5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31iso4217:EUR5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31iso4217:EURxbrli:shares5299003ICAPV07J0R1802021-12-315299003ICAPV07J0R1802020-12-315299003ICAPV07J0R1802019-12-315299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:SharePremiumMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:SharePremiumMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:SharePremiumMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:SharePremiumMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:OtherReservesMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember5299003ICAPV07J0R1802019-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31ifrs-full:RevaluationSurplusMember5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31ifrs-full:OtherReservesMember5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember5299003ICAPV07J0R1802020-01-012020-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:RevaluationSurplusMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:OtherReservesMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember5299003ICAPV07J0R1802020-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:RevaluationSurplusMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:OtherReservesMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember5299003ICAPV07J0R1802021-01-012021-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:RevaluationSurplusMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:OtherReservesMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember5299003ICAPV07J0R1802021-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember
CA IMMO
Datei: Master_CG Bericht 2016.docxMaster_CG Bericht 2015.docx; Gespeichert von CKClaudia Höbart am 04.11.2016
14:41:0004.11.2016 14:39:0017.03.2016 11:22:0011.03.2016 15:30:00
JAHRESFINANZBERICHT 2021
GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ
2
1
2
3
4
8
14
17
23
28
31
36
46
48
49
61
63
KONZERNLAGEBERICHT
Konzernstruktur
Wirtschaftliches Umfeld
Immobilienmärkte
Immobilienvermögen
Bestandsimmobilien
Immobilienvermögen in Entwicklung
Immobilienbewertung
Finanzierungen
Ergebnisse
Ausblick
Nachtragsbericht
Risikobericht
Informationen gem. § 243 A UGB
ESG-Bericht
ESG-Anhang
KONZERNABSCHLUSS
106
109
110
112
113
115
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2021
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2021
220
221
226
254
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (KONZERNABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (KONZERNABSCHLUSS)
JAHRESABSCHLUSS
LAGEBERICHT
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (JAHRESABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (JAHRESABSCHLUSS)
KONTAKT/DISCLAIMER/IMPRESSUM
290
INHALT
291
94
118
296
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
3
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Ha
uptsitz
in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutsch-
land, Polen, Rumänien, Serbien, Tschechien und Ungarn
vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die bör-
sennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft,
mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen
und operativen Leitung der in- und ausländischen Toch-
tergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen
agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Cen-
ter. Weitere Tochter- bzw. Holdinggesellschaften bestehen
– nach der Liquidation nahezu aller zypriotischen Gesell-
schaften sowie dem Ausstieg aus der Slowakei – in den
Niederlanden. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 umfasst
der Konzern insgesamt 165 Gesellschaften (31.12.2020:
184) mit 441
Mitarbeitern (31.12.2020: 437).
Kerngeschäft der CA Immo Gruppe ist die Vermietung,
das Management sowie die Entwicklung von hochwertigen
gewerblich genutzten Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien. Das Unternehmen verfügt über
eine ausgeprägte inhouse Baukompetenz und deckt die ge-
samte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilien-
bereich ab. Ziel ist der Aufbau eines fokussierten, qualita-
tiv hochwertigen und ertragsstarken Bestandsimmobilien-
portfolios in den Kernmärkten Deutschland, Österreich,
Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn. Für Rumänien
wurde Ende November 2021 mit der Evaluierung aller
strategischen Optionen, einschließlich eines potenziellen
Verkaufs des gesamten Portfolios, gestartet. Durch die
Aufbereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im
Geschäftsfeld Development werden zusätzliche
Ergebnisbeiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte über-
nimmt CA Immo entweder in den eigenen Bestand oder
verkauft sie an einen Endinvestor. Aktuell kontrolliert die
Gruppe ein Immobilienvermögen von rund 6,3
Mrd. € in
Deutschland, Österreich und Osteuropa (31.12.2020:
5,6
Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten o-
der indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien
Anlagen AG gehalten. Per 31. Dezember 2021 befindet
sich zudem ein Immobilienvermögen von rund 302
Mio. €
(31.12.2020: 323
Mio. €) im direkten Besitz der Konzern-
mutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum
31. Dezember 2021 ausschließlich Bestandsimmobilien
mit einem Bilanzwert von 497
Mio. € (31.12.2020:
530
Mio. €).
GESELLSCHAFTEN NACH REGIONEN
Anzahl der Gesellschaften
1)
31.12.2021 31.12.2020
Österreich
18 19
- hiervon Joint Ventures 3 3
Deutschland
2)
98 98
- hiervon Joint Ventures 22 23
Zentral- und Osteuropa
3)
50 67
- hiervon Joint Ventures 2 2
Konzernweit 165 184
- hiervon Joint Ventures 25 28
1)
Joint Ventures bezogen auf konsolidierte Gesellschaften.
2)
Inklusive einer Gesellschaft in der Schweiz.
3)
Inklusive der im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden
drei Holdinggesellschaften in den Niederlanden sowie einer Gesellschaft
in Zypern.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten
der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Nie-
derlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das Im-
mobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Be-
standsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Im-
mobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus ei-
nem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Port-
folio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobi-
lien werden großteils in direkten Beteiligungen gehalten
und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH – ein
Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und
Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – vermietet und
verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise
in München und Mainz) werden in Joint Ventures reali-
siert. Das Construction Management wird durch die
CA Immo Tochter omniCon durchgeführt, die diese
Dienstleistungen auch für Dritte erbringt.
Standort Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf gewerb-
lichen Class-A-Gebäuden in den jeweiligen Hauptstädten.
Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften enthal-
ten. Sämtliche osteuropäische Immobilien werden von
den regionalen Niederlassungen unter dem Namen
„CA Immo Real Estate Management“ gemanagt.
KONZERNSTRUKTUR
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
KONJUNKTURTREND
1)
In der letzten Dekade war die Verschärfung geopoliti-
scher Risiken ein ständiges Merkmal der Weltpolitik,
doch die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte haben sie
weitgehend ausgeblendet. Der Einmarsch Russlands in
die Ukraine wird dieses Verhaltensmuster wahrschein-
lich durchbrechen, denn er wird zur Isolierung der elft-
größten Volkswirtschaft der Welt und eines ihrer größten
Rohstoffproduzenten führen. Die unmittelbaren globalen
Auswirkungen werden eine höhere Inflation, ein geringe-
res Wachstum und Verwerfungen auf den Finanzmärkten
sein. Die längerfristigen Folgen könnten eine weitere
Schwächung der globalisierten Lieferketten und Destabi-
lisierung der internationalen Finanzmärkte sein. Die Aus-
wirkungen der Russland-Ukraine-Krise auf die Weltwirt-
schaft lassen sich derzeit noch nicht genau beziffern und
hängen von der weiteren geopolitischen Entwicklung ab.
Daher wurden in den jüngsten Wirtschaftsprognosen
nicht berücksichtigt.
Nach dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie und der
schweren Rezession in 2020 sowie der darauffolgenden
wirtschaftlichen Erholung in 2021 hat der Internationale
Währungsfonds (IMF) in seinem im Januar 2022 veröf-
fentlichten Update des World Economic Outlooks (daher
ohne Berücksichtigung der jüngsten geopolitischen Ereig-
nisse) einen zwischenzeitlich zurückhaltenderen aber
dennoch positiven Ausblick der Weltwirtschaft gezeich-
net. Die Weltwirtschaft startete schwächer in das Jahr
2022 als zuletzt erwartet. Mit der Ausbreitung der neuen
Omicron Covid-19-Variante hatten die Länder erneut Mo-
bilitätsbeschränkungen verhängt. Steigende Energiepreise
und Versorgungsunterbrechungen haben zu einer höhe-
ren und breiter angelegten Inflation geführt als vorherge-
sagt, insbesondere in den Vereinigten Staaten und vielen
Schwellen- und Entwicklungsländern.
Es wird erwartet, dass sich das globale Wachstum von
5,9% im Jahr 2021 auf 4,4
% im Jahr 2022 abschwächt -
ein halber Prozentpunkt weniger für 2022 als im Welt-
wirtschaftsausblick vom Oktober 2021 erwartet, was vor
allem auf die Prognosesenkungen in den beiden größten
Volkswirtschaften (USA, China) zurückzuführen ist. Re-
vidierte Annahmen in Bezug auf die fiskalpolitischen
Maßnahmenpakete "Build Back Better" sowie eine
frühere Rücknahme der akkommodierenden Geldpolitik
und anhaltende Versorgungsengpässe führten zu einer
1)
Quellen: Internationaler Währungsfonds, Europäische Kommission, The
Economist
Abwärtskorrektur um 1,2 Prozentpunkte für die Vereinig-
ten Staaten. In China haben pandemiebedingte Störungen
im Zusammenhang mit der Covid-19-Nulltoleranzpolitik
und langwierige finanzielle Spannungen bei Immobilien-
unternehmen zu einer Herabstufung um 0,8 Prozent-
punkte geführt.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die hohe Infla-
tion länger anhalten wird als im Weltwirtschaftsausblick
vom Oktober 2021 prognostiziert, mit anhaltenden Unter-
brechungen der Versorgungskette und hohen Energieprei-
sen im Jahr 2022, welche durch die Russland-Ukraine-
Krise weiter angeheizt werden.
Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate
für 2021, basierend auf saison- und kalenderbereinigten
Quartalsdaten, stieg das BIP im Euroraum und in der EU
um 5,2%. Gemäß aktuellem Forecast soll das BIP in der
EU in 2022 um etwa 4,0% und in 2023 um etwa 2,8%
steigen. Dies bedeutet, dass der Output der europäischen
Wirtschaft Ende diesen Jahres in etwa wieder auf dem
Vorkrisenniveau liegen würde.
DIE CA IMMO KERNMÄRKTE 2021
2)
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte
BIP im 4. Quartal 2021 im Euroraum um 0,3% und in der
EU um 0,4% gestiegen. Dies geht aus einer vorläufigen
Schnellschätzung hervor, die von Eurostat veröffentlicht
wurde. Im dritten Quartal 2021 war das BIP im Euroraum
um 2,3% und in der EU um 2,2% gestiegen. Zum ent-
sprechenden Quartal des Vorjahres ist das saisonberei-
nigte BIP im vierten Quartal 2021 im Euroraum um 4,6%
und in der EU um 4,8% gestiegen, nach +3,9% im Euro-
raum und +4,1% in der EU im Vorquartal.
Im Dezember 2021 lag die saisonbereinigte Arbeitslo-
senquote im Euroraum bei 7,0%, ein Rückgang gegenüber
7,1% im November 2021 und gegenüber 8,2% im Dezem-
ber 2020. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezem-
ber 2021 bei 6,4%, ein Rückgang von 6,5% gegenüber
November 2021 und gegenüber 7,5% im Dezember 2020.
Am Ende des dritten Quartals 2021 war der öffentliche
Schuldenstand im Verhältnis zum BIP im Euroraum bei
97,7% im Vergleich zu 98,3% am Ende des zweiten Quar-
tals 2021. In der EU sank die Quote von 90,9% auf
90,1%. Sowohl im Euroraum als auch in der EU sank der
öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP zum
2)
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, Bloomberg, Financial Times
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
KONZERNLAGEBERICHT
5
Ende des dritten Quartals aufgrund der Erholung des BIP,
während die Schulden aufgrund des Finanzierungsbe-
darfs der staatlichen Reaktionen auf die zur Milderung
der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen einge-
setzten Maßnahmen der Covid-19 Pandemie weiter stie-
gen. Verglichen mit dem dritten Quartal 2020 erhöhte
sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum
BIP sowohl im Euroraum (von 96,6% auf 97,7%) als auch
in der EU (von 89,2% auf 90,1%).
Die jährliche Inflation im Euroraum im Januar 2022
wird auf 5,1% geschätzt, gegenüber 5,0% im Dezember
2021. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen
Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnell-
schätzung hervor. Im Hinblick auf die Hauptkomponen-
ten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Ener-
gie im Januar die höchste jährliche Rate aufweist (28,6%,
gegenüber 25,9% im Dezember).
Das reale BIP in Österreich wuchs 2021 um 4,5%. Die
Inflationsrate lag im Dezember 2021 bei 3,8%, die Ar-
beitslosenquote im Dezember 2021 bei 4,9%. Die Brutto-
Staatsverschuldung in Prozent des BIP verringerte sich
im dritten Quartal 2021 auf 84,1%.
Das positive Wirtschaftswachstum in Deutschland spie-
gelte sich in einem BIP-Zuwachs von 2,9% in 2021 wi-
der. Im gesamteuropäischen Vergleich liegt Deutschland
damit jedoch unter dem Durchschnitt der EU bzw. der
Eurozone. Die Arbeitslosenquote in Deutschland verrin-
gerte sich im Jahresverlauf von 4,0% auf 3,2%. Die Infla-
tionsrate wurde im Dezember 2021 für Deutschland mit
5,7% angegeben.
Innerhalb den zentral- und osteuropäischen Kernmärkte
zeigten Ungarn und Rumänien 2021 mit 7,1% bzw. 5,9%
das stärkste Wirtschaftswachstum. In Polen und Tsche-
chien stieg das BIP um 5,7% bzw. 3,3%.
Die Arbeitslosenquote in den zentral- und osteuropäi-
schen Ländern bleibt deutlich niedriger als in den EU-27
und im Durchschnitt des Euroraums. Sie liegt in Tsche-
chien bei 2,1%, in Polen bei 2,9%, in Ungarn bei 3,7%
und in Rumänien bei 5,4%.
Die Inflationsrate zeigte sich 2021 deutlich erhöht und
lag in allen zentral- und osteuropäischen Kernländern
über dem Durchschnitt der Eurozone. Polen meldete für
Dezember 2021 eine Inflationsrate von 8,0%, während
der Jahreswert in Ungarn bei 7,4% lag. Die jährliche In-
flationsrate wurde in Rumänien mit 6,7% und in Tsche-
chien mit 5,4% registriert.
WIRTSCHAFTSDATEN DER CA IMMO-KERNMÄRKTE
Wachstumsrate des realen
BIP
1)
Jährliche
Inflationsraten
2)
Arbeitslosen-
quote
3)
Öffentlicher
Haushaltssaldo
Brutto- Staats-
verschuldung
Wachstumsrate
Erwerbstätigkeit
2021 2020 in % in % in % des BIP
3Q 2021
in % des BIP
3Q 2021
in % des BIP
3Q 2021
EU – 27 5,3 –5,9 5,3 6,4 –3,7 90,1 0,9
Euroraum – 19 5,3 –6,4 5,0 7,0 –4,0 97,7 1,0
Österreich 4,5 –6,7 3,8 4,9 –1,4 84,1 1,4
Deutschland 2,9 –4,6 5,7 3,2 –2,4 69,4 0,4
Polen 5,7 –2,5 8,0 2,9 –1,0 56,6 0,5
Tschechien 3,3 –5,8 5,4 2,1 –6,0 40,5 0,2
Ungarn 7,1 –4,7 7,4 3,7 –5,6 80,3 0,8
Rumänien 5,9 –3,7 6,7 5,4 –7,1 48,5 0,4
Quelle:, Eurostat
1)
Veränderung gegenüber Vorjahr (in %);
2)
Veränderung zum Vorjahr, per Dezember 2021;
3)
per Dezember 2021
KONZERNLAGEBERICHT
6
KONZERNLAGEBERICHT
GELDMARKT UND ZINSUMFELD
1)
Auf seiner letzten Sitzung am 10. März 2022 brachte der
EZB-Rat seine volle Unterstützung für die Menschen in
der Ukraine zum Ausdruck. Er erklärte, er werde rei-
bungslose Liquiditätsbedingungen gewährleisten und die
von der Europäischen Union und den europäischen Re-
gierungen beschlossenen Sanktionen umsetzen. Man
werde alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um das
Mandat der EZB zur Gewährleistung der Preisstabilität
und zur Sicherung der Finanzstabilität zu erfüllen.
Auf der Grundlage seiner aktualisierten Einschätzung
und unter Berücksichtigung des unsicheren Umfelds hat
der EZB-Rat den Zeitplan für die Ankäufe im Rahmen sei-
nes Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (APP)
für die kommenden Monate überarbeitet. Die monatlichen
Nettokäufe im Rahmen des APP werden sich im April auf
40
Mrd. €, im Mai auf 30 Mrd. € und im Juni auf 20 Mrd. €
belaufen. Die Kalibrierung der Nettokäufe für das dritte
Quartal wird datenabhängig sein und die sich entwi-
ckelnde Einschätzung der Aussichten widerspiegeln.
Wenn die Daten die Erwartung stützen, dass sich die mit-
telfristigen Inflationsaussichten auch nach dem Ende der
Nettokäufe von Vermögenswerten nicht abschwächen
werden, wird der EZB-Rat die Nettokäufe im Rahmen des
APP im dritten Quartal beenden. Sollten sich die mittel-
fristigen Inflationsaussichten ändern und die Finanzie-
rungsbedingungen mit weiteren Fortschritten in Richtung
des 2%-Inflationsziels unvereinbar werden, ist der EZB-
Rat bereit, seinen Zeitplan für die Nettokäufe von Vermö-
genswerten im Hinblick auf Umfang und/oder Dauer zu
ändern.
Der EZB-Rat beabsichtigt ferner, die Rückzahlungen aus
fällig werdenden Wertpapieren, die im Rahmen des APP
erworben werden, über einen längeren Zeitraum nach
dem Zeitpunkt, zu dem er mit der Anhebung der EZB-
Leitzinsen beginnt, und in jedem Fall so lange, wie es für
die Aufrechterhaltung günstiger Liquiditätsbedingungen
und eines ausreichenden Maßes an geldpolitischer Ak-
kommodation erforderlich ist, in vollem Umfang zu rein-
vestieren.
Darüber hinaus beschloss der EZB-Rat, den Zinssatz für
Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die
Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität
unverändert bei 0,00%, 0,25% bzw. 0,50% zu belassen.
Etwaige Anpassungen der EZB-Leitzinsen werden einige
Zeit nach dem Ende der Nettokäufe des EZB-Rats im Rah-
men des APP erfolgen und schrittweise vorgenommen
1)
Quellen: Europäische Zentralbank, Eurostat, Bloomberg
2)
Quellen: Europäische Kommission, Europäische Zentralbank, Financial Times, The Economist
werden. Die Entwicklung der EZB-Leitzinsen wird weiter-
hin von den Vorgaben des EZB-Rats und seiner strategi-
schen Verpflichtung zur mittelfristigen Stabilisierung der
Inflation bei 2% bestimmt werden. Dementsprechend geht
der EZB-Rat davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange
auf ihrem gegenwärtigen Niveau bleiben werden, bis die
Inflation deutlich vor dem Ende des Projektionszeitraums
und dauerhaft für den Rest des Projektionszeitraums 2%
erreicht hat, und er ist der Ansicht, dass die erzielten
Fortschritte bei der zugrundeliegenden Inflation weit ge-
nug fortgeschritten sind, um mit einer mittelfristigen Sta-
bilisierung der Inflation bei 2% vereinbar zu sein.
Im ersten Quartal 2022 hat der EZB-Rat die Nettokäufe
von Vermögenswerten im Rahmen des Pandemie-Notfall-
programms (PEPP) in einem geringeren Tempo als im Vor-
quartal durchgeführt. Er wird die Nettokäufe von Vermö-
genswerten im Rahmen des PEPP Ende März 2022 einstel-
len. Der EZB-Rat beabsichtigt, die Rückzahlungen aus fäl-
lig werdenden Wertpapieren, die im Rahmen des PEPP er-
worben wurden, bis mindestens Ende 2024 zu reinvestie-
ren. In jedem Fall wird die künftige Auflösung des PEPP-
Portfolios so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des an-
gemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird. Der
Rat erklärte, "dass die Pandemie gezeigt hat, dass unter
angespannten Bedingungen die Flexibilität bei der Gestal-
tung und Durchführung der Ankäufe von Vermögenswer-
ten dazu beigetragen hat, der gestörten Transmission der
Geldpolitik entgegenzuwirken, und die Bemühungen des
EZB-Rats zur Erreichung seines Ziels effektiver gemacht
hat".
Der EZB-Rat wird die Finanzierungsbedingungen der
Banken weiterhin beobachten und sicherstellen, dass die
Fälligkeit der Geschäfte im Rahmen der dritten Serie ge-
zielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO
III)
die
reibungslose Transmission seiner Geldpolitik
nicht
beeinträchtigt.
Außerdem wird er regelmäßig prüfen, wie
die gezielten Kreditgeschäfte zu ihrem ge
ldpolitischen
Kurs beitragen.
Wie bereits angekündigt, geht
er davon
aus, dass die
im Rahmen von TLTRO III geltenden Sonder-
konditionen im Juni dieses Jahres auslaufen we
rden.
D
er 3-Monats-Euribor bewegte sich weiterhin im negati-
ven Bereich und schwankte im Berichtszeitraum zwi-
schen −0,53% und −0,61%. Seit Dezember 2021 ist ein
klar steigender Trend des Euribor erkennbar.
Nach historischen Tiefstständen der Anleihenrenditen
10-jähriger Staatsanleihen der Mitglieder der
Eurozone
KONZERNLAGEBERICHT
7
Ende 2020 war im Laufe des Jahres 2021 ein leichter Auf-
wärtstrend erkennbar. Seit dem vierten Quartal 2021 hat
sich dieser Trend verstärkt. Nachdem die 10-jährige deut-
sche Bundesanleihe im Frühjahr 2021 seit 2019 erstmals
wieder positiv notierte, gab es wiederkehrende Über- und
Unterschreitungen der Null Prozent Marke. Seit Endes des
letzten Jahres stieg die Rendite jedoch kontinuierlich auf
inzwischen knapp 0,5%.
AUSBLICK
2)
Auch wenn die künftigen Auswirkungen der Russland-
Ukraine-Krise auf die Weltwirtschaft zum jetzigen Zeit-
punkt noch nicht richtig beurteilt werden können, hat sie
die Unsicherheit und Volatilität auf den globalen Märkten
bereits erheblich erhöht, was sich auch in einer Ver-
schlechterung der Finanzmarktbedingungen niederge-
schlagen hat. Die russische Invasion hat über das mensch-
lichen Leid des Konflikts hinaus bereits die Rohstoffpreise
in die Höhe getrieben, und es könnte zu tiefgreifenden
und langwierigen Auswirkungen auf die makroökonomi-
schen Aussichten in der ganzen Welt kommen, z. B. zu
Unterbrechungen der Energieversorgung oder zu Preis-
schocks und anhaltendem Inflationsdruck. Das Risiko ei-
ner weiteren Eskalation des Konflikts sowie zusätzlicher
geopolitischer Spannungen wird 2022 ein entscheidendes
Thema bleiben, das es zu beobachten gilt.
In Ihrem World Economic Outlook aus dem Januar 2022
geht der Internationale Währungsfond von einem Wirt-
schaftswachstum von 4,4% in 2022 und 3,8% in 2023
aus. Es wird erwartet, dass die Inflation in naher Zukunft
hoch bleibt und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaf-
ten im Durchschnitt 3,9% und 5,9% in Entwicklungs-
und Schwellenländern im Jahr 2022 beträgt, bevor sie im
Jahr 2023 zurückgeht. Die Auswirkungen der Russland-
Ukraine-Krise sind in diesen Prognosen nicht berücksich-
tigt.
Unter der Annahme, dass die Auswirkungen der Pande-
mie nachlassen, könnte sich die erhöhte Inflation ab-
schwächen, wenn die Unterbrechungen der Versorgungs-
ketten nachlassen, die Geldpolitik gestrafft wird und sich
die Nachfrage von güterintensivem Konsum auf Dienst-
leistungen verlagert. Die Russland-Ukraine-Krise hat je-
doch aufgrund des starken Anstiegs der Rohstoffkosten
und der erneuten Beeinträchtigung der Lieferketten gegen-
teilige Auswirkungen.
"Die russische Invasion in der Ukraine ist ein Wende-
punkt für Europa", erklärte die EZB in einer Erklärung
nach der Sitzung des EZB-Rats am 10. März in Frankfurt
und fügte hinzu, sie werde "alle erforderlichen Maßnah-
men ergreifen, um die Preisstabilität und die Finanzstabi-
lität zu gewährleisten". Marktteilnehmer interpretierten
den Schritt, den Ausstieg der EZB aus dem Ankauf weite-
rer Anleihen zu beschleunigen, als ein Signal, dass sie die
Zinsen im vierten Quartal anheben könnte, um die stei-
gende Inflation einzudämmen - dies wäre der erste derar-
tige Schritt seit mehr als zehn Jahren. Die EZB hat sich je-
doch auch mehr Spielraum verschafft, um mit der Anhe-
bung der Zinssätze nach dem Ende ihrer Anleihekäufe
länger zu warten. Christine Lagarde sagte, der Einmarsch
Russlands in der Ukraine habe einen "großen Schock" für
die Wirtschaft der Eurozone verursacht, und fügte hinzu,
dass die Zentralbank für die nächsten drei Jahre eine hö-
here Inflation und ein geringeres Wachstum prognosti-
ziere. "Die Inflation könnte in nächster Zeit deutlich hö-
her sein", sagte Lagarde. "In allen Szenarien wird jedoch
erwartet, dass sich die Inflation bis 2024 um unser Ziel
herum stabilisiert."
Das Auftreten neuer Covid-19-Varianten könnte die Pan-
demie weiter verlängern und zu erneuten wirtschaftlichen
Störungen führen. Der weltweite Zugang zu Impfstoffen,
Tests und Behandlungen ist unerlässlich, um das Risiko
weiterer gefährlicher Covid-19-Varianten zu verringern.
Dies erfordert eine verstärkte Produktion von Vorräten so-
wie bessere Versorgungssysteme in den einzelnen Län-
dern und eine gerechtere internationale Verteilung. Dar-
über hinaus bedeuten die Unterbrechungen der Lieferket-
ten, die Volatilität der Energiepreise und der lokale Lohn-
druck, dass die Unsicherheit in Bezug auf die Inflation
und den geldpolitischen Kurs hoch ist. Wenn führende
Volkswirtschaften die Leitzinsen anheben, könnten Risi-
ken für die Finanzstabilität und die Kapitalströme, Wäh-
rungen und Haushaltspositionen der Schwellen- und Ent-
wicklungsländer entstehen, zumal die Verschuldung in
den letzten zwei Jahren erheblich gestiegen ist.
KONZERNLAGEBERICHT
8
KONZERNLAGEBERICHT
IMMOBILIENMARKT ÖSTERREICH
1)
Investmentmarkt
Bedingt durch eine saisonale Abschwächung der Covid-
19 Pandemie und der staatlichen Hilfen für Unterneh-
men, konnte im Jahr 2021 kein weiteres Einbrechen des
österreichischen Investitionsmarktes, wie es im Vorjahr
zu erkennen war, festgestellt werden. So wurden in öster-
reichische Immobilien 2021 im Vergleich zum Vorjahr
rund 25% mehr und somit rund 4,3
Mrd. € investiert.
Etwa 2,8
Mrd. € (rund 65%) der Investitionen wurden in
Wien registriert. Büroinvestments mit einem Fokus auf
Core Immobilien in Premiumlagen und Wohnimmobilien
nahmen den größten Anteil am Gesamtvolumen ein.
Konträr zum zuletzt feststellbaren Trend, konnte auch
Retail einen Aufschwung verzeichnen, was auf zwei
Großtransaktionen zurückzuführen ist und somit kein
langanhaltender Trend zu sein scheint.
Die Pandemie hatte im Jahr 2021, ebenso wie im Vor-
jahr, erhebliche Auswirkung auf die Renditen in den un-
terschiedlichen europäischen Märkten. Österreich zeigte
sich im Vergleich stabil und konnte den Trend des Vor-
jahres fortsetzen. So sank die Spitzenrendite für Büroim-
mobilien moderat und steht aktuell auf dem historisch
niedrigen Stand von 3,20% (−15 Basispunkte im Ver-
gleich zum Vorjahr) für Objekte im Wiener Central Busi-
ness District (CBD).
Büroimmobilienmarkt
Der Wiener Büroflächenbestand betrug zum Jahresende
rund 11,4
Mio. m
2
und blieb somit beinahe unverändert
im Vergleich zum Vorjahr. Das Fertigstellungsvolumen
von Büroflächen summierte sich 2021 auf rund
65.000
m², rund 32% weniger als 2020. Das geringe Fer-
tigstellungsvolumen deutet weiterhin auf einen Mangel
an neuen Büroimmobilien in Wien hin.
Die Vermietungsleistung lag ebenso etwas unter dem
Vorjahresniveau und erreichte mit rund 166.200
m² einen
Rückgang von rund 18,2%. Der Pandemie-bedingte wirt-
schaftliche Rückgang hat sich auch 2021 negativ auf den
Büromarkt ausgewirkt. CBRE Research geht daher auf-
grund der nach wie vor angespannten Situation in Bezug
auf die Neuflächenproduktion in den kommenden zwei
1)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Austria Real Es-
tate Market Outlook 2022
Jahren und von einer leicht steigenden Vermietungsleis-
tung aus.
Die Leerstandsquote fiel im Laufe des Jahres 2021 um ca.
40 Basispunkte auf 4,20%. CBRE Research erwartet, dass
sich die Leerstandsquote aufgrund einer geringeren Neu-
flächen-produktion sowie eines hohen Vorverwertungs-
grades und einer leicht steigenden Nachfrage bei rund
4,0% über 2022 und 2023 hinweg einpendelt.
Die monatliche Spitzenmiete in Wien stieg nicht zuletzt
wegen des mangelnden Angebots an verfügbaren Flächen
um rund 4% im Vergleich zum Vorjahr auf 26,00
€ je m²
pro Monat. Vor allem Top-Büros in attraktiven Lagen
bleiben weiterhin gefragt, wohingegen Objekte mit gerin-
geren Gebäudestandards in schwächeren Lagen zukünftig
wohl mit weniger Nachfrage rechnen müssen. Weiterhin
ist ein steigender Fokus auf das Thema ESG und Zertifi-
zierungen zu erkennen.
B
ÜROMARKTENTWICKLUNG WIEN
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Büroflächenumsatz in m² 166.200 203.300 −18,20%
Leerstandsrate in % 4,20 4,60 −40 bps
Spitzenmiete in €/m²
netto kalt
26,00 25,00 4,00%
Spitzenrendite in % 3,20 3,35 −15 bps
Quellen:
Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit
ein
IMMOBILIENMARKT DEUTSCHLAND
2)
Investmentmarkt
Der deutsche Immobilienmarkt zeigte sich 2021 unbe-
eindruckt vom Pandemiegeschehen und den Entwicklun-
gen in den umliegenden Ländern und konnte ein Rekord-
ergebnis von 111
Mrd. € Investitionsvolumen erzielen.
Dies stellt eine Steigerung von rund 40% im Vergleich
zum Vorjahr dar. Besonders der Wohnimmobilienmarkt
konnte durch Fusionen in Milliardenhöhe zu diesem Re-
kordergebnis beitragen. Im Gewerbeimmobilienbereich
wurden 2021 62,1
Mrd. € (+5% im Vergleich zum Vorjahr)
umgesetzt. Es liegt weiterhin ein starker Fokus auf Büro-
2)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Germany Real
Estate Market Outlook 2021, Berlin, Munich, Frankfurt Office Market-
View Q4 2020; Deutschland Gewerbe Investment 2021; Oxford Econo-
mics
IMMOBILIENM
Ä
RKTE
KONZERNLAGEBERICHT
9
immobilien in Spitzenlagen, die durch ihre Flexibili-
tätund ihre Lage dem Trend zum hybriden Arbeiten trot-
zen können. Büroimmobilien nahmen mit einem Umsatz
von rund 30
Mrd. € rund 50% der Investitionen aller Ge-
werbeimmobilien ein.
Der Anteil der Top-7 Märkte in Deutschland stieg von
rund 53% im Jahr 2020 auf 57% im Jahr 2021. Berlin,
Köln, München und Stuttgart zeigten deutlich höhere Vo-
lumen an Transaktionen. In Frankfurt, Düsseldorf und
Hamburg kam es hingegen zu angebotsbedingten Rück-
gängen im Vergleich zum Vorjahr. 2021 wurden insge-
samt 125 Großtransaktionen über der 100-Mio.
€ Grenze
registriert, wovon 79 Transaktionen auf den Büroimmobi-
lienmarkt entfielen, 23 Transaktionen auf Logistikimmo-
bilien und 13 auf Einzelhandelsimmobilien. In den Top-7
Standorten ging ein eindeutiger Trend in Richtung Ein-
zeltransaktionen, wodurch Portfolio-Transaktionen in
diesen Märkten im Vergleich zum Vorjahr um rund 32%
zurückgingen. Weiterhin sorgt der Nachfrageüberhang bei
Topimmobilien in allen Top-7 Märkten zu Kompressio-
nen der Spitzenrenditen über diverse Lagen und Seg-
mente hinweg.
CBRE Research erwartet am deutschen gewerblichen
Immobilieninvestmentmarkt für 2022 ein Transaktions-
volumen von deutlich über 55
Mrd. €, was somit nur
knapp unter den Rekordwerten von 2021 liegen würde.
Entscheidend dafür wird vor allem die Produktverfügbar-
keit sein, welche sich bereits im Vorjahr auf einigen
Märkten als Herausforderung zeigte. Aus Investorensicht
bleiben Büroimmobilien im Fokus. Gerade in den aktuell
vorherrschenden außergewöhnlichen Zeiten geht der
Trend noch mehr in Richtung Core- und Core-Plus-Ob-
jekte in etablierten Lagen in den großen Büromarktzen-
tren. Defensive Investmentprodukte mit soliden Mietern
erfahren in der aktuellen Situation einen zusätzlichen
Nachfrageschub, der jedoch angebotsseitig nicht abge-
deckt werden kann. Daher geht CBRE Research davon
aus, dass sich die Renditen für diese Produkte noch wei-
ter einengen werden.
Der Anteil von ausländischen Investitionen ging hin-
sichtlich des großen Interesses heimischer Investoren von
46% im Jahr 2020 auf 39% im Jahr 2021 zurück. Den-
noch stieg der Anteil der nordamerikanischen Investoren
deutlich um 34% gegenüber des Vorjahreswertes auf
6,7
Mrd. € und rund 11% der Gesamtinvestitionen.
Der Berliner Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien
verzeichnete mit 11,8
Mrd. € einen Rekordwert und einen
Anstieg von mehr als 50% im Vergleich zum Vorjahr. Ver-
antwortlich für dieses Ergebnis ist eine Vielzahl von Trans-
aktionen über 100
Mio. € im letzten Quartal des Jahres. Die
Spitzenrendite für Büroimmobilien ist aufgrund der gro-
ßen Nachfrage leicht auf 2,50% gesunken (−15 Basispunkte
im Vergleich zum Vorjahr).
2021 wurden in Düsseldorf am Markt für Gewerbeimmo-
bilien ein Transaktionsvolumen von rund 2,5
Mrd. € regis-
triert. Dies ist insgesamt rund ein Drittel weniger als im
Vorjahr. Dennoch zeigt der Düsseldorfer Gewerbeimmobili-
enmarkt einen positiven Trend zum Jahresende. So wur-
den im letzten Quartal des Jahres 2021 mit 1,3
Mrd. € mehr
am Markt investiert als in den drei vorangehenden Quarta-
len kombiniert. Büroimmobilien stellen mit rund 73% des
Transaktionsvolumens das Herzstück des Düsseldorfer Ge-
werbeimmobilienmarktes dar. Die Spitzenrenditen sanken
über das Jahr hinweg um rund 25 Basispunkte auf ein Re-
kordtief von 2,75%.
Am Gewerbeimmobilienmarkt Frankfurt wurde ein In-
vestitionsvolumen von 5,5
Mrd. € registriert. Der Markt
verzeichnete mit einem Rückgang von 23% im Vergleich
zum Vorjahr das insgesamt schlechteste Ergebnis seit
2014. Dies ist insbesondere auf die vorherrschende Pro-
duktknappheit zurückzuführen. Wie bereits im Vorjahr
machten Büroimmobilien den Hauptanteil an Transaktio-
nen aus, 2021 deutlich über 80%. Die Spitzenrendite für
zentral gelegene Büroimmobilien fiel im Jahr 2021 auf-
grund des Mangels an verfügbaren Immobilien um 20 Ba-
sispunkte auf 2,70%.
Der Gewerbeinvestmentmarkt in München verzeichnete
mit einem Volumen von 7,2
Mrd. € einen 46%igen An-
stieg zum Vorjahr und blieb nur knapp unter dem Volu-
men des Rekordjahres 2019. Dies ist besonders einem
starken vierten Quartal, in dem rund 3,2
Mrd. €umgesetzt
wurden, zuzuschreiben. Büroimmobilien machten mit
rund 6,0
Mrd. € 83% des Gesamtvolumens aus. Aufgrund
ungebrochen starker Nachfrage nach wertstabilen Immo-
bilienlagen sank die Spitzenrendite leicht um 5 Basis-
punkte auf 2,50%.
KONZERNLAGEBERICHT
1
0
KONZERNLAGEBERICHT
Büroimmobilienmarkt
1)
Auch 2021 war wie das Vorjahr von weiteren Lock-
downs und Einschnitten in das öffentliche Leben geprägt.
Diese hatten einen negativen Einfluss auf die wirtschaft-
liche Situation diverser Industrien. Insbesondere wurden
weltweite Produktionsketten unterbrochen, was zu einer
erhöhten Inflation beitrug. Weiterhin wurden durch die
tiefgehenden Einschnitte und dem stetigen Ausbau digi-
taler Infrastrukturen in den meisten Industrien hybride
Arbeitsformen adaptiert. Dennoch ist insbesondere in
Deutschland ein großes Grundvertrauen in Büros als
nachhaltige Immobilieninvestition und relevanter Beitrag
zum Arbeitsleben zu spüren. So stieg auch die Büroflä-
chennachfrage im Vergleich zum Vorjahr in allen Märk-
ten wieder deutlich an. Ein noch besseres Ergebnis der
Vermietungen ist vielerorts durch einen Mangel an inner-
städtischen Topflächen zu erklären und resultierte somit
in einem generellen Aufwärtstrend in der Mietpreisdyna-
mik.
Berlin registrierte 2021 mit einem Büroflächenumsatz
von 817.000
m² einen Anstieg von rund 24% im Vergleich
zum Vorjahr. Die Leerstandsrate stieg im Jahresverlauf
leicht auf 2,8% (2020: 2,4%). Vermietungen konnten ei-
nen deutlichen Zugewinn im Vergleich zum Vorjahr ver-
zeichnen, nicht zuletzt wegen des ungebrochenen Ver-
trauens in die Bedeutung des Büros für Unternehmen in
Deutschland. Wegen des generell nach wie vor niedrigen
Leerstandes in Berlin in Kombination mit dem Mangel an
Premiumflächen, stieg die Spitzenmiete um 2,50
€ je m²
auf monatlich 41,00
€ je m². Die gewichtete durchschnitt-
liche Monatsmiete bleibt nahezu unverändert zum Vor-
jahr bei 27,99
€ je m² (28,02 € je m² in 2020). Über das
Jahr 2021 hinweg wurden rund 510.700
m² an neuer Flä-
che fertiggestellt, was deutlich weniger ist als zu Anfang
des Jahres prognostiziert. Gemäß CBRE Research sollen
nun im Jahr 2022 rund 1,2
Mio. m
2
an Flächen zum Markt
hinzukommen. Der Büroflächenbestand belief sich zum
Jahresende auf rund 20,2
Mio. m
2
.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 321.900
m² in
2021 (Neubauten und Kernsanierungen) sank leicht um
rund 5% gegenüber des Wertes des letzten Jahres. Der
Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf rund
22,0
Mio. m
2
.
BÜROMARKTENTWICKLUNG CA IMMO KERNMÄRKTE DEUTSCHLAND
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Berlin
Büroflächenumsatz in m² 817.000 660.500 23,70
Leerstandsrate in % 2,80 2,40 40 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 41,00 38,50 6,50
S
p
itzenrendite in % 2,50 2,65
−
15 b
p
s
Frankfurt am Main
Büroflächenumsatz in m² 436.800 330.200 32,30
Leerstandsrate in % 8,60 7,00 160 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 45,50 44,00 3,40
S
itzenrendite in % 2,70 2,90
−
20 b
p
s
Düsseldor
f
Büroflächenumsatz in m² 301.500 293.500 2,70
Leerstandsrate in % 9,00 7,50 150 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 28,50 28,50 0,00
S
p
itzenrendite in % 2,75 3,00
−
55 b
p
s
München
Büroflächenumsatz in m² 643.900 558.500 15,30
Leerstandsrate in % 4,50 3,80 70 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 41,50 39,50 5,10
S
itzenrendite in % 2,50 2,55
−
5 b
p
s
Quellen:
Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
1)
Quellen: CBRE: Daten bereitgestellt von CBRE Research, München,
Frankfurt, Berlin Office MarketView Q4 2020; Büroinvestment Markt
Deutschland; Oxford Economics
KONZERNLAGEBERICHT
1
1
Der Büroflächenumsatz in Frankfurt belief sich 2021
auf 436.800
m². Dies entspricht einem Anstieg zum Vor-
jahr um 32,3%. Dies ist vor allem der Rücknahme von
Einschränkungen in der zweiten Jahreshälfte zuzuschrei-
ben, welche generell die Vermietungsaktivität in den letz-
ten Quartalen des Jahres unterstützte. Qualitativ hoch-
wertige Büroflächen mit erstklassiger Ausstattungsquali-
tät standen im Fokus der Vermietungsaktivitäten, deren
Anteil 62% am Flächenumsatz betrug. Die Leerstandsrate
belief sich auf 8,6% und stieg somit im Vorjahresver-
gleich um 160 Basispunkte. Auch in Frankfurt konnte die
Spitzenmiete aufgrund des Mangels an Premiumflächen
einen Anstieg auf 45,50
€ je m² pro Monat (+3% im Ver-
gleich zum Vorjahr) verzeichnen. Die gewichtete Markt-
durchschnittsmiete hingegen gab unter dem Druck der
steigenden Leerstandsquote auf 21,57
€ je m² und damit
um 7% im Vorjahresvergleich nach. Das Fertigstellungs-
volumen lag mit rund 200.400
m² über dem Vorjahr
(185.800
m²).
Nach derzeitigem Kenntnisstand befinden sich bis Ende
2024 insgesamt rund 587.000
m² in der Fertigstellungs-
Pipeline. Der Büroflächenbestand wurde zum Jahresende
mit rund 11,5
Mio. m
2
angegeben.
In Düsseldorf wurden im vergangenen Jahr rund
301.500
m² an Flächen umgesetzt, was kaum eine Verän-
derung zu den 293.500
m² Flächenumsatz im Vorjahr
zeigt. Qualitativ hochwertige Immobilien mit einem ho-
hen Standard bei der Ausstattungsqualität stehen auch in
Düsseldorf im Zentrum des Interesses und stellen 57%
des Flächenumsatzes dar. Die Leerstandsrate stieg im ver-
gangenen Jahr um rund 150 Basispunkte auf 9,00%. Den-
noch bleibt die Spitzenmiete unbeeindruckt von erhöh-
tem Druck durch wachsenden Leerstand bei 28,50€ je m²
pro Monat konstant gegenüber dem Vorjahresniveau.
Ebenso konnten die gewichtete Durchschnittsmiete von
rund 15,20€ je m² pro Monat auf 16,30€ je m² pro Monat
gesteigert werden. Fertigstellungen rangierten mit
96.300
m² ebenso auf Vorjahresniveau (99.300 m²). Der
Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf rd.
9,5
Mio. m
2
.
München konnte 2021 einen Flächenumsatz von
643.900
m² erzielen. Dies entspricht einem Anstieg von
15,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die Büro-Leerstands-
quote stieg aufgrund von mehr freigezogenen Flächen im
Bestand, aber auch von mehr unvermieteten Flächen aus
Fertigstellungen zum Jahresende auf rund 4,5% (+70 Ba-
sispunkte im Vergleich zum Vorjahr). Die Spitzenmieten
1)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
zeigten sich von der Pandemie als auch von wachsendem
Leerstand unbeeindruckt. Die erzielbare Spitzenmiete
stieg im Jahresvergleich auf 41,50
€ je m² und Monat
(+5% im Vergleich zum Vorjahr). Die gewichtete Durch-
schnittsmiete liegt mit rund 23,95
€ monatlich um deutli-
che 11,9% über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch das
anhaltend knappe Angebot an modernen und hochwerti-
gen Flächen sind die Mieter auch weiterhin bereit, für ge-
hobene Qualität in guten Lagen entsprechende Preise zu
bezahlen.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 321.900
m² im
Jahr 2021 (Neubauten und Kernsanierungen) sank im Jah-
resvergleich um rund 5
%. Der Gesamtbestand an Büro-
flächen belief sich zum Jahresende auf rd. 22,0
Mio. m².
IMMOBILIENMARKT ZENTRAL UND OSTEUROPA
1)
Investmentmarkt
Auch in Zentral- und Osteuropa waren die Auswirkun-
gen der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftliche
Konsequenzen auf die Immobilienmärkte im Jahr 2021
bereits weniger zu erkennen als im Vorjahr. Die positive
Dynamik der letzten Jahre vor Beginn der Covid 19-Pan-
demie konnte langsam wiederaufgenommen werden.
Dies zeigt sich auch in CA Immos Kernstädten Warschau,
Prag, Budapest und Bukarest. Das in diesen Städten re-
gistrierte Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumen in
Höhe von 9,1
Mrd. € lag um knapp 60% über dem Wert
des Vorjahres. Das Büroinvestmentvolumen der genann-
ten Städte stieg im Vergleich zum Vorjahr von 2,9
Mrd. €
um etwas mehr als 26% auf 3,7
Mrd. €. Nach Städten ent-
fiel das größte Volumen auf Warschau (46%), gefolgt von
Budapest (26%), Prag (17%) und Bukarest (11%).
In Warschau konnte 2021 ein Investmentvolumen von
5,6
Mrd. € registriert werden, wovon rund 31% auf den
Bürosektor entfielen. Die Spitzenrendite liegt bei rund
4,50% (2020: 4,60%).
Trotz eines weiterhin rückgängigen Investitionsvolumens
von 1,8
Mrd. € (2020: 2,7 Mrd. €) in Prag bleibt die Nach-
frage von nationalen und internationalen Investoren nach
qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Immobilien in
guten Lagen groß. Der starke Rückgang ist durch einen an-
haltenden Mangel an entsprechenden Produkten zu erklä-
ren. Die Spitzenrendite wird, wie auch im Vorjahr, mit
4,25% angegeben.
KONZERNLAGEBERICHT
1
2
KONZERNLAGEBERICHT
Im Jahr 2021 zeigte das Investitionsvolumen in Buda-
pest einen positiven Trend und stieg auf 1,2
Mrd. € (2020:
1,0
Mrd. €), wovon rund 82% auf Büros entfielen. Die
Spitzenrenditen für Top-Büroobjekte fielen um 50 Basis-
punkte im Vergleich zum Vorjahr und lagen bei 5,25%.
Bukarest registrierte 2021 ein Investitionsvolumen von
rund 490
Mio. € (−11% im Vergleich zum Vorjahr) wovon
rund 81% auf den Bürosektor entfielen. Die Spitzenren-
dite wird 25 Basispunkte unter dem Vorjahresergebnis
mit 6,75% angegeben.
Büroimmobilienmärkte
2)
In allen Kernstädten von CA Immo (Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest) konnte in 2021 positive Nettoab-
sorption erreicht werden, obwohl das Gesamtvolumen in
allen Märkten, mit Ausnahme von Bukarest, hinter dem
Ergebnis des Vorjahres lag. Alle Kernmärkte verzeichneten
einen weiteren Anstieg der Leerstandsquoten, wobei der
geringste Anstieg in Budapest und der höchste in War-
schau zu sehen war. Die Spitzenmieten blieben hingegen
weitestgehend konstant mit einem minimalen negativen
Trend, mit der Ausnahme von Prag, wo eine positive Ent-
wicklung der Spitzenmieten zu sehen ist.
Zum Jahresende 2021 betrug die Bürogesamtfläche in
Warschau rund 6,1
Mio. m², nachdem im Laufe des Jahres
rund 325.000
m² fertiggestellt wurden. Aktuell befinden
sich 323.000
m² im Bau. Im Laufe des Jahres 2022 wird
eine Flächenausdehnung um rund 230.000
m² erwartet.
Die Büro-Pipeline ist stark auf das CBD der polnischen
Hauptstadt konzentriert. Der Büroflächenumsatz bewegte
sich 2021 mit 356.600 m
2
nur leicht unter dem Niveau
des Vorjahres. Die Leerstandsrate erhöhte sich um 280
Basispunkte zum Vorjahreswert auf 12,70% per Jahres-
ende. Die Spitzenmiete lag in zentralen Lagen bei ca.
25,50
€ je m² monatlich und somit 0,50 € je m² höher als
2)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
im Vorjahr. Die gewichtete Durchschnittsmiete in zentra-
len Lagen, konnte sich leicht auf 19,50
€ je m² verbessern.
Geprägt durch einen Mangel an neuen Flächen ver-
zeichnete der Büroimmobilienmarkt in Prag 2021 ein
weiteres ruhiges Jahr. Der Büroflächenbestand wurde bis
Ende 2021 um rund 57.000
m² auf rund 3,8 Mio. m² erwei-
tert. Die Vermietungsleistung erreichte mit ca. 217.300
m²
ca. 21,5% mehr Volumen als im Vorjahr, liegt aber noch
deutlich unter den Werten des Jahres 2019. Die Leer-
standsrate stieg um 80 Basispunkte auf 7,80% zum Jah-
resende. Die Spitzenmieten in zentralen Lagen stiegen
dennoch aufgrund des Mangels an neuen Angeboten auf
monatlich 24,00
€ je m².
Der Jahresflächenumsatz in Budapest lag 2021 bei rund
217.900
m² und bewegte sich damit in etwa um 14,7%
über dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamt-Bürofläche
betrug zum Jahresende rund 4,0
Mio. m². Das Fertigstel-
lungsvolumen lag 2021 wie erwartet mit 44.500
m² weit
unter dem Vorjahreswert, dennoch wird für das kom-
mende Jahr ein neuer Rekordwert von bis zu 303.000
m²
von CBRE Research erwartet. Die Leerstandsrate erhöhte
sich minimal um 10 Basispunkte auf 9,20%. Bedingt
durch die hohe Anzahl an erwarteten Fertigstellungen im
Jahr 2022 und 2023 ist ein weiterer Anstieg des Leerstan-
des zu erwarten. Die Spitzenmiete hat sich im Vorjahres-
vergleich weiter verringert und wird nun mit 24,00
€ je
m² und Monat angegeben.
Bis zum Jahresende 2021wurden in Bukarest rund
162.800
m²
Bürofläche vermietet, ein Anstieg von 16,0%
gegenüber dem Vorjahr. Der Bürobestand summierte sich
nach einem Fertigstellungsvolumen von rund 245.100
m²
auf 3,2
Mio. m² zum Jahresende. Die Leerstandsrate stieg
um weitere 70 Basispunkte an und lag zum Jahresende
bei 13,10%. Die Spitzenmiete in Bukarest blieb konstant
bei monatlich 18,75
€ je m
2
.
KONZERNLAGEBERICHT
1
3
BÜROMARKTENTWICKLUNG IN DEN ZENTRAL- UND OSTEUROPÄISCHEN KERNMÄRTKEN
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Warschau
Büroflächenumsatz in m² 356.600 383.000 −6,90
Leerstandsrate in % 12,70 9,90 280 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,50 25,00 2,00
Spitzenrendite in % 4,50 4,60 10 bps
Prag
Büroflächenumsatz in m² 217.300 178.800 21,50
Leerstandsrate in % 7,80 7,00 80 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 24,00 22,50 6,70
Spitzenrendite in % 4,25 4,25 0 bps
Budapest
Büroflächenumsatz in m² 217.900 190.000 14,70
Leerstandsrate in % 9,20 9,10 10 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 24,00 25,00 −4,00
Spitzenrendite in % 5,25 5,75 −50 bps
Bukarest
Büroflächenumsatz in m² 163.800 141.200 16,00
Leerstandsrate in % 13,10 12,40 70 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 18,75 18,75 0,00
Spitzenrendite in % 6,75 7,00 −25 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research. Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein.
KONZERNLAGEBERICHT
1
4
KONZERNLAGEBERICHT
Geschäftsfelder und Kernmärkte
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die
Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienent-
wicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf ge-
werblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen
Hauptstädten spezialisiert. Ziel ist die Expansion des fo-
kussierten, qualitativ hochwertigen und ertragsstarken
Bestandsimmobilienportfolios in den CA Immo-Kern-
märkten. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo
im Geschäftsfeld Development durch die Aufbereitung,
Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
6,3
Mrd. € Immobilienvermögen
Durch die Übernahme eigener Projektfertigstellungen in
den Bestand, Bestandsakquisitionen sowie ein positives
Bewertungsergebnis hat sich der Wert des Immobilienver-
mögens im Jahr 2021 insgesamt um 12% auf 6,3
Mrd. €
zum Stichtag erhöht (2020: 5,6
Mrd. €). Davon entfallen
5,0
Mrd. € (80% des Gesamtportfolios) auf Bestandsim-
mobilien, 1,1
Mrd. € (17%) auf Immobilienvermögen in
Entwicklung und 162
Mio. € (3%) auf kurzfristiges Immo-
bilienvermögen
1)
. Deutschland ist mit einem Anteil von
60% am Gesamtportfolio größtes regionales Segment.
DAS IMMOBILIENVERMÖGEN DER CA IMMO GRUPPE PER 31.12.2021 (PORTFOLIOWERTE)
in Mio. € Bestandsimmobilien
2)
Immobilienvermögen in
Entwicklung
Kurzfristiges
Immobilienvermögen
3)
Immobilienvermögen Immobilienvermögen
in %
Österreich 496,5 0,0 0,0 496,5 7,9
Deutschland 2.503,4 1.097,0 131,2 3.731,7 59,7
Tschechien 471,5 0,1 0,0 471,7 7,5
Ungarn 485,1 0,0 30,3 515,5 8,3
Polen 563,7 0,0 0,0 563,7 9,0
Rumänien 395,4 0,0 0,0 395,4 6,3
Serbien 79,9 0,0 0,0 79,9 1,3
Summe 4.995,5 1.097,1 161,6 6.254,2 100,0
Anteil am
Gesamtportfolio 79,9% 17,5% 2,6%
2)
Inkl. selbst genutzte Immobilien; inkl. der kürzlich fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Immobilien ZigZag (Mainz) sowie Mississippi
House und Missouri Park (Prag), die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden
3)
Kurzfristiges Immobilienvermögen inkludiert zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
1)
Inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
IMMOBILIENVERMÖGEN
KONZERNLAGEBERICHT
1
5
PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN 2021
Im Geschäftsjahr 2021 führte CA Immo das strategische
Kapitalrotationsprogramm zur Fokussierung des Portfo-
lios auf großflächige, moderne Büroimmobilien in den
Kernstädten konzernweit fort. Zielsetzung hierbei ist, Lie-
genschaften gewinnbringend zu veräußern, die gemäß
Portfoliostrategie nicht dem Kerngeschäft zugehörig sind,
und gleichzeitig die Qualität, Bewirtschaftungseffizienz
und Nachhaltigkeit des CA Immo Bestandsportfolios zu
verbessern. Die Verkaufserlöse investiert CA Immo u. a.
in die wertsteigernde Fortführung ihrer erstklassigen
deutschen Entwicklungspipeline sowie in attraktive Be-
standsakquisitionen.
Projektfertigstellungen (für eigenen Bestand)
Insgesamt hat CA Immo im Jahr 2021 drei selbst entwi-
ckelte Gebäude mit einem gesamten Investitionsvolumen
von rd. 83,7
Mio. € fertig gestellt und in den eigenen Be-
stand übernommen. Diese Portfoliozugänge werden bei
Vollvermietung die Mieterträge in den kommenden Jah-
ren um insgesamt rd. 5
Mio. € pro Jahr stärken.
Im ersten Quartal 2021 stellte CA Immo das Büroge-
bäude ZigZag im Norden des Stadtquartiers Zollhafen
Mainz fertig. Das Bürogebäude verfügt über eine Mietflä-
che von rund 4.600 m
2
.
Im dritten Quartal 2021 hat CA Immo den Bau der Pre-
mium-Bürogebäude Mississippi House und Missouri
Park im Campus River City Prague abgeschlossen. Die
beiden Gebäude bieten insgesamt 20.750
m² Mietfläche
und zielen auf höchste Nachhaltigkeitsstandards (LEED
Platin) sowie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden
der Mieter ab (WELL Platin und WELL Health&Safety Ra-
ting).
Die beiden Bürogebäude Mississippi House und Missouri Park sind der
letzte Baustein der Quartiersentwicklung „River City Prague“ und seit Q3
2021 Teil des CA Immo Bestandsportfolios.
ÜBERLEITUNG DES BILANZIELLEN IMMOBILIENVERMÖGENS 2020 AUF 2021 UND KENNZAHLEN 2021
Österreich Deutschland Zentral- und Osteuropa Gesamt
Immobilienvermögen 31.12.2020 Mio. € 530,0 3.015,6 2.050,6 5.596,2
Investitionen
2)
Mio. € 0,5 237,4 34,1 272,0
Neubewertung/Wertminderung/Abschreibungen Mio. € 14,0 523,3 23,2 560,5
Veränderungen Mietincentive Mio. € 0,0 –0,3 –3,9 –4,2
Abgänge Mio. € –48,1 –44,3 –78,0 –170,3
Sonstige Veränderungen Mio. € 0,0 0,0 0,1 0,1
Immobilienvermögen 31.12.2021 Mio. € 496,5 3.731,7 2.026,1 6.254,2
Jahresmieterlös
3)
Mio. € 26,8 84,0 118,3 229,1
Annualisierter Mieterlös Mio. € 25,9 82,2 119,2 227,2
Wirtschaftliche Leerstandsrate Bestandsimmobilien % 11,6 4,3 15,2 11,1
Bruttorendite (bezogen auf Bestandsimmobilien) % 5,3 3,3 6,1 4,6
2)
Exkl. Instandhaltungsaufwand
3)
Inkl. Jahresmieterlös der im Jahr 2021 verkauften Objekte (2,7 Mio. €)
KONZERNLAGEBERICHT
1
6
KONZERNLAGEBERICHT
Akquisitionen
Im Dezember 2021 fand das Signing für den Ankauf ei-
ner Büroimmobilie in Düsseldorf, Kasernenstraße 67,
statt. Das Closing erfolgte Anfang Februar 2022 (siehe
Nachtragsbericht).
Verkäufe
CA Immo hat im Geschäftsjahr den Verkauf von älteren
Bestandsgebäuden sowie von deutschen Grundstücksre-
serven erfolgreich abgeschlossen und sich damit aus zwei
non-core Märkten (Slowakei und Kassel) zurückgezogen.
Das 2021 verkaufte Immobilienvermögen
1)
brachte in
Summe Verkaufserlöse von 162,9
Mio. € (2020:
229,8
Mio. €) und einen Ergebnisbeitrag von 64,5 Mio. €
(2020: 55,3
Mio. €).
Im Februar 2021 hat CA Immo den Verkauf der Büroge-
bäude BBC 1 und 1 Plus (BBC 1) in Bratislava erfolgreich
abgeschlossen und sich aus dem non-core-Markt Slowa-
kei zurückgezogen. Ebenfalls im Februar wurde der Ver-
kauf eines Hotelgrundstücks in Lübeck abgeschlossen.
Ende März folgte der Verkauf der Baufelder „Hafeninsel
I“ und „Marina“ im Zollhafen Mainz im Joint-Venture
mit der Mainzer Stadtwerke AG (Zollhafen Mainz GmbH
Co. KG).
Im 2. Quartal 2021 wurde der im Dezember 2020 fi-
xierte Verkauf eines 17.600
m² großen Grundstücks im
Düsseldorfer Stadtquartier BelsenPark mit einem Brutto-
verkaufserlös von rd. 62
Mio. € abgeschlossen. Mit der
Veräußerung einer rd. 11.700
m² großen Gewerbehalle in
Kassel zog sich CA Immo aus einem weiteren regionalen
non-core Immobilienmarkt zurück.
Im Lauf des 2. Halbjahres verkaufte CA Immo insgesamt
vier Bestandsgebäude: Die Bürogebäude Canada Square
(rd. 5.000
m² Mietfläche, Budapest), Wspolna 47-49 (rd.
7.700
m², Warschau) und Wolfganggasse 58-60 (20.300 m²,
Wien) sowie das Meininger Hotel Downtown Franz in
Wien.
Im Dezember 2021 erfolgte zudem das Signing für die
Veräußerung einer Hotelimmobilie in der Bodenseestraße
und des Meininger Hotel Frankfurt sowie für das Projekt
Seagull in Mainz. Der Abschluss der Transaktionen wird
im ersten Quartal 2022 erwartet.
Investitionen
2021 investierte CA Immo insgesamt 277,2
Mio. € (2020:
271,5
Mio. €) in das Immobilienportfolio (Investitionen
und Instandhaltung). 32,9
Mio. € flossen in Revitalisie-
rungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen, 244,3
Mio. € wur-
den für die Projektentwicklungen aufgewendet.
1)
Inkl. Verkauf von Immobilien im anteiligen Eigentum von CA Immo (at
equity)
KONZERNLAGEBERICHT
1
7
Das Geschäftsfeld Bestandsimmobilien ist wichtigster
Ertragsbringer von CA Immo und macht einen Anteil von
80% am Gesamtimmobilienvermögen aus. Die laufende
Qualitätsoptimierung des Bestands sowie die kontinuier-
liche Mieterbindung und -akquisition zur Erhaltung
stabiler, wiederkehrender Mieterträge ist übergeordnetes
Unternehmensziel. Details zu Nachhaltigkeitsthemen im
Gebäudebestand finden Sie im ESG Bericht.
5,0
Mrd. € Bestandsvermögen
Das Bestandsportfolio der Gruppe umfasst zum Stichtag
31.12.2021 eine vermietbare Gesamtnutzfläche von rd.
1,3
Mio. m² mit einem Bilanzwert von rund 5,0 Mrd. €
(2020: 4,7
Mrd. €). Der größte Anteil des Bestandsvermö-
gens entfällt mit 50% des Portfoliowerts auf das Segment
Deutschland. In Summe verzeichnete CA Immo 2021
Mieterlöse in Höhe von 229,1
Mio. € (2020: 235,6 Mio. €),
davon entfielen rd. 52% auf CEE. Auf Basis der annuali-
sierten Mieterlöse rentiert das Bestandsportfolio mit
4,6%
2)
(2020: 5,2%
3)
). Der Büroanteil wurde im Zuge der
strategischen Portfoliofokussierung in den vergangenen
Jahren kontinuierlich erhöht und liegt nun nahezu unver-
ändert zum Vorjahr bei 91%.
Der Vermietungsgrad des Bestandsportfolios liegt zum
Stichtag bei 88,9%
2)
(31.12.2020: 94,8%
3)
). Dieser Rück-
gang ist u. a. auf die Übernahme einer noch nicht voll
ausgelasteten Projektfertigstellung in den Münchner Be-
stand sowie höheren Leerstandsquoten in einigen CEE-
Märkten zurückzuführen.
BESTANDSIMMOBILIEN: KENNZAHLEN NACH LÄNDERN
Buchwert Vermietbare Fläche Vermietungsgrad Annualisierter Mieterlös Rendite
in Mio. € in m² in % in Mio. € in %
Österreich 491,5 190.720 88,4 25,9 5,3
Deutschland 2.482,4 400.185 95,7 81,2 3,3
Tschechien 394,0 130.758 82,7 18,7 4,8
Ungarn 485,1 194.392 77,2 27,3 5,6
Polen 532,2 164.114 88,4 33,3 6,3
Rumänien 395,1 164.557 92,1 29,6 7,5
Serbien 78,3 46.471 79,0 6,6 8,4
Zwischensumme 4.858,6 1.291.197 88,9 222,6 4,6
Sonstige Bestandsimmobilien
4)
136,9 29.082
Gesamtes Bestandsvermögen 4.995,5 1.320.279
4)
Inkl. selbst genutzte Immobilien; inkl. der 2021 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäude Mississippi House, Missouri Park (Prag)
und ZigZag (Mainz), die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden
1)
Dieses Kapitel zeigt u. a. Performance-Kennzahlen unserer Bestandsim-
mobilien wie Vermietungsquote und Rendite. Selbstgenutzte Immobilien,
Immobilien mit Nutzungsrecht („Right-of-use“) und Projektfertigstellun-
gen, die noch in der Stabilisierungsphase sind, fließen nicht in die Be-
rechnung dieser Kennzahlen ein. Deshalb sind diese Immobilienarten in
der Tabelle „Bestandskennzahlen“ in den Portfolio-Buchwerten sowie
der vermietbaren Fläche exkludiert und in der Zeile „Sonstige Be-
standsimmobilien“ gesondert ausgewiesen. Die im 1. Quartal 2022 ver-
kauften Bestandsimmobilien Bodenseestraße 229, Meininger Hotel Frank-
furt sowie R70 wurden im 4. Quartal 2021 auf IFRS 5 umgegliedert (kurz-
fristiges Immobilienvermögen) und sind somit nicht in den Kennzahlen
dieses Kapitels enthalten.
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der 2021 fertig gestellten und in
den Bestand übernommenen Bürogebäude Mississippi House, Missouri
Park (Prag) und ZigZag (Mainz), die sich noch in der Stabilisierungs-
phase befinden
3)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellungen NEO
(Münchent) und der Quartiersgarage (Mainz), die sich zum 31.12.2020
noch in der Stabilisierungsphase befanden
Büro
PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN
NACH HAUPTNUTZUNGSARTEN (Basis: 5,0 Mrd. €)
Einzelhandel
Hotel
Sonstige
91%
2%
5%
2%
BESTANDSIMMOBILIEN
1)
KONZERNLAGEBERICHT
1
8
KONZERNLAGEBERICHT
LIKE-FOR-LIKE BETRACHTUNG DER OBJEKTE, DIE SICH BEREITS ZUM 31.12.2020 IM STABILISIERTEN
PORTFOLIO BEFANDEN
Die Like-for-like Betrachtung des Portfolios gibt einen
Überblick über die organische Entwicklung der wesentli-
chen Portfoliokennzahlen im Jahresvergleich, bereinigt
um Portfolioveränderungen (Immobilienzu- und -ab-
gänge), um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Der An-
stieg des Bilanzwertes im Laufe des Jahres 2021 resul-
tierte hauptsächlich aus einem positiven Neubewertungs-
ergebnis in Deutschland. Rückgänge der Mieteinnahmen
in allen zentral- und osteuropäischen Standorten sowie
Österreich konnte nicht durch die Steigerung der
Mieteinnahmen in Deutschland kompensiert werden. Die
Bruttorendite sank hauptsächlich aufgrund von Bilanz-
wertsteigerungen in Deutschland sowie Mietvertragsaus-
läufen in Zentral- und Osteuropa um 52 Basispunkte. Der
Vermietungsgrad sank über den Betrachtungszeitraum
um 563 Basispunkte. Die Rückgänge in Zentral- und Ost-
europa, welche vorrangig für die Gesamtentwicklung ver-
antwortlich sind, sind hauptsächlich durch Auszüge von
größeren Mietern in Ungarn, Polen und Serbien zu erklä-
ren.
Bilanzwerte Mieterlöse GUV Bruttorendite in %
1)
Vermietungsgrad in %
2)
Mio. € 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Österreich 491,5 493,6 24,9 25,5 5,3 5,3 88,4 92,1
Deutschland 2.333,8 2.053,3 76,6 71,4 3,3 3,6 98,1 98,7
Tschechien 394,0 387,9 19,2 21,1 4,8 5,7 82,7 97,0
Ungarn 485,1 479,5 26,1 30,5 5,6 6,5 77,2 89,9
Polen 444,3 447,3 26,9 27,9 6,1 6,4 87,7 94,1
Rumänien 395,1 390,1 28,0 29,3 7,5 8,1 92,1 94,9
Serbien 78,3 82,9 6,9 7,5 8,4 9,6 79,0 94,2
Gesamt 4.622,1 4.334,6 208,6 213,1 4,6 5,1 89,5 95,1
1)
Annualisierte Vertragsmiete / Bilanzwert
2)
Wirtschaftliche Auslastung (annualisierte Vertragsmiete / Vertragsmiete bei Vollvermietung)
V
ermietungsleistung 2021
CA Immo vermietete 2021 konzernweit in Summe rd.
240.000
m² vermietbare Nutzfläche (2020: rd. 136.200 m²),
davon entfielen 23% (rd. 56.200
m²) auf Vorvermietungen
von im Bau befindlichen Projekten. Exklusive dieser Pro-
jekt-Vorvermietungen ergibt dies eine Vermietungsleis-
tung von rd. 14% gemessen am insgesamt rd. 1,3
Mio. m²
großen Bestandsportfolio der Gruppe. 34% der Bestands-
Vermietungsleistung entfielen auf Neuvermietungen und
Vertragserweiterungen, 66% auf Vertragsverlängerungen
bestehender Mieter. Rd. 83% der vermieteten Gesamtflä-
che waren Büroflächen.
40
% der Mietverträge (nach Mietvolumen) laufen län-
ger als 5 Jahre, der WALT (Weighted Average Lease Term)
liegt zum Stichtag bei 3,8 Jahren (2020: 4,0). CA Immo
verfügt über eine branchendiversifizierte Mieterstruktur
mit hohem Anteil an Unternehmen aus dem Dienstleis-
tungs- und Technologiesektor. Die 20 größten Mieter ma-
chen rd. 35,8% der gesamten Mieterträge aus (auf Basis
annualisierter Mieterlöse).
VERMIETUNGSLEISTUNG NACH REGIONEN
in m² Vorver-
mietung
Projekte
Bestand
Neuver-
mietung
Vertragsver-
längerungen
Summe
Deutschland 54.864 16.211 35.544 106.620
Österreich 0 6.979 18.019 24.998
CEE 1.327 40.200 66.815 108.342
Summe 56.191 63.391 120.378 239.960
KONZERNLAGEBERICHT
1
9
AUSLAUFPROFIL DER MIETVERTRÄGE AUF BASIS
DER ANNUALISIERTEN MIETERLÖSE
1)
1)
Laufzeit bis zum nächstmöglichen Vertragsende
GRÖSSTE MIETER (TOP 20)
Branche Region Anteil in % an der
Gesamtmiete
PWC Professional Services Deutschland 3,3%
InterCit
y
Hotel GmbH Consumer Services & Leisure Deutschland 2,8%
The Euro
p
ean Border and Coast Guard A
g
enc
y
Public Sector / Re
g
ulator
y
Bod
y
CEE 2,7%
Bundesanstalt für Immobilienauf
g
aben Public Sector / Re
g
ulator
y
Bod
y
Deutschland 2,2%
Goo
g
le German
y
GmbH Technolo
gy
Deutschland 2,2%
KPMG AG Wirtschafts
p
rüfun
g
s
g
esellschaft Professional Services Deutschland 2,0%
Mor
g
an Stanle
y
Financial Services CEE 1,9%
BRITISH AMERICAN TOBACCO Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
CEE 1,9%
Land Berlin Public Sector / Re
g
ulator
y
Bod
y
Deutschland 1,8%
TOTAL Deutschland GmbH Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
Deutschland 1,8%
Robert Bosch A
G
Consumer Services & Leisure Österreich 1,7%
JetBrains Technolo
gy
Deutschland 1,7%
Verkehrsbüro Consumer Services & Leisure Österreich 1,7%
AstraZeneca Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
CEE 1,6%
H
yp
o
p
ort SE Financial Services Deutschland 1,5%
salesforce.com German
y
GmbH Technolo
gy
Deutschland 1,2%
S.C. ORANGE ROMANIA S.A. Technolo
gy
CEE 1,0%
VOBA Vermietun
g
s- und Ver
p
achtun
g
s GmbH Financial Services Österreich 1,0%
Accenture Business Services CEE 1,0%
S.C. THALES SYSTEMS ROMANIA S.R.L. Technolo
gy
CEE 0,9%
1)
Auf Basis annualisierter Mieterlöse
Business &
Professional Services
MIETER BRANCHENMIX AUF BASIS ANNUALISIERTER
MIETERLÖSE
Financial Services
Technologie
Consumer Services &
Leisure
Öffentlicher Sektor/
Aufsichtsbehörde
Industrielle Fertigung &
Energie
27%
11%
21%
17%
10%
14%
KONZERNLAGEBERICHT
2
0
KONZERNLAGEBERICHT
EPRA Renditen
Art und Umfang von Renditeangaben variieren oft und
die verwendeten Kennzahlen sind nicht einheitlich defi-
niert. Um eine vergleichbare Berichterstattung in Bezug
auf die Renditen in ganz Europa zu ermöglichen, hat
EPRA zwei Renditekennzahlen definiert.
Die EPRA-Nettoanfangsrendite errechnet sich aus den
annualisierten Mieteinnahmen auf Basis der Stichtags-
mieten abzüglich der nicht umlagefähigen Betriebskos-
ten, dividiert durch den Marktwert der Immobilien. Die
EPRA-"topped-up" Rendite wird unter Verwendung einer
Anpassung in Bezug auf die Gewährung von mietfreien
Zeiten (oder anderen nicht abgelaufenen Mietanreizen
wie z. B. vergünstigte Mietzeiten und Staffelmieten) be-
rechnet.
EPRA RENDITEN
Tsd. € Österreich Deutschland Tschechien Ungarn Polen Rumänien Serbien Gesamt
Bestandsimmobilien
1)
522.247 2.475.948 399.910 489.950 448.743 399.467 79.474 4.815.739
Annualisierte Cash Mieteinnahmen
(
brutto
)
25.044
76.307
19.090 27.288 27.934
29.708
6.812 212.183
Direkte zurechenbare Kosten -6.455 -5.975 -1.617 -3.952 -2.454 -4.959 -1.125 -26.538
Annualisierte Cash Mieteinnahmen
(
netto
)
1)
18.589 70.332 17.472 23.336 25.480 24.749 5.687 185.645
EPRA Net Initial Yield 3,6% 2,8% 4,4% 4,8% 5,7% 6,2% 7,2% 3,9%
Mietincentives -160 -985 -400 -1.043 -549 -1.742 126 -4.754
EPRA "to
pp
ed-u
p
" Net Initial Yield 3,5% 2,8% 4,3% 4,5% 5,6% 5,8% 7,3% 3,8%
1)
Basierend auf dem um Kaufnebenkosten angepassten like-for-like Portfolio
EPRA Leerstandsquote
Die Berichterstattung über Leerstandsquoten ist in der
Immobilienbranche nicht standardisiert. Um eine ver-
gleichbare und konsistente Berichterstattung zu fördern,
schreiben die EPRA-Richtlinien eine einzige, klar defi-
nierte Leerstandsquote vor. Diese ist als Prozentsatz aus-
zudrücken, der dem erwarteten Mietwert der leerstehen-
den Flächen geteilt durch den erwarteten Mietwert des ge-
samten Portfolios entspricht. Die EPRA-Leerstandsquote
wird nur für Bestandsimmobilien (als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien, Handelsimmobilien und ein-
schließlich des Anteils am Leerstand von Joint Ventures)
berechnet, jedoch ohne Immobilien in Entwicklung.
EPRA LEERSTANDSQUOTE
in Mio. €
nachhaltig
erzielbarer
Mietwert (ERV)
Leerstand
nachhaltig
erzielbarer
Mietwert (ERV)
EPRA
Leerstands-
quote
Österreich 3,4 30,4 11,1%
Deutschland 3,7 116,9 3,1%
Ungarn 8,1 35,8 22,6%
Polen 4,4 36,4 12,0%
Tschechien 3,9 22,8 17,1%
Rumänien 2,5 32,3 7,8%
Serbien 1,7 8,1 21,5%
CEE 20,7 135,4 15,3%
Gesamt 27,7 282,7 9,8%
KONZERNLAGEBERICHT
2
1
SEGMENT ÖSTERREICH
Das österreichische Bestandsportfolio verfügt über eine
vermietbare Nutzfläche von 193,2
Tsd. m² und repräsen-
tiert gemäß aktueller Bewertung einen Bilanzwert von rd.
496,5
Mio. € (2020: 530,0 Mio. €). Im Jahr 2021 wurden
zwei österreichische Bestandsgebäude verkauft (Details
zu den Portfolioveränderungen 2021 finden Sie im Kapi-
tel Immobilienvermögen). 2021 erbrachte dieses Portfolio
Mieterlöse in Höhe von 26,8
Mio. € (2020: 29,7 Mio. €),
was einer durchschnittlichen Rendite von 5,3%
1)
(2020:
5,4%
1)
) entspricht.
CA Immo investierte 2021 1,8
Mio. € (2020: 5,6 Mio. €)
in das österreichische Bestandsportfolio (Investitionen
und Instandhaltung).
Vermietungsleistung
2021 wurden in Österreich insgesamt knapp 25.000
m²
Bestandsfläche neu vermietet bzw. verlängert. Die wirt-
schaftliche Vermietungsquote im Bestandsportfolio lag
zum Stichtag bei 88,4%
1)
(2020: 91,1%
1)
). Der Rückgang
der Auslastung ist u. a. bedingt durch den Verkauf des
Meininger Hotel Vienna im Jahr 2020, welches eine Ver-
mietungsquote von 100% aufwies.
BESTANDSKENNZAHLEN ÖSTERREICH
4)
in Mio. € 31.12.2021 31.12.2020 Veränder-
ung
Bilanzwert 491,5 524,7 –6,3
Annualisierte Mieterlöse
5)
25,9 28,3 –8,7
Bruttorendite in % 5,3 5,4 –10 bp
Wirtschaftlicher Leerstand
in %
11,6 8,9 270 bp
4)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
5)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
SEGMENT DEUTSCHLAND
Die Übernahme einer Projektfertigstellung (Büroge-
bäude ZigZag, Mainz) in den Bestand, eine Bestandsak-
quisition (Bürogebäude "Pohlstraße 20", Berlin) sowie ein
positives Neubewertungsergebnis hat den Wert des deut-
schen Immobilienbestands im Jahr 2021 weiter erhöht
1)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. des 2021 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebaudes ZigZag (Mainz), das sich zum Stichtag
noch in der Stabilisierungsphase befand
3)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung NEO (München) und Quartiersgarage (Mainz), die sich zum 31.12.2020 noch in der Stabi-
lisierungsphase befanden
und sich im Jahresvergleich steigernd auf sämtliche Be-
standskennzahlen ausgewirkt (Details zu den Portfo-
lioveränderungen 2021 finden Sie im Kapitel Immobi-
lienvermögen).
Zum Stichtag hält CA Immo in Deutschland Bestands-
immobilien mit einem Bilanzwert von rd. 2.503,4
Mio. €
(2020: 2.228,5
Mio. €) und einer vermietbaren Nutzfläche
von 406
Tsd. m² (2020: 422 Tsd. m²). Nach Portfoliowert
liegen 50% des Gesamtbestands in Deutschland. Das
deutsche Portfolio umfasst Großteils moderne, von
CA Immo selbst entwickelte Bürogebäude in zentraler
Lage in Berlin, München und Frankfurt.
2021 wurden in Deutschland Mieterlöse in Höhe von
84,0
Mio. € (2020: 78,3 Mio. €) erwirtschaftet. Die Rendite
des Bestandsportfolios lag per 31.12.2021 bei 3,3%
2)
(31.12.2020: 3,6%
3)
). CA Immo investierte 2021 insgesamt
11,0
Mio. € in ihre deutschen Bestandsimmobilien (Inves-
titionen und Instandhaltung; 2020: 24,7
Mio. €).
Hoher Vermietungsgrad von 96%
Der Vermietungsgrad des deutschen Bestandsportfolios
lag mit 95,7%
2)
weiterhin auf sehr hohem Niveau
(31.12.2020: 98,8%
3)
). Insgesamt wurden 2021 in
Deutschland rd. 52.000
m² Bestandsfläche neu vermietet
bzw. verlängert.
BESTANDSKENNZAHLEN DEUTSCHLAND
in Mio. € 31.12.2021
6)
31.12.2020
7)
Veränderung
Bilanzwert 2.482,4 2.129,3 16,6
Annualisierte
Mieterlöse
8)
81,2 77,1 5,3
Bruttorendite in % 3,3 3,6 –30 bp
Wirtschaftlicher
Leerstand in %
4,3 1,2 310 bp
6)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. des 2021 fertig gestellten und in
den Bestand übernommenen Bürogebäudes ZigZag (Mainz), das sich zum
Stichtag noch in der Stabilisierungsphase befand
7)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung NEO
(München) und Quartiersgarage (Mainz), die sich zum 31.12.2020 noch in
der Stabilisierungsphase befanden
8)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
KONZERNLAGEBERICHT
2
2
KONZERNLAGEBERICHT
SEGMENT ZENTRAL- UND OSTEUROPA (CEE)
CA Immo ist seit 1999 als Investor und Asset Manager
in CEE aktiv. Zum Stichtag ist sie in fünf Ländern der Re-
gion mit Bestandsimmobilien präsent.
Der Wert der CEE Bestandsimmobilien lag zum
31.12.2021 bei 1.995,6
Mio. € (31.12.2020: 1.977,4 Mio. €
und macht zum Stichtag einen Anteil von 40% am
CA Immo-Gesamtbestand aus (nach Portfoliowert).
CA Immo setzt in der Region ausschließlich auf Büroim-
mobilien (100% Anteil am CEE Gesamtportfolio) in zent-
raler Lage in den Hauptstädten. Die Instandhaltung und
Vermietung der Immobilien wird durch lokale Teams in
den Kernstädten abgewickelt.
52% der Mieterträge aus CEE
Das Bestandsportfolio umfasst rd. 721
Tsd. m² vermiet-
bare Fläche (2020: 733
Tsd. m²) und erwirtschaftete 2021
Mieterlöse in Höhe von 118,3
Mio. € (2020: 127,6 Mio. €),
das sind rund 52% der gesamten von CA Immo lukrier-
ten Mieterträge. Der Bestand rentiert mit 6,1%
1)
(2020:
6,8%). CA Immo investierte 2021 rund 20,1
Mio. € (2020:
30,3
Mio. €) in ihre CEE Bestandsimmobilien.
Vermietungsgrad von 85%
Der wirtschaftliche Vermietungsgrad (gemessen am Jah-
ressollmietertrag) lag zum Stichtag bei 84,8%
1)
(31.12.2020: 93,4%). Der Rückgang der Auslastung ist
u.a. bedingt durch die im Jahr 2020 durchgeführten Ob-
jektverkäufe Canada Square und Wspolna, die beide Ver-
mietungsquoten über 96% aufwiesen, sowie einer höhe-
ren Leerstandsquote in Budapest. Die gesamte Vermie-
tungsleistung der Bestandsflächen 2021 im CEE-Se
gment
belief sich auf rd. 107.000
m² vermietbare Nutzfläche, da-
von entfielen 38% auf Bestan
d-Neuvermietungen (inkl.
V
ertragserweiterungen) und 62% auf Vertragsverlänge-
rungen.
BESTANDSKENNZAHLEN CEE
2)
Buchwert Annualisierter Mieterlös
3
⁾ Vermietungsgrad Rendite
in Mio. € in Mio. € in % in %
Polen 532,2 33,3 88,4 6,3
Ungarn 485,1 27,3 77,2 5,6
Rumänien 395,1 29,6 92,1 7,5
Tschechien 394,0 18,7 82,7 4,8
Serbien 78,3 6,6 79,0 8,4
Gesamt 1.884,7 115,6 84,8 6,1
2)
Exkl. der kürzlich fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäude Mississippi House und Missouri Park (Prag), die sich noch in der
Stabilisierungsphase befinden
3)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
1)
Exkl. der kürzlich fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäude Mississippi House und Missouri Park (Prag), die sich noch in der
Stabilisierungsphase befinden
Deutschland
PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN
NACH LÄNDERN (Basis: 5,0 Mrd. €)
Ungarn
Österreich
Polen
Tschechien
Rumänien
Serbien
50%
10%
10%
11%
9%
8%
2%
KONZERNLAGEBERICHT
2
3
Projektentwicklung als organischer Wachstumstreiber
Durch die Entwicklung von Immobilien und deren an-
schließende Übernahme in den Bestand erhöht CA Immo
die Qualität ihres Portfolios und sichert gleichzeitig des-
sen organisches Wachstum. CA Immo profitiert hierbei
sowohl von ihrem Vorrat an deutschen Grundstücksreser-
ven in zentralen Lagen vor allem in München, Frankfurt
und Berlin, als auch von ihrer internen Development-
Plattform, die die Nutzung einer tiefen Wertschöpfungs-
kette ermöglicht. Von der Grundstücksaufbereitung und
Baurechtschaffung bis zum Baumanagement, der Vermie-
tung und Übernahme von fertiggestellten Gebäuden in
den eigenen Bestand beziehungsweise dem Verkauf an
Endinvestoren deckt CA Immo das volle Spektrum an
Projektentwicklungs-Leistungen ab.
Details zu Nachhaltigkeitsaspekten im Geschäftsfeld
Projektentwicklung finden Sie im ESG Bericht.
Projektfertigstellungen 2021
Im Geschäftsjahr stellte CA Immo drei Gebäude (die Bü-
rogebäude ZigZag im Norden des Stadtquartiers Zollha-
fen Mainz und Mississippi House und Missouri Park im
Campus River City Prague) für den eigenen Bestand fertig
(Details finden Sie im Kapitel „Immobilienvermögen“).
Das gesamte Investitionsvolumen (inkl. Grundstücke) al-
ler Projektfertigstellungen 2021 lag bei 83,7
Mio. €, das
gänzlich auf Entwicklungen für den eigenen Bestand ent-
fiel.
Projekt-Vorvermietungen
Im Jahr 2021 unterzeichnete CA Immo Mietverträge für
insgesamt rd. 59.400
m² Nutzfläche von im Bau befindli-
chen Projektentwicklungen. Dies inkludiert u. a. einen
15-jährigen Mietvertrag über 34.850
m² in der Berliner
Landmark-Projektentwicklung Upbeat.
100% der Entwicklungstätigkeit in Deutschland
Per 31.12.2021 machte die Developmentsparte mit rd.
1.190,4
Mio. € Bilanzwert (2020: 826,3 Mio. €) einen An-
teil von rd. 19% des gesamten Immobilienvermögens von
CA Immo aus. Die Entwicklungstätigkeit liegt mit 100%
(nach Bilanzwert) in Deutschland. Das deutsche Immobi-
lienvermögen in Entwicklung mit einem Gesamtbilanz-
wert von 1.190,3
Mio. € gliedert sich in Grundstücksreser-
ven ( 260,4 Mio.
€), Projekten in Planung (164,0 Mio. €)
und Projekten in Umsetzung ( 765,8 Mio.
€).
IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG NACH LÄNDERN
1)
Grundstücksreserve Projekte in Planung Projekte in Umsetzung Summe Immobilienvermögen
in Entwicklung
in Mio. € Bilanzwert Bilanzwert
in %
Bilanzwert Bilanzwert
in %
Bilanzwert Bilanzwert
in %
Bilanzwert Bilanzwert
in %
Österreich 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Frankfurt 32,1 12,3 131,8 80,3 363,0 47,4 526,8 44,3
Berlin 121,2 46,5 10,8 6,6 402,8 52,6 534,8 44,9
München 107,2 41,1 21,4 13,1 0,0 0,0 128,6 10,8
Deutschland 260,4 99,9 164,0 100,0 765,8 100,0 1.190,3 100,0
Tschechien 0,1 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0
Ungarn 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Polen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Rumänien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Serbien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Osteuropa 0,1 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0
Gesamt 260,6 100,0 164,0 100,0 765,8 100,0 1.190,4 100,0
1)
Inkludiert Immobilienvermögen in Entwicklung sowie zum Handel und Verkauf gehaltene Projekte und Grundstücksreserven (kurzfristiges Immobilien-
vermögen)
IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG
KONZERNLAGEBERICHT
2
4
KONZERNLAGEBERICHT
SEGMENT ÖSTERREICH
In Österreich verzeichnete CA Immo im Geschäftsjahr
2021 keine Aktivitäten im Geschäftsfeld Immobilienver-
mögen in Entwicklung.
SEGMENT DEUTSCHLAND
Die deutschen Entwicklungsaktivitäten von CA Immo
konzentrieren sich vor allem auf die großflächigen, ge-
mischt genutzten Stadtquartiersprojekte in Berlin, Mün-
chen und Frankfurt. Per 31.12.2021 hat CA Immo in
Deutschland 139.784
m² vermietbare Nutzfläche mit ei-
nem gesamten Investitionsvolumen (inkl. Grundstück)
von 963,5
Mio. € in Umsetzung (2020: 637,1 Mio. €). In Er-
gänzung zum aktuellen Projektvolumen besitzt CA Immo
deutsche Grundstücksreserven im Wert von 260,4
Mio. €
(inkl. zum Handel und Verkauf gehaltene Liegenschaf-
ten). Diese vorhandenen Reserven bilden die Basis für
die weitere wertschöpfende Entwicklungsaktivität von
CA Immo in den kommenden Jahren.
PROJEKTE IN UMSETZUNG
1)
in Mio. € Gesamtes
Investitions-
volumen
2)
Offene
Baukosten
Geplante
vermietbare
Fläche in m²
Bruttoerstel-
lungsrendite
in %
Stadt Nutzung Vorverwert-
ungsgrad
in %
3)
Geplante
Fertigstel-
lung
Projekte (eigener Bestand)
Upbeat 323,4 276,8 34.911 5,1 Berlin Büro 100 Q1 2026
ONE 431,0 113,9 68.575 5,2 Frankfurt Büro 60 Q2 2022
Hochhaus am Europaplatz 140,5 46,2 22.948 6,2 Berlin Büro 100 Q1 2024
Grasblau 68,5 27,7 13.350 8,1 Berlin Büro 47 Q4 2022
Summe 963,5 464,6 139.784 5,5 79
1)
Exkl. Joint Ventures (Wohnbau). Alle in der Tabelle enthaltenen Projekte stehen zu 100% im Eigentum von CA Immo
2)
Inkl. Grundstück (Gesamtes Investitionsvolumen ohne Grundstücke: 870,9 Mio. €)
3)
Vorverwertungsgrad: Vorvermietung
2
1
ENTWICKLUNG DES STADTQUARTIERS
EUROPACITY IN BERLIN
JOHN F. KENNEDY HAUS
Büro / 18.000 m
2
/ 2015 / vermietet
1
INTERCITY HOTEL BERLIN
Hotel / 20.600 m
2
/ 2013 / vermietet
2
MONNET 4
Büro / 8.100 m
2
/ 2015 / vermietet
3
TOUR TOTAL
Büro / 14.200 m
2
/ 2012 / vermietet
4
BESTANDSIMMOBILIEN
MY.B
Büro / 14.800 m
2
/ 2020 / vermietet
8
G
BÜROGEBÄUDE HEIDESTRASSE 58
Büro / 12.800 m
2
/ 2018 / vermietet
5
BÜROGEBÄUDE AM KUNSTCAMPUS
Büro / 7.900 m
2
/ 2019 / vermietet
7
HAMBURGER BAHNHOF
Museum
6
KONZERNLAGEBERICHT
4
3
5
6
8
7
(Nutzung / Nutzfläche in m
2
/ Fertigstellung / Status)
PROJEKTE IN UMSETZUNG
UPBEAT
Büro / 34.900 m
2
/ 2026 / in Bau
10
10
G
9
HOCHHAUS AM EUROPAPLATZ
Büro / 22.900 m
2
/ 2024 / in Bau
9
KONZERNLAGEBERICHT
GRUNDSTÜCKSRESERVE
G
KONZERNLAGEBERICHT
2
7
Aktuelle Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten in
Deutschland
Berlin
Rund um den Berliner Hauptbahnhof entsteht mit dem
Stadtquartier Europacity auf rd. 60 ha ein modernes, ge-
mischt genutztes Quartier mit hochwertigen Wohn- und
Gewerbeflächen. Namhafte Unternehmen wie KPMG,
DKB und IntercityHotel wurden dafür bereits als Mieter
gewonnen, der Standort hat sich zu einem attraktiven
Umfeld für Arbeit, Freizeit, Kultur und Wohnen entwi-
ckelt. Zum Stichtag hat CA Immo im Rahmen dieser
Quartiersentwicklung zwei Projekte in Umsetzung:
Im September 2021 erfolgte der Baustart für das Büroge-
bäude Upbeat, das bereits vor dem Baustart komplett an
die Deutsche Kreditbank (DKB) vermietet werden konnte.
