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c
Inhaltsverzeichnis
Konzernlagebericht 3
Wirtschaftliches Umfeld 4
Auswirkungen des Ukraine-Kriegs 6
Management und Aufbauorganisation 7
Aktionärsstruktur 9
Märkte und Zielgruppen 12
Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 15
Vermögens- und Finanzlage 21
Ertragslage 26
Segmentbericht 32
Konsolidierte Eigenmittel 44
Risikomanagement 46
Nichtfinanzieller Bericht 48
Forschung und Entwicklung 56
Ausblick 57
Konzernabschluss nach IFRS 60
Inhaltsverzeichnis Notes 61
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2022 63
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 64
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 66
Konzern-Geldflussrechnung 67
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 67
Gewinnverteilungsvorschlag 147
Organe der Gesellschaft 148
Schlussbemerkungen des Vorstandes 149
Bestätigungsvermerk 150
Jahresabschluss der BKS Bank AG 155
Lagebericht 156
Anhang 192
Gewinnverteilungsvorschlag 221
Organe der Gesellschaft 222
Schlussbemerkung des Vorstandes 223
Bestätigungsvermerk 224
Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Alle Geschlechter werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.
Inhaltsverzeichnis
Konzernlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
Wachstum trotz Krisen
Wirtschaftlich verlief das Jahr 2022 trotz einiger Krisen und einem Krieg, den zu Jahresbeginn niemand auf dem Radar hatte, überraschend positiv. Die US-Wirtschaft fiel zwar zu Jahresbeginn in eine technische Rezession. Sowohl das erste als auch das zweite Quartal 2022 wiesen eine schrumpfende Wirtschaftsleistung auf. In der zweiten Jahreshälfte zog das Wachstum der US-Wirtschaft wieder an, sodass die US-Wirtschaft über das Gesamtjahr um 2,1% gewachsen ist.
In China blieb das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal gleich und stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,9%. China litt im Jahr 2022 vor allem an der selbst auferlegten Null-Covid-Politik.
Im Gegensatz zu den USA startete die Eurozone überraschend stark in das Jahr 2022, in der zweiten Jahreshälfte ließ das Wachstum allerdings nach. Besonders Deutschlands Wirtschaft erwies sich im vierten Quartal als Bremsklotz: Sie schrumpfte um 0,2%. Auch Italien wies mit -0,1% ein negatives Wachstum aus. Positiv stachen Spanien und Portugal mit 0,2%-Wachstum sowie Frankreich und Belgien mit einem Plus von jeweils 0,1% hervor. Insgesamt ist die Wirtschaft der
Eurozone im Gesamtjahr 2022 um 1,9% gewachsen.
In Österreich lief es – nach drei Quartalen mit positiver Wirtschaftsleistung – noch schlechter als in Deutschland. Die österreichische Wirtschaftsleistung sank im vierten Quartal um 0,7% gegenüber dem Vorquartal. Hohe Verbraucherpreise und die damit verbundene Zurückhaltung beim Konsum privater Haushalte belasteten die konjunkturelle Entwicklung.
Galoppierende Inflationsraten
Sorgen bereiteten im Jahr 2022 die immer weiter ansteigenden Inflationsraten. Die Inflation erreichte im September in der Eurozone mit 10,0% erstmalig zweistellige Terrains. In Österreich lag die Rate im Oktober sogar bei 11,1% und war damit so hoch wie zuletzt in der Energiekrise Anfang der 1970er-Jahre. In den USA erreichte die Inflation im Juni einen Höchstwert von 9,1%, ging aber seither kontinuierlich nach unten und lag per Dezember „nur mehr“ bei 6,5%. Tendenz
weiter fallend.
In der Eurozone schien im Oktober 2022 mit 10,6% der Höchststand erreicht worden zu sein. Bis Januar 2023 ging die Inflationsrate auf 8,5% zurück. Für 2023 wird erwartet, dass die Raten zwar weiterhin hoch bleiben, sich allerdings kontinuierlich nach unten bewegen. Ein spürbarer Inflationsrückgang wird allerdings erst im Jahr 2024 erwartet. Für etwas Unbehagen sorgt zudem auch die beharrliche Kernrate, also die Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittelpreise, die in der Eurozone zu Jahresbeginn 2023 von 5,0% auf 5,2% wieder leicht angestiegen ist.
Zinswende eingeläutet
Die US-Notenbank FED hob den Leitzins im Jahr 2022 sieben Mal an. Es wird erwartet, dass die Leitzinsen in Richtung 5,00% angehoben werden und die FED dann abwartend agiert, bevor es Ende 2023 möglicherweise zu ersten Senkungen der Leitzinsen kommen könnte. Die EZB hob die Leitzinsen im Jahr 2022 vier Mal an. Der Hauptrefinanzierungssatz lag per 31.12.2022 bei 2,5%, der Einlagensatz bei 2,0%. Anfang Februar 2023 erhöhte die EZB die Leitzinsen um weitere 0,5%. Ein weiterer 0,5-Prozent-Schritt wurde für März 2023 avisiert. Die EBZ wird den
Leitzins voraussichtlich im ersten Halbjahr insgesamt in mehreren Schritten in Richtung 3,5 bis 4,0% anheben. Die Euro-Geldmarktzinsen sollten daher noch eine Weile steigen.
In den Sommermonaten dürfte die EZB, ähnlich wie die US-FED, abwartend agieren, bevor es auch in der Eurozone zum Jahresende zu einer ersten Leitzinssenkung kommen könnte.
Schwaches Anlagejahr 2022
Mit zweistelligen Verlusten bei Aktienanlagen, aber auch vielen Anleihe-Segmenten, ging das Jahr 2022 als eines der schwächsten Anlagejahre in die jüngste Geschichte ein. Der globale Aktienmarkt verlor im Jahr 2022 – in Euro gerechnet – rund 13%. Euro-Unternehmensanleihen verloren rund 14%; Euro-Staatsanleihen mit rund -18% noch mehr. Stark betroffen waren vor allem die Aktien von zinssensitiven Wachstumsunternehmen. Die Mega-Cap-Titel wie Apple, Meta, Microsoft,
Alphabet und Amazon verloren zusammen einen Börsenwert von 4,6 Billionen US-Dollar und machten somit knapp die Hälfte des gesamten Wertverlustes des amerikanischen S&P 500 Index aus. Die Leitzinserhöhungen führten auch zu einem deutlichen Anstieg der Anleihen-Renditen und somit zu deutlichen Kursverlusten.
Uneinheitlich entwickelten sich die
Rohstoffmärkte. Energierohstoffe konnten vor allem nach dem Beginn des Ukraine-krieges am 24. Februar 2022 zulegen,
konsolidierten sich in der zweiten Jahreshälfte, lagen jedoch am Jahresende insgesamt teilweise deutlich über den
Vorjahreswerten.
Euro aufgewertet
Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro bis Ende Dezember von 0,980 auf 1,071 USD je EUR auf, ein Plus von rund 9,2%. Gegenüber dem Schweizer Franken gewann der Euro rund 2,3% an Wert. Das Verhältnis EUR/CHF änderte sich von 0,967 auf 0,990 CHF je EUR. Das Verhältnis EUR/JPY verringerte sich von 141,88 auf 140,41, was einen Wertverlust des EUR zum japanischen Yen von rund -1,0% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verteuerte sich der Euro um rund 0,9% (0,878 auf 0,885 GBP je EUR). Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um rund 5,5% von 6,997 auf 7,363 CNY je EUR.
Performance europäischer Aktienindizes

Auswirkungen des Ukraine-Krieges
Das Jahr 2022 war von den Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine geprägt. Auf die Finanzgebarung der BKS Bank und ihrer Kunden hatte das Kriegsgeschehen keine größeren unmittelbaren Auswirkungen. Allerdings
haben die durch den Krieg gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt
beeinträchtigt.
Nach zwei Jahren, die von Covid-19 geprägt waren, begann das Jahr 2022 mit viel Optimismus und globaler Aufbruchstimmung. Viele Vorzeichen deuteten auf ein starkes Wirtschaftsjahr hin. Wenige Wochen später mussten diese Prognosen jedoch revidiert und an die ernüchternde Tatsache des Kriegsausbruchs in der Ukraine angepasst werden. Mit großem Bedauern verfolgen wir seitdem die dramatischen Entwicklungen und sind erschüttert von dem unermesslichen Leid, das dieser Krieg verursacht. In einer ersten Reaktion haben wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden eine Spendenaktion gestartet, um den Menschen in der Ukraine mit Sach- und Geldspenden zu helfen. Gleichzeitig galt es, unsere Kunden in dieser herausfordernden Situation bestmöglich zu unterstützen.
Als Reaktion auf den Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine verhängte die EU im Februar 2022 weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Selbstverständlich haben wir das Bankgeschäft betreffende Vorgaben, im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung, konsequent und unverzüglich umgesetzt. So galt es unter anderem, neue Meldepflichten für russische und belarussische Staatsbürger mit Einlagen von über 100.000 EUR umzusetzen oder zu prüfen, ob unsere Kunden im Zuge ihrer Bank-
geschäfte die Wirtschaftssanktionen
einhalten.
Eine überschaubare Anzahl unserer
Firmenkunden verfügt über Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen oder über Standorte in Russland. Das
direkt betroffene Geschäftsvolumen war dementsprechend begrenzt und
beeinträchtigte die Geschäftsentwicklung der BKS Bank nicht.
Systematische Analyse der
indirekten Auswirkungen
Als indirekte Folge des Krieges erhöhten sich die Energiepreise massiv und die Inflationsraten stiegen exorbitant. Es kam zu einer hohen Volatilität und zu markanten Kursrückgängen an den internationalen Börsen.
Um das Ausmaß der indirekten Auswirkungen des Kriegsgeschehens beurteilen und dementsprechend reagieren zu können, nahm die BKS Bank im September 2022 eine systematische Analyse der betroffenen Kunden sowie eine angepasste Risikoeinstufung vor. Anhand dieser Bewertungen wurde eine Stichprobe an
Firmenkunden, bei denen eine Betroffenheit vermutet wurde, ausgewählt und befragt, um detailliertere Einblicke zu erhalten. Die Auswertung zeigte, dass bei mehr als einem Drittel der befragten Kunden eine maßgebliche Betroffenheit durch gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie die Inflationsentwicklung gegeben war. Diese Betroffenheit hatte zwar im Berichtsjahr zumeist keine unmittelbare Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Unternehmen; dies war aber vor allem auf die Entspannung bei der Energiepreisentwicklung und -versorgung im vierten Quartal zurückzuführen. Um die Unternehmensentwicklung der Kunden mit starker Betroffenheit weiterhin zu beobachten, wurde ein enges Monitoring eingeführt.
Management und Aufbauorganisation
Verantwortungsbewusste Führungskräfte zu entwickeln ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu sichern. Wir betreiben daher eine aktive Nachfolgeplanung. Um Führungs- und Schlüsselpositionen vorwiegend aus den eigenen Reihen besetzen zu können, gibt es eine Reihe von Förder- und Entwicklungsprogrammen. Interessierte können sich jederzeit für ein Führungsprogramm bewerben – auch ohne Einbeziehung der Führungskraft. Dies stellt Chancengleichheit sicher.
Gelebte Diversität in der Führung
Zum Jahresende 2022 waren 181 Personen als Führungskräfte tätig. Ein Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, den Anteil an Frauen unter den Führungskräften bis 2025 auf 35% zu erhöhen. Diesen Zielwert haben wir bereits im Vorjahr übertroffen und auch im Berichtsjahr wurde die angestrebte Quote mit 35,9% Anteil an weiblichen Führungskräften erreicht. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben unsere Frauenfördermaßnahmen. So absolvierten bislang 72 Mitarbeiterinnen das Frauenkarriereprogramm in Österreich. 2022 wurde es erstmals als internationales Programm organisiert. 14 Teilnehmerinnen aus allen Marktgebieten werden so an eine Führungs- oder Expertinnenfunktion heran-geführt.
Unabhängig vom Geschlecht zeigen sich unsere Führungskräfte sehr loyal gegenüber unserem Haus. Viele Führungskräfte gehören dem Führungskader schon seit vielen Jahren an. Das zeigt sich auch in der Altersstruktur: 56% der Führungskräfte sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, 44% über 50. Rund die Hälfte der über
50-jährigen Führungskräfte haben bereits das 55. Lebensjahr überschritten, daher bereiten wir den Generationenwechsel umsichtig vor.
Änderungen im Vorstand und
in der Organisation
Im Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat der BKS Bank zwei neue Vorstandsmitglieder bestellt, die ihre Tätigkeit 2023 aufnehmen werden. Claudia Höller wird im Aufgabenbereich Risikomanagement Mag. Dieter Kraßnitzer nach dem Auslaufen seiner Funktionsperiode nachfolgen. Mag. Dietmar Böckmann wird ab Juni 2023 als CIO/COO die digitale Transformation der BKS Bank fortführen.
Zur Jahresmitte übernahm Christian
Derler die Leitung der Abteilung „Veranlagen und Vorsorgen“, zu deren Aufgaben neben dem Private Banking die Entwicklung von Spar-, Veranlagungs- und Vorsorgeprodukten, die Vermögensverwaltung sowie das Versicherungsgeschäft zählen. Der bisherige Abteilungsleiter Georg Svetnik trat zum 01. Juli 2022 in die Geschäftsführung der BKS Service GmbH ein.
In der Direktion Kroatien kam es im Laufe des Berichtsjahres zu einem Führungswechsel: Mag. Bahrudin Kovačević übernahm im Februar 2022 die Direktionsleitung für den Bereich „Markt“. Im September 2022 wurde Ivana Biga als zweite Direktionsleiterin bestellt. Sie folgt Juray Pezelj nach, der mit Jahresende 2022 die BKS Bank verlassen hat. Frau Biga verantwortet die Geschäftsbereiche „Marktfolge“ und „Risikomanagement“.
Neue Prokuristen
Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurde Mag. Bahrudin Kovačević im Geschäftsjahr 2022 zum Prokuristen ernannt.
Fit & Properness-Schulungen
Im Berichtsjahr fanden wieder einige Fit & Proper-Ausbildungen statt, um die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicherzustellen. Das Spektrum an Themen reichte von Internal Governance über DORA und KIM-V bis hin zu Geldwäschereiprävention und den Themenschwerpunkten der Aufsichtsbehörden. Auch die Themen ESG, Nachhaltigkeit und Sustainable Finance standen auf der Agenda.
Aufbauorganisation der BKS Bank AG

Aktionärsstruktur
Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse.
Das Grundkapital der BKS Bank beträgt 85.885.800 Euro und ist in 42.942.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien eingeteilt.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der
79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Zusammensetzung des Kapitals
Am 31. Dezember 2022 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2022 18,9% der Stimmrechte. Die G3B Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2022 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 610.936 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,4%.
Aktionärsstruktur der BKS Bank AG zum 31. Dezember 2022

Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie
| 2021 | 2022 |
Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 42.942.900 | 42.942.900 |
Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 16,7/13,8 | 15,9/- |
Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 11,3/13,5 | 13,2/- |
Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 15,3/- | 14,0/- |
Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 657,0 | 601,2 |
IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,9 | 1,4 |
Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,23 | 0,251) |
KGV Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie | 8,0/-/- | 9,7/-/- |
Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,5 | 1,8 |
| | |
1)Vorschlag an die 84. ordentliche Hauptversammlung am 24. Mai 2023
Aktienrückerwerb
Im Jahr 2022 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden im Zeitraum 14.02.2022 bis 25.02.2022 börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 15,00 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 81. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG.
Im Berichtsjahr 2022 wurden zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme durchgeführt: Im Zeitraum vom 06. April bis
15. April 2022 wurden 21.691 Stück Aktien zum Kurs von 14,4 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeitende zugeteilt. Weiters erhielten
bezugsberechtigte Mitarbeitende zum Anlass des 100-jährigen Bestehens der BKS Bank eine Jubiläumsprämie. Dabei wurden über ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 7.091 Stück Aktien unentgeltlich abgegeben. Der Vorstand erhielt als Teil seiner variablen Bezüge gemäß der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank 4.867 Aktien.
Per Jahresende 2022 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 109.063 Stück.
Laufende Verfahren
Die UniCredit Bank Austria AG und ihre Konzerngesellschaft CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre im Juni 2020 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der
ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht
Klagenfurt eingebracht. Angefochten
werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die
(Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im
Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt liegt der Übernahmekommission zur Entscheidung vor.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Im Berichtsjahr gab es mehrere Eingaben der Antragsteller, auf die die BKS Bank entsprechend erwidert hat. Die Entscheidung in diesen Verfahren steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der 3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein von der FMA gegen die BKS Bank wegen des Vorhaltes geführtes Verfahren, dass in zwei Einzelfällen nicht alle im FM-GwG vorgesehenen Sorgfaltspflichten eingehalten worden wären, im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank AG erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Unsere Rechtsvertreter und Steuerberater gehen davon aus, dass die Berufung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Erfolg haben wird.
Des Weiteren bestehen auch laufende Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen in Kroatien. Unsere Einschätzung ist, dass diese Verfahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu unseren Gunsten beendet werden können.
Märkte und Zielgruppen
1922 wurde die Kärntner Kredit- und Wechsel-Bank in Klagenfurt gegründet und damit der Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. In den folgenden 100 Jahren vergrößerte sich das Marktgebiet stetig. Mit Mut, Weitsicht und der Überzeugung, dass Wachstum aus eigener Kraft erfolgen soll, hat sich die Bank zu einem international agierenden Kreditinstitut mit Niederlassungen in fünf Ländern entwickelt.
Unsere Kernregionen

Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeitende |
Österreich | 49 | 723,1 |
Kärnten inkl. Corporate Banking | 20 | 586,5 |
Steiermark | 12 | 57,6 |
Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 79,0 |
Auslandsmärkte | 15 | 227,8 |
Slowenien | 8 | 132,0 |
Kroatien | 4 | 66,3 |
Slowakei | 3 | 29,5 |
| | |
Leasinggesellschaften | Barwertvolumen in Tsd. EUR | Anzahl Mitarbeitende |
BKS Leasing GmbH | 292.525 | 10,0 |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 180.787 | 19,5 |
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 94.517 | 14,9 |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 49.888 | 14,1 |
| | |
Österreich
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten; der Hauptsitz befindet sich bis heute in Klagenfurt. Bis 1983 waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig, dann wagten wir uns mit der Gründung einer Filiale in Graz erstmals über die Landesgrenzen hinaus. Sieben Jahre später wurde die Filiale in Wien eröffnet. Durch die Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ wurde die Süd-Ost-Achse im Jahr 2003 weiter gestärkt. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen.
Slowenien
Unsere internationale Expansion begann in den 1990er-Jahren mit dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien. 2004 nahm die erste Auslandsfiliale der BKS Bank in Laibach ihren Betrieb auf. Seither hat sich Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt entwickelt. Durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik konnten wir unter anderem die Marktführerschaft im Wertpapiergeschäft erlangen. Auch unsere Leasinggesellschaft behauptet sich sehr gut am Markt.
Kroatien
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Der nächste Schritt war die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft BKS-leasing Croatia d.o.o. Im Jahr 2007 folgte die Übernahme der Kvarner banka d.d. mit Sitz in Rijeka. Seitdem haben wir das Filialnetz auf vier Standorte erweitert. Im
Berichtsjahr haben wir in der Direktion Kroatien Malversationen durch einen Mitarbeitenden festgestellt und uns intensiv der Aufarbeitung des Vorfalles gewidmet.
Mit 01. Jänner 2023 trat Kroatien als 20. EU-Land der Eurozone bei. Mit dem Beitritt zur Eurozone war auch die Ablöse der kroatischen Kuna durch den Euro verbunden. Die Direktion Kroatien hat gemeinsam mit der Zentrale und der 3 Banken IT GmbH die Euro-Umstellung ein Jahr lang vorbereitet und erfolgreich vollzogen. Wir zählten zu den ersten Banken in Kroatien, die kurz nach der Euro-Umstellung wieder online waren.
Slowakei
Seit der Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft sind wir auf einem dritten Auslandsmarkt aktiv: der Slowakei. Dies erfolgte im Jahr 2007. Vier Jahre später wurde die erste Bankniederlassung in der Slowakei gegründet. Sowohl Bank als auch Leasinggesellschaft haben ihren Sitz in Bratislava. Zwei weitere Bankfilialen und Leasingstandorte betreiben wir in Banská Bystrica und in Žilina.
Sonstige Märkte
Wir haben auch Kunden, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, wie beispielsweise in Italien, Ungarn oder Deutschland. Sie werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien verfügen wir über eine Repräsentanz.
Unsere Zielgruppen
Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir
Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern.
In den letzten Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner. Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe.
Ein Meilenstein im Privatkundengeschäft war die Entwicklung von BKS Bank Connect. Kunden können in unserer digitalen Bank sämtliche Produkte online abschließen – von Konto über Wohnraumfinanzierung bis hin zu Fondssparplänen und Wertpapierkäufen. Der wesentliche Unterschied zu reinen Online-Banken ist, dass unseren Kunden auch das umfassende Know-how unserer Berater zur Verfügung steht. Gleichzeitig investieren wir in die Modernisierung unserer Filialen. Um langfristig erfolgreich zu sein, setzen wir auf das Beste aus beiden Welten: ständige digitale Verfügbarkeit, kombiniert mit exzellenten Beratungsleistungen. Deshalb setzen wir auf allen Kanälen auf wertschätzende Kommunikation und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden. Wir leben persönliche und digitale Nähe.
Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen
Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Der Konsolidierungskreis blieb unverändert. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den
internationalen Rechnungslegungsvorschriften dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind. Verbundene und assoziierte Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen.
Gesellschaften des Konsolidierungskreises
Kredit- und Finanzinstitute | Vollkon-solidierung | at Equity-Bilanzierung | quotale Konsolidierung |
BKS Bank AG, Klagenfurt | ü | | |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | | |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | ü | | |
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | ü | | |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | ü | | |
Oberbank AG, Linz | | ü | |
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | | ü | |
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | | | ü |
Sonstige konsolidierte Unternehmen | | | |
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | | |
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | ü | | |
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt | ü | | |
BKS Service GmbH, Klagenfurt | ü | | |
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | | |
E 2000 Liegenschaftsverwertung GmbH | ü | | |
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt | ü | | |
| | | |
Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2022 an der Oberbank AG 14,15% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft m.b.H. 14,74% und an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 12,83% direkt und inkl. Unterordnungs-syndikat mit BTV Privatstiftung, Doppelmayr Seilbahnen GmbH und
VORARLBERGER LANDES-VERSICHERUNG V.a.G. 16,35% an Stimmrechten und damit jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile. Die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikats-verträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE -
GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche
Tätigkeit einzustufen.
Kredit- und Finanzinstitute
BKS Bank AG
Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
Firmensitz | Klagenfurt |
Gründungsjahr | 1922 |
Bilanzsumme | 9,8 Mrd. EUR |
Anzahl Geschäftsstellen | 64 |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 950,9 |
| |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H.
Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
Anteile am Gesellschaftskapital | 99,75% direkt, 0,25% indirekt |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 1989 |
Leasingvolumen | 292,5 Mio. EUR |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 10,0 |
| |
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana
Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Ljubljana |
Stammkapital | 260 Tsd. EUR |
Erwerbsjahr | 1998 |
Leasingvolumen | 180,8 Mio. EUR |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 19,5 |
| |
BKS-leasing Croatia d.o.o.
Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Zagreb |
Stammkapital | 1,2 Mio. EUR |
Gründungsjahr | 2002 |
Leasingvolumen | 94,5 Mio. EUR |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 14,9 |
| |
BKS-Leasing s.r.o.
Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Bratislava |
Stammkapital | 15,0 Mio. EUR |
Gründungsjahr | 2007 |
Leasing- und Kreditvolumen | 74,3 Mio. EUR |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 14,1 |
| |
Oberbank AG
Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
Anteile am Gesellschaftskapital | 14,16% |
Firmensitz | Linz |
Gründungsjahr | 1869 |
Bilanzsumme zum 30.09.2022 | 26,7 Mrd. EUR |
Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2022 | 180 |
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende zum 30.09.2022 | 2.032 |
| |
Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
Anteile am Gesellschaftskapital | 12,83% |
Firmensitz | Innsbruck |
Gründungsjahr | 1904 |
Bilanzsumme zum 30.09.2022 | 13,4 Mrd. EUR |
Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2022 | 35 |
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende zum 30.09.2022 | 796 |
| |
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H.
Unternehmenszweck | Absicherung von Großkreditrisiken |
Anteile am Gesellschaftskapital | 25% |
Stammkapital | 10,0 Mio. EUR |
Firmensitz | Linz |
Gründungsjahr | 1984 |
| |
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H.
Unternehmenszweck | Immobilienerrichtung und -verwaltung |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% indirekt |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 36,4 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 1990 |
| |
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG
Unternehmenszweck | Erwerb, Errichtung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% Kommanditist1) |
Firmensitz | Klagenfurt |
Kommanditeinlage | 750 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 1988 |
| |
1)Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100%-Tochter der BKS Bank AG.
IEV Immobilien GmbH
Unternehmenszweck | Komplementär der IEV GmbH & Co KG |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 2007 |
| |
BKS Service GmbH
Unternehmenszweck | Dienstleistungs- und Servicegesellschaft für banknahe Tätigkeiten |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 2011 |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 53,9 |
| |
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H.
Unternehmenszweck | Erwerb, Errichtung, Vermietung von Immobilien und Hausverwaltung |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 1973 |
Anzahl Mitarbeitende in PJ | 14,5 |
| |
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH
Unternehmenszweck | Beteiligungsgesellschaft |
Anteile am Gesellschaftskapital | 100% |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 1995 |
| |
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH
Unternehmenszweck | Liegenschaftsverwertung |
Anteile am Gesellschaftskapital | 99,0% direkt, 1,0% indirekt |
Firmensitz | Klagenfurt |
Stammkapital | 37 Tsd. EUR |
Gründungsjahr | 2001 |
| |
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten
| Anteile am Gesellschaftskapital in % |
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. | 15,43 |
Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft | 3,06 |
Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft | 0,84 |
3-Banken Wohnbaubank AG | 10,00 |
3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 10,00 |
| |
Sonstige Anteile an verbundenen Unternehmen
| Anteile am Gesellschaftskapital in % |
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 100,00 |
Pekra Holding GmbH | 100,00 |
| |
Sonstige Beteiligungen an Nichtbanken
| Anteile am Gesellschaftskapital in % |
3 Banken IT GmbH | 30,00 |
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | 30,00 |
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. | 1,00 |
Wiener Börse AG | 0,38 |
PSA Payment Services Austria GmbH | 1,46 |
| |
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der BKS Bank belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 10,5 Mrd. EUR und blieb damit auf Vorjahresniveau. Die Kundenforderungen legten um 3,1% auf 7,2 Mrd. EUR zu,
während die Primäreinlagen mit 7,9 Mrd. EUR um 3,0% geringer ausfielen.
Aktiva
Gutes Kreditwachstum trotz
unsicherer Wirtschaftslage
Das Geschäftsjahr 2022 startete mit viel Zuversicht. Die Konjunktur erholte sich nach der Corona-Pandemie und die Zeichen standen auf Aufschwung. Die Unternehmen investierten kräftig und die privaten Haushalte fanden wieder Gefallen am Konsumieren. Mit dem Einmarsch der Russen in die Ukraine wurde die konjunkturelle Erholung abrupt gestoppt. Im weiteren Jahresverlauf trübten sich die Konjunkturaussichten angesichts der hohen Unsicherheit zunehmend ein. Die Nachfrage nach Krediten ließ vor allem im vierten Quartal 2022 spürbar nach. Von dieser Entwicklung waren auch wir betroffen, dennoch sind wir mit dem Neugeschäft im Finanzierungsbereich zufrieden. Im Berichtsjahr haben wir konzernweit 1,9 Mrd. EUR an neuen Krediten vergeben, wobei der Großteil der Neukredite (rund 86%) an Unternehmen ging. Rund jede fünfte neue Krediteinräumung wurde auf unseren Auslandsmärkten vergeben.
Im Privatkundensegment verspürten wir ab dem zweiten Halbjahr einen deutlichen Rückgang bei den Wohnraumfinanzierungen. In Österreich trat im Sommer die
Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung, kurz KIM-V,
in Kraft. Die Kreditvergabe für Immobilienfinanzierungen wurde damit streng reglementiert. Die neu festgelegten Beleihungs- und Schuldendienstquoten erschweren den Zugang zu Wohnbau-
krediten. Auch in Slowenien vergaben wir
weniger Kredite an Häuslbauer oder Wohnungskäufer als in den Jahren zuvor.
Insgesamt beliefen sich die Forderungen an Kunden zum 31. Dezember 2022 auf 7,2 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum in Höhe von 3,1% bedeutete.
In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Juli 2022 erstmalig nach elf Jahren die Leitzinsen angehoben. Die Anhebung der Zinsen normalisierte ein Stück weit das Interbankgeschäft, sodass die Forderungen an Kreditinstitute seit Jahresbeginn deutlich gestiegen sind und zum Jahresende 2022 einen Stand von 253,6 Mio. EUR erreichten. Im Interbankengeschäft achten wir ebenfalls darauf, nur mit solchen Bankpartnern zu kooperieren, die über erstklassige Ratingeinstufungen – AA bis A3 – verfügen und die bevorzugt in der DACH-Region angesiedelt sind.
Die Trendumkehr in der Zinspolitik zeigt sich auch im Stand der Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Zentralnotenbanken zusammensetzt. Die Barreserve verzeichnete im Vergleich zum Jahresende 2021 einen Abfluss in Höhe von knapp 0,6 Mrd. EUR und betrug Ende Dezember 0,8 Mrd. EUR. Damit nähert sich die Barreserve langsam wieder einem üblichen Niveau an.
Die Barreserve stellt einen wichtigen Teil unserer Counterbalancing Capacity dar. Zum 31. Dezember 2022 betrug diese 1,73 Mrd. EUR, ein ausgezeichneter Wert – trotz Rückgang bei der Barreserve.
Die Quote der Non-performing Loans fiel von 2,2% auf 2,1%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau.
Entwicklung Forderungen an Kunden

Alle im EBA Risk Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als sehr guter Wert.
In unserem Kreditportfolio gibt es nur mehr einen sehr geringen Anteil an Fremdwährungskrediten. Im Laufe der letzten Jahre haben wir konsequent die Forderungen in Schweizer Franken abgebaut. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite lediglich 74,8 Mio. EUR, dementsprechend gering fiel die Fremdwährungsquote mit 1,1% aus.
Leasingfinanzierungen weiter
sehr gefragt
Leasingfinanzierungen stellen eine attraktive Alternative zum klassischen Kredit dar. Sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten wird Leasing bei der Anschaffung von KFZ, Immobilien oder Maschinen gerne in Anspruch genommen.
Die österreichische Leasinggesellschaft räumte im Berichtsjahr 103,6 Mio. EUR an neuen Leasingfinanzierungen ein. Die Leasinggesellschaften in Slowenien, Kroatien und der Slowakei verzeichneten ebenfalls zufriedenstellende Zuwachsraten. Insgesamt belief sich der Forderungswert der in- und ausländischen Leasinggesellschaften auf 617,7 Mio. EUR, ein Zuwachs um 7,0% gegenüber dem Jahresendwert 2021.
Zur weiteren Stärkung der Liquiditäts-
reserven haben wir den Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren durch Investitionen um 12,4% auf knapp 1,1 Mrd. EUR erhöht. Im Berichtsjahr haben wir Investitionen im Ausmaß von 327,7 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 199,0 Mio. EUR gegenüber.
Die Anteile an at Equity bilanzierten
Unternehmen erhöhten sich zum 31. Dezember 2022 von 709,3 Mio. EUR auf 727,3 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf die
Zuschreibung der anteiligen Perioden-
ergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurden bislang zu fort-
geführten Anschaffungskosten bewertet (Cost Method). 2022 erfolgte die Umstellung auf das Modell des beizulegenden Zeitwerts, um in Übereinstimmung mit IAS 40 verlässlichere und sachgerechtere Immobilienwerte auszuweisen, als es mit dem Anschaffungskostenmodell möglich ist. Die Position „Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien“ belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 93,0 Mio. EUR. Der Vorjahreswert wurde angepasst.
Mit Green Buildings auf dem Weg
zur Klimaneutralität
Im Eigentum der BKS Bank stehen 68
Immobilien mit einer Gesamtfläche von knapp 105 Tsd. m2. Davon werden rund 41 Tsd. m2 für den Bankbetrieb genutzt und 54 Tsd. m2 werden fremdvermietet.
Immobilien zählen zu den größten Energieverbrauchern, wie Berechnungen der Europäischen Union belegen. Energieeffizientes Bauen nimmt daher eine bedeutende Rolle im Klimaschutz ein.
Die BKS Bank strebt als langfristiges Ziel an, klimaneutral zu werden. Auf dem Weg dorthin spielt das eigene Immobilienportfolio eine wesentliche Rolle. Wir haben uns daher vorgenommen, im Immobilienbereich „grüne“ Initiativen voranzubringen. Bei mindestens fünf Bauaktivitäten pro Jahr stellen wir Nachhaltigkeit in den Fokus. Darüber hinaus lassen wir neue Bauprojekte durch die ÖGNI – Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft als Green Building zertifizieren.
Überblick über die Immobilien in Österreich
| 2020 | 2021 | 2022 |
Zahl Immobilien | 60 | 58 | 55 |
Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 69.464 | 69.884 | 73.095 |
hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 37.122 | 37.452 | 36.812 |
hievon fremdvermietet | 24.700 | 26.955 | 30.131 |
Vermietungsgrad (in %) | 89 | 92,2 | 91,6 |
Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung (in Mio. EUR) | 2,7 | 3,0 | 3,8 |
| | | |
Überblick über die Immobilien im Ausland1)
| Slowenien 2021 | Slowenien 2022 | Kroatien 2021 | Kroatien 2022 |
Zahl Immobilien | 9 | 9 | 2 | 4 |
Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 32.790 | 30.220 | 1.685 | 2.116 |
hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 3.182 | 3.183 | 1.429 | 1.429 |
hievon fremdvermietet | 24.264 | 23.790 | 91 | 187,1 |
Vermietungsgrad (in %) | 83,7 | 89,3 | 92,2 | 76,4 |
Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 2,1 | 2,4 | - | - |
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1)In der Slowakei gibt es keine Immobilien im BKS Bank-Eigentum.
Im Berichtsjahr haben wir für das BKS Holzquartier und das Projekt Urban Living in Klagenfurt den Zertifizierungsprozess abgeschlossen. Wir freuen uns, dass beiden Immobilien der DGNB-Gold-Standard zuerkannt und ihnen Taxonomiekonformität bestätigt wurde. Ein drittes Projekt, nämlich „BKS-Lebenswert“, welches wir in Eisenstadt errichtet haben, befindet sich kurz vor der Zertifizierung. Auch hier streben wir eine ÖGNI-Zertifizierung mit dem DGNB-Standard Gold an. Im Geschäftsjahr 2022 hat die BKS Bank in Villach zwei weitere Um- und Neubauten begonnen. In beiden Fällen werden Filialstandorte erneuert und gleichzeitig neuer urbaner Wohnraum geschaffen. Auch diese Projekte sind als Green Building konzipiert.
PASSIVA
Hoher Primäreinlagenstand als stabile Refinanzierungsbasis
Viele Jahre lang verzeichneten wir bei den Primäreinlagen einen Rekordstand nach dem anderen. Dieser Trend wurde im
Berichtsjahr vorerst beendet. Die Primär-einlagen nahmen gegenüber dem Jahresultimo 2021 leicht um 3,0% ab und
betrugen 7,9 Mrd. EUR.
Den Löwenanteil bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nehmen die Sicht- und Termineinlagen ein. Zum 31. Dezember 2022 verzeichnete diese Position erstmals seit langem einen leichten Rückgang in Höhe von 3,9% und betrug 5,6 Mrd. EUR. Die Aufteilung auf die Kundensegmente zeigt, dass der Großteil der Sicht- und Termineinlagen (3,7 Mrd. EUR) von Firmenkunden stammen, wobei die Sichteinlagen mit 2,8 Mrd. EUR dominieren. In beiden Kategorien haben wir zum 31. Dezember 2022 Abflüsse verzeichnet.
Diese Entwicklung lässt auf eine etwas angespanntere Liquiditätslage der Unternehmen schließen.
Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat kürzlich eine Untersuchung zum Geldvermögen der österreichischen Haushalte vorgestellt. Die Sparquote, die in den letzten drei Jahren pandemiebedingt sehr hoch war und zwischen 12-13% lag, normalisiert sich langsam wieder und wird nach Einschätzung des WIFO für das Jahr 2022 nur mehr bei 7,2% liegen. Ein langanhaltender Trend der letzten Jahre war auch, dass Privatkunden häufiger zu täglich fälligen Einlagen tendierten – eine Konsequenz aus der langen Niedrigzinsphase. Einen Zulauf zu Sichteinlagen haben wir auch im Berichtsjahr noch festgestellt. Ein Trend, der sich 2023 nicht fortsetzen wird.
Die täglich fälligen Einlagen im Privatkundensegment haben im Berichtsjahr um 6,5% auf 1,4 Mrd. EUR zugenommen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus waren Einlagen mit Bindungsfristen bis zum Sommer noch sehr unattraktiv. Das änderte sich mit der Anhebung der Leitzinsen. Rechtzeitig zur Zinswende haben wir das Mein Geld-Konto fix lanciert, dass sich seit der Einführung hoher Beliebtheit erfreut. Insgesamt verzeichneten wir im Privatkundensegment bei den Termineinlagen einen Anstieg um 14,8% auf 453,0 Mio. EUR.
Entwicklung der Primäreinlagen

Anders stellt sich die Situation bei den klassischen Sparbüchern dar, diese verlieren weiter an Bedeutung. Das haben wir auch im Berichtsjahr beobachtet. Das Volumen auf Sparbüchern verringerte sich auf 1,3 Mrd. EUR, ein Rückgang um 6,8%.
Refinanzierung über Tendergeschäfte
Wir haben im Berichtsjahr an einer Long Term Refinancing Operation (LTRO) in Höhe von 200,0 Mio. EUR teilgenommen. Zusammen mit den in den Vorjahren abgeschlossenen TLTRO-III-Refinanzierungen beliefen sich die Volumina in beiden
Programmen auf 600,0 Mio. EUR.
Emissionsgeschäft gut auf Kurs
Die Nachfrage nach eigenen Emissionen war im Geschäftsjahr 2022 sehr gut. Wir werden als verlässliche und verantwortungsbewusste Emittentin wahrgenommen. Ein Indikator dafür ist das Volumen der Privatplatzierungen an institutionelle Anleger. Im Berichtsjahr haben wir knapp 80,0 Mio. EUR an diesen Kundenkreis platziert. Darüber hinaus haben wir im
Berichtsjahr 7 Retail-Emissionen begeben.
Die verbrieften Verbindlichkeiten erreichten insgesamt 783,6 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 7,0% gegenüber dem Jahresultimo 2021. Das Nachrangkapital legte sogar um 9,9% auf 264,7 Mio. EUR zu. Insgesamt hat sich die Refinanzierungsstruktur zu längerfristig gebundenen Mitteln verschoben, was sehr positiv bewertet werden kann. Für nachhaltig orientierte Anleger haben wir unter anderem einen Sustainability Bond aufgelegt, mit dessen Emissionserlös ein Gesundheitszentrum in energieeffizienter Bauweise in St. Pölten errichtet wird.
Konzerneigenkapital gestiegen
Das Konzerneigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2022 einen Anstieg um erfreuliche 4,4% auf 1,5 Mrd. EUR. Der Zuwachs des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes auf Seite 147 im Detail dokumentiert und zeigt, dass der Anstieg insbesondere aus der Zuschreibung des Jahresüberschusses resultiert. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.
Begebene eigene Schuldverschreibungen aus 2022
ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
AT0000A2UWS0 | 1,05% BKS Bank Obligation 2022-2031/1/PP | 10.000.000 |
AT0000A2UXS8 | 0,91% BKS Bank Obligation 2022-2027/2/PP | 30.000.000 |
AT0000A2V012 | 1,39% BKS Bank Obligation 2022-2032/3/PP | 10.000.000 |
AT0000A2XMM8 | 1,70% BKS Bank Obligation 2022-2025/4/PP | 3.000.000 |
AT0000A30AU0 | 4,20% BKS Bank Obligation 2022-2028/5/PP | 15.000.000 |
AT0000A30SZ1 | Variable BKS Bank Obligation 2022-2027/6/PP | 4.900.000 |
AT0000A31E26 | 3,95% BKS Bank Obligation 2022-2025/7/PP | 3.200.000 |
AT0000A31FY9 | 3,85% BKS Bank Obligation 2022-2025/8/PP | 3.000.000 |
AT0000A2VE28 | 2,10% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | 1.229.000 |
AT0000A2X307 | 3,00% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | 12.000.000 |
AT0000A2XLC1 | 2,15% BKS Bank Obligation 2022-2029/3 | 5.000.000 |
AT0000A306T3 | 3,25% BKS Bank Obligation 2022-2027/4 | 15.000.000 |
AT0000A306V9 | BKS Bank Sustainability Bond Variabel 2022-2029/5 | 6.203.000 |
AT0000A30749 | 5,00% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | 11.539.000 |
AT0000A321C8 | 3,00% BKS Bank Obligation 2022-2027/7 | 7.000.000 |
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Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2022 stand unter
positiven Vorzeichen, eine gute volkswirtschaftliche Entwicklung wurde erwartet. Die Stimmung veränderte sich schlagartig, als Russland Ende Februar in der Ukraine einmarschierte. Die Folge waren Sanktionen der EU, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie hohe Inflationsraten und eine hohe Volatilität an den Börsen. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes konnte die BKS Bank ein gutes operatives Ergebnis erzielen. Erfreulich war die Trendumkehr in der Zinspolitik, die sich positiv auf die Ertragssituation auswirkte.
Der Konzernjahresüberschuss nach
Steuern betrug zum 31. Dezember 2022 63,6 Mio. EUR. Damit lag das Ergebnis um 23,7% oder 19,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte unter anderem aus dem rückläufigen Periodenüberschuss der at Equity bilanzierten Unternehmen – Oberbank und BTV – sowie aus dem schwachen Kapitalmarktumfeld. Positiv zu erwähnen ist der Ergebniszuwachs im operativen Geschäft.
Im Kampf gegen die Inflation kam endlich die Trendumkehr in der Zinspolitik
Insgesamt war das Jahr von außergewöhnlichen geopolitischen Ereignissen und ökonomischen Unsicherheitsfaktoren geprägt. Vor allem die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sorgten für steigende Inflationsraten. Im Oktober erreichte die Inflation mit 10,6% in der Euro-Zone einen vorläufigen Höhepunkt. Diese Entwicklung veranlasste die Notenbanken, ihre Zinspolitik zu überdenken. Die US-Notenbank hob den Leitzins im Berichtsjahr sieben Mal auf schlussendlich 4,5% an. In Europa war man zaghafter am Werk: Zur Jahresmitte fand die erste Leitzinsanhebung durch die EZB von 0,0% auf 0,5% statt. Im September folgte die nächste Anhebung und der Anstieg fiel mit 0,75% kräftig aus. Im Oktober wiederholte die EZB diese Vorgehensweise und hob die Leitzinsen um weitere 0,75% an. Im Dezember erfolgte mit 0,5% Anstieg der vierte Zinsschritt. Zum 21. Dezember 2022 betrugen der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zins-sätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität 2,50%, 2,75% bzw. 2,00%.
Angesichts der geänderten Zinslandschaft entwickelte sich das Zinsgeschäft im Berichtsjahr positiv. Die Zinserträge beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 160,7 Mio. EUR, um 11,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die Erträge aus dem Kreditgeschäft kräftig zulegten, waren die Erträge aus dem Wertpapierportfolio durch die Tilgung hoch verzinster Anleihen weiter rückläufig. Bei den sonstigen Zinserträgen verzeichneten wir einen Zuwachs um 15,8% auf 25,7 Mio. EUR. Den Zinserträgen standen Zinsaufwendungen in Höhe von 29,9 Mio. EUR gegenüber. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2022 ein Zinsüberschuss vor Risikovorsorge in Höhe von 156,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 12,7% oder 17,7 Mio. EUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2021.
Risikovorsorge trotz Konjunktur-
sorgen moderat
Die Konjunktur befindet sich im Abschwung und diese Verschlechterung der makroökonomischen Aussichten haben wir in der Dotierung der Risikovorsorge berücksichtigt. Darüber hinaus wurde der kollektive Stufentransfer, der im Einklang mit den Bestimmungen zu IFRS 9B5.5.1 ff. ab dem zweiten Quartal 2020 als Folge der Corona-Pandemie vorgenommen wurde, aufgehoben. Die Pandemie führte kaum zu außerordentlichen Beeinträchtigungen der Risikopositionen. Durch das Neugeschäft, verbunden mit der Aufhebung des kollektiven Stufentransfers sowie der Anpassung der makroökonomischen Prognosen an die aktuellen konjunkturellen Gegebenheiten, ergab sich per Saldo eine Erhöhung des Expected Credit Loss in Höhe von 13,7 Mio. EUR für Forderungen in Stage 1 und Stage 2. Für 2022 beliefen sich die Kreditrisikovorsorgen insgesamt auf 25,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ergab das einen Rückgang um 6,5 Mio. EUR. Dementsprechend belief sich der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge auf 130,7 Mio. EUR, was einen erfreulichen Anstieg um 22,7% bedeutete.
Stabile Entwicklung im Provisions-geschäft erzielt
Das Provisionsgeschäft bildet die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft.
Im Berichtsjahr lag auch das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft mit 68,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (+1,6%). Blickt man auf die Entwicklung der einzelnen Produktsparten, zeigt sich, dass sich einzelne Bereiche sehr prächtig entwickelten und mehr als zufriedenstellende Zuwachsraten verzeichneten.
Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr zählt zu diesen Sparten. Wie in den Vorjahren erwirtschafteten wir ein erfreuliches Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das sich auf 24,9 Mio. EUR belief und einen Anstieg von 6,9% erreichte.
Dies zeigt auch, dass es uns einmal mehr gelungen ist, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und überzeugende Lösungen anzubieten. Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung dieses Geschäftsfeldes steht die Digitalisierung und die Forcierung moderner Zahlungsverkehrslösungen.
Seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat die Nutzung von Bargeld abgenommen, während digitale Bezahlmethoden enorme Zuwächse verbuchen konnten. Das smarte und kontaktlose Bezahlen mit Karte, Uhr oder Smartphone hat in den vergangenen drei Jahren einen enormen Schub erfahren – ebenso wie das Online-Banking im Allgemeinen.
Zuwachsraten bei digitalen Produkten
Unsere Kundenportale MyNet und BizzNet haben in den vergangenen Jahren
jeweils zweistellige Zuwachsraten bei den Nutzern verbuchen können. Auch im vergangenen Jahr setzte sich dieser Aufwärtstrend mit einem Plus von 9,7% fort. Die BKS App, die wir österreichischen Kunden anbieten, wurde im letzten Jahr von rund 30.800 Kunden verwendet, ein Zuwachs von 18%.
Wichtige Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung*
in Mio. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Zinsüberschuss | 138,9 | 156,6 | 12,7 |
Risikovorsorge | -32,4 | -25,9 | -20,0 |
Provisionsüberschuss | 67,1 | 68,2 | 1,6 |
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 45,0 | 20,7 | -54,0 |
Handelsergebnis | 0,8 | -1,2 | >-100 |
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | -4,7 | 4,3 | >100 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 5,5 | -8,1 | >-100 |
Verwaltungsaufwand | -124,0 | -136,0 | 9,7 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 96,2 | 78,6 | -18,3 |
Steuern vom Einkommen und Ertrag | -12,9 | -15,0 | 16,0 |
Jahresüberschuss nach Steuern | 83,3 | 63,6 | -23,7 |
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*) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ ab Seite 156. in diesem Bericht.
Seit Herbst 2022 erhält jeder Neukunde automatisch einen Zugang zu unseren Online-Portalen, um den Nutzungsgrad noch weiter zu erhöhen. Generell steigt auch die Nachfrage nach digital abschließbaren Produkten. So wurden im Berichtsjahr 2022 um 87% mehr Produktanträge in der digitalen Bank „BKS Bank Connect“ abgewickelt als im Jahr zuvor.
Maßgeblich für den Erfolg unserer digitalen Angebote ist der kontinuierliche Ausbau unserer Services wie beispielsweise die Einführung neuer Funktionen in unseren Kundenportalen. Dazu zählte unter anderem die Einbindung von Konten anderer Banken in das Kundenportal sowie neue Online-Services beim Garantie-Modul für Firmenkunden und neue Antragsstrecken im Leasinggeschäft.
Um in diesem Bereich auch in Zukunft ansprechende Wachstumsraten zu erzielen, haben wir im Berichtsjahr etliche
weitere Digitalisierungsprojekte auf den Weg gebracht, deren Umsetzung für 2023 geplant ist, darunter der Launch neuer Produkte und komfortable Features in
der BKS Bank App.
Schwieriges Veranlagungsjahr
Die Volatilität an den internationalen
Börsen sowie zweistellige Verluste bei vielen Aktientiteln und beim Anleihesegment sorgten für ein äußerst anspruchsvolles Veranlagungsjahr. Dementsprechend durchwachsen war die Entwicklung des Provisionsergebnisses im Wert-
papiergeschäft, das um 10,9% auf 18,7 Mio. EUR zurückging. Dieses Ergebnis lässt sich vor allem auf das schwache Kapitalmarktumfeld zurückführen. Die Anleger waren äußerst zurückhaltend, dementsprechend wurden weit weniger Transaktionen getätigt.
Das Ergebnis aus den Kreditprovisionen erhöhte sich angesichts einer guten
Kreditneuproduktion von 18,4 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR.
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen rückläufig
Das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen verringerte sich um 54% bzw. 24,3 Mio. EUR auf 20,7 Mio. EUR. Die BKS Bank AG hat an der Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft im Dezember 2022 nicht teilgenommen und ihre Bezugsrechte an
Syndikatspartner übertragen. Dadurch verringerte sich die direkte Beteiligung der BKS Bank AG an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft von zuletzt 14,00% auf 12,83%, was einen Verwässerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio. EUR
bedeutete und neben anderen Faktoren maßgebend für den Rückgang dieser
Ergebnisposition war.
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten gesunken
Das abgelaufene Geschäftsjahr war kein gutes Börsenjahr. Alle Asset-Klassen – außer Rohstoffe – haben Verluste hinnehmen müssen. Diese Entwicklungen spiegelten sich auch im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten wider. Dieses sank im Jahresvergleich um 13,5 Mio. EUR auf -8,1 Mio. EUR. Zur Entwicklung der einzelnen Positionen: Das „Ergebnis aus dem zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten“ stieg um 1,8 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das „Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die verpflichtend erfolgswirksam zu bewerten sind“ weniger zufriedenstellend. Zum 31. Dezember 2022 belief sich das Ergebnis auf -8,9 Mio. EUR. Der Rückgang in Höhe von 13,1 Mio. EUR ist auf Kursverluste im Fondsportfolio zurückzuführen.
Komponenten der Erfolgsrechnung

