittelquote)
16,0 %
14,9 %
14,6 %
14,3 %
Eigenmittelüberschuss
325,2
269,4
250,0
235,0
Risikomanagement
Die in der HYPO Oberösterreich bestehende Risikostrategie wurde aus den Anforderungen, die sich aus der Geschäftsstrategie in Verbindung mit der Mittelfristplanung, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den gesetzlichen nationalen und europäischen Rahmenbedingungen ergeben, abgeleitet.
In der HYPO Oberösterreich ist ein Risikomanagement implementiert, dessen Ziel und Aufgabe es ist, Risiken in der Bank zu identifizieren, zu messen und zu begrenzen.
Auf Basis der vom Risikomanagement erstellten Grundlagen und der zentralen Abwägungen im dafür eingerichteten Risikokomitee sowie ergänzend für Markt- und Liquiditätsrisiken im ALM-Komitee erfolgen die Beschlussfassungen zur Risikosteuerung durch den Vorstand. Aufgaben des Risikokomitees sind der Informationsaustausch und die Beratung zur Risikosituation der Bank anhand der vorhandenen Risikoberichte, die Diskussion der Risikostrategie und des Limitwesens sowie die Beratung von Vorschlägen zur Risikooptimierung.
Kreditrisiko
Konkrete strategische Vorgaben zur Begrenzung des Kreditrisikos in den Assetklassen der Forderungen an Kunden sowie für den Wertpapiereigenbestand der Bank sind in der Risikostrategie sowie dem Limitwesen verankert.
Durch die intensive und professionelle Einzelfallbeurteilung von Neugeschäften oder Kreditvertragsänderungen mit individueller Bonitäts- und Sicherheitenbeurteilung kann die Risikosituation in den Teilportfolios laufend optimiert werden. Die im externen Vergleich gute Adressenausfallrisikosituation konnte fortgesetzt werden. Nach einem Anstieg der NPL-Quoten im Jahr 2024 aufgrund der Marktentwicklung ist im Jahr 2025 eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau eingetreten. Damit liegt die NPL-Ratio weiterhin klar im Low-Risk-Bereich (unter 3,0 Prozent) des Risk Dashboards der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).
Marktrisiko
Um die Auswirkungen auf den Marktwert und die Ertragssituation der Bank zu beobachten, werden insbesondere das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch sowie das Credit-Spread-Risiko im Hinblick auf Schuldtitel im Eigenbesitz gesteuert. Die Einhaltung der vom Vorstand beschlossenen Risikostrategie sowie Risikotragfähigkeits- und Marktrisiko-Limite sowie der aufsichtlichen Limite werden laufend überwacht.
Klimabezogene Risiken bzw. Nachhaltigkeitsrisiko
Ziel ist es, potenzielle Schäden aus Umwelt- und Klimaereignissen zu identifizieren und zu überwachen, welche sich negativ auf die bekannten Risikoarten auswirken können. Grundlage für das interne Risikomanagement sind die gesetzlichen nationalen und internationalen Vorgaben, eigene Entwicklungen zur Messung und Begrenzung der Nachhaltigkeitsrisiken sowie marktübliche Vorgehensweisen, die laufend implementiert werden.
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt gemäß FMA-Leitfaden in den üblichen Kategorisierungen nach physischen und transitorischen Risiken, welche jeweils als Bestandteil der bestehenden Risikoarten betrachtet werden. Das Nachhaltigkeitsrisiko wurde in den wesentlichen Risikoarten integriert und ist Teil des ICAAPs. Es wird dementsprechend mit Risikokapital unterlegt und unterliegt der Limitierung (Steuerung). Die Auswirkungen von Klima- und Umweltrisiken werden derzeit im Kredit-, Credit-Spread- und makroökonomischen Risiko gemessen, wobei Stresstests und Szenarioanalysen zum Einsatz kommen.
Im Jahr 2025 wurden mehrere Projekte, insbesondere zur Umsetzung der EBA-GL zur Nachhaltigkeit, aufgesetzt, welche die Entwicklung in dieser Risikoart weiter vorantreiben.
Liquiditätsrisiko
Die Fristenkongruenz hat in der HYPO Oberösterreich einen hohen Stellenwert. Zur Begrenzung des Risikos aus Fristeninkongruenzen existieren vom Vorstand festgelegte Limite für das operative und strukturelle Liquiditätsrisiko sowie für die aufsichtsrelevanten Kennzahlen. Die Ergebnisse der Stresstests zeigen, dass die HYPO Oberösterreich in der Lage ist, ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachzukommen.
Operationelles Risiko
Die Überwachung von operationellen Risiken erfolgt neben eigenen Assessments durch die Berücksichtigung von Revisionsberichten, Risikoberichten (z.B. der IT), Beschwerden, eingemeldeten Beinaheschäden sowie durch die Erfassung von tatsächlich eingetretenen Schadensfällen mittels Ereignisdatenbank.
Die Ereignisdatenbank dient sowohl als Grundlage für Analysen als auch für das laufende Berichtswesen an das Management über operationelle Schäden und Vorfälle.
Darüber hinaus werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Trennung von Markt und Marktfolge) und Maßnahmen in den IT-Systemen getroffen, um das operationelle Risiko zu begrenzen. Ein zentrales internes Kontrollsystem, Kompetenzregelungen sowie Prüfungen der Internen Revision gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard und dienen der Minimierung des operationellen Risikos.
Zur Bewertung der Cyberrisiken werden von der HYPO Oberösterreich Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt. Dabei werden unter anderem die regelmäßigen OpKoord-Lagebilder (OpKoord = Operative Koordinierungsstruktur für Cybersicherheit in Österreich unter der organisatorischen Leitung des Bundesministeriums für Inneres) aktiv auf Relevanz für die HYPO Oberösterreich geprüft und bei Bedarf gemeinsam mit den relevanten IT-Dienstleistern Maßnahmen definiert.
Zu Cyberrisiken bzw. IKT-Risiko wird quartalsweise im Rahmen des internen Risikokomitees an den Vorstand reportet und gegebenenfalls Maßnahmen gesetzt.
Die regulatorischen Vorgaben der DORA-Verordnung EU 2022/2554 wurden implementiert. Eine weitere Optimierung erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Weiterentwicklungsprozesses.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand stellt mit Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sicher, dass unternehmerische Sachverhalte und Geschäftsfälle ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, beurteilt und in weiterer Folge vollständig, korrekt und periodengerecht bilanziert werden. Weiters ist damit sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss korrekt angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden.
Alle Aufgaben und Zuständigkeiten des Rechnungslegungsprozesses sind chronologisch in einem Prozessmodellierungssystem erfasst und in der 2025 eingeführten SAP-Systemlandschaft umgesetzt. Die Funktionen im Rechnungslegungsprozess sind klar getrennt. Die wesentlichen Risiken sowie die entsprechenden internen Kontrollen sind nachvollziehbar dokumentiert. Die festgelegten Kontrollen werden regelmäßig auf ihre Effektivität geprüft und evaluiert. Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind vorgegeben. Gesetzliche Neuerungen werden laufend überwacht und in Abstimmung mit allen betroffenen Bereichen umgesetzt. Die Ablauforganisation für die Erstellung der Abschlüsse folgt einer koordinierten Vorgehensweise und definierten Schnittstellen. Erst nach Durchführung der Kontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Jahres- und Konzernabschlusses. Eine integrierte Reporting-Software gewährleistet eine in sich abgestimmte, validierte und automatisierte Berichtserstellung sämtlicher rechtlich geforderter Abschlussinformationen im Vieraugenprinzip.
Für die Einhaltung der IT-Sicherheit in Bezug auf alle relevanten Rechnungslegungssysteme wurden entsprechende Kontrollmaßnahmen implementiert. Zusätzlich werden IT-Berechtigungen für sensible Tätigkeiten restriktiv vergeben.
Zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems durch die Interne Revision.
Für weiterführende Informationen zu den Risikomanagementzielen und -methoden sowie zu Aussagen hinsichtlich bestehender Risiken wird auf die Ausführungen im Risikobericht im Anhang (Notes) zum Konzernabschluss verwiesen. Die Informationen gemäß Teil VIII der CRR werden auf der Website der HYPO Oberösterreich (www.hypo.at) veröffentlicht.
Filialen & HYPO DirektPlus
Die HYPO Oberösterreich betrieb im Jahr 2025 das ServiceCenter Landstraße in Linz sowie zehn weitere Filialen. Bis auf eine Filiale in Wien befinden sich alle Filialen in Oberösterreich. Dabei werden fünf Filialen in Linz geführt und fünf weitere in den Bezirkshauptstädten Schärding, Ried, Vöcklabruck, Wels und Steyr.
Der Filialstandort Linz-Bindermichl befand sich ab Oktober 2024 im Umbau. Die Filiale wurde für den Zeitraum der Bauarbeiten in ein Ausweichquartier in der Stadlerstraße 19 übersiedelt. Am 10. Dezember 2025 wurde der Bankbetrieb am um- und ausgebauten Standort Am Bindermichl 28 wieder aufgenommen.
HYPO DirektPlus
In Ergänzung zum stationären Filialvertrieb bietet die HYPO Oberösterreich die digitale Plattform „HYPO DirektPlus“ an. Dieses österreichweit angebotene Online-Betreuungsformat ermöglicht digitalaffinen Neu- und Bestandskund:innen, Online-Banking und persönliche, individuelle Beratung durch speziell ausgebildete Kundenbetreuer:innen kombiniert zu nutzen.
Forschung und Entwicklung
Forschung & Entwicklung wird in der HYPO Oberösterreich nicht als eigenständiger Geschäftsbereich geführt, sondern als übergreifendes Thema verstanden. Die in diesem Geschäftsbericht vorgesehenen Inhalte zu Forschung & Entwicklung werden daher durch das Kapitel „Unternehmensentwicklung, Digitalisierung und Innovation“ abgedeckt, in dem unsere Aktivitäten aus diesen Themenbereichen zusammengefasst dargestellt sind.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
und Kapitalmärkte
Wachstum konstant auf niedrigem Niveau
Am Anfang des Jahres 2025 begann die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Das Versprechen, den Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu beenden, konnte nicht eingelöst werden. Im Konflikt zwischen Hamas und Israel konnte Trump im Oktober eine Waffenruhe vermitteln, die jedoch noch keinen dauerhaften Frieden brachte. Im Iran gab es gegen Ende des Jahres massive Proteste, die durch die katastrophale Wirtschaftslage und hohe Inflation angeheizt wurden, wobei Trump seine Unterstützung für die Demonstranten verkündete und schließlich Anfang März kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Iran begannen.
Trump sorgte außerdem durch seine unberechenbare Zollpolitik für Unruhe an den Börsen. Mehrmals wurden Zölle angekündigt und wieder zurückgenommen, was zu Verhandlungen mit Handelspartnern führte. Im Februar 2026 hat der Oberste Gerichtshof der USA die meisten Zölle als verfassungswidrig erklärt, worauf Trump weitere Zölle auf Grundlage anderer Gesetze eingeführt hat. Trumps disruptive Politik setzte sich auch 2026 fort, etwa mit Drohungen gegen Grönland und Venezuela, und wird für Volatilität an den Finanzmärkten sorgen.
Die Weltwirtschaft wächst weiterhin moderat, und dieses Wachstum dürfte sich auch in den kommenden Jahren konstant fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2025 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Jänner 2026 ein Plus von
3,3 Prozent und damit eine minimale Steigerung zum Vorjahr. In den Jahren 2026 und 2027 sollte die Weltwirtschaft dann mit 3,3 Prozent und 3,2 Prozent wachsen. Einen kontinuierlichen Rückgang gibt es bei den Teuerungsraten, laut IWF-Prognosen wird die Inflation 2025 bei 4,1 Prozent liegen, sich 2026 auf 3,8 Prozent abschwächen und 2027 dann sogar bei 3,4 Prozent landen.
Unterschiede gibt es weiterhin zwischen der Entwicklung in Europa und in den USA. In der Eurozone schätzt der IWF das Wachstum 2025 mit 1,4 Prozent ein. Dieses liegt zwar deutlich höher als 2024, aber hinter dem US-Wachstum von 2,1 Prozent. Auch das Jahr 2026 dürfte ähnlich ausfallen, die IWF-Prognose sieht einen Zuwachs von 1,3 Prozent in der Eurozone und
2,4 Prozent in den USA. Das Zinsumfeld und die gedämpften Teuerungsraten sorgen dafür, dass der Wachstumspfad in den nächsten Jahren relativ stabil bleiben dürfte.
Österreich war auch 2025 eines der EU-Schlusslichter in Sachen Wirtschaftswachstum, konnte aber immerhin die Rezessionsphase beenden und wieder ein leichtes Plus verzeichnen. Die Winterprognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) vom vierten Quartal 2025 schätzt das Wachstum im Gesamtjahr auf 0,5 Prozent ein. Der Aufschwung sollte sich auch 2026 fortsetzen. Es wird ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet, das sich 2027 minimal auf 1,1 Prozent steigern dürfte.
Inflation in der Eurozone erreicht EZB-Ziel
Die Teuerung in der Eurozone blieb im Jahr 2025 moderat. Per Jahresbeginn lag die Inflationsrate bei 2,4 Prozent, im Jahresverlauf sank sie leicht und erreichte zum Jahresende einen Wert von exakt 2,0 Prozent, womit sie dem Zielwert der Europäischen Zentralbank entspricht. In Österreich entwickelte sich die Inflation gegensätzlich: Der Jahresstart bei 2,0 Prozent markierte den Tiefpunkt, ehe schon im Jänner ein Anstieg auf 3,0 Prozent verzeichnet wurde und im August mit 4,1 Prozent der Höchststand erreicht wurde. 2025 lag die Inflation durchschnittlich bei 3,6 Prozent, im Jänner 2026 trat der erwartete Effekt der Strompreisentwicklung ein und die Inflation sank auf 2,0 Prozent. In den USA hatte das Jahr zwei Höchststände mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent im Jänner und September zu verzeichnen, dazwischen sank die Teuerung bis auf 2,3 Prozent im April. Am Jahresende lag die Inflationsrate wieder etwas unter den Zwischenhochs bei 2,7 Prozent.
Zinssenkungszyklus endet in Europa
In Europa setzte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinssenkungen aus dem Jahr 2024 weiter fort. Bis Anfang Juni
gab es insgesamt vier Zinsschritte um je 25 Basispunkte. Damit sank der Einlagensatz, zu dem die Geschäftsbanken Geld
bei der Notenbank parken, von 3,0 Prozent zu Jahresbeginn auf 2,0 Prozent. Analog zum Einlagensatz gab es auch beim Leitzins vier Zinsschritte nach unten. Aufgrund des unveränderten Abstands von 0,15 Prozent zwischen Einlagensatz und Leitzins lag der Leitzins zum Jahresende daher bei 2,15 Prozent. Vorerst hat die EZB damit ein Zinsniveau erreicht, bei dem die Teuerung im Zielbereich der Notenbank bleiben sollte. Für das Jahr 2026 sind keine Zinsschritte zu erwarten, weder nach oben noch nach unten.
Die Entwicklung des 3-Monats-Euribors verlief sehr ähnlich wie die des Einlagensatzes. Der erste Wert lag bei 2,74 Prozent, danach ging es nahezu kontinuierlich abwärts, bis Anfang Juli der Tiefststand von 1,94 Prozent erreicht wurde. Seither gab es eine Seitwärtsbewegung in einer engen Schwankungsbreite. Zum Jahresende lag der Wert für den 3-Monats-Euribor bei
2,03 Prozent. An den Kapitalmärkten zeigte sich ein etwas anderes Bild. Die Renditen für zehnjährige österreichische Bundesanleihen starteten das Jahr bei rund 2,8 Prozent. Bis März ging es dann auf ein Hoch von 3,25 Prozent nach oben. Danach wurde die Marke von 3,0 Prozent wieder unterschritten, ehe es im Dezember einen erneuten Anstieg bis zum Ultimowert von rund 3,1 Prozent gab. Leicht unterschiedlich verlief das Jahr für die Renditen von zehnjährigen deutschen Bundesanleihen. Der Jahresstart bei einem Wert von rund 2,4 Prozent war nahezu der niedrigste Punkt. Nach einem Zwischenhoch im März und einem etwas entspannten Sommer ging es im Dezember bis auf 2,9 Prozent nach oben. Zum Jahresende lagen die Renditen dann bei 2,85 Prozent.
In den USA wehrte sich die US-Notenbank FED lange Zeit gegen die Rufe von Präsident Donald Trump nach einer Zinssenkung. Die Wirtschaft trotzte seiner Zollpolitik und entwickelte sich solide. Auch der Arbeitsmarkt zeigte im Jahr 2025 nahezu eine Vollbeschäftigung. Daher konnte die Notenbank vorsichtig vorgehen und beendete erst im September ihre Zinspause. Dreimal wurden die Zinsen insgesamt gesenkt. Zum Jahresende lag das Leitzinsband daher bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Der Ausblick für 2026 sieht voraussichtlich noch zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte auf ein finales Niveau von 3,0 bis 3,25 Prozent. Gänzlich anders als in Europa verhielten sich die Renditen für zehnjährige US-Treasurys. Begann das Jahr noch bei einem Wert von fast 4,6 Prozent, so ging es im Jahresverlauf kontinuierlich nach unten. Im Oktober wurde sogar die Marke von 4,0 Prozent unterschritten, ehe eine leichte Gegenbewegung zum Jahresendwert von knapp unter 4,2 Prozent führte.
Aktienmärkte boomen weiter
Weitere Zinssenkungen in den USA und Europa, eine anhaltend starke Wirtschaft in Amerika und die bevorstehenden Billionen-Investitionen in Deutschland und für Verteidigung in der EU führten zu steigenden Börsen. Der Dow Jones eröffnete das Jahr bei rund 42.500 Punkten, fiel dann aber durch die Unsicherheiten über die weitere Zollpolitik der USA bis auf unter 38.000 Punkte im April. Seither kannte der US-Leitindex aber nur mehr eine Richtung, zum Jahresende stieg er auf
48.063 Punkte, was ein Plus von 12,97 Prozent bedeutete. Das Ende der Schuldenbremse in Deutschland verlieh dem deutschen Leitindex DAX einen gewaltigen Schub von 23,0 Prozent. Von 19.909 Punkten ging es auf 24.490 Punkte hinauf. Anders als im Vorjahr waren österreichische Aktien die großen Gewinner. Trotz der hohen Inflationsraten in Österreich und der schwächelnden Wirtschaft verzeichnete der ATX im Jahr 2025 einen Zuwachs von 45,4 Prozent. Vom Jahresstart bei
3.663 Punkten ging es über einen Tiefpunkt bei 3.602 Punkten im April anschließend nur mehr aufwärts. Der letzte Handelstag im Jahr 2025 war gleichzeitig der Höchstwert von 5.326 Punkten.
Euro wertet durch Dollar-Schwäche auf
Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und die Aussicht auf sinkende Zinsen führte im Jahr 2025 zu einem schwächeren US-Dollar. Zu Jahresbeginn notierte das Währungspaar EUR/USD noch bei einem Wert von rund 1,04. Vor allem im März und April konnte der Euro aber kräftig zulegen und stieg auf rund EUR/USD 1,15. Im weiteren Jahresverlauf ging es dann volatil seitwärts weiter, zum Jahresende 2025 notierte das Währungspaar dann bei 1,17. Wesentlich unspektakulärer sah
die Entwicklung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken aus. Zwar war das Jahr insgesamt volatil, der Jahresendwert von EUR/CHF 0,93 lag aber nicht weit unter dem Anfangswert von 0,94.
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit hat in der HYPO Oberösterreich seit einem Jahrzehnt einen hohen Stellenwert: 2016 erhielt die HYPO Oberösterreich erstmals den „Prime“-Status der damaligen oekom research AG (heute ISS ESG). Dieser „Prime“-Status wurde seitdem in zwei weiteren Rating-Verfahren bestätigt. Damit gehört die HYPO Oberösterreich zu den Banken mit dem besten Nachhaltigkeitsrating österreichweit. Seit 2021 wird jährlich ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.
Die HYPO Oberösterreich ist Gründungsmitglied der „Green Finance Alliance“, der einzigen staatlichen Initiative zur Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2050. Ein weiterer Meilenstein in der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit war der Beitritt zum „UN Global Compact“ im Jahr 2024.
Seit mittlerweile fünf Jahren ist die Nachhaltigkeit auch einer der strategischen Schwerpunkte in der Strategie der
HYPO Oberösterreich. Die Ziele und Maßnahmen sind einerseits im Bereich des Kerngeschäftes und andererseits im Bereich der Betriebsökologie angesiedelt. Ambitionierte Ziele zur CO2-Reduktion im Kreditgeschäft wurden 2023 bei SBTi (science based targets initiative) eingereicht und 2024 validiert.
In der Betriebsökologie wurde vor mehr als zehn Jahren mit der Einführung von EMS (ISO 50001) und UMS (ISO 14001) begonnen, und diese Systeme wurden 2024 um die europaweit geltende „EMAS-Zertifizierung“ erweitert. Mehr dazu im Kapitel „Betriebsökologie“.
Für die Mitarbeiter:innen gibt es Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf & Familie (auditiert seit 2009) sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung und umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Letztere tragen maßgeblich zur Qualitätssteigerung in der nachhaltigen Produktberatung bei, wovon letztendlich die Kund:innen der HYPO Oberösterreich in Form von kompetenten und maßgeschneiderten Beratungsgesprächen profitieren. Unabhängige Marktumfragen bezeugen jährlich die hohe Kund:innenzufriedenheit. Im Bereich Governance ist eine verantwortungsvolle Unternehmensführung die oberste Prämisse.
Die Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit wird uns auch in den nächsten Jahren stark beschäftigen. Und so ist die Nachhaltigkeit in der HYPO Oberösterreich kein kurzfristiger Trend, sondern fest in der Unternehmens-DNA verankert.
Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft
Die HYPO Oberösterreich steht als Regionalbank in mehrheitlich öffentlichem Eigentum für ganzheitliche, langfristige und von gegenseitigem Nutzen geprägte Kundenbeziehungen. Die HYPO Oberösterreich sieht sich darüber hinaus aber auch einem ethischen und nachhaltigen Handeln im Hinblick auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG-Standards) verpflichtet. Mit der Mitgliedschaft bei der Green Finance Alliance bekennt sich die HYPO Oberösterreich öffentlich dazu.
Die Green Finance Alliance verpflichtet ihre Mitglieder zu konkreten Maßnahmen, um ihr Kerngeschäft bis 2050 klimaneutral zu gestalten. So wurden die wissenschaftsbasierten Klimaziele der HYPO Oberösterreich von der Science Based Targets initiative (SBTi) im Jahr 2024 validiert. SBTi hat damit bestätigt, dass die Klimaziele einen Beitrag zum Ziel des Übereinkommens von Paris leisten, die globale Erderwärmung möglichst mit 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Klimaziele der HYPO Oberösterreich entsprechen somit dem höchsten derzeit verfügbaren Ambitionsniveau der SBTi.
Die Ziele beinhalten, ausgehend vom Jahr 2022, die Senkung der finanzierten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) bis 2030
um 55,9 Prozent pro Quadratmeter im gewerblichen Immobilienportfolio,
um 53,4 Prozent pro Quadratmeter bei Wohnbauhypotheken und
um 70,9 Prozent pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) im Bereich Energieerzeugung.
Zusätzlich wird darauf abgezielt, dass 35,8 Prozent der von der HYPO Oberösterreich finanzierten Unternehmen außerhalb des Energiesektors (ausgenommen KMU) bis 2028 wissenschaftsbasierte Ziele einreichen und validieren lassen.
Weiters schließt die HYPO Oberösterreich Neufinanzierungen im Bereich fossiler Brennstoffe aus und beabsichtigt den Ausstieg aus bestehenden derartigen Finanzierungen bis 2030, sofern sich die betroffenen Unternehmen keine wissenschaftsbasierten Klimaziele im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris gesetzt haben. Im Kredit- und Leasingportfolio der HYPO Oberösterreich befinden sich keine nennenswerten Finanzierungen im Kohlesektor. In der Wertschöpfungskette Erdöl ist das Kreditgeschäft mit 1,9 Millionen Euro sehr gering. Im Sinne des definierten Engagement-Ansatzes wird die HYPO Oberösterreich ihre betroffenen Unternehmenskunden bei der Transformation zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell unterstützen.
2025 wurde ein Schwerpunkt auf die Umsetzung der Leitlinien zum Management von ESG-Risiken (EBA/GL/2025/01) der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) gelegt. Das mit der Umsetzung befasste interne Projekt wird 2026 fortgeführt. Zudem entwickelte die HYPO Oberösterreich 2025 die Integration von ESG-Faktoren in den Kreditvergabeprozess weiter. Ergänzend zum hausinternen Workflow wurde ein ISO-zertifiziertes Software-Tool angekauft, das sowohl in die Kreditvergabe als auch in die Portfolioüberwachung eingebunden wird. Die vollständige Einbindung in bestehende Prozesse und IT-Systeme ist ein Schwerpunktprojekt für 2026.
Die HYPO Oberösterreich berechnet jährlich die finanzierten Emissionen auf Basis des internationalen Standards der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF). Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Um die Qualität der Berechnungen zu verbessern, werden laufend Maßnahmen gesetzt. 2026 werden sowohl die Nutzung eines externen Tools für die Emissionsberechnung als auch das Heranziehen neuer Datenquellen geprüft.
Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit erhalten Sie im Nachhaltigkeitsbericht auf der Website der HYPO Oberösterreich (www.hypo.at).
Höchststand bei hypo_blue-Produkten
Mit der Produktschiene hypo_blue werden in der HYPO Oberösterreich sogenannte „grüne Finanzprodukte“ verkauft. Diese basieren auf dem „Green Finance Framework“ der HYPO Oberösterreich, das 2021 entlang der „Green Bond Principles“ der International Capital Market Association (ICMA) erarbeitet wurde.
Die Produktschiene hypo_blue umfasst Finanzierungs- und Veranlagungsprodukte. Für die Veranlagung stehen Anleihen (Pfandbriefe, Senior- oder Wohnbauanleihen), Sicht- und Spareinlagen zur Auswahl. Die Sicht- und Sparprodukte sind Träger des „Österreichischen Umweltzeichens“. Grundlegendes Merkmal ist die Verwendung der Nettoerlöse der „grünen Finanzprodukte“ zur Finanzierung bzw. Refinanzierung des energieeffizienten Wohnbaus in Österreich. Neben den Veranlagungsprodukten wurde 2021 der nachhaltige hypo_blue-Wohnkredit auf den Markt gebracht. Damit werden Wohnbauprojekte mit niedrigem Primärenergiebedarf finanziert, diese fließen in den „Green Finance Pool“ der HYPO Oberösterreich ein. Es wird ein jährlicher Bericht zur Verwendung der Nettoerlöse (Allocation Reporting) sowie ein Impact Reporting auf der Homepage veröffentlicht.
2025 lag der Fokus auf dem Ausbau der hypo_blue-Spareinlagen. Mit einem Gesamtstand von 169,6 Millionen Euro erreichte die hypo_blue-Produktpalette im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Höchstwert (2024: 131,3 Millionen Euro).
Klimabezogene Risiken bzw. Nachhaltigkeitsrisiko
Ziel ist es, potenzielle Schäden aus Umwelt- und Klimaereignissen zu identifizieren und zu überwachen, welche sich negativ auf die bekannten Risikoarten auswirken können. Grundlage für das interne Risikomanagement sind die gesetzlichen nationalen und internationalen Vorgaben, eigene Entwicklungen zur Messung und Begrenzung der Nachhaltigkeitsrisiken sowie marktübliche Vorgehensweisen, die laufend implementiert werden.
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt gemäß FMA-Leitfaden in den üblichen Kategorisierungen nach physischen und transitorischen Risiken, welche jeweils als Bestandteil der bestehenden Risikoarten betrachtet werden. Das Nachhaltigkeitsrisiko wurde in den wesentlichen Risikoarten integriert und ist Teil des ICAAPs. Es wird dementsprechend mit Risikokapital unterlegt und unterliegt der Limitierung (Steuerung). Die Auswirkungen von Klima- und Umweltrisiken werden derzeit im Kredit-, Credit Spread- und makroökonomischen Risiko gemessen, wobei Stresstests und Szenarioanalysen zum Einsatz kommen.
Im Jahr 2025 wurden mehrere Projekte, insbesondere zur Umsetzung der Leitlinie zum Management von ESG-Risiken (EBA/GL/2025/01), aufgesetzt, welche die Entwicklung in dieser Risikoart weiter vorantreiben.
Betriebsökologie
Die Betriebsökologie der HYPO Oberösterreich wird durch Umweltaspekte bestimmt – das sind jene Aktivitäten oder Produkte der Bank, die Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dazu werden wesentliche Themen anhand einer qualitativen Nutzwertanalyse bestimmt, welche die Basis für Umweltziele und -programme bilden, wobei neben physischen Effekten auch gesetzliche Vorgaben und Umweltrisiken einbezogen werden. Die Priorisierung aller bewerteten Aspekte ermöglicht es, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der wichtigsten Umweltindikatoren zu setzen.
Anhand der durchgeführten Auswertung wurden folgende Bereiche als wesentlich identifiziert: Energieverbrauch aus dem Bürobetrieb (thermisch und elektrisch), Treibstoffverbrauch und Emissionen aus Mobilität, nicht gefährliche Abfälle aus dem Bürobetrieb, Wasserverbrauch sowie Rohstoff- und Ressourcenverbrauch in vor- und nachgelagerten Prozessen (Beschaffung). Basierend auf diesen Bereichen wurden in der Folge die Umwelt- und Energieziele der HYPO Oberösterreich festgelegt:
Reduzierung der absoluten Scope 1 und 2 THG-Emissionen
Kontinuierliche Umstellung des Fuhrparks der Bank auf Fahrzeuge mit erneuerbaren Antrieben; Reduzierung der mit fossilen Antrieben gefahrenen Kilometer
Bezug von erneuerbaren Energieträgern für den Betrieb der Bank (Strom, Heizung …)
Halten des Gesamtenergieverbrauches pro Mitarbeiter:in
Reduzierung der dienstlich zurückgelegten Kilometer der Mitarbeiter:innen in privaten Fahrzeugen (Dienstreisen) mit fossilem Antrieb
Erhöhung der emissionsfreien bzw. emissionsreduzierten An- und Abreise der Mitarbeiter:innen zum jeweiligen Dienstort
Beibehaltung des Niveaus an nicht gefährlichen Abfällen pro Mitarbeiter:in
Um die Zielerreichung voranzutreiben, wurde zwischen 2023 und 2025 in der HYPO Oberösterreich eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Beschaffung energieeffizienter Notebooks, die Installation von Präsenzmeldern zur Lichtsteuerung in Foyers der Filialen sowie der Ausbau der Elektrofahrzeugflotte. Das Unternehmen hat wissenschaftsbasierte THG-Reduktionsziele bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereicht und die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel durch Zuschüsse zum Klimaticket, eine Jobrad-Aktion und durch Einführung einer Dienstreise-Policy gefördert.
Das integrierte Umwelt- und Energiemanagementsystem wurde um EMAS III erweitert und validiert. Durch Schulungen, Mitarbeiteraktionen (Rad-Tag, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenströme) und kurze Informationsvideos sowie Quick-Tipps wurde das Bewusstsein für Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitsthemen betriebsintern gestärkt.
Die Filiale Linz-Bindermichl wurde 2025 nach dem Klimaaktiv-Standard „Silber“ runderneuert. Dort ersetzt nun auch eine moderne Pelletsheizung die ursprünglich genutzte Gastherme. Zusätzlich wurden einige Filialen mit Fernmesssystemen ausgestattet, um aktuelle Informationen über den Verbrauch von Wärme, Wasser und Strom zur Verfügung zu haben.
Für 2026 und 2027 sind weitere Schritte zur Verbesserung von Umwelt- und Energieeffizienz geplant. Dazu zählen neue Mitarbeiterschulungen zu den Themen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, die Überprüfung des Einsparpotenzials im Rechenzentrum und die Verringerung des Papierverbrauchs. Außerdem werden die Fernmessung von Wasser- und Energieverbrauch weiter ausgerollt, nachhaltige Mobilitätslösungen geprüft sowie Fernkälte- und Lüftungsoptimierungen vorbereitet und vorangetrieben. Mit Jahresbeginn 2026 werden alle Filialen der HYPO Oberösterreich Ökostrom nach UZ46-Standard beziehen, für die Filiale in Ried im Innkreis ist die Umstellung auf UZ46-Strom im Laufe des ersten Halbjahres 2026 geplant.
Detaillierte Informationen zur Betriebsökologie und dem Umwelt- und Energiemanagementsystem sind im Klima- und Engagementbericht der HYPO Oberösterreich abgebildet.
Unternehmensentwicklung,
Digitalisierung und Innovation
Unternehmensentwicklung, Digitalisierung und Innovation sind zentrale Hebel, um Effizienz, Steuerungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit einer Bank sicherzustellen. Sie ermöglichen die kontinuierliche Anpassung von Organisation, Prozessen und Systemen an veränderte regulatorische, technologische und marktseitige Anforderungen. Im Jahr 2025 wurden dafür wesentliche Grundlagen geschaffen und zugleich konkrete digitale Mehrwerte für Kundinnen und Kunden realisiert.
Neue Abteilung Unternehmensentwicklung & Innovation
Zur strukturierten Verankerung dieser Themen wurde 2025 die Abteilung Unternehmensentwicklung & Innovation (U&I) gegründet. Sie bündelt Organisationsentwicklung, Prozessmanagement, Projektmanagement, Digitalisierung und Innovationsmanagement.
U&I unterstützt die Umsetzung der Unternehmensstrategie durch einheitliche Steuerungsansätze, die Weiterentwicklung bankweiter Prozesse sowie die Koordination zentraler Transformations- und Digitalisierungsinitiativen. Neue Steuerungs- und Zusammenarbeitsformate wurden 2025 eingeführt und werden 2026 weiter ausgebaut.
Weiterentwicklungen 2025
Die Weiterentwicklungen des Jahres 2025 lassen sich in nach innen gerichtete Maßnahmen zur Stärkung von Steuerung, Effizienz und interner Zusammenarbeit sowie nach außen gerichtete Maßnahmen zur Verbesserung von Kundenerlebnis, digitalen Services und Produkten gliedern.
Nach innen gerichtete Weiterentwicklungen
Digitale Gesamtstrategie und Transparenz der Systemlandschaft
Zu Beginn des Jahres wurde die bestehende Software-, System- und Datenlandschaft umfassend analysiert. Darauf aufbauend wurde eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet, die technologische Abhängigkeiten sichtbar macht, klare Prioritäten definiert und als strukturierender Orientierungsrahmen für die kommenden Jahre dient.
Bankweites Projektportfoliomanagement
Mit der Einführung eines bankweiten Projektportfoliomanagements wurde eine einheitliche Steuerung strategischer und operativer Vorhaben etabliert. Es schafft Transparenz über Fortschritt, Abhängigkeiten und Ressourceneinsatz und bildet die Grundlage für eine konsistente Priorisierung bankweiter Initiativen.
Modernisierung interner Systeme und Prozesse
Im Jahr 2025 wurden historisch gewachsene Anwendungen abgelöst, Prozesse modernisiert und zahlreiche interne Abläufe digital neu aufgesetzt. Dadurch konnten Effizienz, Prozessqualität und Anwenderfreundlichkeit nachhaltig verbessert werden.
Weiterentwicklung der internen Zusammenarbeit und Befähigung
Die Neugestaltung des Intranets wurde 2025 gestartet, mit dem Ziel, einen zentralen Informations- und Kommunikationshub zu schaffen. Parallel dazu wurde eine unternehmensweite KI-Strategie definiert, die einen verantwortungsvollen und nutzenorientierten Einsatz von künstlicher Intelligenz sicherstellt. Zur Befähigung der Mitarbeitenden wurden mit dem Programm KI-LevelUp gezielte Schulungen eingeführt.
Die Entscheidungen zur Einführung eines neuen CRM-Systems sowie eines neuen HR-Managementsystems wurden getroffen, wobei die Umsetzung 2026 gestartet wird.
Nach außen gerichtete Weiterentwicklungen
Digitale Plattformen für Kundinnen und Kunden
Mit dem webbasierten Business-Banking-Portal INFINITY wurde ein zentraler Meilenstein im digitalen Firmenkundengeschäft erreicht. Das Portal ermöglicht multibankfähiges Banking, flexible Benutzer- und Rechteverwaltung sowie eine direkte digitale Kommunikation mit den Beraterinnen und Beratern bei gleichzeitig hohen Sicherheitsstandards.
Parallel dazu wurden die Mein-ELBA-Anwendungen umfassend modernisiert. Eine klarere Struktur, bessere Übersichtlichkeit und optimierte Navigation über alle Endgeräte hinweg verbessern das Nutzererlebnis deutlich.
Digitale Produkt- und Prozessinnovationen im Wohnbau
Der Wohnkredit mit Kletterrate wurde 2025 weiterhin stark nachgefragt. Aufbauend darauf wurde der Modulkredit eingeführt, der flexible Finanzierungsmodelle für unterschiedliche Lebensphasen ermöglicht. Ergänzend dazu bietet das digitale Wohnkreditservice einen durchgängig digitalen Prozess von der Anfrage bis zur Vertragsunterzeichnung.
Die Analyse- und Designphase für eine digitale End-to-End-Strecke für Wohnbauförderung und Wohnbaufinanzierung wurde 2025 abgeschlossen und bildet die Grundlage für die Umsetzung ab 2026.
Ausblick 2026
Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf der konsequenten Umsetzung und Skalierung der geschaffenen Grundlagen. Zentrale Schwerpunkte sind die Einführung der neuen CRM- und HR-Systeme, die Weiterentwicklung der digitalen End-to-End-Strecke für Wohnbauförderung und Wohnbaufinanzierung sowie die Übertragung dieses Ansatzes auf weitere wesentliche Geschäftsprozesse.
Weitere Schwerpunkte sind der Roll-out des neuen Intranets, die gezielte Erweiterung der KI-Nutzung im Zusammenspiel mit modernen Softwarelösungen sowie die Weiterentwicklung der Projekt- und Portfoliosteuerung. Mit diesen Maßnahmen führt die HYPO Oberösterreich ihre organisatorische und digitale Modernisierung konsequent fort und stärkt nachhaltig ihre Zukunftsfähigkeit.
Marketing
Zeit für Neues: So weit muss Bank gehen.
Das Jahr 2025 war in der Abteilung Marketing von einer umfassenden Neugestaltung des Markenauftritts der
HYPO Oberösterreich geprägt: Das neue Logo, der neue Claim („So weit muss Bank gehen.“) und die neue Farbwelt wurden ab Ende Jänner schrittweise auf alle Filialen und alle Digitalkanäle ausgerollt. Auch das Kundenmagazin, das seit 1995 als
„HYPO Time“ publiziert worden war, wurde im Zuge des Markenrelaunchs optisch und inhaltlich angepasst und zu den
„HYPO Perspektiven“.
Das neue Markenprofil wurde im Frühjahr von einer breit angelegten Einführungskampagne samt TV- und Hörfunkspots begleitet. Im Zentrum der Kampagne stand der Anspruch der HYPO Oberösterreich, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und Kundinnen und Kunden auf allen Lebenswegen als verlässlicher Partner zu begleiten. Hierfür porträtierte die Kampagne eine erfolgreiche Unternehmerin und ihren bewegten Lebensweg – von der Schulrebellin zur Architektin. Die Kernbotschaft: „Wie weit du auch gehst. Wir sind an deiner Seite.“ Die Herbstkampagne, die ab September oberösterreichweit plakatiert wurde und als reine Typo-Kampagne umgesetzt wurde, führte diese inhaltliche Idee fort und positionierte die HYPO Oberösterreich als persönliche Beraterbank: „Deinen Weg? Nehmen wir persönlich.“
700 Besucher:innen bei HYPO OOE Wirtschaftsgespräch
Im Eventbereich wickelte die Abteilung Marketing 18 Kundenveranstaltungen ab, darunter Veranlagungsvorträge in Filialen, den alljährlichen Weltspartagsempfang oder zielgruppenspezifische Events wie die HYPO.med Kart Challenge. Hervorzuheben ist das HYPO OOE Wirtschaftsgespräch mit einem hochkarätig besetzten Podium, das Ende November vor einer Rekordkulisse von rund 700 Gästen im Linzer Design Center stattfand.
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Personalmanagement und Personalentwicklung
Eine gelebte gute Unternehmenskultur und ein wertschätzender Umgang miteinander haben in der HYPO Oberösterreich lange Tradition und sind fester Bestandteil des täglichen Miteinanders. Damit dies nachhaltig gelingt, braucht es klare
Werte – in der HYPO Oberösterreich unter dem Titel „Leistung und Menschlichkeit“ zusammengefasst, die auf allen Ebenen gelebt werden.
Dass dies funktioniert, zeigte sich auch 2025. So fand sich die HYPO Oberösterreich wieder unter den besten dreihundert Arbeitgebern Österreichs (gemäß der unabhängigen Umfrage des renommierten Wirtschaftsmagazins „Trend“ und Österreichs größter Online-Plattform für Arbeitgeberbewertungen „Kununu“) und erhielt das erstmalig vergebene 5-Jahres-Top Company Siegel auf „Kununu“. Dieses erhalten jene Unternehmen, die fünf Jahre in Folge zu den besten 5,0 Prozent der Unternehmen auf der Plattform zählen.
Zeitgemäßes und nachhaltiges Personalmanagement
Im dritten Quartal 2025 startete in der HYPO Oberösterreich ein Projekt zur Einführung einer neuen HR-Gesamtsoftwarelösung. Damit wird ein weiterer Schritt im Hinblick auf Automatisierung und Optimierung interner Prozesse gesetzt, was den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen erleichtern und die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie vorantreiben soll.
Zusätzlich wurden durch umfassende Schulungen für alle Mitarbeiter:innen die Kompetenzen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag ausgebaut.
2025 wurde ein unternehmensweites Kompetenzmanagement-Modell eingeführt. Dieses findet unter anderem beim jährlich stattfindenden Mitarbeiter:innengespräch Einsatz, indem gezielt die neu entwickelten kompetenzorientierten Rollenprofile als Basis für die Leistungsbeurteilung und die gezielte Mitarbeiter:innenentwicklung verwendet werden. Zusätzlichen Nutzen stiftet das PE-Instrument beispielsweise bei der Festlegung der Anforderungsprofile im Rahmen des Recruitingprozesses oder auch bei der Identifikation von wichtigen Kompetenzen hinsichtlich der Nachfolgeplanung.
Im Jahr 2025 haben 436 Mitarbeiter:innen1) (2024: 426 Mitarbeiter:innen) zum Erfolg der HYPO Oberösterreich beigetragen. Von den 48 Mitarbeiter:innen (2024: 46 Mitarbeiter:innen), die das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen haben, traten 7 Personen (2024: 7 Personen) in den Ruhestand. Eine Person ist leider verstorben. Bereinigt um die Pensionierungen und den Todesfall ergibt sich daraus eine Fluktuationsrate von 9,2 Prozent (2024: 9,2 Prozent). Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter:innen liegt bei 42,8 Jahren (2024: 43 Jahren), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei circa 13,1 Jahren (2024: 13,4 Jahren). Der Frauenanteil in der HYPO Oberösterreich mit 58,7 Prozent (2024: 58,7 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Ende 2025 arbeiteten durchschnittlich 171 Mitarbeiter:innen (2024: 176 Mitarbeiter:innen) auf Teilzeitbasis in der HYPO Oberösterreich.
Mitarbeiter:innen
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'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'Teilzeit
Gesund und leistungsfähig im Arbeitsalltag
Ein gesundes Arbeitsleben ist eine zentrale Voraussetzung für Zufriedenheit und langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit – insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft. Die HYPO Oberösterreich setzt daher seit vielen Jahren auf gezielte Gesundheitsförderung.
Im Rahmen des BGF-Projekts „Gesund und Zufrieden“ werden laufend gesundheitsfördernde und -erhaltende Angebote organisiert. Zu Beginn des Jahres 2025 wurde die Rezertifizierung beantragt; das Gütesiegel wurde der HYPO Oberösterreich erneut für die Jahre 2026 bis 2028 verliehen.
2025 wurden neben einer digitalen Bewegungschallenge – den MOVEDAYS –, insbesondere Angebote speziell für die Zielgruppe der Männer und Wiedereinsteiger:innen angeboten. Viele Mitarbeiter:innen sind zudem dem Aufruf der Tour de HYPO gefolgt und sind mit dem Rad in die Arbeit gefahren.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Belastungen können Mitarbeiter:innen zusätzlich kostenlose Beratungen durch den Betriebsarzt sowie arbeitspsychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Diese Angebote wirken nicht nur präventiv, sondern auch stärkend. Dass sich das Investment in gesundheitsfördernde Maßnahmen lohnt, zeigt sich an der im österreichischen Vergleich sehr niedrigen Krankenstandsquote von 7,8 Tagen pro Mitarbeiter:in für das Jahr 2025 (2024: 7,2 Tagen pro Mitarbeiter:in).
Vereinbarkeit Beruf & Familie
Familienfreundlichkeit wird in der HYPO Oberösterreich seit vielen Jahren großgeschrieben. Bereits 2007 nahm die HYPO Oberösterreich als erste Bank in Oberösterreich am Zertifizierungsprozess zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf teil. 2024 wurde das fünfte Zertifikat für weitere drei Jahre verliehen.
Im Jahr 2025 wurde zur Erleichterung ebendieser Vereinbarkeit wieder, zur Zufriedenheit vieler Eltern, eine Kinderbetreuung in den Sommerferien angeboten, welche zahlreich in Anspruch genommen wurde. Auch die HYPO Oberösterreich Kinderweihnachtsfeier wird jedes Jahr gerne besucht.
Diversity & Inclusion
Unter dem Leitgedanken „Vielfalt schafft Mehrwert“ nahm im März 2024 der „Diversity & Inclusion – Circle“ seine Arbeit auf und setzte 2025 einige Maßnahmen um. So war etwa ein Schwerpunkt im Jahr 2025 die Durchführung der ersten Diversitätsumfrage unter den Mitarbeiter:innen. Die wichtigsten Themen und Erkenntnisse daraus werden im Rahmen von künftigen Workshops bearbeitet und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Zudem wurden etwa Sensibilisierungsworkshops für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte zum Thema Diversität durchgeführt. Diese bilden einen weiteren Beitrag zur Unterstützung einer hervorragenden diversen Unternehmenskultur.
Strategische Personalentwicklung
Die HYPO Oberösterreich setzt wie auch die vergangenen Jahre weiter auf den Aufbau und die Qualifizierung junger Talente und Quereinsteiger:innen im eigenen Haus. Eine solide Grundausbildung und laufende Weiterqualifizierung stellt sicher, dass auch weiterhin eine hohe Beratungsqualität und exzellente Dienstleistung für die Kund:innen geboten wird.
Im Jahr 2025 haben 30 Mitarbeiter:innen (2024: 36 Mitarbeiter:innen) die HYPO 1- und HYPO 2-Prüfungen absolviert und damit genau diese Grundausbildung nachweislich erhalten.
2025 wurden außerdem diverse Schwerpunkte in der Lehrlingsausbildung gesetzt, die es den jungen Mitarbeiter:innen erleichtern sollen, zusätzlich zur Ausbildung praxisorientierte Einblicke zu erhalten (beispielsweise Lunch & Learn Veranstaltungen, ein Workshop in der Österreichischen Nationalbank, ein Besuch des Steuermuseums etc.).
Bereits zum vierten Mal in Folge konnten sich Mitarbeiter:innen für das Programm „Berufsbegleitendes Studieren“ bewerben. 2025 nahm eine Kollegin diese Chance wahr und erhielt die Zusage für ein Studium.
Personalentwicklung in Zahlen
2025
Veränderung in %
2024
Ausgaben für Ausbildung in TEUR
618
–22,8
800
Ausgaben pro Mitarbeiter:in in EUR
1.418
–24,5
1.879
durchschnittliche Schulungstage pro Mitarbeiter:in
4,1
–29,3
5,8
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Geschäftsentwicklung
in den Segmenten
Geschäftsentwicklung im Segment
Großkunden
Die HYPO Oberösterreich blickt im Kundensegment Großkunden auch im Geschäftsjahr 2025 auf eine erfreuliche Entwicklung zurück. Dieses traditionsreiche und für die Bank strategisch bedeutende Segment umfasst das Finanzierungs-, Einlagen-
und Zahlungsverkehrsgeschäft folgender Kundengruppen: Gebietskörperschaften, öffentliche und öffentlichkeitsnahe Organisationen und Unternehmen, Unternehmen des gemeinnützigen Wohnbaus samt deren Tochtergesellschaften, kirchliche Einrichtungen und soziale Organisationen sowie Kommerzkunden und Immobilienprojekte.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
56,0
55,4
+1,2
davon Zinsüberschuss
52,3
51,8
+1,1
davon Provisionsergebnis
4,1
4,0
+2,0
Risikovorsorge
–17,0
–31,8
–46,5
Verwaltungsaufwand
–20,2
–17,2
+17,5
Jahresüberschuss vor Steuern
18,8
6,3
+197,5
Segmentvermögen
4.217,6
3.947,5
+6,8
davon Forderungen an Kunden
4.018,5
3.738,8
+7,5
Segmentschulden
1.261,7
1.376,5
–8,3
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.246,0
1.359,0
–8,3
Im Jahr 2025 profitierte das Segment von einer insgesamt weiterhin hohen Nachfrage und konnte vor allem in der Risikosituation deutliche Verbesserungen erzielen. Der Zinsüberschuss stieg leicht auf 52,3 Millionen Euro (2024: 51,8 Millionen Euro), was einem Plus von 1,1 Prozent entspricht. Auch das Provisionsergebnis entwickelte sich positiv und erreichte
4,1 Millionen Euro (2024: 4,0 Millionen Euro).
In Summe ergab sich daraus ein Gesamtertrag von 56,0 Millionen Euro (2024: 55,4 Millionen Euro), was einem Anstieg von 1,2 Prozent entspricht. Ein wesentlicher Treiber war der deutlich reduzierte Aufwand aus der Risikovorsorge, der sich im Ergebnis auf -17,0 Millionen Euro verringerte (2024: –31,8 Millionen Euro).
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf –20,2 Millionen Euro (2024: –17,2 Millionen Euro). Trotz dieser Ausweitung der Kostenbasis konnte das Segment aufgrund des verbesserten Risikoergebnisses den Jahresüberschuss vor Steuern deutlich auf 18,8 Millionen Euro steigern (2024: 6,3 Millionen Euro), was knapp einer Verdreifachung entspricht.
Das Segmentvermögen wuchs spürbar um 6,8 Prozent auf 4.217,6 Millionen Euro (2024: 3.947,5 Millionen Euro). Die Segmentschulden entwickelten sich hingegen rückläufig und beliefen sich auf 1.261,7 Millionen Euro (2024: 1.376,5 Millionen Euro). Insgesamt unterstreichen diese Entwicklungen die weiterhin starke Positionierung des Großkundensegments innerhalb der HYPO Oberösterreich.
Institutionelle Kunden und Großwohnbau
In den Teilsegmenten Institutionelle Kunden und Großwohnbau konnten bestehende Kundenbeziehungen im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der professionellen und partnerschaftlichen Betreuung sowie maßgeschneiderter Lösungen im Aktiv- und Passivgeschäft weiter gestärkt werden. Dieses hohe Maß an Service- und Kundenorientierung führte in weiterer Folge zur erfolgreichen Akquise einiger Neukunden, die durch Empfehlungsmarketing gewonnen werden konnten.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte das Teilsegment Institutionelle Kunden seine Marktposition weiter deutlich festigen. Die bestehenden Kundenbeziehungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der professionellen und partnerschaftlichen Betreuung weiter gestärkt werden. Das hohe Maß an Service- und Kundenorientierung führte in weiterer Folge zur erfolgreichen Akquise einiger Neukunden, die durch Empfehlungsmarketing gewonnen werden konnten. Das betreute Finanzierungsvolumen konnte deutlich gesteigert werden und bildet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Neben der Akquisition neuer institutioneller Kunden war ein Erfolgsfaktor auch die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen. Besonders im Fokus standen maßgeschneiderte Finanzierungs- und Veranlagungslösungen der HYPO Oberösterreich, die individuell auf die Anforderungen der institutionellen Kunden zugeschnitten wurden. Der eingeschlagene erfolgreiche Weg mit einem kompetenten Beratungsteam für kirchliche Institutionen und soziale Organisationen sowie für die öffentliche Hand wurde auch 2025 fortgesetzt.
Im Teilsegment Großwohnbau zeigte sich die HYPO Oberösterreich, trotz herausfordernder Marktbedingungen, im Geschäftsjahr 2025 äußerst erfolgreich. Individuelle Finanzierungslösungen, langfristige Partnerschaften und ein klarer Fokus auf persönliche kompetente Kundenbetreuung stärkte die Positionierung als verlässlicher Partner für die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und deren Töchter. Außerhalb unseres Kernmarktes konnten die Geschäftsverbindungen mit Wohnbaugesellschaften weiter ausgebaut und gefestigt werden. Die kompetente Beratung, die rasche Abwicklung und der enge Kundenkontakt steht hier besonders im Vordergrund.
Insgesamt bilden das Wachstum im Aktiv- und Passivgeschäft sowie die maßgeschneiderten Lösungen der HYPO Oberösterreich die Grundlage für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den Teilsegmenten Institutionelle Kunden und Großwohnbau. Diese Ausrichtung ermöglicht es, langjährige Partnerschaften und Geschäftsverbindungen zu vertiefen, die Marktposition zu stärken und die Neukundengewinnung weiter in den Fokus zu stellen.
Kommerzkunden und Immobilienprojekte
Im Geschäftsjahr 2025 setzte sich im Teilsegment Kommerzkunden und Immobilienprojekte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fort und die Marktposition konnte weiter ausgebaut werden. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen makroökonomischen
Umfelds, geprägt von volatilen Märkten und geopolitischen Unsicherheiten, konnte sich die HYPO Oberösterreich als stabiler und verlässlicher Finanzierungspartner für Unternehmen und Projektentwickler behaupten.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der strukturierten Weiterentwicklung des Fördergeschäfts. Durch die enge und professionelle Zusammenarbeit mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) konnten weitere Finanzierungen erfolgreich umgesetzt werden. Dies trug wesentlich zur Diversifikation des Geschäfts und zur Risikooptimierung bei.
Im Zahlungsverkehr wurde das im Vorjahr konzipierte Zukunftsprojekt planmäßig umgesetzt. Die neuen Angebote führten zu messbaren Neukundengewinnen, einer erhöhten Nutzung bestehender Produkte sowie zu einer nachhaltigen Stärkung der Kundenbindung. Gleichzeitig wurde eine tragfähige Basis für weitere Marktbearbeitungs- und Angebotsaktivitäten im Jahr 2026 geschaffen.
Das Immobiliensegment war weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig eröffneten sich durch veränderte Rahmenbedingungen neue Finanzierungsmöglichkeiten, die gemeinsam mit den Kund:innen genutzt wurden. Dank hoher Beratungs- und Strukturierungskompetenz, effizienter Abwicklungsprozesse sowie der konsequenten Anwendung aktueller Finanzierungsstandards konnten stabile und wirtschaftlich nachhaltige Projekte realisiert werden.