Ebenfalls im September 2021, wurde das Richtfest des
rd. 84 m hohen Büroturms Hochhaus am Europaplatz ge-
feiert. Das Landmark-Gebäude war bereits vor Baustart zu
100% an KPMG vorvermietet.
Außerhalb der Europacity startete CA Immo bereits im
1. Halbjahr 2020 den Bau des Bürogebäudes Grasblau in
unmittelbarer Nachbarschaft zum Potsdamer Platz. Im
April 2021 wurde der Rohbau des Bürogebäudes Gras-
blau fertiggestellt.
München
Im Norden von München bereitet CA Immo derzeit auf
dem Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks Frei-
mann unter dem Namen "Viertel Four" den Bau eines in-
novativen Business Campus vor. Die vier von namhaften
Architekturbüros wie 3XN oder Eller + Eller geplanten
Bürogebäude werden über insgesamt rd. 50.000
m²
Mietfläche verfügen.
Frankfurt
Im Frankfurter Europaviertel an der Schnittstelle von
Bankenviertel und Messe entwickelt CA Immo das 190 m
hohe Büro- und Hotelhochhaus ONE. Das Gebäude ist vor
seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2022 bereits zu
60% vermietet. 2021 wurden Mietverträge u. a. mit Crédit
Agricole Corporate and Investment Bank und dem Bera-
tungsunternehmen Baker Tilly abgeschlossen.
Mit dem im August 2021 abgeschlossenen Realisie-
rungswettbewerb wurde die Grundlage zur weiteren Ent-
wicklung des sogenannten „Millennium Areals“ geschaf-
fen. Ziel ist die Entwicklung eines gemischt genutzten
Gebäudeensembles mit zwei Hochhäusern und einer
Blockrandbebauung mit einer Gesamtbruttogrundfläche
von ca. 185.000
m². Das rd. 8.700 m² große Wettbewerbsa-
real liegt in zentraler Lage unweit des Frankfurter Haupt-
bahnhofs am westlichen Rand des Frankfurter Banken-
viertels. Das Ensemblekonzept sieht für den Standort eine
hohe, urbane Nutzungsmischung aus Wohnungen, Büro-
flächen, Hotel und einer Kindertagesstätte sowie ergän-
zenden Gastronomie-, Einzelhandels-, Dienstleistungs-
und Freizeitflächen vor.
Der international besetzte Realisierungswettbewerb für das CA Immo "Mil-
lennium Areal" in Frankfurt ist entschieden: Ferdinand Heide gewinnt mit
ikonographischem Entwurf
Mainz
Seit 2015 entwickelt CA Immo gemeinsam mit den
Stadtwerken Mainz den Zollhafen Mainz, ein neues urba-
nes Viertel auf rd. 22 ha Fläche direkt am Rheinufer. Im
nördlichen Bereich des Zollhafens entwickelt CA Immo
gemeinsam mit der UBM Development Deutschland
GmbH unter dem Namen Flösserhof und Kaufmannshof
zwei Gebäude mit dem Schwerpunkt Wohnnutzung. Im
Kaufmannshof entstehen zudem rund 3.000
m² Büroflä-
che. Der Baustart des Kaufmannshofs erfolgte im Juli
2020, mit dem Bau des Flösserhofs wurde Mitte 2021 be-
gonnen werden.
SEGMENT ZENTRAL- UND OSTEUROPA (CEE)
Auf das Segment Zentral- und Osteuropa entfällt zum
31.12.2021 ein Immobilienvermögen in Entwicklung
(inkl. Grundstücksreserven) mit einem Bilanzwert von rd.
0,1
Mio. €.
In der River City Prague im begehrten Prager Bezirk Kar-
lin hat CA Immo 2021 zwei hochwertige Bürogebäude,
Mississippi House und Missouri Park, fertiggestellt und
in den eigenen Bestand übernommen. Nähere Details
dazu finden Sie im Kapitel „Bestandsimmobilien“.
KONZERNLAGEBERICHT
2
8
KONZERNLAGEBERICHT
Die Bewertung der Liegenschaften ist die substanzielle
Basis für die Beurteilung eines Immobilienunternehmens
und wichtigster Parameter für die Ermittlung des Net As-
set Value. Neben objektspezifischen Kriterien gibt es eine
Vielzahl von Faktoren innerhalb der wirtschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen, die eine Wirkung auf
die Wertentwicklung von Immobilien entfalten. Im Kern-
geschäft der CA Immo Gruppe, dem Büroimmobilienbe-
reich, spiegelt sich der allgemeine Konjunkturzyklus ins-
besondere in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Be-
schäftigungsquote direkt im Immobilienzyklus wider. Als
weitere wesentliche Variable haben Faktoren wie das
Zinsniveau oder geopolitische Entwicklungen großen Ein-
fluss auf die Nachfragesituation auf den Immobilienin-
vestmentmärkten. Unvorhersehbare Ausnahmesituatio-
nen wie der Ausbruch der Covid-19-Pandemie können
aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tragweite und dem –
sektoral unterschiedlichen – Einfluss auf die Kapital- und
Immobilienmärkte ebenfalls einen direkten Einfluss auf
die Bewertung von Immobilien haben.
Externe Bewertungsgutachten nach internationalen
Standards
Die Wertermittlung der Immobilien wird im Wesentli-
chen von externen unabhängigen Gutachtern unter An-
wendung von anerkannten Bewertungsmethoden ermit-
telt. Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den von
der "Royal Institution of Chartered Surveyors" (RICS) de-
finierten Standards. RICS definiert den Marktwert als den
geschätzten Betrag, für den ein Vermögensgegenstand o-
der eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von ei-
nem bereitwilligen Verkäufer im Rahmen eines marktüb-
lichen Geschäfts nach ordnungsgemäßer Vermarktung an
einen bereitwilligen Käufer verkauft werden könnte, wo-
bei Käufer und Verkäufer sachkundig, umsichtig und
ohne Zwang handeln.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Be-
wertungsmethode hängt insbesondere vom Entwicklungs-
stadium und von der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, die den größten
Anteil am Portfolio der CA Immo Gruppe haben, werden
weitgehend nach der Investmentmethode bewertet. Die
Marktwerte basieren dabei auf kapitalisierten Mieterträ-
gen bzw. abgezinsten, künftig zu erwartenden Cashflows.
Neben den aktuellen Vertragsmieten samt Mietauslauf-
profil werden dafür vom Gutachter auf Basis einer qualifi-
zierten Einschätzung weitere Parameter, wie insbesondere
die erzielbare Marktmiete sowie objektbezogene, adäquate
Renditen, ermittelt und berücksichtigt.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstel-
lungsphase wird das Residualwertverfahren angewendet.
Hierbei basieren die Marktwerte auf den ermittelten
Marktwerten nach Fertigstellung unter Berücksichtigung
der noch anfallenden Aufwendungen sowie einem kalku-
latorischen Ansatz eines – nach Baufortschritt – angemes-
senen Entwicklungsgewinns („Developerprofits“). Allfäl-
lige weitere Risiken werden unter anderem in den künfti-
gen Mietansätzen bzw. Anfangsrenditen und Finanzie-
rungssätzen berücksichtigt. Die Zinssätze variieren insbe-
sondere in Abhängigkeit vom allgemeinen Marktverhal-
ten sowie von Standorten und Nutzungsarten. Je näher
ein Projekt dem Fertigstellungszeitpunkt kommt, desto
größer ist der Anteil von Ist-Zahlen bzw. von vertraglich
gesicherten Zahlen abgeleiteten Parametern. Nach bzw.
kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach
der Investmentmethode bewertet.
Für Grundstücksreserven, auf welchen in naher Zu-
kunft keine aktiven Entwicklungen zu erwarten sind,
werden je nach Liegenschaft und Entwicklungszustand
das Vergleichswertverfahren bzw. das Residualwertver-
fahren herangezogen.
Für nahezu 100% des gesamten Immobilienvermögens
erfolgte eine externe Bewertung zum Stichtag 31.12.2021
bzw. basieren die Werte auf Grundlage verbindlicher
Kaufverträge. Das übrige Immobilienvermögen wurde in-
tern bewertet. 2021 wurden alle durch die CA Immo be-
auftragten externen Bewertungen durch CB Richard Ellis
durchgeführt.
Marktumfeld 2021
Nach einem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020
ist 2021 weltweit eine Erholung der Immobilieninvestitio-
nen zu verzeichnen, wobei Europa im Jahr 2021 das Ni-
veau von 2019 übertroffen hat. Das Büroinvestitionsvolu-
men in den Kernmärkten der CA Immo stieg im Vergleich
zum Vorjahr um 13% und erreichte 23,8
Mrd. €, was vor
allem im Hinblick auf anhaltende betriebliche Komplika-
tionen, Unterbrechungen der Lieferkette und zunehmen-
den Preisdruck im Baugewerbe besonders ermutigend ist.
Für das Gesamtjahr 2021 verbuchte die CA Immo
Gruppe ein signifikant positives Neubewertungsergebnis
von 541,1
Mio. € (2020: 183,5 Mio. €). Hiervon entfielen
41% auf aktive Development Projekte sowie Landreser-
ven und 59% auf Bestandsimmobilien. Den größten An-
teil am Bewertungsgewinn steuerte das deutsche Segment
bei, wobei Berlin einen Beitrag von 62%, München 28%
und Frankfurt 8% des deutschen Bewertungsgewinns ge-
nerierte.
IMMOBILIENBEWERTUNG
KONZERNLAGEBERICHT
2
9
Das Ergebnis reflektiert das trotz der Covid-19 Pandemie
weiterhin attraktive Marktumfeld für erstklassige Immobi-
lien („Class A“) in Deutschland und insbesondere in
München und Berlin. Darüber hinaus waren die profitab-
len Immobilienentwicklungstätigkeiten des Unterneh-
mens ein wesentlicher Treiber für den Bewertungsanstieg,
sowohl hinsichtlich des Baufortschritts von laufenden
Projekten in Bau – hier vor allem die CA Immo Projekte
Upbeat und Hochhaus am Europaplatz in Berlin sowie
ONE in Frankfurt – als auch in Bezug auf die Entwick-
lung der Grundstücksreserven.
CA Immo’s Hotelimmobilien in Deutschland verzeich-
neten nach einem Wertrückgang von 24,7
Mio. € im Vor-
jahr im Jahr 2021 einen Wertanstieg von 23,1
Mio. €. In-
klusive einer Hotelimmobilie in Österreich verbuchten
CA Immo’s Hotelimmobilien insgesamt einen Wertzu-
wachs von 22,5
Mio. € (2020: –35,6 Mio. €).
ÖSTERREICH
Während das Gesamtinvestitionsvolumen in Gewerbei-
mmobilien in Wien im Jahr 2021 um 24% stieg, sanken
die Büroinvestitionen auf rund 660
Mio. EUR (33% weni-
ger als im Vorjahr). Der Rückgang der Spitzenrenditen für
Büroimmobilien um 15 Basispunkte im Laufe des Jahres
auf 3,20% veranschaulicht, dass der Rückgang der Markt-
aktivität auf geringe Verfügbarkeit von Spitzenobjekten
zurückzuführen war. Die positive Nettoabsorption und
das unter dem langfristigen Durchschnitt liegende Ange-
bot neuer Objekte trugen im vergangenen Jahr zum konti-
nuierlichen Rückgang der Leerstände und zum Wachstum
der Spitzenmieten bei.
Das Neubewertungsergebnis in Österreich summierte
sich zum Stichtag auf –2,0
Mio. € (2020: –12,5 Mio. €). Die
durchschnittliche Bruttorendite der Bestandsimmobilien
sank im Jahresvergleich von 5,4% auf 5,3% (vollkonsoli-
dierte Immobilien).
DEUTSCHLAND
Hohe Mietstabilität und vergleichsweise niedrige Leer-
standsquoten auf den wichtigsten deutschen Büromärkten
haben die Nachfrage der Investoren gestützt, was zu einem
Anstieg der Investitionstätigkeit um 11% im Jahresver-
gleich geführt hat. München und Berlin waren im Jahr
2021 die Top-Ziele von Büroinvestoren in Deutschland.
Beide Märkte profitierten von ihrer hohen Liquidität, soli-
den Vermietungsumsätzen und dem erhöhten Angebot an
neuen Spitzenprodukten und verzeichneten ein jährliches
Wachstum des Investitionsvolumens von 91% bzw. 28%.
Infolge der erhöhten Marktaktivität sanken die Spitzenren-
diten in allen deutschen Hauptmärkten der CA Immo im
Laufe des Jahres um 5 bis 25 Basispunkte.
Die robuste Marktentwicklung des deutschen Büroim-
mobilienmarktes führte wie in den Vorjahren zu einer po-
sitiven Wertentwicklung im Deutschland-Segment des
Konzerns. Diese ist vor allem auf steigende Marktwerte
von Büroimmobilien in Berlin und München sowie auf
die erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungsprojekten
zurück zu führen.
Das Bewertungsergebnis in Deutschland summierte sich
zum 31.12.2021 auf 525,2
Mio. € (31.12.2020:
270,0
Mio. €). Die betragsmäßig größten Beiträge zum
Neubewertungsgewinn steuerten Aufwertungen im Be-
stand vor allem in München und Berlin, wie z.B. Skygar-
den, Kontorhaus, MY.O (München) und Spreebogen, John
F.
Kenne
dy Haus, Königliche Direktion (Berli
n) sowie die
in Entwicklung befindlichen O
b
jekte in der deutschen
H
auptstadt (Hochhaus am Europaplatz, Grasblau und Up-
beat) und Frankfurt (ONE) bei. Die Bruttorend
ite sank im
Jahresvergleic
h von 3,6% auf 3,3% (vollkonsolidierte Im-
mobilien).
BEWERTUNGSERGEBNIS ÖSTERREICH
1)
in Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/Wertaufholung
Bruttorendite
in %
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021
Bestandsimmobilien
2)
491,5 -2,0 5,4 5,3
Immobilien in Entwicklung 0 0
Zur Veräußerung gehaltene Immobilien 0 0
Gesamt 491,5 –2,0
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
KONZERNLAGEBERICHT
3
0
KONZERNLAGEBERICHT
BEWERTUNGSERGEBNIS DEUTSCHLAND
1)
in Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/
Wertaufholung
Bruttorendite
in %
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021
Bestandsimmobilien
2)
2.497,2 279,7 3,6 3,3
Immobilien in Entwicklung 1.097,0 222,4
Zum Handel bestimmte Immobilien 131,2 23,1
Gesamt 3.725,5 525,2
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Die CEE-Region erfreute sich im Jahr 2021 eines erneut
gestiegenen Interesses an Büroinvestitionen, die im Ver-
gleich zu 2020 um 26% gestiegen sind. Besonders stark
war das Interesse der Investoren in Warschau und Buda-
pest, wo das Volumen um 35% bzw. 57% gestiegen ist.
Die Leerstände bewegten sich in Warschau und Bukarest
weiterhin am oberen Ende der Bandbreite der letzten fünf
Jahre vor der Pandemie. In Prag und Budapest blieb die
Leerstandslage ebenso auf einem erhöhten Niveau. Alle
CEE-Märkte verzeichneten jedoch im Jahr 2021 eine posi-
tive Nettoabsorption, und die Leerstandsraten stabilisier-
ten sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 in den CBDs
und den Innenstadtlagen weitgehend. Die Spitzenrendi-
ten sind in Prag (4,25%, keine Veränderung) und War-
schau (4,50%, –10 Basispunkte) kaum bzw. marginal ge-
sunken, während sie sich in Bukarest und Budapest im
Laufe des Jahres um 25 bzw. 50 Basispunkte auf 6,75%
und 5,25% etwas deutlicher reduziert haben.
Das Neubewertungsergebnis im Segment Zentral- und
Osteuropa belief sich zum Stichtag auf 17,9
Mio. € (2020:
–74,0
Mio. €) Den größten Einzelbeitrag hierzu leistete die
erfolgreiche Fer
tigstellung des
Entwicklungsprojektes
Mississippi Ho
use und Missouri Park in Prag. Die Brutto-
rendite des CA Immo-Portfolios fiel im
Jahresvergleich
von 6,8% auf 6,
1% (vollkonsoli
dierte Immobilien), was
neben
dem pos
itiven Bewertungsergebnis auch auf die
zwischenzeitlich etwas geringere V
ermietungs
quote in
den C
EE Kernmärkten zurückzuführen
ist.
BEWERTUNGSERGEBNIS ZENTRAL- UND OSTEUROPA
1)
In Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/Wertaufholung
Bruttorendite in %
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021
Bestandsimmobilien 1.995,6 19,7 6,8 6,1
Immobilien in Entwicklung 0,1 0,0
Zur Veräußerung gehaltene Immobilien 30,3 -1,8
Gesamt 2.026,1 17,9
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
KONZERNLAGEBERICHT
3
1
Als Immobilienunternehmen ist CA Immo in einer kapi-
tal-intensiven Branche tätig. Die Verfügbarkeit von
Fremdkapital ist eine wesentliche Erfolgsdeterminante.
Die bestmögliche Ausgestaltung und Optimierung der
Kapitalstruktur haben hohe Relevanz und gehören neben
der erfolgreichen Bewirtschaftung des Immobilienportfo-
lios zu den entscheidenden Faktoren für das Gesamter-
gebnis von CA Immo.
Unverändert starkes Bilanzprofil
Zum 31.12.2021 lagen die gesamten Finanzverbindlich-
keiten der CA Immo Gruppe bei 2,6
Mrd. € und damit un-
ter dem Vorjahreswert (2,8
Mrd. €). Nach Abzug der liqui-
den Mittel des Konzerns betrug die Nettoverschuldung
zum Jahresende 1,9
Mrd. € (2020: 1,9 Mrd. €). Neben der
vollständigen Wandlung der Wandelanleihe mit einem
Volumen von 200
Mio. € zeichnete unter anderem die Til-
gung einer im Juli 2021 fälligen Unternehmensanleihe
(107
Mio. €) für diese Reduktion verantwortlich. Das Un-
ternehmen verfügt damit unverändert über eine äußerst
robuste Bilanz mit einer soliden Eigenkapitalquote von
46,3% (2020: 45,9%), die in konservativen Verschul-
dungskennzahlen wie einem Gearing (netto) von 59,1%
(2020: 60,4%) bzw. einem Loan-to-Value (LTV, netto) von
31,1% (2020: 33,8%) zum Ausdruck kommt. Der Finan-
zierungsaufwand, eine wesentliche Komponente des
nachhaltigen Ergebnisses, lag bei – 47,6
Mio. € (2020:
– 42,3
Mio. €).
Finanzierungslinien
Zusätzlich zu den bereits gezogenen und damit bilanz-
wirksamen Finanzierungen verfügt die CA ImmoGruppe
über noch nicht ausgenützte Finanzierungslinien für in
Bau befindliche Entwicklungsprojekte in Deutschland,
die – im Zuge des Baufortschritts – durch die finanzie-
renden Banken sukzessive valutiert werden. Dieser Fi-
nanzierungsrahmen belief sich zum Stichtag auf rund
217
Mio. €, wobei Joint Ventures in Höhe der Beteili-
gungsquote berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auf Holding-
Ebene über eine im 4. Quartal 2021 abgeschlossene Fi-
nanzierungslinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von
300
Mio. €, deren Marge unter anderem an die Nachhal-
tigkeitsleistung des Unternehmens gebunden ist. Nach
der Platzierung eines Green Bond im Jahr 2020 unter-
zeichnete CA Immo damit ihr zweites nachhaltigkeitsbe-
zogenes Finanzierungsinstrument mit einer Laufzeit von
drei Jahren plus zwei einjährigen Verlängerungsoptionen.
Diese Fazilität kann für allgemeine Unternehmenszwecke
(einschließlich Akquisitionen) genutzt werden und
wurde von einem Konsortium aus fünf Banken unter der
Führung von Crédit Agricole CIB zur Verfügung gestellt.
Investment Grade Rating
Im Dezember 2015 hat die internationale Ratingagentur
Moody’s Investors Service nach einer umfassenden Boni-
tätsanalyse die CA Immobilien Anlagen AG mit einem In-
vestment Grade - Long Term Issuer Rating von Baa2 mit
einem stabilen Ausblick eingestuft. Das Investment Grade
Rating von CA Immo ermöglicht eine Flexibilisierung
und dadurch weitere Optimierung der Finanzierungs-
struktur durch einen verbesserten Zugang zum institutio-
nellen Fremdkapitalmarkt. Für den Konzern erweitert
sich damit die nutzbare Bandbreite an Finanzierungs-
möglichkeiten. Wesentlich für den Erhalt sowie die Auf-
rechterhaltung dieses Investment Grade Ratings sind eine
starke Bilanz mit geringem Verschuldungsgrad, die nach-
haltige Ertragskraft sowie eine damit verbundene solide
Zinsdeckung und eine ausreichend große Quote von
nichtbesicherten Immobilien.
Infolge der Angebotsankündigung von SOF-11 Klimt
CAI S.à. r.l. hatte Moody's bereits Anfang des Jahres 2021
das Investment-Grade-Rating von CA Immo (Baa2 mit
stabilem Ausblick) im Hinblick auf eine mögliche Herab-
stufung unter Beobachtung gestellt. Am 16. November
2021 stufte Moody´s das langfristige Emittentenrating und
das Senior Unsecured Rating von CA Immo auf Baa3 mit
negativem Ausblick herab.
FINANZIERUNGEN
KONZERNLAGEBERICHT
3
2
KONZERNLAGEBERICHT
Auslaufprofil
D
ie Grafik oben zeigt das Fälligkeitsprofil der
Finanzverbindlichkeiten der CA Immo Gruppe per
31.12.2021 (unter der Annahme, dass Verlängerungsoptio-
nen ausgeübt werden). Die für 2022 ausgewiesenen Fällig-
keiten, besicherte Hypothekarkredite in Deutschland so-
wie eine unbesicherte Unternehmensanleihe, welche im
Jahr 2015 mit einem jährlichen Kupon von 2,75% begeben
wurde, belaufen sich zum Stichtag auf rund 253 Mio. €.
Davon entfallen rund 142 Mio. € auf die im Februar 2022
fällig gewordene Unternehmensanleihe, welche aus frei
verfügbaren liquiden Mitteln getilgt wurde.
Im Jahr 2021 wurde die Baufinanzierung des fertigge-
stellten und in das Bestandsportfolio übernommenen Bü-
roprojektes NEO (München) mit einem Gesamtvolumen
von rund 38
Mio. € in eine langfristige Finanzierung über-
führt. Neu abgeschlossene Bankfinanzierungen umfassen
das Projekt Flößerhof in Mainz (rund 39
Mio. €). Weiters
wurde, wie oben ausgeführt, eine nachhaltigkeitsorien-
tierte revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 300
Mio. €
auf Holding-Ebene der CA Immobilien Anlagen AG gesi-
chert.
Im Jahr 2022 konzentriert sich die besicherte Finanzie-
rungstätigkeit auf das deutsche Portfolio, mit anstehenden
Verlängerungen der Bankkredite Tour Total und John F.
Kennedy-Haus in Berlin sowie die Überführung der Baufi-
nanzierung des Projektes ONE in Frankfurt (250
Mio. €) im
Rahmen der Fertigstellung und Umgliederung in das Be-
standsportfolio in eine langfristige Finanzierung.
Sinkende Finanzierungskosten
Durch eine kontinuierliche Optimierung der Finanzie-
rungsstruktur konnten unter Ausnutzung vorteilhafter
Marktbedingungen die Finanzierungskosten in den letz-
ten Jahren signifikant gesenkt werden. Wie in der Tabelle
unten ersichtlich, lagen die durchschnittlichen Finanzie-
rungskosten der CA Immo Gruppe auf Basis der vollkon-
solidierten Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag bei
1,49% (31.12.2020: 1,50%). Diese Zahl beinhaltet die zur
Zinsabsicherung eingesetzten Derivate in Form von Zins-
swaps. Werden letztere aus der Betrachtung ausgeklam-
mert, stellt sich der durchschnittliche Zinssatz mit 1,24%
niedriger dar.
ZINSENTWICKLUNG
KONZERNLAGEBERICHT
3
3
FINANZIERUNGSKOSTEN
1)
in Mio. € Restschuld bestehender
Finanzierungen
(Nominale)
Nominale
Swaps
Ø Finanzierungs-
kosten in % exkl.
Derivate
Ø Finanzierungs-
kosten in % inkl.
Derivate
Ø Laufzeit
Darlehen
Ø Laufzeit
Swaps
Bestandsimmobilien
Österreich 169,1 96,3 1,4 2,3 7,1 8,0
Deutschland 658,1 490,2 0,7 1,3 5,0 6,8
Tschechien 32,8 32,8 0,7 1,9 7,0 7,0
Ungarn 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Polen 86,4 71,0 0,9 1,7 3,7 3,9
Rumänien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Serbien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 946,4 690,3 0,9 1,5 5,3 6,7
Entwicklungsprojekte 167,0 0,0 1,4 1,4 5,6 0,0
Kurzfristiges
Immobilienvermögen 0,0
0,0
0,0
0,0 0,0 0,0
Konzernfinanzierungen 1.434,0 0,0 1,5 1,5 3,5 0,0
Total 2.547,3 690,3 1,2 1,5 4,3 6,7
1)
Die Datenbasis umfasst vollkonsolidierte Finanzierungen
GRUNDLEGENDE PARAMETER DER
FINANZIERUNGSSTRATEGIE
Finanzierungsstrategie
Die Finanzierungsstrategie der CA Immo Gruppe basiert
auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbe-
sicherten Finanzierungsinstrumenten mit dem Ziel, die
Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu
minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Fle-
xibilität zu maximieren.
Der Erhalt sowie die mittelfristig beabsichtigte Verbesse-
rung des Investment Grade Ratings auf Basis einer soliden
Bilanzstruktur mit einer starken Eigenkapitalbasis und
nachhaltigen Profitabilität ist eine wesentliche strategi-
sche Komponente, welche auch in der Zielsetzung eines
langfristig defensiven und robusten Finanzprofils reflek-
tiert ist. Die langfristigen Zielsetzungen bei den Finanz-
kennzahlen bewegen sich zwischen 45–50% in Bezug auf
die Eigenkapitalquote des Konzerns bzw. rund 35–40%
hinsichtlich des Loan-to-Value-Verhältnisses (Nettofinanz-
verbindlichkeiten zu Immobilienvermögen). Die Zinsabsi-
cherungsquote, zum Stichtag bei rund 90%, soll auf ei-
nem hohen Niveau beibehalten werden, um das Risiko
von Zinserhöhungen weitgehend abzufedern.
Finanzierungsstruktur
Mit einem Anteil von rund 56% am Gesamtfinanzie-
rungsvolumen entfällt aktuell die Mehrheit auf unbesi-
cherte Finanzierungen in Form von am Kapitalmarkt plat-
zierten Unternehmensanleihen. Das restliche Finanzie-
rungsvolumen umfasst mit Immobilien besicherte Hypo-
thekarkredite, welche in jene (Tochter-)Gesellschaften auf-
genommen werden, in denen die jeweiligen Immobilien
gehalten werden.
Unbesicherte Finanzierungen
Der Anteil von unbesicherten Finanzierungen auf Ebene
der Konzern-Muttergesellschaft hat sich seit Erhalt des In-
vestment Grade Ratings im Jahr 2015 sukzessive erhöht
und umfasste zum Stichtag sechs am Kapitalmarkt plat-
zierte Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen
von rund 1,4
Mrd. €.
Im Januar 2020 hat CA Immo den Eurobond-Markt zum
ersten Mal genutzt und erfolgreich eine 500
Mio. € fix-ver-
zinsliche nicht nachrangige unbesicherte Benchmark-
Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von sieben Jahren
und einem jährlichen Kupon von 0,875% begeben. Diese
Transaktion repräsentierte einen wichtigen Meilenstein in
der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Unterneh-
mens, hat die Optimierung der Kapitalstruktur weiter be-
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
3
4
KONZERNLAGEBERICHT
schleunigt und den Zugang zum liquidesten internationa-
len Fremdkapitalmarkt geschaffen. Damit wurde die
Marktposition von CA Immo weiter verbessert.
Im Oktober 2020 konnte CA Immo die außerordentlich
vorteilhaften Marktbedingungen ein weiteres Mal mit der
erfolgreichen Begebung eines fix-verzinslichen unbesi-
cherten 350
Mio. € Green Bond nutzen. Die Emission er-
folgte mit einer Laufzeit von fünf Jahren und wurde mit
einem jährlichen Kupon von 1,0% gepreist. Die Transak-
tion generierte eine starke Nachfrage von mehr als 150 In-
vestoren und war mehr als fünffach überzeichnet.
Der Nettoerlös war und ist der vollständigen oder teil-
weisen Finanzierung und Refinanzierung von nachhalti-
gen Gebäuden im Einklang mit dem Sustainability Bond
Framework gewidmet. Dieses Framework wurde von
Sustainalytics bereitgestellt, einem führenden globalen
Anbieter von ESG- und Corporate-Governance-Research
und Ratings für Investoren
1)
. Dieses umfasst die Finanzie-
rung und Refinanzierung von Gewerbeimmobilien, wel-
che entweder über Nachhaltigkeitszertifikate (unter ande-
rem LEED oder DGNB Gold Standard) verfügen oder de-
ren Primärenergiebedarf zumindest 25% unter den natio-
nal definierten Standards wie Energiesparverordnung
(EnEV) in Deutschland oder PENB in der Tschechischen
Republik liegt.
Zwei Beispiele für die Mittelverwendung umfassen das
aktuell in Bau befindliche nachhaltige Entwicklungspro-
jekt Grasblau in Berlin sowie das kürzlich fertiggestellte
Büroprojekt Mississippi House und Missouri Park in Prag.
Der im November 2021 veröffentliche Green Bond Report
zur Mittelverwendung dokumentiert ein Investitionsvolu-
men von rund 222
Mio. €, welches innerhalb des ersten
Jahres seit Emission für qualifizierte Projekte verwendet
wurde
2)
.
Der Buchwert der unbelasteten Immobilien, wesentli-
ches Kriterium für das Investment Grade Rating des Kon-
zerns, belief sich zum 31.12.2021 auf rund 2,7 Mrd. € und
stand damit über dem Wert der Vorperiode (31.12.2020:
2,6
Mrd. €). Dies entspricht einer Quote von rund 43% des
gesamten Immobilienvermögens.
1)
Mehr Informationen dazu unter https://www.caimmo.com/de/unterneh-
men/nachhaltigkeit-csr/
2)
Der Bericht ist verfügbar unter https://www.caimmo.com/filead-
min/documents/Investor-Relations/CA_Immo_Green_Bond_Re-
port_2021.pdf
Anleihen
CA Immo hatte zum Stichtag 31.12.2021 folgende ausste-
hende Anleihen, welche im Amtlichen Handel an der
Wiener Börse notieren:
ISIN Typus Aus-
stehendes
Volumen
3)
Laufzeit Kupon
AT0000A1CB33 Unternehmens-
anleihe
142 Mio. € 2015-2022 2,750%
AT0000A1JVU3 Unternehmens-
anleihe
117 Mio. € 2016-2023 2,750%
AT0000A1TBC2 Unternehmens-
anleihe
175 Mio. € 2017-2024 1,875%
AT0000A22H40 Unternehmens-
anleihe
150 Mio. € 2018-2026 1,875%
XS2099128055 Unternehmens-
anleihe
500 Mio. € 2020-2027 0,875%
XS2248827771 Green Bond 350 Mio. € 2020-2025 1,000%
Sowohl die im Juli 2021 fällige Unternehmensanleihe
(107
Mio. €) als auch die im Februar 2022 fällige Unter-
nehmensanleihe (142
Mio. €) wurden bei Fälligkeit zu-
rückgezahlt. Bei den Unternehmensanleihen handelt es
sich um unbesicherte Finanzierungen der Konzern-Mut-
tergesellschaft, die zueinander bzw. gegenüber allen an-
deren unbesicherten Finanzierungen der CA Immobi-
lien Anlagen AG gleichrangig sind. Mit Ausnahme der
Unternehmensanleihe 2015–2022 beinhalten die Anlei-
hebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die
beiden im Jahr 2020 begebenen Anleihen beinhalten dar-
über hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das be-
sicherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung
des Konzerns.
Wandelanleihe
Aufgrund der Change-of-Control-Klausel der im Okto-
ber 2017 begebenen Wandelanleihe mit Fälligkeit in
2025, die durch das Starwood-Angebot ausgelöst wurde,
ist die gesamte Wandelanleihe in Eigenkapital gewandelt
worden. Die Wandlungsrechte wurden durch bedingtes
Kapital und teilweise durch die Ausgabe von neuen Ak-
tien bedient. Insgesamt erhöhte sich die Gesamtzahl der
Stimmrechte von 98.808.336 um 7.688.090 auf insgesamt
106.496.426 Stimmrechte. In diesem Zusammenhang er-
höhte sich das Grundkapital von 718,3
Mio. € um
3)
Das ausstehende Volumen der Unternehmensanleihen mit Fälligkeit in
2022 und 2023 inkludiert einen im 1. Quartal 2020 durchgeführten Rück-
kauf.
KONZERNLAGEBERICHT
3
5
55,9 Mio. € auf 774,2 Mio. € und verteilt sich auf vier Na-
mensaktien und 106.496.422 Stück auf den Inhaber lau-
tende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am
Grundkapital von je 7,27
€.
Besicherte Finanzierungen
CA Immo steht mit einer Vielzahl von Finanzierungs-
partnern in Geschäftsbeziehung. Die wesentlichste finan-
zierende Bank in Bezug auf das Kreditvolumen ist dabei
die UniCredit Gruppe, auf welche rund 13% der gesamten
ausstehenden Finanzverbindlichkeiten entfallen. Wie in
der Grafik ersichtlich, entfielen zum Stichtag weitere grö-
ßere Anteile auf DG Hyp, Deutsche Postbank, Deutsche
Hypo und Helaba.
Langfristige Zinsabsicherungen
Da der Zinsaufwand bei den meisten Immobilienunter-
nehmen neben administrativen Aufwendungen eine we-
sentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlust-
rechnung darstellt, können Zinserhöhungen starke Ergeb-
nisauswirkungen haben. Dies gilt umso mehr, als die
Mieteinnahmen in der Regel auf langfristigen Verträgen
beruhen und somit Erhöhungen der Finanzierungskosten
nicht unmittelbar durch höhere Einnahmen ausgeglichen
werden können. Folglich wird in der Finanzierungsstrate-
gie der CA Immo Gruppe darauf geachtet, einen wesentli-
chen Teil des Zinsaufwandes langfristig gegen Zinserhö-
hungen abzusichern. Als Instrument zur Zinssicherung
werden aktuell Zinsswaps eingesetzt. Darüber hinaus bil-
det die über die letzten Quartale gestiegene Quote von fix
verzinsten Anleihen einen wesentlichen Bestandteil der
Zinsabsicherungsquote.
Von den eingesetzten Derivaten entfällt ein Nominale
von 756,0
Mio. € auf Zinsswap-Kontrakte (31.12.2020:
815,8
Mio. €) sowie 42,1 Mio. € auf Zinsfloors (31.12.2020:
43,0
Mio. €). Die durchschnittliche gewichtete Restlauf-
zeit der zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate lag
zum Stichtag bei rund 6,7 Jahren gegenüber einer gewich-
teten Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten von 4,3
Jahren.
Bilanziell wird dabei zwischen jenen Kontrakten unter-
schieden, die direkt einem Kredit zurechenbar sind und
damit als Cashflow - Hedge die Voraussetzungen für
Hedge Accounting erfüllen, und jenen, für die diese Vo-
raussetzungen nicht erfüllt sind (Fair Value - Derivate).
Für die Cashflow - Hedges wird die Änderung des Markt-
werts zum jeweiligen Stichtag erfolgsneutral im Eigenka-
pital erfasst, für die Fair Value Derivate hingegen auf-
wandswirksam unter dem Posten „Ergebnis aus Deriva-
ten“ in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet.
Zum Stichtag 31.12.2021 waren Kontrakte mit einem No-
minale von insgesamt 573,1
Mio. € und einem Marktwert
von –18,9
Mio. € als Fair Value - Derivate klassifiziert
(31.12.2020: 633,7
Mio. € bzw. –80,9 Mio. €). Das Unter-
nehmen verfügte zum 31.12.2021 über als Cashflow -
Hedge klassifizierte Kontrakte mit einem Nominale in
Höhe von 225,0
Mio. € und einem beizulegenden Zeitwert
von 4,0
Mio. €).
Variabel verzinste
Verbindlichkeiten
FINANZVERBINDLICHKEITEN PER 31.12.2021
(Basis: 2,6 Mrd. €)
Variabel verzinste,
durch Derivate
abgesicherte
Verbindlichkeiten
Fix verzinste
Verbindlichkeiten
10,4%
22,5%
67,1%
Anleihen
VERTEILUNG DES FINANZIERUNGSVOLUMENS*
(Basis: 2,6 Mrd. €)
Sonstige
UniCredit
DG Hyp
Deutsche Hypo
Helaba
56%
10%
13%
7%
5%
3%
Deutsche Postbank AG
6%
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
3
6
KONZERNLAGEBERICHT
WESENTLICHE GUV-KENNZAHLEN
Ergebnis aus der Vermietung
CA Immo verbuchte im Jahr 2021 einen Rückgang der
Mieterlöse um –2,8% auf 229,1
Mio. €. Nach Regionen be-
trachtet wurden rund 52% des gesamten Mietertrags mit
dem zentral- und osteuropäischen Portfolio erwirtschaf-
tet, gefolgt von Deutschland mit rund 37% und Öster-
reich mit rund 12%.
Die jüngsten Fertigstellungen MY.O und NEO (beide
München) sowie MY.B (Berlin) leisteten einen positiven
Mietbeitrag von in Summe 4,4
Mio. €. Die im Jahr 2020 er-
folgen Zukäufe von Bestandsimmobilien (Am Karlsbad 11
und Pohlstraße in Berlin sowie Postepu 14 in Warschau)
generierten einen Mietertragszuwachs von insgesamt
8,3
Mio. €.
Demgegenüber stehen Mietvertragsverluste im Zusam-
menhang mit nicht-strategischen Immobilienverkäufen
(u.a. Exit aus den Märkten Zagreb, Bratislava und Graz)
sowie einer zum Teil höheren Leerstandsquote in den
zentral-und osteuropäischen Kernstädten, die von den
oben angeführten positiven Effekten nicht vollständig
kompensiert werden konnten.
Anreizvereinbarungen aus diversen Mietverträgen (In-
centives, wie insbesondere mietfreie Zeiten) werden auf
die Gesamtlaufzeit der Mietverträge linearisiert. In den
Mieterlösen wird somit die wirtschaftliche Effektivmiete
und nicht die in der Periode tatsächlich zahlungswirk-
same Miete dargestellt. Von den Mieterlösen des Ge-
schäftsjahres 2021 entfielen auf derartige Linearisierun-
gen –4,2
Mio. € (2020: 4,2 Mio. €).
Die dem Bestandsportfolio direkt zurechenbaren Immo-
bilienaufwendungen, inklusive eigener Betriebskosten, la-
gen mit –29,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres
(2020: –25,9
Mio. €). Diese Aufwandsposition gliedert
sich in Leerstands- bzw. nicht weiter verrechenbare Be-
triebskosten ( – 7,7 Mio. €), Vermittlungshonorare
(–3,0 Mio. €), Instandhaltungen (–5,2 Mio. €), Forderungs-
wertberichtigungen (–1,3 Mio. €) sowie sonstigen direkt
zurechenbaren Aufwand (–13,6 Mio. €). Das Ergebnis des
Vorjahres beinhaltete einen positiven Effekt in Höhe von
3,7 Mio. € im Zusammenhang mit einem zugunsten der
CA Immo Gruppe entschiedenen Verfahren über die Ent-
richtung von Gebäudesteuern (Auflösung von Rückstel-
lungen für immobilienbezogene Steuern).
Das mit den Vermietungsaktivitäten generierte Netto-
mietergebnis nach Abzug von direkten Bewirtschaftungs-
kosten verringerte sich um –4,9% von 209,7 Mio. € auf
199,5 Mio. €. Die Covid-19 Pandemie hat zum Bilanzstich-
tag das Nettomietergebnis mit –3,1 Mio. € belastet. Dies
sind vorrangig Mieterlässe und Mietminderungen, denen
jedoch gegenläufige Effekte aus Anreizvereinbarungen
(mietfreie Zeiten) gegenüberstehen. Alle vereinbarten
Mietanpassungen wie die Gewährung von mietfreien Zei-
ten sind über die jeweilige Vertragslaufzeit des zugrunde-
liegenden Mietvertrags linear zu verteilen.
Die operative Marge der Vermietungsaktivitäten (Ver-
hältnis von Nettomietergebnis zu Mieterlösen), ein Indi-
kator für die Effizienz des Bestandsgeschäfts, sank von
89,0% im Vorjahr auf 87,1%.
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare
Aufwendungen standen zum Jahresende bei –1,9 Mio. €
(2020: –2,2 Mio. €).
Büroobjekte
MIETERLÖSE NACH NUTZUNGSART
(Basis: 229,1 Mio. €)
Sonstige
Hotelobjekte
91%
4%
5%
Deutschland
MIETERLÖSE NACH LÄNDERN
(Basis: 229,1 Mio. €)
Polen
Ungarn
Österreich
Rumänien
Tschechien
Serbien
37%
15%
12%
12%
12%
9%
3%
ERGEBNISSE
KONZERNLAGEBERICHT
3
7
ÜBERLEITUNG DER MIETERLÖSE VON 2020 AUF 2021
1)
Mio. € Österreich Deutschland Zentral- und
Osteuropa
Gesamt
2020 29,7 78,3 127,6 235,6
Veränderung:
aus Änderung der Leerstandsrate, Wertsicherung oder
Mietpreisverä
nderungen –0,6 –0,2 –9,6
–10,3
aus Neuzugängen 0,0 3,0 5,5 8,5
aus fertiggestellten Projekten 0,0 4,9 0,7 5,6
durch Objektverkauf –2,3 –2,0 –6,0 –10,3
Veränderung der Mieterlöse insgesamt –2,9 5,7 –9,3 –6,5
2021 26,8 84,0 118,3 229,1
1)
Enthalten sind Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten gemäß IFRS 16 in Höhe von 10,7 Mio. €
INDIREKTE AUFWENDUNGEN
Mio. € 2021 2020
Personalaufwand –49,8 –45,9
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand –14,0 –9,1
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen –1,9 –1,9
Büromiete –0,7 –0,8
Reisekosten und Transportkosten –0,3 –0,4
Sonstige Aufwendungen internes Management –2,9 –2,7
Sonstige indirekte Aufwendungen
1)
–5,8 –29,0
Zwischensumme –75,4 –89,7
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen 16,2 15,2
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien 1,0 1,4
Indirekte Aufwendungen –58,2 –73,2
1)
Der Wert beinhaltete zurückgestellte Gerichtsgebühren für die von CA Immo im 2. Quartal 2020 im Zusammenhang mit der im Jahr 2004 abgeschlossenen
Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (BUWOG) eingebrachten Schadenersatzklagen gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
3
8
KONZERNLAGEBERICHT
Verkaufsergebnis
Im Zusammenhang mit dem planmäßigen Verkauf von
im Umlaufvermögen gehaltenen Liegenschaften und Bau-
leistungen wurden in 2021 Verkaufserlöse in Höhe von
8,2
Mio. € (2020: 43,3 Mio. €) generiert. Diesen Umsätzen
stehen Buchwertabgänge und sonstige direkt zurechen-
bare Aufwendungen in Höhe von –1,6
Mio. € gegenüber.
Der Ergebnisbeitrag aus dem Trading-Portfolio summierte
sich somit auf 6,7
Mio. € (2020: 7,9 Mio. €). Der größte
wertmäßige Ergebnisbeitrag wurde mit dem Verkauf des
von CA Immo entwickelten Wohnprojektes NEO Living
in München generiert.
Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehalte-
nem Immobilienvermögen lag mit 52,7
Mio. € deutlich
über dem Vorjahreswert von 43,9
Mio. €. Der Verkauf ei-
nes nicht-strategischen Grundstücks in Düsseldorf im 2.
Quartal generierte den wertmäßig größten Teil dieses Er-
gebnisses, gefolgt von einer im 4. Quartal veräußerten Be-
standsimmobilie in Wien.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen reduzierten sich im
Jahresvergleich um –0,4% und beliefen sich auf
8,1
Mio. € (2020: 8,2 Mio. €). Diese Position beinhaltet im
Wesentlichen Development-Umsätze für Dritte durch die
Konzerntochter omniCon.
Indirekte Aufwendungen
Die indirekten Aufwendungen fielen im Jahr 2021 deut-
lich von –73,2
Mio. € im Vorjahr um –20,4% auf
–58,2
Mio. €. Der Wert des Vorjahres beinhaltete Gerichts-
gebühren im von der CA Immobilien Anlagen
AG im 2.
Quartal 2020 im Zusamme
nhang mit der im Jahr 2004 ab-
geschlossenen Privatisierung der Bundeswohnbaugesell-
schaften (BUWOG) eingebrachten Schadeners
atzklagen
gegen die Re
publik Österreich und das Land Kärnte
n.
W
ie in der Tabelle ersichtlich blieb die Position „Akti-
vierte Eigenleistungen“ mit 16,2
Mio. € (2020: 15,2 Mio. €)
im Wesentlichen unverändert. Diese Ergebniskompo-
nente ist als Gegenposition zu den indirekten Aufwen-
dungen zu sehen, die den Teil des internen Projekten-
wicklungsaufwandes neutralisiert, sofern er einzelnen
Projektentwicklungen direkt zurechenbar und somit akti-
vierbar ist.
Jene Aufwendungen, die den zuvor beschriebenen Um-
satzerlösen aus Dienstleistungen gegenüberstehen, sind
in dieser Position ebenso enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf
3,2
Mio. €, im Vergleich zum Referenzwert von 1,2 Mio. €
im Jahr 2020.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA)
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) lag mit 210,1
Mio. € um 7,4% über dem Niveau
des Vorjahres in Höhe von 195,6
Mio. €. Der Beitrag der
einzelnen regionalen Segmente zum Gesamtergebnis
stellte sich wie folgt dar: Mit einem EBITDA von
102,4
Mio. € generierte das Segment Deutschland mit
rund 49% den größten Anteil. Der größte EBITDA-Beitrag
der zentral- und osteuropäischen Kernmärkte entfällt auf
Polen, mit einem generierten EBITDA in Höhe von
31,5
Mio. € (15%), gefolgt von Ungarn mit 27,3 Mio. €
(13%) und Rumänien mit 20,7
Mio. € (10%). Auf das Seg-
ment Österreich entfielen 7,2
Mio. € (3%).
Bereinigt um die BUWOG-Rückstellung für Gerichtsge-
bühren im Jahr 2020 und andere Einmaleffekte blieb das
EBITDA mit 217,8
Mio. € im Jahresvergleich stabil.
Neubewertungsergebnis
In Summe belief sich der Neubewertungsgewinn im
Jahr 2021 auf 602,4
Mio. €, dem gegenüber steht ein Neu-
bewertungsverlust von –61,2
Mio. €. Kumuliert stellt sich
das Neubewertungsergebnis auf Basis von unabhängigen
externen Gutachten folglich mit 541,1
Mio. € außeror-
dentlich positiv dar und lag signifikant über dem Vorjah-
reswert (2020: 183,5
Mio. €).
Das Ergebnis reflektiert das trotz der Covid-19 Pande-
mie weiterhin attraktive Marktumfeld für erstklassige Im-
mobilien („Class A“) in Deutschland, insbesondere in
München und Berlin. Darüber hinaus waren die profitab-
len Immobilienentwicklungstätigkeiten des Unterneh-
mens ein wesentlicher Treiber für den Bewertungsan-
stieg, sowohl hinsichtlich des Baufortschritts von Projek-
ten in Bau – hier vor allem die CA Immo Projekte Upbeat
und Hochhaus am Europaplatz in Berlin sowie ONE in
Frankfurt – als auch in Bezug auf die Entwicklung der
Grundstücksreserven.
Nach Regionen betrachtet summierte sich das Neube-
wertungsergebnis in Deutschland auf 525,2 Mio. €. Neben
den oben angeführten Entwicklungsprojekten lieferten
die wertmäßig größten Beiträge das Bestandsportfolio in
München, insbesondere mit Objekten wie Skygarden,
Kontorhaus und MY.O sowie Berlin mit den Objekten
Spreebogen, John F. Kennedy-Haus und Königliche Di-
rektion.
KONZERNLAGEBERICHT
3
9
Zentral- und Osteuropa verzeichnete positive Wertan-
passungen in Höhe von 17,9
Mio. €, unter anderem durch
die erfolgreiche Fertigstellung des Entwicklungsprojektes
Mississippi House und Missouri Park in Prag. Demgegen-
über verbuchte Österreich einen Bewertungsverlust in
Höhe von –2,0
Mio. €.
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Die laufenden Ergebnisse der nach der Equity-Methode
konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen werden als
Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in der Kon-
zern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Jahr 2021
summierte sich dieser Beitrag auf 3,6
Mio. € (2020:
1,9
Mio. €).
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)
Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) sum-
mierte sich auf 749,6
Mio. € und verdoppelte sich, insbe-
sondere durch das signifikant höhere Neubewertungser-
gebnis, im Vergleich zum Vorjahreswert von 375,4
Mio. €
(+99,6%). Regional betrachtet stellt das Segment
Deutschland mit 627,4
Mio. € den wesentlichen Anteil
am Konzern-EBIT. Zentral- und Osteuropa generierte
2021 auf EBIT-Basis 117,9
Mio. €, Österreich 4,3 Mio. €.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis summierte sich 2021 auf
–74,4
Mio. € gegenüber –27,2 Mio. € im Vorjahr. Im Detail
entwickelten sich die Bestandteile des Finanzergebnisses
wie folgt:
Der Finanzierungsaufwand des Konzerns lag mit
–47,6
Mio. € über dem Vorjahreswert (2020: –42,3 Mio. €).
D
iese Ergebnisposition beinhaltete im Vorjahr einen posi-
tiven Effekt in Zusammenhang mit einem zugunste
n der
CA Immo Gruppe entschiedenen Verfahren über die Ent-
richtung von Gebäudesteuern in Höhe von 5,2
Mio. €
(Auflösung von Rückstellungen für V
erspätungszinsen).
Neben dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausge-
wiesenen Zinsaufwand wurden im Geschäftsjahr 2021
insgesamt Fremdkapitalkosten in Höhe von 5,8
Mio. €
(2020: 4,9
Mio. €) mit einem gewogenen durchschnittli-
chen Zinssatz von 1,37% (2020: 1,30%) im Rahmen der
Errichtung von Immobilien auf die Herstellungskosten
aktiviert.
Das Ergebnis aus Derivaten belief sich auf –25,9
Mio. €
(2020: 21,4
Mio. €). Der Wert des Jahres 2021 beinhaltet
eine Derivate-Bewertung der im Oktober 2017 begebenen
und mittlerweile vollständig gewandelten Wandelschuld-
verschreibung in Höhe von –46,2
Mio. € (2020:
32,2
Mio. €). Dieses Instrument bestand aus einer Fremd-
kapitalkomponente und aufgrund der Rückzahlungsop-
tion in bar der CA Immo aus einem trennungspflichtigen
eingebetteten Derivat. Das eingebettete Derivat der Wan-
delanleihe wurde mit dem beizulegenden Zeitwert be-
richtet. Demgegenüber führte die Zinsentwicklung über
das Jahr 2021 zu einem positiven Bewertungseffekt der
Zinsderivate des Unternehmens in Höhe von 20,3
Mio. €
(2020: –10,8
Mio. €).
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stellte sich mit
–0,8
Mio. € etwas verbessert gegenüber dem Referenzwert
der V
orperiode (2020: –3,6
Mio. €) dar. Sonstige Positio-
nen des Finanzergebnisses (Sonstiges Finanzer
gebnis
und Kursdifferenzen) beliefen sich in Summe auf
–0,1
Mio. € (2020: –2,7 Mio. €). Der Wert des 1. Quartals
2020 bein
haltet einen Einmaleffekt in Bezug au
f den
Rückkauf von ausstehenden Unternehmensanleihen in
Höhe von –2,7
Mio. €.
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 675,2
Mio. €
(2020: 348,3
Mio. €) verzeichnete auf Basis der oben be-
schriebenen Ergebnisentwicklungen einen signifikanten
Anstieg von 93,9% im Jahresvergleich.
Steuern vom Einkommen
Der Ertragsteueraufwand erreichte im Jahr 2021 eine
Höhe von –195,4
Mio. € (2020: –94,3 Mio. €), davon ent-
fällt der Großteil auf latente Steuern.
Periodenergebnis
Das Periodenergebnis lag mit 479,8
Mio. € um 88,9%
über dem Vorjahreswert von 253,9
Mio. € und entspricht
damit dem höchsten Ergebnis in der Unternehmensge-
schichte. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 4,89
€
(2020: 2,73
€ je Aktie).
Cashflow
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit berück-
sichtigt Veränderungen im Umlaufvermögen aus dem
Verkauf von zum Handel bestimmter Immobilien und
summierte sich auf 150,9
Mio. € (2020: 185,1 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Net-
togröße zwischen Investitionen und Immobilienverkäu-
fen darstellt, belief sich 2021 auf –10,3
Mio. €, gegenüber
dem Vorjahreswert von –334,7
Mio. €. Der Cashflow aus
der Finanzierungstätigkeit summierte sich auf
–445,1
Mio. € (2020: 650,1 Mio. €).
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
0
KONZERNLAGEBERICHT
CASHFLOW-STATEMENT – KURZFASSUNG
Mio. € 2021 2020 Veränderung
in %
Liquide Mittel - Beginn des
Geschäfts
j
ahres
935,5 439,4 >100
Cashflow aus
- Geschäftstäti
g
keit 150,9 185,1
–
18
- Investitionstäti
g
keit
–
10,3
–
334,7
–
97
- Finanzierun
g
stäti
g
keit
–
445,1 650,1 n.m.
Veränderung der liquiden Mittel –304,6 500,5 n.m.
Sonsti
g
e Veränderun
g
en
1)
2,2
–
5,0 n.m.
Liquide Mittel - Ende des
Geschäfts
j
ahres
633,1 934,9 –32
1)
Beinhaltet Kursänderungen aus Fremdwährung, Umgliederung in eine
Veräußerungsgruppe und erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel
Fun
ds from Operations (FFO)
Im Jahr 2021 wurde ein FFO I in Höhe von 128,3
Mio. €
generiert, –4,1% unter dem Vorjahreswert von
133,8
Mio. €. FFO I je Aktie belief sich zum Stichtag auf
1,31
€, ein Rückgang von ebenso –9,1% zum Vorjahres-
wert (2020: 1,44
€ je Aktie). Die Jahreszielsetzung von
> 128
Mio. € wurde damit erreicht. FFO I ist eine wesentli-
che Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft des Kon-
zerns, die vor Steuern und um das Ve
rkaufsergebnis und
sonstige nicht
nachhaltige Effekte bereinigt berichtet wird.
Bereinigte nicht-nachhaltige Effekte beliefen sich in
Summe auf 13,7
Mio. € (2020: 22,9 Mio. €). Diese betrafen
in erster Linie administrative Aufwendungen im Ausmaß
von 7,7
Mio. € sowie Finanzierungsaufwendungen in
Höhe von 6,2
Mio. €.
Bereinigte nicht-nachhaltige Effekte des Vorjahres um-
fassten in erster Linie administrative Aufwendungen
(26,7
Mio. €, inkl. Aufwendungen in Zusammenhang mit
der von der CA Immo im 2. Quartal eingebrachten Scha-
denersatzklage rund um die Privatisierung der Bundes-
wohnbaugesellschaften und damit verbundene Rechts-
kosten in Höhe von rund 26,1
Mio. €) sowie operative
Aufwendungen in Höhe von –3,7
Mio. €. Letztere beinhal-
ten im Wesentlichen einen im 2. Quartal gebuchten posi-
tiven Effekt durch die Auflösung von Rückstellungen für
immobilienbezogene Steuern.
FFO II, inklusive Verkaufsergebnis, sonstige nicht-nach-
haltige Ergebniseffekte und nach Steuern ist ein Indikator
für die Gesamtprofitabilität der Gruppe und summierte
sich auf 143,1
Mio. € gegenüber 141,1 Mio. € (1,4% zum
Vorjahreswert). FFO II je Aktie stand bei 1,46
€ je Aktie
(2020: 1,52
€ je Aktie).
FUNDS FROM OPERATIONS (FFO)
Mio. € 2021 2020
Nettomietergebnis (NRI) 199,5 209,7
Erlöse aus Dienstleistun
g
en 8,1 8,2
Sonsti
g
e betriebliche Erträ
g
e/Aufwände exkl. Dienstleistun
g
en 3,2 1,2
Sonsti
g
e betriebliche Erträ
g
e/Aufwände 11,4 9,4
Indirekte Aufwendun
g
en
–
58,2
–
73,2
Er
g
ebnis aus Beteili
g
un
g
en an Gemeinschaftsunternehmen 9,9 3,9
Finanzierun
g
saufwand
–
47,6
–
42,3
Er
g
ebnis aus Finanzinvestitionen
1)
–
0,5 3,5
Bereini
g
un
g
von nicht-nachhalti
g
en Er
g
ebniseffekten
2)
13,9 22,9
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) 128,3 133,8
Er
g
ebnis aus Immobilienhandel 6,7 7,9
Er
g
ebnis aus Verkau
f
von lan
g
fristi
g
em Immobilienvermö
g
en 52,7 43,9
Er
g
ebnis aus Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 0,0 0,1
At E
q
uit
y
-Er
g
ebnis aus Immobilienverkäufen 5,2 3,4
Er
g
ebnis aus Immobilienverkäufen 64,5 55,3
Er
g
ebnis aus Verkauf von Vermö
g
ens
g
e
g
enständen zu Marktwerten 0,8
–
1,2
Sonsti
g
es Finanzer
g
ebnis 0,0
–
5,1
Sonsti
g
e Er
g
ebniseffekte
3)
–
18,9
–
26,4
Tatsächliche Ertra
g
steuer
–
31,7
–
15,5
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) 143,1 141,1
1)
Exklusive Wertberichtigungen für Barmittel und Barmittel mit Verfügungsbeschränkung
2)
Bereinigung um Immobilienverkäufe und sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
3)
Beinhaltet sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
KONZERNLAGEBERICHT
4
1
BILANZANALYSE
Aktivseite
Das langfristige Vermögen wies zum Bilanzstichtag ei-
nen Wert von 6.249,5
Mio. € auf (87,8% der Bilanz-
summe). Die Ausdehnung des bilanziellen Bestandsim-
mobilienvermögens auf 4.984,3
Mio. € (31.12.2020:
4.723,1
Mio. €) reflektiert das kontinuierliche Portfolio-
wachstum des Konzerns sowohl organisch aus der eige-
nen Projektentwicklungspipeline als auch durch externe
Zukäufe von Bestandsimmobilien in den Kernmärkten.
Die Bilanzposition „Immobilienvermögen in Entwick-
lung“ erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2020 um
38,7% auf 1.097,1
Mio. €. Das gesamte Immobilienvermö-
gen (Bestandsimmobilien, selbst genutzte Immobilien,
Immobilien in Entwicklung sowie im Umlaufvermögen
gehaltene Immobilien) lag zum Stichtag bei 6.254,2
Mio. €
und somit über dem Niveau zum Jahresende 2020
(5.596,2
Mio. €).
Das Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen
wird in der Bilanzposition „Beteiligungen an Gemein-
schaftsunternehmen“ ausgewiesen, die sich zum Stichtag
auf 55,8
Mio. € beliefen (31.12.2020: 57,6 Mio. €).
Der Bestand an liquiden Mitteln summierte sich zum
Bilanzstichtag auf 633,1
Mio. € und lag damit unter dem
Niveau zum 31.12.2020 (934,9
Mio. €). Diese Verwendung
von liquiden Mitteln umfasste unter anderem die Tilgung
einer im Jahr 2021 fälligen Unternehmensanleihe
(107
Mio. €) sowie die Zahlung einer Sonderdividende in
Höhe von rund 252
Mio. € im Dezember 2021.
Passivseite
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital wuchs im Jahr 2021 um
5,2% von 3.128,3
Mio. € auf 3.291,0 Mio. €. Neben dem
Periodenergebnis in Höhe von 479,8
Mio. € ist darin auch
die Ausschüttung der Dividende und Sonderdividenden
(insgesamt 604,2
Mio. €) reflektiert.
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg gegenüber dem
Jahresanfang um 4,3% auf 7.114,4
Mio. € (31.12.2020:
6.820,3
Mio. €). Trotz dieser Bilanzausweitung lag die Ei-
genkapitalquote zum Stichtag mit 46,3% weiterhin im
strategischen Zielbereich (31.12.2020: 45,9%).
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Die verzinslichen Verbindlichkeiten standen zum Stich-
tag bei 2.583,9
Mio. €, –8,6% unter dem Vorjahreswert
von 2.827,5
Mio. €). Die Reduktion steht unter anderem in
Zusammenhang mit der erwähnten Tilgung einer fälligen
Unternehmensanleihe. Die Nettoverschuldung (verzinsli-
che Verbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) erhöhte
sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 1.946,2
Mio. €
(2020: 1.890,5
Mio. €). Das Gearing (Nettoverschuldung
zu Eigenkapital) stand zum Jahresende bei 59,1%
(31.12.2020: 60,4%). Das Loan-to-Value Verhältnis (Fi-
nanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel zu Im-
mobilienvermögen) stand zum Stichtag bei 31,1% gegen-
über 33,8% zum Ende des vorangegangenen Jahres.
100% der verzinslichen Verbindlichkeiten lauten auf
Euro. Die Finanzierungsstrategie von CA Immo sieht eine
umfassende Absicherung des Zinsänderungsrisikos vor.
Für weitere Details siehe das Kapitel „Finanzierungen“.
BILANZ- UND FINANZIERUNGSKENNZAHLEN
Mio. € 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital 3.291,0 3.128,3
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.186,5 2.622,2
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 397,4 205,3
Liquide Mittel –633,1 –934,9
Verfügungsbeschränkte Mittel –4,6 –2,1
Nettoverschuldung 1.946,2 1.890,5
Eigenkapitalquote 46,3 45,9
Gearing (Netto) 59,1 60,4
Gearing (Brutto) 78,5 90,4
Loan-to-Value (Netto) 31,1 33,8
Loan-to-Value (Brutto) 41,3 50,5
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
2
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNBILANZ - KURZFASSUNG
2021 2020 Veränderung
Mio. € in % Mio. € in % in %
Immobilienvermögen 6.092,6 86 5.527,1 81 10
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 55,8 1 57,6 1 –3
Immaterielles Vermögen 3,4 0 3,0 0 14
Finanzanlagen und Sonstiges 95,0 1 68,3 1 39
Steuerabgrenzung 2,7 0 4,4 0 –39
Langfristiges Vermögen 6.249,5 88 5.660,4 83 10
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen
76,2 1 37,1 1 >100
Zum Handel bestimmte Immobilien 87,2 1 35,2 1 >100
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 68,4 1 152,8 2 –55
Wertpapiere 0,0 0 0,0 0 n.m.
Liquide Mittel 633,1 9 934,9 14 –32
Kurzfristiges Vermögen 864,9 12 1.159,9 17 –25
Summe Aktiva 7.114,4 100 6.820,3 100 4
Eigenkapital 3.291,0 46 3.128,3 46 5
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 46,3 45,9
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.186,5 31 2.622,2 38 –17
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 397,4 6 205,3 3 94
Übrige Verbindlichkeiten 541,2 8 328,2 5 65
Steuerabgrenzung 698,3 10 536,3 8 30
Summe Passiva 7.114,4 100 6.820,3 100 4
EPRA NET ASSET VALUE (NAV)
Um die Vergleichbarkeit mit anderen börsennotierten
Immobilienunternehmen zu gewährleisten, weist
CA Immo einzelne wichtige Kennzahlen nach den Stan-
dards der EPRA (European Public Real Estate Associa-
tion), der führenden Interessenvertretung börsennotierter
Immobilienunternehmen, aus. Diese Kennzahlen können
von den nach IFRS-Regeln ermittelten Werten abwei-
chen. Bei der Berechnung der Kennzahlen folgt CA Immo
den „Best Practice Recommendations“ der EPRA
(www.epra.com).
EPRA NET ASSET VALUE (NAV)
31.12.2021 31.12.2020
EPRA NRV Mio. € 4.450,5 4.346,7
EPRA NRV je Aktie € 44,19 43,58
EPRA NTA Mio. € 4.033,9 3.999,3
EPRA NTA je Aktie € 40,05 40,09
EPRA NDV Mio. € 3.393,8 3.423,4
EPRA NDV je Aktie € 33,70 34,32
KONZERNLAGEBERICHT
4
3
Mit Publikation der EPRA Best Practices Recommenda-
tions Guidelines im Oktober 2019 wurde die Net Asset
Value-Berichterstattung adjustiert mit dem Ziel, jüngste
Markt- und Unternehmensentwicklungen besser zu re-
flektieren. Infolgedessen wurden der EPRA NAV und der
EPRA NNNAV durch drei neue Bewertungskennzahlen
für das Nettovermögen ersetzt: EPRA Net Reinstatement
Value, EPRA Net Tangible Assets und EPRA Net Disposal
Value. CA Immo berichtet mit dem 1. Quartal 2021 nur
noch diese neuen Kennzahlen, die von EPRA wie folgt
definiert werden
1)
:
EPRA Net Reinstatement Value
Das Ziel der EPRA Net Reinstatement Value-Kennzahl
ist es, den Wert des Nettovermögens auf einer langfristi-
gen Basis hervorzuheben. Vermögenswerte und Verbind-
lichkeiten, von denen nicht erwartet wird, dass sie sich
unter normalen Umständen herauskristallisieren, wie z.
B. die Fair-Value-Bewegungen bei Finanzderivaten und
latente Steuern auf Immobilienbewertungsüberschüsse,
sind daher ausgeschlossen. Da die Kennzahl auch wider-
spiegeln soll, was erforderlich wäre, um das Unterneh-
men auf der Grundlage seiner aktuellen Kapital- und Fi-
nanzierungsstruktur über die Investitionsmärkte nachzu-
bilden, sollten damit verbundene Kosten wie Grunder-
werbsteuern einbezogen werden.
EPRA Net Tangible Assets
Die der Berechnung des EPRA Net Tangible Assets zu-
grundeliegende Annahme geht davon aus, dass Unter-
nehmen Vermögenswerte erwerben und veräußern,
wodurch bestimmte Niveaus an latenten Steuerverbind-
lichkeiten herauskristallisiert werden.
EPRA Net Disposal Value
Aktionäre sind daran interessiert, den vollen Umfang
der Verbindlichkeiten und den daraus resultierenden
Shareholder Value zu verstehen, wenn die Vermögens-
werte des Unternehmens verkauft und/oder die Verbind-
lichkeiten nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden. Zu
1)
Quelle: EPRA – Best Practices Recommendations Guidelines (Oktober
2019)
diesem Zweck bietet der EPRA Net Disposal Value dem
Leser ein Szenario, in dem latente Steuern, Finanzinstru-
mente und bestimmte andere Anpassungen in ihrem vol-
len Umfang berechnet werden, einschließlich der nicht
in der Bilanz ausgewiesenen Steuerbelastung, abzüglich
der daraus resultierenden Steuern. Diese Kennzahl sollte
nicht als "Liquidations-NAV" betrachtet werden, da die
beizulegenden Zeitwerte in vielen Fällen keine Liquidati-
onswerte darstellen.
Der Net Asset Value (IFRS) lag am 31.12.2021
bei 3.290,9
Mio. € (32,68 € je Aktie), gegenüber
3.128,3
Mio. € zum Jahresende 2020 (33,63 € je Aktie)
– ein R
ückgang von –2,2% auf verwässerter Basi
s
(–2,8% je Akti
e). Diese Veränderung reflektiert nebe
n
dem Ja
hresergebnis in Höhe von 479,6
Mio. € auch die
sonstigen Änderungen im Eigenkapital wi
e insbesondere
die Wandlung der Wandelanleihe (282,2
Mio. €) sowie
die Au
sschüttung von Dividenden (–604,2
Mio. €). Letz-
tere beinhaltet neben der regulären Dividende
(100,6
Mio. €) auch Sonderdividenden (503,2 Mio. €,
siehe daz
u Kapitel „Kapitalmär
kte“).
D
er EPRA Net Tangible Assets (NTA) stand zum Stich-
tag bei 4.033,9
Mio. € und damit 0,9% über dem Wert
zum Jahresende 2020 (3.999,3
Mio. €). Dies entspricht ei-
nem EPRA NTA je Aktie von 40,05
€, der auf ähnlichem
Niveau des EPRA NTA zum 31.12.2020 in Höhe von
40,09
€ je Aktie liegt.
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug
zum Stichtag 100.716.389 Stück (31.12.2020: 99.747.036,
verwässert). Die Werte je Aktie in der nachstehenden Ta-
belle werden auf verwässerter Basis dargestellt und re-
flektieren damit den Verwässerungseffekt im Zusammen-
hang mit der begebenen Wandelanleihe des Konzerns
(200
Mio. €), welche über den Betrachtungszeitraum voll-
ständig gewandelt wurde (siehe dazu Kapitel „Kapital-
märkte“).
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
4
KONZERNLAGEBERICHT
NET ASSET VALUE (NRV, NTA UND NDV NACH EPRA)
Mio. € 31.12.2021 31.12.2020
EPRA NRV EPRA NTA EPRA NDV EPRA NRV EPRA NTA EPRA NDV
IFRS Eigenkapital der Aktionäre 3.290,9 3.290,9 3.290,9 3.128,2 3.128,2 3.128,2
i) Hybride Finanzinstrumente (Wandelschuldverschreibung) 0,0 0,0 0,0 235,3 235,3 235,3
Verwässerter NAV 3.290,9 3.290,9 3.290,9 3.363,5 3.363,5 3.363,5
ii.a) Neubewertung von IP (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) 11,9 11,9 10,0 9,7 9,7 8,2
ii.b) Neubewertung IPUC (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
ii.c) Neubewertung sonstiger Vermögensgegenstände 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
iii) Neubewertung von als Finanzierungsleasing gehaltenen
Mietvertr
ägen
0,
0
0,
0 0,0 0,0
0,
0 0,0
iv) Neubewertung von zu Veräußerungszwecken gehaltenen
Vermögensgegenst
änden 149,4
124,5
110,5 151,0
138,8
110,9
Verwässerter NAV zum Marktwert 3.452,2 3.427,3 3.411,4 3.524,2 3.512,0 3.482,5
v) Latente Steuern in Bezug auf Marktwertgewinne von IP 694,9 598,6 531,2 451,9
vi) Marktwert von Finanzinstrumenten 12,9 9,2 40,5 37,4
vii) Goodwill als Ergebnis der latenten Steuern –1,2 –1,2 –1,2 –2,0 –2,0 –2,0
viii.a) Goodwill gemäß der IFRS-Bilanz 0,0 0,0 0,0 0,0
viii.b) Immaterielle Vermögenswerte gemäß der IFRS-Bilanz 0,0 0,0
ix) Marktwert der festverzinslichen Schulden –16,4 –57,2
x) Neubewertung von immateriellen Gütern zum fairen Wert 0,0 0,0
xi) Erwerbsnebenkosten 291,7 0,0 252,8 0,0
NAV 4.450,5 4.033,9 3.393,8 4.346,7 3.999,3 3.423,4
Anzahl der Aktien (voll verwässert) 100.716.389 100.716.389 100.716.389 99.747.036 99.747.036 99.747.036
NAV je Aktie in € 44,19 40,05 33,70 43,58 40,09 34,32
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen
Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung
des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsin-
dikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instru-
ment. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren
und für ein Value-Management messbar zu machen, die
zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts
beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der auf das
eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Re-
turn on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kal-
kulatorischen Eigenkapitalkosten zu erreichen und damit
Shareholder Value zu generieren. Der RoE 2021 auf Basis
des Konzernergebnisses liegt mit 14,9% (2020: 8,3%)
deutlich über diesem Zielwert. Der Anstieg zum Vorjahr
ist im Wesentlichen auf das signifikant höhere Immobili-
enneubewertungsergebnis zurück zu führen. Mit der er-
folgreichen strategischen Ausrichtung und Positionierung
von CA Immo in den letzten Jahren wurden die Weichen
für die nachhaltige Erwirtschaftung einer Eigenkapital-
rendite gestellt, die über den Eigenkapitalkosten der
Gruppe liegt (siehe Kapitel „Strategie“).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steue-
rung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten
Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV)
je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds
from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben
bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je
Aktie“ im Umschlag des Geschäftsberichtes).
KONZERNLAGEBERICHT
4
5
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg dar-
stellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt
wird, sind diesen eine Reihe sonstiger unter anderem
nichtfinanzieller Leistungsindikatoren vorgelagert, die für
die Messung und Steuerung des operativen Geschäftsver-
laufs wesentlich sind:
– Vermietungsquote ist ein Indikator für die
Qualität und
den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die wirt-
schaftliche Vermietungsquote der CA Immobilien
Anlagen AG betrug im Bestandsportfolio
rund 89%
(rund 95% per 31. Dezember 2020)
1)
.
– Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermiete-
ten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobi-
lienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirt-
schaftenden Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die
Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus.
Das Immobilienportfolio der CA Immobilien Anlagen AG
weist zum 31. Dezember 2021 eine Leerstandsquote von
rund 11% aus (31. Dezember 2020: rund 5%).
– WAULT – Weighted Average (Unexpired) Lease Term ist
ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilien-
bereich. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittliche
Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft sich
in der CA Immobilien Anlagen AG per 31. Dezember
2021 auf 3,9 Jahre (31. Dezember 2020: 4,0 Jahre).
– Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend
für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des
Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen
Businesslagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
1)
2021: Exkl. selbst genutzte Immobilien sowie exkl. der 2021 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäude Mississippi House, Mis-
souri Park (Prag) und ZigZag (Mainz), die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden; 2020: exkl. selbst genutzte Immobilien sowie exkl. der Projektfer-
tigstellungen NEO (München) und der Quartiersgarage (Mainz), die sich zum 31.12.2020 noch in der Stabilisierungsphase befanden
– Nachhaltigkeitszertifizierung: Die Entwicklung von
nachhaltigen Gebäuden für das eigene Portfolio zur Stei-
gerung der Qualität des Gebäudebestands ist seit vielen
Jahren ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstra-
tegie von CA Immo. Um einen transparenten, internatio-
nal vergleichbaren und objektivierten Nachweis der Ge-
bäudequalität über das gesamte Portfolio hinweg erbrin-
gen zu können, lässt CA Immo auch strategische Core-
Bestandsgebäude zertifizieren.
– Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Or-
ganisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den
Kernmärkten sichern effiziente Bewirtschaftung und
Mieterbindung.
– Reduktion der CO
2
-Emissionsintensität des Bestands-
portfolios als Indikation für eine gezielte aktive Verbes-
serung der energetischen Leistung der Gebäude und
dadurch Erhöhung der Attraktivität des Bestandsportfo-
lios. CA Immo konzentriert sich dabei insbesondere auf
Maßnahmen wie Erhöhung der Energieeffizienz der Ge-
bäude, Renovierungsmaßnahmen und Modernisierung,
den schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energiequel-
len sowie die Übernahme eigener Projektfertigstellun-
gen, die unter nachhaltigen Aspekten realisiert wurden,
in den eigenen Bestand.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug
auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie
hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Be-
kämpfung von Korruption und Bestechung werden im
ESG-Bericht ausführlich dargestellt bzw. erläutert.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
46
KONZERNLAGEBERICHT
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
MIT WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Welt-
wirtschaft erschüttert. Die unmittelbaren globalen Aus-
wirkungen werden eine höhere Inflation, ein geringeres
Wachstum und Verwerfungen auf den Finanzmärkten
sein. Die Krise hat die Unsicherheit und Volatilität auf
den globalen Aktien- und Finanzmärkten erheblich er-
höht. Die wichtigsten Aktienindizes haben sich seit dem
Ausbruch der Krise negativ entwickelt und die Märkte für
unbesicherte Finanzierungen waren für eine gewisse Zeit
vollständig geschlossen bzw. sind derzeit nur sehr einge-
schränkt zugänglich. Das Risiko einer weiteren Eskalation
des Konflikts sowie zusätzlicher geopolitischer Spannun-
gen gilt es weiterhin zu beobachten.
Die CA Immo Gruppe hat keine Immobilien in Russland
oder der Ukraine im Portfolio, die Entwicklungen auf den
A
ktien- und Finanzmärkten werden sehr genau beobach-
tet. Darüber hinaus begegnen wir dem Wechselkursrisiko,
indem wir die Mieten grundsätzlich an den Euro koppeln
und liquide Mittel in Fremdwährungen laufend in Euro
konvertieren. Damit ist die CA Immo Gruppe keinem we-
sentlichen Währungsrisiko ausgesetzt.
Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden
Sanktionen und Gegenmaßnahmen können Auswirkun-
gen auf die Bilanz der CA Immo Gruppe haben. Die globa-
len Auswirkungen des Krieges könnten sich auf die Be-
wertung von Forderungen und die Berechnung der erwar-
teten Kreditausfälle auswirken. Weiters ist bei der Bewer-
tung von Immobilien aufgrund der Unsicherheit erhöhte
Vorsicht geboten. Wir evaluieren laufend die aktuellen
Entwicklungen und möglichen Auswirkungen auf das
Unternehmen. Trotz der Ungewissheit und möglicher di-
rekter und indirekter Auswirkungen geht die CA Immo
Gruppe davon aus, dass der Russland-Ukraine-Krieg die
erfolgreiche Geschäftstätigkeit des Unternehmens lang-
fristig nicht beeinträchtigen wird.
Das Auftauchen neuer Covid-19-Varianten könnte die
Pandemie weiter anheizen und zu einer erneuten wirt-
schaftlichen Störung führen. Um das Risiko weiterer ge-
fährlicher Covid-19-Varianten zu verringern, ist ein welt-
weiter Zugang zu Impfstoffen, Tests und Behandlungen
unerlässlich. Dazu müssen die Vorräte aufgestockt, die
Versorgungssysteme in den einzelnen Ländern verbessert
und die internationale Verteilung gerechter gestaltet wer-
den. Darüber hinaus bedeuten Unterbrechungen der Ver-
sorgungskette, die Volatilität der Energiepreise und der
lokale Lohndruck, dass die Unsicherheit hinsichtlich der
Inflation und des geldpolitischen Kurses groß ist. Wenn
die führenden Volkswirtschaften die Leitzinsen anheben,
könnten Risiken für die Finanz
stabilität und die Kapital-
ströme, Währungen und Haushaltspositionen der Schwel-
len- und Entwicklungsländer entstehen, zumal die Ver-
schuldung in den letzten zwei Jahren erheblich gestiegen
ist.
Portfolio - Strategie
Neben der verstärkten Fokussierung des Portfolios auf
Class-A-Bürogebäude in den Kernmärkten Berlin, Mün-
chen, Wien, Prag und Warschau liegt unser Fokus weiter-
hin auf Nachhaltigkeit und intensiver Mieterbindung.
Ziel ist es, mit unseren Gebäuden das beste Produkt, die
beste Betreuung und die größtmögliche Flexibilität für
unsere Mieter zu bieten.
Die besondere Synergie, ein erfahrener Entwickler von
Green Buildings und Manager eines internationalen
Class-A-Büroportfolios in attraktiven Metropolregionen
zu sein, macht uns zum idealen Partner für Blue-Chip-
Unternehmen. Diese Stärken wollen wir nutzen und wei-
ter ausbauen, um unsere gute Marktposition langfristig zu
festigen.
Der gewinnbringende Verkauf von nicht-strategischen
Objekten im Rahmen des strategischen Kapitalrotations-
programms soll zudem zu einem starken EBITDA-wirksa-
men Verkaufsergebnis und einem entsprechenden Liqui-
ditätszufluss führen. Die Reinvestition der Verkaufserlöse
in Akquisitionen von strategischen Anlageobjekten oder
in die Entwicklungspipeline des Unternehmens zielt auf
die Optimierung der Qualität des Portfolios hinsichtlich
Lage, baulicher und nachhaltiger Qualität sowie de
r Effi-
zienz der Bewirtschaftung.
Im Zuge dieses Programms zur Portfolio-Optimie
rung ha-
ben wir gemeinsam mit dem Aufsichtstrat von CA Immo
den Start der Evaluierung aller strategischen Optionen für
Rumänien beschlossen, einschließlich eines potenziellen
Verkaufs des ge
samten Portfolios.
Developme
nt
Im Jahr 2021 konnten wir mit der Fertigstellung von Bü-
roprojekten in Prag und Mainz wie geplant drei weitere
eigene Projektfe
rtigstellungen in unser Portfolio aufneh-
men. Das größte Entwicklungsprojekt der CA Immo, ONE
in Frankfurt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von
rund 430
Mio. €, wird im zweiten Qua
rtal 2022 fertigge-
stellt. Weiters wird das Büroprojekt Grasblau in Berlin
(Ge
samtinvestitionsvolumen von rund 70
Mio. €) voraus-
sichtlich gegen Ende des Geschäftsjahres fertiggestellt.
Die Entwicklung von umfangreichen Grundstückreser-
ven in zentralen Lagen in den deutschen Metropolen
AUSBLICK
KONZERNLAGEBERICHT
4
7
München, Frankfurt und Berlin stellen für CA Immo ein
signifikantes langfristiges organisches Wachstumspoten-
zial dar, welches bei Vorliegen von erforderlichen Voraus-
setzungen und Rahmenbedingungen sukzessive realisiert
werden soll.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2022 geplanten Ge-
schäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in de-
nen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf
Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren
umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzie-
rungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken
auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapital-
marktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit ein-
hergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-In-
vestmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Aus-
wirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwick-
lungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfak-
toren sowie der Verfügbarkeit von dafür erforderlichen
externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– CA Immo ist darauf angewiesen, dass Unternehmen im
Zuge des Rückgangs der Pandemie wieder in ihre physi-
schen Büros zurückkehren. In diesem Zusammenhang
ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digita-
ler Arbeitsprozesse und die Etablierung von „Work-
from-Home“ mittelfristig auf die Nachfrage nach Büro-
immobilien auswirken werden.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risi-
ken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des je-
weiligen Immobilienmarktes.
Dividende
Anfang November 2021 beantragte der Mehrheitsaktio-
när SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Einberufung einer au-
ßerordentlichen Hauptversammlung, um eine Sonderdivi-
dende in Höhe von 5,00
€ je dividendenberechtigter Aktie
zu beschließen, die in zwei Tranchen an alle Aktionäre
ausgezahlt werden soll. Die außerordentliche Hauptver-
sammlung fand am 30. November 2021 statt und be-
schloss, die vorgeschlagenen Beschlüsse anzunehmen.
Nach eingehender Prüfung haben wir beschlossen, der
am 5. Mai 2022 stattfindenden Hauptversammlung vorzu-
schlagen, von der bisherigen Dividendenpolitik abzuwei-
chen und den gesamten Bilanzgewinn des Geschäftsjah-
res 2021 auf neue Rechnung vorzutragen. Hintergrund
dieser Entscheidung ist die Tatsache, dass, wie oben dar-
gestellt, bereits im Geschäftsjahr 2021 aus dem Bilanzge-
winn zum 31. Dezember 2020 eine Dividende in Höhe
von 3,50
€ je Aktie ausgeschüttet wurde und im laufen-
den Geschäftsjahr am 15. März 2022 eine weitere Divi-
dende von 2,50
€ je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet
wurde. Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen
geopolitischen Umfelds und der gestiegenen Unsicherheit
und Volatilität an den Märkten ist für das Geschäftsjahr
2021 keine zusätzliche Dividendenzahlung geplant.
Jahreszielsetzung 2022
Die profitable Verkaufstätigkeit von nicht-strategischen
Liegenschaften im Rahmen des strategischen Kapitalrotati-
onsprogramms soll weiter zu einem starken EBITDA-wirk-
samen Verkaufsergebnis und entsprechendem Liquiditäts-
zufluss führen. Wir planen die finanzielle Jahreszielset-
zung für das Geschäftsjahr 2022 im Laufe des Jahres zu
konkretisieren.
.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
48
In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022 sind fol-
gende Aktivitäten zu berichten:
CA Immo setzte ihr strategisches Kapitalrotationspro-
gramm zur Fokussierung des Portfolios auf hochwertige,
nachhaltige Büroimmobilien in erstklassigen Lagen An-
fang 2022 mit diversen An- und Verkäufen weiter fort.
Akquisitionen
Im Februar 2022 hat CA Immo in bester Düsseldorfer In-
nenstadtlage ein rd. 10.400
m² Mietfläche großes Büroge-
bäude (Kasernenstraße 67) erworben. Das Bürogebäude
wurde erst kürzlich umfassend modernisiert und lang-
fristig als Headquarter an ein in Deutschland führendes
Fin-Tech Unternehmen vermietet.
Das Bürogebäude „Kasernenstraße 67“ liegt in bester, zentraler Lage im be-
gehrten Central Business District (CBD) von Düsseldorf.
Verkäufe
Im Jänner hat CA Immo den Verkauf des ungarischen
Bürogebäudes R70
erfolgreich unterzeichnet und abge-
schlossen.
Im Februar 2022 wurde mit dem Verkauf des Meininger
Hotel Frankfurt (4.750 m
2
Bruttogrundfläche) sowie eines
Hotels in der Bodenseestraße im Münchner Stadtteil
Aubing die Veräußerung von zwei deutschen Hotelgebäu-
den erfolgreich abgeschlossen.
Dividende
Anfang November 2021 beantragte der Mehrheitsaktio-
när SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Einberufung einer au-
ßerordentlichen Hauptversammlung, um eine Sonderdi-
vidende in Höhe von 5,00
€ je dividendenberechtigter
Aktie zu beschließen, die in zwei Tranchen an alle Aktio-
näre ausgezahlt werden soll. Die außerordentliche Haupt-
versammlung fand am 30. November 2021 statt und be-
schloss, die vorgeschlagenen Beschlüsse anzunehmen.
Nach eingehender Prüfung haben wir beschlossen, der
am 5. Mai 2022 stattfindenden Hauptversammlung vor-
zuschlagen, von der bisherigen Dividendenpolitik abzu-
weichen und den gesamten Bilanzgewinn des Geschäfts-
jahres 2021 auf neue Rechnung vorzutragen. Hintergrund
dieser Entscheidung ist die Tatsache, dass, wie oben dar-
gestellt, bereits im Geschäftsjahr 2021 aus dem Bilanzge-
winn zum 31. Dezember 2020 eine Dividende in Höhe
von 3,50
€ je Aktie ausgeschüttet wurde und im laufen-
den Geschäftsjahr am 15. März 2022 eine weitere Divi-
dende von 2,50
€ je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet
wurde. Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen
geopolitischen Umfelds und der gestiegenen Unsicher-
heit und Volatilität an den Märkten ist für das Geschäfts-
jahr 2021 keine zusätzliche Dividendenzahlung geplant.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert
die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroim-
mobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren,
dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel bewirt-
schaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Verän-
derungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von
Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt anderer-
seits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäu-
dekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten. Aktu-
ell stehen hierbei u. a. neue Anforderungen in Bezug auf
Energieeffizienz, Umweltschutz und Schutzmaßnahmen in
Bezug auf Virusinfektionen (Pandemieschutz) im Fokus.
Im Zuge ihrer theoretischen und praktischen For-
schungstätigkeit kooperiert CA Immo mit Einrichtungen,
die sich mit immobilienrelevanter Forschung beschäftigen.
So ist CA Immo z. B. Partner des Verbundprojekts Office
21 des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Orga-
nisation (IAO, www.office21.de) und des Real Estate Inno-
vation Network REIN mit dem Ziel, externe und interne In-
novationsansätze zu evaluieren und frühzeitig zu pilotie-
ren. Zusätzlich ist CA Immo aktives Mitglied in relevanten
Plattformen der Immobilienwirtschaft (Details zu unseren
Mitgliedschaften finden Sie im ESG-Bericht.
NACHTRAGSBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
9
RISIKOBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
5
0
RISIKOMANAGEMENT BEI CA IMMO
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von
CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist
ein erfolgreiches Management bestehender und neu auf-
tretender Risiken entscheidend. Um bestehende Markt-
chancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenzi-
ale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem
Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risi-
komanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen
wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwor-
tungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Cor-
porate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf
folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für un-
sere Identität und unseren Geschäftserfolg. Da
her ist die
Einhaltu
ng etablierter Grundsätze der Corporate Gover-
nance und unseres Wertemanagements (Code
of Ethics,
Code of Co
nduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokul-
tur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobe-
wusstseins und die bewusste Befassung mit Ri
siken im
T
agesgeschäft – sowohl für das Managemen
t als auch für
j
eden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Um-
gang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw.
dem
G
eschäftsmodell von CA Immo
resultierenden Risiken.
Sie legt den Ra
hmen zu Art, Ausmaß und Angemessen-
heit von Risiken fest und reflektiert so die unterneh-
menseigene Definition eines „vernünftigen
“ Umgangs
mit Risiken.
Strategisch
e Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des in 2019 etab-
lierten Corporate Development Komitees sowie des Auf-
sichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo
Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest,
die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele
zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risi-
kolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien
zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird
der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement un-
terstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss
mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Fi-
nanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Be-
darfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft
(wie beispielsweise zum Thema „Covid-19-Pandemie“).
Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung
einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung
der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung
von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit
soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensaus-
richtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen
optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei
CA Immo quartalsweise im Rahmen von Reportings, die
u. a. auf Basis der Ergebnisse des Risikoausschusses er-
stellt werden. Die Risikoevalu
ierung findet sowohl auf
Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf
(Teil-)Port-
folioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikato-
ren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine konti-
nuierliche Überwachung von Mietvertragslauf
zeiten und
Kü
ndigungsmöglichkeiten sowie die kontinui
erliche
Überwachung der
Baukosten bei
Projektrealisierungen.