Das „Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten“ sank um 2,0 Mio. EUR auf -0,6 Mio. EUR. Das „Sonstige Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten“ betrug
-0,5 Mio. EUR.
Hohe Investitionen in Digitalisierung
Angesichts der herausfordernden Marktsituation haben wir großes Augenmerk auf strikte Kostendisziplin gelegt. Dass es trotzdem zu einer Steigerung des Verwaltungsaufwandes um 9,7% bzw. 12,1 Mio. EUR kam, lag unter anderem an den umfangreichen Investitionen in die digitale Transformation unseres Hauses und den damit verbundenen Digitalisierungsschritten. Der gesamte Verwaltungsaufwand lag 2022 bei 136,0 Mio. EUR.
Die größte Position im Verwaltungsaufwand entfällt auf die Personalkosten. Zum Jahresultimo 2022 betrugen diese 81,2 Mio. EUR, eine Steigerung in Höhe von 8,7%.
Die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich im Ausmaß von 3,25% war dafür maßgeblich verantwortlich. Ein anderer Grund für den Anstieg lag in höheren Zustiftungen an die bestehende BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung und an die neu gegründete BKS Mitarbeiterbeteiligungsprivatstiftung.
Bei den Sachaufwendungen verzeichneten wir mit 44,1 Mio. EUR eine Erhöhung um 14,2%. In dieser Position dominieren die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie und für unseren IT-Dienstleister, die 3 Banken IT GmbH.
Diese ist eine gemeinsame Gesellschaft der Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg AG und BKS Bank AG. Sie ist für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und den laufenden IKT-Betrieb verantwortlich. Ihr Firmensitz liegt in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck werden Kompetenzzentren betrieben.
Zuwachs beim sonstigen betrieblichen
Ergebnis durch Sondereffekte
Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 4,3 Mio. EUR und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich (+9,0 Mio. EUR). Der signifikante Ergebniszuwachs resultierte unter anderem aus Versicherungsentschädigungen. Darüber hinaus sind die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds gegenüber 2021 merklich reduziert worden. Insgesamt haben wir für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds dennoch wieder 6,9 Mio. EUR beigebracht und für die Stabilitätsabgabe waren 1,3 Mio. EUR fällig.
Jahresüberschuss rückläufig
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern in der Höhe von 78,6 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 15,0 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 63,6 Mio. EUR. Das rückläufige Ergebnis ist primär auf das schwache at Equity-Ergebnis und die Kapitalmarktentwicklung zurückzuführen, während sich das operative Geschäft hervorragend
entwickelte.
Solide Unternehmenskennzahlen
Die wichtigsten Steuerungskennzahlen zeigten zum Jahresende folgende Entwicklung:
Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erreichte 4,2%, während der Return on Assets (ROA) nach Steuern 0,6% betrug.
Die Cost-Income-Ratio, die die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken misst, erhöhte sich durch rückläufige at Equity-Ergebnisse und die Teuerung um 4,5%-Punkte auf 54,7%. Die Risk-Earn-ings-Ratio als Risikoindikator im Kreditbereich reduzierte sich deutlich und betrug zufriedenstellende 16,5%, ein Rückgang um 6,8%-Punkte. Die NPL-Quote nahm ebenfalls leicht ab und betrug ausgezeichnete 2,1% zum Jahresende 2022 und war damit deutlich besser als der Branchendurchschnitt.
Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 7,9%, nach 8,4% im Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) erreichte sehr gute 190,4%. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben von 3,0% bzw. 100% deutlich.
Das vergangene Wirtschaftsjahr hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig eine starke Eigenmittelausstattung ist. Die Kernkapitalquote der BKS Bank erhöhte sich von 13,4% auf 13,6% und die Gesamtkapitalquote legte von 16,9% auf 17,0% zu. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie
betrug zum 31. Dezember 2022 1,4 Euro.
Die Konzernabschlüsse wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 idF VO (EG) 297/2008 und den nach § 59a BWG anzuwendenden bank- und unternehmensrechtlichen Vorschriften erstellt.
Wichtige Unternehmenskennzahlen*
in % | 2021 | 2022 | ± in %-Pkte. |
ROE nach Steuern1) | 5,9 | 4,2 | -1,7 |
ROA nach Steuern | 0,8 | 0,6 | -0,2 |
Cost-Income-Ratio2) | 50,2 | 54,7 | 4,5 |
Risk-Earnings-Ratio3) | 23,3 | 16,5 | -6,8 |
NPL-Quote | 2,2 | 2,1 | -0,1 |
Leverage Ratio | 8,4 | 7,9 | -0,5 |
Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 208,9 | 190,4 | -18,5 |
Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 122,9 | 118,7 | -4,2 |
Kernkapitalquote | 13,4 | 13,6 | 0,2 |
Gesamtkapitalquote | 16,9 | 17,0 | 0,1 |
| | | in % |
IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,9 | 1,4 | 26,3 |
| | | |
*) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ ab Seite 156 in diesem Bericht.
1) Der Return on Equity (ROE) nach Steuern zeigt, wie das Eigenkapital des Unternehmens innerhalb eines Abrechnungszeitraums verzinst wird. Zur Berechnung setzt man den Jahresüberschuss (nach Steuern) ins Verhältnis zum durchschnittlichen an den Jahres- bzw. Quartalsstichtagen des Geschäftsjahres zur Verfügung stehenden Eigenkapital.
2) Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis, Erträgen aus at Equity bilanzierten Unternehmen und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsauf-wand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz.
3) Die Risk-Earning-Ratio ist ein Risikoindikator im Kreditbereich und ist die Quote des Kreditrisikoaufwands im Verhältnis zum Zinsüberschuss. Der Prozentsatz zeigt das Verhältnis des Zinsüberschusses, der verwendet wird, um das Kreditrisiko zu decken. Zur Berechnung setzt man den Kreditrisikoaufwand ins Verhältnis zum Zinsüberschuss.
Gewinnverteilungsvorschlag
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand der Muttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr von 01. Jänner bis 31. Dezember 2022 einen Jahresüberschuss von 41,0 Mio. EUR. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 30,9 Mio. EUR zugeführt.
Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,9 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 11,0 Mio. EUR aus. Wir werden der 84. Hauptversammlung am 24. Mai 2023 vorschlagen, eine Dividende in der Höhe von 0,25 EUR je Aktie, das sind 10.735.725 EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,2 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Segmentbericht
Der Segmentbericht gliedert sich in vier Segmente: Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das
Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld und konnte auch im Jubiläumsjahr ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Die Zinswende hat die Entwicklung des Segmentergebnisses im Privatkundensegment stark beflügelt. Durchwachsener war hingegen das
Ergebnis im Segment Financial Markets. Das volatile Börsenumfeld sowie Rückgänge im at Equity-Ergebnis belasteten das Segmentergebnis.
Firmenkunden
Im Jubiläumsjahr waren wir sehr erfolgreich in der Akquisition von Firmenkunden. Im Vergleich zum Jahresultimo 2021 konnten wir die Anzahl an Firmenkunden um 2,6% auf 27.100 ausbauen. Zu diesen zählen unter anderem Industrieunternehmen sowie Klein- und Mittelunternehmen aus den Branchen Handel, Gewerbe und Handwerk, Bau und Baunebengewerbe sowie Freiberufler, Land- und Forstwirte, gemeinnützige Wohnbauträger, institutionelle Kunden und die öffentliche Hand.
„Der Wirtschaft zur Seite stehen“ war das Credo unserer Gründerväter und seit 1922 sehen wir es als unsere primäre Aufgabe, Firmenkunden bei ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten zu begleiten. Unsere Kunden – manche von ihnen sind seit Generationen mit unserem Haus verbunden – schätzen unsere Handschlagqualität, unsere Innovationskraft und die persönliche Betreuung. Unser Produkt- und Serviceangebot entwickeln wir stetig weiter, wobei wir in den letzten Jahren den Fokus auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelegt haben.
Bis heute bildet das Firmenkundengeschäft unsere wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil des Finanzierungsgeschäfts wird von Unternehmen in Anspruch genommen.
Hervorragende Geschäftsentwicklung trotz schwieriger Marktbedingungen
Das Firmenkundengeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Konjunktureintrübung sehr positiv. Das Segmentergebnis erhöhte sich auf erfreuliche 86,7 Mio. EUR, eine Steigerung um beachtliche 13,9%. Getragen wurde das hervorragende Ergebnis vom guten Zinsgeschäft und dem gestiegenen Provisionsüberschuss.
Im zinstragenden Geschäft hat sich die Anhebung der Leitzinsen positiv auf die Ertragssituation ausgewirkt. Darüber hinaus haben insbesondere in der ersten Jahreshälfte viele Firmenkunden neue
Finanzierungen nachgefragt, sodass wir eine beachtliche Neuvergabe an Krediten verzeichnen konnten. Der Zinsüberschuss
erhöhte sich von 110,1 Mio. EUR auf 125,5 Mio. EUR, ein Zuwachs um 14,0%.
Wir arbeiten auch konsequent daran, die eigenmittelschonenden Geschäftsfelder zu forcieren. Die Ergebnisse unserer Anstrengungen spiegeln sich in einem gestiegenen Provisionsüberschuss wider, der im Periodenvergleich um 9,8% auf 40,2 Mio. EUR gewachsen ist. Erneut hat die Geschäftssparte Zahlungsverkehr mit einem Ergebnisbeitrag von 14,7 Mio. EUR maßgeblich dazu beigetragen. Das Wertpapiergeschäft blieb mit 6,4 Mio. EUR knapp über dem Vorjahreswert, während die Kreditprovisionen durch das gute Kreditwachstum um 11,9% auf 16,8 Mio. EUR zulegten.
Wegen der Konjunkturabkühlung, der damit verbundenen verschlechterten makroökonomischen Prognose und wegen des guten Neugeschäfts haben wir die Kreditrisikovorsorgen um knapp 5,0 Mio. EUR höher dotiert als im Geschäftsjahr davor. Sie stiegen von 19,2 Mio. EUR auf 24,2 Mio. EUR. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich durch die Teuerungswelle und die Investitionen in die Digitalisierung von 53,5 Mio. EUR auf 56,5 Mio. EUR.
Segment Firmenkunden
in Mio. EUR | 2021 | 2022 |
Zinsüberschuss | 110,1 | 125,5 |
Risikovorsorge | -19,2 | -24,2 |
Provisionsergebnis | 36,6 | 40,2 |
Verwaltungsaufwand | -53,5 | -56,5 |
Sonstiges betriebliches Ergebnis | 0,9 | 1,3 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 1,2 | 0,4 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 76,1 | 86,7 |
ROE vor Steuern | 17,4% | 19,0% |
Cost-Income-Ratio | 36,2% | 33,9% |
Risk-Earnings-Ratio | 17,4% | 19,2% |
| | |
Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen veränderten sich durch das gute Segmentergebnis wie folgt: Der Return on Equity erhöhte sich von 17,4% auf 19,0%. Die Cost-Income-Ratio fiel um 2,3%-Punkte niedriger aus als im Vorjahr und erreichte hervorragende 33,9%. Die Risk-Earnings-Ratio nahm durch die gestiegenen Kreditrisikovorsorgen von 17,4% auf 19,2% zu.
Gutes Kreditwachstum trotz
unsicherer Wirtschaftslage
Finanzieren und Investieren zählen zu den wichtigsten Kundenbedürfnissen im Firmenkundengeschäft. Wir bieten eine umfangreiche Palette an gängigen Finanzierungsvarianten an, darunter Betriebs-mittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen, Leasingfinanzierungen sowie die Förderberatung. Dabei ist es uns wichtig, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu finden und auf individuelle Belange einzugehen. Mit diesem Betreuungsansatz haben wir im für uns wichtigen Jubiläumsjahr gut reüssieren können.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Geschäftsjahr 2022 sehr herausfordernd. Am Anfang des Jahres standen die Zeichen auf Erholung, der wirtschaftliche Aufschwung setzte mit viel Optimismus ein.
Es gab einen starken Nachholbedarf nach den Entbehrungen der Pandemie und die Nachfrage nach Unternehmenskrediten florierte. Der Angriffskrieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen führten jedoch insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte zu einem spürbaren Abflachen der Kreditnachfrage insbesondere im Immobiliensektor. Trotz der unsicheren Wirtschaftslage haben wir von Jänner bis Dezember 2022 konzernweit 1,6 Mrd. EUR an neuen Finanzierungslinien an Firmenkunden vergeben. Da nur wenige unserer Firmenkunden über Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen oder über Standorte in Russland verfügten, war die direkte Betroffenheit durch den Ukraine-Krieg bzw. damit verbundene Sanktionen auf deren wirtschaftliche Entwicklung gering.
Starken Zuspruch verzeichneten wir bei den Leasingfinanzierungen sowohl in Österreich als auch auf den Auslandsmärkten. Insgesamt beliefen sich die Forderungen an Firmenkunden inklusive Leasingfinanzierungen auf 5,7 Mrd. EUR, ein Zuwachs um erfreuliche 5,0%.
Grüne Energiewende bietet
viele Marktchancen
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch im Firmenkundengeschäft stark an Bedeutung. Die Europäische Union (EU) hat vielfältige Programme ins Leben gerufen, wie beispielsweise den Green Deal oder den EU-Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum, die allesamt dem Zweck dienen, den Weg in eine kohlenstoffärmere Wirtschaft zu ebnen. Die Klimatransformation benötigt enorme Investitionen. Österreich will bis 2040 klimaneutral sein und für dieses Vorhaben hat das österreichische Umweltbundesamt einen zusätzlichen Investitionsbedarf in den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Verkehr von 145 Mrd. EUR bis 2030 festgestellt. Das bedeutet ein jährliches Investitionsvolumen von 13,9 bis 18,5 Mrd. EUR. Europaweite Berechnungen gehen davon aus, dass für die Umsetzung des Green Deals über eine Billion EUR an Investitionen erforderlich sind. Das sind beeindruckende Zahlen und zeigen, dass in der grünen Wende enorme Marktchancen liegen. Diese wollen wir dank unserer langjährigen Expertise im Nachhaltigkeitsbereich auch nutzen. Schon seit längerer Zeit kennzeichnen wir grüne Finanzierungen in unseren Datenbanken. Es freut uns, dass wir im Berichtsjahr das Volumen von
Finanzierungen mit ökologischem oder sozialem Verwendungszweck um 304,4 Mio. EUR auf 640,9 Mio. EUR deutlich gesteigert haben.
Förderberatung und Exportservice weiterhin gefragt
Die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung hat sich in den vergangenen Jahren gut in unserem Haus etabliert. Wir begleiten viele unserer Kunden bei der Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit. Unsere Firmenkunden wissen unser Know-how und die kompetente Beratung zu schätzen, gerade auch in herausfordernden Zeiten.
Im Geschäftsjahr 2022 haben wir 18 neue Exportprojekte betreut und insgesamt 32,9 Mio. EUR neu finanziert. In Summe gestionierten wir zum Jahresende ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 244,5 Mio. EUR.
Weiters können wir über eine positive Entwicklung in der Sparte Dokumentengeschäft und internationale Bankgarantien berichten. Sowohl bei den Volumina als auch bei den Erträgen haben wir deutliche Zuwächse verzeichnet, obwohl das internationale Geschäft im Berichtsjahr mit vielen Herausforderungen konfrontiert war. Fehlende Mitarbeitende, die angespannte Lage an den Rohstoff- und Energiemärkten sowie kaum verfügbare Containerkapazitäten haben das Export-geschäft im letzten Jahr geprägt.
Erfolgreiche Entwicklung im
Corporate Banking
Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stellt das Corporate Banking dar. Zu dieser Geschäftssparte zählen Großkunden, die eine Betriebsleistung von mehr als 75 Mio. EUR erwirtschaften, institutionelle Kunden und größere Kommunen. Im Berichtsjahr vergaben wir im Corporate Banking ein neues Finanzierungsvolumen in Höhe von 174,7 Mio. EUR. In dieser Einheit wickeln wir auch Konsortialkredite und Schuldscheindarlehen ab. Im Berichtsjahr haben wir darüber hinaus die Zahlstellenfunktion für Schuldscheindarlehen eingeführt.
Rückläufige Entwicklung der Einlagen von Firmenkunden
Bei den Sicht- und Termineinlagen, die wir von unseren Firmenkunden erhielten, verzeichneten wir erstmals seit langer Zeit einen Rückgang. Die Abflüsse beliefen sich auf rund 370,3 Mio. EUR, insgesamt betrugen die sonstigen Verbindlichkeiten zum Jahresultimo 3,7 Mrd. EUR, ein Rückgang um 9,1%.
Die bisher gute Liquiditätslage der Unternehmen hat sich im Jahresverlauf abgeschwächt, eine Entwicklung, die sich spiegelbildlich im Einlagevolumen nieder-schlug.
Diversifiziertes Produktangebot überzeugt
In den vergangenen Jahren haben wir großes Augenmerk auf den Ausbau unseres Dienstleistungsgeschäftes gelegt. Die gesetzten Schwerpunkte brachten auch im Geschäftsjahr 2022 wieder gute Ergebniszuwächse hervor (9,8%; 40,2 Mio. EUR), speziell im Zahlungsverkehr. Dieses Geschäftsfeld ist zwar hoch kompetitiv und ist mit dynamischen Veränderungen konfrontiert, bietet aber nach wie vor großes Wachstumspotential. Im Berichtsjahr konnten wir mit unserem Kontoangebot, welches auf die Bedürfnisse von Unternehmen abgestimmt ist und über eine transparente Preisgestaltung verfügt, wieder viele neue Firmenkunden überzeugen. Insgesamt haben wir den Bestand an
Firmenkonten um 750 Stück erhöht. Viele von ihnen nutzen auch unsere modernen Online-Banking-Angebote, die wir speziell für Firmenkunden entwickelt haben. Die User-Zahlen wachsen stetig, so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der aktiven BizzNet- und Bizz Net Plus-Nutzer betrug zum Jahresultimo rund 8.400, ein Zuwachs um 16,4%.
Leichte Steigerung beim Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft
Das Jahr 2022 war ein schwieriges Veranlagungsjahr. Alle Veranlagungsklassen verzeichneten Verluste und die Anleger brauchten im gesamten Jahresverlauf starke Nerven. Trotz der unerfreulichen Entwicklungen an den Kapitalmärkten ist es uns gelungen, das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft im Firmenkundensegment mit 6,4 Mio. EUR leicht gegenüber dem Vorjahreswert auszubauen.
Im Versicherungsgeschäft beraten wir
Firmenkunden vor allem bei der Etablierung einer betrieblichen Altersvorsorge. Ein wichtiges Instrument in der Personalpolitik, um Mitarbeitenden einen zusätzlichen Benefit zu bieten und sie an das Unternehmen zu binden oder um im Unternehmen tätige Familienmitglieder abzusichern. Insgesamt haben wir 2022 bei der betrieblichen Altersvorsorge Verträge mit einer Prämiensumme von 7,5 Mio. EUR abgeschlossen.
Ausblick Firmenkunden
Vor 100 Jahren hat ein Kärntner Unternehmer den Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. Seit damals begleiten wir Firmenkunden bei ihren unternehmerischen Vorhaben. Wir betrachten unsere Kunden ganzheitlich und bieten ihnen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Lösungen. Auch in schwierigen Zeiten stehen wir ihnen als kompetenter Partner zur Seite.
Wir sind und bleiben eine Beraterbank, die unseren Kunden auch ein breites Angebot an innovativen digitalen Produkten und Services bietet. Die Kombination aus persönlicher Nähe, Verlässlichkeit und exzellenten digitalen Dienstleistungen hat sich bewährt.
2023 wollen wir das Projekt „Neugestaltung des Firmenkundenkreditprozesses“ wesentlich voranbringen. Das Projekt ist umfangreicher als zuvor angenommen, aber in den kommenden Monaten sollten erste Antragsstrecken für unsere Kunden zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wollen wir neue Zielgruppen wie beispielsweise Gemeinden und die öffentliche Hand verstärkt von unserer Expertise überzeugen und neue Kunden gewinnen.
Ein weiteres großes Thema, dem wir uns mit viel Herzblut und Engagement widmen, ist die Begleitung unserer Firmenkunden beim Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Das Finanzierungs-geschäft und die damit bereitgestellten
Finanzmittel sollen noch stärker in ökologische Projektfinanzierungen gelenkt
werden.
Privatkunden
In den 1960er Jahren haben wir unser
Angebotsspektrum auf Privatkunden ausgeweitet. Durch diesen wichtigen Schritt haben wir uns zu einer Universalbank weiterentwickelt. Kontinuierliche Weiterentwicklung – das ist einer der Erfolgs-faktoren im Privatkundengeschäft. Wir sind sehr stolz auf unser umfangreiches Produkt- und Serviceangebot, das wir in den letzten Jahren digitalisiert und auch nachhaltiger ausgerichtet haben. Sämtliche Bankgeschäfte für den Privatkunden sind heute digital verfügbar. Darüber hinaus bieten wir in jeder Produktsparte –
Finanzieren, Veranlagen und Zahlungsverkehr – auch eine „grüne“ Alternative an.
Mit BKS Bank Connect haben wir eine
eigene digitale Bank gelauncht, die vor
allem auf die Bedürfnisse digital-affiner Kunden abgestimmt ist. Dieses permanente Streben nach Verbesserung wird auch von unseren Kunden honoriert. Zum 31. Dezember 2022 schenkten uns 169.100 Privatkunden ihr Vertrauen. Zu diesem Segment zählen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe
der Heilberufe.
Bestes Segmentergebnis seit Einführung der Segmentberichterstattung im Jahr 2004
Im Jubiläumsjahr haben wir mit 12,1 Mio. EUR ein hervorragendes Segmentergebnis im Privatkundensegment erzielt. Gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet das nahezu eine Verdreifachung des Ergebnisses (2021: 4,2 Mio. EUR). Das ist der höchste je ausgewiesene Jahresüberschuss vor Steuern im Privatkundensegment. Die signifikante Ergebnissteigerung ist primär auf die Trendumkehr in der Zinspolitik zurückzuführen. Das Zinsergebnis verbesserte sich gegenüber 2021 um 10,2 Mio. EUR auf 38,4 Mio. EUR.
Im Provisionsgeschäft betrug das Ergebnis 28,8 Mio. EUR, ein Rückgang um 0,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert. Gründe dafür sind vor allem im Bereich der Wertpapierprovisionen zu finden, da das Berichtsjahr ein sehr schwieriges Veranlagungsjahr war. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft lag mit 12,9 Mio. EUR rund 12,5% unter dem Vorjahreswert (14,7 Mio. EUR). Positiv hervorgetan hat sich hingegen wieder das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr, dessen Ergebnis um 0,8 Mio. EUR von 10,6 Mio. EUR auf 11,4 Mio. EUR gewachsen ist.
Segment Privatkunden
in Mio. EUR | 2021 | 2022 |
Zinsüberschuss | 28,2 | 38,4 |
Risikovorsorge | -0,6 | -1,3 |
Provisionsergebnis | 29,6 | 28,8 |
Verwaltungsaufwand | -54,7 | -55,9 |
Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,5 | 1,9 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 0,2 | 0,2 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 4,2 | 12,1 |
ROE vor Steuern | 3,4% | 9,5% |
Cost-Income-Ratio | 92,3% | 80,9% |
Risk-Earnings-Ratio | 2,0% | 3,4% |
| | |
Der Verwaltungsaufwand hat um 1,2 Mio. EUR auf 55,9 Mio. EUR, vornehmlich wegen der hohen Inflation, zugelegt. Die Kreditrisikovorsorgen blieben mit 1,3 Mio. EUR auf niedrigem Niveau. Zwar ist die Risikosituation bei den Privatfinanzierungen tendenziell entspannter als bei Firmenkrediten, aber auch im Privatkundensegment wirkte sich die Anpassung der makroökonomischen Prognosen aufwandserhöhend aus.
Die segmentspezifischen Kennzahlen verbesserten sich dank des hervorragenden Segmentergebnisses wie folgt: Der Return on Equity erhöhte sich um erfreuliche 6,1%-Punkte von 3,4% auf 9,5%. Die Cost-Income-Ratio veränderte sich um 11,4%-Punkte und fiel auf 80,9% und die Risk-Earnings-Ratio erreichte mit 3,4% ein hervorragendes Niveau.
Top-Ergebnisse bei Kundenumfragen und Testkäufen
Wir legen großen Wert auf eine ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität. Umso mehr freuen wir uns über die hervorragenden Rückmeldungen unserer Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit uns als Bankpartner. Der Großteil unserer Kunden gab uns auf Nachfrage Top-Noten. 89% der befragten Kunden beurteilten unsere Leistung als sehr gut und gut. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden ebenfalls mit Top-Noten bewertet.
Die Beratungskompetenz unserer Mitarbeitenden wird auch regelmäßig durch unabhängige Dritte auf den Prüfstand gestellt. Im Berichtsjahr hat die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) Testkäufe in unseren Filialen durchgeführt. Das Ergebnis war der österreichweit erste Platz bei der Beratung zum Thema Pensionsvorsorge in Filialbanken. Für hervorragende Kundenorientierung haben wir außerdem den Recommender-Award 2022 erhalten.
Mit dieser renommierten Auszeichnung werden österreichische Banken und Versicherungen gewürdigt, die eine besonders hohe Empfehlungsquote erzielen.
Diese Ergebnisse sehen wir als Bestätigung der hervorragenden Arbeit unserer Mitarbeitenden und als Ansporn, auch weiterhin unser Bestes für die Zufriedenheit unserer Kunden zu geben.
Nachfrage nach Wohnraum-finanzierungen stagniert
Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten hat sich ab dem dritten Quartal 2022 merklich abgekühlt. Die Hauptgründe für die rückläufige Nachfrage liegen in den steigenden Zinsen, den hohen Immobilienpreisen und der hohen Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung. Ein weiterer wesentlicher Grund ist die Verschärfung der Kreditrichtlinien für Immobilienfinanzierungen, die den Zugang zu Finanzierungen für Wohnungskäufer oder Häuslbauer erschwert. Seit dem Sommer ist die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung“, kurz KIM-V, in Kraft. Gemäß der neuen Verordnung beträgt die maximale Beleihungsquote 90%, die Schuldendienstquote darf höchstens 40% ausmachen und die maximale Laufzeit ist auf 35 Jahre beschränkt. Erleichterungen gibt es für Finanzierungen unter 50.000 EUR, die für Renovierungen oder Sanierungen benötigt werden. Auch wir verzeichneten einen starken Rückgang der Nachfrage nach Privatfinanzierungen und der Bestand an Wohnbaufinanzierungen ist im Berichtsjahr sogar geschrumpft. Die Kundenforderungen an Privatkunden reduzierten sich um 3,7% von 1,5 Mrd. EUR auf 1,4 Mrd. EUR.
Anders stellt sich die Nachfrage nach nachhaltigen Kreditprodukten dar, die wir bereits seit einigen Jahren anbieten. Im Berichtsjahr haben wir den Anteil an
Finanzierungen, die für einen ökologischen oder sozialen Zweck verwendet wurden, weiter ausgebaut.
Insgesamt haben wir „grüne“ Finanzierungen im Ausmaß von 283,9 Mio. EUR im Privatkundensegment aushaften, um 29,2% mehr als zum Jahresultimo 2021.
Zinswende macht Einlagengeschäft
für Anleger wieder attraktiver
Im Kampf gegen die Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Berichtszeitraum die Leitzinsen ab Sommer insgesamt in vier Zinsschritten angehoben. Die Zeit der Null- bzw. Negativzinspolitik dauerte über ein Jahrzehnt. Im Einlagengeschäft stiegen die Zinsen langsamer als im Kreditgeschäft. Ungeachtet dessen verzeichneten wir bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Privatkundensegment einen Zuwachs von 8,4%. Die Position setzt sich aus Sicht- und Termineinlagen zusammen und betrug zum Jahresultimo 1,9 Mrd. EUR. Der größere Teil entfiel auf Sichteinlagen, die 1,4 Mrd. EUR ausmachten und um 6,5% zulegten. Die Nachfrage nach Termineinlagen verzeichnete ab der Zinswende einen regen Zuspruch und wuchs von 394,3 Mio. EUR auf 452,6 Mio. EUR (+14,8%) an. Klassische Sparbücher verloren im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen weiter an Terrain. Wir verzeichneten Abflüsse in Höhe von 90,0 Mio. EUR bei Privatkunden. Die Spareinlagen privater Haushalte erreichten einen Stand in Höhe von 1,1 Mrd. EUR, ein Minus von 7,4%. Eine Alternative zum Sparbuch stellt das Mein Geld-Konto dar. Damit können Privatkunden über ihr Gespartes ortsunabhängig und auch digital verfügen. Rechtzeitig zur Zinswende haben wir auch eine Variante mit fixem Zinssatz ins Angebot aufgenommen, die sich seit ihrer Einführung großer Beliebtheit erfreut. Auf den Mein Geld-Konten verwalten wir zum Jahresultimo 2022 insgesamt Kundeneinlagen in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
2022 war ein schwieriges Veranlagungsjahr
Im Rückspiegel betrachtet war 2022 eines der weltweit schwächsten Veranlagungsjahre seit über einem Jahrzehnt. Das Wertpapiergeschäft war geprägt von zweistelligen Verlusten bei vielen Aktientiteln und im Anleihesegment. Selten kam es in der Vergangenheit dazu, dass sowohl Aktien als auch Anleihen kräftig Federn lassen mussten. Hauptgründe für die Turbulenzen waren die geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, die hohen Inflationsraten und die steigenden Zinsen. Diese Entwicklungen schlugen sich auch im Ergebnis des Wertpapiergeschäftes nieder. Zum Jahresende 2022 betrug der Überschuss aus den Wertpapierprovisionen im Privatkundensegment 12,9 Mio. EUR, ein Minus im Ausmaß von 12,6%.
Die BKS Vermögensverwaltung war ebenfalls von der unerfreulichen Entwicklung der Kapitalmärkte betroffen. Die Volumina gingen im Berichtsjahr wegen der Kursrückgänge von 273,1 Mio. EUR auf 250,0 Mio. EUR zurück.
Große Nachfrage nach ökologisch nachhaltiger Geldanlage1)
Nachhaltige Veranlagungen liegen nicht nur im Trend, sondern leisten einen wertvollen Beitrag bei der Finanzierung von zukunftsweisenden Projekten. Wir begrüßen diese Entwicklung sehr, da wir schon früh auf diesen Trend gesetzt haben. Seit mehreren Jahren bieten wir nachhaltig ausgerichteten Anlegern grüne Veranlagungsprodukte an. Wir sind sehr stolz darauf, den ersten Social Bond in Österreich emittiert zu haben. Seither hat sich viel bewegt.
1) Disclaimer: Die Angaben in diesem Kapitel dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Angebot zum Kauf- oder Verkauf der hier erwähnten Produkte, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung.
Im ESG-Segment der Wiener Börse beispielsweise waren zu Jahresbeginn 2023 bereits 78 nachhaltige Anleihen gelistet, darunter auch sechs Green Bonds sowie je ein Social und Sustainability Bond von der BKS Bank
Im Berichtsjahr haben wir erneut unsere hohe Innovationskraft bewiesen. Wir haben als erst zweites Kreditinstitut in Österreich einen Sustainability Bond an der Wiener Börse emittiert. Mit diesem wird ein energieeffizient ausgestattetes Gesundheitszentrum in St. Pölten finanziert. Die rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung beschied dem Sustainability Bond in der Second Party Opinion mit einem Rating von „ab“ eine überdurchschnittlich hohe Nachhaltigkeit.
2) Disclaimer für die Produkte der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.: Die Informationen zu Produkten der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. sind unverbindlich, stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Fondsanteilen. Alleinverbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentfondsanteilen sind die wesentlichen Anlegerinformationen (KID) sowie der jeweilige Prospekt, welche in ihrer aktuellen Fassung in deutscher Sprache unter www.3bg.at, sowie den inländischen Zahlstellen des Fonds zur Verfügung stehen.
Um auch vielen Kleinanlegern die Chance zu bieten, in verantwortungsbewusste Projekte zu investieren, halten wir die Stückelung der Emissionen bewusst niedrig.
Auch im Rahmen der Vermögensverwal-tung bieten wir unseren Kunden Möglich-keiten, nachhaltig zu investieren. Die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig trägt das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte. Sie wird aktiv gemanagt und investiert ausschließlich in Nachhaltigkeits-, Ethik- und Umweltfonds, die ihrerseits das Österreichische Umwelt-zeichen für nachhaltige Finanzprodukte tragen bzw. dessen hohen ESG-Anforde-rungen entsprechen. Am Jahresende 2022 waren 21,3 Mio. EUR in die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig veranlagt. Der Rück-gang um 3,4 Mio. EUR ist vor allem auf marktbedingte Kursveränderungen zurückzuführen.
Weitere nachhaltige Investmentmöglichkeiten bieten wir unseren Kunden auch in Form von Fonds an, die von der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.2), der gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft der drei Banken und der
Generali Versicherung, aufgelegt werden. Auf der Auswahlliste der nachhaltigen Fonds befinden sich auch sieben Fonds, die mit dem österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet sind.
Auf Depots von BKS Bank-Kunden waren im Berichtsjahr 89,3 Mio. EUR in nachhaltige Produkte der 3 Banken-Generali
Investment-Gesellschaft m.b.H. veranlagt.
Natur & Zukunft-Konto mit österreichischem Umweltzeichen ausgestattet
Der Zahlungsverkehr nimmt auch im
Privatkundensegment eine strategisch bedeutsame Rolle ein. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder ein Wachstum in Höhe von 7,5% in dieser Geschäftssparte erzielten. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr belief sich auf 11,4 Mio. EUR.
Das wichtigste Produkt im Zahlungsverkehr ist das Konto. Wir sind stolz darauf, dass wir auch im Kontoangebot eine grüne Alternative anbieten können. Vor einigen Jahren haben wir das Natur & Zukunft-Konto gelauncht, das sich vorrangig an umweltbewusste Kunden richtet. Mit diesem Konto unterstützen wir die Aufforstung heimischer Schutzwälder.
Im Berichtsjahr haben wir ein weiteres Aufforstungsprojekt gestartet und bis zum Frühjahr 2023 werden wir weitere 10.000 Bäume pflanzen. Das Aufforstungsprojekt ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Landwirtschaftskammer Kärnten. Die für das Natur- & Zukunft-Konto gesetzten Bäume werden künftig den Lebensraum vor Muren und Lawinen schützen und als Kohlenstoffsenke einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Eine Berechnung von c7-consult hat ergeben, dass von einer CO2-Absorption von rund 9.400 t CO2 während der Gesamtlebensdauer der Bäume auszugehen ist.
Um den Nachhaltigkeitscharakter des
Natur & Zukunft-Kontos auch extern nachweisbar zu machen, wurde es im
Berichtsjahr nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens für Nachhaltige Finanzprodukte UZ 49 zertifiziert.
Der Zugang zu unseren Konten erfolgt einfach und sicher über das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet. Im Berichtsjahr haben wir wieder neue Features und Verbesserungen im MyNet realisiert, wie beispielsweise eine neue Funktion, um Konten von anderen Banken einzubinden. Die Anzahl der MyNeT-User steigt von Jahr zu Jahr, so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der aktivierten MyNet-Portale ist um 5.300 auf 65.200 Kunden gestiegen und auch die Anzahl der durchgeführten Transaktionen steigt rasant (53,2%). Damit man seine Finanzen immer und überall im Überblick hat, bieten wir die BKS App an. Auch dort verzeichnen wir einen starken Zulauf. 2022 wurde die BKS App von rund 30.800 Kunden aktiv genutzt.
Mit BKS Bank Connect hybrides Geschäftsmodell verwirklicht
Online-Geschäfte boomen und die Akzeptanz von digitalen Anwendungen hat seit der Pandemie massiv zugenommen. Wir haben rechtzeitig im Jahr 2020 unsere digitale Bank „BKS Bank Connect“ gegründet, die sich vorwiegend an digital-affine Kunden richtet. Privat- und Firmenkunden können über BKS Bank Connect sämtliche Bankgeschäfte des täglichen Lebens online abschließen. Wenn Kunden auch Beratung wünschen, steht ihnen ein Team an ausgebildeten Kundenbetreuern der BKS Bank Connect zur Seite. Uns ist es wichtig, dass wir auch auf unseren digitalen Kanälen Nähe vermitteln und für unsere Kunden erreichbar sind. Im Berichtsjahr 2022 wurden um 87% mehr Produktanträge in der digitalen Bank abgewickelt als im Jahr davor. Knapp ein Drittel der Online-Anträge werden an das Filialnetz weitergeleitet.
BKS Bank Connect entwickelte sich so zu einer optimalen Ergänzung unseres Filialnetzes.
Ein wichtiger Vertriebskanal stellt auch unser Kundenservice-Center dar, welches wir in den letzten Jahren zu einem Kompetenz-Zentrum für Kundenanfragen per Telefon, E-Mail oder Chat entwickelt haben. Im Schnitt werden über 30.000 Anfragen im Monat professionell abgewickelt.
25 Jahre Hand in Hand mit der
Generali Versicherung
Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Im Jubiläumsjahr feierten wir unsere 25-jährige Kooperation. Wir sind sehr stolz darauf, mit unseren Geschäftspartnern langfristige Geschäftsbeziehungen zu pflegen.
Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlägen, sowie Risiko- und Unfallversicherungen.
Im Berichtsjahr waren wir mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts zufrieden. Die Kapitalversicherungen legten,
gemessen an der Prämiensumme, um 1,1% zu. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich mit einem Plus von 10,5% noch stärker.
Ausblick Privatkunden
In den letzten Jahren ist es uns gelungen, im Privatkundengeschäft wieder profitabel zu sein. Wir werden weiter daran arbeiten, an diese Erfolge anzuknüpfen. Vor allem die Akquisition neuer Kunden werden wir weiter forcieren. Die hohe Zufriedenheit und die Bereitschaft unserer Kunden, uns aktiv weiterzuempfehlen, bilden eine gute Basis für weitere Akquisitionserfolge.
Auch die Normalisierung der Zinslandschaft wird die Ertragssituation in diesem Segment stärken.
Ein Erfolgsfaktor im Privatkundensegment ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktpalette. In wenigen Wochen werden wir einige neue Dienstleistungen und Produkte lancieren, darunter die Einführung der Online-Depot-Eröffnung, den Finanzplaner in der BKS App oder ein neues Foto-Legitimationsverfahren bei Online-Abschlüssen. Darüber hinaus investieren wir auch in neue Kommunikationskanäle. Mit einer Kombination aus
individualisierten Angeboten und verbessertem Kontaktmanagement über alle
digitalen Kanäle hinweg wollen wir unsere Vertriebsleistung ankurbeln.
Auf unseren Auslandsmärkten streben wir danach, weitere Marktanteile zu gewinnen. In Slowenien zählen wir bereits zum größten Wertpapierdienstleister. Um unsere Nr.-1-Position weiter auszubauen, werden wir zur Jahresmitte die Anlageberatung einführen und damit unser Angebot im Wertpapiergeschäft entscheidend erweitern. In Kroatien und in der Slowakei stehen Initiativen zur Gewinnung neuer Kunden sowie die Erhöhung der Up- und Cross-Selling-Raten auf dem Arbeits-
programm für 2023.
Wir zählen in Österreich zu den nachhaltigsten Banken. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir uns vorgenommen, unsere starke Position im Bereich Nachhaltigkeit weiter auszubauen und mit unserem nachhaltig ausgerichteten Produktangebot auch neue Zielgruppen anzusprechen.
Financial Markets
Im Segment Financial Markets tragen,
neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio, die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften sowie die Ergebnisse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wesentlich zum Ergebnis bei. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.
Der Jahresüberschuss vor Steuern im Segment Financial Markets betrug lediglich 0,4 Mio. EUR. Das signifikant rückläufige Segmentergebnis (-43,0 Mio. EUR) ist auf das geringere at Equity-Ergebnis und auf die schwache Performance der Kapitalmärkte zurückzuführen. Der Zinsüberschuss inklusive der Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen reduzierte sich auf 13,4 Mio. EUR. Grund dafür war ein Verwässerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio. EUR aufgrund der Nichtteilnahme an der Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft im Dezember 2022. Dadurch verringerte sich die direkte Beteiligung der BKS Bank AG an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft von zuletzt 14,00% auf 12,83%. Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten war mit 4,9 Mio. EUR negativ. Im Zinsergebnis sind auch die Erträge aus Beteiligungen enthalten.
Das Wertpapierportfolio der BKS Bank besteht großteils aus Staatsanleihen solider europäischer Staaten. Als Beimischung zum Portfolio werden hypothekarisch
gedeckte Bankschuldverschreibungen (Covered Bonds) mit höchster Bonität gekauft. Wir streben danach, den Anteil nachhaltiger Investments in unserem Nostro-Portfolio auszubauen. Im Berichtsjahr haben wir vorrangig Investments mit ausgezeichnetem ESG-Rating getätigt.
Segment Financial Markets*
in Mio. EUR | 2021 | 2022 |
Zinsüberschuss inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 45,6 | 13,4 |
Risikovorsorge | 0,1 | -0,5 |
Provisionsergebnis | -0,2 | -0,4 |
Handelsergebnis | 0,8 | -1,2 |
Verwaltungsaufwand | -8,7 | -8,7 |
Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,8 | 2,7 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 4,0 | -4,9 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 43,4 | 0,4 |
ROE vor Steuern | 5,3% | - |
Cost-Income-Ratio | 18,1% | 60,2% |
Risk-Earnings-Ratio | - | - |
| | |
*) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel
„Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ ab Seite 156 in diesem Bericht.
Das Beteiligungsportfolio ist wenig risikobehaftet. Außerhalb der Finanzbranche halten wir nur wenige Beteiligungen. Zu unseren wichtigsten Beteiligungen zählt unter anderem die 3 Banken-Generali Investment GmbH (3BG), an der wir 15,43% halten. Die 3BG ist eine Kapitalanlagegesellschaft mit Sitz in Linz und beschäftigt 60 Mitarbeitende. Sie verwaltet rund 11,3 Mrd. EUR, verteilt auf 61 Publikumsfonds und 158 Spezial- und Großanlegerfonds mit deutlichem Fokus auf den Heimatmarkt Österreich. Aus dieser Beteiligung lukrieren wir Erträge aus der Depotbankfunktion in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Weitere Beteiligungen halten wir an der Österreichischen Kontrollbank (OeKB), der 3 Banken KFZ-Leasing sowie an der Wiener Börse.
Im Berichtsjahr 2022 haben wir insgesamt 1,9 Mio. EUR an Erträgen aus Beteiligungen erzielt, darunter 1,0 Mio. EUR an Ausschüttung von der OeKB. Die Beteiligung an der 3 Banken KFZ-Leasing im Ausmaß von 10,0% hat Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR eingebracht. Mit dieser
Beteiligung partizipieren wir am gesamten
österreichischen KFZ-Leasingmarkt.
Der Verwaltungsaufwand blieb mit 8,7 Mio. EUR auf konstantem Niveau.
Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem die langfristige oder strukturelle Liquidität. Die Net Stable Funding
Ratio (NSFR) ist ein wichtiger Liquiditäts-indikator für die langfristige Liquidität. Im Berichtsjahr erreichte die NSFR einen Wert von 118,7%. Zur Stärkung der NSFR haben wir einerseits langfristige Anleihen in Höhe von 144,9 Mio. EUR emittiert und überdies halten wir Einlagen in Höhe von insgesamt 400,0 Mio. EUR in Form von Targeted Longer-Term Refinancing
Operations.
Die steuerungsrelevante Kennzahl
entwickelte sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Die Cost-
Income-Ratio betrug 60,2% nach 18,1%
im Vorjahr.
Ausblick Financial Markets
Die Normalisierung der Zinsen wird das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement maßgeblich stärken. Darüber hinaus erwarten wir eine Verbesserung im at Equity-Ergebnis. Das Emissionsgeschäft bleibt weiterhin auf der strategischen Agenda, um unsere Liquidität langfristig abzusichern und unseren Kunden attraktive Veranlagungsmöglichkeiten zu bieten. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2023 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und unsere Investitionen vorrangig in High Quality Liquid Assets tätigen. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.
Sonstiges Segment
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können.
In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.
Das Jahresergebnis vor Steuern im sonstigen Segment betrug -20,7 Mio. EUR nach -27,6 Mio. EUR im Vorjahr. Das Segmentergebnis war auch durch die regulatorischen Kosten belastet. Die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds mit 1,9 Mio. EUR sowie die Beiträge zum Abwicklungsfonds mit 5,0 Mio. EUR schlugen sich hier zu Buche. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 7,1 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR. Der Anstieg ist vorrangig auf die Mittelzuführung an die BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung und die BKS-Mitarbeiterbeteiligungsprivatstiftung zurück-zuführen.
Konsolidierte Eigenmittel
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2022 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:
- •
5,4% für das harte Kernkapital - • 7,2% für das Kernkapital und
- • 9,6% für die Gesamtkapitalquote
gesamt
Solide Kapitalausstattung
Das harte Kernkapital erhöhte sich im
Berichtsjahr um 43,4 Mio. EUR auf 778,3 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,9%.
Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich von 12,3% auf 12,5%. Das zusätzliche
Kernkapital belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 65,1 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 214,7 Mio. EUR betrugen die gesamten
Eigenmittel 1.058,1 Mio. EUR, ein Anstieg um 4,8%. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 17,0%.
BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR*
in Mio. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.298,3 | 1.360,6 |
Abzugsposten | -649,3 | -668,2 |
Hartes Kernkapital (CET1) | 734,9 | 778,31) |
Harte Kernkapitalquote | 12,3% | 12,5% |
| | |
AT1-Anleihe | 65,2 | 65,1 |
Zusätzliches Kernkapital | 65,2 | 65,1 |
Kernkapital (CET1 + AT1) | 800,1 | 843,4 |
Kernkapitalquote | 13,4% | 13,6% |
| | |
Ergänzungskapital | 209,1 | 214,7 |
Eigenmittel insgesamt | 1.009,2 | 1.058,1 |
Gesamtkapitalquote | 16,9% | 17,0% |
| | |
Total Risk Exposure Amount | 5.980,1 | 6.213,5 |
| | |
*) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ ab Seite 156 in diesem Bericht.
1)Beinhaltet das Jahresergebnis 2022. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Leverage Ratio

