JAHRESFINANZBERICHT 2024
GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ
INHALT
KONZERNLAGEBERICHT
Konzernstruktur
Immobilienmärkte
Immobilienvermögen
Bestandsimmobilien
Immobilienvermögen in Entwicklung
Immobilienbewertung
Finanzierungen
Ergebnisse
Ausblick
EPRA Kennzahlen
Nachtragsbericht
Risikobericht
Informationen gem. § 243 A UGB
Nachhaltigkeitsbericht
KONZERNABSCHLUSS
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2024
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2024
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (KONZERNABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (KONZERNABSCHLUSS)
JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (JAHRESABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (JAHRESABSCHLUSS)
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2024
konzernstruktur
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn und Serbien vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die börsennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen und operativen Leitung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Center. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 umfasst der Konzern insgesamt 139 Gesellschaften (31.12.2023: 145) mit 254 Mitarbeitern (31.12.2023: 348). In Vollzeitäquivalenten (FTE) beträgt der Mitarbeiterstand zum Stichtag 31. Dezember 2024 222,1 (31.12.2023: 307,4). Der Rückgang an Mitarbeitern bzw. FTEs ist überwiegend auf den Verkauf der Konzerngesellschaft omniCon zurückzuführen.
Die Kernkompetenz von CA Immo ist die Entwicklung und Bewirtschaftung hochwertiger Prime-Büroimmobilien in Kerneuropa mit Fokus auf den deutschen Markt, dessen Anteil am Gesamtportfolio rund 68% beträgt. Das strategische Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wertschöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer, sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilienbereich ab – von der Grundstücksaufbereitung, der Baurechtschaffung und Realisierung der umgebenden Infrastruktur bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer Gebäude.
Neben den wichtigsten Kernmärkten Berlin und München ist CA Immo auch in den Städten Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Prag und Warschau aktiv. Die Märkte Budapest und Belgrad wurden im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms als nicht-strategische Märkte eingestuft; der Vorstand ist ermächtigt, alle relevanten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Marktausstieg aus diesen Regionen einzuleiten bzw. durchzuführen.
Durch die Aufbereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt CA Immo entweder in den eigenen Bestand oder verkauft sie an einen Endinvestor. Aktuell kontrolliert die Gruppe ein Immobilienvermögen von rund 5,0 Mrd. € in Deutschland, Österreich und Zentral- und Osteuropa (31.12.2023: 5,2 Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten oder indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG gehalten. Per 31. Dezember 2024 befindet sich zudem ein Immobilienvermögen von rund 177 Mio. € (31.12.2023: 241 Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum Stichtag ausschließlich Bestandsimmobilien sowie eine zur Veräußerung gehaltene Immobilie mit einem Bilanzwert von insgesamt rund 256 Mio. € (31.12.2023: 347 Mio. €).
Gesellschaften nach Regionen
Anzahl der Gesellschaften1) | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Österreich | 11 | 12 |
- hiervon Joint Ventures | 0 | 0 |
Deutschland | 98 | 100 |
- hiervon Joint Ventures | 22 | 22 |
Zentral- und Osteuropa2) | 30 | 33 |
- hiervon Joint Ventures | 0 | 0 |
Konzernweit | 139 | 145 |
- hiervon Joint Ventures | 22 | 22 |
1) Nicht als Joint Ventures bezeichnete Gesellschaften sind vollkonsolidiert.
2) Mit Stand 31.12.2023 inklusive einer im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden Holdinggesellschaft in den Niederlanden
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Bestandsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobilien werden Großteils in direkten Beteiligungen gehalten und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH – ein Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise in München und Mainz) werden in Joint Ventures realisiert. Die Immobilienentwicklung wird von der in der CA Immo Deutschland GmbH bzw. deren direkten Tochtergesellschaften angesiedelten Abteilung Development mit hausinterner Expertise gesteuert.
Standort Zentral- und Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf Prime-Büroimmobilien in den Städten Prag und Warschau. Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften gehalten. Sämtliche CEE-Immobilien werden von den regionalen Niederlassungen gemanagt.
Immobilienmärkte
ALLGEMEINE MARKTBEDINGUNGEN
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland, Österreich und der CEE-Region bleibt herausfordernd, wobei die Stagnation in Deutschland und die niedrige Produktivität das Wachstum belasten. Während sich die wirtschaftliche Aktivität in Europa leicht verbessert, bleibt die Stimmung aufgrund der schwachen Nachfrage und der rückläufigen Beschäftigungsentwicklung, insbesondere im Industriesektor, gedämpft.
Die Arbeitslosigkeit bleibt niedrig, allerdings auf Kosten niedriger Löhne und Überkapazitäten. Die Inflation geht weiter zurück und nähert sich dem Ziel der EZB von 2%, was den Weg für mehrere Zinssenkungen bis 2025 ebnet. Der Immobiliensektor bleibt unter Druck, aber die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik könnte das Investitionsklima in Zukunft verbessern.
Politische Unsicherheiten bestehen weiterhin, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und geopolitische Risiken, einschließlich potenzieller Handelskonflikte mit den USA. Obwohl sich die makroökonomischen Bedingungen leicht verbessern könnten, bleibt der Ausblick unsicher.
TransaktionsMÄRKTE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Der Transaktionsmarkt für Gewerbeimmobilien blieb auch 2024 herausfordernd. Hohe Finanzierungskosten und unterschiedliche Dynamiken in den einzelnen Immobiliensegmenten führten zu einer im langjährigen Vergleich geringen Marktaktivität. Die Kapitalwerte auf den deutschen Märkten stabilisierten sich im Vergleich zu 2023, getrieben durch Mietwachstum und stabilisierte Renditen. Österreich und die CEE-Region verzeichneten sinkende oder stagnierende Werte aufgrund eines langsameren Mietwachstums.
Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien blieben in den meisten Märkten bis Ende 2024 stabil. Berlin und München waren die ersten Märkte, die zum Jahresende einen Rückgang um 20 Basispunkte verzeichneten. Alle anderen Märkte verzeichneten keine Veränderung gegenüber 2023 (Düsseldorf, Frankfurt und Wien) oder einen leichten Anstieg um 15 bis 25 Basispunkte (Warschau, Prag und Budapest).
Das Investitionsvolumen für Büroimmobilien scheint die Trendwende erreicht zu haben. Das Jahr 2024 zeigte ein deutliches Wachstum der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtinvestitionsvolumen stieg in allen Märkten außer Wien. Dies gilt auch für den Bürosektor mit Ausnahme von Budapest, Wien und Berlin. Die vier deutschen Kernmärkte der CA Immo verzeichneten einen Anstieg des Investitionsvolumens auf knapp über 3,2 Mrd. € (+49 % im Jahresvergleich).
Insgesamt erholten sich auch die Büroinvestmentmärkte in CEE und Österreich im Jahr 2024. Zwar stieg das Transaktionsvolumen mit 2,6 Mrd. € (+31% im Jahresvergleich) nicht so stark wie in Deutschland, jedoch waren die Ergebnisse des Jahres 2023 in diesen Märkten nicht so stark beeinträchtigt wie in den deutschen Märkten.
Büromärkte IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Nachfrage
Die Flächennachfrage, gemessen am Nettonachfragevolumen (neuvermietete Flächen ohne Mietvertragsverlängerungen), lag 2024 in den Kernmärkten der CA Immo bei 2,9 Mio. m² und blieb damit nahezu unverändert gegenüber 2023. Die Nettoabsorption (Veränderung der belegten Flächen) sank jedoch drastisch auf minus 476.000 m² im Jahr 2024 (101.000 m² im Jahr 2023), was ausschließlich auf die deutschen Märkte zurückzuführen ist. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Steigerung der Flächeneffizienz zu einer treibenden Kraft auf dem Markt geworden ist.
Der stärkste Rückgang der Vermietungsaktivitäten ist in den Sektoren Konsumgüter, Produktion und öffentliche Hand zu verzeichnen, während die Nachfrage aus dem Finanzdienstleistungssektor deutlich zugenommen hat.
Mieten
Die Spitzenmieten in den Kernmärkten der CA Immo sind im Jahr 2024 weiter gestiegen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. München verzeichnete das stärkste Wachstum und übertraf mit 57,00 €/m² (+21% im Jahresvergleich) die anderen deutschen Märkte. In Frankfurt lagen die Spitzenmieten bei 49,00 €/m² (+3% im Jahresvergleich), in Berlin bei 44,50 €/m² (+1% im Jahresvergleich) und in Düsseldorf bei 45,00 €/m² (+13% im Jahresvergleich).
In der CEE-Region und in Österreich blieben die Spitzenmieten mit Ausnahme von Prag weitgehend stabil. In Wien erreichte die Spitzenmiete für Büroflächen 28,00 €/m² (keine Veränderung im Jahresvergleich), während sie in Budapest 25,00 €/m² und in Warschau 27,00 €/m² betrug (ebenso keine Veränderung im Jahresvergleich). Die Spitzenmiete in Prag erreichte 29,50 €/m² (+7% im Jahresvergleich).
Der Trend, dass die Durchschnittsmieten langsamer steigen als die Spitzenmieten, setzte sich auch 2024 fort.
Neue Flächen und Leerstand
Im Jahr 2024 wurden in den vier deutschen Märkten 1,01 Mio. m² neue Büroflächen fertiggestellt (–12% im Vergleich zum Vorjahr). Nur Düsseldorf und Frankfurt verzeichneten einen Anstieg des Angebots an neuen Büroflächen.
In der CEE-Region und in Österreich stieg das Angebot an neuen Büroflächen auf 0,36 Mio. m² (+15% im Jahresvergleich), wobei nur in Prag weniger Fläche fertiggestellt wurde als im Vorjahr.
Aktuelle Prognosen gehen von einem moderaten Anstieg der Fertigstellungen bis 2025 und darüber hinaus aus. Dies ist insbesondere für die deutschen Märkte zu erwarten, da makroökonomische Herausforderungen und restriktivere Finanzierungsbedingungen die Branche belasten.
Das geringere Fertigstellungsvolumen in Deutschland konnte die rückläufige Nettoabsorption nicht ausgleichen, sodass die Leerstandsraten gestiegen sind. In Berlin und München stieg die Leerstandsquote auf 7,3% bzw. 8,5%. Düsseldorf verzeichnete mit 12,2% die höchste Leerstandsquote unter CA Immo's deutschen Kernmärkten. In Frankfurt hingegen führte eine steigende Nachfrage trotz eines höheren Angebots zu einem leichten Rückgang der Leerstandsquote auf 10,4 % zum Jahresende.
Da die Fertigstellungen in CEE und Österreich vergleichsweise höher ausfielen, blieb die Nachfrage dort stabiler als in Deutschland. Dies führte in den meisten Märkten nur zu einem moderaten Anstieg der Leerstände. In Prag (7,4%) und Warschau (10,6%) blieben die Leerstandsraten stabil, während in Budapest die kontinuierliche Fertigstellung neuer Flächen zu einem Anstieg der Leerstandsrate auf 14,1% führte. Wien war der einzige Markt, in dem die Leerstandsrate im vergangenen Jahr auf rund 3,4% gesunken ist.
büromarktentwicklung in den ca immo märkten
| 2024 | 2023 | Veränderung in % / Basispunkten |
Berlin | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 611.900 | 611.000 | 0,1% |
Fertigstellungen in m2 | 461.300 | 485.200 | –4,9% |
Leerstandsquote in % | 7,27 | 6,60 | 67 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 44,50 | 44,00 | 1,1% |
Spitzenrenditen in % | 4,80 | 5,00 | –20 bps |
Düsseldorf | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 229.000 | 281.500 | –18,7% |
Fertigstellungen in m2 | 102.600 | 56.900 | 80,3% |
Leerstandsquote in % | 12,20 | 10,80 | 140 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 45,00 | 40,00 | 12,5% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,10 | 0 bps |
Frankfurt am Main | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 345.800 | 348.100 | –0,7% |
Fertigstellungen in m2 | 191.600 | 141.700 | 35,2% |
Leerstandsquote in % | 10,43 | 10,21 | 22 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 49,00 | 47,50 | 3,2% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,10 | 0 bps |
München | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 626.400 | 457.500 | 36,9% |
Fertigstellungen in m2 | 256.200 | 447.200 | –42,7% |
Leerstandsquote in % | 8,45 | 6,75 | 170 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 57,00 | 47,00 | 21,3% |
Spitzenrenditen in % | 4,60 | 4,80 | –20 bps |
Budapest | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 214.771 | 352.000 | –39,0% |
Fertigstellungen in m2 | 103.636 | 102.834 | 0,8% |
Leerstandsquote in % | 14,13 | 13,31 | 82 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 25,00 | 25,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 7,00 | 6,75 | 25 bps |
Prag | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 315.697 | 238.902 | 32,1% |
Fertigstellungen in m2 | 70.351 | 98.355 | –28,5% |
Leerstandsquote in % | 7,36 | 7,17 | 18 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 29,50 | 27,50 | 7,3% |
Spitzenrenditen in % | 5,60 | 5,40 | 20 bps |
Wien | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 158.597 | 175.000 | –9,4% |
Fertigstellungen in m2 | 86.400 | 55.700 | 55,1% |
Leerstandsquote in % | 3,37 | 3,50 | –13 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 28,00 | 28,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 5,00 | 5,00 | 0 bps |
Warschau | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 398.856 | 433.582 | –8,0% |
Fertigstellungen in m2 | 104.351 | 61.187 | 70,5% |
Leerstandsquote in % | 10,56 | 10,38 | 18 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 27,00 | 27,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 6,00 | 5,85 | 15 bps |
Quelle: CBRE Research, Q4 2024
Immobilienvermögen
Geschäftsfelder und Portfoliostrategie
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienentwicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf gewerblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwerpunkt auf hochwertige, nachhaltige Büroimmobilien in zentraleuropäischen Metropolstädten spezialisiert. Ziel ist die laufende Optimierung, Wertsteigerung und profitable Bewirtschaftung des Bestandsimmobilienportfolios in den CA Immo-Kernstädten. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo im Geschäftsfeld Development durch die Aufbereitung, Verwertung bzw. Bebauung von Grundstücksreserven.
5,0 Mrd. € Immobilienvermögen
Getrieben von diversen Liegenschaftsverkäufen und einem negativen Neubewertungsergebnis hat sich der Wert des Immobilienvermögens im Jahresverlauf 2024 insgesamt um –4% auf 5,0 Mrd. € zum Stichtag verringert (2023: 5,2 Mrd. €). Davon entfallen 4,3 Mrd. € (86% des Gesamtportfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,5 Mrd. € (9%) auf Immobilienvermögen in Entwicklung und 252,4 Mio. € (5%) auf kurzfristiges Immobilienvermögen (inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien ). Deutschland ist mit einem Anteil von 68% am Gesamtportfolio größtes regionales Segment.
Immobilienvermögen nach Geschäftsfeldern
(Basis: 5,0 Mrd. €)
Portfoliowert Immobilienvermögen nach geografischen Segmenten (Basis 5,0 Mrd. €)
Das Immobilienvermögen der CA Immo Gruppe per 31.12.2024 (portfoliowerte)
in Mio. € | Bestandsimmobilien 1) | Immobilienvermögen in Entwicklung | Kurzfristiges Immobilienvermögen 2) | Immobilien-vermögen | Immobilienvermögen in % |
| | | | | |
Deutschland | 2.795,4 | 456,5 | 134,1 | 3.386,0 | 68,2 |
Österreich | 235,4 | 0,0 | 20,5 | 256,0 | 5,2 |
Polen | 466,6 | 0,0 | 25,6 | 492,2 | 9,9 |
Tschechien | 468,2 | 0,5 | 0,0 | 468,7 | 9,4 |
Sonstige | 289,7 | 0,0 | 72,1 | 361,8 | 7,3 |
Summe | 4.255,3 | 457,0 | 252,4 | 4.964,8 | 100,0 |
Anteil am Gesamtportfolio | 85,7% | 9,2% | 5,1% | | |
| | | | | |
1) Inkl. selbst genutzte Immobilien
2) Kurzfristiges Immobilienvermögen inkludiert zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
Portfolioveränderungen 2024
Im Geschäftsjahr 2024 führte CA Immo das strategische Kapitalrotationsprogramm zur Fokussierung des Portfolios auf großflächige, moderne Büroimmobilien in den Kernstädten fort. Zielsetzung hierbei ist, Liegenschaften gewinnbringend zu veräußern, die gemäß Portfoliostrategie in Bezug auf Standort, Assetklasse, Qualität, Größe oder Profitabilität nicht dem Kerngeschäft zugehörig sind. Gleichzeitig wird die Qualität, Bewirtschaftungseffizienz und Nachhaltigkeit des Bestandsportfolios verbessert. Die Verkaufserlöse stärken die Kapitalstruktur und Liquidität von CA Immo und werden u. a. in die wertsteigernde Fortführung ihrer erstklassigen deutschen Entwicklungspipeline, die Revitalisierung von Bestandsgebäuden und selektive Liegenschaftszukäufe investiert.
Investitionen
2024 investierte CA Immo insgesamt 142,5 Mio. € (2023: 154,8 Mio. €) in das Immobilienportfolio (Investitionen und Instandhaltung). 58,5 Mio. € flossen in Revitalisierungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen, 84,0 Mio. € wurden für die Projektentwicklungen aufgewendet.
Projektentwicklung und Refurbishment
Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte der Baustart für ein neues Bürogebäude in Berlin sowie für ein Renovierungsprojekt in Prag, ein weiteres Renovierungsprojekt für ein Bestandsgebäude in Warschau wurde im 1. Quartal 2025 abgeschlossen. Zum Stichtag sind somit zwei neue Bürogebäude in Berlin und eine umfangreiche Bestandsrenovierung in Umsetzung.
Akquisitionen
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Liegenschaften erworben.
Verkäufe
CA Immo hat im Geschäftsjahr 2024 den Verkauf von nicht-strategischen Bestandsgebäuden sowie von Grundstücksreserven, die nicht vorwiegend zur Büronutzung geeignet sind, fortgesetzt. In Summe wurden konzernweit Verkaufserlöse in Höhe von 163,4 Mio. € (2023: 519,1 Mio. €, inkl. Verkauf von Immobilien im anteiligen Eigentum von CA Immo, at equity) und ein Ergebnisbeitrag aus Liegenschaftsverkäufen von 24,4 Mio. € (2023: 185,8 Mio. €) erzielt. Die Verkaufserlöse verstehen sich bei Gesellschaftsverkäufen (Share Deal) als Nettoposition vom erzielten Verkaufspreis der Immobilie, abzüglich Fremdkapital, zuzüglich sonstiger Vermögenswerte.
Überleitung des bilanziellen Immobilienvermögens 2023 auf 2024 und Kennzahlen 20241)
| | Österreich | Deutschland | CEE | Gesamt |
Immobilienvermögen 31.12.2023 | Mio. € | 347,2 | 3.390,4 | 1.421,4 | 5.159,0 |
Investitionen | Mio. € | 3,9 | 102,7 | 29,3 | 135,9 |
Neubewertung von Immobilienvermögen und in Bau befindlichem Immobilienvermögen | Mio. € | –14,7 | –88,0 | –101,8 | –204,5 |
Wertminderung/Abschreibung | Mio. € | –0,1 | –1,1 | 0,0 | –1,3 |
Veränderungen Mietincentive | Mio. € | 0,1 | 13,0 | 0,0 | 13,1 |
Abgänge | Mio. € | –80,4 | –30,9 | –25,4 | –136,7 |
Sonstige Veränderungen | Mio. € | 0,0 | 0,0 | –0,8 | –0,8 |
| | | | | |
Immobilienvermögen 31.12.2024 | Mio. € | 256,0 | 3.386,0 | 1.322,8 | 4.964,8 |
Jahresmieterlös | Mio. € | 20,0 | 132,8 | 86,1 | 238,9 |
Annualisierter Mieterlös 2) | Mio. € | 18,8 | 134,6 | 93,9 | 247,3 |
Leerstandsrate Bestandsimmobilien 3) | % | 3,9 | 5,6 | 8,9 | 6,9 |
Bruttorendite (bezogen auf Bestandsimmobilien) | % | 7,4 | 4,6 | 7,1 | 5,5 |
| | | | | |
1) Exkl. Instandhaltungsaufwand
2) Inkl. Jahresmieterlös der im Jahr 2024 verkauften Objekte (2,8 Mio. €)
3) Leerstand nach Fläche
Übersicht der im Geschäftsjahr 2024 abgeschlossenen Verkaufstransaktionen
Objektbezeichnung | Stadt | Hauptnutzungs-art | Typ | Anzahl | Verkaufs-datum (Closing) | Anteil 1) | Fläche 2) in m² | Letzter Bilanzwert zum Vorstichtag in Mio. € |
Mariahilferstraße 17 | Wien | Büro | Gebäude | 1 | Q1 2024 | 100% | 3.654 | 28,2 |
AW Freimann - Wasserturm | München | Büro | Grundstück | 1 | Q1 2024 | 100% | 9.157 | 0,7 |
Marina Quartier - Donaulände | München | Hotel | Grundstück | 1 | Q1 2024 | 100% | 3.332 | 1,8 |
Ladehof Moosach | München | Büro | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 100% | 12.750 | 13,7 |
die:WERFT | Mainz | Büro | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 50% | 30.188 | 5,6 |
Hafenblick II | Mainz | Sonstige | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 50% | 6.577 | 6,0 |
Isargärten Thalkirchen | München | Sonstige | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 100% | 2.105 | 0,0 |
Feldkirchen | München | Wohnen | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 100% | 268.481 | 12,5 |
Badesee Feldkirchen | München | Sonstige | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 100% | 183.501 | 0,4 |
Lasallestrasse 47 | München | Wohnen | Grundstück | 1 | Q3 2024 | 100% | 7.713 | 0,1 |
VIE | Wien | Büro | Gebäude | 1 | Q3 2024 | 100% | 14.113 | 52,1 |
Plockstraße 8-16 | Düsseldorf | Büro | Grundstück | 1 | Q4 2024 | 100% | 5.075 | 0,03 |
Saski Point | Warschau | Büro | Gebäude | 1 | Q4 2024 | 100% | 5.736 | 25,4 |
Gesamt | | | | 13 | | | | 146,6 |
| | | | | | | | |
1) Von CA Immo gehaltener Projektanteil
2) Fläche: Bei Bestandsgebäuden: Mietfläche, bei Grundstücken: Grundstücksfläche
Bestandsimmobilien
Das Geschäftsfeld Bestandsimmobilien ist wichtigster Ertragsbringer von CA Immo und macht einen Anteil von 86% am gesamten Immobilienvermögen aus. Die laufende Qualitätsoptimierung des Bestands sowie die kontinuierliche Mieterbindung und -akquisition zur Erhaltung stabiler, wiederkehrender Mieterträge ist übergeordnetes Unternehmensziel. Die Instandhaltung und Vermietung der Immobilien wird durch lokale Teams in den Kernstädten abgewickelt. Details zur Nachhaltigkeit des Gebäudebestands finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.
Dieses Kapitel zeigt u. a. Performance-Kennzahlen unserer Bestandsimmobilien wie Vermietungsquote und Rendite. Selbstgenutzte Immobilien, Immobilien mit Nutzungsrecht („Right-of-use“) und Projektfertigstellungen, die noch in der Stabilisierungsphase sind, fließen nicht in die Berechnung dieser Kennzahlen ein. Deshalb sind diese Immobilienarten in der Tabelle „Bestandskennzahlen“ in den Portfolio-Buchwerten sowie der vermietbaren Fläche exkludiert und in der Zeile „Sonstige Bestandsimmobilien“ gesondert ausgewiesen.
Anteiliges Bestandswachstum in Deutschland
Das Bestandsportfolio der Gruppe umfasst zum Stichtag 31.12.2024 eine vermietbare Gesamtnutzfläche von rd. 0,9 Mio. m² mit einem Bilanzwert von rund 4,3 Mrd. € (2023: 4,8 Mrd. €). Der Rückgang des Bestandsimmobilienvermögens ergibt sich durch den Verkauf von Bestandsimmobilien (siehe Kapitel „Immobilienvermögen“), die Umgliederung von sieben Bestandsimmobilien in zum Verkauf gehaltene Immobilien (IFRS 5), die Umgliederung einer Bestandsimmobilie in Immobilien in Entwicklung (Renovierungsprojekt) sowie ein negatives Neubewertungsergebnis. Der Anteil des deutschen Bestandsvermögens am gesamten Bestandsportfolio hat sich im Jahresverlauf weiter auf 66% erhöht (2023: 63%), mit Berlin als größtem Einzelmarkt.
In Summe verzeichnete CA Immo 2024 Mieterlöse in Höhe von 238,9 Mio. € (2023: 231,4 Mio. €). Auf Basis der annualisierten Mieterlöse rentiert das Bestandsportfolio mit 5,5% (2023: 5,2%). Der Büroanteil wurde im Zuge der strategischen Portfoliofokussierung in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht und liegt zum Berichtsstichtag bei 95,8% (2023: 93,5%). Der Vermietungsgrad des Bestandsportfolios (nach Fläche) liegt zum Stichtag bei 93,1% (31.12.2023: 88,8%).
Bestandsimmobilien nach Ländern
(Basis 4,3 Mrd. €)
1) Inkl. Bestandsimmobilien in Ungarn
Bestandsimmobilien: Kennzahlen nach Ländern
| Buchwert | Vermietbare Fläche 2) | Vermietungsgrad 3) | Annualisierter Mieterlös | Rendite |
| in Mio. € | in m² | in % | in Mio. € | in % |
Deutschland | 2.790,1 | 425.333 | 94,4 | 128,9 | 4,6 |
Österreich | 235,1 | 96.679 | 96,1 | 17,4 | 7,4 |
Polen | 440,9 | 134.225 | 92,5 | 32,0 | 7,3 |
Tschechien | 468,2 | 140.867 | 95,4 | 28,0 | 6,0 |
Sonstige 1) | 289,7 | 141.420 | 85,4 | 24,6 | 8,5 |
Zwischensumme | 4.224,0 | 938.524 | 93,1 | 230,9 | 5,5 |
Sonstige Bestandsimmobilien 4) | 31,3 | 0 | | | |
Gesamtes Bestandsvermögen | 4.255,3 | 938.524 | | | |
| | | | | |
1) Inkl. Bestandsimmobilien in Ungarn (non-core Markt)
2) Exkl. strategischer Leerstand: Als strategischer Leerstand werden Flächen definiert, die aus strategischen Gründen nicht vermietet werden – u. a. im Zuge von Renovierungsprojekten im laufenden Betrieb oder zur Optimierung der Mieterstruktur eines Gebäudes.
3) Nach Fläche (m²)
4) Inkl. selbst genutzte Immobilien und Right-of-use
Vermietungsleistung 2024
CA Immo vermietete 2024 konzernweit in Summe rd. 149.600 m² vermietbare Nutzfläche. In Relation zum per 31.12.2024 rd. 0,9 Mio. m² umfassenden Bestandsportfolio der Gruppe ergibt dies eine Vermietungsleistung von rd. 16%. 48% der Bestands-Vermietungsleistung entfielen auf Neuvermietungen und Vertragserweiterungen, 52% auf Vertragsverlängerungen bestehender Mieter.
Mieterstruktur und Auslaufprofil der Mietverträge
40% der Mietverträge (nach Mietvolumen) laufen mind. 5 Jahre, der WAULT (Weighted Average Unexpired Lease Term) liegt zum Stichtag bei 4,7 Jahren (2023: 4,7 Jahre). CA Immo verfügt über eine branchendiversifizierte Mieterstruktur mit hohem Anteil an Unternehmen aus dem Dienstleistungs- und Technologiesektor. Die 20 größten Mieter machen rd. 42% der gesamten Mieterträge aus (auf Basis annualisierter Mieterlöse).
Vermietungsleistung nach regionen
in m² | Neuvermietung | Vertrags-verlängerungen | Summe |
Deutschland | 13.666 | 14.030 | 27.696 |
Österreich | 13.839 | 8.121 | 21.960 |
CEE | 44.693 | 55.224 | 99.917 |
Summe | 72.198 | 77.375 | 149.573 |
| | | |
grösste Mieter (top 20)
| Branche | Region | Anteil in % an den annualisierten Mieterlösen |
KPMG | Professional Services | Deutschland | 6,2% |
PwC | Professional Services | Deutschland | 3,5% |
The European Border and Coast Guard Agency | Public Sector / Regulatory Body | CEE | 3,0% |
JetBrains | Computer / HiTech | Deutschland | 2,6% |
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | Public Sector / Regulatory Body | Deutschland | 2,5% |
Google | Computer / HiTech | Deutschland | 2,5% |
NH Hotels Deutschland | Consumer Services & Leisure | Deutschland | 2,2% |
Land Berlin | Public Sector / Regulatory Body | Deutschland | 2,1% |
TotalEnergies | Manufacturing Industrial & Energy | Deutschland | 2,0% |
AstraZeneca | Manufacturing Industrial & Energy | CEE | 1,9% |
auxmoney | Financial Services | Deutschland | 1,8% |
Robert Bosch AG | Consumer Services & Leisure | Österreich | 1,8% |
Steigenberger Hotels | Consumer Services & Leisure | Deutschland | 1,7% |
Hypoport SE | Financial Services | Deutschland | 1,6% |
Morgan Stanley | Financial Services | CEE | 1,6% |
salesforce.com | Computer / HiTech | Deutschland | 1,3% |
State Street Bank International | Financial Services | Deutschland | 1,0% |
VOBA | Financial Services | Österreich | 1,0% |
IBM | Computer / HiTech | Deutschland | 1,0% |
Germany Centre Company No. 57 GmbH c/o Regus Management GmbH | Professional Services | Deutschland | 0,9% |
Gesamt | | | 42,4% |
| | | |
Portfoliowert Bestandsimmobilien nach städten (Basis: 4,3 Mrd. €)
Portfoliowert Bestandsimmobilien nach Hauptnutzungsart (Basis: 4,3 Mrd. €)
MIETER-Branchenmix NACH Annualisierten Mieterlösen (Basis: 230,9 Mio. €)
Auslaufprofil der Mietverträge 1)
1) auf Basis der annualisierten Mieterlöse, Laufzeit bis zum nächstmöglichen Vertragsende
Like-for-like Portfolioentwicklung
Die Like-for-like Betrachtung des Portfolios gibt einen Überblick über die Entwicklung der wesentlichen Portfoliokennzahlen im Jahresvergleich, bereinigt um Portfolioveränderungen (Immobilienzu- und -abgänge), um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.
Die Reduktion des Bilanzwertes wie auch der Anstieg der Bruttorendite im Laufe des Jahres 2024 resultierten hauptsächlich aus dem negativen Nettoergebnis aus der Immobilienbewertung, das veränderte Marktbedingungen in allen CA Immo-Märkten reflektiert. Steigende Mieteinnahmen sind das Ergebnis von Mietvertragsanpassungen aufgrund von Indexierungsklauseln bzw. der guten Vermietungsleistung.
like-for-like Betrachtung
| Bilanzwerte | | Mieterlöse GuV | | Bruttorendite in % ¹⁾ | | Vermietungs-grad in % ²⁾ | |
Mio. | Q4 2024 | Q4 2023 | Q4 2024 | Q4 2023 | Q4 2024 | Q4 2023 | Q4 2024 | Q4 2023 |
Deutschland | 2.213,6 | 2.251,0 | 100,7 | 91,4 | 4,6 | 4,4 | 95,8 | 96,5 |
Österreich | 235,1 | 235,3 | 16,7 | 15,2 | 8,1 | 6,5 | 96,1 | 85,1 |
Polen | 440,9 | 447,9 | 29,2 | 29,1 | 7,3 | 6,3 | 92,5 | 91,5 |
Tschechien | 468,2 | 464,0 | 26,4 | 26,0 | 6,0 | 5,8 | 95,4 | 94,0 |
Ungarn | 289,7 | 334,1 | 21,3 | 21,8 | 8,5 | 6,9 | 85,4 | 76,3 |
Gesamt | 3.647,5 | 3.732,3 | 194,3 | 183,6 | 5,6 | 5,1 | 93,5 | 90,6 |
| | | | | | | | |
1) Annualisierte Vertragsmiete / Bilanzwert
2) Auslastung nach Fläche (m²)
Immobilienvermögen in Entwicklung
Projektentwicklung
Die interne Development-Plattform von CA Immo ermöglicht dem Unternehmen die Nutzung einer tiefen Wertschöpfungskette. Von der Erschließung von Grundstücken und der Beschaffung von Baugenehmigungen über die Vermietung und den Transfer fertiggestellter Immobilien in den eigenen Bestand bis hin zum Verkauf an Investoren erbringt CA Immo das gesamte Leistungsspektrum der Projektentwicklung.
100% der Entwicklungstätigkeit in Deutschland
Per 31.12.2024 machte die Developmentsparte mit rd. 461,0 Mio. € Bilanzwert (2023: 362,5 Mio. €) einen Anteil von rd. 9% des gesamten Immobilienvermögens von CA Immo aus (inkl. zum Handel und Verkauf gehaltene Projekte und Grundstücksreserven, kurzfristiges Immobilienvermögen).
Dieser Anstieg reflektiert u. a. den im September erfolgten Baustart für den Neubau des Anna-Lindh-Haus in Berlin sowie die Umgliederung der Liegenschaft Am Karlsbad 11 vom Bestand in ein Renovierungsprojekt.
Die Entwicklungstätigkeit (Neubau) konzentriert sich auf Berlin. Das Immobilienvermögen in Entwicklung gliedert sich in im Bau befindliche Projekte (49%, nach Buchwert), Projekte in Planung (13%) und Grundstücksreserven (38%).
Immobilienvermögen in Entwicklung1)
in Mio. € | Stadt | Nutzung | Anteil in % 2) | Anzahl | Fläche 3) in m² | Buch-wert inkl. JV´s | Buch-wert exvl. JV´s | Gesam-tes Inves-titions-volumen 4) | Offene Bau-kosten | Bruttoerstellungs-rendite in % | Vorver-wert-ungs-grad in % 5) |
Upbeat | Berlin | Büro | 100% | 1 | 34.911 | 177,6 | 177,6 | 340,8 | 144,6 | 4,9% | 100% |
Anna-Lindh-Haus | Berlin | Büro | 100% | 1 | 16.030 | 46,9 | 46,9 | 125,9 | 79,8 | 6,3% | 0% |
Flösserhof | Mainz | Wohnen | 50% | 1 | 6.371 | 12,8 | 0,0 | 44,3 | 0,4 | - | 74% |
Gesamt Projekte in Umsetzung | | | | 3 | 57.312 | 237,3 | 224,5 | 511,0 | 224,9 | | |
| | | | | | | | | | | |
Am Karlsbad 11 | Berlin | Büro | 100% | 1 | 11.315 | 44,9 | 44,9 | | | | |
Humboldthafen | Berlin | Büro | 100% | 1 | 6.125 | 13,5 | 13,5 | - | - | | |
Gesamt Projekte in Planung | | | | 2 | 17.440 | 58,4 | 58,4 | | | | |
| | | | | | | | | | | |
Landbank Hold | | | 100% | 10 | 103.252 | 174,1 | 174,1 | - | - | | |
Landbank Sale | | | 100% | 9 | 536.937 | 54,5 | 4,0 | - | - | | |
Gesamt Grundstück | | | | 19 | 640.189 | 228,6 | 178,1 | | | | |
| | | | | | | | | | | |
Gesamt Projekte & Grundstück | | | | 24 | 714.941 | 524,3 | 461,0 | 511,0 | 224,9 | | |
| | | | | | | | | | | |
1) Inkl. Immobilienvermögen in Entwicklung sowie zum Handel und Verkauf gehaltene Projekte und Grundstücksreserven (kurzfristiges Immobilienvermögen)
2) Anteil steht für den von CA Immo gehaltenen Projektanteil
3) Projekte in Umsetzung und in Planung: Mietfläche; bei Grundstücken: Grundstücksfläche
4) Inkl. Grundstück (Gesamtes Investitionsvolumen ohne Grundstücke: 406,8 Mio. €)
5) Vorverwertung Projekte für eigenen Bestand: Vermietungsquote, Projekte für Verkauf: Verkauf
Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten
Projektentwicklung: Fokus auf Berlin
Rund um den Berliner Hauptbahnhof entsteht mit dem Stadtquartier Europacity auf rd. 60 ha ein modernes, gemischt genutztes Quartier mit hochwertigen Wohn- und Gewerbeflächen. Zum Stichtag hat CA Immo im Rahmen dieser Quartiersentwicklung zwei Büroprojekte in Umsetzung, wovon eines (Upbeat) bereits vor Baustart komplett an einen Einzelmieter vorvermietet wurde. Darüber hinaus hält CA Immo am Standort weitere Grundstücksreserven mit Bürowidmung in unterschiedlichen Stadien der Planung und Bauvorbereitung.
Im September startete der Bau des Anna-Lindh-Haus in Berlin. Das neue 16.000 m² große Bürogebäude in unmittelbarer Nähe des Berliner Hauptbahnhofs integriert klimaschonende Gebäudetechnologien wie z. B. Holzhybrid-Bauweise und erneuerbare Energien (Photovoltaik, Wärmepumpen).
Grundstücksreserve
Durch die kontinuierliche Bebauung und den Verkauf von Grundstücken hat sich die von CA Immo gehaltene Grundstücksreserve in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Zum Berichtszeitpunkt umfasste sie 19 Assets mit einer Gesamtgrundstücksfläche von rund 640.000 m². 89% der zum Stichtag vorhandenen Landreserve entfallen auf innerstädtische Brownfield-Baugrundstücke in Berlin und Frankfurt. Diese Grundstücke befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Baurechtschaffung und sind für Bürobebauung vorgesehen. Die restlichen 11% sind v. a. Grundstücke in München mit Wohnbaupotenzial sowie vereinzelte Ausgleichs- und Infrastrukturflächen ohne Baupotenzial aus bereits abgeschlossenen Baurechtschaffungsprojekten.
Immobilienbewertung
Die Bewertung der Liegenschaften ist die substanzielle Basis für die Beurteilung eines Immobilienunternehmens und wichtigster Parameter für die Ermittlung des Net Asset Value. Neben objektspezifischen Kriterien gibt es eine Vielzahl von Faktoren innerhalb der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die eine Wirkung auf die Wertentwicklung von Immobilien entfalten. Im Kerngeschäft der CA Immo Gruppe, dem Büroimmobilienbereich, spiegelt sich der allgemeine Konjunkturzyklus insbesondere in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsquote direkt im Immobilienzyklus wider. Als weitere wesentliche Variable haben Faktoren wie das Zinsniveau oder geopolitische Entwicklungen Einfluss auf die Immobilieninvestmentmärkte. Unvorhersehbare Ausnahmesituationen wie die Covid-19-Pandemie, geopolitische Konflikte oder starke Änderungen des Zinsniveaus können aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tragweite und dem – sektoral unterschiedlichen – Einfluss auf die Kapital- und Immobilienmärkte ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Bewertung von Immobilien haben.
Externe Bewertungsgutachten nach internationalen Standards
Die Wertermittlung der Immobilien wird im Wesentlichen von externen unabhängigen Gutachtern unter Anwendung von anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den von der "Royal Institution of Chartered Surveyors" (RICS) definierten Standards. RICS definiert den Marktwert als den geschätzten Betrag, für den ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem bereitwilligen Verkäufer im Rahmen eines marktüblichen Geschäfts nach ordnungsgemäßer Vermarktung an einen bereitwilligen Käufer verkauft werden könnte, wobei Käufer und Verkäufer sachkundig, umsichtig und ohne Zwang handeln.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Bewertungsmethode hängt insbesondere vom Entwicklungsstadium und von der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, die den größten Anteil am Portfolio der CA Immo Gruppe haben, werden weitgehend nach der Discounted Cash-Flow Methode bewertet. Die Marktwerte basieren dabei auf kapitalisierten Mieterträgen bzw. abgezinsten, künftig zu erwartenden Cashflows. Neben den aktuellen Vertragsmieten samt Mietauslaufprofil werden dafür vom Gutachter auf Basis einer qualifizierten Einschätzung weitere Parameter, wie insbesondere die erzielbare Marktmiete sowie objektbezogene, adäquate Renditen, ermittelt und berücksichtigt.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstellungsphase wird vorrangig das Residualwertverfahren angewendet. Hierbei basieren die Verkehrswerte auf den ermittelten Marktwerten nach Fertigstellung unter Berücksichtigung der noch anfallenden Aufwendungen sowie einem kalkulatorischen Ansatz eines – nach Baufortschritt – angemessenen Entwicklungsgewinns („Developerprofit“). Die Zinssätze variieren insbesondere in Abhängigkeit vom allgemeinen Marktverhalten sowie von Standorten und Nutzungsarten. Je näher ein Projekt dem Fertigstellungszeitpunkt kommt, desto größer ist der Anteil von Ist-Zahlen bzw. von vertraglich gesicherten Zahlen und davon abgeleiteten Parametern. Nach bzw. kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach der Discounted Cash-Flow Methode bewertet.
Für Grundstücksreserven, auf welchen in naher Zukunft keine aktiven Entwicklungen zu erwarten sind, werden je nach Liegenschaft und Entwicklungszustand das Vergleichswertverfahren bzw. das Residualwertverfahren herangezogen.
Für nahezu 100% des gesamten Immobilienvermögens erfolgte eine externe Bewertung zum Stichtag 31.12.2024 bzw. basieren die Werte auf Grundlage verbindlicher Kaufverträge. 2024 wurden alle durch die CA Immo beauftragten externen Bewertungen von Jones Lang LaSalle erstellt.
Bewertungsergebnis
Für das Gesamtjahr 2024 verbuchte die CA Immo Gruppe ein negatives Neubewertungsergebnis von – 199,6 Mio. € (2023: – 532,0 Mio. €). Hiervon entfielen 10% auf aktive Development-Projekte sowie Landreserven und 90% auf Bestandsimmobilien. 44% des Neubewertungsverlustes entfiel auf CA Immos größten Einzelmarkt Deutschland, 50% auf CEE und 6% auf Österreich. Haupttreiber der Abwertungen war die marktbedingte Renditeausweitung in allen CA Immo Märkten, welche nicht durch steigende Mietannahmen kompensiert werden konnte. In einer Like-for-Like Betrachtung verringerte sich der Wert der im Like-for-Like Portfolio befindlichen Bestandsimmobilien um 2,3%. In dieser Betrachtungsweise stieg die Bruttorendite um 48 Basispunkte auf 5,6% (siehe hierzu auch das Kapitel „Bestandsimmobilien“).
Mieterlös und BruttoRenditeentwicklung des Bestandsportfolios
Immobilienbewertungsergebnis 2024 nach STatus
Immbilienbewertungsergebnis 2024 nach Regionen
Weitere Informationen zur Immobilienmarktentwicklung finden sich im Kapitel „Immobilienmärkte“.
Österreich
Das Neubewertungsergebnis in Österreich summierte sich zum Stichtag auf –11,4 Mio. € (2023: –33,0 Mio. €). Es wurden alle Bestandsimmobilien aufgrund einer Renditedekompression abgewertet. Die betragsmäßig größten Abwertungen entfielen auf die Immobilien Silbermöwe und Galleria.
Die durchschnittliche Bruttorendite der Bestandsimmobilien stieg im Jahresvergleich deutlich von 6,6% auf 8,1% (vollkonsolidierte Immobilien).
Deutschland
Das Bewertungsergebnis in Deutschland summierte sich zum 31.12.2024 auf –87,9 Mio. € (2023: –412,1 Mio. €). Die betragsmäßig größten Beiträge zum Neubewertungsverlust steuerten die Immobilien ONE, Hallesches Ufer 74-76 sowie Spreebogen bei. Das im Bau befindliche Projekt Upbeat sowie zukünftige Projektentwicklungen wurden ebenfalls abgewertet.
Nach Städten fand die betragsmäßig größte Abwertung in Berlin (–33,3 Mio. €), München (–32,9 Mio. €) und Frankfurt (–17,9 Mio. €) statt.
Haupttreiber war ebenfalls eine Renditedekompression, welche nicht durch steigende Mietannahmen kompensiert werden konnte. Die Bruttorendite stieg daher im Jahresvergleich von 4,3% auf 4,6% (vollkonsolidierte Immobilien).
CEE
Das Neubewertungsergebnis im Segment Zentral- und Osteuropa belief sich zum Stichtag auf –100,4 Mio. €
(2023: –86,9 Mio. €). Hierbei entfiel der betragsmäßig größte Anteil auf Budapest (–64,9 Mio. €), gefolgt von Warschau (–29,3 Mio. €) und Prag (–0,9 Mio. €). Die betragsmäßig größte Abwertung erfuhren die Objekte Capital Square und City Gate in Budapest sowie Sienna Center in Warschau.
Die Bruttorendite des CA Immo-Portfolios stieg im Jahresvergleich von 6,4% auf 7,1% (vollkonsolidierte Immobilien).
finanzierungen
Als Immobilienunternehmen ist CA Immo in einer kapitalintensiven Branche tätig. Die Verfügbarkeit von Fremdkapital ist eine wesentliche Erfolgsdeterminante. Die Optimierung der Kapitalstruktur hat hohe Relevanz und gehört neben der erfolgreichen Bewirtschaftung des Immobilienportfolios zu den entscheidenden Faktoren für das Gesamtergebnis von CA Immo.
Unverändert starkes Bilanzprofil
Zum 31.12.2024 lagen die gesamten Finanzverbindlichkeiten (inkl. Leasingverbindlichkeiten) der CA Immo Gruppe bei 2,7 Mrd. € und damit 2% über dem Vorjahreswert (2,7 Mrd. €). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Neuemission eines 350 Mio. € Green Bond im Oktober 2024. Demgegenüber stehen die Rückzahlung einer 175 Mio. € Anleihe im Februar 2024, die Rückzahlung der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens im Mai 2024 (35,5 Mio. €) sowie der Rückkauf von 74,1 Mio. € des 350 Mio. € Green Bond 2025 im Zuge der Neuemission des Green Bond im Oktober 2024. Nach Abzug der liquiden Mittel des Konzerns betrug die Nettoverschuldung zum Jahresende 1,9 Mrd. € (2023: 1,9 Mrd. €). Das Unternehmen verfügt damit unverändert über eine äußerst robuste Bilanz mit einer soliden Eigenkapitalquote von 42,5% (2023: 43,8%), die in defensiven Verschuldungskennzahlen wie einem Gearing (netto) von 74,0% (2023: 69,3%) bzw. einem Loan-to-Value (LTV, netto) von 38,2% (2023: 36,6%) zum Ausdruck kommt. Der Finanzierungsaufwand, eine wesentliche Komponente des nachhaltigen Ergebnisses, summierte sich im Geschäftsjahr 2024 auf –55,1 Mio. € (2023: –54,5 Mio. €).
Finanzierungslinien
Zusätzlich zu den bereits gezogenen und damit bilanzwirksamen Finanzierungen verfügt die CA Immo Gruppe über noch nicht ausgenützte Finanzierungslinien, die der Finanzierung von in Bau befindlichen Entwicklungsprojekten in Deutschland dienen und – im Zuge des Baufortschritts – durch die finanzierenden Banken sukzessive valutiert werden. Dieser Finanzierungsrahmen belief sich zum Stichtag auf rund 85 Mio. €, wobei Joint Ventures in Höhe der Beteiligungsquote berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auf Holding-Ebene über eine im vierten Quartal 2021 abgeschlossene und in den Jahren 2022 und 2023 jeweils um ein weiteres Jahr bis 2026 verlängerte Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von 300 Mio. €, deren Marge unter anderem an die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens gebunden ist. Diese Fazilität ist aktuell nicht gezogen und kann für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden.
Fälligkeitsprofil
Die Grafik unten zeigt das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten der CA Immo Gruppe per 31.12.2024 (endfällige Nominale, unter der Annahme, dass Verlängerungsoptionen ausgeübt werden). Die für 2025 ausgewiesenen Fälligkeiten belaufen sich zum Stichtag auf rund 288,4 Mio. €. Davon entfallen 275,9 Mio. € auf die im Oktober 2025 fällig werdende Unternehmensanleihe, welche bereits durch die Neuemission im Oktober 2024 vorzeitig refinanziert wurde.
Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten (endfälliges nominale, Exkl. Leasingverbindlichkeiten) Stand 31.12.2024, Basis: 2,7 Mrd. €
Die besicherte Finanzierungstätigkeit im Jahr 2024 betraf zum überwiegenden Teil Immobilien des deutschen Portfolios. Beispielsweise wurde im April 2024 die Baufinanzierung des Projektes Hochhaus am Europaplatz in Berlin (ca. 105 Mio. €) im Rahmen der Fertigstellung und Umgliederung in das Bestandsportfolio in eine bereits vertraglich gesicherte langfristige Finanzierung überführt. Im August 2024 wurde eine kombinierte Finanzierung (Überbrückungskredit und Bestandsfinanzierung) in Höhe von 90 Mio. € in Berlin abgeschlossen. Ebenfalls im Herbst 2024 wurden die Bankkredite für die Objekte Belmundo und Lavista um weitere zwei Jahre verlängert. Der Kredit für das Objekt Ambigon wurde Ende 2024 rückgezahlt.
Für Ausläufe in 2025 sind weitere Rückführungen geplant.
Investment Grade Rating
Das Investment Grade Rating von CA Immo ermöglichte eine Flexibilisierung und dadurch weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur durch einen verbesserten Zugang zum institutionellen Fremdkapitalmarkt. Für den Konzern erweiterte sich damit die nutzbare Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten. Wesentliche Indikatoren für den Erhalt sowie die Aufrechterhaltung dieses Investment Grade Ratings sind eine starke Bilanz mit geringem Verschuldungsgrad, die nachhaltige Ertragskraft sowie eine damit verbundene solide Zinsdeckung und eine ausreichend große Quote von nichtbesicherten Immobilien.
Das Baa3 Rating mit stabilem Ausblick wurde zuletzt im Rahmen einer Credit Opinion im Juni 2024 von Moody’s bestätigt.
Steigende durchschnittliche Finanzierungskosten auf Basis deutlich gestiegener Kosten für Neufinanzierungen
Durch eine kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruktur konnten in den Jahren bis 2021 unter Ausnutzung vorteilhafter Marktbedingungen die Finanzierungskosten der CA Immo kontinuierlich gesenkt werden. Im Zuge der rasant gestiegenen Basiszinsen und Risikoprämien in den Vorjahren sind die Kosten für Neufinanzierungen jedoch deutlich gestiegen. Dies zeigt sich in im Vergleich zu den Vorjahren steigenden durchschnittlichen Finanzierungskosten, welche aber immer noch ein im Durchschnitt niedriges Niveau aufweisen.
Finanzierungslaufzeit und -Kosten im Zeitverlauf
Wie in der Tabelle auf der nächsten Seite ersichtlich, lagen die durchschnittlichen Finanzierungskosten der CA Immo Gruppe auf Basis der vollkonsolidierten Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag bei 2,28% (31.12.2023: 2,00%). Diese Zahl beinhaltet die zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate in Form von Zinsswaps und -caps. Werden letztere aus der Betrachtung ausgeklammert, stellt sich der durchschnittliche Zinssatz mit 2,90% höher dar.
Zinsentwicklung
Finanzierungskosten 1)
in Mio. € | Restschuld bestehender Finanzierungen (Nominale) | Nominale Derivate | Ø Finanzierungs-kosten in % exkl. Derivate | Ø Finanzierungs-kosten in % inkl. Derivate | Ø Laufzeit Darlehen | Ø Laufzeit Swaps |
| | | | | | |
Bestandsimmobilien | | | | | | |
Österreich | 60,9 | 60,9 | 4,1 | 2,4 | 7,6 | 4,9 |
Deutschland | 1.152,1 | 1.024,6 | 3,7 | 2,6 | 4,4 | 4,2 |
Tschechien | 31,1 | 31,5 | 3,9 | 1,9 | 4,0 | 4,0 |
Polen | 44,4 | 44,4 | 4,1 | 1,7 | 1,2 | 1,2 |
Sonstige | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Summe | 1.288,6 | 1.161,4 | 3,8 | 2,5 | 4,4 | 4,2 |
Entwicklungsprojekte | 50,0 | 50,0 | 3,6 | 4,1 | 7,0 | 1,0 |
Kurzfristiges Immobilienvermögen | 30,3 | 30,3 | 3,8 | 1,8 | 2,5 | 2,5 |
Konzernfinanzierungen | 1.315,4 | 0,0 | 2,0 | 2,0 | 2,6 | 0,0 |
Total | 2.684,3 | 1.241,7 | 2,9 | 2,3 | 3,6 | 4,0 |
| | | | | | |
1) Die Datenbasis umfasst vollkonsolidierte Finanzierungen, exkl. Leasingverbindlichkeiten
Grundlegende Parameter der FinanzierungsstrategIE
Finanzierungsstrategie
Die Finanzierungsstrategie der CA Immo Gruppe basiert auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbesicherten Finanzierungsinstrumenten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Flexibilität zu maximieren.
Der Erhalt sowie des Investment Grade Ratings auf Basis einer soliden Bilanzstruktur mit einer starken Eigenkapitalbasis und nachhaltigen Profitabilität ist eine wesentliche strategische Komponente, welche auch in der Zielsetzung eines langfristig defensiven und robusten Finanzprofils reflektiert ist. Die langfristigen Zielsetzungen bei den Finanzkennzahlen bewegen sich zwischen 45-50% in Bezug auf die Eigenkapitalquote des Konzerns bzw. rund 30-40% hinsichtlich des Loan-to-Value-Verhältnisses (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Immobilienvermögen). Die Zinsabsicherungsquote, zum Stichtag bei rund 98%, soll auf einem hohen Niveau beibehalten werden, um das Risiko von Zinserhöhungen weitgehend abzufedern.
Finanzierungsstruktur
Mit einem Anteil von rund 49% am Finanzierungsvolumen (exkl. Leasingverbindlichkeiten) entfällt aktuell knapp die Hälfte auf unbesicherte Finanzierungen in Form von am Kapitalmarkt platzierten Unternehmensanleihen sowie einem Schuldschein. Das restliche Finanzierungsvolumen umfasst mit Immobilien besicherte Hypothekarkredite, welche in jenen (Tochter-)Gesellschaften aufgenommen werden, in denen die jeweiligen Immobilien gehalten werden.
Unbesicherte Finanzierungen
Der Anteil von unbesicherten Finanzierungen auf Ebene der Konzern-Muttergesellschaft hat sich seit Erhalt des Investment Grade Ratings im Jahr 2015 deutlich erhöht und umfasste zum Stichtag vier am Kapitalmarkt platzierte Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,3 Mrd. €.
Der Buchwert der unbelasteten Immobilien, ein wesentliches Kriterium für das Investment Grade Rating des Konzerns, belief sich zum 31.12.2024 auf rund 1,7 Mrd. € und stand damit unter dem Wert der Vorperiode (31.12.2023: 1,7 Mrd. €). Dies entspricht einer Quote von rund 34% des gesamten Immobilienvermögens.
Anleihen
Zum Bilanzstichtag notierten vier Unternehmensanleihen von CA Immo im Amtlichen Handel an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg).
ISIN | Typus | Aus- stehendes Volumen | Laufzeit | Kupon |
XS2248827771 | Green Bond | 275,9 Mio. € | 2020-2025 | 1,000% |
AT0000A22H40 | Unternehmensanleihe | 150,0 Mio. € | 2018-2026 | 1,875% |
XS2099128055 | Unternehmensanleihe | 500,0 Mio. € | 2020-2027 | 0,875% |
XS2927556519 | Green Bond | 350,0 Mio. € | 2024-2030 | 4,250% |
Bei den Unternehmensanleihen handelt es sich um unbesicherte Finanzierungen der Konzern-Muttergesellschaft, die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbesicherten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG gleichrangig sind. Alle Unternehmensanleihen beinhalten in den Anleihebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die im Jahr 2020 sowie im Jahr 2024 begebenen Anleihen beinhalten darüber hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das besicherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung des Konzerns.
