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Jahres-
finanzbericht
2022
Wir
schaffen
mehr
Wert.
Jahresfinanzbericht
für das Geschäftsjahr 2022
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
FN 157656y
Allgemeine
Informationen
4 Vorwort Klaus Kumpfmüller,
Vorstandsvorsitzender
6 Geschäftsverteilung
7 Kennzahlen
8 Bericht des Aufsichtsrates
9 Organe der Bank
10 Filialen
11 Eigentumsverhältnisse
Konzernlagebericht
14 Geschäftsverlauf und
wirtschaftliche Lage
19 Gesamtwirtschaftliches Umfeld
und Kapitalmärkte
23 Kreditgeschäft
25 Wertpapiergeschäft
27 Marketing
29 Personalmanagement und
Personalentwicklung
31 Geschäftsentwicklung
in den Segmenten
32 Segment Großkunden
34 Segment Retail und Wohnbau
36 Segment Financial Markets
38 Segment Sonstige
41 Ausblick
Konzernabschluss
nach International Financial
Reporting Standards (IFRS)
44 I. Konzernerfolgsrechnung
45 II. Konzernbilanz
45 III. Entwicklung des Konzern-
eigenkapitals
46 IV. Konzernkapitalflussrechnung
47 V. Anhang (Notes) zum
Konzernabschluss
84 VI. Organe
85 VII. Anteilsbesitz
86 VIII. Erklärung der gesetzlichen
Vertreter zum Jahresfinanzbericht
87 IX. Bericht des Aufsichtsrates
88 X. Bericht des unabhängigen
Abschlussprüfers
Annual Information
92 Business performance and
financial position
97 Outlook
Jahresabschluss
nach unternehmensrechtlichen
Vorschriften
98 Kennzahlenüberblick
100 Lagebericht
108 Bilanz
110 Gewinn- und Verlustrechnung
111 Anhang
120 Bericht des unabhängigen
Abschlussprüfers
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
geschätzte Geschäftspartner!
Die HYPO Oberösterreich blickt auf ein in vielfältiger Weise erfolgreiches Geschäftsjahr
2022 zurück. Auf dem Fundament unserer HYPO Mehr-Wert-Strategie 2025 haben wir
unseren Wachstums- und Innovationspfad konsequent fortgesetzt.
Ein um rund 283 Millionen Euro gestiegenes Finanzierungsvolumen, ein Rekordstand bei
den Kundeneinlagen, ein deutlich verbessertes Zinsergebnis und eine weiterhin stabile
Risikolage waren die Basis für unser ausgezeichnetes Ergebnis. Der Jahresüberschuss
vor Steuern erhöhte sich um rund 23 Prozent auf 40,1 Millionen Euro. Damit hat sich der
Jahresüberschuss vor Steuern seit dem Geschäftsjahr 2019 nahezu verdreifacht.
Bemerkenswert war auch, wie wir unseren strategischen Nachhaltigkeitsschwerpunkt weiter
vorangetrieben haben. Als Startmitglied der neuen Green Finance Alliance nehmen wir in
Sachen Nachhaltigkeit österreichweit eine Vorreiterrolle ein und zeigen die Vereinbarkeit
von Klimaschutz und erfolgreichem Wirtschaften. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam
mit unseren Kundinnen und Kunden einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der heimischen
Klimaziele leisten können.
Besonders gefreut haben wir uns über die Auszeichnung zum besten Arbeitgeber
Österreichs in der Kategorie „Banken und Finanzdienstleistungen“. Eine ausgezeichnete
Unternehmenskultur ist in vielerlei Hinsicht erstrebenswert, jedoch keine
Selbstverständlichkeit.
Im Namen des Vorstandes und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich Ihnen für
die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Ich versichere Ihnen, dass wir auch in Zukunft alles
daransetzen werden, Ihr Vertrauen in uns als Ihren Finanz-Partner zu rechtfertigen.
Klaus Kumpfmüller
Vorstandsvorsitzender
Vorwort Allgemeine Informationen
Der Unternehmens-Compliance-Officer, der Wertpapier-Compliance-Officer,
der AML-Compliance-Officer, der Datenschutz-Beauftragte, der Auslagerungs-
beauftragte und die Interne Revision sind dem Gesamtvorstand unterstellt.
Vorstandsvorsitzender
Mag. Klaus Kumpfmüller
Ärzte, Freie Berufe und Private Banking
Prokurist Marcel Kohl-Peterke
Asset- und Liabilitymanagement/Treasury
Prokurist Mag. Christoph Zoitl
Filialvertrieb
Prokuristin
Dr.
in
Marietta Kratochwill
Großkundenbetreuung
Prokurist Mag. Christoph Khinast, bis
31.12.2022
Wolfgang Kastl BA, seit 11.01.2023
Kommerzkunden und Immobilienprojekte
seit 11.01.2023
Prokurist Mag. Alexander Wienerroither, seit
11.01.2023
Marketing
Prokurist Mag. Georg Haushofer, LL.M.,
bis 30.08.2022
Rainer Kargel, seit 01.08.2022
Nachhaltigkeit und Wertpapiere
Dipl.-Päd. Hans-Jörg Preining, MBA
OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H.
Dr. Helmut Schrems, seit 23.06.2022
Prokurist Mag. Alexander Wienerroither,
seit 23.06.2022
Personal
Mag. Kerstin Ebenführer, seit 01.03.2023
Prokurist Mag. Michael Hintenaus,
bis 31.03.2023
Vertriebsunterstützung
Tanja Hartl
Vorstandsbüro
Vorstandsmitglied
Mag. Thomas Wolfsgruber
Controlling
Dipl.-Kfm. Oliver Tölle
Finanzierung
Prokurist Mario Eidinger
Immobiliengesellschaften
Dr. Helmut Schrems, seit 01.08.2022
Ing. Walter Lindinger-Pesendorfer,
seit 01.08.2022
Informationstechnologie/
Facilitymanagement
Prokurist Dipl.-Ing. Christian Hofer
Interne Revision
Franz Horner
Rechnungswesen
Prokurist Dipl.-Kfm. Stefan Meier
Recht und Unternehmensentwicklung
Prokuristin Mag.
a
Serena Denkmair
Risikomanagement
Mag. Georg-Dominik Stangl
Geschäftsverteilung
Geschäftsverteilung Allgemeine Informationen
Kennzahlen 2022
Jahresüberschuss
vor Steuern
Konzernjahres-
überschuss
Verwaltungs-
aufwendungen
Millionen Euro
2021: 32,5 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 27,5 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 57,6 Mio. Euro
40,1 33,560,0
Kernkapitalquote
ROE (Return
on Equity)
NPL-Ratio (Non
performing loans)
CIR (Cost-Income-
Ratio)
Provisionsergebnis
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Forderungen
an Kunden
Bilanzsumme Verbriefte
Verbindlichkeiten
Prozent
2021: 14,4 Prozent
Prozent
2021: 6,8 Prozent
Prozent
2021: 0,35 Prozent
Prozent
2021: 61,8 Prozent
Millionen Euro
2021: 17,0 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 1.945 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 5.599 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 8.158 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 4.243 Mio. Euro
13,7
8,1
0,31
57,616,2
2.301
5.8827.969 3.945
Allgemeine Informationen Kennzahlen
Das Jahr 2022 war ein wirtschaftlich und geopolitisch turbulentes Jahr, welches
herausfordernde Aufgabestellungen mit sich brachte. Die HYPO Oberösterreich
kann trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen auf ein sehr erfolgreiches
Jahr zurückblicken. Dank einer exzellenten Teamleistung konnten die Aufgabe-
stellungen ausgezeichnet gemeistert werden. Hervorzuheben sind dabei
insbesondere der Review der HYPO Mehr-Wert-Strategie, um die Konsistenz
der Initiativen und Maßnahmen zu erhalten, und die aufbauorganisatorischen
Änderungen zur Optimierung der einzelnen Geschäftsbereiche. Die zukünftige
Entwicklung der HYPO OÖ kann daher weiterhin zielstrebig verfolgt werden.
Der Aufsichtsrat der HYPO Oberösterreich hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm
nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand
hat über die Lage und Entwicklung der Bank und des Konzerns regelmäßig und in
umfassender Art und Weise berichtet.
Die Buchführung, der Jahresabschluss nach den Bestimmungen des Unter-
nehmens gesetzbuches (UGB)/Bankwesengesetzes (BWG), der Konzernabschluss
nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards
(IFRS) zum 31.12.2022, der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2022 sind von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs-
und Steuerberatungsgesellschaft geprüft worden. Die Prüfungen haben zu
keinerlei Beanstandungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde voll
entsprochen. Die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke wurden damit erteilt.
Der Aufsichtsrat hat in der am 26. April 2023 abgehaltenen Sitzung den Jahres-
abschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, den Lagebericht
sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Der vom
Vorstand erstellte Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs. 4
des Aktiengesetzes gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstandes über die
Gewinnverwendung wurde gefolgt.
Gerade in einem herausfordernden, dynamischen Umfeld ist die geleistete
Arbeit von besonderer Bedeutung. Dank dafür gilt dem Vorstand sowie allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Linz, im April 2023
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
Othmar Nagl
Bericht des
Aufsichtsrates
Bericht des Aufsichtsrates Allgemeine Informationen
Organe
der Bank
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Mag. Othmar Nagl
(Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende:
Dr. Heinrich Schaller
(Generaldirektor Raiffeisenlandes-
bank OÖ AG)
Mag. Dr. Peter Baier
bis 25.04.2022
(Unternehmensberater)
Mag. Dr. Michael Tissot
ab 25.04.2022
(Steuerberater)
Mitglieder:
Ing. Volkmar Angermeier
(Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisen
-
landesbank OÖ AG)
Dr.
in
Miriam Eder, MBA
(Leitung Controlling, Revision &
Compliance BBRZ-Gruppe)
Mag. Klaus Fürlinger
(Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Dr. Michael Glaser
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank
OÖ AG)
Mag. Horst Haudum
ab 25.04.2022
(Prokurist OÖ Landesholding GmbH,
Leitung Beteiligungen & Recht, Land
Oberösterreich)
Mag.
a
Dr.
in
Elisabeth Kölblinger
(Steuerberaterin)
Mag. Reinhard Schwendtbauer
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank
OÖ AG)
Mag. Dr. Michael Tissot
bis 25.04.2022
(Steuerberater)
Vom Betriebsrat entsandt:
Kurt Dobersberger
(Betriebsrats-Vorsitzender der
HYPO Oberösterreich)
Andrea Koppe BA, MBA
(Betriebsrats-Vorsitzender-Stell vertreterin
der HYPO Oberösterreich)
Sabine Füreder
Mag.
a
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des
Landes Oberösterreich
Mag. Thomas Stelzer
(Landeshauptmann des
Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin
des Landes Oberösterreich
Mag.
a
Dr.
in
Christiane Frauscher, LL.B., MBA
(Landesfinanzdirektorin des Landes
Oberösterreich)
Staatskommissär:
Hans-Georg Kramer, MBA, CFP
(Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin:
Mag.
a
Sigrid Part
(Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender:
Mag. Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied:
Mag. Thomas Wolfsgruber
Treuhänder
Treuhänder:
Mag. Wolfgang Claus
(Bundesministerium für Finanzen)
Treuhänder-Stellvertreterin:
Mag.
a
Katharina Lehmayer
(Präsidentin des Oberlandes -
gerichtes Wien)
Allgemeine Informationen Organe der Bank
Linz – ServiceCenter Landstraße
Leiterin: Lydia Kropfreiter
Landstraße 38, 4010 Linz
Tel. 0732 / 76 39-0
landstrasse@hypo-ooe.at
Linz – Bahnhof-LDZ
Leiter: Christian Tucho
Bahnhofplatz 2, 4020 Linz
Tel. 0732 / 65 63 90
bahnhof@hypo-ooe.at
Linz – Bindermichl
Leiter: Dipl. Fw Christian Stuffner
Am Bindermichl 28, 4020 Linz
Tel. 0732 / 34 46 11
bindermichl@hypo-ooe.at
Linz – Eisenhand
Leiter: Franz Minichberger
Eisenhandstraße 28, 4020 Linz
Tel. 0732 / 77 83 91
eisenhand@hypo-ooe.at
Linz – Magdalena
Leiter: Andreas Nigl
Griesmayrstraße 19, 4040 Linz
Tel. 0732 / 25 25 24
magdalena@hypo-ooe.at
Ried i. I.
Leiter: Gerald Lehner, CFP, EFA
Stelzhamerplatz 6, 4910 Ried i. I.
Tel. 07752 / 82 9 22
ried@hypo-ooe.at
Schärding
Leiter: Ludwig Gerstorfer
Karl-Gruber-Straße 1, 4780 Schärding
Tel. 07712 / 79 79
schaerding@hypo-ooe.at
Steyr
Leiter: Michael Oppl-Monschein
Redtenbachergasse 4, 4400 Steyr
Tel. 07252 / 74 0 88
steyr@hypo-ooe.at
Vöcklabruck
Leiterin: Mag. Brigitte Aigenbauer
Dr.-Anton-Bruckner-Straße 15
4840 Vöcklabruck
Tel. 07672 / 22 4 44
voecklabruck@hypo-ooe.at
Wels
Leiterin: Marina Ilic
Kaiser-Josef-Platz 23, 4600 Wels
Tel. 07242 / 62 8 81
wels@hypo-ooe.at
Wien
Leiter: Sebastian Szabo
Wipplingerstraße 30/3, 1010 Wien
Tel. 01 / 79 69 820
wien@hypo-ooe.at
Filialen

Filialen Allgemeine Informationen
Starke Eigentümer
Die HYPO Oberösterreich steht zu 50,57
Prozent im Eigentum des Landes Ober
-
österreich. Dessen Anteile werden über
die OÖ Landesholding GmbH (steht zu
100 Prozent im Eigentum des Landes
Oberösterreich) gehalten. 48,59 Prozent
der Aktien hält die HYPO Holding GmbH.
An dieser sind die Raiffeisenlandesbank
Oberösterreich Aktiengesellschaft und
die Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft beteiligt. Durchge
-
rechnet ergeben sich daraus folgende
Beteiligungsanteile an der HYPO Ober
-
österreich: Raiffeisenlandesbank Oberös-
terreich Aktiengesellschaft 41,14 Prozent
und Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft 7,45 Prozent. Mit 0,84
Prozent sind die Mitarbeiter*innen der
Bank an der HYPO Oberösterreich betei
-
ligt. Das gezeichnete Grundkapital der
Bank beträgt 14.663.590 Euro.
Ausgezeichnete Ratings
Die HYPO Oberösterreich hat auch 2022
mit ihrer hohen Sicherheit und ihrer sehr
guten Bonität überzeugt. Die Bank hat
von der internationalen Ratingagentur
Standard & Poor’s erneut die Bestätigung
ihres Top-Ratings von „A+“ erhalten.
Damit hat die HYPO Oberösterreich wei
-
terhin die Spitzenposition im österreich-
weiten Ratingvergleich unter den heimi-
schen Universalbanken inne. Mit dem
Nachhaltigkeitsrating im „Prime Status“
durch die führende Nachhaltigkeitsra-
tingagentur „ISS ESG“ zählt die HYPO
Oberösterreich ebenfalls zu den besten
Instituten im gesamten deutschsprachi
-
gen Raum. Darüber hinaus verfügt die
Bank mit dem Deckungsstockrating mit
„AA+ mit stabilem Ausblick“ über eine
ausgezeichnete Basis für eine zukunftssi
-
chere Refinanzierungsstruktur.
Land Oberösterreich 50,57 %
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Aktiengesellschaft 41,14 %
Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft 7,45 %
Mitarbeiter*innen 0,84 %
Eigentumsverhältnisse
in Prozent
Eigentumsverhältnisse

Allgemeine Informationen Eigentumsverhältnisse
Konzern-
lagebericht
Jahresüberschuss
vor Steuern
Millionen Euro
40,1
Wertbe richtigungs-
quote
0,22
Prozent
NPL-Ratio Kernkapitalquote
Prozent Prozent
0,31 13,7

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Konzernlagebericht
Konzernrating
Standard and Poor's
A+

Konzernlagebericht Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Erfolgreiches
Geschäftsjahr 2022
Die HYPO Oberösterreich hat ihren
Wachstumskurs auch 2022 fortgesetzt
und das Geschäftsjahr 2022 mit einem
ausgezeichneten Ergebnis abgeschlos
-
sen. Der Jahresüberschuss vor Steuern
erhöhte sich um +23,3 Prozent auf +40,1
Millionen Euro (2021: +32,5 Millionen
Euro). Damit hat sich der Jahresüber
-
schuss vor Steuern seit dem Geschäfts-
jahr 2019 nahezu verdreifacht.
Die operativen Erfolgsfaktoren waren
mannigfaltig. Ein gestiegenes Finanzie
-
rungsvolumen, ein Rekordstand bei den
Kundeneinlagen, ein deutlich verbesser
-
tes Zinsergebnis und eine weiterhin aus-
gezeichnete Risikolage waren die Basis
für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2022.
Der in der HYPO Mehr-Wert-Strategie
2025 definierte Wachstumspfad wurde
konsequent verfolgt.
Starkes Wachstum bei
Krediten und Einlagen
Die HYPO Oberösterreich hat auch
2022 ihre starke Marktpositionierung
als Kreditbank ausgebaut. Das Finanzie
-
rungsvolumen konnte auf hohem Niveau
weiter gesteigert werden. Die Forderun
-
gen an Kunden erhöhten sich um +5,1
Prozent auf 5.882,1 Millionen Euro (2021:
5.598,6 Millionen Euro). Das Wachstum
der Finanzierungsleistung im Ausmaß
von +283,4 Millionen Euro verteilte sich
auf alle definierten Kundengruppen.
So hat sich etwa im Kundensegment
Großkunden (darin enthalten sind die
Teilsegmente Großwohnbau, Öffentli
-
che Institutionen, Kommerzkunden und
Immobilienprojekte sowie kirchliche und
soziale Organisationen) das Segment
-
vermögen um +8,9 Prozent auf 3.167,4
Millionen Euro (2021: 2.908,2 Millionen
Euro) erhöht.
Herausragend war 2022 auch die
Geschäftsentwicklung im privaten, frei
finanzierten Wohnbau. Hier erhöhte sich
das Finanzierungs-Neuvolumen auf
Hauptverantwortlich dafür waren starke
Zuwächse bei den Privatkunden sowie
stichtagsbezogen höhere Einlagen von
institutionellen Großkunden. Die HYPO
Oberösterreich hat damit weiterhin eine
ausgezeichnete Liquiditätsausstattung,
die für den definierten Wachstumspfad
zur Verfügung steht.
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten
war das Jahr 2022 von einer hohen
Emissionstätigkeit geprägt. Es konnte
ein Neuvolumen von 452,7 Millionen
Euro emittiert werden. Darunter etwa ein
hypothekarisch besicherter Pfandbrief im
Volumen von 250,0 Millionen Euro, der
erfolgreich am internationalen Kapital
-
markt platziert wurde. Auch bei den Emis-
sionen von Wohnbau-Wandelschuldver-
schreibungen (Wohnbauanleihen) konnte
die HYPO Oberösterreich 2022 ihre starke
Marktposition behaupten. Hier konnte im
Jahr 2022 ein Volumen von 40,6 Millionen
Euro emittiert werden. Trotz der starken
Emissionstätigkeit reduzierte sich der
Bilanzwert der verbrieften Verbindlich
-
keiten auf 3.944,9 Millionen Euro (2021:
4.242,8 Millionen Euro). Der deutliche
Zinsanstieg im Jahr 2022 führte aufgrund
der Fair Value-Bewertung der abgesi
-
cherten Emissionen zu einem Rückgang
des ausgewiesenen Volumens und im
Gegenzug zu einem Rückgang der in den
Handelsaktiva ausgewiesenen Derivaten
(Sicherungsgeschäft).
Trotz der starken operativen Geschäfts
-
ausweitung im Kreditgeschäft und bei
den Einlagen hat sich die Bilanzsumme
bewertungsbedingt auf 7.968,8 Millio
-
nen Euro (2021: 8.158,5 Millionen Euro)
reduziert.
Starkes Zinsergebnis
Der Zinsüberschuss legte 2022 deutlich
zu. Er stieg um +26,3 Prozent auf +77,4
Millionen Euro (2021: +61,3 Millionen
Euro). Rund zwei Drittel der Steigerung
ist auf die Geschäftsausweitung und
Margen verbesserungen zurückzuführen,
ein Drittel entfällt auf die Auflösung von
Geschäftsverlauf und
wirtschaftliche Lage
Bilanzsumme
Millionen Euro
7.969
einen Rekordwert von 210,6 Millionen
Euro (2021: 202,3 Millionen Euro). Das
jährliche Neuvolumen im privaten Wohn
-
bau hat sich damit zwischen 2015 und
2022 nahezu verdreifacht. Bemerkens
-
wert ist ebenfalls, dass 25,0 Prozent des
Neu volumens im Jahr 2022 bereits die
strengen ökologischen Kriterien für nach
-
haltige Wohnbaufinanzierungen erfüllt
haben.
Ein wichtiges Asset der Bank ist das wei
-
terhin geringe Risiko im Kreditgeschäft.
Der Stand der Risikovorsorge belief sich
zum Bilanzstichtag auf 17,4 Millionen
Euro (2021: 14,1 Millionen Euro). Die
Wertberichtigungsquote von nur 0,22
Prozent (2021: 0,18 Prozent) stellt unter
den österreichischen Universalbanken
weiterhin einen Spitzenwert dar. Die
Quote wird aus dem Stand der Risikovor
-
sorge in Relation zu allen Forderungen,
für welche potenziell eine Risikovorsorge
kalkuliert wird, in Höhe von 7.773,5 Milli
-
onen Euro (2021: 7.636,3 Millionen Euro),
ermittelt. Ebenfalls ausgezeichnet ist der
Wert der wichtigen NPL (Non performing
loans)-Ratio. Diese betrug mit Ende 2022
lediglich 0,31 Prozent (2021: 0,35 Prozent).
Einen starken Anstieg gab es auch 2022
im Bereich der Kundeneinlagen. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
erhöhten sich um +18,3 Prozent auf einen
neuen Rekordstand von 2.300,6 Millio
-
nen Euro (2021: 1.945,2 Millionen Euro).

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Konzernlagebericht
einem Prozent an der voestalpine AG und
mit 0,5 Prozent an der Austria Metall AG
sowie an der Energie AG Oberösterreich
beteiligt. Dies hat 2022 zu einem negati
-
ven Beitrag zum sonstigen Konzernjah-
resergebnis in Höhe von –15,2 Millionen
Euro geführt (2021: +8,2 Millionen Euro),
wobei die Energie AG Oberösterreich
mit einer Aufwertung von +6,2 Millionen
Euro diesen Effekt deutlich reduzierte.
Der starke Zinsanstieg im Jahr 2022
führte zu einer Abwertung von Anleihen
im Wertpapier eigenbestand in Höhe von
–31,3 Millionen Euro (2021: –6,7 Millio
-
nen Euro) und demgegenüber bei den
eigenen Emissionen zu einem Bewer
-
tungsgewinn von +13,2 Millionen Euro
(2021: –6,7 Millionen Euro). Das gesamte
Konzernjahresergebnis 2022 belief sich
damit auf +10,1 Millionen Euro (2021:
+25,3 Millionen Euro).
Eigenmittelausstattung
Konzern (IFRS)
Nach Berücksichtigung der aufsichts-
rechtlichen Abzugsposten reduzierten
sich die regulatorischen Eigenmittel
auf 542,1 Millionen Euro (2021: 542,7
Millionen Euro), obwohl operativ ein
Konzernjahresüberschuss von +33,5
nicht benötigten Vorsorgen im Zusam
-
menhang mit der Negativzinsthematik.
Die Kreditrisikovorsorge schlug sich mit
–4,1 Millionen Euro zu Buche (2021: –3,1
Millionen Euro). Damit stieg der Zinsüber
-
schuss nach Risikovorsorge um +26,2
Prozent auf +73,3 Millionen Euro (2021:
+58,1 Millionen Euro).
Die At Equity-bewerteten Unternehmen –
die Beteiligungs- und Wohnungsanlagen
GmbH sowie die Beteiligungs- und
Immobilien GmbH – lieferten auch 2022
einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe
von +5,9 Millionen Euro (2021: +6,1
Millionen Euro).
Das in den vergangenen Jahren stark
gestiegene Provisionsgeschäft der HYPO
Oberösterreich ging 2022 auf hohem
Niveau geringfügig zurück. Hauptverant
-
wortlich war dafür ein etwas nachlassen-
des Wertpapiergeschäft aufgrund der
großen geopolitischen Unsicherheiten,
die zu einer gewissen Zurückhaltung bei
den Anlegern geführt hat. Das Provisions
-
ergebnis reduzierte sich um –4,8 Prozent
auf +16,2 Millionen Euro (2021: +17,0
Millionen Euro).
Aufgrund von positiven Bewertungsef
-
fekten von Zinsabsicherungsgeschäften
für Fixzinspositionen sowie der eigenen
Emissionen lag das Handelsergebnis
2022 bei +4,4 Millionen Euro (2021:
+9,9 Millionen Euro). Das Finanzanlage-
ergebnis verbesserte sich geringfügig
auf –0,12 Millionen Euro (2021: –0,17
Millionen Euro). Die Verwaltungsaufwen
-
dungen erhöhten sich um +4,2 Prozent
auf –60,0 Millionen Euro (2021: –57,6
Millionen Euro). Für die Steigerung waren
insbesondere erhöhte Aufwendungen im
Personalbereich verantwortlich.
Demgegenüber konnte das sonstige
betriebliche Ergebnis auf +0,5 Millionen
Euro (2021: –0,8 Millionen Euro) verbes
-
sert werden. Dies deshalb, weil die vorge-
schriebenen Beiträge zum gesetzlichen
Einlagensicherungsfonds im Vergleich zu
2021 deutlich niedriger ausgefallen sind.
Die Cost-Income-Ratio (CIR) der HYPO
Oberösterreich belief sich 2022 auf 57,6
Prozent (2021: 61,8 Prozent). Diese ergibt
sich aus der Division der Verwaltungsauf
-
wendungen durch den Gesamtertrag inklu-
sive sonstigem betrieblichen Ergebnis.
Insgesamt führte das zu einem Jahres
-
überschuss vor Steuern von +40,1 Milli-
onen Euro (2021: +32,5 Millionen Euro).
Der Konzernjahresüberschuss erhöhte
sich auf +33,5 Millionen Euro (2021: +27,5
Millionen Euro).
Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) betrug
damit 2022 8,1 Prozent (2021: 6,8 Pro
-
zent). Diese ergibt sich aus der Division
des Jahresüberschusses vor Steuern
durch das durchschnittliche Eigenkapital.
In der Gesamtergebnisrechnung wurde
das sonstige Konzernjahresergebnis
vor allem durch die Bewertungen der
Beteiligungen an Aktiengesellschaften
beeinflusst. Diese müssen jeweils zum
Marktwert (z.B. Aktienkurs) am Jahres
-
ende in der Bilanz bewertet werden. Die
HYPO Oberösterreich ist indirekt mit
Die Eigenmittel stellen sich gemäß Capital Requirements Regulation (CRR)
zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
Eigenmittel gemäß CRR Konzern (IFRS) Kreditinstitut (UGB)
in Millionen Euro 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Solvabilitäts-Bemessungsgrundlage 3.484,4 3.348,0 3.302,6 3.096,6
(Gesamtrisikobetrag)
Mindesteigenmittelerfordernis (8 %) 278,8 267,8 264,2 247,7
hartes Kernkapital IST =
Kernkapital IST 478,0 480,5 408,7 372,5
harte Kernkapitalquote in % =
Kernkapital in % 13,7 % 14,4 % 12,4 % 12,0 %
Ergänzende Eigenmittel IST 64,0 62,2 69,2 67,5
Ergänzende Eigenmittel in % 1,8 % 1,9 % 2,1 % 2,2 %
Gesamtkapital IST 542,1 542,7 477,8 440,1
(regulatorische Eigenmittel)
Gesamtkapitalquote in % 15,6 % 16,2 % 14,5 % 14,2 %
Freie Eigenmittel 263,3 274,9 213,6 192,4

Konzernlagebericht Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Millionen Euro erzielt werden konnte.
Wie oben dargestellt, führte der starke
Zinsanstieg im Jahr 2022 und den damit
verbundenen Marktwertschwankungen
zu einer Verschlechterung im sonstigen
Konzernjahresergebnis.
Der vorgegebene Wachstumskurs im
aktivseitigen Kundengeschäft führte zu
einem Anstieg des Gesamtrisikobetrags
auf 3.484,4 Millionen Euro (2021: 3.348,0
Millionen Euro). Per 31. Dezember 2022
ergibt dies für den Konzern der HYPO
Oberösterreich eine Gesamtkapitalquote
von 15,6 Prozent (2021: 16,2 Prozent).
Kreditinstitut (UGB)
Die erwähnten Marktturbulenzen hatten
hier einen wesentlich geringeren Effekt
auf die regulatorischen Eigenmittel. Das
im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirt
-
schaftete Ergebnis konnte unter Berück-
sichtigung der geplanten Dividende den
Rücklagen zugeführt werden, wodurch
die Eigenmittel auf 477,8 Millionen Euro
(2021: 440,1 Millionen Euro) gesteigert
wurden. Trotz einem Anstieg des Gesamt-
risikobetrags auf 3.302,6 Millionen Euro
(2021: 3.096,6 Millionen Euro), konnte
die Gesamtkapitalquote auf 14,5 Prozent
(2021: 14,2 Prozent) gesteigert werden.
Gemäß SREP-Bescheid aus dem Jahr
2022 besteht zum 31. Dezember 2022
ein zusätzliches Eigenmittelerfordernis
im Konzern von 1,1 Prozent (2021: 1,9
Prozent) und im Kreditinstitut von 0,2
Prozent (2021: 1,0 Prozent).
Die HYPO Oberösterreich verfügt per
31. Dezember 2022 über ein MREL
(Minimum Requirement for Own Funds
and Eligible Liabilities)-Surplus (TREA)
von 1.535,2 Millionen Euro (2021: 1.596,5
Millionen Euro) bei einem MREL-SOLL
(TREA) von 581,9 Millionen Euro (2021:
560,6 Millionen Euro) und über ein MREL-
Surplus (LRE) von 1.683,3 Millionen Euro
(2021: 1.734,8 Millionen Euro) bei einem
MREL-SOLL (LRE) von 433,8 Millionen
Euro (2021: 433,8 Millionen Euro).
Bezüglich der Angaben zu eigenen
Aktien wird auf den Anhang (Notes)
Punkt (44) verwiesen.
Risikomanagement
Die in der HYPO Oberösterreich beste-
hende Risikostrategie wurde aus
den Anforderungen, die sich aus der
Geschäftsstrategie in Verbindung mit der
Mittelfristplanung, den wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen und den gesetzli
-
chen nationalen und europäischen Rah-
menbedingungen ergeben, abgeleitet.
Maßgebliche Weiterentwicklungen der
Risikostrategie erfolgten in den Bereichen
Nachhaltigkeitsrisiko und operationelles
Risiko (insbesondere IT-Risiko).
In der HYPO Oberösterreich ist ein Risiko-
management implementiert, dessen
Ziel und Aufgabe es ist, Risiken in der
Bank zu identifizieren, zu messen und zu
begrenzen.
Auf Basis der vom Risikomanagement
erstellten Grundlagen und der zentralen
Abwägungen im dafür eingerichteten
Risikokomitee sowie ergänzend für
Markt- und Liquiditätsrisiken im ALM-
Komitee, erfolgen die Beschlussfassun
-
gen zur Risikosteuerung durch den Vor-
stand. Aufgabe des Risikokomitees ist der
Informationsaustausch und Beratung zur
Risikosituation der Bank anhand der vor
-
handenen Risikoberichte, die Diskussion
der Risikostrategie und des Limitwesens
sowie die Beratung von Vorschlägen zur
Risikooptimierung.
Kreditrisiko
Konkrete strategische Vorgaben zur
Begrenzung des Kreditrisikos in den
Assetklassen der Forderungen an
Kunden sowie für den Wertpapiereigen
-
bestand der Bank sind in der Risikostrate-
gie sowie dem Limitwesen verankert.
Durch die intensive und professionelle
Einzelfallbeurteilung von Neugeschäften
oder Kreditvertragsänderungen mit
individueller Bonitäts- und Sicherhei
-
tenbeurteilung kann die Risikosituation
in den Teilportfolien laufend optimiert
werden. Die im externen Vergleich sehr
gute Adressenausfallrisikosituation hat
sich weiter gefestigt, die NPL-Quoten
sind weiterhin äußerst niedrig. Weder die
Covid-19-Pandemie noch der Ukraine-
Krieg mit den Effekten auf Inflation und
weiteren makroökonomischen Faktoren
hatten im Jahr 2022 einen maßgeblichen
Einfluss auf die Kreditausfallquoten.
Die Anforderungen aus der KIM-VO
(Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungs
-
maßnahmen-Verordnung) wurden ent-
sprechend umgesetzt.
Marktrisiko
Der Steuerung der Marktrisiken, ins
-
besondere des Zinsänderungsrisikos
im Bankbuch sowie des Risikos, dass
es aufgrund von negativen Marktein
-
schätzungen zu Abwertungen bei
Schuldtiteln im Eigenbesitz kommen
könnte (Creditspread-Risiko), wird große
Aufmerksamkeit geschenkt. Die Einhal
-
tung der vom Vorstand beschlossenen
Risikostrategie sowie Risikotragfähig
-
keits- und Marktrisiko-Limite sowie der
aufsichtlichen Limite wird laufend über
-
wacht. Auswirkungen auf den Marktwert
sowie auf die Ertragssituation der Bank
– bedingt durch Veränderungen der Zins
-
struktur sowie durch Creditspread-Ände-
rungen – werden laufend beobachtet
und berichtet. Auswirkungen hatten die
Zinsveränderungen insbesondere auf die
Bewertung der gehaltenen Assets.
Klimabezogene Risiken
Das ESG (Environment, Social,
Governance)-Risiko wird in der HYPO
Oberösterreich in der Risikomessung
im Kredit- sowie im Creditspread-Risiko
gemessen und limitiert. Eine Weiterent
-
wicklung der Systeme, insbesondere der
interne Datenausbau, wird stets vorange
-
trieben.
Liquiditätsrisiko
Die Fristenkongruenz hat in der HYPO
Oberösterreich einen hohen Stellenwert.
Zur Begrenzung des Risikos aus Fris
-
teninkongruenzen existieren vom Vor-
stand festgelegte Limite für das operative
und strukturelle Liquiditätsrisiko sowie für
die aufsichtsrelevanten Kennzahlen. Die
Ergebnisse der Stresstests zeigen, dass
die HYPO Oberösterreich in der Lage ist,
ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachzu
-
kommen.
Operationales Risiko
Die Überwachung von operationellen
Risiken erfolgt neben eigenen Assess
-
ments durch die Berücksichtigung von
Revisionsberichten, Risikoberichten wie
jenen der IT, Beschwerden, eingemel
-
deten Beinaheschäden sowie durch die
Erfassung von tatsächlich eingetretenen
Schadensfällen mittels Schadensfall
-
datenbank, welche auch die Grundlage

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Konzernlagebericht
für ein laufendes Berichtswesen an das
Management darstellt.
Darüber hinaus werden organisatorische
Maßnahmen (z.B. Trennung von Markt
und Marktfolge) und EDV-technische
Maßnahmen getroffen, um das operati
-
onale Risiko zu begrenzen. Ein internes
Kontrollsystem, Kompetenzregelungen
sowie Prüfungen der Internen Revision
gewährleisten einen hohen Sicherheits
-
standard. Zur Minimierung des operatio-
nellen Risikos ist ein zentrales IKS imple-
mentiert.
Für Informationen zu den Risikomanage
-
mentzielen und -methoden sowie zu
Aussagen hinsichtlich bestehender Aus
-
fall- und Marktrisiken wird auf die Aus-
führungen im Risikobericht im Anhang
(Notes) zum Konzernabschluss sowie auf
die Offenlegung gemäß Teil VIII der CRR
auf der Homepage der HYPO Oberöster
-
reich unter www.hypo.at verwiesen.
Das interne Kontroll- und Risikoma
-
nagementsystem in Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand stellt mit Einrichtung und
Ausgestaltung eines internen Kontroll-
und Risikomanagementsystems sicher,
dass unternehmerische Sachverhalte und
Geschäftsfälle ordnungsgemäß erfasst,
aufbereitet, beurteilt und in weiterer
Folge vollständig, korrekt und perioden
-
gerecht bilanziert werden. Weiters ist
damit sichergestellt, dass Vermögensge
-
genstände und Schulden im Jahres- und
Konzernabschluss korrekt angesetzt,
ausgewiesen und bewertet werden.
Alle Aufgaben und Zuständigkeiten
des Rechnungslegungsprozesses sind
chronologisch in einem Prozessmodel
-
lierungssystem erfasst. Die Funktionen
im Rechnungslegungsprozess sind klar
getrennt. Die wesentlichen Risiken sowie
die entsprechenden internen Kontrollen
sind nachvollziehbar dokumentiert. Die
festgelegten Kontrollen werden regel
-
mäßig auf ihre Effektivität geprüft und
evaluiert. Einheitliche Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sind vorgegeben.
Gesetzliche Neuerungen werden laufend
überwacht und in Abstimmung mit allen
betroffenen Bereichen umgesetzt. Die
Ablauforganisation für die Erstellung der
Abschlüsse folgt einer koordinierten Vor
-
gehensweise und definierten Schnittstel-
len. Erst nach Durchführung der Kontrol-
len auf allen Stufen erfolgt die Freigabe
des Jahres- und Konzernabschlusses.
Für die Einhaltung der IT-Sicherheit in
Bezug auf alle relevanten Rechnungs-
legungssysteme wurden entsprechende
Kontrollmaßnahmen implementiert.
Zusätzlich werden IT-Berechtigungen für
sensible Tätigkeiten restriktiv vergeben.
Zudem erfolgt eine regelmäßige
Über prüfung der Wirksamkeit des
Internen Kontrollsystems durch die
Interne Revision.
Filialen
Die HYPO Oberösterreich betrieb im Jahr
2022 das ServiceCenter Landstraße in
Linz sowie zehn weitere Filialen. Bis auf
eine Filiale in Wien befinden sich alle
Filialen in Oberösterreich. Dabei werden
fünf Filialen in den Bezirkshauptstädten
Schärding, Ried, Vöcklabruck, Wels und
Steyr geführt, fünf Filialen in Linz. Es gibt
keine Zweigniederlassungen.
Forschung und Entwicklung
Der Ausbau des digitalen Angebots und
die Verbesserung der Nutzungsfreund
-
lichkeit standen auch 2022 im Vorder-
grund der technischen Entwicklungen.
Nunmehr können etwa auch Wertpapier
-
depots und Bausparverträge in wenigen
Schritten von den Kund*innen online
über Mein ELBA eröffnet beziehungs
-
weise abgeschlossen werden.
Auch in der HYPO Mein ELBA-App
wurden die Wertpapierfunktionen ausge
-
baut und verbessert. Es können nun auch
Wertpapierkäufe und -verkäufe durchge
-
führt, Wertpapieraufträge bearbeitet/stor-
niert sowie Auftragsbestätigungen und
Abrechnungsbelege abgerufen werden.
Mit der Multi Banking-Funktion können
sich Kund*innen alle ihre Girokonten, die
bei anderen österreichischen Banken
geführt werden, in Mein ELBA und der
HYPO Mein ELBA-App anzeigen lassen.
Dadurch ist der volle Überblick über alle
Umsätze und Kontostände gegeben –
und das in nur einer Banking-Lösung.
Das Angebot im Bereich mobile payment
wurde ebenfalls weiter ausgebaut. So
unterstützt die HYPO Oberösterreich
nun auch Garmin Pay. Garmin ist der
wohl weltweit bekannteste Anbieter für
Sport- und Fitnessuhren. Dank Garmin
Pay können Kund*innen mit ihrer Garmin
Smartwatch einfach und kontaktlos an
Bankomat-Kassen bezahlen – und das
weltweit.
Aber auch die Filialstandorte der
HYPO Oberösterreich warten mit
Neuerungen auf. Im Laufe des Jahres
wurden sogenannte Cash Recycler
aufgestellt. Diese ermöglichen nicht
nur die Auszahlung, sondern auch die
Einzahlung von Banknoten – schnell,
kostengünstig und unabhängig von den
Schalteröffnungszeiten.
Die digitale Signatur am Point of Sale
war im vergangenen Jahr ebenfalls ein
Schwerpunkt. Ausgewählte Dokumente
können im Rahmen des Eröffnungspro
-
zesses auf einem Unterschriften-Pad von
den Kund*innen signiert werden. Diese
erhalten dann die Dokumente per E-Mail.
Für das Jahr 2023 sind für die HYPO Mein
ELBA-App und für die HYPO ELBA-pay
App umfassende Updates geplant, inklu
-
sive Überarbeitung des Designs. Ebenso
wird an einer neuen Online-Anwendung
für Unternehmenskund*innen gearbeitet.
Kund*innen, die ein Förderungsdarlehen
im Rahmen der Eigenheimförderung
des Landes Oberösterreich beantragen
wollen, werden mit einem neuen Online-
Portal digital durch den Beantragungs
-
prozess geführt. Alle Schritte bis zur
Auszahlung des Förderungsdarlehens
können einfach abgewickelt werden.
Die HYPO Oberösterreich wird auch an
der neuen ich.app teilnehmen. Die ich.
app – die digitale Identität der öster
-
reichischen Banken – ermöglicht es
Kund*innen sich online zu identifizie
-
ren, digitale Services zu nutzen und
Geschäfte abzuschließen.
Breites Portfolio
und Fachwissen für
100.000 Kundinnen
und Kunden

Konzernlagebericht Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Nachhaltigkeit.
Keine leeren
Versprechen,
sondern
nachweisbare
Erfolge.
Die HYPO Oberösterreich hat umfassende Nachhaltigkeit
als eine der vier strategischen Kernpositionen definiert
und bereits tief in allen Ebenen der Organisation
verankert. 2022 bestätigte die HYPO Oberösterreich mit
dem Beitritt zur Green Finance Alliance ihre Vorreiterrolle
im Klimaschutz.
GB 2022 Imageseiten L3.indd 2GB 2022 Imageseiten L3.indd 2 27.03.2023 14:55:4027.03.2023 14:55:40

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Konzernlagebericht
Krieg in Europa
Im Jahr 2022 hielt größtenteils ein Thema
die Welt in Atem – der Krieg Russlands in
der Ukraine. Nach langem Säbelrasseln
marschierten russische Truppen Ende
Februar im Nachbarland ein und standen
wenig später bereits vor den Toren der
Hauptstadt Kiew. Die ukrainischen Ver
-
teidiger gaben sich jedoch nicht geschla-
gen und konnten mit Hilfe westlicher
Waffenlieferungen die Invasoren langsam
zurückdrängen. Anfang April mussten
die Russen ihr Vorhaben, die Hauptstadt
einzunehmen, abbrechen und versuchen
seither zumindest ihre Gebietsgewinne
in der schon lange umkämpften Region
Donbas und im Süden des Landes rund
um die Halbinsel Krim zu konsolidieren.
Der Westen unterstützt die Ukraine
beim Kampf gegen den Aggressor auf
zwei Schienen. Einerseits wird versucht,
Russland durch beispiellose Sanktionen
wirtschaftlich zu schaden, andererseits
werden immer mehr und modernere
westliche Waffensysteme an die ukrai
-
nischen Streitkräfte geliefert, um ihnen
auch auf militärischer Ebene einen Sieg
zu ermöglichen. Beide Kriegsparteien
scheinen aktuell nicht an einer Einstel
-
lung der Kampfhandlungen interessiert
zu sein, so dass nicht absehbar ist, wie
lange sich der Krieg noch hinziehen wird.
Auf die Weltwirtschaft wirkte sich der
Krieg vor allem durch einen starken
Anstieg der Energiepreise unmittelbar
nach Kriegsbeginn aus. Der Preis für
Erdgas stieg in Europa bis Ende August
auf Rekordwerte, aber auch Erdöl und
Elektrizität wurden deutlich teurer.
Obwohl anfangs noch eine reduzierte
Menge an Erdgas aus Russland nach
Europa floss, begannen die Länder der
Europäischen Union sich nach Alterna
-
tiven umzusehen. Terminals für die Ver-
arbeitung von Flüssiggas, das per Schiff
aus Norwegen und den USA angeliefert
wird, wurden in Rekordzeit in Deutsch
-
land errichtet und so konnten sich die
Gasspeicher vor dem Winter nahezu voll
-
ständig füllen. Mildes Wetter im Herbst
und zum Jahresende halfen ebenfalls
dabei, den Preis für Erdgas sogar wieder
unter das Niveau vor Kriegsbeginn zu
drücken.
führt, ehe auch hier zum Jahresende eine
Trendwende stattfand und das Land sich
wieder öffnete. In den USA standen die
Kongresswahlen im November im Fokus:
Dabei wechselten die Mehrheitsverhält
-
nisse im Repräsentantenhaus, im Senat
konnten die Demokraten jedoch ihre
Mehrheit sogar um einen Sitz ausbauen.
Diese Pattsituation mit unterschiedlichen
Mehrheiten in den beiden Kammern
sorgt dafür, dass in den kommenden zwei
Jahren keine radikalen Veränderungen in
den USA zu erwarten sind.
Insgesamt zeigte sich die Weltwirtschaft
trotz der steigenden Inflationsraten im
vergangenen Jahr noch überraschend
robust, so prognostiziert der Interna
-
tionale Währungsfonds (IWF) für das
Gesamtjahr 2022 im Oktober ein Plus von
3,4 Prozent. Das kommende Jahr dürfte
aber deutlich herausfordernder werden.
Schwache Wirtschaftsdaten und die
Covid-19-Pandemie in China, Lieferket
-
tenprobleme und Lebensmittelunsicher-
heit durch den Ukraine-Krieg und nicht
zuletzt die Straffung der Geldpolitik durch
die Notenbanken dürften zu einem eher
geringen globalen Wachstum von 2,9
Prozent im Jahr 2023 führen. Während
sich die Eurozone mit einem Plus von 3,5
Prozent im Jahr 2022 nahezu im weltwei
-
ten Schnitt gehalten haben sollte, wird im
kommenden Jahr nur mehr ein minima
-
les Wachstum von 0,7 Prozent erwartet.
Österreich dürfte laut der aktuellen Pro
-
gnose des Instituts für Höhere Studien
(IHS) im vergangenen Jahr mit 4,8 Prozent
deutlich stärker gewachsen sein als der
Schnitt Europas. Das Jahr 2023 wird mit
0,4 Prozent knapp unter dem Mittelwert
der Eurozone prognostiziert. Die USA ver
-
Gesamtwirtschaftliches
Umfeld und Kapitalmärkte
Abseits des Kriegs war die Covid-
19-Pandemie zwar weiterhin präsent, die
hochansteckende, aber deutlich weniger
gefährliche Omikron-Variante sorgte
jedoch dafür, dass die meisten Nationen
die restriktiven Maßnahmen zur Bekämp
-
fung der Pandemie beendeten. Nur in
China wurde fast das gesamte Jahr über
die Null-Covid-Politik inklusive der Abrie
-
gelung ganzer Millionenstädte fortge-
Leitzins
Jahresende 2022
(EZB)
2,5%

Konzernlagebericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte
zeichneten bereits 2022 einen deutlichen
Rückgang des Wirtschaftswachstums auf
voraussichtlich 2,1 Prozent, dafür sollte
2023 mit 1,4 Prozent wieder etwas besser
verlaufen als in Europa.
Inflation steigt rasant und
erreicht Gipfel
Obwohl schon im Vorfeld für das Jahr
2022 mit einem weiteren Anstieg der
Inflation gerechnet wurde, überraschte
das Ausmaß der Teuerung in der Euro
-
zone. Der Kriegsbeginn in der Ukraine
sorgte für deutliche Anstiege der Preise
für Erdöl, Erdgas und Elektrizität. Aber
auch in anderen Branchen und bei
Grundnahrungsmitteln wurden Preise
zum Teil deutlich angehoben. Von 5,0
Prozent am Jahresende 2021 ging die
Teuerungsrate steil nach oben, Ende
Oktober wurde der Gipfel bei 10,6 Prozent
erreicht. Die starken Zinsanhebungen
der EZB dämpften dann den Preisanstieg
ebenso, wie eine leichte Entspannung
bei den Rohstoffpreisen. Zum Jahres
-
ende sank die Inflation zwei Monate in
Folge und firmierte bei 9,2 Prozent. Eine
Fortsetzung dieser Dynamik wird auch
im Jahr 2023 erwartet, die Prognose der
EZB-Ökonomen sieht einen Rückgang der
Teuerungsrate auf 6,3 Prozent, für 2024
dann eine weitere Abschwächung auf 3,4
Prozent. In Österreich fiel der Inflations
-
anstieg sogar noch etwas intensiver aus,
von 4,2 Prozent Ende 2021 ging es bis auf
11,1 Prozent im Oktober nach oben, ehe
zum Jahresende eine leichte Entspan
-
nung auf 10,2 Prozent stattfand. Für 2023
erwartet das IHS einen Rückgang auf 6,7
Prozent, auch 2024 dürfte die Teuerung
mit 3,5 Prozent über dem Durchschnitt
der Eurozone liegen.
Jenseits des Atlantiks sah es grundsätz
-
lich ähnlich aus, wie so oft waren die USA
aber etwas voraus. Die Teuerungsrate
kletterte von 7,0 Prozent bis auf 9,1 Pro
-
zent zur Jahresmitte, begann dann aber
bereits wieder rückläufig zu werden und
beendete das Jahr bei 6,5 Prozent. Am
Arbeitsmarkt herrscht weiterhin Vollbe
-
schäftigung mit Arbeitslosenraten von
rund 3,5 Prozent.
Zinswende der Notenbanken
Nach Jahren des billigen Geldes kam es
im Jahr 2022 zu einer Trendwende. Stark
steigende Inflationszahlen zwangen die
Notenbanken dazu, den Märkten Liquidi
-
tät zu entziehen und die Zinsen deutlich
zu erhöhen. Die Renditen für zehnjährige
österreichische Bundesanleihen stiegen
in diesem Umfeld von knapp 0,1 Prozent
zu Jahresbeginn stetig über das gesamte
Jahr bis auf 3,2 Prozent zum Jahresultimo.
Bei zehnjährigen deutschen Bundes
-
anleihen war das Bild ähnlich, von –0,2
Prozent ging es bis auf knapp 2,6 Prozent
nach oben.
Der Geldmarkt verzeichnete ebenfalls
deutliche Anstiege im Jahr 2022. Der
Einlagensatz der Europäischen Zentral
-
bank (EZB), zu dem die Geschäftsbanken
Geld bei der Notenbank parken, wurde in
insgesamt vier Schritten vom Ausgangs
-
wert von –0,5 Prozent auf einen Wert
von 2,0 Prozent angehoben. Der Leitzins
wurde ebenso von 0,0 Prozent bis auf 2,5
Prozent erhöht, zwei der Zinserhöhungen
waren mit 0,75 Prozent die bisher höchs
-
ten in der Geschichte der Zentralbank.
Diese Zinsbewegung spiegelte sich
auch in der Entwicklung des 3-Monats-
Euribors wider: Vom Jahresstartwert von
Inflation
Jahresende 2022
Europa
Inflation
Jahresende 2022
Österreich
9,2%
10,2%

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte Konzernlagebericht
–0,572 Prozent ging es kontinuierlich
aufwärts bis auf 2,132 Prozent zum Jah
-
resende. Neben den vier Zinsschritten
stoppte die EZB im Juli auch eine Netto-
Ausweitung im Rahmen ihres Anleihe
-
kaufprogramms APP. Im Dezember folgte
die Ankündigung beginnend im Jahr 2023
den Bestand an Anleihen monatlich um
15 Milliarden Euro zu reduzieren. Die
günstigen Konditionen für die gezielten
Liquiditätsspritzen (TLTRO) wurden im
Herbst 2022 ebenfalls abgeschafft. Noch
dürfte das Ende der Zinsanhebungen
nicht erreicht sein.
Wie so oft reagierte die US-Notenbank
Federal Reserve (FED) aggressiver auf
das veränderte Umfeld als die EZB.
Bereits im März wurde der Leitzins von
der Ausgangsbandbreite von 0,0 bis 0,25
Prozent erstmals angehoben, es folgten
noch sechs weitere Zinsschritte von bis
zu 0,75 Prozent. Per Jahresende 2022
lag der Leitzins in der Bandbreite von
4,25 bis 4,5 Prozent. Auch im Jahr 2023
könnten die Zinsen noch leicht ange
-
hoben werden. Erste Prognosen sehen
aber bereits wieder Leitzinssenkungen
gegen Jahresende 2023 und im Jahr 2024
voraus. Die Renditen für zehnjährige US-
Treasuries begannen das Jahr 2022 bei
1,5 Prozent und stiegen so wie der Leit
-
zins deutlich an, lagen zum Jahresende
allerdings bereits unter diesem bei knapp
3,9 Prozent.
Trendumkehr an den
Aktienmärkten
Der Kriegsbeginn in der Ukraine und die
rasant steigende Inflation sorgten an den
Börsen für Katerstimmung. Vom Aus
-
gangswert von 36.338 Punkten fiel der
Dow Jones kontinuierlich und markierte
am Ende des dritten Quartals mit 28.725
Punkten sein Tief. Danach führten erste
zarte Signale einer Abschwächung des
Inflationsdrucks zu einer Gegenbewe
-
gung. Per Jahresende 2022 lag der Index
bei 33.147 Punkten, das entspricht einem
Minus von 8,8 Prozent. Noch etwas stär
-
ker verlor der deutsche Aktienindex DAX:
Hier ging es von 15.885 Punkten um 12,4
Prozent zurück bis auf 13.923 Punkte.
Nachdem im Jahr zuvor der ATX die
anderen Indizes noch überflügeln konnte,
war er 2022 wieder der schwächste Wert
des Trios. Bei 3.861 Punkten ins Jahr
gestartet, ging es bis auf 2.647 Punkte
zurück, ehe die Jahresendrallye zu einem
Ultimo-Wert von 3.126 Punkten führte.
Umgerechnet bedeutet dies ein Minus
von 19,0 Prozent gegenüber dem Start
-
wert.
Euro schwächt sich weiter ab
Der US-Dollar setzte im Jahr 2022 seinen
Höhenflug gegenüber dem Euro fort.
Die Aussicht auf höhere Zinsen und ein
schnelleres Tempo der Anhebungen
durch die US-Notenbank FED ließen den
Dollar von einem Wechselkurs von rund
1,14 laufend sinken. Im August fiel der
Wert des Euro unter die Parität, gegen
Ende September wurde der Tiefstwert
bei 0,96 erreicht. Als sich danach die
Inflationsdaten in den USA stabilisierten
und wieder zu sinken begannen, verlor
der US-Dollar wieder etwas an Boden
und beendete das Jahr bei einem Wech
-
selkurs von 1,07. Der Schweizer Franken
konnte seine Rolle als sicherer Hafen
auch im Jahr 2022 bestätigen. Das Jahr
wurde bei rund EUR/CHF 1,04 gestartet,
ein Tief auch hier Ende September bei
0,95 erreicht. Gegen Jahresende gab es
eine leichte Gegenbewegung. Mit 0,99
lag der Wechselkurs aber immer noch
unter der Parität.

Konzernlagebericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte
Fokus.
Keine Pauschal-
lösungen, sondern
individuelle
Gesamtkonzepte.
Die Mitarbeiter*innen der HYPO Oberösterreich
glänzen mit hervorragendem Know-how und helfen
gerne bei allen Finanzthemen weiter. Wir setzen
auf maß geschneiderte, persönliche Beratung,
kurze Entscheidungswege, flexible und nach haltige
Lösungen sowie langfristige Partnerschaften.
GB 2022 Imageseiten L4.indd 3GB 2022 Imageseiten L4.indd 3 27.03.2023 14:57:4927.03.2023 14:57:49

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte Konzernlagebericht
Bei den Forderungen an Kunden kam es
im Jahr 2022 zu einer Ausweitung auf
5.882,1 Millionen Euro (2021: 5.598,6
Millionen Euro).
Dabei stieg das Finanzierungsvolumen
im Segment Großkunden auf 3.086,1
Millionen Euro (2021: 2.833,5 Millionen
Euro). Diese Erhöhung resultiert im
Wesentlichen aus der guten Geschäfts
-
entwicklung im Teilsegment Öffentliche
Institutionen und im Teilsegment Kom
-
merzkunden und Immobilienprojekte,
welche auf ein Volumen von 959,9 Milli
-
onen Euro (2021: 891,9 Millionen Euro)
beziehungsweise 792,5 Millionen Euro
(2021: 699,8 Millionen Euro) gehoben
werden konnten.
Im Teilsegment Großwohnbau kam es
zu einer leichten Ausweitung auf 1.214,8
Millionen Euro (2021: 1.139,0 Millionen
Euro). Der Anteil an den gesamten Kun
-
denforderungen stieg folglich auf 20,7
Prozent. Somit konnte die Marktführer
-
schaft als Finanzierungspartner im Groß-
wohnbau in Oberösterreich verteidigt und
die Finanzierungsvolumina in anderen
Bundesländern stabil gehalten werden.
Das Segment Retail und Wohnbau ist in
der HYPO Oberösterreich durch hohe
Kompetenz sowie umfassende Beratung
und Betreuung geprägt und ist neben
der Marktführerschaft für Ärzte und Freie
Berufe das Kerngeschäftsfeld der HYPO
Oberösterreich. Dadurch konnte das
Finanzierungsvolumen mit 2.796,0 Milli
-
onen Euro auf einem sehr guten Niveau
gehalten werden (2021: 2.768,5 Millionen
Euro). Außerordentliche Tilgungen im
Bereich der Wohnbauförderung konnten
durch hohe Neuzuzählungen im direkten
Retailgeschäft kompensiert werden. Der
Anteil an den Forderungen an Kunden
reduzierte sich leicht auf 47,5 Prozent.
Die Marktführerschaft für Ärzte und Freie
Berufe sowie die traditionelle Stellung als
Wohnbaubank für Privatkunden konnte
2022 damit trotz des stark umkämpften
Marktes weiter gefestigt werden.
Green Finance Alliance
Die HYPO Oberösterreich steht als Regi-
onalbank in mehrheitlich öffentlichem
Eigentum für ganzheitliche, langfristige
und von gegenseitigem Nutzen geprägte
Kundenbeziehungen. Wir sehen uns dar
-
über hinaus aber auch einem ethischen
und nachhaltigen Handeln im Hinblick
auf Sozial- und Umweltstandards ver
-
pflichtet. Diese freiwillige Verpflichtung
wurde mit dem Beitritt zur Green Finance
Alliance, einer österreichischen Initia
-
tive des Klimaschutzministeriums, 2022
manifestiert.
Die Green Finance Alliance erfordert
konkrete Maßnahmen, die ihre Mit glieder
dazu verpflichten, ihr Kerngeschäft bis
2050 klimaneutral zu gestalten. Eine
beispielhafte Maßnahme ist die im
Dezember 2022 veröffentlichte Enga
-
gementstrategie der HYPO Oberöster-
reich, die darauf abzielt, die eigenen
Nachhaltigkeitsleistungen und jener
unserer Kund*innen, Partner und Liefe
-
ranten zu verbessern. Darin sind unter
anderem strenge Ausschlusskriterien
festgeschrieben, die für den gesamten
Konzern gelten. Diese beinhalten sowohl
umwelt- beziehungsweise klimarelevante
Kriterien (wie den Ausschluss neuer
Finanzierungen im Zusammenhang mit
Förderung, Raffinierung und Energie-
erzeugung aus fossilen Brennstoffen) als
auch soziale Faktoren und Themen der
verantwortungsbewussten Unterneh
-
mensführung.
Eine weitere Maßnahme der Green
Finance Alliance ist der Ausstieg aus
bestehenden Finanzierungen im Kohle-
und Erdölsektor bis 2030. Davon aus
-
genommen sind Unternehmen, die sich
wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt
haben und die ihr Kerngeschäft im Ein
-
klang mit dem Übereinkommen von Paris
dekarbonisieren sowie Projekte, die im
Einklang mit dem Übereinkommen von
Paris sind. Im Kredit- und Leasingportfolio
der HYPO Oberösterreich befinden sich
keine nennenswerten Finanzierungen im
Kohlesektor (Finanzierungsvolumen < 0,1
Millionen Euro). In der Wertschöpfungs
-
kette Erdöl ist das Kreditgeschäft mit 6,7
Millionen Euro sehr gering. Im Sinne des
definierten Engagementansatzes wird
die HYPO Oberösterreich ihre betroffe
-
nen Unternehmenskund*innen bei der
Verteilung der Kundengruppen
des Segments Großkunden
Verteilung der Ausleihungen
nach Segmenten
Gesamtvolumen per 31.12.2022:
5.882,1 Millionen Euro
Kreditgeschäft
Großwohnbau 20,7 %
Öffentliche Institutionen 16,3 %
Kommerzkunden und
Immobilienprojekte 13,5 %
Kirche und Soziales 2,0 %
Großkunden 52,5 %
Retail und Wohnbau 47,5 %
Transformation zu einem nachhaltigen
Geschäftsmodell unterstützen.
Die HYPO Oberösterreich berechnet
jährlich die finanzierten Emissionen auf
Basis des internationalen Standards
der Partnership for Carbon Accoun
-
ting Financials (PCAF). Die Ergebnisse
werden im Nachhaltigkeitsbericht
veröffentlicht. Um die Qualität der
Berechnungen zu verbessern, werden
laufend Maßnahmen gesetzt. Seit 2022
beteiligt sich die HYPO Oberösterreich
am OeKB ESG Data Hub, der die stan
-
dardisierte Erhebung von ESG-Daten von
Unternehmenskund*innen ermöglicht.
2023 strebt die HYPO Oberösterreich an,
der PCAF beizutreten und wissenschafts
-
basierte Klimaziele zu erarbeiten. Die Vali-
dierung dieser Klimaziele wird durch die
Science Based Targets Initiative erfolgen.
Für weiterführende Informationen zum
Thema Nachhaltigkeit wird auf den
neuen Nachhaltigkeitsbericht auf der
Website der HYPO Oberösterreich
(www.hypo.at) verwiesen.

