JAHRESFINANZBERICHT 2025
GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ
INHALT
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNSTRUKTUR
IMMOBILIENMÄRKTE
IMMOBILIENVERMÖGEN
BESTANDSIMMOBILIEN
IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG
IMMOBILIENBEWERTUNG
FINANZIERUNGEN
ERGEBNISSE
AUSBLICK
EPRA KENNZAHLEN
NACHTRAGSBERICHT
RISIKOBERICHT
INFORMATIONEN GEM. § 243 A UGB
KONSOLIDIERTER BERICHT ÜBER NACHHALTIGKEITSASPEKTE
KONZERNABSCHLUSS
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2025
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2025
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (KONZERNABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (KONZERNABSCHLUSS)
JAHRESABSCHLUSS
LAGEBERICHT
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (EINZELABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (EINZELABSCHLUSS)
KONTAKT/DISCLAIMER/IMPRESSUM
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2025
konzernstruktur
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die börsennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen und operativen Leitung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Center. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 umfasst der Konzern insgesamt 124 Gesellschaften (31.12.2024: 139) mit 241 Mitarbeitern (31.12.2024: 254). In Vollzeitäquivalenten (FTE) beträgt der Mitarbeiterstand zum Stichtag 31. Dezember 2025 212,1 (31.12.2024: 222,1).
Die Kernkompetenz von CA Immo ist die Entwicklung und Bewirtschaftung hochwertiger Prime-Büroimmobilien in Kerneuropa mit Fokus auf den deutschen Markt, dessen Anteil am Gesamtportfolio rund 73% beträgt. Das strategische Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wertschöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer, sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilienbereich ab – von der Grundstücksaufbereitung, der Baurechtschaffung und Realisierung der umgebenden Infrastruktur bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer Gebäude.
Neben den wichtigsten deutschen Märkten Berlin und München ist CA Immo auch in den Städten Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Prag, Warschau und Budapest aktiv. Budapest wurde im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms als nicht-strategischer Markt eingestuft; der Vorstand ist ermächtigt, alle relevanten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Marktausstieg aus diesen Regionen einzuleiten bzw. durchzuführen. Weiterhin hat der Vorstand im November 2025 beschlossen, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit einem potenziellen Käufer abzuschließen, um diesem eine exklusive Due Diligence sowie Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des verbliebenen Portfolios in Tschechien zu ermöglichen.
Durch die Aufbereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt CA Immo in den eigenen Bestand. Aktuell kontrolliert die Gruppe ein Immobilienvermögen von rund 4,7 Mrd. € in Deutschland, Österreich und CEE (31.12.2024: 5,0 Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten oder indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG gehalten. Per 31. Dezember 2025 befindet sich zudem ein Immobilienvermögen von rund 156 Mio. € (31.12.2024: 177 Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum Stichtag ausschließlich Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert von insgesamt rund 235 Mio. € (31.12.2024: 256 Mio. €).
Gesellschaften nach Regionen
Anzahl der Gesellschaften1) | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Österreich | 10 | 11 |
| 0 | 0 |
Deutschland | 88 | 98 |
| 17 | 22 |
CEE | 26 | 30 |
| 0 | 0 |
Konzernweit | 124 | 139 |
| 17 | 22 |
1) Nicht als Joint Ventures bezeichnete Gesellschaften sind vollkonsolidiert.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und Grünwald. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Bestandsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobilien werden Großteils in direkten Beteiligungen gehalten. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise in Mainz) werden in Joint Ventures realisiert. Die Immobilienentwicklung wird von der in der CA Immo Deutschland GmbH bzw. deren direkten Tochtergesellschaften angesiedelten Abteilung Development mit hausinterner Expertise gesteuert.
Standort CEE
In CEE liegt der Fokus ebenfalls auf Prime-Büroimmobilien in den Städten Prag, Warschau und Budapest. Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften gehalten. Sämtliche CEE-Immobilien werden von den regionalen Niederlassungen gemanagt.
Immobilienmärkte
ALLGEMEINE MARKTBEDINGUNGEN
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der CEE-Region entwickeln sich zunehmend positiv, auch wenn die Erholung weiterhin heterogen verläuft. Nach mehreren Jahren, die von externen Schocks, steigenden Energiepreisen und geopolitischen Spannungen geprägt waren, stabilisieren sich die makroökonomischen Trends langsam. Dabei rückt die Binnennachfrage verstärkt in den Mittelpunkt und ist inzwischen zu einer der wichtigsten Wachstumsquellen für die Region geworden. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes anspruchsvoll, da sie nach wie vor deutlich von regionalen Handelsmustern und der strukturellen Anpassung an volatile Energiepreise beeinflusst wird.
In Deutschland und Österreich zeigt sich eine verhaltene Konjunkturerholung. Beide Länder verzeichnen ein moderates Wachstum von unter 1%, das vor allem durch schwächere Auslandsaufträge gedämpft wird. Der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China in höherwertigen Produktkategorien belastet weiterhin die Exportindustrie, die traditionell eine zentrale Säule ihres Wachstums bildet. Auch wenn mittelfristig Impulse aus erhöhten Verteidigungsausgaben erwartet werden, dürfte dieser Effekt kurzfristig nicht ausreichen, um eine spürbare Verbesserung des Geschäftsklimas herbeizuführen.
Demgegenüber präsentiert sich die wirtschaftliche Lage in der CEE-Region insgesamt dynamischer. Besonders Polen und die Tschechische Republik zählen zu den Wachstumstreibern und profitieren sowohl von einer stabilen Konsumentwicklung als auch von einer verbesserten außenwirtschaftlichen Nachfrage. Ungarn steht hingegen vor einem Wahljahr, das durch expansive Fiskalpolitik geprägt sein dürfte, während das Investitionsklima verhalten bleibt. Insgesamt zeigt sich die Region jedoch resilienter als in den Vorjahren, was auch auf robuste Arbeitsmärkte und steigende Realeinkommen zurückzuführen ist.
Der Inflationsdruck verliert in der gesamten Region schrittweise an Intensität, wenngleich Kerninflation und Lebensmittelpreise weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt liegen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank ihren Zinssenkungszyklus vermutlich weitgehend abgeschlossen. Für 2026 ist daher mit geringeren monetären Stimulusimpulsen zu rechnen als im Vorjahr, was die Bedeutung fiskalischer Maßnahmen zusätzlich hervorhebt.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Handelspolitische Spannungen beeinflussen Investitionsentscheidungen und die industrielle Aktivität weiterhin negativ. Das umfassende fiskalische Stimuluspaket Deutschlands könnte in der zweiten Jahreshälfte positive Effekte auf die Nachbarländer entfalten, wenngleich Verzögerungsrisiken bestehen. Ungeachtet dieser Unsicherheiten sorgt die Kombination aus stabilen Arbeitsmärkten, zunehmenden Realeinkommen und einer robusten privaten Nachfrage dafür, dass die Region ihre wirtschaftliche Widerstandskraft behauptet und vorsichtig optimistisch in die kommenden Quartale blickt.
TransaktionsMÄRKTE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH und CEE
Die Entwicklung der Investment Transaktionsvolumina in Deutschland, Österreich und der CEE-Region war im Jahr 2025 insgesamt weitgehend positiv, unterstützt durch mehr Klarheit hinsichtlich der Leitzinssätze und eine weitere Annäherung der Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern.
Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien reduzierten sich in den meisten Kernmärkten. In Deutschland verzeichneten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München jeweils eine Kompression um 20 Basispunkte gegenüber 2024, wobei München 4,4% erreichte, Berlin 4,6% sowie Frankfurt und Düsseldorf 4,9%. In der CEE-Region verzeichnete Prag die stärkste Renditekompression um 50 Basispunkte auf 5,1%, während Wien um 25 Basispunkte auf 4,8% nachgab. Budapest und Warschau blieben stabil bei 7,0% beziehungsweise 6,0%.
Die Fundamentaldaten entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Während alle CEE-Märkte und Wien eine positive Nettoabsorption sowie sinkende oder sehr niedrige Leerstandsquoten verzeichneten, erlebten die deutschen Märkte weiterhin eine negative Nettoabsorption und steigende Leerstände trotz rückläufigem Neubauangebot. Die positive Dynamik in CEE und Österreich spiegelte sich auch in den Büroinvestmentvolumina wider, die im Jahr 2025 im Jahresvergleich um 46% auf 3,72 Milliarden € stiegen. Das Transaktionsvolumen in den deutschen Märkten hingegen sank im Jahresvergleich um 13% auf 2,94 Milliarden €.
Insgesamt prägten zwei zentrale Trends die Büroinvestmentlandschaft 2025: anhaltendes Interesse von vermögenden Privatpersonen und Eigennutzern sowie die steigende Kapitalbereitstellung inländischer Fonds der CEE–Märkte.
Büromärkte IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH und CEE
Nachfrage
Die Nachfrage nach Büroflächen in den CA Immo Märkten, gemessen anhand des Nettoflächenumsatzes, belief sich im Jahr 2025 auf 3,07 Millionen m², gegenüber 2,95 Millionen m² im Jahr 2024, was einem Anstieg von rund 4% im Jahresvergleich entspricht. Die Entwicklung in Deutschland verbesserte sich nur marginal, getrieben durch ein außergewöhnliches Vermarktungsvolumen in Frankfurt. Wien und Budapest verzeichneten ein deutliches Nachfragewachstum, während Prag und Warschau unverändert blieben.
Die zusätzliche Nachfrage nach Büroflächen blieb hinter dem Volumen der Flächen zurück, die von Unternehmen freigegeben wurden. Über alle Märkte hinweg sank die gesamte Nettoabsorption von –342.000 m² im Jahr 2024 auf –317.000 m² im Jahr 2025. Diese negative Entwicklung wurde vollständig von den deutschen Märkten verursacht: Trotz Rekord-Nettoflächenumsatz fiel Frankfurt auf –214.000 m², während Düsseldorf ebenfalls einen neuen Tiefstand von –126.000 m² erreichte. München verbesserte sich gegenüber 2024, blieb jedoch mit
–83.000 m² negativ. Berlin verzeichnete einen Rückgang der auf den Markt zurückgegebenen Flächen gegenüber dem Vorjahr, wies jedoch mit –152.000 m² weiterhin eine negative Nettoabsorption aus.
Im Gegensatz dazu zeigten die CEE-Märkte eine robuste Nutzernachfrage. Prag verzeichnete eine positive Nettoabsorption von +75.000 m², Budapest +99.000 m², Wien +44.000 m² und Warschau +39.000 m². Diese Divergenz unterstreicht strukturell unterschiedliche Nutzerdynamiken in CEE im Vergleich zu Deutschland, was durch eine optimistischere Einschätzung der Unternehmen und weniger gesättigte Büromärkte erklärt werden kann.
Insgesamt stieg der Nettoflächenumsatz zwar moderat, die deutliche Verschlechterung der Nettoabsorption spiegelt jedoch eine fortgesetzte Flächenkonsolidierung und effizienzgetriebene Verkleinerungen in Deutschland wider, teilweise ausgeglichen durch positive Absorptionstrends in CEE.
Mieten
Die Spitzenmieten in den Kernmärkten von CA Immo stiegen im Jahr 2025 weiter an, wobei das Mietwachstum insbesondere in Frankfurt und München ausgeprägt war.
Frankfurt verzeichnete das stärkste Wachstum mit einem Anstieg der Spitzenmieten auf 55,00 €/m² pro Monat (+12% gegenüber dem Vorjahr). München stieg auf 60,00 €/m² (+5%), während Düsseldorf 46,00 €/m² (+2%) erreichte und Berlin leicht auf 45,00 €/m² (+1%) zulegte.
In der CEE-Region und in Österreich blieb das Mietwachstum moderat, aber überwiegend positiv. Prag stieg auf 30,00 €/m² (+2%), Wien auf 28,50 €/m² (+2%), Budapest auf 25,50 €/m² (+2%) und Warschau auf 27,75 €/m² (+3%).
Der anhaltende Anstieg der Spitzenmieten trotz negativer Nettoabsorption in mehreren Märkten weist auf eine fortbestehende Präferenz der Mieter für hochwertige, gut gelegene Objekte hin. Während auch die Durchschnittsmieten weiterwachsen, steigt die Prämie für Produkte in der Innenstadt, insbesondere in Deutschland.
Neue Flächen und Leerstand
Im Jahr 2025 gingen die Fertigstellungen neuer Büroflächen in den meisten Märkten im Vergleich zum Vorjahr zurück. In den vier großen deutschen Märkten beliefen sich die gesamten Fertigstellungen auf rund 813.000 m², was einem Rückgang von etwa 20% im Jahresvergleich entspricht.
Berlin verzeichnete 408.000 m² (–12%), München 177.000 m² (–31%) und Frankfurt 93.000 m² (–51%), während Düsseldorf der einzige deutsche Markt mit einem Anstieg des Neubauangebots war und 136.000 m² (+32%) registrierte. In der CEE-Region und in Wien gingen die gesamten Fertigstellungen um etwa 21% im Jahresvergleich zurück und beliefen sich 2025 auf rund 288.000 m². Prag verzeichnete den stärksten Rückgang des Neubauangebots (–62%), gefolgt von Budapest
(–47%) und Warschau (–15%). Wien war der einzige Markt in der Region mit höheren Fertigstellungsvolumina im Jahresvergleich und stieg um 35% auf rund 117.000 m².
Trotz des Rückgangs des Neubauangebots stiegen die Leerstandsquoten in allen deutschen Märkten, was die anhaltend negative Nettoabsorption widerspiegelt. Berlins Leerstand stieg auf 8,7%, Düsseldorf auf 13,5%, Frankfurt auf 12,0% und München auf 8,9%.
Im Gegensatz dazu gingen die Leerstandsquoten in mehreren CEE-Märkten deutlich zurück. Prag sank auf 5,9%, Warschau auf 9,1% und Budapest auf 12,5%, getrieben durch positive Nettoabsorption und geringere Fertigstellungsvolumina. Wien war der einzige Markt außerhalb Deutschlands, der einen Anstieg der Leerstandsquote verzeichnete, allerdings stieg sie nur moderat auf 3,9% und blieb damit insgesamt auf einem niedrigen Niveau.
büromarktentwicklung in den ca immo märkten
| 2025 | 2024 | Veränderung in % / Basispunkten |
Berlin | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 530.800 | 652.000 | –19% |
Fertigstellungen in m2 | 407.800 | 461.300 | –12% |
Leerstandsquote in % | 8,68 | 7,26 | 142 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 45,00 | 44,50 | 1% |
Spitzenrenditen in % | 4,60 | 4,80 | –20 bp |
Düsseldorf | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 200.600 | 236.800 | –15% |
Fertigstellungen in m2 | 135.500 | 102.400 | 32% |
Leerstandsquote in % | 13,48 | 12,16 | 132 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 46,00 | 45,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 4,90 | 5,10 | –20 bp |
Frankfurt am Main | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 555.800 | 346.400 | 60% |
Fertigstellungen in m2 | 93.100 | 191.300 | –51% |
Leerstandsquote in % | 11,95 | 10,46 | 149 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 55,00 | 49,00 | 12% |
Spitzenrenditen in % | 4,90 | 5,10 | –20 bp |
München | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 557.500 | 629.100 | –11% |
Fertigstellungen in m2 | 176.500 | 256.200 | –31% |
Leerstandsquote in % | 8,91 | 8,45 | 45 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 60,00 | 57,00 | 5% |
Spitzenrenditen in % | 4,40 | 4,60 | –20 bp |
Budapest | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 293.700 | 214.800 | 37% |
Fertigstellungen in m2 | 55.400 | 103.600 | –47% |
Leerstandsquote in % | 12,50 | 14,13 | –163 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 25,50 | 25,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 7,00 | 7,00 | 0 bp |
Prag | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 306.700 | 316.400 | –3% |
Fertigstellungen in m2 | 26.600 | 70.400 | –62% |
Leerstandsquote in % | 5,87 | 7,36 | –148 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 30,00 | 29,50 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,60 | –50 bp |
Wien | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 225.800 | 158.600 | 42% |
Fertigstellungen in m2 | 116.900 | 86.400 | 35% |
Leerstandsquote in % | 3,90 | 3,37 | 53 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 28,50 | 28,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 4,75 | 5,00 | –25 bp |
Warschau | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 404.000 | 398.900 | 1% |
Fertigstellungen in m2 | 88.700 | 104.400 | –15% |
Leerstandsquote in % | 9,06 | 10,56 | –150 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 27,75 | 27,00 | 3% |
Spitzenrenditen in % | 6,00 | 6,00 | 0 bp |
Immobilienvermögen
Geschäftsfelder und Portfoliostrategie
Das Kerngeschäft der CA Immo teilt sich in die Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienentwicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf gewerblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwerpunkt auf hochwertige, nachhaltige Büroimmobilien in zentraleuropäischen Metropolstädten spezialisiert. Ziel ist die laufende Optimierung, Wertsteigerung und profitable Bewirtschaftung des Bestandsimmobilienportfolios in den Märkten der CA Immo. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo im Geschäftsfeld Development durch die Aufbereitung, Verwertung bzw. Bebauung von Grundstücksreserven.
4,7 Mrd. € Immobilienvermögen
Getrieben von diversen Liegenschaftsverkäufen hat sich der Wert des Immobilienvermögens im Jahresverlauf 2025 insgesamt um –6% auf 4,7 Mrd. € zum Stichtag verringert (31.12.2024: 5,0 Mrd. €). Davon entfallen 3,7 Mrd. € (79% des Gesamtportfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,6 Mrd. € (14%) auf Immobilienvermögen in Entwicklung und 332,4 Mio. € (7%) auf kurzfristiges Immobilienvermögen (inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien ). Deutschland ist mit einem Anteil von 73% am Gesamtportfolio größtes regionales Segment.
Immobilienvermögen nach Geschäftsfeldern
(Basis: 4,7 Mrd. €)
Immobilienvermögen nach geografischen Segmenten (Basis 4,7 Mrd. €)
Das Immobilienvermögen der CA Immo per 31.12.2025 (portfoliowerte)
in Mio. € | Bestandsimmobilien 1) | Immobilienvermögen in Entwicklung | Kurzfristiges Immobilienvermögen 2) | Immobilienvermögen | Immobilienvermögen in % |
Deutschland | 2.589,4 | 636,6 | 185,1 | 3.411,1 | 73,0 |
Österreich | 234,9 | 0,0 | 0,0 | 234,9 | 5,0 |
Polen | 430,2 | 0,0 | 44,9 | 475,1 | 10,2 |
Tschechien | 309,2 | 0,5 | 0,0 | 309,7 | 6,6 |
Ungarn | 142,3 | 0,0 | 102,4 | 244,7 | 5,2 |
Gesamt | 3.706,0 | 637,1 | 332,4 | 4.675,4 | 100,0 |
Anteil am Gesamtportfolio | 79% | 14% | 7% | | |
| | | | | |
Portfolioveränderungen 2025
Im Geschäftsjahr 2025 führte CA Immo das strategische Kapitalrotationsprogramm zur Fokussierung des Portfolios fort. Zielsetzung hierbei ist, Liegenschaften gewinnbringend zu veräußern, die in Bezug auf Standort, Assetklasse, Qualität, Größe oder Profitabilität nicht der Portfoliostrategie entsprechen. Gleichzeitig wird die Qualität, Bewirtschaftungseffizienz und Nachhaltigkeit des Bestandsportfolios verbessert. Die Verkaufserlöse stärken die Kapitalstruktur und Liquidität von CA Immo und werden u. a. in die wertsteigernde Fortführung ihrer erstklassigen deutschen Entwicklungspipeline, die Revitalisierung von Bestandsgebäuden und selektive Liegenschaftszukäufe investiert.
Investitionen
2025 investierte CA Immo insgesamt 185,3 Mio. € (2024: 142,5 Mio. €) in das Immobilienportfolio (Investitionen und Instandhaltung). 50,3 Mio. € flossen in Revitalisierungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen, 135,0 Mio. € wurden für die Projektentwicklungen aufgewendet.
Projektentwicklung und Refurbishment
Ende 2025 erfolgte der Start für ein umfassendes Renovierungsprojekt in Berlin. Zum Stichtag sind somit drei Büroprojekte in Berlin in Umsetzung.
Verkäufe
CA Immo hat im Geschäftsjahr 2025 den Verkauf von nicht-strategischen Bestandsgebäuden sowie von Grundstücksreserven, die nicht vorwiegend zur Büronutzung geeignet sind, fortgesetzt. In Summe wurden konzernweit Verkaufserlöse in Höhe von 463,3 Mio. € (2024: 163,4 Mio. €, inkl. Verkauf von Immobilien im anteiligen Eigentum von CA Immo, at equity) und ein Ergebnisbeitrag aus Liegenschaftsverkäufen von 7,7 Mio. € (2024: 24,4 Mio. €) erzielt. Die Verkaufserlöse verstehen sich bei Gesellschaftsverkäufen (Share Deal) als Nettoposition vom erzielten Verkaufspreis der Immobilie, abzüglich Fremdkapital, zuzüglich sonstiger Vermögenswerte.
Überleitung des bilanziellen Immobilienvermögens 2024 auf 2025 und Kennzahlen 20251)
| | Österreich | Deutschland | CEE | Gesamt |
Immobilienvermögen 31.12.2024 | Mio. € | 256,0 | 3.386,0 | 1.322,8 | 4.964,8 |
Investitionen | Mio. € | 1,4 | 146,8 | 32,9 | 181,1 |
Neubewertung von Immobilienvermögen und in Bau befindlichem Immobilienvermögen | Mio. € | –2,5 | 26,3 | –22,1 | 1,8 |
Wertminderung/Abschreibung | Mio. € | –0,2 | –1,6 | 0,0 | –1,7 |
Veränderungen Mietincentive | Mio. € | –0,2 | –1,5 | –4,3 | –6,1 |
Abgänge | Mio. € | –19,6 | –145,1 | –300,8 | –465,5 |
Sonstige Veränderungen | Mio. € | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,6 |
Immobilienvermögen 31.12.2025 | Mio. € | 234,9 | 3.411,1 | 1.029,0 | 4.675,0 |
| | | | | |
Jahresmieterlös 2) | Mio. € | 18,6 | 133,3 | 78,9 | 230,9 |
Annualisierter Mieterlös | Mio. € | 17,9 | 133,9 | 68,6 | 220,4 |
Leerstandsrate Bestandsimmobilien 3) | % | 2,3 | 4,3 | 7,4 | 5,1 |
Bruttorendite (bezogen auf Bestandsimmobilien) | % | 7,6 | 4,7 | 6,4 | 5,3 |
| | | | | |
1) Exkl. Instandhaltungsaufwand
2) Inkl. Jahresmieterlös der im Jahr 2025 verkauften Objekte (55,2 Mio. €)
3) Leerstand nach Fläche
Übersicht der im Geschäftsjahr 2025 abgeschlossenen Verkaufstransaktionen
Objektbezeichnung | Stadt | Haupt-nutzungs-art | Typ | Klasse | Anzahl | Verkaufs-datum (Closing) | Anteil 1) | Fläche 2) in m² | Letzter Bilanzwert zum Vorstichtag in Mio. € |
Parkhaus RheinTriadem | Köln | Sonstige | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q1 2025 | 100% | 15.150 | 25,7 |
Infopark West | Budapest | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q1 2025 | 100% | 21.050 | 38,3 |
Business Centre Bitwy Warszawskiej | Warschau | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q1 2025 | 100% | 10.350 | 25,6 |
InterCity Hotel Berlin | Berlin | Hotel | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q2 2025 | 100% | 20.610 | 83,8 |
Sava Business Center | Belgrad | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q2 2025 | 100% | 19.621 | 33,8 |
Visionary | Prag | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q2 2025 | 100% | 24.799 | 64,2 |
Storchengasse 1 | Wien | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q3 2025 | 100% | 17.127 | 19,6 |
Buckower Chaussee 43-58 | Berlin | Sonstige | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q3 2025 | 100% | 32.903 | 27,7 |
Bartók Ház | Budapest | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q3 2025 | 100% | 17.668 | 33,8 |
Quartiersgarage | Mainz | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q4 2025 | 100% | 9.900 | 7,3 |
Kavci Hory | Prag | Büro | Gebäude | IAS 40 | 1 | Q4 2025 | 100% | 36.155 | 103,4 |
Zwischensumme | | | | | 11 | | | | 463,2 |
Baumkirchen - MI | München | Wohnen | Grundstück | IAS 2 | 1 | Q2 2025 | 100% | 5.326 | 0,0 |
Lassallestraße 45 | München | Wohnen | Grundstück | IAS 2 | 1 | Q3 2025 | 100% | 6.164 | 0,0 |
Heidelerchenstrasse | München | Sonstige | Grundstück | IAS 2 | 1 | Q3 2025 | 100% | 50.891 | 0,0 |
Daglfing | München | Wohnen | Grundstück | IAS 2 | 1 | Q3 2025 | 100% | 69.574 | 1,0 |
Zwischensumme | | | | | 4 | | | | 1,1 |
Eggarten Siedlung | München | Wohnen | Grundstück | IAS 2 in JV | 1 | Q3 2025 | 50% | 183.337 | 49,0 |
Zwischensumme | | | | | 1 | | | | 49,0 |
Gesamt | | | | | 16 | | | | 513,3 |
| | | | | | | | | |
Bestandsimmobilien
Das Geschäftsfeld Bestandsimmobilien ist wichtigster Ertragsbringer von CA Immo und macht einen Anteil von 79% am gesamten Immobilienvermögen aus. Die laufende Qualitätsoptimierung des Bestands sowie die kontinuierliche Mieterbindung und -akquise zur Erhaltung stabiler, wiederkehrender Mieterträge ist übergeordnetes Unternehmensziel. Die Instandhaltung und Vermietung der Immobilien wird durch lokale Teams in unseren Märkten abgewickelt.
Dieses Kapitel zeigt u. a. Performance-Kennzahlen unserer Bestandsimmobilien wie Vermietungsquote und Rendite. Selbstgenutzte Immobilien und Immobilien mit Nutzungsrecht („Right-of-Use“) fließen nicht in die Berechnung dieser Kennzahlen ein. Deshalb sind diese Immobilienarten in der Tabelle „Bestandskennzahlen“ in den Portfolio-Buchwerten sowie der vermietbaren Fläche exkludiert und in der Zeile „Sonstige Bestandsimmobilien“ gesondert ausgewiesen.
Anteiliges Bestandswachstum in Deutschland
Das Bestandsportfolio der CA Immo umfasst zum Stichtag 31.12.2025 eine vermietbare Gesamtnutzfläche von rd. 0,7 Mio. m² mit einem Bilanzwert von rund 3,7 Mrd. € (31.12.2024: 4,3 Mrd. €). Der Rückgang des Bestandsimmobilienvermögens ergibt sich durch den Verkauf von Bestandsimmobilien (siehe Kapitel „Immobilienvermögen“), die Umgliederung von sieben Bestandsimmobilien in zum Verkauf gehaltene Immobilien (IFRS 5) sowie die Umgliederung einer Bestandsimmobilie in Immobilien in Entwicklung (Projekt Skygreen).
Der Anteil des deutschen Bestandsvermögens am gesamten Bestandsportfolio hat sich im Jahresverlauf weiter auf 70% erhöht (31.12.2024: 66%), mit Berlin als größtem Einzelmarkt.
In Summe verzeichnete CA Immo 2025 Mieterlöse in Höhe von 230,9 Mio. € (2024: 238,9 Mio. €). Auf Basis der annualisierten Mieterlöse rentiert das Bestandsportfolio mit 5,3% (31.12.2024: 5,5%). Der Büroanteil wurde im Zuge der strategischen Portfoliofokussierung in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht und liegt zum Berichtsstichtag bei 97,9% (31.12.2024: 95,8%). Der Vermietungsgrad des Bestandsportfolios (nach Fläche) liegt zum Stichtag bei 94,9% (31.12.2024: 93,1%).
Bestandsimmobilien nach Ländern
(Basis 3,7 Mrd. €)
Bestandsimmobilien: Kennzahlen nach Ländern
| Buchwert | Vermietbare Fläche 2) | Vermietungsgrad 3) | Annualisierter Mieterlös | Rendite |
| in Mio. € | in m² | in % | in Mio. € | in % |
Deutschland | 2.577,7 | 363.200 | 95,7 | 122,3 | 4,7 |
Österreich | 234,7 | 95.953 | 97,7 | 17,9 | 7,6 |
Polen | 410,1 | 115.798 | 98,7 | 29,6 | 7,2 |
Tschechien | 309,2 | 64.664 | 99,2 | 14,9 | 4,8 |
Ungarn | 142,3 | 71.915 | 76,8 | 10,8 | 7,6 |
Zwischensumme | 3.674,0 | 711.530 | 94,9 | 195,6 | 5,3 |
Sonstige Bestandsimmobilien 1) | 32,0 | 1.480 | | | |
Gesamtes Bestandsvermögen | 3.706,0 | 713.010 | | | |
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Vermietungsleistung 2025
CA Immo vermietete 2025 konzernweit in Summe rd. 190.100 m², davon entfielen 6% auf die Vorvermietung des Projekts Karlsgärten in Berlin. Exklusive der Projekt-Vorvermietung ergibt dies eine Vermietungsleistung von rd. 21% in Relation zur per 31.12.2025 rd. 0,8 Mio. m² umfassenden Gesamtnutzfläche (exkl. strategischem Leerstand). 32% davon betrafen Neuvermietungen bzw. Flächenexpansionen, 68% entfielen auf Vertragsverlängerungen.
Mieterstruktur und Auslaufprofil der Mietverträge
50% der Mietverträge (nach Mietvolumen) laufen mind. 5 Jahre, der WAULT (Weighted Average Unexpired Lease Term) liegt zum Stichtag bei 4,8 Jahren (31.12.2024: 4,7 Jahre). CA Immo verfügt über eine branchendiversifizierte Mieterstruktur mit hohem Anteil an Unternehmen aus dem Dienstleistungs- und Technologiesektor. Die 20 größten Mieter machen rd. 47% der gesamten Mieterträge aus (auf Basis annualisierter Mieterlöse).
Vermietungsleistung nach regionen
in m² | Vorvermietung Projekte | Neuvermietung | Vertrags-verlängerungen | Summe |
Deutschland | 12.195 | 20.994 | 19.505 | 52.694 |
Österreich | | 1.849 | 5.572 | 7.421 |
CEE | | 33.970 | 95.992 | 129.962 |
Summe | 12.195 | 56.813 | 121.069 | 190.077 |
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grösste Mieter (top 20)
| Branche | Region | Anteil in % an den annualisierten Mieterlösen |
KPMG | Professional Services | Deutschland | 7,6% |
PwC | Professional Services | Deutschland | 4,3% |
The European Border and Coast Guard Agency | Public Sector / Regulatory Body | CEE | 3,7% |
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | Public Sector / Regulatory Body | Deutschland | 3,1% |
Google | Computers / HiTech | Deutschland | 3,0% |
NH Hotels Deutschland | Consumer Services & Leisure | Deutschland | 2,7% |
TotalEnergies | Manufacturing Industrial & Energy | Deutschland | 2,4% |
Robert Bosch | Consumer Services & Leisure | Österreich | 2,1% |
auxmoney | Financial Services | Deutschland | 2,1% |
JetBrains | Computers / HiTech | Deutschland | 2,0% |
Hypoport | Financial Services | Deutschland | 2,0% |
ASTRAZENECA | Manufacturing Industrial & Energy | CEE | 2,0% |
Morgan Stanley | Financial Services | CEE | 1,7% |
salesforce.com | Computers / HiTech | Deutschland | 1,6% |
State Street Bank International | Financial Services | Deutschland | 1,3% |
VOBA | Financial Services | Österreich | 1,2% |
Zeit Digital | Computers / HiTech | Deutschland | 1,2% |
IBM | Computers / HiTech | Deutschland | 1,2% |
Regus Management | Business Services | Deutschland | 1,1% |
Benefit Systems | Consumer Services & Leisure | CEE | 1,1% |
Gesamt | | | 47,2% |
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Portfoliowert Bestandsimmobilien nach städten (Basis: 3,7 Mrd. €)
Portfoliowert Bestandsimmobilien nach Hauptnutzungsart (Basis: 3,7 Mrd. €)
MIETER-Branchenmix NACH Annualisierten Mieterlösen (Basis: 195,6 Mio. €)
Auslaufprofil der Mietverträge 1)
Immobilienvermögen in Entwicklung
Projektentwicklung
Die interne Development-Plattform von CA Immo ermöglicht dem Unternehmen die Nutzung einer tiefen Wertschöpfungskette. Von der Erschließung von Grundstücken und der Beschaffung von Baugenehmigungen über die Vermietung und den Transfer fertiggestellter Immobilien in den eigenen Bestand bis hin zum Verkauf an Investoren deckt CA Immo ein breites Leistungsspektrum ab.
100% der Entwicklungstätigkeit in Deutschland
Per 31.12.2025 machte die Developmentsparte mit rd. 637,1 Mio. € Bilanzwert (31.12.2024: 461,0 Mio. €) einen Anteil von rd. 14% des gesamten Immobilienvermögens von CA Immo aus. Dieser Anstieg reflektiert den Baufortschritt der Projekte in Umsetzung.
Das Immobilienvermögen in Entwicklung gliedert sich in im Bau befindliche Projekte (66%, nach Buchwert), Projekte in Planung (8%) und Grundstücksreserven (26%).
Immobilienvermögen in Entwicklung
in Mio. € | Stadt | Nutzung | Anteil 1) in % | Anzahl | Fläche 2) in m² | Buchwert inkl. JV´s | Buchwert exvl. JV´s | Gesamtes Investitions-volumen 3) | Offene Bau-kosten | Brutto-erstellungs-rendite in % | Vorver-wertungs-grad in % 4) |
Upbeat | Berlin | Büro | 100% | 1 | 34.911 | 292,2 | 292,2 | 348,1 | 48,4 | 4,9% | 100% |
Anna-Lindh-Haus | Berlin | Büro | 100% | 1 | 16.930 | 75,1 | 75,1 | 117,7 | 48,6 | 6,4% | 0% |
Karlsgärten | Berlin | Büro | 100% | 1 | 11.295 | 52,0 | 52,0 | 79,4 | 28,9 | 5,6% | 100% |
Flösserhof | Mainz | Wohnen | 50% | 1 | 6.371 | 3,6 | 0,0 | 44,9 | 0,8 | - | - |
Gesamt Projekte in Umsetzung | | | | 4 | 69.507 | 422,9 | 419,3 | 590,2 | 126,7 | | |
| | | | | | | | | | | |
Skygreen | Berlin | Büro | 100% | 1 | 18.195 | 39,3 | 39,3 | - | - | | |
Alexander-von-Humboldt-Haus | Berlin | Büro | 100% | 1 | 6.395 | 13,9 | 13,9 | - | - | | |
Gesamt Projekte in Planung | | | | 2 | 24.590 | 53,2 | 53,2 | | | | |
| | | | | | | | | | | |
Landbank Hold | | | 100% | 10 | 92.399 | 164,6 | 164,6 | - | - | | |
Gesamt Grundstücke | | | | 10 | 92.399 | 164,6 | 164,6 | | | | |
| | | | | | | | | | | |
Gesamt Projekte & Grundstücke | | | | 16 | 186.496 | 640,7 | 637,1 | 590,2 | 126,7 | | |
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Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten
Projektentwicklung: Fokus auf Berlin
Zum Stichtag 31.12.2025 hat CA Immo am Standort Berlin drei Büroprojekte in Umsetzung, davon zwei Neubauprojekte in der Europacity rund um den Berliner Hauptbahnhof und ein umfassendes Renovierungsprojekt eines älteren Bestandsgebäudes in der Nähe des Potsdamer Platz. Upbeat ist zu 100% vorvermietet und liegt im Zeit- und Budgetplan zur Fertigstellung Mitte 2026. Das als Holzhybridbau realisierte Anna-Lindh-Haus soll Anfang 2027 fertiggestellt werden. Das Manage-to-Green-Projekt Karlsgärten steht für die umfassende Renovierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes Am Karlsbad 11. Der Baustart für das künftig rund 11.500 m² große Gebäude erfolgte Ende 2025 nach der Unterzeichnung eines Mietvertrages für 100% der Fläche. Weitere Projekte in zentralen Berliner Innenstadtlagen befinden sich in der Vorbereitungs- bzw. Planungsphase.
Projekt Karlsgärten in Berlin, in der Nähe des Potsdamer Platz, 100% vorvermietet
Grundstücksreserve
Durch die kontinuierliche Bebauung und den Verkauf von Grundstücken hat sich die von CA Immo gehaltene Grundstücksreserve in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Zum Berichtszeitpunkt umfasste sie 10 Assets mit einer Gesamtgrundstücksfläche von rund 92.399 m². Sieben Grundstücke entfallen auf innerstädtische Brownfield-Baugrundstücke in Berlin, Frankfurt und München. Diese Grundstücke befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Baurechtschaffung und sind für Bürobebauung vorgesehen. Die restlichen sind Grundstücke mit Wohnbaupotenzial sowie eine Infrastrukturfläche ohne Baupotenzial aus bereits abgeschlossenen Baurechtschaffungsprojekten.
Immobilienbewertung
Die Bewertung der Liegenschaften ist die substanzielle Basis für die Beurteilung eines Immobilienunternehmens und wichtigster Parameter für die Ermittlung des Net Asset Value. Neben objektspezifischen Kriterien gibt es eine Vielzahl von Faktoren innerhalb der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die eine Wirkung auf die Wertentwicklung von Immobilien entfalten. Im Kerngeschäft der CA Immo, dem Büroimmobilienbereich, spiegelt sich der allgemeine Konjunkturzyklus insbesondere in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsquote direkt im Immobilienzyklus wider. Als weitere wesentliche Variable haben Faktoren wie das Zinsniveau oder geopolitische Entwicklungen Einfluss auf die Immobilieninvestmentmärkte. Unvorhersehbare Ausnahmesituationen wie die Covid-19-Pandemie, geopolitische Konflikte oder starke Änderungen des Zinsniveaus können aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tragweite und dem – sektoral unterschiedlichen – Einfluss auf die Kapital- und Immobilienmärkte ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Bewertung von Immobilien haben.
Externe Bewertungsgutachten nach internationalen Standards
Die Wertermittlung der Immobilien wird im Wesentlichen von externen unabhängigen Gutachtern unter Anwendung von anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den von der "Royal Institution of Chartered Surveyors" (RICS) definierten Standards. RICS definiert den Marktwert als den geschätzten Betrag, für den ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem bereitwilligen Verkäufer im Rahmen eines marktüblichen Geschäfts nach ordnungsgemäßer Vermarktung an einen bereitwilligen Käufer verkauft werden könnte, wobei Käufer und Verkäufer sachkundig, umsichtig und ohne Zwang handeln.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Bewertungsmethode hängt insbesondere vom Entwicklungsstadium und von der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, die den größten Anteil am Portfolio der CA Immo haben, werden weitgehend nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bewertet. Die Marktwerte basieren dabei auf kapitalisierten Mieterträgen bzw. abgezinsten, künftig zu erwartenden Cashflows. Neben den aktuellen Vertragsmieten samt Mietauslaufprofil werden dafür vom Gutachter auf Basis einer qualifizierten Einschätzung weitere Parameter, wie insbesondere die erzielbare Marktmiete sowie objektbezogene, adäquate Renditen, ermittelt und berücksichtigt.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstellungsphase wird vorrangig das Residualwertverfahren angewendet. Hierbei basieren die Verkehrswerte auf den ermittelten Marktwerten nach Fertigstellung unter Berücksichtigung der noch anfallenden Aufwendungen sowie einem kalkulatorischen Ansatz eines – nach Baufortschritt – angemessenen Entwicklungsgewinns („Developerprofit“). Die Zinssätze variieren insbesondere in Abhängigkeit vom allgemeinen Marktverhalten sowie von Standorten und Nutzungsarten. Je näher ein Projekt dem Fertigstellungszeitpunkt kommt, desto größer ist der Anteil von Ist-Zahlen bzw. von vertraglich gesicherten Zahlen und davon abgeleiteten Parametern. Nach bzw. kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bewertet.
Für Grundstücksreserven, auf welchen in naher Zukunft keine aktiven Entwicklungen zu erwarten sind, werden je nach Liegenschaft und Entwicklungszustand das Vergleichswertverfahren bzw. das Residualwertverfahren herangezogen.
Für nahezu 100% des gesamten Immobilienvermögens erfolgte eine externe Bewertung zum Stichtag 31.12.2025 bzw. basieren die Werte auf Grundlage verbindlicher Kaufverträge. 2025 wurden alle durch die CA Immo beauftragten externen Bewertungen von Jones Lang LaSalle erstellt.
Bewertungsergebnis
Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte die CA Immo Gruppe ein leicht positives Neubewertungsergebnis von 9,2 Mio. € (2024: – 199,6 Mio. €). Hiervon entfielen 13,3 Mio. € auf aktive Development-Projekte sowie Landreserven und – 4,1 Mio. € auf Bestandsimmobilien (inkl. Immobilienvermögen im kurzfristigen Vermögen). In Summe 15,5 Mio. € des Neubewertungsergebnisses entfielen auf CA Immos größten Einzelmarkt Deutschland, – 4,7 Mio. € auf CEE und – 1,6 Mio. € auf Österreich. In einer Like-for-Like Betrachtung erhöhte sich der Wert der im Like-for-Like Portfolio befindlichen Bestandsimmobilien um 1,1%. In dieser Betrachtungsweise stieg die Bruttorendite um 6 Basispunkte auf 5,3% (siehe hierzu auch das Kapitel „EPRA Kennzahlen“).
Weitere Informationen zur Immobilienmarktentwicklung finden sich im Kapitel „Immobilienmärkte“.
Mieterlös und BruttoRenditeentwicklung des Bestandsportfolios1)
1) Inkl. Right-of-Use Assets, exkl. eigengenutztem und nicht stabilisiertem Vermögen
Immobilienbewertungsergebnis 2025 nach STatus (Mio. €)
Immbilienbewertungsergebnis 2025 nach Regionen (Mio. €)
Österreich
Das Neubewertungsergebnis in Österreich summierte sich zum Stichtag auf –1,6 Mio. € (2024: –11,4 Mio. €). Die durchschnittliche Bruttorendite der Bestandsimmobilien stieg im Jahresvergleich von 7,4% auf 7,6% (vollkonsolidierte Immobilien).
Deutschland
Das Bewertungsergebnis in Deutschland summierte sich zum 31.12.2025 auf 15,5 Mio. € (2024: –87,9 Mio. €). Die betragsmäßig größten Beiträge zum Neubewertungsgewinn steuerten das im Bau befindliche Projekt Upbeat sowie die Immobilien ONE und Skygarden bei. Aktive Development-Projekte führten zu einem Bewertungsgewinn von 21,9 Mio. €.
Nach Städten fand die betragsmäßig größte Aufwertung in Berlin (14,2 Mio. €), Frankfurt (8,7 Mio. €) und München (4,9 Mio. €) statt.
Die Bruttorendite stieg im Jahresvergleich um 12 Basispunkte von 4,6% auf 4,7% (vollkonsolidierte Immobilien).
CEE
Das Neubewertungsergebnis in CEE belief sich zum Stichtag auf –4,7 Mio. € (2024: –100,4 Mio. €). Hierbei entfiel der betragsmäßig größte Anteil auf Budapest
(–8,0 Mio. €), gefolgt von Warschau (–2,3 Mio. €). Prag verzeichnete einen Wertanstieg in Höhe von 5,6 Mio. €. Die betragsmäßig größte Abwertung erfuhren die Objekte Postepu 14 in Warschau, City Gate in Budapest sowie Nile House in Prag. Die betragsmäßig größte Aufwertung erfuhren die Objekte Saski Crescent in Warschau, Mississippi House, Missouri Park, Amazon Court und Danube House in Prag sowie das Warsaw Spire B Objekt in Warschau.
Die Bruttorendite des CA Immo-Portfolios sank im Jahresvergleich von 7,1% auf 6,4% (vollkonsolidierte Immobilien). Hauptgründe hierfür waren die Veräußerung von Immobilien, Investitionen in den Gebäudebestand sowie Effekte aus der Vermietungssituation.
finanzierungen
Als Immobilienunternehmen ist CA Immo in einer kapitalintensiven Branche tätig. Die Verfügbarkeit von Fremdkapital ist eine wesentliche Erfolgsdeterminante. Die Optimierung der Kapitalstruktur hat hohe Relevanz und gehört neben der erfolgreichen Bewirtschaftung des Immobilienportfolios zu den entscheidenden Faktoren für das Gesamtergebnis von CA Immo.
Unverändert starkes Bilanzprofil
Zum 31.12.2025 lagen die gesamten Finanzverbindlichkeiten (inkl. Leasingverbindlichkeiten) der CA Immo bei 2,3 Mrd. € und damit 17% unter dem Vorjahreswert (2,7 Mrd. €). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung einer 275,9 Mio. € grünen Anleihe im Oktober 2025. Nach Abzug der liquiden Mittel des Konzerns betrug die Nettoverschuldung zum Jahresende 1,6 Mrd. € (2024: 1,9 Mrd. €). Das Unternehmen verfügt damit über eine äußerst robuste Bilanz mit einer starken Eigenkapitalquote von 47,1% (2024: 42,5%), die in defensiven Verschuldungskennzahlen wie einem Gearing (netto) von 62,7% (2024: 74,0%) bzw. einem Loan-to-Value (LTV, netto) von 34,5% (2024: 38,2%) zum Ausdruck kommt. Der Finanzierungsaufwand, eine wesentliche Komponente des nachhaltigen Ergebnisses, summierte sich im Geschäftsjahr 2025 auf –59,4 Mio. € (2024: –55,1 Mio. €).
Finanzierungslinien
Zusätzlich zu den bereits gezogenen und damit bilanzwirksamen Finanzierungen verfügt die CA Immo über noch nicht ausgenützte Finanzierungslinien, die der Finanzierung von in Bau befindlichen Entwicklungsprojekten in Deutschland dienen, und – im Zuge des Baufortschritts – durch die finanzierenden Banken sukzessive valutiert werden. Dieser Finanzierungsrahmen belief sich zum Stichtag auf rund 85 Mio. €.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auf Holding-Ebene über eine im vierten Quartal 2025 abgeschlossene Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility, RCF) in Höhe von 150 Mio. € (plus Erhöhungsoption), deren Marge unter anderem an die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens gebunden ist. Diese Fazilität ist aktuell nicht gezogen und kann für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden.
Fälligkeitsprofil
Die Grafik unten zeigt das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten der CA Immo per 31.12.2025 (endfällige Nominale, unter der Annahme, dass Verlängerungsoptionen ausgeübt werden). Die für 2026 ausgewiesenen Fälligkeiten belaufen sich zum Stichtag auf rund 203,5 Mio. €. Davon entfallen 150 Mio. € auf die im März 2026 fällig werdende Unternehmensanleihe.
Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten (endfälliges nominale, Exkl. Leasingverbindlichkeiten) Stand 31.12.2025, Basis: 2,2 Mrd. €
Die besicherte Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2025 konzentrierte sich schwerpunktmäßig auf Immobilien des deutschen Portfolios. Für das Projekt Upbeat in Berlin wurde die jederzeitige Auszahlungsfähigkeit der Baufinanzierung sichergestellt sowie die Grundlage für eine Langfristfinanzierung des Vorhabens geschaffen. Für das Bauprojekt „Karlsgärten" wurde eine zinsoptimierte Finanzierungsstruktur unter Einbindung eines KfW-Tilgungszuschusses erarbeitet und finalisiert.
Investment Grade Rating
Das Investment Grade Rating von CA Immo ermöglichte eine Flexibilisierung und dadurch weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur durch einen verbesserten Zugang zum institutionellen Fremdkapitalmarkt. Für den Konzern erweiterte sich damit die nutzbare Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten. Wesentliche Indikatoren für den Erhalt sowie die Aufrechterhaltung dieses Investment Grade Ratings sind eine starke Bilanz mit geringem Verschuldungsgrad, die nachhaltige Ertragskraft sowie eine damit verbundene solide Zinsdeckung und eine ausreichend große Quote von nichtbesicherten Immobilien.
Das Baa3 Rating mit stabilem Ausblick wurde zuletzt im Rahmen einer Credit Opinion im Mai 2025 von Moody’s bestätigt.