Besicherte Finanzierungen
CA Immo steht mit einer Vielzahl von Finanzierungspartnern in Geschäftsbeziehung. Die wesentlichste finanzierende Bank in Bezug auf das Kreditvolumen ist dabei die UniCredit Gruppe, auf welche rund 19% der gesamten ausstehenden Finanzverbindlichkeiten entfallen. Wie in der Grafik ersichtlich, entfielen zum Stichtag weitere größere Anteile auf Helaba, Deutsche Postbank, DG Hyp, Bayern LB sowie auf weitere Finanzinstitute.
Finanzverbindlichkeiten (Exkl. Leasingver-bindlichkeiten) per 31.12.2024 (Basis 2,7 Mrd. €)
Verteilung des Finanzierungsvolumens (Exkl. Leasingverbindlichkeiten) per 31.12.2024
(Basis 2,7 Mrd. €)
Langfristige Zinsabsicherungen
Da der Zinsaufwand bei den meisten Immobilienunternehmen neben administrativen Aufwendungen eine wesentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung darstellt, können Zinserhöhungen starke Ergebnisauswirkungen haben. Dies gilt umso mehr, als die Mieteinnahmen in der Regel auf langfristigen Verträgen beruhen und somit Erhöhungen der Finanzierungskosten nicht unmittelbar durch höhere Einnahmen ausgeglichen werden können. Folglich ist es Teil der Finanzierungsstrategie der CA Immo Gruppe, einen wesentlichen Teil des Zinsaufwandes langfristig gegen Zinserhöhungen abzusichern. Als Instrument zur Zinssicherung werden aktuell Zinsswaps eingesetzt. Darüber hinaus bildet die über die letzten Jahre gestiegene Quote von fix verzinsten Anleihen einen wesentlichen Bestandteil der Zinsabsicherungsquote.
Von den eingesetzten Derivaten entfällt ein Nominale von 1.134,4 Mio. € auf Zinsswap-Kontrakte (31.12.2023: 963,2 Mio. €) sowie 39,4 Mio. € auf Zinsfloors (31.12.2023: 40,3 Mio. €) und 68,0 Mio. € (31.12.2023: 68,5 Mio. €) auf Zinscaps. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate lag zum Stichtag bei rund 4,0 Jahren gegenüber einer gewichteten Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten von 3,6 Jahren.
Bilanziell wird dabei zwischen jenen Kontrakten unterschieden, die als freistehende Fair Value Derivate aufwandswirksam unter dem Posten "Ergebnis aus Derivaten" in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werden und jenen Kontrakten die, gemäß IFRS 9, als Cashflow-Hedges designiert werden und deren Änderung des Marktwerts zum jeweiligen Stichtag erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst werden. Zum Stichtag 31.12.2024 waren Kontrakte mit einer Nominale von insgesamt 1.029,4 Mio. € und einem Marktwert von 15,8 Mio. € als Fair Value- Derivate klassifiziert (31.12.2023: 855,1 Mio. € bzw. 39,0 Mio. €). Das Unternehmen verfügte zum 31.12.2023 über als Cashflow-Hedge klassifizierte Kontrakte mit einem Nominale in Höhe von 212,3 Mio. € sowie einem beizulegenden Zeitwert von 18,5 Mio. € (31.12.2023: 216,9 Mio. € und 24,8 Mio. €).
Ergebnisse
Verkauf der rumänischen Plattform
Am 22.11.2022 schloss die CA Immo Gruppe den Verkauf der sieben rumänischen Immobiliengesellschaften sowie der Managementgesellschaft ab. Dieser geografische Geschäftsbereich wird als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis (nach Steuern) des Portfolios Rumänien in den Vergleichszahlen des Geschäftsjahrs 2023 in einer separaten Zeile dargestellt.
Wesentliche GuV-Kennzahlen
Ergebnis aus der Vermietung
CA Immo verbuchte im Jahr 2024 einen Zuwachs der Mieterlöse um 3,2% auf 238,9 Mio. €. Nach Regionen betrachtet wurden rund 56% des gesamten Mietertrags in Deutschland erwirtschaftet, gefolgt vom CEE-Portfolio mit rund 36% und Österreich mit rund 8%.
Im Jahr 2024 wurde durch Projektfertigstellungen der Vorjahre (Hochhaus am Europaplatz und Grasblau in Berlin, sowie ONE in Frankfurt) 14,0 Mio. € mehr vereinnahmt als im Vorjahr. In Bestandsgebäuden wurden insgesamt 2,6 Mio. € mehr vereinnahmt als im Berichtszeitraum der Vorperiode. Dies enthält neben Auswirkungen der Veränderung der Leerstandsrate sowie Mietpreisveränderungen auch Mietsteigerungen in Zusammenhang mit Indexierungsklauseln in Mietverträgen. Demgegenüber stehen Mieterlösverluste in Höhe von –9,1 Mio. € in Verbindung mit nicht-strategischen Immobilienverkäufen in allen Märkten.
Anreizvereinbarungen aus diversen Mietverträgen (Incentives, wie insbesondere mietfreie Zeiten) werden auf die Gesamtlaufzeit der Mietverträge linearisiert. In den Mieterlösen wird somit die wirtschaftliche Effektivmiete und nicht die in der Periode tatsächlich zahlungswirksame Miete dargestellt. Von den Mieterlösen des Geschäftsjahres 2024 entfielen auf derartige Linearisierungen 12,4 Mio. € (2023: 8,6 Mio. €).
Die dem Bestandsportfolio direkt zurechenbaren Immobilienaufwendungen, inklusive eigener Betriebskosten, lagen mit -36,7 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2023: -38,7 Mio. €). Diese Aufwandsposition gliedert sich in Leerstands- bzw. nicht weiter verrechenbare Betriebskosten ( –10,2 Mio. €), Vermittlungshonorare
(–6,3 Mio. €), Instandhaltungen (–6,6 Mio. €), Forderungswertberichtigungen sowie Veränderung der Einschätzung von Wertberichtigungen (–0,2 Mio. €) sowie sonstigen direkt zurechenbaren Aufwand (–13,5 Mio. €).
Das mit den Vermietungsaktivitäten generierte Nettomietergebnis nach Abzug von direkten Bewirtschaftungskosten erhöhte sich um 4,9% von 192,8 Mio. € auf 202,2 Mio. €.
Die operative Marge der Vermietungsaktivitäten (Verhältnis von Nettomietergebnis zu Mieterlösen), ein Indikator für die Effizienz des Bestandsgeschäfts, stieg von 83,3% im Vorjahr auf 84,6%.
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen standen zum Jahresende bei –2,6 Mio. € (2023: –1,2 Mio. €).
Mieterlöse nach Nutzungsart
(Basis: 238,9 Mio. €)
Mieterlöse nach Ländern
(Basis: 238,9 Mio. €)
Überleitung der Mieterlöse von 2023 auf 20241)
Mio. € | Österreich | Deutschland | CEE | Gesamt |
| | | | |
2023 | 22,6 | 119,6 | 89,2 | 231,4 |
| | | | |
Veränderung | | | | |
aus Änderung der Leerstandsrate, Wertsicherung oder Mietpreisveränderungen | 0,2 | 1,8 | 0,6 | 2,6 |
aus Neuzugängen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
aus fertig gestellten Projekten | 0,0 | 14,0 | 0,0 | 14,0 |
durch Objektverkauf | –2,8 | –2,6 | –3,7 | –9,1 |
Veränderung der Mieterlöse insgesamt | –2,6 | 13,2 | –3,1 | 7,5 |
2024 | 20,0 | 132,8 | 86,1 | 238,9 |
| | | | |
1) Enthalten sind Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten gemäß IFRS 16 in Höhe von 10,0 Mio. €
Indirekte Aufwendungen
Mio. € | 2024 | 2023 |
Personalaufwand | –34,0 | –48,6 |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand | –8,4 | –8,8 |
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen | –0,3 | –0,5 |
Büromiete | –0,5 | –0,7 |
Reisekosten und Transportkosten | –0,6 | –0,8 |
Sonstige Aufwendungen internes Management | –3,5 | –3,3 |
Sonstige indirekte Aufwendungen | –3,3 | –3,5 |
Sonstiger Aufwand Veräußerungsgruppe | 0,0 | –4,4 |
Zwischensumme | –50,7 | –70,7 |
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen | 5,8 | 16,6 |
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien | 0,5 | 1,0 |
Indirekte Aufwendungen | –44,4 | –53,2 |
| | |
.
Verkaufsergebnis
Im Zusammenhang mit dem planmäßigen Verkauf von im Umlaufvermögen gehaltenen Liegenschaften und Bauleistungen wurden im Jahr 2024 Verkaufserlöse in Höhe von 26,0 Mio. € (2023: 131,2 Mio. €) generiert. Diesen Umsätzen stehen Buchwertabgänge und sonstige direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von –14,5 Mio. € gegenüber. Der Ergebnisbeitrag aus dem Trading-Portfolio summierte sich somit auf 11,5 Mio. € (2023: 110,7 Mio. €). Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehaltenem Immobilienvermögen lag mit 4,3 Mio. € ebenso deutlich unter dem Vorjahreswert von 68,5 Mio. €. Den überwiegenden Beitrag zum Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen und dem Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehaltenem Immobilienvermögen lieferten dabei die Verkäufe von Grundstücken in und um München, sowie der Verkauf der Bestandsimmobilie Saski Point in Warschau. Der Rückgang des Verkaufsergebnisses im Jahresvergleich ergibt sich vorrangig durch die außerordentliche profitable Verkaufstätigkeit des Vorjahres.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen reduzierten sich im Jahresvergleich um –33,8% und beliefen sich auf 1,8 Mio. € (2023: 2,8 Mio. €). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Development-Umsätze für Dritte durch die Konzerngesellschaft omniCon, welche zum 31.01.2024 aus dem Unternehmen ausgegliedert wurde. Hierin inkludiert sind u.a. auch Umsatzerlöse aus Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen.
Indirekte Aufwendungen
Die indirekten Aufwendungen fielen im Jahr 2024 von
–53,2 Mio. € im Vorjahr um –16,5% auf –44,4 Mio. €. Hauptgrund hierfür ist ein deutlich reduzierter Personalaufwand. Der Anteil der indirekten Aufwendungen am Ergebnis aus Vermietung reduzierte sich von 23,0% im Jahr 2023 auf 18,6% im Jahr 2024.
Wie in der Tabelle auf der vorigen Seite ersichtlich verringerte sich die Position „Aktivierte Eigenleistungen“ auf 5,8 Mio. € (2023: 16,6 Mio. €) aufgrund einer geringeren Entwicklungstätigkeit und der Ausgliederung der Konzerngesellschaft omniCon. Diese Ergebniskomponente ist als Gegenposition zu den indirekten Aufwendungen zu sehen, die den Teil des internen Projektentwicklungsaufwandes neutralisiert, sofern er einzelnen Projektentwicklungen direkt zurechenbar und somit aktivierbar ist.
Jene Aufwendungen, die den zuvor beschriebenen Umsatzerlösen aus Dienstleistungen gegenüberstehen, sind in dieser Position ebenso enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf 2,0 Mio. €, im Vergleich zum Referenzwert von 1,6 Mio. € im Jahr 2023.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) lag mit 174,8 Mio. € um –45,7% unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 322,1 Mio. €. Der Beitrag der einzelnen regionalen Segmente zum Gesamtergebnis stellte sich wie folgt dar: Mit einem EBITDA von 118,4 Mio. € generierte das Segment Deutschland mit rund 68% den mit Abstand größten Anteil. Der größte Beitrag der CEE-Kernmärkte entfällt auf Polen, mit einem generierten EBITDA in Höhe von 25,4 Mio. € (rund 15%), gefolgt von Tschechien mit 21,4 Mio. € (rund 12%) und Ungarn mit 12,4 Mio. € (rund 7%). Das Segment Österreich hatte einen negativen EBITDA-Beitrag von – 5,7 Mio. € (rund –3%). Haupttreiber des rückgängigen EBITDA im Vergleich zum Vorjahr war vor allem die außerordentlich profitable Verkaufstätigkeit im Vorjahr.
Neubewertungsergebnis
In Summe belief sich der Neubewertungsgewinn im Jahr 2024 auf 30,9 Mio. €, dem gegenüber steht ein Neubewertungsverlust von -230,5 Mio. €. Kumuliert stellt sich das Neubewertungsergebnis auf Basis von unabhängigen externen Gutachten folglich mit -199,6 Mio. € negativ dar und lag dennoch signifikant unter dem Vorjahreswert
(2023: -532,0 Mio. €).
Das Ergebnis reflektiert das nach wie vor eingetrübte Marktumfeld für Büroimmobilien. Die ökonomischen Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine führten schon in den Vorjahren zu einer stark gestiegenen Inflation und damit verbunden zu deutlich höheren Zinsen sowie geringerem Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2024 ist das Zinsniveau wieder gesunken, liegt aber immer noch über dem Niveau vor der Pandemie. Das Marktumfeld war weiterhin von einer schwachen Wirtschaft und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. All dies hatte Auswirkungen auf die Immobilienmärkte in Form einer geringeren Nachfrage nach Mietflächen, einem stark rückgängigen Transaktionsvolumen sowie höheren Immobilienrenditen. Dies führte auch im Jahr 2024 zu rückläufigen Immobilienbewertungen durch die externen Gutachter.
Nach Regionen betrachtet summierte sich das Neubewertungsergebnis in Deutschland auf –87,9 Mio. € (rund 44%). CEE verzeichnete negative Wertanpassungen in Höhe von –100,4 Mio. € (rund 50%) und Österreich in Höhe von –11,4 Mio. € (rund 6%).
Weitere Informationen zur Immobilienbewertung können im Kapitel „Immobilienbewertung“ gefunden werden.
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Die laufenden Ergebnisse der nach der Equity-Methode konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen werden als Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Jahr 2024 summierte sich dieser Beitrag auf 18,2 Mio. € (2023:
–0,8 Mio. €). Der positive Beitrag aus Gemeinschaftsunternehmen erklärt sich vorrangig durch ein positives Bewertungsergebnis im JV Eggartensiedlung in München, sowie durch laufende Erträge aus dem JV Zollhafen Mainz. Hierin enthalten sind außerordentliche Beiträge aus erfolgreichen Verkäufen von Grundstücken.
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)
Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) summierte sich auf –9,5 Mio. € und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreswert von –217,6 Mio. €.
Regional betrachtet stellt das Segment Deutschland mit 46,5 Mio. € den positivsten Anteil am Konzern-EBIT gefolgt von Tschechien mit 20,3 Mio. €. Österreich verzeichnete 2024 ein EBIT von –17,5 Mio. €, Ungarn von
–52,5 Mio. € und Polen von –3,9 Mio. €.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis summierte sich 2024 auf
–66,6 Mio. € gegenüber –81,1 Mio. € im Vorjahr. Im Detail entwickelten sich die Bestandteile des Finanzergebnisses wie folgt:
Der Finanzierungsaufwand des Konzerns lag mit
–55,1 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert
(2023: –54,5 Mio. €). Der Haupttreiber waren hierbei im Jahresvergleich höhere Zinskosten für Bankdarlehen, insbesondere in Zusammenhang mit der Finanzierung des fertiggestellten Bauprojekts Hochhaus am Europaplatz in Berlin sowie der Neufinanzierung des bis dahin unbesicherten Objekts Grasblau in Berlin, welche nicht durch geringere Zinskosten für unbesicherte Finanzierungen durch die Rückführung der 175 Mio. € Anleihe im Februar 2024 kompensiert werden konnten.
Neben dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwand wurden im Geschäftsjahr 2024 insgesamt Fremdkapitalkosten in Höhe von 4,7 Mio. € (2023: 6,0 Mio. €) im Rahmen der Errichtung von Immobilien auf die Herstellungskosten aktiviert.
Das Ergebnis aus Derivaten entwickelte sich als Folge der Zinsentwicklung weniger negativ als im Vorjahr und stand bei –21,4 Mio. € (2023: –34,4 Mio. €). Den überwiegenden Teil des Ergebnisses aus Derivaten steuerten die Zinsderivate des Unternehmens in Höhe von –21,5 Mio. € (2023: –34,6 Mio. €) bei.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stellte sich mit
9,4 Mio. € in etwa auf dem Niveau der Vorperiode (2023: 10,8 Mio. €) dar. Die Position Kursdifferenzen belief sich in Summe auf –1,3 Mio. € (2023: –3,0 Mio. €).
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von –76,1 Mio. € (2023: –298,7 Mio. €) verzeichnete auf Basis der beschriebenen Ergebnisentwicklungen, ein weniger signifikant negatives Ergebnis im Jahresvergleich.
Steuern vom Einkommen
Der Ertragssteueraufwand erreichte im Jahr 2024 eine Höhe von 9,8 Mio. € (2023: 62,8 Mio. €), davon entfällt, wie auch im Jahr 2023 der größere Teil auf latente Steuern (Verringerung der passiven latenten Steuern aufgrund des negativen Bewertungsergebnisses). Die Erträge aus latenten Steuern überstiegen den tatsächlichen Ertragssteueraufwand.
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich (Rumänien)
Das Periodenergebnis für den aufgegebenen Geschäftsbereich Rumänien lag bei 0,0 Mio. € (2023: –11,4 Mio. €). Grund des Ergebnisses in 2023 war eine nachträgliche Kaufpreisanpassung sowie die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit einem positiven Ergebnis aus einem Rechtsstreit.
Periodenergebnis
Das Periodenergebnis lag mit –66,3 Mio. € zwar über dem Vorjahreswert von –224,5 Mio. € blieb aber aufgrund der beschriebenen Effekte negativ. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf –0,68 € (2023: –2,28 € je Aktie).
Cashflow
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit berücksichtigt Veränderungen im Umlaufvermögen aus dem Verkauf von zum Handel bestimmter Immobilien und summierte sich auf 124,1 Mio. € (2023: 239,3 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der im Wesentlichen die Nettogröße zwischen Investitionen und Immobilienverkäufen von langfristigem Immobilienvermögen darstellt, belief sich 2024 auf –83,1 Mio. €, gegenüber dem Vorjahreswert von 252,9 Mio. €. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich auf
–66,3 Mio. € (2023: –574,1 Mio. €).
CashFlow-Statement – Kurzfassung
Mio. € | 2024 | 2023 | Veränderung in % |
Liquide Mittel - Beginn des Geschäftsjahres | 663,6 | 748,8 | –11 |
| | | |
Cashflow aus | | | |
- Geschäftstätigkeit | 124,1 | 239,3 | –48 |
- Investitionstätigkeit | –83,1 | 252,9 | n.m. |
- Finanzierungstätigkeit | –66,3 | –574,1 | –88 |
Veränderung der liquiden Mittel | –25,3 | –81,8 | |
| | | |
Sonstige Veränderungen | 8,7 | –3,7 | n.m. |
| | | |
Liquide Mittel - Ende des Geschäftsjahres | 647,0 | 663,6 | –2 |
| | | |
1) Beinhaltet Kursänderungen aus Fremdwährung, Umgliederung in eine Veräußerungsgruppe und erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel
Funds from Operations (FFO)
Der FFO I in Höhe von 120,0 Mio. € war höher als im Vorjahr (113,8 Mio. €). FFO I je Aktie belief sich zum Stichtag auf 1,23 €, ein Zuwachs von 6,1% zum Vorjahreswert (2023: 1,16 € je Aktie). Die Jahreszielsetzung von >105 Mio. € wurde damit übertroffen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Verwaltungsaufwand niedriger war als erwartet, in erster Linie bedingt durch niedrigere Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie geringere Personalrückstellungen im vierten Quartal 2024. FFO I ist eine wesentliche Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das Verkaufsergebnis und sonstige nicht-nachhaltige Effekte bereinigt berichtet wird.
Bereinigte nicht-nachhaltige Effekte beliefen sich in Summe auf –2,5 Mio. € (2023: 6,6 Mio. €). Diese betrafen in erster Linie administrative Aufwendungen in Höhe von –1,5 Mio. €, Finanzierungsaufwendungen im Ausmaß von –1,1 Mio. € sowie operative Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. €.
FFO II, inklusive Verkaufsergebnis, sonstige nicht-nachhaltige Ergebniseffekte und nach Steuern ist ein Indikator für die Gesamtprofitabilität der Gruppe und summierte sich auf 120,5 Mio. € gegenüber 244,7 Mio. € (–51% zum Vorjahreswert). FFO II je Aktie stand bei 1,23 € je Aktie (2023: 2,49 € je Aktie). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist vorrangig auf die außerordentlich profitable Verkaufstätigkeit im Vorjahr zurückzuführen.
FUNDS FROM OPERATIONS (FFO)
Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Nettomietergebnis (NRI) | 202,2 | 192,8 |
Erlöse aus Dienstleistungen | 1,8 | 2,8 |
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände exkl. Dienstleistungen | 2,0 | 1,6 |
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände | 3,9 | 4,4 |
Indirekte Aufwendungen | –44,4 | –53,2 |
Ergebnis aus Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen | 3,1 | 3,9 |
Finanzierungsaufwand | –55,1 | –54,5 |
Ergebnis aus Finanzinvestitionen1) | 12,7 | 13,7 |
Bereinigung von nicht-nachhaltigen Ergebniseffekten2) | –2,5 | 6,6 |
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) | 120,0 | 113,8 |
Ergebnis aus Immobilienhandel | 11,5 | 110,7 |
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen | 4,3 | 68,5 |
Ergebnis aus Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen | 0,0 | 0,0 |
At Equity Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 8,6 | 6,5 |
Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 24,4 | 185,8 |
Ergebnis aus Verkauf von Vermögensgegenständen zu Marktwerten | –3,3 | 0,0 |
Sonstiges Finanzergebnis | 1,8 | 0,0 |
Sonstige Ergebniseffekte3) | –3,1 | –11,6 |
Tatsächliche Ertragsteuer | –19,3 | –43,4 |
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) | 120,5 | 244,7 |
| | |
1) Exklusive Wertberichtigungen für Barmittel und Barmittel mit Verfügungsbeschränkung sowie dem Ergebnis aus dem Verkauf von übrigen Beteiligungen
2) Bereinigung um Immobilienverkäufe und sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
3) Beinhaltet sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse, die im FFO I bereinigt wurden
Bilanzanalyse
Aktivseite
Das langfristige Vermögen wies zum Bilanzstichtag einen Wert von 4.853,0 Mio. € auf (80,5% der Bilanzsumme). Das bilanzielle Bestandsimmobilienvermögen belief sich zum Stichtag auf 4.249,7 Mio. € (31.12.2023: 4.743,4 Mio. €). Der Rückgang des Bestandsimmobilienvermögens ergibt sich durch den Verkauf von Bestandsimmobilien (ViE in Wien und Saski Point in Warschau), die Umgliederung von Bestandsimmobilien (u. a. IP West in Budapest, SavaCity in Belgrad, Storchengasse in Wien, Bitwy in Warschau, InterCity Berlin) in zum Verkauf gehaltene Immobilien (IFRS 5), die Umgliederung von Bestandsimmobilien in Immobilien in Entwicklung (Am Karlsbad 11) sowie den bereits beschriebenen Neubewertungsverlust von Bestandsimmobilien.
Die Bilanzposition „Immobilienvermögen in Entwicklung“ erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2023 um
32,8% auf 457,0 Mio. € durch laufende Investitionen in Bauprojekte sowie die Umgliederung des Objekts Am Karlsbad 11. Das gesamte Immobilienvermögen (Bestandsimmobilien, selbst genutzte Immobilien, Immobilien in Entwicklung sowie im Umlaufvermögen gehaltene Immobilien) lag zum Stichtag bei 4.964,8 Mio. € und somit aufgrund der oben beschriebenen Effekte unter dem Niveau zum Jahresende 2023 (5.159,0 Mio. €).
Das Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen wird in der Bilanzposition „Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen“ ausgewiesen, die sich zum Stichtag auf 62,6 Mio. € beliefen (31.12.2023: 48,0 Mio. €).
Der Bestand an liquiden Mitteln (inkl. Festgeldveranlagungen) summierte sich zum Bilanzstichtag auf 797,3 Mio. € und lag damit über dem Niveau zum 31.12.2023 in Höhe von 738,6 Mio. €. Die Verwendung von liquiden Mitteln umfasste unter anderem die Tilgung einer im Februar 2024 fälligen Unternehmensanleihe (175 Mio. €). Dem entgegen stand u. a. der Mittelzufluss aus der profitablen Verkaufstätigkeit sowie die Emission des 350 Mio. € Green Bond im Oktober 2024 (diese war verbunden mit einem 74,1 Mio. € Tender Offer auf den ausstehenden 350 Mio. € Green Bond, welcher im Oktober 2025 fällig wird).
Passivseite
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital sank im Jahr 2024 um
-6,0% von 2.724,6 Mio. € auf 2.562,2 Mio. €. Dieser Rückgang reflektiert das Periodenergebnis in Höhe von
-66,3 Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Mai 2024.
Die Bilanzsumme des Konzerns sank gegenüber dem Jahresanfang um –3,1% auf 6.028,6 Mio. € (31.12.2023: 6.221,8 Mio. €). Durch diesen Eigenkapitalrückgang lag die Eigenkapitalquote zum Stichtag mit 42,5% weiterhin leicht unter dem strategischen Zielbereich von >45% (31.12.2023: 43,8%).
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Die verzinslichen Verbindlichkeiten standen zum Stichtag bei 2.720,8 Mio. €, 1,9% über dem Vorjahreswert von 2.670,1 Mio. €. Die Nettoverschuldung (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, Festgeldveranlagungen und verfügungsbeschränkter Mittel) blieb nahezu unverändert bei 1.895,9 Mio. € (2023: 1.888,8 Mio. €). Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) stand zum Jahresende bei 74,0% (31.12.2023: 69,3%). Das Loan-to-Value Verhältnis (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Festgeldveranlagungen zu Immobilienvermögen) stand zum Stichtag bei 38,2% gegenüber 36,6% zum Ende des vorangegangenen Jahres.
100% der verzinslichen Verbindlichkeiten lauten auf Euro. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo sieht eine umfassende Absicherung des Zinsänderungsrisikos vor. Für weitere Details siehe das Kapitel „Finanzierungen“.
BILANZ- UND finanzierungsKennzahlen
Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Eigenkapital | 2.562,2 | 2.724,6 |
| | |
Langfristig verzinsliche Verbindlichkeiten | 2.355,7 | 2.297,6 |
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 365,1 | 372,5 |
Liquide Mittel | –647,0 | –663,5 |
Verfügungsbeschränkte Mittel | –27,6 | –42,7 |
Festgeld | –150,4 | –75,1 |
Nettoverschuldung | 1.895,9 | 1.888,8 |
| | |
Eigenkapitalquote | 42,5 | 43,8 |
Gearing (Netto) | 74,0 | 69,3 |
Gearing (Brutto) | 106,2 | 98,0 |
Loan-to-Value (Netto) | 38,2 | 36,6 |
Loan-to-Value (Brutto) | 54,8 | 51,8 |
| | |
Konzernbilanz - Kurzfassung
| | 2024 | | 2023 | Veränderung |
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | in % |
| | | | | |
Immobilienvermögen | 4.712,4 | 78,17 | 5.098,0 | 81,94 | –8 |
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen | 62,6 | 1,04 | 48,0 | 0,77 | 30 |
Immaterielles Vermögen | 1,0 | 0,02 | 1,6 | 0,03 | –34 |
Finanzanlagen und Sonstiges | 72,1 | 1,20 | 107,3 | 1,73 | –33 |
Steuerabgrenzung | 4,8 | 0,08 | 5,4 | 0,09 | –10 |
Langfristiges Vermögen | 4.853,0 | 80,50 | 5.260,3 | 84,55 | –8 |
| | | | | |
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen | 248,4 | 4,12 | 80,5 | 1,29 | >100 |
Zum Handel bestimmte Immobilien | 4,0 | 0,07 | 18,4 | 0,30 | –78 |
Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 125,9 | 2,09 | 124,1 | 1,99 | 1 |
Festgeld | 150,4 | 2,49 | 75,1 | 1,21 | >100 |
Liquide Mittel | 647,0 | 10,73 | 663,5 | 10,66 | –2 |
Kurzfristiges Vermögen | 1.175,6 | 19,50 | 961,5 | 15,45 | 22 |
| | | | | |
Summe Aktiva | 6.028,6 | 100,00 | 6.221,8 | 100,00 | –3 |
| | | | | |
Eigenkapital | 2.562,2 | 42,50 | 2.724,6 | 43,79 | –6 |
Eigenkapital in % der Bilanzsumme | 42,5 | | 43,8 | | |
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 2.355,7 | 39,08 | 2.297,6 | 36,93 | 3 |
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 365,1 | 6,06 | 372,5 | 5,99 | –2 |
Übrige Verbindlichkeiten | 190,0 | 3,15 | 241,0 | 3,87 | –21 |
Steuerabgrenzung | 555,7 | 9,22 | 586,2 | 9,42 | –5 |
| | | | | |
Summe Passiva | 6.028,6 | 100,00 | 6.221,8 | 100,00 | –3 |
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finanzielle leistungsindikatoren
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein Value-Management messbar zu machen, die zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der Total Shareholder Return (TSR). Der Begriff Total Shareholder Return ist am besten als “Gesamtaktionärsrendite“ zu übersetzen. Sie gibt die Bruttorendite an, welche ein Investor/Aktionär erwirtschaftet, wenn er eine Aktie kauft und über einen gewissen Zeitraum hält. Sie setzt sich daher zusammen aus den Kursgewinnen/-verlusten plus ausgezahlten Dividenden im Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf einer Aktie.
Ein weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist der auf das eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Return on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kalkulatorischen Kapitalkosten zu erreichen und damit Shareholder Value zu generieren. Der RoE 2024 liegt auf Basis des negativen Konzernergebnisses im negativen Bereich und damit unter dem Zielwert. Der Rückgang zu den Vorjahren ist im Wesentlichen auf das negative Neubewertungsergebnis zurückzuführen. Dennoch wurden mit der erfolgreichen strategischen Ausrichtung und Positionierung von CA Immo in den letzten Jahren die Weichen für die nachhaltige Erwirtschaftung einer Eigenkapitalrendite gestellt, die über den Eigenkapitalkosten der Gruppe liegt (siehe Kapitel „Strategie“).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steuerung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV) je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je Aktie“ im Umschlag des Geschäftsberichtes).
nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg darstellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, unter anderem nichtfinanzieller Leistungsindikatoren, vorgelagert, die für die Messung und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesentlich sind:
Vermietungsquote ist ein Indikator für die Qualität und den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die Vermietungsquote (in m2) der CA Immobilien Anlagen AG betrug im Bestandsportfolio rund 93% (rund 89% per 31. Dezember 2023). Weitere Informationen finden sich im Kapitel „Bestandsimmobilien“.
Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermieteten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobilienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirtschaftende Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus. Das Immobilienportfolio von CA Immo weist zum 31. Dezember 2024 eine Leerstandsquote von rund 7% aus (31. Dezember 2023: rund 11%).
WAULT – Weighted Average Unexpired Lease Term ist ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilienbereich. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft sich per 31. Dezember 2024 auf 4,7 Jahre (31. Dezember 2023: 4,7 Jahre).
Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen innerstädtischen Toplagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
Nachhaltigkeitszertifizierung: CA Immo setzt auf die Entwicklung nachhaltiger Gebäude in ihrem Portfolio, um die Gebäudequalität insgesamt zu steigern. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie strebt CA Immo auch eine transparente, international vergleichbare und objektive Zertifizierung ihrer wichtigsten Bestandsimmobilien an. Damit wird ein hoher Standard für das Portfolio sichergestellt. (weitere Informationen finden sich im Nachhaltigkeitsbericht).
Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Organisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den Kernmärkten sichern eine effiziente Bewirtschaftung.
Reduktion der CO2-Emissionsintensität: CA Immo verbessert aktiv die Energieperformance ihrer Gebäude, um die CO₂-Emissionsintensität des Bestandsportfolios zu reduzieren und damit dessen Qualität und Attraktivität insgesamt zu steigern. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Steigerung der Energieeffizienz, die Umsetzung von Sanierungs- und Modernisierungsinitiativen, der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie die Integration nachhaltig entwickelter Neubauprojekte in das Portfolio.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im ESG-Bericht ausführlich dargestellt bzw. erläutert.
Ausblick
Marktumfeld
Das weltweite Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich weiterhin unter dem historischen Durchschnitt liegen, wobei die USA eine positivere Entwicklung aufweisen, während die Eurozone mit einem schleppenden Wachstum konfrontiert ist. Die Inflation geht allmählich zurück, liegt aber immer noch über dem Vorkrisenniveau. Die Zentralbanken lockern vorsichtig ihre Geldpolitik, aber Risiken wie geopolitische Spannungen, hohe Verschuldung und langsames Produktivitätswachstum belasten die Weltwirtschaft weiterhin. In der Eurozone bleibt das Wachstum schwach, und die Arbeitslosigkeit hat leicht zugenommen. Gleichzeitig könnte das Wachstum höher ausfallen, wenn die erleichterten Finanzierungsbedingungen und die sinkende Inflation eine schnellere Belebung des Binnenkonsums und der Investitionen ermöglichen. Auch eine Erhöhung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnte das Wachstum ankurbeln.
Die Abschwächung der Immobilieninvestmentmärkte und der Rückgang der Immobilienwerte infolge der hohen Inflation und des raschen Zinsanstiegs stellte zuletzt die ganze Branche vor Herausforderungen. CA Immo agiert weiterhin in einem unsicheren Marktumfeld, in dem die Transaktionsmärkte nach wie vor von relativ geringer Liquidität gekennzeichnet sind, längere Entscheidungsfristen bestehen und sich die Präferenzen von Nutzern, Investoren und Kreditgebern verschieben, was sich gleichermaßen auf das Geschäft von CA Immo als auch deren Wettbewerber auswirkt. Gleichzeitig haben sich erstklassige Büroimmobilien in zentralen Lagen in den letzten Monaten vergleichsweise stabil entwickelt, mit einem deutlich geringeren Anstieg der Leerstände und einem anhaltenden Wachstum der Spitzenmieten, insbesondere in den deutschen Kernmärkten der CA Immo. Darüber hinaus dürfte sich der derzeitige weiterhin starke Rückgang der Neubautätigkeit positiv auf die künftige Nachfrage nach erstklassigen Büroimmobilien in guten Lagen auswirken und in den kommenden Jahren Chancen für Anbieter von Premium-Büroflächen bieten.
STRATEGISCHE PRIORITÄTEN
Angesichts dieser fundamentalen makroökonomischen Veränderungen werden wir uns weiterhin auf die Sicherung und Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit konzentrieren. Dabei setzen wir die folgenden strategischen Prioritäten:
Fokus auf Profitabilität
– Steigerung der Performance durch erstklassige Portfolioqualität und weniger Verwässerung durch Objekte mit geringer Rendite.
– Verringerung des Leerstandes und Realisierung von Mietsteigerungspotenzialen.
– Anhaltende operative Effizienz und verbesserte Margen durch Prozessverbesserungen und strukturelle Kosteneinsparungen.
Beschleunigung der Veräußerung von nicht-strategischen Objekten
– Erhöhung der kritischen Masse und Skaleneffekte in Berlin und München.
– Veräußerung von Objekten, die nicht die Kriterien in Bezug auf Standort, Spezifikation, Technologie, Zertifizierung, Nachhaltigkeit und Ertragspotenzial erfüllen.
– Mögliche weitere Marktaustritte im Zuge der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung.
Vereinfachung des Geschäftsmodells
– Weitere Auslagerung von nicht wertschöpfenden Aktivitäten.
– Strukturelle Konsolidierung als Folge einer schrumpfenden geografischen Präsenz.
Aufrechterhaltung der Bilanzstruktur
– Kontinuierliche Verbesserung der Kapitalstruktur und Beibehaltung der IG-Finanzpolitik.
Wertsteigernde Re-Investitionen
– Organisches Wachstum durch kontinuierliche profitable Entwicklungsaktivitäten.
– Kompensation rückläufiger Erträge aus Verkäufen durch profitable Projektentwicklungserträge/-gewinne.
Kapitalrückführung an die Aktionäre
– Aktienrückkauf von bis zu 10% des gesamten Kapitals abgeschlossen.
– Ausschüttung von nicht-strategischen Verkaufserlösen über Dividenden.
Gezielte externe Investitionen
– Beibehaltung der kritischen Masse, Ausbau des Bestands in Kernmärkten (Berlin, München) durch selektive externe Investitionen.
– Konzentration auf Entwicklungs-/Sanierungsmöglichkeiten mit höherer Wertschöpfung.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2025 geplanten Geschäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in denen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzierungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapitalmarktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit einhergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-Investmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Auswirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erforderlichem externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– Auswirkung von flexiblen und hybriden Arbeitsformen („Work-from-home“) auf die Nachfrage nach Büroimmobilien.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risiken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des jeweiligen Immobilienmarktes.
Dividende
An ihrer ergebnisorientierten Dividendenpolitik will CA Immo weiterhin festhalten. Die Höhe der Dividende richtet sich nach der Profitabilität, den Wachstumsaussichten sowie den Kapitalerfordernissen der CA Immo Gruppe. Gleichzeitig soll mit einer kontinuierlichen Ausschüttungsquote von rund 70% des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) die Kontinuität der Dividendenentwicklung gewahrt werden.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Auf dieser Basis werden wir in der am 5. Mai 2025 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Aktie zur Abstimmung bringen. Der über die Basis-Zielsetzung von 70% des FFO I hinausgehende Ausschüttungsbetrag reflektiert die laufende, erfolgreiche Verkaufstätigkeit im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2024 (23,32 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,3%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
EPRA kennzahlen
Um die Vergleichbarkeit mit anderen börsennotierten Immobilienunternehmen zu gewährleisten, weist CA Immo einzelne wichtige Kennzahlen nach den Standards der EPRA (European Public Real Estate Association), der führenden Interessenvertretung börsennotierter Immobilienunternehmen, aus. Diese Kennzahlen können von den nach IFRS-Regeln ermittelten Werten abweichen. Bei der Berechnung der Kennzahlen folgt CA Immo den „Best Practice Recommendations“ der EPRA (www.epra.com).
EPRA NET asset value (NAV)
Mit Publikation der EPRA Best Practices Recommendations Guidelines im Oktober 2019 wurde die Net Asset Value-Berichterstattung adjustiert mit dem Ziel, jüngste Markt- und Unternehmensentwicklungen besser zu reflektieren. Infolgedessen wurden der EPRA NAV und der EPRA NNNAV durch drei neue Bewertungskennzahlen für das Nettovermögen ersetzt: EPRA Net Reinstatement Value, EPRA Net Tangible Assets und EPRA Net Disposal Value. CA Immo berichtet mit dem 1. Quartal 2021 nur noch diese Kennzahlen, die von EPRA wie folgt definiert werden (Quelle: EPRA – Best Practices Recommendations Guidelines, Oktober 2019).
EPRA NET ASSET VALUE (NAV)
EPRA Kennzahlen | | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| | | |
EPRA NRV | Mio. € | 3.350,4 | 3.531,0 |
EPRA NRV je Aktie | € | 34,48 | 36,14 |
EPRA NTA | Mio. € | 3.104,3 | 3.282,31) |
EPRA NTA je Aktie | € | 31,95 | 33,591) |
EPRA NDV | Mio. € | 2.617,5 | 2.854,6 |
EPRA NDV je Aktie | € | 26,94 | 29,21 |
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1) Aufgrund eines Berechnungsfehlers angepasst
EPRA Net Reinstatement Value
Das Ziel der EPRA Net Reinstatement Value-Kennzahl ist es, den Wert des Nettovermögens auf einer langfristigen Basis hervorzuheben. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, von denen nicht erwartet wird, dass sie sich unter normalen Umständen herauskristallisieren, wie z. B. die Fair-Value-Bewegungen bei Finanzderivaten und latente Steuern auf Immobilienbewertungsüberschüsse, sind daher ausgeschlossen. Da die Kennzahl auch widerspiegeln soll, was erforderlich wäre, um das Unternehmen auf der Grundlage seiner aktuellen Kapital- und Finanzierungsstruktur über die Investitionsmärkte nachzubilden, sollten damit verbundene Kosten wie Grunderwerbsteuern einbezogen werden.
EPRA Net Tangible Assets
Die der Berechnung des EPRA Net Tangible Assets zugrundeliegende Annahme geht davon aus, dass Unternehmen Vermögenswerte erwerben und veräußern, wodurch bestimmte Niveaus an latenten Steuerverbindlichkeiten herauskristallisiert werden.
EPRA Net Disposal Value
Aktionäre sind daran interessiert, den vollen Umfang der Verbindlichkeiten und den daraus resultierenden Shareholder Value zu verstehen, wenn die Vermögenswerte des Unternehmens verkauft und/oder die Verbindlichkeiten nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden. Zu diesem Zweck bietet der EPRA Net Disposal Value dem Leser ein Szenario, in dem latente Steuern, Finanzinstrumente und bestimmte andere Anpassungen in ihrem vollen Umfang berechnet werden, einschließlich der nicht in der Bilanz ausgewiesenen Steuerbelastung, abzüglich der daraus resultierenden Steuern. Diese Kennzahl sollte nicht als "Liquidations-NAV" betrachtet werden, da die beizulegenden Zeitwerte in vielen Fällen keine Liquidationswerte darstellen.
Der Net Asset Value (IFRS) lag am 31.12.2024 bei 2.562,1 Mio. € (26,37 € je Aktie), gegenüber 2.724,5 Mio. € (27,88 € je Aktie) zum Jahresende 2023 – ein Rückgang von 6,0% (5,4% je Aktie).
Der EPRA Net Tangible Assets (NTA) stand zum Stichtag bei 3.104,3 Mio. € und damit 5,4% unter dem Wert zum Jahresende 2023 (3.282,3 Mio. €). Dies entspricht einem EPRA NTA je Aktie von 31,95 €, der 4,9% unter dem Niveau des EPRA NTA zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 33,59 € je Aktie liegt. Der Wert des Vergleichszeitpunkts (31.12.2023) wurde aufgrund eines Berechnungsfehlers angepasst.
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien summierte sich zum Stichtag auf 97.154.743 Stück
(31.12.2023: 97.716.389).
Net Asset ValUE (NRV, NTA und NDV nach EPRA)
Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
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| EPRA NRV | EPRA NTA | EPRA NDV | EPRA NRV | EPRA NTA | EPRA NDV |
IFRS Eigenkapital der Aktionäre | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.724,5 | 2.724,5 | 2.724,5 |
i) Hybride Finanzinstrumente (Wandelschuldverschreibung) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Verwässerter NAV | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.562,1 | 2.724,5 | 2.724,5 | 2.724,5 |
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ii.a) Neubewertung von Bestandsimmobilien (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) | 2,6 | 2,6 | 1,8 | 2,8 | 2,8 | 2,0 |
ii.b) Neubewertung von Developments (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
ii.c) Neubewertung sonstiger Vermögensgegenstände | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
iii) Neubewertung von als Finanzierungsleasing gehaltenen Mietverträgen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
iv) Neubewertung von zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögensgegenständen | 14,9 | 13,6 | 10,6 | 32,2 | 29,6 | 23,7 |
Verwässerter NAV zum Marktwert | 2.579,6 | 2.578,3 | 2.574,5 | 2.759,5 | 2.756,8 | 2.750,1 |
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v) Latente Steuern in Bezug auf Marktwertgewinne von Bestandsimmobilien | 555,7 | 560,4 | | 583,7 | 590,51) | |
vi) Marktwert von Finanzinstrumenten | –34,4 | –34,4 | | –65,0 | –65,0 | |
vii) Goodwill als Ergebnis der latenten Steuern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
viii.a) Goodwill gemäß der IFRS-Bilanz | | 0,0 | 0,0 | | 0,0 | 0,0 |
viii.b) Immaterielle Vermögenswerte gemäß der IFRS-Bilanz | | 0,0 | | | 0,0 | |
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ix) Marktwert der festverzinslichen Schulden | | | 43,0 | | | 104,5 |
x) Neubewertung von immateriellen Gütern zum fairen Wert | 0,0 | | | 0,0 | | |
xi) Erwerbsnebenkosten | 249,4 | 0,0 | | 252,9 | 0,0 | |
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NAV | 3.350,4 | 3.104,3 | 2.617,5 | 3.531,0 | 3.282,31) | 2.854,6 |
Anzahl der Aktien (voll verwässert) | 97.154.743 | 97.154.743 | 97.154.743 | 97.716.389 | 97.716.389 | 97.716.389 |
NAV je Aktie in € | 34,48 | 31,95 | 26,94 | 36,14 | 33,591) | 29,21 |
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1) Aufgrund eines Berechnungsfehlers angepasst
EPRA Loan-To-Value
Loan-to-Value (LTV) ist ein weit verbreiteter Kennwert in der Unternehmensberichterstattung. Da es jedoch kein vordefiniertes und allgemein akzeptiertes Konzept gibt, wie der LTV zu berechnen und auszuweisen ist, stellen Investoren, Analysten und Finanziers häufig fest, dass die Berechnung der Kennzahl bei verschiedenen börsennotierten Immobilienunternehmen und in unterschiedlichen Rechtsordnungen uneinheitlich erfolgt. Ziel des EPRA LTV ist es, den Verschuldungsgrad des Eigenkapitals eines Immobilienunternehmens zu bewerten. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet der EPRA LTV Anpassungen an die IFRS-Berichterstattung.
Der EPRA LTV wird auf der Grundlage einer proportionalen Konsolidierung berechnet. Dies bedeutet, dass der EPRA LTV den Anteil der Unternehmensgruppe an der Nettoverschuldung und dem Nettovermögen von Gemeinschaftsunternehmen oder wesentlichen assoziierten Unternehmen enthält. Die Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert, die Nettoverschuldung zum Nennwert angesetzt.
EPRA LOAN-TO-VALUE
Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| | | | | | |
| CAI | JV | Gesamt | CAI | JV | Gesamt |
Zuzüglich: | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und konzerninterne | 1.443,1 | 8,3 | 1.451,4 | 1.492,2 | 17,8 | 1.510,0 |
Wertpapiere | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Hybride Finanzinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Anleihen | 1.275,9 | 0,0 | 1.275,9 | 1.175,0 | 0,0 | 1.175,0 |
Derivative Finanzinstrumente in Fremdwährung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Verbindlichkeiten (netto) | 20,6 | 16,5 | 37,1 | 44,2 | 16,9 | 61,0 |
Eigengenutzte Immobilien (Verbindlichkeiten) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Fremdkapital mit Eigenkapitalcharakter | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Abzüglich: | | | | | | |
Liquide Mittel und Festgeldveranlagungen | 833,7 | 35,1 | 868,8 | 789,8 | 45,6 | 835,5 |
Nettoverschuldung | 1.905,9 | –10,3 | 1.895,6 | 1.921,5 | –11,0 | 1.910,6 |
Zuzüglich: | | | | | | |
Selbst genutzte Immobilien (Marktwert zuzüglich Nutzungsrecht) | 8,2 | 0,0 | 8,2 | 13,4 | 0,0 | 13,4 |
Immobilienvermögen (Marktwert zuzüglich Nutzungsrecht) | 4.249,7 | 0,0 | 4.249,7 | 4.743,4 | 0,0 | 4.743,4 |
Zu Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 256,4 | 65,5 | 322,0 | 82,8 | 68,8 | 151,6 |
In Bau befindliches Immobilien Vermögen | 457,0 | 0,0 | 457,0 | 344,1 | 0,0 | 344,1 |
Immaterielle Vermögenswerte | 1,0 | 0,0 | 1,0 | 1,6 | 0,0 | 1,6 |
Forderungen (netto) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Finanzielle Vermögenswerte | 8,3 | 0,0 | 8,3 | 11,6 | 0,0 | 11,6 |
Immobilienvermögen gesamt | 4.980,7 | 65,5 | 5.046,3 | 5.196,8 | 68,8 | 5.265,6 |
EPRA Loan to Value in % | 38,27% | –15,73% | 37,56% | 36,98% | –15,94% | 36,28% |
| | | | | | |
EPRA Renditen
Art und Umfang von Renditeangaben variieren oft und die verwendeten Kennzahlen sind nicht einheitlich definiert. Um eine vergleichbare Berichterstattung in Bezug auf die Renditen in ganz Europa zu ermöglichen, hat EPRA zwei Renditekennzahlen definiert.
Die EPRA Nettoanfangsrendite errechnet sich aus den annualisierten Mieteinnahmen auf Basis der Stichtagsmieten abzüglich der nicht umlagefähigen Betriebskosten, dividiert durch den Marktwert der Immobilien. Die EPRA "topped-up" Rendite wird unter Verwendung einer Anpassung in Bezug auf die Gewährung von mietfreien Zeiten (oder anderen nicht abgelaufenen Mietanreizen wie z. B. vergünstigte Mietzeiten und Staffelmieten) berechnet.
EPRA Renditen 1)
Tsd. € | Österreich | Deutschland | Tschechien | Ungarn | Polen | Total |
Bestandsimmobilien | 249.600 | 2.351.356 | 473.100 | 297.400 | 451.900 | 3.823.356 |
| | | | | | |
annualisierte Cash Mieteinnahmen (netto) | 16.473 | 83.525 | 26.229 | 17.873 | 24.958 | 168.770 |
| | | | | | |
EPRA Net Initial Yield | 6,6% | 3,6% | 5,5% | 6,0% | 5,5% | 4,4% |
| | | | | | |
Mietincentives | 80 | 8.593 | –1.174 | –498 | 810 | 7.787 |
| | | | | | |
EPRA "topped-up" Net Initial Yield | 6,6% | 3,9% | 5,3% | 5,8% | 5,7% | 4,6% |
| | | | | | |
1) Basierend auf dem um Kaufnebenkosten angepassten Like-for-Like Portfolio
EPRA Leerstandsquote
Die Berichterstattung über Leerstandsquoten ist in der Immobilienbranche nicht standardisiert. Um eine vergleichbare und konsistente Berichterstattung zu fördern, schreiben die EPRA-Richtlinien eine einzige, klar definierte Leerstandsquote vor. Diese ist als Prozentsatz auszudrücken, der dem erwarteten Mietwert der leerstehenden Flächen geteilt durch den erwarteten Mietwert des gesamten Portfolios entspricht. Die EPRA Leerstandsquote wird nur für Bestandsimmobilien (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Handelsimmobilien und einschließlich des Anteils am Leerstand von Joint Ventures) berechnet, jedoch ohne Immobilien in Entwicklung.
EPRA Leerstandsquote
| Vacancy ERV | Full Reversion ERV | EPRA Vacancy Rate |
Deutschland | 8,7 | 164,4 | 5,3% |
Österreich | 1,2 | 14,8 | 7,9% |
Polen | 2,4 | 31,1 | 7,6% |
Tschechien | 1,3 | 28,1 | 4,7% |
Sonstige | 3,6 | 23,2 | 15,4% |
CEE | 7,2 | 82,3 | 8,8% |
Gesamt | 17,1 | 261,5 | 6,6% |
| | | |
EPRA Kostenquoten
Die EPRA Kostenquoten zielen darauf ab, eine einheitliche Bezugsgröße zu schaffen, auf deren Grundlage Unternehmen weitere Informationen zu anfallenden Kosten bereitstellen können. Die EPRA Empfehlung enthält daher Vorschläge, wie die Unternehmen diese zusätzlichen Informationen bereitstellen können.
Die EPRA Kostenquoten zeigen die Kosteneffizienz der Gesellschaft und setzen dazu die Summe der anteiligen operativen und administrativen Aufwendungen des Immobilienvermögens – einmal inklusive und einmal exklusive direkter Leerstandskosten – ins Verhältnis zu den Bruttomieterlösen im Berichtszeitraum.
EPRA Kostenquoten
Mio. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
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Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen | (36,7) | (38,7) |
Abzüglich: | | |
Nutzungsrecht | (0,0) | (0,0) |
EPRA Kosten inkl. direkter Leerstand (A) | (36,7) | (38,7) |
Leerstandsaufwand | (8,2) | (9,2) |
EPRA Kosten exkl. direkter Leerstand (B) | (28,6) | (29,5) |
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Bruttomieterlöse (C) | 230,1 | 222,3 |
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EPRA Kostenquote (inklusive direkter Leerstandskosten) | 16,0% | 17,4% |
EPRA Kostenquote (exklusive direkter Leerstandskosten) | 12,4% | 13,3% |
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Nachtragsbericht
In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2025 sind folgende Aktivitäten zu berichten:
CA Immo setzte ihr strategisches Kapitalrotationsprogramm zur Fokussierung des Portfolios auf hochwertige, nachhaltige Büroimmobilien in erstklassigen Lagen Anfang 2025 weiter fort.
Während der Berichtserstellung wurde der Verkauf von zwei nach IFRS 5 klassifizierten Immobilien mit einem Buchwert von insgesamt 51,3 Mio. € abgeschlossen. Darüber hinaus wurden die restlichen Anteile an zwei deutschen Joint Ventures zu einem Kaufpreis von 0,16 Mio. € erworben.
Änderungen im Aufsichtsrat
Sarah Broughton wird mit Ablauf des 31.3.2025 aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. An ihrer Stelle wird Herr Nicholas Chadwick ab 1.4.2025 von unserem Kernaktionär SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. mittels Namensaktie in den Aufsichtsrat der CA Immo entsandt werden. Herr Chadwick bekleidet die Position des Managing Director und Head of Asset Management, Europe bei Starwood Capital, wo er seit Juni 2014 beschäftigt ist. Davor war er unter anderem im Londoner Büro von Ernst & Young im Audit im Immobiliensektor tätig, wo er sich als Chartered Accountant qualifizierte. Infolge seiner umfassenden Fachkenntnisse und Industrieerfahrung wurde Herr Chadwick vom Aufsichtsrat der CA Immo zum neuen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt.
Aktienrückkaufprogramm
Das im November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.02.2025 beendet. Insgesamt wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von rund 1,76% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €. Zum Ende des Rückkaufprogramms hielt CA Immo 10.649.642 eigene Aktien (31.12.2024: 9.341.683 eigene Aktien), was einem Anteil von 10,00% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
Dividende
Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Auf dieser Basis werden wir in der am 5. Mai 2025 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Aktie zur Abstimmung bringen. Der über die Basis-Zielsetzung von 70% des FFO I hinausgehende Ausschüttungsbetrag reflektiert die laufende, erfolgreiche Verkaufstätigkeit im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2024 (23,32 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,3%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Forschung und Entwicklung
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren, dass sie langfristig effizient und profitabel bewirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten.
Zusätzlich ist CA Immo aktives Mitglied in relevanten Plattformen der Immobilienwirtschaft (www.caimmo.com/memberships).
Risikobericht
Risikomanagement bei CA Immo
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender Risiken entscheidend. Um bestehende Marktchancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risikomanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwortungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Corporate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für unsere Identität und unseren Geschäftserfolg. Daher ist die Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Governance und unseres Wertemanagements (Code of Ethics, Code of Conduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokultur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobewusstseins und die bewusste Befassung mit Risiken im Tagesgeschäft – sowohl für das Management als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Umgang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw. dem Geschäftsmodell von CA Immo resultierenden Risiken. Sie legt den Rahmen zu Art, Ausmaß und Angemessenheit von Risiken fest und reflektiert so die unternehmenseigene Definition eines „vernünftigen“ Umgangs mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des Aufsichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest, die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risikolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement unterstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Finanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Bedarfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft. Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensausrichtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei CA Immo quartalsweise über den Risikoausschuss und halbjährlich im Rahmen von Reportings, die u. a. auf Basis der Ergebnisse des Risikoausschusses erstellt werden. Die Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf (Teil-)Portfolioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwachung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche Überwachung der Baukosten bei Projektrealisierungen. Szenariendarstellungen hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risikoberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit. Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen umfassen.