Konzernlagebericht Kreditgeschäft
Stabilität.
Keine Unruhe
aufkommen lassen,
sondern sich
verlassen können.
Auf die HYPO Oberösterreich mit ihrer über
130-jährigen Firmen geschichte können sich Kundinnen
und Kunden sowie Partner verlassen. Das zeigte
sich auch am wiederholten Top-Rating von A+ der
internationalen Ratingagentur Standard & Poor’s.
GB 2022 Imageseiten L4.indd 1GB 2022 Imageseiten L4.indd 1 29.03.2023 09:37:4929.03.2023 09:37:49

Kreditgeschäft Konzernlagebericht
Wertpapiergeschäft
Das Jahr 2022 war im historischen Ver-
gleich kein gutes Jahr an den Wertpapier-
märkten. Nach jahrelanger Börsenhausse
folgte eine schmerzhafte Korrektur, nicht
nur an den Aktien-, sondern auch an den
Anleihenmärkten.
Bereits vor dem unerwarteten Angriffs
-
krieg Russlands auf die Ukraine, hatten
sich die zuvor deutlich erkennbaren Infla
-
tionstendenzen – infolge angespannter
globaler Lieferketten – massiv verstärkt.
Verbraucherpreisanstiege von über 10
Prozent in Österreich und in der Eurozone
sowie phasenweise über 8 Prozent in
den USA waren die Folge. Dies rief die
Notenbanken auf den Plan und führte
ihrerseits zu kräftigen Zinsanhebungen.
Alle bedeutenden Anleihensegmente
in Europa und den USA büßten unisono
rund 10 bis 15 Prozent an Wert ein. Auch
die Aktienmärkte litten ähnlich stark:
Die europäischen Börsen gemessen am
Stoxx Europe 600 verloren rund 13,1 Pro
-
zent, die US-Börsen gemessen am S&P
500 rund 19,7 Prozent, wobei aus euro
-
päischer Sicht der steigende US-Dollar
die Kursverluste zum Teil reduzierte. Der
technologielastige Nasdaq Composite-
Index gab 2022 sogar 33,5 Prozent nach.
Unter diesen schwierigen Marktbedin
-
gungen verringerte sich das in Wertpa-
pieren veranlagte Kundenvermögen der
HYPO Oberösterreich gegenüber dem
Vorjahr um –13,3 Prozent auf 1.342,7 Mil
-
lionen Euro. Überproportional rückläufig
war das Anleihenvolumen aufgrund von
Kursrückgängen und Tilgungen. Deutlich
weniger rückläufig war das Volumen von
Fonds und Aktien, da die Kursrückgänge
teilweise durch Nettomittelzuflüsse kom
-
pensiert wurden. Die Wertpapierprovisi-
onen gingen im Vergleich zum Vorjahr
um –3,1 Prozent zurück. Auch im schwie
-
rigen Wertpapierumfeld gefragt blieben
die Fondssparer. Ihre Anzahl erhöhte
sich um +16,1 Prozent, Fondssparer in
„ESG“-Fonds sogar um erfreuliche +55,1
Prozent.
Entscheidend für das Jahr 2023 dürfte
nicht zuletzt die Inflationsentwicklung
sein, welche im Jahresverlauf deutlich
von den aktuellen Extremwerten zurück
-
kommen sollte. Auch der weitere Verlauf
des Russland-Ukraine-Konflikts bleibt
relevant. Eine möglicherweise bevorste
-
hende Rezession in Europa oder in den
USA wäre mit Druck auf die Unterneh
-
mensgewinne verbunden, wenngleich
voraussichtlich in geringerem Umfang als
in früheren Wirtschaftszyklen. Das Poten
-
zial für weitere Zinsanstiege erscheint in
diesem schwierigeren Wachstumsum
-
feld zunehmend begrenzt. Aufgrund der
deutlich gestiegenen Renditen haben
sich die Ertragsaussichten von Anleihen
wesentlich verbessert und sie nehmen
wieder eine bedeutendere Rolle in lang
-
fristigen Anlagekonzepten ein. Auch
Aktien sind günstiger und damit attrakti
-
ver geworden. Der Trend zu nachhaltigen
Veranlagungen bleibt trotz Ukraine-Krieg
weiterhin ungebrochen.
Fondssparer
erhöhten sich
2022 um
Fondssparer in
„ESG“-Fonds
stiegen 2022 um
16,1%
55,1%

Konzernlagebericht Wertpapiergeschäft
Die Profis, Vorausdenker*innen, Besserversteher*innen
und Allesgeber*innen der HYPO Oberösterreich sind
persönlich vor Ort und beraten unsere Kundinnen und
Kunden in sämtlichen Lebensphasen.
Regionalität.
Keine anonyme
Großbank,
sondern nachhaltige
Regionalbank.
GB 2022 Imageseiten L4.indd 4GB 2022 Imageseiten L4.indd 4 27.03.2023 14:58:0227.03.2023 14:58:02

Wertpapiergeschäft Konzernlagebericht
Authentisch
Glaubwürdig, sympathisch, selbstbe-
wusst und persönlich – damit lassen
sich die Marketing-Schwerpunkte der
HYPO Oberösterreich im Jahr 2022
beschreiben. Für die Frühjahrskampa
-
gne zum Thema Nachhaltigkeit wurden
die Mitarbeiter*innen vor den Vorhang
geholt. Denn sie sind es, die diesen
strategischen Schwerpunkt verkörpern,
leben und von innen heraus nach außen
tragen. Die breite Einbeziehung unserer
Mitarbeiter*innen zu diesem wichtigen
Thema sorgt in vielerlei Hinsicht für einen
echten Mehrwert.
Im Herbst nahm sich die HYPO Ober
-
österreich als einzige oberösterreichi-
sche Regionalbank umfassend dem
beherrschenden wirtschaftlichen Thema
„Inflation“ an. Die bemerkenswerte
Beratungsinitiative eines persönlichen
„Inflations-Checks“ war stark nachge
-
fragt. Ziel war es, niemanden mit seinen
finanziellen Sorgen und Ängsten allein zu
lassen. Getragen wurde diese Kampagne
wiederum von den Mitarbeiter*innen der
Bank. Nicht nur als Botschafter*innen
auf den Sujets, sondern vor allem als
Gesprächspartner*innen in den unzähli
-
gen Beratungen mit unseren Kund*innen.
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Lydia Kropfreiter, HYPO Kundenberaterin
Keine Alles-
wisserin, sondern
Allesgeberin.
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* Quelle: B örsianer
hypo
_
blue.
Nachhaltigkeit
beginnt mit
unseren Mit-
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Bank
Österreichs*
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Kriterien, sondern auch auf ökologische und soziale Standards. Nachhaltigkeit
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Marketing

Konzernlagebericht Marketing
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motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen.
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
Marketing Konzernlagebericht
Das renommierte Wirtschaftsmagazin
„Trend“ und Österreichs größte Online-
Plattform für Arbeitgeberbewertungen
„Kununu“ haben in einer unabhängigen
Bewertung die HYPO Oberösterreich
erneut zum besten Arbeitgeber Öster
-
reichs in der Branche „Banken und
Finanzdienstleistungen“ gekürt. Beson
-
ders bemerkenswert ist darüber hinaus,
dass die HYPO Oberösterreich unter allen
untersuchten Unternehmen – mehr als
1.000 Firmen quer über alle Branchen –
erstmals unter den Top 20 liegt.
Eine gute Unternehmenskultur wird nicht
angeordnet, sondern ist das Ergebnis
vieler einzelner ineinandergreifender
Mosaiksteine. Dazu gehören die großen
Initiativen „Beruf & Familie“ oder „Gesund
& Zufrieden“ gleichermaßen, wie
spannende berufliche Entfaltungsmög
-
lichkeiten oder ein wertschätzender und
respektvoller Umgang miteinander.
Erfolgreiches
Personalmanagement
Kernaufgaben einer erfolgreichen HR
(Human Resources)-Arbeit sind das zeit
-
gerechte Finden und Onboarding von
neuen Mitarbeiter*innen, die Gestaltung
attraktiver Entwicklungsmöglichkeiten für
die gesamte Belegschaft, die Entwick
-
lung innovativer Ansätze zur Stärkung der
Corporate Identity und die „Entbürokrati
-
sierung“ bei gleichzeitiger Sicherstellung
der regulatorischen Vorgaben. Im Jahr
2022 wurden zahlreiche Maßnahmen
dahingehend unternommen, wie der
Ausbau der digitalen Recruiting-Kanäle,
die Durchführung einer Führungskräfte-
Feedback-Befragung, die Entwicklung
und Implementierung eines digitalen
Mitarbeitergesprächsbogens sowie die
kontinuierliche Erweiterung individueller
Spezialtrainings sowie mannigfaltiger
Aktivitäten für Körper, Geist und Seele.
Durchschnittlich 407 Mitarbeiter*innen
haben mit Engagement und Umset
-
zungsstärke zu einem erfolgreichen
Geschäftsergebnis im Jahr 2022 beige
-
tragen. Im Vergleich zum Vorjahr bewegt
sich der Mitarbeiterstand auf gleichem
Niveau. Von den 49 Mitarbeiter*innen,
die das Unternehmen im vergangenen
Jahr verlassen haben, traten 17 Perso
-
nen in den Ruhestand. Bereinigt um die
Pensionierungen ergibt sich daraus eine
Fluktuationsrate von 7,9 Prozent. Das
Durchschnittsalter aller Mitarbeiter*innen
liegt bei 42,6 Jahren, die durchschnittli
-
che Betriebszugehörigkeit bei circa 14,2
Jahren. Der Frauenanteil in der HYPO
Oberösterreich bleibt gegenüber dem
Vorjahr mit 59,8 Prozent nahezu unver
-
ändert. Ende 2022 arbeiteten insgesamt
149 Mitarbeiter*innen auf Teilzeitbasis in
der HYPO Oberösterreich.
Gesundes Miteinander
Die HYPO Oberösterreich konnte sich
zum dritten Mal erfolgreich für das „Güte
-
siegel Betriebliche Gesundheitsförde-
rung“ für 2023 bis 2025 rezertifizieren.
Eine tolle Auszeichnung, auf die wir nicht
nur stolz sind, sondern die auch eine
wichtige Voraussetzung für gesunde und
zufriedene Mitarbeiter*innen und damit für
den langfristigen Unternehmenserfolg ist.
Mit vielfältigen Maßnahmen aus unse
-
rem BGF (Betriebliche Gesund heits-
förderung)-Projekt „Gesund & Zufrieden“
leisten wir einen wesentlichen Beitrag
für die gute HYPO-Unternehmenskultur.
Gemeinsame Veranstaltungen – seien es
Personalmanagement
und Personalentwicklung
Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter
Teilzeit
Frauen 59,8 %
Männer 40,2 %
Frauen 87,0 %
Männer 13,0 %
Personal-
entwicklung
in Zahlen
2022 Verän-
derung
in %
2021
Ausgaben für
Ausbildung
in TEUR
482 +33,5 361
Ausgaben pro
Mitarbeiter*in
in EUR
1.131 +33,5 847
durchschnittliche
Schulungstage
pro Mitarbeiter*in
5,8 +9,4 5,3

Konzernlagebericht Personalmanagement und Personalentwicklung
Moderne Personalentwicklung
In der Aus- und Weiterbildung setzt sich
der Trend in Richtung Digitalisierung fort
– sowohl in Bezug auf die Bildungsinhalte
als auch die Art der Wissensvermittlung.
Der Einsatz von digitalen Lernmedien
wird hinsichtlich zeitnaher und ressour
-
censchonender Wissensvermittlung
immer wichtiger.
Um dem Wettbewerbsdruck, den
rechtlichen Auflagen und unserem
Streben nach Exzellenz im Sinne
unserer Kund*innen gerecht zu werden,
nimmt jede/r Bankmitarbeiter*in
an den für sie/ihn erforderlichen
Weiterbildungsmaßnahmen teil. Ein
Mix aus traditionellen Bankkursen und
modernen E-Learning-Programmen
bilden dabei die Basis für einen gezielten
und nachhaltigen Auf-/Ausbau der
Fach- und Sozialkompetenz, von der/
vom Bankeinsteiger*in bis hin zur/m
erfahrenen Bankmitarbeiter*in.
Die Aufnahme von vielen Schul- und
Hochschulabsolvent*innen ohne Banker
-
fahrung sowie der steigende Bedarf an
Spezialausbildungen führten zu einem
gestiegenen Aus- und Weiterbildungs-
aufwand im Jahr 2022.
• 27 Mitarbeiter*innen haben die
HYPO Bankprüfungen HYPO 1 und
HYPO 2 erfolgreich absolviert.
• 9 Fachexpert*innen nahmen an aus
-
gewählten Spezial-Lehrgängen, wie
dem Certified Portfolio Manager oder
Certified IFRS Accountant, teil.
• 45 Wertpapier-Expert*innen bildeten
sich im Bereich der Nachhaltigkeit
weiter und absolvierten die Ausbildung
zum EFPA ESG-Advisor.
• 105 Kundenberater*innen stellten sich
dem jährlichen Re-Zertifizierungspro
-
gramm in den Bereichen Veranlagung,
Finanzierung und Versicherung.
2022 erhielten wieder 17 Schüler*innen
und Student*innen die Möglichkeit, ihre
beruflichen Erfahrungen im Rahmen
eines Praktikums zu erweitern. Bei der
Beschäftigung der jungen Leute wird
besonders auf abwechslungsreiche
Tätigkeiten und eine Erweiterung des
jeweiligen Wissensstandes geachtet. So
hatte auch jede/r Praktikant*in die Gele
-
genheit, ausgewählte E-Learning-Bank-
programme mit Abschlussprüfungen zu
absolvieren oder an einem Bewerbungs
-
training teilzunehmen.
Sportaktivitäten, Kochkurse, Selbstvertei
-
digungskurse für Frauen oder Ähnliches –
tragen zur hypointernen Vernetzung bei.
Egal, ob Vertrieb oder Betrieb, jung oder
alt beziehungsweise Führungskraft oder
Nichtführungskraft. Bei diesen Gelegen
-
heiten entstehen übergreifende Verbin-
dungen und persönliche Freundschaften.
Und diese steigern wiederum die Verbun
-
denheit zur HYPO Oberösterreich.
Dass sich das Investment in gesundheits
-
fördernde Maßnahmen rechnet, zeigt
sich an der traditionell besonders niedri
-
gen Krankenstandsquote von 6,0 Tagen
pro Mitarbeiter*in für das Jahr 2022.
Vereinbarkeit Beruf & Familie
Das wertvollste Kapital der HYPO
Ober österreich sind zweifellos die
Mitarbeiter*innen. Der Erfolg der HYPO
Ober österreich – sowohl in ökonomischer
als auch kultureller Hinsicht – gründet
sich auf dem persönlichen Engagement,
der fachlichen Kompetenz sowie der
gesunden Leistungsfähigkeit unserer
Beschäftigten. Bereits 2007 hat die HYPO
Oberösterreich als erste Bank in Ober
-
österreich am Zertifizierungsprozess
zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
teilgenommen und im Jahr 2020 das nun
-
mehr vierte Zertifikat erhalten. Passge-
naue Lösungen werden für unser
Haus und für unsere Mitarbeiter*innen
erarbeitet. Neben einem umfangrei
-
chen Angebot an verschiedensten
Teilzeitmodellen ermöglicht die HYPO
Oberösterreich die Vereinbarung von
individuellen Homeoffice-Lösungen.
Seit der Einführung im Jahr 2021 haben
sich 217 Personen für diese Arbeitsform
entschieden. Für eine gezielte Vorberei
-
tung stehen den Führungskräften und
Mitarbeiter*innen moderne, speziell für
die HYPO Oberösterreich gestaltete Lern
-
programme zur Verfügung.
Die HYPO
Oberösterreich
setzt mit zahlreichen
Maßnahmen weiterhin
auf eine betriebliche
Gesundheitsförderung.
Auch 2022 zum
besten Arbeitgeber
Österreichs in der
Branche „Banken
und Finanzdienst -
leistungen“ gekürt

Personalmanagement und Personalentwicklung Konzernlagebericht
Geschäfts-
entwicklung
Segmente

Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Geschäfts entwicklung Segment
Großkunden

Segment Großkunden Konzernlagebericht
Die HYPO Oberösterreich blickt im
Kunden segment Großkunden auf ein
außerordentlich erfolgreiches Geschäfts
-
jahr 2022 zurück. In diesem für die HYPO
Oberösterreich wichtigen Segment, in
dem sich die Teilsegmente Großwohn
-
bau, Öffentliche Institutionen, Kommerz-
kunden und Immobilienprojekte sowie
kirchliche und soziale Organisationen
wiederfinden, konnte die Geschäftstätig
-
keit in allen Bereichen weiter ausgebaut
werden.
Das Segmentvermögen wurde auf
hohem Niveau um +8,9 Prozent auf
3.167,4 Millionen Euro (2021: 2.908,2
Millionen Euro) gesteigert. Die HYPO
Oberösterreich hat damit ihre führende
Position im Bundesland bei der Finanzie
-
rung des öffentlichen Großwohnbaus,
als Bank des Landes Oberösterreich und
seiner Tochterunternehmen sowie als
Bankpartner für kirchliche und soziale
Organisationen weiter ausgebaut und
gefestigt. Sehr erfolgreich entwickelt sich
insbesondere auch das erst 2020 ins
Leben gerufene Teilsegment Kommerz
-
kunden und Immobilienprojekte.
Deutlich zugenommen haben auch die
Segmentverbindlichkeiten. Das Volumen
der Einlagen und der verbrieften Verbind
-
lichkeiten erhöhte sich um +51,0 Prozent
auf 993,0 Millionen Euro (2021: 657,7
Millionen Euro). Das außerordentlich
hohe Wachstum in diesem Bereich ist vor
allem durch stichtagsbezogene Termin
-
einlagen aus dem Bereich der Öffentli-
chen Institutionen begründet.
Der Zinsüberschuss wurde aufgrund der
Geschäftsausweitung und der Auflösung
von nicht benötigten Vorsorgen im
Zusammenhang mit der Negativzinsthe
-
matik auf +33,9 Millionen Euro (2021:
+28,1 Millionen Euro) gesteigert. Das ist
ein Plus von +20,6 Prozent. Das starke
Provisionsergebnis von +3,9 Millionen
Euro aus dem Vorjahr konnte auch 2022
erreicht werden. Bemerkenswert ist wei
-
terhin die ausgezeichnete Risikolage in
diesem Segment. Die Kreditrisikovorsor
-
gen blieben 2022 mit –2,2 Millionen Euro
unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die
Verwaltungsaufwendungen erhöhten
sich aufgrund des personellen Aufbaus
im Teilsegment Kommerzkunden und
Immobilienprojekte sowie der Valorisie
-
rungen auf –13,9 Millionen Euro (2021:
–13,0 Millionen Euro).
Damit erhöhte sich der Jahres über-
schuss vor Steuern um +28,7 Prozent
auf +21,5 Millionen Euro (2021: +16,7
Millionen Euro).
Segment vermögen
gegen über 2021
Segment-
verbindlichkeiten
gegenüber 2021
+51%
+8,9%

Konzernlagebericht Segment Großkunden
Retail und
Wohnbau
Geschäfts entwicklung Segment

Segment Retail und Wohnbau Konzernlagebericht
Das Segment Retail und Wohnbau
umfasst die Teilsegmente Ärzte, Freie
Berufe und Private Banking, den Filialver
-
trieb sowie den geförderten Wohnbau.
Auch aus diesem Segment ist die ausge
-
zeichnete Marktposition der HYPO Ober-
österreich im Bundesland ersichtlich. Die
HYPO Oberösterreich hat auch 2022 ihre
führende Rolle als Bank für niedergelas
-
sene Ärzt*innen sowie bei der Finanzie-
rung des privaten Wohnbaus ausgebaut.
Im frei finanzierten, privaten Wohnbau
erhöhte sich das Finanzierungs-Neuvo
-
lumen auf einen Rekordstand von 210,6
Millionen Euro (2021: 202,3 Millionen
Euro). Das jährliche Neuvolumen im pri
-
vaten Wohnbau hat sich damit zwischen
2015 und 2022 nahezu verdreifacht.
Damit wurde auch der Rückgang bei
der Wohnbauförderung kompensiert.
Das Segmentvermögen stieg auf hohem
Niveau geringfügig auf 2.799,8 Millionen
Euro (2021: 2.781,8 Millionen Euro). Die
Segmentschulden blieben nahezu unver
-
ändert bei 1.746,5 Millionen Euro (2021:
1.779,1 Millionen Euro).
Aufgrund der ausgezeichneten Entwick
-
lung im frei finanzierten, privaten Wohn-
bau und der Margenverbesserungen bei
den Kundeneinlagen wurde der Zins
-
überschuss um +12,8 Prozent auf +25,6
Millionen Euro (2021: +22,7 Millionen
Euro) gesteigert. Das Provisionsergebnis
konnte auf hohem Niveau von +12,9 Mil
-
lionen Euro (2021: +13,1 Millionen Euro)
stabil gehalten werden.
Die Kreditrisikovorsorge schlug sich mit
einem negativen Ergebnisbeitrag von
–2,0 Millionen Euro zu Buche (2021: +0,6
Millionen Euro). Allerdings war das Jahr
2021 durch eine Auflösung nicht benötig
-
ter Vorsorgen im Zusammenhang mit der
Covid-19-Pandemie positiv beeinflusst
worden.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten
sich insbesondere durch die jährlichen
Valorisierungen der Personalaufwendun
-
gen auf –30,9 Millionen Euro (2021: –29,1
Millionen Euro). Insgesamt reduzierte
sich damit der Jahresüberschuss vor
Steuern auf +5,6 Millionen Euro (2021:
+8,0 Millionen Euro).
Finanzierungs-
Neuvolumen
Zinsüberschuss
Bei nieder-
gelassenen
Ärzt*innen in
Oberösterreich
auch 2022
unangefochtene
Nummer 1.
Millionen Euro
Millionen Euro
210,6
25,6

Konzernlagebericht Segment Retail und Wohnbau
Financial
Markets
Geschäfts entwicklung Segment

Segment Financial Markets Konzernlagebericht
Eigenveranlagung
Im Jahr 2022 bestand die Strategie darin,
Abläufe im Liquiditätsportfolio im vollen
Ausmaß zu ersetzen und den Bestand
der Banken-Anleihen durch Abreifer
plangemäß etwas zu reduzieren.
Mit Zugängen von +98,5 Millionen Euro
an liquiden Wertpapieren wurden die
Tilgungen von –94,0 Millionen Euro in
dieser Kategorie vollständig ersetzt. Der
Bestand an liquiden Pfandbriefen wurde
dabei um +72,9 Millionen Euro ausge
-
baut, während es bei Staatsanleihen zu
einem Rückgang um –68,4 Millionen Euro
kam. Bei Banken-Anleihen waren im Jahr
2022 insgesamt –71,7 Millionen Euro
fällig, es wurden +14,5 Millionen Euro
neu angekauft.
Insgesamt wurde der Wertpapiereigen-
bestand um –52,7 Millionen Euro
reduziert. Den Investitionen von +113,0
Millionen Euro standen Tilgungen von
–165,7 Millionen Euro gegenüber. Diese
Reduktion war im Vorfeld geplant, nach
-
dem in den vergangenen Jahren bereits
voraus schauend Zuwächse zur Glättung
des Investitionsprofils erfolgten. Im Jahr
2023 ist eine konstante Entwicklung mit
Zu- und Abgängen von rund 100 Millio
-
nen Euro geplant.
Das steigende Zinsniveau im Jahresver
-
lauf führte im Bestand teilweise zu zins-
induzierten Bewertungsverlusten. Ande
-
rerseits konnten so aber im Jahresverlauf
immer höhere Renditen bei Zugängen
lukriert werden. Der Anlagehorizont lag
bei den Papieren im Liquiditätsdepot im
Bereich von fünf bis maximal 15 Jahren,
bei Treasury-Veranlagungen bei drei bis
maximal zehn Jahren. Nachhaltigkeit
stellte auch 2022 einen wesentlichen
Fokus im Wertpapiereigenbestand dar.
Der Bestand an Green und Social Bonds
konnte von 7,5 Prozent im Vorjahr auf
rund 10,4 Prozent gesteigert werden.
Refinanzierung
Resultierend aus den strategischen Kern-
positionierungen lag der Fokus für 2022
auf der Refinanzierung der Wachstums
-
strategie sowie der Weiterentwicklung
der nachhaltigen Produktlinie. Der Refi
-
nanzierungsbedarf wurde dabei wesent-
lich vom geplanten Wachstum des Kredit-
geschäfts bestimmt. Darüber hinaus
mussten Fälligkeiten verbriefter Verbind
-
lichkeiten von 336,4 Millionen Euro (2021:
272,0 Millionen Euro) ersetzt werden.
Auf Basis der Geschäftsplanung und
unter Berücksichtigung der Fälligkei
-
ten ergab sich für 2022 ein geplantes
Emissionsvolumen von 400,0 Millionen
Euro, wobei ein wesentlicher Teil davon
durch eine weitere Hypothekenpfand
-
brief-Subbenchmark-Emission abgedeckt
werden sollte.
Das 2022 neu in Kraft getretene Pfand
-
briefgesetz sowie die von der EZB ein-
geleitete Zinswende führten dazu, dass
die ursprünglich erst für Herbst 2022
vorgesehene Hypothekenpfandbrief-
Subbenchmark-Emission bereits in den
Mai vorgezogen wurde. Aufgrund einer
Vielzahl an Emissionen österreichischer
Emittenten in der ersten Jahreshälfte war
der Markt zu dieser Zeit bereits etwas
gesättigt. Dennoch konnte die Hypothe
-
kenpfandbrief-Emission über 250,0 Milli-
onen Euro mit einer Laufzeit von sieben
Jahren in diesem schwierigeren Umfeld
bei einem Spread von Mid-Swap +15
Basispunkte platziert werden.
Zudem wurden weitere Emissionen
mit einem Gesamtvolumen von 202,7
Millionen Euro mit überwiegend langen
Laufzeiten am Markt platziert. Die
durchschnittliche Laufzeit aller Emis
-
sionen inklusive der siebenjährigen
Subbenchmark-Transaktion lag bei circa
acht Jahren. Mit einem Volumen von
110,7 Millionen Euro konnte, unterstützt
durch den Anstieg der Renditen bei
Anleihen in der zweiten Jahreshälfte, ein
wesentlicher Teil der Refinanzierungs-
tätigkeit durch die eigene Vertriebsstärke
im Haus sichergestellt werden. Das
gesamte Emissionsvolumen lag 2022 mit
452,7 Millionen Euro (2021: 503,7 Millio
-
nen Euro) über dem Planwert von 400,0
Millionen Euro.
Die nachhaltige Produktschiene wurde
weiter ausgebaut. Nach der bereits 2021
österreichweit erstmalig eingeführten
hypo_blue Wohnbauanleihe wurden
auch 2022 weitere Emissionen der Hypo-
Wohnbaubank Aktiengesellschaft, bei der
die HYPO Oberösterreich als Treugeber
und Vertreiber fungiert, in Form von
nachhaltigen hypo_blue Wohnbauanlei
-
hen begeben. Ergänzend wurde, um das
nachhaltige Angebot abzurunden, neben
den eher lang laufenden Wohnbau-
anleihen eine hypo_blue Senior-Anleihe
mit einer mittleren Laufzeit von acht
Jahren aufgelegt. In Summe konnte damit
ein Emissionsvolumen von 44,5 Millionen
Euro über die nachhaltige hypo_blue
Produktpalette generiert werden.
Das Exposure der von der EZB zur
Ver fügung gestellten Langfristtender
(TLTROs) beläuft sich gegenüber dem
Vorjahr unverändert auf 600,0 Millionen
Euro, wobei davon 400,0 Millionen Euro
im Jahr 2023 fällig werden und weitere
200,0 Millionen Euro im Jahr 2024.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
haben sich auf 2.300,6 Millionen Euro
(2021: 1.945,2 Millionen Euro) erhöht,
wobei das Volumen stabiler Retail-Ein
-
lagen um 6,3 Prozent gesteigert werden
konnte. Durch den Zinsanstieg rückten
vor allem im vierten Quartal klassische
Sparprodukte wieder in den Fokus der
Anleger. Der Trend zum Umstieg von
täglich fälligen Konten auf Sparprodukte
mit Bindung wird weiter anhalten.
Die Bank verfügt insgesamt über eine
sehr komfortable Liquiditätsausstattung.
Zum Ultimo 2022 lag die LCR (Liquidity
Coverage Ratio) bei 165,8 Prozent (2021:
196,8 Prozent) und damit etwas unter
dem Vorjahreswert. Sämtliche regulatori
-
schen Liquiditätsanforderungen werden
jedoch weiterhin deutlich übererfüllt.
Sehr gute
Liquiditäts-
ausstattung.
LCR beträgt
Auch 2022 erfolgte
ein weiterer Ausbau
der nachhaltigen
hypo
_
blue
Produktschiene
165,8%

Konzernlagebericht Segment Financial Markets
Sonstige
Geschäfts entwicklung Segment

Segment Sonstige Konzernlagebericht
Tochterunternehmen
Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Kfz-
und Mobilienleasinggeschäft als Teilbe
-
trieb der OÖ HYPO Immobilien und Betei-
ligungen GmbH (vormals: OÖ Hypo Lea-
singgesellschaft m.b.H.) abgespalten und
auf die neu gegründete OÖ Hypo Lea
-
singgesellschaft m.b.H. (vormals: HYPO
Mobilien Leasing GmbH) übertragen.
Diese Gesellschaft betreibt das operative
Kfz- und Mobilienleasinggeschäft samt
der dazugehörigen Marktfolge, während
die OÖ HYPO Immobilien und Beteiligun
-
gen GmbH mit ihren Mitarbeiter*innen
den Immobilienbereich bearbeitet,
Immobilienbewertungen erstellt und
Beteiligungen vor allem im Leasing- und
Immobilienbereich hält und führt.
Das Jahr 2022 war für die Tochtergesell
-
schaften der HYPO Oberösterreich ein
überaus erfolgreiches Jahr. Zum Bilanz
-
stichtag am 30. September 2022 belie-
fen sich die Anschaffungskosten aller
Leasing- und Mietobjekte der eigenen
Tochtergesellschaften auf 312,0 Millionen
Euro (2021: 293,5 Millionen Euro).
OÖ HYPO Leasing gesellschaft m.b.H.
Das Neugeschäftsvolumen der OÖ HYPO
Leasinggsellschaft m.b.H. im Kfz- und
Mobilienbereich konnte im Jahr 2022 auf
67,3 Millionen Euro (2021: 63,4 Millionen
Euro) gesteigert werden. Davon entfallen
auf das Kfz-Leasingneugeschäft 34,9
Millionen Euro und auf das Mobilien-Lea
-
singneugeschäft 32,4 Millionen Euro. Der
Bestand des Leasingvolumens erhöhte
sich um 12,2 Prozent von 131,9 Millionen
Euro auf 148,1 Millionen Euro.
Die Entwicklung der Neuabschlüsse am
Beginn des Geschäftsjahres 2022/23
verläuft trotz der aktuellen gesamtwirt-
schaftlichen Lage weiterhin sehr erfreu
-
lich. Infolge der seit Mitte des Jahres
2022 anhaltenden dynamischen Infla
-
tions- und Zinsentwicklung ist die weitere
wirtschaftliche Entwicklung aktuell sehr
unklar. Die Planungen für das kommende
Geschäftsjahr gehen von einer gleich-
bleibenden Neuproduktion aus. Vorerst
ist bei unseren Kund*innen die Nachfrage
nach Leasingfinanzierungen seitens
Unternehmen und Privatkund*innen gut.
Wegen der weltweiten Lieferverzöge
-
rungen bei Rohstoffen und Halbleitern
kommt es bei der Zuzählung von vertrag
-
lich fixierten Finanzierungen weiterhin
zu teilweise erheblichen Verzögerungen.
Prognosen zufolge wird für dieses Thema
im Jahr 2023 eine Entspannung der Lie
-
ferengpässe erwartet.
Hypo Immobilien Anlagen GmbH
Die Hypo Immobilien Anlagen GmbH
vermietet Gewerbeimmobilien an renom
-
mierte Einzelhandelspartner*innen aus
der Textil-, Lebensmittel-, Schuh- und
Drogeriebranche. Aufgrund der Expertise
und den qualitativ guten Standorten weist
die Hypo Immobilien Anlagen GmbH seit
Jahren einen sehr hohen Vermietungs
-
grad auf.
Zum Bilanzstichtag waren in der Hypo
Immobilien Anlagen GmbH trotz des
Ukraine-Krieges und des ökonomischen
Umfeldes sämtliche Objekte vollvermie
-
tet. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist eine
Photovoltaik-Anlage auf einem Fach
-
marktzentrum in Bau und weitere sollen
folgen. Außerdem werden E-Tankstellen
auf den Parkplätzen der Fachmarkt-
zentren errichtet.
Bestand des
Leasingvolumens
Millionen Euro
148,1

Konzernlagebericht Segment Sonstige
Perspektive.
Keine Kurzsichtigkeit,
sondern Weitblick
mit Erfahrung.
Die HYPO Oberösterreich denkt heute
schon an übermorgen – mit einem
verantwortungsvollen Blick auf die
Herausforderungen der Gegenwart
und der Zukunft.
GB 2022 Imageseiten L4.indd 6GB 2022 Imageseiten L4.indd 6 27.03.2023 14:59:1927.03.2023 14:59:19

Ausblick Konzernlagebericht
Ausblick
wird sich gemäß Schätzung der EZB im
laufenden Jahr in der Eurozone bei 6,3
Prozent beziehungsweise gemäß IHS in
Österreich bei 6,7 Prozent einpendeln.
Die EZB wird daher auch heuer den
im Vorjahr eingeschlagenen Pfad der
Zinserhöhungen weiter fortsetzen. Es
bleibt allerdings abzuwarten, auf welches
Niveau sie den Leitzinssatz ansteigen
lassen wird. Viele Expert*innen gehen
davon aus, dass der Höhepunkt der
Zinsanhebungen mit einem Leitzinssatz
zwischen 4,0 und 4,5 Prozent im Sommer
2023 bereits erreicht sein könnte.
Trotz der weiterhin sehr ambivalenten
wirtschaftlichen Gesamtsituation sind
wir für unsere Geschäftsentwicklung im
Jahr 2023 optimistisch gestimmt. Die
Ergebnisse der ersten Monate unter
-
stützen uns in dieser Ansicht. Auf Basis
unserer HYPO Mehr-Wert-Strategie
wollen wir unseren dynamischen Wachs
-
tumspfad in unseren traditionellen
Kernbereichen – im Wohnbau, bei den
Ärzt*innen sowie Freiberufler*innen, bei
den Institutionellen Kund*innen sowie
den Privatkund*innen – weiter fortsetzen.
In unserem im Jahr 2020 neu definierten
Geschäftsfeld Kommerzkunden und
Immobilienprojekte sehen wir weiterhin
großes Potenzial. Wir sind überzeugt,
dass wir in diesem Geschäftsbereich
auch heuer die Wachstumsraten aus den
Vorjahren erreichen, wenn nicht sogar
übertreffen werden können.
Leicht verbessert zeigen sich aktuell
die Aussichten für die Konjunktur-
entwicklung. Gab es im Herbst noch
eher düstere Prognosen für die weltweite
Wirtschaftsentwicklung, so blicken die
Expert*innen nach den ersten Wochen
des Jahres 2023 doch deutlich optimisti
-
scher in die Zukunft.
So hat der Internationale Währungs
-
fonds (IWF) seine Prognose zur globalen
Weltwirtschaft im laufenden Jahr auf ein
Wachstum von 2,9 Prozent angehoben.
Auch Europa erweise sich, so der IWF,
trotz der Auswirkungen des russischen
Krieges in der Ukraine als deutlich wider
-
standsfähiger als erwartet. Der Wäh-
rungsfonds geht mittlerweile davon aus,
dass sowohl Deutschland als auch Italien
eine Rezession vermeiden können. Für
die Eurozone wird im heurigen Jahr nun
ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent
erwartet.
Auch die Aussichten für Österreichs
Wirtschaft haben sich verbessert. Das
Institut für Höhere Studien (IHS) hat die
Wachstums prognose für die heimische
Wirtschaft in seiner Winterprognose leicht
angehoben und rechnet für 2023 mit
einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) um 0,4 Prozent, das sind um 0,1 Pro
-
zentpunkte mehr als bisher angenommen.
Herausfordernd bleibt sowohl in der
Euro zone als auch in Österreich die
Inflationsentwicklung. Die Teuerungsrate
Im Nachhaltigkeitsbereich wollen wir
unsere österreichweite Vorreiterrolle
weiter wahrnehmen und ausbauen.
Durch unseren Beitritt zur Green Finance
Alliance (GFA) haben wir uns klar defi
-
nierte Meilensteine auf dem Weg zu
unserer CO
2
-Neutralität gesetzt. Gleich-
zeitig wollen wir noch mehr Kund*innen
von unserer nachhaltigen hypo_blue
Produktlinie begeistern.
Wir sind davon überzeugt, dass wir
unsere ambitionierten Ziele 2023 errei
-
chen werden. Aufgrund der bisherigen
Entwicklung und der aktuellen Prog
-
nosen erwarten wir für das laufende
Geschäftsjahr wieder ein gutes Ergebnis.
Linz, am 31. März 2023
Vorstand der HYPO Oberösterreich
Mag. Klaus Kumpfmüller
Mag. Thomas Wolfsgruber

Konzernlagebericht Ausblick
I. Konzernerfolgsrechnung 44
II. Konzernbilanz 45
III. Entwicklung des Konzerneigenkapitals 45
IV. Konzernkapitalflussrechnung 46
V. Anhang (Notes) zum Konzernabschluss 47
Grundlagen der Konzernrechnungslegung 47
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 47
(1) Grundsätze 47
(2) Angewandte IAS/IFRS- und SIC/IFRIC-Vorschriften 47
(3) Schätzungen, Ermessensentscheidungen und
Beurteilungen des Managements 48
(4) Konsolidierungskreis 48
(5) Konsolidierungsgrundsätze 48
(6) Finanzinstrumente 48
(7) Eingebettete Derivate 50
(8) Währungsumrechnung 50
(9) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten 50
(10) Risikovorsorgen 51
(11) Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) und
Wertpapierleihgeschäfte 53
(12) Handelsaktiva 53
nach International Financial Reporting
Standards (IFRS)
(13) Immaterielles Anlagevermögen 53
(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
und Sachanlagen 53
(15) Leasingverhältnisse 53
(16) Ertragsteuern 53
(17) Rückstellungen 54
(18) Treuhandgeschäfte 54
(19) Garantien – Eventualschulden 54
Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung 55
(20) Zinsüberschuss 55
(21) Risikovorsorgen 55
(22) Provisionsergebnis 56
(23) Handelsergebnis 56
(24) Finanzanlageergebnis 57
(25) Verwaltungsaufwand 57
(26) Sonstiges betriebliches Ergebnis 57
(27) Steuern vom Einkommen und Ertrag 57
Erläuterungen zur Konzernbilanz 58
(28) Barreserve 58
(29) Forderungen an Kreditinstitute 58
(30) Forderungen an Kunden 58
(31) Handelsaktiva 58
(32) Finanzanlagen und Anteile an At Equity-bewerteten
Unternehmen 58
(33) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien,
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 60
Konzern-
abschluss

Konzernabschluss
(56) Nachrangige Vermögenswerte 75
(57) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 75
(58) Personal 75
(59) Dividenden 75
(60) Wertpapiergliederung gemäß BWG 76
(61) Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches
Eigenmittelerfordernis 76
(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 76
Risikobericht 77
(63) Gesamtbankrisikomanagement 77
(64) Marktrisiko 77
(65) Derivate und Hedge Accounting 78
(66) Kreditrisiko 78
(67) Liquiditätsrisiko 83
(68) Operationelles Risiko 83
VI. Organe 84
VII. Anteilsbesitz 85
VIII. Erklärung der gesetzlichen Vertreter
zum Jahresfinanzbericht
(gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 BörseG) 86
IX. Bericht des Aufsichtsrates 87
X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers 88
(34) Sonstige Aktiva 60
(35) Risikovorsorgen 61
(36) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62
(37) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 63
(38) Verbriefte Verbindlichkeiten 63
(39) Handelspassiva 63
(40) Rückstellungen 64
(41) Sonstige Passiva 64
(42) Laufende und latente Steuerverbindlichkeiten 65
(43) Nachrangkapital 65
(44) Eigenkapital 65
(45) Sonstige Other Comprehensive Income
(OCI)-Rücklage 66
Zusätzliche IFRS-Informationen 67
(46) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter
derivativer Finanzprodukte 67
(47) Saldierung von Finanzinstrumenten 67
(48) Fair Values 68
(49) Leasingverhältnisse 72
(50) Angaben zu nahestehenden Personen und
Unter nehmen 73
(51) Eigentümer der Oberösterreichische Landesbank
Aktien gesellschaft 73
(52) Segmentberichterstattung 74
(53) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
75
(54) Als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
75
(55) Fremdwährungsvolumina 75

Konzernabschluss
I. Konzernerfolgsrechnung
in TEUR Notes 2022 2021
Ia. Zinserträge nach der Effektivzinsmethode 11 0 . 4 5 3 75. 578
Ib. Sonstige Zinserträge, zinsähnliche Erträge und laufende Erträge 16 .19 8 2 0 .1 8 0
II. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –49. 286 –34.464
A. Zinsüberschuss 20 7 7. 3 6 5 61. 2 9 4
III. Kreditrisikovorsorge 21 –4. 1 02 –3. 1 45
B. Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 73. 263 5 8 .14 9
IV. Ergebnis aus At Equity-bewerteten Unternehmen 32 5.895 6 .1 0 5
V. Provisionserträge 22 2 6 . 6 51 2 6 . 3 11
VI. Provisionsaufwendungen 22 –10 . 4 8 2 –9 . 3 18
VII.-VIII. Handelsergebnis 23 4.425 9.86 5
IX. Finanzanlageergebnis 24 –12 4 –16 6
X. Verwaltungsaufwendungen 25 –60.026 –5 7. 6 0 7
XIa. Sonstige betriebliche Erträge 26 8. 822 8. 288
XIb. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26 –6 . 74 8 –7. 6 41
XIc. Sonstige Steuern 26 –1. 5 8 8 –1. 4 8 0
C. Jahresüberschuss vor Steuern 40.089 32.505
XII. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27 –6.555 –5.020
D. Konzernjahresüberschuss 33.53 4 2 7. 4 8 6
Gesamtergebnisrechnung
in TEUR 2022 2021
Konzernjahresüberschuss 33.534 2 7. 4 8 6
Sonstiges Konzernjahresergebnis:
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
*)
2.69 0 1 .640
Bonitätsbedingte Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten 13 .1 6 5 –6 .73 7
Änderungen des Fair Values bei FVOCI-Eigenkapitalinstrumenten –15 . 2 18 8 .1 8 9
Latente Steuern auf Posten direkt im Konzernkapital verrechnet
**)
–10 7 –74
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden können:
Änderungen des Fair Values bei FVOCI-Schuldtiteln
***)
–3 1. 2 51 –6 .7 23
Latente Steuern auf Posten direkt im Konzernkapital verrechnet 7. 2 5 5 1. 4 8 3
Sonstiges Konzernjahresergebnis –2 3.466 –2. 222
Gesamtes Konzernjahresergebnis 10 . 0 6 8 25. 264
*)
hievon von At Equity-bewerteten Unternehmen 365 35
**)
hievon von At Equity-bewerteten Unternehmen –84 –9
***)
Dabei gab es keine (2021: keine) in die Erfolgsrechnung umgegliederten Beträge (Recycling).

I. Konzernerfolgsrechnung Konzernabschluss
II. Konzernbilanz
Aktiva in TEUR Notes 31.12.2022 31.12.2021
1. Barreserve 28, 35 669. 1 89 7 72 . 016
2. Forderungen an Kreditinstitute 29, 35 18 5 .17 2 1 66.926
3. Forderungen an Kunden 30, 35 5.8 82.085 5. 598.64 4
4. Handelsaktiva 31 328. 548 74 0 . 5 2 4
5. Finanzanlagen 32, 35 719 . 0 12 725. 04 9
6. Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen 32 71. 8 7 7 6 6 . 0 51
7. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 33 7 0 . 2 41 72 .39 4
8. Immaterielle Vermögensgegenstände 33 916 984
9. Sachanlagen 33 1 1 .669 10 .7 7 0
10. Sonstige Aktiva 34 3 0 . 11 2 5 .13 0
SUMME DER AKTIVA 7.968.822 8. 1 58.488
Passiva in TEUR Notes 31.12.2022 31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36 9 3 0 . 918 1.235.602
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 37 2.300.585 1 .945.2 45
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 38 3 .944.946 4. 242.8 43
4. Handelspassiva 39 1 35.6 70 8 0 .7 14
5. Rückstellungen 40 2 2. 252 36 .670
6. Sonstige Passiva 41 6 4 . 17 0 4 5 .19 4
7.1. Laufende Steuerverbindlichkeiten 42 2.435 2.957
7.2. Latente Steuerverbindlichkeiten 42 8.70 6 1 4.902
8. Nachrangkapital 43 64.34 5 62. 3 61
9. Eigenkapital 44 4 9 4.7 93 492. 001
SUMME DER PASSIVA 7.968.822 8. 1 58.488
III. Entwicklung des Konzerneigenkapitals
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
OCI-Rücklage Summe
Eigenkapital
IAS 19-
Rücklage
Sonstige OCI-
Rücklage
**)
Stand 1.1.2022 14 . 5 6 4 3 0 .73 9 4 51. 8 71 –3.486 –1. 6 8 8 4 92 .0 01
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien –4 –113 –11 7
Gewinnausschüttung –7. 15 9 –7.15 9
Konzernjahresüberschuss 33.534 33.53 4
Sonstiges Konzernjahresergebnis 1. 9 8 6 –25 .452 –23 .466
Gesamtes Konzernjahresergebnis 33.534 1. 9 8 6 –25.4 52 10. 0 6 8
Stand 31.12.2022 14 . 5 6 1 3 0.7 3 9 4 7 8 .1 3 3 –1. 5 0 0 –2 7.14 0 4 9 4 .79 3
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
OCI-Rücklage Summe
Eigenkapital
IAS 19-
Rücklage
Sonstige OCI-
Rücklage
**)
Stand 1.1.2021 14 . 5 6 4 3 0 .73 9 4 2 7. 3 2 5 –4 .7 16 1.76 4 469 .675
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien 0
*)
16 16
Gewinnausschüttung –2.955 –2.955
Konzernjahresüberschuss 2 7. 4 8 6 2 7. 4 8 6
Sonstiges Konzernjahresergebnis 1. 2 3 0 –3.45 2 –2 . 221
Gesamtes Konzernjahresergebnis 2 7. 4 8 6 1. 2 3 0 –3.4 52 25. 26 4
Stand 31.12.2021 14 . 5 6 4 3 0.7 3 9 4 51. 8 71 –3. 486 –1. 6 8 8 4 92 . 001
*)
Wert < TEUR 1
**)
Für weitere Informationen zur Sonstigen OCI-Rücklage siehe Note (45).

Konzernabschluss II. Konzernbilanz, III. Entwicklung des Konzerneigenkapitals
IV. Konzernkapitalflussrechnung
in TEUR 2022 2021
Konzernjahresüberschuss 33.53 4 2 7. 4 8 6
Im Konzernjahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten:
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen, Finanzimmobilien und Finanzanlagen 5 .12 4 5.834
Erträge aus At Equity-bewerteten Unternehmen –5.8 95 –6 .10 5
Dotierungen/Auflösungen von Rückstellungen und Risikovorsorgen –8 .70 3 1.559
Bewertungsergebnis FVPL –4 5 .79 3 –15 .7 6 0
Gebuchte Dividenden –7. 4 2 0 –6. 232
Gebuchter Zinsertrag –1 26.961 –8 9. 876
Veränderung abgegrenzte Zinsen Aktiva –12 9 –432
Gebuchter Zinsaufwand 5 7. 0 16 3 4 . 814
Gebuchter Ertragsteueraufwand 6.555 5.020
Sonstige Veränderungen –5 .076 5 . 331
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um zahlungsunwirksame
Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden –345 . 1 1 9 –1 36.90 1
Handelsaktiva 1 00.906 –2 .973
Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen –8 .698
Finanzimmobilien, Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Sonstige Aktiva –24. 8 9 0 –894
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 70 . 24 4 258 .32 2
Verbriefte Verbindlichkeiten 111 . 9 8 9 2 15 . 2 3 7
Rückstellungen, Sonstige Passiva, Steuerverbindlichkeiten, Handelspassiva 25. 93 4 2.4 66
Erhaltene Dividenden 7. 7 7 0 9.0 52
Erhaltene Zinsen 16 5 . 2 7 9 90 .894
Gezahlte Zinsen –62.589 –38 . 207
Ertragssteuerzahlungen –5 . 519 –5. 1 77
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit –5 3 .74 3 34 4.760
Einzahlungen aus der Veräußerung von
Finanzanlagen 2 20 . 470 16 3 . 6 7 7
Sachanlagen, Finanzimmobilien und Immateriellen Vermögensgegenständen 36 49
Auszahlungen für den Erwerb von
Finanzanlagen –2 6 1. 9 74 –1 84.029
Sachanlagen, Finanzimmobilien und Immateriellen Vermögensgegenständen –3. 520 –2.998
Cashflow aus Investitionstätigkeit –44 .988 –23.30 1
Dividendenzahlungen –7. 15 9 –2.955
Nachrangkapital
*)
4.085 3 . 0 47
Auszahlungen für die Tilgungsanteile der Leasingverbindlichkeiten
**)
–1. 0 2 2 –1. 0 6 3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –4.096 –9 71
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 7 7 2 . 0 16 451. 52 8
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit –5 3 .74 3 3 4 4.7 60
Cashflow aus Investitionstätigkeit –4 4.988 –23 .3 01
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –4. 096 –971
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 669. 1 89 7 7 2 . 0 16
*)
Überleitungsrechnung siehe Note (43)
**)
Überleitungsrechnung siehe Note (49)