Das hohe Engagement und die fachliche Kompetenz des Teams erwiesen sich auch 2025 als wesentlicher Erfolgsfaktor. Die lösungsorientierte und partnerschaftliche Arbeitsweise trug maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Markt- und Wachstumsstrategie sowie zur nachhaltigen Stärkung der Position der HYPO Oberösterreich bei.
Geschäftsentwicklung im Segment
Retail und Wohnbau
Das Segment Retail und Wohnbau umfasst das Teilsegment Filialvertrieb, das Teilsegment Ärzte, Freie Berufe und Private Banking sowie den geförderten privaten Wohnbau. Auch 2025 konnte die HYPO Oberösterreich ihre starke regionale Marktposition behaupten und weiter festigen.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
49,0
54,7
–10,4
davon Zinsüberschuss
32,5
40,2
–19,2
davon Provisionsergebnis
15,5
14,3
+8,4
Risikovorsorge
–1,7
–0,1
>+200
Verwaltungsaufwand
–38,7
–34,4
+12,5
Jahresüberschuss vor Steuern
8,2
19,8
–58,6
Segmentvermögen
2.708,1
2.646,0
+2,3
davon Forderungen an Kunden
2.708,1
2.646,0
+2,3
Segmentschulden
1.891,1
1.879,5
+0,6
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.589,4
1.520,7
+4,5
Im Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich das Segment insgesamt solide, wenngleich die Ertragslage spürbar unter dem Vorjahresniveau lag. Das herausfordernde Zinsumfeld, insbesondere auf der Einlagenseite, belastete die Ergebnisentwicklung, während sich das Kundengeschäft in Beratung und Veranlagung weiterhin als wichtige Ertragsstütze erwies.
Der Gesamtertrag des Segments belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 49,0 Millionen Euro und lag damit um –10,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 54,7 Millionen Euro). Zwar kam es zu einem Rückgang im Zinsüberschuss, demgegenüber entwickelte sich jedoch das Provisionsergebnis sehr positiv und stieg auf 15,5 Millionen Euro (2024: 14,3 Millionen Euro). Zuwächse im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft konnten den Rückgang im Zinsgeschäft teilweise kompensieren.
Der Aufwand aus der Risikovorsorge erhöhte sich und belastete das Ergebnis mit –1,7 Millionen Euro (2024: –0,1 Millionen Euro). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen auf –38,7 Millionen Euro (2024: –34,4 Millionen Euro).
Das Segmentvermögen erhöhte sich leicht auf 2.708,1 Millionen Euro (2024: 2.646,0 Millionen Euro), während die Segmentschulden auf 1.891,1 Millionen Euro anwuchsen (2024: 1.879,5 Millionen Euro).
Filialvertrieb
Die Wohnbaufinanzierung verzeichnete 2025 ein außergewöhnliches Wachstum, das über dem Markttrend lag. Ausschlaggebend waren dafür der Aufbau eines Netzwerks ausgewählter Finanzierungsvermittler, ein intensives Empfehlungsgeschäft sowie attraktive und innovative Produktlösungen – wie etwa der modulare HYPO OOE Wohnkredit –, mit denen die individuelle Lebenssituation berücksichtigt werden kann. 
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der konsequenten Verbesserung der Customer Experience – sowohl in der Wertpapier- und Finanzierungsberatung als auch im Schaltergeschäft. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem gezielt in den Um- und Ausbau der Filiale Bindermichl investiert, um den Kundinnen und Kunden ein modernes und angenehmes Umfeld zu bieten.
Beim Ausbau von HYPO DirektPlus, dem digitalen Betreuungsformat der HYPO Oberösterreich, wurde der Fokus auf die Neukundengewinnung durch attraktive Produktangebote gerichtet. Darüber hinaus wurde auch Bestandskunden der Umstieg auf HYPO DirektPlus angeboten.
Ärzte, Freie Berufe und Private Banking
Das Geschäftsjahr 2025 war von einer nachhaltigen Stärkung der Marktposition in den definierten Zielgruppen geprägt.
Die Zielgruppen bestehen aus Stiftungen, Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen, Apotheken, Ärzt:innen und Medizinstudierenden. Insgesamt konnten 335 Neukund:innen im Zielsegment gewonnen werden.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die konsequente Weiterentwicklung zielgruppenorientierter Veranstaltungs- und Kooperationsformate in Zusammenarbeit mit ausgewählten Netzwerkpartnern. Im Berichtsjahr wurden unter anderem Simulationstrainings, Steuer- und Gründerseminare, Digitalisierungsformate sowie Finanzbildungsangebote umgesetzt. Diese Formate zeichnen sich durch eine hohe inhaltliche Relevanz für die Zielgruppen aus und stießen kundenseitig auf großes Interesse.
Auch die führende Marktposition als Bank für niedergelassene Ärzt:innen konnte im Jahr 2025 weiter gefestigt werden. Dies gelang nicht zuletzt aufgrund des kundenzentrierten Projekts „Beyond Banking“, mit dem 2025 zusätzliche – über das klassische Bankgeschäft hinausgehende – Leistungen und Angebote für Kund:innen aus dem Medizinbereich entwickelt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Bereichen Finanzbildung, Vernetzung und Serviceangebote. Das Projekt wurde im Spätherbst 2025 abgeschlossen und unter der neuen Marke „HYPO.med“ gelauncht. In Zukunft wird an der Gewinnung neuer Netzwerkpartner für „HYPO.med“ gearbeitet, um größtmöglichen Mehrwert für die Zielgruppe der Ärzt:innen zu generieren.
Auch im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung zeigte sich im Teilsegment eine stabile Entwicklung. Die Finanzierung von Ärztezentren und Primärversorgungseinheiten (PVE) entwickelte sich weiterhin sehr positiv. Das Bestandsvolumen konnte weiter ausgebaut und die Marktführerschaft in Oberösterreich nachhaltig bestätigt werden.
Für Kund:innen im Private Banking wurde das bestehende Betreuungskonzept weiterentwickelt und durch gezielte Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in der Beratung ergänzt. Dazu zählten unter anderem optimierte Reporting-Formate, insbesondere erweiterte Portfolioreports, sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Beratungsprozesse und Infrastruktur. Auch für diese Zielgruppe wurden neue Veranstaltungsformate wie beispielsweise Online-Afterwork-Talks angeboten, die sehr gut angenommen wurden.
Wohnbauförderung
Die Wohnbauförderung zeigte im Berichtszeitraum einen klar positiven Trend. Die im Jahr 2024 eingeführte Darlehensvariante der Eigenheimförderung wurde stark nachgefragt und die attraktiven Förderkonditionen machten sich in den Zuzählungen 2025 bemerkbar. Im Bereich der Digitalisierung wurde ein Projekt zur End-to-End-Abwicklung der Wohnbauförderung gestartet.
Geschäftsentwicklung im Segment
Financial Markets
Das Segment Financial Markets umfasst die zentralen Treasury‑Aktivitäten der HYPO Oberösterreich. Dazu zählen die Eigenveranlagung mit Schwerpunkt Liquiditätsportfolio inklusive der Barreserve sowie die Refinanzierung über Kapitalmarkt‑ und Retail‑Funding. Damit bildet das Segment die Steuerungsbasis für Liquidität, Refinanzierung und Marktpreisrisiken der Gesamtbank.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
14,6
6,1
+139,3
davon Zinsüberschuss
6,9
5,1
+35,3
davon Finanzergebnis
7,2
0,6
>+200
Risikovorsorge
0,3
–0,1
N/A
Verwaltungsaufwand
–14,8
–12,1
+22,3
Jahresüberschuss vor Steuern
0,1
–6,1
N/A
Segmentvermögen
1.206,7
1.646,5
–26,7
davon Finanzanlagen
722,4
631,5
+14,4
davon Barreserve
253,6
758,3
–66,6
Segmentschulden
4.869,9
4.865,0
+0,1
davon Verbriefte Verbindlichkeiten
4.587,7
4.568,9
+0,4
Das Segment Financial Markets zeigte 2025 eine dynamische Entwicklung, getragen von einem starken Anstieg des Finanzergebnisses. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere deutlich engere Bonitätsspreads sowie positive Zinseffekte.
Der Zinsüberschuss stieg auf 6,9 Millionen Euro und entspricht einem Plus von 35,3 Prozent. Der Gesamtertrag erhöhte sich auf 14,6 Millionen Euro und lag damit um 139,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das Ergebnis aus der Risikovorsorge verbesserte sich auf 0,3 Millionen Euro und verharrt damit auf niedrigem Niveau. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf –14,8 Millionen Euro gemäß der Gesamtbankentwicklung.
Der Jahresüberschuss vor Steuern verbesserte sich deutlich von –6,1 Millionen Euro im Vorjahr und erreichte 0,1 Millionen Euro.
Auf der Bilanzseite verringerte sich das Segmentvermögen auf 1.206,7 Millionen Euro und entspricht einem Rückgang von
26,7 Prozent. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine gesunkene Barreserve infolge volatiler Großkundeneinlagen zurückzuführen. Die Segmentschulden blieben mit 4.869,9 Millionen Euro stabil und lagen damit 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.
Eigenveranlagung
Im Jahr 2025 wurde der Wertpapier-Eigenbestand deutlich ausgebaut, vor allem durch Zugänge im Liquiditätsportfolio. Damit wird auch in den kommenden Jahren die solide Liquiditätslage der HYPO Oberösterreich gewährleistet. Zugängen von
103,3 Millionen Euro standen nur geringe Abgänge von 26,2 Millionen Euro bei hochliquiden Papieren gegenüber. Es wurden 38,9 Millionen Euro in Staatsanleihen und 64,4 Millionen Euro in liquide Pfandbriefe investiert. Bankenanleihen wurden als Ergänzung ebenfalls angekauft, der Bestand in diesem Segment wuchs um 18,0 Millionen Euro an.
Insgesamt standen dem gesamten Kaufvolumen von 134,0 Millionen Euro im Jahr 2025 Fälligkeiten und Kündigungen in Höhe von 39,0 Millionen Euro gegenüber. Dieser Wachstumspfad wird auch im Jahr 2026 fortgesetzt werden, bei planmäßigen Tilgungen von etwa 84,6 Millionen Euro sind Neuinvestitionen in Höhe von insgesamt 166,0 Millionen Euro geplant. Der Fokus bleibt mit 110,0 Millionen Euro weiterhin auf dem Segment der hochliquiden Wertpapiere.
Die Zinsentwicklung sorgte für einen weiteren leichten Rückgang der Bewertungsverluste im OCI, die sich aus den starken Zinsanstiegen nach der Niedrigzinsphase ergeben hatten. Die Bonitätsaufschläge der Neuemissionen gingen über das Jahr hinweg durchwegs zurück, insgesamt konnten aufgrund des Zinsniveaus aber Renditen erzielt werden, die die Durchschnittsverzinsung im Portfolio anhoben. Die Zugänge im Wertpapiereigenbesitz konzentrierten sich bei Bankenanleihen
und Pfandbriefen auf eine Laufzeit von rund fünf Jahren. Bei Staatsanleihen wurden Papiere mit längeren Laufzeiten von rund zehn Jahren erworben. Das Zinsrisiko wurde ausschließlich in der Gesamtbank ausgesteuert. Durch Zukäufe von 28,5 Millionen Euro an nachhaltigen Wertpapieren (Green, Social und Sustainable Bonds) bei Abgängen von 4,0 Millionen Euro wurde die Quote für nachhaltige Investitionen trotz des Wachstums im Gesamtbestand von 21,4 Prozent auf 22,0 Prozent gesteigert. Eine Quote von über 20,0 Prozent bildet das Fundament der Nachhaltigkeitsstrategie im Eigenbestand, für 2026 ist daher erneut geplant, die abreifenden Wertpapiere in zumindest gleicher Höhe durch Neugeschäft zu ersetzen.
Refinanzierung
Der Refinanzierungsbedarf für das Geschäftsjahr 2025 resultierte aus den strategischen Kernpositionierungen der Bank. Neben der Refinanzierung der Wachstumsstrategie war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich höheres Volumen an Emissionsfälligkeiten zu ersetzen. Zusätzlich standen der weitere Ausbau und die Stärkung der hypo_blue-Produktpalette im Fokus.
Ähnlich dem Vorjahr war auch das Jahr 2025 von einer insgesamt sehr hohen Emissionstätigkeit am Kapitalmarkt geprägt, wobei vor allem zu Jahresbeginn eine sehr starke Dynamik am Markt vorhanden war. Nach der ersten großen Welle an Neuemissionen namhafter Emittenten konnten in dem gegebenen Marktumfeld bereits zu Jahresbeginn Privatplatzierungen in Form von Öffentlichen Pfandbriefen platziert werden. Die Begebung einer Sub-Benchmark-Hypothekenpfandbrief-Emission über 250,0 Millionen Euro erfolgte danach im Mai.
Aufgrund der geopolitischen Spannungen, wie unter anderem der andauernde Russland-Ukraine-Krieg oder die von der
US-Regierung verhängten Zölle, wurde auch das Jahr 2025 von Unsicherheiten begleitet. Die Europäische Zentralbank setzte den 2024 eingeschlagenen Zinssenkungszyklus bis zur Jahresmitte 2025 fort und reduzierte den Einlagensatz bis Juni auf
2,0 Prozent. In der ersten Jahreshälfte lagen die Neuemissionsspreads sowohl für Pfandbriefemissionen als auch für Senior-Transaktionen noch auf einem etwas höheren Niveau. In der zweiten Jahreshälfte engten sich diese zum Teil spürbar ein. Die im Mai platzierte Sub-Benchmark-Hypothekenpfandbrief-Emission über 250,0 Millionen Euro konnte mit einer Laufzeit von knapp sieben Jahren bei guter Nachfrage zu einem Spread von Mid-Swap +49bp erfolgreich platziert werden. Das Orderbuch erreichte in kürzester Zeit ein Volumen von rund 700 Millionen Euro, vorwiegend mit Investoren aus Österreich, Deutschland und Skandinavien, und bestätigte die Position als starker und vertrauenswürdiger Player am Kapitalmarkt.
Der Verkauf von Retailanleihen hat sich hervorragend entwickelt und wurde forciert. Besonders hervorzuheben ist der Verkauf von Wohnbauanleihen. Mit einem abgesetzten Volumen von 289,0 Millionen Euro wurde in der Geschichte der HYPO Oberösterreich ein neues Rekordniveau in diesem Segment erreicht. Darüber hinaus wurden weitere 67,8 Millionen Euro an Senior-Anleihen am Markt platziert.
Gesamt wurde ein Emissionsvolumen von 651,8 Millionen Euro (2024: 606,7 Millionen Euro) abgesetzt mit durchschnittlichen Kosten von Mid-Swap +46 Basispunkten.
Der Stand verbriefter Verbindlichkeiten lag Ende 2025 mit 4.737,8 Millionen Euro geringfügig um –0,4 Prozent unter dem Vorjahr (2024: 4.759,03 Millionen Euro). Neben der Emissionstätigkeit wurde auch der Ausbau der nachhaltigen hypo_blue- Produktschiene forciert. Das Volumen in hypo_blue-Produkten konnte gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht werden und erreichte mit einem Stand von 169,6 Millionen Euro einen neuen Höchstwert (2024: 131,3 Millionen Euro).
Das Volumen an stabilen Retaileinlagen konnte 2025 weiter ausgebaut werden. Der Fokus lag wie im Vorjahr auf Sparprodukten mit Bindungen, wobei vor allem das Angebot mit einer Laufzeit von neun Monaten im Rahmen der Weltspartagsaktion stark nachgefragt wurde. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Folge geringerer volatiler Einlagen im Segment Großkunden 2025 um –1,6 Prozent auf 2.879,0 Millionen Euro (2024: 2.925,6 Millionen Euro) reduziert.
Die HYPO Oberösterreich zeichnet weiterhin eine komfortable Liquiditätsausstattung aus.
Geschäftsentwicklung im Segment
Sonstige
Das Segment Sonstiges umfasst die Ergebnisse der vollkonsolidierten Tochterunternehmen der HYPO Oberösterreich
(OÖ HYPO Leasinggesellschaft m.b.H. und die Immobiliengesellschaften) sowie die Ergebnisbeiträge aus At Equity‑bewerteten Beteiligungen und Eigenkapitalinstrumenten.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
14,1
10,3
+36,9
davon Zinsüberschuss
7,6
4,8
+58,3
davon Ergebnis aus At Equity-Bewertung
6,9
5,8
+19,0
Risikovorsorge
–2,9
0,2
N/A
Verwaltungsaufwand
–8,1
–6,8
+18,2
Jahresüberschuss vor Steuern
7,3
10,8
–32,5
Segmentvermögen
564,2
507,8
+11,1
Segmentschulden
83,8
80,6
+3,9
Der Gesamtertrag des Segments erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 deutlich auf 14,1 Millionen Euro, was einem Anstieg von 36,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Zinsüberschuss stieg auf 7,6 Millionen Euro und lag damit 58,3 Prozent über dem Niveau von 2024. Das Ergebnis aus At Equity‑Bewertungen erhöhte sich ebenfalls merklich auf 6,9 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 19,0 Prozent entspricht.
Das Ergebnis aus der Risikovorsorge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf –2,9 Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand belief sich auf –8,1 Millionen Euro und lag damit +18,2 Prozent über dem Vorjahreswert.
In Summe führte diese Entwicklung zu einem Jahresüberschuss vor Steuern von 7,3 Millionen Euro, was einem Rückgang von –32,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Auf der Bilanzseite erhöhte sich das Segmentvermögen auf 564,2 Millionen Euro, was einem Plus von 11,1 Prozent entspricht. Die Segmentschulden stiegen auf 83,8 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber 2024.
OÖ HYPO Leasinggesellschaft m.b.H.
Die OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H. wickelt von der HYPO Oberösterreich vermittelte, aber auch direkt akquirierte Leasingverträge in den Bereichen Kfz- und Mobilien-Leasing ab. Die Refinanzierung erfolgt über die HYPO Oberösterreich. 
 
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen und beschäftigte zum Bilanzstichtag 30. September 2025 insgesamt vier Mitarbeiter:innen. Der Unternehmensgegenstand ist die gewerbliche Vermietung beweglicher Wirtschaftsgüter aller Art, insbesondere in Form von Kfz- und Mobilien-Leasingverträgen.
Das Neugeschäftsvolumen der OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H. sank im Wirtschaftsjahr 2024/2025 um –6,4 Prozent bzw. –4,9 Millionen Euro von 76,8 Millionen Euro auf 71,9 Millionen Euro. Davon entfielen 39,4 Millionen Euro auf das Kfz-Leasing und 32,5 Millionen Euro auf das Mobilien-Leasing.
Das Bestandsvolumen an Kfz- und Mobilien-Leasing betrug zum 30. September 2025 178,8 Millionen Euro (2024:
170,8 Millionen Euro) und lag damit um +4,7 Prozent über dem Vorjahreswert.
Der Start in das Geschäftsjahr 2025/2026 verläuft trotz des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds weiterhin erfreulich. Die Geschäftsführung blickt trotz der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuversichtlich auf die weitere Entwicklung und sieht das Unternehmen gut für die kommenden Herausforderungen aufgestellt.
Immobiliengesellschaften
Das Jahr 2025 war für die Immobiliengesellschaften der HYPO Oberösterreich ein erfolgreiches Jahr. Zum Bilanzstichtag am 30. September 2025 beliefen sich die Anschaffungskosten aller Leasing- und Mietobjekte der Immobiliengesellschaften auf 140,1 Millionen Euro (2024: 129,2 Millionen Euro).
OÖ HYPO Immobilien und Beteiligungen GmbH
Die OÖ HYPO Immobilien und Beteiligungen GmbH verwaltet den Immobilienbereich, erstellt Immobilienbewertungen und hält bzw. führt Beteiligungen vor allem im Leasing- und Immobilienbereich.
Hypo Immobilien Anlagen GmbH
Die Hypo Immobilien Anlagen GmbH vermietet Gewerbeimmobilien an renommierte Einzelhandelspartner:innen aus der Textil-, Lebensmittel-, Schuh- und Drogeriebranche. Aufgrund der Expertise und der qualitativ guten Standorte weist die
Hypo Immobilien Anlagen GmbH seit Jahren einen sehr hohen Vermietungsgrad auf. Zum Bilanzstichtag waren sämtliche Objekte vollvermietet.
Mit Blick auf nachhaltige Entwicklung wurden nach der Errichtung mehrerer Photovoltaikanlagen einige der vermieteten Handelsstandorte mit E-Ladestationen ausgestattet. Diese Maßnahmen finden sowohl bei den Mietern als auch in der Öffentlichkeit große Anerkennung. Zusätzliche Photovoltaikanlagen und E-Ladestationen sind in Planung.
Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres 2025 war die Vorbereitung der geplanten Modernisierungsoffensive der zum Teil in die Jahre gekommenen Handelsstandorte. Aufbauend auf einer detaillierten Prüfung hinsichtlich Energieeffizienzsteigerung (Heizungstausch, Dach- und Fassadensanierung) aller Objekte der Hypo Immobilien Anlagen GmbH werden in den kommenden Jahren laufend standortindividuelle Maßnahmen gesetzt.
OÖ Hypo Facility Management GmbH
In der OÖ Hypo Facility Management GmbH ist die laufende Modernisierung ebenfalls deutlich spürbar. Im Jahr 2025 wurden zwei große Projekt umgesetzt. Ein Teilbereich der HYPO Zentrale wurde an die zeitgemäßen Ansprüche angepasst. Das sogenannte Activity-Based-Working-Konzept wurde umgesetzt. Es gibt keine fest zugewiesenen Schreibtische mehr, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wählen je nach Aufgabe (und persönlicher Vorliebe) den passenden Arbeitsort aus. Zur Verfügung stehen Fokusräume, Besprechungsräume und informelle Zonen. Das zweite Vorzeigeprojekt der OÖ Hypo Facility Management GmbH ist die Sanierung und Modernisierung der Filiale Bindermichl (Kompetenzzentrum Süd), welche am 10. Dezember 2025 eröffnet wurde. Die am längsten bestehende Filiale der HYPO Oberösterreich ist nunmehr ein kundenzentrierter Ort der persönlichen Begegnung und Beratung auf modernstem Stand.
Ausblick
Das weltweite Wirtschaftswachstum steht auch 2026 maßgeblich unter dem Einfluss politischer Entwicklungen: Globale Handelskonflikte, wie sie 2025 regelmäßig aufflammten, aber auch nationale und geopolitische Verwerfungen sowie mögliche abrupte Marktkorrekturen – insbesondere im Technologie- und KI-Sektor – listet der Internationale Währungsfonds (IWF) als bedeutendste Risikofaktoren für die Wirtschaftsentwicklung auf. In seinem World Economic Outlook (Jänner 2026) prognostizierte der IWF ein weltweites Wachstum von 3,3 Prozent für 2026 und somit eine Fortsetzung des stabilen Wachstums aus 2025. Neuerlich divergieren die für 2026 erwarteten Wachstumsraten für die USA und die Eurozone: Während der IWF für die USA ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert, stellt er für die Eurozone 1,3 Prozent in Aussicht, wobei die staatliche Investitionsoffensive in Deutschland sowie die vielversprechende Wirtschaftsentwicklung in Spanien und Irland als Wachstumstreiber hervorgehoben werden.
Österreichs Wirtschaft gelang 2025 die Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad, im abgelaufenen Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung laut dem Institut für Höhere Studien (IHS) um 0,5 Prozent gestiegen sein. Dieser Aufwärtstrend wird sich, so das IHS, 2026 fortsetzen, wobei für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet wird. Diese Prognose liegt somit deutlich unter den Wachstumsraten früherer Aufschwungphasen, das IHS begründet dies mit einem Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit und den protektionistischen Tendenzen im Welthandel. Positiv entwickelt sich der private Konsum, für den 2025 und 2026 jeweils ein Wachstum von +0,8 Prozent erwartet wird.
Eine anhaltend hohe Inflationsrate begleitete Österreich durch das Jahr 2025, im Jahresschnitt lag sie bei 3,6 Prozent und somit einen Prozentpunkt über der ursprünglich vom IHS prognostizierten Jahresinflationsrate. Für das Jahr 2026 wird in der IHS-Winterprognose ein merklicher Inflationsrückgang auf einen Jahresschnitt von 2,5 Prozent erwartet, da Vorjahreseffekte ausgelaufener fiskalpolitischer Maßnahmen – wie etwa der Strompreisbremse – wegfallen. Im Euroraum lag die Teuerung zum Jahresende 2025 beim EZB-Zielwert von 2,0 Prozent, womit für das Jahr 2026 keine weiteren Leitzinsschritte zu erwarten sind. Der EZB-Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) wird daher aller Voraussicht nach auf dem aktuellen Niveau von 2,15 Prozent verbleiben.
Zu beachten ist, dass die oben genannten Prognosen vor dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran und der Golfregion (Ende Februar 2026) getroffen wurden. Die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Effekte des Konflikts und der Anfang März sprunghaft angestiegenen Öl- und Gaspreise sind zum Berichtsstichtag noch nicht absehbar.
Die HYPO Oberösterreich blickt dem Geschäftsjahr 2026 mit Zuversicht entgegen: Das 2025 erreichte Ende der zweijährigen Rezessionsphase und ein deutlich wahrnehmbarer Anstieg der Investitionstätigkeit sowohl von privaten Haushalten als auch von Unternehmen lassen für Österreich Licht am Ende des Tunnels erkennen. In den letzten beiden Jahren gestaltete die HYPO Oberösterreich den Umschwung im Land tatkräftig mit und meisterte mit ihren Kundinnen und Kunden auch schwierige Situationen. Für 2026 erwarten wir eine Fortsetzung des zuletzt erkennbaren Aufwärtstrends und im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit unserer Bank ein neuerlich solides Ergebnis entlang unseres Wachstumspfades.
Linz, am 17. März 2026
Der Vorstand
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Klaus KumpfmüllerThomas Wolfsgruber
VorstandsvorsitzenderVorstandsmitglied

Konzernabschluss
nach IFRS Accounting Standards

II. KonzernbilanzII. Konzernbilanz77
III. Entwicklung des KonzerneigenkapitalsIII. Entwicklung des Konzerneigenkapitals78
IV. KonzernkapitalflussrechnungIV. Konzernkapitalflussrechnung79
V. Anhang (Notes) zum KonzernabschlussV. Anhang (Notes) zum Konzernabschluss80
Grundlagen der KonzernrechnungslegungGrundlagen der Konzernrechnungslegung80
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsmethoden80
(1) Grundsätze(1) Grundsätze80
(2) Angewandte IAS/IFRS- und SIC/IFRIC-Vorschriften(2) Angewandte IAS/IFRS- und SIC/IFRIC-Vorschriften80
(3) Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Beurteilungen des Managements(3) Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Beurteilungen des Managements81
(4) Konsolidierungskreis(4) Konsolidierungskreis82
(5) Konsolidierungsgrundsätze(5) Konsolidierungsgrundsätze82
(6) Finanzinstrumente(6) Finanzinstrumente83
(7) Eingebettete Derivate(7) Eingebettete Derivate86
(8) Währungsumrechnung(8) Währungsumrechnung87
(9) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten(9) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten87
(10) Risikovorsorgen(10) Risikovorsorgen87
(11) Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) und Wertpapierleihgeschäfte(11) Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) und Wertpapierleihgeschäfte90
(12) Immaterielles Anlagevermögen(12) Immaterielles Anlagevermögen90
(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Sachanlagen(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Sachanlagen91
(14) Leasingverhältnisse(14) Leasingverhältnisse91
(15) Ertragsteuern(15) Ertragsteuern92
(16) Rückstellungen(16) Rückstellungen92
(17) Treuhandgeschäfte(17) Treuhandgeschäfte94
(18) Eventualverbindlichkeiten – Kreditrisiken(18) Eventualverbindlichkeiten – Kreditrisiken94
Erläuterungen zur KonzernerfolgsrechnungErläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung94
(19) Zinsüberschuss(19) Zinsüberschuss94
(20) Risikovorsorge(20) Risikovorsorge95
(21) Provisionsüberschuss(21) Provisionsüberschuss96
(22) Finanzergebnis(22) Finanzergebnis97
(23) Personalaufwand(23) Personalaufwand98
(24) Sachaufwand(24) Sachaufwand98
(25) Abschreibungen auf Finanzimmobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen(25) Abschreibungen auf Finanzimmobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen98
(26) Sonstiges betriebliches Ergebnis(26) Sonstiges betriebliches Ergebnis99
(27) Steuern vom Einkommen und Ertrag(27) Steuern vom Einkommen und Ertrag99
Erläuterungen zur KonzernbilanzErläuterungen zur Konzernbilanz99
(28) Barreserve(28) Barreserve99
(29) Forderungen an Kreditinstitute(29) Forderungen an Kreditinstitute99
(30) Forderungen an Kunden(30) Forderungen an Kunden100
(31) Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften(31) Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften101
(32) Finanzanlagen(32) Finanzanlagen102
(33) Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen(33) Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen103
(34) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte(34) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte103
(35) Sonstige Aktiva(35) Sonstige Aktiva104
(36) Risikovorsorgen(36) Risikovorsorgen104
(37) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten(37) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten113
(38) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden(38) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden114
(39) Verbriefte Verbindlichkeiten(39) Verbriefte Verbindlichkeiten114
(40) Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften(40) Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften115
(41) Rückstellungen(41) Rückstellungen115
(42) Sonstige Passiva(42) Sonstige Passiva117
(43) Steueransprüche und -verbindlichkeiten(43) Steueransprüche und -verbindlichkeiten117
(44) Nachrangkapital(44) Nachrangkapital118
(45) Eigenkapital(45) Eigenkapital119
Zusätzliche IFRS-InformationenZusätzliche IFRS-Informationen120
(46) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte(46) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte120
(47) Saldierung von Finanzinstrumenten(47) Saldierung von Finanzinstrumenten121
(48) Fair Values(48) Fair Values122
(49) Leasingverhältnisse(49) Leasingverhältnisse127
(50) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen(50) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen129
(51) Eigentümer der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft(51) Eigentümer der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft131
(52) Segmentberichterstattung(52) Segmentberichterstattung131
(53) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte(53) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte133
(54) Als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte(54) Als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte133
(55) Fremdwährungsvolumina(55) Fremdwährungsvolumina133
(56) Nachrangige Vermögenswerte(56) Nachrangige Vermögenswerte134
(57) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken(57) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken134
(58) Personal(58) Personal134
(59) Dividenden(59) Dividenden134
(60) Wertpapiergliederung gemäß BWG(60) Wertpapiergliederung gemäß BWG135
(61) Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis(61) Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis135
(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag137
RisikoberichtRisikobericht137
(63) Gesamtbankrisikomanagement(63) Gesamtbankrisikomanagement137
(64) Marktrisiko(64) Marktrisiko138
(65) Kreditrisiko(65) Kreditrisiko140
(66) Liquiditätsrisiko(66) Liquiditätsrisiko147
(67) Operationelles Risiko(67) Operationelles Risiko148
VI. Organe der BankVI. Organe der Bank149
VII. AnteilsbesitzVII. Anteilsbesitz152
VIII. Erklärung aller gesetzlichen Vertreter zum JahresfinanzberichtVIII. Erklärung aller gesetzlichen Vertreter zum Jahresfinanzbericht153
IX. Bericht des AufsichtsratesIX. Bericht des Aufsichtsrates154
X. Bericht des unabhängigen AbschlussprüfersX. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers156
I. Konzernerfolgsrechnung
in TEUR
Notes
2025
2024
1.1.
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode
19
252.850
329.348
1.2.
Sonstige Zinserträge, zinsähnliche Erträge und laufende Erträge
19
17.140
20.889
2.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
19
–170.633
–248.410
A.
Zinsüberschuss
19
99.358
101.827
3.
Risikovorsorge
20
–21.364
–31.863
B.
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
77.994
69.964
C.
Ergebnis aus At Equity-bewerteten Unternehmen
33
6.896
5.804
4.
Provisionserträge
21
32.057
29.189
5.
Provisionsaufwendungen
21
–12.470
–10.968
D.
Provisionsüberschuss
21
19.587
18.221
E.
Finanzergebnis
22
7.833
636
6.
Personalaufwand
23
–42.839
–39.938
7.
Sachaufwand
24
–31.739
–25.568
8.
Abschreibungen auf Finanzimmobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
25
–7.234
–5.054
F.
Verwaltungsaufwendungen
–81.812
–70.560
9.
Sonstige betriebliche Erträge
26
11.273
10.086
10.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
26
–1.782
–1.554
11.
Sonstige Steuern
26
–5.590
–1.782
G.
Sonstiges betriebliches Ergebnis
26
3.901
6.750
H.
Konzernjahresüberschuss vor Steuern
34.397
30.814
12.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
27
–6.848
–4.899
I.
Konzernjahresüberschuss nach Steuern
27.549
25.915
Gesamtergebnisrechnung
in TEUR
2025
2024
Konzernjahresüberschuss nach Steuern
27.549
25.915
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste*)
363
–588
Bonitätsbedingte Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten
–13.210
–2.971
Änderungen des Fair Values bei FVOCI-Eigenkapitalinstrumenten
39.051
–23.371
Latente Steuern auf Posten direkt im Konzernkapital verrechnet**)
–5.981
6.185
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden können:
Änderungen des Fair Values bei FVOCI-Schuldtiteln***)
2.597
4.445
Latente Steuern auf Posten direkt im Konzernkapital verrechnet
–597
–1.022
Sonstiges Konzernjahresergebnis
22.223
–17.323
Gesamtes Konzernjahresergebnis
49.773
8.593
*) hievon von At Equity-bewerteten Unternehmen
66
–43
**) hievon von At Equity-bewerteten Unternehmen
–15
10
***) hievon in die Erfolgsrechnung umgegliederte Beträge (Recycling)
22
420
II. Konzernbilanz
Aktiva in TEUR
Notes
31.12.2025
31.12.2024
1.
Barreserve
28, 36
261.149
765.562
2.
Forderungen an Kreditinstitute
29, 36
110.280
119.477
3.
Forderungen an Kunden
30, 36
6.912.718
6.569.291
4.
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
31
120.872
137.727
5.
Finanzanlagen
32, 36
1.064.744
944.151
6.
Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen
33
80.617
77.470
7.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
34
76.459
74.899
8.
Immaterielle Vermögenswerte
34
12.385
6.099
9.
Sachanlagen
34
20.435
17.553
10.
Sonstige Aktiva
35
36.365
35.078
11.
Laufende Steueransprüche
43
575
393
SUMME DER AKTIVA
8.696.601
8.747.699
Passiva in TEUR
Notes
31.12.2025
31.12.2024
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
37
265.911
299.957
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
38
2.879.039
2.925.641
3.
Verbriefte Verbindlichkeiten
39
4.737.835
4.759.033
4.
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
40
66.327
68.258
5.
Rückstellungen
41
13.994
15.814
6.
Sonstige Passiva
42
52.155
58.231
7.
Laufende Steuerverbindlichkeiten
43
1.257
0
8.
Latente Steuerverbindlichkeiten
43
17.040
8.010
9.
Nachrangkapital
44
72.906
66.711
10.
Eigenkapital
45
590.137
546.044
SUMME DER PASSIVA
8.696.601
8.747.699
III. Entwicklung des Konzerneigenkapitals
in TEUR
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
OCI-Rücklage
Summe
Eigenkapital
IAS 19-Rücklage
Sonstige OCI-Rücklage*)
Stand 01.01.2025
14.556
30.739
524.386
–2.070
–21.568
546.044
Erwerb/Veräußerung
eigener Aktien
3
0
123
0
0
127
Gewinnausschüttung
0
0
–5.806
0
0
–5.806
Konzernjahresüberschuss
nach Steuern
0
0
27.549
0
0
27.549
Sonstiges Konzernjahresergebnis
0
0
0
306
21.917
22.223
Gesamtes Konzernjahresergebnis
0
0
27.549
306
21.917
49.773
Stand 31.12.2025
14.559
30.739
546.253
–1.763
349
590.137
in TEUR
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
OCI-Rücklage
Summe
Eigenkapital
IAS 19-Rücklage
Sonstige OCI-Rücklage*)
Stand 01.01.2024
14.558
30.739
508.321
–1.617
–4.698
547.302
Erwerb/Veräußerung
eigener Aktien
–2
0
–59
0
0
–60
Gewinnausschüttung
0
0
–9.791
0
0
–9.791
Konzernjahresüberschuss
nach Steuern
0
0
25.915
0
0
25.915
Sonstiges Konzernjahresergebnis
0
0
0
–453
–16.870
–17.323
Gesamtes Konzernjahresergebnis
0
0
25.915
–453
–16.870
8.593
Stand 31.12.2024
14.556
30.739
524.386
–2.070
–21.568
546.044
*) Für weitere Informationen zur Sonstigen OCI-Rücklage siehe Note (45).
IV. Konzernkapitalflussrechnung
in TEUR
2025
2024
Konzernjahresüberschuss nach Steuern
27.549
25.915
Im Konzernjahresüberschuss nach Steuern enthaltene zahlungsunwirksame Posten:
Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
7.234
5.054
Erträge aus At Equity-bewerteten Unternehmen
–6.896
–5.804
Dotierungen/Auflösungen von Rückstellungen und Risikovorsorgen
3.048
14.188
Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
–10.992
–3.476
Gebuchte Dividenden
–7.005
–7.192
Gebuchter Zinsertrag
–276.292
–343.045
Gebuchter Zinsaufwand
183.940
248.410
Gebuchter Ertragsteueraufwand
6.848
4.899
Sonstige Veränderungen
2.528
2.318
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um
zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
–351.292
–401.245
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien,
Sonstige Aktiva, Steueransprüche
–1.440
–899
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden
–80.063
–245.537
Verbriefte Verbindlichkeiten
9.303
306.021
Rückstellungen, Sonstige Passiva, Steuerverbindlichkeiten
–6.502
9.071
Erhaltene Dividenden
10.805
10.817
Erhaltene Zinsen
278.765
342.594
Gezahlte Zinsen
–180.986
–243.494
Ertragssteuerzahlungen
–4.355
–4.907
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
–395.803
–286.312
Einzahlungen aus der Veräußerung von
Finanzanlagen
232.276
240.374
Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
155
59
Auszahlungen für den Erwerb von
Finanzanlagen
–320.773
–258.669
Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
–18.146
–21.423
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–106.488
–39.659
Dividendenzahlungen
–5.806
–9.791
Einzahlungen aus Nachrangkapital*)
4.938
0
Auszahlungen für die Tilgungsanteile der Leasingverbindlichkeiten**)
–1.380
–1.328
Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Anteilen
–75
–98
Einzahlungen aus der Veräußerung von eigenen Anteilen
201
37
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–2.122
–11.180
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
765.562
1.102.713
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
–395.803
–286.312
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–106.488
–39.659
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–2.122
–11.180
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode
261.149
765.562
*) Überleitungsrechnung siehe Note (44)
**) Überleitungsrechnung siehe Note (49)
V. Anhang (Notes) zum Konzernabschluss
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft (HYPO Oberösterreich) und ihre Tochtergesellschaften bieten ihren Kund:innen ein umfassendes Leistungsangebot im Finanzbereich an. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen Geschäfte mit Ärzt:innen und freien Berufen, öffentlichen Institutionen (Bund, Land, Gemeinden, Sozialversicherungen, anerkannte Religionsgemeinschaften), gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern, Vertragsversicherungsunternehmen, Firmenkunden sowie geförderte Eigenheimfinanzierungen. Ergänzend werden diverse Dienstleistungen im Bereich Leasing, Versicherungen und Immobilien angeboten.
Kernmarkt des Bankkonzerns ist das Bundesland Oberösterreich. Im Osten Österreichs ist die Bank durch einen Standort in Wien vertreten.
Die Bank ist eine Aktiengesellschaft, hat ihren Sitz in Linz, Österreich, und ist im Firmenbuch Linz, Österreich, (FN 157656y) eingetragen. Die Anschrift der Bank lautet auf Landstraße 38, 4010 Linz.
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
Der Bankkonzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der OÖ Landesholding GmbH mit Sitz in Linz.
Dieser Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2025 nach IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und erfüllt auch die Voraussetzungen gemäß § 59a BWG (Bankwesengesetz) in Verbindung mit § 245a UGB. Er wurde vom Vorstand am 17. März 2026 zur Veröffentlichung genehmigt.
Neben der Konzernbilanz sowie der Konzerngesamtergebnisrechnung beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Entwicklung des Eigenkapitals, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung wird innerhalb des Anhangs unter Punkt (52) dargestellt.
Der Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß IFRS 7) ist in den Notes unter den Punkten (63) bis (67) dargestellt.
Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(1) Grundsätze
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden einheitlich und stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Die Rechnungslegung im Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
(2) Angewandte IAS/IFRS- und SIC/IFRIC-Vorschriften
Der vorliegende Konzernabschluss wurde im Einklang mit den am 31. Dezember 2025 gültigen IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anwendbar sind, aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurden grundsätzlich alle gültigen IAS­ bzw. IFRS­Standards sowie Interpretationen des SIC bzw. IFRIC angewendet. Standards und Interpretationen, die erst ab dem
1. Jänner 2026 oder später anzuwenden sind, wurden nicht frühzeitig berücksichtigt.
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr erstmalig angewendeten Standards sowie neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht waren, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind und im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewendet wurden, dargestellt:
Standard / Interpretation
Bezeichnung
Anzuwenden für
Geschäftsjahre ab
Von EU bereits
übernommen
Änderungen zu IAS 21
Fehlende Umtauschbarkeit einer Währung
01.01.2025
ja
Änderungen zu IFRS 9 und IFRS 7
Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
01.01.2026
ja
Änderungen zu IFRS 9 und IFRS 7
Verträge über Strom aus naturabhängiger Erzeugung
01.01.2026
ja
Jährliche Anpassungen diverser Standards
Volume 11
01.01.2026
ja
IFRS 18
Darstellung und Angaben im Abschluss
01.01.2027
ja
IFRS 19
Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben
01.01.2027
nein
Änderungen zu IFRS 19
Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben
01.01.2027
nein
Änderungen zu IAS 21
Umrechnung in eine hochinflationäre Darstellungswährung
01.01.2027
nein
Durch Anwendung der genannten Standards (ausgenommen IFRS 18 „Darstellung und Angaben im Abschluss“) und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.
Der am 9. April 2024 veröffentlichte Standard IFRS 18 ersetzt IAS 1 und regelt die Darstellung der Abschlussinformationen neu. Die wesentlichen Änderungen ergeben sich durch die Neustrukturierung der Gewinn- und Verlustrechnung, die Offenlegung von Leistungskennzahlen und erweiterte Anforderungen an die Aggregation und Disaggregation von Informationen innerhalb der primären Abschlussbestandteile. Das Ausmaß der notwendigen Anpassungen wurde in einem Projekt evaluiert. Die Analyse der qualitativen Auswirkungen wurde weitgehend abgeschlossen und die Hauptgeschäftstätigkeiten definiert. Die Zuteilung der Aufwendungen und Erträge auf die neuen Bereiche wurde ausgearbeitet. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem
1. Jänner 2027 verpflichtend anzuwenden. Das Geschäftsjahr 2026 wird dabei als Vergleichsperiode dienen.
(3) Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Beurteilungen des Managements
Zur ordnungsgemäßen vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden, die die Angaben im Anhang und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Fair Values von Vermögenswerten inklusive At Equity-Bewertung und Verbindlichkeiten (sofern diese nicht direkt von Börsekursen abgeleitet werden können), die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer für Sachanlagen und Finanzimmobilien, die Klassifizierung von Leasingverträgen, die Berechnung von Sensitivitäten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen.
Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen (Details siehe unter Punkt (48), Punkt (41), Punkt (20)). Hinsichtlich der zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung wurden die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereiches des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die einzustellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Bilanzierungswahlrechte werden unter anderem im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverträgen über geringwertige Vermögenswerte gemäß IFRS 16 (siehe dazu Punkt (14)), betreffend der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9 (siehe dazu Punkt (6b)), bei der Anwendung der Fair Value-Option bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie bei der erfolgsneutralen Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten gemäß
IFRS 9 (siehe dazu Punkt (6a)) in Anspruch genommen.
Offene Rechtsthematik i. Z. m. USt-Zwischenbankbefreiung
Am 7. Juli 2024 wurde der Beschluss des Bundesfinanzgerichtes über seinen Antrag auf Vorabentscheidung durch den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zur Frage veröffentlicht, ob die im § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG (Umsatzsteuergesetz 1994 i.d.g.F.) vorgesehene Umsatzsteuerbefreiung eine staatliche Beihilfe gemäß Art. 107 Abs. 1 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) darstellt. § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG befreit sonstige Leistungen von der Umsatzsteuer, die zwischen Unternehmen erbracht werden, die überwiegend Bank-, Versicherungs- oder Pensionskassenumsätze ausführen, soweit diese Leistungen unmittelbar zur Ausführung der genannten steuerfreien Umsätze verwendet werden, und für die Personalgestellung dieser Unternehmer an die im ersten Satz des § 6 Abs. 1 Z 28 UStG genannten Zusammenschlüsse. Im Rahmen des Abgabenänderungsgesetzes 2024 wurde § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 2025 aufgehoben. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat unter Einhaltung
der österreichischen umsatzsteuerlichen Regeln gehandelt. Darüber hinaus ist es nach vorliegender Einschätzung zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar, wie der Europäische Gerichtshof entscheidet und ob die Europäische Kommission ein Verfahren gegen die Republik einleiten wird. Daneben ist ebenso strittig, wer in den jeweiligen Leistungsbeziehungen der wirtschaftlich Begünstigte aus der Befreiungsvorschrift ist und in welcher Höhe der wirtschaftliche Vorteil im Ergebnis eingetreten ist, da in diesem Fall auch ein Vorsteuerabzug beim Leistungsempfänger zustehen würde. Aufgrund der dargestellten Unsicherheiten wurde keine Rückstellung für etwaige Nachzahlungen gebildet. Sollte sich die dargestellte Situation nachteilig entwickeln, dann wird eine mögliche Nachzahlung auf Basis derzeitiger Analysen bis zu einer Höhe von rund TEUR 3.000 geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Situation unverändert geblieben.
Offene Rechtsthematik i. Z. m. Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten
Derzeit sind mehrere Verfahren im Zusammenhang mit Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) anhängig. Der OGH hat hierzu in einem Verbandsverfahren entschieden, dass Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherkrediten unter bestimmten Bedingungen unzulässig sind. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist an keinem dieser Verfahren beteiligt. Die rechtlichen Entwicklungen werden laufend beobachtet. Aus heutiger Sicht ergeben sich im Zusammenhang mit Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten keine Rückstellungserfordernisse.
(4) Konsolidierungskreis
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, an dem der Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Angemessenheit der getroffenen Konsolidierungsentscheidungen wird regelmäßig überprüft. Für die Überprüfung der Wesentlichkeit der einzelnen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurde die Vermögens- und Ertragslage ins Verhältnis mit den Konzernwerten gestellt.
Im Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen 4 Tochterunternehmen (2024: 4), an denen die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt 100 % (2024: 100 %) der Stimmrechte hält, einbezogen. Von diesen Unternehmen haben 4 ihren Sitz im Inland (2024: 4) und keine ihren Sitz im Ausland (2024: 0).
2 (2024: 2) wesentliche inländische assoziierte Unternehmen werden nach der At Equity-Methode bewertet. Für weitere Informationen zu den At Equity-bewerteten Unternehmen siehe Punkt (33).
8 Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen (2024: 8) mit untergeordneter Bedeutung für die Gesamtaussage der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert.
Der Bilanzstichtag bei den vollkonsolidierten Tochterunternehmen und bei den At Equity-bewerteten Unternehmen ist der
30. September. Um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu gewährleisten, wurden abweichende Stichtage gewählt. Die Abschlüsse werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der Unternehmen am 30. September und dem Konzernabschlussstichtag am 31. Dezember angepasst. Eine vollständige Aufzählung der Tochterunternehmen sowie der assoziierten Unternehmen befindet sich in den Notes unter Punkt VII (Anteilsbesitz). Sämtliche assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen sind nicht börsenotiert.
Es wurden im Geschäftsjahr keine Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 vorgenommen.
(5) Konsolidierungsgrundsätze
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die von der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die nach UGB­Grundsätzen mit den Rücklagen verrechnet wurden, wurden im Sinne des IFRS 1.15 in die IFRS­Eröffnungsbilanz übernommen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden konzerninterne Aufwendungen und Erträge bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten eliminiert. Im Konzern angefallene Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Assoziierte Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der Equity­Methode bewertet. Die Beurteilung der Werthaltigkeit erfolgt anlassbezogen. Liegen für derartige Beteiligungen keine beobachtbaren Marktpreise vor, wird für die Ermittlung des Marktwertes auf bankinterne Unternehmensbewertungen zurückgegriffen. Im Falle einer Unterdeckung wird ein Impairment in dieser Höhe vorgenommen.
Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert wurden, und Beteiligungen sind zum Marktwert (Fair Value) in den Finanzanlagen ausgewiesen.
(6) Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Forderungen, Einlagen und begebene Schuldverschreibungen werden zum Entstehungszeitpunkt klassifiziert und bilanziert. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag in der Bilanz erfasst.
„Grüne Finanzprodukte“ enthalten Passiva basierend auf dem „Green Finance Framework“ der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft vom Juni 2021. Sie umfassen Anleihen (Pfandbriefe, Senior- oder Wohnbauanleihen), Sicht- und Spareinlagen, welche auch unter dem Marketingnamen hypo_blue verkauft werden. Grundlegendes Merkmal ist die Verwendung der Nettoerlöse der „Grünen Finanzprodukte“ zur Finanzierung bzw. Refinanzierung des energieeffizienten Wohnbaus in Österreich. Es wird ein jährlicher Bericht zur Verwendung der Nettoerlöse (Allocation Reporting) sowie ein Impact Reporting auf der Homepage veröffentlicht. Das Merkmal „Grünes Finanzprodukt“ hat keinen Einfluss auf die Kategorisierung und ihre Bewertung.
Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IFRS 9 im Konzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft umgesetzt wurden:
a) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung
IFRS 9 behält das gemischte Bewertungsmodell und führt drei grundsätzliche Bewertungskategorien: fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost, „AC“), erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Other Comprehensive Income, „FVOCI“) und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Profit & Loss, „FVPL“). Die Klassifikation basiert auf dem festgelegten Geschäftsmodell und der Gestaltung der vertraglichen Geldflüsse des Finanzinstruments. Im Folgenden werden die einzelnen Bewertungskategorien näher erläutert:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (Amortised Cost – AC)
Schuldinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows ist (Geschäftsmodell „Halten“), und ihre vertraglichen Zahlungsflüsse zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows führen, bei denen es sich ausschließlich um Zins- und Tilgungszahlungen (Solely Payments of Principal and Interest, „SPPI“) auf den ausstehenden Kapitalbetrag handelt.
Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte stellen in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft die größte Bewertungskategorie dar.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
(Fair Value through Profit & Loss – FVPL)
Schuldinstrumente, deren vertragliche Cashflows nicht dem SPPI-Kriterium entsprechen, werden automatisch zum FVPL bewertet. Bei der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft betrifft dies vor allem finanzielle Vermögenswerte, die mit inkongruenten Zinskomponenten ausgestattet sind (siehe Beschreibung im Abschnitt „SPPI-Beurteilung“).
Finanzinstrumente, die im Geschäftsmodell „Verkaufen“ gehalten werden, werden ebenfalls erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Meist wird für diese finanziellen Vermögenswerte erwartet, dass sie vor ihrer Fälligkeit verkauft werden oder die Entwicklung des Portfolios, in dem sie enthalten sind, auf Grundlage des Fair Values beurteilt wird. Dies sind vor allem solche finanziellen Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Hierzu zählen Finanzinstrumente (insbesondere verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Investmentzertifikate) und derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft macht vom Wahlrecht Gebrauch, gewisse Schuldinstrumente bei der erstmaligen Erfassung in die FVPL-Kategorie zu widmen (Fair Value-Option). Diese werden aufgrund einer Sicherungsbeziehung zu einem derivativen Finanzinstrument zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, da ansonsten Inkongruenzen bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft entstehen würden (accounting mismatch).
In der Bilanz werden gehaltene finanzielle Vermögenswerte, die zum Fair Value bewertet werden, unter Forderungen an Kunden und Finanzanlagen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen werden im Zinsüberschuss dargestellt.
Als erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte (Fair Value through OCI – FVOCI)
Fremdkapitalinstrumente werden erfolgsneutral zum Fair Value (FVOCI) bilanziert, wenn ihre vertraglichen Cashflows SPPI-konform sind und sie innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzungen sowohl die Vereinnahmung
vertraglicher Cashflows als auch die Veräußerung von Vermögenswerten sind (Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“). In der Bilanz sind sie unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Die Differenz zwischen dem Fair Value, zu dem die Vermögenswerte bilanziert werden, und den fortgeführten Anschaffungskosten wird im Eigenkapital im Posten „OCI-Rücklage“ als kumuliertes sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income, „OCI“) dargestellt. Die Veränderungen der Berichtsperiode werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst. Bei einer Veräußerung des finanziellen Vermögenswertes wird das in der OCI-Rücklage bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis aufgelöst und in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam einbezogen.
Für alle Investitionen in Eigenkapitalinstrumente macht die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft in Übereinstimmung mit IFRS 9 vom Wahlrecht Gebrauch, diese bei der erstmaligen Anwendung zum FVOCI zu bewerten. Die Eigenkapitalinstrumente stellen Investitionen dar, die der Konzern aus strategischen Gründen langfristig halten will. Dieser im OCI erfasste Betrag wird nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Lediglich Dividendenansprüche sind in der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Amortised Cost – AC)
Zu dieser Kategorie zählen Finanzinstrumente unter den Bilanzpositionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
(Fair Value through Profit & Loss – FVPL)
In den Bilanzpositionen Verbriefte Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind auch finanzielle Verpflichtungen enthalten, die zum Fair Value bewertet werden. Die Erfassung der Veränderung des eigenen Kreditrisikos der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten muss jedoch für die jeweilige Berichtsperiode erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfolgen. Bei der Berechnung des kumulierten OCI-Effektes wird die Differenz zwischen dem Barwert der Verbindlichkeit unter Anwendung des ursprünglichen Kreditrisikos zu Laufzeitbeginn und dem aktuellen Fair Value der Verbindlichkeit ermittelt.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wendet die Möglichkeit an, gewisse finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz in die FVPL-Kategorie zu designieren (Fair Value-Option), wenn eine solche Klassifizierung bilanzielle Inkongruenzen (accounting mismatch) beseitigt oder signifikant verringert, die zwischen ansonsten zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten, die mit diesen Verbindlichkeiten in Beziehung stehen, entstehen würden. Finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair Value-Option werden in der Bilanz in ihrer ursprünglichen Bilanzposition ausgewiesen.
Außerdem werden derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert bewertet, welche somit ebenfalls als FVPL kategorisiert sind. Die Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.
b) Derivate / Hedge Accounting
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet Derivate ausschließlich zur Absicherung von Marktrisiken. In der Regel steht jedem Derivat ein abzusicherndes Grundgeschäft gegenüber. In wenigen Ausnahmefällen werden Derivate ohne Grundgeschäft, sogenannte Makro Hedges, zur Bilanzstruktursteuerung abgeschlossen. Diese sichern die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft gegen extreme Zinsbewegungen ab.