Steigende durchschnittliche Finanzierungskosten auf Basis gestiegener Kosten für Neufinanzierungen
Durch eine kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruktur konnten in den Jahren bis 2021 unter Ausnutzung vorteilhafter Marktbedingungen die Finanzierungskosten der CA Immo kontinuierlich gesenkt werden. Im Zuge der gestiegenen Basiszinsen und Risikoprämien in den Vorjahren sind die Kosten für Neufinanzierungen jedoch gestiegen. Dies zeigt sich in im Vergleich zu den Vorjahren steigenden durchschnittlichen Finanzierungskosten, welche aber immer noch ein im Durchschnitt niedriges Niveau aufweisen.
Finanzierungslaufzeit und -Kosten im Zeitverlauf
Wie in der Tabelle auf der nächsten Seite ersichtlich, lagen die durchschnittlichen Finanzierungskosten der CA Immo auf Basis der vollkonsolidierten Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag bei rund 2,3% (31.12.2024: 2,3%). Diese Zahl beinhaltet die zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate in Form von Zinsswaps und -caps. Werden letztere aus der Betrachtung ausgeklammert, stellt sich der durchschnittliche Zinssatz mit 2,7% höher dar.
Zinsentwicklung
Finanzierungskosten 1)
in Mio. € | Restschuld bestehender Finanzierungen (Nominale) | Nominale Derivate | Ø Finanzierungs-kosten in % exkl. Derivate | Ø Finanzierungs-kosten in % inkl. Derivate | Ø Laufzeit Darlehen | Ø Laufzeit Swaps |
| | | | | | |
Bestandsimmobilien | | | | | | |
Österreich | 58,2 | 58,2 | 3,4 | 2,4 | 6,6 | 3,9 |
Deutschland | 1.017,7 | 938,0 | 3,0 | 2,4 | 3,6 | 3,3 |
Tschechien | - | - | - | - | - | - |
Polen | 33,5 | 33,5 | 3,4 | 1,8 | 0,2 | 0,2 |
Summe | 1.109,4 | 1.029,7 | 3,1 | 2,4 | 3,6 | 3,2 |
Entwicklungsprojekte | 50,0 | - | 2,9 | 2,9 | 6,0 | - |
Kurzfristiges Immobilienvermögen | 37,3 | 37,3 | 3,2 | 2,2 | 3,0 | 3,0 |
Konzernfinanzierungen | 1.027,0 | - | 2,2 | 2,2 | 2,1 | - |
Total | 2.223,7 | 1.067,0 | 2,7 | 2,3 | 3,0 | 3,2 |
| | | | | | |
Grundlegende Parameter der FinanzierungsstrategIE
Finanzierungsstrategie
Die Finanzierungsstrategie der CA Immo basiert auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbesicherten Finanzierungsinstrumenten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Flexibilität zu maximieren.
Der Erhalt sowie des Investment Grade Ratings auf Basis einer soliden Bilanzstruktur mit einer starken Eigenkapitalbasis und nachhaltigen Profitabilität ist eine wesentliche strategische Komponente, welche auch in der Zielsetzung eines langfristig defensiven und robusten Finanzprofils reflektiert ist. Die langfristigen Zielsetzungen bei den Finanzkennzahlen bewegen sich zwischen 45-50% in Bezug auf die Eigenkapitalquote des Konzerns bzw. rund 30-40% hinsichtlich des Loan-to-Value-Verhältnisses (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Immobilienvermögen). Die Zinsabsicherungsquote, zum Stichtag bei rund 97%, soll auf einem hohen Niveau beibehalten werden, um das Risiko von Zinserhöhungen weitgehend abzufedern.
Finanzierungsstruktur
Mit einem Anteil von rund 46% am Finanzierungsvolumen (exkl. Leasingverbindlichkeiten) entfällt aktuell knapp die Hälfte auf unbesicherte Finanzierungen in Form von am Kapitalmarkt platzierten Unternehmensanleihen sowie einem Schuldschein. Das restliche Finanzierungsvolumen umfasst mit Immobilien besicherte Hypothekarkredite, welche in jenen (Tochter-)Gesellschaften aufgenommen werden, in denen die jeweiligen Immobilien gehalten werden.
Unbesicherte Finanzierungen
Der Anteil von unbesicherten Finanzierungen auf Ebene der Konzern-Muttergesellschaft hat sich seit Erhalt des Investment Grade Ratings im Jahr 2015 deutlich erhöht und umfasste zum Stichtag drei am Kapitalmarkt platzierte Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. €.
Der Buchwert der unbelasteten Immobilien, ein wesentliches Kriterium für das Investment Grade Rating des Konzerns, belief sich zum 31.12.2025 auf rund 1,7 Mrd. € und damit im Wesentlichen unverändert zur Vorperiode (31.12.2024: 1,7 Mrd. €). Dies entspricht einer Quote von rund 36% des gesamten Immobilienvermögens.
Anleihen
Zum Bilanzstichtag notierten drei Unternehmensanleihen von CA Immo im Amtlichen Handel an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg).
ISIN | Typus | Aus- stehendes Volumen | Laufzeit | Kupon |
AT0000A22H40 | Unternehmensanleihe | 150,0 Mio. € | 2018-2026 | 1,875% |
XS2099128055 | Unternehmensanleihe | 500,0 Mio. € | 2020-2027 | 0,875% |
XS2927556519 | Green Bond | 350,0 Mio. € | 2024-2030 | 4,250% |
Bei den Unternehmensanleihen handelt es sich um unbesicherte Finanzierungen der Konzern-Muttergesellschaft, die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbesicherten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG gleichrangig sind. Alle Unternehmensanleihen beinhalten in den Anleihebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die im Jahr 2020 sowie im Jahr 2024 begebenen Anleihen beinhalten darüber hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das besicherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung des Konzerns.
Besicherte Finanzierungen
CA Immo steht mit einer Vielzahl von Finanzierungspartnern in Geschäftsbeziehung. Die wesentlichste finanzierende Bank in Bezug auf das Kreditvolumen ist dabei die UniCredit Gruppe, auf welche rund 20,5% der gesamten ausstehenden Finanzverbindlichkeiten entfallen. Wie in der Grafik ersichtlich, entfielen zum Stichtag weitere größere Anteile auf Helaba, Deutsche Postbank, DG Hyp, Bayern LB sowie auf weitere Finanzinstitute.
Finanzverbindlichkeiten (Exkl. Leasingver-bindlichkeiten) per 31.12.2025 (Basis 2,2 Mrd. €)
Verteilung des Finanzierungsvolumens (Exkl. Leasingverbindlichkeiten) per 31.12.2025
(Basis 2,2 Mrd. €)
Langfristige Zinsabsicherungen
Da der Zinsaufwand bei den meisten Immobilienunternehmen neben administrativen Aufwendungen eine wesentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung darstellt, können Zinserhöhungen starke Ergebnisauswirkungen haben. Dies gilt umso mehr, als die Mieteinnahmen in der Regel auf langfristigen Verträgen beruhen und somit Erhöhungen r Finanzierungskosten nicht unmittelbar durch höhere Einnahmen ausgeglichen werden können. Folglich ist es Teil der Finanzierungsstrategie der CA Immo, einen wesentlichen Teil des Zinsaufwandes langfristig gegen Zinserhöhungen abzusichern. Als Instrument zur Zinssicherung werden aktuell vor allem Zinsswaps eingesetzt. Darüber hinaus bildet die über die letzten Jahre gestiegene Quote von fix verzinsten Anleihen einen wesentlichen Bestandteil der Zinsabsicherungsquote.
Von den eingesetzten Derivaten entfällt ein Nominale von 961,0 Mio. € auf Zinsswap-Kontrakte (31.12.2024: 1.134,4 Mio. €) sowie 38,5 Mio. € auf Zinsfloors (31.12.2024: 39,4 Mio. €) und 67,4 Mio. € (31.12.2024: 68,0 Mio. €) auf Zinscaps. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate lag zum Stichtag bei rund 3,2 Jahren gegenüber einer gewichteten Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten von 3,0 Jahren.
Bilanziell wird dabei zwischen jenen Kontrakten unterschieden, die als freistehende Fair Value Derivate aufwandswirksam unter dem Posten "Ergebnis aus Derivaten" in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werden und jenen Kontrakten die, gemäß IFRS 9, als Cashflow-Hedges designiert werden und deren Änderung des Marktwerts zum jeweiligen Stichtag erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst werden. Zum Stichtag 31.12.2025 waren Kontrakte mit einer Nominalen von insgesamt 859,2 Mio. € und einem Marktwert von 12,3 Mio. € als Fair Value-Derivate klassifiziert (31.12.2024: 1.029,4 Mio. € bzw. 15,8 Mio. €). Das Unternehmen verfügte zum 31.12.2025 über als Cashflow-Hedge klassifizierte Kontrakte mit einer Nominalen in Höhe von 207,7 Mio. € sowie einem beizulegenden Zeitwert von 14,6 Mio. € (31.12.2024: 212,3 Mio. € und 18,5 Mio. €).
Ergebnisse
Wesentliche GuV-Kennzahlen
Ergebnis aus der Vermietung
CA Immo verbuchte im Jahr 2025 einen Rückgang der Mieterlöse um –3,4% auf 230,9 Mio. €. Nach Regionen betrachtet wurden rund 58% des gesamten Mietertrags in Deutschland erwirtschaftet, gefolgt vom CEE-Portfolio mit rund 34% und Österreich mit rund 8%.
Im Jahr 2025 wurde in Bestandsgebäuden insgesamt 11,3 Mio. € mehr vereinnahmt als im Berichtszeitraum der Vorperiode. Dies enthält neben Auswirkungen der Veränderung der Leerstandsrate sowie Mietpreisveränderungen auch Mietsteigerungen in Zusammenhang mit Indexierungsklauseln in Mietverträgen. Demgegenüber stehen Mieterlösverluste in Höhe von –17,8 Mio. € in Verbindung mit nicht-strategischen Immobilienverkäufen in allen Märkten sowie niedrigeren Mieteinnahmen im Zuge der Reklassifikation von Bestandsgebäuden zu Projekten in Entwicklung (–1,6 Mio. €).
Anreizvereinbarungen aus diversen Mietverträgen (Incentives, wie insbesondere mietfreie Zeiten) werden auf die Gesamtlaufzeit der Mietverträge linearisiert. In den Mieterlösen wird somit die wirtschaftliche Effektivmiete und nicht die in der Periode tatsächlich zahlungswirksame Miete dargestellt. Von den Mieterlösen des Geschäftsjahres 2025 entfielen auf derartige Linearisierungen –5,0 Mio. € (2024: 12,4 Mio. €).
Die dem Bestandsportfolio direkt zurechenbaren Immobilienaufwendungen, inklusive eigener Betriebskosten, lagen mit –30,7 Mio. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2024: –36,7 Mio. €). Diese Aufwandsposition gliedert sich in Leerstands- bzw. nicht weiter verrechenbare Betriebskosten ( –6,2 Mio. €), Vermittlungshonorare
(–5,5 Mio. €), Instandhaltungen (–4,2 Mio. €), Forderungswertberichtigungen sowie Veränderung der Einschätzung von Wertberichtigungen (–1,4 Mio. €), Aufwendungen aus Nichtleistungskomponenten (–10,3 Mio. €), sowie sonstigen direkt zurechenbaren Aufwand (–3,2 Mio. €).
Das mit den Vermietungsaktivitäten generierte Nettomietergebnis nach Abzug von direkten Bewirtschaftungskosten verringerte sich um –1,0% von 202,2 Mio. € auf 200,2 Mio. €.
Die operative Marge der Vermietungsaktivitäten (Verhältnis von Nettomietergebnis zu Mieterlösen), ein Indikator für die Effizienz des Bestandsgeschäfts, stieg von 84,6% im Vorjahr auf 86,7% .
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen standen zum Jahresende bei –2,4 Mio. € (2024: –2,6 Mio. €).
Mieterlöse nach Nutzungsart
(Basis: 195,6 Mio. € Annualisierte Mieterlöse)
Mieterlöse nach Ländern
(Basis: 195,6 Mio. € Annualisierte Mieterlöse)
Überleitung der Mieterlöse von 2024 auf 20251)
Mio. € | Österreich | Deutschland | CEE | Gesamt |
| | | | |
2024 | 20,0 | 132,8 | 86,1 | 238,9 |
| | | | |
Veränderung | | | | |
aus Änderung der Leerstandsrate, Wertsicherung oder Mietpreisveränderungen | 1,1 | 7,4 | 2,8 | 11,3 |
aus Neuzugängen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
aus fertig gestellten Projekten/Reklassifikation | 0,0 | –1,6 | 0,0 | –1,6 |
durch Objektverkauf | –2,5 | –5,3 | –10,0 | –17,8 |
Veränderung der Mieterlöse insgesamt | –1,4 | 0,5 | –7,2 | –8,1 |
2025 | 18,6 | 133,3 | 78,9 | 230,9 |
| | | | |
Indirekte Aufwendungen
Mio. € | 2025 | 2024 |
Personalaufwand | –33,0 | –34,0 |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand | –6,6 | –8,4 |
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen | –0,1 | –0,3 |
Reisekosten und Transportkosten | –0,6 | –0,6 |
Sonstige Aufwendungen internes Management | –2,3 | –3,5 |
Sonstige indirekte Aufwendungen | –4,4 | –3,8 |
Zwischensumme | –46,9 | –50,7 |
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen | 6,1 | 5,8 |
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien |
| 0,0 | 0,5 |
Indirekte Aufwendungen | –40,9 | –44,4 |
| | |
Verkaufsergebnis
Im Zusammenhang mit dem planmäßigen Verkauf von im Umlaufvermögen gehaltenen Liegenschaften und Bauleistungen wurden im Jahr 2025 Verkaufserlöse in Höhe von 10,4 Mio. € (2024: 26,0 Mio. €) generiert. Diesen Umsätzen stehen Buchwertabgänge und sonstige direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von –0,7 Mio. € gegenüber. Der Ergebnisbeitrag aus dem Trading-Portfolio summierte sich somit auf 9,6 Mio. € (2024: 11,5 Mio. €). Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehaltenem Immobilienvermögen lag mit –0,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 4,3 Mio. €.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen reduzierten sich im Jahresvergleich um –48,2% und beliefen sich auf 1,0 Mio. € (2024: 1,8 Mio. €). Hierin inkludiert sind u. a. auch Umsatzerlöse aus Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen.
Indirekte Aufwendungen
Die indirekten Aufwendungen fielen im Jahr 2025 von
–44,4 Mio. € im Vorjahr um –8,0% auf –40,9 Mio. €. Hauptgrund hierfür ist ein reduzierter Personalaufwand und geringere Rechts- und Beratungskosten. Der Anteil der indirekten Aufwendungen an den Mieterlösen reduzierte sich von 23,0% im Jahr 2023 auf 18,6% im Jahr 2024 und 17,6% im Jahr 2025.
Wie in der Tabelle auf der vorigen Seite ersichtlich erhöhte sich die Position „Aktivierte Eigenleistungen“ leicht auf 6,1 Mio. € (2024: 5,8 Mio. €) aufgrund einer gestiegenen Entwicklungstätigkeit. Diese Ergebniskomponente ist als Gegenposition zu den indirekten Aufwendungen zu sehen, die den Teil des internen Projektentwicklungsaufwandes neutralisiert, sofern er einzelnen Projektentwicklungen direkt zurechenbar und somit aktivierbar ist.
Jene Aufwendungen, die den zuvor beschriebenen Umsatzerlösen aus Dienstleistungen gegenüberstehen, sind in dieser Position ebenso enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf 0,6 Mio. €, im Vergleich zum Referenzwert von 2,0 Mio. € im Jahr 2024.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) lag mit 167,9 Mio. € um –4,0% unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 174,8 Mio. €. Der Beitrag der einzelnen Regionen zum Gesamtergebnis stellte sich wie folgt dar: Mit einem EBITDA von 127,8 Mio. € generierte Deutschland mit rund 76% den mit Abstand größten Anteil. Der größte Beitrag der CEE-Märkte entfällt auf Polen, mit einem generierten EBITDA in Höhe von 24,3 Mio. € (rund 14%), gefolgt von Ungarn mit 9,5 Mio. € (rund 6%) und Tschechien mit 5,2 Mio. € (rund 3%). Österreich hatte einen EBITDA-Beitrag von 0,4 Mio. €. Haupttreiber des rückgängigen EBITDA im Vergleich zum Vorjahr waren vor allem die profitable Verkaufstätigkeit im Vorjahr sowie leicht rückgängige Mieteinnahmen aufgrund der Verkaufstätigkeit.
Neubewertungsergebnis
In Summe belief sich der Neubewertungsgewinn im Jahr 2025 auf 74,2 Mio. €, dem gegenüber steht ein Neubewertungsverlust von –65,0 Mio. €. Kumuliert stellt sich das Neubewertungsergebnis auf Basis von unabhängigen externen Gutachten folglich mit 9,2 Mio. € leicht positiv dar und lag damit signifikant über dem Vorjahreswert (2024: –199,6 Mio. €).
Nach Regionen betrachtet summierte sich das Neubewertungsergebnis in Deutschland auf 15,5 Mio. €. CEE verzeichnete negative Wertanpassungen in Höhe von
–4,7 Mio. € und Österreich in Höhe von –1,6 Mio. €.
Weitere Informationen zur Immobilienbewertung können im Kapitel „Immobilienbewertung“ gefunden werden.
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Die laufenden Ergebnisse der nach der Equity-Methode konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen werden als Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Jahr 2025 summierte sich dieser Beitrag auf –2,2 Mio. € (2024:
18,2 Mio. €). Der positive Beitrag aus Gemeinschaftsunternehmen im Vorjahr erklärt sich vorrangig durch ein positives Bewertungsergebnis im JV Eggartensiedlung (inzwischen veräußert) in München, sowie durch laufende Erträge aus dem JV Zollhafen Mainz. Hierin enthalten sind außerordentliche Beiträge aus erfolgreichen Verkäufen von Grundstücken.
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)
Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) summierte sich auf 171,6 Mio. € und erhöhte sich im Vergleich zum Verlust des Vorjahreswert von –9,5 Mio. €, vor allem verursacht durch das positive Bewertungsergebnis.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis summierte sich 2025 auf
–47,9 Mio. € gegenüber –66,6 Mio. € im Vorjahr. Im Detail entwickelten sich die Bestandteile des Finanzergebnisses wie folgt:
Der Finanzierungsaufwand des Konzerns lag mit
–59,4 Mio. € über dem Vorjahreswert (2024: –55,1 Mio. €). Der Haupttreiber waren hierbei vorrangig die Zinskosten für den im Oktober 2024 begebenen 350 Mio. € Green Bond, welche nicht durch geringere Zinskosten durch die Rückführung der 275,9 Mio. € Anleihe im Oktober 2025 kompensiert werden konnten.
Neben dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwand wurden im Geschäftsjahr 2025 insgesamt Fremdkapitalkosten in Höhe von 7,2 Mio. € (2024: 4,7 Mio. €) im Rahmen der Errichtung von Immobilien auf die Herstellungskosten aktiviert.
Das Ergebnis aus Derivaten entwickelte sich als Folge der Zinsentwicklung weniger negativ als im Vorjahr und stand bei –0,8 Mio. € (2024: –21,4 Mio. €). Das Ergebnis aus Derivaten bestand ausschließlich aus den Zinsderivaten des Unternehmens in Höhe von –0,8 Mio. € (2024:
–21,4 Mio. €) bei.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stellte sich mit
13,5 Mio. € über Niveau der Vorperiode (2024: 9,4 Mio. €) dar. Die Position Kursdifferenzen belief sich in Summe auf –1,2 Mio. € (2024: –1,3 Mio. €).
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 123,7 Mio. € (2024: –76,1 Mio. €) verzeichnete auf Basis der beschriebenen Ergebnisentwicklungen, ein deutlich positives Ergebnis im Jahresvergleich.
Steuern vom Einkommen
In Deutschland wurde im Juli 2025 eine schrittweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes von aktuell 15% um jeweils 1% p.a. beginnend in 2028 auf 10% bis 2032 beschlossen (Steuersätze jeweils exkl. Solidaritätszuschlag). Insgesamt wurde im Jahr 2025 ein unbarer latenter Steuerertrag aufgrund der Steuersatzänderung in Höhe von rund 90,3 Mio. € berücksichtigt.
Der Ertragssteuerertrag belief sich inkl. dem beschrieben unbaren latenten Steuerertrag zum Stichtag auf 60,7 Mio. € (2024: 9,8 Mio. €).
Periodenergebnis
Das Periodenergebnis lag aufgrund der beschriebenen Effekte mit 184,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von –66,3 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,93 € (2024: –0,68 € je Aktie).
Cashflow
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit berücksichtigt Veränderungen im Umlaufvermögen aus dem Verkauf von zum Handel bestimmter Immobilien und summierte sich auf 208,0 Mio. € (2024: 124,1 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der im Wesentlichen die Nettogröße zwischen Investitionen und Immobilienverkäufen von langfristigem Immobilienvermögen darstellt, belief sich 2025 auf 330,6 Mio. €, gegenüber dem Vorjahreswert von –83,1 Mio. €. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich auf
–632,9 Mio. € (2024: –66,3 Mio. €).
CashFlow-Statement – Kurzfassung
Mio. € | 2025 | 2024 | Veränderung in % |
| | | |
Liquide Mittel - Beginn des Geschäftsjahres | 647,0 | 663,6 | –2 |
| | | |
Cashflow aus | | | |
- Geschäftstätigkeit | 208,0 | 124,1 | 68 |
- Investitionstätigkeit | 330,6 | –83,1 | n.m. |
- Finanzierungstätigkeit | –632,9 | –66,3 | >100 |
Veränderung der liquiden Mittel | –94,4 | –25,3 | >100 |
| | | |
Sonstige Veränderungen 1) | –7,8 | 8,7 | n.m. |
| | | |
Liquide Mittel - Ende des Geschäftsjahres | 544,9 | 647,0 | –16 |
| | | |
1) Beinhaltet Kursänderungen aus Fremdwährung, Umgliederung in eine Veräußerungsgruppe und erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel
Funds from Operations (FFO)
Der FFO I in Höhe von 118,5 Mio. € war etwas niedriger als im Vorjahr (120,0 Mio. €). FFO I je Aktie belief sich zum Stichtag auf 1,24 €, ein Zuwachs von 0,8% zum Vorjahreswert (2024: 1,23 € je Aktie). Die Jahreszielsetzung von >104 Mio. € wurde damit übertroffen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Verwaltungsaufwand niedriger war als erwartet, in erster Linie bedingt durch niedrigere Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie geringere Personalrückstellungen im vierten Quartal 2025. FFO I ist eine wesentliche Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das Verkaufsergebnis und sonstige nicht-nachhaltige Effekte bereinigt berichtet wird.
Bereinigte nicht-nachhaltige Effekte beliefen sich in Summe auf 1,4 Mio. € (2024: –2,5 Mio. €). Diese betrafen administrative Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. €, Finanzierungsaufwendungen im Ausmaß von 1,2 Mio. € sowie operative Aufwendungen in Höhe von –0,1 Mio. €.
FFO II, inklusive Verkaufsergebnis, sonstige nicht-nachhaltige Ergebniseffekte und nach Steuern ist ein Indikator für die Gesamtprofitabilität der CA Immo und summierte sich auf 92,5 Mio. € gegenüber 120,5 Mio. € (–23,2% zum Vorjahreswert). FFO II je Aktie stand bei 0,97 € je Aktie (2024: 1,23 € je Aktie). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist vorrangig auf die profitable Verkaufstätigkeit im Vorjahr sowie die höheren Ertragssteuern im Jahr 2025 zurückzuführen.
FUNDS FROM OPERATIONS (FFO)
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | |
Nettomietergebnis (NRI) | 200,2 | 202,2 |
Erlöse aus Dienstleistungen | 1,0 | 1,8 |
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände exkl. Dienstleistungen | 0,6 | 2,0 |
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände | 1,5 | 3,9 |
Indirekte Aufwendungen | –40,9 | –44,4 |
Ergebnis aus Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen | 2,3 | 3,1 |
Finanzierungsaufwand | –59,4 | –55,1 |
Ergebnis aus Finanzinvestitionen1) | 13,5 | 12,7 |
Bereinigung von nicht-nachhaltigen Ergebniseffekten2) | 1,4 | –2,5 |
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) | 118,5 | 120,0 |
Ergebnis aus Immobilienhandel | 9,6 | 11,5 |
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen | –0,1 | 4,3 |
Ergebnis aus Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen | 0,4 | 0,0 |
At Equity Ergebnis aus Immobilienverkäufen | –2,1 | 8,6 |
Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 7,7 | 24,4 |
Ergebnis aus Verkauf von Vermögensgegenständen zu Marktwerten | 0,0 | –3,3 |
Sonstiges Finanzergebnis | 0,0 | 1,8 |
Sonstige Ergebniseffekte3) | –1,2 | –3,1 |
Tatsächliche Ertragsteuer | –32,5 | –19,3 |
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) | 92,5 | 120,5 |
| | |
1) Exklusive Wertberichtigungen für Barmittel und Barmittel mit Verfügungsbeschränkung sowie dem Ergebnis aus dem Verkauf von übrigen Beteiligungen
2) Bereinigung um Immobilienverkäufe und sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
3) Beinhaltet sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse, die im FFO I bereinigt wurden
Bilanzanalyse
Aktivseite
Das langfristige Vermögen wies zum Bilanzstichtag einen Wert von 4.409,0 Mio. € auf (80,7% der Bilanzsumme). Das bilanzielle Bestandsimmobilienvermögen belief sich zum Stichtag auf 3.694,1 Mio. € (31.12.2024: 4.249,7 Mio. €). Der Rückgang des Bestandsimmobilienvermögens ergibt sich vorrangig durch die Umgliederung der Immobilie Hallesches Ufer (Skygreen) in Berlin von Bestandsimmobilien in Immobilienvermögen in Entwicklung sowie der Bestandsimmobilien Capital Square und Millennium Tower 1 (Budapest), Sienna Center (Warschau), Spreebogen (Berlin), Intercity Hotel sowie das Campanile Grundstück und das Busterminal (Frankfurt) in „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen“ (IFRS 5) sowie durch die Veräußerung der Bestandsimmobilien Kavčí Hori und Visionary (Prag), Bartók Ház (Budapest) und Quartiersgarage (Mainz).
Die Bilanzposition „Immobilienvermögen in Entwicklung“ erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2024 um
39,4% auf 637,1 Mio. € durch laufende Investitionen in Bauprojekte sowie die Umgliederung des Objekts Hallesches Ufer in Berlin. Das gesamte Immobilienvermögen (Bestandsimmobilien, selbst genutzte Immobilien, Immobilien in Entwicklung sowie im Umlaufvermögen gehaltene Immobilien) lag zum Stichtag bei 4.675,5 Mio. € und somit aufgrund der oben beschriebenen Effekte unter dem Niveau zum Jahresende 2024 (4.964,8 Mio. €).
Das Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen wird in der Bilanzposition „Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen“ ausgewiesen, die sich zum Stichtag auf 17,3 Mio. € beliefen (31.12.2024: 62,6 Mio. €). Dieser Rückgang steht vorrangig im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile am Joint Venture Eggartensiedlung in München.
Der Bestand an liquiden Mitteln (inkl. Festgeldveranlagungen) summierte sich zum Bilanzstichtag auf 645,0 Mio. € und lag damit unter dem Niveau zum 31.12.2024 in Höhe von 797,3 Mio. €. Die Verwendung von liquiden Mitteln umfasste unter anderem die Tilgung einer im Oktober 2025 fälligen Unternehmensanleihe (275,9 Mio. €). Dem entgegen stand u. a. der Mittelzufluss aus der profitablen Verkaufstätigkeit.
Passivseite
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital stieg im Jahr 2025 um
0,4% von 2.562,2 Mio. € auf 2.571,6 Mio. €. Dieser Anstieg reflektiert das Periodenergebnis in Höhe von
184,4 Mio. €, die durchgeführten Aktienrückkäufe sowie die Dividendenausschüttung im Mai 2025.
Die Bilanzsumme des Konzerns sank gegenüber dem Jahresanfang um –9,4% auf 5.461,7 Mio. € (31.12.2024: 6.028,6 Mio. €). Damit lag die Eigenkapitalquote zum Stichtag mit 47,1% im strategischen Zielbereich von >45% (31.12.2024: 42,5%).
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Die verzinslichen Verbindlichkeiten standen zum Stichtag bei 2.259,9 Mio. €, –16,9% unter dem Vorjahreswert von 2.720,8 Mio. €. Die Nettoverschuldung (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, Festgeldveranlagungen und verfügungsbeschränkter Mittel) reduzierte sich auf 1.611,9 Mio. € (31.12.2024: 1.895,9 Mio. €). Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) stand zum Jahresende bei 62,7% (31.12.2024: 74,0%). Das Loan-to-Value Verhältnis (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Festgeldveranlagungen zu Immobilienvermögen) stand zum Stichtag bei 34,5% gegenüber 38,2% zum Ende des vorangegangenen Jahres.
100% der verzinslichen Verbindlichkeiten lauten auf Euro. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo sieht eine umfassende Absicherung des Zinsänderungsrisikos vor. Für weitere Details siehe das Kapitel „Finanzierungen“.
BILANZ- UND finanzierungsKennzahlen
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | |
Eigenkapital | 2.571,6 | 2.562,2 |
| | |
Langfristig verzinsliche Verbindlichkeiten | 1.972,8 | 2.355,7 |
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 287,0 | 365,1 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –544,9 | –647,0 |
Verfügungsbeschränkte Mittel | –3,0 | –27,6 |
Festgeld | –100,1 | –150,4 |
Nettoverschuldung | 1.611,9 | 1.895,9 |
| | |
Eigenkapitalquote | 47,1 | 42,5 |
Gearing (Netto) | 62,7 | 74,0 |
Gearing (Brutto) | 87,9 | 106,2 |
Loan-to-Value (Netto) | 34,5 | 38,2 |
Loan-to-Value (Brutto) | 48,3 | 54,8 |
| | |
Konzernbilanz - Kurzfassung
| | 2025 | | 2024 | Veränderung |
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | in % |
| | | | | |
Immobilienvermögen | 4.343,1 | 79,52 | 4.712,4 | 78,17 | –8 |
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen | 17,3 | 0,32 | 62,6 | 1,04 | –72 |
Immaterielles Vermögen | 0,6 | 0,01 | 1,0 | 0,02 | –46 |
Finanzanlagen und Sonstiges | 46,9 | 0,86 | 72,1 | 1,20 | –35 |
Aktive latente Steuern | 1,2 | 0,02 | 4,8 | 0,08 | –75 |
Langfristiges Vermögen | 4.409,0 | 80,73 | 4.853,0 | 80,50 | –9 |
| | | | | |
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen | 338,5 | 6,20 | 248,4 | 4,12 | 36 |
Zum Handel bestimmte Immobilien | 3,9 | 0,07 | 4,0 | 0,07 | –1 |
Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 65,2 | 1,19 | 125,9 | 2,09 | –48 |
Wertpapiere | 0,0 | 0,00 | 0,0 | 0,00 | n.m. |
Festgeld | 100,1 | 1,83 | 150,4 | 2,49 | –33 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 544,9 | 9,98 | 647,0 | 10,73 | –16 |
Kurzfristiges Vermögen | 1.052,6 | 19,27 | 1.175,6 | 19,50 | –10 |
| | | | | |
Summe Aktiva | 5.461,7 | 100,00 | 6.028,6 | 100,00 | –9 |
| | | | | |
Eigenkapital | 2.571,6 | 47,09 | 2.562,2 | 42,50 | 0 |
Eigenkapital in % der Bilanzsumme | 47,1 | | 42,5 | | |
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 1.972,8 | 36,12 | 2.355,7 | 39,08 | –16 |
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 287,0 | 5,26 | 365,1 | 6,06 | –21 |
Übrige Verbindlichkeiten | 182,7 | 3,35 | 190,0 | 3,15 | –4 |
Passive latente Steuern | 447,4 | 8,19 | 555,7 | 9,22 | –19 |
| | | | | |
Summe Passiva | 5.461,7 | 100,00 | 6.028,6 | 100,00 | –9 |
| | | | | |
finanzielle leistungsindikatoren
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein Value-Management messbar zu machen, die zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der Total Shareholder Return (TSR). Der Begriff Total Shareholder Return ist am besten als “Gesamtaktionärsrendite“ zu übersetzen. Sie gibt die Bruttorendite an, welche ein Investor/Aktionär erwirtschaftet, wenn er eine Aktie kauft und über einen gewissen Zeitraum hält. Sie setzt sich daher zusammen aus den Kursgewinnen/-verlusten plus ausgezahlten Dividenden im Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf einer Aktie.
Ein weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist der auf das eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Return on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kalkulatorischen Kapitalkosten zu erreichen und damit Shareholder Value zu generieren. Der RoE 2025 liegt auf Basis des Konzernergebnisses bei 7,2%. Der Anstieg zu den Vorjahren ist auf die Rückkehr in die Gewinnzone zurückzuführen. Mit der erfolgreichen strategischen Ausrichtung und Positionierung von CA Immo in den letzten Jahren wurden die Weichen für die nachhaltige Erwirtschaftung einer Eigenkapitalrendite gestellt, die anstrebt über den Eigenkapitalkosten der Gruppe zu liegen (siehe Kapitel „Strategie“).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steuerung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV) je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je Aktie“ im Umschlag des Geschäftsberichtes).
nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg darstellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, unter anderem nichtfinanzieller Leistungsindikatoren, vorgelagert, die für die Messung und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesentlich sind:
Vermietungsquote ist ein Indikator für die Qualität und den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die Vermietungsquote (in m2) der CA Immo betrug im Bestandsportfolio rund 95% (rund 93% per 31. Dezember 2024). Weitere Informationen finden sich im Kapitel „Bestandsimmobilien“.
Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermieteten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobilienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirtschaftende Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus. Das Immobilienportfolio von CA Immo weist zum 31. Dezember 2025 eine Leerstandsquote von rund 5% aus (31. Dezember 2024: rund 7%).
WAULT – Weighted Average Unexpired Lease Term ist ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilienbereich. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft sich per 31. Dezember 2025 auf 4,8 Jahre (31. Dezember 2024: 4,7 Jahre).
Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen innerstädtischen Toplagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
Nachhaltigkeitszertifizierung: CA Immo setzt auf die Entwicklung nachhaltiger Gebäude in ihrem Portfolio, um die Gebäudequalität insgesamt zu steigern. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie strebt CA Immo auch eine transparente, international vergleichbare und objektive Zertifizierung ihrer wichtigsten Bestandsimmobilien an. Damit wird ein hoher Standard für das Portfolio sichergestellt (weitere Informationen finden sich im Nachhaltigkeitsbericht).
Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Organisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den Märkten sichern eine effiziente Bewirtschaftung.
Reduktion der CO2-Emissionsintensität: CA Immo verbessert aktiv die Energieperformance ihrer Gebäude, um die CO₂-Emissionsintensität des Bestandsportfolios zu reduzieren und damit dessen Qualität und Attraktivität insgesamt zu steigern. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Steigerung der Energieeffizienz, die Umsetzung von Sanierungs- und Modernisierungsinitiativen, der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie die Integration nachhaltig entwickelter Neubauprojekte in das Portfolio.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im konsolidierten Bericht über Nachhaltigkeitsaspekte ausführlich dargestellt bzw. erläutert.
Ausblick
Marktumfeld
Das weltweite Wirtschaftswachstum bleibt unter dem langfristigen Durchschnitt der Vorkrisenzeit, wobei die Weltwirtschaft zwar insgesamt widerstandsfähig ist, jedoch weiterhin von gegenläufigen Kräften geprägt wird. Handelspolitische Unsicherheiten, hohe Verschuldungsstände sowie strukturelle Wachstumshemmnisse belasten die Konjunktur, während technologiegetriebene Investitionen – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz – stabilisierende Impulse setzen. Regional zeigt sich ein heterogenes Bild: Die USA verzeichnen weiterhin vergleichsweise robustes Wachstum, während der Euroraum nur moderate Dynamik aufweist. Die globale Inflation nähert sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunehmend den Zielwerten der Zentralbanken, wenngleich die Dienstleistungsinflation weiterhin erhöhte Persistenz zeigt. Die EZB hat ihre Leitzinsen nach einer Reihe von Senkungen im ersten Halbjahr 2025 zuletzt stabil gehalten und verfolgt weiterhin einen vorsichtigen Kurs. Geopolitische Spannungen, handelspolitische Unsicherheiten sowie schwaches Produktivitätswachstum und demografischer Wandel bleiben zentrale Risikofaktoren für die mittelfristigen Wachstumsaussichten.
Im europäischen Immobilienmarkt setzt sich die vorsichtige Erholung fort, wenngleich das Transaktionsgeschehen weiterhin von selektiver Investorentätigkeit und erhöhter Risikoaversion geprägt ist. CA Immo agiert in einem Umfeld, in dem sich die Präferenzen von Nutzern, Investoren und Kreditgebern weiter verschieben und Entscheidungsprozesse verlängert bleiben. Gleichzeitig erweisen sich erstklassige Büroimmobilien in zentralen Lagen – insbesondere in den deutschen Märkten der CA Immo – als strukturell resilient: Die Spitzenmieten zeigen anhaltend positives Wachstum, während die Leerstandsentwicklung im Premium-Segment deutlich moderater ausfällt als im Gesamtmarkt. Der weiterhin markante Rückgang der Neubautätigkeit infolge gestiegener Bau- und Finanzierungskosten dürfte das Angebot an hochwertigen Büroflächen in den kommenden Jahren zusätzlich verknappen und Chancen für etablierte Anbieter von Premium-Büroflächen in gefragten Lagen eröffnen. Darüber hinaus könnten die nun stabilisierten Zinsniveaus und die sich graduell verbessernden Finanzierungsbedingungen die Transaktionsmärkte beleben und zu einer positiven Neubewertung von Immobilienvermögen beitragen. Auch die in mehreren europäischen Staaten geplante Ausweitung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnte mittelbar positive Impulse für die Nachfrage nach gewerblichen Immobilien setzen.
STRATEGISCHE PRIORITÄTEN
Angesichts dieser fundamentalen makroökonomischen Veränderungen werden wir uns weiterhin auf die Sicherung und Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit konzentrieren. Dabei setzen wir die folgenden strategischen Prioritäten:
Fokus auf Profitabilität
– Steigerung der Performance durch erstklassige Portfolio-qualität.
– Verringerung des Leerstandes und Realisierung von Mietsteigerungspotenzialen.
– Anhaltende operative Effizienz und verbesserte Margen durch Prozessverbesserungen und strukturelle Kosteneinsparungen.
Beschleunigung der Veräußerung von nicht-strategischen Objekten
– Erhöhung der kritischen Masse und Skaleneffekte in Berlin und München.
– Veräußerung von Objekten, die nicht die Kriterien in Bezug auf Standort, Spezifikation, Technologie, Zertifizierung, Nachhaltigkeit und Ertragspotenzial erfüllen.
– Mögliche weitere Marktaustritte im Zuge der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung.
Vereinfachung des Geschäftsmodells
– Weitere Auslagerung von nicht wertschöpfenden Aktivitäten.
– Strukturelle Konsolidierung als Folge einer fokussierten geografischen Präsenz.
Solide Bilanzstruktur
– Kontinuierliche Verbesserung der Kapitalstruktur und Beibehaltung der Investment Grade-Finanzpolitik.
Wertsteigernde Re-Investitionen
– Organisches Wachstum durch kontinuierliche profitable Entwicklungsaktivitäten.
– Kompensation rückläufiger Erträge aus Verkäufen durch profitable Projektentwicklungserträge/-gewinne.
Gezielte externe Investitionen
– Beibehaltung der kritischen Masse, Ausbau des Bestands in Deutschland (insb. Berlin und München) durch selektive externe Investitionen.
– Konzentration auf Entwicklungs-/Sanierungsmöglichkeiten mit höherer Wertschöpfung.
Kapitalrückführung an die Aktionäre
– Laufendes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2.768.907 Aktien.
– Ausschüttung von nicht-strategischen Verkaufserlösen über Dividenden.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2026 geplanten Geschäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in denen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzierungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapitalmarktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit einhergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-Investmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Auswirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erforderlichem externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– Auswirkung von flexiblen und hybriden Arbeitsformen („Work-from-home“) auf die Nachfrage nach Büroimmobilien.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risiken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des jeweiligen Immobilienmarktes.
Dividende
An ihrer ergebnisorientierten Dividendenpolitik will CA Immo weiterhin festhalten. Die Höhe der Dividende richtet sich nach der Profitabilität, den Wachstumsaussichten sowie den Kapitalerfordernissen der CA Immo. Gleichzeitig soll mit einer kontinuierlichen Ausschüttungsquote von rund 70% des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) die Kontinuität der Dividendenentwicklung gewahrt werden.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor, welche den Aktionären in der am 6. Mai 2026 stattfindenden Hauptversammlung zur Abstimmung vorgeschlagen werden soll. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2025 (22,52 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,0%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
EPRA kennzahlen
EPRA NET asset value (NAV)
Mit Publikation der EPRA Best Practices Recommendations Guidelines im Oktober 2019 wurde die Net Asset Value-Berichterstattung adjustiert mit dem Ziel, jüngste Markt- und Unternehmensentwicklungen besser zu reflektieren. Infolgedessen wurden der EPRA NAV und der EPRA NNNAV durch drei neue Bewertungskennzahlen für das Nettovermögen ersetzt: EPRA Net Reinstatement Value, EPRA Net Tangible Assets und EPRA Net Disposal Value. CA Immo berichtet mit dem 1. Quartal 2021 nur noch diese Kennzahlen, die von EPRA wie folgt definiert werden (Quelle: EPRA – Best Practices Recommendations Guidelines, Oktober 2019).
EPRA NET ASSET VALUE (NAV)
| | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | | |
EPRA NRV | Mio. € | 3.240,2 | 3.350,4 |
EPRA NRV je Aktie | € | 34,53 | 34,48 |
EPRA NTA | Mio. € | 2.977,7 | 3.104,3 |
EPRA NTA je Aktie | € | 31,74 | 31,95 |
EPRA NDV | Mio. € | 2.589,7 | 2.617,5 |
EPRA NDV je Aktie | € | 27,60 | 26,94 |
| | | |
EPRA Net Reinstatement Value
Das Ziel der EPRA Net Reinstatement Value-Kennzahl ist es, den Wert des Nettovermögens auf einer langfristigen Basis hervorzuheben. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, von denen nicht erwartet wird, dass sie sich unter normalen Umständen herauskristallisieren, wie z. B. die Fair-Value-Bewegungen bei Finanzderivaten und latente Steuern auf Immobilienbewertungsüberschüsse, sind daher ausgeschlossen. Da die Kennzahl auch widerspiegeln soll, was erforderlich wäre, um das Unternehmen auf der Grundlage seiner aktuellen Kapital- und Finanzierungsstruktur über die Investitionsmärkte nachzubilden, sollten damit verbundene Kosten wie Grunderwerbsteuern einbezogen werden.
EPRA Net Tangible Assets
Die der Berechnung des EPRA Net Tangible Assets zugrundeliegende Annahme geht davon aus, dass Unternehmen Vermögenswerte erwerben und veräußern, wodurch bestimmte Niveaus an latenten Steuerverbindlichkeiten herauskristallisiert werden.
EPRA Net Disposal Value
Aktionäre sind daran interessiert, den vollen Umfang der Verbindlichkeiten und den daraus resultierenden Shareholder Value zu verstehen, wenn die Vermögenswerte des Unternehmens verkauft und/oder die Verbindlichkeiten nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden. Zu diesem Zweck bietet der EPRA Net Disposal Value dem Leser ein Szenario, in dem latente Steuern, Finanzinstrumente und bestimmte andere Anpassungen in ihrem vollen Umfang berechnet werden, einschließlich der nicht in der Bilanz ausgewiesenen Steuerbelastung, abzüglich der daraus resultierenden Steuern. Diese Kennzahl sollte nicht als "Liquidations-NAV" betrachtet werden, da die beizulegenden Zeitwerte in vielen Fällen keine Liquidationswerte darstellen.
Der Net Asset Value (IFRS) lag am 31.12.2025 bei 2.571,6 Mio. € (27,41 € je Aktie), gegenüber 2.562,1 Mio. € (26,37 € je Aktie) zum Jahresende 2024 – ein Zuwachs von 0,4% (3,9% je Aktie).
Der EPRA Net Tangible Assets (NTA) stand zum Stichtag bei 2.977,7 Mio. € und damit 3,3% unter dem Wert zum Jahresende 2024 (3.104,3 Mio. €). Dies entspricht einem EPRA NTA je Aktie von 31,74 €, der 0,7% unter dem Niveau des EPRA NTA zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 31,95 € je Aktie liegt.
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien summierte sich zum Stichtag auf 93.823.352 Stück
(31.12.2024: 97.154.743).
Net Asset ValUE (NRV, NTA und NDV nach EPRA)
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | | | | | |
| EPRA NRV | EPRA NTA | EPRA NDV | EPRA NRV | EPRA NTA | EPRA NDV |
IFRS Eigenkapital der Aktionäre | 2.571,6 | 2.571,6 | 2.571,6 | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.562,1 |
Hybride Finanzinstrumente (Wandelschuldverschreibung) | - | - | - | - | - | - |
Verwässerter NAV | 2.571,6 | 2.571,6 | 2.571,6 | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.562,1 |
| | | | | | |
Neubewertung von IP (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) | - | - | - | 2,6 | 2,6 | 1,8 |
Neubewertung von zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögensgegenständen | 7,5 | 5,2 | 5,2 | 14,9 | 13,6 | 10,6 |
Verwässerter NAV zum Marktwert | 2.579,2 | 2.576,9 | 2.576,9 | 2.579,6 | 2.578,3 | 2.574,5 |
| | | | | | |
Latente Steuern in Bezug auf Marktwertgewinne von IP | 450,2 | 427,1 | - | 555,7 | 560,4 | - |
Marktwert von Finanzinstrumenten | –26,3 | –26,3 | - | –34,4 | –34,4 | - |
Marktwert der festverzinslichen Schulden | - | - | 12,8 | - | - | 43,0 |
Erwerbsnebenkosten | 237,1 | - | - | 249,4 | - | - |
| | | | | | |
NAV | 3.240,2 | 2.977,7 | 2.589,7 | 3.350,4 | 3.104,3 | 2.617,5 |
Anzahl der Aktien (voll verwässert) | 93.823.352 | 93.823.352 | 93.823.352 | 97.154.743 | 97.154.743 | 97.154.743 |
NAV je Aktie in € | 34,53 | 31,74 | 27,60 | 34,48 | 31,95 | 26,94 |
| | | | | | |
EPRA Loan-To-Value
Loan-to-Value (LTV) ist ein weit verbreiteter Kennwert in der Unternehmensberichterstattung. Da es jedoch kein vordefiniertes und allgemein akzeptiertes Konzept gibt, wie der LTV zu berechnen und auszuweisen ist, stellen Investoren, Analysten und Finanziers häufig fest, dass die Berechnung der Kennzahl bei verschiedenen börsennotierten Immobilienunternehmen und in unterschiedlichen Rechtsordnungen uneinheitlich erfolgt. Ziel des EPRA LTV ist es, den Verschuldungsgrad des Eigenkapitals eines Immobilienunternehmens zu bewerten. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet der EPRA LTV Anpassungen an die IFRS-Berichterstattung.
Der EPRA LTV wird auf der Grundlage einer proportionalen Konsolidierung berechnet. Dies bedeutet, dass der EPRA LTV den Anteil der Unternehmensgruppe an der Nettoverschuldung und dem Nettovermögen von Gemeinschaftsunternehmen oder wesentlichen assoziierten Unternehmen enthält. Die Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert, die Nettoverschuldung zum Nennwert angesetzt.