IV. Konzernkapitalflussrechnung Konzernabschluss
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und ihre Tochter-
gesellschaften bieten ihren Kunden ein umfassendes Leistungsangebot im
Finanzbereich an. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen Geschäfte mit Ärzten
und freien Berufen, öffentlichen Institutionen (Bund, Land, Gemeinden, Sozial
-
versicherungen, anerkannte Religionsgemeinschaften), gemeinnützigen und
gewerblichen Bauträgern, Vertragsversicherungsunternehmen, Firmenkunden
sowie geförderte Eigenheimfinanzierungen. Ergänzend werden diverse Dienst
-
leistungen im Bereich Leasing, Versicherungen und Immobilien angeboten.
Kernmarkt des Bankkonzerns ist das Bundesland Oberösterreich. Im Osten
Österreichs ist die Bank durch einen Standort in Wien vertreten.
Die Bank ist eine Aktiengesellschaft, hat ihren Sitz in Linz, Österreich, und ist
im Firmenbuch Linz, Österreich (FN 157656y) eingetragen. Die Anschrift der
Bank lautet auf Landstraße 38, 4010 Linz.
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
Der Bankkonzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
gehört zum Konsolidierungskreis der OÖ Landesholding GmbH mit Sitz in Linz.
Dieser Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2022 nach International
Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt
und erfüllt auch die Voraussetzungen gemäß § 59a BWG (Bankwesengesetz)
in Verbindung mit § 245a UGB. Er wurde vom Vorstand am 31. März 2023 zur
Veröffentlichung genehmigt.
Neben der Konzernbilanz sowie der Konzerngesamtergebnisrechnung bein
-
haltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Entwicklung des
Eigenkapitals, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segment
-
berichterstattung wird innerhalb des Anhanges unter Punkt (52) dargestellt.
Der Bericht über die Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht gemäß
IFRS 7) ist in den Notes unter den Punkten (63) bis (68) dargestellt.
Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Tausend
Euro (TEUR) dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Run
-
dungsdifferenzen enthalten.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(1) Grundsätze
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfort-
führung (Going Concern). Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig
abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich
zuzurechnen sind .
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der
Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind
im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden einheitlich
und stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts
anderes angegeben ist.
Die Rechnungslegung im Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungs
-
methoden.
V. Anhang (Notes) zum Konzernabschluss
(2) Angewandte IAS/IFRS- und SIC/IFRIC-Vorschriften
Der vorliegende Konzernabschluss wurde im Einklang mit den am 31. De-
zember 2022 gültigen IAS/IFRS-Vorschriften, wie sie in der EU anwendbar
sind, aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurden grundsätzlich
alle gültigen IAS- bzw. IFRS-Standards sowie Interpretationen des SIC bzw.
IFRIC angewendet. Standards und Interpretationen, die erst ab dem 1. Jänner
2023 oder später anzuwenden sind, wurden nicht frühzeitig berücksichtigt.
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr erstmalig angewendeten Standards
sowie neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die zum Bilanz
-
stichtag bereits veröffentlicht waren, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind
und im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewendet wurden, dargestellt:
Standard/
Interpretation
Bezeichnung Anzuwenden
für Geschäfts-
jahre ab
Von EU
bereits über-
nommen
Änderungen
zu IFRS 3,
IAS 16, IAS 37
und jährliche
Anpassungen
2018-2020
Business Combinations,
Property, Plant and
Equipment, Provisions,
Contingent Liabilities,
Contingent Assets,
Annual Improvements
2018-2020
1.1.2022 ja
IFRS 17
(einschließlich
Änderungen
zu IFRS 17)
Insurance Contracts;
including Amendments to
IFRS 17
1.1.2023 ja
Änderungen
zu IAS 8
Definition of Accounting
Estimates
1.1.2023 ja
Änderungen
zu IAS 1
Disclosure of Accounting
policies
1.1.2023 ja
Änderungen
zu IAS 1
Classification of Liabilities
as Current or Non-current
and Classification of
Liabilities as Current or
Non-current – Deferral of
Effective Date
1.1.2023 nein
Änderungen
zu IAS 12
Deferred Tax related to
Assets and Liabilities
arising from a Single
Transaction
1.1.2023 ja
Änderungen
zu IFRS 17
Initial Application of
IFRS 17 and IFRS 9 –
Comparative Information
1.1.2023 ja
Änderungen
zu IFRS 16
Lease Liability in a Sale
and Leaseback
1.1.2024 nein
Durch Anwendung der genannten Standards und Interpretationen ergeben
sich keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
(3) Schätzungen, Ermessensentscheidungen und
Beurteilungen des Managements
Zur ordnungsgemäßen vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses
müssen vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und
Annahmen getroffen werden, die die Angaben im Anhang und den Ausweis
von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflus
-
sen. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Fair Values
von Vermögenswerten inklusive At Equity-Bewertung und Verbindlichkeiten
(sofern diese nicht direkt von Börsekursen abgeleitet werden können), die
Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung
der wirtschaftlichen Nutzungsdauer für Sachanlagen und Finanzimmobilien,
die Klassifizierung von Leasingverträgen, die Berechnung von Sensitivitäten
sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen.
Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen
verfügbaren Kenntnisstand beruhen (Details siehe unter Punkt (48), Punkt
(40), Punkt (21)). Hinsichtlich der zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung
wurden die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegen
-
den Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung
des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch
von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereiches des
Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können
die einzustellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten
abweichen.
Bilanzierungswahlrechte werden unter anderem im Zusammenhang mit
kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverträgen über geringwertige
Vermögenswerte gemäß IFRS 16 (siehe dazu Punkt (15)), betreffend der Bilan
-
zierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9 (siehe dazu Punkt (6b)), bei
der Anwendung der Fair Value-Option bei finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten sowie bei der erfolgsneutralen Bewertung von Eigenkapital
-
instrumenten gemäß IFRS 9 (siehe dazu Punkt (6a)) in Anspruch genommen.
(4) Konsolidierungskreis
Um festzustellen, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, werden folgende
Faktoren gemäß IFRS 10 überprüft:
• Zweck und Gestaltung des Unternehmens
• relevante Tätigkeiten und wie diese bestimmt werden
• ob der Konzern durch seine Rechte die Fähigkeiten hat, die relevanten
Tätigkeiten zu bestimmen
• ob der Konzern die Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable
Rückflüsse hat und
• ob der Konzern die Fähigkeiten hat, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen,
dass dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflusst wird.
Sind Stimmrechte maßgeblich, beherrscht der Konzern ein Unternehmen,
wenn er direkt oder indirekt mehr als die Hälfte der Stimmrechte an dem
Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen, dass ein anderer
Investor über die praktische Fähigkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten
einseitig zu bestimmen. Einer oder mehrere der folgenden Faktoren deuten
auf solche Anzeichen hin:
• Ein anderer Investor besitzt aufgrund einer Vereinbarung mit dem Konzern
die Beherrschungsmöglichkeit über mehr als die Hälfte der Stimmrechte.
• Ein anderer Investor besitzt aufgrund gesetzlicher Regelungen oder einer
Vereinbarung die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanzpolitik und der
geschäftlichen Tätigkeiten der Beteiligung.
• Ein anderer Investor beherrscht die Beteiligung aufgrund seiner Möglichkeit
zur Bestellung und Abberufung der Mehrheit der Vorstandsmitglieder oder
eines gleichwertigen Lenkungsorgans.
• Ein anderer Investor beherrscht das Unternehmen aufgrund seiner Möglich
-
keit, über die Mehrheit der abzugebenden Stimmrechte bei einer Sitzung
der Vorstandsmitglieder oder eines gleichwertigen Lenkungsorgans zu
verfügen.
Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte
berücksichtigt. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, an
dem der Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Angemessenheit
der getroffenen Konsolidierungsentscheidungen wird regelmäßig überprüft.
Für die Überprüfung der Wesentlichkeit der einzelnen Tochterunternehmen
und assoziierten Unternehmen wurde die Vermögens- und Ertragslage ins
Verhältnis mit den Konzernwerten gestellt.
Im Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen 4 Tochterunter
-
nehmen (2021: 3), an denen die Oberösterreichische Landesbank Aktienge-
sellschaft direkt oder indirekt 100 % (2021: 100 %) der Stimmrechte hält, ein-
bezogen. Von diesen Unternehmen haben 4 ihren Sitz im Inland (2021: 3) und
keine ihren Sitz im Ausland (2021: 0). Mit Spaltungs- und Übernahmsvertrag
vom 19. Mai 2022 wurde der „Leasingbetrieb“ als Teilbetrieb der OÖ HYPO
I mmobilien und Beteiligungen GmbH (vormals: OÖ Hypo Leasinggesellschaft
m.b.H.) abgespalten und auf die neu gegründete OÖ Hypo Leasinggesellschaft
m.b.H. (vormals: HYPO Mobilien Leasing GmbH) übertragen. In der Folge
erhöhte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen von 3
auf 4. Da es sich bei dieser Umgründung um einen konzerninternen Vorgang
handelt, führt dies zu keinen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage sowie den Cashflow des Konzerns .
2 (2021: 2) wesentliche inländische assoziierte Unternehmen werden nach
der At Equity-Methode bewertet. Für weitere Informationen zu den At Equity-
bewerteten Unternehmen siehe Punkt (32).
9 Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen (2021: 10) mit unter
-
geordneter Bedeutung für die Gesamtaussage der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert.
Der Bilanzstichtag bei den vollkonsolidierten Tochterunternehmen und bei den
At Equity-bewerteten Unternehmen ist der 30.9. Um eine zeitnahe Jahresab
-
schlusserstellung zu gewährleisten, wurden abweichende Stichtage gewählt.
Die Abschlüsse werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle
oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der Unternehmen am 30.9.
und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.
Eine vollständige Aufzählung der Tochterunternehmen sowie der assoziier
-
ten Unternehmen befindet sich in den Notes unter Punkt VII (Anteilsbesitz).
Sämtliche assoziierte Unternehmen und Tochterunternehmen sind nicht
börsenotiert.
Es wurden im Geschäftsjahr keine Unternehmenszusammenschlüsse gemäß
IFRS 3 vorgenommen.
(5) Konsolidierungsgrundsätze
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die von der Oberösterreichische
Landesbank Aktiengesellschaft beherrscht werden, sind in den Konzernab
-
schluss einbezogen und werden vollkonsolidiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Un
-
terschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die nach UGB-Grundsätzen
mit den Rücklagen verrechnet wurden, wurden im Sinne des IFRS 1.15 in die
IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden konzerninterne Aufwendungen und
Erträge bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten eliminiert. Im Konzern an
-
gefallene Zwischenergebnisse werden herausgerechnet – soweit sie nicht
von untergeordneter Bedeutung sind. Auf temporäre Unterschiede aus der
Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen
vorgenommen .
Assoziierte Unternehmen werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode
bewertet. Die Beurteilung der Werthaltigkeit erfolgt anlassbezogen. Liegen
für derartige Beteiligungen keine beobachtbaren Marktpreise vor, wird für
die Ermittlung des Marktwertes auf bankinterne Unternehmensbewertungen
zurückgegriffen. Im Falle einer Unterdeckung wird ein Impairment in dieser
Höhe vorgenommen.
Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht
konsolidiert wurden, und Beteiligungen sind zum Marktwert (Fair Value) in
den Finanzanlagen ausgewiesen.
(6) Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unterneh-
men zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen
zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Forderungen, Einlagen und begebene Schuldverschreibungen werden zum
Entstehungszeitpunkt klassifiziert und bilanziert. Alle anderen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag in
der Bilanz erfasst.
Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die
Regelungen des IFRS 9 in unserem Konzern umgesetzt wurden:
a) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten und ihre Bewertung
IFRS 9 behält das gemischte Bewertungsmodell und führt drei grundsätzliche
Bewertungskategorien: fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost,
„AC“), erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Other
Comprehensive Income, „FVOCI“) und erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value through Profit & Loss, „FVPL“). Die Klassifikation basiert
auf dem festgelegten Geschäftsmodell und der Gestaltung der vertraglichen
Geldflüsse des Finanzinstruments. Im Folgenden werden die einzelnen Be
-
wertungskategorien näher erläutert:
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögens-
werte (Amortised Cost – AC)
Schuldinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet,
wenn sie in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Zielsetzung die
Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows ist (Geschäftsmodell „Halten“),
und ihre vertraglichen Zahlungsflüsse zu festgelegten Zeitpunkten zu Cash
-
flows führen, bei denen es sich ausschließlich um Zins- und Tilgungszahlungen
(Solely Payments of Principal and Interest, „SPPI“) auf den ausstehenden
Kapitalbetrag handelt.
Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rück
-
zahlungsbetrag werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über
die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte
stellen in der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft die größte
Bewertungskategorie dar.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte (Fair Value through Profit & Loss – FVPL)
Schuldinstrumente, deren vertragliche Cashflows nicht dem SPPI-Kriterium
entsprechen, werden automatisch zum FVPL bewertet. Bei der Oberöster
-
reichische Landesbank Aktiengesellschaft betrifft dies vor allem finanzielle
Vermögenswerte, die mit inkongruenten Zinskomponenten ausgestattet sind
(siehe Beschreibung im Abschnitt „SPPI-Beurteilung“).
Finanzinstrumente, die im Geschäftsmodell „Verkaufen“ gehalten werden,
werden ebenfalls erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Meist wird für diese
finanziellen Vermögenswerte erwartet, dass sie vor ihrer Fälligkeit verkauft
werden oder die Entwicklung des Portfolios, in dem sie enthalten sind, wird
auf Grundlage des Fair Values beurteilt. Dies sind vor allem solche finanziellen
Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Hierzu zählen
Finanzinstrumente (insbesondere verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Invest
-
mentzertifikate) und derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert .
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft macht von dem
Wahlrecht Gebrauch, gewisse Schuldinstrumente bei der erstmaligen Er
-
fassung in die FVPL-Kategorie zu widmen (Fair Value-Option). Diese werden
aufgrund einer Sicherungsbeziehung zu einem derivativen Finanzinstrument
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, da es ansonsten zu Inkongruenzen
bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft
kommen würde (accounting mismatch) .
In der Bilanz werden gehaltene finanzielle Vermögenswerte, die zum Fair Value
bewertet werden, als „Handelsaktiva“ ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus
der Bewertung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam
erfasst und im Handelsergebnis ausgewiesen. Die Zinserträge und Zinsauf
-
wendungen werden im Zinsüberschuss dargestellt.
Als erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
(Fair Value through OCI – FVOCI)
Fremdkapitalinstrumente werden erfolgsneutral zum Fair Value (FVOCI)
bilanziert, wenn ihre vertraglichen Cash-flows SPPI-konform sind und sie
innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzungen
sowohl die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows als auch die Veräußerung
von Vermögenswerten sind (Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“). Unter
-
schiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungs-
betrag werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Die Differenz zwischen dem Fair Value, zu dem die Vermögenswerte in der
Bilanz ausgewiesen werden, und den fortgeführten Anschaffungskosten wird
im Eigenkapital im Posten „OCI-Rücklage“ als kumuliertes sonstiges Ergebnis
(Other Comprehensive Income, „OCI“) ausgewiesen. Die Veränderungen der
Berichtsperiode werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergeb
-
nis ausgewiesen. Bei einer Veräußerung des finanziellen Vermögenswertes
wird das in der OCI-Rücklage bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis
aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für alle Investitionen in Eigenkapitalinstrumente macht die Oberösterreichi
-
sche Landesbank Aktiengesellschaft in Übereinstimmung mit IFRS 9 von dem
Wahlrecht Gebrauch, diese bei der erstmaligen Anwendung zum FVOCI zu
bewerten. Die Eigenkapitalinstrumente stellen Investitionen dar, die der Kon
-
zern aus strategischen Gründen langfristig halten will. Dieser im OCI erfasste
Betrag wird nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Lediglich
Dividendenansprüche sind in der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlich
-
keiten (Amortised Cost – AC)
Zu dieser Kategorie zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu
fortgeführten Anschaffungskosten. Unterschiedsbeträge zwischen den An
-
schaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit
verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. In den Bilanzpositionen
„Verbriefte Verbindlichkeiten“ und „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“
sind jedoch auch finanzielle Verpflichtungen enthalten, die zum Fair Value
bewertet wurden.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten (Fair Value through Profit & Loss – FVPL)
Die Erfassung der Veränderung des eigenen Kreditrisikos für die jeweilige
Berichtsperiode, der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlich
-
keiten, muss jedoch im Sonstigen Ergebnis erfolgen. Bei der Berechnung
des kumulierten OCI-Effektes wird die Differenz zwischen dem Barwert der
Verbindlichkeit unter Anwendung des ursprünglichen Kreditrisikos zu Lauf
-
zeitbeginn und dem aktuellen Fair Value der Verbindlichkeit berechnet.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wendet die Mög
-
lichkeit an, gewisse finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz
in die FVPL-Kategorie zu designieren (Fair Value-Option), wenn eine solche
Klassifizierung bilanzielle Inkongruenzen (accounting mismatch) beseitigt
oder signifikant verringert, die zwischen ansonsten zu Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten und erfolgswirksam zum beizule
-
genden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten, die mit diesen
Verbindlichkeiten in Beziehung stehen, entstehen würden. Finanzielle Verbind
-
lichkeiten in der Fair Value-Option werden in der Bilanz in ihrer ursprünglichen
Bilanzposition ausgewiesen.
Außerdem werden derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert zum
beizulegenden Zeitwert bewertet, welche somit ebenfalls als FVPL kategori
-
siert sind. Diese werden in der Bilanz unter „Handelspassiva“ ausgewiesen
und die Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam im
Handelsergebnis erfasst .
b) Hedge Accounting (HDFV)
Aus fix verzinsten verbrieften Verbindlichkeiten entstehen in der Oberöster-
reichische Landesbank Aktiengesellschaft Fair Value-Risiken. Risikomanage-
mentziel und -strategie ist es, dieses Fair Value-Risiko zu begrenzen. Dazu
werden gemäß den Risikomanagementvorgaben Zinsswaps mit externen Ban
-
ken abgeschlossen. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
designiert Sicherungsbeziehungen zwischen fix verzinsten Verbindlichkeiten
als Grundgeschäfte und derivativen Finanzinstrumenten als Sicherungsin
-
strumente. Die derivativen Finanzinstrumente dienen zur Absicherung von
Zins- und Währungsrisiken. Das abzusichernde Risiko ist das durch die fix
verzinsten verbrieften Verbindlichkeiten induzierte Fair Value-Risiko. Der Credit
Spread ist nicht Teil der Sicherungsbeziehung. Aktuell werden nur sogenannte
Micro-Hedges, welche 1:1 gegenläufig sind, dem Hedge Accounting zuge
-
ordnet. Es werden Receiver-Zinsswaps und Receiver-Zinswährungsswaps als
Sicherungsinstrumente für fix verzinste Verbindlichkeiten eingesetzt.
Zu Beginn der Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Siche
-
rungsgeschäft wird diese formal festgelegt und dokumentiert. Es wird be-
absichtigt, die Sicherungsbeziehung mit den Grundgeschäften ab dem Ab-
schlusszeitpunkt des Derivats zu bilden und diese Absicht bis zum Auslaufen
des Derivats durchzuhalten. Die Messung der Effektivität erfolgt prospektiv
und somit lediglich nach dem Critical Terms Match, da die wesentlichen Pa
-
rameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, welches einer
Hedge Ratio von 1 entspricht. Somit kann von einer sehr hohen Wirksamkeit
der Sicherungsbeziehung ausgegangen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft betreibt ausschließ
-
lich Fair Value-Hedging, welches gemäß IFRS 9 bilanziert wird. Die Fair
Value-Änderung von derivativen Finanzinstrumenten wird in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Handelsergebnis dargestellt. Die Fair Value-Änderung des
Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet wird, wird eben
-
falls im Handelsergebnis erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden in
den Bilanzpositionen „Handelsaktiva“ und „Handelspassiva“ ausgewiesen. Die
Grundgeschäfte sind in den Bilanzpositionen „Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden“ und „Verbriefte Verbindlichkeiten“ enthalten .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Die Segmente „Retail und Wohnbau“ sowie „Großkunden“ bilden im Wesent-
lichen das Kreditgeschäft der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell-
schaft ab und verfolgen als Portfolien das Geschäftsmodell „Halten“. Ziel ist,
die vertraglichen Zahlungsströme bis zum Ende der Laufzeit zu vereinnahmen
(Solely Payments of Principal and Interest, „SPPI“).
Im Segment „Financial Markets“, unter das im Wesentlichen die Wertpa
-
piereigenbestände sowie Geldmarktgeschäfte subsummiert sind, werden
die Portfolien und Geschäftsmodelle gemäß Verwendung und Ziel definiert.
2022 wurden die Portfolien „Treasury Veranlagung“ sowie „Liquidität Grund
-
stock“ (mit dem Geschäftsmodell „Halten“) zur Optimierung der Steuerung
zusammengelegt. Ziel ist, die vertraglichen Zahlungsströme bis zum Ende
der Laufzeit zu vereinnahmen. Das Portfolio „Liquidität Ausgleich“ dient zur
Aussteuerung der Liquidität und verfolgt als Geschäftsmodell „Halten und
Verkaufen“. Es kam bei keinem Finanzinstrument zu einer Änderung des
Geschäftsmodelles.
Ziel des Portfolios „Kleines Handelsbuch“ ist die Erwirtschaftung von Erträgen
durch Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten und verfolgt naturgemäß das
Geschäftsmodell „Verkaufen“. Dieses Portfolio wird nur in sehr eingeschränk
-
tem Ausmaß genutzt und wird erfolgswirksam zum FVPL bewertet. Es besteht
zum 31. Dezember 2022 ein Volumen in Höhe von TEUR 0 (2021: TEUR 0).
Sowohl in den Kredit- als auch Wertpapierbeständen, welche die Kriterien für
eine AC- oder FVOCI-Bewertung erfüllen, wird im Fall ergänzender Derivate zur
Vermeidung von Bewertungsinkonsistenzen die sogenannte Fair Value-Option
gezogen. Dies führt zu einer erfolgswirksamen FVPL-Bewertung. Verkäufe
als Folge einer Erhöhung des Ausfallrisikos, nahe des Fälligkeitstermins des
Finanzinstruments sowie seltene Verkäufe aufgrund nicht wiederkehrender
Ereignisse wie regulatorischer, steuerlicher Änderungen oder Aufgabe eines
Teilportfolios, sogenannte unschädliche Verkäufe, werden nicht im Wider
-
spruch mit dem Geschäftsmodell „Halten“ gesehen.
Überblick der Portfolien und Geschäftsmodelle der Oberösterreichische
Landesbank Aktiengesellschaft
Segment Portfolio Geschäftsmodell
Großkunden Großkunden Halten
Retail und Wohnbau Retail und Wohnbau Halten
Financial Markets Treasury Veranlagung Halten
Liquidität Ausgleich Halten und Verkaufen
Kleines Handelsbuch Verkaufen
(7) Eingebettete Derivate
Unter eingebetteten Derivaten sind Derivate zu verstehen, die Bestandteil
eines originären Finanzinstrumentes und mit diesem verbunden sind. Die
Trennung der originären Finanzinstrumente ist nur auf der Passivseite mög
-
lich. Sie werden vom originären Finanzinstrument getrennt und separat wie
ein freistehendes Derivat zum Marktwert (Fair Value) bilanziert und bewertet,
wenn die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit
denen des Trägerkontraktes verbunden sind. Bewertungsänderungen werden
erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bilanzierung
und Bewertung des Trägerkontraktes folgt hingegen den Vorschriften der ein
-
schlägigen Kategorie des Finanzinstrumentes. Eine weitere Möglichkeit ist die
Bilanzierung des gesamten Vertrages zum Fair Value. Sind die Charakteristika
und Risiken des eingebetteten Derivates jedoch eng mit denen des Träger
-
kontraktes verbunden, wird das eingebettete Derivat nicht abgetrennt und das
hybride Finanzinstrument nach den allgemeinen Vorschriften bewertet. In der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft sind die eingebetteten
Derivate in der Regel immer eng mit dem Trägerkontrakt verbunden.
(8) Währungsumrechnung
Nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden
gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtag mit marktgerechten Kassakursen in Euro
umgerechnet.
(9) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten
Eine Aufrechnung erfolgt gemäß IAS 32.42 nur insoweit, als ein durchsetzbares
Recht darauf besteht und die Aufrechnung dem tatsächlich erwarteten Ablauf
des Geschäftes entspricht.
c) Ausbuchung von Finanzinstrumenten und Behandlung
vertraglicher Modifikation
Im Rahmen des laufenden Kreditgeschäfts kann es zu Neuverhandlungen
oder Änderungen vertraglicher Bedingungen kommen, die sich auf die ver
-
traglichen Zahlungen auswirken. Bei jeder Vertragsänderung wird anhand
eines vordefinierten Kriterienkataloges geprüft, ob und um welche Art von
Modifikation es sich handelt.
Vertragsanpassungen, die zu einer substanziellen Änderung der Ver
-
tragsbedingungen führen:
Die quantitative Beurteilung, ob eine Vertragsänderung substanziell ist oder
nicht, erfolgt auf Basis eines Barwerttestes, indem die Barwerte der ursprüng
-
lich vereinbarten Zahlungsströme mit den neu vereinbarten verglichen werden.
Die Berechnung des Barwerts erfolgt dabei auf Basis des ursprünglich verein
-
barten Effektivzinssatzes. Eine substanzielle Modifikation liegt im Konzern der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ab einer Barwertdifferenz
von mehr als 10 % vor.
Zusätzlich führen folgende qualitative Änderungen der Vertragsbedingungen
zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes und zur
Einbuchung des neuen Vermögenswertes zum Fair Value:
• Änderung vertraglicher SPPI-Kriterien, die zu einer geänderten Bewertung
führen
• Finanzierung wird nachrangig gestellt
• Kreditnehmerwechsel bzw. Entlassung
Der Fair Value entspricht dabei dem offenen Saldo, da die vertraglichen An
-
passungen immer zu marktkonformen Konditionen erfolgen. Die Ausbuchung
noch nicht amortisierter Transaktionskosten führt zu einem Abgangsergebnis,
welches im Finanzanlageergebnis ausgewiesen wird.
Wird ein Vermögenswert aufgrund von Vertragsanpassungen aus- und ein
-
gebucht, erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Neuklassifizierung sowie eine
Neubestimmung der Kreditqualität und somit eine Zuordnung in der Stage 1.
Ist der Vermögenswert zum Zeitpunkt der Ausbuchung jedoch ausgefallen, ist
dieser als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired, „POCI“) einzustufen.
Ist der Vermögenswert allerdings als zur Gänze voll werthaltig anzusehen, so
wird dieser lediglich der Stage 3 zugeordnet.
Vertragsanpassungen, die nicht zu einer substanziellen Änderung der
Vertragsbedingungen führen:
Bei nicht substanziellen Modifikationen erfolgen eine Anpassung des Brutto
-
buchwertes und die erfolgswirksame Erfassung eines Modifikationsgewinnes
oder -verlustes im Finanzanlageergebnis. Der neue Buchwert entspricht dabei
dem Barwert der neu verhandelten oder geänderten Cashflows, abgezinst zum
ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Die Höhe
der Buchwertanpassung bzw. des Modifikationsergebnisses ergibt sich aus
der Gegenüberstellung des aktuellen Buchwertes mit dem neu berechneten.
Angefallene Kosten oder Gebühren führen zu einer Anpassung des Buchwer
-
tes des geänderten finanziellen Vermögenswertes und werden, wie auch das
Modifikationsergebnis, über die Restlaufzeit amortisiert.
d) SPPI-Beurteilung
Es wurden nicht-SPPI-schädliche Standardprodukte und Standardverträge
bzw. Klauseln definiert. Für Individualverträge bzw. Vereinbarung einer SPPI-
schädlichen Zinsvereinbarung ist eine gesonderte Prüfung und eine andere
Bewilligungszuständigkeit vorgesehen.
Ein Großteil der Verträge im geförderten Wohnbau enthält vom Landesgesetz
-
geber Oberösterreich vorgegebene Zinssatzvereinbarungen, die allesamt in
der AC-Kategorie fortgeführt werden. Kredite und Darlehen mit modifizierten
Zahlungsbedingungen wurden einem qualitativen und quantitativen Bench
-
marktest unterzogen. Im Ergebnis bleiben in der Regel als nicht-SPPI-konform
nur Darlehen und Kredite mit einer Zinssatzvereinbarung auf UDRB-Basis übrig.
e) Beurteilung der Geschäftsmodelle
Die Klassifikation basiert auf den festgelegten Geschäftsmodellen, in deren
Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden. Ausgehend von der bestehen
-
den Segmentberichterstattung wurden gemäß der strategischen Ausrichtung,
der Ertragsverantwortung und -steuerung sowie der Risikoüberwachung
und -steuerung die Portfolien definiert und die Geschäftsmodelle festgelegt.
2022 kam es wie in den Vorjahren zu keiner Änderung der Geschäftsmodelle .
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(10) Risikovorsorgen
Die Regelungen zur Wertminderung werden auf
• zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte,
• als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Ver
-
mögenswerte und
• außerbilanzielle Verpflichtungen wie Kreditzusagen und Finanzgarantien
sowie Leasingforderungen angewendet.
Stufenweiser Ansatz zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle
Das Wertminderungsmodell, ein Modell der erwarteten Verluste (expected loss
model), sieht tendenziell eine frühe Bestimmung und Vorsorge für mögliche
Verluste vor. Im Fokus stehen drei Stages, welche die Höhe der zu erfassenden
Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen:
• Stage 1 umfasst dabei alle neuen Finanzinstrumente sowie jene Positionen,
für die seit Zugang des Finanzinstrumentes keine signifikante Verschlech
-
terung der Kreditqualität stattgefunden hat.
Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten
12-Monats-Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus
möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem
Abschlussstichtag resultieren) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung
erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes.
• In Stage 2 werden all jene Finanzinstrumente transferiert, für die eine si
-
gnifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang stattgefunden
hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des über die
gesamte Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlustes (Barwert der
erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über
die Restlaufzeit des Finanzinstruments) gebildet werden. Die Zinsverein
-
nahmung erfolgt ebenfalls auf Basis des Bruttobuchwertes.
• Stage 3 beinhaltet schließlich alle ausgefallenen Finanzinstrumente. Für
diese Positionen wird ebenfalls eine Risikovorsorge in Höhe des über die
gesamte Restlaufzeit erwarteten Verlustes gebildet. Die Zinsvereinnahmung
erfolgt auf Basis des Nettobuchwertes (Unwinding).
• Für finanzielle Vermögenswerte, die bereits bei ihrem erstmaligen Ansatz
in der Bilanz wertgemindert sind (Purchased or Originated Credit Impaired,
„POCI“), wird das Drei-Stufen-Modell nicht angewendet. Sie werden von
Beginn an in Stage 3 erfasst. Im Konzern der Oberösterreichische Landes
-
bank Aktiengesellschaft gab es zum Stichtag keine POCI-Assets.
Positionen des Wertpapiereigenbestandes bilden nach Maßgabe der Bo
-
nität, des impliziten Credit Spreads oder der Abweichung von Tageskurs
zu Einstandskurs den Umfang für den regelmäßigen Frühwarntest. Diese
Positionen werden einer internen Analyse unterzogen und im Bedarfsfall als
impaired assets behandelt.
Für die Beteiligungen erfolgt eine interne Analyse auf Basis von Unternehmens
-
wertgutachten, Jahresabschlüssen und Börsekursen. Anhand dessen sowie
bei objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden die Beteiligungen im
Bedarfsfall als impaired assets behandelt.
Die Verlusterfassung des gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlusts
muss für Instrumente vorgenommen werden, deren Ausfallrisiko sich seit
Zugang signifikant erhöht hat. Dasselbe gilt unabhängig von einer Erhöhung
des Ausfallrisikos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktive
Vertragsposten, welche keine signifikante Finanzierungskomponente gemäß
IFRS 15 begründen. Außerdem kann ein Unternehmen ein Bilanzierungswahl
-
recht ausüben, für alle aktiven Vertragsposten und/oder Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, welche ein Finanzierungsverhältnis gemäß IFRS
15 begründen, stets den gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlust
zu erfassen. Dasselbe Wahlrecht besteht auch für Leasingforderungen. Im
Konzern der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wird die
-
ses Wahlrecht nicht ausgeübt. Für alle anderen Finanzinstrumente werden
die erwarteten Verluste in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlusts erfasst.
Szenarien
Es werden drei makroökonomische Szenarien verwendet. Ein optimistisches,
ein pessimistisches und ein Basisszenario. Aufgrund der makroökonomischen
Unsicherheiten wird das pessimistische Szenario mit 50 %, das Basisszena
-
rio ebenfalls mit 50 % gewichtet, das optimistische Szenario kommt derzeit
nicht zum Ansatz (2021: pessimistisches Szenario: 20 %, Basisszenario: 60 %,
optimistisches Szenario: 20 %).
Makroökonomische Parameter und Portfolien
Es werden vier Portfolien verwendet: Retail, Kommerz, Institute, Sovereigns. Für
die Schätzung der erwarteten Kreditverluste werden für das Retail-Portfolio im
Wesentlichen die Arbeitslosigkeit (OECD-Prognose), die Bruttoanlageinvestiti
-
onen und die Inflation verwendet. Für das Institute-Portfolio werden BIP, Brut-
toanlageinvestitionen sowie die Arbeitslosigkeit (jeweils OECD-Prognosen)
verwendet. Im Sovereigns-Portfolio fließt die Inflationsrate (OECD-Prognose)
ein, in das Kommerz-Portfolio BIP, Inflation sowie die Yield-Structure.
Grundsätzlich fließen für alle Portfolien die Prognosen für die nächsten drei
Jahre ein. Für den Zeitraum danach wird Richtung TTC-PD (Throuth-the-Cycle
Probability of Default) konvergiert.
Die Zuordnung zu den Teilportfolien erfolgt im Wesentlichen aufgrund der
Forderungsklasse sowie der Kostenstelle.
Per 31. Dezember 2022 wird auf die aktuellsten Prognosewerte der verwende
-
ten makroökonomischen Faktoren zurückgegriffen. Aufgrund der schlechteren
makroökonomischen Prognosen sind die PiT (Point in Time)-PDs für Retail und
Institute für 2022 deutlich höher als im Vorjahr. Zusätzlich wird ein Anstieg
der Privat- und Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 erwartet, sodass die
PiT-Anpassung in diesen beiden Portfolien nach oben geshiftet wird.
Kollektiver Stagetransfer
Gemäß IFRS 9.B5.5.1 kann es erforderlich sein, die Beurteilung signifikanter
Erhöhungen des Ausfallrisikos auf kollektiver Basis vorzunehmen und zu
diesem Zweck Informationen, die auf signifikante Erhöhungen des Ausfallri
-
sikos einer Gruppe oder Untergruppe von Finanzinstrumenten hindeuten, zu
berücksichtigen. IFRS 9.B5.5.5 sieht zu diesem Zweck die Zusammenfassung
von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften vor.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat auf dieser Grund
-
lage geprüft, ob Änderungen bei der Gruppierung von Finanzinstrumenten
anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften erforderlich sind. Der im
Vorjahr im Hinblick auf die Covid-19-Krise gebildete kollektive Stagetransfer
wurde 2022 aufgelöst, zumal die Grundlage dafür großteils weggefallen ist.
Einige staatliche Hilfen (wie zum Beispiel Umsatz- oder Verlustersatz) so
-
wie Stundungen von Gesundheitskassen und Finanzamt sind ausgelaufen,
wodurch die aktuellen Unternehmensbilanzen diesbezüglich wieder eine
unverfälschte wirtschaftliche Situation zeigen.
Im Gegenzug wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick
auf die Themenkreise Energiepreise infolge des Ukraine-Konflikts, Inflation,
Baupreise aber auch bezüglich Materialverfügbarkeiten infolge von Lie
-
ferkettenproblemen analysiert und auf Grundlage dieser besonderen Rah-
menbedingungen entschlossen, wiederum einen kollektiven Stagetransfer
durchzuführen.
Die Dotierung des kollektiven Stagetransfers erfolgte für folgende Branchen
bzw. Sektoren:
• Erdöl & Erdgas
• Transport
• Hotel & Tourismus
• Freizeitaktivitäten
• Information & Kommunikation
• Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen
• Bau- und Baunebengewerbe
• Commercial Real Estate
• In Bau befindliche Immobilienprojekte
• Verarbeitendes Gewerbe mit potenziellen grenzüberschreitenden Liefer
-
ketten
– Elektronik/Elektro
– KFZ
– Konsumgüter
– Kunststoffe/chemische Produkte
– Maschinen- und Anlagenbau
– Metallerzeugung und -bearbeitung
– Möbelerzeugung und -handel
– Papier und Pappe
– Pharmaindustrie und Medizintechnologie
Das Volumen dieser ausgewählten Branchen im kollektiven Stagetransfer
beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 387.849 (2021: TEUR 276.246
auf Basis des kollektiven Stagetransfers infolge der Covid-19-Pandemie).
Kriterien für eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos
Mit Ausnahme finanzieller Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung
bei Zugang aufweisen, wird die Verlusterfassung für Finanzinstrumente in
Höhe des Barwerts des über die Restlaufzeit erwarteten Verlusts vorgenom
-
men, wenn das Ausfallrisiko des Instruments sich seit Zugang signifikant
erhöht hat.
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Die Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, beruht auf
einem Anstieg der Ausfallwahrscheinlichkeit seit Zugang. Die Regelungen
beinhalten außerdem die widerlegbare Vermutung, dass sich das Ausfallrisiko
seit dem Zugang des Instruments signifikant erhöht hat, wenn vertragliche
Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind.
In den Regelungen von IFRS 9 ist vorgesehen, dass eine Rückkehr zum er
-
warteten 12-Monats-Verlust erfolgt, wenn sich das Ausfallrisiko seit Zugang
des Instruments zunächst signifikant erhöht, die Erhöhung sich in späteren
Perioden jedoch wieder umkehrt (das heißt, wenn aus kumulativer Sicht das
Ausfallrisiko nicht signifikant höher ist als bei Zugang).
Transferkriterien zum Stageübergang
Zur Bestimmung der Verschlechterung der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem
damit verbundenen Transfer von Stage 1 in Stage 2 werden in der Regel drei
Komponenten betrachtet: ein quantitatives Kriterium, ein qualitatives Kriterium
und ein Backstop-Kriterium.
Für jedes Finanzinstrument werden die Kriterien nacheinander überprüft.
Schlägt ein Kriterium an, erfolgt beim quantitativen Kriterium ein Transfer des
Finanzinstruments in Stage 2, beim Backstop-Kriterium erfolgt der Transfer
aller Finanzinstrumente des Kunden in Stage 2.
Wesentliche „Rating-Events“ führen zu einer umgehenden Rating-Evaluierung
gemäß der internen Rating-Modelle. Da in der Oberösterreichische Landes
-
bank Aktiengesellschaft die durch IFRS 9 verlangten Kriterien gut durch die
Ratingsysteme abgedeckt sind, entfällt die Überprüfung der qualitativen
Verschlechterung und die Transferlogik beruht nur auf dem quantitativen
Kriterium sowie dem Backstop-Kriterium.
Das quantitative Kriterium gilt als der primäre Indikator, ob eine signifikan
-
te Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments
stattgefunden hat. Es umfasst die Bestimmung der Verschlechterung des
Kreditrisikos auf Basis einer relativen und einer absoluten Schranke. Es wird
die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zugangszeitpunkt mit der PD
(Probability of Default) zum Reporting-Stichtag verglichen. Da IFRS 9 erwartet,
dass in den PDs zukunftsorientierte Information enthalten ist, wird der Ver
-
gleich auf Basis der kumulierten Lebensdauer-PDs für die restliche Laufzeit
der Geschäfte durchgeführt.
Zur Abbildung der Erwartung der kumulierten PD der Restlaufzeit des Finanz-
instruments wird die kumulierte Forward-Lebensdauer-PD des Zugangszeit
-
punktes verwendet. Diese wird dann mit der kumulierten PD zum Reporting-
Stichtag verglichen.
Diese PDs bilden die Grundlage für den Vergleich, ob eine signifikante
Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang des Finanzinstruments
stattgefunden hat, wobei der Vergleich für jedes Finanzinstrument einzeln
durchgeführt wird und sowohl die relative als auch die absolute Änderung
der Lebensdauer-PD eine Rolle spielt.
Im relativen Kriterium wird das Verhältnis der erwarteten kumulierten PD
zum Zugangszeitpunkt mit der aktuellen kumulierten PD verglichen, welche
zum Reporting-Zeitpunkt beobachtet wird. Wenn dieses Verhältnis einen
bestimmten Schwellenwert überschreitet, bedeutet das, dass sich die PD
dieses Finanzinstruments aufgrund des relativen Vergleichs signifikant seit
Zugang erhöht hat. Dieser Schwellwert für das relative Kriterium wird in der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 200 % angesetzt,
was einer Verdoppelung der PD seit Zugang entspricht.
Zusätzlich zum relativen PD-Vergleich wird auch die absolute Änderung der PD
kontrolliert. Die Messung basiert auf denselben kumulierten Lebensdauer-PDs
wie im relativen Kriterium, wobei für den absoluten Vergleich die Differenz der
PDs gemessen wird. Da im absoluten Kriterium die Differenz gemessen wird,
werden die kumulierten Lebensdauer-PDs durch Division mit der Restlaufzeit
auf Jahresebene heruntergebrochen. Diese Anpassung ist notwendig, um
den Vergleich unabhängig von der Lebensdauer eines Finanzinstruments
durchführen zu können.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat sich entschlos
-
sen, die „low credit risk exemption“ nicht anzuwenden und stattdessen eine
absolute Schranke zu verwenden, durch die es möglich ist, auch im Invest
-
ment Grade-Bereich in Stage 2 zu migrieren. Die Schwelle für die absolute
Verschlechterung der PD wird in der Oberösterreichische Landesbank Aktien
-
gesellschaft mit 0,5 % von der Ursprungs-PD festgelegt (absolutes Kriterium).
Hintergrund des absoluten Kriteriums ist, dass Veränderungen in Höhe von
wenigen Basispunkten, die in den sehr guten Ratingklassen eine Verdoppelung
der PD bedeuten können, nicht als signifikante Veränderung gesehen werden.
Zur Bestimmung, ob für ein Finanzinstrument eine signifikante Verschlechte
-
rung der Kreditqualität seit Zugang laut dem quantitativen Kriterium beobachtet
werden konnte, muss eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität so
-
wohl im relativen Kriterium als auch im absoluten Kriterium gemessen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet die 30-Ta
-
ge-Überfälligkeits-Schranke (Backstop-Kriterium) als zusätzliche Indikation,
dass eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des
Finanz instruments stattgefunden hat. Alle Finanzinstrumente eines Kunden, für
den eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist, werden in Stage 2 transferiert.
Für den Transfer von Stage 2 in Stage 3 wird in der Oberösterreichische Lan
-
desbank Aktiengesellschaft auf die allgemein gültige Definition des Ausfalls
laut Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 („CRR“) zurückgegriffen,
demgemäß folgende Risikopositionen als ausgefallen gelten:
• Alle Risikopositionen, bei denen die Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner
seine Verbindlichkeiten gegenüber der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft und seinen Tochtergesellschaften ohne Sicherheiten
-
verwertung vollständig begleichen wird und
• alle Risikopositionen gegenüber der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft und seinen Tochtergesellschaften, bei denen eine we
-
sentliche Verbindlichkeit des Schuldners mehr als 90 Tage überfällig ist.
Die Wesentlichkeit einer überfälligen Verbindlichkeit wird anhand folgender
Schwellwerte beurteilt, welche sich aus einer absoluten und einer relativen
Komponente zusammensetzen. Retail: absolut EUR 100 und relativ 1 %;
Non-Retail: absolut EUR 500 und relativ 1 %.
In Stage 3 werden auch finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter
Bonität ausgewiesen. Es wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten
Forderungen unterschieden. Jene Kreditnehmer mit einem Obligo größer
TEUR 400 gelten als signifikant. Die Höhe der Wertberichtigung wird mittels
DCF-Schätzung ermittelt und ergibt sich aus der Differenz zwischen Buch
-
wert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Bei nicht signifikanten
Forderungen kommt eine standardisierte Methode zum Einsatz.
Abschreibungsgrundsätze
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft schreibt einen fi
-
nanziellen Vermögenswert in der Regel erst dann ab, sobald feststeht, dass
keine Ansprüche auf die jeweiligen Cashflows aus dem Vermögenswert mehr
bestehen, das heißt, wenn:
• die Sicherheiten vollständig verwertet wurden bzw. nicht werthaltig sind
und/oder
• der unbedingte Verzicht/Teilverzicht auf die Forderungen ausgesprochen
wurde und/oder
• mit Geldeingängen auf die Restforderung nach angemessener Einschät
-
zung nicht mehr zu rechnen ist.
Eine Abschreibung erfolgt auch, wenn die Forderung uneinbringlich ist und
die Bank zur Entscheidung kommt, keine Maßnahmen mehr zu setzen, da
davon auszugehen ist, dass diese keinen die Kosten übersteigenden Erfolg
erwarten lassen. Unter Abschreibungen fallen sowohl direkte Abschreibun
-
gen als auch der Verbrauch einer Risikovorsorge. Im Zuge der Abschreibung
werden der Bruttobuchwert des Vermögenswerts und der zugehörige Stand
an Risikovorsorge gleichermaßen reduziert.
Finanzielle Vermögenswerte, die bereits abgeschrieben sind, aber noch einer
Vollstreckungsmaßnahme unterliegen, werden in einer Evidenzliste in der Pro
-
blemkreditbetreuung weitergeführt. Der vertragsrechtlich noch ausstehende
Betrag zum Stichtag wird als unwesentlich eingestuft.
Sollte eine abgeschriebene Forderung zu künftigen Eingängen führen, wird
dies – im Gegensatz zu einer Verminderung der Risikovorsorge (Wertaufho
-
lung) bei wertberichtigten Forderungen – als außerordentlicher Ertrag in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Kann eine außergerichtliche Lösung für eine bestehende Forderung nicht
erzielt oder umgesetzt werden, wird in Fällen evidenter Unwirtschaftlichkeit
wie folgt differenziert: Kann ein Titel herbeigeführt werden, wird dann von
Exekutionsführung bzw. -fortsetzung abgesehen und es erfolgt eine Übergabe
zum Dubioseninkasso. Kann schon ein Titel nicht wirtschaftlich erlangt wer
-
den, wird die Forderung ohne weitere Veranlassung abgeschrieben. Hierbei
liegen insbesondere folgende Ursachen vor:
• keine Zustellbarkeit
• es bestehen vergleichbare kostentreibende Verwertungserschwernisse
• es kann aus sonstigen Gründen Kostendeckung nicht angenommen werden,
weil keine kostendeckenden Sicherheiten vorliegen bzw. kein kostende
-
ckendes Vermögen oder Einkommen bekannt ist
• es ist im Falle exekutiver Gehaltspfandrangvormerkung mit keinen Eingän
-
gen zu rechnen.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(11) Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) und
Wertpapierleihgeschäfte
Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern
Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart gleichzeitig, diese zu
einem bestimmten Termin und einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die
Vermögenswerte werden aus der Bilanz nicht ausgebucht, sondern nach den
Regeln der jeweiligen Bilanzposition bewertet, da alle wesentlichen Chancen
und Risiken beim Pensionsgeber verbleiben. In Höhe der erhaltenen Liquidität
wird eine Verbindlichkeit gebucht.
Wertpapierleihgeschäfte werden gemäß dem Ausweis von Wertpapieren aus
echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verliehene Wert
-
papiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des
IFRS 9 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch
nicht bewertet.
Bei unechten Pensionsgeschäften besteht für den Pensionsgeber zwar die
Verpflichtung, die Vermögenswerte zurückzunehmen, nicht jedoch das Recht,
diese zurückzufordern. Der Pensionsnehmer allein entscheidet über die Rück
-
übertragung. Bei einem Reverse-Repo-Geschäft werden Vermögenswerte mit
der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs erworben. Die
dabei entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen bilanziert
und entsprechend bewertet.
Zinsaufwendungen aus Repo-Geschäften und Zinserträge aus Reverse-Repo-
Geschäften werden linear über die Laufzeit abgegrenzt und im Zinsüberschuss
ausgewiesen.
(12) Handelsaktiva
Unter Handelsaktiva werden Wertpapiere des Handelsbestandes sowie deri-
vative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert ausgewiesen und zu deren
beizulegendem Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung des Fair Value werden
neben Börsenkursen auch Kurse von Bloomberg herangezogen. Sind derartige
Kurse nicht vorhanden, so werden Werte auf Basis von Barwertberechnungen
oder Optionspreismodellen verwendet. Marktübliche Kauf- und Verkaufsge
-
schäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt
bzw. ausgebucht. Darüber hinaus erfolgt in diesem Posten der Ausweis
des Wertpapiereigenbestandes, die als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert – sowohl zwingend als auch designiert – eingestuft wurden. Weiters
wird auf die in Punkt (48) beschriebenen Bewertungstechniken verwiesen.
(13) Immaterielles Anlagevermögen
Der Posten Immaterielles Anlagevermögen umfasst ausschließlich erworbene
Software und Lizenzrechte. Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungskos
-
ten reduziert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßige
Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer (zwi
-
schen vier und zehn Jahren). Die Nutzungsdauer beträgt für Standardsoftware
vier Jahre. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine
außerplanmäßige Abschreibung.
(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und
Sachanlagen
Unter „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Finanzimmobilien)“ wer-
den solche Immobilien ausgewiesen, die zur Vermietung und Verpachtung
oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden, sowie die aktivierten
Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 aus Finanzimmobilien. Falls die Immobilie
teilweise selbst genutzt wird, werden die Teile getrennt bilanziert, wenn
diese gesondert verkauft werden können. In Bau befindliche Liegenschaften
mit dem gleichen erwarteten Zweck wie bei Finanzimmobilien werden wie
Finanzimmobilien behandelt.
Finanzimmobilien und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstel
-
lungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die plan-
mäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer
des Vermögenswertes.
Die Nutzungsdauer stellt sich wie folgt dar:
Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 20 – 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 20
Baumaßnahmen in angemieteten Geschäftslokalen 10
EDV-Hardware 3
Bei Wertminderungen wird gemäß IAS 36 auf den höheren der beiden Ver-
gleichswerte (Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sowie Nutzungswert)
abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt die
Zuschreibung bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten .
Für die in Level 3 eingestuften Finanzimmobilien werden branchenübliche
Wertgutachten bzw. Barwertberechnungen erstellt. Der Marktwert wird je
nach Verwendung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie mittels Er
-
tragswert-, Sachwert- bzw. Vergleichswertverfahren ermittelt. Die wesentlichen
Inputfaktoren stellen je nach zweckmäßig erachteter Bewertungsmethode die
dem Objekt zurechenbaren Erträge und Aufwendungen, Zustand und Lage
des Objektes, vergleichbare Vermögenswerte sowie Zinssätze dar.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte sind in der Bilanz
entweder als passivischer Abgrenzungsposten darzustellen (Bruttomethode)
oder bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abzusetzen
(Nettomethode). Als Rechnungslegungsmethode wurde die Nettomethode
gewählt.
(15) Leasingverhältnisse
Leasingnehmer
Beim Leasingnehmer sind gemäß IFRS 16 sämtliche Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen. Die
einzige Ausnahme bildet das Wahlrecht kurzfristige Leasingverhältnisse und
Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte weiterhin in Höhe der
laufenden Entgelte ergebniswirksam zu bilanzieren.
Der Ausweis der aktivierten Nutzungsrechte erfolgt in der Bilanz als Sachan
-
lagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die Leasingverbind-
lichkeiten werden in den sonstigen Verbindlichkeiten dargestellt.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verzichtet gemäß den
Erleichterungsbestimmungen des IFRS 16 bei Leasingverhältnissen mit einer
Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten und bei Leasingverträgen, denen
ein Vermögenswert von geringem Wert (Neuwert < TEUR 5) zugrunde liegt, auf
einen Ansatz. Für diese Leasingverhältnisse werden weiterhin die laufenden
Entgeltzahlungen im Rahmen der Verwaltungsaufwendungen dargestellt.
Leasinggeber
Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke zwischen Finanzie
-
rungs- und Operating-Leasingvereinbarungen. Dabei werden Leasingverhält-
nisse nach der Verteilung der wirtschaftlichen Risiken und Chancen aus dem
Leasinggegenstand zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer beurteilt.
Finanzierungs-Leasing: Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber
unter den Forderungen mit dem Nettoinvestitionswert (Barwert) ausgewiesen.
Zinserträge werden auf Basis einer gleichbleibenden, periodischen Rendite,
deren Berechnung der noch ausstehende Nettoinvestitionswert zugrunde
gelegt ist, vereinnahmt.
Operating-Leasing: Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber unter
Sachanlagen bzw. Finanzimmobilien ausgewiesen und nach den dort be
-
schriebenen Grundsätzen bewertet. Die Leasingerlöse werden linear über
die Vertragslaufzeit erfasst.
(16) Ertragsteuern
Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden mit den ak-
tuell gültigen Steuersätzen berechnet, in deren Höhe die Erstattung sowie
die Zahlung gegenüber den jeweiligen Finanzbehörden geleistet werden.
Der Ansatz und die Bewertung von latenten Steuern erfolgt nach der bilan
-
zorientierten Verbindlichkeitenmethode. Die Ermittlung erfolgt bei jedem
Steuersubjekt zu jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem
voraussichtlich anfallenden Besteuerungszeitraum angewendet werden. Die
ökosoziale Steuerreform enthält eine stufenweise Senkung des Körperschaft
-
steuersatzes von 25 % auf 23 % ab 2024 (2023: 24 %). Herangezogen wurde
nun jener Steuersatz, der wahrscheinlich bei der jeweiligen Realisierung
(Umkehr) der zugrunde liegenden temporären Differenz zur Anwendung
kommt. Die bilanzierten Steueransprüche und -verbindlichkeiten berechnen
sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer
Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren
in der Zukunft voraussichtlich Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungs
-
effekte (temporäre Differenzen). Es handelt sich hierbei um eine vorläufige
Berechnung der Steueransprüche und -verbindlichkeiten .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn ausreichend passive
latente Steuern in der gleichen Steuereinheit bestehen oder es hinreichend
wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der glei
-
chen Steuereinheit anfallen. Dies gilt auch für den Ansatz aktiver latenter Steu-
ern auf steuerliche Verlustvorträge. Latente Steuern werden nicht abgezinst .
Ergebnisabhängige tatsächliche Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und
Verlustrechnung des Konzerns im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag
ausgewiesen. Die Effekte aus der Bildung oder Auflösung latenter Steuern
sind ebenfalls in diesem Posten enthalten, es sei denn, sie beziehen sich auf
ergebnisneutral bewertete Posten. In diesem Fall erfolgt deren Bildung bzw.
Auflösung ergebnisneutral im Sonstigen Konzernergebnis .
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist Gruppenmitglied
der Gruppenträger-Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 KStG zwischen der
OÖ Landesholding GmbH und der Hypo Holding GmbH. Das steuerliche
Ergebnis eines jeden Gruppenmitgliedes wird entsprechend den gesetzli
-
chen Bestimmungen nach Maßgabe des § 9 KStG von Stufe zu Stufe an das
jeweils unmittelbar bzw. maßgeblich übergeordnete Gruppenmitglied – ist
dies der Gruppenträger, dann an den Gruppenträger – bis zum Gruppenträ
-
ger weitergeleitet. Der konsolidierte Betrag des tatsächlichen und latenten
Steueraufwandes wird mittels Belastungsmethode („stand-alone“-Methode)
auf die Gruppenmitglieder aufgeteilt. Das Steuerumlagen-Verrechnungskonto
gegenüber der Beteiligungsgemeinschaft weist zum 31. Dezember 2022 eine
Verbindlichkeit mit einem Saldo von TEUR 3.179 (2021: TEUR 1.974) aus.
(17) Rückstellungen
Die Rückstellungen für das Sozialkapital beinhalten die Rückstellungen für
Abfertigungen, Jubiläumsgelder, Pensionen inklusive Zuschüsse zu Kranken
-
zusatzversicherungsbeiträgen und Berufs- und Dienstunfähigkeitsrisiko. Die
Rückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden nach dem Anwart
-
schaftsansammlungsverfahren gebildet.
In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft haben 3 (2021:
3) aktive Dienstnehmer und 16 (2021: 16) Pensionisten und Hinterbliebene
Anspruch auf eine leistungsorientierte Bankpension. Für alle übrigen akti
-
ven Dienstnehmer wurde ein beitragsorientierter Pensionskassenvertrag
abgeschlossen.
Nach Verstreichen des Abfertigungszeitraums nach erfolgter Pensionierung
erhalten die Begünstigten einen Versicherungszuschuss in Höhe von 50 %
der Versicherungsprämie zur privaten Gruppenkrankenversicherung.
Das österreichische Arbeitsrecht sieht bei Beendigung des Dienstverhält
-
nisses unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigungszahlung an
Dienstnehmer vor. Dazu zählt auch die Beendigung des Dienstverhältnisses
infolge des Pensionsantritts. Dieser Abfertigungsanspruch gilt für alle Mit
-
arbeiter, die vor dem 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten
sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs beträgt in Abhängigkeit der Dauer
der Dienstzugehörigkeit maximal ein Jahresgehalt. Für diese Ansprüche hat
der Bankkonzern eine Abfertigungsrückstellung gemäß IAS 19 gebildet. Für
alle Beschäftigten, die nach dem 31. Dezember 2002 in das Unternehmen
eingetreten sind, ist diese Regelung nicht maßgeblich. Für diese Mitarbeiter
werden monatliche Beiträge in eine Abfertigungskasse einbezahlt. Darüber
hinaus bestehen keine weiteren Ansprüche der Angestellten.
Jedem Dienstnehmer stehen nach 25-jähriger bzw. 35-jähriger Dienstzuge
-
hörigkeit 1,5 bzw. 2,5 Monatsgehälter an Jubiläumsgeld zu.
Dem Sozialkapital steht kein besonderes Vermögen oder Funding gegenüber.
Die Ergebnisse aus Dotation bzw. Auflösung der Rückstellungen werden direkt
im Verwaltungsaufwand dargestellt.
Diese leistungsorientierten Versorgungspläne sollen die versicherungsmathe
-
matischen Risiken wie Zinsrisiken, Kostentrends oder demografische Risiken
wie Sterbewahrscheinlichkeit und Arbeitnehmerfluktuation sowie Anlage- und
Marktrisiken abdecken. Die Berechnung der Barwerte des Sozialkapitals
erfolgte unter versicherungsmathematischen Annahmen:
• Rechnungszinsfuß 4,25 % (2021: 1,0 %)
• Jährliche Steigerungen der maßgeblichen Bemessungsgrundlagen in der
Anwartschaftsphase bei den Rückstellungen für Pensionen 4,5 % (2021:
3,0 %), bei den Zuschüssen zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen 2,5 %
(2021: 2,0 %) und bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Jubilä-
umsgelder im 1. Jahr 8,0 % und in den Folgejahren 4,5 % (2021: jährliche
Steigerung 3,0 %)
• Jährliche Valorisierungen der laufenden Pensionszahlungen im 1. Jahr 5,8 %
und in den Folgejahren 2,5 % (2021: jährliche Valorisierungen 1,5 %) bzw.
der laufenden Leistungen zu den Zuschüssen zu Krankenzusatzversiche
-
rungsbeiträgen 2,5 % (2021: 2,0 %) bei der Rückstellung für Pensionen
• Bei allen aktiven Dienstnehmern wurde das frühestmögliche Pensionsan
-
trittsalter unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Bestimmungen und
Übergangsregelungen herangezogen.
• Sterbetafeln für Angestellte: Pensionstafeln „AVÖ 2018-P: Rechnungsgrund
-
lagen für die Pensionsversicherung“
Die Festlegung des Rechnungszinsfußes erfolgte auf Basis der Zinsband
-
breite für eine Laufzeit von 10 Jahren. IAS 19 verlangt die Anwendung von
stichtagsaktuellen Zinssätzen, die aus laufzeitadäquaten, erstrangigen Un
-
ternehmensanleihen abgeleitet werden. Als erstrangig werden Anleihen
angesehen, die bei Standard and Poor‘s mit AA bzw. bei Moody‘s mit Aa2
oder besser bewertet werden. Da in der Eurozone kein liquider Markt für
erstrangige Anleihen mit sehr langen Laufzeiten vorliegt, werden die Zinssätze
für lange Laufzeiten durch Extrapolation der aktuellen Marktzinssätze entlang
der Zinsstrukturkurve geschätzt.
Neben den Invalidisierungsraten, Sterberaten und der Beendigung des Dienst
-
verhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden jährliche dienst-
zeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses
basierend auf internen Statistiken zu dienstzeitabhängigen Fluktuationsraten
angesetzt.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Anpassung
versicherungsmathematischer Annahmen werden im Sonstigen Konzerner
-
gebnis in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Die für beitragsorientierte Pläne vereinbarten Zahlungen an eine Pensi
-
onskasse werden laufend als Aufwand erfasst – darüber hinausgehende
Verpflichtungen bestehen nicht.
Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber
Dritten gebildet, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind.
Bei wesentlichen Zinseffekten werden die Rückstellungen abgezinst und mit
ihrem Barwert angesetzt.
(18) Treuhandgeschäfte
Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögens-
werten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht
ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Ge
-
winn- und Verlustrechnung im Provisionsergebnis enthalten. Aktuell werden
keine derartigen Geschäfte abgewickelt.
(19) Garantien – Eventualschulden
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung
bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen
Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen
Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedin
-
gungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt.
Die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie wird erfasst, sobald der Garan
-
tiegeber Vertragspartei wird, das heißt zum Zeitpunkt der Annahme des
Garantieangebots. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfas
-
sungszeitpunkt. Die Folgebewertung der Verpflichtung der Bank erfolgt zum
höheren Wert aus der Erstbewertung abzüglich linearer Auflösung, mit der
die Garantieprovision auf die Laufzeit der Finanzgarantie verteilt und im Peri
-
odenergebnis vereinnahmt wird und einer Risikovorsorge aus der möglichen
Inanspruchnahme.
Eventualschulden sind Verpflichtungen, deren Bestand noch von Bedingungen
abhängt oder deren Höhe oder Fälligkeit so ungewiss ist, dass die Erfassung
einer Rückstellung unterbleibt. Erläuternde Angaben diesbezüglich sind unter
Punkt (57) angeführt.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung
(20) Zinsüberschuss
Die Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt und erfasst. Dabei
werden Erträge, die überwiegend ein Entgelt für die Kapitalnutzung darstellen
(meist zinsähnliche Berechnung nach Zeitablauf oder Höhe der Forderung),
den zinsähnlichen Erträgen zugerechnet. Ergänzend werden Erträge aus
Beteiligungen in den laufenden Erträgen berücksichtigt. Der Ausweis der
Zinsaufwendungen erfolgt analog zu den Zinserträgen. In den Zinserträgen
wurden Erträge aus der Auflösung von drohenden Verlusten bezüglich nega
-
tivem Euribor (Negativzinsen) in Höhe von TEUR 6.286 (2021: Aufwendungen
aus der Dotation in Höhe von TEUR –1.410) berücksichtigt. Für die daraus
resultierende Rückstellung siehe Punkt (40).
in TEUR 2022 2021
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit
Kreditinstituten
4.118 547
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit Kunden 95.615 65.285
Finanzanlagen 6.214 4.011
designierten Wertpapieren 5.728 6.994
SPPI-schädlichen Wertpapieren 11
Verbindlichkeiten 7.525 12.646
Laufende Erträge aus
Aktien und anderen nicht festverzinslichen
Wertpapieren
3.181 1.781
sonstigen Beteiligungen 2.560 2.485
SPPI-schädlichen Wertpapieren 1.679 1.965
Sonstige zinsähnliche Erträge 31 33
Zinsen und ähnliche Erträge gesamt 126.651 95.758
hievon AC 100.047 68.310
hievon FVOCI 10.406 7.268
hievon FVPL zwingend 3.950 3.027
hievon FVPL designiert 12.217 17.120
Zinsaufwendungen für
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –6.766 –4.843
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden –7.188 –4.931
Verbriefte Verbindlichkeiten –74.244 –73.068
Nachrangkapital –744 –393
derivative Finanzinstrumente *) 50.062 60.245
Vermögenswerte –10.011 –11.190
Sonstige zinsähnliche Aufwendungen –395 –284
Zinsen und ähnliche Aufwendungen gesamt –49.286 –34.464
hievon AC –31.514 –21.200
hievon FVOCI –3.548 –121
hievon FVPL zwingend –4 –5
hievon FVPL designiert –13.826 –12.854
Zinsüberschuss 77.365 61.294
*)
stammen aus folgenden Positionen zur
Zinsenabsicherung:
für Zinsaufwendungen 58.449 71.972
für Zinserträge –8.292 –11.615
für offene Zinsbänder –95 –112
Für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirk-
sam zum Fair Value bewertet werden, beläuft sich der gesamte Zinsertrag auf
TEUR 110.484 (2021: TEUR 75.611) und der gesamte Zinsaufwand auf TEUR
–35.456 (2021: TEUR –21.605). Die Zinsaufwendungen nach der Effektivzins
-
methode betragen TEUR –35.062 (2021: TEUR –21.321).
(21) Risikovorsorgen
Unter diesem Posten werden Zuweisungen zu Risikovorsorgen bzw. Erträge
aus der Auflösung von Risikovorsorgen sowie direkte Abschreibungen und
nachträgliche Eingänge abgeschriebener Forderungen im Zusammenhang
mit dem Kreditgeschäft dargestellt.
in TEUR 2022 2021
Erfolgswirksame Änderungen der Risikovorsorge –3.973 –2.623
Direktabschreibungen –206 –632
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 78 109
Gesamt –4.102 –3.145
Hinsichtlich weiterer Details zur Risikovorsorge wird auf die Angaben unter
Note (35) verwiesen.
Sensitivitätsanalysen
Die quantitative Komponente bei der Stageermittlung besteht aus einem re
-
lativen und einem absoluten Schwellwert. Die gewählten Schranken für eine
Verschlechterung der PD betragen in der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft absolut 0,5 % und relativ 200 % von der Ursprungs-PD. Bei
gewählten Schranken von 0,4 % bzw. 150 % würde sich der Impairmentbedarf
in Stage 2 um ca. TEUR 330 (2021: TEUR 170) erhöhen, bei Schranken von
0,25 % bzw. 100 % um ca. TEUR 760 (2021: TEUR 2.500). Umgekehrt würde
sich der Impairmentbedarf in Stage 2 bei gewählten Schranken von 0,6 % bzw.
250 % um ca. TEUR 280 (2021: TEUR 1.500) reduzieren, bei Schranken von
0,75 % und 300 % um ca. TEUR 380 (2021: TEUR 1.600). Bei einer generellen
Erhöhung der LGD-Werte im Lebendbereich um 10 % würde sich der Impair
-
mentbedarf um ca. TEUR 900 (2021: TEUR 500) erhöhen, bei einer Erhöhung
um 20 % um ca. TEUR 1.800 (2021: TEUR 1.000). Bei einer generellen Erhöhung
der PD-Werte im Lebendbereich um 50 % würde sich unter Berücksichtigung
von zusätzlichen Transfers von Stage 1 nach Stage 2 der Impairmentbedarf
in Stage 1 um ca. TEUR 1.190 (2021: TEUR 480) erhöhen, jener in Stage 2 um
TEUR 4.390 (2021: TEUR 7.200).
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
(22) Provisionsergebnis
Unter dem Provisionsergebnis sind die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zuzuordnende Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen.
in TEUR 2022 Großkunden Retail und Wohnbau Financial Markets Sonstige Gesamt
Provisionserträge 3.905 13.013 7.805 1.927 26.651
aus dem Zahlungsverkehr 1.788 3.780 0
*)
185 5.753
aus dem Kreditgeschäft 1.327 1.126 2 1.641 4.096
aus dem Wertpapiergeschäft 726 7.397 7.803 3 15.929
aus dem Devisen-/Valutengeschäft 36 48 91 175
aus den Sonstigen Dienstleistungen 29 662 6 698
Provisionsaufwendungen 0
*)
–136 –7.733 –2.613 –10.482
aus dem Zahlungsverkehr 0
*)
–29 –52 –188 –268
aus dem Kreditgeschäft –75 –1.879 –1.954
aus dem Wertpapiergeschäft 75 –108 –7.681 –83 –7.797
aus dem Devisen-/Valutengeschäft –1 –1
aus den Sonstigen Dienstleistungen –462 –462
Gesamt 3.905 12.877 73 –686 16.169
*)
Werte < TEUR 1
in TEUR 2021 Großkunden Retail und Wohnbau Financial Markets Sonstige Gesamt
Provisionserträge 3.845 13.231 7.049 2.185 26.310
aus dem Zahlungsverkehr 1.772 3.509 1 214 5.495
aus dem Kreditgeschäft 1.205 1.527 1.912 4.645
aus dem Wertpapiergeschäft 800 7.538 7.048 –25 15.362
aus dem Devisen-/Valutengeschäft 40 37 0
*)
74 152
aus den Sonstigen Dienstleistungen 28 619 9 656
Provisionsaufwendungen 98 –154 –6.542 –2.719 –9.318
aus dem Zahlungsverkehr 0
*)
–26 –38 –231 –295
aus dem Kreditgeschäft –81 –2.004 –2.086
aus dem Wertpapiergeschäft 179 –128 –6.504 –138 –6.591
aus dem Devisen-/Valutengeschäft 0
*)
0
*)
0
*)
aus den Sonstigen Dienstleistungen –346 –346
Gesamt 3.943 13.077 507 –534 16.993
*)
Werte < TEUR 1
(23) Handelsergebnis
Alle Finanzinstrumente des Handelsbestandes werden mit dem Marktwert
(Fair Value) bewertet. Zur Bewertung börsenotierter Produkte wurden Börsen
-
kurse verwendet. Für nicht börsegehandelte Handelsgeschäfte wurden zur
Bestimmung des Zeitwertes interne Preismodelle verwendet. Im Handelser
-
gebnis wurden nur die aus Handelsaktivitäten entstandenen realisierten und
unrealisierten Ergebnisse gezeigt. Nicht im Handelsergebnis enthalten sind
die Zins- und Dividendenerträge sowie die Refinanzierungskosten, die im
Zinsüberschuss abgebildet wurden.
in TEUR 2022 2021
Ergebnis aus
Münz- und währungsbezogenen Geschäften 3.677 682
zwingend zum Fair Value bewerteten
Finanzinstrumenten
–1.453 –1.287
zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten 5.258 10.126
Hedge Accounting –3.056 343
Gesamt 4.425 9.865
Bei der Designation eigener Verbindlichkeiten und Forderungen zum Fair Value
ergeben sich aus der Änderung der Bonität folgende Gewinne oder Verluste:
Bei den eigenen Verbindlichkeiten wurde im Jahr 2022 bei der Ermittlung des
Fair Value das eigene Bonitätsrisiko ergebnisneutral in Höhe von TEUR 13.165
(2021: TEUR –6.737) berücksichtigt, kumuliert TEUR 11.823 (2021: TEUR
–1.342). Um auch den Restlaufzeiteneffekt in der periodenreinen bonitätsindu
-
zierten Änderung des beizulegenden Zeitwertes zu berücksichtigen, wird diese
Änderung aus der Differenz des Anfang- und Endstandes der kumulierten Fair
Value-Änderung ermittelt. Die kumulierten Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts, welche unter anderem auch dem Ausfallrisiko zuzuordnen sind,
werden auf Basis von nicht direkt beobachtbaren Marktparametern bestimmt.
Beim Wertpapiereigenbestand und den Forderungen ergibt sich bei jenen
Positionen, die zum Fair Value designiert wurden, eine bonitätsinduzierte Än
-
derung des beizulegenden Zeitwertes von TEUR –22.271 (2021: TEUR 2.839),
kumuliert TEUR –552 (2021: TEUR 21.719). Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts, welche unter anderem auch dem Ausfallrisiko zuzuordnen sind,
werden auf Basis von nicht direkt beobachtbaren Marktparametern bestimmt.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(24) Finanzanlageergebnis
in TEUR 2022 2021
Realisierte Aufwendungen aus
Veräußerungen von AC-Wertpapieren
–141 –2
Realisierte Erträge aus Veräußerungen
von AC-Wertpapieren
61 30
Realisierte Aufwendungen aus
Veräußerungen von FVOCI-Wertpapieren
–8 –227
Realisierte Erträge aus Veräußerungen
von FVOCI-Wertpapieren
4 226
Modification-Bewertungsergebnis –40 –193
Gesamt –124 –166
(25) Verwaltungsaufwand
Personalaufwand
in TEUR 2022 2021
Löhne und Gehälter –24.280 –22.625
Soziale Abgaben –6.578 –6.320
Freiwilliger Personalaufwand –835 –720
Aufwendungen für Abfertigungen –574 –655
hievon Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen –244 –218
Aufwendungen für Pensionen –642 –663
hievon Beiträge an Pensionskassen –549 –529
Gesamt –32.909 –30.983
Sachaufwand
in TEUR 2022 2021
EDV-Aufwand –11.176 –11.232
Mietaufwand –235 –222
Raumaufwand –1.680 –1.463
Aufwand Bürobetrieb –104 –105
Werbung/Marketing –2.824 –2.422
Rechts- und Beratungskosten –2.450 –2.243
Sonstiger Sachaufwand –3.870 –3.736
Gesamt –22.339 –21.423
I m Geschäftsjahr 2022 fielen Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung
(inkl. USt und Tochterunternehmen) in Höhe von TEUR –274 (2021: TEUR
–267) und für Beratungsleistungen in Höhe von TEUR –21 (2021: TEUR –44)
an die Prüfungsgesellschaft an.
Abschreibungen auf Finanzimmobilien, Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
in TEUR 2022 2021
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –3.048 –3.016
Software und immaterielles Anlagevermögen –192 –608
Vom Konzern genutzte Immobilien –529 –996
Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige
Sachanlagen
–1.009 –581
Gesamt –4.778 –5.201
( 26) Sonstiges betriebliches Ergebnis
in TEUR 2022 2021
Sonstige betriebliche Erträge 8.822 8.288
Sonstige betriebliche Aufwendungen –6.748 –7.641
Sonstige Steuern –1.588 –1.480
Gesamt 487 –833
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Mietein-
nahmen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von TEUR
7.388 (2021: TEUR 6.780). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ist die Dotierung des Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe
von TEUR –5.614 (2021: TEUR –6.636) enthalten. Zudem werden Mietauf
-
wendungen und Aufwendungen aus zur Weiterverrechnung bestehender
Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den sonstigen Steuern ist die
Stabilitätsabgabe für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR –1.429 (2021:
TEUR –1.367) enthalten .
( 27) Steuern vom Einkommen und Ertrag
in TEUR 2022 2021
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag –5.519 –5.177
Latente Steuern –1.037 157
Gesamt –6.555 –5.020
Unter Punkt (42) wird die Zusammensetzung der latenten Steuerforderungen
und der latenten Steuerverpflichtungen näher dargestellt.
Die nachstehende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen
den rechnerischen und ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag
wie folgt dar:
in TEUR 2022 2021
Jahresüberschuss vor Steuern 40.089 32.505
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäfts-
jahr zum inländischen Ertragsteuersatz (25 %)
–10.023 –8.126
Steuereffekte
Steuersatzänderung (Auswirkung Steuerreform
auf latente Steuern)
1.101
Steuerersparnis aus steuerfreien
Beteiligungserträgen
525 1.086
Veränderungen aufgrund von At Equity-
bilanzierten Unternehmen
1.386 821
Steuerersparnis aus steuerfreien Zinsen 4 4
Steuer aus nicht abzugsfähigen Erträgen und
Aufwendungen
339 –312
Verlustabzug 73
Steuer aus sonstigen Anpassungen 29 1.562
Steuergutschrift/-belastung aus Vorjahren 11 –55
Ausgewiesener Steueraufwand (-) /-ertrag (+) –6.555 –5.020
Effektiver Steuersatz 16,35% 15,44%
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(28) Barreserve
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand ist
in der Bilanzposition Barreserve enthalten, die sich aus Kassenbestand und
Guthaben bei Zentralnotenbanken zusammensetzt. Nicht einbezogen werden
täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute sowie Schuldtitel öffentlicher
Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zuge
-
lassen sind.
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Kassenbestand 7.639 11. 98 0
Guthaben bei Zentralnotenbanken 661.550 760.036
Gesamt 669.189 772.016
(29) Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute werden zu fortgeführten Anschaffungs-
kosten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute nach Geschäftsarten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Giro- und Clearinggeschäfte 3.208 23.518
Geld- und Termineinlagen 181.112 142.381
Kredite an Banken 852 1.026
Gesamt 185.172 166.926
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 106.493 70.348
bis 3 Monate 28 14
über 3 Monate bis 1 Jahr 11.091 15.530
über 1 Jahr bis 5 Jahre 452 10.523
über 5 Jahre 67.108 70. 511
Gesamt 185.172 166.926
(30) Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden werden überwiegend zu fortgeführten Anschaf-
fungskosten bilanziert. Für Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 169.410
(2021: TEUR 185.230), deren Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden,
wurde die Fair Value-Option in Anspruch genommen. Weiters werden Forde
-
rungen an Kunden, die nicht die SPPI-Kriterien erfüllen, in Höhe von TEUR
119.267 (2021: TEUR 92.160) zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Außerdem
werden nicht an einem aktiven Markt gehandelte verbriefte Forderungen, im
Wesentlichen Schuldscheindarlehen, die nicht dem Handelsbestand ange
-
hören, in den Forderungen an Kunden ausgewiesen.
Forderungen an Kunden nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Kontokorrentkredite 311.677 300.437
Barvorlagen 158.104 152.398
Darlehen und Einmalkredite 5.270.247 5.020.954
Leasingforderungen 142.057 124.855
Gesamt 5.882.085 5.598.644
Forderungen an Kunden nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 124.948 78.087
bis 3 Monate 271.913 233.704
über 3 Monate bis 1 Jahr 445.595 439.604
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.662.942 1.713.295
über 5 Jahre 3.376.687 3.133.955
Gesamt 5.882.085 5.598.644
Forderungen an Kunden nach Geschäftsfeldern (Segmente)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Großkunden 2.961.586 2.700.859
Retail und Wohnbau 2.778.443 2.768.477
Sonstige 142.057 129.309
Gesamt 5.882.085 5.598.644
(31) Handelsaktiva
Handelsaktiva nach Geschäftsarten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Zinssatzgeschäfte 125.435 372.865
hievon Hedge Accounting 147 55.924
Wechselkursgeschäfte 336 3.946
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 125.771 376.811
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
5.022
Börsenotiert 5.022
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
52.328 53.787
Börsenotiert 793 849
Nicht börsenotiert 51.535 52.938
Zwingend erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 52.328 58.809
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
150.448 304.903
Börsenotiert 108.296 244.342
Nicht börsenotiert 42.152 60.561
Zum Fair Value designiert 150.448 304.903
Gesamt 328.548 740.524
Handelsaktiva nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 32.623 71.938
bis 3 Monate 2.436 2.042
über 3 Monate bis 1 Jahr 11.26 5 105.840
über 1 Jahr bis 5 Jahre 59.592 122.290
über 5 Jahre 222.632 438.414
Gesamt 328.548 740.524
(32) Finanzanlagen und Anteile an At Equity-bewerteten
Unternehmen
Unter dem Posten Finanzanlagen werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die
den Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
und als erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
zuzuordnen sind und die nicht zu Handelszwecken bzw. unter dem Geschäfts
-
modell „Verkaufen“ gehalten werden. Dazu zählen die Wertpapiere im Eigenbe-
stand, Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
412.406 367.105
Börsenotiert 281.276 230.437
Nicht börsenotiert 131.129 136.668
Finanzanlagen (AC) 412.406 367.105
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
188.525 224.625
Börsenotiert 188.525 224.625
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
79.560 99.835
Nicht börsenotiert 79.560 99.835
Anteile an verbundenen Unternehmen 90 90
Sonstige Beteiligungen 38.431 33.394
Kreditinstitute 2.447 2.447
Nicht-Kreditinstitute 35.984 30.947
Finanzanlagen (FVOCI) 306.606 357.944
Finanzanlagen (Gesamt) 719.012 725.049
Nicht-Kreditinstitute 71.877 66.051
Anteile an At Equity-bewerteten Unternehmen 71.877 66.051
Finanzanlagen nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 62.311 66.431
bis 3 Monate 18.590 21.503
über 3 Monate bis 1 Jahr 69.529 48.346
über 1 Jahr bis 5 Jahre 252.392 260.956
über 5 Jahre 198.109 194.494
Gesamt 600.931 591.730
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Anteile an verbundenen
Unternehmen, sonstige Beteiligungen und Anteile an At Equity-bewerteten
Unternehmen wurden nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert, da keine
Fristigkeiten bestehen.
Finanzinformationen zu At Equity-bewerteten Unternehmen
in TEUR Beteiligungs- und
Wohnungsanlagen GmbH
Beteiligungs- und
Immobilien GmbH
Gesamt
30.9.2022 30.9.2021 30.9.2022 30.9.2021 2022 2021
Zusammengefasste Bilanz
Vermögenswerte 955.104 934.935 171.236 160.506 1.126.340 1.095.441
Schulden 697.329 698.963 141.503 132.275 838.832 819.957
Zusammengefasste Erfolgsrechnung
Erlöse 141.001 143.027 25.809 22.721 16 6.811 165.747
Gewinn/Verlust aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
20.970 21.636 2.612 2.784 23.582 24.419
Sonstiges Ergebnis 832 128 291 –22 1.123 106
Gesamtergebnis 21.803 21.764 2.903 2.762 24.705 24.525
Überleitungsrechnung At Equity-Buchwert
in TEUR Beteiligungs- und
Wohnungsanlagen GmbH
Beteiligungs- und
Immobilien GmbH
Gesamt
2022 2021 2022 2021 2022 2021
Eigentumsanteil 25% 25% 25% 25%
Buchwert 1.1. 58.993 47.325 7.058 6.717 66.051 54.042
Zugang 8.698 8.698
Ausschüttung –2.470 –350 –350 –350 –2.820
anteiliges Gesamtergebnis 5.451 5.441 726 690 6.176 6.131
Buchwert 31.12. 64.444 58.993 7.433 7.058 71.877 66.051
Die zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen
der in Übereinstimmung mit den gemäß IFRS aufgestellten Abschlüssen und
Packages der assoziierten Unternehmen.
Bei der Ermittlung des At Equity-Buchwerts der Beteiligungs- und Wohnungs
-
anlagen GmbH wurde das anteilige Eigenkapital gegebenenfalls um das nicht
zurechenbare Genussrechtskapital bereinigt.
Die Beteiligungen an den At Equity-bewerteten Unternehmen wurden ein
-
gegangen, um das geografische Geschäftsumfeld zu festigen und das Ge-
schäftssegment Retail und Wohnbau zu intensivieren. Weiters soll der oberös-
terreichische Wirtschaftsstandort durch diese Beteiligungen gestärkt werden .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
(33) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Anlagespiegel
in TEUR Anschaffungs-
werte
1.1.2022
Zugänge
(+)
Umbuch-
ungen
Abgänge
(–)
Anschaffungs-
werte
31.12.2022
Kumul. Ab-/
Zuschrei-
bungen
Buchwert
31.12.2022
Laufende
Ab-/Zuschrei-
bungen
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
100.747 1.659 –881 101.525 –31.284 70.241 –3.048
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.556 124 –33 14.647 –13.731 916 –192
Grundstücke und Gebäude 27.109 25 881 28.015 –20.355 7.660 –557
Nutzungsrechte Grundstücke
und Gebäude
2.173 824 2.997 –1.461 1.536 –384
Sonstige Sachanlagen 10.950 781 –248 11.4 83 –9.279 2.204 –500
Leasinggegenstände aus
Operating-Leasing
565 108 –93 580 –311 269 –97
Gesamt 156.100 3.521 0 –374 159.247 –76.421 82.826 –4.778
in TEUR Anschaffungs-
werte
1.1.2021
Zugänge
(+)
Umbuch-
ungen
Abgänge
(–)
Anschaffungs-
werte
31.12.2021
Kumul. Ab-/
Zuschrei-
bungen
Buchwert
31.12.2021
Laufende
Ab-/Zuschrei-
bungen
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
99.048 1.726 –27 100.747 –28.353 72.394 –3.016
Immaterielle Vermögensgegenstände 31.435 1.024 –17.903 14.556 –13.572 984 –608
Grundstücke und Gebäude 27.109 27.109 –19.682 7.427 –547
Nutzungsrechte Grundstücke
und Gebäude
2.718 15 –560 2.173 –1.076 1.097 –449
Sonstige Sachanlagen 13.644 211 –2.905 10.950 –9.003 1.947 –491
Leasinggegenstände aus
Operating-Leasing
577 37 –49 565 –266 299 –90
Gesamt 174.531 3.013 0 –21.444 156.100 –71.952 84.148 –5.201
(34) Sonstige Aktiva
Im Bilanzposten Sonstige Aktiva werden Forderungen, die nicht aus dem
Bankgeschäft stammen (im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie abgegrenzte Erträge aus Beteiligungen) und Rechnungs
-
abgrenzungsposten ausgewiesen.
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Rechnungsabgrenzungsposten 1.889 1.760
Forderungen Land Oberösterreich 547 503
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 380 138
Übrige Aktiva 27.296 2.729
Gesamt 30.112 5.130
Im Posten Übrige Aktiva sind im Wesentlichen interne Verrechnungskonten
und Verrechnungen mit Beteiligungen gegenüber Personengesellschaften
enthalten.
Der Fair Value von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (ohne
Nutzungsrechte) beträgt TEUR 75.578 (2021: TEUR 71.025). Die Gutachten
werden von der I&B Immobilien und Bewertungs GmbH, Linz, sowie durch die
allgemein beeideten gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Mag. Stephan
Hirsch, Mag. Christian Haidinger-Wiesinger und Ing. Erhard Leimer erstellt.
Die Mieteinnahmen aus Finanzimmobilien betragen im Geschäftsjahr 2022
TEUR 7.388 (2021: TEUR 6.799) und werden unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen ausgewiesen. Die damit direkt in Zusammenhang stehenden betrieb
-
lichen Aufwendungen beinhalten die laufende Abschreibung und Instandhal-
tungskosten und belaufen sich auf TEUR –3.105 (2021: TEUR –3.024). Diese
Aufwendungen sind in den Abschreibungen bzw. dem Sachaufwand enthalten.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen (2021:
keine) für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien .
Im Abschluss 2022 wurden nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse (Covid-
19-Investitionsprämien) in Höhe von TEUR 14 (2021: TEUR 22) berücksichtigt.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 929 3.645 8.094 0 12.668
Umbuchungen
nach Stage 1 437 –378 –60 0
nach Stage 2 –232 986 –754 0
nach Stage 3 –3 –88 91 0
Zwischensumme 1.132 4.166 7.372 0 12.668
Nettoveränderung 147 774 1.048 1.969
Abgang –167 –197 –400 –764
Verbräuche –514 –514
Zugang 898 927 372 2.197
Zum 31.12.2022 2.010 5.670 7.877 0 15.556
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 664 1.740 8.722 0 11.125
Umbuchungen
nach Stage 1 208 –174 –35 0
nach Stage 2 –46 400 –354 0
nach Stage 3 –2 –75 77 0
Zwischensumme 825 1.891 8.410 0 11.125
Nettoveränderung –247 1.791 1.820 3.364
Abgang –98 –225 –2.891 –3.214
Verbräuche –2.195 –2.195
Zugang 450 188 2.951 3.589
Zum 31.12.2021 929 3.645 8.094 0 12.668
Risikovorsorge für Finanzanlagen AC
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 77 0 0 0 77
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 77 0 0 0 77
Nettoveränderung 199 199
Abgang –10 –10
Verbräuche 0
Zugang 121 121
Zum 31.12.2022 387 0 0 0 387
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 485 0 0 0 485
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 485 0 0 0 485
Nettoveränderung –416 –416
Abgang 0
Verbräuche 0
Zugang 8 8
Zum 31.12.2021 77 0 0 0 77
(35) Risikovorsorgen
Risikovorsorge für Guthaben bei Zentralnotenbanken
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 103 0 0 0 103
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 103 0 0 0 103
Nettoveränderung –102 –102
Abgang 0
Verbräuche 0
Zugang 0
Zum 31.12.2022 1 0 0 0 1
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 41 0 0 0 41
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 41 0 0 0 41
Nettoveränderung 62 62
Abgang 0
Verbräuche 0
Zugang 0
Zum 31.12.2021 103 0 0 0 103
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 42 0 0 0 42
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 42 0 0 0 42
Nettoveränderung 25 25
Abgang –24 –24
Verbräuche 0
Zugang 192 192
Zum 31.12.2022 235 0 0 0 235
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 507 0 0 0 507
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 507 0 0 0 507
Nettoveränderung –464 –464
Abgang –1 –1
Verbräuche 0
Zugang 0
Zum 31.12.2021 42 0 0 0 42
Nettoveränderung: Veränderung den Bestand betreffend
Abgang: Auflösung aufgrund Ausbuchung eines Finanzinstruments
Zugang: Zuweisung aufgrund Einbuchung eines Finanzinstruments
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Risikovorsorge gesamt
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 1.506 3.674 8.929 0 14.108
Umbuchungen
nach Stage 1 446 –386 –60 0
nach Stage 2 –401 1.155 –754 0
nach Stage 3 –3 –88 92 0
Zwischensumme 1.547 4.355 8.207 0 14.108
Nettoveränderung 461 816 293 1.571
Abgang –235 –243 –401 –879
Verbräuche –514 –514
Zugang 1.559 1.217 372 3.148
Zum 31.12.2022 3.333 6.144 7.957 0 17.434
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 2.205 1.761 9.848 0 13.814
Umbuchungen
nach Stage 1 214 –179 –35 0
nach Stage 2 –48 402 –354 0
nach Stage 3 –2 –75 77 0
Zwischensumme 2.369 1.908 9.536 0 13.814
Nettoveränderung –1.421 1.793 1.812 2.184
Abgang –135 –229 –4.017 –4.381
Verbräuche –2.195 –2.195
Zugang 692 202 3.794 4.688
Zum 31.12.2021 1.506 3.674 8.929 0 14.108
Angaben zur Modification
In der Abschlussperiode wurden im Konzern nur sehr wenige vertragliche
Modifizierungen bei finanziellen Vermögenswerten vorgenommen, die nicht
zu einer Ausbuchung geführt haben. Der sich daraus ergebende geringe
Modifikationsgewinn wird in Bezug auf das Gesamtzinsergebnis als nicht
signifikant beurteilt. Auch die Auswirkung auf die Änderung des Bruttobuch
-
wertes wird als unwesentlich eingestuft.
Den Modifizierungen lagen keine finanziellen Schwierigkeiten der Kredit
-
nehmer (bonitätsbedingte Zugeständnisse) zu Grunde (keine Wanderungen
in höhere Stages), somit wird die Auswirkung auf das Ausfallrisiko und die
Risikovorsorge als unwesentlich angesehen.
Die fortlaufende Überwachung modifizierter Vermögenswerte erfolgt im Rah
-
men der standardisierten Kreditüberwachungsprozesse bzw. im Rahmen der
vierteljährlichen Berechnung der Risikovorsorge. Signifikante Veränderungen
in der Stagezuordnung und der damit verbundenen Risikovorsorge werden im
Expertengremium im Rahmen der vierteljährlichen Berechnung thematisiert
und entsprechend berichtet.
Die Zuordnung zu einem Stage erfolgt auch bei modifizierten Finanzinst
-
rumenten anhand der in Punkt (10) beschriebenen Transferkriterien. Ein
Rücktransfer von Finanzinstrumenten, für welche die Wertminderung in der
vorangegangenen Berichtsperiode in Höhe der über die Restlaufzeit erwarte
-
ten Kreditverluste bemessen wurde (Stage 2), in Stage 1 und somit Bemessung
der Wertminderung auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste, erfolgt
erst dann, wenn sich das Kreditausfallrisiko so vermindert hat, dass es im
Vergleich zum erstmaligen Ansatz nicht mehr signifikant erhöht ist.
(36) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert.
Risikovorsorge für Finanzanlagen OCI
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 70 0 0 0 70
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 70 0 0 0 70
Nettoveränderung 211 211
Abgang –1 –1
Verbräuche 0
Zugang 5 5
Zum 31.12.2022 285 0 0 0 285
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 395 0 0 0 395
Umbuchungen
nach Stage 1 0
nach Stage 2 0
nach Stage 3 0
Zwischensumme 395 0 0 0 395
Nettoveränderung –340 –340
Abgang 0
Verbräuche 0
Zugang 15 15
Zum 31.12.2021 70 0 0 0 70
Rückstellungen für Kreditrisken und Eventualverbindlichkeiten
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2022 284 29 835 0 1.148
Umbuchungen
nach Stage 1 8 –8 0
nach Stage 2 –168 168 0
nach Stage 3 0
*)
0
*)
0
*)
0
Zwischensumme 123 189 835 0 1.148
Nettoveränderung –19 42 –754 –731
Abgang –33 –46 –1 –79
Verbräuche –
Zugang 343 290 633
Zum 31.12.2022 415 475 80 0 969
*)
Werte < TEUR 1
in TEUR Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Summe
Zum 1.1.2021 113 21 1.126 0 1.260
Umbuchungen
nach Stage 1 5 –5 0
nach Stage 2 –2 2 0
nach Stage 3 0
*)
0
*)
0
Zwischensumme 117 17 1.126 0 1.260
Nettoveränderung –16 2 –8 –22
Abgang –36 –5 –1.126 –1.167
Verbräuche –
Zugang 219 14 843 1.076
Zum 31.12.2021 284 29 835 0 1.148
*)
Werte < TEUR 1
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Geschäftsarten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Giro- und Clearinggeschäfte 8.244 4.026
Geldmarktgeschäfte 922.674 1.231.576
Gesamt 930.918 1.235.602
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 76.972 327.060
bis 3 Monate 5.000
über 3 Monate bis 1 Jahr 400.000
über 1 Jahr bis 5 Jahre 203.400 608.400
über 5 Jahre 245.547 300.142
Gesamt 930.918 1.235.602
Zum 31. Dezember 2022 beträgt das im Posten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltene Volumen an längerfristigen Finanzierungsgeschäf
-
ten aus dem TLTRO III-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) TEUR
600.000 (2021: TEUR 600.000). Ein vorzeitiges Kündigungsrecht wurde 2022
nicht in Anspruch genommen. Auf Basis einer Analyse der für die Oberös
-
terreichische Landesbank Aktiengesellschaft als Kreditinstitut am Markt für
vergleichbar besicherte Refinanzierungsquellen erzielbaren Konditionen
ergibt sich die Auffassung, dass die Konditionen des TLTRO III-Programmes
keinen wesentlichen Vorteil im Vergleich zum Markt bieten. Die Finanzie
-
rungsverbindlichkeit wird daher als Finanz instrument gemäß IFRS 9 mit einem
Bilanzwert in Höhe von TEUR 600.000 (2021: TEUR 600.000) ausgewiesen. Für
die laufende Verzinsung wird immer der aktuell gültige Zinssatz verwendet.
Die im Oktober 2022 seitens der EZB veröffentlichten Änderungen am TLTRO
III-Programm (Änderung der Verzinsungsmodalitäten und Einfügen weiterer
Rückzahlungsoptionen) stellen nach Auffassung der Oberösterreichischen
Landesbank Aktiengesellschaft keine wesentliche Vertragsanpassung dar,
weshalb diese Änderungen ebenfalls lediglich zu einer Zinssatzänderung
führten. Schätzungsänderungen oder Buchwertanpassungen waren in diesem
Zusammenhang nicht notwendig.
Das benötigte Kreditwachstum für die erste Sonderverzinsungsperiode (Be
-
obachtungsperiode: 1. März 2020 bis zum 31. März 2021) sowie für die zweite
Sonderverzinsungsperiode (Beobachtungsperiode: 1. Oktober 2021 bis zum
31. Dezember 2021) wurde erfüllt. Die Verzinsung wurde somit mit –1,0 %
festgesetzt. Nach dem Ende der zweiten Sonderverzinsungsperiode am
23. Juni 2022 wurde bis zum 23. November 2022 die Verzinsung basierend
auf dem durchschnittlichen EZB-Zinssatz der Einlagenfazilität seit Start der
Geschäfte ermittelt. Ab dem 23. November 2022 bis zur Fälligkeit der jeweili
-
gen Tranche werden die TLTRO-Verbindlichkeiten basierend auf dem jeweils
aktuell gültigen EZB-Zinssatz der Einlagenfazilität verzinst. Dieser beläuft sich
zum 31. Dezember 2022 auf 2,0 %. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 betrug
der (negative) Zinsaufwand aus dem TLTRO III-Programm insgesamt TEUR
2.635 (2021: TEUR 5.881).
(37) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden überwiegend zu fortgeführ-
ten Anschaffungskosten bilanziert. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
in Höhe von TEUR 36.363 (2021: TEUR 50.705), deren Zinsrisiken mittels
Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option in Anspruch
genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen bei der Bewertung und dem
Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft kommen würde (accounting
mismatch). Für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 32.125
(2021: TEUR 40.857) wird Hedge Accounting angewendet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Sichteinlagen 1.279.899 1.357.333
Termineinlagen 574.600 111.104
Spareinlagen 446.087 476.808
Gesamt 2.300.585 1.945.245
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 1.649.855 1.770.453
bis 3 Monate 386.951 18.645
über 3 Monate bis 1 Jahr 101.533 24.394
über 1 Jahr bis 5 Jahre 115.3 45 34.606
über 5 Jahre 46.901 97.147
Gesamt 2.300.585 1.945.245
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Geschäftsfeldern (Segmente)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Großkunden 982.088 657.697
Retail und Wohnbau 1.249.990 1.195.967
Financial Markets 68.487 91.562
Sonstige 21 19
Gesamt 2.300.585 1.945.245
(38) Verbriefte Verbindlichkeiten
Für Verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.617.966 (2021: TEUR
1.794.615), deren Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die
Fair Value-Option in Anspruch genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen
bei der Bewertung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft
kommen würde (accounting mismatch). Für Verbriefte Verbindlichkeiten in
Höhe von TEUR 815.696 (2021: TEUR 921.104) wird Hedge Accounting ange
-
wendet. Die restlichen Verbrieften Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Geschäftsarten (Produkte)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Pfandbriefe 2.260.010 2.331.580
Kommunalbriefe 4 34.112 479.942
Wohnbauanleihen
*)
536.878 623.402
Anleihen 713.946 807.919
Gesamt 3.944.946 4.242.843
*)
Die Emissionen der Hypo-Wohnbaubank Aktiengesellschaft wurden treuhändig für
die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft (Treugeber) begeben .
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig
*)
40.151 40.045
bis 3 Monate 55.586 91.108
über 3 Monate bis 1 Jahr 352.237 123.396
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1. 267.193 1.585.537
über 5 Jahre 2.229.779 2.402.757
Gesamt 3.944.946 4.242.843
*)
Im Wesentlichen handelt es sich um Zinsabgrenzungen.
(39) Handelspassiva
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Zinssatzgeschäfte 122.782 72.892
hievon Hedge Accounting 54.763
Wechselkursgeschäfte 12.888 7.822
hievon Hedge Accounting 12.867 7.822
Gesamt 135.670 80.714
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Sensitivitätsanalyse der Defined Benefit Obligation (DBO)
Zum Bilanzstichtag wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, indem die
jeweiligen Annahmen zu den wichtigsten Bewertungsparametern unter ver
-
nünftiger Betrachtungsweise variiert und die Barwerte der leistungsorientier-
ten Verpflichtungen für Pensionen und Abfertigungen neu berechnet wurden:
Parameter Verände-
rung der
Annahme
Veränderungen DBO
Pensionen Abfertigungen
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Rechnungszins +0,5% –4,32% –5,62% –3,64% –3,93%
–0,5% 4,69% 6,21% 3,88% 4,22%
Bezüge +0,5% 0,21% 0,07% 3,80% 4,07%
–0,5% –0,15% –0,07% –3,60% –3,84%
Pensionen +0,5% 4,73% 6,08%
–0,5% –4,40% –5,57%
Entwicklung Sonstige Rückstellungen
in TEUR Stand
1.1.2022
Zufüh-
rungen
Ver-
brauch
Auf-
lösungen
Stand
31.12.2022
Risiken
aus dem
Kreditgeschäft
1.148 633 – 811 969
Verpflichtungen
für Negativ-
zinsen
13.601 –1.014 –6.286 6.301
Übrige sonstige
Rückstellungen
4.633 1.242 –4.301 –17 1.557
Gesamt 19.381 1.875 –5.315 –7.114 8.827
Bei den Verpflichtungen künftiger Zahlungen betreffend Negativzinsen wur-
de der neuesten höchstgerichtlichen Judikatur im Zusammenhang mit der
Zulässigkeit der Vereinbarung eines Mindestzinssatzes Rechnung getragen.
Da nach den Gerichtsurteilen des Obersten Gerichtshofs (OGH) die endgül
-
tig rechtliche Beurteilung für Nichtverbraucher noch in Klärung ist, wurden
entsprechende Vorsorgen getroffen. Die Schätzunsicherheit bezieht sich hier
auf das Eintrittsereignis.
Für weitere Informationen zur Entwicklung der Vorsorgen für Risiken aus dem
