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Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht 2

Wirtschaftliches Umfeld 3

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie 5

Management und Aufbauorganisation 6

Aktionärsstruktur 8

Märkte und Zielgruppen 11

Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 13

Vermögens- und Finanzlage 19

Ertragslage 25

Segmentbericht 31

Konsolidierte Eigenmittel 42

Risikomanagement 44

Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 46

Ausblick 54

Konzernabschluss nach IFRS 57

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021 58

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 62

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 63

Konzern-Geldflussrechnung 65

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 66

Organe der Gesellschaft 144

Schlussbemerkungen des Vorstandes 145

Gewinnverteilungsvorschlag 146

Bestätigungsvermerk 147

Jahresabschluss der BKS Bank AG 153

Lagebericht 154

Anhang 189

Organe 216

Gewinnverteilungsvorschlag 217

Schlussbemerkung des Vorstandes 218

Bestätigungsvermerk 219








Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.






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Wirtschaftliches Umfeld

Inflation trübt positive
Konjunkturentwicklung

Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. In manchen Regionen, wie z. B. in China und den USA, war der Wirtschaftsaufschwung besonders stark. Die US-Wirtschaft ist 2021 mit einer Wachstumsrate von 5,7% so stark gewachsen wie seit 1984 nicht mehr. Ausschlaggebend für das beeindruckende Wachstum waren gestiegene Konsumausgaben, Anlageinvestitionen sowie Exporte und Investitionen in Lagerbestände.

Die chinesische Wirtschaft hat sich ebenfalls mit starken Wachstumsraten zurückgemeldet. Trotz der zwischenzeitlichen Schieflage des Immobiliensektors ist das BIP in China um 8,1% gewachsen.

Etwas schwächer, aber immer noch äußerst respektabel wuchs die Wirtschaft in Europa. In der Eurozone wurde über das Gesamtjahr ein Wachstum von durchschnittlich 4,6% erzielt. In einigen Ländern verlief das Schlussquartal allerdings ein bisschen schwächer. Während Länder wie Spanien und Portugal im vierten Quartal 2021 um rund 2,0% bzw. 1,6% wuchsen, schnitten Länder wie Österreich und Deutschland deutlich schwächer ab. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal, während Frankreich und Italien mit einer positiven Wachstumsrate von 0,7% bzw. 0,6% im Mittelfeld lagen.

Noch deutlich schlechter als in Deutschland lief es in Österreich. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde durch den vierten Lockdown massiv gestört und Milliarden Euro an Wertschöpfung konnten nicht
generiert werden. Im vierten Quartal ging das österreichische BIP um 2,2% zurück. Das war die mit Abstand schlechteste konjunkturelle Entwicklung unter den Euro-Ländern. Ohne die Einschränkungen wäre das BIP nach Berechnungen des Wifo um 0,7% gegenüber dem Vorquartal
gewachsen.


Die wirtschaftliche Erholung sowie weiterhin anhaltende Lieferengpässe, vor allem bei Halbleitern, führten zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. In den USA erreichte die Inflation Ende 2021 ein Niveau von 7%. Ein Plateau, welches zuletzt im Jahr 1982 erreicht wurde. Auch in der Eurozone stieg die Inflation im
Dezember auf 5%. Die hohen Inflationsraten rufen Sorgenfalten sowohl bei den Währungshütern der großen Industrienationen als auch bei den politischen Verantwortungsträgern hervor. Eine befürchtete restriktivere Notenbankenpolitik sowie geringere Fiskalausgaben könnten die Konjunkturaussichten ordentlich belasten.

Paradigmenwechsel bei der Notenbankpolitik

Nach der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) herrscht nun Gewissheit: Im März erfolgt die erste US-Leitzinserhöhung. Jerome Powell, Notenbankchef der USA, schließt auch nicht aus, in jeder der sechs noch folgenden Sitzungen der Fed im Jahr 2022 weitere Zinserhöhungen vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Anleihen-Ankaufprogramm monatlich um 30 Mrd. USD gekürzt und im März komplett beendet. Zudem behält man sich vor – beginnend mit Sommer – dem Markt Liquidität zu entziehen. Das Ziel der „neuen“ US-Notenbankpolitik ist es, durch eine restriktivere Geldpolitik bei weniger offensiver Fiskalpolitik die Inflation nach unten zu drücken.

Eine etwas weniger restriktive Notenbankpolitik ist auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erwarten. Die EZB wird ihre Anleihenkäufe zwar weiter reduzieren, Zinserhöhungen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht zu erwarten. Dies wurde von der EZB im Dezember bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wurde mit den Worten zitiert: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir im kommenden Jahr die Zinsen anheben."



Ein erfreuliches Kapitalmarktjahr
liegt hinter uns

Das Jahr 2021 war von einer deutlichen Erholung der globalen Wirtschaft sowie deutlich steigenden Kapitalmärkten
geprägt. Auch das vierte Quartal 2021 schloss da nahtlos an und erfreute die Investoren. Abermals zulegen konnten vor allem die Rohstoffmärkte. Sowohl die europäische Rohölsorte Brent als auch das amerikanische Rohöl WTI konnten in EUR knapp 4,3% zulegen. Noch deutlicher stiegen die Preise für Industriemetalle wie Zink (rund 21,2%) bzw. Zinn (rund 18,9%). Auch Gold konnte, nach der vorhergegangenen schwachen Entwicklung, mit
einem positiven Schlussquartal mit rund 5,7% wieder etwas an Terrain gewinnen.

Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte war sehr erfreulich. Europäische Aktien legten von Ende September bis Ende Dezember rund 7,8% zu. Deutsche und österreichische Aktien verteuerten sich um rund 4,1% bzw. 6,5%. US-Aktien legten in Euro gerechnet um rund 13,8% zu. Schwächer entwickelten sich japanische Aktien, die ein Minus von rund 3,2% einfuhren. Unterdessen blieb die Entwicklung der Anleihenmärkte schwach.


Euro-Staatsanleihen verloren im vierten Quartal 2021 im Schnitt 0,6% und Unternehmensanleihen knapp 0,7% an Wert. Anleihen von Schwellenländern in Hartwährung profitierten von einer Aufwertung des US-Dollars und konnten mit rund 1,9% leicht zulegen. Für Wandelanleihen, welche an die sehr positive Entwicklung im Jahr 2020 nicht anschließen konnten, ging es im Schnitt um 2,1% nach unten.

Euro schwächt sich ab

Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,158 auf 1,137 USD je EUR ab, ein Minus von rund 1,8%. Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis von 1,079 auf 1,038, ein Minus von rund 3,8%. Das Verhältnis EUR/JPY erhöhte sich von 128,88 auf 130,90, was einen Wertzuwachs des EUR zum japanischen Yen von rund 1,6% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro um rund 2,1% (0,859 auf 0,841 GBP je EUR). Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um rund 0,3% leicht auf und notierte per Ende Dezember bei 7,516 HRK je EUR.


Performance europäischer Aktienindizes


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Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die Pandemie hatte die Welt auch im Geschäftsjahr 2021 fest im Griff. Sinkende Infektionszahlen im Sommer und die Schutzimpfungen ließen uns optimistisch in die kalte Jahreszeit blicken. Ein hohes Infektionsgeschehen brachte im November dennoch einen erneuten Lockdown mit sich. Auch die zuletzt aufgetretene Omikron-Variante entwickelt sich besorgniserregend und erfordert spezielle Pläne für die kritische
Infrastruktur, zu der auch das Bank-
geschäft zählt.

Der BKS Bank-Krisenstab war auch 2021 intensiv gefordert und hatte laufend Entscheidungen zu treffen, um Mitarbeiter und Kunden gesund durch die Krise zu führen.

Die bereits 2020 eingeführten Schutz-maßnahmen, wie Ausweichquartiere,
Infektionsschutzscheiben in den Filialen oder die stärkere Nutzung von Videokonferenzen, sind nach wie vor im Einsatz.
Ein Jahr lang betrieben wir auch eine
Antigenteststation in der Zentrale. Diese leistete wertvolle Dienste zur Eindämmung der Pandemie in unserem Haus. Insgesamt wurden rund 5.650 Antigentests durchgeführt. Die Schließung erfolgte im November 2021, als Antigentests als Gesundheitsnachweise an Bedeutung verloren hatten. Im Vergleich zu 2020 hatten wir mit 149 positiv auf COVID-19 getesteten Mitarbeitern zwar mehr Fälle zu verzeichnen, erfreulicherweise sind aber alle Betroffenen wieder vollständig genesen.

Digitale Lösungen im Kundengeschäft

Die BKS Bank-Filialen blieben durchgängig geöffnet. Auch im Bankgeschäft hat die Nutzung von digitalen Lösungen in
Pandemiezeiten einen enormen Schub bekommen. Unsere digitalen Angebote ermöglichen es, alle Bankgeschäfte des täglichen Bedarfs auch ohne Filialbesuch durchzuführen. Sie werden – wie auch bargeldloses und smartes Bezahlen –
von unseren Kunden deutlich öfter
genutzt als früher.

Um abschätzen zu können, wie stark un-sere Firmenkunden wirtschaftlich von der Pandemie betroffen sein könnten, wurden regelmäßig Analysen durchgeführt. In der Risikostrategie wurden diverse Maßnahmen, wie eine intensivere Begleitung von stark betroffenen Kunden, etabliert. Durch den einsetzenden Wirtschaftsaufschwung im zweiten Quartal und durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen blieb die ursprünglich befürchtete Insolvenzwelle erfreulicherweise aus. Die Entwicklung des Kreditrisikos hatten wir das gesamte Berichtsjahr besonders stark auf dem Radar. Als Vorsichtsmaßnahme und im Einklang mit IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen und somit zusätzliche Sicherheitspolster geschaffen.

Ein weiteres Augenmerk legten wir selbstverständlich auf die Unterstützung unserer Kunden. Unsere Kundenbetreuer und Förderexperten führten wieder zahlreiche Gespräche und halfen bei der Beantragung von Überbrückungsfinanzierungen und Stundungen. Allerdings wurden diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener in Anspruch genommen. Insgesamt beliefen sich die Überbrückungsfinanzierungen am Jahresende auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2021 betrug das von Stundungen
betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 nur mehr 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 282,5 Mio. EUR).

Wir haben das zweite Pandemiejahr sehr erfolgreich überstanden. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass unsere Führungskräfte und Mitarbeiter trotz der herausfordernden Bedingungen die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen verloren haben. Wichtige Projekte wurden tatkräftig vorangetrieben bzw. erfolgreich abgeschlossen, sodass wir die BKS Bank auf Erfolgskurs halten konnten.


Management und Aufbauorganisation

Verantwortungsbewusste Führungskräfte zu entwickeln ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu sichern. Wir betreiben daher eine aktive Nachfolgeplanung und streben danach, Führungs- und Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Engagierten Mitarbeitern stehen – unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund – umfangreiche Förder- und Entwicklungsprogramme offen.

Anteil an weiblichen Führungskräften wächst über die Zielquote hinaus

Zum Jahresende 2021 waren 185 Personen als Führungskräfte tätig. Ein Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, den Anteil an Frauen unter den Führungskräften bis 2025 auf 35% zu erhöhen. Wir freuen uns, dass dies zum Jahresende 2021 mit einem Frauenanteil von 36,5% erstmals gelungen ist. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben unsere Frauenfördermaßnahmen. So absolvierten bislang 72 Mitarbeiterinnen das Frauenkarriereprogramm in Österreich, 2022 wird dieses Programm auch erstmals für unsere internationalen Mitarbeiterinnen organisiert werden.

Unsere Führungskräfte sind unserem Unternehmen gegenüber sehr loyal. Manche gehören schon lange dem Führungskader an, und das zeigt sich auch in der Altersstruktur. 42% (Vorjahr: 45%) unserer Führungskräfte sind über 50 Jahre alt, 57% (Vorjahr: 54%) weisen ein Alter zwischen 30 und 49 Jahren auf. Der Anteil der jüngeren Führungskräfte nimmt stetig zu und der Wechsel der Generationen findet
reibungslos statt.

Änderungen in der Führungs- und Organisationsstruktur

Mag. Nikolaus Juhász nahm seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied mit 01. Juli 2021 auf.


Er ist im Vorstand unter anderem für wesentliche Bereiche des Vertriebs in
Österreich mit den thematisch angrenzenden Bedürfnisfeldern „Finanzieren und Investieren“ sowie „Veranlagen und Vorsorgen“ und das Private Banking zuständig.

Die Abteilung „Eigen- und Auslandsgeschäft“ wurde mit 01. Jänner 2021 in die beiden Abteilungen „Sales International“ und „Treasury and Financial Institutions“ gesplittet. „International Sales“ verantwor-tet den Vertrieb auf unseren Auslands-märkten, „Treasury and Financial Instituti-ons“ das Eigengeschäft, den Kunden-
handel und die Zusammenarbeit mit unseren Korrespondenzbanken.

Herr Tihomir Zadražil wurde im Februar 2022 als Leiter der Zweigstelle Kroatien abberufen. Seine Funktion hat Herr Mag. Bahrudin Kovačević übernommen, der damit für den Bereich „Markt“ in der Zweigstelle Kroatien verantwortlich ist.

Neue Prokuristen

Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurde

im Geschäftsjahr 2021 zum Prokuristen
ernannt.

Fit & Properness

Die BKS Bank stellt durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicher. Fachliche Fortbildungsmaßnahmen für Aufsichtsräte werden insbesondere im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. Diese fanden im Berichtsjahr überwiegend im digitalen Format statt.


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Aktionärsstruktur

Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse.

Am 31. Oktober 2020 wurde die Umwandlung der bis dahin noch bestehenden
Vorzugsaktien in Stammaktien im Firmenbuch eingetragen, sodass seit diesem Tag das unveränderte nominelle Grundkapital in 42.942.900 Stamm-Stückaktien unterteilt ist.

Die umgewandelten Vorzugs-Stückaktien wurden noch bis 19. Januar des Berichtsjahres unter einer gesonderten ISIN AT0000A2HQD1 als „BKS Bank Stammaktie aus Umtausch“ geführt. Ab 19. Januar waren alle Aktien der schon bisher für die Stammaktien geltenden ISIN AT0000624705 zugeordnet.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der
79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

Zusammensetzung des Kapitals

Am 31. Dezember 2021 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2021 18,9% der Stimmrechte. Die Generali 3Banken Holding AG hielt am Stichtag
31. Dezember 2021 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in
einem Syndikat verbunden. Zweck der
Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner,
einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener
Anteile belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 749.659 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,75%


Aktionärsstruktur der BKS Bank AG zum 31. Dezember 2021

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Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie

 

2020

2021

Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705

41.142.900

42.942.900

Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN (AT0000A2HQD1)

1.800.000

-

Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

16,0/13,6/15,0

16,7/13,8/-

Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

11,3/11,8/10,3

11,3/13,5/-

Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

12,5/13,6/-

15,3/-/-

Marktkapitalisierung in Mio. EUR

538,8

657,0

IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR

1,72

1,85

Dividende pro Stamm-Stückaktie

0,12

0,231)

KGV Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugs-Stückaktie

7,3/7,9/-

8,3/-/-

Dividendenrendite Stamm-Stückaktie

0,96

1,5




1)Vorschlag an die 83. ordentliche Hauptversammlung am 25. Mai 2022


Aktienrückerwerb

Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein
öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Nachdem im Jahr 2019 für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bereits 17.989 Stück und im Jahr 2020 25.343 Stück Aktien verwendet worden waren, wurde im Berichtsjahr 2021 ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Im Zeitraum von 02. April bis 16. April 2021 wurden 27.956 Stück Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm 2019 zum Kurs von 11,5 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten
Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes
an Mitarbeiter ausbezahlt.

Per Jahresende 2021 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 42.712 Stück.

Laufende Verfahren

Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.

Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates
sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen.
Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten
Sonderprüfungen.

Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der
Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.

Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der
3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.

Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt.


Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrens-ausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.

Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.1)




Märkte und Zielgruppen

Die BKS Bank wurde 1922 als „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft
Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Seit den Gründungstagen hat sich das Marktgebiet stetig vergrößert. Heute umfasst der BKS Bank Konzern 64 Filialen und vier
Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie
eine Repräsentanz in Italien.

Unsere Kernregionen

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Bank

Anzahl Filialen

Anzahl Mitarbeiter

Österreich

49

720,0

Kärnten inkl. Corporate Banking

20

572,6

Steiermark

12

62,8

Wien-Niederösterreich-Burgenland

17

84,6

Auslandsmärkte

15

223,7

Slowenien

8

129,7

Kroatien

4

65,2

Slowakei

3

28,8

 

 

 

Leasinggesellschaften

Leasing-
Barwertvolumen in Tsd. EUR

Anzahl Mitarbeiter

BKS Leasing GmbH

278.546

10,6

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

166.396

19,5

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

88.814

14,6

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

43.435

13,8







Österreich

Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Viele Jahrzehnte lang waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig. Die ersten Expansionsschritte unternahmen wir 1983 mit der Gründung einer
Filiale in Graz. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ geschlossen. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein über-
dimensioniertes Filialnetz verfügen.

Slowenien

Die internationale Expansion starteten wir in den 1990er Jahren im benachbarten Slowenien. Seither hat sich die Direktion Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt innerhalb des BKS Bank Konzerns entwickelt. In den vergangenen Jahren sind wir insbesondere durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik kräftig gewachsen. Im Wertpapiergeschäft haben wir die Marktführerschaft erlangt. Wir betreiben außerdem eine eigene Leasinggesellschaft, die sehr gut reüssieren konnte.

Kroatien

Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Später folgte die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing Croatia d.o.o., die seither stabil wächst. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. eingetreten. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz erweitert, sodass wir heute vier Standorte in Kroatien zählen.

Slowakei

Seit 2007 sind wir durch die Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft in der Slowakei aktiv. Die erste Bankniederlassung gründeten wir 2011. Sowohl die Bank als auch die Leasinggesellschaft ha-ben ihren Sitz in Bratislava.

In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei Bankfilialen und zwei Leasingstandorte.

Sonstige Märkte

Zu unseren Kunden zählen auch Personen, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, darunter z. B. Italien oder Deutschland. Diese Kunden werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien betreiben wir eine Repräsentanz.

Unsere Zielgruppen

Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir
Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern. In den letzten Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit
Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner.

Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Die Ansprache jüngerer und digital-affiner Kundenschichten rückt stärker in unseren Fokus. Um diesen Personengruppen attraktive Angebote zu bieten, haben wir BKS Bank Connect, die digitale Bank,
gelauncht. Im Unterschied zu reinen
Onlinebanken bieten wir BKS Bank Connect-Kunden jederzeit die Möglichkeit, einen top ausgebildeten Kundenbetreuer zu Rate zu ziehen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen: Wir vermitteln auf allen Kanälen
zwischenmenschliche Nähe und
wertschätzende Kommunikation.

Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.

Verbundene und assoziierte Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeits-
kriterien bilden vor allem die Bilanzsumme und das anteilige Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft.



Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Kredit- und Finanzinstitute

Vollkon-solidierung

at Equity-Bilanzierung

quotale Konsolidierung

BKS Bank AG, Klagenfurt

ü

 

 

BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt

ü

 

 

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

ü

 

 

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

ü

 

 

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

ü

 

 

Oberbank AG, Linz

 

ü

 

Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck

 

ü

 

ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz

 

 

ü

Sonstige konsolidierte Unternehmen

 

 

 

BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt

ü

 

 

Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt

ü

 

 

IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt

ü

 

 

BKS Service GmbH, Klagenfurt

ü

 

 

BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt

ü

 

 

E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH

ü

 

 

BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt

ü

 

 







Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 11 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.


Gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 gab es zwei Änderungen im Konsolidierungs-kreis: Zum 31. Dezember 2021 wurde die
E 2000 Beteiligungsgesellschaft m.b.H. erstkonsolidiert. Diese Gesellschaft errichtet, vermietet und verwaltet das Projekt „BKS-Lebenswert“ in Eisenstadt. Die BKS Hybrid beta GmbH wurde liquidiert und somit entkonsolidiert. Sie diente der Abwicklung einer Hybridanleihe, die im Berichtsjahr getilgt wurde.

Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2021 an der Oberbank AG 14,2% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft m.b.H. 14,79% und an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 14,0% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit BTV Privatstiftung, Doppelmayr Seilbahnen GmbH und VORARLBERGER LANDES-VERSICHERUNG V.a.G 17,23% an Stimmrechten und damit jeweils
weniger als 20% der Stimmrechtsanteile.

Die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser
Institute mitzubestimmen, ohne jedoch
beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE -
GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche
Tätigkeit einzustufen.


Kredit- und Finanzinstitute

BKS Bank AG

Unternehmenszweck

Kreditinstitut

Firmensitz

Klagenfurt

Gründungsjahr

1922

Bilanzsumme

9,9 Mrd. EUR

Anzahl Geschäftsstellen

64

Anzahl Mitarbeiter in PJ

925,1




BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H.

Unternehmenszweck

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing

Anteile am Gesellschaftskapital

99,75% direkt, 0,25% indirekt

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

40,0 Tsd. EUR

Gründungsjahr

1989

Leasingvolumen

278,5 Mio. EUR

Anzahl Mitarbeiter in PJ

10,6






BKS-leasing d.o.o. Ljubljana

Unternehmenszweck

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Ljubljana

Stammkapital

260 Tsd. EUR

Erwerbsjahr

1998

Ausleihungsvolumen

169,3 Mio. EUR

Anzahl Mitarbeiter in PJ

19,5




BKS-leasing Croatia d.o.o.

Unternehmenszweck

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Zagreb

Stammkapital

1,2 Mio. EUR

Gründungsjahr

2002

Ausleihungsvolumen

88,8 Mio. EUR

Anzahl Mitarbeiter in PJ

14,6




BKS-Leasing s.r.o.

Unternehmenszweck

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Bratislava

Stammkapital

15,0 Mio. EUR

Gründungsjahr

2007

Ausleihungsvolumen

62,1 Mio EUR

Anzahl Mitarbeiter in PJ

13,8




Oberbank AG

Unternehmenszweck

Kreditinstitut

Anteile am Gesellschaftskapital

14,21%

Firmensitz

Linz

Gründungsjahr

1869

Bilanzsumme zum 30.09.2021

25,6 Mrd. EUR

Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2021

177

Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter zum 30.09.2021

2.075




Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Unternehmenszweck

Kreditinstitut

Anteile am Gesellschaftskapital

14,0%

Firmensitz

Innsbruck

Gründungsjahr

1904

Bilanzsumme zum 30.09.2021

13,2 Mrd. EUR

Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2021

35

Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter zum 30.09.2021

784




ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H.

Unternehmenszweck

Absicherung von Großkreditrisiken

Anteile am Gesellschaftskapital

25%

Stammkapital

8,0 Mio. EUR

Firmensitz

Linz

Gründungsjahr

1984




Sonstige konsolidierte Unternehmen

BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H.

Unternehmenszweck

Immobilienerrichtung und -verwaltung

Anteile am Gesellschaftskapital

100% indirekt

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

36,4 Tsd. EUR

Gründungsjahr

1990




Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG

Unternehmenszweck

Erwerb, Errichtung, Vermietung und
Verpachtung von Immobilien

Anteile am Gesellschaftskapital

100% Kommanditist1)

Firmensitz

Klagenfurt

Kommanditeinlage

750 Tsd. EUR

Gründungsjahr

1988



1)Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100%-Tochter der BKS Bank AG.


IEV Immobilien GmbH

Unternehmenszweck

Komplementär der IEV GmbH & Co KG

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

35,0 Tsd. EUR

Gründungsjahr

2007




BKS Service GmbH

Unternehmenszweck

Dienstleistungs- und Servicegesellschaft
für banknahe Tätigkeiten

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

35,0 Tsd. EUR

Gründungsjahr

2011

Anzahl Mitarbeiter in PJ

56,4




BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H.

Unternehmenszweck

Erwerb, Errichtung, Vermietung
von Immobilien und Hausverwaltung

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

40,0 Tsd. EUR

Gründungsjahr

1973

Anzahl Mitarbeiter in PJ

14,4




BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH

Unternehmenszweck

Beteiligungsgesellschaft

Anteile am Gesellschaftskapital

100%

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

40,0 Tsd. EUR

Gründungsjahr

1995




E 2000 LIEGENSCHAFTSVERWERTUNGS GMBH

Unternehmenszweck

Liegenschaftsverwertung

Anteile am Gesellschaftskapital

99,0% direkt, 1,0% indirekt

Firmensitz

Klagenfurt

Stammkapital

37 Tsd. EUR

Gründungsjahr

2001




Weitere wesentliche Beteiligungen

Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten

 

Anteile am Gesellschaftskapital in %

3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.

15,43

Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft

3,06

BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft

0,89

3-Banken Wohnbaubank AG

10,00

3 Banken Kfz-Leasing GmbH

10,00




Sonstige Anteile an verbundenen Unternehmen

 

Anteile am Gesellschaftskapital in %

VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH

100,00

Pekra Holding GmbH

100,00




Sonstige Beteiligungen an Nichtbanken

 

Anteile am Gesellschaftskapital in %

3 Banken IT GmbH

30,00

3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H.

30,00

Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.

0,19

Wiener Börse AG

0,38

PSA Payment Services Austria GmbH

1,46






Vermögens- und Finanzlage

Bei den Bilanzzahlen haben wir im vergangenen Jahr einige wichtige Schwellenwerte überschritten: Das erste Mal in unserer 100-jährigen Geschichte durch-brach die Bilanzsumme die 10-Mrd.-EUR-Grenze. Die Primäreinlagen knackten im vergangenen Sommer die 8-Mrd. EUR-Marke und die Kundenforderungen erreichten zum Jahresende 2021 knapp die 7-Mrd.-EUR-Schwelle. Mit dieser stabilen Entwicklung sind wir für die Aufgaben, die vor uns liegen, gut gerüstet.

Aktiva

Gestiegene Kreditnachfrage durch Wirtschaftsaufschwung

Das Finanzierungsgeschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie setzte großflächig ein und viele Unternehmer holten verschobene Investitionen nach und investierten kräftig. Ähnlich das Bild im Privatkundensegment: Gleichsam mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt. Die verbesserte Einkommenssituation ließ die Konsumlaune der privaten Haushalte steigen. Dementsprechend erhöhte sich die Nachfrage nach Finanzierungen spürbar. Von Jänner bis Dezember 2021 vergaben wir konzernweit 2,2 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen. Der Großteil des Finanzierungsvolumens entfiel auf Klein- und Mittelbetriebe, die ein wichtiges Kundensegment darstellen. Regional gesehen wurden die meisten Finanzierungen in Österreich vergeben.

Die Auslandsmärkte steuerten rund 16% und die ausländischen Leasinggesellschaften knapp 7% bei. Insgesamt beliefen sich die gesamten Ausleihungen im Konzern auf knapp 7,0 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von 5,9% gegenüber dem Jahresultimo 2020 bedeutete.


In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

Im Berichtsjahr kam es zu einer Veränderung in der Darstellung der Risikovorsorgen: Diese wurden bisher als eigener
Aktivposten mit Negativwert ausgewiesen. Nunmehr werden die Risikovorsorgen mit den Kundenforderungen saldiert dargestellt.

Die Forderungen an Kreditinstituten reduzierten sich um zwei Drittel und erreichten zum 31. Dezember 2021 einen Wert von 94,6 Mio. EUR. Der Rückgang ist mit dem unverändert negativen Zinsumfeld begründet, da kurzfristige Veranlagungen bei Kreditinstituten unattraktiv sind.

Die Quote der Non-performing-Loans erhöhte sich auf 2,2%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau. Alle im EBA Risk-Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als guter Wert.

Der Anteil der Forderungen in Schweizer Franken ging auch im Berichtsjahr kontinuierlich zurück. Die Fremdwährungsquote betrug zum Jahresende lediglich 1,3%. In dieser Quote sind die EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien nicht enthalten. Das Volumen der Schweizer-
Franken-Kredite ist mittlerweile sehr überschaubar geworden und macht nur mehr 89,5 Mio. EUR aus.




Entwicklung Forderungen an Kunden


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Leasinggeschäfte verzeichnen
kräftigen Zuwachs

Leasingfinanzierungen stellen eine attraktive Alternative zum klassischen Kredit dar. Sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten wird Leasing bei der Anschaffung von KFZ, Immobilien oder Maschinen gerne in Anspruch genommen.

Die österreichische Leasinggesellschaft räumte 2021 117,5 Mio. EUR an neuen Leasingfinanzierungen ein, ein Zuwachs in Höhe von 21,6% gegenüber dem Jahr 2020. Der kräftige Zuwachs ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir unseren Kunden bei der Nutzung der Investitionsprämie beratend zur Seite gestanden sind. Die Leasinggesellschaften in Slowenien, Kroatien und der Slowakei verzeichneten ebenfalls zufriedenstellende Zuwachsraten. Insgesamt belief sich der Forderungswert der in- und ausländischen Leasinggesellschaften auf 577,2 Mio. EUR, ein Zuwachs um 8,6% gegenüber dem Jahresendwert 2020.

Um unsere Liquiditätsreserven zu stärken, haben wir den Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere durch Investitionen um 8,9% auf knapp 1,0 Mrd. EUR erhöht. Im Berichtsjahr haben wir Investitionen im Ausmaß von 154,7 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen in Höhe von 69,1 Mio. EUR gegenüber.


Die Anteile an at Equity bilanzierten
Unternehmen nahmen zum 31. Dezember 2021 von 661,5 Mio. EUR auf 709,3 Mio. EUR zu.

Der Anstieg ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.

Mit Green Buildings aktiv zum Klimaschutz beitragen

Im Eigentum der BKS Bank stehen 69 Immobilien mit einer Gesamtfläche von knapp 104 Tsd. m2. Davon werden rund 42 Tsd. m2 für den Bankbetrieb genutzt und 51 Tsd. m2 werden fremdvermietet.

Laut Berechnungen der Europäischen Union zählen Immobilien zu den größten Energieverbrauchern. Energieeffizientes Bauen kann daher wesentlich zum Klimaschutz beitragen. Als verantwortungsbewusstes Kreditinstitut ist es uns ein besonderes Anliegen, auch im Immobilien-bereich „grüne“ Initiativen voranzubringen. Wir haben uns daher vorgenommen, bei mindestens fünf Bauaktivitäten pro Jahr Nachhaltigkeit in den Fokus zu stellen und neue Bauprojekte durch die ÖGNI – Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft als Green Building zertifizieren zu lassen.



Im Berichtsjahr haben wir für drei Immobilienprojekte die Zertifizierung zum Green Building beantragt, wobei ein Projekt – das BKS Holzquartier in der Klagenfurter Innenstadt – bereits erfolgreich mit dem ÖGNI-Goldstandard zertifiziert wurde. Beim zweiten Projekt handelt es sich um das Wohnprojekt „Urban Living“, das ebenfalls in Klagenfurt errichtet wurde. Der Abschluss des Zertifizierungsprozesses steht noch aus. Mit „BKS-Lebenswert“ befindet sich ein drittes ökologisch nachhaltiges Projekt in der Umsetzung. In Eisenstadt entstehen 26 Mietwohnungen, rund 1.600 m2 Geschäftsfläche und eine BKS Bank-Filiale. Der Bauabschluss ist für das Frühjahr 2022 geplant.




Überblick über die Immobilien in Österreich

 

2019

2020

2021

Zahl Immobilien

59

60

58

Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2)

68.689

69.464

69.884

hievon für Bankbetrieb genutzt (m2)

37.908

37.122

37.452

hievon fremdvermietet

23.093

24.700

26.955

Vermietungsgrad (in %)

88,8

89,0

92,2

Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung (in Mio. EUR)

2,5

2,7

3,0






Überblick über die Immobilien im Ausland 20211)

 

Slowenien 2020

Slowenien 2021

Kroatien 2020

Kroatien 2021

Zahl Immobilien

8

9

2

2

Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2)

28.707

32.790

1.724

1.685

hievon für Bankbetrieb genutzt (m2)

3.182

3.182

1.499

1.429

hievon fremdvermietet

24.252

24.264

91

91

Vermietungsgrad (in %)

95,6

83,7

92,0

92,2

Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR

2,5

2,1

-

-






1)In der Slowakei gibt es keine Immobilien im BKS Bank-Eigentum.




Die Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Notenbanken zusammensetzt, verzeichnete zum Jahresultimo 2021 erneut einen historischen Rekordstand. Gegenüber dem Vorjahreswert nahm die Barreserve um mehr als ein Drittel – auf 1,5 Mrd. EUR – zu. Dieser hohe Stand ist ein Indikator dafür, dass es hohe Liquiditätsüberschüsse in unseren Kernmärkten gibt.


Diese Bilanzposition ist ein wesentlicher Teil unserer Counterbalancing Capacity, die zum 31. Dezember 2021 ebenfalls ein Rekordniveau von insgesamt 2,4 Mrd. EUR erreichte. Im Berichtsjahr haben wir von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an
zwei Targeted Longer-Term Refinancing Operations im Rahmen der TLTRO III-Serie mit 200 Mio. EUR teilzunehmen. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Tenderoperationen Mittel von 550 Mio. EUR aufgenommen.

Passiva

Primäreinlagen erneut auf Rekordwert

Der Zufluss an Primäreinlagen hält unvermindert an und wir berichten jedes Jahr über neue Rekordstände. So auch dieses Mal: Zum 31. Dezember 2021 belief sich das Volumen der Primäreinlagen auf
8,1 Mrd. EUR, ein Zuwachs von 9,7%. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 erreichten wir erstmals die 6-Mrd.-EUR-Grenze bei den Primäreinlagen. Keine drei Jahre später verzeichneten wir in der gleichen Position knapp 2,0 Mrd. EUR mehr. Das ist eine beeindruckende Entwicklung und wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden. Dennoch bedeuten hohe Einlagenstände auch eine Bürde. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei der Europäischen Zentralbank negative Zinsen in Höhe von 0,5% zu entrichten. Staatsanleihen mit sehr guter Bonität rentierten im 10-Jahres-Bereich 2021 lediglich zwischen -0,25% bis +0,1%. Das wirkt sich ungünstig auf die Ertragssituation aus. Um dieser anormalen Zinssituation entgegenzuwirken, verrechnen wir im Einklang mit den Geldmärkten bei größeren Sichteinlagen von Firmenkunden Negativzinsen. Der hohe Primäreinlagenstand ist auch ein Stück weit der Pandemie geschuldet. Die Sparquote in Österreich lag nach
Berechnungen der Österreichischen
Nationalbank im dritten Quartal 2021
bei 13,6%, vor der Pandemie pendelte die Sparquote um die 8,0%. Es zeigt sich wieder einmal, dass in Krisenzeiten Menschen das Bedürfnis haben, zusätzliche finanzielle Sicherheitspolster anzulegen.

Wir sehen diese Entwicklung vor allem bei den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 legte diese Position abermals stark zu und erreichte einen neuen Höchststand von 7,1 Mrd. EUR – ein Anstieg um 9,2%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, wobei der Löwenanteil auf die sonstigen Verbindlichkeiten entfällt. Darunter werden die Termin- und Sichteinlagen zusammengefasst, die zum 31. Dezember 2021 einen Stand von 5,8 Mrd. EUR erreichten. Davon entfielen 4,0 Mrd. EUR auf täglich fällige Einlagen. Der Großteil der Sichteinlagen – nämlich 3,1 Mrd. EUR – stammt von Firmenkunden, die kurzfristige Liquiditätsüberhänge veranlagten. Auch im Privatkundensegment beobachten wir, dass die Volumina der Sichteinlagen stetig steigen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich diese um 140,9 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR, ein Anstieg um 11,9%.


Entwicklung Primäreinlagen


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Insgesamt übersteigen die Sicht- und Termineinlagen schon längst die Guthaben, die auf klassischen Sparbüchern veranlagt sind. Zum 31. Dezember 2021 haben wir 1,4 Mrd. EUR an Spareinlagen verwaltet, das entsprach in etwa dem Vorjahreswert. Privatkunden bevorzugen auch Sparformen, über die sie zeit- und ortsunabhängig sowie online verfügen können. Das Mein-Geld-Konto wurde genau für dieses Kundenbedürfnis konzipiert. Im Berichtsjahr wurde über eine halbe Milliarde EUR in dieser Produktsparte veranlagt, die Zuwachsrate betrug beachtliche 21,3%.

Großes Anlegerinteresse
bei eigenen Emissionen

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Unser Ziel ist es, auch für institutionelle Anleger als verlässliche und kompetente Emittentin wahrgenommen zu werden. Das ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut gelungen. Das Volumen an Privatplatzierungen an institutionelle Anleger ist dafür ein guter Indikator. Im Berichtsjahr haben wir 154,5 Mio. EUR an diesen Kundenkreis platziert, 20 Mio. EUR davon als Nachrangkapital. Die noch im Dezember 2020 aufgelegte AT1-Obligation mit einem Emissionsvolumen von 10,0 Mio. EUR haben wir im ersten
Quartal 2021 erfolgreich geschlossen.

Grüne Investments boomen

Nachhaltige Veranlagungen zählen zu den bedeutendsten Megatrends im Wertpapiergeschäft. Wir haben diesen Trend schon früh erkannt und sind sehr stolz darauf, dass wir das erste Kreditinstitut
in Österreich waren, das einen Social Bond begeben hat.

Das war bereits im Jahr 2017. Seither haben viele Mitbewerber nachgezogen und das Angebot an Green und Social Bonds ist stark im Steigen. Wir begrüßen diese Entwicklung und freuen uns, dass die
Anleger mitziehen und immer mehr nach ökologischen und/oder sozialen Geld-
anlagen nachfragen.

Im Berichtsjahr haben wir zwei weitere Green Bonds zur Zeichnung aufgelegt. Der erste Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR finanzierte das erste Green Building Gebäude der BKS Bank – das BKS Holzquartier. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang eine zukunftsträchtige Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt. Bis 2025 sollen bis zu 59 Photovoltaikanlagen errichtet werden, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Ein Teil der Investition wird mit dem Green Bond der BKS Bank finanziert werden. Das Emissionsvolumen beträgt 5 Mio. EUR mit der Möglichkeit der Aufstockung auf 10 Mio. EUR, was zwischenzeitig auch erfolgt ist.

Zum 31. Dezember 2021 erreichten die
eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital einen Wert von 973,5 Mio. EUR, was eine Zunahme von erfreulichen
13,6% bedeutet.

Konzerneigenkapital gestiegen

Das Konzerneigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2021 einen Anstieg um erfreuliche 7,1% auf 1,5 Mrd. EUR. Der Zuwachs des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes ab Seite 130 im Detail dokumentiert. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.

Begebene eigene Schuldverschreibungen aus 2021

ISIN

Bezeichnung

Nominale in EUR

AT0000A2NPT7

0,75% BKS Bank Obligation 2021-2030/1

20.000.000

AT0000A2SGK4

0,45% BKS Bank Green Bond 2021-2026/2

5.000.000

AT0000A2U2E6

0,40% BKS Bank Obligation 2021-2026/3

5.000.000

AT0000A2UWN1

0,75% BKS Bank Green Bond 2021-2028/4

2.219.000

AT0000A2NPQ3

1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/1/PP

5.000.000

AT0000A2NPU5

0,02% BKS Bank Obligation 2021-2024/2/PP

30.000.000

AT0000A2NW00

1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/3/PP

7.000.000

AT0000A2QBH5

3,25% BKS Bank Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP

20.000.000

AT0000A2QKB9

1,50% BKS Bank Obligation 2021-2032/5/PP

20.000.000

AT0000A2QS37

Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/6/PP

7.500.000

AT0000A2QSD8

Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/7/PP

5.000.000

AT0000A2R8M1

0,84% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/8/PP

10.000.000

AT0000A2R8T6

0,875% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/9/PP

10.000.000

AT0000A2RY12

0,98% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/10/PP

5.000.000

AT0000A2RZE9

0,885% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/11/PP

8.000.000

AT0000A2TLQ9

0,875% BKS Bank Obligation 2021-2030/12/PP

2.000.000

AT0000A2UNH2

0,90% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/13/PP

15.000.000

AT0000A2UTU2

0,60% BKS Bank Obligation 2021-2025/14/PP

4.000.000

AT0000A2UTV0

0,75% BKS Bank Obligation 2021-2026/16/PP

6.000.000






Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021 begann mit
einem harten Lockdown, der bis Anfang
Feber dauerte. Danach setzte aber sehr rasch ein massiver Wirtschaftsaufschwung ein, auch wenn die erhoffte Normalität noch nicht überall spürbar war. Dank der exzellenten Arbeit unserer Vertriebsmannschaft und der konsequenten Umsetzung unserer strategischen Ziele blicken wir auf ein sehr erfolgreiches operatives Jahr zurück. Dass es kein Rekordergebnis wurde, ist den schmerzhaften Malversationen in einer unserer kroatischen Niederlassungen zuzuschreiben.

Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern betrug zum 31. Dezember 2021 80,8 Mio. EUR. Damit lag das Ergebnis um 8,0% oder 6,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 74,8 Mio. EUR. Besonders
positiv zu erwähnen ist, dass der Ergebniszuwachs im operativen Geschäft auf mehreren Säulen aufbaut. Vor allem der Zinsüberschuss und das Provisions-
ergebnis haben maßgeblich zum Ergebnis beigetragen.

Das Zinsgeschäft ist seit vielen Jahren durch die anhaltende Niedrigzinslandschaft belastet. Das Phänomen der Negativzinsen schwächt nicht nur unsere Ertragskraft, sondern hat auch Aus-wirkungen auf unsere Kunden und die Kaufkrafterhaltung ihrer Ersparnisse. So hat einerseits die Inflation massiv angezogen, gleichzeitig sind wir aber auch gezwungen, bei größeren Sichteinlagen negative Zinsen zu verrechnen. Eine rasche Abkehr von der gegenwärtigen Zinspolitik wird angesichts der rigoros bekämpften Inflationsängste wohl nicht so schnell erfolgen, aber der Druck auf die Europäische Zentralbank wächst.

Wir haben im Berichtsjahr an zwei sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III-Serie teilgenommen, und zwar im Ausmaß von insgesamt 200 Mio. EUR.
Dadurch haben wir positive Zinsaufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. EUR
generiert. Insgesamt beliefen sich die Zinserträge inklusive sonstiger Zinserträge auf 166,9 Mio. EUR. Diesen standen Zinsaufwendungen in Höhe von 28,0 Mio. EUR gegenüber. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2021 ein Zinsüberschuss vor Risikovorsorge in Höhe von 138,9 Mio. EUR (+1,8%).