Leverage Ratio deutlich über regulatorischem Mindesterfordernis
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten
Exposure der BKS Bank unter Einschluss
außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresultimo 2022 auf 7,9%. Wir überschreiten
damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%.
Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt
Die MREL-Quote steht für Minimum
Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können.
Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.
Seit Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amount (TREA) zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2022 belief sich die MREL-Quote auf 28,7%. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestquote von 20,1% haben wir deutlich übertroffen.
Risikomanagement
Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 191 im
Kapitel Risikobericht dargestellt.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungs-legungsprozess der BKS Bank angeführt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch umfassend das European Single Electronic Format (ESEF).
Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen und die Konzernkonsolidierung sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt.
Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben.
Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeitende sind gegebenenfalls auch vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeitenden wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Kontrollaktivitäten
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Die ordnungsgemäße Berechnung und Zahlung der betrieblichen Steuern werden monatlich von der Abteilungsleitung Controlling und Rechnungswesen mit dem jeweils zuständigen Mitarbeitenden nachweislich kontrolliert. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet.
Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten.
Darüber hinaus werden Berechtigungen monitort, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent ange-wendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Information und Kommunikation
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert.
Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Überwachung der Wirksamkeit
der Maßnahmen
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.
Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die
gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss
wahrgenommen. Prüfpflichten bestehen auch für unsere Niederlassungen in der Slowakei und in Kroatien sowie für alle Leasinggesellschaften.
Nichtfinanzieller Bericht
Die BKS Bank veröffentlicht die nicht-
finanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungs-
gesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem jährlich erstellten separaten Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen
einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar. Über die erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht
berichtet.
G – Governance
Die BKS Bank hat seit langem eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert. Unter dem Motto „Verantwortungsbewusst in eine lebenswerte Zukunft“ haben wir 2020 festgelegt, welche strategischen Nachhaltigkeitsziele wir bis 2025 erreichen wollen. Im Berichtsjahr wurden dabei mehrere Adaptionen vorgenommen. So erfolgte eine Erweiterung der von uns bearbeiteten SDGs um die Ziele 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ sowie
11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden. Weiters haben wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie nach den Handlungsfeldern
- • E – Umwelt- und Klimaschutz,
- • S – Gesellschaftliches und soziales
Engagement und - • G – Governance
neu ausgerichtet. In Zukunft wollen wir einen stärkeren Fokus auf die gesellschaftlichen Aspekte von ESG legen. Wir sehen zahlreiche Chancen darin, den Menschen und somit den Social-Aspekt von ESG stärker in den Vordergrund zu rücken und einen Beitrag zu einem fairen gesellschaftlichen Wandel und gegen Diskriminierung zu leisten. Insbesondere wollen wir verstärkt Zielgruppen ansprechen, die sich durch den gesellschaftlichen Wandel zurückgelassen fühlen oder die besonders zu einer nachhaltigen Veränderung beitragen wollen. 2023 werden wir intensiv am Ausbau dieser Positionierung arbeiten. Altbewährtes, wie die Unterlegung unserer strategischen Nachhaltigkeitsziele mit messbaren Indikatoren, bleibt bestehen. Beispielsweise wollen wir unseren Status als Branchenleader in Sachen Nachhaltigkeit beibehalten und weiterhin von ISS ESG mit dem Prime-Status geratet werden. Wir streben unter anderem auch langfristig Klimaneutralität an und wollen den Anteil unserer nachhaltigen Produkte auf 15% der Bilanzsumme ausbauen.
Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltigkeit ist aufgrund ihrer hohen Bedeutung im Verantwortungsbereich der Vorstandsvorsitzenden verankert, die
regelmäßig dem Aufsichtsrat über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie berichtet. Die CSR-Verantwortliche entwickelt und koordiniert das CSR-Programm auf Basis der strategischen Nachhaltigkeitsziele gemeinsam mit den in- und ausländischen CSR-Teams. In vierteljährlichen CSR-Jours
fixes wird mit mehreren Vorstandsmitgliedern der Fortschritt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert und es werden weitere Schritte definiert. Die
Berichterstattung zu Umsetzungsfortschritten des EU-Aktionsplans oder zu
EMAS erfolgt in eigenen Meetings mit dem Vorstand.
Management von ESG-Faktoren
Zu ESG-Faktoren zählen Umwelt-, Klima-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Mit diesen Aspekten gehen sowohl Chancen als auch Risiken einher. Ziel der BKS Bank ist es, Chancen bestmöglich zu nutzen und insbesondere aus dem Klimawandel und aus Governance-Aspekten resultierende Risiken zu mitigieren. ESG-
Risiken und -Chancen werden im Risk-
Assessment beurteilt, in der Risikostrategie verankert und auf Einzelkundenebene über Softfacts beurteilt. Sie werden im Kreditrisiko-Jour fixe und im Aktiv-Passiv-Management-Gremium mit dem Vorstand auf breiter Basis diskutiert, bewertet und bei geschäftlichen Entscheidungen berücksichtigt. Die Gesamtverantwortung für das ESG-Risikomanagement trägt der Vorstand. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der einzelnen
Risikoarten.
ESG-Risiko gut im Griff
Nachhaltigkeits- oder ESG-Risiken sind für uns Ereignisse oder Bedingungen aus Umwelt (E), Sozialem (S) oder Unternehmensführung (G), die tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Reputation unseres Unternehmens haben können. Wir kategorisieren ESG-Faktoren unter dem Blickwinkel der doppelten Wesentlichkeit. Inside-out-Faktoren sind jene, bei denen unsere Aktivitäten Folgen für Umwelt und Gesellschaft haben könnten. Unter die Outside-in-Perspektive fallen Einflüsse, die von außen auf uns einwirken und Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben könnten.
Auch die Betrachtung von Wechselwirkungen zwischen ESG- und finanziellen Risiken spielt eine essenzielle Rolle in unserem ESG-Risikomanagementprozess.
Zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von ESG-Risiken und -Chancen setzen wir vielfältige Due-Diligence-Prozesse ein. Beispielhaft genannt seien das jährliche Riskassessment, eine Analyse hinsichtlich der Vulnerabilität unserer Kundenportfolios gegenüber Klimarisiken, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundenbefragungen oder unser Compliance-, Antikorruptions- und AML-Management. 2022 führten wir mehrere Riskassessments auf Einzelkunden- und Portfolio-Ebene durch. Darunter erstmals auch einen Stresstest gemäß der Methodik des Klimastresstests der EZB. Insgesamt zeigte sich, dass nur ein sehr geringer Teil der Kunden unseres Hauses durch ESG-Risiken stärker gefährdet ist. Die höchste Risikoexponiertheit weisen Kunden aus dem Tourismus, gefolgt vom Bau und Handel auf. Aus den Ergebnissen der Due-Diligence-Prozesse leiten wir Mitigationsmaßnahmen zur Risikominimierung ab.
ESG-Risikomanagementprozess

Zu diesen zählen wir unter anderem
- • die Ausschluss- und Positivkriterien für das Kunden- und Eigengeschäft, die
regeln, mit wem wir Geschäfte eingehen oder nicht, - • die Aus- und Weiterbildung unseres Vorstandes, der Aufsichtsräte und Mitarbeitenden zu ESG-Themen,
- • den Ausbau unserer nachhaltigen
Produkte, - • den Einsatz von Managementsystemen nach EFQM und EMAS oder
- • die bereits im Corporate Governance Bericht ab Seite 46 vorgestellten
Governance-, Antikorruptions- und AML-Maßnahmen.
ESG-Chancen im Fokus
Chancen, die aus ESG-Faktoren entstehen, sind ein wichtiger Innovationstreiber in unserem Haus. Wir verfügen mittlerweile über ein großes Angebot an nachhaltigen Produkten. Wir freuen uns, dass durch die rege Nachfrage das Volumen nachhaltiger Produkte 2022 erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Schwelle überschritten und 10,6% unserer Bilanzsumme erreicht hat. Zahlreiche Leistungen für unsere Mitarbeitenden schaffen ein positives Employer Branding. Eine gute Governance stärkt unsere Reputation und hilft, Strafen zu vermeiden.
Eine wichtige Quelle zum Erkennen von Chancen sind für uns Stakeholderdialoge. 2022 luden wir unsere Anspruchsgruppen zu einem Dialog unter dem Motto „Meine Bank von Morgen“ ein. Ziel war es,
Anforderungen zu eruieren, die diese Anspruchsgruppen an eine verantwortungsbewusst agierende Bank stellen.
E – Umwelt- und Klimaschutz
Der Green Deal bringt weitreichende Veränderungen für Unternehmen im Allgemeinen und für Kreditinstitute im Besonderen mit sich. Die BKS Bank bereitet sich gut vor, um diesen Weg gemeinsam mit ihren Kunden erfolgreich zu beschreiten. Seit 2022 ist unser Haus neben acht weiteren Finanzinstituten Mitglied in der Green Finance Alliance, einer Initiative des Klimaschutzministeriums für Nachhaltigkeitsvorreiter unter den Finanzinstituten. Mit dieser Mitgliedschaft gehen für uns weitreichende Verpflichtungen einher, wie beispielweise die Ausrichtung unseres Kredit- und Investmentportfolios an den Pariser Klimaschutzzielen bis 2040 und das Erreichen der Klimaneutralität bis 2050. Wir sehen die Mitgliedschaft als Chance, unsere Positionierung als Nachhaltigkeitspionierin zu stärken.
Volumen nachhaltiger Produkte

Die Aufstellung umfasst die Volumina von BKS Portfolio-Strategie nachhaltig, der emittierten Green und Social Bonds, der nachhaltigen Investmentbausteine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten, des Öko-Sparbuchs, des Grünen Sparbuchs, der nachhaltigen Finanzierungen, des Green Loans in Slowenien und Green Leasings und seit 2021 auch des Green Loans
in Kroatien.
Grünes Produktangebot im Aufwind
Mit ökologisch nachhaltigen Finanzierungen, Veranlagungsprodukten, dem Grünen Sparbuch und dem Natur & Zukunft-Konto können wir unseren Kunden in
jeder Produktsparte zumindest eine grüne Alternative anbieten.
Wir freuen uns über einen Anstieg grüner Kredite von 408 Mio. EUR auf 508 Mio. EUR. Grüne Finanzierungen werden sehr stark von Firmenkunden nachgefragt, um klimafreundliche Technologien zu implementieren und um die Transformation zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft zu erreichen. Im Bereich unserer grünen Veranlagungsprodukte starteten wir mit der Emission eines Green Bonds in das Berichtsjahr. Die BKS Bank finanziert eine Großinvestition der Stadtwerke Klagenfurt zur Errichtung von 59 Photovoltaikanlagen. Ein Teil dieser Investition wird mit Hilfe des Green Bonds finanziert. Auch im Rahmen der Vermögensverwaltung bieten wir unseren Kunden nachhaltige Alternativen an. Unser Ziel ist es, dass darin 30% der Investmentbausteine nachhaltig sind.
Wir sind stolz darauf, dass wir diesen Anteil am Ultimo erstmals erreichten. Damit haben wir einen Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie deutlich früher
erreicht als in unserem Zielpfad bis 2025 vorgesehen.
Umweltzeichen für Natur &
Zukunft-Konto
Unser Natur & Zukunft-Konto trägt zur Aufforstung heimischer Schutzwälder bei. 2020 wurden mit 4.680 Bäumen Teile eines von einer Naturkatastrophe zerstörten Schutzwaldes in Bad Eisenkappel/Železna Kapla aufgeforstet. Im Berichtsjahr haben wir die Pflanzung von 10.000 weiteren Bäumen in einem Objektschutzwald in Mallnitz initiiert. 5.000 der Pflanzen konnten noch im Herbst gesetzt werden, die zweite Tranche wird im Frühjahr folgen. Diese Bäume werden künftig als wertvolle Kohlenstoffsenke bis zu 9.400 t CO2 speichern. Um den Nachhaltigkeitscharakter des Natur & Zukunft-Kontos für die Kunden noch transparenter zu machen, wurde es mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte zertifiziert.
Gesamtwert Finance Emissions
Assetklasse | Summe der erfassten Finanzierungen und Investitionen in Tsd. EUR | Scope 1- und 2-Emissionen in t CO2-Äqu. | Scope 3-Emissionen in t CO2-Äqu. | Emissionsintensität in t CO2-Äqu./ Mio. EUR Invested1) |
Scope 3.15 | | | | |
Finanzierungen | 3.576.941 | 173.349 | 809.412 | 275 |
Kfz-Kredite2) | 18.745 | 2.469 | k. A. | 132 |
Vermögensverwaltung | 209.531 | 8.773 | 57.512 | 316 |
Eigenportfolio | 221.237 | 13.836 | 23.315 | 168 |
Zwischensumme | 4.026.454 | 198.427 | 890.239 | 270 |
Scope 3.13 | | | | |
Kfz-Leasing-finanzierungen3) | k. A. | 168.597 | k. A. | k. A. |
Summe | k. A. | 365.584 | k. A. | k. A. |
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1) Die Emissionsintensität von 282 t CO2-Äqu./Mio. EUR Invested ergibt sich nicht durch Summieren der darüberstehenden Werte, sondern wird anhand folgender Formel berechnet: Scope 1-, 2- und 3-Emissionen / Summe der erfassten Finanzierungen * 1.000
2) Bei Kfz-Krediten wurden nur Scope 1 und 2 Daten herangezogen. Dies deckt sich auch mit der Empfehlung von PCAF für Fahr-zeuge mit Verbrennungsmotoren.
3) Für das Leasingportfolio erfolgte die Berechnung in Übereinstimmung mit dem Leitfaden des GHG Protocols zu nachgelagerten geleasten Assets (downstream leased assets), da diese nicht in der PCAF-Methodologie erfasst sind.
Dekarbonisierung schreitet voran
Die BKS Bank ermittelt ihren Carbon Foot-print für Scope 1, 2 und kleinere Teile von Scope 3 seit 2012. Der Großteil der von uns verursachten Emissionen entsteht aber indirekt durch Kredite und Veranlagungsprodukte. Die nach dem Standard der Partnership for Carbon Accounting
Financials (PCAF) berechneten Emissionsdaten für von uns vergebene Unternehmenskredite und Kfz-Finanzierungen, unsere Vermögensverwaltungsvarianten und das Eigenportfolio umfassten indirekte Emissionen im Ausmaß von rund
1,4 Mio. t CO2-Äquivalenten (Scope 1, 2 und 3).
Sehr zufrieden sind wir mit dem Vorangehen der Dekarbonisierung in unserem Fonds-Eigenportfolio. Hier haben wir uns das Ziel eines Paris Alignments gesetzt und streben danach, die Emissionen jährlich um 7% zu reduzieren. 2022 ist uns dies bei Betrachtung von Scope 1 und 2 mit einer Senkung von 55,4 auf 43,5 t/Mio. EUR invested und bei Beibehaltung des von uns gewünschten gewichteten MSCI ESG Quality Scores von AA gut gelungen.
Beim durch unsere direkte Geschäftstätigkeit verursachten Carbon Footprint mussten wir einen Anstieg auf 2.414 t CO2-Äquivalente verbuchen. Dieser ist vor
allem auf eine wieder stärkere Reisetätigkeit und einen Anstieg des Verbrauchs von Strom und Erdgas zurückzuführen.
Die größte Emissionsquelle ist die An- und Abreise der Mitarbeitenden zum Arbeitsplatz mit 1.216 t CO2-Äquivalenten, gefolgt vom Strom mit 279 t CO2-Äquivalenten und der Fernwärme mit 204 t CO2-Äquivalenten.
S – Gesellschaftliche und
soziale Aktivitäten
Im Handlungsfeld „S – Gesellschaftliche und soziale Aktivitäten“ unserer Nachhaltigkeitsstrategie widmen wir uns Arbeitnehmer- und Sozialbelangen sowie den Menschenrechten. Eine zentrale Rolle spielen auch Produkte, die gesellschaftlich relevante Anliegen lösen. Dazu zählen beispielsweise die Finanzierung von Alten- oder Pflegeheimen sowie Gesundheits- und Bildungseinrichtungen. Der Silberkredit, der 2016 speziell für Senioren kreiert wurde, die nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu Finanzierungen haben, leistet ebenso wie die Beratung in unseren Filialen einen Beitrag gegen Altersdiskriminierung.
Carbon Footprint

Die rege Nachfrage zeigt den hohen Bedarf. 2022 betrug das Volumen nachhaltiger Finanzierungen mit sozialem Verwendungszweck 417,2 Mio. EUR.
Wir bieten unseren Kunden auch verschiedene Möglichkeiten, sozial nachhaltig zu investieren. Im Berichtsjahr emittierten wir erstmals einen Sustainability Bond. Dies ist eine Anleihe mit hoher sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Mit dem Emissionserlös dieses Bonds wird ein energieeffizient ausgestattetes Gesundheitszentrum in St. Pölten finanziert, in dem täglich bis zu 2.350 Patienten betreut werden können.
Beliebter Arbeitgeber
Der BKS Bank Konzern ist Arbeitgeber für 1.145 Personen aus 15 Nationen, darunter 605 Frauen. Ein Fokus unserer Nachhaltigkeitsstrategie liegt auf der Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Erfreulicherweise konnten wir mit einem Frauenanteil von 35,9% unser Ziel von 35% zum zweiten Mal in Folge übertreffen. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat das Frauenkarriereprogramm, das bislang 72 Mitarbeiterinnen absolviert haben.
Im Berichtsjahr wurde es erstmals als internationales Programm in englischer Sprache organisiert. Positiv auf Frauenkarrieren wirken sich auch die vielen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus. 2022 schlossen wir die Reauditierungen als familienfreundliches Unternehmen mit den landesüblichen Zertifikaten in Österreich und Slowenien erfolgreich ab.
Gut ausgebildet
Eine exzellente Beratung setzt hohes Know-how unserer Mitarbeitenden voraus. Daher bieten wir unseren Beschäftigten ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm an, das stets gut besucht wird. 2022 verbrachten unsere Mitarbeitenden fast 41.900 Stunden bei Aus- und Weiterbildungsaktivitäten. Neu eingeführt wurde unter anderem ein Green Day, der die Teilnehmer auf die Anforderungen des EU-Aktionsplans vorbereitete.
Durch die Bank gesund
Großes Augenmerk legten wir wieder auf die Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Das Jahresprogramm von „Durch die Bank gesund“ zur Lungengesundheit besuchten 202 Mitarbeitende.
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Überblick über den Personalstand
Mitarbeitende | 2020 | 2021 | 2022 |
Gesamt | 1.133 | 1.145 | 1.145 |
•davon in Österreich | 851 | 856 | 854 |
•davon in Slowenien | 154 | 158 | 152 |
•davon in Kroatien | 79 | 82 | 90 |
•davon in der Slowakei | 45 | 45 | 47 |
•davon in Italien | 4 | 4 | 2 |
•davon Frauen | 641 | 663 | 664 |
•davon Männer | 492 | 482 | 481 |
•davon Mitarbeitende mit Beeinträchtigungen | 25 | 24 | 27 |
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Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht
besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeitende nicht konsolidierter
Gesellschaften.
Gesellschaftlich engagiert
Unser Jubiläumsjahr stand unter dem Motto „100 Jahre Nähe und Verant-wortung“. Die BKS Bank ist ein verläss-licher Partner für viele Einrichtungen aus Kunst und Kultur. So besteht unsere Partnerschaft mit dem Carinthischen Sommer schon seit 1975. Im Berichtsjahr förderten wir dieses Highlight des Kärntner Kultursommers erneut mit über 20.000,- EUR. Ebenso führten wir die Kooperationem mit dem Stadttheater Klagenfurt und den Tagen der deutschsprachigen Literatur fort. Bei diesen freute sich Elias Hirschl über den mit 7.000,- EUR dotierten BKS Bank-Publikumspreis.
Kunstdepot
Erstmals machten wir unsere Kunst-
sammlung der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Unter dem Titel „Kunstdepot“ zeigte die Stadtgalerie Klagenfurt eine von Renate Freimüller kuratierte Ausstellung mit knapp 140 Werken von 46 Künstlerinnen und Künstlern. Diese gaben einen Einblick in die Vielfältigkeit der Sammlung, in die Entwicklung der Kunst und Gesellschaft sowie in die Entwicklung und Veränderung von 70 Jahren Sammlungstätigkeit der BKS Bank: Von der anfänglichen Konzentration auf klassische Kunst mit fast ausschließlich männlicher Beteiligung über zeitgenössische Kunst bis hin zum heutigen Ankaufsschwerpunkt auf gesellschaftskritischer Kunst mit starkem weiblichen Anteil.
Sozial aktiv
Auch die Beseitigung sozialer Ungleich-heiten ist uns eine Herzensangelegenheit. Daher unterstützten wir erneut Kärntner in Not als Hauptförderer mit 30.000,- EUR. Bei einer Spendenaktion für die Ukraine spendeten unsere Mitarbeitenden
9.300,- EUR. Dieser Betrag wurde von der BKS Bank auf 20.000,- EUR verdoppelt und an die Caritas und die slowakische Hilfsorganisation Človek v ohrození - „People in need“ übergeben.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 |
Wir sind die nachhaltigste Bank Österreichs | Best of Class in Sachen Nachhaltigkeit: | | | |
ISS ESG-Prime | ü | ü | ü |
VÖNIX-Indexmember | ü | ü | ü |
EMAS zertifiziert | ü | ü | ü |
Green Brand | ü | ü | ü |
Eine gute Governance ist Bestandteil unseres täglichen Tuns | Gegen die BKS Bank werden keine maß-geblichen Strafen durch die Aufsichtsbehörden verhängt | 0 Strafen | 1 Strafe | 1 Strafe |
| Es gibt keine begründeten Beschwerden bei der Datenschutzbehörde | ü | ü | ü |
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Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 |
Wir wertschätzen unsere Mitarbeitenden und sind stolz auf diese | Mitarbeiterbefragung: Gesamtzufriedenheit liegt mindestens bei 1,9 | 2,0 (Befragung 2017) | 2,0 (Befragung 2021) | 2,0 (Befragung 2021) |
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt auf 35% | 31,6% | 36,5% | 35,9% |
Mindestens 25% der Mitarbeitenden nehmen p.a. am Programm der betrieblichen Gesund-heitsförderung teil | 27,7% | 22,4% | 17,6% |
Der Gender-Pay-Gap wird auf 12% reduziert | 16,5% | 16,2% | 16,7% |
Unser Mitarbeitenden sind Multiplikatoren für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung | Mindestens 10% aller Mitarbeitenden beteiligen sich p.a. an einem Corporate Volunteering | 10,4% | 3,5% | 5,2% |
90% unserer Mitarbeitenden haben mindestens eine CSR-Ausbildung absolviert | 40,5% | 64,1% | 79,0% |
Mit exzellenter Beratung begeistern wir unsere Kunden | EFQM - Recognized for Excellence 7 Star2) | EFQM - Recognized for Excellence 5 Star | EFQM - Recognized for Excellence 5 Star | EFQM - Recognized for Excellence 5 Star |
Gesamtzufrieden-heitsnote von 1,5 in unserer Kunden-befragung | 1,5 | 1,5 | 1,5 |
Nachhaltigkeit verstehen wir als Innovationstreiber für nachhaltige Bankprodukte | Der Anteil unserer nachhaltigen Produkte an der Bilanzsumme beträgt 15% | 4,5% | 7,2% | 10,7% |
Das Neukreditvolumen nachhaltiger Finan-zierungen beträgt p.a. 200 Mio. EUR2) | 131,5 | 143,0 | 255,6 |
Der Anteil an ESG-Investmentbausteinen in der Vermögens-verwaltung erhöht sich auf über 30% | k.A. | 28,5% | 29,8% |
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1) Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.
2) Das EFQM-Bewertungssystem wurde ab dem Jahr 2020 neu definiert und um weitere Exzellenzstufen ergänzt, die Bewertung der BKS Bank erfolgte noch nach dem vorher gültigen Modell.
Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 |
Wir streben Klima- neutralität an | Reduktion des Carbon Footprint je Mit-arbeitenden auf 2,0 t CO2-Äquivalente | 0,9 t CO2-Äquivalente | 0,9 bzw. 2,3 t CO2-Äquivalente3) | 2,4 t CO2-Äquivalente |
Der Gesamtenergie-verbrauch sinkt bis 2025 auf 7,2 GWh | 7,6 GWh | 7,2 GWh | 8,3 GWh |
Wir entwickeln unsere Immobilien zu Green Buildings | Mindestens fünf bauliche Maß-nahmen in Richtung Green Building p.a. | ü | ü | ü |
Wir engagieren uns in Netz-werken der Verantwortung | UN Global Compact | ü | ü | ü |
respACT – austrian business council for sustainable development | ü | ü | ü |
Verantwortung zeigen! | ü | ü | ü |
WWF CLIMATE GROUP | ü | ü | ü |
Wir tragen dazu bei, die Chancengleichheit in der Gesellschaft zu erhöhen | Mindestens fünf Financial Literacy-Maßnahmen jährlich | ü | ü | ü |
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1)Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.
2)Die für 2020 und 2021 ausgewiesenen Werte berechnen sich aus der Differenz des Bestandsvolumens am Jahresanfang und -ende. Dies entspricht nicht dem gesamten Neugeschäft, da unterjährig auch Tilgungen bestehender Kredite erfolgen. 2022 haben wir daher die Berechnung so umgestellt, dass das tatsächliche Neugeschäft erfasst wird.
3) 2021 wurde die Datenbasis für die Berechnung deutlich ausgebaut. Der CO2-Footprint je Mitarbeitenden von 0,9 t CO2-Äquivalenten ist jener, den wir ohne Ausweitung der Datenbasis erzielt hätten. 2,3 t CO2-Äquivalente zeigen den neuen Gesamtwert an. Daher haben wir 2022 ein neues Ziel von 2,0 t CO2-Äquivalenten je Mitarbeitenden definiert.
Forschung und Entwicklung
Die BKS Bank AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB.
Ausblick
Rezession dürfte ausbleiben
Im vierten Quartal 2022 waren die Prognosen für das Jahr 2023 noch düster:
Befürchtet wurde eine weltweite Rezession. Zum Jahresauftakt hellte sich der konjunkturelle Himmel wieder etwas auf. In seiner jüngsten Veröffentlichung ging der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,9% für das Jahr 2023 aus.
Rückenwind für die globale Konjunktur wurde unter anderem von Chinas Abkehr von seiner strengen Null-Covid-Politik
erwartet.
Während der IWF für die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 5,2% erwartet, fallen die Wachstumsprognosen für die USA (1,4%) und Europa (0,7%) deutlich zurückhaltender aus. Großbritannien dürfte in eine Rezession schlittern.
Für Österreich wurde eine sogenannte Stagflation mit einem Wachstum von 0,3% (WKO) bzw. 0,4% (IHS) prognostiziert. Die heimische Wirtschaft dürfte von den hohen Energiekosten und hohen Inflationsraten gebremst werden. Eine spürbare Entspannung wird erst für 2024 erwartet. Ein erfreulicher Lichtblick ist, dass die Arbeitslosenquote in Österreich für 2023 weiter niedrig bleiben dürfte.
Aktienmärkte in ruhigerem
Fahrwasser
Für die Aktienmärkte wird 2023 ein
weniger schwankungsintensives Jahr erwartet. Die Börsenprognosen sprühen zwar nicht vor Optimismus, aber gerade diese geringe Erwartungshaltung könnte mit Marktchancen bei positiver Nachrichtenlage verbunden sein. Investments in Anleihen sollten im Lauf des Jahres von einer breiten Erholung gekennzeichnet sein. Bei Unternehmensanleihen dürften sich die deutlich gestiegenen Risikoaufschläge verringern und die Kurse stützen. Bei Staatsanleihen, insbesondere europäischen, gehen wir im ersten Halbjahr noch von leicht ansteigenden Renditen und somit fallenden Kursen aus. Im späteren Jahresverlauf erwarten wir aber auch hier eine Erholung. Industriemetalle könnten im Jahr 2023 wieder stärker anziehen, nachdem diese im Vorjahr aufgrund von Rezessionssorgen zum Teil deutlich an Wert verloren hatten.
Wirtschaftsabschwung bremst Wachstumsaussichten
Nach zwei Jahren, die von Covid-19 und Lockdowns geprägt waren, stand 2022 ganz im Zeichen des Ukraine-Krieges. Diese drei herausfordernden Jahre haben Spuren in der heimischen Wirtschaft hinterlassen, die sich auch in der Insolvenzstatistik ablesen lassen. So hat sich die Zahl der Firmenpleiten im Vorjahr mehr als verdoppelt.
Die Vorzeichen deuten auch auf ein schwieriges Wirtschaftsjahr 2023 hin, das von gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, hohen Inflationsraten und zurückhaltendem Konsumverhalten geprägt sein wird. Dennoch gehen wir mit Optimismus in das neue Geschäftsjahr und werden auch 2023 konsequent an der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie arbeiten. Insgesamt sehen wir uns gut gerüstet für die Herausforderungen der kommenden Monate.
Kreditrisikovorsorge auch 2023
ein wichtiges Thema
Die Budgets der heimischen Betriebe werden 2023 weiterhin von steigenden
Kosten belastet sein. Dementsprechend rechnen wir mit einem höheren Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und einer eher verhaltenen Entwicklung der Kreditnachfrage. Im Bereich der Wohnraumfinanzierungen erwarten wir in Österreich eine Aufweichung der strengen Kreditvergabe-
Richtlinien.
Das Zinsgeschäft hat durch die Leitzinserhöhungen der EZB eine neue Dynamik erhalten. Bis zu den Sommermonaten werden noch weitere Zinserhöhungsschritte erwartet, danach sollte der Plafond erreicht sein. Im Zuge des veränderten Zinsniveaus besteht die Herausforderung darin, die Margen im Kredit- und Einlagen-geschäft im Auge zu behalten.
Auch im Dienstleistungsgeschäft sehen wir weiterhin Wachstumspotentiale. Der Zahlungsverkehr wird 2023 ein verlässlicher Ergebnislieferant sein, wie bereits in den Jahren zuvor. Dies ist das Ergebnis unserer vorausschauenden Arbeit und
unseres Angebots an innovativen Produkten. Im Wertpapiergeschäft rechnen wir – nach einem turbulenten Veranlagungsjahr 2022 – mit einer Trendumkehr und einem insgesamt verbessertem Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft. Insbesondere erwarten wir durch die Einführung der Anlageberatung in Slowenien Ergebniszuwächse in dieser Geschäftssparte.
Investitionen in digitale Transformation
Auch 2023 bleiben wir am Puls der Zeit. Etliche Projekte sind bereits in den letzten Monaten entscheidend vorangekommen wie beispielsweise die Vereinheitlichung der konzernweiten IT-Landschaft. Wir arbeiten mit Hochdruck an den notwendigen Vorarbeiten, um 2024 die Migration der IT-Anwendungslandschaft Sloweniens auf die Kernsysteme der 3Banken-IT zu finalisieren. Diese Mammutaufgabe zählt zu den größten IT-Projekten, die wir je umgesetzt haben. Im Rahmen dessen gilt es, Prozesse neu zu denken und auf gemeinsame Linie zu bringen. Dadurch sollen Doppelgleisigkeiten abgebaut, Kosten reduziert und effizientere Abläufe ermöglicht werden.
Um mehr Effizienz geht es auch bei der Digitalisierung des sehr kostenintensiven Firmenkundenkreditprozesses. Die Herausforderung liegt darin, einen hohen
Automatisierungsgrad auf einen hochkomplexen Prozess anzuwenden. Da es gerade im Firmenkundengeschäft viele Faktoren zu berücksichtigen gilt, gehen wir dieses Thema mit großer Sorgfalt und unserer bewährten Schritt-für-Schritt-Philosophie an. Das Ziel ist es, den Prozess deutlich zu vereinfachen und insgesamt effizienter und schneller in der Abwicklung zu werden.
Ein weiteres Digitalisierungsprojekt wird im Wertpapierbereich finalisiert: Privatkunden werden Depots demnächst online eröffnen können. Neu- und Bestandskunden wird damit die Möglichkeit geboten, die Depoteröffnung und die Legitimierung über unsere innovative Plattform BKS
Interact durchzuführen.
Auch beim Leasing setzen wir neue Maßstäbe: Demnächst wird beinahe unser komplettes Angebot, von Fahrzeugen bis zur Produktionsanlage, online verfügbar sein. Bestands- und Neukunden können Leasingverträge dann völlig selbständig online abschließen.
Ein strategisches Projekt konnten wir bereits zu Jahresbeginn finalisieren, nämlich den Start unserer Leasinggesellschaft in Serbien. Wir sehen in diesem Markt großes Potenzial und wollen unsere Leasinggesellschaft in den kommenden Monaten sukzessive auf- und ausbauen.
Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit weiter ausbauen
Nachhaltigkeit bleibt weiterhin eines unserer Kernthemen. Wir haben Nachhaltigkeit in ihren unterschiedlichsten Facetten bereits seit langem in unserer Unternehmenskultur verankert und sind stolz darauf, im Vorjahr unter anderem als nachhaltigste Bank Österreichs sowie als Green Brand ausgezeichnet worden zu sein. Diese Erfolge empfinden wir sowohl als Bestätigung als auch als Ansporn für weitere Höchstleistungen.
Im Jahr 2023 wollen wir uns in vielen nachhaltigen Bereichen weiterentwickeln. So haben wir heuer unter anderem die Emission von weiteren Green Bonds, die Einführung eines neuen grünen Spar-
produktes und neuer, sozial nachhaltiger Kreditprodukte sowie die Entwicklung weiterer Immobilien zu Green Buildings mit ÖGNI-Zertifizierung geplant.
Auch intern gibt es für uns einiges zu tun, um die Vorgaben der Green Finance Alliance für das Jahr 2023 umzusetzen und einen Dekarbonisierungspfad inklusive der nötigen Policies zu entwickeln. Es ist uns ein großes Anliegen, das Volumen von ESG-Finanzprodukten in der Vermögensverwaltung der BKS Bank in Österreich und Slowenien zu erhöhen sowie die
Dekarbonisierung unserer Produkte und des Eigenportfolios in Richtung Paris
Alignment fortzuführen.
Optimistischer Blick auf das Gesamtjahr 2023
Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres war ausgezeichnet. Uns ist bewusst, dass die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie durch Marktturbulenzen, Konjunktureintrübung, aufsichtsrechtliche Änderungen, geopolitische Ereignisse oder Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind dennoch optimistisch, dass wir dank unseres bewährten Geschäftsmodells, der guten Eigenmittelausstattung und der starken Marktposition weiterhin unseren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Expansionskurs fortsetzen können.
Für das neue Geschäftsjahr erwarten
wir uns wieder eine solide Ergebnisentwicklung. Damit und durch eine geplante Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr werden wir unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken, um für weiteres Wachstum gut
gerüstet zu sein.

Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende


Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes

Konzernabschluss nach IFRS
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2022
Gewinn- und Verlustrechnung
in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 2021 | 2022 | ± in % |
Zinserträge aus Anwendung der Effektivzinsmethode | | 144.685 | 160.711 | 11,1 |
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | | 22.222 | 25.743 | 15,8 |
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | | -27.989 | -29.866 | 6,7 |
Zinsüberschuss | (1) | 138.918 | 156.588 | 12,7 |
Risikovorsorge | (2) | -32.389 | -25.898 | -20,0 |
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | | 106.529 | 130.690 | 22,7 |
Provisionserträge | | 73.216 | 74.948 | 2,4 |
Provisionsaufwendungen | | -6.113 | -6.775 | 10,8 |
Provisionsüberschuss | (3) | 67.103 | 68.173 | 1,6 |
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | (4) | 44.959 | 20.676 | -54,0 |
Handelsergebnis | (5) | 785 | -1.178 | >-100 |
Verwaltungsaufwand | (6) | -123.956 | -136.013 | 9,7 |
Sonstige betriebliche Erträge | (7) | 10.312 | 15.909 | 54,3 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -14.996 | -11.639 | -22,4 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten | | 5.454 | -8.051 | >-100 |
•Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | (8) | 170 | 1.977 | >100 |
•Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | (9) | 4.168 | -8.885 | >-100 |
•Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV | (10) | 1.404 | -626 | >-100 |
•Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | (11) | -288 | -517 | -79,7 |
Jahresüberschuss vor Steuern | | 96.190 | 78.567 | -18,3 |
Steuern vom Einkommen | (12) | -12.931 | -15.006 | 16,0 |
Jahresüberschuss | | 83.259 | 63.561 | -23,7 |
| | | | |
Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen, die gemäß IAS 8 durchgeführt wurden, findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“.
Sonstiges Ergebnis
in Tsd. EUR | | 2021 | 2022 | ± in % |
Jahresüberschuss | | 83.259 | 63.561 | -23,7 |
Sonstiges Ergebnis | | 11.316 | 9.435 | -16,6 |
Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | | 11.369 | 17.551 | 54,4 |
±Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | | 2.959 | 851 | -71,2 |
±Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | | -737 | -617 | 16,4 |
±Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | | 7.060 | 10.879 | 54,1 |
±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | | -1.765 | -1.991 | -12,8 |
±Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert) | | 388 | 985 | >100 |
±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert) | | -97 | -199 | >-100 |
±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | | 3.561 | 7.643 | >100 |
Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | | -53 | -8.116 | >-100 |
±Währungsumrechnungsdifferenzen | | 23 | -13 | >-100 |
±Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | | -1.230 | -5.544 | >-100 |
±Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | | -1.230 | -5.544 | >-100 |
±Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust | | - | - | - |
±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | | 308 | 1.310 | >100 |
±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | | 847 | -3.869 | >-100 |
Gesamtergebnis | | 94.575 | 72.996 | -22,8 |
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Gewinn und Dividende je Aktie
| 2021 | 2022 |
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf | 42.076.156 | 42.174.033 |
Dividende je Aktie in Euro | 0,23 | 0,25 |
Gewinn je Aktie in Euro (unverwässert) | 1,91 | 1,44 |
Gewinn je Aktie in Euro (verwässert) | 1,91 | 1,44 |
| | |
In der Kennziffer „Gewinn je Aktie“ wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Berechnung des Gewinns je Aktie wird vom Jahresüberschuss in Höhe von 63,6 Mio. EUR (Vorjahr: 83,3 Mio. EUR) die Kuponzahlung der emittierten Tier 1-Anleihen in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen, wodurch der Berechnung der Kennzahl ein Jahresüberschuss von 60,6 Mio. EUR (Vorjahr: 80,3 Mio. EUR) zugrunde liegt.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 01.01.2021 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Barreserve | (13) | 1.102.688 | 1.479.418 | 849.015 | -42,6 |
Forderungen an Kreditinstitute | (14) | 282.770 | 94.582 | 253.618 | >100 |
Forderungen an Kunden | (15) | 6.569.965 | 6.958.625 | 7.175.340 | 3,1 |
Handelsaktiva | (16) | 10.526 | 8.561 | 13.946 | 62,9 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | (17) | 917.599 | 999.561 | 1.123.812 | 12,4 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | (18) | 153.426 | 154.548 | 150.240 | -2,8 |
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | (19) | 661.538 | 709.256 | 727.275 | 2,5 |
Immaterielle Vermögenswerte | (20) | 10.153 | 9.655 | 9.319 | -3,5 |
Sachanlagen | (21) | 80.022 | 81.692 | 75.676 | -7,4 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (22) | 62.975 | 78.367 | 92.974 | 18,6 |
Latente Steuerforderungen | (23) | 5.583 | 6.209 | 6.010 | -3,2 |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (24) | - | - | 29.458 | - |
Sonstige Aktiva | (25) | 17.391 | 22.026 | 26.365 | 19,7 |
Summe der Aktiva | | 9.874.636 | 10.602.500 | 10.533.048 | -0,7 |
| | | | | |
Passiva
in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 01.01.2021 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (26) | 899.929 | 826.912 | 930.977 | 12,6 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (27) | 6.542.245 | 7.142.532 | 6.823.793 | -4,5 |
•hiervon Spareinlagen | | 1.401.674 | 1.351.180 | 1.258.886 | -6,8 |
•hiervon sonstige Verbindlichkeiten | | 5.140.571 | 5.791.352 | 5.564.907 | -3,9 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | (28) | 647.463 | 732.523 | 783.616 | 7,0 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss | | 63.429 | 56.999 | 35.336 | -38,0 |
Handelspassiva | (29) | 13.711 | 7.886 | 5.250 | -33,4 |
Rückstellungen | (30) | 129.434 | 119.385 | 122.281 | 2,4 |
Latente Steuerschulden | (23) | - | 3.872 | 7.565 | 95,4 |
Sonstige Passiva | (31) | 51.440 | 48.442 | 51.034 | 5,4 |
Nachrangkapital | (32) | 209.583 | 240.942 | 264.719 | 9,9 |
Eigenkapital | (33) | 1.380.831 | 1.480.006 | 1.543.813 | 4,3 |
Summe der Passiva | | 9.874.636 | 10.602.500 | 10.533.048 | -0,7 |
| | | | | |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022
in Tsd. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital |
Stand 01.01.2022 | 85.886 | 241.416 | -351 | 34.327 | 970.270 | 83.259 | 65.200 | 1.480.006 |
Ausschüttung | | | | | | -9.700 | | -9.700 |
Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | | | | | | -3.971 | | -3.971 |
Dotierung Gewinnrücklagen | | | | | 69.587 | -69.587 | | - |
Jahresüberschuss | | | | | | 63.561 | | 63.561 |
Sonstiges Ergebnis | | | 77 | 4.260 | 5.098 | | | 9.435 |
Kapitalerhöhung | | | | | | | | - |
Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | | | | | 2.012 | | | 2.012 |
Veränderung eigener Aktien | | | | | 2.487 | | | 2.487 |
Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | | | | | | | | - |
Umgliederung | | | | -399 | 399 | | | - |
Übrige Veränderungen | | | | | -16 | | | -16 |
Stand 31.12.2022 | 85.886 | 241.416 | -274 | 38.188 | 1.049.836 | 63.561 | 65.200 | 1.543.813 |
| | | | | | | | |
| |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) | 31.863 |
Stand der Steuerlatenz-Rücklage | -7.329 |
| |
1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2021
in Tsd. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital |
Stand 31.12.2020 | 85.886 | 241.416 | -752 | 26.022 | 879.451 | 74.748 | 55.900 | 1.362.671 |
Auswirkung aus Änderung IAS 40 | | | | | 18.160 | | | 18.160 |
Stand 01.01.2021 nach Änderung IAS 40 | 85.886 | 241.416 | -752 | 26.022 | 897.611 | 74.748 | 55.900 | 1.380.831 |
Ausschüttung | | | | | | -5.047 | | -5.047 |
Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | | | | | | -3.971 | | -3.971 |
Dotierung Gewinnrücklagen | | | | | 65.730 | -65.730 | | - |
Jahresüberschuss | | | | | | 83.259 | | 83.259 |
Sonstiges Ergebnis | | | 401 | 7.486 | 3.429 | | | 11.316 |
Kapitalerhöhung | | | | | | | | - |
Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | | | | | 2.685 | | | 2.685 |
Veränderung eigener Aktien | | | | | 1.289 | | | 1.289 |
Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | | | | | | | 9.300 | 9.300 |
Umgliederung | | | | 820 | -820 | | | - |
Übrige Veränderungen | | | | | 345 | | | 345 |
Stand 31.12.2021 | 85.886 | 241.416 | -351 | 34.327 | 970.270 | 83.259 | 65.200 | 1.480.006 |
| | | | | | | | |
| |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) | 27.147 |
Stand der Steuerlatenz-Rücklage | -6.787 |
| |
1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (33) Eigenkapital.
Konzern-Geldflussrechnung
Entwicklung der Zahlungsströme
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Jahresüberschuss | 83.259 | 63.561 |
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | | |
•Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen | 39.639 | 33.314 |
•Veränderung der Rückstellungen | 4.175 | 11.158 |
•Veräußerungsgewinne und -verluste | -118 | -2.856 |
•Veränderung beizulegender Zeitwert als Finanzinvestition gehaltener Immobilien | -1.852 | -2.688 |
•Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen | -18.028 | 6.053 |
•Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | -44.959 | -20.676 |
Nettozinsertrag | -138.918 | -156.588 |
Steueraufwand | 12.932 | 15.006 |
Zwischensumme | -63.870 | -53.716 |
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | | |
•Forderungen an Kreditinstitute, Kunden | -227.985 | -435.227 |
•Übrige Aktiva | -5.181 | -1.641 |
•Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 528.540 | -218.864 |
•Rückstellungen und Sonstige Passiva | -8.764 | -10.729 |
Erhaltene Zinsen | 162.971 | 182.669 |
Gezahlte Zinsen | -33.509 | -24.703 |
Erhaltene Dividenden | 3.532 | 3.482 |
Gezahlte Steuern | -14.796 | -13.969 |
Cash Flow aus operativer Tätigkeit | 340.938 | -572.698 |
Mittelzufluss aus der Veräußerung und Tilgung von: | | |
•Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 70.461 | 198.966 |
•Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 48.882 | 27.350 |
•Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | 353 | 864 |
•At equity bilanzierte Unternehmen | - | 1.998 |
Mittelabfluss durch Investitionen in: | | |
•Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -154.689 | -327.743 |
•Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -37.737 | -19.285 |
•Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | -5.659 | -10.585 |
•Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -8.134 | -3.743 |
Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen | 4.335 | 6.447 |
Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -82.188 | -125.731 |
Dividendenzahlungen | -5.047 | -9.700 |
Emission zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 9.300 | - |
Kuponzahlung zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | -3.971 | -3.971 |
Rückkauf von eigenen Aktien | -284 | -1.500 |
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 1.573 | 3.987 |
Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | 208.727 | 146.220 |
Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | -89.750 | -64.300 |
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -2.674 | -2.711 |
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 117.873 | 68.025 |
Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres | 1.102.688 | 1.479.418 |
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 340.938 | -572.698 |
Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -82.188 | -125.731 |
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 117.873 | 68.025 |
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand | 106 | 1 |
Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres | 1.479.418 | 849.015 |
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Erläuterungen (Notes) zum
Konzernabschluss der BKS Bank
Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
I. Allgemeine Angaben
Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt am Wörthersee, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2022 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der „Bank für Kärnten“. 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986 an der Wiener Börse und sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.
Als Kreditinstitut mit Sitz in Österreich ist es unser Zweck, Unternehmer und Privatpersonen bei ihren Finanzgeschäften zu unterstützen, um somit ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft und Gesellschaft zu sein. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit bieten wir unseren Kunden ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk.
Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 10. März 2023 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.
II. Auswirkungen neuer und geänderter Standards
Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien geändert. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“. Alle weiteren im Geschäftsjahr 2021 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, 2022 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.
Anzuwendende Standards/Amendments ab 01.01.2022
Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
IAS 16 - Sachanlagen (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
IAS 37 - Rückstellungen (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards - Zyklus 2018-2020 | 01.01.2022 | Juli 2021 |
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IAS 16 - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung
Die Änderungen an IAS 16 beziehen sich auf die Behandlung von Erträgen, die entstehen, bevor sich eine Sachanlage im betriebsbereiten Zustand befindet. Danach ist ein Abzug möglicher Nettoerträge aus der Veräußerung von Gütern von den Anschaffungskosten einer Sachanlage nicht gestattet, während diese an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird.
IAS 37 - Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen
Mit den Änderungen von IAS 37 wird festgelegt, welche Kosten ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages berücksichtigen sollte, wenn das Unternehmen beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Erfüllungskosten umfassen demnach alle Kosten, die direkt dem Vertrag zuzurechnen sind. Damit sind sowohl Kosten zu berücksichtigen, die ohne den Auftrag nicht anfallen würden (incremental cost) als auch Kosten, die direkt der Vertragserfüllung zuzurechnen sind.
IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse
Mit der Änderung an IFRS 3 wird ein Verweis auf das Conceptual Framework aktualisiert, ohne jedoch die Vorschriften im Standard bedeutend zu ändern.
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards - Zyklus 2018-2020
Die jährlichen Verbesserungen der IFRS beinhalten Änderungen an den folgenden Standards:
- • IAS 41 Landwirtschaft – Übereinstimmung der Zeitwertermittlung mit IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
- • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Behandlung von kumulativen Währungsdifferenzen bei der erstmaligen Anwendung der IFRS durch eine Tochtergesellschaft
- • IFRS 9 Finanzinstrumente – Bestimmung der Gebühren, die bei dem 10%-Test für die Beurteilung einer Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten einzubeziehen sind
- • IFRS 16 Leasingverhältnisse – Änderung des erläuternden Beispiels 13 bezüglich Leasinganreize
Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Ab dem 01.01.2023 anzuwendende Standards/Amendments
Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
IAS 1 - Darstellung des Abschlusses (Amendments) | 01.01.2023 | März 2022 |
IAS 8 - Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Amendments) | 01.01.2023 | März 2022 |
IAS 12 - Ertragsteuern (Amendments) | 01.01.2023 | August 2022 |
IFRS 17 - Versicherungsverträge und Amendments | 01.01.2023 | November 2021 |
IFRS 17 - Versicherungsverträge (Amendments) | 01.01.2023 | September 2022 |
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IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Amendments)
Der IASB hat im Februar 2021 die Verlautbarung „Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ veröffentlicht. Diese Änderungen des IAS 1 sowie zusätzliche Leitlinien im Begleitmaterial konkretisieren, in welchem Umfang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss zu erläutern sind. Zukünftig ist nur auf wesentliche („material“) Methoden einzugehen und nicht mehr auf bedeutende („signifikant“). Wann eine Methode als material einzustufen ist, ist auf Basis der neuen Kriterien des IAS 1.117 zu beurteilen. Aus diesen Änderungen, die für Berichtsperioden in Kraft tritt, die am oder nach dem 01. Januar 2023 beginnen, werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Jedoch könnte es zu Anpassungen der bisher im Anhang veröffentlichten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen.
IAS 8 - Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Amendments)
Die Änderungen des IAS 8 stellen klar, wie Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgegrenzt werden können. Diese wurden im Februar 2021 vom IASB veröffentlicht und treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 01. Januar 2023 beginnen. Aus dieser Änderung wird keine Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet.
IAS 12 - Ertragsteuern: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen (Amendments)
Mit dieser Änderung gilt die Erstanwendungsausnahme des IAS 12.15(b) sowie IAS 12.24 nicht für Transaktionen, bei denen beim erstmaligen Ansatz abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen. Aus dieser Änderung, die mit 01. Januar 2023 in Kraft tritt, werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.
IFRS 17 - Versicherungsverträge
Bereits im Mai 2017 hat der IASB den neuen Standard IFRS 17 veröffentlicht. Dieser tritt mit 01. Januar 2023 in Kraft und löst den bisher geltenden „Übergangsstandard“ IFRS 4 ab. Der neue Standard regelt umfassend die Grund-sätze hinsichtlich Identifikation, Ansatz, Bewertung, Ausweis und Anhangangaben für Versicherungsverträge und beseitigt die bisher fehlende Einheitlichkeit hinsichtlich der Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen. Eine erste Analyse bestehender Verträge hat ergeben, dass diese nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 17 fallen. Daher werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss aus dem Inkrafttreten des IFRS 17 erwartet.
IFRS 17 - Versicherungsverträge: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformation (Amendments)
Mit 01. Januar 2023 ist auch die Änderung an IFRS 17 in Kraft getreten. Diese ermöglicht es Unternehmen, den Widerspruch bei der Darstellung der Vorjahreswerte bei gleichzeitiger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 zu
lösen. Aus dieser Änderung werden keine Auswirkungen erwartet.
Ab dem 01.01.2024 oder zu einem späteren Zeitpunkt anzuwendende Standards/Amendments
Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
IAS 1 - Darstellung des Abschlusses (Amendments) | 01.01.2024 | Ausständig |
IFRS 16 - Leasingverhältnisse (Amendments) | 01.01.2024 | Ausständig |
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Aus den oben angeführten Amendments werden keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss erwartet.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist.
Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeitenden berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ nach der Erwerbsmethode.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises
Die BKS Bank AG als Mutterunternehmen verfügt über die Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse bei nachstehend angeführten Unternehmen steuern kann.
Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises
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Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 99,75% | 0,25% | 31.12.2022 |
BKS-leasing d.o.o. | Ljubljana | 100,00% | - | 31.12.2022 |
BKS-leasing Croatia d.o.o. | Zagreb | 100,00% | - | 31.12.2022 |
BKS-Leasing s.r.o. | Bratislava | 100,00% | - | 31.12.2022 |
IEV Immobilien GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH | Klagenfurt | 100,00% | | 31.12.2022 |
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | - | 100,00% | 31.12.2022 |
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
BKS Service GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH | Klagenfurt | 99,00% | 1,00% | 31.12.2022 |
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At Equity bilanzierte Gesellschaften
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:
At Equity bilanzierte Gesellschaften
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Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
Oberbank AG | Linz | 14,2% | 30.09.2022 |
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | Innsbruck | 12,8% | 30.09.2022 |
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Zur Oberbank AG und zur Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 14,2% bzw. 12,8% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile und Stimmrechtsanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für die Einbeziehung in den Konzernabschluss der BKS Bank der 30.09.2022 als Stichtag herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst. Im Dezember 2022 hat die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die BKS Bank AG hat an dieser Kapitalerhöhung nicht teilgenommen, wodurch eine Verwässerungseffekt in Höhe von -9,4 Mio. EUR entstand.
Quotal konsolidierte Gesellschaften
Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
Quotal konsolidierte Gesellschaften
0 | | | |
Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. | Linz | 25,0% | 31.12.2022 |
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Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften
Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften
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Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
3 Banken IT GmbH | Linz | 30,00% | - | 31.12.2022 |
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
PEKRA Holding GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2022 |
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | Innsbruck | 30,00% | - | 31.12.2022 |
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Ergebnisse ausländischer Tochtergesellschaften und Filialen
Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2022
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in Tsd. EUR | Nettozinsertrag | Betriebsertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen |
Auslandsfilialen | | | | | |
Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 15.299 | 24.238 | 131,3 | 8.402 | -1.892 |
Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 7.857 | 13.627 | 68,0 | 2.982 | -2.133 |
Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.900 | 3.386 | 31,3 | -150 | -417 |
Tochtergesellschaften | | | | | |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 6.327 | 6.936 | 19,5 | 2.858 | -535 |
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 3.215 | 3.523 | 14,9 | 1.055 | -193 |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 2.318 | 2.532 | 14,1 | 612 | -124 |
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Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2021
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in Tsd. EUR | Nettozinsertrag | Betriebsertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen |
Auslandsfilialen | | | | | |
Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 10.745 | 19.536 | 129,7 | 5.338 | -1.571 |
Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 9.873 | 11.109 | 65,2 | -11.523 | 2.065 |
Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.711 | 3.448 | 28,8 | 560 | -375 |
Tochtergesellschaften | | | | | |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 5.454 | 6.339 | 19,5 | 3.210 | -606 |
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 2.767 | 3.135 | 14,6 | 944 | -172 |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 1.971 | 1.994 | 13,8 | 664 | -150 |
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Währungsumrechnung
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen EZB-Kursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.
Auswirkung von Covid-19 und aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Gesetzliche Moratorien und freiwillige Stundungen
Die im Zuge der Covid-19-Krise erlassenen staatlichen Maßnahmen sind ausgelaufen, auch werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt sowohl im Inland als auch im Ausland keine privaten Moratorien mehr vergeben. Von den in 2020 gestundeten Krediten reduzierte sich das von EBA-konformen Moratorien betroffene Kreditvolumen seit dem Jahresende 2021 von 21,7 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR (31.12.2020: 282,5 Mio. EUR). Des Weiteren bestehen zum Jahresende 2022 Überbrückungsfinanzierungen mit staatlichen Garantien in Höhe von 73,1 Mio. EUR (31.12.2021: 99,7 Mio. EUR). Aus den gewährten Maßnahmen sind der BKS Bank keine größeren Verluste entstanden.
Expected Credit Loss
Die Covid-19-Krise veranlasste uns in den letzten beiden Jahren, die von der Krise am stärksten betroffenen Branchen einem kollektiven Stufentransfer zu unterziehen und die Portfolien dementsprechend in Stage 2 zu migrieren. Im dritten Quartal 2021 haben wir nach eingehender Analyse begonnen, gewisse Branchen nicht mehr einem kollektiven Stufentransfer zu unterziehen, und ab dem zweiten Quartal 2022 wurde keine Branche mehr in Stage 2 migriert.
Im zweiten Quartal 2022 wurde die Forward-Looking Information auf Basis der von Bloomberg veröffentlichten Prognosen aktualisiert und der ECL-Berechnung ab Juni 2022 zugrunde gelegt. Um den bevorstehenden Wirtschaftsabschwung insgesamt im Expected Credit Loss abzubilden, haben wir mit Ende September 2022 die Ausfallswahrscheinlichkeiten im Segment Firmenkunden angepasst.
Um das Ausmaß der indirekten Auswirkungen des Kriegsgeschehens beurteilen und dementsprechend reagieren zu können, nahm die BKS Bank im September 2022 weiters eine systematische Analyse einzelner betroffener Kunden vor. Die Auswertung zeigte, dass bei mehr als einem Drittel der befragten Kunden eine maßgebliche Betroffenheit durch gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie die Inflationsentwicklung gegeben war. Diese Betroffenheit hatte zwar im Berichtsjahr zumeist keine unmittelbare Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Unternehmen; dies war aber vor allem auf die Entspannung bei der Energiepreisentwicklung und -versorgung im vierten Quartal zurückzuführen. Um die Unternehmensentwicklung der Kunden mit starker Betroffenheit weiterhin zu beobachten, wurde ein enges Monitoring eingeführt. Des Weiteren wurden im Dezember 2022 die Forward-Looking Informationen auf Basis der von Bloomberg veröffentlichten Prognosen nochmals aktualisiert.
Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das Thema Klimawandel hat in den letzten Jahren starken Einfluss auf unser Geschäftsmodell genommen, indem wir uns auf Geschäfte fokussieren, die positiv zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, zur Bewahrung der Umwelt, zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Die Finanzierung von Investitionen mit ökologischem oder sozialem Verwendungszweck ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, daher strebt die BKS Bank danach das Volumen von Finanzierungen mit nachhaltigem Verwendungszweck und das Emissionsvolumen von Green, Social und Sustainability Bonds auszuweiten. 2022 ist die BKS Bank der Green Finance Alliance beigetreten. Eines der Hauptziele dieser Initiative ist die Ausrichtung der Kredit- und Investmentportfolios an den Pariser Klimaschutzzielen. Jedoch wird sich in den nächsten Jahren das Thema Klimawandel nicht nur in unserem Geschäftsmodell widerspiegeln, sondern die daraus resultierenden Risiken und Chancen können in Zukunft auch Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank haben. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden ESG-Risiken und -Chancen im Risk- Assessment beurteilt, in der Risikostrategie verankert und auf Einzelkunden- und Portfolioebene über Softfacts und ein ESG-Risikoscoring-Tool beurteilt. Sie werden im Kreditrisiko-Jour fixe und im Aktiv-Passiv-Management-Gremium mit dem Vorstand auf breiter Basis diskutiert, bewertet und bei geschäftlichen Entscheidungen berücksichtigt. Die Integration von ESG-Faktoren in das Sicherheitenmanagement konnte in 2022 noch nicht abgeschlossen werden. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2022 waren jedoch noch keine wesentlichen Risiken aus dem Klimawandel zu berücksichtigen.
Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Im Geschäftsjahr 2022 hat die BKS Bank beschlossen, die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien umzustellen. Bisher wurden diese Immobilien mit dem fortgeführten Anschaffungskostenmodell bewertet (Cost Method). Eine Umstellung auf das Modell des beizulegenden Zeitwerts wurde vorgenommen, um in Übereinstimmung mit IAS 40 verlässlichere und sachgerechtere Immobilienwerte in der Bilanz auszuweisen, als es mit dem Anschaffungskostenmodell möglich ist.
Die Änderung der Rechnungslegungsmethode erfolgt gemäß IAS 8 retrospektiv. Der Unterschiedsbetrag nach Steuern in Höhe von 18,2 Mio. EUR zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird zum 01.01.2021 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Durch die retrospektive Anwendung kommt es auch bei den Vergleichszahlen für 2021 zu Änderungen: Anstelle der bisher auf Basis des Anschaffungskostenmodells vorgenommenen Abschreibungen wird eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen und erfolgswirksam erfasst. Daher ergeben sich für das Geschäftsjahr 2021 folgende Anpassungsbeträge bei den entsprechenden Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz:
Verwaltungsaufwand
in Tsd. EUR | 2021 | 2021 angepasst | ± in % |
Personalaufwand | 74.750 | 74.750 | - |
•Löhne und Gehälter | 54.526 | 54.526 | - |
•Sozialabgaben | 13.538 | 13.538 | - |
•Aufwendungen für Altersversorgung | 3.472 | 3.472 | - |
•Sonstiger Sozialaufwand | 3.214 | 3.214 | - |
Sachaufwand | 38.640 | 38.640 | - |
Abschreibungen | 11.956 | 10.566 | -11,6 |
Verwaltungsaufwand | 125.346 | 123.956 | -1,1 |
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Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
in Tsd. EUR | 2021 | 2021 angepasst | ± in % |
Sonstige betriebliche Erträge | 8.460 | 10.312 | 21,9 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.996 | -14.996 | - |
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -6.536 | -4.684 | -28,3 |
| | | |
Steuern vom Einkommen
in Tsd. EUR | 2021 | 2021 angepasst | ± in % |
Laufende Steuern | -12.012 | -12.012 | - |
Latente Steuern | -178 | -920 | >-100 |
Steuern vom Einkommen | -12.189 | -12.931 | 6,1 |
| | | |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2021 angepasst | ± in % |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 52.557 | 78.367 | 49,1 |
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Latente Steuerforderungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2021 angepasst | ± in % |
Latente Steuerforderungen | 8.484 | 6.209 | -26,8 |
| | | |
Latente Steuerschulden
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2021 angepasst | ± in % |
Latente Steuerschulden | - | 3.872 | - |
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Eigenkapital
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2021 angepasst | ± in % |
Gezeichnetes Kapital | 85.886 | 85.886 | - |
•Aktienkapital | 85.886 | 85.886 | - |
Kapitalrücklagen | 241.416 | 241.416 | - |
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 1.066.845 | 1.087.504 | 1,9 |
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) | 65.200 | 65.200 | - |
Eigenkapital | 1.459.346 | 1.480.006 | 1,4 |
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Der Gewinn je Aktie (sowohl verwässert als auch unverwässert) für das Geschäftsjahr 2021 ändert sich durch die Änderung der Rechnungslegungsmethode von 1,85 auf 1,91 Euro.
Die Änderung der Rechnungslegungsmethode führte zum 31.12.2021 zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von 20,7 Mio. EUR (18,2 Mio. EUR zum 01.01.2021 und 2,5 Mio. EUR zum 31.12.2021). Die Kernkapitalquote für 2021 erhöht sich somit von 13,0% auf 13,4%.
Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten
Barreserve
Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Finanzinstrumente gemäß IFRS 9
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Handelstag erfasst bzw. ausgebucht.
Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
- • zu fortgeführten Anschaffungskosten
- • erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)
- • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, nach welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).
Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums.
Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10%), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.
Finanzinstrumente bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)
Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die DCF-Methode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.
Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen („Fair Value-OCI-Option“). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.
Finanzinstrumente bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.
Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden.
In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.
Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:
Aktiva
| Fair Value | fortgeführte Anschaffungs-kosten | Sonstige | Kategorie |
Barreserve | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Forderungen an Kreditinstitute | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Forderungen an Kunden | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
ü | | - | FV PL designiert (Fair Value-Option) |
ü | | - | FV PL verpflichtend |
Handelsaktiva | ü | | - | FV PL verpflichtend |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
ü | | - | FV OCI verpflichtend (mit Recycling) |
ü | | - | FV PL designiert (Fair Value-Option) |
ü | | - | FV PL verpflichtend |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ü | | - | FV OCI designiert (ohne Recycling) |
ü | | - | FV PL verpflichtend |
| | | | |
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
- • zu fortgeführten Anschaffungskosten
- • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)
Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Gewinne oder Verluste aus der Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (designiert), werden im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.
Passiva
| Fair Value | fortgeführte Anschaffungs-kosten | Sonstige | Kategorie |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Verbriefte Verbindlichkeiten | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ü | | - | FV PL designiert (Fair Value-Option) |
Handelspassiva | ü | | - | FV PL verpflichtend |
Nachrangkapital | | ü | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
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Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9
Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell.
Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
- • Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet werden. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
- • Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (Lifetime ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments entspricht.
- • Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien (Basis bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition) ermittelt.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Verschlechterung der Ratingstufen) als auch qualitative Kriterien für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben.
Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn sich das Finanzinstrument im Ausfall befindet. Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
In der BKS Bank gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1,0% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird. Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
- • Neubildung einer Einzelwertberichtigung
- • Restrukturierung des Kreditengagements verbunden mit einer Verschlechterung der Forderungsqualität
- • Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit, Betrug oder aus
sonstigen Gründen - • Abdeckung der Forderung nur mit Verlust für die BKS Bank möglich
- • Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust für die BKS Bank
- • Insolvenz des Schuldners
- • Kreditengagements, deren gänzliche Rückführung aus sonstigen Gründen unwahrscheinlich ist
Am 01.01.2021 traten die Bestimmungen der EBA/GL2016/07-Leitlinie zur Anwendung der Ausfallsdefinition in Kraft, die weitere Hinweise für die Unwahrscheinlichkeit des Begleichens von Verbindlichkeiten („unlikeliness to pay“) enthalten.
Kriterien für die Stagezuordnung
Kriterium | Stage |
Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
30 Tage überfällig | 2 |
Fremdwährungskredit | 2 |
Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b) | 1 |
Kein Initial Risk Rating oder aktuelles Rating feststellbar | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um mindestens 1 Ratingstufe | 2 |
Nachsicht im Lebendgeschäft | 2 |
Non-performing Loans | 3 |
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Ein Rücktransfer in Stage 1 erfolgt, sofern keine Hinweise auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wie bereits in den Kriterien für die Stagezuordnung beschrieben mehr vorliegen.
Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Information.
Wesentliche Parameter des ECL-Modells für Stage 1 und Stage 2
Parameter im ECL-Modell | Erklärung |
Exposure at Default (EAD) | Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünftigen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftungen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung eines CCFs in einen EAD umgerechnet. |
Probability of Default (PD) | Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünftigen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in die PD mit ein. Es werden spezifische Migrationsmatrizen im ECL-Modell unterlegt. |
Forward-Looking Information (FLI) | Die Forward-Looking Information fließt über den jeweiligen makroökonomischen Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter Anwendung eines linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlichkeit mit ein. |
Loss given Default (LGD) | Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kreditausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs, welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt. |
Diskontsatz (D) | Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes. |
Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m = marginal):

Der Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.
Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case (Gewichtung 15%) noch einen Worst-Case (Gewichtung 30%) oder einen Most-likely-Case (Gewichtung 55%) darstellt. Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) sowie der Verlustquote (LGD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: Bruttoinlandsprodukt, Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate.
Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat angewendet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.
In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten je Einzelkunde überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode für die dazugehörende Gruppe der verbundenen Kunden ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. < 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor. Der pEWB-Faktor entspricht einer Verlustquote im Ausfallsbereich und wird nach Kundensegmenten getrennt angewendet.
Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Abschreibungspolitik
Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung der mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen, wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde, mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde, mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist. Ausgebuchte Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden überwiegend an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.
Vertragsmodifikation
In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kann es u. a. im Falle eines Inhaberwechsels oder eines Währungswechsels zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation kommen. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen.
Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h., es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen
Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft jeweils unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise („triggering events“) für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Der Wertminderungstest ergab keinen Wertberichtigungsbedarf.
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen. Die BKS Bank bewertet diese Immobilien gemäß IAS 40 mit dem Modell des beizulegenden Zeitwerts. Der Marktwert wird durch beeidete Gutachter ermittelt, sämtliche Wertänderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. Aufwand ausgewiesen. Änderungen des Nutzungsgrades werden erfolgsneutral als Umgliederung dargestellt.
Sachanlagen
Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich bei unbeweglichen Anlagegütern im Rahmen von 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre) und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen von 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre).
Außerordentliche Wertminderungen von Sachanlagen werden gemäß IAS 36 durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand hat planmäßig erfolgswirksam in derjenigen Periode zu erfolgen, in der die BKS Bank die entsprechenden Aufwendungen, welche die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Entsprechend werden Zuwendungen für abschreibungsfähige Vermögenswerte über jene Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt wird.
Ebenfalls als eine Zuwendung der öffentlichen Hand wird der Vorteil eines öffentlichen Darlehens behandelt, sofern die Voraussetzungen des IAS 20 erfüllt sind, die u. a. verlangen, dass der Zinssatz unter dem Marktzins liegt. Der daraus resultierende Zinsvorteil ist gemäß IAS 20 als Differenzbetrag zwischen der erhaltenen Zahlung und dem nach IFRS 9 ermittelten Buchwert (beizulegender Zeitwert) des Darlehens zu bilanzieren.
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software in der Regel 25% (d. h. vier Jahre), bei den erworbenen Kundenstöcken wurde nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10% (d. h. 10 Jahre) ermittelt.
Leasing
Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist im Wesentlichen dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.
Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Ein zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert ist ein Vermögenswert, dessen zugehöriger Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten muss ein Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf derartiger Vermögenswerte gängig und üblich sind, sofort veräußerbar sein. Zusätzlich muss die Veräußerung höchstwahrscheinlich sein. Werden diese Klassifizierungskriterien erfüllt, ist der Vermögenswert zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Der Ausweis zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte erfolgt in der Konzernbilanz in einer eigenen Position, die Erfassung von Wertänderungen erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. Aufwand.
Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva
In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des Weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.
Verbriefte Verbindlichkeiten
Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.
Nachrangkapital
Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird.
Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte. Im Rahmen der „Ökosozialen Steuerreform 2022“ kam es im Berichtsjahr zu einer Reduktion des Steuersatzes. Für den Fall, dass der Zeitpunkt der Realisierung der temporären Differenzen nicht hinreichend absehbar ist, hat eine bestmögliche Schätzung zu erfolgen. Unter dieser Prämisse haben wir uns einheitlich für den Steuersatz mit 23%, welcher verpflichtend ab dem Jahr 2024 anzuwenden sein wird, entschieden und eine dementsprechende Abwertung der latenten Steuerforderungen vorgenommen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen gemäß IAS 19 gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet. Des Weiteren werden in der BKS Bank Rückstellungen für Steuern gebildet. Auch wird der ermittelte ECL für Finanzgarantien sowie für den noch nicht in Anspruch genommenen Teil einer Kreditzusage bilanziell als Rückstellung erfasst.
Eigenkapital
Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Währungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015 und 2017-2021 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsüberschuss
Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem „angemessenen Aufwandsposten“ auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst. Des Weiteren werden Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Risikovorsorgen
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).
Provisionsüberschuss
Im Provisionsüberschuss werden alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen entstehen, periodengerecht dargestellt. Bei Provisionen für Dienstleistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt die Vereinnahmung über den entsprechenden Zeitraum. Das betrifft insbesondere bestimmte Provisionen aus dem Kreditgeschäft. Handelt es sich jedoch um Provisionen für transaktionsbezogene Leistungen, werden diese erst bei vollständiger Leistungserbringung vereinnahmt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft.
Verwaltungsaufwand
Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
Handelsergebnis
In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden zum Fair Value bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge
In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt. Des Weiteren werden in diesem Posten die Wertänderungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ausgewiesen.
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten
In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, wird im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Ermessensentscheidungen und Schätzungen
Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Der Krieg in der Ukraine und die damit in Zusammenhang stehenden weitreichenden Wirtschaftssanktionen sowie der Klimawandel erhöhen diese Unsicherheiten. Die weitere Entwicklung der Situation in Russland und der Ukraine und die Auswirkungen der Klimakrise können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns haben. Insbesondere die Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten könnte in Zukunft davon negativ beeinflusst werden. Überdies kommt es auch bei laufenden rechtlichen Verfahren zu Schätzungsunsicherheiten. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2022 wurden sämtliche abschätzbaren Auswirkungen berücksichtigt. Details zur Berechnung der Risikovorsorge im Zusammenhang mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sind dem Kapitel „Auswirkung von COVID-19 und aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Die Auswirkung des Klimawandels sind im Kapitel „Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ enthalten.
Des Weiteren ist die BKS Bank in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:
Laufende Verfahren
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 eingebracht.
Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt liegt der Übernahmekommission zur Entscheidung vor.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu dem obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen.
Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Im Berichtsjahr gab es mehrere Eingaben der Antragsteller, auf die die BKS Bank entsprechend erwidert hat. Die Entscheidung in diesen Verfahren steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den drei Banken kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG (nunmehr G3B Holding AG) zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein von der FMA gegen die BKS Bank wegen des Vorhaltes geführtes Verfahren, dass in zwei Einzelfällen nicht alle im FM-GwG vorgesehenen Sorgfaltspflichten eingehalten worden wären, im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank AG erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Unsere Rechtsvertreter und Steuerberater gehen davon aus, dass die Berufung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Erfolg haben wird.
Des Weiteren bestehen auch laufende Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen in Kroatien. Unsere Einschätzung ist, dass diese Verfahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu unseren Gunsten beendet werden können.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar, für zu erwartende
Beratungs/Vertretungskosten der noch laufenden Verfahren wurde eine Rückstellung vorgenommen.
Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge
Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Verlustquote und Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Sie beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten. Des Weiteren wird bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung hinsichtlich der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme.
Sensitivitätsanalyse
Sensitivitätsszenario in Tsd. EUR | Erläuterung | 2021 | 2022 |
Stageing: negatives Szenario | Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage 1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin zum Life-Time-Konzept. | -29.233 | -32.220 |
Stageing: positives Szenario | Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsverschlechterung in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage 1. Das entspricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum 12-Months Expected Credit Loss. | 5.661 | 4.064 |
Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5% geringer. | -3.068 | -5.268 |
Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5% geringer. | 3.068 | 5.268 |
Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer. | -2.268 | -3.253 |
Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer. | 800 | 2.015 |
Ausfallswahrscheinlichkeit: negatives Szenario | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den Faktor 1,1. | -2.992 | -5.524 |
Ausfallswahrscheinlichkeit: positives Szenario | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den Divisor 1,1. | 5.418 | 5.105 |
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Die Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eintritt. Die Beurteilung einer solchen Erhöhung unterliegt Ermessensspielräumen.
Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.
Werthaltigkeit von Anteilen von at Equity bilanzierten Unternehmen
Die Unternehmensbewertungen erfolgen unter Anwendung der Dividend-Discount-Methode (DDM), welche den Unternehmenswert als Barwert der möglichen zukünftigen Unternehmensergebnisse unter Berücksichtigung der notwendigen regulatorischen Eigenmittelerfordernisse ermittelt. Die Schätzung der künftigen Ergebnisse beruht auf plausiblen und vertretbaren Annahmen. Die Prognosen beruhen auf genehmigten fünf-jährigen Geschäftsplänen. Eine Erhöhung der Marktrisikoprämie um 0,25% führt bei den Anteilen an Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu einer Reduktion des Nutzungswerts von 2,2% bzw. 17,9 Mio. EUR. Eine Senkung der Marktrisikoprämie um 0,25% erhöht den Nutzungswert um 2,4% bzw. 18,9 Mio. EUR. Die Sensitivitätsrechnung auf Basis der Marktrisikoprämie würde zu keinen bilanziellen Auswirkungen führen.
Rückstellungen für Sozialkapital
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 30 zu entnehmen.
Sonstige Rückstellungen
Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.
Details zur Konzerngeldflussrechnung
Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.
Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
2022 | 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. |
Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 973.466 | -64.300 | 146.220 | -7.050 | 1.048.336 |
•Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | -64.300 | 121.452 | -6.059 | 783.616 |
•Nachrangkapital | 240.942 | - | 24.768 | -991 | 264.719 |
Leasingverbindlichkeiten | 19.907 | -2.837 | - | 2.536 | 19.607 |
| | | | | |
2021 | 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. |
Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 857.047 | -89.750 | 208.727 | -2.558 | 973.466 |
•Verbriefte Verbindlichkeiten | 647.463 | -87.400 | 175.466 | -3.006 | 732.523 |
•Nachrangkapital | 209.583 | -2.350 | 33.261 | 448 | 240.942 |
Leasingverbindlichkeiten | 21.588 | -2.674 | - | 993 | 19.907 |
| | | | | |
Details zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Zinsüberschuss
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 118.898 | 140.720 | 18,4 |
Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 11.594 | 9.299 | -19,8 |
Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI | 525 | 489 | -6,8 |
Gewinne aus Vertragsänderungen | 421 | 285 | -32,3 |
Positive Zinsaufwendungen1) | 13.246 | 9.918 | -25,1 |
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt | 144.685 | 160.711 | 11,1 |
Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value | 2.113 | 2.928 | 38,6 |
Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss | 451 | 355 | -21,2 |
Leasingforderungen | 12.381 | 14.653 | 18,4 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 3.532 | 3.482 | -1,4 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3.746 | 4.325 | 15,5 |
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt | 22.222 | 25.743 | 15,8 |
Zinserträge gesamt | 166.908 | 186.454 | 11,7 |
| | | |
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für: | | | |
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden | 3.496 | 7.175 | >100 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 16.777 | 19.039 | 13,5 |
Verluste aus Vertragsänderungen | 470 | 291 | -38,1 |
Negative Zinserträge1) | 6.117 | 2.301 | -62,4 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 993 | 934 | -5,9 |
Leasingverbindlichkeiten | 137 | 126 | -8,1 |
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt | 27.989 | 29.866 | 6,7 |
Zinsüberschuss | 138.918 | 156.588 | 12,7 |
| | | |
1)Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ waren.
Aus den im Zinsüberschuss ausgewiesenen Vertragsänderungen resultiert ein Gewinn in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und ein Verlust in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 54,7 Mio. EUR (Vorjahr: 72,1 Mio. EUR).
(2) Risikovorsorge
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | | | |
•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 33.543 | 26.666 | -20,5 |
Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI | | | |
•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 17 | 100 | >100 |
Kreditzusagen und Finanzgarantien | | | |
•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) | -1.171 | -868 | 25,9 |
Risikovorsorge | 32.389 | 25.898 | -20,0 |
| | | |
Für Leasingforderungen ist in den Risikovorsorgen eine Zuführung von Risikovorsorgen in Höhe von 1,7 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Zuführung 1,0 Mio. EUR).
(3) Provisionsüberschuss
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Provisionserträge: | | | |
Zahlungsverkehr | 26.056 | 28.020 | 7,5 |
Wertpapiergeschäft | 23.033 | 20.912 | -9,2 |
Kreditgeschäft | 19.563 | 21.605 | 10,4 |
Devisengeschäft | 3.419 | 3.181 | -7,0 |
Sonstige Dienstleistungen | 1.146 | 1.229 | 7,3 |
Provisionserträge gesamt | 73.216 | 74.948 | 2,4 |
Provisionsaufwendungen: | | | |
Zahlungsverkehr | 2.788 | 3.150 | 13,0 |
Wertpapiergeschäft | 2.003 | 2.179 | 8,8 |
Kreditgeschäft | 1.135 | 1.335 | 17,6 |
Devisengeschäft | 144 | 83 | -42,2 |
Sonstige Dienstleistungen | 43 | 28 | -33,2 |
Provisionsaufwendungen gesamt | 6.113 | 6.775 | 10,8 |
Provisionsüberschuss | 67.103 | 68.173 | 1,6 |
| | | |
(4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 44.959 | 20.676 | -54,0 |
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 44.959 | 20.676 | -54,0 |
| | | |
Im Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen ist neben den laufenden Ergebnissen von Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg im Geschäftsjahr 2022 auch ein Verwässerungseffekt in Höhe von -9,4 Mio. EUR enthalten, der durch die Nicht-Teilnahme der BKS Bank AG an der Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entstand. Des Weiteren ist auch ein Gewinn in Höhe von 0,2 Mio. EUR enthalten, der aus dem Verkauf von Aktien an der Beteiligung an der Oberbank resultiert.
(5) Handelsergebnis
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Kursbezogene Geschäfte | 7 | -3.123 | >-100 |
Zins- und währungsbezogene Geschäfte | 777 | 1.945 | >100 |
Handelsergebnis | 785 | -1.178 | >-100 |
| | | |
(6) Verwaltungsaufwand
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Personalaufwand | 74.750 | 81.222 | 8,7 |
•Löhne und Gehälter | 54.526 | 57.970 | 6,3 |
•Sozialabgaben | 13.538 | 13.415 | -0,9 |
•Aufwendungen für Altersversorgung | 3.472 | 3.607 | 3,9 |
•Sonstiger Sozialaufwand | 3.214 | 6.229 | 93,8 |
Sachaufwand | 38.640 | 44.116 | 14,2 |
Abschreibungen | 10.566 | 10.675 | 1,0 |
Verwaltungsaufwand | 123.956 | 136.013 | 9,7 |
| | | |
In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) enthalten.
(7) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Sonstige betriebliche Erträge | 10.312 | 15.909 | 54,3 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.996 | -11.639 | -22,4 |
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -4.684 | 4.270 | >100 |
| | | |
Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) sowie eine Versicherungsentschädigung in Höhe von 5,0 Mio. EUR. Des Weiteren sind in dieser Position die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten. In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) und Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) enthalten.
(8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Ergebnis aus der Fair Value-Option | 170 | 1.977 | >100 |
Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | 170 | 1.977 | >100 |
| | | |
Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 135,4 Mio. EUR (Vorjahr: 89,9 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 35,3 Mio. EUR (Vorjahr: 57,0 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen das Nettoergebnis aus Zinsswap und abzusicherndem Instrument wider.
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV), die erfolgswirksam
zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Ergebnis aus Bewertung | 4.267 | -8.904 | >-100 |
Ergebnis aus Veräußerung | -100 | 19 | >100 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | 4.168 | -8.885 | >-100 |
| | | |
(10) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (FV)
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Forderungen Kreditinstitute | - | - | - |
•davon Gewinn | - | - | - |
•davon Verlust | - | - | - |
Forderungen Kunden | 1.404 | -3.339 | >-100 |
•davon Gewinn | 1.836 | 1.073 | -41,6 |
•davon Verlust | -432 | -4.413 | >100 |
Schuldverschreibungen | - | 2.714 | - |
•davon Gewinn | - | 2.714 | - |
•davon Verlust | - | - | - |
Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | 1.404 | -626 | >-100 |
| | | |
Im Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen an Kunden sind die Abgangsgewinne bzw. -verluste aufgrund wesentlicher Änderungen der Vertragskonditionen enthalten. Des Weiteren beinhaltet diese Position Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Im Geschäftsjahr 2022 führte ein Verkauf von Schuldverschreibungen zu einem Gewinn von 2,7 Mio. EUR.
(11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Ergebnis aus der Ausbuchung | -288 | -517 | -79,7 |
•von FV at Fair Value through OCI | - | - | - |
•von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | -288 | -517 | -79,7 |
Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -288 | -517 | -79,7 |
| | | |
(12) Steuern vom Einkommen
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 | ± in % |
Laufende Steuern | -12.012 | -12.642 | 5,2 |
Latente Steuern | -920 | -2.364 | >-100 |
Steuern vom Einkommen | -12.931 | -15.006 | 16,0 |
| | | |
Überleitungstabelle
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 96.190 | 78.567 |
Anzuwendender Steuersatz | 25% | 25% |
Errechneter Steueraufwand | 24.048 | 19.642 |
Auswirkung abweichender Steuersätze | -64 | -1.325 |
Steuerminderungen | | |
•aus steuerfreien Beteiligungserträgen | -700 | -601 |
•Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen | -11.240 | -5.169 |
•aus sonstigen steuerfreien Erträgen | -6 | -9 |
•aus sonstigen Wertanpassungen | -1.000 | -381 |
Steuermehrungen | | |
•aufgrund nichtabzugsfähiger Aufwendungen | 428 | 581 |
•aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | 239 | 100 |
Änderung Steuersatz | - | -177 |
Aperiodischer Steueraufwand/Ertrag | 1.226 | 2.345 |
Ertragsteueraufwand der Periode | 12.931 | 15.006 |
Effektiver Steuersatz | 13,4% | 19,1% |
| | |
Details zur Bilanz
(13) Barreserve
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Kassenbestand | 138.336 | 39.212 | -71,7 |
Guthaben bei Zentralnotenbanken | 1.341.081 | 809.803 | -39,6 |
Barreserve | 1.479.418 | 849.015 | -42,6 |
| | | |
(14) Forderungen an Kreditinstitute
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Forderungen an inländische Kreditinstitute | 45.211 | 45.126 | -0,2 |
Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 49.372 | 208.492 | >100 |
Forderungen an Kreditinstitute | 94.582 | 253.618 | >100 |
| | | |
Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
täglich fällig | 29.673 | 33.107 | 11,6 |
bis 3 Monate | 34.919 | 187.045 | >100 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 29.990 | 33.466 | 11,6 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | - | - | - |
über 5 Jahre | - | - | - |
Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten | 94.582 | 253.618 | >100 |
| | | |
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 54 | 1 | - | 55 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 86 | | - | 86 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Zuweisung/Auflösung | -1 | -1 | - | -2 |
•Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | - | - | – |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -32 | - | - | -32 |
Stand 31.12.2022 | 107 | - | - | 107 |
| | | | |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt verändert:
Bruttobuchwerte zu Forderungen an Kreditinstitute bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 94.497 | 141 | - | 94.638 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 226.051 | - | - | 226.051 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Erhöhung/Verminderung der Forderung | -8.643 | -117 | - | -8.760 |
•Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | | | - | – |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -58.183 | -21 | - | -58.204 |
Stand am Ende der Berichtsperiode | 253.722 | 3 | - | 253.725 |
| | | | |
(15) Forderungen an Kunden
(15.1) Forderungen an Kunden – Kundengruppe
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Firmenkunden | 5.472.015 | 5.744.289 | 5,0 |
Privatkunden | 1.486.610 | 1.431.051 | -3,7 |
Forderungen an Kunden nach Kundengruppen | 6.958.625 | 7.175.340 | 3,1 |
| | | |
(15.2) Forderungen an Kunden – Bewertungskategorie
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 6.815.067 | 7.000.547 | 2,7 |
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 89.927 | 135.413 | 50,6 |
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 53.631 | 39.381 | -26,6 |
Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien | 6.958.625 | 7.175.340 | 3,1 |
| | | |
In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 617,7 Mio. EUR
(Vorjahr: 577,2 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.
Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
täglich fällig | 135.496 | 105.226 | -22,3 |
bis 3 Monate | 973.860 | 1.042.445 | 7,0 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 508.427 | 474.586 | -6,7 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.559.599 | 1.401.662 | -10,1 |
über 5 Jahre | 3.781.243 | 4.151.421 | 9,8 |
Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten | 6.958.625 | 7.175.340 | 3,1 |
| | | |
Finance-Lease-Forderungen nach Restlaufzeiten - IFRS 16
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Weniger als ein Jahr | 153.469 | 166.912 |
Ein bis zwei Jahre | 130.911 | 147.992 |
Zwei bis drei Jahre | 110.296 | 141.843 |
Drei bis vier Jahre | 81.100 | 83.201 |
Vier bis fünf Jahre | 52.635 | 58.931 |
Mehr als fünf Jahre | 78.739 | 71.019 |
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen | 607.150 | 669.896 |
Nicht realisierter Finanzertrag | 29.959 | 52.179 |
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis | 577.192 | 617.718 |
| | |
Zum 31.12.2022 bestehen keine nicht garantierten Restwerte.
Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 17.332 | 26.018 | 63.884 | 107.234 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 9.006 | 1.468 | | 10.474 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Zuweisung/Auflösung | 7.980 | 2.325 | -7.337 | 2.968 |
•Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | -8.504 | -8.504 |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | 4.645 | -14.572 | - | -9.927 |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | 6 | - | -169 | -163 |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | 19 | -203 | -184 |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -716 | 7.500 | - | 6.784 |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | -128 | - | 5.433 | 5.305 |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | -925 | 15.690 | 14.764 |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -1.510 | -1.708 | -4.493 | -7.711 |
Stand 31.12.2022 | 36.615 | 20.125 | 64.301 | 121.040 |
| | | | |
In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) enthalten.
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt verändert:
Bruttobuchwerte zu Forderungen an Kunden bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 5.451.900 | 1.279.856 | 190.545 | 6.922.301 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 1.305.503 | 32.607 | 3.326 | 1.341.436 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Erhöhung/Verminderung der Forderung | -284.198 | -38.195 | -9.196 | -331.589 |
•Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung | - | - | - | - |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | 582.715 | -644.688 | - | -61.973 |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | 9.520 | - | -11.629 | -2.109 |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | 896 | -1.071 | -175 |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -179.374 | 164.657 | - | -14.717 |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | -11.232 | - | 10.950 | -282 |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | -42.887 | 39.901 | -2.986 |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -540.454 | -137.315 | -50.550 | -728.319 |
Stand am Ende der Berichtsperiode | 6.334.380 | 614.931 | 172.276 | 7.121.587 |
| | | | |
(16) Handelsaktiva
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten | 8.561 | 13.946 | 62,9 |
•Währungsbezogene Geschäfte | 3.546 | 1.424 | -59,8 |
•Zinsbezogene Geschäfte | 1 | 36 | >100 |
•Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 5.014 | 12.487 | >100 |
Handelsaktiva | 8.561 | 13.946 | 62,9 |
| | | |
(17) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 917.463 | 1.067.861 | 16,4 |
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 20.551 | - | - |
FV at Fair Value OCI | 61.536 | 55.920 | -9,1 |
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 11 | 31 | >100 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 999.561 | 1.123.812 | 12,4 |
| | | |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
bis 3 Monate | 50.758 | 15.542 | -69,4 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 91.435 | 77.845 | -14,9 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 518.053 | 588.226 | 13,5 |
über 5 Jahre | 339.315 | 442.200 | 30,3 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten | 999.561 | 1.123.812 | 12,4 |
| | | |
Im Geschäftsjahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 88,9 Mio. EUR (Vorjahr: 136,5 Mio. EUR) fällig.
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 679 | - | - | 679 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 189 | - | - | 189 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Zuweisung/Auflösung | 158 | - | - | 158 |
•Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -70 | - | - | -70 |
Stand 31.12.2022 | 956 | - | - | 956 |
| | | | |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt verändert:
Bruttobuchwerte zu Schuldverschreibungen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2022 |
Stand 01.01.2022 | 918.142 | - | - | 918.142 |
Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 270.311 | - | - | 270.311 |
Veränderung innerhalb der Stufe | | | | |
•Erhöhung/Verminderung der Forderung | 19.368 | - | - | 19.368 |
•Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung | - | - | - | - |
Stufentransfer: | | | | |
•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | | | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | | | | |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
Abgang aufgrund von Rückzahlung | -139.004 | | - | -139.004 |
Stand am Ende der Berichtsperiode | 1.068.817 | - | - | 1.068.817 |
| | | | |
(18) Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50.616 | 36.334 | -28,2 |
FV at Fair Value OCI | 103.931 | 113.907 | 9,6 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 154.548 | 150.240 | -2,8 |
| | | |
In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio ausgewiesen.
(19) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Oberbank AG | 453.678 | 466.723 | 2,9 |
Bank für Tirol und Vorarlberg AG | 255.578 | 260.551 | 1,9 |
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 709.256 | 727.275 | 2,5 |
| | | |
(20) Immaterielle Vermögenswerte
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Immaterielle Vermögenswerte | 9.655 | 9.319 | -3,5 |
Immaterielle Vermögenswerte | 9.655 | 9.319 | -3,5 |
| | | |
(21) Sachanlagen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Grund | 9.015 | 6.106 | -32,3 |
Gebäude | 38.877 | 37.711 | -3,0 |
Sonstige Sachanlagen | 14.201 | 12.628 | -11,1 |
Nutzungsrechte für gemietete Immobilien | 19.598 | 19.232 | -1,9 |
Sachanlagen | 81.692 | 75.676 | -7,4 |
| | | |
Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im In- und Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2022 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 gab es 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) an Zugängen bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasing-
verhältnissen umfassten 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR).
(22) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 78.367 | 92.974 | 18,6 |
| | | |
Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).
Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2022
in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
Buchwert zum 01.01.2022 | 62.093 | 9.655 | 78.367 | 150.116 |
Zugang | 8.734 | 1.867 | 3.743 | 14.344 |
Abgang | 512 | - | - | 512 |
Währungsveränderung | - | - | - | - |
Änderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - | 2.688 | 2.688 |
Abschreibungen | 5.695 | 2.203 | - | 7.898 |
Umgliederung | -8.176 | - | 8.176 | - |
Buchwert zum 31.12.2022 | 56.444 | 9.319 | 92.974 | 158.738 |
| | | | |
1)immaterielle Vermögenswerte
2)als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2021
in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
Buchwert zum 01.01.2021 | 57.070 | 10.235 | 62.975 | 130.280 |
Zugang | 14.551 | 1.708 | 10.651 | 26.910 |
Abgang | 1.030 | 21 | 76 | 1.127 |
Währungsveränderung | - | - | - | - |
Änderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - | 1.852 | 1.852 |
Abschreibungen | 5.371 | 2.429 | | 7.800 |
Umgliederung | -3.127 | 162 | 2.965 | - |
Buchwert zum 31.12.2021 | 62.093 | 9.655 | 78.367 | 150.116 |
| | | | |
1)immaterielle Vermögenswerte
2)als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
(23) Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden 2022
in Tsd. EUR | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 | Latente Steuerforderungen | Latente Steuerrückstellung |
Forderungen an Kunden | 3.385 | 6.293 | 6.366 | 73 |
Risikovorsorgen | 11.627 | 10.205 | 10.205 | - |
Handelsaktiva/Handelspassiva | -10 | -2.660 | 159 | 2.818 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -1.232 | -726 | - | 726 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -12.140 | -12.279 | - | 12.279 |
Sachanlagen | -4.535 | -4.777 | 25 | 4.801 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -6.147 | -6.746 | | 6.746 |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | 11 | 11 | - |
Sonstige Aktiva/Passiva | 4.118 | 3.757 | 3.794 | 37 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | -209 | - | - | - |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.549 | -100 | - | 100 |
Rückstellungen/Sozialkapital | 6.148 | 5.665 | 5.665 | - |
Eigenkapital - Emission | -217 | -199 | - | 199 |
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 2.338 | -1.556 | 26.225 | 27.780 |
Verrechnung der Steuern | - | - | -20.215 | -20.215 |
Latente Steueransprüche (-schulden) netto | - | - | 6.010 | 7.565 |
| | | | |
Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden 2021
in Tsd. EUR | Stand 31.12.2020 | Stand 31.12.2021 | Latente Steuerforderungen | Latente Steuerrückstellung |
Forderungen an Kunden | 2.569 | 3.385 | 3.509 | 124 |
Risikovorsorgen | 10.226 | 11.627 | 11.627 | - |
Handelsaktiva/Handelspassiva | 219 | -10 | 1.047 | 1.057 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -1.589 | -1.232 | - | 1.232 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -10.230 | -12.140 | - | 12.140 |
Sachanlagen | -4.719 | -4.535 | 32 | 4.567 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | -6.147 | - | 6.147 |
Sonstige Aktiva/Passiva | 4.548 | 4.118 | 4.143 | 24 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | -209 | - | 209 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.041 | 1.549 | 1.549 | - |
Rückstellungen/Sozialkapital | 8.136 | 6.148 | 6.148 | - |
Eigenkapital - Emission | -213 | -217 | - | 217 |
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 10.988 | 2.338 | 28.054 | 25.717 |
Verrechnung der Steuern | - | - | -21.845 | -21.845 |
Latente Steueransprüche (schulden) netto | - | - | 6.209 | 3.872 |
| | | | |
Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.74 saldiert.
Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug -0,6 Mio. EUR (Vorjahr:
-0,7 Mio. EUR).
Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Fair Value-Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.
Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben.
Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.
(24) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Grund | - | 27.087 | - |
Gebäude | - | 2.371 | - |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | 29.458 | - |
| | | |
In dieser Position werden zum 31. Dezember 2022 zwei Immobilien ausgewiesen, die aus der Sicherstellung von Kreditsicherheiten stammen. Die BKS Bank AG hat die entsprechenden Verkaufsmaßnahmen bereits initiiert. Diese werden bei einer Immobilie von der BKS Bank AG selbst durchgeführt, bei der zweiten Immobilie erfolgt dies durch Beauftragung eines Maklers.
(25) Sonstige Aktiva
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Sonstige Vermögenswerte | 12.433 | 16.260 | 30,8 |
Rechnungsabgrenzungsposten | 9.593 | 10.105 | 5,3 |
Sonstige Aktiva | 22.026 | 26.365 | 19,7 |
| | | |
In den sonstigen Vermögenswerten sind unter anderem Forderungen gegenüber dem Finanzamt enthalten.
(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten | 806.982 | 895.298 | 10,9 |
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten | 19.930 | 35.679 | 79,0 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 826.912 | 930.977 | 12,6 |
| | | |
Die BKS Bank nimmt am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Hinsichtlich der bilanziellen Behandlung dieser Finanzierungen kam die BKS Bank auf Basis einer abschließenden Beurteilung zu dem Ergebnis, dass das TLTRO-III-Programm keine Zuwendung der Öffentlichen Hand iSd IAS 20 „Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand“ darstellt und somit IAS 20 nicht anzuwenden ist. Eine Zuwendung der Öffentlichen Hand liegt nur dann vor, wenn die zuwendende Stelle gemäß IAS 20.3 als „Öffentliche Hand“ einzustufen ist, der im Rahmen des TLTRO-III-Programms verrechnete Zinssatz unterhalb des Marktzinses liegt und darüber hinaus die im Rahmen des Programms durchgeführten Transaktionen von den normalen Geschäftsvorfällen des Unternehmens zu unterscheiden sind. Da die BKS Bank die EZB – als Anbieter der vergünstigten
Refinanzierungen – nicht als „Öffentliche Hand“ sieht, sind nicht alle drei Kriterien erfüllt und IAS 20 kommt nicht zur Anwendung.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Tranche in Höhe von 150 Mio. EUR termingerecht rückgeführt, eine vorzeitige Rückzahlung fand nicht statt. Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 400 Mio. EUR aus dem TLTRO-III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und gemäß IFRS 9 bilanziert. Die schrittweise Erhöhung des Zinssatzes von Seiten der EZB in der zweiten Jahreshälfte 2022 führte gemäß IFRS 9.B5.4.5 zu einer Änderung des Effektivzinssatzes. Für die Verzinsung ab dem 23. November 2022 wird die jeweils gültige Deposit Facility Rate (DFR) zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2022 resultiert insgesamt noch ein positiver Effekt von 1,6 Mio. EUR aus der Inanspruchnahme des TLTRO-III-Programms, der als positiver Zinsaufwand im Zinsüberschuss ausgewiesen wird. Des Weiteren hat die BKS Bank am Ende des Geschäftsjahres 2022 mit einem Neuvolumen von 200 Mio. EUR am LTRO-Programm teilgenommen, dessen Verzinsung sich nach der jeweils gültigen Main Refinancing Operations Interest Rate (MRO) richtet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
täglich fällig | 118.435 | 225.582 | 90,5 |
bis 3 Monate | 122.498 | 9.172 | -92,5 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 62.498 | 223.844 | >100 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 456.678 | 421.140 | -7,8 |
über 5 Jahre | 66.802 | 51.239 | -23,3 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten | 826.912 | 930.977 | 12,6 |
| | | |
(27) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Spareinlagen | 1.351.180 | 1.258.886 | -6,8 |
•Firmenkunden | 131.819 | 128.936 | -2,2 |
•Privatkunden | 1.219.361 | 1.129.949 | -7,3 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 5.791.352 | 5.564.907 | -3,9 |
•Firmenkunden | 4.067.067 | 3.696.251 | -9,1 |
•Privatkunden | 1.724.285 | 1.868.657 | 8,4 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 7.142.532 | 6.823.793 | -4,5 |
| | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
täglich fällig | 5.716.656 | 6.011.477 | 5,2 |
bis 3 Monate | 162.049 | 68.451 | -57,8 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 541.125 | 201.468 | -62,8 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 687.355 | 503.858 | -26,7 |
über 5 Jahre | 35.347 | 38.539 | 9,0 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten | 7.142.532 | 6.823.793 | -4,5 |
| | | |
(28) Verbriefte Verbindlichkeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Begebene Schuldverschreibungen | 677.645 | 731.788 | 8,0 |
Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 54.878 | 51.828 | -5,6 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | 783.616 | 7,0 |
| | | |
In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 35,3 Mio. EUR (Vorjahr: 57,0 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
bis 3 Monate | 9.225 | 6.253 | -32,2 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | 59.532 | 41.477 | -30,3 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 321.328 | 431.257 | 34,2 |
über 5 Jahre | 342.437 | 304.628 | -11,0 |
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 732.523 | 783.616 | 7,0 |
| | | |
(29) Handelspassiva
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Negative Marktwerte aus derivativen Produkten | 7.886 | 5.250 | -33,4 |
•Währungsbezogene Geschäfte | 3.121 | 4.278 | 37,1 |
•Zinsbezogene Geschäfte | 1 | 7 | >100 |
•Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 4.764 | 965 | -79,7 |
Handelspassiva | 7.886 | 5.250 | -33,4 |
| | | |
(30) Rückstellungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 61.329 | 58.207 | -5,1 |
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) | 2.943 | 4.260 | 44,8 |
Rückstellung für Garantien und Rahmen | 1.623 | 755 | -53,5 |
Sonstige Rückstellungen | 53.491 | 59.059 | 10,4 |
Rückstellungen | 119.385 | 122.281 | 2,4 |
| | | |
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 21,4 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 30,4 Mio. EUR (Vorjahr: 34,0 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 44,9 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR).
Entwicklung der Rückstellungen
in Tsd. EUR | Gesamt 2021 | Pensionen und ähnliche Verpflichtung-en | Steuern | Sonstige | Gesamt 2022 | ± in % |
Rückstellung zum 01.01. | 129.434 | 61.329 | 2.943 | 55.113 | 119.385 | -7,8 |
±Währungsbedingte Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
+Zuführung | 11.104 | 1.983 | 3.341 | 13.561 | 18.885 | 70,1 |
-Inanspruchnahme | -14.047 | -1.280 | -2.024 | -4.108 | -7.412 | -47,2 |
-Auflösung | -7.106 | -3.825 | - | -4.752 | -8.577 | 20,7 |
Rückstellung zum 31.12. | 119.385 | 58.207 | 4.260 | 59.814 | 122.281 | 2,4 |
| | | | | | |
Abfertigungsrückstellung
Für österreichische BKS Bank-Mitarbeitende, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Arbeiter-Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren sieht der Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Mitarbeitende mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren im Fall einer vom Dienstgeber ausgesprochenen Kündigung einen zusätzlichen Abfertigungsanspruch von zwei Monatsentgelten vor. Bei einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 15 anrechenbaren Dienstjahren gebührt dieser Anspruch auch im Zusammenhang mit dem Antritt der gesetzlichen Pension. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung Neu) gedeckt.
Pensionsrückstellung
Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeitende oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.
Versicherungsmathematische Annahmen
in % | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Finanzielle Annahmen | | |
Zinssatz Pensionsrückstellung | 1,06% | 4,14% |
Zinssatz sonstige Sozialkapitalrückstellungen | 1,31% | 4,21% |
Gehaltstrend aktive Mitarbeitende | 1,40% | 4,60% |
Pensionsdynamik | 1,40% | 4,15% |
Karrieredynamik | 0,25% | 0,25% |
Demographische Annahmen | | |
Pensionsantrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
Sterbetafel | AVÖ 2018 | AVÖ 2018 |
| | |
Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen. Der Berechnung der Pensionsrückstellung wurde ab dem 30. Juni 2021 eine Duration von 10 Jahren zugrunde gelegt.
Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Rückstellung zum 01.01. | 68.885 | 61.329 | -11,0 |
+Zinsaufwand | 668 | 683 | 2,2 |
+Dienstzeitaufwand | 1.399 | 1.679 | 20,0 |
-Zahlungen im Berichtsjahr | -5.931 | -4.330 | -27,0 |
±versicherungsmathematische Gewinne / Verluste1) | -2.959 | -851 | -71,3 |
±sonstige Gewinne und Verluste | -733 | -303 | -58,7 |
Rückstellung zum 31.12. | 61.329 | 58.207 | -5,1 |
| | | |
1)auf Basis veränderter finanzieller Annahmen
Sensitivitätsanalyse für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen in Tsd. EUR | Abfertigungen 31.12.2021 | Pensionen 31.12.2021 | Abfertigungen 31.12.2022 | Pensionen 31.12.2022 |
Diskontierungszinssatz +0,5% | -810 | -1.576 | -991 | -1.291 |
Diskontierungszinssatz -0,5% | 797 | 1.723 | 495 | 1.402 |
Gehaltssteigerung +0,5% | 790 | 101 | 488 | 84 |
Gehaltssteigerung -0,5% | -811 | -97 | -990 | -81 |
Rentensteigerung +0,5% | - | 1.436 | - | 1.198 |
Rentensteigerung -0,5% | - | -1.345 | - | -1.126 |
Anstieg der Lebenserwartung um rd. 1 Jahr | - | 2.241 | - | 2.028 |
| | | | |
Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2022 hätte.
Fälligkeitsanalyse
Cash Flows in Tsd. EUR | Abfertigungen 31.12.2022 | Pensionen 31.12.2022 |
Erwartete Zahlungen 2023 | 2.043 | 2.691 |
Erwartete Zahlungen 2024 | 2.452 | 2.536 |
Erwartete Zahlungen 2025 | 1.421 | 2.384 |
Erwartete Zahlungen 2026 | 1.906 | 2.229 |
Erwartete Zahlungen 2027 | 2.616 | 2.075 |
Summe der erwarteten Zahlungen 2023-2027 | 10.438 | 11.916 |
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit | 7,12 | 9,01 |
| | |
Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus den Abfertigungs- und Pensionsansprüchen für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR).
(31) Sonstige Passiva
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Sonstige Verbindlichkeiten | 23.637 | 26.363 | 11,5 |
Rechnungsabgrenzungsposten | 4.897 | 5.064 | 3,4 |
Leasingverbindlichkeiten | 19.907 | 19.607 | -1,5 |
Sonstige Passiva | 48.442 | 51.034 | 5,4 |
| | | |
In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten.
Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
bis 1 Jahr | 2.625 | 2.779 | 5,8 |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 8.962 | 9.124 | 1,8 |
über 5 Jahre | 8.319 | 7.705 | -7,4 |
Leasingverbindlichkeiten | 19.907 | 19.607 | -1,5 |
| | | |
(32) Nachrangkapital
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Ergänzungskapital | 240.942 | 264.719 | 9,9 |
Nachrangkapital | 240.942 | 264.719 | 9,9 |
| | | |
Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 262,2 Mio. EUR (Vorjahr: 237,4 Mio. EUR).
Nachrangkapital nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
bis 3 Monate | 3.603 | 24.008 | >100 |
über 3 Monate bis 1 Jahr | - | - | - |
über 1 Jahr bis 5 Jahre | 77.306 | 77.296 | - |
über 5 Jahre | 160.033 | 163.416 | 2,1 |
Nachrangkapital nach Restlaufzeiten | 240.942 | 264.719 | 9,9 |
| | | |
Im Geschäftsjahr 2023 werden Ergänzungskapitalemissionen in Höhe von 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) fällig.
Details zum Nachrangkapital (Nominalwerte)
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | Gesamtlaufzeit |
5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre |
2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 | 8 Jahre |
4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 | 15 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 | 11 Jahre |
3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 | 15 Jahre |
3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5 | 20.000 | 20.000 | 11,5 Jahre |
2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 | 12 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3,25% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | 3.000 | 3.000 | 10 Jahre |
2.1% Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | - | 1.229 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | - | 12.000 | 10 Jahre |
5% Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | - | 11.539 | 10 Jahre |
Summe Nachrangkapital | 237.409 | 262.177 | |
| | | |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR).
(33) Eigenkapital
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Gezeichnetes Kapital | 85.886 | 85.886 | - |
•Aktienkapital | 85.886 | 85.886 | - |
Kapitalrücklagen | 241.416 | 241.416 | - |
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 1.087.504 | 1.151.312 | 5,9 |
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) | 65.200 | 65.200 | - |
Eigenkapital | 1.480.006 | 1.543.813 | 4,3 |
| | | |
Das Grundkapital setzt sich aus 42.942.900 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien zusammen, der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Das genehmigte Kapital zur Erhöhung des Grundkapitals beträgt 16,0 Mio. EUR (bis zu 8,0 Mio. auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien). Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne.
Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die emittierten Additional Tier 1-Anleihen, und zwar BKS TIER 1 ANL 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2017 (Nominale 14,5 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2018 (Nominale 17,3 Mio. EUR) und BKS TIER 1 ANL 2020 (Nominale 10,0 Mio. EUR), die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind.
Im Umlauf befindliche Aktien 2022
Anzahl Aktien | Stamm-Stückaktien |
Stand 01.01.2022 | 42.150.529 |
Veränderung eigene Aktien | 181.435 |
Stand 31.12.2022 | 42.331.964 |
Eigene Aktien im Bestand | 610.936 |
Ausgegebene Aktien | 42.942.900 |
| |
Im Umlauf befindliche Aktien 2021
Anzahl Aktien | Stamm-Stückaktien |
Stand 01.01.2021 | 42.060.932 |
Veränderung eigene Aktien | 89.597 |
Stand 31.12.2021 | 42.150.529 |
Eigene Aktien im Bestand | 792.371 |
Ausgegebene Aktien | 42.942.900 |
| |
Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:
| 2021 | 2022 |
| | | | |
in Tsd. EUR | Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | Rücklage für eigenes Kreditrisiko | Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | Rücklage für eigenes Kreditrisiko |
Stand 01.01. | -29.219 | 704 | -26.081 | 1.044 |
Sonstiges Ergebnis | 3.138 | 291 | 4.312 | 786 |
•Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19 | 2.222 | - | 235 | - |
•Veränderung der Rücklage für eigenes Kreditrisiko | - | 291 | - | 786 |
•Veränderung aus at Equity bilanzierten Unternehmen (IAS 19) | 917 | - | 4.077 | - |
Umgliederung | - | 49 | - | -490 |
Stand 31.12. | -26.081 | 1.044 | -21.770 | 1.340 |
| | | | |
Kapitalmanagement
(34) Eigenmittel
Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process). Dabei wird zwischen der normativen und ökonomischen Perspektive differenziert.
Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR auch im Stressfall zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP aus ökonomischer Perspektive ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.
Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquoten und des Total Risk Exposure Amounts erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte die BKS Bank zum 31. Dezember 2022 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,4% und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,6%. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2022 lagen über diesen Anforderungen.
BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR1)
in Mio. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.298,3 | 1.360,6 |
Abzugsposten | -649,3 | -668,2 |
Hartes Kernkapital (CET1) | 734,9 | 778,32) |
Harte Kernkapitalquote | 12,3% | 12,5% |
| | |
AT1-Anleihe | 65,2 | 65,1 |
Zusätzliches Kernkapital | 65,2 | 65,1 |
Kernkapital (CET1 + AT1) | 800,1 | 843,4 |
Kernkapitalquote | 13,4% | 13,6% |
| | |
Ergänzungskapital | 209,1 | 214,7 |
Eigenmittel insgesamt | 1.009,2 | 1.058,1 |
Gesamtkapitalquote | 16,9% | 17,0% |
| | |
Total Risk Exposure Amount | 5.980,1 | 6.213,5 |
| | |
1) Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Rechnungslegungsmethode bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgestellt. Gemäß IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Eine Darstellung der Änderungen findet sich im Kapitel „Änderung der Rechnungslegungsmethode bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ ab Seite 156 in diesem Bericht.
2)Beinhaltet das Jahresergebnis 2022. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Risikobericht
(35) Risikopolitik und Risikostrategie
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bank-
geschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.
In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeitende im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die
Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risiko-
adäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien, wobei das Management innerhalb der einzelnen Risikoarten erfolgt.
ICAAP
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu
verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
ILAAP
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR …) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
BASAG
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind
- • der Sanierungsplan,
- • der Abwicklungsplan und
- • die MREL-Quote.
(36) Struktur und Organisation des Risikomanagements
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.
Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet
regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle
Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unab-hängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen.
Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium.
Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls
geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling
gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende
Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Risikogremien