Die Marktwerte der abgeschlossenen Derivate werden regelmäßig mit den Marktwerten der Gegenpartei überprüft. Für jeden Geschäftspartner, mit dem ein Derivatgeschäft abgeschlossen wird, muss eine entsprechende Kreditlinie vorhanden sein, die die Bonität des Kreditnehmers und die angestrebten Geschäfte berücksichtigt. Im Interbankenbereich wurden Collateral-Vereinbarungen mit allen wichtigen Geschäftspartnern abgeschlossen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft betreibt Fair Value Hedging, welches gemäß IFRS 9 bilanziert wird. Die Fair Value-Änderung von derivativen Finanzinstrumenten wird in der Konzernerfolgsrechnung im Finanzergebnis dargestellt. Die Fair Value-Änderung des Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet wird, wird ebenfalls im Finanzergebnis erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden in den Bilanzpositionen Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften und Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften ausgewiesen.
Aus fix verzinsten verbrieften Verbindlichkeiten entstehen in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Fair Value Risiken. Risikomanagementziel und -strategie ist es, dieses Fair Value Risiko zu begrenzen. Dazu werden gemäß den Risikomanagementvorgaben Zinsswaps mit externen Banken abgeschlossen. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft designiert Sicherungsbeziehungen zwischen fix verzinsten Verbindlichkeiten als Grundgeschäfte und derivativen Finanzinstrumenten als Sicherungsinstrumente. Die derivativen Finanzinstrumente dienen zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken. Das abzusichernde Risiko ist das durch die fix verzinsten verbrieften Verbindlichkeiten induzierte Fair Value Risiko. Der Credit Spread ist nicht Teil der Sicherungsbeziehung. Aktuell werden nur sogenannte Mikro Hedges, welche 1:1 gegenläufig sind, dem Hedge Accounting zugeordnet. Es werden Receiver-Zinsswaps und Receiver-Zinswährungsswaps als Sicherungsinstrumente für fix verzinste Verbindlichkeiten eingesetzt.
Zu Beginn der Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wird diese formal festgelegt und dokumentiert. Es wird beabsichtigt, die Sicherungsbeziehung mit den Grundgeschäften ab dem Abschlusszeitpunkt des Derivats zu bilden und diese Absicht bis zum Auslaufen des Derivats durchzuhalten. Die Messung der Effektivität erfolgt prospektiv und somit lediglich nach dem Critical Terms Match, da die wesentlichen Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, welches einer Hedge Ratio von 1 entspricht. Somit kann von einer sehr hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ausgegangen werden. Trotz übereinstimmender Parameter zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft können aufgrund Bewertungsinkongruenzen vor allem aus der variablen Seite des Sicherungsgeschäfts marginale Effekte entstehen. Die Grundgeschäfte sind in den Bilanzpositionen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Verbriefte Verbindlichkeiten enthalten.
c) Ausbuchung von Finanzinstrumenten und Behandlung vertraglicher Modifikation
Im Rahmen des laufenden Kreditgeschäfts kann es zu Neuverhandlungen oder Änderungen vertraglicher Bedingungen kommen, die sich auf die vertraglichen Zahlungen auswirken. Bei jeder Vertragsänderung wird anhand eines vordefinierten Kriterienkataloges geprüft, ob und um welche Art von Modifikation es sich handelt.
Vertragsanpassungen, die zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führen:
Die quantitative Beurteilung, ob eine Vertragsänderung substanziell ist oder nicht, erfolgt auf Basis eines Barwerttestes, indem die Barwerte der ursprünglich vereinbarten Zahlungsströme mit den neu vereinbarten verglichen werden. Die Berechnung des Barwertes erfolgt dabei auf Basis des ursprünglich vereinbarten Effektivzinssatzes. Eine substanzielle Modifikation liegt in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ab einer Barwertdifferenz von mehr als 10,0 % vor.
Zusätzlich führen folgende qualitative Änderungen der Vertragsbedingungen zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zur Einbuchung des neuen Vermögenswertes zum Fair Value:
Änderung vertraglicher SPPI-Kriterien, die zu einer geänderten Bewertung führen
Finanzierung wird nachrangig gestellt
Kreditnehmerwechsel bzw. Entlassung
Der Fair Value entspricht dabei dem offenen Saldo, da die vertraglichen Anpassungen immer zu marktkonformen Konditionen erfolgen. Die Ausbuchung noch nicht amortisierter Transaktionskosten führt zu einem Abgangsergebnis, welches im Zinsüberschuss ausgewiesen wird.
Wird ein Vermögenswert aufgrund von wesentlichen Vertragsanpassungen aus- und eingebucht, erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Neuklassifizierung sowie eine Neubestimmung der Kreditqualität und somit eine Zuordnung in Stage 1. Ist der Vermögenswert zum Zeitpunkt der Ausbuchung jedoch ausgefallen, wird dieser als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired, „POCI“) eingestuft, ausgenommen der Kredit ist mangels SPPI-Konformität mit dem Fair Value zu bewerten.
Vertragsanpassungen, die nicht zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führen:
Bei nicht substanziellen Modifikationen erfolgen eine Anpassung des Bruttobuchwertes und die erfolgswirksame Erfassung eines Modifikationsgewinnes oder -verlustes im Zinsüberschuss. Der neue Buchwert entspricht dabei dem Barwert der neu
verhandelten oder geänderten Cashflows, abgezinst zum ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Die Höhe der Buchwertanpassung bzw. des Modifikationsergebnisses ergibt sich aus der Gegenüberstellung des aktuellen Buchwertes mit dem neu berechneten. Angefallene Kosten oder Gebühren führen zu einer Anpassung des Buchwertes des geänderten finanziellen Vermögenswertes und werden über die Restlaufzeit amortisiert.
d) SPPI-Beurteilung
Es wurden nicht-SPPI-schädliche Standardprodukte und Standardverträge bzw. Klauseln definiert. Für Individualverträge bzw. Vereinbarung einer SPPI-schädlichen Zinsvereinbarung ist eine gesonderte Prüfung und eine andere Bewilligungszuständigkeit vorgesehen.
Ein Großteil der Verträge im geförderten Wohnbau enthält vom Landesgesetzgeber Oberösterreich vorgegebene Zinssatzvereinbarungen, die allesamt in der AC-Kategorie fortgeführt werden. Lediglich Kredite und Darlehen mit einer Zinssatzvereinbarung auf UDRB-Basis wurden als nicht-SPPI-konform eingestuft.
e) Beurteilung der Geschäftsmodelle
Die Klassifikation basiert auf den festgelegten Geschäftsmodellen, in deren Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden. Ausgehend von der bestehenden Segmentberichterstattung wurden gemäß der strategischen Ausrichtung, der Ertragsverantwortung und -steuerung sowie der Risikoüberwachung und -steuerung die Portfolios definiert und die Geschäftsmodelle festgelegt. 2025 kam es wie in den Vorjahren zu keiner Änderung der Geschäftsmodelle.
Die Segmente „Retail und Wohnbau“ sowie „Großkunden“ bilden im Wesentlichen das Kreditgeschäft der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ab und verfolgen als Portfolios das Geschäftsmodell „Halten“. Ziel ist, die vertraglichen Zahlungsströme bis zum Ende der Laufzeit zu vereinnahmen (Solely Payments of Principal and Interest, „SPPI“).
Im Segment „Financial Markets“, unter dem im Wesentlichen die Wertpapiereigenbestände sowie Geldmarktgeschäfte subsumiert sind, werden die Portfolios und Geschäftsmodelle gemäß Verwendung und Ziel definiert. Das Portfolio „Treasury Veranlagung“ mit dem Geschäftsmodell „Halten“ hat das Ziel, die vertraglichen Zahlungsströme bis zum Ende der Laufzeit zu vereinnahmen. Das Portfolio „Liquidität Ausgleich“ dient zur Aussteuerung der Liquidität und verfolgt als Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“. Es kam bei keinem Finanzinstrument zu einer Änderung des Geschäftsmodells.
Ziel des Portfolios „Kleines Handelsbuch“ ist die Erwirtschaftung von Erträgen durch Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten und verfolgt naturgemäß das Geschäftsmodell „Verkaufen“. Dieses Portfolio wird nur in sehr eingeschränktem Ausmaß genutzt und wird erfolgswirksam zum FVPL bewertet. Es besteht zum 31. Dezember 2025 ein Volumen in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Sowohl in den Kredit- als auch Wertpapierbeständen, welche die Kriterien für eine AC- oder FVOCI-Bewertung erfüllen, wird im Fall ergänzender Derivate zur Vermeidung von Bewertungsinkonsistenzen die sogenannte Fair Value-Option gezogen. Dies führt zu einer erfolgswirksamen FVPL-Bewertung. Verkäufe als Folge einer Erhöhung des Ausfallrisikos nahe des Fälligkeitstermins des Finanzinstruments sowie seltene Verkäufe aufgrund nicht wiederkehrender Ereignisse wie regulatorischer bzw. steuerlicher Änderungen oder Aufgabe eines Teilportfolios, sogenannte unschädliche Verkäufe, werden nicht im Widerspruch mit dem Geschäftsmodell „Halten“ gesehen.
Überblick der Portfolios und Geschäftsmodelle der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
Segment
Portfolio
Geschäftsmodell
Großkunden
Großkunden
Halten
Retail und Wohnbau
Retail und Wohnbau
Halten
Financial Markets
Treasury Veranlagung
Liquidität Ausgleich
Kleines Handelsbuch
Halten
Halten und Verkaufen
Verkaufen
(7) Eingebettete Derivate
Unter eingebetteten Derivaten sind Derivate zu verstehen, die Bestandteil eines originären Finanzinstrumentes und mit diesem verbunden sind. Die Trennung der originären Finanzinstrumente ist nur auf der Passivseite möglich. Sie werden vom originären Finanzinstrument getrennt und separat wie ein freistehendes Derivat zum Marktwert (Fair Value) bilanziert und bewertet, wenn die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit denen des Trägerkontraktes verbunden sind. Bewertungsänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bilanzierung und Bewertung
des Trägerkontraktes folgen hingegen den Vorschriften der einschlägigen Kategorie des Finanzinstrumentes. Eine weitere Möglichkeit ist die Bilanzierung des gesamten Vertrages zum Fair Value. Sind die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivates jedoch eng mit denen des Trägerkontraktes verbunden, wird das eingebettete Derivat nicht abgetrennt und das hybride Finanzinstrument nach den allgemeinen Vorschriften bewertet. In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft sind die eingebetteten Derivate in der Regel immer eng mit dem Trägerkontrakt verbunden.
(8) Währungsumrechnung
Nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtag mit marktgerechten Kassakursen in Euro umgerechnet.
(9) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Eine Aufrechnung erfolgt gemäß IAS 32.42 nur insoweit, als ein durchsetzbares Recht darauf besteht und die Aufrechnung dem tatsächlich erwarteten Ablauf des Geschäftes entspricht.
(10) Risikovorsorgen
Die Regelungen zur Wertminderung werden auf
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte,
als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und
außerbilanzielle Verpflichtungen wie Kreditzusagen und Finanzgarantien sowie Leasingforderungen angewendet.
Stufenweiser Ansatz zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle
Das Wertminderungsmodell, ein Modell der erwarteten Verluste (Expected Credit Loss Model), sieht tendenziell eine frühe Bestimmung und Vorsorge für mögliche Verluste vor. Im Fokus stehen drei Stages, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen:
Stage 1 umfasst dabei alle neuen Finanzinstrumente sowie jene Positionen, für die seit Zugang des Finanzinstrumentes keine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität stattgefunden hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes.
In Stage 2 werden all jene Finanzinstrumente transferiert, für die eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang stattgefunden hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des über die gesamte Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über die Restlaufzeit des Finanzinstruments) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung erfolgt ebenfalls auf Basis des Bruttobuchwertes.
Stage 3 beinhaltet schließlich alle ausgefallenen Finanzinstrumente. Für diese Positionen wird ebenfalls eine Risikovorsorge in Höhe des über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verlustes gebildet. Die Zinsvereinnahmung erfolgt auf Basis des Nettobuchwertes.
Für finanzielle Vermögenswerte, die bereits bei ihrem erstmaligen Ansatz in der Bilanz wertgemindert sind (Purchased or Originated Credit Impaired, „POCI“), wird das Drei-Stufen-Modell nicht angewendet. Sie werden von Beginn an in Stage 3 erfasst.
Positionen des Wertpapiereigenbestandes bilden nach Maßgabe der Bonität, des impliziten Credit-Spreads oder der Abweichung von Tageskurs zu Einstandskurs den Umfang für den regelmäßigen Frühwarntest. Diese Positionen werden einer internen Analyse unterzogen und im Bedarfsfall als impaired assets behandelt.
Für die Beteiligungen erfolgt eine interne Analyse auf Basis von Unternehmenswertgutachten, Jahresabschlüssen und Börsekursen. Anhand dessen sowie bei objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden die Beteiligungen im Bedarfsfall als impaired assets behandelt.
Die Verlusterfassung des gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlustes muss für Instrumente vorgenommen werden, deren Ausfallrisiko sich seit Zugang signifikant erhöht hat. Dasselbe gilt unabhängig von einer Erhöhung des Ausfallrisikos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktive Vertragsposten, welche keine signifikante Finanzierungskomponente gemäß IFRS 15 begründen. Außerdem kann ein Unternehmen ein Bilanzierungswahlrecht ausüben, für alle aktiven Vertragsposten und/oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche ein Finanzierungsverhältnis gemäß IFRS 15 begründen, stets den gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlust zu erfassen. Dasselbe Wahlrecht besteht auch für Leasingforderungen. Im Konzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wird dieses Wahlrecht nicht ausgeübt. Für alle anderen Finanzinstrumente werden die erwarteten Verluste in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlustes erfasst.
Makroökonomische Parameter und Portfolios
Es werden vier Portfolios verwendet: Retail, Kommerz, Institute, Sovereigns. Für die Schätzung der erwarteten Kreditverluste werden für das Retail-Portfolio im Wesentlichen die OECD-Prognosen für die Arbeitslosigkeit, die Bruttoanlageinvestitionen und die Inflation verwendet. Für das Institute-Portfolio werden Bruttoinlandsprodukt (BIP), Bruttoanlageinvestitionen sowie die Arbeitslosigkeit (jeweils OECD-Prognosen) verwendet. Im Sovereigns-Portfolio fließt die Inflationsrate (OECD-Prognose) ein, in das Kommerz-Portfolio BIP, Inflation sowie die Yield-Structure.
Grundsätzlich fließen für alle Portfolios die Prognosen für die nächsten drei Jahre ein. Für den Zeitraum danach wird Richtung TTC-PD (Through-the-Cycle Probability of Default) konvergiert.
Die Zuordnung zu den Teilportfolios erfolgt im Wesentlichen aufgrund der Forderungsklasse sowie der Kostenstelle.
ESG-Risiken: Zum einen werden physische Risiken in der Besicherungsnote berücksichtigt, zum anderen fließen transitorische Risiken in die Bonitätsbeurteilung ein. Daher werden derzeit ESG-Risiken in der Impairment-Berechnung nicht direkt modelliert, um eine doppelte Berücksichtigung zu vermeiden. Der Vorgang wird laufend evaluiert.
Per 31. Dezember 2025 wird auf die aktuellsten OECD-Prognosewerte der verwendeten makroökonomischen Faktoren zurückgegriffen.
Kollektiver Stagetransfer
Gemäß IFRS 9.B5.5.1 kann es erforderlich sein, die Beurteilung signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos auf kollektiver Basis vorzunehmen und zu diesem Zweck Informationen, die auf signifikante Erhöhungen des Ausfallrisikos einer Gruppe oder Untergruppe von Finanzinstrumenten hindeuten, zu berücksichtigen. IFRS 9.B5.5.5 sieht zu diesem Zweck die Zusammenfassung von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften vor.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat auf dieser Grundlage geprüft, ob Änderungen bei der Gruppierung von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften erforderlich sind.
Im Hinblick auf die Unsicherheiten zur US-Zollthematik wurde im ersten Halbjahr 2025 beschlossen, einen kollektiven Stagetransfer von Stage 1 in Stage 2 für ein Finanzierungsvolumen von TEUR 116.952 für die betroffenen Branchen vorzunehmen. Dieser wurde infolge der Berücksichtigung in den BIP-Prognosen als wesentlicher Parameter des Impairmentmodells zur Gänze per 31. Dezember 2025 wieder aufgelöst.
Kriterien für eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos
Mit Ausnahme finanzieller Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisen, wird die Verlusterfassung für Finanzinstrumente in Höhe des Barwerts des über die Restlaufzeit erwarteten Verlusts vorgenommen, wenn das Ausfallrisiko des Instruments sich seit Zugang signifikant erhöht hat.
Die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, beruht auf einem Anstieg der Ausfallwahrscheinlichkeit seit Zugang. Die Regelungen beinhalten außerdem die widerlegbare Vermutung, dass sich das Ausfallrisiko seit dem Zugang des Instruments signifikant erhöht hat, wenn vertragliche Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind.
In den Regelungen von IFRS 9 ist vorgesehen, dass eine Rückkehr zum erwarteten 12-Monats-Verlust erfolgt, wenn sich das Ausfallrisiko seit Zugang des Instruments zunächst signifikant erhöht, die Erhöhung sich in späteren Perioden jedoch wieder umkehrt (das heißt, wenn aus kumulativer Sicht das Ausfallrisiko nicht signifikant höher ist als bei Zugang).
Transferkriterien zum Stageübergang
Zur Bestimmung der Verschlechterung der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem damit verbundenen Transfer von Stage 1 in Stage 2 werden in der Regel drei Komponenten betrachtet: ein quantitatives Kriterium, ein qualitatives Kriterium und ein Backstop-Kriterium.
Für jedes Finanzinstrument werden die Kriterien nacheinander überprüft. Schlägt ein Kriterium an, erfolgt beim quantitativen Kriterium ein Transfer des Finanzinstruments in Stage 2, beim Backstop-Kriterium erfolgt der Transfer aller Finanzinstrumente des Kunden in Stage 2.
Wesentliche Ratingevents führen zu einer umgehenden Rating-Evaluierung gemäß der internen Ratingmodelle. Da in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft die durch IFRS 9 verlangten Kriterien gut durch die Ratingsysteme
abgedeckt sind, entfällt die Überprüfung der qualitativen Verschlechterung und die Transferlogik beruht nur auf dem quantitativen Kriterium sowie dem Backstop-Kriterium.
Das quantitative Kriterium gilt als der primäre Indikator, ob eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat. Es umfasst die Bestimmung der Verschlechterung des Kreditrisikos auf Basis einer relativen und einer absoluten Schranke. Es wird die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zugangszeitpunkt mit der PD (Probability of Default) zum Reporting-Stichtag verglichen. Da IFRS 9 erwartet, dass in den PDs zukunftsorientierte Information enthalten ist, wird der Vergleich auf Basis der kumulierten Lebensdauer-PDs für die restliche Laufzeit der Geschäfte durchgeführt.
Zur Abbildung der Erwartung der kumulierten PD der Restlaufzeit des Finanzinstruments wird die kumulierte Forward-Lebensdauer-PD des Zugangszeitpunktes verwendet. Diese wird dann mit der kumulierten PD zum Reporting-Stichtag verglichen.
Diese PDs bilden die Grundlage für den Vergleich, ob eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat, wobei der Vergleich für jedes Finanzinstrument einzeln durchgeführt wird und sowohl die relative als auch die absolute Änderung der Lebensdauer-PD eine Rolle spielt.
Im relativen Kriterium wird das Verhältnis der erwarteten kumulierten PD zum Zugangszeitpunkt mit der aktuellen kumulierten PD verglichen, welche zum Reporting-Stichtag beobachtet wird. Wenn dieses Verhältnis einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, bedeutet das, dass sich die PD dieses Finanzinstruments aufgrund des relativen Vergleichs signifikant seit Zugang erhöht hat. Dieser Schwellenwert für das relative Kriterium wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 200,0 % angesetzt, was einer Verdoppelung der PD seit Zugang entspricht.
Zusätzlich zum relativen PD-Vergleich wird auch die absolute Änderung der PD kontrolliert. Die Messung basiert auf denselben kumulierten Lebensdauer-PDs wie im relativen Kriterium, wobei für den absoluten Vergleich die Differenz der PDs gemessen wird. Da im absoluten Kriterium die Differenz gemessen wird, werden die kumulierten Lebensdauer-PDs durch Division mit der Restlaufzeit auf Jahresebene heruntergebrochen. Diese Anpassung ist notwendig, um den Vergleich unabhängig von der Lebensdauer eines Finanzinstruments durchführen zu können.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat sich entschlossen, die „low credit risk exemption“ nicht anzuwenden und stattdessen eine absolute Schranke zu verwenden, durch die es möglich ist, auch im Investment-Grade-Bereich in Stage 2 zu migrieren. Die Schwelle für die absolute Verschlechterung der PD wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 0,5 % von der Ursprungs-PD festgelegt (absolutes Kriterium). Hintergrund des absoluten Kriteriums ist, dass Veränderungen in Höhe von wenigen Basispunkten, die in den sehr guten Ratingklassen eine Verdoppelung der PD bedeuten können, nicht als signifikante Veränderung gesehen werden. Zur Bestimmung, ob für ein Finanzinstrument eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang laut dem quantitativen Kriterium beobachtet werden konnte, muss eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität sowohl im relativen Kriterium als auch im absoluten Kriterium gemessen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet die 30-Tage-Überfälligkeits-Schranke (Backstop-Kriterium) als zusätzliche Indikation, dass eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat. Alle Finanzinstrumente eines Kunden, für den eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist, werden in Stage 2 transferiert. Ebenso werden auch alle Instrumente mit Forbearance-Maßnahmen in Stage 2 transferiert.
Für den Transfer von Stage 2 in Stage 3 wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft auf die allgemeingültige Definition des Ausfalls laut Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 („CRR“) zurückgegriffen, demgemäß folgende Risikopositionen als ausgefallen gelten:
Alle Risikopositionen, bei denen die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften ohne Sicherheitenverwertung vollständig begleichen wird und
alle Risikopositionen gegenüber der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, bei denen eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners mehr als 90 Tage überfällig ist. Die Wesentlichkeit einer überfälligen Verbindlichkeit wird anhand folgender Schwellenwerte beurteilt, welche sich aus einer absoluten und einer relativen Komponente zusammensetzen. Retail: absolut EUR 100 und relativ 1,0 %; Non-Retail: absolut EUR 500 und relativ 1,0 %.
In Stage 3 werden auch finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität ausgewiesen. Es wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten Forderungen unterschieden. Jene Kreditnehmer mit einem Obligo größer TEUR 500 gelten als signifikant. Die Höhe der Wertberichtigung wird mittels DCF-Schätzung ermittelt und ergibt sich aus der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Bei nicht signifikanten Forderungen kommt eine standardisierte Methode zum Einsatz.
Abschreibungsgrundsätze
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft schreibt einen finanziellen Vermögenswert in der Regel erst dann ab, sobald feststeht, dass keine Ansprüche auf die jeweiligen Cashflows aus dem Vermögenswert mehr bestehen, das heißt, wenn:
die Sicherheiten vollständig verwertet wurden bzw. nicht werthaltig sind und/oder
der unbedingte Verzicht/Teilverzicht auf die Forderungen ausgesprochen wurde und/oder
kein rechtlicher Anspruch auf Rückführung der Forderung mehr besteht.
Eine Abschreibung erfolgt zudem, wenn eine Forderung uneinbringlich ist und die Bank keine weiteren Maßnahmen ergreift, da der erwartete Erfolg die anfallenden Kosten nicht übersteigen würde. Unter Abschreibungen fallen sowohl direkte Abschreibungen als auch der Verbrauch einer Risikovorsorge. Im Zuge der Abschreibung werden der Bruttobuchwert des Vermögenswerts und der zugehörige Stand an Risikovorsorge gleichermaßen reduziert.
Finanzielle Vermögenswerte, die bereits abgeschrieben sind, aber noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen, werden weiter im Restrukturierungsmanagement betreut und evident gehalten.
Sollte eine abgeschriebene Forderung zu künftigen Eingängen führen, wird der resultierende Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Risikovorsorge erfasst.
Kann eine außergerichtliche Lösung für eine bestehende Forderung nicht erzielt oder umgesetzt werden, wird in Fällen evidenter Unwirtschaftlichkeit wie folgt differenziert: Kann ein Titel herbeigeführt werden, erfolgt eine Übergabe an einen Rechtsanwalt zur Erwirkung eines Titels und Setzung von Exekutionsmaßnahmen. Kann ein Titel nicht wirtschaftlich erlangt werden, wird die Forderung zum Dubioseninkasso gegeben oder – unter gewissen Umständen – ohne weitere Veranlassung abgeschrieben. Hierbei liegen insbesondere folgende Ursachen vor:
keine Zustellbarkeit, da kein Wohnsitz bekannt oder eruierbar
Kreditnehmer verstorben, keine weiteren Sicherheiten, Nachlass überschuldet
Es bestehen vergleichbare kostentreibende Verwertungserschwernisse, welche eine weitere Betreibung nicht mehr rechtfertigen.
(11) Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) und Wertpapierleihgeschäfte
Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart gleichzeitig, diese zu einem bestimmten Termin und einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die Vermögenswerte werden aus der Bilanz nicht ausgebucht, sondern nach den Regeln der jeweiligen Bilanzposition bewertet, da alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Pensionsgeber verbleiben. In Höhe der erhaltenen Liquidität wird eine Verbindlichkeit gebucht.
Wertpapierleihgeschäfte werden gemäß dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IFRS 9 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet.
Bei unechten Pensionsgeschäften besteht für den Pensionsgeber zwar die Verpflichtung, die Vermögenswerte zurückzunehmen, nicht jedoch das Recht, diese zurückzufordern. Der Pensionsnehmer allein entscheidet über die Rückübertragung. Bei einem Reverse-Repo-Geschäft werden Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs erworben. Die dabei entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen bilanziert und entsprechend bewertet.
Zinsaufwendungen aus Repo-Geschäften und Zinserträge aus Reverse-Repo-Geschäften werden linear über die Laufzeit abgegrenzt und im Zinsüberschuss ausgewiesen.
(12) Immaterielles Anlagevermögen
Der Posten Immaterielles Anlagevermögen umfasst ausschließlich erworbene Software und Lizenzrechte. Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, reduziert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer (zwischen sechs Monaten und zehn Jahren). Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.
Im Berichtsjahr hat die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft die Umstellung des Kernbanksystems auf SAP abgeschlossen. Mit einem der größten Projekte der Konzerngeschichte wurde die IT-Systemlandschaft nachhaltig modernisiert und ein wesentlicher Innovationsschritt gesetzt. Die neue Systemplattform ermöglicht eine höhere Prozessautomatisierung, eine verbesserte Datenqualität sowie eine erhöhte Systemstabilität und Skalierbarkeit. Darüber hinaus unterstützt sie eine effizientere Abwicklung bankgeschäftlicher Prozesse, stärkt die regulatorische Compliance und schafft eine zukunftsfähige Basis für die Weiterentwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Die im Zusammenhang mit der Systemumstellung angefallenen Aufwendungen wurden entsprechend den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften als immaterielle Vermögenswerte aktiviert oder periodenbezogen als Aufwand erfasst. Wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergaben sich im Berichtsjahr nicht.
(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Sachanlagen
Unter „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Finanzimmobilien)“ werden solche Immobilien ausgewiesen, die zur Vermietung und Verpachtung oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden, sowie die aktivierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 aus Finanzimmobilien. Falls die Immobilie teilweise selbst genutzt wird, werden die Teile getrennt bilanziert, wenn diese gesondert verkauft werden können. In Bau befindliche Liegenschaften mit demselben erwarteten Zweck wie Finanzimmobilien werden wie diese behandelt.
Finanzimmobilien und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer des Vermögenswertes.
Die Nutzungsdauer stellt sich wie folgt dar:
Nutzungsdauer
Jahre
Gebäude
33
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 – 33
Baumaßnahmen in angemieteten Geschäftslokalen
4 – 10
EDV-Hardware
3
Bei Wertminderungen wird gemäß IAS 36 auf den höheren der beiden Vergleichswerte (Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sowie Nutzungswert) abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt die Zuschreibung bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.
Für die in Level 3 eingestuften Finanzimmobilien werden branchenübliche Wertgutachten bzw. Barwertberechnungen erstellt. Die Gutachten werden von unabhängigen Gutachtern sowie durch allgemein beeidete gerichtlich zertifizierte Sachverständige erstellt. Der Marktwert wird je nach Verwendung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie mittels Ertragswert-, Sachwert- bzw. Vergleichswertverfahren ermittelt. Die wesentlichen Inputfaktoren stellen je nach zweckmäßig erachteter Bewertungsmethode die dem Objekt zurechenbaren Erträge und Aufwendungen, Zustand und Lage des Objektes, vergleichbare Vermögenswerte sowie Zinssätze dar.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte sind in der Bilanz entweder als passivischer Abgrenzungsposten darzustellen (Bruttomethode) oder bei Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abzusetzen (Nettomethode). Als Rechnungslegungsmethode wurde die Nettomethode gewählt.
(14) Leasingverhältnisse
Leasingnehmer
Beim Leasingnehmer sind gemäß IFRS 16 sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen. Die einzige Ausnahme bildet das Wahlrecht, kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte weiterhin in Höhe der laufenden Entgelte ergebniswirksam zu bilanzieren.
Der Ausweis der aktivierten Nutzungsrechte erfolgt in der Bilanz als Sachanlagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die Leasingverbindlichkeiten werden in den sonstigen Verbindlichkeiten dargestellt.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verzichtet gemäß den Erleichterungsbestimmungen des IFRS 16 bei Leasingverhältnissen mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten und bei Leasingverträgen, denen ein
Vermögenswert von geringem Wert (Neuwert < TEUR 5) zugrunde liegt, auf einen Ansatz. Für diese Leasingverhältnisse werden weiterhin die laufenden Entgeltzahlungen im Rahmen der Verwaltungsaufwendungen dargestellt.
Leasinggeber
Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke zwischen Finanzierungs­ und Operating­Leasingvereinbarungen. Dabei werden Leasingverhältnisse nach der Verteilung der wirtschaftlichen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer beurteilt. Es werden branchenübliche Standards über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Risikominimierung angewandt.
Finanzierungsleasing:
Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber unter den Forderungen an Kunden mit dem Nettoinvestitionswert (Barwert) ausgewiesen und entsprechende Risikovorsorgen dazu gebildet. Zinserträge werden auf Basis einer gleichbleibenden periodischen Rendite, deren Berechnung der noch ausstehende Nettoinvestitionswert zugrunde gelegt ist, vereinnahmt.
Operating-Leasing:
Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber unter Sachanlagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausgewiesen und nach den dort beschriebenen Grundsätzen bewertet. Die Leasingerlöse werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
(15) Ertragsteuern
Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden mit den aktuell gültigen Steuersätzen berechnet, in deren Höhe die Erstattung sowie die Zahlung gegenüber den jeweiligen Finanzbehörden geleistet werden. Der Ansatz und die Bewertung von latenten Steuern erfolgen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode. Die Ermittlung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem voraussichtlich anfallenden Besteuerungszeitraum angewendet werden. Die bilanzierten Steueransprüche und -verbindlichkeiten berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekte (temporäre Differenzen). Es handelt sich hierbei um eine vorläufige Berechnung der Steueransprüche und -verbindlichkeiten.
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn ausreichend passive latente Steuern in der gleichen Steuereinheit bestehen oder es hinreichend wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Dies gilt auch für den Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Latente Steuern werden nicht abgezinst.
Ergebnisabhängige tatsächliche Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Die Effekte aus der Bildung oder Auflösung latenter Steuern sind ebenfalls in diesem Posten enthalten, es sei denn, sie beziehen sich auf ergebnisneutral bewertete Posten. In diesem Fall erfolgt deren Bildung bzw. Auflösung ergebnisneutral im Sonstigen Konzernergebnis.
Eine Überprüfung der Auswirkungen der sogenannten „Säule-2-Regeln“ zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung hat ergeben, dass die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft weder direkt noch indirekt durch die OÖ Landesholding GmbH als Mutterunternehmen in den Anwendungsbereich des Mindestbesteuerungsgesetzes fällt, weshalb keine weiteren Informationen angegeben werden müssen.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist Gruppenmitglied der Gruppenträger-Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 KStG zwischen der OÖ Landesholding GmbH und der Hypo Holding GmbH. Das steuerliche Ergebnis eines jeden Gruppenmitgliedes wird entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen nach Maßgabe des § 9 KStG von Stufe zu Stufe an das jeweils unmittelbar bzw. maßgeblich übergeordnete Gruppenmitglied – ist dies der Gruppenträger, dann an den Gruppenträger – bis zum Gruppenträger weitergeleitet. Der konsolidierte Betrag des tatsächlichen und latenten Steueraufwandes wird mittels Belastungsmethode („Standalone“-Methode) auf die Gruppenmitglieder aufgeteilt. Das Steuerumlagen-Verrechnungskonto gegenüber der Beteiligungsgemeinschaft weist zum 31. Dezember 2025 eine Verbindlichkeit mit einem Saldo von TEUR 1.255 (2024: eine Forderung in Höhe von TEUR 943) aus.
(16) Rückstellungen
Die Rückstellungen für das Sozialkapital beinhalten die Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder, Pensionen inklusive Zuschüsse zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen und Berufs­ und Dienstunfähigkeitsrisiko. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren gebildet.
In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft haben 2 (2024: 2) aktive Dienstnehmer:innen und 16 (2024: 16) Pensionist:innen und Hinterbliebene Anspruch auf eine leistungsorientierte Bankpension. Für alle übrigen aktiven Dienstnehmer:innen, mit Ausnahme einiger Mitarbeiter:innen mit Sonder- oder Geschäftsführervertrag, wurde ein beitragsorientierter Pensionskassenvertrag bzw. eine betriebliche Kollektivversicherung abgeschlossen.
Nach Verstreichen des Abfertigungszeitraums nach erfolgter Pensionierung erhalten die Begünstigten einen Versicherungszuschuss in Höhe von 50,0 % der Versicherungsprämie zur privaten Gruppenkrankenversicherung.
Das österreichische Arbeitsrecht sieht bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigungszahlung an Dienstnehmer:innen vor. Dazu zählt auch die Beendigung des Dienstverhältnisses infolge des Pensionsantritts. Dieser Abfertigungsanspruch gilt für alle Mitarbeiter:innen, die vor dem 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs beträgt in Abhängigkeit der Dauer der Dienstzugehörigkeit maximal ein Jahresgehalt. Für diese Ansprüche hat der Bankkonzern eine Abfertigungsrückstellung gemäß IAS 19 gebildet. Für alle Beschäftigten, die nach dem 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind, ist diese Regelung nicht maßgeblich. Für diese Mitarbeiter:innen werden monatliche Beiträge in eine Abfertigungskasse einbezahlt. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Ansprüche der Angestellten.
Jenen Dienstnehmern, für die der § 12 (1) der Betriebsvereinbarung 2 bzw. § 15 (1) der Betriebsvereinbarung 1 gilt, stehen nach 25­jähriger bzw. 35­jähriger Dienstzugehörigkeit 1,5 bzw. 2,5 Monatsgehälter an Jubiläumsgeld zu.
Dem Sozialkapital steht kein besonderes Vermögen oder Funding gegenüber. Die Ergebnisse aus Dotation bzw. Auflösung der Rückstellungen werden direkt im Verwaltungsaufwand dargestellt.
Die leistungsorientierten Versorgungspläne sollen die versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsrisiken, Kostentrends oder demografische Risiken wie Sterbewahrscheinlichkeit und Arbeitnehmerfluktuation sowie Anlage­ und Marktrisiken abdecken. Die Berechnung der Barwerte des Sozialkapitals erfolgte unter versicherungsmathematischen Annahmen:
Rechnungszinsfuß 4,0 % (2024: 3,5 %)
Jährliche Steigerungen der maßgeblichen Bemessungsgrundlagen in der Anwartschaftsphase bei den Rückstellungen für Pensionen 4,0 % (2024: 4,0 %) bei den Zuschüssen zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen 2,5 % (2024: 15,0 % im ersten Jahr und 2,5 % in den Folgejahren) und bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 4,0 % (2024: 4,0 %)
Jährliche Valorisierungen der laufenden Pensionszahlungen 2,5 % (2024: 2,5 %) bzw. der laufenden Leistungen zu den Zuschüssen zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen 2,5 % (2024: 15,0 % im ersten Jahr und im Folgejahr 2,5 %) bei der Rückstellung für Pensionen
Bei allen aktiven Dienstnehmern wurde das frühestmögliche Pensionsantrittsalter unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Bestimmungen und Übergangsregelungen herangezogen.
Sterbetafeln für Angestellte: Pensionstafeln „AVÖ 2018­P: Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“
Die Festlegung des Rechnungszinsfußes erfolgte auf Basis der Zinsbandbreite für eine Laufzeit von zehn Jahren. IAS 19 verlangt die Anwendung von stichtagsaktuellen Zinssätzen, die aus laufzeitadäquaten, erstrangigen Unternehmensanleihen abgeleitet werden. Als erstrangig werden Anleihen angesehen, die bei S&P Global Ratings mit AA bzw. bei Moody’s mit Aa2 oder besser bewertet werden. Da in der Eurozone kein liquider Markt für erstrangige Anleihen mit sehr langen Laufzeiten vorliegt, werden die Zinssätze für lange Laufzeiten durch Extrapolation der aktuellen Marktzinssätze entlang der Zinsstrukturkurve geschätzt.
Neben den Invalidisierungsraten, Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses basierend auf internen Statistiken zu dienstzeitabhängigen Fluktuationsraten angesetzt.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Anpassung versicherungsmathematischer Annahmen werden im Sonstigen Konzernergebnis in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Die für beitragsorientierte Pläne vereinbarten Zahlungen an eine Pensionskasse bzw. an eine betriebliche Kollektivversicherung werden laufend als Aufwand erfasst – darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.
Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Bei wesentlichen Zinseffekten werden die Rückstellungen abgezinst und mit ihrem Barwert angesetzt.
(17) Treuhandgeschäfte
Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Provisionsergebnis enthalten. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft vergibt in ihrer Funktion als Treuhänderin für den ERP-Fonds – gegründet aus den Mitteln der US-Marshallplan-Hilfe und mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) in einer Personalunion verbunden – sogenannte aws erp-Kredite an Unternehmen. Es handelt sich hierbei um zinsgünstige Investitionskredite mit langer Laufzeit mit dem Ziel, die Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen zu fördern.
(18) Eventualverbindlichkeiten – Kreditrisiken
Eventualverbindlichkeiten sind Verträge, bei denen der Garantiegeber verpflichtet ist, an den Garantienehmer auf dessen Aufforderung bestimmte Zahlungen zu leisten. Eventualverbindlichkeiten werden erfasst, sobald der Garantiegeber Vertragspartei wird, das heißt, zum Zeitpunkt der Ausstellung der Garantie.
Bei Kreditrisiken handelt es sich um rechtlich bindende Verpflichtungen seitens des Kreditgebers, an den Kreditnehmer einen Kredit zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen Promessen, aber auch noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen.
Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung
(19) Zinsüberschuss
Die Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt und erfasst. Dabei werden Erträge, die überwiegend ein Entgelt für die Kapitalnutzung darstellen (meist zinsähnliche Berechnung nach Zeitablauf oder Höhe der Forderung), den zinsähnlichen Erträgen zugerechnet. Ergänzend werden Erträge aus Beteiligungen in den laufenden Erträgen berücksichtigt. Der Ausweis der Zinsaufwendungen erfolgt analog zu den Zinserträgen. In den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften wurden im Vorjahr Erträge aus der vollständigen Auflösung von drohenden Verlusten bezüglich negativem Euribor (Negativzinsen) in Höhe von TEUR 3.194 berücksichtigt, da es keine drohenden Verluste mehr daraus gibt.
in TEUR
2025
2024
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit Kreditinstituten
16.285
37.781
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit Kunden
228.137
287.675
Finanzanlagen
14.038
13.593
designierten Wertpapieren
4.119
3.504
Verbindlichkeiten
254
256
Laufende Erträge aus
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
2.006
2.212
sonstigen Beteiligungen
3.287
3.204
SPPI-schädlichen Wertpapieren
1.740
1.776
Gewinne aus Modifikationen
36
52
Sonstige zinsähnliche Erträge
88
185
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt
269.990
350.237
hievon AC
245.217
323.166
hievon FVOCI
7.633
6.182
hievon FVPL zwingend
4.667
8.246
hievon FVPL designiert
12.348
12.405
Zinsaufwendungen für
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
–11.578
–36.205
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
–39.946
–67.232
Verbriefte Verbindlichkeiten
–123.431
–120.162
Nachrangkapital
–1.887
–2.447
derivative Finanzinstrumente*)
6.729
–20.189
Vermögenswerte
–68
–62
Verluste aus Modifikationen
–32
–1.324
Sonstige zinsähnliche Aufwendungen
–421
–788
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt
–170.633
–248.410
hievon AC
–121.396
–179.683
hievon FVOCI
0
–47
hievon FVPL zwingend
10.785
–4
hievon FVPL designiert
–59.569
–66.565
Zinsüberschuss
99.358
101.827
*) stammen aus folgenden Positionen zur wirtschaftlichen Zinsenabsicherung:
für Zinsaufwendungen
6.704
–24.958
für Zinserträge
25
4.769
für offene Zinsbänder
0
0
Für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, beläuft sich der gesamte Zinsertrag auf TEUR 252.939 (2024: TEUR 329.533) und der gesamte Zinsaufwand auf TEUR –121.816 (2024: TEUR –180.517). Die Zinsaufwendungen nach der Effektivzinsmethode betragen TEUR –121.396 (2024: TEUR –179.729).
(20) Risikovorsorge
in TEUR
2025
2024
Erfolgswirksame Änderungen der Risikovorsorge
–21.477
–31.780
Direktabschreibungen
–95
–162
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen
208
79
Gesamt
–21.364
–31.863
Hinsichtlich weiterer Details zur Risikovorsorge wird auf die Angaben unter Note (36) verwiesen.
Sensitivitätsanalysen
Die quantitative Komponente bei der Stage-Ermittlung besteht aus einem relativen und einem absoluten Schwellenwert. Die gewählten Schranken für eine Verschlechterung der PD betragen in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft absolut 0,5 % und relativ 200,0 % von der Ursprungs-PD.
Bei gewählten Schranken von 0,4 % bzw. 150,0 % würde sich der Impairmentbedarf in Stage 2 um ca. TEUR 700 (2024: TEUR 180) erhöhen, bei Schranken von 0,25 % bzw. 100,0 % um ca. TEUR 2.500 (2024: TEUR 730). Umgekehrt würde sich der Impairmentbedarf in Stage 2 bei gewählten Schranken von 0,6 % bzw. 250,0 % um ca. TEUR 900 (2024: TEUR 130) reduzieren, bei Schranken von 0,75 % und 300,0 % um ca. TEUR 1.100 (2024: TEUR 590).
Bei einer generellen Erhöhung der LGD-Werte im Lebendbereich um 10,0 % würde sich der Impairmentbedarf um ca. TEUR 1.300 (2024: TEUR 650) erhöhen, bei einer Erhöhung um 20,0 % um ca. TEUR 2.600 (2024: TEUR 1.300). Bei einer generellen Erhöhung der PD-Werte im Lebendbereich um 50,0 % würde sich unter Berücksichtigung von zusätzlichen Transfers von Stage 1 nach Stage 2 der Impairmentbedarf in Stage 1 um ca. TEUR 500 (2024: TEUR 500) erhöhen, jener in Stage 2 um TEUR 9.160 (2024: TEUR 3.000).
Szenarien
Es werden drei makroökonomische Szenarien verwendet: ein optimistisches, ein pessimistisches und ein Basisszenario. Das optimistische und pessimistische Szenario wird mit jeweils 20,0 %, das Basisszenario mit 60,0 % gewichtet. Aufgrund der Tatsache, dass das Risiko eines deutlicheren Abwärtsszenarios gering ist und die Prognosen stabil sind, werden das optimistische und pessimistische Szenario gleich gewichtet.
(21) Provisionsüberschuss
Unter dem Provisionsüberschuss sind die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zuzuordnende Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen.
in TEUR 2025
Großkunden
Retail und
Wohnbau
Financial
Markets
Sonstige
Gesamt
Provisionserträge
4.233
15.810
7.981
4.032
32.057
aus dem Zahlungsverkehr
2.188
4.252
0*)
946
7.385
aus dem Kreditgeschäft
936
1.860
0
2.968
5.765
aus dem Wertpapiergeschäft
1.038
8.891
7.981
9
17.918
aus dem Devisen-/Valutengeschäft
45
54
0
99
199
aus den Sonstigen Dienstleistungen
26
754
0
10
790
Provisionsaufwendungen
–179
–317
–7.533
–4.442
–12.470
aus dem Zahlungsverkehr
–1
–40
–55
–310
–405
aus dem Kreditgeschäft
–66
0
0
–3.409
–3.475
aus dem Wertpapiergeschäft
–112
–277
–7.478
–71
–7.938
aus dem Devisen-/Valutengeschäft
0
0
0
0*)
0*)
aus den Sonstigen Dienstleistungen
0
0
0
–652
–652
Gesamt
4.054
15.494
448
–410
19.587
in TEUR 2024
Großkunden
Retail und
Wohnbau
Financial
Markets
Sonstige
Gesamt
Provisionserträge
4.097
14.577
7.784
2.730
29.189
aus dem Zahlungsverkehr
2.054
4.663
0*)
265
6.982
aus dem Kreditgeschäft
1.215
978
0
2.362
4.555
aus dem Wertpapiergeschäft
757
8.118
7.784
4
16.662
aus dem Devisen-/Valutengeschäft
43
59
0
93
195
aus den Sonstigen Dienstleistungen
28
759
0
6
794
Provisionsaufwendungen
–123
–311
–7.297
–3.237
–10.968
aus dem Zahlungsverkehr
–1
–38
–47
–254
–340
aus dem Kreditgeschäft
–119
0
0
–2.324
–2.443
aus dem Wertpapiergeschäft
–3
–272
–7.250
–71
–7.596
aus dem Devisen-/Valutengeschäft
0
0
0
0*)
0*)
aus den Sonstigen Dienstleistungen
0
0
0*)
–588
–588
Gesamt
3.975
14.267
487
–507
18.221
*) Werte < TEUR 1
(22) Finanzergebnis
In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wird aktuell kein aktiver Handelsbestand geführt.
in TEUR
2025
2024
Ergebnis aus
währungsbezogenen Geschäften
–880
1.867
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
–4.397
–967
zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten
21.753
–6.491
derivativen Finanzinstrumenten*)
–10.387
7.060
derivativen Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
1.596
–2.371
übrigen Finanzinstrumenten
148
1.537
Gesamt
7.833
636
*) Die derivativen Finanzinstrumente wurden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.
Bei der Designation eigener Verbindlichkeiten und Forderungen zum Fair Value ergeben sich aus der Änderung der Bonität folgende Gewinne oder Verluste:
Bei den eigenen Verbindlichkeiten wurde im Jahr 2025 bei der Ermittlung des Fair Values das eigene Bonitätsrisiko erfolgsneutral in Höhe von TEUR –13.210 (2024: TEUR –2.971) berücksichtigt, kumuliert TEUR 7.276 (2024: TEUR 20.462). Um auch den Restlaufzeiteneffekt in der periodenreinen bonitätsinduzierten Änderung des beizulegenden Zeitwertes zu berücksichtigen, wird diese Änderung aus der Differenz des Anfang­ und Endstandes der kumulierten Fair Value­Änderung ermittelt. Die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, welche unter anderem auch dem Ausfallrisiko zuzuordnen sind, werden auf Basis von nicht direkt beobachtbaren Marktparametern bestimmt.
Beim Wertpapiereigenbestand und den Forderungen ergibt sich bei jenen Positionen, die zum Fair Value designiert wurden, eine bonitätsinduzierte Änderung des beizulegenden Zeitwertes von TEUR 3.531 (2024: TEUR –110), kumuliert TEUR –3.891 (2024: TEUR –7.422). Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, welche unter anderem auch dem Ausfallrisiko zuzuordnen sind, werden auf Basis von nicht direkt beobachtbaren Marktparametern bestimmt.
Ergebnis aus übrigen Finanzinstrumenten
in TEUR
2025
2024
Realisiertes Ergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
0
1.064
Realisiertes Ergebnis aus erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
0
71
Sonstiges
148
402
Gesamt
148
1.537
Das realisierte Ergebnis stammt im Wesentlichen aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten.
(23) Personalaufwand
in TEUR
2025
2024
Löhne und Gehälter
–31.863
–29.717
Soziale Abgaben
–8.232
–7.636
Freiwilliger Personalaufwand
–1.241
–1.022
Aufwendungen für Abfertigungen
–834
–760
hievon Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen
–362
–330
Aufwendungen für Pensionen
–670
–804
hievon Beiträge an Pensionskassen
–440
–628
Gesamt
–42.839
–39.938
(24) Sachaufwand
in TEUR
2025
2024
EDV­Aufwand
–15.727
–12.017
Mietaufwand
–922
–91
Raumaufwand
–1.573
–1.442
Aufwand Bürobetrieb
–689
–112
Werbung/Marketing
–4.121
–3.400
Rechts­ und Beratungskosten
–4.210
–3.382
Sonstiger Sachaufwand
–4.496
–5.124
Gesamt
–31.739
–25.568
Im Geschäftsjahr 2025 fielen Aufwendungen in Höhe von TEUR –334 (2024: TEUR –457) für die Prüfung des Jahresabschlusses sowie TEUR –34 (2024: TEUR –42) für andere Bestätigungsleistungen an die Prüfungsgesellschaft an. Weiters wurden TEUR –24 (2024: TEUR 0) für sonstige Leistungen durch die Prüfungsgesellschaft verrechnet.
(25) Abschreibungen auf Finanzimmobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
in TEUR
2025
2024
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
–3.313
–3.117
Software und immaterielles Anlagevermögen
–1.958
–354
Vom Konzern genutzte Immobilien
–960
–943
Betriebs­ und Geschäftsausstattung und sonstige Sachanlagen
–1.003
–640
Gesamt
–7.234
–5.054
(26) Sonstiges betriebliches Ergebnis
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Mieteinnahmen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von TEUR 9.088 (2024: TEUR 8.473). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Dotierung in Höhe von TEUR –28 (2024: eine Dotierung in Höhe von TEUR 0) des Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds enthalten, der ausschließlich die Beitragszahlung für 2025 umfasst. Zudem werden Erträge und Aufwendungen aus Anlagenabgängen sowie Altersteilzeitvergütungen dargestellt und Mietaufwendungen sowie Aufwendungen aus zur Weiterverrechnung bestehenden Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den sonstigen Steuern ist die Stabilitätsabgabe für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von TEUR –5.389 (2024: TEUR –1.572) enthalten.
(27) Steuern vom Einkommen und Ertrag
in TEUR
2025
2024
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag
–4.355
–4.907
Latente Steuern
–2.493
8
Gesamt
–6.848
–4.899
Unter Punkt (43) wird die Zusammensetzung der latenten Steuerforderungen und der latenten Steuerverpflichtungen näher dargestellt.
Die nachstehende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen den rechnerischen und ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag wie folgt dar:
in TEUR
2025
2024
Konzernjahresüberschuss vor Steuern
34.397
30.814
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr zum inländischen Ertragsteuersatz
in Höhe von 23 % (2024: 23 %)
–7.912
–7.089
Steuereffekte
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen
1.725
1.822
Veränderungen aufgrund von At Equity­bilanzierten Unternehmen
712
501
Steuer aus nicht abzugsfähigen Erträgen und Aufwendungen
–1.194
–350
Verlustabzug
157
215
Steuer aus sonstigen Anpassungen
–219
–10
Steuergutschrift (+) /­belastung (–) aus Vorjahren
–117
12
Ausgewiesener Steueraufwand (–) /-ertrag (+)
–6.848
–4.899
Effektiver Steuersatz
19,91 %
15,90 %
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(28) Barreserve
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand ist in der Bilanzposition Barreserve enthalten, die sich aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind.
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Kassenbestand
7.592
7.299
Guthaben bei Zentralnotenbanken
253.557
758.263
Gesamt
261.149
765.562
(29) Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute nach Geschäftsarten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Giro­ und Clearinggeschäfte
52.729
5.510
Geld­ und Termineinlagen
25.105
113.438
Kredite an Banken
32.447
528
Gesamt
110.280
119.477
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
52.877
57.775
bis 3 Monate
14
14
über 3 Monate bis 1 Jahr
81
152
über 1 Jahr bis 5 Jahre
2.974
3.365
über 5 Jahre
54.333
58.171
Gesamt
110.280
119.477
(30) Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden werden überwiegend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 218.940 (2024: TEUR 221.639), deren Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option in Anspruch genommen. Weiters werden Forderungen an Kunden, die nicht die SPPI-Kriterien erfüllen und daher zum Fair Value bilanziert werden, in Höhe von TEUR 112.806 (2024: TEUR 127.099) zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Außerdem werden nicht an einem aktiven Markt gehandelte verbriefte Forderungen, im Wesentlichen Schuldscheindarlehen, die nicht dem Handelsbestand angehören, in den Forderungen an Kunden ausgewiesen.
Forderungen an Kunden nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Kontokorrentkredite
391.815
360.059
Barvorlagen
175.373
182.854
Darlehen und Einmalkredite
6.165.067
5.854.764
Leasingforderungen
180.463
171.613
Gesamt
6.912.718
6.569.291
Forderungen an Kunden nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
169.117
212.674
bis 3 Monate
133.355
299.197
über 3 Monate bis 1 Jahr
758.348
501.389
über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.956.852
1.852.110
über 5 Jahre
3.895.046
3.703.920
Gesamt
6.912.718
6.569.291
Forderungen an Kunden nach Geschäftsfeldern (Segmente)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Großkunden
4.018.543
3.738.809
Retail und Wohnbau
2.708.107
2.645.983
Sonstige
186.067
184.499
Gesamt
6.912.718
6.569.291
(31) Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften nach Geschäftsarten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Zinssatzgeschäfte
120.824
137.695
hievon Hedge Accounting
1.012
2.441
Wechselkursgeschäfte
48
32
Gesamt
120.872
137.727
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
bis 3 Monate
480
513
über 3 Monate bis 1 Jahr
2.863
370
über 1 Jahr bis 5 Jahre
13.843
16.192
über 5 Jahre
103.686
120.652
Gesamt
120.872
137.727
(32) Finanzanlagen
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
831
0
Börsenotiert
831
0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
59.850
59.095
Börsenotiert
0
812
Nicht börsenotiert
59.850
58.283
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
60.682
59.095
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
140.136
155.139
Börsenotiert
88.353
112.606
Nicht börsenotiert
51.783
42.534
Zum Fair Value designiert
140.136
155.139
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
138.610
143.769
Börsenotiert
138.610
143.769
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
106.828
68.150
Nicht börsenotiert
106.828
68.150
Anteile an verbundenen Unternehmen
18
18
Sonstige Beteiligungen
36.805
36.350
hievon Kreditinstitute
2.447
2.447
hievon Nicht­Kreditinstitute
34.357
33.903
Börsenotiert
4.642
4.236
Nicht börsenotiert
32.163
32.114
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet
282.260
248.286
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
581.667
481.630
Börsenotiert
473.574
367.200
Nicht börsenotiert
108.092
114.430
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
581.667
481.630
Gesamt
1.064.744
944.151
Finanzanlagen nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
11.947
10.400
bis 3 Monate
33.069
23.896
über 3 Monate bis 1 Jahr
55.931
21.410
über 1 Jahr bis 5 Jahre
363.272
368.762
über 5 Jahre
396.194
356.071
Gesamt
860.412
780.539
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen wurden nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert, da keine Fristigkeiten bestehen.