Zusätzlich führt CA Immo nunmehr jährlich eine Inventarisierung und Evaluierung der Einzelrisiken nach Inhalt, Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit durch. Zudem erfolgt eine jährliche Aktualisierung im Hinblick auf die geschätzten Auswirkungen auf das Ergebnis, Vermögen bzw. die Liquidität von CA Immo („Schadensausmaß“) und die Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres. Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar erachtet. Hat der Vorstand die Strategie verabschiedet, wird sie in die 3-Jahres-Planung des Konzerns eingebunden und trägt dazu bei, die Risikobereitschaft und Erwartungen des Konzerns intern wie auch extern zu kommunizieren.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch Kontroll- und Steuerungsprozesse kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unternehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden, berücksichtigt bei seinen Entscheidungen risikorelevante Aspekte und trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhängige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Bedarf werden externe Experten hinzugezogen. In der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anforderungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
RISIKOTRAGFÄHIGKEITSANALYSE
Im FY 2024 wurde erstmalig ein Risikoaggregationsmodell zur Berechnung von Kennzahlen für den Gesamtumfang des Risikos - Value at Risk (VaR) und daraus ableitbarer Größen wie der Risikotragfähigkeit erstellt.
Die Risikoaggregation (mittels Monte Carlo Simulation) ist die Methode zur Ermittlung des Gesamtrisikoumfangs, der sich aus den quantifizierten Einzelrisiken unter Berücksichtigung möglicher Kombinationseffekte und stochastischer Abhängigkeiten ergibt.
Der VaR ist eine strategische Risikokennzahl, die das Ausmaß möglicher finanzieller Verluste (Risikoexposition) z. B. innerhalb eines Risikoportfolios eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Konfidenzniveau (bspw.: 0,95, d. h. 95%) quantifiziert.
Die Risikotragfähigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Risikodeckungspotential (bspw. Eigenkapital und/oder Liquidität) und dem VaR und bezieht sich auf eine mögliche existenzgefährdende Entwicklung des Unternehmens.
Das Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse zeigt zum Berichtsstichtag eine ausreichende Risikotragfähigkeit. Im FY 2025 ist die weitere Optimierung des Risikoaggregationsmodells geplant.
WESENTLICHE Merkmale des Internen Kontrollsystems (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Managementprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsabläufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzudecken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten. Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstellung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichterstattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichprobenweise von der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
Investment Property Risiken
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobilienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschaftslage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflationsrate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie das Zinsniveau. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Arbeitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten negative Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nationen wie beispielsweise Deutschland und Österreich haben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirtschaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermietungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern und einer generellen Abschwächung der Marktaktivität führen. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur zu unattraktiven Konditionen veräußern zu können.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie insbesondere der Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen Anfangsrenditen abhängig. Die Gewerbeimmobilienmärkte sind nach wie vor von einem weltweiten Wirtschaftsabschwung betroffen, der ursprünglich durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde und sich durch die russische Invasion in der Ukraine, den Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten und zuletzt durch den Nahostkonflikt verlängert, ausgeweitet und verstärkt hat.
Die für das aktuelle Finanzjahr prognostizierte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in wichtigen CA Immo Märkten ist stagnierend bis leicht rezessiv. Aufgrund der im globalen Vergleich hohen Energiepreise, der Auswirkungen des Ukraine Krieges und der damit einhergehenden Handelsrestriktionen, des EU-Regulierungsdrucks und einer Ausweitung des US initiierten Zollregimes haben viele Unternehmen zunehmende Herausforderungen bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Die gesamte Gruppe könnte durch diese makroökonomischen Entwicklungen erheblich beeinträchtigt werden. Eine solche negative Veränderung dieser oder ähnlicher Faktoren im Zusammenhang mit der Wirtschaftslage kann zu einem Rückgang der Nachfrage sowohl nach zum Verkauf stehenden als auch nach vermieteten Immobilien der Gruppe führen und damit den Vermietungsstand der Gruppe oder die Liquidität der Immobilien der Gruppe beeinträchtigen. Aufgrund der derzeit unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa ist es möglich, dass sich der Immobilienmarkt in den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, weiter ungünstig für die Gruppe entwickelt. Dies könnte dazu führen, dass die Mieteinnahmen sinken oder niedriger ausfallen, als erwartet oder die Auslastung der Immobilien der Gruppe niedriger ist als erwartet. Abhängig von der weiteren Markt- und Zinsentwicklung können zudem steigende Kapitalkosten zusätzliche Wertberichtigungen auf Ebene der CA Immo erforderlich machen.
Angesichts der oben dargelegten Risiken überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal 2024 wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf Grundlage der externen Bewertungen, bzw. Basis verbindlicher Kaufverträge angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außergewöhnlichen Marktbedingungen sowie des derzeit niedrigen Transaktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen auch weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen werden. Weitere Informationen zu den Veränderungen der Marktwerte finden Sie im Kapitel „Immobilienbewertung“.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategische Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eigenen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste regionale Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus liegt hier auf Städten, die langfristige strukturelle Trends wie zunehmende Urbanisierung, einen positiven demografischen Wandel, strukturelle Angebotsknappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufweisen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie, kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrategien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische Ereignisse.
Einem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwächeren Investmentmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE-Märkten tätig. Mit einem Anteil von rund 68% des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index, der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating unterstützt. Hierfür wird ein aggregierter EBITDA-Beitrag von Deutschland, Österreich und Polen von mehr als 50% angestrebt. In puncto Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld Development werden in erster Linie hochwertige Büroimmobilien für den eigenen Bestand entwickelt. Darüber hinaus werden Grundstücksentwicklungen und zu einem geringeren Ausmaß Bauprojekte mit anderen Nutzungsarten wie z. B. Wohnen realisiert, die in der Regel nach erfolgreicher Entwicklung oder Fertigstellung veräußert werden.
Einzelinvestments sollen 5% des gesamten Immobilienvermögens nicht dauerhaft überschreiten. Ausnahmen sind nach Genehmigung möglich. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das Bestandsgebäude ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Das Konzentrationsrisiko in Bezug auf Einzelmieter ist überschaubar: Per 31. Dezember 2024 wurden 29% der Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem Anteil von rund 6% an den Gesamtmieterlösen waren KPMG gefolgt von PricewaterhouseCoopers mit 3,7% die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnahmen über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter entfallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA) eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäuden gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet (AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario werden Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnahmen aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Gesamtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Marktwert von mehr als 100 Mio. € in derselben Stadt, dem Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspartnern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt werden können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßigen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Ländern, in denen CA Immo tätig ist, hat ebenso eine wesentliche Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietausfälle. Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Mietverträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und geeignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftlichen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken, was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen entschließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad aufrechtzuerhalten.
Alle Kernmärkte von CA Immo verzeichneten durch die aktuell vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Auswirkungen des Russland-/Ukraine Konfliktes nach wie vor ein herausforderndes Umfeld für die operative Geschäftstätigkeit, das insbesondere von einer deutlich abgeschwächten Transaktionsaktivität geprägt ist. Sollten sich auch die Vermietungsaktivitäten deutlich abschwächen, ist auch zukünftig mit längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, bleibt abzuwarten, wie sich die Büroflächenumsätze im Geschäftsjahr 2025 entwickeln werden. Dies ist insbesondere für Deutschland relevant, in dem der Großteil des Bestandsportfolios von CA Immo liegt und für das die Mehrheit der Ökonomen für 2025 eine äußerst schwache Entwicklung des BIP prognostizieren. Wenngleich sich der Trend des flexiblen bzw. hybriden Arbeitens („Work-from-home“) mittlerweile etabliert hat, ist nach wie vor unklar, wie sich der Trend mittelfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswirken wird. Es ist nicht auszuschließen, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.
CA Immo begegnet dem Risiko von Mietausfällen u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie des Cashflows und führt verschiedene Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch gezieltes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in der Gruppe trotz der zuletzt negativen Auswirkungen der Pandemie auf einzelne Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten. Sämtliche offene Forderungen werden quartalsweise bewertet und entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Ein Ausfallsrisiko wurde im Ansatz des Immobilienwertes ausreichend berücksichtigt. Der weit überwiegende Teil der Mietverträge der Gruppe beinhaltet Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezugnahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisindex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Mietverträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflationsentwicklung abhängig.
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte Mieter im Geschäftsjahr 2024 noch intensiver geworden; in vielen Märkten stehen die Mieten unter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben, könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nutzung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß auch sonstige Assetklassen wie Shopping-Center und Hotels, deren Betrieb mit eigenen Risiken verbunden ist. Ein schlechtes Management des Gebäudes bzw. der Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zunehmende Mitbewerbersituation können zu sinkenden Mietpreisen bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu Mieteinbußen und Problemen bei Neuvermietungen führen. Obwohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, wird die Ertragslage von der Qualität des externen Hotelmanagements und der Entwicklung der Hotelmärkte beeinflusst.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Development
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Erträge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Entwicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschreitungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträchtigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforderungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
Die Baukosten haben sich bis 2024 auf hohem Niveau stabilisiert (+ ca. 40% in 5 Jahren). Aufgrund der allgemeinen Kostensituation (Energie, Arbeit, Material) liegt der prognostizierte Anstieg für 2025 und 2026 in Deutschland im Rahmen der erwarteten Inflation. Änderungen können sich aufgrund geopolitischer und/oder wirtschaftlicher Ereignisse ergeben.
Die Entwicklungsprojekte der Gruppe sind in der Regel mit zahlreichen Risiken verbunden, von denen einige durch das derzeitige inflationäre Umfeld noch verschärft werden. Die Entwicklungen können aufgrund von Verzögerungen, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden, länger dauern als erwartet. Dazu gehören unter anderem ein Mangel an Arbeitskräften und geeigneten Auftragnehmern und andere allgemeine Probleme im Zusammenhang mit Bauarbeiten, Einschränkungen in der Lieferkette oder die Sättigung der Bauindustrie, insbesondere in Deutschland, einem der Kernmärkte der Gruppe, und sogar Wetter- oder Umweltbedingungen. Dies könnte die (rechtzeitige) Verfügbarkeit von Bauleistungen beeinträchtigen.
Jede derartige Verzögerung des Beginns oder der Fertigstellung von Bauarbeiten kann dazu führen, dass lokale und regionale Behörden die Verlängerung befristeter oder abgelaufener Landnutzungsverträge der Gruppe oder Baugenehmigungen für Immobilien der Gruppe verweigern, und solche Behörden oder Dritte können Rückkaufsrechte geltend machen oder bestehende Landnutzungsverträge oder Baugenehmigungen mit der Begründung annullieren, dass die Bauarbeiten nicht zu einem festgelegten Termin abgeschlossen wurden oder dass andere wesentliche Bedingungen oder Bestimmungen von Landnutzungsverträgen, Baugenehmigungen oder Kaufverträgen verletzt wurden.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkontrollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätsplanung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen erst nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermietungsquote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst durch Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird nur in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an vermietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase) gemacht. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Für CA Immo ergeben sich Risiken hinsichtlich der (rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch hinsichtlich der Baupreise und der Qualität. Dies war zuletzt nicht nur in Deutschland – als Kernmarkt für Projektentwicklungen – sondern in sämtlichen Kernregionen von CA Immo spürbar. Trotz eingepreister Projektreserven ist nicht auszuschließen, dass ein weiterer Anstieg der Baukosten Risiken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekterfolg bedeuten könnte. Zudem besteht – trotz defensiver Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich die aktuellen Immobilienrenditen ändern und den angestrebten Projektgewinn (Developer Profit) schmälern. CA Immo setzt daher auch im Bereich Development verstärkt auf entsprechende Markt- und Kostenanalysen. Insbesondere unter den gegenwärtigen Marktbedingungen mit höherem Zinsniveau und generell gestiegener Marktunsicherheit und -volatilität ist bei Projektentwicklungen mit steigenden Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten die Beimessung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich. Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall wäre.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöpfungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlageobjekten mit starken Kompetenzen innerhalb des Unternehmens nachhaltige Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risiken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöpfungskette maximiert (Developer Profit). Spezifische Risiken (z. B. Genehmigungsrisiko) bieten aber gleichzeitig durch die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes erhebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verbleibenden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen Kapazitäten vorangetrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten bedeutet das rund 85-90% ertragsstarke Bestandsimmobilien und rund 10-15% Developments in Realisierung inklusive Landreserven. Das aktuell mit Abstand Größte in Umsetzung befindliche Projekt Upbeat (geplante Fertigstellung im Q1 2026) in Berlin weist eine 100%-Vorvermietung auf und wird hinsichtlich des Kostenrisikos kontinuierlich evaluiert. In den vergangenen zwei Jahren konnte eine Vielzahl von Projekten erfolgreich fertiggestellt werden – insbesondere der ONE in Frankfurt sowie das Hochhaus am Europaplatz – wodurch dieses Risiko aufgrund der deutlich verkleinerten Entwicklungspipeline als deutlich verringert angesehen werden kann.
CA Immo realisiert auch Projektentwicklungen in Joint Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs- und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). Die Gruppe ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen tragen müssen.
Finanzrisiken
Zinsänderungsrisiko
Zinssätze sind in hohem Maße von externen Faktoren abhängig, die sich der Kontrolle von CA Immo entziehen, wie z. B. grundsätzliche Geld- und Steuerpolitik, nationale und internationale wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Inflationsfaktoren, Haushaltsdefizite, Handelsüberschüsse oder -defizite und regulatorische Anforderungen. Die Kosten für die Bedienung der Zinsen erhöhen sich, wenn der jeweilige Referenzzinssatz steigt.
Die Inflationsrate in der EU ist im Q4/24 wieder leicht auf 2,4% (12/24) angestiegen, soll sich aber nach Einschätzung der EU-Kommission in den FY 2025 und 2026 weiter an das 2% Ziel der EZB annähern. Dabei wirken der Dienstleistungssektor und zuletzt wieder steigende Gaspreise.
Vor diesem Hintergrund hat die EZB den Leitzinssatz im Jänner 2025 um 0,25 Prozentpunkte, auf 2,75 % gesenkt. Für das FY 2025 sind weitere Zinssenkungen wahrscheinlich. Allerdings könnten die allgemeine Zunahme der Unsicherheit des Umfeldes, wie beispielsweise die Zunahme geopolitischer Spannungen in Verbindung mit einer (erneuten) Unterbrechung der Lieferketten, eine Ausweitung des US initiierten Zollregimes und mögliche weitere Krisen sowie expansive Finanzpolitik (wie die jüngste Änderung zur Lockerung der deutschen Schuldenbremse) den Zeitpunkt und das Ausmaß weiterer Zinssenkungen unter die Markterwartungen drücken, bzw. die Inflation anheizen und den Handlungsspielraum der EZB weiter einschränken.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsicherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierungen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen und achtet auf eine möglichst hohe Zinsabsicherungsquote. Um sich gegen drohende Zinsänderungen und die damit verbundenen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusichern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksamen Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annahmen und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-Euribor ab. Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes führen.
Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisikos ist daher unumgänglich. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo setzt auf einen ausgewogenen Mix von besicherten Bankfinanzierungen und unbesicherten Kapitalmarktfinanzierungen. Aktuell entfallen rund ca. 98% des gesamten Finanzierungsvolumens auf fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen) oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen.
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbesondere zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisitionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches Kapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolongieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzierungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finanzierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die nicht alle von der Gruppe beeinflusst werden können (Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.). Dies kann die Fähigkeit der Gruppe erheblich beeinträchtigen, den Fertigstellungsgrad ihres Entwicklungsportfolios zu erhöhen, in geeignete Akquisitionsprojekte zu investieren oder ihren Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen nachzukommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksichtigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obligierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzögert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind. Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschussverpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzierungen oder den von CA Immo begebenen Unternehmensanleihen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu fordern. Dies könnte die Gruppe dazu zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strategischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das Long Term Issuer Investment Grade Rating von Moody’s (aktuell Baa3 stabiler Ausblick) zu erhalten, bedarf es zudem unter anderem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung, einer soliden Zinsdeckung sowie einem hinreichend großen Pool an unbelasteten Immobilien.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarungen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -sicherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziellen Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem verfügt die Gruppe zur Aussteuerung von Liquiditätsspitzen über eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentlinie (RCF) auf Ebene der Konzernmutter mit einem Volumen von 300 Mio. €. Damit wird konzernweit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient werden kann. Diese Kontokorrentlinie ist aktuell ungezogen. Dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abgeschlossen. Als Grundregel gilt, dass vor Abschluss von verbindlichen Verträgen im Zusammenhang mit Immobilienankäufen eine entsprechende Finanzierung (z. B. Kredit, Anleihe) gewährleistet sein muss. Als Alternative und Ergänzung zu den bisherigen (Eigen-) Kapitalbeschaffungsquellen wurden in der Vergangenheit auf Projektebene auch Kapitalpartnerschaften (Joint Ventures) eingegangen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko aufgrund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen. Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektentwicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindlicher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen, inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicherheiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten können allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichen Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerkennung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen, (iv) die Verteilung des Gewerbeertrags auf mehrere Betriebsstätten oder (v) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außerhalb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie z. B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesänderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als zuvor behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Weiters bestehen im Zusammenhang mit in der Vergangenheit erfolgten Umstrukturierungen in Zentral- und Osteuropa Unsicherheiten bezüglich einer möglichen rückwirkenden Anwendung von nachträglichen Steueränderungen. CA Immo schätzt die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Belastung jedoch als gering ein.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumentieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Verrechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenommenen internen Leistungsverrechnungen führen und damit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die tatsächlichen und endgültigen Vermögensverluste aus der Liquidation von Holdinggesellschaften in Zypern wurden in Österreich steuerwirksam (verteilt über sieben Jahre) geltend gemacht. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden eine andere Meinung hinsichtlich Höhe bzw. Ansatz vertreten.
Währungsrisiken
Eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder tiefgreifende Verwerfungen innerhalb der Europäischen Währungsunion könnten zu einer erhöhten Währungsvolatilität führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst werden, können Kursänderungen eine Verringerung der Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendungen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergebnisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktuell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Auswirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vorhandene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebsnotwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Absicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags- und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursentwicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten Verkäufen
In Folge des höheren Zinsniveaus, der geopolitischen Unsicherheiten und des wirtschaftlichen Abschwungs in den CA Immo Kernmärkten und insbesondere in Deutschland, war auch das Jahr 2024 von äußerst geringer Transaktionstätigkeit am Immobilienmarkt geprägt. Das Risiko von Transaktionen, die aufgrund von Problemen in Bezug auf die Preisfindung bzw. die Verfügbarkeit sowie Kosten der Finanzierung pausieren oder sogar abgebrochen werden, bleibt weiterhin hoch.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben, die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme abstellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kaufpreise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Ertragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausreichender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein allfälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung berücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nachlaufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in entsprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
sonstige Risiken
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten führen oder sich in einem zusätzlichen Aufwand niederschlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschlichem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rechnung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind (IT- und Cyberrisiken), bergen ein hohes Betriebsrisiko.
Nach Einschätzungen namhafter Quellen (Allianz, Bafin, BSI) ist die allgemeine Cyber-Bedrohungslage sehr hoch, zusätzlich verstärkt durch die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes von KI zur Angriffsunterstützung und -beschleunigung. In Bezug auf die CA Immo wirken die bisher umgesetzten Maßnahmen stark risikoreduzierend.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertraglich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Unternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von neuem Personal) kompensiert werden kann (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche Maßnahmen: Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die durch Kündigung von zentralen Wissensträgern auftreten können, beugt CA Immo durch regelmäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert. Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen geführt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte und die Komplexität der Streitgegenstände können vereinzelt eine beträchtliche Verfahrensdauer oder andere Verzögerungen bedingen. CA Immo geht davon aus, ausreichende bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten getroffen zu haben. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten zwei Schadenersatzklagen über EUR 1 Mio. und vorläufig 1,9 Mrd. € aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Beeinflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags an CA Immo eingebracht.
Im ersten Zivilverfahren über die Klage von EUR 1 Mio. ist eine Revision beim OGH zur Frage der Verjährung der Schadenersatzansprüche anhängig, nachdem das Berufungsgericht im Sinne von CA Immo die Nichtverjährung bestätigt hat. Eine Entscheidung wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet. Das zweite Zivilverfahren über die Klage von vorläufig EUR 1,9 Mrd. ist bis zu einem endgültigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen.
Die für diese beiden Zivilverfahren relevanten erstinstanzlichen nicht rechtskräftigen Strafurteile des „BUWOG Strafprozesses“ vom Jänner 2022 gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzminister Grasser et al. bestätigten aus Sicht der CA Immo im Wesentlichen, dass im Zusammenhang mit dem BUWOG - Privatisierungsverfahren rechtswidrige und parteiliche Handlungen zum Nachteil von CA Immo gesetzt worden sind. Im Strafverfahren wird der OGH wahrscheinlich Ende März 2025 über die Rechtsmittel entscheiden und diese Entscheidung kann die Chancen bzw. Risiken in den Zivilverfahren wesentlich verändern. Eine finale Einschätzung ist allerdings erst nach Vorliegen der schriftlichen rechtskräftigen Entscheidungen möglich.
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind unvorhersehbar und können gegebenenfalls negative Auswirkungen insbesondere auf die Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruktur der CA Immo Gruppe haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von historischen und bestehenden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtsprechung, die Implementierung von Lessons Learned in unsere Geschäftsprozesse, sowie kontinuierliche Informations- und Schulungsmaßnahmen.
ESG-Risiken
Aktuelle Entwicklungen am Kapitalmarkt (z. B. EU Green Deal) sowie neue gesetzliche Auflagen erzeugen für Unternehmen Handlungsdruck, stärker als bisher über ESG-Risiken zu berichten, die aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren.
Die Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in der Risikopolitik und im Risk Manual verankert. Nachhaltigkeitsrisiken wurden im Rahmen des definierten Risikomanagementprozesses identifiziert und aktualisiert. Aufgrund der besonderen Relevanz im Zusammenhang mit den Anforderungen der EU-Taxonomieverordnung und den CSRD, erfolgen weitere Ausführungen im Nachhaltigkeitsbericht.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang stehenden Anti-Korruptions-Richtlinie Rechnung getragen. Die Verantwortung von Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung – und damit der Minimierung des Korruptionsrisikos – obliegt zentral der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten holistischen Ansatz erfolgt. Dies umfasst die Zur-Verfügungsstellung eines Verhaltensleitfadens (primär über die beiden bereits genannten Richtlinien) sowie damit einhergehend umfassende verpflichtende Schulungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Richtlinien sowie deren Änderungen werden konzernweit kommuniziert und sind in ihrer jeweils geltenden Form über das Intranet abrufbar. Eine verpflichtende Schulung zum Thema Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie Umgang mit Interessenkonflikten findet zunächst im Rahmen des Onboardings statt und ist danach jährlich verpflichtend von jedem Mitarbeiter zu absolvieren. Zusätzlich finden schwerpunktmäßig Schulungen für besonders betroffene Geschäftsbereiche statt (operativ tätige Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind).
Mitarbeiter sind dazu angehalten, jeglichen Verdachtsmoment intern zu melden. Darüber hinaus besteht für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht eines Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgebersystem auf der Website des Unternehmens zu melden (www.caimmo.com/hinweisgebersystem). Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt auf Basis des vom Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche operativ tätige Konzerngesellschaften werden in regelmäßigem Turnus auf Korruptionsrisiken überprüft.
Zur Verminderung des Geldwäscherisikos und zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung sind diesbezügliche Prozesse fest im Unternehmen etabliert und werden von der Abteilung Corporate Office & Compliance kontinuierlich überwacht. Bei Immobilientransaktionen und vor dem Abschluss von Mietverträgen finden hinsichtlich der potenziellen Vertragspartner umfassende Know-Your-Customer (KYC)-Checks statt, wobei die Geschäftspartner hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Eigentümers, PeP-Eigenschaft, Sitz in Hochrisikostaaten sowie Erfassung in Sanktionslisten überprüft werden.
Im Bereich Governance achten wir speziell auf die Einhaltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Vertragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmensethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und tragen so zur Minimierung diesbezüglicher Compliance-Risiken bei.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Anerkennung der von uns definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabeprozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifikation und wirtschaftlichen Situation, sondern auch im Hinblick auf soziale Aspekte. Im Rahmen einer „Third-Party-Compliance“ scheiden in Vergabeprozessen Bieter, die in ihrem Angebot nicht zumindest die Erfüllung folgender Punkte zusagen, aus dem Vergabeprozess aus:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzbestimmungen,
– Ausschluss jeglicher Form von nicht nach den anwendbaren Gesetzen gemeldeten Tätigkeiten (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der UN Charta und der Europäischen Konvention für Menschenrechte definiert) im eigenen Wirkungsbereich sowie, soweit nach bestem Wissen bekannt, in der Produktion und Entwicklung der verwendeten Stoffe und Geräte. Dies inkludiert auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit (wobei als Mindestmaß die in den „Minimum Age Convention –C138“und der „Forced Labour Convention –Co29“definierten Regelungen jedenfalls anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jedweder Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung anwendbarer Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung anwendbarer Steuergesetze,
– Implementierung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen diesbezüglich anwendbarer Gesetze.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind auf unserer Website abrufbar (www.caimmo.com/werte).
informationen gem. § 243 a UGB
Grundkapital & Aktionärsstruktur
Das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen AG betrug zum Bilanzstichtag 774.229.017,02 €, das sich auf vier Namensaktien und 106.496.422 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 7,27 € verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 62,47% per 31. Dezember 2024 (66.531.269 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter Aktionär von CA Immo. Die Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf globale Immobilieninvestitionen. Die Inhaber der vier Namensaktien sind berechtigt, je ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden, wobei sich Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der entsandten Mitglieder aus § 88 AktG ergeben. Die übrigen ausstehenden Aktien von CA Immo befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren, die jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich meldepflichtigen Schwelle von 4% halten. Seit 1.1.2024 besteht in einer deutschen Konzerngesellschaft der CA Immo ein Asset-Management Vertrag mit einer Gesellschaft der Starwood Capital Group. Die Marktüblichkeit der Bedingungen und Konditionen aus der Geschäftsverbindung wird laufend dokumentiert und überwacht. Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Governance Bericht dargestellt, der auf der Webseite des Unternehmens online abrufbar ist unter www.caimmo.com/de/cg-bekenntnis.
Angaben zum Kapital
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in mehreren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtausschluss) um bis zu 154.845.809,22 € (rund 20% des derzeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sacheinlage gegen Ausgabe von bis zu 21.299.286 auf Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
In derselben Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, bis längstens 3. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt 653.621.839,12 €, mit denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 21.299.286 Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 154.845.809,22 € verbunden sind (bedingtes Kapital 2023), auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Wandelschuldverschreibungen können gegen Barleistung und auch gegen Sacheinlagen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen (Direktausschluss). Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt.
Zum Stichtag 31.12.2024 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 €, das bis längstens 27.9.2028 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, das zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4.5.2023 ausgegeben werden kann (bedingtes Kapital 2023).
Aktienrückkauf
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, d. h., bis längstens 3. November 2025, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 hat der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG am 11.11.2024 beschlossen, gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen. Das Volumen beläuft sich auf bis zu 1.869.606 Stück Aktien (dies entspricht rund 1,76% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert soll zudem nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 28. November 2024 und endet spätestens am 03. November 2025. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Das Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.02.2025 beendet. Insgesamt wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien (ISIN: AT0000641352) erworben, was einem Anteil von rund 1,76% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €. Zum Ende des Rückkaufprogramms hielt CA Immo 10.649.642 eigene Aktien (31.12.2024: 9.341.683 eigene Aktien), was einem Anteil von rund 10,00% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
Insgesamt wurden im Jahr 2024 561.646 eigene Aktien erworben. Zum 31.12.2024 hielt CA Immo somit 9.341.683 eigene Aktien, was einem Anteil an der Gesamtzahl ausgegebener stimmberechtigter Aktien von rund 8,77% entspricht. Details zu den durchgeführten Transaktionen im Rahmen der Aktienrückkaufprogramme sowie allfällige Änderungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht (www.caimmo.com/aktienrueckkauf).
Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 65. Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funktionsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den 65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei, höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien entsendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsendungsberechtigten jederzeit abberufen und durch andere ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen finden auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt. Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den 70. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzung).
„Change of Control“ Regelungen
Die im Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten infolge der ebenso in 2023 neu beschlossenen Vergütungspolitik für den Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen des LTI-Programms Zusagen für Leistungen infolge eines Kontrollwechsels („Change of Control“ Regelungen). Die Details sind unter Punkt 2.3.2. der online abrufbaren Vergütungspolitik geregelt (www.caimmo.com/de/verguetung).
§ 5 Abs 4 der Terms and Conditions des im Oktober 2024 begebenen Green Bond 2024-2030 sehen vor, dass Anleihegläubigern im Falle eines Kontrollwechsels – wie in den Terms and Conditions definiert – das Recht zukommt, vom Emittenten zu verlangen, dass er dessen Anleihen zum Rückzahlungsbetrag ganz oder teilweise zurücknimmt oder nach Wahl des Emittenten kauft (oder den Kauf veranlasst). Das Kapitalmarktprospekt vom 28.10.2024 in englischer Sprache ist abrufbar unter https://www.caimmo.com/de/investor-relations/anleihen/anleihen/green-bond-2024-2030/.
nachhaltigkeitsbericht
Präambel
Dieser freiwillige Bericht zeigt unsere strategische Positionierung, Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit und bietet einen Überblick über entsprechende Aktivitäten im Jahr 2024.
Die Berichterstattung orientiert sich an internationalen Standards, u. a. dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG), den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) sowie der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bzw. den European Sustainability Reporting Standards (ESRS).
Zum Berichtsstichtag ist CA Immo gemäß CSRD nicht berichtspflichtig. Die verpflichtende Anwendung der CSRD (inkl. ESRS) für CA Immo ist vom finalen Wortlaut und der finalen Beschlussfassung der Ende Februar 2025 im Entwurf vorgestellten Omnibus-Verordnung abhängig. Die thematische Gliederung und Inhalte der ESRS wurden bereits teilweise reflektiert, aber noch nicht vollständig umgesetzt – somit ist dieser Bericht als erster Schritt in Richtung der neuen Berichtsstandards zu lesen.
Am 26. Februar 2025 wurde seitens der EU-Kommission ein neues Paket an Vorschlägen zur Vereinfachung von EU-Vorgaben veröffentlicht – inklusive Änderungen zur CSRD, CSDDD und EU-Taxonomie-Verordnung (Omnibus). Diese vorgestellten Änderungen wurden in diesem Bericht nicht berücksichtigt.
Nachhaltigkeits-Index
allgemeine angaben
I. Grundlagen für die Erstellung
Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung
Die Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis für die CA Immo-Gruppe erstellt. Die enthaltenen Informationen und Kennzahlen umfassen sämtliche CA Immo-Mitarbeiter sowie Immobilien und Tochtergesellschaften, die sich zu mind. 51% im Eigentum von CA Immo befinden und über die das Unternehmen somit operative Kontrolle hat.
Teile der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wurden bei der Bewertung der Wesentlichkeit der Auswirkungen, Risiken und Chancen des Unternehmens sowie in einzelnen Maßnahmen und Kennzahlen reflektiert.
ESG-Ratings und Awards
Zusätzlich zu unserer jährlichen Berichterstattung lassen wir uns kontinuierlich von etablierten ESG-Ratingagenturen bewerten. CA Immo ist im VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex der Wiener Börse gereiht (www.voenix.at).
CA Immo ESG-Ratings im jahresvergleich
Rating-Agentur | Score 2024 | Score 2023 |
MSCI | A | A |
Sustainalytics | 10.1 (low risk) | 9,6 (negligible risk) |
ISS ESG | B– (Prime) | C (Prime) |
EPRA sBPR | Gold | Gold |
| | |
II. Governance
Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
Zusammensetzung und Diversität der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
| | | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Zusammensetzung des höchsten Leitungsgremiums | Gesamtzahl der Vorstände | Vorstand | 2 | 2 |
Gesamtzahl der Aufsichtsräte (Kapital- und Arbeitnehmervertreter) | Aufsichtsrat | 6 | 6 |
davon von Gesellschaft bzw. Vorstand unabhängige Kapitalvertreter 1) | 4 | 4 |
davon von Hauptaktionär unabhängige Kapitalvertreter 2) | 1 | 1 |
davon Arbeitnehmervertreter | 2 | 2 |
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) der Aufsichtsräte 3) | 7,5 | 6,5 |
Aufsichtsräte 4) mit Kompetenzen in Umwelt- und Sozialthemen | 6 | 6 |
Geschlechter- diversität | Anteil in % | Aufsichtsrat 1) | 83% Männlich 17% Weiblich | 83% Männlich 17% Weiblich |
Vorstand | 100% Männlich 0% Weiblich | 100% Männlich 0% Weiblich |
1) Unabhängig / nicht geschäftsführende Aufsichtsräte gemäß C-Regel 53 (100%)
2) Unabhängig gemäß C-Regel 54
3) Durchschnittliche Bestellperiode
4) Gesamter Aufsichtsrat, inklusive 4 Kapital- und 2 Arbeitnehmervertreter
Der Vorstand und der Aufsichtsrat setzen sich aus erfahrenen Experten zusammen, die über umfassende Kenntnisse und Kompetenzen verfügen, die für die nachhaltige Entwicklung und den langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells essenziell sind. Alle Mitglieder der Führungsgremien bringen umfassende Expertise in den für unser Tätigkeitsfeld relevanten Bereichen mit, wie beispielsweise Rechnungswesen, Immobilienbewertung, Projektentwicklung, Unternehmensführung sowie Mergers & Acquisitions. Diese breite fachliche Basis gewährleistet eine qualifizierte strategische Steuerung, eine fundierte Entscheidungsfindung und die Einhaltung hoher Governance-Standards.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die strategische Ausrichtung, operative Führung und nachhaltige Weiterentwicklung der Gruppe. Zu seinen Kernaufgaben zählen die Erarbeitung und Umsetzung der Unternehmensstrategie, die effiziente Allokation von Ressourcen sowie die Überwachung und Steuerung sämtlicher Geschäftstätigkeiten. Dabei stellt der Vorstand sicher, dass rechtliche und regulatorische Anforderungen erfüllt werden und fördert eine werteorientierte Unternehmenskultur. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Sicherstellung langfristiger Wertschöpfung und der Wahrnehmung von Verantwortung gegenüber unseren Stakeholdern.
Zu den Pflichten des Aufsichtsrates gehören die Prüfung und Genehmigung von wichtigen Entscheidungen, wie z. B. Unternehmensstrategien, Budgetplanung und
-freigaben, Akquisitionen oder neue Projektentwicklungen. Außerdem bestellt und entlässt er die Mitglieder des Vorstands und überwacht deren Arbeit. Der Aufsichtsrat trägt somit wesentlich dazu bei, die Corporate Governance zu gewährleisten und deren langfristigen Erfolg zu sichern. Im Rahmen der Finanz- sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung nimmt der Aufsichtsrat eine zentrale Rolle ein, werden doch alle seitens der Gruppe zu publizierenden Berichte vor der Veröffentlichung geprüft und zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erörtert. Dem Vergütungsausschuss obliegt schließlich die Evaluierung und Überwachung der Erreichung der Vorstandsziele im Rahmen der Vergütungspolitik, wobei ESG-Ziele im Rahmen der operativen Ziele berücksichtigt werden.
Das Audit-Komitee ist für die Überwachung der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten zuständig.
Die Festlegung von Zielen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie die Etablierung von Verfahren, Kontrollen und Prozessen im Bereich der Governance zu deren Überwachung, Verwaltung und Beaufsichtigung erfolgt einerseits durch die Vorgabe von Vorstandszielen, andererseits im Zuge der Umsetzung und Implementierung einzelner Projekte, die je nach Tragweite und Wertgrenze vom Vorstand bis hin zum Aufsichtsrat zu genehmigen sind. Während die Maßnahmen von den jeweils zuständigen Mitarbeitern umzusetzen sind, werden Projekte laufend durch die beteiligten Fachabteilungen evaluiert.
Die Kontrolle der Zielerreichung wird, abhängig von Zielsetzung, Umfang und Laufzeit, im Rahmen zuvor definierter Formate, der Geschäftsberichterstattung sowie anhand klar definierter Projektziele sichergestellt. Zusätzlich erfolgt eine Überprüfung im Hinblick auf die jährlich festgelegten individuellen nichtfinanziellen Ziele der Mitglieder des Vorstands.
Berichtspflichten ergeben sich insbesondere aus projektbezogenen Reportings, aus Berichtspflichten im Rahmen von Managementgesprächen sowie aus den gesetzlichen Anforderungen für die Geschäftsberichterstattung. Für umfassende und weitreichende Geschäftsfälle, wie etwa neue Projektentwicklungen, die der Genehmigung durch den Vorstand oder den Aufsichtsrat unterliegen, werden umfassende Antragsformulare bereitgestellt, die auch verpflichtende Bestandteile etwa hinsichtlich potenzieller Chancen und Risiken beinhalten.
Es wird seitens der Unternehmensleitung sichergestellt, dass jederzeit die Verfügbarkeit geeigneter Fähigkeiten und Fachkenntnisse zur Überwachung von Nachhaltigkeitsaspekten sichergestellt ist. Dies beinhaltet die Betrauung der Abteilung Corporate Sustainability mit der grundsätzlichen Verantwortung der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese arbeitet eng mit den Abteilungen HR (für soziale Aspekte) und Corporate Office Compliance (für Governance-Themen) zusammen. Maßnahmen beinhalten etwa die Ausstattung der jeweiligen Abteilungen mit ausreichend finanziellen sowie personellen Ressourcen sowie Zugang zu nachhaltigkeitsbezogenem Fachwissen durch kontinuierliche Schulungen, den Zugang zu externen Sachverständigen sowie den Austausch mit internen Experten in den jeweiligen Fachabteilungen.
Die Festlegung und Überwachung der Ziele in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen wird im Kapitel „Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme“ adressiert.
Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
In laufender Abstimmung mit den relevanten Fachabteilungen koordiniert und überwacht die Abteilung Corporate Sustainability die kontinuierliche Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, ist für die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts verantwortlich und treibt die Entwicklung neuer Initiativen – vor allem im Bereich Umwelt – voran.
Sämtliche Compliance- und Governance-Themen des Konzerns sind in der Abteilung „Corporate Office & Compliance“ gebündelt. Diese übernimmt in enger Koordination mit den Bereichen Risikomanagement und Interne Revision eine beratende, koordinierende und konsolidierende Funktion.
Die Verantwortung für Personalinitiativen von CA Immo obliegt der Group Head of Human Resources.
Die Verantwortung für die Einhaltung und Umsetzung von Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen verbleibt dabei bei den jeweils fachlich zuständigen Konzernleitern.
ESG Governance bei CA Immo
Ein Update zu Rahmenbedingungen, Zielen und Maßnahmen sowie entsprechende Fortschritte im ESG-Kontext werden dem Vorstand und erweiterten Management u. a. im Rahmen der quartalsweise stattfindenden Quarterly Review Meetings bzw. in regelmäßig stattfindenden Konzernvorstandssitzungen präsentiert und gemeinsam mit diesem erörtert. Dem Aufsichtsrat wird mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen über ESG-Themen berichtet (siehe auch Kapitel „Bericht des Aufsichtsrats“), im Berichtsjahr 2024 u. a. über folgende Themen:
Information von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen über Nachhaltigkeitsaspekte
Nachhaltigkeitsaspekt | Berichterstatter | Berichts-Frequenz | Organe |
Maßnahmen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption | Corporate Office & Compliance | Jährlich | Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss |
Klimaschutz | CEO | Quartal | Aufsichtsrat |
Nachhaltigkeitsrisiken | CFO | Quartal | Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss |
Nachhaltige Personalplanung | CEO | Quartal | Aufsichtsrat |
Nachhaltige Lieferkette & Business Conduct | Corporate Office & Compliance | Jährlich | Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss |
Governance | Corporate Office & Compliance | Jährlich | Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss |
Whistleblowing | Corporate Office & Compliance | Jährlich | Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss |
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Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
Das in der Unternehmensstrategie verankerte Bekenntnis zur Nachhaltigkeit wird auch im Vergütungsmodell von CA Immo auf allen hierarchischen Ebenen umgesetzt. Die Leistung des Vorstands wird nach finanziellen und nicht-finanziellen Kriterien bewertet. Insgesamt sollen die Vergütungsregeln durch die Einbindung entsprechender risikomitigierender Ziele und Maßnahmen in die variable Vergütung des Managements ein wirksames Risikomanagement fördern. Die konzernweite, organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie in die Unternehmensstrategie und Finanzplanung obliegt dem Gesamtvorstand.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden folgende nachhaltigkeitsbezogene Ziele als Teil der nicht-finanziellen Leistungskriterien („operative Ziele“) für den Vorstand definiert:
– Erstellung eines detaillierten Plans sowie Zeitrahmens und Umsetzung der erforderlichen Schritte, um die Anforderungen der Berichtspflichten zur EU-Taxonomie und CSRD/ESRS-Berichterstattung zu gewährleisten (inkl. Aufgaben, Meilensteine, Verantwortlichkeiten, Beratungsbedarf, z. B. Audit). Die ursprünglich ab dem Geschäftsjahr 2025 verpflichtende Anwendung der CSRD für CA Immo ist vom finalen Wortlaut und der finalen Beschlussfassung der Ende Februar 2025 im Entwurf vorgestellten Omnibus-Verordnung abhängig.
– Prüfung der derzeitigen ESG-Ratings/Standards (Sustainalytics, Moody's, CDP, EPRA sBPR, MSCI, ISS ESG) zwecks Reduzierung/Optimierung des Umfangs im Hinblick auf die Einführung der Benchmark CSRD/ESRS.
Die Erreichung der operativen Ziele wird vom Vergütungsausschuss evaluiert. Zusätzliche Informationen zur Verankerung von ESG im Vergütungsmodell des Vorstands finden sich im Vergütungsbericht bzw. unter www.caimmo.com/de/verguetung.
Erklärung zur Sorgfaltspflicht
CA Immo hat angemessene und wirksame Maßnahmen implementiert, um ihre Sorgfaltspflichten hinsichtlich wesentlicher Nachhaltigkeitsrisiken und -auswirkungen zu adressieren. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei der Steuerungseinheit Corporate Sustainability, die u. a. eng mit den Abteilungen HR (für soziale Aspekte), Corporate Office Compliance (für Governance-Themen) und Risikomanagement zusammenarbeitet. Die Identifikation und Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt regelmäßig entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter Einbeziehung von Stakeholdern und – im Bedarfsfall – externen Experten.
Zur Minimierung negativer Auswirkungen hat CA Immo beispielsweise einen Code of Conduct für Geschäftspartner sowie Mindeststandards im Rahmen unserer Vergaben im Bereich der Minimum Social Safeguards implementiert. Unsere Mitarbeiter werden zu den relevantesten diesbezüglichen Richtlinien im Rahmen des Onboardings sowie zusätzlich verpflichtend jährlich geschult. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie durch regelmäßige interne Audits überwacht.
Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Die Risiko- und Chancenpolitik von CA Immo hat das Ziel, die Existenz des Unternehmens zu sichern und einen Beitrag zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes sowie zur Erreichung der Unternehmensziele zu leisten. Die Ausrichtung des CA Immo Risiko- und Chancenmanagementsystems orientiert sich am COSO-Modell und an der Normenreihe ISO 31000, ONR D 4900 bis ONR D 4902-3.
Die für CA Immo relevanten Nachhaltigkeitsrisiken werden als Teil des konzernweiten Risikomanagements alle sechs Monate durch die verantwortlichen Fachabteilungen und das Konzernrisikomanagement identifiziert, bewertet und aktualisiert.
Im nächsten Schritt werden diese Risiken – falls erforderlich – mit Maßnahmen angereichert mit dem Ziel, sie zu vermeiden, zu verringen oder zu transferieren. Diese Maßnahmen werden wiederum hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Kosten bewertet. Der Risikoverantwortliche bzw. die verantwortliche Fachabteilung veranlasst die Maßnahmenumsetzung und ist für die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans verantwortlich. Nach erfolgter Umsetzung einer Maßnahme wird die Risikobewertung im Risikomanagement-Tool angepasst.
Die Verantwortung für das Management dieser Risiken trägt der Gesamtvorstand. Die einzelnen Vorstandsmitglieder sind für die Sicherstellung der operativen Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme sowie die Risikoprävention in ihren Verantwortungsbereichen zuständig.
Dieser proaktive Ansatz soll sicherstellen, dass etwaige Risiken durch frühzeitiges Gegensteuern minimiert werden und das Unternehmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen rechtzeitig reagieren kann.
Ansatz zur Risikobewertung und Methode zur Priorisierung
Die Risiken und Chancen der CA Immo, die den definierten Erfassungskriterien entsprechen (bspw. Erwartungswert >0,5 Mio. €) werden festgelegt und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe quantifiziert.
Die Risiken und Chancen werden entsprechend ihrer finanziellen Auswirkungen nach dem Erwartungswert klassifiziert. Der Erwartungswert errechnet sich aus dem Produkt von Risikovolumen (über eine Dreipunkt-Schätzung) und Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risiken werden in die Kategorien „rot“ (Top Risiken, rechtzeitige Risikominderung obligatorisch, genaue Beobachtung), „gelb (zu beobachten, Risikominderung empfohlen)“ und „grün“ (Risiken innerhalb eines akzeptablen Bereichs mit einem angemessenen Risikovolumen) eingeteilt. Die top-gereihten Risiken haben Priorität bei der Risikosteue-rung und der Implementierung Risiko reduzierender Maßnahmen.
Basierend auf der Wesentlichkeitsanalyse 2022 sind die wesentlichsten ESG-Risiken Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Diese werden durch regelmäßige Erhebung der Energieverbräuche der Bestandsgebäude sowie daraus abgeleitete Klimaziele und die Umsetzung von Maßnahmen zur Dekarbonisierung mitigiert und gemonitored.
Die Maßnahmen zur Risikoprävention werden von den zuständigen Fachabteilungen implementiert und fließen u. a. in die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.
Eine Zusammenfassung des Risikokatalogs inkl. mitigierender Maßnahmen wird dem Vorstand quartalsweise (im Zuge der Risiko-Komitee-Sitzungen) präsentiert. Der halbjährliche Risikobericht an den Aufsichtsrat dient als Fortschrittsbericht über die laufende Risikoidentifizi-rung und die Risikobehandlung. Er enthält eine Übersicht über die Top-Risiken, insbesondere der höchsten (roten) Risikoklasse, die Risikogesamtposition der CA Immo (inkl. aggregierte Risikokategorien und Value at Risk) und die wesentlichen Maßnahmen und ihre Wirkung.
III. Strategie
Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
Die CA Immo Gruppe ist ein Immobilienkonzern mit Hauptsitz in Wien, der mit eigenen Niederlassungen in mehreren Ländern Zentraleuropas vertreten ist. Kerngeschäft ist die Vermietung und das Management der eigenen Büro-Bestandsobjekte sowie die Entwicklung von hochwertigen Bürogebäuden. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, stabile und wiederkehrende Vermietungserträge von Mietern mit hoher Bonität zu generieren, ergänzt durch Erträge aus der Entwicklung von Bürogebäuden für den eigenen Bestand und Liegenschaftsverkäufen.
Das Bestandsportfolio ist auf moderne Prime-Büroimmobilien mit hohen Qualitätsstandards in innerstädtischen Toplagen europäischer Metropolstädte konzentriert. Teil dieses umfassenden Qualitätsanspruchs ist es, nachhaltige und energieeffiziente Gebäude im Bestand zu halten und diese möglichst ressourcenschonend zu betreiben. Die Entwicklung besonders nachhaltiger und energieeffizienter Gebäude für das eigene Portfolio soll die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Gebäudebestands zusätzlich stärken.
CA Immo ist – bis auf ein Gebäude in Belgrad – ausschließlich in Ländern der Europäischen Union tätig. Sämtliche Geschäftsprozesse unterliegen somit dem jeweils anwendbaren nationalen und EU-Recht (mit Ausnahme in Serbien).
Eine detaillierte Darstellung des Immobilienvermögens inkl. Verteilung nach Region, Assetklasse und Geschäftsbereich sowie Portfolioveränderungen und Mieterstruktur zum 31.12.2024 finden sich im Lagebericht (Kapitel Immobilienvermögen, Bestandsimmobilien und Immobilienvermögen in Entwicklung).
Die dezentrale Organisationsstruktur mit lokalen Teams vor Ort in allen Kernstädten ermöglicht es uns, enge Beziehungen mit wichtigen lokalen Stakeholdern, vor allem mit den Mietern, zu pflegen. Zum Berichtsstichtag waren konzernweit 254 Mitarbeiter (Headcount) bei CA Immo angestellt (inkl. Teilzeitarbeitskräfte und karenzierte Mitarbeiter, exkl. Freelancer). Auf Deutschland entfällt mit rund 47% der größte Anteil, gefolgt von Österreich (31%) und CEE (22%). CA Immo verfügt über keine Produktionsstätten, eigene Mitarbeiter sind überwiegend Büroarbeiter (Wissensarbeiter).
Der Immobiliensektor ist ein High-Impact-Sektor in Bezug auf den Klimaschutz. Somit liegt im Bereich Nachhaltigkeit unser Fokus auf der Dekarbonisierung des operativen Geschäftsbetriebs. Dies inkludiert die Geschäftsfelder Projektentwicklung (Immobilienvermögen in Entwicklung) und Bestandsmanagement (Bestandsportfolio), inkl. damit in Verbindung stehende Mieter und (Fremd-)Kapitalgeber als wichtigste Interessenträger.
Durch aktives Portfoliomanagement (strategische Kapitalrotation) in Form von Investitionen in den Bestand (z. B. Sanierungsprojekte), die selektive Entwicklung hochwertiger Gebäude sowie den Verkauf von non-core Objekten soll die Qualität, Nachhaltigkeit und der Prime-Office-Fokus des Portfolios zunehmend gesteigert und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Geschäftsmodells gesichert werden. Dieser Prozess zielt ab auf eine kontinuierliche Vereinfachung des Geschäftsmodells und Verschlankung der operativen Plattform, die durch die schrittweise Auslagerung von Nicht-Kernaktivitäten weiter optimiert wird. Die Umsetzung dieser strategischen Leitlinie hat folgende Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte:
– Zunehmende Konzentration der noch vorhandenen bebaubaren Grundstücksreserven auf innerstädtische Brownfield-Developments (vor allem in Berlin) durch den Verkauf von non-core-Liegenschaften (inkl. Greenfield-Baugrundstücken),
– Verkürzung der Wertschöpfungskette und deutliche Reduktion der Mitarbeiterzahl (–27% im Jahresvergleich 2023 und 2024) u. a. durch den Verkauf der 100%-Bautochter omniCon im Geschäftsjahr 2024,
– Verringerung des Anteils an Bestandsgebäuden mit Gas- oder Ölheizung seit Ende 2020 von 35% auf 11% des Buchwerts zum Stichtag 31.12.2024 (exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen gem. IFRS 5),
– Selektive Umsetzung von Neubauprojekten bei gleichzeitig stärkerem Fokus auf Sanierungsprojekte im Bestand bewirkt eine Reduktion der verbauten Emissionen und eine Steigerung der Energieeffizienz im Bestand.
Durch die Umsetzung des Kapitalrotationsprogramms konnte die Energieeffizienz des Bestandsportfolios sowie die Tiefe der Wertschöpfungskette – und damit in Verbindung stehende ESG-Auswirkungen und -Risiken – in den vergangenen Jahren reduziert werden. In den kommenden Jahren soll der Anteil der Gebäude mit schlechter Energiebilanz bzw. mit Gasheizung durch weitere Neubau- und Sanierungsprojekte sowie durch Verkäufe kontinuierlich weiter zurückgehen.
Die Wertschöpfungskette von CA Immo reicht von der Baurechtschaffung, Projektentwicklung, Bestandsbewirtschaftung und Vermietung bis zum Verkauf von Bestandsimmobilien. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette unseres operativen Geschäfts konzentriert sich im Wesentlichen auf die Energieerzeugung für den Gebäudebetrieb sowie auf die im Kontext von Neubau- und Sanierungsprojekten entstehenden Stoff- und Ressourcenströme (Inputs vor allem in Form von Baumaterialien und Baudienstleistungen). Der Vergabeprozess an Lieferanten (Baumaterialien) und Dienstleister (u. a. Baufirmen, Gewerke, Architekten) im Zuge dieser Entwicklungsprojekte wird von CA Immo in-house gesteuert.
Während CA Immo die Tätigkeiten ihres Kerngeschäfts (Projektentwicklung, Bestandsmanagement) über ihre interne Plattform steuert, werden Leistungen im Zusammenhang mit Planung und Design, Bauausführung und Construction Management, Vermietung (Makler), Property und Facility Management von Dritten eingekauft.
Die nachgelagerte Wertschöpfungskette konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Bestandsmieter (Gebäudenutzer).
Interessen und Standpunkte der Interessenträger
Unsere Stakeholder-Beziehungen verlaufen auf mehreren Ebenen. CA Immo-Mitarbeiter der jeweils zuständigen Fachabteilung stehen in ständigem, direktem Dialog mit Aktionären, Investoren, Mietern, Banken, Kollegen, Kommunen und Behörden, Medien und sonstigen externen Dienstleistern. Externe Medien-Berichterstattung sowie Analysten-Einschätzungen zum Unternehmen werden – ebenso wie z. B. Mitarbeiter-Jahresgespräche – einem laufenden Monitoring unterzogen, um auf etwaige negative Entwicklungen unmittelbar reagieren zu können.
Anforderungen und Interessen wesentlicher Interessenträger werden u. a. im Rahmen von folgenden Aktivitäten erfasst:
Bestehende und potenzielle Mieter:
– Vertragsverhandlungen (Neuvermietung oder Verlängerung),
– Mieterbefragungen bzw. im Zuge des laufenden Austauschs der Abteilung Asset Management mit Mietern,
– Request for Proposal-Checklisten potenzieller Mieter (Mietgesuche inkl. tlw. detaillierter Anforderungskataloge an das Mietobjekt).
(Fremd-)Kapitalgeber:
– Austausch mit Banken und Investoren im Rahmen von Anleihe-Emission und besicherten Finanzierungen,
– Teilnahme an Investorenmeetings, Konferenzen,
– Virtuelle Meetings mit Investoren und Analysten im Zuge der finanziellen Quartalsberichterstattung.
Mitarbeiter:
– Jährliche Mitarbeitergespräche zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition, Potenzialanalyse und persönlichen Karriereentwicklung sowie für allgemeines Feedback an die Führungskraft,
– Mitarbeiterbefragungen,
– Regelmäßiger Austausch zwischen HR-Abteilung und Betriebsräten (in Deutschland und Österreich),
– Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeiter und Führungskraft.
Aus diesen Kanälen lassen sich Trends und veränderte Bedürfnisse ableiten, wie z. B. ein zunehmender Bedarf an kleinteiligeren, dafür hochqualitativen Büroflächen in zentralen, innerstädtischen Lagen und ein zunehmendes Interesse an Energie- und Betriebskosteneffizienz (Mieter), ein sich ausprägender Fokus auf Energieeffizienz (Energieausweise) und EU-Taxonomie-Konformität von Bestands- und Neubauprojekten (Banken, Kapitalmarkt) sowie Work-Life-Balance und flexible Arbeitsbedingungen (Mitarbeiter).