ICAAP-Gremium
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Aktiv-Passiv-Management-Gremium
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Gremium zum operationalen Risiko
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben des Gremiums ist auch die Überwachung und Weiterentwicklung des IKT-Risikomanagements.
Kreditrisiko-Jour fixe
In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen
Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
(37) Interne Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit (ICAAP)
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung
einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.
In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste in der ökonomischen Perspektive für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Zum 31. Dezember 2022 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 498,2 Mio. EUR nach 521,4 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende
Deckungsmasse belief sich auf 1.326,3 Mio. EUR nach 1.303,1 Mio. EUR zum Jahresultimo 2021.
Risikotragfähigkeitsrechnung nach der ökonomischen Perspektive

Verteilung der Risiken aus Sicht der ökonomischen Perspektive
in % | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
1 Kreditrisiko | 65,7 | 67,4 |
2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch | 11,2 | 10,4 |
3 Aktienkursrisiko | 5,6 | 5,2 |
4 Risiko aus Fremdwährungspositionen | 0,1 | 0,2 |
5 Credit Spread-Risiko | 6,7 | 5,5 |
6 Operationales Risiko und IKT-Risiko | 5,7 | 6,2 |
7 Liquiditätsrisiko | 2,0 | 2,0 |
9 Modellfehler | 0,4 | 0,4 |
10 Sonstige Risiken | 2,7 | 2,8 |
| | |
Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für 67,7% (2021: 65,7%) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich.
In der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit stehen die aufsichtsrechtlich geforderten Kapitalquoten, Liquiditätskennzahlen und Kreditrisikokennzahlen im Fokus. Die normative Perspektive unterliegt einem Planungshorizont von mindestens 3 Jahren. Dabei wird im ersten Schritt überprüft, ob die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen und die aus dem Risikoappetit abgeleiteten internen Limite über den Planungszeitraum eingehalten werden können. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Limite und aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen auch im Stressfall erfüllt werden können. Die Stressparameter werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet und mit den Stresstests in der ökonomischen Perspektive abgestimmt.
Die Risikotragfähigkeitsrechnung in der normativen Perspektive zeigt, dass die im Risk Appetite Framework festgelegten Limite sowohl im Basisszenario als auch im Stressszenario eingehalten und damit auch die quantitativen gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.
(38) Kreditrisiko
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Steuerung der Kreditrisiken
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich bei risikorelevanten Geschäften nach Ratingstufe und nach Produkt.
Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Darüber hinaus legt ein Katalog mit Ausschlusskriterien fest, welchen Unternehmen die BKS Bank keine Finanzierungen einräumt.
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen
Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Kreditrisikosteuerung

Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil des Konzernreportings.
Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und umfasst folgende Risikopositionen:
(38.1) Kreditrisikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Forderungen an Kunden | 7.065.859 | 7.296.381 |
Forderungen an Kreditinstitute | 94.638 | 253.724 |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.321.446 | 2.359.749 |
Wertpapiere und Fonds | 1.056.361 | 1.162.949 |
Beteiligungen | 807.683 | 839.334 |
Kreditrisikovolumen | 11.345.985 | 11.912.137 |
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Die Darstellung des Kreditrisikovolumens wurde 2022 an die Bilanzstruktur angeglichen und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.
(38.2) Überleitung der IFRS-Positionen auf interne Kreditrisikopositionen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Forderungen an Kunden gemäß Note (15.1) | 6.958.625 | 7.175.340 |
+ Risikovorsorgen zu Forderungen an Kunden gemäß Note (15.1) | 107.234 | 121.040 |
Forderungen an Kunden | 7.065.859 | 7.296.381 |
Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) | 94.582 | 253.618 |
+ Risikovorsorgen zu Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) | 55 | 107 |
Forderungen an Kreditinstitute | 94.638 | 253.724 |
Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (60) | 610.804 | 638.877 |
+ Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (60) | 1.702.081 | 1.706.925 |
+ positive Marktwerte aus derivativen Produkten gemäß Note (16) | 8.561 | 13.947 |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.321.446 | 2.359.749 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (17) | 999.561 | 1.123.812 |
+ Risikovorsorgen zu Schuldverschreibungen gemäß Note (17) | 679 | 956 |
+ Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18) | 56.121 | 38.181 |
Wertpapiere und Fonds | 1.056.361 | 1.162.949 |
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (19) | 709.256 | 727.275 |
+ Anteilsrechte der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18) | 98.427 | 112.059 |
Beteiligungen | 807.683 | 839.334 |
Risikovolumen | 11.345.985 | 11.912.137 |
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Bonitätseinstufung im Kreditrisiko
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
Ratingstufen
AA | Erstklassige beste Bonität |
A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
1a | Erstklassige Bonität |
1b | Sehr gute Bonität |
2a | Gute Bonität |
2b | Noch gute Bonität |
3a | Akzeptable Bonität |
3b | Noch akzeptable Bonität |
4a | Mangelhafte Bonität |
4b | Schlechte Bonität |
5a | Ausfall im Fortbetrieb |
5b | Ausfall – Notleidend |
5c | Ausfall – Uneinbringlich |
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(38.3) Kreditqualität nach Forderungsklassen 2022
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Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
Forderungen an Kunden | 98.315 | 1.905.975 | 2.660.478 | 2.222.310 | 235.755 | 172.442 | 1.106 |
Forderungen an Kreditinstitute | 188.995 | 52.279 | 12.448 | 1 | 1 | – | – |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 69.201 | 706.814 | 1.042.763 | 518.170 | 20.010 | 2.705 | 85 |
Wertpapiere und Fonds | 858.911 | 283.997 | 18.990 | 1.018 | 31 | – | – |
Beteiligungen | 747.617 | 90.659 | 1.058 | – | – | – | – |
Gesamt | 1.963.040 | 3.039.725 | 3.735.738 | 2.741.500 | 255.797 | 175.146 | 1.191 |
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Kreditqualität nach Forderungsklassen 2021
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Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
Forderungen an Kunden | 95.046 | 1.681.031 | 2.521.963 | 2.264.702 | 308.534 | 191.578 | 3.005 |
Forderungen an Kreditinstitute | 48.138 | 39.253 | 3.954 | 3.290 | 2 | – | – |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 70.461 | 647.972 | 949.362 | 607.352 | 41.777 | 4.315 | 205 |
Wertpapiere und Fonds | 758.554 | 245.549 | 52.246 | – | 11 | – | – |
Beteiligungen | 727.060 | 65.859 | 1.478 | 13.286 | – | – | – |
Gesamt | 1.699.259 | 2.679.665 | 3.529.003 | 2.888.631 | 350.324 | 195.893 | 3.210 |
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Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,1% (2021: 2,2%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 37,3% zum 31. Dezember 2022 (2021: 33,7%). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch vorhandene Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 86,0% (2021: 91,0%).
(38.4) Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2022
in Tsd. EUR | Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt |
Performing Exposure | 49.646 | 5.385 | 55.031 |
•hiervon Zugeständnisse bei Raten | 42.512 | 5.237 | 47.749 |
•hiervon Refinanzierung | 7.134 | 148 | 7.282 |
Non-performing Exposures | 34.658 | 22.267 | 56.925 |
•hiervon Zugeständnisse bei Raten | 31.825 | 15.341 | 47.166 |
•hiervon Refinanzierung | 2.833 | 6.926 | 9.759 |
Gesamt | 84.304 | 27.652 | 111.956 |
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Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2021
in Tsd. EUR | Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt |
Performing Exposure | 69.818 | 20.084 | 89.902 |
•hiervon Zugeständnisse bei Raten | 60.548 | 19.437 | 79.985 |
•hiervon Refinanzierung | 9.270 | 647 | 9.917 |
Non-performing Exposures | 35.222 | 17.338 | 52.560 |
•hiervon Zugeständnisse bei Raten | 32.689 | 10.669 | 43.358 |
•hiervon Refinanzierung | 2.533 | 6.669 | 9.202 |
Gesamt | 105.040 | 37.422 | 142.462 |
| | | |
Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff „Forbearance“ bzw. „Nachsicht“ wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:
- • Verlängerung der Kreditlaufzeit
- • Zugeständnisse in Bezug auf die ursprünglich vereinbarten Raten
- • Zugeständnisse in Bezug auf die Kreditkonditionen
- • gänzliche Neugestaltung des Kreditengagements (Restrukturierung)
(38.5) Kreditrisikovolumen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise
Mit dem Auftreten der Coronapandemie beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 wurden eine Reihe von Nachsichtmaßnahmen ausgelöst sowie Stundungen und Überbrückungsfinanzierungen gewährt. In der nachfolgenden Tabelle werden die entsprechenden Kreditvolumina, die zum Stichtag noch von diesen Maßnahmen betroffen waren, nach Branchen gegliedert angeführt.
in Tsd. EUR | Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen | Gewährte Kredite und Darlehen mit staatlichen Garantien im Zusammenhang mit COVID-19 | Erhaltene öffentliche Garantien im Zusammenhang mit COVID-19 |
Privatkunden | 619 | 32 | 32 |
Grundstücks- und Wohnungswesen | 13.035 | 10 | 8 |
Bau | 1.307 | 3.766 | 3.491 |
Herstellung von Waren | 1.087 | 26.195 | 23.258 |
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 584 | 12.976 | 12.012 |
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 2.246 | 17.371 | 15.858 |
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 288 | 363 | 363 |
Verkehr und Lagerei | – | 1.244 | 1.133 |
Beherbergung und Gastronomie | 11.480 | 4.402 | 4.125 |
Gesundheits- und Sozialwesen | – | 400 | 389 |
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | – | 3.398 | 3.185 |
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | – | – | – |
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 106 | 758 | 758 |
Energieversorgung | – | 12 | 12 |
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | – | – | – |
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 103 | 230 | 218 |
Information und Kommunikation | 3.805 | 1.582 | 1.549 |
Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 2.832 | – | – |
Kunst, Unterhaltung und Erholung | 783 | 165 | 164 |
Erziehung und Unterricht | – | 204 | 204 |
Gesamt | 38.275 | 73.108 | 66.759 |
| | | |
Die Stundungen für Kredite und Darlehen mit EBA-konformen Moratorien sind ausgelaufen und werden somit nicht mehr separat dargestellt.
Die seit dem Geschäftsjahr 2020 aufgrund von COVID-19 gestundeten Kredite werden in der folgenden Tabelle auf Basis der Restlaufzeit der Stundungsmaßnahmen dargestellt.
in Tsd. EUR | Buchwert Kredite | hievon Kredite mit aktiven Moratorien | <= 3 Monate | > 3 Monate <= 6 Monate | > 6 Monate <= 9 Monate | > 9 Monate <= 12 Monate | > 12 Monate <= 18 Monate | > 18 Monate |
Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen | 38.275 | 8.909 | 8.754 | – | – | – | 155 | – |
| | | | | | | | |
(38.6) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages/
On-Balance 2022
| Buchwerte | Wertberichtigungen | |
| | | | | | | | |
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
AA | 968.403 | – | – | 968.403 | 313 | – | – | 313 |
A1 | 135.216 | – | – | 135.216 | 105 | – | – | 105 |
1a | 967.325 | 26.363 | – | 993.688 | 623 | 158 | – | 781 |
1b | 1.108.127 | 20.224 | – | 1.128.351 | 2.924 | 261 | – | 3.185 |
2a | 1.081.173 | 23.211 | – | 1.104.384 | 4.232 | 564 | – | 4.796 |
2b | 1.487.013 | 29.464 | – | 1.516.477 | 9.593 | 997 | – | 10.590 |
3a | 1.354.463 | 174.736 | – | 1.529.199 | 10.301 | 5.222 | – | 15.523 |
3b | 466.627 | 193.087 | – | 659.714 | 6.604 | 6.023 | – | 12.627 |
4a | 64.590 | 106.445 | – | 171.035 | 1.770 | 4.449 | – | 6.219 |
4b | 22.956 | 41.323 | – | 64.279 | 1.008 | 2.449 | – | 3.457 |
5a – 5c | – | – | 172.276 | 172.276 | – | – | 64.301 | 64.301 |
OR | 1.026 | 81 | – | 1.107 | 205 | 1 | – | 206 |
Gesamt | 7.656.919 | 614.934 | 172.276 | 8.444.129 | 37.678 | 20.124 | 64.301 | 122.103 |
| | | | | | | | |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages/
On-Balance 2021
| Buchwerte | Wertberichtigungen | |
| | | | | | | | |
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
AA | 716.016 | – | – | 716.016 | 173 | – | – | 173 |
A1 | 90.086 | – | – | 90.086 | 42 | – | – | 42 |
1a | 897.258 | 30.906 | - | 928.164 | 408 | 129 | - | 537 |
1b | 924.601 | 38.783 | - | 963.384 | 1.221 | 902 | - | 2.123 |
2a | 1.176.423 | 13.267 | - | 1.189.690 | 2.712 | 255 | - | 2.967 |
2b | 1.158.965 | 171.474 | - | 1.330.439 | 4.181 | 1.573 | - | 5.754 |
3a | 1.030.507 | 427.165 | - | 1.457.672 | 4.706 | 7.932 | - | 12.638 |
3b | 403.480 | 352.540 | - | 756.020 | 3.233 | 6.620 | - | 9.853 |
4a | 47.527 | 169.025 | - | 216.552 | 552 | 4.358 | - | 4.910 |
4b | 16.933 | 76.144 | - | 93.077 | 616 | 4.215 | - | 4.831 |
5a – 5c | – | - | 190.545 | 190.545 | – | - | 63.884 | 63.884 |
OR | 2.743 | 693 | - | 3.436 | 221 | 35 | - | 256 |
Gesamt | 6.464.539 | 1.279.997 | 190.545 | 7.935.081 | 18.065 | 26.019 | 63.884 | 107.968 |
| | | | | | | | |
In den Risikopositionen erfasst sind Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note 14, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Forderungen an Kunden gemäß Note 15.2, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note 17 sowie die entsprechenden Wertberichtigungen gemäß Note 38.2
(38.7) Off-Balance-Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages 2022
| Buchwerte | Rückstellungen | |
| | | | | | | | |
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
AA | 69.171 | – | – | 69.171 | – | – | – | – |
A1 | 30 | – | – | 30 | – | – | – | – |
1a | 243.087 | 3.257 | – | 246.344 | 46 | 1 | - | 47 |
1b | 459.126 | 1.026 | – | 460.152 | 57 | 1 | - | 58 |
2a | 485.826 | 6.357 | – | 492.183 | 94 | 1 | - | 95 |
2b | 524.681 | 12.400 | – | 537.081 | 128 | 4 | - | 132 |
3a | 364.259 | 26.833 | – | 391.092 | 101 | 20 | - | 121 |
3b | 66.286 | 60.699 | – | 126.985 | 72 | 44 | - | 116 |
4a | 1.768 | 11.950 | – | 13.718 | 4 | 13 | - | 17 |
4b | 2.275 | 3.981 | – | 6.256 | 18 | 29 | - | 47 |
5a – 5c | – | – | 2.705 | 2.705 | - | - | 121 | 121 |
OR | 70 | 15 | – | 85 | 1 | – | - | 1 |
Gesamt | 2.216.579 | 126.518 | 2.705 | 2.345.802 | 521 | 113 | 121 | 755 |
| | | | | | | | |
Off-Balance-Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages 2021
| Buchwerte | Rückstellungen | |
| | | | | | | | |
in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
AA | 51.814 | – | – | 51.814 | – | – | – | – |
A1 | 18.150 | – | – | 18.150 | – | – | – | – |
1a | 243.474 | 7.612 | - | 251.086 | 50 | 15 | - | 65 |
1b | 429.386 | 9.493 | - | 438.879 | 68 | 5 | - | 73 |
2a | 460.939 | 4.915 | - | 465.854 | 104 | 4 | - | 108 |
2b | 360.059 | 36.333 | - | 396.392 | 154 | 95 | - | 249 |
3a | 317.226 | 99.057 | - | 416.283 | 156 | 324 | - | 480 |
3b | 98.581 | 91.191 | - | 189.772 | 104 | 272 | - | 376 |
4a | 3.930 | 16.491 | - | 20.421 | 8 | 34 | - | 42 |
4b | 3.611 | 10.424 | - | 14.035 | 22 | 60 | - | 82 |
5a – 5c | – | - | 3.862 | 3.862 | - | - | 143 | 143 |
OR | 282 | 86 | - | 368 | 1 | 4 | - | 5 |
Gesamt | 1.987.452 | 275.602 | 3.862 | 2.266.916 | 667 | 813 | 143 | 1.623 |
| | | | | | | | |
In den Risikopositionen erfasst sind Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gemäß Note 60.
(38.8) Kreditsicherheiten 20221)
in Tsd. EUR | Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko | Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicher-heiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige | Risikoposition2) |
Forderungen an Kunden | 7.296.381 | 4.746.750 | 100.858 | 198.585 | 3.730.048 | 717.258 | 2.549.631 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 135.413 | 57.120 | 1.991 | 13.454 | 41.675 | – | 78.292 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 39.381 | 31.561 | 503 | 5 | 30.387 | 666 | 7.820 |
Forderungen an Kreditinstitute | 253.724 | 3.297 | – | – | – | 3.297 | 250.427 |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.359.749 | 511.458 | 41.046 | 7.985 | 329.658 | 132.769 | 1.848.291 |
Wertpapiere und Fonds | 1.162.949 | 224.339 | – | 103.374 | – | 120.965 | 938.610 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | – | – | – | – | – | – | – |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 34.732 | – | – | – | – | – | 34.732 |
•hiervon at Fair Value OCI | 59.399 | 40.919 | – | – | – | 40.919 | 18.480 |
Beteiligungen | 839.334 | – | – | – | – | – | 839.334 |
•hiervon at Fair Value OCI | 110.427 | – | – | – | – | – | 110.427 |
•hievon Beteiligungen at Fair Value (verpflichtend) | 1.632 | – | – | – | – | – | 1.632 |
•hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 727.275 | – | – | – | – | – | 727.275 |
Gesamt | 11.912.137 | 5.485.844 | 141.904 | 309.945 | 4.059.706 | 974.289 | 6.426.293 |
| | | | | | | |
1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2)Exposure abzüglich Sicherheiten
Kreditsicherheiten 20211)
in Tsd. EUR | Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko | Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicher-heiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige | Risikoposition2) |
Forderungen an Kunden | 7.065.859 | 4.499.356 | 94.994 | 220.605 | 3.478.709 | 705.047 | 2.566.503 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 89.927 | 56.476 | – | 16.636 | 39.840 | – | 33.451 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 53.631 | 35.523 | 564 | 7 | 33.699 | 1.253 | 18.108 |
Forderungen an Kreditinstitute | 94.638 | 13.340 | – | 10.188 | – | 3.152 | 81.298 |
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.321.446 | 484.069 | 31.168 | 21.657 | 294.950 | 136.294 | 1.837.377 |
Wertpapiere und Fonds | 1.056.361 | 150.441 | – | 59.721 | – | 90.720 | 905.920 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 20.551 | – | – | – | – | – | 20.551 |
•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50.375 | – | – | – | – | – | 50.375 |
•hiervon at Fair Value OCI | 67.393 | 34.907 | – | – | – | 34.907 | 32.486 |
Beteiligungen | 807.683 | – | – | – | – | – | 807.683 |
•hiervon at Fair Value OCI | 98.176 | – | – | – | – | – | 98.176 |
•hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 252 | – | – | – | – | – | 252 |
•hv. Beteiligungen at Equity | 709.256 | – | – | – | – | – | 709.256 |
Gesamt | 11.345.985 | 5.147.206 | 126.162 | 312.171 | 3.773.659 | 935.213 | 6.198.780 |
| | | | | | | |
1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2)Exposure abzüglich Sicherheiten
(38.9) Forderungen an Kunden nach Branchen
| 2021 | 2022 |
| | | | |
Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria) | in Tsd. EUR | in % | in Tsd. EUR | in % |
Privatkunden | 1.402.892 | 17,9 | 1.353.827 | 18,6 |
Grundstücks- und Wohnungswesen | 1.436.613 | 19,2 | 1.564.530 | 21,4 |
Bau | 717.689 | 10,5 | 788.415 | 10,8 |
Herstellung von Waren | 739.866 | 12,2 | 714.083 | 9,8 |
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 456.240 | 7,3 | 486.429 | 6,7 |
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 444.799 | 5,6 | 457.368 | 6,3 |
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 388.483 | 5,9 | 386.019 | 5,3 |
Gesundheits- und Sozialwesen | 260.014 | 3,6 | 256.921 | 3,5 |
Beherbergung und Gastronomie | 230.967 | 3,1 | 235.556 | 3,2 |
Verkehr und Lagerei | 201.484 | 3,6 | 213.811 | 2,9 |
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 199.946 | 2,3 | 190.855 | 2,6 |
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 165.912 | 2,2 | 168.039 | 2,3 |
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 116.833 | 1,1 | 142.587 | 2,0 |
Energieversorgung | 81.719 | 1,9 | 123.006 | 1,7 |
Information und Kommunikation | 62.644 | 0,8 | 62.428 | 0,9 |
Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 56.567 | 0,8 | 54.596 | 0,7 |
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 43.646 | 0,7 | 42.872 | 0,6 |
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 27.721 | 0,5 | 25.612 | 0,4 |
Kunst, Unterhaltung und Erholung | 20.772 | 0,5 | 20.099 | 0,3 |
Erziehung und Unterricht | 11.052 | 0,3 | 9.329 | 0,1 |
Gesamt | 7.065.859 | 1,0 | 7.296.381 | 100,0 |
| | | | |
(38.10) Forderungen an Kunden in Fremdwährungen nach Ländern und Währungen 2022
in Tsd. EUR | EUR1) | CHF | USD | JPY | Sonstige | Gesamt |
Österreich | 2.029 | 70.685 | 2.201 | 151 | 3.283 | 78.350 |
Slowenien | – | 1.572 | – | – | – | 1.572 |
Kroatien | 546.701 | 351 | 22 | – | – | 547.073 |
Deutschland | – | 786 | – | – | – | 786 |
Ungarn | 4.332 | – | 0 | – | – | 4.332 |
Schweiz | 17.441 | – | 0 | – | – | 17.441 |
Sonstige | 14.625 | 1.373 | 2 | – | – | 16.001 |
Gesamt | 585.129 | 74.768 | 2.226 | 151 | 3.283 | 665.556 |
| | | | | | |
1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
Forderungen an Kunden in Fremdwährungen nach Ländern und Währungen 2021
in Tsd. EUR | EUR1) | CHF | USD | JPY | Sonstige | Gesamt |
Österreich | 313 | 80.229 | 3.592 | 228 | 723 | 85.085 |
Slowenien | 0 | 2.387 | 0 | 0 | 0 | 2.387 |
Kroatien | 561.987 | 330 | 31 | 0 | 0 | 562.348 |
Deutschland | 0 | 750 | 0 | 0 | 0 | 750 |
Ungarn | 5.102 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.102 |
Schweiz | 18.583 | 0 | 0 | 0 | 0 | 18.583 |
Sonstige | 11.211 | 1.325 | 0 | 0 | 0 | 12.537 |
Gesamt | 597.196 | 84.271 | 3.624 | 228 | 723 | 686.791 |
| | | | | | |
1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
(38.11) Forderungen an Kunden nach Ländern 2022
in Tsd. EUR | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwert-berichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
Österreich | 5.255.720 | 100.285 | 33.120 | 57.095 |
Slowenien | 923.938 | 9.885 | 3.247 | 6.252 |
Kroatien | 584.639 | 51.737 | 22.112 | 22.072 |
Slowakische Republik | 272.474 | 5.370 | 2.465 | 2.797 |
Deutschland | 167.410 | 43 | 39 | – |
Ungarn | 21.956 | 2.066 | 838 | 1.174 |
Sonstige | 70.243 | 3.037 | 2.318 | 12 |
Gesamt | 7.296.381 | 172.423 | 64.139 | 89.402 |
| | | | |
1) Siehe Tabelle Risikovolumen gemäß ICAAP auf Seite 195
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.
Forderungen an Kunden nach Ländern 2021
in Tsd. EUR | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwert-berichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
Österreich | 5.034.640 | 99.361 | 29.751 | 61.671 |
Slowenien | 904.033 | 12.825 | 4.082 | 8.381 |
Kroatien | 613.922 | 71.278 | 26.382 | 43.202 |
Slowakische Republik | 249.338 | 5.698 | 2.626 | 2.379 |
Deutschland | 176.674 | 39 | 13 | 25 |
Ungarn | 20.705 | 2.350 | 1.004 | 1.279 |
Sonstige | 66.546 | 2 | – | – |
Gesamt | 7.065.859 | 191.578 | 63.883 | 116.937 |
| | | | |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
(38.12) Wertpapiere und Fonds nach Sitz der Emittenten
in Tsd. EUR | Anschaffungskosten | Buchwert nach IFRS1) |
| | | | |
Regionen | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
Österreich | 467.765 | 482.974 | 473.724 | 479.592 |
Deutschland | 102.535 | 152.627 | 103.592 | 151.520 |
Supranational, EU | 114.867 | 146.958 | 116.535 | 147.451 |
Norwegen | 54.903 | 54.903 | 55.356 | 54.395 |
Frankreich | 43.433 | 46.748 | 43.606 | 46.965 |
Slowenien | 29.887 | 44.848 | 30.093 | 45.148 |
Belgien | 34.727 | 39.641 | 35.123 | 40.089 |
Spanien | 24.928 | 30.474 | 25.171 | 30.609 |
Slowakische Republik | 29.932 | 29.932 | 30.332 | 30.336 |
Irland | 29.012 | 29.070 | 29.317 | 29.334 |
Schweden | 20.000 | 20.000 | 20.348 | 19.297 |
Portugal | 15.187 | 15.187 | 15.200 | 15.179 |
Finnland | 15.137 | 15.137 | 15.116 | 15.101 |
Niederlande | 14.946 | 14.946 | 15.008 | 15.014 |
Luxemburg | 12.307 | 11.127 | 13.775 | 10.718 |
Kroatien | 10.122 | 10.122 | 10.210 | 10.195 |
Sonstige | 23.729 | 22.056 | 23.856 | 22.006 |
Summe | 1.043.415 | 1.166.748 | 1.056.360 | 1.162.949 |
| | | | |
1) inklusive Stückzinsen
(39) Beteiligungsrisiko
Beteiligungspositionen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Börsenotierte Kreditinstitute | 709.256 | 727.275 |
Nicht börsenotierte Kreditinstitute | 18.429 | 25.955 |
Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen | 79.998 | 86.104 |
Gesamt | 807.683 | 839.334 |
| | |
(40) Zinsänderungsrisiko
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.
Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Steuerung Zinsänderungsrisiko