(33) Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen
Finanzinformationen zu At Equity-bewerteten Unternehmen
in TEUR
Beteiligungs- und
Wohnungsanlagen GmbH
Beteiligungs- und
Immobilien GmbH
Gesamt
30.09.2025
30.09.2024
30.09.2025
30.09.2024
2025
2024
Zusammengefasste Bilanz
Vermögenswerte
1.145.802
1.073.906
179.831
178.780
1.325.634
1.252.686
Schulden
857.116
795.647
146.050
147.157
1.003.166
942.804
Zusammengefasste Erfolgsrechnung
Erlöse
162.309
157.986
25.799
24.701
188.108
182.687
Gewinn/Verlust aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
24.253
20.508
3.329
2.708
27.583
23.216
Sonstiges Ergebnis
174
–69
30
–62
205
–131
Gesamtergebnis
24.427
20.439
3.360
2.646
27.787
23.085
Überleitungsrechnung At Equity-Buchwert
in TEUR
Beteiligungs- und
Wohnungsanlagen GmbH
Beteiligungs- und
Immobilien GmbH
Gesamt
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Eigentumsanteil in %
25
25
25
25
Buchwert 01.01.
69.565
67.705
7.906
7.619
77.470
75.324
Ausschüttung
–3.500
–3.250
–300
–375
–3.800
–3.625
anteiliger Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten
6.063
5.127
832
677
6.896
5.804
anteiliges sonstiges Ergebnis
44
–17
8
–16
51
–33
Buchwert 31.12.
72.172
69.565
8.446
7.905
80.617
77.470
Die zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit den gemäß IFRS aufgestellten Abschlüssen und Packages der assoziierten Unternehmen.
Die Beteiligungen an den At Equity-bewerteten Unternehmen wurden eingegangen, um das geografische Geschäftsumfeld zu festigen und das Geschäftssegment Retail und Wohnbau zu intensivieren. Weiters soll der oberösterreichische Wirtschaftsstandort durch diese Beteiligungen gestärkt werden.
(34) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Anlagespiegel
in TEUR
Anschaf-
fungswerte
01.01.2025
Sonstige Ände-rungen
Zu-
gänge
Ab-
gänge
Anschaf-
fungswerte
31.12.2025
Kumul. Ab-/
Zuschrei-
bungen
Buchwert
31.12.2025
Laufende Ab-/
Zuschrei-
bungen
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
116.554
–146
5.020
0
121.427
–44.968
76.459
–3.313
Immaterielle Vermögenswerte
20.210
0
8.266
–181
28.296
–15.911
12.385
–1.958
Grundstücke und Gebäude
27.813
0
2.061
0
29.874
–20.753
9.121
–320
Nutzungsrechte Grundstücke und Gebäude
5.216
0
150
–351
5.016
–2.711
2.304
–640
Sonstige Sachanlagen
12.240
0
2.846
–465
14.621
–5.997
8.624
–916
Leasinggegenstände aus Operating­Leasing
535
0
51
0
587
–200
387
–88
Gesamt
182.568
–146
18.394
–996
199.820
–90.541
109.280
–7.234
in TEUR
Anschaf-
fungswerte
01.01.2024
Sonstige Ände-rungen
Zu-
gänge
Ab-
gänge
Anschaf-
fungswerte
31.12.2024
Kumul. Ab-/
Zuschrei-
bungen
Buchwert
31.12.2024
Laufende Ab-/
Zuschrei-
bungen
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
104.967
0
11.587
0
116.554
–41.655
74.899
–3.117
Immaterielle Vermögenswerte
14.891
0
5.471
–152
20.210
–14.111
6.099
–354
Grundstücke und Gebäude
27.003
0
810
0
27.813
–17.144
10.669
–347
Nutzungsrechte Grundstücke und Gebäude
3.703
0
1.937
–424
5.216
–2.175
3.041
–596
Sonstige Sachanlagen
12.118
0
1.448
–1.326
12.240
–8.821
3.419
–559
Leasinggegenstände aus Operating­Leasing
457
0
170
–93
535
–112
423
–80
Gesamt
163.139
0
21.423
–1.993
182.568
–84.018
98.551
–5.054
Der Fair Value von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (ohne Nutzungsrechte) beträgt TEUR 88.457 (2024: TEUR 74.538). Die Mieteinnahmen aus Finanzimmobilien betragen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 9.088 (2024: TEUR 8.473) und werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die damit direkt in Zusammenhang stehenden betrieblichen Aufwendungen beinhalten die laufende Abschreibung und Instandhaltungskosten und belaufen sich auf TEUR 4.017 (2024: TEUR –3.426). Diese Aufwendungen sind in den Abschreibungen bzw. dem Sachaufwand enthalten.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen (2024: keine) für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Im Abschluss 2025 wurden nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse (Covid-19-Investitionsprämien) in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR 6) berücksichtigt.
(35) Sonstige Aktiva
Im Bilanzposten Sonstige Aktiva sind im Wesentlichen Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 27.862 (2024: TEUR 27.248), Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.188 (2024: TEUR 3.091), Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.486 (2024: TEUR 2.237) und Bestände an Gold und Edelmetallen in Höhe von TEUR 1.329 (2024: TEUR 725) enthalten.
(36) Risikovorsorgen
Risikovorsorge für Guthaben bei Zentralnotenbanken
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
0*)
0
0
0
0*)
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
0
0
0
0
0
Nettoveränderung
0*)
0
0
0
0*)
Abgang
0
0
0
0
0
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
0*)
0
0
0
0*)
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
0*)
0
0
0
0*)
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
0
0
0
0
0
Nettoveränderung
0*)
0
0
0
0*)
Abgang
0
0
0
0
0
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
0*)
0
0
0
0*)
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
78
0
0
0
78
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
78
0
0
0
78
Nettoveränderung
–59
0
0
0
–59
Abgang
–5
0
0
0
–5
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
15
0
0
0
15
*) Werte < TEUR 1
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
71
0
0
0
71
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
71
0
0
0
71
Nettoveränderung
7
0
0
0
7
Abgang
0*)
0
0
0
0*)
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0*)
0
0
0
0*)
Zum 31.12.2024
78
0
0
0
78
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
895
3.197
40.476
0
44.568
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
258
–253
–4
0
0
nach Stage 2
–94
413
–319
0
0
nach Stage 3
–22
–804
826
0
0
Zwischensumme
1.036
2.553
40.979
0
44.568
Nettoveränderung
425
4.877
11.712
1.421
18.435
Abgang
–159
–200
–260
0
–619
Verbräuche
0
0
–14.416
0
–14.416
Zugang
556
769
69
0
1.394
Zum 31.12.2025
1.858
7.999
38.083
1.421
49.361
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
2.407
3.518
21.110
0
27.035
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
1.516
–1.516
0
0
0
nach Stage 2
–130
1.768
–1.638
0
0
nach Stage 3
–32
–417
449
0
0
Zwischensumme
3.761
3.353
19.921
0
27.035
Nettoveränderung
–2.866
238
31.733
0
29.106
Abgang
–251
–528
–186
0
–966
Verbräuche
0
0
–11.242
0
–11.242
Zugang
251
134
250
0
635
Zum 31.12.2024
895
3.197
40.476
0
44.568
*) Werte < TEUR 1
Nettoveränderung: Veränderung den Bestand betreffend
Abgang: Auflösung aufgrund Ausbuchung eines Finanzinstruments
Zugang: Zuweisung aufgrund Einbuchung eines Finanzinstruments
Risikovorsorge für Finanzanlagen AC
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
236
0
0
0
236
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
236
0
0
0
236
Nettoveränderung
–165
0
0
0
–165
Abgang
–13
0
0
0
–13
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
21
0
0
0
21
Zum 31.12.2025
78
0
0
0
78
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
169
0
0
0
169
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
169
0
0
0
169
Nettoveränderung
32
0
0
0
32
Abgang
–16
0
0
0
–16
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
52
0
0
0
52
Zum 31.12.2024
236
0
0
0
236
Risikovorsorge für Finanzanlagen OCI
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
101
0
0
0
101
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
101
0
0
0
101
Nettoveränderung
–83
0
0
0
–83
Abgang
–1
0
0
0
–1
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
17
0
0
0
17
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
85
0
0
0
85
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zwischensumme
85
0
0
0
85
Nettoveränderung
21
0
0
0
21
Abgang
–6
0
0
0
–6
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
101
0
0
0
101
Rückstellungen für Kreditrisiken und Eventualverbindlichkeiten
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
178
201
1.145
0
1.524
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
15
–8
–6
0
0
nach Stage 2
–3
3
0
0
0
nach Stage 3
–26
–179
205
0
0
Zwischensumme
164
17
1.344
0
1.524
Nettoveränderung
–10
244
–1.143
0
–909
Abgang
–70
–1
–1
0
–73
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
220
95
0
0
315
Zum 31.12.2025
304
355
199
0
858
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
304
157
659
0
1.120
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
91
–91
0
0
0
nach Stage 2
–12
12
0
0
0
nach Stage 3
–1
–41
42
0
0
Zwischensumme
382
38
701
0
1.120
Nettoveränderung
–238
–5
445
0
202
Abgang
–93
–11
–1
0
–105
Verbräuche
0
0
0
0
0
Zugang
127
180
0
0
308
Zum 31.12.2024
178
201
1.145
0
1.524
Risikovorsorge gesamt
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
1.488
3.398
41.621
0
46.507
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
273
–262
–11
0
0
nach Stage 2
–98
417
–319
0
0
nach Stage 3
–48
–983
1.031
0
0
Zwischensumme
1.614
2.570
42.323
0
46.507
Nettoveränderung
108
5.121
10.569
1.421
17.219
Abgang
–247
–201
–262
0
–710
Verbräuche
0
0
–14.416
0
–14.416
Zugang
797
864
69
0
1.730
Zum 31.12.2025
2.272
8.354
38.282
1.421
50.329
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
3.036
3.675
21.769
0
28.480
Umbuchungen
0
0
0
0
0
nach Stage 1
1.607
–1.607
0
0
0
nach Stage 2
–143
1.781
–1.638
0
0
nach Stage 3
–33
–457
490
0
0
Zwischensumme
4.467
3.391
20.622
0
28.480
Nettoveränderung
–3.043
233
32.178
0
29.368
Abgang
–367
–540
–187
0
–1.093
Verbräuche
0
0
–11.242
0
–11.242
Zugang
430
314
250
0
994
Zum 31.12.2024
1.488
3.398
41.621
0
46.507
Angaben zur Modification
In der Abschlussperiode wurden in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft primär vertragliche Modifizierungen bei finanziellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit marktinduzierten Zinssatzänderungen vorgenommen, die nicht zu einer Ausbuchung geführt haben. Das sich daraus ergebende Modifikationsergebnis wird in Bezug auf den Gesamtzinsüberschuss als nicht signifikant beurteilt. Auch die Auswirkung auf die Änderung des Bruttobuchwertes wird als unwesentlich eingestuft.
Die fortlaufende Überwachung modifizierter Vermögenswerte erfolgt im Rahmen der standardisierten Kreditüberwachungsprozesse bzw. im Rahmen der vierteljährlichen Berechnung der Risikovorsorge. Die Zuordnung zu einem Stage erfolgt auch bei modifizierten Finanzinstrumenten anhand der in Punkt (10) beschriebenen Transferkriterien.

Entwicklung der Bruttobuchwerte der wertberichtigten Finanzinstrumente
Bruttobuchwerte von Guthaben bei Zentralnotenbanken
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
758.263
0
0
0
758.263
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–504.705
0
0
0
–504.705
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
253.557
0
0
0
253.557
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
1.094.450
0
0
0
1.094.450
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–336.188
0
0
0
–336.188
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
758.263
0
0
0
758.263
Bruttobuchwerte von Forderungen an Kreditinstitute
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
119.555
0
0
0
119.555
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–9.260
0
0
0
–9.260
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
110.295
0
0
0
110.295
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
148.310
0
0
0
148.310
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–28.755
0
0
0
–28.755
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
119.555
0
0
0
119.555
Bruttobuchwerte von Forderungen an Kunden
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
5.999.159
110.452
155.509
0
6.265.120
nach Stage 1
11.243
–11.243
0
0
0
nach Stage 2
–154.012
155.860
–1.848
0
0
nach Stage 3
–19.292
–12.229
31.521
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
381.296
7.472
–41.182
32.137
379.724
Verbrauch
0
0
–14.416
0
–14.416
Direktabschreibung
0
0
–95
0
–95
Zum 31.12.2025
6.218.394
250.312
129.489
32.137
6.630.333
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
5.479.300
270.603
89.084
0
5.838.987
nach Stage 1
166.783
–166.783
0*)
0
0
nach Stage 2
–71.002
77.259
–6.257
0
0
nach Stage 3
–44.963
–40.812
85.776
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
469.042
–29.815
–1.690
0
437.537
Verbrauch
0
0
–11.242
0
–11.242
Direktabschreibung
0
0
–162
0
–162
Zum 31.12.2024
5.999.159
110.452
155.509
0
6.265.120
Bruttobuchwerte von Finanzanlagen – AC
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
481.866
0
0
0
481.866
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
99.879
0
0
0
99.879
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
581.745
0
0
0
581.745
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
444.856
0
0
0
444.856
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
37.010
0
0
0
37.010
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
481.866
0
0
0
481.866
*) Wert < TEUR 1
Bruttobuchwerte von Finanzanlagen – OCI
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
143.870
0
0
0
143.870
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–5.243
0
0
0
–5.243
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
138.627
0
0
0
138.627
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
172.947
0
0
0
172.947
nach Stage 1
0
0
0
0
0
nach Stage 2
0
0
0
0
0
nach Stage 3
0
0
0
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–29.077
0
0
0
–29.077
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
143.870
0
0
0
143.870
Bruttobuchwerte von Kreditrisiken und Eventualverbindlichkeiten
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
794.612
4.754
4.220
0
803.586
nach Stage 1
447
–443
–4
0
0
nach Stage 2
–8.353
8.353
0
0
0
nach Stage 3
–1.984
0
1.984
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
30.130
14.206
–4.791
12.739
52.285
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2025
814.851
26.871
1.409
12.739
855.870
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
762.433
54.187
7.855
0
824.476
nach Stage 1
38.091
–38.091
0
0
0
nach Stage 2
–805
805
0
0
0
nach Stage 3
–2
0*)
2
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–5.105
–12.147
–3.638
0
–20.890
Verbrauch
0
0
0
0
0
Direktabschreibung
0
0
0
0
0
Zum 31.12.2024
794.612
4.754
4.220
0
803.586
*) Wert < TEUR 1
Bruttobuchwerte gesamt
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2025
8.297.325
115.206
159.729
0
8.572.260
nach Stage 1
11.690
–11.686
–4
0
0
nach Stage 2
–162.365
164.213
–1.848
0
0
nach Stage 3
–21.276
–12.229
33.505
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
–7.903
21.678
–45.972
44.877
12.679
Verbrauch
0
0
–14.416
0
–14.416
Direktabschreibung
0
0
–95
0
–95
Zum 31.12.2025
8.117.470
277.183
130.898
44.877
8.570.428
in TEUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Summe
Zum 01.01.2024
8.102.296
324.790
96.939
0
8.524.026
nach Stage 1
204.874
–204.874
0
0
0
nach Stage 2
–71.807
78.064
–6.257
0
0
nach Stage 3
–44.965
–40.813
85.778
0
0
Zugang / Abgang / Nettoveränderung
106.927
–41.962
–5.327
0
59.638
Verbrauch
0
0
–11.242
0
–11.242
Direktabschreibung
0
0
–162
0
–162
Zum 31.12.2024
8.297.325
115.206
159.729
0
8.572.260
(37) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Geschäftsarten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Giro­ und Clearinggeschäfte
103.214
12.680
Geldmarktgeschäfte
149.692
287.277
Langfristige Finanzierungen
13.005
0
Gesamt
265.911
299.957
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
96.705
111.617
bis 3 Monate
391
0
über 3 Monate bis 1 Jahr
3.000
1.500
über 1 Jahr bis 5 Jahre
12.078
13.000
über 5 Jahre
153.736
173.841
Gesamt
265.911
299.957
(38) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden überwiegend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 26.294 (2024: TEUR 28.203), deren Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option in Anspruch genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft kommen würde (Accounting Mismatch). Für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 17.261 (2024: TEUR 17.725) wird Hedge Accounting angewendet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Sichteinlagen
1.389.226
1.218.715
Termineinlagen
1.115.619
1.303.534
Spareinlagen
374.194
403.392
Gesamt
2.879.039
2.925.641
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
1.587.776
1.459.631
bis 3 Monate
468.436
928.159
über 3 Monate bis 1 Jahr
517.605
325.786
über 1 Jahr bis 5 Jahre
261.574
155.531
über 5 Jahre
43.647
56.535
Gesamt
2.879.039
2.925.641
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Geschäftsfeldern (Segmente)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Großkunden
1.245.952
1.359.033
Retail und Wohnbau
1.589.440
1.520.656
Financial Markets
43.554
45.927
Sonstige
93
25
Gesamt
2.879.039
2.925.641
(39) Verbriefte Verbindlichkeiten
Für Verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.748.297 (2024: TEUR 1.998.972), deren Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option in Anspruch genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft kommen würde (Accounting Mismatch). Für Verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 375.945 (2024: TEUR 591.148) wird Hedge Accounting angewendet.
Die restlichen Verbrieften Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Hypothekenpfandbriefe
2.337.437
2.593.339
Kommunalpfandbriefe
424.060
429.911
Wohnbauanleihen*)
1.056.740
830.206
Anleihen
919.597
905.577
Gesamt
4.737.835
4.759.033
*) Die Emissionen der Hypo-Wohnbaubank Aktiengesellschaft wurden treuhändig für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft (Treugeber) begeben.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig*)
1.426
60.585
bis 3 Monate
23.691
171.060
über 3 Monate bis 1 Jahr
240.383
386.326
über 1 Jahr bis 5 Jahre
2.102.868
1.862.560
über 5 Jahre
2.369.468
2.278.501
Gesamt
4.737.835
4.759.033
*) Im Wesentlichen handelt es sich um Zinsabgrenzungen.
(40) Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Zinssatzgeschäfte
51.473
51.897
hievon Hedge Accounting
20.494
14.885
Wechselkursgeschäfte
14.854
16.361
hievon Hedge Accounting
14.854
16.361
Gesamt
66.327
68.258
(41) Rückstellungen
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Rückstellungen für Sozialkapital
12.321
13.131
Sonstige Rückstellungen
1.673
2.683
Gesamt
13.994
15.814
Entwicklung des Sozialkapitals (DBO)
in TEUR
Pensions-
rückstellungen
Abfertigungs-
rückstellungen
Jubiläumsgeld-
rückstellungen
Rückstellungen
Sozialkapital
Stand 01.01.2025
5.206
6.445
1.480
13.131
Laufender Dienstzeitaufwand
4
206
84
293
Zinsaufwand
175
219
50
443
Versicherungsmath. Gewinne/Verluste
–62
–269
14
–317
aus demografischen Annahmen
–5
–128
44
–89
aus finanziellen Annahmen
–229
–236
–62
–526
aus erfahrungsbedingter Berichtigung
172
94
32
298
Zahlungen
–412
–648
–169
–1.229
Stand 31.12.2025
4.910
5.952
1.459
12.321
in TEUR
Pensions-
rückstellungen
Abfertigungs-
rückstellungen
Jubiläumsgeld-
rückstellungen
Rückstellungen
Sozialkapital
Stand 01.01.2024
5.000
6.416
1.480
12.896
Laufender Dienstzeitaufwand
4
210
88
302
Zinsaufwand
168
220
51
439
Versicherungsmath. Gewinne/Verluste
420
125
2
547
aus demografischen Annahmen
0
–21
–13
–34
aus finanziellen Annahmen
207
–239
–55
–86
aus erfahrungsbedingter Berichtigung
214
384
69
667
Zahlungen
–386
–526
–141
–1.053
Stand 31.12.2024
5.206
6.445
1.480
13.131
Am 31. Dezember 2025 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen bei 7,99 Jahren (2024: 7,53 Jahren), für Jubiläumsgelder bei 8,52 Jahren (2024: 8,32 Jahren) und für Pensionen bei 9,57 Jahren (2024: 10,13 Jahren).
Sensitivitätsanalyse der Defined Benefit Obligation (DBO)
Zum Bilanzstichtag wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, indem die jeweiligen Annahmen zu den wichtigsten Bewertungsparametern unter vernünftiger Betrachtungsweise variieren und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen für Pensionen und Abfertigungen neu berechnet wurden:
Parameter
Veränderung
der Annahme
Veränderungen
DBO Pensionen
Veränderungen
DBO Abfertigungen
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
Rechnungszins
+0,5 %
–4,32 %
–4,59 %
–3,73 %
–3,56 %
–0,5 %
4,68 %
4,99 %
3,96 %
3,78 %
Pensionen/Bezüge
+0,5 %
4,73 %
5,01 %
3,90 %
3,70 %
–0,5 %
–4,40 %
–4,64 %
–3,71 %
–3,52 %
Entwicklung Sonstige Rückstellungen
in TEUR
Stand
01.01.2025
Zuführungen
Verbrauch
Auflösungen
Stand 31.12.2025
Risiken aus dem Kreditgeschäft
1.524
–593
0
–73
858
Übrige sonstige Rückstellungen
1.159
767
–1.015
–97
815
Gesamt
2.683
174
–1.015
–169
1.673
Für weitere Informationen zur Entwicklung der Vorsorgen für Risiken aus dem Kreditgeschäft wird auf Punkt (36) verwiesen.
(42) Sonstige Passiva
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Rechnungsabgrenzungsposten
170
557
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16
24.166
22.674
Übrige Passiva
27.818
35.000
Gesamt
52.155
58.231
Der Posten Übrige Passiva umfasst im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Personalverrechnung in Höhe von TEUR 3.883 (2024: TEUR 3.745), Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 4.346 (2024: TEUR 4.502) und Verrechnungskonten aus der Abwicklung von Wohnbaudarlehen in Höhe von TEUR 169 (2024: TEUR 6.572). Außerdem sind notwendige Anpassungen aus der Stichtagsverschiebung in Bezug auf die Ergebnisverrechnung mit vollkonsolidierten Tochterunternehmen im 4. Quartal in Höhe von TEUR 5.667 (2024: TEUR 15.905) enthalten.
(43) Steueransprüche und -verbindlichkeiten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Laufende Steueransprüche
575
393
Gesamt
575
393
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Laufende Steuerverbindlichkeiten
1.257
0
Latente Steuerverbindlichkeiten
17.040
8.010
Gesamt
18.297
8.010
in TEUR
Latente
Steuer-
ansprüche 31.12.2025
Latente
Steuer-
schulden 31.12.2025
erfolgs-
wirksam
2025
Forderungen an Kunden
1.101
0
345
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
0
21.197
3.920
Finanzanlagen und Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen
0
8.455
2.319
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
0
555
–538
Verbriefte Verbindlichkeiten
0
5.041
–9.312
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
14.358
0
–460
Nachrangkapital
0
593
107
Rückstellungen
2.572
0
172
Andere Posten
797
530
451
Noch nicht genutzte Verlustvorträge
503
0
503
Saldierung Steuerlatenz
–19.331
–19.331
0
Gesamt
0
17.040
–2.493
in TEUR
Latente
Steuer-
ansprüche 31.12.2024
Latente
Steuer-
schulden 31.12.2024
erfolgs-
wirksam
2024
Forderungen an Kunden
755
0
–1.578
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
0
25.117
636
Finanzanlagen und Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen
0
1.214
–2.674
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
0
180
412
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.544
0
7.293
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
14.818
0
–4.670
Nachrangkapital
0
849
310
Rückstellungen
2.415
0
474
Andere Posten
703
885
–195
Saldierung Steuerlatenz
–20.235
–20.235
0
Gesamt
0
8.010
8
Aus der erfolgsneutralen Bewertung der Finanzinstrumente, die als OCI-Bestand klassifiziert worden sind, sowie für das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis aus der Bewertung des Sozialkapitals wurden auch die latenten Steuern direkt im Eigenkapital und somit erfolgsneutral gebildet. Im Jahr 2025 betrug der erfolgsneutral erfasste latente Steueraufwand
TEUR –6.563 (2024: latenter Steuerertrag TEUR 5.153).
Auf temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, die von Konzerngesellschaften gehalten werden, in Höhe von TEUR 60.145 (2024: TEUR 56.999) wurden in Übereinstimmung mit
IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt, da sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit erwartungsgemäß nicht umkehren werden. Bei den temporären Differenzen handelt es sich um thesaurierte Gewinnanteile, deren Ausschüttung nicht beabsichtigt ist bzw. auf absehbare Zeit steuerfrei bleiben wird. Zum 31. Dezember 2025 wurde daher – ohne Berücksichtigung der steuerfreien Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen – eine hypothetische Steuerschuld von TEUR 13.833 (2024: TEUR 13.110) nicht angesetzt.
(44) Nachrangkapital
Dieser Posten enthält Ergänzungskapital im Sinne des Artikels 62 ff. CRR. Weiters erfolgt in diesem Posten der Ausweis von Hybridkapital.
Für Nachrangkapital in Höhe von TEUR 22.766 (2024: TEUR 21.587), dessen Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option in Anspruch genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft kommen würde (Accounting Mismatch). Das restliche Nachrangkapital wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Nachrangkapital nach Geschäftsarten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Nachrangige Verbindlichkeiten
22.766
49.732
Ergänzungskapital
50.140
16.979
Gesamt
72.906
66.711
Nachrangkapital nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Täglich fällig
0
424
über 5 Jahre
72.906
66.287
Gesamt
72.906
66.711
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrug im Geschäftsjahr 2025 TEUR –1.934 (2024: TEUR –2.447).
Überleitungsrechnung betreffend der Angabe zum Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
in TEUR
2025
2024
Nachrangkapital 01.01.
66.711
65.476
Zahlungswirksame Veränderungen
Einzahlungen
4.938
0
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Fair Value
1.159
1.331
Zinsabgrenzungen
98
–96
Nachrangkapital 31.12.
72.906
66.711
(45) Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem der Bank zur Verfügung gestellten Kapital (Gezeichnetes Kapital zuzüglich Kapitalrücklagen) und aus erwirtschaftetem Kapital (Gewinnrücklagen sowie erfolgsneutral gebildete Rücklagen und dem Konzernjahresergebnis) zusammen. Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen aus At Equity-bewerteten Unternehmen werden ebenfalls unter den Gewinnrücklagen geführt. Unter der OCI-Rücklage werden die nicht ergebniswirksam erfassten Bewertungsänderungen des FVOCI-Bestandes sowie die bonitätsbedingten Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten zusammengefasst. Die IAS 19-Rücklage stellt die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den Personalrückstellungen dar.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital besteht aus dem Grundkapital in der Höhe von TEUR 14.664 (2024: TEUR 14.664). Am 31. Dezember 2025 waren 2.017.000 (2024: 2.017.000) Aktien mit einem Nominale von EUR 7,27 je Aktie im Umlauf. Von den ausgegebenen Aktien hat das Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2025 14.346 Anteile (2024: 14.815) im eigenen Besitz. Die Veränderung stammt aus Rückkäufen der Stammaktien von ausgeschiedenen Mitarbeitern oder aus Ankäufen von Mitarbeitern.
Bei den 17.000 Stück Mitarbeiteraktien der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft handelt es sich um für ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Zuge der Privatisierung 1997 ausgegebene Aktien. Diese wurden zum damaligen Zeitpunkt einmalig unentgeltlich an Arbeitnehmer:innen, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ausgegeben. Die Übernehmer:innen dieser Aktien sind verpflichtet, die Aktien in definierten Aufgriffsfällen in nachstehender Reihenfolge dem Betriebsratsfonds, dem vom Betriebsrat nominierten Mitarbeiter:innen, der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, der Landesholding GmbH oder der Hypo Holding GmbH zur Übernahme anzubieten. Einen Aufgriffsfall stellen beispielsweise das Ausscheiden, die Pensionierung oder das Ableben eines Mitarbeiters dar.
Der Kurs der Mitarbeiteraktien wird auf Basis des genehmigten IFRS-Konzerneigenkapitals einmal jährlich festgelegt. Die Aktien können vom Mitarbeiter:innen zu diesem Kurs erworben werden, ein begünstigter Verkauf liegt nicht vor. Der Kauf und Verkauf von Mitarbeiteraktien ist ausschließlich im Monat nach der Hauptversammlung und nur für aktive Mitarbeiter:innen in unbefristeten und ungekündigten Dienstverhältnissen möglich, wobei pro Mitarbeiter:in insgesamt maximal 50 Stück erworben werden können. Im Jahr 2025 wurden von der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft 275 Aktien (2024: 375 Aktien) zum Gesamtwert von TEUR 75 (2024: TEUR 98) erworben und 744 Aktien (2024: 138 Aktien) von den Mitarbeitern zum Gesamtwert von TEUR 201 (2024: TEUR 37) rückerworben. Die Ergebnisse daraus werden direkt im Eigenkapital berücksichtigt.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen bestehen aus den gesetzlichen Rücklagen, anderen Gewinnrücklagen und der Haftrücklage.
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2025 0,32 % (2024: 0,30 %) und ermittelt sich aus dem Konzernjahresüberschuss nach Steuern geteilt durch das Gesamtkapital (Bilanzsumme).
Other Comprehensive Income (OCI)-Rücklage
Erfolgsneutral und somit ebenfalls direkt im Eigenkapital werden die Bewegungen in der OCI-Rücklage erfasst. Diese Bewegungen umfassen insbesondere die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung des Sozialkapitals (IAS 19-Rücklage), bonitätsbedingte Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten und Fair Value-Änderungen bei FVOCI-Finanzinstrumenten (Sonstige OCI-Rücklage). Im Jahr 2025 entsprechen diese Bewegungen
einem sonstigen Ergebnis von TEUR 22.223 (2024: TEUR –17.323). Bei der Bewertung des OCI-Bestandes sowie bei der Erfassung der IAS 19-Rücklage wurden die latenten Steuern unmittelbar im Eigenkapital in Abzug gebracht. Aufgrund von Abgängen von OCI-Beständen wurde im Berichtsjahr die Rücklage in Höhe von TEUR 22 (2024: TEUR 420) erfolgswirksam aufgelöst.
Die Sonstige OCI-Rücklage setzt sich wie folgt zusammen:
in TEUR
01.01.2025
Veränderungen
31.12.2025
Bonitätsbedingte Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten
15.756
–10.171
5.585
Änderungen des Fair Values bei FVOCI­Eigenkapitalinstrumenten
–25.196
30.088
4.892
Änderungen des Fair Values bei FVOCI­Schuldtiteln
–12.128
2.000
–10.128
Gesamt
–21.568
21.917
349
in TEUR
01.01.2024
Veränderungen
31.12.2024
Bonitätsbedingte Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten
18.044
–2.288
15.756
Änderungen des Fair Values bei FVOCI­Eigenkapitalinstrumenten
–7.191
–18.005
–25.196
Änderungen des Fair Values bei FVOCI­Schuldtiteln
–15.550
3.422
–12.128
Gesamt
–4.698
–16.870
–21.568
Die Risikovorsorgen von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen vor Steuerlatenz zum Bilanzstichtag TEUR 17 (2024: TEUR 101).
Zusätzliche IFRS-Informationen
(46) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte
31.12.2025
Nominalbeträge nach Restlaufzeit
Marktwerte clean
in TEUR
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzverträge
192.094
873.149
1.458.378
2.523.621
104.511
60.055
Wechselkursverträge
42.219
0
0
42.219
0
14.740
Zinsoptionen
0
527
22.400
22.927
219
244
Devisentermingeschäfte
8.794
0
0
8.794
48
0
Gesamt
243.106
873.676
1.480.778
2.597.560
104.779
75.038
31.12.2024
Nominalbeträge nach Restlaufzeit
Marktwerte clean
in TEUR
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
positiv
negativ
Zinssatzverträge
299.542
736.662
1.873.343
2.909.547
109.471
55.271
Wechselkursverträge
0
59.929
41.917
101.846
6.780
16.159
Zinsoptionen
10
0
26.468
26.478
242
240
Devisentermingeschäfte
12.679
0
0
12.679
32
0
Gesamt
312.231
796.591
1.941.728
3.050.550
116.525
71.670
Zum Bilanzstichtag sind zwei (2024: zwei) Derivate mit einem Volumen von TEUR 41.000 (2024: TEUR 41.000), einer Restlaufzeit von mehr als zehn Jahren und einem aktuellen Marktwert von TEUR 11.518 (2024: TEUR 8.232) im Bestand, welche nicht direkt in einer Sicherungsbeziehung sind.
(47) Saldierung von Finanzinstrumenten
Vermögenswerte
31.12.2025
in TEUR
Finanzielle
Vermögens-
werte (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
mögenswerte
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten
76.858
0
76.858
–23.234
–51.497
2.127
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen Gegenparteien
44.015
0
44.015
–8.894
–35.121
–0
Forderungen gegenüber Kreditinstituten
110.280
0
110.280
–57.050
0
53.231
Verbindlichkeiten
31.12.2025
in TEUR
Finanzielle
Verbindlich-
keiten (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
bindlichkeiten
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten
57.434
0
57.434
–23.234
–32.780
1.419
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen Gegenparteien
8.894
0
8.894
–8.894
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
265.911
0
265.911
–57.050
0
208.861
Vermögenswerte
31.12.2024
in TEUR
Finanzielle
Vermögens-
werte (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
mögenswerte
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten
105.507
0
105.507
–21.121
–79.487
4.898
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen Gegenparteien
32.220
0
32.220
–8.875
–23.030
315
Forderungen gegenüber Kreditinstituten
119.477
0
119.477
–61.183
0
58.294
Verbindlichkeiten
31.12.2024
in TEUR
Finanzielle
Verbindlich-
keiten (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
bindlichkeiten
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten
56.132
0
56.132
–21.121
–34.103
908
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen Gegenparteien
12.126
0
12.126
–8.875
–3.091
160
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
299.957
0
299.957
–61.183
0
238.774
Bei den Verträgen zu derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um deutsche und österreichische Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte sowie die zugehörigen Sicherheitenvereinbarungen, welche die Kriterien für eine Saldierung gemäß IAS 32.42 der umfassten Finanzinstrumente nicht erfüllen. Das im Vertrag enthaltene Aufrechnungsrecht von Marktwerten und Sicherheiten entsteht für die Vertragsparteien nur bei Ausfall, Insolvenz, Konkurs und Kündigung. Die Vertragsparteien beabsichtigen auch keine Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis. Als Sicherheiten dienen gemäß zugehöriger Sicher-heitenvereinbarungen Cash-Collaterals. An zentrale Gegenparteien wurden Ersteinschusszahlungen in Höhe von TEUR 12.269 (2024: TEUR 14.434) geleistet.
Bei den aufgerechneten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um eine individuelle Nettingvereinbarung mit einem Vertragspartner zur Minderung des Kreditrisikos gemäß CRR. Weiters existieren seit 2016 für Forderungen und Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten vertragliche Nettingvereinbarungen für die Anerkennung von risikomindernden Effekten.
(48) Fair Values
31.12.2025
in TEUR
Buchwert
Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
AKTIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Barreserve*)
261.149
0
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
110.280
0
0
261.146
261.146
Forderungen an Kunden
6.580.972
0
0
6.468.328
6.468.328
Finanzanlagen
581.667
453.172
16.183
106.851
576.207
Sonstige Aktiva (Finanzinstrumente) *)
679
0
0
0
0
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden
112.806
0
0
112.806
112.806
Finanzanlagen
60.682
831
0
59.850
60.682
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
119.860
0
119.860
0
119.860
Zum Fair Value designierte finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden
218.940
0
0
218.940
218.940
Finanzanlagen
140.136
88.353
0
51.783
140.136
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzanlagen
282.260
218.424
0
63.837
282.260
Hedge Accounting
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
1.012
0
1.012
0
1.012
*) Der Fair Value entspricht dem Buchwert, weil es sich überwiegend um kurzfristige Aktiva handelt.
31.12.2025
in TEUR
Buchwert
Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
PASSIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
265.911
0
0
265.875
265.875
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
2.835.485
0
0
4.615.571
4.615.571
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.989.538
0
0
2.910.828
2.910.828
Nachrangkapital
50.140
0
0
39.402
39.402
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
30.979
0
30.979
0
30.979
Zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
26.294
0
0
26.294
26.294
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.748.297
0
0
1.748.297
1.748.297
Nachrangkapital
22.766
0
0
22.766
22.766
Hedge Accounting
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
17.261
0
0
17.261
17.261
Verbriefte Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
35.348
0
35.348
0
35.348
31.12.2024
in TEUR
Buchwert
Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
AKTIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Barreserve*)
765.562
0
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
119.477
0
0
115.567
115.567
Forderungen an Kunden
6.220.552
0
0
6.802.289
6.802.289
Finanzanlagen
481.630
325.116
11.193
139.869
476.178
Sonstige Aktiva (Finanzinstrumente) *)
984
0
0
0
0
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden
127.099
0
0
127.099
127.099
Finanzanlagen
59.095
812
0
58.283
59.095
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
135.286
0
135.286
0
135.286
Zum Fair Value designierte finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden
221.639
0
0
221.639
221.639
Finanzanlagen
155.139
112.606
0
42.534
155.139
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzanlagen
248.286
184.665
0
63.621
248.286
Hedge Accounting
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften
2.441
0
2.441
0
2.441
*) Der Fair Value entspricht dem Buchwert, weil es sich überwiegend um kurzfristige Aktiva handelt.
31.12.2024
in TEUR
Buchwert
Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
PASSIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
299.957
0
0
299.469
299.469
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
2.879.714
0
0
2.877.677
2.877.677
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.168.913
0
0
2.101.907
2.101.907
Nachrangkapital
45.124
0
0
33.608
33.608
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
37.012
0
37.012
0
37.012
Zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
28.203
0
0
28.203
28.203
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.998.972
0
0
1.998.972
1.998.972
Nachrangkapital
21.587
0
0
21.587
21.587
Hedge Accounting
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
17.725
0
0
17.725
17.725
Verbriefte Verbindlichkeiten
591.148
0
0
591.148
591.148
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
31.246
0
31.246
0
31.246
Das maximale Ausfallrisiko in Bezug auf die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierten Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2025 TEUR 359.076 (2024: TEUR 376.779).
Der Buchwert der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuften Verbindlichkeiten ist um TEUR 10.771 höher (2024: um TEUR 34.913 höher) als der vertragsgemäß bei Fälligkeit an die Gläubiger zu zahlende Betrag. Dem stehen jedoch in Summe Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von TEUR 24.739 (2024: TEUR 62.180) gegenüber.
Umwidmungen
Umwidmungen zwischen den Level-Kategorien finden aufgrund der intern festgelegten Level-Policy statt, wobei die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Umgliederungen in der Fair Value-Hierarchie am Ende der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung eingetreten ist. Die letzte Umwidmung fand am 31. Dezember 2025 von Level 3 in Level 2 bei einem Finanzinstrument mit einem Buchwert von TEUR 5.000 (2024: TEUR 4.995) statt. Ansonsten fanden keine Umwidmungen statt.
Auswirkungen der Reklassifizierungen zum Bilanzstichtag
Im Geschäftsjahr 2025 wurden die Geschäftsmodelle unverändert beibehalten und demnach keine Reklassifizierungen aufgrund von Geschäftsmodelländerungen vorgenommen.
Spezielle Angaben für Level 3
IFRS-Kategorie
in TEUR
01.01.2025
Zugänge
Abgänge
Reali-
siertes
Ergebnis
Bewer-
tungs-
ergebnis
Tilgungen
Amorti-
sation
OCI-
Rücklage
01.01.2025
Verän-
derung
Rücklage
OCI-
Rücklage 31.12.2025
vor Steuer-
latenz
Zinsab-
grenzung
Bilanzwert 31.12.2025
Fremdkapital
Kredite FVPL
designiert
221.639
13.375
0
0
–3.145
–12.608
0
0
0
0
–321
218.940
Kredite FVPL
zwingend
127.099
5.388
0
0
–4.440
–15.238
0
0
0
0
–3
112.806
Wertpapiere
FVPL designiert
42.534
30.000
–15.000
0
–6.017
0
0
0
0
0
267
51.783
Eigenkapital
Wertpapiere
FVPL zwingend
58.283
0
0
0
1.567
0
0
0
0
0
0
59.850
Wertpapiere FVOCI
31.490
0
0
0
0
0
0
–4.467
–221
–4.688
0
31.268
Beteiligungen FVOCI
32.131
77
0
0
363
0
0
9.009
–3
9.006
0
32.568
Gesamt Aktiva
513.176
48.839
–15.000
0
–11.672
–27.846
0
4.542
–224
4.318
–57
507.216
At Fair Value
2.048.761
7.649
–29.856
–85
43.891
–194.558
0
20.462
–13.187
7.276
–4.021
1.797.356
Gesamt Passiva
2.048.761
7.649
–29.856
–85
43.891
–194.558
0
20.462
–13.187
7.276
–4.021
1.797.356
IFRS-Kategorie
in TEUR
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Reali-
siertes
Ergebnis
Bewer-
tungs-
ergebnis
Tilgungen
Amorti-
sation
OCI-
Rücklage
01.01.2024
Verän-
derung
Rücklage
OCI-
Rücklage 31.12.2024
vor Steuer-
latenz
Zinsab-
grenzung
Bilanzwert 31.12.2024
Fremdkapital
Kredite FVPL
designiert
214.382
14.428
0
0
4.737
–11.661
0
0
0
0
–246
221.639
Kredite
FVPL zwingend
128.187
17.960
0
0
–519
–18.527
0
0
0
0
–3
127.099
Wertpapiere
FVPL designiert
41.409
0
0
0
1.121
0
0
0
0
0
4
42.534
Eigenkapital
Wertpapiere
FVPL zwingend
56.688
2.071
0
0
–476
0
0
0
0
0
0
58.283
Wertpapiere
FVOCI
31.401
0
0
0
0
0
0
–4.555
89
–4.467
0
31.490
Beteiligungen
FVOCI
34.738
156
0
0
0
0
0
11.772
–2.763
9.009
0
32.131
Gesamt Aktiva
506.805
34.615
0
0
4.863
–30.188
0
7.217
–2.674
4.542
–245
513.176
At Fair Value
1.808.639
365.771
–22.727
586
–9.669
–121.278
0
23.433
–2.971
20.462
6.303
2.048.761
Gesamt Passiva
1.808.639
365.771
–22.727
586
–9.669
–121.278
0
23.433
–2.971
20.462
6.303
2.048.761
Das realisierte Ergebnis und das Bewertungsergebnis aus der Kategorie Fair Value through Profit & Loss (FVPL) sowie das realisierte Ergebnis und Impairments aus der Kategorie Fair Value through OCI (FVOCI) werden im Finanzergebnis und das Bewertungsergebnis aus der Kategorie FVOCI im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Für Level 3-Finanzinstrumente werden Preisbildungsinformationen Dritter ohne weitere Berichtigungen herangezogen.
Verwendete Methoden und Bewertungstechniken im Rahmen der Fair Value-Ermittlung
Als Eingangsparameter für die Fair Value-Ermittlung werden die am Bilanzstichtag selbst beobachteten relevanten Marktpreise und Zinssätze von anerkannten externen Quellen verwendet.
Bei zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumenten wird der Fair Value grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Verfahren unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Fair Value-Ermittlung erfolgt prinzipiell über die Barwertmethode bzw. bei komplexeren Finanzinstrumenten über entsprechende Optionspreismodelle, wobei marktübliche Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden.
Für derivative Finanzinstrumente wie zum Beispiel Swaps und Zinsoptionen werden die Marktwerte mit Barwert- bzw. Optionspreismodellen ermittelt. Kreditrisiken werden bei der Modellbewertung von Derivaten als Credit Value Adjustment (CVA) und als Debt Value Adjustment (DVA) auf Basis von Einflussgrößen wie Adressenausfallrisiko, Sicherheiten, saldierten Marktwerten und Restlaufzeit berücksichtigt. Die Höhe des CVA/DVA beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 10 (2024: TEUR 44).
Für Kredite und Einlagen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keinen liquiden Markt. Für kurzfristige Kredite und täglich fällige Einlagen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Einlagen wird der Marktwert durch Diskontierung der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen werden würden. Für Einlagen werden die von anerkannten externen Quellen veröffentlichten Swapzinssätze – ergänzt um die laufzeitkonformen Liquiditätsspreads – verwendet.
Bei der Bewertung von Forderungen stellt die Risikoprämie (Credit Spread) einen wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktor dar. Dieser wird von der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft aus internen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten (LGDs) abgeleitet. In diesen internen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten sind alle wesentlichen Informationen, unter anderem auch Auswirkungen klimabezogener Belange, enthalten. Zum 31. Dezember 2025 wurde in der Bewertung der Forderungen des Level 3 ein Credit Spread in einer Bandbreite von 0,1 % bis 35,2 % (2024: von 0,2 % bis 28,2 %) berücksichtigt. Eine Veränderung des Credit Spreads in Höhe von
0,5 % bzw. –0,5 % würde zu einer Verminderung bzw. Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um TEUR –9.415 bzw. TEUR 10.885 (2024: TEUR –8.723 bzw.
TEUR 8.723) führen. Um die Auswirkung zu bestimmen, nimmt die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft eine Neubewertung mittels Parallelverschiebung der relevanten Bewertungskurve vor.
Die Fair Value-Ermittlung für Eigenkapitalinstrumente erfolgt nach marktüblichen Verfahren (DCF-Bewertung, Verkehrswertgutachten, Heranziehung des Börsenkurses).
Bei den zum Fair Value bilanzierten Beteiligungen im Level 3 stellt der Diskontfaktor im Rahmen des verwendeten DCF-Verfahrens einen wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktor dar. Eine Erhöhung bzw. eine Verminderung des Diskontfaktors würde zu einer Verminderung bzw. zu einer Erhöhung des Fair Values führen. Eine Veränderung des Diskontfaktors in der Höhe von 0,25 % bzw. –0,25 % würde zu einer Verminderung bzw. Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um TEUR –2.184 bzw. TEUR 2.458 (2024: TEUR –2.168 bzw. TEUR 2.531) führen.
Die Fair Value-Ermittlung für finanzielle Verbindlichkeiten der Bank, welche in die Bewertungskategorie Fair Value through
Profit & Loss gewidmet wurden, beinhaltet alle instrumentenspezifischen Marktfaktoren, einschließlich das mit diesen finanziellen Verbindlichkeiten in Verbindung stehende marktübliche Bonitäts- bzw. Liquiditätsrisiko des Emittenten.
Die Prämie für das Nichterfüllungsrisiko stellt einen wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktor bei der Bewertung von Verbindlichkeiten dar. Diese wird unter Anwendung der Risikokurven der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft in Bezug auf nachrangige und nicht nachrangige Instrumente ermittelt. Diese Prämie für das Nichterfüllungsrisiko bzw. die Risikokurve der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wird von vergleichbaren Instituten und Emissionen, für die am Markt verlässliche Informationen erhältlich sind, ermittelt. In dieser Prämie sind somit alle wesentlichen Informationen, unter anderem auch Auswirkungen klimabezogener Belange, enthalten. Zum 31. Dezember 2025 wurde in der Bewertung der Verbindlichkeiten des Level 3 eine Risikoprämie in einer Bandbreite von 0,0 % bis 3,8 % (2024: von 0,0 % bis 4,3 %) berücksichtigt. Eine Veränderung der Risikoprämie von 0,5 % bzw. –0,5 % würde zu einer Erhöhung bzw. Verminderung des Ergebnisses vor Steuern um TEUR 44.965 bzw. TEUR –44.965 (2024: TEUR 52.456 bzw. TEUR –52.456) führen. Die Ermittlung dieser Auswirkung erfolgt durch Neubewertung der Verbindlichkeiten mittels Present Value of a Basis Point (PVBP).
Für die Verbindlichkeiten der Bank, die bis 2. April 2003 begründet wurden, haftet das Land Oberösterreich gemäß § 1356 ABGB.
Die zur Bestimmung der Fair Values eingesetzten Preismodelle sowie verwendeten Inputfaktoren werden regelmäßig getestet und validiert. Die Bewertungsergebnisse der zum Fair Value bilanzierten Instrumente werden regelmäßig dem Vorstand berichtet.
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden
Im Berichtszeitraum fand keine (2024: keine) Veräußerung dieser Finanzinstrumente statt. Die für solche am Abschlussstichtag gehaltenen Finanzinvestitionen im Berichtszeitraum erfassten Dividenden betragen TEUR 4.978 (2024: TEUR 5.108).
Die beizulegenden Zeitwerte für solche Finanzinvestitionen stellen sich wie folgt dar:
Finanzinvestitionen FVOCI in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Hypo­Banken­Holding Gesellschaft m.b.H.
6
6
Hypo­Wohnbaubank Aktiengesellschaft
663
663
Oberösterreichische Kreditgarantiegesellschaft m.b.H.
509
509
KEPLER­FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H.
1.276
1.276
GEMDAT OÖ GmbH
8
8
GEMDAT OÖ GmbH & Co KG
51
51
Oberösterreichische Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H.
236
236
Energie AG Oberösterreich
27.229
26.866
OÖ HightechFonds GmbH
2
2
AMAG Austria Metall AG
4.254
4.236
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.
1
1
Hypo­Bildung GmbH
9
9
Betriebsliegenschaft Eferding 4070 GmbH
18
18
O.Ö. Kommunalgebäude­Leasing Gesellschaft m.b.H.
4
4
O.Ö. Kommunal­Immobilienleasing GmbH
24
4
Raiffeisen OÖ Invest GmbH
8
8
HYPO­IMPULS Immobilien GmbH
1.426
1.426
Techno­Z Ried Technologiezentrum GmbH
28
28
ELAG Immobilien AG
821
821
OÖ HightechFonds GmbH (Stille Beteiligung)
240
186
R­IMPULS­Projekt Gmundnerberg GmbH
12
12
Genussrecht OÖ. Thermen­Immobilien­GmbH
31.268
31.490
Genussrecht Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG *)
75.560
36.660
*) indirekte Beteiligung an der voestalpine AG
(49) Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse als Leasingnehmer
Die Leasingverhältnisse der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestehen vorwiegend aus der Anmietung von Standorten (Büroflächen, Filialen und Parkplätzen) sowie von Baurechten und Grundstücken für Immobilienleasingprojekte. Diese Baurechte und Grundstücksmieten werden als Unterleasingverhältnisse weiterverleast.
Die aktivierten Nutzungsrechte im Zuge des IFRS 16 werden in der Bilanz als Sachanlagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausgewiesen. Die Darstellung der Buchwertentwicklung der Nutzungsrechte erfolgt im Anlagespiegel unter Note (34).
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf TEUR 0 (2024: TEUR –5) und wird in der Konzernerfolgsrechnung unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Zudem sind in dieser Position die Aufwendungen für Leasingvereinbarungen über Vermögenswerte von geringem Wert in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR 0) enthalten.
Der Ertrag aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf TEUR 1.079 (2024: TEUR 985).
In nachfolgender Tabelle wird die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten dargestellt:
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
bis 1 Jahr
1.340
1.355
über 1 Jahr bis 5 Jahre
4.732
4.844
über 5 Jahre
18.086
16.474
Gesamt
24.159
22.674
Die gesamten Leasingverbindlichkeiten sind in den Sonstigen Passiva enthalten. Der Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeiten beträgt im aktuellen Geschäftsjahr TEUR –363 (2024: TEUR –305).
In der Konzernkapitalflussrechnung sind insgesamt Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse als Leasingnehmer
in Höhe von TEUR –1.743 (2024: TEUR –1.633) enthalten. Im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sind die Zahlungen
für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse mit geringem Vermögenswert in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR –5) sowie Zinszahlungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR –363 (2024: TEUR –305) enthalten.
Überleitungsrechnung betreffend der Angabe zum Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
in TEUR
2025
2024
Leasingverbindlichkeiten 01.01.
22.674
21.558
Zahlungswirksame Veränderungen
Tilgungszahlungen
–1.380
–1.328
Zinszahlungen
–363
–305
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Reassessment
525
1.862
Zugänge/Abgänge
2.340
582
Gebuchter Zinsaufwand
363
305
Leasingverbindlichkeiten 31.12.
24.159
22.674
Leasingverhältnisse als Leasinggeber
Die Leasingverhältnisse der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft als Leasinggeber bestehen aus Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing.
Finanzierungsleasing
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.
31.12.2025
in TEUR
Brutto-
investitions-
werte
Noch nicht
realisierte
Finanzerträge
Netto-
investitions-
werte
bis 1 Jahr
54.524
5.734
48.790
über 1 bis 2 Jahre
42.228
4.105
38.123
über 2 bis 3 Jahre
34.199
2.842
31.357
über 3 bis 4 Jahre
26.749
1.621
25.128
über 4 bis 5 Jahre
16.874
869
16.005
über 5 Jahre
20.535
1.327
19.208
Gesamt
195.109
16.497
178.611
31.12.2024
in TEUR
Brutto-
investitions-
werte
Noch nicht
realisierte
Finanzerträge
Netto-
investitions-
werte
bis 1 Jahr
53.362
6.459
46.903
über 1 bis 2 Jahre
44.065
4.637
39.429
über 2 bis 3 Jahre
32.983
2.995
29.988
über 3 bis 4 Jahre
23.679
1.777
21.902
über 4 bis 5 Jahre
15.077
943
14.134
über 5 Jahre
19.512
1.534
17.978
Gesamt
188.678
18.344
170.335
Die Risikovorsorge für Leasingforderungen ist unter der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden (siehe in Note (36)) enthalten.
Die nicht garantierten Restwerte betragen TEUR 0 (2024: TEUR 19). 2025 wurden Finanzerträge auf Nettoinvestitionen in Finanzierungsleasingverhältnisse in Höhe von TEUR 8.110 (2024: TEUR 7.869) erfasst. Sowohl in diesem als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine Veräußerungsgewinne oder -verluste bzw. keine nicht in die Bewertung der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis einbezogenen Erträge aus variablen Leasingzahlungen bei Finanzierungsleasingverhältnissen.
Im Geschäftsjahr 2025 bestehen noch gestundete Forderungen aus Leasingverträgen im Zuge der Covid-19-Pandemie in Höhe von TEUR 173 (2024: TEUR 722). Die Rückzahlung der gestundeten Beträge erfolgt mittels erhöhter laufender Leasingzahlungen oder über eine verlängerte Vertragslaufzeit.
Operating-Leasingverhältnisse
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen nach IFRS 16 dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
bis 1 Jahr
7.986
7.572
über 1 bis 2 Jahre
5.378
5.149
über 2 bis 3 Jahre
4.538
4.431
über 3 bis 4 Jahre
3.613
3.595
über 4 bis 5 Jahre
2.514
2.812
über 5 Jahre
12.806
9.176
Gesamt
36.836
32.734
Im Jahr 2025 wurden Leasingerträge aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 9.088 (2024: TEUR 8.474) erfasst.