Die Risikosituation blieb 2021 weitgehend entspannt. Die vielerorts erwartete Insolvenzwelle ist erfreulicherweise ausgeblieben. Dennoch haben wir das gesamte Jahr über ein wachsames Auge auf die Entwicklung unseres Kreditportfolios gelegt und Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Im Einklang mit den Bestimmungen zu IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Neben Firmenkunden, die den Branchen Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstigen Dienstleistungen zugeordnet sind, wurde auch das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio von Stufe 1 in Stufe 2 transferiert. In einem weiteren Schritt haben wir zusätzlich sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem rechtlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, der Stufe 2 zugeordnet. In regelmäßigen Abständen haben wir die Situation neu bewertet und beispielsweise im Herbst Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a wieder aus dem kollektiven Stufentransfer herausgenommen.

Im Feber 2022 haben wir in der Direktion Kroatien Malversationen durch einen Mitarbeiter festgestellt. Die betroffenen Forderungspositionen wurden anhand der Discounted Cashflow-Methode (DCF) bewertet und ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 12,7 Mio. EUR ermittelt. Durch diesen Sondereffekt erhöhten sich die Kreditrisikovorsorgen um 29,4% auf 32,4 Mio. EUR.

Durch die gestiegenen Risikokosten reduzierte sich der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 111,4 Mio. EUR auf 106,5 Mio. EUR, ein Rückgang um 4,4%.

Provisionsgeschäft erfolgreich ausgebaut

Die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft bildet das Provisionsgeschäft. Der Ausbau dieses Geschäftsfeldes bleibt ein wichtiges strategisches Thema, da wir damit auch dem begrenzten Ertragsspielraum im zinstragenden Geschäft entgegenwirken wollen. Wir freuen uns über ein Provisionsergebnis in Höhe von 67,1 Mio. EUR, welches im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,3% oder 2,8 Mio. EUR höher ausfiel. In fast allen Dienstleistungssparten haben wir zufriedenstellende Zuwachsraten erzielt.

Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr hat sich zu einer stabilen und verlässlichen Ergebnisstütze entwickelt und überzeugt mit stabilen jährlichen Zuwachsraten. Im Geschäftsjahr 2021 betrug das Ergebnis aus den Zahlungsverkehrsprovisionen 23,3 Mio. EUR, ein Plus von 8,6% im
Vergleich zum coronagebeutelten
Geschäftsjahr 2020.


Damals haben wir – bedingt durch die eingeschränkten Reisetätigkeiten – Rückgänge bei den Transaktionszahlen festgestellt, die sich aber im vergangenen Jahr wieder normalisiert haben.

Der Zahlungsverkehr ist ein sehr interessantes, aber auch hart umkämpftes Geschäftsfeld mit einem sehr dynamischen Umfeld. Die voranschreitende Digitalisierung hinterlässt in diesem Bereich markante Spuren. Viele unserer Digitalisierungsprojekte zielen auf neue oder verbesserte Lösungen im Zahlungsverkehr ab. Beispielsweise hat das kontaktlose und smarte Bezahlen einen riesigen Schub durch die COVID-19-Pandemie erfahren. Wir haben schon vorher digitale Bezahlmethoden angeboten, allerdings haben wir das Angebot in Pandemiezeiten erweitert. Ein weites Bedienfeld ist auch die Weiterentwicklung der Kundenportale MyNet und BizzNet. Bei der Akzeptanz der Kundenportale hat die Pandemie ebenfalls unterstützend gewirkt – immer mehr Kunden lernen die Vorzüge digitaler Anwendungen kennen und lieben. Die Zuwachsraten bei Portal- und App-Nutzern sind sehr eindrucksvoll.



Wichtige Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. EUR

2020

2021

± in %

Zinsüberschuss

136,5

138,9

1,8

Risikovorsorge

-25,0

-32,4

29,4

Provisionsüberschuss

64,3

67,1

4,3

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

30,9

45,0

45,5

Handelsergebnis

2,2

0,8

-64,8

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten

3,6

5,5

51,2

Verwaltungsaufwand

-123,2

-125,3

1,8

Jahresüberschuss vor Steuern

84,9

92,9

9,5

Steuern vom Einkommen und Ertrag

-10,2

-12,2

20,1

Jahresüberschuss

74,8

80,8

8,0







Die BKS App, die wir österreichischen Kunden anbieten, wurde im letzten Jahr von rund 26.100 Nutzern verwendet, ein Zuwachs um 18,6%. Bei den Portalnutzern freuen wir uns über 12,7% mehr Kunden. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Kontoangebot für Privat- und Businesskunden grundlegend verändert und erweitert. Details dazu und weitere Informationen berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 94.

Die Geschäftsentwicklung im Wertpapiergeschäft verlief ebenfalls sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahreswert haben wir ein kräftiges Plus von 13,0% verbucht und ein Ergebnis aus Wertpapierprovisionen in Höhe von 21,0 Mio. EUR erzielt. Das attraktive Börsenumfeld beeinflusste das Anlegerverhalten positiv und führte auch hier zu einer höheren Anzahl von Wertpapiertransaktionen. Gleichzeitig stiegen die betreuten Kundengelder von 19,0 Mrd. EUR auf 21,2 Mrd. EUR. Ein Zeichen, dass immer mehr Anleger auch die besseren Renditechancen, die der Kapitalmarkt im Vergleich zum Sparbuch bietet, nutzen wollen.

Die Kreditprovisionen steuern ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Provisionsüberschuss bei. Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis aus Kreditprovisionen 18,4 Mio. EUR, um 11,6% weniger als im Vorjahr.

Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen verbessert

Der Konjunkturaufschwung kurbelte auch die Geschäfte der Oberbank und BTV an. Dementsprechend positiv entwickelte sich das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen. Mit 45,0 Mio. EUR knüpft auch dieses Ergebnis wieder an Vor-
Pandemie-Zeiten an.

Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten deutlich gestiegen

Die internationalen Börsen trotzten der anhaltenden Pandemie und zeigten sich während des gesamten Geschäftsjahres von ihrer freundlichen Seite. Zwar nahm die Volatilität unterjährig zu, allerdings
performten die Kapitalmärkte insgesamt sehr gut. Die starke Performance schlug sich in einem deutlich besseren Ergebnis bei den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten nieder.

Im Berichtsjahr erzielten wir aus dem
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten erfreuliche 5,5 Mio. EUR, eine Steigerung von 51,2%.

Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt: Die Position „Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten“ fiel mit 0,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert geringer aus (Vorjahreswert: 0,5 Mio. EUR). Im Gegensatz dazu entwickelte sich das „Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)“ äußerst zufriedenstellend und erreichte einen Wert von 4,2 Mio. EUR. Der Zuwachs in Höhe von 2,3 Mio. EUR ist auf die positive Börsenentwicklung zurückzuführen. Das „Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten“ erreichte 1,4 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,9%. Das „Sonstige
Ergebnis aus finanziellen Vermögens-
werten/Verbindlichkeiten“ veränderte sich von -40 Tsd. EUR auf -287,9 Tsd. EUR.

Verwaltungsaufwand nur leicht gestiegen

Strikte Kostendisziplin gepaart mit einer umsichtigen Investitionspolitik unterstützen uns dabei, die Kosten gut im Griff zu halten. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 125,3 Mio. EUR (+1,8%) in engen Grenzen zu halten.

Komponenten der Erfolgsrechnung


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Als Dienstleistungsunternehmen entfällt der größte Anteil des Verwaltungsaufwands traditionell auf die Personalkosten. Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich diese auf 74,7 Mio. EUR, eine Erhöhung um 0,3%. Der Grund für den Anstieg ist primär auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 1,4% zurückzuführen. Die Anzahl der Beschäftigten – in Personaljahren gerechnet – betrug durchschnittlich 986 Beschäftigte. Obwohl das Geschäftsjahr 2021 noch von der Pandemie geprägt war, haben wir keine Personalmaßnahmen wie z. B. Kurzarbeit in Anspruch genommen. Wir haben unseren Mitarbeitern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz geboten.

Umsetzung der Digitalisierungsstrategie verursacht höheren Ressourceneinsatz

Auch im Jahr 2021 haben wir die digitale Transformation weiter vorangetrieben und unsere Digitalisierungsstrategie zielstrebig verfolgt.


Dabei hatten wir immer den ganzheit-
lichen Blick auf das Thema vor Augen und haben sowohl für interne Prozesse als auch für Kundenbedürfnisse ansprechende digitale Lösungen geschaffen.
Die Digitalisierung zählt neben der Nachhaltigkeit zu den bestimmenden Themen in der Bankbranche. Dass damit auch hohe Investitionen verbunden sind,
ist unumstritten.

Bei den Sachaufwendungen verzeichnen wir mit 38,6 Mio. EUR eine Erhöhung um 3,7% gegenüber dem Jahr 2020. In dieser Position dominieren vor allem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH, die von 18,0 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR gestiegen sind.

Für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und für den laufenden IKT-
Betrieb zeichnet die 3 Banken IT GmbH
verantwortlich.

Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft von Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und BKS Bank und hat ihren
Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und
Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren.

Sonstiges betriebliches Ergebnis durch regulatorische Kosten belastet

Das sonstige betriebliche Ergebnis gibt Auskunft darüber, welchen hohen Belastungen Banken ausgesetzt sind. Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2021 auf unerfreuliche -6,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert (-4,5 Mio. EUR) verschlechterte sich das Ergebnis um weitere 2,0 Mio. EUR. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem höheren Dotationserfordernis für den Einlagensicherungsfonds, das durch die Insolvenz der Mattersburger Commerzialbank, die Abwicklung der Autobank und den Ausstieg des Raiffeisensektors aus der Einlagensicherung Austria GmbH bedingt ist. Die jährlichen Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf 10,4 Mio. EUR, für die Stabilitätsabgabe waren 1,2 Mio. EUR fällig.

Kurz vor dem Jahresende gab es eine OGH-Entscheidung in Bezug auf Stundungen für Verbraucher und die Verrechnung von Sollzinsen. Wir haben in unseren Kreditverträgen Vereinbarungen enthalten, wonach eine Zinsverrechnung zulässig ist, sodass wir von dieser OGH-Entscheidung nicht betroffen sind.

Jahresüberschuss gestiegen

Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 92,9 Mio. EUR nach 84,9 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 12,2 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 80,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um 8,0%.

Gewinnverteilungsvorschlag

Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2021 einen Jahresüberschuss von 27,3 Mio. EUR. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 16,9 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,1 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 10,6 Mio. EUR aus. Wir werden der 83. Hauptversammlung am 25. Mai 2022 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie, das sind 9.876.867,00 EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,7 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung der Unternehmenskennzahlen

Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum Jahresende folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich marginal von 5,6% auf 5,7%, der Return on
Assets (ROA) nach Steuern verblieb mit 0,8% auf dem Vorjahresniveau.

Die Cost-Income-Ratio betrug 51,1% und lag damit weiterhin auf einem guten Niveau. Die Risk-Earnings-Ratio erhöhte sich angesichts der gestiegenen Risikokosten auf 23,3%. Die NPL-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf 2,2%.



Wichtige Unternehmenskennzahlen

in %

2020

2021

± in %-Pkte.

ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital)

5,6

5,7

0,1

ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme)

0,8

0,8

0,0

Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient)

53,9

51,1

-2,8

Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss)

18,5

23,3

4,9

NPL-Quote

1,7

2,2

0,5

Leverage Ratio

8,0

8,2

0,2

Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote)

158,1

208,9

50,8

Net Stable Funding Ratio (NSFR)

117,2

122,9

5,7

Kernkapitalquote

12,8

13,0

0,2

Gesamtkapitalquote

16,2

16,6

0,4

 

 

 

in %

IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR

1,7

1,9

0,2








Die Leverage Ratio erhöhte sich zum
31. Dezember 2021 leicht auf 8,2% nach 8,0% im Vorjahr, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) deutlich
verbesserte und auf 208,9% kletterte.
Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0% bzw. 100% mehr als deutlich.


Damit wir für die kommenden Wirtschaftsjahre gut gerüstet sind, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Die Kapitalquoten konnten trotz des guten Geschäftswachstums zum 31. Dezember 2021 durch Gewinnthesaurierungen leicht erhöht werden. Die Kernkapitalquote erreichte 13,0%, während die Gesamtkapitalquote auf 16,6% zulegte. Für 2021 betrug das IFRS-Ergebnis pro Aktie 1,9 EUR.

Segmentbericht

Der Segmentbericht gliedert sich in die vier Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige.
Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld.
Im Segment Financial Markets erzielten wir erfreuliche Ergebnisbeiträge und auch das Privatkundensegment entwickelte sich zufriedenstellend.

Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden konnten wir im Geschäftsjahr 2021 unsere Kundenanzahl um 5,1% erhöhen und betreuten
konzernweit rund 26.400 Kunden. Zu unseren Kunden zählen unter anderem Klein- und Mittelunternehmen der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte, gemeinnützige Wohnbauträger, institutionelle Kunden sowie die öffentliche Hand.

Das Firmenkundengeschäft hat in der
BKS Bank die längste Tradition. Seit der Gründung im Jahre 1922 lag der Geschäftszweck hauptsächlich auf der Betreuung von Firmenkunden. Auch heute bildet dieses Segment unsere wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil der Kredite wird von Firmenkunden
in Anspruch genommen.


Segmentergebnis deutlich gestiegen

Das Segmentergebnis im Firmenkundenbereich entwickelte sich 2021 ausgezeichnet. Mit 76,1 Mio. EUR lag der Jahresüberschuss vor Steuern um erfreuliche 16,1% über dem Vorjahr.

Wenn man die Entwicklung des operativen Geschäftes betrachtet, sieht man deutlich, dass der eingesetzte Wirtschaftsaufschwung sehr stimulierend wirkte. Die Auftragsbücher der Unternehmen füllten sich über den Jahresverlauf und viele Unternehmen investierten wieder kräftig. Die Nachfrage nach Krediten zog spürbar an. Dementsprechend erfreulich fiel das Ergebnis aus dem Zinsgeschäft aus und belief sich auf 110,1 Mio. EUR, ein Anstieg um 3,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Ähnlich positiv das Bild beim Provisionsüberschuss. 2021 erzielten wir ein Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft in Höhe von 36,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 1,6 Mio. EUR oder 4,6%. Diese Steigerung freut uns ganz besonders, da wir die
Abhängigkeit vom Kreditgeschäft verringern und die eigenmittelschonenden
Geschäftsfelder ausbauen wollen. Der
von diesem Segment verursachte Verwaltungsaufwand betrug zum Jahresende 53,5 Mio. EUR und entwickelte sich damit erwartungsgemäß.


Segment Firmenkunden

in Mio. EUR

2020

2021

Zinsüberschuss

106,9

110,1

Risikovorsorge

-24,3

-19,2

Provisionsergebnis

35,0

36,6

Verwaltungsaufwand

-51,8

-53,5

Sonstiges betriebliches Ergebnis

0,9

0,9

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten

-1,0

1,2

Jahresüberschuss vor Steuern

65,6

76,1

ROE vor Steuern

15,6%

17,4%

Cost-Income-Ratio

36,3%

36,2%

Risk-Earnings-Ratio

22,8%

17,4%






Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen entwickelten sich wie folgt: Der Return on Equity erhöhte sich kräftig auf 17,4%. Die Cost-Income-Ratio erreichte mit 36,2% ein ausgezeichnetes
Niveau. Die Risk-Earnings-Ratio ging von 22,8% auf 17,4% zurück.

Umfrage bestätigt hohe Kundenzufriedenheit

Wir laden unsere Kunden regelmäßig ein, sich an Kundenumfragen zu beteiligen, so auch im Herbst 2021. Die Bereitschaft, an solchen Umfragen mitzuwirken, hat über die Jahre zugenommen und so freuen wir uns sehr, dass auch immer mehr Firmenkunden der Einladung folgen. 86% unserer Firmenkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Besonders erfreulich war, dass die Weiterempfehlungsrate der Firmenkunden mit 30% auf einem sehr hohen Niveau lag. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden ebenfalls mit Bestnoten bewertet. Wir freuen uns sehr über das gute Umfrageergebnis und arbeiten weiter daran, die Zufriedenheit unserer Kunden zu verbessern.

Hohe Expertise im
Finanzierungsgeschäft gefragt

Finanzieren und Investieren sind die wichtigsten Kundenbedürfnisse im Firmenkundengeschäft. In diesem Bereich verfügen wir über exzellentes Beratungs-Know-how sowie langjährige Erfahrungen. Neben
Betriebsmittel-, Investitions- und Export-finanzierungen erstreckt sich unser Angebot auch auf KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasinggeschäfte sowie auf die Förder-
beratung. Das Finanzierungsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Zwar gab es durch die COVID-19-Pandemie im Wirtschaftsleben noch einige Einschränkungen, allerdings war auch eine Aufbruchsstimmung zu verzeichnen, die die Nachfrage nach Finanzierungen beflügelte. Von Jänner bis Dezember 2021 haben wir konzernweit 1,8 Mrd. EUR an neuen Finanzierungslinien an Firmenkunden vergeben. Im Leasinggeschäft war die Nachfrage ebenfalls ungebrochen hoch, in allen Leasingsparten sind wir kräftig gewachsen. Insgesamt belief sich der Stand der Kundenforderungen inklusive Leasingfinanzierungen auf 5,5 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 7,1%.

Die Digitalisierung macht auch vor dem klassischen Firmenkundengeschäft nicht halt und immer mehr Firmenkunden wünschen sich smarte und anwenderfreundliche Lösungen auch für die Abwicklung von Finanzierungszusagen oder -linien. In der Regel entwickeln wir sehr viele digitale Produkte und Dienstleistungen selbst, manchmal suchen wir uns auch kompetente Partner. Im Berichtsjahr sind wir eine Kooperation mit dem Münchner Unternehmen DVS (Digital Vault Services) eingegangen. Unseren Großkunden bieten wir nun die Möglichkeit, Garantien digital zu erstellen, zu verwalten und aufzubewahren. Wir sehen darin eine sinnvolle
Ergänzung zu unserem selbstentwickelten Garantiemodul, welches wir im Kundenportal BizzNet anbieten.

Investitionsfinanzierung und Förderberatung hoch im Kurs

Ein Geschäftsfeld, das sich in den letzten Jahren sehr zufriedenstellend entwickelt hat, ist die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung. Durch unsere umfassende Expertise in der
Förderberatung konnten sich die Unternehmen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf unsere Förderexperten
verlassen.

Zufrieden sind wir auch mit der Entwicklung des Exportgeschäftes. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir 17 neue Exportprojekte betreut und insgesamt 25,8 Mio. EUR neu finanziert. In Summe gestionierten wir zum Jahresende ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 239,5 Mio. EUR. Auch bei den geförderten Investitionsfinanzierungen haben wir einen Anstieg verzeichnet. Wir haben 673 geförderte Investitionsprojekte mit rund 133,8 Mio. EUR finanziert. Das Gesamtvolumen in dieser Geschäftssparte belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 355,9 Mio. EUR, eine Steigerung um 21,8% gegenüber 2020. Rückläufig entwickelte sich hingegen das Dokumentengeschäft, welches stark von den globalen Lieferketten abhängig ist. Akkreditive sowie Inkassi nahmen wegen der Knappheit von Containern und der teilweisen exorbitanten Steigung der Transportkosten deutlich ab. Auch die unterbrochenen Lieferketten, die im Suezkanal ihren Anfang nahmen, beeinträchtigte den weltweiten Handel erheblich.

Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stellt das Corporate Banking dar. Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, institutionelle Kunden und größere Kommunen zählen zu dieser Geschäftssparte. Im Berichtsjahr betreuten wir ein Finanzierungsvolumen in Höhe von rund 689,9 Mio. EUR.

Nachhaltige Finanzierungen gewinnen wegen des Wandels zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft massiv an Bedeutung. Erfreulicherweise haben wir schon vor etlichen Jahren auf das Thema Nachhaltigkeit gesetzt und daran gearbeitet, nachhaltige Produkte im Kerngeschäft zu verankern. Den Anteil von Finanzierungen mit einem ökologischen oder sozialen Verwendungszweck im Bereich der Firmenkunden konnten wir im Berichtsjahr von 413,3 Mio. EUR auf 556,2 Mio. EUR weiter ausbauen.

Sonstige Verbindlichkeiten erneut
kräftig gestiegen

Wir verfügen am Markt über einen ausgezeichneten Ruf als verlässliche Bank und sind dank unserer sehr guten Bonität auch als Veranlagungspartner gerne gefragt. Im Berichtsjahr verzeichneten wir bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Firmenkundensegment einen kräftigen Anstieg um 10,9% auf 4,1 Mrd. EUR.

Provisionsgeschäft auf Kurs

Die Stärkung des Dienstleistungsgeschäfts ist einer unserer strategischen Schwerpunkte, um der angespannten Ertragssituation im Zinsgeschäft entgegenzuwirken. Wir freuen uns, dass wir vor allem im Zahlungsverkehr (+13,1%) und im Wertpapiergeschäft (+17,2%) im zweistelligen Bereich gewachsen sind. Gegenüber dem Vorjahr ist der Provisionsüberschuss um 1,6 Mio. EUR auf 36,6 Mio. EUR angestiegen.

Im Zahlungsverkehr stabilisierten sich die Transaktionszahlen wieder weitgehend – zu Beginn der Corona-Pandemie war ein deutlicher Einbruch zu beobachten. Im zweiten Pandemie-Jahr blieben diese Einbußen erfreulicherweise aus, so dass wir wieder zweistellige Steigerungsraten beim Provisionsergebnis erzielen konnten. Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr ist sehr dynamisch und stark vom technologischen Wandel betroffen. Damit wir mit den rasanten Entwicklungen auch Schritt halten können, haben wir gerade in diesem Bereich viele Digitalisierungsprojekte am Laufen. Im Berichtsjahr haben wir einige Prestigeprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht, darunter die Einführung des neuen Businesskonto Smart & Simple, das vollständig digital eröffnet werden kann. Mit dem Business Smart & Simple Konto wollen wir Jungunternehmer und Gründer ansprechen. Parallel zum Produktlaunch haben wir auch den Onboarding-Prozess für unsere Firmenkunden digitalisiert, ein großer Meilenstein in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.

Erträge aus dem Wertpapier-
geschäft gesteigert
Im Firmenkundengeschäft sind wir traditionell stärker im Kredit- als im Veranlagungsgeschäft vertreten. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft aber um kräftige 17,2% auf 6,3 Mio. EUR steigern können.


Ein schöner Erfolg, der auch ein Stück weit auf die abnormale Zinssituation zurückzuführen ist. Die Bereitschaft, in alternative Veranlagungsformen zu investieren, steigt auch im Firmenkundensegment. Nachgefragt werden vor allem Eigene Emissionen und Vermögensverwaltungen. Im Versicherungsgeschäft bildet die betriebliche Altersvorsoge einen wichtigen Beratungsschwerpunkt. 2021 haben wir Vorsorgeprodukte mit einer Prämiensumme von 6,8 Mio. EUR abgeschlossen, was einer Steigerung von 11,0% entspricht.

Innovatives Unternehmen Österreich
Im Berichtsjahr wurde uns eine besondere Ehre zuteil. Das Medienhaus Kurier kürte die innovativen Unternehmen Österreichs und wir wurden in der Kategorie Finanzdienstleister mit dem Gütesiegel Innovatives Unternehmen ausgezeichnet. Untersucht wurde, wie innovative Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dazu wurden 84.000 Aussagen mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet. Teilgenommen haben rund 1.200 der größten Produktions- und Dienstleistungsunternehmen aus ganz Österreich.

Auch 2021 haben wir mit einem Green Bond gemeinsam mit den Stadtwerken Klagenfurt wieder eine innovative Lösung für die Errichtung von 59 Photovoltaikanlagen für die Stadt Klagenfurt gefunden.


Ausblick Firmenkunden

Im Firmenkundengeschäft überzeugen wir mit persönlicher Betreuung und Handschlagqualität. Wir sind eine Beraterbank, die unseren Kunden auch ein breites Angebot an innovativen digitalen Produkten und Services bietet. Die Kombination aus persönlicher Nähe und exzellenter digitalen Dienstleistungen hat sich bewährt.

Wir haben mittlerweile eine breite Erfahrung in der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und viele Kundenprozesse als auch interne Prozesse haben wir damit verbessert und effizienter ausgerichtet. In den kommenden Monaten haben wir uns ein großes Vorhaben vorgenommen:
die Neugestaltung des Firmenkundenkreditprozesses, der mit Abstand zu den komplexesten Prozessen zählt. Unser Anspruch ist, dass wir die Antragsstrecken digitalisieren und damit die Durchlaufzeiten massiv reduzieren und das Kundenerlebnis grundlegend verbessern. Wir setzen große Erwartungen in die Neuausrichtung und rechnen damit, dass wir bis zum Jahresende das Projekt abschließen werden. Das zweite große Thema, dem wir uns mit viel Herzblut und Engagement widmen, ist die Begleitung unserer Firmenkunden beim Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft.


Privatkunden

Zum 31. Dezember 2021 betreuten wir konzernweit 168.100 Privatkunden und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Auf dem Privatkundensegment lastet ein großer Ergebnisdruck, der vor allem durch das anhaltende Niedrigzinsniveau, die kompetitive Marktsituation und die Kostenbelastung durch den Filialvertrieb und die Digitalisierung gegeben ist. Dennoch ist dieses Kundensegment unverzichtbar. Wir arbeiten intensiv daran, unseren geschätzten Privatkunden ein attraktives Produkt- und Serviceangebot zu bieten, insbesondere im digitalen Bereich.

Zufriedenstellendes Segment-
ergebnis erzielt

Im Privatkundengeschäft erzielten wir zum Jahresende 2021 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Das Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr (5,0 Mio. EUR) um knapp 0,8 Mio. EUR geringer aus, da wir im Zinsgeschäft wegen des niedrigen Zinsniveaus weitere
Ertragsrückgänge hinnehmen mussten. Der Zinsüberschuss reduzierte sich um 0,6 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR. Besser verlief die Ergebnisentwicklung im Provisionsgeschäft. Sowohl im Wertpapiergeschäft als auch im Zahlungsverkehr haben wir kräftige Ergebniszuwächse erzielt, insgesamt erreichte das Provisionsergebnis einen Wert von 29,6 Mio. EUR.

Die Risikosituation war ganzjährig sehr entspannt, sodass lediglich 0,6 Mio. EUR an Kreditrisikovorsorgen dotiert wurden. Der Verwaltungsaufwand betrug 54,7 Mio. EUR und ist im erwarteten Ausmaß (+0,8 Mio. EUR) gestiegen. Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf 1,5 Mio. EUR.

Die segmentspezifischen Kennzahlen zum 31. Dezember 2021 veränderten sich wie folgt: Der Return on Equity erreichte 3,4%, die Cost-Income-Ratio belief sich auf 92,3% und die Risk-Earnings-Ratio erreichte einen sehr niedrigen Wert von 2,0%.

Topbewertungen bei Kundenumfragen und Testkäufen erzielt

Wir haben uns als exzellente Beraterbank etabliert. Unser Anspruch ist, qualitativ hochwertige Beratungs-, Produkt- und Servicequalität im gesamten Unternehmen zu gewährleisten. Im Herbst 2021 haben wir unsere Kunden wieder eingeladen, unsere Leistungen zu beurteilen. Das erfreuliche Ergebnis kann sich sehen lassen – bei der Gesamtzufriedenheit und der Weiterempfehlungsrate nahm die Zufriedenheit unserer Kunden im Vergleich zur letzten Umfrage aus 2019 weiter zu.




Segment Privatkunden

in Mio. EUR

2020

2021

Zinsüberschuss

28,8

28,2

Risikovorsorge

-0,4

-0,6

Provisionsergebnis

28,9

29,6

Verwaltungsaufwand

-53,9

-54,7

Sonstiges betriebliches Ergebnis

1,4

1,5

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten

0,2

0,2

Jahresüberschuss vor Steuern

5,0

4,2

ROE vor Steuern

4,3%

3,4%

Cost-Income-Ratio

91,2%

92,3%

Risk-Earnings-Ratio

1,4%

2,0%






Insgesamt sind 90% unserer Privatkunden mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden und bei der Gesamtzufriedenheit erreichten wir die Gesamtnote 1,5 auf einer fünfstelligen Notenskala. Die Beratungskompetenz unserer Vertriebsmitarbeiter wird auch regelmäßig durch unabhängige Dritte auf den Prüfstand gestellt. Im Berichtsjahr hat die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) Testkäufe in unseren Filialen durchgeführt. Bereits zum dritten Mal
wurden wir als Testsieger in der Anlage-beratung auserkoren. Darüber hinaus wurde uns von der ÖGVS auch der Service-Award in der Kategorie „Beratung vor Ort“ verliehen.

Wir freuen uns sehr über das positive Feedback unserer Kunden und über die zahlreichen Auszeichnungen. Darin sehen wir wertvolle Bestätigungen, unseren qualitätsbewussten Weg konsequent fort-
zusetzen.

Nachfrage nach Wohnraum-finanzierungen gestiegen

Das Finanzierungsgeschäft zählt zu unseren Kernkompetenzen, auch im Privat-kundengeschäft. Kredite zur Finanzierung der eigenen vier Wände waren auch 2021 wieder sehr gefragt. Solche Finanzierungen sind mitunter sehr komplex und viele Kunden nehmen dafür auch gerne eine Beratung in Anspruch. Wir bieten seit einigen Jahren die Möglichkeit, eine Wohnraumfinanzierung vollständig digital zu beantragen. Wir lassen unsere Kunden dabei aber nie allein. Während der gesamten Antragsstrecke besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Berater beizuziehen. Insgesamt beliefen sich die Kundenforderungen an Privatpersonen auf 1,5 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 1,8%.


Nachhaltige Finanzierungsprodukte sind schon seit mehreren Jahren ein fixer Bestandteil unseres Finanzierungsangebotes. Im Berichtsjahr haben wir den Anteil der Finanzierungen, der für ökologische und soziale Zwecke verwendet wurde, weiter ausgebaut. Insgesamt haben wir 219,7 Mio. EUR an nachhaltigen Finanzierungen im Privatkundensegment aushaften. Sehr zufriedenstellend ist auch die Nachfrage nach dem Green Loan, der Investitionen in den Klimaschutz begünstigt und den wir in Slowenien und Kroatien anbieten. Das vergebene Kreditvolumen stieg im Berichtsjahr auf 37,4 Mio. EUR (+7,8%).

Anleger vertrauen auf konservative Veranlagungsformen

Das tiefe Zinsniveau begleitet uns mittlerweile seit vielen Jahren. Ungeachtet dessen verzeichnen wir bei den Sonstigen Verbindlichkeiten beachtliche Zuwächse. Zum 31. Dezember 2021 sind diese im
Privatkundensegment um 17,0% auf 1,7 Mrd. EUR gewachsen. Privatkunden tendieren weiterhin dazu, in konservative Anlageformen wie Spar-, Termin- und Sichteinlagen anzulegen, wobei die Attraktivität der klassischen Sparbücher von Jahr zu Jahr weiter abnimmt. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir rund 4.900 Sparbücher weniger im Bestand. Zwar waren auch gesetzliche Änderungen für den Rückgang verantwortlich, dennoch ist der Trend aus unserer Sicht nicht umkehrbar. Insgesamt verwalteten wir zum Jahresultimo 1,2 Mrd. EUR an Spareinlagen von Privatkunden, ein Rückgang um 2,5%. Immer mehr Privatkunden wollen über ihr Erspartes orts- und zeitunabhängig sowie online verfügen. Das Mein Geld-Konto erfüllt diesen Anspruch. 2021 nahmen die Volumina auf diesen Einlagenkonten um 21,3% auf 0,6 Mio. EUR zu.


Der Bausparvertrag zählt trotz rückläufiger Abschlüsse zu einer beliebten Form des Sparens, wenn es um Wohnen, Bildung oder Pflege geht. Im Berichtsjahr haben wir 2.795 Bausparverträge (Vorjahr: 3.023), als langjähriger Vertriebspartner von Wüstenrot, abgeschlossen.

Wertpapiergeschäft und Digitalisierung gehen Hand in Hand

Das Geschäftsjahr 2021 war trotz der anhaltenden Pandemie ein sehr erfolgreiches Jahr für Anleger. Die Börsen zeigten sich durchwegs freundlich, was viele private Anleger dazu motiviert hat, am Kapitalmarkt zu veranlagen. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft erhöhte sich gegenüber 2020 von 13,3 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR (+10,8%). Auch im Wertpapierbereich arbeiten wir daran, unser digitales Angebot auszubauen. Seit September ist es möglich, im Kundenportal MyNet das Anlegerprofil selbständig zu verlängern. Der Trend, Bankgeschäfte online zu erledigen, zeigt sich beim An- und Verkauf von Wertpapieren am Depot. Bereits 44% unsere Kunden tätigen ihre Wertpapier-Aufträge über das Kundenportal MyNet. Die Anzahl der online eröffneten Fondssparpläne konnte im Berichtsjahr ebenfalls ausgebaut werden.

Für die BKS Vermögensverwaltung gab es im Jahr 2021 ein besonderes Jubiläum zu feiern. Seit 25 Jahren bieten wir diese Veranlagungsform an. Wichtige Erfolgsfaktoren sind ein stabiles und erfahrendes Vermögensverwaltungsteam, umfangreiches Know-how sowie hohe Flexibilität bei der Umsetzung der Strategien. In den drei Varianten – BKS Portfoliostrategie, individuelle Vermögensverwaltung und BKS Anlagemix – haben wir die Volumina gesteigert.


Unsere BKS-Anlagemix-Variante wurde im April 2021 um eine nachhaltige Variante erweitert. Auch diese fand großen Zuspruch bei unseren Kunden, denn grüne Veranlagungen liegen klar im Trend. Besonders erfreulich war, dass bereits zum dritten Mal unsere BKS Portfolio-Strategie nachhaltig2) mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde. Die erfolgreiche Vermögensverwaltung war 2013 die erste und einzige mit einem Umweltzeichen in ganz Österreich. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, da sie für den Anleger ein wichtiger Gradmesser in Sachen Qualität und geprüfter Nachhaltigkeit ist.

Für die Betreuung vermögender Kunden haben wir speziell ausgebildete Kundenbetreuer im Einsatz, die an drei Standorten in Wien, Kärnten und in der Steiermark maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten. Zu unseren Kernprodukten- und Dienstleistungen im Private Banking zählen neben unseren eigenen Emissionen und einer breiten Fondspalette insbesondere die Vermögensverwaltung und das Brokerage.

Nachhaltige Geldanlage gefragt

Nachhaltige Veranlagungen sind ein Megatrend im Wertpapiergeschäft geworden. Die Zuwachsraten in Österreich liegen bei durchschnittlich 29%. Wir haben diese Entwicklung erwartet und schon früh damit begonnen, nachhaltige Veranlagungsprodukte in unser Portfolio aufzunehmen. Wir haben als erstes österreichische Kreditinstitut einen Social Bond begeben. Wir verfügen über viel Erfahrung in der Emission von Social und Green Bonds. Mit dem Emissionsvolumen werden ausschließlich Vorhaben finanziert,


die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Im Berichtsjahr haben wir zu den bisher emittierten fünf Green und Social Bonds zwei weitere Green Bonds aufgelegt. 40% des Energiebedarfes der EU entfallen auf Gebäude. Energieeffizientem Bauen kommt daher eine wichtige Rolle im Klimaschutz zu.
Wir haben mit dem Emissionserlös des einen Green Bonds ein Green Building
finanziert, nämlich das BKS Holzquartier. Dieses Gebäude wurde so geplant, dass es bei der Nachhaltigkeitszertifizierung „ÖGNI“ den Gold-Standard erreicht hat. Der Emissionserlös des zweiten Green Bonds, den wir kurz vor Weihnachten emittiert haben, finanziert einen Teil einer Großinvestition in Photovoltaikanlagen.

Neue Kontolandschaft implementiert

Die Entwicklung im Zahlungsverkehr war auch im Privatkundengeschäft im vergangenen Wirtschaftsjahr wieder sehr erfreulich. Wir erzielten 10,6 Mio. EUR an Provisionsüberschuss und sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um kräftige 6,8%
gewachsen.

Zum klassischen Zahlungsverkehrsgeschäft gehören das Konto- und Kartengeschäft. Im Privatkundenbereich haben wir die Kontolandschaft komplett überarbeitet und an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Die Anzahl der Kontomodelle haben wir erheblich reduziert und damit ein besser vergleichbares Angebot geschaffen. Zum Konto bieten wir unseren Kunden das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet an, welches wir im Berichtsjahr an den neuen Markenstil angepasst haben. Das Feedback der Kunden zum neuen Erscheinungsbild fiel durchgängig positiv aus. Im MyNet gibt es viele praktische Features, die man selbst einstellen kann. Als Beispiel sei der Kontorahmen genannt. Mit nur wenigen Klicks kann dieser individuell zwischen 100,- EUR und 7.000,- EUR angepasst werden – vorausgesetzt alle Bonitätskriterien sind erfüllt. MyNet wird von unseren Kunden sehr gut angenommen, die Anzahl der aktiven User steigt von Jahr zu Jahr. Zum 31. Dezember 2021 haben rund 59.900
Kunden MyNet genutzt.

Internetbanking am Smartphone gelingt am besten mit der Nutzung unserer BKS App, die wir 2021 ebenfalls um neue Funktionen erweitert haben. Seit dem Sommer geben Push Nachrichten verlässlich Auskunft über Kontobewegungen und verfügbare Kontobeträge. Die Bewertung der BKS App ist sehr positiv – Android-Nutzer vergaben 4,8 Punkte von 5 möglichen Punkten und IOS-Nutzer 4,7.
Insgesamt verwenden rund 26.100
österreichische Kunden die BKS App.

Das Kartengeschäft hat sich durch die Möglichkeiten der Digitalisierung ebenfalls zu einem dynamischen Geschäftsfeld entwickelt. Zum einen nimmt das kontaktlose und smarte Bezahlen rasant zu, wobei die Pandemie diesen Trend noch verstärkt hat. Das Angebot an smarten Bezahlmethoden wächst kontinuierlich. Im Berichtsjahr haben wir zu unseren bestehenden Lösungen wie Apple Pay, BKS Wallet oder Garmin Pay auch Swatchpay neu ins Programm aufgenommen. Zum anderen beobachten wir schon seit längerem den Trend, dass viele Einkäufe in den Online-Bereich verlagert werden und die Kartentransaktionen steigen. Parallel dazu zeigt sich, dass der Bedarf an Bargeld zurückgeht. Beim Konzept der Filiale der Zukunft haben wir die rückläufige Kassenfrequenz bereits berücksichtigt und das Handling der Bargeldtransaktionen durch den Einsatz der White Card vereinfacht.

BKS Bank Connect gut etabliert

Der Trend zum Online-Banking hält unvermindert an. Mit der Gründung von BKS Bank Connect, unserer digitalen Bank, haben wir dieser Entwicklung Rechnung getragen. BKS Bank Connect ist ein Meilenstein in der Umsetzung unserer
Digitalisierungsstrategie.


Unsere digitale Bank unterstützt uns wesentlich dabei das Privatkundengeschäft profitabel zu halten und insbesondere neue Kundenschichten anzusprechen. Wenn Kunden auch Beratung benötigen, steht ein Team an ausgebildeten Kundenbetreuern auch unseren Kunden der digitalen Bank zur Verfügung. Uns ist es wichtig, auch auf unseren digitalen Kanälen Nähe zu vermitteln und immer einen kompetenten Ansprechpartner zur Stelle zu haben.

Gute Entwicklung im Versicherungsgeschäft

Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlägen, sowie Risiko- und Unfallversicherungen.

Im Berichtsjahr waren wir mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts zufrieden. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wir in sämtlichen Sparten einen Zuwachs verzeichnen. Die Kapitalversicherungen legten gemessen am Prämienvolumen um 5,2% zu. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich ebenfalls erfreulich mit einem Plus von 10,8%. Auch im Versicherungsgeschäft wollen wir digitale Services anbieten. Seit einigen Monaten haben wir eine Verbindung zwischen dem MyNet-Kundenportal und dem Generali Kundenportal geschaffen.


Ausblick Privatkunden

Die Ertragskraft im Privatkundensegment nachhaltig zu stärken, bleibt weiterhin ein bestimmendes Thema für die kommenden Monate. Ein Mix aus mehreren Maßnahmen unterstützt uns dabei, die gesetzten Ertragsziele zu erreichen.

Zum einen wollen wir unsere digitale Kompetenz weiter ausbauen, um den Vertrieb der digitalen Produkte und Dienstleistungen anzukurbeln. Zum anderen arbeiten wir kontinuierlich daran, Filial- und Verkaufsprozesse zu optimieren.

Beim Ausbau des digitalen Produktangebotes steht die Online-Depoteröffnung ante portas und auch das Kundenportal für unsere slowakischen Kunden wird in den kommenden Monaten mit weiteren eServices ausgestattet.

In Slowenien arbeiten wir an der Einführung der Anlageberatung, um unsere Position als größter Wertpapierdienstleister zu festigen.

Auf der strategischen Agenda finden sich selbstverständlich auch Initiativen zur Gewinnung neuer Kunden und zur Verbesserung der Up- und Cross-Selling-Raten.
Mit einer Kombination aus individualisierten Angeboten und verbessertem Kontaktmanagement über alle digitalen Kanäle wollen wir in den kommenden Monaten unsere Vertriebsleistung kräftig ankurbeln.



Financial Markets

Im Segment Financial Markets tragen neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentlich zum Ergebnis bei. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Das Segment Financial Markets hat sich im vergangenen Geschäftsjahr mit starken Ergebnisbeiträgen zurückgemeldet und befindet sich auf stabilem Kurs. Zum 31. Dezember 2021 erzielten wir einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 35,2 Mio. EUR, ein kräftiger Zuwachs
um 50%.