Szenariendarst
ellungen hinsichtlich Wertent
wicklung
des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditäts-
planu
ng ergänzen die Risikoberichterstattung und erhö-
hen die Planungssicherheit. Dem Vorsorge
prinzip trägt
CA Immo Rech
nung, indem Mehr-Jahres-Planungen un
d
Investitionsentscheidungen den gesamten zeit
lichen An-
lagehorizont der Investitionen umfassen. Zusä
tzlich führt
CA Immo nun
mehr jährlich eine Inventarisierung un
d
Evaluieru
ng der Einzelrisiken nach In
halt, Auswirkung
und Ei
ntrittswahrscheinlichkeit durch. Zudem
erfolgt
eine jährliche Aktualisierung
im Hinblick auf die ge-
schätzten Auswirkungen auf das Ergebnis, Vermögen bzw.
die Liquidität von CA Immo („Schadensausm
aß“) und die
Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines J
ahres. Da
bei
werden bereits
implementierte Maßnahmen und Kontrol-
len berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Di
ese
Daten die
nen dem Vorstand als Grundlage für die Bestim-
mung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Ver-
folgung der strategischen Ziele
als vertretbar erachtet. Hat
der Vorsta
nd die Strategie verabschiedet,
wird sie in die
3-Jahres-Plan
ung des Konzerns eingebunde
n und trägt
dazu bei, die Ri
sikobereitschaft und Erwartunge
n des
Kon
zerns intern wie auch extern zu kommuni
zieren.
D
ie Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe
von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch
Controllingprozesse kontinuierlich überwacht und doku-
mentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unter-
nehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in
alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden und
trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden
grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-
Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhän-
KONZERNLAGEBERICHT
51
gige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Be-
darf werden externe Experten hinzugezogen. In der Be-
richterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergeb-
nisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des
Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird
jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anfor-
derungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichisc
hen Corpo-
rate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem
Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLLSYSTEMS (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle
Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstel-
lung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungs-
mäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der
maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unterneh-
mensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Manage-
mentprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsab-
läufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzude-
cken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten.
Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstel-
lung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichter-
stattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Be-
reiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebun-
den. Die Verantwortung für die Implementierung und
Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lo-
kalen Management. Die Geschäftsführer der Tochterge-
sellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrol-
len durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu doku-
mentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichproben-
weise von der Konzernrevision überprüft und die
Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich
evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die
jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA
Immo sowie mindestens einmal jährlich an den
Prüfungsausschuss berichtet.
AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE
Wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr war auch das
Jahr 2021 gesamtheitlich von den Auswirkungen der glo-
balen Covid-19-Pandemie geprägt. Viele Länder haben er-
neut allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen
verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen
Sektoren weiterhin stark beeinträchtigt.
Auch die Immobilienbranche spürt bereits jetzt die Fol-
gen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein
deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten
und Liquidität auf. Nach wie vor müssen Hotels wegen
geringer Auslastungsraten schließen. Der Einzelhandel
verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt ver-
mehrt Anfragen hinsichtlich Mietstundung bzw. Mietre-
duktion. Baustellen können teilweise nicht wie geplant
betrieben werden. CA Immo spürt im Bereich der Baustel-
len die ersten Folgen, dennoch kam es selbst nach zwei
Jahren Pandemie bisher zu keinen wesentlichen zeitlichen
oder finanziellen Einbußen. Die kurz- und langfristigen
wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
auf die Immobilienmärkte sind allerdings weiterhin
höchst ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komple-
xer und schwerwiegender werden sich die Auswirkungen
gestalten. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.
Die Volatilität und Unsicherheiten an den Aktienmärk-
ten, Gewinnwarnungen von Unternehmen sowie negative
wirtschaftliche Prognosen im Zusammenhang mit der Co-
vid-19-Pandemie unterstreichen deren potenzielle Gefahr
für die europäische und globale Wirtschaft. Die tatsächli-
chen Auswirkungen können insbesondere aufgrund der
dynamischen Entwicklungen nicht abschließend beurteilt
werden, unterliegen jedoch einer permanenten Evaluie-
rung. Temporäre Einschränkungen des Betriebsverlaufs
(auch verursacht durch Ausgangsbeschränkungen/Aus-
gangssperren, Grenzschließungen, Schul- und Geschäfts-
schließungen sowie weitere Maßnahmen) können jedoch
bei der CA Immo Gruppe, bei Mietern, Kunden, Lieferan-
ten sowie Behörden eintreten. Die daraus resultierenden
finanziellen, allgemein geschäftlichen und immobilien-
spezifischen Folgen sind nicht gänzlich absehbar (z. B.
nicht vertragskonformer Zahlungseingang von Mieten,
Verzögerungen von Bautätigkeiten, Auswirkungen auf die
Immobilienmärkte, Entwicklung der Covenants bei Finan-
zierungen, Konsequenzen für geplante Immobilientrans-
aktionen). CA Immo setzt aber auf eine Vielzahl mögli-
cher Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Gruppe
so gering wie möglich zu halten.
INVESTMENT PROPERTY RISIKEN
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der
Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von
der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobi-
lienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung
beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschafts-
lage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflations-
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KONZERNLAGEBERICHT
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rate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie des Zins-
niveaus. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Fak-
toren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Ar-
beitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für
die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente
eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außer-
halb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten
negative Auswirkungen auf die gesamte europäische
Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nati-
onen wie beispielsweise Deutschland und Österreich ha-
ben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor
negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirt-
schaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach
Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermie-
tungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität
von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche
Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und
Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfäl-
len von Geschäftspartnern führen. Bei mangelnder Liqui-
dität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Ri-
siko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur
zu sonst inakzeptablen Konditionen veräußern zu können,
um die Ausrichtung des Immobilienportfolios strategisch
zu justieren.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der
Mietpreise auc
h von den immobilienwirtschaftlichen An-
fangsrenditen abhängig. Aufgrund des allgemeinen Markt-
umfeldes besteht weiterhin die Gefahr, dass Anfangsrendi-
ten für Gewerbeimmobilien wieder nach oben korrigieren.
Das historisch außergewöhnlich hohe Preisniveau für Im-
mobilieninvestitionen bzw. das niedrige Niveau der Im-
mobilienrenditen birgt somit Risiken für die Immobilien-
werte des CA Immo Portfolios. Aufgrund des anhaltenden
Anlagedrucks von Investoren besteht zudem die Gefahr,
dass Immobilien nur noch überteuert gekauft werden kön-
nen. Generell ist nicht auszuschließen, dass im Zusam-
menhang mit einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus
auch die Renditen für Immobilien steigen und die Immo-
bilienwerte in weiterer Folge zurückgehen werden.
Angesichts der unsicheren zukünftigen Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie samt den damit in Zusammen-
hang stehenden gegenwärtigen und künftigen Reaktionen
auf die Immobilienmärkte und der Schwierigkeit, zwi-
schen kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen
strukturellen Marktveränderungen unterscheiden zu kön-
nen, überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewer-
tungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen ex-
ternen Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal
2021, wurden die Werte für das Immobilienvermögen
zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf Basis verbindlicher
Kaufverträge bzw. auf Grundlage der externe
n Bewertun-
gen angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außer-
gewöhnlichen Umstände sowie des derzeit niedrigen
Transaktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen
vor allem in den Kernmärkten Österreich und Osteuropa
auch weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen
werden als dies sonst der Fall ist. Weitere Informationen
zu den Veränderungen der Marktwerte finden Sie im Ka-
pitel „Immobilienbewertung“.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite
Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko
begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategi-
sche Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eige-
nen Mitarbeite
rn vor Ort sowie durch eine angepasste re-
gionale
Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus
liegt hier auf Märkten, die langfristige strukturelle Trends
wie zunehmende Urbanisierung, eines positiven demo-
grafischen Wandels und der strukturellen Angebots-
knappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufwei-
sen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie,
kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine ge-
z
ielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen
Entscheidungen (z. B. Festlegung
von Exitstrategien, Mit-
telfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige
Reaktion auf wirtsc
haftliche und politische Ereignisse. Ei-
nem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch ge-
zielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwachen
Investme
ntmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement
soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewo-
ge
ne Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in
Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE
Märkten
tätig. Mit einem Anteil von 60% des Gesamtportfolios ist
Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo.
Die regionale Portfoliozielverteilung sieht eine mittelfris-
tige Zielgröße de
s Deutschland Anteils von 60 bis 65%
vor. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index,
der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating
unterstützt. Hierfür wird ein a
ggregierter EBITDA-Beitrag
von Deutschland, Österreich und Polen von mehr als
50% ang
estrebt. In Punkto Assetklassen konzentriert sich
CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büro-
immobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-La-
ge
n. Im Geschäftsfeld Development werden auch Grund-
stückse
ntwicklungen und Bauprojekte mit anderen Nut-
zungsarten (z. B. Wohnen, Hotel) realisiert, die in der Re-
ge
l nach erfolgreicher Entwicklung oder Fertigstellung
veräußert werden.
KONZERNLAGEBERICHT
5
3
Für Einzelinvestments definiert CA Immo das Konzent-
rationsrisiko aktuell mit einem Grenzwert von 5% des
Gesamtportfolios. Zum Bilanzstichtag fallen lediglich das
Bürogebäude Skygarden in München sowie die Projekt-
entwicklung ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Insge-
samt zeigt das Portfolio ein hohes Maß an Diversifikation:
Die Top 10 Assets der Gruppe repräsentieren weniger als
ein Drittel des Gesamtportfolios. Das Konzentrationsri-
siko in Bezug auf Einzelmieter ist ebenfalls überschaubar:
Per 31. Dezember 2021 wurden rund 22% der Mietein-
nahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem An-
teil von rund 3% an den Gesamtmieterlösen sind Price-
waterhouseCoopers, gefolgt von der Intercity Hotel GmbH
aktuell die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell
sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnah-
men über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter ent-
fallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA)
eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäu-
den gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei
denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet
(AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario wer-
den Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen
Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen
Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnah-
men aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Ge-
samtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus
sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-
Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren
wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Markt-
wert von mehr als 100
Mio. € in derselben Stadt, dem
Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspart-
nern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und
quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt wer-
den können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßi-
gen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Län-
dern, in denen CA Immo tätig ist, hat ebenso eine wesent-
liche Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietaus-
fälle. Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Miet-
verträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und
geeignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig
an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und
den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität
eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftli-
chen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken,
was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen
Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen ent-
schließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad auf-
rechtzuerhalten.
Alle Kernstädte von CA Immo verzeichneten durch die
herausfordernden Rahmenbedingungen und wirtschaftli-
chen Auswirkungen der Pandemie bereits eine rückläu-
fige Büroflächennachfrage bzw. einen Anstieg der Leer-
standsraten. Nachdem sowohl die Transaktions- als auch
die Vermietungsaktivitäten deutlich reduziert wurden, ist
auch zukünftig mit längeren Vermarktungs- und Leer-
standszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen.
Da die Nachfrage nach Büroflächen vor allem von der ge-
samtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, bleibt abzu-
warten, wie sich die in 2021 teilweise rückläufigen Büro-
flächenumsätze im Geschäftsjahr 2022 entwickeln wer-
den. Darüber hinaus ist offen, wie sich die krisenbedingte
Ausweitung digitaler Arbeitsprozesse und der Ausbau
des Home-Office mittelfristig auf die Nachfrage nach Bü-
roimmobilien auswirken werden. Es ist nicht auszu-
schließen, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenan-
mietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft
noch stärker prägen könnten.
CA Immo ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel,
Einzelhandel) mit unterschiedlichen Anträgen auf Redu-
zierung der Mietzahlungen konfrontiert. Die rechtlichen
Rahmenbedingungen sind von Land zu Land unterschied-
lich. Im Falle von Covid-19-bedingten behördlichen Be-
triebsschließungen oder -einschränkungen gibt es nach
österreichischem Recht ein spezielles gesetzliches Miet-
zinsminderungsrecht, während in anderen Ländern man-
gels spezifischer gesetzlicher Vorschriften grundsätzlich
eine Mietzinszahlungspflicht besteht und ein Mietzins-
minderungsrecht nur ausnahmsweise und im Einzelfall
über allgemeine Rechtsinstitute (wie dem Wegfall der Ge-
schäftsgrundlage) begründet werden kann. Abweichende
vertragliche Regelungen können allerdings ebenfalls ein
Mietzinsminderungsrecht eines Mieters begründen. In-
wieweit die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-
Pandemie zur Insolvenz einzelner Mieter und damit zu
einem Anstieg der Leerstände führen werden, lässt sich
nach wie vor noch nicht abschätzen und hängt weitge-
hend von der Dauer der Krise ab. Vor allem das Hotelge-
werbe, die Gastronomie und der nicht systemrelevante
Einzelhandel leiden erheblich unter der herrschenden Si-
tuation. Je nach Asset-Klasse ist weiterhin mit Mieterläs-
sen, Mietminderungen und Mietstundungen zu rechnen.
CA Immo begegnet diesem Risiko u. a. durch Analysen
des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie des
Cash-flows und führt verschiedene Analyseszenarien zur
Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier
immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch geziel-
tes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forde-
rung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf
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Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko
in der Gruppe trotz der negativen Auswirkungen der Pan-
demie auf einzelne Mieter auf einem niedrigen Niveau ge-
halten. Aufgrund der noch nicht final einschätzbaren
wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
sind weitere Einbußen an Mieteinnahmen nicht auszu-
schließen. Sämtliche offene Forderungen werden quar-
talsweise bewertet und entsprechend ihres Risikogehalts
wertberichtigt. Das Ausfallsrisiko wurde im Ansatz des
Immobilienwertes ausreichend berücksichtigt. Viele Miet-
verträge der Gruppe beinhalten Wertsicherungsklauseln,
zumeist unter Bezugnahme auf den länderspezifischen
Verbraucherpreisindex. Daher ist die Höhe der Erträge
aus derartigen Mietverträgen sowie bei Neuvermietung
stark von der Inflationsentwicklung abhängig (Wertsiche-
rungsrisiko).
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte
Mieter intensiv; in vielen Märkten stehen die Mieten un-
ter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben,
könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise
zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über
die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nut-
zung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten
Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß
auch Sonder-Asset-Klassen wie Shopping-Center und Ho-
tels, deren Betrieb mit eigenen Risiken verbunden ist. Ein
schlechtes Center- oder Unternehmensmanagement der
Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zunehmende
Mitbewerbersituation können zu sinkenden Mietpreisen
bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu Mietein-
bußen und Problemen bei Neuvermietungen führen. Ob-
wohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, ist die Er-
tragslage der Gruppe von der Qualität des externen Hotel-
managements und der Entwicklung der Hotelmärkte ab-
hängig. Nicht zuletzt sind hier behördlich angeordnete
Pandemie-Maßnahmen wie Lockdowns anzuführen, die
insbesondere Hotelbetreiber als auch den Einzelhandel
stark in Mitleidenschaft ziehen.
RISIKEN AUS DEM GESCHÄFTSFELD DEVELOPMENT
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der
Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Er-
träge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Ent-
wicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschrei-
tungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden
sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die
außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann
den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträch-
tigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforde-
rungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann
dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um
diese Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkontrol-
len, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätspla-
nung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen erst
nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermietungs-
quote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst durch
Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird nur
in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder
Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an ver-
mietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und
geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase)
gemacht. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung
der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft er-
geben sich für CA Immo Risiken sowohl hinsichtlich der
(rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch
hinsichtlich der Baupreise und der Qualität. Dies ist mitt-
lerweile nicht nur in Deutschland – als Kernmarkt für
Projektentwicklungen – sondern in sämtlichen Kernregio-
nen von CA Immo spürbar. Trotz eingepreister Projektre-
serven ist nicht auszuschließen, dass ein weiterer Anstieg
der Baukosten Risiken für die Budgeteinhaltung und den
Gesamtprojekterfolg bedeuten könnte. Zudem besteht –
trotz defensiver Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich
die aktuellen Immobilienrenditen ändern und den ange-
strebten Projektgewinn (Developer Profit) schmälern.
CA Immo setzt daher auch im Bereich Development ver-
stärkt auf entsprechende Markt- und Kostenanalysen. Ins-
besondere unter den gegenwärtigen Marktbedingungen
aufgrund der Pandemie ist bei Projektentwicklungen mit
steigenden Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen,
schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermark-
tungszeiträumen und einem Mangel an aktuellen Ver-
gleichswerten die Beimessung eines höheren Unsicher-
heitsfaktors unvermeidlich. Grundstückswerte könnten
daher sehr viel stärker schwanken als dies unter norma-
len Umständen der Fall wäre. Die aktuell in Umsetzung
befindlichen Projekte bewegen sich überwiegend im Zeit-
und Kostenrahmen der genehmigten Projektbudgets und
werden hinsichtlich des Kostenrisikos kontinuierlich eva-
luiert.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöp-
fungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis
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5
hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlage-
objekten mit starken inhouse Kompetenzen nachhaltige
Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risi-
ken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöp-
fungskette maximiert (Developer Profit). Allerdings ber-
gen Grundstücksreserven und Baurechtschaffungspro-
jekte durch ihre hohe Kapitalbindung ohne laufende Zu-
flüsse spezifische Risiken (z. B. Genehmigungsrisiko),
bieten aber gleichzeitig durch die Herbeiführung oder
Verbesserung des Baurechtes erhebliches Chancenpoten-
zial auf Wertsteigerungen. Durch den Verkauf nicht-stra-
tegischer Grundstücksreserven werden die Risiken regel-
mäßig reduziert. Auf den verbleibenden Flächen wird die
Baurechtschaffung mit eigenen Kapazitäten zügig voran-
getrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein ausgewogenes
Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten bedeutet das
rund 85% ertragsstarke Investment Properties und rund
15% Developments in Realisierung inklusive Landbank
Reserven.
CA Immo realisiert einige Projektentwicklungen in Joint
Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs-
und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). Die
Gruppe ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien
ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung
könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solida-
risch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter
haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren
Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder
sonstige Haftungen tragen müssen.
FINANZRISIKEN
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-,
Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt
stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten
Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbe-
sondere zur Refinanzierung bestehender Kredite sowie
zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisi-
tionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von
Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches
Fremdkapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene
Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolon-
gieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzie-
rungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finan-
zierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab,
die nicht alle von der Gruppe beeinflusst werden können
(Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.). Dies kann die
Fähigkeit der Gruppe erheblich beeinträchtigen, den Fer-
tigstellungsgrad ihres Entwicklungsportfolios zu erhöhen,
in geeignete Akquisitionsprojekte zu investieren oder ih-
ren Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen nachzu-
kommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über
ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen
auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksich-
tigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obli-
gierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder
vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung
von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr,
dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzö-
gert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind.
Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschuss-
verpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei
Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzie-
rungen oder den von CA Immo begebenen Unterneh-
mensanleihen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im
Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berech-
tigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige
Rückzahlung zu fordern. Dies könnte die Gruppe dazu
zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen
zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider
Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strate-
gischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das In-
vestment Grade – Long Term Issuer Rating von Moody’s
(aktuell Baa3 mit Ausblick negativ) auf einem akzeptab-
len Niveau zu halten, bedarf es zudem einer adäquaten
Eigenkapitalausstattung.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem
kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarun-
gen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -si-
cherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziel-
len Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem
sichert sich die Gruppe zur Aussteuerung von Liquidi-
tätsspitzen eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentli-
nie auf Ebene der Konzernmutter (z. B. 3-jährige RCF über
300
Mio. €). Damit wird konzernweit sichergestellt, dass
auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient
werden kann. Dem Anlagehorizont für Immobilien ent-
sprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abge-
schlossen. Als Grundregel gilt, dass vor Abschluss von
verbindlichen Verträgen im Zusammenhang mit Immobi-
lienankäufen eine entsprechende Finanzierung (z. B. Kre-
dit, Anleihe) gewährleistet sein muss. Als Alternative
und Ergänzung zu den bisherigen (Eigen-) Kapitalbeschaf-
fungsquellen wurden in der Vergangenheit auf Projekt-
ebene auch Kapitalpartnerschaften (Joint Ventures) einge-
gangen.
KONZERNLAGEBERICHT
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Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko auf-
grund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei
Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen.
Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektent-
wicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung
aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindli-
cher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finan-
zierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Zinsänderungsrisiko
Wenngleich das aktuelle wirtschaftliche Umfeld nach
wie vor durch Niedrigzinsen und vergleichsweise hohe
Bewertungen von Immobilienportfolios bestimmt wird, ist
nicht auszuschließen, dass sich ein Zinsanstieg negativ
auf den Immobilienmarkt und in weiterer Folge auf die
Bewertung von Immobilien und Deinvestitionsvorhaben
von CA Immo auswirkt. Die Eigen- bzw. Fremdkapitalbe-
schaffung könnte sich erheblich erschweren, wodurch
Wachstumsaspekte nicht oder nur teilweise umsetzbar wä-
ren.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken
sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als
auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsi-
cherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierun-
gen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen
Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen
und achtet auf eine Mischung aus langfristigen Zinsbin-
dungen sowie variabel verzinsten Krediten. Um sich ge-
gen drohende Zinsänderungen und die damit verbunde-
nen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusi-
chern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt
derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und
Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte
könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für
die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksa-
men Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von
Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das
Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe
derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annah-
men und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige
Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-EURIBOR ab.
Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies
zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes füh-
ren. Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisi-
kos ist daher unumgänglich. Risiken, die für CA Immo
eine wesentliche und nachhaltige Gefährdung darstellen,
sind derzeit nicht gegeben. Zudem finanziert sich
CA Immo zunehmend über den Kapitalmarkt. Aktuell
entfallen 96% des gesamten Finanzierungsvolumens auf
fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen)
oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen. Durch
die kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruk-
tur konnten in den letzten Jahren neben einer Reduktion
der durchschnittlichen Fremdkapitalkosten auch eine
Verbesserung des Laufzeitenprofils sowie eine Erhöhung
des Anteils zinsgesicherter Finanzverbindlichkeiten er-
reicht werden. Darüber hinaus wurde der Pool an unbe-
lasteten Vermögenswerten erhöht. Das Finanzprofil
wurde damit in seiner Robustheit weiter gestärkt.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl
hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräuße-
rungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im
Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuer-
rückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidun-
gen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können
bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder
teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die
Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden
dennoch für das Immobilienvermögen passive latente
Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen,
inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Ver-
lustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne
verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über
Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die
Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicher-
heiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäfts-
fällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige
Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behand-
lung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird
oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die
CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten einge-
stuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten kön-
nen allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlun-
gen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als
wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz ange-
setzten Verpflichtungen ausfallen.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres
Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche kom-
plexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen
insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
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Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vor-
gaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichem An-
fall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittel-
baren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen-
und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerken-
nung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen oder
(iv) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwick-
lungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle
Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzu-
halten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außer-
halb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie
z. B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesän-
derungen oder Interpretationsänderungen seitens der
Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können,
dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als zuvor
behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den
Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Weiters bestehen im Zusammenhang mit in der Vergan-
genheit erfolgten Umstrukturierungen in Osteuropa Unsi-
cherheiten bezüglich einer möglichen rückwirkenden An-
wendung von nachträglichen Steueränderungen.
CA Immo schätzt die Wahrscheinlichkeit einer tatsächli-
chen Belastung jedoch als gering ein.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leis-
tungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo
stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leis-
tungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumen-
tieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Ver-
rechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch
hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine an-
dere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen
gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich
der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenom-
menen internen Leistungsverrechnungen führen und da-
mit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Währungsrisiken
Eine allfällige Wiedereinführung nationaler Währungen
durch einzelne Mitglieder der Eurozone hätte gravierende
Folgen für die europäischen Volkswirtschaften und die
ohnehin teilweise volatilen Finanzmärkte. Schließlich
könnte der Ausstieg einzelner Staaten aus der Europäi-
schen Währungsunion zu einem gänzlichen Kollaps des
Währungssystems führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone
aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken aus-
gesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten
in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich
nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst
werden, können Kursänderungen eine Verringerung der
Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendun-
gen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können
Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von
Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergeb-
nisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem
Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung
der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktu-
ell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Aus-
wirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche
Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu
Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen
jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vor-
handene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebs-
notwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro
konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom
zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein
Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Ab-
sicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt
nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags-
und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursent-
wicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten
Verkäufen
Der deutsche Immobilientransaktionsmarkt zeigte sich
2021 unbeeindruckt vom Pandemiegeschehen und den
Entwicklungen in den umliegenden Ländern und konnte
ein Rekordergebnis hinsichtlich des Investitionsvolumens
erzielen. Bedingt durch eine saisonale Abschwächung der
Pandemie und die staatlichen Hilfen für Unternehmen,
war auch kein weiteres Einbrechen des österreichischen
Immobilienmarktes, wie es im Vorjahr zu erkennen war,
festzustellen. Auch in Zentral- und Osteuropa waren die
Auswirkungen der Pandemie und deren wirtschaftliche
Konsequenzen auf die Immobilienmärkte im Jahr 2021
bereits weniger zu erkennen als im Vorjahr. Die positive
Dynamik der letzten Jahre vor Beginn der Pandemie
konnte langsam wiederaufgenommen werden. Dies zeigt
sich auch in CA Immos Kernstädten Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest. Allerdings kann in der gegenwärti-
gen Situation nicht ausgeschlossen werden, dass sich der
Immobilientransaktionsmarkt wieder rückläufig entwi-
ckelt, Transaktionen aufgrund von Problemen in der Preis-
findung und Finanzierung pausieren oder sogar abgebro-
chen werden.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus ver-
traglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben,
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
5
8
die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme ab-
stellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kauf-
preise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Er-
tragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausrei-
chender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein all-
fälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung be-
rücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nach-
laufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in ent-
sprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
SONSTIGE RISIKEN
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der
CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten füh-
ren oder sich in einem zusätzlichen Aufwand nieder-
schlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in
EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschli-
chem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen
Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe
sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die
in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rech-
nung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind
(IT- und Cyberrisiken), bergen ein hohes Betriebsrisiko.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes
Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde
innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Ge-
schäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompe-
tenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten
Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungs-
instanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderun-
gen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung so-
wie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf
externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge
der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how
über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungspro-
zesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeig-
nete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identi-
fizieren und vertraglich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitar-
beiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar
und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wett-
bewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüssel-
funktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-
Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Un-
ternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von
neuem Personal) kompensiert werden kann (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unter-
schiedliche Maßnahmen: Bei Unternehmensfusionen
wird auf strukturierte Prozesse zur Organisationsintegra-
tion geachtet. Die Ablauforganisation (System-/Prozessin-
tegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche
Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Ab-
läufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hin-
terfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der
Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-
how-Risiken, die durch Kündigung von zentralen Wissen-
strägern auftreten können, beugt CA Immo durch regel-
mäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Doku-
mentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine
möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer ge-
wöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als
auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert.
Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen ge-
führt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich
ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte und die
Komplexität der Streitgegenstände können vereinzelt eine
beträchtliche Verfahrensdauer oder andere Verzögerungen
bedingen. CA Immo geht davon aus, ausreichende bilan-
zielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten getroffen zu ha-
ben. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren
anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Ös-
terreich und das Land Kärnten eine Schadenersatzklage
aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Be-
einflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Pri-
vatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004
(„BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags ein-
gebracht. Die für diese Zivilverfahren relevanten erstin-
stanzlichen und nicht rechtskräftigen Strafurteile vom
Jänner 2022 gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzmi-
nister Grasser et al. bestätigten im Wesentlichen, dass im
Zusammenhang mit dem BUWOG-Privatisierungsverfah-
ren rechtswidrige und parteiliche Handlungen zum Nach-
teil von CA Immo gesetzt worden sind. Eine Einschätzung
der Auswirkungen des strafrechtlichen Verfahrens auf die
anhängigen zivilrechtlichen Schadenersatzverfahren ist
final erst nach Abschluss sämtlicher Rechtsmittelverfah-
ren mit einem rechtskräftigen strafrechtlichen Urteil mög-
lich. Für das Schadenersatzverfahren wurde 2020 eine
Prozesskostenrückstellung für Gerichtsgebühren erster In-
stanz in Höhe von rund 25
Mio. € gebildet; die Zahlung
der Gerichtsgebühren erfolgte aufgrund eines Urteils des
Bundesverwaltungsgerichts in 2021. Gegen dieses Urteil
hat CA Immo Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof
eingebracht.
KONZERNLAGEBERICHT
59
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf
die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind un-
vorhersehbar und können gegebenenfalls negative Aus-
wirkungen insbesondere auf die Wertentwicklung von
Immobilien oder die Kostenstruktur der CA Immo Gruppe
haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo durch
zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen
die regelmäßige Bewertung von historischen und beste-
henden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von
Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtspre-
chung, die Implementierung von Lessons Learned in un-
sere Geschäftsprozesse, sowie kontinuierliche Informa-
tions- und Schulungsmaßnahmen.
ESG-RISIKEN
Aktuelle Entwicklungen am Kapitalmarkt (z. B.
Sustainable Finance) sowie neue gesetzliche Auflagen er-
zeugen für Unternehmen Handlungsdruck, stärker als bis-
her über ESG-Risiken zu berichten, die aus ihrer Ge-
schäftstätigkeit resultieren. Umwelt-, Sozial- und Gover-
nance-Aspekte haben auch im gesamten Immobiliensek-
tor zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gebäude wer-
den durch ihren hohen Energieverbrauch als einer der
Schlüsselfaktoren für den Klimaschutz angesehen, daher
liegt die Aufmerksamkeit aktuell noch vorrangig auf Um-
weltbelangen (Environmental), aber auch die Faktoren
Social und Governance gewinnen zunehmend an Rele-
vanz.
Environmental Risiken
Die Energienutzung in Gebäuden für Beleuchtung, Hei-
zung oder Kühlung führt zu direkten oder indirekten CO
2
-
Emissionen. Baumaterialien enthalten Kohlenstoffe, die
bei ihrer Gewinnung, Herstellung, ihrem Transport und
ihrer Verarbeitung entstehen. Da Kohlenstoff in fast jeder
Phase des Baus und Betriebs von Gebäuden enthalten ist,
sollten Unternehmen rechtzeitig mit der Umsetzung ent-
sprechender Programme zur Dekarbonisierung von Im-
mobilien beginnen, um zum ehrgeizigen Ziel der Kli-
maneutralität in Europa bis 2050 beitragen zu können.
Als verantwortungsbewusster Akteur in der europä-
ischen Immobilienbranche unterstützt CA Immo die
Klimaziele der Vereinten Nationen und den damit ver-
bundenen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nachhal-
tigen Wirtschaft voll und ganz. Um die damit verbunde-
nen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen und ihre
langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, verankert
CA Immo entsprechende Maßnahmen, Prozesse und Ziele
in ihrer strateg
ischen Ausrichtung (z. B. Nachhaltigkeits-
zertifizierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung / ESG Re-
porting, Green Financing).
Für CA Immo ist die Verbesserung der Energieeffizienz
im Gebäudebestand ein maßgeblicher Faktor zur Errei-
chung der Klimaneutralität. Da die Ergebnisse der Koh-
lenstoffeffizienz erheblich von Entscheidungen in der
Planungsphase abhängen, achten wir bei unseren Projekt-
entwicklungen bereits in einem sehr frühen Stadium auf
zukünftige Auswirkung
en auf die Umwelt. Dabei setzen
wir – wo möglich – auf die Erhöhung des Anteils an bio-
basierten Materialien, achten auf den CO
2
-Footprint her-
kömmlic
her Materialien und die Energieerzeugung vor
Ort (Sonnenkollektoren, Wärmepumpen, Wärmenetze,
usw.). Unser Besc
haffungsprozess stellt zudem sicher,
dass die hohen ökologischen Anforderungen gemäß dem
jeweils für das projektierte Gebäude vorgesehenen Zertifi-
zierungsstandard eing
ehalten werden. Unsere Bau-Dienst-
leister ve
rpflichten wir zur Einhaltung der Nachhaltig-
keitsstandards gemäß DGNB Gold oder LEED Gold (z. B.
Materialdeklaration, Arbeitnehmerschutz).
Detaillierte Informationen hierzu – insbesondere
zu
Klimarisiken und -chancen einschließlich Risikoeinschät-
zung – finden Sie im ESG Report.
Sonstige Umwelt- und Klimarisiken
Umwelt- und Sicherheitsvorschriften umfassen effektive
wie auch latente Verpflichtungen, kontaminierte Liegen-
schaften zu sanieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften
kann mit erheblichen Investitions- und anderen Kosten
verbunden sein. Diese Verpflichtungen könnten sich a
uf
Immobilien beziehen, die gegenwärtig oder auch in der
Vergangenheit im Eigentum von CA Immo stehen bzw.
standen oder von ihr bewirtsc
haftet bzw. entwickelt wer-
den oder wurden. Insbesondere betrifft dies die Kontami-
nierung mit bislang unentdeckten schädlichen Materia-
lien oder Schadstoffen, Kriegsmaterial bzw. sonstige Um-
weltrisiken wie z. B. Bodenverunreinigungen etc.. Man-
che Vorschriften sanktionieren die Abgabe von Emissio-
nen in Luft, Boden und Wasser, die Grundlage einer Haf-
tung von CA Immo gegenüber Dritten bilden und die Ver-
äußerung, Vermietung bzw. Mieterträge der betroffenen
Immobilien erheblich beeinflussen können. Auch Natur-
katastrophen und extreme Wettereinwirkungen können
erhebliche Schäden an Immobilien verursachen. Grund-
sätzlich sind versicherbare
Risiken im üblichen Umfang
versichert (z. B. All-Risk-Versicherung für Entwicklungs-
projekte). Sollte für derartige Schäden jedoch keine aus-
reichende Versicherungsdeckung beste
hen, könnte dies
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
60
nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen. Zur Risiko-
minimierung bezieht CA Immo vor jedem Kauf auch
diese Aspekte in ihre Due Diligence Prüfung ein. Vom
Verkäufer werden entsprechende Garantieerklärungen
verlangt. Wo möglich, setzt die CA Immo Gruppe umwelt-
verträgliche Materialien und energiesparende Technolo-
gien ein. Dem ökologischen Vorsorgeprinzip trägt
CA Immo Rechnung, indem Projektentwicklungen sowie
(Re-)Developments ausschließlich unter der Maßgabe ei-
ner Zertifizierungsfähigkeit durchgeführt werden.
Soziale Risiken
Im Sozialbereich liegen unsere strategischen
Schwerpunkte insbesondere auf folgenden Themen:
Einhaltung von Menschenrechten, Gesundheit & Sicher-
heit, Beschäftigung & Arbeitsbedingungen sowie soziale
Aspekte einer na
chhaltigen Stadtquartiersentwicklung.
Bei Baudienstleistungen verpflichtet und überprüft
CA Immo ihre Auftragnehmer beispielsweise auf die Ein-
haltung gesetzlicher Regelungen zu Arbeits- und Gesund-
heitsschutz, Arbeitsstätten- bzw. Arbeitszeitregelungen
sowie tarifvertraglicher Vereinbarungen.
Informationen zu den für CA Immo wesentlichen sozia-
len Risiken sowie den im Zuge der Covid-19-Pandemie
von CA Immo gesetzten umfassenden Schutzmaßnahmen
für eine sichere Arbeitsumgebung für CA Immo Mitarbei-
ter, Mieter sowie auf CA Immo Baustellen finden Sie im
ESG Bericht.
Governance Risiken
Eine vorbildliche Corporate Governance stellt für
CA Immo eine Chance zur langfristigen Wertsteige-
rung dar. Umgekehrt birgt die Nichtbeachtung von Gover-
nance- und Compliance-Standards hohe Risiken, die von
Strafen und Bußgeldern bis hin zum Verlust der Reputa-
tion reichen können. Hierzu zählen nicht nur die Einhal-
tung von gesetzlichen Vorgaben, Governance-Regeln und
(internen) Richtlinien, sondern auch ein transparenter
Umgang mit Interessenkonflikten, die Gewährung einer
angemessenen Vergütung, die Förderung einer offenen
Kommunikation mit allen Stakeholdern sowie die Einhal-
tung unserer ethischen Grundsätze und Unternehmens-
werte. CA Immo positioniert sich klar gegen jede Form
von Ungleichbehandlung, Menschenrechtsverletzungen,
organisiertem Verbrechen (z. B. Betrug, Erpressung, Be-
stechung und Korruption), Geldwäsche oder Terrorismus-
finanzierung. Dagegen wollen wir auf allen Ebenen Integ-
rität und Vielfalt fördern.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den
Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im
Zusammenhang stehenden Geschenke- und Spenden-
Richtlinie Rechnung getragen. Mitarbeiter sind dazu an-
gehalten, jeglichen Verdachtsmoment intern zu melden.
Darüber hinaus besteht für Mitarbeiter sowie externe
Dritte bei Verdacht eines Fehlverhaltens die Möglichkeit,
diesen anonym über das von CA Immo eingerichtete
elektronische Hinweisgebersystem (Hinweisgebersystem
(caimmo.com)) zu melden. Über getroffene Maßnahmen
zur Bekämpfung von Korruption wird der Aufsichtsrat
zumindest einmal jährlich informiert. Die Prüfung kor-
ruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt auf Basis des vom
Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisionsplans oder
aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des Vorstands,
Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche
operativ tätigen Konzerngesellschaften werden in regel-
mäßigem Turnus auf Korruptionsrisiken überprüft.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten
wir unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur
Anerkennung und Einhaltung unseres Code of Ethics und
Code of Conduct sowie der von uns definierten Gover-
nance-, Sozial- und Umweltstandards. CA Immo prüft
ihre Geschäftspartner – insbesondere auch Bauunterneh-
men – im Rahmen des Vergabeprozesses nicht nur hin-
sichtlich ihrer fachlichen Qualifikation und wirtschaftli-
chen Situation, sondern auch im Hinblick auf soziale As-
pekte. Im Rahmen einer Third-Party-Compliance-Über-
prüfung wird mittels Fragebögen und Einsatz von Unter-
nehmens- und Risikodatenbanken für unerwünschte Me-
dien, Sanktionen, Watchlists, etc. auch die Einhaltung
von Governance-, Sozial- und Umweltstandards abgefragt
bzw. überprüft und in Vergabeprozessen berücksichtigt.
Im Bereich Governance achten wir speziell auf die Ein-
haltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Ver-
tragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmens-
ethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen
zur Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terro-
rismusfinanzierung.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den
hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind unter
Unsere Werte (caimmo.com) abrufbar.
KONZERNLAGEBERICHT
6
1
GRUNDKAPITAL & AKTIONÄRSSTRUKTUR
Aufgrund der Change-of-Control-Klausel der Wandelan-
leihe, die durch das Starwood-Angebot ausgelöst wurde,
haben nahezu alle Inhaber der Wandelanleihe ihr Wand-
lungsrecht ausgeübt. Die Wandlungsrechte wurden seit
Ende April durch bedingtes Kapital und teilweise durch
die Ausgabe von neuen Aktien bedient. Insgesamt er-
höhte sich die Gesamtzahl der Stimmrechte von
98.808.336 um 7.688.090 auf insgesamt 106.496.426
Stimmrechte. Das Grundkapital erhöhte sich ab Ende Ap-
ril 2021 von 718.336.602,72
€ um insgesamt
55.892.414,30
€ und betrug zum Bilanzsstichtag
774.229.017,02
€, das sich auf vier Namensaktien und
106.496.422 Stück auf den Inhaber lautende Stammak-
tien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je
7,27
€ verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Mar-
ket der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 58% per 31. Dezember
2021 (61.654.765 Inhaberaktien sowie vier Namensak-
tien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von
Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter
Aktionär von CA Immo. Starwood ist ein auf globale Im-
mobilieninvestitionen konzentrierter Finanzinvestor. Die
übrigen Aktien von CA Immo befinden sich im Streube-
sitz von institutionellen und privaten Investoren, die mit
Ausnahme von Petrus Advisers Ltd. (4,57% per 18. März
2022) jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich mel-
depflichtigen Schwelle von 4% halten. Nähere Informati-
onen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktio-
närsrechten sind im Corporate Governance Bericht (Cor-
porate Governance (caimmo.com)) dargestellt.
ANGABEN ZUM KAPITAL
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung vom
9. Mai 2018 wurde der V
orstand ermächtigt, mit Zustim-
mung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in meh-
reren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtaus-
schluss) um bis zu 359.168.301,36
€ (rund 50% des der-
zeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sachein-
lage gegen Ausgabe von bis zu 49.404.168 auf
Inhaber
lautend
e Stückaktien zu erhöhen. Zur Bedien
ung der
ausge
übten Wandlungsrechte von Inhabern von Wandel-
schuldverschreibungen wurde – neben dem hi
erfür zu
V
erfügung stehenden bedingten Kapital – ein genehmig-
tes Kapital in Höhe von 9.098.448,62
€ verwendet, sodass
per 31. Dezemb
er 2021 ein nicht ausgenütztes genehmig-
tes Kapital in Höhe von 350.069.852,74
€ besteht, das bis
längstens 18. S
eptember 2023 in Anspruch ge
nommen
werden ka
nn.
In der selben Hauptversammlung wurde der Vorstand er-
mächtigt, bis längstens 8. Mai 2023 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem
Gesamtnennbetrag von insgesamt 750
Mio. €, mit denen
Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 19.761.667
Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit ei-
nem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu
143.667.319,09
€ verbunden sind (bedingtes Kapital 2018),
auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren
Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren
der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Aus-
gabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser
Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der
neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte
mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt
werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr
als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt
der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt. Das Bezugs-
recht der Aktionäre (§ 174 Abs 4 AktG iVm § 153 AktG)
wurde ausgeschlossen.
In der 34. ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a
und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Da-
tum der Beschlussfassung, d.h. bis längstens 5. November
2023, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im ge-
setzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesell-
schaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher
als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn
Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen
hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl
über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf
eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also
auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären
und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungs-
rechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Er-
mächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehre-
ren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer
Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unter-
nehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch
Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung
dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde wei-
ters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die er-
worbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversamm-
lungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu
veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen
bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
INFORMATIONEN GEM. § 243 A UGB
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
6
2
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde kein Aktienrück-
kaufprogramm durchgeführt. Per 31. Dezember 2021 hielt
die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 Stück
eigene Aktien. Bei einer Gesamtzahl von 106.496.426 aus-
gegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund
5% der stimmberechtigten Aktien.
INFORMATIONEN ZU VORSTAND UND
AUFSICHTSRAT
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus
einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vor-
standsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des
65.
Lebensj
ahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funkti-
onsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der
auf den
65. G
eburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei,
höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien ent-
sendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsen-
dungsberechtigten jederzeit abberufen und dur
ch andere
ersetzt werden.
Die Satzungsbestimmungen über die
Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen fin-
den auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsrats-
mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt.
Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der
Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt.
Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den
70. G
eburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mit-
gliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptver-
sammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vier-
tel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzun
g).
„CHANGE OF CONTROL“ REGELUNGEN
Die im Geschäftsjahr 2021 neu abgeschlossenen Vor-
standsverträge enthalten keine Zusagen für Leistungen
aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstä-
tigkeit infolge eines Kontrollwechsels („Change of Con-
trol“ Regelungen).
KONZERNLAGEBERICHT
63
CA Immo ist Invest
or, Entwickler und langfristiger Ma-
nager von hochwertigen Bürogebäuden. Unser strategi-
sches Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wertschöpfung
unter Beachtung ökologischer, ökonomischer, sozialer
und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Damit einher
geht der Anspruch, den vielfältigen Interessen und Be-
dürfnissen der Stakeholder von CA Immo in verantwor-
tungsvoller Balance zu begegnen und dadurch die Wett-
bewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. In diesem Sinne
evaluieren und managen wir die Anforderungen unserer
Stakeholder wie auch die Auswirkungen der Geschäftstä-
tigkeit auf unser ökologisches und gesellschaftliches Um-
feld. Dieser Bericht zeigt unsere strategische Positionie-
rung, Ziele und Maßnahmenplanung zum Thema Nach-
haltigkeit und bietet einen Überblick über entsprechende
Aktivitäten im Jahr 2021.
Standards und Richtlinien der Berichterstattung
CA Immo ist nicht zur Aufstellung eines konsolidierten
nichtfinanziellen Berichts gemäß § 267a UGB (Nachhal-
tigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz, NaDiVeG)
verpflichtet. Als Unternehmen von öffentlichem Interesse
erstellen wir dennoch freiwillig einen entsprechenden
Bericht.
Um die Nachhaltigkeitsthemen möglichst übersichtlich
und international vergleichbar aufzubereiten, orientiert
sich die Berichterstattung an zwei gängigen internationa-
len Standards: den EPRA Sustainability Best Practice
Recommendations 3rd Edition (sBPRs) und den Empfeh-
lungen der Task Force on Climate-related Financial
Disclosures (TCFD). Eine Übersicht aller gemäß dieser
Standards in den Geschäftsbericht integrierten Nachhal-
tigkeitsthemen inklusive entsprechender Seitenverweise
und Definition der Berichtsgrenzen findet sich im ESG-
Anhang.
Die EPRA sBPR-Richtlinien bieten – basierend auf den
Standards der Global Reporting Initiative (GRI) – eine
konsistente Methode zur vergleichbaren Darstellung der
Nachhaltigkeitsleistung von Immobiliengesellschaften
und decken die Kategorien Umwelt, Soziales sowie Un-
ternehmensführung (ESG) ab. Die TCFD-Empfehlungen
stehen für eine konsistente Offenlegung klimabezogener
finanzieller Risiken.
Darüber hinaus zeigen und erläutern wir die im Rah-
men unserer Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigten
Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten
Nationen.
1)
www.voenix.at
Mit der EU Tax
onomie-Verordnung brachte das Ge-
schäftsjahr 2021 einen neuen wesentlichen Standard für
die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Themen und
Ansätze dieser Verordnung wurden bereits in der Erstel-
lung unserer ESG-Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2020
berücksichtigt. Darüber hinaus widmen wir der EU Taxo-
nomie, ihrer Bedeutung für CA Immo inklusive einer ers-
ten Einschätzung der relevanten Wirtschaftsaktivitäten
und der von der EU Taxonomie erfassten Finanzkennzah-
len ein eigenes Kapitel in diesem Bericht.
Berichtsgrenzen und Abdeckung
Eine detaillierte Definition der Berichtsgrenzen und
–methodi
k findet sich im ESG-Anhang.
Berichterst
attung: Status und Ausblick
Durch möglichst relevante und aussagekräftige Bericht-
erstattung wollen wir die Transparenz und Vergleichbar-
keit unserer Nachhaltigkeitsperformance optimieren. Un-
ser in den Geschäftsbericht integrierter Nachhaltigkeits-
bericht wurde 2021 das zweite Jahr in Folge mit einem
„EPRA sBPR Gold“ Award für vorbildliche ESG-Bericht-
erstattung ausgezeichnet. Darüber hinaus beteiligen wir
uns jährlich an etablierten ESG-Ratings. Im Geschäftsjahr
2021 hat CA Immo diverse Ratings, u. a. Sustainalytics
und das MSCI ESG-Rating, aktiv überprüft und kommen-
tiert. Zudem wurde CA Immo ein weiteres Jahr in Folge
als einziges Immobilienunternehmen im VÖNIX-Nach-
haltigkeitsindex der Wiener Börse gereiht
1)
.
CA IMMO ESG-RATINGS IM JAHRESVERGLEICH
Rating-Agentur Score 2020 Score 2021
MSCI
ESG Rating A AA
Sustainalytics
ESG Risk Rating 17,1 (niedrig) 14,6 (niedrig)
ISS Corporate
Rating C- C-
EPRA
sBPR Gold Award Gold Award
ESG BERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
64
Befragu
ngen durchgeführt. Externe Medien-Berichterstat-
tung sowie Analysten-Einschätzungen zum Unternehmen
werden einem regelmäßigen Monitoring unterzogen. Un-
sere Richtlinien in Bezug auf politische Einflussnahme
(Lobbying) finden sich in unserer Grundwerte-Erklärung
(Code of Ethics & Conduct) unter www.caimmo.com/esg-
richtlinien.
Ein offener, frühzeitiger Austausch und die partner-
schaftliche Kooperation mit Kommunen, Anrainern und
sonstigen Anspruchsgruppen im Kontext von Entwick-
lungsprojekten sind für CA Immo wesentliche Erfolgsfak-
toren für die Schaffung nachhaltiger und lebendiger
Quartiersentwicklung. Deshalb wird mit den relevanten
Gruppen bereits im frühen Projektstadium ein aktiver Di-
alog geführt. Dies kann u. a. in Form von Nachbarschafts-
oder öffentlichen Veranstaltungen, Aushängen oder Infor-
mationsbereitstellung an öffentlichen Orten, Informatio-
nen an die lokale Presse oder auch im persönlichen Dia-
log mit ausgewählten Zielgruppen erfolgen. Am Anfang
jeder CA Immo-Quartiersentwicklung steht ein städtebau-
licher und landschaftsplanerischer Architekturwettbe-
werb, der transparent ausgelobt und international ausge-
schrieben wird. Vertreter sämtlicher mit der Quartiersent-
wicklung in Verbindung stehender Interessengruppen
sind in diesen Prozess eingebunden. Jüngstes Beispiel für
frühzeitige Anrainerkommunikation und Stakeholder-En-
gagement sind die Bürgerveranstaltungen sowie der Ar-
chitekturwettbewerb im Zuge der Entwicklung der
Münchner Eggartensiedlung (eggarten-siedlung.de).
Ziel für die kommenden Berichtsperi
oden ist es, unsere
Berichterstattung in Anlehnung an internationale Stan-
dards (u. a. die EU Taxonomie und die Corporate
Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD), Best-
Practice-Beispiele und die Anforderungen unserer Stake-
holder weiter auszubauen und Chancen zu nutzen, die
sich u. a. in Form günstigerer Finanzierungskonditionen
bieten. Sowohl die Quantität als auch die Qualität der an
die Ratingagenturen übermittelten Informationen soll
weiterhin erhöht werden. Der für CA Immo relevante Ka-
non an ESG-Ratings wird kontinuierlich überprüft und
bei Bedarf ergänzt.
Stakeholder Dialog und politisches Engagement
Der umfassende und kontinuierliche Austausch mit un-
seren vielfältigen Anspruchs- und Zielgruppen ist eine
wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von
CA Immo. Die Anliegen unserer Stakeholder prägen un-
ser Selbstverständnis, leiten unsere strategischen Ent-
scheidungen – und fließen somit auch in die Auswahl
und Gewichtung unserer strategischen Nachhaltigkeits-
themen ein. Details zur Wesentlichkeitsanalyse und Sta-
keholder-Einschätzung unserer Nachhaltigkeitsthemen
finden Sie auf Seite 65.
Unsere Stakeholder-Beziehungen verlaufen auf mehre-
ren Ebenen. CA Immo-Mitarbeiter stehen in ständigem
direkten Dialog und halten persönlichen Kontakt mit An-
legern, Investoren, Mietern, Geschäftspartnern, Kommu-
nen und Behörden, Medien sowie Mitarbeitern und Job-
Bewerbern. Zudem werden standardisierte Mitarbeiter-
CA IMMO-NACHHALTIGKEITSANSATZ
KONZERNLAGEBERICHT
6
5
Organisatorische Verankerung und Steuerung von
Nachhaltigkeitsthemen und -Risiken
Die konzernweite, ganzheitliche Implementierung der
Nachhaltigkeitsstrategie in die Unternehmensstrategie
und deren Einhaltung obliegt dem Gesamtvorstand. Das
ESG-Engagement von CA Immo umfasst Ziele, entspre-
chende Maßnahmen und Strategien zur Erreichung dieser
Ziele, umfassendes Reporting und das Bekenntnis zur
Einhaltung diverser etablierter Standards in den Berei-
chen Umwelt, Soziales und Governance.
Die für CA Immo relevanten Klima- sowie allgemeine
Nachhaltigkeitsrisiken werden als Teil des konzernwei-
ten Risikokatalogs jährlich neu evaluiert, bewertet und
entsprechende risikomindernde Maßnahmen abgeleitet
(Risikosteckbriefe). Eine Zusammenfassung des Risikoka-
talogs wird dem Vorstand und Aufsichtsrat einmal jähr-
lich vorgelegt. Die Maßnahmen zur Risikoprävention
werden bei Bedarf von den zuständigen Fachabteilungen
implementiert. Die Verantwortung für das Management
dieser Risiken trägt der Gesamtvorstand, die einzelnen
Vorstandsmitglieder sind für die Sicherstellung der ope-
rativen Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und
die Risikoprävention in ihren Verantwortungsbereichen
zuständig. Dieser proaktive Ansatz soll sicherstellen,
dass etwaige Risiken durch frühzeitiges Gegensteuern mi-
nimiert werden und das Unternehmen auf sich verän-
dernde Rahmenbedingungen rechtzeitig reagieren kann.
Die abteilungsübergreifende CA Immo Nachhaltigkeits-
Task-Force unter der Leitung des Head of Sustainability
koordiniert die laufende Umsetzung der Nachhaltigkeits-
strategie und treibt die Entwicklung neuer Initiativen vo-
ran. Rahmenbedingungen, Ziele und Maßnahmen sowie
entsprechende Fortschritte im ESG-Kontext werden dem
Vorstand im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Vor-
standssitzungen bzw. sonstigen Management-Meetings
zumindest einmal im Quartal präsentiert. Darüber hinaus
wird der Aufsichtsrat wenigstens einmal jährlich im Rah-
men der laufenden Berichterstattung über ESG-Themen
informiert.
Informationen zur Verankerung von ESG im Vergütungs-
modell des Vorstands finden Sie im Corporate Gover-
nance-Bericht bzw. unter caimmo.com/verguetung.
1)
Auswirkungen von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auf das Ge-
schäftsmodell, die Strategie und Finanzlage von CA Immo
Strategische Nachhaltigkeitsinitiative und
Bewusstseinsbildung
Im Jahr 2019 startete CA Immo unter dem Motto „To-
morrow Proof by CA Immo“ ein konzernweites Projekt
zur Definition und Steuerung der strategischen Nachhal-
tigkeitsaktivitäten.
Parallel zur Erweiterung der externen Berichterstattung
wurde 2021 auch die interne Kommunikation von Nach-
haltigkeitsthemen und -aktivitäten intensiviert – u. a.
durch die Bildung weiterer Arbeitsgruppen zu einzelnen
Themenbereichen (z. B. zu Klimaszenarien und -risiken,
EU Taxonomie) und virtuelle Mitarbeiter-Schulungen.
Relevanz und Prioritäten der CA Immo
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Um sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsberichter-
stattung und -strategie im Einklang mit dem Geschäfts-
modell und sämtlichen Stakeholder-Interessen steht, hat
CA Immo im Geschäftsjahr 2020 erstmals eine systemati-
sche Analyse zur Bestimmung der wesentlichen Nachhal-
tigkeitsthemen durchgeführt. Eine entsprechende The-
menliste wurde auf Basis der Berichterstattung relevanter
Mitbewerber, Regularien und Nachhaltigkeitsstandards
sowie einer internen Analyse der Auswirkungen der
CA Immo-Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft
und Wirtschaft erstellt.
Die Wesentlichkeitsanalyse dieses Themenspektrums
erfolgte im Anschluss unter Berücksichtigung von drei
Dimensionen: der Geschäftsrelevanz („Outside-In“
1)
), der
Signifikanz der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit
(„Inside-Out“
2)
) sowie einer Stakeholder-Bewertung. Na-
hezu die gesamte Senior Management-Ebene von
CA Immo war in diesen Analyseprozess aktiv eingebun-
den. Im Zuge der Stakeholder-Befragung wurden alle
CA Immo-Mitarbeiter eingeladen, eine Priorisierung der
einzelnen Themen aus ihrer Sicht vorzunehmen; die Be-
teiligungsquote lag bei rund 50%. Eine entsprechende
Themenbewertung aus Sicht der übrigen CA Immo-Stake-
holdergruppen (u. a. Mieter, Investoren, Banken) wurde
von deren internen CA Immo-Ansprechpartnern vorge-
nommen.
2)
Auswirkungen von CA Immo auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
6
6
Die Ergebnisse dieser dreidimensionalen Wesentlich-
keitsanalyse sind im Folgenden in Form einer Matrix dar-
gestellt. Die daraus abgeleiteten sechs Fokusthemen
(stärkste Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und
Wirtschaft bei gleichzeitig hoher Stakeholder-Relevanz)
definieren den Rahmen, innerhalb dessen CA Immo ei-
nen relevanten Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft
leisten kann – sowie die damit verbundenen wesentli-
chen Risiken und Chancen. Sie geben in Folge die
Schwerpunkte der laufenden Nachhaltigkeitsberichter-
stattung, der strategischen Zielsetzungen und operativen
Maßnahmen vor. Die Berichterstattung zu den Fokusthe-
men ist durch die entsprechenden Symbole gekennzeich-
net. Die zusätzlich zu den Fokusthemen in der Matrix
enthaltenen Nachhaltigkeitsthemen werden – teilweise in
geringerem Detaillierungsgrad – ebenso in unserer Be-
richterstattung abgedeckt.
Aufgrund der aktuell dynamischen Entwicklungen in
Bezug auf ESG-Themen – sowohl des regulatorischen
Umfelds als auch der Stakeholder-Bedürfnisse – werden
wir diese Wesentlichkeitsmatrix künftig zumindest alle
zwei Jahre einer Neubewertung unterziehen.
NACHHALTIGKEIT BEI CA IMMO: WESENTLICHKEITSMATRIX UND FOKUSBEREICHE
Die Darstellung zeigt eine Übersicht der relevanten CA Immo Nachhaltigkeitsthemen gemäß deren Auswirkungsintensität auf Umwelt, Gesellschaft und
Wirtschaft (horizontale Achse) sowie der Stakeholder Relevanz (vertikale Achse). Die Relevanz für den Unternehmenserfolg zeigt sich in der Größe der
Kreisflächen. Die farblich markierte Fläche kennzeichnet die CA Immo Fokusbereiche (gleichermaßen hohe Auswirkung und Stakeholder Relevanz).
Soziale, ökologische und wirtschaftliche
Auswirkungen, Risiken und Chancen durch die
CA Immo-Geschäftstätigkeit
Ein wesentlicher Schritt zur Ermittlung und Gewich-
tung der für CA Immo relevanten Nachhaltigkeitsthemen
war die Evaluierung der Auswirkungen unserer Ge-
schäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
über die gesamte Wertschöpfungskette. Hierbei wurden
u.
a.
folgende direkte (eigene Aktivitäten) und
indirekte
(Lieferkette) wesentliche Auswirkungen, Risiken und
Chancen identifiziert.
Umwelt:
– Management von Energieeffizienz und CO
2
-Emissionen,
Abfallaufkomm
en, Ressourcenverbrauch und kreislauf-
wirtschaftlichen Grundsätzen über den gesamten Le-
benszyklus der Gebä
ude
– Umweltfreundl
iche Beschaffung und Lieferke
tte
– Brownfield vs. G
reenfield-Entwicklung (Schutz der Bio-
diversität)
– Nachhaltige Pr
oduktdefinition für Quartiersentwicklun-
gen und Neubauprojekte.
KONZERNLAGEBERICHT
67
Gesellschaft und Wirtschaft:
– Sozialstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Produktdefinition, z. B. soziale Infrastruktur, leist-
bares Wohnen), Reaktion auf gesellschaftlichen Wa
ndel
– Gesundheit und Sicherheit für Mieter, Auftragnehmer
und eigene Mitarbeiter im Gebäudebetrieb und auf Bau-
stellen, Umgang mit Pandemie-Risiken
– Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte
eigener
und externer Mitarbeiter (Auftragnehmer), Arbeitneh-
merrechte, Personalentwicklung und -bindung
– Unabhängige und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung, Comp
liance mit sozial- und umweltrelevanten
Vorgaben, Einhaltung von Menschenrechten, Vermei-
dung von Korruption und Bestechung, Reputationsri-
siko.
UN Sustainable Deve
lopment Goals (SDGs)
Als wesentlicher Akteur im europäischen Immobilien-
sektor unterstützt CA Immo die Ziele für nachhaltige Ent-
wicklung (Sustainable Development Goals, SDGs
1)
) der
Vereinten Nationen (siehe Grafik). Unsere Positionierung
und Aktivitäten stehen im Einklang mit den SDGs, die
wichtigsten Aktionsfelder sind in der Tabelle auf Seite 68
angeführt und überblicksartig erläutert.
Mitgliedschaften
CA Immo ist aktiv in den wesentlichen Plattformen der
Immobilienwirtschaft und unterstützt über Mitglied-
schaften bzw. Kooperationen branchenrelevante For-
schung und Entwicklung. So ist CA Immo seit vielen Jah-
ren aktives Mitglied in Organisationen, die
– nachhaltige Stadt- sowie Projek
tentwicklung fördern, z.
B. die D
eutsche Gesellschaft für Nachhaltige Immobili-
enwirtschaft (DGNB), Urban Land Institute (ULI)
– relevante Themen und Anliegen der Immobilienwirt-
schaft öffentlich vertreten und standardisieren, z. B. die
European Public Real Estate Association (EPRA), der
Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) oder das Institut
für Corporate Governance der deutschen Immobilien-
wirtschaft e. V. (ICG); darüber hinaus beteiligt
sich
CA Immo als Mitglied des ESG Circle of Real Estate (E-
CORE)
2)
an der Entwicklung eines europäischen Sco-
ringstandards, der die Nachhaltigkeit in Immobilien-
portfolios transparent, messbar und vergleichbar ma-
chen soll.
Ziel dieses Engagements ist es, durch Innovationen,
Best Practice und unternehmensübergreifende Bran-
chenkooperation die Wettbewerbsfähigkeit sowohl auf
operativer als auch auf Unternehmensebene langfristig zu
stärken (siehe auch Kapitel Forschung und Entwicklung).
Eine vollständige Liste aller CA Immo-Mitgliedschaften
findet sich auf unserer Konzernwebsite unter
www.caimmo.com/membership.
1)
https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/
2)
www.ecore-scoring.com
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
68
FOKUSBEREICHE VON CA IMMO IM KONTEXT INTERNATIONALER NACHHALTIGKEITS-INITIATIVEN
Fokusbereich Beschreibung Schwerpunktthemen
der EU Taxonomie-
Verordnung
UN Sustainable
Development Goals
(SDGs)
Klima & Energie
Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, die globale
Klimaerwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen. Deshalb haben
wir uns das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch und CO
2
-
Footprint im Bau und Betrieb unserer Gebäude zu reduzieren
und die Resilienz unseres Portfolios gegenüber Klimarisiken zu
erhöhen. Durch Sensibilisierung unserer Mieter, Mitarbeiter
und Lieferanten wollen wir klima- und umweltfreundliches
Verhalten im Rahmen unseres Einflussbereichs fördern.
– Eindämmung des Kli-
mawandels
–
Anpassung an den Kli-
mawandel
Nachhaltige Beschaffung &
Lieferkette
Wir entwickeln Büroimmobilien für den langfristigen Bestand
ausschließlich nach hohen Nachhaltigkeitsstandards. Die
Einhaltung der damit verbundenen Anforderungen an
nachhaltige Beschaffung stellen wir über vielfältige Umwelt-
und Sozialauflagen für Auftragnehmer und Lieferanten auch in
der Lieferkette sicher.
– Vermeidung und Ver-
minderung der Umwelt-
verschmutzung
– Verantwortung für die
Lieferkette
Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft
Wir setzen auf Initiativen, die zu reduziertem
Ressourcenverbrauch, der Wiederverwendung und dem
Recycling von Materialien und Abfall bei Bau, Betrieb und der
Sanierung von Gebäuden beitragen.
– Übergang zu einer
Kreislaufwirtschaft
– Nachhaltige Nutzung
und Schutz der Wasser-
und Meeresressourcen
Nachhaltige
Stadtquartiersentwicklung
Wir sind spezialisiert auf die umweltschonende Revitalisierung
von innerstädtischen Altstandorten (Brownfield Development).
Dabei achten wir auf den Schutz der Biodiversität und schaffen
gemischt genutzte Stadtquartiere mit nachhaltiger Infrastruktur
und hoher Lebensqualität, die attraktiv, integrativ und
zugänglich sind.
– Schutz und Wiederher-
stellung der biologi-
schen Vielfalt und der
Öko-systeme
Unternehmensethik,
Corporate Governance
& Compliance
Verantwortungsvolle Unternehmensführung und Compliance
mit sozial-, umwelt- und wirtschaftsrelevanten Vorgaben sind
Basis unserer Geschäftstätigkeit. Wir verpflichten uns dazu,
Arbeitnehmerrechte zu stärken, Menschenrechtsverletzungen
vorzubeugen und agieren in unserem gesamten Einflussbereich
nach den Grundsätzen der Nichtdiskriminierung,
Chancengleichheit und Zero Tolerance gegenüber Korruption
und Bestechung.
– Menschenrechte
– Arbeitnehmerrechte
–
Bekämpfung von
Korruption
Gesundheit & Sicherheit
Wir schaffen sichere, gesundheitsfördernde und attraktive
Arbeitsumgebungen für Mieter, Mitarbeiter und Dienstleister –
sowohl in unseren Gebäuden als auch auf den Baustellen. Wir
fördern unsere Mitarbeiter und achten auf deren Bedürfnisse,
Gesundheit und Individualität.
KONZERNLAGEBERICHT
69
CA Immo Nachhaltigkeitsagenda:
Ziele, Prinzipien und Maßnahmen
Unsere Agenda für einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb
fasst alle aktuellen wesentlichen Unternehmensziele,
Prinzipien und Maßnahmen im Kontext unserer Fokusbe-
reiche zusammen. Mit diesem Programm will CA Immo
aktiv zur Erreichung der von der Europäischen Union de-
finierten Klima- und Umweltziele (Klimane
utralität bis
2050) und dem allgemeinen Übergang zu einer nachhalti-
gen Wirtschaft beitragen. Ergänzende Tabellen und Infor-
mationen gemäß EPRA, TCFD und NaDiVeG finden Sie
im ESG Anhang.
CA IMMO AGENDA FÜR NACHHALTIGEN GESCHÄFTSBETRIEB
Fokusbereiche Ziele & Prinzipien Maßnahmen
Klima & Energie – Reduktion der durchschnittlichen
Scope 1+2 CO
2
-Emissionsintensität
des Bestandsportfolios um 50% bis
2030 (Basisjahr 2019)
– Alle Neubauprojekte, die ab 2030 fer-
tiggestellt werden, sind klimaneutral
im Betrieb (net zero carbon)
– Klimaneutralität bis 2050
– Umstellung der Stromverträge auf 100% Strom aus erneuerbaren
Energiequellen im Bestandsportfolio bis 2023 (vom Vermieter be-
schafft)
– Einkauf von klimaneutraler Fernwärme nach lokaler Verfügbarkeit
– Green-Lease-Programm zur Reduktion der CO
2
-Emissionen (Scope 3)
im Gebäudebestand (Mieterbeteiligung)
– Aufbau eines digitalen Energiemonitoring und -management-Systems
für das konzernweite Bestandsportfolio bis 2025
– Renovierungsprogramm zur systematischen Reduktion des Energie-
verbrauchs und CO
2
-Fußabdrucks des Gebäudebestands
– Kontinuierliche Reduktion des Ener
giebedarfs von Neubauprojekten
– Ausbau erneuerbarer Energieträger in und an Neubauprojekten (z. B.
Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie)
– Reduktion der gebundenen CO
2
-Emissionen in Neubauprojekten (em-
bodied carbon)
– Kompensation unvermeidbarer Emissionen durch Ausgleichsmaß-
nahmen (z. B. CO
2
-Reduktions-Zertifikate)
Nachhaltige Beschaf-
fung & Lieferkette
– Sozial- und Umweltauflagen in
CA Immo-Vergaberichtlinie
– Verpflichtung aller Bau-Dienstleister zur Einhaltung umfassender
Nachhaltigkeitsstandards (z. B. Materialdeklaration, Arbeitnehmer-
schutz)
Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft
– Erhöhung des Anteils an recyceltem/
wiederverwertbarem Abfall
– Reduktion des Wasserverbr
auchs
– Implementierung eines professionellen Abfallmanagements und
Wasserverbrauchsmonitorings im Gebäudebetrieb
– Green-Lease-Programm zur ressourcenschonenden, nachhaltigen Ge-
bäudenutzung (Mieterbeteiligung)
Nachhaltige Stadt-
quartiersentwicklung
– Schwerpunkt auf Brownfield Develop-
ment (Revitalisierung von
Altstandorten)
–
Weiterführung des strategischen Sch
werpunkts auf Revitalisierung
von Altstandorten
– Umsetzung aller Büroneubauten für den eigenen, langfristigen Be-
stand nach mindestens DGNB Gold oder LEED Gold-Zertifizierungs-
standard
– Definition eines konzernweiten Standards zur nachhaltigen Projekt-
entwicklung auf Basis von Mieterbedürfnissen und der EU-Taxono-
mie-Verordnung
Unternehmensethik,
Corporate Governance
& Compliance
– Compliance mit ES
G Regulierungen
– Freiwilliges Best-Practice-Commit-
ment
– UN Global Compact Mitgliedschaft wird angestrebt
– OECD Leitlinien als Richtschnur unternehmerischen Handelns
Gesundheit & Sicher-
heit
– Vermeidung von Unfällen in Gebäu-
den und auf Baustellen
–
Erhalt der langfristigen Leistungsfähig-
keit eigener und externer Mitarbeiter
(Mieter, Auftragnehmer)
– Ber
ücksichtigung vielfältiger Maßnahmen für
Gesundheit und Kom-
fort der künftigen Nutzer bereits im Zuge der Gebäudeplanung und
-entwicklung (DGNB-, LEED-, WELL-Zertifizierungsstandards)
– Standardisierte Sicherheitskonzepte im Bau und Gebäudebetrieb
– Umfassende Schutzmaßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie
– Betriebliche Gesundheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
70
UMWELT
CA Immo will einen Beitrag dazu leisten, die globale
Klimaerwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen und die
Umwelt zu schützen. Deshalb haben wir uns das Ziel ge-
setzt, den CO
2
-Footprint unserer Geschäftstätigkeit zu re-
duzieren und unsere bisher gesetzten Maßnahmen zum
Schutz der Umwelt zu evaluieren und zu intensivieren.
1. KLIMARISIKEN UND -CHANCEN
Der Klimawandel und seine Folgen für unsere Umwelt
sind eine globale Bedrohung, deren vielfältige Auswir-
kungen bereits heute spürbar sind. Die mit der Klimaver-
änderung verbundenen zukünftigen gesellschaftlichen,
klimapolitischen, wirtschaftlichen und technologischen
Entwicklungen sind mit hoher Unsicherheit behaftet,
ebenso wie die Geschwindigkeit, mit der sich dieser Ver-
änderungsprozess vollziehen wird. Vieles wird davon ab-
hängen, wie empfindlich das Klima-system auf Verände-
rungen der Treibhausgasemissionen reagiert, wie stark
sich höhere Erwärmungsniveaus auf unsere Umwelt aus-
wirken und wie schnell einzelne Länder und Gesellschaf-
ten auf diese Entwicklungen reagieren.
CO
2
-Emissionen und Szenarien der Klimaerwärmung
Die globale Erwärmung um 2°Celsius wird im Laufe des
21. Jahrhunderts überschritten werden, wenn es in den
kommen
den Jahrzehnten nicht zu einer tiefgreifende
n
Verringerung der CO
2
- und anderer Treibhausgasemissio-
nen kommt
1)
. Die Grafik rechts oben zeigt Szenarioanaly-
sen für die Entwicklung der globalen CO
2
-Emissionen
und d
er daraus resultierenden Klimaerwärmu
ng bis
2100.
1)
IPCC: Climate Change 2021, Sixth Assessment Report, www.ipcc.ch
Szenarioanalyse für globale Klimaerwärmung
Die Rolle des Immobiliensektors im Kampf
gegen den Klimawandel
Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet – von Bau,
Nutzung, Renovierung bis hin zum Abriss – sind Ge-
bäude
in der EU für 40% des Energieverbrauchs und
36% der energiebedingten Treibhausgasemissionen (CO
2
)
verantwortlich. Rund 75% der Gebäude in Europa gelten
als ineffizient und weniger als 1% des nationalen Gebäu-
debestands werden jährlich im Durchschnitt renoviert
2)
.
Strengere Energiestandards für Gebäude, höhere energeti-
sche Sanierungsraten und technologischer Wandel (z. B.
intensivierter Einsatz von erneuerbaren Energieträgern
wie Wärmepumpentechnologien), aber auch die Energie-
wende (Bereitstellung von ausreichend Energie aus er-
neuerbaren Energieträgern für einen klimaneutralen Ge-
bäudebetrieb) sind Schlüsselkomponenten, um die EU-
Klimaziele zu erreichen.
CA Immo Klimarisiken und -chancen
Die Analyse der konkreten Klimarisiken für unser Ge-
schäft ist überaus komplex und birgt etliche unbekannte
Größen. Informationen zum Management der für
CA Immo relevanten Klimarisiken und den entsprechen-
den organisatorischen Prozessen und Verantwortlichkei-
ten finden sich auf Seite 65 sowie im Kapitel Risikoma-
nagement.
2)
https://ec.europa.eu/info/news/focus-energy-efficiency-buildings-2020-
feb-17_en
KONZERNLAGEBERICHT
7
1
Die Klimaveränderungen stellen ein Risiko dar, das sich
auf zwei Ebenen entfaltet. Bei der Bewertung der spezifi-
schen Klimarisiken für CA Immo haben wir diese Ebenen
zur Klassifizierung herangezogen:
– Physische Risiken: Direkte, physische Schäden an
Sachanlagen (Gebäuden, Anlagen und Ausrüstung)
durch das sich verändernde Klima, ausgelöst durch ext-
reme Wetterereignisse (akute Risiken) oder die kontinu-
ierliche Klimaveränderung wie Anstieg des Meeresspie-
gels bzw. höhere Temperaturen (chronische Risiken).
Um die entsprechende Risikobelastung unseres Portfo-
lios konkret bewerten zu können, haben wir 2021 natürli-
che Risiken (natural hazards: Flut, Hagelsturm, Blitzein-
schlag, Tornado, Sturm) für alle Bestandsgebäude der
CA Immo mit einem Wert von >10
Mio. € evaluiert.
1)
Die
Durchführung einer detaillierten, vorausschauenden Ri-
siko- und Vulnerabilitätsbewertung nach unterschiedli-
chen RCP-Szenarien (Representative Concentration Pa-
thways) für die identifizierten Klimarisiken gemäß den
Richtlinien der EU Taxonomie ist für das Geschäftsjahr
2022 vorgesehen.
Klimaerwärmung: RCP Szenario Kalkulation
Quelle: Researchgate.net
2)
PHYSISCHE RISIKEN
Risikotyp Risiko-Einschätzung Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Naturkatastrophen
und extreme
Wettereinwirkungen
Risikogruppe: Akut
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
3)
: Kurz
CA Immo
Risikoexposure
4)
:
Gering
5)
– Physische Schäden und Beeinträchtigung
von Gebäuden (evtl. verstärkt durch hohe
Portfoliokonzentration innerhalb einer
Stadt)
– Lieferverzögerungen und Materialeng-
pässe (unterbrochene Lieferketten)
– Unterbrechung von Produktion bzw. Be-
trieb
– Kontinuierliche Kontrolle, Wartung und In-
standhaltung der Gebäude
– Vorausschauende Projektentwicklung und hohe
Gebäudequalität im Bestand
–
Durchführung einer Szenarioanalyse gemäß den
Richtlinien der EU Taxonomie in 2022, Ablei-
tung von Anpassungsmaßnahmen zur Erhöhung
der Klimaresilienz des Bestands
–
Umfassender Versicherungsschutz für Bestand
und Projekte (Baustellen)
Allmähliche
Veränderungen von
Temperatur und
Niederschlag,
ansteigender
Meeresspiegel
Risikogruppe:
Chronisch
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
3)
: Lang
CA Immo
Risikoexposure: Wird
2022 mittels Szenario-
analyse evaluiert
– Änderungen bei Rohstoff- und Input-Prei-
sen
– Höher
er Energieverbrauch und Betriebs-
kosten bei Gebäuden (z. B. durch Anstieg
des Kühlbedarfs)
– Höhere Instandhaltungs- und Baukosten
zur Erhöhung der Klimaresilienz
– Anstieg der Versicherungsprämien bzw.
kein Versicherungsschutz möglich
– Risikovorsorge u. a. durch Hochwasserschutz-
konzepte in Gebäuden in Flusslage, verbesserte
Drainagesysteme
– Implementierung effizienter
Kühl- und
Beschattungssyste
me
– Durchführung einer Szenarioanalyse gemäß den
Richtlinien der EU Taxonomie in 2022, Ablei-
tung von Anpassungsmaßnahmen zur Erhöhung
der Klimaresilienz des Bestands
1)
Natural Hazards Analyse mit SwissRE CATNET ® Risk Analysis Tool
2)
https://www.researchgate.net/figure/Global-temperature-increase-used-
in-IPCC-AR5-presented-by-the-RCPs-The-values-in_fig1_316307741
3)
Zeitraum, in dem diese Klimarisiken mit entsprechender
Wahrscheinlichkeit eintreten: Kurz: 0-1 Jahr, Medium: 1-3 Jahre, Lang:
länger als 3 Jahre
4)
Gering: 0-10 Mio. €; Mittel: 10-50 Mio. €, Hoch: >50 Mio. €. Betrach-
tungszeitraum: 1 Jahr
5)
Unter Berücksichtigung der vorhandenen risikomitigierenden Maßnah-
men wird das derzeit bestehende Restrisiko als gering eingestuft
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
7
2
– Übergangsrisiken (Transitionsrisiken): wirtschaftliche
Risiken,
die durch den Übergang zu einer kohlenstoffar-
men Wirtschaft ausgelöst werden. Diese Risikogrup
pe
inkludiert regul
atorische Risiken (in Folge ne
uer oder
verschärfter ges
etzlicher Bestimmungen) sowie Risiken
durch Veränderung von Markt, Nachfrage und Techno-
logien (Markt- bzw. Wettbewerbsrisiken) oder Reputati-
onsverlust (Reputationsrisiko).
TRANSITIONSRISIKEN
Risikotyp Risiko-Einschätzung Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Regulatorische Risiken
Strengere Vorgaben
und Gesetze zu
Dekarbonisierung,
Energieeffizienz und
Anpassung an den
Klimawandel
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
1)
: Medium
– Höhere Baukosten aufgrund steigender
Anforderungen an Energieeffizienz der
Gebäude und CO
2
-neutrale Bauprozesse
– Höhere Investitionen in die energeti-
sche Nachrüstung/Sanierung des Ge-
bäudebesta
nds
– Compliance-Kosten (Strafen, Abgaben)
– Er
höhte Steuern und/oder Verlust von
Subventionen
– Genaue Beobachtung der aktuellen und künftigen
Rechtslage in unseren Märkten
– Investitionen in die energetische Nachrüstung/
Sanierung des Gebäudebestands
– Vorausschauende Projektentwicklung und hohe
Gebäudequalität des CA Immo Portfolios
– Gezieltes Ener
gie- und Nachhaltigkeitsmanage-
ment
– Von CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen
aktuelle Vorgaben an Energieeffizienz und Um-
weltschutz (der Regulierung voraus sein)
Marktrisiken
Druck vom
Kapitalmarkt zur
Reduktion der CO
2
-
Emissionen
(Sustainable Finance)
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
1)
: Kurz
– Sinkender Aktienkurs (Reputations-ver-
lust)
– Höhere Finanzierungskosten, schlech-
tere Verfügbarkeit von Fremdkapital
– Klare, messbare Klimastr
ategie und -Ziele
– Tr
ans
p
arente Nachhalti
g
keitsberichterstattun
g
und
–kommunikation
– Strategisches Kapitalrotationsprogramm zur Stei-
gerung der Nachhaltigkeit des Bestandsportfolios
Veränderung der
Marktnachfrage hin
zu energieeffizienten
Gebäuden (veränderte
Mieterbedürfnisse)
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
1)
: Medium
– Sinkende Immobilienwerte
– Schlechtere Vermarktbarkeit
– Niedrigere Mietniveaus, niedrigere
Mieterlöse (Stranding Risk)
– Hohe Gebäudequalität mit hohem Anteil an Nach-
haltigkeitszertifizierungen erhöht die langfristige
Wettbewerbsfähigkeit des Bestandsportfolios
– V
on CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen
aktuelle Vorgaben an Energieeffizienz und Um-
weltschutz (Premium-Segment, best-in-class)
– Strategisches Kapitalrotationsprogramm zur Stei-
gerung der Nachhaltigkeit des Bestandsportfolios
Reputationsrisiken
Attraktivität als
Arbeitgeber und
Vermieter,
Stakeholder-
Vertrauen
Wahrscheinlichkeit:
Hoch
Zeithorizont
1)
: Kurz
– Wettbewerbsnachteile aufgrund hoher
Mitarbeiterfluktuation
– Nachteile im Kampf um die besten
Köpfe
– Verantwortungsvolles Geschäftsmodell mit klarem
Bekenntnis zu Nac
hhaltigkeit und Klimaschutz
– T
ransparente Nachhaltigkeitsberichterstattung und
–Kommunikation, Stakeholder-Enga
gement
1)
Kurz: 0-1 Jahr, Medium: 1-3 Jahre, Lang: länger als 3 Jahre
KONZERNLAGEBERICHT
73
KLIMACHANCEN
Chancen Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Ressourceneffizienz:
Effizientere Gebäude
– Geringere Betriebskosten durch Effizienzsteigerungen
sowie reduzierten Wasser- und Energieverbrauch
– Höherer Wert bzw. höhere Wertstabilität des Portfolios
Energiequelle:
Nutzung erneuerbarer
bzw. emissionsarmer
Energien
– Geringe Abhängigkeit von künftigen Preissteigerungen
bei fossilen Brennstoffen durch Effizienzsteigerungen,
den Einsatz erneuerbarer Energien und emissionsarmer
Technologien für den Betrieb der Immobilien
– Möglichkeit der Nutzung politischer Anreize für eine
emissionsarme Wirtschaft (Fördermittel)
– Nachhaltigkeitsze
rtifizierungen und hohe Gebäudequalität
des CA Immo-Portfolios verbessern die langfristige
Wettbe-werbsfähigkeit des Bestandsportfolios
–CA Immo Agenda für nachhaltigen Geschäftsbetrieb (Ziele
und Maßnahmenkatalog siehe Seite 69)
– CA Immo Agenda für nachhaltigen Geschäftsbetrieb (Ziele
und Maßnahmenkatalog siehe Seite 69)
Produkte und
Dienstleistungen:
Green Buildings
– Reputationsgewinn und Wettbewerbsvorteil durch
transparente und vorausschauende Nachhaltigkeitsbe-
richterstattung und höhere Nachfrage nach Produkten/
Dienstleistungen mit geringen Emissionen („Gr
een
Buildings“)
–
We
ttbewerbsvorteil durch schnelle Anpassungen des
Gebäudebestands (moderne Technologien und
Innovationen zur Optimierung der Energieeffizienz
und Emissionsreduktion)
– CA Immo verfügt über ein hochwertiges Portfolio mit hohem
Anteil an Nachhaltigkeitszertifizierungen (DGNB, LEED,
BREEAM)
– Von CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen aktuelle Vor-
gaben an Energieeffizienz und Umweltschutz (DGNB Gold o-
der LEED Gold-Zertifizierungsstandard, starker Track-record
und Inhouse Expertise als Green Building Developer)
– Nutzung von Erkenntnissen und Synergien aus der Projekt-
entwicklung zur Reduktion von CO
2
-Emissionen und Res-
sourcenverbrauch im Bestand
– Transparente Nachhaltigkeitsberichters
tattung und
-kommunikation
Märkte: Neue
Geschäftsfelder,
Zielgruppen und
Finanzierungs-
möglichkeiten
– Höhere Einnahmen, Wettbewerbsvorteile durch Zu-
gang zu neuen und aufstrebenden Märkten
– Green Finance: Niedrigere Finanzierungskosten, bes-
sere Verfügbarkeit von Fremdkapital
– Verantwortungsvolles Geschäftsmodell mit klarem, frühzeiti-
gen Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz bringt
umfassende Wettbewerbsvorteile in der Kunden- und Investo-
renansprache
– Im Jahr 2021 hat CA Immo ihr ESG Commitment mit der Un-
terzeichnung einer nachhaltigkeitsorientierten Finanzierung
(RCF) in Höhe von 300
Mio. € untermauert. Diese grüne Fi-
nanzierungsstrategie soll künftig weiter ausgebaut werden
Klimaresilienz – Erhöhte Marktbewertung durch Widerstandsfähigkeits-
planung (z.B. Infrastruktur, Standort, Gebäudebeschaf-
fenheit)
– Geringere Instandhaltungskosten und Kosten für Sanie-
rung durch hohe Belastbarkeit/Klimaresilienz der Ge-
bäude
– Klares strategisches Bekenntnis zu hochwertigen Core-Pro-
dukten in attraktiven innerstädtischen Metropol-Lagen
– Durchführung einer Szenarioanalyse gemäß den Richtlinien
der EU Taxonomie im Geschäftsjahr 2022, Ableitung von An-
passungsmaßnahmen zur Erhöhung der Klimaresilienz des
Bestands
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
74
2. KONZERNEBENE
Klima & Energie: Klimafreundliche Mobilität
Das Bekenntnis von CA Immo zu Klima- und Um-
weltschutz gilt sowohl auf operativer als auch auf
Konzernebene. Hier können wir einen Beitrag leisten, in-
dem wir unsere Flugreisen sowie den CO
2
-Ausstoß der
Dienstwägen, die wir Mitarbeitern zur Verfügung stellen,
reduzieren. In diesem Sinne bieten wir den Mitarbeitern
in zunehmendem Maße die Möglichkeit, Elektro- bzw.
Hybridfahrzeuge als Dienstwagen zu nutzen. Ende 2021
lag der Hybrid-Anteil der Dienstwägen konzernweit bei
12% (2020: 7%), auf Elektroautos entfielen 5% (2020:
2%). Diese Anteile sollen sukzessive weiter ausgebaut
werden.
Darüber hinaus unterstützen wir die Mobilitätswende, in-
dem wir in unseren eigenen Gebäuden Elektroladestatio-
nen einbauen. In Summe waren zum Stichtag 31. Dezem-
ber 2021 in unseren Gebäuden insgesamt 154 Elektrola-
destationen verfügbar. Im Geschäftsjahr 2022 ist die
Durchführung einer konzernweiten, objektbezogenen Be-
standsanalyse geplant, auf deren Basis eine gebündelte
Umrüstung auf E-Ladestationen erfolgen soll.
Unsere Reiserichtlinie sieht vor, dass Mitarbeiter – wo
immer möglich – anstelle von Flugreisen auf die Bahn
umsteigen. Weitere Aktivitäten wie die Förderung der
BahnCard bzw. von Job-Tickets für den lokalen Nahver-
kehr sollen ein Umsteigen unserer Mitarbeiter vom Auto
auf öffentliche Verkehrsmittel anregen.
Klima & Energie: Reduktion des CO
2
-Fußabdrucks der
CA Immo-Büros durch grünen Stromeinkauf
Im Jahr 2021 wurde im Zuge der Umstellung des
CA Immo-Gebäudebetriebs auf Grünen Strom auch
die Versorgung der eig
engenutzten CA Immo-Büros mit
Energie aus erneuerbaren Energiequellen bis 2025 gesi-
chert (siehe Seite 75). Mit diesem grünen Energieein-
kauf können wir den CO
2
-Fußabdruck unserer eigenge-
nutzten Büroflächen deutlich reduzieren. Eine Aufstel-
lung des Energieverbrauchs inkl. der daraus resultieren-
den CO
2
-Emissionen sowie des Wasser- und Abfallauf-
kommens in den eigengenutzten CA Immo-Büroflächen
findet sich im ESG Anhang.
1)
Nach Bilanzwert, exkl. kurzfristiges Immobilienvermögen
3. BESTANDSPORTFOLIO
Wir haben den Anspruch, unseren Mietern hochwertige
Gebäude in Top-Lagen zu bieten. Teil dieses umfassenden
Qualitätsanspruchs ist es, nachhaltige und energieeffizi-
ente Gebäude im Bestand zu halten und diese möglichst
ressourcenschonend zu betreiben. Um eine lange Wertbe-
ständigkeit, Marktfähigkeit und umfassende Nachhaltig-
keit aller Immobilien zu gewährleisten, setzt CA Immo
auf Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement über den
gesamten Lebenszyklus der Gebäude. Im Zuge dessen
kommen vielfältige Maßnahmen zur Umsetzung, um die
Energiebilanz unserer Gebäude zu optimieren und den
CO
2
-Fußabdruck und Ressourcenverbrauch zu minimie-
ren (ökologischer Gebäudebetrieb).
Das CA Immo-Bestandsportfolio umfasste per Ende
2021 insgesamt 66 Bestandsgebäude, davon 56 Multi-
Tenant-Bürogebäude, ein Einkaufszentrum und 9 Single-
Tenant Gebäude (davon 3 Hotels). Rund 91% des Gebäu-
debestands
1)
sind Büroimmobilien. 42 Gebäude werden
mit Fernwärme beheizt, die restlichen 24 mit Gas.
Klima & Energie: Standardisiertes Energiemanagement
CA Immo erhebt und analysiert kontinuierlich den
Energieverbrauch aus Wärme und Strom sowie die
daraus entstehenden CO
2
-Emissionen des Bestandsport-
folios (siehe Tabelle auf Seite 75 sowie EPRA-Tabelle im
ESG Anhang). Diese Daten fließen in das konzernweite
Energiemonitoring ein, auf dessen Basis Entscheidungen
über energetische Optimierungsmaßnahmen getroffen
werden.
Um künftig ein noch detaillierteres und zugleich zeitna-
hes Energiemonitoring inklusive Schwachstellenanalysen
zu ermöglichen, ist der Aufbau eines konzernweiten, di-
gital gestützten Energiemanagementsystems in Umset-
zung. Basis dafür sind die Umstellung auf Smart Meter
(digitale Zähler) sowie eine Evaluierung zur Auf- bzw.
Umrüstung der Building Management Systeme (BMS) im
internationalen Gebäudebestand. Durch digitales Energie-
datenmanagement soll ein kontinuierliches und effekti-
ves Monitoring der aktuellen Verbrauchsdaten gewähr-
leistet werden.
Ein Großteil der deutschen und rd. die Hälfte der öster-
reichischen CA Immo-Gebäude wurden im Jahr 2021 auf
digitale Stromzähler umgerüstet, bis 2025 sollen die CEE-
Länder folgen. Bis dahin soll auch der Einbau digitaler
Gaszähler abgeschlossen sein. Durch den Ausbau der Ge-
bäudedigitalisierung (intelligente BMS-Steuerung der
KONZERNLAGEBERICHT
75
technischen Gebäude-Infrastruktur wie z. B. Licht-,
Klima- und Heizanlagen) soll die Energieeffizienz im Be-
trieb weiter optimiert werden.
Energiemanagement-Programm:
Prozesse, Steuerung, Verantwortlichkeiten
In den Facility-Management-Verträgen jedes CA Immo-
Gebäudes sind umfangreiche Regelleistungen für das
Energiemanagement enthalten (Service Level Agree-
ments). Diese sehen ab 2022 u. a. die Erstellung halbjähr-
licher Berichte zur Energieeffizienz jedes einzelnen Ge-
bäudes vor, anhand derer Maßnahmen zur Verbesserung
der energetischen Effizienz der Gebäude abgeleitet wer-
den – sowohl für die Miet- als auch die Allgemeinflächen
(Optimierungsvorschläge für Mieter und Eigentümer).