(50) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Zum Kreis der nahestehenden Personen und Unternehmen zählen die folgenden Personenkreise und Unternehmen:
Mutterunternehmen (Land Oberösterreich bzw. OÖ Landesholding GmbH) sowie Unternehmen, unter deren maßgeblichem Einfluss die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft steht (Hypo Holding GmbH und Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft), wie unter Punkt (51) angegeben
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen wie Vorstand und Aufsichtsrat der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und des Mutterunternehmens OÖ Landesholding GmbH sowie deren nächste Familienangehörige
Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen
sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Die gegenseitigen Salden mit nahestehenden Personen und Unternehmen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
in TEUR
Mutter-
unternehmen
Unternehmen
mit maßgeblichem
Einfluss
Tochter-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Schlüssel-
positionen im
Unternehmen
oder Mutter-
unternehmen
Sonstige
nahestehende
Unternehmen und
Personen
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Forderungen an
Kreditinstitute
0
0
65.013
73.200
0
0
0
0
0
0
0
0
Forderungen an Kunden
316.461
327.974
670
805
6.573
6.749
185.251
186.442
1.111
777
22.187
32.417
Finanzanlagen
36.926
42.534
75.560
36.660
18
18
40.147
37.313
0
0
0
0
Sonstige Aktiva
646
540
0
0
0
0
963
984
0
0
0
0
Vermögenswerte
354.033
371.048
141.243
110.665
6.590
6.767
226.361
224.739
1.111
777
22.187
32.417
Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit-
instituten
0
0
164.950
180.808
0
0
0
0
0
0
0
0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
62.826
134.399
0
0
80
47
9.300
9.861
2.235
1.942
19.979
13.405
Verbriefte
Verbindlichkeiten
0
0
215.900
230.677
0
0
0
0
0
0
0
0
Negative Marktwerte
aus derivativen
Geschäften
0
0
4.052
6.807
0
0
0
0
0
0
0
0
Sonstige Passiva
523
2.597
0
0
0
0
640
102
8
17
21
89
Verbindlichkeiten
63.349
136.996
384.902
418.291
80
47
9.940
9.963
2.244
1.959
20.000
13.494
Zinserträge
24.328
37.177
1.126
1.565
232
340
6.183
6.679
23
29
1.229
1.544
Zinsaufwendungen
2.665
10.942
10.335
21.926
0
0*)
102
223
33
64
162
177
Dividendenerträge
0
0
0
0
0
0
2.424
2.271
0
0
0
0
Provisionserträge
93
99
3
2
0
0*)
107
89
3
3
60
49
erhaltene Garantien
672.721
693.383
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
gewährte Garantien
0
12
0
0
0
0
2.405
2.100
79
111
1.524
895
*) Werte < TEUR 1
Unternehmen, die unter maßgeblichem Einfluss des Landes Oberösterreich stehen, sind dagegen nicht signifikant und fallen daher unter die Befreiung gemäß IAS 24.25.
Sämtliche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen unterhalten.
Die Vorstandsmitglieder der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und Geschäftsführer der Tochterunternehmen haben zum Jahresultimo von der Bank Vorschüsse, Kredite und Haftungen in Höhe von TEUR 33 (2024: TEUR 65) zu den wie für Bankmitarbeiter:in geltenden üblichen Konditionen und Bedingungen erhalten. Die Aufsichtsräte der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft haben für sich und für Unternehmen, für die sie persönlich haften, zum Jahresultimo von der Bank Vorschüsse, Kredite und Haftungen in Höhe von TEUR 413 (2024: TEUR 354) mit banküblichen bzw. zu wie für Bankmitarbeiter:in geltenden üblichen Konditionen und Bedingungen erhalten. Rückzahlungen werden vereinbarungsgemäß geleistet.
Die jährliche Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einem Fixbetrag. Für Geschäftsführer:innen wurden teilweise variable Vergütungen vereinbart, die vom Vorstand individuell festgelegt werden. Aktienbasierte Entlohnungsschemata sind nicht vorhanden. Die Bezüge an aktive Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführer:innen beliefen sich auf
TEUR 1.255 (2024: TEUR 1.079). Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung von insgesamt TEUR 58 (2024: TEUR 59). An Vorsorgen für Abfertigungen und Pensionen hat der Konzern im Jahr 2025 für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer:innen TEUR 88 (2024: TEUR 77 ) aufgewendet.
(51) Eigentümer der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
OÖ Landesholding GmbH
50,57 %
50,57 %
Land Oberösterreich
50,57 %
50,57 %
Hypo Holding GmbH
48,59 %
48,59 %
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft
41,14 %
41,14 %
Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft
7,45 %
7,45 %
Mitarbeiter
0,84 %
0,84 %
Gesamt
100,00 %
100,00 %
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist vom Land Oberösterreich aufgrund ihrer Kompetenz als Wohnbaubank mit der Verwaltung der geförderten Wohnbaudarlehen beauftragt worden. Der Bankkonzern steht mit der Hypo Holding GmbH in keiner dauernden Geschäftsbeziehung. Mit dem Konzern der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft bestehen intensive Geschäftsbeziehungen, die sich vorwiegend auf gemeinsame Konsortialfinanzierungen, Mittelveranlagungen, EDV-Kooperationen und Zusammenarbeit bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte (Meldewesen, Berichtswesen) erstrecken. Mit der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft besteht eine Kooperation im Versicherungsgeschäft. Mit verbundenen und assoziierten Unternehmen unterhält die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Geschäftsbeziehungen in Form von Transaktionen im Rahmen der Refinanzierung und sonstiger üblicher Bankgeschäfte.
(52) Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung basiert auf dem sogenannten „Management Approach“. Dieser verlangt, die Segmentberichterstattung auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen wird. Die steuerungsrelevanten Kennzahlen sind dabei die Eigenkapitalrentabilität (RoE) und die Cost-Income-Ratio (CIR).
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat bedingt durch ihren Regionalbank-Charakter ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet und verzichtet daher auf die Darstellung nach geografischen Merkmalen aufgrund der untergeordneten Bedeutung.
Berichterstattung nach Geschäftsbereichen – Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR
Großkunden
Retail und Wohnbau
Financial Markets
Sonstige
Konzern
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Zinsüberschuss
52.335
51.770
32.488
40.177
6.932
5.085
7.602
4.795
99.358
101.827
Ergebnis aus
At Equity­
Bewertung
0
0
0
0
0
0
6.896
5.804
6.896
5.804
Provisions-
überschuss
4.054
3.975
15.494
14.267
448
487
–410
–507
19.587
18.221
Finanzergebnis
–357
–371
1.009
248
7.181
566
0
193
7.833
636
Gesamtertrag
56.032
55.373
48.992
54.692
14.561
6.138
14.088
10.285
133.673
126.488
Risikovorsorge
–17.037
–31.842
–1.733
–128
315
–108
–2.909
216
–21.364
–31.863
Verwaltungs-
aufwand*)
–20.241
–17.234
–38.735
–34.362
–14.786
–12.150
–8.051
–6.815
–81.812
–70.560
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
13
17
-311
-427
6
5
4.192
7.155
3.901
6.750
Konzern-
jahresüberschuss
vor Steuern
18.767
6.314
8.213
19.775
97
–6.116
7.320
10.841
34.397
30.814
CIR**)
36,1 %
31,1 %
79,6 %
63,3 %
101,5 %
197,8 %
44,0 %
39,1 %
59,5 %
53,0 %
RoE***)
5,6 %
2,1 %
5,1 %
11,2 %
0,6 %
n/a
13,8 %
22,0 %
6,1 %
5,6 %
Ø zugeordnetes Eigenkapital****)
337.911
306.481
160.675
176.168
16.515
14.844
52.989
49.180
568.090
546.673
Segment-
vermögen
4.217.605
3.947.450
2.708.107
2.645.983
1.206.742
1.646.459
564.147
507.806
8.696.601
8.747.699
Segment-
schulden
1.261.742
1.376.498
1.891.075
1.879.510
4.869.880
4.865.011
83.767
80.636
8.106.464
8.201.655
*)
hievon planmäßige Abschreibungen: Segment Großkunden TEUR –721 (2024: TEUR –153), Segment Retail und Wohnbau TEUR –1.404
(2024: TEUR –624), Segment Financial Markets TEUR –666 (2024: TEUR –119), Segment Sonstige TEUR –4.443 (2024: TEUR –4.157).
**)
Berechnung CIR: Verwaltungsaufwendungen geteilt durch Gesamtertrag inkl. sonstigem betrieblichen Ergebnis
***)
Berechnung RoE: Konzernjahresüberschuss vor Steuern geteilt durch durchschnittlich zugeordnetes Eigenkapital
****)
Die Zuordnung des durchschnittlichen Eigenkapitals (Durchschnitt von Eigenkapital-Anfangsbestand und Eigenkapital-Endbestand der jeweiligen Betrachtungsperiode nach IFRS) auf die Segmente erfolgt auf Basis der risikogewichteten Aktiva.
Die Segmente des Konzerns der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft gliedern sich nach folgenden Kriterien:
Großkunden:
Diesem Segment sind die Ertrags- und Aufwandspositionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (Bund, Land, Gemeinden, Sozialversicherungen, anerkannte Religionsgemeinschaften) aus dem In- und Ausland sowie deren verbundene Unternehmen zugeordnet. Des Weiteren sind in diesem Segment auch Geschäfte mit gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern, Vertragsversicherungsunternehmen sowie Kommerz- und Immobilienprojekte enthalten.
Retail und Wohnbau:
In diesem Segment werden alle Geschäfte mit unselbstständig Erwerbstätigen (private Haushalte) sowie auch selbstständig Erwerbstätigen, vor allem Freiberufler und kleinere Unternehmen, die dezentral in den Filialen betreut werden, abgebildet. Weiters sind die Ergebnisbeiträge aus den geförderten Eigenheimfinanzierungen enthalten.
Financial Markets:
In diesem Segment werden die Finanzanlagen (ohne Eigenkapitalinstrumente), die derivativen Finanzinstrumente, das Emissionsgeschäft, die Ergebnisse aus dem Interbankengeschäft sowie der aus dem Bilanzstrukturmanagement erwirtschaftete Fristentransformationsbeitrag abgebildet. Weiters sind keine Auswirkungen mehr für Negativzinsen enthalten (2024: TEUR 3.194). Bei keinem (2024: keinem) Finanzinstrument wurde ein Impairment vorgenommen.
Sonstige:
Dieses Segment enthält die Ergebnisse aus den vollkonsolidierten Tochterunternehmen, die im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind, das Ergebnis aus At Equity-bewerteten Unternehmen und Beiträge aus Beteiligungen (Eigenkapitalinstrumente) sowie sämtliche Erträge und Aufwendungen, die nicht den anderen Segmenten zuzuordnen sind. Im Zinsüberschuss sind das Zinsergebnis vollkonsolidierter Tochtergesellschaften, der Refinanzierungsaufwand At Equity-bewerteter Beteiligungen sowie die Ausschüttungen abzüglich Refinanzierungskosten aus den Beteiligungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2025 wurde bei keinem Finanzinstrument (2024: keinem) eine Zuschreibung bzw. ein Impairment vorgenommen.
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis ist die Stabilitäts- und Bankenabgabe mit TEUR –5.389 (2024: TEUR –1.572) enthalten. Aktuell sind keine Beiträge für den Abwicklungsfonds (2024: TEUR 0) und Beiträge iHv. TEUR –28 für den Einlagensicherungsfonds (2024: TEUR 0) enthalten. Demgegenüber stehen im Wesentlichen Mieterträge aus den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.
(53) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Deckungsstock für Hypothekenpfandbriefe
2.932.425
2.830.513
Deckungsstock für Kommunalpfandbriefe
688.032
644.974
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen
9.043
9.526
Cash­Sicherheiten im Rahmen der Collateral­Vereinbarungen
45.479
51.915
Gesamt
3.674.979
3.536.928
Bei den angeführten Sicherheiten handelt es sich um bankübliche Standardvereinbarungen.
Die Deckungsstöcke für Hypotheken- und Kommunalpfandbriefe sind 2025 weiter gewachsen. Zum Berichtsstichtag betrug die Überdeckung im Deckungsstock für Hypothekenpfandbriefe TEUR 645.925 (2024: TEUR 299.013) und für Kommunalpfandbriefe TEUR 259.282 (2024: TEUR 218.224). In Folge der positiven Entwicklung im Kreditgeschäft konnte die freie Überdeckung in beiden Deckungsstöcken erhöht werden. Per 31. Dezember 2025 waren Anleihen in Höhe von TEUR 10.000 (2024: TEUR 10.000) als Substitutionswerte (Ersatzdeckungswerte) gewidmet und gesperrt.
Die Höhe der Mündelgeldspareinlagen per 31. Dezember 2025 beläuft sich auf TEUR 7.629 (2024: TEUR 7.627).
(54) Als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Cash­Sicherheiten im Rahmen der Collateral­Vereinbarungen
87.720
103.937
Gesamt
87.720
103.937
Bei den angeführten Sicherheiten handelt es sich um bankübliche Standardvereinbarungen.
(55) Fremdwährungsvolumina
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung
51.648
62.196
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung
90.120
96.201
Der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva in den einzelnen Währungen stellt nicht die offene Fremdwährungsposition des Bankkonzerns gemäß CRR dar. Die Absicherung von offenen Fremdwährungspositionen erfolgt anhand derivativer Finanzinstrumente wie Währungsswaps oder Cross­Currency-Swaps. Diese Absicherungen sind in der IFRS­Bilanz jedoch nicht
mit dem Nominalwert, sondern mit dem Marktwert angesetzt. Die Summe aller offenen Fremdwährungspositionen gemäß CRR betrug per 31. Dezember 2025 TEUR 1.225 (2024: TEUR 503).
(56) Nachrangige Vermögenswerte
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Nachrangige Vermögenswerte
831
1.216
Gesamt
831
1.216
(57) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Eventualverbindlichkeiten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Verbindlichkeiten aus Haftungen
94.990
94.517
rückgestellt
421
44
Eventualverbindlichkeiten stellen zugesagte Haftungsübernahmen für Kunden zugunsten eines Dritten dar. Sofern der Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, kann der Begünstigte die Haftung der Bank in Anspruch nehmen. Die Eventualverbindlichkeiten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Eventuelle finanzielle Auswirkungen einer Inanspruchnahme sind durch eine Rückstellung berücksichtigt.
Kreditrisiken nach § 51 Abs. 14 BWG
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Rahmen und Promessen
760.022
707.545
rückgestellt
437
1.480
Zu diesen Kreditrisiken zählen zugesagte, aber von Kunden noch nicht in Anspruch genommene Finanzierungen. Darunter sind vor allem Promessen im Darlehensgeschäft, aber auch nicht ausgenützte Kreditrahmen zu verstehen. Die Kreditrisiken wurden dabei jeweils mit ihrem Nominalwert angesetzt. Vorsorgen für Auswirkungen einer Inanspruchnahme sind durch eine Rückstellung berücksichtigt.
(58) Personal
Mitarbeiterkapazität (nach Köpfen)
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt
2025
2024
Vollzeitbeschäftigte Angestellte
261
249
Teilzeitbeschäftigte Angestellte
171
176
Lehrlinge
4
1
Gesamt
436
426
(59) Dividenden
Da die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist die Dividende auf den im Einzeljahresabschluss nach BWG bzw. UGB ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.195 (2024: TEUR 5.849) beschränkt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2025 betrug TEUR 16.701 (2024: TEUR 33.330). Nach Rücklagendotation von TEUR 12.549 (2024: TEUR 27.553) und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von TEUR 43 (2024: TEUR 72) ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von TEUR 4.195 (2024: TEUR 5.849). Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung am 26. März 2026 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von TEUR 4.195 (2024: TEUR 5.849) an die Stammaktionär:innen im Verhältnis ihrer Anteile am Grundkapital auszuschütten. Das entspricht einer Dividende von EUR 2,08 (2024: EUR 2,90) je Aktie.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde auf Grundlage des Bilanzgewinnes zum 31. Dezember 2024 eine Dividende in Höhe von
EUR 2,90 (2024: EUR 4,89) je Aktie, in Summe TEUR 5.806 (2024: TEUR 9.791) an die Aktionär:innen ausgeschüttet.
(60) Wertpapiergliederung gemäß BWG
Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere (mit anteiligen Zinsen) gemäß § 64 Abs. 1 Z 10 und Z 11 BWG auf:
in TEUR
Nicht börsenotiert
Börsenotiert
Gesamt
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
Schuldtitel öffentlicher Stellen
15.270
0
188.836
160.920
204.106
160.920
Forderungen an Kreditinstitute
31.755
21.894
0
0
31.755
21.894
Forderungen an Kunden
115.144
131.349
0
0
115.144
131.349
Festverzinsliche Wertpapiere
0
122
556.676
509.329
556.676
509.451
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
106.605
106.605
823
823
107.428
107.428
Gesamt
268.774
259.969
746.335
671.073
1.015.109
931.042
Von den zum Börsenhandel zugelassenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren können EUR 528.584 (2024: EUR 474.695) dem Anlagevermögen zugeordnet werden. Von den zum Börsenhandel zugelassenen Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren können EUR 823 (2024: EUR 823) dem Anlagevermögen zugeordnet werden.
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch von geringem Umfang gemäß Artikel 102 ff. CRR in Verbindung mit Artikel 94 CRR. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31. Dezember 2025 insgesamt TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Das Ergänzungs- und Nachrangkapital im Eigenbestand beträgt TEUR 823 (2024: TEUR 823).
Für das kommende Jahr werden zum Nominalwert von TEUR 728.796 (2024: TEUR 559.790) an Verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.
(61) Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis
Die konsolidierten Eigenmittel sowie das Eigenmittelerfordernis stellen sich zum 31. Dezember 2025 gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) wie folgt dar:
Konsolidierte Eigenmittel gemäß CRR
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Gezeichnetes Kapital
14.664
14.664
Rücklagen
567.963
544.470
Eigene Instrumente
–104
–108
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
3.463
–18.760
Durch Veränderungen bei der eigenen Bonität bedingte Gewinne und Verluste des Instituts aus zeit-
wertbilanzierten Verbindlichkeiten
–5.585
–15.756
Betrag zusätzlicher Wertanpassungen auf zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
–1.281
–1.395
Immaterielle Vermögenswerte
–2.127
–5.252
Unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen
–611
–644
Hartes Kernkapital IST = Kernkapital IST
576.381
517.219
Ergänzende Eigenmittel IST
72.780
66.711
Ergänzende Eigenmittel
72.780
66.711
Gesamtkapital IST (regulatorische Eigenmittel)
649.161
583.930
Solvabilitäts-Bemessungsgrundlage (Gesamtrisikobetrag)
4.049.573
3.931.861
Mindesteigenmittelerfordernis (8 %)
323.966
314.549
Eigenmittelüberschuss
325.195
269.381
Kernkapitalquote
14,2 %
13,2 %
Gesamtkapitalquote (Eigenmittelquote)
16,0 %
14,9 %
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR
31.12.2025
in TEUR
ungewichtete Risikoposition
Gesamt-
risikobetrag
Eigenmittel-
erfordernis
Aktiva
8.546.192
3.550.258
284.021
Außerbilanzmäßige Geschäfte
855.012
266.551
21.324
Derivate
0
8.854
708
Credit Value Adjustment
0
34.210
2.737
Operationelles Risiko
0
189.701
15.176
Gesamt
9.401.205
4.049.573
323.966
31.12.2024
in TEUR
ungewichtete Risikoposition
Gesamt-
risikobetrag
Eigenmittel-
erfordernis
Aktiva
8.582.444
3.468.057
277.445
Außerbilanzmäßige Geschäfte
802.352
223.296
17.864
Derivate
0
9.000
720
Credit Value Adjustment
0
36.807
2.945
Operationelles Risiko
0
194.702
15.576
Gesamt
9.384.795
3.931.861
314.549
Gemäß § 22 BWG in Verbindung mit § 103q Z 11 BWG ist seit 1. Jänner 2016 ein Kapitalerhaltungspuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Dieser beträgt für das Jahr 2025 2,5 % (2024: 2,5 %). Zusätzlich zum Kapitalerhaltungspuffer ist gemäß § 6 KP-V in Verbindung mit § 7 Abs. 1 und Abs. 2 KP-V ebenfalls ein Systemrisikopuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Seit dem Jahr 2016 ist auf konsolidierter Ebene ein Puffer in Höhe von 0,68 % (2024: 0,5 %) des Gesamtrisikobetrags zu halten. Erstmalig ist hier auch ein Puffer für gewerbliche Immobilienrisikopositionen enthalten.
Der antizyklische Kapitalpuffer wird gemäß § 140 der CRD IV als gewichteter Durchschnitt der veröffentlichten antizyklischen Quoten jener Rechtsräume berechnet, in denen wesentliche Kreditrisikopositionen bestehen. Zum 31. Dezember 2025 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,0 % (2024: 0,0 %).
Die Informationen gemäß Teil VIII der CRR in Verbindung mit der Offenlegungsverordnung werden auf der Website der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft (www.hypo.at) veröffentlicht.
(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Konzernabschlusses fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.
Risikobericht
(63) Gesamtbankrisikomanagement
Risikoübernahmen zur Ergebniserzielung stellen für den Konzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft eine Kernfunktion der unternehmerischen Tätigkeit dar. Risikostrategie des Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzerns ist es daher, bankübliche Risiken in einem definierten Rahmen einzugehen und die sich daraus ergebenden Ertragsmöglichkeiten zu nutzen. In diesem Sinne existiert im Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzern ein Risikomanagementprozess, der die Grundlage für eine risiko- und ertragsorientierte Gesamtbanksteuerung bildet.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Organisation des Risikomanagements. In Zusammenarbeit mit den hierfür eingerichteten Komitees, dem Risikokomitee und dem ALM-Komitee, legt der Vorstand die Risikostrategien für die Aktivitäten in den Geschäftsfeldern sowie für die zentralen Strukturrisiken des Konzerns fest.
Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten vermieden werden. Das heißt, es existiert eine bis zur Vorstandsebene durchgängige Trennung von Markt- und Marktfolgeeinheiten.
Die Gesamtbankrisikostrategie ist konsistent mit dem Geschäftsmodell und berücksichtigt alle wesentlichen Geschäftsfelder und Risikoarten. Art und Umfang der Risikoübernahme leiten sich aus den einzelnen Geschäftsfeldern ab, deren Aktivitäten im Rahmen der Geschäftsstrategieplanung jährlich festgelegt werden, z.B. für die Bereiche Großkunden, Retail und Wohnbau sowie Financial Markets. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft richtet ihr Engagement grundsätzlich nur auf Geschäftsfelder, in denen sie über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken im Rahmen eines standardisierten Produkteinführungsprozesses voraus.
Aufgrund des breit diversifizierten Kundenportfolios sind die Konzentrationsrisiken im Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzern tendenziell gering. Zur Kreditrisikoüberwachung sind Prozesse und Berichtswege festgelegt, mit denen z.B. die Kontrahenten- bzw. Emittentenrisiken überwacht und berichtet werden. Die Großkreditobergrenze wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft laufend überwacht. Zu einer Überschreitung kam es im Jahr 2025 wie in den Vorjahren nicht. Der Herfindahl-Hirschmann-Index beträgt auf das Gesamtportfolio gerechnet per 31. Dezember 2025 0,0113 (2024: 0,0146), ohne Berücksichtigung des CRR-Wahlrechtes nach Art 4 Abs. 1 Z 39 CRR. Damit weist die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft insgesamt eine niedrige Konzentration aus.
Die Verantwortung für das operative Risikomanagement ist im Konzern auf mehrere Einheiten aufgeteilt. Die Organisationseinheit Risikomanagement ist verantwortlich für die konzernweite Risikomessung, -überwachung und Risikoberichterstattung gemäß ICAAP an den Vorstand und die Inhaber von Risikokapitallimiten. In der Risikotragfähigkeitsrechnung werden sämtliche quantifizierbare Risiken (Adressenausfallrisiko inklusive Beteiligungsrisiko, Marktrisiko, Refinanzierungsrisiko, Risiko aus Fremdwährungskrediten, makroökonomisches Risiko, Nachhaltigkeitsrisiko, sonstige nicht quantifizierbare Risiken und operationelles Risiko) zusammengeführt und monatlich an den Vorstand berichtet. Über Risikosteuerungsmaßnahmen wird im ALM-Komitee bzw. im Risikokomitee beraten. Die Entscheidung zu Steuerungsmaßnahmen trifft der Vorstand. Risikodispositionen werden entsprechend der festgelegten Zuständigkeiten entweder von den Marktbereichen oder zentral vom Treasury vorgenommen. Die Kontrolle der Wirksamkeit von getroffenen Maßnahmen erfolgt durch regelmäßige Analysen im Rahmen der Berichtserstellung sowie in den Komitees. Im Risikoausschuss sowie im Aufsichtsrat wird über die Risikolage regelmäßig berichtet, über das Interne Kontrollsystem im Prüfungsausschuss.
Die Interne Revision prüft regelmäßig die internen Kontroll- und Risikomanagementprozesse sowohl der Tochtergesellschaften als auch der Zentralbereiche auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Sicherheit. Als unabhängige Instanz berichtet sie direkt an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit Sitz in Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z 1 ESAEG an. Dabei handelt es sich um die Einlagensicherung Austria Ges.m.b.H. (ESA). Jede Sicherungseinrichtung hat einen aus verfügbaren Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds in Höhe von zumindest 0,8 vH der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als Zielausstattung bis 3. Juli 2024 einzurichten und ab diesem Zeitpunkt jährlich an das Einlagenwachstum der Mitgliedsinstitute anzupassen.
Die seit 4. Juli 2024 vorgeschriebene Zielausstattung des Einlagensicherungsfonds wurde auch zum 31. Dezember 2025 eingehalten. Unterjährig führten Entschädigungszahlungen im Einlagensicherungsfall der EURAM Bank zu einer Unterdeckung des Einlagensicherungsfonds. Jedes Mitgliedsinstitut hatte daher im Anteil seiner gedeckten Einlagen für die Wiederauffüllung des Fonds zu sorgen. Der Beitrag der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft belief sich dabei auf TEUR 28 (2024: TEUR 0).
In den kommenden Jahren ist mit weiteren Rückflüssen zu rechnen – sowohl aus dem jüngst eingetretenen Sicherungsfall der EURAM Bank als auch aus bereits länger laufenden Verfahren, insbesondere jenem der Commerzialbank Mattersburg. Zusätzlich werden Zinserträge aus der Veranlagung der Fondsmittel erzielt, die einem möglichen Anstieg der gedeckten Einlagen und damit potenziellen zukünftigen Nachdotierungen entgegenwirken können.
(64) Marktrisiko
Marktrisiken entstehen durch mögliche Veränderungen von Marktpreisindikatoren wie Zinssätzen, Währungs- und Aktienkursen sowie aus der Veränderung von Credit Spreads. Da die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft nur ein kleines Handelsbuch im Sinne des Artikel 94 CRR führt, resultiert das Marktrisiko im Wesentlichen aus dem Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, in geringem Ausmaß auch aus Währungsrisiken aus offenen Devisenpositionen sowie aus dem Credit-Spread-Risiko im Wertpapiereigenbesitz-Portfolio.
Die Identifikation und Messung der Marktrisiken erfolgt durch die Organisationseinheiten Risikomanagement und Finanzierung.
Die Risikoanalysen der Bank im Marktrisikobereich stützen sich auf den Value at Risk (VaR). Die Bank verwendet dabei die Methode der „Historischen Simulation“, wobei gegebenenfalls ein Skalierungsfaktor auf das Resultat angewendet wird, um die Einhaltung des zugehörigen Backtests zu gewährleisten:
Parameter
Zins-
änderungs-
risiko
Credit
Spread-
Risiko
Fremd-
währungs-
risiko
Beobachtungszeitraum
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
1 Jahr
Konfidenzniveau
99,9 %
99,9 %
99,9 %
Für die Berücksichtigung von Risiken bei extremen Marktbewegungen werden zusätzlich Stresstests durchgeführt. Diese beinhalten die Simulation von großen Schwankungen der Marktpreisindikatoren und dienen zum Aufzeigen von Verlustpotenzialen, die nicht vom Value at Risk abgedeckt werden. Die Stressszenarien umfassen sowohl standardisierte Zinsschockszenarien als auch Zinsszenarien, die aufgrund der Zinspositionierung in Verbindung mit der aktuellen Bilanzstruktur nachteilig auf den Strukturbeitrag der Bank wirken könnten. Alle Marktrisikoaktivitäten sind mit Risikolimits versehen, die in ihrer Gesamtheit in eine Risikotragfähigkeitsrechnung einfließen.
Risikobegrenzend werden folgende Maßnahmen laufend umgesetzt:
Bei der Einführung von neuen Produkten wird das Zinsrisiko mit dem Ziel, dieses möglichst gering und jedenfalls berechenbar zu halten, mitbetrachtet.
Genaue Beobachtung der UDRB- und Fixzins-Risiken
Aufgrund der Wesentlichkeit ist das Risiko zumindest wöchentlich zu überwachen.
Im Risikomanagement der Bank wird neben der aktuellen und historischen Risikobetrachtung auf eine zukunftsorientierte Risikoeinschätzung geachtet.
Laut dem „ITS on Supervisory Reporting regarding IRRBB“ (DfV [EU] 2021/451) Art. 20a) ist im Zinsrisiko sowohl die ertragsseitige als auch die barwertige Sicht quartalsweise an die Aufsicht zu melden.
Im Barwert (EVE – Economic Value of Equity) wird dabei die Veränderung des Buchwertes des Bankbuches nach
einem Zinsschock in Höhe von 200bps dem Kernkapital Tier 1 der Bank gegenübergestellt. Würde dieser Zinsschock mehr als 15 % des Kernkapitals Tier 1 betragen, könnte die Bankenaufsicht risikoreduzierende Maßnahmen einfordern. Zum
31. Dezember 2025 betrug der absolute Risikowert TEUR 24.120 (2024: TEUR 41.603). Dies entspricht einer Limitauslastung von 35 % (2024: 64 %).
Im Ertrag (NII – Net Interest Income) wird unter der Annahme einer konstanten Bilanz die Auswirkung eines 200bps-Schocks auf den Nettozinsertrag gemeldet. Hier darf die aus dem Szenario resultierende Veränderung (Delta aus Schock und Basisszenario) 5 % des Kernkapitals Tier 1 nicht überschreiten. Zum 31. Dezember 2025 ergibt sich ein absoluter Risikowert von TEUR 13.013 (2024: TEUR 4.708). Dies entspricht 2,81 % (2024: 1,09 %) des anrechenbaren Kernkapitals Tier 1. Damit liegt die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft unter der Outlier-Grenze von 5 %.
Eine zentrale Modellannahme ist die Einschätzung der Non Maturing Deposits (BAW-Einlagen) hinsichtlich ihrer Zinsbindung. Aufsichtsrechtlich ist hier ein maximaler volumensgewichteter durchschnittlicher Repricing-Zeitpunkt für Retail-Einlagen von fünf Jahren vorgegeben. Für Wholesale gilt eine Obergrenze von vier Jahren, wobei die Einlagen von Financials als täglich fällig einzustufen sind. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft kalibriert das Modell mindestens jährlich. Retail-Einlagen werden in die Unterkategorien transactional (Sichteinlagen) sowie Non Transactional (Spar- und Termineinlagen) eingeteilt und mit einer durchschnittlichen Zinsbindung von rund 4,6 Jahren bzw. vier Jahren modelliert. Non Financial Wholesale-Einlagen werden kurzfristig dargestellt und erhalten eine Zinsbindung von 0,6 Jahren. Die Modellierung folgt dabei der Elastizitätenmethode, bei der die Einlagen in einen stabilen (core) und einen instabilen (non-core) Anteil aufgeteilt werden.
Das Fremdwährungsrisiko ist vergleichsweise gering. Das Erwirtschaften von Erträgen aus offenen Devisenpositionen ist keine Zielsetzung. Daher wird eine sich aus Kundengeschäften ergebende Fremdwährungsposition grundsätzlich abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen ergeben sich lediglich aus dem Valutengeschäft, welche wiederum durch eine knappe Disposition beschränkt werden. Zum 31. Dezember 2025 war die Bagatellschwelle von 2 % der Gesamteigenmittel gemäß Artikel 351 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 nicht überschritten. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis aufgrund der offenen Devisenposition in der Bank und im Konzern betrug daher TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Der Value at Risk auf der Basis der angegebenen Parameter stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
in TEUR
Value at Risk
31.12.2025
31.12.2024
Credit Spread­Risiko
11.417
11.418
Zinsrisiko – Bankbuch
24.480
46.716
Fremdwährungsrisiko
134
55
Der größte Anteil am Marktrisiko der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft per 31. Dezember 2025 entfällt auf das Zinsänderungsrisiko.
Während sich das Credit Spread-Risiko im Jahr 2025 kaum verändert hat, kam es im Zinsrisiko zu einer Sensitivitätenreduktion, welche neben tourlichen Modellanpassungen auf die aktuelle Strategie zur Zinssteuerung zurückzuführen ist. Der Anstieg im Fremdwährungsrisiko ist weiters auf einen stichtagsbezogenen Effekt zum Jahresultimo zurückzuführen und nicht nachhaltig.
Die Berichte zum Marktrisiko gemäß obiger Beschreibung werden grundsätzlich monatlich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht. Zusätzlich werden für das Zinsrisiko im Bankbuch wöchentlich auch eine GAP-Analyse, Stresstests und Ertragssimulationen erstellt sowie Marktwertänderungen im Wertpapiereigenbesitz-Portfolio täglich verfolgt und berichtet.
Die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften refinanzieren sich fristen- und währungskonform bei der Bank, sodass Zinsänderungs- und Währungsrisiken vermieden und in der Bank zentral gesteuert werden können.
(65) Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beinhaltet die Gefahr der Nichterfüllung von vertraglichen Zahlungsverpflichtungen durch Schuldner. Das heißt, dass Schuldner ihre Zahlungen zur korrekten Erfüllung ihrer gänzlichen oder teilweisen Zins- oder Tilgungsverpflichtung nicht bzw. nicht zeitgerecht leisten. Im Rahmen der monatlichen Risikoberichterstattung an den Vorstand werden alle Elemente der Kreditrisikoforderungen wie z.B. Ausfallrisiken einzelner Debitoren, Länder und Branchen berücksichtigt. Das Kreditrisiko umfasst neben dem Kontrahenten- bzw. Ausfallrisiko auch das Länderrisiko.
Das Kontrahenten- bzw. Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sowie aus dem Wertpapiereigenbestand. Die Risikostrategie zielt darauf ab, existenzgefährdende Schäden zu vermeiden. Dies erfolgt einerseits durch die begrenzte Allokation vorhandener Risikodeckungsmassen auf die in der Geschäftsstrategie festgelegten Geschäftsfelder. Andererseits wird auch auf eine ausreichende Diversifizierung des Portfolios geachtet. Der unerwartete Verlust aus Kreditrisiken wird in der Säule 1 der Basler Eigenkapitalbestimmungen nach dem Standardansatz unterlegt. Im Rahmen des Kapitaladäquanzverfahrens nach Säule 2 wird der unerwartete Verlust aus Kreditrisiken mit der im IRB-Ansatz vorgegebenen VaR-Formel für Unternehmen, Staaten und Banken ermittelt. In den einzelnen Segmenten wird neben der angestrebten marktüblichen Rendite auch explizit auf die Einhaltung der vorgegebenen Risikolimits geachtet. Über die Entwicklung des Kreditrisikos wird dem Vorstand monatlich berichtet.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft beurteilt die Risiko- und Besicherungssituation der einzelnen Finanzierungen entsprechend der Rating- und Sicherheitenrichtlinie und initiiert und überwacht die Umsetzung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Die fachgerechte Weiterentwicklung der Ratingsysteme und -verfahren, die zur Beurteilung von Finanzierungen eingesetzt werden, ist gewährleistet.
Die interne Ratingskala umfasst zehn Ratingstufen von 0,5 bis 5 und ist nach dem Schulnotensystem mit Halbnoten aufgebaut. Diese sind um weitere Subklassen in einigen Stufen durch die Zusätze „+“ bzw. „–“ verfeinert. Die Ausfallklassen teilen sich in 5, 5,1 und 5,2 (somit 17 Bonitätsklassen). Das Ratingsystem wird als Expertensystem geführt. Im Mengengeschäft werden automatisierte Scoringmodelle eingesetzt, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Als Bonitätskriterien werden sowohl Hard Facts als auch Soft Facts herangezogen. Entsprechend segmentspezifischer Unterschiede sind verschiedene Ratingtools im Einsatz. Alle Ratingtools verfolgen das Ziel, konkrete Aussagen über die Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen Kreditnehmer zu erhalten. Die Ratingsysteme sind nach den Segmenten Corporates, Retail, Projekt- und Objektfinanzierungen, Staaten sowie Financials und andere Wertpapieremittenten differenziert. Die Systeme zur Bonitätsbeurteilung werden laufend validiert und weiterentwickelt.

Für das interne Rating sind in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft folgende Ratingklassen in Verwendung:
S&P/Fitch
Rating
Moody’s
Rating
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
10er-Skala
Verfeinerung
Beschreibung
AAA
Aaa
0,5
0,5
risikolos
Investmentgrade
AA+
Aa1
1,0
1,0
ausgezeichnete Bonität
AA
Aa2
AA–
Aa3
A+
A1
1,5
1,5
sehr gute Bonität
A
A2
2,0
2+ (1,8)
gute Bonität
A–
A3
BBB+
Baa1
2,0
BBB
Baa2
2,5
2– (2,2)
durchschnittliche Bonität
BBB–
Baa3
2,5
3,0
3+ (2,8)
BB+
Ba1
3,0
akzeptable Bonität
Non­Invest­
mentgrade
BB
Ba2
BB–
Ba3
B+
B1
3,5
3– (3,2)
mäßige Bonität
B
B2
3,5
schwache Bonität
B–
B3
4,0
4+ (3,8)
sehr schwache Bonität
Highly
Speculative
4
CCC+
Caa1
4,5
4,5
ausfallgefährdet
CCC
Caa2
CCC–
Caa3
CC
Ca
5,0
5
Ausfallmerkmale erreicht
Default
C
5,1
DDD / D
C
5,2
Die Definition und Abgrenzung der einzelnen Ratingklassen orientiert sich an statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die verbalen Bezeichnungen dienen nur der Veranschaulichung. Die Überleitung zu externen Ratings erfolgt auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten. Subklassen mit Zusätzen (+/–) stellen keine Ratinghauptklassen dar, sie dienen lediglich der Verfeinerung. Die Klassen 5 sowie 5,1 und 5,2 dienen zur Unterscheidung von Ausfallkategorien (und entsprechen der Einstufung Ca und C von Moody’s bzw. CC, C und D von S&P Global Ratings).
Sicherheiten
Folgende Sicherheiten liegen vor:
Persönliche Sicherheiten
Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen
Dingliche Sicherheiten
Grundbücherliche Sicherheiten
Einlagen und Wertpapiere
Eigentumsvorbehalte, Leasing und Zession von Forderungen
Versicherungen
Die Sicherheitenkategorien und deren Werte werden systemisch in einer Sicherheitendatenbank erfasst und überwacht. Die Sicherheitenwerte werden entsprechend der Vertragssituation mit den einzelnen Finanzierungen verknüpft und nach einem vordefinierten Verfahren zugeteilt.
Die Besicherungsnote ergibt sich aufgrund folgender Notenskala:
Note
Blankoanteil
b 1,0
kleiner 5 %
b 1,5
5 % bis kleiner 15 %
b 2,0
15 % bis kleiner 30 %
b 2,5
30 % bis kleiner 45 %
b 3,0
45 % bis kleiner 55 %
b 3,5
55 % bis kleiner 70 %
b 4,0
70 % bis kleiner 85 %
b 4,5
85 % bis kleiner 95 %
b 5,0
95 % bis 100 %
Für alle Aktiva mit Adressenausfallrisiko wird monatlich der Credit Value at Risk ermittelt. Der Credit Value at Risk ist jener maximale Verlust, der statistisch betrachtet innerhalb eines Jahres eintreten kann und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wird der Credit Value at Risk (= Unexpected Loss) mit den Wahrscheinlichkeiten 95,0 % für den Going-Concern-Ansatz und 99,9 % für den Liquidationsfall ermittelt. Die Berechnung erfolgt mit der IRB-Formel für Unternehmen, Staaten und Banken.
In Besitz genommene Sicherheiten
Sicherheiten, die durch den Konzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft in Besitz genommen werden, werden mit dem vorrangigen Ziel gehalten, diese Immobilien in einem angemessenen Zeitraum wieder zu veräußern. Dabei wird der Erlös der Veräußerung zur Rückführung der Forderung verwendet. In Besitz genommene Sicherheiten werden grundsätzlich nicht im eigenen Geschäftsbetrieb verwendet. Bei schwer veräußerbaren Immobilien kommt auch eine sonstige Nutzung, die vorwiegend aus der Vermietung der Immobilien besteht, in Betracht. Der Buchwert dieser Vermögensgegenstände belief sich per 31. Dezember 2025 auf TEUR 1.943 (31.12.2024: TEUR 0).
Struktur des Ausleihungsportfolios
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Ausleihungsvolumens nach Wirtschaftszweigen und somit das maximale Ausfallrisiko:
Wirtschaftszweig
in TEUR
31.12.2025
Guthaben bei
Zentralnoten-
banken /
Forderungen
an Kredit-
institute
Forderungen
an Kunden
Positive Marktwerte aus
derivativen
Geschäften
Finanz-
anlagen
Bürgschaften/
Garantien
Nicht aus-
genutzte
Rahmen
Summe
Zentralbanken
253.557
0
0
0
0
0
253.557
Staatssektor
0
1.166.544
0
316.862
83
160.985
1.644.474
Kreditinstitute
104.745
0
74.991
516.994
7.620
0
704.350
Sonstige finanzielle Unternehmen
5.535
94.091
45.882
80.455
210
28.269
254.440
Nicht finanzielle Unternehmen
0
3.127.846
0
150.434
69.984
411.475
3.759.738
Haushalte
0
2.524.238
0
0
17.094
159.293
2.700.625
Gesamt Maximales Ausfallrisiko
363.837
6.912.718
120.872
1.064.744
94.990
760.022
9.317.185
Wirtschaftszweig
in TEUR
31.12.2024
Guthaben bei
Zentralnoten-
banken /
Forderungen
an Kredit-
institute
Forderungen
an Kunden
Positive Marktwerte aus
derivativen
Geschäften
Finanz-
anlagen
Bürgschaften/
Garantien
Nicht aus-
genutzte
Rahmen
Summe
Zentralbanken
758.263
0
0
0
0
0
758.263
Staatssektor
0
990.483
0
300.679
100
153.721
1.444.984
Kreditinstitute
112.638
0
112.430
458.434
7.541
0
691.042
Sonstige finanzielle Unternehmen
6.839
116.051
25.297
69.872
11.087
15.283
244.430
Nicht finanzielle Unternehmen
0
2.981.137
0
115.165
66.220
399.139
3.561.660
Haushalte
0
2.481.619
0
0
9.569
139.401
2.630.590
Gesamt Maximales Ausfallrisiko
877.740
6.569.291
137.727
944.151
94.517
707.545
9.330.969
Analyse der finanziellen Vermögenswerte
31.12.2025
nicht überfällig
bis 30 Tage
31 bis 60 Tage
61 bis 90 Tage
über 90 Tage
Gesamt
in TEUR
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Forderungen an
Kreditinstitute
75.821
57.049
34.459
0
0
0
0
0
0
0
110.280
57.049
hievon AC
75.821
57.049
34.459
0
0
0
0
0
0
0
110.280
57.049
hievon Stage 1
75.821
57.049
34.459
0
0
0
0
0
0
0
110.280
57.049
Forderungen an
Kunden
6.799.580
4.524.336
28.689
11.963
5.572
4.682
581
489
78.295
70.631
6.912.718
4.612.102
hievon AC
6.490.845
4.349.654
28.689
11.963
5.572
4.682
581
489
55.285
50.036
6.580.972
4.416.824
hievon Stage 1
6.192.566
4.145.978
21.618
6.508
760
760
0
0
1.593
194
6.216.536
4.153.441
hievon Stage 2
230.240
150.392
3.914
2.545
3.940
3.152
222
130
3.997
2.701
242.313
158.920
hievon Stage 3
37.323
27.407
3.157
2.909
872
771
359
359
49.695
47.140
91.406
78.586
hievon POCI
30.716
25.877
0
0
0
0
0
0
0
0
30.716
25.877
hievon FVPL
designiert
218.940
101.696
0
0
0
0
0
0
0
0
218.940
101.696
hievon FVPL
89.796
72.986
0
0
0
0
0
0
23.010
20.596
112.806
93.582
Gesamt
6.875.402
4.581.384
63.148
11.963
5.572
4.682
581
489
78.295
70.631
7.022.998
4.669.151
31.12.2024
nicht überfällig
bis 30 Tage
31 bis 60 Tage
61 bis 90 Tage
über 90 Tage
Gesamt
in TEUR
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Forderungen an
Kreditinstitute
119.477
61.164
0
0
0
0
0
0
0
0
119.477
61.164
hievon AC
119.477
61.164
0
0
0
0
0
0
0
0
119.477
61.164
hievon Stage 1
119.477
61.164
0
0
0
0
0
0
0
0
119.477
61.164
Forderungen an
Kunden
6.482.688
4.377.904
19.989
6.664
19.514
15.530
118
102
46.983
41.097
6.569.291
4.441.296
hievon AC
6.143.290
4.182.894
19.989
6.664
19.514
15.530
118
102
37.642
33.795
6.220.552
4.238.984
hievon Stage 1
5.982.482
4.058.281
14.872
1.980
801
780
0
0
109
97
5.998.264
4.061.137
hievon Stage 2
101.549
77.368
1.078
756
2.664
2.451
43
42
1.921
1.644
107.255
82.261
hievon Stage 3
59.259
47.244
4.038
3.929
16.048
12.299
75
60
35.612
32.054
115.033
95.586
hievon POCI
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
hievon FVPL
designiert
221.639
101.567
0
0
0
0
0
0
0
0
221.639
101.567
hievon FVPL
117.758
93.443
0
0
0
0
0
0
9.341
7.302
127.099
100.745
Gesamt
6.602.164
4.439.067
19.989
6.664
19.514
15.530
118
102
46.983
41.097
6.688.768
4.502.461
Wertberichtigungen
Wertberichtigungen dienen der bilanziellen Vorsorge für zukünftige Kreditausfälle. Für weitere Informationen zur Bildung der Wertberichtigung wird auf Punkt (10) Risikovorsorgen verwiesen.
Auslöser für die Bildung einer Risikovorsorge in Stage 3 stellen vor allem wirtschaftliche bzw. finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Ausfall von Zins- und Tilgungsverpflichtungen sowie weitere Ausfallgründe gemäß aufsichtsrechtlichen Bestimmungen dar. Diese Auslöser werden im Rahmen der Unlikely-to-pay-Prüfung des Finanzierungscontrollings sowie des Restrukturierungsmanagements gemäß den internen Risikomanagementrichtlinien und -prozessen festgestellt und überwacht.
Die Ausfalldefinition umfasst Insolvenzen, ähnliche Verfahren oder Klage, drohende Zahlungsunfähigkeit, 90-Tage-Basel-Überfälligkeit, Zinsfreistellung, krisenbedingte Restrukturierung, Fälligstellungen, Direktabschreibungen, Abschreibungen wertberichtigter Forderungen, Forderungsverzicht bei Restrukturierung, Lizenzentzug und Zahlungsmoratorium.
In der Ausfall- und Verwertungsdatenbank werden die Ausfallereignisse, die Kapitalstände zum Ausfallzeitpunkt, die Verwertungskosten sowie Rückflüsse aus der Sicherheitenverwertung aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen werden für die jährliche Validierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten herangezogen.
Non Performing Loans (NPLs) werden organisatorisch im Restrukturierungsmanagement geführt. Dabei wird die aktivseitige Kundenverantwortung an das Restrukturierungsmanagement und damit in die Marktfolge übertragen. Im Jahr 2025 betrug die NPL-Ratio gemäß EBA-Risk-Dashboard 2,53 % (2024: 2,45 %).
Wertberichtigungsstufen nach Ratingklassen
Die Bruttobuchwerte von Guthaben bei Zentralnotenbanken, Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Finanzanlagen, Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Wert (FVOCI) bewertet werden, gliedern sich nach den Ratingklassen wie folgt:
Ratingklasse
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Gesamt
0,5
102.568
0
0
0
102.568
1,0
486.938
0
0
0
486.938
1,5
2.229.350
3.077
0
0
2.232.427
1,8
1.315.335
3.083
0
0
1.318.418
2,0
933.081
739
0
0
933.820
2,2
378.860
1.777
0
0
380.637
2,5
1.921.815
11.179
0
0
1.932.994
2,8
345.393
4.801
0
0
350.195
3,0
226.270
10.828
0
0
237.098
3,2
72.715
9.810
0
0
82.525
3,5
93.636
99.836
0
0
193.472
3,8
8.518
59.898
0
0
68.416
4,0
388
12.787
0
0
13.176
4,5
2.602
59.366
0
0
61.968
5,0
0
0
754
0
754
5,1
0
0
104.227
44.752
148.979
5,2
0
0
25.918
125
26.043
Bruttobuchwerte
8.117.470
277.183
130.898
44.877
8.570.428
Risikovorsorgen
–2.272
–8.354
–38.282
–1.421
–50.329
Buchwerte 31.12.2025
8.115.198
268.829
92.616
43.456
8.520.099
Ratingklasse
Stage 1
Stage 2
Stage 3
POCI
Gesamt
0,5
85.550
0
0
0
85.550
1,0
930.229
0
0
0
930.229
1,5
2.016.495
0
0
0
2.016.495
1,8
998.808
0
0
0
998.808
2,0
1.048.046
0
0
0
1.048.046
2,2
574.739
1.020
0
0
575.759
2,5
1.905.788
707
0
0
1.906.494
2,8
302.681
0
0
0
302.681
3,0
219.623
3.641
0
0
223.264
3,2
76.896
3.380
0
0
80.277
3,5
133.256
24.552
0
0
157.808
3,8
768
37.422
0
0
38.190
4,0
470
11.901
0
0
12.370
4,5
3.976
32.584
721
0
37.281
5,0
0
0
4.643
0
4.643
5,1
0
0
121.672
0
121.672
5,2
0
0
32.692
0
32.692
Bruttobuchwerte
8.297.325
115.206
159.729
0
8.572.260
Risikovorsorgen
–1.488
–3.398
–41.621
0
–46.507
Buchwerte 31.12.2024
8.295.837
111.808
118.108
0
8.525.753
Kreditrisikosituation
Die Kreditrisikosituation im Gesamtportfolio ist trotz der anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im externen Vergleich zufriedenstellend. Dies fußt auf einer Fülle von einzelnen Qualitätsmaßnahmen, die sich im gesamten Portfolio auswirken.
Die wichtigsten sind:
Konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung der Kreditrichtlinien und -prozesse in der Kreditentscheidungsaufbereitung bei der Kreditvergabe.
Durch stetig intensivierte Risikoüberwachung von Teilportfolios und damit verbundene Maßnahmen im Einzelfall wird eine laufende Verbesserung im Bestand erreicht.
Durch konsequente Umsetzung des internen Ratingsystems sowohl in der Anwendung, der Aktualisierung der Ratingparameter sowie auch in der Systemvalidierung wird eine aussagekräftige Bonitätsbeurteilung sichergestellt.
Im Hinblick auf die Aufbauorganisation wurde die Problemkreditbearbeitung in der Einheit Restrukturierungsmanagement verstärkt und weiterentwickelt.
Nach dem Anstieg der NPL-Ratio im Jahr 2024 konnte im Jahr 2025 infolge der intensiven aktiven Bearbeitung des NPL-Portfolios eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau erreicht werden.

Das Finanzierungsvolumen ist zur Gänze bonitäts- und besicherungsmäßig eingestuft. Bonitätsmäßige Veränderungen werden sehr rasch erkannt und bei Verschlechterungen werden unmittelbar das Risiko korrigierende Maßnahmen umgesetzt.
Hinsichtlich des Ausfallrisikos bei den designierten Forderungen wird auf Punkt (48) verwiesen.
Forbearance
Unter „Forbearance“ werden Maßnahmen verstanden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass Bedingungen des Kreditvertrages zugunsten des Kreditnehmers verändert (z.B. Stundungen) oder Kredite neu finanziert werden, weil der Kreditnehmer die bestehenden Bedingungen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr erfüllen kann. Die finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers und die Veränderungen des Kreditvertrages bringen dabei nicht in jedem Fall Verluste für das Kreditinstitut mit sich. Änderungen von Kreditverträgen, die aus anderen Gründen als finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers erfolgen, gelten nicht als Forbearance-Maßnahmen.
Per 31. Dezember 2025 liegen Forbearance-Maßnahmen in Höhe von TEUR 203.659 (2024: TEUR 140.700) vor.
Die Forbearance-Ratio betrug 2,59 % (2024: 1,85 %). Dabei werden die Bruttobuchwerte aller Konten mit Forbearance-Maßnahmen dem Bruttobuchwert aller Kredite und Darlehen (gemäß EBA-Risk-Dashboard) gegenübergestellt. Sämtliche Forbearance-Maßnahmen betreffen Kreditnehmer im Inland. Die Zugänge belaufen sich auf TEUR 77.561 (2024: TEUR 116.649). Demgegenüber stehen Abgänge in der Höhe von TEUR 14.602 (2024: TEUR 3.380).
Aufteilung nach Stundungsarten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Restrukturierung nicht Default-relevant
68.299
60.414
davon in Problemkreditbetreuung
0
0
Restrukturierung Default-relevant
135.359
80.285
davon in Problemkreditbetreuung
135.359
80.285
Gesamt
203.659
140.700
davon in Spezialbetreuung
186.046
138.762
Performing/Non-Performing Exposures bei Forbearance-Maßnahmen
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Performing Exposures
68.299
60.378
davon sonstige Finanzunternehmen
351
389
davon nichtfinanzielle Unternehmen
62.692
54.840
davon Haushalte
5.257
5.149
Non-Performing Exposures inkl. POCI
135.359
80.322
davon sonstige Finanzunternehmen
0
0
davon nichtfinanzielle Unternehmen
134.432
79.331
davon Haushalte
927
990
Gesamt
203.659
140.700
davon Forderungen an Kunden
190.077
138.227
davon Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
13.581
2.472
Darstellung der Zu- und Abgänge der Forbearance-Maßnahmen
in TEUR
01.01.2025
Zugang
Abgang
31.12.2025
Betrag Forbearance­ Maßnahmen
140.700
77.561
14.602
203.659
davon Non­Performing Exposures inkl. POCI
80.322
64.372
9.335
135.359
Aufteilung der Forbearance-Maßnahmen nach Segmenten
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Großkunden
192.625
129.051
Retail und Wohnbau
6.478
6.530
Sonstige
4.556
5.119
Gesamt
203.659
140.700
Aufteilung der Forbearance-Maßnahmen nach IFRS 7
in TEUR
31.12.2025
Sicherheiten
31.12.2024
Sicherheiten
nicht überfällig
150.892
107.454
111.218
89.908
überfällig
52.767
43.902
29.482
23.827
Gesamt
203.659
151.356
140.700
113.735
(66) Liquiditätsrisiko
Das Ziel der Liquiditätssteuerung ist die jederzeitige Sicherung der Zahlungsbereitschaft der Bank unter der Nebenbedingung, die Kosten für die Liquiditätshaltung möglichst niedrig zu halten. Auf Basis von Liquiditätsablaufbilanzen stellt die Organisationseinheit Risikomanagement den Liquiditätsstatus des Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzerns fest. Die Steuerung der Liquidität erfolgt auf Basis dieser Liquiditätsablaufbilanzen. Die Maßnahmen zur Steuerung sind vor allem darauf ausgerichtet, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit – auch in Stresssituationen – sicherzustellen.