Die signifikante Ergebnissteigerung ist im Wesentlichen auf den Zinsüberschuss, in dem auch die Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen abgebildet sind, zurückzuführen. Dieser betrug zum Jahresultimo 40,6 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind auch die Erträge aus Beteiligungen enthalten. Das Beteiligungsportfolio ist wenig risikobehaftet, außerhalb der Finanzbranche halten wir nur wenige Beteiligungen.


Zu unseren wichtigsten Beteiligungen zählen unter anderem die Beteiligung an der Österreichischen Kontrollbank (OeKB), der 3 Banken KFZ-Leasing, der
3 Banken-Generali Investment GmbH
sowie an der Wiener Börse. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir insgesamt 2,0 Mio. EUR an Erträgen aus Beteiligungen generiert, darunter 1,0 Mio. EUR an Ausschüttung von der OeKB. Die Beteilung an der 3 Banken KFZ-Leasing im Ausmaß von 10,0% hat Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR eingebracht. Mit dieser Beteiligung partizipieren wir am gesamten
österreichischen KFZ-Leasingmarkt.

Das Exposure im Interbankgeschäft entwickelte sich rückläufig, da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus das Interbankgeschäft an Attraktivität verloren hat. Insgesamt betrug das Volumen 94,6 Mio. EUR. Wir arbeiten in erster Linie mit bonitätsstarken Bankpartnern zusammen, die über erstklassige Ratingstufen – AA bis A3 – verfügen. In dieser Geschäftssparte haben wir schon vor Jahren ein regelmäßiges Monitoring inklusive klarer Berichtslinien aufgebaut



Segment Financial Markets

in Mio. EUR

2020

2021

Zinsüberschuss inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

27,7

40,6

Risikovorsorge

-0,3

0,1

Provisionsergebnis

-0,2

-0,2

Handelsergebnis

2,2

0,8

Verwaltungsaufwand

-10,5

-10,1

Sonstiges betriebliches Ergebnis

-0,1

0,0

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten

4,5

4,0

Jahresüberschuss vor Steuern

23,4

35,2

ROE vor Steuern

3,1%

4,4%

Cost-Income-Ratio

36,3%

24,5%

Risk-Earnings-Ratio

1,1%

-






Dementsprechend gering fielen die Dotierungen für die Risikovorsorge aus. Im Berichtsjahr haben wir 0,1 Mio. EUR aufgelöst.

Der Verwaltungsaufwand blieb mit 10,1 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert.

Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem auch die langfristige oder strukturelle Liquidität. Eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die ab 28. Juni 2021 verpflichtend einzuhalten ist und die die langfristige Liquidationssituation abbildet, ist die NSFR. Um die Net Stable Funding Ratio (NSFR) zu stärken, haben wir im Berichtsjahr 154,7 Mio. EUR an langfristigen Anleihen emittiert. Darüber hinaus haben wir von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operations im
Rahmen der TLTRO III-Serie in Höhe von insgesamt 550,0 Mio. EUR teilzunehmen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) hat sich auch dadurch auf 122,9% erhöht.

Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelten sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Der Return on Equity verbesserte sich durch das gute Segmentergebnis von 3,1% auf 4,4%. Die Cost-Income-Ratio reduzierte sich von 36,3% auf erfreuliche 24,5%.

Ausblick Financial Markets

Unser Ziel ist es, auch weiterhin ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren zu sein. Wir werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben und unseren Kunden damit attraktive Veranlagungsmöglichkeiten bieten.

Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2022 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und unsere Investitionen vorrangig in High Quality Liquid Assets tätigen.


Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.

Sonstiges Segment

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können.

In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.

Das Jahresergebnis vor Steuern im sonstigen Segment betrug -22,7 Mio. EUR nach -9,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Ergebnisverschlechterung ist vor allem auf den Schadensfall in der Direktion Kroatien zurückzuführen, für den wir Risikovorsorgen in Höhe von 12,7 Mio. EUR gebildet haben. Wir haben die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Vorfalls in das Segment
Sonstige zugeordnet, da dieser nicht mit der operativen Geschäftsentwicklung in Zusammenhang steht.

Das Segmentergebnis war auch durch die hohen regulatorischen Kosten belastet. Die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds mit 6,6 Mio. EUR sowie die Beiträge zum Abwicklungsfonds mit 3,8 Mio. EUR schlugen sich ebenfalls hier zu Buche. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 7,0 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau.

Konsolidierte Eigenmittel

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2021 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:

Solide Kapitalausstattung

Das harte Kernkapital erhöhte sich im
Berichtsjahr um 40,2 Mio. EUR auf 709,5 Mio. EUR, ein Zuwachs um 6,0%. Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich leicht von 11,8% auf 11,9%. Das zusätzliche Kernkapital nahm durch die Emission von Nachrangobligationen um 9,3 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 209,1 Mio. EUR betrugen die gesamten
Eigenmittel 983,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 7,4%. Die Gesamtkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 16,6%.


BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR

in Mio. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Grundkapital

85,9

85,9

Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände

1.193,6

1.279,0

Abzugsposten

-610,2

-655,3

Hartes Kernkapital (CET1)

669,3

709,51)

Harte Kernkapitalquote

11,8%

11,9%

 

 

 

AT1-Anleihe

55,9

65,2

Zusätzliches Kernkapital

55,9

65,2

Kernkapital (CET1 + AT1)

725,2

774,7

Kernkapitalquote

12,8%

13,0%

 

 

 

Ergänzungskapital

190,9

209,1

Eigenmittel insgesamt

916,1

983,8

Gesamtkapitalquote

16,2%

16,6%

 

 

 

Total Risk Exposure Amount

5.664,1

5.943,8




1)Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.




Leverage Ratio entwickelte sich positiv

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss
außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 8,2%. Wir überschreiten damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%.


Seit dem Jahr 2020 gibt es bei der Berechnung der Leverage Ratio eine wesentliche Neuerung. Forderungen an Zentralbanken können temporär von der
Leverage Ratio ausgenommen werden. Im Berichtsjahr haben wir von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.



Leverage Ratio


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Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt

Die MREL-Quote steht für Minimum
Requirement for Eligible Liabilities and Own Funds und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.


Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der BKS Bank einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,99% der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, TLOF) auf konsolidierter Ebene vorgeschrieben. Die MREL-Quote betrug zum Jahresende 19,4% auf Basis TLOF. Ab Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amounts (TREA) neu zu ermitteln Die aufsichtsrechtlich vorgegebene Mindestquote beträgt 22,3%, welche wir zum Jahresende 2021 mit 32,3% bereits erfüllten.

Risikomanagement

Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 171 im Kapitel Risikobericht dargestellt.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungs-legungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und
Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch das European Single Electronic Format (ESEF).

Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risiko-vorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkon-solidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben.

Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den
General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.

Kontrollaktivitäten

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Berechtigungen monitort, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-
Augen-Prinzip konsequent angewendet.


Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

Information und Kommunikation

Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise
Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischen-bericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.



Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.

Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.











Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die BKS Bank veröffentlicht die nicht-
finanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungs-
gesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2021. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen nur einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar.
Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2021 berichtet.

Governance

Die BKS Bank hat seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert. Unter dem Motto „Verantwortungsbewusst in eine lebenswerte Zukunft“ gliedert sich diese in fünf Handlungsfelder:

Je Handlungsfeld haben wir bis 2025 strategische Nachhaltigkeitsziele festgelegt, um den Erfolg messbar machen zu können. Beispielsweise wollen wir unseren Status als Branchenleader in Sachen Nachhaltigkeit beibehalten und weiterhin von ISS ESG mit dem Prime-Status geratet werden. Wir streben unter anderem langfristig Klimaneutralität an, wollen den Anteil der nachhaltigen Investmentbausteine in der Vermögensverwaltung auf 30% erhöhen und den Gender-Pay-Gap auf 12% reduzieren.


Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit ist aufgrund ihrer hohen Bedeutung im Verantwortungsbereich der Vorstandsvorsitzenden verankert, die
regelmäßig dem Aufsichtsrat über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie berichtet.

Die CSR-Verantwortliche entwickelt und koordiniert das CSR-Programm gemeinsam mit den in- und ausländischen CSR-Teams. In vierteljährlichen CSR-Jour fixes werden mit mehreren Vorstandsmitgliedern der Fortschritt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert und weitere Schritte definiert.

Management von ESG-Risiken

Nachhaltigkeits- oder ESG-Risiken sind für die BKS Bank Ereignisse oder Bedingungen aus Umwelt (E), Sozialem (S) oder Unternehmensführung (G), die tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage oder die Reputation unseres Unternehmens haben können. Bei der Betrachtung dieser Risikoart legen wir die doppelte Wesentlichkeit zugrunde, insbesondere betrachten wir in unserem auf der Folgeseite dargestellten ESG-Risikomanagementprozess auch Wechselwirkungen zwischen ESG- und
finanziellen Risiken.

Die Gesamtverantwortung für das
ESG-Risikomanagement trägt der Vorstand, mit dem Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen in mehreren Gremien, wie dem Kreditrisiko-Jour fixe, dem Aktiv-Passiv-Management-Gremium oder dem OR-Gremium auf breiter Basis diskutiert und bewertet werden. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt als feinmaschiges Netz innerhalb der einzelnen Risikoarten. Daher beziehen sich die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von ESG- und insbesondere Klimarisiken auf die unterschiedlichen Steuerungsebenen und Risikokategorien.



ESG-Risikomanagementprozess


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Zur Identifizierung, Bewertung und

Steuerung von ESG-Risiken und

-Chancen setzen wir vielfältige Due-Diligence-Prozesse ein. Beispielhaft genannt seien

Im Berichtsjahr führten wir mehrere Risk-assessments auf Einzelkunden- und Portfolio-Ebene durch. Dabei zeigte sich, dass nur ein sehr geringer Teil der Kunden unseres Hauses durch ESG-Risiken stärker gefährdet ist.


Die höchste Risikoexponiertheit weisen Kunden aus der Landwirtschaft, der Wasserversorgung, der Abfallentsorgung und dem Tourismus auf.

Aus den Ergebnissen der Due-Diligence-Prozesse leiten wir Mitigationsmaßnahmen zur Risikominimierung ab. Zu diesen zählen wir unter anderem



Regelmäßige Stakeholderdialoge

Der Austausch mit unseren Stakeholdern bildet eine wichtige Quelle für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. 2021 tauschten wir uns mit Nachhaltigkeitsexperten zum Green Deal aus und führten Mitarbeiter- und Kundenbefragungen durch.

Soziale Aktivitäten

94% unserer Mitarbeiter sind stolz, in der BKS Bank zu arbeiten. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 2,0 auf einer sechsteiligen Skala. Diese erfreulichen Werte sind zwei der Kernergebnisse der Mitarbeiterbefragung 2021. In Zeiten, in denen am Arbeitsmarkt ein starker Wettbewerb um die besten Köpfe herrscht, sehen wir diese Bewertung als Auszeichnung.

Der BKS Bank Konzern ist Arbeitgeber für 1.145 Personen aus 15 Nationen. Um der steigenden Diversität Rechnung zu tragen, wurde 2020 eine Diversitätsbeauftragte ernannt und im Berichtsjahr das Ausbildungsprogramm um mehrere Angebote zum Thema erweitert.

Ziel beim Anteil von Frauen in Führungspositionen übertroffen

Ein Fokus in der Beseitigung von Ungleichheiten liegt auf der Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte und der Reduktion des Gender-Pay-Gaps. Erfreulicherweise ist es uns erstmals gelungen, mit einem Frauenanteil unter Führungskräften von 36,5% unser Ziel von 35% zu übertreffen. Auch beim Gender-Pay-Gap, der bis 2025 auf 12% in Österreich sinken soll, konnten wir uns dem Zielwert weiter annähern. Am Jahresende lag die Einkommensdifferenz bei 16,2%.

Familienfreundlichstes Unternehmen Kärntens

Eine wichtige Rolle für die Erhöhung der Zahl weiblicher Führungskräfte und im Employer Branding spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Österreich, Slowenien und Kroatien tragen wir die jeweils landesübliche Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen. In Kärnten wurden wir kürzlich zum „Familienfreundlichsten Großunternehmen 2021“ gekürt.

Gut ausgebildet

2021 verbrachten unsere Beschäftigten über 36.600 Stunden auf Ausbildung.
Einer der Ausbildungsschwerpunkte lag auf dem Thema Nachhaltigkeit. So absolvierten alle als European Investment
Practitioner zertifizierten Anlageberater eine mehrstufige Ausbildung zur nachhaltigen Geldanlage. Auf großes Echo stieß auch das erstmals angebotene Exzellenzprogramm für erfahrene Führungskräfte.


Überblick über den Personalstand

Mitarbeiter nach Personen

2019

2020

2021

Gesamt

1.128

1.133

1.145

•davon in Österreich

851

851

856

•davon in Slowenien

150

154

158

•davon in Kroatien

76

79

82

•davon in der Slowakei

46

45

45

•davon in Italien

4

4

4

•davon in Ungarn

1

-

-

•davon Frauen

637

641

663

•davon Männer

491

492

482

•davon Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen

27

25

24





Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht
besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeiter nicht konsolidierter
Gesellschaften.


Durch die Bank gesund

Großes Augenmerk legten wir im
Berichtsjahr wieder auf die Gesundheit
unserer Mitarbeiter. Über die Maßnahmen zur COVID-19-Prävention informieren wir Sie auf Seite 68 dieses Berichts. Darüber hinaus haben wir unsere Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung auch 2021 angeboten. Das Jahresprogramm „Durch die Bank gesund“ stand im
Zeichen der Lebergesundheit. Es wurde von 255 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Positiv zu vermerken ist auch, dass unser Haus erneut mit dem „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung“ ausgezeichnet wurde.

Verlässlicher Partner für die Gesellschaft

Mit unseren Aktivitäten für die Gesellschaft leisten wir unter anderem einen Beitrag zu den Sustainable Development Goals 1 „Keine Armut“ und 4 „Hochwertige Bildung“. Wichtige Instrumente dafür sind

2021 förderten wir 105 Initiativen mit
216 Tsd. EUR. Darunter die Tage der deutschsprachigen Literatur, den Carinthischen Sommer, den Brahms Wettbewerb, Kärntner in Not oder das SOS-Kinderdorf. Unsere Mitarbeiter zeigten auch ein großes Herz für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Kroatien. Sie spendeten rund 10.000,- EUR, die an die NGO Solidarna übergeben wurden. Die BKS Bank selbst stellte ein Mobile Home zur Verfügung, das über das Kroatische Rote Kreuz an eine Familie übergeben wurde.

Umwelt

Im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes gehen unsere Ziele zum Ausbau des nachhaltigen Produktangebots, der Dekarbonisierung und der Errichtung von Green Buildings Hand in Hand. Alle dazu initiierten Maßnahmen leisten einen Beitrag,
damit unser Haus langfristig klimaneutral wird.

Ökologisch nachhaltige Produkte

Im Berichtsjahr konnte die BKS Bank das Volumen nachhaltiger Produkte von
580 Mio. EUR auf 765 Mio. EUR ausbauen. Davon sind 556,2 Mio. EUR Finanzierungen mit nachhaltigem Verwendungszweck, wie die Finanzierung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer


Volumen nachhaltiger Produkte*


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*Die Aufstellung umfasst die Volumina von BKS Portfolio-Strategie nachhaltig, der emittierten Green und Social Bonds, der nachhaltigen Investmentbau
steine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten, des Öko-Sparbuchs, des Grünen Sparbuchs, der nachhaltigen Finanzierungen, des Green Loans in
Slowenien und Green Leasings und seit 2021 auch des Green Loans in Kroatien.



Energie, Investitionen in die Kreislaufwirtschaft, die Erhöhung der Biodiversität oder nachhaltige Mobilität. Bislang erfolgt diese Klassifizierung nach einem von der BKS Bank erstellten Kriterienkatalog.

2021 arbeiteten wir intensiv an der Einführung einer Software zur Prüfung, ob eine Finanzierung taxonomiekonform ist, und konnten dabei gute Fortschritte erzielen. Dies erfolgt gemeinsam mit mehreren Banken, dem Verband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) und Dydon. Die Software wird unsere Mitarbeiter userfreundlich durch den Prüfprozess steuern und sicherstellen, dass alle für die Beurteilung notwendigen Kriterien korrekt abgefragt werden. Zusätzlich werden mit künstlicher Intelligenz und verfahrenstechnischen Berechnungen prüfungsrelevante Daten ermittelt. Dies sollte vor allem bei Finanzierungen von KMU Erleichterungen in der Datensammlung bringen.

Zwei Green Bonds aufgelegt

2021 emittierte die BKS Bank zwei Green Bonds. Mit den Emissionserlösen des BKS 0,45% Green Bonds 21-26/2 finanzierten wir die Errichtung des BKS-Holzquartiers. Dies ist ein Green Building im Zentrum von Klagenfurt. Kurz vor Weihnachten setzten wir mit den Stadtwerken Klagenfurt ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz. Die Stadtwerke Klagenfurt tätigen mit 20 Mio. EUR eine Großinvestition in 59 Photovoltaikanlagen. Ein Teil dieser Investition wird mit einem Green Bond der BKS Bank finanziert. Durch diese Photovoltaikanlagen werden künftig rund 13.500 t CO2-Äquivalente jährlich eingespart.

Großer Impact

2021 ermittelten wir zudem den Impact der in den Jahren 2017 bis 2020 aufgelegten Green und Social Bonds auf Umwelt und Gesellschaft. Wir freuen uns, mit unseren nachhaltigen Anleihen beizutragen, dass

Auch im Rahmen der Vermögensverwaltung bieten wir unseren Kunden nachhaltige Alternativen an, allen voran die
BKS Portfolio-Strategie nachhaltig. Diese wurde 2021 erneut mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige
Finanzprodukte ausgezeichnet1). Summa summarum lag der Anteil nachhaltiger
Investmentbausteine in der Vermögensverwaltung am Jahresende 2021 bei 28,5%. Wir stehen somit knapp davor, unseren in der Nachhaltigkeitsstrategie definierten Zielwert von 30% zu erreichen, und zwar deutlich früher als es unserem festgelegten Zielpfad bis 2025 entspricht.

Dekarbonisierung im Eigenportfolio

Auch in unserem Eigenportfolio soll der Anteil von Nachhaltigkeitsfonds kontinuierlich erhöht werden, um ein Paris Alignment zu erreichen. 2021 ist es uns gelungen, die CO2-Emissionen unseres Nostro-Fondsportfolios von 138 t CO2/1 Mio. $ Umsatz auf 105 t CO2/1 Mio. $ Umsatz zu senken, und dabei den gewichteten ESG-Risikoscorewert nach MSCI ESG von A auf AA zu verbessern.



1) Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Technologie (BMK) für
die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig verliehen, weil bei der Auswahl von Aktien/Anleihen/Anteilscheinen/Immobilien bzw. mittels Giro-/Spareinlagen
oder Green Bonds finanzierter Projekte neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet,
dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Aktien/Anleihen/Anteilscheine bzw. Immobilien, Projekte oder Veranlagungs-
formen auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen stellt keine ökonomische Bewertung dar
und lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Finanzprodukts zu.

Gesamtwert Financed Emissions


Assetklasse

Summe der erfassten Finanzierungen und Investitionen
in Tsd. EUR

Scope 1 und 2 Emissionen
in t CO2-Äqu.

Emissionsintensität
in t CO2-Äqu./
Mio. EUR Invested

Scope 3.15

 

 

 

Finanzierungen

4.090.361

1.005.262

245,8

Kfz-Kredite

15.910

2.301

144,6

Vermögensverwaltung

204.584

13.498

66,0

Eigenportfolio

224.444

12.426

55,4

Zwischensumme

4.535.300

1.033.487

227,91)

Scope 3.13

 

 

 

Kfz-Leasingfinanzierungen2)

 

146.580

 

Summe

 

1.180.067

 






1) Die Emissionsintensität von 227,9 t CO2-Äqu./Mio. EUR ergibt sich nicht durch Summieren der darüberstehenden Werte, sondern wird anhand folgender Formel berechnet: Scope 1 und 2 Emissionen / Summe der erfassten Finanzierungen * 1.000.000

2) Für das Leasingportfolio erfolgte die Berechnung in Übereinstimmung mit dem Leitfaden des GHG Protocols zu nachgelagerten geleasten Assets (downstream leased assets), da diese nicht in der PCAF-Methodologie erfasst sind.


Carbon Footprint

Die BKS Bank ermittelt ihren Carbon Foot-print für Scope 1, 2 und kleinere Teile von Scope 3 seit 2012. Der Großteil der von uns verursachten Emissionen entsteht indirekt durch Kredite und Veranlagungsprodukte. 2021 konnten wir erste Fortschritte bei der Berechnung dieser Financed Emissions nach dem Standard der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) erzielen und Emissionsdaten für von uns


vergebene Unternehmenskredite und Kfz-Finanzierungen, unsere Vermögensverwaltungsvarianten und das Eigenportfolio ermitteln. Insgesamt zeigte sich, dass diese Assetklassen indirekte Emissionen im Ausmaß von rund 1,2 Mio. t CO2-Äquivalenten verursachten. Bei der Ermittlung der Emissionen aus dem direkten Geschäftsbetrieb konnten wir im Berichtsjahr die für die Berechnung herangezogene Datenbasis deutlich ausweiten.


Carboon Footprint der BKS Bank

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So konnten wir zum ersten Mal Daten für die An- und Abreise der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz, für IT-Geräte, das Restaurant Oscar und den BKS-Wohnpark mit einbeziehen. Von konzernweit 2.247 t CO2-Äquivalenten entfielen 1.134 (51%) auf die An- und Abreise der Mitarbeiter. Zweitgrößte Emissionsquelle war der Stromverbrauch mit 277 t CO2-Äuqivalenten, gefolgt von Fernwärme mit 209 t CO2-Äquivalenten.

Auch hinsichtlich des Gesamtenergieverbrauchs mussten wir im Berichtsjahr eine Erhöhung von 7,18 GWh auf 7,92 GWh hinnehmen. Davon entfielen rund
97 MWh auf die erstmalige Einbeziehung des Restaurants Oscar und des BKS-Wohnparks.





Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Strategisches CSR-Ziel

Indikator1)

Ausgangswert

31.12.2019

Stand

31.12.2020

Stand

31.12.2021

Wir sind die nachhaltigste Bank Österreichs

 

 

 

 

Best of Class in Sachen Nachhaltigkeit:

 

 

 

ISS ESG-Prime

ü

ü

ü

VÖNIX-Indexmember

ü

ü

ü

EMAS zertifiziert

ü

ü

ü

Green Brand

ü

ü

ü

Wir nuzten digitale Lösungen für einen nachhaltigen Geschäfts- und Arbeitsalltag

Einsparung von
600 Tsd. km p.a. an Dienstreisen durch Videkonferenzen2)

393 Tsd.

203 Tsd.

486 Tsd.

Wir wertschätzen unsere Mitarbeiter und sind stolz
auf diese

 

 

 

Mitarbeiterbefragung: Gesamtzufriedenheit liegt mindestens
bei 1,9

2,0
(letzte Befragung
2017)

2,0
(letzte Befragung
2017)

2,0 

Der Anteil von Frauen in Führungs-positionen steigt
auf 35%

31,6%

33,2%

36,5%

Mindestens 25% der Mitarbeiter nehmen p.a. am Programm der betrieblichen Gesundheits-förderung teil

27,7%

16,2%

22,4%

Der Gender-Pay-Gap wurde auf 12% reduziert

16,5%

16,4%

16,2%







1)Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.

2)Bis 2019 erfassten wir ausschließlich in unseren Videokonferenzräumen abgehaltene Online-Meetings. Seit 2020 kommen auch weitere

Videokonferenzsysteme im Haus zum Einsatz. Die Ermittlung der dadurch eingesparten km ist nur mit großem Aufwand möglich. Für 2020 wurden deshalb nur jene Meetings erfasst, die im Videokonkonferenzraum stattgefunden haben. 2021 haben wir die Einsparung mit einer Hochrechnung basierend auf Daten aus allen eingesetzten Videokonferenzsystemen berechnet. Der Wert kann also nur als Richtwert betrachtet werden.



Strategisches CSR-Ziel

Indikator1)

Ausgangswert

31.12.2019

Stand

31.12.2020

Stand

31.12.2021

Unser Mitarbeiter sind Multiplikatoren für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche
Verantwortung

Mindestens 10% aller Mitarbeiter beteiligen sich p.a. an einem Corporate Volunteering

10,4%

3,9%

3,5%

Nachhaltigkeit verstehen wir
als Innovationstreiber für nachhaltige Bankprodukten

 

Das Neukredit-volumen nach-haltiger Finan-zierungen beträgt p.a. 200 Mio. EUR

131,5

116,8

143,0

Der Anteil an ESG-Investmentbau-steinen in der Ver-mögensverwaltung erhöht sich auf 30%.3)

k.A.

13,2%

28,5%

Mit exzellenter Beratung begeistern wir unsere
Kunden

 

EFQM - Recognized for Excellence 7 Star2)

EFQM - Recognized for Excellence 5 Star

EFQM - Recognized for Excellence 5 Star

EFQM - Recognized for Excellence 5 Star

Die Gesamtzufrie-denheitsnote von 1,5 in unserer Kunden-befragung

1,5

1,5

1,5

Wir streben Klimaneu-
tralität an

 

Reduktion des Carbon Footprint je Mitarbeiter auf 0,85 t CO2-Äquivalente

1,0 t CO2-Äquivalente

0,9 t CO2-Äquivalente

0,9 bzw.
2,3 t CO2-Äquivalente4)

Der Gesamtenergie-verbrauch sinkt bis 2025 auf 7,2 GWh

7,59 GWh

7,18 GWh

7,92 GWh

Wir entwickeln unsere Immobilien zu Green
Buildings

Mindestens fünf bauliche Maß-nahmen in Richtung Green Building p.a.

ü

ü

ü

Wir engagieren uns in Netz-werken der Verantwortung

 

 

 

UN Global Compact

ü

ü

ü

respACT – austrian business council for sustainable development,

ü

ü

ü

Verantwortung zeigen!

ü

ü

ü

WWF CLIMATE GROUP

ü

ü

ü

Wir tragen dazu bei, die Chancengleichheit in der Gesellschaft zu erhöhen

Mindestens fünf Financial Literacy-Maßnahmen jährlich

ü

ü

ü






1)Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.

2)Das EFQM-Bewertungssystem wurde ab dem Jahr 2020 neu definiert und um weitere Exzellenzstufen ergänzt, die Bewertung der BKS Bank erfolgte noch nach dem vorher gültigen Modell

3) In der Berichterstattung der vergangenen Jahre wurden die nachhaltigen Investmentbausteine der österreichischen Vermögensverwaltungsvarianten in Relation zum Gesamtvolumen der Vermögensverwaltung in Österreich gesetzt. In diesem Berichtsjahr haben wir die Berechnung auf konzernweite Daten umgestellt und auch die Vergangenheitswerte angepasst.

4) Im Berichtsjahr wurde die Datenbasis für die Berechnung deutlich ausgebaut. Der CO2-Footprint je Mitarbeiter von 0,9 t CO2-Äquivalenten ist jener, den wir ohne Ausweitung der Datenbasis erzielt hätten. 2,3 t CO2-Äquivalente zeigen den neuen Gesamtwert an. Ein auf die verbesserte Datenbasis abgestimmtes Ziel wird 2022 formuliert werden.

Ausblick

Russland-Ukraine-Konflikt und Inflation gefährden den Wirtschaftsaufschwung

Ende Feber hat Russland die Ukraine angegriffen. Der russische Angriff hat globale Schockwellen ausgelöst und die Börsen und Wirtschaft hart getroffen. Zwar spielt Russland als Wirtschaftspartner für die EU und auch für Österreich eine kleinere Rolle, allerdings gibt es große Abhängigkeiten im Hinblick auf die Gasimporte. Die Preise für Energie sind seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts bereits gestiegen. An den internationalen Aktienmärkten kam es zu heftigen Kurseinbrüchen und viele Anleger flüchteten in Anlagen wie Gold und Anleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten. Welche Auswirkungen der russische Einmarsch auf die weltweiten Konjunkturentwicklungen hat, ist zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses schwer abschätzbar. Experten sind sich einig, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen weltweit und besonders in Europa stark spürbar sein werden und den Wirtschaftsaufschwung beeinträchtigen werden.

Auch die hohe Inflation dämpft die Konjunkturprognosen wie ein vor Kurzem veröffentlichter Konjunkturbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt. Die Inflation wird im Jahr 2022 voraussichtlich deutlich höher sein, als noch vor wenigen Monaten erwartet wurde. Die
hohen Inflationsraten sowie die Angst vor Zweitrundeneffekten, gepaart mit hohen Rohstoffpreisen, und die Aussicht auf eine restriktivere Notenbankpolitik werden im laufenden Jahr die grundsätzlich solide wirtschaftliche Entwicklung bremsen. So soll laut IWF die globale Wirtschaft im Jahr 2022 nunmehr um 4,4% wachsen, was um 0,5% unter der Herbstprognose liegt. Für die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, wurde die Prognose seitens des IWF um 1,2% auf 4,0% gesenkt.


In der Eurozone geht man im Moment von einem Wachstum von 3,9% aus, nicht eingerechnet sind hier etwaige Rückschläge durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Die Prognose für das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China wurde seitens des IWF um 0,8% auf 4,8% gesenkt. China leidet vor allem an den Turbulenzen des Immobilien-
sektors.

In den für unser Haus wichtigen Auslandsmärkten Slowenien, Kroatien und Slowakei wird seitens der Europäischen Kommission ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Laut Herbstprognose soll die Wirtschaft in Slowenien im Jahr 2022 um 4,2% wachsen, in Kroatien soll das Wachstum 5,6% betragen und in der Slowakei erwartet man ein Wachstum in Höhe von 5,3%. Wobei auch hier noch nicht abschätzbar ist, wie sich der Krieg in der Ukraine auf das BIP-Wachstum dieser Länder auswirken wird.

Erwartung für Kapitalmärkte

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat bereits ein Beben an den internationalen Börsenplätzen ausgelöst. Aufgrund vieler Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass es im Jahresverlauf immer wieder zu temporären Kurskorrekturen kommen könnte, vor allem bei Aktienanlagen. Trotz der Aussicht auf höhere Kursschwankungen, bleibt der mittelfristige Ausblick unserer Meinung nach ins-
besondere für Aktien weiter positiv. Zudem ist der Aktienmarkt, vor allem in Anbetracht der hohen Inflationsraten, die einzige Chance auf einen realen Kapitalerhalt. Das ist vielen Anlegern bewusst, demnach sollten Aktienmärkte auch zukünftig gut unterstützt bleiben.

Das Umfeld für Anleihen gestaltet sich weiterhin äußerst schwierig. Das absolute Renditeniveau bei Staatsanleihen ist trotz Zinsanstiegen in den vergangenen Monaten immer noch unattraktiv.

Zudem ist davon auszugehen, dass die Zinsen in diesem Segment weiter steigen werden, was die Kurse belasten wird.
Unternehmensanleihen erscheinen in diesem Umfeld attraktiver. Aber auch hier ist, zumindest temporär, davon auszugehen, dass das Renditeniveau ansteigen könnte, was sich zwischenzeitlich negativ auf die Kurse auswirken dürfte. Eine sehr gute
Ergänzung in diesem Segment sind Social und Green Bonds. Diese fördern soziale und umweltfreundliche Projekte. Somit hat man die Sicherheit, dass das zur Verfügung gestellte Kapital einen ökologischen und/oder einen sozialen Mehrwert bringt.

Rechtliche Auseinandersetzungen

Wir gehen davon aus, dass uns die Verfahren, die die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank führen, auch im Jahr 2022 beschäftigen werden. Der bisherige Gang der Verfahren bestärkt uns aber in unserer Sichtweise, dass die BKS Bank sich stets rechtskonform verhalten hat und die von den genannten Minderheitsaktionärinnen erhobenen Vorwürfe haltlos sind.

Schwieriges Wirtschaftsjahr
liegt vor uns

Im aktuellen Geschäftsjahr feiern wir
unser 100-jähriges Bestehen. Damals, im Jahr 1922, war der Erste Weltkrieg erst
wenige Jahre zu Ende und die Wirtschaft erholte sich nur langsam von den Kriegsstrapazen. Bedauerlicherweise ist der
Frieden in Europa 100 Jahre später erneut dramatisch bedroht. Die Gefahr eines länger anhaltenden Krieges könnte zu erheblichen wirtschaftlichen Rückschlägen führen, deren Auswirkungen auch auf unsere Kernmärkte ausstrahlen könnten. Wir rechnen mit einem herausfordernden Wirtschaftsjahr.


Die Kreditnachfrage dürfte nach den jüngsten Ereignissen deutlich weniger dynamisch ausfallen als noch vor Kurzem angenommen. Der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen könnte in den kommenden Monaten steigen. Im Primäreinlagen-
geschäft rechnen wir mit weiteren Zuwächsen, wobei wir durch die Emission
eigener Anleihen wachsen und insbesondere auch institutionelle Anleger gewinnen möchten.

In der Ertragsrechnung bleibt das Zinsgeschäft der wichtigste Posten. Ungewiss ist, ob es in den kommenden Monaten zu
einer Trendwende in der Zinspolitik kommen wird. Vor wenigen Wochen noch waren wir bei dieser Frage optimistischer. Es schien, dass die Zeit des billigen Geldes und der historisch niedrigen Zinsen langsam zu Ende ginge. Durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse schwindet die Chance auf eine Trendumkehr. In den Planrechnungen für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit moderaten Steigerungen im Zinsergebnis. Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes bleibt im Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie, wobei unser Fokus auf dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft liegt.

Die Kostenentwicklung gut im Griff zu halten, bleibt auch für 2022 ein wichtiges Thema. Durch den Konkurs der EU-Tochter der russischen Sberbank ist mit höheren Beitragszahlungen für den Einlagensicherungsfonds zu rechnen und auch die hohe Inflation wird zu Kostensteigerungen in vielen Bereichen führen.

Strategisch werden wir uns den zwei
bestimmenden Themen in der Finanz-
branche – Nachhaltigkeit und Digitalisierung – widmen. Mit beiden Themen sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit ist uns seit vielen Jahren eine besondere Herzensangelegenheit. Wir haben viel Überzeugungs- und Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet und zählen zu den Besten in
Sachen Nachhaltigkeit.

Um unsere Vorreiterrolle auszubauen,
haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen bzw. neue Vorhaben in das Projektportfolio aufgenommen, darunter die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, Maßnahmen zur Erreichung der
Klimaneutralität oder den Ausbau des nachhaltigen Produktangebotes. Auch Maßnahmen zur Entwicklung grüner
Immobilienprojekte finden sich auf unserer strategischen Agenda. Im Frühjahr 2022 werden wir unser drittes Green Building, einen Wohnpark mit Geschäfts-
flächen und einer BKS Bank-Filiale, in
Eisenstadt fertigstellen und an die Mieter übergeben.

Dem zweiten großen Thema, der Digitalisierung, widmen wir uns ebenfalls mit viel Elan. Auch in diesem Bereich ist das
Projektportfolio prall gefüllt.


Von der Digitalisierung des Firmenkundenkreditprozesses über den Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes für Firmenkunden und Privatkunden bis hin zu einer personalisierten und individualisierten Kundenansprache reichen die geplanten Vorhaben.

Ergebnisentwicklung 2022 mit Unsicherheiten behaftet

Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse und die damit allenfalls verbundenen Marktverwerfungen beeinträchtigt werden. Die operative Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen verlief vielversprechend, nichtsdestotrotz wird es angesichts des eingetrübten Umfeldes herausfordernd werden, die Geschäftsziele für 2022 zu erreichen.




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Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022



Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes






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Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2021

Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. EUR

Anhang/Notes

2020

2021

± in %

Zinserträge aus Anwendung der Effektivzinsmethode

 

142.305

144.685

1,7

Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge

 

23.584

22.222

-5,8

Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen

 

-29.417

-27.989

-4,9

Zinsüberschuss1)

(1)

136.472

138.918

1,8

Risikovorsorge

(2)

-25.026

-32.389

29,4

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge

 

111.446

106.529

-4,4

Provisionserträge

 

69.709

73.216

5,0

Provisionsaufwendungen

 

-5.363

-6.113

14,0

Provisionsüberschuss

(3)

64.346

67.103

4,3

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

(4)

30.903

44.959

45,5

Handelsergebnis

(5)

2.231

785

-64,8

Verwaltungsaufwand

(6)

-123.154

-125.346

1,8

Sonstige betriebliche Erträge

(7)

7.939

8.460

6,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(7)

-12.416

-14.996

20,8

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten

 

3.608

5.454

51,2

•Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten

(8)

457

170

-62,8

•Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)

(9)

1.866

4.168

>100

•Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV

(10)

1.326

1.404

5,9

•Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten1)

(11)

-41

-288

>-100

Jahresüberschuss vor Steuern

 

84.904

92.948

9,5

Steuern vom Einkommen

(12)

-10.152

-12.189

20,1

Jahresüberschuss

 

74.752

80.759

8,0






1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.





Sonstiges Ergebnis

in Tsd. EUR

 

2020

2021

± in %

Jahresüberschuss

 

74.752

80.759

8,0

Sonstiges Ergebnis

 

-1.001

11.316

>100

Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss

 

1.549

11.369

>100

±Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19

 

2.463

2.959

20,2

±Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19

 

-616

-737

-19,6

±Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

 

-815

7.060

>100

±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden

 

108

-1.765

>-100

±Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert)

 

668

388

-42,0

±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert)

 

-167

-97

42,0

±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden

 

-91

3.561

>100

Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss

 

-2.550

-53

-97,9

±Währungsumrechnungsdifferenzen

 

-83

23

>100

±Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

 

684

-1.230

>-100

±Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts

 

684

-1.230

>-100

±Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust

 

-

-

-

±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

 

-171

308

>100

±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden

 

-2.980

847

>100

Gesamtergebnis

 

73.751

92.075

24,8







Gewinn und Dividende je Aktie

 

2020

2021

Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf1)

42.056.475

42.076.156

Dividende je Aktie in Euro

0,12

0,23

Gewinn je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert)2)

1,72

1,85




1) Mit der Anfang November 2020 abgeschlossenen Umwandlung aller Vorzugsaktien in Stammaktien sind nur mehr Stammaktien im Umlauf (VJ: Stamm- und Vorzugsaktien).

2) Für die Berechnung des Gewinns je Aktie wird vom Jahresüberschuss in Höhe von 80,8 Mio. EUR (Vorjahr: 74,8 Mio. EUR) die Kuponzahlung der emittierten Tier 1-Anleihen in Höhe von 4,0 Mio, EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen, wodurch der Berechnung der Kennzahl ein Jahresüberschuss von 77,8 Mio. EUR (Vorjahr: 72,3 Mio. EUR) zugrundeliegt.

In der Kennziffer „Gewinn je Aktie“ wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

Quartalsübersicht 2021

in Tsd. EUR

Q1/2021

Q2/2021

Q3/2021

Q4/2021

Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge

39.846

41.199

42.718

43.145

Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen

-6.830

-6.720

-7.254

-7.185

Zinsüberschuss

33.016

34.479

35.464

35.960

Risikovorsorge

-6.156

-3.309

-2.669

-20.254

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge

26.860

31.170

32.794

15.706

Provisionserträge

18.375

17.913

17.913

19.015

Provisionsaufwendungen

-1.533

-1.412

-1.175

-1.993

Provisionsüberschuss

16.842

16.501

16.738

17.022

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

7.365

9.606

14.713

13.275

Handelsergebnis

39

167

352

226

Verwaltungsaufwand

-32.673

-31.700

-31.573

-29.400

Sonstige betriebliche Erträge

1.735

2.227

2.456

2.042

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-8.326

-1.442

-1.423

-3.805

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten

2.300

2.836

-1.374

1.692

•Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten

7

-322

-1.165

1.649

•Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)

2.239

1.998

-588

518

•Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV

51

1.149

340

-135

•Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

3

11

39

-341

Jahresüberschuss vor Steuern

14.142

29.365

32.684

16.757

Steuern vom Einkommen

-3.204

-3.731

-3.253

-2.001

Jahresüberschuss

10.938

25.634

29.430

14.756







Quartalsübersicht 2020

in Tsd. EUR

Q1/2020

Q2/2020

Q3/2020

Q4/2020

Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge

42.767

42.719

39.765

40.637

Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen

-7.840

-7.608

-6.806

-7.164

Zinsüberschuss1)

34.927

35.111

32.959

33.474

Risikovorsorge

-6.251

-9.133

-6.728

-2.913

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge

28.676

25.978

26.231

30.561

Provisionserträge

18.245

16.180

16.529

18.755

Provisionsaufwendungen

-1.315

-1.141

-1.414

-1.493

Provisionsüberschuss

16.931

15.039

15.115

17.261

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

-267

2.778

12.100

16.292

Handelsergebnis

558

934

-2

740

Verwaltungsaufwand

-30.004

-30.407

-32.042

-30.700

Sonstige betriebliche Erträge

1.573

1.587

1.996

2.783

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-6.121

-3.499

-1.308

-1.488

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten

-6.445

5.891

229

3.933

•Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten

264

201

-102

94

•Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)

-6.531

4.075

988

3.335

•Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV

-177

1.614

-656

545

•Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten1)

0

1

0

-41

Jahresüberschuss vor Steuern

4.900

18.301

22.320

39.383

Steuern vom Einkommen

-2.368

-1.045

-4.240

-2.499

Jahresüberschuss

2.532

17.256

18.080

36.884






1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte in der Quartalsübersicht 2020 wurden entsprechend angepasst.


Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

in Tsd. EUR

Anhang/Notes

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Barreserve

(13)

1.102.688

1.479.418

34,2

Forderungen an Kreditinstitute1)

(14)

282.770

94.582

-66,6

Forderungen an Kunden1)

(15)

6.569.965

6.958.625

5,9

Handelsaktiva

(16)

10.526

8.561

-18,7

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere1)

(17)

917.599

999.561

8,9

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

(18)

153.426

154.548

0,7

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

(19)

661.538

709.256

7,2

Immaterielle Vermögenswerte

(20)

10.153

9.655

-4,9

Sachanlagen

(21)

78.240

80.695

3,1

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(22)

41.192

52.557

27,6

Latente Steuerforderungen

(23)

10.988

8.484

-22,8

Sonstige Aktiva

(24)

17.391

22.026

26,7

Summe der Aktiva

 

9.856.476

10.577.968

7,3






1)Zum Bilanzstichtag 30.06.2021 kam es zu einer Darstellungsänderung bei den Risikovorsorgen. Diese werden nicht mehr als eigene Bilanzposition mit Negativwert in der Bilanz ausgewiesen, sondern werden mit dem Bruttobuchwert der entsprechenden Bilanzposition saldiert. Die Darstellung der Vorjahreswerte wurde ebenfalls geändert.