Kreditgeschäft wird auf Punkt (35) verwiesen .
(41) Sonstige Passiva
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Rechnungsabgrenzungsposten 453 833
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 20.735 19.533
Übrige Passiva 42.981 24.828
Gesamt Sonstige Passiva 64.170 45.194
Der Posten Übrige Passiva umfasst Verbindlichkeiten aus Personalverrech-
nung in Höhe von TEUR 3.754 (2021: TEUR 3.976), Verbindlichkeiten gegen-
über dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.821 (2021: TEUR 2.245), Verrech-
nungskonten aus der Abwicklung von Wohnbauförderungsdarlehen in Höhe
von TEUR 5.926 (2021: TEUR 11.385) sowie Verbindlichkeiten aus bankfrem
-
den Tätigkeiten in Höhe von TEUR 1.568 (2021: TEUR 521). Außerdem sind
notwendige Anpassungen aus der Stichtagsverschiebung in Bezug auf die
Ergebnisverrechnung mit vollkonsolidierten Tochterunternehmen im 4. Quartal
in Höhe von TEUR 25.158 (2021: TEUR 1.850) enthalten.
(40) Rückstellungen
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Rückstellungen für Sozialkapital 13.425 17. 289
Sonstige Rückstellungen 8.827 19.381
Gesamt 22.252 36.670
Entwicklung des Sozialkapitals
in TEUR Pensions-
rück-
stellungen
Abferti-
gungsrück-
stellungen
Jubiläums-
geldrück-
stellungen
Rückstel-
lungen So-
zialkapital
Rückstellungen (= DBO)
1.1.2022
7.411 8.489 1.388 17.289
Laufender
Dienstzeitaufwand
17 278 91 387
Zinsaufwand 72 81 14 167
Gewinn/Verlust aus
Anlass der Beendigung
des Arbeitsverhältnisses
–310 –310
Gewinn/Verlust wegen
Abgeltung
Versicherungsmath.
Gewinne/Verluste
–1.568 –757 –178 –2.503
aus demografischen
Annahmen
–104 –31 –135
aus finanziellen
Annahmen
–1.379 –774 –193 –2.346
aus erfahrungsbe-
dingter Berichtigung
–189 121 46 –22
Zahlungen –430 –1.132 –42 –1.603
Sozialkapital (= DBO)
31.12.2022
5.502 6.650 1.273 13.425
in TEUR Pensions-
rück-
stellungen
Abferti-
gungsrück-
stellungen
Jubiläums-
geldrück-
stellungen
Rückstel-
lungen So-
zialkapital
Rückstellungen (= DBO)
1.1.2021
9.245 9.022 1.378 19.644
Laufender
Dienstzeitaufwand
59 309 94 462
Zinsaufwand 68 67 11 145
Gewinn/Verlust aus
Anlass der Beendigung
des Arbeitsverhältnisses
–217 –217
Gewinn/Verlust wegen
Abgeltung
4
Versicherungsmath.
Gewinne/Verluste
–1.427 –178 –71 –1.676
aus demografischen
Annahmen
–4 –8 –12
aus finanziellen
Annahmen
125 –176 –36 –88
aus erfahrungsbe-
dingter Berichtigung
–1.551 2 –27 –1.576
Zahlungen – 414 –512 –24 –950
Abgeltungszahlungen –123 –123
Sozialkapital (= DBO)
31.12.2021
7.411 8.489 1.388 17.289
Am 31. Dezember 2022 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leis-
tungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen bei 7,78 Jahre (2021: 8,15
Jahre), für Jubiläumsgelder bei 8,99 Jahre (2021: 10,4 Jahre) und für Pensionen
bei 9,96 Jahre (2021: 12,25 Jahre).
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(42) Laufende und latente Steuerverbindlichkeiten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Laufende Steuerverbindlichkeiten 2.435 2.957
Latente Steuerverbindlichkeiten 8.706 14.902
Gesamt Steuerverbindlichkeiten 11.141 17.859
in TEUR Latente
Steuer-
ansprüche
31.12.2022
Latente
Steuer-
schulden
31.12.2022
erfolgs-
wirksam
2022
Forderungen an Kunden 4.240 10.384
Handelsaktiva 23.543 64.047
Finanzanlagen und Anteile an
At Equity-bewerteten Unternehmen
1.607 3.375 14.173
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.659 –3.424
Verbriefte Verbindlichkeiten 20.807 –97.238
Handelspassiva 33.442 11.713
Nachrangkapital 1.183 –257
Rückstellungen 2.567 –438
Andere Posten 4 2
Saldierung Steuerlatenz –41.861 –41.861
Latente Steuerverbindlichkeiten 0 8.706 –1.037
in TEUR Latente
Steuer-
ansprüche
31.12.2021
Latente
Steuer-
schulden
31.12.2021
erfolgs-
wirksam
2021
Forderungen an Kunden 1.518 7.662 1.882
Handelsaktiva 87.590 30.038
Finanzanlagen und Anteile an
At Equity-bewerteten Unternehmen
1.942 28.789 7.037
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.700 –1.233
Verbriefte Verbindlichkeiten 78.306 –32.751
Handelspassiva 21.729 –4.687
Nachrangkapital 683 –18
Rückstellungen 3.624 –115
Andere Posten 2 5
Saldierung Steuerlatenz –109.822 –109.822
Latente Steuerverbindlichkeiten 0 14.902 157
Aus der erfolgsneutralen Bewertung der Finanzinstrumente, die als OCI-
Bestand klassifiziert worden sind, sowie für das direkt im Eigenkapital erfasste
Ergebnis aus der Bewertung des Sozialkapitals wurden auch die latenten
Steuern direkt im Eigenkapital und somit erfolgsneutral gebildet. Im Jahr
2022 betrug der erfolgsneutral erfasste latente Steuerertrag TEUR 7.232
(2021: TEUR 1.418).
Auf temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und asso
-
ziierten Unternehmen, die von Konzerngesellschaften gehalten werden, in
Höhe von TEUR 51.478 (2021: TEUR 45.652) wurden in Übereinstimmung mit
IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt, da sich die temporären
Differenzen in absehbarer Zeit erwartungsgemäß nicht umkehren werden. Bei
den temporären Differenzen handelt es sich um thesaurierte Gewinnanteile,
deren Ausschüttung nicht beabsichtigt ist bzw. auf absehbare Zeit steuerfrei
bleiben wird. Zum 31. Dezember 2022 wurde daher – ohne Berücksichtigung
der steuerfreien Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen – eine hypo
-
thetische Steuerschuld von TEUR 11.841 (2021: TEUR 11.413) nicht angesetzt .
(43) Nachrangkapital
Dieser Posten enthält Ergänzungskapital im Sinne des Artikel 62 ff. CRR.
Weiters erfolgt in diesem Posten der Ausweis von Hybridkapital.
Für Nachrangkapital in Höhe von TEUR 20.051 (2021: TEUR 22.277), dessen
Zinsrisiken mittels Zinsswap abgesichert wurden, wurde die Fair Value-Option
in Anspruch genommen, da es ansonsten zu Inkongruenzen bei der Bewer
-
tung und dem Ansatz gegenüber dem Sicherungsgeschäft kommen würde
(accounting mismatch). Das restliche Nachrangkapital wird zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert.
Nachrangkapital nach Geschäftsarten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Nachrangige Verbindlichkeiten 48.120 50.263
Ergänzungskapital 16.225 12.098
Gesamt 64.345 62.361
Nachrangkapital nach Fristen (Restlaufzeit)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Täglich fällig 394 81
bis 3 Monate
über 3 Monate bis 1 Jahr
über 1 Jahr bis 5 Jahre
über 5 Jahre 63.952 62.280
Gesamt 64.345 62.361
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten
betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR –744 (2021: TEUR –393).
Überleitungsrechnung betreffend der Angabe zum Geldfluss aus
Finanzierungstätigkeit
in TEUR 2022 2021
Nachrangkapital 1.1. 62.361 57.243
Zahlungswirksame Veränderungen
Auszahlungen –6.000
Einzahlungen 4.085 9.047
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Veränderung Fair Value –2.412 2.133
Veränderung Zinsabgrenzung 311 –62
Nachrangkapital 31.12. 64.345 62.361
(44) Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem der Bank zur Verfügung gestellten Kapital
(Gezeichnetes Kapital zuzüglich Kapitalrücklagen) und aus erwirtschaftetem
Kapital (Gewinnrücklagen sowie erfolgsneutral gebildeten Rücklagen und dem
Konzernjahresergebnis) zusammen. Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen
aus At Equity-bewerteten Unternehmen sind ebenfalls unter den Gewinnrück
-
lagen geführt. Unter der OCI-Rücklage werden die nicht ergebniswirksam
erfassten Bewertungsänderungen des FVOCI-Bestandes sowie die bonitäts
-
bedingten Veränderungen der zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten
zusammengefasst. Die IAS 19-Rücklage stellt die kumulierten versicherungs
-
mathematischen Gewinne und Verluste aus den Personalrückstellungen dar.
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Das gezeichnete Kapital besteht aus dem Grundkapital in der Höhe von TEUR
14.664 (2021: TEUR 14.664). Am 31. Dezember 2022 waren 2.017.000 (2021:
2.017.000) Aktien mit einem Nominale von EUR 7,27 je Aktie im Umlauf. Von
den ausgegebenen Aktien hat das Mutterunternehmen zum 31. Dezember
2022 14.161 Anteile (2021: 13.678) im eigenen Besitz. Die Veränderung stammt
aus Rückkäufen von ausgeschiedenen Mitarbeitern oder aus Ankäufen von
Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2021 fand eine Umwandlung von 17.000 Stück
Vorzugsaktien in Stammaktien statt.
Bei den Mitarbeiteraktien der Oberösterreichische Landesbank Aktienge
-
sellschaft handelt es sich um für ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Zuge
der Privatisierung 1997 ausgegebene Aktien. Diese wurden zum damaligen
Zeitpunkt einmalig unentgeltlich an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und
Mitglieder des Vorstandes der Oberösterreichische Landesbank Aktien
-
gesellschaft ausgegeben. Die Übernehmer dieser Aktien sind verpflichtet,
die Aktien in definierten Aufgriffsfällen, in nachstehender Reihenfolge dem
Betriebsratsfonds, dem vom Betriebsrat nominierten Mitarbeiter, der Ober
-
österreichische Landesbank Aktiengesellschaft, der Landesholding GmbH
oder der Hypo Holding GmbH zur Übernahme anzubieten. Einen Aufgriffsfall
stellen beispielsweise das Ausscheiden, die Pensionierung oder das Ableben
eines Mitarbeiters dar.
Der Kurs der Mitarbeiteraktien wird im Rahmen der genehmigten IFRS-
Konzernbilanz einmal jährlich festgelegt. Die Aktien können vom Mitarbeiter
zu diesem Kurs erworben werden, ein begünstigter Verkauf liegt nicht vor.
Der Kauf und Verkauf von Mitarbeiteraktien ist ausschließlich im Monat nach
der Hauptversammlung und nur für aktive Mitarbeiter in unbefristeten und
ungekündigten Dienstverhältnissen möglich, wobei pro Mitarbeiter insgesamt
maximal 50 Stück erworben werden können. Im Jahr 2022 wurden von der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft 603 Aktien (2021: 217
Aktien) zum Gesamtwert von TEUR 146 (2021: TEUR 50) erworben und 120
Aktien (2021: 285 Aktien) von den Mitarbeitern zum Gesamtwert von TEUR
29 (2021: TEUR 66) rückerworben. Die Ergebnisse daraus werden direkt im
Eigenkapital berücksichtigt.
Erfolgsneutral und somit ebenfalls direkt im Eigenkapital wurden die Bewegun
-
gen in der OCI-Rücklage – insbesondere bonitätsbedingte Veränderungen der
zum Fair Value bewerteten Verbindlichkeiten, Änderungen des Fair Values bei
FVOCI-Finanzinstrumenten und die versicherungsmathematischen Gewinne/
Verluste aus der Bewertung des Sozialkapitals (IAS 19-Rücklage) – erfasst.
Im Jahr 2022 entspricht dies einem Betrag von TEUR 23.466 (2021: TEUR
2.221). Bei der Bewertung des OCI-Bestandes sowie bei der Erfassung der IAS
19-Rücklage wurden die latenten Steuern unmittelbar im Eigenkapital in Abzug
gebracht. Aufgrund von Abgängen von OCI-Beständen wurde im Berichtsjahr
die Rücklage in Höhe von TEUR 2 (2021: TEUR 226) erfolgswirksam aufgelöst.
Die Gewinnrücklagen bestehen aus den gesetzlichen Rücklagen, anderen
Gewinnrücklagen und der Haftrücklage. Die Dotierung der Haftrücklage
unterliegt den Bestimmungen des § 57 Abs. 5 BWG. 2022 war eine Dotierung
in Höhe von TEUR 1.907 (2021: TEUR 171) erforderlich .
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2022 0,42 % (2021:
0,34 %) und ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss nach Steuern geteilt
durch das Gesamtkapital (Bilanzsumme).
(45) Sonstige Other Comprehensive Income (OCI)-Rücklage
Die Sonstige OCI-Rücklage setzt sich wie folgt zusammen:
in TEUR 1.1.2022 Verände-
rungen
31.12.2022
Bonitätsbedingte Veränderungen
der zum Fair Value bewerteten
Verbindlichkeiten
–1.006 10.110 9.104
Änderungen des Fair Values bei
FVOCI-Eigenkapitalinstrumenten
–3.205 –11.56 6 –14.772
Änderungen des Fair Values bei
FVOCI-Schuldtiteln
2.524 –23.996 –21.472
Gesamt –1.688 –25.452 –27.140
in TEUR 1.1.2021 Verände-
rungen
31.12.2021
Bonitätsbedingte Veränderungen
der zum Fair Value bewerteten
Verbindlichkeiten
4.046 –5.052 –1.006
Änderungen des Fair Values bei
FVOCI-Eigenkapitalinstrumenten
–10.046 6.840 –3.205
Änderungen des Fair Values bei
FVOCI-Schuldtiteln
7.763 –5.239 2.524
Gesamt 1.764 –3.452 –1.688
Die Risikovorsorgen von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen vor Steuerlatenz
zum Bilanzstichtag TEUR 286 (2021: TEUR 70).
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Zusätzliche IFRS-Informationen
(46) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte
31.12.2022
in TEUR
Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte clean
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt positiv negativ
Zinssatzverträge 335.841 739.124 1.866.263 2.941.228 99.431 131.459
Wechselkursverträge 56.068 45.778 101.846 8.940 12.785
Zinsoptionen 124 30.115 30.239 638 630
Devisentermingeschäfte 22.590 22.590 336 21
Gesamt 358.431 795.316 1.942.156 3.095.903 109.345 144.895
31.12.2021
in TEUR
Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte clean
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt positiv negativ
Zinssatzverträge 146.400 1.064.317 1.648.982 2.859.699 333.160 66.419
Wechselkursverträge 16.563 56.068 72.631 3.825 7.102
Zinsoptionen 164 30.197 30.361 45 45
Devisentermingeschäfte 24.815 24.815 946
Gesamt 187.778 1.120.549 1.679.179 2.987.506 337.030 74.512
(47) Saldierung von Finanzinstrumenten
Vermögenswerte in TEUR
31.12.2022
Finanzielle
Vermögens-
werte (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge (brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
mögenswerte
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten 92.713 92.713 –43.896 –44.141 4.676
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen
Gegenparteien
33.058 33.058 –3.216 –29.357 485
Forderungen gegenüber Kreditinstituten 185.172 185.172 –77.889 107.283
Verbindlichkeiten in TEUR
31.12.2022
Finanzielle
Verbindlich-
keiten (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge (brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
bindlichkeiten
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten 114.246 114. 24 6 –43.896 –66.347 4.003
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen
Gegenparteien
21.423 21.423 –3.216 –17.955 253
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 930.918 930.918 –77.889 853.030
Vermögenswerte in TEUR
31.12.2021
Finanzielle
Vermögens-
werte (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge (brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
mögenswerte
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten 330.408 330.408 –33.124 –290.295 6.989
Derivative Finanzinstrumente mit zentralen
Gegenparteien
6.671 6.671 –6.671
Forderungen gegenüber Kreditinstituten 166.926 166.926 –95.629 71.296
Verbindlichkeiten in TEUR
31.12.2021
Finanzielle
Verbindlich-
keiten (brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge (brutto)
Bilanzierte
finanzielle Ver-
bindlichkeiten
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
Rahmenverein-
barungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
Derivative Finanzinstrumente mit Kreditinstituten 74.512 74.512 –33.124 –36.858 4.530
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.235.602 1.235.602 –95.629 1.139.973
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Bei den Verträgen zu derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um
Deutsche und Österreichische Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte
sowie den zugehörigen Sicherheitenvereinbarungen, welche die Kriterien für
eine Saldierung gemäß IAS 32.42 der umfassten Finanzinstrumente nicht
erfüllen. Das im Vertrag enthaltene Aufrechnungsrecht von Marktwerten
und Sicherheiten entsteht für die Vertragsparteien nur bei Ausfall, Insolvenz,
Konkurs und Kündigung. Die Vertragsparteien beabsichtigen auch keine
Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis. Als Sicherheiten dienen gemäß
zugehöriger Sicherheitenvereinbarungen Cash-Collaterals. An zentrale
Gegenparteien wurden Ersteinschusszahlungen in Höhe von TEUR 17.683
(2021: TEUR 8.261) geleistet.
Bei den aufgerechneten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten handelt es sich um eine individuelle Nettingvereinbarung mit
einem Vertragspartner zur Minderung des Kreditrisikos gemäß CRR. Weiters
existieren seit 2016 für Forderungen und Verbindlichkeiten aus derivativen
Finanzinstrumenten vertragliche Nettingvereinbarungen für die Anerkennung
von risikomindernden Effekten.
(48) Fair Values
31.12.2022
in TEUR
Buchwert Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
AKTIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Barreserve
*)
669.189
Forderungen an Kreditinstitute 185.172 181.994 181.994
Forderungen an Kunden 5.593.409 5.449.273 5.449.273
Finanzanlagen 412.406 205.261 29.483 155.171 389.915
Sonstige Aktiva (Finanzinstrumente)
*)
1.961
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden 119.267 119.267 119.267
Handelsaktiva 52.328 793 51.535 52.328
Handelsaktiva (Derivate) 125.624 125.624 125.624
Zum Fair Value designierte finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden 169.410 169.410 169.410
Handelsaktiva 150.448 108.296 42.152 150.448
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzanlagen 306.606 244.210 62.396 306.606
Hedge Accounting
Handelsaktiva (Derivate) 147 147 147
31.12.2022
in TEUR
Buchwert Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
PASSIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 930.918 930.224 930.224
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.232.098 2.232.202 2.232.202
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.511.285 1.335.836 1.335.836
Nachrangkapital 44.294 31.409 31.409
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Handelspassiva (Derivate) 68.039 68.039 68.039
Zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 36.363 36.363 36.363
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.617.966 1.617.966 1.617.966
Nachrangkapital 20.051 20.051 20.051
Hedge Accounting
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 32.125 32.125 32.125
Verbriefte Verbindlichkeiten 815.696 815.696 815.696
Handelspassiva 67.631 67.631 67.631
*)
Der Fair Value entspricht dem Buchwert, weil es sich überwiegend um kurzfristige Aktiva handelt .
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
31.12.2021
in TEUR
Buchwert Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
AKTIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Barreserve
*)
772.016
Forderungen an Kreditinstitute 166.926 161.656 161.656
Forderungen an Kunden 5.321.255 5.574.563 5.574.563
Finanzanlagen 367.106 174.290 31.223 170.535 376.048
Sonstige Aktiva (Finanzinstrumente)
*)
1.569
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden 92.160 92.160 92.160
Handelsaktiva 58.809 5.871 52.938 58.809
Handelsaktiva (Derivate) 320.887 320.887 320.887
Zum Fair Value designierte finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden 185.230 185.230 185.230
Handelsaktiva 304.903 244.342 60.561 304.903
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzanlagen 357.944 295.861 62.083 357.944
Hedge Accounting
Handelsaktiva (Derivate) 55.924 55.924 55.924
31.12.2021
in TEUR
Buchwert Fair Value
Level 1
Fair Value
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
gesamt
PASSIVA
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.235.602 1.247.185 1.247.185
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.853.683 1.854.639 1.854.639
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.527.124 1.567.950 1.567.950
Nachrangkapital 40.084 34.130 34.130
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Handelspassiva (Derivate) 73.838 73.838 73.838
Zum Fair Value designierte finanzielle Vermögenswerte
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 50.705 50.705 50.705
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.794.615 1.794.615 1.794.615
Nachrangkapital 22.277 22.277 22.277
Hedge Accounting
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 40.857 40.857 40.857
Verbriefte Verbindlichkeiten 921.104 921.104 921.104
Handelspassiva 6.876 6.876 6.876
*)
Der Fair Value entspricht dem Buchwert, weil es sich überwiegend um kurzfristige Aktiva handelt .
Der Buchwert der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuften
Verbindlichkeiten ist um TEUR 23.897 (2021: TEUR 286.979 höher) niedriger
als der vertragsgemäß bei Fälligkeit an die Gläubiger zu zahlende Betrag. Dem
stehen jedoch in Summe positive Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in
Höhe von TEUR 882 (2021: TEUR 283.951) gegenüber.
Das maximale Ausfallrisiko in Bezug auf die erfolgswirksam zum beizulegen
-
den Zeitwert designierten Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2022
TEUR 319.858 (2021: TEUR 490.133).
Umwidmungen
Umwidmungen zwischen den Level-Kategorien finden aufgrund der intern
festgelegten Level-Policy statt. Die Oberösterreichische Landesbank Aktien
-
gesellschaft berücksichtigt Umgliederungen in der Fair Value-Hierarchie am
Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Am Berichtsstichtag fand keine (2021: keine) Umwidmung von Level 1 in Level
2 statt. Am Berichtsstichtag fand keine (2021: keine) Umwidmung von Level
1 in Level 3 statt. Am Berichtsstichtag fand keine (2021: keine) Umwidmung
von Level 2 in Level 1 statt. Am Berichtsstichtag fanden keine (2021: zwei)
Umwidmungen von Level 2 in Level 3 (2021: mit einem Buchwert von TEUR
11.491) statt. Am Berichtsstichtag fand keine (2021: keine) Umwidmung von
Level 3 in Level 1 statt. Am Berichtsstichtag fand keine (2021: eine) Umwid
-
mung von Level 3 in Level 2 (2021: mit einem Buchwert von TEUR 4.988) statt.
Auswirkungen der Reklassifizierungen zum Bilanzstichtag
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Geschäftsmodelle unverändert beibehalten
und demnach keine Reklassifizierungen aufgrund von Geschäftsmodellände
-
rungen vorgenommen.
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Spezielle Angaben für Level 3
in TEUR 1.1.2022 Zugänge Abgänge Reali-
siertes
Ergebnis
Bewer-
tungs-
ergebnis
Tilgungen Amorti-
sation
OCI-
Rücklage
1.1.2022
Verän-
derung
Rücklage
OCI-
Rücklage
31.12.2022
vor Steuer-
latenz
Zinsab-
grenzung
Bilanzwert
31.12.2022
Fremdkapital
Kredite FVPL
designiert
185.230 23.458 –39.197 –81 169.410
Kredite FVPL
zwingend
92.160 30.201 –3.098 4 119. 267
Wertpapiere
FVPL designiert
60.561 –18.413 4 42.152
Eigenkapital
Wertpapiere
FVPL zwingend
52.938 4.998 –5.004 –1.396 51.535
Wertpapiere
FVOCI
35.835 –121 –5.835 –5.956 30.000
Beteiligungen
FVOCI
26.248 0 –21 3.188 6.169 9.357 32.396
Gesamt Aktiva 452.972 35.199 18.433 0 –62.104 0 0 3.067 334 3.401 –73 444.760
At Fair Value 1.867.597 269.978 0 2.222 293.052 –155.541 –902 –1.342 13.165 11. 82 3 –117 1.674.380
Gesamt Passiva 1.867.597 269.978 0 2.222 293.052 –155.541 –902 –1.342 13.165 11.823 –117 1.674.380
in TEUR 1.1.2021 Zugänge Abgänge Reali-
siertes
Ergebnis
Bewer-
tungs-
ergebnis
Tilgungen Amorti-
sation
OCI-
Rücklage
1.1.2021
Verän-
derung
Rücklage
OCI-
Rücklage
31.12.2021
vor Steuer-
latenz
Zinsab-
grenzung
Bilanzwert
31.12.2021
Fremdkapital
Kredite FVPL
designiert
186.008 7.304 – 8.011 –71 185.230
Kredite FVPL
zwingend
41.216 50.100 844 0 92.160
Wertpapiere
FVPL designiert
66.841 –6.269 –11 60.561
Eigenkapital
Wertpapiere
FVPL zwingend
49.277 5.004 –1.343 52.938
Wertpapiere
FVOCI
37.800 1.844 –1.965 –121 35.835
Beteiligungen
FVOCI
23.226 227 –20 373 2.815 3.188 26.248
Gesamt Aktiva 404.368 62.635 –20 0 –14.779 0 0 2.217 850 3.067 –82 452.972
At Fair Value 2.016.532 2.000 745 101.715 –55.759 –925 5.395 –6.737 –1.342 –378 1.867.597
Gesamt Passiva 2.016.532 2.000 0 745 101.715 –55.759 –925 5.395 –6.737 –1.342 –378 1.867.597
Das realisierte Ergebnis und das Bewertungsergebnis aus der Kategorie Fair
Value through Profit & Loss werden im Handelsergebnis ausgewiesen. Das
realisierte Ergebnis sowie Impairments aus der Kategorie Fair Value through
OCI werden im Finanzanlageergebnis und das Bewertungsergebnis im Sons
-
tigen Ergebnis ausgewiesen. Für Level 3-Finanzinstrumente werden Preis-
bildungsinformationen Dritter ohne weitere Berichtigungen herangezogen.
Verwendete Methoden und Bewertungstechniken im Rahmen der Fair
Value-Ermittlung
Bei zum Fair Value zu bilanzierenden Finanzinstrumenten wird der Fair Value
grundsätzlich anhand von Börsekursen ermittelt. Sofern keine Börsekurse
vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Verfah
-
ren unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die
Fair Value-Ermittlung erfolgt prinzipiell über die Barwertmethode bzw. bei
komplexeren Finanzinstrumenten über entsprechende Optionspreismodelle,
wobei marktübliche Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen
Ermittlung berücksichtigt werden.
Für derivative Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Swaps und Zinsoptionen,
werden die Marktwerte ebenso mit Barwert- bzw. Optionspreismodellen er
-
mittelt. Als Basis für das Kontrahentenausfallrisiko (CVA) dienen die saldierten
Marktwerte der Derivate, wobei Barsicherheiten berücksichtigt werden. Die
Höhe des CVA wird mittels interner Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt und
beträgt zum Berichtsstichtag TEUR 26 (2021: TEUR 49).
Als Eingangsparameter für die Fair Value-Ermittlung werden die am Be
-
richtsstichtag selbst beobachteten relevanten Marktpreise und Zinssätze von
anerkannten externen Quellen verwendet.
Für Kredite und Einlagen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden, gibt es keinen liquiden Markt. Für kurzfristige Kredite und täglich fällige
Einlagen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für
alle anderen Kredite und Einlagen wird der Marktwert durch Diskontierung der
zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze
verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungs
-
währung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Für Einlagen werden die
von anerkannten externen Quellen veröffentlichten Swapzinssätze – ergänzt
um die laufzeitkonformen Liquiditätsspreads – verwendet.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Bei der Bewertung von Forderungen stellt die Risikoprämie (Credit Spread)
einen wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktor dar. Dieser wird von der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft aus internen Ausfallwahr
-
scheinlichkeiten und Verlustquoten (LGDs) abgeleitet. Zum 31. Dezember 2022
wurde in der Bewertung der Forderungen des Level 3 ein Credit Spread in einer
Bandbreite von 0,0 % bis 1,7 % (2021: von 0,0 % bis 1,3 %) berücksichtigt. Eine
Erhöhung bzw. Verminderung des Credit Spreads würde zu einem niedrigeren
bzw. höheren Fair Value der Forderungen führen. Eine Veränderung des Credit
Spreads in der Höhe von 0,2 % bzw. –0,2 % würde zu einer Verminderung
bzw. Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um TEUR –3.597 bzw. TEUR
+3.597 (2021: TEUR –4.568 bzw. TEUR +4.568) führen. Um die Auswirkung zu
bestimmen, nimmt die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
eine Neubewertung mittels Present Value of a Basis Point (PVBP) vor.
Die Fair Value-Ermittlung für Anteile an verbundenen Unternehmen bzw.
Beteiligungen erfolgt nach marktüblichen Verfahren (DCF-Bewertung, Ver
-
kehrswertgutachten, Heranziehung des Börsekurses).
Bei den zum Fair Value bilanzierten Beteiligungen im Level 3 stellt der Diskont
-
faktor im Rahmen des verwendeten DCF-Verfahrens einen wesentlichen nicht
beobachtbaren Inputfaktor dar. Eine Erhöhung bzw. eine Verminderung des
Diskontfaktors würde zu einer Verminderung bzw. zu einer Erhöhung des Fair
Values führen. Eine Veränderung des Diskontfaktors in der Höhe von 0,25 %
bzw. –0,25 % würde zu einer Verminderung bzw. Erhöhung des Ergebnisses
vor Steuern um TEUR –1.767 bzw. TEUR +1.888 (2021: TEUR –2.174 bzw.
TEUR +2.462) führen.
Die Fair Value-Ermittlung für finanzielle Verbindlichkeiten der Bank, welche in
die Bewertungskategorie Fair Value through Profit & Loss gewidmet wurden,
beinhaltet alle instrumentenspezifischen Marktfaktoren, einschließlich das mit
diesen finanziellen Verbindlichkeiten in Verbindung stehende marktübliche
Bonitäts- bzw. Liquiditätsrisiko des Emittenten.
Die Prämie für das Nichterfüllungsrisiko stellt einen wesentlichen, nicht be
-
obachtbaren Inputfaktor bei der Bewertung von Verbindlichkeiten dar. Diese
wird unter Anwendung der Risikokurven der Oberösterreichische Landes
-
bank Aktiengesellschaft in Bezug auf nachrangige und nicht nachrangige
Instrumente ermittelt. Zum 31. Dezember 2022 wurde in der Bewertung
der Verbindlichkeiten des Level 3 eine Risikoprämie in einer Bandbreite von
0,0 % bis 4,3 % (2021: von 0,0 % bis 3,4 %) berücksichtigt. Eine Erhöhung bzw.
Verminderung der Risikoprämie würde zu einem niedrigeren bzw. höheren
Fair Value der Verbindlichkeiten führen. Eine Veränderung der Risikoprämie
von 0,2 % bzw. –0,2 % würde zu einer Erhöhung bzw. Verminderung des
Ergebnisses vor Steuern um TEUR +17.347 bzw. TEUR –17.347 (2021: TEUR
+17.468 bzw. TEUR –17.776) führen. Um die Ermittlung dieser Auswirkung zu
bestimmen, nimmt die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
eine Neubewertung mittels Present Value of a Basis Point (PVBP) vor.
Für die Verbindlichkeiten der Bank, die bis 2. April 2003 begründet wurden,
haftet das Land Oberösterreich gemäß § 1356 ABGB.
Die zur Bestimmung der Fair Values eingesetzten Preismodelle sowie ver
-
wendeten Inputfaktoren werden regelmäßig getestet und validiert. Die Be-
wertungsergebnisse der zum Fair Value bilanzierten Instrumente werden
regelmäßig dem Vorstand berichtet .
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral
zum Fair Value bewertet werden
Im Berichtszeitraum fand keine (2021: keine) Veräußerung dieser Finanzin
-
strumente statt. Die für solche am Abschlussstichtag gehaltenen Finanzin-
vestitionen im Berichtszeitraum erfassten Dividenden betragen TEUR 5.741
(2021: TEUR 4.267).
Die beizulegenden Zeitwerte für solche Finanzinvestitionen stellen sich wie folgt dar:
Finanzinvestitionen FVOCI in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Hypo-Banken-Holding Gesellschaft m.b.H. 6 6
Hypo-Wohnbaubank Aktiengesellschaft 663 663
Oberösterreichische Kreditgarantiegesellschaft m.b.H. 509 509
KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. 1.276 1.276
GEMDAT OÖ GmbH 8 8
GEMDAT OÖ GmbH & Co KG 51 51
Oberösterreichische Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H. 236 236
Energie AG Oberösterreich 27.138 20.964
OÖ HightechFonds GmbH 2 2
AMAG Austria Metall AG 6.125 7.237
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. 1 1
Hypo-Bildung GmbH 9 9
I&B Immobilien und Bewertungs GmbH 73 73
Betriebsliegenschaft Eferding 4070 GmbH 18 18
O.Ö. Kommunalgebäude-Leasing Gesellschaft m.b.H. 4 4
O.Ö. Leasing für öffentliche Bauten Gesellschaft m.b.H. in Liqu.
*)
19
O.Ö. Kommunal-Immobilienleasing GmbH 4 4
Raiffeisen OÖ Invest GmbH 8 11
HYPO-IMPULS Immobilien GmbH 1.426 1.426
Techno-Z Ried Technologiezentrum GmbH 28 28
ELAG Immobilien AG 664 664
OÖ HightechFonds GmbH (Stille Beteiligung) 262 267
Genussrecht OÖ. Thermen-Immobilien-GmbH 30.000 35.835
R-IMPULS-Beteiligungs GmbH
**)
verschmolzen
R-IMPULS-Projekt Gmundnerberg GmbH 12 12
Genussrecht Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG
***)
49.560 64.000
*)
Die O.Ö. Leasing für öffentliche Bauten Gesellschaft m.b.H. in Liqu. wurde im Geschäftsjahr 2022 liquidiert
**)
Die R-IMPULS-Beteiligungs GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 auf die R-IMPULS-Projekt Gmundnerberg GmbH verschmolzen.
***)
indirekte Beteiligung an der voestalpine AG
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
(49) Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse als Leasingnehmer
Die Leasingverhältnisse der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell
-
schaft bestehen vorwiegend aus der Anmietung von Standorten (Büroflächen,
Filialen und Parkplätzen) sowie von Baurechten und Grundstücken für Immo
-
bilienleasingprojekte. Diese Baurechte und Grundstücksmieten werden als
Unterleasingverhältnisse weiterverleast.
Die aktivierten Nutzungsrechte im Zuge des IFRS 16 werden in der Bilanz als
Sachanlagen bzw. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausgewiesen.
Die Darstellung der Buchwertentwicklung der Nutzungsrechte erfolgt im
Anlagespiegel unter Punkt (33).
In der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wurde die An
-
wendungserleichterung in Anspruch genommen, wonach auf den Ansatz von
kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen von geringem
Wert verzichtet wurde. Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse be
-
läuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR –8 (2021: TEUR 0) und wird in der
Konzernerfolgsrechnung unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.
Zudem sind in dieser Position die Aufwendungen für Leasingvereinbarun
-
gen über Vermögenswerte von geringem Wert in Höhe von TEUR 0 (2021:
TEUR 0) enthalten.
In nachfolgender Tabelle wird die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlich
-
keiten dargestellt:
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
bis 1 Jahr 1.083 993
über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.855 3.227
über 5 Jahre 15.796 15.313
Gesamt 20.735 19.533
Die gesamte Leasingverbindlichkeit zum 31. Dezember 2022 in Höhe von
TEUR 20.735 (2021: TEUR 19.533) ist in den Sonstigen Passiva enthalten. Der
Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeiten beträgt im aktuellen Geschäfts
-
jahr TEUR –235 (2021: TEUR –230).
In der Konzernkapitalflussrechnung sind insgesamt Zahlungsmittelabflüsse
für Leasingverhältnisse als Leasingnehmer in Höhe von TEUR –1.257 (2021:
TEUR –1.293) enthalten. Im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sind
die Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse
mit geringem Vermögenswert in Höhe von TEUR –8 (2021: TEUR 0) sowie
Zinszahlungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in Höhe von
TEUR –235 (2021: TEUR –230) enthalten. Im Cashflow aus Finanzierungstä
-
tigkeit betreffen TEUR –1.022 (2021: TEUR –1.063) Tilgungszahlungen aus
Leasingverhältnissen.
Überleitungsrechnung betreffend der Angabe zum Geldfluss aus
Finanzierungstätigkeit
in TEUR 2022 2021
Leasingverbindlichkeit 1.1. 19.533 20.430
Zahlungswirksame Veränderungen
Tilgungszahlungen –1.022 –1.063
Zinszahlungen –235 –230
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Reassessment 2.061 100
Neugeschäft 164 66
Gebuchter Zinsaufwand 235 230
Leasingverbindlichkeit 31.12. 20.735 19.533
Leasingverhältnisse als Leasinggeber
Die Leasingverhältnisse der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell
-
schaft als Leasinggeber bestehen aus KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasing.
Finanzierungsleasing
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen
dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten
Leasingzahlungen.
31.12.2022
in TEUR
Brutto-
investitions-
werte
Noch nicht
realisierte
Finanzerträge
Netto-
investitions-
werte
bis 1 Jahr 43.080 2.458 40.622
über 1 bis 2 Jahre 35.937 1.655 34.281
über 2 bis 3 Jahre 29.222 1.025 28.197
über 3 bis 4 Jahre 19.153 560 18.593
über 4 bis 5 Jahre 9.323 283 9.040
über 5 Jahre 12.702 524 12.178
Gesamt 149.416 6.505 142 .911
31.12.2021
in TEUR
Brutto-
investitions-
werte
Noch nicht
realisierte
Finanzerträge
Netto-
investitions-
werte
bis 1 Jahr 37.721 2.053 35.668
über 1 bis 2 Jahre 31.366 1.391 29.975
über 2 bis 3 Jahre 24.747 838 23.910
über 3 bis 4 Jahre 17.563 459 17.103
über 4 bis 5 Jahre 9.521 228 9.293
über 5 Jahre 10.348 344 10.004
Gesamt 131.266 5.314 125.953
Die nicht garantierten Restwerte betragen TEUR 285 (2021: TEUR 285). In 2022
wurden Finanzerträge auf Nettoinvestitionen in Finanzierungsleasingverhält
-
nisse in Höhe von TEUR 2.991 (2021: TEUR 2.640) erfasst. Sowohl in diesem als
auch im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine Veräußerungsgewinne
oder -verluste bzw. keine nicht in die Bewertung der Nettoinvestition in das
Leasingverhältnis einbezogene Erträge aus variablen Leasingzahlungen bei
Finanzierungsleasingverhältnissen.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Zuge der Covid-19-Pandemie Forderungen
aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.443 (2021: TEUR 1.716) gestundet.
Die Rückzahlung der gestundeten Beträge erfolgt mittels erhöhter laufender
Leasingzahlungen oder über eine verlängerte Vertragslaufzeit.
Operating-Leasingverhältnisse
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen
nach IFRS 16 dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht
diskontierten Leasingzahlungen.
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
bis 1 Jahr 6.933 6.487
über 1 bis 2 Jahre 4.427 4.443
über 2 bis 3 Jahre 3.490 3.634
über 3 bis 4 Jahre 2.810 2.881
über 4 bis 5 Jahre 2.232 2.293
über 5 Jahre 10.431 11.053
Gesamt 30.321 30.792
Im Jahr 2022 wurden Leasingerträge aus Operating-Leasingverhältnissen in
Höhe von TEUR 7.443 (2021: TEUR 6.857) erfasst.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(50) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Zum Kreis der nahestehenden Personen und Unternehmen zählen die folgen-
den Personenkreise und Unternehmen:
• Mutterunternehmen (Land Oberösterreich bzw. OÖ Landesholding GmbH)
sowie Unternehmen, unter deren maßgeblichem Einfluss die Oberösterrei
-
chische Landesbank Aktiengesellschaft (Hypo Holding GmbH und Raiffei-
senlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft) steht, wie unter Punkt
(51) angegeben
• Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen wie Vorstand und
Aufsichtsrat der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft und
des Mutterunternehmens OÖ Landesholding GmbH sowie deren nächste
Familienangehörige
• Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen
• sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Die gegenseitigen Salden mit nahestehenden Personen und Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
in TEUR Mutter-
unternehmen
Unternehmen
mit maßgeblichem
Einfluss
Tochter-
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Schlüsselpositionen
im Unternehmen oder
Mutterunternehmen
Sonstige nahe-
stehende Unterneh-
men und Personen
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen an
Kreditinstitute
86.070 123.605
Forderungen an
Kunden
328.805 336.452 21.544 24.005 7.205 7.273 156.616 151.251 1.023 1.026 1.056 2.178
Handelsaktiva 42.152 60.561 15 0
*)
29.005 27.387
Finanzanlagen 53.073 67.512 90 90 2.776 2.797
Sonstige Aktiva 547
503 1.414 1.066
Vermögens-
werte
371.504 397.516 160.702 215.157 7.295 7.490 18 9.811 182.502 1.023 1.026 1.056 2.178
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
256.509 301.898
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kunden
178.473 106.179 207 197 11. 529 3.939 2.197 4.282 23.281 32.875
Verbriefte
Verbindlichkeiten
264.579 288.615
Handelspassiva 5.011 22.566
Sonstige Passiva 33 42 28 928 494 1 0
*)
18 18
Verbindlich-
keiten
178.506 106.179 526.141 613.108 207 197 12.457 4.433 2.199 4.282 23.299 32.894
Zinserträge 6.013 4.356 539 745 103 85 2.831 2.523 15 12 27 47
Zins-
aufwendungen
1.404 109 4.853 2.435 3 0
*)
5 1 1 1
Dividenden-
erträge
1.784 1.698
Provisions-
erträge
60 54 10 11 0
*)
0
*)
92 84 3 7 25 19
erhaltene
Garantien
803.653 1.036.012
gewährte
Garantien
10 10 1.329 3.119 111 111 33 266
*)
Werte < TEUR 1
Unternehmen, die unter maßgeblichem Einfluss des Landes Oberösterreich
stehen, sind dagegen nicht signifikant und fallen daher unter die Befreiung
gemäß IAS 24.25.
Sämtliche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unter
-
nehmen werden zu marktüblichen Konditionen unterhalten.
Die Vorstandsmitglieder der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell
-
schaft und Geschäftsführer der Tochterunternehmen haben zum Jahresultimo
von der Bank Vorschüsse, Kredite und Haftungen in Höhe von TEUR 87 (2021:
TEUR 130) zu den wie für Bankmitarbeiter geltenden üblichen Konditionen und
Bedingungen erhalten. Die Aufsichtsräte der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft haben für sich und für Unternehmen, für die sie persönlich
haften, zum Jahresultimo von der Bank Vorschüsse, Kredite und Haftungen
in Höhe von TEUR 405 (2021: TEUR 294) mit banküblichen bzw. zu wie für
Bankmitarbeiter geltenden üblichen Konditionen und Bedingungen erhalten.
Rückzahlungen werden vereinbarungsgemäß geleistet .
Die jährliche Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einem Fixbetrag.
Für Geschäftsführer wurden teilweise variable Vergütungen vereinbart, die
vom Vorstand individuell festgelegt werden. Aktienbasierte Entlohnungssche
-
mata sind nicht vorhanden. Die Bezüge an aktive Mitglieder des Vorstandes
beliefen sich auf TEUR 668 (2021: TEUR 646). Die Aufsichtsratsmitglieder
erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung von insgesamt TEUR 59 (2021:
TEUR 56). An Vorsorgen für Abfertigungen und Pensionen hat der Konzern
im Jahr 2022 für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer TEUR 63 (2021:
TEUR 60) aufgewendet.
(51) Eigentümer der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
31.12.2022 31.12.2021
OÖ Landesholding GmbH 50,57 % 50,57 %
Land Oberösterreich 50,57 % 50,57 %
Hypo Holding GmbH 48,59 % 48,59 %
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Aktiengesellschaft
41,14 % 41,14 %
Oberösterreichische Versicherung
Aktiengesellschaft
7,45 % 7,45 %
Mitarbeiter 0,84 % 0,84 %
Gesamt 100,00 % 100,00 %
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist vom Land Ober-
österreich aufgrund ihrer Kompetenz als Wohnbaubank mit der Verwaltung
der geförderten Wohnbaudarlehen beauftragt worden. Der Bankkonzern steht
mit der Hypo Holding GmbH in keiner dauernden Geschäftsbeziehung. Mit
dem Konzern der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft
bestehen intensive Geschäftsbeziehungen, die sich vorwiegend auf gemein
-
same Konsortialfinanzierungen, Mittelveranlagungen, EDV-Kooperation und
Zusammenarbeit bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte (Meldewesen,
IFRS) erstrecken. Mit der Oberösterreichische Versicherung Aktiengesellschaft
besteht eine Kooperation im Versicherungsgeschäft. Mit verbundenen und
assoziierten Unternehmen unterhält die Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft Geschäftsbeziehungen in Form von Transaktionen im
Rahmen der Refinanzierung und sonstiger üblicher Bankgeschäfte.
(52) Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung basiert auf dem so genannten „Management
Approach“, der verlangt, die Segmentberichterstattung auf Basis der internen
Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über
die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer
Performance herangezogen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat bedingt durch
ihren Regionalbank-Charakter ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet
und verzichtet daher auf die Darstellung nach geografischen Merkmalen
wegen der untergeordneten Bedeutung .
Berichterstattung nach Geschäftsbereichen – Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR Großkunden Retail und Wohnbau Financial Markets Sonstige Konzern
2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Zinsüberschuss 33.903 28.069 25.554 22.718 11.283 5.384 6.624 5.123 77.365 61.294
Ergebnis aus At Equity-
Bewertung
5.895 6.105 5.895 6.105
Provisionsergebnis 3.905 3.943 12.877 13.077 73 507 –686 –534 16.169 16.993
Handelsergebnis 87 91 348 705 3.990 9.069 4.425 9.865
Finanzanlageergebnis –308 –201 –32 –55 215 90 –124 –166
Gesamtertrag 37.588 31.903 38.747 36.444 15.561 15.049 11.834 10.694 103.730 94.091
Risikovorsorge –2.206 –2.212 –1.951 622 –610 1.125 665 –2.680 –4.102 –3.145
Verwaltungsaufwand
*)
–13.868 –12.998 –30.949 –29.101 –9.946 –9.779 –5.262 –5.729 –60.026 –57.607
Sonstiges betriebliches Ergebnis 25 15 -220 44 41 17 641 –909 487 –833
Jahresüberschuss vor Steuern 21.539 16.709 5.627 8.009 5.045 6 .411 7.878 1.377 40.089 32.505
CIR
**)
36,9 % 40,7 % 80,3 % 79,8 % 63,8 % 64,9 % 42,2 % 58,5 % 57,6 % 61,8 %
RoE
***)
8,8 % 7,4 % 3,1 % 4,6 % 31,6 % 36,6 % 15,1 % 2,3 % 8,1 % 6,8 %
Ø zugeordnetes Eigenkapital
****)
245.049 226.240 180.037 175.801 15.982 17.508 52.329 59.423 493.397 480.838
Segmentvermögen 3.167.374 2.908.233 2.799.841 2.781.830 1.569.800 2.236.626 431.806 231.799 7.968.822 8.158.488
Segmentschulden 992.958 657.741 1.746.549 1.779.115 4.637.698 5.164.616 96.823 65.142 7.474.028 7.666.487
*)
hievon planmäßige Abschreibungen: Segment Großkunden TEUR –138 (2021: TEUR –278), Segment Retail und Wohnbau TEUR –461 (2021: TEUR –576), Segment Financial Markets
TEUR –108 (2021: TEUR –266), Segment Sonstige TEUR –4.071 (2021: TEUR –4.080)
**)
Berechnung CIR: Verwaltungsaufwendungen geteilt durch Gesamtertrag inkl. sonstigem betrieblichen Ergebnis
***)
Berechnung RoE: Jahresüberschuss vor Steuern geteilt durch durchschnittlich zugeordnetes Eigenkapital
****)
Die Zuordnung des durchschnittlichen Eigenkapitals (Durchschnitt von Eigenkapital Anfangsbestand und Eigenkapital Endbestand der jeweiligen Betrachtungsperiode nach IFRS)
auf die Segmente erfolgt auf Basis der risikogewichteten Aktiva.
Die Segmente des Konzerns der Oberösterreichische Landesbank Aktienge-
sellschaft gliedern sich nach folgenden Kriterien:
Großkunden:
Diesem Segment sind die Ertrags- und Aufwandspositionen aus Geschäften
mit öffentlichen Institutionen (Bund, Land, Gemeinden, Sozialversicherungen,
anerkannte Religionsgemeinschaften) aus dem In- und Ausland sowie deren
verbundenen Unternehmen zugeordnet. Des Weiteren sind in diesem Segment
auch Geschäfte mit gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern, Vertrags
-
versicherungsunternehmen sowie Firmenkunden enthalten. Zudem sind die
Auswirkungen für Negativzinsen enthalten, welche den Zinsüberschuss des
Segments mit TEUR 1.398 (2021: TEUR –349 belasten) begünstigen.
Retail und Wohnbau:
In diesem Segment werden alle Geschäfte mit unselbstständig Erwerbstäti
-
gen (Private Haushalte) sowie auch selbstständig Erwerbstätigen, vor allem
Freiberufler und kleinere Unternehmen, die dezentral in den Filialen betreut
werden, abgebildet. Weiters sind die Ergebnisbeiträge aus den geförderten
Eigenheimfinanzierungen enthalten.
Financial Markets:
In diesem Segment werden die Finanzanlagen (ohne Eigenkapitalinstrumente),
der Handelsbestand, die derivativen Finanzinstrumente, das Emissionsge
-
schäft, die Ergebnisse aus dem Interbankengeschäft sowie der aus dem
Bilanzstrukturmanagement erwirtschaftete Fristentransformationsbeitrag
abgebildet. Weiters sind die Auswirkungen für Negativzinsen enthalten, welche
den Zinsüberschuss des Segments mit TEUR 4.888 begünstigen (2021: TEUR
–47 negativ beeinflussen). Bei keinem (2021: keinem) Finanzinstrument wurde
ein Impairment vorgenommen.
Sonstige:
Dieses Segment enthält die Ergebnisse aus den vollkonsolidierten Tochterun
-
ternehmen, die im Leasing- und Immobiliengeschäft tätig sind, das Ergebnis
aus At Equity-bewerteten Unternehmen und Beiträge aus Beteiligungen
(Eigenkapitalinstrumente) sowie sämtliche Erträge und Aufwendungen, die
nicht den anderen Segmenten zuzuordnen sind. Im Zinsüberschuss sind das
Zinsergebnis vollkonsolidierter Tochtergesellschaften, der Refinanzierungsauf
-
wand At Equity-bewerteter Beteiligungen sowie die Ausschüttungen abzüglich
Refinanzierungskosten aus den Beteiligungen enthalten. Im Geschäftsjahr
2022 wurde bei keinem Finanzinstrument (2021: keinem) eine Zuschreibung
bzw. ein Impairment vorgenommen.
Im sonstigen betrieblichen Ergebnis ist die Stabilitätsabgabe mit TEUR –1.429
(2021: TEUR –1.367) enthalten sowie die Beiträge für den Abwicklungsfonds in
Höhe von TEUR –4.942 (2021: TEUR –4.435) und die Beiträge für den Einlagen
-
sicherungsfonds mit TEUR –672 (2021: TEUR –2.201). Demgegenüber stehen
im Wesentlichen Mieterträge aus den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
(56) Nachrangige Vermögenswerte
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Nachrangige Vermögenswerte 1.172 1.294
Gesamt 1.172 1.294
(57) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Eventualverbindlichkeiten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
69.770 67.832
rückgestellt 139 25
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften stellen zugesagte Haftungsübernahmen
für unsere Kunden zu Gunsten eines Dritten dar. Sofern der Bürgschafts
-
nehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, kann der
Begünstigte die Bürgschaft der Bank in Anspruch nehmen. Die Bank hat
ihrerseits wiederum eine Regressmöglichkeit bei ihrem Kunden. Die Even
-
tualverbindlichkeiten wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Eventuelle
finanzielle Auswirkungen einer Inanspruchnahme sind durch eine Rückstellung
berücksichtigt. Hierbei kamen dieselben Bewertungskriterien wie bei der
Bildung der Risikovorsorge von Forderungen zur Anwendung .
Kreditrisiken nach § 51 Abs. 14 BWG
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Rahmen und Promessen 843.448 801.598
rückgestellt 830 1.122
Zu diesen Kreditrisiken zählen zugesagte, aber von Kunden noch nicht in
Anspruch genommene Ausleihungen. Darunter sind vor allem Promessen im
Darlehensgeschäft, aber auch nicht ausgenützte Kreditrahmen zu verstehen.
Die Kreditrisiken wurden dabei jeweils mit ihrem Nominalwert angesetzt.
Vorsorgen für Auswirkungen einer Inanspruchnahme sind durch eine Rück
-
stellung berücksichtigt .
(58) Personal
Mitarbeiterkapazität (nach Köpfen)
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 2022 2021
Vollzeitbeschäftigte Angestellte 258 253
Teilzeitbeschäftigte Angestellte 149 147
Lehrlinge 3
Gesamt 407 403
(59) Dividenden
Da die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Dividenden auf
Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist die Dividende auf den
im Einzeljahresabschluss nach BWG bzw. UGB ausgewiesenen Bilanzgewinn
in Höhe von TEUR 5.346 (2021: TEUR 7.208) beschränkt.
Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 betrug
TEUR 41.382 (2021: TEUR 20.899). Nach Rücklagendotation von TEUR 36.086
(2021: TEUR 15.694) und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von TEUR
49 (2021: TEUR 2.004) ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von
TEUR 5.346 (2021: TEUR 7.208). Vorstand und Aufsichtsrat werden in der
Hauptversammlung am 26. April 2023 vorschlagen, eine Dividende in Höhe
von TEUR 5.346 (2021: TEUR 7.208) an die Stammaktionäre im Verhältnis ihrer
Anteile am Grundkapital auszuschütten. Das entspricht einer Dividende von
EUR 2,65 je Aktie.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 3,57 (2021:
EUR 2,59) je Aktie, in Summe TEUR 7.159 (2021: TEUR 2.955) an die Aktionäre
ausgeschüttet .
(53) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
*)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Deckungsstock für Hypothekenpfandbriefe 2.717.119 2.695.940
Deckungsstock für Kommunalpfandbriefe 594.295 672.777
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 8.034 8.033
Cash-Sicherheiten im Rahmen der
Collateral-Vereinbarungen
103.209 46.827
Sicherheiten für Tenderfazilitäten 600.000 594.785
Gesamt 4.022.657 4.018.362
*)
Bei den angeführten Sicherheiten handelt es sich um bankübliche Standardvereinba-
rungen.
Der Deckungsstock für Hypothekenpfandbriefe ist 2022 gewachsen.
Zum Berichtsstichtag betrug die Überdeckung im Deckungsstock für Hypothe
-
kenpfandbriefe TEUR 363.119 (2021: TEUR 513.940) und für Kommunalpfand-
briefe TEUR 148.795 (2021: TEUR 229.277). Der Rückgang der Überdeckung
in beiden Deckungsstöcken ist auf die Emissionstätigkeit zurückzuführen. Per
31. Dezember 2022 waren keine Anleihen als Substitutionswerte (Ersatzde-
ckungswerte) gewidmet und gesperrt (2021: TEUR 55.000). Die Deckungsanfor-
derungen gemäß § 9 PfandBG wurden ausschließlich durch Primärwerte erfüllt.
Die Höhe der Mündelgeldspareinlagen per 31. Dezember 2022 beläuft sich
auf TEUR 6.646 (2021: TEUR 6.447).
Die als Sicherheiten für Tenderfazilitäten übertragenen Vermögenswerte
umfassen sowohl notenbankfähige Wertpapiere als auch Credit Claims.
2022 wurden ausschließlich die TLTRO III-Programme der EZB in Anspruch
genommen.
Per 31. Dezember 2022 beträgt das unter den TLTROs gezogene Volumen
TEUR 600.000 (2021: TEUR 600.000).
(54) Als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
*)
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Cash-Sicherheiten im Rahmen der
Collateral-Vereinbarungen
75.147 329.896
Gesamt 75.147 329.896
*)
Bei den angeführten Sicherheiten handelt es sich um bankübliche Standardvereinba-
rungen.
(55) Fremdwährungsvolumina
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung 78.963 87. 295
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung 104.799 128.384
Der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva in den einzelnen Währungen
stellt nicht die offene Fremdwährungsposition des Bankkonzerns gemäß CRR
dar. Die Absicherung von offenen Fremdwährungspositionen erfolgt anhand
derivativer Finanzinstrumente wie Währungsswaps oder Cross-Currency-
Swaps. Diese Absicherungen sind in der IFRS-Bilanz jedoch nicht mit dem
Nominalwert, sondern mit dem Marktwert angesetzt. Die Summe aller offenen
Fremdwährungspositionen gemäß CRR betrug per 31. Dezember 2022 TEUR
879 (2021: TEUR 249).
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
(60) Wertpapiergliederung gemäß BWG
Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere (mit anteiligen Zinsen) gemäß § 64 Abs. 1 Z 10 und Z 11 BWG auf:
in TEUR Nicht börsenotiert Börsenotiert Gesamt
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Schuldtitel öffentlicher Stellen 136.178 202.907 136.178 202.907
Forderungen an Kreditinstitute 52.404 65.392 52.404 65.392
Forderungen an Kunden 141.761 146.962 141.761 146.962
Festverzinsliche Wertpapiere 526.409 521.987 526.409 521.987
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 104.534 125.730 821 828 105.355 126.558
Gesamt 298.699 338.084 663.408 725.722 962.107 1.063.806
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR
31.12.2022 in TEUR ungewichtete
Risikoposition
Gesamt-
risikobetrag
Eigenmittel-
erfordernis
Aktiva 7.755.598 3.051.134 244.091
Außerbilanzmäßige
Geschäfte
904.491 220.683 17.655
Derivate 9.023 722
Credit Value Adjustment 46.575 3.726
Operationelles Risiko 156.948 12.556
Gesamt 8.660.089 3.484.364 278.750
31.12.2021 in TEUR ungewichtete
Risikoposition
Gesamt-
risikobetrag
Eigenmittel-
erfordernis
Aktiva 7.732.128 2.861.926 228.954
Außerbilanzmäßige
Geschäfte
870.478 216.792 17.343
Derivate 11.7 78 942
Credit Value Adjustment 107.490 8.599
Operationelles Risiko 150.041 12.003
Gesamt 8.602.607 3.348.027 267.841
Gemäß § 23 BWG in Verbindung mit § 103q Z 11 BWG ist seit 1. Jänner 2016
ein Kapitalerhaltungspuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Dieser
beträgt für das Jahr 2022 2,5 % (2021: 2,5 %). Zusätzlich zum Kapitalerhal
-
tungspuffer ist gemäß § 6 KP-V in Verbindung mit § 7 Abs. 1 KP-V ebenfalls
ein Systemrisikopuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Dieser ist
seit 1. Jänner 2016 auf Basis der konsolidierten Lage darzustellen und beträgt
derzeit 0,5 % (2021: 0,5 %) vom Gesamtrisikobetrag.
Der antizyklische Kapitalpuffer wird gemäß § 140 der CRD IV als gewichteter
Durchschnitt der veröffentlichten antizyklischen Quoten jener Rechtsräume
berechnet, in denen wesentliche Kreditrisikopositionen bestehen. Zum 31.
Dezember 2022 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,0 % (2021: 0,0 %).
Die Informationen gemäß Teil VIII der CRR in Verbindung mit der Offenle
-
gungsverordnung werden auf der Website unseres Institutes (www.hypo.at)
veröffentlicht.
(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im März ist die Silicon Valley Bank (SVB) durch den Abzug von Einlagen in
Milliardenhöhe in die Insolvenz geschlittert. Die größte Insolvenz einer Bank
seit der Finanzkrise und wirtschaftliche Schwierigkeiten bei einigen anderen
Banken sorgten für enorme Verunsicherung an den Märkten auch in Europa.
Im Sog der Nervosität, ausgelöst durch die Insolvenz der SVB, verschärfte sich
die Situation bei der Credit Suisse Group AG (Credit Suisse). Der Aktienkurs
fiel auf ein Rekordtief und auch eine Liquiditätsfazilität der Schweizerischen
Nationalbank (SNB) über Mrd. CHF 50 konnte die Lage nicht beruhigen. Nach
intensiven Verhandlungen über das Wochenende wurde die Credit Suisse am
19. März 2023, Sonntagabend von der UBS Group AG (UBS) übernommen,
um die Situation zu stabilisieren.
Für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ergeben sich
daraus keine Auswirkungen auf Bilanzansätze zum 31. Dezember 2022. Es
wird auch im Jahr 2023 kein wesentlicher direkter Effekt erwartet, da lediglich
geringfügige Geschäftsbeziehungen mit der Credit Suisse bestehen. Die Bank
hat kein Exposure gegenüber der Silicon Valley Bank sowie der UBS.
Sämtliche in den Aktivposten (gemäß BWG) Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen
enthaltenen, zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere sind auch bör
-
senotiert.
Von den zum Börsenhandel zugelassenen Schuldverschreibungen und an
-
deren festverzinslichen Wertpapieren können TEUR 417.087 (2021: TEUR
290.009) dem Anlagevermögen zugeordnet werden. Von den zum Börsenhan
-
del zugelassenen Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
können TEUR 821 (2021: TEUR 820) dem Anlagevermögen zugeordnet werden.
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch von geringem Umfang
gemäß Artikel 102 ff. CRR in Verbindung mit Artikel 94 CRR. Das zu Markt
-
preisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.
Dezember 2022 insgesamt TEUR 0 (2021: TEUR 0) .
Das Ergänzungs- und Nachrangkapital im Eigenbestand beträgt TEUR 821
(2021: TEUR 820).
Für das kommende Jahr werden zum Nominalwert TEUR 413.054 (2021:
TEUR 695.248) an Verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund des Laufzeitendes
zur Tilgung fällig.
(61) Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches
Eigenmittelerfordernis
Die konsolidierten Eigenmittel sowie das Eigenmittelerfordernis stellen sich
zum 31. Dezember 2022 gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) wie
folgt dar:
Konsolidierte Eigenmittel gemäß CRR
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Gezeichnetes Kapital 14.664 14.664
Rücklagen 498.699 470.489
Eigene Instrumente –103 –99
Kumuliertes sonstiges Ergebnis –23.762 –296
Durch Veränderungen bei der eigenen Bonität
bedingte Gewinne und Verluste des Instituts aus
zeitwertbilanzierten Verbindlichkeiten
–9.104 –1.006
Betrag zusätzlicher Wertanpassungen auf
zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
–1.443 –2.241
Immaterielle Vermögensgegenstände –916 –984
CET 1 / Tier 1-Kapital 478.034 480.525
Anrechenbare nachrangige Verbindlichkeiten 64.045 61.780
Übergangsbestimmungen für Kapitalinstrumente
unter Bestandsschutz
351
Tier 2-Kapital 64.045 62.130
Gesamte anrechenbare Eigenmittel 542.079 542.656
Gesamtforderungsbetrag 3.484.364 3.348.027
Erforderliche Eigenmittel (8 %) 278.749 267.842
Eigenmittelüberschuss 263.330 274.813
Kernkapitalquote 13,7 % 14,4 %
Eigenmittelquote 15,6 % 16,2 %
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Risikobericht
(63) Gesamtbankrisikomanagement
Risikoübernahmen zur Ergebniserzielung stellen für den Konzern der Oberös-
terreichische Landesbank Aktiengesellschaft eine Kernfunktion der unterneh-
merischen Tätigkeit dar. Risikostrategie des Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft Konzerns ist es daher, bankübliche Risiken in einem defi
-
nierten Rahmen einzugehen und die sich daraus ergebenden Ertragsmöglich-
keiten zu nutzen. In diesem Sinne existiert im Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft Konzern ein Risikomanagementprozess, der die Grundlage
für eine risiko- und ertragsorientierte Gesamtbanksteuerung bildet.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Organisation des Risikomanagements.
In Zusammenarbeit mit den hierfür eingerichteten Komitees, dem Risikoko
-
mitee und dem ALM-Komitee, legt der Vorstand die Risikostrategien für die
Aktivitäten in den Geschäftsfeldern sowie für die zentralen Strukturrisiken
des Konzerns fest.
Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf
persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten vermieden
werden. Das heißt, es existiert eine bis zur Vorstandsebene durchgängige
Trennung von Markt- und Marktfolgeeinheiten.
Die Gesamtbankrisikostrategie ist konsistent mit dem Geschäftsmodell und
berücksichtigt alle wesentlichen Geschäftsfelder und Risikoarten. Art und
Umfang der Risikoübernahme leiten sich aus den einzelnen Geschäftsfeldern
ab, deren Aktivitäten im Rahmen der Geschäftsstrategieplanung jährlich
festgelegt werden, z.B. für die Bereiche Großkunden, Retail, Wohnbau und
Financial Markets. Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
richtet ihr Engagement grundsätzlich nur auf Geschäftsfelder, in denen sie
über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken
verfügt. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätz
-
lich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken im Rahmen
eines standardisierten Produkteinführungsprozesses voraus.
Aufgrund des breit diversifizierten Kundenportfolios sind die Konzentrati
-
onsrisiken im Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzern
tendenziell gering. Zur Kreditrisikoüberwachung sind Prozesse und Berichts
-
wege festgelegt, mit denen z.B. die Kontrahenten- bzw. Emittentenrisiken
überwacht und berichtet werden. Die Großkreditobergrenze wird in der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft laufend überwacht. Zu
einer Überschreitung kam es im Jahr 2022 wie in den Vorjahren nicht. Der
Herfindahl-Hirschmann-Index auf das Gesamtportfolio gerechnet beträgt
per 31. Dezember 2022 0,016 (2021: 0,018) ohne Berücksichtigung des CRR-
Wahlrechtes nach Art 4 Abs. 1 Z 39 CRR. Damit weist die Oberösterreichische
Landesbank Aktiengesellschaft insgesamt eine niedrige Konzentration aus.
Die Verantwortung für das operative Risikomanagement ist im Konzern auf
mehrere Einheiten aufgeteilt. Die Organisationseinheit Risikomanagement
ist verantwortlich für die konzernweite Risikomessung, -überwachung und
Risikoberichterstattung gemäß ICAAP an den Vorstand und die Inhaber von
Risikokapitallimiten. In der Risikotragfähigkeitsrechnung werden sämtliche
quantifizierbare Risiken (Adressenausfallrisiko inklusive Beteiligungsrisiko,
Marktrisiken, Refinanzierungsrisiko, Risiko aus FX-Krediten, makroökonomi
-
sches Risiko, Nachhaltigkeitsrisiko, sonstige nicht quantifizierbare Risiken
und operationelles Risiko) zusammengeführt und monatlich an den Vorstand
berichtet. Über Risikosteuerungsmaßnahmen wird im ALM-Komitee bzw. im
Risikokomitee beraten. Die Entscheidung zu Steuerungsmaßnahmen trifft der
Vorstand. Risikodispositionen werden entsprechend der festgelegten Zustän
-
digkeiten entweder von den Marktbereichen oder zentral vom Treasury vorge-
nommen. Die Kontrolle der Wirksamkeit von getroffenen Maßnahmen erfolgt
durch regelmäßige Analysen im Rahmen der Berichtserstellung sowie in den
Komitees. Im Risikoausschuss sowie im Aufsichtsrat wird über die Risikolage
regelmäßig berichtet, über das Interne Kontrollsystem im Prüfungsausschuss.
Die Interne Revision prüft regelmäßig die internen Kontroll- und Risikomanage
-
mentprozesse sowohl der Tochtergesellschaften als auch der Zentralberei-
che auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Sicherheit. Als
unabhängige Instanz berichtet sie direkt an den Vorstand und den Prüfungs
-
ausschuss des Aufsichtsrats.
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Oberösterreichische Landesbank Ak
-
tiengesellschaft als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit
Sitz in Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs.
1 Z 1 ESAEG an. Dabei handelt es sich um die Einlagensicherung Austria
Ges.m.b.H. (ESA). Jede Sicherungseinrichtung hat einen aus verfügbaren
Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds in Höhe von zumin
-
dest 0,8 vH der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als
Zielausstattung bis 3. Juli 2024 einzurichten. Die Beitragsverpflichtung richtet
sich nach der Höhe der gedeckten Einlagen unter Zugrundlegung von vorher
bestimmten Risikofaktoren (sogenannte risikobasierte Beitragsberechnung).
Für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft errechnete sich
2022 ein Beitragsanteil in Höhe von TEUR –672 (2021: TEUR –2.201). Der
verminderte Fondsbeitrag lässt sich im Wesentlichen mit der Einhebung
eines Sonderbeitrags im Vorjahr 2021 erklären. Die mit dem Ausscheiden
des Raiffeisensektors sowie der sBausparkasse entstandene Unterdeckung
wurde mittels der Einhebung eines Sonderbeitrags ausgeglichen. Dies führte
zu besagtem Mehraufwand.
Beitragsmindernd wirkten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 zudem weitere
Rückflüsse aus der Insolvenzmasse der Sicherungsfälle der Anglo Austrian
ABB, der Commerzialbank Mattersburg sowie der Autobank. Die im Zuge
des Einlagensicherungsfalles der Sberbank Europe AG abgeflossenen Mittel
konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits zur Gänze wieder dem Ein
-
lagensicherungsfonds zugeführt werden. Dementsprechend führte dieser
Sicherheitsfall zu keiner Anhebung der jährlich zu entrichtenden Fondsbei
-
träge. Als Grund für die vollständige Rückführung dieser Mittel ist zu nennen,
dass mit Untersagung des Geschäftsbetriebes durch die EZB, die Sberbank
zu besagtem Zeitpunkt nicht insolvent war. Insofern standen die gedeckten
Einlagen der Geschädigten in voller Höhe zur Verfügung. Die Sberbank hatte
daher einen sogenannten „solvent winddown“ beschlossen, wodurch das
Institut noch im abgeschlossenen Geschäftsjahr ordnungsgemäß abgewickelt
werden konnte.
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Risikolage
Im Jahr 2022 wurden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Covid-19-Pan
-
demie auf das realisierte Ausfallrisiko festgestellt. Die Vorsorgen für Kredit-
ausfälle in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wurden aufgelöst.
Ukraine-Krieg
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verfügt über keine
Engagements in Russland, Belarus beziehungsweise der Ukraine. Auch die
indirekten Kreditrisiken hinsichtlich des Ukraine-Kriegs werden weiterhin als
gering eingeschätzt. Auf die Einhaltung aller Sanktionsbestimmungen wird
penibel geachtet und diese verstärkt gemonitort. Daher sind zusammenfas
-
send die wesentlichen Auswirkungen auf die Risikolage der Bank hinsichtlich
des Ukraine-Kriegs jene des geänderten makroökonomischen Umfelds.
( 64) Marktrisiko
Marktrisiken entstehen durch mögliche Veränderungen von Marktpreisindika-
toren wie Zinssätze, Währungs- und Aktienkurse sowie aus der Veränderung
von Credit Spreads. Da die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell
-
schaft nur ein kleines Handelsbuch im Sinne des Artikel 94 CRR führt, resultiert
das Marktrisiko im Wesentlichen aus dem Zinsänderungsrisiko im Bankbuch,
in geringem Ausmaß auch aus Währungsrisiken aus offenen Devisenpositio
-
nen sowie aus dem Credit Spread-Risiko im Wertpapier-Eigenbesitzportfolio.
Die Identifikation und Messung der Marktrisiken erfolgt durch die Organisa
-
tionseinheiten Risikomanagement und Finanzierung.
Die Risikoanalysen der Bank im Marktrisikobereich stützen sich auf den Value
at Risk (VaR). Die Bank verwendet dabei die Methode „Historische Simulation“
mit folgenden Parametern:
Parameter Zinsände-
rungsrisiko
Credit Spread-
Risiko
Fremdwäh-
rungsrisiko
Beobachtungszeitraum 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Haltedauer 1 Jahr 1 Jahr 1 Jahr
Konfidenzniveau 99,9 % 99,9 % 99,9 %
Um die Prognosegüte des Value at Risk für Zinsänderungsrisiken zu prüfen,
werden Backtests durchgeführt. Dabei werden die infolge tatsächlicher Markt
-
wertveränderungen bei unverändertem Bestand eingetretenen Gewinne und
Verluste mit den durch das VaR-Modell prognostizierten Werten verglichen.
Die Ergebnisse der Backtests bestätigten auch im Jahr 2022 die Validität der
angewendeten statistischen Methoden. Für die Berücksichtigung von Risiken
bei extremen Marktbewegungen werden zusätzlich Stresstests durchgeführt.
Diese beinhalten die Simulation von großen Schwankungen der Marktpreis
-
indikatoren und dienen zum Aufzeigen von Verlustpotenzialen, die nicht
vom Value at Risk abgedeckt werden. Die Stressszenarien umfassen sowohl
standardisierte Zinsschockszenarien als auch Zinsszenarien, die aufgrund der
Zinspositionierung in Verbindung mit der aktuellen Bilanzstruktur nachteilig
auf den Strukturbeitrag der Bank wirken könnten. Alle Marktrisikoaktivitäten
sind mit Risikolimits versehen, die in ihrer Gesamtheit in eine Risikotragfähig
-
keitsrechnung einfließen .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Der Value at Risk des Zinsrisikos im Bankbuch ist auf Grund der Veränderungen
der Zinskurven im Jahr 2022 deutlich angestiegen.
Die Berichte zum Marktrisiko gemäß obiger Beschreibung werden grundsätz
-
lich monatlich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht. Zusätzlich werden für
das Zinsrisiko im Bankbuch wöchentlich auch eine GAP-Analyse, Stresstests
und Ertragssimulationen erstellt sowie Marktwertänderungen im Wertpapier-
Eigenbesitzportfolio täglich verfolgt und berichtet.
Die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften refinanzieren sich fristen- und
währungskonform bei der Bank, sodass Zinsänderungs- und Währungsrisiken
vermieden und in der Bank zentral gesteuert werden können.
(65) Derivate und Hedge Accounting
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet Derivate
ausschließlich zur Absicherung von Marktrisiken. In der Regel steht jedem
Derivat ein abzusicherndes Grundgeschäft gegenüber. In wenigen Ausnah
-
mefällen werden Derivate ohne Grundgeschäft, sogenannte Makrohedges,
zur Bilanzstruktursteuerung abgeschlossen. Diese sichern die Oberösterrei
-
chische Landesbank Aktiengesellschaft gegen extreme Zinsbewegungen ab.
Der Einsatz von Derivaten ohne Grundgeschäft wird regelmäßig im Rahmen
des ALM-Komitees der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
besprochen. Alle Hedging-Initiativen werden vom Vorstand beschlossen.
Die Marktwerte der abgeschlossenen Derivate werden regelmäßig mit den
Marktwerten der Gegenpartei überprüft. Für jeden Geschäftspartner, mit
dem ein Derivatgeschäft abgeschlossen wird, muss eine entsprechende
Kreditlinie vorhanden sein, die die Bonität des Kreditnehmers und die ange
-
strebten Geschäfte berücksichtigt. Im Interbankenbereich wurden Collateral-
Vereinbarungen mit allen wichtigen Geschäftspartnern abgeschlossen, um
das Ausfallrisiko zu minimieren.
(66) Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beinhaltet die Gefahr der Nichterfüllung von vertraglichen
Zahlungsverpflichtungen durch Schuldner. Das heißt, dass Schuldner ihre
Zahlungen zur korrekten Erfüllung ihrer gänzlichen oder teilweisen Zins-
oder Tilgungsverpflichtung nicht bzw. nicht zeitgerecht leisten. Im Rahmen
der quartalsweisen Risikoberichterstattung an den Vorstand berücksichtigt
und konsolidiert die Kreditinstitutsgruppe alle Elemente der Kreditrisikofor
-
derungen wie z.B. Ausfallrisiken einzelner Debitoren, Länder und Branchen.
Das Kreditrisiko umfasst neben dem Kontrahenten- bzw. Ausfallrisiko auch
das Länderrisiko.
Das Kontrahenten- bzw. Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forde
-
rungen an Kunden und Banken und aus den Wertpapieren im Bankbuch. Die
Risikostrategie zielt darauf ab, existenzgefährdende Schäden zu vermeiden.
Dies erfolgt einerseits durch die begrenzte Allokation vorhandener Risikode
-
ckungsmassen auf die in der Geschäftsstrategie festgelegten Geschäftsfelder.
Andererseits wird auch auf eine ausreichende Diversifizierung des Portfolios
geachtet. Der unerwartete Verlust aus Kreditrisiken wird in der Säule 1 der
Basler Eigenkapitalbestimmungen nach dem Standardansatz unterlegt. Im
Rahmen des Kapitaladäquanzverfahrens nach Säule 2 wird der unerwartete
Verlust aus Kreditrisiken mit der im IRB-Ansatz vorgegebenen VaR-Formel für
Unternehmen, Staaten und Banken ermittelt. In den einzelnen Geschäftsfel
-
dern wird neben der angestrebten marktüblichen Rendite auch explizit auf
die Einhaltung der vorgegebenen Risikolimits geachtet. Über die Entwicklung
des Kreditrisikos wird dem Vorstand monatlich berichtet.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft beurteilt die Risiko
-
situation und die Besicherungssituation der einzelnen Forderungen entspre-
chend der Rating- und Sicherheitenrichtlinien sowie initiiert und überwacht
die Umsetzung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Die fachgerechte
Weiterentwicklung der Ratingsysteme und -verfahren, die zur Beurteilung von
Kreditengagements eingesetzt werden, ist gewährleistet.
Der größte Anteil am Marktrisiko der Oberösterreichische Landesbank Akti
-
engesellschaft per 31. Dezember 2022 entfällt auf das Zinsänderungsrisiko.
Das Zinsrisiko wird strategisch mit den aufsichtlichen Vorgaben begrenzt,
wobei es keine weiteren risikostrategischen Einschränkungen gibt:
• Frühwarnschwelle 15 % des Kernkapitals Tier 1
• harte Schwelle 20 % Eigenmittel
Risikobegrenzend werden folgende Maßnahmen laufend umgesetzt:
• Bei der Einführung von neuen Produkten wird das Zinsrisiko mit dem Ziel,
das Zinsrisiko möglichst gering und jedenfalls berechenbar zu halten,
mitbetrachtet.
• Genaue Beobachtung der UDRB- und Fixzins-Risiken
• Auf Grund der Wesentlichkeit ist das Risiko zumindest wöchentlich zu
überwachen
• Im Risikomanagement der Bank wird neben der aktuellen und historischen
Risikobetrachtung auf eine zukunftsorientierte Risikoeinschätzung geachtet.
Die Ausweisrichtlinie zur Zinsrisikostatistik schreibt überdies die Messung
des „Zinsänderungsrisikos im Bankbuch“ im Verhältnis zum Haftkapital der
Bank vor, indem eine Veränderung des Marktwertes des Bankbuchs nach
einem Zinsschock um 200 Basispunkte den anrechenbaren Eigenmitteln der
Bank gegenübergestellt wird. Würde dieser Zinsschock mehr als 20 % der
anrechenbaren Eigenmittel betragen, könnte die Bankenaufsicht risikoredu
-
zierende Maßnahmen einfordern. Zudem wurde eine Frühwarnschwelle iHv
15 % des Tier 1-Kapitals eingeführt, die bei Überschreitung einen aufsichtli-
chen Dialog starten würde.
Das Fristentransformationsrisiko ist weiterhin auf niedrigem Niveau (Gründe
hierfür sind Tendergeschäfte und Emissionstätigkeit). Diese gemeldeten
200-Basispunkte-Zinsschocks nach dem Standardverfahren liegen derzeit bei
einem absoluten Risikowert in Höhe von MEUR 20,5. Dies entspricht einer
Auslastung von 3,78 % (2021: 0 %) der anrechenbaren Eigenmittel. Damit
liegt die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft deutlich unter
der Outlier-Grenze von 20 %.
Eine zentrale Modellannahme ist die Einschätzung der Non Maturing Deposits
(BAW-Einlagen) hinsichtlich ihrer Zinsbindung. Aufsichtsrechtlich ist hier eine
maximale Zinsbindungsdauer von 5 Jahren erlaubt. Die Oberösterreichische
Landesbank Aktiengesellschaft kalibriert das Modell mindestens jährlich und
setzt hier konservative Werte ein. Es erfolgt eine Unterscheidung in Retail-
Einlagen und Wholesale-Einlagen. Die Retail-Einlagen werden in weitere
Unterkategorien eingeteilt und mit einer durchschnittlichen Zinsbindung
von rund 1,25 Jahren modelliert – mittels der Elastizitätenmethode wird ein
stabiler (5Y-rollierend) und ein nicht stabiler Anteil (3M-rollierend) ermittelt.
Wholesale-Einlagen werden kurzfristig dargestellt.
Das Fremdwährungsrisiko ist vergleichsweise gering. Das Erwirtschaften von
Erträgen aus offenen Devisenpositionen ist keine Zielsetzung. Daher wird eine
sich aus Kundengeschäften ergebende Fremdwährungsposition grundsätz
-
lich abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen ergeben sich lediglich
aus dem Valutengeschäft, welche wiederum durch eine knappe Disposition
beschränkt werden. Zum 31. Dezember 2022 war die Bagatellschwelle von
2 % der Gesamteigenmittel gemäß Artikel 351 der EU-Richtlinie 575/2014
nicht überschritten. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis aufgrund der
offenen Devisenposition in der Bank und im Konzern betrug daher TEUR 0
(2021: TEUR 0).
Der Value at Risk auf der Basis der angegebenen Parameter stellt sich zum
Bilanzstichtag wie folgt dar:
in TEUR Value at Risk
31.12.2022 31.12.2021
Credit Spread-Risiko 10.381 16.596
Zinsrisiko – Bankbuch 53.846 1.220
Fremdwährungsrisiko 240 48
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
Die interne Ratingskala umfasst zehn Ratingstufen von 0,5 bis 5 und ist nach
dem Schulnotensystem mit Halbnoten aufgebaut. Diese sind um weitere
Subklassen in einigen Stufen durch die Zusätze „+“ bzw. „–“ verfeinert. Die
Ausfallklassen teilen sich in 5, 5,1 und 5,2 (somit 17 Bonitätsklassen). Das
Ratingsystem wird als Expertensystem geführt. Im Mengengeschäft werden
zunehmend automatisierte Scoringmodelle eingesetzt, um den Verwaltungs
-
aufwand zu reduzieren. Als Bonitätskriterien werden sowohl Hard Facts als
auch Soft Facts herangezogen. Entsprechend segmentspezifischer Unter
-
schiede sind verschiedene Ratingtools im Einsatz. Alle Ratingtools verfolgen
das Ziel, konkrete Aussagen über die Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen
Kreditobligi zu erhalten. Die Ratingsysteme sind nach den Forderungsklassen
Corporates, Retailkunden, Banken und Wertpapieremittenten sowie Staaten
differenziert. Die Systeme zur Bonitätsbeurteilung werden laufend validiert
und weiterentwickelt.
Für das interne Rating sind konzernweit folgende Ratingklassen (WISIT) in
Verwendung:
S&P/
Fitch
Rating
Moody’s
Rating
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
10er-Skala Verfeinerung Beschreibung
AAA Aaa 0,5 0,5 risikolos
Investmentgrade
AA+ Aa1
1 1
ausgezeichnete
Bonität
AA Aa2
AA– Aa3
1,5 1,5 sehr gute Bonität
2
2+ (1,8)
gute Bonität
A+ A1
2A A2
A– A3
BBB+ Baa1
2,5
2– (2,2)
durchschnittliche
Bonität
BBB Baa2 2,5
BBB– Baa3
3
3+ (2,8)
BB+ Ba1
3 akzeptable Bonität
Non-Invest-
mentgrade
BB Ba2
BB– Ba3
3,5
3– (3,2) mäßige Bonität
B+ B1 3,5 schwache Bonität
B B2
4
4+ (3,8)
sehr schwache
Bonität
Highly
Speculative
B– B3 4
CCC+ Caa1
4,5 4,5 ausfallgefährdetCCC Caa2
CCC– Caa3
CC
Ca
5
5
Ausfallmerkmale
erreicht
Default
C 5,1
DDD / D C 5,2
Die Definition und Abgrenzung der einzelnen Ratingklassen orientiert sich
an statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die verbalen Bezeichnungen
dienen nur der Veranschaulichung. Die Überleitung zu externen Ratings erfolgt
auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten. Subklassen mit Zusätzen (+/–)
stellen keine Ratinghauptklassen dar, sie dienen lediglich der Verfeinerung
im Pricing. Die Klassen 5 sowie 5,1 und 5,2 dienen zur Unterscheidung von
Ausfallkategorien (und entsprechen der Einstufung Ca und C von Moody’s
bzw. CC, C und D von Standard & Poor’s).
Sicherheiten
Folgende Sicherheiten liegen vor:
• Persönliche Sicherheiten
– Haftungen, Garantien und Patronatserklärungen
• Dingliche Sicherheiten
– Pfandrechte an beweglichen oder unbeweglichen Sachen sowie
Zessionen
– Eigentumsvorbehalte
– Verpfändete Einlagen
– Nettingvereinbarungen
Die Sicherheitenkategorien und deren Werte werden in einer Sicherheitenda
-
tenbank erfasst und überwacht. Die Sicherheitenwerte werden entsprechend
der Vertragssituation mit den einzelnen Krediten verknüpft und nach einem
vordefinierten Verfahren zugeteilt.
Die Besicherungsnote (BESIT) ergibt sich aufgrund folgender Notenskala:
Note Blankoanteil
b 1,0 Risiko kleiner 5 %
b 1,5 Risiko 5 % bis kleiner 15 %
b 2,0 Risiko 15 % bis kleiner 30 %
b 2,5 Risiko 30 % bis kleiner 45 %
b 3,0 Risiko 45 % bis kleiner 55 %
b 3,5 Risiko 55 % bis kleiner 70 %
b 4,0 Risiko 70 % bis kleiner 85 %
b 4,5 Risiko 85 % bis kleiner 95 %
b 5,0 Risiko 95 % bis 100 %
Für alle Aktiva mit Adressenausfallrisiko wird monatlich der Credit Value at Risk
ermittelt. Der Credit Value at Risk ist jener maximale Verlust, der statistisch
betrachtet innerhalb eines Jahres eintreten kann und mit einer bestimmten
Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. In der Oberösterreichische Lan
-
desbank Aktiengesellschaft wird der Credit Value at Risk (= Unexpected Loss)
mit den Wahrscheinlichkeiten 95 % für den Going Concern-Ansatz und 99,9 %
für den Liquidationsfall ermittelt. Die Berechnung erfolgt mit der IRB-Formel
für Unternehmen, Staaten und Banken .
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Struktur des Ausleihungsportfolios
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Ausleihungsvolumens nach Wirtschaftszweigen und somit das maximale Ausfallrisiko:
Wirtschaftszweig in TEUR Guthaben bei
Zentralnoten-
banken /
Forderungen
an Kredit-
institute
Forderungen
Kunden
Handels-
aktiva
Finanz-
anlagen
Bürgschaften/
Garantien
Nicht ausge-
nutzte Rahmen
Summe
2022
Zentralbanken 661.550 661.550
Staatssektor 838.741 162.384 123.087 96 186.004 1.310.312
Kreditinstitute 177.325 38 97.796 406.667 7.205 689.031
Sonstige finanzielle Unternehmen 7.847 70.941 64.666 70.749 79 14.212 228.494
Nicht finanzielle Unternehmen 2.404.889 3.702 118. 50 9 38.543 488.947 3.054.590
Haushalte 2.567.476 23.847 154.285 2.745.609
Gesamt Maximales Ausfallrisiko 2022 846.722 5.882.085 328.548 719.012 69.770 843.448 8.689.586
Wirtschaftszweig in TEUR Guthaben bei
Zentralnoten-
banken /
Forderungen
an Kredit-
institute
Forderungen
Kunden
Handels-
aktiva
Finanz-
anlagen
Bürgschaften/
Garantien
Nicht ausge-
nutzte Rahmen
Summe
2021
Zentralbanken 760.036 760.036
Staatssektor 774.524 300.619 118 .549 96 148.656 1.342.444
Kreditinstitute 140.855 66 382.937 400.063 7.149 2 931.072
Sonstige finanzielle Unternehmen 26.071 70.009 52.864 72.777 81 14.601 236.403
Nicht finanzielle Unternehmen 2.180.760 4.104 133.660 40.482 480.045 2.839.051
Haushalte 2.573.285 20.024 158.294 2.751.604
Gesamt Maximales Ausfallrisiko 2021 926.961 5.598.644 740.524 725.049 67.832 801.598 8.860.609
Analyse der finanziellen Vermögenswerte
in TEUR nicht überfällig bis 30 Tage 31 bis 60 Tage 61 bis 90 Tage über 90 Tage Gesamt per 31.12.2022
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch -
wert
Sicher-
heiten
Forderungen an
Kreditinstitute
185.172 83.578 185.172 83.578
hievon AC 185.172 83.578 185.172 83.578
hievon Stage 1 185.172 83.578 185.172 83.578
Forderungen an
Kunden
5.812.028 4.149.687 57.827 7.314 1.360 1.080 2.439 1.955 8.432 7.799 5.882.085 4.167.834
hievon AC 5.523.352 4.017.453 57.827 7.314 1.360 1.080 2.439 1.955 8.432 7.799 5.593.409 4.035.600
hievon Stage 1 5 .116.6 05 3.777.037 44.142 1.932 453 361 507 506 513 506 5.162.220 3.780.342
hievon Stage 2 400.779 235.777 13.615 5.337 648 536 1.698 1.215 2.214 2.213 418.953 245.078
hievon Stage 3 5.968 4.639 70 44 258 183 234 234 5.705 5.080 12.236 10.180
hievon FVPL
designiert
169.410 43.011 169.410 43.011
hievon Stage 1 169.065 4 3.011 169.065 43 .011
hievon Stage 2 344 – 344 –
hievon FVPL 119. 267 89.223 119. 267 89.223
hievon Stage 1 42.846 35.106 42.846 35.106
hievon Stage 2 75.604 53.309 75.604 53.309
hievon Stage 2 817 807 817 807
Gesamt per
31.12.2022
5.997.200 4.233.265 57.827 7.314 1.360 1.080 2.439 1.955 8.432 7.799 6.067.257 4.251.412
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
in TEUR nicht überfällig bis 30 Tage 31 bis 60 Tage 61 bis 90 Tage über 90 Tage Gesamt per 31.12.2021
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch-
wert
Sicher-
heiten
Buch -
wert
Sicher-
heiten
Forderungen an
Kreditinstitute
166.926 110.136 166.926 110.136
hievon AC 166.926 110.136 166.926 110.136
hievon Stage 1 166.926 110.136 166.926 110.136
Forderungen an
Kunden
5.578.867 4.061.586 5.560 2.592 2.444 2.046 849 777 10.925 10.134 5.598.644 4.077.136
hievon AC 5.301.477 3.966.834 5.560 2.592 2.444 2.046 849 777 10.925 10.134 5.321.255 3.982.384
hievon Stage 1 5.018.694 3.752.802 5.071 2.293 663 663 306 306 4.442 4.315 5.029.176 3.760.379
hievon Stage 2 272.606 205.371 484 296 1.670 1.285 318 317 2.987 2.987 278.065 210.255
hievon Stage 3 10.178 8.660 5 4 110 99 225 155 3.496 2.831 14.014 11.74 9
hievon FVPL
designiert
185.230 35.940 185.230 35.940
hievon Stage 1 184.944 35.940 184.944 35.940
hievon Stage 2 286 286 –
hievon FVPL 92.160 58.812 92.160 58.812
hievon Stage 1 89.581 57.124 89.581 57.124
hievon Stage 2 2.578 1.688 2.578 1.688
Gesamt per
31.12.2021
5.745.793 4.171.722 5.560 2.592 2.444 2.046 849 777 10.925 10.134 5.765.570 4.187.272
Wertberichtigungen
Gründe für die Bildung einer Risikovorsorge stellen wirtschaftliche bzw.
finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Ausfall von Zins- und Tilgungs
-
verpflichtungen sowie weitere Ausfallgründe gemäß aufsichtsrechtlichen
Bestimmungen dar. Grundlage dafür ist das laufende Controlling der Kreditfälle
gemäß den internen Risikomanagementrichtlinien.
Die Ausfalldefinition umfasst Insolvenzen, ähnliche Verfahren oder Klage,
drohende Zahlungsunfähigkeit, 90-Tage-Basel-Überfälligkeit, Zinsfreistellung,
krisenbedingte Restrukturierung, Fälligstellungen, Direktabschreibungen,
Abschreibungen wertberichtigter Forderungen, Forderungsverzicht bei Re
-
strukturierung, Lizenzentzug und Zahlungsmoratorium.
In einer Ausfalldatenbank werden die Ausfallereignisse, die Kapitalstände
zum Ausfallzeitpunkt, die Verwertungskosten sowie Rückflüsse aus der Si
-
cherheitenverwertung aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen in der Ausfallda-
tenbank werden für die jährliche Validierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten
herangezogen.
Die Problemkreditbetreuung befasst sich mit Engagements, wenn konkrete
Ausfallereignisse bzw. non-performing loans (NPLs) vorliegen. Dabei wird die
aktivseitige Kundenverantwortung (Markt-Zuständigkeit und Hauptverantwor
-
tung) an die Problemkreditbetreuung und damit in die Marktfolge übertragen.
Weiters müssen sämtliche Schritte mit der Problemkreditbetreuung abge
-
stimmt sowie aktuelle Informationen zum Kunden an die Problemkreditbetreu-
ung übermittelt werden. Im Jahr 2022 betrug die NPL-Ratio der Forderungen
an Kunden und Kreditinstitute 0,31 % (2021: 0,35 %). Für weitere Informationen
zur Entwicklung der Vorsorgen für Risiken aus dem Kreditgeschäft wird auf
Punkt (35) verwiesen .
Wertberichtigungsstufen nach Ratingklassen
Die Bruttobuchwerte von Guthaben bei Zentralnotenbanken, Forderungen an
Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Finanzanlagen (Schuldverschreibun
-
gen und andere festverzinsliche Wertpapiere), Eventualverbindlichkeiten und
Kreditrisiken gliedern sich nach den Ausfallrisikoklassen wie folgt:
Ratingklasse Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
0,5 108.436 108.436
1,0 822.786 822.786
1,5 2.287.593 59.226 2.346.819
1,8 575.090 71.750 646.840
2,0 1.030.183 80.239 1.110.42 2
2,2 577.386 36.935 614.322
2,5 1.855.069 126.539 1.981.608
2,8 206.959 94.553 301.511
3,0 93.981 80.710 174.691
3,2 30.296 43.197 73.492
3,5 10.145 27. 212 37.357
3,8 348 2.303 2.651
4,0 99 6.756 6.855
4,5 494 10.680 11.174
5,0 2.391 2.391
5,1 14.749 14.749
5,2 4.286 4.286
Bruttobuch-
werte
7.598.865 640.100 21.426 0 8.260.391
Risikovorsorgen –3.333 –6.144 –7.957 –17.434
Buchwerte
31.12.2022
7.595.532 633.956 13.470 0 8.242.957
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
Ratingklasse Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI Gesamt
0,5 47.779 47.779
1,0 911.5 05 911.50 5
1,5 2.007.942 33.557 2.041.499
1,8 580.150 31.480 611.6 30
2,0 1.099.287 22.968 1.122.256
2,2 2.070.247 90.342 2.160.589
2,5 464.406 36.336 500.742
2,8 258.987 19.785 278.773
3,0 156.343 26.616 182.959
3,2 30.164 24.317 54.481
3,5 22.988 15.016 38.004
3,8 3.851 3.123 6.974
4,0 845 6.608 7.453
4,5 977 10.399 11.376
5,0 1.363 1.363
5,1 19.438 19.438
5,2 4.353 4.353
Bruttobuch-
werte
7.655.471 320.549 25.154 0 8.001.174
Risikovorsorgen –1.506 –3.673 –8.929 –14.108
Buchwerte
31.12.2021
7.653.965 316.875 16.225 0 7.987.066
Kreditrisikosituation
Die im externen Vergleich günstige Adressenausfallrisikosituation bei den
Kundenforderungen und -haftungen hat sich weiter gefestigt. Insbesondere
ist im „risikosensitiven“ Bereich eine weitere deutliche Verbesserung der Si
-
tuation auf bereits gutem Niveau ersichtlich. Ursache dafür ist eine Fülle von
einzelnen Qualitätsmaßnahmen, die sich im gesamten Portfolio auswirken.
Die wichtigsten sind:
• Konsequente Umsetzung der inhaltlichen Standards in der Kreditentschei
-
dungsaufbereitung bei der Kreditvergabe führen zu tendenziell verbesser-
tem Neukreditgeschäft.
• Durch stetig intensivierte Risikoüberwachung von Teilportfolien und damit
verbundenen Maßnahmen im Einzelfall wird eine laufende Verbesserung
im Bestand erreicht.
• Durch kontinuierliche Weiterentwicklung des internen Ratingsystems so
-
wohl in der Anwendung als auch in der Systemvalidierung verbessern sich
die Administration und die Aussagekraft der Bonitätsbeurteilung.
Das Ausleihungsvolumen ist zur Gänze bonitäts- und besicherungsmäßig
eingestuft. Bonitätsmäßige Veränderungen werden sehr rasch erkannt und bei
Verschlechterungen werden unmittelbar das Risiko korrigierende Maßnahmen
umgesetzt. Hinsichtlich des Ausfallrisikos bei den designierten Forderungen
verweisen wir auf Punkt (48).
Forbearance
Unter „Forbearance“ werden Maßnahmen verstanden, die dadurch gekenn
-
zeichnet sind, dass Bedingungen des Kreditvertrages zu Gunsten des Kre-
ditnehmers verändert (z.B. Stundungen) oder Kredite neu finanziert werden,
weil der Kreditnehmer die bestehenden Bedingungen aufgrund finanzieller
Schwierigkeiten nicht mehr erfüllen kann. Die finanziellen Schwierigkeiten
des Kreditnehmers und die Veränderungen des Kreditvertrages bringen dabei
nicht in jedem Fall Verluste für das Kreditinstitut mit sich. Änderungen von
Kreditverträgen, die aus anderen Gründen als finanziellen Schwierigkeiten des
Kreditnehmers erfolgen, gelten nicht als Forbearance-Maßnahmen.
Per 31. Dezember 2022 liegen Forbearance-Maßnahmen in Höhe von TEUR
11.208 (2021: TEUR 11.191) vor. Die Forbearance-Ratio betrug 0,16 % (2021:
0,17 %). Sämtliche Forbearance-Maßnahmen betreffen Kreditnehmer im
Inland. Die Zugänge belaufen sich auf TEUR 2.177 (2021: TEUR 6.532). Dem
gegenüber stehen Abgänge in der Höhe von TEUR 2.160 (2021: TEUR 3.336).
Aufteilung nach Stundungsarten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Restrukturierung nicht Default-relevant 3.772 2.826
davon in Problemkreditbetreuung
Restrukturierung Default-relevant 7.436 8.365
davon in Problemkreditbetreuung 7.436 8.365
Gesamt 11.208 11.191
davon in Spezialbetreuung 10.659 10.091
Performing/Non-Performing Exposures bei Forbearance-Maßnahmen
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Performing Exposures 3.772 2.826
davon sonstige Finanzunternehmen 4 80
davon nichtfinanzielle Unternehmen 1.830 747
davon Haushalte 1.938 1.999
Non-Performing Exposures 7.436 8.365
davon sonstige Finanzunternehmen 865
davon nichtfinanzielle Unternehmen 5.777 7.338
davon Haushalte 794 1.027
Gesamt 11.208 11.191
davon Forderungen an Kunden 11.110 11.187
davon Bürgschaften/Garantien 98 4
Darstellung der Zu- und Abgänge der Forbearance-Maßnahmen
in TEUR 1.1.2022 Zugang Abgang 31.12.2022
Betrag Forbearance-
Maßnahmen
11.191 2.177 2.160 11. 208
davon Non-Performing
Exposures
8.365 1.028 1.958 7.436
Aufteilung der Forbearance-Maßnahmen nach Segmenten
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Großkunden 7.676 79
Retail und Wohnbau 3.200 3.197
Sonstige 331 7.915
Gesamt 11.208 11.191
Aufteilung der Forbearance-Maßnahmen nach IFRS 7
in TEUR 31.12.2022 Sicher-
heiten
31.12.2021 Sicher-
heiten
nicht überfällig 9.018 5.902 10.410 7.228
überfällig 2.190 1.003 781 494
Gesamt 11.208 6.905 11.191 7.722
V. Anhang (Notes) Konzernabschluss
( 67) Liquiditätsrisiko
Das Ziel der Liquiditätssteuerung ist die jederzeitige Sicherung der Zahlungs-
bereitschaft der Bank unter der Nebenbedingung, die Kosten für die Liquidi-
tätshaltung möglichst niedrig zu halten. Auf Basis von Liquiditätsablaufbilan-
zen stellt die Organisationseinheit Risikomanagement den Liquiditätsstatus
des Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzerns fest. Die
Steuerung der Liquidität erfolgt auf Basis dieser Liquiditätsablaufbilanzen. Die
Maßnahmen zur Steuerung sind vor allem darauf ausgerichtet, die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit – auch in Stresssituationen – sicherzustellen.
Für den laufenden Liquiditätsausgleich stehen ein Liquiditätspuffer sowie
ein hohes Sicherheitenpotenzial für Tendergeschäfte mit der EZB in Form
von Wertpapieren und Credit Claims zur Verfügung. Die Liquiditätssituation
des Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft Konzerns ist, ins
-
besondere aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der stabilen
Kundeneinlagen, komfortabel. Die im Bankwesengesetz (BWG) vorgesehenen
Liquiditätsbestimmungen wurden bei der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft zur Gänze eingehalten.
Restlaufzeitenanalyse
31.12.2022
in TEUR
tägl. fällig
bis 1 Monat
über 1 Monat
bis 3 Monate
über 3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
*)
105.554 7.089 433.236 321.674 159.849 1.027.402
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 229.219 197.240 288.652 802.150 923.638 2.440.899
Verbriefte Verbindlichkeiten 16.659 55.785 430.743 1.754.663 2.480.361 4.73 8. 211
Handelspassiva 4.744 10.233 89.149 323.807 293.703 721.635
Gesamt 356.176 270.347 1.241.780 3.202.293 3.857.551 8.928.147
Eventualverbindlichkeiten 69.770
Kreditrisiken 843.448
31.12.2021
in TEUR
tägl. fällig
bis 1 Monat
über 1 Monat
bis 3 Monate
über 3 Monate
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
bis 5 Jahre
über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
*)
319.135 5.136 22.836 715.537 164.367 1. 227.011
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 144.667 56.959 238.262 753.451 782.146 1.975.486
Verbriefte Verbindlichkeiten 25.347 112.029 238.607 2.141.945 1.976.556 4.494.484
Handelspassiva 8.502 3.741 24.002 111. 920 116.39 3 264.558
Gesamt 497.651 177.865 523.708 3.722.853 3.039.462 7.961.539
Eventualverbindlichkeiten 67.832
Kreditrisiken 801.598
*)
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Cash-Collateraleinlagen für Derivate in Höhe von TEUR 312.924 (2021: TEUR 312.924) im Laufzeitband
„tägl. fällig bis 1 Monat“ enthalten. Die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten ist jedoch abhängig von Marktzinsänderungen .
Die Tabelle zeigt die Fälligkeitsanalyse der nicht abgezinsten Cashflows für
finanzielle Verbindlichkeiten und Derivate inklusive Zinszahlungen sowie die
frühestmögliche Inanspruchnahme von Bürgschaften und Kreditzusagen.
Kündigungsmöglichkeiten sind nach mathematischer Ausnutzungswahr
-
scheinlichkeit enthalten. Zusätzlich zur Liquiditätsablaufbilanz wird auch die
Liquidity-Coverage-Ratio als Indikator für die Überwachung der kurzfristigen
Liquiditätssituation eingesetzt. Per 31. Dezember 2022 beträgt diese 165,8 %
(2021: 196,8 %) und ist damit deutlich höher als die für 2022 gesetzlich vor
-
gegebene Mindestquote von 100 %.
(68) Operationelles Risiko
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft definiert operatio-
nelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit
oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder
infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt auch
das Rechtsrisiko ein.
Zur Ermittlung der Unterlegungskosten für operationelle Risiken in Säule 1
und auch Säule 2 verwendet die Oberösterreichische Landesbank Aktienge
-
sellschaft den Basisindikatoransatz.
Zur Identifikation von operationellen Risiken wird intern eine Schadensfall
-
datenbank in der Organisationseinheit Risikomanagement geführt, in der
Schadensfälle über einer Bagatellgrenze von EUR 100 aufgezeichnet werden.
Vierteljährlich wird über die Schadensfälle an den Vorstand berichtet. Werden
dabei Häufungen von bestimmten Schadensfällen festgestellt, wird unter Be
-
rücksichtigung von organisatorischen Zuständigkeiten ein Prozess gestartet,
um aufgetretene Risiken zu reduzieren. Darüber hinaus verfügt die Bank über
Notfallkonzepte, um in Krisenfällen verschiedenster Art den Betrieb der Bank
aufrechterhalten zu können.
Transaktionen und Entscheidungen erfolgen ausschließlich unter Anwendung
des Vier-Augen-Prinzips. Die Bank legt großen Wert auf gut geschulte, verant
-
wortungsbewusste Mitarbeiter. Ein Internes Kontrollsystem, das mit Hilfe von
Abfrage-Software, Risiko-Kontroll-Matrizen und Assessments Schadensfälle
verhindern soll, ist eingerichtet.
Das Rechtsrisiko wird durch sorgfältige Vertragsgestaltung bzw. -prüfung in
der hausinternen Rechtsabteilung sowie durch Einholung von Expertisen von
spezialisierten Anwälten oder sonstigen Gutachten minimiert. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr ist die Anzahl der Schadensfälle als auch die Schadenshöhe
auf niedrigem Niveau konstant geblieben.
Konzernabschluss V. Anhang (Notes)
VI. Organe
Aufsichtsrat
Vorsitzender: Mag. Othmar Nagl
(Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Heinrich Schaller
(Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Dr. Peter Baier bis 25.04.2022
(Unternehmensberater)
Mag. Dr. Michael Tissot ab 25.04.2022
(Steuerberater)
Mitglieder: Ing. Volkmar Angermeier
(Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Dr.
in
Miriam Eder, MBA
(Leitung Controlling, Revision & Compliance BBRZ-Gruppe)
Mag. Klaus Fürlinger
(Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Dr. Michael Glaser
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Horst Haudum ab 25.04.2022
(Prokurist OÖ Landesholding GmbH, Leitung Beteiligungen & Recht, Land OÖ)
Mag.
a
Dr.
in
Elisabeth Kölblinger
(Steuerberaterin)
Mag. Reinhard Schwendtbauer
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Dr. Michael Tissot bis 25.04.2022
(Steuerberater)
Vom Betriebsrat entsandt: Kurt Dobersberger
(Betriebsrats-Vorsitzender der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft)
Andrea Koppe B.A., MBA
(Betriebsrats-Vorsitzender-Stellvertreterin der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft)
Sabine Füreder
Mag.
a
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des Mag. Thomas Stelzer
Landes Oberösterreich: (Landeshauptmann des Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin Mag.
a
Dr.
in
Christiane Frauscher, LL.B., MBA
des Landes Oberösterreich: (Landesfinanzdirektorin des Landes Oberösterreich)
Staatskommissär: Hans-Georg Kramer, MBA, CFP
(Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin: Mag.
a
Sigrid Part
(Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender: Mag. Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied: Mag. Thomas Wolfsgruber
Treuhänder
Treuhänder: Mag. Wolfgang Claus
(Bundesministerium für Finanzen)
Treuhänder-Stellvertreterin: Mag.
a
Katharina Lehmayer
(Präsidentin des Oberlandesgerichtes)
VI. Organe Konzernabschluss
VII. Anteilsbesitz
a) Vollkonsolidierte Unternehmen
Gesellschaft Eigener Anteil
*)
Bilanzstichtag
2022 2021
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft, Linz Konzernmutter 31.12.
OÖ HYPO Immobilien und Beteiligungen GmbH (vormals: OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H.), Linz 100 % 100 % 30.9.
OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H. (vormals: HYPO Mobilien Leasing GmbH), Linz 100 %
**)
30.9.
OÖ Hypo Facility Management GmbH, Linz 100 % 100 % 30.9.
Hypo Immobilien Anlagen GmbH, Linz 100 % 100 % 30.9.
*)
Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
**)
Die Gesellschaft wurde als HYPO Mobilien Leasing GmbH am 12. Mai 2022 neu gegründet und mit Beschluss vom 23. Juni 2022 umbenannt.
b) Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Gesellschaft Eigener Anteil
*)
Bilanzstichtag
2022 2021
Beteiligungs- und Immobilien GmbH, Linz 25 % 25 % 30.9.
Beteiligungs- und Wohnungsanlagen GmbH, Linz 25 % 25 % 30.9.
*)
Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
c) Unternehmen mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20 %, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Gesellschaft
in TEUR
Eigener Anteil
*)
Vermö-
genswerte
Schulden Erlöse Jahres-
ergebnis
Bilanz Bilanz-
stichtag
2022 2021
I&B Immobilien und Bewertungs GmbH,
Linz
100,0 % 100,0 % 241 66 268 6 2022 30.9.
Betriebsliegenschaft Eferding 4070 GmbH,
Linz
100,0 % 100,0 % 10.849 10.635 447 36 2022 30.9.
HYPO-IMPULS Immobilien GmbH, Linz 49,0 % 49,0 % 27.008 22.105 3.094 476 2021 31.12.
O.Ö. Leasing für öffentliche Bauten
Gesellschaft m.b.H. in Liqu., Linz
**)
33,3 %
GEMDAT OÖ GmbH & Co KG, Linz 33,3 % 33,3 % 19.520 7.697 19.784 3.267 2021 31.12.
GEMDAT OÖ GmbH, Linz 30,0 % 30,0 % 688 383 677 35 2021 31.12.
Raiffeisen OÖ Invest GmbH, Linz
***)
24,0 % 30,0 % 46 3 16 8 2022 30.9.
KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft
m.b.H., Linz
26,0 % 26,0 % 24.726 15.016 23.026 2.586 2021 31.12.
O.Ö. Kommunalgebäude-Leasing
Gesellschaft m.b.H., Linz
20,0 % 20,0 % 19.629 19.443 481 –6 2021 31.12.
O.Ö. Kommunal-Immobilienleasing GmbH,
Linz
20,0 % 20,0 % 13.723 13.864 7.063 129 2021 31.12.
*)
Stimmrechtsanteil = Kapitalanteil
**)
Die O.Ö. Leasing für öffentliche Bauten Gesellschaft m.b.H. in Liqu. wurde im Geschäftsjahr 2022 liquidiert.
***)
Im Geschäftsjahr 2022 wurden 6 % der Anteile an der Raiffeisen OÖ Invest GmbH veräußert.