Für den laufenden Liquiditätsausgleich stehen ein Liquiditätspuffer sowie ein hohes Sicherheitenpotenzial für Tendergeschäfte mit der EZB in Form von Wertpapieren und Credit Claims zur Verfügung. Die Liquiditätssituation des Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzerns ist insbesondere aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der stabilen Kundeneinlagen komfortabel. Die im Bankwesengesetz (BWG) vorgesehenen Liquiditätsbestimmungen wurden bei der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft zur Gänze eingehalten.
Restlaufzeitenanalyse
31.12.2025
in TEUR
tägl. fällig
bis 1 Monat
über 1 Monat
bis 3 Monate
über 3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten*)
120.836
3.716
15.015
81.595
112.077
333.238
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
221.639
182.433
554.371
869.898
1.310.875
3.139.216
Verbriefte Verbindlichkeiten
19.219
48.876
331.960
2.532.035
2.773.173
5.705.264
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
3.286
12.939
44.986
228.323
313.263
602.797
Gesamt
364.979
247.963
946.332
3.711.852
4.509.388
9.780.514
Eventualverbindlichkeiten
94.990
0
0
0
0
0
Kreditrisiken
760.022
0
0
0
0
0
31.12.2024
in TEUR
tägl. fällig
bis 1 Monat
über 1 Monat
bis 3 Monate
über 3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten*)
151.435
4.068
18.395
89.985
113.021
376.904
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
460.906
237.950
377.705
850.606
1.423.143
3.350.310
Verbriefte Verbindlichkeiten
97.337
115.168
556.646
2.319.387
2.437.682
5.526.220
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften
5.177
19.591
52.384
222.431
238.429
538.012
Gesamt
714.855
376.777
1.005.130
3.482.409
4.212.275
9.791.446
Eventualverbindlichkeiten
94.517
0
0
0
0
0
Kreditrisiken
707.545
0
0
0
0
0
*) Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Cash-Collateraleinlagen für Derivate in Höhe von TEUR 109.510 (2024: TEUR 143.388) im Laufzeitband „tägl. fällig bis 1 Monat“ enthalten. Die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten ist jedoch abhängig von Marktzinsänderungen.
Die Tabelle zeigt die Fälligkeitsanalyse der nicht abgezinsten Cashflows für finanzielle Verbindlichkeiten und Derivate inklusive Zinszahlungen sowie die frühestmögliche Inanspruchnahme von Bürgschaften und Kreditzusagen. Kündigungsmöglichkeiten sind nach mathematischer Ausnutzungswahrscheinlichkeit enthalten.
Zusätzlich zur Liquiditätsablaufbilanz wird auch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Indikator für die Überwachung der kurzfristigen Liquiditätssituation eingesetzt. Per 31. Dezember 2025 beträgt diese auf konsolidierter Ebene 144,24 % (2024: 192,39 %) und ist damit deutlich höher als die für 2025 gesetzlich vorgegebene Mindestquote von 100,0 %. Als Indikator für die Stabilität der Refinanzierung wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) herangezogen. Diese beträgt per 31. Dezember 2025 121,53 % (2024: 122,39 %).
(67) Operationelles Risiko
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt auch das Rechtsrisiko ein.
Zur Ermittlung der Unterlegungskosten für operationelle Risiken in Säule 1 und auch Säule 2 verwendet die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft den Standardansatz.
Zur Identifikation von operationellen Risiken wird intern eine Ereignisdatenbank in der Organisationseinheit Risikomanagement geführt, in der Schadensfälle aufgezeichnet werden. Zudem erfolgt die Risikoüberwachung neben eigenen Assessments durch die Berücksichtigung von Revisionsberichten, Risikoberichten (z.B. der IT), Beschwerden sowie durch eingemeldete Beinaheschäden. Vierteljährlich wird über die Schadensfälle an den Vorstand berichtet. Werden dabei Häufungen von bestimmten Schadensfällen festgestellt, wird unter Berücksichtigung von organisatorischen Zuständigkeiten ein Prozess gestartet, um aufgetretene Risiken zu reduzieren. Darüber hinaus verfügt die Bank über Notfallkonzepte, um in Krisenfällen verschiedenster Art den Betrieb der Bank aufrechterhalten zu können.
Transaktionen und Entscheidungen erfolgen ausschließlich unter Anwendung des Vier-Augen-Prinzips. Die Bank legt großen Wert auf gut geschulte, verantwortungsbewusste Mitarbeiter:innen. Ein internes Kontrollsystem, das mithilfe von Prozessmanagement-Software, Abfrage-Software, Risiko-Kontroll-Matrizen und Assessments Schadensfälle verhindern soll, ist eingerichtet.
Das Rechtsrisiko wird durch sorgfältige Vertragsgestaltung bzw. -prüfung in der hausinternen Rechtsabteilung sowie durch Einholung von Expertisen von spezialisierten Anwälten oder sonstigen Gutachten minimiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Anzahl der Schadensfälle als auch die Schadenshöhe auf niedrigem Niveau konstant geblieben.
Zur Bewertung der Cyberrisiken werden von der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt. Dabei werden unter anderem die regelmäßigen OpKoord-Lagebilder (OpKoord = Operative Koordinierungsstruktur für Cybersicherheit in Österreich unter der organisatorischen Leitung des Bundesministeriums für Inneres) aktiv auf Relevanz für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft geprüft und bei Bedarf gemeinsam mit den relevanten IT-Dienstleistern Maßnahmen definiert.
VI. Organe der Bank
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Othmar Nagl (Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende:
Heinrich Schaller bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Reinhard Schwendtbauer ab 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Michael Tissot (Steuerberater)
Mitglieder:
Volkmar Angermeier (Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Miriam Eder (Leitung Controlling, Revision & Compliance BBRZ-Gruppe)
Klaus Fürlinger (Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Michael Glaser (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Horst Haudum (Geschäftsführer OÖ Landesholding GmbH)
Elisabeth Kölblinger bis 04.06.2025 (Steuerberaterin)
Stefan Sandberger ab 31.03.2025 (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ)
Reinhard Schwendtbauer bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Isabella Roßdorfer ab 29.09.2025 (Geschäftsführerin UNICONSULT Steuerberatung Gesellschaft mbH)
Vom Betriebsrat entsandt:
Kurt Dobersberger (Betriebsrats-Vorsitzender HYPO Oberösterreich)
Andrea Koppe (Betriebsrats-Vorsitzender-Stellvertreterin HYPO Oberösterreich)
Claudia Kastenhofer
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des Landes Oberösterreich:
Thomas Stelzer (Landeshauptmann des Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin des Landes Oberösterreich:
Christiane Frauscher (Geschäftsführerin OÖ Landesholding GmbH, Landesfinanzdirektorin des Landes Oberösterreich)
Staatskommissär:
Hans-Georg Kramer bis 31.10.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Angelika Schätz ab 01.11.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin:
Elena Guggenberger ab 01.02.2025 bis 31.12.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Elmar Mangler ab 01.01.2026 (Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender:
Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied:
Thomas Wolfsgruber
Deckungsstocktreuhänder
SAXINGER Rechtsanwalts GmbH
VII. Anteilsbesitz
a) Vollkonsolidierte Unternehmen
Gesellschaft
Eigener Anteil *)
Bilanzstichtag
2025
2024
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz
Konzernmutter
31.12.
OÖ HYPO Immobilien und Beteiligungen GmbH, Linz
100,0 %
100,0 %
30.09.
OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H., Linz
100,0 %
100,0 %
30.09.
OÖ Hypo Facility Management GmbH, Linz
100,0 %
100,0 %
30.09.
Hypo Immobilien Anlagen GmbH, Linz
100,0 %
100,0 %
30.09.
*) Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
b) Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Gesellschaft
Eigener Anteil *)
Bilanzstichtag
2025
2024
Beteiligungs­ und Immobilien GmbH, Linz
25,0 %
25,0 %
30.09.
Beteiligungs­ und Wohnungsanlagen GmbH, Linz
25,0 %
25,0 %
30.09.
*) Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
c) Unternehmen mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20 %, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Gesellschaft
Eigener Anteil *)
Vermö-
gens-
werte
Schulden
Erlöse
Jahres-
ergebnis
Bilanz
Bilanz-
stichtag
in TEUR
2025
2024
Betriebsliegenschaft Eferding 4070 GmbH, Linz
100,0 %
100,0 %
10.089
9.723
640
50
2025
30.09.
HYPO­IMPULS Immobilien GmbH, Linz
49,0 %
49,0 %
22.514
17.375
4.021
730
2024
31.12.
GEMDAT OÖ GmbH & Co KG, Linz
33,3 %
33,3 %
23.941
8.912
27.500
3.585
2024
31.12.
GEMDAT OÖ GmbH, Linz
30,0 %
30,0 %
878
462
868
41
2024
31.12.
Raiffeisen OÖ Invest GmbH, Linz
24,0 %
24,0 %
48
3
14
10
2025
30.09.
KEPLER­FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Linz
26,0 %
26,0 %
28.191
15.377
30.362
4.481
2024
31.12.
O.Ö. Kommunalgebäude­Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz
20,0 %
20,0 %
17.249
17.387
496
–8
2024
31.12.
O.Ö. Kommunal­Immobilienleasing GmbH, Linz
20,0 %
20,0 %
1.212
1.085
6.877
166
2024
31.12.
*) Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
VIII. Erklärung aller gesetzlichen Vertreter zum Jahresfinanzbericht
(gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 BörseG)
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 17. März 2026
Der Vorstand
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Klaus Kumpfmüller
Vorstandsvorsitzender

(Ärzte, Freie Berufe und Private Banking; Asset- und Liabilitymanagement/Treasury; Filialvertrieb; Großkundenbetreuung;
Kommerzkunden und Immobilienprojekte; Marketing; Nachhaltigkeit & Wertpapiere; OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H.; Personal;
Unternehmensentwicklung & Innovation, Vertriebsunterstützung; Vorstandsbüro)
'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'
Thomas Wolfsgruber
Vorstandsmitglied

(Controlling; Finanzierung; Immobiliengesellschaften; Informationstechnologie; Interne Revision; Rechnungswesen;
Recht & Corporate Compliance; Risikomanagement;
Umwelt-, Sicherheits-, Infrastrukturmanagement)
IX. Bericht des Aufsichtsrates
Die letzten Jahre waren geprägt von globalen Krisen, geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Turbulenzen. Es ist jedoch hervorzuheben, dass die Konjunktur nach Jahren rückläufiger Tendenzen im Jahr 2025 wieder in den Wachstumsbereich zurückkehren konnte. Auch der Ausblick für die heimische Industrie gestaltet sich für das Geschäftsjahr 2026 wieder deutlich positiver.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat die damit verbundenen Herausforderungen dank vorausschauender Planung und einer hervorragenden Teamleistung erfolgreich gemeistert. Die HYPO Mehr-Wert-Strategie 2030 erwies sich erneut als verlässliche Leitlinie und bildete mit dem übergeordneten Ziel „Wachstum & Profitabilität“ die Grundlage für den weiterhin kunden- und wachstumsorientierten Kurs der Bank.
Die neu etablierte Abteilung „Unternehmensentwicklung und Innovation“ treibt die erfolgreiche Digitalisierung der internen Prozesse der Bank voran, wobei die persönliche Beratung der Kundinnen und Kunden weiterhin im Fokus der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft steht.
Der Aufsichtsrat der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat über die Lage und Entwicklung der Bank und des Konzerns regelmäßig und in umfassender Art und Weise berichtet.
Die Buchführung, der Jahresabschluss nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB)/ Bankwesengesetzes (BWG), der Konzernabschluss nach den Bestimmungen der IFRS Accounting Standards zum 31. Dezember 2025, der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 sind von Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft worden.
Die Prüfungen haben zu keinerlei Beanstandungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde voll entsprochen. Die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke wurden damit erteilt.
Der Aufsichtsrat hat in der am 26. März 2026 abgehaltenen Sitzung den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum
31. Dezember 2025, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 geprüft. Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs. 4 des Aktiengesetzes gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung wurde gefolgt.
Gerade in einem herausfordernden, dynamischen Umfeld ist die geleistete Arbeit von besonderer Bedeutung. Dank dafür gilt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Linz, im März 2026
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
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Othmar Nagl
X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Bestätigungsvermerk*)
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen, bankrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1.
Risikovorsorgen für Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
2.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete verbriefte Verbindlichkeiten
(Fair Value through Profit and Loss)
1.
Risikovorsorgen für Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
Beschreibung:
Die Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind im Konzernabschluss per
31. Dezember 2025 der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit einem Betrag von MEUR 6.581 ausgewiesen. Zur Berücksichtigung von Verlustrisiken im Kreditportfolio werden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 49.361 gebildet.
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang (Notes) des Konzernabschlusses. Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben im Anhang im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ in der Note „(10) Risikovorsorgen“.
Für ausgefallene Kredite mit einem signifikanten Obligo von über TEUR 500 werden Einzelwertberichtigungen auf Basis einer individuellen Analyse der geschätzten, abgezinsten, zukünftigen Cashflows gebildet (Stufe 3 Risikovorsorge nach IFRS). Für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite führt die Bank eine Berechnung der Risikovorsorge auf Basis einer standardisierten Methode durch.
Für nicht ausgefallene Kredite wird auf Basis des Expected Credit Loss Modells gemäß IFRS 9 eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (Stufe 1 Risikovorsorge nach IFRS) sowie bei signifikanter Erhöhung des Kreditrisikos in Höhe des über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverlustes (Stufe 2 Risikovorsorge nach IFRS) gebildet.
Die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen unterliegt aufgrund der einfließenden Annahmen und Einschätzungen erheblichen Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten. Deshalb haben wir diesen Bereich als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Wir haben die Prozesse zur Kreditvergabe und Kreditüberwachung von Kundenkrediten erhoben und hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden angemessen abzubilden. Darüber hinaus haben wir die wesentlichen Schlüsselkontrollen dieser Prozesse identifiziert und in Teilbereichen getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten, die nicht als ausgefallen identifiziert wurden, haben wir beurteilt, ob signifikante Erhöhungen des Ausfallsrisikos bzw. Verlustereignisse vollständig identifiziert wurden.
Anhand einer Auswahl an individuell signifikanten ausgefallenen Kreditforderungen haben wir überprüft, ob Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße gebildet wurden. Für diese Kredite haben wir die Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich zukünftiger Cashflows, die noch aus Tilgungen und Sicherheiten erwartet werden, gewürdigt.
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von Immobiliensicherheiten unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten gewürdigt.
Im Bereich der für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite und für nicht ausgefallene Kredite ermittelten Risikovorsorgen haben wir das verwendete Bewertungsmodell und die zur Anwendung gelangten Parameter dahingehend gewürdigt, ob diese geeignet sind, Risikovorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Risikovorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Anhang vollständig und zutreffend sind.
2.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete verbriefte Verbindlichkeiten
(Fair Value through Profit and Loss)
Beschreibung:
Die Gesellschaft erfasst in ihrem Konzernabschluss per 31. Dezember 2025 in wesentlichem Umfang erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von MEUR 1.748, die dem Fair Value Level 3 der Fair Value Hierarchie zugeordnet sind.
Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Anhang (Notes) des Konzernabschlusses im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ in der Note (6) „Finanzinstrumente“ sowie in der Note (48) „Fair Values“.
Die Bewertung dieser Finanzinstrumente erfordert die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit Hilfe anerkannter Preismodelle, da keine Börsenkurse an einem aktiven Markt vorliegen. Die Fair Value Ermittlung erfolgt mittels Barwertmethode.
Bei der Bewertung mit Hilfe anerkannter Preismodelle sind die Auswahl dieser Modelle, der verwendeten Inputfaktoren sowie die damit zusammenhängenden Ermessensentscheidungen, welche mit Schätzunsicherheiten behaftet sind, von entscheidender Bedeutung für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts.
Aufgrund der Tatsache, dass die verbrieften Verbindlichkeiten (Level 3) einen wesentlichen Teil der Bilanzsumme der Gesellschaft ausmachen und dass hinsichtlich der bewertungsrelevanten Inputparameter Schätzunsicherheiten auftreten können, haben wir diesen Bereich als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Wir haben den Prozess zur Bewertung der verbrieften Verbindlichkeiten (Level 3) erhoben und gewürdigt, ob dieser geeignet ist, den beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente korrekt zu ermitteln. Darüber hinaus haben wir die Ausgestaltung und Umsetzung der wesentlichen Kontrollen im Hinblick auf die Inputparameter identifiziert und nachvollzogen.
Wir haben auf Basis einer Stichprobe die von der Gesellschaft getroffene Zuordnung zum Fair Value Level 3 nachvollzogen. Die Fair Values der Stichprobe wurden unter Einbindung EY-interner Spezialisten nachgerechnet und der Wertansatz der verbrieften Verbindlichkeiten beurteilt.
Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Anhang (Notes) vollständig und zutreffend sind.
Hinweis auf sonstige Sachverhalte
Der Konzernabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz, für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 19. März 2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten, sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. April 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 31. März 2025 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 4. April 2025 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2025 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Andrea Stippl.
Wien, am 17. März 2026
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H
qualifiziert elektronisch signiert:qualifiziert elektronisch signiert:
MMag. Roland Unterweger eh Mag. Andrea Stippl eh
WirtschaftsprüferWirtschaftsprüferin
_________
*)
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Jahresabschluss
nach unternehmensrechtlichen Vorschriften
Kennzahlenüberblick
Bilanzsumme
8.542
Millionen Euro
2024: 8.612 Mio. Euro
Forderungen
an Kunden
7.046
Millionen Euro
2024: 6.710 Mio. Euro
RoE
(Return on Equity)
5,4
Prozent
2024: 8,4 Prozent
Verbriefte Verbindlichkeiten
4.767
Millionen Euro
2024: 4.764 Mio. Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
2.897
Millionen Euro
2024: 2.941 Mio. Euro
EGT
26,3
Millionen Euro
2024: 39,5 Mio. Euro
Provisionsergebnis
22,8
Millionen Euro
2024: 20,2 Mio. Euro
Betriebsergebnis
44,0
Millionen Euro
2024: 68,7 Mio. Euro
Kernkapitalquote
12,6
Prozent
2024: 12,4 Prozent
Lagebericht
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Ergebnissteigerung in herausforderndem Umfeld
Die HYPO Oberösterreich erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein solides Ergebnis. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr auf +26,3 Millionen Euro (2024: +39,5 Millionen Euro). Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 8.542,3 Millionen Euro (2024: 8.611,7 Millionen Euro) und war dabei insbesondere durch den Abbau kurzfristiger Liquiditätsveranlagungen bei der Oesterreichischen Nationalbank beeinflusst. Die Forderungen an Kunden entwickelten sich hingegen positiv und stiegen um +5,0 Prozent auf 7.045,8 Millionen Euro (2024: 6.710,5 Millionen Euro).
Die Ergebnisentwicklung wurde maßgeblich durch die Ausweitung des Kundengeschäfts getragen. Zusätzlich trugen der im Ergebnis ausgewiesene deutlich reduzierte Aufwand aus der Risikovorsorge sowie ein verbessertes Finanzergebnis positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist im Wesentlichen auf strategische Investitionen in die IT-Infrastruktur zurückzuführen. Insgesamt konnte trotz der im Laufe des Jahres 2025 stark gesunkenen Zinsen ein verbessertes Ergebnis erzielt werden.
Starkes Wachstum im Kreditgeschäft
Die HYPO Oberösterreich hat ihre bemerkenswerte Stellung als Kreditbank 2025 trotz anspruchsvoller Marktbedingungen weiter ausgebaut.
Mit einem Neugeschäftsvolumen von rund einer Milliarde Euro wurde ein historischer Höchstwert für die HYPO Oberösterreich erzielt. Maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete das Kundensegment Großkunden (darin enthalten sind Großwohnbau, Öffentliche Institutionen, Kommerzkunden und Immobilienprojekte sowie kirchliche und soziale Organisationen) mit einem Neugeschäftsvolumen von 609,8 Millionen Euro. Im privaten, frei finanzierten Wohnbau konnte 2025 mit einem Neuvolumen von 251,8 Millionen Euro sogar ein Rekord erzielt werden, dieser Wert entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung um +34,6 Prozent.
Das Finanzierungsvolumen konnte – getragen vom starken Neugeschäftsvolumen – insgesamt um +5,0 Prozent auf 7.045,8 Millionen Euro (2024: 6.710,5 Millionen Euro) erhöht werden.
Der Bestand an Risikovorsorge zum Stichtag stieg, bedingt durch die herausfordernde Marktlage insbesondere im Kommerz- und Immobilienprojektgeschäft, leicht auf 52,7 Millionen Euro (2024: 48,6 Millionen Euro) an. Die Kreditrisikokennzahlen der HYPO Oberösterreich weisen weiterhin gute Werte auf. Die wichtige NPL (Non Performing Loans)-Ratio betrug mit Ende 2025 2,50 Prozent (2024: 2,41 Prozent) und liegt gemäß des Risk Dashboards der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) nach wie vor klar im Low-Risk-Bereich (unter 3,0 Prozent).
Rekordjahr bei Wohnbau-Wandelschuldverschreibungen
Das platzierte Emissionsvolumen 2025 lag mit 651,8 Millionen Euro (2024: 606,7 Millionen Euro) über dem Vorjahreswert. Das höhere Volumen war dem Refinanzierungsbedarf der Wachstumsstrategie sowie den höheren Emissionsfälligkeiten geschuldet.
Zur Erreichung wurde bereits im Mai eine 250,0 Millionen Euro hypothekarisch besicherte Pfandbriefemission begeben. Mit einer Laufzeit von knapp sieben Jahren und einem Spread von Mid-Swap +49bp wurde die Transaktion sehr erfolgreich platziert. Das Orderbuch wurde von Investor:innen aus Österreich, Deutschland und Skandinavien dominiert und erreichte innerhalb kürzester Zeit ein Volumen von rund 700 Millionen Euro, womit die Position der HYPO Oberösterreich als starker und vertrauenswürdiger Player am Kapitalmarkt bestätigt werden konnte.
Sehr erfolgreich konnte darüber hinaus die Platzierung von Anleihen im Retailbereich umgesetzt werden. Dabei ist für das Geschäftsjahr 2025 insbesondere die Entwicklung der Wohnbau-Wandelschuldverschreibungen (Wohnbauanleihen) hervorzuheben: Mit einem abgesetzten Volumen von 289,0 Millionen Euro an Wohnbauanleihen erzielte die HYPO Oberösterreich in diesem Segment den höchsten Absatz ihrer Unternehmensgeschichte.
Der Stand verbriefter Verbindlichkeiten lag Ende 2025 mit 4.767,4 Millionen Euro geringfügig um +0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau (2024: 4.763,7 Millionen Euro).
Ausbau der stabilen Retaileinlagen
Im Privatkundenbereich konnten die Kundeneinlagen 2025 um 5,3 Prozent gesteigert werden. Der Fokus lag weiter auf gebundenen Sparprodukten, wobei vor allem eine Produktvariante mit neunmonatiger Laufzeit im Rahmen der Weltspartagsaktion stark nachgefragt wurde.
Bei den institutionellen Großkunden lag der Stand der Einlagen – wie bereits in den Vorjahren – zum Stichtag unter dem unterjährigen Durchschnitt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden fielen auf hohem Niveau geringfügig um –1,5 Prozent auf 2.897,0 Millionen Euro (2024: 2.940,6 Millionen Euro). In Kombination mit dem Emissionsvolumen verfügt die Bank damit weiterhin über eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung, um den definierten Wachstumskurs fortzusetzen.
Wertpapiergeschäft
Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich im Jahr 2025 erfreulich. Das in Wertpapieren veranlagte Kundenvermögen der HYPO Oberösterreich stieg per Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahr um +25,9 Prozent auf 1.937,8 Millionen Euro an. Dieser Anstieg resultierte aus deutlichen Zuwächsen in sämtlichen Kundensegmenten, wobei insbesondere das Großkundensegment
mit einem Wachstum von +52,5 Prozent auf 812,9 Millionen Euro maßgeblich beitrug. Auch die Kundenteilsegmente Retail sowie Ärzte, Freie Berufe und Private Banking verzeichneten jeweils zweistellige Wachstumsraten in Höhe von +11,5 Prozent auf 767,3 Millionen Euro beziehungsweise +12,7 Prozent auf 357,6 Millionen Euro.
Das Ergebnis der Wertpapierprovisionen stieg im Jahresvergleich um +10,1 Prozent auf 10,0 Millionen Euro.
Im Privatkundengeschäft (Kundenteilsegmente Retail sowie Ärzte, Freie Berufe und Private Banking) war der Bruttoabsatz von einer dynamischen Entwicklung geprägt. Der gesamte Bruttoabsatz (Anleihen, Aktien, Fonds) im Privatkundengeschäft
stieg um 17,2 Prozent auf 180,1 Millionen Euro an. Besonders deutlich fielen die Zuwächse bei Anleihen mit einem Plus von
+30,7 Prozent auf 75,3 Millionen Euro sowie bei Fonds mit einem Anstieg von +22,7 Prozent auf 52,0 Millionen Euro aus.
Erfolg braucht Vertrauen – gerade in schwierigen Zeiten
Trotz sinkender Zinsen konnte die HYPO Oberösterreich ein leicht geringeres Zinsergebnis erzielen. Dabei verringerte sich der Nettozinsertrag um –6,6 Prozent auf +84,8 Millionen Euro (2024: +90,8 Millionen Euro). Der Wachstumskurs und ein ausgezeichnetes Funding wirken den negativen Trends im Marktumfeld entgegen. Der Beitrag nicht festverzinslicher Wertpapiere und Beteiligungen belief sich auf +12,7 Millionen Euro (2024: +23,2 Millionen Euro). Hauptverantwortlich für den Rückgang war die Hebung stiller Reserven bei einer Tochtergesellschaft im Vorjahr in Höhe von 10,0 Millionen Euro.
Bei den Dienstleistungserträgen sorgte vor allem das Wertpapiergeschäft für eine deutliche Steigerung. Das Provisionsergebnis konnte so um +12,7 Prozent ausgebaut werden und betrug im Jahr 2025 +22,8 Millionen Euro (2024:
+20,2 Millionen Euro).
Das Ergebnis aus Finanzgeschäften wurde durch die Auflösung eines Sicherungsgeschäftes mit –1,1 Millionen Euro negativ belastet und beträgt daher –0,2 Millionen Euro (2024: +0,9 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben konstant bei +0,4 Millionen Euro (2024: +0,3 Millionen Euro). Bedingt durch die Hebung stiller Reserven in Höhe
von 10 Millionen Euro im Vorjahr und das negative Ergebnis aus Finanzgeschäften sind die Betriebserträge um –11,0 Prozent auf +120,5 Millionen Euro (2024: +135,4 Millionen Euro) zurückgegangen.
Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich um +14,8 Prozent auf –76,6 Millionen Euro (2024: –66,7 Millionen Euro). Diese Entwicklung ist zum einen auf indexbedingte Anpassungen bei den Personal- und Sachaufwendungen zurückzuführen, zum anderen auf erhöhte Abschreibungen infolge umfangreicher IT-Investitionen. Insgesamt führte das zu einem um –36,0 Prozent niedrigeren Betriebsergebnis in Höhe von +44,0 Millionen Euro (2024: +68,7 Millionen Euro).
Bei der Risikovorsorge konnte eine Trendwende erreicht werden. Vor allem in der Immobilienbranche konnte der Vorsorgebedarf gebremst werden und gleichzeitig konnten Chancen durch erhöhte Marktaktivitäten bei Restrukturierungsfällen genutzt werden. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Aufwand aus der Risikovorsorge auf –18,8 Millionen Euro (2024: –30,6 Millionen Euro). Die Realisierung und Bewertung von Wertpapieren trägt auch 2025 mit einem positiven Beitrag von +1,3 Millionen Euro (2024: +1,6 Millionen Euro) zum Ergebnis bei. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank damit auf +26,3 Millionen Euro (2024: +39,5 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss sank auf +16,7 Millionen Euro (2024: +33,3 Millionen Euro).
Die Eigenkapitalrentabilität (RoE) betrug damit 2025 5,4 Prozent (2024: 8,4 Prozent). Diese berechnet sich aus dem Quotienten aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem Eigenkapital zum Stichtag.
Eigenmittelausstattung
Die Eigenmittel stellten sich gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) wie folgt dar:
in Millionen Euro
31.12.2025
31.12.2024
Solvabilitäts­Bemessungsgrundlage (Gesamtrisikobetrag)
3.773,9
3.705,9
Mindesteigenmittelerfordernis (8 %)
301,9
296,5
hartes Kernkapital IST =
Kernkapital IST
476,5
461,1
harte Kernkapitalquote =
Kernkapitalquote
12,6 %
12,4 %
Ergänzende Eigenmittel IST
75,4
70,4
Ergänzende Eigenmittel
2,0 %
1,9 %
Gesamtkapital IST (regulatorische Eigenmittel)
551,9
531,5
Gesamtkapitalquote (Eigenmittelquote)
14,6 %
14,3 %
Eigenmittelüberschuss
250,0
235,0
Unter Berücksichtigung der geplanten Dividende erhöhten sich die regulatorischen Eigenmittel auf 551,9 Millionen Euro (2024: 531,5 Millionen Euro). Trotz eines Anstiegs des Gesamtrisikobetrags auf 3.773,9 Millionen Euro (2024: 3.705,9 Millionen Euro) erhöhte sich die Gesamtkapitalquote auf 14,6 Prozent (2024: 14,3 Prozent).
Gemäß SREP-Bescheid aus dem Jahr 2024 besteht zum 31. Dezember 2025 ein zusätzliches Eigenmittelerfordernis von
0,9 Prozent (2024: 0,9 Prozent).
Zu den Angaben zu eigenen Aktien gemäß § 243 Abs. 3Z 3 UGB wird auf den Anhang verwiesen.
Die HYPO Oberösterreich verfügt per 31. Dezember 2025 über Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (MREL) in Höhe von 2.603,5 Millionen Euro (2024: 2.257,4 Millionen Euro).
MREL-Anforderung: Total Risk Exposure Amount (TREA)
Bei einem MREL-SOLL von 733,8 Millionen Euro (2024: 718,4 Millionen Euro) ergibt sich daraus ein MREL-Surplus von
1.869,7 Millionen Euro (2024: 1.539,0 Millionen Euro).
MREL-Anforderung: Leverage Ratio Exposure (LRE)
Bei einem MREL-SOLL von 479,5 Millionen Euro (2024: 477,8 Millionen Euro) ergibt sich daraus ein MREL-Surplus von
2.124,0 Millionen Euro (2024: 1.779,6 Millionen Euro).
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand stellt mit Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sicher, dass unternehmerische Sachverhalte und Geschäftsfälle ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, beurteilt und in weiterer Folge vollständig, korrekt und periodengerecht bilanziert werden. Weiters ist damit sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss korrekt angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden.
Alle Aufgaben und Zuständigkeiten des Rechnungslegungsprozesses sind chronologisch in einem Prozessmodellierungssystem erfasst und in der 2025 eingeführten SAP-Systemlandschaft umgesetzt. Die Funktionen im Rechnungslegungsprozess sind klar getrennt. Die wesentlichen Risiken sowie die entsprechenden internen Kontrollen sind nachvollziehbar dokumentiert. Die festgelegten Kontrollen werden regelmäßig auf ihre Effektivität geprüft und evaluiert. Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind vorgegeben. Gesetzliche Neuerungen werden laufend überwacht und in Abstimmung mit allen betroffenen Bereichen umgesetzt. Die Ablauforganisation für die Erstellung der Abschlüsse folgt einer koordinierten Vorgehensweise und definierten Schnittstellen. Erst nach Durchführung der Kontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Jahresabschlusses. Eine integrierte Reporting-Software gewährleistet eine in sich abgestimmte, validierte und automatisierte Berichtserstellung sämtlicher rechtlich geforderter Abschlussinformationen im Vier-Augen-Prinzip.
Für die Einhaltung der IT-Sicherheit in Bezug auf alle relevanten Rechnungslegungssysteme wurden entsprechende Kontrollmaßnahmen implementiert. Zusätzlich werden IT-Berechtigungen für sensible Tätigkeiten restriktiv vergeben.
Zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems durch die Interne Revision.
Filialen & HYPO DirektPlus
Die HYPO Oberösterreich betrieb im Jahr 2025 das ServiceCenter Landstraße in Linz sowie zehn weitere Filialen. Bis auf eine Filiale in Wien befinden sich alle Filialen in Oberösterreich. Dabei werden fünf Filialen in Linz geführt und fünf weitere in den Bezirkshauptstädten Schärding, Ried, Vöcklabruck, Wels und Steyr.
Der Filialstandort Linz-Bindermichl befand sich ab Oktober 2024 im Umbau, die Filiale wurde für den Zeitraum der Bauarbeiten in ein Ausweichquartier in der Stadlerstraße 19 übersiedelt. Am 10. Dezember 2025 wurde der Bankbetrieb am um- und ausgebauten Standort Am Bindermichl 28 wieder aufgenommen.
HYPO DirektPlus
In Ergänzung zum stationären Filialvertrieb bietet die HYPO Oberösterreich die digitale Plattform „HYPO DirektPlus“ an. Dieses österreichweit angebotene Online-Betreuungsformat ermöglicht digitalaffinen Neu- und Bestandskund:innen, Online-Banking und persönliche, individuelle Beratung durch speziell ausgebildete Kundenbetreuer:innen kombiniert zu nutzen.
Forschung und Entwicklung
Forschung & Entwicklung wird in der HYPO Oberösterreich nicht als eigenständiger Geschäftsbereich geführt, sondern als übergreifendes Thema verstanden. Die in diesem Geschäftsbericht vorgesehenen Inhalte zu Forschung & Entwicklung werden daher durch das Kapitel „Unternehmensentwicklung, Digitalisierung und Innovation“ abgedeckt, in dem unsere Aktivitäten aus diesen Themenbereichen zusammengefasst dargestellt sind.
2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte
Wachstum konstant auf niedrigem Niveau
Am Anfang des Jahres 2025 begann die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Das Versprechen, den Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu beenden, konnte nicht eingelöst werden. Im Konflikt zwischen Hamas und Israel konnte Trump im Oktober eine Waffenruhe vermitteln, die jedoch noch keinen dauerhaften Frieden brachte. Im Iran gab es gegen Ende des Jahres massive Proteste, die durch die katastrophale Wirtschaftslage und hohe Inflation angeheizt wurden, wobei Trump seine Unterstützung für die Demonstranten verkündete und schließlich Anfang März kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Iran begannen.
Trump sorgte außerdem durch seine unberechenbare Zollpolitik für Unruhe an den Börsen. Mehrmals wurden Zölle angekündigt und wieder zurückgenommen, was zu Verhandlungen mit Handelspartnern führte. Im Februar 2026 hat der Oberste Gerichtshof der USA die meisten Zölle als verfassungswidrig erklärt, worauf Trump weitere Zölle auf Grundlage anderer Gesetze eingeführt hat. Trumps disruptive Politik setzte sich auch 2026 fort, etwa mit Drohungen gegen Grönland und Venezuela, und wird für Volatilität an den Finanzmärkten sorgen.
Die Weltwirtschaft wächst weiterhin moderat, und dieses Wachstum dürfte sich auch in den kommenden Jahren konstant fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2025 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Jänner 2026 ein Plus von
3,3 Prozent und damit eine minimale Steigerung zum Vorjahr. In den Jahren 2026 und 2027 sollte die Weltwirtschaft dann mit 3,3 Prozent und 3,2 Prozent wachsen. Einen kontinuierlichen Rückgang gibt es bei den Teuerungsraten, laut IWF-Prognosen wird die Inflation 2025 bei 4,1 Prozent liegen, sich 2026 auf 3,8 Prozent abschwächen und 2027 dann sogar bei 3,4 Prozent landen.
Unterschiede gibt es weiterhin zwischen der Entwicklung in Europa und in den USA. In der Eurozone schätzt der IWF das Wachstum 2025 mit 1,4 Prozent ein. Dieses liegt zwar deutlich höher als 2024, aber hinter dem US-Wachstum von 2,1 Prozent. Auch das Jahr 2026 dürfte ähnlich ausfallen, die IWF-Prognose sieht einen Zuwachs von 1,3 Prozent in der Eurozone und
2,4 Prozent in den USA. Das Zinsumfeld und die gedämpften Teuerungsraten sorgen dafür, dass der Wachstumspfad in den nächsten Jahren relativ stabil bleiben dürfte.
Österreich war auch 2025 eines der EU-Schlusslichter in Sachen Wirtschaftswachstum, konnte aber immerhin die Rezessionsphase beenden und wieder ein leichtes Plus verzeichnen. Die Winterprognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) vom vierten Quartal 2025 schätzt das Wachstum im Gesamtjahr auf 0,5 Prozent ein. Der Aufschwung sollte sich auch 2026 fortsetzen, es wird ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet, das sich 2027 minimal auf 1,1 Prozent steigern dürfte.
Inflation in der Eurozone erreicht EZB-Ziel
Die Teuerung in der Eurozone blieb im Jahr 2025 moderat. Per Jahresbeginn lag die Inflationsrate bei 2,4 Prozent, im Jahresverlauf sank sie leicht und erreichte zum Jahresende einen Wert von exakt 2,0 Prozent, womit sie dem Zielwert der Europäischen Zentralbank entspricht. In Österreich entwickelte sich die Inflation gegensätzlich: Der Jahresstart bei 2,0 Prozent markierte den Tiefpunkt, ehe schon im Jänner ein Anstieg auf 3,0 Prozent verzeichnet und im August mit 4,1 Prozent der Höchststand erreicht wurde. 2025 lag die Inflation durchschnittlich bei 3,6 Prozent, im Jänner 2026 trat der erwartete Effekt der Strompreisentwicklung ein und die Inflation sank auf 2,0 Prozent. In den USA hatte das Jahr zwei Höchststände mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent im Jänner und September zu verzeichnen, dazwischen sank die Teuerung bis auf 2,3 Prozent im April. Am Jahresende lag die Inflationsrate wieder etwas unter den Zwischenhochs bei 2,7 Prozent.
3. Risikomanagement
Die in der HYPO Oberösterreich bestehende Risikostrategie wurde aus den Anforderungen, die sich aus der Geschäftsstrategie in Verbindung mit der Mittelfristplanung, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den gesetzlichen nationalen und europäischen Rahmenbedingungen ergeben, abgeleitet.
In der HYPO Oberösterreich ist ein Risikomanagement implementiert, dessen Ziel und Aufgabe es ist, Risiken in der Bank zu identifizieren, zu messen und zu begrenzen. Auf Basis der vom Risikomanagement erstellten Grundlagen und der zentralen Abwägungen im dafür eingerichteten Risikokomitee sowie ergänzend für Markt- und Liquiditätsrisiken im ALM-Komitee erfolgen die Beschlussfassungen zur Risikosteuerung durch den Vorstand. Aufgaben des Risikokomitees sind der Informationsaustausch und die Beratung zur Risikosituation der Bank anhand der vorhandenen Risikoberichte, die Diskussion der Risikostrategie und des Limitwesens sowie die Beratung von Vorschlägen zur Risikooptimierung.
Kreditrisiko
Die Definition für das Kreditrisiko orientiert sich an der Begriffsbestimmung des Bankwesengesetzes (BWG) sowie der Finanzmarktaufsicht und umfasst grundsätzlich alle Adressenausfallrisiken.
Risikokategorisierung, Bonitätsermittlung
Die Risikokategorisierung für die wirtschaftliche Beurteilung erfolgt grundsätzlich in einem Expertensystem, das nach einer Schulnotenskala mit Halbnoten ausgelegt ist und mit Subklassen in insgesamt 17 Bonitätsklassen eingeteilt ist. Die Bonitätsermittlung erfolgt auf Basis ausreichender und aussagekräftiger Unterlagen und Kundeninformationen. Die Bonitätsfestlegung erfolgt ausschließlich durch die Marktfolge.
Ratingtools
Für das Kreditportfolio gibt es in Abhängigkeit zu den Kundensegmenten, strategischen Geschäftsfeldern beziehungsweise den unterschiedlichen Geschäftsarten verschiedene Ratingtools. Grundsätzlich werden Ratingtools zur individuellen Bonitätsbeurteilung verwendet. Im Förderdarlehensbereich wird ein Antragsscoring eingesetzt. Bei unselbstständigen Kund:innen wird im risikoarmen Geschäft die Ermittlung der Bonitätsnote mittels automatischem Scoringverfahren monatlich aus den IT-mäßig verarbeiteten Kundendaten unterstützt. Die Ratingtools, insbesondere die IT-Verarbeitung, werden laufend weiterentwickelt.
Aus der jährlichen Validierung der intern gerateten Kund:innen liegen entsprechende Ausfallwahrscheinlichkeiten in ansprechender, statistisch valider Güte vor.
Sicherheitendokumentation
Die Sicherheiten werden in einer eigenen Kreditsicherheiten-Datei IT-mäßig dokumentiert und die Sicherheitenwerte in Bezug auf die einzelnen Engagements laufend berechnet. Dabei wird eine Unterscheidung in CRR III-taugliche Sicherheiten und sonstige Sicherheiten vorgenommen.
Risikoanalyse/Einzelwertberichtigungs-Bildung
In der Risikobetrachtung wird zur Beurteilung der Risikosituation unter anderem die Obligoverteilung in den einzelnen Risikoklassen und der Besicherungssituation herangezogen. Es werden die Verteilungen in der Gesamtbank, in den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern, in den einzelnen Marktstellen, im Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkreditbestand und bei den Konsortialfinanzierungen betrachtet.
Risikovorsorgen werden analog den Fachkonzepten nach IFRS 9-Impairment gebildet. Bei signifikanten Kreditengagements im Ausfall erfolgt eine Einzelfallbetrachtung, bei nicht signifikanten Kreditengagements kommt ein statistischer Ansatz zur Anwendung.
Die Berechnung einer Portfoliowertberichtigung für das Lebendgeschäft erfolgt auf Basis von statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten je Ratingklasse. Uneinbringliche Forderungen werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Ausfalldatenbank
Die Ausfallereignisse laut der Definition nach Basel III-IRB-Ansatz beziehungsweise Artikel 178 CRR werden in der Ausfalldatenbank historisiert. Diese bildet die Basis für die periodische Validierung der Ausfallwahrscheinlichkeit.
Kreditstrategie
Konkrete strategische Vorgaben zur Begrenzung des Kreditrisikos in den strategischen Geschäftsfeldern sowie für den Wertpapiereigenbestand der Bank sind in der Risikostrategie sowie dem Limitwesen verankert.
Diese wird jährlich sowie im Anlassfall aktualisiert.
Operatives Finanzierungscontrolling
Im gesamten Kreditgeschäft ist das Vier-Augen-Prinzip umgesetzt. Ab bestimmten Pouvoirstufen, Ratingklassen und bei spezifischen Geschäften wird zu der Stellungnahme des jeweiligen Kundenbetreuers eine zusätzliche Controllingstellungnahme mit spezieller Risikobeurteilung als Entscheidungsgrundlage erstellt.
Risikoentwicklung
Durch die intensive und professionelle Einzelfallbeurteilung von Neugeschäften oder Kreditvertragsänderungen mit individueller Bonitäts- und Sicherheitenbeurteilung kann die Risikosituation in den Teilportfolios laufend optimiert werden. Die im externen Vergleich gute Adressenausfallrisikosituation konnte fortgesetzt werden. Nach einem Anstieg der NPL-Quoten im Jahr 2024 aufgrund der Marktentwicklung ist im Jahr 2025 eine Stabilisierung auf
Vorjahresniveau eingetreten. Damit liegt die NPL-Ratio weiterhin klar im Low-Risk-Bereich (unter 3,0 Prozent) des Risk Dashboards der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).
Marktrisiko
Um die Auswirkungen auf den Marktwert und die Ertragssituation der Bank zu beobachten, werden insbesondere das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch sowie das Credit Spread-Risiko im Hinblick auf Schuldtitel im Eigenbesitz gesteuert. Die Einhaltung der vom Vorstand beschlossenen Risikostrategie sowie Risikotragfähigkeits- und Marktrisiko-Limite sowie der aufsichtlichen Limite werden laufend überwacht.
Klimabezogene Risiken bzw. Nachhaltigkeitsrisiko
Ziel ist es, potenzielle Schäden aus Umwelt- und Klimaereignissen zu identifizieren und zu überwachen, welche sich negativ auf die bekannten Risikoarten auswirken können. Grundlage für das interne Risikomanagement sind die gesetzlichen nationalen und internationalen Vorgaben, eigene Entwicklungen zur Messung und Begrenzung der Nachhaltigkeitsrisiken sowie marktübliche Vorgehensweisen, die laufend implementiert werden.
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt gemäß FMA-Leitfaden in den üblichen Kategorisierungen nach physischen und transitorischen Risiken, welche jeweils als Bestandteil der bestehenden Risikoarten betrachtet werden. Das Nachhaltigkeitsrisiko wurde in den wesentlichen Risikoarten integriert und ist Teil des ICAAPs. Es wird dementsprechend mit Risikokapital unterlegt und unterliegt der Limitierung (Steuerung). Die Auswirkungen von Klima- und Umweltrisiken werden derzeit im Kredit-, Credit Spread- und makroökonomischen Risiko gemessen, wobei Stresstests und Szenarioanalysen zum Einsatz kommen.
Im Jahr 2025 wurden mehrere Projekte, insbesondere zur Umsetzung der EBA-GL, zur Nachhaltigkeit aufgesetzt, welche die Entwicklung in dieser Risikoart weiter vorantreiben.
Liquiditätsrisiko
Die Fristenkongruenz hat in der HYPO Oberösterreich einen hohen Stellenwert. Neben den formellen Berechnungen zum Liquiditätsrisiko im Sinne des BWG wird daher das Liquiditätsrisiko auch mittels einer Liquiditätsablaufbilanz als analytische Grundlage der Liquiditätspolitik zumindest wöchentlich berichtet. Zur Begrenzung des Risikos aus Fristeninkongruenzen existieren vom Vorstand festgelegte Limite für das operative und strukturelle Liquiditätsrisiko. Darüber hinaus werden Stresstests auf der Grundlage der Kreditinstitute-Risikomanagement-Verordnung sowie auf Basis von weiteren Erkenntnissen und institutsspezifischen Eigenheiten durchgeführt.
Die Ergebnisse der Stresstests zeigen, dass die HYPO Oberösterreich in der Lage ist, ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachkommen zu können. Intraday-Liquiditätspuffer sind festgelegt. Weiters wird auch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) sowie die Net Stable Funding Ratio (NSFR) laufend beobachtet beziehungsweise aktiv gesteuert, um die Einhaltung sicherzustellen.
Operationelles Risiko
Die HYPO Oberösterreich definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt auch das Rechtsrisiko ein.
Zur Ermittlung der Unterlegungskosten für operationelle Risiken in Säule 1 und auch Säule 2 verwendet die HYPO Oberösterreich den Standardansatz.
Zur Identifikation von operationellen Risiken wird intern eine Ereignisdatenbank in der Organisationseinheit Risikomanagement geführt, in der Schadensfälle aufgezeichnet werden. Zudem erfolgt die Risikoüberwachung neben eigenen Assessments durch die Berücksichtigung von Revisionsberichten, Risikoberichten wie jenen der IT, Beschwerden sowie durch eingemeldete Beinaheschäden. Vierteljährlich wird über die Schadensfälle an den Vorstand berichtet. Werden dabei Häufungen von bestimmten Schadensfällen festgestellt, wird unter Berücksichtigung von organisatorischen Zuständigkeiten ein Prozess gestartet, um aufgetretene Risiken zu reduzieren. Darüber hinaus verfügt die Bank über Notfallkonzepte, um in Krisenfällen verschiedenster Art den Betrieb der Bank aufrechterhalten zu können.
Transaktionen und Entscheidungen erfolgen ausschließlich unter Anwendung des Vier-Augen-Prinzips. Die Bank legt großen Wert auf gut geschulte, verantwortungsbewusste Mitarbeiter:innen. Ein zentrales internes Kontrollsystem, das mithilfe von Prozessmanagement-Software, Abfrage-Software, Risiko-Kontroll-Matrizen und Assessments Schadensfälle verhindern soll, ist eingerichtet.
Das Rechtsrisiko wird durch sorgfältige Vertragsgestaltung bzw. -prüfung in der hausinternen Rechtsabteilung sowie durch Einholung von Expertisen von spezialisierten Anwälten oder sonstigen Gutachten minimiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Anzahl der Schadensfälle als auch die Schadenshöhe auf niedrigem Niveau konstant geblieben.
Zur Bewertung der Cyberrisiken werden von der HYPO Oberösterreich Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt. Dabei werden unter anderem die regelmäßigen OpKoord-Lagebilder (OpKoord = Operative Koordinierungsstruktur für Cybersicherheit in Österreich unter der organisatorischen Leitung des Bundesministeriums für Inneres) aktiv auf Relevanz für die HYPO Oberösterreich geprüft und bei Bedarf gemeinsam mit den relevanten IT-Dienstleistern Maßnahmen definiert.
4. Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit hat in der HYPO Oberösterreich seit einem Jahrzehnt einen hohen Stellenwert: 2016 erhielt die HYPO Oberösterreich erstmals den „Prime“-Status der damaligen oekom research AG (heute ISS ESG). Dieser „Prime“-Status wurde seitdem in zwei weiteren Rating-Verfahren bestätigt. Damit gehört die HYPO Oberösterreich zu den Banken mit dem besten Nachhaltigkeitsrating österreichweit. Seit 2021 wird jährlich ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.
Die HYPO Oberösterreich ist Gründungsmitglied der „Green Finance Alliance“, der einzigen staatlichen Initiative zur Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2050. Ein weiterer Meilenstein in der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit war der Beitritt zum „UN Global Compact“ im Jahr 2024.
Seit mittlerweile fünf Jahren ist die Nachhaltigkeit auch einer der strategischen Schwerpunkte in der Strategie der
HYPO Oberösterreich. Die Ziele und Maßnahmen sind einerseits im Bereich des Kerngeschäftes und andererseits im Bereich der Betriebsökologie angesiedelt. Ambitionierte Ziele zur CO2-Reduktion im Kreditgeschäft wurden 2023 bei SBTi (science based targets initiative) eingereicht und 2024 validiert. 
In der Betriebsökologie wurde vor mehr als zehn Jahren mit der Einführung von EMS (ISO 50001) und UMS (ISO 14001) begonnen, und diese Systeme wurden 2024 um die europaweit geltende „EMAS-Zertifizierung“ erweitert. Mehr dazu im Kapitel „Betriebsökologie“. 
Für die Mitarbeiter:innen gibt es Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (auditiert seit 2009) sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung und umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Letztere tragen maßgeblich zur Qualitätssteigerung in der nachhaltigen Produktberatung bei, wovon letztendlich die Kund:innen der HYPO Oberösterreich in Form von kompetenten und maßgeschneiderten Beratungsgesprächen profitieren. Unabhängige Marktumfragen bezeugen jährlich die hohe Kund:innenzufriedenheit. Im Bereich Governance ist eine verantwortungsvolle Unternehmensführung die oberste Prämisse.
Die Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit wird uns auch in den nächsten Jahren stark beschäftigen. Und so ist die Nachhaltigkeit in der HYPO Oberösterreich kein kurzfristiger Trend, sondern fest in der Unternehmens-DNA verankert.
Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft
Die HYPO Oberösterreich steht als Regionalbank in mehrheitlich öffentlichem Eigentum für ganzheitliche, langfristige und von gegenseitigem Nutzen geprägte Kundenbeziehungen. Die HYPO Oberösterreich sieht sich darüber hinaus aber auch einem ethischen und nachhaltigen Handeln im Hinblick auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG-Standards) verpflichtet. Mit der Mitgliedschaft bei der Green Finance Alliance bekennt sich die HYPO Oberösterreich öffentlich dazu.
Die Green Finance Alliance verpflichtet ihre Mitglieder zu konkreten Maßnahmen, um ihr Kerngeschäft bis 2050 klimaneutral zu gestalten. So wurden die wissenschaftsbasierten Klimaziele der HYPO Oberösterreich von der Science Based Targets initiative (SBTi) im Jahr 2024 validiert. SBTi hat damit bestätigt, dass die Klimaziele einen Beitrag zum Ziel des Übereinkommens von Paris leisten, die globale Erderwärmung möglichst mit 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Klimaziele der HYPO Oberösterreich entsprechen somit dem höchsten derzeit verfügbaren Ambitionsniveau der SBTi.
Die Ziele beinhalten, ausgehend vom Jahr 2022, die Senkung der finanzierten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) bis 2030
um 55,9 Prozent pro Quadratmeter im gewerblichen Immobilienportfolio,
um 53,4 Prozent pro Quadratmeter bei Wohnbauhypotheken und
um 70,9 Prozent pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) im Bereich Energieerzeugung.
Zusätzlich wird darauf abgezielt, dass 35,8 Prozent der von der HYPO Oberösterreich finanzierten Unternehmen außerhalb des Energiesektors (ausgenommen KMU) bis 2028 wissenschaftsbasierte Ziele einreichen und validieren lassen.
Weiters schließt die HYPO Oberösterreich Neufinanzierungen im Bereich fossiler Brennstoffe aus und beabsichtigt den Ausstieg aus bestehenden derartigen Finanzierungen bis 2030, sofern sich die betroffenen Unternehmen keine wissenschaftsbasierten Klimaziele im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris gesetzt haben. Im Kreditportfolio der HYPO Oberösterreich befinden sich keine Finanzierungen im Kohlesektor. In der Wertschöpfungskette Erdöl ist das Kreditgeschäft mit 1,9 Millionen Euro sehr gering. Im Sinne des definierten Engagement-Ansatzes wird die HYPO Oberösterreich ihre betroffenen Unternehmenskunden bei der Transformation zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell unterstützen.
2025 wurde ein Schwerpunkt auf die Umsetzung der Leitlinien zum Management von ESG-Risiken (EBA/GL/2025/01) der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) gelegt. Das mit der Umsetzung befasste interne Projekt wird 2026 fortgeführt. Zudem entwickelte die HYPO Oberösterreich 2025 die Integration von ESG-Faktoren in den Kreditvergabeprozess weiter.
Ergänzend zum hausinternen Workflow wurde ein ISO-zertifiziertes Software-Tool angekauft, das sowohl in die Kreditvergabe als auch in die Portfolioüberwachung eingebunden wird. Die vollständige Einbindung in bestehende Prozesse und IT-Systeme ist ein Schwerpunktprojekt für 2026.
Die HYPO Oberösterreich berechnet jährlich die finanzierten Emissionen auf Basis des internationalen Standards der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF). Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Um die Qualität der Berechnungen zu verbessern, werden laufend Maßnahmen gesetzt. 2026 werden sowohl die Nutzung eines externen Tools für die Emissionsberechnung als auch das Heranziehen neuer Datenquellen geprüft.
Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit erhalten Sie im Nachhaltigkeitsbericht auf der Website der HYPO Oberösterreich (www.hypo.at).
Höchststand bei hypo_blue-Produkten
Mit der Produktschiene hypo_blue werden in der HYPO Oberösterreich sogenannte „grüne Finanzprodukte“ verkauft. Diese basieren auf dem „Green Finance Framework“ der HYPO Oberösterreich, das 2021 entlang der „Green Bond Principles“ der International Capital Market Association (ICMA) erarbeitet wurde.