EPRA LOAN-TO-VALUE
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | | | | | |
| CAI | JV | Gesamt | CAI | JV | Gesamt |
Zuzüglich: | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und konzerninterne | 1.248,1 | - | 1.248,1 | 1.443,1 | 8,3 | 1.451,4 |
Wertpapiere | - | - | - | - | - | - |
Hybride Finanzinstrumente | - | - | - | - | - | - |
Anleihen | 1.000,0 | - | 1.000,0 | 1.275,9 | - | 1.275,9 |
Derivative Finanzinstrumente in Fremdwährung | - | - | - | - | - | - |
Verbindlichkeiten (netto) | 52,9 | 10,2 | 63,2 | 20,6 | 16,5 | 37,1 |
Eigengenutzte Immobilien (Verbindlichkeiten) | - | - | - | - | - | - |
Fremdkapital mit Eigenkapitalcharakter | - | - | - | - | - | - |
Abzüglich: | | | | | | |
Liquide Mittel und Festgeldveranlagungen | 671,4 | 27,3 | 698,8 | 833,7 | 35,1 | 868,8 |
Nettoverschuldung | 1.629,6 | –17,1 | 1.612,5 | 1.905,9 | –10,3 | 1.895,6 |
Zuzüglich: | | | | | | |
Selbst genutzte Immobilien (Marktwert zuzüglich Nutzungsrecht) | 11,9 | - | 11,9 | 8,2 | - | 8,2 |
Immobilienvermögen (Marktwert zuzüglich Nutzungsrecht) | 3.694,1 | - | 3.694,1 | 4.249,7 | - | 4.249,7 |
Zu Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 335,8 | 9,0 | 344,8 | 256,4 | 65,5 | 322,0 |
In Bau befindliches Immobilienvermögen | 637,1 | - | 637,1 | 457,0 | - | 457,0 |
Immaterielle Vermögenswerte | 0,6 | - | 0,6 | 1,0 | - | 1,0 |
Forderungen (netto) | - | - | - | - | - | - |
Finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | 8,3 | - | 8,3 |
Immobilienvermögen gesamt | 4.679,5 | 9,0 | 4.688,5 | 4.980,7 | 65,5 | 5.046,3 |
EPRA Loan to Value in % | 34,82% | –190,60% | 34,39% | 38,27% | –15,73% | 37,56% |
| | | | | | |
EPRA Renditen
Art und Umfang von Renditeangaben variieren oft und die verwendeten Kennzahlen sind nicht einheitlich definiert. Um eine vergleichbare Berichterstattung in Bezug auf die Renditen in ganz Europa zu ermöglichen, hat EPRA zwei Renditekennzahlen definiert.
Die EPRA Nettoanfangsrendite errechnet sich aus den annualisierten Mieteinnahmen auf Basis der Stichtagsmieten abzüglich der nicht umlagefähigen Betriebskosten, dividiert durch den Marktwert der Immobilien. Die EPRA "topped-up" Rendite wird unter Verwendung einer Anpassung in Bezug auf die Gewährung von mietfreien Zeiten (oder anderen nicht abgelaufenen Mietanreizen wie z. B. vergünstigte Mietzeiten und Staffelmieten) berechnet.
EPRA Renditen 1)
Tsd. € | Österreich | Deutschland | Tschechien | Polen | Ungarn | Total |
Bestandsimmobilien | 249.200 | 2.737.180 | 312.500 | 420.300 | 146.400 | 3.865.580 |
Annualisierte Cash Mieteinnahmen (brutto) | 18.143 | 124.879 | 16.190 | 29.733 | 12.019 | 200.963 |
Direkte zurechenbare Kosten | –2.895 | –11.059 | –1.822 | –5.800 | –5.346 | –26.924 |
| | | | | | |
Annualisierte Cash Mieteinnahmen (netto) | 15.248 | 113.819 | 14.367 | 23.933 | 6.672 | 174.039 |
| | | | | | |
EPRA Net Initial Yield | 6,1% | 4,2% | 4,6% | 5,7% | 4,6% | 4,5% |
| | | | | | |
Mietincentives | –219 | –2.584 | –1.297 | –98 | –1.192 | –5.390 |
| | | | | | |
EPRA "topped-up" Net Initial Yield | 6,0% | 4,1% | 4,2% | 5,7% | 3,7% | 4,4% |
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EPRA Leerstandsquote
Die Berichterstattung über Leerstandsquoten ist in der Immobilienbranche nicht standardisiert. Um eine vergleichbare und konsistente Berichterstattung zu fördern, schreiben die EPRA-Richtlinien eine einzige, klar definierte Leerstandsquote vor. Diese ist als Prozentsatz auszudrücken, der dem erwarteten Mietwert der leerstehenden Flächen geteilt durch den erwarteten Mietwert des gesamten Portfolios entspricht. Die EPRA Leerstandsquote wird nur für Bestandsimmobilien (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Handelsimmobilien und einschließlich des Anteils am Leerstand von Joint Ventures) berechnet, jedoch ohne Immobilien in Entwicklung.
EPRA Leerstandsquote
| Vacancy ERV | Full Reversion ERV | EPRA Vacancy Rate |
Deutschland | 5,4 | 141,6 | 3,8% |
Österreich | 1,2 | 14,7 | 8,3% |
Polen | 0,4 | 28,0 | 1,5% |
Tschechien | 0,5 | 15,8 | 3,0% |
Ungarn | 2,1 | 9,0 | 22,8% |
Gesamt | 9,5 | 209,0 | 4,6% |
| | | |
EPRA Kostenquoten
Die EPRA Kostenquoten zielen darauf ab, eine einheitliche Bezugsgröße zu schaffen, auf deren Grundlage Unternehmen weitere Informationen zu anfallenden Kosten bereitstellen können. Die EPRA Empfehlung enthält daher Vorschläge, wie die Unternehmen diese zusätzlichen Informationen bereitstellen können.
Die EPRA Kostenquoten zeigen die Kosteneffizienz der Gesellschaft und setzen dazu die Summe der anteiligen operativen und administrativen Aufwendungen des Immobilienvermögens – einmal inklusive und einmal exklusive direkter Leerstandskosten – ins Verhältnis zu den Bruttomieterlösen im Berichtszeitraum.
EPRA Kostenquoten
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | |
Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen | –30,7 | –36,7 |
Abzüglich: | | |
Nutzungsrecht | –0,0 | –0,0 |
EPRA Kosten inkl. direkter Leerstand (A) | –30,7 | –36,7 |
Leerstandsaufwand | –5,3 | –8,2 |
EPRA Kosten exkl. direkter Leerstand (B) | –25,4 | –28,6 |
| | |
Bruttomieterlöse (C) | 222,0 | 230,1 |
| | |
EPRA Kostenquote (inklusive direkter Leerstandskosten) (A/C) | 13,8% | 16,0% |
EPRA Kostenquote (exklusive direkter Leerstandskosten) (B/C) | 11,4% | 12,4% |
| | |
EPRA Like-for-like
Die Like‑for‑Like‑Darstellung misst die operative Entwicklung eines über den gesamten Vergleichszeitraum unveränderten Immobilienbestands. Berücksichtigt werden ausschließlich Objekte, die während des gesamten Zeitraums im Portfolio gehalten wurden; Effekte aus Akquisitionen, Veräußerungen oder Fertigstellungen werden ausgeklammert.
EPRA Like-For-Like
| Bilanzwerte | Mieterlöse GuV | Bruttorendite in % ¹⁾ | Vermietungsgrad in % ²⁾ |
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 | FY 2025 | FY 2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Deutschland | 2.577,7 | 2.564,8 | 118,7 | 111,3 | 4,7 | 4,5 | 95,7 | 93,4 |
Österreich | 234,7 | 235,1 | 17,7 | 16,7 | 7,6 | 7,4 | 97,7 | 96,1 |
Polen | 410,1 | 398,9 | 28,1 | 26,1 | 7,2 | 7,2 | 98,7 | 96,2 |
Tschechien | 309,2 | 289,0 | 15,3 | 16,0 | 4,8 | 5,7 | 99,2 | 99,0 |
Ungarn | 142,3 | 146,2 | 10,5 | 10,2 | 7,6 | 8,5 | 76,8 | 88,1 |
Gesamt | 3.674,0 | 3.634,0 | 190,3 | 180,2 | 5,3 | 5,3 | 94,9 | 94,3 |
| | | | | | | | |
EPRA CAPEX
EPRA Capex umfassen die investiven Aufwendungen im Bestand, gegliedert nach den von EPRA definierten Kategorien (u. a. Akquisitionen, Projekt‑/Neubau, Konversionen, wesentliche Instandhaltung sowie Maßnahmen zur Erweiterung bzw. Verbesserung der Vermietbarkeit). Die Offenlegung dient der strukturierten und vergleichbaren Darstellung des Kapitalaufwands im Portfolio.
EPRA CAPEX
Mio. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| | |
Neuzugänge | - | - |
Projekte in Umsetzung | 133,5 | 79,0 |
Bestandsimmobilien | 37,0 | 48,1 |
Kapitalisierte Zinsen | 1,6 | 0,9 |
| | |
Total Capex | 172,1 | 127,9 |
| | |
Nachtragsbericht
In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2026 sind folgende Aktivitäten zu berichten:
CA Immo setzte ihr strategisches Kapitalrotationsprogramm zur Fokussierung des Portfolios auf hochwertige, nachhaltige Büroimmobilien in erstklassigen Lagen Anfang 2026 weiter fort.
Während der Berichtserstellung fand das Closing für den Verkauf von zwei als IFRS 5 klassifizierten Immobilien mit einem Buchwert zum 31.12.2025 in Höhe von 132.192 Tsd. € statt.
Vollvermietung für Berliner Büroprojekt
CA Immo hat zwei große, langfristige Mietverträge für das Anna-Lindh-Haus im Berliner Teilmarkt Europacity unterzeichnet und damit für die Büroflächen ein Jahr vor Fertigstellung eine Vorvermietungsquote von 100% erzielt. Beide Mieter werden in der ersten Hälfte des Jahres 2027 einziehen.
Änderungen im Aufsichtsrat
Georg Edinger wurde mit Wirkung zum 04.03.2026 aus dem Aufsichtsrat abberufen. Mit Wirkung zum selben Datum wurde Nicole Kubista als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat entsandt.
Aktienrückkaufprogramm
Im laufenden Programm wurden bis zum 06.03.2026 917.473 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 0,91% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 26,72 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,06 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 25,37 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 23.279.875,69 €.
Dividende
An ihrer ergebnisorientierten Dividendenpolitik will CA Immo weiterhin festhalten. Die Höhe der Dividende richtet sich nach der Profitabilität, den Wachstumsaussichten sowie den Kapitalerfordernissen der CA Immo. Gleichzeitig soll mit einer kontinuierlichen Ausschüttungsquote von rund 70% des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) die Kontinuität der Dividendenentwicklung gewahrt werden.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor, welche den Aktionären in der am 6. Mai 2026 stattfindenden Hauptversammlung zur Abstimmung vorgeschlagen werden soll. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2025 (22,52 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,0%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Aktuelle Entwicklungen im Nahen Osten
Die jüngste militärische Eskalation im Nahen Osten, insbesondere die angespannten Entwicklungen rund um Iran und potenzielle Einschränkungen im Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus, hat zu deutlich erhöhten Energiepreisen und volatilen Kapitalmarktreaktionen geführt. Unmittelbare Auswirkungen auf die CA Immo bestehen nicht, jedoch bleiben mögliche mittelbare Effekte – etwa auf Wirtschaftswachstum, Inflationsrate und Finanzierungskosten – aufgrund der unsicheren kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungslage derzeit nicht abschätzbar.
Forschung und Entwicklung
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren, dass sie langfristig effizient und profitabel bewirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten.
Zusätzlich ist CA Immo aktives Mitglied in relevanten Plattformen der Immobilienwirtschaft (www.caimmo.com/memberships).
Risikobericht
Risikomanagement bei CA Immo
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender Risiken entscheidend. Um bestehende Marktchancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risikomanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwortungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Corporate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für unsere Identität und unseren Geschäftserfolg. Daher ist die Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Governance und unseres Wertemanagements (Code of Ethics, Code of Conduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokultur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobewusstseins und die bewusste Befassung mit Risiken im Tagesgeschäft – sowohl für das Management als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Umgang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw. dem Geschäftsmodell von CA Immo resultierenden Risiken. Sie legt den Rahmen zu Art, Ausmaß und Angemessenheit von Risiken fest und reflektiert so die unternehmenseigene Definition eines „vernünftigen“ Umgangs mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des Aufsichtsrats die strategische Ausrichtung von CA Immo sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest, die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risikolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement unterstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Finanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Bedarfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft. Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensausrichtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei CA Immo quartalsweise über den Risikoausschuss und halbjährlich im Rahmen von Reportings. Die Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf (Teil-)Portfolioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwachung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche Überwachung der Baukosten bei Projektrealisierungen. Szenariendarstellungen hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risikoberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit. Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen umfassen.
Zusätzlich erfolgt eine halbjährliche Aktualisierung der Risikobewertung und Eintrittswahrscheinlichkeit hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Vermögen und die Liquidität von CA Immo innerhalb eines Jahres. Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar erachtet.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch Kontroll- und Steuerungsprozesse kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unternehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden, berücksichtigt bei seinen Entscheidungen risikorelevante Aspekte und trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhängige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Bedarf werden externe Experten hinzugezogen. In der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anforderungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
RISIKOTRAGFÄHIGKEITSANALYSE
2024 wurde erstmalig ein Risikoaggregationsmodell zur Berechnung von Kennzahlen für den Gesamtumfang des Risikos - Value at Risk (VaR) und daraus ableitbarer Größen wie der Risikotragfähigkeit erstellt.
Die Risikoaggregation (mittels Monte Carlo Simulation) ist die Methode zur Ermittlung des Gesamtrisikoumfangs, der sich aus den quantifizierten Einzelrisiken unter Berücksichtigung möglicher Kombinationseffekte und stochastischer Abhängigkeiten ergibt.
Der VaR ist eine strategische Risikokennzahl, die das Ausmaß möglicher finanzieller Verluste (Risikoexposition) z. B. innerhalb eines Risikoportfolios eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Konfidenzniveau (bspw.: 0,95, d. h. 95%) quantifiziert.
Die Risikotragfähigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Risikodeckungspotential (bspw. Eigenkapital und/oder Liquidität) und dem VaR und bezieht sich auf eine mögliche existenzgefährdende Entwicklung des Unternehmens.
Das Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse zeigt zum Berichtsstichtag eine ausreichende Risikotragfähigkeit.
WESENTLICHE Merkmale des Internen Kontrollsystems (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Über die Managementprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsabläufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzudecken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten. Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstellung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichterstattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichprobenweise von der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
Investment Property Risiken
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von der Entwicklung der relevanten Immobilienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschaftslage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflationsrate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie das Zinsniveau. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Arbeitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten negative Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft haben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirtschaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermietungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern und einer generellen Abschwächung der Marktaktivität führen. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur zu unattraktiven Konditionen veräußern zu können.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie insbesondere der Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen Anfangsrenditen abhängig.
Die europäischen Gewerbeimmobilienmärkte bewegen sich zwischen Stagnation und Ansätzen einer fragilen Erholung. Die Märkte sind noch immer von einem Wirtschaftsabschwung betroffen, der ursprünglich durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde und sich durch die russische Invasion in der Ukraine, und zunehmende geopolitische Unsicherheiten ausgeweitet und verstärkt hat.
Die für das Finanzjahr 2026 prognostizierte Entwicklung des realen BIP in Deutschland liegt zwischen 1,5 und 0,8%. (CEE 2-3%), wobei die Unsicherheit, die sich durch weitere Verschärfungen des US-Zollregimes ergeben kann, oder die Effekte möglicher weiterer Krisen, in dieser Prognose nicht eingepreist sind.
CA Immo könnte durch diese makroökonomischen Entwicklungen erheblich beeinträchtigt werden. Eine solche negative Veränderung dieser oder ähnlicher Faktoren im Zusammenhang mit der Wirtschaftslage kann zu einem Rückgang der Nachfrage sowohl nach vermieteten, als auch zum Verkauf stehenden Immobilien von CA Immo führen und damit den Vermietungsstand oder die Liquidität der Immobilien von CA Immo beeinträchtigen. Aufgrund der nach wie vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa ist es möglich, dass sich der Immobilienmarkt in den Ländern, in denen die CA Immo tätig ist, weiter ungünstig entwickelt. Dies kann zu einem Rückgang der Mieteinnahmen, oder der Auslastung der Immobilien von CA Immo führen. Abhängig von der weiteren Markt- und Zinsentwicklung können zudem steigende Kapitalkosten zusätzliche Wertberichtigungen auf Ebene der CA Immo erforderlich machen.
Angesichts der oben dargelegten Risiken überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen Bewertung des CA Immo Portfolios wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2025 auf Grundlage der externen Bewertungen, bzw. Basis verbindlicher Kaufverträge angepasst. Weitere Informationen zu den Veränderungen der Marktwerte finden Sie im Kapitel „Immobilienbewertung“.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite Streuung auf verschiedene Märkte/Städte vor. Dem Länderrisiko begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategische Märkte mit lokalen Niederlassungen und eigenen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste regionale Allokation innerhalb der CA Immo Märkte. Der Fokus liegt hier auf Städten, die langfristige strukturelle Trends wie zunehmende Urbanisierung, einen positiven demografischen Wandel, strukturelle Angebotsknappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufweisen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie, kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrategien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische Ereignisse.
Einem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwächeren Investmentmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE-Märkten tätig. Mit einem Anteil von rund 73% des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index, der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating unterstützt. In puncto Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld Development werden in erster Linie hochwertige Büroimmobilien für den eigenen Bestand entwickelt.
Einzelinvestments sollen 5% des gesamten Immobilienvermögens nicht dauerhaft überschreiten. Ausnahmen sind nach Genehmigung möglich. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das Bestandsgebäude ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Das Konzentrationsrisiko in Bezug auf Einzelmieter ist überschaubar: Per 31. Dezember 2025 wurden 33% der Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem Anteil von rund 7,6% an den Gesamtmieterlösen waren KPMG gefolgt von PricewaterhouseCoopers mit 4,3% die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnahmen über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter entfallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA) eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäuden gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet (AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario werden Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnahmen aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Gesamtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Marktwert von mehr als 100 Mio. € in derselben Stadt, dem Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspartnern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt werden können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßigen Überprüfung.
Ist CA Immo nicht in der Lage, auslaufende Mietverträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und neue geeignete kreditwürdige Mieter zu finden, bzw. langfristig an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftlichen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken, was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen Situationen kann sich CA Immo zu Mietpreissenkungen entschließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad aufrechtzuerhalten.
CA Immo begegnet dem Risiko von Mietausfällen u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie der Cashflows und führt verschiedene Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch gezieltes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in CA Immo trotz der zuletzt herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einem niedrigen Niveau gehalten. Sämtliche offene Forderungen werden quartalsweise bewertet und entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Der weit überwiegende Teil der Mietverträge von CA Immo beinhaltet Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezugnahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisindex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Mietverträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflationsentwicklung abhängig.
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte Mieter im Geschäftsjahr 2025 noch intensiver geworden; in vielen Märkten stehen die Mieten unter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben, könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nutzung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Development
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Erträge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Entwicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschreitungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträchtigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforderungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
Die Baukosten haben sich in den vergangenen zwei Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert. Über einen Zeitraum von fünf Jahren ergibt sich insgesamt ein Anstieg von rund 45 %. Aufgrund der allgemeinen Kostensituation, insbesondere in den Bereichen Energie, Arbeitskräfte und Baumaterialien, wird für die Jahre 2026 und 2027 ein weiterer Kostenanstieg prognostiziert, der sich im Rahmen der erwarteten allgemeinen Inflation in Deutschland bewegt. Abweichungen von dieser Entwicklung können sich insbesondere infolge geopolitischer und/oder wirtschaftlicher Ereignisse ergeben.
Die Entwicklungsprojekte von CA Immo sind in der Regel mit zahlreichen Risiken verbunden, von denen einige durch das derzeitige, herausfordernde wirtschaftliche Umfeld noch verschärft werden. Die Entwicklungen können aufgrund von Verzögerungen, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden, länger dauern als erwartet. Dazu gehören unter anderem ein Mangel an Arbeitskräften und geeigneten Auftragnehmern und andere allgemeine Probleme im Zusammenhang mit Bauarbeiten, Einschränkungen in der Lieferkette oder die Sättigung der Bauindustrie, insbesondere in Deutschland, und sogar Wetter- oder Umweltbedingungen. Dies könnte die (rechtzeitige) Verfügbarkeit von Bauleistungen beeinträchtigen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken weitgehend zu steuern (Kostenkontrollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätsplanung etc.). Entwicklungsprojekte werden grundsätzlich unter Berücksichtigung ihrer Wirtschaftlichkeit, der Marktsituation sowie der Auswirkungen auf das Gesamtportfolio gestartet. Der Projektstart erfolgt dabei in der Regel nach Erreichen einer angemessenen Vorvermietungsquote, die geeignet ist, den zukünftigen Kapitaldienst durch Mieteinnahmen weitgehend abzusichern.
In ausgewählten Fällen werden Projekte auch ohne vorliegende Vorvermietungsquote realisiert, sofern die jeweiligen Projekt- und Marktbedingungen dies rechtfertigen. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Für CA Immo bestehen im Bereich Development weiterhin Risiken in Bezug auf Baupreise und Bauqualität. Die Verfügbarkeit von Bauleistungen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert und stellt insbesondere im deutschen Markt derzeit kein wesentliches strukturelles Risiko mehr dar. Weiterhin ist die Leistungsfähigkeit und Termintreue der Bauunternehmen, insbesondere zufolge zunehmender Fachkräfteknappheit für Development als Risiko zu sehen.
Trotz eingepreister Projektreserven kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kostenabweichungen Risiken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekterfolg mit sich bringen. Zudem besteht – trotz defensiver Projektkalkulation – das Risiko, dass sich Marktbedingungen und Immobilienrenditen verändern und dadurch der angestrebte Projektgewinn (Developer Profit) beeinflusst wird.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöpfungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlageobjekten mit starken Kompetenzen innerhalb des Unternehmens nachhaltige Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risiken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöpfungskette maximiert (Developer Profit). Spezifische Risiken (z. B. Genehmigungsrisiko) bieten aber gleichzeitig durch die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes erhebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verbleibenden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen Kapazitäten vorangetrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten bedeutet das rund 85-90% ertragsstarke Bestandsimmobilien und rund 10-15% Developments in Realisierung inklusive Landreserven.
Die aktuell in Umsetzung befindlichen Projekte Upbeat, Anna-Lindh-Haus, und Karlsgärten weisen gesamt eine hohe Vorverwertung auf. Die Projekte werden jeweils hinsichtlich der Kosten, Termin und sonstigen Umsetzungsrisiken laufend evaluiert.
Durch die nahezu Vollvermietung des ONE in Frankfurt im Geschäftsjahr 2025 konnten die Risiken dieses Großprojekts deutlich reduziert werden.
CA Immo realisiert auch Projektentwicklungen in Joint Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs- und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). CA Immo ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen tragen müssen.
Finanzrisiken
Zinsänderungsrisiko
Zinssätze sind in hohem Maße von externen Faktoren abhängig, die sich der Kontrolle von CA Immo entziehen, wie z. B. grundsätzliche Geld- und Steuerpolitik, nationale und internationale wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Inflationsfaktoren, Haushaltsdefizite, Handelsüberschüsse oder -defizite und regulatorische Anforderungen. Die Kosten für die Bedienung der Zinsen erhöhen sich, wenn der jeweilige Referenzzinssatz steigt.
Die Inflationsrate in der EU lag zuletzt bei 2,3% (12/25) (2025: DEU: 2-2,3%, AUT: 3,5%, CZ: 2,3%, PL: 3,4% und HU: 4,5%) und soll sich nach Einschätzung der EZB 2026 weiter an das 2% Ziel der EZB annähern. Vor diesem Hintergrund hat die EZB den Leitzinssatz in 2025 um 1% auf 2,15 % gesenkt. Die Mehrheit der Prognosen geht davon aus, dass die Zinsen für den Rest des Jahres 2026 stabil bleiben werden. Als Inflationstreiber wirken im globalen Vergleich, weiterhin erhöhte Energiekosten.
Im Allgemeinen könnten die weitere Zunahme der Unsicherheit des Umfeldes, wie beispielsweise die steigenden geopolitischen Spannungen in Verbindung mit einer (erneuten) Unterbrechung der Lieferketten, sowie eine Ausweitung des US initiierten Zollregimes, und expansive Finanzpolitik den Handlungsspielraum der EZB weiter einschränken.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsicherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierungen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen und achtet auf eine möglichst hohe Zinsabsicherungsquote. Um sich gegen drohende Zinsänderungen und die damit verbundenen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusichern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksamen Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich CA Immo derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annahmen und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-Euribor ab. Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes führen.
Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisikos ist daher unumgänglich. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo setzt auf einen ausgewogenen Mix von besicherten Bankfinanzierungen und unbesicherten Kapitalmarktfinanzierungen. Aktuell entfallen rund ca. 97,2% des gesamten Finanzierungsvolumens auf fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen) oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen.
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbesondere zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisitionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches Kapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolongieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzierungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finanzierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die nicht alle von CA Immo beeinflusst werden können (Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.).
Aus heutiger Sicht verfügt CA Immo über ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksichtigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obligierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzögert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind. Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschussverpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzierungen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu fordern. Dies könnte CA Immo dazu zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strategischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das Long Term Issuer Investment Grade Rating von Moody’s (aktuell Baa3 stabiler Ausblick) zu erhalten, bedarf es zudem unter anderem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung, einer soliden Zinsdeckung sowie einem hinreichend großen Pool an unbelasteten Immobilien.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarungen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -sicherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziellen Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem verfügt CA Immo zur Aussteuerung von Liquiditätsspitzen über eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentlinie (RCF) auf Ebene der Konzernmutter mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. €. Damit wird konzernweit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient werden kann. Diese Kontokorrentlinie ist aktuell ungezogen. Dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abgeschlossen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko aufgrund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen. Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektentwicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindlicher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Latente Steuern sind in diesem Zusammenhang mit dem in Zukunft erwarteten Steuersatz zu berücksichtigen. Zukünftige schrittweise Änderungen von Steuersätzen, sowie geänderte Einschätzungen zur Umkehr temporärer Differenz können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen, inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicherheiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst CA Immo die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten können allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
CA Immo hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichen Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerkennung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen, (iv) die Verteilung des Gewerbeertrags auf mehrere Betriebsstätten oder (v) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. CA Immo unternimmt alle Anstrengungen und Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außerhalb des Einflussbereichs von CA Immo – wie z. B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesänderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als zuvor behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumentieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Verrechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenommenen internen Leistungsverrechnungen führen und damit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die tatsächlichen und endgültigen Vermögensverluste aus der Liquidation von Holdinggesellschaften in Zypern wurden in Österreich steuerwirksam (verteilt über sieben Jahre) geltend gemacht. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden eine andere Meinung hinsichtlich Höhe bzw. Ansatz vertreten.
Währungsrisiken
Eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder tiefgreifende Verwerfungen innerhalb der Europäischen Währungsunion könnten zu einer erhöhten Währungsvolatilität führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst werden, können Kursänderungen eine Verringerung der Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendungen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergebnisse bzw. die Ertragslage von CA Immo belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktuell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Auswirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vorhandene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebsnotwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Absicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags- und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursentwicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten Verkäufen
In Folge des im Vergleich zu den Jahren 2010 bis 2022, höheren Zinsniveaus, der geopolitischen Unsicherheiten, des wirtschaftlichen Abschwungs in CA Immo Märkten (insbesondere in Deutschland, Österreich und Ungarn) und der Risikoeinschätzung gegenüber der Assetklasse Büroimmobilien, war auch das Jahr 2025 von geringer Transaktionstätigkeit am Immobilienmarkt geprägt. Das Risiko, dass Transaktionen aufgrund von Problemen in Bezug auf die Preisfindung bzw. die Verfügbarkeit von attraktiven Finanzierungen nicht zustande kommen, bleibt weiterhin hoch.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben, die die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kaufpreise nachträglich mindern könnten. Vertragliche Verpflichtungen in Form nachlaufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in entsprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
sonstige Risiken
Betriebs- und Organisationsrisiken
Strukturelle Schwächen in der Aufbau‑ und Ablauforganisation von CA Immo können zu unerwarteten Verlusten führen oder zusätzliche operative Belastungen erzeugen. Dieses Risiko ergibt sich insbesondere aus unzureichenden EDV‑ und Informationssystemen, aus menschlichen Fehlhandlungen sowie aus nicht ausreichend wirksamen internen Kontroll‑ und Steuerungsprozessen. Fehlerhafte Prozess‑ oder Systemabläufe sowie automatisierte EDV‑ und Informationsanwendungen, die in Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit oder Sicherheitsarchitektur nicht dem aktuellen Geschäftsvolumen oder den regulatorischen Mindeststandards entsprechen und zugleich verstärkt Ziel KI‑gestützter Cyberangriffe sind (IT‑ und Cyberrisiken), stellen ein wesentliches operationelles Risiko dar.
Nach Einschätzungen maßgeblicher Fachquellen (Allianz, Bafin, BSI und EU-Cyberlage 2025/26) bleibt die Cyber-Bedrohungslage unverändert hoch, und wird durch den breiten Einsatz von KI zur Angriffsvorbereitung, ‑durchführung und ‑beschleunigung weiter verschärft. Für CA Immo wirken die bereits implementierten technischen, organisatorischen und prozessualen Schutzmaßnahmen deutlich risikoreduzierend, sollten jedoch im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung regelmäßig an die dynamischen Entwicklungen angepasst werden.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertraglich zu binden.
Die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsposition des Unternehmens hängen wesentlich von qualifizierten, loyalen und engagierten Mitarbeitern ab. Der zunehmende Fachkräftemangel sowie demografische Entwicklungen bergen Risiken in Bezug auf die Besetzung von Schlüsselpositionen und den Erhalt von Know-how. Fluktuation und unzureichende Mitarbeiterbindung können zu Know-how- und Produktivitätsverlusten und erhöhten Rekrutierungskosten führen (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche Maßnahmen: Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die durch Abgänge von zentralen Wissensträgern auftreten können, beugt CA Immo durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und einen regelmäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften von CA Immo sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert. Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen geführt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich ausgeprägte Effizienz und Kompetenz der zuständigen Gerichte und die Komplexität der Streitgegenstände können eine beträchtliche Verfahrensdauer zur Folge haben. CA Immo trifft bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten zwei Schadenersatzklagen über 1 Mio. € (Teilklage) und vorläufig rund 1,9 Mrd. € aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Beeinflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags an CA Immo eingebracht.
Im ersten Zivilverfahren über die Klage von 1 Mio. € hat der OGH im Jahr 2025 bestätigt, dass die geltend gemachten Schadenersatzansprüche von CA Immo nicht verjährt sind. Das Zivilverfahren wird nun beim Gericht erster Instanz zur Frage des Schadenersatzes dem Grund und der Höhe nach mit offenem Ausgang fortgesetzt. Das zweite Zivilverfahren über die Klage von vorläufig rund
1,9 Mrd. € ist bis zu einem rechtskräftigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen.
In dem parallel zu den Zivilverfahren anhängigen „BUWOG Strafverfahren“ hat der OGH im Jahr 2025 die erstinstanzlichen Strafurteile gegen den ehemaligen und für die Privatisierung zuständigen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Andere in für CA Immo wesentlichen Teilen rechtskräftig bestätigt. Damit steht fest, dass die BUWOG-Privatisierung – wie von CA Immo in den Zivilverfahren vorgebracht - durch Karl-Heinz Grasser und Andere zum Nachteil von CA Immo rechtswidrig manipuliert wurde. CA Immo wird auf dieser Basis die oben genannten Zivilverfahren weiterführen.
Die Veränderung von Rechtsnormen sowie von ständiger Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind unvorhersehbar und können gegebenenfalls negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb von CA Immo, insbesondere auf die Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruktur von CA Immo, haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo soweit als möglich durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von bestehenden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von relevanten Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtsprechung, die Implementierung von Lessons Learned in die Geschäftsprozesse, sowie Informations- und Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter.
ESG-Risiken
Die Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in der Risikopolitik und im Risk Manual verankert. Nachhaltigkeitsrisiken wurden im Rahmen des definierten Risikomanagementprozesses identifiziert, aktualisiert und gesteuert. Details zur Analyse und dem Management von Klimarisiken finden sich im konsolidierten Bericht über Nachhaltigkeitsaspekte.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang stehenden Anti-Korruptions-Richtlinie Rechnung getragen. Die Verantwortung von Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung – und damit der Minimierung des Korruptionsrisikos – obliegt zentral der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten holistischen Ansatz erfolgt. Dies umfasst die Zur-Verfügungsstellung eines Verhaltensleitfadens (primär über die beiden bereits genannten Richtlinien) sowie damit einhergehend umfassende verpflichtende Schulungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Richtlinien sowie deren Änderungen werden konzernweit kommuniziert und sind in ihrer jeweils geltenden Form über das Intranet abrufbar. Eine verpflichtende Schulung zum Thema Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie Umgang mit Interessenkonflikten findet zunächst im Rahmen des Onboardings statt und ist danach jährlich verpflichtend von jedem Mitarbeiter zu absolvieren. Zusätzlich finden unregelmäßig Schulungen für besonders betroffene Geschäftsbereiche statt (operativ tätige Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind).
Zur Verminderung des Geldwäscherisikos und zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung sind diesbezügliche Prozesse fest im Unternehmen etabliert und werden von der Abteilung Corporate Office & Compliance kontinuierlich überwacht. Bei Immobilientransaktionen und vor dem Abschluss von Mietverträgen finden hinsichtlich der potenziellen Vertragspartner umfassende Know-Your-Customer (KYC)-Checks statt, wobei die Geschäftspartner hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Eigentümers, PeP-Eigenschaft, Sitz in Hochrisikostaaten sowie Erfassung in Sanktionslisten überprüft werden.
Im Bereich Governance achten wir naturgemäß auf die Einhaltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Vertragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmensethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und tragen so zur Minimierung diesbezüglicher Compliance-Risiken bei.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Anerkennung der von uns definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabeprozesses werden die Bieter u.a. zu Erfüllung nachstehender Mindestkriterien angehalten:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzbestimmungen,
– Ausschluss jeglicher Form von nicht nach den anwendbaren Gesetzen gemeldeten Tätigkeiten (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der UN Charta und der Europäischen Konvention für Menschenrechte definiert) im eigenen Wirkungsbereich sowie, soweit nach bestem Wissen bekannt, in der Produktion und Entwicklung der verwendeten Stoffe und Geräte. Dies inkludiert auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit (wobei als Mindestmaß die in den „Minimum Age Convention –C138“ und der „Forced Labour Convention –Co29“ definierten Regelungen jedenfalls anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jedweder Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung anwendbarer Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung anwendbarer Steuergesetze,
– Implementierung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen diesbezüglich anwendbarer Gesetze.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind auf unserer Website abrufbar (www.caimmo.com/werte).
informationen gem. § 243 a UGB
Grundkapital & Aktionärsstruktur
Das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen AG betrug zum Bilanzstichtag 735.517.568,35 €, das sich auf vier Namensaktien und 101.171.601 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 7,27 € verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 65,76% per 31. Dezember 2025 (66.531.265 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter Aktionär von CA Immo. Die Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf globale Immobilieninvestitionen. Die Inhaber der vier Namensaktien sind berechtigt, je ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden, wobei sich Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der entsandten Mitglieder aus § 88 AktG ergeben. Die übrigen ausstehenden Aktien von CA Immo befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren, die jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich meldepflichtigen Schwelle von 4% halten. Seit 1.1.2024 besteht in einer deutschen Konzerngesellschaft der CA Immo ein Asset-Management Vertrag mit einer Gesellschaft der Starwood Capital Group. Die Marktüblichkeit der Bedingungen und Konditionen aus der Geschäftsverbindung wird laufend dokumentiert und überwacht. Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Governance Bericht dargestellt, der auf der Webseite des Unternehmens online abrufbar ist unter www.caimmo.com/de/cg-bekenntnis.
Angaben zum Kapital
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in mehreren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtausschluss) um bis zu 154.845.809,22 € (rund 20% des derzeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sacheinlage gegen Ausgabe von bis zu 21.299.286 auf Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
In derselben Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, bis längstens 3. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt 653.621.839,12 €, mit denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 21.299.286 Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 154.845.809,22 € verbunden sind (bedingtes Kapital 2023), auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Wandelschuldverschreibungen können gegen Barleistung und auch gegen Sacheinlagen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen (Direktausschluss). Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt.
Aktienrückkauf
In der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, d. h., bis längstens 4. November 2027, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Am 11.11.2024 beschloss der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen belief sich auf bis zu 1.869.606 Stück Aktien (dies entsprach rund 1,76% des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sah den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richteten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hatte sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und durfte nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert sollte nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 28. November 2024 und sollte spätestens am 03. November 2025 enden. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Das Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.02.2025 beendet. Insgesamt wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 1,76% des Grundkapitals vom 27.02.2025 entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €. Zum Ende des Rückkaufprogramms hielt CA Immo 10.649.642 eigene Aktien, was einem Anteil von rund 10,00% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft am 27. August 2025 beschlossen, 5.324.821 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit sofortiger Wirkung einzuziehen. Nach Erteilung der Zustimmung des Aufsichtsrats am 27. August 2025 erfolgte damit die Einziehung der rückerworbenen eigenen Aktien mit Wirkung zum 27. August 2025. Durch die Einziehung von 5.324.821 Stück eigenen Aktien wurde das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit Wirkung zum 27. August 2025 insgesamt um EUR 38.711.448,67 herabgesetzt und beträgt nunmehr EUR 735.517.568,35, zerlegt in 101.171.605 Stück nennwertlose Stückaktien (davon 4 Namensaktien und nunmehr 101.171.601 Inhaberaktien). Nach der Einziehung wurden 5.324.821 Stück eigene Aktien gehalten, dies entsprach rund 5,26% des aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft nach der Einziehung.
Der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG hat am 27.08.2025 darüber hinaus beschlossen, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen belief sich auf bis zu 2.023.432 Stück Aktien (dies entspricht 2,00% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft, nach Einziehung von 5.324.821 eigenen Aktien). Das Aktienrückkaufprogramm sah den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richteten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hatte sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und durfte nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert durfte nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie.
Der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG gab gemäß § 7 Abs 4 Veröffentlichungsverordnung 2018 bekannt, dass das am 15. September 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG und auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm am 22. Dezember 2025 planmäßig beendet wurde. Insgesamt wurden 2.023.432 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von 2,00% des Grundkapitals entspricht. Der höchste geleistete Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 25,12 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 22,24 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistungen je erworbener Aktie lag bei 23,76 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 48.085.171,98 €.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 3.331.391 eigene Aktien erworben und 5.324.821 Aktien eingezogen. Zum 31.12.2025 hielt CA Immo somit 7.348.253 eigene Aktien, was einem Anteil an der Gesamtzahl ausgegebener stimmberechtigter Aktien von rund 7,26% entspricht.
Darüber hinaus entschied der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG am 8. Januar 2026, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen beläuft sich auf bis zu 2.768.907 Stück Aktien (dies entspricht 2,74% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert darf nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 15. Januar 2026 und endet spätestens am 04. November 2027. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Im laufenden Programm wurden bis zum 06.03.2026 917.473 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 0,91% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 26,72 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,06€. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 25,37 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 23.279.875,69 €.
Details zu den durchgeführten Transaktionen im Rahmen der Aktienrückkaufprogramme sowie allfällige Änderungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht (www.caimmo.com/aktienrueckkauf).
Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 65. Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funktionsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den 65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei, höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien entsendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsendungsberechtigten jederzeit abberufen und durch andere ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen finden auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt. Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den 70. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzung).
„Change of Control“ Regelungen
Die im Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten infolge der ebenso in 2023 neu beschlossenen Vergütungspolitik für den Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen des LTI-Programms Zusagen für Leistungen infolge eines Kontrollwechsels („Change of Control“ Regelungen). Die Details sind unter Punkt 2.3.2. der online abrufbaren Vergütungspolitik geregelt (www.caimmo.com/de/verguetung).
§ 5 Abs 4 der Terms and Conditions des im Oktober 2024 begebenen Green Bond 2024-2030 sehen vor, dass Anleihegläubigern im Falle eines Kontrollwechsels – wie in den Terms and Conditions definiert – das Recht zukommt, vom Emittenten zu verlangen, dass er dessen Anleihen zum Rückzahlungsbetrag ganz oder teilweise zurücknimmt oder nach Wahl des Emittenten kauft (oder den Kauf veranlasst). Das Kapitalmarktprospekt vom 28.10.2024 in englischer Sprache ist abrufbar unter www.caimmo.com.
Konsolidierter Bericht über Nachhaltigkeitsaspekte
Präambel
Dieser freiwillige Bericht zeigt unsere strategische Positionierung, Maßnahmen und Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit und bietet einen Überblick über entsprechende Aktivitäten im Jahr 2025.
Die Berichterstattung orientiert sich an internationalen Standards, u. a. den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD), den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sowie den Voluntary Sustainability Reporting Standards for non-listed SMEs (VSME). Die thematische Struktur und die Inhalte des VSME (Basic und Comprehensive Modul) wurden teilweise reflektiert.
Zum Berichtsstichtag ist CA Immo nicht verpflichtet, gemäß der Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) zu berichten. Mit der Veröffentlichung dieses Berichts folgt CA Immo der Empfehlung (EU) 2025/1710 der Kommission vom 30. Juli 2025, freiwillig Nachhaltigkeitsinformationen unter Bezugnahme auf den von EFRAG entwickelten VSME-Standard zu berichten, um Investoren, Finanzinstituten, großen Unternehmen und anderen Interessengruppen für sie relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.
Nachhaltigkeits-Index
allgemeine angaben
1. Grundlagen für die Erstellung des nachhaltigkeitsberichts
Umfang der Berichterstattung
Die Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis für die CA Immo-Gruppe erstellt. Die enthaltenen Informationen und Kennzahlen umfassen sämtliche CA Immo-Mitarbeiter sowie Immobilien und Tochtergesellschaften, die sich zu mind. 51% im Eigentum von CA Immo befinden und über die das Unternehmen somit operative Kontrolle hat. Einzelheiten zu unserer Organisationsstruktur sowie eine Liste der Tochtergesellschaften finden Sie im Abschnitt „Konzernstruktur“ und im Konzernabschluss, Kapitel 9.8.
ESG-Ratings und Awards
Zusätzlich zu unserer jährlichen Berichterstattung lassen wir uns kontinuierlich von etablierten ESG-Ratingagenturen bewerten (siehe Tabelle B1). CA Immo ist im VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex der Wiener Börse gereiht (www.voenix.at).
ESG Governance
Der Vorstand ist für die konzernweite, ganzheitliche Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Unternehmensstrategie verantwortlich. Die ESG-Strategie von
CA Immo umfasst Ziele, entsprechende Richtlinien und Praktiken zur Erreichung dieser Ziele sowie die freiwillige Berichterstattung und Einhaltung verschiedener etablierter Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards.
In ständiger Abstimmung mit den relevanten Fachabteilungen koordiniert und überwacht die Abteilung Corporate Sustainability die kontinuierliche Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, ist für die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts verantwortlich und treibt die Entwicklung neuer Initiativen – vor allem im Bereich Umwelt – voran. Alle Compliance- und Governance-Themen des Konzerns sind in der Abteilung Corporate Office & Compliance gebündelt. Diese Abteilung nimmt in enger Abstimmung mit den Abteilungen Risikomanagement und Interne Revision eine beratende, koordinierende und konsolidierende Funktion wahr. Die Group Head of Human Resources ist für die Umsetzung von Personalinitiativen und das operative Management sozialer Themen wie Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit und Vielfalt, Gesundheit und Sicherheit, Ausbildung und Kompetenzentwicklung sowie Menschenrechte für die eigene Belegschaft von CA Immo verantwortlich.
Die Verantwortung für die Einhaltung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten liegt bei den jeweiligen Group Heads.
ESG Governance bei CA Immo
Tabelle B1: CA Immo ESG-Ratings und awards
Rating-Agentur | Aktuelle Bewertung | Ausstellungsdatum | Details |
MSCI | AA | Dezember 2024 | CA Immo ist führend 1) in der Immobilienbranche |
Sustainalytics | 10.0 (low risk) | Juli 2025 | Unter den besten 8% der Immobilienbranche gereiht |
ISS ESG | B– (Prime) | Februar 2026 | CA Immo im ersten Dezil (Prime) |
EPRA sBPR | Gold | September 2025 | Zum fünften Mal in Folge unter den besten ESG-Berichterstattern gemäß den EPRA-Empfehlungen für nachhaltige Best Practices |
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Ein Update zu Rahmenbedingungen, Zielen und Maßnahmen sowie entsprechenden Fortschritten im ESG-Kontext werden dem Vorstand und erweiterten Management u. a. im Rahmen der quartalsweise stattfindenden Quarterly Review Meetings bzw. in regelmäßig stattfindenden Konzernvorstandssitzungen präsentiert. Dem Aufsichtsrat wird im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen über ESG-Themen berichtet (siehe auch „Bericht des Aufsichtsrats“).
Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
Das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit wird auch im Vergütungsmodell von CA Immo umgesetzt. Die Leistung des Vorstands wird nach finanziellen und nicht-finanziellen Kriterien bewertet. Die konzernweite, organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie in die Unternehmensstrategie und Finanzplanung obliegt dem Gesamtvorstand.
Für das Geschäftsjahr 2025 wurden folgende nachhaltigkeitsbezogene Ziele als Teil der nicht-finanziellen Leistungskriterien („operative Ziele“) für den Vorstand definiert:
– Definition und Entwicklung einer neuen Strategie und Inhalte für die freiwillige externe ESG-Berichterstattung in Übereinstimmung mit der Omnibus-Richtlinie.
Die Erreichung der operativen Ziele wird vom Vergütungsausschuss evaluiert. Zusätzliche Informationen zur Verankerung von ESG im Vergütungsmodell des Vorstands finden sich im Vergütungsbericht bzw. unter www.caimmo.com/de/verguetung.
2. Strategie: Geschäftsmodell und Nachhaltigkeitsinitiativen
Die CA Immo Gruppe ist ein Immobilienkonzern mit Hauptsitz in Wien, der mit eigenen Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern vertreten ist. Kerngeschäft ist die Vermietung, das Management und die Entwicklung hochwertiger Bürogebäude. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, stabile und wiederkehrende Vermietungserträge von Mietern mit hoher Bonität zu generieren, ergänzt durch Erträge aus der Entwicklung von Bürogebäuden für den eigenen Bestand und Liegenschaftsverkäufen.
Das Bestandsportfolio ist auf moderne Prime-Büroimmobilien mit hohen Qualitätsstandards in innerstädtischen Toplagen europäischer Metropolstädte konzentriert. Teil dieses umfassenden Qualitätsanspruchs ist es, den Anteil nachhaltiger und energieeffizienter Gebäude im Bestand zu erhöhen und diese möglichst ressourcenschonend zu betreiben.
Die Portfoliostrategie von CA Immo basiert auf aktivem Portfoliomanagement zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des Gebäudebestands (strategische Kapitalrotation). Die Entwicklung besonders nachhaltiger und energieeffizienter Gebäude für das eigene Portfolio sowie die Sanierung oder der Verkauf von Gebäuden, die hinsichtlich Anlageklasse, Lage, Bauqualität, Alter oder Wertsteigerungspotenzial nicht zum Kerngeschäft passen, sollen die Qualität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios weiter stärken.
Eine detaillierte Darstellung des Immobilienvermögens inkl. Verteilung nach Region, Assetklasse und Geschäftsbereich sowie Portfolioveränderungen und Mieterstruktur zum 31.12.2025 findet sich in den Kapiteln Immobilienvermögen, Bestandsimmobilien und Immobilienvermögen in Entwicklung.
Die dezentrale Organisationsstruktur mit lokalen Teams vor Ort in allen CA Immo-Märkten ermöglicht es uns, enge Beziehungen mit wichtigen lokalen Stakeholdern, vor allem mit den Mietern, zu pflegen. Zum Berichtsstichtag waren konzernweit 241 Mitarbeiter (Headcount) bei CA Immo angestellt (inkl. Teilzeitarbeitskräfte und karenzierte Mitarbeiter, exkl. Freelancer). Auf Deutschland entfällt mit rund 49% der größte Anteil, gefolgt von Österreich (32%) und CEE (19%). CA Immo verfügt über keine Produktionsstätten, eigene Mitarbeiter sind überwiegend Büroarbeiter (Wissensarbeiter).