Die Steuerung und Überwachung dieser Prozesse obliegt
dem technischen Asset Management von CA Immo. In-
vestitionen in die energetische Modernisierung der Ge-
bäude (Green CAPEX) werden als Teil der Instandhal-
tungsaufwände im Zuge des jährlichen Budgetierungs-
prozesses vom Asset Management vorgeschlagen und
vom Vorstand beschlossen.
Energieverbrauch und CO
2
-Footprint
Im Jahr 2020 konnte die durchschnittliche CO
2
-Emissi-
onsintensität (= jährliche CO
2
-Emissionen je m²) des
CA Immo-Bestandsportfolios (Scope 1+2, exkl. Mieter-
energiebezug) um rd. 11% zum Vorjahr reduziert werden.
Diese Reduktion basiert auf einem Rückgang sämtlicher
Energieverbrauchswerte im Jahresvergleich (–14% Strom-
verbrauch like-for-like; –10% Gasverbrauch like-for-like;
–4% Energieverbrauch aus Fernwärme like-for-like). Die
durchschnittliche Energieintensität (Energieverbrauch je
m², exkl. Mieterenergiebezug) reduzierte sich im Jahres-
vergleich um 13%. Wesentliche Treiber dieser Entwick-
lung sind vor allem:
– Die permanente Übernahme eigener Projektfertigstel-
lungen in den eigenen Bestand
– Gezielter Verkauf älterer Bestandsgebäude (strategisches
Kapitalrotationsprogramm)
– Geringere Büronutzung ab 2020 (Covid-19-Pandemie)
– Energiemanagement und Renovierungsmaßnahmen
– Einkauf von Ökostrom
Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequelle
n
lag im Jahr 2020 bei 1% des Gesamtverbrauchs. Dieser
Anteil wird sich im Zuge
der kontinuierlichen Umstel-
lung auf grünen Strom ab 2021 deutlich erhöhen (siehe
Absatz zu grünem Stromeinkauf auf Seite 67).
Da die
Verbrauchsdaten für das Jahr 2021 zum Berichts-
zeitpunkt noch nicht vollständig vorlagen, sind der in
der untenstehenden Tabelle
für 2021 angeführte Energie-
verbrauch sowie der darauf basierende CO
2
-Emissions-
wert vorlä
ufige Schätzwerte auf Basis der Verbrauchsda-
ten 2020 (Hochrechnungsmethodik siehe ESG Anhang .
ENERGIE-VERBRAUCHSDATEN UND CO
2
-FOOTPRINT DES CA IMMO-BESTANDSPORTFOLIOS
1)
EPRA Code Abdeckung Maßeinheit 2019 2020
Verände-
rung in % 2021e
2)
Energieintensität der Gebäude
(ohne Mieterenergiebezug) Energy-Int
Allgemeinstrom,
Heizwärme, Kühlung kWh/m² 138 119 –13 136
CO
2
-Emissionsintensität der Gebäude
(Scope 1+2)
GHG-Int
Allgemeinstrom,
Heizwärme, Kühlung kgCO
2
e/m² 36,5 32,6 –11 25,3
Bruttoinnenfläche (GIA)
3)
Gesamtes Gebäude m² 1.357.552 1.422.963 5 1.420.512
Anzahl der Gebäude
4)
Gesamtes Gebäude Anzahl 53 55 54
1) Informationen zu Berichtsgrenzen und Analysemethodik der Verbrauchswerte finden Sie im ESG Anhang. Die dargestellten Verbrauchsdaten (sowie
daraus resultierende Emissionen) inkludieren den von CA Immo eingekauften Strom für Allgemeinflächen (Allgemeinstrom) sowie Energie für Heizwärme
und Kühlung im gesamten Gebäude. Vom Mieter direkt bzw. von CA Immo zentral für Mieterbereiche eingekaufter Strom (Submetering) ist exkludiert, da
vollständige Verbrauchswerte zum Mieterstrom nicht für alle Gebäude vorliegen. Eine detaillierte Tabelle zu Energieverbrauchs- und Emissionswerten des
CA Immo-Bestands gemäß EPRA Best Practice Recommendations finden Sie im ESG Anhang.
2) Die Energieverbrauchs- und Emissionswerte für 2021 sind vorläufige Schätzwerte, da die Verbrauchsdaten für dieses Jahr zum Berichtszeitpunkt noch
nicht vollständig vorlagen. Angaben zum Hochrechnungsmodus finden Sie ebenfalls im ESG Anhang.
3) Im Geschäftsjahr 2021 wurde die zur Kalkulation der Energie- und CO
2
-Intensi
täten herangezogene Fläche von vermietbarer Nutzfläche (GLA) auf Brutto-
Innenfläche (GIA) umgestellt. Die Werte für 2019 und 2020 wurden entsprechend angepasst.
4) Multi-Tenant-Gebäude. Single-Tenant-Gebäude sind in dieser Analyse nicht berücksichtigt, da für diese die Trennung in Allgemein- und Mieterstrom
nicht vorliegt.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
7
6
Energetische und klimagerechte Modernisierung
von Bestandsimmobilien
CA Immo investiert kontinuierlich in die Optimierung
der Energieeffizienz des Bestandsportfolios. Teil dieses
energetischen Modernisierungsprogramms sind u. a. fol-
gende Maßnahmen:
– Austausch alter Pumpen gegen energiesparende Hoch-
effizienzpum
pen
– Sukze
ssiver Austausch herkömmlicher Beleuchtung ge-
gen LED-Technik mit modernen Sensoren
– Installation von Wärmerückgewinnung bei Lüftungsan-
lagen
– Modernisierungen und Anlagenverbesserungen
z. B.
von H
eizungs- und Kühlmedien
– Moderne Energiemanagement-Systeme, um Optimie-
rungspotenziale im Gebäude frühzeitig zu identifizie-
ren.
Im Jahr 2021 wurden unter anderem detaillierte Ener
-
gie-Assessments für Gebäude mit (im Vergleich zum Port-
foliodurchschnitt) erhöhtem Energieverbrauch durchge-
führt, um gezielte Maßnahmen für weitere Effizienzstei-
gerungen ableiten und sukzessive umsetzen zu können.
Klima & Energie: Reduktion der CO
2
-Emissionen durch
Umstellung des Gebäudebetriebs auf grüne Energie
Die nationale Bündelung und konzernweite Umstellung
der Strombeschaffung auf erneuerbare Energieträger
(Wind- Wasser- bzw. Sonnenenergie) wurde 2020 einge-
leitet und im Sommer 2021 abgeschlossen. Die länder-
spezifischen Verträge beziehen sich auf den Zeitraum
2020 bis 2025 und inkludieren den Einkauf von
Ökostrom für alle Allgemeinflächen und vom Vermieter
zur Verfügung gestellten Dienste (z. B. Kühlung, Beleuch-
tung, Aufzüge) in unseren Multi-Tenant-Gebäuden sowie
die Stromversorgung in unseren eigengenutzten
CA Immo-Büroflächen. Da in den CEE-Ländern Ungarn,
Rumänien, Polen und Tschechien darüber hinaus der ge-
samte Mieterstrom von CA Immo zentral eingekauft wird,
inkludieren die grünen Stromverträge in diesen Ländern
auch den gesamten Mieterstrom.
Die Versorgung der österreichischen und polnischen
Gebäude sowie eines Teils des deutschen Gebäudebe-
stands ist seit 1. Jänner 2021 auf grünen Strom umge-
stellt. In den restlichen Ländern erfolgt die Umstellung
des Realbetriebs auf Ökostrom nach Auslaufen der aktu-
ellen Energieverträge und wird voraussichtlich bis Ende
2023 abgeschlossen sein.
Um auch die CO
2
-Emissionen aus der Beheizung des
Gebäudebestands zu reduzieren, sollen zudem die Fern-
wärmeverträge je nach lokaler Verfügbarkeit sukzessive
auf grüne bzw. CO
2
-neutrale Energieträger (z. B. aus Ab-
wärme, Verbrennung von Biomasse oder Minderungszer-
tifikate) umgestellt werden. Im Jahr 2021 wurden ent-
sprechende Verträge für unsere Gebäude in einigen deut-
schen Städten (Köln, Düsseldorf, Mainz) bereits abge-
schlossen, der Anteil an grüner bzw. CO
2
-neutraler Fern-
wärme soll künftig weiter ausgebaut werden.
Mieterbeteiligung: Green Lease Agreements
Ein ganzheitlich umwelt- und klimafreundlicher Gebäu-
debetrieb bedarf der Mitwirkung unserer Mieter. So liegt
z. B. der Abschluss der Stromverträge für die Mietflächen
– und somit die
Entscheidung über den Ankauf von „grü-
nem“ oder „grauem“ Strom – in Österreich und Deutsch-
land im Verantwortungsbereich unserer Mieter,
da aus
rechtlichen G
ründen nur in den CEE-Ländern
Ungarn,
Rumä
nien, Polen und Tschechien neben dem Allge-
meinstrom auch der gesamte
Mieterstrom von CA Immo
zentral eingeka
uft werden kann
.
Mittels G
reen Lease Agreements (Kunden-Ökoeffizienz-
Programm) bieten wir unseren Mietern die Möglichkeit,
sich partnerschaftlich an unserer Umwelt- und Klima-
schutz-Initiative zu beteiligen und ein starkes Zeichen
für Nachhaltigkeit zu setzen. Entsprechende Vertragsbe-
standteile wurden 2021 final ausgearbeitet und erste
grüne Mietverträge (vor allem in Deutschland) abge-
schlossen. In den kommenden Jahren sollen neue und be-
stehende Vertragsverhältnisse sukzessive auf Green Lea-
ses umgestellt werden. Green Lease Agreements inkludie-
ren u. a.:
– Bezug von Ökostrom zu optimierten Ko
nditionen
(CA Immo-Mieterstrompool) zur Reduktion der CO
2
-
Emissionen im operativen
Betrieb (Scope 3)
– D
a
ten- und Informationsaustausch mit dem Mieter
(V
erbrauch, Belegung, Nutzung) und Analyse
von
V
e
rbrauchsdaten (Energie-Monitoring)
– V
erminderung von Abfall, ökologische Reinigung
– Anreize für klimafreundliche
Mobilität der Mitarbeiter
KONZERNLAGEBERICHT
77
Ressourcenschonung & Kreislaufwirtschaft im
Gebäudebetrieb
Da CA Immo für alle Multi-Tenant Büro-Bestands-
gebäude sowohl den Wassereinkauf als auch die
Abfall-Entsorgung zentral organisiert, liegen für den
Großteil der Bestandsgebäude (2020: 59 von 67 Gebäu-
den) Wasserverbrauchs- und Abfalldaten vor. Für das
Jahr 2020 konnte die Datenbasis von 52 (2019) auf 59 Ge-
bäude deutlich ausgeweitet werden. Zum Berichtszeit-
punkt lagen zu den Verbrauchswerten 2021 keine ausrei-
chenden Daten für eine aussagekräftige Schätzung vor.
Im Jahr 2020 ging die Wasserintensität (durchschnittli-
cher jährlicher Wasserverbrauch je m²) im Jahresvergleich
um 37% zurück. Dieser starke Rückgang ist vor allem auf
die geringere Büronutzung angesichts der Covid-19-Pan-
demie zurückzuführen. Durch den Einbau von digitalen
Wasserverbrauchszählern (Smart Meter) und entspre-
chendes Verbrauchsmonitoring soll der Wasserverbrauch
weiter optimiert werden.
Die Abfall-Recyclingquote (inkl. Wiederverwendung)
lag bei 21% und somit 3 Prozentpunkte über dem Vorjah-
reswert. Im Sinne eines effizienten Betriebskosten- und
Nachhaltigkeitsmanagements besteht unser Anspruch,
bestehende Entsorgungskonzepte zu optimieren, die Ab-
fall-Recyclingquote weiter zu erhöhen und letzte Daten-
lücken zu schließen. Ein Rahmenvertrag für professionel-
les Abfallmanagement der deutschen Gebäude wurde im
Jahr 2021 abgeschlossen und ist per 1. Jänner 2022 in
Kraft. Darüber hinaus soll die kontinuierliche Umstel-
lung auf Green Lease Verträge zu einer besseren Mülltren-
nung durch die Gebäudenutzer beitragen (Mieterbeteili-
gung).
WASSERVERBRAUCH UND ABFALL-RECYCLINGQUOTE DES CA IMMO-BESTANDSPORTFOLIOS
1)
EPRA Code Maßeinheit 2019 2020 Veränderung in %
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int m
3
/m² 0,44 0,28 –37
Abfall Recycling
2)
Abfall
g
ewicht nach
Entsorgungsweg (%)
18 21 3
5)
Bruttoinnenfläche (GIA)
3)
m² 1.326.622 1.494.178 13
Abdeckun
g
4)
Anzahl der Gebäude 52 59
1) Informationen zu Berichtsgrenzen und Analysemethodik finden Sie im ESG Anhang. Alle Kennza
hlen beziehen sich auf das gesamte Gebäude.
2) Anteil am gesamten jährlichen Abfallaufkommen, der durch Wiederverwendung oder Wiederverwertung (Recycling) entsorgt wurde.
3) Im Geschäftsjahr 2021 wurde die zur Kalkulation der Wasser-Intensität herangezogene Fläche von vermietbarer Nutzfläche (GLA) auf Bruttoinnenfläche
(GIA) umgestellt. Die Werte für 2019 und 2020 wurden entsprechend angepasst.
4) Anzahl der Gebäude, deren Verbrauchsdaten in die entsprechende Kennzahl eingeflossen sind. Da seit 2020 alle Assetklassen in die Analyse
eingebunden wurden, hat sich die Anzahl der Gebäude von 2019 auf 2020 von 52 auf 59 erhöht.
5) Prozentpunkte
Nachhaltigkeitszertifizierungen
als objektivierter Nachweis der Bestandsqualität
Die nachhaltige Inhouse-Projektentwicklung für das ei-
gene Portfolio zur Steigerung der Qualität des Gebäude-
bestands ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil
der Nachhaltigkeitsstrategie von CA Immo. Um einen
transparenten, international vergleichbaren und objekti-
vierten Nachweis der Gebäudequalität über das gesamte
Portfolio hinweg erbringen zu können, lässt CA Immo
auch strategische Core-Bestandsgebäude zertifizieren.
2021 wurde der Zertifizierungsprozess für zwei Büroge-
bäude (Projektfertigstellungen) in Berlin abgeschlossen,
ein Bürogebäude in Warschau wurde rezertifiziert. Dem
gegenüber stand der Verkauf von zwei zertifizierten Be-
standsgebäuden in CEE. Zum 31. Dezember 2021 waren
44 CA Immo Büro- und zwei Hotelgebäude (2020: 43
bzw. 2) nach DGNB, LEED oder BREEAM-Standard zerti-
fiziert, weitere fünf Bestandsgebäude (vier deutsche Pro-
jektfertigstellungen sowie ein Warschauer Bestandsge-
bäude) befanden sich im Zertifizierungsp
rozess. Nach Bi-
lanzwert waren rd. 72% des gesamten CA Immo-Be-
standsportfolios (alle Assetklassen; 2020: 69%) bzw. 75%
des gesamten Bürobestands (2020: 72%) zertifiziert. Ge-
messen an der vermietbaren Nutzfläche machte der zerti-
fizierte Bestand rd. 71% am Gesamtportfolio (2020: 67%)
bzw. 78% am Büroportfolio (2020: 75%) aus.
Der Bilanzwert des zertifizierten Immobilienbestands
(alle Assetklassen) lag zum 31. Dezember 2021 bei rund
3.596
Mio.
€ (31. Dezember 2020: 3.265 Mio. €), inkl. der
Gebäude im Zertifizierungsprozess lag der Wert bei rund
3.965 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.714 Mio. €).
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
7
8
ZERTIFIZIERTER IMMOBILIENBESTAND NACH
REGIONEN
1)
in Mio. € Bestand
gesamt
Bestand mit
Nachhaltigkeits-
zertifikat
Anteil
zertifizierter
Bestand in %
Deutschland 2.503 1.559 62%
Österreich 497 122 25%
CEE 1.996 1.915 96%
Summe 4.996 3.596 72%
1)
nach Bilanzwert. Basis: Immobilien im 100%-Eigentum von CA Immo
(vollkonsolidiert).
ZERTIFIZIERTE BESTANDSGEBÄUDE NACH
BILANZWERT
1)
1)
www.dgnb-system.de/de/gebaeude/neubau/kriterien/
4. PROJEKT- UND QUARTIERSENTWICKLUNG
Nachhaltige Stadtquartiersentwicklung
Durch Projekt- und Quartiersentwicklung prägt
CA Immo das Erscheinungsbild von Großstädten
wie Berlin, Frankfurt, München und Prag entscheidend
mit. Hierbei decken CA Immo-Spezialisten die gesamte
Wertschöpfungskette ab: von der Grundstücksaufberei-
tung, der Mitwirkung am Masterplan und Baurechtschaf-
fung über die Realisierung der umgebenden Infrastruktur
bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer Gebäude.
Dadurch entstehen gemischt genutzte innerstädtische
Quartiere mit kurzen Wegen und hoher Lebensqualität.
Von CA Immo entwickelte Gebäude sind gekennzeichnet
durch hohe technische und architektonische Qualität,
flexible Flächennutzung und geringen Energieverbrauch.
Nachhaltigkeitszertifizierung für Neubauten
Seit 2011 werden alle von CA Immo für den eigenen,
langfristigen Bestand entwickelten Büroimmobilien nach
hohen Nachhaltigkeitsstandards (mindestens DGNB
1)
Gold oder LEED
2)
Gold) und unter Berücksichtigung der
langjährigen Erfahrungen aus dem laufenden Gebäudebe-
trieb errichtet. Am Beginn jeder Projektentwicklung steht
eine standortspezifische und nutzerorientierte Produkt-
definition, die u. a. den Standard und die Ausprägung
der Nachhaltigkeitszertifizierung definiert. Daraus leiten
sich die entsprechend Mindeststandards an die ökologi-
sche, soziokulturelle und funktionale, technische, Stand-
ort- sowie Prozessqualität ab.
ÜBERBLICK NACHHALTIGKEITSSTANDARDS
AKTUELLER BAUPROJEKTE
Stadt Projekt System Kategorie
Berlin
Hochhaus am
Europaplatz DGNB Gold
Berlin Grasblau DGNB Gold
Berlin Upbeat DGNB Gold
Frankfurt ONE DGNB Platin
Im Zuge des Zertifizierungsprozesses begleitet
ein ge-
mäß dem jeweiligen Standard (DGNB, LEED) akkreditier-
ter externer Auditor den gesamten Planungs- und Bau-
prozess. Der Auditor stellt die Implementierung der ver-
einbarten Nachhaltigkeitskriterien sicher. Die Nachhaltig-
keitsziele des Projekts werden in einem Vorzertifikat auf
2)
www.usgbc.org/leed/why-leed
DGNB Gold
ZERTIFIZIERUNGEN DES CA IMMO
BESTANDSPORTFOLIOS
1)
(Basis: 3,6 Mrd. € Bilanzwert)
LEED Gold
DGNB Platin
LEED Platin
BREEAM Very Good
BREEAM Excellent
24%
21%
15%
7%
19%
8%
BREEAM Interim
6%
1)
Immobilien mit Hauptnutzungsart Büro + Hotel im 100%-Eigentum von CA Immo
(vollkonsolidiert).
KONZERNLAGEBERICHT
79
Grundlage der Gebäudeplanung festgehalten. Deren Um-
setzung wird nach Fertigstellung des Gebäudes vom Zer-
tifizierungsgeber überprüft und mit Erteilung des finalen
Zertifikats bestätigt.
Klima & Energie: Energieeffizienz und
CO
2
-Emissionen in der Projektentwicklung
Unser Anspruch ist seit vielen Jahren, besonders
nachhaltige und energieeffiziente Gebäude für das
eigene Portfolio zu entwickeln und dadurch die Qualität
des Gebäudebestands sukzessive zu erhöhen. Während
im Bestandsmanagement vor allem die Nachhaltigkeit im
Gebäudebetrieb im Fokus liegt, wird in der Projektent-
wicklung der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes be-
trachtet (cradle to grave).
Um die Auswirkungen eines Gebäudes auf seine Um-
welt (u. a. CO
2
-Emissionen) in allen Phasen seines Le-
benszyklus zu ermitteln und zu optimieren, führt
CA Immo bereits in der Gebäudeplanung eine umfas-
sende Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) durch.
Diese Analysen unterscheiden zwei Arten von Emissio-
nen:
Gebundene CO
2
-Emissionen (embodied carbon):
– Emissionen, die bei der Herstellung von Baumaterialien
und deren Transport entstehen (Phase A1-A3)
– Emissionen des Bauprozesses (Phase A4-A5)
– Emissionen aus der Instandhaltung, Reparaturen/
Sanierungen während des Lebenszyklus (B1-B5)
– Emissionen aus Abriss und Entsorgung (C1-4)
– Emissions-Gutschriften aus Wiederverwertung und
Recycling (D)
Operative CO
2
-Emissionen (operational carbon):
– Emissionen aus dem Energieverbrauch im Gebäudebe-
trieb (Heizung, Warmwasser, Beleuchtung, Klimatisie-
rung, Lüftung) (Phase B6)
– Emissionen aus dem Wasserverbrauch (Phase B7)
Für alle nach DGNB oder LEED zertifizierten Neubau-
projekte (15 Gebäude im Zeitraum 2011-2021) wurden
entsprechende LCAs durchgeführt. Basierend auf einer
im Jahr 2021 nach DGNB-Methodologie durchgeführten
ersten Analyse von 13 LCAs unserer deutschen Neubau-
projekte der vergangenen Jahre zeigt sich ein durch-
schnittlicher gesamter CO
2
-Fußabdruck je Gebäude von
1)
www.dgnb.de/de/aktuell/pressemitteilungen/2021/studie-co2-emissio-
nen-bauwerke
2)
Der Primärenergiebedarf eines Gebäudes errechnet sich aus dem End-
energiebedarf (Heizung, Beleuchtung, Kühlung; exkl. Mieterstrom wie IT
oder Küchen in den Mietflächen), den im Gebäude eingesetzten Energie-
rd. 2.000 kg CO
2
/m². Davon entfallen rund 500 kg CO
2
/m²
auf gebundene Emissionen und rund 1.500 kg CO
2
/m² auf
operative CO
2
-Emissionen. Operative CO
2
-Emissionen
machen demnach 70 bis 85% der gesamten CO
2
-Emissio-
nen während des Lebenszyklus eines Gebäudes aus und
sind somit der größte Hebel zur Verringerung des CO
2
-
Fußabdrucks. Diese Daten stehen im Einklang mit einer
aktuellen Analyse der Deutschen Gesellschaft für Nach-
haltiges Bauen (DGNB)
1)
.
Operative CO
2
-Emissionen
In den vergangenen zehn Jahren (2011-2021) konnte
CA Immo den durchschnittlichen Primärenergiebedarf
2)
der realisierten Projekte
3)
von mehr als 150 kWh/m²/a auf
unter 100 kWh/m²/a senken. Die Hauptgründe für diese
Verbesserungen waren einerseits die Steigerung der Ener-
gieeffizienz und andererseits die fortschreitende Dekar-
bonisierung von Fernwärme und Strom (Energiewende).
Gleichzeitig lag der Primärenergiebedarf der Neubauten
im Durchschnitt um rund 30% unter den jeweiligen ge-
setzlichen Anforderungen
4)
. In den kommenden Jahren
können operative CO
2
-Emissionen neuer Gebäude u. a.
durch folgende Maßnahmen weiter reduziert werden:
– Reduktion des Energiebedarfs durch Optimierung der
Gebäudehülle und –Technik sowie durch
– Verstärkte Digitalisierung der Gebäude-Leittechnik
– Noch intensivere Nutzung erneuerbarer Energieträger
im und am Gebäude (z B. Photovoltaik, Geothermie)
Parallel zu diesen Maßnahmen sollte der kontinuierli-
che Fortschritt bei der Dekarbonisierung der Versorgungs-
netze (Strom und Fernwärme) in den kommenden Jahren
die Emissionen aus dem Energieverbrauch der Gebäude
weiter reduzieren.
Gebundene CO
2
-Emissionen
CA Immo hat im Geschäftsjahr 2021 sämtliche Life
Cycle Assessments (LCA) analysiert, die im Zuge von
deutschen Neubauprojekten in den vergangenen zehn
Jahren erstellt wurden. Die daraus gewonnenen Erkennt-
nisse werden nun zur systematischen Optimierung der
durch den Bau und die Renovierung unserer Gebäude
verursachten CO
2
-Emissionen herangezogen. Zukünftig
wird die Ökobilanz (LCA) das zentrale Instrument im
Planungsprozess, um Energieverbrauch und CO
2
-Emissio-
trägern (z. B. Strom, Fernwärme oder Gas) und deren definierten Primär-
energiefaktoren. Der Einkauf von Ökostrom wird hierbei nicht berück-
sichtigt.
3)
Basis: 15 Inhouse-Bürofertigstellungen. Exkl. aktuell im Bau befindliche
Projekte
4)
Gesetzliche Anforderungen an Energieeffizienz zum Zeitpunkt der Ein-
reichung des Bauantrags
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
80
nen ganzheitlich zu betrachten. In den kommenden Jah-
ren sollen gebundene CO
2
-Emissionen neuer Gebäude u.
a. durch folgen
de Maßnahmen reduziert werd
en:
– Frühzeitige Durchführung eines LCA für jedes Neubau-
projekt, entsprechendes Monitoring über de
n gesamten
Entwicklungsprozess
– W
eitere Optimierung von Gebäude-Tragwerk und
-Struktur
– V
erwendung von Holz oder alternativen Baumaterialien
mit niedriger CO
2
-Intensität
– Stärkere Berücksichtigung der Prinzipien der Kreislauf-
wirtschaft zur Optimierung von Rohstoffver
brauch und
Emissionslast (cradle to grave / cradle to cradle).
Um die Transparenz der in unseren Neubauprojekten
gebundenen Emissionen künftig zu erhöhen, ist ein de-
tailliertes Reporting dieser Kennzahlen im Aufbau.
Nachhaltige Beschaffung & Lieferkette
Der Beschaffungsprozess von CA Immo stellt si-
cher, da
ss die hohen ökologischen Anforderungen
gemäß dem jeweils für das projektierte Gebäude vorgese-
henen Zertifizierungsstandard eingehalten werden (siehe
Absatz zur Nachhaltigkeitszertifizierung auf Seite 77).
Alle Auftragnehmer (Anbieter) werden im Zuge des Ver-
gabeprozesses zur Einhaltung der entsprechenden Nach-
haltigkeitsstandards über die gesamte Lieferkette ver-
pflichtet. Details zu diesen Standards sowie den hiermit
verbundenen Kontrollmechanismen finden sich im
Kapi-tel Corporate Governance sowie in der
CA Immo-Vergaberichtlinie unter caimmo.com/esg-richt-
linien.
Ressourcenschonung & Kreislaufwirtschaft
Im Zuge ihrer Entwicklungsprojekte berücksichtigt
CA Immo vielfältige Kreislaufwirtschaftsfaktoren
und Maßnahmen zur Ressourcenschonung (Design for
Circularity). Kriterien wie verantwortungsbewusste Res-
sourcengewinnung, einfache Rückbaubarkeit oder die
Verwendung von recycelten Materialien kommen – so-
weit dies im Kontext des Gesamtprojekts abbildbar ist –
in vielen CA Immo-Projektentwicklungen zur Anwen-
dung. Größtmögliche Nutzungsflexibilität und -reversibi-
lität für unterschiedlichste Nutzeranforderungen in Be-
zug auf künftige Bürolandschaften, Umbau- und Umnut-
zungsfähigkeit sind zentrale Anforderungen an jeden
Neubau, die bereits in der Planungsphase berücksichtigt
werden. So wird beispielsweise der Rohbau durch mög-
lichst nutzungsneutrales Tragwerk, Geschoßhöhen, -tie-
fen und Deckenlasten sowie durch Berücksichtigung von
Belegungsreserven in den Versorgungsschächten so flexi-
bel wie möglich ausgelegt. Vielfältige, flexible Nutzungen
im Lebenszyklus des Gebäudes sollen dadurch ermög-
licht und tiefgreifende Umbauarbeiten im Lauf des Ge-
bäude-Lebenszyklus bis hin zum frühzeitigen Abbruch
vermieden werden.
Auf allen CA Immo-Baustellen wird eine Entsorgungslo-
gistik und Recyclingmanagement zur optimierten Müll-
trennung installiert. Dies beinhaltet tägliche Müllsamm-
lung, -trennung und -entsorgung durch externe Entsor-
gungslogistiker. Für die Entsorgungslogistik auf Baustellen
in Deutschland ist das CA Immo-Tochterunternehmen om-
niCon im Rahmen ihres Construction Management verant-
wortlich. An allen sonstigen Standorten wird diese von der
Abteilung Development und Engineering verantwortet.
Nachhaltige Stadtquartiersentwicklung:
Brownfield Development
Seit der Übernahme des deutschen Quartiersent-
wicklers Vivico Real Estate GmbH im Jahr 2008 ent-
wickelt CA Immo große, vormals brachliegende bzw. in-
dustriell genutzte innerstädtische Flächen zu modernen
Stadtvierteln (Brownfield Development). Im Rahmen der
Revitalisierung dieser teilweise mehr als 100 Jahre in-
dustriell-gewerblich und durch die Deutsche Bahn ge-
nutzten, teilweise belasteten Altstandorte und Brachflä-
chen setzen Spezialisten der CA Immo-Tochter omniCon
vielfältige Maßnahmen zur Grundstücksaufbereitung und
-erschließung um. Diese spezielle Brownfield Develop-
ment-Kompetenz von CA Immo deckt u. a. folgende Um-
welt-Aspekte der Grundstücksa
ufbereitung ab:
– Technische Standortbewertung: Bestandserfassung von
Gebäuden, unterirdische „Altbebauung“, Entkernung,
Rückbau
– Kampfmittelrisiken und (baubegleitende) Kampfmittel-
freimessung
– Evaluierung von Altlastenrisiken (Boden, Wasser, Bo-
denluft); Boden- und Grundwassersanieru
ng
– Bewertung von Abfall und Entsorgungskonzepten
– Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität: Natur-
schutz-fachliche Erfassung von Flora und Fauna
– Artenschutz: u. a. Umsiedlungsmaßnahmen von ge-
schützten Tierarten wie Eidechsen, Wechselkröten, Fle-
dermäusen
– Herstellung von Biotopen und grünen Ausgleichsflä-
chen
– Infrastrukturelle Erschließung:
Herstellung von künftig
öffentlichen Str
aßen, Wegen, Plätzen, Spielplät
zen und
Parks.
KONZERNLAGEBERICHT
81
SOZIALES ENGAGEMENT
Auch im Sozialbereich setzt CA Immo Maßnahmen, um
im Rahmen ihres Einflussbereichs positive Impulse und
verantwortungsvolle Standards zu setzen. Unsere strate-
gischen Schwerpunkte liegen hierbei insbesondere auf
den Bereichen Gesundheit & Sicherheit, Beschäftigung &
Arbeitsbedingungen sowie auf sozialen Aspekten einer
nachhaltigen Lieferkette und Stadtquartiersentwicklung.
Weitere Themen aus der Wesentlichkeitsanalyse werden
ebenso erläutert.
1. MIETER & DIENSTLEISTER
Gesundheit & Sicherheit
Sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsbedin-
gungen für Nutzer und externe Dienstleister sowohl
im laufenden Gebäudebetrieb als auch im Zuge von Bau-
projekten sind eine Grundvoraussetzung für unseren Un-
ternehmenserfolg. CA Immo steht für die strikte Einhal-
tung sämtlicher rechtlicher Vorgaben im Bereich Gesund-
heit und Sicherheit. Unser Ziel ist es, Unfälle in unseren
Gebäuden und in deren Umfeld, in unseren eigenen Bü-
ros sowie auf Baustellen zu vermeiden. Darüber hinaus
steht das langfristige Wohlbefinden aller Gebäudenutzer
im Fokus.
Programm zur Sicherheit von Produkten und
Dienstleistungen (Product Health and Safety)
Bei allen konzernweit durchgeführten Projektentwick-
lungen kommen Sicherheits- und Gesundheitsschutzbe-
lange sowohl in der Planungs- und Bauphase als auch im
Hinblick auf spätere Mieter/Nutzer der Gebäude zur An-
wendung. Die diesbezügliche Koordination aller am Bau
Beteiligten erfolgt durch den schon in der Planungsphase
einbezogenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordi-
nator (SiGeKo). Dieser führt regelmäßige Sicherheitsbege-
hungen durch und schreitet beim Erkennen von Gefahren
sofort ein. Zusätzlich hat jeder Auftragnehmer die Ver-
pflichtung, einen eigenen Sicherheitsbeauftragten zu be-
nennen. Das Risiko der einzelnen Tätigkeiten wird vom
SiGeKo bewertet, entsprechende Maßnahmen definiert
und die Einhaltung vor Ort kontrolliert. Alle Maßnahmen
werden als Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan in
die jeweilige Baustellenordnung des Projekts eingebun-
den, deren Einhaltung für alle Projektbeteiligten ver-
pflichtend ist.
Die Überwachung und Gesamtverantwortung für die Si-
cherheit auf den deutschen CA Immo-Baustellen liegt
beim CA Immo-Tochterunternehmen omniCon im Rah-
men ihres Construction Managements. An allen sonstigen
Standorten außerhalb Deutschlands wird diese
von der
Abteilung Development und Engineering verantwortet.
Darüber hinaus strebt CA Immo an, alle gesetzlichen
Anforderungen in Bezug auf potenzielle negative Ein-
flüsse auf Stakeholder (wie z. B. Baulärm oder erhöhte
Feinstaubbelastung) im Rahmen all ihrer Projektentwick-
lungen nicht nur einzuhalten, sondern überzuerfüllen.
Bewertungen von Sicherheit und Gesundheit werden
auch im Gebäudebetrieb konzernweit in allen Gebäuden
durchgeführt. Alle gesetzlichen Vorgaben z. B. die
elektrischen Anlagen, Aufzugssysteme und Brandschutz-
vorkehrungen betreffend, werden eingehalten. So wird
die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit der technischen
Gebäudeanlagen durch gezielte Sachverständigenprüfun-
gen, Wartungen und Funktionstests regelmäßig überprüft,
um Fehlfunktionen zu vermeiden und Anlagenausfällen
vorzubeugen. Werden Mängel festgestellt, wird deren Be-
hebung unmittelbar veranlasst. Externe Facility Manager
sind für die funktionale Sicherheit und die Einhaltung
brandschutztechnischer Vorschriften in den einzelnen
Gebäuden verantwortlich und berichten mindestens ein-
mal im Jahr an das CA Immo-Asset Management. Die Ge-
samtverantwortung für die Sicherheit des CA Immo-Be-
standsportfolios trägt die Abteilung Asset Management.
In Deutschland werden alle CA Immo-Bestandsgebäude
mindestens einmal jährlich auf Sicherheit und Gesund-
heitsauswirkungen überprüft (100%). In allen anderen
CA Immo-Kernmärkten orientiert sich die Frequenz die-
ser Kontrollen zumindest an den nationalen gesetzlichen
Vorgaben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt 62
von 66 CA Immo-Bestandsgebäuden auf Produktsicher-
heit und Gesundheitsauswirkungen hin überprüft, das
entspricht rd. 95% des Gesamtbestands (nach Gebäude-
fläche; exkl. zum Verkauf bestimmte Immobilien). Im Be-
trachtungszeitraum wurden keine Verstöße gegen gesetz-
liche Vorgaben oder Strafen in Bezug auf die Auswirkung
unserer Gebäude auf Gesundheit und Sicherheit gemel-
det. Alle CA Immo-Bestandsgebäude sind für gehbeein-
trächtigte Personen barrierefrei zugänglich. Weitere
Kennzahlen zum Thema Produktsicherheit finden Sie im
ESG Appendix.
Mieterkomfort & -wohlbefinden
Die Arbeitsplatzqualität hat wesentlichen Einfluss auf
Gesundheit, Motivation und Produktivität der Büronut-
zer. Deshalb berücksichtigt CA Immo Sicherheits- und
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
8
2
Gesundheitsauswirkungen der Gebäude bereits in der
Planungs- und Entwicklungsphase von Bauprojekten.
Vielfältige Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit
und Komfort der künftigen Mieter werden im Zuge unse-
rer Projektentwicklungen umgesetzt – wie z. B. angeneh-
mes Raumklima, ideale akustische, thermische und visu-
elle Rahmenbedingungen sowie die Schaffung von Räu-
men für sozialen Austausch, oftmals mit begrünten Au-
ßenflächen. CA Immo setzt diesbezüglich bei ausgewähl-
ten Gebäuden auf zusätzliche Zertifizierungsstandards.
Der WELL-Gebäudestandard gibt Maßnahmen zur För-
derung von Gesundheit und Wohlbefinden in Gebäuden
in den Kategorien Luft, Wasser Licht, Bewegung, thermi-
scher Komfort, Ernährung, Lärm, Materialien, Geist und
Gemeinschaft vor (wellcertified.com). Aktuell verfügt ein
CA Immo Bürogebäude in Prag über eine WELL Core and
Shell Zertifizierung in Gold. Zum Stichtag sind die Pra-
ger Bürogebäude Mississippi House und Missouri Park
sowie zwei deutsche Büroprojekte im Bau für eine
WELL-Zertifizierung vorgesehen.
Covid-19
Im Jahr 2021 wurde die Einhaltung aller zusätzlich im
Rahmen der Covid-19-Pandemie vorgeschriebenen Si-
cherheitsvorkehrungen in unseren Gebäuden und auf den
Baustellen kontinuierlich überprüft und sichergestellt.
Um die Sicherheit der Mieter und Mitarbeiter bestmög-
lich zu gewährleisten und im Bedarfsfall rasch handeln
zu können, hat CA Immo frühzeitig eine internationale
Health & Safety Taskforce installiert. Seit Anfang März
2020 stimmt sich diese wöchentlich zu den aktuellen
Entwicklungen ab und setzt entsprechende Handlungs-
empfehlungen zu Hygienemaßnahmen auf regionaler
Ebene in den Allgemeinbereichen unserer Gebäude sowie
in eigengenutzten Büroflächen um. Ein entsprechender
Aktionsplan wurde im Lauf des Jahres 2021 kontinuier-
lich überarbeitet und an das jeweils aktuelle lokale Infek-
tionsgeschehen sowie die Richtlinien der nationalen Ge-
sundheitsbehörden in den Städten, in denen CA Immo
mit Bestandsgebäuden und eigenen Niederlassungen ver-
treten ist, angepasst. Inkludiert wurden hierbei Maßnah-
men und interne Verhaltensregeln für mehrere Szenarien
und Eskalationsstufen, um jederzeit eine sichere Umge-
bung für alle Gebäudenutzer zu gewährleisten. Darauf ba-
sierend wurden in den Allgemeinbereichen der
1)
Zertifizierungsprogramm für Safe Hospitality, Offices, Retail and Exhibi-
tions (SHORE), www.safeassetgroup.co
m
CA Immo Gebäude u. a. folgende Schutzmaßnahmen um-
gesetzt:
– Erhöhte Reinigungsfrequen
z (mehrmals täglich) und
Desinfe
k
tion
– Bereitstellung von D
esinfektionsmittel an der Gebäude-
rezeption inkl. Anweisung zur Händedesinfek
tion
– Aushang von A
bstandsregeln für die Liftbenutzung so-
wie Empfehlung zur Nutzung der Treppenhäu
ser
– V
erpflichtende Verwendung
von Mund-Nasenschutz in
allen allgemein
en Gebäudeber
eichen
– W
echsel des Filtertyps und/oder regelmäßiger Aus-
tausch der K
limaanlagenfilter
– Erhöhung der Luftzirkulation (u. a. durch verlängerte
Betriebszeiten
der Lüftungsgeräte) und Deakti
vierung
des Umluftbetriebs sowie intensivierte Luftbefeuchtung
in den Ge
bäuden zur Reduktion der Viruslast
in der
Raumluft (soweit entsprechend
e technische Vorausset-
zungen vorhanden)
– Ständiger Betrieb von Abluftanlagen in den To
iletten
– T
eilweise Schließung von Duschen in den Allgemeinflä-
chen.
Das gesamte Be
triebspersonal wurde über die Covid-19-
Präventionsmaßnahmen permanent informiert. Dies bein-
haltete auch das Verhalten der Mitarbeiter im Falle einer
bestätigten oder möglichen Anwesenheit einer mit Covid-
19 infizierten Person. Für die erfolgreiche Umsetzung al-
ler Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen gegen die
Ausbreitung des Covid-19-Virus erhielt CA Immo für ihr
rumänisches Portfolio im Jahr 2021 die SHORE-Zertifi-
zierung der SAFE Asset Group
1)
und das DEKRA Trusted
Facility-Zertifikat
2)
, das u. a. bestätigt, dass die Gebäude
von CA Immo sichere Einrichtungen sind, die den Emp-
fehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und
der lokalen Behörden entsprechen.
Mieterbeziehungen & -bindung
CA Immo ist seit vielen Jahren in ihren Kernstädten mit
lokalen Teams vor Ort, die sich um aktive Mieterbetreu-
ung und -bindung sowie die effiziente Bewirtschaftung
und Instandhaltung der Gebäude kümmern. Unsere Ex-
perten sind sowohl mit den jeweiligen Marktgegebenhei-
ten, der Beschaffenheit und den Möglichkeiten unserer
regionalen Bestandsgebäude als auch den individuellen
Mieterbedürfnissen bestens vertraut. Der kontinuierliche
Austausch mit den Mietern in Verbindung mit unserer
starken regionalen und internationalen Portfoliopräsenz
ermöglicht, maßgeschneiderte Lösungen für vielfältige
2)
https://www.dekra.de/de/dekra-standard-trusted-facility/
KONZERNLAGEBERICHT
83
Mieterbedürfnisse anzubieten. Hohe Gebäudequalität,
gute innerstädtische Lagen, eine verlässliche Erfolgsbi-
lanz in der Projektentwicklung für den eigenen Bestand
(built to suit) und unsere Kontinuität als langfristiger Be-
standshalter bieten unseren Mietern Stabilität und Si-
cherheit.
Befragung zur Mieterzufriedenheit
Ende 2021 hat CA Immo eine Umfrage zur Mieterzufrie-
denheit durchgeführt. In einer ersten Erhebungsphase
wurden die 50 wichtigsten Mieter zu telefonischen bzw.
persönlichen Interviews eingeladen. Insgesamt nahmen
rund 70% der kontaktierten Unternehmen an der Befra-
gung teil. Folgende Schwerpunktthemen wurden hierbei
untersucht:
– Zufriedenheit mit der Betreuung und dem Mietobjekt
– Flächenbedarf und –nutzung
– Bedarf an Serviceleistungen wie e-Ladestationen,
Digitalisierung im Gebäude
– Anforderungen in Bezug auf ESG/Nachhaltigkeit.
Die Ergebnisse der Befragung werden nach erfolgter
Analyse zur gezielten Optimierung unserer Gebäude und
Dienstleistungen herangezogen – mit dem Ziel, die Loya-
lität und Zufriedenheit der Mieter zu steigern. Eine Wie-
derholung der Befragung ist regelmäßig – zumindest alle
drei Jahre – vorgesehen.
Nachhaltige Beschaffung und Lieferkette
CA Immo prüft Geschäftspartner – insbesondere
auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabe-
prozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifi-
kation und wirtschaftlic
hen Situation, sondern lässt sich
auch die Einhaltung sozialer Standards bestätigen. Bei
Baudienstleistungen verpflichtet CA Immo ihre Auftrag-
nehmer auf die Einhaltung gesetzlicher Regelungen zu
Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitsstätten- bzw. Ar-
beitszeitregelungen sowie tarifvertraglicher Vereinbarun-
gen. Neben der wirtschaftlichen Eignung eines Bieters
und seines Angebots wird auch die Einhaltung von So-
zial- und Umweltstandards bei potenziellen Auftragneh-
mern angefragt und in Vergabeprozessen berücksichtigt.
Details zu diesen Standards sowie den hiermit verbunde-
nen Kontrollmechanismen finden sich im Kapitel Corpo-
rate Governance sowie in der CA Immo
1)
Davon rund 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA); inkl. 31 karenzierte Mitar-
beiter, exkl. Freelancer
2)
Davon rund 11% TZA; inkl. 26 karenzierte Mitarbeiter
Vergaberichtlinie, die unter caimmo.com/esg-richtlinien
abrufbar ist.
2. MITARBEITER
Unsere Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource.
Ihre Expertise und ihr Engagement sind entscheidend für
unseren Erfolg. CA Immo legt Wert auf eine Unterneh-
menskultur, die von Stolz, Vertrauen und selbstbestimm-
tem Arbeiten geprägt ist. Als Arbeitgeber will CA Immo
für die Mitarbeiter bestmögliche Rahmenbedingungen
schaffen, um ihre Potenziale, Stärken und Kompetenzen
optimal zur Entfaltung zu bringen. Wir bieten sichere
und attraktive Arbeitsumgebungen, vielfältige internatio-
nale Entwicklungsmöglichkeiten und sorgsame, voraus-
schauende Personalentwicklung mit dem Ziel, unseren
Mitarbeitern das zu bieten, wofür auch unsere Büroim-
mobilien stehen: einen „place where people love to
work“.
Beschäftigung & Arbeitsbedingungen
Zum Stichtag waren konzernweit 441
1)
(31.12.2020:
437
2)
) Mitarbeiter bei CA Immo angestellt. Deutschland
ist mit rund 52% Beschäftigtenanteil der mitarbeiterin-
tensivste Kernmarkt von CA Immo, gefolgt von Osteuropa
(23%) und Österreich (21%). Die restlichen 4% entfallen
auf Mitarbeiter der omniCon-Niederlassung in Basel
3)
.
Von den insgesamt 247 Mitarbeitern in Deutschland sind
zum Stichtag 108 (2020: 119) in der omniCon angestellt
(davon 19 in der omniCon-Zweigstelle in Basel).
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren
Märkten lokal verankert und beschäftigt in den internati-
onalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Perso-
nal. Zum 31.12.2021 arbeiteten Menschen aus 22 Natio-
nen für CA Immo.
Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in un-
befristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. 2021 sind von
insgesamt 441 Mitarbeitern 430 in unbefristeten Arbeits-
verhältnissen und 11 in befristeten Arbeitsverhältnissen
beschäftigt. Der Anteil der befristet Angestellten nach Ar-
beitsvertrag liegt bei 2%.
CA Immo bekennt sich in ihrer CSR Policy klar zur Ver-
einigungsfreiheit ihrer Mitarbeiter. Dieses Regelwerk de-
finiert zudem die Haltung von CA Immo zu Themen wie
3)
Die omniCon ist eine auf Construction Management spezialisierte Toch-
tergesellschaft der CA Immo, die in Deutschland und der Schweiz aktiv
ist
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
8
4
Arbeitnehmerverhältnis, Menschenrechten und Arbeits-
bedingungen. Die CSR Policy ist unter caimmo.com/esg-
richtlinien abrufbar. In Kooperation mit dem österreichi-
schen Betriebsrat wurde eine Vielzahl an mitarbeiterbe-
zogenen Regelungen – u. a. zur Unterstützung der Work-
Life-Balance – im Rahmen von Betriebsvereinbarungen
definiert.
CA Immo hat zuletzt im Jahr 2020 eine konzernweite
Analyse der Mitarbeiterzufriedenheit in Kooperation mit
Great Place to Work (GPTW) durchgeführt. Im Vergleich
zur im Jahr 2016 durchgeführten GPTW-Umfrage lag die
Zufriedenheitsquote nahezu unverändert bei 86% (2016:
85%). Die Umfrage ist standardisiert und bewertet Zufrie-
denheitsdimensionen wie Stolz, Fairness, Respekt, Ka-
meradschaft und Glaubwürdigkeit. Besonders positiv her-
vorgehoben wurden seitens der teilnehmenden Mitarbei-
ter (Beteiligung an der Umfrage: 76%) Faktoren wie
Teamarbeit, Arbeitsumfeld, Portfolio, Reputation, Fokus
auf Nachhaltigkeit und Stabilität. CA Immo plant, Befra-
gungen zur Mitarbeiterzufriedenheit zumindest alle drei
Jahre durchzuführen.
ÜBERSICHT MITARBEITER DER CA IMMO GRUPPE NACH SEGMENTEN
1)
Headcount Anzahl Mitarbeiter Anteil Frauen Eintritte /
Austritte
Neuein-
stellungen
2)
Fluktuation
3)
31.12.2020 31.12.2021 Veränderung 2021 Ø 31.12.2021 2021 2021 2021
in % in % in % in %
Österreich 80 92 15 86 62 21/10 24 12
Deutschland/Schweiz
4)
252 247 -2 250 39 15/20 6 8
Osteuropa 105 102 -3 106 72 10/13 9 12
Gesamt 437 441 1 442 51 46/43 10 10
1)
Headcounts, davon rd. 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 31 karenzierte Mitarbeiter; exkl. 20 Mitarbeiter von Joint-Venture-Firmen; die Berechnungen
für diese Tabelle basieren auf den GRI-Richtlinien (GRI 401-1)
2)
Neueinstellungen: Eintritte 2021/ durchschnittliche Beschäftigte 2021 (Headcount)
3)
Fluktuation: Personalabgang 2021 / durchschnittliche Beschäftigte 2021 (Headcount)
4)
Ende 2021 waren in der Niederlassung der 100% CA Immo Bautochter omniCon in Basel 19 lokale Mitarbeiter beschäftigt
Mitbestimmun
g der Mitarbeiter und interne
Kommunikation
Regelmäßige interne Kommunikation sowie ein vertrau-
ensvoller und konstruktiver Austausch zwischen Auf-
sichtsrat, Management und Mitarbeitern ist uns wichtig.
Relevante Informationen werden über unterschiedliche
Kanäle – u. a. in Form von physischen oder virtuellen
CEO-Infomeetings, Infomails, Management Meetings bzw.
Team Jour Fixes – umfassend und zeitgerecht an alle Mit-
arbeiter weitergegeben. Der im Wiener Headquarter an-
sässige Betriebsrat arbeitet eng mit der Personalabteilung
zusammen, entsprechende Abstimmungsmeetings finden
14-tägig statt. Vorstand und
Betriebsrat tauschen sich
quartalsweise z
ur Unternehmensentwicklung und zu re-
levanten Arbeitnehmerthemen
aus. Im Aufsichtsrat von
CA Immo sind vier Arbeitneh
mervertreter aus dem öster-
reichischen Betriebsrat vertreten. Ihre Tätigkeit ermög-
licht eine Mitbestimmung im Aufsichtsrat inkl. Mitspra-
cherecht bei einschneidenden Unternehmensentschei-
dun
gen.
Mitarbeiterbeteiligung und soziale Zuwendungen
CA Immo bietet den Mitarbeite
rn – unabhängig vom Ar-
beitszeitmodell – eine Reihe freiwilliger sozialer Zuwen-
dungen: Essensbons bzw. Essenszuschuss, Bahncard 25
oder 50, Jobtickets, Weiterbildungsunterstützung, Kinder-
gartenzuschuss, Gruppen-Krankenversicherung, Kollek-
tivunfallversicherung, einsatzbezogene Zulagen sowie be-
triebliche Altersversorgung (Pensionskasse). Zusätzlich
zum Fixgehalt können alle Mitarbeiter am Unterneh-
menserfolg in Form einer variablen Erfolgsbeteiligung
partizipieren. Diese ist an die Erreichung der budgetier-
ten Jahresziele sowie ein positives Konzernergebnis ge-
knüpft.
Talente Management und Personalentwicklung
Im Rahmen des strategischen Fort- und Weiterbildungs-
programms (CA Immo Academy) stellt CA Immo ihren
Mitarbeitern ein breites Spektrum an regelmäßigen inter-
nen wie externen Aus- und Weiterbildungen zur Verfü-
KONZERNLAGEBERICHT
85
gung. Im Jahr 2021 fanden Schulungen u. a. zu den Fach-
gebieten Asset und Portfolio Management sowie Daten-
analyse und -prognosen statt (Real Estate Analyst Trai-
ning). Pandemiebedingt wurde ein Großteil der Schulun-
gen virtuell abgehalten.
Darüber hinaus unterstützt CA Immo die berufliche
Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter mit Bildungstagen,
flexiblen Arbeitszeiten sowie Zuschüssen für die Absol-
vierung von (dualen) Studien. Zusätzliche Informationen
zum Thema Aus- und Weiterbildung finden sich unter
www.caimmo.com/de/karriere/.
Jeder CA Immo-Mitarbeiter führt mit seiner Führungs-
kraft zumindest einmal jährlich ein Mitarbeitergespräch
zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition und persönli-
chen Karriereentwicklung. Abgestimmt sowohl auf die
individuellen Entwicklungspotenziale der Mitarbeiter als
auch auf den Bedarf an Expertise und Qualifikation sei-
tens des Unternehmens können individuelle Trainings-
pläne und -ziele festgelegt werden. 2021 haben rund 98%
der Mitarbeiter ein Jahresgespräch geführt, die restlichen
2% entfallen auf Mitarbeiter, die im 4. Quartal 2021 ein-
getreten sind. Um eine Kultur des kontinuierlichen Feed-
backs zu fördern, wird seit 2021 jedes Mitarbeiterge-
spräch in einem zentralen HR-Tool digital erfasst.
Dadurch können die Ziele jederzeit eingesehen und ein
Zwischenstatus zur Zielerreichung festgelegt werden.
Neu in das Jahresgespräch aufgenommen wurde eine Po-
tenzialanalyse der Mitarbeiter, um Talente und Trainings-
bedarf optimal zu unterstützen.
DURCHSCHNITTLICHE ABWESENHEITSTAGE NACH
REGIONEN
in Tagen Urlaub Krankheit Weiterbildung
in
Stunden
in
Tagen
Österreich
1)
Frauen 18,8 4,8 11,5 1,4
Männer 22,6 3,2 12,5 1,6
Deutschland
2)
Frauen 29,5 8,1
5,3
0,7
Männer 28,8 5,5 5,0 0,6
CEE
3)
Frauen 20,5 1,1 4,7 0,6
Männer 20,2 0,5 6,9 0,9
1)
Exkl. eines Langzeitkrankenstandes (LZK). Inklusive dieses LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Frauen in Österreich bei 5,5 Tagen.
2)
Exkl. zwei Langzeitkrankenstände (LZK). Inklusive dieser LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Frauen in Deutschland bei 8,9 Tagen
und für Männer bei 6,1 Tagen.
3)
Exkl. eines Langzeitkrankenstandes (LZK). Inklusive dieses LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Männer in CEE bei 2,0 Tagen.
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Im Berichtsjahr 2021 wurden zwei Arbeitsunfälle
verzeichnet. Die dadurch verursachten Ausfälle be-
trugen jeweils nicht länger als einen Monat. Sonstige we-
sentliche berufsbedingte Verletzungen, Krankheiten und
Ausfallstage von CA Immo Mitarbeitern wurden 2021
keine bekanntgegeben.
Externe Sicherheitsfachkräfte führen in allen von
CA Immo selbst genutzten Büros regelmäßige Rundgänge
und Prüfungen durch. Die Frequenz dieser Kontrollen
orientiert sich an den nationalen gesetzlichen Vorgaben,
diese liegen zwischen vier Mal und ein Mal jährlich.
Themenschwerpunkte sind u. a. Arbeitsplatzevaluierung,
Brandschutz, Raumklimafaktoren sowie Alleinarbeit/Al-
leinarbeitsplatz. Ein interner Sicherheitsbeauftragter je
Niederlassung sorgt darüber hinaus für angenehme und
sichere Arbeitsumgebungen. Im Jahr 2021 wurden an kei-
nem CA Immo-Standort erkennbare sicherheitstechni-
sche Mängel und daraus resultierende akute Gefahren
bzw. Gefährdungen der Arbeitnehmer festgestellt.
Auf allen CA Immo-Baustellen werden Sicherheits- und
Gesundheitspläne aufgestellt. Eigene Mitarbeiter erhalten
auf den Baustellen regelmäßige Sicherheitsunterweisun-
gen (siehe auch Kapitel Mieter & Dienstleister).
Um die physische und psychische Gesundheit der Mit-
arbeiter langfristig zu schützen, bietet CA Immo im Rah-
men der betrieblichen Gesundheitsvorsorge u. a. fol-
gende Maßnahmen und Förderungen an:
– Konti
nuierliche physische und virtuelle (digitale)
Informationen zur gesundheitsfördernden
Arbeits(platz)gestaltung (z. B. ergonomisches Arbeiten)
– Regelmäßige, freiwillige Erste-Hilfe-Kurse
– Vorträge von medizinischem Fachpersonal zur Gesund-
heitsförderung und Stressvermeidung/Bewältigung
– Jährliche freiwillige kostenlose Zecken- und Grippe-
schutzimpfungen
Seit dem Jahr 2021 bietet CA Immo den Mitarbeitern
neben den rechtlich erforderlichen Maßnahmen zur Ar-
beitssicherheit (wie z.B. Arbeitsplatz- und Homeoffice-
Unterweisungen) auch Augenuntersuchungen sowie wei-
tere medizinische Screenings, die für das spezifische
Aufgabengebiet der jeweiligen Mitarbeitergruppe relevant
sind. Die Durchführung einer konzernweiten virtuellen
„Digital Wellness Week“ mit Schulungen zu Themen wie
Stressmanagement, digitalem Gleichgewicht und Essen
als Medizin rundeten das Angebot ab.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
86
Die Pandemie brachte neben vielen Einschränkungen
auch psychische Belastungen mit sich. CA Immo hat da-
her konzernweit eine externe psychologische Unterstüt-
zung für Mitarbeiter (Employee Assistance Program) in
Form von telefonischer oder persönlicher Beratung zur
Verfügung gestellt. Dieses Service steht sowohl CA Immo
Mitarbeitern als auch ihren im gemeinsamen Haushalt le-
benden Angehörigen zur Verfügung. Unser Kooperations-
partner in Österreich, das Hilfswerk, bietet beispiels-
weise in seinem KEEP BALANCE Programm eine Viel-
zahl an Online-Vorträgen zu Zeitmanagement und Stress,
Konflikten oder Veränderungen im Arbeitsumfeld an.
Auch Partnerschaftsprobleme, Fragen zu Trennung,
Scheidung oder Kindererziehung und familiäre Konflikte
können mit den Beratungsexperten besprochen werden.
Covid-19
Ergänzend zu de
n im Abschnitt „Mieter & Dienstleis-
ter“ angeführten Sicherheitsvorkehrungen in den
Allgemeinbereichen unserer Gebäude werden in den
eigengenutzten CA Immo Büros zusätzlich folgende
Covid-19-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter umgesetzt:
– Kostenlose Covid-19-Testkits für Mitarbeiter und Besu-
cher an allen Standorten
– Bereitstellung von Mund-Nasenschutz an der Rezeption
– Verpflichtende Verwendung von Mund-Nasenschutz in
allen allgemeinen Gebäude- und Bürobereichen (außer
am eigenen Arbeitsplatz)
– Reduzierung von Kurierlieferungen, einschließlich pri-
vater Pakete, auf ein Minimum.
Ein spezieller Maßnahmenkatalog zur Schaffung einer
sicheren Arbeitsumgebung für CA Immo Mitarbeiter in
allen eigengenutzten Büroräumlichkeiten wurde kontinu-
ierlich adaptiert und intern kommuniziert. So gilt auf-
grund der Covid-19-Pandemie seit 13. März 2020 eine er-
weiterte Home-Office-Regelung für alle CA Immo-Mitar-
beiter mit freiwilliger Büropräsenz, max. 50% Bürobele-
gung und Maskenpflicht in allen Büro-Allgemeinflächen.
Dienstreisen und Präsenz-Meetings wurden bis zum Re-
daktionsschluss dieses Berichts nur in Ausnahmefällen
durchgeführt.
CA Immo hat während des Jahres 2021 weder Kurzar-
beit noch sonstige mit der Pandemie in Verbindung ste-
hende staatliche Förderungen in Anspruch genommen.
Dank frühzeitiger Investitionen in moderne IT-Ausstat-
tung (z. B. Laptops für alle Mitarbeiter, virtuelles Konfe-
renzsystem) und Umstellung auf digitale Prozesse konn-
ten alle Mitarbeiter weitgehend ungestört im Home-
Office bzw. am Büroarbeitsplatz unter Einhaltung kon-
zernweiter Sicherheitsvorkehrungen weiterarbeiten.
Weitere Informationen zum
Thema Gesundheit und Si-
cherheit für Mitarbeiter finden sich in unserer CSR Richt-
linie unter caimmo.com/esg-richtlinien.
Diversity und Inklusion
CA Immo ist in zahlreichen Ländern unterschiedlicher
Sprache und Kultur tätig und anerkennt die gesellschaft-
liche Vielfalt sowie die Rechte jedes Einzelnen. Deshalb
sind wir stets bemüht, Diversität innerhalb des Unterneh-
mens zu fördern und Mitarbeitern den Raum zu geben,
ihr volles Potenzial auszuschöpfen, um so außergewöhn-
liche Ergebnisse für Kunden und Gesellschaft zu erzie-
len. Wir sind bestrebt, Arbeitsplätze frei von Diskriminie-
rung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung,
Familienstand, regionaler oder sozialer Herkunft, Rasse,
Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Alter, ethischer
Zugehörigkeit, Beeinträchtigungen jedweder Art oder aus
anderen Gründen zu schaffen. CA Immo toleriert kein
respektloses oder unangemessenes Verhalten, keine un-
faire Behandlung oder unfaire Vergeltungsmaßnahmen
jeglicher Form.
CA Immo respektiert die Rechte, Interessen und Bedürf-
nisse der Mitarbeiter und achtet auf deren Individualität,
um eine entsprechende Gleichberechtigung und Chan-
cengleichheit herzustellen. In diesem Sinne verpflichtet
sich CA Immo in ihrer Corporate Social Responsibility
(CSR) Richtlinie zu einem fairen und respektvollen Um-
gang mit den Mitarbeitern. Parallel dazu verpflichtet
CA Immo ihre Mitarbeiter zu einem respektvollen und
fairen Verhalten untereinander und gegenüber Dritten
(Bewerber, Dienstleister, Vertragspartner etc.).
Für die Beachtung und Umsetzung von Vielfalt und
Gleichberechtigung im Arbeitsalltag jeder Abteilung sind
die jeweiligen Führungskräfte verantwortlich. Die Verant-
wortung für Diversity Initiativen von CA Immo obliegt
dem Group Head of Human Resources. Die Grundlage zur
Förderung von Vielfalt und Gleichberechtigung basiert ei-
nerseits auf den konzernweit gültigen Policies (CSR-Po-
licy, Code of Ethic and Code of Conduct) sowie der
Selbstverpflichtung, sich für Diversity Management ein-
zusetzen, die wir mit der Unterzeichn
ung der Charta der
Vielfalt eingegangen sind.
CA Immo ist Kooperationspartner von myAbility Social
Enterprise GmbH. myAbility ist eine soziale Unterneh-
mensberatung,
die Chancengerechtigkeit schafft und die
KONZERNLAGEBERICHT
8
7
Gesellschaft aus der Wirtschaft heraus barrierefrei ma-
chen will.
1)
Für den Standort Frankfurt hat CA Immo die
Zusammenarbeit als Pilotprojekt gestartet, um Studieren-
den mit Beeinträchtigungen Einblicke in unterschiedli-
che Fachabteilungen zu ermöglichen und eine Kultur der
Inklusion unter den CA Immo-Mitarbeitern zu fördern.
Im Jahr 2022 soll dieses Projekt in Wien fortgesetzt wer-
den.
Im Jahr 2021 bot CA Immo erstmals ein Bullying Awa-
reness Training für alle Führungskräfte an, das die The-
men sexuelle Belästigung, Bullying/Mobbing und Bos-
sing behandelte. Steigerung des Bewusstseins der Füh-
rungskräfte gegenüber diesen Themen, frühzeitiges Er-
kennen und Einschreiten bzw. Gegensteuern waren Ziel
dieses Trainings. Im Berichtsjahr wurden keine Diskrimi-
nierungsvorfälle gemeldet.
Gender Diversity
CA Immo steht für Gleichberechtigung und Ausgewo-
genheit in der Zusammensetzung der Mitarbeiterstruktur
– und zwar in der Belegschaft insgesamt wie auch auf al-
len Leitungs- und Führungsebenen. Im Rekrutierungspro-
zess wird neben den fachliche
n Qualifikationen auch auf
die Gleichbehandlung von Frauen und Männern geach-
tet. Seit 2020 unterstützt CA Immo die Initiative Frauen
in Führung (F!F)
2)
, die den Wandel zu mehr Diversität
und einer zeitgemäßen Führungskultur in der Immobili-
enwirtschaft aktiv vorantreibt.
Beim Bewerbungs- und Auswahlprozess achtet
CA Immo auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen
Männern und Frauen. Ein fairer, diskriminierungsfreier
und chancengleicher Bewerbungs- und Auswahlprozess
ist uns dabei besonders wichtig. CA Immo stellt sich jähr-
lich einem entsprechenden Benchmarking im Rahmen
des Best Recruiters Awards
3)
. Bei diesem Benchmarking
werden die Qualität des Recruitingprozesses, die Karrier-
ewebsite und unter anderem auch die Ausrichtung des
Unternehmens auf soziale Verantwortung und Diversität
von einer externen Agentur kritisch untersucht.
CA Immo erhielt zuletzt für ihre Performance das Best
Recruiters-Siegel in Gold und Silber.
CA Immo will zudem den Anteil weiblicher Führungs-
kräfte mit vielfältigen Maßnahmen und Anreizen erhöhen.
So werden bei der internen Nachfolgeplanung und Nach-
1)
https://www.myability.org/
2)
https://www.frauen-in-fuehrung.info/
3)
https://bestrecruiters.eu/
besetzung von Führungspositionen gezielt Frauen ange-
sprochen; weiblichen Bewerbern wird bei gleichwertigen
Qualifikationsprofilen im Recruiting-Prozess der Vorzug
gegeben. Auch eine Teilzeitbeschäftigung steht einer lei-
tenden Position nicht entgegen. Dieses Modell wurde von
einigen Führungskräften bereits in Anspruch genommen.
Darüber hinaus wird in Graduate- und Talent-Manage-
mentprogrammen auf eine ausgewogene Gender Balance
geachtet. Um die Nachfolgeplanung und Förderung von
Nachwuchsführungskräften entsprechend divers zu ge-
stalten, werden für das internationale Talentprogramm
(FIRE) regelmäßig 50% Frauen und 50% Männer nomi-
niert und auf eine möglichst breite Aufgabenvielfalt und
Länderabdeckung unter den Teilnehmern geachtet. Schu-
lungen und Beratung zum Thema Diversität und Vielfalt
sind regelmäßig Teil des Mitarbeiter-Trainingspro-
gramms. Ab 2022 wird das Thema Diversitätsentwick-
lung zumindest ein Mal jährlich in die Agenda einer Auf-
sichtsratssitzung aufgenommen.
Zum Stichtag betrug der Frauenanteil konzernweit ins-
gesamt rund 51% (31.12.2020: 51%). Mit 73% lag der
Frauenanteil in den CEE-Niederlassungen am höchsten,
gefolgt von Österreich (62%) und Deutschland (39%). Der
Anteil weiblicher Führungskräfte ist im Jahresvergleich
von 32% (31.12.2020) auf 30% (31.12.2021) leicht gesun-
ken. Seit 1. Jänner 2022 gehört dem CA Immo Dreier-Vor-
standsteam auch eine Frau an. Im Aufsichtsrat sind vier
Frauen vertreten. Der Frauenanteil beträgt somit insge-
samt 36% bzw. bei getrennter Betrachtung 43% unter
den Kapitalvertretern und 25% unter den Arbeitnehmer-
vertretern.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert
CA Immo insbesondere durch flexible Arbeitszeit- bzw.
Teilzeitmodelle, Home-Office, Väterkarenz und Papamo-
nat. Karenzierte Mitarbeiter werden in das interne Infor-
mationsnetz eingebunden und haben die Möglichkeit, an
den jährlich stattfindenden Teammeetings und Firmen-
veranstaltungen teilzunehmen.
Geschlechtsspezifisches Lohngefälle (Gender Pay Gap)
Wir evaluieren bzw. vergleichen jährlich die Gehälter
von Männern und Frauen in vergleichbaren Funktionen.
Sollte ein Pay Gap bestehen, wird dieser auf individuel-
ler Ebene analysiert und mit der jeweiligen Führungs-
kraft vor jeder Gehaltsrunde erörtert, sodass im Rahmen
der jährlichen Gehaltsrunde der Gender Pay Gap nach
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
88
und nach geschlossen werden kann. Im Jahresvergleich
hat sich das geschlechtsspezifische Lohngefälle (Gesamt-
vergütung) auf Führungsebene von –2,1% (31.12.2020)
auf 0,3% und auf Mitarbeiterebene von 8,2%
(31.12.2020) auf 6,4% reduziert.
MITARBEITER NACH ALTER UND KATEGORIEN
(BASIS: 441 MITARBEITER)
1)
in %
Mitarbeiter (377)
2)
≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 5% 40% 11%
Männlich 4% 25% 16%
Gesamt 9% 64% 27%
Führungskräfte (61)
3)
≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 0% 25% 5%
Männlich 0% 38% 33%
Gesamt 0% 62% 38%
Vorstand (3) ≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 0% 0% 0%
Männlich 0% 33% 67%
Gesamt 0% 33% 67%
Alle Mitarbeiter (441) 34 281 126
1)
Nicht berücksichtigt sind die 20 Mitarbeiter (Stand 31.12.2021) der Joint-
Venture-Firmen. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Mitarbeiteran-
zahl der jeweiligen-Kategorie. Die Berechnungen für diese Tabelle basieren
auf den GRI-Richtlinien (GRI 405-1).
2)
Davon 1% mit Behinderung.
3)
Als
Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlassungs-
leiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter.
GENDER DIVERSITY
1)
in % Männer Frauen Geschlechtsspezifisches
Lohngefälle
2)
Basis-
vergütung
Gesamt-
vergütung
Aufsichtsrat
gesamt
64 36 0 0
Aufsichtsrat
(Kapitalvertreter)
57
43 0 0
Aufsichtsrat
(Arbeitnehmer-
vertreter)
75 25 0 0
Vorstand 100 0 0 0
Führun
g
skräfte 70 30
–
1
,
0
–
0
,
3
Mitarbeiter 45 55 5
,
6 6
,
4
Gesamt 49 51
1) Die Vergütung des Aufsichtsrats ist geschlechtsunabhängig
2) Informationen zur Erhebungsmethodik finden Sie im ESG Anhang
Ausblick auf 2022
Die weitere Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit,
eine auf sich rasch ändernde allgemeine Rahmenbedin-
gungen abgestimmte Personalentwicklung und klare Po-
sitionierung der CA Immo-Arbeitgebermarke sind we-
sentliche Zielsetzungen für die kommenden Jahre.
3. NACHHALTIGE STADTQUARTIERSENTWICKLLUNG
Als international tätiger Projekt- und Stadtquar-
tiersentwickler wirkt CA Immo u. a. auch auf das
gesellschaftliche und soziale Umfeld in ihren Kernstäd-
ten ein. Wir haben den Anspruch, gemischt genutzte in-
nerstädtische Quartiere mit kurzen Wegen und hoher Le-
bensqualität zu schaffen, in denen Menschen morgen ge-
nauso gerne leben wie heute. Unsere Quartiere sind ge-
kennzeichnet durch gute Anbindung an den öffentlichen
Nahverkehr und die Verbindung von Arbeiten und Woh-
nen mit sozialen und kulturellen Einrichtungen. Die Be-
reitstellung von Grünflächen und öffentlichen Räumen
macht diese Orte integrativ und zugänglich für alle Stadt-
bewohner.
Schaffung sozialer Infrastruktur
Mittels ihrer Spezialisierung auf die Revitalisierung von
Altstandorten öffnet CA Immo Orte, die bis dahin – zu-
meist aufgrund vormals industrieller Nutzung – nicht
oder nur wenigen Menschen zugänglich waren, für alle
Stadtbewohner. 24 CA Immo Bestandsgebäude bzw. rd.
30% des Gesamtportfolios (nach Fläche) liegen in Quar-
tieren, die von CA Immo entsprechend entwickelt, aufge-
wertet und für die Öffentlichkeit erschlossen wurden. Im
Zuge ihrer Quartiersentwicklungen schafft CA Immo in
Kooperation mit den jeweiligen Kommunen vielfältige
soziale Angebote und Infrastruktur, unter anderem:
– Parks, Spiel-, Sport- und Öko-Ausgleichsfläch
en
– Schulen, Kitas, Nahversorgung
– öffentliche Straßen und (Fahrrad-)Wege.
Dies bewirkt eine nachhaltige innerstädtische Flächen-
nutzung bei gleichzeitig hoher Aufenthaltsqualität.
Der von CA Immo errichtete 60.000 m
2
große Land-
schaftspark im Wohnquartier Baumkirchen Mitte wurde
im Jahr 2021 mit dem bayerischen Landschafts-Architek-
tur-Preis ausgezeichnet. Das Areal, auf dem fast 70 Jahre
lang Lokomotiven und Güterwaggons rangierten, ist
heute ein besonderer Lebensraum für seltene Tierarten.
Die Jury hob in ihrer Begründung insbesondere den ganz-
heitlich nachhaltigen Ansatz für den Landschaftspark
KONZERNLAGEBERICHT
8
9
hervor sowie das sensible Erschließungskonzept und die
Verdeutlichung der besonderen „Verantwortung der
Landschaftsarchitektur für die soziale, ökologische und
nachhaltige Qualität von Freiräumen und ihrer städte-
baulichen Einbindung“.
4)
2021 gewann die Quartiersentwicklung Baumkirchen Mitte den Bayeri-
schen Landschaftsarchitektur-Preis 2020 in der Kategorie "Wohnumfeld".
In Summe investierte CA Immo im Jahr 2021 rd.
450.000
€ in die soziale Infrastruktur ihrer deutschen
Stadtquartiere, u. a. in Planungskosten für eine Kinderta-
gesstätte in Baumkirchen und Beitragszahlungen zur Er-
richtung der Vereinssporthalle ESV München Ost. Für
2022 ist u. a. die Errichtung eines Spielplatzes in der Euro-
pacity Berlin sowie einer Grünfläche mit großzügigen
Sport- und Spielflächen im Quartier Baumkirchen Mitte
geplant.
4)
https://www.bdla.de/de/bayerischer-landschaftsarchitektur-preis/2020/gewinner
Wohnbaurechtschaffung
Im Zuge ihrer Quartiersentwicklungsprojekte hat
CA Immo in den vergangenen zwei Jahrzehnten Baurecht
für mehr als eine Mio.
m² Bruttogrundfläche (BGF) Wohn-
bau in Frankfurt, München, Regensburg, Mainz, Berlin
und Wien geschaffen. Das entspricht mehr als 12.000
Wohneinheiten. Rund 3.300 Wohneinheiten wurden von
CA Immo selbst entwickelt, vielfach mit Joint-Venture-
Partnern. Weitere ausgedehnte Grundstücksreserven für
städtische Wohnquartiere in München befinden sich ak-
tuell in unterschiedlichen Phasen der Grundstücksaufbe-
reitung und Baurechtschaffung.
Im Jahr 2021 wurde der Bauantrag für das letzte Grund-
stück des Quartiers Baumkirchen eingereicht. Dieser
sieht die Errichtung eines Gebäudes mit 54 geförderten
und 11 frei finanzierten Wohnungen sowie rd. 500
m²
Retailfläche in Holz-Hybridbauweise vor. Zudem bein-
haltet das Projekt eine ca. 850
m² große Kindertagesstätte
in Holzbauweise, die nach Fertigstellung im Teileigen-
tum an die Landeshauptstadt München übertragen wird.
4. GEMEINNÜTZIGES ENGAGEMENT
Kultur- und Sozialsponsoring
Im Zuge der innerstädtischen Quartiersentwicklungen
und Konversion vormals industriell genutzter Areale
stellt CA Immo seit vielen Jahren Flächen und Gebäude
kostenlos bzw. günstig für kulturelle Zwischennutzungen
zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür sind die als Ausstel-
lungsfläche genutzten Rieck-Hallen und die Liegenschaft
Hamburger Bahnhof am Berliner Hauptbahnhof.
Darüber hinaus unterstützt CA Immo ausgewählte kari-
tative Einrichtungen, Spitäler oder Schulen in ihren
Kernstädten. So haben wir 2021 u. a. durch Spenden an
das Deutsche Rote Kreuz und die Aktion „Deutschland
hilft“ die Opfer der Flutkatastrophe in Deutschland un-
terstützt. Weitere Mittel gingen an die „Child Nutrition
Foundation“ in Budapest bzw. flossen als Unterstützung
in die Errichtung eines Krankenhauses in Bukarest. In
Summe spendete CA Immo im Jahr 2021 rd. 96.000
€ an
soziale und medizinische Einrichtungen.
Corporate Volunteering
CA Immo fördert das Engagement ihrer Mitarbeiter für
das Gemeinwohl. Gemäß einer im Jahr 2020 neu erstell-
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
90
ten Policy haben alle CA Immo-Mitarbeiter die Möglich-
keit, ihrer aktiven Tätigkeit für das Gemeinwohl an bis zu
zwei Arbeitstagen pro Jahr nachzukommen.
5. CYBERSECURITY
CA Immo sieht eine ausgeprägte Cybersecurity als maß-
geblich für das reibungslose Funktionieren ihrer Ge-
schäftstätigkeit an. Netzwerk-, Programm-, Informations-
und Betriebssicherheit bilden den Kern dafür. Das IT-Si-
cherheitskonzept von CA Immo behandelt Themen-
schwerpunkte wie Sicherheitsmanagement, Sicherheits-
ziele, Schutzbedarf und Risikoanalyse, um die Cyberresi-
lienz von CA Immo stetig zu erhöhen. Durch standardi-
sierte Prozesse und Maßnahmen sollen Bedrohungspo-
tenziale und Cyberrisiken frühzeitig erkannt und der
Schutzbedarf (in den Ausprägungen niedrig bis sehr
hoch) für jedes IT-System festgestellt werden. Maßnah-
men zur Überwachung und Reaktion auf Datenschutzver-
letzungen sowie Cyberangriffe sind vorhanden und wer-
den laufend auf ihre Aktualität geprüft. Revisionspläne
sehen in regelmäßigen Abständen Prüfungen von Daten-
schutz und der IT Sicherheit vor. Dies betrifft sowohl IT-
technische Belange als auch ablauforganisatorische The-
men wie z. B. die Einhaltung der Regelungen zur Daten-
schutz-Grundverordnung (DSGVO). Seit einigen Jahren
werden interne und externe Sicherheitsaudits durchge-
führt. Die letzte externe Prüfung wurde im Dezember
2021 von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
absolviert. Die im Rahmen dieser Audits zusammenge-
stellten Informationen und neuen Erkenntnisse werden
in unserer Cybersecurity Policy dokumentiert. Die Fach-
abteilung Organisation und IT ist konzernweit für IT
Security verantwortlich.
Alle CA Immo Mitarbeiter werden mindestens einmal
jährlich zum Thema Cybersicherheit geschult. Zu Beginn
des Arbeitsverhältnisses werden IT-Richtlinien an alle
Mitarbeiter ausgehändigt, auch im konzernweiten Intra-
net finden CA Immo-Mitarbeiter Informationen zum
Thema IT Sicherheit. Die IT-Richtlinien beinhalten unter
anderem Informationen und Regeln zu Datensicherung,
Datenaustausch und Datentransfer, Datenschutz, Nutzung
von E-Mail und Internet sowie mobilen Geräten, Heimar-
beitsplätzen und Remote-Zugängen.
GESCHÄFTSETHIK, CORPORATE GOVERNANCE &
COMPLIANCE
CA Immo will im Rahmen ihres Einflussbereichs
einen aktiven Beitrag zu einer na
chhaltigen und in-
tegren Wirtschaft leisten. Dieses Engagement bedarf der
Mitwirkung vieler, sowohl eigener Mitarbeiter als auch
externer Partner. Durch gezielte Information sowie klare
Standards und Richtlinien wollen wir unsere Mitarbeiter
und Auftragnehmer auf die relevanten Themen sensibili-
sieren und zur Unterstützung unserer Grundsätze und
Initiativen anregen bzw. verpflichten. Sämtliche Informa-
tionen zum Thema Corporate Governance, Compliance,
Korruptionsbekämpfung und Menschenrechte finden
sich im Corporate Governance Bericht. Entsprechende
Richtlinien sind darüber hinaus auf unserer
Konzernwebsite unter caimmo.com/esg-richtlinien abruf-
bar, u. a.:
– Code of Ethics & Code of Cond
uct
– Gesc
henke- und Spendenricht
linie
– CSR Richtlinie
– V
e
rgaberichtlinie.
KONZERNLAGEBERICHT
9
1
ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 8 DER EU-VERORDNUNG
ÜBER DIE EINRICHTUNG EINES RAHMENS ZUR
ERLEICHTERUNG NACHHALTIGER INVESTITIONEN
(EU-TAXONOMIE)
Die Verordnung (EU) 2020/852 („EU Taxonomie-Verord-
nung“) trat am 12. Juli 2020 in Kraft. Sie zielt darauf ab,
nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu definieren und
stellt einen wichtigen EU-Rechtsakt dar, um Transparenz
zu fördern und Investitionen in diese Aktivitäten zu er-
möglichen, auszuweiten und damit den europäischen
Grünen Deal umzusetzen.
Der Umfang der innerhalb der EU Taxonomie angeführ-
ten Wirtschaftsaktivitäten ist nicht umfassend, sondern
beschränkt sich auf Sektoren mit signifikantem ökologi-
schen Fußabdruck und somit besonderem Potenzial, po-
sitiv zum Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft bei-
zutragen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft als energie-
und somit emissionsintensiver Sektor ist einer der Adres-
saten der EU Taxonomie.
Entsprechend der EU-Taxonomie gilt eine Wirtschafts-
aktivität dann als ökologisch nachhaltig, wenn ein we-
sentlicher Beitrag zu mindestens einem der Umweltziele
geleistet wird, keines der anderen Umweltziele wesent-
lich negativ beeinträchtigt wird (“do no significant harm,
DNSH”) und die Wirtschaftsaktivität unter Einhaltung ge-
wisser Mindestschutzkriterien insbesondere in Bezug auf
verantwortliches unternehmerisches Handeln sowie
Menschen- und Arbeitnehmerrechte durchgeführt wird.
Ob ein wesentlicher Beitrag zu einem Umweltziel geleis-
tet wird bzw. keine wesentliche Beeinträchtigung der
Umweltziele vorliegt, ist ab 2022 anhand der von der EU-
Kommission detailliert vorgegebenen technischen Bewer-
tungskriterien zu berichten. Auch über die Einhaltung
der Mindestschutzkriterien ist im Rahmen der Ermittlung
des Anteils an nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten ab
dem Geschäftsjahr 2022 zu berichten.
Zum derzeitigen Zeitpunkt liegen die technischen Kri-
terien für einen wesentlichen Beitrag nur in Bezug auf
die ersten beiden Umweltziele Klimaschutz und Anpas-
sung an den Klimawandel vor. Eine Veröffentlichung der
finalen Kriterien für die verbleibenden vier Umweltziele
(Gewässerschutz, Kreislaufwirtschaft, Vermeidung von
Umweltverschmutzung und Biodiversität) wird im Lauf
des Jahres 2022 erwartet.
Gem. Art 10 des „delegierter Rechtsakt zu den neuen
Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verord-
nung“ greifen für das Berichtsjahr 2021 Erleichterungs-
vorschriften, wonach lediglich über den Anteil der von
der Taxonomie erfassten Wirtschaftsaktivitäten zu berich-
ten ist. Eine Berichtspflicht über den Anteil der nachhal-
tigen Wirtschaftsaktivitäten (im Sinne der Anwendung
vordefinierter technischer Bewertungskriterien) besteht
erst ab dem Berichtsjahr 2022.
Da der Anwenderkreis der EU Taxonomie an jenen der
nichtfinanziellen Berichterstattung nach Artikel 19a bzw.
Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU anknüpft und sich
demnach auf große Unternehmen von öffentlichem Inte-
resse mit mehr als 500 Mitarbeitern erstreckt, ist
CA Immo zum Berichtszeitpunkt nicht von den Berichts-
pflichten laut EU Taxonomie erfasst. Um auch in Bezug
auf ihre nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten transparent
zu sein, legt CA Immo die betreffenden Informationen
freiwillig offen.
Im Folgenden werden die für CA Immo zutreffenden
Wirtschaftsaktivitäten mit den gem. Art. 8 EU Taxono-
mie-Verordnung zu berichteten finanziellen Leistungsin-
dikatoren (Umsatzerlöse, Investitionsausgaben & Be-
triebsausgaben) dargestellt. Diese Darstellung inkludiert
die Anteile der von der Taxonomie erfassten Wirtschafts-
aktivitäten an Umsatzerlösen, Investitionsausgaben und
Betriebsausgaben.
Umsatzerlöse
CA Immo ist ein auf große, moderne Büroimmobilien
spezialisierter Investor, Manager und Entwickler in den
Metropol-Städten Deutschlands, Österreichs und Zent-
raleuropas. Das Unternehmen deckt die gesamte Wert-
schöpfungskette im Bereich Gewerbeimmobilien ab und
verfügt über ein hohes Maß an eigener Baukompetenz.
Die 1987 gegründete CA Immo ist im ATX der Wiener
Börse gelistet und verfügt über ein Immobilienvermögen
von rund 6,3
Mrd. € in Deutschland, Österreich und CEE.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
92
Die Umsatzerlöse von CA Immo im Jahr 2021 bestehen
im Wesentlichen aus Mieterlösen (inkl. Betriebskostener-
löse) der im Portfolio befindlichen Immobilien iHv
280,2
Mio. €. Des Weiteren wurden Umsatzerlöse aus dem
Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen (asset
und share deal) iHv 143,5
Mio. € erzielt. Erlöse aus Immo-
bilienhandel und Bauleistungen werden ebenso erfasst
und liegen im Jahr 2021 im negativen Bereich (Umsatz-
korrektur Vorjahr). Die Umsatzerlöse aus Immobilienhan-
del und Dienstleistungen belaufen sich auf 17,3
Mio. €,
diese Umsatzerlöse stammen jedoch aus nicht von der
EU Taxonomie erfassten Wirtschaftsaktivitäten.
Innerhalb der Liste an von der Taxonomie erfassten
Wirtschaftsaktivitäten hat CA Immo für die Umsatzerlöse
des Geschäftsjahres 2021 zwei Aktivitäten identifiziert:
– Erwerb von und Eigentum an Gebäude
n: Erwerb von
Immobilien und Ausübung des Eigentums an diesen
Immobilien (Anm.: z.B. durch V
ermietung). Die Wirt-
schaftstätigkeiten in dieser Kategorie können
gemäß der
mit der V
erordnung (EG) Nr. 1893/2006 aufges
tellten
statistischen Systematik der W
i
rtschaftszweige dem
NACE-Co
de L.68 zugeordnet werden
– Neubau: Die Wirtschaftstätigkeiten in dieser Ka
tegorie
könn
en gemäß der mit der Verordnung (EG) Nr.
1893/2006 aufgestellten statistischen Systemat
ik der
W
irtschaftszweige dem NACE-Code F.41.2 zuge
ordnet
werden.
Die Anteile der
von der Taxonomie erfassten und nicht
erfassten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2021 stellen
sich wie folgt dar:
in TEUR 2021
NACE Code Absoluter Umsatz Anteil am gesamten
Umsatz 2021 in %
A. Von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
7.7 Erwerb und Eigentum an Gebäuden L.68 423.660
7.1 Neubau F.41.2 –926
Gesamte von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten 422.734 96
B. Nicht von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
Gesamte nicht von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten 17.296 4
Gesamter Umsatz (A+B) 440.030 100
Investitionen (
CapEx)
Als Investitionsausgaben iSd EU Taxonomie gelten Zu-
gänge zum Anlagevermögen oder zu Nutzungsrechten.
CA Immo hat Investitionsausgaben vorrangig in Form
von Zugängen zum Immobilienportfolio zu verzeichnen
(Ankäufe von Bestandsimmobilien, Projektentwicklung
für den eigenen Bestand). Weiters werden Investitionen
in Form von Renovierungen und Sanierungen des im Ei-
gentum von CA Immo befindlichen Gebäudebestands ge-
tätigt. Beide Arten von Zugängen sind als CapEx der
Wirtschaftsaktivität “Erwerb von und Eigentum an Ge-
bäuden” zuzuordnen.
Investitionen in Dienstwägen sind unter der Wirt-
schaftsaktivität „Beförderung mit Personenkraftwa-
gen“ ebenso von der Taxonomie erfasst.
Investitionen in selbstgenutzte Immobilien und Soft-
ware sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA)
iHV insgesamt rd. 2,3
Mio. € sind nicht von der EU Taxo-
nomie erfasst.
Insgesamt stellen sich die Anteile der von der Taxono-
mie erfassten und nicht erfassten Investitionsausgaben
für das Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:
KONZERNLAGEBERICHT
9
3
In TEUR NACE Code Absoluter CapEx
2021
Anteil an den gesamten
CapEx 2021 in %
A. Von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
7.7 Erwerb und Eigentum an Gebäuden L.68 212.056 98,8
6.5 Beförderung mit Personenkraftwagen H.49.39 361 0,2
Gesamte von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten 212.417 98,9
B. Nicht von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
Gesamte nicht von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten 2.280 1,1
Gesamte CapEx (A+B) 214.697 100
Betriebsausgaben (OpEx)
Betriebsausgaben gemäß Definition der EU Taxonomie
sind neben Forschung- und Entwicklungsausgaben zur
Reduktion von Treibhausgas-Emissionen alle Instandhal-
tungs- und Reparaturausgaben sowie sonstige direkt zure-
chenbare Kosten, die für die laufende Instandhaltung
und Erhaltung der Funktionalität des Sachanlagevermö-
gens relevant sind.
In Bezug auf das Geschäftsmodell von CA Immo kom-
men OpEx im Wesentlichen in Form von nicht kapitali-
sierten Kosten für Instandhaltungs- und Reparaturauf-
wendungen an bestehenden Immobilien in Betracht.