Die Produktschiene hypo_blue umfasst Finanzierungs- und Veranlagungsprodukte. Für die Veranlagung stehen Anleihen (Pfandbriefe, Senior- oder Wohnbauanleihen), Sicht- und Spareinlagen zur Auswahl. Die Sicht- und Sparprodukte sind Träger des „Österreichischen Umweltzeichens“. Grundlegendes Merkmal ist die Verwendung der Nettoerlöse der „grünen
Finanzprodukte“ zur Finanzierung bzw. Refinanzierung des energieeffizienten Wohnbaus in Österreich. Neben den Veranlagungsprodukten wurde 2021 der nachhaltige hypo_blue-Wohnkredit auf den Markt gebracht. Damit werden Wohnbauprojekte mit niedrigem Primärenergiebedarf finanziert, diese fließen in den „Green Finance Pool“ der HYPO Oberösterreich ein. Es wird ein jährlicher Bericht zur Verwendung der Nettoerlöse (Allocation Reporting) sowie ein Impact Reporting auf der Homepage veröffentlicht.
2025 lag der Fokus auf dem Ausbau der hypo_blue-Spareinlagen. Mit einem Gesamtstand von 169,6 Millionen Euro erreichte die hypo_blue-Produktpalette im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Höchstwert (2024: 131,3 Millionen Euro).
Klimabezogene Risiken bzw. Nachhaltigkeitsrisiko
Ziel ist es, potenzielle Schäden aus Umwelt- und Klimaereignissen zu identifizieren und zu überwachen, welche sich negativ auf die bekannten Risikoarten auswirken können. Grundlage für das interne Risikomanagement sind die gesetzlichen nationalen und internationalen Vorgaben, eigene Entwicklungen zur Messung und Begrenzung der Nachhaltigkeitsrisiken sowie marktübliche Vorgehensweisen, die laufend implementiert werden.
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt gemäß FMA-Leitfaden in den üblichen Kategorisierungen nach physischen und transitorischen Risiken, welche jeweils als Bestandteil der bestehenden Risikoarten betrachtet werden. Das Nachhaltigkeitsrisiko wurde in den wesentlichen Risikoarten integriert und ist Teil des ICAAPs. Es wird dementsprechend mit Risikokapital unterlegt und unterliegt der Limitierung (Steuerung). Die Auswirkungen von Klima- und Umweltrisiken werden derzeit im Kredit-, Credit Spread- und makroökonomischen Risiko gemessen, wobei Stresstests und Szenarioanalysen zum Einsatz kommen.
Im Jahr 2025 wurden mehrere Projekte, insbesondere zur Umsetzung der EBA-GL, zur Nachhaltigkeit aufgesetzt, welche die Entwicklung in dieser Risikoart weiter vorantreiben.
Betriebsökologie
Die Betriebsökologie der HYPO Oberösterreich wird durch Umweltaspekte bestimmt – das sind jene Aktivitäten oder Produkte der Bank, die Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dazu werden wesentliche Themen anhand einer qualitativen Nutzwertanalyse bestimmt, welche die Basis für Umweltziele und -programme bilden, wobei neben physischen Effekten auch gesetzliche Vorgaben und Umweltrisiken einbezogen werden. Die Priorisierung aller bewerteten Aspekte ermöglicht es, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der wichtigsten Umweltindikatoren zu setzen.
Anhand der durchgeführten Auswertung wurden folgende Bereiche als wesentlich identifiziert: Energieverbrauch aus dem Bürobetrieb (thermisch und elektrisch), Treibstoffverbrauch und Emissionen aus Mobilität, nicht gefährliche Abfälle aus dem Bürobetrieb, Wasserverbrauch sowie Rohstoff- und Ressourcenverbrauch in vor- und nachgelagerten Prozessen (Beschaffung). Basierend auf diesen Bereichen wurden in der Folge die Umwelt- und Energieziele der HYPO Oberösterreich festgelegt:
Reduzierung der absoluten Scope 1 und 2 THG-Emissionen
Kontinuierliche Umstellung des Fuhrparks der Bank auf Fahrzeuge mit erneuerbaren Antrieben; Reduzierung der mit fossilen Antrieben gefahrenen Kilometer
Bezug von erneuerbaren Energieträgern für den Betrieb der Bank (Strom, Heizung …)
Halten des Gesamtenergieverbrauches pro Mitarbeiter:in
Reduzierung der dienstlich zurückgelegten Kilometer der Mitarbeiter:innen in privaten Fahrzeugen (Dienstreisen) mit fossilem Antrieb
Erhöhung der emissionsfreien bzw. emissionsreduzierten An- und Abreise der Mitarbeiter:innen zum jeweiligen Dienstort
Beibehaltung des Niveaus an nicht gefährlichen Abfällen pro Mitarbeiter:in
Um die Zielerreichung voranzutreiben, wurde zwischen 2023 und 2025 in der HYPO Oberösterreich eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Beschaffung energieeffizienter Notebooks, die
Installation von Präsenzmeldern zur Lichtsteuerung in Foyers der Filialen sowie der Ausbau der Elektrofahrzeugflotte. Das Unternehmen hat wissenschaftsbasierte THG-Reduktionsziele bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereicht und die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel durch Zuschüsse zum Klimaticket, eine Jobrad-Aktion und durch Einführung einer Dienstreise-Policy gefördert.
Das integrierte Umwelt- und Energiemanagementsystem wurde um EMAS III erweitert und validiert. Durch Schulungen, Mitarbeiteraktionen (Rad-Tag, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenströme) und kurze Informationsvideos sowie Quick-Tipps wurde das Bewusstsein für Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitsthemen betriebsintern gestärkt.
Die Filiale Linz-Bindermichl wurde 2025 nach dem Klimaaktiv-Standard „Silber“ runderneuert. Dort ersetzt nun auch eine moderne Pelletsheizung die ursprünglich genutzte Gastherme. Zusätzlich wurden einige Filialen mit Fernmesssystemen ausgestattet, um aktuelle Informationen über den Verbrauch von Wärme, Wasser und Strom zur Verfügung zu haben.
Für 2026 und 2027 sind weitere Schritte zur Verbesserung von Umwelt- und Energieeffizienz geplant. Dazu zählen neue Mitarbeiterschulungen zu den Themen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, die Überprüfung des Einsparpotenzials im Rechenzentrum und die Verringerung des Papierverbrauchs. Außerdem werden die Fernmessung von Wasser- und Energieverbrauch weiter ausgerollt, nachhaltige Mobilitätslösungen geprüft sowie Fernkälte- und Lüftungsoptimierungen vorbereitet und vorangetrieben. Mit Jahresbeginn 2026 werden alle Filialen der HYPO Oberösterreich Ökostrom nach UZ46-Standard beziehen, für die Filiale in Ried im Innkreis ist die Umstellung auf UZ46-Strom im Laufe des ersten Halbjahres 2026 geplant.
Detaillierte Informationen zur Betriebsökologie und dem Umwelt- und Energiemanagementsystem sind im Klima- und Engagementbericht der HYPO Oberösterreich abgebildet.
5. Unternehmensentwicklung, Digitalisierung und InnovationUnternehmensentwicklung, Digitalisierung und Innovation sind zentrale Hebel, um Effizienz, Steuerungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit einer Bank sicherzustellen. Sie ermöglichen die kontinuierliche Anpassung von Organisation, Prozessen und Systemen an veränderte regulatorische, technologische und marktseitige Anforderungen. Im Jahr 2025 wurden dafür wesentliche Grundlagen geschaffen und zugleich konkrete digitale Mehrwerte für Kundinnen und Kunden realisiert.
Neue Abteilung Unternehmensentwicklung & Innovation
Zur strukturierten Verankerung dieser Themen wurde 2025 die Abteilung Unternehmensentwicklung & Innovation (U&I) gegründet. Sie bündelt Organisationsentwicklung, Prozessmanagement, Projektmanagement, Digitalisierung und Innovationsmanagement.
U&I unterstützt die Umsetzung der Unternehmensstrategie durch einheitliche Steuerungsansätze, die Weiterentwicklung bankweiter Prozesse sowie die Koordination zentraler Transformations- und Digitalisierungsinitiativen. Neue Steuerungs- und Zusammenarbeitsformate wurden 2025 eingeführt und werden 2026 weiter ausgebaut.
Weiterentwicklungen 2025
Die Weiterentwicklungen des Jahres 2025 lassen sich in nach innen gerichtete Maßnahmen zur Stärkung von Steuerung, Effizienz und interner Zusammenarbeit sowie nach außen gerichtete Maßnahmen zur Verbesserung von Kundenerlebnis, digitalen Services und Produkten gliedern.
Nach innen gerichtete Weiterentwicklungen
Digitale Gesamtstrategie und Transparenz der Systemlandschaft
Zu Beginn des Jahres wurde die bestehende Software-, System- und Datenlandschaft umfassend analysiert. Darauf aufbauend wurde eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet, die technologische Abhängigkeiten sichtbar macht, klare Prioritäten definiert und als strukturierender Orientierungsrahmen für die kommenden Jahre dient.
Bankweites Projektportfoliomanagement
Mit der Einführung eines bankweiten Projektportfoliomanagements wurde eine einheitliche Steuerung strategischer und operativer Vorhaben etabliert. Es schafft Transparenz über Fortschritt, Abhängigkeiten und Ressourceneinsatz und bildet die Grundlage für eine konsistente Priorisierung bankweiter Initiativen.
Modernisierung interner Systeme und Prozesse
Im Jahr 2025 wurden historisch gewachsene Anwendungen abgelöst, Prozesse modernisiert und zahlreiche interne Abläufe digital neu aufgesetzt. Dadurch konnten Effizienz, Prozessqualität und Anwenderfreundlichkeit nachhaltig verbessert werden.
Weiterentwicklung der internen Zusammenarbeit und Befähigung
Die Neugestaltung des Intranets wurde 2025 mit dem Ziel gestartet, einen zentralen Informations- und Kommunikationshub zu schaffen. Parallel dazu wurde eine unternehmensweite KI-Strategie definiert, die einen verantwortungsvollen und nutzenorientierten Einsatz von künstlicher Intelligenz sicherstellt. Zur Befähigung der Mitarbeitenden wurden mit dem Programm KI-LevelUp gezielte Schulungen eingeführt.
Die Entscheidungen zur Einführung eines neuen CRM-Systems sowie eines neuen HR-Managementsystems wurden getroffen, wobei die Umsetzung 2026 gestartet wird.
Nach außen gerichtete Weiterentwicklungen
Digitale Plattformen für Kundinnen und Kunden
Mit dem webbasierten Business-Banking-Portal INFINITY wurde ein zentraler Meilenstein im digitalen Firmenkundengeschäft erreicht. Das Portal ermöglicht multibankfähiges Banking, flexible Benutzer- und Rechteverwaltung sowie eine direkte digitale Kommunikation mit den Beraterinnen und Beratern bei gleichzeitig hohen Sicherheitsstandards.
Parallel dazu wurden die Mein-ELBA-Anwendungen umfassend modernisiert. Eine klarere Struktur, bessere Übersichtlichkeit und optimierte Navigation über alle Endgeräte hinweg verbessern das Nutzererlebnis deutlich.
Digitale Produkt- und Prozessinnovationen im Wohnbau
Der Wohnkredit mit Kletterrate wurde 2025 weiterhin stark nachgefragt. Aufbauend darauf wurde der Modulkredit eingeführt, der flexible Finanzierungsmodelle für unterschiedliche Lebensphasen ermöglicht. Ergänzend dazu bietet das digitale Wohnkreditservice einen durchgängig digitalen Prozess von der Anfrage bis zur Vertragsunterzeichnung.
Die Analyse- und Designphase für eine digitale End-to-End-Strecke für Wohnbauförderung und Wohnbaufinanzierung wurde 2025 abgeschlossen und bildet die Grundlage für die Umsetzung ab 2026.
Ausblick 2026
Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf der konsequenten Umsetzung und Skalierung der geschaffenen Grundlagen. Zentrale Schwerpunkte sind die Einführung der neuen CRM- und HR-Systeme, die Weiterentwicklung der digitalen End-to-End-Strecke für Wohnbauförderung und Wohnbaufinanzierung sowie die Übertragung dieses Ansatzes auf weitere wesentliche Geschäftsprozesse.
Weitere Schwerpunkte sind der Roll-out des neuen Intranets, die gezielte Erweiterung der KI-Nutzung im Zusammenspiel mit modernen Softwarelösungen sowie die Weiterentwicklung der Projekt- und Portfoliosteuerung. Mit diesen Maßnahmen führt die HYPO Oberösterreich ihre organisatorische und digitale Modernisierung konsequent fort und stärkt nachhaltig ihre Zukunftsfähigkeit.
6. Marketing
Zeit für Neues: So weit muss Bank gehen.
Das Jahr 2025 war in der Abteilung Marketing von einer umfassenden Neugestaltung des Markenauftritts der HYPO Oberösterreich geprägt: Das neue Logo, der neue Claim („So weit muss Bank gehen.“) und die neue Farbwelt wurden ab Ende Jänner schrittweise auf alle Filialen und alle Digitalkanäle ausgerollt. Auch das Kundenmagazin, das seit 1995 als „HYPO Time“ publiziert worden war, wurde im Zuge des Markenrelaunchs optisch und inhaltlich angepasst und zu den „HYPO Perspektiven“.
Das neue Markenprofil wurde im Frühjahr von einer breit angelegten Einführungskampagne samt TV- und Hörfunkspots begleitet. Im Zentrum der Kampagne stand der Anspruch der HYPO Oberösterreich, den Menschen in den Mittelpunkt zu
stellen und Kundinnen und Kunden auf allen Lebenswegen als verlässlicher Partner zu begleiten. Hierfür porträtierte die Kampagne eine erfolgreiche Unternehmerin und ihren bewegten Lebensweg – von der Schulrebellin zur Architektin. Die Kernbotschaft: „Wie weit du auch gehst. Wir sind an deiner Seite.“ Die Herbstkampagne, die ab September oberösterreichweit plakatiert wurde und als reine Typo-Kampagne umgesetzt wurde, führte diese inhaltliche Idee fort und positionierte die HYPO Oberösterreich als persönliche Beraterbank: „Deinen Weg? Nehmen wir persönlich.“
700 Besucher:innen bei HYPO OOE Wirtschaftsgespräch
Im Eventbereich wickelte die Abteilung Marketing 18 Kundenveranstaltungen ab, darunter Veranlagungsvorträge in Filialen, den alljährlichen Weltspartagsempfang oder zielgruppenspezifische Events wie die HYPO.med Kart Challenge. Hervorzuheben ist das HYPO OOE Wirtschaftsgespräch mit einem hochkarätig besetzten Podium, das Ende November vor einer Rekordkulisse von rund 700 Gästen im Linzer Design Center stattfand.
7. Personalmanagement und Personalentwicklung
Eine gelebte gute Unternehmenskultur und ein wertschätzender Umgang miteinander haben in der HYPO Oberösterreich lange Tradition und sind fester Bestandteil des täglichen Miteinanders. Damit dies nachhaltig gelingt, braucht es klare Werte – in der HYPO Oberösterreich unter dem Titel „Leistung und Menschlichkeit“ zusammengefasst, die auf allen Ebenen gelebt werden.
Dass dies funktioniert, zeigte sich auch 2025. So fand sich die HYPO Oberösterreich wieder unter den besten 300 Arbeitgebern Österreichs (gemäß der unabhängigen Umfrage des renommierten Wirtschaftsmagazins „Trend“ und Österreichs größter Online-Plattform für Arbeitgeberbewertungen „Kununu“) und erhielt das erstmalig vergebene Fünf-Jahres-Top-Company-Siegel auf „Kununu“. Dieses erhalten jene Unternehmen, die fünf Jahre in Folge zu den besten 5 Prozent der Unternehmen auf der Plattform zählen.
Zeitgemäßes und nachhaltiges Personalmanagement
Im dritten Quartal 2025 startete in der HYPO Oberösterreich ein Projekt zur Einführung einer neuen HR-Gesamtsoftwarelösung. Damit wird ein weiterer Schritt im Hinblick auf Automatisierung und Optimierung interner Prozesse gesetzt, was den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen erleichtern und die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie vorantreiben soll. Zusätzlich wurden durch umfassende Schulungen für alle Mitarbeiter:innen die Kompetenzen im Einsatz von künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag ausgebaut.
2025 wurde ein unternehmensweites Kompetenzmanagement-Modell eingeführt. Dieses findet unter anderem beim jährlich stattfindenden Mitarbeiter:innengespräch Einsatz, indem gezielt die neu entwickelten kompetenzorientierten Rollenprofile als Basis für die Leistungsbeurteilung und die gezielte Mitarbeiter:innenentwicklung verwendet werden. Zusätzlichen Nutzen stiftet das PE-Instrument beispielsweise bei der Festlegung der Anforderungsprofile im Rahmen des Recruitingprozesses oder auch bei der Identifikation von wichtigen Kompetenzen hinsichtlich der Nachfolgeplanung.
Im Jahr 2025 haben 416 Mitarbeiter:innen2) (2024: 409 Mitarbeiter:innen) zum Erfolg der HYPO Oberösterreich beigetragen. Von den 45 Mitarbeiter:innen (2024: 44 Mitarbeiter:innen), die das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen haben, traten sieben Personen (2024: 7 Personen) in den Ruhestand. Eine Person ist leider verstorben. Bereinigt um die Pensionierungen und den Todesfall ergibt sich daraus eine Fluktuationsrate von 8,9 Prozent (2024: 9,1 Prozent). Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter:innen liegt bei 42,8 Jahren (2024: 43 Jahren), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei circa 13,5 Jahren (2024: 13,7 Jahren). Der Frauenanteil in der HYPO Oberösterreich mit 59,2 Prozent (2024: 59,1 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben. Ende 2025 arbeiteten durchschnittlich 166 Mitarbeiter:innen (2024: 172 Mitarbeiter:innen) auf Teilzeitbasis in der HYPO Oberösterreich.
Mitarbeiter:innen
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Teilzeit
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Gesund und leistungsfähig im Arbeitsalltag
Ein gesundes Arbeitsleben ist eine zentrale Voraussetzung für Zufriedenheit und langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit – insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft. Die HYPO Oberösterreich setzt daher seit vielen Jahren auf gezielte Gesundheitsförderung.
Im Rahmen des BGF-Projekts „Gesund und Zufrieden“ werden laufend gesundheitsfördernde und -erhaltende Angebote organisiert. Zu Beginn des Jahres 2025 wurde die Rezertifizierung beantragt; das Gütesiegel wurde der HYPO Oberösterreich für die Jahre 2026 bis 2028 erneut verliehen.
2025 wurden neben einer digitalen Bewegungschallenge – den MOVEDAYS – insbesondere Angebote speziell für die Zielgruppe der Männer und Wiedereinsteiger:innen angeboten. Viele Mitarbeiter:innen sind zudem dem Aufruf der Tour de HYPO gefolgt und mit dem Rad in die Arbeit gefahren.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Belastungen können Mitarbeiter:innen zusätzlich kostenlose Beratungen durch den Betriebsarzt sowie arbeitspsychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Diese Angebote wirken nicht nur präventiv, sondern auch stärkend. Dass sich das Investment in gesundheitsfördernde Maßnahmen lohnt, zeigt sich an der im österreichischen Vergleich sehr niedrigen Krankenstandsquote von 7,7 Tagen pro Mitarbeiter:in für das Jahr 2025 (2024:
6,9 Tagen pro Mitarbeiter:in).
Vereinbarkeit Beruf & Familie
Familienfreundlichkeit wird in der HYPO Oberösterreich seit vielen Jahren großgeschrieben. Bereits 2007 nahm die HYPO Oberösterreich als erste Bank in Oberösterreich am Zertifizierungsprozess zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf teil. 2024 wurde das fünfte Zertifikat für weitere drei Jahre verliehen.
Im Jahr 2025 wurde zur Erleichterung ebendieser Vereinbarkeit wieder – zur Zufriedenheit vieler Eltern – eine Kinderbetreuung in den Sommerferien angeboten, welche zahlreich in Anspruch genommen wurde. Auch die HYPO Oberösterreich Kinderweihnachtsfeier wird jedes Jahr gerne besucht.
Diversity & Inclusion
Unter dem Leitgedanken „Vielfalt schafft Mehrwert“ nahm im März 2024 der „Diversity & Inclusion-Circle“ seine Arbeit auf und setzte 2025 einige Maßnahmen um. So war etwa ein Schwerpunkt im Jahr 2025 die Durchführung der ersten Diversitätsumfrage unter den Mitarbeiter:innen. Die wichtigsten Themen und Erkenntnisse daraus werden im Rahmen von künftigen Workshops bearbeitet und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Zudem wurden etwa Sensibilisierungsworkshops für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte zum Thema Diversität durchgeführt. Diese bilden einen weiteren Beitrag zur Unterstützung einer hervorragenden diversen Unternehmenskultur.
Strategische Personalentwicklung
Die HYPO Oberösterreich setzt wie auch die vergangenen Jahre weiter auf den Aufbau und die Qualifizierung junger Talente und Quereinsteiger:innen im eigenen Haus. Eine solide Grundausbildung und laufende Weiterqualifizierung stellen sicher, dass auch weiterhin eine hohe Beratungsqualität und exzellente Dienstleistung für unsere Kund:innen geboten werden.
Im Jahr 2025 haben 30 Mitarbeiter:innen (2024: 34 Mitarbeiter:innen) die HYPO 1- und HYPO 2-Prüfungen absolviert und damit genau diese Grundausbildung nachweislich erhalten.
2025 wurden außerdem diverse Schwerpunkte in der Lehrlingsausbildung gesetzt, die es den jungen Mitarbeiter:innen erleichtern sollen, zusätzlich zur Ausbildung praxisorientierte Einblicke zu erhalten (beispielsweise Lunch-and-Learn-Veranstaltungen, ein Workshop in der Österreichischen Nationalbank, ein Besuch des Steuermuseums etc).
Bereits zum vierten Mal in Folge konnten sich Mitarbeiter:innen für das Programm „Berufsbegleitendes Studieren“ bewerben. 2025 nahm eine Kollegin diese Chance wahr und erhielt die Zusage für ein Studium.
Personalentwicklung in Zahlen
2025
Veränderung
in %
2024
Ausgaben für Ausbildung in TEUR
607
–23,4
792
Ausgaben pro Mitarbeiter:in in EUR
1.459
–24,7
1.938
durchschnittliche Schulungstage pro Mitarbeiter:in
4,2
–28,8
5,9
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8. Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Bei den angegebenen Zahlen in den Segmenten Großkunden, Retail und Wohnbau sowie Financial Markets handelt es sich um Werte nach International Financial Reporting Standards (IFRS), da die Segmentberichterstattung an den Vorstand ausschließlich aus Konzernsicht erfolgt.
a. Großkunden
Die HYPO Oberösterreich blickt im Kundensegment Großkunden auch im Geschäftsjahr 2025 auf eine erfreuliche Entwicklung zurück. Dieses traditionsreiche und für die Bank strategisch bedeutende Segment umfasst das Finanzierungs-, Einlagen- und Zahlungsverkehrsgeschäft folgender Kundengruppen: Gebietskörperschaften, öffentliche und öffentlichkeitsnahe Organisationen und Unternehmen, Unternehmen des gemeinnützigen Wohnbaus samt deren Tochtergesellschaften, kirchliche Einrichtungen und soziale Organisationen sowie Kommerzkunden und Immobilienprojekte.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
56,0
55,4
+1,2
davon Zinsüberschuss
52,3
51,8
+1,1
davon Provisionsergebnis
4,1
4,0
+2,0
Risikovorsorge
–17,0
–31,8
–46,5
Verwaltungsaufwand
–20,2
–17,2
+17,5
Jahresüberschuss vor Steuern
18,8
6,3
+197,5
Segmentvermögen
4.217,6
3.947,5
+6,8
davon Forderungen an Kunden
4.018,5
3.738,8
+7,5
Segmentschulden
1.261,7
1.376,5
–8,3
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.246,0
1.359,0
–8,3
Im Jahr 2025 profitierte das Segment von einer insgesamt weiterhin hohen Nachfrage und konnte vor allem in der Risikosituation deutliche Verbesserungen erzielen. Der Zinsüberschuss stieg leicht auf 52,3 Millionen Euro (2024: 51,8 Millionen Euro), was einem Plus von 1,1 Prozent entspricht. Auch das Provisionsergebnis entwickelte sich positiv und erreichte
4,1 Millionen Euro (2024: 4,0 Millionen Euro).
In Summe ergab sich daraus ein Gesamtertrag von 56,0 Millionen Euro, was einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber 2024 (55,4 Millionen Euro) entspricht. Ein wesentlicher Treiber war der deutlich reduzierte Aufwand aus der Risikovorsorge, der sich im Ergebnis auf–17,0 Millionen Euro verringerte (2024: –31,8 Millionen Euro).
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf –20,2 Millionen Euro (2024: –17,2 Millionen Euro). Trotz dieser Ausweitung der Kostenbasis konnte das Segment aufgrund des verbesserten Risikoergebnisses den Jahresüberschuss vor Steuern deutlich auf 18,8 Millionen Euro steigern (2024: 6,3 Millionen Euro), was knapp einer Verdreifachung entspricht.
Das Segmentvermögen wuchs spürbar um 6,8 Prozent auf 4.217,6 Millionen Euro (2024: 3.947,5 Millionen Euro). Die Segmentschulden entwickelten sich hingegen rückläufig und beliefen sich auf 1.261,7 Millionen Euro (2024: 1.376,5 Millionen Euro). Insgesamt unterstreichen diese Entwicklungen die weiterhin starke Positionierung des Großkundensegments innerhalb der HYPO Oberösterreich.
Institutionelle Kunden und Großwohnbau
In den Teilsegmenten Institutionelle Kunden und Großwohnbau konnten bestehende Kundenbeziehungen im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der professionellen und partnerschaftlichen Betreuung sowie maßgeschneiderter Lösungen im Aktiv- und Passivgeschäft weiter gestärkt werden. Dieses hohe Maß an Service- und Kundenorientierung führte in weiterer Folge zur erfolgreichen Akquise einiger Neukunden, die durch Empfehlungsmarketing gewonnen werden konnten.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte das Teilsegment Institutionelle Kunden seine Marktposition weiter deutlich festigen. Die bestehenden Kundenbeziehungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der professionellen und partnerschaftlichen Betreuung weiter gestärkt werden. Das hohe Maß an Service- und Kundenorientierung führte in weiterer Folge zur erfolgreichen Akquise einiger Neukunden, die durch Empfehlungsmarketing gewonnen werden konnten. Das betreute Finanzierungsvolumen konnte deutlich gesteigert werden und bildet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Neben der Akquisition neuer institutioneller Kunden war ein Erfolgsfaktor auch die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen. Besonders im Fokus standen maßgeschneiderte Finanzierungs- und Veranlagungslösungen der HYPO Oberösterreich, die individuell auf die Anforderungen der institutionellen Kunden zugeschnitten wurden. Der eingeschlagene erfolgreiche Weg mit einem kompetenten Beratungsteam für kirchliche Institutionen und soziale Organisationen sowie für die öffentliche Hand wurde auch 2025 fortgesetzt.
Im Teilsegment Großwohnbau zeigte sich die HYPO Oberösterreich, trotz herausfordernder Marktbedingungen, im Geschäftsjahr 2025 äußerst erfolgreich. Individuelle Finanzierungslösungen, langfristige Partnerschaften und ein klarer Fokus auf persönliche kompetente Kundenbetreuung stärkte die Positionierung als verlässlicher Partner für die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und deren Töchter. Außerhalb unseres Kernmarktes konnten die Geschäftsverbindungen mit Wohnbaugesellschaften weiter ausgebaut und gefestigt werden. Die kompetente Beratung, die rasche Abwicklung und der enge Kundenkontakt steht hier besonders im Vordergrund.
Insgesamt bilden das Wachstum im Aktiv- und Passivgeschäft sowie die maßgeschneiderten Lösungen der HYPO Oberösterreich die Grundlage für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den Teilsegmenten Institutionelle Kunden und Großwohnbau. Diese Ausrichtung ermöglicht es, langjährige Partnerschaften und Geschäftsverbindungen zu vertiefen, die Marktposition zu stärken und die Neukundengewinnung weiter in den Fokus zu stellen.
Kommerzkunden und Immobilienprojekte
Im Geschäftsjahr 2025 setzte sich im Teilsegment Kommerzkunden und Immobilienprojekte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fort und die Marktposition konnte weiter ausgebaut werden. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds, geprägt von volatilen Märkten und geopolitischen Unsicherheiten, konnte sich die HYPO Oberösterreich als stabiler und verlässlicher Finanzierungspartner für Unternehmen und Projektentwickler behaupten.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der strukturierten Weiterentwicklung des Fördergeschäfts. Durch die enge und professionelle Zusammenarbeit mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) konnten weitere Finanzierungen erfolgreich umgesetzt werden. Dies trug wesentlich zur Diversifikation des Geschäfts und zur Risikooptimierung bei.
Im Zahlungsverkehr wurde das im Vorjahr konzipierte Zukunftsprojekt planmäßig umgesetzt. Die neuen Angebote führten zu messbaren Neukundengewinnen, einer erhöhten Nutzung bestehender Produkte sowie zu einer nachhaltigen Stärkung der Kundenbindung. Gleichzeitig wurde eine tragfähige Basis für weitere Marktbearbeitungs- und Angebotsaktivitäten im Jahr 2026 geschaffen.
Das Immobiliensegment war weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig eröffneten sich durch veränderte Rahmenbedingungen neue Finanzierungsmöglichkeiten, die gemeinsam mit den Kund:innen genutzt wurden. Dank hoher Beratungs- und Strukturierungskompetenz, effizienter Abwicklungsprozesse sowie der konsequenten Anwendung aktueller Finanzierungsstandards konnten stabile und wirtschaftlich nachhaltige Projekte realisiert werden.
Das hohe Engagement und die fachliche Kompetenz des Teams erwiesen sich auch 2025 als wesentlicher Erfolgsfaktor. Die lösungsorientierte und partnerschaftliche Arbeitsweise trug maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Markt- und Wachstumsstrategie sowie zur nachhaltigen Stärkung der Position der HYPO Oberösterreich bei.
b. Retail und Wohnbau
Das Segment Retail und Wohnbau umfasst das Teilsegment Filialvertrieb, das Teilsegment Ärzte, Freie Berufe und Private Banking sowie den geförderten privaten Wohnbau. Auch 2025 konnte die HYPO Oberösterreich ihre starke regionale Marktposition behaupten und weiter festigen.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
49,0
54,7
–10,4
davon Zinsüberschuss
32,5
40,2
–19,1
davon Provisionsergebnis
15,5
14,3
+8,5
Risikovorsorge
–1,7
–0,1
>+200
Verwaltungsaufwand
–38,7
–34,4
+12,7
Jahresüberschuss vor Steuern
8,2
19,8
–58,5
Segmentvermögen
2.708,1
2.646,0
+2,3
davon Forderungen an Kunden
2.708,1
2.646,0
+2,3
Segmentschulden
1.891,1
1.879,5
+0,6
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.589,4
1.520,7
+4,5
Im Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich das Segment insgesamt solide, wenngleich die Ertragslage spürbar unter dem Vorjahresniveau lag. Das herausfordernde Zinsumfeld, insbesondere auf der Einlagenseite, belastete die Ergebnisentwicklung, während sich das Kundengeschäft in Beratung und Veranlagung weiterhin als wichtige Ertragsstütze erwies.
Der Gesamtertrag des Segments belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 49,0 Millionen Euro und lag damit um –10,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 54,7 Millionen Euro). Zwar kam es zu einem Rückgang im Zinsüberschuss, demgegenüber entwickelte sich jedoch das Provisionsergebnis sehr positiv und stieg auf 15,5 Millionen Euro (2024: 14,3 Millionen Euro). Zuwächse im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft konnten den Rückgang im Zinsgeschäft teilweise kompensieren.
Der Aufwand aus der Risikovorsorge erhöhte sich und belastet das Ergebnis mit –1,7 Millionen Euro (2024: –0,1 Millionen Euro). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen auf –38,7 Millionen Euro (2024: –34,4 Millionen Euro).
Das Segmentvermögen erhöhte sich leicht auf 2.708,1 Millionen Euro (2024: 2.646,0 Millionen Euro), während die Segmentschulden auf 1.891,1 Millionen Euro anwuchsen (2024: 1.879,5 Millionen Euro).
Filialvertrieb
Die Wohnbaufinanzierung verzeichnete 2025 ein außergewöhnliches Wachstum, das über dem Markttrend lag. Ausschlaggebend waren dafür der Aufbau eines Netzwerks ausgewählter Finanzierungsvermittler, ein intensives Empfehlungsgeschäft sowie attraktive und innovative Produktlösungen – wie etwa der modulare HYPO OOE Wohnkredit –, mit denen die individuelle Lebenssituation berücksichtigt werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der konsequenten Verbesserung der Customer Experience – sowohl in der Wertpapier- und Finanzierungsberatung als auch im Schaltergeschäft. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem gezielt in den Um- und Ausbau der Filiale Bindermichl investiert, um den Kundinnen und Kunden ein modernes und angenehmes Umfeld zu bieten.
Beim Ausbau von HYPO DirektPlus, dem digitalen Betreuungsformat der HYPO Oberösterreich, wurde der Fokus auf die Neukundengewinnung durch attraktive Produktangebote gerichtet. Darüber hinaus wurde auch Bestandskunden der Umstieg auf HYPO DirektPlus angeboten.
Ärzte, Freie Berufe und Private Banking
Das Geschäftsjahr 2025 war von einer nachhaltigen Stärkung der Marktposition in den definierten Zielgruppen geprägt. Die Zielgruppen bestehen aus Stiftungen, Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen, Apotheken, Ärzt:innen und Medizinstudierenden. Insgesamt konnten 335 Neukund:innen im Zielsegment gewonnen werden.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die konsequente Weiterentwicklung zielgruppenorientierter Veranstaltungs- und Kooperationsformate in Zusammenarbeit mit ausgewählten Netzwerkpartnern. Im Berichtsjahr wurden unter anderem Simulationstrainings, Steuer- und Gründerseminare, Digitalisierungsformate sowie Finanzbildungsangebote umgesetzt. Diese Formate zeichnen sich durch eine hohe inhaltliche Relevanz für die Zielgruppen aus und stießen daher kundenseitig auf großes Interesse.
Auch die führende Marktposition als Bank für niedergelassene Ärzt:innen konnte im Jahr 2025 weiter gefestigt werden. Dies gelang nicht zuletzt aufgrund des kundenzentrierten Projekts „Beyond Banking“, mit dem 2025 zusätzliche – über das klassische Bankgeschäft hinausgehende – Leistungen und Angebote für Kund:innen aus dem Medizinbereich entwickelt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Bereichen Finanzbildung, Vernetzung und Serviceangebote. Das Projekt wurde im Spätherbst 2025 abgeschlossen und unter der neuen Marke „HYPO.med“ gelauncht. In Zukunft wird an der Gewinnung neuer Netzwerkpartner für „HYPO.med“ gearbeitet, um größtmöglichen Mehrwert für die Zielgruppe der Ärzt:innen zu generieren.
Auch im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung zeigte sich im Teilsegment ÄFP eine stabile Entwicklung.
Die Finanzierung von Ärztezentren und Primärversorgungseinheiten (PVE) entwickelte sich weiterhin sehr positiv. Im Teilsegment ÄFP konnte das Bestandsvolumen weiter ausgebaut und die Marktführerschaft in Oberösterreich nachhaltig bestätigt werden.
Für Kund:innen im Private Banking wurde das bestehende Betreuungskonzept weiterentwickelt und durch gezielte Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in der Beratung ergänzt. Dazu zählten unter anderem optimierte Reporting-Formate, insbesondere erweiterte Portfolioreports, sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Beratungsprozesse und Infrastruktur. Auch für diese Zielgruppe wurden neue Veranstaltungsformate wie beispielsweise Online-Afterwork-Talks angeboten, die sehr gut angenommen wurden.
Wohnbauförderung
Die Wohnbauförderung zeigte im Berichtszeitraum einen klar positiven Trend. Die im Jahr 2024 eingeführte Darlehensvariante der Eigenheimförderung wurde stark nachgefragt, und die attraktiven Förderkonditionen machten sich in den Zuzählungen 2025 bemerkbar. Im Bereich der Digitalisierung wurde ein Projekt zur End-to-End-Abwicklung der Wohnbauförderung gestartet.
c. Financial Markets
Das Segment Financial Markets umfasst die zentralen Treasury‑Aktivitäten der HYPO Oberösterreich. Dazu zählen die Eigenveranlagung mit Schwerpunkt Liquiditätsportfolio inklusive der Barreserve sowie die Refinanzierung über Kapitalmarkt‑ und Retail‑Funding. Damit bildet das Segment die Steuerungsbasis für Liquidität, Refinanzierung und Marktpreisrisiken der Gesamtbank.
in Millionen Euro
2025
2024
+ / – %
Gesamtertrag
14,6
6,1
+139,3
davon Zinsüberschuss
6,9
5,1
+35,3
davon Finanzergebnis
7,2
0,6
>+200
Risikovorsorge
0,3
–0,1
N/A
Verwaltungsaufwand
–14,8
–12,1
+22,3
Jahresüberschuss vor Steuern
0,1
–6,1
N/A
Segmentvermögen
1.206,7
1.646,5
–26,7
davon Finanzanlagen
722,4
631,5
+14,4
davon Barreserve
253,6
758,3
–66,6
Segmentschulden
4.869,9
4.865,0
+0,1
davon Verbriefte Verbindlichkeiten
4.587,7
4.568,9
+0,4
Das Segment Financial Markets zeigte 2025 eine dynamische Entwicklung, getragen von einem starken Anstieg des Finanzergebnisses. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere deutlich engere Bonitätsspreads sowie positive Zinseffekte.
Der Zinsüberschuss stieg auf 6,9 Millionen Euro und entspricht einem Plus von 35,3 Prozent. Der Gesamtertrag erhöhte sich auf 14,6 Millionen Euro und lag damit um 139,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das Ergebnis aus der Risikovorsorge verbesserte sich auf 0,3 Millionen Euro und verharrt damit auf niedrigem Niveau. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf –14,8 Millionen Euro gemäß der Gesamtbankentwicklung.
Der Jahresüberschuss vor Steuern verbesserte sich deutlich von –6,1 Millionen Euro im Vorjahr und erreichte 0,1 Millionen Euro.
Auf der Bilanzseite verringerte sich das Segmentvermögen auf 1.206,7 Millionen Euro und entspricht einem Rückgang von
26,7 Prozent. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine gesunkene Barreserve infolge volatiler Großkundeneinlagen zurückzuführen. Die Segmentschulden blieben mit 4.869,9 Millionen Euro stabil und lagen damit 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.
Eigenveranlagung
Im Jahr 2025 wurde der Wertpapier-Eigenbestand deutlich ausgebaut, vor allem durch Zugänge im Liquiditätsportfolio. Damit wird auch in den kommenden Jahren die solide Liquiditätslage der HYPO Oberösterreich gewährleistet. Zugängen von
103,3 Millionen Euro standen nur geringe Abgänge von 26,2 Millionen Euro bei hochliquiden Papieren gegenüber. Es wurden 38,9 Millionen Euro in Staatsanleihen und 64,4 Millionen Euro in liquide Pfandbriefe investiert. Bankenanleihen wurden als Ergänzung ebenfalls angekauft, der Bestand in diesem Segment wuchs um 18,0 Millionen an.
Insgesamt standen dem gesamten Kaufvolumen von 134,0 Millionen Euro im Jahr 2025 Fälligkeiten und Kündigungen in Höhe von 39,0 Millionen Euro gegenüber. Dieser Wachstumspfad wird auch im Jahr 2026 fortgesetzt werden, bei planmäßigen Tilgungen von etwa 84,6 Millionen Euro sind Neuinvestitionen in Höhe von insgesamt 166,0 Millionen Euro geplant. Der Fokus bleibt mit 110,0 Millionen Euro weiterhin auf dem Segment der hochliquiden Wertpapiere.
Die Zinsentwicklung sorgte für einen weiteren leichten Rückgang der Bewertungsverluste im OCI, die sich aus den starken Zinsanstiegen nach der Niedrigzinsphase ergeben hatten. Die Bonitätsaufschläge der Neuemissionen gingen über das Jahr hinweg durchwegs zurück. Insgesamt konnten aufgrund des Zinsniveaus aber Renditen erzielt werden, die die Durchschnittsverzinsung im Portfolio anhoben. Die Zugänge im Wertpapier-Eigenbesitz konzentrierten sich bei Bankenanleihen und Pfandbriefen auf eine Laufzeit von rund fünf Jahren. Bei Staatsanleihen wurden Papiere mit längeren Laufzeiten von rund zehn Jahren erworben. Das Zinsrisiko wurde ausschließlich in der Gesamtbank ausgesteuert. Durch Zukäufe von 28,5 Millionen Euro an nachhaltigen Wertpapieren (Green, Social und Sustainable Bonds) bei Abgängen von 4,0 Millionen Euro wurde die Quote für nachhaltige Investitionen trotz des Wachstums im Gesamtbestand von 21,4 Prozent auf 22,0 Prozent gesteigert. Eine Quote von über 20,0 Prozent bildet das Fundament der Nachhaltigkeitsstrategie im Eigenbestand, für 2026 ist daher erneut geplant, die abreifenden Wertpapiere in zumindest gleicher Höhe durch Neugeschäft zu ersetzen.
Refinanzierung
Der Refinanzierungsbedarf für das Geschäftsjahr 2025 resultierte aus den strategischen Kernpositionierungen der Bank. Neben der Refinanzierung der Wachstumsstrategie war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich höheres Volumen an Emissionsfälligkeiten zu ersetzen. Zusätzlich stand der weitere Ausbau und die Stärkung der hypo_blue Produktpalette im Fokus.
Ähnlich dem Vorjahr war auch das Jahr 2025 von einer insgesamt sehr hohen Emissionstätigkeit am Kapitalmarkt geprägt, wobei vor allem zu Jahresbeginn eine sehr starke Dynamik im Markt vorhanden war. Nach der ersten großen Welle an Neuemissionen namhafter Emittenten konnten in dem gegebenen Marktumfeld bereits zu Jahresbeginn Privatplatzierungen in Form von Öffentlichen Pfandbriefen platziert werden. Die Begebung einer Sub-Benchmark-Hypothekenpfandbrief-Emission über 250,0 Millionen Euro erfolgte danach im Mai.
Aufgrund der geopolitischen Spannungen, wie unter anderem der andauernde Russland-Ukraine-Krieg oder die von der
US-Regierung verhängten Zölle, wurde auch das Jahr 2025 von Unsicherheiten begleitet. Die Europäische Zentralbank setzte den 2024 eingeschlagenen Zinssenkungszyklus bis zur Jahresmitte 2025 fort und reduzierte den Einlagensatz bis Juni auf
2,0 Prozent. In der ersten Jahreshälfte lagen die Neuemissionsspreads sowohl für Pfandbriefemissionen als auch für Senior-Transaktionen noch auf einem etwas höheren Niveau. In der zweiten Jahreshälfte engten sich diese zum Teil spürbar ein. Die im Mai platzierte Sub-Benchmark-Hypothekenpfandbrief-Emission über 250,0 Millionen Euro konnte mit einer Laufzeit von knapp sieben Jahren bei guter Nachfrage zu einem Spread von Mid-Swap +49bp erfolgreich platziert werden. Das Orderbuch erreichte in kürzester Zeit ein Volumen von rund 700 Millionen Euro, vorwiegend mit Investoren aus Österreich, Deutschland und Skandinavien, und bestätigte die Position als starker und vertrauenswürdiger Player am Kapitalmarkt.
Der Verkauf von Retailanleihen hat sich hervorragend entwickelt und wurde forciert. Besonders hervorzuheben ist der Verkauf von Wohnbauanleihen. Mit einem abgesetzten Volumen von 289,0 Millionen Euro wurde in der Geschichte der HYPO Oberösterreich ein neues Rekordniveau in diesem Segment erreicht. Darüber hinaus wurden weitere 67,8 Millionen Euro an Senior-Anleihen am Markt platziert.
Gesamt wurde ein Emissionsvolumen von 651,8 Millionen Euro (2024: 606,7 Millionen Euro) abgesetzt mit durchschnittlichen Kosten von MidSwap +46 Basispunkten.
Der Stand verbriefter Verbindlichkeiten lag Ende 2025 mit 4.767,4 Millionen Euro geringfügig über dem Vorjahr (2024:
4.763,7 Millionen Euro). Neben der Emissionstätigkeit wurde auch der Ausbau der nachhaltigen hypo_blue-Produktschiene forciert. Das Volumen in hypo_blue-Produkten konnte gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht werden und erreichte mit einem Stand von 169,6 Millionen Euro einen neuen Höchstwert (2024: 131,3 Millionen Euro).
Das Volumen an stabilen Retaileinlagen konnte 2025 weiter ausgebaut werden. Der Fokus lag wie im Vorjahr auf Sparprodukten mit Bindungen, wobei vor allem das Angebot mit einer Laufzeit von neun Monaten im Rahmen der Weltspartagsaktion stark nachgefragt wurde. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Folge geringerer volatiler Einlagen im Segment Großkunden 2025 um –1,5 Prozent auf 2.897,0 Millionen Euro (2024: 2.940,6 Millionen Euro) reduziert.
Die HYPO Oberösterreich zeichnet weiterhin eine komfortable Liquiditätsausstattung aus.

9. Ausblick
Das weltweite Wirtschaftswachstum steht auch 2026 maßgeblich unter dem Einfluss politischer Entwicklungen: Globale Handelskonflikte, wie sie 2025 regelmäßig aufflammten, aber auch nationale und geopolitische Verwerfungen sowie mögliche abrupte Marktkorrekturen – insbesondere im Technologie- und KI-Sektor –, listet der Internationale Währungsfonds (IWF) als bedeutendste Risikofaktoren für die Wirtschaftsentwicklung auf. In seinem World Economic Outlook (Jänner 2026) prognostizierte der IWF ein weltweites Wachstum von 3,3 Prozent für 2026 und somit eine Fortsetzung des stabilen Wachstums aus 2025. Neuerlich divergieren die für 2026 erwarteten Wachstumsraten für die USA und die Eurozone: Während der IWF für die USA ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert, stellt er für die Eurozone 1,3 Prozent in Aussicht, wobei die staatliche Investitionsoffensive in Deutschland sowie die vielversprechende Wirtschaftsentwicklung in Spanien und Irland als Wachstumstreiber hervorgehoben werden.
Österreichs Wirtschaft gelang 2025 die Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad, im abgelaufenen Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung laut dem Institut für Höhere Studien (IHS) um 0,5 Prozent gestiegen sein. Dieser Aufwärtstrend wird sich, so das IHS, 2026 fortsetzen, wobei für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet wird. Diese Prognose liegt somit deutlich unter den Wachstumsraten früherer Aufschwungphasen, das IHS begründet dies mit einem Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit und den protektionistischen Tendenzen im Welthandel. Positiv entwickelt sich der private Konsum, für den 2025 und 2026 jeweils ein Wachstum von +0,8 Prozent erwartet wird.
Eine anhaltend hohe Inflationsrate begleitete Österreich durch das Jahr 2025, im Jahresschnitt lag sie bei 3,6 Prozent und somit einen Prozentpunkt über der ursprünglich vom IHS prognostizierten Jahresinflationsrate. Für das Jahr 2026 wird in der IHS-Winterprognose ein merklicher Inflationsrückgang auf einen Jahresschnitt von 2,5 Prozent erwartet, da Vorjahreseffekte ausgelaufener fiskalpolitischer Maßnahmen – wie etwa der Strompreisbremse – wegfallen. Im Euroraum lag die Teuerung zum Jahresende 2025 beim EZB-Zielwert von 2,0 Prozent, womit für das Jahr 2026 keine weiteren Leitzinsschritte zu erwarten sind. Der EZB-Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) wird daher aller Voraussicht nach auf dem aktuellen Niveau von 2,15 Prozent verbleiben.
Zu beachten ist, dass die oben genannten Prognosen vor dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran und der Golfregion (Ende Februar 2026) getroffen wurden. Die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Effekte des Konflikts und der Anfang März sprunghaft angestiegenen Öl- und Gaspreise sind zum Berichtsstichtag noch nicht absehbar.
Die HYPO Oberösterreich blickt dem Geschäftsjahr 2026 mit Zuversicht entgegen: Das 2025 erreichte Ende der zweijährigen Rezessionsphase und ein deutlich wahrnehmbarer Anstieg der Investitionstätigkeit sowohl von privaten Haushalten als auch von Unternehmen lassen für Österreich Licht am Ende des Tunnels erkennen. In den letzten beiden Jahren gestaltete die HYPO Oberösterreich den Umschwung im Land tatkräftig mit und meisterte mit ihren Kundinnen und Kunden auch schwierige Situationen. Für 2026 erwarten wir eine Fortsetzung des zuletzt erkennbaren Aufwärtstrends und im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit unserer Bank ein neuerlich solides Ergebnis entlang unseres Wachstumspfades.
Linz, am 17. März 2026
Der Vorstand
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Klaus KumpfmüllerThomas Wolfsgruber
VorstandsvorsitzenderVorstandsmitglied
Bilanz
AKTIVA in EUR
31.12.2025
31.12.2024
1.
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern
261.148.945,14
765.561.624,18
2.
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind:
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
204.106.737,94
160.920.432,36
3.
Forderungen an Kreditinstitute
a)
täglich fällig
82.225.880,92
86.674.611,58
b)
sonstige Forderungen
88.467.797,49
83.184.671,68
170.693.678,41
169.859.283,26
4.
Forderungen an Kunden
7.045.809.909,22
6.710.497.046,95
5.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von anderen Emittenten
556.676.065,84
509.450.712,56
darunter: eigene Schuldverschreibungen
10.689.398,42
16.894.828,67
6.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
107.427.758,44
107.427.768,96
7.
Beteiligungen
27.999.593,14
27.994.142,68
darunter: an Kreditinstituten
2.447.282,33
2.447.282,33
8.
Anteile an verbundenen Unternehmen
87.358.838,47
87.358.838,47
9.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
12.384.910,86
6.077.911,31
10.
Sachanlagen
5.245.300,95
3.479.371,33
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden
511.529,59
537.593,97
11.
Sonstige Vermögensgegenstände
38.200.746,10
41.158.798,61
12.
Rechnungsabgrenzungsposten
19.256.213,98
15.863.413,26
13.
Aktive latente Steuern
6.002.689,53
6.061.967,22
SUMME DER AKTIVA
8.542.311.388,02
8.611.711.311,15
Posten unter der Bilanz
31.12.2025
31.12.2024
1.
Auslandsaktiva
575.652.295,49
476.523.725,92
PASSIVA in EUR
31.12.2025
31.12.2024
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a)
täglich fällig
100.559.254,32
115.448.302,07
b)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
169.205.391,94
188.340.824,29
269.764.646,26
303.789.126,36
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a)
Spareinlagen
374.194.147,54
403.403.530,51
darunter:
aa)
täglich fällig
177.348.201,51
194.615.217,98
bb)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
196.845.946,03
208.788.312,53
b)
sonstige Verbindlichkeiten
2.522.791.901,45
2.537.228.243,12
darunter:
aa)
täglich fällig
1.412.083.069,92
1.239.243.760,55
bb)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
1.110.708.831,53
1.297.984.482,57
2.896.986.048,99
2.940.631.773,63
3.
Verbriefte Verbindlichkeiten
a)
begebene Schuldverschreibungen
3.602.411.933,05
4.763.677.913,20
b)
andere verbriefte Verbindlichkeiten
1.164.968.920,80
0,00
4.767.380.853,85
4.763.677.913,20
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
14.920.110,23
20.871.441,60
5.
Rechnungsabgrenzungsposten
15.725.291,28
21.377.912,48
6.
Rückstellungen
a)
Rückstellungen für Abfertigungen
5.952.167,77
6.445.077,05
b)
Rückstellungen für Pensionen
4.910.317,48
5.205.852,11
c)
Steuerrückstellungen
1.254.685,27
0,00
d)
sonstige
6.459.041,19
6.858.333,42
18.576.211,71
18.509.262,58
7.
Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
75.486.104,11
70.403.839,69
8.
Gezeichnetes Kapital
14.559.294,58
14.555.884,95
9.
Kapitalrücklagen
a)
gebundene
30.548.897,59
30.548.897,59
b)
nicht gebundene
190.433,44
190.433,44
30.739.331,03
30.739.331,03
10.
Gewinnrücklagen
andere Rücklagen
369.985.677,98
358.085.067,63
11.
Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG
63.992.458,00
63.220.458,00
12.
Bilanzgewinn
4.195.360,00
5.849.300,00
SUMME DER PASSIVA
8.542.311.388,02
8.611.711.311,15
Posten unter der Bilanz
31.12.2025
31.12.2024
1.
Eventualverbindlichkeiten
95.220.130,48
94.183.541,58
darunter:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten
95.220.130,48
94.183.541,58
2.
Kreditrisiken
752.914.587,86
697.685.537,63
3.
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
1.444.637,50
455.000,00
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
551.898.514,29
531.482.708,26
darunter: Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
75.360.066,26
70.403.839,69
5.
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
3.773.883.935,43
3.705.936.276,42
darunter: Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
lit. a)
Harte Kernkapitalquote (in %)
12,63
12,44
lit. b)
Kernkapitalquote (in %)
12,63
12,44
lit. c)
Gesamtkapitalquote (in %)
14,62
14,34
6.
Auslandspassiva
246.278.583,73
327.447.506,74
Gewinn- und Verlustrechnung
in EUR
2025
2024
1.
Zinsen und ähnliche Erträge
256.170.639,90
337.413.181,36
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
14.307.888,81
17.384.158,11
2.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–171.344.750,02
–246.615.247,77
I.
NETTOZINSERTRAG
84.825.889,88
90.797.933,59
3.
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a)
Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren
3.731.997,00
3.980.894,43
b)
Erträge aus Beteiligungen
3.285.183,73
3.276.539,57
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
5.667.000,00
15.905.000,00
12.684.180,73
23.162.434,00
4.
Provisionserträge
34.570.361,31
30.571.130,44
5.
Provisionsaufwendungen
–11.808.799,67
–10.372.793,44
6.
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
–162.995,35
920.133,87
7.
Sonstige betriebliche Erträge
434.140,71
342.861,45
II.
BETRIEBSERTRÄGE
120.542.777,61
135.421.699,91
8.
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a)
Personalaufwand
–40.436.576,12
–38.619.595,77
darunter:
aa)
Löhne und Gehälter
–30.233.783,80
–28.233.512,56
bb)
Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–5.786.671,58
–7.318.953,60
cc)
sonstiger Sozialaufwand
–3.280.583,57
–992.874,00
dd)
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
–890.512,47
–1.004.262,92
ee)
Dotierung/Auflösung der Pensionsrückstellung
295.534,63
–205.934,16
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
–540.559,33
–864.058,53
b)
sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
–32.357.146,29
–26.621.019,71
–72.793.722,41
–65.240.615,48
9.
Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände
–2.817.100,95
–924.372,28
10.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–958.220,77
–542.647,62
III.
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
–76.569.044,13
–66.707.635,38
IV.