Konzernabschluss VII. Anteilsbesitz
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestätigt nach bes-
tem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf,
das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzern
-
lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern
ausgesetzt ist.
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft bestätigt nach bes
-
tem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards
aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Ver
-
mögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den
Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der
Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unterneh
-
men ausgesetzt ist.
Linz, am 31. März 2023
Der Vorstand
Vorstandsvorsitzender
Mag. Klaus Kumpfmüller
(Ärzte, Freie Berufe und Private Banking; Asset- und Liabilitymanagement/Treasury; Filialvertrieb;
Großkundenbetreuung; Kommerzkunden und Immobilienprojekte; Marketing; Nachhaltigkeit und
Wertpapiere; OÖ Hypo Leasinggesellschaft m.b.H.; Personal; Vertriebsunterstützung; Vorstandsbüro)
Vorstandsmitglied
Mag. Thomas Wolfsgruber
(Controlling; Finanzierung; Immobiliengesellschaften; Informationstechnologie/Facilitymanagement;
Interne Revision; Rechnungswesen; Recht und Unternehmensentwicklung; Risikomanagement)
VIII. Erklärung der gesetzlichen
Vertreter zum Jahresfinanzbericht
(gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 BörseG)

VIII. Erklärung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresfinanzbericht Konzernabschluss
Das Jahr 2022 war ein wirtschaftlich und geopolitisch turbulentes Jahr, welches heraus-
fordernde Aufgabestellungen mit sich brachte. Die HYPO Oberösterreich kann trotz dieser
schwierigen Rahmenbedingungen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Dank einer
exzellenten Teamleistung konnten die Aufgabe stellungen ausgezeichnet gemeistert werden.
Hervorzuheben sind dabei insbesondere der Review der HYPO Mehr-Wert-Strategie, um die
Konsistenz der Initiativen und Maßnahmen zu erhalten, und die aufbauorganisatorischen
Änderungen zur Optimierung der einzelnen Geschäftsbereiche. Die zukünftige Entwicklung
der HYPO OÖ kann daher weiterhin zielstrebig verfolgt werden.
Der Aufsichtsrat der HYPO Oberösterreich hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz
und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat über die Lage und Ent
-
wicklung der Bank und des Konzerns regelmäßig und in umfassender Art und Weise berichtet.
Die Buchführung, der Jahresabschluss nach den Bestimmungen des Unter nehmens-
gesetzbuches (UGB)/Bankwesengesetzes (BWG), der Konzernabschluss nach den Be
-
stimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) zum 31.12.2022, der
Lagebericht sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind von der KPMG
Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft worden. Die
Prüfungen haben zu keinerlei Beanstandungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften
wurde voll entsprochen. Die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke wurden damit erteilt.
Der Aufsichtsrat hat in der am 26. April 2023 abgehaltenen Sitzung den Jahres abschluss
und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, den Lagebericht sowie den Konzern
-
lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss
wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs. 4 des Aktiengesetzes gebilligt. Dem Vorschlag des
Vorstandes über die Gewinnverwendung wurde gefolgt.
Gerade in einem herausfordernden, dynamischen Umfeld ist die geleistete Arbeit von beson
-
derer Bedeutung. Dank dafür gilt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Linz, im April 2023
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
Othmar Nagl
IX. Bericht des Aufsichtsrates