Die von der EU Taxonomie erfassten Betriebsausgaben
sind daher zur Gänze der Wirtschaftsaktivität “Erwerb
von und Eigentum an Gebäuden” zuzuordnen und stellen
sich wie folgt dar:
In TEUR NACE Code Absoluter OpEx
2021
Anteil an den gesamten
OpEx 2021 in %
A. Von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
7.7 Erwerb und Eigentum an Gebäuden L.68 –5.236 100
Gesamte von der Taxonomie erfasste
Wirtschaftsaktivitäten –5.236 100
B. Nicht von der Taxonomie erfasste Wirtschaftsaktivitäten
Gesamte nicht von der Taxonomie erfasste
Wirtschaftsaktivitäten 0 0
Gesamte OpEx (A+B) –5.236 100
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
94
WESENTLICHE NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN GEMÄß § 267A ABS. 2 UGB (NADIVEG)
CA Immo Fokusthemen EPRA Leistungsindikatoren
Umweltbelange
Klima & Energie,
Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft,
Nachhaltige Beschaffung &
Lieferkette, Nachhaltige
Stadtquartiersentwicklung
Elec-Abs, Elec-LFL, DH&C-Abs,
DH&C-LFL, Fuels-Abs, Fuels-
LFL, Energy-Int, GHG-Dir-Abs,
GHG-Indir-Abs, GHG-Int, Water-
Abs, Water-LFL, Water-Int,
Waste-Abs, Waste-LFL, Cert-Tot
Arbeitnehmerbelange
Gesundheit & Sicherheit,
Nachhalti
g
e Beschaffun
g
&
Lieferkette
Diversity-Emp, Diversity-Pay,
Emp-Dev, Emp-Turnover, H&S-
Emp, Emp-Training , H&S-Asset,
H&S-Comp, Comty-Eng
Sozialbelange
Gesundheit & Sicherheit,
Nachhaltige Beschaffung &
Lieferkette
Achtung der Menschenrechte
Unternehmensethik,
Corporate Governance &
Compliance
Gov-Board
Gov-Select
Gov-CoI
Bekämpfung von Korruption und Bestechung
Unternehmensethik,
Corporate Governance &
Compliance
BERICHTERSTATTUNG GEMÄß DER TASK FORCE ON CLIMATE-RELATED FINANCIAL DISCLOSURES (TCFD)
Themenbereiche Themen Kapitel
Governance
Überwachung klimabezogener Risiken und Chancen durch den
Vorstand
Corporate Governance Bericht,
Risikobericht, ESG Bericht
Rolle des Managements bei der Bewertung und Steuerung
klimabezogener Risiken und Chancen
Corporate Governance Bericht,
Risikobericht, ESG Bericht
Strategie
Kurz-, mittel- und langfristige klimabezogene Risiken und
Chancen
ESG
Beri
cht
Auswirkungen von Risiken und Chancen auf die
Geschäftstätigkeit, Strategie und Finanzplanung ESG Bericht
Klimaresilienz der Unternehmensstrategie Strategie, ESG Bericht
Risikomanagement
Prozess zur Identifizierung und Evaluierung klimabezogener
Risiken
Risikobericht, ESG Bericht
Prozesse zum Management klimabezogener Risiken Risikobericht, ESG Bericht
Integration der oben genannten Prozesse in das allgemeine
Risikomanagement
Risikobericht, ESG Bericht
Kennzahlen und Ziele
Indikatoren zur Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen ESG Bericht und Anhang
CO
2
Emissionen Scope 1, 2 und 3 und damit verbundene Risiken ESG Anhang, ESG Bericht
Ziele für das Management klimabezogener Risiken und Chancen ESG Bericht
ESG ANHANG
KONZERNLAGEBERICHT
95
EPRA NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN
Wir berichten über unser Engagement im Bereich Um-
welt, Gesellschaft und Governance in Übereinstimmung
mit den EPRA Sustainability Best Practice Recommenda-
tions 3
rd
Edition (sBPR). Wir gehen in drei Bereichen auf
die EPRA sBPR ein:
– Übergreifende Empfehlungen
– Leistungskennzahlen zur Nachhaltigkeit (Seite 97-105)
–
Bericht zur Nachhaltigkeitsperformance (ESG Bericht,
Corporate Governance Bericht)
6. ÜBERGREIFENDE EMPFEHLUNGEN GEM. EP
RA
Organisationsgrenzen
Für unsere Datenbegrenzung verfolgen wir den Ansatz
der operativen Kontrolle. Alle im Zuge der ESG Berichter-
stattung angeführten Kennzahlen beziehen sich auf die
CA Immobilien Anlagen AG und sämtliche vollkonsoli-
dierte Tochtergesellschaften im jeweils angegebenen Be-
richtszeitraum oder –stichtag (außer anderweitig angege-
ben). Die Berichterstattung zu den Verbrauchsdaten unse-
res Bestandsportfolios (Seite 97-103) inkludiert aus-
schließlich Bestandsobjekte, die während des gesamten
Berichtsjahrs in Betrieb und zu 100% im Eigentum von
CA Immo waren. Immobilien, die im Berichtszeitraum (Ge-
schäftsjahr) erworben, veräußert oder fertiggestellt wurden
und somit nicht über den gesamten Zeitraum Teil unseres
Bestandsportfolios waren, wurden nicht berücksichtigt.
Berichtszeitraum
Die Berichterstattung zu den Verbrauchsdaten unseres
Bestandsportfolios (Seite 97-103) bezieht sich auf das mit
31. Dezember 2020 zu Ende gegangene Kalenderjahr, da die
Verbrauchsdaten unserer Gebäude für das Jahr 2021 bis
Redaktionsschluss des Berichts nicht vollständig vorlagen.
Die restliche Berichterstattung bezieht sich auf den Stich-
tag 31. Dezember 2021, sofern nicht anders angegeben.
Geltungsbereich
Wir bemühen uns, über alle Objekte innerhalb der oben
definierten Organisationsgrenze zu berichten, ausgenom-
men:
– Immobilien die als Grundstücksreserve klassifiziert sind
,
z. B. te
mporäre Gebäude, Gebäude mit Zwischennutzung
– Parkhäuser.
1)
Zum 31.12.2021, nach Bilanzwert, exkl. kurzfristiges
Immobilienvermögen
Büroimmobilien bilden das Kernsegment von CA
Immo;
zum Stichtag entfielen rd. 91% des gesamten Bestands-
portfolios auf Büroimmobilien
1)
, der Rest auf Hotels (5%)
bzw. sonstige Nutzungsarten (4%).
Das gemäß dem oben beschriebenen Anwendungsbe-
reich in den EPRA-Verbrauchsdaten auf Seite 97-100 er-
fasste CA Immo-Bestandsportfolio inkludierte im Jahr
2020 67 Bestandsgebäude, davon 54 Multi-Tenant-Büro-
gebäude, ein Einkaufszentrum und 12 Single-Tenant Ge-
bäude (davon sechs Hotels). 40 Gebäude wurden mit
Fernwärme beheizt, die restlichen 27 mit Gas. Im Ver-
gleich zu 2019 wurde der Umfang des analysierten Port-
folios 2020 deutlich erweitert und zusätzlich zur Asset-
klasse Büro alle Assetklassen (Hotel, Einzelhandel, Sons-
tige) in die Verbrauchsdaten-Analyse einbezogen. In
Summe waren im Geschäftsjahr 2020 rd. 90% des gesam-
ten Bestandsportfolios (nach vermietbarer Nutzfläche, zum
31.12.2020. 2019: 76%) in der Verbrauchsdatenanalyse
enthalten (inkl. Verbrauchsdaten für sieben eigengenutzte
CA Immo Büros, die sich in CA Immo Gebäuden befin-
den).
Daten zu den drei von CA Immo selbst genutzten Büros,
die sich nicht in CA Immo-Gebäuden befinden, werden ge-
trennt in der Tabelle auf Seite 101 ausgewiesen.
Um eine flächendeckende Datenerhebung für den gesam-
ten Energieverbrauch unserer Gebäude bereitstellen zu
können bemühen wir uns, Mieter-Verbrauchsdaten (vom
Mieter direkt eingekaufter Mieterstrom) von allen Single-
als auch Multi-Tenant-Gebäuden zu erhalten. Für das Ge-
schäftsjahr 2020 mussten zwei vollständig an einen Einzel-
mieter vermietete Bürogebäude (Single-Tenant-Hotelge-
bäude) mangels Datenverfügbarkeit aus der Verbrauchsda-
tenanalyse exkludiert werden.
Hochrechnungsmethodik für Verbrauchsdaten 2021
Verbrauchsdaten für das Geschäftsjahr 2021 lagen bis Re-
daktionsschluss des Berichts nicht vollständig vor. Um
trotzdem eine Indikation der entsprechenden Verbräuche
geben zu können, haben wir Verbrauchswerte (Energie-
und CO
2
-Intensität des Bestandsportfolios) auf Basis der
Verbrauchswerte 2020 unter Berücksichtigung von Klima-
(Witterungs-) und Leerstandsfaktoren hochgerechnet und
im ESG Bericht dargestellt. Die EPRA-Tabel-len im ESG-
Anhang enthalten ausschließlich die vollständigen
Verbrauchsdaten für 2019 und 2020.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
96
Berichtsumfang
In der Berichterstattung zu den Verbrauchsdaten unseres
Bestandsportfolios folgen wir der Scope-Definition des
Greenhouse Gas Protocol:
– Scope 1: Direkte Emissionen aus der Ve
rbrennung von
Energie
trägern im Gebäude, welche direkt von CA Immo
beschafft wurden (Erdgas)
– Scope 2: Indirekte Emissionen, welche im Zuge der Er-
zeugung der von CA Immo beschafften Energie außerhalb
der Liegenschaften von CA Immo angefallen sind (Strom
und Fernwärme
)
– Scope 3: Indirekte Emissionen, welche innerhalb der
Wertschöpfungskette von CA Immo anfallen. CA Immo
weist zum Stichtag ausschließlich Scope 3.13 Emissio-
nen aus vermieteten Gebäuden aus (Downstrea
m leased
assets). Das sind Emissionen, die im Zuge des Energie-
verbrauchs von Mietern entstehen, welche ihre Energie-
mengen (Strom, Gas und Fernwärme) über Submetering
von CA Immo (Mieterenergiebezug, vom Vermieter bezo-
gen und an Mieter submetered) oder über direkte Verträ
ge
mit ihren Lieferanten beziehen.
Die Umrechnung des Energieverbrauchs auf Treibhaus-
gasemissionen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2020 sowohl
standortbasiert als auch marktbasiert. Für die standortba-
sierte Umrechnung werden länderspezifische, durch-
schnittliche Umrechnungsfaktoren von DEFRA (für Fern-
wärme und Gas) und der Internationalen Energieagentur
IEA (für Strom) verwendet. Für die marktbasierte Um-
rechnung kommen die Faktoren der jeweiligen Energie-
anbieter (für Fernwärme und Strom) aus den entspre-
chenden Energieverträgen zur Anwendung.
Schätzung des Vermieter-basierten Verbrauchs
Der gesamte berichtete Energie- und Wasserverbrauch ba-
siert auf Rechnungen und gegebenenfalls auf Zählerstän-
den. Für ein Single-Tenant-Gebäude wurden Schätzungen
für Wasser- und Energiedaten auf Grundlage der Anforde-
rungen der EPRA Sustainability Best Practices Recommen-
dations 3rd Edition vorgenommen. In einigen Fällen haben
wir Abfalldaten, die in volumetrischen Einheiten angege-
ben wurden, umgerechnet. Hierfür wurden Umrechnungs-
faktoren für Dichte verwendet, die von der UK Environ-
ment Agency bereitgestellt werden.
Grenzen – Berichterstattung über den Verbrauch von
Vermieter und Mietern
Es wurden nach Möglichkeit die gesamten Verbrauchs-
mengen (Energie und Wasser) der Liegenschaften erfasst.
Die Gesamtenergiemengen beinhalten vom Vermieter bezo-
gene Energie zur Versorgung der technischen Gebäudeaus-
stattung und Allgemeinflächen, vom Mieter bezogene
Energie bzw. vom Vermieter bezogene Energie, welche di-
rekt an die Mieter weitergeleitet und im Rahmen des Sub-
metering erfasst und abgerechnet wird. Alle drei Kompo-
nenten werden in der Berichterstattung getrennt ausgewie-
sen. Der Wasserverbrauch erfolgt auf Grundlage des gesam-
ten Gebäudes und umfasst daher auch den Mieterver-
brauch. Die Abfalldaten inkludieren den Abfall von Mie-
tern und Vermieter, da CA Immo für die Abfallverträge ver-
antwortlich ist.
Analyse – Normalisierung
Im Geschäftsjahr 2021 wurde die zur Kalkulation der
Energie- (Energy-Int), CO
2
- (GHG-Int) und Wasserintensität
(Water-Int) herangezogene Fläche von vermietbarer Nutz-
fläche (GLA) auf Brutto-Innenfläche (GIA in m²; inkl. im
Gebäude befindliche Garagenstellplätze, Keller- und Lager-
fläche) umgestellt. Die Werte für 2019 und 2020 wurden
entsprechend angepasst. Nur die Gebäude, für die vollstän-
dige Daten vorliegen, werden in die Berechnung der Inten-
sitätskennzahlen einbezogen. Für unsere eigenen Büros be-
richten wir die Intensitäts-Leistungsindikatoren unter Her-
anziehung der von uns im Gebäude genutzten Fläche
(Mietfläche in m²).
Analyse – Segmentanalyse
Die Segmentanalyse wurde sowohl auf geografischer Ba-
sis als auch nach Asset-Klassen durchgeführt. Das Be-
standsportfolio 2020 umfasste Objekte in Deutschland, Ös-
terreich und CEE (Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien,
Serbien und der Slowakei).
Analyse – Like-for-Like Betrachtung
Die Like-for-Like-Betrachtung umfasst alle Immobilien,
die in den letzten zwei vollen Berichtsjahren durchgängig
in Betrieb und Teil des CA Immo-Bestandsportfolios waren
(operative Kontrolle). Um eine aussagekräftige Vergleich-
barkeit zu gewährleisten, beinhalten die einzelnen Leis-
tungsindikatoren jeweils ausschließlich Objekte, für die
vollständige Verbrauchsdaten aus beiden Jahren vorliegen.
Mitarbeiterkennzahlen
Mitarbeiterkennzahlen werden auf Basis von Headcounts
(HC) aller vollkonsolidierten Unternehmen ausgewiesen
(inkl. karenzierte und Teilzeitarbeitskräfte, exkl. Studenten
und Praktikanten). Wurde eine Kennzahl mit einer ande-
ren Basis berechnet, wird diese in einer Fußnote näher er-
läutert.
KONZERNLAGEBERICHT
97
ENERGIEVERBRAUCH UND CO
2
FOOTPRINT DES CA IMMO-BESTANDSPORTFOLIOS 2019/2020
Gesamt
p
ortfolio
Indikator EPRA Code Ab
g
renzun
g
Maßeinheit 2019 2020 Veränderun
g
Stromverbrauch Elec-Abs Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom
kWh
160.705.089 145.388.794 -9
,
5%
All
g
emeinstrom, vom Vermieter beschafft
1)
81.142.311 69.737.161 -14,1%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 60.214.306 51.443.829 -14,6%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 19.348.472 24.207.803 25,1%
% aus erneuerbaren
Q
uellen 0% 1% -
Stromverbrauch LFL Elec-LFL Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom 154.268.358 133.983.230 -13,1%
All
g
emeinstrom, vom Vermieter beschafft
1)
77.599.441 67.073.158 -13,6%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 58.535.460 50.085.100 -14,4%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 18.133.457 16.824.972 -7,2%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme
2)
DH&C-Abs Gesamtener
g
ieverbrauch aus Fernwärme 46.049.995 60.629.345 31,7%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 43.613.937 48.452.961 11,1%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 2.436.058 12.176.384 399,8%
% aus erneuerbaren
Q
uellen 0% 0% 0%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme
2)
, LFL DH&C-LFL Gesamtener
g
ieverbrauch aus Fernwärme 46.049.995 44.331.022 -3,7%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 43.613.937 41.686.070 -4,4%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 2.436.058 2.644.952 8,6%
Ener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
(
Gas
)
Fuels-Abs Gesamtener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen 63.022.091 54.584.527 -13,4%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 63.022.091 51.527.244 -18,2%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft - 3.057.283 N/A
% aus erneuerbaren
Q
uellen 0% 0% 0%
Ener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen, LFL Fuels-LFL Gesamtener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen 56.921.641 51.527.244 -9,5%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 56.921.641 51.527.244 -9,5%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft - - N/A
Ener
g
ieintensität der Gebäude Ener
gy
-Int Gesamtes Gebäude kWh/m
2
187 173 -7,1%
Ener
g
ieintensität der Gebäude
(
vom Vermieter beschafft
)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
138 119 -13,3%
Ener
g
ieintensität der Gebäude, LFL Gesamtes Gebäude kWh/m
2
196 174 -11,3%
Ener
g
ieintensität der Gebäude
(
vom Vermieter beschafft
)
, LFL Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
136 122 -10,3%
Direkte THG-Emissionen
(g
esamt
)
, Sco
p
e 1 GHG-Dir-Abs Gesamtes Gebäude k
g
CO
2
e 11.586.611 9.474.314 -18,2%
Indirekte THG-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 2 GHG-Indir-Abs
3)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
kgCO
2
e
(standort-
basiert)
2)
37.638.468
35.132.823 -6,7%
Indirekte THG-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 3.13 GHG-Indir-Abs
4)
Mieterener
g
iebezu
g
29.995.433 30.897.734 ³
)
-3,5%
Indirekte THG-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 2 GHG-Indir-Abs
3)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
kgCO
2
e
(markt-
basiert)
38.209.110 36.858.939 3,0%
Indirekte THG-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 3.13 GHG-Indir-Abs
4)
Mieterener
g
iebezu
g
30.149.850 30.676.305³
)
1,7%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
GHG-Int
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
kgCO
2
e/m²
(standort-
basiert)
2)
)
34,64
31,35 -9,5%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2+3.13
)
Gesamtes Gebäude 54,27 51,66 -4,8%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
, LFL Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
36,13 32,39 -10,3%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2+3.13
)
, LFL Gesamtes Gebäude 59,50 52,96 -11,0%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
kgCO
2
e/m²
(markt-
basiert)
36,54 32,56
6)
-10,9%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2+3.13
)
Gesamtes Gebäude 59,96 53,25
6)
-11,2%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
, LFL Gesamtes Gebäude, ohne Mieterener
g
iebezu
g
36,53 33,87
6)
-7,3%
THG-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2+3.13
)
, LFL Gesamtes Gebäude 60,22 55,02
6)
-8,6%
Anzahl der zertifiziertenLiegenschaften Cert-Tot
5)
Gesamtes Gebäude
% des
Portfolios
zertifiziert
86 78
-9,41%
1) Inkludiert von CA Immo eingekauften Strom für Allgemeinflächen und Kühlung
im gesamten Gebäude.
2) Kein Bezug von Fernkälte im CA Immo-Bestandsportfolio
3) GHG-Indir-Abs exkludiert Emissionen von Verbräuchen, die exklusiv den Mietflächen zuzordnen sind (Scope 3.13 Emissionen).
4) Die berichteten Emissionen sind Scope 3 zugeordnet, diese Werte repräsentieren jedoch nicht die vollständigen Scope 3-Emissionen gemäß GHG-Protocol. Es wird lediglich
Scope 3 Kategorie 13 "Downstream leased assets" abgebildet.
5) Nach Buchwert. Die Angaben beziehen sich auf alle Assetklassen.
Eine detaillierte Aufstellung der zertifizierten Liegenschaften nach Zertifizierungsstandard finden Sie auf Seite
134.
6) Die marktbasierten Daten 2020 weichen von den im Juli 2021 veröffentlichten Daten geringfügig ab, da ein Teil der marktbasierten Emissionsfaktoren der Energielieferanten zu
diesem Zeitpunkt noch nicht verfügbar war. In diesen Fällen wurden, wie im GHG-Protocol Corporate Standard empfohlen, durchschnittliche standortbezogene Emissionsfakto-
ren verwendet, um Lücken zu schließen.
LFL: like-for-like
Informationen zu den CO
2
-Umrechnungsfaktoren sowie der Scope-Definition finden Sie auf Seite 95,96.
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KONZERNLAGEBERICHT
9
8
Deutschland Österreich CEE Deutschland Österreich CEE Büro Hotel Sonstiges
7)
2019 2020 2020
21.546.998 11.867.453 127.290.638 28.181.726 13.641.938 103.565.130 138.637.846 3.038.558 3.712.389
5.270.429 8.795.550 67.076.332 6.881.413 9.375.718 53.480.030 68.478.695 - 1.258.466
- - 60.214.306 - 1.358.729 50.085.100 51.300.241 143.588 -
16.276.569 3.071.903 - 21.300.312 2.907.491 - 18.858.910 2.894.970 2.453.923
0% 0% 0% 8% 0% 0% 2% 0% 0%
21.546.998 9.580.838 123.140.522 20.917.712 9.500.388 103.565.130 133.983.230 - -
5.270.429 7.723.950 64.605.062 5.475.876 8.117.252 53.480.030 67.073.158 - -
- - 58.535.460 - - 50.085.100 50.085.100 - -
16.276.569 1.856.888 - 15.441.835 1.383.136 - 16.824.972 - -
10.279.360 7.274.604 28.496.031 19.670.628 11.106.247 29.852.470 53.137.106 4.248.327 3.243.912
8.853.922 6.263.984 28.496.031 11.119.960 7.480.531 29.852.470 47.582.049 - 870.912
1.425.438 1.010.620 - 8.550.668 3.625.716 - 5.555.057 4.248.327 2.373.000
0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0%
10.279.360 7.274.604 28.496.031 9.862.436 7.521.008 26.947.578 44.331.022 - -
8.853.922 6.263.984 28.496.031 8.128.873 6.609.619 26.947.578 41.686.070 - -
1.425.438 1.010.620 - 1.733.563 911.389 - 2.644.952 - -
4.708.384 4.326.723 53.986.984 7.638.177 4.303.905 42.642.445 51.527.244 3.057.283 -
4.708.384 4.326.723 53.986.984 4.580.894 4.303.905 42.642.445 51.527.244 - -
- - - 3.057.283 - - - 3.057.283 -
0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0%
4.708.384 4.326.723 47.886.534 4.580.894 4.303.905 42.642.445 51.527.244 - -
4.708.384 4.326.723 47.886.534 4.580.894 4.303.905 42.642.445 51.527.244 - -
- - - - - - - - -
165,54 91,24 211,44 166,61 120,59 182,45 172,94 153,88 280,08
102,81 100,50 150,74 97,27 93,71 130,55 121,03 N/A 55,57
168,21 122,01 209,91 162,96 119,01 182,45 174,20 N/A N/A
102,81 100,50 149,25 99,28 101,50 130,55 122,18 N/A N/A
865.636 795.468 9.925.507 842.289 791.359 7.840.666 9.474.314 - -
3.410.850 2.370.276 31.857.342 4.337.545 2.642.255 28.153.023 34.801.150 - 331.673
5.970.549 620.591 23.404.293 9.523.003 1.240.597 20.134.133 27.431.904 2.193.918 1.271.912
1.992.818 1.334.696 34.881.596 2.401.793 1.617.661 32.839.486 36.644.471 - 214.469
5.970.549 775.009 23.404.293 9.189.851 747.462 20.738.991 27.614.517 1.789.876 1.271.912
23,35 15,13 42,11 22,31 15,21 37,30 31,98 N/A 8,66
47,30 18,97 65,70 44,70 19,02 58,16 52,33 32,78 73,80
23,35 16,53 42,26 22,76 16,54 37,30 32,39 N/A N/A
47,30 18,97 66,21 45,70 18,46 58,16 52,96 N/A N/A
15,60 11,36 45,16 13,97 10,67 42,16 33,31 N/A 5,60
41,05 13,53 68,75 37,91 11,07 63,65 54,32 26,66 73,80
15,60 11,36 45,39 12,92 11,70 42,16 33,87 N/A N/A
41,05 13,53 69,34 36,16 12,43 63,65 55,02 N/A N/A
84 34 95 69 24 100 80 64 0
7)
Hierzu zählen ein Shoppingcenter (Galleria, Wien) und ein Museumsgebäude (Hamburger Bahnhof, Berlin)
KONZERNLAGEBERICHT
9
9
ABFALLAUFKOMMEN UND WASSERVERBRAUCH DES CA IMMO-BESTANDSPORTFOLIOS 2019/2020
Gesamt
p
ortfolio
Indikator EPRA Code Abgrenzung Maßeinheit 2019 2020 Veränderung
Abfall Gesamt Gesamtes Gebäude Tonnen 13.653 4.814 -64,7%
Abfallgewicht nach Entsorgungsweg (absolut) Waste-Abs De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Tonnen 8.395 2.830 -66,3%
Verbrennung mit oder ohne
Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
2.640 751 -71,5%
Wiederverwendun
g
79 0 -99,9%
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
2.286 1.015 -55,6%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 232 4 -98,3%
Kom
p
ost 7 33 366,9%
Sonsti
g
e 12 181 1.353,0%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
5.257 1.984 -62,3%
Abfallgewicht nach Entsorgungsweg (%) Waste-Abs De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Entsorgungs-
weg (%)
61% 59% -4,4%
Verbrennung mit oder ohne
Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
19% 16% -19,3%
Wiederverwendun
g
1% 0% -99,8%
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
17% 21% 25,9%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 2% 0% -95,3%
Kom
p
ost 0% 1% 1224,0%
Sonsti
g
e 0% 4% 4.020,6%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
39% 41% 7,0%
Abfall
g
esamt LFL Gesamtes Gebäude Tonnen 13.619 4.509 -66,9%
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (absolut)
LFL
Waste-LFL De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Tonnen 8.395 2.676 -68
,
1
%
Verbrennung mit oder ohne
Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
2.640 638 -75,8%
Wiederverwendun
g
79 0 -99,9%
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
2.260 993 -56,1%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 225 4 -98,3%
Kom
p
ost 7 24 235,3%
Sonsti
g
e 12 174 1297,9%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
5.224 1.832 -64,9%
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (%)
LFL
Waste-LFL De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Entsorgungs-
weg (%)
62
%
59
%
-3
,
7
%
Verbrennung mit oder ohne
Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
19% 14% -27,0%
Wiederverwendun
g
1% 0% -99,8%
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
17% 22% 32,7%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 2% 0% -94,8%
Kom
p
ost 0% 1% 912,9%
Sonsti
g
e 0% 4% 4.122,8%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
38% 41% 6,0%
Abfallintensität Gesamtes Gebäude
kg/ m
2
6,32 1,89 -70,1%
Abfallintensität LFL Gesamtes Gebäude 6,46 2,05 -68,3%
Wasserverbrauch
g
esamt Water-Abs Gesamtes Gebäude
1)
m
3
585.313 417.488 –28,7%
Wasserverbrauch
g
esamt, LFL Water-LFL Gesamtes Gebäude
1)
571.453 361.088 –36,8%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int Gesamtes Gebäude m³/m
2
0,44 0,28 –36,7%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs, LFL Water-Int Gesamtes Gebäude 0,41 0,26 –37,0%
1)
Kommunale Versorgung.
LFL: like-for-like
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
1
00
Deutschland Österreich CEE Deutschland Österreich CEE Büro Hotel Sonstige
2)
2019 2020 2020
866 2.291 10.496 901 1.048 2.865 4.604 46 165
0 2.166 6.229 0 849 1.981 2.676 0 154
442 25 2.173 597 6 148 714 37 -
68 - 12 - - 0 0 - -
286 97 1.903 274 31 711 1.002 7 5
54 2 176 - 0 4 4 - -
4 - 3 29 1 4 33 - -
12 - 0 1 161 18 174 1 5
866 125 4.267 901 199 884 1.927 46 11
0% 95% 59% 0% 81% 69% 58% 0% 93%
51% 1% 21% 66% 1% 5% 16% 81% 0%
8% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0%
33% 4% 18% 30% 3% 25% 22% 16% 3%
6% 0% 2% 0% 0% 0% 0% 0% 0%
0% 0% 0% 3% 0% 0% 1% 0% 0%
1% 0% 0% 0% 15% 1% 4% 3% 3%
100% 5% 41% 100% 19% 31% 42% 100% 7%
866 2.291 10.463 764 883 2.862 4.509 - -
0 2.166 6.229 - 695 1.981 2.676 - -
442 25 2.173 484 6 148 638 - -
68 - 12 - - 0 0 - -
286 97 1.877 260 25 708 993 - -
54 2 169 - 0 4 4 - -
4 - 3 19 1 4 24 - -
12 - 0 - 156 18 174 - -
866 125 4.234 764 188 881 1.832 - -
0% 95% 60% 0% 79% 69% 59% N/A N/A
51% 1% 21% 63% 1% 5% 14% N/A N/A
8% 0% 0% 0% 0% 0% 0% N/A N/A
33% 4% 18% 34% 3% 25% 22% N/A N/A
6% 0% 2% 0% 0% 0% 0% N/A N/A
0% 0% 0% 3% 0% 0% 1% N/A N/A
1% 0% 0% 0% 18% 1% 4% N/A N/A
100% 5% 40% 100% 21% 31% 41% N/A N/A
0,00 10,35 6,67 0,00 3,36 2,12 1,90 0,00 4,02
0,00 10,35 6,87 0,00 3,24 2,18 2,05 N/A N/A
56.113 52.352 476.848 73.083 70.520 273.885 365.783 36.568 15.136
56.113 52.352 462.988 36.804 50.399 273.885 361.088 - -
0,26 0,25 0,48 0,22 0,25 0,29 0,25 0,55 0,27
0,26 0,25 0,48 0,17 0,24 0,29 0,26 N/A N/A
2)
Hierzu zählen ein Shoppingcenter (Galleria, Wien) und ein Museum (Hamburger Bahnhof, Berlin)
KONZERNLAGEBERICHT
10
1
ENERGIE-, WASSERVERBRAUCH UND CO
2
-FOOTPRINT DER EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2019/2020
Indikator EPRA Code Maßeinheit 2019 2020 Veränderung
Stromverbrauch
g
esamt
1)
Elec-Abs kWh 140.019 131.335 -6,2%
Davon % aus erneuerbaren
Q
uellen % 0% 44%
Stromverbrauch LFL Elec-LFL kWh 140.019 131.335 -6,2%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
1)
DH&C-Abs
kWh 231.730 169.080 -27,04%
Davon % aus erneuerbaren
Q
uellen % 0% 0% 0%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
LFL DH&C-LFL kWh 231.730 169.080 -27,0%
Ener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
2)
Fuels-Abs
2)
kWh 0 0 0%
Ener
g
ieintensität Ener
gy
-Int kWh/m
2
83 67 -19,2%
Direkte Treibhaus
g
as-Emissionen, Sco
p
e 1 GHG-Dir- k
g
CO
2
e 0 0 0%
Indirekte Treibhaus
g
as-Emissionen, Sco
p
e 2 GHG-Indir- k
g
CO
2
e
(
standortbasiert
)
90 75 -16,3%
Indirekte Treibhaus
g
as-Emissionen, Sco
p
e 2 GHG-Indir- k
g
CO
2
e
(
marktbasiert
)
78 65 N/A%
Treibhaus
g
as-Emissionsintensität der Flächen GHG-Int k
g
CO2e/m²
(
standortbasiert
)
20,07 16,80 -16,3%
Treibhaus
g
as-Emissionsintensität der Flächen GHG-Int k
g
CO2e/m²
(
marktbasiert
)
17,33 14,53 N/A%
Wasserverbrauch
g
esamt
3)
Water-Abs m
3
850 596 -29,8%
Wasserverbrauch LFL
3)
Water-LFL m
3
850 596 -29,8%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs
3)
Water-Int l/m
2
189,48 133,02 -29,8%
Art und Anzahl der zertifizierten Lie
g
enschaften Cert-Tot Anzahl und Art 2 (DGNB Gold) 2 (DGNB Gold) 0
1) Für den Indikator Energieverbrauch aus Fernwärme und Kühlung beträgt der prozentuale Anteil aus erneuerbaren Quellen 0%.
2) In keinem der eigengenutzten Büros gibt es Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen.
3) Die Angaben betreffen die kommunale Versorgung.
LFL: like-for-like.
Die Tabelle enthält Daten zu drei eigengenutzten Büros, die sich nicht in CA Immo-Gebäuden befinden. Die Verbrauchsdaten der restlichen sieben eigengenutzten
Büros sind in den Tabellen auf Seite 97-100 enthalten.
ABFALLAUFKOMMEN IN DEN EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2019/2020
Indikator EPRA
Code
Abgrenzung Maß-
einheit
2019 2020 Verände-
rung
2)
Like-for-like
2019 2020
Verände-
rung
Abfallgewicht
nach
Entsorgungsweg
(absolut)
Waste-
Abs
1)
Abfall
g
esamt Tonnen 31
,
38 31
,
38 0% 31
,
38 31
,
38 0%
De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
0
,
00 0
,
00 0% - - -
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung 6,41
6,41 0% 6,41 6,41 0%
Wiederverwendun
g
- - - - - -
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
24
,
74 24
,
74 0% 24
,
74 24
,
74 0%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e - - - - - -
Kom
p
ost - - - - - -
Sonsti
g
e 0
,
23 0
,
23 0% 0
,
23 0
,
23 0%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
31
,
38 31
,
38 0% 31
,
38 31
,
38 0%
Abfallgewicht
nach
Entsorgungsweg
(%)
Waste-
Abs
1)
De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Ent-
sorgungs-
weg (%)
-
-
-
- -
-
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung 20%
20% 20% 20%
Wiederverwendun
g
- - - -
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
79% 79% 79% 79%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e - - - -
Kom
p
ost - - - -
Sonsti
g
e 1% 1% 1% 1%
Gesamtmen
g
e Verwertun
g
100% 100% 100% 100%
1)
Abfalldaten waren für Klaus-Mann-Platz 1 (CA Immo-Niederlassung München) nicht verfügbar
2)
Die Abfallentsorgung in den angemieteten Büroflächen erfolgt über den Vermieter. Die Abfallmenge des Gesamtgebäudes kann mangels Zugriff auf spezifisch
Entsorgungsdaten nur über die Anzahl sowie Leerungsturnus der Abfallcontainer bestimmt werden, wovon die anteilige Abfallmenge von CA Immo auf Basis des
Anteils unserer Mietfläche an der Gesamtmietfläche des Gebäudes ermittelt werden kann. Da in beiden dargestellten Betrachtungsjahren die gleichen Eingangsda-
ten (Containeranzahl, Leerungsturnus, Mietflächenanteil) vorlagen, ergeben sich im Ergebnis unveränderte Abfallmengen.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
10
2
ABDECKUNG DES CA IMMO BESTANDSPORTFOLIOS 2019/2020
1)
2019 2020
Indikator EPRA Code Fläche
2)
Anzahl
3)
Abdeckung
4)
Fläche
2)
Anzahl
3)
Abdeckung
4)
Stromverbrauch gesamt
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom Elec-Abs 1.421.104 m² 56 von 56 100% 1.607.728 m² 65 von 67 99%
All
g
emeinflächen /
g
emeinsam betriebene Dienste
5)
1.357.552 m² 53 von 53 100% 1.422.963 m² 55 von 55 100%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 992.139 m² 35 von 36 94% 1.026.788 m² 35 von 35 100%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 247.688 m² 14 von 20 67% 369.453 m² 20 von 32 62%
Stromverbrauch LFL
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom Elec-LFL 1.393.953 m² 55 von 55 100% 1.399.217 m² 55 von 55 100%
All
g
emeinflächen /
g
emeinsam betriebene Dienste
5)
1.330.401 m² 52 von 52 100% 1.335.665 m² 52 von 52 100%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 964.988 m² 34 von 34 100% 964.988 m² 34 von 34 100%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 247.688 m² 14 von 14 100% 252.953 m² 14 von 14 100%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
Gesamtes Gebäude
5)
DH&C-Abs 723.418 m² 29 von 29 100% 939.967 m² 38 von 40 99%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 659.866 m² 26 von 26 100% 779.133 m² 30 von 30 100%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 63.552 m² 3 von 3 100% 160.834 m² 8 von 10 95%
Verbrauch aus Fernwärme und Kühlung LFL
Gesamtes Gebäude
5)
DH&C-LFL
723.418 m² 29 von 29 100% 728.681 m² 29 von 29 100%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 659.866 m² 26 von 26 100% 665.130 m² 26 von 26 100%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 63.552 m² 3 von 3 100% 63.552 m² 3 von 3 100%
Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
Gesamtes Gebäude
Fuels-Abs
697.686 m² 27 von 27 100% 663.048 m² 26 von 27 98%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft 697.686 m² 27 von 27 100% 643.830 m² 25 von 25 100%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 0 m² 0 von 0 N/A 19.218 m² 1 von 2 63%
Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen LFL
Ener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen 643.830 m² 25 von 25 100% 643.830 m² 25 von 25 100%
Gesamtes Gebäude, vom Vermieter beschafft Fuels-LFL 643.830 m² 25 von 25 100% 643.830 m² 25 von 25 100%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft 0 m² 0 von 0 N/A 0 m² 0 von 0 N/A
Ener
g
ieintensität der Gebäude Energy-Int 1.421.104 m² 56 von 56 100% 1.396.241 m² 55 von 67 86%
Energieintensität der Gebäude (vom Vermieter beschafft)
6)
1.357.552
m² 53 von 53 100% 1.422.963 m² 55 von 67 88%
Direkte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 1 GHG-Dir-Abs 697.686 m² 27 von 27 100% 643.830 m² 25 von 25 100%
Indirekte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 2 GHG-Indir-Abs 1.357.552 m² 53 von 53 100% 1.422.963 m² 55 von 55 100%
Indirekte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 3 GHG-Indir-Abs 1.301.628 m² 50 von 56 92% 1.400.955 m² 56 von 67 86%
Treibhausgas-Emissionsintensität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
GHG-Int
1.357.552
m² 53 von 53 100% 1.422.963 m² 55 von 55 100%
Treibhausgas-Emissionsintensität der Gebäude
(Scope 1+2+3.13) 1.301.628
m² 50 von 56 92% 1.396.241 m² 55 von 67 86%
Wasserverbrauch gesamt Water-Abs 1.326.622 m² 52 von 56 93% 1.494.178 m² 59 von 67 92%
Wasserverbrauch LFL Water-LFL 1.393.953 m² 55 von 55 100% 1.399.217 m² 55 von 55 100%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int 1.326.622 m² 52 von 56 93% 1.494.178 m² 59 von 67 92%
Abfallgewicht gesamtnach Entsorgungsweg (abs. und in %) Waste-Abs 1.326.622 m² 52 von 56 93% 1.494.178 m² 59 von 67 92%
Abfall
g
ewicht nach Entsor
g
un
g
swe
g
(
abs. und in %
)
LFL Waste-LFL 1.299.471 m² 51 von 51 100% 1.304.735 m² 51 von 51 100%
Abfallintensität 1.326.622 m² 52 von 56 93% 1.494.178 m² 59 von 67 92%
Abfallintensität LFL 1.299.471 m² 51 von 51 100% 1.304.735 m² 51 von 51 100%
Art und Anzahl der zertifizierten Liegenschaften Cert-Tot 1.143.886 m² 44 von 56 80 % 1.217.589 m² 48 von 67 75%
1) Diese Tabelle zeigt die Fläche, Anzahl der Gebäude sowie prozentuale Abdeckung des gesamten Gebäudebestands (lt. Definition des Berichtsumfang
s auf Seite
95,96), die den jeweiligen in der Tabelle auf Seite 97-100 angeführten Verbrauchsdaten zugrunde liegt.
2) Brutto-Innenfläche der erfassten Gebäude
3) Anzahl der erfassten Gebäude. Im Vergleich zu 2019 wurde der Umfang des analysierten Portfolios 2020 erweitert, um neben der Assetklasse Büro alle Asset-
klassen (Hotel, Einzelhandel, Sonstige) einzubeziehen. Die Gesamtzahl der in der Analyse erfassten 67 Bestandsgebäude umfasst auch zwei Single-Tenant-Gebäude,
für die uns keine Verbrauchsdaten vorliegen.
4) Abdeckung der Gesamt-Fläche
5) Vom Vermieter beschafft
6) Gesamtes Gebäude, ohne Mieterenergiebezug. LFL: like-for-like.
KONZERNLAGEBERICHT
1
03
ABDECKUNG DER EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2019/2020
2019 2020
Indikator EPRA Code Bürofläche Abdeckun
g
Bürofläche Abdeckun
g
Stromverbrauch
g
esamt Elec-Abs 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Stromverbrauch LFL Elec-LFL 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
DH&C-Abs 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Verbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
LFL DH&C-LFL 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Gesamtener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
1)
Fuels-Abs 0 0 0 0
Ener
g
ieintensität der Gebäude Ener
gy
-Int 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Direkte Treibhaus
g
as-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 1
1)
GHG-Dir-Abs 0 0 0 0
Indirekte Treibhaus
g
as-Emissionen
(g
esamt
)
Sco
p
e 2 GHG-Indir-Abs 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Treibhaus
g
as-Emissionsintensität der Gebäude GHG-Int 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Wasserverbrauch
g
esamt Water-Abs 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Wasserverbrauch LFL Water-LFL 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int 4.484 m² 3 von 3 4.484 m² 3 von 3
Abfall
g
ewicht nach Entsor
g
un
g
swe
g
(g
esamt
)
Waste-Abs 3.583 m² 2 von 3 3.583 m² 2 von 3
Abfall
g
ewicht nach Entsor
g
un
g
swe
g
(
%
)
LFL Waste-LFL 3.583 m² 2 von 2 3.583 m² 2 von 2
Art und Anzahl der zertifizierten Lie
g
enschaften Cert-Tot 3.583 m² 2 von 3 3.583 m² 2 von 3
1)
In keinem der eigengenutzten Büros gibt es Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
ZERTIFIZIERUNG DES CA IMMO BESTANDSPORTFOLIOS – EPRA CERT-TOT
Gebäudezertifizierun
g
2018
1)
2019
1)
2020
2)
2021
2)
BREEAM - Excellent
Abdeckun
g
in m
2
112.451 150.333 80.990 115.578
Anzahl der Gebäude 4 5 2 3
BREEAM - Ver
y
g
ood
Abdeckun
g
in m
2
129.943 171.317 265.128 280.176
Anzahl der Gebäude 8 10 14 14
BREEAM - Interim
Abdeckun
g
in m
2
0 0 78.029 43.462
Anzahl der Gebäude 0 0 3 2
LEED - Platin
Abdeckun
g
in m
2
145.589 144.728 144.723 103.466
Anzahl der Gebäude 5 5 5 3
LEED - Gold
Abdeckun
g
in m
2
262.536 255.733 160.884 185.846
Anzahl der Gebäude 13 13 8 9
DGNB - Platin
Abdeckun
g
in m
2
48.335 85.418 106.365 106.383
Anzahl der Gebäude 3 5 6 6
DGNB - Gold
Abdeckun
g
in m
2
104.680 81.413 99.951 117.552
Anzahl der Gebäude 7 6 7 9
Summe Abdeckun
g
in m
2
803.534 888.942 936.070 952.463
Summe Anzahl der Gebäude 40 44 45 46
1)
Basis: Büroimmobilien, Bruttomietfläche in m²
2)
Basis: alle Assetklassen, Bruttomietfläche in m²
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
104
SOZIALE UND GOVERNANCE LEISTUNGSINDIKATOREN GEM. EPRA
Soziales EPRA Code Kapitel Maßeinheit/Definition Abdeckung 31.12.2021
Geschlechter-
diversität
Diversity-Emp
Corporate
Governance
Bericht
ESG Bericht:
Mitarbeiter in %
Aufsichtsrat
1)
64% Männlich
36% Weiblich
Vorstand
100% Männlich
0% Weiblich
Führungskräfte
2)
Mitarbeiter
70% Männlich
30% Weiblich
45% Männlich
55% Weiblich
Geschlechter-
spezifische
Vergütung
Diversity-Pay
3)
Relation in %
Aufsichtsrat
Durchschnit
t
Median
0 0
Vorstand
4)
0 0
Führungskräfte
2)
Mitarbeiter
-0,3
6,4
-1,6
6,0
2021
Leistun
g
sbeurteilun
g
en Em
p
-Dev
ESG-Bericht
ESG-Anhang
% der Gesamtbele
g
schaft
Alle Mitarbeiter
98
Neueinstellungen Emp-Turnover Gesamtzahl 46
Anteil in %
5)
10
Fluktuation Gesamtzahl Ab
g
än
g
e 43
Anteil in %
6)
9,7
Verletzun
g
srate
7)
H&S-Emp Anteil in % 0%
Ausfallta
g
essatz
8)
Anteil in % 0%
Abwesenheitsrate
9)
Anteil in % 2%
Todesfälle
10)
Anzahl 0
Training und Development Emp-Training
Durchschn. Anzahl Stunden je Mitarbeiter
Männer: 6,4
Frauen: 6,5
Gesundheits- und
Sicherheitsbewertungen
H&S-Asset
ESG-Bericht
Anteil der Gebäude, die bzgl. Gesundheits-
und Sicherheitsthemen überprüft wurden (z.
B. Brandschutz, Wasserqualität)
% des
Gesamtbestands
11)
(nach m²)
95% (DE: 100%,
AT: 93%, CEE: 93%)
Einhaltung von Gesundheits-
und Sicherheitsvorschriften
H&S-Comp
Alle gesetzlichen Vorgaben wurden einge-
halten, die Behebung festgestellter Mängel
wird in allen Gebäuden umgehend veranlasst
Anzahl
festgestellter
Mängel
0
Gesellschaftliches Engagement Comty-Eng
Anteil Bestandsportfolio in von CA Immo
entwickelten und erschlossenen Quartieren
% des Gesamt-
bestands (nach m²)
31% (DE: 60%,
AT: 43%, CEE: 12%)
Governance 31.12.2021
Zusammensetzung des
höchsten Leitungsgremiums
Gov-Board
Corporate
Governance
Bericht
Gesamtzahl der Vorstände
Vorstand
3
Gesamtzahl der Aufsichtsräte (von
Gesellschaft bzw. Vorstand unabhängige
Kapitalvertreter)
Aufsichtsrat
7
Gesamtzahl der Aufsichtsräte (von
Hauptaktionär unabhängige Kapitalvertreter)
4
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
(Jahre) der Aufsichtsräte
12)
Aufsichtsrat
4
Aufsichtsräte
13)
mit Kompetenzen in
Umwelt- und Sozialthemen
Aufsichtsrat
11
Nominierung und Auswahl des
höchsten Leitungsorgans
Gov-Select
Beschreibung
Vorstand und
Aufsichtsrat
Prozess zur Bewältigung von
Interessenkonflikten
Gov-CoI
Beschreibung
1)
Aufsichtsrat gesamt, inkl. 7 Kapital- und 4 Arbeitnehmervertreter.
2)
Als Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlassungsleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter
3)
Unterschied der durchschnittl. Gesamtvergütung (Grundgehalt und Bonus) pro Mitarbeiterkategorie (Funktion, Level, Land) von Frauen und Männern in %
4)
Der Vorstand ist zu 100% männlich
5)
Neueinstellungsquote: Neueinstellungen 2021 / durchschnittliche Beschäftige 2021 (Headcount).
6)
Fluktuation: Personalabgang 2021 / durchschnittliche Beschäftigte 2021 (Headcount)
7)
Verletzungsrate: Anzahl Verletzungen durch Arbeitsunfälle / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter in Stunden
8)
Ausfalltagessatz: Anzahl Abwesenheitstage aufgrund von Verletzungen bei Arbeitsunfällen / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter in Stunden
9)
Abwesenheitsrate: Anzahl Abwesenheitstage gesamt (Krankheit) / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter in Tagen
10)
Todesfälle: Anzahl Todesfälle aufgrund von Berufskrankheit oder Arbeitsunfall
11)
Zum Stichtag 31.12.2021, exkl. im Lauf des Geschäftsjahres 2021 akquirierte, fertig gestellte oder zum Verkauf bestimmte Gebäude
12)
Allgemeine durchschnittliche Bestellperiode.
13)
Unabhängige / nicht geschäftsführende Aufsichtsräte
KONZERNLAGEBERICHT
1
05
INFORMATIONEN ZU CA IMMO-MITARBEITERN
MITARBEITER: BESCHÄFTIGUNGSFORMEN UND ARBEITSMODELLE
1)
Leistun
g
sindikatoren Gender Maßeinheit 31.12.2020 31.12.2021
Beschäfti
g
un
g
Gesamtbeschäfti
g
un
g
Weiblich HC 223 227
Männlich HC 214 214
Gesamt HC 437 441
Neueinstellun
g
en Weiblich HC 27 22
Männlich HC 41 25
Gesamt HC 68 46
Ab
g
än
g
e Weiblich HC 13 19
Männlich HC 26 24
Gesamt HC 39 43
Fluktuation Weiblich HC 6% 8%
Männlich HC 12% 11%
Gesamt HC 9% 10%
Arbeitsverträ
g
e
Vollzeit HC 364 363
Teilzeit HC 47 47
Karenziert HC 26 31
Gesamt HC 437 441
Leiharbeitskräfte HC 0 0
All-in HC 400 419
Gesundheit
Berufskrankheiten Anzahl/
J
ahr 0 0
Arbeitsunfälle Anzahl/
J
ahr 2 2
Aus- & Weiterbildun
g
en
Anzahl
g
eschulter Beschäfti
g
ter HC 437 441
Prozentsatz
g
eschulter Beschäfti
g
er % 100 100
Schulun
g
szeit Stunden/
J
ahr 4.892 2.862
Sozialer Dialo
g
Anzahl kollektiver Vereinbarun
g
en Anzahl 0 0
Betriebsvereinbarun
g
en Anzahl 8 6
Meetin
g
s des Betriebsrates mit dem Vorstand Anzahl/
J
ahr 4 4
1)
Excl. Joint Ventures; HC: Headcount; die Berechnungen für diese Tabelle basieren auf den GRI-Richtlinien (GRI 401-1, 402)
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
107
110
112
113
115
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2021
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2021
118
KAPITEL 1: INFORMATIONEN ÜBER DIE GESELLSCHAFT UND ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
118
a) Informationen über die Gesellschaft
118
b) Grundsätze der Rechnungslegung
118
c) Darstellung und Strukturierung des Konzernanhangs
118
d) In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
119
e) Erwerbe und Gründungen von Gesellschaften/Gesellschaftsanteilen
119
f) Verkäufe von Gesellschaften/Gesellschaftsanteilen.
120
g) Konsolidierungsmethoden
120
h) Währungsumrechnung
122
i) Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo Gruppe
124
j) Klimabezogene Sachverhalte
126
KAPITEL 2: UNTERNEHMENSERGEBNIS
127
2.1. Operative Segmente
127
2.2. Mieterlöse
133
2.3. Betriebskostenergebnis und sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare
Aufwendungen
134
2.4. Sonstige den Projektentwicklungen zurechenbare Aufwendungen
135
2.5. Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen
135
2.6. Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen
136
2.7. Erlöse aus Dienstleistungen
137
2.8. Indirekte Aufwendungen
138
2.9. Sonstige betriebliche Erträge
138
2.10. Abschreibungen und Wertänderungen
139
2.11. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
139
2.12. Finanzierungsaufwand
139
2.13. Ergebnis aus Derivaten
140
2.14. Ergebnis aus Finanzinvestitionen
140
2.15. Sonstiges Finanzergebnis
140
2.16. Finanzergebnis
141
2.17. Sonstiges Ergebnis
141
2.18. Ergebnis je Aktie
142
KAPITEL 3: LANGFRISTIGES VERMÖGEN
143
3.1. Langfristiges Immobilienvermögen
143
3.2. Selbst genutzte Immobilien
157
3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte
158
3.4. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
161
3.5. Übrige Vermögenswerte
163
KAPITEL 4: KURZFRISTIGES VERMÖGEN
166
166
167
168
4.1. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien
4.3. Forderungen und sonstige V
ermögenswerte
4.4. Liquide Mittel
171
INHALT
109
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
108
KAPITEL 5: EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG
172
5.1. Eigenkapital
172
5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten
173
5.3. Sonstige Verbindlichkeiten
176
5.4. Schulden in Veräußerungsgruppen
177
KAPITEL 6: RÜCKSTELLUNGEN
178
6.1. Rückstellungen
178
KAPITEL 7: STEUERN
183
7.1. Ertragsteuern
183
7.2. Ertragsteuerforderungen
190
7.3. Ertragsteuerverbindlichkeiten
190
7.4. Steuerrisiken
190
KAPITEL 8: FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT
192
8.1. Finanzinstrumente
192
8.2. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
194
8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten
198
KAPITEL 9: SONSTIGE ANGABEN
203
9.1. Informationen zur Geldflussrechnung
203
9.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten
207
9.3. Leasingverhältnisse
208
9.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
210
9.5. Personalstand
212
9.6. Aufwendungen für die Abschlussprüfer
212
9.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
213
9.8. Neue und überarbeitete Standards und Interpretationen
213
a) Änderung von Rechnungslegungsmethoden, die eine wesentliche Auswirku
ng
auf den Konzernabschluss haben
213
b) Neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen, deren Anwendung
keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hat
214
c) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen
214
9.9. Liste der Konzerngesellschaften
215
220
221
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS §124 ABS. 1 BÖRSEGESETZ
BESTÄTIGUNGSVERMERK
KONZERNABSCHLUSS
10
9
Tsd. € Anhangsangabe 2021 2020
Mieterlöse 2.2. 229.111 235.609
Weiterverrechnete Betriebskosten 2.3. 51.053 53.260
Betriebskostenaufwand 2.3. –57.600 –57.738
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt
zurechenbare Aufwendungen 2.3.
–23.102 –21.466
Nettomietergebnis 199.462 209.665
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare
Aufwendungen 2.4. –1.854 –2.154
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 8.233 43.335
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten und Baukosten –1.558 –35.387
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 2.5. 6.675 7.949
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem
Immobilienvermögen 2.6. 52.660 43.930
Erlöse aus Dienstleistungen 2.7. 8.137 8.166
Indirekte Aufwendungen 2.8. –58.222 –73.176
Sonstige betriebliche Erträge 2.9. 3.235 1.204
EBITDA 210.093 195.584
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiges
Vermögen
–4.939 –4.662
Wertänderungen zum Handel bestimmte Immobilien –354 –871
Abschreibungen und Wertänderungen 2.10. –5.293 –5.533
Neubewertungsgewinn 602.360 352.110
Neubewertungsverlust –61.213 –168.611
Ergebnis aus Neubewertung 541.147 183.499
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 2.11. 3.618 1.898
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 749.565 375.448
Finanzierungsaufwand 2.12. –47.619 –42.311
Sonstiges Finanzergebnis 2.15. 0 –5.067
Kursdifferenzen 2.16. –69 2.385
Ergebnis aus Derivaten 2.13. –25.945 21.429
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 2.14. –756 –3.589
Finanzergebnis 2.16. –74.389 –27.154
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 675.176 348.295
Tatsächliche Ertragsteuer –30.939 –15.242
Latente Steuern –164.436 –79.099
Ertragsteuern 7.1. –195.375 –94.341
Ergebnis der Periode 479.801 253.953
davon Ergebnisanteil von nicht beherrschenden Anteilen 26 5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens 479.774 253.948
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 2.18. €4,89 €2,73
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 2.18. €4,89 €2,34
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
10
Tsd. € Anhangsangabe 2021 2020
Ergebnis der Periode 479.801 253.953
Sonstiges Ergebnis
Bewertung Cashflow Hedges 6.664 –620
Währungsdifferenzen 42 –111
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis –2.127 198
Sonstiges Ergebnis der Periode (bei Realisierung
erfolgswirksam) 2.17. 4.578 –533
Neubewertung IAS 19 592 –80
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis –196 28
Sonstiges Ergebnis der Periode (bei Realisierung nicht
erfolgswirksam) 2.17. 396 –52
Sonstiges Ergebnis der Periode 2.17. 4.974 –585
Gesamtergebnis der Periode 484.775 253.368
davon Ergebnisanteil von nicht beherrschenden Anteilen 26 5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens 484.748 253.363
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNABSCHLUSS
1
11
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
12
Tsd. € Anhangsangabe 31.12.2021 31.12.2020
VERMÖGEN
Bestandsimmobilien 3.1. 4.984.297 4.723.068
Immobilienvermögen in Entwicklung 3.1. 1.097.147 791.136
Selbst genutzte Immobilien 3.2. 11.174 12.896
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.3. 6.431 7.531
Immaterielle Vermögenswerte 3.3. 3.419 2.998
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 3.4. 55.800 57.629
Übrige Vermögenswerte 3.5. 88.571 60.728
Aktive latente Steuern 7.1. 2.681 4.382
Langfristiges Vermögen 6.249.520 5.660.368
Langfristiges Vermögen in % der Bilanzsumme 87,8% 83,0%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen 4.1.
76.197 37.092
Zum Handel bestimmte Immobilien 4.2. 87.166 35.200
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4.3. 55.727 136.375
Ertragsteuerforderungen 7.2. 12.718 16.391
Liquide Mittel 4.4. 633.117 934.863
Kurzfristiges Vermögen 864.925 1.159.921
Summe Vermögen 7.114.445 6.820.289
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Grundkapital 774.229 718.337
Kapitalrücklagen 1.017.662 791.372
Sonstige Rücklagen 993 –3.981
Einbehaltene Ergebnisse 1.498.038 1.622.491
Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 3.290.922 3.128.218
Nicht beherrschende Anteile 116 89
Eigenkapital 5.1. 3.291.038 3.128 .308
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 46,3% 45,9%
Rückstellungen 6.1. 50.323 34.249
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5.2. 2.186.534 2.622.161
Sonstige Verbindlichkeiten 5.3. 50.314 113.503
Passive latente Steuern 7.1. 698.310 536.317
Langfristige Schulden 2.985.482 3.306.228
Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.3. 19.278 14.464
Rückstellungen 6.1. 113.333 117.409
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5.2. 397.409 205.301
Sonstige Verbindlichkeiten 5.3. 305.547 46.932
Schulden in Veräußerungsgruppen 4.1. 2.357 1.647
Kurzfristige Schulden 837.925 385.753
Summe Eigenkapital und Schulden 7.114.445 6.820.289
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2021
KONZERNABSCHLUSS
1
13
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2021
Tsd. € 2021 2020
Operative Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 675.176 348.295
Neubewertungsergebnis inkl. Veränderung abgegrenzter Mieterträge –536.988 –187.422
Abschreibungen und Wertänderungen 5.293 5.533
Ergebnis aus der Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und Betriebs- und Geschäftsausstattung –52.645 –43.893
Finanzierungsaufwand, sonstiges Finanzergebnis und Ergebnis aus Finanzinvestitionen 48.375 50.968
Kursdifferenzen 69 –2.385
Ergebnis aus Derivaten 25.945 –21.429
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen –3.618 –1.898
Zahlung/unbare Aufwendungen Gerichtsgebühren Schadenersatzklage –25.475 25.475
Gezahlte Steuern (ohne Steuern für Verkäufe langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen) –11.632 –9.016
Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit) –1.030 –11.521
Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit) 423 7.200
Cashflow aus dem Ergebnis 123.894 159.906
Zum Handel bestimmte Immobilien –2.083 26.417
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 22.419 9.419
Rückstellungen 2.750 –8.980
Sonstige Verbindlichkeiten 3.878 –1.698
Cashflow aus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen 26.964 25.158
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 150.858 185.064
Investitionstätigkeit
Erwerb von und Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen inkl. Anzahlungen –236.298 –321.283
Erwerb von Gesellschaften 369 –133.874
Liquide Mittel erworbene Gesellschaften 0 1.705
Erwerb von Geschäftsausstattung und immateriellem Vermögen –1.911 –2.085
Rückzahlung/erhaltene Zahlung Veräußerung von Finanzvermögen –98 0
Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und sonstigen Vermögenswerten 161.007 –1.831
Veräußerung von Immobiliengesellschaften 78.688 133.996
Liquide Mittel Veräußerung von Immobiliengesellschaften –3.946 –4.817
Veräußerung von At-Equity konsolidierten Unternehmen 0 580
Gewährung von Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen –3.000 –2.545
Rückzahlung von an Gemeinschaftsunternehmen und sonstige gewährte Darlehen 771 0
Gezahlte Steuern für Verkauf langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen –10.842 –5.347
Ausschüttung/Kapitalrückzahlung von At-Equity konsolidierten Unternehmen und übrigen Beteiligungen 13.511 7.369
Gezahlte Zinsen für Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen –5.325 –4.792
Gezahlte Negativzinsen –3.648 –1.802
Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen 394 64
Cashflow aus Investitionstätigkeit –10.327 –334.663
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
14
Der
Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen (exklusive Negativzinsen) beträgt in 2021 –44.755 Tsd. € (2020: –51.982 Tsd. €).
Der Gesamtbetrag der gezahlten Ertragsteuern beträgt –22.474 Tsd. € (2020: –14.363 Tsd. €).
Der Gesamtbetrag der Leasingzahlungen beträgt in 2021 –4.580 Tsd € (2020: –5.016 Tsd. €).
Zusätzliche Informationen zur Geldflussrechnung werden in der Anhangsangabe 9.1. dargestellt.
Tsd. € 2021 2020
Finanzierungstätigkeit
Geldzufluss aus Darlehen 123.844 111.056
Gezahlte Kosten/Geldzufluss aus der Begebung von Anleihen –20 836.747
Tilgung von Wandelschuldverschreibung –100 0
Tilgung von Anleihen / Geldabfluss aus dem Rückkauf von Anleihen –107.450 –103.380
Ausschüttung an Aktionäre –352.436 –93.028
Zahlung an Gesellschafter von Anteilen im Fremdbesitz –3 0
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate –70.535 –65.626
Übrige gezahlte Zinsen –38.400 –35.669
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –445.101 650.101
Nettoveränderung der liquiden Mittel –304.569 500.502
Fonds der liquiden Mittel 1.1. 935.482 439.391
Fremdwährungskursänderungen 791 –1.325
Veränderung aufgrund Umgliederung aus/in Veräußerungsgruppe 1.444 –3.086
Fonds der liquiden Mittel 31.12. 633.148 935.482
Erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel –31 –619
Liquide Mittel 31.12. (Bilanz) 633.117 934.863
KONZERNABSCHLUSS
1
15
Tsd. € Anhangsangabe Grundkapital Kapitalrücklagen -
Sonstige
Kapitalrücklagen -
Eigene Anteile
Stand am 1.1.2020 718.337 887.147 –95.775
Bewertung Cashflow Hedges 2.17. 0 0 0
Währungsdifferenzen 2.17. 0 0 0
Neubewertung IAS 19 2.17. 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2020 0 0 0
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0
Stand am 31.12.2020 5.1. 718.337 887.147 –95.775
Stand am 1.1.2021 718.337 887.147 –95.775
Bewertung Cashflow Hedges 2.17. 0 0 0
Währungsdifferenzen 2.17. 0 0 0
Neubewertung IAS 19 2.17. 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2021 0 0 0
Wandlung von Anleihen 5.1. 55.892 226.290 0
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0
Stand am 31.12.2021 5.1. 774.229 1.113.437 –95.775
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
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Einbehaltene
Ergebnisse
Bewertungsergebnis
(Hedging - Rücklage)
übrige Rücklagen Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens
Nicht beherr-
schende Anteile
Eigenkapital
(gesamt)
1.461.571 0 –3.396 2.967.884 84 2.967.968
0 –422 0 –422 0 –422
0 0 –111 –111 0 –111
0 0 –52 –52 0 –52
253.948 0 0 253.948 5 253.953
253.948 –422 –163 253.363 5 253.368
–93.028 0 0 –93.028 0 –93.028
1.622.491 –422 –3.559 3.128.218 89 3.128.308
1.622.491 –422 –3.559 3.128.218 89 3.128.308
0 4.537 0 4.537 0 4.537
0 0 42 42 0 42
0 0 396 396 0 396
479.774 0 0 479.774 26 479.801
479.774 4.537 437 484.748 26 484.775
0 0 0 282.183 0 282.183
–604.227 0 0 –604.227 0 –604.227
1.498.038 4.115 –3.122 3.290.922 116 3.291.038
KONZERNABSCHLUSS
1
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KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
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KAPITEL 1: INFORMATIONEN ÜBER DIE GESELLSCHAFT UND ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
a) Informationen über die Gesellschaft
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft bildet mit ihren Tochtergesellschaften ("CA Immo Gruppe")
einen
international
tätigen Immobilienkonzern. Muttergesellschaft ist die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
("CA Immo AG") mit Sitz in 1030 Wien, Mechelgasse 1, Österreich. Die CA Immo Gruppe besitzt, entwickelt und
bewirtschaftet insbesondere Büroimmobilien in Österreich, Deutschland sowie in Osteuropa. Die CA Immo AG ist im
Prime Market an der Wiener Börse notiert und wird in den Leitindex ATX („Austrian Traded Index“) einbezogen.
b) Grundsätze der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der CA Immo AG wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Stand
ards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und erfüllt dabei auch die
zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB). Die Aufstellung
des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon
ausgenommen sind die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung), zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen, übrige Beteiligungen, derivative Finanzinstrumente
und Rückstellungen aus anteilsbasierten Vergütungsplänen mit Barausgleich, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden. Die Nettoposition der Pensionsverpflichtungen wird als Rückstellung des Barwerts der Verpflichtung
abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens dargestellt.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro ("Tsd. €"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter
Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
c) Darstellung und Strukturierung des Konzernanhangs
Die Erstellung und Darstellung von Abschlüssen erfordert von der Unternehmensleitung Ermessensentscheidun
gen
hinsichtlich der Wahl der Rechnungslegungsmethoden, der Reihenfolge der Anhangangaben sowie der Relevanz von
Angaben unter Berücksichtigung der Anforderungen der Abschlussadressaten. Die CA Immo Gruppe stellt die
einzelnen Bilanz- und Gewinn-und Verlustrechnungsposten jeweils gemeinsam mit den zugehörigen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie den wesentlichen Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen dar. Diese
Gliederung bietet den Abschlussadressaten eine übersichtliche Zusammenfassung von Informationen und
dazugehöriger Erklärungen und Erläuterungen.
Folgende Symbole kennzeichnen die unterschiedlichen Inhalte der Kapitel:
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Abschluss enthält Finanzinformationen, die unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsüberlegungen erstellt
werden. Die Wesentlichkeit in der CA Immo Gruppe wird aufgrund quantitativer und qualitativer Aspekte festgelegt.
Die quantitativen Aspekte werden anhand von Relationen zu Bilanzsumme, Ergebniskennziffern und/oder Cashflow-
Hauptposten beurteilt. In Abwägung der effizienten Erstellung des Jahresabschlusses und der transparenten
Präsentation relevanter Informationen werden die Angaben im Konzernanhang der CA Immo Gruppe bei jeder
Abschlusserstellung evaluiert.
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2021
KONZERNABSCHLUSS
1
19
d) In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
Der Konzernabschluss umfasst die CA Immo AG als oberste Muttergesellschaft und die in Anhangangabe 9.9.
aufgezählten Gesellschaften.
Entwicklung Konsolidierungskreis
Vollkonsolidiert Gemeinschaftsunternehmen at equity
Stand 1.1.2021 156 28
Gründungen von Gesellschaften 4 0
Abgang von Gesellschaften durch Liquidation
oder Umgründung –16 –2
Verkäufe von Gesellschaften –4 –1
Stand 31.12.2021 140 25
davon ausländische Gesellschaften 125 22
N
icht konsolidierte strukturierte Einheiten
In der CA Immo Gruppe gibt es zum 31.12.2021 keine Anteile (2020: keine Anteile) an nicht konsolidierten
strukturierten Einheiten.
Zeitpunkt einer Erst- bzw. Entkonsolidierung
Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über
das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen
verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden grundsätzlich ab
dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die
Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst. Die CA Immo Gruppe legt den Tag der Erst- bzw. Entkonsolidierung
unter Berücksichtigung von Effizienz- und Wesentlichkeitsüberlegungen fest.
Konsolidierung
Das Beherrschungskonzept des IFRS 10 führt dazu, dass es in der CA Immo Gruppe Gemeinschaftsunternehmen
gibt, die trotz einer Beteiligungsquote von mehr als 50%, aufgrund der vertraglichen Regelungen nach IFRS 11 im
Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
e) Erwerbe und Gründungen von Gesellschaften/Gesells
chaftsanteilen
Die
CA Immo Gruppe erwarb im Geschäftsjahr 2021 keine Gesellschaftsanteil
e.
Die
CA Immo Gruppe bestimmt beim Erwerb von Gesellschaften (rechtlichen Einheiten) zum Erwerbszeitpunkt,
ob es sich bei dem Erwerb um einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten und Schulden
handelt. Folgende Indikatoren werden bei der Analyse für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebes herangezogen:
- die erworbene Einheit umfasst eine größere Anzahl von Immobilien
-
die erworbene Einheit hat über das Halten von Immobilien hinausgehende substanzielle Pr
ozesse
-
die erworbene Einheit verfügt über eigenes Personal, um die substanziellen Prozesse durchzuführen
Zur Beurteilung, ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder einer Gruppe von Vermögenswerten und
Schulden handelt, hat die CA Immo Gruppe die Vereinfachungsregelung zur Durchführung eines Konzentrationstests
gemäß IFRS 3 nicht in Anspruch genommen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
20
Gründungen
Für neu gegründete Gesellschaften wurde Eigenkapital in Höhe von 100 Tsd. € einbezahlt.
f) Verkäufe von Gesellschaften/
Gesellschaftsanteilen.
Die
CA Immo Gruppe hat folgende Anteile an Gesellschaften im Geschäftsjahr 2021 veräuß
ert:
Gesellschaftsname/Sitz Beteiligung
%
Konsolidierungsart vor
Anteilsveränderung
Veräußerungspreis
Tsd. €
Entkonsolidierungs-
stichtag
BA Business Center s.r.o. 100 Vollkonsolidiert 5.782 25.2.2021
CA Immo Elf GmbH 100 Vollkonsolidiert 2.384 31.3.2021
Canada Square Kft. 100 Vollkonsolidiert 11.246 31.8.2021
CA Immo Wspólna Sp.z.o.o. 100 Vollkonsolidiert 13.017 17.11.2021
Summe verbundene Unternehmen 32.429
Die
offenene Veräußerungspreise für die Verkäufe des Jahres 2021 betragen zum 31.12.2021 344 Tsd. €
Die vollkonsolidierten Gesellschaften verfügten zum Verkaufszeitpunkt über folgendes Nettovermögen:
Tsd. € Gesamt
Immobilienvermögen (inklusive Nutzungsrechte) 81.076
Sonstige Aktiva 241
Liquide Mittel 3.946
Steuerabgrenzungen –1.636
Rückstellungen –61
Übrige Verbindlichkeiten –2.376
Finanzverbindlichkeiten –3.799
Nettoveränderung vor Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 77.389
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen –46.384
Nettoveränderung 31.005
g) Kon
solidierungsmethoden
In dem Konzernabschluss sind alle Gesellschaften, die unter dem beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft
stehen,
durch Vollkonsolidierung einbezogen. Die Erstkonsolidierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die
Beherrschung auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Gesellschaften werden entkonsolidiert, wenn die
Beherrschung endet. Alle konzerninternen Transaktionen zwischen Gesellschaften des Vollkonsolidierungskreises und
damit zusammenhängende Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie unrealisierte
Zwischengewinne werden zur Gänze eliminiert. Gewinne und Verluste aus „Upstream“- und „Downstream“-
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden im Verhältnis des jeweiligen
Anteils der CA Immo Gruppe an diesen Gesellschaften eliminiert (außer bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Immobilien).
Handelt es sich bei den erworbenen Gesellschaften (rechtlichen Einheiten) nicht um einen Geschäftsbetrieb, liegt kein
Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 vor. In diesem Fall werden die erworbenen Vermögenswerte und
Schulden mit ihren anteiligen Anschaffungskosten erfasst. Dies erfolgt durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf
die zur Beteiligung gehörenden Vermögenswerte (vor allem Immobilien) und Schulden, sowie nicht beherrschender
Anteile auf Basis ihrer relativen beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt.
KONZERNABSCHLUSS
1
21
Handelt es sich beim Erwerb einer Gesellschaft um den Erwerb eines Geschäftsbetriebes, liegt ein
Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 vor. Für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebes müssen zumindest ein
Inputfaktor, wie z.B. Belegschaft, geistiges Eigentum oder Rechte, und ein substanzieller Prozess (Transformation der
Inputfaktoren) vorliegen, die maßgeblich zur Fähigkeit Output zu generieren beitragen. Die erstmalige Einbeziehung
einer Tochtergesellschaft erfolgt dann nach der Erwerbsmethode durch Ansatz der identifizierbaren Vermögenswerte
und Schulden des erworbenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten, sowie gegebenenfalls eines
Firmenwertes und nicht beherrschender Anteile. Der Firmenwert entspricht jenem Betrag, um den der beizulegende
Zeitwert der übertragenen Gegenleistung (i.d.R. der Kaufpreis für den erworbenen Geschäftsbetrieb) und (soweit
vorhanden) der für die nicht beherrschenden Anteile angesetzte Betrag den beizulegenden Zeitwert der
identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich damit zusammenhängender latenter Steuern übersteigt.
Die nicht beherrschenden Anteile werden bei Zugang mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des
identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet und in der Folge um diejenigen
Veränderungen des Eigenkapitals fortgeschrieben, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind. Das
Gesamtergebnis wird den nicht beherrschenden Anteilen selbst dann zugeordnet, wenn dies dazu führt, dass die nicht
beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Entsprechend der Qualifikation des Kapitalanteils als Eigen-
oder als Fremdkapital erfolgt der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile im Eigenkapital bzw. unter den sonstigen
Verbindlichkeiten im Fremdkapital.
Erwerbe oder Verkäufe von Anteilen an Tochterunternehmen, die nicht zur Erlangung oder dem Verlust der
Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen
Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den
Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht
beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen
Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Aktionären des Mutterunternehmens zugeordnet.
Führt ein Teilverkauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen, dass zuvor vom Mutterunternehmen beherrscht
wurde, zum Verlust der Beherrschung, so sind alle Vermögenswerte und Schulden des ehemaligen
Tochterunternehmens aus der Konzernbilanz auszubuchen. Der zurückbehaltene Anteil ist in Folge als
Gemeinschaftsunternehmen, assoziiertes Unternehmen oder als Finanzinstrument gemäß IFRS 9, mit dem
beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung erfolgswirksam anzusetzen.
Führt ein Ankauf von Anteilen an einer Gesellschaft, die bisher als Gemeinschaftsunternehmen, assoziiertes
Unternehmen oder als Finanzinstrument gemäß IFRS 9 behandelt wurde, zur Erlangung der Beherrschung, so sind die
Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens im Zuge der Übergangskonsolidierung in der Konzernbilanz
zu erfassen und die zuvor bilanzierten Anteile an der Gesellschaft werden zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam
bewertet.
Gemeinschaftsunternehmen
Im Rahmen von Objektvermietungs- und Projektentwicklungspartnerschaften gründet die CA Immo Gruppe mit
einem oder mehreren Partnerunternehmen Gemeinschaftsunternehmen, bei denen vertraglich eine gemeinschaftliche
Führung begründet wird. Anteile an Gesellschaften unter gemeinschaftlicher Führung werden nach der Equity-
Methode (AEJV – at equity Gemeinschaftsunternehmen) in den Konzernabschluss der CA Immo Gruppe einbezogen.
Assoziierte Unternehmen
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat und das weder
ein Tochterunternehmen noch eine Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen ist. Die Ergebnisse von
assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode (AEA – at equity assoziierte Unternehmen) einbezogen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
22
Equity-Methode
Nach der Equity-Methode sind die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie an assoziierten Unternehmen im
Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten inklusive direkt zuordenbarer Nebenkosten in die Konzernbilanz
aufzunehmen. Die Folgebewertung erfolgt durch Erhöhung/Verminderung dieses Wertes auf Grund des anteiligen
Periodenergebnisses laut Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung (korrigiert um Ergebniseffekte aus
Transaktionen zwischen dem Konzern und dem Beteiligungsunternehmen), von Dividendenausschüttungen, Einlagen
und sonstigen Änderungen im Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens sowie durch Berücksichtigung von
Wertminderungen.
Wenn der Buchwert der Anteile auf null reduziert ist und etwaige Ausleihungen an das Unternehmen ebenfalls auf
null wertberichtigt wurden, werden zusätzliche Verluste nur in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt,
in dem die CA Immo Gruppe rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Leistung weiterer Zahlungen an das
Unternehmen eingegangen ist.
h) Währungsumrechnung
Geschäftstransaktionen in fremder Währung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in fremder Währung mit dem am Tag der jeweiligen
Transaktion gültigen Devisenkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden
monetären Vermögenswerte und Schulden in die jeweilige funktionale Währung erfolgt mit dem am Stichtag gültigen
Devisenkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam
erfasst.
Der Währungsumrechnung von Vermögenswerten und Schulden wurden folgende Kurse zugrunde gelegt:
Ankauf Verkauf Ankauf Verkauf
31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2020
Schweiz CHF 1,0257 1,0385 1,0767 1,0895
USA USD 1,1296 1,1396 1,2251 1,2351
Die
Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerten und Schulden
erfolgt mit dem am Stichtag jeweils gültigen Devisenkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und –verluste
werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Umrechnung von Abschlüssen von Gesellschaften in fremder Währung
Konzern-Berichtswährung ist der Euro (EUR). Da der Euro in der Regel auch die funktionale Währung der außerhalb
des Gebietes der Europäischen Währungsunion in Osteuropa gelegenen Immobilienobjektgesellschaften ist, erfolgt die
Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach der Zeitbezugsmethode. Als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in Entwicklung) sowie monetäre
Vermögenswerte und Schulden werden dabei mit Stichtagskursen, selbst genutzte Immobilien sowie sonstige nicht
monetäre Vermögenswerte mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung erfolgt mit den Durchschnittskursen der Periode. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung sind
erfolgswirksam erfasst.
Für die Verwaltungsgesellschaften in Osteuropa ist die funktionale Währung die jeweilige lokale Währung. Die
Umrechnung der Bilanzwerte erfolgt mit den zum Stichtag gültigen Umrechnungskursen. Nur das Eigenkapital wird
mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zu
Durchschnittskursen der Periode. Gewinne und Verluste aus der Anwendung der Stichtagskursmethode werden in der
Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.
KONZERNABSCHLUSS
1
23
Der Währungsumrechnung von Einzelabschlüssen wurden folgende Kurse zugrunde gelegt:
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2021 2021 31.12.2020 2020
Kroatien HRK nicht anwendbar nicht anwendbar 7,5369 7,5350
Polen PLN 4,5994 4,5775 4,6148 4,4742
Rumänien RON 4,9481 4,9244 4,8694 4,8428
Serbien RSD 117,5821 117,5729 117,5802 117,5730
Tschechien CZK 24,8600 25,6483 26,2450 26,4963
Ungarn HUF 369,0000 358,7858 365,1300 354,1642
Bestimmung der funktionalen Währung
Die CA Immo Gruppe unterscheidet bei der Bestimmung der funktionalen Währung grundsätzlich zwischen
Immobilienobjektgesellschaften und Verwaltungsgesellschaften.
Funktionale Währung: Immobilienobjektgesellschaften
In jenen Ländern und Regionen, in denen die CA Immo Gruppe als Finanzinvestition gehaltene Immobilien besitzt,
werden die Immobilien bzw. Immobilienobjektgesellschaften aufgrund der in diesen Märkten aktiven internationalen
Investoren in der Regel in Euro ge- und verkauft. Darüber hinaus werden die Mietverträge in der CA Immo Gruppe fast
zur Gänze in Euro abgeschlossen, oder, sofern diese nicht in Euro abgeschlossen werden, fast zur Gänze an den Euro
Wechselkurs indexiert.
Somit ist der Euro jene Währung, die den größten Einfluss auf den Verkaufspreis der von der CA Immo Gruppe
angebotenen Güter (Immobilienverkauf) und Dienstleistungen (Vermietungsleistung) hat. Dies wird auch in den von
den externen Gutachtern erstellten Bewertungsgutachten zum Ausdruck gebracht, in denen die Wertermittlungen
jeweils in Euro erfolgen.
Darüber hinaus werden die Finanzierungen der Immobilien in Euro abgeschlossen. Der Preis für den wesentlichsten
Kostenfaktor einer Immobiliengesellschaft wird somit ebenfalls durch den Euro determiniert.
In Abwägung der beschriebenen Faktoren wurde die funktionale Währung in der CA Immo Gruppe für außerhalb des
Gebietes der Europäischen Währungsunion gelegene, in den Konzernabschluss einbezogene Immobiliengesellschaften
mit dem Euro festgelegt.
Funktionale Währung: Verwaltungsgesellschaften
Bei den Verwaltungsgesellschaften in Osteuropa erfolgt die Fakturierung der erbrachten Leistungen (Management
Leistungen an die Objektgesellschaften) jeweils in lokaler Währung. Die Preisfestsetzung erfolgt somit in der jeweiligen
Landeswährung, welche somit auch den größten Einfluss auf die Verkaufspreise der erbrachten Dienstleistungen hat.
Darüber hinaus wird in diesen Gesellschaften auch Personal beschäftigt, das grundsätzlich in der jeweiligen lokalen
Landeswährung bezahlt wird. Der Preis für die wesentlichsten Kostenfaktoren wird somit auf Basis der jeweiligen
Landeswährung bestimmt. Die Generierung des Cashflows erfolgt weitgehend unabhängig von der Mutter.
In Abwägung der beschriebenen Faktoren wurde in der CA Immo Gruppe für ausserhalb des Gebietes der
Europäischen Währungsunion gelegene, in den Konzernabschluss einbezogene Verwaltungsgesellschaften die jeweilige
lokale Währung als funktionale Währung festgelegt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
24
i) Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo Gruppe
Das Geschäftsjahr 2021 stand weiterhin unter dem Vorzeichen der Covid-19 Pandemie. Der Ausbruch der C
ovid-19
Pan
demie im Jahr 2020 hat die globalen Finanz- und Immobilienmärkte in Mitleidenschaft gezogen. Viele Länder
haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen eingeführt. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen
Sektoren stark beeinträchtigt.
Auch die Immobilienbranche spürt die Folgen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein deutlich
niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf. Hotels werden geschlossen bzw. schließen wegen
geringer Auslastungsraten. Der Einzelhandel verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt vermehrt Anfragen zur
Mietstundung bzw. Mietreduktion. Baustellen können teilweise nicht wie geplant betrieben werden. Die kurz- und
langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Immobilienmärkte sind weiterhin höchst
ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komplexer und schwerwiegender werden die Auswirkungen.
Nachdem sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivitäten deutlich reduziert wurden, ist weiterhin mit
längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach
Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, verfolgt die CA Immo Gruppe genau, wie
sich die Büroflächenumsätze entwickeln.
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
Angesichts der unsicheren zukünftigen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie und den damit in Zusammenhang
stehenden gegenwärtigen und künftigen Reaktionen auf den Immobilienmärkten und der Schwierigkeit zwischen
kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen strukturellen Marktveränderungen zu unterscheiden, überprüft die
CA Immo Gruppe ihre Immobilienbewertungen genau. Der Wertansatz von als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien erfolgt nach dem Modell des beizulegenden Zeitwertes. Zum 31.12.2021 fand eine nahezu vollständige
externe Bewertung des Portfolios der CA Immo Gruppe statt. Die Veränderung der Marktwerte sind vorrangig auf
objektspezifische Sachverhalte, wie beispielsweise Mietvertragsabschlüsse, Projektfortschritte, Aktivierungen von
erbrachten Planungs- und Bauleistungen, geänderten Projektplanungen sowie allgemeine Kostensteigerungen
zurückzuführen.
Aufgrund der Covid-19 Pandemie kam es in der CA Immo Gruppe zu keinen Änderungen der Nutzungsdauern bzw.
zu keinen Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten.
Das Mieterausfallrisiko wird im Wesentlichen von den pandemiebedingten Zahlungsschwierigkeiten / Restriktionen
verschiedener Wirtschaftssektoren (insbesondere Hotellerie und Einzelhandel) beeinflusst. Aufgrund der Covid-19
Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten könnte sich der Wert der überfälligen
Mietforderungen in den kommenden Quartalen erhöhen. Das Auslaufen Covid-bedingter staatlicher
Unterstützungsleistungen könnte ebenfalls zu einer Erhöhung der Insolvenzquote führen. Diese Auswirkungen können
insbesondere aufgrund der dynamischen Entwicklung nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer
laufenden Evaluierung.
Bei Projektentwicklungen ist unter den gegenwärtigen außerordentlichen Marktbedingungen – mit steigenden
Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen
und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten – die Beimessung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich.
Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall wäre. Die
aktuell in Umsetzung befindlichen Projekte bewegen sich überwiegend im Zeit- und Kostenrahmen der genehmigten
Projektbudgets und werden hinsichtlich des Kostenrisikos und der Vorvermietungsquote laufend evaluiert.
Zudem bleibt offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digitaler Arbeitsprozesse und der Ausbau des Home-
Office mittelfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswirken werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die
Trends zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.
KONZERNABSCHLUSS
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25
Going Concern
Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme erstellt, dass die CA Immo Gruppe in der Lage ist, ihre
Unternehmenstätigkeit fortzuführen. Die Covid-19 Pandemie hat zum Stichtag 31.12.2021 keinen wesentlichen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe.
Nichtsdestotrotz ist aufgrund der anhaltenden, nur schwer absehbaren Folgen der Covid-19 Pandemie und von
bestehenden bzw. zukünftigen behördlichen Maßnahmen nicht auszuschließen, dass die Covid-19 Pandemie auf
einzelne Länder/Immobilienobjekte bzw. Mietergruppen (insbesondere Büro, Hotel, Einzelhandel) negative
Auswirkungen zeigt. Die Folgen der verschiedenen Covid-Varianten und die Auswirkungen der Pandemie auf die
zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe lassen sich nicht abschließend bewerten und
werden laufend evaluiert. Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über ausreichend hohe Liquidität.
Financial Covenants
Die Bankfinanzierungen und Anleihen in der CA Immo Gruppe unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um Kennzahlen wie Verschuldungsgrad (Loan-to-Value-Ratios) und Zinsdeckung
(Interest Service Coverage Ratio).
Aufgrund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu
Verletzungen vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants, wie zum Beispiel DSCR, LTV, LTC) kommt.
Zum Stichtag 31.12.2021 wurden keine Financial Covenants der CA Immo Gruppe verletzt. Die Auswirkungen der
Covid-19 Pandemie auf mögliche zukünftige Verletzungen von Financial Covenants der CA Immo Gruppe werden
laufend evaluiert. Dies kann Immobilien in allen Hauptnutzungsarten betreffen.
Nettomietergebnis
Die CA Immo Gruppe ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel, Einzelhandel) mit Anträgen konfrontiert, in
denen um Erlass, Minderung oder Stundung der Mietzahlungen gebeten wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen
sind von Land zu Land unterschiedlich. Vor allem das Hotelgewerbe, die Gastronomie und der nicht systemrelevante
Einzelhandel leiden erheblich unter der herrschenden Situation.
Mieterlässe und Mietminderungen aufgrund der Covid-19 Pandemie haben das Nettomietergebnis 2021 mit
–3.636 Tsd. € (2020: –7.960 Tsd. €) belastet. Positive Gegeneffekte aus der Linearisierung von Anreizvereinbarungen
(mietfreie Zeiten) über die Restmietdauer belaufen sich auf 559 Tsd. € (2020: 1.166 Tsd. €).
Liquiditätsrisiko
CA Immo begegnet dem Liquiditätsrisiko u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur und des
Cash Flows und führt verschiedene Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier immer
eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch gezieltes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forderung von
Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in der Gruppe
trotz der negativen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf einzelne Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten.
Aufgrund der noch nicht final einschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sind weitere
Einbußen an Mieteinnahmen nicht auszuschließen. Sämtliche offene Forderungen werden quartalsweise bewertet und
entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Das Mieterausfallrisiko ist hauptsächlich aufgrund der
pandemiebedingten Zahlungsschwierigkeiten der Hotelleriebranche (insbesondere in Österreich) im Vergleich zum
Jahresbeginn weiter gestiegen. Die CA Immo Gruppe berechnet den Expected Credit Loss auf Basis des erwarteten
Kreditverlustes basierend auf Überfälligkeiten und erwarteten Insolvenzquoten je Land.
Im vierten Quartal 2021 hat die CA Immo AG eine zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Finanzierungslinie
(Revolving Credit Facility) in Höhe von 300 Mio. € abgeschlossen, um eine zusätzliche Liquiditätsreserve zu schaffen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die CA Immo hat keine staatlichen Hilfen (weder Kurzarbeit, Zuschüsse noch Stundungen) in Anspruch genommen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
26
j) Klimabezogene Sachverhalte
Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) haben auch im gesamten Immobiliensektor zunehmend an
Bedeutung
gewonnen.
Gebäude werden durch ihren hohen Energieverbrauch als einer der Schlüsselfaktoren für den Klimaschutz
angesehen. Die CA Immo Gruppe unterstützt die Klimaziele der Vereinten Nationen und den damit verbundenen
Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nachhaltigen Wirtschaft. Die CA Immo Gruppe verankert entsprechende
Maßnahmen, Prozesse und Ziele in ihrer strategischen Ausrichtung.
Risikoidentifikation
Die Analyse der konkreten Klimarisiken ist überaus komplex und birgt etliche unbekannte Größen. Im Jahr 2021 hat die
CA Immo Gruppe ihren allgemeinen Risikokatalog hinsichtlich Klimarisiken überprüft und die für die CA Immo Gruppe
relevanten Klimarisiken sowie allgemeinen Nachhaltigkeitsrisiken neu bewertet. Bei der Risikobewertung wurden
direkte, physische Risiken ausgelöst durch extreme Wetterereignisse für alle Bestandsimmobilien der CA Immo Gruppe
mit einem Wert von >10 Mio. € evaluiert. Zusätzlich wurden wirtschaftliche Risiken, die durch den Übergang zu einer
kohlenstoffarmen Wirtschaft ausgelöst werden, analysiert und bewertet. Die Bewertung der Risiken hinsichtlich
Risikoeinschätzung und Risikoexposure ist mit Ermessensentscheidungen verbunden. Der Risikokatalog wird jährlich
neu evaluiert und bewertet. Für das Geschäftsjahr 2022 plant die CA Immo Gruppe die Durchführung einer detaillierten,
vorausschauenden Risiko- und Vulnerabilitätsbewertung für die identifizierten physischen Klimarisiken gemäß den
Richtlinien der EU Taxonomie.
Auswirkungen auf das Geschäftsmodell
Die von der CA Immo Gruppe identifizierten Klimarisiken können Auswirkungen auf das Immobilienvermögen haben,
verursacht durch z.B. physische Schäden und Beeinträchtigungen von Gebäuden durch Wetterextreme oder durch
sinkende Immobilienwerte aufgrund veränderter Marktnachfrage hin zu energieeffizienten Gebäuden. Veränderte
Mieterbedürfnisse können zu einer schlechteren Vermarktbarkeit der Immobilien sowie zu niedrigeren Mietniveaus
führen. Auswirkungen können sich auch auf Entwicklungsprojekte verursacht durch z.B. höhere Baukosten aufgrund
steigender Anforderungen an Energieeffizienz sowie höhere Investitionen in die energetische Nachrüstung/Sanierung
des Gebäudestands ergeben. Weiters kann der Druck vom Kapitalmarkt zur Reduktion der CO
2
-Emission Auswirkungen
auf die Finanzierungskosten sowie die Verfügbarkeit von Fremdkapital haben.