Passiva

in Tsd. EUR

Anhang/Notes

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(25)

899.929

826.912

-8,1

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

(26)

6.542.245

7.142.532

9,2

•hiervon Spareinlagen

 

1.401.674

1.351.180

-3,6

•hiervon sonstige Verbindlichkeiten

 

5.140.571

5.791.352

12,7

Verbriefte Verbindlichkeiten

(27)

647.463

732.523

13,1

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss

 

63.429

56.999

-10,1

Handelspassiva

(28)

13.711

7.886

-42,5

Rückstellungen

(29)

129.434

119.385

-7,8

Sonstige Passiva

(30)

51.440

48.442

-5,8

Nachrangkapital

(31)

209.583

240.942

15,0

Eigenkapital

(32)

1.362.671

1.459.346

7,1

Summe der Passiva

 

9.856.476

10.577.968

7,3







Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2021

in Tsd. EUR

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklagen

Währungsveränderung

Fair Value-Rücklage

Gewinnrücklagen

Jahresüberschuss

zusätzliche Eigenkapitalinstr.1)

Eigenkapital

Stand 01.01.2021

85.886

241.416

-752

26.022

879.451

74.748

55.900

1.362.671

Ausschüttung

 

 

 

 

 

-5.047

 

-5.047

Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente

 

 

 

 

 

-3.971

 

-3.971

Dotierung Gewinnrücklagen

 

 

 

 

65.730

-65.730

 

-

Jahresüberschuss

 

 

 

 

 

80.759

 

80.759

Sonstiges Ergebnis

 

 

401

7.486

3.429

 

 

11.316

Kapitalerhöhung

 

 

 

 

 

 

 

-

Veränderung aus at Equity-Bilanzierung

 

 

 

 

2.685

 

 

2.685

Veränderung eigener Aktien

 

 

 

 

1.289

 

 

1.289

Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente

 

 

 

 

 

 

9.300

9.300

Umgliederung

 

 

 

820

-820

 

 

-

Übrige Veränderungen

 

 

 

 

345

 

 

345

Stand 31.12.2021

85.886

241.416

-351

34.327

952.109

80.759

65.200

1.459.346











 .

 

Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden)

27.147

Stand der Steuerlatenz-Rücklage

-6.787



1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.




Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2020

in Tsd. EUR

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklagen

Währungsveränderung

Fair Value-Rücklage

Gewinnrücklagen

Jahresüberschuss

zusätzliche Eigenkapitalinstr.1)

Eigenkapital

Stand 01.01.2020

85.886

241.416

-117

28.331

797.877

92.905

55.200

1.301.498

Ausschüttung

 

 

 

 

 

-5.045

 

-5.045

Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente

 

 

 

 

 

-3.396

 

-3.396

Dotierung Gewinnrücklagen

 

 

 

 

84.463

-84.463

 

-

Jahresüberschuss

 

 

 

 

 

74.748

 

74.748

Sonstiges Ergebnis

 

 

-635

-2.662

2.296

 

 

-1.001

Kapitalerhöhung

 

 

 

 

 

 

 

-

Veränderung aus at Equity-Bilanzierung

 

 

 

 

-4.586

 

 

-4.586

Veränderung eigener Aktien

 

 

 

 

-260

 

 

-260

Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente

 

 

 

 

 

 

700

700

Umgliederung

 

 

 

352

-352

 

 

-

Übrige Veränderungen

 

 

 

 

13

 

 

13

Stand 31.12.2020

85.886

241.416

-752

26.022

879.451

74.748

55.900

1.362.671











 .

 

Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden)

20.242

Stand der Steuerlatenz-Rücklage

-5.060



1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (32) Eigenkapital.




Konzern-Geldflussrechnung

Entwicklung der Zahlungsströme

in Tsd. EUR

2020

2021

Jahresüberschuss

74.752

80.759

Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten
und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit

 

 

•Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen

25.518

41.029

•Veränderung der Rückstellungen

-1.212

4.175

•Veräußerungsgewinne und -verluste

-246

-118

•Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen

-9.414

-14.169

•Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

-30.904

-44.959

Nettozinsertrag

-135.565

-138.918

Steueraufwand

10.152

12.190

Zwischensumme

-66.919

-60.011

Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile

 

 

•Forderungen an Kreditinstitute, Kunden

-370.098

-227.985

•Handelsaktiva

-1.771

1.966

•Übrige Aktiva

-1.363

-5.181

•Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

933.312

528.540

•Handelspassiva

2.863

-5.825

•Rückstellungen und Sonstige Passiva

-4.720

-8.764

Erhaltene Zinsen

158.416

162.971

Gezahlte Zinsen

-28.013

-33.509

Erhaltene Dividenden

5.773

3.532

Gezahlte Steuern

-11.651

-14.796

Cash Flow aus operativer Tätigkeit

615.829

340.938

Mittelzufluss aus der Veräußerung von:

 

 

•Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

38.566

70.461

•Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

8.135

48.882

•Im Eigentum befindliches Anlagevermögen

67

353

Mittelabfluss durch Investitionen in:

 

 

•Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

-66.811

-154.689

•Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

-24.929

-37.737

•Im Eigentum befindliches Anlagevermögen

-13.093

-13.793

•At Equity bilanzierte Unternehmen

-3.836

-

Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen

36

4.335

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

-61.865

-82.188

Kapitalerhöhung

-

-

Dividendenzahlungen

-196

-5.047

Emission zusätzliche Eigenkapitalbestandteile

700

9.300

Kuponzahlung zusätzliche Eigenkapitalinstrumente

-3.396

-3.971

Rückkauf von eigenen Aktien

-3.940

-284

Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien

3.680

1.573

Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten

105.512

208.727

Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten

-102.000

-89.750

Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten

-2.535

-2.674

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

-2.176

117.873

Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres

550.752

1.102.688

Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit

615.829

340.938

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

-61.865

-82.188

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

-2.176

117.873

Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand

147

106

Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres

1.102.688

1.479.418






Erläuterungen (Notes) zum
Konzernabschluss der BKS Bank

Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
I. Allgemeine Angaben

Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2021 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der „Bank für Kärnten“. 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986 an der Wiener Börse und sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.

Als Kreditinstitut mit Sitz in Österreich ist es unser Zweck, Unternehmer und Privatpersonen bei ihren Finanzgeschäften zu unterstützen, um somit ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft und Gesellschaft zu sein. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit bieten wir unseren Kunden ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk.

Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 11. März 2022 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.

II. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Die im Geschäftsjahr 2020 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, auch 2021 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.

Anzuwendende Standards/Amendments ab 01.01.2021

Standards/Amendments

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen

Endorsement
durch die EU

IFRS 4 - Versicherungsverträge (Amendment)

01.01.2021

Dezember 2020

IFRS 9 - Finanzinstrumente, IAS 39 - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung und IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben,
IFRS 4 - Versicherungsverträge,
IFRS 16 - Leasingverhältnisse (Amendments)

01.01.2021

Januar 2021

IFRS 16 - Leasingverhältnisse (Amendment)

01.04.2021

August 2021





IFRS 4 – Versicherungsverträge

Mit den Änderungen von IFRS 4 wird die bestehende Option zur verzögerten Erstanwendung von IFRS 9 auf den neuen Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 verlängert. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.

IFRS 16 – COVID-19-bezogene Mietkonzessionen

Der IASB hat Ende März 2021 die praktische Erleichterung, die dem Leasingnehmern zur bilanziellen Abbildung von Zugeständnissen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie im Mai 2020 eingeräumt wurde, um ein Jahr verlängert. Diese Erleichterung erlaubt dem Leasingnehmer, im Falle von Mietzugeständnissen als direkte Folge der COVID-19-Pandemie auf die Beurteilung einer möglichen Modifikation gemäß IFRS 16 zu verzichten. Dementsprechend wird der Zeitraum nunmehr auf Zahlungen mit einer ursprünglichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2022 ausgeweitet. Im BKS Bank Konzern wird von dieser Erleichterung kein Gebrauch gemacht.

IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 – Interest Rate Benchmark Reform Phase 2

Die mit 13. Januar 2021 in EU-Recht übernommenen Änderungen beziehen sich auf Sachverhalte, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, wenn ein bestehender Referenzzinssatz tatsächlich ersetzt wird. Die Änderungen befassen sich mit der Modifikation von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten, mit Vorschriften in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie mit Angabevorschriften gemäß IFRS 7. Für Modifikationen, die als direkte Folge der IBOR-Reform erforderlich sind und auf einer wirtschaftlich gleichwertigen Grundlage vorgenommen werden, führt der IASB mit diesen Änderungen eine Erleichterung ein. Diese Modifikationen werden durch eine Aktualisierung des Effektivzinssatzes bilanziert, alle anderen Modifikationen werden unter Anwendung der bestehenden IFRS-Vorschriften bilanziert. Dementsprechend wurde auch IFRS 4 und IFRS 16 geändert, um auch hier ähnliche Erleichterungen anwenden zu können. Die Änderungen hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sehen vor, dass deren Bilanzierung nicht allein aufgrund der IBOR-Reform eingestellt werden kann. Zusätzlich sind gemäß IFRS 7 Anhangsangaben im Zusammenhang mit der IBOR-Reform vorzunehmen. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.

Ab dem 01.01.2022 anzuwendende Standards/Amendments

Standards/Amendments

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach
diesem Stichtag beginnen

Endorsement
durch die EU

IAS 16 - Sachanlagen (Amendment)

01.01.2022

Juli 2021

IAS 37 - Rückstellungen (Amendment)

01.01.2022

Juli 2021

IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment)

01.01.2022

Juli 2021

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards - Zyklus 2018-2020

01.01.2022

Juli 2021





IAS 16-Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung

Die Änderungen an IAS 16 beziehen sich auf die Behandlung von Erträgen, die entstehen, bevor sich eine Sachanlage im betriebsbereiten Zustand befindet. Dementsprechend ist ein Abzug möglicher Nettoerträge aus der Veräußerung von Gütern von den Anschaffungskosten einer Sachanlage nicht gestattet, während diese an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird.

IAS 37–Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen

Mit den Änderungen von IAS 37 wird festgelegt, welche Kosten ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages berücksichtigen sollte, wenn das Unternehmen beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Erfüllungskosten umfassen demnach alle Kosten, die direkt dem Vertrag zuzurechnen sind. Damit sind sowohl Kosten zu berücksichtigen, die ohne den Auftrag nicht anfallen würden (incremental cost) als auch Kosten, die direkt der Vertragserfüllung zuzurechnen sind.


IFRS 3-Unternehmenszusammenschlüsse

Mit der Änderung an IFRS 3 wird ein Verweis auf das Conceptual Framework aktualisiert, ohne jedoch die Vorschriften im Standard bedeutend zu ändern.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards – Zyklus 2018-2020

Die jährlichen Verbesserungen der IFRS beinhalten Änderungen an den folgenden Standards:

Ab dem 01.01.2023 oder zu einem späteren Zeitpunkt anzuwendende Standards/Amendments

Standards/Amendments

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen

Endorsement durch die EU

IAS 1 - Darstellung des Abschlusses (Amendments)

01.01.2023

März 2022

IAS 8 - Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Amendment)

01.01.2023

März 2022

IAS 12 - Ertragsteuern

01.01.2023

Ausständig

IFRS 17 - Versicherungsverträge und Amendments

01.01.2023

November 2021

IFRS 17 - Versicherungsverträge (Amendment)

01.01.2023

Ausständig





Aus den oben angeführten Standards und Amendments ergeben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist.

Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ nach der Erwerbsmethode.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das vollkonsolidierte Unternehmen BKS Hybrid beta GmbH aus dem Konsolidierungskreis mit 31. März 2021 aufgrund von Unwesentlichkeit ausgeschieden. Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung dieser Gesellschaft hat keinen Effekt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Ende Dezember 2021 wurde die Gesellschaft E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH erstkonsolidert.

Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG folgende Unternehmen vollkonsolidiert:

Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises






Gesellschaft

Firmensitz

Kapitalanteil
direkt

Kapitalanteil
indirekt

Datum des
Abschlusses

BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H.

Klagenfurt

99,75%

0,25%

31.12.2021

BKS-leasing d.o.o.

Ljubljana

100,00%

-

31.12.2021

BKS-leasing Croatia d.o.o.

Zagreb

100,00%

-

31.12.2021

BKS-Leasing s.r.o.

Bratislava

100,00%

-

31.12.2021

IEV Immobilien GmbH

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

BKS 2000 - Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH

Klagenfurt

100,00%

 

31.12.2021

BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH

Klagenfurt

-

100,00%

31.12.2021

BKS Immobilien-Service GmbH

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

BKS Service GmbH

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH

Klagenfurt

99,00%

1,00%

31.12.2021







At Equity bilanzierte Gesellschaften

Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:

At Equity bilanzierte Gesellschaften





Gesellschaft

Firmensitz

Kapitalanteil
direkt

Datum des
Abschlusses

Oberbank AG

Linz

14,2%

30.09.2021

BTV AG

Innsbruck

14,0%

30.09.2021






Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 14,8% bzw. 17,2% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,2% bzw. 14,0% jeweils weniger als 20 % der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für die Einbeziehung in den Konzernabschluss der BKS Bank der 30.09.2021 als Stichtag herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst. Da uns derartige Ereignisse nicht bekannt sind, erfolgte keine Anpassung.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

0





Gesellschaft

Firmensitz

Kapitalanteil
direkt

Datum des
Abschlusses

ALGAR

Linz

25,0%

31.12.2021





Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften

Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften






Gesellschaft

Firmensitz

Kapitalanteil
direkt

Kapitalanteil
indirekt

Datum des
Abschlusses

3 Banken IT GmbH

Linz

30,00%

-

31.12.2021

VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

Pekra Holding GmbH

Klagenfurt

100,00%

-

31.12.2021

3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H.

Innsbruck

30,00%

-

31.12.2021







Ergebnisse ausländischer Tochtergesellschaften und Filialen

Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2021








in Tsd. EUR

Nettozinsertrag

Betriebsertrag

Mitarbeiteranzahl (in PJ)

Jahresüberschuss vor Steuern

Steuern vom
Einkommen

Jahres- überschuss

Auslandsfilialen

 

 

 

 

 

 

Filiale Slowenien (Bankfiliale)

10.745

19.536

129,7

5.338

-1.571

3.768

Filiale Kroatien (Bankfiliale)

9.873

11.109

65,2

-11.523

2.065

-9.458

Filiale Slowakei (Bankfiliale)

2.711

3.448

28,8

560

-375

186

Tochtergesellschaften

 

 

 

 

 

 

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

5.454

6.339

19,5

3.210

-606

2.604

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

2.767

3.135

14,6

944

-172

772

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

1.971

1.994

13,8

664

-150

515









Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2020








in Tsd. EUR

Nettozinsertrag

Betriebsertrag

Mitarbeiteranzahl (in PJ)

Jahresüberschuss vor Steuern

Steuern vom
Einkommen

Jahres- überschuss

Auslandsfilialen

 

 

 

 

 

 

Filiale Slowenien (Bankfiliale)

13.441

21.555

129,0

8.133

-1.426

6.707

Filiale Kroatien (Bankfiliale)

8.594

9.555

63,8

61

-97

-36

Filiale Slowakei (Bankfiliale)

2.387

2.763

28,8

497

183

680

Tochtergesellschaften

 

 

 

 

 

 

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

5.491

5.874

18,9

2.288

-429

1.859

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

2.502

3.357

13,3

1.107

-200

908

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

1.755

2.047

13,4

249

-55

194









Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gesetzliche Moratorien und freiwillige Stundungen

In 2020 wurden von der österreichischen Regierung sowie von den Regierungen der Länder, in denen die BKS Bank tätig ist – Slowenien, Kroatien und Slowakei –, Maßnahmen erlassen, um die negativen wirtschaftlichen Folgen aus der COVID-19-Krise einzudämmen. Neben gesetzlichen Moratorien wurden in der BKS Bank Gruppe vereinzelt auch freiwillige Stundungen im Firmen- und Privatkundenbereich sowohl im Inland als auch im Ausland angeboten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es im Inland und Ausland keine gesetzlichen oder privaten Moratorien mehr, die neu vergeben werden. Alle Stundungen, die aktuell von der BKS Bank Gruppe gewährt werden, sind individuelle Vereinbarungen mit den Kunden. Von den in 2020 gestundeten Krediten reduzierte sich das von EBA-konformen Moratorien betroffene Kreditvolumen seit dem Jahresende 2020 von 282,5 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR. Des Weiteren bestehen zum Jahresende 2021 Überbrückungsfinanzierungen mit staatlichen Garantien in Höhe von 99,7 Mio. EUR.

Expected Credit Loss

Im 02. Quartal 2020 hat die BKS Bank eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstige Dienstleistungen, wurden einem kollektiven Stufentransfer unterzogen.

Im 03. Quartal 2020 wurden zusätzlich das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio sowie die Branche Verkehr einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Ende März 2021 wurde neuerlich eine kollektive Beurteilung des Stufentransfers durchgeführt. Sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem aufrechten öffentlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, wurden in Stage 2 migriert. Im dritten Quartal 2021 haben wir die Situation neu bewertet und Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a aus dem kollektiven Stufentransfer ausgenommen.

Insgesamt waren somit auch am Jahresende Finanzinstrumente gemäß IFRS 9.B5.5.1 ff. aus Stufe 1 in Stufe 2 zugeordnet, auch wenn auf individueller Schuldnerebene noch kein signifikanter Anstieg im Kreditrisiko zu identifizieren war.

Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Thema Klimawandel hat in den letzten Jahren starken Einfluss auf unser Geschäftsmodell genommen, indem wir uns auf Geschäfte fokussieren, die positiv zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, zur Bewahrung der Umwelt, zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. In Österreich ist die BKS Bank Vorreiter bei der Emission von Green und Social Bonds. Die Finanzierung von Investitionen mit ökologischem oder sozialem Verwendungszweck ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Jedoch wird sich in den nächsten Jahren das Thema Klimawandel nicht nur in unserem Geschäftsmodell widerspiegeln, sondern die daraus resultierenden Risiken und Chancen können in Zukunft auch Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank haben. Aktuell befindet sich die Integration von ESG-Beurteilungskriterien in den Ratingprozess und in die Sicherheitenbewertung in der technischen Umsetzungsphase, die Finalisierung ist für 2022 geplant. Auf Basis des letzten ESG-Riskassessments gehen wir beim Klimarisiko davon aus, dass Übergangsrisiken bereits kurz- und mittelfristig eine Auswirkung auf die BKS Bank und unsere Kunden mit sich bringen werden. Beispiele für Übergangsrisiken sind höhere Kosten durch CO2-Steuern, teurere Rohstoffe und höhere Energiekosten, Gesetzesänderungen sowie Änderungen im Konsumverhalten. Längerfristig werden schneeärmere Winter und verstärkte Unwetter Auswirkungen auf den Tourismus sowie auf die Land- und Forstwirtschaft haben. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2021 waren jedoch noch keine wesentlichen Risiken aus dem Klimawandel zu berücksichtigen.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).

Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile („Covenants“) enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums.

Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10%), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)

Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.

Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen („Fair Value-OCI-Option“). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.

Finanzinstrumente bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt, der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.

Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden.

In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:

Aktiva

 

Fair Value

fortgeführte Anschaffungs-kosten

Sonstige

Kategorie

Barreserve

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

Forderungen an Kreditinstitute

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

Forderungen an Kunden

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

ü

 

-

FV PL designiert (Fair Value-Option)

ü

 

-

FV PL verpflichtend

Handelsaktiva

ü

 

-

FV PL verpflichtend

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

ü

 

-

FV OCI verpflichtend (mit Recycling)

ü

 

-

FV PL designiert (Fair Value-Option)

ü

 

-

FV PL verpflichtend

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

ü

 

-

FV OCI designiert (ohne Recycling)

ü

 

-

FV PL verpflichtend








Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Gewinne oder Verluste aus der Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (designiert), werden im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.

Passiva

 

Fair Value

fortgeführte Anschaffungs-kosten

Sonstige

Kategorie

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

Verbriefte Verbindlichkeiten

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten

 

ü

 

-

FV PL designiert (Fair Value-Option)

Handelspassiva

ü

 

-

FV PL verpflichtend

Nachrangkapital

 

ü

-

zu fortgeführten Anschaffungskosten







Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.

Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.

Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben.

Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument sich im Ausfall befindet (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c, credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.



Kriterien für die Stagezuordnung

Kriterium

Stage

Erstmalige Erfassung des Vertrages

1

30 Tage überfällig

2

Fremdwährungskredit

2

Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b)

1

Kein Initial Risk Rating feststellbar

2

Kein aktuelles Rating

2

Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen

2

Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen

2

Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um bzw.
mehr als 1 Ratingstufe

2

Nachsicht im Lebendgeschäft

2

Non-performing Loans

3




Finanzinstrumente, die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag in Stage 2 befinden und keinen Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Zugang mehr aufweisen, können wieder in Stage 1 zurücktransferiert werden.

Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.

Wesentliche Parameter des ECL-Modells für Stage 1 und Stage 2

Parameter im ECL-Modell

Erklärung

Exposure at Default (EAD)

Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünftigen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftungen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung eines CCFs in einen EAD umgerechnet.

Probability of Default (PD)

Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünftigen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in die PD mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Migrationsmatrizen im ECL-Modell unterlegt.

Forward-looking Information (FLI)

Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroökonomischen Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter Anwendung eines linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlichkeit mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Verlustquoten herangezogen.

Loss given Default (LGD)

Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kreditausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs, welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt und folgt wie die Ausfallswahrscheinlichkeit dem Life-Time-Konzept.

Diskontsatz (D)

Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes.

(Unbedingte) marginale (m) PD

Diese wird aus der Point-in-time-PD abgeleitet und gibt die jährliche Veränderung der Lifetime-PD an.




Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m = marginal):

'Please unpack the Result.zip and reopen this file.'

Der potentielle Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.

Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case noch einen Worst-Case oder einen Most-likely-Case darstellt. Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: Bruttoinlandsprodukt, Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate.

Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat berechnet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.

Während der Berichtsperiode führte vor allem die Entwicklung der COVID-19-Pandemie zu Änderungen von
Annahmen, die sich in einem kollektiven Stufentransfer und einer geänderten Szenariogewichtung widerspiegeln.

In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,5 Mio. EUR überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,5 Mio. EUR), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor.

Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.

Abschreibungspolitik

Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung der mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen, wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde, mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde, mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist. Ausgebuchte Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden überwiegend an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.

Vertragsmodifikation

In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kann es u. a. im Falle eines Inhaberwechsels oder eines Währungswechsels zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation kommen. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen.

Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h., es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und BTV AG at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG jeweils unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise („triggering events“) für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum wurde die COVID-19-Pandemie als ein „triggering event“ definiert und dementsprechend ein Wertminderungstest durchgeführt. Diese Überprüfung ergab jedoch keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen beeideter Gutachter ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand hat planmäßig erfolgswirksam im Verlauf derjenigen Perioden zu erfolgen, in denen die BKS Bank die entsprechenden Aufwendungen, welche die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren
sollen, als Aufwendungen ansetzt. Entsprechend werden Zuwendungen für abschreibungsfähige Vermögenswerte über die Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt wird.

Ebenfalls als eine Zuwendung der öffentlichen Hand wird der Vorteil eines öffentlichen Darlehens behandelt, sofern die Voraussetzungen des IAS 20 erfüllt sind, die u.a. verlangen, dass der Zinssatz unter dem Marktzins liegt. Der daraus resultierende Zinsvorteil ist gemäß IAS 20 als Differenzbetrag zwischen der erhaltenen Zahlung und dem nach IFRS 9 ermittelten Buchwert (beizulegender Zeitwert) des Darlehens zu bilanzieren.


Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software in der Regel 25% (d. h. vier Jahre), bei den erworbenen Kundenstöcken wurde nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10% (d. h. 10 Jahre) ermittelt.

Leasing

Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist im Wesentlichen dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des Weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet. Des Weiteren wird der ermittelte ECL für Finanzgarantien sowie für den noch nicht in Anspruch genommenen Teil einer Kreditzusage bilanziell als Rückstellung erfasst.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Währungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015 und 2017-2021 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem „angemessenen Aufwandsposten“ auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst. Des Weiteren werden Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).

Provisionsüberschuss

Im Provisionsüberschuss werden alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen entstehen, periodengerecht dargestellt. Bei Provisionen für Dienstleistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt die Vereinnahmung über den entsprechenden Zeitraum. Das betrifft insbesondere bestimmte Provisionen aus dem Kreditgeschäft. Handelt es sich jedoch um Provisionen für transaktionsbezogene Leistungen, werden diese erst bei vollständiger Leistungserbringung vereinnahmt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, wird im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrun-gen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrschein-lich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Die seit 2020 weltweit herrschende COVID-19-Pandemie, der zunehmende Klimawandel, aber vor allem der Krieg in der Ukraine und die damit in Zusammenhang stehenden weitreichenden Wirtschaftssanktionen erhöhen diese Unsicherheiten. Die weitere Entwicklung der Situation in Russland und der Ukraine, die Folgen der Pandemie und die diesbezüglich in den einzelnen Ländern getroffenen Maßnahmen sowie die Auswirkungen der Klimakrise können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns haben. Insbesondere die Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten könnte in Zukunft davon negativ beeinflusst werden. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2021 wurden sämtliche abschätzbaren Auswirkungen berücksichtigt. Details zur Berechnung der Risikovorsorge im Zusammenhang mit COVID-19 sind dem Kapitel „Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Die Auswirkung des Klimawandels sind im Kapitel „Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ enthalten.

Des Weiteren ist die BKS Bank in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:

Laufende Verfahren

Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.

Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.

Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der
3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.

Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.

Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.3)


Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.


Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge

Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Verlustquote und Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Sie beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten. Des Weiteren wird bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme.

Sensitivitätsanalyse

Sensitivitätsszenario
in Tsd. EUR

Erläuterung

2020

2021

Stageing:
negatives Szenario

Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage 1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin zum Life-Time-Konzept.

-20.434

-29.233

Stageing:
positives Szenario

Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsverschlechterung in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage 1. Das entspricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum 12-Months Expected Credit Loss.

6.543

5.661

Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario

Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5% geringer.

-2.852

-3.068

Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario

Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5% geringer.

2.852

3.068

Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario

Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer.

-1.960

-2.268

Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario

Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer.

892

800

Ausfallswahrscheinlichkeit: negatives Szenario

Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den Faktor 1,1.

-3.806

-2.992

Ausfallswahrscheinlichkeit: positives Szenario

Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix
sinkt um den Divisor 1,1.

3.460

5.418






Die Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eintritt. Die Beurteilung einer solchen Erhöhung unterliegt Ermessensspielräumen.

Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.

Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:

Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.

Beurteilung Zahlungsstrombedingung (SPPI-Kriterium)

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium). Diese Beurteilung unterliegt Ermessensentscheidungen.

Ausübung der Fair Value-Option

Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Fair Value, wird im APM-Gremium entschieden. Die Fair Value-Option dient der Vermeidung von Bewertungsinkongruenzen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die miteinander verbunden sind.

Werthaltigkeit von Anteilen von at Equity bilanzierten Unternehmen

Die Überprüfung eines möglichen Impairments erfolgt auf Basis eines Nutzungswerts, der auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt wird. Eine Erhöhung der Marktrisikoprämie um 0,25% führt zu einer Reduktion des Nutzungswerts von 2,6% bzw. 21,4 Mio. EUR. Eine Senkung der Marktrisikoprämie um 0,25% erhöht den Nutzungswert um 2,8% bzw. 22,8 Mio. EUR. Die Sensitivitätsrechnung auf Basis der Marktrisikoprämie würde zu keinen bilanziellen Auswirkungen führen.

Rückstellungen für Sozialkapital

Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 29 zu entnehmen.

Sonstige Rückstellungen

Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.

Details zur Konzerngeldflussrechnung

Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.

Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

2021

01.01.

Mittelabfluss

Mittelzufluss

Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen

31.12.

Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten

857.047

-89.750

208.727

-2.558

973.466

•Verbriefte Verbindlichkeiten

647.463

-87.400

175.466

-3.006

732.523

•Nachrangkapital

209.583

-2.350

33.261

448

240.942

Leasingverbindlichkeiten

21.588

-2.674

-

993

19.907








2020

01.01.

Mittelabfluss

Mittelzufluss

Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen

31.12.

Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten

854.377

-102.000

105.512

-842

857.047

•Verbriefte Verbindlichkeiten

623.792

-51.000

75.706

-1.035

647.463

•Nachrangkapital

230.584

-51.000

29.806

193

209.583

Leasingverbindlichkeiten

22.398

-2.535

-

1.725

21.588








Details zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Zinsüberschuss

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

121.720

118.898

-2,3

Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

12.501

11.594

-7,3

Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI

618

525

-15,1

Änderungsgewinne1)

1.059

421

-60,2

Positive Zinsaufwendungen2)

6.407

13.246

>100

Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt

142.305

144.685

1,7

Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value

2.016

2.113

4,8

Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss

452

451

-0,3

Leasingforderungen

12.095

12.381

2,4

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

5.773

3.532

-38,8

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

3.247

3.746

15,3

Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt

23.584

22.222

-5,8

Zinserträge gesamt

165.889

166.908

0,6

 

 

 

 

Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für:

 

 

 

Einlagen von Kreditinstituten und Kunden

4.444

3.496

-21,3

Verbriefte Verbindlichkeiten

18.771

16.777

-10,6

Änderungsverluste1)

153

470

>100

Negative Zinserträge2)

5.089

6.117

20,2

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

796

993

24,7

Leasingverbindlichkeiten

164

137

-16,6

Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt

29.417

27.989

-4,9

Zinsüberschuss

136.472

138.918

1,8





1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst, die Umgliederung in den Zinsüberschuss betrug 0,9 Mio.EUR.

2)Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind.

Aus den im Zinsüberschuss ausgewiesenen Vertragsänderungen resultiert ein Änderungsgewinn in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und ein Änderungsverlust in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 72,1 Mio. EUR (Vorjahr: 109,1 Mio. EUR).


(2) Risikovorsorge

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

 

 

 

•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto)

23.986

33.543

39,8

Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI

 

 

 

•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto)

19

17

-11,3

Kreditzusagen und Finanzgarantien

 

 

 

•Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto)

1.020

-1.171

>-100

Risikovorsorge

25.026

32.389

29,4






Für Leasingforderungen ist in den Risikovorsorgen eine Zuführung von Risikovorsorgen in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Zuführung 2,4 Mio. EUR).

(3) Provisionsüberschuss

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Provisionserträge:

 

 

 

Zahlungsverkehr

23.980

26.056

8,7

Wertpapiergeschäft

20.553

23.033

12,1

Kreditgeschäft

21.520

19.563

-9,1

Devisengeschäft

2.479

3.419

37,9

Sonstige Dienstleistungen

1.177

1.146

-2,6

Provisionserträge gesamt

69.709

73.216

5,0

Provisionsaufwendungen:

 

 

 

Zahlungsverkehr

2.558

2.788

9,0

Wertpapiergeschäft

1.940

2.003

3,3

Kreditgeschäft

683

1.135

66,1

Devisengeschäft

136

144

5,7

Sonstige Dienstleistungen

46

43

-6,2

Provisionsaufwendungen gesamt

5.363

6.113

14,0

Provisionsüberschuss

64.346

67.103

4,3






(4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

30.903

44.959

45,5

Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen

30.903

44.959

45,5






(5) Handelsergebnis

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Kursbezogene Geschäfte

-34

7

>100

Zins- und währungsbezogene Geschäfte

2.265

777

-65,7

Handelsergebnis

2.231

785

-64,8






(6) Verwaltungsaufwand

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Personalaufwand

74.551

74.750

0,3

•Löhne und Gehälter

54.732

54.526

-0,4

•Sozialabgaben

13.365

13.538

1,3

•Aufwendungen für Altersversorgung

4.073

3.472

-14,8

•Sonstiger Sozialaufwand

2.380

3.214

35,0

Sachaufwand

37.271

38.640

3,7

Abschreibungen

11.332

11.956

5,5

Verwaltungsaufwand

123.154

125.346

1,8






In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) enthalten.



(7) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Sonstiger betrieblicher Ertrag

7.939

8.460

6,6

Sonstiger betrieblicher Aufwand

-12.416

-14.996

20,8

Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

-4.477

-6.536

46,0






Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).

In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) enthalten.


(8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Ergebnis aus der Fair Value-Option

457

170

-62,8

Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten

457

170

-62,8






Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 89,9 Mio. EUR (Vorjahr: 75,7 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 20,6 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 57,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jene Wertanpassung wider, welche nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahenten- und Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.


(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV), die erfolgswirksam
zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Ergebnis aus Bewertung

1.806

4.267

>100

Ergebnis aus Veräußerung

60

-100

>-100

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam
zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

1.866

4.168

>100





(10) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (FV)

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Forderungen Kreditinstitute

-

-

-

•davon Gewinn

-

-

-

•davon Verlust

-

-

-

Forderungen Kunden

1.028

1.404

36,5

•davon Gewinn

2.804

1.836

-34,5

•davon Verlust

-1.776

-432

-75,6

Schuldverschreibungen

298

-

-

•davon Gewinn

298

-

-

•davon Verlust

-

-

-

Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten

1.326

1.404

5,9






(11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Ergebnis aus der Ausbuchung

-40

-288

>-100

•von FV at Fair Value through OCI

-

-

-

•von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten

-40

-288

>-100

Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

-40

-288

>-100





(12) Steuern vom Einkommen

in Tsd. EUR

2020

2021

± in %

Laufende Steuern

-14.580

-12.012

-17,6

Latente Steuern

4.428

-178

>100

Steuern vom Einkommen

-10.152

-12.189

20,1





Überleitungstabelle

in Tsd. EUR

2020

2021

Jahresüberschuss vor Steuern

84.904

92.948

Anzuwendender Steuersatz

25%

25%

Errechneter Steueraufwand

21.226

23.237

Auswirkung abweichender Steuersätze

-683

-64

Steuerminderungen

 

 

•aus steuerfreien Beteiligungserträgen

-1.443

-700

•Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen

-7.726

-11.240

•aus sonstigen steuerfreien Erträgen

-2

-6

•aus sonstigen Wertanpassungen

-969

-1.000

Steuermehrungen

 

 

•aufgrund nichtabzugsfähiger Aufwendungen

500

428

•aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen

-152

308

Aperiodischer Steueraufwand/Ertrag

-598

1.226

Ertragsteueraufwand der Periode

10.152

12.189

Effektiver Steuersatz

12,0%

13,1%







Details zur Bilanz

(13) Barreserve

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Kassenbestand

87.584

138.336

57,9

Guthaben bei Zentralnotenbanken

1.015.104

1.341.081

32,1

Barreserve

1.102.688

1.479.418

34,2






(14) Forderungen an Kreditinstitute

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Forderungen an inländische Kreditinstitute

46.919

45.211

-3,6

Forderungen an ausländische Kreditinstitute

235.851

49.372

-79,1

Forderungen an Kreditinstitute

282.769

94.582

-66,6





Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

täglich fällig

85.612

29.673

-65,3

bis 3 Monate

52.039

34.919

-32,9

über 3 Monate bis 1 Jahr

145.119

29.990

-79,3

über 1 Jahr bis 5 Jahre

-

-

-

über 5 Jahre

-

-

-

Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten

282.769

94.582

-66,6






Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

200

32

-

232

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

41

-

-

41

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Zuweisung/Auflösung

-92

-1

-

-93

•Abgang aufgrund von Verwendung

-

-

-

-

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

-

-

-

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-

1

-

1

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-

-

-

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-95

-31

-

-126

Stand 31.12.2021

54

1

-

55









Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt verändert:

Bruttobuchwerte zu Forderungen an Kreditinstitute

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

279.163

3.839

-

283.002

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

64.227

-

-

64.227

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Erhöhung/Verminderung der Forderung

-14.382

15

-

-14.367

•Abgang aufgrund von Verwendung

-

-

-

-

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

-

-

-

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-17

21

-

4

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-

-

-

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-234.495

-3.734

-

-238.229

Stand am Ende der Berichtsperiode

94.497

141

-

94.638







(15) Forderungen an Kunden

(15.1) Forderungen an Kunden – Kundengruppe1)

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Firmenkunden

5.110.127

5.472.015

7,1

Privatkunden

1.459.838

1.486.610

1,8

Forderungen an Kunden nach Kundengruppen

6.569.965

6.958.625

5,9





1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.


(15.2) Forderungen an Kunden – Bewertungskategorie1)

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

6.437.585

6.815.067

5,9

FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

75.650

89.927

18,9

FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

56.730

53.631

-5,5

Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien

6.569.965

6.958.625

5,9





1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.


In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 577,2 Mio. EUR
(Vorjahr: 531,1 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.

Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten1)

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

täglich fällig

201.559

135.496

-32,8

bis 3 Monate

974.794

973.860

-0,1

über 3 Monate bis 1 Jahr

568.604

508.427

-10,6

über 1 Jahr bis 5 Jahre

1.140.839

1.559.599

36,7

über 5 Jahre

3.684.168

3.781.243

2,6

Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten

6.569.964

6.958.625

5,9





1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.

Finance-Lease-Forderungen nach Restlaufzeiten - IFRS 16

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Weniger als ein Jahr

158.626

153.469

Ein bis zwei Jahre

124.212

130.911

Zwei bis drei Jahre

100.255

110.296

Drei bis vier Jahre

70.438

81.100

Vier bis fünf Jahre

40.309

52.635

Mehr als fünf Jahre

69.275

78.739

Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen

563.115

607.150

Nicht realisierter Finanzertrag

31.983

29.959

Nettoinvestition in das Leasingverhältnis

531.132

577.192





Zum 31.12.2021 bestehen keine nicht garantierten Restwerte.

Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.

Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

14.265

23.377

49.736

87.378

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

5.843

3.743

-

9.586

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Zuweisung/Auflösung

-834

193

2.891

2.250

•Abgang aufgrund von Verwendung

-

-

-9.376

-9.376

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

763

-4.267

-

-3.504

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

3

-

-47

-44

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

361

-966

-605

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-970

6.278

-

5.308

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-58

-

2.111

2.053

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-1.455

22.642

21.187

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-1.680

-2.212

-3.107

-6.999

Stand 31.12.2021

17.332

26.018

63.884

107.234







In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) enthalten.

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt verändert:

Bruttobuchwerte zu Forderungen an Kunden

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

4.965.173

1.421.863

137.927

6.524.963

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

1.306.304

200.144

 

1.506.449

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Erhöhung/Verminderung der Forderung

-222.189

-88.408

5.999

-304.598

•Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung

-

-

-9.763

-9.763

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

224.798

-242.487

-

-17.689

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

260

-

-378

-118

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

6.257

-7.597

-1.340

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-268.522

250.980

-

-17.542

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-12.859

-

12.855

-4

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-79.911

76.220

-3.692

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-541.065

-188.583

-24.717

-754.364

Stand am Ende der Berichtsperiode

5.451.900

1.279.856

190.545

6.922.301







(16) Handelsaktiva

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Positive Marktwerte aus derivativen Produkten

10.526

8.561

-18,7

•Währungsbezogene Geschäfte

3.610

3.546

-1,8

•Zinsbezogene Geschäfte

-

1

-

•Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option

6.917

5.014

-27,5

Handelsaktiva

10.526

8.561

-18,7






(17) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

828.140

917.463

10,8

FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

21.152

20.551

-2,8

FV at Fair Value OCI

68.263

61.536

-9,9

FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

44

11

-74,0

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

917.599

999.561

8,9






Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

bis 3 Monate

7.836

50.758

>100

über 3 Monate bis 1 Jahr

69.150

91.435

32,2

über 1 Jahr bis 5 Jahre

449.905

518.053

15,1

über 5 Jahre

390.708

339.315

-13,2

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
nach Restlaufzeiten

917.599

999.561

8,9






Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

420

630

-

1.050

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

209

-

-

209

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Zuweisung/Auflösung

-20

-

-

-20

•Abgang aufgrund von Verwendung

-

-

-

-

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

78

-629

-

-551

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

-

-

-

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-

-

-

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-8

-1

-

-9

Stand 31.12.2021

679

-

-

679







Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt verändert:

Bruttobuchwerte zu Schuldverschreibungen

in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

2021

Stand 01.01.2021

790.188

39.002

-

829.190

Zugänge aufgrund von Neugeschäft

144.385

-

-

144.385

Veränderung innerhalb der Stufe

 

 

 

 

•Erhöhung/Verminderung der Forderung

10.364

-

-

10.364

•Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung

-

-

-

-

Stufentransfer:

 

 

 

 

•Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 1

28.925

-28.908

-

17

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 1

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 3 in Stufe 2

-

-

-

-

•Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko

 

 

 

 

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 2

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 1 in Stufe 3

-

-

-

-

-Transfer von Stufe 2 in Stufe 3

-

-

-

-

Abgang aufgrund von Rückzahlung

-55.720

-10.094

-

-65.815

Stand am Ende der Berichtsperiode

918.142

-

-

918.142







(18) Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

57.089

50.616

-11,3

FV at Fair Value OCI

96.337

103.931

7,9

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

153.426

154.548

0,7






In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio ausgewiesen.

(19) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Oberbank AG

418.759

453.678

8,3

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

242.779

255.578

5,3

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

661.538

709.256

7,2






(20) Immaterielle Vermögenswerte

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Immaterielle Vermögenswerte

10.153

9.655

-4,9

Immaterielle Vermögenswerte

10.153

9.655

-4,9






(21) Sachanlagen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Grund

8.252

8.316

0,8

Gebäude

36.517

38.579

5,6

Sonstige Sachanlagen

12.126

14.201

17,1

Nutzungsrechte für gemietete Immobilien

21.345

19.598

-8,2

Sachanlagen

78.240

80.695

3,1






Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im In- und Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2021 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 gab es 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) an Zugängen bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassten 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR).