CA Immo ist ausschließlich in Ländern der Europäischen Union tätig. Sämtliche Geschäftsprozesse unterliegen somit dem jeweils anwendbaren nationalen und EU-Recht.
Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette von CA Immo reicht von der Baurechtschaffung, Projektentwicklung, Bestandsbewirtschaftung und Vermietung bis zum Verkauf von Bestandsimmobilien. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette unseres operativen Geschäfts konzentriert sich im Wesentlichen auf die Energieerzeugung für den Gebäudebetrieb sowie auf die im Kontext von Neubau- und Sanierungsprojekten entstehenden Stoff- und Ressourcenströme (Inputs vor allem in Form von Baumaterialien und Baudienstleistungen). Der Vergabeprozess an Lieferanten (Baumaterialien) und Dienstleister (u. a. Baufirmen, Gewerke, Architekten) im Zuge dieser Entwicklungsprojekte wird von CA Immo in-house gesteuert.
Während CA Immo die Tätigkeiten ihres Kerngeschäfts (Projektentwicklung, Bestandsmanagement) über ihre interne Plattform steuert, werden Leistungen im Zusammenhang mit Planung und Design, Bauausführung und Construction Management, Property und Facility Management von Dritten eingekauft.
Die nachgelagerte Wertschöpfungskette konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Bestandsmieter (Gebäudenutzer).
Wichtigste Geschäftspartner
Die wichtigsten Stakeholder und Geschäftspartner sind:
– Mieter (Einzelheiten finden Sie im Kapitel „Bestandsimmobilien“),
– Kreditgeber: Banken und Investoren im Zusammenhang mit Anleiheemissionen und (un-)besicherten Finanzierungen (Einzelheiten finden Sie im Kapitel „Finanzierung“),
– Aktionäre (eine Beschreibung der Zusammensetzung finden Sie im Kapitel „Kapitalmärkte“).
CA Immo-Mitarbeiter stehen in ständigem, direktem Dialog mit Aktionären, Investoren, Mietern, Banken, Kollegen, Kommunen und Behörden, Medien und sonstigen externen Dienstleistern.
Analyse nachhaltigkeitsbezogener Auswirkungen und Risiken
Um sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung und -strategie mit dem Geschäftsmodell und den Interessen aller Stakeholder im Einklang stehen, werden die Nachhaltigkeitsrisiken alle sechs Monate von den zuständigen Abteilungen neu bewertet und eingeschätzt. Risikoprofile und damit verbundene Risikominderungsmaßnahmen werden entsprechend aktualisiert. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Risiken wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zweimal jährlich vorgelegt. Die Risikopräventionsmaßnahmen werden von den zuständigen Abteilungen umgesetzt. Einzelheiten zum Risikomanagement von CA Immo finden Sie im Risikomanagementbericht. Details zur Bewertung und zum Management von Klimarisiken finden Sie im Abschnitt „Umwelt“.
3. Praktiken und Richtlinien für den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft
Wichtige Elemente der Strategie in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen
Wir sind uns unserer Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette bewusst und wissen um die Verantwortung, die CA Immo als Projektentwickler, Investor, Vermieter, Arbeitgeber und Kunde hat. Durch gezielte Informationen, konzernweite Richtlinien und regelmäßige Schulungen möchten wir unsere Mitarbeiter und Auftragnehmer für die von uns als relevant erachteten Themen sensibilisieren und sie dazu ermutigen und verpflichten, die Grundsätze und Initiativen von CA Immo zu unterstützen.
Die Immobilienbranche ist ein Sektor mit hohem Einfluss auf den Klimawandel. Deshalb legt unsere Nachhaltigkeitsstrategie einen klaren Fokus auf die Dekarbonisierung unserer Geschäftsaktivitäten. Im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms werden kontinuierlich Dekarbonisierungsmaßnahmen umgesetzt – von der Entwicklung energieeffizienter Gebäude für das eigene Portfolio bis hin zum gezielten Verkauf älterer Gebäude, die in Bezug auf Energie und CO2-Emissionen ineffizient sind und deren Sanierung wirtschaftlich nicht rentabel ist (siehe Tabelle B2).
Die folgenden Tabellen zeigen die wichtigsten Praktiken und Richtlinien, die wir konzernweit umsetzen, um die wesentlichen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsthemen zu steuern. Ausführlichere Beschreibungen, Ziele und Maßnahmen hierzu finden Sie in den jeweiligen Kapiteln (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung):
Tabelle B2: praktiken mit nachhaltigkeitsbezug – Klimawandel
Praktiken | Ziele |
– Einkauf von Energie aus erneuerbaren Quellen: Beschaffung von Ökostrom für den Immobilienbetrieb, einschließlich Mieterstrom (Einbeziehung der Mieter) | Reduktion von CO2-Emissionen im Gebäudebetrieb |
– Ausstieg aus fossilen Heizträgern: Umstellung von Gasheizung auf Wärmepumpen oder Fernwärme |
– Reduzierung der gebundenen Emissionen: Einsatz von CO2-armen Baustoffen und Holz-Hybrid-Bauweise, wo dies wirtschaftlich sinnvoll ist | - |
– Steigerung der Energieeffizienz des Bestandsportfolios durch Energiemonitoring und -management, ausgewählte Sanierungsprojekte, Entwicklung von hoch energieeffizienten Immobilien für das eigene Portfolio (gemäß den technischen Screening-Kriterien der EU-Taxonomie) und Verkauf älterer Gebäude mit geringer Energieeffizienz (Kapitalrotationsprogramm) | Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudebetrieb |
– Regelmäßige Überwachung und Minderung physischer Klimarisiken durch Portfolio-Risiko- und Vulnerabilitätsanalysen, Überprüfung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen zur Erhöhung der Klimaresilienz des Portfolios und umfassender Versicherungsschutz | - |
– Nachhaltigkeitszertifikate: DGNB, LEED oder BREEAM Zertifizierung für Bestandsgebäude | Erhalt eines hohen Zertifizierungsniveaus |
Praktiken mit Nachhaltigkeitsbezug – sonstige themen
– Sichere Beschäftigung: In unseren Kernmärkten schließen wir nahezu ausschließlich unbefristete Dienstverträge.
– Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben.
– Angemessene Entlohnung, die mit regionalen Benchmarks im Einklang steht.
– Modernes, innerstädtisches Arbeitsumfeld mit zahlreichen Aufenthalts-/Gemeinschaftsflächen, guter Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
– Betriebsrat in Österreich und Deutschland, Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu unterschiedlichen Belangen (z. B. zusätzliche Feiertage) mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen.
– Mitspracherecht bei einschneidenden Unternehmensentscheidungen durch die Repräsentanz des österreichischen Betriebsrats im Aufsichtsrat (zwei Arbeitnehmervertreter).
– Jährliche Gender-Pay-Gap Analysen.
– Konzernweites Programm zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
– Bereitstellung eines anonymen Hinweisgebersystems, das sowohl für Mitarbeiter als auch für externe Parteien über die Konzernwebsite www.caimmo.com zugänglich ist.
– Obligatorische jährliche Schulungsprogramme für die Führungsgremien und Mitarbeiter von CA Immo, die alle Aspekte unseres Werte-Managements abdecken (insbesondere Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Auftragsvergabe, Kapitalmarkt-Compliance und Finanzberichterstattungsvorschriften, Umgang mit Geschenken, Spenden und Interessenkonflikten).
Angesichts der hochspezialisierten Anforderungen und des derzeitigen Fachkräftemangels in wichtigen Geschäftsbereichen verzichtet CA Immo derzeit darauf, quantitative Ziele für die Personalbeschaffung festzulegen, z. B. hinsichtlich der Frauenquote in der Belegschaft und im Management.
richtlinien mit Nachhaltigkeitsbezug
– Corporate Social Responsibility Guideline: Regelwerk, das die Haltung von CA Immo zu Themen wie Arbeitsverhältnisse, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen sowie fairem und respektvollem Verhalten sowohl unter den Mitarbeitern als auch gegenüber Dritten (Bewerber, Dienstleister, Vertragspartner usw.) definiert.
– Ethik- & Verhaltenskodex: Umfassendes Regelwerk und Leitlinien, die Grundwerte und Verhaltensregeln definieren.
– OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen: Verpflichtung zu sozialer Verantwortung und Einhaltung der Arbeitnehmerrechte, Verbot von Diskriminierung und Belästigung.
– Verhaltenskodex für Geschäftspartner: Unter anderem Forderung nach Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitsort- und Arbeitszeitregelungen sowie Tarifverträgen, z. B. für Baudienstleister.
– Anti-Korruptionsrichtlinie: Einhaltung von Gesetzen und Rechtsvorschriften sowie Verbot von Korruption („Null Toleranz“), strenge Richtlinien zur Vermeidung von Interessenkonflikten, Spenden und Geschenken, strenge Regelung von politischer Einflussnahme und Lobbying-Aktivitäten.
– Beschaffungsrichtlinie: Legt Standards für die Vergabe von Neubauprojekten fest, um sicherzustellen, dass die hohen ökologischen Anforderungen gemäß dem jeweiligen Zertifizierungsstandard (z. B. DGNB oder LEED Gold) für das geplante Gebäude erfüllt werden. Die Einhaltung der sozialen Mindeststandards der EU-Taxonomie ist eine Voraussetzung für den Abschluss und die Vergabe von Verträgen (d. h. Anbieter, die sich nicht zur Einhaltung dieser Anforderungen verpflichten, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen).
– Kompetenzverteilungsrichtlinie: Festlegung von Verantwortlichkeiten und Genehmigungsstufen innerhalb der Gruppe.
– Kapitalmarkt-Compliance-Richtlinie: Transparenz und Gewährleistung der Integrität der Kapitalmarktkommunikation.
– Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche: Festlegung von Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im gesamten Konzern.
– Richtlinie zu Mahnwesen und Forderungsausfällen: Mahnverfahren, Zahlungsgewohnheiten
– Richtlinie zum Whistleblowing: Bereitstellung eines anonymen Whistleblower-Systems, das sowohl für Mitarbeiter als auch für externe Parteien über die Konzernwebsite www.caimmo.com zugänglich ist.
Wesentliche Richtlinien sind auf der CA Immo-Website unter www.caimmo.com/werte öffentlich zugänglich.
Umwelt: Energie und Treibhausgasemissionen
Der Klimawandel stellt für die Immobilienbranche ein Risiko dar, das sich auf zwei Ebenen entfaltet:
– Physische Risiken: Physische Schäden und Beeinträchtigungen von Gebäuden durch akute oder chronische Wetterereignisse (z. B. Überschwemmungen, Hitzebelastung) können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten und sogar zu vorübergehender Schließung oder Wertverlust des Gebäudes führen.
– Transitionsrisiken: Regulatorische Änderungen, die auf die Reduzierung von Emissionen oder die Durchsetzung höherer Effizienzstandards abzielen, könnten zu Compliance-Kosten (Strafen, Abgaben), höheren Bau- und Finanzierungskosten oder einer schlechteren Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie einer schlechteren Marktfähigkeit führen und sich negativ auf den Wert des Gebäudes auswirken.
Analyse physischer Risiken und Vulnerabilitäten (Anpassung an den Klimawandel)
Die Analyse der klimabedingten physischen Risiken im Portfolio erfolgt standortbezogen und berücksichtigt die Naturgefahren gemäß der EU-Taxonomie, d. h. es werden chronische und akute temperatur- und windbedingte sowie wasser- und landbezogene Naturgefahren bewertet. Diese Risikosituation unterliegt im Zeitverlauf nur geringen Veränderungen.
Die Analyse wurde zuletzt im vierten Quartal 2024 unter Berücksichtigung von zwei RCP-Szenarien (RCP2.6 und RCP4.5) durchgeführt. RCP4.5 beschreibt ein realistisches Szenario mit moderaten Klimaschutzmaßnahmen, das eine globale Erwärmung von etwa 2,0 bis 3,0 °C bis 2100 im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter prognostiziert (Quelle: Fünfter Sachstandsbericht des IPCC).
Die Bewertung konzentrierte sich auf den Zeithorizont bis 2100. Zur Durchführung der Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse wurde das Natural Hazards Tool mit den entsprechenden Klimamodellen von Munich RE verwendet. Alle Liegenschaften (Bestandsgebäude und Entwicklungsprojekte) mit einem anteiligen Buchwert von mindestens 0,5% des gesamten Immobilienvermögens („Großinvestitionen“ gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung) wurden analysiert.
Die Immobilien wurden anhand ihres Standorts hinsichtlich ihrer Exposition gegenüber Naturgefahren in den definierten Zeithorizonten bewertet. Die Immobilien, die eine Exposition gegenüber Naturgefahren über dem definierten Schwellenwert (signifikantes Bruttorisiko) aufweisen, wurden von den zuständigen Fachabteilungen hinsichtlich geplanter oder bereits umgesetzter Anpassungsmaßnahmen geprüft. Darüber hinaus führte
CA Immo eine erweiterte Risikobewertung durch, die von lokalen Behörden umgesetzte Schutzmaßnahmen im städtischen Umfeld einbezog.
Als Manager und Entwickler von hochwertigen Bürogebäuden ist CA Immo vor allem in innerstädtischen Lagen in europäischen Metropolen und damit ausschließlich in gemäßigten Klimazonen (Mitteleuropa) und nicht in Küstenstädten tätig. Aufgrund dieser geografischen Lage sind einige der klimabedingten physischen Risiken, die in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 enthalten sind, für CA Immo nicht oder nur in begrenztem Umfang relevant (z. B. tropische Stürme, Anstieg des Meeresspiegels). Die Analyse zeigt, dass das CA Immo-Portfolio vor allem temperaturbedingten (Hitze) und wasserbedingten Risiken (Dürre und Überschwemmungen) ausgesetzt ist.
Anpassungsmaßnahmen für wasserbezogene Risiken:
– Hochwasserschutzkonzepte in Gebäuden in Flussnähe,
– Entwässerungssysteme, Barriereschutz, Dämme,
– Rückstauschutz und Flussregulierung.
Anpassungsmaßnahmen für temperaturbedingte Risiken:
– Kühl- und Sonnenschutzsysteme, Gebäudeklimatisierung,
– Begrünungskonzepte für Außenbereiche.
Für alle Immobilien mit erhöhtem physischen Risiko wurden bereits Anpassungslösungen umgesetzt. Hinsichtlich des Hochwasserrisikos wurden bei der Risikoanalyse von Gebäuden in Überschwemmungsgebieten auch die in den meisten Städten, in denen CA Immo tätig ist, allgemein gut ausgebauten Hochwasserschutzanlagen berücksichtigt.
Das Ergebnis der Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse zeigt, dass derzeit keine Immobilien im Portfolio von CA Immo erheblichen physischen Risiken ausgesetzt sind, da bereits ausreichende Anpassungsmaßnahmen umgesetzt wurden. Das Restrisiko wurde aufgrund der vor Ort getroffenen Maßnahmen als gering und unterhalb des Schwellenwerts eingestuft.
Tabelle E1: Physische Klimarisiken
Risikotyp | Risikobewertung | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Maßnahmen und strategische Vorkehrungen |
Naturkatastro-phen und extreme Wetterer-eignisse | Risikogruppe: Akut Risikoexposition von CA Immo1): Gering2) | – Physische Schäden an Gebäuden können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur und Instandhaltung bis hin zu einer vorübergehenden Schließung oder Wertminderung des Gebäudes führen – Projektentwicklung: Lieferverzögerungen und Materialengpässe aufgrund unterbrochener Lieferketten – Unterbrechung der Bauarbeiten oder des Betriebs | – Kontinuierliche Überprüfung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen zur Erhöhung der Klimaresilienz des Portfolios – Versicherbare Risiken für Gebäude und Baustellen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen sind durch konzernweit abgeschlossene Versicherungen weitgehend abgedeckt (voller Wiederbeschaffungswert) – Vorausschauende Projektentwicklung: Um Klimarisiken präventiv zu minimieren, werden Projektentwicklungen gemäß Nachhaltigkeitszertifizierungsstandards (DGNB oder LEED) und gemäß den Anforderungen der EU-Taxonomie in Bezug auf Klimaschutz umgesetzt |
Allmähliche Veränderungen von Temperatur und Niederschlag | Risikogruppe: Chronisch Risikoexposition von CA Immo1): Gering2) | – Veränderungen bei Rohstoff- und Inputpreisen – Höherer Energieverbrauch und Betriebskosten für Gebäude (z. B. aufgrund steigender Kühlungsanforderungen) – Höhere Instandhaltungs- und Baukosten zur Erhöhung der Klimaresilienz – Erhöhung der Versicherungsprämien oder keine Versicherungsdeckung möglich |
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Transitionsrisikoanalyse (Klimaschutz)
Die Analyse klimabezogener Übergangsrisiken und
-chancen birgt eine Reihe unbekannter Variablen, wie beispielsweise die Dynamik politischer Einflussnahme (Regulierung) und der Marktanforderungen (Mieter, Kreditgeber, Investoren).
Um die Auswirkungen des Klimawandels und die damit verbundenen Übergangsrisiken zu analysieren, erfasst und analysiert CA Immo vierteljährlich die Energieverbrauchsdaten des eigenen Betriebs sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und andere relevante immobilienbezogene Nachhaltigkeitskennzahlen. Die Daten werden auf Objektebene erhoben und mit nationalen Vergleichsdaten (sofern verfügbar) abgeglichen. Die Risikobewertung basiert unter anderem auf folgenden Vorschriften und Benchmarks:
– der neuen Fassung der Europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD), die 2024 in Kraft getreten ist und 2026 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden muss. Sie definiert Maßnahmen und Leitlinien zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, unter anderem auf der Grundlage von Energieausweisen (Energieeffizienzklassen),
– dem EU-Emissionshandelssystem, das CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen (z. B. Gas- und Ölheizungen, Fernwärme) bepreist,
– der Dekarbonisierungs-Benchmark CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor), die nationale Dekarbonisierungspfade im Einklang mit einem 1,5°-Klimaerwärmungsszenario für den Gebäudesektor bereitstellt. Mithilfe dieser Zielpfade werden Gebäude mit einem frühen Stranding-Risiko identifiziert und bewertet.
Basierend auf diesen regulatorischen Standards und Benchmarks sind wesentliche Transitions-Risikofaktoren für die langfristige Marktfähigkeit und Wertstabilität unserer Gebäude:
– die Nutzung fossiler Brennstoffe (Gas- oder Ölheizung),
– ein hoher Anteil an Gebäuden mit Energieeffizienz-klasse D oder schlechter,
– ein hoher Anteil an Gebäuden mit einer hohen CO2e-Intensität, die deutlich über dem definierten CRREM-Pfad liegt (gestrandete Vermögenswerte). Wesentliche Risikofaktoren für ein frühzeitiges Stranden von Immobilien sind fossile Heizträger, ein hoher Energieverbrauch und der Bezug von Strom aus nicht erneuerbaren Quellen.
Wir analysieren das Ausmaß und die Entwicklung dieser Risikofaktoren in unserem Portfolio mindestens einmal jährlich im Rahmen unserer internen Berichterstattung und leiten bei Bedarf die Umsetzung von risikomindernden Maßnahmen auf Objekt- und Projektebene ein.
Die oben beschriebene Klimarisikoanalyse steht im Einklang mit den klimabezogenen Annahmen im Jahresabschluss.
Die folgenden Tabellen zeigen die wesentlichen Klimarisiken und -chancen von CA Immo und deren Wechselwirkungen mit unserer Portfolio- und Unternehmensstrategie.
Tabelle E2: Klimawandel Übergangsrisiken
Risikotyp | Risikobewertung | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Maßnahmen und strategische Vorsorge |
Strengere gesetzliche Vorschriften hinsichtlich Energieeffizienz und CO2-Emissionen von Gebäuden | Risikoexposition von CA Immo1) : Gering2) | – Höhere Baukosten aufgrund steigender Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und CO2-neutrale Bauprozesse – Höhere Investitionsausgaben für die energetische Sanierung/Renovierung von Gebäuden – Compliance-Kosten (Strafen, Abgaben) – Erhöhte Steuern und/oder CO₂-Bepreisung (Stranding-Risiko) – Negative Auswirkungen auf Immobilienwerte – Geringere Marktfähigkeit / höhere Leerstandsquoten | – Schrittweise Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen gemäß dem Transitionsplan – Engmaschige Beobachtung der aktuellen und absehbaren Rechtslage in unseren Märkten – Alle neuen Bauprojekte werden nach den technischen Screening-Kriterien (TSC) der EU-Taxonomie für Klimaschutzmaßnahmen entwickelt. – Von CA Immo entwickelte Gebäude übertreffen die aktuellen Energieeffizienzanforderungen („Staying ahead of regulation“) |
Veränderung der Marktnachfrage hin zu energieeffizienten und kohlenstoffarmen Gebäuden | Risikoexposition von CA Immo1) : Gering2) |
Druck seitens des Kapitalmarkts zur Reduzierung der CO2-Emissionen | Risikoexposition von CA Immo1) : Gering2) | – Schlechtere Verfügbarkeit von Fremdkapital | – Transparente ESG-Berichterstattung und Umsetzung des strategischen Kapitalrotationsprogramms zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Immobilienportfolios |
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Tabelle E3: Klimachancen
Chancen | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Maßnahmen 2025 |
Produkte und Dienstleistungen: Entwicklung energieeffizienter Gebäude | – Nutzung staatlicher Förderprogramme (z. B. in Form von zinsvergünstigten Darlehen und Zuschüssen) für die Entwicklung oder Renovierung von Gebäuden zur Senkung des Energieverbrauchs | – Start eines Berliner Sanierungsprojekts (Karlsgärten), das für eine deutsche Förderfinanzierung (KfW-Darlehen) und Bundesmittel für einzelne Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Frage kommt |
Grüne Finanzwirtschaft: Grüne Kredite und Anleihen | – Bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital für Gebäude mit guter Energie- und Klimabilanz | – Verlängerung einer flexiblen Kreditlinie in Höhe von 150 Mio. €, deren Marge an die Erreichung von Zielen in Bezug auf Nachhaltigkeitszertifizierungen und Energieeffizienzklassen im Immobilienportfolio gekoppelt ist |
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5. Ziele zur Reduzierung von Treibhaus-gasen (THG) und Klimatransition
CA Immo positioniert sich als Anbieter von Prime-Büroflächen mit hohen Qualitätsstandards. Das Management und die Entwicklung von Gebäuden, die so energieeffizient und klimafreundlich wie möglich sind, ist ein wichtiger strategischer Faktor für die Sicherung der Marktfähigkeit des Portfolios und damit der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Management von Klimaauswirkungen, Risiken und Chancen
Um Klimarisiken proaktiv zu mindern, definiert CA Immo Klimaziele und entsprechende Maßnahmen und analysiert kontinuierlich deren Auswirkungen und Fortschritte bei der Zielerreichung. Definierte ESG-KPIs auf Asset- und Portfolioebene werden in das konzernweite Monitoring einbezogen, auf deren Grundlage Entscheidungen über (energiebezogene) Investitionen, Portfolio-transaktionen (Kapitalrotationsprogramm) und andere Dekarbonisierungsmaßnahmen getroffen werden. Investitionen in Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel werden von den Abteilungen Asset Management (Bestandsgebäude) und Development (Neubauprojekte) im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses vorgeschlagen und vom Vorstand genehmigt.
Übersicht über die wichtigsten CO2-Emissionen und Dekarbonisierungshebel
Der CO2-Fußabdruck von CA Immo wird weitgehend durch den Energieverbrauch für Heizung, Kühlung und sonstige Elektrifizierung unserer Bestandsgebäude (operativer Betrieb und Nutzungsphase) sowie durch die Verwendung von Baumaterialien (Projektentwicklung) bestimmt. Während die operativen Emissionen gleichmäßig und wiederkehrend über den gesamten Lebenszyklus der betrieblichen Nutzung auftreten (Locked-in-Emissionen), konzentrieren sich die Emissionen aus der Projektentwicklung auf die Bauphase, die in der Regel einen Zeitraum von 1 bis 4 Jahren umfasst. Die folgende Tabelle zeigt unsere relevanten Treibhausgasemissionen nach Scopes (gemäß dem Greenhouse Gas Protocol) sowie die jeweiligen Hebel zur Dekarbonisierung:
Tabelle E4: Wesentliche Treibhausgasemissionen entlang der CA Immo-Wertschöpfungskette
THG-Emissionen nach Kategorie | Beschreibung | Lebenszyklusphase | Dekarbonisierungshebel |
Scope 1 und 2: Eigener Betrieb und vorgelagerte Wertschöpfungskette |
Scope 1 | – Gas- und Ölheizungen in Bestandsgebäuden – Kältemittelverluste in Bestandsgebäuden | – Nutzung (operativer Betrieb) | – Ausstieg aus fossilen Brennstoffen |
Scope 2 | – Strom für Gemeinschaftsräume und gemeinsame Dienste 1) | – Nutzung (operativer Betrieb) | – Beschaffung von Energie aus erneuerbaren Quellen – Energieeffizienz-Steigerung |
Scope 3: Vorgelagerte Wertschöpfungskette |
Kat. 2, Investitionsgüter | – Gebundene Emissionen in Baumaterialien (z. B. Zement, Stahl) | – Entwicklung, Revitalisierungen | – Reduzierung der gebundenen Emissionen |
Kat. 3, Aktivitäten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie | – Übertragungs- und Verteilungsverluste bei der Erzeugung von Energie für den Gebäudebetrieb (nicht in Scope 1 und 2 enthalten) | – Nutzung (operativer Betrieb) | – Beschaffung von Energie aus erneuerbaren Quellen – Energieeffizienz-Steigerung |
Scope 3: Nachgelagerte Wertschöpfungskette |
Kat. 13, Nachgela- gerte geleaste Vermögenswerte | – Mieterstrom3): vom Mieter oder Vermieter bezogen (submetered) | – Nutzung (operativer Betrieb) | – Beschaffung von Energie aus erneuerbaren Quellen |
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1) z. B. für Kühlung, Lüftung, Beleuchtung, Aufzüge, Wärmepumpen; inkl. Mieterstrom für selbst genutzte Büroflächen (eigener Betrieb)
2) Inkl. Fernwärme für selbst genutzte Büroflächen (eigener Betrieb)
3) z. B. für IT, Küchengeräte, Beleuchtung
CA Immo Transitionsplan – Fortschritte im Jahr 2025
Seit 2019 hat CA Immo eine Vielzahl von Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs des Portfolios umgesetzt. Die daraus resultierende Steigerung der Energieeffizienz in Verbindung mit der konzernweiten Umstellung auf die Beschaffung von Ökostrom hat seit 2021 zu einem deutlichen Rückgang der CO2e-Intensität des Portfolios geführt.
Die Energieintensität des Portfolios (gesamtes Gebäude, inkl. Mieterstrom) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8%, was vor allem auf die höhere Auslastung des Bestandsportfolios und den Verkauf von Immobilien mit außergewöhnlich niedrigem Energieverbrauch im Jahr 2025 (z. B. zwei Parkhäuser und ein Logistikgebäude) zurückzuführen ist. Im like-for-like Jahresvergleich stieg die Energieintensität lediglich um 3%.
Das Ziel, den Energieverbrauch für Gemeinschaftsflächen/gemeinsam genutzte Dienste (Energieverbrauch des Portfolios ohne Stromverbrauch der Mieter) zwischen 2019 und 2025 um 15% zu senken, wurde deutlich übertroffen (Reduzierung um 32% von 164 kWh/m² im Jahr 2019 auf 113 kWh/m² im Jahr 2025).
Energieintensität des Portfolios 2019–2025
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten im Jahr 2025 umgesetzten Maßnahmen im Kontext unserer wesentlichen Dekarbonisierungshebel sowie deren Auswirkungen auf unsere KPIs.
Tabelle E5: Klimatransitionsplan - Massnahmen 2025 und Auswirkungen auf KPI
Dekarbonisierungshebel | Maßnahmen 2025 | Auswirkungen auf KPI |
Ausstieg aus fossilen Heizträgern | – Durchführung eines Sanierungsprojekts in Prag zur Umstellung von Gasheizung auf Wärmepumpen – Verkauf von zwei Gebäuden mit fossiler Heizung (einschließlich unserer letzten mit Öl beheizten Immobilie) | – 14% des gesamten Bestandsportfolios1) mit Gasheizung (2020: 35%) |
Beschaffung von Energie aus erneuerbaren Quellen | – Konzernweiter Gebäudebetrieb (Gemeinschaftsflächen/shared services) mit 100% Strom (vom Vermieter bezogen) aus erneuerbaren Energiequellen (2024: 98%) – 100% grüner Mieterstrom in CEE, Umfrage zu grünem Mieterstrom in Deutschland und Österreich: Steigerung des konzernweiten Anteils an grünem Mieterstrom auf 81% (2024: 55%) | – CO2e-Intensität des Portfolios2) um 29% zum Vorjahr gesunken – CO2e-Intensität des Portfolios 76% unter dem CRREM-Pfad – Scope 1 und 2 CO2e-Intensität seit 2019 um 78% gesunken |
Steigerung der Energieeffizienz des Gebäudebestands | – Gezielte Energiesparmaßnahmen in einzelnen Immobilien auf Basis von Energieverbrauchsdaten – Durchführung von Sanierungsprojekten in Prag (Fertigstellung 2026), Warschau (Sanierung 2024 abgeschlossen) und Berlin (Beginn 2025) | – 83% des gesamten Bestandsportfolios1) mit Energieeffizienzklasse C oder besser – PED3) für Saski Crescent (Warschau) um 32% verbessert |
Reduzierung der gebundenen Emissionen | – Umsetzung des ersten Holz-Hybrid-Projekts in Berlin – Bestands-Sanierung: Start des Berliner Manage-to-Green-Projekts Karlsgärten | – Senkung der durchschn. Upfront CO2e-Intensität (A1-A3) auf <400 tCO2e/m² 4) |
1) Stand: 31.12.2025, nach Buchwert, ohne kurzfristige Immobilienvermögen
2) Gesamtes Gebäude, in Betrieb (Scope 1, 2 und 3.13, nur Energie)
3) Primärenergiebedarf (PED) gemäß Energieausweis
4) Details siehe Tabelle E10, mittelfristig angestrebter Zielwert für vorgelagerte CO2e
Vor allem dank des starken Anstiegs des Anteils von Mieterstrom aus erneuerbaren Quellen (der sich in unseren Downstream-Scope-3.13-Emissionen widerspiegelt) konnte die CO2e-Intensität des Portfolios (Scope 1, 2 und 3.13) im Vergleich zum Vorjahr um 29% gesenkt werden (Details siehe Tabellen E5, E8 und E9). Im Jahr 2025 lag der Anteil von Ökostrom am gesamten Stromverbrauch der Gebäude bei 89% (2024: 75%).
Mit einer CO2e-Intensität des Portfolios von 10 CO2e/m² (Scope 1 und 2) wurde seit dem Basisjahr 2019 eine Reduzierung von –78% erreicht (Ziel 2019–2030: –50%).
Der Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) ist ein wichtiger Maßstab für die Dekarbonisierung von Immobilien Richtung Klimaneutralität gemäß dem 1,5 °C-Erwärmungsziel.
Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung der CO2e-Intensität unseres Portfolios im Vergleich zum entsprechenden CRREM-Zielpfad. Die durchschnittliche CO2e-Intensität des Portfolios lag 2025 rund 76% unter dem CRREM-Benchmark. Der derzeitige Anteil von 89% Ökostrom (basierend auf dem gesamten Stromverbrauch der Gebäude) bietet weiteres CO2e-Reduktionspotenzial durch die Beschaffung von Ökostrom durch Mieter (hauptsächlich in Deutschland).
CO2-Emissionsintensität des Portfolios im Vergleich zum CRREM-Pfad
Ausblick – Umsetzung Klima-Transition bis 2030
In den kommenden Jahren sollte der Anteil der Gebäude mit schlechter Energie- und CO2-Bilanz aufgrund der Fertigstellung neuer Entwicklungs- und Sanierungsprojekte sowie des Verkaufs älterer, emissionsintensiver Gebäude weiter sinken. Gleichzeitig wird die Fertigstellung unserer Neubau- und Sanierungsprojekte in den kommenden Jahren zu einem Anstieg der absoluten wiederkehrenden CO2-Emissionen aus dem Gebäudebetrieb führen (locked-in Emissionen).
Aufgrund der zunehmenden Verwendung kohlenstoffarmer Baumaterialien wird erwartet, dass die durchschnittliche Upfront-CO2eq-Intensität (A1-A3) von Neubau- und umfassenden Renovierungsprojekten mittelfristig unter 400 tCO2eq/m² liegen wird.
Die weitere Entwicklung der CO₂-Emissionen unseres operativen Geschäfts wird maßgeblich von folgenden Faktoren beeinflusst, die außerhalb der direkten Kontrolle von CA Immo liegen:
– Anteil nicht erneuerbarer Mieterstrom: Der derzeitige Anteil von 11% Strom aus nicht erneuerbaren Quellen am gesamten Stromverbrauch des Portfolios bietet weiteres Dekarbonisierungspotenzial von rund 2.200 tCO2e pro Jahr (verursachte im Jahr 2025 rund 20% der gesamten energiebezogenen CO2e, marktbasiert).
– Fortschritt in der Dekarbonisierung der Netze, insbesondere der Fernwärmeversorgung durch lokale Anbieter gemäß 1,5 °C-Szenarien bis 2050 und die damit verbundene Entwicklung der entsprechenden Emissionsfaktoren. 2025 entfielen rund 46% der gesamten energiebezogenen CO2e auf Fernwärme (marktbasiert),
– Verfügbarkeit von bezahlbarem Strom aus erneuerbaren Quellen zur Vermeidung von energiebedingten CO2e im Gebäudebetrieb.
Ob und wie schnell sich das oben beschriebene Dekarbonisierungspotenzial aus Mieterstrom und Fernwärme realisieren lässt, hängt von Entscheidungen ab, die von Regierungen, Mietern und lokalen Behörden getroffen werden – aber auch von der allgemeinen Markt- und Preisentwicklung. Diese Faktoren können auch zu einem künftigen Anstieg der CO2-Emissionen führen, der außerhalb unserer Kontrolle liegt. Mit der weiteren Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen im Rahmen unseres Transitionsplans streben wir jedoch an, die CO2e-Intensität des Portfolios unter der jeweiligen CRREM 1,5 °C-Pfad-Benchmark zu halten.
Wichtigste DekarbonisierungsHebel und Massnahmen 2025 im Detail
Ausstieg aus fossilen Heizträgern
Der kontinuierliche Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Gas- oder Ölheizungen) ist ein wichtiger Hebel zur Erreichung der Klimaneutralität. Die Wärmestrategie von CA Immo konzentriert sich auf den kontinuierlichen Ausbau (potenziell) erneuerbarer Heizenergieträgern in Bestandsgebäuden – vor allem durch die Umstellung der Heizenergiequelle von Gas oder Öl auf Fernwärme oder Wärmepumpen.
– Alle Bau- oder Sanierungsprojekte, die sich zum 31.12.2025 in der Entwicklung oder Planung befinden, werden mit kohlenstoffarmen Heizsystemen (Fernwärme oder Wärmepumpen) ausgestattet.
– Die Sanierung des Danube House in Prag (Fertigstellung für das erste Halbjahr 2026 geplant) inkludiert die Umstellung der Gasheizung auf eine Wärmepumpe.
– Der Verkauf von zwei Bestandsgebäuden mit fossiler Heizung wurde 2025 abgeschlossen.
Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen
Die CO2-Emissionsintensität des Bestandsportfolios wird durch den Energieverbrauch für Heizung, Kühlung und sonstige Elektrifizierung unserer Gebäude bestimmt. Ein wichtiger Hebel zur Dekarbonisierung im Immobiliensektor ist daher die Umstellung des Gebäudebetriebs auf grüne Energie. Die CA Immo-Richtlinien für die Beschaffung von Ökostrom legen folgende Standards fest:
– Konzernweiter Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen mit Herkunftsnachweisen, vorzugsweise aus nationalen Quellen und zertifiziert nach EECS (European Energy Certificate System) oder über Power Pur-chase Agreement (PPA),
– Keine CO2-Kompensation für Gas, Fernwärme oder Strom
– Ausbau erneuerbarer Energiequellen vor Ort in Bestandsgebäuden sowie im Rahmen von Neubau- und Sanierungsprojekten (z. B. Photovoltaikanlagen).
Diese Richtlinien unterliegen der lokalen Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Beschaffung von Ökostrom. Die Dekarbonisierung der regionalen Strom- und Fernwärmenetze ist eine Voraussetzung für einen klimaneutralen Gebäudebetrieb (Ökologisierung des heimischen Energiemix).
Im Jahr 2025 unterzeichnete CA Immo einen Stromabnahmevertrag (PPA) mit einem deutschen Wasserkraftwerksbetreiber und sichert damit für die nächsten drei Jahre die Versorgung unserer deutschen Gebäude im Wert von rd. 2,6 Mrd. € mit grünem Strom. Seit Januar 2026 wird unser deutsches Portfolio vollständig mit Ökostrom versorgt (mit Ausnahme der Mieterflächen), wobei 80% vom PPA-Vertragspartner geliefert und 20% als zertifizierter Ökostrom auf dem Spotmarkt bezogen werden.
Darüber hinaus hat CA Immo im Jahr 2025 eine Mieterbefragung in Deutschland und Österreich zur Beschaffung von Ökostrom durchgeführt. Alle Mieter mit direkten Verträgen mit Stromversorgern wurden um Angaben zum bezogenen Strom gebeten. Zum Ende des Berichtsjahres haben rund 60% aller Mieter (nach Fläche) die Beschaffung von Ökostrom bestätigt, was einem Anteil von rund 60% Ökostromverbrauch am gesamten Mieterstrom in Deutschland und Österreich im Jahr 2025 entspricht (2024: 2%).
Energiemix des Bestandsportfolios
Basis: Gesamtenergieverbrauch (147.908 MWh) von 46 Bestandsgebäuden, einschließlich Gebäuden, die zum 31. Dezember 2025 als kurzfristiges Immobilienvermögen klassifiziert sind, exkl. im Geschäftsjahr 2025 verkaufte Immobilien.
CO2-Emissionen des Bestandsportfolios
Basis: Gesamte-CO2e des Energieverbrauchs im Bestandsportfolio (10.900 tCO2e, marktbasiert), exkl. im Geschäftsjahr 2025 veräußerte Immobilien. Die Scope-3.13-Emissionen basieren auf dem Verbrauch von nicht-erneuerbarem Mieterstrom in Deutschland und Österreich.
Steigerung der Energieeffizienz des Portfolios
CA Immo investiert kontinuierlich in die Optimierung der Energieeffizienz ihres Gebäudebestands. Dieses Energieoptimierungsprogramm umfasst folgende Maßnahmen:
– Energetische Modernisierung und Sanierung älterer Gebäude mit schlechter Energiebilanz, sofern dies finanziell und strategisch sinnvoll ist: z. B. Verbesserung der Gebäudehülle, der technischen Infrastruktur und der Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen, Installation von LED-Technologie mit modernen Sensoren,
– Energieeinsparungen durch Optimierung der Betriebszeiten von Gebäudemanagementsystemen, Temperaturregelung usw.,
– Gebäudedigitalisierung: Ausbau von Smart Metern, intelligente Steuerung der technischen Gebäudeinfrastruktur wie Beleuchtung, Klima- und Heizungsanlagen und frühzeitige Erkennung von Optimierungspotenzialen durch moderne Gebäudemanagementsysteme,
– Alle neuen Bauprojekte sollen gemäß den Vorgaben der EU-Taxonomie für das Umweltziel Klimaschutz entwickelt werden.
Die umfassende Sanierung des Bürogebäudes Saski Crescent in Warschau wurde Anfang 2024 abgeschlossen. Durch die umgesetzten Maßnahmen konnte der Primärenergiebedarf des Gebäudes laut Energieausweis (EPC) um rund 32% auf 152 kWh/m² gesenkt werden.
Die Sanierung des Bürogebäudes Danube House in Prag sieht Maßnahmen vor, die nach Fertigstellung im ersten Halbjahr 2026 eine LEED-Platin-Zertifizierung und die Verbesserung der Energieeffizienzklasse von C auf B bewirken sollen.
Ende 2025 begann CA Immo mit der umfassenden Sanierung des Bürogebäudes Karlsgärten in Berlin, die nach den Nachhaltigkeitsstandards der DGNB-Platin-Zertifizierung, German Efficiency Building 55 und dem Gütesiegel „Nachhaltiges Bauen“ (QNG Plus) durchgeführt werden soll. Zu diesen Anforderungen gehören unter anderem ein geringer jährlicher Primärenergiebedarf des Gebäudes (70,5 kWh/m²) und die Verwendung besonders nachhaltiger oder recycelter Materialien bei der Sanierung.
Der Bau des neuen Bürogebäudes Anna-Lindh-Haus in Berlin sieht eine vollständige Elektrifizierung durch den Einsatz von Wärmepumpen vor. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage wird bis zu 30% des vor Ort benötigten Stroms produzieren. Der prognostizierte Primärenergiebedarf von 55 kWh/m² liegt deutlich unter dem Referenzwert für Niedrigstenergiegebäude (gemäß dem deutschen Gebäudeenergiegesetz).
Die Gesamtenergieeinsparungen, die sich aus den umgesetzten Optimierungsmaßnahmen ergeben, werden im Rahmen der laufenden Erfassung der Energieverbrauchsdaten überwacht. Um den Anteil geschätzter Daten des von Mietern direkt bezogenen Stroms in Deutschland zu reduzieren, hat CA Immo 2025 eine Initiative zum Ausbau intelligenter Zähler zur Messung des Stromverbrauchs in den Mietflächen gestartet (vorbehaltlich der Zustimmung der Mieter). Diese Initiative soll den Anteil der realen Stromverbrauchsdaten auf der Grundlage von digital erfassten Zählerständen deutlich erhöhen.
Mieterbeteiligung: Green Lease Agreements
Ein klimafreundlicher Gebäudebetrieb erfordert die Zusammenarbeit von Vermieter und Mietern. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Mieterstrom) und energiesparendes Nutzerverhalten können unsere Mieter einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen des Gebäudes leisten. Mit Green Lease Agreements bieten wir unseren Mietern die Möglichkeit, sich an unseren ESG-Initiativen in Bereichen zu beteiligen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Ein Green Lease ist ein Mietvertrag, in dem sich Mieter und Vermieter auf bestimmte ESG-Klauseln einigen, die eine energieeffiziente und klimafreundliche Büronutzung unterstützen. Entsprechende Vertragskomponenten wurden 2022 konzernweit eingeführt. Bis Ende 2025 wurden Mietverträge für eine Mietfläche von rund 251.000 m² als Green Leases abgeschlossen (31.12.2024: 235.000 m²). Green Lease Agreements umfassen unter anderem:
– den Kauf von Ökostrom zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Betrieb (Mieterstrom),
– Daten- und Informationsaustausch zwischen Mieter und Vermieter (insbesondere zum Energieverbrauch).
Reduzierung der CO2-Emissionen in Neubauten
Zusätzlich zur Reduzierung der betrieblichen CO₂-Emissionen während der Nutzung ist die Reduzierung der CO₂-Emissionen aus den für Entwicklungsprojekte verwendeten Baumaterialien (Scope 3.2) ein wichtiger Hebel zur Verringerung des gesamten CO₂-Fußabdrucks von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus. Unsere Dekarbonisierungsstrategie für Neubauprojekte umfasst folgende Maßnahmen:
– Frühzeitige Durchführung einer CO₂-Lebenszyklusanalyse (LCA) für jedes Neubauprojekt zur systematischen Erfassung und Reduzierung der CO₂-Emissionen während der Bauphase (einschließlich der Emissionen, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehen)
– Verwendung emissionsarmer oder CO₂-reduzierter Baumaterialien (z. B. Holz), wo immer dies möglich ist,
– Erstellung eines Materialpasses für jedes Neubauprojekt zur Erfassung der Baumaterialien und zur Optimierung des Rohstoffverbrauchs und der Emissionsbelastung (Cradle to Grave / Cradle to Cradle),
– DGNB- oder LEED-Zertifizierung für jedes Neubauprojekt,
– Stärkere Fokussierung auf die Sanierung von Bestandsgebäuden, nur selektive Realisierung von Neubauprojekten.
Die Entwicklung des Anna-Lindh-Haus, des ersten Bauprojekts in Holz-Hybridbauweise, soll Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die Kombination von Holz und kohlenstoffreduziertem Beton soll zu einer Verringerung der gebundenen CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen führen.
6. Energie und Treibhausgasemissionen
Tabelle E6: Energieverbrauch
In MWh | 2025 | 2024 | |
| Erneuerbar | Nicht erneuerbar | Gesamt | Erneuerbar | Nicht erneuerbar | Gesamt | Veränderung in % |
Brennstoffverbrauch aus Öl | - | - | - | - | 223 | 223 | –100% |
Brennstoffverbrauch aus Erdgas | - | 20.304 | 20.304 | - | 23.066 | 23.066 | –12% |
davon vom Vermieter beschafft 1) | - | 17.989 | 17.989 | - | 19.987 | 19.987 | –10% |
davon vom Mieter beschafft | - | 2.315 | 2.315 | - | 3.079 | 3.079 | –25% |
Verbrauch aus Fernwärme | - | 44.302 | 44.302 | - | 53.058 | 53.058 | –17% |
davon vom Vermieter beschafft 1) | - | 38.510 | 38.510 | - | 43.481 | 43.481 | –11% |
davon vom Mieter beschafft | - | 5.541 | 5.541 | - | 9.328 | 9.328 | –41% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden | - | 250 | 250 | - | 249 | 249 | 0% |
Stromverbrauch | 74.769 | 8.937 | 83.706 | 79.868 | 26.597 | 106.465 | –21% |
davon Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste (vom Vermieter beschafft) | 35.873 | - | 35.873 | 48.314 | 975 | 49.289 | –27% |
davon Mieterstrom (vom Vermieter beschafft und submetered) 1) | 25.009 | - | 25.009 | 31.059 | 849 | 31.908 | –22% |
davon Mieterstrom (vom Mieter beschafft) | 13.473 | 8.937 | 22.410 | 28 | 24.773 | 24.801 | –10% |
davon Verbrauch aus selbst erzeugtem Strom (Photovoltaik) | 260 | - | 260 | 302 | - | 302 | –14% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden | 154 | - | 154 | 165 | - | 165 | –7% |
Gesamtenergieverbrauch | 74.769 | 73.543 | 148.312 | 79.868 | 102.944 | 182.812 | –19% |
davon CA Immo Bestandsportfolio 1) | 74.615 | 73.293 | 147.908 | 79.703 | 102.695 | 182.398 | –19% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden | 154 | 250 | 404 | 165 | 249 | 414 | –2% |
Anteil Energie aus erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | | | 50% | | | 44% | 6pp |
| | | | | | | |
Tabelle E6 zeigt die Energieverbrauchsdaten für 2025 für 100% des CA Immo-Bestandsportfolios zum 31. Dezember 2025 (exkl. im Jahr 2025 veräußerte Gebäude, inkl. kurzfristiges Immobilienvermögen). Die Daten umfassen insgesamt 46 Bestandsgebäude im Jahr 2025 (2024: 61 Bestandsgebäude), davon 36 multi-tenant Bürogebäude und 10 single-tenant Gebäude.
Von den 7 selbst genutzten Büroflächen (CA Immo Headquarters und Niederlassungen) befinden sich zum Stichtag 5 in CA Immo-Gebäuden und 2 in Drittgebäuden.
Um vollständige Daten zum Gesamtenergieverbrauch in unseren Gebäuden zu erfassen, bemühen wir uns, vollständige Verbrauchsdaten auch für Energie, die direkt von den Mietern bezogene wird, zu erheben. Im Jahr 2025 mussten rund 22% des von den Mietern direkt bezogenen Stromverbrauchs geschätzt werden. Einzelheiten zur Methodik der Schätzungen und Datenkonsolidierung finden Sie auf unserer Website unter www.caimmo.com/esg-data.