Konzernabschluss IX. Bericht des Aufsichtsrates
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft, Linz, und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“),
bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzernerfolgs
-
rechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzernkapital-
flussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem
Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage
und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS).
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Ver-
ordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese
Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing
(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards
sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung
des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be
-
schrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil
zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung
des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte
wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses
als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt
und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilan
-
ziert sind, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von TEUR 5.593.409.
Für diese Forderungen wurde eine Risikovorsorge in Höhe von TEUR 15.556
gebildet.
X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Bestätigungsvermerk
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft er-
läutert die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen in den
Notes zum Konzernabschluss im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungs
-
methoden (siehe Unterabschnitt „Schätzungen, Ermessensentscheidungen
und Beurteilung des Managements“ und „Risikovorsorgen“).
Einzelvorsorgen werden für Kunden gebildet, bei denen ein Ausfallsereignis
identifiziert wurde (Stufe 3 – Risikovorsorge). Die Ermittlung der Höhe der
Einzelvorsorgen für signifikante Kunden mit Ausfallsereignis unterliegen
wesentlichen Annahmen und Schätzungen. Diese ergeben sich durch die
wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kunden sowie durch die Bewer
-
tung von Kreditsicherheiten, da diese Auswirkungen auf die Höhe und den
Zeitpunkt der erwarteten zukünftigen Cashflows mit sich bringen. Pauschale
Einzelvorsorgen, die für nicht signifikante ausgefallene Kunden gebildet wer
-
den, basieren auf Modellen und statistischen Parametern.
Nicht ausgefallene Kunden sind der Stufe 1 – Bildung einer Portfoliowert
-
berichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlustes – oder bei
einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos der Stufe 2 – Bildung einer
Portfoliowertberichtigung in Höhe des über die (gesamte) Laufzeit erwarteten
Kreditverlustes – zuzuordnen. Diese nach statistischen Methoden gebildeten
Vorsorgen basieren auf Modellen und statistischen Parametern und beinhalten
daher Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten, die auch die
aktuelle makroökonomische Situation durch Post Model Adjustments (ua
Veränderung der Szenariogewichtung, Collective Staging) berücksichtigen.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovor
-
sorge unter Berücksichtigung des Post Model Adjustments in bedeutendem
Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich
Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf die Höhe der
Risikovorsorgen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir
folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
• Wir haben die Prozesse im Kreditrisikomanagement erhoben und beurteilt,
ob diese geeignet sind, Kreditausfälle rechtzeitig zu identifizieren und Vor
-
sorgen in angemessener Höhe zu bilden. Wir haben ausgewählte Schlüs-
selkontrollen auf ihre Ausgestaltung und Umsetzung sowie in Stichproben
auf ihre Wirksamkeit hin getestet.
• Anhand von Einzelfällen haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend
den internen Richtlinien erfolgte und ob Ausfallsereignisse zeitgerecht
erkannt wurden. Die Auswahl dieser Testfälle erfolgte hierbei risikobasiert
unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen und Branchen. Bei fest
-
gestellten Ausfällen wurden die getroffenen Einschätzungen des Manage-
ments hinsichtlich der zukünftigen Zahlungsströme und Annahmen – unter
Berücksichtigung der Nachweise zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung
des Kunden sowie der Bewertung der Kreditsicherheiten – auf ihre Ange
-
messenheit hin geprüft.
• Wir haben im Bereich der pauschalen Einzelvorsorgen die angewendeten
Berechnungsmodelle unter Einsatz von internen Finanzmathematikern
dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf
in angemessener Art und Weise zu ermitteln.
88
X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernabschluss
• Bei den Portfoliovorsorgen haben wir die angewendeten Berechnungs-
modelle einschließlich der verwendeten Inputparameter und Stufenzuord-
nungen sowie makroökonomischen Prognosen dahingehend beurteilt, ob
diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und
Weise zu ermitteln. Weiters wurde die Auswahl und die Bemessung von
zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Be
-
rücksichtigung in der Parameterschätzung nachvollzogen. Die Herleitung
und Begründung des Post Model Adjustments sowie die zugrundeliegenden
Annahmen in Hinblick auf deren Angemessenheit wurden beurteilt. Für
diese Prüfungshandlungen haben wir interne Spezialisten einbezogen.
• Die rechnerische Richtigkeit der statistischen Vorsorgen haben wir in Test
-
fällen nachvollzogen.
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten (Level 3)
Das Risiko für den Abschluss
Der Konzern bilanziert erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten mit einem Betrag von TEUR 1.742.419 (davon Level 3 TEUR
1.674.380).
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft be
-
schreibt die Vorgehensweise bei der Kategorisierung von Finanzinstrumenten
und bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten
in den Notes zum Konzernabschluss in Abschnitt Bilanzierungs- und Bewer
-
tungsmethoden (siehe Unterabschnitt „Finanzinstrumente“).
Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die Bewertung von zum
Fair Value bilanzierten Verbindlichkeiten anhand von am Markt nicht beob
-
achtbaren Bewertungsparametern (Level 3-Kategorie) auf Grund der starken
Abhängigkeit von Bewertungsmodellen und Parameterschätzungen in einem
hohen Ausmaß ermessensbehaftet ist.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten (Level 3) haben wir folgende wesentliche Prüfungshand
-
lungen durchgeführt:
• Wir haben den Prozess erhoben und beurteilt, ob dieser geeignet ist, den
beizulegenden Zeitwert korrekt zu ermitteln. Die Schlüsselkontrollen haben
wir hinsichtlich ihrer Ausgestaltung und Umsetzung und in Stichproben auf
Effektivität getestet.
• Wir haben in Testfällen überprüft, ob die Kategorisierung (Level-Zuordnung)
der finanziellen Verbindlichkeiten angemessen vorgenommen wurde.
Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der zum Fair Value
bewerteten und bilanzierten Verbindlichkeiten (Level 3) Finanzmathematiker
eingesetzt, welche die Bewertungsmodelle und die von der Bank getroffenen
Annahmen sowie die wesentlichen Parameter hinsichtlich Marktkonformität
und Angemessenheit beurteilt haben. Zudem wurden die Fair Values in Test
-
fällen nachgerechnet.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbe
-
richt, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und
den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir
die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu
würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum
Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kennt
-
nissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestä
-
tigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche
Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet,
über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang
nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des
Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Kon-
zernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS
ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für
die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung
eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter
dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unter
-
nehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben,
sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unterneh
-
menstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsich-
tigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit
einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rech
-
nungslegungsprozesses des Konzerns.

Konzernabschluss X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Kon-
zernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungs
-
vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicher-
heit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern,
durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Ab
-
schlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstel
-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus do
-
losen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Un
-
vollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesell
-
schaft abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung
des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens
-
tätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zu
-
sammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmens
-
tätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerun
-
gen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unter
-
nehmenstätigkeit zur Folge haben.
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernab
-
schluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
• Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanz
-
informationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Kon-
zerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind
verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der
Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
• Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den ge
-
planten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
• Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit ein
-
gehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern ein
-
schlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs
-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeut-
samsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres
waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei
denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fäl
-
len, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen
Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse
übersteigen würden.

X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernabschluss
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmens-
rechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss
in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern
-
lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-
rechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen
zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB
zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Er-
kenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein
Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlage
-
bericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2021 als Abschlussprüfer
gewählt und am 12. Mai 2021 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der
Gesellschaft für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Am 25. April 2022 wurden wir für das am 31. Dezember 2023 endende Ge
-
schäftsjahr gewählt und am 10. Mai 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschluss-
prüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
1997 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernab
-
schluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel
11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5
Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der
Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft
gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist
Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 3. April 2023
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer

Konzernabschluss X. Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Business performance and
financial position
Successful business year 2022
HYPO Oberösterreich continued on its
growth trend in 2022 and concluded the
2022 business year with an outstanding
result. The result before tax increased by
+23.3 percent to EUR +40.1 million (2021:
EUR +32.5 million). This means that the
result before tax nearly tripled in compari
-
son with the result for 2019.
There were various factors that deter
-
mined operational success. An increase
in financing volume, a record level of cus
-
tomer deposits, a significantly improved
interest income and the ongoing improve
-
ments to the risk profile formed the basis
for success in the 2022 business year.
The growth concept defined in the 2025
“HYPO Mehr-Wert” strategy was system
-
atically implemented.
Marked growth in the case of
loans and deposits
In 2022, HYPO Oberösterreich was
also able to reinforce its already excel
-
lent position in the credit sector. HYPO
Oberösterreich was able to further
increase financing volume. Loans and
advances to customers grew by +5.1
percent to EUR 5,882.1 million (2021: EUR
5,598.6 million). The increase in financ
-
ing of EUR +283.4 million was distributed
across all defined customer groups.
Hence, in the key account sector (com
-
prising the segments major residential
property construction, public institutions,
commercial customers, property-related
projects and church and social organisa
-
tions), the corresponding sector volume
expanded by +8.9 percent to EUR 3,167.4
million (2021: EUR 2,908.2 million).
Particularly outstanding in 2022 was the
performance in the privately financed
residential property construction sector.
The volume of new financing reached a
record value of EUR 210.6 million (2021:
EUR 202.3 million). As a result, the annual
volume of new financing in the private
residential property construction sector
thus also nearly tripled in the years 2015
to 2022. It is worth noting that 25.0 per
-
cent of the new volume of investment in
2022 was also used for financing residen
-
tial properties that already met the strin-
gent ecological criteria for sustainable
construction.
One of the main assets of the bank is
the continuously low risk status of loan
business. Credit risk provisions to date of
reporting amounted to EUR 17.4 million
(2021: EUR 14.1 million). The value adjust
-
ment ratio of just 0.22 percent (2021: 0.18
percent) is still one of the best figures for
all Austrian universal banks. The actual
figure is calculated on the basis of the
current credit risk provisions in relation
to all loans and advances for which it has
been decided it is advisable to provide
a potential credit risk provision; the cor
-
responding sum was calculated at EUR
7,773.5 million (2021: EUR 7,636.3 mil
-
lion). The value of non-performing loans
(NPL) ratio also moved in a positive direc
-
tion. By the end of 2022, this was just 0.31
percent (2021: 0.35 percent).
There was additionally a marked increase
in levels of customer deposits in 2022.
Liabilities to customers increased by
+18.3 percent to a new record level of
EUR 2,300.6 million (2021: EUR 1,945.2
million). This was mainly due to a signifi
-
cantly increased volume of transactions
with private customers and a growth
in deposits made by institutional key
account holders. HYPO Oberösterreich
thus also enjoys an excellent liquidity
status which is available to promote the
defined growth concept.
In the case of securitized liabilities, a high
rate of issue characterised 2022. The
volume issued in this year was equivalent
to EUR 452.7 million. Among these was
a mortgage covered bond issued at a
volume of EUR 250.0 million that was suc
-
cessfully launched on the international
capital market. In 2022, HYPO Oberöster
-
reich was moreover able to consolidate
its positive position with regard to con
-
vertible housing bonds (Wohnbauan-
leihen). The issue in 2022 was worth
EUR 40.6 million. Despite the high issue
level, the relative balance sheet value of
liabilities evidenced by certificates fell to
EUR 3,944.9 million (2021: EUR 4,242.8
million). The prominent increase in the
interest rate in 2022 resulted, in view of
the fair value evaluation of securitized
liabilities, in a decrease in the accounted
volume and, as a consequence, to a
reduction in the trading assets of the
accounted derivatives.
Despite the extensive expansion in the
loan and deposit sector, the balance
sheet total dropped, in valuation terms, to
EUR 7,968.8 million (2021: EUR 8,158.5
million).
Excellent net interest income
There was a marked increase in net inter-
est income in 2022. It was augmented by
+26.3 percent to EUR +77.4 million (2021:
EUR +61.3 million). Some two-thirds of
this increase is attributable to business
expansion and margin improvements, the
remaining third can be ascribed to the
liquidation of not needed provisions origi
-
nally made in view of the negative interest
rate situation.
The accounted credit risk provisions were
negative by EUR –4.1 million (2021: EUR
–3.1 million). Following adjustment of
the credit risk provisions, the net interest
income after risk provisions rose by +26.2
percent to EUR +73.3 million (2021: EUR
+58.1 million).

Business performance and financial position Annual Information
The at-equity accounted business ven-
tures – Beteiligungs- und Wohnungsanla-
gen GmbH and Beteiligungs- und Immo-
bilien GmbH – again made a positive
income contribution valued at EUR +5.9
million in 2022 (2021: EUR +6.1 million).
The fee and commission-related transac
-
tions of HYPO Oberösterreich, which had
grown considerably in recent years and
were at a high value, fell back slightly in
2022. The main reason for this was the
minor decline in securities transactions in
view of the major geopolitical uncertain
-
ties that had made investors cautious.
Fee and commission income fell by –4.8
percent to EUR +16.2 million (2021: EUR
+17.0 million).
The positive effect of interest rate hedg
-
ing transactions for fixed interest loans
and own securities issues meant that the
result from trading in 2022 was EUR +4.4
million (2021: EUR +9.9 million). The result
from financial investments exhibited a
moderate improvement to outgoings of
EUR –0.12 million (2021: EUR –0.17 mil
-
lion). Administrative expenses increased
by +4.2 percent to outgoings of EUR
–60.0 million (2021: EUR –57.6 million).
The increase was mainly due to higher
costs in the personnel segment.
At the same time, there was a positive
result for other operating income of EUR
+0.5 million (2021: EUR –0.8 million). This
was because the required contributions
to the legally specified deposit guarantee
fund were considerably lower in compari
-
son with 2021.
The cost-income ratio (CIR) of HYPO
Oberösterreich in 2022 was 57.6 per
-
cent (2021: 61.8 percent). This figure is
calculated by dividing the administrative
expenses by the total return, including
the other operating results.
The result before tax was thus EUR +40.1
million (2021: EUR +32.5 million). The
result after tax increased to EUR +33.5
million (2021: EUR +27.5 million).
Return on equity (ROE) was thus 8.1
percent in 2022 (2021: 6.8 percent). This
figure is calculated by dividing the result
before tax by the average equity held.
In terms of the statement of comprehen
-
sive income, the other comprehensive
income was mainly determined by valua
-
tion of the shareholdings in public limited
companies. These need to be assessed
at their market value (e.g. share price)
in the balance sheet at the end of the
financial year. HYPO Oberösterreich has
indirect holdings of one percent in voes
-
talpine AG and of 0.5 percent in Austria
Metall AG and Energie AG Oberöster
-
reich. In 2022, the result for these was
negative, equivalent to EUR –15.2 million
in terms of other comprehensive income
(2021: EUR +8.2 million). This loss was,
however, significantly offset by an upvalu
-
ation of EUR +6.2 million of Energie AG
Oberösterreich. The marked increase
in the interest rate in 2022 resulted in a
reduction of the value of bond holdings
by EUR –31.3 million (2021: EUR –6.7 mil
-
lion) while the own issues were rewarded
with a valuation gain of EUR +13.2 million
(2021: EUR –6.7 million). The total com
-
prehensive income in 2022 was thus EUR
+10.1 million (2021: EUR +25.3 million).
Own capital resources
Consolidated Statements (IFRS)
After taking into account supervisory
deductibles, regulatory capital has been
reduced to EUR 542.1 million (2021: EUR
542.7 million), although a result after tax
of EUR +33.5 million was achieved. As
already pointed out above, the marked
increase in the interest rate in 2022
and the associated market fluctuations
resulted in a downturn in other compre
-
hensive income.
The defined growth concept with regard
to financial transactions with customers
resulted in an increase in the overall risk
amount to EUR 3,484.4 million (2021: EUR
3,348.0 million). This means that, as of
31 December 2022, HYPO Ober-
österreich had a total capital ratio of
15.6 percent (2021: 16.2 percent).
Individual Statements (UGB)
The stated market turmoil had a much
less marked effect on the regulatory
capital. It was possible, after taking into
account planned dividend payments,
to add the result achieved in the past
business year to reserves, so that own
capital rose to EUR 477.8 million (2021:
EUR 440.1 million). This means that
despite an increase to EUR 3,302.6 mil
-
lion of the overall risk amount (2021: EUR
3,096.6 million), the total capital ratio was
increased to 14.5 percent (2021: 14.2
percent).
Per the SREP official notice for 2022, on
31 December 2022 there was an addi
-
tional capital requirement of 1.1 percent
at the consolidated level (2021: 1.9 per
-
cent) and of 0.2 percent at the unconsoli-
dated level (2021: 1.0 percent).
As of 31 December 2022, HYPO
Oberösterreich had an MREL (Minimum
Requirement for Own Funds and Eligible
Liabilities) surplus (TREA) of EUR 1,535.2
million (2021: EUR 1,596.5 million) at an
MREL requirement (TREA) of EUR 581.9
million (2021: EUR 560.6 million) and
an MREL surplus (LRE) of EUR 1,683.3
million (2021: EUR 1,734.8 million) at an
MREL requirement (LRE) of EUR 433.8
million (2021: EUR 433.8 million).

Annual Information Business performance and financial position
I. Income Statement
in TEUR Notes 2022 2021
Ia. Interest income using the effective interest method 110,45 3 75,578
Ib. Other interest income, interest-similar income and current income 16,198 20,180
II. Interest and similar expense –49,286 –34,464
A. Net interest income 20 77,365 61,294
III. Credit risk provisions 21 –4,102 –3,145
B. Net interest income after risk provisions 73,263 58,149
IV. Income accounted for at equity 32 5,895 6,105
V. Fee and commission income 22 26,651 26, 311
VI. Fee and commission expenses 22 –10,482 –9,318
VII-VIII. Result from trading 23 4,425 9,865
IX. Result from financial investments 24 –124 –166
X. Administrative expenses 25 –60,026 –57,607
XIa. Other operating income 26 8,822 8,288
XIb. Other operating expenses 26 –6,748 –7,641
XIc. Other taxes 26 –1,588 –1,480
C. Result before tax 40,089 32,505
XII. Taxes on income 27 –6,555 –5,020
D. Result after tax 33,534 27,486
Statement of Comprehensive Income
in TEUR 2022 2021
Result after tax 33,534 27,486
Other comprehensive income:
Items that will not be reclassified to profit or loss:
Remeasurements (Gains/Losses)
*)
2,690 1,640
Solvency-based changes to liabilities assessed at fair value 13,165 –6,737
Changes to fair values in FVOCI asset instruments –15,218 8,189
Deferred tax on items accounted directly in equity
**)
–107 –74
Items that may be reclassified to profit or loss:
Changes to fair values in FVOCI debt instruments
***)
–31,251 –6,723
Deferred tax on items accounted directly in equity 7,255 1,483
Other comprehensive income –23,466 –2,222
Total comprehensive income 10,068 25,264
*)
from at equity investments 365 35
**)
from at equity investments –84 –9
***)
No (2021: no) amounts were in this respect reclassified to profit and loss (recycling).

Business performance and financial position Annual Information
II. Balance Sheet
Assets in TEUR Notes 31.12.2022 31.12.2021
1. Cash and balances with central banks 28, 35 669,189 772,016
2. Loans and advances to credit institutions 29, 35 185,172 166,926
3. Loans and advances to customers 30, 35 5,882,085 5,598,644
4. Trading assets 31 328,548 740,524
5. Financial investments 32, 35 719,012 725,049
6. Investments in companies accounted for at equity 32 71,877 66,051
7. Investment property 33 70,241 72,394
8. Intangible assets 33 916 984
9. Tangible assets 33 11,669 10,770
10. Other assets 34 30,112 5,130
Total assets 7,968,822 8,158,488
Liabilities in TEUR Notes 31.12.2022 31.12.2021
1. Liabilities to credit institutions 36 930,918 1,235,602
2. Liabilities to customers 37 2,300,585 1,945,245
3. Liabilities evidenced by certificates 38 3,944,946 4,242,843
4. Trading liabilities 39 135,670 80,714
5. Provisions 40 22,252 36,670
6. Other liabilities 41 64,170 45,194
7.1 Current tax liabilities 42 2,435 2,957
7.2 Deferred tax liabilities 42 8,706 14,902
8. Subordinated capital 43 64,345 62,361
9. Equity 44 494,793 492,001
Total liabilities 7,968,822 8,158,488
III. Consolidated Statement of Changes in Equity
in TEUR Issued capital Additional
paid-in capital
Retained
earnings
OCI reserve Total equity
IAS 19
reserve
Other OCI
reserve
Equity as of 1 January 2022 14,564 30,739 451,871 –3,486 –1,688 492,001
Purchase/sale of treasury shares –4 –113 –117
Dividends paid –7,159 –7,159
Result after tax 33,534 33,534
Other comprehensive income 1,986 –25,452 –23,466
Total comprehensive
income for the year
33,534 1,986 –25,452 10,068
Equity as of 31 December 2022 14,561 30,739 478,133 –1,500 –27,140 494,793
in TEUR Issued capital Additional
paid-in capital
Retained
earnings
OCI reserve Total equity
IAS 19
reserve
Other OCI
reserve
Equity as of 1 January 2021 14,564 30,739 427,325 –4,716 1,764 469,675
Purchase/sale of treasury shares 0
*)
16 16
Dividends paid –2,955 –2,955
Result after tax 27,486 27,486
Other comprehensive income 1,230 –3,452 –2,221
Total comprehensive
income for the year
27,486 1,230 –3,452 25,264
Equity as of 31 December 2021 14,564 30,739 451,871 –3,486 –1,688 492,001
*)
Value < TEUR 1

Annual Information Business performance and financial position
Perspective.
No pure blindness,
but visions
with practical
knowledge.
HYPO Oberösterreich already thinks
today about the day after tomorrow –
with a responsible view at the
challenges of the present and the future.
GB 2022 Imageseiten L4.indd 7GB 2022 Imageseiten L4.indd 7 27.03.2023 20:45:1127.03.2023 20:45:11

Outlook Annual Information
We are convinced we will be able to
achieve the ambitious targets we have
set ourselves for 2023. In view of the
developments to date and current fore
-
casts, we anticipate that we will again
secure an excellent result in the current
business year.
Linz, 31 March 2023
Management Board of
HYPO Oberösterreich
Klaus Kumpfmüller
Thomas Wolfsgruber
Outlook
For this reason, the ECB will continue
with its strategy of interest rate rises that
was initiated last year. It is as yet unclear
at what level the key interest rates of the
ECB will stabilise. Many experts are of the
opinion that the maximum rate is likely to
be reached in summer 2023 and will be
in the range 4.0 percent to 4.5 percent.
Despite the continuing very ambivalent
overall economic situation, we are look
-
ing to 2023 with optimism. Results for
the first months of this year show that
we are very probably correct to take a
positive standpoint. On the basis of our
“HYPO Mehr-Wert” strategy, we intend
to continue our dynamic growth trend in
our traditional core business sectors –
residential construction, physicians and
freelancers, institutional customers and
private customers. We consider there is
considerable potential when it comes to
corporate customers, our new business
segment first defined in 2020, and prop
-
erty-related projects. We are confident
that in this sector, we will this year again
achieve the growth rates of previous
years, if not actually surpass them.
In addition, we plan to continue with and
extend our trailblazing activities in Austria
in the field of sustainability. By joining the
Green Finance Alliance (GFA), we have
set a clearly defined milestone for our
route towards carbon neutrality. At the
same time, we hope to be able to attract
customers to our sustainable hypo_blue
product line.
At present, the future for the economy
looks somewhat brighter. Although in
autumn the predictions for international
trends were still largely negative, experts
are now taking a much more optimistic
view of the future in the first weeks of
2023.
The International Monetary Fund, the
IMF, for example, has upgraded its
projections for the global economy in
the current year, forecasting growth of
2.9 percent. And, according to the IMF,
Europe has proved to be far more resilient
than expected, despite the Russian inva
-
sion of Ukraine. The IMF now assumes
that both Germany and Italy will avoid
going into recession. The economy of the
Eurozone is expected by grow by 0.7 per
-
cent this year.
The prospects for the Austrian economy
have also improved. In its winter forecast,
the Institute for Advanced Studies (IHS)
in Vienna issued a to some extent modi
-
fied prediction for the Austrian economy,
anticipating an increase in gross domes
-
tic product (GDP) of 0.4 percent for 2023
– 0.1 percentage points greater than pre
-
viously expected.
Inflation, however, remains a problem in
both the Eurozone and Austria. The Euro
-
pean Central Bank (ECB) estimates that
the rate of price increases this year will
hit 6.3 percent in the Eurozone – for Aus
-
tria, the corresponding figure estimated
by the IHS is 6.7 percent.
With individual concepts
and a wide range of
services we accompany
our customers in achieving
their financial goals.

Annual Information Outlook
Betriebsergebnis
EGT
Millionen Euro
2021: 30,9 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 25,3 Mio. Euro
62,2
48,2
CIR (Cost-Income-
Ratio)
Provisionsergebnis
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Forderungen
an Kunden
Bilanzsumme Verbriefte
Verbindlichkeiten
Prozent
2021: 65,3 Prozent
Millionen Euro
2021: 19,2 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 1.946 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 5.733 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 7.721 Mio. Euro
Millionen Euro
2021: 4.009 Mio. Euro
48,6
18,6
2.3446.051
7.925 4.102
nach unternehmensrechtlichen Vorschriften
Jahres-
abschluss
Kennzahlenüberblick

Kennzahlenüberblick Jahresabschluss
Kernkapitalquote
ROE (Return
on Equity)
Prozent
2021: 12,0 Prozent
Prozent
2021: 6,6 Prozent
12,4
11,6

Jahresabschluss Kennzahlenüberblick
Lagebericht
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2022
Die HYPO Oberösterreich hat ihren Wachstumskurs auch 2022 fortgesetzt
und das Geschäftsjahr 2022 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen.
Die Bilanzsumme konnte um +2,6 Prozent auf 7.925,0 Millionen Euro (2021:
7.720,6 Millionen Euro) ausgeweitet werden. Das Betriebsergebnis hat sich im
Vergleich zum Vorjahr auf +62,2 Millionen Euro (2021: +30,9 Millionen Euro)
verdoppelt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um +90,5
Prozent auf +48,2 Millionen Euro (2021: +25,3 Millionen Euro). Hauptverant
-
wortlich für den außergewöhnlich hohen Ergebniszuwachs waren die Hebung
stiller Reserven bei einer Tochtergesellschaft sowie die Auflösung von nicht
mehr benötigten Vorsorgen im Zusammenhang mit der Negativzinsthematik.
Ohne diese beiden Sonderfaktoren wäre das Betriebsergebnis „nur“ um rund
16 Prozent gestiegen.
Wachstum bei Krediten, Einlagen und Emissionen
Die HYPO Oberösterreich hat auch 2022 ihre starke Marktpositionierung
als Kreditbank ausgebaut. Das Finanzierungsvolumen konnte auf hohem
Niveau weiter gesteigert werden. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich
um +5,6 Prozent auf 6.051,1 Millionen Euro (2021: 5.732,5 Millionen Euro).
Das Wachstum der Finanzierungsleistung im Ausmaß von +318,6 Millionen
Euro verteilte sich auf alle definierten Kundengruppen. Im Kundensegment
Großwohnbau erhöhte sich das Volumen der Einmalkredite um +7,2 Prozent
auf 1.093,0 Millionen Euro (2021: 1.020,0 Millionen Euro). In der neuen stra
-
tegischen Zielgruppe Kommerzkunden und Immobilienprojekte stieg das
Finanzierungsvolumen sogar um +23,2 Prozent auf 557,0 Millionen Euro
(2021: 452,0 Millionen Euro).
Herausragend war 2022 auch die Geschäftsentwicklung im privaten, frei
finanzierten Wohnbau. Hier erhöhte sich das Finanzierungs-Neuvolumen auf
einen Rekordwert von 210,6 Millionen Euro (2021: 202,3 Millionen Euro). Das
jährliche Neuvolumen im privaten Wohnbau hat sich damit zwischen 2015
und 2022 nahezu verdreifacht. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass 25,0 Prozent
des Neuvolumens im Jahr 2022 bereits die strengen ökologischen Kriterien
für nachhaltige Wohnbaufinanzierungen erfüllt haben.
Die Risikolage der HYPO Oberösterreich ist trotz der Geschäftsausweitung
im österreichweiten Vergleich nach wie vor ausgezeichnet. Der Stand der
Risikovorsorge betrug zum Bilanzstichtag lediglich 17,3 Millionen Euro (2021:
14,2 Millionen Euro). Die Wertberichtigungsquote von nur 0,29 Prozent (2021:
0,25 Prozent) stellt unter den österreichischen Universalbanken weiterhin einen
Spitzenwert dar. Die Quote wird aus dem Stand der Risikovorsorge in Relation
zu allen Forderungen, für welche potenziell eine Risikovorsorge kalkuliert wird,
in Höhe von 6.075,1 Millionen Euro (2021: 5.790,4 Millionen Euro), ermittelt.
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten war das Jahr 2022 von einer hohen
Emissionstätigkeit geprägt. Es konnte ein Neuvolumen von 452,7 Millionen
Euro emittiert werden. Darunter etwa ein hypothekarisch besicherter Pfand
-
brief im Volumen von 250,0 Millionen Euro, der erfolgreich am internationalen
Kapitalmarkt platziert wurde. Auch bei den Emissionen von Wohnbau-Wandel
-
schuldverschreibungen (Wohnbauanleihen) konnte die HYPO Oberösterreich
2022 ihre starke Marktposition behaupten. Hier konnte im Jahr 2022 ein Volu
-
men von 40,6 Millionen Euro emittiert werden. Der Bilanzwert der verbrieften
Verbindlichkeiten erhöhte sich um +2,3 Prozent auf 4.102,1 Millionen Euro
(2021: 4.008,7 Millionen Euro).
Einen starken Zuwachs gab es 2022 auch im Bereich der Kundeneinlagen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um +20,4 Prozent auf einen
neuen Rekordstand von 2.344,0 Millionen Euro (2021: 1.946,2 Millionen Euro).
Hauptverantwortlich dafür waren starke Zuwächse bei den Privatkunden sowie
stichtagsbezogen höhere Einlagen von institutionellen Großkunden. Die Bank
hat damit weiterhin eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung, die für den
definierten Wachstumspfad zur Verfügung steht.
Starkes Zinsergebnis
Der Nettozinsertrag erhöhte sich aufgrund der Geschäftsausweitung und der
Margenverbesserung sowie der Auflösung von nicht mehr benötigten Vorsor
-
gen im Zusammenhang mit der Negativzinsthematik auf +66,6 Millionen Euro
(2021: +53,0 Millionen Euro). Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
stiegen auf +32,6 Millionen Euro (2021: +10,6 Millionen Euro). Hauptverant
-
wortlich dafür war die Hebung stiller Reserven bei einer Tochtergesellschaft
in Höhe von 20,0 Millionen Euro.
Das in den vergangenen Jahren stark gestiegene Provisionsgeschäft der HYPO
Oberösterreich ging 2022 auf hohem Niveau geringfügig zurück. Hauptverant
-
wortlich war dafür ein etwas nachlassendes Wertpapiergeschäft aufgrund der
großen geopolitischen Unsicherheiten, die zu einer gewissen Zurückhaltung
bei den Anlegern geführt hat. Das Provisionsergebnis reduzierte sich um –3,1
Prozent auf +18,6 Millionen Euro (2021: +19,2 Millionen Euro).
Das Ergebnis aus Finanzgeschäften belief sich auf +3,0 Millionen Euro (2021:
+6,1 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben stabil bei +0,2
Millionen Euro. Die Betriebserträge erhöhten sich damit um +35,8 Prozent auf
+121,0 Millionen Euro (2021: +89,1 Millionen Euro). Die Betriebsaufwendungen
stiegen nur geringfügig auf –58,9 Millionen Euro (2021: –58,3 Millionen Euro).
Den Steigerungen beim Personal- und Sachaufwand stand eine deutlich gerin
-
gere Vorschreibung für den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds gegenüber.
Insgesamt führte das zu einem deutlich verbesserten Betriebsergebnis in
Höhe von +62,2 Millionen Euro (2021: +30,9 Millionen Euro).
Die Zuführungen zu den Risikovorsorgen blieben 2022 mit –3,8 Millionen Euro
in etwa auf dem Wert des Vorjahres (2021: –4,1 Millionen Euro). Demgegenüber
stieg der Aufwand aus der Realisierung und Bewertung von Wertpapieren
auf –8,6 Millionen Euro (2021: –2,3 Millionen Euro). Der Ergebnisbeitrag aus
der Realisierung und Bewertung von Beteiligungen reduzierte sich auf +0,9
Millionen Euro (2021: +2,8 Millionen Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit stieg damit auf +48,2 Millionen Euro (2021: +25,3 Millionen
Euro). Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf +41,4 Millionen Euro (2021:
+20,9 Millionen Euro).
Im Geschäftsjahr konnte eine Eigenkapitalrentabilität (ROE) von 11,6 Prozent
erzielt werden (2021: 6,6 Prozent), die sich aus dem Quotienten aus dem
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem Eigenkapital zum
Stichtag berechnet.
Eigenmittelausstattung
Die Eigenmittel stellten sich gemäß Capital Requirements Regulation (CRR)
zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
in Millionen Euro 31.12.2022 31.12.2021
Solvabilitäts-Bemessungsgrundlage
(Gesamtrisikobetrag)
3.302,6 3.096,6
Mindesteigenmittelerfordernis (8 %) 264,2 247,7
hartes Kernkapital IST =
Kernkapital IST 408,7 372,5
harte Kernkapitalquote in % =
Kernkapitalquote in % 12,4 % 12,0 %
Ergänzende Eigenmittel IST 69,2 67,5
Ergänzende Eigenmittel in % 2,1 % 2,2 %
Gesamtkapital IST
(regulatorische Eigenmittel)
477,8 440,1
Gesamtkapitalquote in % 14,5 % 14,2 %
Freie Eigenmittel 213,6 192,3
Nach Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Abzugsposten konnten die
regulatorischen Eigenmittel auf 477,8 Millionen Euro (2021: 440,1 Millionen
Euro) gesteigert werden. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das gute ope
-
rative Ergebnis zurückzuführen. Nach Abzug der Ausschüttung wurde der
überwiegende Teil den Gewinnrücklagen zur Stärkung des Eigenkapitals
zugeführt. Wiederum führte der vorgegebene Wachstumskurs im aktivseitigen
Kundengeschäft zu einem Anstieg des Gesamtrisikobetrags auf 3.302,6 Milli
-
onen Euro (2021: 3.096,6 Millionen Euro). Es konnte eine Gesamtkapitalquote
von 14,5 Prozent (2021: 14,2 Prozent) erreicht werden.

Lagebericht Jahresabschluss
Gemäß SREP-Bescheid aus dem Jahr 2022 besteht zum 31. Dezember 2022
ein zusätzliches Eigenmittelerfordernis von 0,2 Prozent (2021: 1,0 Prozent).
Die HYPO Oberösterreich verfügt per 31. Dezember 2022 über ein MREL
(Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities)-Surplus (TREA)
von 1.535,2 Millionen Euro (2021: 1.596,5 Millionen Euro) bei einem MREL-
SOLL (TREA) von 581,9 Millionen Euro (2021: 560,6 Millionen Euro) und über
ein MREL-Surplus (LRE) von 1.683,3 Millionen Euro (2021: 1.734,8 Millionen
Euro) bei einem MREL-SOLL (LRE) von 433,8 Millionen Euro (2021: 433,8
Millionen Euro).
Zu den Angaben zu eigenen Aktien gemäß § 243 Abs. 3 Z 3 UGB wird auf
den Anhang verwiesen.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess
Der Vorstand stellt mit Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontroll-
und Risikomanagementsystems sicher, dass unternehmerische Sachverhalte
und Geschäftsfälle ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, beurteilt und in
weiterer Folge vollständig, korrekt und periodengerecht bilanziert werden.
Weiters ist damit sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden
im Jahresabschluss korrekt angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden.
Alle Aufgaben und Zuständigkeiten des Rechnungslegungsprozesses sind
chronologisch in einem Prozessmodellierungssystem erfasst. Die Funktionen
im Rechnungslegungsprozess sind klar getrennt. Die wesentlichen Risiken
sowie die entsprechenden internen Kontrollen sind nachvollziehbar doku
-
mentiert. Die festgelegten Kontrollen werden regelmäßig auf ihre Effektivität
geprüft und evaluiert. Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sind vorgegeben. Gesetzliche Neuerungen werden laufend überwacht und in
Abstimmung mit allen betroffenen Bereichen umgesetzt. Die Ablauforganisati
-
on für die Erstellung der Abschlüsse folgt einer koordinierten Vorgehensweise
und definierten Schnittstellen. Erst nach Durchführung der Kontrollen auf allen
Stufen erfolgt die Freigabe des Jahresabschlusses.
Für die Einhaltung der IT-Sicherheit in Bezug auf alle relevanten Rechnungsle
-
gungssysteme wurden entsprechende Kontrollmaßnahmen implementiert. Zu-
sätzlich werden IT-Berechtigungen für sensible Tätigkeiten restriktiv vergeben.
Zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des Internen
Kontrollsystems durch die Interne Revision.
Filialen
Die HYPO Oberösterreich betrieb im Jahr 2022 das ServiceCenter Landstraße
in Linz sowie zehn weitere Filialen. Bis auf eine Filiale in Wien befinden sich alle
Filialen in Oberösterreich. Dabei werden fünf Filialen in den Bezirkshauptstäd
-
ten Schärding, Ried, Vöcklabruck, Wels und Steyr geführt, fünf Filialen in Linz.
Forschung und Entwicklung
Der Ausbau des digitalen Angebots und die Verbesserung der Nutzungs-
freundlichkeit standen auch 2022 im Vordergrund der technischen Entwick-
lungen. Nunmehr können etwa auch Wertpapierdepots und Bausparverträge
in wenigen Schritten von den Kund*innen online über Mein ELBA eröffnet
beziehungsweise abgeschlossen werden.
Auch in der HYPO Mein ELBA-App wurden die Wertpapierfunktionen aus
-
gebaut und verbessert. Es können nun auch Wertpapierkäufe und -verkäufe
durchgeführt, Wertpapieraufträge bearbeitet/storniert sowie Auftragsbestä
-
tigungen und Abrechnungsbelege abgerufen werden.
Mit der Multi Banking-Funktion können sich Kund*innen alle ihre Girokonten,
die bei anderen österreichischen Banken geführt werden, in Mein ELBA und
der HYPO Mein ELBA-App anzeigen lassen. Dadurch ist der volle Überblick
über alle Umsätze und Kontostände gegeben – und das in nur einer Banking-
Lösung.
Das Angebot im Bereich mobile payment wurde ebenfalls weiter ausgebaut.
So unterstützt die HYPO Oberösterreich nun auch Garmin Pay. Garmin ist der
wohl weltweit bekannteste Anbieter für Sport- und Fitnessuhren. Dank Garmin
Pay können Kund*innen mit ihrer Garmin Smartwatch einfach und kontaktlos
an Bankomat-Kassen bezahlen – und das weltweit.
Aber auch die Filialstandorte der HYPO Oberösterreich warten mit Neuerun
-
gen auf. Im Laufe des Jahres wurden sogenannte Cash Recycler aufgestellt.
Diese ermöglichen nicht nur die Auszahlung, sondern auch die Einzahlung
von Banknoten – schnell, kostengünstig und unabhängig von den Schalter
-
öffnungszeiten.
Die digitale Signatur am Point of Sale war im vergangenen Jahr ebenfalls ein
Schwerpunkt. Ausgewählte Dokumente können im Rahmen des Eröffnungs
-
prozesses auf einem Unterschriften-Pad von den Kund*innen signiert werden.
Diese erhalten dann die Dokumente per E-Mail.
Für das Jahr 2023 sind für die HYPO Mein ELBA-App und für die HYPO ELBA-
pay App umfassende Updates geplant, inklusive Überarbeitung des Designs.
Ebenso wird an einer neuen Online-Anwendung für Unternehmenskund*innen
gearbeitet.
Kund*innen, die ein Förderungsdarlehen im Rahmen der Eigenheimförderung
des Landes Oberösterreich beantragen wollen, werden mit einem neuen
Online-Portal digital durch den Beantragungsprozess geführt. Alle Schritte bis
zur Auszahlung des Förderungsdarlehens können einfach abgewickelt werden.
Die HYPO Oberösterreich wird auch an der neuen ich.app teilnehmen. Die
ich.app – die digitale Identität der österreichischen Banken – ermöglicht es
Kund*innen sich online zu identifizieren, digitale Services zu nutzen und
Geschäfte abzuschließen.
2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld
und Kapitalmärkte
Krieg in Europa
Im Jahr 2022 hielt größtenteils ein Thema die Welt in Atem – der Krieg Russ-
lands in der Ukraine. Nach langem Säbelrasseln marschierten russische
Truppen Ende Februar im Nachbarland ein und standen wenig später bereits
vor den Toren der Hauptstadt Kiew. Die ukrainischen Verteidiger gaben sich
jedoch nicht geschlagen und konnten mit Hilfe westlicher Waffenlieferungen
die Invasoren langsam zurückdrängen. Anfang April mussten die Russen ihr
Vorhaben, die Hauptstadt einzunehmen, abbrechen und versuchen seither
zumindest ihre Gebietsgewinne in der schon lange umkämpften Region Don
-
bas und im Süden des Landes rund um die Halbinsel Krim zu konsolidieren.
Der Westen unterstützt die Ukraine beim Kampf gegen den Aggressor
auf zwei Schienen. Einerseits wird versucht, Russland durch beispiellose
Sanktionen wirtschaftlich zu schaden, andererseits werden immer mehr
und modernere westliche Waffensysteme an die ukrainischen Streitkräfte
geliefert, um ihnen auch auf militärischer Ebene einen Sieg zu ermöglichen.
Beide Kriegsparteien scheinen aktuell nicht an einer Einstellung der Kampf
-
handlungen interessiert zu sein, so dass nicht absehbar ist, wie lange sich
der Krieg noch hinziehen wird.
Auf die Weltwirtschaft wirkte sich der Krieg vor allem durch einen starken
Anstieg der Energiepreise unmittelbar nach Kriegsbeginn aus. Der Preis für
Erdgas stieg in Europa bis Ende August auf Rekordwerte, aber auch Erdöl
und Elektrizität wurden deutlich teurer. Obwohl anfangs noch eine reduzierte
Menge an Erdgas aus Russland nach Europa floss, begannen die Länder
der Europäischen Union sich nach Alternativen umzusehen. Terminals für
die Verarbeitung von Flüssiggas, das per Schiff aus Norwegen und den USA
angeliefert wird, wurden in Rekordzeit in Deutschland errichtet und so konnten
sich die Gasspeicher vor dem Winter nahezu vollständig füllen. Mildes Wetter
im Herbst und zum Jahresende halfen ebenfalls dabei, den Preis für Erdgas
sogar wieder unter das Niveau vor Kriegsbeginn zu drücken.
Abseits des Kriegs war die Covid-19-Pandemie zwar weiterhin präsent, die
hochansteckende, aber deutlich weniger gefährliche Omikron-Variante sorgte
jedoch dafür, dass die meisten Nationen die restriktiven Maßnahmen zur Be
-
kämpfung der Pandemie beendeten. Nur in China wurde fast das gesamte Jahr
über die Null-Covid-Politik inklusive der Abriegelung ganzer Millionenstädte
fortgeführt, ehe auch hier zum Jahresende eine Trendwende stattfand und
das Land sich wieder öffnete. In den USA standen die Kongresswahlen im
November im Fokus: Dabei wechselten die Mehrheitsverhältnisse im Reprä
-
sentantenhaus, im Senat konnten die Demokraten jedoch ihre Mehrheit sogar
um einen Sitz ausbauen. Diese Pattsituation mit unterschiedlichen Mehrheiten
in den beiden Kammern sorgt dafür, dass in den kommenden zwei Jahren
keine radikalen Veränderungen in den USA zu erwarten sind.