Umwelt- und Sicherheitsvorschriften umfassen effektive wie auch latente Verpflichtungen, kontaminierte
Liegenschaften zu sanieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften kann mit erheblichen Investitions- und anderen Kosten
verbunden sein. Diese Verpflichtungen könnten sich auf Immobilien beziehen, die gegenwärtig oder auch in der
Vergangenheit im Eigentum von der CA Immo Gruppe stehen bzw. standen oder von ihr bewirtschaftet bzw. entwickelt
werden oder wurden. Insbesondere betrifft dies die Kontaminierung mit bislang unentdeckten schädlichen Materialien
oder Schadstoffen, Kriegsmaterial bzw. sonstige Umweltrisiken wie z. B. Bodenverunreinigungen etc. Manche
Vorschriften sanktionieren die Abgabe von Emissionen in Luft, Boden und Wasser, die die Grundlage einer Haftung von
der CA Immo Gruppe gegenüber Dritten bilden und die Veräußerung, Vermietung bzw. Mieterträge der betroffenen
Immobilie erheblich beeinflussen können. Grundsätzlich sind versicherbare Risiken im üblichen Umfang versichert.
Kurzfristig unter Berücksichtigung der vorhandenen risikomitigierenden Maßnahmen geht die CA Immo Gruppe davon
aus, dass die identifizierten Klimarisiken keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
CA Immo Gruppe haben. Sämtliche identifizierten Klimarisiken werden aktiv von der CA Immo Gruppe gesteuert, um
mittel- und langfristigen negativen Auswirkungen entgegen zu steuern.
Management von Klimarisiken
Sofern sich aus den Bewertungen der Klimarisiken der Bedarf für zusätzliche Maßnahmen ergibt, werden diese in der
CA Immo Gruppe implementiert. Dabei verfolgt die CA Immo Gruppe einen proaktiven Ansatz um sicherzustellen, dass
etwaige Risiken durch frühzeitiges Gegensteuern minimiert werden und die CA Immo Gruppe auf etwaige Veränderungen
rechtzeitig reagieren kann.
Die Reduktion des Energieverbrauchs und CO
2
-Footprints im Bau und Betrieb der Gebäude ist für die CA Immo Gruppe
ein maßgeblicher Faktor zur Erreichung der Klimaneutralität. Um diese Ziele zu erreichen und klima- und
umweltfreundliches Verhalten im Rahmen ihres Einflussbereichs zu fördern, hat die CA Immo Gruppe entsprechende
Maßnahmen, Prozesse und Ziele definiert. Über entsprechende Fortschritte wird im Zuge des jährlichen ESG Reportings
berichtet.
KONZERNABSCHLUSS
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KAPITEL 2: UNTERNEHMENSERGEBNIS
2.1. Operative Segmente
3)
Tsd. € Österreich Deutsch
land
2021 Bestand Develop-
ment
Summe Bestand Develop-
ment
Summe
Mieterlöse 26.780 11 26.791 73.791 12.378 86.169
Mieterlöse mit anderen Geschäftssegmenten 620 0 620 622 14 636
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.596 0 6.596 11.930 1.420 13.350
Betriebskostenaufwand –7.776 0 –7.776 –13.321 –2.077 –15.398
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen –5.676 0 –5.676 –4.234 –1.219 –5.453
Nettomietergebnis 20.543 11 20.554 68.788 10.516 79.304
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen 0 –6 –6 0 –1.951 –1.951
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 44 44 0 25.598 25.598
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 16.364 0 16.364 442 30.825 31.268
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 1.597 8.292 9.889
Indirekte Aufwendungen –1.031 –80 –1.111 –8.314 –13.871 –22.186
Sonstige betriebliche Erträge 101 0 101 631 249 880
EBITDA 35.976 –31 35.945 63.143 59.658 122.801
Abschreibungen und Wertänderungen –369 0 –369 –672 –3.425 –4.096
Ergebnis aus Neubewertung –1.974 0 –1.974 290.381 234.865 525.245
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 33.633 –31 33.601 352.852 291.098 643.950
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Erlöse aus Immobilienhandel 0 135
135 0 39.745 39.745
Erlöse aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 48.685 0 48.685 2.384 62.419 64.803
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitpunktbezogene Realisierung 48.685 135 48.820 2.384 102.164 104.548
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.596 0 6.596 11.930 1.420 13.350
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 0 0 0 2.511 2.511
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 1.597 8.292 9.889
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitraumbezogene Realisierung 6.596 0 6.596 13.527 12.224 25.750
Gesamtsumme Erlöse gem. IFRS 15 55.281 135 55.415 15.911 114.388 130.299
31.12.2021
Immobilienvermögen
1)
496.450 154 496.605 2.295.213 1.604.413 3.899.626
Sonstiges Vermögen 22.406 480 22.885 168.494 476.027 644.521
Aktive latente Steuern 0 0 0 1.149 2.327 3.476
Segmentvermögen 518.856 634 519.490 2.464.856 2.082.766 4.547.623
Verzinsliche Verbindlichkeiten 181.288 0 181.288 762.008 521.801 1.283.810
Sonstige Verbindlichkeiten 11.839 3 11.842 27.199 227.612 254.811
Passive latente Steuern inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten 40.911 0 40.911 440.654 196.314 636.968
Schulden 234.038 3 234.041 1.229.861 945.727 2.175.588
Eigenkapital 284.818 631 285.449 1.234.995 1.137.039 2.372.034
Investitionen
2)
509 0 509 2.037 257.344 259.381
1)
Das Immobilienvermögen beinhaltet Bestandsimmobilien, Immobilienvermögen in Entwicklung, selbst genutzte Immobilien, zum Handel bestimmte Immobilien und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen.
2)
Die Investitionen betreffen alle Zugänge in Immobilienvermögen (langfristig und kurzfristig) inkl. Zugänge aus Erstkonsolidierung, Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte; davon 53.059 Tsd. €
(31.12.2020: 7.490 Tsd. €) in zum Handel bestimmte Immobilien.
3)
Die Segmentberichterstattung beinhaltet keinen Ansatz von Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gem. IFRS 16, die zwischen Gesellschaften der CA Immo Gruppe bestehen. Diese
Intercompany-Verträge werden wie bisher laufend als Ertrag/Aufwand in der Segmentberichterstattung erfasst und in der Spalte „Überleitung Konsolidierung“ eliminiert.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
28
Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Summe
Segmente
Überleitung
Summe
Bestand Development Summe Bestand Holding Konsoli-
dierung
110.110 745 110.854 7.434 231.249 0 –2.138 229.111
0 0 0 0 1.256 0 –1.256 0
29.173 134 29.306 1.724 50.975 0 78 51.053
–32.460 –328 –32.788 –2.048 –58.011 0 411 –57.600
–11.436 –304 –11.740 –777 –23.647 0 545 –23.102
95.386 246 95.633 6.333 201.823 0 –2.361 199.462
0 –142 –142 0 –2.099 0 246 –1.854
0 0 0 0 25.641 0 –18.966 6.675
4.430 0 4.430 –477 51.585 0 1.075 52.660
550 0 550 0 10.439 7.788 –10.090 8.137
–13.907 –464 –14.372 –754 –38.423 –30.922 11.123 –58.222
2.428 1 2.428 14 3.423 45 –234 3.235
88.887 –359 88.528 5.116 252.390 –23.089 –19.208 210.093
–452 0 –452 –7 –4.925 –536 168 –5.293
4.671 18.181 22.852 –4.976 541.147 0 0 541.147
0 0 0 0 0 0 3.618 3.618
93.106 17.822 110.928 133 788.612 –23.625 –15.422 749.565
0 0
0 0 39.880 0 –30.720 9.159
23.944 0 23.944 5.742 143.174 0 322 143.496
23.944 0 23.944 5.742 183.054 0 –30.398 152.656
29.173 134 29.306 1.724 50.975 0 78 51.053
0 0 0 0 2.511 0 –3.437 –926
550 0 550 0 10.439 7.788 –10.090 8.137
29.723 134 29.856 1.724 63.926 7.788 –13.450 58.264
53.666 134 53.800 7.466 246.980 7.788 –43.848 210.919
1.868.565 77.650 1.946.215 79.861 6.422.307 0 –168.106 6.254.201
215.553 18.602 234.155 7.081 908.642 1.085.557 –1.136.637 857.563
652 0 652 0 4.128 30.809 –32.256 2.681
2.084.771 96.252 2.181.022 86.942 7.335.077 1.116.366 –1.336.998 7.114.445
690.135 41.398 731.533 38.389 2.235.020 1.460.513 –1.111.590 2.583.943
96.702 8.290 104.992 1.720 373.365 269.185 –120.674 521.876
67.618 3.028 70.645 2.596 751.121 632 –34.165 717.588
854.455 52.716 907.171 42.706 3.359.506 1.730.330 –1.266.430 3.823.407
1.230.315 43.536 1.273.851 44.236 3.975.570 –613.963 –70.569 3.291.038
13.211 19.952 33.163 786 293.839 1.053 –21.741 273.151
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1
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Tsd. € Österreich Deutsch
land
2020 Bestand Develop-
ment
Summe Bestand Develop-
ment
Summe
Mieterlöse 29.658 9 29.666 64.414 15.509 79.923
Mieterlöse mit anderen Geschäftssegmenten 612 0 612 599 9 608
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.625 0 6.625 10.269 1.488 11.758
Betriebskostenaufwand –8.009 0 –8.009 –11.049 –2.637 –13.686
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen –7.186 0 –7.186 –6.109 –947 –7.056
Nettomietergebnis 21.700 9 21.709 58.124 13.422 71.546
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen 0 –3 –3 0 –2.405 –2.405
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 11 11 0 18.324 18.324
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 17.051 0 17.051 0 26.083 26.083
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 1.746 8.848 10.594
Indirekte Aufwendungen –1.057 –85 –1.142 –7.594 –13.944 –21.538
Sonstige betriebliche Erträge 25 3 28 447 150 596
EBITDA 37.720 –67 37.653 52.722 50.478 103.200
Abschreibungen und Wertänderungen –534 0 –534 –253 –4.638 –4.890
Ergebnis aus Neubewertung –12.519 0 –12.519 132.039 137.976 270.015
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 24.666 –67 24.600 184.509 183.815 368.324
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Erlöse aus Immobilienhandel 0 25
25 0 18.682 18.682
Erlöse aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 57.265 0 57.265 0 90.181 90.181
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitpunktbezogene Realisierung 57.265 25 57.290 0 108.863 108.863
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.625 0 6.625 10.269 1.488 11.758
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 0 0 0 43.524 43.524
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 1.746 8.848 10.594
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitraumbezogene Realisierung 6.625 0 6.625 12.015 53.860 65.875
Gesamtsumme Erlöse gem. IFRS 15 63.890 25 63.914 12.015 162.723 174.738
31.12.2020
Immobilienvermögen
1)
530.031 239 530.270 1.841.149 1.327.497 3.168.647
Sonstiges Vermögen 67.876 523 68.398 149.257 437.021 586.278
Aktive latente Steuern 0 0 0 1.808 2.641 4.449
Segmentvermögen 597.907 761 598.669 1.992.214 1.767.160 3.759.374
Verzinsliche Verbindlichkeiten 205.584 0 205.584 704.357 433.585 1.137.942
Sonstige Verbindlichkeiten 29.353 106 29.459 37.819 182.930 220.748
Passive latente Steuern inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten 40.585 2 40.587 336.969 146.754 483.723
Schulden 275.523 107 275.630 1.079.145 763.269 1.842.413
Eigenkapital 322.385 654 323.039 913.069 1.003.891 1.916.960
Investitionen
2)
3.301 0 3.301 128.639 227.970 356.610
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
30
Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Summe
Segmente
Überleitung
Summe
Bestand Development Summe Bestand Holding Konsoli-
dierung
114.839 0 114.839 12.793 237.221 0 –1.612 235.609
0 0 0 0 1.220 0 –1.220 0
31.183 0 31.183 3.774 53.339 0 –78 53.260
–32.056 0 –32.056 –4.055 –57.807 0 69 –57.738
–6.167 0 –6.167 –1.043 –21.453 0 –14 –21.466
107.798 0 107.798 11.468 212.521 0 –2.855 209.665
0 –158 –158 0 –2.566 0 412 –2.154
0 0 0 0 18.335 0 –10.386 7.949
250 0 250 –383 43.001 0 928 43.930
279 0 279 0 10.873 9.072 –11.778 8.166
–13.288 –274 –13.561 –1.344 –37.586 –48.089 12.499 –73.176
175 0 175 478 1.277 64 –138 1.204
95.215 –431 94.783 10.220 245.855 –38.953 –11.318 195.584
–423 0 –423 –9 –5.857 –480 805 –5.533
–61.483 3.216 –58.267 –15.729 183.499 0 0 183.499
0 0 0 0 0 0 1.898 1.898
33.308 2.784 36.093 –5.519 423.498 –39.434 –8.616 375.448
0 0
0 0 18.707 0 –18.523 183
17 0 17 32.682 180.145 0 –89 180.056
17 0 17 32.682 198.852 0 –18.612 180.240
31.183 0 31.183 3.774 53.339 0 –78 53.260
0 0 0 0 43.524 0 –372 43.152
279 0 279 0 10.873 9.072 –11.778 8.166
31.461 0 31.461 3.774 107.735 9.072 –12.228 104.579
31.479 0 31.479 36.455 306.587 9.072 –30.840 284.819
1.892.911 39.250
1.932.161 118.398 5.749.476 0 –153.282 5.596.194
202.556 14.586 217.143 8.568 880.387 1.476.137 –1.136.811 1.219.713
1.344 0 1.344 0 5.794 33.627 –35.039 4.382
2.096.812 53.836 2.150.648 126.966 6.635.657 1.509.765 –1.325.133 6.820.289
739.576 16.500 756.076 71.092 2.170.695 1.797.369 –1.140.602 2.827.462
51.848 8.516 60.364 2.652 313.223 79.141 –78.626 313.739
60.308 390 60.698 3.178 588.186 1.431 –38.836 550.780
851.733 25.406 877.139 76.922 3.072.104 1.877.941 –1.258.064 3.691.981
1.245.080 28.430 1.273.510 50.044 3.563.553 –368.177 –67.069 3.128.308
107.845 20.959 128.805 2.590 491.305 454 –13.876 477.883
KONZERNABSCHLUSS
1
31
Segmentinformation
Die Geschäftssegmente erzielen Umsatz- und sonstige Erlöse aus der Vermietungstätigkeit, aus dem Verkauf von zum
Handel bestimmten Immobilien, aus dem Verkauf von Immobilien sowie aus Dienstleistungen. Die Umsatz- und
sonstigen Erlöse werden jenem Land und Segment zugerechnet, in dem die Immobilie oder die
Dienstleistungsgesellschaft gelegen ist.
Geschäftsbeziehungen innerhalb eines Geschäftssegmentes werden innerhalb des Geschäftssegmentes konsolidiert.
Geschäftsbeziehungen zu anderen Geschäftssegmenten werden dargestellt und die Überleitung auf die Konzern-
Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz in der Konsolidierungsspalte ausgewiesen.
Die Rechnungslegungsmethoden der berichtspflichtigen Geschäftssegmente entsprechen den in den jeweiligen Posten
(Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung) beschriebenen Methoden. Die Segmentberichterstattung beinhaltet keinen
Ansatz von Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen gem. IFRS 16, die zwischen
Gesellschaften der CA Immo Gruppe bestehen. Diese Intercompany-Verträge werden laufend als Ertrag/Aufwand in der
Segmentberichterstattung erfasst und in der Spalte „Überleitung Konsolidierung“ eliminiert.
In der Segmentberichterstattung werden Transaktionen den Geschäftssegmenten wie folgt zugerechnet:
- Managementhonorare für Serviceleistungen (z.B. Immobilienmanagement, Finanzierungsverhandlungen, An- und
Verkauf von Immobilien, Rechnungswesen, Controlling, Personalgestellung) werden auf Basis der tatsächlichen
Honorare zugeordnet und aufgrund der in Rechnung gestellten Leistungen den einzelnen Geschäftssegmenten
zugewiesen sowie bei der Spalte Holding als Erlöse aus Dienstleistungen ausgewiesen.
- Managementgesellschaften sind nach ihrer Haupttätigkeit den Segmenten zugeordnet. Managementhonorare dieser
Gesellschaften werden auf Basis der in Rechnung gestellten Leistungen an das andere Geschäftssegment dieser Region
zugeordnet und beim Segment, dem die Managementgesellschaft zugerechnet wird, als Erlöse aus Dienstleistungen
ausgewiesen.
- Das Segment Osteuropa Kernregionen umfasst die Länder Ungarn, Polen, Rumänien, Tschechien.
- Das Segment Osteuropa übrige Regionen umfasst die Länder Serbien, Kroatien (verkauft in 2020) und Slowakei
(verkauft in 2021).
Die Identifizierung der Geschäftssegmente erfolgte auf Basis jener Informationen, die regelmäßig vom
Hauptentscheidungsträger des Unternehmens in Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von
Ressourcen und der Bewertung der Ertragskraft verwendet werden. Der Hauptentscheidungsträger der CA Immo
Gruppe ist der Gesamtvorstand. Dieser steuert dabei die einzelnen Liegenschaften (grundsätzlich berichtspflichtige
Segmente), die auf Grundlage von geografischen Gebieten zu Regionen und auf Grundlage des Entwicklungsstands der
Immobilien nach Bestand und Entwicklung zu berichteten Geschäftssegmenten zusammengefasst wurden. Die Bildung
der Regionen erfolgte überwiegend aufgrund von Beurteilungen der Marktdynamik bzw. des Risikoprofils, die im
Wesentlichen die wirtschaftlichen Merkmale prägen. Da die von IFRS 8 vorgeschriebene Vergleichbarkeit von
„Produkten“ und „Produktionsprozessen“ zur Zusammenfassung zu einem Segment für Bestandsimmobilien und
Immobilien in Entwicklung nach Einschätzung der CA Immo Gruppe nicht gegeben sind, werden diese separat in den
Segmenten Bestand und Development berichtet.
Die Zuordnung zu den berichteten Segmenten erfolgt nach Lage/Region und Kategorien der Liegenschaften bzw.
Haupttätigkeiten der Management-/Holdinggesellschaften. Jene Posten, die keiner Immobilie oder Segment-
Managementstruktur direkt zugerechnet werden können, werden in der Spalte Holding dargestellt. Die Darstellung
entspricht dem internen Berichtswesen der CA Immo Gruppe. Die Unterteilung stellt sich wie folgt dar:
- Bestand: vermietete Bestandsimmobilien inkl. zugehöriger Nutzungsrechte, selbst genutzte Liegenschaften inkl.
Nutzungsrechten an selbst genutzten Liegenschaften sowie Bestandsimmobilien gemäß IFRS 5
- Development: Immobilien in Entwicklung und Grundstücksreserven, fertiggestellte Immobilienentwicklungen
(Bestandsimmobilien) bis zum zweitfolgenden Jahresabschlussstichtag nach Fertigstellung (abhängig vom
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
32
Vermietungsgrad bzw. Beginn des Verkaufsprozesses), Development-Dienstleistungen für Dritte, Immobilien in
Entwicklung gemäß IFRS 5 sowie zum Handel bestimmte Immobilien
- Holding: Allgemeine Management- und Finanzierungstätigkeit der CA Immo Gruppe
Die Gemeinschaftsunternehmen werden mit 100% aller Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge un
d
Aufwend
ungen in der Segmentberichterstattung gezeigt. Anpassungen aufgrund des Einbezuges in die
CA Immo Gruppe werden in der Spalte „Überleitung Konsolidierung“ ausgewiesen.
Im Segment Osteuropa Kernregionen erwirtschaftet die CA Immo Gruppe einen wesentlichen prozentuellen Anteil der
gesamten Mieterlöse. In diesen Ländern befindet sich auch ein wesentlicher Anteil des als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilienvermögens der CA Immo Gruppe:
2021 2020
Segment Osteuropa Kernregionen vor Konsolidierung Tsd. € Anteil in % Tsd. € Anteil in %
Mieterlöse
Polen 34.332 31,0% 30.638 26,7%
Rumänien 27.966 25,2% 29.342 25,6%
Tschechien 19.972 18,0% 21.064 18,3%
Ungarn 28.585 25,8% 33.795 29,4%
Summe Mieterlöse 110.854 100,0% 114.839 100,0%
Buchwert Immobilienvermögen gemäß IAS 40
Polen 563.679 29,0% 590.185 30,5%
Rumänien 395.434 20,3% 390.598 20,2%
Tschechien 471.650 24,2% 427.150 22,1%
Ungarn 515.452 26,5% 524.229 27,1%
Summe Buchwerte Immobilienvermögen gemäß
IAS 40
1.946.215 100,0% 1.932.161 100,0%
KONZERNABSCHLUSS
1
33
2.2. Mieterlöse
Tsd. € 2021 2020
Laufende Mieterlöse 221.500 218.935
Bedingte Mieterlöse 60 474
Erlöse aus Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten 10.729 10.675
Veränderung Abgrenzung Mieterlöse aus Anreizvereinbarungen –4.187 4.172
Erlöse aus Mietvertragsauflösungen 1.008 1.354
Mieterlöse 229.111 235.609
Die
CA Immo Gruppe erzielt die Mieterlöse mit folgenden Objektarten:
2021 Österreich Deutschland Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Gesamt
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Büro 18.101 67,6% 71.576 85,2% 110.849 100,0% 7.434 100,0% 207.961 90,8%
Hotel 4.594 17,2% 7.080 8,4% 0 0,0% 0 0,0% 11.674 5,1%
Geschäft 4.079 15,2% 9 0,0% 0 0,0% 0 0,0% 4.088 1,8%
Sonstige 6 0,0% 5.378 6,4% 4 0,0% 0 0,0% 5.388 2,4%
Mieterlöse 26.780 100% 84.042 100% 110.854 100% 7.434 100% 229.111 100%
2020 Österreich Deutschland Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Gesamt
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Büro 17.519 59,1% 63.903 81,6% 114.835 100,0% 12.793 100,0% 209.050 88,7%
Hotel 5.589 18,8% 8.325 10,6% 0 0,0% 0 0,0% 13.914 5,9%
Geschäft 4.140 14,0% 36 0,0% 0 0,0% 0 0,0% 4.175 1,8%
Sonstige 2.410 8,1% 6.056 7,7% 4 0,0% 0 0,0% 8.470 3,6%
Mieterlöse 29.658 100% 78.320 100% 114.839 100% 12.793 100% 235.609 100%
Die
CA Immo Gruppe erzielt Mieterlöse mit einer Vielzahl von Bestandsnehmern. Kein Mietvertrag mit einem
Bestandsnehmer umfasst mehr als 10% der gesamten Mieterlöse.
Mieterlöse gemäß IFRS 16 werden linear über die Laufzeit der Mietverträge verteilt erfasst. Anreizvereinbarungen
wie z.B. Mietfreistellungen, reduzierte Mieten für einen bestimmten Zeitraum oder sonstige Verpflichtungen
gegenüber dem Mieter, sind dabei ein Bestandteil der Mieterlöse. Deshalb erfolgt eine lineare Verteilung der
Anreizvereinbarungen auf die zu erwartende vertragliche Gesamt- bzw. Restlaufzeit. Sehen Mietverträge eine
regelmäßige Anpassung über die Laufzeit vor („Staffelmieten“), werden derartige Anpassungen ebenfalls linear über die
Mietlaufzeit verteilt erfasst. Die Gesamtlaufzeit der Mietverträge, auf welche die gesamten Erlöse linear verteilt werden,
umfasst die unkündbare Zeitperiode sowie weitere Zeiträume, für die der Mieter mit oder ohne weitere Zahlungen eine
Option ausüben kann, wenn zu Beginn des Mietverhältnisses die Inanspruchnahme der Option hinreichend sicher ist.
Mieterlöse beinhalten auch Komponenten der Betriebskostenabrechnungen, wo die CA Immo Gruppe gegenüber dem
Mieter keine separate Leistung erbringt, die der Mieter aber zu ersetzen hat (beispielsweise Grundsteuern,
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
34
Gebäudeversicherungen, Aufwendungen aus Fruchtgenussrechten), diese Komponenten werden als „Erlöse aus
Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten“ ausgewiesen.
Bedingte Mieterlöse, wie z.B. Zahlungen in Abhängigkeit der erzielten Umsatzerlöse von Mietern, werden im
Zeitpunkt ihrer Feststellung ertragswirksam erfasst.
Die Bewertung der Mieterlöse erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert der eingenommenen bzw. ausstehenden
Gegenleistung abzüglich direkter Erlösminderungen.
Von Mietern im Rahmen der vorzeitigen Kündigung des Mietverhältnisses empfangene Abschlagszahlungen bzw.
Zahlungen für Schäden am Mietobjekt werden im Zeitpunkt des Anfalls als Mieterlöse erfasst.
2.3. Betriebskostenergebnis und sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen
Tsd. € 2021 2020
Weiterverrechnete Betriebskosten 51.053 53.260
Betriebskostenaufwand –57.600 –57.738
Eigene Betriebskosten –6.547 –4.478
Instandhaltungsaufwand –5.183 –4.925
Vermittlungshonorare –3.037 –1.212
Forderungsausfälle und Einzelwertberichtigungen –1.259 –6.120
Sonstiger direkt zurechenbarer Aufwand –13.623 –9.210
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen –23.102 –21.466
Gesamt –29.649 –25.944
Der
Posten „Sonstiger direkt zurechenbarer Aufwand“ enthält gemäß IFRS 16 Aufwendungen aus
Nichtleistungskomponenten. Dies sind Komponenten der Betriebskostenabrechnung, für die der Mieter keine separate
Leistung erhält. Dies betrifft im Wesentlichen Aufwendungen aus Grundsteuern und Gebäudeversicherungen und
betragen in 2021 11.007 Tsd. € (2020: 6.705 Tsd. €).
In Osteuropa wurde ein Verfahren im Zusammenhang mit der Entrichtung von Gebäudesteuern zugunsten der
CA Immo Gruppe entschieden. Dies führte in 2020 zu einem positiven Effekt in Höhe von 3.698 Tsd. € im sonstigen
direkt zurechenbaren Aufwand durch die entsprechende Auflösung der Rückstellung für immobilienbezogene Steuern.
Mieterlässe und Mietminderungen aufgrund der Covid-19 Pandemie haben das Nettomietergebnis 2021 mit
–3.636 Tsd. € (2020: –7.960 Tsd. €) belastet. Positive Gegeneffekte aus der Linearisierung von Anreizvereinbarung
en
(mietfreie
Zeiten) über die Restmietdauer belaufen sich auf 559 Tsd. € (2020: 1.166 Tsd. €). Alle
vereinbarten
Mietanpassungen wie die Gewährung von mietfreien Zeiten sind über die jeweilige Vertragslaufzeit des
zugru
ndeliegenden Mietvertrags linear zu
verteilen.
Betriebskosten, welche der CA Immo Gruppe für an Dritte vermietete Immobilien entstehen und die eine separate
Leistungsverpflichtung (Nichtleasingkomponente) der CA Immo Gruppe gegenüber den Mietern auslöst, werden
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Weiterverrechnete Betriebskosten“ dargestellt. Die
CA Immo Gruppe ist für die Betriebskosten auf Basis einer Analyse (primäre Leistungsverantwortung, Vorratsrisiko,
Preissetzungskompetenz) als Prinzipal anzusehen, weil sie die Verantwortung für die Leistungserbringung hat und im
Falle von Leistungsstörungen der direkte Ansprechpartner ist. Der Posten „Weiterverrechnete
Betriebskosten“ beinhaltet nur Nichtleasingkomponenten, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen.
KONZERNABSCHLUSS
1
35
2.4. Sonstige den Projektentwicklungen zurechenbare Aufwendungen
Tsd. € 2021 2020
Betriebskosten und Liegenschaftsaufwand für Projektentwicklungen –655 –733
Immobilienwerbung –189 –103
Projektentwicklung und Projektdurchführung –875 –1.155
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen langfristiges
Vermögen –1.719 –1.990
Betriebskosten und Liegenschaftsaufwand für Projektentwicklungen –109 –108
Projektentwicklung und Projektdurchführung –25 –56
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen kurzfristiges
Vermögen –134 –164
Sonstige den Projektenwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen –1.854 –2.154
2.5. Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen
Tsd. € 2021 2020
Zum Handel bestimmte Immobilien - zeitpunktbezogene Realisierung 9.159 183
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen - zeitraumbezogene Realisierung –926 43.152
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 8.233 43.335
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten –1.297 207
Baukosten –261 –35.594
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten und Baukosten –1.558 –35.387
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 6.675 7.949
Der
Posten „Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen“ enthält bei der CA Immo Gruppe Erlöse aus dem
Verkauf von zum Handel bestimmten Immobilien, welche je nach vertraglicher Regelung zeitraum- bzw.
zeitpunktbezogen realisiert werden, sowie Erlöse aus Bauleistungsverträgen (Errichtung einer Immobilie auf dem
Grund des Kunden, wo die CA Immo Gruppe als Bauherr mit oder ohne einem Generalunternehmer einen Bauauftrag
ausführt), welche zeitraumbezogen realisiert werden.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
36
2.6. Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen
Tsd. € Österreich Deutsch-
land
Osteuropa
Kern-
regionen
Osteuropa
übrige
Regionen
2021 Österreich Deutsch-
land
Osteuropa
Kern-
regionen
Osteuropa
übrige
Regionen
2020
Erlöse aus dem Verkauf der
Gesellschaftsanteile 0 2.667 24.266 5.742
32.675 0 89.598 17 32.593 122.208
Buchwert verkauftes
Nettovermögen excl.
Firmenwert 0 –1.485 –23.967 –5.553
–31.005 0 –63.150 0 –30.315 –93.465
Neubewertungsergebnis des
Geschäftsjahres 0 0 5.333 0
5.333 0 205 0 –1.980 –1.775
Veränderung nachträgliche
Kosten und Nebenkosten 0 1.481 –653 –323
505 0 –1.244 12 –326 –1.557
Ergebnis aus
Immobilienverkäufen (share
deal) 0 2.664 4.979 –135 7.507 0 25.409 29 –28 25.410
Erlöse aus
Immobilienverkauf 48.685 62.136 0 0
110.821 57.265 583 0 0 57.848
Buchwert verkauftes
Immobilienvermögen –47.727 –36.900 0 0
–84.628 –53.860 0 2 0 –53.858
Firmenwert verkauftes
Immobilienvermögen 0 –9 0 0
–9 –2.090 0 0 0 –2.090
Neubewertungsergebnis des
Geschäftsjahres 16.324 0 0 0
16.324 20.020 0 0 0 20.020
Veränderung nachträgliche
Kosten und Nebenkosten –784 3.428 0 0
2.644 –3.712 91 220 0 –3.401
Ergebnis aus
Immobilienverkäufen (asset
deal) 16.498 28.654 0 0 45.153 17.624 674 222 0 18.519
Ergebnis aus Verkauf von
langfristigem
Immobilienvermögen 16.498 31.318 4.979 –135 52.660 17.624 26.083 251 –28 43.930
Immobilienver
kaufserlöse
Erträge aus dem Verkauf von Immobilien werden erfasst, wenn
- die CA Immo Gruppe keine Verfügungsrechte oder wirksame Verfügungsgewalt über den Verkaufsgegensta
nd
zurückbehält (Kontrolle),
- die Höhe der Erlöse und der im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten
verlässlich bestimmt werden können und
- hinreichend wahrscheinlich ist, dass der CA Immo Gruppe der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf
zufließen
wird.
Langfristige
abgegrenzte, im Voraus erhaltene Einnahmen werden im Zugangszeitpunkt mit dem Barwert erfasst und
bei der Folgebewertung mit einem frist- und risikogerechten Marktzins aufgezinst. Der Aufzinsungsbetrag ist in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.
KONZERNABSCHLUSS
1
37
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen
Gemäß IAS 40 werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu jedem Quartalsstichtag zum beizulegenden
Zeitwert bewertet und Bewertungsänderungen grundsätzlich als Neubewertungsergebnis in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesen. Wenn Immobilienvermögen veräußert wird, wird das im Geschäftsjahr bis dahin
realisierte Bewertungsergebnis umgegliedert und gemeinsam mit dem sonstigen Abgangserfolg als Verkaufsergebnis
gezeigt. Der Buchwert eines zugeordneten Firmenwerts wird ebenso beim Verkauf einer Immobilie als Buchwertabgang
im Verkaufsergebnis erfasst.
2.7. Erlöse aus Dienstleistungen
Tsd. € 2021 2020
Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen 7.611 7.927
Managementerlöse 526 239
Erlöse aus Dienstleistungen 8.137 8.166
Erlösrealisier
ung gem. IFRS 15
Erlöse sind gemäß IFRS 15 zu erfassen, wenn durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten
Dienstleistung auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Als übertragen gilt ein Vermögenswert
dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Die Verfügungsgewalt über ein Gut
oder eine Dienstleistung wird in der Regel zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragen. Liegt eines der folgenden
Kriterien vor, so findet eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung statt:
a) dem Kunden fließt der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung, während
diese
erbracht wird;
b) durch die Leistung wird ein Vermögenswert erstellt oder verbessert (z.B. unfertige Leistung) und der Kunde
erlangt
die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert, während dieser erstellt oder verbessert wird;
oder
c) durch
die Leistung wird ein Vermögenswert erstellt, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten
aufweist,
und
ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen be
steht.
W
ird eine Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum erfüllt, so ist gemäß IFRS 15 der Transaktionspreis sowie die
Vertragserfüllungs- und erlangungskosten, in Verbindung mit diesem Vertrag, entsprechend dem Leistungsfortschritt
am Bilanzstichtag als Erlös bzw. Aufwand der Periode zu erfassen. Die cost-to-cost Methode wird in der
CA Immo Gruppe zur laufenden Beurteilung und zum Monitoring der Bauprojekte verwendet und stellt eine
verlässliche Methode zur Ermittlung des Leistungsfortschritts dar. Dabei wird das Verhältnis der bis zum Stichtag
angefallenen fortschrittsrelevanten Auftragskosten bzw. Baukosten, zu den geschätzten Auftragsgesamtkosten bzw.
Baugesamtkosten (cost-to-cost Methode) ermittelt.
Erlöse aus Dienstleistungsverträgen
Eine Dienstleistung ist eine nach Zeiteinheiten abzugeltende Leistung für einen Kunden (z.B. zeitabhängige
Umbauberatung, Planungsleistungen oder Projektunterstützung). Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden im
Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen (Abrechnung nach Zeiteinheiten) erfasst.
Erlöse aus Fertigungsaufträgen
Die CA Immo Gruppe bietet Dienstleistungen auch in Form von Baubegleitungen für Kunden an, die als
Fertigungsauftrag abgewickelt werden. Die Erfassung der Erträge für Fertigungsaufträge (z.B. Projektsteuerung,
Baubegleitung und Abnahme von z.B. Hochbau, Innenausbau oder Erschließung von Grundstücken) erfolgt nach
Maßgabe der Leistungserbringung.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
38
2.8. Indirekte Aufwendungen
Tsd. € 2021 2020
Personalaufwand –49.799 –45.899
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand –14.048 –9.068
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen –1.933 –1.866
Büromiete –658 –820
Reisekosten und Transportkosten –277 –358
Sonstige Aufwendungen internes Management –2.912 –2.707
Sonstige indirekte Aufwendungen –5.769 –29.004
Zwischensumme –75.396 –89.722
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen 16.201 15.151
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien 973 1.394
Indirekte Aufwendungen –58.222 –73.176
Im
Jahr 2020 hat die CA Immo Gruppe eine Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten
in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004
eingebracht. Diesbezüglich sind in 2020 im indirekten Aufwand (sonstige indirekte Aufwendungen) 25.475 Tsd. € an
Gerichtsgebühren enthalten.
Im Personalaufwand sind Einzahlungen in die Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 174 Tsd. € (2020: 119 Tsd. €)
und Einzahlungen in Pensions- bzw. Unterstützungskassen in Höhe von 394 Tsd. € (2020: 422 Tsd. €) erfasst.
Die CA Immo Gruppe aktiviert Teile der indirekten Aufwendungen (im Wesentlichen Personalaufwendungen),
die den Herstellungskosten der Immobilien in Entwicklung sowie zum Handel bestimmten Immobilien
zurechenbar sind. Die Zuordnung erfolgt aufgrund der Tätigkeiten der Abteilungen für diese Entwicklungen. Diese
aktivierten Eigenleistungen bzw. Bestandsveränderungen werden als Korrektur der indirekten Aufwendungen
ausgewiesen. Sofern diese Leistungen an Gemeinschaftsunternehmen der CA Immo Gruppe erbracht werden, erfolgt
keine Kürzung des indirekten Aufwands, sondern eine Erfassung als Erlöse aus Dienstleistungen.
2.9. Sonstige betriebliche Erträge
Tsd. € 2021 2020
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 102 21
Sonstige Erträge 3.133 1.182
Sonstige betriebliche Erträge 3.235 1.204
In
den sonstigen Erträgen sind in 2021 rund 2.000 Tsd. € aus einer Abschlagszahlung im Rahmen einer
Nachbarschaftsvereinbarung in Polen enthalten.
KONZERNABSCHLUSS
1
39
2.10. Abschreibungen und Wertänderungen
Tsd. € 2021 2020
Planmäßige Abschreibungen –2.244 –2.043
Abschreibungen Nutzungsrechte –1.933 –2.209
Wertminderungen Firmenwert –762 –410
Wertminderungen zum Handel bestimmte Immobilien –372 –988
Wertaufholung zum Handel bestimmte Immobilien 19 118
Abschreibungen und Wertänderungen –5.293 –5.533
Erläuteru
ngen zur Bemessung von Abschreibungen bzw. Wertminderungen/Wertaufholungen befinden sich in
den Kapiteln „3.2. Selbst genutzte Immobilien“, „3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle
Vermögenswerte“ sowie „4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien“.
2.11. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 2021 2020
Bewertung von Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 3.618 1.809
Ergebnis aus dem Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 0 90
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 3.618 1.898
2.
12. Finanzierungsaufwand
Tsd. € 2021 2020
Anleihezinsen –25.531 –22.317
Bankzinsen –18.788 –20.109
Sonstige Zins- und Finanzierungsaufwendungen –6.162 1.378
Zinsen Wandelschuldverschreibung –1.569 –4.914
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten –1.335 –1.267
Aktivierte Zinsen 5.765 4.918
Finanzierungsaufwand –47.619 –42.311
In
Osteuropa wurde ein Verfahren im Zusammenhang mit der Entrichtung von Gebäudesteuern zugunsten der
CA Immo Gruppe entschieden. Dies führte in 2020 zu einem positiven Effekt in Höhe von 5.190 Tsd. € in den sonstigen
Zins- und Finanzierungsaufwendungen durch die entsprechende Auflösung der Rückstellung für Verspätungszinsen.
Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen angefallenen und nach der
Effektivzinsmethode ermittelten Zinsen (soweit gemäß IAS 23 nicht aktiviert), nach der Effektivzinsmethode
ermittelte Zinsen für Leasingverbindlichkeiten (soweit gemäß IAS 23 nicht aktiviert), Zinsen für bereitgestellte, aber
noch nicht aufgenommene Fremdfinanzierungen, laufende Zinsen von Derivatgeschäften, die Zinskomponente bei der
Berechnung der Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen, den Ergebnisanteil von nicht beherrschenden
Anteilen an Kommanditgesellschaften sowie zinsenähnliche Aufwendungen.
Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Der Ergebnisanteil von nicht
beherrschenden Anteilen an Kommanditgesellschaften enthält die anteiligen Ergebnisse von nicht beherrschenden
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
40
Gesellschaftern an deutschen Kommanditgesellschaften, deren Einlage, fortgeschrieben um den Ergebnisanteil, in der
Bilanz unter dem Posten „sonstige Verbindlichkeiten“ als Fremdkapital erfasst ist.
2.13. Ergebnis aus Derivaten
Tsd. € 2021 2020
Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres 20.299 –10.780
Ineffektivität von Zinsswaps –23 0
Bewertung Derivat Wandelschuldverschreibung –46.221 32.208
Ergebnis aus Derivaten –25.945 21.429
Der
Posten „Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres“ beinhaltet:
Tsd. € 2021 2020
Bewertung Zinsswaps ohne Cashflow Hedge Beziehung 20.914 –11.314
Bewertung Zinsfloors –615 535
Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres 20.299 –10.780
2.14. Ergebnis
aus Finanzinvestitionen
Tsd. € 2021 2020
Negative Einlagenzinsen –3.638 –1.934
Neubewertung übrige Beteiligungen –1.682 –5.595
Bankzinsenerträge 175 28
Veränderung erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel (inkl. verfügungsbeschränkte) 651 –355
Ergebnis aus dem Verkauf von übrigen Beteiligungen 757 –1.171
Zinserträge aus Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 866 1.546
Dividenden Erträge 1.028 1.142
Sonstige Zinserträge 1.088 2.750
Ergebnis aus Finanzinvestitionen –756 –3.589
D
as negative Neubewertungsergebnis von übrigen Beteiligungen resultiert aus dem gesunkenen beizulegeden
Zeitwert.
2.15. Sonstiges Finanzergebnis
Die CA Immo Gruppe hat in 2020 ausstehende Unternehmensanleihen mit einem Nominale von insgesamt 98,5 Mio €
rückgekauft. Dies führte zu einem einmaligen negativen Ergebniseffekt in Höhe von –5.067 Tsd. €, der in 2020 im
sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wurde.
KONZERNABSCHLUSS
1
41
2.16. Finanzergebnis
Tsd. € Kategorie
1)
2021 2020
Zinsaufwendungen Zinsen AC –47.619 –42.311
Sonstiges Finanzergebnis Realisierung 0 –5.067
Kursdifferenzen Bewertung –264 3.622
Realisierung 195 –1.237
Zinsswaps Bewertung FVtPL 20.914 –11.314
Ineffektivität FVOCI –23 0
Zinsfloors Bewertung FVtPL –615 535
Derivat Wandelschuldverschreibung Bewertung FVtPL –46.221 32.208
Zinserträge Zinsen AC 2.129 4.325
Negative Einlagenzinsen Zinsen AC –3.638 –1.934
Finanzinvestitionen Dividenden AC 1.028 1.142
Finanzinvestitionen Bewertung FVtPL –1.682 –5.595
Ergebnis aus dem Verkauf von übrigen Beteiligungen Realisierung AC 757 –1.171
Veränderung erwartete Kreditverluste auf liquide
Mittel (inkl. verfügungsbeschränkte) Bewertung AC
651 –355
Nettoergebnis von Finanzinstrumenten –74.389 –27.154
Finanzergebnis –74.389 –27.154
1)
AC – amortised cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVtPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert), FVOCI
– fair value through other compreshensive income (erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet)
2.17. Sonstiges Ergebnis
2021
Tsd. € Bewertungsergebnis
(Hedging)
Rücklage aus
Währungs-
umrechnung
Rücklage IAS 19
Summe
Sonstiges Ergebnis vor Steuern 6.664 42 592 7.298
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis –2.127 0 –196 –2.324
Sonstiges Ergebnis der Periode 4.537 42 396 4.974
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens 4.537 42 396
4.974
2020
Tsd. € Bewertungsergebnis
(Hedging)
Rücklage aus
Währungs-
umrechnung
Rücklage IAS 19
Summe
Sonstiges Ergebnis vor Steuern –620 –111 –80 –812
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis 198 0 28 226
Sonstiges Ergebnis der Periode –422 –111 –52 –585
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens –422 –111 –52
–585
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
42
Die Rücklage gemäß IAS 19 beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von
leistungsorientierten Plänen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen, sowie versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste auf das Planvermögen.
2.18. Ergebnis je Aktie
Im Oktober 2017 wurde eine Wandelschuldverschreibung gegeben. Diese hatte bis zur Beendigung im September 2021
grundsätzlich einen Effekt auf das Ergebnis je Aktie.
2021 2020
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf Stück 98.162.253 93.028.299
Konzernergebnis Tsd. € 479.774 253.948
Unverwässertes Ergebnis je Aktie € 4,89 2,73
2021 2020
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf Stück 98.162.253 93.028.299
Verwässerungseffekt:
Wandelschuldverschreibung Stück 0 6.659.902
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien Stück 98.162.253 99.688.201
Auf
Aktionäre des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis Tsd. €
479.774 253.948
Verwässerungseffekt:
Verzinsung für Wandelschuldverschreibungen/Bewertung Derivat
Wandelschuldverschreibung Tsd. €
0 –27.294
Abzüglich Steuern Tsd. € 0 6.823
Auf Aktionäre des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis
bereinigt um den Verwässerungseffekt Tsd. € 479.774 233.478
Verwässertes Ergebnis je Aktie € 4,89 2,34
KONZERNABSCHLUSS
1
43
KAPITEL 3: LANGFRISTIGES VERMÖGEN
3.1. Langfristiges Immobilienvermögen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40) – Entwicklung und Klassifizierung
Tsd. € Bestands-
immobilien
Immobilien in
Entwicklung
Summe
Buchwerte
Stand 1.1.2020 4.292.893 817.107 5.110.000
Erwerb Immobilien und Immobiliengesellschaften 219.825 0 219.825
Laufende Investitionen/Herstellung 45.926 203.289 249.215
Abgänge –249.064 0 –249.064
Umgliederungen zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen –33.894 0 –33.894
Umgliederung von IAS 40 zu IAS 2 0 –1.030 –1.030
Umgliederung geleistete Anzahlung zu IAS 40 4.020 0 4.020
Umgliederungen 335.664 –335.664 0
Neubewertung 94.166 107.577 201.744
Veränderung Anreizvereinbarungen 13.531 –143 13.388
Stand 31.12.2020 4.723.068 791.136 5.514.204
Laufende Investitionen/Herstellung 20.980 191.077 212.056
Abgänge –96.476 –36.900 –133.376
Umgliederungen zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen –68.359 –6.058 –74.417
Umgliederungen 81.688 –81.688 0
Neubewertung 323.363 239.441 562.804
Veränderung Anreizvereinbarungen 35 139 174
Stand 31.12.2021 4.984.297 1.097.147 6.081.444
Die
laufenden Investitionen in Entwicklungsimmobilien in 2021 betreffen im Wesentlichen die Projekte Frankfurt
ONE (98.957 Tsd. €), Berlin Europaplatz 04 (35.591 Tsd. €), Grasblau (17.832 Tsd. €), Upbeat (13.755 Tsd. €) in
Deutschland sowie die beiden Projekte Mississippi und Missouri (15.635 Tsd. €) in Tschechien. Die laufenden
Investitionen in Bestandsobjekte betreffen diverse Büroimmobilien in Deutschland und der CEE-Region. Die
Umgliederungen von Entwicklungs- zu Bestandsimmobilien betreffen das Projekt ZigZag Zollhafen Mainz
(13.238 Tsd. €) sowie die beiden Projekte Mississippi und Missouri (68.450 Tsd. €).
Bei den Bestandsimmobilien betreffen die Abgänge im Wesentlichen zwei Immobilien in Österreich (–47.560 Tsd. €),
eine Immobilie in Ungarn (–17.443 Tsd. €) sowie eine Immobilie in Polen (–24.509 Tsd. €). Der Abgang bei den
Entwicklungsimmobilien betrifft die Liegenschaft Belsenpark (–36.900 Tsd. €) in Deutschland. Im Vorjahr betrafen die
Abgänge den Verkauf des Bürogebäudes CUBE in Deutschland sowie das Bürogebäude Zagrebtower in Kroatien.
Der beizulegende Zeitwert der als Sicherstellung für Fremdfinanzierungen verpfändeten Immobilien beträgt
3.564.910 Tsd. € (31.12.2020: 3.036.646 Tsd. €).
Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt Fremdkapitalkosten in Höhe von 5.765 Tsd. € (2020: 4.918 Tsd. €) mit einem
gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 1,37% (2020: 1,30%) im Rahmen der Errichtung von Immobilien auf die
Herstellungskosten aktiviert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 0 Tsd. € (2020: 103 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
44
Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. € Bestands-
immobilien
Immobilien in
Entwicklung
Summe
Stand 1.1.2020
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 4.276.811 816.964
5.093.775
Abgrenzung Anreizvereinbarungen 16.082 143 16.225
Marktwert/Buchwert 4.292.893 817.107 5.110.000
Stand 31.12.2020
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 4.693.569 791.136
5.484.705
Abgrenzung Anreizvereinbarungen 29.498 0 29.498
Marktwert/Buchwert 4.723.068 791.136 5.514.204
Stand 31.12.2021
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 4.955.075 1.097.008
6.052.083
Abgrenzung Anreizvereinbarungen 29.222 139 29.361
Marktwert/Buchwert 4.984.297 1.097.147 6.081.444
K
lassifizierung von Immobilienvermögen bei einer gemischten Nutzung
Einige Immobilien werden gemischt genutzt – teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen
und teilweise für Verwaltungszwecke. Wenn diese Teile gesondert veräußert werden können, bilanziert die
CA Immo Gruppe diese Teile getrennt. Ist eine Trennung nicht möglich, erfolgt eine Klassifizierung der gesamten
Immobilie als Finanzinvestition nur dann, wenn die Eigennutzung weniger als 5,0% der gesamt nutzbaren Fläche
beträgt.
Klassifizierung von Immobilienvermögen bei einer Nutzungsänderung
Änderungen in der Klassifizierung von Immobilienvermögen (Bestandsimmobilien, Immobilienvermögen in
Entwicklung, selbst genutzte Immobilien, zum Handel bestimmte Immobilien) sind nur dann vorzunehmen, wenn eine
Nutzungsänderung vorliegt. Übertragungen in oder aus dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien sind beispielsweise wie folgt belegt:
– Beginn oder Ende der Selbstnutzung einer Immobilie bzw. Beginn der Entwicklung mit der Absicht der
Selbstnutzung
einer
Immobilie (Umgliederung in oder aus Posten der selbstgenutzten
Immobilien),
–
Beginn der konkreten Entwicklung mit der Absicht des Verkaufs (Umgliederung von als Finanzinvestition
gehaltenen
Immobilien
in zum Handel bestimmte
Immobilien).
K
lassifizierung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Der Posten „als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ beinhaltet Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung, die weder selbst genutzt noch zur Veräußerung im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, sondern
zur Generierung von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen gehalten werden. Fruchtgenussrechte an bebauten
Grundstücken und die Anmietung von Stellplätzen zur Untervermietung führen zum Ansatz von Nutzungsrechten, die
dem Posten „Bestandsimmobilien“ zugeordnet werden.
In Entwicklung befindliche Immobilien werden zu den Bestandsimmobilien umgegliedert, wenn die wesentlichen
Baumaßnahmen beendet wurden und Mieterlöse erzielt werden.
KONZERNABSCHLUSS
1
45
Wertansatz von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Der Wertansatz von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt nach dem Modell des beizulegenden
Zeitwertes. Veränderungen zum aktuellen Buchwert vor Neubewertung (beizulegender Zeitwert des Vorjahres plus
nachträgliche/zusätzliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich nachträglicher
Anschaffungspreisminderungen sowie Auswirkungen der Abgrenzung von Anreizvereinbarungen) werden
erfolgswirksam im „Ergebnis aus Neubewertung“ erfasst.
Investitionszuschüsse werden als Verminderung der Herstellungskosten dargestellt.
Fremdkapitalkosten werden beim Bau von Immobilien im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert, wenn sie für
einen qualifizierten Vermögenswert verwendet wurden (direkt und allgemein aufgenommene Finanzmittel). Unter
qualifizierten Vermögenswerten werden in diesem Zusammenhang jene verstanden, für die ein beträchtlicher Zeitraum
(grundsätzlich mehr als 12 Monate) erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen
Zustand zu versetzen. In Fällen, in denen Fremdkapital nicht direkt für die Beschaffung eines einzelnen qualifizierten
Vermögenswertes aufgenommen wurde, wird der anteilige Betrag der aktivierbaren allgemeinen Fremdkapitalkosten
den qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet. Dabei wird der Finanzierungskostensatz für das allgemeine
Fremdkapital als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für sämtliche Kredite berechnet, jedoch mit
Ausnahme der speziell für einen qualifizierten Vermögenswert aufgenommenen Schulden.
Alle anderen
Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Wertansatz von Nutzungsrechten
Der Wertansatz von Nutzungsrechten in Form von Fruchtgenussrechten an bebauten Grundstücken sowie
angemieteten Stellplätze zur Untervermietung entspricht der Leasingverbindlichkeit. Diese Nutzungsrechte erfüllen die
Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und sind daher in der Folgebewertung grundsätzlich zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die planmäßige Abschreibung für diese Nutzungsrechte entfällt und wird durch
die erfolgswirksam zu erfassende Neubewertung ersetzt. Die durch Gutachter erstellten Bewertungsgutachten
reflektieren den beizulegenden Zeitwert des jeweiligen Objekts insgesamt, wie er am Markt realisierbar wäre. Insoweit
würde der Ansatz des Gesamtobjekts mit dem Wert gemäß Gutachten wegen der auf der Passivseite angesetzten
Leasingverbindlichkeit zu einem unsachgemäßen Ergebnis führen. Der Wert laut Bewertungsgutachten ist daher um die
sich zum Bilanzstichtag ergebende Leasingverbindlichkeit zu erhöhen.
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, der in einem gesonderten Geschäftsfall zwischen
Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Der Preis kann unmittelbar beobachtbar sein oder mit Hilfe von
Bewertungstechniken geschätzt werden. Entsprechend der verwendeten Inputfaktoren zur Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts werden in der Bemessungshierarchie folgende Stufen unterschieden:
- Stufe 1: Preise für identische Vermögenswerte und Schulden, die an einem aktiven Markt notieren
- Stufe 2: Faktoren, die für die Bemessung von Vermögenswerten oder Schulden herangezogen werden und die
entweder unmittelbar oder mittelbar beobachtbar sind
- Stufe 3: Faktoren, die für die Bemessung von Vermögenswerten und Schulden herangezogen werden und die
nicht beobachtbar sind.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
46
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40) – Bewertung
Bewertungsprozess und Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
In Österreich erfolgte für über 99,9% (31.12.2020: 99,9%), in Deutschland für 99% (31.12.2020: 98,1%) sowie in
Osteuropa für 99% (31.12.2020: 100%) des Immobilienvermögens laut Segmentberichterstattung eine externe
Bewertung zum Stichtag 31.12.2021. Die Werte für das übrige Immobilienvermögen wurden auf Basis verbindlicher
Kaufverträge bzw. intern auf Grundlage der Bewertungen des Vorjahres fortgeschrieben. Die CA Immo Gruppe
beauftragt grundsätzlich halbjährlich eine externe Bewertung. Hierzu erhalten die Sachverständigen objektspezifisch
alle wesentlichen, wertrelevanten Unterlagen und Informationen. Vor Fertigstellung der Gutachten werden diese durch
interne Kontrollen (u.a. Input Testing) auf Plausibilität geprüft, bevor diese im Anschluss von den Sachverständigen
finalisiert werden.
Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den vom britischen Berufsverband "Royal Institution of Chartered
Surveyors" (RICS) definierten Standards. RICS definiert den beizulegenden Zeitwert als den geschätzten Betrag für den
ein Vermögensgegenstand oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem verkaufsbereiten Verkäufer im
Rahmen einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach einer angemessenen Vermarktungsdauer an einen
kaufbereiten Käufer verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.
Die Auswahl der unabhängigen externen Immobiliensachverständigen durch die CA Immo Gruppe erfolgt einerseits
nach fachlicher Qualifikation, welche über nationale und internationale Standards wie HypZert, RICS sowie öffentliche
Bestellungen und Vereidigungen definiert wird und andererseits über lokale Marktpräsenz bzw. –durchdringung.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Bewertungsmethode hängt insbesondere von dem
Entwicklungsstadium und der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, welche den größten Anteil am Portfolio der CA Immo Gruppe haben, werden
weitgehend nach der Investmentmethode bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte repräsentieren dabei den Barwert
künftig erwarteter Mieterträge. Diese werden auf Basis von zwei Zeitabschnitten ermittelt: den ersten Zeitabschnitt
„Term“ mit überwiegend vertraglich gesicherten Mieten über die durchschnittlichen angenommenen
Restmietvertragsdauern und den darauffolgende Zeitabschnitt „Reversion“ für den der Gutachter weitere Parameter,
wie insbesondere die im Objekt erzielbare Marktmiete, berücksichtigt. Beide Zeitabschnitte werden mit einem
adäquaten Zinssatz (term yield/reversionary yield) kapitalisiert.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstellungsphase wird das Residualwertverfahren angewendet. Hierbei
basieren die beizulegenden Zeitwerte auf den geschätzten beizulegenden Zeitwerten nach Fertigstellung abzüglich der
noch erwarteten Aufwendungen sowie eines angemessenen Developerprofits in Höhe von 5% bis 20% des
beizulegenden Zeitwertes nach Fertigstellung (31.12.2020: 6% bis 25%). Bei Liegenschaften, welche kurz vor der
Fertigstellung stehen, bewegen sich die Developerprofits – entsprechend dem reduzierten Risiko – am unteren Rand
der Spanne. Risiken der Bestandsphase (nach Fertigstellung) werden u.a. in den künftigen erwarteten Mietansätzen
und Netto-Anfangsrenditen in Höhe von 2,6% bis 4,5% (31.12.2020: 2,8% bis 5,2%) sowie Finanzierungszinssätzen in
Höhe von 2,0% (31.12.2020: 2,0% bis 4,0%) berücksichtigt. Die Zinssätze variieren insbesondere in Abhängigkeit vom
allgemeinen Marktverhalten sowie Standorten und Nutzungsarten. Je näher ein Projekt dem Fertigstellungszeitpunkt
kommt, desto größer ist der Anteil aus Ist-Zahlen bzw. aus vertraglich fixierten Zahlen abgeleiteten Parametern. Nach
bzw. kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach der Investmentmethode (siehe oben) unter
Berücksichtigung der noch ausstehenden Restarbeiten bewertet.
Folgende Tabelle zeigt die wesentlichsten Inputfaktoren für die Bewertung von Bestandsimmobilien (der
beizulegende Zeitwert der Klassen Büro Österreich und Büro Deutschland inkludiert jeweils auch den beizulegenden
Zeitwert der selbst genutzten Immobilien) und Liegenschaften in Entwicklung (die Zuordnung der Immobilien zu den
einzelnen Klassen erfolgt anhand der Hauptnutzungsart). Die Tabellen zeigen für die Immobilien je Klasse die Werte
Minimum und Maximum für Miete und Yield sowie die nach Fläche gewichteten Mittelwerte für Miete, Leerstand und
Yield und die in Jahren ermittelte durchschnittliche Restmietzeit.
KONZERNABSCHLUSS
1
47
Klassifizierung Bestands-
immobilien inkl. selbst
genutzter Immobilien
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Inputfaktoren
Bandbreite 2021 Bandbreite 2020
Bewertun
gsverfahren
Investment Methode
Tsd. € Tsd. €
Büro Österreich 352.100 367.000 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 8,48 / 28,97 / 12,02 7,22 / 26,99 / 11,32
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 7,10 / 24,49 6,54 / 24,33
durchschn. Restmietzeit in Jahren 3,41 4,19
durchschn. Leerstandsrate in % 11,98 11,96
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 3,15 / 5,00 / 4,15 3,35 / 6,25 / 4,48
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 3,00 / 5,40 / 4,37 3,20 / 6,75 / 4,72
Büro Deutschland* 2.278.299 1.989.342 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 10,83 / 26,55 / 18,78 10,62 / 27,15 / 18,11
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 11,99 / 30,05 11,99 / 29,06
durchschn. Restmietzeit in Jahren 9,05 8,96
durchschn. Leerstandsrate in % 3,85 2,92
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 0,00 / 4,30 / 2,93 0,00 / 4,10 / 3,14
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 3,05 / 4,30 / 3,58 3,45 / 4,60 / 3,82
Büro Osteuropa* 1.995.587 1.977.415 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 11,60 / 21,41 / 14,85 8,82 / 21,36 / 14,62
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 11,65 / 18,74 6,77 / 18,75
durchschn. Restmietzeit in Jahren 3,36 3,12
durchschn. Leerstandsrate in % 14,14 6,49
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 4,60 / 8,50 / 6,62 4,60 / 10,00 / 6,87
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 4,50 / 8,75 / 6,59 4,70 / 12,00 / 6,83
Büro Gesamt 4.625.986 4.333.758
Geschäft Österreich 87.500 90.100 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 12,83 / 12,83 / 12,83 13,38 / 13,38 / 13,38
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 12,86 / 12,86 12,92 / 12,92
durchschn. Restmietzeit in Jahren 2,63 3,13
durchschn. Leerstandsrate in % 12,26 13,12
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 4,65 / 4,65 / 4,65 4,65 / 4,65 / 4,65
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 4,60 / 4,60 / 4,60 4,60 / 4,60 / 4,60
Geschäft Gesamt 87.500 90.100
* Der Buchwert der Klasse „Büro Deutschland“ enthält Nutzungsrechte in Höhe von 389 Tsd € (31.12.2020: 572 Tsd. €) bzw. die Klasse „Büro Osteuropa“ in
Höhe von 33.407 Tsd. € (31.12.2020: 37.245 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
48
Klassifizierung
Bestandsimmobilien inkl.
selbst genutzter
Immobilien
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Inputfaktoren
Bandbreite 2021 Bandbreite 2020
Bewertungsverfahren
Investment Methode
Tsd. € Tsd. €
Hotel Österreich 47.400 60.900 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 10,18 / 10,18 / 10,18 10,04 / 11,05 / 10,18
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 10,00 / 10,00 10,00 / 12,00
durchschn. Restmietzeit in Jahren 5,16 6,93
durchschn. Leerstandsrate in % 0,00 0,00
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 5,75 / 5,75 / 5,75 5,25 / 5,75 / 5,67
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 6,00 / 6,00 / 6,00 5,50 / 6,00 / 5,92
Hotel Deutschland 160.300 169.700 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 15,24 / 15,72 / 15,51 15,41 / 16,97 / 15,71
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 14,24 / 15,13 14,39 / 16,00
durchschn. Restmietzeit in Jahren 14,10 14,49
durchschn. Leerstandsrate in % 0,59 1,05
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 3,75 / 4,10 / 3,91 3,80 / 4,75 / 4,06
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 4,25 / 4,45 / 4,34 4,30 / 5,15 / 4,48
Hotel Gesamt 207.700 230.600
Sonstige Österreich 16.800 17.900 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 1,41 / 1,41 / 1,41 1,35 / 1,35 / 1,35
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 0,98 / 0,98 0,98 / 0,98
durchschn. Restmietzeit in Jahren 1,00 1,02
durchschn. Leerstandsrate in % 0,00 0,00
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 6,20 / 6,20 / 6,20 6,25 / 6,25 / 6,25
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 6,20 / 6,20 / 6,20 6,15 / 6,15 / 6,15
Sonstige Deutschland 64.460 67.110 Ist-Miete €/m² p. M. Min/Max/gew. Mittel 4,51 / 4, 51 / 4,51 3,51 / 7,11 / 4,48
Markt-Miete €/m² p. M. Min/Max 5,48 / 5,48 3,44 / 7,11
durchschn. Restmietzeit in Jahren 0,90 4,60
durchschn. Leerstandsrate in % 2,34 0,76
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 3,65 / 4,55 / 4,27 2,35 / 6,50 / 4,40
Yield
Reversion Min/Max/gew. Mittel
in % 4,65 / 5,05 / 4,90 4,65 / 6,00 / 5,19
Sonstiges Gesamt 81.260 85.010
KONZERNABSCHLUSS
1
49
Klassifizierung Immobilien
in Entwicklung
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Inputfaktoren
Bandbreite 2021 Bandbreite 2020
Bewertungsverfahren
Residualwertverfahren
Tsd. € Tsd. €
Büro Deutschland* 909.510 509.900 Soll-Miete €/m² p. M. Min/Max 18,50 / 37,05 18,50 / 33,50
Baukosten €/m² Min/Max 1.801 / 3.494 1.801 / 3.673
Nebenkosten in % von Baukosten
Min/Max
22,55 / 33,50 19,36 / 32,28
Büro Osteuropa 0 39.100 Soll-Miete €/m² p. M. Min/Max 0,00 15,50 / 15,50
Baukosten €/m² Min/Max 0,00 1.290 / 1.410
Nebenkosten in % von Baukosten
Min/Max
0,00 10,00 / 10,00
Development Gesamt 909.510 549.000
* Der Buchwert der Klasse „Büro Deutschland“ enthält Nutzungsrechte in Höhe von 60 Tsd € (31.12.2020: 0 Tsd. €).
Für Grundst
ücksreserven, auf welchen keine aktiven Entwicklungen in naher Zukunft zu erwarten sind, wird das
Vergleichswertverfahren herangezogen.
Klassifizierung Immobilien
in Entwicklung
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2021
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Inputfaktoren
Bandbreite 2021 Bandbreite 2020
Bewertungsverfahren
Vergleichswert bzw.
Residualwertverfahren
Tsd. € Tsd. €
Grundstücksreserven
Deutschland
187.487 241.986 Wertansatz / m² Grundstücksfläche 2,31 - 22.096,18 2,25 - 22.503,08
Grundstücksreserven
Osteuropa
150 150 Wertansatz / m² Grundstücksfläche 29,87 - 29,87 29,87 - 29,87
Grundstücksreserven
Gesamt 187.637 242.136
Wechselwirkungen zwischen den Inputfaktoren
Die
wesentlichen Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für Bestandsgebäude sind die
tatsächlichen Mieten bzw. Marktmietansätze sowie die Zinssätze (Renditen). Steigende Mieten (z.B. bei knappen
Angebot und erhöhter Nachfrage) hätten zur Folge, dass die Marktwerte ceteris paribus steigen. Umgekehrt gilt, dass bei
entsprechend fallenden Mieten die Marktwerte ceteris paribus sinken.
Steigende Renditen (z.B. der Markt erwartet erhöhte Zinssätze aufgrund von gestiegenen Risiken - Überangebot, etc.)
hätten zur Folge, dass die Marktwerte ceteris paribus fallen. Umgekehrt gilt, dass entsprechend fallende Renditen (z.B.
erhöhte Investorennachfrage nach derartigen Immobilien) die Marktwerte ceteris paribus steigen lassen.
Diese beiden Inputfaktoren wirken verstärkt - sowohl positiv als auch negativ -, wenn sie gemeinsam auftreten. D.h.
eine erhöhte Nachfrage nach Mietflächen sowie gleichzeitig eine erhöhte Investorennachfrage nach derartigen
Immobilien hätte zur Folge, dass die Marktwerte noch stärker steigen. Umgekehrt würde eine geringe Nachfrage nach
Mietflächen sowie gleichzeitig eine gedämpfte Investorennachfrage die Marktwerte entsprechend noch stärker fallen
lassen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
50
Bei Immobilien in Bau kommen noch die Baukosten als weiterer wesentlicher Inputfaktor hinzu. Der Marktwert einer
Immobilie wird im Wesentlichen durch den erwarteten Mietertrag bzw. Rendite geprägt. In diesem Spannungsfeld
werden neue Immobilienprojekte geplant und kalkuliert. Hierbei hat der Inputfaktor „Baukosten“ einen wesentlichen
Einfluss in der Form, dass sich die kalkulierten Baukosten während der Gestehungsphase sowohl marktbedingt (z.B.
Rohstoffknappheit bzw. Überangebot am Markt) als auch planungsbedingt (z.B. bei notwendigen nachträglichen
Änderungen, unvorhersehbaren Hindernissen, nachträglichen Einsparungen, etc.) verändern können. Dies hat
wiederum einen Einfluss auf die Rentabilität des Immobilienprojektes. Diese zusätzlichen Chancen/Risiken werden in
einem Developerprofit (Wagnis/Gewinn) entsprechend berücksichtigt.
Der beizulegende Zeitwert von vermieteten Liegenschaften, Liegenschaften in der Entwicklungs- und
Herstellungsphase sowie von Grundstücksreserven entspricht Stufe 3 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Stufe 3 Stufe 3
Bestandsimmobilien 4.984.297 4.723.068
Immobilien in Entwicklung 1.097.147 791.136
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.081.444 5.514.204
Umgliederungen zwischen den Stufen fanden in 2021 und 2020 nicht statt.
Spiegel nach Klassen
Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der einzelnen Klassen dar, die in der Bemessungshierarchie gemäß
IFRS 13 Level 3 zuzuordnen sind:
Büro Büro Büro Geschäft
Tsd. € Österreich* Deutschland* Osteuropa Österreich
Stand 1.1.2020 356.800 1.467.559 2.009.574 94.000
Zugänge 2.211 23.150 28.868 1.089
Abgänge 0 –152.958 –42.562 0
Erwerb Immobilien und
Immobiliengesellschaften 0 127.495 92.330 0
Bewertung 7.268 190.186 –79.192 –5.044
Umgliederung IFRS 5 0 0 –33.894 0
Umgliederung zwischen Klassen 0 333.214 0 0
Veränderung Anreizvereinbarungen 721 697 2.292 55
Stand 31.12.2020 = 1.1.2021 367.000 1.989.342 1.977.415 90.100
Zugänge 273 8.409 18.459 229
Abgänge –34.941 –1.380 –44.112 0
Bewertung 19.909 268.906 9.512 –2.824
Umgliederung IFRS 5 0 0 –30.339 0
Umgliederung zwischen Klassen 0 13.238 68.450 0
Veränderung Anreizvereinbarungen –141 –216 –3.798 –5
Stand 31.12.2021 352.100 2.278.299 1.995.587 87.500
* Der beizulegende Zeitwert der Klassen „Büro Österreich“ und „Büro Deutschland“ inkludiert jeweils auch den beizulegenden Zeitwert der selbst
genutzten Immobilien.
KONZERNABSCHLUSS
1
51
Hotel Hotel Sonstige Sonstige
Tsd. € Österreich Deutschland Österreich Deutschland
Stand 1.1.2020 74.600 193.100 51.440 60.520
Zugänge 0 90 0 285
Abgänge 0 0 –53.860 0
Bewertung –13.544 –23.840 20.320 –274
Umgliederung zwischen Klassen 0 0 0 6.470
Veränderung Anreizvereinbarungen –156 349 0 109
Stand 31.12.2020 = 1.1.2021 60.900 169.700 17.900 67.110
Zugänge 0 0 0 99
Abgänge –13.098 –11 0 –5.230
Bewertung –535 12.933 –1.100 18.312
Umgliederung IFRS 5 0 –22.201 0 –15.819
Veränderung Anreizvereinbarungen 133 –121 0 –11
Stand 31.12.2021 47.400 160.300 16.800 64.460
Development Development Grundstücksreserven Grundstücksreserven
Tsd. € Deutschland Osteuropa Deutschland Osteuropa
Stand 1.1.2020 516.680 14.930 285.352 145
Zugänge 171.077 20.959 11.267 0
Bewertung 57.270 3.211 47.077 5
Umgliederung IAS 2 0 0 –1.030 0
Umgliederung zwischen Klassen –234.984 0 –100.680 0
Veränderung Anreizvereinbarungen –143 0 0 0
Stand 31.12.2020 = 1.1.2021 509.900 39.100 241.986 150
Zugänge 173.345 15.635 2.218 18
Abgänge 0 0 –36.900 0
Bewertung 202.261 13.715 23.483 –18
Umgliederung IFRS 5 –6.058 0 0 0
Umgliederung zwischen Klassen 30.062 –68.450 –43.300 0
Stand 31.12.2021 909.510 0 187.487 150
Sensitivitäten der
Immobilienbewertung
Bei allen Wertermittlungen geht es um die Einschätzung eines Preises, der bei einer Transaktion am
Wertermittlungsstichtag erzielt werden könnte. Dabei beruhen die Wertermittlungen auf Annahmen, wie z.B. dass ein
geregelter Markt in der Region vorhanden ist. Unvorhergesehene makroökonomische oder politische Krisen können
wesentliche Auswirkungen auf den Markt haben. Dies kann sich in Panikkäufen oder -verkäufen oder in einer
allgemeinen Zurückhaltung gegenüber dem Abschluss von Geschäften äußern. Fällt der Wertermittlungsstichtag in die
unmittelbare Folgezeit eines solchen Ereignisses, können die Daten, auf die sich die Wertermittlung gegebenenfalls
stützt, umstritten, unvollständig oder inkonsistent sein, was sich unweigerlich auf die der Wertermittlung
zuzuschreibende Verlässlichkeit auswirkt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
52
Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie im Jahr 2020 hat viele Aspekte des täglichen Lebens und der globalen
Wirtschaft beeinflusst. Viele Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt. Infolgedessen
war die Marktaktivität seither in vielen Sektoren stark beeinträchtigt. Obwohl die gegenwärtigen wirtschaftlichen
Auswirkungen der Pandemie am Abklingen sind, können die langfristigen Auswirkungen auf die Immobilienmärkte
noch nicht abgeschätzt werden. Einige Immobilienmärkte und -sektoren weisen ein deutlich niedrigeres Niveau an
Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf.
Da die Folgen gegenwärtiger und künftiger Maßnahmen zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar sind, werden die
Auswirkungen von Covid-19 auf die Immobilienmärkte und die Immobilienwerte der Gruppe regelmäßig überprüft.
Bei Objekten mit aktuell hohem Leerstand bzw. mit kurzfristigen Mietverträgen und ohne A-Lage ist der Einfluss der
vom Bewerter getroffenen Annahmen auf den Immobilienwert größer, als dies bei Liegenschaften mit langfristig
vertraglich abgesicherten Zahlungsströmen in A-Lagen der Fall ist.
Die von den externen Sachverständigen ermittelten Immobilienwerte sind von einer Vielzahl von Parametern
abhängig, die teilweise auf komplexe Art und Weise gegenseitige Wechselwirkungen aufweisen. Zum Zwecke einer
Sensitivitätsanalyse für ganze Teilportfolien hinsichtlich der Wertauswirkung von Änderungen eines Parameters
werden nachfolgend einzelne Inputfaktoren variiert (andere Faktoren bleiben unverändert), um mögliche
Veränderungen darzustellen.
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivitäten der beizulegenden Zeitwerte auf eine Änderung der erwarteten
Mieterlöse (für diese Modellzwecke definiert als Marktmiete) und der yields (term yield – Kapitalisierungszinssatz für
die durchschnittliche angenommene Restlaufzeit bestehender Mietverträge und reversionary yield –
Kapitalisierungszinssatz für erwartete Mieteinnahmen nach dem Ablauf der bestehenden Mietverträge) für alle
Bestandsimmobilien mit Ausnahme der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien.
2021
Büro Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,49% 5,86% 11,24% 16,61% 21,98%
–5% –4,79% 0,26% 5,32% 10,38% 15,44%
0% –9,55% –4,78% 0,00% 4,78% 9,55%
+5% –13,86% –9,34% –4,82% –0,30% 4,22%
+10% –17,77% –13,48% –9,20% –4,91% –0,62%
2020
Büro Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,83% 5,99% 11,14% 16,30% 21,46%
–5% –4,41% 0,43% 5,28% 10,12% 14,97%
0% –9,13% –4,57% 0,00% 4,57% 9,13%
+5% –13,41% –9,09% –4,78% –0,46% 3,85%
+10% –17,30% –13,21% –9,12% –5,03% –0,95%
KONZERNABSCHLUSS
1
53
2021
Büro Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,30% 6,95% 11,59% 16,24% 20,89%
–5% –3,20% 1,15% 5,49% 9,83% 14,17%
0% –8,14% –4,07% 0,00% 4,07% 8,14%
+5% –12,61% –8,78% –4,96% –1,14% 2,68%
+10% –16,66% –13,07% –9,47% –5,87% –2,27%
2020
Büro Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,46% 7,07% 11,67% 16,28% 20,88%
–5% –3,07% 1,23% 5,53% 9,82% 14,12%
0% –8,05% –4,02% 0,00% 4,02% 8,05%
+5% –12,54% –8,77% –4,99% –1,22% 2,56%
+10% –16,63% –13,08% –9,53% –5,98% –2,43%
2021
Büro Osteuropa
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,87% 6,92% 11,96% 17,00% 22,05%
–5% –3,81% 0,93% 5,66% 10,40% 15,13%
0% –8,92% –4,46% 0,00% 4,46% 8,92%
+5% –13,54% –9,33% –5,13% –0,92% 3,29%
+10% –17,75% –13,77% –9,78% –5,80% –1,82%
2020
Büro Osteuropa
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,87% 6,80% 11,72% 16,64% 21,57%
–5% –3,69% 0,93% 5,55% 10,17% 14,79%
0% –8,70% –4,35% 0,00% 4,35% 8,70%
+5% –13,23% –9,13% –5,02% –0,92% 3,19%
+10% –17,35% –13,47% –9,59% –5,71% –1,83%
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
54
2021
Geschäft Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,41% 5,98% 11,56% 17,13% 22,70%
–5% –5,03% 0,22% 5,47% 10,73% 15,98%
0% –9,92% –4,96% 0,00% 4,96% 9,92%
+5% –14,35% –9,65% –4,95% –0,25% 4,45%
+10% –18,38% –13,92% –9,45% –4,99% –0,53%
2020
Geschäft Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,60% 5,97% 11,35% 16,72% 22,09%
–5% –4,74% 0,32% 5,37% 10,43% 15,49%
0% –9,55% –4,77% 0,00% 4,77% 9,55%
+5% –13,90% –9,38% –4,86% –0,35% 4,17%
+10% –17,85% –13,57% –9,28% –5,00% –0,72%
2021
Hotel Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,55% 7,52% 12,50% 17,48% 22,46%
–5% –3,37% 1,28% 5,92% 10,57% 15,21%
0% –8,69% –4,35% 0,00% 4,35% 8,69%
+5% –13,51% –9,43% –5,36% –1,28% 2,79%
+10% –17,89% –14,06% –10,23% –6,40% –2,56%
2020
Hotel Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 3,21% 7,54% 11,86% 16,18% 20,51%
–5% –2,41% 1,60% 5,62% 9,63% 13,65%
0% –7,48% –3,74% 0,00% 3,74% 7,48%
+5% –12,06% –8,57% –5,08% –1,59% 1,90%
+10% –16,23% –12,96% –9,70% –6,43% –3,17%
KONZERNABSCHLUSS
1
55
2021
Hotel Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 4,35% 7,64% 10,94% 14,23% 17,53%
–5% –0,88% 2,15% 5,18% 8,21% 11,25%
0% –5,59% –2,80% 0,00% 2,80% 5,59%
+5% –9,86% –7,28% –4,69% –2,10% 0,48%
+10% –13,75% –11,35% –8,95% –6,56% –4,16%
2020
Hotel Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 4,74% 8,07% 11,39% 14,71% 18,04%
–5% –0,71% 2,34% 5,40% 8,45% 11,50%
0% –5,63% –2,81% 0,00% 2,81% 5,63%
+5% –10,08% –7,48% –4,88% –2,28% 0,32%
+10% –14,13% –11,73% –9,32% –6,91% –4,51%
2021
Sonstige Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,55% 6,33% 12,12% 17,90% 23,69%
–5% –5,18% 0,28% 5,74% 11,20% 16,66%
0% –10,33% –5,16% 0,00% 5,16% 10,33%
+5% –14,99% –10,09% –5,19% –0,30% 4,60%
+10% –19,22% –14,57% –9,91% –5,26% –0,61%
2020
Sonstige Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,45% 5,96% 11,47% 16,98% 22,49%
–5% –4,97% 0,23% 5,43% 10,64% 15,84%
0% –9,84% –4,92% 0,00% 4,92% 9,84%
+5% –14,25% –9,59% –4,92% –0,25% 4,42%
+10% –18,27% –13,83% –9,39% –4,95% –0,51%
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
56
2021
Sonstige Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% –0,21% 5,56% 11,34% 17,11% 22,89%
–5% –5,55% –0,09% 5,37% 10,83% 16,29%
0% –10,36% –5,18% 0,00% 5,18% 10,36%
+5% –14,70% –9,78% –4,86% 0,06% 4,99%
+10% –18,65% –13,96% –9,27% –4,58% 0,11%
2020
Sonstige Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,16% 6,45% 11,74% 17,03% 22,32%
–5% –4,38% 0,59% 5,56% 10,53% 15,50%
0% –9,37% –4,68% 0,00% 4,68% 9,37%
+5% –13,88% –9,45% –5,03% –0,60% 3,82%
+10% –17,97% –13,78% –9,60% –5,41% –1,22%
Für
die im Resiudalwertverfahren bewerteten Entwicklungsprojekte wird in der folgenden Tabelle die Sensitivität des
Marktwertes auf eine Erhöhung bzw. Minderung der kalkulierten noch ausstehenden Entwicklungs- und Baukosten
dargestellt. Als Basis wurden die in Bau befindlichen aktiven Projektentwicklungen herangezogen.
2021 Noch ausstehende Investitionskosten
in Mio. € –10% –5% Ausgangwert +5% +10%
Noch ausstehende Investitions-
kosten 1.506,0 1.589,7 1.673,3 1.757,0 1.840,7
Beizulegende Zeitwerte 1.076,8 993,1 909,5 825,8 742,1
Änderung zu Ausgangswert 18,4% 9,2% 0,0% –9,2% –18,4%
2020 Noch ausstehende Investitionskosten
in Mio. € –10% –5% Ausgangwert +5% +10%
Noch ausstehende Investitions-
kosten 1.229,6 1.297,9 1.366,2 1.434,5 1.502,8
Beizulegende Zeitwerte 685,6 617,3 549,0 480,7 412,4
Änderung zu Ausgangswert 24,9% 12,4% 0,0% –12,4% –24,9%
Die Sensitivitätsanalyse der Entwicklungsprojekte basiert zum Bilanzstichtag auf einem durchschnittlichen
Fertigstellungsgrad von rund 27% (2020: 29%), bezogen auf die gesamten Investitionskosten der Projekte. Die
Sensitivität betrifft nur die noch ausstehenden Kosten der Hochbauten. Mit fortschreitendem Fertigstellungsgrad
reduzieren sich die noch ausstehenden Investitionskosten. Basierend auf einem Residualwertverfahren führt dies zu
einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes der Entwicklungsprojekte. Steigen oder sinken die noch ausstehenden
Investitionskosten führt dies ebenfalls im Rahmen des Residualwertverfahrens zu einer gegenläufigen Entwicklung des
beizulegenden Zeitwertes der Entwicklungsprojekte.
KONZERNABSCHLUSS
1
57
3.2. Selbst genutzte Immobilien
Tsd. € Selbst genutzte
Immobilien
Nutzungsrechte selbst
genutzter Immobilien
Summe
Buchwerte
Stand 1.1.2020 7.165 7.865 15.030
Zugänge 0 40 40
Abgänge –47 –23 –70
Abschreibungen –410 –1.694 –2.103
Stand 31.12.2020 6.709 6.188 12.896
Zugänge 7 262 269
Abgänge –14 0 –14
Abschreibungen –410 –1.568 –1.978
Stand 31.12.2021 6.292 4.882 11.174
Nachfolgen
de Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. € Selbst genutzte
Immobilien
Nutzungsrechte selbst
genutzter Immobilien
Summe
Stand 1.1.2020
Anschaffungskosten 10.489 9.648 20.137
Kumulierte Abschreibungen –3.324 –1.783 –5.107
Netto-Buchwerte 7.165 7.865 15.030
Stand 31.12.2020
Anschaffungskosten 10.443 9.625 20.068
Kumulierte Abschreibungen –3.734 –3.437 –7.171
Netto-Buchwerte 6.709 6.188 12.896
Stand 31.12.2021
Anschaffungskosten 10.300 9.231 19.531
Kumulierte Abschreibungen –4.009 –4.349 –8.358
Netto-Buchwerte 6.292 4.882 11.174
W
ertminderung
Bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte (selbst
genutzte Immobilien) führt die CA Immo Gruppe einen Wertminderungstest durch. Dabei wird der erzielbare Betrag für
den jeweiligen Vermögenswert oder die kleinste Gruppe von Vermögenswerten ermittelt, die Mittelzuflüsse aus der
fortgesetzten Nutzung erzeugen die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind
(zahlungsmittelgenerierende Einheit).
Der erzielbare Betrag stellt den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten
(Nettoveräußerungswert) und Nutzungswert des entsprechenden Vermögenswertes (oder der Gruppe) dar. Beim
Nutzungswert handelt es sich um den Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsströme, die voraussichtlich aus der
fortgesetzten Nutzung des Vermögenswertes (oder der Gruppe) und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer
erzielt werden können.
Liegt der erzielbare Betrag einer selbstgenutzten Immobilie unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung auf den
erzielbaren Betrag. Diese Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten
"Abschreibungen und Wertänderungen" ausgewiesen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
58
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis maximal zur Höhe der
fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Klassifizierung von Immobilienvermögen
Immobilien, die für Verwaltungszwecke gehalten werden, sind dem Posten „Selbst genutzte
Immobilien“ zugeordnet, sofern diese Immobilien gesondert veräußert werden können oder deren Eigennutzung mehr
als 5,0% der gesamt nutzbaren Fläche beträgt. Die Nutzungsrechte aus der Anmietung von Flächen für
Verwaltungszwecke wird ebenso in diesem Bilanzposten erfasst.
Wertansatz
Der Wertansatz der selbst genutzten Immobilien erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit den
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. beizulegenden Zeitwert zum Datum der Nutzungsänderung vermindert
um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen. Der Wertansatz der Nutzungsrechte an gemieteten Immobilien
für Verwaltungszwecke erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit dem Barwert der Leasingzahlungen
(Leasingverbindlichkeit), vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen.
Investitionszuschüsse werden als Verminderung der Herstellungskosten dargestellt.
Die planmäßige Abschreibung der selbst genutzten Immobilien beträgt, unter Anwendung des Komponentenansatzes,
für den Rohbau 70 bis 75 Jahre, Fassade 15 bis 70 Jahre, Haustechnik 20 Jahre, Dach 15 bis 20 Jahre sowie
Büroausbauten 10 bis 20 Jahre. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an selbst genutzten Immobilien
erfolgt linear über die erwartete Mietdauer. Diese wird aufgrund der zugrundeliegenden Verträge jeweils individuell
festgelegt.
3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte
Tsd. € Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Nutzungsrechte
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Summe
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Firmenwert Software
Summe
immaterielle
Vermögenswerte
Buchwerte
Stand 1.1.2020 6.978 790 7.768 4.481 687 5.169
Währungsdifferenz –31 –2 –33 0 0 0
Laufende Zugänge 1.269 490 1.759 0 685 685
Abgänge –81 –77 –158 –2.090 –12 –2.102
Abschreibungen –1.290 –515 –1.806 0 –343 –343
Wertminderungen 0 0 0 –410 0 –410
Stand 31.12.2020 6.844 687 7.531 1.981 1.017 2.998
Währungsdifferenz –1 –1 –1 0 0 0
Laufende Zugänge 309 336 645 0 1.727 1.727
Abgänge –33 –43 –76 –9 –3 –12
Abschreibungen –1.299 –367 –1.666 0 –534 –534
Wertminderungen 0 0 0 –762 0 –762
Stand 31.12.2021 5.820 612 6.431 1.211 2.208 3.419
KONZERNABSCHLUSS
1
59
Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. €
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Nutzungsrechte
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Summe
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Firmenwert Software
Summe
immaterielle
Vermögenswerte
Stand 1.1.2020
Anschaffungskosten 13.212 1.231 14.443 14.244 4.698 18.941
Kumulierte
Wertminderungen/Abschreibungen –6.234 –441
–6.675 –9.762 –4.010 –13.773
Buchwerte 6.978 790 7.768 4.481 687 5.169
Stand 31.12.2020
Anschaffungskosten 14.264 1.317 15.581 5.124 5.366 10.490
Kumulierte
Wertminderungen/Abschreibungen –7.420 –630
–8.051 –3.143 –4.349 –7.492
Buchwerte 6.844 687 7.531 1.981 1.017 2.998
Stand 31.12.2021
Anschaffungskosten 14.522 1.138 15.660 5.106 7.062 12.168
Kumulierte
Wertminderungen/Abschreibungen –8.702 –526
–9.228 –3.894 –4.855 –8.749
Buchwerte 5.820 612 6.431 1.211 2.208 3.419
W
ertminderungen
Der Firmenwert wird zu jedem Stichtag einem Wertminderungstest unterzogen, wobei die einzelne Liegenschaft
die zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt. Da aufgrund der spezifischen Charakteristik der angesetzten
Firmenwerte der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nicht ohne die Berücksichtigung der für die
einzelnen Liegenschaften erwarteten Ertragsteuerbelastungen ermittelt werden kann, enthält der Buchwert der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit neben dem zurechenbaren Firmenwert auch die den einzelnen Liegenschaften
direkt zurechenbaren latenten Ertragsteuern. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die
zahlungsmittelgenerierende Einheit erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Dieser wird aus dem beizulegenden Zeitwert
der Liegenschaften abgeleitet, welcher überwiegend durch externe Bewertungsgutachten ermittelt wird. Die Ermittlung
des Barwerts der Ertragsteuerzahlungen erfolgt unter Anwendung der jeweiligen Nach-Steuer-Rendite (bei der
Bewertung der Immobilie angenommenen Rendite abzüglich des Steuereffekts im jeweiligen Land) auf die erwarteten
Ertragsteuerzahlungen.
Beim Wertminderungstest wird basierend auf Erfahrungswerten eine durchschnittliche Restbehaltedauer der
Immobilien in der CA Immo Gruppe zum 31.12.2021 von 1 Jahr unterstellt. Aufgrund des Näherrückens des Endes der
Behaltedauer und der damit verbundenen Verkürzung des Abzinsungszeitraumes ist in den Folgejahren mit weiteren
Wertminderungen des Firmenwertes in Höhe des verminderten Barwertvorteils zu rechnen.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Veränderungen der für den Wertminderungstest
wesentlichen Parameter auf die Wertminderung des Firmenwerts.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
60
2021
Firmenwertänderung in Tsd. €
Änderung der Yield (in % der Ausgangsyield) +5% +5% +10% +10%
Änderung der Marktmiete –5% –10% –5% –10%
Auswirkung auf das Periodenergebnis –30,2 –45,4 –43,1 –57,6
2020
Firmenwertänderung in Tsd. €
Änderung der Yield (in % der Ausgangsyield) +5% +5% +10% +10%
Änderung der Marktmiete –5% –10% –5% –10%
Auswirkung auf das Periodenergebnis –58,9 –91,0 –91,2 –122,7
Immaterielle V
ermögenswerte
Der Firmenwert entspricht jenem Betrag, um den der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung
(i.d.R. der Kaufpreis für den erworbenen Geschäftsbetrieb) und (soweit vorhanden) der für die nicht beherrschenden
Anteile angesetzte Betrag den beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
einschließlich damit zusammenhängender latenter Steuern übersteigt. Er repräsentiert dabei im Wesentlichen jenen
Vorteil, der sich aus der oftmals erst weit in der Zukunft liegenden Fälligkeit der übernommenen passiven latenten
Steuern ergibt. Der Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zu jedem Stichtag auf Wertminderung
geprüft.
Eine etwaige Wertminderung steht in direktem Zusammenhang mit der Reduktion des beizulegenden Zeitwertes der
Immobilien bzw. mit Steuersatzänderungen im Land der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für den
Wertminderungstest werden im Wesentlichen Parameter herangezogen, welche im Rahmen der Immobilienbewertung
von externen Gutachtern festgestellt wurden.
Andere immaterielle Vermögenswerte betreffen vor allem Software und werden zu Anschaffungskosten abzüglich
linearer Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurde für
Software eine Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren angenommen. Die CA Immo Gruppe nimmt das Wahlrecht des IFRS 16
in Anspruch und setzt keine Nutzungsrechte für Software an. Cloud-Software Lösungen werden aufgrund fehlender
Kontrolle über die Software nicht aktiviert und die Kosten dafür über die Vertragslaufzeit im Aufwand erfasst.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Der Wertansatz der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit
den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen. Der
Wertansatz der Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode,
d.h. mit dem Barwert der Leasingzahlungen (Leasingverbindlichkeit), vermindert um planmäßige Abschreibungen
und
Wertminderungen.