Tabelle E7: Energieintensität
| 2025 | 2024 | Veränderung in % | 2019 |
Energieintensität je Nettoeinnahme | | | | |
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren je Nettoeinnahme aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (MWh/Mio.€) | 512 | 615 | –17% | - |
Nettoeinnahmen aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren (in Mio. €) 1) | 289 | 297 | –3% | - |
Energieintensität je m² (Energiebezugsfläche) 2) | | | | |
Energieintensität gesamtes Gebäude, inkl. Mieterstrom (kWh/m²) | 162 | 150 | 8% | 239 |
Energieintensität Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste (kWh/m²) 3) | 113 | 112 | 0% | 164 |
Energiebezugsfläche 2) | 911.861 | 1.214.241 | –25% | 1.182.163 |
| | | | |
Tabelle E8: Brutto-Treibhausgasemissionen
in tCO2e | 2025 | 2024 | Veränderung in % |
Scope-1-Treibhausgasemissionen | | | |
Scope-1-THG-Bruttoemissionen | 4.193 | 5.608 | –25% |
davon Immobilienbestand 1) | 3.714 | 4.278 | –13% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden | - | - | |
davon Kühlmittelverluste (Refrigerants) im Immobilienbestand | 479 | 1.330 | –64% |
Scope-2-Treibhausgasemissionen | | | |
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 25.417 | 35.469 | –28% |
davon Immobilienbestand 1) | 25.333 | 35.370 | –28% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden | 84 | 99 | –15% |
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 4.966 | 8.882 | –44% |
davon Immobilienbestand 1) | 4.961 | 8.858 | –44% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden | 5 | 24 | –79% |
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen | | | |
Gesamte indirekte Scope-3-THG-Bruttoemissionen, standortbezogen | 21.854 | 27.475 | –20% |
Gesamte indirekte Scope-3-THG-Bruttoemissionen, marktbezogen | 10.197 | 16.427 | –38% |
3.2 Investitionsgüter 2) | 6.977 | 7.403 | –6% |
3.3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie 3) | 995 | 1.573 | –37% |
3.13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Mieterstrom), standortbezogen | 13.882 | 18.499 | –25% |
3.13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Mieterstrom), marktbezogen | 2.225 | 7.451 | –70% |
THG-Emissionen insgesamt | | | |
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) | 51.464 | 68.552 | –25% |
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) | 19.356 | 30.917 | –37% |
| | | |
Tabelle E9: Treibhausgasintensität
| 2025 | 2024 | Veränderung in % | 2019 |
THG-Intensität je Nettoeinnahme | | | | |
THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) je Nettoeinnahme (tCO2e/Mio.€) | 178 | 231 | –23% | - |
THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoeinnahme (tCO2e/Mio.€) | 67 | 104 | –36% | - |
Nettoeinnahmen (in Mio. €) 1) | 289 | 297 | –3% | - |
THG-Intensität je m² (Energiebezugsfläche) 2) | | | | |
THG-Intensität Scope 1, 2 und 3.13 (standortbezogen, kgCO2e/m²) 4) | 47 | 48 | –2% | 72 |
THG-Intensität Scope 1, 2 und 3.13 (marktbezogen, kgCO2e/m²) 4) | 12 | 17 | –29% | 73 |
THG-Intensität Scope 1-2 (standortbezogen, kgCO2e/m²) 4) | 32 | 333) | –2% | 43 |
THG-Intensität Scope 1-2 (marktbezogen, kgCO2e/m²) 4) | 10 | 11 | –12% | 44 |
Energiebezugsfläche 2) | 911.861 | 1.214.241 | –25% | 1.182.163 |
| | | | |
1) Beinhaltet Mieteinnahmen und Betriebskosten, die den Mietern in Rechnung gestellt werden.
2) Beheizte/gekühlte Nettofläche gemäß Energieausweis
Tabelle E10: Treibhausgasemissionen und Energiebedarf aktueller Entwicklungs- und Sanierungsprojekte
Projekt 1) | Haupt-nutzung | Fertigstellung | Nettofläche
in m² | Vorgelagerte CO2e (Upfront Carbon, A1-A3) in kgCO2e/m² | Primärenergie-bedarf (PED) in kWh/m²/a | PED-Referenz-wert (NZEB) in kWh/m²/a |
Upbeat | Büro | 2026 | 43.262 | 532 | 100 | 147 |
Anna-Lindh-Haus | Büro | 2026 | 17.234 | 213 | 55 | 78 |
Karlsgärten (Bestands-Sanierung) | Büro | 2027 | 12.954 | 137 | 71 | 134 |
Gesamt | | | 73.450 | 387 | 84 | 129 |
Marktdurchschnitt (Deutschland) 2) | Büro | | | | 179 | |
| | | | | | |
7. Zusätzliche branchenspezifische Informationen
Verteilung der Energieeffizienz-Klassen im CA Immo-Gebäudebestand
Die in Energieausweisen dargestellten Energieeffizienz-Klassen werden von der EU-Taxonomie als Indikator für die Nachhaltigkeit von Gebäuden gemäß dem Umweltziel „Klimaschutz“ herangezogen. Einen „wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“ leisten gemäß EU-Taxonomie Gebäude, die folgenden Kriterien entsprechen:
– Gebäude mit zumindest Energieeffizienzklasse A,
– Gebäude, die den besten 15% des nationalen oder regionalen Gebäudebestands hinsichtlich des operativen Primärenergiebedarfs oder -verbrauchs zuzurechnen sind
– Gebäude mit 10%<NZEB-Klassifizierung (Nearly Zero-Energy Building Standard).
Die Klassifizierung „10%<NZEB“ inkludiert Gebäude, die nach 2020 errichtet wurden (Wirtschaftstätigkeit „Bau neuer Gebäude“) und deren Primärenergiebedarf mindestens 10% unter dem NZEB-Standard (Nearly Zero-Energy Building) liegt.
Die Klassifizierungen „Top 15%“ und „Top 30%“ inkludiert Gebäude, die vor 2021 errichtet wurden (Wirtschaftstätigkeit „Erwerb und Eigentum an Gebäuden“) und die anhand ihres Primärenergiebedarfs bzw. -verbrauchs den Top 15% bzw. Top 30% der energieeffizientesten Gebäude des nationalen Bestands zuzuordnen sind. Da deutsche und polnische Energieausweise für Nicht-Wohngebäude keine Energie-Effizienzklassen zeigen, kam in diesen Fällen die Top 15%- bzw. Top 30%-Methodik zum Einsatz. Die deutschen Gebäude wurden gemäß den von Drees & Sommer bereitgestellten Referenzwerten für Top 15%, polnische Gebäude gemäß den von der polnischen Regierung bereitgestellten Referenzwerten für Top 15% und Top 30% bewertet.
Zum Stichtag entsprachen rund 60% der Bestandsgebäude (nach Buchwert) dem EU-Taxonomie-Standard „wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz“ (inkl. Energieeffizienzklasse A, Top 15% oder mindestens 10%<NZEB Nearly Zero-Energy Building Standard). Weitere 23% erfüllen das Kriterium „kein erheblicher Schaden“ (Energieeffizienzklasse B, C oder Top 30%). Die restlichen 17% entfallen auf Bestandsgebäude in Deutschland und Polen, die als „Nicht Top 30%“ klassifiziert wurden bzw. die über keinen Energieausweis verfügen.
Die Energieeffizienz-Klassifizierung zum 31.12.2025 wurde von Drees & Sommer extern verifiziert.
ENERGIEEFFIZIENZKLASSEN DES GEBÄUDEBESTANDS NACH BUCHWERT (BASIS: 3,7 MRD. €)
Basis: Gesamtes Bestandsvermögen, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen. Energieeffizienzklassen gemäß Energieausweis. Knapp 1% des gesamten Portfoliowerts entfallen auf die Klassen D, E und G. Diese Klassen werden in der Grafik nicht separat ausgewiesen.
Nachhaltigkeitszertifizierungen als Indikator für die Gebäudequalität
Um transparente, international vergleichbare und objektivierte Nachweise für die Gebäudequalität im gesamten Portfolio zu liefern, lässt CA Immo strategische Kernportfolio-Gebäude und neue Entwicklungsprojekte zertifizieren. In diesem Zusammenhang werden international etablierte Nachhaltigkeitsstandards wie DGNB, LEED und BREEAM angewendet. Ausgewählte Entwicklungsprojekte werden darüber hinaus gemäß Gebäudezertifizierungsstandards wie WELL (Gesundheit und Wohlbefinden), WiredScore (digitale Konnektivität) und SmartScore (Design und intelligente Benutzererfahrung) errichtet.
Jede Projektentwicklung beginnt mit einer standortspezifischen und nutzungsorientierten Produktdefinition, die unter anderem den Standard und das Niveau der Nachhaltigkeitszertifizierung festlegt. Daraus leiten sich die entsprechenden Mindeststandards für ökologische, soziokulturelle und funktionale, technische, standortbezogene und prozessuale Qualität ab. Die Einhaltung der von CA Immo auf Konzern- und Produktebene definierten sozialen und ökologischen Gesamtstandards muss von den Bau-Dienstleistern und Lieferanten im Rahmen der Auftragsvergabe bestätigt werden. Die DGNB-Spezifikation der Nachhaltigkeitsanforderungen ist ebenfalls Bestandteil des Bauvertrags; die Einhaltung dieser Anforderungen wird während des Bauprozesses durch einen DGNB-Auditor überprüft.
Zum 31. Dezember 2025 waren 29 CA Immo-Bürogebäude nach DGNB-, LEED- oder BREEAM-Standards zertifiziert, zwei Bürogebäude waren zum Stichtag im Zertifizierungsprozess.
Gemessen am Buchwert waren rund 82% des gesamten CA Immo-Portfolios (2024: 79%) zertifiziert (exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen). Unter Einbeziehung der zum Stichtag in Zertifizierung befindlichen Gebäude lag die Zertifizierungsquote bei 88%.
Die Zertifizierungsrate zum 31.12.2025 wurde von Drees & Sommer extern verifiziert.
Tabelle E11: Zertifizierter Immobilienbestand nach Regionen 1)
In Mio. € | Bestand gesamt | Bestand mit Nachhaltigkeits-zertifikat | Anteil zertifizierter Bestand in % |
Deutschland | 2.589 | 2.371 | 92 |
Österreich | 235 | 0 | 0 |
CEE | 882 | 684 | 78 |
Gesamt | 3.706 | 3.056 | 82 |
| | | |
1) nach Buchwert, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen.
Zertifizierter Immobilienbestand nach Buchwert
Verteilung der Zertifizierungsstandards im Immobilienbestand (Basis: 3,1 Mrd. €)
Soziale Kennzahlen
8. Eigene Belegschaft – allgemeine Angaben 1) CA Immo ist in zahlreichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen tätig und erkennt die gesellschaftliche Vielfalt sowie die Rechte, Interessen und Bedürfnisse aller Mitarbeiter an. Durch vielfältige Maßnahmen wollen wir Mitarbeitern den Raum geben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren Märkten lokal verankert und beschäftigt in ihren internationalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Personal. Zum 31.12.2025 arbeiteten Personen in fünf Ländern für CA Immo, alle davon liegen in der EU. Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. 2025 sind von insgesamt 241 Mitarbeitern 235 in unbefristeten und 6 in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt (2024: von insgesamt 254 Mitarbeitern waren 248 in unbefristeten und 6 in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt). Der Anteil der Angestellten mit befristetem Dienstvertrag liegt bei 2% (2024: 2%). Die eigene Belegschaft inkludiert ausschließlich Beschäftigte, die bei CA Immo angestellt sind. Nicht berücksichtigt sind 7 Personen, die in einem Joint-Venture angestellt sind (DRG).
Neben den eigenen Mitarbeitern beschäftigte CA Immo zum 31.12.2025 15 freiberufliche oder entsandte Mitarbeiter, um vorübergehende Aufgaben und Projekte zu übernehmen oder kurzfristigen Personalengpässe auszugleichen. Sie sind hauptsächlich in Deutschland tätig.
Von den eigenen Mitarbeitern von CA Immo sind 2% Menschen mit Behinderung, davon sind 80% weiblich und 20% männlich.
Beschäftigte nach Geschlecht und Regionen
Personenzahl | 31.12.2025 | 31.12.2024 | Veränderung | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| Konzern | AT | DE | CEE | AT | DE | CEE |
Männlich | 102 | 105 | –3% | 33 | 53 | 16 | 32 | 56 | 17 |
Weiblich | 139 | 149 | –7% | 45 | 64 | 30 | 47 | 64 | 38 |
Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Gesamtzahl der Beschäftigten | 241 | 254 | –5% | 78 | 117 | 46 | 79 | 120 | 55 |
| | | | | | | | | |
Beschäftigte nach Art des Vertrags und Geschlecht
Personenzahl | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Weiblich | Männlich | Gesamt | Weiblich | Männlich | Gesamt | Veränderung |
Gesamtzahl der Beschäftigten | 139 | 102 | 241 | 149 | 105 | 254 | –5% |
Zahl der dauerhaft Beschäftigten | 138 | 97 | 235 | 148 | 100 | 248 | –5% |
Zahl der befristeten Beschäftigten | 1 | 5 | 6 | 1 | 5 | 6 | 0% |
Zahl der Beschäftigten ohne garantierte Arbeitsstunden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0% |
Zahl der Vollzeitbeschäftigten | 88 | 97 | 185 | 97 | 95 | 192 | –4% |
Zahl der Teilzeitbeschäftigten | 40 | 1 | 41 | 37 | 7 | 44 | –7% |
Zahl der ruhenden Beschäftigten | 11 | 4 | 15 | 15 | 3 | 18 | –17% |
| | | | | | | |
In der Berichtsperiode 2024-2025 waren keine Mitarbeiter mit sonstigem Geschlecht oder keiner Geschlechtsangabe bei CA Immo beschäftigt.
Beschäftigte nach Art des Vertrags und Region
Personenzahl | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| AT | DE | CEE | Gesamt | AT | DE | CEE | Gesamt | Verände-rung |
Gesamtzahl der Beschäftigten | 78 | 117 | 46 | 241 | 79 | 120 | 55 | 254 | –5% |
Zahl der dauerhaft Beschäftigten | 76 | 114 | 45 | 235 | 77 | 116 | 55 | 248 | –5% |
Zahl der befristeten Beschäftigten | 2 | 3 | 1 | 6 | 2 | 4 | 0 | 6 | 0% |
Zahl der Beschäftigten ohne garantierte Arbeitsstunden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0% |
Zahl der Vollzeitbeschäftigten | 58 | 90 | 37 | 185 | 55 | 93 | 44 | 192 | –4% |
Zahl der Teilzeitbeschäftigten | 17 | 17 | 7 | 41 | 17 | 19 | 8 | 44 | –7% |
Zahl der ruhenden Beschäftigten (Dienstverhältnisse) | 3 | 10 | 2 | 15 | 7 | 8 | 3 | 18 | –17% |
| | | | | | | | | |
Eintritte, austritte und fluktuation
Personenzahl | Anzahl Mitarbeiter | Veränderung absolut | Veränderung in % | Eintritte | Austritte | Fluktuation in % 1) | Neueinstel-lungen in % |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | | | 2025 | 2025 | 2025 | 2025 |
Österreich | 78 | 79 | –1 | –1% | 4 | 5 | 6% | 5% |
Deutschland | 117 | 120 | –3 | –3% | 6 | 9 | 8% | 5% |
CEE | 46 | 55 | –9 | –16% | 1 | 10 | 20% | 2% |
Gesamt | 241 | 254 | –13 | –5% | 11 | 24 | 10% | 5% |
| | | | | | | | |
Um den aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt wie Fachkräftemangel oder soziokulturellem Wandel entgegenzuwirken, setzt CA Immo auf Mitarbeiterbindung und hohe Qualitätsstandards im Recruiting neuer Mitarbeiter. Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf zu ermitteln und diesen durch eine Kombination aus gezielter externer Rekrutierung und strukturierten Entwicklungs- und Beförderungswegen für die eigene Belegschaft zu decken. Im Jahr 2025 wurden drei Stellen durch interne Mobilität besetzt. Die Wirksamkeit und der Fortschritt unserer strategischen Maßnahmen in Bezug auf unsere eigene Belegschaft werden anhand der folgenden Kennzahlen bewertet:
– Fluktuationsrate (Churn Rate),
– Gender diversity und Gender Pay Gap,
– Abwesenheitsraten (Homeoffice, Krankenstände, Urlaubstage, Fortbildungstage),
– Anzahl an Arbeitsunfallmeldungen.
Geschlechtervielfalt: Programm für Inklusion, Diversität und Chancengleichheit
CA Immo steht für Gleichberechtigung und Ausgewogenheit in der Zusammensetzung ihrer Belegschaft. Ein fairer, diskriminierungsfreier und chancengleicher Bewerbungs- und Auswahlprozess ist uns wichtig.
Wir evaluieren bzw. vergleichen jährlich die Gehälter von Männern und Frauen in vergleichbaren Funktionen. Sollte ein Pay Gap bestehen, wird dieser auf individueller Ebene analysiert und mit der jeweiligen Führungskraft vor jeder Gehaltsrunde erörtert, sodass im Rahmen der jährlichen Gehaltsrunde der Gender Pay Gap nach und nach geschlossen werden kann.
Die konzernweit geltenden Richtlinien (Verhaltenskodex, CSR-Richtlinie) beinhalten Standards zu Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion. Diese werden im Rahmen von Compliance-Trainings laufend geschult, um ein entsprechendes Bewusstsein in der Belegschaft zu unterstützen. Die wichtigsten Richtlinien der Gruppe sind im Kapitel „Unternehmensführung“ zusammengefasst und auf der Website der CA Immo Gruppe unter www.caimmo.com/werte öffentlich zugänglich.
Der Anteil weiblicher Führungskräfte liegt zum Stichtag 31.12.2025 bei 33% (Vorjahr: 37%).
Gender diversity
Personenzahl | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen |
| | | | in % | in % |
Aufsichtsrat, Kapitalvertreter | 4 | 0 | 4 | 100% | 0% |
Aufsichtsrat, Arbeitnehmervertreter | 2 | 0 | 2 | 100% | 0% |
Ausichtsrat gesamt | 6 | 0 | 6 | 100% | 0% |
Vorstand | 2 | 0 | 2 | 100% | 0% |
Group Heads | 7 | 5 | 12 | 58% | 42% |
Heads | 27 | 11 | 38 | 71% | 29% |
Teamheads | 2 | 2 | 4 | 50% | 50% |
Führungskräfte gesamt | 36 | 18 | 54 | 67% | 33% |
Senior Mitarbeiter | 27 | 34 | 61 | 44% | 56% |
Professional Mitarbeiter | 30 | 63 | 93 | 32% | 68% |
Junior Mitarbeiter | 8 | 23 | 31 | 26% | 74% |
Mitarbeiter gesamt | 65 | 120 | 185 | 35% | 65% |
| | | | | |
Verteilung der Beschäftigten nach Altersgruppen (Basis: 241 Personen) 1)
in % | | | |
Mitarbeiter (185) | < 30 Jahre | 30-50 Jahre | > 50 Jahre |
Frauen | 3% | 49% | 14% |
Männer | 5% | 20% | 10% |
Gesamt | 8% | 68% | 24% |
Führungskräfte (54) 2) | < 30 Jahre | 30-50 Jahre | > 50 Jahre |
Frauen | 0% | 19% | 15% |
Männer | 0% | 44% | 22% |
Gesamt | 0% | 63% | 37% |
Vorstand (2) | < 30 Jahre | 30-50 Jahre | > 50 Jahre |
Frauen | 0% | 0% | 0% |
Männer | 0% | 50% | 50% |
Gesamt | 0% | 50% | 50% |
Alle Mitarbeiter (241) 3) | 14 | 162 | 65 |
| | | |
1) Die Prozentangaben beziehen sich auf die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Kategorie.
2) Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlassungsleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter.
3) Davon 2% mit Behinderung.
9. Gesundheitsschutz und Sicherheit
Im Berichtsjahr 2025 wurden zwei Arbeitsunfälle verzeichnet. Der dadurch verursachte Ausfall betrug insgesamt 22 Tage. Es wurden keine Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen verzeichnet.
100% der CA Immo-Mitarbeiter sind auf Grundlage gesetzlicher Anforderungen vom Programm für Sicherheit und Gesundheit in Form von regelmäßigen Überprüfungen der Arbeitsplatzsicherheit abgedeckt.
Externe Sicherheitsfachkräfte führen in allen von CA Immo selbst genutzten Büros regelmäßige Rundgänge und Prüfungen durch. Die Frequenz dieser Kontrollen orientiert sich an den nationalen gesetzlichen Vorgaben, diese liegen zwischen ein- bis viermal jährlich. Themenschwerpunkte sind u. a. Arbeitsplatzevaluierung, Brandschutz, Raumklimafaktoren sowie Alleinarbeit/Alleinarbeitsplatz. Eine intern beauftrage Person für Sicherheit je Niederlassung sorgt darüber hinaus für angenehme und sichere Arbeitsumgebungen. Im Jahr 2025 wurden an keinem CA Immo-Standort erkennbare sicherheitstechnische Mängel und daraus resultierende akute Gefahren bzw. Gefährdungen für die Belegschaft festgestellt.
Auf allen CA Immo-Baustellen werden Sicherheits- und Gesundheitspläne aufgestellt. Eigene Mitarbeiter erhalten auf den Baustellen regelmäßige Sicherheitsunterweisungen.
Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter bietet CA Immo im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements folgende Maßnahmen und Förderungen an:
– Employee Assistance Programm zur gesundheitlichen Prävention im Falle von beruflichen und privaten Stresssituationen für Mitarbeiter in Deutschland und Österreich,
– Medizinische Screenings (z. B. Augenuntersuchungen, Lungenfunktionstests sowie BIA-Messungen).
Mit diesen Maßnahmen soll u. a. betrieblichen Kosten (z. B. Ausfallskosten) vorgebeugt werden.
CA Immo fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben durch flexible Arbeitszeit- und Teilzeitmodelle, Homeoffice, Vaterschaftsurlaub und Vaterschaftsmonat. Wir gewähren allen Mitarbeitern (100% der Gesamtbelegschaft), sowohl primären als auch nicht-primären Betreuungspersonen, Sonderurlaubstage aus familiären Gründen (z. B. Heirat, Tod, Geburt eines Kindes), die im Berichtsjahr von 16% der Belegschaft (63% Frauen und 37% Männer) in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus wurden insgesamt 30 Pflegefreistellungstage genommen (92% von Frauen und 8% von Männern). Hierfür gelten die lokalen gesetzlichen Pflegefreistellungsregelungen.
10. Vergütung, Kollektivverträge und Weiterbildung
CA Immo bietet ihren Mitarbeitern konzernweit – unabhängig vom Arbeitszeitmodell – ein faires und angemessenes Entgelt, das sich an den (Branchen-) Benchmarks orientiert, sowie eine Reihe freiwilliger sozialer Zuwendungen. Die Angemessenheit der Entlohnung wird zumindest einmal jährlich im Zuge der Gehaltsrunde evaluiert.
Zusätzlich zum Fixgehalt können Mitarbeiter am Unternehmenserfolg in Form einer variablen Erfolgsbeteiligung partizipieren. Diese ist an die Erreichung der budgetierten Jahresziele sowie ein positives Konzern-EBITDA geknüpft. Darüber hinaus können Mitarbeiter in Schlüsselpositionen über ein Long-Term-Incentive Programm am Unternehmenserfolg partizipieren.
CA Immo bietet ihren Mitarbeitern konzernweit – unabhängig vom Arbeitszeitmodell – eine Reihe freiwilliger sozialer Zuwendungen, wie z. B. Essenszuschuss, Bahncard oder Jobtickets. In vielen Tochterunternehmen der CA Immo-Gruppe werden den Mitarbeitern folgende zusätzliche freiwillige betriebliche Leistungen geboten:
– Betriebliche Altersvorsorge: Standortbezogen (Deutschland, Österreich, Tschechien) sorgt CA Immo mit der Einzahlung in eine Pensionskasse für ihre Mitarbeiter vor,
– Kollektivunfallversicherung: Unsere Mitarbeiter sind konzernweit durch eine Gruppenunfallversicherung auch privat stets abgesichert,
– Kindergeld: In Deutschland bieten wir zusätzlich einen steuer- und sozialversicherungsfreien Arbeitgeberzuschuss zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern an.
Das Verhältnis zwischen der jährlichen Gesamtvergütung der bestbezahlten Person und der mittleren jährlichen Gesamtvergütung aller Mitarbeiter beträgt zum Stichtag 31.12.2025 1.434% (Erhebungsmethodik gemäß ESRS S1-16, AR 101 und GRI 405-2). Der bereinigte Gender Pay Gap ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
Geschlechtsspezifisches Gehaltsgefälle (Pay-GAP) 1)
in% | Basisvergütung | Gesamtvergütung |
Gesamt Konzern - bereinigt | 4,5% | 1,9% |
Senior Management - bereinigt | 28,7% | –5,0% |
Mittleres Management - bereinigt | 1,0% | 3,5% |
Mitarbeiter (Business Functions) - bereinigt | 4,9% | 5,4% |
Mitarbeiter (Mid-Office und Corporate Functions) - bereinigt | 0,2% | 0,0% |
| | |
1) Erhebungsmethodik gemäß ESRS S1-16, AR 98.b und GRI 405-2; einschließlich AT, GER, CZ, HU, PL; ohne Vorstand; nur gleichwertige Tätigkeiten, 35% der Konzernbelegschaft in „gleichwertigem Vergleich” berücksichtigt.
Frauen stellen 36% der Beschäftigten im höchsten Lohnquartil und 77% im niedrigsten Lohnquartil. Diese erweiterte Analyse wurde im Vorgriff auf die bevorstehende EU-Richtlinie zur Lohntransparenz entwickelt.
Geschlechterverteilung über die Lohnquartile 1)
Gesamtvergütung | | |
| Männer | Frauen |
Höchste | 64% | 36% |
Obere Mitte | 44% | 56% |
Untere Mitte | 37% | 63% |
Niedrigste | 23% | 77% |
| | |
1) Einschließlich AT, GER, CZ, HU, PL; ohne Vorstand. Die Einteilung der Gehaltsquartile basiert auf der jährlichen Gesamtvergütung aller Mitarbeiter. Die Werte sind in aufsteigender Reihenfolge sortiert und in vier gleich große Gruppen zu je 25% unterteilt (unteres Quartil = unterste 25%, unteres mittleres Quartil = 25–50%, oberes mittleres Quartil = 50–75%, oberes Quartil = oberste 25%).
Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
Bei CA Immo kommt kein Kollektivvertrag zur Anwendung. Hinsichtlich der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ihrer Mitarbeiter lehnt sich CA Immo nicht an Tarifverträge anderer Unternehmen an. Keine Mitarbeiter fallen daher unter Tarifverträge. Verträge mit Fremdarbeitskräften werden ebenso wenig von Tarifvereinbarungen bestimmt.
Ein Betriebsrat besteht in Österreich und Deutschland, der in diesen Regionen jeweils 98% der Belegschaft (exkl. Geschäftsführer in Deutschland) repräsentiert. Konzernweit betrachtet, werden 79% der Mitarbeiter von Arbeitnehmervertretern repräsentiert. Sowohl für die österreichische als auch die deutsche Belegschaft wurden Betriebsvereinbarungen zu unterschiedlichen Belangen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen geschlossen.
Parameter für Schulungen und Kompetenzentwicklung
DURCHSCHNITTLICHE FORTBILDUNGSDAUER NACH GESCHLECHT UND REGIONEN
| | Weiterbildung |
| | in Stunden | in Tagen |
Österreich | Frauen | 6,2 | 0,8 |
| Männer | 16,5 | 2,1 |
Deutschland | Frauen | 6,2 | 0,8 |
| Männer | 5,1 | 0,6 |
CEE | Frauen | 2,6 | 0,3 |
| Männer | 2,2 | 0,3 |
Konzern | Frauen | 5,4 | 0,7 |
| Männer | 8,2 | 1,0 |
| Gesamt | 6,5 | 0,8 |
| | | |
Durchschnitt je Mitarbeiter
CA Immo fördert strukturierte Leistungsmanagementprozesse, bei denen Führungskräfte und Mitarbeiter regelmäßig Gelegenheit haben, gegenseitige Erwartungen zu klären und offenes Feedback zu geben. Bis auf jene Personen, die erst im 4. Quartal 2025 eingetreten sind, haben alle Mitarbeiter 2025 mit ihrer direkten Führungskraft ein Jahresgespräch zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition, Potenzialanalyse und persönlichen Karriereentwicklung geführt – das sind 99% der Gesamtbelegschaft (42% männlich, 57% weiblich).
Die Zusammenführung der Leistungs- und Talentmanagementprozesse für alle Mitarbeiter in einem zentralen, digitalen Tool ermöglicht eine optimierte Transparenz sowie die Festlegung eines Zwischenstatus für die Zielerreichung. Auf dieser Grundlage unterstützt unser strategisches Schulungs- und Entwicklungsprogramm individuelle Weiterbildungsmaßnahmen für die persönliche Karriereentwicklung.
11. Richtlinien und Prozesse für Menschenrechte
CA Immo verfügt über einen Verhaltenskodex und eine Ethikrichtlinie einschließlich einer Menschenrechtsrichtlinie, die sowohl für unsere eigenen Mitarbeiter als auch für unsere Lieferanten gilt und auf der Website der CA Immo Gruppe öffentlich zugänglich ist. Sie umfasst unter anderem die Themen Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Menschenhandel, Diskriminierung und Unfallverhütung.
CA Immo verfügt über einen Beschwerdemechanismus für die eigene Belegschaft in Form einer Hinweisgeber-Plattform. Diese Plattform ist ein zentraler Bestandteil der Compliance-Organisation, über die Mitarbeiter und Dritte – wie beispielsweise Vertragspartner – anonym oder namentlich illegales Verhalten, Verstöße gegen ethische Grundsätze oder anderes beobachtetes Fehlverhalten melden können. Detaillierte Informationen zum Whistleblower-Programm finden Sie im Kapitel „Unternehmensführung“.
Schwerwiegende negative Vorfälle im Bereich der Menschenrechte
Im Berichtsjahr wurden keine Vorfälle, Beschwerden oder schwerwiegenden Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten gemeldet, die die eigene Belegschaft, Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette, betroffene Gemeinschaften, Verbraucher oder Endnutzer betrafen.
Die Abteilung Corporate Office & Compliance koordiniert und verwaltet die Klärung jedes gemeldeten Vorfalls unter Einbeziehung der Internen Revision oder externer Berater.
Unternehmensführung
Verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln hat für CA Immo zentrale Bedeutung. Unsere Corporate Governance basiert auf einem umfassenden Konzept verantwortungsbewusster, transparenter, nachhaltiger und wertorientierter Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass diese Corporate Governance in allen Bereichen des Unternehmens aktiv gelebt und kontinuierlich weiterentwickelt wird, um verantwortungsvoll mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen. Eine Liste unserer konzernweiten Richtlinien zum Thema finden Sie im Abschnitt „Allgemeine Informationen“ der Nachhaltigkeitserklärung.
Erträge aus bestimmten Sektoren und Ausschluss aus EU-Referenzindizes
CA Immo ist von keinen EU-Referenzbenchmarks ausgeschlossen, die sich am Pariser Abkommen orientieren.
12. Geschlechterdiversitätsquote im Leitungsorgan
Zusammensetzung und Vielfalt der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
| | | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Zusammensetzung des höchsten Leitungsorgans | Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder | Vorstand | 2 | 2 |
Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder (Aktionärs- und Arbeitnehmervertreter) | Aufsichtsrat | 6 | 6 |
davon vom Unternehmen oder Vorstand unabhängige Kapitalvertreter 1) | 4 | 4 |
davon vom Hauptaktionär unabhängige Kapitalvertreter 2) | 1 | 1 |
davon Arbeitnehmervertreter | 2 | 2 |
Durchschnittliche Dienstzeit (Jahre) der Aufsichtsratsmitglieder 3) | 6,5 | 7,5 |
Aufsichtsratsmitglieder 4) mit Fachkenntnissen in Umwelt- und Sozialfragen | 6 | 6 |
Geschlechter-verteilung, Diversität | Anteil in % | Aufsichtsrat 4) | 100% Männer 0% weiblich | 83% Männer 17% weiblich |
Vorstand | 100% männlich 0% weiblich | 100% männlich 0% weiblich |
1) Unabhängige/nicht geschäftsführende Aufsichtsratsmitglieder gemäß C-Regel 53 (100%)
2) Unabhängig gemäß C-Regel 54
3) Durchschnittliche Amtszeit
4) Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder, darunter 4 Vertreter der Anteilseigner und 2 Vertreter der Arbeitnehmer. Berechnung des Geschlechterdiversitätsanteils: Anzahl der weiblichen Mitglieder / Anzahl der männlichen Mitglieder
Whistleblower-Programm
Um verantwortungsbewusstes Whistleblowing und einen angemessenen Schutz für Whistleblower zu fördern, orientiert sich CA Immo an den geltenden Gesetzen und internationalen Grundsätzen sowie den Best-Practice-Leitlinien von Transparency International. Diese Grund-sätze wurden in einer separaten Richtlinie sowie in einer mit dem CA Immo-Betriebsrat abgeschlossenen Betriebsvereinbarung verankert und regeln insbesondere:
– das Meldeverfahren (Zuständigkeiten für die Bearbeitung von Meldungen, Vorgehen bei Interessenkonflikten, Dokumentationspflichten, unverzügliche Benachrichtigung des Whistleblowers über getroffene Maßnahmen),
– die Art der Meldekanäle (elektronisches Meldesystem),
– den Schutz der Vertraulichkeit der Identität von Hinweisgebern, auch wenn die Möglichkeit der anonymen Meldung nicht genutzt wird, sowie die Einhaltung der DSGVO,
– das Verbot von Repressalien,
– den Schutz der Betroffenen,
– die Qualifizierung und Schulung der mit der Bearbeitung betrauten Mitarbeiter usw.
Um sicherzustellen, dass Hinweisgeber angemessen vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt sind und um potenzielle Meldungen zu erleichtern, hat CA Immo ein webbasiertes Hinweisgebersystem implementiert. Dieses System ermöglicht es sowohl Mitarbeitern als auch externen Dritten, Beschwerden anonym und in den Sprachen der Länder, in denen CA Immo tätig ist, zu melden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Whistleblowing-System im Zuge der Verabschiedung und des Inkrafttretens der nationalen Umsetzungsgesetze der EU-Whistleblower-Richtlinie umfassend überprüft und notwendige Anpassungen vorgenommen, beispielsweise an internen Prozessen und Betriebsvereinbarungen. Die Mitarbeiter werden aktiv über ihre Melde-/Beschwerdemöglichkeiten und ihre Rechte als Whistleblower informiert. Insbesondere werden die Mitarbeiter darüber informiert, dass ehrliche Whistleblower umfassend vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt sind. CA Immo sieht darin eine Chance, Risiken frühzeitig zu erkennen und so Sanktionen, Geldstrafen und Reputationsschäden abzuwenden. Intern steht auch die Abteilung Corporate Office & Compliance für Beratungsgespräche zur Verfügung. Die Whistleblower-Plattform ist über die Website von CA Immo zugänglich. Auch Geschäftspartner werden aktiv auf diese Möglichkeit hingewiesen.
Die Abteilung Corporate Office & Compliance ist in erster Linie für die Prüfung der gemeldeten Informationen zuständig; bei einem Interessenkonflikt in dieser Hinsicht ist die Abteilung Internal Audit verantwortlich. Bei Bedarf können auch externe Fachleute hinzugezogen werden, wenn dies zur Klärung einer Angelegenheit erforderlich erscheint.
Informationen über das bestehende Whistleblower-System sind Teil aller Konzernrichtlinien und werden auch im Rahmen der obligatorischen jährlichen Schulungen (Onboarding-Schulungen für neue Mitarbeiter und obligatorische jährliche Online-Schulungen für alle bestehenden Mitarbeiter) vermittelt.
13. Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
Im Berichtsjahr 2025 gab es bei CA Immo keine Fälle, Verurteilungen oder Geldstrafen wegen Korruption oder Bestechung.
Die Verantwortung für Maßnahmen zur Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung liegt zentral bei der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Dazu gehören die Bereitstellung eines Verhaltenskodexes (vor allem über den Code of Ethics & Conduct und die Anti-Korruptionsrichtlinie) und die damit verbundene umfassende Pflichtschulung für jeden einzelnen Mitarbeiter. Die Richtlinien und etwaige Änderungen daran werden konzernweit kommuniziert und sind im Intranet abrufbar. Die obligatorischen Schulungen zur Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie zum Umgang mit Interessenkonflikten finden zunächst im Rahmen des Onboardings statt und müssen anschließend von jedem Mitarbeiter jährlich absolviert werden. Darüber hinaus konzentrieren sich die Schulungen auf besonders betroffene Geschäftsbereiche (operative Geschäftseinheiten, die in direktem Kontakt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern stehen).
Handlungen und Entscheidungen für CA Immo müssen stets frei von jeglichem Anschein eines Interessenkonflikts und nach angemessenen, objektiven und wirtschaftlichen Kriterien getroffen werden. Als Leitprinzip gilt, dass wir keine Zahlungen oder sonstigen geldwerten Vorteile gewähren und keine Zahlungen annehmen, um unter Verstoß gegen das (Wettbewerbs-)Recht geschäftliche Vorteile zu erlangen. Dies gilt sowohl für Geschäftspartner als auch für Behörden und deren Mitarbeiter. Beiträge an politische Parteien, politische Vertreter und Religionsgemeinschaften (Spenden, Sachleistungen usw.) sowie Geldgeschenke oder unzulässige Zahlungen an Geschäftspartner oder Behörden sind strengstens untersagt und werden als (versuchte) Bestechung angesehen.
Im Rahmen des Programms zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption hat CA Immo eine detaillierte Antikorruptionsrichtlinie für seine Mitarbeiter herausgegeben, in der festgelegt ist, welche Vorteile zulässig bzw. verboten sind. Detaillierte Regeln zum Vorliegen von Interessenkonflikten und deren Umgang sind ebenfalls im Ethik- und Verhaltenskodex ausführlich geregelt. Neben den grundlegenden Pflichten (Anmeldung und Genehmigung von Nebentätigkeiten, Vorstandsfunktionen und Gesellschafterpositionen) müssen potenzielle Interessenkonflikte vom betroffenen Mitarbeiter unverzüglich an die Abteilung Corporate Office & Compliance gemeldet werden.
Die Anti-Korruptionsrichtlinie enthält auch umfassende Regelungen zu Sponsoring, zum Umgang mit Vermittlern und zur Regulierung von politischer Einflussnahme und Lobbying-Aktivitäten.
Bei verdächtigen Umständen und Hinweisen werden Prüfungen durch die Abteilung Corporate Office & Compliance durchgeführt; bei einem diesbezüglichen Interessenkonflikt werden Prüfungen durch die interne Revision durchgeführt. Bei Bedarf können auch externe Fachleute hinzugezogen werden, wenn dies zur Klärung einer Angelegenheit erforderlich erscheint.
Der Aufsichtsrat oder der Prüfungsausschuss wird mindestens einmal jährlich über die Maßnahmen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption informiert. Korruptionsbezogene Angelegenheiten werden auf der Grundlage des vom Prüfungsausschuss der Geschäftsleitung genehmigten Prüfungsplans oder auf der Grundlage spezieller Prüfungsaufträge der Geschäftsleitung, des Prüfungsausschusses oder des gesamten Aufsichtsrats geprüft. Alle operativen Konzerngesellschaften werden regelmäßig auf Korruptionsrisiken geprüft.
Politische Einflussnahme und Lobbying-Aktivitäten
Politische Einflussnahme und Lobbying-Aktivitäten sind bei CA Immo streng geregelt. Einzelheiten hierzu finden sich in der Anti-Korruptionsrichtlinie.
Beiträge an politische Parteien, politisch exponierte Personen, Kirchen und Religionsgemeinschaften (Spenden in jeglicher Form, Sachleistungen etc.) sind konzernweit grundsätzlich untersagt. Ausgenommen hiervon sind gemeinnützige Organisationen mit politischem oder religiösem Hintergrund, sofern der Schwerpunkt der Organisation auf der Förderung des Gemeinwohls liegt, wobei im Vorfeld ein umfangreiches Prüfungsverfahren durchgeführt wird, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten.
Spezielle Regelungen und ein umfassendes Genehmigungsverfahren gelten auch für die Beauftragung politischer Mittler, die konzernweit grundsätzlich untersagt ist. Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Spenden an politische Parteien oder politisch nahestehende Organisationen geleistet.
Die Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane der CA Immo hatten in den zwei Jahren vor dem aktuellen Berichtszeitraum keine vergleichbaren Positionen in der öffentlichen Verwaltung inne.
Zahlungspraktiken
CA Immo hat ein elektronisches Rechnungsfreigabesystem eingeführt, um eine schnelle und reibungslose Bearbeitung von Rechnungen zu gewährleisten. Die Nutzung des Systems ist in der Richtlinie zur elektronischen Rechnungsbearbeitung geregelt. Grundsätzlich werden Rechnungen von den für die Rechnung zuständigen Mitarbeitern freigegeben, wobei ab bestimmten Wertgrenzen übergeordnete Mitarbeiter in den Freigabeprozess einbezogen werden.
Zum 31.12.2025 sind innerhalb der CA Immo Gruppe insgesamt 34 Verfahren wegen Zahlungsverzugs (davon 5 außergerichtlich) anhängig. Auf der Aktivseite betrifft dies 24 Verfahren (davon 7 im Rahmen von Gerichtsverfahren, 11 im Rahmen von Insolvenzverfahren – davon 5 außergerichtlich – und 6 im Rahmen von Vollstreckungsverfahren). Auf der Passivseite sind 10 Verfahren anhängig, wobei CA Immo in allen Fällen berechtigte Einwände geltend macht.
Nachhaltige Lieferkette & Beschaffung – Verhaltensko-dex für Geschäftspartner & Beschaffungsrichtlinie
Wir verlangen von unseren Auftragnehmern und Lieferanten – insbesondere von Bauunternehmen –, dass sie die von uns im Rahmen des Ausschreibungsprozesses definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards anerkennen. Bei der Vergabe von Aufträgen ist die Einhaltung der sozialen Mindeststandards gemäß Artikel 18 der EU-Taxonomie-Verordnung unerlässlich. Wie in unserer Beschaffungsrichtlinie festgelegt, werden Bieter, die in ihrem Angebot nicht mindestens die Erfüllung der folgenden Punkte zusichern, vom Vergabeverfahren ausgeschlossen:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzvorschriften,
– Ausschluss jeglicher Form von Aktivitäten, die nicht gemäß den geltenden Gesetzen gemeldet sind (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der Charta der Vereinten Nationen und der Europäischen Menschenrechtskonvention definiert) im eigenen Tätigkeitsbereich und nach bestem Wissen und Gewissen bei der Herstellung und Entwicklung der verwendeten Materialien und Ausrüstungen. Dies schließt auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit ein (wobei mindestens die Vorschriften des „Übereinkommens über das Mindestalter – C138” und des „Übereinkommens über Zwangsarbeit – Co29” anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jeglicher Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung der geltenden Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung der geltenden Steuergesetze,
– Umsetzung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen der geltenden Gesetze.
Unser Beschaffungsprozess stellt sicher, dass die hohen ökologischen Anforderungen gemäß den jeweiligen Zertifizierungsstandards für das geplante Gebäude erfüllt werden, was beispielsweise dazu führen kann, dass unsere Baudienstleister Nachhaltigkeitsstandards gemäß DGNB oder LEED einhalten müssen (z. B. Materialdeklaration, Arbeitnehmerschutz). Einzelheiten zu diesen Standards und den damit verbundenen Kontrollmechanismen finden Sie in der CA Immo-Beschaffungsrichtlinie, die auf unserer Website verfügbar ist.
Berichterstattung gemäss der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
Themenbereiche | Themen | Kapitelverweis im Nachhaltigkeitsbericht |
Unternehmensführung | Überwachung klimabezogener Risiken und Chancen durch den Vorstand | Allgemeine Angaben, Umwelt: Klimarisiken |
Die Rolle des Managements bei der Bewertung und Steuerung klimabezogener Risiken und Chancen | Allgemeine Angaben, Umwelt: Klimarisiken |
Strategie | Kurz-, mittel- und langfristige klimabezogene Risiken und Chancen | Umwelt: Klimarisiken |
Auswirkungen klimabezogener Risiken und Chancen auf die Geschäftsbereiche, die Strategie und die Finanzplanung | Allgemeine Angaben, Umwelt: Klimarisiken |
Klimaresilienz der Unternehmensstrategie | Allgemeine Angaben, Umwelt: Klimarisiken |
Risikomanagement | Prozess zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Risiken | Umwelt: Klimarisiken |
Prozesse zum Management klimabezogener Risiken | Allgemeine Angaben, Umwelt |
Integration der oben genannten Prozesse in das allgemeine Risikomanagement der Organisation | Allgemeine Angaben, Umwelt: Klimarisiken |
Kennzahlen und Ziele | Kennzahlen zur Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen im Einklang mit der Strategie und dem Risikomanagementprozess | Allgemeine Angaben, Umwelt |
Treibhausgasemissionen Scope 1, 2 und 3 und die damit verbundenen Risiken | Umwelt |
Ziele für das Management klimabezogener Risiken und Chancen sowie die Zielerreichung | Umwelt |
Wien, 26.3.2026 | Der Vorstand | |
| | |
Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025
Inhalt
Jahresabschluss und Lagebericht
BEILAGE 1
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025
Bilanz zum 31.12.2025
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025
Anhang für das Geschäftsjahr 2025
Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2025
Angaben zu Beteiligungsunternehmen
BEILAGE 2
Lagebericht
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz
Bestätigungsvermerk
Bilanz zum 31.12.2025
Aktiva
| 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| € | Tsd. € |
| | |
I.Immaterielle Vermögensgegenstände | | |
EDV-Software | 0,00 | 17 |
| 0,00 | 17 |
| | |
| 121.802.046,21 | 141.130 |
davon Grundwert: 18.259.005,17 €; 31.12.2024: 26.982 Tsd. € | | |
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 398.976,15 | 446 |
| 122.201.022,36 | 141.576 |
| | |
1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.079.419.575,37 | 3.111.698 |
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 33.176.430,98 | 38.576 |
| 188.000,00 | 246 |
| 3.112.784.006,35 | 3.150.520 |
| 3.234.985.028,71 | 3.292.113 |
| | |
| | |
| | |
1. Forderungen aus Leistungen | 357.586,98 | 698 |
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.262.057,77 | 4.189 |
| 1.781.247,66 | 2.857 |
| 5.400.892,41 | 7.744 |
| | |
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 91.393.003,99 | 305.016 |
| 96.793.896,40 | 312.760 |
| | |
C. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.159.793,11 | 4.840 |
| | |
| 1.557.129,96 | 901 |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| 3.336.495.848,18 | 3.610.614 |
| | |
Passiva
| 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| € | Tsd. € |
| | |
| | |
Gezeichnetes Grundkapital | 735.517.568,35 | 774.229 |
Eigene Anteile | –53.421.799,31 | –67.914 |
| 682.095.769,04 | 706.315 |
II.Gebundene Kapitalrücklagen | 1.037.670.067,76 | 998.959 |
III.Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 53.421.799,31 | 67.914 |
| 467.709.040,81 | 454.845 |
davon Gewinnvortrag: 358.998.474,78 €; 31.12.2024: 382.399 Tsd. € | | |
| 2.240.896.676,92 | 2.228.033 |
| | |
B.Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 223.980,21 | 232 |
| | |
| | |
1.Rückstellungen für Abfertigungen | 746.412,00 | 630 |
| 0,00 | 1.215 |
3.Sonstige Rückstellungen | 12.427.803,18 | 12.348 |
| 13.174.215,18 | 14.193 |
| | |
| | |
| 1.000.000.000,00 | 1.275.900 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 150.000.000,00 €; 31.12.2024: 275.900 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 850.000.000,00 €; 31.12.2024: 1.000.000 Tsd.€ | | |
2.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 57.287.827,50 | 71.216 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.773.802,63 €; 31.12.2024: 14.507 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 55.514.024,87 €; 31.12.2024: 56.709 Tsd. € | | |
3.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 361.273,44 | 351 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 345.902,44 €; 31.12.2024: 290 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 15.371,00 €; 31.12.2024: 61 Tsd. € | | |
4.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 514.863,38 | 520 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 514.863,38 €; 31.12.2024: 520 Tsd. € | | |
5.Sonstige Verbindlichkeiten | 21.409.163,23 | 17.061 |
davon aus Steuern: 629.317,25 €; 31.12.2024: 446 Tsd. € | | |
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 164.968,07 €; 31.12.2024: 161 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 17.898.571,68 €; 31.12.2024: 13.457 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 3.510.591,55 €; 31.12.2024: 3.604 Tsd. € | | |
| 1.079.573.127,55 | 1.365.048 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 170.533.140,13 €; 31.12.2024: 304.674 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 909.039.987,42 €; 31.12.2024: 1.060.374 Tsd. € | | |
| | |
E.Rechnungsabgrenzungsposten | 2.627.848,32 | 3.108 |
| | |
| 3.336.495.848,18 | 3.610.614 |
| | |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025
| 2025 | 2024 |
| €
| €
| Tsd. € | Tsd. € |
| | 25.032.417,10 | | 26.885 |
2. Sonstige betriebliche Erträge | | | | |
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 4.854.014,55 | | 23.023 | |
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 198.954,47 | | 1.059 | |
| 664.690,90 | 5.717.659,92 | 2.325 | 26.407 |
| | | | |
| –11.475.688,06 | | –12.124 | |
| –2.631.469,89 | –14.107.157,95 | –2.605 | –14.729 |
davon Aufwendungen für Altersversorgung: 247.642,25 €; 2024: 231 Tsd. € | | | | |
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse: 304.577,93 €; 2024: 275 Tsd. € | | | | |
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge: 1.903.459,61 €; 2024: 1.879 Tsd. € | | | | |
4.Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | | –5.560.821,63 | | –6.483 |
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | | | | |
| –557.595,40 | | –502 | |
| –14.287.081,34 | –14.844.676,74 | –19.061 | –19.563 |
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | | –3.762.579,30 | | 12.517 |
7. Erträge aus Beteiligungen | | 174.751.785,47 | | 103.461 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 174.679.361,67 €; 2024: 103.291 Tsd. € | | | | |
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | | 1.289.759,45 | | 2.551 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.289.759,45 €; 2024: 2.551 Tsd. € | | | | |
9. Erträge aus dem Rückkauf von Anleihen | | 0,00 | | 2.072 |
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | | 5.472.754,85 | | 4.420 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 €; 2024: 38 Tsd. € | | | | |
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | | 41.147.189,23 | | 14.430 |
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon | | –5.529.086,36 | | –33.328 |
a) Abschreibungen: 5.526.548,44 €; 2024: 31.821 Tsd. € | | | | |
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: 5.471.234,86 €; 2024: 33.328 Tsd. € | | | | |
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | | –30.228.121,79 | | –22.110 |
davon betreffend verbundene Unternehmen: 454.189,06 €; 2024: 417 Tsd. € | | | | |
14. Zwischensumme aus Z 7 bis 13 (Finanzergebnis) | | 186.904.280,85 | | 71.496 |
| | 183.141.701,55 | | 84.013 |
| | 3.695.607,94 | | 1.643 |
davon Ertrag latente Steuern: 656.104,15 €; 2024: 112 Tsd. € | | | | |
17. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | | 186.837.309,49 | | 85.656 |
18. Zuweisung zu gebundenen Gewinnrücklagen | | –24.219.212,57 | | –4.083 |
19. Zuweisung zu freien Gewinnrücklagen | | –53.907.530,89 | | –9.127 |
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | | 358.998.474,78 | | 382.399 |
| | 467.709.040,81 | | 454.845 |
| | | | |
Anhang für das Geschäftsjahr 2025
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und allgemeine Angaben
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft („CA Immo AG“) ist ein Unternehmen von öffentlichem Interesse gemäß § 189a UGB und eine große Gesellschaft gemäß § 221 UGB.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Weiters wurde bei der Jahresabschlusserstellung der Grundsatz der Unternehmensfortführung, der Grundsatz der Vorsicht, der Grundsatz der Vollständigkeit und der Einzelbewertung von Vermögenswerten und Schulden beachtet.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
1. Makroökonomisches Umfeld
Die weltwirschafltiche Entwicklung war im Berichtsjahr von einer Normalisierung des Preis- und Zinsumfelds geprägt, wenngleich geopolitische Risiken und handelspolitsiche Unsicherheiten die Rahmenbedingungen weiterhin belasteten. Der andauernde Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten sowie protektionistische Tendenzen – insbesondere in Form von US Zöllen auf europäische Waren – wirkten dämpfend auf das Investitionsklima und die konjunkturelle Dynamik im Euroraum.