(22) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Grund

8.506

8.895

4,6

Gebäude

32.686

43.662

33,6

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

41.192

52.557

27,6






Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2021 insgesamt 79,2 Mio. EUR (Vorjahr: 63,0 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR).
Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR).

Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2021

in Tsd. EUR

Sachanlagen

Vermögenswerte1)

Immobilien2)

Summe

Anschaffungskosten zum 01.01.2021

145.823

25.438

66.818

238.079

Zugang

14.551

1.708

9.331

25.590

Abgang

1.030

21

76

1.127

Währungsveränderung

-

-

-

-

Umgliederung

-4.124

162

3.962

-

Anschaffungskosten zum 31.12.2021

155.220

27.287

80.035

262.542

Abschreibung kumuliert

94.124

17.632

27.478

139.234

Buchwert zum 31.12.2021

61.096

9.655

52.557

123.308

Buchwert zum 31.12.2020

56.894

10.154

41.192

108.240

Abschreibung 2021

5.371

2.429

1.413

9.213






1)immaterielle Vermögenswerte

2)als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2020

in Tsd. EUR

Sachanlagen

Vermögenswerte1)

Immobilien2)

Summe

Anschaffungskosten zum 01.01.2020

140.286

23.737

61.554

225.578

Zugang

7.213

1.708

4.173

13.093

Abgang

575

6

9

591

Währungsveränderung

-1

-1

-

-2

Umgliederung

-1.101

-

1.101

-

Anschaffungskosten zum 31.12.2020

145.823

25.438

66.818

238.079

Abschreibung kumuliert

88.929

15.284

25.626

129.839

Buchwert zum 31.12.2020

56.894

10.154

41.192

108.240

Buchwert zum 31.12.2019

55.572

10.960

37.374

103.907

Abschreibung 2020

4.868

2.548

1.266

8.683







1)immaterielle Vermögenswerte

2)als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(23) Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden 2021

in Tsd. EUR

Stand 31.12.2020

Stand 31.12.2021

Latente Steuerforderungen

Latente Steuerrückstellung

Forderungen an Kunden

2.569

3.385

3.509

124

Risikovorsorgen

10.226

11.627

11.627

-

Handelsaktiva/Handelspassiva

219

-10

1.047

1.057

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

-1.589

-1.232

-

1.232

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

-10.230

-12.140

-

12.140

Sachanlagen

-4.719

-4.535

32

4.567

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

-

-209

-

209

Sonstige Aktiva / Passiva

4.548

4.118

4.143

24

Verbriefte Verbindlichkeiten

2.041

1.549

1.549

-

Rückstellungen / Sozialkapital

8.136

6.148

6.148

-

Eigenkapital - Emission

-213

-217

-

217

Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung

10.988

8.485

28.054

19.570

Verrechnung der Steuern

-

-

-19.570

-19.570

Latente Steueransprüche /-schulden netto

-

-

8.484

-







Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden 2020

in Tsd. EUR

Stand 31.12.2019

Stand 31.12.2020

Latente Steuerforderungen

Latente Steuerrückstellung

Forderungen an Kunden

4.150

2.569

2.685

117

Risikovorsorgen

3.387

10.226

10.226

-

Handelsaktiva/Handelspassiva

172

219

1.785

1.566

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

-1.447

-1.589

-

1.589

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

-9.943

-10.230

-

10.230

Sachanlagen

-5.446

-4.719

25

4.744

Sonstige Aktiva / Passiva

5.311

4.548

4.548

-

Verbriefte Verbindlichkeiten

2.363

2.041

2.041

-

Rückstellungen / Sozialkapital

9.069

8.136

8.136

-

Eigenkapital - Emission

-212

-213

-

213

Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung

7.404

10.988

29.446

18.458

Verrechnung der Steuern

-

-

-18.458

-18.458

Latente Steueransprüche /-schulden netto

-

-

10.988

0







Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert.

Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug -0,7 Mio. EUR (Vorjahr:
-0,6 Mio. EUR).

Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.

Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben.

Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ausreichend zu versteuernde Einkommen vorliegen werden, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.


(24) Sonstige Aktiva

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Sonstige Vermögenswerte

13.235

12.433

-6,1

Rechnungsabgrenzungsposten

4.156

9.593

>100

Sonstige Aktiva

17.391

22.026

26,7






(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten

799.242

806.982

1,0

Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten

100.688

19.930

-80,2

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

899.929

826.912

-8,1






Die BKS Bank hat im Geschäftsjahr 2021 mit einem Neuvolumen von 200 Mio. EUR am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teilgenommen. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Hinsichtlich der bilanziellen Behandlung dieser Finanzierungen kam die BKS Bank auf Basis einer abschließenden Beurteilung zu dem Ergebnis, dass das TLTRO III-Programm keine Zuwendung der Öffentlichen Hand iSd IAS 20 „Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand“ darstellt und somit IAS 20 nicht anzuwenden ist. Eine Zuwendung der Öffentlichen Hand liegt nur dann vor, wenn die zuwendende Stelle gemäß IAS 20.3 als „Öffentliche Hand“ einzustufen ist, der im Rahmen des TLTRO III-Programms verrechnete Zinssatz unterhalb des Marktzinses liegt und darüber hinaus die im Rahmen des Programms durchgeführten Transaktionen von den normalen Geschäftsvorfällen des Unternehmens zu unterscheiden sind. Da aus Sicht der BKS Bank nicht alle drei Kriterien erfüllt sind, kommt IAS 20 nicht zur Anwendung.

Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 550 Mio. EUR aus dem TLTRO III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und gemäß IFRS 9 bilanziert. Im Dezember 2021 hat die BKS Bank das Erreichen der Kreditvergabeziele für die besondere Periode Juni 2021 bis Juni 2022 als erfüllt eingeschätzt. Dementsprechend steht der BKS Bank für diesen Zeitraum die zusätzliche Zinssenkung von 0,5% auf -1,0% zu. Die BKS Bank erfasst die Änderung der Einschätzung der Erreichung der Kreditvergabeziele als Schätzungsänderung gemäß IFRS 9 B5.4.6. Im Geschäftsjahr 2021 resultiert insgesamt ein positiver Effekt von 6,0 Mio. EUR aus der Inanspruchnahme des TLTRO III-Programms, der als positiver Zinsaufwand im Zinsüberschuss ausgewiesen wird.



Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

täglich fällig

148.786

118.435

-20,4

bis 3 Monate

166.093

122.498

-26,2

über 3 Monate bis 1 Jahr

145.202

62.498

-57,0

über 1 Jahr bis 5 Jahre

404.341

456.678

12,9

über 5 Jahre

35.507

66.802

88,1

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten

899.929

826.912

-8,1






(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Spareinlagen

1.401.674

1.351.180

-3,6

•Firmenkunden

151.156

131.819

-12,8

•Privatkunden

1.250.518

1.219.361

-2,5

Sonstige Verbindlichkeiten

5.140.571

5.791.352

12,7

•Firmenkunden

3.667.120

4.067.067

10,9

•Privatkunden

1.473.451

1.724.285

17,0

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

6.542.245

7.142.532

9,2






Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

täglich fällig

5.047.621

5.716.656

13,3

bis 3 Monate

138.033

162.049

17,4

über 3 Monate bis 1 Jahr

701.682

541.125

-22,9

über 1 Jahr bis 5 Jahre

607.510

687.355

13,1

über 5 Jahre

47.398

35.347

-25,4

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten

6.542.245

7.142.532

9,2






(27) Verbriefte Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Begebene Schuldverschreibungen

592.585

677.645

14,4

Andere verbriefte Verbindlichkeiten

54.878

54.878

-

Verbriefte Verbindlichkeiten

647.463

732.523

13,1






In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 57,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.

Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

bis 3 Monate

20.813

9.225

-55,7

über 3 Monate bis 1 Jahr

68.926

59.532

-13,6

über 1 Jahr bis 5 Jahre

257.189

321.328

24,9

über 5 Jahre

300.535

342.437

13,9

Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

647.463

732.523

13,1






(28) Handelspassiva

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Negative Marktwerte aus derivativen Produkten

13.711

7.886

-42,5

•Währungsbezogene Geschäfte

5.667

3.121

-44,9

•Zinsbezogene Geschäfte

-

1

-

•Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option

8.044

4.764

-40,8

Handelspassiva

13.711

7.886

-42,5






(29) Rückstellungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

68.885

61.329

-11,0

Steuerrückstellungen (Laufende Steuern)

5.914

2.943

-50,2

Rückstellung für Garantien und Rahmen

2.794

1.623

-41,9

Sonstige Rückstellungen

51.842

53.491

3,2

Rückstellungen

129.434

119.385

-7,8






In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 21,4 Mio. EUR (Vorjahr: 24,5 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,8 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR).

Abfertigungsrückstellung

Für österreichische BKS Bank-Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge aus der Mitarbeitervorsorgekasse gedeckt.

Pensionsrückstellung

Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.

Versicherungsmathematische Annahmen

in %

31.12.2020

31.12.2021

Finanzielle Annahmen

 

 

Zinssatz Pensionsrückstellung

1,00%

1,06%

Zinssatz sonstige Sozialkapitalrückstellungen

1,00%

1,31%

Gehaltstrend aktive Mitarbeiter

2,00%

1,40%

Pensionsdynamik

1,50%

1,40%

Karrieredynamik

0,25%

0,25%

Demographische Annahmen

 

 

Pensionsantrittsalter

65 Jahre

65 Jahre

Sterbetafel

AVÖ 2018

AVÖ 2018





Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen. Der Berechnung der Pensionsrückstellung wurde ab dem 30. Juni 2021 eine Duration von 10 Jahren zugrunde gelegt (VJ: 15 Jahre).

Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Rückstellung zum 01.01.

75.603

68.885

-8,9

+Zinsaufwand

967

668

-30,9

+Dienstzeitaufwand

1.698

1.399

-17,6

-Zahlungen im Berichtsjahr

-6.201

-5.931

-4,4

±versicherungsmathematische Gewinne / Verluste1)

-2.463

-2.959

20,2

±sonstige Gewinne und Verluste

-719

-733

1,9

Rückstellung zum 31.12.

68.885

61.329

-11,0





1)auf Basis veränderter finanzieller Annahmen


Entwicklung der Rückstellungen

in Tsd. EUR

Gesamt
2020

Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

Steuern und
sonstige

Gesamt
2021

± in %

Rückstellung zum 01.01.

138.743

68.885

60.549

129.434

-6,7

±Währungsbedingte Veränderungen

-

-

 

-

-

+Zuführung

11.859

1.497

9.607

11.104

-6,4

-Inanspruchnahme

-11.593

-5.359

-8.688

-14.047

21,2

-Auflösung

-9.574

-3.694

-3.412

-7.106

-25,8

Rückstellung zum 31.12.

129.434

61.329

58.056

119.385

-7,8







Sensitivitätsanalyse für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen
in Tsd. EUR

Abfertigungen 31.12.2020

Pensionen 31.12.2020

Abfertigungen 31.12.2021

Pensionen 31.12.2021

Diskontierungszinssatz +0,5%

-994

-1.837

-810

-1.576

Diskontierungszinssatz -0,5%

956

2.015

797

1.723

Gehaltssteigerung +0,5%

939

135

790

101

Gehaltssteigerung -0,5%

-987

-130

-811

-97

Rentensteigerung +0,5%

-

1.664

-

1.436

Rentensteigerung -0,5%

-

-1.555

-

-1.345

Anstieg der Lebenserwartung um rd. 1 Jahr

-

2.458

-

2.241







Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2021 hätte.

Fälligkeitsanalyse

Cash Flows in Tsd. EUR

Abfertigungen 31.12.2021

Pensionen 31.12.2021

Erwartete Zahlungen 2022

1.558

2.749

Erwartete Zahlungen 2023

1.170

2.550

Erwartete Zahlungen 2024

2.539

2.347

Erwartete Zahlungen 2025

1.731

2.154

Erwartete Zahlungen 2026

1.780

1.967

Summe der erwarteten Zahlungen 2022-2026

8.778

11.767

Gewichtete durchschnittliche Laufzeit

7,67

9,90





Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus den Abfertigungs- und Pensionsansprüchen für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR).

(30) Sonstige Passiva

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Sonstige Verbindlichkeiten

24.984

23.637

-5,4

Rechnungsabgrenzungsposten

4.868

4.897

0,6

Leasingverbindlichkeiten

21.588

19.907

-7,8

Sonstige Passiva

51.440

48.442

-5,8






In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten. Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

bis 1 Jahr

2.662

2.625

-1,4

über 1 Jahr bis 5 Jahre

9.386

8.962

-4,5

über 5 Jahre

9.540

8.319

-12,8

Leasingverbindlichkeiten

21.588

19.907

-7,8






(31) Nachrangkapital

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Ergänzungskapital

209.583

240.942

15,0

Nachrangkapital

209.583

240.942

15,0






Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 237,4 Mio. EUR (Vorjahr: 206,5 Mio. EUR).

Nachrangkapital nach Restlaufzeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

bis 3 Monate

3.211

3.603

12,2

über 3 Monate bis 1 Jahr

2.350

-

-

über 1 Jahr bis 5 Jahre

59.983

77.306

28,9

über 5 Jahre

144.039

160.033

11,1

Nachrangkapital nach Restlaufzeiten

209.583

240.942

15,0






Im Geschäftsjahr 2022 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).

Details zum Nachrangkapital (Nominalwerte)

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Gesamtlaufzeit

Variable Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP

2.350

-

15 Jahre

5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2

20.000

20.000

9 Jahre

4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2

20.000

20.000

10 Jahre

2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2

20.000

20.000

8 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4

20.000

20.000

10 Jahre

3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP

13.000

13.000

10 Jahre

2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3

17.287

17.287

8 Jahre

4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP

8.000

8.000

15 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3

20.000

20.000

10 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4

20.000

20.000

11 Jahre

3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP

3.400

3.400

15 Jahre

3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5

20.000

20.000

11,5 Jahre

2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1

8.433

8.433

12 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2

4.289

4.289

10 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3

9.739

20.000

10 Jahre

3,25% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP

-

20.000

10 Jahre

3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032

-

3.000

10 Jahre

Summe Nachrangkapital

206.498

237.409

 






Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR).

(32) Eigenkapital

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Gezeichnetes Kapital

85.886

85.886

-

•Aktienkapital

85.886

85.886

-

Kapitalrücklagen

241.416

241.416

-

Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen

979.469

1.066.845

8,9

Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe)

55.900

65.200

16,6

Eigenkapital

1.362.671

1.459.346

7,1






Mit der Anfang November 2020 abgeschlossenen Umwandlung aller Vorzugsaktien in Stammaktien im Verhältnis 1:1 setzt sich das Grundkapital nunmehr aus 42.942.900 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne.

Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die emittierten Additional Tier 1-Anleihen, und zwar BKS TIER 1 ANL 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2017 (Nominale 14,5 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2018 (Nominale 17,3 Mio. EUR) und BKS TIER 1 ANL 2020 (Nominale 10,0 Mio. EUR), die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 88,8 Mio. EUR (Vorjahr: 86,3 Mio. EUR) ist in den Gewinnrücklagen enthalten.

Im Umlauf befindliche Aktien 2021

Anzahl Aktien

Stamm-Stückaktien

Stand 01.01.2021

42.060.932

Veränderung eigene Aktien

89.597

Stand 31.12.2021

42.150.529

Eigene Aktien im Bestand

792.371

Ausgegebene Aktien

42.942.900




Im Umlauf befindliche Aktien 2020

Anzahl Aktien

Stamm-Stückaktien

Vorzugs-Stückaktien

Stand 01.01.2020

40.432.275

1.635.302

Veränderung eigene Aktien

-24.086

17.441

Umwandlung

1.652.743

-1.652.743

Stand 31.12.2020

42.060.932

-

Eigene Aktien im Bestand

881.968

-

Ausgegebene Aktien

42.942.900

-





Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:


 

2020

2021






in Tsd. EUR

Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

Rücklage für eigenes Kreditrisiko

Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

Rücklage für eigenes Kreditrisiko

Stand 01.01.

-31.013

224

-29.219

704

Sonstiges Ergebnis

1.794

501

3.138

291

•Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19

1.846

-

2.222

-

•Veränderung der Rücklage für eigenes Kreditrisiko

-

501

-

291

•Veränderung aus at Equity bilanzierten Unternehmen (IAS 19)

-52

-

917

-

Umgliederung

-

-22

-

49

Stand 31.12.

-29.219

704

-26.081

1.044










Kapitalmanagement

(33) Eigenmittel

Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).

Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.

Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR

in Mio. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Grundkapital

85,9

85,9

Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände

1.193,6

1.279,0

Abzugsposten

-610,2

-655,3

Hartes Kernkapital (CET1)

669,3

709,51)

Harte Kernkapitalquote

11,8%

11,9%

 

 

 

AT1-Anleihe

55,9

65,2

Zusätzliches Kernkapital

55,9

65,2

Kernkapital (CET1 + AT1)

725,2

774,7

Kernkapitalquote

12,8%

13,0%

 

 

 

Ergänzungskapital

190,9

209,1

Eigenmittel insgesamt

916,1

983,8

Gesamtkapitalquote

16,2%

16,6%

 

 

 

Total Risk Exposure Amount

5.664,1

5.943,8




1.) Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.

Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2021 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,5 % und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,7 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2021 lagen über diesen Anforderungen.



Risikobericht

(34) Risikopolitik und Risikostrategie

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bank-
geschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die
Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risiko-
adäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nach-haltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien.

ICAAP

Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu
verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.

ILAAP

Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR…) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

BASAG

Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der
Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind

(35) Struktur und Organisation des Risikomanagements

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.


Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet
regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle
Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unab-hängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen.
Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls
geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling
gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende
Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.


Risikogremien


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ICAAP-Gremium

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

Aktiv-Passiv-Management-Gremium

Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

Gremium zum operationalen Risiko

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven

Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

Kreditrisiko-Jour fixe

In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen
Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jour fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

Auch das Jahr 2021 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Maßnahmen zur Früherkennung von
Kreditrisiken wie die Überprüfung der Entwicklung von NPLs, von Krediten mit Nachsicht, von Überziehungen und
Stundungen oder von Überbrückungsfinanzierungen wurden auch 2021 laufend vereinbart und umgesetzt.

(36) Interne Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit (ICAAP)

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung
einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.

In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste in der ökonomischen Perspektive für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Zum 31. Dezember 2021 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 521,4 Mio. EUR nach 507,7 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende
Deckungsmasse belief sich auf 1.303,1 Mio. EUR nach 1.239,7 Mio. EUR zum Jahresultimo 2020.


Risikotragfähigkeitsrechnung nach der ökonomischen Perspektive


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Verteilung der Risiken aus Sicht der ökonomischen Perspektive

in %

2020

2021

1 Kreditrisiko

66,1

65,7

2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch

12,1

11,2

3 Aktienkursrisiko

3,9

5,6

4 Risiko aus Fremdwährungspositionen

0,4

0,1

5 Credit Spread-Risiko

7,3

6,7

6 Operationales Risiko und IKT-Risiko

5,4

5,7

7 Liquiditätsrisiko

1,8

2,0

9 Modellfehler

0,4

0,4

10 Sonstige Risiken

2,8

2,7





Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für 65,7% (2020: 66,1%) des gesamten Verlust-potentials verantwortlich.

In der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit stehen die aufsichtsrechtlich geforderten Kapitalquoten, Liquiditätskennzahlen und Kreditrisikokennzahlen im Fokus. Die normative Perspektive unterliegt einem Planungshorizont von mindestens 3 Jahren. Dabei wird im ersten Schritt überprüft, ob die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen und die aus dem Risikoappetit abgeleiteten internen Limite über den Planungszeitraum eingehalten werden können. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Limite und aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen auch im Stressfall erfüllt werden können. Die Stressparameter werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet und mit den Stresstests in der ökonomischen Perspektive abgestimmt.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung in der normativen Perspektive zeigt, dass die im Risk Appetite Framework festgelegten Limite sowohl im Basisszenario. Als auch im Stressszenario eingehalten und damit auch die quantitativen gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.


(37) Stresstests in der Gesamtbankrisikosteuerung

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Sensitivitätsanalye liefern ergänzende Informationen zur Risikotragfähigkeit und zeigen zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.


(38) Kreditrisiko

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Steuerung der Kreditrisiken

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt.
Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.

Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten.

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen
Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.

Kreditrisikosteuerung


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Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil des Konzernreportings.

Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.

Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und umfasst folgende Risikopositionen:


(38.1) Kreditrisikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Kundenforderungen

7.184.620

7.562.928

Zugesagte Kreditrahmen1)

207.504

198.688

Bankenforderungen

300.881

106.773

Wertpapiere und Fonds

920.068

1.010.910

Beteiligungen

752.771

807.683

Kreditrisikovolumen

9.365.845

9.686.981




1)auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens


(38.2) Überleitung der IFRS-Positionen auf interne Kreditrisikopositionen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Kundenforderungen Konzern gemäß Note (15.1)

6.569.965

6.958.625

+ Risikovorsorgen zu Forderungen an Kunden gemäß Note (15.1)

87.378

107.234

+Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (60)

567.947

610.804

+Corporate Bonds

67.138

35.262

+Sonstige Positionen und Derivatgeschäft

43.218

12.980

- Kundenforderungen gemäß Note (60) mit Hausbankhaftung

-151.027

-161.976

Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung

7.184.620

7.562.928

Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (60)

1.693.658

1.702.081

Zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens

207.504

198.688

Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14)

282.769

94.582

+ Risikovorsorgen zu Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14)

233

55

+ Wertpapier- und Derivatgeschäfte mit Banken

17.879

12.136

Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung

300.881

106.773

+ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (17)

917.599

999.561

+ Risikovorsorgen zu Schuldverschreibungen gemäß Note (17)

1.050

679

- Corporate Bonds/Wertpapiere/Sonstiges
(Umgliederung zu Banken- und Kundenforderungen)

-60.774

-45.450

+ Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18)

56.734

50.364

+ Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18)

5.460

5.756

Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung

920.068

1.010.910

Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18)

91.233

98.176

+ Beteiligungen at Fair Value (verpflichtend) gemäß Note (18)

–

252

+ Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (19)

661.538

709.256

Beteiligungen laut interner Risikosteuerung

752.771

807.683

Kreditrisikovolumen gemäß ICAAP

9.365.845

9.686.981





Bonitätseinstufung im Kreditrisiko

Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.

Ratingstufen

AA

Erstklassige beste Bonität

A1

Erstklassige hervorragende Bonität

1a

Erstklassige Bonität

1b

Sehr gute Bonität

2a

Gute Bonität

2b

Noch gute Bonität

3a

Akzeptable Bonität

3b

Noch akzeptable Bonität

4a

Mangelhafte Bonität

4b

Schlechte Bonität

5a

Ausfall im Fortbetrieb

5b

Ausfall – Notleidend

5c

Ausfall – Uneinbringlich




(38.3) Kreditqualität nach Forderungsklassen 2021









Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR

AA-A1

1a-1b

2a-2b

3a-3b

4a-4b

5a-5c

ohne Rating

Kundenforderungen

95.606

1.844.654

2.700.144

2.410.087

318.585

191.578

2.274

Zugesagte Kreditrahmen

8.394

63.085

73.406

50.549

2.993

220

41

Bankenforderungen

53.975

45.706

3.718

3.381

2

–

–

Wertpapiere und Fonds

778.921

184.819

47.158

–

11

–

–

Beteiligungen

776.460

28.313

1.478

252

–

–

1.181

Gesamt

1.713.356

2.166.577

2.825.904

2.464.269

321.592

191.798

3.496










Kreditqualität nach Forderungsklassen 2020









Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR

AA-A1

1a-1b

2a-2b

3a-3b

4a-4b

5a-5c

ohne Rating

Kundenforderungen

79.718

1.715.997

2.654.575

2.214.603

380.818

138.513

396

Zugesagte Kreditrahmen

13.958

60.523

76.049

50.772

5.425

748

29

Bankenforderungen

220.784

39.588

36.661

3.845

4

–

–

Wertpapiere und Fonds

740.636

139.418

35.420

4.550

44

–

–

Beteiligungen

723.658

25.198

2.482

–

–

–

1.433

Gesamt

1.778.755

1.980.723

2.805.187

2.273.770

386.291

139.261

1.859










In der BKS Bank gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1,0% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird. Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:

Am 01.01.2021 traten die Bestimmungen der EBA/GL2016/07 Leitlinie zur Anwendung der Ausfallsdefinition in Kraft, die weitere Hinweise für die Unwahrscheinlichkeit des Begleichens von Verbindlichkeiten („unlikeliness to pay“) enthalten.

Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,2% (2020: 1,7%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 33,7% zum 31. Dezember 2021 (2020: 37,2 %). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 91,0% (2020: 88,7 %).


(38.4) Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2021

in Tsd. EUR

Firmenkunden

Privatkunden

Gesamt

Performing Exposure

69.818

20.084

89.902

•hiervon Zugeständnisse bei Raten

60.548

19.437

79.985

•hiervon Refinanzierung

9.270

647

9.917

Non-performing Exposures

35.222

17.338

52.560

•hiervon Zugeständnisse bei Raten

32.689

10.669

43.358

•hiervon Refinanzierung

2.533

6.669

9.202

Gesamt

105.040

37.422

142.462






Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2020

in Tsd. EUR

Firmenkunden

Privatkunden

Gesamt

Performing Exposure

52.297

21.724

74.021

•hiervon Zugeständnisse bei Raten

40.749

20.954

61.703

•hiervon Refinanzierung

11.548

770

12.318

Non-performing Exposures

27.277

8.945

36.222

•hiervon Zugeständnisse bei Raten

24.484

8.083

32.567

•hiervon Refinanzierung

2.793

862

3.655

Gesamt

79.574

30.669

110.243








Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff „Forbearance“ bzw. „Nachsicht“ wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:


(38.5) Kreditrisikovolumen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise

Mit dem Auftreten der Coronapandemie beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 wurden eine Reihe von Nachsichtmaßnahmen ausgelöst sowie Stundungen und Überbrückungsfinanzierungen gewährt. In der nachfolgenden Tabelle werden die entsprechenden Kreditvolumina 2021, die zum Stichtag noch von diesen Maßnahmen betroffen waren, nach Branchen gegliedert angeführt.

in Tsd. EUR

Kredite und Darlehen mit EBA-konformen Moratorien

Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen

Neu gewährte Kredite und Darlehen mit staatlichen Garantien im Zusammen-hang mit COVID-19

Erhaltene öffentliche Garantien im Zusammen-hang mit COVID-19

Privatkunden

47.589

594

108

96

Grundstücks- und Wohnungswesen

127.092

17.315

70

64

Bau

38.272

1.389

5.649

5.200

Herstellung von Waren

30.032

38

36.539

32.422

Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz

25.357

858

18.118

16.568

Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen

21.654

2.473

6.171

5.847

Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

21.517

484

13.530

12.230

Verkehr und Lagerei

35.900

–

1.831

1.691

Beherbergung und Gastronomie

61.805

14.270

6.708

6.254

Gesundheits- und Sozialwesen

37.837

–

698

671

Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen

16.897

175

4.674

4.460

Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung

–

–

–

–

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

4.331

122

774

774

Energieversorgung

1.017

–

48

48

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

5.899

–

–

–

Erbringung von sonstigen Dienstleistungen

8.107

110

912

839

Information und Kommunikation

10.832

3.938

2.672

2.508

Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen

1.513

2.832

500

500

Kunst, Unterhaltung und Erholung

5.529

863

388

387

Erziehung und Unterricht

1.361

13

307

307

Gesamt

502.541

45.474

99.698

90.866







Die seit dem Geschäftsjahr 2020 aufgrund von COVID-19 gestundeten Kredite werden in der folgenden Tabelle auf Basis der Restlaufzeit der Stundungsmaßnahmen dargestellt.


in Tsd. EUR

Buchwert Kredite

hievon Kredite mit aktiven Moratorien

<= 3 Monate

> 3 Monate <= 6 Monate

> 6 Monate <= 9 Monate

> 9 Monate <= 12 Monate

> 12 Monate <= 18 Monate

> 18 Monate

Kredite und Darlehen mit EBA-konformen Moratorien

502.451

–

–

–

–

–

–

–

Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen

45.474

21.687

11.074

3.309

110

2.832

4.064

298

Gesamt

547.925

21.687

11.074

3.309

110

2.832

4.064

298











(38.6) Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/On-Balance 2021

 

Buchwerte

Rückstellung

 










in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

AA

716.016

–

–

716.016

173

–

–

173

A1

90.086

–

–

90.086

42

–

–

42

1a

897.258

30.906

-

928.164

408

129

-

537

1b

924.601

38.783

-

963.384

1.221

902

-

2.123

2a

1.176.423

13.267

-

1.189.690

2.712

255

-

2.967

2b

1.158.965

171.474

-

1.330.439

4.181

1.573

-

5.754

3a

1.030.507

427.165

-

1.457.672

4.706

7.932

-

12.638

3b

403.480

352.540

-

756.020

3.233

6.620

-

9.853

4a

47.527

169.025

-

216.552

552

4.358

-

4.910

4b

16.933

76.144

-

93.077

616

4.215

-

4.831

5a – 5c

–

-

190.545

190.545

–

-

63.884

63.884

OR

2.743

693

-

3.436

221

35

-

256

Gesamt

6.464.539

1.279.997

190.545

7.935.081

18.065

26.019

63.884

107.968











Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/On-Balance 2020


Buchwerte

Rückstellung

 










in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

AA

847.942

1.423

–

849.366

155

6

–

161

A1

75.901

–

–

75.901

32

–

–

32

1a

867.430

89.440

–

956.870

302

455

–

757

1b

740.464

42.819

–

783.283

734

229

–

964

2a

1.028.682

82.025

–

1.110.707

2.200

931

–

3.132

2b

1.041.503

273.094

–

1.314.597

3.474

2.898

–

6.372

3a

952.504

326.553

–

1.279.057

4.007

4.714

–

8.720

3b

380.871

380.274

–

761.145

2.324

6.096

–

8.420

4a

67.150

188.593

–

255.743

552

5.873

–

6.425

4b

31.440

80.434

–

111.873

1.072

2.834

–

3.905

5a – 5c

–

–

137.927

137.927

–

–

49.736

49.736

OR

638

49

–

687

33

4

–

37

Gesamt

6.034.525

1.464.703

137.927

7.637.155

14.886

24.040

49.736

88.661












2021 haben wir wiederholt eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise wiederholt durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie Sonstige Dienstleistungen und Verkehr, wurden ab einem festgelegten Ausmaß an Betroffenheit einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Wir gehen davon aus, dass Kunden, die schlechter als 2a gerated sind, mit einem höheren Risiko behaftet sind. Auf Grund der negativen Auswirkung der COVID-19 Pandemie auf die kroatische Wirtschaft wird auch das gesamte
kroatische Firmenkunden-Portfolio einem kollektiven Stufentransfer unterzogen.

Insgesamt wurden somit gemäß IFRS 9.B5.5.1 ff. Finanzinstrumente aus Stufe 1 in Stufe 2 transferiert, auch wenn auf individueller Schuldnerebene noch kein signifikanter Anstieg im Kreditrisiko zu identifizieren war. Aus diesem kollektiven Stufentransfer mit einem Volumen von 556,7 Mio. EUR resultiert eine Risikovorsorge in Höhe von 7,3 Mio. EUR.

(38.7) Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/Off-Balance 2021

 

Buchwerte

Wertberichtigungen

 










in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

AA

51.814

–

–

51.814

–

–

–

–

A1

18.150

–

–

18.150

–

–

–

–

1a

243.474

7.612

–

251.086

50

15

–

65

1b

429.386

9.493

–

438.879

68

5

–

73

2a

460.939

4.915

–

465.854

104

4

–

108

2b

360.059

36.333

–

396.392

154

95

–

249

3a

317.226

99.057

–

416.283

156

324

–

480

3b

98.581

91.191

–

189.772

104

272

–

376

4a

3.930

16.491

–

20.421

8

34

–

42

4b

3.611

10.424

–

14.035

22

60

–

82

5a – 5c

–

-

3.862

3.862

–

–

143

143

OR

282

86

–

368

1

4

–

5

Gesamt

1.987.452

275.602

3.862

2.266.916

667

813

143

1.623











Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/Off-Balance 2020

 

Buchwerte

Wertberichtigungen

 










in Tsd. EUR

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

AA

26.941

292

–

27.233

1

–

–

1

A1

1.706

–

–

1.706

1

–

–

1

1a

221.656

13.267

–

234.923

39

7

–

46

1b

261.250

10.802

–

272.052

57

6

–

63

2a

450.650

26.723

–

477.372

186

45

–

231

2b

379.390

68.932

–

448.321

223

68

–

291

3a

344.669

73.322

–

417.991

476

192

–

668

3b

166.805

116.700

–

283.505

662

328

–

990

4a

17.972

52.280

–

70.252

43

215

–

258

4b

8.468

18.043

–

26.511

25

88

–

113

5a – 5c

–

–

1.627

1.627

–

–

131

131

OR

86

26

–

111

1

–

–

1

Gesamt

1.879.592

380.385

1.627

2.261.604

1.714

949

131

2.794











(38.8) Kreditsicherheiten 20211)

in Tsd. EUR

Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko

Sicherheiten gesamt

hiervon finanzielle Sicherheiten

hiervon persönliche Sicherheiten

hiervon Immobiliensicherheiten

hiervon sonstige

Risikoposition2)

Kundenforderungen

7.562.928

5.088.097

127.622

278.722

3.802.032

879.721

2.474.831

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

89.927

56.476

–

16.636

39.840

–

33.451

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

53.631

38.763

564

7

36.547

1.645

14.867

Zugesagte Kreditrahmen

198.688

–

–

–

–

–

198.688

Bankenforderungen

106.773

13.340

–

10.188

–

3.152

93.433

Wertpapiere und Fonds

1.010.910

150.441

–

59.721

–

90.720

860.469

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

20.551

–

–

–

–

–

20.551

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

50.364

–

–

–

–

–

50.364

•hiervon at Fair Value OCI

5.756

–

–

–

–

–

5.756

Beteiligungen

807.683

–

–

–

–

–

807.683

•hiervon at Fair Value OCI

98.176

–

–

–

–

–

98.176

•hiervon Beteiligungen
at Fair Value (verpflichtend)

252

–

–

–

–

–

252

•hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

709.256

–

–

–

–

–

709.256

Gesamt

9.686.981

5.251.878

127.622

348.631

3.802.032

973.593

4.435.103









1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten

2)Exposure abzüglich Sicherheiten


Kreditsicherheiten 20201)

in Tsd. EUR

Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko

Sicherheiten gesamt

hiervon finanzielle Sicherheiten

hiervon persönliche Sicherheiten

hiervon Immobiliensicherheiten

hiervon sonstige

Risikoposition2)

Kundenforderungen

7.184.620

4.524.614

106.961

227.483

3.343.685

846.485

2.660.006

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

75.650

39.128

–

19.329

19.799

–

36.521

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

56.730

39.651

518

1.260

36.253

1.620

17.079

Zugesagte Kreditrahmen

207.504

–

–

–

–

–

207.504

Bankenforderungen

300.881

6.139

3.067

–

–

3.072

294.743

Wertpapiere und Fonds

920.068

147.342

–

69.666

–

77.676

772.726

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

21.152

–

–

–

–

–

21.152

•hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

56.734

–

–

–

–

–

56.734

•hiervon at Fair Value OCI

3.836

–

–

–

–

–

3.836

Beteiligungen

752.771

–

–

–

–

–

752.771

•hiervon at Fair Value OCI

91.233

–

–

–

–

–

91.233

•hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

661.538

–

–

–

–

–

661.538

Gesamt

9.365.845

4.678.094

110.027

297.148

3.343.685

927.233

4.687.751










1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten

2)Exposure abzüglich Sicherheiten

(38.9) Kundenforderungen nach Branchen

 

2020

2021






Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria)

in Tsd. EUR

in %

in Tsd. EUR

in %

Privatkunden

1.287.356

17,9

1.409.757

18,6

Grundstücks- und Wohnungswesen

1.378.862

19,2

1.480.970

19,6

Bau

757.444

10,5

853.059

11,3

Herstellung von Waren

878.682

12,2

884.645

11,7

Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz

521.956

7,3

486.799

6,4

Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

424.172

5,9

484.601

6,4

Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen

399.331

5,6

409.638

5,4

Verkehr und Lagerei

256.608

3,6

230.567

3,0

Beherbergung und Gastronomie

224.809

3,1

240.776

3,2

Gesundheits- und Sozialwesen

257.302

3,6

261.295

3,5

Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen

162.783

2,3

202.425

2,7

Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung

155.186

2,2

165.930

2,2

Energieversorgung

136.850

1,9

119.217

1,6

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

76.120

1,1

82.061

1,1

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

34.245

0,5

31.922

0,4

Erbringung von sonstigen Dienstleistungen

53.350

0,7

44.302

0,6

Information und Kommunikation

60.079

0,8

66.667

0,9

Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen

58.116

0,8

66.389

0,9

Kunst, Unterhaltung und Erholung

39.493

0,5

24.157

0,3

Erziehung und Unterricht

21.877

0,3

17.752

0,2

Gesamt

7.184.620

1,0

7.562.928

100,0







(38.10) Kundenforderungen in Fremdwährungen nach Ländern und Währungen 2021

in Tsd. EUR

EUR1)

CHF

USD

JPY

Gesamt

Österreich

313

80.229

3.592

228

84.362

Slowenien

–

2.387

–

–

2.387

Kroatien

561.987

330

31

–

562.348

Ungarn

5.102

–

–

–

5.102

Schweiz

18.583

–

–

–

18.583

Sonstige

11.211

1.325

–

–

12.536

Gesamt

597.196

84.271

3.624

228

685.319







1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

Kundenforderungen in Fremdwährungen nach Ländern und Währungen 2020

in Tsd. EUR

EUR1)

CHF

USD

JPY

Gesamt

Österreich

–

92.062

29

1.139

93.230

Slowenien

–

3.155

0

–

3.155

Kroatien

493.189

310

39

–

493.538

Ungarn

6.782

–

–

–

6.782

Schweiz

22.883

183

–

–

23.066

Sonstige

12.031

2.192

–

–

14.223

Gesamt

534.885

97.902

68

1.139

633.994







1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

(38.11) Kundenforderungen nach Ländern 2021

in Tsd. EUR

Forderungen1)

überfällig2)

Einzelwert-berichtigung3)

Sicherheiten für überfällige Forderungen

Österreich

5.514.906

99.361

29.751

61.671

Slowenien

910.902

12.825

4.082

8.381

Kroatien

620.655

71.278

26.382

43.202

Ungarn

20.825

2.350

1.004

1.279

Slowakische Republik

249.546

5.698

2.626

2.379

Italien

8.234

25

25

–

Deutschland

185.387

39

13

25

Sonstige

52.472

2

–

–

Gesamt

7.562.928

191.578

63.883

116.937






1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

3) Stage 3 Risikovorsorge

Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.

Kundenforderungen nach Ländern 2020

in Tsd. EUR

Forderungen1)

überfällig2)

Einzelwert-berichtigung3)

Sicherheiten für überfällige Forderungen

Österreich

5.230.204

84.977

26.676

46.790

Slowenien

917.763

20.093

7.756

11.976

Kroatien

560.036

20.749

9.070

10.351

Ungarn

20.931

2.970

1.374

1.510

Slowakische Republik

197.581

9.637

2.968

5.346

Italien

9.166

30

13,49299

15

Deutschland

183.123

36

2

34

Sonstige

65.816

20

2

17

Gesamt

7.184.620

138.513

47.861

76.040






1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

3) Stage 3 Risikovorsorge


(38.12) Wertpapiere und Fonds nach Sitz der Emittenten

in Tsd. EUR

Anschaffungskosten

Buchwert nach IFRS1)






Regionen

2020

2021

2020

2021

Österreich

411.659

697.121

418.518

438.462

Deutschland

91.281

102.535

93.289

103.592

Belgien

34.675

34.727

35.095

35.123

Finnland

14.941

15.137

15.130

15.116

Frankreich

41.967

43.433

42.145

43.606

Griechenland

–

–

44

11

Irland

25.890

29.012

26.396

29.317

Kroatien

10.000

10.122

10.225

10.210

Litauen

6.000

6.072

6.046

6.035

Luxemburg

116.412

127.174

120.098

130.310

Niederlande

14.946

14.946

15.003

15.008

Norwegen

39.747

54.837

40.517

55.356

Polen

5.000

5.083

5.082

5.072

Portugal

15.000

15.187

15.221

15.200

Slowakische Republik

29.800

29.932

30.328

30.332

Slowenien

14.795

29.887

14.975

30.093

Spanien

19.773

24.928

20.045

25.171

Schweden

9.996

9.996

10.288

10.159

USA

1.573

1.444

1.624

1.455

Gesamt

903.456

1.262.702

920.068

1.010.910






1)inklusive Stückzinsen

Auf Positionen im Wertpapierportfolio gab es in den Jahren 2020 und 2021 keine Impairments.

(39) Beteiligungsrisiko

Beteiligungspositionen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Börsenotierte Kreditinstitute

661.538

709.256

Nicht börsenotierte Kreditinstitute

18.549

18.429

Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen

72.684

79.998

Gesamt

752.771

807.683





(40) Zinsänderungsrisiko

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

Steuerung Zinsänderungsrisiko


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Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit
verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

(40.1) Aufsichtsrechtliches Zinsänderungsrisiko in % der Eigenmittel

Währung

31.12.2020

31.12.2021

EUR

1,43%

2,69%

CHF

0,26%

0,08%

USD

-0,02%

-0,04%

JPY

–

–

Sonstige

–

–

Gesamt

1,67%

2,73%





(40.2) Barwertschwankungen bei Zinsshift von 200 Basispunkten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

EUR

13.088

26.467

CHF

2.384

734

USD

-176

-373

JPY

–

–

Sonstige

–

–

Gesamt

15.297

26.828





(40.3) Zinsbindungsgaps EUR und Fremdwährungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

< 1 Monat

-138.660

75.726

1 bis 3 Monate

539.628

471.092

3 bis 6 Monate

686.701

782.352

6 bis 12 Monate

-1.760.056

-2.088.705

1 bis 2 Jahre

99.162

18.034

2 bis 3 Jahre

-23.551

-691.931

3 bis 4 Jahre

-203.576

214.596

4 bis 5 Jahre

-132.984

-126.769

> 5 Jahre

398.550

502.944





Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt, dar.