Die
planmäßige Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer,
die 2 bis 15 Jahre beträgt. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung
erfolgt linear über die erwartete Mietdauer. Diese wird aufgrund der zugrundeliegenden Verträge jeweils individuell
festgelegt.
KONZERNABSCHLUSS
1
61
3.4. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Eggarten 41.285 41.395
Mainz 13.621 13.866
Übrige 894 2.367
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 55.800 57.629
Zur
CA Immo Gruppe gehören folgende wesentliche Gemeinschaftsunternehmen:
Name Projekt Partner Gesellschaftsanteil
CA Immo Gruppe
(Vorjahr)
Sitz Region/Land
Investment
Art
Investment
Aggregation Anzahl
Gesellschaften
(Vorjahr)
Eggarten
Büschl
Unternehmensgruppe
vertreten durch Park
Immobilien Projekt
Eggarten Holding GmbH
& Co. KG 50% (50%) München Deutschland Entwicklung
Summe
Gesellschaften 2 (2)
Mainz Mainzer Stadtwerke AG 50,1% (50,1%) Mainz Deutschland Entwicklung
Summe
Gesellschaften 2 (3)
Das
Joint Venture „Eggarten“ plant die Entwicklung und den Verkauf von Grundstücken in München. Das Joint
Venture „Mainz“ plant die Erschließung, Entwicklung und den Verkauf von Grundstücken im Mainzer Zollhafen.
Alle Gemeinschaftsunternehmen haben den Stichtag 31.12. und sind nicht börsennotiert. Mit Ausnahme vom Joint
Venture Mainz (Ergebnisanteil zwischen 50% und 30%), entspricht der gehaltene Eigentumsanteil dem Anteil an der
Ergebnisverteilung. Die Abschlüsse der Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden der CA Immo Gruppe erstellt und unter Anwendung der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen.
Gemeinschaftsunternehmen werden in der CA Immo Gruppe aus strategischen Gründen eingegangen und werden als
eigenständige Beteiligungsunternehmen strukturiert. Teilweise betreffen diese gemeinsamen Vereinbarungen Gruppen
von eigenständigen Beteiligungsunternehmen (Summe) oder einzelne Beteiligungsunternehmen (Einzelgesellschaften).
Die Struktur hängt von den strategischen Hintergründen wie z.B. Entwicklung von Immobilien, Finanzierung bzw.
Investitionsvolumen ab.
Zum 31.12.2021 gibt es, wie im Vorjahr, keine nicht angesetzten Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen. Es bestehen
keine, nicht bilanzierten, vertraglichen Verpflichtungen der CA Immo Gruppe zum Erwerb oder zur Veräußerung von
Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen oder von Vermögenswerten in Gemeinschaftsunternehmen.
Die dargestellten Informationen der Gemeinschaftsunternehmen beinhalten keinerlei Konsolidierung innerhalb der
CA Immo Gruppe.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
62
Folgende Tabelle zeigt die Anteile an wesentlichen Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen:
Tsd. € 2021 2020
Eggarten Mainz Eggarten Mainz
Mieterlöse 47 2.150 48 1.689
Abschreibungen und Wertänderungen –5 –75 –5 –152
Finanzierungsaufwand –141 –123 –124 –1.218
Ertragsteuern 128 –2.778 0 –389
Ergebnis der Periode –319 20.970 –372 10.278
Summe sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Summe Gesamtergebnis der Periode –319 20.970 –372 10.278
Langfristiges Vermögen 172 1.262 49 2.540
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 93.418 107.934 91.991 99.014
Liquide Mittel 185 792 115 851
Summe Vermögen 93.776 109.989 92.154 102.404
Sonstige langfristige Schulden 0 41.084 0 41.610
Verzinsliche Verbindlichkeiten 10.287 147 9.151 31
Langfristige Schulden 10.287 41.231 9.151 41.640
Sonstige kurzfristige Schulden 888 24.607 181 23.986
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5 13 5 13
Kurzfristige Schulden 893 24.620 186 23.999
Eigenkapital 82.595 44.138 82.817 36.766
Anteiliges Eigenkapital 1.1. 41.395 18.386 41.581 17.477
Anteiliges Jahresergebnis nach Gesellschaftsanteilen –159 10.479 –186 5.133
Erhaltene Dividenden 0 –6.743 0 –4.224
Anteiliges Eigenkapital 31.12. 41.236 22.122 41.395 18.386
Zwischengewinneliminierung, sonstige
Konsolidierungseffekte und Anpassung an
Ergebnisanteil
49 –8.501 0 –4.520
Buchwert Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
31.12. 41.285 13.621 41.395 13.866
KONZERNABSCHLUSS
1
63
Folgende Tabelle zeigt die Anteile an nicht wesentlichen Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen:
Tsd. € 2021 2020
Anteiliges Eigenkapital 1.1. –650 8.578
Anteiliges Jahresergebnis –2.720 –1.050
Kapitalerhöhungen 105 208
Kapitalherabsetzungen –18 –5.064
Erhaltene Dividenden –899 –3.299
Anteiliges Eigenkapital 31.12. –4.182 –628
Zwischengewinneliminierung und sonstige Konsolidierungseffekte 1.651 –60
Übergangskonsolidierungen 0 –22
Wertberichtigung Ausleihungen und Forderungen 3.425 3.076
Buchwert Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 31.12. 894 2.367
3.5. Übrige V
ermögenswerte
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Sonstiges Finanzvermögen 50.194 45.470
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 38.377 15.258
88.571 60.728
Tsd. € Anschaffungskosten
inkl.
erfolgswirksam
erfasste Zinsen
31.12.2021
Kumulierte
Wertänderung
31.12.2021
Buchwert
31.12.2021
Erfolgswirksame
Wertänderung
2021
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 15.107 –3.425 11.682 –349
Darlehen und Forderungen 15.107 –3.425 11.682 –349
Übrige Beteiligungen 30.540 1.853 32.393 –1.682
Übrige Beteiligungen 30.540 1.853 32.393 –1.682
Zinsswaps 0 5.052 5.052 5.052
Zinsfloors 726 341 1.067 –615
Derivative Finanzinstrumente 726 5.393 6.119 4.437
Summe sonstiges Finanzvermögen 46.373 3.821 50.194 2.406
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
64
Tsd. € Anschaffungs-
kosten inkl.
erfolgswirksam
erfasste Zinsen
31.12.2020
Kumulierte
Wertänderung
31.12.2020
Buchwert
31.12.2020
Erfolgswirksame
Wertänderung
2020
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 12.002 –3.076 8.926 –772
Darlehen und Forderungen 12.002 –3.076 8.926 –772
Übrige Beteiligungen 31.326 3.535 34.861 –5.595
Übrige Beteiligungen 31.326 3.535 34.861 –5.595
Zinsfloors 726 956 1.682 535
Derivative Finanzinstrumente 726 956 1.682 535
Summe sonstiges Finanzvermögen 44.054 1.415 45.470 –5.832
D
ie übrigen Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen eine Minderheitsbeteiligung in Deutschland.
Tsd. € Übrige Beteiligungen
Stand 1.1.2020 41.406
Bewertung (GuV) –5.595
Ausschüttungen/Kapitalrückzahlungen –950
Stand 31.12.2020 = 1.1.2021 34.861
Bewertung (GuV) –1.682
Ausschüttungen/Kapitalrückzahlungen –469
Abgänge –317
Stand 31.12.2021 32.393
D
er beizulegende Zeitwert von übrigen Beteiligungen entspricht Stufe 3 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte
Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 2 Stufe 3 Summe
Derivative Finanzinstrumente FVtPL 6.119 0 6.119 1.682 0 1.682
Übrige Beteiligungen FVtPL 0 32.393 32.393 0 34.861 34.861
Finanzielle Vermögenswerte nach Kategorien 6.119 32.393 38.513 1.682 34.861 36.544
Umgliederung
en zwischen den Stufen fanden in 2021 und 2020 nicht statt.
KONZERNABSCHLUSS
1
65
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen 34.274 11.708
Sonstige Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen 1.351 1.137
Forderungen aus Liegenschafts- und Beteiligungsverkäufen 64 61
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.687 2.353
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 38.377 15.258
Ausleihu
ngen
Vom Unternehmen gewährte Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen werden der Kategorie „AC –
amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der Wertansatz entspricht zum Zeitpunkt des Zugangs
dem beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode und Berücksichtigung von allfälligen Wertminderungen gem. IFRS 9. Grundsätzlich bewertet die
CA Immo Gruppe Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen gemeinsam mit dem Eigenkapitalanteil an diesen
Gesellschaften, weil die Ausleihungen als Teil der Nettoinvestition betrachtet werden. Sofern das Eigenkapital der nach
der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften negativ wird, werden die als Teil der Nettoinvestition betrachteten
Ausleihungen im Ausmaß des noch nicht erfassten weiteren Verlusts abgewertet.
Übrige Beteiligungen
Anteile an Gesellschaften, die aufgrund fehlender Beherrschungsmöglichkeit nicht konsolidiert werden und die
auch keinen maßgeblichen Einfluss auf diese Gesellschaften vermitteln, sind der Kategorie „FVtPL – fair value through
profit or loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zugeordnet. Die Bewertung bei Erwerb dieser Anteile
erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Spätere Wertänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Posten „Ergebnis aus Finanzinvestitionen“ erfasst. Soweit kein auf einem aktiven Markt notierter
Preis vorliegt, wird der beizulegende Zeitwert durch eine interne Wertermittlung, welche bei
Immobilienobjektgesellschaften überwiegend auf externen Gutachten für das gehaltene Immobilienvermögen basiert,
fortgeschrieben.
Langfristige Forderungen
Forderungen aus Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind originäre
Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt notieren und nicht zum Verkauf bestimmt sind. Sie werden der
Bewertungskategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der erstmalige Ansatz
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der
Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von erwarteten Kreditverlusten.
Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvermögen mit einem Zahlungsziel größer als ein Jahr werden zum
jeweiligen Bilanzstichtag mit ihrem Barwert als langfristige Forderungen ausgewiesen.
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen über 12 Monaten
Bei einer längeren Verfügungsbeschränkung von liquiden Mitteln über 12 Monaten erfolgt ein Ausweis im Posten
„Übrige Vermögenswerte“. Die erwarteten Kreditverluste bei liquiden Mitteln werden in Höhe der
Ausfallswahrscheinlichkeiten der jeweiligen Finanzinstitute erfasst.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
66
KAPITEL 4: KURZFRISTIGES VERMÖGEN
4.1. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
Zum 31.12.2021 wurde eine Veräußerungsgruppe mit einer Büroimmobilie in Ungarn mit einem beizulegenden
Zeitwert von 30.339 Tsd. € (31.12.2020: 0 Tsd. €) als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Zudem wurden drei
Immobilien in Deutschland mit einem beizulegenden Zeitwert von 44.078 Tsd. € (31.12.2020: 0 Tsd. €) als zur
Veräußerung gehalten klassifziert. Für diese Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppe wurde durch die
entsprechenden Gremien der CA Immo Gruppe eine Veräußerung beschlossen sowie längstens bis zur Erstellung des
Konzernabschlusses zum 31.12.2021 ein Kaufvertrag abgeschlossen.
Zur Veräußerung gehaltene einzelne Vermögenswerte
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Deutschland - Bestandsimmobilien 38.020 0
Deutschland - Immobilien in Entwicklung 6.058 0
Osteuropa Kernregion - Bestandsimmobilien 30.339 0
Osteuropa übrige Regionen - Bestandsimmobilien 0 33.894
Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen 74.417 33.894
Osteuropa Kernregion - Bestandsimmobilien 1.780 0
Zur Veräußerung gehaltenes sonstiges Vermögen 1.780 0
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte in
Veräußerungsgruppen 76.197 33.894
Die
Neubewertung betrifft mit 0 Tsd. € (2020: 0 Tsd. €) Immobilienvermögen nach der Reklassifizierung als zur
Veräußerung gehaltene Immobilien.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 30.339 33.894
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 137 111
Liquide Mittel 1.643 3.086
Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte 32.119 37.092
Rückstellungen 160 43
Verzinsliche Verbindlichkeiten 0 1.604
Sonstige Verbindlichkeiten 767 0
Passive latente Steuern 1.430 0
Schulden in Veräußerungsgruppen 2.357 1.647
Nettovermögen/-schulden in Veräußerungsgruppen 29.762 35.445
V
on den als IFRS 5
klassifizierten Immobilien sind 15.819 Tsd. € (31.12.2020: 0 Tsd. €) als Besicherung für
Kreditverbindlichkeiten hypothekarisch belastet.
KONZERNABSCHLUSS
1
67
Tsd. € IFRS 5 Immobilien
Stand 1.1.2020 0
Umgliederung IFRS 5 33.894
Stand 31.12.2020 = 1.1.2021 33.894
Abgänge –33.894
Umgliederung IFRS 5 74.417
Stand 31.12.2021 74.417
D
er beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten entspricht Stufe 3 der
Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten“
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als „zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert,
wenn der zugehörige Buchwert voraussichtlich durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung
realisiert wird. Dies ist dann der Fall, wenn die entsprechenden langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen in ihrer gegenwärtigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar sind und eine
Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei ist Voraussetzung, dass der Veräußerungsvorgang voraussichtlich
innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossenen wird. Veräußerungsgruppen umfassen
Vermögenswerte, die im Rahmen einer einheitlichen Transaktion veräußert werden sollen, und die dazugehörigen
Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion ebenfalls übertragen werden sollen.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, werden
prinzipiell zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Davon ausgenommen sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die weiterhin nach dem Modell des
beizulegenden Zeitwertes bewertet werden, verzinsliche Verbindlichkeiten, die weiterhin zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie Ertragsteuern, die gemäß IAS 12 bewertet werden und finanzielle
Vermögenswerte, die gemäß IFRS 9 bilanziert werden.
4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien
31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Anschaffungs-
/Herstellungs-
kosten
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwerte Anschaffungs-
/Herstellungs-
kosten
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwerte
Zu Anschaffungs-/Herstellungskosten
bewertet 82.956 0
82.956 33.042 0 33.042
Zum Nettoveräußerungswert bewertet 9.694 –5.484 4.210 7.288 –5.130 2.158
Summe zum Handel bestimmte
Immobilien 92.650 –5.484 87.166 40.330 –5.130 35.200
D
ie Erhöhung der Anschaffungs-/Herstellungskosten in 2021 resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von
städtebaulichen Verpflichtungen.
Der beizulegende Zeitwert der zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanzierten zum Handel bestimmten Immobilien
beträgt 169.788 Tsd. € (31.12.2020: 113.724 Tsd. €) und entspricht Stufe 3 der Bemessungshierarchie.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
68
Für 15.824 Tsd. € (31.12.2020: 31.441 Tsd. €) der zum Handel bestimmten Immobilien mit einem Marktwert
von 37.371 Tsd. € (31.12.2020: 104.856 Tsd. €) wird eine Realisierung nach mehr als 12 Monaten erwartet. Dies sind 9
Liegenschaften (31.12.2020: 13 Liegenschaften) in Deutschland und betreffen im Wesentlichen Grundstücksreserven in
München.
Klassifizierung als „zum Handel bestimmt“
Immobilienvermögen wird als „zum Handel bestimmt“ ausgewiesen, wenn die entsprechende Liegenschaft zum
Verkauf im normalen Geschäftsbetrieb vorgesehen ist oder deren konkrete Entwicklung aufgrund der Absicht eines
späteren Verkaufs im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs begonnen wurde (oder ein entsprechendes Forward-Sale-
Agreement geschlossen wurde).
Wertansatz
Die Bewertung der zum Handel bestimmten Immobilien erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder
Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert zum jeweiligen Bilanzstichtag.
4.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Tsd. € Buchwert
31.12.2021
Buchwert
31.12.2020
Forderungen aus Vermietung und Dienstleistungen 16.736 19.220
Forderungen aus Immobilienhandel und Bauleistungen (zeitraumbezogene Realisierung) 280 18.618
Forderungen aus Liegenschafts- und Beteiligungsver-/ankäufen 4.446 60.164
Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen 5.931 6.060
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen 5.918 10.306
Übrige Forderungen 8.772 6.962
Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 42.084 121.330
Übrige Forderungen gegenüber Finanzämtern 9.519 11.786
Sonstige nicht finanzielle Forderungen 4.124 3.259
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 13.643 15.045
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 55.727 136.375
Der
Buchwert der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte ergibt sich auf Basis der Nominale und
Wertberichtigungen wie folgt:
Tsd. € Nominale Erwartete
Kreditverluste
Buchwert Nominale Erwartete
Kreditverluste
Buchwert
31.12.2021 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020
Forderungen und sonstige
finanzielle Vermögenswerte 51.211 –9.127
42.084 130.292 –8.962 121.330
Sonstige nicht-finanzielle
Vermögenswerte 13.643 0
13.643 15.045 0 15.045
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 64.853 –9.127 55.727 145.337 –8.962 136.375
W
KONZERNABSCHLUSS
1
69
Die Entwicklung der erwarteten Kreditverluste der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt
dar:
Tsd. € 2021 2020
Stand 1.1. –8.962 –4.852
Zuführung (Aufwendungen für Wertberichtigungen) –3.451 –6.177
Verbrauch 652 399
Auflösung 2.662 1.556
Umgliederung IFRS 5 0 37
Währungsumrechnungsdifferenz –28 74
Stand 31.12. –9.127 –8.962
D
ie folgende Tabelle zeigt das Risikoprofil der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte basierend auf
deren Fälligkeiten:
Fälligkeiten Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 2021 2020
Tsd. €
Nicht fällig 34.101 108.965
Überfällig <31 Tage 2.512 4.358
Überfällig 31-90 Tage 454 1.924
Überfällig >90 Tage 5.017 6.083
Überfällig gesamt 7.983 12.365
Summe 42.084 121.330
Die
Veränderungen in den Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Forderungen Vertrags-
vermögenswerte
Vertrags-
verbindlichkeiten
Forderungen
Vertrags-
vermögenswerte
Vertrags-
verbindlichkeiten
Stand am 1.1. 18.618 0 0 17.342 0 0
Erhöhung aufgrund Veränderung
des Fertigstellungsgrads
0 0 0 0 42.860 0
Umbuchung zwischen
Vertragsvermögenswerten und
Forderungen
0 0 0 42.860 –42.860 0
Erhaltene Zahlungen –17.845 0 0 –42.106 0 0
Nachträgliche Änderungen /
Kaufpreisreduktion
–748
Zinsen
Finanzierungskomponente
255 0 0 523 0 0
Stand am 31.12. 280 0 0 18.618 0 0
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
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70
Für bestehende Verträge zum 31.12.2021 betragen die zukünftig erwarteten zeitraumbezogenen Erlöse aus
Immobilienhandel und Bauleistungen 0 Tsd. € (31.12.2020: 0 Tsd. €).
Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind originäre
Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt notieren und nicht zum Verkauf bestimmt sind. Sie werden der
Bewertungskategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der erstmalige Ansatz
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der
Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von erwarteten Kreditverlusten.
Ein erwarteter Kreditverlust bei Forderungen wird in Abhängigkeit des Mahnstandes, der Außenstandsdauer und des
Zahlungsverhaltens des jeweiligen Schuldners unter Berücksichtigung der erhaltenen Sicherheiten gebildet. Dabei
kommt das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 für Leasingforderungen zur Anwendung, sodass die
erwarteten Kreditverluste für die gesamte Restlaufzeit des Instruments erfasst werden. Sofern eine Forderung
tatsächlich uneinbringlich geworden ist, wird sie ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge von bereits
ausgebuchten Forderungen werden erfolgswirksam erfasst. Die CA Immo Gruppe beschränkt das Kreditrisiko vor allem
durch Sicherheiten wie Kautionen, Bankgarantien oder ähnlichen Sicherstellungen. Derzeit gibt es folgende
Risikokategorien:
Stufe Beschreibung Erwarteter Kreditverlust
1 (geringes Risiko) Geringes Ausfallsrisiko; zeitgerechte Zahlungen der Vertragspartei 12 Monats-Kreditverlust
2 (erhöhtes Risiko oder vereinfachtes
Verfahren)
Überfällige Forderungen und aufgrund der Anwendung des
vereinfachten Verfahrens fallen in diese Kategorie alle
Leasingforderungen.
über die Laufzeit erwartete
Kreditverluste
3 (hohes Risiko aufgrund
Zahlungsverzug)
Bonitätsbeeinträchtigungen wie dauerhaft ausbleibende Zahlungen,
Konkurs oder Insolvenzverfahren
über die Laufzeit erwartete
Kreditverluste
4 (Ausbuchung) Keine erwarteten Zahlungseingänge. Vollständige Abschreibung. Bei
finalem Ausfall erfolgt die
Ausbuchung.
Die
CA Immo Gruppe setzt aus Vereinfachungsgründen die erwarteten Kreditverluste auf Basis der Überfälligkeiten
und erwarteten Insolvenzquoten je Land an (für Stufe 2 bzw. Stufe 3). Für geringe Risiken (Stufe 1) werden auf Basis
der erwarteten Restlaufzeit (max. 12 Monate) die erwarteten Kreditverluste basierend auf beispielsweise CDS-
Ausfallsquoten bzw. erwartete Kreditverluste erfasst.
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen
Liquide Mittel mit einer Verfügungsbeschränkung von mehr als 3 Monaten aber weniger als 12 Monaten werden
im Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ ausgewiesen.
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, abgegrenzte
unfertige Leistungen, Forderungen gegenüber Finanzämtern, vorausbezahlte Aufwendungen und
Vertragsvermögenswerte (gem. IFRS 15). Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen
bzw. bei Vertragsvermögenswerten abzüglich erwarteter Kreditverluste.
Erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung eines Bauprojekts (z.B. bei Eigentumswohnungen) anhand des
Fertigstellungsgrads, sind gemäß IFRS 15 vertragliche Vermögenswerte bzw. vertragliche Verbindlichkeiten zu erfassen.
Der Ausweis dieser Posten erfolgt saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen im Falle eines
KONZERNABSCHLUSS
1
71
Vermögenswerts
unter dem Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ und im Falle einer Verbindlichkeit
unter dem Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“.
4.4. Liquide Mittel
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Guthaben bei Kreditinstituten 633.130 922.346
Guthaben bei Kreditinstituten mit Verfügungsbeschränkung 0 13.116
Kassenbestand 18 20
Fonds der liquiden Mittel 633.148 935.482
Erwartete Kreditverluste bei liquiden Mitteln –31 –619
Liquide Mittel (Bilanz) 633.117 934.863
Liquide Mittel
umfassen Bargeld, jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie Festgelder mit einer
ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Darüber hinaus enthält dieser Posten Guthaben bei
Kreditinstituten, die einer Verfügungsbeschränkung von maximal drei Monaten unterliegen und auf die die
CA Immo Gruppe nur eingeschränkten Zugriff hat. Sie dienen der Besicherung der laufenden Kreditrückzahlungen
(Tilgung und Zinsen) oder betreffen Mittel für laufende Investitionen in Entwicklungsprojekte.
Die erwarteten Kreditverluste bei liquiden Mitteln werden in Höhe der Ausfallswahrscheinlichkeiten der jeweiligen
Finanzinstitute erfasst. Dabei wird zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste eine Restlaufzeit der
Finanzinstrumente herangezogen, die die CA Immo Gruppe erwartungsgemäß benötigt, um liquide Mittel zu anderen
Finanzinstituten zu transferieren.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
72
KAPITEL 5: EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG
5.1. Eigenkapital
Als Grundkapital wird das voll eingezahlte Nominalkapital der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit
774.229.017,02 € (31.12.2020: 718.336.602,72 €) ausgewiesen. Es ist zerlegt in 106.496.422 Stück (31.12.2020:
98.808.332) Inhaberaktien sowie 4 nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je
7,27 €. Die Namensaktien werden von der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group
verwaltete Gesellschaft, gehalten und berechtigen zur Nominierung von je einem Aufsichtsrat. Aktuell besteht der
Aufsichtsrat aus fünf von der Hauptversammlung gewählten sowie zwei mittels Namensaktien entsendeten
Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertretern.
Aufgrund der Change-of-Control-Klausel der Wandelschuldverschreibung, die durch das Angebot der SOF-11 Klimt
CAI S.à r.l. ausgelöst wurde, haben fast alle Inhaber der Wandelanleihe ihr Wandlungsrecht ausgeübt. Die
Wandlungsrechte wurden per 30.4.2021 bzw. per 13.9.2021 durch bedingtes Kapital und teilweise durch die Ausgabe
von neuen Aktien bedient. Insgesamt erhöhte sich das Grundkapital im Berichtsjahr von 718.336.602,72 € um
55.892.414,30 € auf 774.229.017,02 € und verteilt sich auf vier Namensaktien und 106.496.422 Stück auf den Inhaber
lautende Stammaktien. Die verbleibenden ausstehenden Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von 100 Tsd. €
wurden in bar zurückgezahlt.
Per 31.12.2021 hielt die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 eigene Aktien (31.12.2020: 5.780.037 eigene
Aktien). Bei einer Gesamtzahl von 106.496.426 (31.12.2020: 98.808.336) Stück ausgegebenen stimmberechtigten Aktien
entspricht dies rund 5,4% (31.12.2020: 5,8%) der stimmberechtigten Aktien.
Die im Einzelabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ausgewiesene gebundene Kapitalrücklage
beträgt 998.959 Tsd. € (31.12.2020: 854.842 Tsd. €). Eine Gewinnausschüttung kann höchstens bis zum Betrag des im
Einzelabschluss nach österreichischem Unternehmensgesetzbuch (UGB) ausgewiesenen Bilanzgewinnes abzüglich
gesetzlich bestehender Ausschüttungssperren der Muttergesellschaft erfolgen. Im Mai 2021 wurde gemäß Beschluss der
34. ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 € (2020: 1,00 €) je dividendenberechtigter Aktie, somit
insgesamt
100.645 Tsd. € (2020: 93.028 Tsd. €), an die Aktionäre ausgeschüttet. Mit Schreiben vom 3.11.20
21
beantragte
die Mehrheitsaktionärin SOF-11 Klimt CAI S.à r.l, Luxembourg, die Einberufung einer außerord
entlichen
H
auptversammlung, die über Sonderdividenden von in Summe 5,00 € je dividendenberechtigter Aktie beschließe
n
soll.
Gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2021 erfolgt die Ausschüttung
der
Sonderdividenden in zwei Tranchen von je 2,50 € je dividendenberechtigter Aktie. Die erste Tranche wurde am
15.12.2021
ausbezahlt; die zweite Tranche wurde am 15.3.2022 beza
hlt.
Der zum 31.12.2021 ausgewiesene Bilanzgewinn der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft in Höhe von
440.139 Tsd. € (31.12.2020: 897.605 Tsd. €) unterliegt in Höhe der aktiven latenten Steuer von 665 Tsd. € einer
Ausschüttungssperre (31.12.2020: keine Ausschüttungssperre). Der Vorstand der CA Immo AG schlägt vor, vom
ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31.12.2021 in Höhe von 440.139 Tsd. € keine Dividende an die Aktionäre
auszuschütten. Der Bilanzgewinn in Höhe von 440.139 Tsd. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der
Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats. Hintergrund
dieser Entscheidung ist neben dem aktuellen geopolitischen Umfeld und der gestiegenen Unsicherheit und Volatilität
an den Märkten die Tatsache, dass nach der Zahlung der 1. Tranche am 15.12.2021 in Höhe von 2,50 € je Aktie am
15.3.2022 auch die 2. Tranche der in der außerordentlichen Hauptversammlung am 30.11.2021 beschlossenen
Sonderdividende von 2,50 € je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet wurde.
Zum Stichtag 31.12.2021 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 350.069.852,74 €, das bis
längstens 18.9.2023 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 143.667.319,09 €
zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, die zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der
Hauptversammlung vom 9.5.2018 ausgegeben werden (bedingtes Kapital 2018).
KONZERNABSCHLUSS
1
73
5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten
31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € kurzfristig langfristig Summe kurzfristig langfristig Summe
Wandelschuldverschreibung 0 0 0 362 193.846 194.207
Unternehmensanleihen 158.144 1.278.841 1.436.985 123.983 1.418.027 1.542.011
Anleihen 158.144 1.278.841 1.436.985 124.345 1.611.873 1.736.218
Kredite 235.946 871.227 1.107.173 77.309 968.660 1.045.969
Leasingverbindlichkeiten 3.320 36.466 39.786 3.647 41.627 45.275
Übrige verzinsliche
Verbindlichkeiten 239.265 907.693 1.146.959 80.956 1.010.288 1.091.244
397.409 2.186.534 2.583.943 205.301 2.622.161 2.827.462
Die
Wandelschuldverschreibung wurde in 2021 mit einem Nominale von 199.900 Tsd. € in Aktien gewandelt. Die
verbleibenden 100 Tsd. € Nominale wurden in bar zurückgezahlt.
Die Vertragswährung der Kreditverbindlichkeiten und Anleihen ist zu 100% der Euro (31.12.2020: 100% in EUR).
Anleihen
31.12.2021 Nominale
in Tsd. €
Buchwerte
exkl. Zinsen
in Tsd. €
Zins-
abgrenzung
in Tsd. €
Nominal-
zinssatz
Effektiv-
zinssatz
Begebung Rückzahlung
Anleihe 2015-2022 142.411 142.397 3.412 2,75% 2,83% 17.2.2015 17.2.2022
Anleihe 2016-2023 116.621 116.506 2.794 2,75% 2,84% 17.2.2016 17.2.2023
Anleihe 2017-2024 175.000 174.490 2.814 1,88% 2,02% 22.2.2017 22.2.2024
Anleihe 2018-2026 150.000 147.882 2.148 1,88% 2,24% 26.9.2018 26.3.2026
Anleihe 2020-2027 500.000 494.280 3.955 0,88% 1,11% 5.2.2020 5.2.2027
Anleihe 2020-2025 350.000 345.682 623 1,00% 1,34% 27.10.2020 27.10.2025
Gesamt 1.434.032 1.421.238 15.747
31.12.2020 Nominale
in Tsd. €
Buchwerte
exkl. Zinsen
in Tsd. €
Zins-
abgrenzung
in Tsd. €
Nominal-
zinssatz
Effektiv-
zinssatz
Begebung Rückzahlung
Wandelschuld-
verschreibung 200.000
193.846 362 0,75% 2,57% 4.10.2017 4.4.2025
Anleihe 2015-2022 142.411 142.290 3.381 2,75% 2,83% 17.2.2015 17.2.2022
Anleihe 2016-2023 116.621 116.399 2.780 2,75% 2,84% 17.2.2016 17.2.2023
Anleihe 2016-2021 107.450 107.360 941 1,88% 2,03% 12.7.2016 12.7.2021
Anleihe 2017-2024 175.000 174.244 2.791 1,88% 2,02% 22.2.2017 22.2.2024
Anleihe 2018-2026 150.000 147.365 2.152 1,88% 2,24% 26.9.2018 26.3.2026
Anleihe 2020-2027 500.000 493.166 3.957 0,88% 1,11% 5.2.2020 5.2.2027
Anleihe 2020-2025 350.000 344.562 623 1,00% 1,34% 27.10.2020 27.10.2025
Gesamt 1.741.482 1.719.233 16.985
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
74
Die Unternehmensanleihen unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um
Kennzahlen wie Verschuldungsgrad (Loan-to-Value Ratios) und Zinsdeckung. Die Mittelverwendung der Anleihe 2020-
2025 (Green Bond) ist an die im Green Bond Framework definierten Allokationsvorschriften gebunden.
Zum 31.12.2021 liegen keine Brüche (31.12.2020: keine Brüche) der Financial Covenants vor.
Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten
Die Konditionen der übrigen verzinslichen Verbindlichkeiten stellen sich zum 31.12.2021 bzw. 31.12.2020 wie folgt
dar:
31.12.2021
Art der Finanzierung und
Währung
Effektivverzinsung
per 31.12.2021
in %
Zinsen
variabel/fix/hedged
Fälligkeit Nominale
in Tsd. €
Buchwert
in Tsd. €
Beizulegender
Zeitwert der
Verbindlichkeit
in Tsd. €
Kredite 0,70%-1,58% variabel 6/2022 - 3/2032 262.583 260.129 260.129
Kredite 0,90%-1,73% hedged 6/2024 - 12/2032 565.425 561.926 561.926
Kredite 0,70%-3,95% fix 12/2022 - 6/2030 285.300 285.117 286.787
Kredite gesamt 1.113.308 1.107.173 1.108.842
Leasingverbindlichkeiten
(IAS 40) 0,14%-6,94% fix 3/2022-8/2104 84.562
33.858
Leasingverbindlichkeiten
(sonstige) 0,06%-3,87% fix 1/2022-12/2025 6.123
5.928
1.203.993 1.146.959 1.108.842
31.12.2020
Art der Finanzierung und
Währung
Effektivverzinsung
per 31.12.2020
in %
Zinsen
variabel/fix/hedged
Fälligkeit Nominale
in Tsd. €
Buchwert
in Tsd. €
Beizulegender
Zeitwert der
Verbindlichkeit
in Tsd. €
Kredite 0,70%-1,85% variabel 3/2021 - 3/2032 182.718 180.196 180.196
Kredite 0,90%-2,64% hedged 12/2021 - 12/2032 580.363 575.487 575.487
Kredite 0,70%-3,95% fix 12/2022 - 6/2030 290.840 290.286 299.288
Kredite gesamt 1.053.921 1.045.969 1.054.971
Leasingverbindlichkeiten
(IAS 40) 0,81%-6,94% fix 3/2021-8/2104 96.510
37.911
Leasingverbindlichkeiten
(sonstige) 0,41%-3,87% fix 1/2021-12/2025 7.665
7.364
1.158.096 1.091.244 1.054.971
Für
die variabel verzinsten Kredite existieren zusätzliche Zinsderivate mit einem Nominale von 9.635 Tsd. €
(31.12.2020: 9.978 Tsd. €), um Auswirkungen von Zinsänderungen zu reduzieren.
Die Bankfinanzierungen in der CA Immo Gruppe unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind bei
Bestandsimmobilien in der Regel LTV (Loan to Value, d.h. Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und dem aktuellen
beizulegenden Zeitwert des Objekts), ISCR (Interest Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von Mieterträgen zu
Zinsaufwendungen einer Periode) und DSCR (Debt Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von Mieteinnahmen zum
KONZERNABSCHLUSS
1
75
Schuldendienst einer Periode) bzw. bei Projektfinanzierungen LTC (Loan to Cost, d.h. Verhältnis zwischen
Darlehenshöhe und den Gesamtkosten des Projekts) und ISCR (Interest Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von
geplanten künftigen Mieteinnahmen zum Zinsaufwand einer Periode).
Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen zum Stichtag vertragliche Bedingungen (Financial Covenants) nicht
erfüllt wurden und diese Verletzung der Vertragsbedingungen dem Kreditgeber die prinzipielle Möglichkeit einer
vorzeitigen Kündigung bieten, werden unabhängig von der vertraglich vorgesehenen Restlaufzeit unter den
kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dies gilt ungeachtet vom Verhandlungsstand mit den
Banken bezüglich einer Weiterführung bzw. Änderung der Kreditverträge. Zum 31.12.2021 betraf dies keine Kredite
(31.12.2020: keine Kredite).
Verzinsliche Verbindlichkeiten werden der Kategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten)
zugeordnet und bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich Transaktionskosten bzw.
bei Leasingverbindlichkeiten als Barwert künftiger Leasingzahlungen angesetzt. Ein Unterschied zwischen dem
erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag bzw. zwischen dem Barwert und dem Nominale der
Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt und im
Finanzierungsaufwand erfasst. Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IAS 23 werden Fremdkapitalkosten als
Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert.
Bei einer Wandelschuldverschreibung ist prinzipiell eine Trennung des Finanzinstruments in eine
Eigenkapitalkomponente und eine Fremdkapitalkomponente erforderlich. Die Wandelanleihe enthielt aufgrund der
Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat. Eingebettete Derivate sind
grundsätzlich gesondert vom Basisvertrag zu bilanzieren und zu bewerten, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und
Risiken nicht eng mit jenen des Basisvertrags verbunden sind, sie auch eigenständig die Definition eines Derivats
erfüllen würden und das Gesamtinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die
Fremdkapitalkomponente entspricht beim erstmaligen Ansatz dem beizulegenden Zeitwert einer ähnlichen
Verbindlichkeit, die keine Option zur Umwandlung in Eigenkapitalinstrumente enthält. Direkt zurechenbare
Transaktionskosten werden der Fremdkapitalkomponente zugeschlagen. Im Rahmen der Folgebewertung werden die
Verbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen der Kategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte
Anschaffungskosten) zugeordnet und unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Wird die Änderung von Vertragsbedingungen bei Verbindlichkeiten wie eine Tilgung (d.h. die im Vertrag genannten
Verpflichtungen sind aufgehoben bzw. der 10% Barwerttest wird nicht eingehalten) bilanziert, so sind alle angefallenen
Aufwendungen und Gebühren als Teil des Gewinns- oder Verlusts aus der Tilgung zu erfassen. Wird dieser Austausch
oder die Änderung nicht wie eine Tilgung erfasst, so führt eine Kreditmodifikation zu einer Anpassung des Buchwerts
der Verbindlichkeit. Die Barwertänderung durch die Kreditmodifikation ist erfolgswirksam zu erfassen und über die
Restlaufzeit mittels Effektivzinsmethode entsprechend zu amortisieren.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
76
5.3. Sonstige Verbindlichkeiten
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
kurzfristig langfristig Summe kurzfristig langfristig Summe
Beizulegender Zeitwert
Derivatgeschäfte 0 20.960 20.960 235 84.975 85.210
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 19.815 5.494
25.309 17.722 6.501 24.224
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 123 0
123 1.445 0 1.445
Kautionen 5.883 10.495 16.379 4.812 11.863 16.675
Offene Kaufpreise 564 340 904 941 347 1.288
Betriebskostenabrechnungen 2.401 0 2.401 2.294 0 2.294
Übrige 257.904 10.598 268.501 8.027 9.108 17.134
Finanzielle Verbindlichkeiten 286.690 26.927 313.617 35.241 27.819 63.060
Betriebliche Steuern 4.672 0 4.672 4.089 0 4.089
Erhaltene Anzahlungen 9.331 300 9.631 3.540 283 3.823
Im Voraus erhaltene Mieten und
sonstige nicht finanzielle
Verbindlichkeiten 4.854 2.127
6.982 3.827 425 4.252
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 18.857 2.427 21.284 11.456 708 12.164
Summe sonstige Verbindlichkeiten 305.547 50.314 355.861 46.932 113.503 160.434
In
der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2021 wurde die Ausschüttung der Sonderdividenden in zwei
Tranchen beschlossen. Die erste Tranche wurde am 15.12.2021 ausbezahlt; die zweite Tranche ist am 15.3.2022 fällig
und zum 31.12.2021 in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten wie jene aus Lieferungen und Leistungen werden der Kategorie „AC – amortised
cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet und im Zeitpunkt des Zuganges zum beizulegenden Zeitwert,
danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der beizulegende Zeitwert regelmäßig der
geschätzten Summe aller künftigen Auszahlungen.
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert
erfasst und mit einem frist- und risikogerechten Marktzinssatz aufgezinst.
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern bzw.
Sozialversicherungsträgern, erhaltene Mietvorauszahlungen bzw. Anzahlungen, erhaltene Dividendenvorauszahlungen
sowie Vertragsverbindlichkeiten (gem. IFRS 15). Sie werden im Zugangszeitpunkt mit jenem Betrag angesetzt, der dem
voraussichtlichen Ressourcenabfluss bzw. den Anschaffungskosten (vereinnahmten Betrag) entspricht. Bei der
Folgebewertung werden Wertänderungen (inkl. Aufzinsungen) erfolgswirksam erfasst.
Erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung eines Bauprojekts (z.B. bei Eigentumswohnungen) anhand des
Fertigstellungsgrads, sind gemäß IFRS 15 vertragliche Vermögenswerte bzw. vertragliche Verbindlichkeiten zu erfassen.
Der Ausweis dieser Posten erfolgt saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen im Falle eines
Vermögenswerts unter dem Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ und im Falle einer Verbindlichkeit
unter dem Posten „Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten“.
KONZERNABSCHLUSS
1
77
5.4. Schulden in Veräußerungsgruppen
Wir verweisen auf die Darstellung und Erläuterungen in Kapitel 4.1. „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Schulden“.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
78
KAPITEL 6: RÜCKSTELLUNGEN
6.1. Rückstellungen
Tsd. € Dienst-
nehmer
Bauleistungen Nachlaufende
Kosten
verkaufter
Immobilien
Sonstige
Summe
Stand 1.1.2021 17.694 42.619 43.911 47.434 151.658
Verbrauch –10.266 –39.581 –9.507 –34.584 –93.938
Auflösung –926 –2.030 –2.847 –3.259 –9.062
Neubildung 13.980 82.897 3.243 14.828 114.949
Abgang durch Entkonsolidierung 0 0 0 –61 –61
Umgliederung zu IFRS 5 0 –57 0 –151 –208
Aufzinsung 34 0 1 0 35
Währungsumrechnungsdifferenz 12 249 0 22 284
Stand 31.12.2021 20.529 84.098 34.802 24.229 163.657
davon kurzfristig 13.054 65.951 10.099 24.228 113.333
davon langfristig 7.474 18.146 24.703 0 50.323
D
ie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Dienstleistungen (Abschlussprüfung,
Steuer- und Rechtsberatung), Grund- und Gebäudesteuern, Grunderwerbsteuern, Betriebskosten der Immobilien,
Gewährleistungen und Zinsen im Zusammenhang mit Steuerprüfungen.
Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die CA Immo Gruppe eine rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung
gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese
Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Insbesondere bei Rückstellungen für Bauleistungen und
nachlaufende Kosten verkaufter Immobilien ist es erforderlich, dass beispielsweise Schätzungen zum
Leistungsfortschritt eines Bauprojekts, qualitative Beurteilungen von Leistungen von Lieferanten, Preisrisiken oder zur
konkreten Erfüllung bzw. zum Umfang einer Verpflichtung, vorgenommen werden. Diese Rückstellungen werden mit
jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nach bester Schätzung ermittelt
werden kann. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung
wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Rückstellungen für Dienstnehmer
Die Rückstellungen für Dienstnehmer betreffen im Wesentlichen Prämien in Höhe von 15.267 Tsd. € (31.12.2020:
11.819 Tsd. €), die Nettoposition der Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen in Höhe von 2.584 Tsd. €
(31.12.2020: 3.166 Tsd. €), den Barwert der langfristigen Verpflichtungen für Abfertigungen in Höhe von 396 Tsd. €
(31.12.2020: 505 Tsd. €), sowie noch nicht konsumierten Urlaub in Höhe von 1.616 Tsd. € (31.12.2020: 1.446 Tsd. €).
Die Rückstellung für Prämien enthält neben Bonusrückstellungen auch Rückstellungen für das LTI (Long Term
Incentive)-Programm. Der langfristige Teil der LTI Rückstellung beträgt 1.428 Tsd. € (31.12.2020: 600 Tsd. €), der
kurzfristige Teil 364 Tsd. € (31.12.2020: 195 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
1
79
Der Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungszahlungen hat sich wie folgt entwickelt:
Tsd. € 2021 2020
Barwert der Verpflichtungen am 1.1. 505 336
Verbrauch Rückstellung –202 0
Laufender Dienstzeitaufwand 67 178
Zinsaufwand 2 –1
Neubewertung 23 –8
Barwert der Verpflichtungen am 31.12. 396 505
D
ie erfahrungsbedingten Berichtigungen des Barwertes der Verpflichtung, hinsichtlich der Änderungen von
Schätzungen der Fluktuationsraten, Frühverrentungs- oder Sterblichkeitsquoten, sind unwesentlich.
Nettoposition Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen
Die CA Immo Gruppe hat für leistungsorientierte Altersvorsorgepläne in Deutschland eine Rückdeckungsversicherung
abgeschlossen, die die Voraussetzung für die Darstellung als Planvermögen erfüllt. Zum Bilanzstichtag übersteigt der
Barwert dieser Pensionsverpflichtungen das Planvermögen, sodass die Nettoposition in den Rückstellungen gezeigt
wird.
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Barwert der Verpflichtung –9.514 –10.166
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 6.930 7.001
In der Bilanz erfasste Nettoposition –2.584 –3.166
Finanzielle Berichtigungen des Barwertes der Verpflichtung 477 –120
Erfahrungsbedingte Berichtigungen des beizulegenden Zeitwertes der
Verpflichtung
–33 –36
D
ie Entwicklung der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
Tsd. € 2021 2020
Verpflichtungsumfang am 1.1. –10.166 –10.124
Laufende Zahlung 258 196
Zinsaufwand –49 –82
Neubewertung 444 –156
Verpflichtungsumfang am 31.12. –9.514 –10.166
Planvermögen am 1.1. 7.001 7.083
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 34 57
Neubewertung 171 67
Laufende Zahlung –275 –207
Planvermögen am 31.12. 6.930 7.001
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
80
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde folgender Ertrag/Aufwand erfasst:
Tsd. € 2021 2020
Zinsaufwand –49 –82
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 34 57
Pensionsaufwand –15 –25
Im
sonstigen Ergebnis wurden folgende Wertänderungen vor Steuern erfasst:
Tsd. € 2021 2020
Neubewertung der Pensionsverpflichtung 444 –156
Neubewertung des Planvermögen 171 67
IAS 19 Rücklage 615 –89
D
ie Sensitivitätsanalyse hinsichtlich der finanzmathematischen Annahme stellt sich wie folgt dar:
2021
Tsd. €
–0,25% +0,25%
Zinssatzänderung um 0,25 Prozentpunkte –394 371
Rententrendänderung um 0,25 Prozentpunkte 326 –342
2020
Tsd. € – 0,25% + 0,25%
Zinssatzänderung um 0,25 Prozentpunkte –442 417
Rententrendänderung um 0,25 Prozentpunkte 362 –380
V
erpflichtungen gegenüber Dienstnehmern
Variable Vergütung
Long Term Incentive (LTI) Programm
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für alle Mitarbeiter zusätzlich zu ihrem
Fixgehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen. In Anlehnung an
das Vergütungssystem des Vorstands ist dafür die Erreichung der budgetierten quantitativen und qualitativen
Jahresziele sowie ein positives Konzernergebnis Voraussetzung. Darüber hinaus besteht für ausgewählte Führungskräfte
die Möglichkeit, an einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm zu partizipieren. Abweichend vom Modell für den
Vorstand (Phantomaktien) war die Teilnahme an LTI-Programmen, die vor dem Geschäftsjahr 2020 starteten, freiwillig.
Das bisherige Programm war revolvierend, hatte eine Laufzeit von drei Jahren je Tranche (Behaltefrist) und setzte ein
Eigeninvestment (maximal 35% des Jahresfixgehalts) voraus. Das Eigeninvestment wurde jeweils mit dem
Durchschnittskurs des 1. Quartals des jeweiligen Tranchenbeginnjahres bewertet. Auf Basis dieser Bewertung wurde die
Anzahl der zugrundeliegenden Aktien ermittelt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wurde die
Zielerreichung mittels Soll-/Ist-Vergleich definiert. Der Erfolg wurde an folgenden Kennzahlen gemessen: NAV-
Wachstum, TSR (Total Shareholder Return) und FFO-Wachstum (Funds from Operations). Die Gewichtung für das NAV-
Wachstum und das FFO-Wachstum lag bei jeweils 30%, jene des TSR bei 40%. Auszahlungen erfolgten in Cash.
KONZERNABSCHLUSS
1
81
Das LTI-Programm wurde im Jahr 2019 überarbeitet. LTI-Programme, die ab dem Geschäftsjahr 2020 starten, sind
revolvierend und sehen kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von
virtuellen Aktien von CA Immo. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von
Performancekriterien, die an die mittelfristige Ertragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI
wird durch den volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo (= Schlusskurs an der Wiener Börse)
über den 3-Monats Zeitraum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige
Anzahl der virtuellen Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der
Performanceperiode von vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel
zum Stichtag 31.12. des letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete
Performancekriterien des LTI dienen Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“)
gegen den EPRA Nareit Developed Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der
Führungskraft abgestimmten Zielwert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen
Tranche erhalten würde. Die Höhe der Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von
vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung
zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der
vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Auszahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien
mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die
Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI
gilt.
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Vorstand orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen
und berücksichtigt auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Sie ist mit 200% des Jahresbruttogehalts beschränkt. Eine
Hälfte der variablen Vergütung ist als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss
festgelegter Ziele gekoppelt. Die andere Hälfte orientiert sich an der Outperformance von folgenden, jährlich vom
Vergütungsausschuss definierten Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und NAV-
Wachstum. Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem Vergleich
von vereinbarten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und durch den
Vergütungsausschuss festgelegt wird. Die Auszahlung der leistungsbezogenen Vergütung besteht zu 50% aus
Sofortzahlungen (Short Term Incentive). Die restlichen 50% werden auf Basis des Durchschnittskurses des letzten
Quartals des für die Zielerreichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Die
Auszahlung der Phantomaktien erfolgt in drei gleichen Teilen in Cash – nach zwölf, 24 (Mid Term Incentive) bzw.
36 Monaten (Long Term Incentive) zum Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr
vorangehenden Jahres.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des
beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung
der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle
Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Leistungsorientierte Pläne nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen
In der CA Immo Deutschland Gruppe bestehen gegenüber vier Personen Verpflichtungen aus leistungsorientierten
Altersversorgungsplänen. Die Zusagen betreffen eine Anwartschaft eines bereits ausgeschiedenen Geschäftsführers
sowie drei bereits laufende Leistungen. Die für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen abgeschlossene
Rückdeckungsversicherung wird gemäß IAS 19.63 als Nettoschuld (Vermögenswert) bilanziert.
Für die leistungsorientierten Verpflichtungen werden jährlich externe versicherungsmathematische Gutachten
eingeholt. Die Berechnung des bilanzierten Deckungskapitals bzw. der Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach dem
Verfahren laufender Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung folgender Parameter:
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
82
31.12.2021 31.12.2020
Rechnungszinssatz 0,72% 0,49%
Erwartete Bezugserhöhungen 2,00% 2,00%
Ansammlungszeitraum 25 Jahre 25 Jahre
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 0,72% 0,49%
Der
tatsächlich erwirtschaftete Ertrag aus dem Planvermögen beträgt in 2021 0,49% (2020: 0,81%).
Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand im Zusammenhang mit der Verpflichtung sowie der Zinsertrag aus dem
Planvermögen werden zur Gänze im Jahr des Entstehens erfolgswirksam erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus der Verpflichtung und dem Planvermögen werden im sonstigen Ergebnis, abzüglich der
entsprechenden Steuerlatenz, erfasst.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die CA Immo Gruppe verpflichtet, an vor dem 1.1.2003 in Österreich
eingetretene MitarbeiterInnen im Kündigungsfall durch den Arbeitgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine
einmalige Abfertigung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall
maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. In der CA Immo Gruppe
existieren auch vertragliche Abfertigungen für einzelne Mitarbeiter. Für diese leistungsorientierte Verpflichtung wird
eine Rückstellung gemäß IAS 19 gebildet. Der Rechnungszinssatz für die Abfertigungsrückstellung beträgt 2021 -0,04%
(2020: -0,34%).
Beitragsorientierte Pläne
Die CA Immo Gruppe ist gesetzlich verpflichtet, für alle nach dem 31.12.2002 in Österreich eingetretenen
MitarbeiterInnen 1,53% des monatlichen Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse einzubezahlen. Darüber hinaus
bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die Zahlungen werden als Personalaufwand erfasst und sind in den
indirekten Aufwendungen enthalten.
Auf Basis der Vereinbarung mit einer Pensionskasse in Österreich bzw. einer Unterstützungskasse mittelständischer
Unternehmen in Deutschland besteht für Angestellte in Österreich und Deutschland ab einer gewissen
Unternehmenszugehörigkeit (Österreich: 1 Jahr altersunabhängig, Deutschland: sofort sobald das 27. Lebensjahr
erreicht ist) eine beitragsorientierte Pensionszusage. Die Höhe der Beitragszahlung beträgt in Österreich 2,5% und in
Deutschland 2,0% des jeweiligen monatlichen Bruttogehalts. Nach Ablauf einer gewissen Zeitperiode (Österreich:
3 Jahre, Deutschland: 3 Jahre) werden die einbezahlten Beiträge unverfallbar und ab dem Pensionsantritt als monatliche
Pensionszahlung ausbezahlt.
KONZERNABSCHLUSS
1
83
KAPITEL 7: STEUERN
7.1. Ertragsteuern
Tsd. € 2021 2020
Ertragsteuer (laufendes Jahr) –31.333 –12.258
Ertragsteuer (Vorjahre) 394 –2.984
Tatsächliche Ertragsteuer –30.939 –15.242
Veränderung der latenten Steuern –164.436 –79.099
Ertragsteuern –195.375 –94.341
Steuerquote (gesamt) 28,9% 27,1%
Die
tatsächlichen Ertragsteuern (laufendes Jahr) betreffen in Höhe von –25.966 Tsd. € (2020: –8.582 Tsd. €)
Deutschland.
Die Veränderung der Ertragsteuern (Vorjahre) resultiert vor allem aus Deutschland und betrifft im Wesentlichen
Feststellungen aus Betriebsprüfungen.
Im Rahmen einer Überprüfung der Steuerberechnung wurde die Zuordnung der latenten Steuern angepasst. Die
Anpassungen für das Geschäftsjahr 2020 werden am Ende von Kapitel 7.1. erläutert.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem effektiven Steueraufwand
stellen sich folgendermaßen dar:
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
84
Tsd. € 2021 2020 angepasst
Ergebnis vor Steuern 675.176 348.295
Erwarteter Steueraufwand (Steuersatz Österreich: 25,0%/Vorjahr 25,0%) –168.794 –87.074
Steuerlich wirksame Beteiligungsabschreibungen und -zuschreibungen 19 293
Nicht verwertbare Verlustvorträge –139 –3.792
Permanente Differenzen iZm Wandelschuldverschreibung –12.092 7.276
Steuerlich nicht absetzbare Aufwendungen und permanente Differenzen –4.249 –3.022
Abweichende Steuersätze im Ausland –16.114 –17.610
Ansatz bisher nicht angesetzter Verlustvorträge 57 2.810
Steuerfreie Erträge 543 874
Anpassung Steuern Vorjahre 1.398 –7.784
Tatsächliche Verwendung von bisher nicht angesetzten Verlustvorträgen 1.819 316
Steuerfreie Veräußerungen 943 6.478
Gewerbesteuerliche Effekte 378 309
Abwertung/Aufhebung früherer Abwertung von lat. Steueransprüchen –955 435
Bewertung von Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen –9 550
Nicht steuerwirksame Kursdifferenzen 1.456 –6.059
Änderung des Steuersatzes 48 11.586
Sonstige 316 73
Effektiver Steueraufwand –195.375 –94.341
D
ie Abwertung von latenten Steueransprüchen resultiert im Wesentlichen aus dem Verlust von Zinsvorträgen
aufgrund der Steuerreform in Polen.
Der Effekt aus der Änderung des Steuersatzes in 2020 resultierte aus der Verlegung des Geschäftssitzes von
Immobiliengesellschaften in Deutschland.
Die CA Immo Gruppe geht davon aus, dass die in 2022 in Österreich beschlossene Steuerreform zu einer Reduzierung
der passiven latenten Steuern in Höhe von rd. 0,6 Mio. € führt.
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Tsd. € 2021 2020
Latente Steuern am 1.1. (netto) –531.935 –471.200
Veränderung aus Umgliederung IFRS 5 1.430 0
Veränderung aus Gesellschaftsverkäufen 1.632 15.971
Veränderung aus Erstkonsolidierung 0 2.173
Veränderungen durch Fremdwährungskursänderungen 3 –5
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen –2.324 226
Erfolgswirksam erfasste Veränderungen –164.436 –79.099
Latente Steuern am 31.12. (netto) –695.629 –531.935
Die
aktiven und passiven latenten Steuern teilen sich zum 31.12. wie folgt auf:
KONZERNABSCHLUSS
1
85
Tsd. €
31.12.2020
angepasst 31.12.2021
Art
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Netto
Gewinn-
und
Verlust-
rechnung
Sonstiges
Ergebnis
Zugang/Abgang/
IFRS 5/Fremd-
währungskurs-
änderung
Netto
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Buchwertunterschiede
IFRS/Steuerrecht von als
Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien 1.248 –604.938
–603.690 –154.830 0 14.378 –744.142 2.149 –746.290
Unterschiedliche Abschreibung
von selbst genutztem
Immobilienvermögen und
zugehörige Nutzungsrechte 603 –1.972
–1.368 438 0 0 –930 627 –1.557
Unterschiedliche
Anschaffungskosten von zum
Handel bestimmte Immobilien 462 –433
29 24 0 0 52 485 –433
Unterschiedliche Nutzungsdauer
von Betriebs- und
Geschäftsausstattung und
zugehörige Nutzungsrechte 245 –200
45 –35 0 0 10 183 –174
Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen 1.042 –1
1.041 –97 0 0 944 944 0
Ausleihungen, übrige
Beteiligungen 0 –4.757
–4.757 1.872 0 0 –2.885 0 –2.885
Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte 0 0
0 0 0 –11.569 –11.569 0 –11.569
Bewertung von Forderungen und
sonstigen Vermögenswerten 871 –18
853 –234 0 –2 616 670 –54
Bewertung von derivativen
Vermögenswerten 0 –508
–508 –1.980 0 0 –2.488 0 –2.488
Fremdwährungsbewertung von
liquiden Mittel 0 –128
–128 49 0 5 –73 0 –73
Bewertung von
Verbindlichkeiten aus
derivativen Finanzinstrumenten 8.569 0
8.569 –2.608 –2.127 0 3.833 3.833 0
Verbindlichkeiten (inkl.
Leasingverbindlichkeiten) 14.515 –1.827
12.688 216 0 –1.121 11.783 12.817 –1.034
Anleihen 0 –33 –33 14 0 0 –19 0 –19
Rückstellungen 5.163 –6 5.157 –424 –196 –1 4.535 4.574 –39
Steuerliche Verlustvorträge 50.167 0 50.167 –6.839 0 –55 43.272 43.272 0
Latente Steuern vor
Verrechnung und Umgliederung
IFRS 5 82.885 –614.819 –531.935 –164.436 –2.324 1.635 –697.060 69.554 –766.614
Verrechnung der Steuern –78.503 78.503 0 0 –66.873 66.873
Latente Steuern vor
Umgliederung IFRS 5 4.382 –536.317 –531.935 –164.436 –2.324 1.635 –697.060 2.681 –699.741
Umgliederung IFRS 5 0 0 0 0 0 1.430 1.430 0 1.430
Steueransprüche/-schulden netto 4.382 –536.317 –531.935 –164.436 –2.324 3.065 –695.629 2.681 –698.310
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
86
In den angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen sind aktive latente Steuern in Österreich für in Folgejahren zu
verteilende Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften (Siebentelabschreibungen) in Höhe von 0 Tsd. €
(31.12.2020: 0 Tsd. €) enthalten.
Nicht angesetzte latente Steuern
Nicht angesetzte latente Steuern beziehen sich im Wesentlichen auf Verlustvorträge in der CA Immo Gruppe sowie
Zinsvorträge in Osteuropa und gewerbesteuerliche Verlustvorträge innerhalb der CA Immo Deutschland Gruppe.
Verlustvorträge sowie Siebentelabschreibungen, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, verfallen wie folgt:
Tsd. € 2021 2020 angepasst
Im Folgejahr 5.424 1.305
Zwischen 1 - 5 Jahren 11.060 14.705
Über 5 Jahre 5.261 1.202
Unbegrenzt vortragsfähig 128.027 141.998
Gesamtsumme nicht angesetzte Verlustvorträge 149.772 159.209
darauf nicht angesetzte latente Steuern 33.222 34.031
D
ie Summe der zu versteuernden temporären Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an österreichischen
verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, für die gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuern angesetzt
wurden, beträgt 279.063 Tsd. € (31.12.2020: 261.033 Tsd. €). Nicht angesetzte Verlustvorträge sowie offene
Siebentelabschreibungen der österreichischen Gesellschaften belaufen sich auf 103.422 Tsd. € (31.12.2020 angepasst:
100.282 Tsd. €). Davon betragen die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für in Folgejahren zu verteilende
Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften (Siebentelabschreibungen) in Österreich 915 Tsd. € (31.12.2020:
1.343 €).
Die Summe der temporären Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an ausländischen verbundenen
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, für die gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuern angesetzt wurden,
beträgt 146.985 Tsd. € (31.12.2020: 110.466 Tsd. €). Nicht angesetzte Verlustvorträge der ausländischen Gesellschaften
belaufen sich auf 46.349 Tsd. € (31.12.2020: 58.927 Tsd. €).
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Ergebnisse als auch der
Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden
Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können steuerpflichtig oder ganz oder teilweise von der Ertragsteuer
befreit sein. Der Umfang der Befreiung im Einzelfall ist abhängig von der Einhaltung bestimmter Voraussetzungen und
von den Regelungen des anzuwendenden Doppelbesteuerungsabkommens. Auch wenn die Absicht besteht, die
Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß,
unter Berücksichtigung der Initial Recognition Exemption, gemäß IAS 12 angesetzt.
Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus
dem steuerpflichtigen Einkommen (laufendes und periodenfremdes) und dem im jeweiligen Land
anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer ("tatsächliche Steuer") und die erfolgswirksame Veränderung der
latenten Steuer sowie den Steuereffekt aus erfolgsneutralen Eigenkapitalbuchungen, die zu keinen temporären
Differenzen führen (z.B. Steuer betreffend Emissionskosten für Kapitalerhöhungen). Die aus der Bewertung zum
Stichtagskurs resultierende Veränderung der latenten Steuer wird im Ertragsteueraufwand ausgewiesen.
KONZERNABSCHLUSS
1
87
In Übereinstimmung mit IAS 12 werden bei Ermittlung der latenten Steuern die temporären Unterschiede zwischen
Steuerbilanz und Konzernbilanz berücksichtigt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung
ihrer begrenzten bzw. unbegrenzten Vortragsfähigkeit bzw. Verrechenbarkeit und ihrer künftigen Verwendbarkeit
aktiviert. Der Ansatz des latenten Steueranspruches ergibt sich einerseits aus vorliegenden Planungsrechnungen der
nächsten 3 bis 5 Jahre, die in absehbarer Zeit eine Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge zeigen, sowie
andererseits aus dem Vorhandensein von ausreichenden zu versteuernden temporären Differenzen, im Wesentlichen
resultierend aus dem Immobilienvermögen.
Für die CA Immo Gruppe besteht in Österreich für nahezu alle Gesellschaften eine Gruppen- und
Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Gruppenträger ist die
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien.
In der CA Immo Deutschland Gruppe besteht bei einigen Gesellschaften eine dem deutschen Steuerrecht
entsprechende ertragsteuerliche Organschaft. Organträger ist die CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt. Auf Grund
von Ergebnisabführungsverträgen sind die Organgesellschaften verpflichtet, ihren gesamten Gewinn, das ist der ohne
die Gewinnabführung entstandene Jahresüberschuss, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr
unter Berücksichtigung der Bildung oder Auflösung von Rücklagen, an den Organträger abzuführen. Der Organträger ist
verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht
dadurch ausgeglichen wird, dass den anderen Gewinnrücklagen Beträge entnommen werden, die während der
Vertragsdauer in sie eingestellt worden sind.
Änderung der Darstellung
Im Rahmen einer Überprüfung der Steuerberechnung wurde die Zuordnung der latenten Steuern im
Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibung evaluiert und eine Änderung der Zuordnung von Steuern
Vorjahre und bisher nicht angesetzte Verlustvorträge zu Permanente Differenzen iZm der Wandelschuldverschreibung
vorgenommen. Diese Änderung der Darstellung dient dem verbesserten Ausweis der erfassten latenten Steuern im
Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibung.
Die Anpassungen betreffen die Steuerüberleitung, die latenten Steuern sowie die nicht angesetzten Verlustvorträge.
Aus den Darstellungsänderungen ergeben sich keine Änderung in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der
CA Immo Gruppe. Folgende Posten haben sich geändert:
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
88
Tsd. € 2020 Änderung 2020
wie berichtet angepasst
Ergebnis vor Steuern 348.295 0 348.295
0
Erwarteter Steueraufwand (Steuersatz Österreich:
25,0%/Vorjahr 25,0%) –87.074 0 –87.074
Steuerlich wirksame Beteiligungsabschreibungen und -
zuschreibungen 293 0 293
Nicht verwertbare Verlustvorträge –3.792 0 –3.792
Permanente Differenzen i.Z.m. Wandelschuldverschreibung 0 7.276 7.276
Steuerlich nicht absetzbare Aufwendungen und
permanente Differenzen –3.022 0 –3.022
Abweichende Steuersätze im Ausland –17.610 0 –17.610
Ansatz bisher nicht angesetzter Verlustvorträge 3.901 –1.091 2.810
Steuerfreie Erträge 874 0 874
Anpassung Steuern Vorjahre –1.599 –6.185 –7.784
Tatsächliche Verwendung von bisher nicht angesetzten
Verlustvorträgen 316 0 316
Steuerfreie Veräußerungen 6.478 0 6.478
Gewerbesteuerliche Effekte 309 0 309
Abwertung/Aufhebung früherer Abwertung von lat.
Steueransprüchen 435 0 435
Bewertung von Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen 550 0 550
Nicht steuerwirksame Kursdifferenzen –6.059 0 –6.059
Änderung des Steuersatzes 11.586 0 11.586
Sonstige 73 0 73
Effektiver Steueraufwand –94.341 0 –94.341
KONZERNABSCHLUSS
1
89
Tsd. € 31.12.2020 Änderung 31.12.2020
wie berichtet angepasst
Art Netto Netto Netto
Buchwertunterschiede IFRS/Steuerrecht von als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien –603.690 0 –603.690
Unterschiedliche Abschreibung von selbst genutztem
Immobilienvermögen und zugehörige Nutzungsrechte –1.368 0 –1.368
Unterschiedliche Anschaffungskosten von zum Handel
bestimmte Immobilien 29 0 29
Unterschiedliche Nutzungsdauer von Betriebs- und
Geschäftsausstattung und zugehörige Nutzungsrechte 45 0 45
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 1.041 0 1.041
Ausleihungen, übrige Beteiligungen –4.757 0 –4.757
Bewertung von Forderungen und sonstigen
Vermögenswerten 853 0 853
Bewertung von derivativen Vermögenswerten –508 0 –508
Fremdwährungsbewertung von liquiden Mittel –128 0 –128
Bewertung von Verbindlichkeiten aus derivativen
Finanzinstrumenten 18.831 –10.262 8.569
Verbindlichkeiten (inkl. Leasingverbindlichkeiten) 12.688 0 12.688
Anleihen –1.257 1.224 –33
Rückstellungen 5.157 0 5.157
Steuerliche Verlustvorträge 41.129 9.038 50.167
Steueransprüche/-schulden vor Verrechnung –531.935 0 –531.935
Verrechnung der Steuern 0 0 0
Steueransprüche/-schulden netto –531.935 0 –531.935
Tsd. € 2020 Änderung 2020
wie berichtet angepasst
Im Folgejahr 1.305 0 1.305
Zwischen 1 - 5 Jahren 14.705 0 14.705
Über 5 Jahre 1.202 0 1.202
Unbegrenzt vortragsfähig 178.149 –36.151 141.998
Gesamtsumme nicht angesetzte Verlustvorträge 195.361 –36.151 159.209
darauf nicht angesetzte latente Steuern 43.069 –9.038 34.031
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
90
7.2. Ertragsteuerforderungen
Der Posten betrifft mit 11.795 Tsd. € (31.12.2020: 13.497 Tsd. €) die CA Immo Deutschland Gruppe und umfasst
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für die vom Finanzamt noch nicht final veranlagten Jahre 2013 und 2020 sowie
für Prüfungsfeststellungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen.
7.3. Ertragsteuerverbindlichkeiten
Der Posten betrifft mit 16.809 Tsd. € (31.12.2020: 13.177 Tsd. €) die CA Immo Deutschland Gruppe und umfasst
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für die vom Finanzamt noch nicht final veranlagten Jahre 2016 und 2021 sowie
für Prüfungsfeststellungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen.
7.4. Steuerrisiken
Für die Bildung von Steuerrückstellungen sind Schätzungen vorzunehmen. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich
der Auslegung komplexer Steuervorschriften und konkreten Berechnungsmodalitäten sowie der Höhe und des
Zeitpunktes zu versteuernder Einkünfte. Diese Unsicherheiten und Komplexitäten können dazu führen, dass
Schätzungen, auch in betragsmäßigen wesentlichen Umfang, vom tatsächlichen Steueraufwand abweichen. Dies kann
auch geänderte Interpretationen von Steuerbehörden für vergangene Perioden umfassen
. Für derzeit bekannte und
wahrscheinliche Belastungen aufgrund laufender Betriebsprüfungen bildet die CA Immo Gruppe angemessene
Rückstellungen.
Bei Unsicherheiten der steuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die
zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren
wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Diese Unsicherheiten und Kompexitäten können
dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich
eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen sind.
Es bestehen Unsicherheiten über die mögliche rückwirkende Anwendung von nachträglichen Steueränderungen
hinsichtlich abgeschlossener und mit der Finanzbehörde abgestimmter Umstrukturierungen in Osteuropa. Die
CA Immo Gruppe schätzt die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Belastung aufgrund der nachträglichen Änderung
der steuerlichen Konsequenzen von in der Vergangenheit vorgenommener Umstrukturierungsmaßnahmen als gering
ein.
Wesentliche Annahmen sind auch darüber zu treffen, in wie weit abzugsfähige temporäre Differenzen und
Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über die Höhe und den Zeitpunkt künftiger Einkünfte.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche
komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuer/möglichem Anfall von
Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und
Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerkennung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen oder (iv) der
Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle
Anstrengungen und Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände
–
auch außerhalb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie z.B. Änderung der Beteiligungsstruktur
,
Gesetzes
änderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führ
en
könn
en, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als bisher behandelt werden müssen und daher Einfluss
auf
den
Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Es bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen
innerhalb des Konzerns. Die CA Immo Gruppe ist stets bestrebt einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu
verrechnen und auch ausreichende Dokumentation vorzubereiten. Darüber hinaus wird regelmäßig die Erstellung von
KONZERNABSCHLUSS
1
91
Verrechnungspreisdokumentationen von externen Dienstleistern zur Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben
beauftragt, jedoch kann die Finanzbehörde eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu anderen Erkenntnissen
gelangen. Dies kann für die Vergangenheit zu steuerlichen Konsequenzen der Abzugsfähigkeit von internen
Leistungsverrechnungen führen, die nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die aktuell bestehenden Unsicherheiten werden laufend evaluiert und können dazu führen, dass Einschätzungen
künftig geändert werden müssen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
92
KAPITEL 8: FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT
8.1. Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte nach Kategorien
Klasse
Klassifizierun
g
gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL FVOCI AC 31.12.2021 31.12.2021
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 0 34.274 0
34.274 34.306
Derivative
Finanzinstrumente 2.095 4.025 0 0
6.119 6.119
Originäre Instrumente 0 0 15.597 188 15.785
Übrige Beteiligungen 32.393 0 0 0 32.393 32.393
Finanzielle Vermögenswerte 34.488 4.025 49.871 188 88.571
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 0 5.918 0
5.918 5.924
Übrige Forderungen und
Vermögenswerte 0 0 36.165 13.643
49.808
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 0 0 42.084 13.643 55.727
Liquide Mittel 0 0 633.117 0 633.117
34.488 4.025 725.072 13.830 777.415
1)
FVTPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), FVOCI – fair value through other comprehensive income
(erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet), AC – amortised cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerte
Klasse
Klassifizierun
g
gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente Buchwert
Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL AC 31.12.2020 31.12.2020
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 11.708 0
11.708 11.762
Derivative
Finanzinstrumente 1.682 0 0
1.682 1.682
Originäre Finanzinstrumente 0 12.477 0 12.477
Übrige Beteiligungen 34.861 0 0 34.861 34.861
Finanzielle Vermögenswerte 36.544 24.184 0 60.728
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 10.306 0
10.306 10.351
Übrige Forderungen und
Vermögenswerte 0 111.024 15.045
126.069
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 0 121.330 15.045 136.375
Liquide Mittel 0 934.863 0 934.863
36.544 1.080.378 15.045 1.131.967
KONZERNABSCHLUSS
1
93
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte der Kategorie „Amortised Cost“ (AC)
entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Die originären
Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen, die als Teil der
Nettoinvestition in die Gesellschaften betrachtet und bewertet werden (dies entspricht Stufe 3 der
Bemessungshierarchie) sowie langfristige Forderungen aus Immobilienhandel und Bauleistungen. Die Bewertung von
Beteiligungen der Kategorie FVTPL entspricht der Stufe 3 der Bemessungshierarchie.
Finanzielle Vermögenswerte sind teilweise zur Besicherung von finanziellen Verbindlichkeiten verpfändet.
Finanzielle Verbindlichkeiten nach Kategorien
Klasse Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanz-
instrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL AC 31.12.2021 31.12.2021
Anleihen 0 1.436.985 0 1.436.985 1.451.697
Kredite 0 1.107.173 0 1.107.173 1.108.842
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 0 39.786 0 39.786
Verzinsliche Verbindlichkeiten 0 2.583.943 0 2.583.943
Derivative Finanzinstrumente 20.960 0 0 20.960 20.960
Sonstige originäre Verbindlichkeiten 0 313.617 21.284 334.902
Sonstige Verbindlichkeiten 20.960 313.617 21.284 355.861
20.960 2.897.561 21.284 2.939.805
1)
FVTPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), AC – amortised cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet)
Klasse
Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanz-
instrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL FVOCI AC 31.12.2020 31.12.2020
Wandelschuldverschreibung 0 0 194.207 0 194.207 191.695
Anleihen 0 0 1.542.011 0 1.542.011 1.590.203
Kredite 0 0 1.045.969 0 1.045.969 1.054.971
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 0 0 45.275 0 45.275
Verzinsliche Verbindlichkeiten 0 0 2.827.462 0 2.827.462
Derivative Finanzinstrumente 82.596 2.614 0 0 85.210 85.210
Sonstige originäre Verbindlichkeiten 0 0 63.060 12.164 75.224
Sonstige Verbindlichkeiten 82.596 2.614 63.060 12.164 160.434
82.596 2.614 2.890.522 12.164 2.987.896
D
er beizulegende Zeitwert der sonstigen originären Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw.
kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
94
8.2. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Nominale Beizulegende
Zeitwerte
Buchwert Nominale Beizulegende
Zeitwerte
Buchwert
Zinsswaps - Vermögenswerte 335.555 5.052 5.052 0 0 0
Zinsswaps - Verbindlichkeiten 464.505 –20.960 –20.960 815.759 –44.161 –44.161
Summe Zinsswaps 800.060 –15.908 –15.908 815.759 –44.161 –44.161
Zinsfloors 42.075 1.067 1.067 42.975 1.682 1.682
Derivat Wandelschuldverschreibung 0 0 0 0 –41.049 –41.049
Summe Derivate 842.135 –14.840 –14.840 858.734 –83.528 –83.528
- davon Sicherungen (Cashflow Hedges) 225.000 4.025 4.025 225.000 –2.614 –2.614
davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Vermögenswerte 152.630 2.095
2.095 42.975 1.682 1.682
davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Verbindlichkeiten 464.505 –20.960
–20.960 590.759 –82.596 –82.596
Das
Derivat der Wandelschuldverschreibung resultierte zum 31.12.2020 aus der Barausgleichsoption der
Wandelschuldverschreibung durch die CA Immo AG und wurde bis zum Wandlungsstichtag zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert.
Zum Bilanzstichtag waren 50,8% (31.12.2020: 55,1%) aller variabel verzinsten Kredite durch Zinsswaps in eine fixe
Verzinsung (bzw. eine Bandbreite mit Ober-/Untergrenze) umgestellt.
31.12.2021 31.12.2020
Tsd. € Nominale Beizulegende
Zeitwerte
Buchwert Nominale Beizulegende
Zeitwerte
Buchwert
Cashflow Hedges 225.000 4.025 4.025 225.000 –2.614 –2.614
Fair Value Derivate (freistehend) -
Vermögenswerte 110.555 1.027
1.027 0 0 0
Fair Value Derivate (freistehend) -
Verbindlichkeiten 464.505 –20.960
–20.960 590.759 –41.547 –41.547
Zinsswaps 800.060 –15.908 –15.908 815.759 –44.161 –44.161
Zinsfloors 42.075 1.067 1.067 42.975 1.682 1.682
Summe Zinsderivate 842.135 –14.840 –14.840 858.734 –42.479 –42.479
KONZERNABSCHLUSS
1
95
Zinsderivate Nominale Beginn Ende
Fixierter
Zinssatz per
Referenz-
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. € in Tsd. €
31.12.2021 31.12.2021
EUR - CFH 225.000 3/2022 1/2029 –0,16% 3M-Euribor 4.025
EUR - freistehend - Vermögenswerte 110.555 5/2020-1/2021 12/2029-3/2030 0,04%-0,10% 3M-Euribor 1.027
EUR - freistehend - Verbindlichkeiten 464.505 5/2017-12/2019 6/2024-12/2032 0,33%-1,19% 3M-Euribor –20.960
Summe Zinsswaps = variabel in fix 800.060 –15.908
Zinsfloors 42.075 5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.067
Summe Zinsderivate 842.135 –14.840
Zinsderivate Nominale Beginn Ende
Fixierter
Zinssatz per
Referenz-
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. € in Tsd. €
31.12.2020 31.12.2020
EUR - CFH
225.000
3/2022 1/2029 –0,16% 3M-Euribor –2.614
EUR - freistehend - Verbindlichkeiten
590.759
12/2016-5/2020 12/2021-12/2032 –0,14%-1,19% 3M-Euribor –41.547
Summe Zinsswaps = variabel in fix
815.759
–44.161
Zinsfloors 42.975 5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.682
Summe Zinsderivate 858.734 –42.479
Im Juli 2020 hat die CA Immo Gruppe
Forward Zinsswaps (Nominale 225.000 Tsd. €, Laufzeit März 2022 –
Jänner 2029) abgeschlossen.
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste (Hedging – Rücklage)
Tsd. € 2021 2020
Stand 1.1. –422 0
Veränderung Bewertung Cashflow Hedges 6.641 –620
Veränderung Ineffektivität Cashflow Hedges 23 0
Ertragsteuern auf Cashflow Hedges –2.127 198
Stand am 31.12. 4.115 –422
davon Anteil Aktionäre des Mutterunternehmens 4.115 –422
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
96
Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte
31.12.2021 Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13
Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Derivative Finanzinstrumente FVtPL 0 –20.960 0 –20.960
Finanzielle Verbindlichkeiten nach Kategorien 0 –20.960 0 –20.960
31.12.2020 Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13
Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Derivative Finanzinstrumente FVtPL 0 –82.596 0 –82.596
Finanzielle Verbindlichkeiten CFH 0 –2.614 0 –2.614
Finanzielle Verbindlichkeiten nach Kategorien 0 –85.210 0 –85.210
Umgliederung
en zwischen den Stufen fanden in 2021 und 2020 nicht statt.
Bewertung von Zinsderivaten
Die Zinsderivate werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch
die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter
finanzmathematischer Modelle ermittelt. Die Zinssätze für die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme werden
anhand einer am Markt beobachtbaren Zinskurve geschätzt. Für die Berechnung werden Interbank-Mittelkurse
verwendet. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten entspricht somit der Stufe 2 der Bemessungshierarchie gemäß
IFRS 13.
Eine Korrektur der Bewertung von Zinsderivaten aufgrund von CVA (Credit Value Adjustment) und DVA (Debt Value
Adjustment) erfolgt nur, wenn diese Anpassung einen wesentlichen Umfang erreicht.
Die CA Immo Gruppe schließt auch Objektfinanzierungen mit Banken ab, wo vertraglich eine Zinsuntergrenze
vorgesehen ist. Dabei ist zu untersuchen, ob ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat vorliegt. Eine eingebettete
Untergrenze auf Zinssätze eines Schuldinstruments ist eng mit dem Basisvertrag verbunden, wenn zum Zeitpunkt des
Abschlusses des Vertrags die Zinsuntergrenze gleich oder unter dem herrschenden Marktzins liegt. Die CA Immo
Gruppe prüft ein Vorliegen eines eingebetteten Derivats auf die erforderliche Trennung vom Basisvertrag, indem sie den
vereinbarten Zins zuzüglich der Bewertung der Zinsuntergrenze mit dem Marktzins (Referenzzins zuzüglich Marge)
vergleicht. Übersteigt der Marktzins (Referenzzins zuzüglich Marge) in jeder künftigen Periode den vereinbarten Zins
laut Vertrag, so liegt keine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vor. Bisher hat die CA Immo Gruppe keine
trennungspflichtigen eingebetteten Derivate in Kreditverträgen identifiziert.
Bewertung des Derivats der Wandelschuldverschreibung
Die Wandelanleihe wies aufgrund der Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges
eingebettetes Derivat auf. Der beizulegende Zeitwert des trennungspflichtigen eingebetteten Derivats wurde auf Basis
eines allgemein anerkannten finanzmathematischen Modells (Black-Scholes) ermittelt und basierte auf am Markt
beobachtbaren Parametern. Der beizulegende Zeitwert des Derivats der Wandelschuldverschreibung entsprach somit
der Stufe 2 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Derivative Finanzinstrumente
Die CA Immo Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Zinsswaps, Zinsfloors und
Devisentermingeschäfte, um sich gegen Zins- und Wechselkursänderungsrisiken abzusichern. Die derivativen
KONZERNABSCHLUSS
1
97
Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr
beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeit, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Derivative Finanzinstrumente werden als langfristige finanzielle Vermögenswerte oder langfristige finanzielle
Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit der Instrumente mehr als zwölf Monate beträgt und nicht
erwartet wird, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt werden. Die anderen derivativen
Finanzinstrumente werden als kurzfristige finanzielle Vermögenswerte oder kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Folgebewertung von derivativen
Finanzinstrumenten ist bei der CA Immo Gruppe davon abhängig, ob die Kriterien für Cashflow Hedge Accounting
(Absicherung künftiger Zahlungsströme) erfüllt werden oder nicht.
Die Zinsswaps wurden als Sicherungsinstrumente in einer Cashflow Hedge Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9
designiert. Das besicherte Risiko resultiert dabei aus der Differenz zwischen den erwarteten zukünftigen variablen
Zinsauszahlungen auf Basis des 3M-Euribor und den zukünftigen fixen Zinsen für die Baufinanzierung.
Bei derivativen Finanzinstrumenten, für die die Kriterien für Cashflow Hedge Accounting erfüllt sind, ist bei einer
Absicherung von Zahlungsströmen der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als
wirksame Absicherung bestimmt wird, im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Ein etwaiger verbleibender Gewinn oder
Verlust aus dem Sicherungsinstrument stellt eine Ineffektivität der Absicherung dar und ist erfolgswirksam zu erfassen.
Die Messung der Ineffektivität dieses Sicherungsgeschäfts erfolgt mittels der Dollar-Offset-Methode. Die Teile der
nicht im sonstigen Ergebnis erfassten Aufwendungen und Erträge werden aufwandswirksam als Ineffektivität unter
dem Posten "Ergebnis aus Derivaten" ausgewiesen. Die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und
Grundgeschäft sowie deren Effektivität wird bei Abschluss des Sicherungsgeschäftes und anschließend laufend
evaluiert und dokumentiert.
Ein Finanzinstrument ist gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Sofern der
beizulegende Zeitwert jedoch beim erstmaligen Ansatz vom Transaktionspreis abweicht und zudem nicht an einem
aktiven Markt beobachtbar ist, ist gemäß IFRS 9 die Differenz abzugrenzen und darf nur in dem Umfang als ein Gewinn
oder Verlust erfasst werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Zeitfaktors) entsteht,
den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung für den Vermögenswert oder die Schuld beachten würden. Daher hat die
CA Immo für die sich aus dem erstmaligen Ansatz ergebende Differenz zwischen dem Transaktionspreis der Zinsswaps
und deren beizulegendem Zeitwert einen Abgrenzungsposten gebildet, der planmäßig nach der Effektivzinsmethode
über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst wird.
Gemäß IFRS 9 sind Derivate außerhalb von Sicherungsbeziehungen der Kategorie „FVtPL – fair value through profit
or loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zuzuordnen. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird
dabei erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im „Ergebnis aus Derivaten“ erfasst.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps und Zinsfloors werden durch Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Die
Zinssätze für die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme werden anhand einer am Markt beobachtbaren
Zinskurve geschätzt. Für die Berechnung werden Interbank-Mittelkurse verwendet.
Bei einer Wandelschuldverschreibung ist prinzipiell eine Trennung des Finanzinstruments in eine
Eigenkapitalkomponente und eine Fremdkapitalkomponente erforderlich. Die Wandelanleihe wies aufgrund der
Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat auf. Eingebettete Derivate sind
grundsätzlich gesondert vom Basisvertrag zu bilanzieren und zu bewerten, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
98
Risiken nicht eng mit jenen des Basisvertrags verbunden sind, sie auch eigenständig die Definition eines Derivats
erfüllen würden und das Gesamtinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die
trennungspflichtigen eingebetteten Derivate sind der Kategorie „FVtPL – fair value through profit or
loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zugeordnet und werden zu jedem Bilanzstichtag ergebniswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird dabei zur Gänze
erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im „Ergebnis aus Derivaten“ erfasst.
8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten
Zinsänderungsrisiko
Risiken aus der Veränderung des Zinsniveaus bestehen im Wesentlichen bei langfristigen Fremdfinanzierungen und
Zinsderivaten und betreffen bei variablen Zinsvereinbarungen die Höhe der künftigen Zinszahlungen und bei fixen
Zinsvereinbarungen den beizulegenden Zeitwert des Finanzinstruments. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos
wird ein Mix aus langfristigen Zinsbindungen und variabel verzinsten Krediten eingesetzt. Bei den variabel verzinsten
Krediten werden auch derivative Finanzinstrumente (Zinsfloors und Zinsswaps) abgeschlossen, die zur Sicherung von
Cashflow-Zinsänderungsrisiken aus Grundgeschäften dienen. Neben dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko
(Zinsniveau) bestehen auch Risiken aus einer allfälligen Bonitätsveränderung, die bei Anschlussfinanzierungen zu
einer Erhöhung oder Verminderung von Zinsmargen führen würden.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss des variablen Marktzinssatzes auf die im Zusammenhang mit
Finanzverbindlichkeiten anfallenden Zinsaufwendungen. Dabei werden die Zinsaufwendungen dahingehend
analysiert, wie sich das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2021 unter der Annahme von durchschnittlich um 50 und
100 Basispunkte höheren Marktzinssätzen entwickelt hätte. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen,
insbesondere Fremdwährungskurse, konstant bleiben. Aufgrund des zum Berichtszeitpunkt sehr niedrigen Zinsniveaus
wurde keine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf fallende Zinssätze durchgeführt.
Tsd. € Veränderung Periodenergebnis bei einem
Szenario
Veränderung im sonstigen Ergebnis
erfasst bei einem Szenario
von 50 bps von 100 bps von 50 bps von 100 bps
Erhöhung Erhöhung Erhöhung Erhöhung
31.12.2021
Variabel verzinste Verbindlichkeiten ohne
Sicherungsgeschäft –1.265 –2.529 0 0
Variabel verzinste Verbindlichkeiten mit
Sicherungsgeschäft (Swap) 17.169 33.691 0 0
Sonstige derivative Finanzinstrumente
mit/ohne CFH Beziehung –540 –810 7.256 14.176
15.364 30.351 7.256 14.176
31.12.2020 angepasst
Variabel verzinste Verbindlichkeiten ohne
Sicherungsgeschäft –864 –1.727 0 0
Variabel verzinste Verbindlichkeiten mit
Sicherungsgeschäft (Swap) 19.570 38.385 0 0
Sonstige derivative Finanzinstrumente
mit/ohne CFH Beziehung –948 –1.399 7.525 14.690
17.758 35.258 7.525 14.690
KONZERNABSCHLUSS
1
99
Risiken des eingebetteten Derivats der Wandelschuldverschreibung
Aufgrund der Ausübung des Wandlungsrechtes der Wandelschuldverschreibung in 2021 besteht zum 31.12.2021 kein
Risiko mehr aus dem eingebetteten Derivat.
Währungsänderungsrisiko
Währungsänderungsrisiken ergeben sich aus dem Zufluss von Miet- und Umsatzerlösen und Forderungen in CZK,
HUF, PLN, RON, CHF und RSD. Fremdwährungszuflüsse aus Mieten sind durch die Bindung der Mieten an EUR
abgesichert, sodass insgesamt kein wesentliches Risiko besteht.
Kreditrisiko
Die ausgewiesenen Buchwerte aller finanziellen Vermögenswerte und die eingegangenen Haftungsverhältnisse stellen
das maximale Ausfallsrisiko dar, da keine wesentlichen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen.
Die Mieter haben Kautionen in der Höhe von 16.980 Tsd. € (31.12.2020: 16.675 Tsd. €) sowie Bankgarantien in der
Höhe von 58.062 Tsd. € (31.12.2020: 62.563 Tsd. €) und Konzerngarantien in Höhe von 44.216 Tsd. € (31.12.2020:
44.017 Tsd. €) hinterlegt.
Das Kreditrisiko für Bestände an liquiden Mitteln wird im Rahmen interner Veranlagungsrichtlinien überwacht.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass finanzielle Verbindlichkeiten im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht beglichen
werden können. Ziel der Steuerung der Liquidität der CA Immo Gruppe ist die Sicherstellung von ausreichend
finanziellen Mitteln zur Begleichung fälliger Verbindlichkeiten, unter Vermeidung von unnötigen Verlustpotentialen
und Risiken. Kredite werden – dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend – überwiegend langfristig
abgeschlossen.
Dem Liquiditätsrisiko begegnet die CA Immo Gruppe auf mehreren Ebenen: Zum einen durch eine ausgeprägte
Liquiditätsplanung und -sicherung, um Engpässen vorzubeugen. Zum anderen sicherte sich die CA Immo Gruppe im
vierten Quartal 2021 eine zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility) in Höhe
von 300 Mio. €.
Bei der Fremdkapitalaufbringung setzt die CA Immo Gruppe auf in- und ausländische Banken. Aus der
nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der
originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
00
31.12.2021
Tsd. €
Buchwert
2021
Vertragl.
festgelegte
Cashflows
Cashflow
2022
Cashflow
2023-2026
Cashflow
2027 ff
Anleihen 1.436.985 –1.508.518 –163.503 –840.641 –504.375
Kredite 1.107.173 –1.174.653 –247.256 –417.077 –510.319
Leasingverbindlichkeiten 39.786 –90.685 –3.321 –9.895 –77.469
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.309 –25.309 –19.815 –5.494 –1
Nicht beherrschende Anteile an
Kommanditgesellschaften 5.691
–5.691 0 0 –5.691
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 123
–123 –123 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 282.494 –282.494 –266.752 –13.738 –2.004
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 2.897.561 –3.087.473 –700.770 –1.286.844 –1.099.859
Zinsderivate ohne Hedge Beziehung 20.960 –20.982 –6.439 –12.227 –2.315
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 20.960 –20.982 –6.439 –12.227 –2.315
2.918.520 –3.108.454 –707.209 –1.299.071 –1.102.174
Bei
der Wandelschuldverschreibung war eine Trennung des Finanzinstruments in eine Fremdkapitalkomponente und
in ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat erforderlich. Das Derivat der Wandelschuldverschreibung wies keine
Cashflows auf.