Für den Immobiliensektor blieben Rahmenbedingungen trotz der geldpolitsichen Lockerung herausfordernd. Die Nachwirkungen der vorangegangenen Zinserhöhungen wirkten über das gesamte Berichtsjahr nach. Finanzierungskosten blieben im historischen Vergleich erhöht, die Transaktionsaktivität verhalten und die Risikobereitschaft der Investoren selektiv. Gleichwohl setzte sich die im Jahr 2024 einsetzende Stabilisierung der Immobilienbewertung fort, in einzelnen Marktsegmenten und Toplagen war im Jahresverlauf eine erste leichte Erholung erkennbar.
Am Kapitalmarkt verbesserten sich die Bedingungen für bonitätsstarke Emittenten spürbar. Investment-Grade-Anleihen konnten zunehmend zu wettbewerbsfähigen Konditionen platziert werden, während Emittenten mit schwächerem Rating weiterhin mit eingeschränktem Marktzugang und höheren Risikoaufschlägen konfrontiert waren. Die Spreizung der Refinanzierungsbedingungen nach Bonität blieb damit ein prägendes Merkmal des Jahres 2025.
Das Berichtsjahr markiert eine Übergangsphase, in der sich das Zinsniveau von seinem Hochpunkt deutlich entfernt hat und die Inflation weitgehend auf das EZB-Zielniveau zurückgekehrt ist. Ein Marktumfeld, das Immobilieninvestitionen in breiter Front wieder begünstigt, hat sich jedoch noch nicht vollständig herausgebildet. Erhöhte Finanzierungskosten im Vergleich zur Niedrigzinsphase, geopolitische Unsicherheiten sowie eine selektive Investorennachfrage prägten weiterhin die Bewertungsbedingungen im Immobiliensektor und wirkten sich auf die der Bewertung des Immobilienvermögens zugrunde liegenden Annahmen und Marktparameter aus.
Auswirkungen auf die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften
Der Wert von Immobilien wird neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere durch die Entwicklung der Mietmärkte sowie durch die am Markt geforderten Anfangsrenditen bestimmt. Der in den Vorjahren erfolgte Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus führte zu einer Ausweitung der Immobilienrenditen und in der Folge zu einem Rückgang der Marktwerte. Darüber hinaus beeinflusste das veränderte makroökonomische Umfeld weiterhin die Liquidität der Transaktionsmärkte sowie die Marktbewertung des Unternehmens.
Entwicklungsimmobilien sind grundsätzlich mit inhärenten Risiken wie Kostenüberschreitungen und zeitlichen Verzögerungen verbunden. Trotz eingeplanter Projektreserven kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein anhaltend hohes Kostenniveau insbesondere im Bau- und Ausbaubereich, Risiken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekterfolg mit sich bringt.
Infolge der geldpolitischen Straffung der vergangenen Jahre verblieben die Leitzinsen trotz mehrerer Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank auf einem im langfristigen Vergleich erhöhten Niveau, nachdem die EZB die Leitzinsen ab Juli 2022 – erstmals seit elf Jahren – als Reaktion auf den starken Inflationsanstieg deutlich angehoben hatte. In Verbindung mit gestiegenen Risikoaufschlägen führte dies weiterhin zu erhöhten Finanzierungskosten für Immobilienunternehmen. Auch die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften waren hiervon betroffen, wenngleich sich die Bedingungen an den Kapitalmärkten im Berichtsjahr weiterhin stabilisierten. Der Markt für unbesicherte Kapitalmarktfinanzierungen zeigte in 2025 eine zunehmende Belebung.
Die Finanzierungsstrategie der CA Immo AG basiert auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbesicherten Finanzierungsintrumenten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Flexibilität zu maximieren.
Die Bankfinanzierungen, Anleihen und Schuldscheine in der CA Immo AG unterliegen sogenannten Financial Covenants, die teilweise bei Verletzung zur vorzeitigen Kündigung bzw. Teilfälligstellung durch den Gläubiger berechtigen und teilweise lediglich Beschänkungen hinsichtlich weiterer Fremkapitalaufnahmen auferlegen. Zusätzlich gibt es bei einer revolvierenden Kreditfazilität der CA Immo AG zwei weitere Auflagen: die besicherte Bonitätsquote (Verhältnis der gesamten besicherten Verschuldung zum Wert der Immobilien) und das Verhältnis von unbelasteten Vermögenswerten zu unbesicherter Nettoverschuldung.
Auf Grund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu Verletzungen vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants) kommt. Covenant Verletzungen bei besicherten Objekten sind aufgrund weiterer Marktwertkorrekturen, ungeplanten Leerständen und Mietausfällen durchaus möglich. Das vierteljährliche, interne Coveneant Testing auf Einzelobjektbasis ist die Grundlage eines proaktiven Handelns gegenüber den Finanzierungspartnern. Die Verletzung der Bond Covenants erscheint aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Zum Stichtag 31.12.2025 wurden keine Financial Covenants der CA Immo AG verletzt.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, angesetzt.
| Jahre |
| von | bis |
EDV-Software | 3 | 4 |
Mieterausbauten | 5 | 10 |
Gebäude | 33 | 50 |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 | 20 |
| | |
Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen, die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, bei Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung berücksichtigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten vermindert um Rückzahlungen und außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminde-rungen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen.
Der beizulegende Wert der Beteiligungen/Ausleihungen wird mittels einer vereinfachten Unternehmensbewertung ermittelt. Ausgangspunkt der vereinfachten Unternehmensbewertung ist der beizulegende Zeitwert der Immobilien der jeweiligen Tochtergesellschaft auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses. Dieser basiert auf externen Bewertungen gemäß dem vom britischen Berufsverband "Royal Institution of Chartered Surveyors" (RICS) definierten Standards. RICS definiert den beizulegenden Zeitwert als den geschätzten Betrag für den ein Vermögensgegenstand oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem verkaufsbereiten Verkäufer im Rahmen einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach einer angemessenen Vermarktungsdauer an einen kaufbereiten Käufer verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt. Der Immobiliensachverständige wendet das Discounted Cash-Flow (DCF) Verfahren zur Ermittlung der Marktwerte von Bestandsimmobilien an. Der beizulegende Zeitwert (Marktwert) setzt sich aus dem Barwert künftig erwarteter Zahlungsströme sowie dem barwertigen Restwert (Terminal Value) am Ende des Betrachtungszeitraums zusammen. In den meisten Fällen wird der Restwert durch Ka-pitalisierung der potenziellen jährlichen Mieterträge mit dem Kapitalisierungszins abgeleitet. Anschließend werden der Barwert der Zahlungsströme und der Barwert des Restwerts unter Verwendung des Diskontierungszinses ermittelt. Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstellungsphase und bei Immobilien, deren Vermietung im Folgejahr für eine Neuentwicklung beendet wird, wird das Residualwertverfahren, hierbei basiert der beizulegende Zeitwert auf dem geschätzten beizulegenden Zeitwert nach Fertigstellung abzüglich der noch erwarteten Aufwendungen sowie eines angemessenen Developerprofit, oder das Vergleichswertverfahren angewendet. Der Wert der Immobilien wird um das sonstige Vermögen der Tochtergesellschaft erhöht bzw. um die Schulden reduziert.
Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallsrisken werden durch individuelle Abwertungen berücksichtigt. Die Erfassung von Zinsforderungen erfolgt auf Basis der vereinbarten Zinssätze. Die Erfassung der Beteiligungserträge erfolgt auf Basis von Ausschüttungsbeschlüssen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens bzw. Auflösung von Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung bzw. Dotierung der Einzelwertberichtigung weggefallen sind.
In den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden vorausgezahlte Aufwendungen abgegrenzt. Darüber hinaus erfolgt bei Anleihen eine Aktivierung des Disagios und eine finanzmathematische Verteilung über die Laufzeit.
Cloud-Software-Lösungen erfüllen aufgrund der fehlenden Kontrolle über die Software nicht die Kriterien eines eindeutig identifizierbaren Vermögensgegenstandes. Kosten für die Softwareentwicklung werden abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit im Aufwand erfasst.
In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Vorauszahlungen und Investitionszuschüsse von Mietern dargestellt, die über die Mindestmietdauer aufgelöst werden.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des Körperschaftsteuersatzes von 23 % (31.12.2024: 23 %) gebildet. Dabei werden auch latente Steuern mit einem Steuersatz von 3 % für passive Unterschiede in Mitgliedern (31.12.2025: 0 Tsd. €, 31.12.2024: 0 Tsd. €) der steuerlichen Unternehmensgruppe angesetzt, die selbst in ihrer Bilanz aufgrund des Gruppenvertrages nur 20 % Gruppensteuersatz (statt 23 % Körperschaftsteuer) verwenden. Die CA Immo AG setzt Verlustvorträge maximal in der Höhe eines passiven Überhangs an latenten Steuern unter Berücksichtigung der 75 % Verlustverrechnungsgrenze an. Ein aktiver Überhang von Verlustvorträgen wird nicht angesetzt.
6. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse werden über die Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen aufgelöst.
Der Anteil der Rückstellungen für Abfertigungen für Angestellte betragen 102,3 % (31.12.2024: 103,7 %) der am Bilanzstichtag bestehenden fiktiven, gesetzlichen Abfertigungsverpflichtungen. Die Berechnung erfolgt nach der in der internationalen Rechnungslegung anerkannten PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,47 % (31.12.2024: 2,82 %) und künftiger Bezugserhöhungen (inkl. Inflationsabgeltung) von 3,2 % (31.12.2024: 3,9 %) für Angestellte ohne Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlages. Für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung wurde als Rechnungsgrundlage die AVÖ 2018-P herangezogen. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Erreichen des Pensionseintrittsalters für Angestellte, maximal 25 Jahre, bzw. bis zum Vertragsende für Vorstände. Die Zinsen auf die Rückstellung sowie Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Personalaufwand erfasst.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
9. Steuerliche Unternehmensgruppe
Im Geschäftsjahr 2005 wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG mit Wirksamkeit ab dem Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen, die in den darauffolgenden Jahren um zusätzliche Gruppenmitglieder erweitert bzw. durch ausgeschiedene Gruppenmitglieder verringert wurde. Gruppenträger ist die CA Immo AG. Im Jahr 2025 umfasst die Unternehmensgruppe neben dem Gruppenträger 9 inländische Gruppenmitglieder (2024: 9).
Als Umlageverfahren kommt die Verteilungsmethode zur Anwendung, wobei Gewinne des Gruppenmitgliedes zuerst mit Vorgruppenverlusten verrechnet werden und ein verbleibender Gewinn des Gruppenmitgliedes mit einem Gruppensteuersatz von 20 %, bzw. bei einem Gewinn der Steuergruppe bis zu 23 %, belastet wird. Weitergeleitete Verluste des Gruppenmitgliedes werden evident gehalten. Soweit negative zugerechnete Einkommen des einzelnen Gruppenmitgliedes bei Beendigung der Gruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Gruppe noch nicht verrechnet worden sind, ist die CA Immo AG als Gruppenträger zu einer Ausgleichszahlung in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung verpflichtet, die das Gruppenmitglied aus der Verwertung der zugerechneten negativen, noch nicht verrechneten Einkommen voraussichtlich erzielt hätte, wenn dieses der Gruppe nicht beigetreten wäre. Die Ermittlung der Ausgleichszahlung erfolgt durch Einholung eines Gutachtens eines gemeinschaftlich bestellten Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Gruppenmitglieds oder der Beendigung der Gruppe. Zum 31.12.2025 werden die möglichen Verpflichtungen aus einem Schlussausgleich gegenüber Gruppenmitgliedern auf 10.429 Tsd. € (31.12.2024: 8.610 Tsd. €) geschätzt.
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung.
10. Angabe zur Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
11. Erläuterungen zur Bilanz
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in Anlage 1 zu entnehmen.
Sachanlagen
Die Zugänge bei Grundstücken und Bauten betreffen Investitionen in der Erdberger Lände. Zum Bilanzstichtag umfassen die Sachanlagen 4 Objekte (31.12.2024: 5 Objekte). Im Jahr 2025 wurde eine Liegenschaft verkauft.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen sowie keine Zuschreibungen – wie im Vorjahr - auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Darstellung der Angaben zu Beteiligungsunternehmen erfolgt in Anlage 2.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5.527 Tsd. € (2024: 31.821 Tsd. €) und Zuschreibungen in Höhe von 18.896 Tsd. € (2024: 14.430 Tsd. €) auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen.
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt 3.079.420 Tsd. € (31.12.2024: 3.111.698 Tsd. €). Die Zugänge resultieren aus Gesellschafterzuschüssen. Die Abgänge resultieren aus Kapitalherabsetzungen, dem Verkauf von 2 Gesellschaften und der Liquidation von 1 Gesellschaft.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Vaci 76 Kft., Budapest | 21.526 | 23.526 |
EUROPOLIS City Gate Ingatlanberuházási Kft., Budapest | 11.650 | 12.650 |
Kilb Kft., Budapest | 0 | 2.400 |
| 33.176 | 38.576 |
| | |
Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Sämtliche Forderungen haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es besteht keine wechselmäßige Verbriefung von Forderungen.
Die Forderungen aus Leistungen in Höhe von 358 Tsd. € (31.12.2024: 698 Tsd. €) beinhalten ausstehende Mietzins- und Betriebskostenverrechnungen.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Forderungen aus Leistungen | 133 | 1.224 |
Forderungen aus Steuerumlagen | 3.031 | 2.788 |
Sonstige Forderungen | 98 | 177 |
| 3.262 | 4.189 |
| | |
Die sonstigen Forderungen in Höhe von 1.781 Tsd. € (31.12.2024: 2.857 Tsd. €) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von 854 Tsd. € (31.12.2024: 854 Tsd. €) und Forderungen gegenüber Banken in Höhe von 875 Tsd. € (31.12.2024: 1.998 Tsd. €), die mit einem Betrag in Höhe von 800 Tsd. € (31.12.2024: 800 Tsd. €) zu Gunsten der die Tochtergesellschaft finanzierenden Bank verpfändet sind.
In den Guthaben bei Kreditinstituten sind Festgelder in Höhe von insgesamt 86.004 Tsd. € (31.12.2024: 275.456 Tsd. €) enthalten.
c) Aktive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Disagio Anleihen | 1.790 | 3.388 |
Zuschüsse an Mieter | 845 | 793 |
Sonstige | 525 | 660 |
| 3.160 | 4.840 |
| | |
d) Aktive latente Steuern
Die latente Steuer beinhaltet die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern und wird auf Unterschiede zwischen den steuerlichen und den unternehmensrechtlichen Wertansätzen zum Bilanzstichtag für folgende Positionen gebildet (+ aktive latente Steuer / - passive latente Steuer):
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Grundstücke und Bauten | 943 | –3.512 |
Betriebs- und Geschäftsausstattung | –19 | –10 |
Nebenkosten Anleihen | 2.584 | 4.022 |
Nebenkosten sonstige Finanzierungen | 805 | 567 |
Rückstellungen für Abfertigungen | 35 | 35 |
Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 2.423 | 2.816 |
Bemessungsgrundlage 23 % Steuersatz | 6.771 | 3.918 |
| | |
Daraus resultierende aktive latente Steuer | 1.557 | 901 |
Stand am 31.12. | 1.557 | 901 |
| | |
Die latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Stand am 1.1. aktive latente Steuer | 901 | 789 |
Erfolgswirksame Veränderung latente Steuer | 656 | 112 |
Stand am 31.12. aktive latente Steuer | 1.557 | 901 |
| | |
Das gezeichnete Kapital beträgt 735.517.568,35 € (31.12.2024: 774.229.017,02 €). Es ist zerlegt in 101.171.601 Stück (31.12.2024: 106.496.422) Inhaberaktien sowie vier nennwertlose Namensaktien. Von dem einbezahlten Grundkapital werden 7.348.253 Stück (31.12.2024: 9.341.683) eigene Anteile à 7,27 € je Aktie, somit insgesamt 53.421.799,31 € (31.12.2024: 67.914.035,41 €), offen abgezogen. Die Namensaktien werden von der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, gehalten und berechtigen zur Nominierung von je einem Aufsichtsrat. Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus zwei von der Hauptversammlung gewählten sowie zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und zwei Arbeitnehmervertretern.
Das im November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.2.2025 vorzeitig beendet. Bei diesem Programm wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von 1,76% des Grundkapitals am 27.2.2025 entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €, davon 30.041.571,48 € im Jahr 2025 (exklusive Nebenkosten).
Am 27.8.2025 hat der Vorstand der CA Immo AG auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung beschlossen, 5.324.821 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien der CA Immo AG mit Wirkung zum 27.8.2025 einzuziehen. Nach Erteilung der Zustimmung des Aufsichtsrats erfolgte damit die Einziehung der eigenen Aktien mit Wirkung zum 27.8.2025. Durch die Einziehung von 5.324.821 Stück eigenen Aktien wurde das Grundkapital der CA Immo AG mit Wirkung zum 27.8.2025 insgesamt um 38.711.448,67 € herabgesetzt und betrug danach 735.517.568,35 €, zerlegt in 101.171.605 Stück nennwertlose Stückaktien (davon 4 Namensaktien und 101.171.601 Inhaberaktien). Nach der Einziehung wurden zum 27.8.2025 5.324.821 Stück eigene Aktien gehalten, dies entsprach rund 5,26% des aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft nach der Einziehung.
Der Vorstand der CA Immo AG hatte am 27.8.2025 darüber hinaus beschlossen, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5.5.2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen. Das Programm lief von 15.9.2025 bis 22.12.2025. Insgesamt wurden 2.023.432 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von 2,00% des Grundkapitals entspricht. Der höchste geleistete Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 25,12 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 22,24 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistungen je erworbener Aktie lag bei 23,76 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 48.085.171,98 € (exklusive Nebenkosten).
Der zum 31.12.2025 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 467.709 Tsd. € (31.12.2024: 454.845 Tsd. €) unterliegt in Höhe der aktiven latenten Steuer in Höhe von 1.557 Tsd. € (31.12.2024: 901 Tsd €) einer Ausschüttungssperre.
Zum Stichtag 31.12.2025 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 €, das bis längstens 27.9.2028 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, das zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4.5.2023 ausgegeben werden kann (bedingtes Kapital 2023).
Die ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind gebunden und der Buchwert entspricht dem Nennwert der offen vom Grundkapital abgesetzten eigenen Aktien.
Tsd. € | 31.12.2024 | Einziehung Aktien | Erwerb eigene Aktien | 31.12.2025 |
Anschaffungskosten im Grundkapital | 67.914 | –38.711 | 24.219 | 53.422 |
Anschaffungskosten in Gewinnrücklagen | 124.390 | –72.462 | 53.908 | 105.836 |
Anschaffungskosten eigene Aktien gesamt | 192.304 | –111.173 | 78.127 | 159.258 |
Anpassung Rücklage für eigene Aktien | –124.390 | 72.462 | –53.908 | –105.836 |
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 67.914 | –38.711 | 24.219 | 53.422 |
| | | | |
Das Erfordernis, eine gesetzliche Rücklage bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu dotieren, ist erfüllt.
Tsd. € | 31.12.2024 | Einziehung Aktien | Erwerb eigene Aktien | Dividende | Jahreser-gebnis | Zuweisung zu Rücklagen | 31.12.2025 |
Gezeichnetes Grundkapital | 774.229 | –38.711 | 0 | 0 | 0 | 0 | 735.518 |
Eigene Anteile | –67.914 | 38.711 | –24.219 | 0 | 0 | 0 | –53.422 |
Grundkapital | 706.315 | 0 | –24.219 | 0 | 0 | 0 | 682.096 |
Gebundene Kapitalrücklagen | 998.959 | 38.711 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.037.670 |
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 67.914 | –38.711 | 24.219 | 0 | 0 | 0 | 53.422 |
Bilanzgewinn | 454.845 | 0 | 0 | –95.847 | 186.837 | –78.127 | 467.709 |
Summe Eigenkapital | 2.228.033 | 0 | 0 | –95.847 | 186.837 | –78.127 | 2.240.897 |
| | | | | | | |
f) Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse wurden in Vorjahren gewährt und betreffen mit einem Buchwert von 224 Tsd. € (31.12.2024: 232 Tsd. €) die Errichtung von Gebäuden.
Für die Abfertigungsansprüche der von der Gesellschaft beschäftigten Angestellten und Vorstände ist eine Vorsorge unter den Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von 746 Tsd. € (31.12.2024: 630 Tsd. €) getroffen.
Die Steuerrückstellungen betrafen zum 31.12.2024 Körperschaftssteuer.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Prämien | 9.457 | 8.788 |
Personal (Urlaube und Überstunden) | 1.094 | 1.179 |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 648 | 440 |
Bauleistungen und Verpflichtungen aus Verkäufen | 374 | 388 |
Investitionzuschüsse an Mieter | 50 | 522 |
Sonstige | 805 | 1.031 |
| 12.428 | 12.348 |
| | |
Vorstandsvergütung und Long Term Incentive (LTI) Programme:
Short/Long Term Incentive-Programm des Vorstandes (STI/Phantom-Share-Plan/LTI)
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Gesamtvorstand setzt sich aus einem Short Term Incentive (STI), gebunden an finanzielle und nicht-finanzielle Leistungskriterien mit einem einjährigen Leistungszeitraum und einem Long Term Incentive (LTI), in Form von Performance Share Units mit einer fünfjährigen Vesting Periode und einer Auszahlung, die an den Total Shareholder Return (Gesamtaktionärsrendite, "TSR") am Ende der Vesting Periode gekoppelt ist, zusammen. Der Long Term Incentive ist Teil des CA Immo AG Long Term Incentive Vergütungsprogramms, das für Vorstandsmitglieder und ausgewählte Schlüsselkräfte der Gesellschaft gilt.
Der Short term Incentive orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen und berücksichtigt sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Er ist mit 125% (bis 30.6.2023 mit 200%) des jährlichen Grundgehalts begrenzt. Die Höhe des tatsächlich gezahlten Short term Incentives hängt vom Zielerreichungsgrad ab
(0-100%). Dieser wird am Ende jedes Geschäftsjahres vom Vergütungsausschuss festgelegt. Seit 1.7.2023 wird der Short Term Incentive entsprechend der Zielerreichung als sofortiger Jahresbonus zur Gänze im Folgejahr ausbezahlt.
Bis 30.6.2023 war das variable Vergütungssystem des Vorstands derart gestaltet, dass eine Hälfte der variablen Vergütung als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss festgelegter Ziele gekoppelt war. Die andere Hälfte orientierte sich an der Outperformance folgender Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und NAV-Wachstum. Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtete sich ebenfalls nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem Vergleich von vereinbarten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und durch den Vergütungsausschuss festgelegt wurde.
Bis einschließlich 2022 bestand die Auszahlung der erfolgsbezogenen Vergütung zu 50% aus Sofortzahlungen (STI). Die restlichen 50% flossen in ein Long-Term Incentive (LTI)-Modell und wurden nach Ablauf einer gewissen Halteperiode in Cash ausbezahlt. Dieser LTI-Anteil wurde auf Basis des Durchschnittskurses des letzten Quartals des für die Zielerreichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Für die bis einschließlich 2021 gestarteten LTI-Tranchen erfolgte die Auszahlung der Phantom Shares in drei gleichen Teilen in cash –nach weiteren 12, 24 (Mid Term Incentive) bzw. 36 Monaten (Long Term Incentive). Die letzte Tranche dieses LTI-Programms (Phantom Share Plan) lief bis 2024 (Auszahlung in 2025).
Für die LTI-Tranche 2023-2026 (Performance Shares) erfolgt die Auszahlung nach Ablauf einer vierjährigen Halteperiode als Einmalzahlung, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt. Die auf Basis dieser Systematik gewährte Tranche endet im Jahr 2026 (Auszahlung in 2027). Die Umwandlung der Phantom Shares erfolgt zum Durchschnittskurs bzw. beim Performance Share Plan zum volumengewichteten Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr vorangehenden Jahres.
Long Term Incentive Programm (LTI) für Führungs- und Schlüsselkräfte
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für ausgewählte Schlüsselkräfte zusätzlich zu ihrem Fixgehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen.
Das Long Term Incentive (LTI) Programm ist revolvierend und sieht kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von virtuellen Aktien von CA Immo AG. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von Performancekriterien, die an die mittelfristige Ertragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI wird durch den volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo AG
(= Schlusskurs an der Wiener Börse) über den 3-Monats Zeitraum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige Anzahl der virtuellen Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der Performanceperiode von vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel zum Stichtag 31.12. des letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete Performancekriterien des LTI dienen Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“) gegen den EPRA Nareit Developed Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der Schlüsselkraft abgestimmten Zielwert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen Tranche erhalten würde. Die Höhe der Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Auszahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Performance Share Unit-Programm (PSU)
Im Jahr 2023 wurde das LTI Programm für den Gesamtvorstand sowie zusätzlich für ausgewählte Schlüsselkräfte, im Rahmen eines PSU-Programmes, gänzlich neu gestaltet bzw. erweitert.
Ziel des neuen PSU-Programmes ist es, die Interessen des Gesamtvorstands und ausgewählter Schlüsselkräfte mit jenen der Aktionäre der Gesellschaft in Einklang zu bringen und einen Anreiz für eine langfristig positive Gesamtaktionärsrendite (TSR) zu schaffen. Den Teilnehmern des PSU-Programmes werden Performance Share Units (PSU) zugeteilt, die einen Anteil am potenziellen Gewinnbeteiligungsvolumen des Programms (€ 50 Mio.) darstellen. Die Laufzeit (Vesting Periode) beträgt fünf Jahre, wobei ein Vesting je eines Drittels der PSU am dritten, vierten und fünften Jahrestag seit Inkrafttreten stattfindet. Darüber hinaus kann in speziellen Fällen ein beschleunigtes Vesting stattfinden (z.B. Dividendenausschüttungen in bestimmter Höhe, Loss of Control Events). Der Startreferenzkurs pro PSU ist der 6-monatige volumengewichtete Durchschnittskurs an der Wiener Börse (ISIN AT0000641352) vor Beginn des Programms, wobei der von Bloomberg definierte VWAP als Handelsbenchmark dient, der durch Division des Gesamthandelsvolumens (Summe von Preis/Preis mal Handelsvolumen) durch das Gesamtvolumen (Summe der Handelsvolumina), einschließlich jeder qualifizierten Transaktion ("6m-VWAP") am Datum des Inkrafttretens, berechnet wird. Der Ausstiegsreferenzkurs pro PSU ist der 6m-VWAP vor dem Ende des 5-Jahres-Programms. Die Mindestrendite des Total Shareholder Return (TSR), die für die Auszahlung von Gewinnanteilen im Rahmen des PSU-Programmes erforderlich ist, beträgt
9% p.a., wobei alle während der Laufzeit des Programms an die Aktionäre ausgeschütteten Dividenden berücksichtigt werden. Die Gewinnanteile pro PSU, die dem Inhaber der PSU zuzurechnen sind, belaufen sich auf 10% des Aktionärsgewinns, der über der Mindestrendite liegt. Dies wird von einem von der Gesellschaft bestellten Wirtschaftsprüfer festgelegt.
Die Vergütung aus diesem PSU-Programm wird in bar abgegolten und basiert auf einer erwarteten langfristigen Aktienrendite, die um zufallsbedingte Schwankungen angepasst wird bzw. sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses ableitet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Die entstandene Schuld wird in Höhe des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums zum Stichtag als Rückstellung erfasst. Alle Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
31.12.2025 | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Summe |
Tsd. € | bis zu 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
Anleihen | 150.000 | 850.000 | 0 | 1.000.000 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.774 | 28.780 | 26.734 | 57.288 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 346 | 15 | 0 | 361 |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 515 | 0 | 0 | 515 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 17.899 | 3.131 | 379 | 21.409 |
Summe | 170.534 | 881.926 | 27.113 | 1.079.573 |
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31.12.2024 | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Summe |
Tsd. € | bis zu 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
Anleihen | 275.900 | 650.000 | 350.000 | 1.275.900 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.507 | 28.780 | 27.929 | 71.216 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 290 | 61 | 0 | 351 |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 520 | 0 | 0 | 520 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 13.457 | 3.246 | 358 | 17.061 |
Summe | 304.674 | 682.087 | 378.287 | 1.365.048 |
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Im Posten Anleihen werden die Fristigkeiten mit dem Rückzahlungstermin berücksichtigt. In 2025 wurde die Anleihe 2020-2025 mit der Nominale in Höhe von 275.900 Tsd. € (2024: 74.100 Tsd. €) getilgt. Der Posten umfasst zum 31.12.2025 folgende Verbindlichkeiten:
| Nominale | Nominalzinssatz | Begebung | Rückzahlung |
| Tsd. € | | | |
Anleihe 2018-2026 | 150.000 | 1,88% | 26.09.2018 | 26.03.2026 |
Anleihe 2020-2027 | 500.000 | 0,88% | 05.02.2020 | 05.02.2027 |
Anleihe 2024-2030 | 350.000 | 4,25% | 30.10.2024 | 30.04.2030 |
| 1.000.000 | | | |
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Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfasst in Höhe von 32.709 Tsd. € (31.12.2024: 33.904 Tsd. €) Investitionskredite, die mit grundbücherlich eingetragenen Hypotheken und Verpfändungen von Bankguthaben, Verpfändungen der Objektversicherungen, Blankowechsel samt Wechselwidmungserklärung sowie Abtretungen der Forderungen von Vermietungen und der Rechte und Ansprüche aus Derivatgeschäften besichert sind, sowie ein gezeichnetes Schuldscheindarlehen in Höhe von 24.000 Tsd. € (31.12.2024: 36.500 Tsd. €) zuzüglich Zinsabgrenzungen.
Die CA Immo AG sicherte sich in 2025 eine zum Bilanzstichtag nicht ausgenützte, dreijährige Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility) über 150 Mio. € mit einer Erhöhungsoption um weitere 50 Mio.€ und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen.
In dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Beratung, Instandhaltung, Haftrücklässe sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen enthalten.
Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen mit 500 Tsd. € (31.12.2024: 520 Tsd. €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 15 Tsd. € (31.12.2024: 0 Tsd. €).
Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus einem Schuldscheindarlehen gegenüber Versicherungen in Höhe von 3.000 Tsd. € (31.12.2024: 3.000 Tsd. €) und abgegrenzten Zinsen für Anleihen in Höhe von 16.129 Tsd. € (31.12.2024: 9.180 Tsd. €).
i) Passive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Investitionszuschüsse von Mietern | 2.423 | 2.815 |
Erhaltene Mietzinsvorauszahlungen | 205 | 293 |
| 2.628 | 3.108 |
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| Höchstbetrag zum | | Zum Stichtag aushaftend | Zum Stichtag aushaftend |
| 31.12.2025 | | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| Tsd. | | Tsd. € | Tsd. € |
Garantien und Patronatserklärungen im Zusammenhang mit Verkäufen durch verbundene Unternehmen | 478.817 | € | 478.817 | 600.214 |
Garantien für an verbundene Unternehmen gewährte Kredite | 0 | € | 0 | 15.830 |
| 478.817 | | 478.817 | 616.044 |
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Die Gesellschaftsanteile der CA Immo Warsaw Towers Sp. Z o.o., Warschau, sind zugunsten der die Tochtergesellschaft finanzierenden Bank verpfändet.
Für Ansprüche Dritter gegen verkaufte Projektgesellschaften haftet CA Immo AG aufgrund von Nachhaftungen in Höhe von 40% eines allfälligen gerichtlich (per rechtskräftigem Urteil) festgestellten Anspruchs.
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien zur Absicherung allfälliger Gewährleistungs- und Haftungsansprüche, für die – soweit erforderlich – bilanziell Vorsorge getroffen wurde.
Die Haftung aufgrund von Patronatserklärungen der CA Immo AG für Konzerngesellschaften, die Immobilien in Vorjahren verkauft haben, endet in der Regel mit der Liquidation der Konzerngesellschaften. Im Rahmen von Kaufverträgen kann in manchen Fällen eine Schuldübernahme durch die CA Immo AG vereinbart worden sein, welche dann direkt aus dem jeweiligen Kaufvertrag haftet.
Im Jahr 2020 hat die CA Immo AG zunächst eine (Teil-)Klage auf Schadenersatz in Höhe von 1 Mio. € und später eine zweite Klage auf Schadenersatz in Höhe von ca. 1,9 Mrd. € gegen die Republik Österreich und das Bundesland Kärnten eingebracht. Grundlage dieser Klagen ist die mittlerweile rechtskräftige Verurteilung des ehemaligen österreichischen Finanzministers Grasser und seiner Komplizen wegen Straftaten im Zusammenhang mit der Privatisierung der damals bundeseigenen Wohnbaugesellschaften (wie der BUWOG) im Jahr 2004 zum Nachteil der CA Immo AG. Im November 2023 wies das Zivilgericht in erster Instanz die Teilklage der CA Immo AG wegen Verjährung ab. Die dagegen folgende Berufung der CA Immo AG war erfolgreich und das Berufungsgericht stellte im Mai 2024 die Nichtverjährung der Ansprüche mit Zwischenurteil fest. Im August 2025 hat der OGH schließlich die Revisionen der Beklagten gegen das Zwischenurteil im Teilklageverfahren zurückgewiesen und damit das Zwischenurteil rechtskräftig bestätigt. Der Fall liegt nun wieder beim erstinstanzlichen Gericht, das nun das Verfahren betreffend die Schadenersatzansprüche dem Grund und der Höhe nach mit ungewissem Ausgang fortsetzen wird. Das Verfahren zur zweiten Klage ist bis zu einem rechtskräftigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen.
Mit Stichtag 31.12.2025 ist CA Immo AG Beklagte in insgesamt vier Anfechtungsklagen. Sämtliche Anfechtungsklagen beziehen sich auf Hauptversammlungen vergangener Geschäftsjahre (die ordentlichen Hauptversammlungen der Jahre 2021, 2022 und 2024 sowie die außerordentliche Hauptversammlung im Jahr 2021). Die Anfechtungsklagen richten sich im Wesentlichen gegen Beschlüsse im Zusammenhang mit der Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, Wahlen in den Aufsichtsrat sowie der Auszahlung von Zusatzdividenden. Die Verfahren befinden sich allesamt (wieder) in erster Instanz, wobei bislang zu einem überwiegenden Teil lediglich prozedurale Aspekte (über die Rechtsfrage der Parteifähigkeit des Klägers) gegenständlich waren.
k) Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen
Die Mietverpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt für das folgende Geschäftsjahr 803 Tsd. € (31.12.2024: 782 Tsd. €) und für die folgenden fünf Geschäftsjahre 1.003 Tsd. € (31.12.2024: 1.695 Tsd. €). Der Mietvertrag für das Büro am Rennweg/Mechelgasse 1 ist bis 31.12.2026 abgeschlossen.
l) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten – Zinsswaps
Tsd. € | | Nominale | Fixierter Zinssatz per | Referenz- zinssatz | Beizulegender Zeitwert | davon in der Bilanz angesetzt |
Beginn | Ende | 31.12.2025 | 31.12.2025 | | 31.12.2025 | 31.12.2025 |
06/2017 | 06/2027 | 9.708 | 0,79% | 3M-EURIBOR | 184 | 0 |
06/2017 | 06/2027 | 23.001 | 0,76% | 3M-EURIBOR | 439 | 0 |
| | 32.709 | | | 623 | 0 |
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Tsd. € | | Nominale | Fixierter Zinssatz per | Referenz- zinssatz | Beizulegender Zeitwert | davon in der Bilanz angesetzt |
Beginn | Ende | 31.12.2024 | 31.12.2024 | | 31.12.2024 | 31.12.2024 |
06/2017 | 06/2027 | 9.948 | 0,79% | 3M-EURIBOR | 311 | 0 |
06/2017 | 06/2027 | 23.956 | 0,76% | 3M-EURIBOR | 750 | 0 |
| | 33.904 | | | 1.061 | 0 |
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Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Wert, den die CA Immo AG bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten oder bezahlen würde. Ermittelt wurde dieser Wert von dem Kreditinstitut, mit dem dieses Geschäft abgeschlossen wurde. Der angeführte Wert ist ein Barwert. Zukünftige Zahlungsströme aus variablen Zahlungen sowie Diskontsätze werden auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbank-Mittelkurspreise verwendet. Spezifische Geld-/Briefspannen sowie sonstige Auflösungskosten sind in der Bewertung nicht enthalten.
12. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Nach Tätigkeiten
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Mieterträge Immobilien | 13.817 | 14.910 |
Weiterverrechnete Betriebskosten | 3.879 | 3.911 |
Managementerlöse | 7.217 | 7.801 |
Sonstige Umsatzerlöse | 119 | 263 |
| 25.032 | 26.885 |
| | |
Nach Regionen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Österreich | 19.097 | 19.881 |
Deutschland | 1.549 | 2.581 |
CEE | 4.386 | 4.423 |
| 25.032 | 26.885 |
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Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen betreffen in 2025 – wie auch in 2024 - den Verkauf jeweils einer Liegenschaft.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrafen in 2024 im Wesentlichen 453 Tsd. € Kosten für nachlaufende Verpflichtungen aus Kaufverträgen sowie 420 Tsd. € Finanzierungskosten.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 665 Tsd. € (2024: 2.325 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen Kostenverrechnungen (2024: sowie eine erhaltene Vertragsstrafe von 1.500 Tsd. €).
Personalaufwand
In diesem Posten von insgesamt 14.107 Tsd. € (2024: 14.729 Tsd. €) sind Aufwendungen der von der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigten 66 Dienstnehmer gerechnet auf Vollzeitbasis (2024: 66) ausgewiesen.
Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Pensionskassenbeiträge Vorstände und leitende Angestellte | 142 | 150 |
Pensionskassenbeiträge übrige Mitarbeiter | 106 | 81 |
| 248 | 231 |
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Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände | 115 | 114 |
Veränderung Abfertigungsrückstellung übrige Mitarbeiter | 1 | –12 |
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse Vorstände und leitende Angestellte | 119 | 109 |
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse übrige Mitarbeiter | 70 | 64 |
| 305 | 275 |
| | |
Abschreibungen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Abschreibung immaterielles Vermögen | 17 | 94 |
Abschreibung Gebäude | 5.430 | 6.249 |
Abschreibung andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 108 | 135 |
Geringwertige Wirtschaftsgüter | 6 | 5 |
| 5.561 | 6.483 |
| | |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen, umfassen folgende Aufwendungen:
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Grundbesitzabgaben | 355 | 136 |
Nicht abzugsfähige Vorsteuern | 203 | 366 |
| 558 | 502 |
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Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Den Immobilien direkt zurechenbare Aufwendungen | | |
Weiterverrechenbare Betriebskosten | 3.606 | 3.776 |
Eigene Betriebskosten (Leerstehungskosten) | 843 | 780 |
Instandhaltungsaufwendungen | 596 | 801 |
Vermittlungshonorare und technische Beratung | 90 | 366 |
Sonstige | 134 | 183 |
Zwischensumme | 5.269 | 5.906 |
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | | |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 2.615 | 3.538 |
Verwaltungs- und Managementkosten | 1.575 | 2.683 |
Büromiete inklusive Betriebskosten | 829 | 791 |
Lizenzen | 746 | 395 |
Weiterbelastungen | 586 | 665 |
Sonstige Gebühren und Spesen des Geldverkehrs | 342 | 340 |
Werbe- und Repräsentationsaufwendungen | 283 | 559 |
Versicherungen allgemein | 243 | 242 |
Kosten der Begebung einer Anleihe | 0 | 2.511 |
Sonstige | 1.799 | 1.431 |
Zwischensumme | 9.018 | 13.155 |
Summe übrige betriebliche Aufwendungen | 14.287 | 19.061 |
| | |
Erträge aus Beteiligungen
Dieser Posten beinhaltet Ausschüttungen von Unternehmen aus Österreich in Höhe von 173.233 Tsd. € (2024: 100.233 Tsd. €) sowie aus Deutschland und CEE in Höhe von 1.518 Tsd. € (2024: 3.227 Tsd. €).
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Dieser Posten enthält Zinserträge aus Ausleihungen.
Erträge aus dem Rückkauf von Anleihen
Dieser Posten beinhaltete in 2024 den Ertrag aus dem teilweisen Rückkauf der Nominale der Anleihe 2020-2025 in Höhe von 74.100 Tsd. €.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Zinserträge aus Festgeldveranlagungen | 4.961 | 1.242 |
Zinserträge aus Derivatgeschäften | 505 | 1.570 |
Ertrag aus der Auflösung von Derivatgeschäften | 0 | 1.533 |
Sonstige | 7 | 75 |
| 5.473 | 4.420 |
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Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Zuschreibung aufgrund Wertaufholung | 18.896 | 14.430 |
Verkauf von Finanzanlagen | 22.251 | 0 |
| 41.147 | 14.430 |
| | |
Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen resultieren aus dem Verkauf von 2 Gesellschaften (31.12.2024: Liquidation 1 Gesellschaft).
Aufwendungen aus Finanzanlagen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Abschreibung von Finanzanlagen | 5.527 | 31.821 |
Verlust aus dem Abgang | 2 | 1.507 |
| 5.529 | 33.328 |
dem gegenüber stehen Ausschüttungen in Höhe von | 1.494 | 1.821 |
| | |
Die Verluste aus dem Abgang resultieren aus der Liquidation von Gesellschaften.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Zinsen für Anleihen | 25.911 | 15.365 |
Zinsen für aufgenommene Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Immobilienvermögens | 1.258 | 3.364 |
Zinsen für sonstige Kredite | 2.599 | 2.964 |
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen | 454 | 417 |
Sonstige | 6 | 0 |
| 30.228 | 22.110 |
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Steuern vom Einkommen
Tsd. € | 2025 | 2024 |
Steuerumlage Gruppenmitglieder | 3.036 | 2.768 |
Körperschaftsteuer | 4 | –1.237 |
Latente Steuern | 656 | 112 |
Steuerertrag | 3.696 | 1.643 |
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Sonstige Angaben
13. Angabe der Beteiligungsunternehmen
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, ist oberstes Mutterunternehmen des CA Immo Konzerns. Der Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a UGB aufgestellt und beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Für den Mehrheitsaktionär SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l., Luxemburg, besteht in Luxemburg keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie keine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines allenfalls freiwillig aufgestellten Konzernabschlusses.
14. Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Die Gesamtbezüge der im jeweiligen Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Jahr 2025 2.476 Tsd. € (2024: 3.242 Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 186 Tsd. € (2024: 230 Tsd. €). Die Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.148 Tsd. € (2024: 1.156 Tsd. €) und setzte sich aus dem Grundgehalt von 1.035 Tsd. € (2024: 1.035 Tsd. €), sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz u. Beraterleistungen, Diäten, Reisespesen und Urlaubsersatzansprüche) in Höhe von 34 Tsd. € (2024: 42 Tsd. €) sowie Beiträge in Pensionskassen in Höhe von 80 Tsd. € (2024: 80 Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile für Bonuszahlungen (STI und LTI) beliefen sich auf 1.327Tsd. € (2024: 2.085 Tsd. €). Im Berichtsjahr wurden Sonderzahlungen in Höhe von 45 Tsd. € (2024: 0 Tsd. €) gewährt; es fielen keine Abfindungszahlungen an (2024: 0 Tsd. €).
Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für Vorstandsmitglieder 662 Tsd. € (31.12.2024: 546 Tsd. €).
Gegenüber früheren (d.h. nicht im Berichtsjahr amtierenden) Vorstandsmitgliedern bestehen zum 31.12.2025 keine weiteren Rückstellungen aus variablen Vergütungsbestandteilen aus laufenden LTI-Tranchen (31.12.2024: 112 Tsd. €). Im laufenden Geschäftsjahr wurden variable Vergütungen an frühere Vorstandsmitglieder in Höhe von 107 Tsd. € ausbezahlt (31.12.2024: 332 Tsd. €).
An die Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand bestehen auf Basis der Annahme einer 100%igen Zielerreichung der für das Geschäftsjahr 2025 vereinbarten Vorstandsziele für den Short Term Incentive (STI) per 31.12.2025 Rückstellungen in Höhe von 1.379 Tsd. € (31.12.2024: 1.379 Tsd. €). Zusätzlich bestehen zum Bilanzstichtag für LTI Programme Rückstellungen in Höhe von 3.111 Tsd. € (31.12.2024: 2.908 Tsd. €).