BETRIEBSERGEBNIS
43.973.733,48
68.714.064,53
11./12.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen,
Eventualverbindlichkeiten und Wertpapieren
–17.716.143,24
–29.127.045,09
13./14.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren,
die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen
–3.552,34
–55.460,56
V.
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
26.254.037,90
39.531.558,88
15.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
–3.963.199,16
–4.419.555,57
16.
Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen
–5.589.674,94
–1.781.598,78
VI.
JAHRESÜBERSCHUSS
16.701.163,80
33.330.404,53
17.
Rücklagenbewegung
–12.549.129,80
–27.553.124,45
darunter: Dotierung der Haftrücklage
–772.000,00
–3.550.000,00
VII.
JAHRESGEWINN
4.152.034,00
5.777.280,08
18.
Gewinnvortrag
43.326,00
72.019,92
VIII.
BILANZGEWINN
4.195.360,00
5.849.300,00
Anhang
A. Allgemeines
Der Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft (HYPO Oberösterreich) wurde zum 31. Dezember 2025 nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) in der geltenden Fassung sowie auch – soweit anwendbar – nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den in der Anlage 1 und 2 zu § 43 BWG enthaltenen Formblättern in Euro. Alle Beträge im Anhang sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist gemäß § 245a UGB in Verbindung mit § 59a BWG verpflichtet, einen Konzernabschluss nach den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufzustellen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die OÖ Landesholding GmbH. Dieser Konzernabschluss ist sowohl beim Landes- als auch beim Handelsgericht Linz hinterlegt.
Kernmarkt ist als Regionalbank das Bundesland Oberösterreich. Im Osten Österreichs ist das Kreditinstitut durch einen Standort in Wien vertreten.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(1) Grundsätze
Der Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wurde nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2025 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten.
Zur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Einzelabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Angaben im Anhang und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer für Sachanlagen und Finanzimmobilien, Klassifizierung von Leasingverträgen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Hinsichtlich der zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung wurden die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Einzelabschlusses vorliegenden Umstände zugrunde gelegt.
Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche Angaben gemacht.
Offene Rechtsthematik i. Z. m. USt-Zwischenbankbefreiung
Am 7. Juli 2024 wurde der Beschluss des Bundesfinanzgerichtes über seinen Antrag auf Vorabentscheidung durch den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zur Frage veröffentlicht, ob die im § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG (Umsatzsteuergesetz 1994 i.d.g.F.) vorgesehene Umsatzsteuerbefreiung eine staatliche Beihilfe gemäß Art. 107 Abs. 1 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) darstellt. § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG befreit sonstige Leistungen von der Umsatzsteuer, die zwischen Unternehmen erbracht werden, die überwiegend Bank-, Versicherungs- oder Pensionskassenumsätze ausführen, soweit diese Leistungen unmittelbar zur Ausführung der genannten steuerfreien Umsätze verwendet werden, und für die Personalgestellung dieser Unternehmer an die im ersten Satz des § 6 Abs. 1 Z 28 UStG genannten Zusammenschlüsse. Im Rahmen des Abgabenänderungsgesetzes 2024 wurde § 6 Abs. 1 Z 28 zweiter Satz UStG mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 2025 aufgehoben. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat unter Einhaltung der österreichischen umsatzsteuerlichen Regeln gehandelt. Darüber hinaus ist es nach vorliegender Einschätzung zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar, wie der Europäische Gerichtshof entscheidet und ob die Europäische Kommission ein Verfahren gegen die Republik einleiten wird. Daneben ist ebenso strittig, wer in den jeweiligen Leistungsbeziehungen der
wirtschaftlich Begünstigte aus der Befreiungsvorschrift ist und in welcher Höhe der wirtschaftliche Vorteil im Ergebnis eingetreten ist, da in diesem Fall auch ein Vorsteuerabzug beim Leistungsempfänger zustehen würde. Aufgrund der dargestellten Unsicherheiten wurde keine Rückstellung für etwaige Nachzahlungen gebildet. Sollte sich die dargestellte Situation nachteilig entwickeln, dann wird eine mögliche Nachzahlung auf Basis derzeitiger Analysen bis zu einer Höhe von rund TEUR 3.000 geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Situation unverändert geblieben.
Offene Rechtsthematik i. Z. m. Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten
Derzeit sind mehrere Verfahren im Zusammenhang mit Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) anhängig. Der OGH hat hierzu in einem Verbandsverfahren entschieden, dass Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherkrediten unter bestimmten Bedingungen unzulässig sind. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist an keinem dieser Verfahren beteiligt. Die rechtlichen Entwicklungen werden laufend beobachtet. Aus heutiger Sicht ergeben sich im Zusammenhang mit Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten keine Rückstellungserfordernisse.
Wertpapiere
Die Wertpapiere werden, soweit sie nicht durch ausdrücklichen Beschluss dem Anlagevermögen gewidmet sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens unterliegen dem gemilderten Niederstwertprinzip. Wenn die Gründe für eine Abschreibung nicht mehr bestehen, wird eine Zuschreibung gemäß § 208 Abs. 1 UGB
vorgenommen. Agio und Disagio von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens werden gemäß der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Restlaufzeit verteilt.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Die Forderungen sind grundsätzlich zu Nennwerten bewertet. Das gemäß IFRS 9 übernommene Wertminderungsmodell sieht tendenziell eine frühere Bestimmung und Vorsorge für mögliche Verluste vor. Im Fokus stehen drei Stufen, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen:
Stufe 1 umfasst dabei alle neuen Finanzinstrumente sowie jene Positionen, für die seit Zugang des Finanzinstrumentes keine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität stattgefunden hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes.
In Stufe 2 werden all jene Finanzinstrumente transferiert, für die eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang stattgefunden hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des über die gesamte Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über die Restlaufzeit des Finanzinstruments) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung erfolgt ebenfalls auf Basis des Bruttobuchwertes.
Stufe 3 beinhaltet schließlich alle ausgefallenen Finanzinstrumente. Für diese Positionen wird ebenfalls eine Risikovorsorge in Höhe des über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verlustes gebildet.
Die Prüfung zur Bestimmung der Zugehörigkeit einer Forderung zu einer bestimmten Stufe erfolgt anhand von Transferkriterien.
Zur Bestimmung der Verschlechterung der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem damit verbundenen Transfer von Stufe 1 in
Stufe 2 werden in der Regel drei Komponenten betrachtet: ein quantitatives Kriterium, ein qualitatives Kriterium und ein Backstop-Kriterium.
Für jedes Finanzinstrument werden die Kriterien nacheinander überprüft. Schlägt ein Kriterium an, erfolgt beim quantitativen Kriterium ein Transfer des Finanzinstruments in Stufe 2, beim Backstop-Kriterium erfolgt der Transfer aller Finanzinstrumente des Kunden in Stufe 2.
Wesentliche „Ratingevents“ führen zu einer umgehenden Ratingevaluierung gemäß der internen Ratingmodelle, womit die qualitativen Kriterien gut durch die Ratingsysteme abgedeckt sind. Die Transferlogik beruht somit auf dem quantitativen Kriterium sowie dem Backstop-Kriterium.
Das quantitative Kriterium gilt als der primäre Indikator, ob eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat. Es umfasst die Bestimmung der Verschlechterung des Kreditrisikos auf Basis einer relativen und einer absoluten Schranke. Es wird die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit (PD – Probability of Default) zum Zugangszeitpunkt mit der PD zum Reporting-Stichtag verglichen. Da IFRS 9 erwartet, dass in den PDs zukunftsorientierte Information enthalten ist, wird der Vergleich auf Basis der kumulierten Lebensdauer-PDs für die restliche Laufzeit der Geschäfte durchgeführt.
Zur Abbildung der Erwartung der kumulierten PD der Restlaufzeit des Finanzinstruments wird die kumulierte Forward-Lebensdauer-PD des Zugangszeitpunktes verwendet. Diese wird dann mit der kumulierten PD zum Reporting-Stichtag verglichen.
Diese PDs bilden die Grundlage für den Vergleich, ob eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat, wobei der Vergleich für jedes Finanzinstrument einzeln durchgeführt wird und sowohl die relative als auch die absolute Änderung der Lebensdauer-PD eine Rolle spielt.
Im relativen Kriterium wird das Verhältnis der erwarteten kumulierten PD zum Zugangszeitpunkt mit der aktuellen kumulierten PD verglichen, welche zum Reporting-Stichtag beobachtet wird. Wenn dieses Verhältnis einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, bedeutet das, dass sich die PD dieses Finanzinstruments aufgrund des relativen Vergleichs signifikant seit Zugang erhöht hat. Dieser Schwellwert für das relative Kriterium wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 200,0 % angesetzt, was einer Verdoppelung der PD seit Zugang entspricht.
Zusätzlich zum relativen PD-Vergleich wird auch die absolute Änderung der PD kontrolliert. Die Messung basiert auf denselben kumulierten Lebensdauer-PDs wie im relativen Kriterium, wobei für den absoluten Vergleich die Differenz der PDs gemessen wird. Da im absoluten Kriterium die Differenz gemessen wird, werden die kumulierten Lebensdauer-PDs durch Division mit der Restlaufzeit auf Jahresebene heruntergebrochen. Diese Anpassung ist notwendig, um den Vergleich unabhängig von der Lebensdauer eines Finanzinstruments durchführen zu können.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat sich entschlossen, die „low credit risk exemption“ nicht anzuwenden und stattdessen eine absolute Schranke zu verwenden, durch die es möglich ist, auch im Investment-Grade-Bereich in Stufe 2 zu migrieren. Die Schwelle für die absolute Verschlechterung der PD wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 0,5 % von der Ursprungs-PD festgelegt (absolutes Kriterium). Hintergrund des absoluten Kriteriums ist, dass Veränderungen in Höhe von wenigen Basispunkten, die in den sehr guten Ratingklassen eine Verdoppelung der PD bedeuten können, nicht als signifikante Veränderung gesehen werden.
Zur Bestimmung, ob für ein Finanzinstrument eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang laut dem quantitativen Kriterium beobachtet werden konnte, muss eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität sowohl im relativen Kriterium als auch im absoluten Kriterium gemessen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet die 30-Tage-Überfälligkeit-Schranke (Backstop-Kriterium) als zusätzliche Indikation, dass eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments stattgefunden hat, und alle Finanzinstrumente eines Kunden, für den eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist, werden in Stufe 2 transferiert. Ebenso werden auch alle Instrumente mit Forbearance-Maßnahmen in Stage 2 transferiert.
Für den Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft auf die allgemeingültige Definition des Ausfalls laut Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 („CRR“) zurückgegriffen, demgemäß folgende Risikopositionen als ausgefallen gelten:
Alle Risikopositionen, bei denen die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften ohne Sicherheitenverwertung vollständig begleichen wird und
alle Risikopositionen gegenüber der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, bei denen eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners mehr als 90 Tage überfällig ist. Die Wesentlichkeit einer überfälligen Verbindlichkeit wird anhand folgender Schwellwerte beurteilt, welche sich aus einer absoluten und einer relativen Komponente zusammensetzen. Retail: absolut EUR 100 und relativ 1,0 %; Non-Retail: absolut EUR 500 und relativ 1,0 %.
In Stufe 3 werden auch finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität ausgewiesen. Es wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten Forderungen unterschieden. Jene Kreditnehmer mit einem Obligo größer TEUR 500 gelten als signifikant. Die Höhe der Wertberichtigung wird mittels DCF-Schätzung ermittelt und ergibt sich aus der Differenz zwischen Buchwert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Bei nicht signifikanten Forderungen kommt eine standardisierte Methode zum Einsatz.
Szenarien
Es werden drei makroökonomische Szenarien verwendet: ein optimistisches, ein pessimistisches und ein Basisszenario. Das optimistische und pessimistische Szenario werden mit jeweils 20,0 %, das Basisszenario mit 60,0 % gewichtet. Aufgrund der Tatsache, dass das Risiko eines deutlicheren Abwärtsszenarios gering ist und die Prognosen stabil sind, werden das optimistische und pessimistische Szenario gleich gewichtet.
Makroökonomische Parameter und Portfolios
Es werden vier Portfolios verwendet: Retail, Kommerz, Institute, Sovereigns. Für die Schätzung der erwarteten Kreditverluste werden für das Retail-Portfolio im Wesentlichen die OECD-Prognosen für die Arbeitslosigkeit, die Bruttoanlageinvestitionen und die Inflation verwendet. Für das Institute-Portfolio werden Bruttoinlandsprodukt (BIP), Bruttoanlageinvestitionen sowie die Arbeitslosigkeit (jeweils OECD-Prognosen) verwendet. Im Sovereigns-Portfolio fließt die Inflationsrate (OECD-Prognose) ein, in das Kommerz-Portfolio BIP, Inflation sowie die Yield-Structure.
Grundsätzlich fließen für alle Portfolios die Prognosen für die nächsten drei Jahre ein. Für den Zeitraum danach wird Richtung TTC-PD (Through-the-Cycle Probability of Default) konvergiert.
Die Zuordnung zu den Teilportfolios erfolgt im Wesentlichen aufgrund der Forderungsklasse sowie der Kostenstelle.
Per 31. Dezember 2025 wird auf die aktuellsten OECD-Prognosewerte der verwendeten makroökonomischen Faktoren zurückgegriffen.
Kollektiver Stagetransfer
Gemäß IFRS 9.B5.5.1 kann es erforderlich sein, die Beurteilung signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos auf kollektiver Basis vorzunehmen und zu diesem Zweck Informationen, die auf signifikante Erhöhungen des Ausfallrisikos einer Gruppe oder Untergruppe von Finanzinstrumenten hindeuten, zu berücksichtigen. IFRS 9.B5.5.5 sieht zu diesem Zweck die Zusammenfassung von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften vor. Diese Vorgangsweise wird auch im UGB-Jahresabschluss angewendet.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat auf dieser Grundlage geprüft, ob Änderungen bei der Gruppierung von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften erforderlich sind.
Im Hinblick auf die Unsicherheiten zur US-Zollthematik wurde im ersten Halbjahr 2025 beschlossen, einen kollektiven Stagetransfer von Stage 1 in Stage 2 für ein Finanzierungsvolumen von TEUR 116.952 für die betroffenen Branchen vorzunehmen. Dieser wurde infolge der Berücksichtigung in den BIP-Prognosen als wesentlicher Parameter des Impairmentmodells zur Gänze per 31. Dezember 2025 wieder aufgelöst.
Beteiligungen
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen. Wenn die Gründe für eine Abschreibung nicht mehr bestehen, wird eine Zuschreibung gemäß § 208 Abs. 1 UGB vorgenommen.
Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen
Der Posten Immaterielles Anlagevermögen umfasst ausschließlich erworbene Software und Lizenzrechte. Die Nutzungsdauer beträgt für Standardsoftware zwischen vier und acht Jahre.
Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer stellt sich wie folgt dar:
Nutzungsdauer
Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände
1–10
Unbewegliche Sachanlagen
33
Bewegliche Sachanlagen
3–33
Verbindlichkeiten
Die verbrieften und unverbrieften Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Agio und Disagio aus der Begebung von eigenen Emissionen werden gemäß der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Restlaufzeit verteilt.
Rückstellungen
Die Höhe der Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder sowie Pensionen inklusive Zuschüsse zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen und Berufs- und Dienstunfähigkeitsrisiken wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der nach IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien („Projected Unit Credit Method“) ermittelt, wobei ein stichtagsbezogener Rechnungszinssatz von 4,0 % (2024: 3,5 %) zur Anwendung kommt. Die Festlegung des Rechnungszinsfußes erfolgte auf Basis der Zinsbandbreite für eine Laufzeit von zehn Jahren (2024: Laufzeit von zehn Jahren). IAS 19 verlangt die Anwendung von stichtagsaktuellen Zinssätzen, die aus laufzeitadäquaten erstrangigen Unternehmensanleihen abgeleitet werden. Als erstrangig werden Anleihen angesehen, die bei S&P Global Ratings mit AA bzw. bei Moody’s mit Aa2 oder besser bewertet werden. Da in der Eurozone kein liquider Markt für erstrangige Anleihen mit sehr langen Laufzeiten vorliegt, werden die Zinssätze für lange Laufzeiten durch Extrapolation der aktuellen Marktzinssätze entlang der Zinsstrukturkurve geschätzt.
Jährliche Valorisierungen, kollektivvertragliche und karrieremäßige Gehaltserhöhungen wurden in Höhe von 4,0 %
(2024: 4,0 %) bei den Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder, Pensionen sowie Berufs- und Dienstunfähigkeitsrisiko berücksichtigt. Für jährliche Valorisierungen der laufenden Pensionszahlungen wurde eine Veränderung in Höhe von 2,5 % (2024: 2,5 %) bzw. der laufenden Leistungen zu den Zuschüssen zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen eine Höhe von 2,5 % (2024: 15,0 % im ersten Jahr und im Folgejahr 2,5 %) bei der Rückstellung für Pensionen herangezogen. Bei allen aktiven Dienstnehmern wurde das frühestmögliche Pensionsantrittsalter unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Bestimmungen und Übergangsregelungen herangezogen. Neben den Invalidisierungsraten, Sterberaten – welche anhand der veröffentlichten Pensionstafeln AVÖ 2018-P ermittelt werden – und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses basierend auf internen Statistiken zu dienstzeitabhängigen Fluktuationsraten angesetzt.
Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind.
Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen alle erkennbaren Risken und drohende Verluste berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum bestmöglichen Schätzwert des notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem marktüblichen Zinssatz von 4,0 Prozent (2024: 3,5 Prozent) abgezinst.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
Nationale Währungen jener Staaten, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den von der EZB veröffentlichten Devisenmittelkursen des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet.
Latente Steuern
Die Ermittlung erfolgt zu jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem voraussichtlich anfallenden Besteuerungszeitraum angewendet werden.
Eine Überprüfung der Auswirkungen der sogenannten „Säule-2-Regeln“ zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung hat ergeben, dass die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft weder direkt noch indirekt durch die OÖ Landesholding GmbH als Mutterunternehmen in den Anwendungsbereich des Mindestbesteuerungsgesetzes fällt, weshalb keine weiteren Informationen angegeben werden müssen.
C. Erläuterungen zum Jahresabschluss
Wertpapiere
Von der Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden Nominale TEUR 13.843 (2024: TEUR 1.432) in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig.
Es errechnete sich ein Unterschiedsbetrag zwischen niedrigerem Marktwert und Bilanzwert von Wertpapieren, die zu den Finanzanlagen gehören, in Höhe von TEUR 48.837 (2024: TEUR 44.825). Eine außerplanmäßige Abschreibung
gemäß § 204 Abs. 2 UGB ist unterblieben, da die zinsbedingte Kursentwicklung dieser Wertpapiere nicht zu einer dauernden Wertminderung führt und von einer Wertaufholung ausgegangen werden kann.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem niedrigeren Rückzahlungsbetrag gemäß § 56 Abs. 2 BWG bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens beträgt TEUR 634 (2024: TEUR 265).
Die Anschaffungskosten bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren waren zum Teil niedriger als der Rückzahlungsbetrag, der verbleibende Unterschiedsbetrag gemäß § 56 Abs. 3 BWG betrug TEUR 1.151 (2024: TEUR 1.571).
In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsenhandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten mit Nominale TEUR 0 (2024: TEUR 0) enthalten.
Im Anlagevermögen der Bank befanden sich zum 31. Dezember 2025 Wertpapiere mit einem Bilanzwert von TEUR 975.117 (2024: TEUR 876.059). Hievon waren Nominale TEUR 865.759 (2024: TEUR 764.609) mit einem Bilanzwert von TEUR 868.512 (2024: TEUR 769.455) an festverzinslichen Wertpapieren, 2.117.050 Stück (2024: 2.117.050 Stück) aktienähnliche Genussrechte mit einem Bilanzwert von TEUR 106.605 (2024: TEUR 106.605), Nominale TEUR 800 (2024: TEUR 800) mit einem Bilanzwert von TEUR 796 (2024: TEUR 796) als Ergänzungskapital gewidmet:
davon in A2 Schuldtitel öffentlicher Stellen Nominale TEUR 197.400 (2024: TEUR 143.500) enthalten
davon in A3 Forderungen an Kreditinstitute Nominale TEUR 30.600 (2024: TEUR 20.600) enthalten
davon in A4 Forderungen an Kunden Nominale TEUR 112.959 (2024: TEUR 128.559) enthalten
davon in A5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Nominale TEUR 524.000 (2024: TEUR 471.150) enthalten
davon in A6 nachrangiges Kapital Nominale TEUR 800 (2024: TEUR 800), aktienähnliche Genussrechte 2.117.050 Stück (2024: 2.117.050 Stück) enthalten.
Im Anlagevermögen sind börsenotierte Wertpapiere mit einem Bilanzwert von TEUR 709.522 (2024: TEUR 619.493) enthalten, die nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet werden.
Von den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere sind TEUR 556.676 (2024: TEUR 509.329) börsenotiert und TEUR 0 (2024: TEUR 122) nicht börsenotiert.
Aufgliederung zum Börsenhandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:
Wie Anlagevermögen bewertet
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
528.584
474.695
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
823
823
Wie Umlaufvermögen bewertet
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
28.092
34.756
Im Aktivposten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind nicht zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere in Höhe von TEUR 106.605 (2024: TEUR 106.605) enthalten.
Die Gesellschaft führt ein Handelsbuch von geringem Umfang im Sinn des Artikels 102 ff. CRR in Verbindung mit Artikel 94 CRR. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31. Dezember 2025 insgesamt TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Fristigkeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen/Verbindlichkeiten an/gegen Kreditinstitute und Kunden:
in TEUR
Forderungen
Verbindlichkeiten
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
bis 3 Monate
288.524
331.641
444.980
968.194
über 3 Monate bis 1 Jahr
735.003
430.472
548.691
327.282
über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.917.183
1.898.690
280.178
168.512
über 5 Jahre
3.982.721
3.843.770
202.911
231.126
Gesamt
6.923.431
6.504.572
1.476.760
1.695.114
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Bank hält per 31. Dezember 2025 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:
Beteiligungsaufstellung
Eigener
Anteil
Direkt/
Indirekt
Eigenkapital
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
Bilanz
OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H., Linz
100,0 %
D
3.765
–2.081
2025
OÖ Hypo Immobilien und Beteiligungen GmbH, Linz
100,0 %
D
41.273
4.586
2025
OÖ Hypo Facility Management GmbH, Linz
100,0 %
D
11.707
709
2025
Hypo Immobilien Anlagen GmbH, Linz
100,0 %
D/I
14.367
2.059
2025
Betriebsliegenschaft Eferding 4070 GmbH, Linz
100,0 %
I
365
50
2025
HYPO-IMPULS Immobilien GmbH, Linz
49,0 %
I
5.139
730
2024
GEMDAT OÖ GmbH & Co KG, Linz
33,3 %
D
14.198
3.585
2024
GEMDAT OÖ GmbH, Linz
30,0 %
D
417
41
2024
Raiffeisen OÖ Invest GmbH, Linz
24,0 %
I
45
10
2025
KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Linz
26,0 %
D
12.815
4.481
2024
Beteiligungs- und Immobilien GmbH, Linz
25,0 %
D
22.598
2.485
2025
Beteiligungs- und Wohnungsanlagen GmbH, Linz
25,0 %
I
172.475
18.936
2025
O.Ö. Kommunalgebäude-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz
20,0 %
I
–138
–8
2024
O.Ö. Kommunal-Immobilienleasing GmbH, Linz
20,0 %
I
127
166
2024
Die verbrieften und unverbrieften Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
A4: Forderungen an Kunden
228.165
219.045
P2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
15.018
14.218
Forderungen/Verbindlichkeiten an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
A4: Forderungen an Kunden
185.391
152.149
P2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
8.301
2.995
Es bestehen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die unter marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden.
Anlagevermögen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagespiegel gemäß § 226 Abs. 1 UGB angeführt (siehe Anlage 1 zum Anhang). Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31. Dezember 2025 TEUR 205 (2024: TEUR 205). Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 4 UGB) aktiviert.
Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten
Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen interne Verrechnungskonten, Kautionen für Immobilien-Leasingverträge mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sowie Forderungen aus der Verrechnung mit der steuerlichen Gruppe.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt,Verrechnungskonten aus der Abwicklung von Wohnbaudarlehen und interne Verrechnungskonten enthalten.
Latente Steuern
Auf die nachfolgenden Differenzen zwischen der Unternehmensbilanz und der Steuerbilanz wurden latente Steuern angesetzt:
Bilanzposition
in TEUR
Unterschiedsbetrag
Unternehmens-/Steuerbilanz
31.12.2024
31.12.2025
Veränderung
Rückstellungen
10.704
10.153
–551
Forderungen an Kunden
22.037
22.296
259
Beteiligungen
659
–122
–781
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
–6.187
–6.228
–41
Gesamt
27.213
26.099
–1.114
Verbriefte Verbindlichkeiten
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten werden im Jahr 2026 TEUR 284.864 (2024: im Jahr 2025 TEUR 559.790) fällig.
Das Deckungsverhältnis stellt sich zum 31. Dezember 2025 wie folgt dar:
Hypothekenbankgeschäfte
in TEUR
Deckungs-
darlehen
Verbriefte
Verbind-
lichkeiten
+ Über-/
– Unter-
deckung
Eigene Pfandbriefe
2.932.425
2.286.500
645.925
Eigene Kommunalbriefe
688.032
428.750
259.282
Gesamt
3.620.457
2.715.250
905.207
Per 31. Dezember 2025 waren Anleihen in Höhe von TEUR 10.000 (2024: TEUR 10.000) als Substitutionswerte (Ersatzdeckungswerte) gewidmet und gesperrt.
Gemäß Bundesgesetz über steuerliche Sondermaßnahmen zur Förderung des Wohnbaus wurden per 31. Dezember 2025 folgende Wohnbaubankgeschäfte getätigt:
Wohnbaubankgeschäfte
in TEUR
Geeignete Darlehen*)
80 % der
emittierten
Wohnbau-
anleihen
+ Über-/
– Unter-
deckung
Wohnbaubank-Anleihen
1.551.789
335.699
1.216.090
*) Geeignete Darlehen gemäß § 1 Abs. 2 Z 2 des Bundesgesetzes für steuerliche Sondermaßnahmen zur Förderung des Wohnbaus
Nachrangige Verbindlichkeiten
Die nachrangigen Verbindlichkeiten – diese werden unter der Bilanzposition „Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013“ ausgewiesen – setzen sich per 31. Dezember 2025 wie folgt zusammen:
Zinssatz
Ergänzungskapital
Nominale
in TEUR
Zinsaufwand
in TEUR
Laufzeit
2,125 %
Hypo-Wohn Wandel
3.010
62
11.06.2021
11.06.2036
2,000 %
OBLA Anleihe
6.000
118
24.11.2021
24.11.2031
variabel
Kapital Obligation
2.970
82
06.11.2000
06.11.2030
variabel
Subordinated FRN
25.000
653
08.05.2002
25.04.2042
4,125 %
Nachrangige Anleihe
3.000
124
09.12.2015
09.12.2030
variabel
CMS linked Notes
25.000
593
01.10.2002
01.10.2032
4,250 %
OBLA Anleihe
5.000
72
13.06.2025
13.06.2035
4,250 %
OBLA Anleihe
5.000
230
07.10.2022
07.10.2032
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrug im Geschäftsjahr 2025 TEUR 1.934 (2024: TEUR 2.447).
Rückstellungen
Die in der Bilanz ausgewiesene Pensionsrückstellung inklusive Zuschüssen zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen (entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert) beträgt zum 31. Dezember 2025 TEUR 4.910 (2024: TEUR 5.206). Die in der Bilanz ausgewiesene Abfertigungsrückstellung (entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert) beträgt zum 31. Dezember 2025 TEUR 5.952 (2024: TEUR 6.445).
In den sonstigen Rückstellungen sind die Drohverlustrückstellung für Derivate in Höhe von TEUR 10 (2024: TEUR 44) und offene Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 563 (2024: TEUR 992) enthalten.
Abschließend werden unter dem sonstigen Posten Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Urlaub und Zeitausgleich sowie Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ausgewiesen.
Eigenkapital
Gemäß § 5 der Satzung der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 14.664 (2024: TEUR 14.664) und ist in 2.017.000 Stückaktien in Form von Stammaktien zerlegt. Der Nennbetrag je Anteil für die Stammaktien beträgt EUR 7,27.
Rücklagen
in TEUR
31.12.
2024
Zuführung
Auflösung
31.12.
2025
Gebundene Kapitalrücklage
30.549
0
0
30.549
Nicht gebundene Kapitalrücklage
190
0
0
190
1. Kapitalrücklagen
30.739
0
0
30.739
2. Gewinnrücklagen
358.085
11.901
0
369.986
hievon Rücklage gemäß § 229 Abs. 1a 2. Satz UGB für eigene Aktien
–1.791
–71
194
–1.667
3. Haftrücklage
63.220
772
0
63.992
Gesamt
452.045
12.673
0
464.717
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2025 0,20 % (2024: 0,39 %).
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine detaillierte Aufgliederung der Eigenmittel gemäß § 64 Abs. 1 Z 16 und Z 17 BWG:
31.12.2025
in TEUR
unkonsolidiert
konsolidiert
Gezeichnetes Kapital
14.664
14.664
Aktienagio
30.549
30.549
Eigene Instrumente des harten Kernkapitals
–104
–104
Rücklagen
434.169
537.414
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
0
3.463
Abzugsposten
–2.738
–9.604
Tier-1-Kapital
476.538
576.381
Ergänzungskapital
75.360
72.780
Tier-2-Kapital
75.360
72.780
Anrechenbare Eigenmittel
551.899
649.161
Gesamtrisikobetrag
3.773.884
4.049.573
Erforderliche Eigenmittel (8 %)
301.911
323.966
Kernkapitalquote
12,6 %
14,2 %
Gesamtkapitalquote
14,6 %
16,0 %
Gemäß § 22 BWG beträgt der Kapitalerhaltungspuffer für das Jahr 2025 2,5 % (2024: 2,5 %). Zusätzlich zum Kapitalerhaltungspuffer ist gemäß § 6 Kapitalpufferverordnung (KP-V) in Verbindung mit § 7 Abs. 1 KP-V ebenfalls ein Systemrisikopuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Dieser ist seit 1. Jänner 2024 auf Basis der unkonsolidierten Lage darzustellen und beträgt derzeit 0,69 % (2024: 0,5 %) vom Gesamtrisikobetrag, auf konsolidierter Lage liegt dieser bei 0,68 % (2024: 0,5 %). Erstmalig ist hier auch ein Puffer für gewerbliche Immobilienrisikopositionen enthalten.
Der antizyklische Kapitalpuffer wird gemäß § 140 der CRD IV als gewichteter Durchschnitt der veröffentlichten antizyklischen Quoten jener Rechtsräume berechnet, in denen wesentliche Kreditrisikopositionen bestehen. Zum 31. Dezember 2025 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,0 % (2024: 0,0 %).
Eigene Aktien
In der am 12. November 1997 abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wurde eine Kapitalerhöhung (Mitarbeiterbeteiligung) beschlossen. Aus der Kapitalerhöhung durch
17.000 Stück Vorzugsaktien wurden im Geschäftsjahr 1997 dem Grundkapital TEUR 124 und den gebundenen Kapitalrücklagen TEUR 426 zugeführt.
Mit der außerordentlichen Hauptversammlung und der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wurde am 29. September 2021 die Umwandlung von 17.000 Stück Vorzugsaktien in Stammaktien beschlossen. Diese 17.000 Stück Stammaktien stehen weiterhin als Mitarbeiterbeteiligung zur Verfügung.
Von den 17.000 Stück Stammaktien (mit einem ursprünglichen Ausgabekurs von EUR 32,34) sind zum Bilanzstichtag
2.654 Stück (2024: 2.185 Stück) im Bestand der Mitarbeiter:innen.
Der Kurs der Mitarbeiteraktien wird im Rahmen der genehmigten IFRS-Konzernbilanz einmal jährlich festgelegt. Die Aktien können vom Mitarbeiter:innen zu diesem Kurs erworben werden, ein begünstigter Verkauf liegt nicht vor. Der Kauf und Verkauf von Mitarbeiteraktien ist ausschließlich im Monat nach der Hauptversammlung und nur für aktive Mitarbeiter:innen in unbefristeten und ungekündigten Dienstverhältnissen möglich, wobei pro Mitarbeiter:in insgesamt maximal 50 Stück erworben werden können. Im Jahr 2025 wurden von der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft 275 Aktien (2024: 375 Aktien) zum Gesamtwert von TEUR 75 (2024: TEUR 98) erworben und 744 Aktien (2024: 138 Aktien) von den Mitarbeiter:innen zum Gesamtwert von TEUR 201 (2024: TEUR 37) rückerworben.
Zum Bilanzstichtag hält die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft 14.346 Stück mit einem Nominale von
TEUR 104 (2024: 14.815 Stück mit einem Nominale von TEUR 108) Mitarbeiteraktien, welche vom gezeichneten Kapital abgezogen werden. Gemäß § 229 Abs. 1a UGB ist in die gebundenen Rücklagen ein Betrag einzustellen, der dem Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile entspricht. Die gebundene Gewinnrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 104 (2024:
TEUR 108). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nominale dieser Anteile und ihren Anschaffungskosten ist mit den freien Gewinnrücklagen zu verrechnen.
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
in TEUR
Eventualverbindlichkeiten
Kreditrisiken
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2025
31.12.2024
Verbindlichkeiten aus Haftungen
95.220
94.184
0
0
Rahmen und Promessen
0
0
752.915
697.686
Gesamt
95.220
94.184
752.915
697.686
Haftungsverhältnisse
Bei den Eventualverbindlichkeiten aus Haftungen sind Akkreditive in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR 0) und sonstige Haftungen in Höhe von TEUR 95.220 (2024: TEUR 94.184) enthalten. Es bestehen im aktuellen Geschäftsjahr keine Haftungen (2024: keine) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit Sitz in Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z 1 ESAEG an. Dabei handelt es sich um die Einlagensicherung Austria Ges.m.b.H. (ESA). Jede Sicherungseinrichtung hat einen aus verfügbaren Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds in Höhe von zumindest 0,8 vH der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als Zielausstattung bis 3. Juli 2024 einzurichten und ab diesem Zeitpunkt jährlich an das Einlagenwachstum der Mitgliedsinstitute anzupassen.
Die seit 4. Juli 2024 vorgeschriebene Zielausstattung des Einlagensicherungsfonds wurde auch zum 31. Dezember 2025 eingehalten. Unterjährig führten Entschädigungszahlungen im Einlagensicherungsfall der EURAM Bank zu einer Unterdeckung des Einlagensicherungsfonds. Jedes Mitgliedsinstitut hatte daher im Anteil seiner gedeckten Einlagen für die Wiederauffüllung des Fonds zu sorgen. Der Beitrag der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft belief sich dabei auf TEUR 28 (2024: TEUR 0).
In den kommenden Jahren ist mit weiteren Rückflüssen zu rechnen – sowohl aus dem jüngst eingetretenen Sicherungsfall der EURAM Bank als auch aus bereits länger laufenden Verfahren, insbesondere jenem der Commerzialbank Mattersburg. Zusätzlich werden Zinserträge aus der Veranlagung der Fondsmittel erzielt, die einem möglichen Anstieg der gedeckten Einlagen und damit potenziellen zukünftigen Nachdotierungen entgegenwirken können.
Treuhandgeschäfte
Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Provisionsergebnis enthalten. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft vergibt in ihrer Funktion als Treuhänderin für den ERP-Fonds – gegründet aus den Mitteln der US-Marshallplan-Hilfe und mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) in einer Personalunion verbunden – sogenannte aws erp-Kredite an Unternehmen. Es handelt sich hierbei um zinsgünstige Investitionskredite mit langer Laufzeit mit dem Ziel, die Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen zu fördern.
Gewinn- und Verlustrechnung
Aus dem Bankgeschäft wurde ein Zinssaldo von TEUR 84.826 (2024: TEUR 90.798) erzielt. In den Zinserträgen sind negative Zinserträge in Höhe von TEUR –67 (2024: TEUR –62) und in den Zinsaufwendungen negative Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 254 (2024: TEUR 256) enthalten.
Betriebserträge
In dem Posten Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Ausschüttungen in Höhe von TEUR 5.667 (2024: TEUR 15.905) enthalten.
Die Dienstleistungserträge wurden in den folgenden Tätigkeitsbereichen vereinnahmt: Zahlungsverkehr TEUR 7.417 (2024: TEUR 7.010), Kreditgeschäft TEUR 8.247 (2024: TEUR 5.910), Wertpapiergeschäft TEUR 17.918 (2024: TEUR 16.662) und sonstigem Dienstleistungsgeschäft TEUR 989 (2024: TEUR 989). Die Betriebserträge belaufen sich auf TEUR 120.543 (2024: TEUR 135.422).
Betriebsaufwendungen
In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und für betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von TEUR –338 (2024: TEUR –309) enthalten. Im Geschäftsjahr 2025 wurden für beitragsorientierte Zusagen TEUR –639 (2024: TEUR –614) an die private Pensionskasse einbezahlt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Bonifikationen an Kunden, Aufwendungen aus bereits realisierten Verlusten sowie der Dotierung einer Garantierückstellung zusammen.
Unter den Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ist die Dotierung der § 57 Abs. 1 BWG Vorsorge in Höhe von TEUR –259 (2024: Dotierung TEUR –82) ausgewiesen.
Steuern vom Einkommen und sonstige Steuern
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist mit Gruppenvertrag vom 26. September 2005 Gruppenmitglied der Steuerungsgruppe gemäß § 9 KstG der OÖ Landesholding GmbH. Bei einem positiven steuerlichen Ergebnis ist eine Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger zu leisten. Bei einem negativen steuerlichen Ergebnis wird dieses am Steuerausgleichsevidenzkonto verbucht und zukünftig zur Verrechnung mit positiven Einkommen herangezogen. Bei jenen Gruppenmitgliedern, an denen überwiegend die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beteiligt ist, erfolgt eine Verrechnung der Steuerumlagen direkt mit der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft.
Die latenten Steuern belaufen sich auf TEUR –256 (2024: TEUR –285) und wurden für Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Unternehmensrecht gebildet. Im Wesentlichen handelt es sich um Unterschiedsbeträge bei den
Personalrückstellungen, Beteiligungen und der Rücklage gemäß § 57 Abs. 1 BWG. Die laufende Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2025 an den Gruppenträger beträgt TEUR –3.297 (2024: TEUR –3.842), die erhaltene positive Steuerumlage von anderen Gruppenmitgliedern beträgt TEUR 575 (2024: TEUR 649). In den sonstigen Steuern ist die Stabilitätsabgabe für 2025 in Höhe von TEUR –5.389 (2024: TEUR –1.572) enthalten.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist durch Ertragsteuern in Höhe von TEUR –3.590 (2024: TEUR –4.146) belastet.
Bilanzgewinn
Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung am 26. März 2026 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von TEUR 4.195 an die Stammaktionär:innen im Verhältnis ihrer Anteile am Grundkapital auszuschütten. Das entspricht einer Dividende von EUR 2,08 je Aktie.
D. Weitere Pflichtangaben (gemäß § 64 BWG)
Die Bank hat sich im Leasinggeschäft mit Beträgen in Höhe von TEUR 0 (2024: TEUR 0) beteiligt.
Gliederung des Gesamtbetrages der Bilanzposten in Fremdwährung:
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung
47.128
54.310
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung
94.831
98.302
Der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva in den einzelnen Währungen stellt nicht die offene Fremdwährungsposition des Einzelinstituts gemäß CRR dar. Die Absicherung von offenen Fremdwährungspositionen erfolgt anhand derivativer Finanzinstrumente wie Währungsswaps oder Cross-Currency-Swaps. Die Summe aller offenen Fremdwährungspositionen gemäß CRR beläuft sich per 31. Dezember 2025 auf TEUR 1.225 (2024: TEUR 503).
Die Mündelgeldspareinlagen betragen zum 31. Dezember 2025 TEUR 7.629 (2024: TEUR 7.627), als Sicherheiten wurden TEUR 9.043 (2024: TEUR 9.526) als Deckungsstock verwendet.
Derivate
Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken werden Asset-Swaps und Liability-Swaps eingesetzt. In der Regel steht jedem Derivat ein abzusicherndes Grundgeschäft gegenüber. Diese abzusichernden Grundgeschäfte sind aktivseitig Wertpapiere des Eigenbestandes und passivseitig eigene Pfandbriefe, Wohnbaubank-Anleihen, Ergänzungskapitalanleihen, Anleihen, Schuldscheindarlehen sowie Anleihen der Pfandbriefstelle.
Weiters wurden Makroswaps unter Berücksichtigung der risikokompensierenden Wirkung bestehender Geschäfte abgeschlossen und damit das Marktrisiko abgesichert, welches sich aus der Gesamtposition der Bank ergibt. Die Nominale dieser Makroswaps beträgt TEUR 41.000 (2024: TEUR 41.000). Der Marktwert der Makroswaps beträgt per 31. Dezember 2025 TEUR 11.518 (2024: TEUR 8.232).
Außerdem befinden sich im Bestand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft zwei Portfolio Hedges. Diesen Portfolios sind fixverzinste Darlehen zugeordnet, welche durch Zinssicherungsgeschäfte abgesichert sind. Es erfolgen regelmäßige retrospektive Effektivitätsmessungen.
Darüber hinaus werden auch Währungsswaps zur Absicherung von Wechselkursrisiken verwendet, wobei offene Positionen in bestimmten Währungen und Laufzeiten geschlossen werden. Forward Rate Agreements werden zur Absicherung gegen künftige Zinsrisiken eingesetzt.
Im Rahmen der Widmung bzw. Bildung von Bewertungseinheiten zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wird ein prospektiver Effektivitätstest durchgeführt. Sind die wesentlichen Parameter des Grundgeschäfts und des Absicherungsgeschäfts identisch, verhalten sich aber gegenläufig, so wird dies als vollständig effektive Sicherungsbeziehung angesehen (Critical Terms Match).
Die retrospektive Effektivität wird durch Critical Terms Match bzw. durch Vergleich der Wertänderungen der Grundgeschäfte mit den Wertänderungen der Sicherungsinstrumente nach der Kompensierungsmethode (Dollar-Offset-Methode) beurteilt. Die ineffektiven Anteile der Derivate werden, sofern negativ, als Drohverlust rückgestellt. Im Jahr 2025 weist die Drohverlustrückstellung einen Wert von TEUR 0 (2024: TEUR 44) auf.
Die Marktwerte der abgeschlossenen Derivate werden monatlich kontrolliert. Für jeden Geschäftspartner, mit welchem ein Derivatgeschäft abgeschlossen wird, muss eine entsprechende Kreditlinie vorhanden sein, die die Bonität des Kreditnehmers und die angestrebten Geschäfte berücksichtigt. Im Interbankenbereich wurden Collateral-Vereinbarungen in Form von Cash-Sicherheiten mit allen wichtigen Geschäftspartnern abgeschlossen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
Zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte:
in TEUR
Absicherungszeitraum*)
(Ursprungslaufzeit)
Gesamt-
summe
positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
Buchwerte
Bilanz-
posten
31.12.2025
bis 5 Jahre
5 – 10 Jahre
> 10 Jahre
Bilanzposten
Zinsswaps
102.500
508.000
1.851.071
2.461.571
99.818
–60.031
0
Droh-
verlust-
rück-
stellung
Basisswaps
0
0
59.550
59.550
4.693
–24
0
Zinsoptionen
0
0
22.927
22.927
219
–244
0
Währungsswaps
0
42.219
0
42.219
0
–14.740
0
Devisentermingeschäfte
8.750
0
0
8.750
48
0
0
*) längstens bis zum Jahr 2063
in TEUR
Absicherungszeitraum*)
(Ursprungslaufzeit)
Gesamt-
summe
positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
Buchwerte
Bilanz-
posten
31.12.2024
bis 5 Jahre
5 – 10 Jahre
> 10 Jahre
Bilanzposten
Zinsswaps
100.000
708.000
2.002.046
2.810.046
109.434
–54.958
0
Droh-
verlust-
rück-
stellung
Basisswaps
0
0
63.743
63.743
6.818
–314
0
Zinsoptionen
0
0
24.768
24.768
242
–240
0
Währungsswaps
0
42.237
0
42.237
0
–16.159
0
Devisentermingeschäfte
12.594
0
0
12.594
32
0
0
*) längstens bis zum Jahr 2063
Bei den Zinsen-, Basis- und Währungsswaps erfolgte die Bewertung zur Ermittlung der Marktwerte mittels geglätteter Forwardberechnung und Bootstrapping-Methode; die Zinsoptionen wurden mittels Black-Scholes-Modell bewertet. Den Marktwerten aus den Derivaten stehen gegenläufige Marktwerte aus den Grundgeschäften gegenüber. Aus den außerbilanziellen Geschäften gemäß § 238 Abs. 1 Z 10 UGB resultieren im Geschäftsjahr 2025 keine finanziellen Auswirkungen.
E. Ergänzende Angaben
Während des Geschäftsjahres 2025 waren durchschnittlich 416 (2024: 409) Angestellte und keine Arbeiter:innen beschäftigt. Die Organe der Bank sind in einer gesonderten Aufstellung enthalten (Anlage 2).
Der Aufwand für Abfertigungen und Pensionen inklusive der Rückstellungsdotation beträgt für aktive Mitglieder des Vorstandes und für leitende Angestellte TEUR 129 (2024: TEUR 178) und der Aufwand für andere Arbeitnehmer:innen und Pensionist:innen beträgt TEUR 962 (2024: TEUR 1.804). Die Bezüge an aktive Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf
TEUR 756 (2024: TEUR 684). Der Aufwand für Pensionen an ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrug TEUR 44 (2024:
TEUR 92). Für Mitglieder des Aufsichtsrates wurden TEUR 58 (2024: TEUR 59) vergütet.
Der aushaftende Stand an Vorschüssen, Krediten, Darlehen und Haftungen für Vorstände und Aufsichtsräte beträgt zum
31. Dezember 2025 TEUR 306 (2024: TEUR 419). Die Ausleihungen wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Rückzahlungen werden vereinbarungsgemäß geleistet.
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen 2025 TEUR 1.965 (2024: TEUR 1.991) und in den Jahren 2026 bis 2030 insgesamt TEUR 9.826 (Vorjahr: 2025 bis 2029 TEUR 9.956).
Bezüglich der Angaben gemäß § 238 Abs. 1 Z 18 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung wird auf die Angaben im Konzernanhang (Notes) verwiesen.
Seit dem Geschäftsjahr 2013 ist die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Gruppenmitglied der Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 KStG zwischen der OÖ Landesholding GmbH und der Hypo Holding GmbH. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.
Die Informationen gemäß Teil VIII der CRR in Verbindung mit der Offenlegungsverordnung werden auf der Website unseres Institutes (www.hypo.at) veröffentlicht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Jahresabschlusses fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.
F. Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 17. März 2026
Der Vorstand
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Klaus KumpfmüllerThomas Wolfsgruber
VorstandsvorsitzenderVorstandsmitglied
Anlage 1 zum Anhang:
Anlagenspiegel
Bilanzposten
in TEUR
Anschaf-
fungskosten *)
Zugänge
Abgänge
Anschaf-
fungskosten
01.01.2025
2025
2025
31.12.2025
Schuldtitel öffentlicher Stellen
und ähnliche Wertpapiere
152.207
52.221
0
204.429
Forderungen an Kreditinstitute
23.299
9.946
0
33.245
Forderungen an Kunden
128.559
0
–15.600
112.959
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
470.045
84.801
–31.889
522.958
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
107.400
0
0
107.400
Wertpapiere
881.511
146.968
–47.489
980.991
Beteiligungen
28.066
5
0
28.072
Anteile an verbundenen
Unternehmen
87.578
0
0
87.578
Beteiligungen
115.645
5
0
115.650
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
20.148
8.266
–181
28.234
Sachanlagen
12.747
2.661
–461
14.947
Immaterielle Vermögens-
gegenstände und Sachanlagen
32.895
10.928
–642
43.180
Gesamt
1.030.051
157.901
–48.131
1.139.821
*) keine aktivierten Zinsen enthalten
Bilanzposten
in TEUR
Anschaf-
fungskosten
Kumulierte
Abschrei-
bungen
Zugänge
Zu-
schrei-
bungen
Abgänge
Kumulierte
Abschrei-
bungen
Buchwert
Buchwert
31.12.2025
01.01.2025
2025
2025
2025
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
Schuldtitel öffentlicher Stellen
und ähnliche Wertpapiere
204.429
2.859
415
–313
0
2.961
201.467
149.348
Forderungen an Kreditinstitute
33.245
1.896
329
–12
0
2.214
31.031
21.403
Forderungen an Kunden
112.959
0
0
0
0
0
112.959
128.559
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
522.958
697
120
–479
361
699
522.259
469.349
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
107.400
0
0
0
0
0
107.400
107.400
Wertpapiere
980.991
5.452
864
–804
361
5.874
975.117
876.059
Beteiligungen
28.072
72
0
0
0
72
28.000
27.994
Anteile an verbundenen
Unternehmen
87.578
220
0
0
0
220
87.359
87.359
Beteiligungen
115.650
292
0
0
0
292
115.358
115.353
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
28.234
14.070
1.936
0
–158
15.849
12.385
6.078
Sachanlagen
14.947
9.267
881
0
–447
9.701
5.245
3.479
Immaterielle Vermögens-
gegenstände und Sachanlagen
43.180
23.337
2.817
0
–604
25.550
17.630
9.557
Gesamt
1.139.821
29.081
3.682
–804
–243
31.716
1.108.106
1.000.970
**) Werte < TEUR 1

Anlage 2 zum Anhang:
Organe der Bank
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Othmar Nagl (Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende:
Heinrich Schaller bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Reinhard Schwendtbauer ab 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Michael Tissot (Steuerberater)
Mitglieder:
Volkmar Angermeier (Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Miriam Eder (Leitung Controlling, Revision & Compliance BBRZ-Gruppe)
Klaus Fürlinger (Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Michael Glaser (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Horst Haudum (Geschäftsführer OÖ Landesholding GmbH)
Elisabeth Kölblinger bis 04.06.2025 (Steuerberaterin)
Stefan Sandberger ab 31.03.2025 (Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ)
Reinhard Schwendtbauer bis 31.03.2025 (Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Isabella Roßdorfer ab 29.09.2025 (Geschäftsführerin UNICONSULT Steuerberatung Gesellschaft mbH)
Vom Betriebsrat entsandt:
Kurt Dobersberger (Betriebsrats-Vorsitzender HYPO Oberösterreich)
Andrea Koppe (Betriebsrats-Vorsitzender-Stellvertreterin HYPO Oberösterreich)
Claudia Kastenhofer
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des Landes Oberösterreich:
Thomas Stelzer (Landeshauptmann des Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin des Landes Oberösterreich:
Christiane Frauscher (Geschäftsführerin OÖ Landesholding GmbH, Landesfinanzdirektorin des Landes Oberösterreich)
Staatskommissär:
Hans-Georg Kramer bis 31.10.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Angelika Schätz ab 01.11.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin:
Elena Guggenberger ab 01.02.2025 bis 31.12.2025 (Bundesministerium für Finanzen)
Elmar Mangler ab 01.01.2026 (Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender:
Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied:
Thomas Wolfsgruber
Deckungsstocktreuhänder
SAXINGER Rechtsanwalts GmbH
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Bestätigungsvermerk*)
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen, bankrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung von Forderungen an Kunden
Beschreibung:
Die Forderungen an Kunden sind im Jahresabschluss per 31. Dezember 2025 der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit einem Betrag von MEUR 7.046 ausgewiesen. Zur Berücksichtigung von Verlustrisiken im Kreditportfolio werden Wertberichtigungen in Höhe von MEUR 52 gebildet.
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft erläutert die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang des Jahresabschlusses. Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben im Anhang im Kapitel "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Punkt „Forderungen an Kreditinstitute und Kunden“, in denen die Entwicklung der Risikovorsorge erläutert wird.
Für ausgefallene Kredite mit einem signifikanten Obligo von über TEUR 500 werden Einzelwertberichtigungen auf Basis einer individuellen Analyse der erwarteten und szenariogewichteten, zukünftigen Cashflows gebildet (Stufe 3 Risikovorsorge). Für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite führt die Bank eine Berechnung der Risikovorsorge auf Basis statistisch ermittelter gemeinsamer Risikomerkmale durch.
Für nicht ausgefallene Kredite wird auf Basis des Expected Credit Loss Modells gemäß IFRS 9 eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (Stufe 1 Risikovorsorge) sowie bei signifikanter Erhöhung des Kreditrisikos in Höhe des über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverlustes (Stufe 2 Risikovorsorge) gebildet.
Die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen unterliegt aufgrund der einfließenden Annahmen und Einschätzungen erheblichen Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten. Deshalb haben wir diesen Bereich als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Wir haben die Prozesse zur Kreditvergabe und Kreditüberwachung von Kundenkrediten erhoben und hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden angemessen abzubilden. Darüber hinaus haben wir die wesentlichen Schlüsselkontrollen dieser Prozesse identifiziert und in Teilbereichen getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten, die nicht als ausgefallen identifiziert wurden, haben wir beurteilt, ob signifikante Erhöhungen des Ausfallsrisikos bzw. Verlustereignisse vollständig identifiziert wurden.
Anhand einer Auswahl an individuell signifikanten ausgefallenen Kreditforderungen haben wir überprüft, ob Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße gebildet wurden. Für diese Kredite haben wir die Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich zukünftiger Cashflows, die noch aus Tilgungen und Sicherheiten erwartet werden, gewürdigt.
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von Immobiliensicherheiten unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten gewürdigt.
Im Bereich der für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite und für nicht ausgefallene Kredite ermittelten Risikovorsorgen haben wir das verwendete Bewertungsmodell und die zur Anwendung gelangten Parameter dahingehend gewürdigt, ob diese geeignet sind, Risikovorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Risikovorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Anhang vollständig und zutreffend sind.
Hinweis auf sonstige Sachverhalte
Der Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz, für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 19. März 2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten, sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. April 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 31. März 2025 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 4. April 2025 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2025 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Andrea Stippl.
Wien, am 17. März 2026
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H
qualifiziert elektronisch signiert:qualifiziert elektronisch signiert:
MMag. Roland Unterweger eh Mag. Andrea Stippl eh
WirtschaftsprüferWirtschaftsprüferin
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*) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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Impressum
Geschäftsbericht
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Herausgeber
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Eigentümer
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft,
4020 Linz, Landstraße 38
Gestaltung
HYPO Oberösterreich, Marketing
Fotografie
Gettyimages, Zoe Goldstein, Lukas Ilgner,
Dieter Hawlan, Winfried Flohner
Lektorat
Coralie Riedler
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Impressum
Jahresfinanzbericht
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Herausgeber
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Eigentümer
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft,
4020 Linz, Landstraße 38
Gestaltung
HYPO Oberösterreich, Marketing
Fotografie
Winfried Flohner
Lektorat
Coralie Riedler
1) exkl. Karenz (15 MA) und Mutterschutz (2 MA). Alle Zahlenangaben beziehen sich auf die Anzahl der Mitarbeiter:innen
(= Headcount, Jahresdurchschnitt auf ganze Zahlen gerundet)
2) exkl. Karenz (14 MA) und Mutterschutz (2 MA); Alle Zahlenangaben beziehen sich auf die Anzahl der Mitarbeiter:innen
(= Headcount, Jahresdurchschnitt auf ganze Zahlen gerundet).