Die Ergebnisse dieses Stakeholder-Austauschs fließen u. a. in die Produktgestaltung (Konzeption von Neubauprojekten und Bestandsentwicklung, Portfoliomanagement), das HR-Management (z. B. Home-Office-Regelung, flexible Arbeitszeiten, vielfältige Sonderleistungen) und in die Auswahl und Gewichtung unserer strategischen Nachhaltigkeitsthemen (Wesentlichkeitsanalyse) ein und leiten unsere strategischen Entscheidungen.
Vorstand und Aufsichtsrat werden über die Entwicklung dieser Stakeholder-Interessen und Marktentwicklungen u. a. im Zuge laufender Management-Jours-Fixes (Vorstand) und Aufsichtsratssitzungen informiert.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die für CA Immo wesentlichen ESG-Themen sind im Folgenden in Form einer Liste inkl. der Auswirkungen, Risiken und Chancen und deren Bezug zu unserem Geschäftsmodell und der Wertschöpfungskette dargestellt. Diese definieren den Rahmen, innerhalb dessen CA Immo einen relevanten Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft leisten kann, und geben zugleich die Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie und -berichterstattung vor.
Wesentliche ESG-Themen und ihre Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS | Wesent-liches Thema | Unterthema | Potenzielle finanzielle Risiken | Geschäfts-feld | Wertschöpfungs-kette |
ESRS E1 | Klimawandel | – Anpassung an den Klimawandel | – Physische Schäden und Beeinträchtigung von Gebäuden durch akute oder chronische Wetterereignisse können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur- und Wartungsarbeiten bis hin zur vorübergehenden Schließung oder Wertverlust des Gebäudes führen | – Bestands- management | – Eigene Tätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette (Mieter) |
ESRS E1 | Klimawandel | – Klimaschutz – Energie | – Regulatorische Änderungen, die auf die Reduzierung von Emissionen oder die Durchsetzung höherer Effizienzstandards abzielen, könnten Compliance-Kosten, höhere Bau- und Finanzierungskosten bzw. schlechtere Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie schlechtere Vermarktbarkeit verursachen und sich negativ auf den Gebäudewert auswirken | – Bestands- management – Projektentwicklung | – Eigene Tätigkeiten – Vorgelagerte Wertschöpfungskette |
ESRS | Wesent-liches Thema | Unterthema | Potenzielle Chancen | Geschäfts-feld | Wertschöpfungs-kette |
ESRS E1 | Klimawandel | – Klimaschutz – Energie | – Energieeffizienzverbesserungen sowie der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien können die Betriebskosten senken, den Immobilienwert steigern und für Mieter attraktiv sein, die auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz Wert legen | – Bestands- management – Projektentwicklung | – Eigene Tätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette (Mieter) |
ESRS E1 | Klimawandel | – Klimaschutz – Energie | – Green Finance: Niedrigere Finanzierungskosten, bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital für Gebäude mit guter Energie- und Klimabilanz | – Bestands- management – Projektentwicklung | – Eigene Tätigkeiten |
ESRS S1 | Eigene Belegschaft | – Arbeitsbedingungen – Gleichbehandlung und Chancengleichheit | – Wettbewerbsvorteil durch qualifizierte, loyale und engagierte Mitarbeiter und gut funktionierende (abteilungsübergreifende) Kooperation | – Konzern | – Eigene Tätigkeiten |
ESRS G1 | Unternehmenspolitik | – Management der Beziehungen zu Lieferanten – Korruption und Bestechung | – Die Einhaltung ethischer Standards im Geschäftsbetrieb, einschließlich Maßnahmen zur Korruptions- und Betrugsbekämpfung, schafft Vertrauen und stärkt die Loyalität der Stakeholder | – Konzern | – Gesamte Wertschöpfungskette |
ESRS | Wesentliches Thema | Unterthema | Potenzielle Auswirkungen | Geschäfts-feld | Wertschöpfungs-kette |
ESRS E1 | Klimawandel | – Klimaschutz – Energie | – Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Gebäudebetrieb – Gebundene Emissionen in der Projektentwicklung, v. a. durch die Verwendung von Materialien mit hoher Kohlenstoffbelastung (z. B. Zement, Stahl) | – Bestands- management – Projektentwicklung | – Gesamte Wertschöpfungskette |
ESRS S1 | Eigene Belegschaft | – Arbeitsbedingungen – Gleichbehandlung und Chancengleichheit | – Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte eigener Mitarbeiter – Gesundheit und Sicherheit eigener Mitarbeiter | – Konzern | – Eigene Tätigkeiten |
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IV. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
4.1 Angaben zum Verfahren zur Bewertung der Wesentlichkeit
Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
Zur Analyse der Auswirkungen auf den Klimawandel, insbesondere der Treibhausgasemissionen des Unternehmens, erhebt und analysiert CA Immo jährlich die wesentlichen Emissionen im eigenen Betrieb sowie in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Diese Daten werden auf Gebäude- bzw. Projektebene erhoben und einem Benchmarking mit nationalen Vergleichsdaten (je nach Verfügbarkeit) unterzogen. Als Benchmark dienen z. B. die von CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor) für den Immobiliensektor zur Verfügung gestellten, dem Pariser Klimaabkommen entsprechenden Dekarbonisierungspfade.
Die Analyse klimabedingter physischer Risiken im Bestandsportfolio erfolgt standortbezogen und berücksichtigt die Naturgefahren gemäß EU-Taxonomie, d. h. es werden chronische bzw. akute temperatur- und wind-bedingte sowie wasser- und landbezogene Naturgefahren evaluiert. Diese Risikosituation unterliegt einer geringen zeitlichen Veränderungsrate. Analysiert wurden alle Liegenschaften (Bestandsgebäude und Entwicklungsprojekte) mit einem anteiligen Bilanzwert von mindestens 0,5% des gesamten Immobilienvermögens („major investments“ gemäß EU-Taxonomie-Verordnung).
Die Analyse wurde im Jahr 2024 unter Berücksichtigung von zwei RCP-Szenarien (RCP2.6 und RCP4.5) durchgeführt. Bei der Auswertung lag der Fokus bei kurzfristigen, aktuellen Risiken sowie beim Zeithorizont bis 2100. Für die Durchführung der Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse wurde das Natural Hazards Tool mit den entsprechenden Klimamodellen von Munich RE herangezogen.
Dabei werden zuerst die relevanten Parameter der Liegenschaften in einer Quelldatei angereichert und in das Munich Re Tool übertragen. Dort werden die Objekte auf Basis ihrer Geodislokation über eine umfangreiche Datenbank hinsichtlich ihrer Exposition in Bezug auf Naturgefahren abgefragt, angereichert und bewertet. Die Auswertung erfolgt über die Location Risk Intelligence Plattform und die Munich Re Module „Climate Change“ und „Natural Hazards“.
Nach der Erhebung der relevanten Naturgefahren in den definierten Zeithorizonten erfolgte eine Auswertung der identifizierten physischen Klimarisiken und deren Ausmaß. Der Schwellenwert für wesentliche Risiken wurde gemäß der Risk Location Intelligence Tool-Kategorien bei „sehr hoch“ bzw. „extrem“ angesetzt.
Im letzten Schritt wurde evaluiert, inwiefern in oder im Umfeld von Gebäuden mit erhöhtem Risikoexposure bereits Anpassungslösungen vorhanden sind. Jene Ergebnisse der Munich Re Naturgefahrenanalyse, die eine Exposition über dem definierten Schwellenwert zeigten (Bruttorisiko), wurden von den zuständigen Fachabteilungen hinsichtlich vorhandener, geplanter oder in Umsetzung befindlicher Anpassungsmaßnahmen geprüft.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Software basierten Risikoanalyse, wurde durch die CA Immo eine erweiterte Risikobewertung durchgeführt, bei der u.a. auch von Kommunen im städtischen Umfeld durchgeführte Schutzmaßnahmen mit einbezogen wurden.
Diese ergänzenden Angaben hatten zur Folge, dass das Restrisiko aufgrund der vor Ort getroffenen Maßnahmen wieder als niedrig einzustufen ist und unter dem Schwellenwert liegt.
Die Analyse klimabedingter Übergangsrisiken und Chancen im eigenen Betrieb und innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette enthält etliche unbekannte Größen, wie u. a. die Entwicklungsdynamik politischer Einflussnahme (Regulatorik) und der Marktanforderungen (Mieter, Fremdkapitalgeber, Investoren).
Die Risikoevaluierung basiert u. a. auf folgenden Regularien bzw. Benchmarks:
– den Regelungen der 2024 in Kraft getretenen Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie, die bis 2026 von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt werden müssen. Diese definiert Schritte und Richtlinien zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden, u. a. auf Basis der Energieausweise (Energieeffizienzklassen),
– dem EU-Emissionshandelssystem, das voraussichtlich ab 2027 auf die Sektoren Gebäude und Verkehr ausgeweitet wird (EU ETS-2) und Scope 1 Emissionen aus fossilen Brennstoffen (z. B. Gas- und Ölheizungen) bepreist,
– CRREM-Pfad-Analyse gemäß 1,5° Szenario für die Jahre 2030 und 2050 sowie die Identifizierung von Gebäuden mit erhöhtem Stranding-Risiko.
Transitorische Risikofaktoren für die langfristige Vermarktbarkeit und Wertstabilität von Gebäuden sind u. a.:
– die Nutzung fossiler Brennstoffe (Gas- oder Ölheizung): Zum Stichtag 31.12.2024 verfügten von den insgesamt 51 Bestandsgebäuden (exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen gem. IFRS 5) 33 über eine Fernwärme-Heizung, 13 über eine Gasheizung, zwei Gebäude werden mit Wärmepumpe beheizt, drei haben keine Heizung,
– ein hoher Anteil an Gebäuden mit Energieeffizienzklasse D-H: CA Immo evaluiert quartalsweise die Energieausweise der Bestandsgebäude. Zum Stichtag 31.12.2024 verfügten von den insgesamt 51 Bestandsgebäuden 61% über eine Energieeffizienzklasse A, B oder Top 15% Bewertung (nach Buchwert, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen gem. IFRS 5),
– Gebäude mit hoher CO2-Emissionsintensität, die signifikant über den definierten CRREM-Pfaden liegen.
Die Ergebnisse dieser Analysen fließen zumindest einmal jährlich in das interne Reporting ein und lösen – bei Bedarf – die Umsetzung von risikomitigierenden Maßnahmen aus.
Energie-mix 2024 in Bestandsgebäuden
Basis: gesamter Energieverbrauch (182.398 MWh) von 61 Bestandsgebäuden, inkl. im Geschäftsjahr 2024 verkaufte Objekte und sieben Gebäude, die zum Berichtsstichtag als kurzfristiges Immobilienvermögen klassifiziert sind (IFRS 5). Der Ölverbrauch von 223 MWh ergibt 0,1% des Gesamtverbrauchs und ist in der Grafik nicht separat angeführt.
Die oben beschriebenen Klimaszenarien und deren Analyse sind mit den kritischen klimabezogenen Annahmen in den Abschlüssen vereinbar. Zum Stichtag 31.12.2024 geht die CA Immo Gruppe davon aus, dass die identifizierten Klimarisiken keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Bewertungen, Cash-Flow-Prognosen, Rückstellungen oder sonstige finanzielle Leistungsindikatoren) der CA Immo Gruppe haben.
Der Prozess der Analyse und Festlegung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen wurde zuletzt im Geschäftsjahr 2022 durchgeführt, die Vorgaben der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wurden hierbei noch nicht vollumfänglich berücksichtigt. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse 2022 wurden im Geschäftsjahr 2024 an den ESRS-Themenkatalog angepasst und die Wesentlichkeitsschwellen neu evaluiert.
Im ersten Schritt wurde eine Long-List der potenziell relevanten Themen auf Basis der Regularien, Nachhaltigkeitsstandards, Berichterstattung relevanter Mitbewerber und mit expliziter Berücksichtigung der Themen der CSRD sowie einer internen Analyse der Auswirkungen der CA Immo-Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft erstellt. Die Bewertung der gesammelten Themen erfolgte im Anschluss gemäß dem Konzept der doppelten Wesentlichkeit, bei dem sowohl die Wesentlichkeit der ESG-Themen über die gesamte Wertschöpfungskette (Impact Materiality bzw. „Inside-out“) als auch die finanzielle Wesentlichkeit (Financial Materiality, „Outside-In“) berücksichtigt werden.
Die Impact Materiality wurde stufenweise durchgeführt: von der Definition eines gemeinsamen Verständnisses der Auswirkungen bis zur Identifizierung und Bewertung der tatsächlichen und potenziellen sowohl negativen als auch positiven Auswirkungen.
Bei der Financial Materiality wurden Aspekte beurteilt, die wesentliche Risiken und Chancen erzeugen, d. h. die kurz-, mittel- oder langfristig zukünftige Cash-flows, die Entwicklung, die Lage des Unternehmens oder beispielsweise den Zugang zu Finanzmitteln beeinflussen können.
In diesen Bewertungsprozess wurden interne Experten aus allen relevanten Fachbereichen eingebunden. Darüber hinaus wurde eine externe Stakeholderbefragung durchgeführt: Alle CA Immo-Mitarbeiter sowie externe Bezugsgruppen wie Mieter, Investoren und Banken wurden eingeladen, eine Priorisierung der einzelnen Themen für CA Immo aus ihrer Sicht vorzunehmen. Anhand der internen und externen Bewertungsergebnisse wurde eine Liste der wesentlichen Themen erstellt, die anschließend von den Mitgliedern des Vorstands validiert wurde.
EU-Taxonomie
Die Verordnung (EU) 2020/852 („EU-Taxonomie-Verordnung“) trat am 12. Juli 2020 in Kraft. Sie zielt darauf ab, nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu definieren, Transparenz zu fördern und nachhaltige Investitionen zu ermöglichen bzw. auszuweiten.
Der Umfang der innerhalb der EU-Taxonomie angeführten Wirtschaftsaktivitäten ist nicht umfassend, sondern beschränkt sich auf Sektoren mit signifikantem ökologischen Fußabdruck und somit besonderem Potenzial, positiv zum Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft beizutragen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft als energie- und somit emissionsintensiver Sektor ist einer der Adressaten der EU-Taxonomie.
Entsprechend der EU-Taxonomie gilt eine Wirtschaftsaktivität dann als ökologisch nachhaltig, wenn ein wesentlicher Beitrag zu mindestens einem der Umweltziele geleistet wird, keines der anderen Umweltziele wesentlich negativ beeinträchtigt wird (“do no significant harm, DNSH”) und die Wirtschaftsaktivität unter Einhaltung gewisser Mindestschutzkriterien – insbesondere in Bezug auf verantwortliches unternehmerisches Handeln sowie Menschen- und Arbeitnehmerrechte – durchgeführt wird. Ob ein wesentlicher Beitrag zu einem Umweltziel geleistet wird bzw. keine wesentliche Beeinträchtigung der Umweltziele vorliegt, ist anhand der von der EU-Kommission vorgegebenen technischen Bewertungskriterien zu berichten.
CA Immo ist zum Berichtszeitpunkt nicht von den Berichtspflichten laut EU-Taxonomie erfasst. Um auch in Bezug auf ihre nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten transparent zu sein, legt CA Immo die betreffenden Informationen zu taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten freiwillig offen. Da zum Berichtszeitpunkt die Auslegung und praktische Anwendung einiger technischer Bewertungskriterien noch unklar war, veröffentlicht CA Immo keine Kennzahlen zur Taxonomiekonformität.
Im Folgenden werden die für CA Immo zutreffenden Wirtschaftsaktivitäten mit den gem. Art. 8 EU-Taxonomie-Verordnung zu berichtenden finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben) dargestellt. Diese Darstellung inkludiert die Anteile der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten an Umsatzerlösen, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben.
Umsatzerlöse
CA Immo ist ein auf große, moderne Büroimmobilien spezialisierter Investor, Manager und Entwickler in den Metropol-Städten Deutschlands, Österreichs und Zentraleuropas. Die 1987 gegründete CA Immo ist im ATX der Wiener Börse gelistet und verfügt über ein Immobilienvermögen von rund 5,0 Mrd. € in Deutschland, Österreich und CEE.
Die Umsatzerlöse von CA Immo im Jahr 2024 bestehen im Wesentlichen aus Mieterlösen (inkl. Betriebskostenerlöse) der im Portfolio befindlichen Immobilien iHv. 297,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse aus Immobilienhandel und Dienstleistungen belaufen sich auf 27,8 Mio. €, diese Umsatzerlöse stammen jedoch aus nicht taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten.
Innerhalb der Liste der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten hat CA Immo für die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 die Aktivität „Erwerb von und Eigentum an Gebäuden“ identifiziert:
– Erwerb von Immobilien und Ausübung des Eigentums an diesen Immobilien (Anm.: z. B. durch Vermietung). Die Wirtschaftstätigkeiten in dieser Kategorie können gemäß der mit der Verordnung (EG) Nr. 1893/2006 aufgestellten statistischen Systematik der Wirtschaftszweige dem NACE-Code L.68 zugeordnet werden.
Die Anteile der taxonomiefähigen und nicht fähigen Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024 sind weiter unten tabellarisch dargestellt.
Investitionen (CapEx)
Als Investitionsausgaben iSd EU-Taxonomie gelten Zugänge zum Anlagevermögen oder zu Nutzungsrechten. CA Immo hat Investitionsausgaben vorrangig in Form von Zugängen zum Immobilienportfolio zu verzeichnen (Ankäufe von Bestandsimmobilien, Projektentwicklung für den eigenen Bestand). Weiters werden Investitionen in Form von Renovierungen und Sanierungen des im Eigentum von CA Immo befindlichen Gebäudebestands getätigt. Beide Arten von Zugängen sind als CapEx der Wirtschaftsaktivität “Erwerb von und Eigentum an Gebäuden” zuzuordnen.
Investitionen in Dienstwägen sind unter der Wirtschaftsaktivität „Beförderung mit Personenkraftwagen“ ebenso taxonomiefähig.
Investitionen in selbstgenutzte Immobilien und Software sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) iHV insgesamt rd. 0,6 Mio. € sind nicht taxonomiefähig.
Die Anteile der taxonomiefähigen und nicht fähigen CapEx für das Geschäftsjahr 2024 sind weiter unten tabellarisch dargestellt.
Betriebsausgaben (OpEx)
Betriebsausgaben gemäß Definition der EU-Taxonomie sind neben Forschungs- und Entwicklungsausgaben zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen alle Instandhaltungs- und Reparaturausgaben sowie sonstige direkt zurechenbare Kosten, die für die laufende Instandhaltung und Erhaltung der Funktionalität des Sachanlagevermögens relevant sind.
In Bezug auf das Geschäftsmodell von CA Immo kommen OpEx im Wesentlichen in Form von nicht kapitalisierten Kosten für Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen an bestehenden Immobilien in Betracht.
Die taxonomiefähigen Betriebsausgaben sind daher zur Gänze der Wirtschaftsaktivität “Erwerb von und Eigentum an Gebäuden” zuzuordnen und weiter unten tabellarisch dargestellt.
Meldebogen für die KPI von Nicht-Finanzunternehmen
Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024:
Geschäftsjahr 2024 | 2024 | Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |
Wirtschaftstätigkeiten | Code | Umsatz | Umsatz-anteil 2024 | Klima-schutz | An-passung an den Klima-wandel
| Wasser | Umwelt-ver-schmut-zung | Kreis-laufwirt-schaft | Biolo-gische Vielfalt |
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| | TEUR | % | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL |
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A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | |
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | | | | | | | | | |
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Erwerb und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
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davon ermöglichende Tätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
davon Übergangstätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | | | | | | |
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | | | | | | | | | |
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Erwerb und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 297.382 | 91,45 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | |
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) | | 297.382 | 91,45 | n/a | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1.+A.2.) | | 297.382 | 91,45 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | |
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | | 27.814 | 8,55 | | | | | | | |
Gesamt (A+B) | | 325.196 | 100,00 | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
J- Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit;
N- Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit;
N/EL- (Not eligible) Für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
EL- (Eligible) Für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
n/a: not available
Da zum Berichtszeitpunkt die Auslegung und praktische Anwendung einiger technischer Bewertungskriterien noch unklar war, macht CA Immo keine Angaben zu taxonomiekonformen Umsätzen.
| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung") | | | | |
| Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser | Umweltver-schmutzung | Kreislauf-wirtschaft | Biologische Vielfalt | Mindest-schutz | Anteil taxonomie-konformer (A.1) oder taxonomie-fähiger (A.2) Umsatz 2023 | Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit | Kategorie Übergangs-tätigkeit |
| J/N
| J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | n/a |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 68,30 | | |
| | | | | | | | 68,30 | | |
| | | | | | | | 68,30 | | |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 31,70 | | |
| | | | | | | | 100,00 | | |
| | | | | | | | | | |
CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024
Geschäftsjahr 2024 | Jahr 2024 | Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |
Wirtschaftstätigkeiten | Code | CapEx | CapEx-Anteil 2024 | Klima-schutz | An-passung an den Klima-wandel
| Wasser | Umweltver-schmut-zung | Kreis-laufwirt-schaft | Biolo-gische Vielfalt |
|
| | TEUR | % | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL |
|
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | |
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | | | | | | | | | | |
Erwerb und Eigentum an Gebäuden (1) | CCM 7.7 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
|
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
davon ermöglichende Tätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
davon Übergangstätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | | | | | | |
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | | | | | | | | | |
|
Erwerb und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 137.769 | 99,26 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL |
|
Beförderung mit Personenkraftwagen | CCM 6.5 | 416 | 0,30 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL |
|
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) | | 138.185 | 99,56 | n/a | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1.+A.2.) | | 138.185 | 99,56 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | |
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | | 616 | 0,44 | | | | | | | |
Gesamt (A + B) | | 138.801 | 100,00 | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
J- Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit;
N- Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit;
N/EL- (Not eligible) Für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
EL- (Eligible) Für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
n/a: not available
Da zum Berichtszeitpunkt die Auslegung und praktische Anwendung einiger technischer Bewertungskriterien noch unklar war, macht CA Immo keine Angaben zu taxonomiekonformen CapEx.
| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung") | | | | |
| Klimaschutz | Anpassung an den Klimawandel | Wasser | Umweltver-schmutzung | Kreislauf-wirtschaft | Biologische Vielfalt | Mindest-schutz | Anteil taxonomie-konformer (A.1) oder taxonomie-fähiger (A.2) CapEx 2023 | Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit | Kategorie Übergangs-tätigkeit |
| J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
| | | | | | | | | | |
|
| | | | | | | | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | n/a |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 99,93 | | |
| | | | | | | | 0,07 | | |
| | | | | | | | 98,31 | | |
| | | | | | | | 98,31 | | |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 1,69 | | |
| | | | | | | | 100,00 | | |
| | | | | | | | | | |
OpEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024
Geschäftsjahr 2024 | Jahr 2024 | Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |
Wirtschaftstätigkeiten | Code | OpEx | OpEx-Anteil 2024 | Klima-schutz | An-passung an den Klima-wandel | Wasser | Umwelt-ver-schmut-zung | Kreis-laufwirt-schaft | Biolo-gische Vielfalt |
|
| | TEUR | % | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL |
|
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | |
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | | | | | | | | | |
|
Erwerb und Eigentum an Gebäuden | CCM 7,7 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
|
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
|
davon ermöglichende Tätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
davon Übergangstätigkeiten | | n/a | n/a | n/a | | | | | | |
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | | | | | | | | | |
|
Erwerb und Eigentum an Gebäuden | CCM 7,7 | –6.658 | 100 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL |
|
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) | | –6.658 | 100 | n/a | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1.+A.2.) | | –6.658 | 100 | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
|
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | |
|
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | | 0 | 0 | | | | | | | |
Gesamt (A + B) | | –6.658 | 100 | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
J- Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit;
N- Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit;
N/EL- (Not eligible) Für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
EL- (Eligible) Für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
n/a: not available
Da zum Berichtszeitpunkt die Auslegung und praktische Anwendung einiger technischer Bewertungskriterien noch unklar war, macht CA Immo keine Angaben zu taxonomiekonformen OpEx.
| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung") | | | | |
| Klimaschutz | Anpassung an den Klima-wandel | Wasser | Umwelt-verschmut-zung | Kreislauf-wirtschaft | Biologische Vielfalt | Mindest-schutz | Anteil taxonomie-konformer (A.1) oder taxonomie-fähiger (A.2) OpEx 2023 | Kategorie ermöglich-ende Tätigkeit | Kategorie Übergangs-tätigkeit |
| J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | |
| n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | | n/a |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 100 | | |
| | | | | | | | 100 | | |
| | | | | | | | 100 | | |
| | | | | | | | | | |
| | | | | | | | 0 | | |
| | | | | | | | 100 | | |
| | | | | | | | | | |
Klimaschutz
V. Strategie
CA Immo Agenda im Bereich Klimaschutz – Dekarbonisierungsstrategie
CA Immo ist als Anbieter von Class-A-Büroflächen mit hohen Qualitätsstandards positioniert. Energieeffiziente Gebäude im Bestand zu halten sowie möglichst klimaschonend zu entwickeln, ist ein wesentlicher strategischer Faktor zur Sicherung der Marktfähigkeit des Portfolios und – in Folge – der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Der CO2-Fußabdruck von CA Immo ist Großteils getrieben vom Energieverbrauch für die Heizung, Kühlung und sonstige Elektrifizierung unserer Bestandsgebäude. Wesentliche Hebel zur Erreichung einer Emissionsreduktion sind somit:
– Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen,
– Erhöhung der Energieeffizienz der Gebäude,
– Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Gas- und Ölheizungen),
– Reduktion der verbauten Emissionen,
– Verkauf von Gebäuden,
– Mietereinbindung.
Maßnahmen zur Dekarbonisierung werden im Zuge des strategischen Kapitalrotationsprogramms kontinuierlich umgesetzt – von der Entwicklung energieeffizienter Gebäude für den eigenen Bestand bis hin zum gezielten Verkauf von in Bezug auf Energie und CO2-Emissionen ineffizienten, älteren Gebäuden, bei denen eine Sanierung wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Die Kosten für diese Maßnahmen werden für die einzelnen Gebäude laufend evaluiert und in der CapEx-Planung berücksichtigt.
Bei der Festlegung der CO2-Emissionsreduktionsziele (Dekarbonisierungsziele) wurden u. a. folgende künftige Entwicklungen berücksichtigt:
– Einkauf von Strom aus erneuerbaren Quellen zur Reduktion der energiegetriebenen CO2-Emissionen im Gebäudebetrieb,
– Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs (z.B. LED-Beleuchtung, Temperaturanpassungen, Sanierungen).
Die untenstehenden Tabellen zeigen die Klimaziele inkl. Zielerreichung 2024 sowie die für CA Immo wesentlichsten Emissionskategorien und deren Dekarbonisierungshebel im Überblick.
CA Immo Dekarbonisierungsziele
Ziel | Zielerreichung 2024 |
– Reduktion der CO2-Emissionsintensität des Bestandsportfolios um 50% bis 2030 (Basisjahr 2019, Scope 1+2 Emissionen, marktbasiert) | 2019-2024: –75%
|
– Reduktion der Energieintensität des Bestandsportfolios um 15% bis 2025 (Basisjahr 2019, vom Vermieter bezogene Energie für Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste) | 2019-2024: –32%
|
übersicht der wesentlichen co2-emissionen und dekarbonisierungshebel
THG-Emissionen nach Kategorien | Beschreibung | Geschäftsfeld | Dekarbonisierungshebel |
Scope 1 und 2: Eigener Betrieb und vorgelagerte Wertschöpfungskette |
Scope 1 | – Gas- und Ölheizungen im Bestand – Kühlmittelverluste im Bestand | – Bestands- management | – Ausstieg aus fossilen Brennstoffen – Verkauf von Gebäuden |
Scope 2 | – Strom für Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste 1) – Fernwärme | – Bestands- management | – Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen – Erhöhung der Energieeffizienz – Verkauf von Gebäuden |
Scope 3: Vorgelagerte Wertschöpfungskette |
Kategorie 2, Investitionsgüter | – Gebundene Emissionen in Baumaterialien (z.B. Zement, Stahl) | – Projektent-wicklung | – Reduktion der verbauten Emissionen |
Kategorie 3, Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie | – Übertragungs- und Verteilungsverluste in der Produktion der für den Gebäudebetrieb benötigten Energie (in Ergänzung zu Scope 1 und 2) | – Bestands- management | – Siehe Scope 1 und 2 |
Scope 3: Nachgelagerte Wertschöpfungskette |
Kategorie 13, Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter | Mieterstrom2): – Vom Mieter direkt bezogen – Vom Vermieter bezogen, submetered | – Bestandsmanagement | – Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen – Mietereinbindung |
| | | |
1) z. B. für Kühlung, Ventilation, Licht, Aufzüge, Wärmepumpen; inkl. Mieterstrom für eigengenutzte Büroflächen
2) z.B. für IT, Küchengeräte, Beleuchtung
Erläuterungen zu den einzelnen Dekarbonisierungshebeln sowie zu den im Geschäftsjahr 2024 umgesetzten Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele finden sich weiter unten im Absatz „Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien“. Die damit verbundenen Kosten werden für die einzelnen Gebäude bzw. Projekte laufend evaluiert und in der CapEx-Planung berücksichtigt.
Ziele oder Pläne zur Anpassung der wirtschaftlichen Tätigkeiten an die Kriterien der EU-Taxonomie
Als überwiegender Bestandshalter, der Neubauprojekte selektiv und primär für den eigenen Bestand entwickelt, ist für CA Immo im Rahmen der EU-Taxonomie vor allem die Wirtschaftsaktivität 7.7 (Erwerb und Besitz von Immobilien) zur Erreichung des Umweltziels Klimaschutz der EU-Taxonomie anwendbar, da nur über diese taxonomiekonformer Umsatz generiert werden kann. Um den taxonomiekonformen Umsatz aus dem Bestandsportfolio sukzessive zu erhöhen, gelten folgende Richtlinien:
– alle Neubauprojekte sollen im Einklang mit den technischen Screening-Kriterien (TSC) der EU-Taxonomie für das Umweltziel Klimaschutz gemäß der wirtschaftlichen Aktivität 7.1 und 7.7 entwickelt werden,
– Schrittweise Verbesserung der Energieeffizienz (und somit der Energie-Effizienzklassen) der Bestandsgebäude durch die Sanierung älterer Gebäude mit schlechter Energiebilanz, sofern dies finanziell und strategisch sinnvoll ist.
Sämtliche mit diesen Maßnahmen in Verbindung stehenden CapEx werden im Rahmen des EU-Taxonomie-Reportings ausgewiesen.
CA Immo ist nicht von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die Klimaveränderungen stellen ein Risiko dar, das sich für CA Immo auf zwei Ebenen entfaltet:
– Physische Risiken: Physische Schäden und Beeinträchtigung von Gebäuden durch akute oder chronische Wetterereignisse (z.B. Überschwemmungen, Hitzestress) können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur- und Wartungsarbeiten bis hin zur vorübergehenden Schließung oder Wertverlust des Gebäudes führen,
– Übergangsrisiken (Transitionsrisiken): Regulatorische Änderungen, die auf die Reduzierung von Emissionen oder die Durchsetzung höherer Effizienzstandards abzielen, könnten Compliance-Kosten (Strafen, Abgaben), höhere Bau- und Finanzierungskosten bzw. schlechtere Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie schlechtere Vermarktbarkeit verursachen und sich negativ auf den Gebäudewert auswirken.
Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine umfassende Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse gemäß EU-Taxonomie (Anpassung an den Klimawandel) durchgeführt (siehe Kapitel „Allgemeine Angaben“. Die Analyse erfolgte unter Berücksichtigung von zwei RCP-Szenarien (RCP2.6 und RCP4.5). RCP 4.5 beschreibt ein realistisches Szenario mit gemäßigten Klimaschutzmaßnahmen, das eine globale Erwärmung von etwa 2,0 bis 3,0 °C bis 2100 – im Vergleich mir der vorindustriellen Zeit – erwarten lässt (Quelle: IPCC Fifth Assessment Report).
CA Immo ist als Manager und Entwickler von Prime-Bürogebäuden primär in innerstädtischen Lagen zentraleuropäischer Metropolstädte und somit ausschließlich in gemäßigten Klimazonen (Mitteleuropa) und nicht in Küstenstädten aktiv. Anhand dieser geografischen Verortung sind einige der im Kanon der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 enthaltenen klimabezogenen physischen Risiken für CA Immo nicht oder nur eingeschränkt relevant (u.a. tropische Stürme, Anstieg des Meeresspiegels).
Die Risiken, gegenüber denen die Objekte von CA Immo in ihren innerstädtischen Lagen exponiert sind, sind vor allem temperaturbedingt (Hitze) sowie wasserbezogen (Dürre und Überschwemmungen). Bei allen Objekten mit einer erhöhten Exposition für physische Risiken wurden bereits Anpassungslösungen implementiert. In Bezug auf ein Überschwemmungsrisiko ist darüber hinaus der generell gut ausgebaute Hochwasserschutz in den meisten Städten, in denen CA Immo aktiv ist, zu berücksichtigen, sofern die Objekte überhaupt in einem Überschwemmungsgebiet liegen.
Anpassungslösungen bei wasserbezogenen Risiken:
– Hochwasserschutzkonzepte,
– Schutz vor Rückfluss,
– Flussregulierung,
– Barriereschutz, Damm.
Anpassungslösungen bei temperaturbedingten Risiken:
– Kühl- und Sonnenschutzsysteme einschließlich Beschattungssysteme,
– Gebäudeklimatisierung,
– Begrünungskonzepte.
Implementierte Maßnahmen wirken sich reduzierend auf das Risikovolumen und die Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Darüber hinaus sind versicherbare Risiken – inklusive Naturkatastrophen und extreme Wettereinwirkungen – vom konzernweit abgeschlossenen Versiche-rungsschutz abgedeckt, seit 2024 in voller Höhe (voller Wiedererrichtungswert).
Das Ergebnis der Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse zeigt, dass es im CA Immo-Bestand aktuell keine Objekte gibt, die wesentlichen physischen Risiken ausgesetzt sind, da für diese bereits ausreichende Anpassungslösungen implementiert wurden.
In Bezug auf klimabezogene Übergangsrisiken profitiert CA Immo als Prime-Office-Anbieter vom traditionell hohen Qualitätsanspruch im Portfoliomanagement und der Entwicklung von Gebäuden für den eigenen Bestand. Dies zeigt sich u. a. in der Zusammensetzung der Energie-Effizienzklassen im Bestandsportfolio (siehe Grafik im Abschnitt „Parameter und Ziele“ weiter unten). Die vergleichsweise gute Resilienz des CA Immo-Geschäftsmodells ist auch im Anteil der Gebäude mit Gas- oder Ölheizung reflektiert, der sich im Zuge des seit 2021 intensivierten Kapitalrotationsprogramms kontinuierlich von 35% (31.12.2020) auf 11% des Buchwerts (zum Stichtag 31.12.2024, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen gem. IFRS 5) reduziert hat. Der Anteil der Gebäude mit Gasheizung bzw. mit schlechter Energiebilanz soll in den kommenden Jahren durch Neubau- und Sanierungsprojekte sowie durch Verkäufe im Zuge des strategischen Kapitalrotationsprogramms kontinuierlich weiter reduziert werden.
Um Klimarisiken im Rahmen von Projektentwicklungen sowie großen Renovierungsprojekten präventiv zu minimieren, werden diese ausschließlich unter der Maßgabe einer Zertifizierungsfähigkeit (Nachhaltigkeitszertifizierung gemäß DGNB, LEED oder BREEM Standard) durchgeführt.
VI. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Strategien im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
Um die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Klimaschutz zu managen, kommen konzernweit folgende Policies zur Anwendung:
Strategien im Zusammenhang mit dem Klimawandel 1)
Thema/Ziel | Policy | Anwendungsbereiche | Verantwortung | Monitoring |
– Klimaschutz – Einsatz erneuerbarer Energien | Energieeinkauf: Einkauf von Energie aus erneuerbaren Quellen | Bestandsportfolio: eigene Tätigkeiten, vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette | CEO | Quartalsweise Datenerhebung und internes Reporting |
– Energieeffizienz | Energie-Monitoring und Management: Portfoliomanagement auf Basis der Gebäude-Energieverbrauchsdaten | Bestandsportfolio: eigene Tätigkeiten, nachgelagerte Wertschöpfungskette | CEO | Quartalsweises internes Reporting |
– Energieeffizienz – Anpassung an den Klimawandel | DGNB- bzw. LEED-Zertifizierung mit mind. Gold-Level und EU-Taxonomiekonformität gem. Wirtschaftsaktivität 7.1 und 7.7 für jedes Neubauprojekt | Projektentwicklung | CEO | Quartalsweises internes Reporting, jährlicher ESG-Bericht |
1) Umsetzung aller Richtlinien nach bestem Bemühen und vorbehaltlich einer Bewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien
Um etwaige Klimarisiken vorausschauend zu mitigieren, definiert CA Immo Klimaziele sowie entsprechende Maßnahmen und analysiert laufend deren Wirkung zur Messung des Fortschritts in der Erreichung dieser Ziele. Diese Daten fließen in das konzernweite Portfoliomonitoring ein, auf dessen Basis Entscheidungen über (energetische) Investitionen bzw. Portfoliotransaktionen (Kapitalrotation) getroffen werden.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
wesentliche massnahmen im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel
Potenzielle finanzielle Risiken | Maßnahmen 2024 |
– Physische Schäden und Beeinträchtigung von Gebäuden durch akute oder chronische Wetterereignisse (z. B. Überschwemmungen, Hitzestress) können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur- und Wartungsarbeiten bis hin zur vorübergehenden Schließung oder Wertverlust des Gebäudes führen | – Durchführung einer Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse mit RCP-Szenarien gemäß den Richtlinien der EU-Taxonomie – Kontinuierliche Kontrolle, Wartung und Instandhaltung der Gebäude – Zwei Projekte im Bau für den eigenen Bestand mit DGNB-Zertifizierung (mind. Gold-Standard angestrebt) – Umfassender Versicherungsschutz für Bestand und Projekte (Baustellen) |
| |
wesentliche massnahmen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz
Potenzielle finanzielle Risiken | Dekarbonisierungshebel | Maßnahmen 2024 |
Regulatorische Änderungen, die auf die Reduzierung von Emissionen oder die Durchsetzung höherer Effizienzstandards abzielen, könnten Compliance-Kosten, höhere Bau- und Finanzierungskosten bzw. schlechtere Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie schlechtere Vermarktbarkeit verursachen und sich negativ auf den Gebäudewert auswirken | Ausstieg aus fossilen Brennstoffen | – Start eines Sanierungsprojekts in Prag zur Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpen |
Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen | – Konzernweiter Gebäudebetrieb (Allgemeinflächen/zentral zur Verfügung gestellte Dienste) mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen |
Erhöhung der Energieeffizienz des Bestandsportfolios | – Laufende Optimierung der Betriebszeiten der Gebäudeleittechnik, Anpassung der Raumtemperatur, Umstellung auf LED – Start eines Sanierungsprojekts zur Erhöhung der Energieeffizienz – Zwei Projekte im Bau für den eigenen Bestand |
Reduktion der verbauten Emissionen | – Baustart des ersten Holz-Hybrid-Neubauprojekts am Berliner Hauptbahnhof (Anna-Lindh-Haus) |
Verkauf von Gebäuden | – Verkauf von zwei Bestandsgebäuden mit Gasheizung |
Mieterbeteiligung | – Im Geschäftsjahr 2024 wurden insgesamt 59 Mietverträge als Green Lease-Verträge abgeschlossen. |
wesentliche massnahmen im Zusammenhang mit Klimachancen
Potenzielle Chancen | Maßnahmen 2024 |
– Energieeffizienzverbesserungen sowie der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien können die Betriebskosten senken, den Immobilienwert steigern und für Mieter attraktiv sein, die auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz Wert legen. | – Start eines Sanierungsprojekts zur Erhöhung der Energieeffizienz – Zwei Projekte im Bau für den eigenen Bestand |
– Green Finance: Niedrigere Finanzierungskosten, bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital für Gebäude mit guter Energie- und Klimabilanz | – Ökologische Finanzierungsstrategie: 2024 Emission eines Green Bond mit einem Volumen von 350 Mio. € sowie Abschluss eines Green Loans für ein Berliner Bürogebäude iHv. 70 Mio. € |
Im Jahr 2024 wurden insgesamt rund 80 Mio. € in zwei Neubau- bzw. ein großes Sanierungsprojekt in Umsetzung investiert, die Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel beinhalten. Investitionen in Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel werden im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses von der Abteilung Asset Management (Bestand) bzw. Development (Neubauprojekte) vorgeschlagen und vom Vorstand beschlossen.
Ein Monitoring der Energieeinsparungen in Folge der durchgeführten Optimierungsmaßnahmen erfolgt im Zuge der laufenden Verbrauchsdatenerhebung.
Die wesentlichen Dekarbonisierungshebel sowie im Jahr 2024 umgesetzte Maßnahmen im Detail:
Ausstieg aus fossilen Brennstoffen
Der kontinuierliche Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe (Gas- oder Ölheizung) ist ein wesentlicher Hebel zur Erreichung der Klimaneutralität. Die CA Immo-Wärmestrategie fokussiert auf den kontinuierlichen Ausbau (potenziell) erneuerbarer Heizenergieträger im Bestand – vor allem auf Fernwärme und den Einsatz von Wärmepumpen – mittels Tausch des Heizenergieträgers von Gas oder Öl hin zu Fernwärme oder Wärmepumpe.
Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Sanierung des Prager Bestandsobjekts Danube House gestartet, in deren Rahmen auch die Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpe vorgesehen ist. Darüber hinaus wurde 2024 der Verkauf von zwei Bestandsgebäuden mit Gasheizung abgeschlossen.
Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen
Die Emissionsintensität des Bestandsportfolios ist getrieben vom Energieverbrauch für die Heizung, Kühlung und sonstige Elektrifizierung unserer Gebäude. Ein wesentlicher Dekarbonisierungshebel im Bestandsmanagement ist somit die Umstellung des Gebäudebetriebs auf grüne Energie. Die CA Immo-Richtlinien für grünen Energieeinkauf sehen folgende Maßnahmen vor:
– Konzernweiter Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen mit Herkunftsnachweis, bevorzugt gemäß EECS (European Energy Certificate System) zertifiziert,
– Keine CO2-Kompensationen für Gas, Fernwärme oder Strom,
– Dekarbonisierung der regionalen Strom- und Fernwärmenetze als Voraussetzung zum Erreichen der Klimaneutralität (Ökologisierung des nationalen Energiemixes),
– Ausbau erneuerbarer Energieträger am Gebäudebestand und im Rahmen von Neubau- und Sanierungsprojekten (z. B. Photovoltaik-Anlagen).
Diese Richtlinien gelten vorbehaltlich lokaler Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Im Jahr 2024 wurden CA Immo-Gebäude zu 98% mit Allgemeinstrom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben (2023: 82%). Dies gilt für alle Allgemeinflächen und vom Vermieter zentral zur Verfügung gestellten Dienste (z. B. Gebäudeklimatisierung, Aufzüge, Beleuchtung) in Multi-Tenant-Gebäuden. Da in den CEE-Ländern Ungarn, Polen und Tschechien darüber hinaus der gesamte Mieterstrom von CA Immo zentral eingekauft und via Submetering an die Mieter weitergegeben wird, inkludieren die Stromverträge in diesen Ländern auch den Mieterstrom. Die Versorgung der eigengenutzten CA Immo-Büros (in eigenen Bestandsgebäuden und in Drittgebäuden) erfolgte zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen (2023: 86%). 77% des gesamten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen wurden im Jahr 2024 von EECS-zertifiziertem Ökostrom gedeckt.
Erhöhung der Energieeffizienz des Bestandsportfolios
CA Immo investiert kontinuierlich in die Optimierung der Energieeffizienz des Bestandsportfolios. Teil dieses energetischen Optimierungsprogramms sind u. a. folgende Maßnahmen:
– Energetische und klimagerechte Modernisierung und Sanierung von Bestandsimmobilien: z. B. Einbau von LED-Technik mit modernen Sensoren, Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen, Optimierung der Gebäudehülle und -technik,
– Energieeinsparungen u. a. durch die Optimierung der Betriebszeiten der Gebäudeleittechnik, Temperaturregelung,
– Gebäudedigitalisierung: intelligente Steuerung der technischen Gebäude-Infrastruktur wie z. B. Licht-, Klima- und Heizanlagen und frühzeitige Erkennung von Optimierungspotenzialen durch moderne Gebäude-Leittechnik,
– Kontinuierliche Reduktion des Energiebedarfs von Neubauprojekten für den eigenen Bestand durch Optimierung der Gebäudehülle und -technik.
Anfang 2024 wurde die umfassende Renovierung des Warschauer Bürogebäudes Saski Crescent abgeschlossen. Mittels der umgesetzten Maßnahmen wurde der Primärenergiebedarf des Gebäudes gemäß Energieausweis um mind. 30% reduziert.
Ende 2024 wurde die Sanierung des Prager Bestandsgebäudes Danube House gestartet. Mittels der geplanten Maßnahmen soll eine LEED-Platin-Zertifizierung und eine Erhöhung der Energie-Effizienzklasse von C auf B erreicht werden.
Mitte September erfolgte der Baustart für das neue Berliner Bürogebäude Anna-Lindh-Haus. Nach Fertigstellung soll das Gebäude durch die Nutzung von Wärmepumpen vollständig elektrifiziert sein. Hierzu kommt eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage, die bis zu 30% des Strombedarfs vor Ort produzieren soll. Mit einem projektierten Energieverbrauch von weniger als
50 kWh/m² liegt das Anna-Lindh-Haus rd. 70% unter dem Nearly-Zero-Energy-Building-Referenzwert (Anforderungswert gemäß GEG).
Verkauf von Gebäuden
Gezielter Verkauf von Gebäuden mit Gasheizung oder in Bezug auf Energie und CO2-Emissionen ineffizienten Gebäuden, bei denen eine Sanierung wirtschaftlich nicht darstellbar ist, im Zuge des strategischen Kapitalrotationsprogramms. Im Jahr 2024 hat CA Immo zwei Bestandsgebäude mit Gasheizung verkauft.
Mieterbeteiligung: Green Lease Agreements
Ein ganzheitlich umwelt- und klimafreundlicher Gebäudebetrieb bedarf der Mitwirkung der Gebäudenutzer. Vor allem durch den Bezug von (Mieter-)Strom aus erneuerbaren Energiequellen und energiesparendes Nutzerverhalten können unsere Mieter einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Gebäude-CO2-Emissionen leisten. Mittels Green Lease Agreements bieten wir unseren Mietern die Möglichkeit, sich partnerschaftlich an unseren ESG-Initiativen zu beteiligen in Bereichen, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Ein Green Lease ist ein Mietvertrag, in dem Mieter und Vermieter durch den Zusatz von ESG-Vertragsklauseln eine möglichst nachhaltige und effiziente Nutzung und Bewirtschaftung der Immobilie vereinbaren. Entsprechende Vertragsbestandteile wurden 2022 konzernweit ausgerollt. Bis Ende 2024 wurden insgesamt 228 Mietverträge (31.12.2023: 165) für eine vermietbare Nutzfläche von mehr als 235.000 m² als Green Lease-Verträge abgeschlossen. Green Lease Agreements inkludieren u. a.:
– Bezug von Ökostrom zur Reduktion der CO2-Emissionen im operativen Betrieb (Mieterstrom),
– Daten- und Informationsaustausch mit dem Mieter
(v. a. Energieverbrauch),
– ökologische Reinigung,
– Umwelt- und ressourcenschonende Ausstattung der Mietfläche.
Reduktion der gebundenen (verbauten) CO2-Emissionen im Zuge von Neubauprojekten
Zusätzlich zur Senkung des Energiebedarfs der Bestandsgebäude in der Nutzungsphase (operative CO2-Emissionen) ist auch die Reduktion der gebundenen CO2-Emissionen im Zuge von Neubauprojekten – u. a. durch die Verwendung emissionsarmer Baumaterialien – ein wichtiger Hebel zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus. Während im Bestandsmanagement die Reduktion der operativen CO2-Emissionen im Fokus steht, werden in der Projektentwicklung auch die Emissionen der vorgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet.
Unsere Dekarbonisierungsstrategie für Neubauprojekte zur Reduktion der Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sieht u. a. folgende Maßnahmen vor:
– Frühzeitige Durchführung einer CO2-Lebenszyklusanalyse (LCA) für jedes Neubauprojekt zur Erfassung und Reduktion der gebundenen CO2-Emissionen,
– Verwendung von emissionsarmen bzw. CO2-reduzierten Baumaterialien (z. B. Holz) soweit möglich,
– Erstellung eines Materialpasses für jedes Neubauprojekt zur Erfassung der Baumaterialien und zur Optimierung von Rohstoffverbrauch und Emissionslast (cradle to grave / cradle to cradle),
– DGNB- bzw. LEED-Zertifizierung mit mind. Gold-Level für jedes Neubauprojekt,
– Stärkere Fokussierung auf Bestandssanierungen, selektive Umsetzung von Neubauprojekten.
Im Herbst 2024 wurde mit dem Anna-Lindh-Haus die Entwicklung des ersten Neubauprojekts in Holzhybridbauweise gestartet. Durch die Kombination von Holz und CO2-reduziertem Beton soll eine signifikante Reduktion der CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlicher Bauweise erzielt werden.
Mittels der oben genannten Maßnahmen konnte CA Immo den energiebezogenen CO2-Fußabdruck des Bestandsportfolios (Scope 1, 2 und 3.13) im Geschäftsjahr 2024 im Vorjahresvergleich um 18% reduzieren. Eine Aufstellung des Energieverbrauchs inkl. der daraus resultierenden CO2-Emissionen findet sich in den Kapiteln „Energieverbrauch und Energiemix“ sowie „THG-Bruttoemissionen“.
VII. Parameter und Ziele
Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz
| Basisjahr 2019 | Ziel für 2030 | Zielerreichung 2024 |
THG-Emissionsintensität des Bestandsportfolios, Scope 1 und 2 1) | 44 CO2e/m² | 22 CO2e/m² (–50%) | 11 CO2e/m² (–75%)
|
| Basisjahr 2019 | Ziel für 2025 | Zielerreichung 2024 |
Energieintensität des Bestandsportfolios (Allgemeinstrom und zentral zur Verfügung gestellte Dienste, in kWh/m²) 2) | 164 kWh/m² | 139 kWh/m² (–15%) | 112 kWh/m² (–32%)
|
Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien im Bestandsportfolio (in %) 2) | 0% | 100% | 98% |
1) Energiebezogene Scope 1+2 Emissionen, marktbasiert
2) Vom Vermieter bezogene Energie, exkl. Mieterstrom
Ab dem Bericht 2024 wird die beheizte/gekühlte Nettogrundfläche (in m², gemäß Energieausweis) zur Berechnung der Energie- und Kohlenstoffintensität verwendet (bis inkl. 2023: Brutto-Innenfläche (GIA) in m², einschließlich Garagenstellplätzen, Keller und Lagerraum im Gebäude). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
co2-emissionsintensität 2019-2024
(Scope 1 und 2, marktbasiert)
energieintensität 2019-2024 allgemeinflächen/shared services
Energieverbrauch und Energiemix
Energieverbrauch und Energiemix
In MWh | 2024 | 2023 | Veränderung in % |
(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen | 0 | 0 | |
(2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen | 223 | 214 | 4% |
davon vom Vermieter beschafft | 223 | 214 | 4% |
(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas | 23.066 | 22.347 | 3% |
davon vom Vermieter beschafft 1) | 19.987 | 19.578 | 2% |
davon vom Mieter beschafft | 3.079 | 2.755 | 12% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden 2) | 0 | 14 | –100% |
(4) Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen | 0 | 0 | |
(5) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen | 79.655 | 91.399 | –13% |
Verbrauch aus Fernwärme | 53.058 | 51.439 | 3% |
davon vom Vermieter beschafft 3) | 43.481 | 45.095 | –4% |
davon vom Mieter beschafft | 9.328 | 5.885 | 59% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden 4) | 249 | 459 | –46% |
Stromverbrauch | 26.597 | 39.960 | –33% |
davon vom Vermieter beschafft (Allgemeinstrom, eigengenutzte Büroflächen) | 975 | 8.366 | –88% |
davon vom Vermieter beschafft und submetered (Mieterstrom) 5) | 849 | 7.524 | –89% |
davon vom Mieter beschafft (Mieterstrom) | 24.773 | 23.977 | 3% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden 6) | 0 | 93 | –100% |
(6) Gesamtverbrauch fossiler Energie | 102.944 | 113.960 | –10% |
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 56% | 64% | –12% |
(7) Verbrauch aus Kernkraftquellen | n.a | n.a | |
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | n.a | n.a | |
(8) Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen | 0 | 0 | |
(9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen | 79.566 | 64.403 | 24% |
Verbrauch aus Fernwärme | 0 | 0 | |
Stromverbrauch | 79.566 | 64.403 | 24% |
davon vom Vermieter beschafft (Allgemeinstrom) | 48.314 | 39.336 | 23% |
davon vom Vermieter beschafft und submetered (Mieterstrom) 7) | 31.059 | 24.833 | 25% |
davon vom Mieter beschafft (Mieterstrom, eigengenutzte Büroflächen)8) | 28 | 34 | –18% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen in Drittgebäuden 9) | 165 | 200 | –18% |
(10) Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt (Photovoltaik) | 302 | n/a | |
(11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie | 79.868 | 64.403 | 24% |
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 44% | 36% | 21% |
Gesamtenergieverbrauch | 182.812 | 178.364 | 2% |
davon CA Immo Bestandsportfolio | 182.398 | 177.598 | 3% |
davon eigengenutzte CA Immo-Büroflächen Drittgebäuden | 414 | 766 | –46% |
| | | |
1) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in CA Immo-Bestandsgebäuden (206 MWh). 2024: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen (170 MWh)
2) 2023: inkl. 2 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
3) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in CA Immo-Bestandsgebäuden (113 MWh). 2024: Inkl. 2 eigengenutzte Büroflächen (93 MWh).
4) 2023: Inkl. 6 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden. 2024: Inkl. 4 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
5) 2023: Inkl. eine eigengenutzte Bürofläche in einem CA Immo-Bestandsgebäude (12 MWh).
6) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
7) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in CA Immo-Bestandsgebäuden (40 MWh). 2024: Inkl. 4 eigengenutzte Büroflächen (50 MWh).
8) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in CA Immo-Bestandsgebäuden (34 MWh). 2024: Inkl. 1 eigengenutzte Bürofläche (18 MWh).
9) 2023 und 2024: Inkl. 4 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden. n.a.: not applicable; n/a: not available.
Energieintensität auf Grundlage der Nettoeinnahmen und GebäudeFläche
| 2024 | 2023 4) | Veränderung in % |
Energieintensität je Nettoeinnahme | | | |
Gesamtenergieverbrauch je Nettoeinnahme (MWh/Mio.€) | 615 | 623 | –1% |
Nettoeinnahmen, die zur Berechnung der Energieintensität herangezogen werden (in Mio. €) 1) | 297,4 | 286,1 | 4% |
Energieintensität je m² (Energiebezugsfläche) 2) | | | |
Energieintensität gesamtes Gebäude, inkl. Mieterstrom (kWh/m²) | 150 | 155 | –3% |
Abdeckung Energiebezugsfläche (m²) | 1.214.241 | 1.215.801 | 0% |
Energieintensität Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste, exkl. Mieterenergiebezug (kWh/m²) 3) | 112 | 108 | 4% |
Abdeckung Energiebezugsfläche (m²) 3) | 1.006.157 | 1.081.976 | –7% |
| | | |
1) Inkludiert Mieterlöse und Betriebskostenerlöse
2) Beheizte/gekühlte Nettogrundfläche
3) Exkl. Single-Tenant-Gebäude
4) Die Energieintensitäten für 2023 wurden aufgrund veränderter Gebäudeflächen neu berechnet (siehe Absatz „Änderungen der Methodik im Vergleich zum Bericht 2023“ weiter unten).