(40.4) Zinsänderungsrisiko

in Tsd. EUR

20201)

2021

Minimalwerte

47.789

43.100

Maximalwerte

77.679

58.521

Durchschnittswerte

64.979

52.424

Wert zum Jahresende

63.544

58.521




1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst

Für das Zinsänderungsrisiko wird ein Worst-Case-Szenario aus den sechs ökonomischen EVE (Economic Value of Equity) IRRBB-Schocks und dem steuerungsrelevanten „APM-Durationsrisiko“ (+100BP Schock) ermittelt. Diese Methode beinhaltet eine vollständige, ökonomische Bewertung und Steuerungsintegration des Zinsänderungsrisikos des Bankbuchs inklusive impliziter Zinsoptionalitäten und hinsichtlich verschiedenster unterschiedlicher Zinsszenarien.


(41) Credit Spread-Risiko

in Tsd. EUR

2020

2021

Minimalwerte

36.479

35.086

Maximalwerte

38.973

41.669

Durchschnittswerte

37.622

38.314

Wert zum Jahresende

36.479

35.086





Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken.

Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.


(42) Aktienkursrisiko

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

Steuerung Aktienkursrisiko


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Value-at-Risk-Werte Aktienkursrisiko

in Tsd. EUR

20201)

2021

Minimalwerte

15.989

22.554

Maximalwerte

19.964

28.977

Durchschnittswerte

17.614

26.092

Wert zum Jahresende

19.964

28.977




1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst

Der dargestellte Value-at-Risk für das Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet.

(43) Risiken aus Fremdwährungspositionen

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.

Value-at-risk-Werte aus Fremdwährungspositionen

in Tsd. EUR

20201)

2021

Minimalwerte

682

706

Maximalwerte

1.762

1.355

Durchschnittswerte

1.237

1.011

Wert zum Jahresende

1.181

706




1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst

Der dargestellte Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.


(43.1) Wechselkursrisiko – Offene Devisenposition

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

HRK

-2.259

80

USD

3.959

930

GBP

-3.025

120

JPY

21

-53

CHF

1.735

169





(44) Liquiditätsrisiko und Liquiditätsrisikomanagement (ILAAP)

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass
Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).


Liquiditätsrisikosteuerung

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Grundsätze des Liquiditätsmanagements

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines.

Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen.
Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die
Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

Kennzahlen zur Steuerung des Liquiditätsrisikos

 

2020

2021

Einlagenkonzentration

0,38

0,36

Loan-Deposit-Ratio (LDR)

85,7%

83,2%

Liquidity Coverage Ratio (LCR)

158,1%

208,9%

Net Stable Funding Ratio (NSFR)

117,2%

122,9%





(44.1) Refinanzierungsfähige Sicherheiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere

750.414

799.774

bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere

47.279

45.567

bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere

89.053

96.885

an die OeNB zedierte Kreditforderungen

410.014

562.146

an die Slowenische Nationalbank zedierte Kreditforderungen

39.732

26.138

Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten

1.336.492

1.530.510

abzüglich Tendersperre OeNB

-349.057

-544.983

abzüglich EUREX Repo

-3.173

-3.094

Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten

984.262

982.433

Barmittel

85.329

135.914

OeNB-Guthaben

929.705

1.235.012

Liquiditätspuffer

1.999.296

2.353.359

sonstige Wertpapiere

55.259

40.187

Counterbalancing Capacity

2.054.555

2.393.546




(44.2) Entwicklung der Refinanzierungsstrukturen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Spareinlagen

1.401.674

1.351.180

Sonstige Kundeneinlagen

5.140.571

5.791.352

Verbriefte Verbindlichkeiten

647.463

732.523

Nachrangkapital

209.583

240.942

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

899.929

826.912





(44.3) Derivative und nicht-derivative Verbindlichkeiten auf Cash Flow-Basis 2021

in Tsd. EUR

Buchwerte

Vertragliche
Cash Flows1)

< 1 Monat

1 Monat bis
1 Jahr

1-5 Jahre

> 5 Jahre

Nicht-derivative Verbindlichkeiten

8.942.909

8.969.876

825.436

2.461.213

1.769.640

3.913.588

•Einlagen von Kreditinstituten

826.912

830.675

213.489

166.008

432.343

18.835

•Einlagen von Kunden2)

7.142.532

7.114.394

609.960

2.226.172

804.964

3.473.298

•Verbriefte Verbindlichkeiten

732.523

732.350

1.987

61.239

403.655

265.469

•Nachrangige Verbindlichkeiten

240.942

292.457

–

7.794

128.678

155.985

Derivative Verbindlichkeiten

7.886

-1.181

3.445

-1.818

-2.383

-425

•Derivate im Bankbuch

7.886

-1.181

3.445

-1.818

-2.383

-425

Gesamt

8.950.795

8.968.695

828.881

2.459.395

1.767.257

3.913.163








1)nicht abgezinst

2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.

Derivative und nicht-derivative Verbindlichkeiten auf Cash Flow-Basis 2020

in Tsd. EUR

Buchwerte

Vertragliche
Cash Flows1)

< 1 Monat

1 Monat bis
1 Jahr

1-5 Jahre

> 5 Jahre

Nicht-derivative Verbindlichkeiten

8.299.220

8.372.603

442.573

2.823.460

1.336.805

3.769.765

•Einlagen von Kreditinstituten

899.929

893.277

263.352

217.622

376.881

35.422

•Einlagen von Kunden2)

6.542.245

6.529.187

162.050

2.526.240

587.581

3.253.316

•Verbriefte Verbindlichkeiten

647.463

691.861

17.171

70.192

287.868

316.630

•Nachrangige Verbindlichkeiten

209.583

258.279

0

9.406

84.476

164.397

Derivative Verbindlichkeiten

13.711

6.273

2.106

1.989

1.460

718

•Derivate im Bankbuch

13.711

6.273

2.106

1.989

1.460

718

Gesamt

8.312.931

8.378.876

444.679

2.825.449

1.338.265

3.770.482








1)nicht abgezinst

2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.



(45) Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren
hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer
Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles
IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

Operationales Risiko und IKT-Risiken


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Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 29,6 Mio. EUR (Vorjahr: 28,9 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 1,8 Mio. EUR (2020: -0,5 Mio. EUR) gegenüber. Der negative Wert resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen aus den Vorjahren.

Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Betrug

104

3

Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit

408

62

Kunden, Produkte, Geschäftspraxis

-1.324

1.684

Sachschäden

15

10

Systemfehler

7

36

Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement

299

45





Die BKS Bank quantifiziert Risiken und Verluste der COVID-19 Pandemie auf Basis des EBA-Berichtes über die Umsetzung ausgewählter COVID-19-Richtlinien.

(46) Makroökonomisches Risiko

Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet. Die makroökonomischen Risiken und deren Einfluss auf das Kreditrisiko werden aufgrund des Abklingens der Pandemie, insbesondere durch den milderen Verlauf von Covid Erkrankungen bei der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante als mittel eingeschätzt. Zur Steuerung und Kontrolle der Risiken haben wir 2021 weiterhin Kontrollen in Form von kontinuierlich angepassten Szenarioanalysen und Ausfallsvorlaufindikatoren im Risikomanagement durchgeführt.

Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine könnten weitreichende wirtschaftliche Folgen für Europa haben. Die Auswirkungen reichen von rezessiven Einschnitten in der Realwirtschaft, Verwerfungen von Rohstoffpreisen und Aktienkursen auf den Weltmärkten bis zu Problemen in der Bankenlandschaft hinsichtlich der Werthaltigkeit von betroffenen Exposures. Ein weiterer Faktor sind zu erwartende Migrationsströme von Flüchtlingen und ein damit zusammenhängender politischer Diskurs in Europa. Die Weiterentwicklung des Konflikts und die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft lassen sich aktuell noch schwer abschätzen und hängen jedenfalls von der gebotenen Gesprächsbereitschaft der Konfliktparteien ab.

(47) Risiko einer übermäßigen Verschuldung

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen.
Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 8,2% (Vorjahr: 8,0%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.

(48) ESG-Risiken

ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können.




Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbereich im Kapitel „Chancen und Risiken aus ESG-Faktoren im Detail erläutert.


Im Jahr 2021 haben wir begonnen die Betroffenheit unseres Kundenportfolios im Zusammenhang mit ESG Risiken über ein extern zugekauftes Modul zu messen. Die Betroffenheit wird in Scorewerten zwischen 0 bei unerheblichen Risiken und 100 bei extrem hohen Risiken dargestellt.

Verteilung des Kreditportfolios nach CLIMAID ESG-Risikoscores

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Die Graphik zeigt, dass rund 80% des Kundenvolumens lediglich einem unerheblichen bzw. niedrigen ESG Risiko ausgesetzt sind. 16,8% unterliegen einem mäßigen ESG Risiko und lediglich 3,2% sind von einem höheren potenziellen ESG Risiko betroffen.


(49) Sonstige Risiken

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der
Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

•Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen

•Reputationsrisiken

•Restwertrisiken im Leasinggeschäft

•Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung

•Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank

•Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken

•Eigenkapitalrisiken

•Verhaltensrisiken

•Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken




Ergänzende Angaben

(50) Fair Values

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden

31.12.2021

in Tsd. EUR

Level 1
"Marktwert"

Level 2
"Marktwert basierend"

Level 3
"Interne Bewertungsmethode"

Fair Value total

Aktiva

 

 

 

 

Forderungen an Kunden

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

-

-

53.631

53.631

•at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

-

-

89.927

89.927

Handelsaktiva (Derivate)

-

8.561

-

8.561

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

11

-

-

11

•at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

20.551

-

-

20.551

•at Fair Value OCI

60.518

-

1.018

61.536

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

50.364

-

252

50.616

•at Fair Value OCI

5.756

3.942

94.233

103.931

Passiva

 

 

 

 

Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

-

-

56.999

56.999

Handelspassiva

-

7.886

-

7.886







Im Berichtsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Levels.


31.12.2020

in Tsd. EUR

Level 1
"Marktwert"

Level 2
"Marktwert basierend"

Level 3
"Interne Bewertungsmethode"

Fair Value total

Aktiva

 

 

 

 

Forderungen an Kunden

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

-

-

56.730

56.730

•at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

-

-

75.650

75.650

Handelsaktiva (Derivate)

-

10.527

-

10.527

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

44

-

-

44

•at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

21.152

-

-

21.152

•at Fair Value OCI

67.245

-

1.018

68.263

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

 

 

 

 

•at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

56.734

-

356

57.090

•at Fair Value OCI

5.460

3.841

87.036

96.337

Passiva

 

 

 

 

Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

-

-

63.429

63.429

Handelspassiva

-

13.711

-

13.711






Im Vorjahr gab es zwischen den einzelnen Levels keine Umgliederungen.

Level 3: Bewegungen der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden 2021

in Tsd. EUR

Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or loss (designiert)

Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI

Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

Stand zum 01.01.2021

75.650

56.730

1.018

87.036

63.429

356

GuV-Rechnung1)

-2.176

-654

-

-

-1.042

-104

Umgliederungen

-

-

-

-

-

-

Sonstiges Ergebnis

-

-

-

5.853

-388

-

Käufe/Zugänge

20.532

4.421

-

1.683

-

-

Verkäufe/Tilgungen

-4.079

-6.866

-

-339

-5.000

-

Stand zum 31.12.2021

89.927

53.631

1.018

94.233

56.999

252








1)über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

in Tsd. EUR

Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or loss (designiert)

Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI

Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

Stand zum 01.01.2020

79.078

58.356

1.018

84.042

84.237

0

GuV-Rechnung1)

977

301

 

 

-140

 

Umgliederungen

 

 

 

-356

 

356

Sonstiges Ergebnis

 

 

 

-12

-668

 

Käufe/Zugänge

 

12.743

 

3.400

 

 

Verkäufe/Tilgungen

-4.405

-14.670

 

-38

-20.000

 

Stand zum 31.12.2020

75.650

56.730

1.018

87.036

63.429

356








1)über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)


Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 „Marktwerte“ dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 „Marktdaten basierend“ ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 „interne Bewertungsmethode“ werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind.

Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bankspezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2021 auf den Marktwert mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2021 auf den Marktwert mit -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) führen.

Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR) ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 53,5 Mio. EUR (Vorjahr: 49,4 Mio. EUR) führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10% zu einer Veränderung des Fair Values um 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9Mio. EUR). Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR) ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum Fair Value bilanziert werden


31.12.2021

in Tsd. EUR

Level 1 "Marktwert"

Level 2 "Marktwert
basierend"

Level 3
"Interne
Bewertungsmethode"

Fair Value
total

Buchwert 31.12.2021

Aktiva

 

 

 

 

 

Forderungen an Kreditinstitute

-

-

94.593

94.593

94.582

Forderungen an Kunden

-

-

6.863.025

6.863.025

6.815.067

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

949.456

-

-

949.456

917.463

Passiva

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

-

-

820.874

820.874

826.912

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

-

-

7.146.637

7.146.637

7.142.532

Verbriefte Verbindlichkeiten

161.307

461.663

62.477

685.448

675.524

Nachrangkapital

190.335

23.965

29.098

243.398

240.942







31.12.2020

in Tsd. EUR

Level 1 "Marktwert"

Level 2 "Marktwert basierend"

Level 3 "Interne Bewertungsmethode"

Fair Value total

Buchwert 31.12.2020

Aktiva

 

 

 

 

 

Forderungen an Kreditinstitute

 

 

282.990

282.990

282.769

Forderungen an Kunden

 

 

6.477.780

6.477.780

6.437.585

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

885.594

 

 

885.594

828.140

Passiva

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

 

893.553

893.553

899.929

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

 

 

6.545.783

6.545.783

6.542.245

Verbriefte Verbindlichkeiten

178.118

356.913

64.236

599.267

584.034

Nachrangkapital

184.170

3.428

27.286

214.884

209.583







1)vermindert um EWB/ECL

(51) Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente

Für alle Eigenkapitalinstrumente wird gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Anteile an Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.

Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt.

Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 keine wesentlichen Effekte.

Darstellung wesentlicher sonstiger Beteiligungen

in Tsd. EUR

Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2020

in 2020 erfasste Dividendenerträge

Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2021

in 2021 erfasste Dividendenerträge

Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H.

8.314

2.460

8.813

-

Generali 3Banken Holding AG

38.696

-

42.289

-

Wienerberger AG

1.275

29

1.258

23

3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH

1.093

-

1.139

-

Oesterreichische Kontrollbank AG

17.317

1.000

17.043

1.000

BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft

3.841

-

3.942

-

PEKRA Holding GmbH

9.540

-

13.034

-

VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH

5.514

-

5.227

-

3 Banken Kfz-Leasing GmbH

2.251

646

2.251

737

3 Banken IT GmbH

1.050

-

1.050

-

Sonstige strategische Beteiligungen

1.985

315

2.130

201

Summe

90.877

4.450

98.176

1.961







(52) Gewinne/Verluste nach Bewertungskategorien

in Tsd. EUR

2020

2021

Zinsertrag

1.661

1.931

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

4.096

4.952

Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)

5.757

6.883

Zinsertrag

1.759

1.846

Zinsaufwand

-1.935

-1.500

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

457

170

Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste

668

388

Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert)

949

904

Zinsertrag

153.111

156.509

Provisionsüberschuss

44.602

44.971

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

2.232

1.404

Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

199.945

202.883

Zinsertrag

4.832

1.961

Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste

-815

7.060

Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis (designiert)

4.017

9.020

Zinsertrag

618

525

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

-40

0

Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste

665

-1.247

Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis

1.243

-722

Zinsaufwand

-26.767

-24.969

Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste

-

-288

Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

-26.767

-25.257




1)FV = Finanzielle Vermögenswerte

2)FI = Finanzinstrumente

(53) Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die Oberbank AG und BTV AG wurden mit Stichtag 30.09.2021 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen.

Assoziierte Unternehmen

 

 

 

Stimmrechte in %

Kapitalanteile in %

Beizulegender Zeitwert des Anteils










Werte jeweils
zum 31.12.

Art der
Beziehung

Sitz der
Gesellschaft

2020

2021

2020

2021

2020

2021

Oberbank AG

Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit

Linz

14,2

14,8

14,2

14,2

421.442

458.569

BTV AG

Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit

Innsbruck

14,7

17,2

14,0

14,0

141.881

150.554










Finanzinformationen zu wesentlichen assoziierten Unternehmen

 

Oberbank

BTV






in Mio EUR

31.12.2020

30.09.2021

31.12.2020

30.09.2021

Zinsüberschuss

336,9

256,2

130,9

102,4

Provisionsüberschuss

170,7

143,1

54,6

40,3

Konzernjahresüberschuss nach Steuern

123,5

189,8

53,0

79,0

Bilanzsumme

24.432,9

26.851,1

13.969,5

13.953,8

Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge

17.264,7

18.220,9

8.026,1

7.971,1

Eigenkapital

3.038,9

3.256,1

1.786,9

1.871,6

Primärmittel

15.426,9

16.631,0

9.649,1

9.145,1

• hiervon Spareinlagen

2.660,9

2.579,4

1.530,8

1.451,0

• hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital

2.339,8

2.701,7

1.389,6

1.369,9

Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR)

903

2.910

572

572







Gemeinsame Vereinbarung – Gemeinschaftliche Tätigkeit

Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Risiken aus Großkrediten der Gesellschafterbanken. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.

(54) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können. Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.

Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

 

Höhe der ausstehenden
Salden per

erhaltene Garantien per

gewährte Garantien per








in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

 

 

 

 

 

 

•Forderungen

35.920

28.584

-

-

-

-

•Verbindlichkeiten

5.838

3.584

-

-

-

-

Assoziierte Unternehmen

 

 

 

 

 

 

•Forderungen

5.874

869

-

-

-

-

•Verbindlichkeiten

34.785

1.600

-

-

-

-

Mitglieder des Managements

 

 

 

 

 

 

•Forderungen

1.012

1.301

-

-

-

-

•Verbindlichkeiten

2.979

3.197

-

-

-

-

Sonstige nahestehende Personen

 

 

 

 

 

 

•Forderungen

491

672

-

-

-

-

•Verbindlichkeiten

750

479

-

-

-

-








Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen. Aus Bankgeschäften mit assoziierten Unternehmen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 Zinsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen entstanden Zinserträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

1.009

1.006

•davon Arbeiter

32

8

•davon Angestellte

977

998

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen

3.582

3.414

Bezüge des Vorstandes

 

 

•Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder

1.688

1.892

•Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

820

829

Bezüge des Aufsichtsrates

 

 

•Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder

283

276

•Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebene

-

-

Vergütungen des Managements gemäß IAS 24

1.989

2.169

•Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen

1.762

1.915

•Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

227

254

•Vergütungen für andere langfristige Leistungen

-

-

•Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

-

-

Gewährte Vorschüsse und Kredite

 

 

•Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes

17

180

•Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates

141

320

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

 

 

•Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern

-3

256

•Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer

6.856

5.384





Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA Leitlinie für solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2015/22) und gemäß der Z 11 der Anlage zu §39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte-bzw. Sperrfrist und dürfen von Vorstandsmitgliedern in dieser Zeit nicht verkauft werden. Im Geschäftsjahr 2021 kam es zu keiner anteilsbasierten Transaktion.



(55) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

Segmentergebnis 2021

in Tsd. EUR

Privat
kunden

Firmen-
kunden

Financial
Markets

Sonstige

Summe

Zinsüberschuss

28.191

110.120

40.649

4.919

183.878

•hiervon Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen

 

 

44.959

 

44.959

Risikovorsorge

-570

-19.177

93

-12.734

-32.389

Provisionsüberschuss

29.589

36.578

-194

1.131

67.103

Handelsergebnis

-

-

785

-

785

Verwaltungsaufwand

-54.696

-53.497

-10.087

-7.066

-125.346

Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen

1.492

895

-16

-8.908

-6.536

Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

241

1.208

4.005

-

5.454

Jahresüberschuss vor Steuern

4.248

76.126

35.234

-22.659

92.949

Ø risikogewichtete Aktiva

1.028.266

3.577.702

645.469

171.152

5.422.589

Ø zugeordnetes Eigenkapital

125.448

436.480

804.536

44.544

1.411.009

Segmentverbindlichkeiten

3.458.190

5.231.719

1.673.410

214.650

10.577.968

ROE auf Basis Jahresüberschuss
vor Steuern

3,4%

17,4%

4,4%

-

6,6%

Cost-Income-Ratio

92,3%

36,2%

24,5%

-

51,1%

Risk-Earnings-Ratio

2,0%

17,4%

-

-

23,3%








Segmentergebnis 2020

in Tsd. EUR

Privat-
kunden

Firmen-
kunden

Financial
Markets

Sonstige

Summe

Zinsüberschuss

28.818

106.903

27.706

3.949

167.375

•hiervon Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen

-

-

30.903

-

30.903

Risikovorsorge

-389

-24.344

-292

-

-25.026

Provisionsüberschuss

28.926

34.957

-161

625

64.347

Handelsergebnis

-

-

2.231

-

2.231

Verwaltungsaufwand

-53.921

-51.795

-10.453

-6.984

-123.154

Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen

1.388

851

-53

-6.663

-4.477

Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

156

-1.007

4.458

-

3.608

Jahresüberschuss vor Steuern

4.977

65.565

23.436

-9.074

84.904

Ø risikogewichtete Aktiva

947.685

3.448.292

643.215

158.852

5.198.044

Ø zugeordnetes Eigenkapital

115.618

420.692

755.078

40.711

1.332.098

Segmentverbindlichkeiten

3.285.382

4.628.755

1.719.200

223.140

9.856.477

ROE auf Basis Jahresüberschuss
vor Steuern

4,3%

15,6%

3,1%

-

6,4%

Cost-Income-Ratio

91,2%

36,3%

36,3%

-

53,9%

Risk-Earnings-Ratio

1,4%

22,8%

1,1%

-

18,3%









Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.

Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden Ende 2021 rund 26.400 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2021 waren diesem Segment rund 168.100 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.


(56) Zinslose Aktiva

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

±- in %

Zinslose Aktiva

181.904

218.975

20,4






Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR).

(57) Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2021 0,79% (Vorjahr: 0,80%).


(58) Fremdwährungsvolumina

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Vermögenswerte

297.948

285.508

-4,2

Verbindlichkeiten

219.095

171.227

-21,8






(59) Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen

1.972

1.917

-2,8






(60) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Bürgschaften und Garantien

567.205

607.637

7,1

Akkreditive

741

3.166

>100

Eventualverbindlichkeiten

567.947

610.804

7,5

Sonstige Kreditrisiken

1.693.658

1.702.081

0,5

Kreditrisiken

1.693.658

1.702.081

0,5






Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.


(61) Saldierung von Finanzinstrumenten

31.12.2021








in Tsd. EUR

Finanzinstru-mente (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto)

Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1)

Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten1)

Nettobetrag

Aktiva

 

 

 

 

 

 

Handelsaktiva

8.561

-

8.561

-4.633

-

3.927

Summe der Aktiva

8.561

-

8.561

-4.633

-

3.927

 

 

 

 

 

 

 

Passiva

 

 

 

 

 

 

Handelspassiva

7.886

-

7.886

-4.633

-2.432

820

Summe der Passiva

7.886

-

7.886

-4.633

-2.432

820








1)Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.






31.12.2020








in Tsd. EUR

Finanzinstru-mente (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto)

Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen 1)

Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten 1)

Nettobetrag

Aktiva

 

 

 

 

 

 

Handelsaktiva

10.527

-

10.527

-6.681

-2.815

1.031

Summe der Aktiva

10.527

-

10.527

-6.681

-2.815

1.031

 

 

 

 

 

 

 

Passiva

 

 

 

 

 

 

Handelspassiva

13.711

-

13.711

-6.681

-6.226

805

Summe der Passiva

13.711

0

13.711

-6.681

-6.226

805








1)Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.


Die BKS Bank verwendet für Derivate Globalverrechnungsverträge zur Reduktion von Kreditrisiken. Diese Verträge qualifizieren sich als potentielle Saldierungsvereinbarungen. Globalverrechnungsverträge sind für Kontrahenten mit mehreren Derivateverträgen relevant. Aufgrund eines Ausfalls einer Gegenpartei erfolgt durch diese Verträge eine Nettoabwicklung über alle Verträge. Wenn darüber hinaus noch eine Absicherung in Form von Barsicherheiten erfolgt, werden diese in der entsprechenden Spalte „Erhaltene/Gegebene Barsicherheiten“ ausgewiesen.

(62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang Februar 2022 hat die slowenische Nationalversammlung das „Gesetz zur Begrenzung und Verteilung des Währungsrisikos zwischen Gläubigern und Kreditnehmern von Schweizer Franken“ verabschiedet. Dieses neue Gesetz verpflichtet Banken zu einer rückwirkenden Einführung einer Wechselkursobergrenze für Schweizer Franken-Kredite, die im Zeitraum von 2004 bis 2010 vergeben wurden. Die BKS Bank ist im Zeitraum von 2004 bis 2008 betroffen. Aktuell werden die Werte erhoben und wir rechnen mit einem Effekt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Beschluss nicht im Einklang mit dem Verfassungsrecht steht, und rechnen mit einer entsprechenden Aufhebung.

Mit 09. Februar 2022 wurde von Seiten der BKS Bank bekannt gegeben, dass es in der Zweigstelle in Kroatien zu Malversationen durch einen Mitarbeiter gekommen ist. Die Aufarbeitung dauert noch an.

Am 24. Februar 2022 hat Russland mit einer militärischen Invasion des souveränen Nachbarstaats, der Ukraine, begonnen. Dieser Einmarsch stellt aktuell den größten kriegerischen Konflikt in Europa seit Ende des 2. Weltkrieges dar. Die Vereinigten Staaten, die Mitgliedsstaaten der EU und der NATO sowie zahlreiche weitere Staaten verurteilen die russischen Kriegshandlungen auf das Schärfste und haben ihrerseits Sanktionen gegenüber Russland verhängt. Die EU reagierte mit Sanktionen gegen Finanzinstitute und fror alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank ein. Auch wurden russischen Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen. Des Weiteren wurden Sanktionen gegen den Energiesektor, den Verkehrssektor, den Technologiesektor sowie gegen Medien verhängt. Die BKS Bank ist nur in einem geringen Ausmaß direkt von der Ukraine- bzw. Russland-Krise betroffen, da wir keine russischen Finanztitel im Eigenportfolio halten. Rund 250 österreichische und slowenische Wertpapierkunden halten russische Einzeltitel mit einem Volumen von rund 4,0 Mio. EUR auf ihren Depots. Es gibt eine geringe Anzahl an Konten von russischen Staatsbürgern und eine überschaubare Anzahl an Firmenkunden, die Geschäftsbeziehungen zu russischen Firmen pflegen und bei denen offene Kreditlinien bestehen. Insgesamt sind das Geschäftsvolumen und die Anzahl der Kunden überschaubar und beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der BKS Bank derzeit nicht. Die geopolitischen Ereignisse der letzten Tage werden jedoch weitreichende Folgen auf die globale und europäische Konjunkturentwicklung haben. Diese indirekten Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Wir arbeiten intensiv daran, die EU-Sanktionen gegen Russland konsequent umzusetzen.

Die bereits erwähnten geopolitischen Entwicklungen und die damit verbundenen massiven Liquiditätsabflüsse führten Ende Februar 2022 zur Zahlungsunfähigkeit der Sberbank Europe AG. Dementsprechend hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) am 01. März 2022 auf Basis einer Anweisung der EZB mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Zur Abdeckung der Kundeneinlagen trat die Einlagensicherung in Kraft, welche maximal 100.000,- EUR pro Einleger beträgt. Der sich daraus ergebende Aufwand in Form zusätzlicher Einlagensicherungsfondsbeiträge für die BKS Bank AG ist aktuell noch nicht quantifizierbar.

Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Konzernabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.

(63) In den Aktivposten enthaltene Sicherheiten für Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

Vermögenswert

31.12.2020

31.12.2021

Mündelgelder gemäß § 230 a ABGB

Wertpapiere

11.919

11.932

Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel

Wertpapiere

1.593

1.563

Kaution für Handel an EUREX

Forderung Kreditinstitut

2.103

1.556

Sicherheiten Xetra

Wertpapiere

3.982

3.908

Pfandsperre Euro-Clear

Wertpapiere

10.064

10.051

Eurex Repo (GC Pooling)

Wertpapiere

3.592

3.178

Margin Finanztermingeschäfte

Forderung Kreditinstitut

5.490

6.063

An die Oesterreichische Kontrollbank zedierte Forderungen

Kredite

102.301

102.600

Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung

Kredite

349.057

544.960

Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen

Kredite

334.132

375.637

Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen
für fundierte Schuldverschreibungen

Kredite

7.061

0

Solidarpfand OeKB CCPA

Forderung Kreditinstitut

110

110






Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.


(64) Angaben zu Vergütungen an den Bankprüfer

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

± in %

Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss

538

548

1,9

Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen

44

26

-39,9

Honorare für wirtschaftliche Beratung

97

106

9,2

Summe Honorare

679

680

0,2







(65) Derivatives Geschäftsvolumen: Bankbuch

 

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten

 






in Tsd. EUR

< 1 Jahr

1-5 Jahre

> 5 Jahre

 

Zinssatzverträge

76.468

71.480

165.436

 

Zinsswaps

76.468

71.480

165.436

 

•Kauf

38.234

35.740

82.718

 

•Verkauf

38.234

35.740

82.718

 

Optionen auf zinsbezogene Instrumente

-

-

-

 

•Kauf

-

-

-

 

•Verkauf

-

-

-

 

Wechselkursverträge

1.071.222

96.605

-

 

Devisentermingeschäfte

540.970

-

-

 

•Kauf

272.159

-

-

 

•Verkauf

268.811

-

-

 

Kapitalmarktswaps

-

96.605

-

 

•Kauf

-

48.207

-

 

•Verkauf

-

48.398

-

 

Geldmarktswaps (Devisenswaps)

530.252

-

-

 

•Kauf

263.796

-

-

 

•Verkauf

266.456

-

-

 

Wertpapierbezogene Geschäfte

-

-

-

 

Aktienoptionen

-

-

-

 

•Kauf

-

-

-

 

•Verkauf

-

-

-

 







Derivatives Geschäftsvolumen: Handelsbuch

 

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten

 






in Tsd. EUR

< 1 Jahr

1-5 Jahre

> 5 Jahre

 

Zinssatzverträge

-

603

-

 

Zinsswaps

-

-

-

 

•Kauf

-

-

-

 

•Verkauf

-

-

-

 

Zinssatzoptionen

-

603

-

 

•Kauf

-

302

-

 

•Verkauf

-

302

-

 

Wechselkursverträge

-

-

-

 

Devisenoptionen (Währungsoptionen)

-

-

-

 

•Kauf

-

-

-

 

•Verkauf

-

-

-

 


















 

Nominalbetrag

Marktwert (positiv)

Marktwert (negativ)








 

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

 

290.746

313.384

6.319

4.400

7.598

4.338

 

290.746

313.384

6.319

4.400

7.598

4.338

 

145.373

156.692

-

196

7.459

4.338

 

145.373

156.692

6.319

4.204

139

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

1.093.177

1.167.827

3.610

3.546

5.668

3.121

 

485.157

540.970

216

3.431

5.339

214

 

240.085

272.159

134

3.401

5.322

194

 

245.072

268.811

82

30

17

20

 

184.725

96.605

-

-

40

224

 

92.149

48.207

-

-

-

-

 

92.576

48.398

-

-

40

224

 

423.295

530.252

3.394

115

289

2.683

 

213.146

263.796

27

-

109

265

 

210.149

266.456

3.367

115

180

2.418

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-










 

Nominalbetrag

Marktwert (positiv)

Marktwert (negativ)








 

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

 

738

603

-

1

-

1

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

738

603

-

1

-

1

 

369

302

-

1

-

-

 

369

302

-

-

-

1

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-

 

-

-

-

-

-

-









Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt


Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer

Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer

Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak

Vst.-Dir. Mag. Nikolas Juhász


Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Mag. Hannes Bogner

Gerhard Burtscher

Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Dr. Reinhard Iro

Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M.

Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt

Dkfm. Dr. Heimo Penker

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende ab 17. Mai 2021

Mag. Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden ab 17. Mai 2021

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Sandro Colazzo

Mag. Maximilian Medwed

Herta Pobaschnig

Mag. Ulrike Zambelli



Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022


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Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des VorstandesMitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes


Schlussbemerkungen des Vorstandes

Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das
International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der
Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022

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Der Vorstand



Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende

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Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit,
das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen,
Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing,
Investor Relations, die Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen


Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA, Mitglied des Vorstandes

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Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling,
Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH,
Backoffice Treasury und Wertpapierservice, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland


Mag. Alexander Novak, Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche
Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland

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Mag. Nikolaus Juhász, Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking,
die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen




Gewinnverteilungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.553.163,27 EUR für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von EUR 0,23 pro
dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 9.876.867,00 EUR auszuschütten und den
Restbetrag von rund 676.296,27 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.


Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022


Der Vorstand

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Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des VorstandesMitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes













Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der


BKS Bank AG,
Klagenfurt am Wörthersee,

und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungs-vermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden

Der Vorstand beschreibt die Vorgangsweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte –
Risikovorsorge)".



Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob ein Ausfall vorliegt und somit eine Risikovorsorge (Stufe 3) für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) zu bilden ist. Für nicht ausfallsgefährdete Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) werden Risikovorsorgen für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) modellbasiert berechnet.

Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kreditforderungen führt die Bank eine Berechnung der Einzelwertberichtigung auf Basis festgesetzter pauschaler Verlustquoten durch.

Bei allen anderen Forderungen wird für den erwarteten Verlust eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich der 12-Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit der Kundenforderung (Stufe 2) berechnet. Bei der Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen. Die erwarteten Auswirkungen aus der COVID 19-Krise werden durch Adaptierungen von Parametern und Stufenumgliederungen
berücksichtigt.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde
liegen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

Werthaltigkeit von at Equity-bilanzierten Unternehmen

Das Risiko für den Abschluss
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden
nach der at Equity-Methode bilanziert. Insgesamt belaufen sich die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der at Equity-bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 710 Mio EUR. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG sowie die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.

Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise für die Bewertung von at-Equity-bilanzierten Unternehmen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equity-bilanzierten Unternehmen)".

Die Beteiligungen an at Equity-bilanzierten Unternehmen werden vom Vorstand einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen, wenn objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Es wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen die zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen
Zukunftserfolg.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzunsicherheiten verbunden ist.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Klassifikation und Bewertung
von at Equity-bilanzierten Unternehmen haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:


Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Das Risiko für den Abschluss
Die Aktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben gegen einzelne Hauptversammlungsbeschlüsse der BKS Bank und die weiteren Banken der 3 Banken-Gruppe Anfechtungsklagen eingebracht. Die Vorhalte betreffen vor allem die Behandlung der wechselseitigen Beteiligungen. In sämtlichen Anfechtungsverfahren behaupten die Kläger außerdem, dass übernahmerechtliche Vorschriften verletzt worden seien und eine Verletzung der Angebotspflicht vorliegt. Sollte eine Angebotspflichtverletzung festgestellt werden, wären die Syndikate der 3 Banken-Gruppe voraussichtlich entweder zur Legung eines Pflichtangebots verpflichtet oder mit Schadensersatzansprüchen anderer Aktionäre konfrontiert.

Der Vorstand beschreibt den Sachverhalt im Anhang des Konzernabschlusses im Punkt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen.

Der Konzern hat zahlreiche Gutachten von externen Rechtsexperten eingeholt. Der Vorstand hat auf Basis der vorliegenden Gutachten und Verfahrensstände eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:



Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf der Grundlage, der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unterneh-menstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche
falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses
Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:







Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit
dem Konzernabschluss.

Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 3. Juni 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der
Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.


Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022


Mag. Wilhelm Kovsca
Wirtschaftsprüfer



























Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser

Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende

Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten



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Wirtschaftliches Umfeld

Inflation trübt positive Konjunkturentwicklung

Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. In manchen Regionen, wie z. B. in China und den USA, war der Wirtschaftsaufschwung besonders stark. Die US-Wirtschaft ist 2021 mit einer Wachstumsrate von 5,7% so stark gewachsen wie seit 1984 nicht mehr. Ausschlaggebend für das beeindruckende Wachstum waren gestiegene Konsumausgaben, Anlageinvestitionen sowie Exporte und Investitionen in Lagerbestände.

Die chinesische Wirtschaft hat sich ebenfalls mit starken Wachstumsraten zurückgemeldet. Trotz der zwischenzeitlichen Schieflage des Immobiliensektors ist das BIP in China um 8,1% gewachsen.

Etwas schwächer, aber immer noch äußerst respektabel wuchs die Wirtschaft in Europa. In der Eurozone wurde über das Gesamtjahr ein Wachstum von durchschnittlich 4,6% erzielt. In einigen Ländern verlief das Schlussquartal allerdings ein bisschen schwächer. Während Länder wie Spanien und Portugal im vierten Quartal 2021 um rund 2,0% bzw. 1,6% wuchsen, schnitten Länder wie Österreich und Deutschland deutlich schwächer ab. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal, während Frankreich und Italien mit einer positiven Wachstumsrate von 0,7% bzw. 0,6% im Mittelfeld lagen.

Noch deutlich schlechter als in Deutschland lief es in Österreich. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde durch den vierten Lockdown massiv gestört und Milliarden Euro an Wertschöpfung wurden verschlungen. Im vierten Quartal ging das österreichische BIP um 2,2% zurück. Das war die mit Abstand schlechteste konjunkturelle Entwicklung unter den Euro-Ländern. Ohne die Einschränkungen wäre das BIP nach Berechnungen des Wifo
um 0,7% gegenüber dem Vorquartal
gewachsen.

Die wirtschaftliche Erholung sowie weiterhin anhaltende Lieferengpässe, vor allem bei Halbleitern, führten zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. In den USA erreichte die Inflation Ende 2021 ein Niveau von 7%. Ein Plateau, welches zuletzt im Jahr 1982 erreicht wurde. Auch in der Eurozone stieg die Inflation im
Dezember auf 5%. Die hohen Inflationsraten rufen Sorgenfalten sowohl bei den Währungshütern der großen Industrienationen als auch bei den politischen Verantwortungsträgern hervor. Eine befürchtete restriktivere Notenbankenpolitik sowie geringere Fiskalausgaben könnten die Konjunkturaussichten ordentlich belasten.

Paradigmenwechsel bei der Notenbankpolitik

Nach der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) herrscht nun Gewissheit: Im März erfolgt die erste US-Leitzinserhöhung. Jerome Powell, Notenbankchef der USA, schließt auch nicht aus, in jeder der sechs noch folgenden Sitzungen der Fed im Jahr 2022 weitere Zinserhöhungen vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Anleihen-Ankaufprogramm monatlich um 30 Mrd. USD gekürzt und im März komplett beendet. Zudem behält man sich vor – beginnend mit Sommer – dem Markt Liquidität zu entziehen. Das Ziel der „neuen“ US-Notenbankpolitik ist es, durch eine restriktivere Geldpolitik bei weniger üppiger Fiskalpolitik die Inflation nach unten zu drücken.

Eine etwas weniger restriktive Notenbankpolitik ist von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erwarten. Die EZB wird ihre Anleihenkäufe zwar weiter reduzieren, Zinserhöhungen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht zu erwarten. Dies wurde von der EZB im Dezember bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wurde mit den Worten zitiert: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir im kommenden Jahr die Zinsen anheben."



Ein erfreuliches Kapitalmarktjahr
liegt hinter uns

Das Jahr 2021 war von einer deutlichen Erholung der globalen Wirtschaft sowie deutlich steigenden Kapitalmärkten
geprägt. Auch das vierte Quartal 2021 schloss hier nahtlos an und erfreute die Investoren. Abermals zulegen konnten vor allem die Rohstoffmärkte. Sowohl die europäische Rohölsorte Brent als auch das amerikanische Rohöl WTI konnten in Euro knapp 4,2% zulegen. Noch deutlicher stiegen die Preise für Industriemetalle wie Zink (rund 21,2%) bzw. Zinn (rund 18,9%). Auch Gold konnte, nach der vorhergegangenen schwachen Entwicklung, mit einem positiven Schlussquartal von rund 5,7% wieder etwas an Terrain gewinnen.

Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte war sehr erfreulich. Europäische Aktien legten von Ende September bis Ende Dezember rund 7,8% zu. Deutsche und österreichische Aktien verteuerten sich um rund 4,1% bzw. 6,5%. US-Aktien legten in Euro gerechnet um rund 13,8% zu. Schwächer entwickelten sich japanische Aktien, die ein Minus von rund 3,2% einfuhren. Unterdessen blieb die Entwicklung der Anleihenmärkte schwach. Euro-Staatsanleihen verloren im vierten Quartal 2021 im Schnitt 0,6% und Unternehmensanleihen knapp 0,7%. Anleihen von Schwellenländern in Hartwährung profitierten von einer Aufwertung des US-Dollars und konnten mit rund 1,9% leicht zulegen. Für Wandelanleihen, welche an die sehr positive Entwicklung im Jahr 2020 nicht anschließen konnten, ging es im Schnitt um 2,1% nach unten.

Euro schwächt sich ab

Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,158 auf 1,137 USD je EUR ab, ein Minus von rund 1,8%. Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis von 1,079 auf 1,038, ein Minus von rund 3,8%. Das Verhältnis EUR/JPY erhöhte sich von 128,88 auf 130,90, was einen Wertzuwachs des EUR zum japanischen Yen von rund 1,6% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro um rund 2,1% (0,859 auf 0,841 GBP je EUR). Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um rd. 0,3% leicht auf und notierte per Ende Dezember bei 7,516 HRK je EUR.



Performance europäischer Aktienindizes

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Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die Pandemie hatte die Welt auch im Geschäftsjahr 2021 fest im Griff. Sinkende Infektionszahlen im Sommer und die Schutzimpfungen ließen uns optimistisch in die kalte Jahreszeit blicken. Ein hohes Infektionsgeschehen brachte im November dennoch einen erneuten Lockdown mit sich. Auch die zuletzt aufgetretene Omikron-Variante entwickelt sich besorgniserregend und erfordert spezielle Pläne für die kritische
Infrastruktur, zu der auch das Bank-
geschäft zählt.

Der BKS Bank-Krisenstab war auch 2021 intensiv gefordert und hatte laufend Entscheidungen zu treffen, um Mitarbeiter und Kunden gesund durch die Krise zu führen.