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit
verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
Die EBA veröffentlichte im Oktober 2022 eine neue Leitlinie zum Management von Zinsänderungsrisiken (IRRBB) und Credit Spread-Risiken (CSRBB) im Bankbuch. Die Guideline beinhaltet beispielsweise einen neuen aufsichtsrechtlichen Ausreißertest (SOT, Supervisory Outlier Tests). Wir begegnen den neuen Anforderungen im Rahmen eines Umsetzungsprojektes. Die neuen Vorgaben für das Management von Zinsänderungsrisiken sind bis Mitte 2023 und jene für das Management von Credit Spread-Risiken bis Ende 2023 umzusetzen.
(40.1) Aufsichtsrechtliches Zinsänderungsrisiko in % der Eigenmittel
Währung | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
EUR | 2,69% | 6,57% |
CHF | 0,08% | -0,02% |
USD | -0,04% | -0,06% |
JPY | | – |
Sonstige | | – |
Gesamt | 2,73% | 5,49% |
| | |
(40.2) Barwertschwankungen bei Zinsshift von 200 Basispunkten gemäß Zinsrisikostatistik
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
EUR | 26.467 | 69.473 |
CHF | 734 | -599 |
USD | -373 | -169 |
JPY | – | – |
Sonstige | – | – |
Gesamt | 26.828 | 68.705 |
| | |
(40.3) Zinsbindungsgaps EUR und Fremdwährungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
< 1 Monat | 75.726 | -398.522 |
1 bis 3 Monate | 471.092 | 827.662 |
3 bis 6 Monate | 782.352 | 901.369 |
6 bis 12 Monate | -2.088.705 | -1.695.548 |
1 bis 2 Jahre | 18.034 | -109.604 |
2 bis 3 Jahre | -691.931 | -764.204 |
3 bis 4 Jahre | 214.596 | 246.333 |
4 bis 5 Jahre | -126.769 | 183.496 |
> 5 Jahre | 502.944 | 631.021 |
| | |
Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt, dar.
(40.4) Zinsänderungsrisiko
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Minimalwerte | 43.100 | 52.623 |
Maximalwerte | 58.521 | 64.220 |
Durchschnittswerte | 52.424 | 59.423 |
Wert zum Jahresende | 58.521 | 64.220 |
| | |
Das nach internen Kriterien ermittelte Zinsänderungsrisiko wird anhand eines Worst-Case-Szenarios aus den 6 ökonomischen EVE (Economic Value of Equity) IRRBB-Schocks und dem steuerungsrelevanten „APM-Durationsrisiko“ (+100BP Schock) ermittelt. Die Angemessenheit des Verfahrens sowie das Konfidenzniveau von 99,9% und die Haltedauer von einem Jahr werden mindestens einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst
(41) Credit Spread-Risiko
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Minimalwerte | 35.086 | 27.265 |
Maximalwerte | 41.669 | 33.884 |
Durchschnittswerte | 38.314 | 30.352 |
Wert zum Jahresende | 35.086 | 27.265 |
| | |
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken.
Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
(42) Aktienkursrisiko
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Steuerung Aktienkursrisiko

Value-at-Risk-Werte Aktienkursrisiko
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Minimalwerte | 22.554 | 17.458 |
Maximalwerte | 28.977 | 25.686 |
Durchschnittswerte | 26.092 | 23.334 |
Wert zum Jahresende | 28.977 | 25.686 |
| | |
1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst
Der dargestellte Value-at-Risk für das Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.
(43) Risiken aus Fremdwährungspositionen
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
Value-at-Risk-Werte aus Fremdwährungspositionen
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Minimalwerte | 706 | 703 |
Maximalwerte | 1.355 | 1.276 |
Durchschnittswerte | 1.011 | 993 |
Wert zum Jahresende | 706 | 983 |
| | |
1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst
Der dargestellte Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.
(43.1) Wechselkursrisiko – Offene Devisenposition
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
HRK | 80 | -57 |
USD | 930 | -945 |
GBP | 120 | 142 |
JPY | -53 | 17 |
CHF | 169 | 401 |
| | |
Positive Werte stellen Netto-Long-Positionen, negative Netto-Short-Positionen zum jeweiligen Stichtag dar.
(44) Liquiditätsrisiko und Liquiditätsrisikomanagement (ILAAP)
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass
Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
Liquiditätsrisikosteuerung

Grundsätze des Liquiditätsmanagements
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.
Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines.
Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen.
Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die
Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Kennzahlen zur Steuerung des Liquiditätsrisikos
| 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Einlagenkonzentration | 0,36 | 0,35 |
Loan-Deposit-Ratio (LDR) | 83,0% | 88,2% |
Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 208,9% | 190,4% |
Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 122,9% | 118,7% |
| | |
(44.1) Refinanzierungsfähige Sicherheiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere | 799.774 | 839.437 |
bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere | 45.567 | – |
bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere | 96.885 | 89.534 |
an die OeNB zedierte Kreditforderungen | 562.146 | 604.795 |
an die Slowenische Nationalbank zedierte Kreditforderungen | 26.138 | 22.411 |
Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 1.530.510 | 1.556.177 |
abzüglich Tendersperre OeNB | -544.983 | -595.128 |
abzüglich EUREX Repo | -3.094 | – |
Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 982.433 | 961.049 |
Barmittel | 135.914 | 35.943 |
OeNB-Guthaben | 1.235.012 | 713.931 |
Liquiditätspuffer | 2.353.359 | 1.710.923 |
sonstige Wertpapiere | 40.187 | 23.159 |
Counterbalancing Capacity | 2.393.546 | 1.734.082 |
| | |
(44.2) Entwicklung der Refinanzierungsstrukturen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Spareinlagen | 1.351.180 | 1.258.885 |
Sonstige Kundeneinlagen | 5.791.352 | 5.564.907 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | 783.616 |
Nachrangkapital | 240.942 | 264.719 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 826.912 | 930.977 |
| | |
(44.3) Derivative und nicht-derivative Verbindlichkeiten auf Cash Flow-Basis 2022
in Tsd. EUR | Buchwerte | Vertragliche Cash Flows1) | < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.803.105 | 8.972.714 | 841.433 | 2.696.463 | 1.199.844 | 4.234.973 |
•Einlagen von Kreditinstituten | 930.977 | 947.909 | 242.231 | 431.604 | 234.736 | 39.339 |
•Einlagen von Kunden2) | 6.823.793 | 6.890.905 | 596.780 | 2.183.233 | 424.417 | 3.686.476 |
•Verbriefte Verbindlichkeiten | 783.616 | 814.084 | 2.422 | 52.825 | 435.616 | 323.220 |
•Nachrangige Verbindlichkeiten | 264.719 | 319.815 | – | 28.801 | 105.076 | 185.938 |
Derivative Verbindlichkeiten | 5.250 | -74.216 | 212 | -63.106 | -7.284 | -4.038 |
•Derivate im Bankbuch | 5.250 | -74.216 | 212 | -63.106 | -7.284 | -4.038 |
Gesamt | 8.808.355 | 8.898.498 | 841.645 | 2.633.357 | 1.192.560 | 4.230.935 |
| | | | | | |
1) nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
Derivative und nicht-derivative Verbindlichkeiten auf Cash Flow-Basis 2021
in Tsd. EUR | Buchwerte | Vertragliche Cash Flows1) | < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.942.909 | 8.969.876 | 825.436 | 2.461.213 | 1.769.640 | 3.913.588 |
•Einlagen von Kreditinstituten | 826.912 | 830.675 | 213.489 | 166.008 | 432.343 | 18.835 |
•Einlagen von Kunden2) | 7.142.532 | 7.114.394 | 609.960 | 2.226.172 | 804.964 | 3.473.298 |
•Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | 732.350 | 1.987 | 61.239 | 403.655 | 265.469 |
•Nachrangige Verbindlichkeiten | 240.942 | 292.457 | 0 | 7.794 | 128.678 | 155.985 |
Derivative Verbindlichkeiten | 7.886 | -1.181 | 3.445 | -1.818 | -2.383 | -425 |
•Derivate im Bankbuch | 7.886 | -1.181 | 3.445 | -1.818 | -2.383 | -425 |
Gesamt | 8.950.795 | 8.968.695 | 828.881 | 2.459.395 | 1.767.257 | 3.913.163 |
| | | | | | |
1) nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
(45) Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren
hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer
Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles
IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.
Operationales Risiko und IKT-Risiken

Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 31,0 Mio. EUR (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von -0,9 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR) gegenüber. Der negative Wert resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen aus den Vorjahren.
Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Betrug | 3 | 368 |
Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit | 62 | 7 |
Kunden, Produkte, Geschäftspraxis | 1.684 | -1.471 |
Sachschäden | 10 | 11 |
Systemfehler | 36 | 6 |
Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement | 45 | 200 |
| | |
(46) Makroökonomisches Risiko
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
(47) Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (9Ratio) gemessen.
Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,9% (Vorjahr: 8,4%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
(48) ESG-Risiken
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können.
Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und -Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel „Management von ESG-Faktoren“ im Detail erläutert.
Die Messung der Betroffenheit unseres Kundenportfolios im Zusammenhang mit ESG-Risiken erfolgt über ein extern zugekauftes Modul. Die Betroffenheit wird in Scorewerten zwischen 0 bei unerheblichen Risiken und 100 bei extrem hohen Risiken dargestellt.
Verteilung des Kreditportfolios nach Climcycle ESG-Risikoscores

(49) Sonstige Risiken
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der
Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
- • Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
- • Reputationsrisiken
- • Restwertrisiken im Leasinggeschäft
- • Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
- • Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
- • Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
- • Eigenkapitalrisiken
- • Verhaltensrisiken
- • Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken
Die Überwachung des Risikos aus der Umsetzung von Vorkehrungen zur Hintanhaltung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung erfolgt durch eine in der BKS Bank eigens dafür eingerichtete Organisationseinheit der Gruppe ZVB/Compliance & AML. Die Steuerung von Risiken aus der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung wird im Rahmen von Arbeitshandbüchern, der AML-Risikoanalyse und in der Risikostrategie festgelegt. Die Festlegungen gelten für alle Mitarbeitenden, Führungskräfte und Organe der BKS Bank. Im Jahr 2022 gab es 20.727 im AML-Monitoring überprüfte Transaktionen sowie 57 Meldungen an das Bundeskriminalamt.
Ergänzende Angaben
(50) Fair Values
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden
31.12.2022
in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total |
Aktiva | | | | |
Forderungen an Kunden | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 39.381 | 39.381 |
•at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 135.413 | 135.413 |
Handelsaktiva (Derivate) | - | 13.947 | - | 13.947 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 31 | - | - | 31 |
•at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | - | 0 |
•at Fair Value OCI | 54.901 | - | 1.018 | 55.920 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 34.701 | - | 1.632 | 36.334 |
•at Fair Value OCI | 3.480 | 4.988 | 105.440 | 113.907 |
Passiva | | | | |
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | 35.336 | - | 35.336 |
Handelspassiva | - | 5.250 | - | 5.250 |
| | | | |
Im Berichtsjahr gab es bei den verbrieften Verbindlichkeiten eine Umgliederung von Levelstufe 3 auf Levelstufe
2, da nun für die beobachtbaren Inputparameter eine externe Datenquelle herangezogen wird. Auf Basis der in der Bewertungstechnik verwendeten Inputfaktoren werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wie im Vorjahr dem Level 2 zugeordnet.
31.12.2021
in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total |
Aktiva | | | | |
Forderungen an Kunden | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 53.631 | 53.631 |
•at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 89.927 | 89.927 |
Handelsaktiva (Derivate) | - | 8.561 | - | 8.561 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 11 | - | - | 11 |
•at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 20.551 | - | - | 20.551 |
•at Fair Value OCI | 60.518 | - | 1.018 | 61.536 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | | | | |
•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50.364 | 0 | 252 | 50.616 |
•at Fair Value OCI | 5.756 | 3.942 | 94.233 | 103.931 |
Passiva | | | | |
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 56.999 | 56.999 |
Handelspassiva | - | 7.886 | - | 7.886 |
| | | | |
Im Vorjahr gab es zwischen den einzelnen Levels keine Umgliederungen.
Level 3: Bewegungen der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden 2022
in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | Schuld-verschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
Stand zum 01.01.2022 | 89.927 | 53.631 | 1.018 | 94.233 | 56.999 | 252 |
GuV-Rechnung1) | -14.123 | -1.887 | | - | - | - |
Umgliederungen | - | - | - | - | -56.999 | - |
Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 9.757 | - | - |
Käufe/Zugänge | 68.500 | 3.079 | - | 1.450 | - | 1.632 |
Verkäufe/Tilgungen | -8.891 | -15.442 | - | - | - | -252 |
Stand zum 31.12.2022 | 135.413 | 39.381 | 1.018 | 105.440 | - | 1.632 |
| | | | | | |
1)über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
Stand zum 01.01.2021 | 75.650 | 56.730 | 1.018 | 87.036 | 63.429 | 356 |
GuV-Rechnung1) | -2.176 | -654 | - | - | -1.042 | -104 |
Umgliederungen | - | - | - | - | - | - |
Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 5.853 | -388 | - |
Käufe/Zugänge | 20.532 | 4.421 | - | 1.683 | - | - |
Verkäufe/Tilgungen | -4.079 | -6.866 | - | -339 | -5.000 | - |
Stand zum 31.12.2021 | 89.927 | 53.631 | 1.018 | 94.233 | 56.999 | 252 |
| | | | | | |
1)über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
Fair Values – Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung
Die unter der Kategorie Level 1 „Marktwerte“ dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.
Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 „Marktdaten basierend“ ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die DCF-Methode zur Anwendung. Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden die erwarteten Mietsteigerungsraten abgezinst, auch der Standort der Immobilie wird miteinbezogen.
In der Kategorie Level 3 „interne Bewertungsmethode“ werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind.
Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die DCF-Methode zur Anwendung.
Veränderungen in der Kategorisierung
Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).
Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten
Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode insbesondere über die bankspezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2022 auf den Marktwert mit -0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2022 auf den Marktwert mit -1,0 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR) aus.
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) führen.
Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 32,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,1 Mio. EUR) ist der für die Berechnung angewandte Eigenkapitalkostensatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 60,2 Mio. EUR (Vorjahr: 53,5 Mio. EUR) führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10% zu einer Veränderung des Fair Values um 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR). Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR) ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum Fair Value bilanziert werden
31.12.2022
in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | Buchwert 31.12.2022 |
Aktiva | | | | | |
Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 253.413 | 253.413 | 253.618 |
Forderungen an Kunden | - | - | 6.882.816 | 6.882.816 | 7.000.547 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 968.745 | - | - | 968.745 | 1.067.861 |
Passiva | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 906.672 | 906.672 | 930.977 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 6.693.932 | 6.693.932 | 6.823.793 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 39.761 | 647.601 | - | 687.362 | 748.280 |
Nachrangkapital | 103.499 | 130.290 | - | 233.789 | 264.719 |
| | | | | |
31.12.2021
in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | Buchwert 31.12.2021 |
Aktiva | | | | | |
Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 94.593 | 94.593 | 94.582 |
Forderungen an Kunden | - | - | 6.863.025 | 6.863.025 | 6.815.067 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 949.456 | - | - | 949.456 | 917.463 |
Passiva | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 820.874 | 820.874 | 826.912 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 7.146.637 | 7.146.637 | 7.142.532 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 161.307 | 461.663 | 62.477 | 685.448 | 675.524 |
Nachrangkapital | 190.335 | 23.965 | 29.098 | 243.398 | 240.942 |
| | | | | |
(51) Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente
Für alle Eigenkapitalinstrumente, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet sind, wird gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Anteile an Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.
Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt.
Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 keine wesentlichen Effekte.
Darstellung wesentlicher sonstiger Beteiligungen
in Tsd. EUR | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2021 | in 2021 erfasste Dividendenerträge | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2022 | in 2022 erfasste Dividendenerträge |
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 8.813 | - | 9.550 | 21 |
G3B Holding AG | 42.289 | - | 48.554 | - |
Wienerberger AG | 1.258 | 23 | 878 | 29 |
3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH | 1.139 | - | 1.203 | - |
Oesterreichische Kontrollbank AG | 17.043 | 1.000 | 19.582 | 1.000 |
BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 3.942 | - | - | - |
Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft | - | - | 4.988 | - |
PEKRA Holding GmbH | 13.034 | - | 13.034 | - |
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 5.227 | - | 5.760 | - |
3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 2.251 | 737 | 2.701 | 645 |
3 Banken IT GmbH | 1.050 | - | 1.050 | - |
Sonstige strategische Beteiligungen | 2.130 | 201 | 3.130 | 269 |
Summe | 98.176 | 1.961 | 110.427 | 1.964 |
| | | | |
(52) Gewinne/Verluste nach Bewertungskategorien
in Tsd. EUR | 2021 | 2022 |
Zinsertrag | 1.931 | 1.404 |
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 4.952 | -10.063 |
Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 6.883 | -8.659 |
Zinsertrag | 1.846 | 2.562 |
Zinsaufwand | -1.500 | -1.454 |
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 170 | 1.977 |
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 388 | 985 |
Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 904 | 4.070 |
Zinsertrag | 156.509 | 174.588 |
Provisionsüberschuss | 44.971 | 48.238 |
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 1.404 | -626 |
Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 202.883 | 222.200 |
Zinsertrag | 1.961 | 2.404 |
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 7.060 | 10.879 |
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (designiert) | 9.020 | 13.283 |
Zinsertrag | 525 | 489 |
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | - | - |
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -1.247 | -5.644 |
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis | -722 | -5.155 |
Zinsaufwand | -24.969 | -26.669 |
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -288 | -517 |
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | -25.257 | -27.187 |
| | |
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
2) FI = Finanzinstrumente
(53) Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG und der Generali 3Banken Holding (nunmehr G3B Holding AG) jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurden mit Stichtag 30.09.2022 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst. Im Dezember 2022 hat die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die BKS Bank AG hat an dieser
Kapitalerhöhung nicht teilgenommen, wodurch ein Verwässerungseffekt in Höhe von -9,4 Mio. EUR entstand,
der den Buchwert entsprechend reduzierte.
Assoziierte Unternehmen
| | | Direkte Stimmrechte in % | Direkte Kapitalanteile in % | Beizulegender Zeitwert des Anteils |
| | | | | | | | |
Werte jeweils zum 31.12. | Art der Beziehung | Sitz der Gesellschaft | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
Oberbank AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | Linz | 14,2 | 14,2 | 14,2 | 14,2 | 458.569 | 512.450 |
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | Innsbruck | 14,0 | 12,8 | 14,0 | 12,8 | 150.554 | 178.141 |
| | | | | | | | |
Finanzinformationen zu wesentlichen assoziierten Unternehmen
| Oberbank | BTV |
| | | | |
in Mio EUR | 30.09.2021 | 30.09.2022 | 30.09.2021 | 30.09.2022 |
Zinsüberschuss | 256,2 | 285,3 | 102,4 | 112,3 |
Provisionsüberschuss | 143,1 | 156,4 | 40,3 | 42,5 |
Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 189,8 | 74,1 | 79,0 | 95,6 |
Bilanzsumme | 26.851,1 | 27.910,7 | 13.953,8 | 14.249,5 |
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge | 18.220,9 | 19.359,8 | 7.971,1 | 8.560,4 |
Eigenkapital | 3.256,1 | 3.355,8 | 1.871,6 | 1.978,8 |
Primärmittel | 16.631,0 | 17.377,0 | 9.145,1 | 9.274,6 |
• hiervon Spareinlagen | 2.579,4 | 2.309,5 | 1.451,0 | 1.231,4 |
• hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital | 2.701,7 | 2.759,8 | 1.369,9 | 1.296,3 |
Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) | 2.910 | 5.017 | 572 | 1.429 |
| | | | |
Gemeinsame Vereinbarung – Gemeinschaftliche Tätigkeit
Die Oberbank AG, die BKS AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sind zu 50% bzw. jeweils 25% an der Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H. (idF kurz „ALGAR“) beteiligt. Geschäftsgegenstand der ALGAR, die über eine eingeschränkte Bankkonzession verfügt, ist die Übernahme von Ausfallrisiken für definierte Kredite und Darlehen der Gesellschafterbanken, wobei das Ausmaß der Inanspruchnahme mit dem in der ALGAR vorhandenen Vermögen, welches nicht für bereits in Anspruch genommene Garantieleistungen reserviert ist, begrenzt ist (Höchstbetrag der Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen). Die Laufzeit der Garantie ist zeitlich unlimitiert. Die Gesellschafterbanken haben laufend ein Garantieentgelt zu leisten, welches sich im Falle einer Entnahme entsprechend zukünftig erhöht (Malusregelung).
Zum 31. Dezember 2022 steht einem von den Gesellschafterbanken eingemeldeten und von der Garantie umfassten Volumen eine Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen in der ALGAR von TEUR 179.640 gegenüber. Da der für das Garantievolumen ermittelte erwartete Kreditverlust den Höchstbetrag der Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen bei weitem übersteigt, greift zu diesem Stichtag die oben angeführte Begrenzungsregelung.
Aufgrund der besonderen gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen sowie des mit der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und mit der Oberbank AG geschlossenen Gesellschafterübereinkommens wird die ALGAR als Gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) iSd IFRS 11 in den Konzern der BKS Bank AG einbezogen.
Insoweit seitens der Gesellschafterbanken bereits Garantien der ALGAR aufgrund eines Ausfalles in Anspruch genommen wurden, werden im Rahmen der Konzernrechnungslegung die in der ALGAR dafür vorgenommenen Rückstellungen der jeweiligen betroffenen Gesellschafterbank zugeordnet. Dies betrifft ebenso die im Rahmen der vorläufigen Garantieerklärungen angemeldeten Kreditobligos, für die in der ALGAR bereits Risikovorsorgen gebildet wurden.
Die seitens der ALGAR vorgenommenen Rückstellungen für erwartete Kreditverluste für das noch nicht ausgefallene Garantievolumen werden von den Gesellschafterbanken mangels einer eindeutigen Zuordenbarkeit der Vorsorgen zu spezifischen garantierten Krediten und Darlehen entsprechend dem Beteiligungsverhältnis in den Konzern einbezogen. Hieraus ergibt sich für die BKS Bank AG die Übernahme von Rückstellungen für erwartete Kreditverluste von nicht eindeutig zuordenbaren Kreditrisiken in Höhe von TEUR 44.910.
Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.
(54) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können. Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.
Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
| Höhe der ausstehenden Salden per | erhaltene Garantien per | gewährte Garantien per |
| | | | | | |
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | | | | | | |
•Forderungen | 28.584 | 28.879 | - | - | - | - |
•Verbindlichkeiten | 3.584 | 3.879 | - | - | - | - |
Assoziierte Unternehmen | | | | | | |
•Forderungen | 869 | 246 | - | - | - | - |
•Verbindlichkeiten | 1.600 | 2.531 | - | - | - | - |
Mitglieder des Managements | | | | | | |
•Forderungen | 1.301 | 1.586 | - | - | - | - |
•Verbindlichkeiten | 3.197 | 3.214 | - | - | - | - |
Sonstige nahestehende Personen | | | | | | |
•Forderungen | 672 | 628 | - | - | - | - |
•Verbindlichkeiten | 479 | 623 | - | - | - | - |
| | | | | | |
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen. Aus Bankgeschäften mit assoziierten Unternehmen ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 Zinsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen entstanden Zinserträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer | 1.006 | 1.007 |
•davon Arbeiter | 8 | 10 |
•davon Angestellte | 998 | 997 |
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen | 3.414 | 3.606 |
Bezüge des Vorstandes | | |
•Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder | 1.892 | 2.333 |
•Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener | 829 | 850 |
Bezüge des Aufsichtsrates | | |
•Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder | 276 | 277 |
•Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener | - | - |
Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 | 2.169 | 2.647 |
•Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen | 1.915 | 2.361 |
•Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 254 | 286 |
•Vergütungen für andere langfristige Leistungen | - | - |
•Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
•anteilsbasierte Vergütung | - | - |
Gewährte Vorschüsse und Kredite | | |
•Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes | 180 | 144 |
•Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates | 320 | 597 |
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | | |
•Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern | 256 | -24 |
•Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer | 5.384 | 6.185 |
| | |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA-Leitlinie für solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2021/04) und gemäß der Z 11 der Anlage zu § 39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte- bzw. Sperrfrist.
(55) Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.
Segmentergebnis 2022
in Tsd. EUR | Privat- kunden | Firmen- kunden | Financial Markets | Sonstige | Summe |
Zinsüberschuss | 38.411 | 125.498 | 13.355 | - | 177.265 |
•hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 20.676 | - | 20.676 |
Risikovorsorge | -1.289 | -24.157 | -452 | - | -25.898 |
Provisionsüberschuss | 28.813 | 40.169 | -356 | -454 | 68.172 |
Handelsergebnis | - | - | -1.178 | | -1.178 |
Verwaltungsaufwand | -55.935 | -56.539 | -8.727 | -14.811 | -136.013 |
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.898 | 1.297 | 2.667 | -1.592 | 4.270 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 210 | 439 | -4.906 | -3.794 | -8.051 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 12.107 | 86.708 | 403 | -20.651 | 78.567 |
Ø risikogewichtete Aktiva | 1.047.797 | 3.754.092 | 682.579 | 205.625 | 5.690.094 |
Ø zugeordnetes Eigenkapital | 127.307 | 456.079 | 873.875 | 54.649 | 1.511.910 |
Segmentverbindlichkeiten | 3.448.192 | 5.015.275 | 1.826.578 | 243.003 | 10.533.048 |
ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 9,5% | 19,0% | - | - | 5,2% |
Cost-Income-Ratio | 80,9% | 33,9% | 60,2% | - | 54,7% |
Risk-Earnings-Ratio | 3,4% | 19,2% | - | - | 16,5% |
| | | | | |
Segmentergebnis 2021
in Tsd. EUR | Privat- kunden | Firmen- kunden | Financial Markets | Sonstige | Summe |
Zinsüberschuss | 28.191 | 110.120 | 45.567 | - | 183.878 |
•hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 44.959 | - | 44.959 |
Risikovorsorge | -570 | -19.177 | 93 | -12.734 | -32.389 |
Provisionsüberschuss | 29.589 | 36.578 | -194 | 1.131 | 67.103 |
Handelsergebnis | - | - | 785 | - | 785 |
Verwaltungsaufwand | -54.696 | -53.497 | -8.697 | -7.066 | -123.956 |
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.492 | 895 | 1.836 | -8.908 | -4.684 |
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 241 | 1.208 | 4.005 | - | 5.454 |
Jahresüberschuss vor Steuern | 4.248 | 76.126 | 43.394 | -27.578 | 96.190 |
Ø risikogewichtete Aktiva | 1.028.266 | 3.577.702 | 663.814 | 171.152 | 5.440.934 |
Ø zugeordnetes Eigenkapital | 125.448 | 436.480 | 814.691 | 44.720 | 1.421.338 |
Segmentverbindlichkeiten | 3.458.190 | 5.231.719 | 1.693.718 | 218.873 | 10.602.500 |
ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 3,4% | 17,4% | 5,3% | - | 6,8% |
Cost-Income-Ratio | 92,3% | 36,2% | 18,1% | - | 50,2% |
Risk-Earnings-Ratio | 2,0% | 17,4% | - | - | 23,3% |
| | | | | |
Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet.
Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung umfassen monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene, quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten und Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse.
Firmenkundensegment
Im Segment Firmenkunden wurden Ende 2022 rund 27.100 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.
Privatkunden
Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2022 waren diesem Segment rund 169.100 Kunden zugeordnet.
Financial Markets
Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.
(56) Zinslose Aktiva
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ±- in % |
Zinslose Aktiva | 218.975 | 160.105 | -26,9 |
| | | |
Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).
(57) Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2022 0,60% (Vorjahr: 0,81%).
(58) Fremdwährungsvolumina
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Vermögenswerte | 285.508 | 320.199 | 12,2 |
Verbindlichkeiten | 171.227 | 219.124 | 28,0 |
| | | |
(59) Aufgliederung der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere
| 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| | | | |
in Tsd. EUR | Börsenotiert | Nicht börsenotiert | Börsenotiert | Nicht börsenotiert |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 990.529 | 9.712 | 1.123.718 | 1.050 |
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 5.756 | 148.792 | 3.480 | 146.761 |
| | | | |
(60) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Bürgschaften und Garantien | 607.637 | 635.006 | 4,5 |
Akkreditive | 3.166 | 3.871 | 22,3 |
Eventualverbindlichkeiten | 610.804 | 638.877 | 4,6 |
Sonstige Kreditrisiken | 1.702.081 | 1.706.925 | 0,3 |
Kreditrisiken | 1.702.081 | 1.706.925 | 0,3 |
| | | |
Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.
(61) Saldierung von Finanzinstrumenten
31.12.2022
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzinstru-mente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1) | Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten1) | Nettobetrag |
Aktiva | | | | | | |
Handelsaktiva | 13.947 | - | 13.947 | -1.563 | -11.821 | 563 |
Summe der Aktiva | 13.947 | - | 13.947 | -1.563 | -11.821 | 563 |
| | | | | | |
Passiva | | | | | | |
Handelspassiva | 5.250 | - | 5.250 | -1.563 | -1.824 | 1.863 |
Summe der Passiva | 5.250 | - | 5.250 | -1.563 | -1.824 | 1.863 |
| | | | | | |
1)Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.
31.12.2021
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzinstru-mente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1) | Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten1) | Nettobetrag |
Aktiva | | | | | | |
Handelsaktiva | 8.561 | - | 8.561 | -4.633 | - | 3.927 |
Summe der Aktiva | 8.561 | - | 8.561 | -4.633 | - | 3.927 |
| | | | | | |
Passiva | | | | | | |
Handelspassiva | 7.886 | - | 7.886 | -4.633 | -2.432 | 820 |
Summe der Passiva | 7.886 | - | 7.886 | -4.633 | -2.432 | 820 |
| | | | | | |
1)Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.
Die BKS Bank verwendet für Derivate Globalverrechnungsverträge zur Reduktion von Kreditrisiken. Diese Verträge qualifizieren sich als potentielle Saldierungsvereinbarungen. Globalverrechnungsverträge sind für Kontrahenten mit mehreren Derivateverträgen relevant. Aufgrund eines Ausfalls einer Gegenpartei erfolgt durch diese Verträge eine Nettoabwicklung über alle Verträge. Wenn darüber hinaus noch eine Absicherung in Form von Barsicherheiten erfolgt, werden diese in der entsprechenden Spalte „Erhaltene/Gegebene Barsicherheiten“ ausgewiesen. Diese Barsicherheiten sind bei den Forderungen an Kreditinstitute bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten bilanziell erfasst.
(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Vorstand der BKS Bank AG hat Anfang März 2023 den Grundsatzbeschluss gefasst, im 1. Halbjahr 2023 eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Der Grundsatzbeschluss sieht eine Erhöhung des Grundkapitals von derzeit rund 85 Mio. EUR auf rund 95 Mio. EUR vor und unterliegt der Genehmigung des Aufsichtsrats der BKS Bank.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Konzernabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
(63) In den Aktivposten enthaltene Sicherheiten für Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten | Vermögenswert | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Mündelgelder gemäß § 230 a ABGB | Wertpapiere | 11.932 | 11.922 |
Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.563 | 1.551 |
Kaution für Handel an EUREX | Forderung Kreditinstitut | 1.556 | 8.054 |
Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 3.908 | 3.937 |
Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.051 | 10.000 |
Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 3.178 | - |
Margin Finanztermingeschäfte | Forderung Kreditinstitut | 6.063 | 9.740 |
An die Oesterreichische Kontrollbank zedierte Forderungen | Kredite | 102.600 | 101.806 |
Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 544.960 | 595.128 |
Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen | Kredite | 375.637 | 425.555 |
Solidarpfand OeKB CCPA | Forderung Kreditinstitut | 110 | 110 |
| | | |
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.
(64) Angaben zu Vergütungen an den Bankprüfer
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 548 | 400 | -26,9 |
Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 26 | 26 | -0,8 |
Honorare für wirtschaftliche Beratung | 106 | - | - |
Summe Honorare | 680 | 427 | -37,3 |
| | | |
Die Prüfungsleistungen wurden in 2022 erstmalig von der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH erbracht, bis 2021 war die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft als Bankprüfer tätig.
(65) Derivatives Geschäftsvolumen: Bankbuch
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | |
| | | | |
in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
Zinssatzverträge | 0 | 88.176 | 280.790 | |
Zinsswaps | 0 | 88.176 | 280.790 | |
•Kauf | 0 | 44.088 | 140.395 | |
•Verkauf | 0 | 44.088 | 140.395 | |
Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - | |
•Kauf | - | - | - | |
•Verkauf | - | - | - | |
Wechselkursverträge | 601.240 | 99.250 | - | |
Devisentermingeschäfte | 355.054 | - | - | |
•Kauf | 177.046 | - | - | |
•Verkauf | 178.008 | - | - | |
Kapitalmarktswaps | - | 99.250 | - | |
•Kauf | - | 48.473 | - | |
•Verkauf | - | 50.777 | - | |
Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 246.186 | - | - | |
•Kauf | 123.272 | - | - | |
•Verkauf | 122.914 | - | - | |
Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - | |
Aktienoptionen | - | - | - | |
•Kauf | - | - | - | |
•Verkauf | - | - | - | |
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Derivatives Geschäftsvolumen: Handelsbuch
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | |
| | | | |
in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
Zinssatzverträge | - | 470 | - | |
Zinsswaps | - | - | - | |
•Kauf | - | - | - | |
•Verkauf | - | - | - | |
Zinssatzoptionen | - | 470 | - | |
•Kauf | - | 235 | - | |
•Verkauf | - | 235 | - | |
Wechselkursverträge | - | - | - | |
Devisenoptionen (Währungsoptionen) | - | - | - | |
•Kauf | - | - | - | |
•Verkauf | - | - | - | |
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| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
| | | | | | |
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| 313.384 | 368.966 | 4.400 | 12.768 | 4.338 | 1.392 |
| 313.384 | 368.966 | 4.400 | 12.768 | 4.338 | 1.392 |
| 156.692 | 184.483 | 196 | 12.768 | 4.338 | - |
| 156.692 | 184.483 | 4.204 | - | - | 1.392 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 1.167.827 | 700.490 | 3.546 | 1.424 | 3.121 | 4.278 |
| 540.970 | 355.054 | 3.431 | 377 | 214 | 1.791 |
| 272.159 | 177.046 | 3.401 | 339 | 194 | 1.791 |
| 268.811 | 178.008 | 30 | 38 | 20 | - |
| 96.605 | 99.250 | - | - | 224 | 2.116 |
| 48.207 | 48.473 | - | - | - | - |
| 48.398 | 50.777 | - | - | 224 | 2.116 |
| 530.252 | 246.186 | 115 | 1.047 | 2.683 | 371 |
| 263.796 | 123.272 | 0 | 101 | 265 | 82 |
| 266.456 | 122.914 | 115 | 946 | 2.418 | 289 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
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| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
| | | | | | |
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| 603 | 470 | 1 | 7 | 1 | 7 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 603 | 470 | 1 | 7 | 1 | 7 |
| 302 | 235 | 1 | 7 | - | - |
| 302 | 235 | - | - | 1 | 7 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| | | | | | |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Gewinnverteilungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.973.706,98 EUR für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von
EUR 0,25 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 10.735.725,- EUR auszuschütten
und den Restbetrag von 237.981,98 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023
Der Vorstand


Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer
Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Vst.-Dir. Mag. Nikolas Juhász
Kapitalvertreter im Aufsichtsrat
Mag. Hannes Bogner
Gerhard Burtscher
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M.
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende
Mag. Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
Sandro Colazzo
Mag. Maximilian Medwed
Herta Pobaschnig
Andrea Medic, BSc, seit 18. Mai 2022
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023


Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des VorstandesMitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes
Schlussbemerkungen des Vorstandes
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das
International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der
Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023

Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit,
das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen und Digital Solutions,
Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing,
Investor Relations, die Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA, Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling,
Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH,
Backoffice Treasury und Wertpapierservice, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland
Mag. Alexander Novak, Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche
Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland

Mag. Nikolaus Juhász, Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking, die kunden-bedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen und
die BKS-Leasing GmbH
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt, und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie den Notes,
geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), den zusätzlichen Anforderungen des
§ 245a UGB und dem Bankwesengesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs- mäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
1. Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Sachverhalt und Problemstellung
Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2022 Forderungen an Kunden iHv EUR 7.175 Mio ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die Vorgehensweise für die Ermittlung der Wertminderungen in den Notes im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 sowie im Abschnitt Risikobericht/Kreditrisiko.
Die Bank hat zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste Prozesse zur Identifikation von Ausfallsereignissen und von signifikanten Kreditrisikoerhöhungen implementiert. Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene, individuell signifikante Kreditforder- ungen basiert auf den nach gewichteten Szenarien erwarteten Rückflüssen. Diese sind von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst. Die Wertberichtigung für ausgefallene, individuell nicht signifikante Forderungen wird als Prozentsatz der unbesicherten Forderungshöhe auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt.
Bei nicht ausgefallenen Forderungen wird der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate oder – bei einer wesentlichen Erhöhung des Kreditrisikos seit Erstansatz – der erwartete Kreditverlust über die gesamte Restlaufzeit bilanziert (Stufe 1 und Stufe 2).
Bei der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen sowie die Ausübung von Ermessenspielräumen erforderlich. Diese umfassen neben der Identifikation von Ausfallsereignissen die Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verlustquoten und Forderungshöhen bei Ausfall. Bei der Ermittlung werden Ratings, gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen, sowie erwartete zukünftige Rückzahlungen berücksichtigt.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden ist in allen angeführten Ausprägungen mit erheblichen Unsicherheiten und Ermessensspielräumen verbunden. Diese ergeben sich bei der Identifikation eines Ausfallsereignisses oder einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos sowie bei der Schätzung der erwarteten Cashflows bzw. bei der Ermittlung und Aktualisierung von Rechenparametern, die diese abbilden. Daher haben wir die Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.
Prüferisches Vorgehen
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
- • Wir haben die Methodik zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erhoben und deren Konformität mit den Rechnungslegungsvorschriften beurteilt.
- • Wir haben die Dokumentation der Prozesse zur Überwachung der Kredite und zur Risikovorsorgebildung analysiert und kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Kreditausfälle zeitgerecht zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kunden-
forderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe erhoben und diesbezügliche Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestaltung und Implementierung unter Einbeziehung der relevanten IT-Systeme getestet
sowie in Stichproben auf ihre Wirksamkeit überprüft.
- • Auf Basis einer nach Risikogesichtspunkten ermittelten Stichprobe haben wir einzelne Kreditfälle geprüft. Bei ausgefallenen Krediten haben wir die Einschätzungen der Bank in Bezug auf die Höhe der erwarteten Rückflüsse unter Berücksichtigung von Sicherheiten überprüft und untersucht, ob die in der Berechnung verwendeten Annahmen angemessen und von internen oder externen Nachweisen ableitbar sind. Für nicht ausgefallene Kredite haben wir untersucht, ob Indikatoren für das Vorliegen eines Ausfalls bestehen.
- • Zur Beurteilung der Angemessenheit der erwarteten Kreditverluste für nicht ausgefallene Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) haben wir unter Beiziehung von Spezialisten die Plausibilität von Annahmen und die statistisch-mathematische Angemessenheit der verwendeten Modelle sowie die ordnungsgemäße Anwendung dieser Modelle überprüft. Dabei haben wir insbesondere die Annahmen im Zusammenhang mit zukunftsgerichteten Informationen untersucht. Weiters haben wir die Angemessenheit der Annahmen zu den Parametern Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote und Forderungshöhe bei Ausfall sowie des Stufenzuordnungsmodells unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bankinternen Validierungen überprüft sowie ausgewählte Rechenschritte nachvollzogen.
- • Zur Beurteilung der Angemessenheit der erwarteten Kreditverluste für ausgefallene individuell nicht bedeutsame Forderungen haben wir Prozess und Methodik der Berechnung, sowie der Überwachung der Angemessenheit der Prozentsätze erhoben und gewürdigt.
- • Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste sowie zu den wesentlichen Annahmen und Schätzunsicherheiten in den Notes zutreffend sind.
2. Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen
Sachverhalt und Problemstellung
Im Konzernabschluss werden at Equity bilanzierte Unternehmen iHv EUR 727 Mio ausgewiesen.
Die at Equity bilanzierten Unternehmen sind börsennotiert. Gemäß IAS 36 wurde für diese Beteiligungen überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung („Wertminderungstest“) vorliegen.
Wird ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung identifiziert, hat das Unternehmen den erzielbaren Betrag dieses Vermögenswertes zu schätzen.
Für diesen Zweck wurden Nutzungswerte („Value-in-Use“) auf Basis der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, siehe Notes im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten / Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen. Den in diese Berechnungen einfließenden Parametern liegen Annahmen zugrunde, die mit hohen Unsicherheiten und Ermessensentscheidungen behaftet sind. Geringfügige Änderungen in diesen Annahmen oder im ermittelten Diskontierungszinssatz können zu wesentlich abweichenden Ergebnissen führen.
Auf Grund des Ermessensspielraums in den Annahmen und der damit verbundenen Sensitivität des Bewertungsergebnisses haben wir die Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.
Prüferisches Vorgehen
- • Wir haben die Prozesse zur Überprüfung der Werthaltigkeit von at Equity bilanzierten Unternehmen untersucht und die Ausgestaltung und Implementierung der identifizierten wesentlichen Kontrolle evaluiert.
- • Wir haben die Angemessenheit der vom Vorstand für die Value-in-Use-Berechnungen herangezogenen Jahresplanungen, der Überleitung auf den maximal jährlich ausschüttbaren Betrag und des angewandten Diskontierungszinssatzes unter Beiziehung von Spezialisten anhand der Anforderungen von IAS 36 und aktueller Kapitalmarktdaten sowie die mathematische Korrektheit der Berechnung überprüft.
- • Wir haben die vom Vorstand getroffenen Annahmen und das durchgeführte Backtesting der historischen Planungen mit den erzielten Ergebnissen kritisch gewürdigt. Die verwendeten Zahlen und die gewählten Szenarien wurden mit dem Vorstand und den verantwortlichen Mitarbeitenden auch unter Berücksichtigung der aktuellen Marktunsicherheit diskutiert und anhand interner und externer Prognosen
plausibilisiert.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Den Geschäftsbericht (mit Ausnahme des Berichts der Aufsichtsratsvorsitzenden im Corporate Governance Bericht) haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, der Bericht der Aufsichtsratsvorsitzenden im Corporate Governance Bericht wird uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab. Bezüglich der Informationen im Konzernlagebericht verweisen wir auf den Abschnitt „Bericht zum Konzernlagebericht“.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie wesentliche Unstimmig- keiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir, auf der Grundlage der Arbeiten, die wir zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhaltenen sonstigen Informationen durchgeführt haben, zur Schlussfolgerung gelangen, dass diese sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vorjahreskonzernabschluss
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 des Konzerns wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 11. März 2022 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu diesem Konzernabschluss erteilt hat.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und dem Bankwesengesetz ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmen-stätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grund-sätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
- • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
- • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftiger- weise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungs- vermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sach- verhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftiger- weise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr gewählt und am 16. Juni 2021 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 25. Mai 2022 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 12. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind seit dem am 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EU- VO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von dem Konzern gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Wolfgang Wurm.
Wien, 10. März 2023
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Mag. Wolfgang Wurm
Wirtschaftsprüfer
ppa. Mag. Christoph Tiefenböck
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Platzhalter Titelseite
Jahresabschluss
Lagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
Wachstum trotz Krisen
Wirtschaftlich verlief das Jahr 2022 trotz einiger Krisen und einem Krieg, den zu Jahresbeginn niemand auf dem Radar hatte, überraschend positiv. Die US-Wirtschaft fiel zu Jahresbeginn in eine technische Rezession. Sowohl das erste als auch das zweite Quartal 2022 wiesen eine schrumpfende Wirtschaftsleistung auf. In der zweiten Jahreshälfte zog das Wachstum der US-Wirtschaft wieder an, sodass die US-Wirtschaft über das
Gesamtjahr um 2,1% gewachsen ist.
In China blieb das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal gleich und stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,9%. China litt im Jahr 2022 vor allem an der selbst auferlegten Null-Covid-Politik.
Im Gegensatz zu den USA startete die Eurozone überraschend stark in das Jahr 2022, in der zweiten Jahreshälfte ließ das Wachstum allerdings nach. Besonders Deutschlands Wirtschaft erwies sich im vierten Quartal als Bremsklotz: Sie schrumpfte um -0,2%. Auch Italien wies mit -0,1% ein negatives Wachstum aus. Positiv stachen Spanien und Portugal mit 0,2%-Wachstum sowie Frankreich und Belgien mit einem Plus von jeweils 0,1% hervor. Insgesamt ist die Wirtschaft der
Eurozone im Gesamtjahr 2022 um 1,9% gewachsen.
In Österreich lief es – nach drei Quartalen mit positiver Wirtschaftsleistung – noch schlechter als in Deutschland. Die österreichische Wirtschaftsleistung sank im vierten Quartal um 0,7% gegenüber dem Vorquartal. Hohe Verbraucherpreise und die damit verbundene Zurückhaltung beim Konsum privater Haushalte belasteten die konjunkturelle Entwicklung.
Galoppierende Inflationsraten
Sorgen bereiteten im Jahr 2022 die immer weiter ansteigenden Inflationsraten. Die Inflation erreichte im September in der Eurozone mit 10,0% erstmalig zweistellige Terrains. In Österreich lag die Rate im Oktober sogar bei 11,1% und war damit so hoch wie zuletzt in der Energiekrise Anfang der 1970er-Jahre. In den USA erreichte die Inflation im Juni einen Höchstwert von 9,1%, ging aber seither kontinuierlich nach unten und lag per Dezember „nur mehr“ bei 6,5%. Tendenz weiter fallend. In der Eurozone schien im Oktober 2022 mit 10,6% der Höchststand erreicht worden zu sein. Bis Januar 2023 ging die Inflationsrate auf 8,5% zurück. Für 2023 wird erwartet, dass die Raten zwar weiterhin hoch bleiben, sich allerdings kontinuierlich nach unten bewegen. Ein spürbarer Inflationsrückgang wird allerdings erst im Jahr 2024 erwartet. Für etwas Unbehagen sorgt zudem auch die beharrliche Kernrate, also die Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittelpreise, die in der Eurozone zu Jahresbeginn
2023 von 5,0% auf 5,2% wieder leicht
angestiegen ist.
Zinswende eingeläutet
Die US-Notenbank FED hob den Leitzins im Jahr 2022 sieben Mal an. Es wird erwartet, dass die Leitzinsen in Richtung 5,00% angehoben werden und die FED dann abwartend agiert, bevor es Ende 2023 möglicherweise zu ersten Senkungen der Leitzinsen kommen könnte. Die EZB hob die Leitzinsen im Jahr 2022 vier Mal an. Der Hauptrefinanzierungssatz lag per 31.12.2022 bei 2,5%, der Einlagensatz bei 2,0%. Anfang Februar 2023 erhöhte die EZB die Leitzinsen um weitere 0,5%. Ein weiterer 0,5-Prozentschritt wurde für März 2023 avisiert. Die EBZ wird den Leitzins voraussichtlich im ersten Halbjahr insgesamt in mehreren Schritten in Richtung 3,5% bis 4,0% anheben. Die Euro-Geldmarktzinsen sollten daher noch eine Weile steigen. In den Sommermonaten dürfte die EZB, ähnlich wie die US-Fed, abwartend agieren, bevor es auch in der Eurozone zum Jahresende zu einer ersten Leitzinssenkung kommen könnte.
Schwaches Anlagejahr 2022
Mit zweistelligen Verlusten bei Aktienanlagen, aber auch vielen Anleihe-Segmenten, ging das Jahr 2022 als eines der schwächsten Anlagejahre in die jüngste Geschichte ein. Der globale Aktienmarkt verlor im Jahr 2022 – in Euro gerechnet – rund 13%. Euro-Unternehmensanleihen verloren rund 14%; Euro-Staatsanleihen mit rund -18% noch mehr. Stark betroffen waren vor allem die Aktien von zinssensitiven Wachstumsunternehmen. Die Mega-Cap-Titel wie Apple, Meta, Microsoft, Alphabet und Amazon verloren zusammen einen Börsenwert von 4,6 Billionen US-Dollar und machten somit knapp die Hälfte des gesamten Wertverlustes des amerikanischen S&P 500-Index aus. Die Leitzinserhöhungen führten auch zu einem deutlichen Anstieg der Anleihen-Renditen und somit zu deutlichen Kursverlusten.
Uneinheitlich entwickelten sich die Rohstoffmärkte. Energierohstoffe konnten vor allem nach dem Beginn des Ukrainekrieges am 24. Februar 2022 zulegen, konsolidierten sich in der zweiten Jahreshälfte und lagen jedoch am Jahresende insgesamt teilweise deutlich über den Vorjahreswerten.
Euro aufgewertet
Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro bis Ende Dezember von 0,980 auf 1,071 USD je EUR auf, ein Plus von rund 9,2%. Gegenüber dem Schweizer Franken gewann der Euro rund 2,3% an Wert. Das Verhältnis EUR/CHF änderte sich von 0,967 auf 0,990 CHF je EUR. Das Verhältnis EUR/JPY verringerte sich von 141,88 auf 140,41, was einen Wertverlust des EUR zum japanischen Yen von rund
-1,0% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verteuerte sich der Euro um rund 0,9% (0,878 auf 0,885 GBP je EUR). Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um rund 5,5% von 6,997 auf 7,363 CNY je EUR.
Performance europäischer Aktienindizes

Auswirkungen des Ukraine-Krieges
Das Jahr 2022 war von den Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine geprägt. Auf die Finanzgebarung der BKS Bank und ihrer Kunden hatte das Kriegsgeschehen keine gröberen unmittelbaren Auswirkungen. Allerdings
haben die durch den Krieg gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt
beeinträchtigt.
Nach zwei Jahren, die von Covid-19 geprägt waren, begann das Jahr 2022 mit viel Optimismus und globaler Aufbruchstimmung. Viele Vorzeichen deuteten auf ein starkes Wirtschaftsjahr hin. Wenige Wochen später mussten diese Prognosen jedoch revidiert und an die ernüchternde Tatsache des Kriegsausbruchs in der Ukraine angepasst werden. Mit großem Bedauern verfolgen wir seitdem die dramatischen Entwicklungen und sind erschüttert von dem unermesslichen Leid, das dieser Krieg verursacht. In einer ersten Reaktion haben wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden eine Spendenaktion gestartet, um den Menschen in der Ukraine mit Sach- und Geldspenden zu helfen. Gleichzeitig galt es, unsere Kunden in dieser herausfordernden Situation bestmöglich zu unterstützen.
Als Reaktion auf den Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine verhängte die EU im Februar 2022 weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Selbstverständlich haben wir das Bankgeschäft betreffende Vorgaben, im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung, konsequent und unverzüglich umgesetzt. So galt es unter anderem, neue Meldepflichten für russische und belarussische Staatsbürger mit Einlagen von über 100.000 EUR umzusetzen oder zu prüfen, ob unsere Kunden im Zuge ihrer Bankgeschäfte die Wirtschaftssanktionen einhalten. Eine überschaubare Anzahl unserer Firmenkunden verfügt über Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen oder Standorte in Russland. Das direkt betroffene Geschäftsvolumen war dementsprechend überschaubar und beeinträchtigte die Geschäftsentwicklung der BKS Bank nicht.
Systematische Analyse der
indirekten Auswirkungen
Als indirekte Folge des Krieges erhöhten sich die Energiepreise massiv und die Inflationsraten stiegen exorbitant, und es kam zu einer hohen Volatilität und zu markanten Kursrückgängen an den internationalen Börsen.
Um das Ausmaß der indirekten Auswirkungen des Kriegsgeschehens beurteilen und dementsprechend reagieren zu können, nahm die BKS Bank im September 2022 eine systematische Analyse der betroffenen Kunden sowie eine angepasste Risikoeinstufung vor. Anhand dieser Bewertungen wurde eine Stichprobe an
Firmenkunden, bei denen eine Betroffenheit vermutet wurde, ausgewählt und befragt, um detailliertere Einblicke zu erhalten. Die Auswertung zeigte, dass bei mehr als einem Drittel der befragten Kunden eine maßgebliche Betroffenheit durch gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie die Inflationsentwicklung gegeben war. Diese Betroffenheit hatte zwar im Berichtsjahr zumeist keine unmittelbare Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Unternehmen; dies war aber vor allem auf die Entspannung bei der Energiepreisentwicklung und -versorgung im vierten Quartal rückzuführen. Um die Unternehmensentwicklung der Kunden mit starker Betroffenheit weiterhin zu beobachten, wurde ein enges Monitoring eingeführt.
Aktionärsstruktur
Die BKS Bank-Aktien notieren im
Segment Standard Market Auction der Wiener Börse.
Das Grundkapital der BKS Bank beträgt 85.885.800 Euro und ist in 42.942.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien eingeteilt.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der
79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Zusammensetzung des Kapitals
Am 31. Dezember 2022 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2022 18,9% der Stimmrechte. Die G3B Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2022 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikats-vereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 610.936 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,4%.