Obenstehende Tabellen zeigen die Verbrauchsdaten des gesamten CA Immo-Bestandsportfolios (inkl. der während des Geschäftsjahres 2024 verkauften Gebäude). Die Daten inkludierten im Jahr 2024 insgesamt 61 Bestandsgebäude (2023: 62 von 66 Bestandsgebäuden), davon 48 Multi-Tenant-Bürogebäude und 13 Single-Tenant Gebäude. Die Verbrauchsdaten der im Jahr 2024 verkauften Gebäude wurden anteilig berücksichtigt und in den Intensitäts-Kennzahlen annualisiert. Es wurden alle Assetklassen (96% Büroimmobilien, 4% sonstige Nutzungsarten, nach Buchwert) in die Verbrauchsdaten-Analyse einbezogen. Von den 61 Bestandsgebäuden wurden 39 Gebäude mit Fernwärme beheizt, 15 mit Gas, 1 mit Heizöl, 2 mit Wärmepumpen und 4 Gebäude verfügen über keine Heizung (3 Parkhäuser und ein Busbahnhof).
Daten zu den von CA Immo selbst genutzten Büros werden separat ausgewiesen. Die Anzahl der von CA Immo selbst genutzten Büroflächen hat sich durch den Verkauf der Bautochter omniCon zum Jahreswechsel deutlich von 14 (2023) auf 9 (2024) reduziert. Für unsere eigengenutzten Büros berichten wir die Intensitäts-Leistungsindikatoren unter Heranziehung der von uns im Gebäude genutzten Fläche (Mietfläche in m²).
Die Gesamtenergiemengen beinhalten vom Vermieter bezogene Energie zur Versorgung der technischen Gebäudeausstattung und Allgemeinflächen (Allgemeinstrom und zentral zur Verfügung gestellte Dienste wie Kühlung, Heizung), vom Mieter bezogene Energie sowie vom Vermieter bezogenen Strom, der direkt an die Mieter weitergeleitet und im Rahmen des Submetering erfasst und abgerechnet wird.
Um eine flächendeckende Datenerhebung für den gesamten Energieverbrauch unserer Gebäude bereitstellen zu können, bemühen wir uns, Mieter-Verbrauchsdaten (vom Mieter direkt eingekaufte Energie) von allen Single- als auch Multi-Tenant-Gebäuden zu erhalten. Für das Geschäftsjahr 2024 mussten rd. 12% des Stromverbrauchs und 3% des Fernwärmeverbrauchs (Gas: 0%) geschätzt werden. Fehlende Verbräuche wurden auf Basis von nationalen Benchmark-Daten und unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Gebäude-Leerstands geschätzt. Im Fall, dass nur für einzelne Monate keine Verbräuche vorlagen, wurden diese auf Basis der vorhandenen Daten hochgerechnet. Alle anderen Verbräuche basieren auf Rechnungen und Zählerständen.
Der Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmemix wurde nicht berichtet, da diese Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht für alle Gebäude vorlagen.
Zur Berechnung der Energieintensität der Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste (in kWh/m²) wird die vom Mieter beschaffte Energie exkludiert (exkl. Mieterstrom und Heizenergie von Single-Tenant-Gebäuden).
Veränderung der Methodik im Vergleich zum ESG-Bericht 2023:
Ab dem Bericht 2024 wird zur Kalkulation der Energie- und CO2-Intensitäten die beheizte/gekühlte Nettogrundfläche (gemäß Energieausweis) herangezogen (bis inkl. 2023: Brutto-Innenfläche (GIA) in m²; einschließlich Garagenstellplätzen, Keller und Lagerflächen im Gebäude). Die Zahlen der Vorjahre wurden entsprechend angepasst.
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
in t CO2e | 2024 | 2023 | Veränderung in % |
Scope-1-Treibhausgasemissionen | | | |
Scope-1-THG-Bruttoemissionen | 5.608 | 4.657 | 20% |
davon Immobilienbestand 1) | 4.278 | 4.148 7) | 3% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden 2) | 0 | 3 | –100% |
davon Kühlverluste (Refrigerants) im Immobilienbestand | 1.330 | 506 | 163% |
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) | 0 | 0 | |
Scope-2-Treibhausgasemissionen | | | |
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 35.469 | 38.118 | –7% |
davon Immobilienbestand 3) | 35.370 | 37.935 | –7% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden 4) | 99 | 183 | –46% |
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | 8.882 | 11.080 | –20% |
davon Immobilienbestand 5) | 8.858 | 11.057 | –20% |
davon eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden 6) | 24 | 23 | 4% |
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen | | | |
Gesamte indirekte (Scope-3) THG-Bruttoemissionen | 27.475 | 31.873 | –14% |
2 Investitionsgüter | 7.403 | 9.633 | –23% |
3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) | 1.573 | 1.635 | –4% |
13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Mieterstrom), standortbezogen | 18.499 | 20.605 | –10% |
13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Mieterstrom), marktbezogen | 7.451 | 10.041 | –26% |
THG-Emissionen insgesamt | | | |
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) | 68.552 | 74.647 | –8% |
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) | 41.965 | 47.609 | –11% |
| | | |
1) 2023: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen in eigenen Bestandsgebäuden (38 tCO2e). 2024: Inkl. 3 eigengenutzte Büroflächen (31 tCO2e)
2) 2023: Inkl. 2 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
3) 2023: Inkl. 7 eigengenutzte Büroflächen in eigenen Bestandsgebäuden (105 tCO2e). 2024: Inkl. 5 eigengenutzte Büroflächen (59 tCO2e)
4) 2023: Inkl. 7 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden. 2024: Inkl. 4 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
5) 2023: Inkl. 7 eigengenutzte Büroflächen in eigenen Bestandsgebäuden (16 tCO2e). 2024: Inkl. 5 eigengenutzte Büroflächen (14 tCO2e)
6) 2023: Inkl. 7 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden. 2024: Inkl. 4 eigengenutzte Büroflächen in Drittgebäuden.
n.a.: not applicable
n/a: not available
7) Scope 1 Emissionen für 2023 wurden restated.
Änderungen der Berechnungsmethodik einzelner KPIs finden Sie im Absatz „Änderungen der Methode im Vergleich zum Bericht 2023“ weiter unten.
Treibhausgasintensität auf der Grundlage der Nettoeinnahmen
| 2024 | 2023 3) | Veränderung in % |
THG-Intensität je Nettoeinnahme | | | |
THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) je Nettoeinnahme (tCO2e/Mio.€) | 231 | 261 | –12% |
THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoeinnahme (tCO2e/Mio.€) | 141 | 166 | –15% |
Nettoeinnahmen, die zur Berechnung der Treibhausgasintensität verwendet werden (in Mio. €) 1) | 297,4 | 286,1 | 4% |
THG-Intensität je m² (Energiebezugsfläche) 2) | | | |
THG-Intensität Scope 1-3 (standortbezogen, kgCO2e/m²) | 48 | 51 | –5% |
THG-Intensität Scope 1-3 (marktbezogen, kgCO2e/m²) | 17 | 20 | –17% |
Abdeckung Energiebezugsfläche (m²) | 1.214.241 | 1.240.595 | –2% |
THG-Intensität Scope 1-2 (standortbezogen, kgCO2e/m²) | 34 | 34 | –2% |
THG-Intensität Scope 1-2 (marktbezogen, kgCO2e/m²) | 11 | 12 | –12% |
Abdeckung Energiebezugsfläche (m²) | 1.214.241 | 1.240.595 | –2% |
| | | |
1) Inkludiert Mieterlöse und Betriebskostenerlöse
2) Beheizte/gekühlte Nettogrundfläche
3) Die CO2-Intensitäten für 2023 wurden aufgrund veränderter Gebäudeflächen neu berechnet (siehe Absatz „Änderungen der Methodik im Vergleich zum Bericht 2023“ weiter unten)
Alle Kennzahlen zur Intensität der Treibhausgasemissionen werden basierend auf Emissionen aus dem Energieverbrauch des Bestandsportfolios berechnet, ohne Scope 1-Emissionen aus Kältemittelverlusten, Scope 3 umfasst nur Kategorie 13 (nachgelagerte Leasing-Vermögenswerte: Mieterstrom).
Gebundene co2-emissionen und energiebedarf jüngster Projektfertigstellungen und aktueller und geplanter Bauprojekte
Projekt 1) | Nutzung | Fertigstellung | Netto-grundfläche in m² | Upfront Carbon (A1-A3) in kgCO2/m² | Primär-energiebedarf in kWh/m²/a | Endenergie-bedarf in kWh/m²/a |
ONE | Büro, Hotel | 2022 | 77.342 | 433 | 87 | 128 |
Grasblau | Büro | 2022 | 11.943 | 451 | 73 | 88 |
Hochhaus am Europaplatz | Büro | 2023 | 25.505 | 530 | 119 | 155 |
Upbeat | Büro | 2026 | 38.547 | 532 | 104 | 156 |
Anna-Lindh-Haus | Büro | 2026 | 16.820 | 406 | 44 | 24 |
Karlsbad 11 (geplantes Refurbishment) | Büro | 2026 | 12.954 | n.a. | 67 | 80 |
Gesamt | | | 183.111 | 469 | 89 | 122 |
Markt-Durchschnitt (Deutschland) 2) | Büro | | | | 191 | 137 |
| | | | | | |
1) ONE, Grasblau, Hochhaus am Europaplatz: Werte basieren auf finalem, nach Projektabschluss erstellten LCA. Die Werte für Upbeat sind vorläufige Schätzwerte, die in unterschiedlichen Projektphasen im LCA erfasst wurden mit dem Ziel, die Emissionswerte im Zuge der Projektumsetzung zu reduzieren. Während der Projektphase werden die gebundenen Emissionswerte laufend evaluiert und nach Fertigstellung konkretisiert. Finale Werte liegen somit erst nach Abschluss des Gesamtprojekts vor. Die Kennzahl zu den vorgelagerten CO2-Emissionen (Upfront Carbon) für das Renovierungsprojekt Karlsbad 11 sind zum Berichtszeitpunkt noch nicht verfügbar.
2) Marktdurchschnitt (Büro Deutschland) gem. deepki https://index-esg.com/, 2024
Quellen: Energieausweise, Ökobilanzen. Der Primärenergiebedarf eines Gebäudes errechnet sich aus dem Endenergiebedarf (Heizung, Beleuchtung, Kühlung; exkl. Mieterstrom wie IT oder Küchen in den Mietflächen), den im Gebäude eingesetzten Energieträgern (z. B. Strom, Fernwärme oder Gas) und deren definierten Primärenergiefaktoren. Der Einkauf von Ökostrom wird hierbei nicht berücksichtigt.
Der konzernweite CO2-Fußabdruck verteilt sich im Wesentlichen auf die Geschäftsfelder Bestandsmanagement (Nutzungsphase der Gebäude) und Projektentwicklung (Neubau, Gebäudesanierungen). Während die Emissionen des Bestands gleichmäßig und wiederkehrend über den gesamten Lebenszyklus der operativen Nutzung entstehen, fallen die Emissionen aus der Projektentwicklung konzentriert während der Bauphase in zumeist 1-5 Jahren an. In der Berichterstattung folgen wir der Scope-Definition des Greenhouse Gas Protocol:
– Scope 1: Direkte Emissionen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Gas, Öl, inkl. vom Mieter beschaffte Energie), Kühlmittelverluste,
– Scope 2: Indirekte Emissionen, welche im Zuge der Erzeugung der in CA Immo-Gebäuden genutzten Energie außerhalb der Liegenschaften von CA Immo angefallen sind: Strom für Allgemeinflächen und zentral zur Verfügung gestellte Dienste (z. B. Kühlung), Fernwärme für das gesamte Gebäude, inkl. vom Mieter beschaffte Fernwärme,
– Scope 3: Indirekte Emissionen, welche innerhalb der Wertschöpfungskette von CA Immo anfallen. CA Immo weist im Rahmen der Berichterstattung zum Stichtag Scope 3 Emissionen in folgenden Kategorien aus: Kategorie 2 (Investitionsgüter), Kategorie 3 (Brennstoff- und energiebezogene Tätigkeiten, die nicht in Scope 1 und 2 inkludiert sind) und Kategorie 13 (Nachgelagerte geleaste Vermögenswerte).
Scope 3.2 enthält Emissionen aus der Produktion von Materialien, die im Zuge von Neubauprojekten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehen. Als Quelle werden hierfür die Daten der im Zuge der Projektentwicklung erstellten CO2-Lebenszyklusanalysen verwendet (A1-A3 upfront carbon, siehe Tabelle „Gebundene CO2-Emissionen und Energiebedarf jüngster Projektfertigstellungen und aktueller Bauprojekte“). Diese Emissionen werden anteilig nach der Bauzeit pro Jahr berichtet. Emissionen im Kontext von Gebäudesanierungen wurden für das Geschäftsjahr 2024 nicht erhoben.
Scope 3.13 enthält Emissionen aus dem Stromverbrauch in den Mietflächen (Mieterstrom), der entweder direkt vom Mieter eingekauft wird (Deutschland, Österreich) oder von CA Immo eingekauft und an die Mieter submetered wird (CEE). Diese Kennzahl wird sowohl standortbezogen als auch marktbezogen berichtet, da der von CA Immo beschaffte und an Mieter weitergeleitete Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.
Die Umrechnung des Energieverbrauchs auf Treibhausgasemissionen erfolgt sowohl standortbasiert als auch marktbasiert. Für die standortbasierte Umrechnung werden länderspezifische, durchschnittliche Umrechnungsfaktoren verwendet wie folgt:
– Gas und Heizöl (Scope 1): Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA),
– Strom und Fernwärme (Scope 2): Internationale Energieagentur (IEA),
– Übertragungs- und Verteilungsverluste des im Gebäudebetrieb verbrauchten Stroms (Scope 3.3): IEA,
– Übertragungs- und Verteilungsverluste der im Gebäudebetrieb verbrauchten Fernwärme (Scope 3.3): DEFRA.
Scope 3.3-Emissionen für Öl und Gas wurden nicht berichtet, da hierfür keine Scope 3.3-Emissionsfaktoren vorlagen. Für die marktbasierte Umrechnung kommen die Faktoren der jeweiligen Energieanbieter (für Fernwärme und Strom) aus den von CA Immo abgeschlossenen Energieverträgen zur Anwendung. Falls diese in Einzelfällen nicht verfügbar waren, wurden standortbasierte Emissionsfaktoren verwendet.
Veränderung der Methodik im Vergleich zum ESG-Bericht 2023:
– Der Gas- und Fernwärmeverbrauch von Gebäuden mit einem einzigen Mieter (vom Mieter bezogen, single tenant Gebäude) wurde in Scope 1 bzw. 2 aufgenommen (bis 2023: Geltungsbereich 3.13). Ab 2024 wird nur noch der Stromverbrauch der Mieter (Mieterstrom) als Teil der Emissionen des Geltungsbereichs 3.13 ausgewiesen,
– Ab dem Bericht 2024 wird die beheizte/gekühlte Nettogrundfläche (in m², gemäß Energieausweis) zur Berechnung der Energie- und Kohlenstoffintensität verwendet (bis 2023: Brutto-Innenfläche (GIA) in m²; einschließlich Garagenstellplätzen, Keller- und Lagerflächen im Gebäude).
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Energieausweisklassen des Bestandsportfolios
Zum Stichtag wiesen rund 61% der Bestandsimmobilien (nach Buchwert) eine Energieeffizienzklasse A oder B (gemäß Energieausweis) auf oder waren als Top 15% in Bezug auf Energieeffizienz eingestuft. Die Aufschlüsselung der Immobilien nach Energieeffizienzklasse gliedert sich wie folgt:
Energieeffizienzklassen des Gebäude-bestands nach Buchwert (Basis: 4,3 Mrd. €)
Exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen (IFRS 5). Energieeffizienzklassen gemäß Energieausweis, außer für deutsche und polnische Gebäude, da es in den deutschen und polnischen Ausweisen keine Energieeffizienzklassen gibt. Deutsche Gebäude wurden gemäß der DGNB-Methodik für die Berechnung der Top 15% Energieeffizienz klassifiziert: Der Primärenergiebedarf liegt mindestens 10% unter dem NZEB-Standard (Anforderungswert). Alle deutschen Gebäude, die dieses Kriterium nicht erfüllen, wurden als nicht Top 30% eingestuft.
Nicht kategorisiert: Umfasst Gebäude ohne Energieausweis und polnische Gebäude, da es für diese keine etablierte Methodik zur Umrechnung der Energiewerte in Klassen gibt.
Nachhaltigkeitszertifizierungen als Indikator für Gebäudequalität
Um einen transparenten, international vergleichbaren und objektivierten Nachweis der Gebäudequalität über das gesamte Portfolio hinweg erbringen zu können, lässt CA Immo strategische Core-Bestandsgebäude und Neubauprojekte zertifizieren. Hierbei kommen international etablierte, ganzheitliche Nachhaltigkeitsstandards wie DGNB, LEED und BREEAM zur Anwendung. Darüber hinaus werden v. a. bei Neubauprojekten vereinzelt zusätzliche Gebäude-Zertifizierungsstandards wie WELL (Gesundheit und Wohlbefinden), WiredScore (digitale Konnektivität) und SmartScore (Design und smartes Nutzererlebnis) eingesetzt.
Am Beginn jeder Projektentwicklung steht eine standortspezifische und nutzerorientierte Produktdefinition, die u. a. den Standard und die Ausprägung der Nachhaltigkeitszertifizierung definiert. Daraus leiten sich die entsprechenden Mindeststandards an die ökologische, soziokulturelle und funktionale, technische, Standort- sowie Prozessqualität ab. Die Einhaltung der gesamtheitlich von CA Immo auf Konzern- sowie auf Produktebene definierten Sozial- und Umweltstandards müssen im Rahmen des Vergabeprozesses von Baudienstleistern und Lieferanten bestätigt werden. Das DGNB-Pflichtenheft mit Anforderungen zum Thema Nachhaltigkeit ist darüber hinaus Teil des Bauvertrags; die Einhaltung dieser Anforderungen wird mittels einer Umweltverträglichkeitsprüfung durch einen DGNB-Auditor im Zuge des Bauprozesses überprüft.
2024 wurde der DGNB-Zertifizierungsprozess für ein Bürogebäude (Projektfertigstellung) in Frankfurt abgeschlossen. Dem gegenüber stand der Verkauf eines zertifizierten Bestandsgebäudes in Wien. Zum 31. Dezember 2024 waren 35 CA Immo Büro- und ein Hotelgebäude nach DGNB, LEED oder BREEAM-Standard zertifiziert, darüber hinaus war ein Bürogebäude im Zertifizierungs-Prozess.
Nach Bilanzwert waren rd. 79% des gesamten CA Immo-Bestandsportfolios zertifiziert (exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen gem. IFRS 5; 2023: 67%). Inkl. der Gebäude, die sich zum Stichtag im Zertifizierungs- oder Refurbishment-Prozess befanden, lag die Zertifizierungsquote bei 84%.
zertifizierter immobilienbestand nach regionen 1)
in Mio. € | Bestand gesamt | Bestand mit Nachhaltigkeits-zertifikat | Anteil zertifizierter Bestand in % |
Deutschland | 2.795 | 2.181 | 78% |
Österreich | 235 | 0 | 0% |
CEE | 1.224 | 1.175 | 96% |
Summe | 4.255 | 3.356 | 79% |
| | | |
1) nach Bilanzwert, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen.
Zertifizierte Bestandsgebäude nach Bilanzwert
Verteilung der Zertifizierungsstandards im CA Immo-Bestandsportfolio (Basis: 3,4 Mrd. €)
Eigene Belegschaft
VIII. Strategie
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren Märkten lokal verankert und beschäftigt in ihren internationalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Personal. Zum 31.12.2024 arbeiteten Personen in sechs Ländern für CA Immo, davon liegen fünf Länder in der EU (exkl. Serbien). Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. 2024 sind von insgesamt 254 Mitarbeitern 248 in unbefristeten und 6 in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt (2023: von insgesamt 348 Mitarbeitern waren 338 in unbefristeten und 10 in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt). Der Anteil der Angestellten mit befristetem Dienstvertrag liegt bei 2% (2023: 3%).
Die eigene Belegschaft inkludiert ausschließlich Beschäftigte, die bei CA Immo angestellt sind. Nicht berücksichtigt sind 24 Personen, die in Joint-Ventures angestellt sind (22 DRG und 2 Zollhafen Mainz).
Die Themen Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit sind aufgrund der direkten Geschäftstätigkeit von CA Immo ausschließlich im europäischen Raum und der damit verbundenen Rechtslage nicht risikobehaftet. Da CA Immo über keine Produktionsstätten verfügt und CA Immo-Mitarbeiter überwiegend Büroarbeit verrichten (somit Wissensarbeiter sind), bezieht sich die Strategie zur Verhütung von Arbeitsunfällen vor allem auf Gesundheitsschutz und Sicherheit im Zuge der Tätigkeit im Büro und auf Baustellen im Zuge von Neubau- bzw. Refurbishment-Projekten.
Wesentliche potenzielle Auswirkungen, Risiken und Chancen im zusammenhang mit der eigenen belegschaft
Auswirkungen | | Maßnahmen und strategische Vorsorge |
Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte eigener Mitarbeiter | – Sichere Beschäftigung (Jobsicherheit) | – In unseren Kernmärkten schließen wir nahezu ausschließlich unbefristete Dienstverträge. |
– Arbeitszeit | – Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben. |
– Angemessene Entlohnung | – Angemessene Entlohnung, die mit geltenden regionalen Benchmarks im Einklang steht. |
– Arbeitsumfeld | – Modernes, innerstädtisches Arbeitsumfeld mit zahlreichen Aufenthalts-/Gemeinschaftsflächen und guter Infrastruktur. |
– Sozialer Dialog | – Betriebsrat in Österreich und Deutschland, Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu unterschiedlichen Belangen (z. B. zusätzliche Feiertage) mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen – Mitspracherecht bei einschneidenden Unternehmensentscheidungen durch die Repräsentanz des österreichischen Betriebsrats im Aufsichtsrat (zwei Arbeitnehmervertreter). |
Gleichbehandlung & Chancengleichheit eigener Mitarbeiter | – Chancengleichheit | – Jährliche Gender-Pay-Gap Analysen – Corporate Social Responsibility Richtlinie zur Förderung der Gleichstellung, Diversität und Inklusion sowie entsprechende Schulungen und Trainings – Hinweisgeberplattform, die auch anonym genützt werden kann. |
Gesundheit und Sicherheit eigener Mitarbeiter | – Förderung von Gesundheit und Sicherheit – Health Management | – Programme zur betrieblichen Sicherheit (regelmäßige Überprüfung der Arbeitsplatzsicherheit) – Konzernweites Programm zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge – Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen. |
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Potenzielle Risiken | Maßnahmen und strategische Vorsorge |
Verlust von Mitarbeitern mit hohem Potenzial bzw. in Schlüsselpositionen und daraus resultierender Wissens- und Kompetenzverlust sowie hohe Kosten durch starke Fluktuation (Recruiting) | – Talente-Management, Personalentwicklung und Retention Management – Erfolgsbeteiligung und freiwillige Sozialleistungen – Jährliche Benchmarks und Einstufungssysteme für Vergütung und Sozialleistungen |
| |
Potenzielle Chancen | Maßnahmen und strategische Vorsorge |
Wettbewerbsvorteil durch zufriedene, loyale und engagierte Mitarbeiter und gut funktionierende (abteilungsübergreifende) Kooperation | – Förderung einer kollaborativen und fairen Unternehmenskultur – Erfolgsbeteiligung und freiwillige Sozialleistungen |
| |
IX. Management der Auswirkungen, Risiken und chancen
Strategien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
CA Immo ist in zahlreichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen tätig und erkennt die gesellschaftliche Vielfalt sowie die Rechte, Interessen und Bedürfnisse aller Mitarbeiter an. Durch vielfältige Maßnahmen wollen wir Mitarbeitern den Raum geben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.
Wir sind bestrebt, konzernweit folgende Richtlinien einzuhalten:
– Grundwerte-Erklärung (globaler Verhaltenskodex): Die Grundwerte unserer Unternehmenskultur sind Teil unserer strategischen Ausrichtung und bindend für das gesamte Unternehmen,
– Corporate Social Responsibility (CSR) Richtlinie: Dieses Regelwerk definiert die Haltung von CA Immo zu Themen wie Beschäftigungsverhältnis, Menschenrechten und Arbeitsbedingungen sowie einem fairen und respektvollen Umgang, sowohl von Mitarbeitern untereinander als auch gegenüber Dritten (Bewerbern, Dienstleistern, Vertragsparteien etc.),
– OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen.
Die oben genannten Richtlinien sind auf der CA Immo-Konzernwebsite abrufbar. Um deren Umsetzung konzernweit sicherzustellen, setzen wir vor allem auf Prävention durch Bewusstseinsbildung und Schulungen für alle Mitarbeiter sowie eine engmaschige Feedback- und Kommunikationskultur. In Ergänzung dienen lokale Arbeitsgesetze und Betriebsvereinbarungen (in Österreich und Deutschland) als Richtschnur im Personalmanagement.
Für die Beachtung und Umsetzung der in diesem Kapitel angeführten Richtlinien und Strategien im Arbeitsalltag jeder Abteilung sind die jeweiligen Führungskräfte verantwortlich. Die Verantwortung für Personalinitiativen von CA Immo obliegt der Group Head of Human Resources.
Verfahren zur Einbeziehung eigener Arbeitskräfte und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen
Die Abteilung Human Resources steht in direktem Dialog mit der Geschäftsleitung, Führungskräften, Mitarbeitern, Arbeitnehmervertretern und Job-Bewerbern. Zudem werden bei Bedarf standardisierte Mitarbeiter-Befragungen sowie Onboarding- und Exit-Interviews durchgeführt.
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland erhält der Betriebsrat bzw. dessen Wirtschaftsausschuss (Deutschland) auf dessen Wunsch die Gelegenheit, sich mit der Geschäftsleitung auszutauschen, um eine effektive Zusammenarbeit und einen kontinuierlichen Dialog im Unternehmen zu ermöglichen.
Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die eigene Arbeitskräfte Bedenken äußern können
Regelmäßige interne Kommunikation sowie ein vertrauensvoller und konstruktiver Austausch zwischen Management und Belegschaft sind uns wichtig. Relevante Informationen, z. B. über die Ergebnissituation bzw. zur Unternehmensstrategie, werden über unterschiedliche Kanäle – u. a. in Form von physischen oder virtuellen Townhall-Meetings (zweimal jährlich), Infomails, Management Meetings bzw. Team Jours Fixes – an die Belegschaft weitergegeben. Diese Meetings bieten auch die Gelegenheit für Austausch und Feedback zwischen dem Management und Mitarbeitern über alle Hierarchien hinweg.
Der österreichische und deutsche Betriebsrat arbeitet eng mit der Personalabteilung zusammen, entsprechende Abstimmungsmeetings finden regelmäßig statt. Geschäftsführung und Betriebsrat tauschen sich regelmäßig zur Unternehmensentwicklung und zu relevanten Belegschaftsthemen aus. Im Aufsichtsrat von CA Immo vertreten zwei Personen des österreichischen Betriebsrats die Anliegen der Belegschaft. Ihre Tätigkeit ermöglicht eine Mitbestimmung im Aufsichtsrat inklusive Mitspracherecht bei einschneidenden Unternehmensentscheidungen.
Als zentralen Baustein der Compliance-Organisation hat CA Immo eine Hinweisgeberplattform implementiert, über die Mitarbeiter, aber auch Dritte – etwa Vertragspartner – namentlich oder anonym Hinweise zu beobachtetem illegalem Verhalten, ethischer Verstöße, oder anderem beobachtetem Fehlverhalten abgeben können. In jedem Fall wird höchste Diskretion gewahrt und sämtliche Hinweise streng vertraulich behandelt. Da berechtigte Hinweise dabei helfen, unsere Werte und unser Ansehen am Markt zu bewahren, sind Hinweisgeber umfassend vor jedweden Vergeltungsmaßnahmen geschützt, wenn sie zum Zeitpunkt des Hinweises auf der Grundlage der tatsächlichen Umstände und der ihnen verfügbaren Informationen hinreichende Gründe dafür annehmen können, dass die von ihnen gegebenen Hinweise wahr sind. Die Plattform ist über die CA Immo-Konzernwebsite aufrufbar.
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
Folgende Maßnahmen kommen zur Anwendung, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen in der eigenen Belegschaft vorausschauend zu managen:
Mitbestimmung der Belegschaft und interne Kommunikation
Siehe Absatz „Verfahren zur Einbeziehung eigener Arbeitskräfte und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen“ und „Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die eigene Arbeitskräfte Bedenken äußern können“.
Erfolgsbeteiligung und freiwillige Sozialleistungen
CA Immo bietet ihren Mitarbeitern konzernweit – unabhängig vom Arbeitszeitmodell – eine Reihe freiwilliger sozialer Zuwendungen, wie z. B. Essenszuschuss, Bahncard, Jobtickets, Kollektivunfallversicherung oder betriebliche Altersversorgung.
Zusätzlich zum Fixgehalt können Mitarbeiter am Unternehmenserfolg in Form einer variablen Erfolgsbeteiligung partizipieren. Diese ist an die Erreichung der budgetierten Jahresziele sowie ein positives Konzern-EBITDA geknüpft. Darüber hinaus können Mitarbeiter in Schlüsselpositionen über ein Long-Term-Incentive Programme am Unternehmenserfolg partizipieren.
Talente-Management und Personalentwicklung
Im Bereich Personalentwicklung setzt CA Immo auf folgende Maßnahmen zur Vermeidung von Wissens- und Kompetenzverlust:
– Strategische Personalplanung im Einklang mit der Unternehmensstrategie sowie individuelle Bedarfsanalyse inkl. vorausschauende Nachfolgeplanung und halbjährliche Evaluierung der getroffenen Annahmen,
– Retention Management: Individuelle Vereinbarungen mit Mitarbeitern in Nicht-Kernregionen sowie variable Erfolgsbeteiligung bzw. Long-Term-Incentive Programme für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, um langfristig am Unternehmenserfolg partizipieren zu können,
– Laufende Kooperationen und Networking mit Recruitern sowie Employer Branding Maßnahmen,
– Einsatz von externen Interims Management, um Ressourcenengpässe kurzfristig abfedern zu können sowie verstärktes Outsourcing von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten,
– Strukturierte Performance-Management-Prozesse mit regelmäßigen Möglichkeiten für Führungskräfte und Mitarbeiter, wechselseitige Erwartungen abzuklären und offenes Feedback zu geben (Jahresgespräch zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition, Potenzialanalyse und persönlichen Karriereentwicklung),
– Konsolidierung der Performance- und Talent-Management-Prozesse für alle Angestellten in zentralisiertem, digitalem Tool. Dadurch können die Ziele jederzeit eingesehen und ein Zwischenstatus zur Zielerreichung festgelegt werden,
– Strategisches Fort- und Weiterbildungsprogramm: Im Jahr 2024 lag der Fokus insbesondere auf fachspezifischen (Einzel-)Bildungsmaßnahmen. Zudem unterstützt CA Immo die berufliche Weiterentwicklung ihrer Beschäftigten mit Bildungstagen und flexiblen Arbeitszeiten,
– Adäquates Wissensmanagement zur Sicherung des internen Wissenstransfers (z. B. Erstellung von Manuals im Zuge des On-/Offboardings),
– Anwendung des Vier-Augen-Prinzips bei sämtlichen Personalentscheidungen.
Betriebliche Gesundheitsvorsorge – Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter bietet CA Immo im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements folgende Maßnahmen und Förderungen an:
– Employee Assistance Programm zur gesundheitlichen Prävention im Falle von beruflichen und privaten Stresssituationen für Mitarbeiter in Deutschland und Österreich,
– Freiwillige Impfaktionen,
– Medizinische Screenings (z. B. Augenuntersuchungen, Lungenfunktionstests sowie BIA-Messungen).
Mit diesen Maßnahmen soll u. a. betrieblichen Kosten (z. B. Ausfallskosten) vorgebeugt werden.
Programm für Inklusion, Diversität und Chancengleichheit
CA Immo steht für Gleichberechtigung und Ausgewogenheit in der Zusammensetzung ihrer Belegschaft. Ein fairer, diskriminierungsfreier und chancengleicher Bewerbungs- und Auswahlprozess ist uns besonders wichtig.
Wir evaluieren bzw. vergleichen jährlich die Gehälter von Männern und Frauen in vergleichbaren Funktionen. Sollte ein Pay Gap bestehen, wird dieser auf individueller Ebene analysiert und mit der jeweiligen Führungskraft vor jeder Gehaltsrunde erörtert, sodass im Rahmen der jährlichen Gehaltsrunde der Gender Pay Gap nach und nach geschlossen werden kann.
Die konzernweit geltenden Richtlinien (Verhaltenskodex, CSR-Richtlinie) beinhalten Standards zu Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion. Diese werden im Rahmen von Compliance-Trainings laufend geschult, um ein entsprechendes Bewusstsein in der Belegschaft zu unterstützen.
Förderung einer kollaborativen und fairen Unternehmenskultur
CA Immo bemüht sich um die Unterstützung einer Unternehmenskultur, die Teamwork fördert und durch Aufgeschlossenheit und ein achtsames Miteinander geprägt ist. Dies inkludiert folgende Aktivitäten:
– Durchführung von Mitarbeiter-Events (z. B. Sommer- und Winterfest) an allen Standorten zur Förderung des innerbetrieblichen Austauschs, Networking und des Teamgedankens,
– Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben durch flexible Arbeitszeit- bzw. Teilzeitmodelle, Home-Office, Väterkarenz und Papamonat,
– Karenzierte Mitarbeiter werden in das interne Informationsnetz eingebunden und haben die Möglichkeit, an Firmenveranstaltungen teilzunehmen.
X. Parameter und ziele
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
Um den aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt wie Fachkräftemangel oder soziokulturellem Wandel entgegenzuwirken, setzt CA Immo auf Mitarbeiterbindung und hohe Qualitätsstandards im Recruiting neuer Mitarbeiter. Aufgrund der sehr fachspezifischen Anforderungen und des aktuell herrschenden Fachkräftemangels in wesentlichen Geschäftsbereichen sieht CA Immo im Recruiting derzeit von quantitativen Zielsetzungen, z. B. in Bezug auf Frauenquoten in der Belegschaft bzw. im Management, ab.
Die Wirksamkeit und Fortschritte unserer strategischen Maßnahmen bzgl. der Auswirkungen, Risiken und Chancen werden durch Beobachtung folgender Kennzahlen evaluiert:
– Fluktuationsrate (Churn Rate),
– Gender diversity und Gender Pay Gap,
– Recruitment Metrics,
– Abwesenheitsraten (Homeoffice, Krankenstände, Urlaubstage, Fortbildungstage),
– Anzahl an Arbeitsunfallmeldungen.
Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens
In den untenstehenden Tabellen sind die 24 Mitarbeiter (Stand 31.12.2024) der Joint-Venture-Firmen nicht berücksichtigt. Die Mitarbeiter der omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH (77 in Deutschland und 7 in der Schweiz) sind in den Angaben für das Jahr 2023 berücksichtigt (Stand: 31. Dezember 2023). Ab dem Jahr 2024 werden diese nicht mehr ausgewiesen, da die Gesellschaften zum 31. Januar 2024 im Rahmen eines Management-Buyouts veräußert wurden.
Beschäftigte nach Geschlecht und Regionen
Geschlecht | Zahl der Beschäftigten (Personenzahl) |
| Konzern | AT | DE | CEE | AT | DE | CEE |
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | Veränderung | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Männlich | 105 | 177 | –41% | 32 | 56 | 17 | 32 | 88 | 18 |
Weiblich | 149 | 171 | –13% | 47 | 64 | 38 | 48 | 121 | 41 |
Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Nicht angegeben | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Gesamtzahl der Beschäftigten | 254 | 348 | –27% | 79 | 120 | 55 | 80 | 209 | 59 |
| | | | | | | | | |
Beschäftigte nach Art des Vertrags und Geschlecht
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
Personenzahl | Weiblich | Männlich | Gesamt | Weiblich | Männlich | Gesamt | Veränderung |
Zahl der Beschäftigten | 149 | 105 | 254 | 177 | 171 | 348 | –27% |
Zahl der dauerhaft Beschäftigten | 148 | 100 | 248 | 175 | 163 | 338 | –27% |
Zahl der befristeten Beschäftigten | 1 | 5 | 6 | 2 | 8 | 10 | –40% |
Zahl der Beschäftigten ohne garantierte Arbeitsstunden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0% |
Zahl der Vollzeitbeschäftigten | 97 | 95 | 192 | 120 | 157 | 277 | –31% |
Zahl der Teilzeitbeschäftigten | 37 | 7 | 44 | 35 | 9 | 44 | 0% |
Zahl der ruhenden Beschäftigten | 15 | 3 | 18 | 22 | 5 | 27 | –33% |
| | | | | | | |
In der Berichtsperiode 2023-2024 waren keine Mitarbeiter mit sonstigem Geschlecht oder keiner Geschlechtsangabe bei CA Immo beschäftigt.
Beschäftigte nach Art des Vertrags und Region
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
Personenzahl | AT | DE | CEE | Gesamt | AT | DE | CEE | Gesamt | Verän-derung |
Zahl der Beschäftigten | 79 | 120 | 55 | 254 | 80 | 209 | 59 | 348 | –27% |
Zahl der dauerhaft Beschäftigten | 77 | 116 | 55 | 248 | 78 | 201 | 59 | 338 | –27% |
Zahl der befristeten Beschäftigten | 2 | 4 | 0 | 6 | 2 | 8 | 0 | 10 | –40% |
Zahl der Beschäftigten ohne garantierte Arbeitsstunden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0% |
Zahl der Vollzeitbeschäftigten | 55 | 93 | 44 | 192 | 54 | 173 | 50 | 277 | –31% |
Zahl der Teilzeitbeschäftigten | 17 | 19 | 8 | 44 | 17 | 23 | 4 | 44 | 0% |
Zahl der ruhenden Beschäftigten (Dienstverhältnisse) | 7 | 8 | 3 | 18 | 9 | 13 | 5 | 27 | –33% |
| | | | | | | | | |
Eintritte, austritte und fluktuation
| Anzahl Mitarbeiter | Eintritte | Austritte | Fluktuation in % 1) | Neueinstel-lungen in % | Veränderung absolut | Veränderung in % |
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 2024 | 2024 | 2024 | 2024 | | |
Österreich | 80 | 79 | 9 | 10 | 12 | 11 | –1 | –1 |
Deutschland | 209 | 120 | 12 | 17 | 14 | 10 | –89 | –43 |
CEE | 59 | 55 | 1 | 5 | 9 | 2 | –4 | –7 |
Gesamt | 348 | 254 | 22 | 32 | 12 | 9 | –94 | –27 |
| | | | | | | | |
1) Fluktuation: Austritte 2024/durchschnittliche Beschäftigte 2024
Merkmale der nicht angestellten Beschäftigten in der eigenen Belegschaft des Unternehmens
Neben ihren eigenen Mitarbeitern beschäftigt CA Immo zum 31.12.2024 11 freiberufliche oder entsendete Mitarbeiter, um zeitlich begrenzte Aufgaben und Projekte zu übernehmen oder kurzfristige Personalengpässe auszugleichen. Sie repräsentierten damit einen Anteil von 4% an der Gesamtbelegschaft und werden hauptsächlich in Deutschland eingesetzt.
Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
Bei CA Immo kommt kein Kollektivvertrag zur Anwendung. Hinsichtlich der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ihrer Mitarbeiter lehnt sich CA Immo nicht an Tarifverträge anderer Unternehmen an. Verträge mit Fremdarbeitskräften werden ebenso wenig von Tarifvereinbarungen bestimmt.
Ein Betriebsrat besteht in Österreich und Deutschland, der in diesen Regionen jeweils 98% der Belegschaft (exkl. leitende Angestellte) repräsentiert. Konzernweit betrachtet, werden 78% der Mitarbeiter von Arbeitnehmervertretern repräsentiert. Sowohl für die österreichische als auch die deutsche Belegschaft wurden Betriebsvereinbarungen zu unterschiedlichen Belangen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen geschlossen.
Diversitätsparameter
Gender diversity
in % | Männer | Frauen |
| | |
Aufsichtsrat gesamt (6) | 83 | 17 |
Aufsichtsrat, Kapitalvertreter (4) | 75 | 25 |
Aufsichtsrat, Arbeitnehmervertreter (2) | 100 | 0 |
Vorstand (2) | 100 | 0 |
Führungskräfte (49) | 63 | 37 |
Mitarbeiter (203) | 35 | 65 |
| | |
Der Anteil weiblicher Führungskräfte ist im Jahresvergleich 2024 und 2023 gestiegen und liegt aktuell bei 37% (Vorjahr: 33%). Im Aufsichtsrat ist eine Frau vertreten, der Frauenanteil beträgt somit 17%.
Verteilung der Beschäftigten nach Altersgruppen (Basis: 254 Personen) 1)
in % | | | |
Mitarbeiter (203) 2) | ≤ 30 Jahre | 30-50 Jahre | ≥ 50 Jahre |
Weiblich | 4% | 48% | 13% |
Männlich | 5% | 21% | 9% |
Gesamt | 9% | 69% | 22% |
Führungskräfte (49) 3) | ≤ 30 Jahre | 30-50 Jahre | ≥ 50 Jahre |
Weiblich | 0% | 29% | 8% |
Männlich | 0% | 43% | 20% |
Gesamt | 0% | 71% | 29% |
Vorstand (2) | ≤ 30 Jahre | 30-50 Jahre | ≥ 50 Jahre |
Weiblich | 0% | 0% | 0% |
Männlich | 0% | 50% | 50% |
Gesamt | 0% | 50% | 50% |
Alle Mitarbeiter (254) | 19 | 176 | 59 |
| | | |
1) Die Prozentangaben beziehen sich auf die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Kategorie.
2) Davon 1% mit Behinderung.
3) Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlassungsleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter.
Angemessene Entlohnung
CA Immo bietet ihren Mitarbeitern konzernweit – unabhängig vom Arbeitszeitmodell – ein faires und angemessenes Entgelt, das sich an den (Branchen-) Benchmarks orientiert, sowie eine Reihe freiwilliger sozialer Zuwendungen (siehe Absatz „Erfolgsbeteiligung und soziale Zuwendungen“). Die Angemessenheit der Entlohnung wird zumindest einmal jährlich anhand von Benchmarkstudien evaluiert.
Sozialschutz
In allen Ländern, in denen CA Immo mit eigenen Mitarbeitern aktiv ist, besteht ein angemessenes öffentliches Sozialsystem, das in unterschiedlichem Ausmaß folgende Aspekte umfasst:
– Krankheit: öffentliche Gesundheitsversorgung und Krankengeld,
– Arbeitslosigkeit: Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung (Arbeitslosengeld),
– Arbeitsunfälle und Erwerbsunfähigkeit: Hilfe zum Lebensunterhalt bei Erwerbsminderung (Invalidität)
– Elternurlaub: Familienleistungen,
– Ruhestand: Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter (Pension/Rente).
In vielen Tochterunternehmen der CA Immo-Gruppe werden den Mitarbeitern unabhängig von Alter, Geschlecht und Beschäftigungsausmaß folgende zusätzliche freiwillige betriebliche Leistungen geboten:
– Betriebliche Altersvorsorge: Standortbezogen (Deutschland, Österreich, Tschechien) sorgt CA Immo mit der Einzahlung in eine Pensionskasse für ihre Mitarbeiter vor,
– Kollektivunfallversicherung: Unsere Mitarbeiter sind konzernweit durch eine Gruppenunfallversicherung auch privat stets abgesichert,
– Kindergeld: In Deutschland bieten wir zusätzlich einen steuer- und sozialversicherungsfreien Arbeitgeberzuschuss zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern an.
Menschen mit Behinderungen
Von der gesamten eigenen CA Immo-Belegschaft sind 1% Personen mit Behinderungen, davon sind 100% weiblich.
Parameter für Schulungen und Kompetenzentwicklung
DURCHSCHNITTLICHE fortbildungsdauer NACH Geschlecht und REGIONEN
| | Weiterbildung |
| | in Stunden | in Tagen |
Österreich | Frauen | 21,0 | 2,6 |
Männer | 21,5 | 2,7 |
Deutschland | Frauen | 13,6 | 1,7 |
Männer | 15,6 | 1,9 |
CEE | Frauen | 16,4 | 2,1 |
Männer | 27,2 | 3,4 |
Konzern | Frauen | 16,7 | 2,1 |
Männer | 19,2 | 2,4 |
Gesamt | 17,7 | 2,2 |
Durchschnitt je Mitarbeiter
Bis auf jene Personen, die erst im 4. Quartal 2024 eingetreten sind, haben alle Mitarbeiter 2024 mit ihrer direkten Führungskraft ein Jahresgespräch zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition, Potenzialanalyse und persönlichen Karriereentwicklung geführt – das sind 99% der Gesamtbelegschaft (40% männlich, 58% weiblich).
Parameter für Gesundheitsschutz und Sicherheit
Im Berichtsjahr 2024 wurden zwei Arbeitsunfälle verzeichnet. Der dadurch verursachte Ausfall betrug insgesamt 34 Tage. Es wurden keine Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen und arbeitsbedingter Erkrankungen verzeichnet.
100% der CA Immo-Mitarbeiter sind auf Grundlage gesetzlicher Anforderungen vom Programm für Sicherheit und Gesundheit in Form von regelmäßigen Überprüfungen der Arbeitsplatzsicherheit abgedeckt.
Externe Sicherheitsfachkräfte führen in allen von CA Immo selbst genutzten Büros regelmäßige Rundgänge und Prüfungen durch. Die Frequenz dieser Kontrollen orientiert sich an den nationalen gesetzlichen Vorgaben, diese liegen zwischen ein- bis viermal jährlich. Themenschwerpunkte sind u. a. Arbeitsplatzevaluierung, Brandschutz, Raumklimafaktoren sowie Alleinarbeit/Alleinarbeitsplatz. Eine intern beauftrage Person für Sicherheit je Niederlassung sorgt darüber hinaus für angenehme und sichere Arbeitsumgebungen. Im Jahr 2024 wurden an keinem CA Immo-Standort erkennbare sicherheitstechnische Mängel und daraus resultierende akute Gefahren bzw. Gefährdungen für die Belegschaft festgestellt.
Auf allen CA Immo-Baustellen werden Sicherheits- und Gesundheitspläne aufgestellt. Eigene Mitarbeiter erhalten auf den Baustellen regelmäßige Sicherheitsunterweisungen.
Parameter für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
Aus familiären Gründen (bspw. Eheschließung, Todesfall, Geburt des Kindes) gewährt CA Immo allen Mitarbeitern (100% der Gesamtbelegschaft) Sonderurlaubstage, die im Berichtsjahr von 17% der Belegschaft (davon 68% weiblich und 32% männlich) in Anspruch genommen wurden. Zusätzlich wurden insgesamt 40 Pflegefreistellungstage (76% von Frauen und 24% von Männern) konsumiert. Hierfür gelten die lokalen gesetzlichen Pflegefreistellungsregelungen.
Vergütungsparameter (Gehaltsgefälle und Gesamtvergütung)
Das geschlechtsspezifische Gehaltsgefälle (Gesamtvergütung) liegt auf Führungsebene bei 2% (31.12.2023: 4%) und auf Mitarbeiterebene bei 1% (31.12.2023: 1%). Das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten liegt zum Stichtag 31.12.2024 bei 1.427% (Erhebungsmethodik gemäß ESRS S1-16, AR 101).
Gender pay gap 1)
in % | Geschlechtsspezifisches Lohngefälle2) |
| Basis- vergütung | Gesamt- vergütung |
Aufsichtsrat gesamt | 0 | 0 |
Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) | 0 | 0 |
Aufsichtsrat (Arbeitnehmervertreter) | 0 | 0 |
Vorstand | - | - |
Führungskräfte | 6,6 | 2,3 |
Mitarbeiter | 0,3 | 0,5 |
| | |
1) Die Vergütung des Aufsichtsrats ist geschlechtsunabhängig
2) Erhebungsmethodik gemäß ESRS S1-16, AR 98.b
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten
Im Berichtsjahr wurden keine Vorfälle, Beschwerden oder schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten gemeldet.
Unternehmenspolitik
XI. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Strategien in Bezug auf Unternehmenspolitik und Unternehmenskultur
Ein verantwortungsbewusstes Unternehmensmanagement ist für CA Immo von zentraler Bedeutung. Unsere Corporate Governance stützt sich auf ein umfassendes Konzept im Sinne einer verantwortungsvollen, transparenten, nachhaltigen und werteorientierten Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass diese Corporate Governance in allen Unternehmensbereichen aktiv gelebt und ständig weiterentwickelt wird, um auf verantwortungsvolle Weise mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern, den Menschen in unserem Umfeld und unserer Umwelt umzugehen.
Durch gezielte Information sowie klare Standards und konzernweit geltende Richtlinien wollen wir unsere Mitarbeiter und Auftragnehmer auf die aus unserer Sicht relevanten Themen sensibilisieren und zur Unterstützung der Grundsätze und Initiativen von CA Immo anregen bzw. verpflichten. Folgende Richtlinien zu den Themen Corporate Governance, Compliance, Korruptionsbekämpfung und Sozialstandards sind unter Corporate Governance auf der Website der CA Immo abrufbar:
– Code of Ethics & Code of Conduct: Grundwerte- und Verhaltenskodex
– Geschäftspartner-Code of Conduct
– Anti-Korruptions-Richtlinie
– Corporate Social Responsibility („CSR“) Richtlinie
– Vergaberichtlinie
– Kapitalmarkt Compliance Richtlinie
– Geldwäscherichtlinie.
Strategien in bezug auf Unternehmenspolitik und unternehmenskultur
Thema/Ziel | Policy | Anwendungsbereiche | Verantwortung | Monitoring |
– Unternehmenskultur | Code of Ethics & Code of Conduct: Grundwerte- und Verhaltenskodex | Eigene Tätigkeiten sowie vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette im Rahmen des Geschäftspartner Code of Conduct | Gesamtvorstand | Jährliches internes Reporting |
– Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) | Code of Ethics & Code of Conduct: Grundwerte- und Verhaltenskodex, daneben Betriebsvereinbarungen | Eigene Tätigkeiten sowie vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette (offene Beschwerdeplattform für Dritte) | Gesamt-vorstand | Jährliches internes Reporting |
– Politisches Engagement | Code of Ethics & Code of Conduct sowie Anti-Korruptions-Richtlinie: Strikte Regulierung von Politischer Einflussnahme und Lobbytätigkeiten | Eigene Tätigkeiten | Gesamtvorstand | Jährliches internes Reporting |
– Management der Beziehung zu Lieferanten | Code of Ethics & Code of Conduct sowie Vergaberichtline: Verpflichtung von Lieferanten im Anwendungsbereich der Vergaberichtlinie zur Einhaltung des Mindestschutzes gemäß Artikel 18 der EU-Taxonomie-Verordnung | Eigene Tätigkeiten, vorgelagerte Wertschöpfungskette | Gesamtvorstand | Jährliches internes Reporting |
– Korruption und Bestechung | Code of Ethics & Code of Conduct, Vergaberichtlinie sowie Anti-Korruptions-Richtlinie: Verankerung der Null-Toleranz-Politik, Begriffsdefinitionen, strikte Vorgaben zur Verhinderung von Interessenskonflikten, strikte Vorgaben für Spenden und Geschenke | Eigene Tätigkeiten sowie vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette im Rahmen des Geschäftspartner Code of Conduct | Gesamtvorstand | Jährliches internes Reporting |
CA Immo bekennt sich zu nachfolgenden Grundwerten („Code of Ethics“), die in unserem Verhaltenskodex („Code of Conduct“) und in gesonderten Richtlinien im Detail geregelt werden:
– Einhaltung von Gesetzen und Rechtstreue sowie Korruptionsverbot („Zero Tolerance“),
– Wahrung der Integrität von Handlungen,
– Einhaltung von Menschenrechten,
– Einhaltung von Umweltstandards,
– Bekenntnis zu sozialer Verantwortung und Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, Diskriminierungs- und Belästigungsverbot,
– Transparenz und Wahrung der Integrität der Kapitalmarktkommunikation,
– Sicherstellung einer für jedermann zugänglichen
Beschwerdemöglichkeit („Hinweisgebersystem“),
– Verbindlichkeit (Festlegung von Maßnahmen zur Kontrolle und Einhaltung der Verpflichtungen sowie Trainings).
Diese Grundwerte sind für unsere Mitarbeiter verbindlich, Verstöße werden von CA Immo nicht geduldet. Wir streben auch an, unsere Vertragspartner hinsichtlich dieser Grundwerte vor Vertragsabschluss zu verpflichten, und die im Geschäftspartner Code of Conduct genannten gesetzlichen, ethischen und moralischen Grundsätze einzuhalten und deren Geschäftspartner und Lieferanten ebenfalls daran zu binden. Im Rahmen von Vergaben ist die Einhaltung des Mindestschutzes gemäß Artikel 18 der EU-Taxonomie-Verordnung („Minimum Social Safeguards“) essenziell (siehe dazu im Detail das Kapitel „Nachhaltige Lieferkette und Beschaffung“).
Compliance Organisation, Training und Kommunikation
Die Abteilung Corporate Office & Compliance koordiniert das Compliance Management System, entwickelt das Ethik- und Compliance-Programm auf Basis von identifizierten branchentypischen Compliance-Risiken, erstellt Richtlinien oder berät hierzu, nimmt Hinweise und Beschwerden – auch anonym – entgegen und leitet unter Einbindung der Internen Revision oder externer Berater die Aufklärung von Compliance-Themen. Sie steht diesbezüglich in engem Austausch mit den Bereichen Risikomanagement und Interne Revision. Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2024 stellte diesbezüglich eine umfassende Vereinheitlichung und Konsolidierung von Richtlinien innerhalb der CA Immo dar. In enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachabteilungen wurden die geltenden Richtlinien innerhalb der CA Immo umfassend evaluiert, hinsichtlich verpflichtenden Inhalts und Mindestbestandteile vereinheitlicht sowie im Bedarfsfall überarbeitet und aktualisiert. Dies stellt sicher, dass jedem einzelnen Mitarbeiter eine umfassende und aktuelle Übersicht über die für ihn geltenden Verhaltensvorschriften zur Verfügung gestellt wird.
Die Ausrichtung des Compliance Management Systems sowie die Verabschiedung von unternehmensweit geltenden Richtlinien erfolgt im Austausch und unter Beschlussfassung des Vorstandes. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über das Compliance Management System und diesbezügliche Änderungen informiert. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, Bedenken und Missstände aufzuzeigen, um frühzeitig gegensteuern zu können. Dazu gehört auch, Missstände und eingeleitete Maßnahmen transparent innerhalb der Organisation zu kommunizieren.
Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungsmaßnahmen für Organe und Mitarbeiter von CA Immo durchgeführt. Die jährlichen Compliance Trainings umfassen alle Aspekte unseres Wertemanagements (insbesondere Anti-Korruption, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Auftragsvergaben, Kapitalmarkt-Compliance sowie Vorgaben für die Finanzberichterstattung, Umgang mit Geschenken und Spenden bzw. Interessenskonflikten, etc.). Diese verpflichtenden Schulungen werden als Onlinetraining wie auch als Präsenzschulung angeboten.