Die bereits 2020 eingeführten Schutz-maßnahmen, wie Ausweichquartiere,
Infektionsschutzscheiben in den Filialen oder die stärkere Nutzung von Videokonferenzen, sind nach wie vor im Einsatz.
Ein Jahr lang betrieben wir auch eine
Antigenteststation in der Zentrale. Diese leistete wertvolle Dienste zur Eindämmung der Pandemie in unserem Haus. Insgesamt wurden rund 5.650 Antigentests durchgeführt. Die Schließung erfolgte im November 2021, als Antigentests als Gesundheitsnachweise an Bedeutung verloren haben. Im Vergleich zu 2020 hatten wir mit 149 positiv auf COVID-19 getesteten Mitarbeitern zwar mehr Fälle zu verzeichnen, erfreulicherweise sind aber alle Betroffenen wieder vollständig genesen.

Digitale Lösungen im Kundengeschäft

Die BKS Bank-Filialen blieben durchgängig geöffnet. Auch im Bankgeschäft hat die Nutzung von digitalen Lösungen in
Pandemiezeiten einen enormen Schub bekommen. Unsere digitalen Angebote ermöglichen es, alle Bankgeschäfte des täglichen Bedarfs auch ohne Filialbesuch durchzuführen. Sie werden – wie auch bargeldloses und smartes Bezahlen – von unseren Kunden deutlich öfter genutzt als früher.

In der Risikostrategie wurden diverse Maßnahmen, wie eine intensivere Begleitung von stark betroffenen Kunden, etabliert. Durch den einsetzenden Wirtschaftsaufschwung im zweiten Quartal und durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen blieb die ursprünglich befürchtete Insolvenzwelle erfreulicherweise aus. Die Entwicklung des Kreditrisikos hatten wir das gesamte Berichtsjahr besonders stark auf dem Radar. Als Vorsichtsmaßnahme und im Einklang mit IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen und somit zusätzliche Sicherheitspolster geschaffen. Diese Vorgangsweise wurde auch für das UGB uneingeschränkt übernommen.

Ein weiteres Augenmerk legten wir selbstverständlich auf die Unterstützung unserer Kunden. Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einzu-dämmen, wurde das Instrument der gesetzlichen und freiwilligen Kreditmoratorien und der Überbrückungsfinanzierungen von unseren Kunden in Anspruch genommen. Insgesamt beliefen sich die staatlich garantierten Überbrückungsfinanzierungen auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31.12.2021 betrug das von Stundungen betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 21,7 Mio. EUR (Vorjahr 251,3 Mio. EUR).

Wir haben das zweite Pandemiejahr sehr erfolgreich überstanden. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass unsere Führungskräfte und Mitarbeiter trotz der herausfordernden Bedingungen die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen verloren haben. Wichtige Projekte wurden tatkräftig vorangetrieben bzw. erfolgreich abgeschlossen, sodass wir die BKS Bank auf Erfolgskurs halten konnten.


Aktionärsstruktur

Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der
Wiener Börse.Am 31. Oktober 2020 wurde die Umwandlung der bis dahin noch bestehenden Vorzugsaktien in Stammaktien im Firmenbuch eingetragen, sodass seit diesem Tag das unveränderte nominelle Grundkapital in 42.942.900 Stamm-Stückaktien unterteilt ist.

Die umgewandelten Vorzugs-Stückaktien wurden noch bis 19. Januar des Berichtsjahres unter einer gesonderten ISIN AT0000A2HQD1 als „BKS Bank Stammaktie aus Umtausch“ geführt. Ab 19. Januar waren alle Aktien der schon bisher für die Stammaktien geltenden ISIN AT0000624705 zugeordnet.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der
79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

Zusammensetzung des Kapitals

Am 31. Dezember 2021 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2021 18,9% der Stimmrechte. Die Generali 3Banken Holding AG hielt am Stichtag
31. Dezember 2021 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der
Syndikatsvereinbarung ist es, durch
gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner,
einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 749.659 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,75%

Aktionärsstruktur der BKS Bank AG zum 31. Dezember 2021

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Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie

 

2020

2021

Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705

41.142.900

42.942.900

Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN (AT0000A2HQD1)

1.800.000

-

Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

16,0/13,6/15,0

16,7/13,8/-

Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

11,3/11,8/10,3

11,3/13,5/-

Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR

12,5/13,6/-

15,3/-/-

Marktkapitalisierung in Mio. EUR

538,8

657,0

Dividende pro Stamm-Stückaktie

0,12

0,231)

KGV Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugs-Stückaktie

17,9/19,4/-

23,9/-/-

Dividendenrendite Stamm-Stückaktie

0,96

1,5




1)Vorschlag an die 83. ordentliche Hauptversammlung am 25. Mai 2022



Aktienrückerwerb

Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein
öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Nachdem im Jahr 2019 für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bereits 17.989 Stück und im Jahr 2020 25.343 Stück Aktien verwendet worden waren, wurde im Berichtsjahr 2021 ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Im Zeitraum von 02. April bis 16. April 2021 wurden 27.956 Stück Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm 2019 zum Kurs von 11,5 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten
Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes
an Mitarbeiter ausbezahlt.

Per Jahresende 2021 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 42.712 Stück.

Laufende Verfahren

Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.

Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates
sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen.
Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten
Sonderprüfungen.

Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der
Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.

Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der
3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.

Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt.


Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrens-ausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.

Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.4)







Märkte und Zielgruppen

Die BKS Bank wurde 1922 als „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft
Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Seit den Gründungstagen hat sich das Marktgebiet stetig vergrößert. Heute umfasst die BKS Bank 64 Filialen und vier
Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie
eine Repräsentanz in Italien.

Unsere Kernregionen

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Bank

Anzahl Filialen

Anzahl Mitarbeiter

Österreich

49

720,0

Kärnten inkl. Corporate Banking

20

572,6

Steiermark

12

62,8

Wien-Niederösterreich-Burgenland

17

84,6

Auslandsmärkte

15

223,7

Slowenien

8

129,7

Kroatien

4

65,2

Slowakei

3

28,8

 

 

 

Leasinggesellschaften

Leasing-
Forderungen

Anzahl Mitarbeiter

BKS-Leasing GmbH

278.546

10,6

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

169.275

19,5

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

88.814

14,6

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

62.143

13,8






Österreich

Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Viele Jahrzehnte lang waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig. Die ersten Expansionsschritte unternahmen wir 1983 mit der Gründung einer
Filiale in Graz. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ geschlossen. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein über-
dimensioniertes Filialnetz verfügen.

Slowenien

Die internationale Expansion starteten wir in den 1990er Jahren im benachbarten Slowenien. Seither hat sich die Direktion Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt innerhalb der BKS Bank entwickelt. In den vergangenen Jahren sind wir insbesondere durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik kräftig gewachsen. Im Wertpapiergeschäft haben wir die Marktführerschaft erlangt. Wir betreiben außerdem eine eigene Leasinggesellschaft, die sehr gut reüssieren konnte.

Kroatien

Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Später folgte die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing Croatia d.o.o., die seither stabil wächst. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. eingetreten. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz erweitert, sodass wir heute vier Standorte in Kroatien zählen.

Slowakei

Seit 2007 sind wir durch die Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft in der Slowakei aktiv. Die erste Bankniederlassung gründeten wir 2011. Sowohl die Bank als auch die Leasinggesellschaft

haben ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei Bankfilialen und zwei Leasingstandorte.

Sonstige Märkte

Zu unseren Kunden zählen auch Personen, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, darunter z. B. Italien oder Deutschland. Diese Kunden werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien betreiben wir eine Repräsentanz.

Unsere Zielgruppen

Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir
Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern. In den letzten Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit
Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner.

Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Die Ansprache jüngerer und digital-affiner Kundenschichten rückt stärker in unseren Fokus. Um diesen Personengruppen attraktive Angebote zu bieten, haben wir BKS Bank Connect, die digitale Bank,
gelauncht. Im Unterschied zu reinen
Onlinebanken bieten wir BKS Bank Connect-Kunden jederzeit die Möglichkeit, einen top ausgebildeten Kundenbetreuer zu Rate zu ziehen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen: Wir vermitteln auf allen Kanälen
zwischenmenschliche Nähe und
wertschätzende Kommunikation.


Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der BKS Bank ist
zum 31. Dezember 2021 um rund 0,7 Mrd. EUR auf beachtliche 9,9 Mrd. EUR gewachsen.

Aktiva

Gestiegene Kreditnachfrage durch Wirtschaftsaufschwung

Das Finanzierungsgeschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Die wirtschaftliche Erholung setzte großflächig ein und viele Unternehmer holten verschobene Investitionen nach und investierten kräftig. Ähnlich das Bild im Privatkundensegment: Gleichsam mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt. Die verbesserte Einkommenssituation ließ die Konsumlaune der privaten Haushalte steigen. Dementsprechend erhöhte sich die Nachfrage nach Finanzierungen spürbar. Von Jänner bis Dezember 2021 vergaben wir 2,0 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen. Der Großteil des Finanzierungsvolumens entfiel auf das Firmenkundensegment.

Die Auslandsmärkte steuerten rund 17% bei. Insgesamt beliefen sich die gesamten Ausleihungen in der BKS Bank AG auf knapp 7,0 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von 5,9% gegenüber dem Jahresultimo 2020 bedeutete.

Die Forderungen an Kreditinstituten reduzierten sich um drei Viertel und erreichten zum 31. Dezember 2021 einen Wert von 62,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist mit dem unverändert negativen Zinsumfeld
begründet, da kurzfristige Veranlagungen bei Kreditinstituten unattraktiv sind.

Die Quote der Non-performing-Loans entwickelte sich stabil und betrug zum Jahresende 2,1%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau. Alle im EBA Risk-Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und
gelten als guter Wert.

Der Anteil der Forderungen in Schweizer Franken ging auch im Berichtsjahr konstant zurück. Die Fremdwährungsquote betrug zum Jahresende lediglich 1,3%.
In dieser Quote sind die EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien nicht enthalten. Das Volumen der Schweizer-
Franken-Kredite ist mittlerweile sehr überschaubar geworden und macht nur mehr 89,5 Mio. EUR aus.





Entwicklung Forderungen an Kunden


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Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich durch Investitionen um 8,2% auf 991,9 Mio. EUR.
Bis zum 31. Dezember 2021 haben
wir Investitionen im Ausmaß von
154,7 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen in Höhe von 69,1 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine
wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.

Die Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Notenbanken zusammensetzt, verzeichnete zum Jahresultimo 2021 einen historischen Rekordstand. Gegenüber dem Vorjahreswert nahm die Barreserve um mehr als ein Drittel – auf 1,5 Mrd. EUR – zu. Dieser hohe Stand ist ein Indikator dafür, dass es insbesondere auf unseren Kernmärkten keine Liquiditätsengpässe gibt.

Passiva

Primäreinlagen erneut auf Rekordwert

Der Zufluss an Primäreinlagen hält unvermindert an und wir berichten jedes Jahr über neue Rekordstände. So auch dieses Mal: Zum 31. Dezember 2021 belief sich der Wert der Primäreinlagen auf
8,1 Mrd. EUR, ein Zuwachs von 9,5%. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 erreichten wir erstmals die 6-Mrd.-EUR-Grenze bei den Primäreinlagen. Keine drei Jahre später verzeichneten wir in der gleichen Position knapp 2,0 Mrd. EUR mehr. Das ist eine beeindruckende Entwicklung und wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden. Dennoch bedeuten hohe Einlagenstände auch eine Bürde. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei der Europäischen Zentralbank negative Zinsen in Höhe von 0,5% zu entrichten.


Staatsanleihen mit sehr guter Bonität rentieren im 10-Jahres-Bereich nur um 0,1%. Beides wirkt sich ungünstig auf die Ertragssituation aus. Um dieser anormalen Zinssituation entgegenzuwirken, verrechnen wir im Einklang mit den Geldmärkten bei größeren Sichteinlagen Negativzinsen.

Der hohe Primäreinlagenstand ist auch ein Stück weit der Pandemie geschuldet. Die Sparquote in Österreich lag nach
Berechnungen der Österreichischen Nationalbank im dritten Quartal 2021 bei 13,6%, in „normalen“ Zeiten pendelt die Sparquote traditionell um die 8,0%. Es zeigt sich, dass in Krisenzeiten Menschen das Bedürfnis haben, zusätzliche finanzielle Sicherheitspolster anzulegen.

Wir sehen diese Entwicklung vor allem bei den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 legte diese Position abermals stark zu und erreichte einen neuen Höchststand von 7,2 Mrd. EUR – ein Anstieg um 9,0%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, wobei der Löwenanteil auf die sonstigen Verbindlichkeiten entfällt. Darunter werden die Termin- und Sichteinlagen zusammengefasst, die zum 31. Dezember 2021 einen Stand von 5,8 Mrd. EUR erreichten. Der Großteil der Sicht- und Termineinlagen – nämlich 4,1 Mrd. EUR – stammt von Firmenkunden, die kurzfristige Liquiditätsüberhänge darin veranlagen. Aber auch Privatkunden entscheiden sich immer öfters für Veranlagungen im kurzfristigen Bereich, sodass auch in diesem Kundensegment die Stände konstant steigen. Im Vergleich zum Vorjahreswert betrug der Anstieg beachtliche 17,0%.









Entwicklung Primäreinlagen


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Die Sicht- und Termineinlagen bei den Privatkunden erhöhten sich auf 1,7 Mrd. EUR und übersteigen damit schon längst die Guthaben, die auf klassischen Sparbüchern veranlagt sind. Zum 31. Dezember 2021 haben wir 1,4 Mrd. EUR an Spareinlagen verwaltet, das entsprach in etwa dem Vorjahreswert. Privatkunden bevorzugen auch Sparformen, über die sie zeit- und ortsunabhängig sowie online verfügen können. Das Mein-Geld-Konto wurde genau für dieses Kundenbedürfnis konzipiert. Im Berichtsjahr wurde über eine halbe Milliarde EUR in dieser Produktsparte veranlagt.

Großes Anlegerinteresse
bei eigenen Emissionen

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Unser Ziel ist es, auch für institutionelle Anleger als verlässliche und kompetente Emittentin wahrgenommen zu werden. Das ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut gelungen, das Volumen an Privatplatzierungen ist dafür ein guter Indikator. Im Berichtsjahr haben wir 154,5 Mio. EUR mit solchen Emissionen platziert, 20 Mio. EUR davon als Nachrangkapital. Die noch im Dezember 2020 aufgelegte AT1-Obligation mit einem Emissionsvolumen von 10,0 Mio. EUR haben wir im ersten Quartal 2021 erfolgreich geschlossen.

Grüne Investments boomen

Nachhaltige Veranlagungen zählen zu den bedeutendsten Megatrends im Wertpapiergeschäft. Wir haben diesen Trend schon früh erkannt und sind sehr stolz darauf, dass wir das erste Kreditinstitut in Österreich waren, das einen Social Bond begeben hat. Seither haben viele Mitbewerber nachgezogen und das Angebot an Green und Social Bonds ist stark im Steigen. Wir begrüßen diese Entwicklung.

Im Berichtsjahr haben wir zwei weitere Green Bonds zur Zeichnung aufgelegt. Der erste Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR finanzierte das erste Green Building-Gebäude der BKS Bank – das BKS-Holzquartier. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang eine zukunftsträchtige Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt. Bis 2025 sollen bis zu 59 Photovoltaikanlagen errichtet werden, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Ein Teil der Investition wird mit dem Green Bond der BKS Bank finanziert werden. Das beabsichtigte Emissionsvolumen beträgt 5 Mio. EUR mit der Möglichkeit der Aufstockung auf 10 Mio. EUR.

Zum 31. Dezember 2021 erreichten die
eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital einen Wert von 977,1 Mio. EUR, was eine Zunahme von erfreulichen 12,7%
bedeutete.


Begebene eigene Schuldverschreibungen aus 2021

ISIN

Bezeichnung

Nominale in EUR

AT0000A2NPT7

0,75% BKS Bank Obligation 2021-2030/1

20.000.000

AT0000A2SGK4

0,45% BKS Bank Green Bond 2021-2026/2

5.000.000

AT0000A2U2E6

0,40% BKS Bank Obligation 2021-2026/3

5.000.000

AT0000A2UWN1

0,75% BKS Bank Green Bond 2021-2028/4

2.219.000

AT0000A2NPQ3

1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/1/PP

5.000.000

AT0000A2NPU5

0,02% BKS Bank Obligation 2021-2024/2/PP

30.000.000

AT0000A2NW00

1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/3/PP

7.000.000

AT0000A2QBH5

3,25% BKS Bank Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP

20.000.000

AT0000A2QKB9

1,50% BKS Bank Obligation 2021-2032/5/PP

20.000.000

AT0000A2QS37

Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/6/PP

7.500.000

AT0000A2QSD8

Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/7/PP

5.000.000

AT0000A2R8M1

0,84% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/8/PP

10.000.000

AT0000A2R8T6

0,875% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/9/PP

10.000.000

AT0000A2RY12

0,98% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/10/PP

5.000.000

AT0000A2RZE9

0,885% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/11/PP

8.000.000

AT0000A2TLQ9

0,875% BKS Bank Obligation 2021-2030/12/PP

2.000.000

AT0000A2UNH2

0,90% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/13/PP

15.000.000

AT0000A2UTU2

0,60% BKS Bank Obligation 2021-2025/14/PP

4.000.000

AT0000A2UTV0

0,75% BKS Bank Obligation 2021-2026/16/PP

6.000.000






Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 begünstigte der eingesetzte Wirtschaftsaufschwung die Geschäftsentwicklung, auch wenn die erhoffte Normalität noch nicht überall spürbar war. Dank der exzellenten Arbeit unserer Vertriebsmannschaft und der konsequenten Umsetzung unserer strategischen Ziele blicken wir auf ein sehr
erfolgreiches Jahr zurück.

Deutliche Steigerung im operativen Ergebnis

Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 7,4 Mio. EUR auf erfreuliche 70,1 Mio. EUR. Besonders positiv zu erwähnen ist, dass der markante Ergebniszuwachs auf mehreren Säulen aufbaut. Vor allem das Provisionsergebnis hat maßgeblich zum Ergebnissprung beigetragen.

Das Zinsgeschäft ist seit vielen Jahren durch die anhaltende Niedrigzinslandschaft belastet und bleibt trotz des eingesetzten Wirtschaftsaufschwunges die Schwachstelle in der Ertragsrechnung. Das Phänomen der Negativzinsen schwächt nicht nur unsere Ertragskraft, sondern hat auch Auswirkungen auf das Kundengeschäft. So verrechnen wir seit wenigen Monaten bei größeren Sichteinlagen negative Zinsen.

Wir haben im Berichtsjahr von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an einer sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III teilzunehmen, und zwar im Ausmaß von 550 Mio. EUR. Dadurch haben wir im zusätzliche Zinserträge in Höhe von 5,2 Mio. EUR generiert. Insgesamt belief sich der Nettozinsertrag auf 118,7 Mio. EUR.

Provisionsgeschäft erfolgreich ausgebaut

Die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft bildet das Provisionsgeschäft. Der Ausbau dieses Geschäftsfeldes bleibt ein wichtiges strategisches Thema, da wir damit auch dem begrenzten Ertragsspielraum im zinstragenden Geschäft entgegenwirken wollen. Wir freuen uns über ein Provisionsergebnis in Höhe von 67,3 Mio. EUR, welches im Vergleich zum Vorjahreswert um 9,1% oder 5,6 Mio. EUR höher ausfiel. In fast allen Dienstleistungssparten haben wir zufriedenstellende Zuwachsraten erzielt.

Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr hat sich zu einer stabilen und verlässlichen Ergebnisstütze entwickelt und überzeugt mit stabilen Zuwächsen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug das Ergebnis aus den Zahlungsverkehrsprovisionen 23,2 Mio. EUR, ein Plus von 8,5% im Vergleich zum coronagebeuteten Geschäftsjahr 2020. Damals haben wir erstmalig Einbrüche beim Transaktionsverhalten festgestellt, die aber im vergangenen Jahr nicht mehr aufgetreten sind.

Der Zahlungsverkehr ist ein sehr interessantes, aber auch hart umkämpftes Geschäftsfeld mit einem sehr dynamischen Umfeld. Die voranschreitende Digitalisierung hinterlässt in diesem Bereich markante Spuren. Viele unserer Digitalisierungsprojekte zielen auf neue oder verbesserte Lösungen im Zahlungsverkehr ab. Beispielsweise hat das kontaktlose und smarte Bezahlen einen riesigen Schub durch die COVID-19-Pandemie erfahren. Wir haben schon vorher digitale Bezahlmethoden angeboten, allerdings haben wir das Angebot in Pandemiezeiten erweitert, im Berichtsjahr beispielsweise um Swatch Payment. Ein weites Bedienfeld ist auch die Weiterentwicklung der Kundenportale MyNet und BizzNet. Bei der Akzeptanz der Kundenportale hat die Pandemie ebenfalls unterstützend gewirkt – immer mehr Kunden lernen die Vorzüge digitaler Anwendungen kennen und lieben. Die Zuwachsraten bei Portal- und App-Nutzern sind sehr eindrucksvoll.

Die BKS App wurde im letzten Jahr von 26.100 Nutzern verwendet, ein Zuwachs um 18,6%. Bei den Portalnutzern freuen wir uns über 5% mehr Kunden. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Kontoangebot für Privat- und Businesskunden grundlegend verändert und erweitert.

Die Geschäftsentwicklung im Wertpapiergeschäft verlief ebenfalls sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahreswert haben wir ein kräftiges Plus von 12,9% verbucht und ein Ergebnis aus Wertpapierprovisionen in Höhe von 21,1 Mio. EUR erzielt. Das attraktive Börsenumfeld beeinflusste das Anlegerverhalten positiv und führte auch hier zu einer höheren Anzahl von Wertpapiertransaktionen. Gleichzeitig stiegen die betreuten Kundengelder von 19,0 Mrd. EUR auf 21,2 Mrd. EUR. Ein Zeichen, dass immer mehr Anleger auch die besseren Renditechancen, die der Kapitalmarkt im Vergleich zum Sparbuch bietet, nutzen wollen.

Die Kreditprovisionen steuern ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Provisionsüberschuss bei. Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis aus den Kreditprovisionen 18,8 Mio. EUR.

Verwaltungsaufwand nur leicht gestiegen

Strikte Kostendisziplin gepaart mit einer umsichtigen Investitionspolitik unterstützen uns dabei, die Kosten gut im Griff zu halten. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 134,1 Mio. EUR (+3,6%) in engen Grenzen zu halten. Als Dienstleistungsunternehmen entfällt der größte Anteil des Verwaltungsaufwands traditionell auf die Personalkosten. Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich diese auf 68,3 Mio. EUR, eine Reduzierung um 1,5%. Der Grund für den Rückgang ist primär auf die Auflösung der Sozialkapitalrückstellungen (Pensionsrückstellung, Abfertigungsrückstellung) zurückzuführen. Im Jahresverlauf kam es zu einer Verringerung in Höhe von 1,7 Mio. EUR.

Die Anzahl der Beschäftigten – in Personaljahren gerechnet – betrug 860 Beschäftigte. Obwohl das Geschäftsjahr 2021 noch von der Pandemie geprägt war, haben wir keine Personalmaßnahmen wie z. B. Kurzarbeit in Anspruch genommen. Wir haben unseren Mitarbeitern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz geboten.

Umsetzung der Digitalisierungsstrategie verursacht höheren Ressourceneinsatz

Auch im Jahr 2021 haben wir die digitale Transformation weiter vorangetrieben und unsere Digitalisierungsstrategie zielstrebig verfolgt. Wir haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, uns mit der digitalen Transformation zu beschäftigen. Dabei hatten wir immer den ganzheitlichen Blick auf das Thema und haben sowohl für interne Prozesse als auch für Kundenbedürfnisse ansprechende digitale Lösungen geschaffen. Die Digitalisierung zählt neben der Nachhaltigkeit zu den bestimmenden Themen in der Bankbranche. Dass damit auch hohe Investitionen verbunden sind, ist unumstritten.

Bei den Sachaufwendungen verzeichnen wir mit 47,8 Mio. EUR eine Erhöhung um 3,0% gegenüber dem Jahr 2020. In dieser Position dominieren vor allem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH, die von 17,7 Mio. EUR auf 19,1 Mio. EUR gestiegen sind.

Für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und für den laufenden IKT-Betrieb zeichnet die 3 Banken IT GmbH verantwortlich. Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft von Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen durch regulatorische Kosten belastet

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen geben Auskunft darüber, welchen hohen Belastungen Banken ausgesetzt sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf 12,3 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert (8,4 Mio. EUR) erhöhten sich die Aufwendungen um 3,9 Mio. EUR. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem höheren Dotationserfordernis für den Einlagensicherungsfonds, welches durch die Insolvenz der Mattersburger Commerzialbank und den Ausstieg des Raiffeisensektors aus der Einlagensicherung Austria GmbH hervorgerufen wurde. Die jährlichen Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf 10,4 Mio. EUR gegenüber 7,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Kurz vor dem Jahresende gab es eine OGH-Entscheidung in Bezug auf Stundungen und die Verrechnung von Sollzinsen. Wir haben in unseren Kreditverträgen Vereinbarungen enthalten, wonach eine Zinsverrechnung zulässig ist, sodass wir von dieser OGH-Entscheidung nicht betroffen sind.

Kreditrisikovorsorge durch Schadensfall Kroatien kräftig gestiegen

Bedauerlicherweise haben wir im Feber 2022 in der Direktion Kroatien Malversationen durch einen Mitarbeiter festgestellt. Die betroffenen Forderungspositionen wurden anhand der Discounted Cashflow-Methode (DCF) bewertet und ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 12,7 Mio. EUR ermittelt. Zur lückenlosen Aufklärung der Malversationen bedienen wir uns externer forensischer Spezialisten, die Untersuchungen sind im Laufen. Durch diesen Sondereffekt erhöhten sich die Kreditrisikovorsorgen um 13,1 Mio. EUR auf 37,8 Mio. EUR.

Auch in der BKS Bank AG finden die Bestimmungen des IFRS 9B5.5.1 ff. Anwendung. Wir haben Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Neben Firmenkunden, die den Branchen Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstigen Dienstleistungen zugeordnet sind, wurde auch das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio von Stufe 1 in Stufe 2 transferiert. In einem weiteren Schritt haben wir zusätzlich sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem rechtlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, der Stufe 2 zugeordnet. In regelmäßigen Abständen haben wir die Situation neu bewertet und beispielsweise im Herbst Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a wieder aus dem kollektiven Stufentransfer herausgenommen.

Jahresüberschuss nach Steuern

Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss nach Steuern von 27,3 Mio. EUR nach 30,1 Mio. EUR im Vorjahr (-9,1%).

Entwicklung der Unternehmenskennzahlen

Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum Jahresende folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern verringerte sich um 0,5%-Punkte auf 3,7%, der Return on Assets (ROA) nach Steuern blieb mit 0,3% konstant.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 67,4% auf 65,7%. Die NPL-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf 2,1% und war damit deutlich besser als im Durchschnitt der Branche.

Die Leverage Ratio blieb mit 7,9% unverändert zum Vorjahr, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) um 42,5%-Punkte auf 194,1% verbesserte.

Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0% bzw 100% mehr als deutlich.

Damit wir die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlich angespannten Situation zukünftig gut stemmen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung.

Die Kernkapitalquote erreichte 13,0% und die Gesamtkapitalquote blieb mit 16,8% auf Vorjahresniveau.



Wichtige Unternehmenskennzahlen

in %

2020

2021

± in %-Pkte.

ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital)

4,2

3,7

-0,5

ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme)

0,3

0,3

-

Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient)

67,4

65,7

-1,7

Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote)

151,6

194,1

42,5

Net Stable Funding Ratio (NSFR)

116,3

126,4

10,1

Kernkapitalquote

13,1

13,0

-0,1

Gesamtkapitalquote

16,8

16,8

-











Eigenmittel

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2021 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:

Solide Kapitalausstattung

Das harte Kernkapital erhöhte sich um 20,8 Mio. EUR auf 671,2 Mio. EUR, ein
Zuwachs um 3,2%. Die harte Kernkapitalquote blieb mit 11,9% auf Vorjahresniveau. Das zusätzliche Kernkapital erhöhte sich von 55,9 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 213,5 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 949,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 4,9%. Die Gesamtkapitalquote erreichte einen Wert von 16,8%.


BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR

in Mio. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Grundkapital

85,9

85,9

Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände

622,5

644,0

Abzugsposten

-58,0

-58,7

Hartes Kernkapital (CET1)

650,4

671,21)

Harte Kernkapitalquote

12,0%

11,9%

 

 

 

AT1-Anleihe

55,9

65,2

Zusätzliches Kernkapital

55,9

65,2

Kernkapital (CET1 + AT1)

706,3

736,4

Kernkapitalquote

13,1%

13,0%

 

 

 

Ergänzungskapital

199,6

213,5

Eigenmittel insgesamt

905,8

949,8

Gesamtkapitalquote

16,8%

16,8%




1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.




Leverage Ratio entwickelte sich positiv

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss
außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 7,9%. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%.


Seit dem Jahr 2020 gibt es bei der Berechnung der Leverage Ratio eine wesentliche Neuerung. Forderungen an Zentralbanken können temporär von der
Leverage Ratio ausgenommen werden. Im Berichtsjahr haben wir von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.



Leverage Ratio


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Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt

Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.


Die MREL-Quote betrug zum Jahresende 32,3% auf Basis TREA (Total Risk Exposure Amount). Den vorgegebenen Zielwert in Höhe von 22,3% haben wir zum Jahresende deutlich übertroffen.


Risikomanagement

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und
Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch das European Single Electronic Format (ESEF).

Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risiko-vorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse der BKS Bank entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben.

Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.

Kontrollaktivitäten

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.

Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

Information und Kommunikation

Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen
Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.



Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.

Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.




Risikobericht

Risikopolitik und Risikostrategie

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in der Vergütungspolitik. So wird eine risikoadäquate Bemessung der
Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien.

ICAAP

Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.

ILAAP

Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR…) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

BASAG

Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind

Struktur und Organisation des Risikomanagements

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.

Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grund-sätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling
gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.



Risikogremien

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ICAAP-Gremium

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

Aktiv-Passiv-Management-Gremium

Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

Gremium zum operationalen Risiko

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

Kreditrisiko-Jour fixe

In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

Auch das Jahr 2021 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Maßnahmen zur Früherkennung von Kreditrisiken wie die Überprüfung der Entwicklung von NPLs, von Krediten mit Nachsicht, von Überziehungen und Stundungen oder von Überbrückungsfinanzierungen wurden auch 2021 laufend vereinbart und umgesetzt.

Interne Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit (ICAAP)

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens
(ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die
Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.

Stresstests in der Gesamtbankrisikosteuerung

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Sensitivitätsanalysen liefern ergänzende Informationen zur Risikotragfähigkeit und zeigen zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.




Wesentliche Risiken


Kreditrisiko

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Steuerung der Kreditrisiken

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt.

Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.



Kreditrisikosteuerung

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Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten.

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.

Bonitätseinstufung im Kreditrisiko

Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb der BKS Bank. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.

Ratingstufen

AA

Erstklassige beste Bonität

A1

Erstklassige hervorragende Bonität

1a

Erstklassige Bonität

1b

Sehr gute Bonität

2a

Gute Bonität

2b

Noch gute Bonität

3a

Akzeptable Bonität

3b

Noch akzeptable Bonität

4a

Mangelhafte Bonität

4b

Schlechte Bonität

5a

Ausfall im Fortbetrieb

5b

Ausfall – Notleidend

5c

Ausfall – Uneinbringlich



Zinsänderungsrisiko

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements.


Steuerung Zinsänderungsrisiko

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Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

Credit Spread-Risiko

Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

















Aktienkursrisiko

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.



Steuerung Aktienkursrisiko

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Risiken aus Fremdwährungspositionen

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.







Liquiditätsrisiko und Liquiditätsmanagement (ILAAP)

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).



Liquiditätsrisikosteuerung

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Grundsätze des Liquiditätsmanagements

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrunde-liegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen.

Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security- Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 28,4 Mio. EUR (Vorjahr: 28,1 Mio. EUR).



Operationales Risiko und IKT-Risiken


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Makroökonomisches Risiko

Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines








Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet. Die makroökonomischen Risiken und deren Einfluss auf das Kreditrisiko werden aufgrund des Abklingens der Pandemie, insbesondere durch den milderen Verlauf von Covid Erkrankungen bei der aktuell vorherrschenden Omikron-Varianten als mittel eingeschätzt. Zur Steuerung und Kontrolle der Risiken haben wir 2021 weiterhin Kontrollen in Form von kontinuierlich angepassten Szenarioanalysen und Ausfallsvorlaufindikatoren im Risikomanagement durchgeführt.

Risiko einer übermäßigen Verschuldung

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen
Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben
einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten,
welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,9% (Vorjahr: 7,9%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.

ESG Risiken

ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können.

Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grund-sätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbereich unter einem eigenen Kapitel „Chancen und Risiken aus ESG-Faktoren“ im Detail erläutert.

Sonstige Risiken

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

•Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen

•Reputationsrisiken

•Restwertrisiken im Leasinggeschäft

•Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung

•Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank

•Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken

•Eigenkapitalrisiken

•Verhaltensrisiken

•Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken





Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG)
gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2021. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2021 berichtet.



Ausblick

Russland-Ukraine-Konflikt und Inflation gefährden den Wirtschaftsaufschwung

Ende Feber hat Russland die Ukraine angegriffen. Der russische Angriff hat globale Schockwellen ausgelöst und die Börsen und Wirtschaft hart getroffen. Zwar spielt Russland als Wirtschaftspartner für die EU und auch für Österreich eine kleinere Rolle, allerdings gibt es große Abhängigkeiten im Hinblick auf die Gasimporte. Die Preise für Energie sind seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts bereits gestiegen. An den internationalen Aktienmärkten kam es zu heftigen Kurseinbrüchen und viele Anleger flüchteten in Anlagen wie Gold und Anleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten. Welche Auswirkungen der russische Einmarsch auf die weltweiten Konjunkturentwicklungen hat, ist zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses schwer abschätzbar. Experten sind sich einig, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen weltweit und besonders in Europa stark spürbar sein werden und den eingesetzten Wirtschaftsaufschwung beeinträchtigen werden.

Auch die hohe Inflation dämpft die Konjunkturprognosen wie ein vor Kurzem veröffentlichter Konjunkturbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt. Die Inflation wird im Jahr 2022 voraussichtlich deutlich höher sein, als noch vor wenigen Monaten erwartet wurde. Die hohen Inflationsraten sowie die Angst vor Zweitrundeneffekten, gepaart mit hohen Rohstoffpreisen, und die Aussicht auf eine restriktivere Notenbankpolitik werden im laufenden Jahr die grundsätzlich solide wirtschaftliche Entwicklung bremsen. So soll laut IWF die globale Wirtschaft im Jahr 2022 nurmehr um 4,4% wachsen, was um 0,5% unter der Herbstprognose liegt. Für die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, wurde die Prognose seitens des IWF um 1,2% auf 4,0% gesenkt.


In der Eurozone geht man im Moment von einem Wachstum von 3,9% aus, nicht eingerechnet sind hier etwaige Rückschläge durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Die Prognose für das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China wurde seitens des IWF um 0,8% auf 4,8% gesenkt. China leidet vor allem an den Turbulenzen des Immobilien-
sektors.

In den für unser Haus wichtigen Auslandsmärkten Slowenien, Kroatien und Slowakei wird seitens der Europäischen Kommission ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Laut Herbstprognose soll die Wirtschaft in Slowenien im Jahr 2022 um 4,2% wachsen, in Kroatien soll das Wachstum 5,6% betragen und in der Slowakei erwartet man ein Wachstum in Höhe von 5,3%. Wobei auch hier noch nicht abschätzbar ist, wie sich der Krieg in der Ukraine auf das BIP-Wachstum dieser Länder auswirken wird.

Erwartung für Kapitalmärkte

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat bereits ein Beben an den internationalen Börsenplätzen ausgelöst. Aufgrund vieler Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass es im Jahresverlauf immer wieder zu temporären Kurskorrekturen kommen könnte, vor allem bei Aktienanlagen. Trotz der Aussicht auf höhere Kursschwankungen bleibt der mittelfristige Ausblick unserer Meinung nach ins-
besondere für Aktien weiter positiv. Zudem ist der Aktienmarkt, vor allem in Anbetracht der hohen Inflationsraten, die einzige Chance auf einen realen Kapitalerhalt. Das ist vielen Anlegern bewusst, demnach sollten Aktienmärkte auch zukünftig gut unterstützt bleiben.

Das Umfeld für Anleihen gestaltet sich weiterhin als äußerst schwierig. Das absolute Renditeniveau bei Staatsanleihen ist trotz Zinsanstiegen in den vergangenen Monaten immer noch unattraktiv.

Zudem ist davon auszugehen, dass die Zinsen in diesem Segment weiter steigen werden, was die Kurse belasten wird.
Unternehmensanleihen erscheinen in diesem Umfeld attraktiver. Aber auch hier ist, zumindest temporär, davon auszugehen, dass das Renditeniveau ansteigen könnte, was sich zwischenzeitlich negativ auf die Kurse auswirken dürfte. Eine sehr gute Ergänzung in diesem Segment sind Social und Green Bonds. Diese fördern soziale und umweltfreundliche Projekte. Somit hat man die Sicherheit, dass das zur Verfügung gestellte Kapital einen ökologischen und/oder einen sozialen Mehrwert bringt.

Rechtliche Auseinandersetzungen

Wir gehen davon aus, dass uns die Verfahren, die die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank führen, auch im Jahr 2022 beschäftigen werden. Der bisherige Gang der Verfahren bestärkt uns aber in unserer Sichtweise, dass die BKS Bank sich stets rechtskonform verhalten hat und die von den genannten Minderheitsaktionärinnen erhobenen Vorwürfe haltlos sind.

Schwieriges Wirtschaftsjahr liegt vor uns

Im aktuellen Geschäftsjahr feiern wir unser 100-jähriges Bestehen. Damals, im Jahr 1922, war der Erste Weltkrieg erst wenige Jahre zu Ende und die Wirtschaft erholte sich nur langsam von den Kriegsstrapazen. Bedauerlicherweise ist der Frieden in Europa 100 Jahre später erneut dramatisch bedroht. Die Gefahr eines länger anhaltenden Krieges könnte zu erheblichen wirtschaftlichen Rückschlägen führen, dessen Auswirkungen auch auf unsere Kernmärkte ausstrahlen könnten. Wir rechnen mit einem herausfordernden Wirtschaftsjahr.


Die Kreditnachfrage dürfte nach den jüngsten Ereignissen deutlich weniger dynamisch ausfallen als noch vor Kurzem angenommen. Der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen könnte in den kommenden Monaten steigen. Im Primäreinlagengeschäft rechnen wir mit weiteren Zuwächsen, wobei wir durch die Emission eigener Anleihen wachsen und insbesondere auch institutionelle Anleger gewinnen möchten.

In der Ertragsrechnung bleibt das Zinsgeschäft der wichtigste Posten. Ungewiss ist, ob es in den kommenden Monaten zu einer Trendwende in der Zinspolitik kommen wird. Vor wenigen Wochen noch waren wir bei dieser Frage optimistischer. Es schien, dass die Zeit des billigen Geldes und der historisch niedrigen Zinsen langsam zu Ende ginge. Durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse schwindet die Chance auf eine Trendumkehr. In den Planrechnungen für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit moderaten Steigerungen im Zinsergebnis. Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes bleibt im Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie, wobei unser Fokus auf dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft liegt.

Die Kostenentwicklung gut im Griff zu halten, bleibt auch für 2022 ein wichtiges Thema. Durch die Abwicklung der EU-Tochter der russischen Sberbank ist mit höheren Beitragszahlungen für den Einlagensicherungsfonds zu rechnen und auch die hohe Inflation wird zu Kostensteigerungen in vielen Bereichen führen.

Strategisch werden wir uns den zwei bestimmenden Themen in der Finanzbranche – Nachhaltigkeit und Digitalisierung – widmen. Mit beiden Themen sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit ist uns seit vielen Jahren eine besondere Herzensangelegenheit. Wir haben viel Überzeugungs- und Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet und zählen zu den Besten in
Sachen Nachhaltigkeit.

Um unsere Vorreiterrolle auszubauen,
haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen bzw. neue Vorhaben in das Projektportfolio aufgenommen, darunter die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, Maßnahmen zur Erreichung der Klima-neutralität oder den Ausbau des nachhaltigen Produktangebotes. Auch Maßnahmen zur Entwicklung grüner Immobilienprojekte finden sich auf unserer stra-tegischen Agenda. Im Frühjahr 2022 werden wir unser drittes Green Building, einen Wohnpark mit Geschäftsflächen und einer BKS Bank-Filiale, in Eisenstadt fertigstellen und an die Mieter übergeben.

Dem zweiten großen Thema, der Digitalisierung, widmen wir uns ebenfalls mit viel Elan. Auch in diesem Bereich ist das
Projektportfolio prall gefüllt.


Von der Digitalisierung des Firmenkundenkreditprozesses über den Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes für Firmenkunden und Privatkunden bis hin zu einer personalisierten und individualisierten Kundenansprache reichen die geplanten Vorhaben.

Ergebnisentwicklung 2022 mit Unsicherheiten behaftet

Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse und die damit allenfalls verbundenen Marktverwerfungen beeinträchtigt werden.
Die operative Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen verlief vielversprechend, nichtsdestotrotz wird es angesichts des eingetrübten Umfeldes
herausfordernd werden, die Geschäftsziele für 2022 zu erreichen.




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Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022



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Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende

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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander NovakMag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des VorstandesMitglied des Vorstandes







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BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva


 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)

31.12.2020

31.12.2021

± in %

1.

Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern

1.102.686,75

1.479.412.497,84

34,2

2.

Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind

713.232,70

760.321.200,92

6,6

3.

Forderungen an Kreditinstitute

248.415,96

62.332.695,16

-74,9

 

a)täglich fällig

51.344,15

29.476.957,48

-42,6

 

b)sonstige Forderungen

197.071,81

32.855.737,68

-83,3

4.