Jahresabschluss Lagebericht
könnten die Zinsen noch leicht angehoben werden. Erste Prognosen sehen
aber bereits wieder Leitzinssenkungen gegen Jahresende 2023 und im Jahr
2024 voraus. Die Renditen für zehnjährige US-Treasuries begannen das Jahr
2022 bei 1,5 Prozent und stiegen so wie der Leitzins deutlich an, lagen zum
Jahresende allerdings bereits unter diesem bei knapp 3,9 Prozent.
Trendumkehr an den Aktienmärkten
Der Kriegsbeginn in der Ukraine und die rasant steigende Inflation sorgten an
den Börsen für Katerstimmung. Vom Ausgangswert von 36.338 Punkten fiel
der Dow Jones kontinuierlich und markierte am Ende des dritten Quartals mit
28.725 Punkten sein Tief. Danach führten erste zarte Signale einer Abschwä
-
chung des Inflationsdrucks zu einer Gegenbewegung. Per Jahresende 2022
lag der Index bei 33.147 Punkten, das entspricht einem Minus von 8,8 Prozent.
Noch etwas stärker verlor der deutsche Aktienindex DAX: Hier ging es von
15.885 Punkten um 12,4 Prozent zurück bis auf 13.923 Punkte. Nachdem im
Jahr zuvor der ATX die anderen Indizes noch überflügeln konnte, war er 2022
wieder der schwächste Wert des Trios. Bei 3.861 Punkten ins Jahr gestartet,
ging es bis auf 2.647 Punkte zurück, ehe die Jahresendrallye zu einem Ultimo-
Wert von 3.126 Punkten führte. Umgerechnet bedeutet dies ein Minus von
19,0 Prozent gegenüber dem Startwert.
Euro schwächt sich weiter ab
Der US-Dollar setzte im Jahr 2022 seinen Höhenflug gegenüber dem Euro fort.
Die Aussicht auf höhere Zinsen und ein schnelleres Tempo der Anhebungen
durch die US-Notenbank FED ließen den Dollar von einem Wechselkurs von
rund 1,14 laufend sinken. Im August fiel der Wert des Euro unter die Parität,
gegen Ende September wurde der Tiefstwert bei 0,96 erreicht. Als sich danach
die Inflationsdaten in den USA stabilisierten und wieder zu sinken begannen,
verlor der US-Dollar wieder etwas an Boden und beendete das Jahr bei einem
Wechselkurs von 1,07. Der Schweizer Franken konnte seine Rolle als sicherer
Hafen auch im Jahr 2022 bestätigen. Das Jahr wurde bei rund EUR/CHF 1,04
gestartet, ein Tief auch hier Ende September bei 0,95 erreicht. Gegen Jah
-
resende gab es eine leichte Gegenbewegung. Mit 0,99 lag der Wechselkurs
aber immer noch unter der Parität.
3. Kreditgeschäft
Bei den Forderungen an Kunden kam es im Jahr 2022 zu einer Ausweitung
auf 6.051,1 Millionen Euro (2021: 5.732,5 Millionen Euro).
Dabei stieg das Finanzierungsvolumen im Segment Großkunden auf 3.265,0
Millionen Euro (2021: 2.970,1 Millionen Euro). Diese Erhöhung resultiert im
Wesentlichen aus der guten Geschäftsentwicklung im Teilsegment Öffentliche
Institutionen und im Teilsegment Kommerzkunden und Immobilienprojekte,
welche auf ein Volumen von 1.265,7 Millionen Euro (2021: 1.188,2 Millionen
Euro) beziehungsweise 688,5 Millionen Euro (2021: 550,1 Millionen Euro)
gehoben werden konnten.
Auch im Teilsegment Großwohnbau kam es zu einem leichten Anstieg auf
1.192,5 Millionen Euro (2021: 1.130,4 Millionen Euro). Der Anteil an den
gesamten Kundenforderungen konnte konstant auf 19,7 Prozent gehalten
werden. Damit konnte die Marktführerschaft als Finanzierungspartner im
Großwohnbau in Oberösterreich verteidigt und die Finanzierungsvolumina
in anderen Bundesländern stabil gehalten werden.
Das Segment Retail und Wohnbau ist in der HYPO Oberösterreich durch hohe
Kompetenz sowie umfassende Beratung und Betreuung geprägt und ist neben
der Marktführerschaft für Ärzte und Freie Berufe das Kerngeschäftsfeld der
HYPO Oberösterreich. Dadurch konnte das Finanzierungsvolumen mit 2.785,5
Millionen Euro auf einem sehr guten Niveau gehalten werden (2021: 2.762,4
Millionen Euro). Außerordentliche Tilgungen im Bereich der Wohnbauför
-
derung konnten durch hohe Neuzuzählungen im direkten Retailgeschäft
kompensiert werden. Der Anteil an den Forderungen an Kunden reduzierte
sich leicht auf 46,0 Prozent. Die Marktführerschaft für Ärzte und Freie Berufe
sowie die traditionelle Stellung als Wohnbaubank für Privatkunden konnte
2022 damit trotz des stark umkämpften Marktes weiter gefestigt werden.
Insgesamt zeigte sich die Weltwirtschaft trotz der steigenden Inflationsraten
im vergangenen Jahr noch überraschend robust, so prognostiziert der Inter
-
nationale Währungsfonds (IWF) für das Gesamtjahr 2022 im Oktober ein Plus
von 3,4 Prozent. Das kommende Jahr dürfte aber deutlich herausfordernder
werden. Schwache Wirtschaftsdaten und die Covid-19-Pandemie in China,
Lieferkettenprobleme und Lebensmittelunsicherheit durch den Ukraine-
Krieg und nicht zuletzt die Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken
dürften zu einem eher geringen globalen Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr
2023 führen. Während sich die Eurozone mit einem Plus von 3,5 Prozent im
Jahr 2022 nahezu im weltweiten Schnitt gehalten haben sollte, wird im kom
-
menden Jahr nur mehr ein minimales Wachstum von 0,7 Prozent erwartet.
Österreich dürfte laut der aktuellen Prognose des Instituts für Höhere Studien
(IHS) im vergangenen Jahr mit 4,8 Prozent deutlich stärker gewachsen sein
als der Schnitt Europas. Das Jahr 2023 wird mit 0,4 Prozent knapp unter dem
Mittelwert der Eurozone prognostiziert. Die USA verzeichneten bereits 2022
einen deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf voraussichtlich
2,1 Prozent, dafür sollte 2023 mit 1,4 Prozent wieder etwas besser verlaufen
als in Europa.
Inflation steigt rasant und erreicht Gipfel
Obwohl schon im Vorfeld für das Jahr 2022 mit einem weiteren Anstieg der
Inflation gerechnet wurde, überraschte das Ausmaß der Teuerung in der
Eurozone. Der Kriegsbeginn in der Ukraine sorgte für deutliche Anstiege der
Preise für Erdöl, Erdgas und Elektrizität. Aber auch in anderen Branchen und
bei Grundnahrungsmitteln wurden Preise zum Teil deutlich angehoben. Von
5,0 Prozent am Jahresende 2021 ging die Teuerungsrate steil nach oben,
Ende Oktober wurde der Gipfel bei 10,6 Prozent erreicht. Die starken Zinsan
-
hebungen der EZB dämpften dann den Preisanstieg ebenso, wie eine leichte
Entspannung bei den Rohstoffpreisen. Zum Jahresende sank die Inflation
zwei Monate in Folge und firmierte bei 9,2 Prozent. Eine Fortsetzung dieser
Dynamik wird auch im Jahr 2023 erwartet, die Prognose der EZB-Ökonomen
sieht einen Rückgang der Teuerungsrate auf 6,3 Prozent, für 2024 dann eine
weitere Abschwächung auf 3,4 Prozent. In Österreich fiel der Inflationsanstieg
sogar noch etwas intensiver aus, von 4,2 Prozent Ende 2021 ging es bis auf 11,1
Prozent im Oktober nach oben, ehe zum Jahresende eine leichte Entspannung
auf 10,2 Prozent stattfand. Für 2023 erwartet das IHS einen Rückgang auf 6,7
Prozent, auch 2024 dürfte die Teuerung mit 3,5 Prozent über dem Durchschnitt
der Eurozone liegen.
Jenseits des Atlantiks sah es grundsätzlich ähnlich aus, wie so oft waren die
USA aber etwas voraus. Die Teuerungsrate kletterte von 7,0 Prozent bis auf 9,1
Prozent zur Jahresmitte, begann dann aber bereits wieder rückläufig zu werden
und beendete das Jahr bei 6,5 Prozent. Am Arbeitsmarkt herrscht weiterhin
Vollbeschäftigung mit Arbeitslosenraten von rund 3,5 Prozent.
Zinswende der Notenbanken
Nach Jahren des billigen Geldes kam es im Jahr 2022 zu einer Trendwende.
Stark steigende Inflationszahlen zwangen die Notenbanken dazu, den Märkten
Liquidität zu entziehen und die Zinsen deutlich zu erhöhen. Die Renditen für
zehnjährige österreichische Bundesanleihen stiegen in diesem Umfeld von
knapp 0,1 Prozent zu Jahresbeginn stetig über das gesamte Jahr bis auf 3,2
Prozent zum Jahresultimo. Bei zehnjährigen deutschen Bundesanleihen war
das Bild ähnlich, von –0,2 Prozent ging es bis auf knapp 2,6 Prozent nach oben.
Der Geldmarkt verzeichnete ebenfalls deutliche Anstiege im Jahr 2022. Der
Einlagensatz der Europäischen Zentralbank (EZB), zu dem die Geschäftsban
-
ken Geld bei der Notenbank parken, wurde in insgesamt vier Schritten vom
Ausgangswert von –0,5 Prozent auf einen Wert von 2,0 Prozent angehoben.
Der Leitzins wurde ebenso von 0,0 Prozent bis auf 2,5 Prozent erhöht, zwei der
Zinserhöhungen waren mit 0,75 Prozent die bisher höchsten in der Geschichte
der Zentralbank. Diese Zinsbewegung spiegelte sich auch in der Entwicklung
des 3-Monats-Euribors wider: Vom Jahresstartwert von –0,572 Prozent ging
es kontinuierlich aufwärts bis auf 2,132 Prozent zum Jahresende. Neben den
vier Zinsschritten stoppte die EZB im Juli auch eine Netto-Ausweitung im
Rahmen ihres Anleihekaufprogramms APP. Im Dezember folgte die Ankün
-
digung beginnend im Jahr 2023 den Bestand an Anleihen monatlich um 15
Milliarden Euro zu reduzieren. Die günstigen Konditionen für die gezielten
Liquiditätsspritzen (TLTRO) wurden im Herbst 2022 ebenfalls abgeschafft.
Noch dürfte das Ende der Zinsanhebungen nicht erreicht sein.
Wie so oft reagierte die US-Notenbank Federal Reserve (FED) aggressiver auf
das veränderte Umfeld als die EZB. Bereits im März wurde der Leitzins von der
Ausgangsbandbreite von 0,0 bis 0,25 Prozent erstmals angehoben, es folgten
noch sechs weitere Zinsschritte von bis zu 0,75 Prozent. Per Jahresende 2022
lag der Leitzins in der Bandbreite von 4,25 bis 4,5 Prozent. Auch im Jahr 2023

Lagebericht Jahresabschluss
Green Finance Alliance
Die HYPO Oberösterreich steht als Regionalbank in mehrheitlich öffentlichem
Eigentum für ganzheitliche, langfristige und von gegenseitigem Nutzen
geprägte Kundenbeziehungen. Wir sehen uns darüber hinaus aber auch
einem ethischen und nachhaltigen Handeln im Hinblick auf Sozial- und
Umweltstandards verpflichtet. Diese freiwillige Verpflichtung wurde mit dem
Beitritt zur Green Finance Alliance, einer österreichischen Initiative des Kli
-
maschutzministeriums, 2022 manifestiert.
Die Green Finance Alliance erfordert konkrete Maßnahmen, die ihre Mitglieder
dazu verpflichten, ihr Kerngeschäft bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Eine
beispielhafte Maßnahme ist die im Dezember 2022 veröffentlichte Enga
-
gementstrategie der HYPO Oberösterreich, die darauf abzielt, die eigenen
Nachhaltigkeitsleistungen und jener unserer Kund*innen, Partner und Liefe
-
ranten zu verbessern. Darin sind unter anderem strenge Ausschlusskriterien
festgeschrieben, die für den gesamten Konzern gelten. Diese beinhalten
sowohl umwelt- beziehungsweise klimarelevante Kriterien (wie den Ausschluss
neuer Finanzierungen im Zusammenhang mit Förderung, Raffinierung und
Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen) als auch soziale Faktoren und
Themen der verantwortungsbewussten Unternehmensführung.
Eine weitere Maßnahme der Green Finance Alliance ist der Ausstieg aus
bestehenden Finanzierungen im Kohle- und Erdölsektor bis 2030. Davon
ausgenommen sind Unternehmen, die sich wissenschaftsbasierte Klimaziele
gesetzt haben und die ihr Kerngeschäft im Einklang mit dem Übereinkommen
von Paris dekarbonisieren sowie Projekte, die im Einklang mit dem Überein
-
kommen von Paris sind. Im Kredit- und Leasingportfolio der HYPO Oberös-
terreich befinden sich keine nennenswerten Finanzierungen im Kohlesektor
(Finanzierungsvolumen < 0,1 Millionen Euro). In der Wertschöpfungskette
Erdöl ist das Kreditgeschäft mit 6,7 Millionen Euro sehr gering. Im Sinne des
definierten Engagementansatzes wird die HYPO Oberösterreich ihre betroffe
-
nen Unternehmenskund*innen bei der Transformation zu einem nachhaltigen
Geschäftsmodell unterstützen.
Die HYPO Oberösterreich berechnet jährlich die finanzierten Emissionen auf
Basis des internationalen Standards der Partnership for Carbon Accounting
Financials (PCAF). Die Ergebnisse werden im Nachhaltigkeitsbericht veröf
-
fentlicht. Um die Qualität der Berechnungen zu verbessern, werden laufend
Maßnahmen gesetzt. Seit 2022 beteiligt sich die HYPO Oberösterreich am
OeKB ESG Data Hub, der die standardisierte Erhebung von ESG-Daten von
Unternehmenskund*innen ermöglicht. 2023 strebt die HYPO Oberösterreich
an, der PCAF beizutreten und wissenschaftsbasierte Klimaziele zu erarbei
-
ten. Die Validierung dieser Klimaziele wird durch die Science Based Targets
Initiative erfolgen.
Für weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit wird auf den
neuen Nachhaltigkeitsbericht auf der Website der HYPO Oberösterreich
(www.hypo.at) verwiesen.
Verteilung der Kundengruppen
des Segments Großkunden
Verteilung der Ausleihungen
nach Segmenten
Gesamtvolumen per 31.12.2022:
6.051,1 Millionen Euro
Großwohnbau 19,7 %
Öffentliche Institutionen 20,9 %
Kommerzkunden und
Immobilienprojekte 11,4 %
Kirche und Soziales 2,0 %
Großkunden 54,0 %
Retail und Wohnbau 46,0 %
4. Risikomanagement
Die in der HYPO Oberösterreich bestehende Risikostrategie wurde aus den
Anforderungen, die sich aus der Geschäftsstrategie in Verbindung mit der
Mittelfristplanung, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den gesetz
-
lichen nationalen und europäischen Rahmenbedingungen ergeben, abgeleitet.
Maßgebliche Weiterentwicklungen der Risikostrategie erfolgten in den Berei
-
chen Nachhaltigkeitsrisiko und operationelles Risiko (insbesondere IT-Risiko).
In der HYPO Oberösterreich ist ein Risikomanagement implementiert, dessen
Ziel und Aufgabe es ist, Risiken in der Bank zu identifizieren, zu messen und
zu begrenzen.
Auf Basis der vom Risikomanagement erstellten Grundlagen und der zentralen
Abwägungen im dafür eingerichteten Risikokomitee sowie ergänzend für
Markt- und Liquiditätsrisiken im ALM-Komitee, erfolgen die Beschlussfassun
-
gen zur Risikosteuerung durch den Vorstand. Aufgabe des Risikokomitees ist
der Informationsaustausch und Beratung zur Risikosituation der Bank anhand
der vorhandenen Risikoberichte, die Diskussion der Risikostrategie und des
Limitwesens sowie die Beratung von Vorschlägen zur Risikooptimierung.
Kreditrisiko
Die Definition für das Kreditrisiko orientiert sich an der Begriffsbestimmung
des Bankwesengesetzes (BWG), der Finanzmarktaufsicht und umfasst grund
-
sätzlich alle Adressenausfallrisiken.
Risikokategorisierung, Bonitätsermittlung
Die Risikokategorisierung für die wirtschaftliche Beurteilung erfolgt grundsätz
-
lich in einem Expertensystem, das nach einer Schulnotenskala mit Halbnoten
ausgelegt ist und mit Subklassen in insgesamt 17 Bonitätsklassen eingeteilt
ist. Die Bonitätsermittlung erfolgt auf Basis ausreichender und aussagekräf
-
tiger Unterlagen und Kundeninformationen. Die Bonitätsfestlegung erfolgt
ausschließlich durch die Marktfolge.
Ratingtools
Für das Kreditportfolio gibt es in Abhängigkeit zu den Kundensegmenten,
strategischen Geschäftsfeldern beziehungsweise den unterschiedlichen
Geschäftsarten verschiedene Ratingtools. Grundsätzlich werden Ratingtools
zur individuellen Bonitätsbeurteilung verwendet. Im Förderdarlehensbereich
wird ein Antragsscoring eingesetzt. Bei unselbständigen Kund*innen wird im
risikoarmen Geschäft die Ermittlung der Bonitätsnote mittels automatischem
Scoringverfahren monatlich aus den IT-mäßig verarbeiteten Kundendaten
unterstützt. Die Ratingtools, insbesondere die IT-Verarbeitung werden laufend
weiterentwickelt.
Aus der jährlichen Validierung der intern gerateten Kund*innen liegen ent
-
sprechende Ausfallwahrscheinlichkeiten in ansprechender, statistisch valider
Güte vor.
Sicherheitendokumentation
Die Sicherheiten werden in einer eigenen Kreditsicherheiten-Datei IT-mäßig
dokumentiert und die Sicherheitenwerte in Bezug auf die einzelnen Engage
-
ments laufend berechnet. Dabei wird eine Unterscheidung in Basel III-taugliche
Sicherheiten und sonstige Sicherheiten vorgenommen.
Risikoanalyse/Einzelwertberichtigungs-Bildung
In der Risikobetrachtung wird zur Beurteilung der Risikosituation unter ande
-
rem die Obligoverteilung in den einzelnen Risikoklassen und der Besicherungs-
situation herangezogen. Es werden die Verteilungen in der Gesamtbank, in
den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern, in den einzelnen Marktstellen,
im Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkreditbestand und bei den Konsorti
-
alfinanzierungen betrachtet.
Risikovorsorgen werden analog den Fachkonzepten nach IFRS 9-Impairment
gebildet. Bei signifikanten Kreditengagements erfolgt eine Einzelfallbetrach
-
tung, bei nicht signifikanten Kreditengagements kommt ein statistischer
Ansatz zur Anwendung.
Die Berechnung einer Portfoliowertberichtigung erfolgt auf Basis von statisti
-
schen Ausfallwahrscheinlichkeiten je Ratingklasse. Uneinbringliche Forderun-
gen werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen
werden erfolgswirksam erfasst.
Ausfalldatenbank
Die Ausfallereignisse laut der Definition nach BASEL-III-IRB-Ansatz werden
in der Ausfalldatenbank historisiert. Diese bildet die Basis für die periodische
Validierung der Ausfallwahrscheinlichkeit.

Jahresabschluss Lagebericht
Kreditstrategie
Konkrete strategische Vorgaben zur Begrenzung des Kreditrisikos in den
strategischen Geschäftsfeldern sowie für den Wertpapiereigenbestand der
Bank sind in der Risikostrategie sowie dem Limitwesen verankert.
Diese wird jährlich sowie im Anlassfall aktualisiert.
Operatives Finanzierungscontrolling
Im gesamten Kreditgeschäft ist das Vier-Augen-Prinzip umgesetzt. Ab be
-
stimmten Pouvoirstufen, Ratingklassen und bei spezifischen Geschäften
wird zu der Stellungnahme des jeweiligen Kundenbetreuers eine zusätzliche
Controllingstellungnahme mit spezieller Risikobeurteilung als Entscheidungs
-
grundlage erstellt.
Risikoentwicklung
Durch die intensive und professionelle Einzelfallbeurteilung von Neugeschäf
-
ten oder Kreditvertragsänderungen mit individueller Bonitäts- und Sicherhei-
tenbeurteilung kann die Risikosituation in den Teilportfolien laufend optimiert
werden. Die im externen Vergleich günstige Adressenausfallrisikosituation hat
sich weiter gefestigt, die NPL (Non performing loans)-Quoten sind weiterhin
äußerst niedrig.
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Risikolage
Im Jahr 2022 wurden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Covid-19-Pan
-
demie auf das realisierte Ausfallrisiko festgestellt. Die Vorsorgen für Kredit-
ausfälle in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wurden aufgelöst.
Ukraine-Krieg
Die HYPO Oberösterreich verfügt über keine Engagements in Russland, Belarus
beziehungsweise der Ukraine. Auch die indirekten Kreditrisiken hinsichtlich des
Ukraine-Kriegs werden weiterhin als gering eingeschätzt. Auf die Einhaltung
aller Sanktionsbestimmungen wird penibel geachtet und diese verstärkt ge
-
monitort. Daher sind zusammenfassend die wesentlichen Auswirkungen auf
die Risikolage der Bank hinsichtlich des Ukraine-Kriegs jene des geänderten
makroökonomischen Umfelds.
Marktrisiko
Der Steuerung der Marktrisiken, insbesondere des Zinsänderungsrisikos
im Bankbuch sowie des Risikos, dass es aufgrund von negativen Markt
-
einschätzungen zu Abwertungen bei Schuldtiteln im Eigenbesitz kommen
könnte (Creditspread-Risiko), wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Die
Einhaltung der vom Vorstand beschlossenen Risikostrategie sowie Risiko
-
tragfähigkeits- und Marktrisiko-Limite sowie der aufsichtlichen Limite wird
laufend überwacht. Auswirkungen auf den Marktwert sowie auf die Ertrags
-
situation der Bank – bedingt durch Veränderungen der Zinsstruktur sowie
durch Creditspread-Änderungen – werden laufend beobachtet und berichtet.
Auswirkungen hatten die Zinsveränderungen insbesondere auf die Bewertung
der gehaltenen Assets.
Klimabezogene Risiken
Das ESG (Environment, Social, Governance)-Risiko wird in der HYPO Ober-
österreich in der Risikomessung im Kredit- sowie im Creditspread-Risiko
gemessen und limitiert. Eine Weiterentwicklung der Systeme, insbesondere
der interne Datenausbau, wird stets vorangetrieben.
Liquiditätsrisiko
Die Fristenkongruenz hat in der HYPO Oberösterreich einen hohen Stellenwert.
Neben den formellen Berechnungen zum Liquiditätsrisiko im Sinne des BWG
wird daher das Liquiditätsrisiko auch mittels einer Liquiditätsablaufbilanz als
analytische Grundlage der Liquiditätspolitik zumindest wöchentlich berichtet.
Zur Begrenzung des Risikos aus Fristeninkongruenzen existieren vom Vor
-
stand festgelegte Limite für das operative und strukturelle Liquiditätsrisiko.
Darüber hinaus werden Stresstests auf der Grundlage der Kreditinstitute-
Risikomanagementverordnung sowie auf Basis von weiteren Erkenntnissen
und institutsspezifischen Eigenheiten durchgeführt.
Die Ergebnisse der Stresstests zeigen, dass die HYPO Oberösterreich in der
Lage ist, ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachkommen zu können. Intraday-
Liquiditätspuffer sind festgelegt. Weiters wird auch die LCR (Liquidity Coverage
Ratio) sowie die NSFR (Net Stable Funding Ratio) laufend beobachtet bezie
-
hungsweise aktiv gesteuert, um die Einhaltung sicherzustellen.
Operationales Risiko
Die HYPO Oberösterreich definiert operationales Risiko als das „Risiko von
Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen
Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten“.
Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird dieses Risiko mit dem Ba
-
sisindikatoransatz dargestellt. Die Überwachung von operationellen Risiken
erfolgt neben eigenen Assessments durch die Berücksichtigung von Revisi
-
onsberichten, Risikoberichten wie jenen der IT, Beschwerden, eingemeldeten
Beinaheschäden sowie durch die Erfassung von tatsächlich eingetretenen
Schadensfällen mittels Schadensfalldatenbank, welche auch die Grundlage
für ein laufendes Berichtswesen an das Management darstellt.
Darüber hinaus werden organisatorische Maßnahmen (z.B. Trennung von
Markt und Marktfolge, Assessments, IT/ICT-Abstimmungen) und EDV-tech
-
nische Maßnahmen getroffen, um das operationale Risiko zu begrenzen. Ein
internes Kontrollsystem, Kompetenzregelungen sowie Prüfungen der Internen
Revision gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard.
5. Wertpapiergeschäft
Das Jahr 2022 war im historischen Vergleich kein gutes Jahr an den Wert-
papiermärkten. Nach jahrelanger Börsenhausse folgte eine schmerzhafte
Korrektur, nicht nur an den Aktien-, sondern auch an den Anleihenmärkten.
Bereits vor dem unerwarteten Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, hatten
sich die zuvor deutlich erkennbaren Inflationstendenzen – infolge angespann
-
ter globaler Lieferketten – massiv verstärkt. Verbraucherpreisanstiege von
über 10 Prozent in Österreich und in der Eurozone sowie phasenweise über
8 Prozent in den USA waren die Folge. Dies rief die Notenbanken auf den
Plan und führte ihrerseits zu kräftigen Zinsanhebungen. Alle bedeutenden
Anleihensegmente in Europa und den USA büßten unisono rund 10 bis 15
Prozent an Wert ein. Auch die Aktienmärkte litten ähnlich stark: Die europäi
-
schen Börsen gemessen am Stoxx Europe 600 verloren rund 13,1 Prozent, die
US-Börsen gemessen am S&P 500 rund 19,7 Prozent, wobei aus europäischer
Sicht der steigende US-Dollar die Kursverluste zum Teil reduzierte. Der tech
-
nologielastige Nasdaq Composite-Index gab 2022 sogar 33,5 Prozent nach.
Unter diesen schwierigen Marktbedingungen verringerte sich das in Wert
-
papieren veranlagte Kundenvermögen der HYPO Oberösterreich gegenüber
dem Vorjahr um –13,3 Prozent auf 1.342,7 Millionen Euro. Überproportional
rückläufig war das Anleihenvolumen aufgrund von Kursrückgängen und
Tilgungen. Deutlich weniger rückläufig war das Volumen von Fonds und Ak
-
tien, da die Kursrückgänge teilweise durch Nettomittelzuflüsse kompensiert
wurden. Die Wertpapierprovisionen gingen im Vergleich zum Vorjahr um
–3,1 Prozent zurück. Auch im schwierigen Wertpapierumfeld gefragt blieben
die Fondssparer. Ihre Anzahl erhöhte sich um +16,1 Prozent, Fondssparer in
„ESG“-Fonds sogar um erfreuliche +55,1 Prozent.
Entscheidend für das Jahr 2023 dürfte nicht zuletzt die Inflationsentwicklung
sein, welche im Jahresverlauf deutlich von den aktuellen Extremwerten zurück
-
kommen sollte. Auch der weitere Verlauf des Russland-Ukraine-Konflikts bleibt
relevant. Eine möglicherweise bevorstehende Rezession in Europa oder in den
USA wäre mit Druck auf die Unternehmensgewinne verbunden, wenngleich
voraussichtlich in geringerem Umfang als in früheren Wirtschaftszyklen. Das
Potenzial für weitere Zinsanstiege erscheint in diesem schwierigeren Wachs
-
tumsumfeld zunehmend begrenzt. Aufgrund der deutlich gestiegenen Rendi-
ten haben sich die Ertragsaussichten von Anleihen wesentlich verbessert und
sie nehmen wieder eine bedeutendere Rolle in langfristigen Anlagekonzepten
ein. Auch Aktien sind günstiger und damit attraktiver geworden. Der Trend zu
nachhaltigen Veranlagungen bleibt trotz Ukraine-Krieg weiterhin ungebrochen.
6. Marketing
Authentisch
Glaubwürdig, sympathisch, selbstbewusst und persönlich – damit lassen
sich die Marketing-Schwerpunkte der HYPO Oberösterreich im Jahr 2022
beschreiben. Für die Frühjahrskampagne zum Thema Nachhaltigkeit wurden
die Mitarbeiter*innen vor den Vorhang geholt. Denn sie sind es, die diesen
strategischen Schwerpunkt verkörpern, leben und von innen heraus nach
außen tragen. Die breite Einbeziehung unserer Mitarbeiter*innen zu diesem
wichtigen Thema sorgt in vielerlei Hinsicht für einen echten Mehrwert.
Im Herbst nahm sich die HYPO Oberösterreich als einzige oberösterreichische
Regionalbank umfassend dem beherrschenden wirtschaftlichen Thema „In
-
flation“ an. Die bemerkenswerte Beratungsinitiative eines persönlichen „Infla-
tions-Checks“ war stark nachgefragt. Ziel war es, niemanden mit seinen finan-

Lagebericht Jahresabschluss
ziellen Sorgen und Ängsten allein zu lassen. Getragen wurde diese Kampagne
wiederum von den Mitarbeiter*innen der Bank. Nicht nur als Botschafter*innen
auf den Sujets, sondern vor allem als Gesprächspartner*innen in den unzäh
-
ligen Beratungen mit unseren Kund*innen.
7. Personalmanagement und
Personalentwicklung
Das renommierte Wirtschaftsmagazin „Trend“ und Österreichs größte Online-
Plattform für Arbeitgeberbewertungen „Kununu“ haben in einer unabhängi
-
gen Bewertung die HYPO Oberösterreich erneut zum besten Arbeitgeber
Österreichs in der Branche „Banken und Finanzdienstleistungen“ gekürt.
Besonders bemerkenswert ist darüber hinaus, dass die HYPO Oberösterreich
unter allen untersuchten Unternehmen – mehr als 1.000 Firmen quer über
alle Branchen – erstmals unter den Top 20 liegt.
Eine gute Unternehmenskultur wird nicht angeordnet, sondern ist das Ergebnis
vieler einzelner ineinandergreifender Mosaiksteine. Dazu gehören die großen
Initiativen „Beruf & Familie“ oder „Gesund & Zufrieden“ gleichermaßen, wie
spannende berufliche Entfaltungsmöglichkeiten oder ein wertschätzender
und respektvoller Umgang miteinander.
Erfolgreiches Personalmanagement
Kernaufgaben einer erfolgreichen HR (Human Resources)-Arbeit sind das
zeitgerechte Finden und Onboarding von neuen Mitarbeiter*innen, die Ge
-
staltung attraktiver Entwicklungsmöglichkeiten für die gesamte Belegschaft,
die Entwicklung innovativer Ansätze zur Stärkung der Corporate Identity und
die „Entbürokratisierung“ bei gleichzeitiger Sicherstellung der regulatorischen
Vorgaben. Im Jahr 2022 wurden zahlreiche Maßnahmen dahingehend unter
-
nommen, wie der Ausbau der digitalen Recruiting-Kanäle, die Durchführung
einer Führungskräfte-Feedback-Befragung, die Entwicklung und Implemen
-
tierung eines digitalen Mitarbeitergesprächsbogens sowie die kontinuierliche
Erweiterung individueller Spezialtrainings sowie mannigfaltiger Aktivitäten für
Körper, Geist und Seele.
Durchschnittlich 395 Mitarbeiter*innen haben mit Engagement und Um
-
setzungsstärke zu einem erfolgreichen Geschäftsergebnis im Jahr 2022
beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahr bewegt sich der Mitarbeiterstand auf
gleichem Niveau. Von den 47 Mitarbeiter*innen, die das Unternehmen im
vergangenen Jahr verlassen haben, traten 17 Personen in den Ruhestand.
Bereinigt um die Pensionierungen ergibt sich daraus eine Fluktuationsrate
von 7,6 Prozent. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter*innen liegt bei 42,5
Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei circa 14,4 Jahren.
Der Frauenanteil in der HYPO Oberösterreich bleibt gegenüber dem Vorjahr
mit 60,3 Prozent nahezu unverändert. Ende 2022 arbeiteten insgesamt 147
Mitarbeiter*innen auf Teilzeitbasis in der HYPO Oberösterreich.
Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter
Teilzeit
Frauen 60,3 %
Männer 39,7 %
Frauen 86,8 %
Männer 13,2 %
Gesundes Miteinander
Die HYPO Oberösterreich konnte sich zum dritten Mal erfolgreich für das „Gü-
tesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“ für 2023 bis 2025 rezertifizieren.
Eine großartige Auszeichnung, auf die wir nicht nur stolz sind, sondern die auch
eine wichtige Voraussetzung für gesunde und zufriedene Mitarbeiter*innen
und damit für den langfristigen Unternehmenserfolg ist.
Mit vielfältigen Maßnahmen aus unserem BGF (Betriebliche Gesund-
heitsförderung)-Projekt „Gesund & Zufrieden“ leisten wir einen wesentlichen
Beitrag für die gute HYPO-Unternehmenskultur. Gemeinsame Veranstaltun
-
gen – seien es Sportaktivitäten, Kochkurse, Selbstverteidigungskurse für
Frauen oder Ähnliches – tragen zur hypointernen Vernetzung bei. Egal, ob
Vertrieb oder Betrieb, jung oder alt beziehungsweise Führungskraft oder
Nichtführungskraft. Bei diesen Gelegenheiten entstehen übergreifende Ver
-
bindungen und persönliche Freundschaften. Und diese steigern wiederum
die Verbundenheit zur HYPO Oberösterreich.
Dass sich das Investment in gesundheitsfördernde Maßnahmen rechnet,
zeigt sich an der traditionell besonders niedrigen Krankenstandsquote von
6,0 Tagen pro Mitarbeiter*innen für das Jahr 2022.
Vereinbarkeit Beruf & Familie
Das wertvollste Kapital der HYPO Oberösterreich sind zweifellos die
Mitarbeiter*innen. Der Erfolg der HYPO Oberösterreich – sowohl in ökono
-
mischer als auch kultureller Hinsicht – gründet sich auf dem persönlichen
Engagement, der fachlichen Kompetenz sowie der gesunden Leistungsfä
-
higkeit unserer Beschäftigten. Bereits 2007 hat die HYPO Oberösterreich
als erste Bank in Oberösterreich am Zertifizierungsprozess zur Vereinbarkeit
von Familie und Beruf teilgenommen und im Jahr 2020 das nunmehr vierte
Zertifikat erhalten. Passgenaue Lösungen werden für unser Haus und für
unsere Mitarbeiter*innen erarbeitet. Neben einem umfangreichen Angebot
an verschiedensten Teilzeitmodellen ermöglicht die HYPO Oberösterreich die
Vereinbarung von individuellen Homeoffice-Lösungen. Seit der Einführung im
Jahr 2021 haben sich 217 Personen für diese Arbeitsform entschieden. Für
eine gezielte Vorbereitung stehen den Führungskräften und Mitarbeiter*innen
moderne, speziell für die HYPO Oberösterreich gestaltete Lernprogramme
zur Verfügung.
Moderne Personalentwicklung
In der Aus- und Weiterbildung setzt sich der Trend in Richtung Digitalisierung
fort – sowohl in Bezug auf die Bildungsinhalte als auch die Art der Wissens
-
vermittlung. Der Einsatz von digitalen Lernmedien wird hinsichtlich zeitnaher
und ressourcenschonender Wissensvermittlung immer wichtiger.
Um dem Wettbewerbsdruck, den rechtlichen Auflagen und unserem Streben
nach Exzellenz im Sinne unserer Kund*innen gerecht zu werden, nimmt jede/r
Bankmitarbeiter*in an den für sie/ihn erforderlichen Weiterbildungsmaßnah
-
men teil. Ein Mix aus traditionellen Bankkursen und modernen E-Learning-
Programmen bilden dabei die Basis für einen gezielten und nachhaltigen Auf-/
Ausbau der Fach- und Sozialkompetenz, von der/vom Bankeinsteiger*in bis
hin zur/m erfahrenen Bankmitarbeiter*in.
Personalentwicklung
in Zahlen
2022 Verände-
rung in %
2021
Ausgaben für Ausbildung
in TEUR
478 +33,5 358
Ausgaben pro Mitarbeiter*in
in EUR
1.154 +33,3 866
durchschnittliche Schulungstage
pro Mitarbeiter*in
5,9 +9,3 5,4

Jahresabschluss Lagebericht
Die Aufnahme von vielen Schul- und Hochschulabsolvent*innen ohne Ban-
kerfahrung sowie der steigende Bedarf an Spezialausbildungen führten zu
einem gestiegenen Aus- und Weiterbildungsaufwand im Jahr 2022.
• 27 Mitarbeiter*innen haben die HYPO Bankprüfungen HYPO 1 und HYPO
2 erfolgreich absolviert.
• 9 Fachexpert*innen nahmen an ausgewählten Spezial-Lehrgängen, wie
dem Certified Portfolio Manager oder Certified IFRS Accountant, teil.
• 45 Wertpapier-Expert*innen bildeten sich im Bereich der Nachhaltigkeit
weiter und absolvierten die Ausbildung zum EFPA ESG-Advisor.
• 105 Kundenberater*innen stellten sich dem jährlichen Re-Zertifizierungs
-
programm in den Bereichen Veranlagung, Finanzierung und Versicherung.
2022 erhielten wieder 17 Schüler*innen und Student*innen die Möglichkeit
ihre beruflichen Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums zu erweitern. Bei
der Beschäftigung der jungen Leute wird besonders auf abwechslungsreiche
Tätigkeiten und eine Erweiterung des jeweiligen Wissensstandes geachtet.
So hatte auch jede/r Praktikant*in die Gelegenheit ausgewählte E-Learning-
Bankprogramme mit Abschlussprüfungen zu absolvieren oder an einem
Bewerbungstraining teilzunehmen.
8. Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Bei den angegebenen Zahlen in den Segmenten Großkunden sowie Retail
und Wohnbau handelt es sich um Werte nach International Financial Re
-
porting Standards (IFRS), da die Segmentberichterstattung an den Vorstand
ausschließlich aus Konzernsicht erfolgt.
a. Großkunden
Die HYPO Oberösterreich blickt im Kundensegment Großkunden auf ein
außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. In diesem für die
HYPO Oberösterreich wichtigen Segment, in dem sich die Teilsegmente
Großwohnbau, Öffentliche Institutionen, Kommerzkunden und Immobilien
-
projekte sowie kirchliche und soziale Organisationen wiederfinden, konnte
die Geschäftstätigkeit in allen Bereichen weiter ausgebaut werden.
Das Segmentvermögen wurde auf hohem Niveau um +8,9 Prozent auf 3.167,4
Millionen Euro (2021: 2.908,2 Millionen Euro) gesteigert. Die HYPO Oberös
-
terreich hat damit ihre führende Position im Bundesland bei der Finanzierung
des öffentlichen Großwohnbaus, als Bank des Landes Oberösterreich und
seiner Tochterunternehmen sowie als Bankpartner für kirchliche und soziale
Organisationen weiter ausgebaut und gefestigt. Sehr erfolgreich entwickelt
sich insbesondere auch das erst 2020 ins Leben gerufene Teilsegment Kom
-
merzkunden und Immobilienprojekte.
Deutlich zugenommen haben auch die Segmentverbindlichkeiten. Das Volu
-
men der Einlagen und der verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um +51,0
Prozent auf 993,0 Millionen Euro (2021: 657,7 Millionen Euro). Das außerordent
-
lich hohe Wachstum in diesem Bereich ist vor allem durch stichtagsbezogene
Termineinlagen aus dem Bereich der Öffentlichen Institutionen begründet.
Der Zinsüberschuss wurde aufgrund der Geschäftsausweitung und der
Auflösung von nicht benötigten Vorsorgen im Zusammenhang mit der Ne
-
gativzinsthematik auf +33,9 Millionen Euro (2021: +28,1 Millionen Euro) ge-
steigert. Das ist ein Plus von +20,6 Prozent. Das starke Provisionsergebnis
von +3,9 Millionen Euro aus dem Vorjahr konnte auch 2022 erreicht werden.
Bemerkenswert ist weiterhin die ausgezeichnete Risikolage in diesem Seg
-
ment. Die Kreditrisikovorsorgen blieben 2022 mit –2,2 Millionen Euro unver-
ändert gegenüber dem Vorjahr. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten
sich aufgrund des personellen Aufbaus im Teilsegment Kommerzkunden
und Immobilienprojekte sowie der Valorisierungen auf –13,9 Millionen Euro
(2021: –13,0 Millionen Euro).
Damit erhöhte sich der Jahresüberschuss vor Steuern um +28,7 Prozent auf
+21,5 Millionen Euro (2021: +16,7 Millionen Euro).
b. Retail und Wohnbau
Das Segment Retail und Wohnbau umfasst die Teilsegmente Ärzte, Freie Be-
rufe und Private Banking, den Filialvertrieb sowie den geförderten Wohnbau.
Auch aus diesem Segment ist die ausgezeichnete Marktposition der HYPO
Oberösterreich im Bundesland ersichtlich. Die Bank hat auch 2022 ihre füh
-
rende Rolle als Bank für niedergelassene Ärzt*innen sowie bei Finanzierung
des privaten Wohnbaus ausgebaut.
Im frei finanzierten privaten Wohnbau erhöhte sich das Finanzierungs-Neuvo
-
lumen auf einen Rekordstand von 210,6 Millionen Euro (2021: 202,3 Millionen
Euro). Das jährliche Neuvolumen im privaten Wohnbau hat sich damit zwischen
2015 und 2022 nahezu verdreifacht. Damit wurde auch der Rückgang bei der
Wohnbauförderung kompensiert. Das Segmentvermögen stieg auf hohem
Niveau geringfügig auf 2.799,8 Millionen Euro (2021: 2.781,8 Millionen Euro).
Die Segmentschulden blieben nahezu unverändert bei 1.746,5 Millionen Euro
(2021: 1.779,1 Millionen Euro).
Aufgrund der ausgezeichneten Entwicklung im frei finanzierten privaten
Wohnbau und der Margenverbesserungen bei den Kundeneinlagen wurde
der Zinsüberschuss um +12,8 Prozent auf +25,6 Millionen Euro (2021: +22,7
Millionen Euro) gesteigert. Das Provisionsergebnis konnte auf hohem Niveau
von +12,9 Millionen Euro (2021: +13,1 Millionen Euro) stabil gehalten werden.
Die Kreditrisikovorsorge schlug sich mit einem negativen Ergebnisbeitrag von
-2,0 Millionen Euro zu Buche (2021: +0,6 Millionen Euro). Allerdings war das
Jahr 2021 durch eine Auflösung nicht benötigter Vorsorgen im Zusammenhang
mit der Covid-19-Pandemie positiv beeinflusst worden.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich insbesondere durch die jähr
-
lichen Valorisierungen der Personalaufwendungen auf –30,9 Millionen Euro
(2021: –29,1 Millionen Euro). Insgesamt reduzierte sich damit der Jahres
-
überschuss vor Steuern auf +5,6 Millionen Euro (2021: +8,0 Millionen Euro).
c. Financial Markets
Eigenveranlagung
Im Jahr 2022 bestand die Strategie darin, Abläufe im Liquiditätsportfolio im
vollen Ausmaß zu ersetzen und den Bestand der Banken-Anleihen durch
Abreifer plangemäß etwas zu reduzieren. Mit Zugängen von +98,5 Millionen
Euro an liquiden Wertpapieren wurden die Tilgungen von –94,0 Millionen Euro
in dieser Kategorie vollständig ersetzt. Der Bestand an liquiden Pfandbriefen
wurde dabei um +72,9 Millionen Euro ausgebaut, während es bei Staatsanlei
-
hen zu einem Rückgang um –68,4 Millionen Euro kam. Bei Banken-Anleihen
waren im Jahr 2022 insgesamt –71,7 Millionen Euro fällig, es wurden +14,5
Millionen Euro neu angekauft.
Insgesamt wurde der Wertpapiereigenbestand um –52,7 Millionen Euro re
-
duziert. Den Investitionen von +113,0 Millionen Euro standen Tilgungen von
–165,7 Millionen Euro gegenüber. Diese Reduktion war im Vorfeld geplant,
nachdem in den vergangenen Jahren bereits vorausschauend Zuwächse zur
Glättung des Investitionsprofils erfolgten. Im Jahr 2023 ist eine konstante
Entwicklung mit Zu- und Abgängen von rund 100 Millionen Euro geplant.
Das steigende Zinsniveau im Jahresverlauf führte im Bestand teilweise zu
zinsinduzierten Bewertungsverlusten. Andererseits konnten so aber im Jah
-
resverlauf immer höhere Renditen bei Zugängen lukriert werden. Der Anla-
gehorizont lag bei den Papieren im Liquiditätsdepot im Bereich von fünf bis
maximal 15 Jahren, bei Treasury-Veranlagungen bei drei bis maximal zehn
Jahren. Nachhaltigkeit stellte auch 2022 einen wesentlichen Fokus im Wert
-
papiereigenbestand dar. Der Bestand an Green und Social Bonds konnte von
7,5 Prozent im Vorjahr auf rund 10,4 Prozent gesteigert werden.

Lagebericht Jahresabschluss
Refinanzierung
Resultierend aus den strategischen Kernpositionierungen lag der Fokus für
2022 auf der Refinanzierung der Wachstumsstrategie sowie der Weiterent
-
wicklung der nachhaltigen Produktlinie. Der Refinanzierungsbedarf wurde
dabei wesentlich vom geplanten Wachstum des Kreditgeschäfts bestimmt.
Darüber hinaus mussten Fälligkeiten verbriefter Verbindlichkeiten von 336,4
Millionen Euro (2021: 272,0 Millionen Euro) ersetzt werden.
Auf Basis der Geschäftsplanung und unter Berücksichtigung der Fälligkeiten
ergab sich für 2022 ein geplantes Emissionsvolumen von 400,0 Millionen Euro,
wobei ein wesentlicher Teil davon durch eine weitere Hypothekenpfandbrief-
Subbenchmark-Emission abgedeckt werden sollte.
Das 2022 neu in Kraft getretene Pfandbriefgesetz sowie die von der EZB
eingeleitete Zinswende führten dazu, dass die ursprünglich erst für Herbst
2022 vorgesehene Hypothekenpfandbrief-Subbenchmark-Emission bereits
in den Mai vorgezogen wurde. Aufgrund einer Vielzahl an Emissionen öster
-
reichischer Emittenten in der ersten Jahreshälfte war der Markt zu dieser Zeit
bereits etwas gesättigt. Dennoch konnte die Hypothekenpfandbrief-Emission
über 250,0 Millionen Euro mit einer Laufzeit von sieben Jahren in diesem
schwierigeren Umfeld bei einem Spread von Mid-Swap +15 Basispunkte
platziert werden.
Zudem wurden weitere Emissionen mit einem Gesamtvolumen von 202,7
Millionen Euro mit überwiegend langen Laufzeiten am Markt platziert. Die
durchschnittliche Laufzeit aller Emissionen inklusive der siebenjährigen
Subbenchmark-Transaktion lag bei circa acht Jahren. Mit einem Volumen von
110,7 Millionen Euro konnte, unterstützt durch den Anstieg der Renditen bei
Anleihen in der zweiten Jahreshälfte, ein wesentlicher Teil der Refinanzierungs
-
tätigkeit durch die eigene Vertriebsstärke im Haus sichergestellt werden. Das
gesamte Emissionsvolumen lag 2022 mit 452,7 Millionen Euro (2021: 503,7
Millionen Euro) über dem Planwert von 400,0 Millionen Euro.
Die nachhaltige Produktschiene wurde weiter ausgebaut. Nach der bereits
2021 österreichweit erstmalig eingeführten hypo_blue Wohnbauanleihe
wurden auch 2022 weitere Emissionen der Hypo-Wohnbaubank Aktienge
-
sellschaft, bei der die HYPO Oberösterreich als Treugeber und Vertreiber
fungiert, in Form von nachhaltigen hypo_blue Wohnbauanleihen begeben.
Ergänzend wurde, um das nachhaltige Angebot abzurunden, neben den eher
lang laufenden Wohnbauanleihen eine hypo_blue Senior-Anleihe mit einer
mittleren Laufzeit von acht Jahren aufgelegt. In Summe konnte damit ein
Emissionsvolumen von 44,5 Millionen Euro über die nachhaltige hypo_blue
Produktpalette generiert werden.
Das Exposure der von der EZB zur Verfügung gestellten Langfristtender (TL
-
TROs) beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf 600,0 Millionen
Euro, wobei davon 400,0 Millionen Euro im Jahr 2023 fällig werden und weitere
200 Millionen Euro im Jahr 2024.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben sich auf 2.344,0 Millionen
Euro (2021: 1.946,2 Millionen Euro) erhöht, wobei das Volumen stabiler Retail-
Einlagen um 6,3 Prozent gesteigert werden konnte. Durch den Zinsanstieg
rückten vor allem im vierten Quartal klassische Sparprodukte wieder in den
Fokus der Anleger. Der Trend zum Umstieg von täglich fälligen Konten auf
Sparprodukte mit Bindung wird weiter anhalten.
Die Bank verfügt insgesamt über eine sehr komfortable Liquiditätsausstattung.
Zum Ultimo 2022 lag die LCR (Liquidity Coverage Ratio) bei 165,2 Prozent
(2021: 196,8 Prozent) und damit etwas unter dem Vorjahreswert. Sämtliche
regulatorischen Liquiditätsanforderungen werden jedoch weiterhin deutlich
übererfüllt.
9. Ausblick
Leicht verbessert zeigen sich aktuell die Aussichten für die Konjunkturent-
wicklung. Gab es im Herbst noch eher düstere Prognosen für die weltweite
Wirtschaftsentwicklung, so blicken die Expert*innen nach den ersten Wochen
des Jahres 2023 doch deutlich optimistischer in die Zukunft.
So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose zur globalen
Weltwirtschaft im laufenden Jahr auf ein Wachstum von 2,9 Prozent ange
-
hoben. Auch Europa erweise sich, so der IWF, trotz der Auswirkungen des
russischen Krieges in der Ukraine als deutlich widerstandsfähiger als erwartet.
Der Währungsfonds geht mittlerweile davon aus, dass sowohl Deutschland
als auch Italien eine Rezession vermeiden können. Für die Eurozone wird im
heurigen Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent erwartet.
Auch die Aussichten für Österreichs Wirtschaft haben sich verbessert. Das
Institut für Höhere Studien (IHS) hat die Wachstumsprognose für die heimische
Wirtschaft in seiner Winterprognose leicht angehoben und rechnet für 2023
mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4 Prozent, das sind
um 0,1 Prozentpunkte mehr als bisher angenommen.
Herausfordernd bleibt sowohl in der Eurozone als auch in Österreich die In
-
flationsentwicklung. Die Teuerungsrate wird sich gemäß Schätzung der EZB
im laufenden Jahr in der Eurozone bei 6,3 Prozent beziehungsweise gemäß
IHS in Österreich bei 6,7 Prozent einpendeln.
Die EZB wird daher auch heuer den im Vorjahr eingeschlagenen Pfad der Zins
-
erhöhungen weiter fortsetzen. Es bleibt allerdings abzuwarten, auf welches
Niveau sie den Leitzinssatz ansteigen lassen wird. Viele Expert*innen gehen
davon aus, dass der Höhepunkt der Zinsanhebungen mit einem Leitzinssatz
zwischen 4,0 und 4,5 Prozent im Sommer 2023 bereits erreicht sein könnte.
Trotz der weiterhin sehr ambivalenten wirtschaftlichen Gesamtsituation sind
wir für unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 optimistisch gestimmt.
Die Ergebnisse der ersten Monate unterstützen uns in dieser Ansicht. Auf
Basis unserer HYPO Mehr-Wert-Strategie wollen wir unseren dynamischen
Wachstumspfad in unseren traditionellen Kernbereichen – im Wohnbau, bei
den Ärzt*innen sowie Freiberufler*innen, bei den Institutionellen Kund*innen
sowie den Privatkund*innen – weiter fortsetzen. In unserem im Jahr 2020 neu
definierten Geschäftsfeld Kommerzkunden und Immobilienprojekte sehen wir
weiterhin großes Potenzial. Wir sind überzeugt, dass wir in diesem Geschäfts
-
bereich auch heuer die Wachstumsraten aus den Vorjahren erreichen, wenn
nicht sogar übertreffen werden können.
Im Nachhaltigkeitsbereich wollen wir unsere österreichweite Vorreiterrolle
weiter wahrnehmen und ausbauen. Durch unseren Beitritt zur Green Finance
Alliance (GFA) haben wir uns klar definierte Meilensteine auf dem Weg zu un
-
serer CO2-Neutralität gesetzt. Gleichzeitig wollen wir noch mehr Kund*innen
von unserer nachhaltigen hypo_blue Produktlinie begeistern.
Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere ambitionierten Ziele 2023 erreichen
werden. Aufgrund der bisherigen Entwicklung und der aktuellen Prognosen
erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr wieder ein gutes Ergebnis.
Linz, am 31. März 2023
Vorstand der HYPO Oberösterreich
Mag. Klaus Kumpfmüller Mag. Thomas Wolfsgruber

Jahresabschluss Lagebericht
Bilanz Jahresabschluss
Bilanz
AKTIVA 31.12.2022 31.12.2021
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern 669.190.103,55 772.118 .331,11
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank
zugelassen sind:
a) Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere 136.177.960,24 202.906.738,05
b) zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassene Wechsel – –
136.177.960,24 202.906.738,05
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 138.170.241,90 110.876.812,91
b) sonstige Forderungen 130.710.584,49 161.529.402,35
268.880.826,39 272.406.215,26
4. Forderungen an Kunden 6.051.102.760,79 5.732.509.064,28
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) von öffentlichen Emittenten – –
b) von anderen Emittenten 526.408.722,39 521.987.437,82
darunter:
eigene Schuldverschreibungen 41.668.646,29 45.366.184,78
526.408.722,39 521.987.437,82
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 105.355.342,27 126.557.932,60
7. Beteiligungen 27.985.392,68 27.077.392,68
darunter:
an Kreditinstituten 2.447.282,33 2.447.282,33
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.358.838,47 23.351.338,47
darunter:
an Kreditinstituten – –
8a. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.750,00 10.033.750,00
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 915.960,12 983.979,54
10. Sachanlagen 2.745.051,85 2.555.990,18
darunter:
Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt
werden
589.565,63 615.472,98
11. Anteile an einer herrschenden oder an einer mit Mehrheit beteiligten Gesellschaft – –
darunter:
Nennwert – –
12. Sonstige Vermögensgegenstände 37.508.332,92 12.331.684,62
13. Gezeichnetes Kapital, das eingefordert, aber noch nicht eingezahlt ist – –
14. Rechnungsabgrenzungsposten 14.395.595,07 8.123.757,14
15. Aktive latente Steuern 6.950.809,34 7.621.854,02
SUMME DER AKTIVA 7.924.984.446,08 7.720.565.465,77
Posten unter der Bilanz 31.12.2022 31.12.2021
1. Auslandsaktiva 472.180.449,16 384.185.031,25

Bilanz Jahresabschluss
Jahresabschluss Bilanz
PASSIVA 31.12.2022 31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 73.041.870,28 333.623.384,30
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 863.504.621,83 908.542.035,62
936.546.492,11 1.242.165.419,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen 446.098.088,36 476.819.189,48
darunter:
aa) täglich fällig 343.111.8 50,72 390.207.063,02
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 102.986.237,64 86.612.126,46
b) sonstige Verbindlichkeiten 1.897.862.754,64 1.469.419.154,27
darunter:
aa) täglich fällig 1.317.597.781,49 1.371.012.524,83
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 580.264.973,15 98.406.629,44
2.343.960.843,00 1.946.238.343,75
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 4.102.073.393,56 4.008.709.128,47
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten – –
4.102.073.393,56 4.008.709.128,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.266.005,93 20.833.651,93
5. Rechnungsabgrenzungsposten 12.721.442,10 11.358.030,88
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Abfertigungen 6.649.554,81 8.489.498,00
b) Rückstellungen für Pensionen 5.502.181,42 7.411.433,08
c) Steuerrückstellungen – –
d) sonstige 15.686.016,97 29.458.192,93
27.837.753,20 45.359.124,01
6a. Fonds für allgemeine Bankrisiken – –
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 69.630.487,29 65.060.761,84
8. Zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 – –
darunter:
Pflichtwandelschuldverschreibungen gemäß § 26a BWG – –
8b. Instrumente ohne Stimmrecht gemäß § 26a BWG – –
9. Gezeichnetes Kapital 14.560.639,53 14.564.150,94
10. Kapitalrücklagen
a) gebundene 30.548.897,59 30.548.897,59
b) nicht gebundene 190.433,44 190.433,44
30.739.331,03 30.739.331,03
11. Gewinnrücklagen
a) gesetzliche Rücklage – –
b) satzungsmäßige Rücklagen – –
c) andere Rücklagen 305.853.012,88 271.787.450,79
305.853.012,88 271.787.450,79
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 58.449.458,00 56.542.000,00
13. Bilanzgewinn 5.345.587,45 7.208.072,21
SUMME DER PASSIVA 7.924.984.446,08 7.720.565.465,77
Posten unter der Bilanz 31.12.2022 31.12.2021
1. Eventualverbindlichkeiten 86.876.673,86 87.346.210,03
darunter:
a) Akzepte und Indossamentverbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln – –
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten 86.876.673,86 87.346.210,03
2. Kreditrisiken 857.250.761,13 799.130.702,54
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften – –
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften – –
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 477.842.902,87 440.070.178,82
darunter:
Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 69.156.501,97 67.523.101,80
5. Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 3.302.648.260,49 3.096.551.744,72
darunter:
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
lit. a) Harte Kernkapitalquote 12,4 % 12,0 %
lit. b) Kernkapitalquote 12,4 % 12,0 %
lit. c) Gesamtkapitalquote 14,5 % 14,2 %
6. Auslandspassiva 1.034.745.085,98 1.349.011.957,22

Jahresabschluss Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
2022 2021
1. Zinsen und ähnliche Erträge 99.057.896,60 64.354.692,11
darunter:
aus festverzinslichen Wertpapieren 13.130.125,97 12.157.416,56
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –32.417.584,59 –11.388.802,45
I. NETTOZINSERTRAG 66.640.312,01 52.965.889,66
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 4. 859.911,12 3.746.457,17
b) Erträge aus Beteiligungen 2.599.387,30 4.985.947,69
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 25.158.000,00 1.850.000,00
32.617.298,42 10.582.404,86
4. Provisionserträge 28.585.212,42 27.993.579,34
5. Provisionsaufwendungen –10.012.988,36 –8.766.435,12
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 2.973.296,00 6.119.837,28
7. Sonstige betriebliche Erträge 211.340,87 220.597,81
II. BETRIEBSERTRÄGE 121.014.471,36 89.115.873,83
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand –29.537.595,42 –28.388.557,18
darunter:
aa) Löhne und Gehälter –23.441.831,45 –21.897.208,96
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
–6.397.117,98 –6.083.160,16
cc) sonstiger Sozialaufwand –818.194,13 –704.162,10
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung –983.636,10 –1.069.941,76
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 1.909.251,66 1.833.215,42
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
193.932,58 –467.299,62
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) –22.695.240,72 –21.982.266,85
–52.232.836,14 –50.370.824,03
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände –715.641,98 –1.123.697,90
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen –5.912.029,59 –6.756.291,07
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN –58.860.507,71 –58.250.813,00
IV. BETRIEBSERGEBNIS 62.153.963,65 30.865.060,83
11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen,
Eventualverbindlichkeiten und Wertpapieren
–14.849.181,70 –8.410.987,79
13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren,
die wie Finanzanlagen bewertet sind sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen
908.000,00 2.814.800,00
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 48.212.781,95 25.268.873,04
15.-17. Außerordentliches Ergebnis – –
darunter:
Entnahmen aus dem/Zuweisungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken
18. Steuern vom Einkommen und Ertrag –5.246.047,83 –2.890.431,64
19. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 18 auszuweisen –1.584.384,33 –1.479.528,55
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 41.382.349,79 20.898.912,85
20. Rücklagenbewegung –36.086.053,82 –15.694.380,08
darunter:
Dotierung/Auflösung der Haftrücklage 1.907.458,00 –171.000,00
VII. JAHRESGEWINN 5.296.295,97 5.204.532,77
21. Gewinnvortrag 49.291,48 2.003.539,44
VIII. BILANZGEWINN 5.345.587,45 7.208.072,21

Gewinn- und Verlustrechnung Jahresabschluss
Anhang für das
Geschäftsjahr 
A. Allgemeines
Der Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
ist nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) in der geltenden
Fassung sowie auch – soweit anwendbar – nach den Vorschriften des Un
-
ternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt worden. Die Gliederung der
Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den
in der Anlage 2 zu § 43 BWG enthaltenen Formblättern. Die Beträge sind in
TEUR angegeben.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ist gemäß § 245a
UGB in Verbindung mit § 59a BWG verpflichtet, einen Konzernabschluss
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU
anzuwenden sind, aufzustellen. Das Mutterunternehmen, das den Konzern
-
abschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die OÖ
Landesholding GmbH. Dieser Konzernabschluss ist sowohl beim Landes- als
auch beim Handelsgericht Linz hinterlegt.
Kernmarkt ist als Regionalbank das Bundesland Oberösterreich. Im Osten
Österreichs ist das Kreditinstitut durch einen Standort in Wien vertreten.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
wurde nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilan
-
zierung unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollstän
-
digkeit eingehalten und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Bei
den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzel
-
bewertung angewandt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen,
indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne
ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die
im Geschäftsjahr 2022 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden
sind, wurden berücksichtigt. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden
wurden im Wesentlichen beibehalten.
Zur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Einzelabschlusses
müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getrof
-
fen werden, die die Angaben im Anhang und den Ausweis von Erträgen und
Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Sie beziehen sich
im Wesentlichen auf die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, der Festlegung
der wirtschaftlichen Nutzungsdauer für Sachanlagen und Finanzimmobilien,
Klassifizierung von Leasingverträgen sowie der Bilanzierung und Bewertung
von Rückstellungen. Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf
dem jeweils aktuellen verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Hinsichtlich der
zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung wurden die zum Zeitpunkt der
Aufstellung des Einzelabschlusses vorliegenden Umstände zugrunde gelegt.
Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche
Angaben gemacht.
Wertpapiere
Die Wertpapiere werden, soweit sie nicht durch ausdrücklichen Beschluss
dem Anlagevermögen gewidmet sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip
bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens unterliegen dem gemilder
-
ten Niederstwertprinzip. Wenn die Gründe für eine Abschreibung nicht mehr
bestehen, wird eine Zuschreibung gemäß § 208 Abs. 1 UGB vorgenommen.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Die Forderungen sind grundsätzlich zu Nennwerten bewertet. Das gemäß
IFRS 9 übernommene Wertminderungsmodell sieht tendenziell eine frühere
Bestimmung und Vorsorge für mögliche Verluste vor. Im Fokus stehen 3 Stufen,
welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung
künftig bestimmen:
• Stufe 1 umfasst dabei alle neuen Finanzinstrumente sowie jene Positionen,
für die seit Zugang des Finanzinstrumentes keine signifikante Verschlech
-
terung der Kreditqualität stattgefunden hat.
Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten
12-Monats-Verlustes (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus
möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem
Abschlussstichtag resultieren) gebildet werden. Die Zinsvereinnahmung
erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes.
• In Stufe 2 werden all jene Finanzinstrumente transferiert, für die eine si
-
gnifikante Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang stattgefunden
hat. Für diese Positionen muss eine Risikovorsorge in Höhe des über die
gesamte Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlustes (Barwert der
erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über
die Restlaufzeit des Finanzinstruments) gebildet werden. Die Zinsverein
-
nahmung erfolgt ebenfalls auf Basis des Bruttobuchwertes.
• Stufe 3 beinhaltet schließlich alle ausgefallenen Finanzinstrumente. Für
diese Positionen wird ebenfalls eine Risikovorsorge in Höhe des über die
gesamte Restlaufzeit erwarteten Verlustes gebildet.
Die Prüfung zur Bestimmung der Zugehörigkeit einer Forderung zu einer
bestimmten Stufe erfolgt anhand von Transferkriterien.
Zur Bestimmung der Verschlechterung der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem
damit verbundenen Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 werden in der Regel drei
Komponenten betrachtet: ein quantitatives Kriterium, ein qualitatives Kriterium
und ein Backstop-Kriterium.
Für jedes Finanzinstrument werden die Kriterien nacheinander überprüft.
Schlägt ein Kriterium an, erfolgt beim quantitativen Kriterium ein Transfer des
Finanzinstruments in Stufe 2, beim Backstop-Kriterium erfolgt der Transfer
aller Finanzinstrumente des Kunden in Stufe 2.
Wesentliche „Rating-Events“ führen zu einer umgehenden Rating-Evaluierung
gemäß der internen Rating-Modelle. Da in der Oberösterreichische Landes
-
bank Aktiengesellschaft die durch IFRS 9 verlangten Kriterien gut durch die
Ratingsysteme abgedeckt sind, entfällt die Überprüfung der qualitativen
Verschlechterung und die Transferlogik beruht nur auf dem quantitativen
Kriterium sowie dem Backstop-Kriterium.
Das quantitative Kriterium gilt als der primäre Indikator, ob eine signifikan
-
te Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang des Finanzinstruments
stattgefunden hat. Es umfasst die Bestimmung der Verschlechterung des
Kreditrisikos auf Basis einer relativen und einer absoluten Schranke. Es wird
die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit (PD - Probability of Default) zum
Zugangszeitpunkt mit der PD zum Reporting-Stichtag verglichen. Da IFRS 9
erwartet, dass in den PDs zukunftsorientierte Information enthalten ist, wird
der Vergleich auf Basis der kumulierten Lebensdauer-PDs für die restliche
Laufzeit der Geschäfte durchgeführt.
Zur Abbildung der Erwartung der kumulierten PD der Restlaufzeit des Finan
-
zinstruments wird die kumulierte Forward-Lebensdauer-PD des Zugangszeit-
punktes verwendet. Diese wird dann mit der kumulierten PD zum Reporting-
Stichtag verglichen.
Diese PDs bilden die Grundlage für den Vergleich, ob eine signifikante
Verschlechterung der Kreditqualität seit Zugang des Finanzinstruments
stattgefunden hat, wobei der Vergleich für jedes Finanzinstrument einzeln
durchgeführt wird und sowohl die relative als auch die absolute Änderung
der Lebensdauer-PD eine Rolle spielt.
Im relativen Kriterium wird das Verhältnis der erwarteten kumulierten PD
zum Zugangszeitpunkt mit der aktuellen kumulierten PD verglichen, welche
zum Reporting-Zeitpunkt beobachtet wird. Wenn dieses Verhältnis einen
bestimmten Schwellenwert überschreitet, bedeutet das, dass sich die PD
dieses Finanzinstruments aufgrund des relativen Vergleichs signifikant seit
Zugang erhöht hat. Dieser Schwellwert für das relative Kriterium wird in der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft mit 200 % angesetzt,
was einer Verdoppelung der PD seit Zugang entspricht.