Schwerpunktmäßig werden Schulungen einzelner Geschäftsabteilungen durchgeführt, die etwa hinsichtlich spezifischer Themenkomplexe wie Geldwäscherisiko oder Risiko von Korruption und Bestechung dem höchsten Risiko ausgesetzt sind. Dies betrifft die operativ tätigen Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind (Asset Management, Investment Management und Development).
Whistleblower Programm
Um verantwortungsbewusstes Whistleblowing und einen angemessenen Schutz von Hinweisgebern zu fördern, orientiert sich CA Immo an den geltenden Gesetzen sowie internationalen Grundsätzen bzw. dem Best-Practice-Leitfaden von Transparency International. Diese Grundsätze wurden in einer mit dem Betriebsrat von CA Immo geschlossenen Betriebsvereinbarung verankert und regeln insbesondere:
– das Meldeverfahren (Zuständigkeiten für die Bearbeitung von Meldungen, Vorgehen bei Interessenskonflikten, Dokumentationserfordernisse, zeitnahe Unterrichtung des Hinweisgebers über getroffene Maßnahmen),
– die Art der Meldekanäle (elektronisches Meldesystem),
– den Schutz der Vertraulichkeit der Identität von Hinweisgebern auch bei Nichtinanspruchnahme der anonymen Meldemöglichkeit sowie DSGVO-Konformität,
– das Verbot von Repressalien,
– den Schutz von Betroffenen,
– die Qualifikation und Schulung der für die Bearbeitung zuständigen Mitarbeiter, etc.
Um sicherzustellen, dass Whistleblower angemessen vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt werden und um ihnen potenzielle Meldungen zu erleichtern, hat CA Immo ein webbasiertes Hinweisgebersystem implementiert. Dieses System ermöglicht sowohl Mitarbeitern als auch externen Dritten, Missstände anonym und in den Sprachen jener Länder, in denen CA Immo aktiv ist, zu melden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Whistleblowing-System entsprechend der Verabschiedung bzw. des In-Kraft-Tretens nationaler Umsetzungsgesetze der EU-Whistleblower-Richtlinie umfassend überprüft und notwendige Adaptierungen, so etwa in internen Prozessen wie auch von Betriebsvereinbarungen, vorgenommen. Mitarbeiter werden aktiv über ihre Melde-/Beschwerdemöglichkeiten und ihre Rechte als Hinweisgeber aufgeklärt. Insbesondere werden Mitarbeiter darüber informiert, dass redliche Hinweisgeber umfassend vor jedweden Vergeltungsmaßnahmen geschützt werden. CA Immo sieht darin die Chance, Risiken frühzeitig zu erkennen und so Sanktionen, Strafzahlungen und Reputationsschäden abwenden zu können. Zusätzlich steht intern die Abteilung Corporate Office & Compliance für Beratungsgespräche bereit. Die Hinweisgeberplattform kann über die Website von CA Immo abgerufen werden. Auch Geschäftspartner werden aktiv auf diese Möglichkeit hingewiesen.
Die Prüfung von gemeldeten Hinweisen erfolgt primär über die Abteilung Corporate Office & Compliance; im Falle eines diesbezüglichen Interessenskonfliktes von der Internen Revision. Im Bedarfsfall können auch externe Professionisten beigezogen werden, sofern dies zur Aufklärung eines Sachverhaltes geboten erscheint.
Die Information über das eingerichtete Hinweisgebersystem ist Bestandteil sämtlicher Konzernrichtlinien und wird auch im Rahmen der jährlichen Pflichtschulungen (Onboarding-Schulung für neue Mitarbeiter sowie jährliche verpflichtende Online-Schulung für sämtliche bestehende Mitarbeiter) vermittelt.
Management der Beziehungen zu Lieferanten
Wir sind uns der Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg bewusst – ebenso wie der Verantwortung, die CA Immo als Projektentwickler, Bauherr, Investor, Vermieter, Arbeitgeber und Auftraggeber hat. Die Einhaltung verschiedenster Anforderungen und freiwilliger Standards im Bereich Governance, Umwelt und Soziales sind für uns, unsere Auftragnehmer und Lieferanten über unsere gesamte Lieferkette hinweg verbindlich.
CA Immo hat einen umfassenden Prozess etabliert, um Zahlungsverzug und daraus folgende allfällige Einzelwertberichtigungen zu adressieren und somit negative Auswirkungen auf die Gruppe zu minimieren. So wird ein Mahnwesen mit gestaffelten Fristen und klaren Zuständigkeiten je nach Eskalationsstufe und monetärem Wert der ausständigen Forderung etabliert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren und Risiken buchhalterisch korrekt zu erfassen. Die Details sind in der Richtlinie Forderungsmanagement & Einzelwertberichtigungen normiert, die primär von der Abteilung Risikomanagement verantwortet wird.
Nachhaltige Lieferkette & Beschaffung
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Anerkennung der von uns definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards. Insbesondere Umwelt- und technische Standards werden von der ausschreibenden Stelle in jedem Einzelfall definiert. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabeprozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifikation und wirtschaftlichen Situation, sondern auch im Hinblick auf soziale Aspekte.
Prinzipien | Maßnahmen |
– Umwelt- und Sozialauflagen in der CA Immo-Vergaberichtlinie | – Verpflichtung von Bau-Dienstleistern zur Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitsstandards |
– Geschäftsgebarung und Governance | – Verpflichtung im Rahmen der Vergaberichtlinie zur Einhaltung von Mindeststandards hinsichtlich Geschäftsgebarung und Governance |
In Vergabeprozessen scheiden Bieter, die in ihrem Angebot nicht zumindest die Erfüllung folgender Punkte zusagen, aus dem Vergabeprozess aus:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzbestimmungen,
– Ausschluss jeglicher Form von nicht nach den anwendbaren Gesetzen gemeldeten Tätigkeiten (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der UN Charta und der Europäischen Konvention für Menschenrechte definiert) im eigenen Wirkungsbereich sowie, soweit nach bestem Wissen bekannt, in der Produktion und Entwicklung der verwendeten Stoffe und Geräte. Dies inkludiert auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit (wobei als Mindestmaß die in den „Minimum Age Convention –C138“und der „Forced Labour Convention –Co29“definierten Regelungen jedenfalls anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jedweder Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung anwendbarer Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung anwendbarer Steuergesetze,
– Implementierung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen diesbezüglich anwendbarer Gesetze.
Infolge der europäischen sowie deutschen Lieferkettengesetzgebung wurde von CA Immo – auf freiwilliger Basis, da CA Immo nicht im Anwendungsbereich dieser Vorgabe liegt – ein Geschäftspartner-Code of Conduct erarbeitet. Dieser Geschäftspartner-Code of Conduct wurde im Geschäftsjahr 2024 durch den Gesamtvorstand beschlossen. CA Immo strebt vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen die Unterzeichnung des “Geschäftspartner-Code of Conduct“ durch den Geschäftspartner an, der jeweils Vertragsbestandteil wird. Dieser hat Gültigkeit für alle weiteren vertraglichen Regelungen mit dem jeweiligen Geschäftspartner. Eine Unterzeichnung ist insbesondere in jenen Fällen relevant, in denen der Abschluss des Vertrages gemäß der konzernweit geltenden Kompetenzordnung der Einholung der Genehmigung zumindest des Konzernvorstands bedarf sowie bei Geschäftspartnern mit hohem Risikoprofil in Bezug auf Compliance-Risiken (z. B. Sitz in Hochrisikostaaten oder Bezug zu PePs (Politically Exposed Persons). Bei Immobilientransaktionen und vor dem Abschluss von Mietverträgen finden hinsichtlich der potenziellen Vertragspartner umfassende KYC-Checks (Know Your Customer) statt, wobei die Geschäftspartner hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Eigentümers, PeP-Eigenschaft, Sitz in Hochrisikostaaten sowie Erfassung in Sanktionslisten überprüft werden.
Im Bereich Governance achten wir speziell auf die Einhaltung von Gesetzen sowie unserer internen Vorgaben für Vertragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmensethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Im Sozialbereich liegen unsere strategischen Schwerpunkte insbesondere auf den Themen Einhaltung von Menschenrechten, Gesundheit & Sicherheit, Beschäftigung & Arbeitsbedingungen. Bei Baudienstleistungen verpflichtet und überprüft CA Immo ihre Auftragnehmer beispielsweise auf die Einhaltung gesetzlicher Regelungen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitsstätten- bzw. Arbeitszeitregelungen sowie tarifvertraglicher Vereinbarungen. Unser Beschaffungsprozess stellt zudem sicher, dass die hohen ökologischen Anforderungen gemäß dem jeweils für das projektierte Gebäude vorgesehenen Zertifizierungsstandard eingehalten werden. Unsere Bau-Dienstleister verpflichten wir u. a. zur Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards gemäß mind. DGNB Gold oder LEED Gold (z. B. Materialdeklaration, Arbeitnehmerschutz).
Details zu diesen Standards sowie den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen finden sich in der CA Immo Vergaberichtlinie, die auf unserer Website abrufbar ist.
Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
Die Verantwortung von Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung obliegt zentral der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten holistischen Ansatz verfolgt. Dies umfasst die Zur-Verfügungsstellung eines Verhaltensleitfadens (primär über die beiden Richtlinien Code of Ethics & Conduct sowie die Anti-Korruptions-Richtlinie) sowie damit einhergehend umfassende verpflichtende Schulungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Richtlinien sowie deren Änderungen werden stets konzernweit kommuniziert und sind in ihrer jeweils geltenden Form über das Intranet abrufbar. Eine verpflichtende Schulung zum Thema Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie Umgang mit Interessenkonflikten findet zunächst im Rahmen des Onboardings statt und ist danach jährlich verpflichtend von jedem Mitarbeiter zu absolvieren. Zusätzlich finden schwerpunktmäßig Schulungen für besonders betroffene Geschäftsbereiche statt (operativ tätigen Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind).
Handlungen und Entscheidungen für CA Immo sind stets frei von jedem Anschein eines Interessenkonfliktes nach angemessenen, sachlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu treffen. Korrupte Geschäftspraktiken durch Mitarbeiter oder externe Dienstleister werden nicht geduldet. Bereits der Anschein von korrupten Geschäftspraktiken ist zu vermeiden. Als Leitsatz gilt: Wir leisten keine Zahlungen oder gewähren sonstige geldwerte Vorteile und nehmen keine Zahlungen an, um gegen (wettbewerbs-) rechtliche Bestimmungen geschäftliche Vorteile zu erlangen. Dies gilt gegenüber Geschäftspartnern ebenso wie gegenüber Behörden und deren Mitarbeitern. Zuwendungen an politische Parteien, politische Exponenten und Religionsgemeinschaften (Spenden, Sachzuwendungen, etc.) sowie Geldgeschenke oder unberechtigte Zahlungen an Geschäftspartner oder Behörden sind strengstens untersagt und werden als (Versuch der) Bestechung gewertet.
Darüber hinaus dürfen Mitarbeiter grundsätzlich keine sozial- oder wertinadäquaten Geschenke annehmen oder anbieten. Strikt untersagt ist das Anbieten, Versprechen bzw. in Aussicht stellen oder Gewähren von Geld oder Sachzuwendungen gleich welcher Art an Amtsträger und politische Exponenten. CA Immo hat im Rahmen des Programms zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption für ihre Mitarbeiter u. a. eine detaillierte Anti-Korruptions-Richtlinie erlassen, aus der hervorgeht, welche Zuwendungen in welchem Ausmaß zulässig bzw. verboten sind. Detaillierte Regelungen zum Vorliegen von Interessenkonflikten und zum Umgang mit diesen sind daneben im Code of Ethics & Conduct detailliert geregelt. Neben grundsätzlich Pflichten (Erfassen und Bewilligung von Nebenbeschäftigungen, Organfunktionen und Gesellschafterstellungen) sind mögliche Interessenkonflikte im Anlassfall unverzüglich durch den betroffenen Mitarbeiter gegenüber der Abteilung Corporate Office & Compliance anzuzeigen.
Die Anti-Korruptions-Richtlinie enthält weiters umfassende Regelungen zum Sponsoring, zum Umgang mit Intermediären, sowie zur Regelung von politischer Einflussnahme und Lobbytätigkeiten.
Bei Verdachtsmomenten und eingegangenen Hinweisen werden Prüfungen durch die Abteilung Corporate Office & Compliance durchgeführt; im Falle eines diesbezüglichen Interessenskonfliktes durch die Interne Revision. Im Bedarfsfall können auch externe Professionisten beigezogen werden, sofern dies zur Aufklärung eines Sachverhaltes geboten erscheint.
Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption wird der Aufsichtsrat bzw. der Prüfungsausschuss zumindest einmal jährlich informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt auf Basis des vom Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche operativ tätigen Konzerngesellschaften werden in regelmäßigem Turnus auf Korruptionsrisiken überprüft.
XII. Parameter und Ziele
Bestätigte Korruptions- oder Bestechungsfälle
Im Berichtsjahr 2024 gab es bei CA Immo keine Fälle von Korruption und Bestechung.
Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten
Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten sind bei CA Immo strikt reguliert. Details finden sich diesbezüglich in der Anti-Korruptions-Richtlinie, die im Geschäftsjahr 2024 vom Vorstand neu beschlossen wurde.
Zuwendungen an politische Parteien, politisch exponierte Personen, Kirchen sowie Religionsgemeinschaften (Spenden in jeglicher Form, Sachzuwendungen, etc.) sind grundsätzlich konzernweit untersagt. Dies umfasst nicht karitative Einrichtungen mit politischem oder religiösem Hintergrund, sofern der Schwerpunkt der Einrichtung auf der Förderung des Gemeinwohls liegt, wobei diesbezüglich ein umfangreicher Prüfprozess vorgelagert ist, der größtmögliche Transparenz gewährleisten soll.
Besondere Regelungen und ein umfangreiches Genehmigungsverfahren werden auch hinsichtlich der Beauftragung politiknaher Intermediäre getroffen, die grundsätzlich konzernweit untersagt ist.
Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu keinen Spenden an politische Parteien oder politiknahe Organisationen.
Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane der CA Immo hatten in den beiden Jahren vor dem laufenden Berichtszeitraum keine vergleichbaren Positionen in der öffentlichen Verwaltung inne.
Zahlungspraktiken
Um einen raschen und nahtlosen Rechnungslauf zu gewährleisten, hat CA Immo ein elektronisches Rechnungs-Freigabesystem eingeführt. Der Umgang mit dem System ist in der Richtlinie zum elektronischen Rechnungslauf festgelegt. Freigaben von Rechnungen erfolgen grundsätzlich durch die fachlich für die Rechnung zuständigen Mitarbeiter, wobei ab gewissen Wertgrenzen hierarchisch übergeordnete Mitglieder hinzugeschalten werden und an der Freigabe mitwirken.
Im Falle des Überschreitens von Zahlungsfristen hat CA Immo ein umfangreiches Forderungs- und Mahnwesen mit gestaffelten Fristen und klaren Zuständigkeiten je nach Eskalationsstufe und monetärem Wert der ausständigen Forderung etabliert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren und Risiken buchhalterisch korrekt zu erfassen. Die Details sind in der Richtlinie Forderungsmanagement & Einzelwertberichtigungen normiert, die primär von der Abteilung Risikomanagement verantwortet wird.
Mit Stand 31.12.2024 sind innerhalb der CA Immo Gruppe insgesamt 38 Verfahren wegen Zahlungsverzugs anhängig. Dies betrifft auf Aktivseite 25 Verfahren (davon 10 im Erkenntnisverfahren, 11 im Insolvenzverfahren sowie 4 im Exekutionsverfahren). Auf Passivseite sind 13 Verfahren anhängig, wobei CA Immo in all diesen Fällen berechtigte Einwände geltend macht.
Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren gemäss § 267A Abs. 2 UGB (NaDiVeG)
| CA Immo wesentliche Themen | Kapitel im Nachhaltigkeitsbericht |
Umweltbelange | Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Sozial- und Arbeitnehmerbelange | Eigene Mitarbeiter | Eigene Mitarbeiter |
Achtung der Menschenrechte | Unternehmenspolitik | Eigene Mitarbeiter, Unternehmenspolitik |
Bekämpfung von Korruption und Bestechung | Unternehmenspolitik | Unternehmenspolitik |
Berichterstattung gemäss der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD)
| Themen | Kapitel im Nachhaltigkeitsbericht |
Governance | Überwachung klimabezogener Risiken und Chancen durch den Vorstand | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Rolle des Managements bei der Bewertung und Steuerung klimabezogener Risiken und Chancen | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Strategie | Kurz-, mittel- und langfristige klimabezogene Risiken und Chancen | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Auswirkungen von Risiken und Chancen auf die Geschäftstätigkeit, Strategie und Finanzplanung | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Klimaresilienz der Unternehmensstrategie | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Risikomanagement | Prozess zur Identifizierung und Evaluierung klimabezogener Risiken | Allgemeine Angaben |
Prozesse zum Management klimabezogener Risiken | Allgemeine Angaben, Klimaschutz |
Integration der oben genannten Prozesse in das allgemeine Risikomanagement | Allgemeine Angaben |
Kennzahlen und Ziele | Indikatoren zur Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen | Klimaschutz |
CO2 Emissionen Scope 1, 2 und 3 und damit verbundene Risiken | Klimaschutz |
Ziele für das Management klimabezogener Risiken und Chancen | Klimaschutz |
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CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024
Inhalt
Jahresabschluss und Lagebericht
BEILAGE 1
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 1
Bilanz zum 31.12.2024 2
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 4
Anhang für das Geschäftsjahr 2024 5
Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2024 26
Angaben zu Beteiligungsunternehmen 28
BEILAGE 2
Lagebericht 29
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz 60
Bestätigungsvermerk 61
Bilanz zum 31.12.2024
Aktiva
| 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| € | Tsd. € |
A.Anlagevermögen | | |
I.Immaterielle Vermögensgegenstände | | |
EDV-Software | 17.189,58 | 111 |
| 17.189,58 | 111 |
II.Sachanlagen | | |
1.Grundstücke und Bauten | 141.129.629,96 | 174.807 |
davon Grundwert: 26.982.398,70 €; 31.12.2023: 27.195 Tsd. € | | |
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 445.547,84 | 537 |
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0,00 | 165 |
| 141.575.177,80 | 175.509 |
III.Finanzanlagen | | |
1.Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.111.697.706,21 | 3.004.939 |
2.Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 38.576.430,98 | 90.152 |
3.Beteiligungen | 245.851,50 | 246 |
| 3.150.519.988,69 | 3.095.337 |
| 3.292.112.356,07 | 3.270.957 |
| | |
B.Umlaufvermögen | | |
I.Forderungen | | |
1.Forderungen aus Leistungen | 698.174,95 | 929 |
2.Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.189.463,76 | 88.653 |
3.Sonstige Forderungen | 2.856.967,47 | 884 |
| 7.744.606,18 | 90.466 |
| | |
II.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 305.015.669,75 | 215.027 |
| 312.760.275,93 | 305.493 |
| | |
C.Rechnungsabgrenzungsposten | 4.840.397,38 | 5.025 |
| | |
D.Aktive latente Steuern | 901.025,81 | 789 |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| 3.610.614.055,19 | 3.582.264 |
| | |
Passiva
| 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| € | Tsd. € |
A.Eigenkapital | | |
I. Grundkapital | | |
Gezeichnetes Grundkapital | 774.229.017,02 | 774.229 |
Eigene Anteile | –67.914.035,41 | –63.831 |
| 706.314.981,61 | 710.398 |
II.Gebundene Kapitalrücklagen | 998.958.619,09 | 998.959 |
III.Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 67.914.035,41 | 63.831 |
IV.Bilanzgewinn | 454.845.258,79 | 460.572 |
davon Gewinnvortrag: 382.399.362,27 €; 31.12.2023: 90.558 Tsd. € | | |
| 2.228.032.894,90 | 2.233.760 |
| | |
B.Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 231.979,53 | 334 |
| | |
C.Rückstellungen | | |
1.Rückstellungen für Abfertigungen | 629.595,00 | 527 |
2.Steuerrückstellungen | 1.215.000,00 | 860 |
3.Sonstige Rückstellungen | 12.348.060,23 | 11.811 |
| 14.192.655,23 | 13.198 |
| | |
D.Verbindlichkeiten | | |
1.Anleihen | 1.275.900.000,00 | 1.175.000 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 275.900.000,00 €; 31.12.2023: 175.000 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.000.000.000,00 €; 31.12.2023: 1.000.000 Tsd.€ | | |
2.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 71.215.668,69 | 135.897 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 14.506.643,82 €; 31.12.2023: 3.390 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 56.709.024,87 €; 31.12.2023: 132.507 Tsd. € | | |
3.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 350.837,17 | 746 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 289.931,89 €; 31.12.2023: 658 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 60.905,28 €; 31.12.2023: 88 Tsd. € | | |
4.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 520.201,92 | 3.068 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 520.201,92 €; 31.12.2023 3.068 Tsd. € | | |
5.Sonstige Verbindlichkeiten | 17.061.279,33 | 16.483 |
davon aus Steuern: 445.701,82 €; 31.12.2023: 292 Tsd. € | | |
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 160.672,32 €; 31.12.2023: 151 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 13.457.004,62 €; 31.12.2023: 12.718 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 3.604.274,71 €; 31.12.2023: 3.765 Tsd. € | | |
| 1.365.047.987,11 | 1.331.194 |
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 304.673.782,25 €; 31.12.2023: 194.834 Tsd. € | | |
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.060.374.204,86 €; 31.12.2023: 1.136.360 Tsd. € | | |
| | |
E.Rechnungsabgrenzungsposten | 3.108.538,42 | 3.778 |
| | |
| 3.610.614.055,19 | 3.582.264 |
| | |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
| 2024 | 2023 |
| €
| €
| Tsd. € | Tsd. € |
1.Umsatzerlöse | | 26.885.476,84 | | 29.466 |
2.Sonstige betriebliche Erträge | | | | |
a)Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 23.023.706,21 | | 368 | |
b)Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.058.660,07 | | 198 | |
c)Übrige | 2.325.040,54 | 26.407.406,82 | 1.196 | 1.762 |
3.Personalaufwand | | | | |
a)Gehälter | –12.123.958,68 | | –13.044 | |
b)Soziale Aufwendungen | –2.605.204,85 | –14.729.163,53 | –4.259 | –17.303 |
davon Aufwendungen für Altersversorgung: 231.258,59 €; 2023: 221 Tsd. € | | | | |
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse: 274.746,82 €; 2023: 1.818 Tsd. € | | | | |
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge: 1.879.273,63 €; 2023: 2.037 Tsd. € | | | | |
4.Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | | –6.483.380,57 | | –6.674 |
davon außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs 2 UGB: 0,00 €; 2023: 66 Tsd. € | | | | |
5.Sonstige betriebliche Aufwendungen | | | | |
a)Steuern | –502.205,64 | | –464 | |
b)Übrige | –19.060.610,02 | –19.562.815,66 | –18.083 | –18.547 |
6.Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | | 12.517.523,90 | | –11.296 |
7.Erträge aus Beteiligungen | | 103.460.642,17 | | 623.249 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 103.291.084,02 €; 2023: 623.087 Tsd. € | | | | |
8.Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | | 2.551.445,23 | | 5.773 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 2.551.445,23 €; 2023: 5.773 Tsd. € | | | | |
9.Erträge aus dem Rückkauf von Anleihen | | 2.071.835,91 | | 0 |
10.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | | 4.419.592,56 | | 4.257 |
davon aus verbundenen Unternehmen: 37.500,00 €; 2023: 192 Tsd. € | | | | |
11.Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | | 14.430.251,65 | | 1.133 |
12.Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon | | –33.327.593,22 | | –186.987 |
a) Abschreibungen: 31.821.077,92 €; 2023: 175.031 Tsd. € | | | | |
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: 33.327.593,22 €; 2023: 186.987 Tsd. € | | | | |
13.Zinsen und ähnliche Aufwendungen | | –22.109.944,87 | | –26.351 |
davon betreffend verbundene Unternehmen: 416.787,49 €; 2023: 2.630 Tsd. € | | | | |
14.Zwischensumme aus Z 7 bis 13 (Finanzergebnis) | | 71.496.229,43 | | 421.074 |
15.Ergebnis vor Steuern | | 84.013.753,33 | | 409.778 |
16.Steuern vom Einkommen | | 1.642.674,47 | | 11.199 |
davon Ertrag latente Steuern: 111.682,72 €; 2023: Aufwand 439 Tsd. € | | | | |
17.Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | | 85.656.427,80 | | 420.977 |
18.Zuweisung Gewinnrücklagen | | –13.210.531,28 | | –50.963 |
19.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | | 382.399.362,27 | | 90.558 |
20.Bilanzgewinn | | 454.845.258,79 | | 460.572 |
| | | | |
Anhang für das Geschäftsjahr 2024
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und allgemeine Angaben
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft („CA Immo AG“) ist ein Unternehmen von öffentlichem Interesse gemäß § 189a UGB und eine große Gesellschaft gemäß § 221 UGB.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Weiters wurde bei der Jahresabschlusserstellung der Grundsatz der Unternehmensfortführung, der Grundsatz der Vorsicht, der Grundsatz der Vollständigkeit und der Einzelbewertung von Vermögenswerten und Schulden beachtet.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
1. Makroökonomisches Umfeld
Die Weltwirtschaft ist nach wie vor von Volatilität, Unsicherheit und rückläufigem Wachstum, insbesondere in Europa, geprägt. Die Sanktionen und Exportkontrollmaßnahmen, die unter anderem von der Europäischen Union und anderen Staaten gegen russische Unternehmen und Einzelpersonen verhängt wurden, haben in der Vergangenheit zu einem erhöhten Inflationsdruck (einschließlich höherer Preise für Erdöl und Erdgas), Engpässen bei der Gasversorgung, Unterbrechungen der Versorgungskette und einer erhöhten Marktvolatilität beigetragen. Trotz wieder gesunkener Energiepreise und abschwächender Inflation im Jahr 2024 verbleibt eine allgemeine Unsicherheit, die vor allem den Immobiliensektor trifft.
Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben den Immobiliensektor signifikant verändert. Als weitere wesentliche Variable haben Faktoren wie das Zinsniveau oder geopolitische Entwicklungen Einfluss auf die Nachfragesituation bei Immobilieninvestments. Diese Umstände haben aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tragweite und dem – sektoral unterschiedlichen – Einfluss auf die Kapital- und Immobilienmärkte ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Bewertung von Immobilien.
Auswirkungen auf die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften
Die aktuelle Situation hat keine Auswirkungen auf die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme erstellt, dass die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften in der Lage sind, ihre Unternehmenstätigkeit fortzuführen. Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo AG über ausreichend hohe Liquidität (einschließlich Festgeldveranlagungen) sowie eine zum Stichtag ungenutzte Kreditlinie iHv 300 Mio. € zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie insbesondere der Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen Anfangsrenditen abhängig. Der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus in den Vorjahren führte zu einem weiteren Anstieg der Immobilienrenditen und einem Rückgang der Immobilienwerte. Des Weiteren wirkt sich das veränderte wirtschaftliche Umfeld auf Transaktionsmärkte sowie auf die Marktbewertung des Unternehmens aus.
Nichtsdestotrotz sind die Folgen gegenwärtiger makroökonomischer Entwicklungen auf das aktuell schwierige Umfeld des Immobilienmarktes noch nicht abschließend absehbar. Aufgrund des Inflationsdruckes, wenngleich auch deutlich abnehmend, und des damit in Verbindung stehenden Zinsanstieges sowie weitere die globale Wirtschaft belastende Faktoren (vor allem die anhaltenden geopolitischen Konflikte in der Ukraine und im Mittleren Osten sowie das neu initiierte Zollregime der USA) ist von einem erhöhten Potenzial steigender Volatilität in den Märkten auszugehen.
Die Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen sowie die Auswirkungen der Entwicklung der Aktien- und Finanzmärkte auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo AG lassen sich nicht abschließend bewerten und werden laufend evaluiert.
Im Zuge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine sind sowohl die Leitzinsen als auch die Risikoprämien für Finanzierungen rasant angestiegen. Trotz eines zwischenzeitlichen Rückgangs der Leitzinsen sind die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften im mittelfristigen historischen Vergleich nach wie vor von höheren Finanzierungskosten betroffen. Die Finanzierungsstrategie der CA Immo AG basiert auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbesicherten Finanzierungsinstrumenten mit dem Ziel, die Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Flexibilität zu maximieren.
Die Bankfinanzierungen, Anleihen und Schuldscheine in der CA Immo AG und ihrer Tochtergesellschaften unterliegen sogenannten Financial Covenants, die teilweise bei Verletzung zur vorzeitigen Kündigung bzw. Teilfälligstellung durch den Gläubiger berechtigen und teilweise lediglich Beschränkungen hinsichtlich weiterer Fremdkapitalaufnahmen bzw. Ausschüttungssperren („Cash Trap“ Klauseln) der jeweiligen Tochtergesellschaft auferlegen. Aufgrund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu Verletzungen vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants) kommt. Covenant Verletzung bei besicherten Objekten der CA Immo AG und jener der Tochtergesellschaften sind aufgrund weiterer Marktwertkorrekturen, ungeplanten Leerständen und Mietausfällen durchaus möglich. Die Verletzung der Bond Covenants erscheint aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Zum Stichtag 31.12.2024 wurden keine Financial Covenants der CA Immo AG und von Tochtergesellschaften verletzt.
2. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, angesetzt.
| Jahre |
| von | bis |
EDV-Software | 3 | 4 |
Mieterausbauten | 5 | 10 |
Gebäude | 33 | 50 |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 | 20 |
| | |
Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen, die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, bei Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung berücksichtigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten vermindert um Rückzahlungen und außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Die Ermittlung der beizulegenden Werte wird mit einer vereinfachten Unternehmensbewertung vorgenommen, deren Ausgangspunkt der Marktwert der Immobilien der jeweiligen Tochtergesellschaften ist (auf Basis von Marktwertgutachten für den IFRS-Konzernabschluss). Dieser wird um das sonstige Vermögen der Tochtergesellschaft erhöht bzw. um die Schulden reduziert.
3. Umlaufvermögen
Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallsrisken werden durch individuelle Abwertungen berücksichtigt. Die Erfassung von Zinsforderungen erfolgt auf Basis der vereinbarten Zinssätze. Die Erfassung der Beteiligungserträge erfolgt auf Basis von Ausschüttungsbeschlüssen. Darüber hinaus wurde zum 31.12.2023 eine für 2023 beschlossene und im Bilanzerstellungszeitraum bereits ausgeschüttete Dividende erfasst.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens bzw. Auflösung von Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung bzw. Dotierung der Einzelwertberichtigung weggefallen sind.
4. Rechnungsabgrenzungen
In den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden vorausgezahlte Aufwendungen abgegrenzt. Darüber hinaus erfolgt bei Anleihen eine Aktivierung des Disagios und eine finanzmathematische Verteilung über die Laufzeit.
Cloud-Software-Lösungen erfüllen aufgrund der fehlenden Kontrolle über die Software nicht die Kriterien eines eindeutig identifizierbaren Vermögensgegenstandes. Kosten für die Softwareentwicklung werden abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit im Aufwand erfasst.
In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Vorauszahlungen und Investitionszuschüsse von Mietern dargestellt, die über die Mindestmietdauer aufgelöst werden.
5. Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des Körperschaftsteuersatzes von 23 % (31.12.2023: 23 %) gebildet. Dabei werden auch latente Steuern mit einem Steuersatz von 3 % für Unterschiede in Mitgliedern der steuerlichen Unternehmensgruppe angesetzt, die selbst in ihrer Bilanz aufgrund des Gruppenvertrages nur 20 % Gruppensteuersatz (statt 23 % Körperschaftsteuer) verwenden. Die CA Immo AG setzt Verlustvorträge maximal in der Höhe eines passiven Überhangs an latenten Steuern unter Berücksichtigung der 75 % Verlustverrechnungsgrenze an. Ein aktiver Überhang von Verlustvorträgen wird nicht angesetzt.
6. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse werden über die Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen aufgelöst.
7. Rückstellungen
Der Anteil der Rückstellungen für Abfertigungen für Angestellte betragen 103,7 % (31.12.2023: 124,4 %) der am Bilanzstichtag bestehenden fiktiven, gesetzlichen Abfertigungsverpflichtungen. Die Berechnung erfolgt nach der in der internationalen Rechnungslegung anerkannten PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,82 % (31.12.2023: 3,38 %) und künftiger Bezugserhöhungen (inkl. Inflationsabgeltung) von 3,90 % (31.12.2023: 8,20 %) für Angestellte ohne Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlages. Für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung wurde als Rechnungsgrundlage die AVÖ 2018-P herangezogen. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Erreichen des Pensionseintrittsalters für Angestellte, maximal 25 Jahre, bzw. bis zum Vertragsende für Vorstände. Die Zinsen auf die Rückstellung sowie Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Personalaufwand erfasst.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten.
8. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
9. Steuerliche Unternehmensgruppe
Im Geschäftsjahr 2005 wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG mit Wirksamkeit ab dem Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen, die in den darauffolgenden Jahren um zusätzliche Gruppenmitglieder erweitert bzw. durch ausgeschiedene Gruppenmitglieder verringert wurde. Gruppenträger ist die CA Immo AG. Im Jahr 2024 umfasst die Unternehmensgruppe neben dem Gruppenträger 9 inländische Gruppenmitglieder (2023: 11).
Als Umlageverfahren kommt die Verteilungsmethode zur Anwendung, wobei Gewinne des Gruppenmitgliedes zuerst mit Vorgruppenverlusten verrechnet werden und ein verbleibender Gewinn des Gruppenmitgliedes mit einem Gruppensteuersatz von 20 % (in 2023: 21 %), bzw. bei einem Gewinn der Steuergruppe bis zu 23 % (in 2023: bis zu 24 %), belastet wird. Weitergeleitete Verluste des Gruppenmitgliedes werden evident gehalten. Soweit negative zugerechnete Einkommen des einzelnen Gruppenmitgliedes bei Beendigung der Gruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Gruppe noch nicht verrechnet worden sind, ist die CA Immo AG als Gruppenträger zu einer Ausgleichszahlung in Höhe des Barwertes der (fiktiven) künftigen Steuerentlastung verpflichtet, die das Gruppenmitglied aus der Verwertung der zugerechneten negativen, noch nicht verrechneten Einkommen voraussichtlich erzielt hätte, wenn dieses der Gruppe nicht beigetreten wäre. Die Ermittlung der Ausgleichszahlung erfolgt durch Einholung eines Gutachtens eines gemeinschaftlich bestellten Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Gruppenmitglieds oder der Beendigung der Gruppe. Zum 31.12.2024 werden die möglichen Verpflichtungen aus einem Schlussausgleich gegenüber Gruppenmitgliedern auf 8.610 Tsd. € (31.12.2023: 12.980 Tsd. €) geschätzt.
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung.
10. Angabe zur Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
11. Erläuterungen zur Bilanz
a) Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in Anlage 1 zu entnehmen.
Sachanlagen
Die Zugänge bei Grundstücken und Bauten bzw. Anlagen in Bau betreffen im Wesentlichen Investitionen in der Erdberger Lände. Zum Bilanzstichtag umfassen die Sachanlagen 5 Objekte (31.12.2023: 6 Objekte). In den Anschaffungskosten der im Jahr 2024 abgegangenen Sachanlagen befanden sich aktivierte Zinsen in Höhe von 133 Tsd. €.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (2023: 66 Tsd. €) sowie keine Zuschreibungen (2023: 298 Tsd. €) auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Darstellung der Angaben zu Beteiligungsunternehmen erfolgt in Anlage 2.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 31.821 Tsd. € (2023: 175.031 Tsd. €) und Zuschreibungen in Höhe von 14.430 Tsd. € (2023: 620 Tsd. €) auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen.
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt 3.111.698 Tsd. € (31.12.2023: 3.004.939 Tsd. €). Die Zugänge resultieren aus Gesellschafterzuschüssen. Die Abgänge resultieren aus der Beendigung/Liquidation von 3 Gesellschaften.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Vaci 76 Kft, Budapest | 23.526 | 23.527 |
EUROPOLIS City Gate Ingatlanberuházási Kft, Budapest | 12.650 | 12.650 |
Kilb Kft., Budapest | 2.400 | 2.900 |
4P - Immo. Praha s.r.o., Prag | 0 | 31.089 |
RCP Amazon, s.r.o., Prag | 0 | 19.986 |
| 38.576 | 90.152 |
| | |
Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0 Tsd. € (31.12.2023: 51.075 Tsd. €) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
b) Umlaufvermögen
Sämtliche Forderungen haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es besteht keine wechselmäßige Verbriefung von Forderungen.
Die Forderungen aus Leistungen in Höhe von 698 Tsd. € (31.12.2023: 929 Tsd. €) beinhalten ausstehende Mietzins- und Betriebskostenverrechnungen.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Forderungen aus Leistungen (laufende Verrechnungen an Tochtergesellschaften) | 1.224 | 1.655 |
Forderungen aus Steuerumlagen | 2.788 | 12.718 |
Forderungen aus Ausschüttungen | 0 | 58.400 |
Forderungen aus kurzfristigen Finanzierungen | 0 | 15.000 |
Sonstige Forderungen | 177 | 880 |
| 4.189 | 88.653 |
| | |
Die sonstigen Forderungen in Höhe von 2.857 Tsd. € (31.12.2023: 884 Tsd. €) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von 854 Tsd. € (31.12.2023: 854 Tsd. €) und Forderungen gegenüber Banken in Höhe von 1.998 Tsd. € (31.12.2023: 0 Tsd. €).
In den Guthaben bei Kreditinstituten sind Festgelder in Höhe von insgesamt 275.456 Tsd. € (31.12.2023: 0 Tsd. €) enthalten.
c) Aktive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Disagio Anleihen | 3.388 | 3.802 |
Sonstige | 1.453 | 1.223 |
| 4.840 | 5.025 |
| | |
d) Aktive latente Steuern
Die latente Steuer beinhaltet die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern und wird auf Unterschiede zwischen den steuerlichen und den unternehmensrechtlichen Wertansätzen zum Bilanzstichtag für folgende Positionen gebildet (+ aktive latente Steuer / - passive latente Steuer):
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Grundstücke und Bauten | –3.522 | –3.784 |
Nebenkosten Anleihen | 4.022 | 2.850 |
Nebenkosten sonstige Finanzierungen | 567 | 858 |
Rückstellungen für Abfertigungen | 35 | 49 |
Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 2.816 | 3.459 |
Bemessungsgrundlage 23 % Steuersatz | 3.918 | 3.432 |
| | |
Daraus resultierende aktive latente Steuer | 901 | 789 |
Stand am 31.12. | 901 | 789 |
| | |
Die latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Stand am 1.1. aktive latente Steuer | 789 | 1.229 |
Erfolgswirksame Veränderung latente Steuer | 112 | –440 |
Stand am 31.12. aktive latente Steuer | 901 | 789 |
| | |
e) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt 774.229.017,02 € (31.12.2023: 774.229.017,02 €). Es ist zerlegt in 106.496.422 Stück (31.12.2023: 106.496.422) Inhaberaktien sowie vier nennwertlose Namensaktien. Von dem einbezahlten Grundkapital werden 9.341.683 Stück (31.12.2023: 8.780.037) eigene Anteile à 7,27 € je Aktie, somit insgesamt 67.914.035,41 € (31.12.2023: 63.830.868,99 €), offen abgezogen. Die Namensaktien werden von der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, gehalten und berechtigen zur Nominierung von je einem Aufsichtsrat. Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus zwei von der Hauptversammlung gewählten sowie zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertetern und zwei Arbeitnehmervertretern.
Der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG hat beschlossen, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4.5.2023 gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen („Ermächtigung“). Das Volumen beläuft sich auf bis zu 1.869.606 Stück Aktien (dies entspricht rund 1,76% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert soll zudem nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 28.11.2024 und endet spätestens am 3.11.2025. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value. Bis zum 31.12.2024 wurden im laufenden Programm 561.646 Aktien erworben. Der höchste geleistete Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 24,50 €, der geringste geleistete Gegenwert je erworbener Aktie lag bei 22,74 €. Der gewichtete geleistete Durchschnittsgegenwert je erworbener Aktie lag bei 23,52 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien bei insgesamt 13.210.531 € (exklusive Nebenkosten).
Der zum 31.12.2024 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 454.845 Tsd. € (31.12.2023: 460.572 Tsd. €) unterliegt in Höhe der aktiven latenten Steuer in Höhe von 901 Tsd. € (31.12.2023: 789 Tsd €) einer Ausschüttungssperre.
Zum Stichtag 31.12.2024 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 €, das bis längstens 27.9.2028 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, das zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4.5.2023 ausgegeben werden kann (bedingtes Kapital 2023).
Die ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind gebunden und der Buchwert entspricht dem Nennwert der offen vom Grundkapital abgesetzten eigenen Aktien.
Tsd. € | 31.12.2024 | Veränderung | 31.12.2023 |
Anschaffungskosten im Grundkapital | 67.914 | 4.083 | 63.831 |
Anschaffungskosten in Gewinnrücklagen | 124.391 | 9.128 | 115.263 |
Anschaffungskosten eigene Aktien gesamt | 192.305 | 13.211 | 179.094 |
Anpassung Rücklage für eigene Aktien | –124.391 | –9.128 | –115.263 |
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien | 67.914 | 4.083 | 63.831 |
| | | |
Das Erfordernis, eine gesetzliche Rücklage bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu dotieren, ist erfüllt.
f) Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse wurden in Vorjahren gewährt und betreffen mit einem Buchwert von 232 Tsd. € (31.12.2023: 334 Tsd. €) die Errichtung von Gebäuden.
g) Rückstellungen
Für die Abfertigungsansprüche der von der Gesellschaft beschäftigten Angestellten und Vorstände ist eine Vorsorge unter den Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von 630 Tsd. € (31.12.2023: 527 Tsd. €) getroffen.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.215 Tsd. € (31.12.2023: 860 Tsd. €) betreffen Rückstellungen für die Körperschaftsteuer.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Prämien | 8.788 | 8.467 |
Personal (Urlaube und Überstunden) | 1.179 | 1.127 |
Investitionzuschüsse an Mieter | 522 | 0 |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 440 | 593 |
Bauleistungen | 388 | 689 |
Finanzierungskosten | 0 | 420 |
Sonstige | 1.031 | 515 |
| 12.348 | 11.811 |
| | |
Vorstandsvergütung und Long Term Incentive (LTI) Programme:
Short/Long Term Incentive-Programm des Vorstandes (STI/Phantom-Share-Plan/LTI)
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Gesamtvorstand setzt sich aus einem Short Term Incentive (STI), gebunden an finanzielle und nicht-finanzielle Leistungskriterien mit einem einjährigen Leistungszeitraum und einem Long Term Incentive (LTI), in Form von Performance Share Units mit einer fünfjährigen Vesting Periode und einer Auszahlung, die an den Total Shareholder Return (Gesamtaktionärsrendite, "TSR") am Ende der Vesting Periode gekoppelt ist, zusammen. Der Long Term Incentive ist Teil des CA Immo Long Term Incentive Vergütungsprogramms, das für Vorstandsmitglieder und ausgewählte Schlüsselkräfte der Gesellschaft gilt.
Der Short term Incentive orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen und berücksichtigt sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Er ist mit 125% (bis 30.6.2023 mit 200%) des jährlichen Grundgehalts begrenzt. Die Höhe des tatsächlich gezahlten Short term Incentives hängt vom Zielerreichungsgrad ab
(0-100%). Dieser wird am Ende jedes Geschäftsjahres vom Vergütungsausschuss festgelegt. Seit 1.7.2023 wird der Short Term Incentive entsprechend der Zielerreichung als sofortiger Jahresbonus zur Gänze im Folgejahr ausbezahlt.
Bis 30.6.2023 war das variable Vergütungssystem des Vorstands derart gestaltet, dass eine Hälfte der variablen Vergütung als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss festgelegter Ziele gekoppelt war. Die andere Hälfte orientierte sich an der Outperformance folgender Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und NAV-Wachstum. Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtete sich ebenfalls nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem Vergleich von vereinbarten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und durch den Vergütungsausschuss festgelegt wurde.
Bis einschließlich 2022 bestand die Auszahlung der erfolgsbezogenen Vergütung zu 50% aus Sofortzahlungen (STI). Die restlichen 50% flossen in ein Long-Term Incentive (LTI)-Modell und wurden/werden nach Ablauf einer gewissen Halteperiode in Cash ausbezahlt. Dieser LTI-Anteil wurde auf Basis des Durchschnittskurses des letzten Quartals des für die Zielerreichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Für die bis einschließlich 2021 gestarteten LTI-Tranchen erfolgt die Auszahlung der Phantom Shares in drei gleichen Teilen in cash –nach weiteren 12, 24 (Mid Term Incentive) bzw. 36 Monaten (Long Term Incentive).
Die letzte Tranche dieses LTI-Programms (Phantom Share Plan) läuft bis 2024 (Auszahlung in 2025). Für die LTI-Tranche 2023-2026 (Performance Shares) erfolgt die Auszahlung nach Ablauf einer vierjährigen Halteperiode als Einmalzahlung, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt. Die auf Basis dieser Systematik gewährte Tranche endet im Jahr 2026 (Auszahlung in 2027). Die Umwandlung der Phantom Shares erfolgt zum Durchschnittskurs bzw. beim Performance Share Plan zum volumengewichteten Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr vorangehenden Jahres.
Long Term Incentive Programm (LTI)
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für ausgewählte Schlüsselkräfte zusätzlich zu ihrem Fixgehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen.
Das Long Term Incentive (LTI) Programm ist revolvierend und sieht kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von virtuellen Aktien von CA Immo AG. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von Performancekriterien, die an die mittelfristige Ertragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI wird durch den volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo AG
(= Schlusskurs an der Wiener Börse) über den 3-Monats Zeitraum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige Anzahl der virtuellen Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der Performanceperiode von vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel zum Stichtag 31.12. des letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete Performancekriterien des LTI dienen Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“) gegen den EPRA Nareit Developed Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der Führungskraft Schlüsselkraft abgestimmten Zielwert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen Tranche erhalten würde. Die Höhe der Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Auszahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Performance Share Unit-Programm (PSU)
Im Jahr 2023 wurde das LTI Programm für den Gesamtvorstand sowie zusätzlich für ausgewählte Schlüsselkräfte, im Rahmen eines PSU-Programmes, gänzlich neu gestaltet bzw. erweitert.
Ziel des neuen PSU-Programmes ist es, die Interessen des Gesamtvorstands und ausgewählter Schlüsselkräfte mit jenen der Aktionäre der Gesellschaft in Einklang zu bringen und einen Anreiz für eine langfristig positive Gesamtaktionärsrendite (TSR) zu schaffen. Den Teilnehmern des PSU-Programmes werden Performance Share Units (PSU) zugeteilt, die einen Anteil am potenziellen Gewinnbeteiligungsvolumen des Programms (€ 50 Mio.) darstellen. Die Laufzeit (Vesting Periode) beträgt fünf Jahre, wobei ein Vesting je eines Drittels der PSU am dritten, vierten und fünften Jahrestag seit Inkrafttreten stattfindet. Darüber hinaus kann in speziellen Fällen ein beschleunigtes Vesting stattfinden (z.B. Dividendenausschüttungen in bestimmter Höhe, Loss of Control Events). Der Startreferenzkurs pro PSU ist der 6-monatige volumengewichtete Durchschnittskurs an der Wiener Börse (ISIN AT0000641352) vor Beginn des Programms, wobei der von Bloomberg definierte VWAP als Handelsbenchmark dient, der durch Division des Gesamthandelsvolumens (Summe von Preis/Preis mal Handelsvolumen) durch das Gesamtvolumen (Summe der Handelsvolumina), einschließlich jeder qualifizierten Transaktion ("6m-VWAP") am Datum des Inkrafttretens, berechnet wird. Der Ausstiegsreferenzkurs pro PSU ist der 6m-VWAP vor dem Ende des 5-Jahres-Programms. Die Mindestrendite des Total Shareholder Return (TSR), die für die Auszahlung von Gewinnanteilen im Rahmen des PSU-Programmes erforderlich ist, beträgt 9% p.a., wobei alle während der Laufzeit des Programms an die Aktionäre ausgeschütteten Dividenden berücksichtigt werden. Die Gewinnanteile pro PSU, die dem Inhaber der PSU zuzurechnen sind, belaufen sich auf 10% des Aktionärsgewinns, der über der Mindestrendite liegt. Dies wird von einem von der Gesellschaft bestellten Wirtschaftsprüfer festgelegt.
Die Vergütung aus diesem PSU-Programm wird in bar abgegolten und basiert auf einer erwarteten langfristigen Aktienrendite, die um zufallsbedingte Schwankungen angepasst wird bzw. sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses ableitet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Die entstandene Schuld wird in Höhe des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums zum Stichtag als Rückstellung erfasst. Alle Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
h) Verbindlichkeiten
31.12.2024 | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Summe |
Tsd. € | bis zu 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
Anleihen | 275.900 | 650.000 | 350.000 | 1.275.900 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.507 | 28.780 | 27.929 | 71.216 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 290 | 61 | 0 | 351 |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 520 | 0 | 0 | 520 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 13.457 | 3.246 | 358 | 17.061 |
Summe | 304.674 | 682.087 | 378.287 | 1.365.048 |
| | | | |
31.12.2023 | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Summe |
Tsd. € | bis zu 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
Anleihen | 175.000 | 1.000.000 | 0 | 1.175.000 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.390 | 62.040 | 70.467 | 135.897 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 658 | 88 | 0 | 746 |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.068 | 0 | 0 | 3.068 |
Sonstige Verbindlichkeiten | 12.718 | 3.295 | 470 | 16.483 |
Summe | 194.834 | 1.065.423 | 70.937 | 1.331.194 |
| | | | |
Im Posten Anleihen werden die Fristigkeiten mit dem Rückzahlungstermin berücksichtigt. In 2024 wurde von der Anleihe 2020-2025 ein Nominale in Höhe von 74.100 Tsd. € rückgekauft und von der Börse eingezogen. Der Posten umfasst zum 31.12.2024 folgende Verbindlichkeiten:
| Nominale | Nominalzinssatz | Begebung | Rückzahlung |
| Tsd. € | | | |
Anleihe 2020-2025 | 275.900 | 1,00% | 27.10.2020 | 27.10.2025 |
Anleihe 2018-2026 | 150.000 | 1,88% | 26.09.2018 | 26.03.2026 |
Anleihe 2020-2027 | 500.000 | 0,88% | 05.02.2020 | 05.02.2027 |
Anleihe 2024-2030 | 350.000 | 4,25% | 30.10.2024 | 30.04.2030 |
| 1.275.900 | | | |
| | | | |
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfasst in Höhe von 33.904 Tsd. € (31.12.2023: 62.813 Tsd. €) Investitionskredite, die mit grundbücherlich eingetragenen Hypotheken und Verpfändungen von Bankguthaben, Verpfändungen der Objektversicherungen, Blankowechsel samt Wechselwidmungserklärung sowie Abtretungen der Forderungen von Vermietungen und der Rechte und Ansprüche aus Derivatgeschäften besichert sind, sowie ein gezeichnetes Schuldscheindarlehen in Höhe von 36.500 Tsd. € (31.12.2023: 72.000 Tsd. €) zuzüglich Zinsabgrenzungen.
In dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Beratung, Instandhaltung, Haftrücklässe sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen enthalten.
Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen mit 520 Tsd. € (31.12.2023: 2.448 Tsd. €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Jahr 2024 bestehen keine sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (31.12.2023: 620 Tsd. €).
Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus einem Schuldscheindarlehen gegenüber Versicherungen in Höhe von 3.000 Tsd. € (31.12.2023: 3.000 Tsd. €) und abgegrenzten Zinsen für Anleihen in Höhe von 9.180 Tsd. € (31.12.2023: 9.539 Tsd. €).
i) Passive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Investitionzuschüsse von Mietern | 2.816 | 3.459 |
Erhaltene Mietzinsvorauszahlungen | 293 | 319 |
| 3.109 | 3.778 |
| | |
j) Haftungsverhältnisse
| Höchstbetrag zum | | Zum Stichtag aushaftend | Zum Stichtag aushaftend |
| 31.12.2024 | | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| Tsd. | | Tsd. € | Tsd. € |
Garantien und Patronatserklärungen im Zusammenhang mit Verkäufen durch verbundene Unternehmen | 600.214 | € | 600.214 | 694.720 |
Garantien für an verbundene Unternehmen gewährte Kredite | 15.830 | € | 15.830 | 17.133 |
Garantien im Zusammenhang mit Verkäufen durch sonstige Konzernunternehmen | 0 | € | 0 | 3.390 |
| 616.044 | | 616.044 | 715.243 |
| | | | |
Die Gesellschaftsanteile der folgenden Gesellschaften sind zugunsten der die Tochtergesellschaften finanzierenden Banken verpfändet:
- CA Immo Sienna Center Sp. z o.o., Warschau
- CA Immo Warsaw Towers Sp. z o.o., Warschau
- Visionary Prague, s.r.o., Prag
Für Ansprüche Dritter gegen verkaufte Projektgesellschaften haftet CA Immo AG aufgrund von Nachhaftungen in Höhe von 40% eines allfälligen gerichtlich (per rechtskräftigem Urteil) festgestellten Anspruchs.
In den sonstigen Forderungen ist ein Bankkonto mit einem Betrag in Höhe von 800 Tsd. € enthalten, das zu Gunsten der die Tochtergesellschaft finanzierenden Bank verpfändet ist.
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien zur Absicherung allfälliger Gewährleistungs- und Haftungsansprüche, für die – soweit erforderlich – bilanziell Vorsorge getroffen wurden.
Die Haftung aufgrund von Patronatserklärungen der CA Immo AG für Konzerngesellschaften, die Immobilien in Vorjahren verkauft haben, endet in der Regel mit der Liquidation der Konzerngesellschaften. Im Rahmen von Kaufverträgen kann in manchen Fällen eine Schuldübernahme durch die CA Immo AG vereinbart worden sein, welche dann direkt aus dem jeweiligen Kaufvertrag haftet.
Im Jahr 2020 hat die CA Immobilien Anlagen AG eine erste (Teil-)Klage auf Schadenersatz in Hohe von 1 Mio. € und später eine zweite Klage auf Schadenersatz in Hohe von ca. 1,9 Mrd. € sowohl gegen die Republik Österreich als auch gegen das Bundesland Kärnten eingebracht. Diese beiden Klagen stützen sich auf die strafrechtliche Anklage gegen den ehemaligen österreichischen Finanzminister Grasser und andere Angeklagte wegen Straftaten im Zusammenhang mit der Privatisierung der damals bundeseigenen Wohnbaugesellschaften (wie der BUWOG) im Jahr 2004 zum Nachteil der CA Immo AG. Im Dezember 2020 hat das Strafgericht in erster Instanz Herrn Grasser und andere Angeklagte verurteilt, wobei deren Nichtigkeitsbeschwerden und Berufungen noch anhängig sind. Im November 2023 wies das Zivilgericht in erster Instanz die erste Klage von CA Immo AG auf Schadenersatz in Höhe von 1 Mio. € wegen Verjährung ab. Die Berufung der CA Immo AG war erfolgreich und im Juni 2024 stellte das Berufungsgericht – noch nicht rechtskräftig - die Nichtverjährung der Ansprüche fest. Nun wird der Oberste Gerichtshof über die Revision der Beklagten entscheiden. Die zweite Klage ist bis zu einem rechtskräftigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen. Im Dezember 2023 hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass die zweite Klage auf Schadenersatz nicht von den Gerichtsgebühren befreit ist (die bereits im Jahr 2021 gezahlt wurden). Die diesbezüglich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingebrachte Beschwerde hat dieser im Februar 2025 abgewiesen.