Forderungen an Kunden

6.612.898,87

7.001.382.167,04

5,9

5.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

203.344,48

231.608.543,52

13,9

 

a)von öffentlichen Emittenten

5.121,23

5.121.232,88

–

 

b)von anderen Emittenten

198.223,24

226.487.310,64

14,3

 

darunter: eigene Schuldverschreibungen

17.211,41

8.464.448,63

-50,8

6.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

62.668,40

54.655.241,44

-12,8

7.

Beteiligungen

129.994,67

130.182.390,42

0,1

 

darunter:

 

 


 

an Kreditinstituten

121.893,56

122.047.848,62

0,1

8.

Anteile an verbundenen Unternehmen

85.819,44

87.537.127,46

2,0

 

darunter:

 

 

 

 

an Kreditinstituten

–

–

–

9.

Immaterielle Vermögensgegenstände

 

 

 

 

des Anlagevermögens

9.854,99

9.305.077,63

-5,6

10.

Sachanlagen

33.859,23

34.659.754,89

2,4

 

darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden

15.177,48

14.410.804,40

-5,1

11.

Sonstige Vermögensgegenstände

13.731,40

16.109.056,88

17,3

12.

Rechnungsabgrenzungsposten

4.845,30

10.197.057,66

> 100

13.

Aktive latente Steuern

15.762,29

17.885.191,76

13,5

 

 

9.237.114,48

9.895.588.002,62

7,1







Posten unter der Bilanz

 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)

31.12.2020

31.12.2021

± in %

1.

Auslandsaktiva

2.788.655,67

2.777.150.235,20

-0,4






Jahresabschlussposten sind nur insoweit angeführt, als dafür Wertansätze vorhanden sind.

BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2021

Passiva


 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)


31.12.2020

31.12.2021

± in %

1.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

906.689,88

840.223.846,50

-7,3

 

a)täglich fällig

 

148.786,27

118.435.424,23

-20,4


b)mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist

 

757.903,61

721.788.422,27

-4,8

2.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

 

6.561.520,86

7.154.873.444,70

9,0

 

a)Spareinlagen

 

1.400.521,64

1.349.993.594,53

-3,6

 

aa)täglich fällig

 

1.035.015,57

1.238.207.554,95

19,6


ab)mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist

 

365.506,08

111.786.039,58

-69,4

 

b)sonstige Verbindlichkeiten

 

5.160.999,22

5.804.879.850,17

12,5

 

ba)täglich fällig

 

4.163.765,34

4.480.738.167,38

7,6

 

bb)mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist

 

997.203,88

1.324.141.682,79

32,8

3.

Verbriefte Verbindlichkeiten

 

657.463,96

736.130.097,68

12,0

 

a)begebene Schuldverschreibungen

 

602.587,12

681.253.303,55

13,1

 

b)andere verbriefte Verbindlichkeiten

 

54.876,84

54.876.794,13

-0,0

4.

Sonstige Verbindlichkeiten

 

23.997,47

17.990.348,26

-25,0

5.

Rechnungsabgrenzungsposten

 

2.181,61

2.030.604,08

-6,9

6.

Rückstellungen

 

83.934,22

78.820.703,08

-6,1

 

a)Rückstellungen für Abfertigungen

 

23.077,62

21.480.769,89

-6,9

 

b)Rückstellungen für Pensionen

 

35.573,48

33.683.826,00

-5,3


c)Steuerrückstellungen

 

5.555,61

2.291.458,31

-58,8

 

d)sonstige

 

19.727,52

21.364.648,88

8,3

7.

Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

209.708,43

241.012.084,97

14,9

8.

Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

56.753,04

66.066.228,64

16,4

9.

Gezeichnetes Kapital

 

85.885,80

85.885.800,00

-

 

abzüglich Nennbetrag eigener Aktien

 

-1.763,94

-1.584.742,00

10,2

10.

Gebundene Kapitalrücklagen

 

243.597,00

243.597.000,42

-

11.

Gewinnrücklagen

 

309.672,16

331.189.423,02

6,9


a)gesetzliche Rücklage

 

503,41

503.410,04

-


b)andere Rücklagen

 

309.168,75

330.686.012,98

7,0

12.

Haftrücklage gemäß § 57 Abs.5 BWG

 

86.300,00

88.800.000,00

2,9

13.

Bilanzgewinn

 

11.173,96

10.553.163,27

-5,6

 

 

 

9.237.114,48

9.895.588.002,62

7,1










Posten unter der Bilanz


 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)


31.12.2020

31.12.2021

± in %

1.

Eventualverbindlichkeiten

 

 

 


 

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten

 

568.157,70

611.026.670,75

7,5

2.

Kreditrisiken

 

1.718.586,09

1.747.973.132,62

1,7

3.

Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften

 

151.026,59

149.299.415,68

-1,1

4.

Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

905.848,90

949.805.360,74

4,9

 

darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

199.566,38

213.448.345,23

7,0

5.

Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

5.407.923,01

5.657.489.773,37

4,6

 

darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1

 

 

 

 

 

lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

12,0%

11,9%

-0,8

 

lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

13,1%

13,0%

-0,8

 

lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

 

16,8%

16,8%

-

6.

Auslandspassiva

 

1.797.340,11

1.998.726.245,25

11,2










BKS Bank Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2021

Gewinn- und Verlustrechnung


 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)

31.12.2020

31.12.2021

± in %

1.

Zinsen und ähnliche Erträge

132.642,65

130.587.431,36

-1,5

 

darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren

13.494,27

12.523.748,56

-7,2

2.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

19.455,59

11.855.310,80

-39,1

I.

Nettozinsertrag

113.187,06

118.732.120,56

4,9

3.

Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen

10.559,87

12.572.814,69

19,1

 

a)Erträge aus Aktien, anderen
Anteilsrechten und nicht
festverzinslichen Wertpapieren

1.369,10

1.607.019,20

17,4

 

b)Erträge aus Beteiligungen

3.435,55

6.271.884,54

82,6

 

c)Erträge aus Anteilen an
verbundenen Unternehmen

5.755,22

4.693.910,95

-18,4

4.

Provisionserträge

67.088,98

73.168.790,04

9,1

5.

Provisionsaufwendungen

5.354,15

5.841.317,47

9,1

6.

Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften

1.082,65

1.354.564,84

25,1

7.

Sonstige betriebliche Erträge

5.584,15

4.211.925,29

-24,6

II.

Betriebserträge

192.148,56

204.198.897,95

6,3

8.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

115.649,91

116.037.329,25

0,3

 

a)Personalaufwand

69.275,72

68.250.944,97

-1,5

 

aa)Löhne und Gehälter

48.972,91

48.782.257,21

-0,4

 

ab)Aufwand für gesetzlich
vorgeschriebene soziale Abgaben
und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge

12.283,13

12.391.611,75

0,9

 

ac)sonstiger Sozialaufwand

2.292,03

3.125.919,55

36,4

 

ad)Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung

4.364,31

4.223.255,22

-3,2

 

ae)Dotierung der Pensionsrückstellung

-1.419,83

-1.889.649,00

-33,1

 

af)Aufwendungen für Abfertigungen
und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen

2.783,17

1.617.550,24

-41,9

 

b)Sonstige Verwaltungsaufwendungen
(Sachaufwand)

46.374,19

47.786.384,28

3,0

9.

Wertberichtigungen auf die im
Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände

5.406,50

5.762.434,13

6,6

10.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

8.355,02

12.283.139,73

47,0

III.

Betriebsaufwendungen

129.411,43

134.082.903,11

3,6

IV.

Betriebsergebnis

62.737,14

70.115.994,84

11,8







 

in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR)

31.12.2020

31.12.2021

± in %

11.

Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken

-56.617,27

-48.468.257,86

14,4

12.

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual-verbindlichkeiten und für Kreditrisiken

31.037,40

14.550.281,67

-53,1

13.

Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

-716,27

-802.477,76

-12,0

14.

Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

1.635,10

2.053.179,21

25,6

V.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

38.076,08

37.448.720,10

-1,6

15.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

6.545,51

8.660.757,42

32,3

 

darunter: latente Steuern

-7.014,55

-2.122.897,45

69,7

16.

Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen

1.472,98

1.454.280,14

-1,3

VI.

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

30.057,59

27.333.682,54

-9,1

17.

Rücklagenbewegung

19.207,39

16.907.388,46

-12,0

 

darunter: Dotierung der Haftrücklage

1.800,00

2.500.000,00

38,9

VII.

Jahresgewinn

10.850,20

10.426.294,08

-3,9

18.

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

323,76

126.869,19

-60,8

VIII.

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

11.173,96

10.553.163,27

-5,6









Anhang
BKS Bank AG

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundlagen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Im Berichtsjahr 2021 gab es keine wesentliche Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gesetzliche Moratorien, freiwillige Stundungen und Staatsgarantien

Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einzudämmen, wurde das Instrument der gesetzlichen und freiwilligen Kreditmoratorien und der Überbrückungsfinanzierungen von unseren Kunden in Anspruch genommen. Allerdings waren diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener. Insgesamt beliefen sich die staatlich garantierten Überbrückungsfinanzierungen auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31.12.2021 betrug das von Stundungen betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 251,3 Mio. EUR).

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.

Wertpapiere

Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.

Risikovorsorge: Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen für Kunden erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Das zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodel ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.

Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstrumentes nach dessen Zugang abhängig. Auf Basis dieses Verfahrens werden drei Stufen unterschieden, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.


Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.

Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (Lifetime ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstrumentes entspricht.

Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien ermittelt. Basis für die Berechnung bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition.

Im 02. Quartal 2020 hat die BKS Bank eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstige Dienstleistungen, wurden einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Im 03. Quartal 2020 wurden zusätzlich das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio sowie die Branche Verkehr einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Ende März 2021 wurde neuerlich eine kollektive Beurteilung des Stufentransfers durchgeführt. Sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem aufrechten öffentlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, wurden in Stage 2 migriert. Im dritten Quartal 2021 haben wir die Situation neu bewertet und Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a aus dem kollektiven Stufentransfer ausgenommen.


Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.

Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 800,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt. Als Abschreibungsmethode kommt die Pro-rata-temporis-Abschreibung zur Anwendung.

Derivative Geschäfte

Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 6.538 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.131 Tsd. EUR) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat die BKS Bank mit einem Volumen von 550 Mio. EUR (Vorjahr: 350 Mio. EUR) am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teilgenommen. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Nach den Anpassungen des Tenderprogramms als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 gilt für die Verzinsungsperioden bis Juni 2022 immer ein Abschlag von 0,5%. Dieser Abschlag gilt auch dann, wenn die Kreditvergabeziele in den relevanten Referenzperioden nicht erreicht werden. Aus Sicht der BKS Bank ist dieser Zinssatz aktuell auch durch Refinanzierungsmöglichkeiten am Markt erzielbar. Des Weiteren beinhaltet dieses Tenderprogramm die Möglichkeit, einen Zinssatz von -1,0% zu erhalten, wenn von Seiten der Bank die Kreditvergabeziele erreicht werden.

Eigene Emissionen

Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden keine fundierten Bankschuldverschreibungen (Vorjahr: keine) begeben.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ vorgenommen.

Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2021 wurde der Berechnung des Wertes für aktive Mitarbeiter ein Zinssatz von 1,66% (Vorjahr: 1,79%) zu Grunde gelegt. Für Pensionisten wurde der Berechnung des Durchschnittzinssatzes der Zinssatz für eine 10-jährige Duration zugrunde gelegt und beträgt 1,36% (Vorjahr: Duration von 15 Jahren; Zinssatz 1,79%). Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 1,92% für aktive Mitarbeiter bzw. 1,62% für Pensionisten (Vorjahr: 2,04% bzw. 1,73%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen sind die „AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ als Rechnungsgrundlage relevant, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten.

Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Zusätzliches Kernkapital

Im Berichtsjahr wurden 9,3 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2021 betrug 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,8 Mio. EUR).

Steuerliche Verhältnisse

Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. sowie die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als „stand alone“ (Belastungsmethode) ausgestaltet, das bedeutet, die Steuerumlage entspricht im Wesentlichen der Körperschaftssteuer.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang Februar 2022 hat die slowenische Nationalversammlung das „Gesetz zur Begrenzung und Verteilung des Währungsrisikos zwischen Gläubigern und Kreditnehmern von Schweizer Franken“ verabschiedet. Dieses neue Gesetz verpflichtet Banken zu einer rückwirkenden Einführung einer Wechselkursobergrenze für Schweizer Franken-Kredite, die im Zeitraum von 2004 bis 2010 vergeben wurden. Die BKS Bank ist im Zeitraum von 2004 bis 2008 betroffen. Aktuell werden die Werte erhoben und wir rechnen mit einem Effekt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Wir gehen davon aus, dass der Beschluss nicht im Einklang mit dem Verfassungsrecht steht, und rechnen mit einer entsprechenden Aufhebung.

Mit 09. Februar 2022 wurde von Seiten der BKS Bank bekannt gegeben, dass es in der Zweigstelle in Kroatien zu Malversationen durch einen Mitarbeiter gekommen ist. Die Aufarbeitung dauert noch an.

Am 24. Februar 2022 hat Russland mit einer militärischen Invasion des souveränen Nachbarstaats, der Ukraine, begonnen. Dieser Einmarsch stellt aktuell den größten kriegerischen Konflikt in Europa seit Ende des 2. Weltkrieges dar. Die Vereinigten Staaten, die Mitgliedsstaaten der EU und der NATO sowie zahlreiche weitere Staaten verurteilen die russischen Kriegshandlungen auf das Schärfste und haben ihrerseits Sanktionen gegenüber Russland verhängt. Die EU reagierte mit Sanktionen gegen Finanzinstitute und fror alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank ein. Auch wurden russische Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen. Des Weiteren wurden Sanktionen gegen den Energiesektor, den Verkehrssektor, den Technologiesektor sowie gegen Medien verhängt. Aktuell ist die BKS Bank nur zu einem geringen Ausmaß direkt von der Russland-Krise betroffen, da wir keine russischen Finanztitel im Eigenportfolio halten. Rund 250 österreichische und slowenische Wertpapierkunden halten russische Einzeltitel mit einem Volumen von rund 4,0 Mio. EUR auf ihren Depots. Es gibt eine geringe Anzahl an Konten von russischen Staatsbürgern und eine überschaubare Anzahl an Firmenkunden, die Geschäftsbeziehungen zu russischen Firmen pflegen und bei denen offene Kreditlinien bestehen. Insgesamt sind das Geschäftsvolumen und die Anzahl der Kunden sehr überschaubar und beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der BKS Bank derzeit nicht. Die geopolitischen Ereignisse der letzten Tage werden jedoch weitreichende Folgen auf die globale und europäische Konjunkturentwicklung haben. Diese indirekten Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Wir arbeiten intensiv daran, die EU-Sanktionen gegen Russland konsequent umzusetzen.

Die bereits erwähnten geopolitischen Entwicklungen und die damit verbundenen massiven Liquiditätsabflüsse führten Ende Februar 2021 zur Zahlungsunfähigkeit der Sberbank Europe AG. Dementsprechend hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) am 01. März 2022 auf Basis einer Anweisung der EZB mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Zur Abdeckung der Kundeneinlagen trat die Einlagensicherung in Kraft, welche maximal 100.000, - EUR pro Einleger beträgt. Der sich daraus ergebende Aufwand in Form zusätzlicher Einlagensicherungsfondsbeiträge für die BKS Bank AG ist aktuell noch nicht quantifizierbar.

Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Jahresabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.



III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Dies betrifft insbesondere die Ermittlung des Expected Credit Losses. Während der Berichtsperiode führte vor allem die Entwicklung der COVID-19 Pandemie zu Änderungen von Annahmen, die sich in einem kollektiven Stufentransfer und einer geänderten Szenariogewichtung widerspiegelten.

Laufende Verfahren

Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.

Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.

Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der
3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.

Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Das Verfahren ist derzeit unterbrochen. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.

Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.

Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.



IV. Erläuterungen zur Bilanz

Bilanzvolumen in fremder Währung

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Aktiva

219.239

196.301

Passiva

218.893

170.450




Fristengliederung

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

bis 3 Monate

1.011.532

985.394

mehr als 3 Monate bis 1 Jahr

712.036

612.746

mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

1.259.736

1.678.710

mehr als 5 Jahre

4.532.650

4.608.269





Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

bis 3 Monate

358.708

288.929

mehr als 3 Monate bis 1 Jahr

881.834

662.923

mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

1.366.362

1.575.257

mehr als 5 Jahre

580.153

602.590




Wertpapiere

Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2021 stille Lasten in Höhe von 1.200 Tsd. EUR (Vorjahr: 12 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC – Stellungnahme 24 (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.

Aufgliederung stiller Lasten im Anlagevermögen

 

31.12.2020

31.12.2021








in Tsd. EUR

Buchwert

Marktwert

Stille Last

Buchwert

Marktwert

Stille Last

Schuldtitel öffentlicher Stellen

–

–

–

79.851

79.151

700

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

5.000

4.988

12

58.235

57.735

500

Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere

–

–

–

–

–

–

Summe

5.000

4.988

12

138.086

136.886

1.200









Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2021 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0 EUR).

Aufgliederung der Wertpapiere und Beteiligungen nach Börsenotierung (ohne Stückzinsen)


 

 

31.12.2020

31.12.2021







in Tsd. EUR

Pos. Nr.

börse-notiert

nicht börse-notiert

börse-notiert

nicht börse-notiert

Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere

6.

5.397

57.271

5.531

49.124

Beteiligungen

7.

113.109

16.886

113.109

17.073








Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.

Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:

in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

6.

157

502

Summe

 

157

502






Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):


in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

5.

132.255

173.547






Der Unterschied des Bilanzwertes zum höheren Marktwert beträgt 3.818 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.220 Tsd. EUR).


Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):


in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

5.

69.997

57.050

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

6.

5.397

5.531





Fällige Schuldverschreibungen

Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:

in Tsd. EUR

Pos.Nr.

31.12.2020

31.12.2021

Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und andere festverzinsliche Wertpapiere

2. und 5.

72.471

136.910

Verbriefte Verbindlichkeiten

3.

87.400

64.300






Erfolge aus Veranlagungen in Investmentfonds

in Tsd. EUR

 

31.12.2020

31.12.2021

Ausschüttungserträge

 

 

 

•inländische

 

655

817

•ausländische

 

287

343

Summe

 

942

1.160

Zu- und Abschreibungen

 

 

 

•inländische

 

-291

-147

•ausländische

 

-52

26

Summe

 

-343

-121

Kurserfolge aus Verkäufen

 

7

3.286

Summe

 

7

3.286

Summe Erfolge aus Investmentfonds

 

606

4.325






Sonstige Angaben zu Vermögensgegenständen

Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:


in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

6.

3.634

3.634






In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:



in Tsd. EUR
Verbindlichkeiten

Vermögensgegenstände

31.12.2020

31.12.2021

Mündelgelder gemäß § 230a ABGB

Wertpapiere

11.876

11.876

Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel

Wertpapiere

1.575

1.575

Kaution für Handel an EUREX

Wertpapiere/Cash Collateral

2.103

1.556

Sicherheiten für XETRA

Wertpapiere

3.937

3.937

Pfandsperre Euro-Clear

Wertpapiere

10.000

10.000

Sicherheiten für ÖeNB-Refinanzierung

Kredite

349.057

544.960

Eurex Repo (GC Pooling)

Wertpapiere

3.592

3.178

Margin Finanztermingeschäfte

Cash Collaterial

5.490

6.063

Hypothekarischer Deckungsstock

Kredite

334.132

375.637

Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen

Kredite

7.061

0

Solidarfonds OeKB

Cash Collaterial

110

110

An die OeKB zedierte Forderungen

Kredite

102.282

102.600







In den Forderungen an Kreditinstitute sind keine eigenen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen im Nostrobestand enthalten (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).


Details wesentlicher Werte in den Sonstigen Vermögensgegenständen

in Tsd. EUR

Pos. Nr. 12

31.12.2020

31.12.2021

Steuerverrechnung

 

1.535

1.443

Verrechnung mit verbundenen Unternehmen

 

3.036

5.983

Forderungen aus Beteiligungen

 

1.461

–

Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten

 

3.503

3.557

Sonstige Positionen

 

4.196

5.126

Summe

 

13.731

16.109







Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.


Details wesentlicher Werte in den sonstigen Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR

Pos. Nr. 4

31.12.2020

31.12.2021

Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten

 

5.919

3.060

Verbindlichkeiten Finanzamt

 

2.297

3.720

KESt-Verbindlichkeiten

 

938

1.785

Steuerverbindlichkeiten Auslandsdirektionen

 

1.716

2.164

Sonstige Verbindlichkeiten der Auslandsdirektionen

 

2.449

2.342

Verbindlichkeiten Altersteilzeit

 

1.605

967

Sozialversicherungsbeiträge

 

1.495

1.492

Noch nicht ausbezahlte Dividenden

 

4.852

3

Sonstige Positionen

 

2.726

2.457

Summe

 

23.997

17.990






Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR) erst nach dem
Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Liste ausgewählter Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

 

Eigenkapital

Anteil BKS Bank in %

Jahresüberschuss bzw.- fehlbetrag








in Mio. EUR

2020

2021

direkt

indirekt

2020

2021

BKS-Leasing s.r.o., Bratislava

19,36

19,74

100,00

–

0,13

0,39

BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt

2,03

4,54

99,75

0,25

0,76

4,02

BKS-leasing d.o.o., Ljubljana

17,78

18,89

100,00

–

1,82

2,61

BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb

4,01

4,03

100,00

–

0,26

0,74

Immobilen Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt

7,13

7,43

100,00

–

1,12

1,10

IEV Immobilen GmbH, Klagenfurt

0,06

0,06

100,00

–

–

–

BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Klagenfurt1)

4,87

5,15

–

100,00

0,37

0,28

BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt

3,22

3,22

100,00

–

0,46

0,68

BKS Service GmbH, Klagenfurt

0,04

0,04

100,00

–

0,03

0,02

BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt

25,05

25,02

100,00

–

1,43

0,17

Oberbank AG, Linz

2.187,25

2.296,67

14,21

–

120,87

122,51

Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck

1.127,79

1.156,05

14,00

–

25,18

29,60

Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz

8,89

8,89

25,00

–

–

–

3 Banken IT GmbH, Linz

3,68

3,68

30,00

–

0,02

–

3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz

2,55

2,68

–

30,00

0,14

0,12

E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt

0,34

0,32

99,00

1,00

0,03

-0,01

VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt

4,36

4,25

100,00

–

0,02

-0,10

BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt

0,14

–

100,00

–

0,01

–

VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt

0,03

–

100,00

–

–

–

3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck

0,53

0,61

30,00

–

-0,01

0,07

PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt

7,41

7,41

100,00

–

–

–

Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H.

13,63

13,86

–

30,00

0,01

0,23








1)Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.


Das in der Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2021 bzw. 31.12.2020 entnommen.

Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.



Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

AKTIVA

 

 

 

Forderungen an Kreditinstitute

3.

5.064

1.422

Forderungen an Kunden

4.

8.034

6.846

Sonstige Vermögensgegenstände

11.

1.461

–

PASSIVA

 

 

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

1.

268.746

233.123

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

2.

48

26

Sonstige Verbindlichkeiten

4.

1.913

–





Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen

in Tsd. EUR

Pos. Nr.

31.12.2020

31.12.2021

AKTIVA

 

 

 

Forderungen an Kunden

4.

603.484

645.503

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

6.

3.634

3.634

Sonstige Vermögensgegenstände

11.

3.036

5.983

PASSIVA

 

 

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

2.

26.815

18.471

Sonstige Verbindlichkeiten

4.

51

14







Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt, und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 684 Tsd. EUR (Vorjahr: 464 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 1.510 Tsd. EUR (Vorjahr: 760 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -20 Tsd. EUR (Vorjahr: 31 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH, der BKS-Leasing GmbH, der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Im Berichtsjahr wurde keine Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH verrechnet (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.967 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.967 Tsd. EUR).

Aktive und passive latente Steuern

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Aktive Steuerlatenz

 

 

Sachanlagen

390

225

Wertpapiere des Anlagevermögens

1.979

2.148

Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG

–

4.000

Langfristige Personalrückstellungen

24.472

23.466

Sonstige Rückstellungen

149

163

Expected Credit loss

31.681

27.637

Bemessungsgrundlage aktive Steuerlatenz

58.671

55.347

•hiervon 25%

14.668

13.837

Passive Steuerlatenz

 

 

Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke

4.759

4.636

Unterschied Abschreibungsmethoden

133

351

Bemessungsgrundlage passive Steuerlatenz

4.892

4.986

•hiervon 25%

1.223

1.247

Aktivseitiger Überhang Inland

13.445

12.590

Aktivseitiger Überhang Kroatien 18%

2.035

5.016

Aktivseitiger Überhang Slowakei 21%

282

279

Aktivseitiger Überhang gesamt

15.762

17.885





Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 2.123 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.015 Tsd. EUR).


Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Verbindlichkeiten

Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

 

31.12.2020

31.12.2021






 

Stück

in Tsd. EUR

Stück

in Tsd. EUR

Stammaktien

41.142.900

82.286

42.942.900

85.886

Stammaktien Umtausch 2020

1.800.000

3.600

–

–

Vorzugsaktien

–

–

–

–

Summe

42.942.900

85.886

42.942.900

85.886








Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 903.327 Stück, das sind 2,10% des Grundkapitals (Vorjahr: 940.234 Stück, das sind 2,19%).

Zusammensetzung des Ergänzungskapitals

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Gesamtlaufzeit

Var. Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP

2.350

–

15 Jahre

5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2

20.000

20.000

9 Jahre

4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2

20.000

20.000

10 Jahre

2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2

20.000

20.000

8 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4

20.000

20.000

10 Jahre

3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3 PP

13.000

13.000

10 Jahre

2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3

17.287

17.287

8 Jahre

4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP

8.000

8.000

15 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3

20.000

20.000

10 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4

20.000

20.000

11 Jahre

3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP

3.400

3.400

15 Jahre

3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5/

20.000

20.000

11,5 Jahre

2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1

8.433

8.433

12 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2

4.289

4.289

10 Jahre

3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3

9.739

20.000

10 Jahre

3 1/4% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP

–

20.000

10 Jahre

3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032

–

3.000

10 Jahre

Summe Ergänzungskapital

206.498

237.409

 






Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 7.580 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.327 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2022 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).

Im Berichtsjahr wurde zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in Höhe von 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 EUR) begeben.



Derivatives Geschäftsvolumen: Bankbuch

 

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten

 






in Tsd. EUR

< 1 Jahr

1 - 5 Jahre

> 5 Jahre

 

Zinssatzverträge

76.468

71.480

165.436

 

Zinsswaps

76.468

71.480

165.436

 

•Kauf

38.234

35.740

82.718

 

•Verkauf

38.234

35.740

82.718

 

Optionen auf zinsbezogene Instrumente

–

–

–

 

•Kauf

–

–

–

 

•Verkauf

–

–

–

 

Wechselkursverträge

1.071.222

96.605

–

 

Devisentermingeschäfte

540.970

–

–

 

•Kauf

272.159

–

–

 

•Verkauf

268.811

–

–

 

Kapitalmarktswaps

–

96.605

–

 

•Kauf

–

48.207

–

 

•Verkauf

–

48.398

–

 

Geldmarktswaps (Devisenswaps)

530.252

–

–

 

•Kauf

263.796

–

–

 

•Verkauf

266.456

–

–

 

Wertpapierbezogene Geschäfte

–

–

–

 

Aktienoptionen

–

–

–

 

•Kauf

–

–

–

 

•Verkauf

–

–

–

 







Derivatives Geschäftsvolumen: Handelsbuch

 

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten

 






in Tsd. EUR

< 1 Jahr

1 - 5 Jahre

> 5 Jahre

 

Zinssatzverträge

–

604

0

 

Zinsswaps

–

–

–

 

•Kauf

–

–

–

 

•Verkauf

–

–

–

 

Zinssatzoptionen

–

604

0

 

•Kauf

–

302

0

 

•Verkauf

–

302

0

 

Wechselkursverträge

–

–

–

 

Devisenoptionen (Währungsoptionen)

–

–

–

 

•Kauf

–

–

–

 

•Verkauf

–

–

–

 













 

Nominalbetrag

Marktwert (positiv)

Marktwert (negativ)








 

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

 

290.746

313.384

6.319

4.400

7.598

4.338

 

290.746

313.384

6.319

4.400

7.598

4.338

 

145.373

156.692

–

196

7.459

4.338

 

145.373

156.692

6.319

4.204

139

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

1.093.177

1.167.827

3.503

3.557

5.919

3.060

 

485.157

540.970

218

3.467

5.205

119

 

240.085

272.159

137

3.443

5.188

98

 

245.072

268.811

81

24

17

21

 

184.725

96.605

–

–

427

191

 

92.149

48.207

–

–

–

–

 

92.576

48.398

–

–

427

191

 

423.295

530.252

3.285

90

287

2.750

 

213.146

263.796

27

1

108

252

 

210.149

266.456

3.258

89

179

2.498

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–










 

Nominalbetrag

Marktwert (positiv)

Marktwert (negativ)








 

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

31.12.2020

31.12.2021

 

738

604

–

1

–

1

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

738

604

–

1

–

1

 

369

302

–

1

–

–

 

369

302

–

–

–

1

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–

 

–

–

–

–

–

–










Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.

Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten

In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind keine strukturierten Produkte mehr mit eingebetteten Derivaten enthalten (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden im Vorjahr durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR zur Gänze abgesichert.

Absicherung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.

Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2021 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug
-3,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,6 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der
Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.

Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% – 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2021 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1 Tsd. EUR (Vorjahr: 7 Tsd. EUR) resultierend aus der Ineffektivität der zugrundeliegenden Sicherungsbeziehungen gebildet.

Saldierung von Finanzinstrumenten


31.12.2021








in Tsd. EUR

Finanzielle Vermögenswerte (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Finanzielle Vermögenswerte (netto)

Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen

Erhaltene Bar-sicherheiten

Nettobetrag

Aktiva

 

 

 

 

 

 

Derivate FX-Verträge

3.716

-

3.716

-255

-

3.461

Summe der Aktiva

3.716

-

3.716

-255

-

3.461








in Tsd. EUR

Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Finanzielle Verbindlichkeiten (netto)

Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen

Erhaltene Bar-sicherheiten

Nettobetrag

Passiva

 

 

 

 

 

 

Derivate FX-Verträge

3.267

-

3.267

-255

-2.141

870

Summe der Passiva

3.267

-

3.267

-255

-2.141

870











31.12.2020









in Tsd. EUR

Finanzielle Vermögens-werte (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Finanzielle Vermögens-werte (netto)

Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen

Erhaltene Bar-sicherheiten

Nettobetrag

Aktiva

 

 

 

 

 

 

Derivate FX-Verträge

3.661

-

3.661

-897

-1.819

945

Summe der Aktiva

3.661

-

3.661

-897

-1.819

945








in Tsd. EUR

Finanzielle Verbindlich-keiten (brutto)

Saldierte Beträge (brutto)

Finanzielle Verbindlich-keiten (netto)

Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen

Erhaltene Bar-sicherheiten

Nettobetrag

Passiva

 

 

 

 

 

 

Derivate FX-Verträge

6.120

-

6.120

-897

-4.560

664

Summe der Passiva

6.120

-

6.120

-897

-4.560

664








Pensionsrückstellung

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Rückstellungen gem.§ 14 EStG

22.324

20.798

zusätzlich versteuerte Vorsorge

13.249

12.886

in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung

35.573

33.684




Abfertigungsrückstellung

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Rückstellungen gem. § 14 EStG

16.561

15.468

zusätzlich versteuerte Vorsorge

6.517

6.013

in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung

23.078

21.481

Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag

91,2

92,7




Details wesentlicher sonstiger Rückstellungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Jubiläumsgelder

6.176

6.101

Sterbequartale

4.059

3.889

Urlaubsrückstellung

1.192

1.240

Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand

1.863

1.864

Zinsen für Stufenzinssparbücher

327

195

Zinsen für Stufenzinsobligation

1.146

1.099

Schadensfälle

990

96

Rückstellung ECL Off-Balance-Positionen

35

1.448

Rückstellung für Beratungs- und Haftungsrisiken

3.074

4.113

Sonstige Rückstellungen

866

1.320

Summe

19.728

21.365





Angaben zu Posten unter dem Bilanzstrich

Eventualverbindlichkeiten

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellung für Haftungsrisiken

567.417

607.860

Akkreditive

741

3.166

Eventualverbindlichkeiten

568.158

611.026




Kreditrisiken

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

nicht ausgenützte Kreditrahmen

1.714.442

1.741.337

Promessen

4.144

6.637

Kreditrisiken

1.718.586

1.747.974




Eigenkapital und ergänzende Eigenmittel

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Hartes Kernkapital

650.383

671.157

Zusätzliches Kernkapital

55.900

65.200

Ergänzende Eigenmittel

199.566

213.448

Anrechenbare Eigenmittel

905.849

949.805





Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,29% (Vorjahr: 0,34%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR).

Eigenmittelanforderungen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

Kreditrisiko

5.028.134

5.273.063

Operationales Risiko

351.058

355.003

Fremdwährungsrisiko

25.342

24.830

CVA Risiko

3.389

4.594

Eigenmittelanforderungen gesamt

5.407.923

5.657.490




Die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 (1) Z 17 BWG sind im Konzernanhang dargestellt.


Finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind

Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

im folgenden Geschäftsjahr

7.288

7.193

in den folgenden 5 Jahren

37.906

37.413

davon gegenüber verbundenen Unternehmen

 

 

•im folgenden Geschäftsjahr

5.323

5.273

•in den folgenden 5 Jahren

27.589

27.327




V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.917 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.972 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.

Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.


Sonstige betriebliche Erträge

in Tsd. EUR

Pos. Nr. 7

31.12.2020

31.12.2021

Vermittlungsprovision Versicherungen

 

1.402

1.402

Erträge aus der Vermietung von Realitäten

 

865

862

Auflösung Rückstellung für Schadensfälle

 

2.207

966

Sonstige Positionen

 

1.110

982

Summe

 

5.584

4.212





Analyse der Zinserträge und Zinsaufwendungen

in Tsd. EUR

 

31.12.2020

31.12.2021

Negative Ertragszinsen

 

5.089

6.117

Positive Aufwandszinsen

 

6.407

12.412






Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzins-berechnung ein Mindestwert von 0,0%.

Angaben zu Arbeitnehmern und Organen

in Tsd. EUR

31.12.2020

31.12.2021

durchschnittliche Zahl der Angestellten

 

 

•für die BKS Bank tätige Angestellte

840

860

•in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig

69

61

•in nahestehenden Unternehmen tätig

68

77

Angestellte des BKS Bank Konzerns

977

998

•aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig

15

12

•durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen

32

8

Bezüge des Vorstandes

1.688

1.892

Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen

820

829

Erträge/Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder

-3

256

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen

170

200

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer
(auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen)

6.856

5.384

Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates

283

276

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (Rückzahlungen und Verzinsung erfolgen zu marktüblichen Bedingungen)

158

500





Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.

Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2021 auf 1.442 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.412 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.781 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.927 Tsd. EUR). Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde mit 75 Tsd. EUR aufgelöst (Vorjahr: Dotation 208 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Zahlungen in Höhe von 380 Tsd. EUR (Vorjahr: 353 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Tsd. EUR

Pos. Nr. 10

31.12.2020

31.12.2021

Aufwendungen für zur Vermietung bestimmte Realitäten

 

242

233

Schadensfälle

 

314

452

Aufwendungen Einlagensicherungsfonds

 

4.091

6.612

Aufwendungen Abwicklungsfonds

 

3.391

3.808

Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs-und Haftungsrisiken

 

–

1.079

Sonstige Positionen

 

317

99

Summe

 

8.355

12.283






Weiterverrechnete Kosten an Tochtergesellschaften

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 5.595 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.143 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 40 Tsd. EUR (Vorjahr: 97 Tsd. EUR) weiterverrechnet.



BKS Bank Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021


in Tsd. €

Anschaffungs-/ Herstellungsk. zum 01.01.2021

Zugänge

Umgliederung

Abgänge

Anschafftungs-/ Herstellungsk.
zum
31.12.2021

Abschreibungen kumuliert
zum
01.01.2021

Umgliederung

Schuldtitel öffentlicher Stellen

681.230

103.150

–

55.406

728.974

3.237

–

Forderungen an Kunden

8.499

–

–

–

8.499

–

–

Schuldverschreib-ungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten

133.104

51.539

–

9.945

174.698

849

–

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

–

–

–

–

–

–

–

Beteiligungen

134.962

190

–

–

135.152

4.967

–

Anteile an verbundenen Unternehmen

89.015

–

–

71

88.944

3.196

–

Summe Finanzanlagen

1.046.809

154.879

–

65.422

1.136.267

12.249

–

Immaterielle VG

24.248

1.504

162

6

25.908

14.393

–

Sachanlagen

98.821

4.713

-162

971

102.401

64.962

–

Summe

1.169.879

161.096

–

66.399

1.264.576

91.604

–












in Tsd. €

Zugang

Zuschrei-bungen

Abgänge

Abschreibungen kumuliert zum 31.12.2021

Buchwert zum 31.12.2020

Buchwert zum 31.12.2021

Schuldtitel öffentlicher Stellen

355

–

419

3.173

677.993

725.801

Forderungen an Kunden

–

–

–

–

8.499

8.499

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten

303

–

–

1.152

132.255

173.546

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

–

–

–

–

–

–

Beteiligungen

104

102

–

4.969

129.995

130.183

Anteile an verbundenen Unternehmen

–

1.779

9

1.408

85.819

87.536

Summe Finanzanlagen

762

1.881

428

10.702

1.034.561

1.125.565

Immaterielle VG

2.216

–

6

16.603

9.855

9.305

Sachanlagen

3.546

–

767

67.741

33.859

34.660

Summe

6.524

1.881

1.201

95.046

1.078.275

1.169.530












Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer

Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer

Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Vst.-Dir. Mag. Nikolaus Juhász

Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Mag. Hannes Bogner

Gerhard Burtscher

Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Dr. Reinhard Iro

Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M

Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt

Dkfm. Dr. Heimo Penker

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende ab 17. Mai 2021

Mag. Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden ab 17. Mai 2021

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Sandro Colazzo

Mag. Maximilian Medwed

Herta Pobaschnig

Mag. Ulrike Zambelli



Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022

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Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende


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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander Novak Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes





Gewinnverteilungsvorschlag



Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.553.163,27 EUR für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von EUR 0,23 pro
dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 9.876.867,00 EUR auszuschütten und den
Restbetrag von rund 676.296,27 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.


Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022

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Der Vorstand



Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende


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Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander Novak Mag, Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes






Schlussbemerkungen des Vorstandes





Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 124 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der
BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG
vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022

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Der Vorstand



Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende


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Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit,
das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen,
Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing,
Investor Relations, Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen



Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA, Mitglied des Vorstandes


Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling,
Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH,
Backoffice Treasury und Wertpapierservice, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland

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Mag. Alexander Novak, Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche
Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland

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Mag. Nikolaus Juhász, Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking,
für die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen


Bestätigungsvermerk



Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

BKS Bank AG,
Klagenfurt am Wörthersee,


bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.


Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz nach Abzug von Wertberichtigungen mit einem Betrag in Höhe von 7.001 Mio. EUR ausgewiesen.

Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Punkt II Risikovorsorge.

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob ein Ausfall vorliegt und somit eine Risikovorsorge (Stufe 3) für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) zu bilden ist. Für nicht ausfallsgefährdete Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) werden Risikovorsorgen für den erwarteten Verlust (ECL –
Expected Credit Loss) modellbasiert berechnet.

Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kreditforderungen führt die Bank eine Berechnung der Einzelwertberichtigung auf Basis festgesetzter pauschaler Verlustquoten durch.

Bei allen anderen Forderungen wird für den erwarteten Verlust eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich der 12-Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit der Kundenforderung (Stufe 2) berechnet. Bei der Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen. Die erwarteten Auswirkungen aus der COVID 19-Krise werden durch Adaptierungen von Parametern und Stufenumgliederungen berücksichtigt.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:



Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der
UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Das Risiko für den Abschluss

Die Aktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben gegen einzelne Hauptversammlungsbeschlüsse der BKS Bank und die weiteren Banken der 3 Banken-Gruppe Anfechtungsklagen eingebracht. Die Vorhalte betreffen vor allem die Behandlung der wechselseitigen Beteiligungen. In sämtlichen Anfechtungsverfahren behaupten die Kläger außerdem, dass übernahmerechtliche Vorschriften verletzt worden seien und eine Verletzung der Angebotspflicht vorliegt. Sollte eine Angebotspflichtverletzung festgestellt werden, wären die Syndikate der 3 Banken voraussichtlich entweder zur Legung eines Pflichtangebots verpflichtet oder mit Schadensersatzansprüchen anderer Aktionäre konfrontiert. Der Vorstand beschreibt den Sachverhalt im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen und im Lagebericht.

Der Vorstand beschreibt den Sachverhalt im Anhang des Jahresabschlusses im Abschnitt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen und im Lagebericht.

Die Bank hat Gutachten von externen Rechtsexperten eingeholt. Der Vorstand hat auf Basis der vorliegenden Gutachten und Verfahrensstände eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.


Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Bei der Prüfung der Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:



Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.


Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.


Darüber hinaus gilt:







Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.


Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 3. Juni 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.


Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.

Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca

Wirtschaftsprüfer


Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.









Impressum

Medieninhaber (Verleger):BKS Bank AG

St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

Telefon: +43(0)463 5858-0

UID: ATU25231503

FN: 91810s

Internet: www.bks.at

E-Mail: bks@bks.at, investor.relations@bks.at

Redaktion:BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation, Strategie & PR

Idee, Konzept und Layout:gantnerundenzi.at

Grafik:boss grafik, Sigrid Bostjancic

Lektorat:Mag. Andreas Hartl

Dieser Jahresabschluss wurde mit firesys erstellt.

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1) FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/

25)Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Technologie (BMK) für die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig verliehen, weil bei der Auswahl von Aktien/Anleihen/Anteilscheinen/Immobilien bzw. mittels Giro-/Spareinlagen oder Green Bonds finanzierter Projekte neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Aktien/Anleihen/Anteilscheine bzw. Immobilien, Projekte oder Veranlagungsformen auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen stellt keine ökonomische Bewertung dar und lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Finanzprodukts zu.

3)FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/

4) FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/