Jahresabschluss Anhang
Zusätzlich zum relativen PD-Vergleich wird auch die absolute Änderung der PD
kontrolliert. Die Messung basiert auf denselben kumulierten Lebensdauer-PDs
wie im relativen Kriterium, wobei für den absoluten Vergleich die Differenz der
PDs gemessen wird. Da im absoluten Kriterium die Differenz gemessen wird,
werden die kumulierten Lebensdauer-PDs durch Division mit der Restlaufzeit
auf Jahresebene herunter gebrochen. Diese Anpassung ist notwendig, um
den Vergleich unabhängig von der Lebensdauer eines Finanzinstruments
durchführen zu können.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat sich entschlos
-
sen, die „low credit risk exemption“ nicht anzuwenden und stattdessen
eine absolute Schranke zu verwenden, durch die es möglich ist, auch im
Investment Grade-Bereich in Stufe 2 zu migrieren. Die Schwelle für die abso
-
lute Verschlechterung der PD wird in der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft mit 0,5 % von der Ursprungs-PD festgelegt (absolutes
Kriterium). Hintergrund des absoluten Kriteriums ist, dass Veränderungen in
Höhe von wenigen Basispunkten, die in den sehr guten Ratingklassen eine
Verdoppelung der PD bedeuten können, nicht als signifikante Veränderung
gesehen werden.
Zur Bestimmung, ob für ein Finanzinstrument eine signifikante Verschlechte
-
rung der Kreditqualität seit Zugang laut dem quantitativen Kriterium beobachtet
werden konnte, muss eine signifikante Verschlechterung der Kreditqualität so
-
wohl im relativen Kriterium als auch im absoluten Kriterium gemessen werden.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft verwendet die
30-Tage-Überfälligkeit-Schranke (Backstop-Kriterium) als zusätzliche Indika
-
tion, dass eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos seit Zugang
des Finanzinstruments stattgefunden hat und alle Finanzinstrumente eines
Kunden, für den eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist, werden in
Stufe 2 transferiert.
Für den Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 wird in der Oberösterreichische Lan
-
desbank Aktiengesellschaft auf die allgemein gültige Definition des Ausfalls
laut Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 („CRR“) zurückgegriffen
dem gemäß folgende Risikopositionen als ausgefallen gelten:
• Alle Risikopositionen, bei denen die Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner
seine Verbindlichkeiten gegenüber der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft und seinen Tochtergesellschaften ohne Sicherheiten
-
verwertung vollständig begleichen wird und
• alle Risikopositionen gegenüber der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft und seinen Tochtergesellschaften, bei denen eine we
-
sentliche Verbindlichkeit des Schuldners mehr als 90 Tage überfällig ist.
Die Wesentlichkeit einer überfälligen Verbindlichkeit wird anhand folgender
Schwellwerte beurteilt, welche sich aus einer absoluten und einer relativen
Komponente zusammensetzen. Retail: absolut EUR 100 und relativ 1 %;
Non-Retail: absolut EUR 500 und relativ 1 %.
In Stufe 3 werden auch finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter
Bonität ausgewiesen. Es wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten
Forderungen unterschieden. Jene Kreditnehmer mit einem Obligo größer
TEUR 400 gelten als signifikant. Die Höhe der Wertberichtigung wird mittels
DCF-Schätzung ermittelt und ergibt sich aus der Differenz zwischen Buch
-
wert und Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Bei nicht signifikanten
Forderungen kommt eine standardisierte Methode zum Einsatz.
Szenarien
Es werden drei makroökonomische Szenarien verwendet. Ein optimistisches,
ein pessimistisches und ein Basisszenario. Aufgrund der makroökonomischen
Unsicherheiten wird das pessimistische Szenario mit 50 %, das Basisszena
-
rio ebenfalls mit 50 % gewichtet, das optimistische Szenario kommt derzeit
nicht zum Ansatz (2021: pessimistisches Szenario: 20 %, Basisszenario: 60 %,
optimistisches Szenario: 20 %).
Makroökonomische Parameter und Portfolien
Es werden vier Portfolien verwendet: Retail, Kommerz, Institute, Sovereigns. Für
die Schätzung der erwarteten Kreditverluste werden für das Retail-Portfolio im
Wesentlichen die Arbeitslosigkeit (OECD-Prognose), die Bruttoanlageinvestiti
-
onen und die Inflation verwendet. Für das Institute-Portfolio werden BIP, Brut-
toanlageinvestitionen sowie die Arbeitslosigkeit (jeweils OECD-Prognosen)
verwendet. Im Sovereigns-Portfolio fließt die Inflationsrate (OECD-Prognose)
ein, in das Kommerz-Portfolio BIP, Inflation sowie die Yield-Structure.
Grundsätzlich fließen für alle Portfolien die Prognosen für die nächsten drei
Jahre ein. Für den Zeitraum danach wird Richtung TTC-PD (Throuth-the-Cycle
Probability of Default) konvergiert.
Die Zuordnung zu den Teilportfolien erfolgt im Wesentlichen aufgrund der
Forderungsklasse sowie der Kostenstelle.
Per 31. Dezember 2022 wird auf die aktuellsten Prognosewerte der verwende
-
ten makroökonomischen Faktoren zurückgegriffen. Aufgrund der schlechteren
makroökonomischen Prognosen sind die PiT (Point in Time)-PDs für Retail und
Institute für 2022 deutlich höher als im Vorjahr. Zusätzlich wird ein Anstieg
der Privat- und Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 erwartet, sodass die
PiT-Anpassung in diesen beiden Portfolien nach oben geshiftet wird.
Kollektiver Stagetransfer
Gemäß IFRS 9.B5.5.1 kann es erforderlich sein, die Beurteilung signifikanter
Erhöhungen des Ausfallrisikos auf kollektiver Basis vorzunehmen und zu
diesem Zweck Informationen, die auf signifikante Erhöhungen des Ausfallri
-
sikos einer Gruppe oder Untergruppe von Finanzinstrumenten hindeuten, zu
berücksichtigen. IFRS 9.B5.5.5 sieht zu diesem Zweck die Zusammenfassung
von Finanzinstrumenten anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften vor.
Die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft hat auf dieser Grund
-
lage geprüft, ob Änderungen bei der Gruppierung von Finanzinstrumenten
anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften erforderlich sind. Der im
Vorjahr im Hinblick auf die Covid-19-Krise gebildete kollektive Stagetransfer
wurde 2022 aufgelöst, zumal die Grundlage dafür großteils weggefallen ist.
Einige staatliche Hilfen (wie zum Beispiel Umsatz- oder Verlustersatz) so
-
wie Stundungen von Gesundheitskassen und Finanzamt sind ausgelaufen,
wodurch die aktuellen Unternehmensbilanzen diesbezüglich wieder eine
unverfälschte wirtschaftliche Situation zeigen.
Im Gegenzug wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick
auf die Themenkreise Energiepreise infolge des Ukraine-Konflikts, Inflation,
Baupreise aber auch bezüglich Materialverfügbarkeiten infolge von Lie
-
ferkettenproblemen analysiert und auf Grundlage dieser besonderen Rah-
menbedingungen entschlossen, wiederum einen kollektiven Stagetransfer
durchzuführen.
Die Dotierung des kollektiven Stagetransfer erfolgte für folgende Branchen
bzw. Sektoren:
• Erdöl & Erdgas
• Transport
• Hotel & Tourismus
• Freizeitaktivitäten
• Information & Kommunikation
• Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen
• Bau- und Baunebengewerbe
• Commercial Real Estate
• in Bau befindliche Immobilienprojekte
• Verarbeitendes Gewerbe mit potenziellen grenzüberschreitenden
Lieferketten
– Elektronik/Elektro
– KFZ
– Konsumgüter
– Kunststoffe/chemische Produkte
– Maschinen- und Anlagenbau
– Metallerzeugung und –bearbeitung
– Möbelerzeugung und –handel
– Papier und Pappe
– Pharmaindustrie und Medizintechnologie
Das Volumen dieser ausgewählten Branchen im kollektiven Stagetransfer
beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 387.849 (2021: TEUR 276.246
auf Basis des kollektiven Stagetransfer infolge der Covid-19-Pandemie).
Beteiligungen
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht
durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die
eine Abwertung erforderlich machen. Wenn die Gründe für eine Abschrei
-
bung nicht mehr bestehen, wird eine Zuschreibung gemäß § 208 Abs 1 UGB
vorgenommen.
Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen
Der Posten Immaterielles Anlagevermögen umfasst ausschließlich erworbene
Software und Lizenzrechte. Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungs
-
kosten, reduziert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmä-
ßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer
(zwischen vier und zehn Jahren). Die Nutzungsdauer beträgt für Standard
-
software vier Jahre. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt,
erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Für Sachanlagen betragen die

Anhang Jahresabschluss
Abschreibungssätze bei unbeweglichen Anlagen 2,5 % bis 3 %, bei beweg-
lichen Anlagen 5 % bis 33 %. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im
Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Verbindlichkeiten
Die verbrieften und unverbrieften Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfül-
lungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Agio und Disagio aus der Begebung von eigenen Emissionen werden gemäß
der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Restlaufzeit verteilt.
Rückstellungen
Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden entsprechend den gesetzlichen
Erfordernissen alle erkennbaren Risken und drohende Verluste berücksichtigt.
Die Bewertung erfolgt zum bestmöglichen Schätzwert des notwendigen Er
-
füllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr werden mit einem marktüblichen Zinssatz von 4,25 % abgezinst.
Die Höhe der Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder sowie
Pensionen inklusive Zuschüsse zu Krankenzusatzversicherungsbeiträgen
und Berufs- und Dienstunfähigkeitsrisiken wird nach versicherungsmathe
-
matischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der nach IAS 19 vorgeschrie-
benen versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden
Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method“) ermittelt, wobei ein stich
-
tagsbezogener Rechnungszinssatz von 4,25 % (2021: 1,0 %) zur Anwendung
kommt. Die Festlegung des Rechnungszinsfußes erfolgte auf Basis der Zins
-
bandbreite für eine Laufzeit von 10 Jahren. IAS 19 verlangt die Anwendung
von stichtagsaktuellen Zinssätzen, die aus laufzeitadäquaten, erstrangigen
Unternehmensanleihen abgeleitet werden. Als erstrangig werden Anleihen
angesehen, die bei Standard and Poor‘s mit AA bzw. bei Moody‘s mit Aa2
oder besser bewertet werden. Da in der Eurozone kein liquider Markt für
erstrangige Anleihen mit sehr langen Laufzeiten vorliegt, werden die Zinssätze
für lange Laufzeiten durch Extrapolation der aktuellen Marktzinssätze entlang
der Zinsstrukturkurve geschätzt.
Jährliche Valorisierungen, kollektivvertragliche und karrieremäßige Gehalts
-
erhöhungen wurden in Höhe von 8,0 % im 1. Jahr und im Folgejahr von 4,5 %
(2021: 3,0 %) bei den Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder,
Pensionen sowie Berufs- und Dienstunfähigkeitsrisiko berücksichtigt. Für
jährliche Valorisierungen der laufenden Pensionszahlungen wurde eine
Veränderung in Höhe von 5,8 % im 1.Jahr und im Folgejahr von 2,5 % (2021:
1,5 %) bzw. der laufenden Leistungen zu den Zuschüssen zu Krankenzu
-
satzversicherungsbeiträgen eine Veränderung in Höhe von 2,5 % (2021:
2,0 %) bei der Rückstellung für Pensionen herangezogen. Bei allen aktiven
Dienstnehmern wurde das frühest mögliche Pensionsantrittsalter unter Be
-
rücksichtigung aller gesetzlichen Bestimmungen und Übergangsregelungen
herangezogen. Neben den Invalidisierungsraten, Sterberaten – welche anhand
der veröffentlichten Pensionstafeln AVÖ 2018-P ermittelt werden – und der
Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters
wurden jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des
Dienstverhältnisses basierend auf internen Statistiken zu dienstzeitabhängigen
Fluktuationsraten angesetzt.
Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber
Dritten gebildet, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind.
Bei den Verpflichtungen künftiger Zahlungen betreffend Negativzinsen wur
-
de der neuesten höchstgerichtlichen Judikatur im Zusammenhang mit der
Zulässigkeit der Vereinbarung eines Mindestzinssatzes Rechnung getragen.
Da nach den Gerichtsurteilen des Obersten Gerichtshofs (OGH) die endgül
-
tig rechtliche Beurteilung für Nichtverbraucher noch in Klärung ist, wurden
entsprechende Vorsorgen getroffen. Die Schätzunsicherheit bezieht sich hier
auf das Eintrittsereignis.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
Nationale Währungen jener Staaten, die nicht an der Europäischen Währungs-
union teilnehmen, werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den von der EZB veröf-
fentlichten Devisenmittelkursen des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet.
C. Erläuterungen zum Jahresabschluss
Wertpapiere
Von der Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere werden Nominale TEUR 73.928 (2021: TEUR 85.520) in dem auf
den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig.
Es errechnete sich ein Unterschiedsbetrag zwischen niedrigerem Marktwert
und Bilanzkurswert von Wertpapieren, die zu den Finanzanlagen gehören, in
Höhe von TEUR 72.814 (2021: TEUR 2.043). Es wurde keine außerplanmäßige
Abschreibung vorgenommen.
In den Forderungen an Kreditinstituten sind nicht zum Börsehandel zugelas
-
sene eigene verbriefte Verbindlichkeiten mit Nominale TEUR 26.103 (2021:
TEUR 36.090) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde gemäß AFRAC Stellungnahme 14 eine rück
-
wirkende Umwidmung von Wertpapieren des Umlaufvermögen in das An-
lagevermögen von MEUR 165,6 aufgrund der Änderung der Halteabsicht
vorgenommen.
Im Anlagevermögen der Bank befanden sich zum 31. Dezember 2022 Wert
-
papiere mit einem Bilanzkurswert von TEUR 812.046 (2021: TEUR 778.000).
Hievon waren Nominale TEUR 699.679 (2021: TEUR 640.279) mit einem
Bilanzkurswert von TEUR 707.512 (2021: TEUR 652.263) an festverzinslichen
Wertpapieren, 2.117.050 Stück (2021: 2.118.170 Stück) aktienähnliche Genuss
-
rechte mit einem Bilanzkurswert von TEUR 104.534 (2021: TEUR 125.738),
Nominale TEUR 800 (2021: TEUR 800) mit einem Bilanzkurswert von TEUR
796 (2021: TEUR 796) als Ergänzungskapital gewidmet:
• davon in A2 Schuldtitel öffentlicher Stellen Nominale TEUR 116.200 (2021:
TEUR 180.100) enthalten
• davon in A3 Forderungen an Kreditinstitute Nominale TEUR 26.500 (2021:
TEUR 26.500) enthalten
• davon in A4 Forderungen an Kunden Nominale TEUR 139.759 (2021: TEUR
145.359) enthalten
• davon in A5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpa
-
piere Nominale TEUR 416.420 (2021: TEUR 287.520) enthalten
• davon in A6 nachrangiges Kapital Nominale TEUR 800 (2021: TEUR 800),
aktienähnliche Genussrechte 2.117.050 Stück (2021: 2.118.170 Stück)
enthalten.
Im Anlagevermögen sind börsenotierte Wertpapiere mit einem Bilanzwert von
TEUR 539.793 (2021: TEUR 478.635) enthalten, die nach dem gemilderten
Niederstwertprinzip bewertet werden.
Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festver
-
zinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere,
Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum
Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64
Abs.1 Z 11 BWG:
Wie Anlagevermögen bewertet in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
414.739 287.942
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
796 796
Wie Umlaufvermögen bewertet in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
108.758 231.065
Im Aktivposten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind
nicht zum Börsehandel zugelassene Wertpapiere in Höhe von TEUR 104.534
(2021: TEUR 125.738) enthalten.
Bei zum Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft
von Finanzanlagen haben, beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen den
Anschaffungskosten und den höheren beizulegenden Zeitwerten TEUR
–6.338 (2021: TEUR 8.577).
Die Gesellschaft führt ein Handelsbuch von geringem Umfang im Sinn des
Artikel 102 ff. CRR in Verbindung mit Artikel 94 CRR. Das zu Marktpreisen be
-
rechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31. Dezember
2022 insgesamt TEUR 0 (2021: TEUR 0).

Jahresabschluss Anhang
Fristigkeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen/Verbindlichkeiten an/gegen
Kreditinstitute und Kunden:
in TEUR Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
bis 3 Monate 278.042 233.180 390.655 28.409
über 3 Monate bis 1 Jahr 380.736 373.368 501.533 24.352
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.674.378 1.679.948 318.949 641.775
über 5 Jahre 3.585.341 3.354.931 335.619 399.025
Gesamt 5.918.497 5.641.427 1.546.756 1.093.561
Zum 31. Dezember 2022 beträgt das im Posten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltene Volumen an längerfristigen Finanzierungsgeschäf
-
ten aus dem TLTRO III-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) TEUR
600.000 (2021: TEUR 600.000). Ein vorzeitiges Kündigungsrecht wurde 2022
nicht in Anspruch genommen. Auf Basis einer Analyse der für die Oberös
-
terreichische Landesbank Aktiengesellschaft als Kreditinstitut am Markt für
vergleichbar besicherte Refinanzierungsquellen erzielbaren Konditionen ergibt
sich die Auffassung, dass die Konditionen des TLTRO III-Programmes keinen
wesentlichen Vorteil im Vergleich zum Markt bieten. Die Finanzierungsver
-
bindlichkeit wird als Finanzinstrument mit einem Bilanzwert in Höhe von TEUR
600.000 (2021: TEUR 600.000) ausgewiesen, für die laufende Verzinsung wird
immer der aktuell gültige Zinssatz verwendet. Die im Oktober 2022 seitens
der EZB veröffentlichten Änderungen am TLTRO III-Programm (Änderung der
Verzinsungsmodalitäten und Einfügen weiterer Rückzahlungsoptionen) stellen
nach Auffassung der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft
keine wesentliche Vertragsanpassung dar, weshalb diese Änderungen eben
-
falls lediglich zu einer Zinssatzänderung führten. Schätzungsänderungen oder
Buchwertanpassungen waren in diesem Zusammenhang nicht notwendig.
Das benötigte Kreditwachstum für die erste Sonderverzinsungsperiode (Be
-
obachtungsperiode: 1. März 2020 bis zum 31. März 2021) sowie für die zweite
Sonderverzinsungsperiode (Beobachtungsperiode: 1. Oktober 2021 bis zum
31. Dezember 2021) wurde erfüllt. Die Verzinsung wurde somit mit –1,0 %
festgesetzt. Nach dem Ende der zweiten Sonderverzinsungsperiode am
23. Juni 2022 wurde bis zum 23. November 2022 die Verzinsung basierend
auf dem durchschnittlichen EZB-Zinssatz der Einlagenfazilität seit Start der
Geschäfte ermittelt. Ab dem 23. November 2022 bis zur Fälligkeit der jeweiligen
Tranche werden die TLTRO-Verbindlichkeiten basierend auf dem jeweils aktu
-
ell gültigen EZB-Zinssatz der Einlagenfazilität verzinst. Dieser beläuft sich zum
31.12.2022 auf 2,0 %. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 betrug der (negative)
Zinsaufwand aus dem TLTRO III-Programm TEUR 2.635 (2021: TEUR 5.881).
Anlagevermögen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichts-
jahr sind im Anlagespiegel gemäß § 226 Abs. 1 UGB angeführt (vergleiche
Anlage 1 zum Anhang). Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum
31. Dezember 2022 TEUR 205 (2021: TEUR 205). Im laufenden Geschäftsjahr
wurden keine Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 4 UGB) aktiviert.
Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen für Immobilien-
Leasingverträge in Höhe von TEUR 8.387 (2021: TEUR 8.387) mit einer Rest
-
laufzeit von über einem Jahr sowie Forderungen aus der Verrechnung mit
der steuerlichen Gruppe in Höhe von TEUR 692 (2021: TEUR 546) enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus der Verrech
-
nung mit der steuerlichen Gruppe in Höhe von TEUR 882 (2021: TEUR 955)
sowie Verbindlichkeiten für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 112 (2021: TEUR
486) enthalten. Darüber hinaus sind aus der Übertragung von Darlehen für
Mietkaufobjekte an einzelne Wohnungseigentümer Verbindlichkeiten in Höhe
von TEUR 3.228 (2021: TEUR 9.505) ausgewiesen. Weiters sind sonstige Ver
-
bindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR
258 (2021: TEUR 309) enthalten.
Verbriefte Verbindlichkeiten
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten werden im Jahr 2023 TEUR 413.054
(2021: TEUR 211.810) fällig. Per 31. Dezember 2022 waren keine Anleihen
als Substitutionswerte (Ersatzdeckungswerte) gewidmet und gesperrt (2021:
TEUR 55.000). Die Deckungsanforderungen gemäß § 9 PfandBG wurden
ausschließlich durch Primärwerte erfüllt.
Die als Sicherheiten für Tenderfazilitäten übertragenen Vermögenswerte
umfassen sowohl notenbankfähige Wertpapiere als auch Credit Claims.
2022 wurden ausschließlich die TLTRO III-Programme der EZB in Anspruch
genommen.
Per 31. Dezember 2022 beträgt das unter den TLTROs gezogene Volumen
TEUR 600.000 (2021: TEUR 600.000).
Das Deckungsverhältnis stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
Hypothekenbankgeschäfte
in TEUR
Deckungs-
darlehen
Verbriefte
Verbindlich-
keiten
+ Über-/ –
Unter-
deckung
Eigene Pfandbriefe 2.717.119 2.354.000 363.119
Eigene Kommunalbriefe 594.295 445.500 148.795
GESAMT 3.311.414 2.799.500 511.914
Die nachrangigen Verbindlichkeiten – diese werden unter der Bilanzposi-
tion „Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013“ ausgewiesen – setzen sich per 31. Dezember 2022 wie folgt
zusammen:
Zinssatz Ergänzungs-
kapital
Nominale Zinsauf-
wand
Laufzeit
2,125% Hypo-Wohn
Wandel
3.010 64 11.06. 2021 11.06.2036
2,000% OBLA
Anleihe
6.000 120 24.11.2021 24.11.2031
variabel Kapital
Obligation
2.970 variabel 06.11.2000 06 .11. 20 30
variabel Subordinated
FRN
25.000 variabel 08.05.2002 25.04.2042
4,125% Nachrangige
Anleihe
3.000 124 09.12.2015 09.12.2030
variabel CMS linked
Notes
25.000 variabel 01.10.2002 01.10.2032
4,250% OBLA
Anleihe
4.257 9 07.10.2022 07.10.2032
Der Gesamtbetrag der Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten
betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 432 (2021: TEUR 456).
Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind die Drohverlustrückstellung für Deri-
vate in Höhe von TEUR 80 (2021: TEUR 2.437), offene Eingangsrechnungen
in Höhe von TEUR 1.242 (2021: TEUR 3.609) sowie die Rückstellung für
drohende Verluste betreffend Negativzinsen in Höhe von TEUR 6.301 (2021:
TEUR 12.587) enthalten.
Abschließend werden unter dem sonstigen Posten Rückstellungen für Scha
-
densfälle und Prozesskosten, Jubiläumsgelder, Urlaub und Zeitausgleich sowie
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.
Eigenkapital
Gemäß § 5 der Satzung der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell-
schaft beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 14.664 (2021: TEUR
14.664) und ist in 2.017.000 Stückaktien in Form von Stammaktien zerlegt. Der
Nennbetrag je Anteil für die Stammaktien beträgt EUR 7,27.
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2022 0,52 % (2021:
0,27 %).

Anhang Jahresabschluss
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine detaillierte Aufgliederung der Eigenmittel
gemäß § 64 Abs. 1 Z 16 BWG:
31.12.2022 in TEUR
unkonsolidiert
in TEUR
konsolidiert
Gezeichnetes Kapital 14.664 14.664
Aktienagio 30.549 30.549
Eigene Instrumente des harten Kernkapitals –103 –103
Rücklagen 364.493 468.150
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 0 –23.762
Abzugsposten –916 –11.46 3
Tier 1-Kapital 408.686 478.034
Ergänzungskapital 69.157 64.045
Tier 2-Kapital 69.157 64.045
Anrechenbare Eigenmittel 477.843 542.079
Gesamtforderungsbetrag 3.302.648 3.484.364
Erforderliche Eigenmittel (8 %) 264.212 278.749
Kernkapitalquote 12,4% 13,7%
Gesamtkapitalquote 14,5% 15,6%
Gemäß § 23 BWG beträgt der Kapitalerhaltungspuffer für das Jahr 2022
2,5 % (2021: 2,5 %). Zusätzlich zum Kapitalerhaltungspuffer ist gemäß § 6
Kapitalpufferverordnung (KP-V) in Verbindung mit § 7 Abs. 1 KP-V ebenfalls
ein Systemrisikopuffer in Form von hartem Kernkapital zu halten. Dieser ist seit
1. Jänner 2016 ausschließlich auf Basis der konsolidierten Lage darzustellen
und beträgt derzeit 0,5 % (2021: 0,5 %) vom Gesamtrisikobetrag.
Der antizyklische Kapitalpuffer wird gemäß § 140 der CRD IV als gewichteter
Durchschnitt der veröffentlichten antizyklischen Quoten jener Rechtsräume
berechnet, in denen wesentliche Kreditrisikopositionen bestehen. Zum 31.
Dezember 2022 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,0 %.
Eigene Aktien
In der am 12. November 1997 abgehaltenen außerordentlichen Hauptver-
sammlung der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft wurde
eine Kapitalerhöhung (Mitarbeiterbeteiligung) beschlossen. Aus der Kapital
-
erhöhung durch 17.000 Stück Vorzugsaktien wurden im Geschäftsjahr 1997
dem Grundkapital TEUR 124 und den gebundenen Kapitalrücklagen TEUR
426 zugeführt.
Mit der außerordentlichen Hauptversammlung und der gesonderten Versamm
-
lung der Vorzugsaktionäre der Oberösterreichischen Landesbank Aktienge-
sellschaft wurde am 29. September 2021 die Umwandlung von 17.000 Stück
Vorzugsaktien in Stammaktien beschlossen. Diese 17.000 Stück Stammaktien
stehen weiterhin als Mitarbeiterbeteiligung zur Verfügung.
Von den 17.000 Stück Stammaktien – vormals Vorzugsaktien (mit einem
ursprünglichen Ausgabekurs von EUR 32,34) sind zum Bilanzstichtag 2.839
Stück (2021: 3.322 Stück) im Bestand der Mitarbeiter.
Der Kurs der Mitarbeiteraktien wird im Rahmen der genehmigten IFRS-
Konzernbilanz einmal jährlich festgelegt. Die Aktien können vom Mitarbeiter
zu diesem Kurs erworben werden, ein begünstigter Verkauf liegt nicht vor.
Der Kauf und Verkauf von Mitarbeiteraktien ist ausschließlich im Monat nach
der Hauptversammlung und nur für aktive Mitarbeiter in unbefristeten und
ungekündigten Dienstverhältnissen möglich, wobei pro Mitarbeiter insgesamt
maximal 50 Stück erworben werden können. Im Jahr 2022 wurden von der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft 603 Aktien (2021: 217
Aktien) zum Gesamtwert von TEUR 146 (2021: TEUR 50) erworben und 120
Aktien (2021: 285 Aktien) von den Mitarbeitern zum Gesamtwert von TEUR
29 (2021: TEUR 66) rückerworben.
Zum Bilanzstichtag hält die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesell
-
schaft 14.161 Stück mit einem Nominale von TEUR 103 (2021: 13.678 Stück
mit einem Nominale von TEUR 99) Mitarbeiteraktien, welche aufgrund der
Bestimmungen des RÄG 2014 vom gezeichneten Kapital abgezogen werden.
Gemäß § 229 Abs. 1a UGB ist in die gebundenen Rücklagen ein Betrag ein
-
zustellen, der dem Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile entspricht.
Die gebundene Gewinnrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 103 (2021:
TEUR 99). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nominale dieser Anteile und
ihren Anschaffungskosten ist mit den freien Gewinnrücklagen zu verrechnen.
Haftungsverhältnisse
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Oberösterreichische Landesbank Ak-
tiengesellschaft als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit
Sitz in Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs.
1 Z 1 ESAEG an. Dabei handelt es sich um die Einlagensicherung Austria
Ges.m.b.H. (ESA). Jede Sicherungseinrichtung hat einen aus verfügbaren
Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds in Höhe von zumin
-
dest 0,8 vH der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als
Zielausstattung bis 3. Juli 2024 einzurichten. Die Beitragsverpflichtung richtet
sich nach der Höhe der gedeckten Einlagen unter Zugrundlegung von vorher
bestimmten Risikofaktoren (sogenannte risikobasierte Beitragsberechnung).
Für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft errechnete
sich 2022 ein Beitragsanteil in Höhe von TEUR 672 (2021: TEUR 2.201). Der
verminderte Fondsbeitrag lässt sich im Wesentlichen mit der Einhebung
eines Sonderbeitrags im Vorjahr 2021 erklären. Die mit dem Ausscheiden
des Raiffeisensektors sowie der sBausparkasse entstandene Unterdeckung
wurde mittels der Einhebung eines Sonderbeitrags ausgeglichen. Dies führte
zu besagtem Mehraufwand.
Beitragsmindernd wirkten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 zudem weitere
Rückflüsse aus der Insolvenzmasse der Sicherungsfälle der Anglo Austrian
ABB, der Commerzialbank Mattersburg sowie der Autobank. Die im Zuge
des Einlagensicherungsfalles der Sberbank Europe AG abgeflossenen Mittel
konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits zur Gänze wieder dem Ein
-
lagensicherungsfonds zugeführt werden. Dementsprechend führte dieser
Sicherheitsfall zu keiner Anhebung der jährlich zu entrichtenden Fondsbei
-
träge. Als Grund für die vollständige Rückführung dieser Mittel ist zu nennen,
dass mit Untersagung des Geschäftsbetriebes durch die EZB, die Sberbank
zu besagtem Zeitpunkt nicht insolvent war. Insofern standen die gedeckten
Einlagen der Geschädigten in voller Höhe zur Verfügung. Die Sberbank hatte
daher einen sogenannten „solvent winddown“ beschlossen, wodurch das
Institut noch im abgeschlossenen Geschäftsjahr ordnungsgemäß abgewickelt
werden konnte.
Gewinn- und Verlustrechnung
Aus dem Bankgeschäft wurde ein Zinssaldo von TEUR 66.640 (2021: TEUR
52.966) erzielt. In den Zinserträgen sind negative Zinserträge in Höhe von
TEUR 15.255 (2021: TEUR 12.646) und in den Zinsaufwendungen sind negative
Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 10.012 (2021: TEUR 11.538) enthalten.
In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und für betriebliche Mitarbei
-
tervorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
in Höhe von TEUR 234 (2021: TEUR 209) enthalten. Im Geschäftsjahr 2022
wurden für beitragsorientierte Zusagen TEUR 549 (2021: TEUR 529) an die
private Pensionskasse einbezahlt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus
Dotierungen des Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von
TEUR 5.614 (2021: TEUR 6.636) und Aufwendungen aus bereits realisierten
Verlusten zusammen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
beträgt TEUR 48.212 (2021: TEUR 25.269).
Unter den Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstel
-
lungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ist die Dotierung der
§ 57 BWG Rücklage in Höhe von TEUR 2.525 (2021: TEUR 1.968) ausgewiesen.
Die latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 671 (2021: TEUR 1.504) und
wurden für Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Unternehmensrecht
gebildet. Im Wesentlichen handelt es sich um Unterschiedsbeträge bei den
Personalrückstellungen, Beteiligungen und der Rücklage gemäß § 57 Abs. 1
BWG. Die laufende Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR
692 (2021: TEUR 546). In den sonstigen Steuern ist die Stabilitätsabgabe für
2022 in Höhe von TEUR 1.429 (2021: TEUR 1.367) enthalten.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist durch Ertragsteuern in
Höhe von TEUR 4.586 (2021: TEUR 4.340) belastet.

Jahresabschluss Anhang
D. Weitere Pflichtangaben (gemäß § 64 BWG)
Die Bank hat sich im Leasinggeschäft mit Beträgen in Höhe von TEUR 0 (2021:
TEUR 0) beteiligt.
Gliederung des Gesamtbetrages der Bilanzposten in Fremdwährung:
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Gesamtbetrag der Aktiva in fremder Währung 69.137 73.749
Gesamtbetrag der Passiva in fremder Währung 102.977 121.355
Die Mündelgeldspareinlagen betragen TEUR 6.646 (2021: TEUR 6.447), als
Sicherheiten wurden TEUR 8.034 (2021: TEUR 8.033) als Deckungsstock
verwendet.
Derivate
Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken werden Asset-Swaps und
Liability-Swaps eingesetzt. In der Regel steht jedem Derivat ein abzusichern
-
des Grundgeschäft gegenüber. Diese abzusichernden Grundgeschäfte sind
aktivseitig Wertpapiere des Eigenbestandes und passivseitig eigene Pfand
-
briefe, Wohnbaubank-Anleihen, Ergänzungskapitalanleihen, Anleihen, Schuld-
scheindarlehen sowie Anleihen der Pfandbriefstelle.
Weiters wurden Makroswaps unter Berücksichtigung der risikokompen
-
sierenden Wirkung bestehender Geschäfte abgeschlossen und damit das
Marktrisiko abgesichert, welches sich aus der Gesamtposition der Bank
ergibt. Die Nominale dieser Makroswaps beträgt TEUR 101.000 (2021: TEUR
41.000), dabei wurde ursprünglich TEUR 0 (2021: TEUR 0) für einen Absiche
-
rungszeitraum von bis zu 5 Jahren und TEUR 101.000 (2021: TEUR 41.000)
Bei den Zinsen-, Basis- und Währungsswaps erfolgte die Bewertung zur
Ermittlung der Marktwerte mittels geglätteter Forwardberechnung und Boot
-
strapping-Methode; die Zinsoptionen wurden mittels des Black-Scholes-
Modells bewertet. Den Marktwerten aus den Derivaten stehen gegenläufige
für einen Absicherungszeitraum > 5 Jahre abgeschlossen (längstens bis zum
Jahr 2040). Der Marktwert der Makroswaps beträgt per 31. Dezember 2022
TEUR 10.180 (2021: TEUR 959).
Darüber hinaus werden auch Währungsswaps zur Absicherung von Wech
-
selkursrisken verwendet, wobei offene Positionen in bestimmten Währungen
und Laufzeiten geschlossen werden. Forward Rate Agreements werden zur
Absicherung gegen künftige Zinsrisiken eingesetzt.
Im Rahmen der Widmung bzw. Bildung von Bewertungseinheiten zwischen
Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wird ein prospektiver Effektivitätstest
durchgeführt. Sind die wesentlichen Parameter des Grundgeschäfts und
des Absicherungsgeschäfts identisch, verhalten sich aber gegenläufig, so
wird dies als vollständig effektive Sicherungsbeziehung angesehen (Critical
Terms Match).
Die retrospektive Effektivität wird durch Critical Terms Match bzw. durch
Vergleich der Wertänderungen der Grundgeschäfte mit den Wertänderungen
der Sicherungsinstrumente nach der Kompensierungsmethode (Dollar-Offset-
Methode) beurteilt. Die ineffektiven Anteile der Derivate werden, sofern negativ,
als Drohverlust rückgestellt. Im Jahr 2022 wurden TEUR 3.490 aufgelöst bzw.
TEUR 1.133 dotiert. Somit weist die Drohverlustrückstellung einen Wert von
TEUR 80 (2021: TEUR 2.437) auf.
Die Marktwerte der abgeschlossenen Derivate werden monatlich kontrolliert.
Für jeden Geschäftspartner, mit welchem ein Derivatgeschäft abgeschlossen
wird, muss eine entsprechende Kreditlinie vorhanden sein, die die Bonität des
Kreditnehmers und die angestrebten Geschäfte berücksichtigt. Im Interban
-
kenbereich wurden Collateral-Vereinbarungen in Form von Cash-Sicherheiten
– Forderungen in Höhe von TEUR 103.209 (2021: TEUR 46.827), Verbindlich
-
keiten in Höhe von TEUR 75.147 (2021: TEUR 329.896) – mit allen wichtigen
Geschäftspartnern abgeschlossen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
Zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte:
in TEUR
31.12.2022
Absicherungszeitraum
*
(Ursprungslaufzeit) Gesamt-
summe
positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
Buchwerte Bilanzposten
bis 5 Jahre 5 – 10 Jahre > 10 Jahre
Zinsswaps 732.300 1.993.048 2.725.348 86.151 –129.024 –54
Drohv erlust-
rückstellung
Basis-Swaps 156.945 156.945 12.040 –2.434
Zinsoptionen 29.405 29.405 638 –630
Währungsswaps 47.557 47.557 –12.785
Devisentermingeschäfte 22.459 22.459 336 –21
in TEUR
31.12.2021
Absicherungszeitraum
*
(Ursprungslaufzeit) Gesamt-
summe
positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
Buchwerte Bilanzposten
bis 5 Jahre 5 – 10 Jahre > 10 Jahre
Zinsswaps 584.200 2.068.721 2.652.921 305.689 –66.408 –2.388
Drohv erlust-
rückstellung
Basis-Swaps 165.252 165.252 26. 511 –11
Zinsoptionen 3 0.411 3 0.411 45 –45
Währungsswaps 56.068 15.377 71.445 3.825 –7.102
Devisentermingeschäfte 24.815 24.815 –946
* längstens bis zum Jahr 2063
Marktwerte aus den Grundgeschäften gegenüber. Aus den außerbilanziellen
Geschäften gemäß § 238 Abs. 1 Z 10 UGB resultieren im Wirtschaftsjahr 2022
keine finanziellen Auswirkungen.

Anhang Jahresabschluss
E. Ergänzende Angaben
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen betragen 2022 MEUR 1,6 (2021: MEUR 1,6) und in den Jahren
2023 bis 2027 insgesamt MEUR 7,9 (Vorjahr: 2022 bis 2026 MEUR 7,9).
Während des Geschäftsjahres 2022 waren durchschnittlich 395 (2021: 393)
Angestellte und keine Arbeiter beschäftigt. Die Organe der Bank sind in einer
gesonderten Aufstellung enthalten (Anlage 2).
Der aushaftende Stand an Vorschüssen, Krediten, Darlehen und Haftungen
für Vorstände und Aufsichtsräte beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 474
(2021: TEUR 425). Die Ausleihungen wurden zu marktüblichen Bedingungen
gewährt. Rückzahlungen werden vereinbarungsgemäß geleistet.
Der Aufwand für Abfertigungen und Pensionen inklusive der Rückstellungs
-
dotation beträgt für aktive Mitglieder des Vorstandes TEUR 60 (2021: TEUR
58) und die Auflösung für andere Arbeitnehmer und Pensionisten beträgt
TEUR 1.201 (2021: Aufwand in Höhe von TEUR 313). Die Bezüge an aktive
Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf TEUR 668 (2021: TEUR 646).
Der Aufwand für Pensionen an ehemalige Mitglieder des Vorstandes betrug
TEUR –129 (2021: TEUR 8). Für Mitglieder des Aufsichtsrates wurden TEUR
59 (2021: TEUR 56) vergütet.
Die Informationen gemäß Teil VIII der CRR in Verbindung mit der Offenle
-
gungsverordnung werden auf der Website unseres Institutes (www.hypo.at)
veröffentlicht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im März ist die Silicon Valley Bank (SVB) durch den Abzug von Einlagen in
Milliardenhöhe in die Insolvenz geschlittert.
Die größte Insolvenz einer Bank seit der Finanzkrise und wirtschaftliche
Schwierigkeiten bei einigen anderen Banken sorgten für enorme Verunsiche
-
rung an den Märkten auch in Europa.
Im Sog der Nervosität, ausgelöst durch die Insolvenz der SVB, verschärfte sich
die Situation bei der Credit Suisse Group AG (Credit Suisse). Der Aktienkurs
fiel auf ein Rekordtief und auch eine Liquiditätsfazilität der Schweizerischen
Nationalbank (SNB) über Mrd. CHF 50 konnte die Lage nicht beruhigen. Nach
intensiven Verhandlungen über das Wochenende wurde die Credit Suisse am
19. März 2023, Sonntagabend von der UBS Group AG (UBS) übernommen,
um die Situation zu stabilisieren.
Für die Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft ergeben sich
daraus keine Auswirkungen auf Bilanzansätze zum 31. Dezember 2022. Es
wird auch im Jahr 2023 kein wesentlicher direkter Effekt erwartet, da lediglich
geringfügige Geschäftsbeziehungen mit der Credit Suisse bestehen. Die Bank
hat kein Exposure gegenüber der Silicon Valley Bank sowie der UBS.
F. Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft be-
stätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden
Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis
und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht
die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unter
-
nehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 31. März 2023
Der Vorstand
Mag. Klaus Kumpfmüller Mag. Thomas Wolfsgruber
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Jahresabschluss Anhang
Anlage 1 zum Anhang:
Anlagenspiegel
Bilanzposten
in TEUR
Anschaf-
fungskosten
*)
Zugänge Umbu-
chungen
Umglie -
der ungen
Abgänge Anschaf-
fungskosten
1.1.2022 2022 2022 2022 2022 31.12.2022
Schuldtitel öffentlicher Stellen
und ähnliche Wertpapiere
192.145 15.229 –2.479 –78.306 126.589
Forderungen an Kreditinstitute 29.187 29.187
Forderungen an Kunden 145.360 –5.600 139.760
Schuldverschreibungen und an-
dere festverzinsliche Wertpapiere
287.948 45.475 2.479 165.241 –85.163 415.980
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
126.534 4.998 –26.202 105.330
Wertpapiere 781.174 65.702 165.241 –195.271 816.846
Beteiligungen 28.058 28.058
Anteile an verbundenen Unter-
nehmen
23.571 43.983 10.025 77.579
Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen
10.034 –10.025 9
Beteiligungen 61.663 43.983 105.646
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
14.490 124 –33 14.581
Sachanlagen 11.8 86 737 –248 12.375
Immaterielle Vermögensgegen-
stände und Sachanlagen
26.376 861 –281 26.956
Gesamt 869.213 110.546 165.241 –195.552 949.448
*)
keine aktivierten Zinsen enthalten
Bilanzposten
in TEUR
Anschaf-
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
Zugänge Zuschrei-
bungen
Umbu-
chungen
Umglie-
derungen
Abgänge Kumulierte
Abschreibung
Buchwert Buchwert
31.12.2022 01.01.2022 2022 2022 2022 2022 2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
Schuldtitel öffentlicher Stellen
und ähnliche Wertpapiere
126.589 2.248 429 –59 19 –306 2.331 124.258 189.897
Forderungen an Kreditinstitute 29.187 919 314 –6 1.227 27.960 28.269
Forderungen an Kunden 139.760 139.760 145.360
Schuldverschreibungen und an-
dere festverzinsliche Wertpapiere
415.980 6 155 –234 –19 1.349 –14 1.243 414.737 287.941
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
105.330 105.330 126.534
Wertpapiere 816.846 3.173 898 –299 1.349 –320 4.801 812.045 778.001
Beteiligungen 28.058 980 –908 72 27.986 27.077
Anteile an verbundenen Unter-
nehmen
77.579 220 220 77.359 23.351
Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen
9 9 10.034
Beteiligungen 105.646 1.200 –908 292 105.354 60.462
Immaterielle Vermögensgegen-
stände
14.581 13.508 192 –33 13.667 914 982
Sachanlagen 12.375 9.328 524 –224 9.628 2.747 2.558
Immaterielle Vermögensgegen-
stände und Sachanlagen
26.956 22.836 716 –257 23.295 3.661 3.540
Gesamt 949.448 27.209 1.614 –1.207 1.349 –577 28.388 921.060 842.003

Anhang Jahresabschluss
Anlage 2 zum Anhang:
Organe
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Mag. Othmar Nagl
(Generaldirektor OÖ Versicherung AG)
Stellvertretende Vorsitzende:
Dr. Heinrich Schaller
(Generaldirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Dr. Peter Baier bis 25.04.2022
(Unternehmensberater)
Mag. Dr. Michael Tissot ab 25.04.2022
(Steuerberater)
Mitglieder:
Ing. Volkmar Angermeier
(Präsident des Aufsichtsrates Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Dr.
in
Miriam Eder, MBA
(Leitung Controlling, Revision & Compliance BBRZ-Gruppe)
Mag. Klaus Fürlinger
(Nationalratsabgeordneter, Rechtsanwalt)
Dr. Michael Glaser
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Horst Haudum ab 25.04.2022
(Prokurist OÖ Landesholding GmbH,
Leitung Beteiligungen & Recht, Land OÖ)
Mag.
a
Dr.
in
Elisabeth Kölblinger
(Steuerberaterin)
Mag. Reinhard Schwendtbauer
(Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank OÖ AG)
Mag. Dr. Michael Tissot bis 25.04.2022
(Steuerberater)
Vom Betriebsrat entsandt:
Kurt Dobersberger
(Betriebsrats-Vorsitzender der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft)
Andrea Koppe BA, MBA
(Betriebsrats-Vorsitzender-Stellvertreterin der
Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft)
Sabine Füreder
Mag.
a
Silvia Häusler
Roland Raab
Aufsichtskommissär des Landes Oberösterreich:
Mag. Thomas Stelzer
(Landeshauptmann des Landes Oberösterreich)
Aufsichtskommissär-Stellvertreterin
des Landes Oberösterreich:
Mag.
a
Dr.
in
Christiane Frauscher, LL.B., MBA
(Landesfinanzdirektorin des Landes Oberösterreich)
Staatskommissär:
Hans-Georg Kramer, MBA, CFP
(Bundesministerium für Finanzen)
Staatskommissär-Stellvertreterin:
Mag.
a
Sigrid Part
(Bundesministerium für Finanzen)
Vorstand
Vorstandsvorsitzender:
Mag. Klaus Kumpfmüller
Vorstandsmitglied:
Mag. Thomas Wolfsgruber
Treuhänder
Treuhänder:
Mag. Wolfgang Claus
(Bundesministerium für Finanzen)
Treuhänder-Stellvertreterin:
Mag.
a
Katharina Lehmayer
(Präsidentin des Oberlandesgerichtes Wien)
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Jahresabschluss Anhang
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft, Linz, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und
Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit
den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verord-
nung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grund-
sätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze
erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA).
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind
im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrie
-
ben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften
und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil
zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach
unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung
des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte
wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als
Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt
und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und Bewertung der
Rückstellung für Eventualverbindlichkeiten
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den entsprechenden
Wertberichtigungen, umfassen in der Bilanz einen Betrag in Höhe von TEUR
6.501.102.761. Weiters bildet die Bank Rückstellungen für das außerbilanzielle
Geschäft.
Der Vorstand der Oberösterreichische Landesbank Aktiengesellschaft
erläutert die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Vorsorgebildung
im Anhang (Abschnitt Forderungen an Kreditinstitute und Kunden in Kapitel
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).
Die Bank wendet das dreistufige Wertminderungsmodell nach IFRS 9 auch
im Jahresabschluss an.
Einzelvorsorgen werden für Kunden gebildet, bei denen ein Ausfallsereignis
identifiziert wurde (Stufe 3 – Risikovorsorge). Die Ermittlung der Höhe der
Einzelvorsorgen für signifikante Kunden mit Ausfallsereignis unterliegen
wesentlichen Annahmen und Schätzungen. Diese ergeben sich durch die
wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kunden sowie durch die Bewer
-
tung von Kreditsicherheiten, da diese Auswirkungen auf die Höhe und den
Zeitpunkt der erwarteten zukünftigen Cashflows mit sich bringen. Pauschale
Einzelvorsorgen, die für nicht signifikante ausgefallene Kunden gebildet wer
-
den, basieren auf Modellen und statistischen Parametern.
Nicht ausgefallene Kunden sind der Stufe 1 – Bildung einer Risikovorsorge in
Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlustes – oder bei einer signifikanten
Erhöhung des Kreditrisikos der Stufe 2 – Bildung einer Risikovorsorge in Höhe
des über die (gesamte) Laufzeit erwarteten Kreditverlustes – zuzuordnen. Diese
nach statistischen Methoden gebildeten Vorsorgen basieren auf Modellen und
statistischen Parametern und beinhalten daher Ermessensentscheidungen
und Schätzunsicherheiten, die auch die aktuelle makroökonomische Situation
durch Post Model Adjustments (ua Veränderung der Szenariogewichtung,
Collective Staging) berücksichtigen.
Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Ermittlung der Risikovorsorge
unter Berücksichtigung des Post Model Adjustments in bedeutendem
Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich
Ermessenspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf die Höhe der
Risikovorsorgen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden und Bewertung
der Rückstellung für Eventualverbindlichkeiten haben wir folgende wesentliche
Prüfungshandlungen durchgeführt:
• Wir haben die Prozesse im Kreditrisikomanagement erhoben und beurteilt,
ob diese geeignet sind, Kreditausfälle rechtzeitig zu identifizieren und Vor
-
sorgen in angemessener Höhe zu bilden. Wir haben ausgewählte Schlüs-
selkontrollen, auf ihre Ausgestaltung und Umsetzung sowie in Stichproben
auf ihre Wirksamkeit hin getestet.
• Anhand von Einzelfällen haben wir überprüft, ob das Rating entsprechend
den internen Richtlinien erfolgte und ob Ausfallsereignisse zeitgerecht
erkannt wurden. Die Auswahl dieser Testfälle erfolgte hierbei risikobasiert
unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen und Branchen mit höherem
Ausfallsrisiko. Bei festgestellten Ausfällen wurden die getroffenen Einschät
-
zungen des Managements hinsichtlich der zukünftigen Zahlungsströme und
Annahmen – unter Berücksichtigung der Nachweise zur wirtschaftlichen
Lage und Entwicklung des Kunden sowie der Bewertung der Kreditsicher
-
heiten – auf ihre Angemessenheit hin geprüft.
• Wir haben im Bereich der pauschalen Einzelvorsorgen die angewendeten
Berechnungsmodelle unter Einsatz von internen Finanzmathematikern
dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf
in angemessener Art und Weise zu ermitteln.
• Bei den Portfoliovorsorgen haben wir die angewendeten Berechnungs
-
modelle einschließlich der verwendeten Inputparameter und Stufenzuord-
nungen sowie makroökonomischen Prognosen dahingehend beurteilt, ob
diese geeignet sind, den Risikovorsorgebedarf in angemessener Art und
Weise zu ermitteln. Weiters wurde die Auswahl und die Bemessung von
zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Be
-
rücksichtigung in der Parameterschätzung nachvollzogen. Die Herleitung
und Begründung des Post Model Adjustments sowie die zugrundeliegenden
Annahmen in Hinblick auf deren Angemessenheit wurden beurteilt. Für
diese Prüfungshandlungen haben wir interne Spezialisten einbezogen.
• Die rechnerische Richtigkeit der statistischen Vorsorgen haben wir in Test
-
fällen nachvollzogen.
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Bestätigungsvermerk
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Bestätigungsvermerk Jahresabschluss
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwort-
lich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäfts-
bericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir
die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu
würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kennt
-
nissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestä
-
tigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche
Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet,
über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang
nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des
Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresab-
schlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild
der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die
sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter
dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzu
-
geben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter
beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unterneh
-
menstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-
abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit
ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern,
durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstel
-
lungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch
und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus do
-
losen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Un
-
vollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten
internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesell
-
schaft abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der
Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung
des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens
-
tätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zu
-
sammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unterneh
-
menstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerun
-
gen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unter
-
nehmenstätigkeit zur Folge haben.
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jah
-
resabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise
wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
• Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den ge
-
planten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
• Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die
relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit ein
-
gehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern ein
-
schlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungs
-
ausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeut-
samsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren
und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir be
-
schreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe
des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass
ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer
solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen
würden.
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Jahresabschluss Bestätigungsvermerk
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen
Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht
und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lage
-
berichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrecht-
lichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen
zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden
Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkennt-
nisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr
Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht
festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2021 als Abschlussprüfer
gewählt und am 12. Mai 2021 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der
Gesellschaft für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Am 25. April 2022 wurden wir für das am 31. Dezember 2023 endende Ge
-
schäftsjahr gewählt und am 10. Mai 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschluss-
prüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
1997 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresab
-
schluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel
11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5
Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der
Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft
gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist
Herr Mag. Christian Grinschgl.
Linz, 3. April 2023
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert:
Mag. Christian Grinschgl
Wirtschaftsprüfer
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Bestätigungsvermerk Jahresabschluss
Impressum:
Geschäftsbericht der
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Herausgeber:
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft
Eigentümer:
Oberösterreichische Landesbank
Aktiengesellschaft,
4010 Linz, Landstraße 38
Konzept und Gestaltung:
HYPO Oberösterreich, Marketing
Fotografie:
Getty Images und
Archiv der HYPO Oberösterreich
Lektorat:
Helmut Maresch
4101 Feldkirchen/Donau,
St.-Martiner-Straße 27
www.hypo.at
www.hypo.at