Mit Stichtag 31.12.2024 ist CA Immo AG Beklagte in insgesamt vier Anfechtungsklagen. Drei Anfechtungsklagen beziehen sich auf Hauptversammlungen vergangener Geschäftsjahre (die ordentlichen Hauptversammlungen der Jahre 2021 und 2022 sowie die außerordentliche Hauptversammlung im Jahr 2021). Am 6.6.2024 wurde der CA Immo AG eine Anfechtungsklage betreffend die 37. ordentliche Hauptversammlung vom 2.5.2024 zugestellt. Die Anfechtungsklagen richten sich im Wesentlichen gegen Beschlüsse im Zusammenhang mit der Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, Wahlen in den Aufsichtsrat sowie der Auszahlung von Zusatzdividenden. Die Verfahren befinden sich teils im Rechtsmittelverfahren, teils (wieder) im Verfahren erster Instanz, wobei bislang zu einem überwiegenden Teil lediglich prozedurale Aspekte (über die Rechtsfrage der Parteifähigkeit des Klägers) gegenständlich waren.
k) Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen
Die Mietverpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt für das folgende Geschäftsjahr 782 Tsd. € (31.12.2023: 697 Tsd. €) und für die folgenden fünf Geschäftsjahre 1.695 Tsd. € (31.12.2023: 2.016 Tsd. €). Der Mietvertrag für das Büro am Rennweg/Mechelgasse 1 ist bis 31.12.2026 abgeschlossen.
l) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten – Zinsswaps
Tsd. € | | Nominale | Fixierter Zinssatz per | Referenz- zinssatz | Beizulegender Zeitwert | davon in der Bilanz angesetzt |
Beginn | Ende | 31.12.2024 | 31.12.2024 | | 31.12.2024 | 31.12.2024 |
06/2017 | 06/2027 | 9.948 | 0,79% | 3M-EURIBOR | 311 | 0 |
06/2017 | 06/2027 | 23.956 | 0,76% | 3M-EURIBOR | 750 | 0 |
| | 33.904 | | | 1.061 | 0 |
| | | | | | |
Tsd. € | | Nominale | Fixierter Zinssatz per | Referenz- zinssatz | Beizulegender Zeitwert | davon in der Bilanz angesetzt |
Beginn | Ende | 31.12.2023 | 31.12.2023 | | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
06/2017 | 06/2027 | 10.188 | 0,79% | 3M-EURIBOR | 534 | 0 |
06/2017 | 06/2027 | 24.911 | 0,76% | 3M-EURIBOR | 1.299 | 0 |
08/2017 | 12/2029 | 27.715 | 1,12% | 3M-EURIBOR | 1.675 | 0 |
| | 62.814 | | | 3.508 | 0 |
| | | | | | |
Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Wert, den die CA Immo AG bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten oder bezahlen würde. Ermittelt wurde dieser Wert von dem Kreditinstitut, mit dem dieses Geschäft abgeschlossen wurde. Der angeführte Wert ist ein Barwert. Zukünftige Zahlungsströme aus variablen Zahlungen sowie Diskontsätze werden auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbank-Mittelkurspreise verwendet. Spezifische Geld-/Briefspannen sowie sonstige Auflösungskosten sind in der Bewertung nicht enthalten.
12. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Nach Tätigkeiten
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Mieterträge Immobilien | 14.390 | 15.311 |
Weiterverrechnete Betriebskosten | 3.911 | 4.462 |
Managementerlöse | 7.801 | 8.798 |
Sonstige Umsatzerlöse | 783 | 895 |
| 26.885 | 29.466 |
| | |
Nach Regionen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Österreich | 19.881 | 22.341 |
Deutschland | 2.581 | 2.345 |
Osteuropa | 4.423 | 4.780 |
| 26.885 | 29.466 |
| | |
Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen betreffen in 2024 den Verkauf einer Liegenschaft (2023: im Wesentlichen die Zuschreibung eines Grundwertes).
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen 453 Tsd. € Kosten für nachlaufende Verpflichtungen aus Kaufverträgen sowie 420 Tsd. € Finanzierungskosten (2023: Beratungskosten).
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 2.325 Tsd. € (2023: 1.196 Tsd. €) beinhalten eine erhaltene Vertragsstrafe in Höhe von 1.500 Tsd. € und – wie im Vorjahr – Kostenverrechnungen sowie die Auflösung von Abgrenzungen öffentlicher Zuschüsse.
Personalaufwand
In diesem Posten von insgesamt 14.729 Tsd. € (2023: 17.303 Tsd. €) sind Aufwendungen der von der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigten 66 Dienstnehmer gerechnet auf Vollzeitbasis (2023: 67) ausgewiesen.
Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Pensionskassenbeiträge Vorstände und leitende Angestellte | 150 | 139 |
Pensionskassenbeiträge übrige Mitarbeiter | 81 | 82 |
| 231 | 221 |
| | |
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände | 114 | 57 |
Veränderung Abfertigungsrückstellung übrige Mitarbeiter | –12 | 4 |
Zahlungen Abfertigung Vorstände | 0 | 1.525 |
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse Vorstände und leitende Angestellte | 109 | 144 |
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse übrige Mitarbeiter | 64 | 88 |
| 275 | 1.818 |
| | |
Abschreibungen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Abschreibung immaterielles Vermögen | 94 | 204 |
Planmäßige Abschreibung Gebäude | 6.249 | 6.197 |
außerplanmäßige Abschreibung Liegenschaften | 0 | 66 |
Abschreibung andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 135 | 205 |
Geringwertige Wirtschaftsgüter | 5 | 2 |
| 6.483 | 6.674 |
| | |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen, umfassen folgende Aufwendungen:
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Grundbesitzabgaben | 136 | 140 |
Nicht abzugsfähige Vorsteuern | 366 | 324 |
| 502 | 464 |
| | |
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Den Immobilien direkt zurechenbare Aufwendungen | | |
Weiterverrechenbare Betriebskosten | 3.776 | 4.327 |
Eigene Betriebskosten (Leerstehungskosten) | 780 | 1.055 |
Instandhaltungsaufwendungen | 801 | 875 |
Verwaltungs- und Vermittlungshonorare | 366 | 383 |
Sonstige | 183 | 121 |
Zwischensumme | 5.906 | 6.761 |
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | | |
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 3.538 | 4.179 |
Verwaltungs- und Managementkosten | 2.683 | 2.084 |
Kosten der Begebung einer Anleihe | 2.511 | 0 |
Büromiete inklusive Betriebskosten | 791 | 785 |
Weiterbelastungen | 665 | 954 |
Werbe- und Repräsentationsaufwendungen | 559 | 586 |
Lizenzen | 395 | 378 |
Sonstige Gebühren und Spesen des Geldverkehrs | 340 | 1.047 |
Versicherungen allgemein | 242 | 305 |
Aufsichtsratvergütungen | 104 | 82 |
Sonstige | 1.327 | 922 |
Zwischensumme | 13.155 | 11.322 |
Summe übrige betriebliche Aufwendungen | 19.061 | 18.083 |
| | |
Erträge aus Beteiligungen
Dieser Posten beinhaltet Ausschüttungen von Unternehmen aus Österreich in Höhe von 100.233 Tsd. € (2023: 587.969 Tsd. €) sowie aus Deutschland und Osteuropa in Höhe von 3.227 Tsd. € (2023: 35.280 Tsd. €).
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Dieser Posten enthält Zinserträge aus Ausleihungen.
Erträge aus dem Rückkauf von Anleihen
Dieser Posten beinhaltet den Ertrag aus dem teilweisen Rückkauf der Nominale der Anleihe 2020-2025 in Höhe von 74.100 Tsd. €.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Zinserträge aus Derivatgeschäften | 1.570 | 1.472 |
Ertrag aus der Auflösung von Derivatgeschäften | 1.533 | 0 |
Sonstige | 1.316 | 2.785 |
| 4.420 | 4.257 |
| | |
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Zuschreibung aufgrund Wertaufholung | 14.430 | 620 |
Verkauf von Finanzanlagen | 0 | 99 |
Rückzahlung von Ausleihungen über dem Buchwert | 0 | 414 |
| 14.430 | 1.133 |
| | |
Aufwendungen aus Finanzanlagen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Abschreibung von Finanzanlagen | 31.821 | 175.031 |
Verlust aus dem Abgang | 1.507 | 11.956 |
| 33.328 | 186.987 |
demgegenüber stehen Ausschüttungen in Höhe von | 1.821 | 178.869 |
| | |
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Zinsen für Anleihen | 15.365 | 16.137 |
Zinsen für aufgenommene Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Immobilienvermögens | 3.364 | 3.635 |
Zinsen für sonstige Kredite | 2.964 | 3.949 |
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen | 417 | 2.630 |
| 22.110 | 26.351 |
| | |
Steuern vom Einkommen
Tsd. € | 2024 | 2023 |
Steuerumlage Gruppenmitglieder | 2.768 | 12.187 |
Körperschaftsteuer | –1.237 | –549 |
Latente Steuern | 112 | –440 |
Steuerertrag | 1.643 | 11.199 |
| | |
Sonstige Angaben
13. Angabe der Beteiligungsunternehmen
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, ist oberstes Mutterunternehmen des CA Immo Konzerns. Der Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a UGB aufgestellt und beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Für den Mehrheitsaktionär SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l., Luxemburg, besteht in Luxemburg keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie keine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines allenfalls freiwillig aufgestellten Konzernabschlusses.
14. Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Die Gesamtbezüge der im jeweiligen Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Jahr 2024 3.242 Tsd. € (2023: 5.661 Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 230 Tsd. € (2023: 312 Tsd. €). Die Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.156 Tsd. € (2023: 1.346 Tsd. €) und setzte sich aus dem Grundgehalt von 1.035 Tsd. € (2023: 1.116 Tsd. €), sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz u. Beraterleistungen, Diäten, Reisespesen und Urlaubsersatzansprüche) in Höhe von 42 Tsd. € (2023: 151 Tsd. €) sowie Beiträge in Pensionskassen in Höhe von 80 Tsd. € (2023: 79 Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile beliefen sich auf 2.085 Tsd. € (2023: 2.090 Tsd. €). Im Berichtsjahr fielen keine Abfindungs- oder Sonderzahlungen an (2023: 2.225 Tsd. €).
Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für Vorstandsmitglieder 546 Tsd. € (31.12.2023: 432 Tsd. €).
Gegenüber früheren (d.h. nicht im Berichtsjahr amtierenden) Vorstandsmitgliedern bestehen zum 31.12.2024 noch Rückstellungen aus variablen Vergütungsbestandteilen aus laufenden LTI-Tranchen in Höhe von 112 Tsd. € (31.12.2023: 494 Tsd. €). Im laufenden Geschäftsjahr wurden variable Vergütungen an frühere Vorstandsmitglieder in Höhe von 332 Tsd. € ausbezahlt (31.12.2023: 476 Tsd. €).
An die Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand bestehen auf Basis der Annahme einer 100%igen Zielerreichung der für das Geschäftsjahr 2024 vereinbarten Vorstandsziele für den Short Term Incentive (STI) per 31.12.2024 Rückstellungen in Höhe von 1.379 Tsd. € (31.12.2023: 1.684 Tsd. €). Zusätzlich bestehen zum Bilanzstichtag für LTI Programme Rückstellungen in Höhe von 2.908 Tsd. € (31.12.2023: 2.786 Tsd. €).
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, 2. Stellvertreter des Vorsitzenden
Durch Namensaktie entsendet:
Sarah Broughton (beabsichtigt bis 1.4.2025)
David Smith, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden
Vom Betriebsrat entsendet:
Georg Edinger, MBA, BA, REAM (IREBS)
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo AG aus zwei von der Hauptversammlung gewählten sowie zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und zwei Arbeitnehmervertretern.
Im Geschäftsjahr 2024 (für 2023) gelangte eine Gesamtvergütung von 75 Tsd. € (2023: 219 Tsd. €) zur Auszahlung. Die darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 15 Tsd. € (2023: 71 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2024 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 81 Tsd. € erfasst (2023: 49 Tsd. €). Hiervon entfallen rund 25 Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2023: 4 Tsd. €) und 39 Tsd. € (2023: 29 Tsd. €) auf sonstige Aufwendungen einschließlich Fortbildungs- und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstigen Beratungskosten fielen 17 Tsd. € an (2023: 16 Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2024 wurde auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von 30 Tsd. € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1 Tsd. € je Sitzung, wobei der Vorsitzende das Zweifache und seine Stellvertreter das Eineinhalbfache der Fixvergütung erhalten) und unter Berücksichtigung des Verzichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Capital Group zuzuordnenden Aufsichtsratsmitglieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 71 Tsd. € im Abschluss erfasst.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der CA Immobilien Anlagen AG zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, haben den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den Aufsichtsrat. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. David Smith sowie Jeffrey G. Dishner nehmen umfassende Managementfunktionen innerhalb der Starwood Capital Group wahr, ebenso wie Sarah Broughton, die jedoch mit 31.12.2024 aus der Starwood Capital Group ausschied.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. größter Einzelaktionär der CA Immobilien Anlagen AG. Im Geschäftsjahr 2024 erhöhte Starwood Capital Group (über ihr Vehikel SOF-11 Klimt CAI S.à r.l.) im Rahmen von Zukäufen über den Markt ihre Beteiligung an der CA Immobilien Anlagen AG von rund 59,83% des Grundkapitals auf rund 62,47%. Zum 31.12.2024 hält SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. 66.531.265 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA Immobilien Anlagen AG. Die SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. ist eine von Starwood Capital Group ("Starwood") kontrollierte Gesellschaft. Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Fokus auf globale Immobilieninvestitionen.
15. Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt während des Geschäftsjahres 66 (2023: 67) Angestellte (in Vollzeitäquivalenten).
16. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer gemäß § 237 Z 14 UGB unterbleibt, da eine derartige Information im Konzernabschluss der CA Immo AG enthalten ist.
17. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ende Jänner 2025 wurde ein Vertrag zum Verkauf einer Immobilie unterzeichnet.
Das im November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.2.2025 vorzeitig beendet. Bei diesem Programm wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien erworben, was einem Anteil von 1,76% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €.
Mit 27.2.2025 hielt CA Immo AG somit 10.649.642 eigene Aktien (31.12.2024: 9.341.683 eigene Aktien), was einem Anteil von 10,0% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
18. Ergebnisverwendungsvorschlag
Es wird vorgeschlagen, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 454.845.258,79 € eine Dividende von 1,00 € je Aktie, somit insgesamt 95.846.784,00 €, an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 358.998.474,79 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Wien, 26.3.2025 | | |
| Der Vorstand | |
Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Anlagenspiegel für das geschäftsjahr 2024
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten am 1.1.2024 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anschaffungs-/ Herstellungskosten am 31.12.2024 | |
| € | € | € | € | € | |
I.Immaterielle Vermögensgegenstände | | | | | | |
EDV-Software | 3.378.850,52 | 0,00 | 5.731,50 | 0,00 | 3.373.119,02 | |
| 3.378.850,52 | 0,00 | 5.731,50 | 0,00 | 3.373.119,02 | |
II.Sachanlagen | | | | | | |
1.Grundstücke und Bauten | | | | | | |
a)Grundwert | 28.421.927,58 | 0,00 | 212.945,84 | 0,00 | 28.208.981,74 | |
b)Gebäudewert | 239.243.754,42 | 1.462.291,55 | 34.135.049,56 | 164.503,83 | 206.735.500,24 | |
| 267.665.682,00 | 1.462.291,55 | 34.347.995,40 | 164.503,83 | 234.944.481,98 | |
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung | 2.716.973,78 | 66.759,82 | 324.395,28 | 0,00 | 2.459.338,32 | |
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 164.503,83 | 0,00 | 0,00 | –164.503,83 | 0,00 | |
| 270.547.159,61 | 1.529.051,37 | 34.672.390,68 | 0,00 | 237.403.820,30 | |
III.Finanzanlagen | | | | | | |
1.Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.261.462.194,97 | 129.223.001,67 | 51.737.533,20 | 0,00 | 3.338.947.663,44 | |
2.Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 90.151.587,84 | 0,00 | 51.575.156,86 | 0,00 | 38.576.430,98 | |
3.Beteiligungen | 245.851,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 245.851,50 | |
| 3.351.859.634,31 | 129.223.001,67 | 103.312.690,06 | 0,00 | 3.377.769.945,92 | |
| 3.625.785.644,44 | 130.752.053,04 | 137.990.812,24 | 0,00 | 3.618.546.885,24 | |
| | | | | | |
| Kumulierte Abschreibungen am 1.1.2024 | Abschreibungen im Geschäftsjahr 2024 | Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2024 | Kumulierte Abschreibungen Abgänge | Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2024 | Bilanzwert am 31.12.2024 | Bilanzwert am 31.12.2023 |
| € | € | € | € | € | € | € |
| | | | | | | |
| 3.267.555,47 | 94.105,47 | 0,00 | 5.731,50 | 3.355.929,44 | 17.189,58 | 111.295,05 |
| 3.267.555,47 | 94.105,47 | 0,00 | 5.731,50 | 3.355.929,44 | 17.189,58 | 111.295,05 |
| | | | | | | |
| | | | | | | |
| 1.226.583,04 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.226.583,04 | 26.982.398,70 | 27.195.344,54 |
| 91.631.874,75 | 6.248.872,83 | 0,00 | 5.292.478,60 | 92.588.268,98 | 114.147.231,26 | 147.611.879,67 |
| 92.858.457,79 | 6.248.872,83 | 0,00 | 5.292.478,60 | 93.814.852,02 | 141.129.629,96 | 174.807.224,21 |
| 2.179.965,53 | 140.402,27 | 0,00 | 306.577,32 | 2.013.790,48 | 445.547,84 | 537.008,25 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 164.503,83 |
| 95.038.423,32 | 6.389.275,10 | 0,00 | 5.599.055,92 | 95.828.642,50 | 141.575.177,80 | 175.508.736,29 |
| | | | | | | |
| 256.523.412,51 | 31.821.077,92 | 14.430.000,00 | 46.664.533,20 | 227.249.957,23 | 3.111.697.706,21 | 3.004.938.782,46 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 38.576.430,98 | 90.151.587,84 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 245.851,50 | 245.851,50 |
| 256.523.412,51 | 31.821.077,92 | 14.430.000,00 | 46.664.533,20 | 227.249.957,23 | 3.150.519.988,69 | 3.095.336.221,80 |
| 354.829.391,30 | 38.304.458,49 | 14.430.000,00 | 52.269.320,62 | 326.434.529,17 | 3.292.112.356,07 | 3.270.956.253,14 |
| | | | | | | |
Angaben zu Beteiligungsunternehmen
Direkte Beteiligungen | | | | | | | |
Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital in % | Währung | Nominal- kapital | Jahres- ergebnis 31.12.2024 | Eigen- kapital 31.12.2024 | Jahres- ergebnis 31.12.2023 | Eigen- kapital 31.12.2023 |
| | | | | in 1.000 | in 1.000 | in 1.000 | in 1.000 |
CA Immo d.o.o., | Belgrad | 100 | RSD | 44.623.214 | –11.679 | –936 | –7.914 | 10.743 |
Duna Irodaház Kft., Budapest | Budapest | 100 | HUF | 277.100.000 | –1.289.388 | 9.149.807 | –872.019 | 12.220.654 |
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. | Budapest | 100 | HUF | 391.000.000 | –691.142 | 11.203.827 | 116.500 | 11.776.291 |
Duna Business Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. | Budapest | 100 | HUF | 452.844.530 | –214.346 | 13.349.097 | 523.011 | 14.384.682 |
Kilb Kft. | Budapest | 100 | HUF | 30.000.000 | 551.038 | 5.315.641 | 558.497 | 4.764.603 |
Millennium Irodaház Kft. | Budapest | 100 | HUF | 997.244.944 | –101.498 | 9.252.879 | 342.543 | 9.531.814 |
Váci 76 Kft. | Budapest | 100 | HUF | 3.100.000 | 45.948 | 6.613.250 | 1.001.992 | 6.567.302 |
CA Immo Invest GmbH | Frankfurt | 50,5 | EUR | 50.000 | –649 | 15.260 | –743 | 15.909 |
DRG Deutsche Realitäten GmbH | Frankfurt | 49,0 | EUR | 500.000 | 148 | 648 | 346 | 846 |
Visionary Prague, s.r.o. | Prag | 100 | CZK | 200.000 | –16.982 | 224.182 | –42.309 | 241.165 |
CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 47.956.320 | –48.198 | 77.320 | –6.591 | 62.622 |
CA Immo P14 Sp.z.o.o | Warschau | 100 | PLN | 10.000 | 5.387 | 144.640 | –10.554 | 139.253 |
CA Immo Saski Crescent Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 140.921.250 | –21.392 | 176.745 | –4.698 | 163.959 |
CA Immo Saski Point Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 55.093.000 | 6.044 | 107.754 | –19.912 | 78.657 |
CA Immo Sienna Center Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 116.912.640 | –34.511 | 151.163 | –13.681 | 148.955 |
CA Immo Warsaw Spire B Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 5.050.000 | 8.801 | 259.193 | –31.735 | 250.392 |
CA Immo Warsaw Spire C Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 2.050.000 | –6 | 243.934 | 10.339 | 239.616 |
CA Immo Warsaw Towers Sp. z o.o. | Warschau | 100 | PLN | 155.490.900 | –6.973 | 148.605 | 1.757 | 162.579 |
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH | Wien | 38,9 | EUR | 3.738.127 | 416 | 10.460 | 488 | 10.644 |
CA Immo International Holding GmbH | Wien | 100 | EUR | 35.000 | 73.397 | 1.801.607 | 111.724 | 1.826.910 |
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH | Wien | 100 | EUR | 100.000 | 10.128 | 405.267 | 6.676 | 308.139 |
CA Immo Rennweg 16 GmbH in Liqu. | Wien | 100 | EUR | 35.000 | 116 | 514 | 58.763 | 58.798 |
| | | | | | | | |
Die Angaben für 2024 erfolgen ausschließlich auf Basis von vorläufigen Zahlen der nach lokalen Rechnungslegungsmethoden erstellten Abschlüsse.
konzernstruktur
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn und Serbien vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die börsennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen und operativen Leitung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Center. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 umfasst der Konzern insgesamt 139 Gesellschaften (31.12.2023: 145) mit 254 Mitarbeitern (31.12.2023: 348). In Vollzeitäquivalenten (FTE) beträgt der Mitarbeiterstand zum Stichtag 31. Dezember 2024 222,1 (31.12.2023: 307,4). Der Rückgang an Mitarbeitern bzw. FTEs ist überwiegend auf den Verkauf der Konzerngesellschaft omniCon zurückzuführen.
Die Kernkompetenz von CA Immo ist die Entwicklung und Bewirtschaftung hochwertiger Prime - Büroimmobilien in Kerneuropa mit Fokus auf den deutschen Markt, dessen Anteil am Gesamtportfolio rund 68% beträgt. Das strategische Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wertschöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer, sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilienbereich ab – von der Grundstücksaufbereitung, der Baurechtschaffung und Realisierung der umgebenden Infrastruktur bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer Gebäude.
Neben den wichtigsten Kernmärkten Berlin und München ist CA Immo auch in den Städten Frankfurt, Düsseldorf, Wien, Prag und Warschau aktiv. Die Märkte Budapest und Belgrad wurden im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms als nicht-strategische Märkte eingestuft; der Vorstand ist ermächtigt, alle relevanten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Marktausstieg aus diesen Regionen einzuleiten bzw. durchzuführen.
Durch die Aufbereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt CA Immo entweder in den eigenen Bestand oder verkauft sie an einen Endinvestor. Aktuell kontrolliert die Gruppe ein Immobilienvermögen von rund 5,0 Mrd. € in Deutschland, Österreich und Zentral- und Osteuropa (31.12.2023: 5,2 Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten oder indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG gehalten. Per 31. Dezember 2024 befindet sich zudem ein Immobilienvermögen von rund 177 Mio. € (31.12.2023: 241 Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum Stichtag ausschließlich Bestandsimmobilien sowie eine zur Veräußerung gehaltene Immobilie mit einem Bilanzwert von insgesamt rund 256 Mio. € (31.12.2023: 347 Mio. €).
Gesellschaften nach Regionen
Anzahl der Gesellschaften1) | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
Österreich | 11 | 12 |
- hiervon Joint Ventures | 0 | 0 |
Deutschland | 98 | 100 |
- hiervon Joint Ventures | 22 | 22 |
Zentral- und Osteuropa2) | 30 | 33 |
- hiervon Joint Ventures | 0 | 0 |
Konzernweit | 139 | 145 |
- hiervon Joint Ventures | 22 | 22 |
1) Joint Ventures bezogen auf konsolidierte Gesellschaften.
2) Mit Stand 31.12.2023 inklusive einer im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden Holdinggesellschaft in den Niederlanden.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Bestandsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobilien werden Großteils in direkten Beteiligungen gehalten und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH – ein Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise in München und Mainz) werden in Joint Ventures realisiert. Die Immobilienentwicklung wird von der in der CA Immo Deutschland GmbH bzw. deren direkten Tochtergesellschaften angesiedelten Abteilung Development mit hausinterner Expertise gesteuert.
Standort Zentral- und Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf Prime-Büroimmobilien in den Städten Prag und Warschau. Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften gehalten. Sämtliche CEE-Immobilien werden von den regionalen Niederlassungen gemanagt.
Wirtschaftliches Umfeld
Wirtschaftliches Umfeld
Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für die Jahre 2025 und 2026 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3%, was unter dem historischen Durchschnitt von 3,7% zwischen 2000 und 2019 liegt. Diese Entwicklung deutet auf eine anhaltende Verlangsamung der Weltwirtschaft hin. Regional wurden die Wachstumserwartungen für die USA aufgrund einer robusten Konsumnachfrage, einer guten Arbeitsmarktlage und fiskalischer Impulse nach oben korrigiert. Im Euroraum hingegen bleibt das Wachstum verhalten, da die hohe Inflation und die straffe Geldpolitik den Konsum belasten. In China setzt sich das Wirtschaftswachstum fort, allerdings aufgrund von Herausforderungen im Immobiliensektor, hoher Verschuldung und Strukturanpassungen langsamer als in der Vergangenheit. Die Schwellen- und Entwicklungsländer kämpfen mit externen Finanzierungsschwierigkeiten, einer nachlassenden Exportnachfrage und strukturellen Herausforderungen, die das Wachstum bremsen.
Die Inflation hat sich weltweit abgeschwächt, liegt aber immer noch über dem Vorkrisenniveau. Der IWF rechnet mit einem Rückgang der globalen Inflation auf 4,2% im Jahr 2025 und auf 3,5% im Jahr 2026. In den Industrieländern nähert sich die Inflation schneller dem Ziel der Zentralbanken von 2%, während sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern langsamer zurückgeht, was unter anderem auf die Volatilität der Rohstoffpreise zurückzuführen ist. Die Zentralbanken der großen Volkswirtschaften wie die Fed und die EZB verfolgen eine vorsichtige Lockerung der Geldpolitik, wobei Tempo und Ausmaß der Zinssenkungen von weiteren Inflationsdaten und Konjunktursignalen abhängen. In den Schwellenländern zeigt sich ein heterogenes Bild: Während einige Länder bereits Zinssenkungen vorgenommen haben, halten andere aufgrund inflationsbedingter Unsicherheiten an restriktiven Maßnahmen fest.
Der IWF sieht verschiedene Risiken, die die Weltwirtschaft belasten könnten. Kurzfristig stellen geopolitische Spannungen eine Gefahr für Handelsströme und Energiepreise dar, während hohe Zinsen Unternehmen mit hoher Verschuldung unter Druck setzen und politische Unsicherheiten aufgrund anstehender Wahlen in wichtigen Volkswirtschaften zu wirtschaftspolitischen Kurswechseln führen könnten. Mittelfristig könnten langsame Produktivitätszuwächse das BIP-Wachstum dämpfen, der Klimawandel die wirtschaftliche Stabilität gefährden und steigende Schuldenlasten in Entwicklungs- und Industrieländern nachhaltige fiskalische Strategien erfordern.
Der Regional Economic Outlook: Europe des Internationalen Währungsfonds aus dem Oktober 2024 analysiert die wirtschaftliche Erholung Europas nach den jüngsten Krisen und zeigt, dass diese noch nicht ihr volles Potenzial erreicht hat. Während sich das Wachstum langsam erholt, bremsen Unsicherheiten wie die anhaltende Kerninflation, unklare wirtschaftspolitische Weichenstellungen und geopolitische Spannungen die Entwicklung.
Die Inflation ist zwar rückläufig, bleibt aber hartnäckig, insbesondere im Dienstleistungssektor. Die Zentralbanken haben bereits mit Zinssenkungen begonnen, müssen aber flexibel auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren, um eine stabile Geldpolitik zu gewährleisten. Gleichzeitig steht die Finanz- und Fiskalpolitik vor großen Herausforderungen. Die hohe Staatsverschuldung nach den Krisenjahren erfordert eine sorgfältige Konsolidierung, um die Finanzstabilität zu sichern. Neue europäische Fiskalregeln sollen dazu beitragen, die Verschuldung abzubauen und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen zu sichern. Während die Banken grundsätzlich gut kapitalisiert sind, bestehen Risiken insbesondere im gewerblichen Immobiliensektor.
Neben diesen kurzfristigen Herausforderungen hat Europa mit tief verwurzelten strukturellen Problemen zu kämpfen. Das Produktivitätswachstum ist schwach, insbesondere in CESEE, wo auch Investitionen und Strukturreformen hinterherhinken. Der demografische Wandel und der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften erschweren die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich. Eine stärkere Integration des europäischen Binnenmarktes wird als Schlüssel zur Steigerung von Innovationskraft und Investitionen gesehen.
Zudem ist die wirtschaftliche Erholung weiterhin mit erheblichen Risiken behaftet. Eine Eskalation der geopolitischen Konflikte, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten, könnte die Energiepreise weiter verteuern und die wirtschaftliche Unsicherheit erhöhen. Auch Verzögerungen bei dringend notwendigen Steuer- und Strukturreformen sowie das neu initiierte Zollregime der USA könnten das Wachstum weiter dämpfen.
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2024 im Euroraum unverändert geblieben und in der EU um 0,1% gestiegen. Dies geht aus einer vorläufigen Schnellschätzung hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird. Im dritten Quartal 2024 war das BIP in beiden Gebieten um 0,4% gestiegen. Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2024, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, ist das BIP im Euroraum um 0,7% und in der EU um 0,8% gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2024 sowohl im Euroraum um 0,9% und in der EU um 1,1% gestiegen, nach +0,9% im Euroraum und +1,0% in der EU im Vorquartal.
Im Dezember 2024 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euroraum bei 6,3%, ein Anstieg gegenüber 6,2% im November 2024 und ein Rückgang gegenüber 6,5% im Dezember 2023. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezember 2024 bei 5,9%, ein Anstieg gegenüber 5,8% im November 2024 und ein Rückgang gegenüber 6,0% im Dezember 2023.
Die jährliche Inflation im Euroraum im Januar 2025 wird auf 2,5% geschätzt, gegenüber 2,4% im Dezember 2024. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass „Dienstleistungen“ im Januar die höchste jährliche Rate aufweist (3,9%, gegenüber 4,0% im Dezember), gefolgt von „Lebensmitteln, Alkohol und Tabak“ (2,3%, gegenüber 2,6% im Dezember), „Energie“ (1,8%, gegenüber 0,1% im Dezember) und „Industriegütern ohne Energie“ (0,5%, unverändert gegenüber Dezember).
Am Ende des dritten Quartals 2024 lag der Bruttoschuldenstand des Staatssektors im Verhältnis zum BIP im Euroraum (ER20) bei 88,2% und blieb damit unverändert gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2024. In der EU blieb die Quote mit 81,6% ebenfalls unverändert. Im Vergleich zum dritten Quartal 2023 verringerte sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP im Euroraum leicht (von 88,4% auf 88,2%), während in der EU ein leichter Anstieg zu beobachten war (von 81,5% auf 81,6%).
Das saisonbereinigte öffentliche Defizit (Finanzierungssaldo des Staatssektors) im Verhältnis zum BIP belief sich im dritten Quartal 2024 im Euroraum (ER20) auf 2,6% und in der EU auf 2,9%. Im dritten Quartal 2024 sank das Defizit (gemessen am BIP) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 im Euroraum und in der EU. Im dritten Quartal 2024 beliefen sich die Gesamteinnahmen des Staatssektors im Euroraum auf 47,0% des BIP. Der Anstieg im Vergleich zu 46,5% im zweiten Quartal 2024 war hauptsächlich auf einen Zuwachs der saisonbereinigten Gesamteinnahmen des Staates in absoluten Zahlen sowie auf ein Wachstum des nominalen BIP zurückzuführen. In der EU beliefen sich die Gesamteinnahmen des Staates im dritten Quartal 2024 auf 46,4% des BIP im Vergleich zu 46,0% im Vorquartal.
Im März 2025 beschloss der EZB-Rat, die drei Leitzinsen der EZB um jeweils 25 Basispunkte weiter zu senken. Demnach betragen der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und die Spitzenrefinanzierungsfazilität ab dem 12. März 2025 2,50%, 2,65% bzw. 2,90%. Insbesondere der Beschluss, den Zinssatz für die Einlagefazilität - den Zinssatz, mit dem der EZB-Rat den geldpolitischen Kurs steuert - zu senken, spiegelt die aktualisierte Einschätzung der Inflationsaussichten durch den EZB-Rat, die Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und die Stärke der geldpolitischen Transmission wider.
Die jüngsten Inflationsdaten deuten darauf hin, dass der Disinflationsprozess gut vorankommt. Die Inflation hat sich im Wesentlichen weiterhin im Einklang mit den Erwartungen der EZB-Fachleute entwickelt. Die jüngsten Projektionen stimmen eng mit den bisherigen Inflationsaussichten überein. Die meisten Messgrößen der zugrunde liegenden Inflation deuten darauf hin, dass sich die Inflation nachhaltig im Bereich des Zielwerts einpendeln wird. Aufgrund der vorangegangenen Zinssenkungen des EZB-Rats vergünstigt sich die Aufnahme neuer Kredite für Unternehmen und private Haushalte allmählich. Zugleich sind die Finanzierungsbedingungen nach wie vor restriktiv, auch weil die Geldpolitik restriktiv bleibt und sich frühere Zinserhöhungen nach wie vor auf den Kreditbestand auswirken. So werden einige fällig werdende Kredite zu höheren Zinsen verlängert. Die Wirtschaft hat weiterhin Gegenwind, doch steigende Realeinkommen und die allmählich nachlassenden Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik dürften mit der Zeit ein Anziehen der Nachfrage begünstigen.
Der EZB-Rat ist entschlossen, für eine nachhaltige Stabilisierung der Inflation beim mittelfristigen Zielwert von 2% zu sorgen. Die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen. So werden die Zinsbeschlüsse des EZB-Rats auf seiner Beurteilung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation sowie der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren. Der EZB-Rat legt sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.
Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, äußerte sich auf der Pressekonferenz zur Erklärung der jüngsten geldpolitischen Entschlüsse wie folgt: „Die Risiken für das Wirtschaftswachstum sind nach wie vor abwärtsgerichtet. Eine Verschärfung der Handelsspannungen würde das Wachstum im Euroraum verringern, da sie zu sinkenden Exporten und einer Abschwächung der globalen Konjunktur führen würde. Die anhaltende Unsicherheit im Hinblick auf die globale Handelspolitik könnte die Investitionstätigkeit belasten. Geopolitische Spannungen, zu denen etwa der Krieg Russlands gegen die Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten zählen, stellen ebenfalls nach wie vor einen großen Unsicherheitsfaktor dar. Sollten die verzögerten Auswirkungen der geldpolitischen Straffung länger anhalten als erwartet, könnte dies ein niedrigeres Wachstum nach sich ziehen. Das Wachstum könnte hingegen höher ausfallen, wenn günstigere Finanzierungsbedingungen und eine sinkende Inflation eine raschere Erholung der inländischen Konsum- und Investitionsausgaben ermöglichen. Auch eine Aufstockung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnte das Wachstum beschleunigen.“
Immobilienmärkte
ALLGEMEINE MARKTBEDINGUNGEN
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland, Österreich und der CEE-Region bleibt herausfordernd, wobei die Stagnation in Deutschland und die niedrige Produktivität das Wachstum belasten. Während sich die wirtschaftliche Aktivität in Europa leicht verbessert, bleibt die Stimmung aufgrund der schwachen Nachfrage und der rückläufigen Beschäftigungsentwicklung, insbesondere im Industriesektor, gedämpft.
Die Arbeitslosigkeit bleibt niedrig, allerdings auf Kosten niedriger Löhne und Überkapazitäten. Die Inflation geht weiter zurück und nähert sich dem Ziel der EZB von 2%, was den Weg für mehrere Zinssenkungen bis 2025 ebnet. Der Immobiliensektor bleibt unter Druck, aber die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik könnte das Investitionsklima in Zukunft verbessern.
Politische Unsicherheiten bestehen weiterhin, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und geopolitische Risiken, einschließlich potenzieller Handelskonflikte mit den USA. Obwohl sich die makroökonomischen Bedingungen leicht verbessern könnten, bleibt der Ausblick unsicher.
TransaktionsMÄRKTE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Der Transaktionsmarkt für Gewerbeimmobilien blieb auch 2024 herausfordernd. Hohe Finanzierungskosten und unterschiedliche Dynamiken in den einzelnen Immobiliensegmenten führten zu einer im langjährigen Vergleich geringen Marktaktivität. Die Kapitalwerte auf den deutschen Märkten stabilisierten sich im Vergleich zu 2023, getrieben durch Mietwachstum und stabilisierte Renditen. Österreich und die CEE-Region verzeichneten sinkende oder stagnierende Werte aufgrund eines langsameren Mietwachstums.
Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien blieben in den meisten Märkten bis Ende 2024 stabil. Berlin und München waren die ersten Märkte, die zum Jahresende einen Rückgang um 20 Basispunkte verzeichneten. Alle anderen Märkte verzeichneten keine Veränderung gegenüber 2023 (Düsseldorf, Frankfurt und Wien) oder einen leichten Anstieg um 15 bis 25 Basispunkte (Warschau, Prag und Budapest).
Das Investitionsvolumen für Büroimmobilien scheint die Trendwende erreicht zu haben. Das Jahr 2024 zeigte ein deutliches Wachstum der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtinvestitionsvolumen stieg in allen Märkten außer Wien. Dies gilt auch für den Bürosektor mit Ausnahme von Budapest, Wien und Berlin. Die vier deutschen Kernmärkte der CA Immo verzeichneten einen Anstieg des Investitionsvolumens auf knapp über 3,2 Mrd. € (+49 % im Jahresvergleich).
Insgesamt erholten sich auch die Büroinvestmentmärkte in CEE und Österreich im Jahr 2024. Zwar stieg das Transaktionsvolumen mit 2,6 Mrd. € (+31% im Jahresvergleich) nicht so stark wie in Deutschland, jedoch waren die Ergebnisse des Jahres 2023 in diesen Märkten nicht so stark beeinträchtigt wie in den deutschen Märkten.
Büromärkte IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Nachfrage
Die Flächennachfrage, gemessen am Nettonachfragevolumen (neuvermietete Flächen ohne Mietvertragsverlängerungen), lag 2024 in den Kernmärkten der CA Immo bei 2,9 Mio. m² und blieb damit nahezu unverändert gegenüber 2023. Die Nettoabsorption (Veränderung der belegten Flächen) sank jedoch drastisch auf minus 476.000 m² im Jahr 2024 (101.000 m² im Jahr 2023), was ausschließlich auf die deutschen Märkte zurückzuführen ist. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Steigerung der Flächeneffizienz zu einer treibenden Kraft auf dem Markt geworden ist.
Der stärkste Rückgang der Vermietungsaktivitäten ist in den Sektoren Konsumgüter, Produktion und öffentliche Hand zu verzeichnen, während die Nachfrage aus dem Finanzdienstleistungssektor deutlich zugenommen hat.
Mieten
Die Spitzenmieten in den Kernmärkten der CA Immo sind im Jahr 2024 weiter gestiegen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. München verzeichnete das stärkste Wachstum und übertraf mit 57,00 €/m² (+21% im Jahresvergleich) die anderen deutschen Märkte. In Frankfurt lagen die Spitzenmieten bei 49,00 €/m² (+3% im Jahresvergleich), in Berlin bei 44,50 €/m² (+1% im Jahresvergleich) und in Düsseldorf bei 45,00 €/m² (+13% im Jahresvergleich).
In der CEE-Region und in Österreich blieben die Spitzenmieten mit Ausnahme von Prag weitgehend stabil. In Wien erreichte die Spitzenmiete für Büroflächen 28,00 €/m² (keine Veränderung im Jahresvergleich), während sie in Budapest 25,00 €/m² und in Warschau 27,00 €/m² betrug (ebenso keine Veränderung im Jahresvergleich). Die Spitzenmiete in Prag erreichte 29,50 €/m² (+7% im Jahresvergleich).
Der Trend, dass die Durchschnittsmieten langsamer steigen als die Spitzenmieten, setzte sich auch 2024 fort.
Neue Flächen und Leerstand
Im Jahr 2024 wurden in den vier deutschen Märkten 1,01 Mio. m² neue Büroflächen fertiggestellt (–12% im Vergleich zum Vorjahr). Nur Düsseldorf und Frankfurt verzeichneten einen Anstieg des Angebots an neuen Büroflächen.
In der CEE-Region und in Österreich stieg das Angebot an neuen Büroflächen auf 0,36 Mio. m² (+15% im Jahresvergleich), wobei nur in Prag weniger Fläche fertiggestellt wurde als im Vorjahr.
Aktuelle Prognosen gehen von einem moderaten Anstieg der Fertigstellungen bis 2025 und darüber hinaus aus. Dies ist insbesondere für die deutschen Märkte zu erwarten, da makroökonomische Herausforderungen und restriktivere Finanzierungsbedingungen die Branche belasten.
Das geringere Fertigstellungsvolumen in Deutschland konnte die rückläufige Nettoabsorption nicht ausgleichen, sodass die Leerstandsraten gestiegen sind. In Berlin und München stieg die Leerstandsquote auf 7,3% bzw. 8,5%. Düsseldorf verzeichnete mit 12,2% die höchste Leerstandsquote unter CA Immo's deutschen Kernmärkten. In Frankfurt hingegen führte eine steigende Nachfrage trotz eines höheren Angebots zu einem leichten Rückgang der Leerstandsquote auf 10,4 % zum Jahresende.
Da die Fertigstellungen in CEE und Österreich vergleichsweise höher ausfielen, blieb die Nachfrage dort stabiler als in Deutschland. Dies führte in den meisten Märkten nur zu einem moderaten Anstieg der Leerstände. In Prag (7,4%) und Warschau (10,6%) blieben die Leerstandsraten stabil, während in Budapest die kontinuierliche Fertigstellung neuer Flächen zu einem Anstieg der Leerstandsrate auf 14,1% führte. Wien war der einzige Markt, in dem die Leerstandsrate im vergangenen Jahr auf rund 3,4% gesunken ist.
büromarktentwicklung in den ca immo märkten
| 2024 | 2023 | Veränderung in % / Basispunkten |
Berlin | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 611.900 | 611.000 | 0,1% |
Fertigstellungen in m2 | 461.300 | 485.200 | –4,9% |
Leerstandsquote in % | 7,27 | 6,60 | 67 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 44,50 | 44,00 | 1,1% |
Spitzenrenditen in % | 4,80 | 5,00 | –20 bps |
Düsseldorf | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 229.000 | 281.500 | –18,7% |
Fertigstellungen in m2 | 102.600 | 56.900 | 80,3% |
Leerstandsquote in % | 12,20 | 10,80 | 140 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 45,00 | 40,00 | 12,5% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,10 | 0 bps |
Frankfurt am Main | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 345.800 | 348.100 | –0,7% |
Fertigstellungen in m2 | 191.600 | 141.700 | 35,2% |
Leerstandsquote in % | 10,43 | 10,21 | 22 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 49,00 | 47,50 | 3,2% |
Spitzenrenditen in % | 5,10 | 5,10 | 0 bps |
München | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 626.400 | 457.500 | 36,9% |
Fertigstellungen in m2 | 256.200 | 447.200 | –42,7% |
Leerstandsquote in % | 8,45 | 6,75 | 170 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 57,00 | 47,00 | 21,3% |
Spitzenrenditen in % | 4,60 | 4,80 | –20 bps |
Budapest | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 214.771 | 352.000 | –39,0% |
Fertigstellungen in m2 | 103.636 | 102.834 | 0,8% |
Leerstandsquote in % | 14,13 | 13,31 | 82 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 25,00 | 25,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 7,00 | 6,75 | 25 bps |
Prag | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 315.697 | 238.902 | 32,1% |
Fertigstellungen in m2 | 70.351 | 98.355 | –28,5% |
Leerstandsquote in % | 7,36 | 7,17 | 18 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 29,50 | 27,50 | 7,3% |
Spitzenrenditen in % | 5,60 | 5,40 | 20 bps |
Wien | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 158.597 | 175.000 | –9,4% |
Fertigstellungen in m2 | 86.400 | 55.700 | 55,1% |
Leerstandsquote in % | 3,37 | 3,50 | –13 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 28,00 | 28,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 5,00 | 5,00 | 0 bps |
Warschau | | | |
Vermietungsleistung in m2 | 398.856 | 433.582 | –8,0% |
Fertigstellungen in m2 | 104.351 | 61.187 | 70,5% |
Leerstandsquote in % | 10,56 | 10,38 | 18 bps |
Spitzenmiete in €/ m2, netto | 27,00 | 27,00 | 0,0% |
Spitzenrenditen in % | 6,00 | 5,85 | 15 bps |
Quelle: CBRE Research, Q4 2024
Immobilienvermögen
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienentwicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf gewerblich genutzte Immobilien mit deutlichem Fokus auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen Metropolen, mit Schwerpunkt auf Berlin und München, spezialisiert. Ziel ist die Fokussierung auf qualitativ hochwertige und ertragsstarke Prime - Büroimmobilien. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo im Geschäftsfeld Development durch die Entwicklung, Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
Immobilienvermögen der CA Immo Gruppe
Durch die Verkaufsaktivitäten sowie Abwertungen des Jahres 2024 hat sich der Wert des Immobilienvermögens zum 31.12.2024 um rund –4% auf 5,0 Mrd. € verringert (2023: 5,2 Mrd. €). Davon entfallen 4,2 Mrd. € (86% des Gesamtportfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,5 Mrd. € (9%) auf Immobilienvermögen in Entwicklung und 0,3 Mrd. € (5%) auf kurzfristiges Immobilienvermögen (inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien). Deutschland ist mit einem Anteil von 68% am Gesamtportfolio größtes regionales Segment.
Portfolio der CA Immobilien Anlagen AG
Das direkt von der CA Immobilien Anlagen AG gehaltene Immobilienvermögen verfügt über eine vermietbare Nutzfläche von 76.505 m² (2023: 99.962 m²) und umfasst zum Bilanzstichtag fünf Bestandsimmobilien in Österreich mit einem Bilanzwert (einschließlich geleisteter Anzahlungen und Anlagen in Bau) von 141.575 Tsd. € (2023: sechs Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert von 174.972 Tsd. €). 2024 generierte dieses Portfolio Mieterlöse in Höhe von 14.390 Tsd. € (2023: 15.311 Tsd. €).
Vermietungen
Im Jahr 2024 wurden rund 16.490 m² an Flächen neu vermietet bzw. verlängert oder erweitert (2023: rund 18.890 m²). Davon betreffen ca. 3.980 m² Verlängerungen bzw. Erneuerungen von bestehenden Verträgen. Die Vermietungsquote nach m2 betrug im Bestandsportfolio rund 98% (2023: 86%).
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2024 investierte die Gesellschaft 1.462 Tsd. € (2023: 1.267 Tsd. €) in das Bestandsportfolio.
Verkäufe
Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Immobilie der CA Immobilien Anlagen AG veräußert (ViE in Wien).
Ergebnis
Wesentliche GUV-Kennzahlen
CA Immo verbuchte im Jahr 2024 einen Rückgang der Mieterlöse um –6% auf 14.390 Tsd. € (2023: 15.311 Tsd. €). Die an Mieter weiterverrechneten Betriebskosten verringerten sich um –12% von 4.462 Tsd. € in 2023 auf 3.911 Tsd. € in 2024. Die Managementerlöse für an die Tochtergesellschaften erbrachte Serviceleistungen verringerten sich im Jahresvergleich um –11% auf 7.801 Tsd. € (2023: 8.798 Tsd. €). Im Ergebnis führte dies zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um –9% auf 26.885 Tsd. € (2023: 29.466 Tsd. €), die sich wie folgt verteilen: Österreich 74%, Deutschland 10%, CEE 16%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich und beliefen sich auf 26.407 Tsd. € (2023: 1.762 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Zuschreibungen (2023: 298 Tsd. €) auf das Sachanlagevermögen vorgenommen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beliefen sich auf 1.059 Tsd. € (2023: 198 Tsd. €) und betreffen im Wesentlichen Kosten für nachlaufende Verpflichtungen aus Kaufverträgen sowie Finanzierungskosten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 2.325 Tsd. € (2023: 1.196 Tsd. €) beinhalten eine Vertragsstrafe in Höhe von 1.500 Tsd. € und – wie im Vorjahr – Kostenverrechnungen sowie die Auflösung von Abgrenzungen öffentlicher Zuschüsse.
Der Personalaufwand verringerte sich im Vorjahresvergleich um –15% von –17.303 Tsd. € in 2023 auf –14.729 Tsd. € in 2024. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 66 Dienstnehmer (2023: 67).
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich insgesamt auf –6.483 Tsd. € (2023: –6.674 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Liegenschaften vorgenommen (2023: 66 Tsd. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen insgesamt –19.563 Tsd. € (2023: –18.547 Tsd. €). Hiervon wurde ein Betrag von –502 Tsd. € als Steueraufwand gebucht. Der Vergleichswert des Vorjahres belief sich auf
–464 Tsd. €. Die den Immobilien direkt zurechenbaren Aufwendungen beliefen sich auf –5.906 Tsd. € (2023:
–6.761 Tsd. €). Für allgemeine Verwaltungsaufwendungen wie beispielsweise projektbezogene Rechts-, Prüfungs- und Beratungshonorare, Werbe- und Repräsentationsaufwendungen oder Verwaltungs- und Managementkosten fiel ein Betrag von –13.155 Tsd. € (2023: –11.322 Tsd. €) an.
Im Ergebnis führten die oben beschriebenen Entwicklungen zu einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von 12.518 Tsd. €, im Vergleich zu –11.296 Tsd. € im Vorjahr.
Aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften flossen der Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Gesamthöhe von 103.461 Tsd. € (2023: 623.249 Tsd. €) zu. Dieser Position standen Aufwendungen aus Finanzanlagen (Beteiligungsabschreibungen) in Höhe von –33.328 Tsd. € (2023: –186.987 Tsd. €) gegenüber; davon ausschüttungsbedingt 1.821 Tsd. € (2023: 178.869 Tsd. €).
Aus den an Tochtergesellschaften gegebenen Ausleihungen wurden Erträge in Höhe von 2.551 Tsd. €
(2023: 5.773 Tsd. €) lukriert. Durch den teilweisen Rückkauf der Nominale der Anleihe 2020-2025 in Höhe von 74.100 Tsd. € entstanden Erträge von 2.072 Tsd. €. Die Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge belief sich auf 4.420 Tsd. € (2023: 4.257 Tsd. €).
Die Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Finanzanlagen beliefen sich auf 14.430 Tsd. € (2023: 1.133 Tsd. €) und enthalten Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.430 Tsd. € (2023: 620 Tsd. €).
Der Zinsaufwand verringerte sich insgesamt um –16% auf –22.110 Tsd. € (2023: –26.351 Tsd. €). Die Zinsen für Bankdarlehen bzw. Immobilienfinanzierungen blieben stabil und betrugen –3.364 Tsd. € (2023: –3.635 Tsd. €). Die Bereitstellungszinsen für sonstige Bankfinanzierungen betrugen –857 Tsd. € (2023: –852 Tsd. €). Die Aufwendungen für Derivatgeschäfte standen wie im Vorjahr wieder bei 0 Tsd. € (2023: 0 Tsd. €). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen verringerte sich von –2.630 Tsd. € in 2023 auf –417 Tsd. € in 2024. Mit –15.365 Tsd. € entfällt der größte Anteil auf Zinsaufwendungen für Anleihen; im Vorjahr lagen diese bei –16.137 Tsd. €.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren verringerte sich das Finanzergebnis um –83% auf 71.496 Tsd. €
(2023: 421.074 Tsd. €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 84.014 Tsd. € (2023: 409.778 Tsd. €). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen in Höhe von 1.643 Tsd. € (2023: 11.199 Tsd. €) verbleibt per 31. Dezember 2023 ein Jahresüberschuss von 85.656 Tsd. € nach 420.977 Tsd. € per 31. Dezember 2023 (–80%). Nach Berücksichtigung der Zuweisung zu Gewinnrücklagen im Zusammenhang mit dem Rückkauf von eigenen Aktien von –13.211 Tsd. € (2023: –50.963 Tsd. € und des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 382.399 Tsd. €
(2023: 90.559 Tsd. €) weist der Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 454.845 Tsd. € (2023: 460.572 Tsd. €) aus.
Dividendenvorschlag 2024
Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Auf dieser Basis wird in der am 5. Mai 2025 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Aktie zur Abstimmung bringen. Der über die Basis-Zielsetzung von 70% des FFO I hinausgehende Ausschüttungsbetrag reflektiert die laufende, erfolgreiche Verkaufstätigkeit im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2024 (23,32 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,3%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Cashflow
Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow plus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 150.782 Tsd. €
(2023: 543.503 Tsd. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt –10.048 Tsd. € (2023: 58.843 Tsd. €) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –50.745 Tsd. € (2023: –679.819 Tsd. €).
Bilanzanalyse
Aktivseite
Die Bilanzsumme der CA Immobilien Anlagen AG erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 3.582.264 Tsd. € per 31. Dezember 2023 auf 3.610.614 Tsd. € per 31.12.2024.
Das Anlagevermögen stieg von 3.270.956 Tsd. € per 31. Dezember 2023 auf 3.292.112 Tsd. € per 31. Dezember 2024. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2024 bei 91% (31.12.2023: 91%). Die immateriellen Vermögenswerte verzeichneten einen Rückgang auf 17 Tsd. € (31.12.2023: 111 Tsd. €); sie umfassen ausschließlich die EDV-Software. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt fünf Liegenschaften in Österreich mit einem Bilanzwert von 141.130 Tsd. € (31.12.2023: 174.972 Tsd. €). Das Sachanlagevermögen verzeichnete einen Rückgang um –19% und belief sich insgesamt auf 141.575 Tsd. € (31.12.2023: 175.509 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen und keine Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Die Finanzanlagen erhöhten sich um 2% auf 3.150.520 Tsd. € (31.12.2023: 3.095.336 Tsd. €). Zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen 3.111.698 Tsd. € (31.12.2023: 3.004.939 Tsd. €). Die Zugänge resultieren aus Gesellschafterzuschüssen. Die Abgänge resultieren im Wesentlichen aus der Beendigung/Liquidation von drei Gesellschaften.
Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Anstieg um 2% von 305.493 Tsd. € per 31. Dezember 2023 auf 312.760 Tsd. € per 31. Dezember 2024. Die Forderungen verzeichneten einen Rückgang auf 7.745 Tsd. € (31.12.2023: 90.466 Tsd. €). Die Gesellschaft verfügt per 31. Dezember 2024 über liquide Mittel in Höhe von 305.016 Tsd. € (31.12.2023: 215.027 Tsd. €).