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden (bisher 2. Stellvertreter)
Durch Namensaktie entsendet:
Nicholas Chadwick (seit 1.4.2025)
Barry Sternlicht (seit 18.11.2025)
Sarah Broughton (bis 31.3.2025)
David Smith (bis 17.11.2025, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
Vom Betriebsrat entsendet:
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Mag. Nicole Kubista (seit 4.3.2026)
Georg Edinger, MBA, BA, REAM (IREBS) (bis 4.3.2026)
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo AG aus zwei von der Hauptversammlung gewählten sowie zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und zwei Arbeitnehmervertretern.
Im Geschäftsjahr 2025 (für 2024) gelangte eine Gesamtvergütung von 137 Tsd. € (2024: 75 Tsd. €) zur Auszahlung. Die darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 17 Tsd. € (2024: 15 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2025 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 82 Tsd. € erfasst (2024: 81 Tsd. €). Hiervon entfallen rund 15 Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2024: 25 Tsd. €) und 55 Tsd. € (2024: 39 Tsd. €) auf sonstige Aufwendungen einschließlich Fortbildungs- und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstigen Beratungskosten fielen 12 Tsd. € an (2024: 17 Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2025 wurde auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von 30.000 € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 € je Sitzung, wobei der Vorsitzende das Zweifache und seine Stellvertreter das Eineinhalbfache der Fixvergütung erhalten) und unter Berücksichtigung des Verzichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Capital Group zuzuordnenden Aufsichtsratsmitglieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 134 Tsd. € im Abschluss erfasst.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der CA Immobilien Anlagen AG zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, haben den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den Aufsichtsrat. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Barry Sternlicht, Jeffrey G. Dishner sowie Nicholas Chadwick nehmen umfassende Managementfunktionen innerhalb der Starwood Capital Group wahr.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. größter Einzelaktionär der CA Immobilien Anlagen AG. Im Geschäftsjahr 2025 erhöhte Starwood Capital Group (über ihr Vehikel SOF-11 Klimt CAI S.à r.l.) ihre Beteiligung an der CA Immobilien Anlagen AG nicht weiter. Zum 31.12.2025 hielt die SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. insgesamt 66.531.265 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien der CA Immobilien Anlagen AG. Aufgrund der am 27.8.2025 erfolgten Einziehung von 5.324.821 eigenen Aktien erhöhte sich der rechnerische Anteil der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. am Grundkapital von rund 62,47% auf rund 65,76%. Die SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. ist eine von Starwood Capital Group ("Starwood") kontrollierte Gesellschaft. Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Fokus auf globale Immobilieninvestitionen.
Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt während des Geschäftsjahres 66 (2024: 66) Angestellte (in Vollzeitäquivalenten).
16. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer gemäß § 237 Z 14 UGB unterbleibt, da eine derartige Information im Konzernabschluss der CA Immo AG enthalten ist.
17. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Jänner 2026 erfolgte das Closing für den Verkauf von Anteilen an einer ungarischen Tochtergesellschaft (Immobiliengesellschaft).
Die jüngste militärische Eskalation im Nahen Osten, insbesondere die angespannten Entwicklungen rund um Iran und potenzielle Einschränkungen im Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus, hat zu deutlich erhöhten Energiepreisen und volatilen Kapitalmarktreaktionen geführt. Unmittelbare Auswirkungen auf die CA Immo bestehen nicht, jedoch bleiben mögliche mittelbare Effekte – etwa auf Wirtschaftswachstum, Inflationsrate und Finanzierungskosten – aufgrund der unsicheren kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungslage derzeit nicht abschätzbar.
Der Vorstand der CA Immo AG entschied am 8.1.2026, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5.5.2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen beläuft sich auf bis zu 2.768.907 Stück Aktien (dies entspricht 2,74% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert darf nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 15.1.2026 und endet spätestens am 4.11.2027. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Im laufenden Programm wurden bis zum 6.3.2026 917.473 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 0,91% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug
26,72 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,06€. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 25,37 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 23.279.875,69 €.
18. Ergebnisverwendungsvorschlag
Es wird vorgeschlagen, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 467.709.040,81 € eine Dividende von 0,90 € je Aktie, somit insgesamt 84.441.016,80 €, an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 383.268.024,01 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Wien, 26.3.2026 | | |
| Der Vorstand | |
Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Anlagenspiegel für das geschäftsjahr 2025
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten am 1.1.2025 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anschaffungs-/ Herstellungskosten am 31.12.2025 | |
| € | € | € | € | € | |
I. Immaterielle Vermögensgegenstände | | | | | | |
EDV-Software | 3.373.119,02 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.373.119,02 | |
| 3.373.119,02 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.373.119,02 | |
| | | | | | |
| | | | | | |
| 28.208.981,74 | 0,00 | 8.723.393,53 | 0,00 | 19.485.588,21 | |
| 206.735.500,24 | 427.410,69 | 36.557.749,08 | 0,00 | 170.605.161,85 | |
| 234.944.481,98 | 427.410,69 | 45.281.142,61 | 0,00 | 190.090.750,06 | |
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.459.338,32 | 71.439,65 | 333.925,25 | 0,00 | 2.196.852,72 | |
| 237.403.820,30 | 498.850,34 | 45.615.067,86 | 0,00 | 192.287.602,78 | |
| | | | | | |
1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.338.947.663,44 | 19.197.000,00 | 96.923.510,66 | 0,00 | 3.261.221.152,78 | |
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 38.576.430,98 | 0,00 | 5.400.000,00 | 0,00 | 33.176.430,98 | |
| 245.851,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 245.851,50 | |
| 3.377.769.945,92 | 19.197.000,00 | 102.323.510,66 | 0,00 | 3.294.643.435,26 | |
| 3.618.546.885,24 | 19.695.850,34 | 147.938.578,52 | 0,00 | 3.490.304.157,06 | |
| | | | | | |
| Kumulierte Abschreibungen am 1.1.2025 | Abschreibungen im Geschäftsjahr 2025 | Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2025 | Kumulierte Abschreibungen Abgänge | Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2025 | Bilanzwert am 31.12.2025 | Bilanzwert am 31.12.2024 |
| € | € | € | € | € | € | € |
| | | | | | | |
| 3.355.929,44 | 17.189,58 | 0,00 | 0,00 | 3.373.119,02 | 0,00 | 17.189,58 |
| 3.355.929,44 | 17.189,58 | 0,00 | 0,00 | 3.373.119,02 | 0,00 | 17.189,58 |
| | | | | | | |
| | | | | | | |
| 1.226.583,04 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.226.583,04 | 18.259.005,17 | 26.982.398,70 |
| 92.588.268,98 | 5.429.677,83 | 0,00 | 30.955.826,00 | 67.062.120,81 | 103.543.041,04 | 114.147.231,26 |
| 93.814.852,02 | 5.429.677,83 | 0,00 | 30.955.826,00 | 68.288.703,85 | 121.802.046,21 | 141.129.629,96 |
| 2.013.790,48 | 113.954,22 | 0,00 | 329.868,13 | 1.797.876,57 | 398.976,15 | 445.547,84 |
| 95.828.642,50 | 5.543.632,05 | 0,00 | 31.285.694,13 | 70.086.580,42 | 122.201.022,36 | 141.575.177,80 |
| | | | | | | |
| 227.249.957,23 | 5.468.696,94 | 18.896.076,76 | 32.021.000,00 | 181.801.577,41 | 3.079.419.575,37 | 3.111.697.706,21 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 33.176.430,98 | 38.576.430,98 |
| 0,00 | 57.851,50 | 0,00 | 0,00 | 57.851,50 | 188.000,00 | 245.851,50 |
| 227.249.957,23 | 5.526.548,44 | 18.896.076,76 | 32.021.000,00 | 181.859.428,91 | 3.112.784.006,35 | 3.150.519.988,69 |
| 326.434.529,17 | 11.087.370,07 | 18.896.076,76 | 63.306.694,13 | 255.319.128,35 | 3.234.985.028,71 | 3.292.112.356,07 |
| | | | | | | |
Angaben zu Beteiligungsunternehmen
Direkte Beteiligungen | | | | | | | |
Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital in % | Währung | Nominal- kapital | Jahres- ergebnis 31.12.2025 | Eigen- kapital 31.12.2025 | Jahres- ergebnis 31.12.2024 | Eigen- kapital 31.12.2024 |
| | | | | in 1.000 | in 1.000 | in 1.000 | in 1.000 |
CA Immo d.o.o., | Belgrad | 100 | RSD | 70.415.398 | –4.504 | 33.406 | 1.374 | 12.117 |
Duna Irodaház Kft., Budapest | Budapest | 100 | HUF | 277.100.000 | 134.535 | 8.773.003 | –1.289.388 | 9.149.807 |
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. | Budapest | 100 | HUF | 391.000.000 | –315.812 | 9.916.020 | –691.142 | 11.203.827 |
Duna Business Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. | Budapest | 100 | HUF | 452.844.530 | 411.337 | 12.908.426 | –214.346 | 13.349.097 |
Millennium Irodaház Kft. | Budapest | 100 | HUF | 997.244.944 | –49.363 | 8.692.014 | –101.498 | 9.252.879 |
Váci 76 Kft. | Budapest | 100 | HUF | 3.100.000 | 925.849 | 7.539.099 | 45.948 | 6.613.250 |
CA Immo Invest GmbH | Frankfurt | 50,5 | EUR | 50.000 | –883 | 14.376 | –649 | 15.260 |
DRG Deutsche Realitäten GmbH | Frankfurt | 49,0 | EUR | 500.000 | –118 | 382 | 148 | 648 |
CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 47.956.320 | 1.875 | 49.831 | –52.805 | 72.713 |
CA Immo P14 Sp.z.o.o | Warschau | 100 | PLN | 10.000 | –13.229 | 131.411 | 5.387 | 144.640 |
CA Immo Saski Crescent Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 140.921.250 | –6.675 | 170.069 | –21.392 | 176.745 |
CA Immo Saski Point Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 55.093.000 | 161 | 55.254 | 6.044 | 107.754 |
CA Immo Sienna Center Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 116.912.640 | –9.055 | 142.108 | –34.511 | 151.163 |
CA Immo Warsaw Spire B Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 5.050.000 | 22.675 | 281.868 | 8.801 | 259.193 |
CA Immo Warsaw Spire C Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 2.050.000 | –426 | 243.508 | –6 | 243.934 |
CA Immo Warsaw Towers Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 155.490.900 | 1.918 | 150.746 | –6.751 | 148.828 |
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH | Wien | 38,9 | EUR | 3.738.127 | 427 | 10.287 | 416 | 10.460 |
CA Immo International Holding GmbH | Wien | 100 | EUR | 35.000 | 114.958 | 1.742.897 | 72.729 | 1.800.939 |
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH | Wien | 100 | EUR | 100.000 | 11.682 | 435.949 | 10.128 | 405.267 |
| | | | | | | | |
Die Angaben für 2025 erfolgen ausschließlich auf Basis von vorläufigen Zahlen der nach lokalen Rechnungslegungsmethoden erstellten Abschlüsse.
LAGEBERICHT
konzernstruktur
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die börsennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen und operativen Leitung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Center. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 umfasst der Konzern insgesamt 124 Gesellschaften (31.12.2024: 139) mit 241 Mitarbeitern (31.12.2024: 254). In Vollzeitäquivalenten (FTE) beträgt der Mitarbeiterstand zum Stichtag 31. Dezember 2025 212,1 (31.12.2024: 222,1).
Die Kernkompetenz von CA Immo ist die Entwicklung und Bewirtschaftung hochwertiger Prime-Büroimmobilien in Kerneuropa mit Fokus auf den deutschen Markt, dessen Anteil am Gesamtportfolio rund 73% beträgt. Das strategische Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wertschöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer, sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilienbereich ab – von der Grundstücksaufbereitung, der Baurechtschaffung und Realisierung der umgebenden Infrastruktur bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer Gebäude.
Neben den wichtigsten deutschen Märkten Berlin und München ist CA Immo auch in den Städten Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Prag, Warschau und Budapest aktiv. Budapest wurde im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms als nicht-strategischer Markt eingestuft; der Vorstand ist ermächtigt, alle relevanten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Marktausstieg aus dieser Region einzuleiten bzw. durchzuführen. Weiterhin hat der Vorstand im November 2025 beschlossen, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit einem potenziellen Käufer abzuschließen, um diesem eine exklusive Due Diligence sowie Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des verbliebenen Portfolios in Tschechien zu ermöglichen.
Durch die Aufbereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt CA Immo in den eigenen Bestand. Aktuell kontrolliert die Gruppe ein Immobilienvermögen von rund 4,7 Mrd. € in Deutschland, Österreich und CEE (31.12.2024: 5,0 Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten oder indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG gehalten. Per 31. Dezember 2025 befindet sich zudem ein Immobilienvermögen von rund 156 Mio. € (31.12.2024: 177 Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum Stichtag ausschließlich Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert von insgesamt rund 235 Mio. € (31.12.2024: 256 Mio. €).
Gesellschaften nach Regionen
Anzahl der Gesellschaften1) | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
Österreich | 10 | 11 |
| 0 | 0 |
Deutschland | 88 | 98 |
| 17 | 22 |
CEE | 26 | 30 |
| 0 | 0 |
Konzernweit | 124 | 139 |
| 17 | 22 |
1) Nicht als Joint Ventures bezeichnete Gesellschaften sind vollkonsolidiert.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und Grünwald. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Bestandsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobilien werden Großteils in direkten Beteiligungen gehalten. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise in Mainz) werden in Joint Ventures realisiert. Die Immobilienentwicklung wird von der in der CA Immo Deutschland GmbH bzw. deren direkten Tochtergesellschaften angesiedelten Abteilung Development mit hausinterner Expertise gesteuert.
Standort CEE
In CEE liegt der Fokus ebenfalls auf Prime-Büroimmobilien in den Städten Prag, Warschau und Budapest. Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften gehalten. Sämtliche CEE-Immobilien werden von den regionalen Niederlassungen gemanagt.
Wirtschaftliches Umfeld
Wirtschaftliches Umfeld
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die Jahre 2026 und 2027 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3% bzw. 3,2%. Damit bleibt das globale Wachstum unter dem langfristigen Durchschnitt der Jahre vor der COVID-19-Pandemie. Die Weltwirtschaft zeigt sich insgesamt widerstandsfähig, wird jedoch weiterhin von gegenläufigen Kräften geprägt. Belastende Faktoren wie erhöhte handelspolitische Unsicherheiten und strukturelle Wachstumshemmnisse werden teilweise durch unterstützende Impulse aus technologiegetriebenen Investitionen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, sowie durch überwiegend noch günstige Finanzierungsbedingungen kompensiert. Regional ergibt sich ein heterogenes Bild: In den USA bleibt das Wachstum vergleichsweise robust, getragen von fiskalischen Impulsen und Investitionen, während der Euroraum nur moderates Wachstum verzeichnet. In China setzt sich die konjunkturelle Abschwächung fort, da strukturelle Herausforderungen, insbesondere im Immobiliensektor, sowie eine gedämpfte Binnennachfrage das Wachstum begrenzen. In den Schwellen- und Entwicklungsländern bleibt die wirtschaftliche Dynamik insgesamt stabil, wenngleich sie weiterhin durch externe Finanzierungsbedingungen, geopolitische Risiken und strukturelle Faktoren beeinträchtigt wird.
Die globale Inflation ist weiter rückläufig, verbleibt jedoch über dem Vorkrisenniveau. Der IWF rechnet mit einem Rückgang der weltweiten Verbraucherpreisinflation auf rund 3,8% im Jahr 2026 und 3,4% im Jahr 2027. In den entwickelten Volkswirtschaften nähert sich die Inflation zunehmend den Zielwerten der Zentralbanken, während der Disinflationsprozess in den Schwellen- und Entwicklungsländern langsamer verläuft. Die Geldpolitik der großen Zentralbanken befindet sich in einer Übergangsphase: Während in einzelnen Volkswirtschaften bereits Zinssenkungen erfolgt sind oder erwartet werden, bleibt der geldpolitische Kurs insgesamt vorsichtig und datenabhängig. Unterschiede im Inflationsverlauf, in den Konjunkturaussichten sowie in den fiskalischen Rahmenbedingungen führen zu einer zunehmenden Divergenz der geldpolitischen Strategien zwischen den Regionen.
Der IWF weist auf weiterhin überwiegend abwärtsgerichtete Risiken für die Weltwirtschaft hin. Kurzfristig stellen geopolitische Spannungen, insbesondere mit Blick auf internationale Handelsbeziehungen, Energiepreise und Lieferketten, ein zentrales Risiko dar. Zudem könnten hohe öffentliche und private Verschuldungsstände in einem Umfeld erhöhter Zinsen die Finanzstabilität beeinträchtigen. Politische Unsicherheiten, unter anderem im Zusammenhang mit Wahlen in wichtigen Volkswirtschaften, könnten die wirtschaftspolitische Planbarkeit weiter einschränken. Mittelfristig bleiben schwache Produktivitätszuwächse, demografische Veränderungen sowie der Anpassungsdruck durch den Klimawandel zentrale Herausforderungen für das globale Wachstum.
Der Regional Economic Outlook: Europe des IWF vom Oktober 2025 zeigt, dass sich Europa nach den jüngsten Krisen zwar stabilisiert hat, die wirtschaftliche Erholung jedoch an Dynamik verliert. Das Wachstum konvergiert zunehmend zu einem niedrigen mittelfristigen Trend, der deutlich unter dem Vorkrisenniveau liegt. Belastend wirken unter anderem erhöhte handelspolitische Unsicherheiten, eine Aufwertung des Euro sowie strukturelle Wachstumshemmnisse. Temporäre Wachstumsimpulse durch vorgezogene Exporte und staatliche Ausgaben laufen aus, während private Investitionen und Konsum trotz steigender Realeinkommen durch Unsicherheit und hohe Sparquoten gedämpft bleiben.
Die Inflation im Euroraum hat sich dem Zielwert angenähert, wobei insbesondere die Dienstleistungsinflation weiterhin erhöhte Persistenz zeigt. In den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas verläuft der Inflationsrückgang uneinheitlich und langsamer, was in einzelnen Volkswirtschaften eine weiterhin restriktive Geldpolitik erfordert. Die Zentralbanken stehen vor der Herausforderung, Preisstabilität zu sichern und gleichzeitig auf konjunkturelle Abschwächungstendenzen angemessen zu reagieren. Fiskalpolitisch sehen sich viele europäische Staaten angesichts hoher Schuldenstände und steigender Ausgabenbedarfe, etwa für Verteidigung, Infrastruktur und demografisch bedingte Ausgaben, mit zunehmendem Konsolidierungsdruck konfrontiert. Die Weiterentwicklung der europäischen Fiskalregeln zielt darauf ab, die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen zu stärken, ohne die wirtschaftliche Erholung zu gefährden.
Neben den konjunkturellen Herausforderungen bestehen in Europa ausgeprägte strukturelle Schwächen. Das Produktivitätswachstum bleibt gering, insbesondere aufgrund fragmentierter Kapitalmärkte, begrenzter Arbeitskräftemobilität und unvollständig integrierter Binnenmärkte. Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel verschärfen die Wachstumsperspektiven zusätzlich. Der IWF betont, dass eine Vertiefung des europäischen Binnenmarkts, Fortschritte bei Strukturreformen sowie eine Stärkung von Investitionen und Innovationsfähigkeit entscheidend sind, um das langfristige Wachstumspotenzial Europas zu erhöhen.
Die wirtschaftliche Entwicklung Europas bleibt damit weiterhin anfällig für externe Schocks. Eine erneute Eskalation geopolitischer Konflikte, zusätzliche handelspolitische Spannungen oder Verzögerungen bei notwendigen Struktur- und Fiskalreformen könnten die Wachstumsaussichten weiter beeinträchtigen und die wirtschaftliche Unsicherheit erhöhen.
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2025 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,3% gestiegen. Dies geht aus einer Schnellschätzung hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird. Im dritten Quartal 2025 war das BIP im Euroraum um 0,3% und in der EU um 0,4% gestiegen. Nach einer Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2025, auf Grundlage von saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, ist das BIP im Euroraum um 1,5% und in der EU um 1,6% gestiegen.
Im Dezember 2025 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euroraum bei 6,2%, ein Rückgang gegenüber 6,3% im November 2025 sowie gegenüber Dezember 2024. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezember 2025 bei 5,9%, unverändert gegenüber November 2025 und Dezember 2024.
Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2025 bei 1,9%, gegenüber 2,1% im November. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,4% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2025 bei 2,3%, gegenüber 2,4% im November. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,7% betragen. Im Dezember 2025 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von „Dienstleistungen“ (+1,54 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von „Lebensmitteln, Alkohol und Tabak“ (+0,49 Pp.), „Industriegütern ohne Energie“ (+0,09 Pp.) sowie „Energie“ (-0,18 Pp.).
Am Ende des dritten Quartals 2025 lag der Bruttoschuldenstand des Staatssektors im Verhältnis zum BIP im Euroraum (ER20) bei 88,5%, ein Anstieg im Vergleich zu 88,2% am Ende des zweiten Quartals 2025. In der EU stieg die Quote ebenfalls von 81,9% auf 82,1%. Im Vergleich zum dritten Quartal 2024 erhöhte sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP sowohl im Euroraum (von 87,7% auf 88,5%) als auch in der EU (von 81,3% auf 82,1%).
Das saisonbereinigte öffentliche Defizit (Finanzierungssaldo des Staatssektors) im Verhältnis zum BIP belief sich im dritten Quartal 2025 im Euroraum (ER20) und in der EU auf 3,2%. Im dritten Quartal 2025 wurde im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 ein Anstieg der Defizite (gemessen am BIP) im Euroraum und in der EU verzeichnet. Im Euroraum stieg das Defizit (gemessen am BIP) im Vergleich zu 2,8% im zweiten Quartal 2025, während das Defizit (gemessen am BIP) in der EU im Vergleich zu 2,9% im Vorquartal stieg.
Im Berichtsjahr hat der EZB-Rat seine geldpolitische Ausrichtung fortlaufend an der Entwicklung der Preisstabilität ausgerichtet. Nach einer Reihe von Zinssenkungen im ersten Halbjahr 2025, durch die der Zinssatz für die Einlagefazilität auf 2,00%, der Hauptrefinanzierungssatz auf 2,15% und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,40% festgesetzt wurde mit Wirkung ab dem 11. Juni 2025, hat der EZB-Rat in den folgenden Sitzungen keine weiteren Änderungen der drei Leitzinsen beschlossen. Die Zinsniveaus blieben in den Sitzungen im Oktober und im Dezember 2025 unverändert, wobei die Inflationslage im Euroraum weiterhin nahe dem mittelfristigen Zielwert von 2% eingeschätzt wurde. Die geldpolitische Entscheidungspraxis des EZB-Rates bleibt daten- und ergebnisabhängig, wobei die Beurteilung der Inflationsaussichten und der Risiken im Mittelpunkt der geldpolitischen Abwägung steht.
Die fortbestehende Stabilität der Leitzinsen spiegelt die Einschätzung des EZB-Rates wider, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht um den Zielwert von 2% stabilisieren dürfte und ein weiterer Zinsschritt derzeit nicht angezeigt ist. In den geldpolitischen Erklärungen betont der EZB-Rat, dass die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses von den nächsten eingehenden Wirtschafts- und Preisentwicklungen abhängt und von Sitzung zu Sitzung zu treffen ist. Eine feste Vorgabe für einen zukünftigen Zinspfad wird nicht formuliert.
Die jüngsten Daten zur Inflation und zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum deuten auf anhaltende Preisstabilitätsfortschritte hin, während gleichzeitig die wirtschaftliche Aktivität und der Arbeitsmarkt robust bleiben. Die realwirtschaftlichen Fundamentaldaten sowie solide Bilanzen des privaten Sektors tragen zur Stabilität des wirtschaftlichen Umfelds bei. Diese Rahmenbedingungen wirken stabilisierend auf die geldpolitische Gesamteinschätzung, wobei der EZB-Rat die geldpolitische Transmission und potenzielle Risiken weiterhin sorgfältig beobachtet.
Der EZB-Rat bekräftigt seine Entschlossenheit, die Preisstabilität im Einklang mit dem mittelfristigen Inflationsziel von 2% zu sichern. Dies schließt die Bereitschaft ein, alle geldpolitischen Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, sofern dies für die Erreichung des Inflationsziels erforderlich erscheint. Die geldpolitische Haltung bleibt daher flexibel und an die Datenlage gebunden, um auf Entwicklungen in der Realwirtschaft, auf Finanzmärkten und bei den zugrunde liegenden Inflationstendenzen angemessen reagieren zu können.
In den geldpolitischen Erklärungen wurde ebenfalls auf externe Risiken hingewiesen, die die Konjunktur und die Preisentwicklung im Euroraum beeinflussen könnten, darunter anhaltende geopolitische Spannungen und Unsicherheiten im internationalen Handelspolitikumfeld. Diese Risiken können sowohl dämpfend auf das Wachstum als auch auf die Inflationsdynamik wirken, wodurch die geldpolitische Bewertung weiterhin von Unsicherheitsfaktoren geprägt bleibt.
Immobilienmärkte
ALLGEMEINE MARKTBEDINGUNGEN
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der CEE-Region entwickeln sich zunehmend positiv, auch wenn die Erholung weiterhin heterogen verläuft. Nach mehreren Jahren, die von externen Schocks, steigenden Energiepreisen und geopolitischen Spannungen geprägt waren, stabilisieren sich die makroökonomischen Trends langsam. Dabei rückt die Binnennachfrage verstärkt in den Mittelpunkt und ist inzwischen zu einer der wichtigsten Wachstumsquellen für die Region geworden. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes anspruchsvoll, da sie nach wie vor deutlich von regionalen Handelsmustern und der strukturellen Anpassung an volatile Energiepreise beeinflusst wird.
In Deutschland und Österreich zeigt sich eine verhaltene Konjunkturerholung. Beide Länder verzeichnen ein moderates Wachstum von unter 1%, das vor allem durch schwächere Auslandsaufträge gedämpft wird. Der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China in höherwertigen Produktkategorien belastet weiterhin die Exportindustrie, die traditionell eine zentrale Säule ihres Wachstums bildet. Auch wenn mittelfristig Impulse aus erhöhten Verteidigungsausgaben erwartet werden, dürfte dieser Effekt kurzfristig nicht ausreichen, um eine spürbare Verbesserung des Geschäftsklimas herbeizuführen.
Demgegenüber präsentiert sich die wirtschaftliche Lage in der CEE-Region insgesamt dynamischer. Besonders Polen und die Tschechische Republik zählen zu den Wachstumstreibern und profitieren sowohl von einer stabilen Konsumentwicklung als auch von einer verbesserten außenwirtschaftlichen Nachfrage. Ungarn steht hingegen vor einem Wahljahr, das durch expansive Fiskalpolitik geprägt sein dürfte, während das Investitionsklima verhalten bleibt. Insgesamt zeigt sich die Region jedoch resilienter als in den Vorjahren, was auch auf robuste Arbeitsmärkte und steigende Realeinkommen zurückzuführen ist.
Der Inflationsdruck verliert in der gesamten Region schrittweise an Intensität, wenngleich Kerninflation und Lebensmittelpreise weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt liegen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank ihren Zinssenkungszyklus vermutlich weitgehend abgeschlossen. Für 2026 ist daher mit geringeren monetären Stimulusimpulsen zu rechnen als im Vorjahr, was die Bedeutung fiskalischer Maßnahmen zusätzlich hervorhebt.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Handelspolitische Spannungen beeinflussen Investitionsentscheidungen und die industrielle Aktivität weiterhin negativ. Das umfassende fiskalische Stimuluspaket Deutschlands könnte in der zweiten Jahreshälfte positive Effekte auf die Nachbarländer entfalten, wenngleich Verzögerungsrisiken bestehen. Ungeachtet dieser Unsicherheiten sorgt die Kombination aus stabilen Arbeitsmärkten, zunehmenden Realeinkommen und einer robusten privaten Nachfrage dafür, dass die Region ihre wirtschaftliche Widerstandskraft behauptet und vorsichtig optimistisch in die kommenden Quartale blickt.
TransaktionsMÄRKTE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH und CEE
Die Entwicklung der Investment Transaktionsvolumina in Deutschland, Österreich und der CEE-Region war im Jahr 2025 insgesamt weitgehend positiv, unterstützt durch mehr Klarheit hinsichtlich der Leitzinssätze und eine weitere Annäherung der Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern.
Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien reduzierten sich in den meisten Kernmärkten. In Deutschland verzeichneten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München jeweils eine Kompression um 20 Basispunkte gegenüber 2024, wobei München 4,4% erreichte, Berlin 4,6% sowie Frankfurt und Düsseldorf 4,9%. In der CEE-Region verzeichnete Prag die stärkste Renditekompression um
50 Basispunkte auf 5,1%, während Wien um 25 Basispunkte auf 4,8% nachgab. Budapest und Warschau blieben stabil bei 7,0% beziehungsweise 6,0%.
Die Fundamentaldaten entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Während alle CEE-Märkte und Wien eine positive Nettoabsorption sowie sinkende oder sehr niedrige Leerstandsquoten verzeichneten, erlebten die deutschen Märkte weiterhin eine negative Nettoabsorption und steigende Leerstände trotz rückläufigem Neubauangebot. Die positive Dynamik in CEE und Österreich spiegelte sich auch in den Büroinvestmentvolumina wider, die im Jahr 2025 im Jahresvergleich um 46% auf 3,72 Milliarden € stiegen. Das Transaktionsvolumen in den deutschen Märkten hingegen sank im Jahresvergleich um 13% auf 2,94 Milliarden €.
Insgesamt prägten zwei zentrale Trends die Büroinvestmentlandschaft 2025: anhaltendes Interesse von vermögenden Privatpersonen und Eigennutzern sowie die steigende Kapitalbereitstellung inländischer Fonds der CEE–Märkte.
Büromärkte IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH und CEE
Nachfrage
Die Nachfrage nach Büroflächen in den CA Immo Märkten, gemessen anhand des Nettoflächenumsatzes, belief sich im Jahr 2025 auf 3,07 Millionen m², gegenüber
2,95 Millionen m² im Jahr 2024, was einem Anstieg von rund 4% im Jahresvergleich entspricht. Die Entwicklung in Deutschland verbesserte sich nur marginal, getrieben durch ein außergewöhnliches Vermarktungsvolumen in Frankfurt. Wien und Budapest verzeichneten ein deutliches Nachfragewachstum, während Prag und Warschau unverändert blieben.
Die zusätzliche Nachfrage nach Büroflächen blieb hinter dem Volumen der Flächen zurück, die von Unternehmen freigegeben wurden. Über alle Märkte hinweg sank die gesamte Nettoabsorption von –342.000 m² im Jahr 2024 auf –317.000 m² im Jahr 2025. Diese negative Entwicklung wurde vollständig von den deutschen Märkten verursacht: Trotz Rekord-Nettoflächenumsatz fiel Frankfurt auf –214.000 m², während Düsseldorf ebenfalls einen neuen Tiefstand von –126.000 m² erreichte. München verbesserte sich gegenüber 2024, blieb jedoch mit
–83.000 m² negativ. Berlin verzeichnete einen Rückgang der auf den Markt zurückgegebenen Flächen gegenüber dem Vorjahr, wies jedoch mit –152.000 m² weiterhin eine negative Nettoabsorption aus.
Im Gegensatz dazu zeigten die CEE-Märkte eine robuste Nutzernachfrage. Prag verzeichnete eine positive Nettoabsorption von +75.000 m², Budapest +99.000 m², Wien +44.000 m² und Warschau +39.000 m². Diese Divergenz unterstreicht strukturell unterschiedliche Nutzerdynamiken in CEE im Vergleich zu Deutschland, was durch eine optimistischere Einschätzung der Unternehmen und weniger gesättigte Büromärkte erklärt werden kann.
Insgesamt stieg der Nettoflächenumsatz zwar moderat, die deutliche Verschlechterung der Nettoabsorption spiegelt jedoch eine fortgesetzte Flächenkonsolidierung und effizienzgetriebene Verkleinerungen in Deutschland wider, teilweise ausgeglichen durch positive Absorptionstrends in CEE.
Mieten
Die Spitzenmieten in den Kernmärkten von CA Immo stiegen im Jahr 2025 weiter an, wobei das Mietwachstum insbesondere in Frankfurt und München ausgeprägt war.
Frankfurt verzeichnete das stärkste Wachstum mit einem Anstieg der Spitzenmieten auf 55,00 €/m² pro Monat (+12% gegenüber dem Vorjahr). München stieg auf 60,00 €/m² (+5%), während Düsseldorf 46,00 €/m² (+2%) erreichte und Berlin leicht auf 45,00 €/m² (+1%) zulegte.
In der CEE-Region und in Österreich blieb das Mietwachstum moderat, aber überwiegend positiv. Prag stieg auf 30,00 €/m² (+2%), Wien auf 28,50 €/m² (+2%), Budapest auf 25,50 €/m² (+2%) und Warschau auf 27,75 €/m² (+3%).
Der anhaltende Anstieg der Spitzenmieten trotz negativer Nettoabsorption in mehreren Märkten weist auf eine fortbestehende Präferenz der Mieter für hochwertige, gut gelegene Objekte hin. Während auch die Durchschnittsmieten weiterwachsen, steigt die Prämie für Produkte in der Innenstadt, insbesondere in Deutschland.
Neue Flächen und Leerstand
Im Jahr 2025 gingen die Fertigstellungen neuer Büroflächen in den meisten Märkten im Vergleich zum Vorjahr zurück. In den vier großen deutschen Märkten beliefen sich die gesamten Fertigstellungen auf rund 813.000 m², was einem Rückgang von etwa 20% im Jahresvergleich entspricht.
Berlin verzeichnete 408.000 m² (–12%), München 177.000 m² (–31%) und Frankfurt 93.000 m² (–51%), während Düsseldorf der einzige deutsche Markt mit einem Anstieg des Neubauangebots war und 136.000 m² (+32%) registrierte. In der CEE-Region und in Wien gingen die gesamten Fertigstellungen um etwa 21% im Jahresvergleich zurück und beliefen sich 2025 auf rund 288.000 m². Prag verzeichnete den stärksten Rückgang des Neubauangebots (–62%), gefolgt von Budapest
(–47%) und Warschau (–15%). Wien war der einzige Markt in der Region mit höheren Fertigstellungsvolumina im Jahresvergleich und stieg um 35% auf rund 117.000 m².
Trotz des Rückgangs des Neubauangebots stiegen die Leerstandsquoten in allen deutschen Märkten, was die anhaltend negative Nettoabsorption widerspiegelt. Berlins Leerstand stieg auf 8,7%, Düsseldorf auf 13,5%, Frankfurt auf 12,0% und München auf 8,9%.
Im Gegensatz dazu gingen die Leerstandsquoten in mehreren CEE-Märkten deutlich zurück. Prag sank auf 5,9%, Warschau auf 9,1% und Budapest auf 12,5%, getrieben durch positive Nettoabsorption und geringere Fertigstellungsvolumina. Wien war der einzige Markt außerhalb Deutschlands, der einen Anstieg der Leerstandsquote verzeichnete, allerdings stieg sie nur moderat auf 3,9% und blieb damit insgesamt auf einem niedrigen Niveau.
büromarktentwicklung in den ca immo märkten
| 2025 | 2024 | Veränderung in % / Basispunkten |
Berlin | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 530.800 | 652.000 | –19% |
Fertigstellungen in m2 | 407.800 | 461.300 | –12% |
Leerstandsquote in % | 8,68 | 7,26 | 142 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 45,00 | 44,50 | 1% |
Spitzenrenditen in % | 4,60 | 4,80 | –20 bp |
Düsseldorf | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 200.600 | 236.800 | –15% |
Fertigstellungen in m2 | 135.500 | 102.400 | 32% |
Leerstandsquote in % | 13,48 | 12,16 | 132 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 46,00 | 45,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 4,90 | 5,10 | –20 bp |
Frankfurt am Main | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 555.800 | 346.400 | 60% |
Fertigstellungen in m2 | 93.100 | 191.300 | –51% |
Leerstandsquote in % | 11,95 | 10,46 | 149 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 55,00 | 49,00 | 12% |
Spitzenrenditen in % | 4,90 | 5,10 | –20 bp |
München | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 557.500 | 629.100 | –11% |
Fertigstellungen in m2 | 176.500 | 256.200 | –31% |
Leerstandsquote in % | 8,91 | 8,45 | 45 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 60,00 | 57,00 | 5% |
Spitzenrenditen in % | 4,40 | 4,60 | –20 bp |
Budapest | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 293.700 | 214.800 | 37% |
Fertigstellungen in m2 | 55.400 | 103.600 | –47% |
Leerstandsquote in % | 12,50 | 14,13 | –163 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 25,50 | 25,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 7,00 | 7,00 | 0 bp |
Prag | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 306.700 | 316.400 | –3% |
Fertigstellungen in m2 | 26.600 | 70.400 | –62% |
Leerstandsquote in % | 5,87 | 7,36 | –148 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 30,00 | 29,50 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,60 | –50 bp |
Wien | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 225.800 | 158.600 | 42% |
Fertigstellungen in m2 | 116.900 | 86.400 | 35% |
Leerstandsquote in % | 3,90 | 3,37 | 53 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 28,50 | 28,00 | 2% |
Spitzenrenditen in % | 4,75 | 5,00 | –25 bp |
Warschau | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 404.000 | 398.900 | 1% |
Fertigstellungen in m2 | 88.700 | 104.400 | –15% |
Leerstandsquote in % | 9,06 | 10,56 | –150 bp |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 27,75 | 27,00 | 3% |
Spitzenrenditen in % | 6,00 | 6,00 | 0 bp |
Quelle: CBRE Research, Q4 2025
Immobilienvermögen
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienentwicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf gewerblich genutzte Immobilien mit deutlichem Fokus auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen Metropolen, mit Schwerpunkt auf Berlin und München, spezialisiert. Ziel ist die Fokussierung auf qualitativ hochwertige und ertragsstarke Prime - Büroimmobilien. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo im Geschäftsfeld Development durch die Entwicklung, Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
Immobilienvermögen der CA Immo Gruppe
Durch die Verkaufsaktivitäten des Jahres 2025 hat sich der Wert des Immobilienvermögens zum 31.12.2025 um rund –6% auf 4,7 Mrd. € verringert (2024: 5,0 Mrd. €). Davon entfallen 3,7 Mrd. € (79% des Gesamtportfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,6 Mrd. € (14%) auf Immobilienvermögen in Entwicklung und 0,3 Mrd. € (7%) auf kurzfristiges Immobilienvermögen (inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien). Deutschland ist mit einem Anteil von 73% am Gesamtportfolio größtes regionales Segment.
Portfolio der CA Immobilien Anlagen AG
Das direkt von der CA Immobilien Anlagen AG gehaltene Immobilienvermögen verfügt über eine vermietbare Nutzfläche von 67.222 m² (2024: 76.505 m²) und umfasst zum Bilanzstichtag vier Bestandsimmobilien in Österreich mit einem Bilanzwert (einschließlich geleisteter Anzahlungen und Anlagen in Bau) von 121.802 Tsd. € (2024: fünf Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert von 141.130 Tsd. €). 2025 generierte dieses Portfolio Mieterlöse in Höhe von 13.817 Tsd. € (2024: 14.390 Tsd. €).
Vermietungen
Im Jahr 2025 wurden rund 1.760 m² an Flächen neu vermietet bzw. verlängert oder erweitert (2024: rund 16.490 m²). Davon betreffen ca. 940 m² Verlängerungen bzw. Erneuerungen von bestehenden Verträgen. Die Vermietungsquote nach m2 betrug im Bestandsportfolio rund 99% (2024: 98%).
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2025 investierte die Gesellschaft 427 Tsd. € (2024: 1.462 Tsd. €) in das Bestandsportfolio.
Verkäufe
Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine Immobilie der CA Immobilien Anlagen AG veräußert (Storchengasse in Wien).
Ergebnis
Wesentliche GUV-Kennzahlen
CA Immo verbuchte im Jahr 2025 einen verkaufsbedingten Rückgang der Mieterlöse um –7% auf 13.817 Tsd. € (2024: 14.910 Tsd. €). Die an Mieter weiterverrechneten Betriebskosten verringerten sich um –1% von 3.911 Tsd. € in 2024 auf 3.879 Tsd. € in 2025. Die Managementerlöse für an die Tochtergesellschaften erbrachte Serviceleistungen verringerten sich im Jahresvergleich um –7% auf 7.217 Tsd. € (2024: 7.801 Tsd. €). Im Ergebnis führte dies zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um –7% auf 25.032 Tsd. € (2024: 26.885 Tsd. €), die sich wie folgt verteilen: Österreich 76%, Deutschland 6%, CEE 18%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich aufgrund gegenüber dem Vorjahr geringeren Erträgen aus Sachanlagenabgang deutlich und beliefen sich auf 5.718 Tsd. € (2024: 26.407 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2024 wurden, wie im Vorjahr keine Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beliefen sich auf 199 Tsd. € (2024: 1.059 Tsd. €) und betreffen im Wesentlichen Kosten für Strafen der Finanzmarktaufsicht sowie Kosten der Hauptversammlung für das Jahr 2024 (Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrafen in 2024 im Wesentlichen 453 Tsd. € Kosten für nachlaufende Verpflichtungen aus Kaufverträgen sowie 420 Tsd. € Finanzierungskosten).
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 665 Tsd. € (2024: 2.325 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen Kostenverrechnungen (2024: sowie eine erhaltene Vertragsstrafe von 1.500 Tsd. €).
Der Personalaufwand verringerte sich im Vorjahresvergleich um –4% von –14.729 Tsd. € in 2024 auf
–14.107 Tsd. € in 2025. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich 77 Dienstnehmer (2024: 80). Dies entsprach einem Vollzeitäquivalent (FTE) von 66 (2024: 66).
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich insgesamt auf –5.561 Tsd. € (2024: –6.483 Tsd. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen insgesamt –14.845 Tsd. € (2024: –19.563 Tsd. €). Hiervon wurde ein Betrag von –558 Tsd. € als Steueraufwand gebucht. Der Vergleichswert des Vorjahres belief sich auf
–502 Tsd. €. Die den Immobilien direkt zurechenbaren Aufwendungen beliefen sich auf –5.269 Tsd. € (2024:
–5.906 Tsd. €). Für allgemeine Verwaltungsaufwendungen wie beispielsweise projektbezogene Rechts-, Prüfungs- und Beratungshonorare, Werbe- und Repräsentationsaufwendungen oder Verwaltungs- und Managementkosten fiel ein Betrag von –9.018 Tsd. € (2024: –13.155 Tsd. €) an.
Im Ergebnis führten die oben beschriebenen Entwicklungen zu einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von –3.763 Tsd. €, im Vergleich zu 12.517 Tsd. € im Vorjahr.
Aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften flossen der Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Gesamthöhe von 174.752 Tsd. € (2024: 103.461 Tsd. €) zu. Dieser Position standen Aufwendungen aus Finanzanlagen (Beteiligungsabschreibungen) in Höhe von –5.529 Tsd. € (2024: –33.328 Tsd. €) gegenüber; davon ausschüttungsbedingt 1.494 Tsd. € (2024: 1.821 Tsd. €).
Aus den an Tochtergesellschaften gegebenen Ausleihungen wurden Erträge in Höhe von 1.290 Tsd. €
(2024: 2.551 Tsd. €) lukriert. Die Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge belief sich auf 5.473 Tsd. € (2024: 4.420 Tsd. €).
Die Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zu Finanzanlagen beliefen sich auf 41.147 Tsd. € (2024: 14.430 Tsd. €) und enthalten Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 18.896 Tsd. € (2024: 14.430 Tsd. €).
Der Zinsaufwand erhöhte sich insgesamt um 37% auf –30.228 Tsd. € (2024: –22.110 Tsd. €). Die Zinsen für Bankdarlehen bzw. Immobilienfinanzierungen reduzierten sich und betrugen –1.258 Tsd. € (2024: –3.364 Tsd. €). Die Bereitstellungszinsen für sonstige Bankfinanzierungen betrugen –842 Tsd. € (2024: –857 Tsd. €). Die Aufwendungen für Derivatgeschäfte standen wie im Vorjahr wieder bei 0 Tsd. € (2024: 0 Tsd. €). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen erhöhte sich von –417 Tsd. € in 2024 auf –454 Tsd. € in 2025. Mit –25.911 Tsd. € entfällt der größte Anteil auf Zinsaufwendungen für Anleihen; im Vorjahr lagen diese bei –15.365 Tsd. €.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren erhöhte sich das Finanzergebnis um 161% auf 186.904 Tsd. €
(2024: 71.496 Tsd. €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 183.142 Tsd. € (2024: 84.013 Tsd. €). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen in Höhe von 3.696 Tsd. € (2024: 1.643 Tsd. €) verbleibt per 31. Dezember 2025 ein Jahresüberschuss von 186.837 Tsd. € nach 85.656 Tsd. € per 31. Dezember 2024 (118%). Nach Berücksichtigung der Zuweisung zu Gewinnrücklagen im Zusammenhang mit dem Rückkauf von eigenen Aktien von –78.127 Tsd. € (2024: –13.211 Tsd. €) und des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 358.998 Tsd. €
(2024: 382.399 Tsd. €) weist der Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 467.709 Tsd. € (2024: 454.845 Tsd. €) aus.
Dividendenvorschlag 2025
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor, welche den Aktionären in der am 6. Mai 2026 stattfindenden Hauptversammlung zur Abstimmung vorgeschlagen werden soll. Bemessen am Schlusskurs zum
31. Dezember 2025 (22,52 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,0%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Cashflow
Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow plus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 160.098 Tsd. €
(2024: 150.782 Tsd. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 92.429 Tsd. € (2024: –10.048 Tsd. €) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –466.150 Tsd. € (2024: –50.745 Tsd. €).
Bilanzanalyse
Aktivseite
Die Bilanzsumme der CA Immobilien Anlagen AG verringerte sich im Vorjahresvergleich von 3.610.614 Tsd. € per 31. Dezember 2024 auf 3.336.496 Tsd. € per 31.12.2025.
Das Anlagevermögen sank von 3.292.113 Tsd. € per 31. Dezember 2024 auf 3.234.985 Tsd. € per 31. Dezember 2025. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2025 bei 97% (31.12.2024: 91%). Das Immobilienvermögen der Gesellschaft umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt vier Liegenschaften in Österreich mit einem Bilanzwert von 121.802 Tsd. € (31.12.2024: 141.130 Tsd. €). Das Sachanlagevermögen verzeichnete einen verkaufsbedingten Rückgang um –14% und belief sich insgesamt auf 122.201 Tsd. € (31.12.2024: 141.576 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen und keine Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Die Finanzanlagen verringerten sich um –1% auf 3.112.784 Tsd. € (31.12.2024: 3.150.520 Tsd. €). Zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen 3.079.420 Tsd. € (31.12.2024: 3.111.698 Tsd. €). Die Zugänge resultieren aus Gesellschafterzuschüssen. Die Abgänge resultieren aus Kapitalherabsetzungen, dem Verkauf von 2 Gesellschaften und der Liquidation von einer Gesellschaft.
Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Rückgang um –69% von 312.760 Tsd. € per 31. Dezember 2024 auf 96.794 Tsd. € per 31. Dezember 2025. Die Forderungen verzeichneten einen Rückgang auf 5.401 Tsd. € (31.12.2024: 7.744 Tsd. €). Die Gesellschaft verfügt per
31. Dezember 2025 über liquide Mittel in Höhe von 91.393 Tsd. € (31.12.2024: 305.016 Tsd. €).
Passivseite
Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich zum Bilanzstichtag leicht auf 2.240.897 Tsd. € (31.12.2024: 2.228.033 Tsd. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rund 67% (31.12.2024: 62%). Das Anlagevermögen war zu 69% (31.12.2024: 68%) durch Eigenkapital gedeckt.
Die Rückstellungen beliefen sich auf 13.174 Tsd. € (31.12.2024: 14.193 Tsd. €). Für Prämien wurde ein Betrag von 9.457 Tsd. € ausgewiesen (31.12.2024: 8.788 Tsd. €).
Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt von 1.365.048 Tsd. € per Jahresende 2024 auf 1.079.573 Tsd. € per 31. Dezember 2025. Zum Bilanzstichtag notierten drei Unternehmensanleihen von CA Immo (darunter ein Green Bond) im Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg). Das Gesamtnominale der Unternehmensanleihen belief sich auf 1.000.000 Tsd. € (31.12.2024: 1.275.900 Tsd. €).
Bei den Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen handelt es sich um unbesicherte Finanzierungen der Konzernmuttergesellschaft die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbesicherten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG gleichrangig sind. Alle Unternehmensanleihen beinhalten in den Anleihebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die im Jahr 2020 und 2024 begebenen Anleihen beinhalten darüber hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das besicherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung des Konzerns.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen Investitionskredite und Schuldscheindarlehen und beliefen sich auf 57.288 Tsd. € (31.12.2024: 71.216 Tsd. €).
Entwicklung Eigenkapital
Tsd. € | 31.12.2024 | Einziehung Aktien | Erwerb eigene Aktien | Dividende | Jahresergebnis | Zuweisung zu Rücklagen | 31.12.2025 |
Gezeichnetes Grundkapital | 774.229 | –38.711 | 0 | 0 | 0 | 0 | 735.518 |
Eigene Anteile | –67.914 | 38.711 | –24.219 | 0 | 0 | 0 | –53.422 |
Grundkapital | 706.315 | 0 | –24.219 | 0 | 0 | 0 | 682.096 |
Gebundene Kapitalrücklagen | 998.959 | 38.711 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.037.670 |
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 67.914 | –38.711 | 24.219 | 0 | 0 | 0 | 53.422 |
Bilanzgewinn | 454.845 | 0 | 0 | –95.847 | 186.837 | –78.127 | 467.709 |
Summe Eigenkapital | 2.228.033 | 0 | 0 | –95.847 | 186.837 | –78.127 | 2.240.897 |
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FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein Value-Management messbar zu machen, die zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der Total Shareholder Return (TSR). Der Begriff Total Shareholder Return ist am besten als “Gesamtaktionärsrendite“ zu übersetzen. Sie gibt die Bruttorendite an, welche ein Investor/Aktionär erwirtschaftet, wenn er eine Aktie kauft und über einen gewissen Zeitraum hält. Sie setzt sich daher zusammen aus den Kursgewinnen/-verlusten plus ausgezahlten Dividenden im Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf einer Aktie.
Ein weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist der auf das eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Return on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kalkulatorischen Kapitalkosten zu erreichen und damit Shareholder Value zu generieren. Der RoE 2025 liegt auf Basis des Konzernergebnisses bei 7,2%. Der Anstieg zu den Vorjahren ist auf die Rückker in die Gewinnzone zurückzuführen. Mit der erfolgreichen strategischen Ausrichtung und Positionierung von CA Immo in den letzten Jahren wurden die Weichen für die nachhaltige Erwirtschaftung einer Eigenkapitalrendite gestellt, die anstrebt über den Eigenkapitalkosten der Gruppe zu liegen (siehe Kapitel „Strategie“).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steuerung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV) je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je Aktie“ im Umschlag des Geschäftsberichtes).
NichtFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg darstellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, unter anderem nichtfinanzieller Leistungsindikatoren, vorgelagert, die für die Messung und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesentlich sind:
Vermietungsquote ist ein Indikator für die Qualität und den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die Vermietungsquote (in m2) der CA Immo betrug im Bestandsportfolio rund 95% (rund 93% per 31. Dezember 2024). Weitere Informationen finden sich im Kapitel „Bestandsimmobilien“.
Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermieteten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobilienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirtschaftende Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus. Das Immobilienportfolio von CA Immo weist zum 31. Dezember 2025 eine Leerstandsquote von rund 5% aus
(31. Dezember 2024: rund 7%).
WAULT – Weighted Average Unexpired Lease Term ist ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilienbereich. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft sich per 31. Dezember 2025 auf 4,8 Jahre (31. Dezember 2024: 4,7 Jahre).
Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen innerstädtischen Toplagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
Nachhaltigkeitszertifizierung: CA Immo setzt auf die Entwicklung nachhaltiger Gebäude in ihrem Portfolio, um die Gebäudequalität insgesamt zu steigern. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie strebt CA Immo auch eine transparente, international vergleichbare und objektive Zertifizierung ihrer wichtigsten Bestandsimmobilien an. Damit wird ein hoher Standard für das Portfolio sichergestellt. (weitere Informationen finden sich im Nachhaltigkeitsbericht).
Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Organisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den Kernmärkten sichern eine effiziente Bewirtschaftung.
Reduktion der CO2-Emissionsintensität: CA Immo verbessert aktiv die Energieperformance ihrer Gebäude, um die CO₂-Emissionsintensität des Bestandsportfolios zu reduzieren und damit dessen Qualität und Attraktivität insgesamt zu steigern. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Steigerung der Energieeffizienz, die Umsetzung von Sanierungs- und Modernisierungsinitiativen, der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie die Integration nachhaltig entwickelter Neubauprojekte in das Portfolio.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im ESG-Bericht ausführlich dargestellt bzw. erläutert.
Eigene Belegschaft
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren Märkten lokal verankert und beschäftigt in ihren internationalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Personal. Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. Zusätzlich zu den arbeitsrechtlichen Vorgaben wurde eine Vielzahl an mitarbeiterbezogenen Regelungen in Kooperation mit dem österreichischen und deutschen Betriebsrat im Rahmen von Betriebsvereinbarungen definiert. Detaillierte Informationen zu allen Sozialaspekten im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft finden sich im Konzernlagebericht (Kapitel „Nachhaltigkeitsbericht“).
Übersicht Mitarbeitende der CA Immo Gruppe nach Segmenten1)
| | | Anzahl Mitarbeitende | Anteil Frauen | Eintritte / Austritte | Neuein-stellungen2) | Fluktu-ation3) |
| 31.12.2025 HC | 31.12.2024 HC | Verän-derung | 31.12.2025 FTE | 31.12.2024 FTE | 2025 Ø | 31.12.2025 | 2025 | 2025 | 2025 |
| | | in % | | | | in % | | in % | in % |
Österreich | 78 | 79 | -1 | 67,8 | 65,6 | 78 | 58 | 4/5 | 5 | 6 |
Deutschland/Schweiz2) | 117 | 120 | -3 | 102,0 | 106,2 | 117 | 55 | 6/9 | 5 | 8 |
CEE | 46 | 55 | -16 | 42,3 | 50,3 | 50 | 65 | 1/10 | 2 | 20 |
Gesamt | 241 | 254 | -5 | 212,1 | 222,1 | 244 | 58 | 11/24 | 5 | 10 |
| | | | | | | | | | |
1) Headcounts (HC), davon rund 41 Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 15 karenzierte Mitarbeitende; exkl. 7 Mitarbeitende von Joint-Venture-Firmen; die Berechnungen für diese Tabelle basieren auf den GRI-Richtlinien (GRI 401-1). Full Time Equivalents (FTE)
2) Neueinstellungen: Eintritte 2025 / durchschnittliche Beschäftigte 2025 (Headcount)
3) Fluktuation: Personalabgang 2025 / durchschnittliche Beschäftigte 2025 (Headcount)
informationen gem. § 243 a UGB
Grundkapital & Aktionärsstruktur
Das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen AG betrug zum Bilanzstichtag 735.517.568,35 €, das sich auf vier Namensaktien und 101.171.601 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 7,27 € verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 65,76% per 31. Dezember 2025 (66.531.265 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter Aktionär von CA Immo. Die Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf globale Immobilieninvestitionen. Die Inhaber der vier Namensaktien sind berechtigt, je ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden, wobei sich Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der entsandten Mitglieder aus § 88 AktG ergeben. Die übrigen ausstehenden Aktien von CA Immo befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren, die jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich meldepflichtigen Schwelle von 4% halten. Seit 1.1.2024 besteht in einer deutschen Konzerngesellschaft der CA Immo ein Asset-Management Vertrag mit einer Gesellschaft der Starwood Capital Group. Die Marktüblichkeit der Bedingungen und Konditionen aus der Geschäftsverbindung wird laufend dokumentiert und überwacht. Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Governance Bericht dargestellt, der auf der Webseite des Unternehmens online abrufbar ist unter www.caimmo.com/de/cg-bekenntnis.
Angaben zum Kapital
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in mehreren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtausschluss) um bis zu 154.845.809,22 € (rund 20% des derzeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sacheinlage gegen Ausgabe von bis zu 21.299.286 auf Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
In derselben Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, bis längstens 3. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt 653.621.839,12 €, mit denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 21.299.286 Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 154.845.809,22 € verbunden sind (bedingtes Kapital 2023), auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Wandelschuldverschreibungen können gegen Barleistung und auch gegen Sacheinlagen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen (Direktausschluss). Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt.
Aktienrückkauf
In der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, d. h., bis längstens 4. November 2027, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Am 11.11.2024 beschloss der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen belief sich auf bis zu 1.869.606 Stück Aktien (dies entsprach rund 1,76% des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sah den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richteten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hatte sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und durfte nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert sollte nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 28. November 2024 und sollte spätestens am 03. November 2025 enden. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Das Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.02.2025 beendet. Insgesamt wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 1,76% des Grundkapitals vom 27.02.2025 entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €. Zum Ende des Rückkaufprogramms hielt CA Immo 10.649.642 eigene Aktien, was einem Anteil von rund 10,00% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft am 27. August 2025 beschlossen, 5.324.821 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit sofortiger Wirkung einzuziehen. Nach Erteilung der Zustimmung des Aufsichtsrats am 27. August 2025 erfolgte damit die Einziehung der rückerworbenen eigenen Aktien mit Wirkung zum 27. August 2025. Durch die Einziehung von 5.324.821 Stück eigenen Aktien wurde das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit Wirkung zum 27. August 2025 insgesamt um EUR 38.711.448,67 herabgesetzt und beträgt nunmehr EUR 735.517.568,35, zerlegt in 101.171.605 Stück nennwertlose Stückaktien (davon 4 Namensaktien und nunmehr 101.171.601 Inhaberaktien). Nach der Einziehung wurden 5.324.821 Stück eigene Aktien gehalten, dies entsprach rund 5,26% des aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft nach der Einziehung.
Der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG hat am 27.08.2025 darüber hinaus beschlossen, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen belief sich auf bis zu 2.023.432 Stück Aktien (dies entspricht 2,00% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft, nach Einziehung von 5.324.821 eigenen Aktien). Das Aktienrückkaufprogramm sah den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richteten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hatte sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und durfte nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert durfte nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie.
Der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG gab gemäß § 7 Abs 4 Veröffentlichungsverordnung 2018 bekannt, dass das am 15. September 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG und auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm am 22. Dezember 2025 planmäßig beendet wurde. Insgesamt wurden 2.023.432 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von 2,00% des Grundkapitals entspricht. Der höchste geleistete Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 25,12 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 22,24 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistungen je erworbener Aktie lag bei 23,76 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 48.085.171,98 €.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 3.331.391 eigene Aktien erworben und 5.324.821 Aktien eingezogen. Zum 31.12.2025 hielt CA Immo somit 7.348.253 eigene Aktien, was einem Anteil an der Gesamtzahl ausgegebener stimmberechtigter Aktien von rund 7,26% entspricht.
Darüber hinaus entschied der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG am 8. Januar 2026, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 38. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Mai 2025 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen beläuft sich auf bis zu 2.768.907 Stück Aktien (dies entspricht 2,74% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert darf nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 15. Januar 2026 und endet spätestens am 04. November 2027. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Im laufenden Programm wurden bis zum 06.03.2026 917.473 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 0,91% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 26,72 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,06€. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 25,37 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 23.279.875,69 €.
Details zu den durchgeführten Transaktionen im Rahmen der Aktienrückkaufprogramme sowie allfällige Änderungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht (www.caimmo.com/aktienrueckkauf).
Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 65. Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funktionsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den 65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei, höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien entsendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsendungsberechtigten jederzeit abberufen und durch andere ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen finden auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt. Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den 70. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzung).
„Change of Control“ Regelungen
Die im Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten infolge der ebenso in 2023 neu beschlossenen Vergütungspolitik für den Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen des LTI-Programms Zusagen für Leistungen infolge eines Kontrollwechsels („Change of Control“ Regelungen). Die Details sind unter Punkt 2.3.2. der online abrufbaren Vergütungspolitik geregelt (www.caimmo.com/de/verguetung).
§ 5 Abs 4 der Terms and Conditions des im Oktober 2024 begebenen Green Bond 2024-2030 sehen vor, dass Anleihegläubigern im Falle eines Kontrollwechsels – wie in den Terms and Conditions definiert – das Recht zukommt, vom Emittenten zu verlangen, dass er dessen Anleihen zum Rückzahlungsbetrag ganz oder teilweise zurücknimmt oder nach Wahl des Emittenten kauft (oder den Kauf veranlasst). Das Kapitalmarktprospekt vom 28.10.2024 in englischer Sprache ist abrufbar unter www.caimmo.com.
Bekenntnis zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex
Die Einhaltung der in den Zielmärkten der CA Immo geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist uns ein besonderes Anliegen. Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und damit zu Transparenz und den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Der österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Die Regeln und Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in der für das Geschäftsjahr 2025 geltenden Fassung (von Jänner 2025) werden nahezu uneingeschränkt umgesetzt. Abweichungen bestehen hinsichtlich der C-Regeln Nr. 2 (Entsendungsrecht in den Aufsichtsrat) und Nr. 45 (Organfunktionen in wettbewerbsrelevanten Unternehmen). Die durch Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH durchgeführte Evaluierung der C-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2025 ergab, dass die von CA Immo abgegebene Entsprechenserklärung die Umsetzung der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex zutreffend darstellt. Der Corporate Governance Bericht steht auch auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung (https://www.caimmo.com/de/cg).
Ausblick
Marktumfeld
Das weltweite Wirtschaftswachstum bleibt unter dem langfristigen Durchschnitt der Vorkrisenzeit, wobei die Weltwirtschaft zwar insgesamt widerstandsfähig ist, jedoch weiterhin von gegenläufigen Kräften geprägt wird. Handelspolitische Unsicherheiten, hohe Verschuldungsstände sowie strukturelle Wachstumshemmnisse belasten die Konjunktur, während technologiegetriebene Investitionen – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz – stabilisierende Impulse setzen. Regional zeigt sich ein heterogenes Bild: Die USA verzeichnen weiterhin vergleichsweise robustes Wachstum, während der Euroraum nur moderate Dynamik aufweist. Die globale Inflation nähert sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunehmend den Zielwerten der Zentralbanken, wenngleich die Dienstleistungsinflation weiterhin erhöhte Persistenz zeigt. Die EZB hat ihre Leitzinsen nach einer Reihe von Senkungen im ersten Halbjahr 2025 zuletzt stabil gehalten und verfolgt weiterhin einen vorsichtigen Kurs. Geopolitische Spannungen, handelspolitische Unsicherheiten sowie schwaches Produktivitätswachstum und demografischer Wandel bleiben zentrale Risikofaktoren für die mittelfristigen Wachstumsaussichten.
Im europäischen Immobilienmarkt setzt sich die vorsichtige Erholung fort, wenngleich das Transaktionsgeschehen weiterhin von selektiver Investorentätigkeit und erhöhter Risikoaversion geprägt ist. CA Immo agiert in einem Umfeld, in dem sich die Präferenzen von Nutzern, Investoren und Kreditgebern weiter verschieben und Entscheidungsprozesse verlängert bleiben. Gleichzeitig erweisen sich erstklassige Büroimmobilien in zentralen Lagen – insbesondere in den deutschen Märkten der CA Immo – als strukturell resilient: Die Spitzenmieten zeigen anhaltend positives Wachstum, während die Leerstandsentwicklung im Premium-Segment deutlich moderater ausfällt als im Gesamtmarkt. Der weiterhin markante Rückgang der Neubautätigkeit infolge gestiegener Bau- und Finanzierungskosten dürfte das Angebot an hochwertigen Büroflächen in den kommenden Jahren zusätzlich verknappen und Chancen für etablierte Anbieter von Premium-Büroflächen in gefragten Lagen eröffnen. Darüber hinaus könnten die nun stabilisierten Zinsniveaus und die sich graduell verbessernden Finanzierungsbedingungen die Transaktionsmärkte beleben und zu einer positiven Neubewertung von Immobilienvermögen beitragen. Auch die in mehreren europäischen Staaten geplante Ausweitung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnte mittelbar positive Impulse für die Nachfrage nach gewerblichen Immobilien setzen.
STRATEGISCHE PRIORITÄTEN
Angesichts dieser fundamentalen makroökonomischen Veränderungen werden wir uns weiterhin auf die Sicherung und Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit konzentrieren. Dabei setzen wir die folgenden strategischen Prioritäten:
Fokus auf Profitabilität
– Steigerung der Performance durch erstklassige Portfolioqualität.
– Verringerung des Leerstandes und Realisierung von Mietsteigerungspotenzialen.
– Anhaltende operative Effizienz und verbesserte Margen durch Prozessverbesserungen und strukturelle Kosteneinsparungen.
Beschleunigung der Veräußerung von nicht-strategischen Objekten
– Erhöhung der kritischen Masse und Skaleneffekte in Berlin und München.
– Veräußerung von Objekten, die nicht die Kriterien in Bezug auf Standort, Spezifikation, Technologie, Zertifizierung, Nachhaltigkeit und Ertragspotenzial erfüllen.
– Mögliche weitere Marktaustritte im Zuge der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung.
Vereinfachung des Geschäftsmodells
– Weitere Auslagerung von nicht wertschöpfenden Aktivitäten.
– Strukturelle Konsolidierung als Folge einer fokussierteren geografischen Präsenz.
Solide Bilanzstruktur
– Kontinuierliche Verbesserung der Kapitalstruktur und Beibehaltung der Investment Grade-Finanzpolitik.
Wertsteigernde Re-Investitionen
– Organisches Wachstum durch kontinuierliche profitable Entwicklungsaktivitäten.
– Kompensation rückläufiger Erträge aus Verkäufen durch profitable Projektentwicklungserträge/-gewinne.
Gezielte externe Investitionen
– Beibehaltung der kritischen Masse, Ausbau des Bestands in Kernmärkten (Berlin, München) durch selektive externe Investitionen.
– Konzentration auf Entwicklungs-/Sanierungsmöglichkeiten mit höherer Wertschöpfung.
Kapitalrückführung an die Aktionäre
– Laufendes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2.768.907 Aktien.
– Ausschüttung von nicht-strategischen Verkaufserlösen über Dividenden.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2026 geplanten Geschäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in denen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzierungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapitalmarktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit einhergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-Investmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Auswirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erforderlichem externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– Auswirkung von flexiblen und hybriden Arbeitsformen („Work-from-home“) auf die Nachfrage nach Büroimmobilien.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risiken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des jeweiligen Immobilienmarktes.
Dividende
An ihrer ergebnisorientierten Dividendenpolitik will CA Immo weiterhin festhalten. Die Höhe der Dividende richtet sich nach der Profitabilität, den Wachstumsaussichten sowie den Kapitalerfordernissen der CA Immo. Gleichzeitig soll mit einer kontinuierlichen Ausschüttungsquote von rund 70% des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) die Kontinuität der Dividendenentwicklung gewahrt werden.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor, welche den Aktionären in der am 6. Mai 2026 stattfindenden Hauptversammlung zur Abstimmung vorgeschlagen werden soll. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2025 (22,52 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,0%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Forschung und Entwicklung
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren, dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel bewirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten.
Risikobericht
Risikomanagement bei CA Immo
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender Risiken entscheidend. Um bestehende Marktchancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risikomanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwortungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Corporate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für unsere Identität und unseren Geschäftserfolg. Daher ist die Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Governance und unseres Wertemanagements (Code of Ethics, Code of Conduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokultur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobewusstseins und die bewusste Befassung mit Risiken im Tagesgeschäft – sowohl für das Management als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Umgang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw. dem Geschäftsmodell von CA Immo resultierenden Risiken. Sie legt den Rahmen zu Art, Ausmaß und Angemessenheit von Risiken fest und reflektiert so die unternehmenseigene Definition eines „vernünftigen“ Umgangs mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des Aufsichtsrats die strategische Ausrichtung von CA Immo sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest, die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risikolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement unterstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Finanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Bedarfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft. Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensausrichtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei CA Immo quartalsweise über den Risikoausschuss und halbjährlich im Rahmen von Reportings. Die Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf (Teil-)Portfolioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwachung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche Überwachung der Baukosten bei Projektrealisierungen. Szenariendarstellungen hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risikoberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit. Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen umfassen.
Zusätzlich erfolgt eine halbjährliche Aktualisierung der Risikobewertung und Eintrittswahrscheinlichkeit hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Vermögen und die Liquidität der CA Immo innerhalb eines Jahres.
Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar erachtet.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch Kontroll- und Steuerungsprozesse kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unternehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden, berücksichtigt bei seinen Entscheidungen risikorelevante Aspekte und trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhängige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Bedarf werden externe Experten hinzugezogen. In der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anforderungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
RISIKOTRAGFÄHIGKEITSANALYSE
2024 wurde erstmalig ein Risikoaggregationsmodell zur Berechnung von Kennzahlen für den Gesamtumfang des Risikos - Value at Risk (VaR) und daraus ableitbarer Größen wie der Risikotragfähigkeit erstellt.
Die Risikoaggregation (mittels Monte Carlo Simulation) ist die Methode zur Ermittlung des Gesamtrisikoumfangs, der sich aus den quantifizierten Einzelrisiken unter Berücksichtigung möglicher Kombinationseffekte und stochastischer Abhängigkeiten ergibt.
Der VaR ist eine strategische Risikokennzahl, die das Ausmaß möglicher finanzieller Verluste (Risikoexposition) z. B. innerhalb eines Risikoportfolios eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Konfidenzniveau (bspw.: 0,95, d. h. 95%) quantifiziert.
Die Risikotragfähigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Risikodeckungspotential (bspw. Eigenkapital und/oder Liquidität) und dem VaR und bezieht sich auf eine mögliche existenzgefährdende Entwicklung des Unternehmens.
Das Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse zeigt zum Berichtsstichtag eine ausreichende Risikotragfähigkeit.
WESENTLICHE Merkmale des Internen Kontrollsystems (IKS)
Das interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Über die Managementprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsabläufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzudecken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten. Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstellung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichterstattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichprobenweise von der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
Investment Property Risiken
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von der Entwicklung der relevanten Immobilienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschaftslage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflationsrate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie das Zinsniveau. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Arbeitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten negative Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft haben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirtschaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermietungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern und einer generellen Abschwächung der Marktaktivität führen. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur zu unattraktiven Konditionen veräußern zu können.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie insbesondere der Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen Anfangsrenditen abhängig.
Die europäischen Gewerbeimmobilienmärkte bewegen sich zwischen Stagnation und Ansätzen einer fragilen Erholung. Die Märkte sind noch immer von einem Wirtschaftsabschwung betroffen, der ursprünglich durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde und sich durch die russische Invasion in der Ukraine, und zunehmende geopolitische Unsicherheiten ausgeweitet und verstärkt hat.
Die für das Finanzjahr 2026 prognostizierte Entwicklung des realen BIP in Deutschland liegt zwischen 1,5 und 0,8%. (CEE 2-3%), wobei die Unsicherheit, die sich durch weitere Verschärfungen des US-Zollregimes ergeben kann, oder die Effekte möglicher weiterer Krisen, in dieser Prognose nicht eingepreist sind.
CA Immo könnte durch diese makroökonomischen Entwicklungen erheblich beeinträchtigt werden. Eine solche negative Veränderung dieser oder ähnlicher Faktoren im Zusammenhang mit der Wirtschaftslage kann zu einem Rückgang der Nachfrage sowohl nach vermieteten, als auch zum Verkauf stehenden Immobilien von CA Immo führen und damit den Vermietungsstand oder die Liquidität der Immobilien von CA Immo beeinträchtigen. Aufgrund der nach wie vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa ist es möglich, dass sich der Immobilienmarkt in den Ländern, in denen die CA Immo tätig ist, weiter ungünstig entwickelt. Dies kann zu einem Rückgang der Mieteinnahmen, oder der Auslastung der Immobilien von CA Immo führen. Abhängig von der weiteren Markt- und Zinsentwicklung können zudem steigende Kapitalkosten zusätzliche Wertberichtigungen auf Ebene der CA Immo erforderlich machen.
Angesichts der oben dargelegten Risiken überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen Bewertung des CA Immo Portfolios wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2025 auf Grundlage der externen Bewertungen, bzw. Basis verbindlicher Kaufverträge angepasst. Weitere Informationen zu den Veränderungen der Marktwerte finden Sie im Kapitel „Immobilienbewertung“.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite Streuung auf verschiedene Märkte/Städte vor. Dem Länderrisiko begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategische Märkte mit lokalen Niederlassungen und eigenen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste regionale Allokation innerhalb der CA Immo Märkte. Der Fokus liegt hier auf Städten, die langfristige strukturelle Trends wie zunehmende Urbanisierung, einen positiven demografischen Wandel, strukturelle Angebotsknappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufweisen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie, kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrategien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische Ereignisse.
Einem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwächeren Investmentmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE-Märkten tätig. Mit einem Anteil von rund 73% des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index, der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating unterstützt. In puncto Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld Development werden in erster Linie hochwertige Büroimmobilien für den eigenen Bestand entwickelt.
Einzelinvestments sollen 5% des gesamten Immobilienvermögens nicht dauerhaft überschreiten. Ausnahmen sind nach Genehmigung möglich. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das Bestandsgebäude ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Das Konzentrationsrisiko in Bezug auf Einzelmieter ist überschaubar: Per 31. Dezember 2025 wurden 33% der Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem Anteil von rund 7,6% an den Gesamtmieterlösen waren KPMG gefolgt von PricewaterhouseCoopers mit 4,3% die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnahmen über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter entfallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA) eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäuden gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet (AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario werden Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnahmen aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Gesamtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Marktwert von mehr als 100 Mio. € in derselben Stadt, dem Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspartnern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt werden können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßigen Überprüfung.
Ist CA Immo nicht in der Lage, auslaufende Mietverträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und neue geeignete kreditwürdige Mieter zu finden, bzw. langfristig an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftlichen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken, was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen Situationen kann sich CA Immo zu Mietpreissenkungen entschließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad aufrechtzuerhalten.
CA Immo begegnet dem Risiko von Mietausfällen u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie der Cashflows und führt verschiedene Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch gezieltes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in
CA Immo trotz der zuletzt herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einem niedrigen Niveau gehalten. Sämtliche offene Forderungen werden quartalsweise bewertet und entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Der weit überwiegende Teil der Mietverträge von CA Immo beinhaltet Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezugnahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisindex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Mietverträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflationsentwicklung abhängig.
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte Mieter im Geschäftsjahr 2025 noch intensiver geworden; in vielen Märkten stehen die Mieten unter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben, könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nutzung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Development
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Erträge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Entwicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschreitungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträchtigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforderungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
Die Baukosten haben sich in den vergangenen zwei Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert. Über einen Zeitraum von fünf Jahren ergibt sich insgesamt ein Anstieg von rund 45 %. Aufgrund der allgemeinen Kostensituation, insbesondere in den Bereichen Energie, Arbeitskräfte und Baumaterialien, wird für die Jahre 2026 und 2027 ein weiterer Kostenanstieg prognostiziert, der sich im Rahmen der erwarteten allgemeinen Inflation in Deutschland bewegt. Abweichungen von dieser Entwicklung können sich insbesondere infolge geopolitischer und/oder wirtschaftlicher Ereignisse ergeben.
Die Entwicklungsprojekte von CA Immo sind in der Regel mit zahlreichen Risiken verbunden, von denen einige durch das derzeitige, herausfordernde wirtschaftliche Umfeld noch verschärft werden. Die Entwicklungen können aufgrund von Verzögerungen, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden, länger dauern als erwartet. Dazu gehören unter anderem ein Mangel an Arbeitskräften und geeigneten Auftragnehmern und andere allgemeine Probleme im Zusammenhang mit Bauarbeiten, Einschränkungen in der Lieferkette oder die Sättigung der Bauindustrie, insbesondere in Deutschland, und sogar Wetter- oder Umweltbedingungen. Dies könnte die (rechtzeitige) Verfügbarkeit von Bauleistungen beeinträchtigen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken weitgehend zu steuern (Kostenkontrollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätsplanung etc.). Entwicklungsprojekte werden grundsätzlich unter Berücksichtigung ihrer Wirtschaftlichkeit, der Marktsituation sowie der Auswirkungen auf das Gesamtportfolio gestartet. Der Projektstart erfolgt dabei in der Regel nach Erreichen einer angemessenen Vorvermietungsquote, die geeignet ist, den zukünftigen Kapitaldienst durch Mieteinnahmen weitgehend abzusichern.
In ausgewählten Fällen werden Projekte auch ohne vorliegende Vorvermietungsquote realisiert, sofern die jeweiligen Projekt- und Marktbedingungen dies rechtfertigen. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Für CA Immo bestehen im Bereich Development weiterhin Risiken in Bezug auf Baupreise und Bauqualität. Die Verfügbarkeit von Bauleistungen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert und stellt insbesondere im deutschen Markt derzeit kein wesentliches strukturelles Risiko mehr dar. Weiterhin ist die Leistungsfähigkeit und Termintreue der Bauunternehmen, insbesondere zufolge zunehmender Fachkräfteknappheit für Development als Risiko zu sehen.
Trotz eingepreister Projektreserven kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kostenabweichungen Risiken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekterfolg mit sich bringen. Zudem besteht – trotz defensiver Projektkalkulation – das Risiko, dass sich Marktbedingungen und Immobilienrenditen verändern und dadurch der angestrebte Projektgewinn (Developer Profit) beeinflusst wird.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöpfungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlageobjekten mit starken Kompetenzen innerhalb des Unternehmens nachhaltige Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risiken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöpfungskette maximiert (Developer Profit). Spezifische Risiken (z. B. Genehmigungsrisiko) bieten aber gleichzeitig durch die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes erhebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verbleibenden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen Kapazitäten vorangetrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten bedeutet das rund 85-90% ertragsstarke Bestandsimmobilien und rund 10-15% Developments in Realisierung inklusive Landreserven.
Die aktuell in Umsetzung befindlichen Projekte Upbeat, Anna-Lindh-Haus, und Karlsgärten weisen gesamt eine hohe Vorverwertung auf. Die Projekte werden jeweils hinsichtlich der Kosten, Termin und sonstigen Umsetzungsrisiken laufend evaluiert.
Durch die nahezu Vollvermietung des ONE in Frankfurt im Geschäftsjahr 2025 konnten die Risiken dieses Großprojekts deutlich reduziert werden.
CA Immo realisiert auch Projektentwicklungen in Joint Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs- und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). CA Immo ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen tragen müssen.
Finanzrisiken
Zinsänderungsrisiko
Zinssätze sind in hohem Maße von externen Faktoren abhängig, die sich der Kontrolle von CA Immo entziehen, wie z. B. grundsätzliche Geld- und Steuerpolitik, nationale und internationale wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Inflationsfaktoren, Haushaltsdefizite, Handelsüberschüsse oder -defizite und regulatorische Anforderungen. Die Kosten für die Bedienung der Zinsen erhöhen sich, wenn der jeweilige Referenzzinssatz steigt.
Die Inflationsrate in der EU lag zuletzt bei 2,3% (12/25) (2025: DEU: 2-2,3%, AUT: 3,5%, CZ: 2,3%, PL: 3,4% und HU: 4,5%) und soll sich nach Einschätzung der EZB 2026 weiter an das 2% Ziel der EZB annähern. Vor diesem Hintergrund hat die EZB den Leitzinssatz in 2025 um 1% auf 2,15 % gesenkt. Die Mehrheit der Prognosen geht davon aus, dass die Zinsen für den Rest des Jahres 2026 stabil bleiben werden.
Als Inflationstreiber wirken im globalen Vergleich, weiterhin erhöhte Energiekosten.
Im Allgemeinen könnten die weitere Zunahme der Unsicherheit des Umfeldes, wie beispielsweise die steigenden geopolitischen Spannungen in Verbindung mit einer (erneuten) Unterbrechung der Lieferketten, sowie eine Ausweitung des US initiierten Zollregimes, und expansive Finanzpolitik den Handlungsspielraum der EZB weiter einschränken.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsicherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierungen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen und achtet auf eine möglichst hohe Zinsabsicherungsquote. Um sich gegen drohende Zinsänderungen und die damit verbundenen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusichern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksamen Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich CA Immo derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annahmen und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-Euribor ab. Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes führen.
Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisikos ist daher unumgänglich. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo setzt auf einen ausgewogenen Mix von besicherten Bankfinanzierungen und unbesicherten Kapitalmarktfinanzierungen. Aktuell entfallen rund ca. 97,2% des gesamten Finanzierungsvolumens auf fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen) oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen.
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbesondere zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisitionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches Kapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolongieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzierungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finanzierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die nicht alle von CA Immo beeinflusst werden können (Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.).
Aus heutiger Sicht verfügt CA Immo über ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksichtigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obligierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzögert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind. Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschussverpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzierungen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu fordern. Dies könnte CA Immo dazu zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strategischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das Long Term Issuer Investment Grade Rating von Moody’s (aktuell Baa3 stabiler Ausblick) zu erhalten, bedarf es zudem unter anderem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung, einer soliden Zinsdeckung sowie einem hinreichend großen Pool an unbelasteten Immobilien.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarungen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -sicherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziellen Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem verfügt CA Immo zur Aussteuerung von Liquiditätsspitzen über eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentlinie (RCF) auf Ebene der Konzernmutter mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. €. Damit wird konzernweit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient werden kann. Diese Kontokorrentlinie ist aktuell ungezogen. Dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abgeschlossen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko aufgrund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen. Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektentwicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindlicher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Latente Steuern sind in diesem Zusammenhang mit dem in Zukunft erwarteten Steuersatz zu berücksichtigen. Zukünftige schrittweise Änderungen von Steuersätzen, sowie geänderte Einschätzungen zur Umkehr temporäre Differenz können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen, inwieweit abzugsfähige temporärer Differenzen und Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicherheiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst CA Immo die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten können allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
CA Immo hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichen Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerkennung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen, (iv) die Verteilung des Gewerbeertrags auf mehrere Betriebsstätten oder (v) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. CA Immo unternimmt alle Anstrengungen und Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außerhalb des Einflussbereichs von CA Immo – wie z. B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesänderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als zuvor behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumentieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Verrechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenommenen internen Leistungsverrechnungen führen und damit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die tatsächlichen und endgültigen Vermögensverluste aus der Liquidation von Holdinggesellschaften in Zypern wurden in Österreich steuerwirksam (verteilt über sieben Jahre) geltend gemacht. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden eine andere Meinung hinsichtlich Höhe bzw. Ansatz vertreten.
Währungsrisiken
Eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder tiefgreifende Verwerfungen innerhalb der Europäischen Währungsunion könnten zu einer erhöhten Währungsvolatilität führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst werden, können Kursänderungen eine Verringerung der Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendungen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergebnisse bzw. die Ertragslage von CA Immo belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktuell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Auswirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vorhandene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebsnotwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Absicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags- und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursentwicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten Verkäufen
In Folge des im Vergleich zu den Jahren 2010 bis 2022, höheren Zinsniveaus, der geopolitischen Unsicherheiten, des wirtschaftlichen Abschwungs in CA Immo Märkten (insbesondere in Deutschland, Österreich und Ungarn) und der Risikoeinschätzung gegenüber der Assetklasse Büroimmobilien, war auch das Jahr 2025 von geringer Transaktionstätigkeit am Immobilienmarkt geprägt. Das Risiko, dass Transaktionen aufgrund von Problemen in Bezug auf die Preisfindung bzw. die Verfügbarkeit von attraktiven Finanzierungen nicht zustande kommen, bleibt weiterhin hoch.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben, die die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kaufpreise nachträglich mindern könnten. Vertragliche Verpflichtungen in Form nachlaufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in entsprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
sonstige Risiken
Betriebs- und Organisationsrisiken
Strukturelle Schwächen in der Aufbau‑ und Ablauforganisation von CA Immo können zu unerwarteten Verlusten führen oder zusätzliche operative Belastungen erzeugen. Dieses Risiko ergibt sich insbesondere aus unzureichenden EDV‑ und Informationssystemen, aus menschlichen Fehlhandlungen sowie aus nicht ausreichend wirksamen internen Kontroll‑ und Steuerungsprozessen. Fehlerhafte Prozess‑ oder Systemabläufe sowie automatisierte EDV‑ und Informationsanwendungen, die in Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit oder Sicherheitsarchitektur nicht dem aktuellen Geschäftsvolumen oder den regulatorischen Mindeststandards entsprechen und zugleich verstärkt Ziel KI‑gestützter Cyberangriffe sind (IT‑ und Cyberrisiken), stellen ein wesentliches operationelles Risiko dar.
Nach Einschätzungen maßgeblicher Fachquellen (Allianz, Bafin, BSI und EU-Cyberlage 2025/26) bleibt die Cyber-Bedrohungslage unverändert hoch, und wird durch den breiten Einsatz von KI zur Angriffsvorbereitung, ‑durchführung und ‑beschleunigung weiter verschärft. Für CA Immo wirken die bereits implementierten technischen, organisatorischen und prozessualen Schutzmaßnahmen deutlich risikoreduzierend, sollten jedoch im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung regelmäßig an die dynamischen Entwicklungen angepasst werden.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertraglich zu binden.
Die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsposition des Unternehmens hängen wesentlich von qualifizierten, loyalen und engagierten Mitarbeitern ab. Der zunehmende Fachkräftemangel sowie demografische Entwicklungen bergen Risiken in Bezug auf die Besetzung von Schlüsselpositionen und den Erhalt von Know-how. Fluktuation und unzureichende Mitarbeiterbindung können zu Know-how- und Produktivitätsverlusten und erhöhten Rekrutierungskosten führen (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche Maßnahmen: Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die durch Abgänge von zentralen Wissensträgern auftreten können, beugt CA Immo durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und einen regelmäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften von CA Immo sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert. Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen geführt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich ausgeprägte Effizienz und Kompetenz der zuständigen Gerichte und die Komplexität der Streitgegenstände können eine beträchtliche Verfahrensdauer zur Folge haben. CA Immo trifft bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten zwei Schadenersatzklagen über 1 Mio. € (Teilklage) und vorläufig rund 1,9 Mrd.€
aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Beeinflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags an CA Immo eingebracht.
Im ersten Zivilverfahren über die Klage von 1 Mio. € hat der OGH im Jahr 2025 bestätigt, dass die geltend gemachten Schadenersatzansprüche von CA Immo nicht verjährt sind. Das Zivilverfahren wird nun beim Gericht erster Instanz zur Frage des Schadenersatzes dem Grund und der Höhe nach mit offenem Ausgang fortgesetzt. Das zweite Zivilverfahren über die Klage von vorläufig rund 1,9 Mrd. € ist bis zu einem rechtskräftigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen.
In dem parallel zu den Zivilverfahren anhängigen „BUWOG Strafverfahren“ hat der OGH im Jahr 2025 die erstinstanzlichen Strafurteile gegen den ehemaligen und für die Privatisierung zuständigen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Andere in für CA Immo wesentlichen Teilen rechtskräftig bestätigt. Damit steht fest, dass die BUWOG-Privatisierung – wie von CA Immo in den Zivilverfahren vorgebracht - durch Karl-Heinz Grasser und Andere zum Nachteil von CA Immo rechtswidrig manipuliert wurde. CA Immo wird auf dieser Basis die oben genannten Zivilverfahren weiterführen.
Die Veränderung von Rechtsnormen sowie von ständiger Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind unvorhersehbar und können gegebenenfalls negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb von CA Immo, insbesondere auf die Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruktur von CA Immo, haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo soweit als möglich durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von bestehenden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von relevanten Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtsprechung, die Implementierung von Lessons Learned in die Geschäftsprozesse, sowie Informations- und Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter.
ESG-Risiken
Die Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in der Risikopolitik und im Risk Manual verankert. Nachhaltigkeitsrisiken wurden im Rahmen des definierten Risikomanagementprozesses identifiziert, aktualisiert und gesteuert. Details zur Analyse und dem Management von Klimarisiken finden sich im konsolidierten Bericht über Nachhaltigkeitsaspekte.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang stehenden Anti-Korruptions-Richtlinie Rechnung getragen. Die Verantwortung von Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung – und damit der Minimierung des Korruptionsrisikos – obliegt zentral der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten holistischen Ansatz erfolgt. Dies umfasst die Zur-Verfügungsstellung eines Verhaltensleitfadens (primär über die beiden bereits genannten Richtlinien) sowie damit einhergehend umfassende verpflichtende Schulungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Richtlinien sowie deren Änderungen werden konzernweit kommuniziert und sind in ihrer jeweils geltenden Form über das Intranet abrufbar. Eine verpflichtende Schulung zum Thema Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie Umgang mit Interessenkonflikten findet zunächst im Rahmen des Onboardings statt und ist danach jährlich verpflichtend von jedem Mitarbeiter zu absolvieren. Zusätzlich finden unregelmäßig Schulungen für besonders betroffene Geschäftsbereiche statt (operativ tätige Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind).
Mitarbeiter sind dazu angehalten, jegliche Verdachtsmomente intern zu melden. Darüber hinaus besteht für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht eines Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgebersystem auf der Website des Unternehmens zu melden (www.caimmo.com/hinweisgebersystem). Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt einerseits auf Basis des vom Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats und anderseits auf ad-hoc-Basis bei Verdachtsmomenten oder Whistleblowermeldungen.
Zur Verminderung des Geldwäscherisikos und zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung sind diesbezügliche Prozesse fest im Unternehmen etabliert und werden von der Abteilung Corporate Office & Compliance kontinuierlich überwacht. Bei Immobilientransaktionen und vor dem Abschluss von Mietverträgen finden hinsichtlich der potenziellen Vertragspartner umfassende Know-Your-Customer (KYC)-Checks statt, wobei die Geschäftspartner hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Eigentümers, PeP-Eigenschaft, Sitz in Hochrisikostaaten sowie Erfassung in Sanktionslisten überprüft werden.
Im Bereich Governance achten wir naturgemäß auf die Einhaltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Vertragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmensethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und tragen so zur Minimierung diesbezüglicher Compliance-Risiken bei.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Anerkennung der von uns definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Ver-
gabeprozesses werden die Bieter u.a. zu Erfüllung nachstehender Mindestkriterien angehalten:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzbestimmungen,
– Ausschluss jeglicher Form von nicht nach den anwendbaren Gesetzen gemeldeten Tätigkeiten (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der UN Charta und der Europäischen Konvention für Menschenrechte definiert) im eigenen Wirkungsbereich sowie, soweit nach bestem Wissen bekannt, in der Produktion und Entwicklung der verwendeten Stoffe und Geräte. Dies inkludiert auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit (wobei als Mindestmaß die in den „Minimum Age Convention –C138“ und der „Forced Labour Convention –Co29“ definierten Regelungen jedenfalls anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jedweder Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung anwendbarer Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung anwendbarer Steuergesetze,
– Implementierung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen diesbezüglich anwendbarer Gesetze.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind auf unserer Website abrufbar (www.caimmo.com/werte).
Wien, 26.3.2026 | Der Vorstand | |
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Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Erklärung des Vorstandes Gemäss § 124 Börsegesetz
Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ausgesetzt ist.
Wien, 26.3.2026 | Der Vorstand | |
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Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
Sachverhalt und Problemstellung
Zum 31. Dezember 2025 beträgt der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 3.079,4 Mio., im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 5,5 Mio. und Zuschreibungen von EUR 18,9 Mio. erfasst. Bezogen auf die Bilanzsumme der Gesellschaft entsprechen die Anteile an verbundenen Unternehmen einem Anteil von rund 92%. Der Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen hat somit signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Der beizulegende Wert wird mit einer vereinfachten Unternehmensbewertung basierend auf dem Marktwert der Immobilien der jeweiligen Tochtergesellschaft unter Berücksichtigung von Anpassungen für sonstiges Vermögen und Schulden vorgenommen.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Kapitel „2. Anlagevermögen“ und „11a) Finanzanlagen“ im Anhang.
Aufgrund der Konzern- und Finanzierungsstruktur der Gruppe ist die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen ein komplexer Vorgang. In die Ermittlung der Marktwerte der Immobilien fließen zahlreiche Annahmen zu verschiedenen Inputfaktoren, insbesondere erwartete Mieterlöse sowie die Diskontierungssätze der künftig erwarteten Zahlungsströme und die Kapitalisierungszinssätze des Restwerts am Ende des Betrachtungszeitraums ein. Beim Immobilienvermögen in Entwicklung sind die kalkulierten noch ausstehenden Entwicklungs- und Baukosten wesentliche Inputfaktoren.
Geringfügige Veränderungen in den Annahmen können zu wesentlichen Abweichungen des Marktwertes einzelner Immobilien und daraus abgeleitet zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder Zuschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen führen. Aus diesem Grund und wegen der hohen Bedeutung der Anteile an verbundenen Unternehmen für den Jahresabschluss haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtig für unsere Prüfung bestimmt.
Prüferisches Vorgehen
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
– Prüfung der Angemessenheit der zugrunde gelegten Methodik und der formellen sowie rechnerischen Richtigkeit der vereinfachten Unternehmensbewertungen
– Überprüfung der korrekten und vollständigen Übernahme der für die vereinfachte Unternehmensbewertung relevanten Basisdaten (insbesondere Marktwert der Immobilien)
– Analyse des Prozesses der Immobilienbewertung hinsichtlich des allgemeinen Ablaufs und der Ausgestaltung und Funktionsweise von Kontrollen
– Testen der Wirksamkeit der in diesem Prozess implementierten Schlüsselkontrollen auf Basis von ausgewählten Stichproben
– Evaluierung der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Vorstand beauftragten externen Sachverständigen für Immobilienbewertung
– Kritische Würdigung der ausgewählten Bewertungsmethoden für Immobilien
– Kritische Würdigung der Annahmen der wesentlichen Inputfaktoren und der mathematischen Korrektheit sowie Plausibilisierung von angesetzten Mieten mit den zugrundeliegenden Verträgen für ausgewählte Stichproben
– Kritische Würdigung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Entwicklungs- und Baukosten für ausgewählte Stichproben des Immobilienvermögens in Entwicklung
– Analyse der im Berichtsjahr vorgenommenen wesentlichen außerplanmäßigen Abschreibungen und Zuschreibungen zur Identifikation der Ursachen für die Veränderungen der Bewertungsergebnisse von Anteilen an verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr
– Beurteilen der Angemessenheit der Anhangsangaben im Jahresabschluss.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vorjahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der Gesellschaft wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 26. März 2025 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu diesem Jahresabschluss erteilt hat.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Dar¬stellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2025 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr gewählt und am 5. Mai 2025 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2025 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Art 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Mag. Marieluise Krimmel.
Wien
26. März 2026
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH . |
| Mag. Marieluise Krimmel | Wirtschaftsprüferin | Qualifiziert elektronisch signiert: | | Datum: | | |
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten. |
KONTAKT | | | CA Immobilien Anlagen AG Mechelgasse 1 1030 Wien Tel. +43 1 532 59 07-0 office@caimmo.com www.caimmo.com Investor Relations Aktionärstelefon (in Österreich): 0800 01 01 50 (kostenlos) Christoph Thurnberger Julian Wöhrle Tel. +43 1 532 59 07-0 ir@caimmo.com Unternehmenskommunikation Tel. +43 1 532 59 07-0 presse@caimmo.com | | | DISCLAIMER Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der CA Immobilien Anlagen AG und ihre Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen und Zielsetzungen dar, die von der Gesellschaft auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der CA Immobilien Anlagen AG verbunden. | | IMPRESSUM Medieninhaber (Verleger): CA Immobilien Anlagen AG, 1030 Wien, Mechelgasse 1 Inhouse produziert mit FIRE.sys | Wir bitten um Verständnis dafür, dass bei der Textierung dieses Berichts gendergerechte Schreibweisen nicht berücksichtigt werden konnten, um den durchgängigen Lesefluss in komplexen Wirtschaftsmaterien nicht zu gefährden. Dieser Bericht ist auf umweltschonend chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. | |
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