Aktionärsstruktur der BKS Bank AG zum 31. Dezember 2022
Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie
| 2021 | 2022 |
Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 42.942.900 | 42.942.900 |
Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 16,7/13,8 | 15,9/- |
Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 11,3/13,5 | 13,2/- |
Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie in EUR | 15,3/- | 14,0/- |
Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 657,0 | 601,2 |
Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,23 | 0,251) |
KGV Stamm-/Stamm-Umtausch-Stückaktie | 23,9/-/- | 14,74/-/- |
Dividendenrendite Stamm-Stückaktie in % | 1,5 | 1,8 |
| | |
1)Vorschlag an die 84. ordentliche Hauptversammlung am 24. Mai 2023
Aktienrückerwerb
Im Jahr 2022 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden im Zeitraum 14.02.2022 bis 25.02.2022 börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 15,00 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 81. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG.
Im Berichtsjahr 2022 wurden zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme durchgeführt: Im Zeitraum von 06. April bis
15. April 2022 wurden 21.691 Stück Aktien zum Kurs von 14,4 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeitende zugeteilt. Weiters erhielten bezugsberechtigte Mitarbeitende zum Anlass des 100-jährigen Bestehens der BKS Bank eine Jubiläumsprämie.
Dabei wurden über ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 7.091 Stück Aktien unentgeltlich abgegeben. Der Vorstand erhielt als Teil seiner variablen Bezüge gemäß der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank 4.867 Aktien.
Per Jahresende 2022 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 109.063 Stück.
Laufende Verfahren
Die UniCredit Bank Austria AG und ihre Konzerngesellschaft CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre im Juni 2020 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der
ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht
Klagenfurt eingebracht. Angefochten
werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die
(Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt liegt der Übernahmekommission zur Entscheidung vor.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu dem oben genannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Im Berichtsjahr gab es mehrere Eingaben der Antragsteller, auf die die BKS Bank entsprechend erwidert hat. Die Entscheidung in diesen Verfahren steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den drei Banken kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin, es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG (nunmehr G3B Holding AG) zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein von der FMA gegen die BKS Bank wegen des Vorhaltes geführtes Verfahren, dass in zwei Einzelfällen nicht alle im FM-GwG vorgesehenen Sorgfaltspflichten eingehalten worden wären, im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank AG erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Unsere Rechtsvertreter und Steuerberater gehen davon aus, dass die Berufung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Erfolg haben wird.
Des Weiteren bestehen auch laufende Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen in Kroatien. Unsere Einschätzung ist, dass diese Verfahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu unseren Gunsten beendet werden können.
Märkte und Zielgruppen
1922 wurde die Kärntner Kredit- und Wechsel-Bank in Klagenfurt gegründet und damit der Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. In den folgenden 100 Jahren vergrößerte sich das Marktgebiet stetig. Mit Mut, Weitsicht und der Überzeugung, dass Wachstum aus eigener Kraft erfolgen soll, hat sich die Bank zu einem international agierenden Kreditinstitut mit Niederlassungen in fünf Ländern entwickelt.
Unsere Kernregionen

Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeiter |
Österreich | 49 | 690,6 |
Kärnten inkl. Corporate Banking | 20 | 554,0 |
Steiermark | 12 | 57,6 |
Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 79,0 |
Auslandsmärkte | 15 | 227,0 |
Slowenien | 8 | 131,5 |
Kroatien | 4 | 66,0 |
Slowakei | 3 | 29,5 |
Österreich
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten; der Hauptsitz befindet sich bis heute in Klagenfurt. Bis 1983 waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig, dann wagten wir uns mit der Gründung einer Filiale in Graz erstmals über die Landesgrenzen hinaus. Sieben Jahre später wurde die Filiale in Wien eröffnet. Durch die Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ wurde die Süd-Ost-Achse im Jahr 2003 weiter gestärkt. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen.
Slowenien
Unsere internationale Expansion begann in den 1990er-Jahren mit dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien. 2004 nahm die erste Auslandsfiliale der BKS Bank in Laibach ihren Betrieb auf. Seither hat sich Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt entwickelt. Durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik konnten wir unter anderem die Marktführerschaft im Wertpapiergeschäft erlangen. Auch unsere Leasinggesellschaft behauptet sich sehr gut am Markt.
Kroatien
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Der nächste Schritt war die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing
Croatia d.o.o. Im Jahr 2007 folgte die Übernahme der Kvarner banka d.d. mit Sitz in Rijeka. Seitdem haben wir das Filialnetz auf vier Standorte erweitert. Im
Berichtsjahr haben wir in der Direktion (rechtlich als Zweigniederlassung geführt) Kroatien Malversationen durch einen
Mitarbeiter festgestellt und uns intensiv der Aufarbeitung des Vorfalles gewidmet.
Mit 01. Jänner 2023 trat Kroatien als 20. EU-Land der Eurozone bei. Mit dem Beitritt zur Eurozone war auch die Ablöse der kroatischen Kuna durch den Euro verbunden. Die Direktion Kroatien hat gemeinsam mit der Zentrale und der 3 Banken IT GmbH die Euro-Umstellung ein Jahr lang vorbereitet und erfolgreich vollzogen. Wir zählten zu den ersten Banken in Kroatien, die kurz nach der Euro-Umstellung wieder
online waren.
Slowakei
Seit der Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft sind wir auf einem dritten Auslandsmarkt aktiv: der Slowakei. Dies erfolgte im Jahr 2007. Vier Jahre später wurde die erste Bankniederlassung in der Slowakei gegründet. Sowohl Bank als auch Leasinggesellschaft haben ihren Sitz in Bratislava. Zwei weitere Bankfilialen und Leasingstandorte betreiben wir in Banská Bystrica und in Žilina.
Sonstige Märkte
Wir haben auch Kunden, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, wie beispielsweise in Italien, Ungarn oder Deutschland. Sie werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien verfügen wir über eine Repräsentanz.
Unsere Zielgruppen
Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir
Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern.
Seit einigen Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner. Im
Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe.
Ein Meilenstein im Privatkundengeschäft war die Entwicklung von BKS Bank Connect. Kunden können in unserer digitalen Bank sämtliche Produkte online abschließen – von Konten über Wohnraumfinanzierungen bis hin zu Fondsspar-plänen und Wertpapierkäufen. Der wesentliche Unterschied zu reinen Online-Banken ist, dass unseren Kunden auch das umfassende Know-how unserer Berater zur Verfügung steht. Gleichzeitig investieren wir in die Modernisierung unserer Filialen. Um langfristig erfolgreich zu sein, setzen wir auf das Beste aus beiden Welten: ständige digitale Verfügbarkeit, kombiniert mit exzellenten Beratungsleistungen. Deshalb setzen wir auf allen Kanälen auf wertschätzende Kommunikation und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden. Wir leben persönliche und
digitale Nähe.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der BKS Bank belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 9,8 Mrd. EUR und blieb damit auf Vorjahresniveau. Die Kundenforderungen legten um 3,3% auf 7,2 Mrd. EUR zu, während die Primäreinlagen mit 7,9 Mrd. EUR um 2,8% geringer ausfielen.
Aktiva
Gutes Kreditwachstum trotz
unsicherer Wirtschaftslage
Das Geschäftsjahr 2022 startete mit viel Zuversicht. Die Konjunktur erholte sich nach der Corona-Pandemie und die Zeichen standen auf Aufschwung. Die Unternehmen investierten kräftig und die privaten Haushalte fanden wieder Gefallen am Konsumieren. Mit dem Einmarsch der Russen in die Ukraine wurde die konjunkturelle Erholung abrupt gestoppt. Im weiteren Jahresverlauf trübten sich die Konjunkturaussichten angesichts der hohen Unsicherheit zunehmend ein. Die Nachfrage nach Krediten ließ vor allem im vierten Quartal 2022 spürbar nach. Von dieser Entwicklung waren auch wir betroffen, dennoch sind wir mit dem Neugeschäft im Finanzierungsbereich zufrieden. Im Berichtsjahr haben wir 1,6 Mrd. EUR an neuen Krediten vergeben, wobei der Großteil der Neukredite an Unternehmen ging.
Im Privatkundensegment verspürten wir ab dem zweiten Halbjahr einen deutlichen Rückgang bei den Wohnraumfinanzierungen. In Österreich trat im Sommer die
Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung, kurz KIM-VO,
in Kraft. Die Kreditvergabe für Immobilienfinanzierungen wurde damit streng reglementiert. Die neu festgelegten Beleihungs- und Schuldendienstquoten erschweren den Zugang zu Wohnbau-
krediten. Auch in Slowenien vergaben wir
weniger Kredite an Häuslbauer oder Wohnungskäufer als in den Jahren zuvor.
Insgesamt beliefen sich die Forderungen an Kunden zum 31. Dezember 2022 auf 7,2 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum in Höhe von 3,3% bedeutete.
Die Quote der Non-performing-Loans fiel auf 2,0%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau. Alle im EBA Risk Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als sehr guter Wert.
In unserem Kreditportfolio gibt es nur mehr einen sehr geringen Anteil an Fremdwährungskrediten. Im Laufe der letzten Jahre haben wir konsequent die Forderungen in Schweizer Franken abgebaut.
Entwicklung Forderungen an Kunden

Zum 31. Dezember 2022 betrug das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite lediglich 74,8 Mio. EUR, dementsprechend gering fiel die Fremdwährungsquote mit 1,1% aus.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Juli 2022 erstmalig nach elf Jahren die Leitzinsen angehoben. Die Anhebung der Zinsen normalisierte ein Stück weit das Interbankengeschäft, sodass die Forderungen an Kreditinstitute seit Jahresbeginn deutlich gestiegen sind und zum Jahresende 2022 einen Stand von 222,7 Mio. EUR erreichten. Im Interbankengeschäft achten wir ebenfalls darauf, nur mit solchen Bankpartnern zu kooperieren, die über erstklassige Ratingeinstufungen – AA bis A3 – verfügen und die bevorzugt in der DACH-Region angesiedelt sind.
Die Trendumkehr in der Zinspolitik zeigt sich auch im Stand der Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Zentralnotenbanken zusammensetzt. Die Barreserve verzeichnete im Vergleich zum Jahresende 2021 einen Abfluss in Höhe von knapp 0,6 Mrd. EUR und betrug Ende Dezember 0,8 Mrd. EUR. Damit nähert sich die Barreserve langsam wieder einem üblichen Niveau an.
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich durch Investitionen um 13,5% auf 1,1 Mrd. EUR. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Zugänge aus Sicherungsliegenschaften in Höhe von 29,5 Mio. EUR. Es ist geplant, diese im Jahr 2023 zu veräußern.
Passiva
Leichter Rückgang beim Primäreinlagenstand
Viele Jahre lang verzeichneten wir bei den Primäreinlagen einen Rekordstand nach dem anderen. Dieser Trend wurde im
Berichtsjahr vorerst beendet. Die Primäreinlagen nahmen gegenüber dem Jahresultimo 2021 um 2,8% ab und betrugen
7,9 Mrd. EUR.
Den Löwenanteil bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nehmen die Sicht- und Termineinlagen ein. Zum 31. Dezember 2022 verzeichnete diese Position erstmals seit langem einen leichten Rückgang in Höhe von 4,4% und betrug 6,8 Mrd. EUR. Die Aufteilung auf die Kundensegmente zeigt, dass der Großteil der Sicht- und Termineinlagen von Firmenkunden stammen.
Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat kürzlich eine Untersuchung zum Geldvermögen der österreichischen Haushalte vorgestellt. Die Sparquote, die in den letzten drei Jahren pandemiebedingt sehr hoch war und zwischen 12-13% lag, normalisiert sich langsam wieder und wird nach Einschätzung des WIFO für das Jahr 2022 nur mehr bei 7,2% liegen. Ein langanhaltender Trend der letzten Jahre war auch, dass Privatkunden häufiger zu täglich fälligen Einlagen tendierten – eine Konsequenz aus der langen Niedrigzinsphase. Einen Zulauf zu Sichteinlagen haben wir auch im Berichtsjahr noch festgestellt. Ein Trend, der sich 2023 nicht fortsetzen wird.
Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus waren Einlagen mit Bindungsfristen bis zum Sommer noch sehr unattraktiv. Das änderte sich mit der Anhebung der Leitzinsen. Rechtzeitig zur Zinswende haben wir das Mein Geld-Konto fix lanciert, dass sich seit der Einführung großer Beliebtheit erfreut.
Entwicklung Primäreinlagen

Anders stellt sich die Situation bei den klassischen Sparbüchern dar, diese verlieren weiter an Bedeutung. Das haben wir auch im Berichtsjahr beobachtet. Das Volumen auf Sparbüchern verringerte sich auf 1,3 Mrd. EUR, ein Rückgang um 6,7%.
Refinanzierung über Tendergeschäfte
Wir haben im Berichtsjahr an einer Long Term Refinancing Operation (LTRO) in Höhe von 200,0 Mio. EUR teilgenommen. Zusammen mit den in den Vorjahren abgeschlossenen TLTRO III-Refinanzierungen beliefen sich die Volumina in beiden
Programmen auf 600,0 Mio. EUR.
Emissionsgeschäft gut auf Kurs
Die Nachfrage nach eigenen Emissionen war im Geschäftsjahr 2022 sehr gut. Wir werden als verlässliche und verantwortungsbewusste Emittentin wahrgenommen. Ein Indikator dafür ist das Volumen der Privatplatzierungen an institutionelle Anleger. Im Berichtsjahr haben wir knapp 80,0 Mio. EUR an diesen Kundenkreis platziert. Darüber hinaus haben wir im
Berichtsjahr sieben Retail-Emissionen
begeben.
Die verbrieften Verbindlichkeiten erreichten insgesamt 793,0 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 7,7% gegenüber dem Jahresultimo 2021. Das Nachrangkapital legte sogar um 10,4% auf 266,2 Mio. EUR zu. Insgesamt hat sich die Refinanzierungsstruktur zu längerfristig gebundenen Mitteln verschoben, was sehr positiv bewertet werden kann. Für nachhaltig orientierte Anleger haben wir einen Sustainability Bond aufgelegt, mit dessen Emissionserlös ein Gesundheitszentrum in energie-
effizienter Bauweise in St. Pölten errichtet wird.
Eigenkapital gestiegen
Das Eigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2022 einen Anstieg um erfreuliche 4,5% auf 0,79 Mrd. EUR. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.
Begebene eigene Schuldverschreibungen aus 2022
ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
AT0000A2UWS0 | 1,05% BKS Bank Obligation 2022-2031/1/PP | 10.000.000 |
AT0000A2UXS8 | 0,91% BKS Bank Obligation 2022-2027/2/PP | 30.000.000 |
AT0000A2V012 | 1,39% BKS Bank Obligation 2022-2032/3/PP | 10.000.000 |
AT0000A2XMM8 | 1,70% BKS Bank Obligation 2022-2025/4/PP | 3.000.000 |
AT0000A30AU0 | 4,20% BKS Bank Obligation 2022-2028/5/PP | 15.000.000 |
AT0000A30SZ1 | Variable BKS Bank Obligation 2022-2027/6/PP | 4.900.000 |
AT0000A31E26 | 3,95% BKS Bank Obligation 2022-2025/7/PP | 3.200.000 |
AT0000A31FY9 | 3,85% BKS Bank Obligation 2022-2025/8/PP | 3.000.000 |
AT0000A2VE28 | 2,10% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | 1.229.000 |
AT0000A2X307 | 3,00% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | 12.000.000 |
AT0000A2XLC1 | 2,15% BKS Bank Obligation 2022-2029/3 | 5.000.000 |
AT0000A306T3 | 3,25% BKS Bank Obligation 2022-2027/4 | 15.000.000 |
AT0000A306V9 | BKS Bank Sustainability Bond Variabel 2022-2029/5 | 6.203.000 |
AT0000A30749 | 5,00% BKS Bank Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | 11.539.000 |
AT0000A321C8 | 3,00% BKS Bank Obligation 2022-2027/7 | 7.000.000 |
| | |
Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2022 stand unter
positiven Vorzeichen, eine gute volkswirtschaftliche Entwicklung wurde erwartet. Die Stimmung veränderte sich schlagartig, als Russland Ende Februar in der Ukraine einmarschierte. Die Folge waren Sanktionen der EU, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie hohe Inflationsraten und Volatilität an den Börsen. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes konnte die BKS Bank ein gutes operatives Ergebnis erzielen. Erfreulich war die Trendumkehr in der Zinspolitik, die sich positiv auf die Ertragssituation auswirkte.
Der Jahresüberschuss nach Steuern
betrug zum 31. Dezember 2022 41,0 Mio. EUR. Damit lag das Ergebnis um 50,0% oder 13,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Getragen wurde diese Entwicklung durch einen deutlich gestiegenen Nettozinsertrag. Dieser erhöhte sich um 13,4 Mio. EUR auf 132,2 Mio. EUR.
Im Kampf gegen die Inflation kam endlich die Trendumkehr in der Zinspolitik
Insgesamt war das Jahr von außergewöhnlichen geopolitischen Ereignissen und ökonomischen Unsicherheitsfaktoren geprägt. Vor allem die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sorgten für steigende Inflationsraten. Im Oktober erreichte die Inflation mit 10,6% in der Euro-Zone einen vorläufigen Höhepunkt. Diese Entwicklung veranlasste die Notenbanken, ihre Zinspolitik zu überdenken. Die US-Notenbank hob den Leitzins im Berichtsjahr sieben Mal auf schlussendlich 4,5% an. In Europa war man zaghafter am Werk: Erst zur Jahresmitte fand die erste Zinsanhebung statt und die EZB erhöhte die Zinsen erstmals seit elf Jahren auf 0,5%. Im September folgte die nächste Anhebung und der Anstieg fiel mit 0,75% kräftig aus. Im Oktober wiederholte die EZB diese Vorgehensweise und hob die Leitzinsen jeweils um weitere 0,75% an. Im Dezember erfolgte mit 0,5% Anstieg der vierte Zinsschritt. Zum 21. Dezember 2022 betrugen der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität 2,50%, 2,75% bzw. 2,00%.
Angesichts der geänderten Zinslandschaft entwickelte sich das Zinsgeschäft im Berichtsjahr positiv. Die Zinserträge beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 151,9 Mio. EUR, um 16,3% mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die Erträge aus dem Kreditgeschäft kräftig zulegten, waren die Erträge aus dem Wertpapierportfolio durch die Tilgung hoch verzinster Anleihen weiter rückläufig. Den Zinserträgen standen Zinsaufwendungen in Höhe von 19,8 Mio. EUR gegenüber. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2022 ein Nettozinsertrag in Höhe von 132,2 Mio. UR, ein Zuwachs von 11,3% oder 13,4 Mio. EUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2021.
Stabile Entwicklung im Provisions-geschäft erzielt
Das Provisionsgeschäft bildet die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft.
Im Berichtsjahr lagen auch die Erträge aus dem Provisionsgeschäft mit 67,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (+0,2%). Blickt man auf die Entwicklung der einzelnen Produktsparten, zeigt sich, dass sich einzelne Bereiche sehr prächtig entwickelten und mehr als zufriedenstellende Zuwachsraten verzeichneten.
Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr zählt zu diesen Sparten. Wie in den Vorjahren erwirtschafteten wir ein erfreuliches Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das sich auf 24,8 Mio. EUR belief und einen Anstieg von 7,0% erreichte.
Dies zeigt auch, dass es uns einmal mehr gelungen ist, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und überzeugende Lösungen anzubieten. Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung dieses Geschäftsfeldes stehen die Digitalisierung und moderne Zahlungsverkehrslösungen.
Seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat die Nutzung von Bargeld abgenommen, während digitale Bezahlmethoden enorme Zuwächse verbuchen konnten. Das smarte und kontaktlose Bezahlen mit Karte, Uhr oder Smartphone hat in den vergangenen drei Jahren einen enormen Schub erfahren – ebenso wie das Online-Banking im Allgemeinen.
Zuwachsraten bei digitalen Produkten
Unsere Kundenportale MyNet und BizzNet haben in den vergangenen Jahren
jeweils zweistellige Zuwachsraten bei den Nutzern verbuchen können. Auch im vergangenen Jahr setzte sich dieser Aufwärtstrend mit einem Plus von 9,7% fort. Die BKS App, die wir österreichischen Kunden anbieten, wurde im letzten Jahr von rund 30.800 Kunden verwendet, ein Zuwachs von 18%.
Seit Herbst 2022 erhält jeder Neukunde automatisch einen Zugang zu unseren Online-Portalen, um den Nutzungsgrad noch weiter zu erhöhen. Generell steigt auch die Nachfrage nach digital abschließbaren Produkten. So wurden im Berichtsjahr 2022 um 87% mehr Produktanträge in der digitalen Bank „BKS Bank Connect“ abgewickelt als im Jahr zuvor.
Maßgeblich für den Erfolg unserer digitalen Angebote ist der kontinuierliche Ausbau unserer Services wie beispielsweise die Einführung neuer Funktionen in unseren Kundenportalen. Dazu zählte unter anderem die Einbindung von Konten anderer Banken in das Kundenportal sowie neue Online-Services beim Garantie-Modul für Firmenkunden und neue Antragsstrecken im Leasinggeschäft.
Um in diesem Bereich auch in Zukunft ansprechende Wachstumsraten zu erzielen, haben wir im Berichtsjahr etliche
weitere Digitalisierungsprojekte auf einen Weg gebracht, deren Umsetzung für 2023 geplant ist, darunter der Launch neuer Produkte und komfortable Features in der BKS Bank App.
Schwieriges Veranlagungsjahr
Die Volatilität an den internationalen
Börsen sowie zweistellige Verluste bei vielen Aktientiteln und beim Anleihesegment sorgten für ein äußerst anspruchsvolles Veranlagungsjahr. Dementsprechend durchwachsen war die Entwicklung des Provisionsergebnisses im Wertpapiergeschäft, das um 10,9% auf 18,8 Mio. EUR zurückging. Dieses Ergebnis lässt sich vor allem auf das schwache Kapitalmarktumfeld zurückführen. Die Anleger waren äußerst zurückhaltend, es wurden weit weniger Transaktionen getätigt.
Das Ergebnis aus den Kreditprovisionen erhöhte sich angesichts einer guten
Kreditneuproduktion von 18,8 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR.
Hohe Investitionen in Digitalisierung
Angesichts der herausfordernden Marktsituation haben wir großes Augenmerk auf strikte Kostendisziplin gelegt. Dass es trotzdem zu einer Steigerung des Betriebsaufwandes um 5,0% auf 140,7 Mio. EUR kam, lag unter anderem an den umfangreichen Investitionen in die digitale Transformation unseres Hauses und den damit verbundenen Digitalisierungsschritten.
Der gesamte Verwaltungsaufwand lag 2022 bei 126,8 Mio. EUR. Die größte Position im Verwaltungsaufwand entfällt auf die Personalkosten. Zum Jahresultimo 2022 betrugen diese 73,5 Mio. EUR, eine Steigerung in Höhe von 7,6%.
Die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich im Ausmaß von 3,25% war dafür maßgeblich verantwortlich. Ein anderer Grund für den Anstieg lag in höheren Zustiftungen an die bestehende BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung und an die neu gegründete BKS Mitarbeiterbeteiligungs-
privatstiftung.
Bei den Sachaufwendungen verzeichneten wir mit 53,4 Mio. EUR eine Erhöhung um 11,7%. In dieser Position dominieren die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie und für unseren IT-Dienstleister, die 3 Banken IT GmbH. Diese ist eine gemeinsame Gesellschaft der Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg AG und BKS Bank AG. Sie ist für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und den laufenden IKT-Betrieb verantwortlich. Ihr Firmensitz liegt in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck werden Kompetenzzentren betrieben.
Zuwachs beim sonstigen betrieblichen
Ertrag durch Sondereffekt
Der sonstige betriebliche Ertrag belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 12,3 Mio. EUR und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich (+8,1 Mio. EUR). Der signifikante Ergebniszuwachs resultierte aus Versicherungsentschädigungen und Rückstellungsauflösungen.
Erfreuliches Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis als operatives Ergebnis der Banktätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,3% auf 84,3 Mio. EUR.
Risikovorsorge trotz Konjunktur-
sorgen stabil
Die Konjunktur befindet sich im Abschwung und diese Verschlechterung der makroökonomischen Aussichten haben wir in der Dotierung der Risikovorsorge berücksichtigt. Darüber hinaus wurde der kollektive Stufentransfer, der im Einklang mit den Bestimmungen zu IFRS 9B5.5.1 ff. ab dem zweiten Quartal 2020 als Folge der Corona-Pandemie vorgenommen wurde, aufgehoben. Die Pandemie führte kaum zu außerordentlichen Beeinträchtigungen der Risikopositionen. Durch die Aufhebung des kollektiven Stufentransfers sowie die Anpassung der Forward Looking Information an die aktuellen konjunkturellen Gegebenheiten ergab sich per Saldo eine Erhöhung des Expected Credit Loss in Höhe von 11,4 Mio. EUR für Forderungen in Stage 1 und Stage 2. Für 2022 beliefen sich die Kreditrisikovorsorgen insgesamt auf 28,2 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ergab das einen Rückgang um 9,6 Mio. EUR. Der Wert des Vorjahres war durch den Schadensfall Kroatien belastet. Die Dotation betrug 12,7 Mio. EUR.
Erträge aus Beteiligungstransaktion
und Wertpapieren
Im Geschäftsjahr 2022 verkaufte die BKS Bank 19.500 Stück der Stammaktien der Oberbank AG. Daraus resultierte ein Kursgewinn in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Weiters kam es durch gezielte Verkäufe von Wertpapieren zu Kursgewinnen in Höhe von 5,9 Mio. EUR. Diesen Kursgewinnen standen Kursverluste in Höhe von 9,5 Mio. EUR gegenüber.
Jahresüberschuss
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Steuern in der Höhe von 55,8 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 14,8 Mio. EUR ergab sich ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 41,0 Mio. EUR. Der hohe Steueraufwand beinhaltet auch eine Steuerforderung der kroatischen Steuerbehörde in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Gegen diese Steuerforderung wurde Beschwerde eingereicht.
Unternehmenskennzahlen
Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum Jahresende folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erreichte 5,4%,
während der Return on Assets (ROA) nach Steuern 0,4% betrug.
Die Cost-Income-Ratio, die das operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken misst, reduzierte sich um 3,2%-Punkte auf 62,5%. Die NPL-Quote nahm ebenfalls leicht ab und betrug ausgezeichnete 2,0% zum Jahresende 2022 und war damit deutlich besser als der Branchendurchschnitt.
Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 6,9%, nach 7,9% im Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) erreichte 177,8%, um 16,3%-Punkte weniger als im Vorjahr. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben von 3,0% bzw. 100% deutlich.
Das vergangene Wirtschaftsjahr hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig eine starke Eigenmittelausstattung ist. Die Kernkapitalquote der BKS Bank blieb mit 13,0% stabil und die Gesamtkapitalquote verringerte sich minimal von 16,8% auf 16,7%.
Wichtige Unternehmenskennzahlen
in % | 2021 | 2022 | ± in %-Pkte. |
ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 3,7 | 5,4 | 1,7 |
ROA nach Steuern | 0,3 | 0,4 | 0,1 |
Cost-Income-Ratio | 65,7 | 62,5 | -3,2 |
NPL-Quote | 2,1 | 2,0 | -0,1 |
Leverage Ratio | 7,9 | 6,9 | -1,0 |
Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 194,1 | 177,8 | -16,6 |
Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 126,4 | 121,3 | -5,1 |
Kernkapitalquote | 13,0 | 13,0 | - |
Gesamtkapitalquote | 16,8 | 16,7 | -0,1 |
| | | in % |
| | | |
Eigenmittel
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2022 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure
Amount zu erfüllen:
- • 5,4% für das harte Kernkapital
- • 7,2% für das Kernkapital und
- • 9,6% für die Gesamtkapitalquote
gesamt
Solide Kapitalausstattung
Das harte Kernkapital erhöhte sich im
Berichtsjahr um 30,1 Mio. EUR auf 701,3 Mio. EUR, ein Zuwachs um 4,5%.
Die harte Kernkapitalquote blieb unverändert auf 11,9%. Das zusätzliche
Kernkapital belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 65,2 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 214,7 Mio. EUR betrugen die gesamten
Eigenmittel 981,1 Mio. EUR, ein Anstieg um 3,3%. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 16,7%.
BKS Bank: Eigenmittel gemäß CRR
in Mio. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 644,0 | 675,7 |
Abzugsposten | -58,7 | -60,3 |
Hartes Kernkapital (CET1) | 671,2 | 701,31) |
Harte Kernkapitalquote | 11,9% | 11,9% |
| | |
AT1-Anleihe | 65,2 | 65,2 |
Zusätzliches Kernkapital | 65,2 | 65,2 |
Kernkapital (CET1 + AT1) | 736,4 | 766,4 |
Kernkapitalquote | 13,0% | 13,0% |
| | |
Ergänzungskapital | 213,5 | 214,7 |
Eigenmittel insgesamt | 949,8 | 981,1 |
Gesamtkapitalquote | 16,8% | 16,7% |
| | |
Total Risk Exposure Amount | 5.657,5 | 5.885,5 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2022. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Leverage Ratio

Leverage Ratio entwickelte sich positiv
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss
außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresultimo 2022 auf 6,9%. Wir überschreiten damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%.
Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt
Die MREL-Quote steht für Minimum
Requirement for Eligible Liabilities and Own Funds und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können.
Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.
Seit Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amount (TREA) zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2022 belief sich die MREL-Quote auf 28,7%. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestquote von 20,1% haben wir
deutlich übertroffen.
Risikomanagement
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese An-forderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch umfassend das European Single Electronic Format (ESEF).
Alle Maßnahmen des rechnungslegungs-bezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risiko-vorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen und die Konzernkonsolidierung sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt.
Für die einzelnen Funktionen gibt es eige-ne Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben.
Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeiter sind gegebenenfalls auch vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Kontrollaktivitäten
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Die ordnungsgemäße Berechnung und Zahlung der betrieblichen Steuern werden monatlich von der Abteilungsleitung Controlling und Rechnungswesen mit dem jeweils zuständigen Mitarbeiter nachweislich kontrolliert. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet.
Die Qualität der Hauptkontrollen wird mit-hilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten.
Darüber hinaus werden Berechtigungen monitort, Plausibilitätsprüfungen durch-geführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent ange-wendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeits-behelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Information und Kommunikation
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert.
Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen
publizieren.
Überwachung der Wirksamkeit
der Maßnahmen
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.
Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen. Prüfpflichten bestehen auch für unsere Niederlassungen in der Slowakei und in Kroatien sowie für alle Leasinggesellschaften.
Risikobericht
Risikopolitik und Risikostrategie
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.
In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risikoadäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien.
ICAAP
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
ILAAP
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR…) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
BaSAG
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungs-
gesetz sind
- • der Sanierungsplan,
- • der Abwicklungsplan und
- • die MREL-Quote.
Struktur und Organisation des Risikomanagements
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das
ICAAP-Gremium.
Die in der Risikostrategie abgebildeten
Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Risikogremien

ICAAP-Gremium
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen
Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Aktiv-Passiv-Management-Gremium
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zins-
änderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Gremium zum operationalen Risiko
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operatio-nalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter. Ein wesentlicher Bestandteil des Gremiums ist auch das IKT-Risiko-management.
Kreditrisiko-Jour fixe
In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jour fixes tagt quartals-weise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Port-folioebene, treibt die laufende Weiterent-wicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
Interne Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit (ICAAP)
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essenzieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.
Stresstests in der Gesamtbankrisikosteuerung
Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potenziellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Sensitivitätsanalysen liefern ergänzende Informationen zur Risikotragfähigkeit und zeigen zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
Wesentliche Risiken
Kreditrisiko
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Steuerung der Kreditrisiken
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern
risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt.
Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Darüber hinaus legt ein Katalog mit Ausschlusskriterien fest, welchen Unternehmen die BKS Bank keine Finanzierungen einräumt.
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H. (ALGAR), an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Kreditrisikosteuerung

Bonitätseinstufung im Kreditrisiko
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb der BKS Bank. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
Ratingstufen
AA | Erstklassige beste Bonität |
A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
1a | Erstklassige Bonität |
1b | Sehr gute Bonität |
2a | Gute Bonität |
2b | Noch gute Bonität |
3a | Akzeptable Bonität |
3b | Noch akzeptable Bonität |
4a | Mangelhafte Bonität |
4b | Schlechte Bonität |
5a | Ausfall im Fortbetrieb |
5b | Ausfall – Notleidend |
5c | Ausfall – Uneinbringlich |
Zinsänderungsrisiko
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Steuerung Zinsänderungsrisiko

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativ-geschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken einge-gangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
Credit Spread-Risiko
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Aktienkursrisiko
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risiko-
controlling.
Steuerung Aktienkursrisiko

Risiken aus Fremdwährungspositionen
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungün-stige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
Liquiditätsrisiko und Liquiditätsmanagement (ILAAP)
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
Liquiditätsrisikosteuerung

Grundsätze des Liquiditätsmanagements
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.
Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrunde-liegenden EBA-Guidelines.
Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen.
Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festge-legten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.
Operationales Risiko und IKT-Risiken

Makroökonomisches Risiko
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten.
Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Das Risiko einer übermäßigen Verschul-dung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinan-zierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten. Das Risiko einer übermäßigen Verschul-dung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschul-dungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 6,9% (Vorjahr: 7,9%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
ESG Risiken
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können.
Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grund-sätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und Chancen und die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel „Chancen und Risiken aus ESG-Faktoren“ im Detail erläutert.
Die Messung der Betroffenheit unseres Kundenportfolios im Zusammenhang mit ESG-Risiken erfolgt über ein extern zugekauftes Modul. Die Betroffenheit wird in Scorewerten zwischen 0, bei unerheblichen Risiken, und 100, bei extrem hohen Risiken, dargestellt.
Sonstige Risiken
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
•Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
•Reputationsrisiken
•Restwertrisiken im Leasinggeschäft
•Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
•Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
•Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
•Eigenkapitalrisiken
•Verhaltensrisiken
•Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken
Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8, Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2022 berichtet.
Forschung und Entwicklung
Die BKS Bank AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB.
Ausblick
Rezession dürfte ausbleiben
Im vierten Quartal 2022 waren die Prognosen für das Jahr 2023 noch düster: Befürchtet wurde eine weltweite Rezession. Zum Jahresauftakt hellte sich der konjunkturelle Himmel wieder etwas auf. In seiner jüngsten Veröffentlichung ging der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,9% für das Jahr 2023 aus. Rückenwind für die globale Konjunktur wurde unter anderem von Chinas Abkehr von seiner strengen Null-Covid-Politik erwartet.
Während der IWF für die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 5,2% erwartet, fallen die Wachstumsprognosen für die USA (1,4%) und Europa (0,7%) deutlich zurückhaltender aus. Großbritannien dürfte in eine Rezession schlittern.
Für Österreich wurde eine sogenannte Stagflation mit einem Wachstum von 0,3% (WKO) bzw. 0,4% (IHS) prognostiziert. Die heimische Wirtschaft dürfte von den hohen Energiekosten und hohen Inflationsraten gebremst werden. Eine spürbare Entspannung wird erst für 2024 er- wartet. Ein erfreulicher Lichtblick ist, dass die Arbeitslosenquote in Österreich für 2023 weiter niedrig bleiben dürfte.
Aktienmärkte in ruhigerem Fahrwasser
Für die Aktienmärkte wird 2023 ein weniger schwankungsintensives Jahr erwartet. Die Börsenprognosen sprühen zwar nicht vor Optimismus, aber gerade diese geringe Erwartungshaltung könnte mit Marktchancen bei positiver Nachrichtenlage verbunden sein. Investments in Anleihen sollten im Lauf des Jahres von einer breiten Erholung gekennzeichnet sein. Bei Unternehmensanleihen dürften sich die deutlich gestiegenen Risikoaufschläge verringern und die Kurse stützen.
Bei Staatsanleihen, insbesondere europäischen, gehen wir im ersten Halbjahr noch von leicht ansteigenden Renditen und so- mit fallenden Kursen aus. Im späteren Jahresverlauf erwarten wir aber auch hier eine Erholung. Industriemetalle könnten im Jahr 2023 wieder stärker anziehen, nachdem diese im Vorjahr aufgrund von Rezessionssorgen zum Teil deutlich an Wert verloren hatten.
Wirtschaftsabschwung bremst Wachstumsaussichten
Nach zwei Jahren, die von Covid-19 und Lockdowns geprägt waren, stand 2022 ganz im Zeichen des Ukraine-Krieges. Diese drei herausfordernden Jahre haben Spuren in der heimischen Wirtschaft hin-terlassen, die sich auch in der Insolvenz-statistik ablesen lassen. So hat sich die Zahl der Firmenpleiten im Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Vorzeichen deuten auch auf ein schwieriges Wirtschaftsjahr 2023 hin, das von gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, hohen Inflations-raten und zurückhaltendem Konsum-verhalten geprägt sein wird. Dennoch gehen wir mit Optimismus in das neue Geschäftsjahr und werden auch 2023 konsequent an der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie arbeiten. Ins-gesamt sehen wir uns gut gerüstet für die Herausforderungen der kommenden Monate.
Kreditrisikovorsorge auch 2023 ein wichtiges Thema
Die Budgets der heimischen Betriebe wer- den 2023 weiterhin von steigenden Kosten belastet sein. Dementsprechend rechnen wir mit einem höheren Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und einer eher verhalt-enen Entwicklung der Kreditnachfrage. Im Bereich der Wohnraumfinanzierungen erwarten wir in Österreich eine Aufweichung der strengen Kreditvergabe-Richtlinien.
Das Zinsgeschäft hat durch die Leitzinserhöhungen der EZB eine neue Dynamik er- halten. Bis zu den Sommermonaten wer- den noch weitere Zinserhöhungsschritte erwartet, danach sollte der Plafond er- reicht sein. Im Zuge des veränderten Zins-niveaus besteht die Herausforderung darin, die Margen im Kredit- und Einlagen-geschäft im Auge zu behalten.
Auch im Dienstleistungsgeschäft sehen wir weiterhin Wachstumspotentiale. Der Zahlungsverkehr wird 2023 ein verlässlicher Ergebnislieferant sein, wie bereits in den Jahren zuvor. Dies ist das Ergebnis unserer vorausschauenden Arbeit unseres Angebots an innovativen Produkten. Im Wertpapiergeschäft rechnen wir - nach einem turbulenten Veranlagungsjahr 2022 - mit einer Trendumkehr und ein insgesamt verbessertes Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft. Insbesondere erwarten wir durch die Einführung der Anlageberatung in Slowenien Ergebniszuwächse in dieser Geschäftssparte.
Investitionen in digitale Transformation
Auch 2023 bleiben wir am Puls der Zeit. Etliche Projekte sind bereits in den letzten Monaten entscheidend vorangekommen wie beispielsweise die Vereinheitlichung der konzernweiten IT-Landschaft. Wir arbeiten mit Hochdruck an den notwendigen Vorarbeiten, um 2024 die Migration der IT-Anwendungslandschaft Sloweniens auf die Kernsysteme der 3Banken-IT zu finalisieren. Diese Mammutaufgabe ist eines der größten IT-Projekte, das wir je um- gesetzt haben. Im Rahmen dessen gilt es, Prozesse neu zu denken und auf gemein- same Linie zu bringen. Dadurch sollen Doppelgleisigkeiten abgebaut, Kosten
reduziert und effizientere Abläufe
ermöglicht werden.
Um mehr Effizienz geht es auch bei der Digitalisierung des sehr kostenintensiven Firmenkundenkreditprozesses. Die Herausforderung liegt darin, einen hohen
Automatisierungsgrad auf einen hoch- komplexen Prozess anzuwenden. Da es gerade im Firmenkundengeschäft viele Faktoren zu berücksichtigen gilt, gehen wir dieses Thema mit großer Sorgfalt und unserer bewährten Schritt-für-Schritt-Philosophie an. Das Ziel ist es, den Prozess deutlich zu vereinfachen und insgesamt effizienter und schneller in der Abwicklung zu werden.
Ein weiteres Digitalisierungsprojekt wird im Wertpapierbereich finalisiert: Privatkunden werden Depots demnächst online eröffnen können. Neu- und Bestandskunden wird damit die Möglichkeit geboten, die Depoteröffnung und die Legitimierung über unsere innovative Plattform BKS
Interact durchzuführen.
Auch beim Leasing setzen wir neue Maß-stäbe: Demnächst wird beinahe unser komplettes Angebot, vom Leasing von Fahrzeugen bis zur Produktionsanlage,
online verfügbar sein. Bestands- und Neukunden können Leasingverträge dann völlig selbstständig online abschließen.
Ein strategisches Projekt konnten wir bereits zu Jahresbeginn finalisieren, nämlich den Start unserer Leasinggesellschaft in Serbien. Wir sehen in diesem Markt großes Potenzial und wollen unsere Leasing-gesellschaft in den kommenden Monaten sukzessive auf- und ausbauen.
Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit weiter ausbauen
Nachhaltigkeit bleibt weiterhin eines unserer Kernthemen. Wir haben Nachhaltigkeit in ihren unterschiedlichsten Facetten bereits seit langem in unserer Unternehmenskultur verankert und sind stolz da- rauf, im Vorjahr unter anderem als nachhaltigste Bank Österreichs sowie als Green Brand ausgezeichnet worden zu sein. Diese Erfolge empfinden wir sowohl als Bestätigung als auch als Ansporn für weitere Höchstleistungen.
Im Jahr 2023 wollen wir uns in vielen nachhaltigen Bereichen weiterentwickeln. So haben wir heuer unter anderem die Emission von weiteren Green Bonds,
die Einführung eines neuen grünen Sparproduktes und neuer, sozial nachhaltiger Kreditprodukte sowie die Entwicklung weiterer Immobilien zu Green Buildings mit ÖGNI-Zertifizierung geplant.
Auch intern gibt es für uns einiges zu tun, um die Vorgaben der Green Finance Alliance für das Jahr 2023 umzusetzen und einen Dekarbonisierungspfad inklusive der nötigen Policies zu entwickeln. Es ist uns ein großes Anliegen, das Volumen von ESG-Finanzprodukten in der Vermögens-verwaltung der BKS Bank in Österreich und Slowenien zu erhöhen sowie die
Dekarbonisierung unserer Produkte und des Eigenportfolios in Richtung Paris
Alignment fortzuführen.
Optimistischer Blick auf das Gesamtjahr 2023
Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres war ausgezeichnet. Uns ist bewusst, dass die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie durch Marktturbulenzen, Konjunktureintrübung, aufsichtsrechtliche Änderungen, geopolitische Ereignisse oder Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind dennoch optimistisch, dass wir dank unseres bewährten Geschäftsmodells, der guten Eigenmittelausstattung und der starken Marktposition weiterhin unseren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Expansionskurs fortsetzen können.
Für das neue Geschäftsjahr erwarten wir uns wieder eine solide Ergebnisentwicklung. Damit und durch eine geplante Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr werdenwir unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken, um für weiteres Wachstum gutgerüstet zu sein.

Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023

Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes

Anhang
BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
1. | Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern | 1.479.412,50 | 849.010.669,93 | -42,6 |
2. | Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind | 760.321,20 | 837.423.258,45 | 10,1 |
3. | Forderungen an Kreditinstitute | 62.332,70 | 222.689.463,53 | > 100 |
| a)täglich fällig | 29.476,96 | 33.086.189,91 | 12,2 |
| b)sonstige Forderungen | 32.855,74 | 189.603.273,62 | > 100 |
4. | Forderungen an Kunden | 7.001.382,17 | 7.232.528.842,18 | 3,3 |
5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 231.608,54 | 288.336.829,30 | 24,5 |
| a)von öffentlichen Emittenten | 5.121,23 | 5.121.232,88 | – |
| b)von anderen Emittenten | 226.487,31 | 283.215.596,42 | 25,0 |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen | 8.464,45 | 7.096.855,44 | -16,2 |
6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 54.655,24 | 41.584.295,84 | -23,9 |
7. | Beteiligungen | 130.182,39 | 131.658.334,91 | 1,1 |
| darunter: | | | |
| an Kreditinstituten | 122.047,85 | 127.268.141,51 | 4,3 |
8. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 87.537,13 | 88.917.127,46 | 1,6 |
| darunter: | | | |
| an Kreditinstituten | – | – | – |
9. | Immaterielle Vermögensgegenstände | | | |
| des Anlagevermögens | 9.305,08 | 8.972.341,64 | -3,6 |
10. | Sachanlagen | 34.659,75 | 36.879.186,86 | 6,4 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 14.410,80 | 15.933.995,51 | 10,6 |
11. | Sonstige Vermögensgegenstände | 16.109,06 | 46.371.919,40 | > 100 |
12. | Rechnungsabgrenzungsposten | 10.197,06 | 12.048.768,18 | 18,2 |
13. | Aktive latente Steuern | 17.885,19 | 16.226.039,05 | -9,3 |
| | 9.895.588,00 | 9.812.647.076,73 | -0,8 |
| | | | |
Posten unter der Bilanz
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
1. | Auslandsaktiva | 2.777.150,24 | 3.004.056.524,94 | 8,2 |
| | | | |
Jahresabschlussposten sind nur insoweit angeführt, als dafür Wertansätze vorhanden sind.
BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2022
Passiva
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | | 840.223,85 | 949.565.652,90 | 13,0 |
| a)täglich fällig | | 118.435,42 | 152.762.964,94 | 29,0 |
| b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | | 721.788,42 | 796.802.687,96 | 10,4 |
2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | | 7.154.873,44 | 6.842.286.416,60 | -4,4 |
| a)Spareinlagen | | 1.349.993,59 | 1.258.885.491,74 | -6,7 |
| aa)täglich fällig | | 1.238.207,55 | 1.235.783.713,83 | -0,2 |
| ab)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | | 111.786,04 | 23.101.777,91 | -79,3 |
| b)sonstige Verbindlichkeiten | | 5.804.879,85 | 5.583.400.924,86 | -3,8 |
| ba)täglich fällig | | 4.480.738,17 | 4.236.498.226,36 | -5,5 |
| bb)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | | 1.324.141,68 | 1.346.902.698,50 | 1,7 |
3. | Verbriefte Verbindlichkeiten | | 736.130,10 | 793.006.336,07 | 7,7 |
| a)begebene Schuldverschreibungen | | 681.253,30 | 741.179.299,77 | 8,8 |
| b)andere verbriefte Verbindlichkeiten | | 54.876,79 | 51.827.036,30 | -5,6 |
4. | Sonstige Verbindlichkeiten | | 17.990,35 | 23.297.500,53 | 29,5 |
5. | Rechnungsabgrenzungsposten | | 2.030,60 | 2.285.425,37 | 12,5 |
6. | Rückstellungen | | 78.820,70 | 77.722.810,76 | -1,4 |
| a)Rückstellungen für Abfertigungen | | 21.480,77 | 21.596.673,25 | 0,5 |
| b)Rückstellungen für Pensionen | | 33.683,83 | 31.729.187,00 | -5,8 |
| c)Steuerrückstellungen | | 2.291,46 | 2.681.386,22 | 17,0 |
| d)sonstige | | 21.364,65 | 21.715.564,29 | 1,6 |
7. | Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 241.012,08 | 266.183.348,23 | 10,4 |
8. | Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 66.066,23 | 66.066.228,64 | - |
9. | Gezeichnetes Kapital | | 85.885,80 | 85.885.800,00 | - |
| abzüglich Nennbetrag eigener Aktien | | -1.584,74 | -1.221.872,00 | 22,9 |
10. | Gebundene Kapitalrücklagen | | 243.597,00 | 243.597.000,42 | - |
11. | Gewinnrücklagen | | 331.189,42 | 361.998.722,23 | 9,3 |
| a)gesetzliche Rücklage | | 503,41 | 503.410,04 | - |
| b)andere Rücklagen | | 330.686,01 | 361.495.312,19 | 9,3 |
12. | Haftrücklage gemäß § 57 Abs.5 BWG | | 88.800,00 | 91.000.000,00 | 2,5 |
13. | Bilanzgewinn | | 10.553,16 | 10.973.706,98 | 4,0 |
| | | 9.895.588,00 | 9.812.647.076,73 | -0,8 |
| | | | | |
Posten unter der Bilanz
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
1. | Eventualverbindlichkeiten | | | | |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten | | 611.026,67 | 639.100.476,33 | 4,6 |
2. | Kreditrisiken | | 1.747.973,13 | 1.733.838.086,88 | -0,8 |
3. | Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | | 149.299,42 | 153.248.186,78 | 2,6 |
4. | Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 949.805,36 | 981.092.301,90 | 3,3 |
| darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 213.448,35 | 214.655.555,26 | 0,6 |
5. | Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 5.657.489,77 | 5.885.485.141,98 | 4,0 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 | | | | |
| lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 11,9% | 11,9% | - |
| lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 13,0% | 13,0% | - |
| lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | | 16,8% | 16,7% | -0,6 |
6. | Auslandspassiva | | 1.998.726,25 | 1.846.115.755,80 | -7,6 |
| | | | | |
BKS Bank Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2022
Gewinn- und Verlustrechnung
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
1. | Zinsen und ähnliche Erträge | 130.587,43 | 151.929.161,04 | 16,3 |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren | 12.523,75 | 9.788.173,74 | -21,8 |
2. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 11.855,31 | 19.762.622,70 | 66,7 |
I. | Nettozinsertrag | 118.732,12 | 132.166.538,34 | 11,3 |
3. | Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 12.572,81 | 14.571.875,13 | 15,9 |
| a)Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.607,02 | 1.470.783,60 | -8,5 |
| b)Erträge aus Beteiligungen | 6.271,88 | 8.360.007,78 | 33,3 |
| c)Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 4.693,91 | 4.741.083,75 | 1,0 |
4. | Provisionserträge | 73.168,79 | 73.918.322,48 | 1,0 |
5. | Provisionsaufwendungen | 5.841,32 | 6.427.975,86 | 10,0 |
6. | Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 1.354,56 | -1.494.426,89 | > 100 |
7. | Sonstige betriebliche Erträge | 4.211,93 | 12.320.866,50 | > 100 |
II. | Betriebserträge | 204.198,90 | 225.055.199,70 | 10,2 |
8. | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 116.037,33 | 126.844.191,74 | 9,3 |
| a)Personalaufwand | 68.250,94 | 73.453.787,60 | 7,6 |
| aa)Löhne und Gehälter | 48.782,26 | 50.758.830,73 | 4,1 |
| ab)Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 12.391,61 | 12.437.315,98 | 0,4 |
| ac)sonstiger Sozialaufwand | 3.125,92 | 6.125.097,87 | 95,9 |
| ad)Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.223,26 | 4.133.608,93 | -2,1 |
| ae)Dotierung der Pensionsrückstellung | -1.889,65 | -1.954.639,00 | -3,4 |
| af)Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 1.617,55 | 1.953.573,09 | 20,8 |
| b)Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | 47.786,38 | 53.390.404,14 | 11,7 |
9. | Wertberichtigungen auf die im Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände | 5.762,43 | 5.702.211,33 | -1,0 |
10. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12.283,14 | 8.173.606,46 | -33,5 |
III. | Betriebsaufwendungen | 134.082,90 | 140.720.009,53 | 5,0 |
IV. | Betriebsergebnis | 70.115,99 | 84.335.190,17 | 20,3 |
| | | | |
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ± in % |
11. | Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisken | -48.468,26 | -66.682.987,87 | -37,6 |
12. | Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual-verbindlichkeiten und für Kreditrisiken | 14.550,28 | 31.899.170,25 | > 100 |
13. | Wertberichtigungen auf Wertpapiere die wie Finanz-anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | -802,48 | -316.200,65 | 60,6 |
14. | Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.053,18 | 6.540.464,15 | > 100 |
V. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 37.448,72 | 55.775.636,05 | 48,9 |
15. | Steuern vom Einkommen und Ertrag | 8.660,76 | 13.107.479,50 | 51,3 |
| darunter: latente Steuern | -2.122,90 | 1.639.179,79 | > 100 |
16. | Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | 1.454,28 | 1.662.197,18 | 14,3 |
VI. | Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 27.333,68 | 41.005.959,37 | 50,0 |
17. | Rücklagenbewegung | 16.907,39 | 30.884.946,93 | 82,7 |
| darunter: Dotierung der Haftrücklage | 2.500,00 | 2.200.000,00 | -12,0 |
VII. | Jahresgewinn | 10.426,29 | 10.121.012,44 | -2,9 |
18. | Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 126,87 | 852.694,54 | > 100 |
VIII. | Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 10.553,16 | 10.973.706,98 | 4,0 |
| | | | |
Anhang
BKS Bank AG
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Angaben nach § 64 Abs. 1 Z 18 BWG finden sich im Konzernabschluss der BKS Bank AG. Die Angabe zur Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren finden sich im Lagebericht der BKS Bank AG ab Seite 126.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Grundlagen
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Im Berichtsjahr 2022 gab es keine wesentliche Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Gesetzliche Moratorien, freiwillige Stundungen und Staatsgarantien
Die im Zuge der Covid-19-Krise erlassenen staatlichen Maßnahmen sind ausgelaufen, auch werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt sowohl im Inland als auch im Ausland keine privaten Moratorien mehr vergeben. Von den in 2020 gestundeten Krediten reduzierte sich das von EBA-konformen Moratorien betroffene Kreditvolumen seit dem Jahresende 2021 von 21,7 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR. Des Weiteren bestehen zum Jahresende 2022 Überbrückungsfinanzierungen mit staatlichen Garantien in Höhe von 73,1 Mio. EUR (31.12.2021: 99,7 Mio. EUR).
Währungsumrechnung
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.
Wertpapiere
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren für die Bewertung der Wertpapiere angewandt.
Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2022 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0 EUR).
Risikovorsorge: Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden
Risikovorsorgen im Lebendgeschäft werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden gebildet. Das zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell.
Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos abhängig. Dazu unterscheiden wir auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
- • Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet werden. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
- • Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (Lifetime ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments entspricht.
- • Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien (Basis bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition) ermittelt.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Verschlechterung der Ratingstufen) als auch qualitative Kriterien für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben.
Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn sich das Finanzinstrument im Ausfall befindet (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
In der BKS Bank gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1,0% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kredit-institut nicht in voller Höhe nachkommen wird. Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
•Neubildung einer Einzelwertberichtigung
•Restrukturierung des Kreditengagements verbunden mit einer Verschlechterung der Forderungsqualität
•Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit, Betrug oder aus
sonstigen Gründen
•Abdeckung der Forderung nur mit Verlust für die BKS Bank möglich
•Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust für die BKS Bank
•Insolvenz des Schuldners
•aus sonstigen Gründen uneinbringliche Kreditengagements
Am 01.01.2021 traten die Bestimmungen der EBA/GL2016/07 Leitlinie zur Anwendung der Ausfallsdefinition in Kraft, die weitere Hinweise für die Unwahrscheinlichkeit des Begleichens von Verbindlichkeiten („unlikeliness to pay“) enthalten.
Kriterien für die Stagezuordnung
Kriterium | Stage |
Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
30 Tage überfällig | 2 |
Fremdwährungskredit | 2 |
Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b) | 1 |
Kein Initial Risk Rating feststellbar | 2 |
Kein aktuelles Rating | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um mindestens eine Ratingstufe | 2 |
Nachsicht im Lebendgeschäft | 2 |
Non-performing Loans | 3 |
| |
Ein Rücktransfer in Stage 1 erfolgt, sofern kein Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos, wie bereits in den Kriterien für die Stagezuordnung beschrieben, mehr vorliegt.
Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.
Wesentliche Parameter des ECL-Modells für Stage 1 und Stage 2
Parameter im ECL-Modell | Erklärung |
Exposure at Default (EAD) | Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünftigen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftungen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung eines CCFs in einen EAD umgerechnet. |
Probability of Default (PD) | Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünftigen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in die PD mit ein. Es werden spezifische Migrationsmatrizen im ECL-Modell unterlegt. |
Forward-looking Information (FLI) | Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroökonomischen Ausblick, gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank, unter Anwendung eines linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlichkeit mit ein. |
Loss given Default (LGD) | Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kreditausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs, welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt. |
Diskontsatz (D) | Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes. |
| |
Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m = marginal):

Der Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.
Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case (Gewicht 15%) noch einen Worst-Case (Gewicht 30%) oder einen Most-likely-Case (Gewicht 55%) darstellt. Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) sowie der Verlustquote (LGD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: Bruttoinlandsprodukt, Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate.
Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat angewendet.
In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten je Einzelkunde überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode für die dazugehörende Gruppe der verbundenen Kunden ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. < 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor. Der pEWB-Faktor entspricht einer Verlustquote im Ausfallsbereich und wird nach Kundensegmenten getrennt angewendet.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.
Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 800,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt. Als Abschreibungsmethode kommt die Pro-rata-temporis-
Abschreibung zur Anwendung.
Derivative Geschäfte
Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank überwiegend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos durchgeführt. Negative Unterschiedsbeträge führen zu einer Drohverlustrückstellung. Positive Unterschiedsbeträge werden bilanziell nicht erfasst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.
Die BKS Bank nimmt am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Tranche in Höhe von 150 Mio. EUR termingerecht rückgeführt, eine vorzeitige Rückzahlung fand nicht statt. Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 400 Mio. EUR aus dem TLTRO III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die schrittweise Erhöhung des Zinssatzes von Seiten der EZB in der zweiten Jahreshälfte 2022 führte zu einer Änderung des Effektivzinssatzes. Für die Verzinsung ab dem 23. November 2022 wird die jeweils gültige Deposit Facility Rate (DFR) zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2022 resultiert insgesamt noch ein positiver Effekt von 1,6 Mio. EUR aus der Inanspruchnahme des TLTRO III-Programms, der als positiver Zinsaufwand im Zinsüberschuss ausgewiesen wird.
Eigene Emissionen
Agio (passive Rechnungsabgrenzung) und Disagio (aktive Rechnungsabgrenzung) aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der annualisierte Durchschnittszinssatz herangezogen. Im Berichtsjahr wurden keine fundierten Bankschuldverschreibungen (Vorjahr: keine) begeben.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ vorgenommen.
Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Stichtagszinssatz und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2022 wurde der Berechnung des Wertes für aktive Mitarbeiter ein Zinssatz von 1,92% (Vorjahr: 1,66%) zu Grunde gelegt. Für Pensionisten wurde der Berechnung des Durschnittzinssatzes der Zinssatz für eine 10-jährige Duration zugrunde gelegt. Dieser betrug 1,66%. (Vorjahr: 1,36%). Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und eine Steigerungsrate von 2,32% für aktive Mitarbeiter bzw. 1,95% für Pensionisten (Vorjahr: 1,92% bzw. 1,62%) errechnet. Für die Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurde im Berichtsjahr erstmalig ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 9,80% angesetzt. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen sind die „AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ als Rechnungsgrundlage relevant, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten.
Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.
Zusätzliches Kernkapital
Im Berichtsjahr wurde kein zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2022 betrug 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 66,1 Mio. EUR).
Steuerliche Verhältnisse
Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H sowie die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als „stand alone“ (Belastungsmethode) ausgestaltet. Das bedeutet, die Steuerumlage entspricht dem aktuellen Körperschaftssteuersatz.
III. Laufende Verfahren
Die UniCredit Bank Austria AG und ihre Konzerngesellschaft CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten
als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der
ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 eingebracht.
Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt liegt der Übernahmekommission zur Entscheidung vor.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu dem oben genannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank AG, Linz, und die Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck, beschlossen.
Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Im Berichtsjahr gab es mehrere Eingaben der Antragsteller, auf die die BKS Bank entsprechend erwidert hat. Die Entscheidung in diesen Verfahren steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den drei Banken kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin, es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG (nunmehr G3B Holding AG) zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Das Verfahren ist derzeit unterbrochen.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein von der FMA gegen die BKS Bank wegen des Vorhaltes geführtes Verfahren, dass in zwei Einzelfällen nicht alle im FM-GwG vorgesehenen Sorgfaltspflichten eingehalten worden sind, im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar, für zu erwartende Beratungs-/ Vertretungskosten der noch laufenden Verfahren wurde eine Rückstellung vorgenommen.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank AG erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Unsere Rechtsvertreter und Steuerberater gehen davon aus, dass die Berufung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Erfolg haben wird.
Des Weiteren bestehen auch laufende Verfahren im Zusammenhang mit den Malversationen in Kroatien.
Unsere Einschätzung ist, dass diese Verfahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu unseren Gunsten
beendet werden können.
V. Erläuterungen zur Bilanz
Bilanzvolumen in fremder Währung
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Aktiva | 196.301 | 225.868 |
Passiva | 170.450 | 212.920 |
| | |
Fristengliederung
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
bis 3 Monate | 985.394 | 1.198.345 |
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 612.746 | 561.775 |
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.678.710 | 1.581.033 |
mehr als 5 Jahre | 4.608.269 | 5.118.823 |
| | |
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber
Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
bis 3 Monate | 288.929 | 97.618 |
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 662.923 | 486.773 |
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.575.257 | 1.456.955 |
mehr als 5 Jahre | 602.590 | 562.398 |
| | |
Wertpapiere
Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2022 stille Lasten in Höhe von 94.968 Tsd. EUR (Vorjahr:
1.200 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC – Stellungnahme 14 (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.
Aufgliederung stiller Lasten im Anlagevermögen
| 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Buchwert | Marktwert | Stille Last | Buchwert | Marktwert | Stille Last |
Schuldtitel öffentlicher Stellen | 79.851 | 79.151 | 700 | 751.117 | 678.702 | 72.415 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 58.235 | 57.735 | 500 | 228.759 | 206.207 | 22.553 |
Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
Summe | 138.086 | 136.886 | 1.200 | 979.876 | 884.909 | 94.968 |
| | | | | | |
Aufgrund des stark gestiegenen Zinsniveaus im Jahr 2022 kam es zu einem massiven Anstieg der stillen Lasten im Berichtsjahr.
Aufgliederung der Wertpapiere und Beteiligungen nach Börsennotierung (ohne Stückzinsen)
| | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| | | | | |
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | börsen-notiert | nicht börsen-notiert | börsen-notiert | nicht börsen-notiert |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 5.531 | 49.124 | 3.431 | 38.153 |
Beteiligungen | 7. | 113.109 | 17.073 | 112.842 | 18.816 |
| | | | | |
Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.
Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | – | 8 |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 502 | – |
Summe | | 502 | 8 |
| | | |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 173.547 | 233.470 |
| | | |
Der Unterschied des Bilanzwertes zum Marktwert beträgt -22.552 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.818 Tsd. EUR).
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 57.050 | 53.542 |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 5.531 | 3.431 |
| | | |
Fällige Schuldverschreibungen
Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2. und 5. | 136.910 | 93.896 |
Verbriefte Verbindlichkeiten | 3. | 64.300 | 42.700 |
| | | |
Sonstige Angaben zu Vermögensgegenständen
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:
in Tsd. EUR | Pos.Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
| | | |
In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:
in Tsd. EUR Verbindlichkeiten | Vermögensgegenstände | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 11.876 | 11.922 |
Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.575 | 1.551 |
Kaution für Handel an EUREX | Cash Collateral | 1.556 | 8.054 |
Sicherheiten für XETRA | Wertpapiere | 3.937 | 3.937 |
Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.000 | 10.000 |
Sicherheiten für OeNB- Refinanzierung | Kredite | 544.960 | 595.128 |
Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 3.178 | 0 |
Margin Finanztermingeschäfte | Cash Collaterial | 6.063 | 9.740 |
Hypothekarischer Deckungsstock | Kredite | 375.637 | 425.555 |
Solidarfonds OeKB | Cash Collaterial | 110 | 110 |
An die OeKB zedierte Forderungen | Kredite | 102.600 | 101.806 |
| | | |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 10.163 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.538 Tsd. EUR) enthalten.
Details wesentlicher Werte in den sonstigen Vermögensgegenständen
in Tsd. EUR | Pos.Nr. 12 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Steuerverrechnung | | 1.443 | 4.440 |
Verrechnung mit verbundenen Unternehmen | | 5.983 | 4.870 |
Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | | 3.557 | 1.571 |
Realitäten im Umlaufvermögen | | – | 29.689 |
Sonstige Positionen | | 5.126 | 5.802 |
Summe | | 16.109 | 46.372 |
| | | |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Bei den Realitäten im Umlaufvermögen handelt es sich um in Besitz genommene Sicherungsliegenschaften mit unmittelbarer Verkaufsabsicht.
Details wesentlicher Werte in den sonstigen Verbindlichkeiten
in Tsd. EUR | Pos.Nr. 4 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | | 3.060 | 4.479 |
Verbindlichkeiten Finanzamt | | 3.720 | 2.288 |
KESt-Verbindlichkeiten | | 1.785 | 155 |
Steuerverbindlichkeiten Auslandsdirektionen | | 2.164 | 3.534 |
Sonstige Verbindlichkeiten der Auslandsdirektionen | | 2.342 | 8.624 |
Verbindlichkeiten Altersteilzeit | | 967 | 496 |
Sozialversicherungsbeiträge | | 1.492 | 1.512 |
Sonstige Positionen | | 2.460 | 2.210 |
Summe | | 17.990 | 23.298 |
| | | |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 18,8 Mio. EUR (Vorjahr 14,9 Mio. EUR) erst nach dem
Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Liste ausgewählter Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
| Eigenkapital | Anteil BKS Bank in % | Jahresüberschuss bzw.- fehlbetrag |
| | | | | | |
in Mio. EUR | 2021 | 2022 | direkt | indirekt | 2021 | 2022 |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 19,74 | 20,16 | 100,00 | – | 0,39 | 0,44 |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 4,54 | 4,54 | 99,75 | 0,25 | 4,02 | 2,11 |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 18,89 | 21,15 | 100,00 | – | 2,22 | 2,61 |
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 4,78 | 5,87 | 100,00 | – | 0,74 | 1,10 |
Immobilen Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | 7,43 | 7,77 | 100,00 | – | 1,10 | 1,24 |
IEV Immobilen GmbH, Klagenfurt | 0,06 | 0,06 | 100,00 | – | – | – |
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Klagenfurt* | 5,15 | 5,35 | – | 100,00 | 0,28 | 0,20 |
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 3,22 | 3,22 | 100,00 | – | 0,68 | 0,93 |
BKS Service GmbH, Klagenfurt | 0,04 | 0,04 | 100,00 | – | 0,02 | 0,04 |
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt | 25,02 | 24,36 | 100,00 | – | 0,17 | 0,14 |
Oberbank AG, Linz | 2.296,67 | 2.982,30 | 14,16 | – | 122,51 | 170,17 |
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck | 1.155,28 | 1.156,05 | 12,83 | – | 28,84 | 40,28 |
Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz | 8,89 | 10,95 | 25,00 | – | – | 0,05 |
3 Banken IT GmbH, Linz | 3,68 | 3,64 | 30,00 | – | – | 0,04 |
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 2,68 | 2,82 | – | 30,00 | 0,12 | 0,14 |
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt | 0,32 | 0,30 | 99,00 | 1,00 | -0,01 | -0,03 |
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt | 4,25 | 4,52 | 100,00 | – | -0,10 | 0,27 |
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck | 0,61 | 0,72 | 30,00 | – | 0,07 | 0,18 |
PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt | 7,41 | 7,40 | 100,00 | – | – | – |
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H | 13,86 | 14,03 | – | 30,00 | 0,23 | 0,25 |
| | | | | | |
1)Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.
Das in der Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils dem
vorläufigen Jahresabschluss 31.12.2022 bzw. dem Jahresabschluss zum 31.12.2021 entnommen.
Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.
Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
AKTIVA | | | |
Forderungen an Kreditinstitute | 3. | 1.422 | 2.062 |
Forderungen an Kunden | 4. | 6.846 | 3.707 |
Sonstige Vermögensgegenstände | 11. | – | – |
PASSIVA | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | 233.123 | 249.474 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 26 | 3.270 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | – | – |
| | | |
Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen
in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
AKTIVA | | | |
Forderungen an Kunden | 4. | 645.503 | 696.509 |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
Sonstige Vermögensgegenstände | 11. | 5.983 | 2.421 |
PASSIVA | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 18.471 | 22.650 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | 14 | – |
| | | |
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 928 Tsd. EUR (Vorjahr: 684 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 2.113 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.510 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -39 Tsd. EUR (Vorjahr: -20 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH, der BKS-Leasing GmbH, der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Im Berichtsjahr wurde keine
Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH verrechnet (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.949 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.967 Tsd. EUR).
Aktive und passive latente Steuern
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Aktive Steuerlatenz | | |
Sachanlagen | 225 | 137 |
Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.148 | 1.928 |
Beteiligungen | | 1.771 |
Unterbewertung § 57/1 BWG | 4.000 | 4.000 |
Langfristige Personalrückstellungen | 23.466 | 22.578 |
Urlaubsrückstellung | 163 | 186 |
Barwertrückstellung Leasing | – | 953 |
Rückstellung für unbewegte Spareinlagen | – | 2.484 |
Sonstige Rückstellungen | | 750 |
Expected Credit loss | 27.637 | 19.009 |
Bemessungsgrundlage aktive Steuerlatenz | 55.347 | 53.796 |
•hiervon 23% | – | 12.373 |
•hiervon 25% | 13.837 | |
Passive Steuerlatenz | | |
Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke | 4.636 | 4.482 |
Unterschied Abschreibungsmethoden | 351 | 476 |
Bemessungsgrundlage passive Steuerlatenz | 4.986 | 4.958 |
•hiervon 23% | – | 1.140 |
•hiervon 25% | 1.247 | |
Aktivseitiger Überhang Inland | 12.590 | 11.233 |
Aktivseitiger Überhang Kroatien 18% | 5.016 | 4.636 |
Aktivseitiger Überhang Slowakei 21% | 279 | 357 |
Aktivseitiger Überhang gesamt | 17.885 | 16.226 |
| | |
Im Rahmen der „Ökosozialen Steuerreform 2022“ kam es im Berichtsjahr zu einer Reduktion des Steuersatzes. Für den Fall, dass der Zeitpunkt der Realisierung der temporären Differenzen nicht hinreichend absehbar ist, hat eine bestmögliche Schätzung zu erfolgen. Unter dieser Prämisse haben wir uns einheitlich für den Steuersatz
mit 23%, welcher verpflichtend ab dem Jahr 2024 anzuwenden sein wird, entschieden und eine dementsprechende Abwertung der latenten Steuerforderungen vorgenommen. Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 1.639 Tsd. EUR (Vorjahr: -2.123 Tsd. EUR).
Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Verbindlichkeiten
Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| | | | |
| Stück | in Tsd. EUR | Stück | in Tsd. EUR |
Stammaktien | 42.942.900 | 85.886 | 42.942.900 | 85.886 |
| | | | |
Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 793.507 Stück, das sind 1,85% des Grundkapitals (Vorjahr: 903.327 Stück, das sind 2,10%).
Zusammensetzung des Ergänzungskapitals
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | Gesamtlaufzeit |
5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3 PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre |
2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 | 8 Jahre |
4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 | 15 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 | 11 Jahre |
3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 | 15 Jahre |
3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5/ | 20.000 | 20.000 | 11,5 Jahre |
2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 | 12 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3 1/4% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | 3.000 | 3.000 | 11 Jahre |
2,10% Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | | 1.229 | 10 Jahre |
3% Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | | 12.000 | 10 Jahre |
5% Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | | 11.539 | 10 Jahre |
Summe Ergänzungskapital | 237.409 | 262.177 | |
| | | |
Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 8.079 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.580 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2023 werden 20 Mio. EUR fällig (Vorjahr: 0 Mio. EUR).
Der Bestand an zusätzlichem Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 beträgt zum Bilanzstichtag 65,2 Mio. EUR (Vorjahr: 65,2 Mio. EUR). Die Aufwendungen im Geschäftsjahr betragen 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,8 Mio. EUR).
Absicherung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten
Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.
Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2022 der Grundgeschäfte betrug -11,7 Mio. EUR (Vorjahr: -3,4 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.
Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% – 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2022 wurde keine Drohverlustrückstellung (Vorjahr: 1 Tsd. EUR) resultierend aus der Ineffektivität der zugrundeliegenden Sicherungsbeziehungen gebildet.
Saldierung von Finanzinstrumenten
31.12.2021
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag |
Aktiva | | | | | | |
Derivate FX-Verträge | 3.716 | - | 3.716 | -255 | - | 3.461 |
Summe der Aktiva | 3.716 | - | 3.716 | -255 | - | 3.461 |
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag |
Passiva | | | | | | |
Derivate FX-Verträge | 3.267 | - | 3.267 | -255 | -2.141 | 870 |
Summe der Passiva | 3.267 | - | 3.267 | -255 | -2.141 | 870 |
| | | | | | |
31.12.2022
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag |
Aktiva | | | | | | |
Derivate FX-Verträge | 1.945 | - | 1.945 | -1.493 | -310 | 142 |
Summe der Aktiva | 1.945 | - | 1.945 | -1.493 | -310 | 142 |
| | | | | | |
in Tsd. EUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag |
Passiva | | | | | | |
Derivate FX-Verträge | 4.985 | - | 4.985 | -1.493 | -1.843 | 1.649 |
Summe der Passiva | 4.985 | - | 4.985 | -1.493 | -1.843 | 1.649 |
| | | | | | |
Derivatives Geschäftsvolumen: Bankbuch
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | |
| | | | |
in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
Zinssatzverträge | – | 88.176 | 280.790 | |
Zinsswaps | – | 88.176 | 280.790 | |
•Kauf | – | 44.088 | 140.395 | |
•Verkauf | – | 44.088 | 140.395 | |
Optionen auf zinsbezogene Instrumente | – | – | – | |
•Kauf | – | – | – | |
•Verkauf | – | – | – | |
Wechselkursverträge | 601.240 | 99.250 | – | |
Devisentermingeschäfte | 355.054 | – | – | |
•Kauf | 177.046 | – | – | |
•Verkauf | 178.008 | – | – | |
Kapitalmarktswaps | – | 99.250 | – | |
•Kauf | – | 48.473 | – | |
•Verkauf | – | 50.777 | – | |
Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 246.186 | – | – | |
•Kauf | 123.272 | – | – | |
•Verkauf | 122.914 | – | – | |
Wertpapierbezogene Geschäfte | – | – | – | |
Aktienoptionen | – | – | – | |
•Kauf | – | – | – | |
•Verkauf | – | – | – | |
| | | | |
Derivatives Geschäftsvolumen: Handelsbuch
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | |
| | | | |
in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
Zinssatzverträge | – | 470 | – | |
Zinsswaps | – | – | – | |
•Kauf | – | – | – | |
•Verkauf | – | – | – | |
Zinssatzoptionen | – | 470 | – | |
•Kauf | – | 235 | – | |
•Verkauf | – | 235 | – | |
Wechselkursverträge | – | – | – | |
Devisenoptionen (Währungsoptionen) | – | – | – | |
•Kauf | – | – | – | |
•Verkauf | – | – | – | |
| | | | |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
| | | | | | |
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| 313.384 | 368.966 | 4.400 | 12.768 | 4.338 | 1.392 |
| 313.384 | 368.966 | 4.400 | 12.768 | 4.338 | 1.392 |
| 156.692 | 184.483 | 196 | 12.768 | 4.338 | – |
| 156.692 | 184.483 | 4.204 | – | – | 1.392 |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| 1.167.827 | 700.490 | 3.557 | 1.571 | 3.060 | 4.479 |
| 540.970 | 355.054 | 3.467 | 626 | 119 | 1.588 |
| 272.159 | 177.046 | 3.443 | 592 | 98 | 1.588 |
| 268.811 | 178.008 | 24 | 34 | 21 | – |
| 96.605 | 99.250 | – | – | 191 | 2.304 |
| 48.207 | 48.473 | – | – | – | – |
| 48.398 | 50.777 | – | – | 191 | 2.304 |
| 530.252 | 246.186 | 90 | 945 | 2.750 | 587 |
| 263.796 | 123.272 | 1 | 118 | 252 | 80 |
| 266.456 | 122.914 | 89 | 827 | 2.498 | 507 |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| | | | | | |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
| | | | | | |
| 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
| 604 | 470 | 1 | 7 | 1 | 7 |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| 604 | 470 | 1 | 7 | 1 | 7 |
| 302 | 235 | 1 | 7 | – | – |
| 302 | 235 | – | – | 1 | 7 |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| – | – | – | – | – | – |
| | | | | | |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Pensionsrückstellung
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Rückstellungen gem.§ 14 EStG | 20.798 | 19.781 |
zusätzlich versteuerte Vorsorge | 12.886 | 11.948 |
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 33.684 | 31.729 |
| | |
Abfertigungsrückstellung
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Rückstellungen gem.§ 14 EStG | 15.468 | 15.345 |
zusätzlich versteuerte Vorsorge | 6.013 | 6.252 |
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 21.481 | 21.597 |
Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag | 92,7 | 95,9 |
| | |
Details wesentlicher sonstiger Rückstellungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Jubiläumsgelder | 6.101 | 6.121 |
Sterbequartale | 3.889 | 4.168 |
Urlaubsrückstellung | 1.240 | 1.398 |
Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand | 1.864 | 2.372 |
Zinsen für Stufenzinssparbücher | 195 | 8 |
Zinsen für Stufenzinsobligation | 1.099 | 1.142 |
Schadensfälle | 96 | 400 |
Verjährte Sparbücher | – | 2.484 |
Rückstellung ECL Off Balance Positionen | 1.448 | 617 |
Rückstellung für Beratungs-und Haftungsrisiken | 4.113 | 878 |
Sonstige Rückstellungen | 1.320 | 2.128 |
Summe | 21.365 | 21.716 |
| | |
Angaben zu Posten unter dem Bilanzstrich
Eventualverbindlichkeiten
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellung für Haftungsrisiken | 607.860 | 635.229 |
Akkreditive | 3.166 | 3.871 |
Eventualverbindlichkeiten | 611.026 | 639.101 |
| | |
Kreditrisiken
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
nicht ausgenützte Kreditrahmen | 1.741.337 | 1.729.449 |
Promessen | 6.637 | 4.390 |
Kreditrisiken | 1.747.974 | 1.733.838 |
| | |
Eigenkapital und ergänzende Eigenmittel
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Hartes Kernkapital | 671.157 | 701.281 |
Zusätzliches Kernkapital | 65.200 | 65.156 |
Ergänzende Eigenmittel | 213.448 | 214.656 |
Anrechenbare Eigenmittel | 949.805 | 981.093 |
| | |
Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,42% (Vorjahr: 0,29%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR).
Eigenmittelanforderungen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Kreditrisiko | 5.273.063 | 5.497.719 |
Operationales Risiko | 355.003 | 365.804 |
Fremdwährungsrisiko | 24.830 | 19.745 |
CVA-Risiko | 4.594 | 2.217 |
Eigenmittelanforderungen gesamt | 5.657.490 | 5.885.485 |
| | |
Die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 (1) Z 17 BWG sind im Konzernanhang dargestellt.
Finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind
Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
im folgenden Geschäftsjahr | 7.193 | 8.124 |
in den folgenden 5 Jahren | 37.413 | 42.246 |
davon gegenüber verbundenen Unternehmen | | |
•im folgenden Geschäftsjahr | 5.273 | 6.080 |
•in den folgenden 5 Jahren | 27.327 | 31.510 |
| | |
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 2.347 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.917 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.
Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.
Analyse der Zinserträge und Zinsaufwendungen
in Tsd. EUR | | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Negative Ertragszinsen | | 6.117 | 1.190 |
Positive Aufwandszinsen | | 12.412 | 10.707 |
| | | |
Im Nichtverbrauchergeschäft kam in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (z.B. Euribor) negativ, gilt für die Sollzinsberechnung ein Mindestwert von 0,0%.
Sonstige betriebliche Erträge
in Tsd. EUR | Pos. Nr. 7 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Vermittlungsprovision Versicherungen | | 1.402 | 1.733 |
Erträge aus der Vermietung von Realitäten | | 862 | 960 |
Auflösung Rückstellung für Schadensfälle | | 966 | 3.701 |
Sonstige Positionen | | 982 | 5.928 |
Summe | | 4.212 | 12.321 |
| | | |
Angaben zu Arbeitnehmern und Organen
in Tsd. EUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
durchschnittliche Zahl der Angestellten | | |
•für die BKS Bank tätige Angestellte | 860 | 860 |
•in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig | 61 | 56 |
•in nahestehenden Unternehmen tätig | 77 | 81 |
Angestellte des BKS Bank Konzerns | 998 | 997 |
•aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig | 12 | 8 |
•durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen | 8 | 10 |
Bezüge des Vorstandes | 1.892 | 2.333 |
Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 829 | 850 |
Erträge/Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder | 256 | -24 |
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 200 | -73 |
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer (auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen) | 5.384 | 6.185 |
Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates | 276 | 277 |
Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (Rückzahlungen und Verzinsung erfolgen zu marktüblichen Bedingungen) | 500 | 741 |
| | |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA Leitlinie für solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2015/22) und gemäß der Z 11 der Anlage zu § 39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte-bzw. Sperrfrist und dürfen von Vorstandsmitgliedern in dieser Zeit nicht verkauft werden. Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu keiner anteilsbasierten Transaktion.
Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2022 auf 1.473 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.442Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.661 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.781 Tsd. EUR). Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde mit 20 Tsd. EUR dotiert (Vorjahr: Auflösung 75 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Zahlungen in Höhe von 407 Tsd. EUR (Vorjahr: 380 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
in Tsd. EUR | Pos. Nr. 10 | 31.12.2021 | 31.12.2022 |
Aufwendungen für zur Vermietung bestimmte Realitäten | | 233 | 216 |
Schadensfälle | | 452 | 448 |
Aufwendungen Einlagensicherungsfonds | | 6.612 | 1.888 |
Aufwendungen Abwicklungsfonds | | 3.808 | 4.971 |
Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs-und Haftungsrisiken | | 1.079 | 499 |
Sonstige Positionen | | 99 | 153 |
Summe | | 12.283 | 8.174 |
| | | |
Weiterverrechnete Kosten an Tochtergesellschaften
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 5.224 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.595 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 483 Tsd. EUR (Vorjahr: 40 Tsd. EUR) weiterverrechnet.
BKS Bank Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
in Tsd. € | Anschaffungs-/ Herstellungsk. zum 1.1.2022 | Zugänge | Umgliederung | Abgänge | Anschafftungs-/ Herstellungsk. zum 31.12.2022
| Abschreibungen kumuliert zum 1.1.2022
| Umgliederung |
Schuldtitel öffentlicher Stellen | 728.974 | 312.740 | – | 212.829 | 828.884 | 3.172 | – |
Forderungen an Kunden | 8.499 | – | – | – | 8.499 | – | – |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 174.698 | 62.924 | – | 3.000 | 234.622 | 1.152 | – |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – |
Beteiligungen | 135.151 | 950 | – | 519 | 135.583 | 4.969 | – |
Anteile an verbundenen Unternehmen | 88.944 | 1.000 | – | – | 89.944 | 1.407 | – |
Summe Finanzanlagen | 1.136.266 | 377.613 | – | 216.349 | 1.297.532 | 10.700 | – |
Immaterielle VG | 25.908 | 1.708 | – | 38 | 27.578 | 16.603 | – |
Sachanlagen | 102.401 | 6.074 | – | 1.848 | 106.627 | 67.742 | – |
Summe | 1.264.576 | 385.395 | – | 218.235 | 1.431.736 | 95.044 | – |
| | | | | | | |
in Tsd. € | Zugang | Zuschrei-bungen | Abgänge | Abschreibungen kumuliert zum 31.12.2022 | Buchwert zum 31.12.2021
| Buchwert zum 31.12.2022
|
Schuldtitel öffentlicher Stellen | 272 | – | 574 | 2.870 | 725.801 | 826.015 |
Forderungen an Kunden | – | – | – | – | 8.499 | 8.499 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 0 | – | – | 1.152 | 173.547 | 233.469 |
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
Beteiligungen | 0 | 1.045 | 0 | 3.924 | 130.182 | 131.659 |
Anteile an verbundenen Unternehmen | – | 380 | – | 1.028 | 87.537 | 88.916 |
Summe Finanzanlagen | 272 | 1.425 | 574 | 8.974 | 1.125.566 | 1.288.558 |
Immaterielle VG | 2.041 | – | 38 | 18.606 | 9.305 | 8.972 |
Sachanlagen | 3.661 | – | 1.655 | 69.747 | 34.660 | 36.879 |
Summe | 5.974 | 1.425 | 2.266 | 97.327 | 1.169.531 | 1.334.410 |
| | | | | | |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Vorstand der BKS Bank AG hat Anfang März 2023 den Grundsatzbeschluss gefasst, im 1. Halbjahr 2023 eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Der Grundsatzbeschluss sieht eine Erhöhung des Grundkapitals von derzeit rund 85 Mio. EUR auf rund 95 Mio. EUR vor und unterliegt der Genehmigung des Aufsichtsrats der BKS Bank.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Jahresabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
Gewinnverteilungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.973.706,98 EUR für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von
EUR 0,25 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 10.735.725,- EUR auszuschütten
und den Restbetrag von 237.981,98 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des VorstandesMitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer
Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Vst.-Dir. Mag. Nikolas Juhász
Kapitalvertreter im Aufsichtsrat
Mag. Hannes Bogner
Gerhard Burtscher
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M.
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende
Mag. Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
Sandro Colazzo
Mag. Maximilian Medwed
Herta Pobaschnig
Andrea Medic, BSc, seit 18. Mai 2022
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des VorstandesMitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes
Schlussbemerkungen des Vorstandes
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 124 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der
BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der
BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 10. März 2023
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit,
das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen und Digital Solutions, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing,
Investor Relations, die Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA, Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH, Backoffice Treasury und Wertpapier-
service, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland
Mag. Alexander Novak, Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland
Mag. Nikolaus Juhász, Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen
und die BKS-Leasing GmbH
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und dem Bankwesengesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden
Sachverhalt und Problemstellung
Im Jahresabschluss werden zum 31. Dezember 2022 Forderungen an Kunden iHv EUR 7.233 Mio ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die Vorgehensweise für die Ermittlung der Wertminderungen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge.
Die Bank hat zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste Prozesse zur Identifikation von Ausfallsereignissen und von signifikanten Kreditrisikoerhöhungen implementiert. Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene, individuell signifikante Kreditforderungen basiert auf den nach gewichteten Szenarien erwarteten Rückflüssen. Diese sind von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst. Die Wertberichtigung für ausgefallene, individuell nicht signifikante Forderungen wird als Prozentsatz der unbesicherten Forderungshöhe auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt.
Bei nicht ausgefallenen Forderungen wird der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate oder – bei einer wesentlichen Erhöhung des Kreditrisikos seit Erstansatz – der erwartete Kreditverlust über die gesamte Restlaufzeit bilanziert (Stufe 1 und Stufe 2).
Bei der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen sowie die Ausübung von Ermessenspielräumen erforderlich. Diese umfassen neben der Identifikation von Ausfallsereignissen die Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verlustquoten und Forderungshöhen bei Ausfall. Bei der Ermittlung werden Ratings, gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen, sowie erwartete zukünftige Rückzahlungen berücksichtigt.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden ist in allen angeführten Ausprägungen mit erheblichen Unsicherheiten und Ermessensspielräumen verbunden. Diese ergeben sich bei der Identifikation eines Ausfallsereignisses oder einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos sowie bei der Schätzung der erwarteten Cashflows bzw. bei der Ermittlung und Aktualisierung von Rechenparametern, die diese abbilden. Daher haben wir die Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.
Prüferisches Vorgehen
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
- • Wir haben die Methodik zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erhoben und deren Konformität mit den Rechnungslegungsvorschriften beurteilt.
- • Wir haben die Dokumentation der Prozesse zur Überwachung der Kredite und zur Risikovorsorgebildung analysiert und kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, Kreditausfälle zeitgerecht zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe erhoben und diesbezügliche Schlüsselkontrollen in Hinblick auf deren Ausgestaltung und Implementierung unter Einbeziehung der relevanten IT-Systeme getestet sowie in Stichproben auf ihre Wirksamkeit überprüft.
- • Auf Basis einer nach Risikogesichtspunkten ermittelten Stichprobe haben wir einzelne Kreditfälle geprüft. Bei ausgefallenen Krediten haben wir die Einschätzungen der Bank in Bezug auf die Höhe der erwarteten Rückflüsse unter Berücksichtigung von Sicherheiten überprüft und untersucht, ob die in der Berechnung verwendeten Annahmen angemessen und von internen oder externen Nachweisen ableitbar sind. Für nicht ausgefallene Kredite haben wir untersucht, ob Indikatoren für das Vorliegen eines Ausfalls bestehen.
- •
- • Zur Beurteilung der Angemessenheit der erwarteten Kreditverluste für nicht ausgefallene Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) haben wir unter Beiziehung von Spezialisten die Plausibilität von Annahmen und die statistisch-mathematische Angemessenheit der verwendeten Modelle sowie die ordnungsgemäße Anwendung dieser Modelle überprüft. Dabei haben wir insbesondere die Annahmen im Zusammenhang mit zukunftsgerichteten Informationen untersucht. Weiters haben wir die Angemessenheit der Annahmen zu den Parametern Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote und Forderungshöhe bei Ausfall sowie des Stufenzuordnungsmodells unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bankinternen Validierungen überprüft sowie ausgewählte Rechenschritte nachvollzogen.
- • Zur Beurteilung der Angemessenheit der erwarteten Kreditverluste für ausgefallene individuell nicht bedeutsame Forderungen haben wir Prozess und Methodik der Berechnung, sowie der Überwachung der Angemessenheit der Prozentsätze erhoben und gewürdigt.
- • Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste sowie zu den wesentlichen Annahmen und Schätzunsicherheiten im Anhang zutreffend sind.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vorjahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 11. März 2022 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu diesem Jahresabschluss erteilt hat.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und dem Bankwesengesetz ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außer-kraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
- • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
- • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können
jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- •
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungs-ausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr gewählt und am 16. Juni 2021 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 25. Mai 2022 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 12. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind seit dem 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EUVO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Wolfgang Wurm.
Wien, 10. März 2013
Impressum
Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
UID: ATU25231503
FN: 91810s
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E-Mail: bks@bks.at, investor.relations@bks.at
Redaktion: BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation, Strategie & PR
Idee, Konzept und Layout: gantnerundenzi.at
Grafik: boss grafik, Sigrid Bostjancic
Dieser Jahresfinanzbericht wurde mit firesys erstellt.