Passivseite
Das Eigenkapital der Gesellschaft verringerte sich zum Bilanzstichtag leicht auf 2.228.033 Tsd. € (31.12.2023: 2.233.760 Tsd. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rund 62% (31.12.2023: 62%). Das Anlagevermögen war zu 68% (31.12.2023: 68%) durch Eigenkapital gedeckt.
Die Rückstellungen beliefen sich auf 14.193 Tsd. € (31.12.2023: 13.198 Tsd. €). Für Prämien wurde ein Betrag von 8.788 Tsd. € ausgewiesen (31.12.2023: 8.467 Tsd. €).
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt von 1.331.194 Tsd. € per Jahresende 2023 auf 1.365.048 Tsd. € per 31. Dezember 2024. Zum Bilanzstichtag notierten vier Unternehmensanleihen von CA Immo (darunter zwei Green Bonds) im Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg). Das Gesamtnominale der Unternehmensanleihen belief sich auf 1.275.900 Tsd. € (31.12.2023: 1.175.000 Tsd. €).
Bei den Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen handelt es sich um unbesicherte Finanzierungen der Konzern-muttergesellschaft die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbesicherten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG gleichrangig sind. Alle Unternehmensanleihen beinhalten in den Anleihebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die im Jahr 2020 und 2024 begebenen Anleihen beinhalten darüber hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das besicherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung des Konzerns.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen Investitionskredite und Schuldscheindarlehen und beliefen sich auf 71.216 Tsd. € (31.12.2023: 135.897 Tsd. €).
Entwicklung Eigenkapital
Tsd. € | 31.12.2023 | Veränderung eigene Anteile | Dividende | Jahresergebnis | Zuweisung zu Rücklagen | 31.12.2024 |
Grundkapital | 710.398 | –4.083 | 0 | 0 | 0 | 706.315 |
Gebundene Kapitalrücklagen | 998.959 | 0 | 0 | 0 | 0 | 998.959 |
Gewinnrücklagen | 63.831 | 4.083 | 0 | 0 | 0 | 67.914 |
Bilanzgewinn | 460.572 | 0 | –78.173 | 85.656 | –13.211 | 454.845 |
Summe Eigenkapital | 2.233.760 | 0 | –78.173 | 85.656 | –13.211 | 2.228.033 |
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FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein Value-Management messbar zu machen, die zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der Total Shareholder Return (TSR). Der Begriff Total Shareholder Return ist am besten als “Gesamtaktionärsrendite“ zu übersetzen. Sie gibt die Bruttorendite an, welche ein Investor/Aktionär erwirtschaftet, wenn er eine Aktie kauft und über einen gewissen Zeitraum hält. Sie setzt sich daher zusammen aus den Kursgewinnen/-Verlusten plus ausgezahlten Dividenden im Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf einer Aktie.
Ein weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist der auf das eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Return on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kalkulatorischen Kapitalkosten zu erreichen und damit Shareholder Value zu generieren. Der RoE 2024 liegt auf Basis des negativen Konzernergebnisses im negativen Bereich und damit unter dem Zielwert. Der Rückgang zu den Vorjahren ist im Wesentlichen auf das negative Neubewertungsergebnis zurückzuführen. Dennoch wurden mit der erfolgreichen strategischen Ausrichtung und Positionierung von CA Immo in den letzten Jahren die Weichen für die nachhaltige Erwirtschaftung einer Eigenkapitalrendite gestellt, die über den Eigenkapitalkosten der Gruppe liegt (siehe Kapitel „Strategie“).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steuerung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV) je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je Aktie“ im Umschlag des Geschäftsberichtes).
NichtFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg darstellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, unter anderem nichtfinanzieller Leistungsindikatoren, vorgelagert, die für die Messung und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesentlich sind:
Vermietungsquote ist ein Indikator für die Qualität und den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die Vermietungsquote (in m2) der CA Immobilien Anlagen AG betrug im Bestandsportfolio rund 93% (ebenfalls rund 89% per 31. Dezember 2023). Weitere Informationen finden sich im Kapitel „Bestandsimmobilien“.
Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermieteten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobilienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirtschaftende Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus. Das Immobilienportfolio von CA Immo weist zum 31. Dezember 2024 eine Leerstandsquote von rund 7% aus (31. Dezember 2023: rund 11%).
WAULT – Weighted Average Unexpired Lease Term ist ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilienbereich. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft sich per 31. Dezember 2024 auf 4,7 Jahre (31. Dezember 2023: 4,7 Jahre).
Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen innerstädtischen Businesslagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
Nachhaltigkeitszertifizierung: CA Immo setzt auf die Entwicklung nachhaltiger Gebäude in ihrem Portfolio, um die Gebäudequalität insgesamt zu steigern. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie strebt CA Immo auch eine transparente, international vergleichbare und objektive Zertifizierung ihrer wichtigsten Bestandsimmobilien an. Damit wird ein hoher Standard für das Portfolio sichergestellt. (weitere Informationen finden sich im Nachhaltigkeitsbericht).
Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Organisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den Kernmärkten sichern eine effiziente Bewirtschaftung.
Reduktion der CO2-Emissionsintensität: CA Immo verbessert aktiv die Energieperformance ihrer Gebäude, um die CO₂-Emissionsintensität des Bestandsportfolios zu reduzieren und damit dessen Qualität und Attraktivität insgesamt zu steigern. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Steigerung der Energieeffizienz, die Umsetzung von Sanierungs- und Modernisierungsinitiativen, der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie die Integration nachhaltig entwickelter Neubauprojekte in das Portfolio.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im ESG-Bericht ausführlich dargestellt bzw. erläutert.
Umwelt und Soziales
CA Immo ist ein Investor, Entwickler und Manager von hochwertigen Bürogebäuden. Das ESG-Engagement der CA Immo Gruppe umfasst Ziele, entsprechende Strategien und Maßnahmen zur Zielerreichung, umfassendes freiwilliges Reporting und das Bekenntnis zur Einhaltung diverser etablierter Standards in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG). Die konzernweite, ganzheitliche Implementierung von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie sowie deren Einhaltung obliegt dem Gesamtvorstand.
Auswirkungen, Risiken und Chancen durch die CA Immo Geschäftstätigkeit
Basierend auf der von der CA Immo Gruppe durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse sind die relevantesten ESG-Risiken und Chancen jene im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel (physische Risiken) und dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft (transitorische Risiken). Diese sind folgend aufgeführt.
Unter dem Aspekt der Anpassung an den Klimawandel können physische Schäden und Beeinträchtigungen von Gebäuden durch akute oder chronische Wetterereignisse entstehen. Diese Schäden können zu höheren Kosten für Betrieb, Reparatur- und Wartungsarbeiten führen, bis hin zu vorübergehenden Schließungen oder einem Wertverlust des Gebäudes. Dies betrifft insbesondere das Geschäftsfeld Bestandsmanagement.
Ergänzend können im Zusammenhang mit Klimaschutz und Energie regulatorische Änderungen, die auf die Reduzierung von Emissionen oder die Durchsetzung höherer Effizienzstandards abzielen, Compliance-Kosten, höhere Bau- und Finanzierungskosten bzw. schlechtere Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie schlechtere Vermarktbarkeit verursachen und sich negativ auf den Gebäudewert auswirken (Übergangsrisiken). Gleichzeitig stellen Energieeffizienzverbesserungen sowie der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien potenzielle Chancen dar, da sie die Betriebskosten senken, den Immobilienwert steigern und für Mieter attraktiv sind, die Wert auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz legen. Diese Aspekte betreffen sowohl das Geschäftsfeld Bestandsmanagement als auch die Projektentwicklung. Darüber hinaus ermöglicht das Konzept des Green Finance niedrigere Finanzierungskosten und eine bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital für Gebäude mit einer guten Energie- und Klimabilanz, was ebenfalls positive Auswirkungen auf die Geschäftsfelder Bestandsmanagement und die Projektentwicklung hat
Um die entsprechende Risikobelastung des Portfolios in Bezug auf physischen Klimarisiken konkret bewerten zu können, wurde im Geschäftsjahr 2024 eine umfassende Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse gemäß EU-Taxonomie (Anpassung an den Klimawandel) durchgeführt. Die Klimarisikoanalyse erfolgte standortbezogen und berücksichtigte chronische bzw. akute sowie temperatur- und windbedingte bzw. wasser- und landbezogene Risiken. Bei der Auswertung lag der Fokus bei kurzfristigen, aktuellen Risiken sowie beim Zeithorizont bis 2100. Im letzten Schritt wurden zu diesen Klimarisiken entsprechende – in betroffenen Gebäuden oder in deren Umfeld bereits vorhandene – Anpassungslösungen analysiert. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass es im CA Immo Gruppe-Bestand aktuell keine Objekte gibt, die wesentlichen physischen Risiken ausgesetzt sind, da für diese bereits ausreichende Anpassungslösungen implementiert wurden.
In Bezug auf klimabezogene Übergangsrisiken basiert die Risikoevaluierung u. a. auf folgenden Regularien bzw. Benchmarks: Zum einen den Regelungen der 2024 in Kraft getretenen Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie, die bis 2026 von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt werden müssen. Diese definieren Schritte und Richtlinien zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden, u. a. auf Basis der Energieausweise (Energieeffizienzklassen). Weiters dient das EU-Emissionshandelssystem als Basis zur Risikoevaluierung, das voraussichtlich ab 2027 auf die Sektoren Gebäude und Verkehr ausgeweitet wird (EU ETS-2) und Scope 1 Emissionen aus fossilen Brennstoffen (z. B. Gas- und Ölheizungen) bepreist. Drittens werden anhand der Dekarbonisierungs-Benchmark CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor), die nationale Dekarbonisierungspfade gemäß dem 1,5° Szenario für die Jahre 2030 und 2050 für den Gebäudesektor bereitstellt, Gebäude mit erhöhtem Stranding-Risiko identifiziert und evaluiert.
Eigene Belegschaft
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren Märkten lokal verankert und beschäftigt in ihren internationalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Personal. Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. Zusätzlich zu den arbeitsrechtlichen Vorgaben wurde eine Vielzahl an mitarbeiterbezogenen Regelungen in Kooperation mit dem österreichischen und deutschen Betriebsrat im Rahmen von Betriebsvereinbarungen definiert. Detaillierte Informationen zu allen Sozialaspekten im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft finden sich im Konzernlagebericht (Kapitel „Nachhaltigkeitsbericht“).
Übersicht Mitarbeitende der CA Immo Gruppe nach Segmenten1)
| | | Anzahl Mitarbeitende | Anteil Frauen | Eintritte / Austritte | Neuein-stellungen3) | Fluktu-ation4) |
| 31.12.2024 HC | 31.12.2023 HC | Verän-derung | 31.12.2024 FTE | 31.12.2023 FTE | 2024 Ø | 31.12.2024 | 2024 | 2024 | 2024 |
| | | in % | | | | in % | | in % | in % |
Österreich | 79 | 80 | -1 | 65,6 | 65,4 | 80,8 | 59 | 9/10 | 11 | 12,4 |
Deutschland/Schweiz2) | 120 | 209 | -89 | 106,2 | 189,3 | 120,6 | 53 | 12/17 | 10 | 14,1 |
CEE | 55 | 59 | -4 | 50,3 | 52,8 | 56,8 | 69 | 1/5 | 2 | 8,8 |
Gesamt | 254 | 392 | -94 | 222,1 | 307,4 | 258,2 | 59 | 22/32 | 9 | 12,4 |
| | | | | | | | | | |
1) Headcounts (HC), davon rund 44 Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 18 karenzierte Mitarbeitende; exkl. 24 Mitarbeitende von Joint-Venture-Firmen; die Berechnungen für diese Tabelle basieren auf den GRI-Richtlinien (GRI 401-1). Full Time Equivalents (FTE)
2) In den Zahlen für das Jahr 2023 sind 77 Mitarbeiter der omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH Deutschland und 7 Mitarbeiter der omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH, Basel enthalten (Stand 31. Dezember 2023). Ab dem Jahr 2024 werden diese nicht mehr ausgewiesen, da die Gesellschaften im Rahmen eines Management-Buy-outs mit Wirkung zum 31. Januar 2024 verkauft wurden.
3) Neueinstellungen: Eintritte 2024/ durchschnittliche Beschäftigte 2024 (Headcount)
4) Fluktuation: Personalabgang 2024 / durchschnittliche Beschäftigte 2024 (Headcount)
informationen gem. § 243 a UGB
Grundkapital & Aktionärsstruktur
Das Grundkapital der CA Immobilien Anlagen AG betrug zum Bilanzstichtag 774.229.017,02 €, das sich auf vier Namensaktien und 106.496.422 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 7,27 € verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 62,47% per 31. Dezember 2024 (66.531.269 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter Aktionär von CA Immo. Die Starwood Capital Group ist eine private Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf globale Immobilieninvestitionen. Die Inhaber der vier Namensaktien sind berechtigt, je ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden, wobei sich Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der entsandten Mitglieder aus § 88 AktG ergeben. Die übrigen ausstehenden Aktien von CA Immo befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren, die jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich meldepflichtigen Schwelle von 4% halten. Seit 1.1.2024 besteht in einer deutschen Konzerngesellschaft der CA Immo ein Asset-Management Vertrag mit einer Gesellschaft der Starwood Capital Group. Die Marktüblichkeit der Bedingungen und Konditionen aus der Geschäftsverbindung wird laufend dokumentiert und überwacht. Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Governance Bericht dargestellt, der auf der Webseite des Unternehmens online abrufbar ist unter www.caimmo.com/de/cg-bekenntnis.
Angaben zum Kapital
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in mehreren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtausschluss) um bis zu 154.845.809,22 € (rund 20% des derzeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sacheinlage gegen Ausgabe von bis zu 21.299.286 auf Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
In derselben Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, bis längstens 3. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt 653.621.839,12 €, mit denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 21.299.286 Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 154.845.809,22 € verbunden sind (bedingtes Kapital 2023), auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Wandelschuldverschreibungen können gegen Barleistung und auch gegen Sacheinlagen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen (Direktausschluss). Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt.
Zum Stichtag 31.12.2024 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 €, das bis längstens 27.9.2028 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 154.845.809,22 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, das zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4.5.2023 ausgegeben werden kann (bedingtes Kapital 2023).
Aktienrückkauf
In der 36. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, d. h., bis längstens 3. November 2025, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Mai 2023 hat der Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG am 11.11.2024 beschlossen, gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG ein weiteres Rückkaufprogramm für eigene Aktien durchzuführen. Das Volumen beläuft sich auf bis zu 1.869.606 Stück Aktien (dies entspricht rund 1,76% des derzeit aktuellen Grundkapitals der Gesellschaft). Das Aktienrückkaufprogramm sieht den Erwerb von Aktien über die Börse vor. Die Bedingungen für diese Käufe richten sich nach der Ermächtigung. Insbesondere hat sich der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert innerhalb der Bandbreite des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung zu bewegen und darf nicht niedriger als maximal 30% unter und nicht höher als maximal 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der maximale Gegenwert soll zudem nicht höher sein als der jeweils zuletzt veröffentlichte IFRS NAV je Aktie. Das Rückkaufprogramm begann am 28. November 2024 und sollte spätestens am 03. November 2025 enden. Der Rückkauf erfolgt für jeden durch den Beschluss der Hauptversammlung erlaubten Zweck. Ein generelles wesentliches Ziel ist die Steigerung des Shareholder Value.
Insgesamt wurden im Jahr 2024 561.646 eigene Aktien erworben. Zum 31.12.2024 hielt CA Immo somit 9.341.683 eigene Aktien, was einem Anteil an der Gesamtzahl ausgegebener stimmberechtigter Aktien von rund 8,77% entspricht.
Das Aktienrückkaufprogramm wurde mit 27.02.2025 beendet. Insgesamt wurden 1.869.605 auf Inhaber lautende Stückaktien (ISIN: AT0000641352) erworben, was einem Anteil von rund 1,76% des Grundkapitals entspricht. Der höchste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 24,50 €, der niedrigste gezahlte Gegenwert je erworbener Aktie betrug 21,50 €. Der gewichtete Durchschnitt der gezahlten Gegenleistung je erworbener Aktie betrug 23,13 € und der Gesamtwert der erworbenen Aktien belief sich auf 43.252.102,76 €. Zum Ende des Rückkaufprogramms hielt CA Immo 10.649.642 eigene Aktien (31.12.2024: 9.341.683 eigene Aktien), was einem Anteil von 10,00% an der Gesamtzahl der ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht.
Details zu den durchgeführten Transaktionen im Rahmen der Aktienrückkaufprogramme sowie allfällige Änderungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht (www.caimmo.com/aktienrueckkauf).
Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 65. Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funktionsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den 65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei, höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien entsendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsendungsberechtigten jederzeit abberufen und durch andere ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen finden auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt. Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den 70. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzung).
„Change of Control“ Regelungen
Die im Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten infolge der ebenso in 2023 neu beschlossenen Vergütungspolitik für den Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen des LTI-Programms Zusagen für Leistungen infolge eines Kontrollwechsels („Change of Control“ Regelungen). Die Details sind unter Punkt 2.3.2. der online abrufbaren Vergütungspolitik geregelt (www.caimmo.com/de/verguetung).
§ 5 Abs 4 der Terms and Conditions des im Oktober 2024 begebenen Green Bond 2024-2030 sehen vor, dass Anleihegläubigern im Falle eines Kontrollwechsels – wie in den Terms and Conditions definiert – das Recht zukommt, vom Emittenten zu verlangen, dass er dessen Anleihen zum Rückzahlungsbetrag ganz oder teilweise zurücknimmt oder nach Wahl des Emittenten kauft (oder den Kauf veranlasst). Das Kapitalmarktprospekt vom 28.10.2024 in englischer Sprache ist abrufbar unter https://www.caimmo.com/de/investor-relations/anleihen/anleihen/green-bond-2024-2030/.
Bekenntnis zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex
Die Einhaltung der in den Zielmärkten der CA Immo geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist uns ein besonderes Anliegen. Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und damit zu Transparenz und den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Der österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Die Regeln und Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in der für das Geschäftsjahr 2024 geltenden Fassung (von Jänner 2023) werden nahezu uneingeschränkt umgesetzt. Abweichungen bestehen hinsichtlich der C-Regeln Nr. 2 (Entsendungsrecht in den Aufsichtsrat) und Nr. 45 (Organfunktionen in wettbewerbsrelevanten Unternehmen). Die durch Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m. b. H. durchgeführte Evaluierung der C-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2024 ergab, dass die von CA Immo abgegebene Entsprechenserklärung die Umsetzung der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex zutreffend darstellt. Der Corporate Governance Bericht steht auch auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung (https://www.caimmo.com/de/cg).
Ausblick
Marktumfeld
Das weltweite Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich weiterhin unter dem historischen Durchschnitt liegen, wobei die USA eine positivere Entwicklung aufweisen, während die Eurozone mit einem schleppenden Wachstum konfrontiert ist. Die Inflation geht allmählich zurück, liegt aber immer noch über dem Vorkrisenniveau. Die Zentralbanken lockern vorsichtig ihre Geldpolitik, aber Risiken wie geopolitische Spannungen, hohe Verschuldung und langsames Produktivitätswachstum belasten die Weltwirtschaft weiterhin. In der Eurozone bleibt das Wachstum schwach, und die Arbeitslosigkeit hat leicht zugenommen. Gleichzeitig könnte das Wachstum höher ausfallen, wenn die erleichterten Finanzierungsbedingungen und die sinkende Inflation eine schnellere Belebung des Binnenkonsums und der Investitionen ermöglichen. Auch eine Erhöhung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnte das Wachstum ankurbeln.
Die Abschwächung der Immobilieninvestmentmärkte und der Rückgang der Immobilienwerte infolge der hohen Inflation und des raschen Zinsanstiegs stellte zuletzt die ganze Branche vor Herausforderungen. CA Immo agiert weiterhin in einem unsicheren Marktumfeld, in dem die Transaktionsmärkte nach wie vor von relativ geringer Liquidität gekennzeichnet sind, längere Entscheidungsfristen bestehen und sich die Präferenzen von Nutzern, Investoren und Kreditgebern verschieben, was sich gleichermaßen auf das Geschäft von CA Immo als auch deren Wettbewerber auswirkt. Gleichzeitig haben sich erstklassige Büroimmobilien in zentralen Lagen in den letzten Monaten vergleichsweise stabil entwickelt, mit einem deutlich geringeren Anstieg der Leerstände und einem anhaltenden Wachstum der Spitzenmieten, insbesondere in den deutschen Kernmärkten der CA Immo. Darüber hinaus dürfte sich der derzeitige weiterhin starke Rückgang der Neubautätigkeit positiv auf die künftige Nachfrage nach erstklassigen Büroimmobilien in guten Lagen auswirken und in den kommenden Jahren Chancen für Anbieter von Premium-Büroflächen bieten.
STRATEGISCHE PRIORITÄTEN
Angesichts dieser fundamentalen makroökonomischen Veränderungen werden wir uns weiterhin auf die Sicherung und Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit konzentrieren. Dabei setzen wir die folgenden strategischen Prioritäten:
Fokus auf Profitabilität
– Steigerung der Performance durch erstklassige Portfolioqualität und weniger Verwässerung durch Objekte mit geringer Rendite.
– Verringerung des Leerstandes und Realisierung von Mietsteigerungspotenzialen.
– Anhaltende operative Effizienz und verbesserte Margen durch Prozessverbesserungen und strukturelle Kosteneinsparungen.
Beschleunigung der Veräußerung von nicht-strategischen Objekten
– Erhöhung der kritischen Masse und Skaleneffekte in Berlin und München.
– Veräußerung von Objekten, die nicht die Kriterien in Bezug auf Standort, Spezifikation, Technologie, Zertifizierung, Nachhaltigkeit und Ertragspotenzial erfüllen.
– Mögliche weitere Marktaustritte im Zuge der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung.
Vereinfachung des Geschäftsmodells
– Weitere Auslagerung von nicht wertschöpfenden Aktivitäten.
– Strukturelle Konsolidierung als Folge einer schrumpfenden geografischen Präsenz.
Aufrechterhaltung der Bilanzstruktur
– Kontinuierliche Verbesserung der Kapitalstruktur und Beibehaltung der IG-Finanzpolitik.
Wertsteigernde Re-Investitionen
– Organisches Wachstum durch kontinuierliche profitable Entwicklungsaktivitäten.
– Kompensation rückläufiger Erträge aus Verkäufen durch profitable Projektentwicklungserträge/-gewinne.
Kapitalrückführung an die Aktionäre
– Aktienrückkauf von bis zu 10% des gesamten Kapitals abgeschlossen.
– Ausschüttung von nicht-strategischen Verkaufserlösen über Dividenden.
Gezielte externe Investitionen
– Beibehaltung der kritischen Masse, Ausbau des Bestands in Kernmärkten (Berlin, München) durch selektive externe Investitionen.
– Konzentration auf Entwicklungs-/Sanierungsmöglichkeiten mit höherer Wertschöpfung.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2025 geplanten Geschäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in denen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzierungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapitalmarktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit einhergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-Investmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Auswirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erforderlichem externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– Auswirkung von flexiblen und hybriden Arbeitsformen („Work-from-home“) auf die Nachfrage nach Büroimmobilien.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risiken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des jeweiligen Immobilienmarktes.
Dividende
An ihrer ergebnisorientierten Dividendenpolitik will CA Immo weiterhin festhalten. Die Höhe der Dividende richtet sich nach der Profitabilität, den Wachstumsaussichten sowie den Kapitalerfordernissen der CA Immo Gruppe. Gleichzeitig soll mit einer kontinuierlichen Ausschüttungsquote von rund 70% des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) die Kontinuität der Dividendenentwicklung gewahrt werden.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Auf dieser Basis werden wir in der am 5. Mai 2025 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Aktie zur Abstimmung bringen. Der über die Basis-Zielsetzung von 70% des FFO I hinausgehende Ausschüttungsbetrag reflektiert die laufende, erfolgreiche Verkaufstätigkeit im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms. Bemessen am Schlusskurs zum 31. Dezember 2024 (23,32 €) liegt die Dividendenrendite bei rund 4,3%. Der Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Forschung und Entwicklung
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren, dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel bewirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten.
Zusätzlich ist CA Immo aktives Mitglied in relevanten Plattformen der Immobilienwirtschaft (Details zu unseren Mitgliedschaften finden Sie im ESG-Bericht).
Risikobericht
Risikomanagement bei CA Immo
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender Risiken entscheidend. Um bestehende Marktchancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risikomanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwortungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Corporate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für unsere Identität und unseren Geschäftserfolg. Daher ist die Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Governance und unseres Wertemanagements (Code of Ethics, Code of Conduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokultur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobewusstseins und die bewusste Befassung mit Risiken im Tagesgeschäft – sowohl für das Management als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Umgang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw. dem Geschäftsmodell von CA Immo resultierenden Risiken. Sie legt den Rahmen zu Art, Ausmaß und Angemessenheit von Risiken fest und reflektiert so die unternehmenseigene Definition eines „vernünftigen“ Umgangs mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des Aufsichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest, die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risikolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement unterstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Finanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Bedarfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft. Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensausrichtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei CA Immo quartalsweise über den Risikoausschuss und halbjährlich im Rahmen von Reportings, die u. a. auf Basis der Ergebnisse des Risikoausschusses erstellt werden. Die Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf (Teil-)Portfolioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwachung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche Überwachung der Baukosten bei Projektrealisierungen. Szenariendarstellungen hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risikoberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit. Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen umfassen.
Zusätzlich führt CA Immo nunmehr jährlich eine Inventarisierung und Evaluierung der Einzelrisiken nach Inhalt, Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit durch. Zudem erfolgt eine jährliche Aktualisierung im Hinblick auf die geschätzten Auswirkungen auf das Ergebnis, Vermögen bzw. die Liquidität von CA Immo („Schadensausmaß“) und die Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres. Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar erachtet. Hat der Vorstand die Strategie verabschiedet, wird sie in die 3-Jahres-Planung des Konzerns eingebunden und trägt dazu bei, die Risikobereitschaft und Erwartungen des Konzerns intern wie auch extern zu kommunizieren.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch Kontroll- und Steuerungsprozesse kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unternehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden, berücksichtigt bei seinen Entscheidungen risikorelevante Aspekte und trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhängige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Bedarf werden externe Experten hinzugezogen. In der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anforderungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
RISIKOTRAGFÄHIGKEITSANALYSE
Im FY 2024 wurde erstmalig ein Risikoaggregationsmodell zur Berechnung von Kennzahlen für den Gesamtumfang des Risikos - Value at Risk (VaR) und daraus ableitbarer Größen wie der Risikotragfähigkeit erstellt.
Die Risikoaggregation (mittels Monte Carlo Simulation) ist die Methode zur Ermittlung des Gesamtrisikoumfangs, der sich aus den quantifizierten Einzelrisiken unter Berücksichtigung möglicher Kombinationseffekte und stochastischer Abhängigkeiten ergibt.
Der VaR ist eine strategische Risikokennzahl, die das Ausmaß möglicher finanzieller Verluste (Risikoexposition) z. B. innerhalb eines Risikoportfolios eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Konfidenzniveau (bspw.: 0,95, d. h. 95%) quantifiziert.
Die Risikotragfähigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Risikodeckungspotential (bspw. Eigenkapital und/oder Liquidität) und dem VaR und bezieht sich auf eine mögliche existenzgefährdende Entwicklung des Unternehmens.
Das Ergebnis der Risikotragfähigkeitsanalyse zeigt zum Berichtsstichtag eine ausreichende Risikotragfähigkeit. Im FY 2025 ist die weitere Optimierung des Risikoaggregationsmodells geplant.
WESENTLICHE Merkmale des Internen Kontrollsystems (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Managementprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsabläufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzudecken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten. Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstellung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichterstattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichprobenweise von der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindestens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
Investment Property Risiken
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobilienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschaftslage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflationsrate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie das Zinsniveau. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Arbeitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten negative Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nationen wie beispielsweise Deutschland und Österreich haben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirtschaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermietungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern und einer generellen Abschwächung der Marktaktivität führen. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur zu unattraktiven Konditionen veräußern zu können.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie insbesondere der Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen Anfangsrenditen abhängig. Die Gewerbeimmobilienmärkte sind nach wie vor von einem weltweiten Wirtschaftsabschwung betroffen, der ursprünglich durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde und sich durch die russische Invasion in der Ukraine, den Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten und zuletzt durch den Nahostkonflikt verlängert, ausgeweitet und verstärkt hat.
Die für das aktuelle Finanzjahr prognostizierte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in wichtigen CA Immo Märkten ist stagnierend bis leicht rezessiv. Aufgrund der im globalen Vergleich hohen Energiepreise, der Auswirkungen des Ukraine Krieges und der damit einhergehenden Handelsrestriktionen, des EU-Regulierungsdrucks und einer Ausweitung des US initiierten Zollregimes haben viele Unternehmen zunehmende Herausforderungen bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Die gesamte Gruppe könnte durch diese makroökonomischen Entwicklungen erheblich beeinträchtigt werden. Eine solche negative Veränderung dieser oder ähnlicher Faktoren im Zusammenhang mit der Wirtschaftslage kann zu einem Rückgang der Nachfrage sowohl nach zum Verkauf stehenden als auch nach vermieteten Immobilien der Gruppe führen und damit den Vermietungsstand der Gruppe oder die Liquidität der Immobilien der Gruppe beeinträchtigen. Aufgrund der derzeit unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa ist es möglich, dass sich der Immobilienmarkt in den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, weiter ungünstig für die Gruppe entwickelt. Dies könnte dazu führen, dass die Mieteinnahmen sinken oder niedriger ausfallen, als erwartet oder die Auslastung der Immobilien der Gruppe niedriger ist als erwartet. Abhängig von der weiteren Markt- und Zinsentwicklung können zudem steigende Kapitalkosten zusätzliche Wertberichtigungen auf Ebene der CA Immo erforderlich machen.
Angesichts der oben dargelegten Risiken überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal 2024 wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf Grundlage der externen Bewertungen, bzw. Basis verbindlicher Kaufverträge angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außergewöhnlichen Marktbedingungen sowie des derzeit niedrigen Transaktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen auch weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen werden. Weitere Informationen zu den Veränderungen der Marktwerte finden Sie im Kapitel „Immobilienbewertung“.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategische Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eigenen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste regionale Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus liegt hier auf Städten, die langfristige strukturelle Trends wie zunehmende Urbanisierung, einen positiven demografischen Wandel, strukturelle Angebotsknappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufweisen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie, kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrategien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische Ereignisse.
Einem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwächeren Investmentmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE-Märkten tätig. Mit einem Anteil von rund 68% des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index, der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating unterstützt. Hierfür wird ein aggregierter EBITDA-Beitrag von Deutschland, Österreich und Polen von mehr als 50% angestrebt. In puncto Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld Development werden in erster Linie hochwertige Büroimmobilien für den eigenen Bestand entwickelt. Darüber hinaus werden Grundstücksentwicklungen und zu einem geringeren Ausmaß Bauprojekte mit anderen Nutzungsarten wie z. B. Wohnen realisiert, die in der Regel nach erfolgreicher Entwicklung oder Fertigstellung veräußert werden.
Einzelinvestments sollen 5% des gesamten Immobilienvermögens nicht dauerhaft überschreiten. Ausnahmen sind nach Genehmigung möglich. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das Bestandsgebäude ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Das Konzentrationsrisiko in Bezug auf Einzelmieter ist überschaubar: Per 31. Dezember 2024 wurden 29% der Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem Anteil von rund 6% an den Gesamtmieterlösen waren KPMG gefolgt von PricewaterhouseCoopers mit 3,7% die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnahmen über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter entfallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA) eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäuden gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet (AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario werden Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnahmen aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Gesamtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Marktwert von mehr als 100 Mio. € in derselben Stadt, dem Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspartnern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt werden können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßigen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Ländern, in denen CA Immo tätig ist, hat ebenso eine wesentliche Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietausfälle. Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Mietverträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und geeignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftlichen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken, was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen entschließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad aufrechtzuerhalten.
Alle Kernmärkte von CA Immo verzeichneten durch die aktuell vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Auswirkungen des Russland-/Ukraine Konfliktes nach wie vor ein herausforderndes Umfeld für die operative Geschäftstätigkeit, das insbesondere von einer deutlich abgeschwächten Transaktionsaktivität geprägt ist. Sollten sich auch die Vermietungsaktivitäten deutlich abschwächen, ist auch zukünftig mit längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, bleibt abzuwarten, wie sich die Büroflächenumsätze im Geschäftsjahr 2025 entwickeln werden. Dies ist insbesondere für Deutschland relevant, in dem der Großteil des Bestandsportfolios von CA Immo liegt und für das die Mehrheit der Ökonomen für 2025 eine äußerst schwache Entwicklung des BIP prognostizieren. Wenngleich sich der Trend des flexiblen bzw. hybriden Arbeitens („Work-from-home“) mittlerweile etabliert hat, ist nach wie vor unklar, wie sich der Trend mittelfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswirken wird. Es ist nicht auszuschließen, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.
CA Immo begegnet dem Risiko von Mietausfällen u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie des Cashflows und führt verschiedene Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch gezieltes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in der Gruppe trotz der zuletzt negativen Auswirkungen der Pandemie auf einzelne Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten. Sämtliche offene Forderungen werden quartalsweise bewertet und entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Ein Ausfallsrisiko wurde im Ansatz des Immobilienwertes ausreichend berücksichtigt. Der weit überwiegende Teil der Mietverträge der Gruppe beinhaltet Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezugnahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisindex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Mietverträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflationsentwicklung abhängig.
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte Mieter im Geschäftsjahr 2024 noch intensiver geworden; in vielen Märkten stehen die Mieten unter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben, könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nutzung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß auch sonstige Assetklassen wie Shopping-Center und Hotels, deren Betrieb mit eigenen Risiken verbunden ist. Ein schlechtes Management des Gebäudes bzw. der Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zunehmende Mitbewerbersituation können zu sinkenden Mietpreisen bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu Mieteinbußen und Problemen bei Neuvermietungen führen. Obwohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, wird die Ertragslage von der Qualität des externen Hotelmanagements und der Entwicklung der Hotelmärkte beeinflusst.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Development
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Erträge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Entwicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschreitungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträchtigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforderungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
Die Baukosten haben sich bis 2024 auf hohem Niveau stabilisiert (+ ca. 40% in 5 Jahren). Aufgrund der allgemeinen Kostensituation (Energie, Arbeit, Material) liegt der prognostizierte Anstieg für 2025 und 2026 in Deutschland im Rahmen der erwarteten Inflation. Änderungen können sich aufgrund geopolitischer und/oder wirtschaftlicher Ereignisse ergeben.
Die Entwicklungsprojekte der Gruppe sind in der Regel mit zahlreichen Risiken verbunden, von denen einige durch das derzeitige inflationäre Umfeld noch verschärft werden. Die Entwicklungen können aufgrund von Verzögerungen, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden, länger dauern als erwartet. Dazu gehören unter anderem ein Mangel an Arbeitskräften und geeigneten Auftragnehmern und andere allgemeine Probleme im Zusammenhang mit Bauarbeiten, Einschränkungen in der Lieferkette oder die Sättigung der Bauindustrie, insbesondere in Deutschland, einem der Kernmärkte der Gruppe, und sogar Wetter- oder Umweltbedingungen. Dies könnte die (rechtzeitige) Verfügbarkeit von Bauleistungen beeinträchtigen.
Jede derartige Verzögerung des Beginns oder der Fertigstellung von Bauarbeiten kann dazu führen, dass lokale und regionale Behörden die Verlängerung befristeter oder abgelaufener Landnutzungsverträge der Gruppe oder Baugenehmigungen für Immobilien der Gruppe verweigern, und solche Behörden oder Dritte können Rückkaufsrechte geltend machen oder bestehende Landnutzungsverträge oder Baugenehmigungen mit der Begründung annullieren, dass die Bauarbeiten nicht zu einem festgelegten Termin abgeschlossen wurden oder dass andere wesentliche Bedingungen oder Bestimmungen von Landnutzungsverträgen, Baugenehmigungen oder Kaufverträgen verletzt wurden.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkontrollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätsplanung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen erst nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermietungsquote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst durch Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird nur in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an vermietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase) gemacht. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Für CA Immo ergeben sich Risiken hinsichtlich der (rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch hinsichtlich der Baupreise und der Qualität. Dies war zuletzt nicht nur in Deutschland – als Kernmarkt für Projektentwicklungen – sondern in sämtlichen Kernregionen von CA Immo spürbar. Trotz eingepreister Projektreserven ist nicht auszuschließen, dass ein weiterer Anstieg der Baukosten Risiken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekterfolg bedeuten könnte. Zudem besteht – trotz defensiver Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich die aktuellen Immobilienrenditen ändern und den angestrebten Projektgewinn (Developer Profit) schmälern. CA Immo setzt daher auch im Bereich Development verstärkt auf entsprechende Markt- und Kostenanalysen. Insbesondere unter den gegenwärtigen Marktbedingungen mit höherem Zinsniveau und generell gestiegener Marktunsicherheit und -volatilität ist bei Projektentwicklungen mit steigenden Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten die Beimessung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich. Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall wäre.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöpfungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlageobjekten mit starken Kompetenzen innerhalb des Unternehmens nachhaltige Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risiken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöpfungskette maximiert (Developer Profit). Spezifische Risiken (z. B. Genehmigungsrisiko), bieten aber gleichzeitig durch die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes erhebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verbleibenden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen Kapazitäten vorangetrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten bedeutet das rund 85-90% ertragsstarke Bestandsimmobilien und rund 10-15% Developments in Realisierung inklusive Landreserven. Das aktuell mit Abstand Größte in Umsetzung befindliche Projekt upbeat (geplante Fertigstellung im Q1 2026) in Berlin weist eine 100%-Vorvermietung aus und wird hinsichtlich des Kostenrisikos kontinuierlich evaluiert. In den vergangenen 2 Jahren konnte eine Vielzahl von Projekten erfolgreich fertiggestellt werden – insbesondere der ONE in Frankfurt sowie das Hochhaus am Europaplatz – wodurch dieses Risiko aufgrund der deutlich verkleinerten Entwicklungspipeline als deutlich verringert angesehen werden kann.
CA Immo realisiert auch Projektentwicklungen in Joint Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs- und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). Die Gruppe ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen tragen müssen.
Finanzrisiken
Zinsänderungsrisiko
Zinssätze sind in hohem Maße von externen Faktoren abhängig, die sich der Kontrolle von CA Immo entziehen, wie z. B. grundsätzliche Geld- und Steuerpolitik, nationale und internationale wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Inflationsfaktoren, Haushaltsdefizite, Handelsüberschüsse oder -defizite und regulatorische Anforderungen. Die Kosten für die Bedienung der Zinsen erhöhen sich, wenn der jeweilige Referenzzinssatz steigt.
Die Inflationsrate in der EU ist im Q4/24 wieder leicht, auf 2,4% (12/24) angestiegen, soll sich aber nach Einschätzung der EU-Kommission in den FY 2025 und 2026 weiter an das 2% Ziel der EZB annähern. Dabei wirken der Dienstleistungssektor und zuletzt wieder steigende Gaspreise.
Vor diesem Hintergrund hat die EZB den Leitzinssatz im Jänner 2025 um 0,25 Prozentpunkte, auf 2,75 % gesenkt. Für das FY 2025 sind weitere Zinssenkungen wahrscheinlich. Allerdings könnten die allgemeine Zunahme der Unsicherheit des Umfeldes, wie beispielsweise die Zunahme geopolitischer Spannungen in Verbindung mit einer (erneuten) Unterbrechung der Lieferketten, eine Ausweitung des US initiierten Zollregimes und mögliche weitere Krisen den Zeitpunkt und das Ausmaß weiterer Zinssenkungen unter die Markterwartungen drücken, bzw. die Inflation anheizen und den Handlungsspielraum der EZB weiter einschränken.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsicherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierungen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen und achtet auf eine möglichst hohe Zinsabsicherungsquote. Um sich gegen drohende Zinsänderungen und die damit verbundenen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusichern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksamen Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annahmen und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-Euribor ab. Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes führen.
Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisikos ist daher unumgänglich. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo setzt auf einen ausgewogenen Mix von besicherten Bankfinanzierungen und unbesicherten Kapitalmarktfinanzierungen. Aktuell entfallen rund ca. 98% des gesamten Finanzierungsvolumens auf fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen) oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen.
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbesondere zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisitionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches Kapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolongieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzierungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finanzierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die nicht alle von der Gruppe beeinflusst werden können (Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.). Dies kann die Fähigkeit der Gruppe erheblich beeinträchtigen, den Fertigstellungsgrad ihres Entwicklungsportfolios zu erhöhen, in geeignete Akquisitionsprojekte zu investieren oder ihren Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen nachzukommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksichtigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obligierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzögert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind. Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschussverpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzierungen oder den von CA Immo begebenen Unternehmensanleihen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu fordern. Dies könnte die Gruppe dazu zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strategischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das Long Term Issuer Investment Grade Rating von Moody’s (aktuell Baa3 stabiler Ausblick) zu erhalten, bedarf es zudem unter anderem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung, einer soliden Zinsdeckung sowie einem hinreichend großen Pool an unbelasteten Immobilien.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarungen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -sicherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziellen Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem verfügt die Gruppe zur Aussteuerung von Liquiditätsspitzen über eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentlinie (RCF) auf Ebene der Konzernmutter mit einem Volumen von 300 Mio. € . Damit wird konzernweit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient werden kann. Diese Kontokorrentlinie ist aktuell ungezogen. Dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abgeschlossen. Als Grundregel gilt, dass vor Abschluss von verbindlichen Verträgen im Zusammenhang mit Immobilienankäufen eine entsprechende Finanzierung (z. B. Kredit, Anleihe) gewährleistet sein muss. Als Alternative und Ergänzung zu den bisherigen (Eigen-) Kapitalbeschaffungsquellen wurden in der Vergangenheit auf Projektebene auch Kapitalpartnerschaften (Joint Ventures) eingegangen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko aufgrund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen. Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektentwicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindlicher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen, inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicherheiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten können allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen ausfallen.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichen Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerkennung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen, (iv) die Verteilung des Gewerbeertrags auf mehrere Betriebsstätten oder (v) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außerhalb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie z. B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesänderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als zuvor behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Weiters bestehen im Zusammenhang mit in der Vergangenheit erfolgten Umstrukturierungen in Zentral- und Osteuropa Unsicherheiten bezüglich einer möglichen rückwirkenden Anwendung von nachträglichen Steueränderungen. CA Immo schätzt die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Belastung jedoch als gering ein.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumentieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Verrechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenommenen internen Leistungsverrechnungen führen und damit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die tatsächlichen und endgültigen Vermögensverluste aus der Liquidation von Holdinggesellschaften in Zypern wurden in Österreich steuerwirksam (verteilt über sieben Jahre) geltend gemacht. Es kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden eine andere Meinung hinsichtlich Höhe bzw. Ansatz vertreten.
Währungsrisiken
Eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder tiefgreifende Verwerfungen innerhalb der Europäischen Währungsunion könnten zu einer erhöhten Währungsvolatilität führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst werden, können Kursänderungen eine Verringerung der Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendungen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergebnisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktuell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Auswirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vorhandene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebsnotwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Absicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags- und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursentwicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten Verkäufen
In Folge des höheren Zinsniveaus, der geopolitischen Unsicherheiten, und des wirtschaftlichen Abschwungs in den CA Immo Kernmärkten und insbesonderem Deutschland, war auch das Jahr 2024 von äußerst geringer Transaktionstätigkeit am Immobilienmarkt geprägt. Das Risiko von Transaktionen, die aufgrund von Problemen in Bezug auf die Preisfindung bzw. die Verfügbarkeit sowie Kosten der Finanzierung pausieren oder sogar abgebrochen werden, bleibt weiterhin hoch.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben, die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme abstellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kaufpreise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Ertragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausreichender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein allfälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung berücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nachlaufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in entsprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
sonstige Risiken
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten führen oder sich in einem zusätzlichen Aufwand niederschlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschlichem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rechnung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind (IT- und Cyberrisiken), bergen ein hohes Betriebsrisiko.
Nach Einschätzungen namhafter Quellen (Allianz, Bafin, BSI) ist die allgemeine Cyber-Bedrohungslage sehr hoch, zusätzlich verstärkt durch die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes von KI zur Angriffsunterstützung und -beschleunigung. In Bezug auf die CA Immo wirken die bisher umgesetzten Maßnahmen stark risikoreduzierend.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertraglich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Unternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von neuem Personal) kompensiert werden kann (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche Maßnahmen: Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die durch Kündigung von zentralen Wissensträgern auftreten können, beugt CA Immo durch regelmäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert. Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen geführt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte und die Komplexität der Streitgegenstände können vereinzelt eine beträchtliche Verfahrensdauer oder andere Verzögerungen bedingen. CA Immo geht davon aus, ausreichende bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten getroffen zu haben. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten zwei Schadenersatzklagen über EUR 1 Mio. und vorläufig 1,9 Mrd. € aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Beeinflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags an CA Immo eingebracht.
Im ersten Zivilverfahren über die Klage von EUR 1 Mio. ist eine Revision beim OGH zur Frage der Verjährung der Schadenersatzansprüche anhängig, nachdem das Berufungsgericht im Sinne von CA Immo die Nichtverjährung bestätigt hat. Eine Entscheidung wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet. Das zweite Zivilverfahren über die Klage von vorläufig EUR 1,9 Mrd. ist bis zu einem endgültigen Urteil im ersten Verfahren unterbrochen.
Die für diese beiden Zivilverfahren relevanten erstinstanzlichen nicht rechtskräftigen Strafurteile des „BUWOG Strafprozesses“ vom Jänner 2022 gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzminister Grasser et al. bestätigten aus Sicht der CA Immo im Wesentlichen, dass im Zusammenhang mit dem BUWOG-Privatisierungsverfahren rechtswidrige und parteiliche Handlungen zum Nachteil von CA Immo gesetzt worden sind. Im Strafverfahren wird der OGH wahrscheinlich Ende März 2025 über die Rechtsmittel entscheiden und diese Entscheidung kann die Chancen bzw. Risiken in den Zivilverfahren wesentlich verändern. Eine finale Einschätzung ist allerdings erst nach Vorliegen der schriftlichen rechtskräftigen Entscheidungen möglich.
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind unvorhersehbar und können gegebenenfalls negative Auswirkungen insbesondere auf die Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruktur der CA Immo Gruppe haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von historischen und bestehenden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtsprechung, die Implementierung von Lessons Learned in unsere Geschäftsprozesse, sowie kontinuierliche Informations- und Schulungsmaßnahmen.
ESG-Risiken
Aktuelle Entwicklungen am Kapitalmarkt (z. B. EU Green Deal) sowie neue gesetzliche Auflagen erzeugen für Unternehmen Handlungsdruck, stärker als bisher über ESG-Risiken zu berichten, die aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren.
Die Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in der Risikopolitik und im Risk Manual verankert. Nachhaltigkeitsrisiken wurden im Rahmen des definierten Risikomanagementprozesses identifiziert und aktualisiert. Aufgrund der besonderen Relevanz im Zusammenhang mit den Anforderungen der EU-Taxonomieverordnung und den CSRD, erfolgen weitere Ausführungen im Nachhaltigkeitsbericht.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang stehenden Anti-Korruptions-Richtlinie Rechnung getragen. Die Verantwortung von Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung – und damit der Minimierung des Korruptionsrisikos – obliegt zentral der Abteilung Corporate Office & Compliance, die diesbezüglich einen konzernweiten holistischen Ansatz erfolgt. Dies umfasst die Zur-Verfügungsstellung eines Verhaltensleitfadens (primär über die beiden bereits genannten Richtlinien) sowie damit einhergehend umfassende verpflichtende Schulungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Richtlinien sowie deren Änderungen werden konzernweit kommuniziert und sind in ihrer jeweils geltenden Form über das Intranet abrufbar. Eine verpflichtende Schulung zum Thema Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie Umgang mit Interessenkonflikten findet zunächst im Rahmen des Onboardings statt und ist danach jährlich verpflichtend von jedem Mitarbeiter zu absolvieren. Zusätzlich finden schwerpunktmäßig Schulungen für besonders betroffene Geschäftsbereiche statt (operativ tätige Geschäftseinheiten, die direkt mit Geschäftspartnern, Mietern oder Dienstleistern in Kontakt sind).
Mitarbeiter sind dazu angehalten, jeglichen Verdachtsmoment intern zu melden. Darüber hinaus besteht für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht eines Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgebersystem auf der Website des Unternehmens zu melden (www.caimmo.com/hinweisgebersystem). Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt auf Basis des vom Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche operativ tätige Konzerngesellschaften werden in regelmäßigem Turnus auf Korruptionsrisiken überprüft.
Zur Verminderung des Geldwäscherisikos und zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung sind diesbezügliche Prozesse fest im Unternehmen etabliert und werden von der Abteilung Corporate Office & Compliance kontinuierlich überwacht. Bei Immobilientransaktionen und vor dem Abschluss von Mietverträgen finden hinsichtlich der potenziellen Vertragspartner umfassende Know-YourCustomer (KYC)-Checks statt, wobei die Geschäftspartner hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Eigentümers, PeP-Eigenschaft, Sitz in Hochriskostaaten sowie Erfassung in Sanktionslisten überprüft werden.
Im Bereich Governance achten wir speziell auf die Einhaltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Vertragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmensethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und tragen so zur Minimierung diesbezüglicher Compliance-Risiken bei.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Anerkennung der von uns definierten Governance-, Sozial- und Umweltstandards. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabeprozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifikation und wirtschaftlichen Situation, sondern auch im Hinblick auf soziale Aspekte. Im Rahmen einer „Third-Party-Compliance“ scheiden in Vergabeprozessen Bieter, die in ihrem Angebot nicht zumindest die Erfüllung folgender Punkte zusagen, aus dem Vergabeprozess aus:
– Die für die jeweilige Branche geltenden Mindestlöhne und Arbeitsschutzbestimmungen,
– Ausschluss jeglicher Form von nicht nach den anwendbaren Gesetzen gemeldeten Tätigkeiten (Ausschluss von Schwarzarbeit),
– Einhaltung der Menschenrechte (wie in der UN Charta und der Europäischen Konvention für Menschenrechte definiert) im eigenen Wirkungsbereich sowie, soweit nach bestem Wissen bekannt, in der Produktion und Entwicklung der verwendeten Stoffe und Geräte. Dies inkludiert auch jede Form von Zwangs- und/oder Kinderarbeit (wobei als Mindestmaß die in den „Minimum Age Convention –C138“und der „Forced Labour Convention –Co29“definierten Regelungen jedenfalls anzuwenden sind),
– Ausschluss jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Behinderung jedweder Art oder aus anderen Gründen,
– Einhaltung anwendbarer Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb,
– Einhaltung anwendbarer Steuergesetze,
– Implementierung wirksamer Maßnahmen und interner Prozesse zur Verhinderung von Bestechung und Korruption im Rahmen diesbezüglich anwendbarer Gesetze.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind auf unserer Website abrufbar (www.caimmo.com/werte).
Wien, 26.3.2025 | Der Vorstand | |
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Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Erklärung des Vorstandes Gemäss § 124 Börsegesetz
Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ausgesetzt ist.
Wien, 26.3.2025 | Der Vorstand | |
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Keegan Viscius (CEO) | | Dr. Andreas Schillhofer (CFO) |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgen-den EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Ver-antwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen un-ternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Titel | Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
Risiko | Im Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2024 sind Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 3.111.698) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 38.576) in wesentlichem Umfang ausgewiesen. Darüber hinaus sind Abschreibungen auf Anteile an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 31.821 sowie Zuschreibungen zu diesen in Höhe von TEUR 14.430 im Jahresabschluss erfasst. Für sämtliche Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Da es sich bei den verbundenen Unternehmen vor allem um Immobiliengesellschaften handelt, basiert der Werthaltigkeitstest auf einer vereinfachten Unternehmensbewertung, deren wesentliche Basis die von externen, unabhängigen Sachverständigen erstellten Immobiliengutachten sind. Das wesentliche Risiko besteht bei den Immobiliengutachten in der Festlegung von Annahmen und Schätzungen wie Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz und erzielbare Mieteinnahmen sowie bei Immobilien in Entwicklung in der Festlegung ausstehender Bau-/Entwicklungskosten und des Developmentgewinnes. Eine geringfügige Änderung dieser Annahmen und Schätzungen kann einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben. Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 in Abschnitt „2 Finanzanlagen", in Abschnitt "11 a) – Finanzanlagen" sowie in "Anlage 2 – Angaben zu Beteiligungsunternehmen" enthalten. |
Adressierung im Rahmen der Abschlussprüfung | Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Einschätzungen des Managements und der externen Sachverständigen kritisch hinterfragt und dabei unter Beiziehung unserer internen Immobilienbewertungsspezialisten unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt: – Beurteilung der Ausgestaltung des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen – Prüfung der angewandten Methodik sowie der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen und Berechnungen zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen – Beurteilung der Konzeption und Testen der Wirksamkeit der im Geschäftsprozess der Immobilienbewertung implementierten Schlüsselkontrollen auf Basis von ausgewählten Stichproben – Beurteilung der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Management beauftragten externen Sachverständigen – Für ausgewählte Gutachten: Beurteilung der angewandten Methodik, Plausibilisierung der zugrundeliegenden Annahmen (z. B. erzielbare Mieteinnahmen, Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz, Nutzfläche, Leerstandsrate) mittels Vergleichs mit Marktdaten (soweit vorhanden) sowie Vergleich der Marktwerte laut Bewertungsgutachten mit einer von uns ermittelten Marktwertbandbreite – Überprüfung ausgewählter Input-Daten laut Bewertungsgutachten anhand der Daten der entsprechenden Objektbuchführung bzw. zugrundeliegender Verträge – Befragung des Projektmanagements zu ausgewählten Immobilien in Entwicklung hinsichtlich der Gründe für Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Istkosten und zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten; Untersuchung der Kostenverbuchung auf diesen Projekten durch Einsichtnahme in die Projektunterlagen und stichprobenweisen Abgleich der erfassten Kosten mit den Rechnungen sowie Evaluierung des daraus abgeleiteten Fertigstellungsgrades – Überprüfung, ob die Angaben der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Anhang vollständig und zutreffend sind |
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Den konsolidierten Corporate-Governance-Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.
In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und
des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachver-halt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 2. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Juni 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Hans-Erich Sorli.
Wien, am 26. März 2025
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. |
Mag. Hans-Erich Sorli eh Wirtschaftsprüfer | ppa Martina Türk, MSc eh Wirtschaftsprüferin |
KONTAKT | | | CA Immobilien Anlagen AG Mechelgasse 1 1030 Wien Tel. +43 1 532 59 07-0 office@caimmo.com www.caimmo.com Investor Relations Aktionärstelefon (in Österreich): 0800 01 01 50 (kostenlos) Christoph Thurnberger Julian Wöhrle Tel. +43 1 532 59 07-0 ir@caimmo.com Unternehmenskommunikation Tel. +43 1 532 59 07-0 presse@caimmo.com | | | DISCLAIMER Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der CA Immobilien Anlagen AG und ihre Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen und Zielsetzungen dar, die von der Gesellschaft auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der CA Immobilien Anlagen AG verbunden. | | IMPRESSUM Medieninhaber (Verleger): CA Immobilien Anlagen AG, 1030 Wien, Mechelgasse 1 Inhouse produziert mit FIRE.sys | Wir bitten um Verständnis dafür, dass bei der Textierung dieses Berichts gendergerechte Schreibweisen nicht berücksichtigt werden konnten, um den durchgängigen Lesefluss in komplexen Wirtschaftsmaterien nicht zu gefährden. Dieser Bericht ist auf umweltschonend chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. | |
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