31.12.2020
Tsd. €
Buchwert
2020
Vertragl.
festgelegte
Cashflows
Cashflow
2021
Cashflow
2022-2025
Cashflow
2026 ff
Wandelschuldverschreibung 194.207 –206.479 –1.521 –204.958 0
Anleihen 1.542.011 –1.639.075 –130.557 –846.956 –661.563
Kredite 1.045.969 –1.108.649 –91.165 –447.680 –569.804
Leasingverbindlichkeiten 45.275 –104.175 –3.652 –11.719 –88.803
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.224 –24.224 –17.722 –6.498 –4
Nicht beherrschende Anteile an
Kommanditgesellschaften 4.597
–4.597 0 0 –4.597
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 1.445
–1.445 –1.445 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 32.794 –32.794 –16.073 –14.824 –1.897
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 2.890.522 –3.121.439 –262.136 –1.532.635 –1.326.667
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 2.614 –2.575 0 –2.455 –120
Zinsderivate ohne Hedge Beziehung 41.547 –40.945 –7.230 –24.943 –8.772
Derivat Wandelschuldverschreibung 41.049 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 85.210 –43.520 –7.230 –27.398 –8.892
2.975.732 –3.164.959 –269.366 –1.560.034 –1.335.559
Bei
variabel verzinsten Verbindlichkeiten und Derivaten erfolgt die Ermittlung der Cashflows basierend auf den
angenommenen Werten bei Zugrundelegung der Forward Rates zum jeweiligen Bilanzstichtag.
KONZERNABSCHLUSS
2
01
Kapitalmanagement
Ziel des Kapitalmanagements der CA Immo Gruppe ist es, sicherzustellen, dass der Konzern seine operativen und
strategischen Ziele unter gleichzeitiger Optimierung der Kapitalkosten nachhaltig und im Interesse der Aktionäre und
der übrigen Stakeholder bestmöglich realisieren kann. Insbesondere steht das Erreichen von einer die Kapitalkosten
übersteigenden Eigenkapitalrendite im Fokus. Weiteres soll das externe Investment Grade Rating durch eine adäquate
Eigenkapitalausstattung unterstützt und ausreichend Liquidität für das geplante Wachstum der nächsten Geschäftsjahre
beschafft und sichergestellt werden.
Die wesentlichen Parameter bei der Bestimmung der Kapitalstruktur der CA Immo Gruppe sind:
1. das generelle Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital und
2. innerhalb des Fremdkapitals das optimale Verhältnis zwischen mit Immobilienvermögen besichertem
Fremdkapital, das auf Ebene der einzelnen Objektgesellschaften aufgenommen wird, und auf Ebene der
Konzernmutter aufgenommenem unbesicherten Fremdkapital.
Hinsichtlich des ersten Parameters strebt die CA Immo Gruppe eine Eigenkapitalquote von rund 45% bis 50% an.
Zum 31.12.2021 lag diese bei 46,3% (31.12.2020: 45,9%). Das Verhältnis von besichertem zu unbesichertem
Fremdkapital soll grundsätzlich ein ausgewogenes sein. Zum Stichtag entfiel mit 56% (31.12.2020: 61%) der höhere
Anteil auf unbesicherte Unternehmensanleihen. Der verbleibende Anteil von 44% (31.12.2020: 39%) entfällt auf die
Fremdfinanzierung mit besicherten Immobilienkrediten, die in der Regel direkt von einer Objektgesellschaft
aufgenommen werden.
Weitere für die Darstellung der Kapitalstruktur der CA Immo Gruppe maßgebliche Kennzahlen sind die
Nettoverschuldung und die Gearing Ratio:
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.186.534 2.622.161
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 397.409 205.301
Verzinsliche Vermögenswerte
Liquide Mittel –633.117 –934.863
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen –4.628 –2.073
Nettoverschuldung 1.946.198 1.890.526
Eigenkapital 3.291.038 3.128.308
Gearing (Nettoverschuldung / EK) 59,1% 60,4%
Bei
der Berechnung des Gearings wird vereinfachend der Buchwert der liquiden Mittel berücksichtigt. Die
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung wurden bei der Nettoverschuldung berücksichtigt, sofern sie zur
Absicherung der Tilgung von verzinslichen Verbindlichkeiten dienen.
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03
KAPITEL 9: SONSTIGE ANGABEN
9.1. Informationen zur Geldflussrechnung
Schulden
Tsd. € Anhangsangabe Sonstige
verzinsliche
Verbindlichkeiten
Leasing
Verbindlichkeiten
Wandelschuld-
verschreibung
Anleihen
Stand am 1.1.2021 1.045.969 45.275 194.207 1.542.011
Veränderungen des Cashflows aus
Finanzierungstätigkeiten
Geldzufluss aus Darlehen 5.2. 123.844 0 0 0
Gezahlte Kosten/Geldzufluss aus der
Begebung von Anleihen 5.2. 0 0 0 –20
Tilgung von Wandelschuldverschreibung 5.2. 0 0 –100 0
Tilgung von Anleihen / Geldabfluss aus
dem Rückkauf von Anleihen 5.2. 0 0 –107.450
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0 0
Zahlung an Gesellschafter von Anteilen
im Fremdbesitz 5.1. 0 0 0 0
Tilgung von Finanzierungen inkl.
Zinsderivate 5.2. –64.346 –2.938 0 0
Übrige gezahlte Zinsen 5.2. –10.578 –1.335 –751 –18.922
Gesamtveränderung des Cashflows aus
der Finanzierungstätigkeit 48.921 –4.272 –851 –126.392
Gesamtveränderung aus dem Verkauf
von Tochterunternehmen oder andere
Geschäftsbetrieben 1. f. 0 –3.799 0 0
Auswirkungen von
Wechselkursänderungen 5.2. 0 57 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwertes 8.1. 0 0 0 0
Wandlung von Anleihen 5.1. –194.913
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen
auf Schulden 12.283 2.525 1.557 21.366
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen
auf Eigenkapital 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 1.107.173 39.786 0 1.436.985
Di
e gesamten sonstigen Änderungen bezogen auf Schulden resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen laut
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung.
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Schulden Derivate Eigenkapital Gesamt
Sonstige Effekte auf
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
Derivate
Vermögenswerte
Derivate
Schulden
0 –1.682 85.210 3.128.308 6.039.297
0 0 0 0 123.844
0 0 0 0 –20
0 0 0 0 –100
0 0 0 0 –107.450
0 0 0 –352.436 –352.436
–3 0 0 0 –3
–2.556 0 –696 0 –70.535
0 0 –6.815 0 –38.400
–2.559 0 –7.511 –352.436 –445.101
0 0 0 0 –3.799
0 0 0 0 57
0 –4.437 23.718 0 19.281
–87.270 282.183 0
2.559 0 6.812 0 47.102
0 0 0 232.984 232.984
0 –6.119 20.960 3.291.038 5.889.822
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Schulden
Tsd. € Anhangsangabe Sonstige
verzinsliche
Verbindlichkeiten
Leasing
Verbindlichkeiten
Wandelschuld-
verschreibung
Anleihen
Stand am 1.1.2020 1.067.239 40.480 190.807 798.817
Veränderungen des Cashflows aus
Finanzierungstätigkeiten
Geldzufluss aus Darlehen 5.2. 111.056 0 0 0
Geldzufluss aus der Begebung von Anleihen 5.2. 0 0 0 836.747
Tilgung von Anleihen 0 0 –103.380
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0 0
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate 5.2. –61.596 –3.403 0 0
Übrige gezahlte Zinsen 5.2. –13.602 –1.267 –1.514 –13.051
Gesamtveränderung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit 35.859 –4.670 –1.514 720.316
Gesamtveränderung aus dem Erwerb von
Tochterunternehmen oder andere
Geschäftsbetrieben 1.e. 0 9.809 0 0
Gesamtveränderung aus dem Verkauf von
Tochterunternehmen oder andere
Geschäftsbetrieben 1.f. –70.200 0 0 0
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 5.2. 105 –2.114 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwertes 8.1. 0 0 0 0
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf
Schulden 12.967 1.770 4.914 22.878
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf
Eigenkapital 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020 1.045.969 45.275 194.207 1.542.011
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Schulden Derivate Eigenkapital Gesamt
Sonstige Effekte auf
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
Derivate
Vermögenswerte
Derivate
Schulden
0 –1.148 103.960 2.967.968 5.168.123
0 0 0 0 111.056
0 0 0 0 836.747
0 0 0 0 –103.380
0 0 0 –93.028 –93.028
–159 0 –468 0 –65.626
0 0 –6.235 0 –35.668
–159 0 –6.703 –93.028 650.101
0 0 0 0 9.809
0 0 0 0 –70.200
0 0 –261 0 –2.269
0 –535 –20.274 0 –20.809
159 0 8.488 0 51.175
0 0 0 253.368 253.368
0 –1.682 85.210 3.128.308 6.039.298
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9.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse
In der CA Immo Deutschland Gruppe bestehen zum 31.12.2021 Haftungsverhältnisse aus abgeschlossenen
Kaufverträgen für Kostenübernahmen von Altlasten bzw. Kriegsfolgeschäden in Höhe von 106 Tsd. € (31.12.2020:
106 Tsd. €). Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen für ein (31.12.2020: ein) Gemeinschaftsunternehmen in
Deutschland in Höhe von 2.000 Tsd. € (31.12.2020: 2.000 Tsd. €). Zur Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten von
zwei (31.12.2020: zwei) Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland wurden Garantien, Bürgschaften sowie
Schuldbeitrittserklärungen im Umfang von 10.500 Tsd. € (31.12.2020: 6.500 Tsd. €) abgegeben. Des Weiteren wurden
zur Absicherung von Gewährleistungsrisiken in Deutschland Bürgschaften vereinbart, deren Haftungsrisiko sich auf
einen Betrag von 20.128 Tsd. € (31.12.2020: 17.605 Tsd. €) beschränken.
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien der CA Immo Gruppe zur Absicherung allfälliger
Gewährleistungs- und Haftungsansprüche der Käufer, für die in angemessenem Maße bilanzielle Vorkehrungen
getroffen wurden. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann jedoch auch darüber hinausgehen
. Des Weiteren bestehen
Patronatserklärungen für ein (31.12.2020: zwei) Gemeinschaftsunternehmen in Österreich in Höhe von 4.700 Tsd. €
(31.12.2020: 11.443 Tsd. €). Zum 31.12.2021 bestehen keine Patronatserklärungen für Gemeinschaftsunternehmen
(31.12.2020: ein Gemeinschaftsunternehmen) in Osteuropa (31.12.2020: 15.699 Tsd. €).
Im Zusammenhang mit einer Projektentwicklung in Osteuropa hat ein Generalunternehmer mit Schiedsklage vom
15.2.2019 beim Vienna International Arbitral Centre behauptete Ansprüche auf Zahlung von zusätzlichen Kosten,
Schadenersatz, Werklohn und Zinsen von über 22,0 Mio. € klageweise geltend gemacht. Die CA Immo Gruppe geht
davon aus, dass der Generalunternehmer überwiegend nicht obsiegen wird. Eine angemessene bilanzielle Versorge
wurde getroffen.
Im Jahr 2020 hat die CA Immo Gruppe eine Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten
in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004
eingebracht. Nach einem abweisenden Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.10.2021 in Bezug auf die
geltend gemachte Gerichtsgebührenbefreiung musste die CA Immo Gruppe für diese Klage rd. 25 Mio. € an
rückgestellten Gerichtsgebühren in 2021 zahlen. Gegen dieses Erkenntnis hat die CA Immo Gruppe am 2.12.2021 eine
Erkenntnisbeschwerde nach Art. 144 B-VG beim Verfassungsgericht eingebracht.
Bankverbindlichkeiten sind durch marktübliche Sicherheiten wie z.B. Hypotheken, Verpfändungen von
Mietforderungen, Bankguthaben und Gesellschaftsanteilen sowie ähnlichen Garantien besichert.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weiters bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Bautätigkeiten für
Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Liegenschaften in Österreich in Höhe von 0 Tsd. € (31.12.2020:
132 Tsd. €), in Deutschland in Höhe von 102.356 Tsd. € (31.12.2020: 159.140 Tsd. €) und in Osteuropa in Höhe von
3.891 Tsd. € (31.12.2020: 24.008 Tsd. €). Darüber hinaus bestehen in Deutschland zum 31.12.2021 sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus zukünftig aktivierbaren Baukosten aus städtebaulichen Verträgen in Höhe von 11.083 Tsd. €
(31.12.2020: 13.124 Tsd. €).
Ist eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung nicht möglich, der Mittelabfluss aus der Verpflichtung
nicht wahrscheinlich oder das Eintreten der Verpflichtung von künftigen Ereignissen abhängig, liegt eine
Eventualverbindlichkeit vor. In diesem Fall unterbleibt die Bildung einer Rückstellung und es erfolgt eine Erläuterung
von wesentlichen Sachverhalten.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
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08
9.3. Leasingverhältnisse
CA Immo Gruppe als Vermieter/Leasinggeber
Die von der CA Immo Gruppe als Vermieter abgeschlossenen Mietverträge werden nach IFRS als Operating-Leasing
eingestuft. Diese berücksichtigen idR folgende wesentliche Vertragsbestandteile:
−
Bindung an EUR
−
Wertsicherung durch Bindung an internationale Indizes
−
mittel- bis langfristige Laufzeit bzw. Kündigungsverzicht
Die künftigen Zahlungen für Mindestmieterlöse aus zum 31.12. laufenden befristeten oder mit Kündigungsverzicht
ausgestatteten Mietverträgen setzen sich am Konzernabschlussstichtag wie folgt zusammen:
Tsd. € 2021 2020
Im Folgejahr 201.833 216.435
im zweiten Jahr 172.673 182.747
im dritten Jahr 137.209 153.327
im vierten Jahr 101.234 119.837
im fünften Jahr 77.380 86.252
nach mehr als 5 Jahren 169.890 224.330
Gesamt 860.220 982.928
A
lle übrigen Mietverhältnisse sind kurzfristig kündbar und in obiger Tabelle nicht enthalten.
Die Mindestmieterlöse beinhalten zu vereinnahmende Nettomieten bis zum vereinbarten Vertragsende bzw. bis zum
frühest möglichen Kündigungstermin des Leasingnehmers (Mieters).
Gemäß IFRS 16 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem
Kriterium der Zurechenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am
Leasinggegenstand verbunden sind. Die Eigenschaft der CA Immo Gruppe als Vermieter von als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien entspricht einem Operating Leasing, weil das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten bei der
CA Immo Gruppe verbleibt und damit die wesentlichen Risiken und Chancen nicht übertragen werden.
Die CA Immo Gruppe klassifiziert Leasingverhältnisse als Operating Lease, wenn es sich bei den zugrundeliegenden
Verträgen um kein Finance Lease handelt. Finance Lease liegt vor, wenn
– am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses dem Leasingnehmer das Eigentum an dem Vermögenswert übertragen
wird;
–
der Leasingnehmer eine Kaufoption hat, den Vermögenswert zu einem Preis zu erwerben, der erwartungsg
emäß
deutlich
niedriger als der zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts
ist,
sodass
es zu Beginn des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist, dass die Option ausgeübt
wird;
– die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des
V
ermögenswerts, auch wenn das Eigentumsrecht nicht übertragen
wird;
–
zu Beginn des Leasingverhältnisses entspricht der Barwert der Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindesten
s
den
beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands;
und
–
die Leasinggegenstände haben eine spezielle Beschaffenheit, so dass sie ohne wesentliche Veränderungen nur
vom
Leasingnehmer genutzt werden können.
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09
CA Immo Gruppe als Leasingnehmer
Die von der CA Immo Gruppe abgeschlossenen Mietverträge als Leasingnehmer beziehen sich vorrangig auf gemietete
Immobilien in München (bis 2022) und Frankfurt (bis 2025), gemietete Stellplätze, Software, dem Leasing von PKWs,
der Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fruchtgenussrechte an Grundstücken. Kaufoptionen sind
nicht vereinbart.
Die CA Immo Gruppe stellt die Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten dar, in dem die zugrundeliegenden
Vermögenswerte dargestellt werden würden, wenn sie im Eigentum der CA Immo Gruppe wären. Ebenso werden die
Leasingverbindlichkeiten in den Bilanzposten der verzinslichen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Detailangaben
gem. IFRS 16 befinden sich im jeweiligen Kapitel im Anhang, dem die Einzelangabe zuzuordnen ist: Nutzungsrechte,
die gemäß IAS 40 bewertet werden, sind im Kapitel „3.1. Langfristiges Immobilienvermögen“ enthalten.
Nutzungsrechte, die gemäß dem Anschaffungskostenmodell angesetzt werden, sind in den Kapiteln „3.2. Selbst
genutzte Immobilien“ bzw. „3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte“ (z.B. PKWs)
enthalten. Die Leasingverbindlichkeiten werden in den Kapiteln „5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten“ bzw.
„8.1. Finanzinstrumenten“ und „8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten“ näher erläutert. Die Auswirkungen der
Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung sind in folgenden Kapiteln enthalten: Abschreibungen von
Nutzungsrechten im Kapitel „2.10. Abschreibungen und Wertänderungen“ und Zinsaufwendungen für
Leasingverbindlichkeiten im Kapitel „2.12. Finanzierungsaufwand“.
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse beträgt 34 Tsd. € (2020: 40 Tsd. €) und für Leasingverhältnisse über
Vermögenswerte von geringem Wert 45 Tsd. € (2020: 45 Tsd. €). Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse machen 4.580 Tsd. € (2020: 5.016 Tsd. €) aus.
Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt,
sofern die Ausübung einer Verlängerungsoption bzw. die Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend
sicher ist. Dies ist jedoch ermessensbehaftet und daher können Einschätzungen künftig geändert werden. In einem
ersten Schritt wird auf die zugrundeliegende Vertragslaufzeit abgestellt und nur bei Vorliegen von Indikatoren (z.B.
Informationen aus Bewertungsgutachten, besonders günstige Vertragsbedingungen, geänderte Betriebserfordernisse)
eine Kündigungs- oder Verlängerungsoption bei den Zahlungsströmen zur Bemessung der Leasingverbindlichkeit
berücksichtigt.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird in der CA Immo Gruppe auf Basis des
wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung von der
Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des
Vermögenswerts einräumt. Dies ist dann der Fall, wenn der Vertrag die CA Immo Gruppe dazu berechtigt, die Nutzung
eines eindeutig identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu
kontrollieren. Dabei ist relevant, dass die CA Immo Gruppe während des Verwendungszeitraums im Wesentlichen den
gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung eines identifizierten Vermögenswerts ziehen, als auch über die
Nutzung desselben entscheiden kann. Ein Vermögenswert gilt jedoch nur dann als identifiziert, wenn der Lieferant kein
substanzielles Substitutionsrecht hat. Ist der Lieferant aufgrund des Vertrags in der Lage während des
Verwendungszeitraums den Vermögenswert tatsächlich durch einen anderen zu tauschen und entsteht ihm aus dem
Tausch ein wirtschaftlicher Nutzen, so handelt es sich um keinen identifizierten Vermögenswert – der Ansatz eines
Nutzungsrechts erfolgt nicht.
Bei der Bilanzierung der Leasingverträge werden Vermögenswerte in Form von Nutzungsrechten („Right of use“)
aktiviert und die Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die CA Immo Gruppe nimmt bestimmte Wahlrechte in Anspruch
und setzt keine Nutzungsrechte/Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverhältnisse (kürzer als 1 Jahr),
Leasingverhältnisse mit zugrundeliegenden Vermögenswerten von geringem Wert (< 5.000 €) und Software an.
Rückwirkende Anpassungen von Leasingzahlungen, beispielsweise aufgrund von Indexänderungen, werden in der
laufenden Periode als variable Leasingzahlung betrachtet und erfolgswirksam erfasst. Eine Anpassung von
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Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten erfolgt nur auf Basis künftiger Zahlungsströme. Pandemiebedingte
Mietzugeständnisse eines Leasinggebers werden nicht als Änderung des Leasingvertrags darstellt. Die CA Immo Gruppe
wendet den praktischen Behelf an und erfasst alle Mietzugeständnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung.
9.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Für die CA Immo Gruppe gelten folgende Unternehmen und Personen als nahe stehend:
−
Gemeinschaftsunternehmen, an denen die CA Immo Gruppe beteiligt ist
−
die Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
−
die Starwood Capital Group (“Starwood”) (seit 27.9.2018)
Beziehung
en mit Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 55.800 57.629
Ausleihungen 11.682 8.926
Forderungen 7.283 7.197
Verbindlichkeiten 7.876 3.747
Rückstellungen 6.577 7.128
2021 2020
Ergebnis Gemeinschaftsunternehmen 3.618 1.809
Ergebnis Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 0 90
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 3.618 1.898
Sonstige Erlöse 375 268
Sonstige Aufwendungen –1.290 –1.228
Zinserträge 605 1.020
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Ausleihungen und ein Großteil der Forderungen gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen dienen der Finanzierung der Liegenschaften. Die kumulierte erfolgswirksame
Wertberichtigung von Ausleihungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beträgt 3.425 Tsd. €
(31.12.2020: 3.076 Tsd. €). Die Ausleihungen haben eine marktübliche Verzinsung. Die übrigen Forderungen
entstammen im Wesentlichen Leistungsbeziehungen in Deutschland. Es bestehen keine Garantien oder anderweitige
Sicherheiten in Zusammenhang mit diesen Forderungen und Verbindlichkeiten.
Darüber hinaus wurden keine Wertberichtigungen bzw. sonstige ergebniswirksame Wertkorrekturen erfasst.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. größter Einzelaktionär der Gesellschaft. Zum 31.12.2021 hält
SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. 61.654.765 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA Immo AG; dies entspricht einem
Anteil von 57,89% des Grundkapitals der Gesellschaft. Die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. ist eine von Starwood Capital
Group ("Starwood") kontrollierte Gesellschaft. Starwood ist eine private Investmentgesellschaft mit weltweitem Fokus
auf Immobilien, Energie, Infrastruktur, Öl und Erdgas.
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Die Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Silvia Schmitten-Walgenbach (ab 1.1.2022)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Andreas Quint (bis 31.12.2021)
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Berichtsjahr 3.464 Tsd. €
(2020: 2.763 Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 198 Tsd. € (2020: 172 Tsd. €). Die
Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.581 Tsd. € (2020: 1.588 Tsd. €) und setzte sich aus dem
Grundgehalt von 1.410 Tsd. € (2020: 1.410 Tsd. €), sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz., Diäten und
Reisespesen) in Höhe von 48 Tsd. € (2020: 55 Tsd. €) sowie Beiträge in Pensionskassen in Höhe von 123 Tsd. € (2020:
123 Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile beliefen sich auf 1.269 Tsd. € (2020: 1.175 Tsd. €). Die
Höhe der Sonderzahlungen (Abfindungszahlungen) belief sich auf 307 Tsd. € (2020: 0 Tsd. €).
Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für Vorstandsmitglieder
311 Tsd. € (31.12.2020: 412 Tsd. €). Gegenüber früheren (d.h. nicht im Berichtsjahr amtierenden) Vorstandsmitgliedern
bestanden keine Zahlungsverpflichtungen. Aus der Beendigung einer Vorstandstätigkeit zum 31.12.2021 bestehen zum
Bilanzstichtag Rückstellungen für Bonuszahlungen (bei 100% Zielerreichung) in Höhe von 2.157 Tsd. € und eine
sonstige Verbindlichkeit aus der Vertragsbeendigung in Höhe von 307 Tsd. €.
An die Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand bestehen auf Basis der Annahme einer 100%igen
Zielerreichung der für das Geschäftsjahr 2021 vereinbarten Vorstandsziele per 31.12.2021 Rückstellungen in Höhe von
5.329 Tsd. € (31.12.2020: 3.460 Tsd. €).
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, Stv. des Vorsitzenden
Dr. Monika Wildner, Stv. des Vorsitzenden
Univ.-Prof. MMag. Dr. Klaus Hirschler
Michael Stanton
Dr. Florian Koschat (bis 6.5.2021)
Durch Namensaktie entsendet:
Sarah Broughton
Laura Rubin
Vom Betriebsrat entsendet:
Georg Edinger, BA, REAM (IREBS)
Mag. Nicole Kubista
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Walter Sonnleitner
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo aus fünf von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertretern.
Im Geschäftsjahr 2021 (für 2020) gelangte eine Gesamtvergütung von 328
Tsd. € (2020: 309 Tsd. €) zur Auszahlung. Die
darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 113
Tsd. € (2020: 84 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
212
Geschäftsjahr 2021 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 202 Tsd. € erfasst (2020:
78
Tsd. €). Hiervon entfallen rund 13 Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2020: 9 Tsd. €) und 33 Tsd. € (2020: 52 Tsd. €)
auf sonstige Aufwendungen einschließlich Fortbildungs- und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstigen Beratungskosten
fielen 156 Tsd.
€ an (2020: 17 Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare, insbesondere für
Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2021 soll der Hauptversammlung auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von
30 Tsd. € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1 Tsd. € je Sitzung) und unter Berücksichtigung des
Verzichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Gruppe zuzuordnenden
Aufsichtsratsmitglieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 299 Tsd. € vorgeschlagen werden. Die Vergütung
wurde im Konzernabschluss per 31.12.2021 berücksichtigt.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit
im Aufsichtsrat gegenüber der CA Immo Gruppe zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt
verpflichten, haben den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den
Aufsichtsrat. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches
wirtschaftliches Interesse hat. Sarah Broughton, Laura Rubin sowie Jeffrey G. Dishner nehmen umfassende
Managementfunktionen innerhalb der Starwood Capital Group wahr. Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte Starwood Capital
Group (über ihr Vehikel SOF-11 Klimt CAI S.à r.l.) im Rahmen eines antizipierten Pflichtangebots gemäß §§ 22 ff ÜbG
sowie weiterer börslicher und außerbörslicher Zukäufe ihre Beteiligung an CA Immo von rund 28,25% des
Grundkapitals auf rund 57,89%.
9.5. Personalstand
Die CA Immo Gruppe beschäftigte in 2021 durchschnittlich 397 Angestellte (2020: 386), wovon durchschnittlich
72 Angestellte (2020: 70) in Österreich, 235 Angestellte (2020: 230) in Deutschland und 90 Angestellte (2020: 86) bei
sonstigen Tochtergesellschaften in Osteuropa beschäftigt waren.
9.6. Aufwendungen für die Abschlussprüfer
Die in der folgenden Tabelle dargestellten Aufwendungen betreffen die Honorare des Abschlussprüfers Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Tsd. € 2021 2020
Abschlussprüfung
420
387
Sonstige Bestätigungsleistungen
133
311
Andere Beratungsleistungen 0 0
Gesamt 553 698
In
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird ein Aufwand für Wirtschaftsprüfung inkl. Review in Höhe von
1.376 Tsd. € (2020: 1.359 Tsd. €) ausgewiesen. Hiervon entfällt ein Betrag von 1.235 Tsd. € (2020: 1.235 Tsd. €) auf EY
Gesellschaften.
KONZERNABSCHLUSS
2
13
9.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Januar 2022 fand das Closing für den Ankauf einer Immobilie in Düsseldorf, Deutschland, via Share Deal statt
sowie das Closing des Verkaufs der Gesellschaft R70 Invest Budapest Kft. in Ungarn.
Im ersten Quartal 2022 erfolgte der Verkauf von zwei Hotelimmobilien in München und Frankfurt sowie von
Baufeldern im Joint Venture Mainz, Deutschland.
Die CA Immo AG hat im ersten Quartal 2022 die Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von
300 Mio. € gezogen.
Am 18.03.2022 wurde der CA Immobilien Anlagen AG eine Anfechtungsklage zugestellt, die sich gegen die in der
außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2021 gefassten Beschlüsse auf Ausschüttung einer
Basiszusatzdividende sowie einer Superdividende richtet.
Ukraine
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Weltwirtschaft erschüttert. Die unmittelbaren globalen
Auswirkungen sind eine höhere Inflation, ein geringeres Wachstum und Verwerfungen auf den Finanzmärkten. Die
Krise hat die Unsicherheit und Volatilität auf den globalen Aktien- und Finanzmärkten erheblich erhöht. Die
wichtigsten Aktienindizes haben sich seit dem Ausbruch der Krise negativ entwickelt und die Märkte für unbesicherte
Finanzierungen waren für eine gewisse Zeit vollständig geschlossen bzw. sind derzeit nur sehr eingeschränkt
zugänglich. Das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts sowie zusätzlicher geopolitischer Spannungen gilt es
weiterhin zu beobachten.
Die CA Immo Gruppe hat in ihrem Portfolio keine Immobilien in Russland bzw. der Ukraine. Die Entwicklung der
Aktien- und Finanzmärkte wird laufend von der CA Immo Gruppe beobachtet. Es besteht kein wesentliches
Währungskursrisiko, da die Mieten generell an den EUR gebunden sind bzw. der Stand der liquide Mittel in
Fremdwährung regelmäßig beobachtet wird.
Der Krieg in der Ukraine sowie die daraus resultierenden Sanktionen und Gegenmaßnahmen können einen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe haben. Die weltweiten Folgen des Kriegs könnten zu
Auswirkungen bei der Bewertung von Immobilien und bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste führen. Weiters
könnten sich Auswirkungen bei Projektentwicklungen, unter anderem aufgrund von Verzögerungen bei den
Lieferketten, schwankenden Finanzierungsraten sowie steigenden Baukosten, ergeben. Die erhöhte Unsicherheit könnte
auch zu längeren Vermarktungszeiträumen führen. Die Auswirkungen können insbesondere aufgrund der dynamischen
Entwicklung nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch der laufenden Evaluierung. Trotz der
Unsicherheit und möglicher direkter und indirekter Auswirkungen geht die CA Immo Gruppe davon aus, dass der
Russland-Ukraine-Krieg die Fortführbarkeit des Unternehmens nicht beeinflussen wird.
9.8. Neue und überarbeitete Standards und Interpretationen
a) Änderung von Rechnungslegungsmethoden, die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben
Die angewendeten Ausweis- und Rechnungslegungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Änderung der Darstellung
Im Rahmen einer Überprüfung der Steuerberechnung wurde die Zuordnung der latenten Steuern im Zusammenhang
mit der Wandelschuldverschreibung evaluiert und eine Änderung der Zuordnung von Steuern Vorjahre und bisher
nicht angesetzte Verlustvorträge zu Permanente Differenzen iZm der Wandelschuldverschreibung vorgenommen. Diese
Änderung der Darstellung dient dem verbesserten Ausweis der erfassten latenten Steuern im Zusammenhang mit der
Wandelschuldverschreibung. Die Anpassungen betreffen die Steuerüberleitung, die latenten Steuern sowie die nicht
angesetzten Verlustvorträge (siehe Kapitel 7 Steuern). Aus den Darstellungsänderungen ergeben sich keine Änderung in
der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der CA Immo Gruppe.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
14
b) Neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen, deren Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf
den K
onzernabschluss ha
t
Im Geschäftsja
hr 2021 waren erstmals die folgenden bereits in EU-Recht übernommenen Standards und
Interpretationen anzuwenden.
Standard/Interpretation Inhalt Inkrafttreten
1)
Änderung an IFRS 16 Covid-19 bedingte Anpassung von Mieten 1.6.2020
Änderung an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS
4 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze, Phase 2 1.1.2021
IFRS 4
Verlängerung der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von
IFRS 9 in IFRS 4 1.1.2021
1)
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
c) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen
Standard/Interpretation Inhalt Inkrafttreten
1)
Änderung an IFRS 16 Covid-19 bedingte Anpassung von Mieten nach dem 30. Juni 2021 1.4.2021
1)
Änderung an IFRS 3 Referenz zum Rahmenwerk 1.1.2022
1)
Änderung an IAS 37 Kosten der Vertragserfüllung 1.1.2022
1)
Änderung an IAS 16 Erträge vor beabsichtigtem Nutzen 1.1.2022
1)
Jährliche Verbesserungen (2018-2020) diverse 1.1.2022
1)
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023²
)
Änderung an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig 1.1.2023²
)
Änderung an IAS 1 Wesentliche Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1.2023²
)
Änderung an IAS 8 Definition rechnungslegungsbezogene Schätzungen 1.1.2023²
)
Änderung an IAS 12
Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die
aus einer einzigen Transaktion entstehen 1.1.2023²
)
1)
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2)
Zum Bilanzstichtag noch nicht von der EU übernommen. Das Datum des Inkrafttretens lt. EU-Verordnung kann von jenem lt. IASB abweichen.
Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden von der CA Immo Gruppe nicht frühzeitig angewendet.
Die CA Immo Gruppe erwartet aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 17 (Versicherungs
verträge) keine
wesentliche
n Auswirkungen. Die erstmalige Anwendung der übrigen neuen Regelungen wird voraussichtlich zu
keinen wesentlichen Auswirkungen führen.
KONZERNABSCHLUSS
2
15
9.9. Liste der Konzerngesellschaften
In den Konzernabschluss sind neben der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft folgende Unternehmen
einbezogen:
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/ Erst-
konsolidierun
g
in
2021
CA Immo Holding B.V. Amsterdam 32.000.000 EUR 100 VK
Europolis BV Amsterdam 400.000 EUR 100 VK
CA Immo d.o.o. Belgrad 32.822.662 RSD 100 VK
CA Immo Sava City d.o.o. Belgrad 4.273.618.689 RSD 100 VK
TM Immo d.o.o. Belgrad 1.307.737.295 RSD 100 VK
CA Immo Sechzehn GmbH & Co. KG Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Spreebogen Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Zehn GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Zwölf Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Holding Szolgáltató Kft Budapest 13.000.000 HUF 100 VK
CAImmo Real Estate Management Hungary Kft Budapest 54.510.000 HUF 100 VK
COM PARK Ingatlanberuházási Kft Budapest 3.040.000 HUF 100 VK
Duna Business Hotel Ingatlanfejleszt Kft. Budapest 452.844.530 HUF 100 VK
Duna Irodaház Kft. Budapest 277.003.015 HUF 100 VK
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 390.906.655 HUF 100 VK
EUROPOLIS CityGate Ingatlanberuházás Kft Budapest 13.010.000 HUF 100 VK
EUROPOLIS IPW Ingatlanberuházási Kft Budapest 54.380.000 HUF 100 VK
Europolis Park Airport Kft. i.L. Budapest 19.900.000 HUF 100 VK
Kapas Center Kft Budapest 772.560.000 HUF 100 VK
Kilb Kft Budapest 30.000.000 HUF 100 VK
Millennium Irodaház Kft. Budapest 997.244.944 HUF 100 VK
R70 Invest Budapest Kft Budapest 5.270.000 HUF 100 VK
Vaci 76 Budapest 3.100.000 HUF 100 VK
CA Immo Campus 6.1. S.R.L. Bukarest 114.000 RON 100 VK
CAI REAL ESTATE M. ROMANIA SRL Bukarest 989.570 RON 100 VK
EUROPOLIS ORHIDEEA B.C. SRL Bukarest 247.394.530 RON 100 VK
EUROPOLIS SEMA PARK SRL Bukarest 233.430.000 RON 100 VK
INTERMED CONSULTING & MANAGEMENT SRL Bukarest 31.500.330 RON 100 VK
Opera Center One S.R.L. Bukarest 27.326.150 RON 100 VK
Opera Center Two S.R.L. Bukarest 7.310.400 RON 100 VK
S.C. BBP Leasing S.R.L. Bukarest 14.637.711 RON 100 VK
VICTORIA INTERNATIONAL PROPERTY SRL Bukarest 216 RON 100 VK
Blitz F07 -neunhundert-sechzig-neun GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
Blitz F07-neunhundert-sechzig-acht GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Deutschland GmbH Frankfurt 5.000.000 EUR 99,7 VK
CA Immo GB Eins Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Invest GmbH Frankfurt 50.000 EUR 100 VK
CM Komplementär F07-888 GmbH & Co. KG Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
16
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/ Erst-
konsolidierun
g
in
2021
DRG Deutsche Realitäten GmbH Frankfurt 500.000 EUR 49 AEJV
CAINE B.V. Hoofdorp 101.000.000 EUR 100 VK
ALBERIQUE LIMITED i.L. Limassol 1.325 EUR 100 VK
4P - Immo. Praha s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 VK
CAI Real Estate Managment Czech Rep.s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Alfa, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Amazon, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Beta, s.r.o. Prag 73.804.000 CZK 100 VK
RCP Delta, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Gama, s.r.o. Prag 96.931.000 CZK 100 VK
RCP ISC, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Zeta, s. r. o. Prag 200.000 CZK 100 VK
Visionary Prague, s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 VK
CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp.z o.o. Warschau 47.956.320 PLN 100 VK
CA IMMO New City Sp.z.o.o. Warschau 116.000 PLN 100 VK
CA IMMO P14 Sp.z.o.o. Warschau 10.000 PLN 100 VK
CA Immo Saski Crescent Sp.z o.o. Warschau 140.921.250 PLN 100 VK
CA Immo Saski Point Sp.z o.o. Warschau 55.093.000 PLN 100 VK
CA IMMO WARSAW SPIRE B Sp.z.o.o. Warschau 5.050.000 PLN 100 VK
CA Immo Warsaw Spire C Sp. z o.o. Warschau 2.050.000 PLN 100 VK
CA Immo Warsaw Towers Sp.z o.o. Warschau 155.490.900 PLN 100 VK
CA Immo Sienna Center Sp.z o.o. Warschau 116.912.640 PLN 100 VK
CAI REAL ESTATE M. POLAND Sp.z.o.o. Warschau 565.000 PLN 100 VK
BIL-S Superädifikatsverwaltungs GmbH Wien 70.000 EUR 100 VK
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH Wien 3.738.127 EUR 100 VK
CA Immo Galleria Liegenschaftsverwaltungs GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo Germany Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo International Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH Wien 100.000 EUR 100 VK
CA Immo LP GmbH Wien 146.000 EUR 100 VK
CA Immo Rennweg 16 GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immobilien Anlagen Beteiligungs GmbH & Co
Finanzierungs KG Wien 7.000 EUR 100 VK
CA Immo-RI-Residential Prop Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
EBL Nord 2 Immobilien Eins GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 AEJV
EBL Nord 2 Immobilien GmbH Wien 35.000 EUR 50 AEJV
EBL Nord 2 Immobilien Zwei GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 AEJV
Erdberger Lände 26 GmbH in Liqu. Wien 35.000 EUR 100 VK
EUROPOLIS CE Alpha Holding GmbH Wien 36.336 EUR 100 VK
EUROPOLIS CE Rho Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
EUROPOLIS GmbH Wien 5.000.000 EUR 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
KONZERNABSCHLUSS
2
17
Die CA Immo Gruppe hält zum 31.12.2021 99,7 % der Anteile an der CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
(kurz Frankfurt). Im Konzernabschluss sind daher auch die folgenden Tochtergesellschaften und Anteile an
Gemeinschaftsunternehmen der CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt, enthalten:
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie
rungsart
1)
Gründung/Erst-
konsolidierung
in 2021
2)
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 01 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 01 M4 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK G
CA Immo Berlin Europaplatz 01 TT Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 03 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 04 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Hallesches Ufer GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 4 Betriebs GmbH Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 4 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 7 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK G
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 7 GmbH & Co. KG Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 8 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 8 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 01 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 01 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 02 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Pohlstraße 20 GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Pohlstraße Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Pohlstraße GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer Beteiligungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer BT 1 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer BT 2 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer GmbH & Co. KG Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Upbeat GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Upbeat Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
Stadthafenquartier Europacity Berlin GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 50 AEJV
Stadthafenquartier Europacity Berlin Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 50 AEJV
Boulevard Süd 4 GmbH & Co. KG i.L. Frankfurt 200.000 EUR 100 VK
Boulevard Süd 4 Verwaltung-GmbH i.L. Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Düsseldorf BelsenPark MK 2,1 Betriebs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK G
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
18
Gesellschaft
Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/ Erst-
konsolidierun
g
in
2021
2)
CA Immo Düsseldorf BelsenPark MK 2,1 Projekt GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Düsseldorf BelsenPark MK 3 Projekt GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Düsseldorf BelsenPark Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Alpha GmbH Frankfurt 25.100 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Beta GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Gamma GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Karlsruher Straße GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Nord 4 Betriebs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK G
CA Immo Frankfurt Nord 4 GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt ONE GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH Frankfurt 100.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MI GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MI Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MK GmbH & Co KG Grünwald 10.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MK Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Baumkirchen WA 1 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 1 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 2 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 2 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 3 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 3 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
CA Immo Bayern Betriebs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
CA Immo München Ambigon Nymphenburg GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
CA Immo München Nymphenburg GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
CA Immo München Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Projektentwicklung Bayern Verwaltungs GmbH Grünwald 25.565 EUR 100 VK
CA Immo Projektentwicklung Bayern GmbH & Co.KG Grünwald 255.646 EUR 100 VK
CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG Grünwald 105.000 EUR 50 AEJV
CAMG Zollhafen HI IV V Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
CPW Immobilien GmbH & Co. KG i.L. Grünwald 5.000 EUR 33,32
3)
AEJV
CPW Immobilien Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 33,34
3)
AEJV
Eggarten Projektentwicklung GmbH & Co.KG Grünwald 16.000 EUR 50 AEJV
Eggarten Projektentwicklung Verwaltung GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Kontorhaus Arnulfpark Betriebs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung
3)
Gemeinschaftliche Führung
KONZERNABSCHLUSS
2
19
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/ Erst-
konsolidierung
in 2021
Kontorhaus Arnulfpark GmbH & Co. KG Grünwald 100.000 EUR 99,93
VK
Kontorhaus Arnufpark Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
SKYGARDEN Arnulfpark GmbH & Co. KG Grünwald 100.000 EUR 100 VK
SKYGARDEN Arnulfpark Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Congress Centrum Skyline Plaza Beteiligung GmbH Hamburg 25.000 EUR 50 AEJV
Congress Centrum Skyline Plaza GmbH & Co. KG Hamburg 25.000 EUR 50 AEJV
Congress Centrum Skyline Plaza Verwaltung GmbH Hamburg 25.000 EUR 50 AEJV
CA Immo Mainz Hafenspitze GmbH Mainz 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Quartiersgarage GmbH Mainz 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Rheinallee III GmbH & Co. KG Mainz 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Rheinwiese II GmbH & Co. KG Mainz 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Verwaltungs GmbH Mainz 25.000 EUR 100 VK
Mainzer Hafen GmbH Mainz 25.000 EUR 50 AEJV
Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG Mainz 1.200.000 EUR 50,1
2)
AEJV
SEG Kontorhaus Arnulfpark Beteiligungsgesellschaft mbH München 25.000 EUR 99 VK
Skyline Plaza Generalübernehmer GmbH & Co. KG Oststeinbek 25.000 EUR 50 AEJV
Skyline Plaza Generalübernehmer Verwaltung GmbH Oststeinbek 25.000 EUR 50 AEJV
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
Gemeinschaftliche Führung
Wien, 23.3.2022
Der Vorstand
Silvia Schmitten-Walgenbach
(Chief Executive Officer)
Dr. Andreas Schillhofer
(Chief Financial Officer)
Keegan Viscius
(Chief Investment Officer)
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES
220
Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe vermittelt und dass der
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe entsteht, und dass der
Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die CA Immo Gruppe ausgesetzt
ist.
Wien, 23.3.2022
D
er Vo
rstand
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS §124 ABS. 1
BÖRSEGESETZ
Silvia Schmitten-Walgenbach
(Chief Executive Officer)
Dr. Andreas Schillhofer
(Chief Financial Officer)
Keegan Viscius
(Chief Investment Officer)
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
21
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der
Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapital-
veränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem
Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der
Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a
UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsur-teils hierzu
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar
Tit e
l
Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Risiko Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2021 Bestandsimmobilien in Höhe von TEUR 4.984.297 sowie Immobilien in
Entwicklung in Höhe von TEUR 1.097.147. Darüber hinaus ist in dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2021 ein Ergebnis aus Neubewertung von TEUR 541.147 erfasst.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
*)
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
22
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung) werden basierend auf Gutachten von externen, unabhängigen
Sachverständigen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unterliegt wesentlichen
Annahmen und Schätzungen. Das wesentliche Risiko besteht für jede Immobilie in der
Festlegung von Annahmen und Schätzungen wie Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz und
erzielbare Mieteinnahmen sowie bei Immobilien in Entwicklung in der Festlegung
ausstehender Bau-/Entwicklungskosten und des Developmentgewinnes. Eine geringfügige
Änderung dieser Annahmen und Schätzungen kann einen wesentlichen Einfluss auf die
Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben.
Die entsprechenden Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den
wesentlichen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen sind in den
Anhangangaben im Kapitel "3.1 Langfristiges Immobilienvermögen“ im Konzernabschluss
enthalten.
Adressierung im
Rahmen der
Abschlussprüfung
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des
Managements und der externen Sachverständigen kritisch hinterfragt und dabei unter
Beiziehung unserer internen Immobilienbewertungsspezialisten unter anderem die
folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
– Beurteilung der Ausgestaltung des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses der
Immobilienbewertung
– Beurteilung der Konzeption und Testen der Wirksamkeit der in diesem Prozess
implementierten Schlüsselkontrollen auf Basis von ausgewählten Stichproben
– Beurteilung der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Management beauftragten
externen Sachverständigen
– Beurteilung der angewandten Methodik und der rechnerischen Richtigkeit ausgewählter
Gutachten sowie Plausibilisierung der zugrundeliegenden Annahmen (z.B. erzielbare
Mieteinnahmen, Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz, Nutzfläche, Leerstandsrate), mittels
Vergleichs mit Marktdaten soweit vorhanden
– Überprüfung ausgewählter Input-Daten laut Bewertungsgutachten mit den Daten der
entsprechenden Objektbuchführung bzw. zugrundeliegender Verträge
– Befragung des Projektmanagements zu ausgewählten Immobilien in Entwicklung
hinsichtlich der Gründe für Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Istkosten und
zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden
Kosten; Untersuchung der Kostenverbuchung auf diesen Projekten durch Einsichtnahme in
die Projektunterlagen und stichprobenweisen Abgleich der erfassten Kosten mit den
Rechnungen sowie Evaluierung des daraus abgeleiteten Fertigstellungsgrades
– Überprüfung, ob die Angaben der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Anhang
vollständig und zutreffend sind
Sonstige Informationen
D
ie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den
Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Den konsolidierten-Corporate-Governance-Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, die
übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen
Informationen zu lesen und zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernab-
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
23
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Kon-
zerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentli-
chen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprü-
fung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit
zusammenhängende Angaben.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
24
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass
ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
– Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder
Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind
verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig -
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei
denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in
äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche
Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts
durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
25
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. September 2021
vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Alexander Wlasto.
Wien, am 23. März 2022
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. (FH) Isabelle Vollmer eh Mag. Alexander Wlasto eh
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
________
*)
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt
Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
22
8
JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT
BEILAGE 1
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021
226
Bilanz zum 31.12.2021
229
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
231
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
232
Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2021
251
Angaben zu Beteiligungsunternehmen
253
BEILAGE 2
Lagebericht
254
Erklärung des Vorstandes gemäss § 124 Börsegesetz
290
Bestätigungsvermerk
291
INHALT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
29
Aktiva
31.12.2021 31.12.2020
€ Tsd. €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.210.728,25 542
1.210.728,25 542
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 219.074.284,65 246.783
davon Grundwert: 34.870.999,81 €; 31.12.2020: 43.563 Tsd. €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 962.159,02 1.294
220.036.443,67 248.077
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.219.268.414,49 2.938.724
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 292.666.035,74 538.240
3. Beteiligungen 272.146,21 273
3.512.206.596,44 3.477.237
3.733.453.768,36 3.725.856
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen
1. Forderungen aus Leistungen 730.509,57 461
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 52.558.324,66 27.840
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 12
4. Sonstige Forderungen 19.384,86 1.735
53.308.219,09 30.048
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 286.215.922,83 694.418
339.524.141,92 724.466
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.845.148,47 9.929
D. Aktive latente Steuern 664.549,51 0
4.081.487.608,26 4.460.251
BILANZ ZUM 31.12.2021
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
30
Passiva
31.12.2021 31.12.2020
€ Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
Gezeichnetes Grundkapital 774.229.017,02 718.337
Eigene Anteile – 42.020.868,99 – 42.021
732.208.148,03 676.316
II. Gebundene Kapitalrücklagen 998.958.619,09 854.841
III. Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien 42.020.868,99 42.021
IV. Bilanzgewinn 440.138.865,80 897.605
davon Gewinnvortrag: 293.377.808,81 €; 31.12.2020: 814.502 Tsd. €
2.213.326.501,91 2.470.783
B. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln 377.300,76 390
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 395.533,00 505
2. Steuerrückstellungen 464.000,00 114
3. Rückstellung für latente Steuern 0,00 161
4. Sonstige Rückstellungen 17.781.520,61 42.659
18.641.053,61 43.439
D.
1. 1.434.031.500,00 1.741.481
Verbindlichkeiten
Anleihen
davon konvertibel: 0,0
0 €; 31.12.2020: 200.000 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 142.410.500,00 €; 31.12.2020: 107.450 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.291.621.000,00 €; 31.12.2020: 1.634.031 Tsd.€
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.833.286,70 111.134
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.224.750,00 €; 31.12.2020: 1.847 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 99.608.536,70 €; 31.12.2020: 109.287 Tsd. €
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 818.459,57 946
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 757.912,96 €; 31.12.2020: 608 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 60.546,61 €; 31.12.2020: 338 Tsd. €
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.222.158,49 67.136
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 38.222.158,49 €; 31.12.2020: 67.136 Tsd. €
5. Sonstige Verbindlichkeiten 269.469.528,24 18.969
davon aus Steuern: 329.466,59 €; 31.12.2020: 452 Tsd. €
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 163.010,72 €; 31.12.2020: 151 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 269.469.528,24 €; 31.12.2020: 18.969 Tsd. €
1.843.374.933,00 1.939.666
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 452.084.849,69 €; 31.12.2020: 196.010 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.391.290.083,31 €; 31.12.2020: 1.743.656 Tsd. €
E. Rechnun
g
sab
g
renzun
g
s
p
osten 5.767.818,98 5.973
4.081.487.608,26 4.460.251
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
31
2021 2020
€ € Tsd. €
Tsd. €
1. Umsatzerlöse 30.739.268,50 30.228
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit
Ausnahme der Finanzanla
g
en
14.683.348,65 5.137
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 193.980,31 304
c) Übrige 644.135,17 15.521.464,13 440 5.881
3. Personalaufwand
a) Gehälter – 13.502.990,73 – 12.902
b) Soziale Aufwendungen – 2.609.997,72 – 16.112.988,45 – 2.486 – 15.388
davon Aufwendungen für Altersversorgung: 253.573,27 €; 2020: 275 Tsd. €
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekasse: 364.490,52 €; 2020: 324
Tsd. €
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge: 1.768.674,04 €; 2020:
1.743
Tsd. €
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanla
g
en
– 8.140.093,55 – 11.532
davon außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs 2 UGB: 0,00 €; 2020:
3.688
Tsd. €
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern – 860.545,08 – 26.297
b) Übrige – 19.390.305,83 – 20.250.850,91 – 21.622 – 47.919
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) 1.756.799,72 – 38.730
7. Erträge aus Beteiligungen 179.485.702,94 123.378
davon aus verbundenen Unternehmen: 179.336.988,16 €; 2020: 122.303 Tsd. €
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 14.108.603,56 19.796
davon aus verbundenen Unternehmen: 14.108.603,56 €; 2020: 19.796 Tsd. €
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.315.421,20 431
davon aus verbundenen Unternehmen: 11.875,00 €; 2020: 409 Tsd. €
10. Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Finanzanlagen 11.366.142,30 3.619
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon – 34.495.898,51 – 3.502
a) Abschreibungen: 34.494.602,50 €; 2020: 3.239 Tsd. €
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: 34.489.692,22 €; 2020:
3.239
Tsd. €
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 31.460.104,14 – 34.634
davon betreffend verbundene Unternehmen: 73.794,44 €; 2020: 766 Tsd. €
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 142.319.867,35 109.088
14. Ergebnis vor Steuern 144.076.667,07 70.358
15. Steuern vom Einkommen 2.684.389,92 12.745
davon Ertrag latente Steuern: 826.052,24 €; 2020: 191 Tsd. €
16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 146.761.056,99 83.103
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 293.377.808,81 814.502
18. Bilanzgewinn 440.138.865,80 897.605
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
2021
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
32
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ALLGEMEINE ANGABEN
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft („CA Immo AG“) ist ein Unternehmen von öffentlichem Interesse ge-
mäß § 189a UGB und eine große Gesellschaft gemäß § 221 UGB.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der gel-
tenden Fassung und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Weiters
wurde bei der Jahresabschlusserstellung der Grundsatz der Unternehmensfortführung, der Grundsatz der Vorsicht, der
Grundsatz der Vollständigkeit und der Einzelbewertung von Vermögenswerten und Schulden beachtet.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo AG:
Das Geschäftsjahr 2021 stand weiterhin unter dem Vorzeichen der Covid-19 Pandemie. Der Ausbruch der Covid-19
Pandemie im Jahr 2020 hat die globalen Finanz- und Immobilienmärkte in Mitleidenschaft gezogen. Viele Länder ha-
ben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen eingeführt. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen Sekto-
ren stark beeinträchtigt.
Auch die Immobilienbranche spürt die Folgen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein deutlich niedrige-
res Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf. Hotels werden geschlossen bzw. schließen wegen geringer
Auslastungsraten. Der Einzelhandel verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt Anfragen zur Mietstundung
bzw. Mietreduktion. Die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Immo-
bilienmärkte sind weiterhin höchst ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komplexer werden die Auswirkungen.
Die CA Immo AG hat keine staatlichen Hilfen (weder Kurzarbeit, Zuschüsse noch Stundungen) in Anspruch genom-
men.
Nachdem sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivitäten deutlich reduziert wurden, ist weiterhin mit
längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach Büro-
flächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, verfolgt die CA Immo AG genau, wie sich die
Büroflächenumsätze entwickeln. Um die Sicherheit der Mieter und Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten und im
Bedarfsfall rasch handeln zu können, hat CA Immo frühzeitig eine Health & Safety Taskforce installiert, die sich seit
Anfang März 2020 wöchentlich zu den aktuellen Entwicklungen abstimmt und entsprechende Handlungsempfehlun-
gen zu Hygienemaßnahmen auf regionaler Ebene sowie in den eigengenutzten Büroflächen umsetzt. Ein entsprechen-
der Aktionsplan wurde im Laufe des Jahres 2021
kontinuierlich überarbeitet und an das jeweils aktuelle lokale Infekti-
onsgeschehen angepasst. Inkludiert wurden hierbei Maßnahmen und interne Verhaltensregeln für mehrere Szenarien
und Eskalationsstufen, um jederzeit eine sichere Umgebung für alle Gebäudenutzer zu gewährleisten.
Aufgrund der Covid-19 Pandemie gilt eine erweiterte Home-Office-Regelung für alle CA Immo Mitarbeiter. In der
CA Immo AG gilt freiwillige Büropräsenz mit Maskenpflicht in allen Büro-Allgemeinflächen. Dienstreisen und Prä-
senz-Meetings werden bis auf weiteres eingeschränkt durchgeführt.
Going Concern
Die Covid-19 Pandemie hat zum Stichtag 31.12.2021
keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der CA Immo AG.
Nichtsdestotrotz ist aufgrund von bestehenden bzw. zukünftigen behördlichen Maßnahmen nicht auszuschließen,
dass die Pandemie auf einzelne Mietergruppen bzw. Tochterunternehmen negative Auswirkungen zeigt. Die Auswir-
kungen der Covid-19 Pandemie auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo AG lassen sich
nicht abschließend bewerten und werden laufend evaluiert.
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTS
J
AHR 2021
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
33
Financial Covenants
Die Bankfinanzierungen und Anleihen in der CA Immo AG und ihren Tochtergesellschaften unterliegen sogenannten
Financial Covenants. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kennzahlen wie Verschuldungsgrad LTV (Loan to Va-
lue) und ISCR (Interest Service Coverage Ratio). Aufgrund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann
nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu einer Verletzung vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants,
insbesondere ISCR and LTV ) durch Mieterausfälle kommt. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden keine Financial Con-
venants der CA Immo AG und ihren Tochtergesellschaften verletzt. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf mög-
liche zukünftige Verletzungen von Financial Covenants der CA Immo AG werden laufend evaluiert.
Die Covid-19-Pandemie hat keine Auswirkungen auf die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
1. Anlagevermöge
n
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibun-
gen, soweit notwendig, angesetzt.
Jahre
von bis
EDV-Software 3 4
Mieterausbauten 5 10
Gebäude 33 50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 20
Die planmäßige
n Abschreibungen werden linear vorgenommen, die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsge-
wöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung,
bei Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung berücksichtigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderun-
gen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs-
kosten vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten vermindert um außerplan-
mäßige Abschreibungen angesetzt.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten vermindert um Rückzahlungen und
außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderun-
gen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten vorge-
nommen. Die Ermittlung der beizulegenden Werte wird mit einer vereinfachten Unternehmensbewertung vorgenom-
men, deren Ausgangspunkt der Marktwert der Immobilien der jeweiligen Tochtergesellschaften ist (auf Basis von
Marktwertgutachten für den IFRS-Konzernabschluss). Dieser wird um das sonstige Vermögen der Tochtergesellschaft
erhöht bzw. um die Schulden reduziert.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
34
2. Umlaufvermögen
Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallsrisken werden durch individuelle Abwertungen
berücksichtigt. Die Erfassung der Beteiligungserträge erfolgt auf Basis von Ausschüttungsbeschlüssen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens bzw. Auflösung von Einzelwertberichtigungen
werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung bzw. Dotierung der Einzelwertberichtigung weggefallen
sind. Ausgangspunkt für die Ermittlung der beizulegenden Werte von Zinsforderungen ist der Marktwert der Immobi-
lien der jeweiligen Tochtergesellschaften (auf Basis von Marktwertgutachten für den IFRS-Konzernabschluss).
3. Rechnungsabgrenzungen
In den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden vorausgezahlte Aufwendungen abgegrenzt. Darüber hinaus erfolgt bei
Anleihen eine Aktivierung des Disagios und eine finanzmathematische Verteilung über die Laufzeit.
In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Vorauszahlungen und Investitionszuschüsse von Mietern darge-
stellt, die über die Mindestmietdauer aufgelöst werden.
4. Latente Steuer
n
Latente Ste
uern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung
auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatzes von 25
% gebildet. Dabei werden auch latente Steuern mit einem Steu-
ersatz von 3
% für Unterschiede in Mitgliedern der steuerlichen Unternehmensgruppe angesetzt, die selbst in ihrer Bi-
lanz aufgrund des Gruppenvertrages nur 22
% Gruppensteuersatz (statt 25 % Körperschaftsteuer) verwenden. Die
CA Immo AG setzt Verlustvorträge maximal in der Höhe der saldierten aktiven und passiven latenten Steuern unter
Berücksichtigung der 75
% Verlustverrechnungsgrenze an. Ein aktiver Überhang von Verlustverträgen wird nicht ange-
setzt. Die CA Immo AG geht davon aus, dass die in 2022 in Österreich beschlossene Steuerreform zu einer Reduzierung
der aktiven latenten Steuern in Höhe von rd. 148
Tsd. € führen wird.
5. Zuschüsse aus öffentlichen Mi
tteln
Die Zus
chüsse werden über die Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen aufgelöst.
6. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen betragen 569
% (31.12.2020: 700 %) der am Bilanzstichtag bestehenden fiktiven,
gesetzlichen Abfertigungsverpflichtungen. Die Berechnung erfolgt nach der in der internationalen Rechnungslegung
anerkannten PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von -0,04
% (31.12.2020: -0,34 %) und
künftiger Bezugserhöhungen (inkl. Inflationsabgeltung) von 3
% (31.12.2020: 3 %) für Angestellte ohne Berücksichti-
gung eines Fluktuationsabschlages. Für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung wurde als Rechnungsgrundlage
die AVÖ 2018-P herangezogen. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Erreichen des Pensionseintrittsalters, maximal
25 Jahre. Die Zinsen auf die Rückstellung sowie Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Personal-
aufwand erfasst.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht in Höhe der
voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risken und der Höhe nach noch
nicht feststehenden Verbindlichkeiten.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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35
7. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
8. Steuerliche Unternehmensgruppe
Im Geschäftsjahr 2005 wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe
iSd § 9
KStG mit Wirksamkeit ab dem Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen, die in den darauffolgenden Jahren um zusätz-
liche Gruppenmitglieder erweitert wurde. Gruppenträger ist die CA Immo AG. Im Jahr 2021 umfasst die Unterneh-
mensgruppe neben dem Gruppenträger 12 inländische Gruppenmitglieder (2020: 15).
Als Umlageverfahren kommt die Verteilungsmethode zur Anwendung, wobei Gewinne des Gruppenmitgliedes zuerst
mit Vorgruppenverlusten verrechnet werden und ein verbleibender Gewinn des Gruppenmitgliedes mit einem Grup-
pensteuersatz von 22
%, bzw. bei einem Gewinn der Steuergruppe bis zu 25 %, belastet wird. Weitergeleitete Verluste
des Gruppenmitgliedes werden evident gehalten. Soweit negative zugerechnete Einkommen des einzelnen Gruppen-
mitgliedes bei Beendigung der Gruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Gruppe noch nicht ver-
rechnet worden sind, ist die CA Immo AG als Gruppenträger zu einer Ausgleichszahlung in Höhe des Barwertes der
(fiktiven) künftigen Steuerentlastung verpflichtet, die das Gruppenmitglied aus der Verwertung der zugerechneten ne-
gativen, noch nicht verrechneten Einkommen voraussichtlich erzielt hätte, wenn dieses der Gruppe nicht beigetreten
wäre. Die Ermittlung der Ausgleichszahlung erfolgt durch Einholung eines Gutachtens eines gemeinschaftlich bestell-
ten Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Gruppenmit-
glieds oder der Beendigung der Gruppe. Zum 31.12.2021 werden die möglichen Verpflichtungen aus einem Schlussaus-
gleich gegenüber Gruppenmitgliedern auf 22.372
Tsd. € (31.12.2020: 23.028 Tsd. €) geschätzt. In 2021 ist ein Gruppen-
mitglied vor der Liquidation aus der Unternehmensgruppe ausgeschieden, wobei keine Zahlung für den Schlussaus-
gleich erforderlich war.
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlust-
rechnung.
9. Angabe zur Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewer-
tet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Briefkurs am Bilanzstichtag
bewertet.
ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
10. Erläuterungen zur Bilanz
a) Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in Anlage 1 zu entnehmen.
Sachanlagen
Die Zugänge bei Grundstücken und Bauten betreffen im Wesentlichen Investitionen in der Erdberger Lände. Im Ge-
schäftsjahr 2021 wurde eine Immobilie verkauft. Zum Bilanzstichtag umfassen die Sachanlagen 7 Objekte (31.12.2020:
8 Objekte). Die Anschaffungs-/Herstellungskosten der Bauten beinhalten aktivierte Zinsen in Höhe von 133
Tsd. €, die
nach der Inbetriebnahme in 2018 über eine Laufzeit von 40 Jahren abgeschrieben werden.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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36
Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine (2020: 3.688 Tsd. €) außerplanmäßigen Abschreibungen sowie keine (2020:
5.137
Tsd. €) Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Darstellung der Angaben zu Beteiligungsunternehmen erfolgt in Anlage 2.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 34.495
Tsd. € (2020: 3.239 Tsd. €) und
Zuschreibungen in Höhe von 1.675
Tsd. € (2020: 3.397 Tsd. €) auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen.
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt 3.219.268
Tsd. € (31.12.2020: 2.938.724 Tsd. €). Die
Zugänge resultieren im Wesentlichen aus Gesellschafterzuschüssen in Höhe von 236.565 Tsd. € und aus dem konzern-
internen Ankauf von 7 Gesellschaften in Polen 249.213
Tsd. €. Die Abgänge resultieren im Wesentlichen den Verkauf
einer Immobiliengesellschaft in Ungarn sowie Kapitalrückzahlungen in Höhe von 182.262
Tsd. €, von denen
49.567
Tsd. € noch nicht zahlungswirksam waren und als Forderungen ausgewiesen werden.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
4P - Immo. Praha s.r.o., Prag 36.589 39.589
RCP Amazon, s.r.o., Prag 31.388 33.488
Vaci 76 Kft, Budapest 27.526 28.976
INTERMED CONSULTING & MANAGEMENT S.R.L., Bukarest 23.200 28.200
EUROPOLIS City Gate Ingatlanberuházási Kft, Budapest 22.700 22.700
EUROPOLIS ORHIDEEA B.C. S.R.L., Bukarest 22.424 54.424
CA Immo Invest GmbH, Frankfurt 21.300 22.000
Duna Irodaház Kft., Budapest 19.439 20.239
CA Immo Holding B.V., Amsterdam 8.604 130.758
Europolis Holding B.V., Amsterdam 0 31.690
BA Business Center s.r.o., Bratislava 0 25.000
Sonstige unter 17 Mio. € 79.496 101.176
292.666 538.240
A
usleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 41.708
Tsd. € (31.12.2020: 25.000 Tsd. €) haben eine Rest-
laufzeit bis zu einem Jahr.
b) Umlaufvermögen
Sämtliche Forderungen haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr
. Es besteht keine wechselmäßige
V
erbriefung von Forderungen.
Die Forderungen aus Leistungen in Höhe von 731
Tsd. € (31.12.2020: 461 Tsd. €) beinhalten ausstehende Mietzins-
und Betriebskostenverrechnungen.
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Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Leistungen (laufende Verrechnungen an Tochtergesellschaften) 218 988
Forderungen aus Kapitalrückzahlung 49.567 0
Forderungen aus Steuerumlagen 2.378 12.716
Forderungen aus Zinsen 395 11.636
Forderungen aus Barvorlagen 0 2.500
52.558 27.840
Die sonstigen
Forderungen in Höhe von 19
Tsd. € (31.12.2020: 1.735 Tsd. €) enthalten im Wesentlichen weiterverrech-
nete Kosten (31.12.2020: Rückzahlung aus einem Beteiligungserwerb aufgrund einer nachträglichen Kaufpreisanpas-
sung).
c) Aktive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Disagio Anleihen 7.376 9.338
Sonstige 469 591
7.845 9.929
d) Aktive latente Steuern / Rück
stellungen für latente Steuern
Die latente Steuer beinhaltet die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern und wird auf Unterschiede
zwischen den steuerlichen und den unternehmensrechtlichen Wertansätzen zum Bilanzstichtag für folgende Positionen
gebildet (+ aktive latente Steuer / - passive latente Steuer):
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Grundstücke und Bauten – 8.935 – 12.426
Personengesellschaften 240 – 4.352
Nebenkosten Anleihen 5.343 7.882
Nebenkosten Bankkredite 1.237 471
Rückstellungen für Abfertigungen 43 49
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4.730 5.391
Bemessungsgrundlage 25 % Steuersatz 2.658 – 2.985
Daraus resultierende aktive latente Steuer / Rückstellung passive latente Steuer 665 – 746
abzüglich: Saldierung mit Verlustvorträgen 0 585
Stand am 31.12. 665 – 161
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
38
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2021 2020
Stand am 1.1. Rückstellung passive latente Steuer – 161 – 352
Erfolgswirksame Veränderung latente Steuer 826 191
Stand am 31.12. aktive latente Steuer / Rückstellung passive latente Steuer 665 – 161
e) Eigenkapital
Das gezeic
hnete Kapital beträgt 774.229.017,02 € (31.12.2020: 718.336.602,72 €). Es ist zerlegt in 106.496.422 Stück
(31.12.2020: 98.808.332) Inhaberaktien sowie vier nennwertlose Namensaktien. Von dem einbezahlten Grundkapital
werden 5.780.037 (31.12.2020: 5.780.037) Stück eigene Anteile à 7,27 € je Aktie, somit insgesamt 42.020.868,99 €
(31.12.2020: 42.020.868,99 €), offen abgezogen. Die Namensaktien werden von der SOF-11
Klimt CAI S.à r.l., Luxem-
burg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, gehalten und gewähren das Recht, bis zu vier Aufsichts-
ratsmitglieder zu nominieren. Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus fünf von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertetern und vier Arbeitnehmervertretern.
Aufgrund der Change-of-Control-Klausel der Wandelschuldverschreibung, die durch das Angebot der SOF-11
Klimt
CAI S.à r.l. ausgelöst wurde, haben fast alle Inhaber der Wandelanleihe ihr Wandlungsrecht ausgeübt. Die Wandlungs-
rechte wurden per 30.4.2021 bzw. per 13.9.2021 durch bedingtes Kapital und teilweise durch die Ausgabe von neuen
Aktien bedient. Insgesamt erhöhte sich das Grundkapital im Berichtsjahr von 718.336.602,72 € um 55.892.414,30 € auf
774.229.017,02 € und verteilt sich auf vier Namensaktien und 106.496.422 Stück auf den Inhaber lautende Stammak-
tien. Die verbleibenden ausstehenden Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von 100
Tsd. € wurden in bar zu-
rückgezahlt.
Per 31.12.2021 hielt die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft insgesamt 5.780.037 eigene Aktien (31.12.2020:
5.780.037 eigene Aktien). Bei einer Gesamtzahl von 106.496.426 (31.12.2020: 98.808.336) Stück ausgegebenen stimmbe-
rechtigten Aktien entspricht dies rund 5,4
% (31.12.2020: 5,8 %) der stimmberechtigten Aktien.
Im Mai 2021 wurde gemäß Beschluss der 34. ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 € (2020:
1,00 €) je dividendenberechtigter Aktie, somit insgesamt 100.645
Tsd. € (2020: 93.028 Tsd. €), an die Aktionäre ausge-
schüttet. Mit Schreiben vom 3.11.2021 beantragte die Mehrheitsaktionärin SOF-11
Klimt CAI S.à r.l, Luxembourg, die
Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung, die über Sonderdividenden von in Summe € 5,00 je dividen-
denberechtigter Aktie beschließen soll. Gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2021
erfolgt die Ausschüttung der Sonderdividenden in zwei Tranchen von je € 2,50 je dividendenberechtigter Aktie. Die
erste Tranche wurde am 15.12.2021 ausbezahlt; die zweite Tranche wurde am 15.3.2022 bezahlt.
Der zum 31.12.2021 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 440.139
Tsd. € (31.12.2020: 897.605 Tsd. €) unterliegt in
Höhe der aktiven latenten Steuer in Höhe von 665
Tsd. € einer Ausschüttungssperre.
Zum Stichtag 31.12.2021 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 350.069.852,74 €, das bis
längstens 18.9.2023 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 143.667.319,09 €
zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, die zukünftig auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversamm-
lung vom 9.5.2018 ausgegeben werden (bedingtes Kapital 2018).
Die ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind gebunden und der Buchwert entspricht dem Nennwert der offen vom
Grundkapital abgesetzten eigenen Aktien.
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39
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Übrige Anschaffungskosten eigene Aktien – 53.663 – 53.663
Nominale eigene Aktien im Grundkapital 42.021 42.021
Rücklage für übrige Anschaffungskosten eigene Aktien 53.663 53.663
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien 42.021 42.021
Das Erfordernis
, eine gesetzliche Rücklage bis zur Höhe von 10
% des Grundkapitals zu dotieren, ist erfüllt. Die Ge-
winnrücklagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
f) Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse wurden in Vorjahren gewährt und betreffen mit einem Buchwert von 355
Tsd. € (31.12.2020:
366
Tsd. €) die Errichtung von Gebäuden und mit einem Buchwert von 22 Tsd. € (31.12.2020: 24 Tsd. €) eine Photovol-
taikanlage.
g) Rückstellungen
Für die Abfertigungsansprüche der von der Gesellschaft beschäftigten Angestellten und Vorstände ist eine Vo
rsorge
unter den Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von 396
Tsd. € (31.12.2020: 505 Tsd. €) getroffen.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 464 Tsd. € (31.12.2020: 114 Tsd. €) betreffen Rückstellungen für die Körper-
schaftsteuer.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Prämien 8.774 6.730
Derivatgeschäfte 3.547 6.657
Finanzierungskosten 1.354 420
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.262 460
Personal (Urlaube und Überstunden) 1.059 926
Bauleistungen 723 1.001
Gerichtsgebühren 0 25.475
Sonstige 1.063 991
17.782 42.659
Im Vo
rjahr beinhaltete die Rückstellung für Gerichtsgebühren die Rückstellung für eine im Geschäftsjahr 2020 einge-
brachte Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zu-
sammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004. Nach einem abweisenden Er-
kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.10.2021 in Bezug auf die geltend gemachte Gerichtsgebührenbefrei-
ung musste die CA Immo AG die rückgestellten Gerichtsgebühren in 2021 zahlen. Gegen dieses Erkenntnis hat die
CA Immo AG am 2.12.2021 eine Erkenntnisbeschwerde nach Art. 144 B-VG beim Verfassungsgericht eingebracht.
Long Term Incentive (LTI) Programm:
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für alle Mitarbeiter zusätzlich zu ihrem Fix-
gehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen. In Anlehnung an das
Vergütungssystem des Vorstands ist dafür die Erreichung der budgetierten quantitativen und qualitativen Jahresziele
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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40
sowie ein positives Konzernergebnis Voraussetzung. Darüber hinaus besteht für ausgewählte Führungskräfte die Mög-
lichkeit, an einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm zu partizipieren. Abweichend vom Modell für den Vor-
stand (Phantomaktien) war die Teilnahme an LTI-Programmen, die vor dem Geschäftsjahr 2020 starteten, freiwillig. Das
bisherige Programm war revolvierend, hatte eine Laufzeit von drei Jahren je Tranche (Behaltefrist) und setzte ein Eigen-
investment (maximal 35% des Jahresfixgehalts) voraus. Das Eigeninvestment wurde jeweils mit dem Durchschnittskurs
des 1. Quartals des jeweiligen Tranchenbeginnjahres bewertet. Auf Basis dieser Bewertung wurde die Anzahl der zu-
grundeliegenden Aktien ermittelt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wurde die Zielerrei-
chung mittels Soll-/Ist-Vergleich definiert. Der Erfolg wurde an folgenden Kennzahlen gemessen: NAV-Wachstum, TSR
(Total Shareholder Return) und FFO-Wachstum (Funds from Operations). Die Gewichtung für das NAV-Wachstum und
das FFO-Wachstum lag bei jeweils 30%, jene des TSR bei 40%. Auszahlungen erfolgten in Cash.
Das LTI-Programm wurde im Jahr 2019 einer umfassenden Überarbeitung (Anpassung an Marktstandards) unterzogen;
das neue Progr
amm sieht Änderungen hinsichtlich des Teilnehmerkreises, der Teilnahmebedingungen sowie der Per-
formanceindikatoren vor und kam erstmals im Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung. Das neue LTI-Programm ist revol-
vierend und sieht kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von virtuel-
len Aktien von CA Immo. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von Performancekriterien, die
an die mittelfristige Etragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI wird durch den volumen-
gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo (= Schlusskurs an der Wiener Börse) über den 3-Monats Zeit-
raum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige Anzahl der virtuellen
Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der Performanceperiode von
vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel zum Stichtag 31.12. des
letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete Performancekriterien des LTI dienen
Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“) gegen den EPRA Nareit Developed
Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der Führungskraft abgestimmten Ziel-
wert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen Tranche erhalten würde. Die Höhe der
Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten
Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die
finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Aus-
zahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten
Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hier-
bei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt.
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Vorstand orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen
und berücksichtigt auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Sie ist mit 200% des Jahresbruttogehalts beschränkt. Eine
Hälfte der variablen Vergütung ist als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss
festgelegter Ziele gekoppelt. Die andere Hälfte orientiert sich an der Outperformance von folgenden, jährlich vom Ver-
gütungsausschuss definierten Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und NAV-Wachstum.
Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem Vergleich von verein-
barten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und durch den Vergütungsaus-
schuss festgelegt wird. Die Auszahlung der leistungsbezogenen Vergütung besteht zu 50% aus Sofortzahlungen (Short
Term Incentive). Die restlichen 50% werden auf Basis des Durchschnittskurses des letzten Quartals des für die Zieler-
reichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Die Auszahlung der Phantom-
aktien erfolgt in drei gleichen Teilen in Cash – nach zwölf, 24 (Mid Term Incentive) bzw. 36 Monaten (Long Term In-
centive) zum Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr vorangehenden Jahres.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des
beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung
der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle Än-
derungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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41
h) Verbindlichkeiten
31.12.2021 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Summe
Tsd. € bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Anleihen 142.411 791.621 500.000 1.434.032
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.225 43.807 55.801 100.833
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757 61 0 818
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 38.222 0 0
38.222
Sonstige Verbindlichkeiten 269.470 0 0 269.470
Summe 452.085 835.489 555.801 1.843.375
31.12.2020 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Summe
Tsd. € bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Anleihen 107.450 984.031 650.000 1.741.481
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.847 51.117 58.170 111.134
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 608 338 0 946
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 67.136 0 0
67.136
Sonstige Verbindlichkeiten 18.969 0 0 18.969
Summe 196.010 1.035.486 708.170 1.939.666
Im Posten Anleihen werden die Fristigkeiten mit dem Rückzahlungstermin berücksic
htig. Der Posten umfasst zum
31.12.2021 folgende Verbindlichkeiten:
Nominale Nominalzinssatz Begebung Rückzahlung
Tsd. €
Anleihe 2015-2022 142.411 2,75% 17.02.2015 17.02.2022
Anleihe 2016-2023 116.621 2,75% 17.02.2016 17.02.2023
Anleihe 2017-2024 175.000 1,88% 22.02.2017 22.02.2024
Anleihe 2020-2025 350.000 1,00% 27.10.2020 27.10.2025
Anleihe 2018-2026 150.000 1,88% 26.09.2018 26.03.2026
Anleihe 2020-2027 500.000 0,88% 05.02.2020 05.02.2027
1.434.032
Für die zum 31.12.2020 besteh
ende Wandelschuldverschreibung in Höhe von 200.000
Tsd. € wurde im Jahr 2021, auf
Grund eines Angebotes der SOF-11
Klimt CAI S.á r.l., die Möglichkeit zur Wandlung wahrgenommen und ein Nennbe-
trag in Höhe von 100
Tsd. € in bar getilgt.
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfasst in Höhe von 100.803
Tsd. € (31.12.2020:
111.134 Tsd. €) Investitionskredite, die mit grundbücherlich eingetragenen Hypotheken und Verpfändungen von Bank-
guthaben, Verpfändungen der Objektversicherungen, Blankowechsel samt Wechselwidmungserklärung sowie Abtretun-
gen der Forderungen von Vermietungen und der Rechte und Ansprüche aus Derivatgeschäften besichert sind.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
42
In dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Bera-
tung, Softwareumstellung und Haftrücklässe sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen enthalten.
Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen
mit 38.000 Tsd. € (31.12.2020: 24.535 Tsd. €) noch nicht bezahlte, aber bereits gewährte Zuschüsse an eine Tochterge-
sellschaft und mit 222
Tsd. € (31.12.2020: 201 Tsd. €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der 2. Tranche der am 30.11.2021 beschlossenen
Sonderdividende in Höhe von 251.791 Tsd. € und abgegrenzten Zinsen für Anleihen in Höhe von 15.747 Tsd. €
(31.12.2020: 16.985
Tsd. €).
i) Passive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € 31.12.2021 31.12.2020
Investitionzuschüsse von Mietern 4.730 5.391
Erhaltene Mietzinsvorauszahlungen 1.037 582
5.768 5.973
j) Haftungsverhältnisse
Höchstbetrag
zum
Zum Stichtag
aushaftend
Zum Stichtag
aushaftend
31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
Tsd. Tsd. € Tsd. €
Garantien und Patronatserklärungen im
Zusammenhang mit Verkäufen durch verbundene
Unternehmen 132.734 €
115.546 60.746
Garantien für an verbundene Unternehmen gewährte
Kredite 15.345 €
15.345 15.531
Garantien im Zusammenhang mit Verkäufen durch
sonstige Konzernunternehmen 19.699 €
19.699 26.442
Garantien für an sonstige Konzernunternehmen
gewährte Kredite 700 €
700 700
168.478 151.290 103.419
Di
e Gesellschaftsanteile der folgenden Gesellschaften sind zugunsten der die Tochtergesellschaften finanzierenden
Banken verpfändet:
- CA Immo AG an der Visionary Prague, s.r.o., Prag
- CA Immo Saski Point Sp. z o.o., Warschau
- CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp. z o.o., Wars
chau
- CA Immo Sienna Center Sp. z o.o., Warschau
- CA Immo Warsaw Towers Sp. z o.o., Warschau
Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von 2.000
Tsd. € zu Gunsten der die
Tochtergesellschaft finanzierenden Bank verpfändet.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
43
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien zur Absicherung allfälliger Gewährleistungs- und
Haftungsansprüche, für die – soweit erforderlich – bilanziell Vorsorge getroffen wurden.
k) Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen
Die Mietverpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt für das folgende
Geschäftsjahr 825
Tsd. € (31.12.2020: 803 Tsd. €) und für die folgenden fünf Geschäftsjahre 3.892 Tsd. € (31.12.2020:
3.817
Tsd. €).
Davon entfallen auf verbundene Unternehmen für das folgende Geschäftsjahr 740
Tsd. € (31.12.2020: 722 Tsd. €) und
für die folgenden fünf Geschäftsjahre
3.693 Tsd. € (31.12.2020: 3.609 Tsd. €). Dabei handelt es sich um das Büro am
Rennweg/Mechelgasse 1. Der Mietvertrag ist unbefristet abgeschlossen, wobei ein Kündigungsverzicht bis 31.12.2026
vereinbart wurde.
l) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten – Zinsswaps
Tsd. € Nominale Fixierter Zinssatz
per
Referenz-zinssatz Beizulegender
Zeitwert
davon als
Rückstellungen
angesetzt
Beginn Ende 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2021
06/2017 06/2027 10.668 0,79% 3M-EURIBOR – 440 – 440
06/2017 06/2027 26.821 0,76% 3M-EURIBOR – 1.041 – 1.041
08/2017 12/2029 28.796 1,12% 3M-EURIBOR – 2.066 – 2.066
66.285 – 3.547 – 3.547
Tsd. € Nominale Fixierter Zinssatz
per
Referenz-zinssatz Beizulegender
Zeitwert
davon als
Rückstellungen
angesetzt
Beginn Ende 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020
12/2016 12/2024 9.135 0,44% 3M-EURIBOR – 308 – 308
06/2017 06/2027 10.908 0,79% 3M-EURIBOR – 832 – 832
06/2017 06/2027 27.776 0,76% 3M-EURIBOR – 1.992 – 1.992
08/2017 12/2029 28.796 1,12% 3M-EURIBOR – 3.524 – 3.524
76.615 – 6.657 – 6.657
De
r beizulegende Zeitwert entspricht jenem Wert, den die CA Immo AG bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstich-
tag erhalten oder bezahlen würde. Ermittelt wurde dieser Wert von dem Kreditinstitut, mit dem dieses Geschäft abge-
schlossen wurde. Der angeführte Wert ist ein Barwert. Zukünftige Zahlungsströme aus variablen Zahlungen sowie Dis-
kontsätze werden auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden
Interbank-Mittelkurspreise verwendet. Spezifische Geld-/Briefspannen sowie sonstige Auflösungskosten sind in der
Bewertung nicht enthalten.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
44
11. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Nach Tätigkeiten
Tsd. € 2021 2020
Mieterträge Immobilien 16.877 15.430
Weiterverrechnete Betriebskosten 5.335 4.912
Managementerlöse 7.825 9.139
Sonstige Umsatzerlöse 702 747
30.739 30.228
In 2021 wurden
Reduktionen von Mieterträgen in Österreich aufgrund von Covid-19 in Höhe von 139
Tsd. € (2020:
232
Tsd. €) berücksichtigt.
Nach Regionen
Tsd. € 2021 2020
Österreich 24.091 23.266
Deutschland 186 961
Osteuropa 6.462 6.001
30.739 30.228
Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus dem Abgang vo
m Anlagevermögen betreffen zur Gänze den Verkauf einer Liegenschaft Ende 2021
(2020: zur Gänze Erträge aus der Zuschreibung zum Anlagevermögen).
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Anwaltskosten, Kos-
ten der ordentlichen Hauptversammlung und sonstige Beratungskosten (2020: Kosten der Begebung einer Anleihe und
Vergütungen an Aufsichtsträte).
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 644
Tsd. € (2020: 440 Tsd. €) resultieren aus Kostenverrechnungen,
Versicherungserlösen und der Auflösung von Abgrenzungen öffentlicher Zuschüsse.
Personalaufwand
In diesem Posten von insgesamt 16.113
Tsd. € (2020: 15.388 Tsd. €) sind Aufwendungen der von der Gesellschaft
durchschnittlich beschäftigten 72 Dienstnehmer (2020: 70) ausgewiesen.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
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Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2021 2020
Pensionskassenbeiträge Vorstände und leitende Angestellte 180 183
Pensionskassenbeiträge übrige Mitarbeiter 74 92
254 275
Di
e Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt
zusammen:
Tsd. € 2021 2020
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände und leitende Angestellte – 102 174
Veränderung Abfertigungsrückstellung übrige Mitarbeiter – 8 – 6
Zahlungen Abfertigung Vorstände 307 0
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse Vorstände und leitende Angestellte 92 92
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse übrige Mitarbeiter 75 64
364 324
Abschreib
ungen
Tsd. € 2021 2020
Abschreibung immaterielles Vermögen 309 200
Planmäßige Abschreibung Gebäude 7.534 7.303
außerplanmäßige Abschreibung Liegenschaften 0 3.688
Abschreibung andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289 313
Geringwertige Wirtschaftsgüter 8 28
8.140 11.532
Sonstige betriebliche A
u
fwendungen
Die Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen, umfassen folgende Aufwendungen:
Tsd. € 2021 2020
An Mieter verrechnenbare Grundbesitzabgaben 208 208
Nicht abzugsfähige Vorsteuern 653 614
Gerichtsgebühren 0 25.475
861 26.297
Die Gerich
tsgebühren betrafen Kosten für die Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärn-
ten in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr
2004.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
46
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2021 2020
Den Immobilien direkt zurechenbare Aufwendungen
Weiterverrechenbare Betriebskosten 5.132 4.707
Instandhaltungsaufwendungen 955 2.377
Eigene Betriebskosten (Leerstehungskosten) 717 1.170
Verwaltungs- und Vermittlungshonorare 47 156
Sonstige 162 263
Zwischensumme 7.013 8.673
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 7.977 3.533
Büromiete inklusive Betriebskosten 748 735
Verwaltungs- und Managementkosten 725 449
Werbe- und Repräsentationsaufwendungen 520 382
Weiterbelastung Konzernunternehmen 362 215
Aufsichtsratvergütungen 308 357
Lizenzen 301 162
Sonstige Gebühren und Spesen des Geldverkehrs 255 248
Kosten der Begebung der Anleihen 0 5.668
Sonstige 1.181 1.200
Zwischensumme 12.377 12.949
Summe übrige betriebliche Aufwendungen 19.390 21.622
Erträge aus Bet
eiligungen
Dieser Posten beinhaltet Ausschüttungen von Unternehmen aus Österreich in Höhe von 53.623
Tsd. € (2020:
123.201
Tsd. €) sowie aus Deutschland und CEE in Höhe von 125.863 Tsd. € (2020: 177 Tsd. €).
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Dieser Posten enthält Zinserträge aus Ausleihungen.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Diese Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Bewertung von Derivaten (2020: Erträge einer Barvorlage an eine
Tochtergesellschaft).
Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Finanzanlagen:
Tsd. € 2021 2020
Zuschreibung aufgrund Wertaufholung 1.675 3.397
Rückzahlung von Ausleihungen über dem Buchwert 375 204
Verkauf von Finanzanlagen 9.316 18
11.366 3.619
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
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Aufwendungen aus Finanzanlagen und Zinsforderungen im Umlaufvermögen
Tsd. € 2021 2020
Abschreibung von Finanzanlagen 34.495 3.239
Verlust aus dem Abgang 1 263
34.496 3.502
davon ausschüttungsbedingt 34.174 1.026
Zinsen
und ähnliche Aufwendungen
Tsd. € 2021 2020
Zinsaufwendungen Anleihen 24.691 23.095
Zinsen für aufgenommene Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Immobilienvermögens 2.161 2.200
Aufwendungen für Derivatgeschäfte 1.074 2.588
Kosten der sonstigen Kreditbereitstellung 1.222 227
Verwahrentgelte 2.238 896
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 74 766
Aufwand aus dem Rückkauf von Anleihen 0 4.862
31.460 34.634
Steuern vom Ei
nkommen
Tsd. € 2021 2020
Steuerumlage Gruppenmitglieder 2.340 12.741
Körperschaftsteuer – 482 – 187
Latente Steuern 826 191
Steuerertrag 2.684 12.745
SONSTIGE ANGABEN
12. Angabe der Beteiligungsunternehmen
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, ist oberstes Mutterunternehmen des CA Immo Konzerns. Der
Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a UGB aufgestellt und beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Für den Mehrheitsaktionär SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l., Luxemburg, besteht in Luxemburg keine Verpflichtung zur Auf-
stellung eines Konzernabschlusses sowie keine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines allenfalls freiwillig aufgestell-
ten Konzernabschlusses.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
48
13. Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Silvia Schmitten-Walgenbach (ab 1.1.2022)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Andreas Quint (bis 31.12.2021)
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Berichtsjahr 3.464
Tsd. €
(2020: 2.763
Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 198 Tsd. € (2020: 172 Tsd. €). Die
Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.581
Tsd. € (2020: 1.588 Tsd. €) und setzte sich aus dem
Grundgehalt von 1.410
Tsd. € (2020: 1.410 Tsd. €), sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz., Diäten und
Reisespesen) in Höhe von 48
Tsd. € (2020: 55 Tsd. €) sowie Beiträge in Pensionskassen in Höhe von 123 Tsd. € (2020:
123
Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile beliefen sich auf 1.269 Tsd. € (2020: 1.175 Tsd. €). Die Höhe
der Sonderzahlungen (Abfindungszahlungen) belief sich auf 307
Tsd. € (2020: 0 Tsd. €).
Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für Vorstandsmitglieder
311
Tsd. € (31.12.2020: 412 Tsd. €). Gegenüber früheren (d.h. nicht im Berichtsjahr amtierenden) Vorstandsmitgliedern
bestanden keine Zahlungsverpflichtungen. Aus der Beendigung einer Vorstandstätigkeit zum 31.12.2021 bestehen zum
Bilanzstichtag Rückstellungen für Bonuszahlungen (bei 100% Zielerreichung) in Höhe von 2.157
Tsd. € und eine sons-
tige Verbindlichkeit aus der Vertragsbeendigung in Höhe von 307
Tsd. €. An die Mitglieder des Vorstands wurden weder
Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand bestehen auf Basis der Annahme einer 100%igen Ziel-
erreichung der für das Geschäftsjahr 2021 vereinbarten Vorstandsziele per 31.12.2021 Rückstellungen in Höhe von
5.329
Tsd. € (31.12.2020: 3.460 Tsd. €).
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, Stv. des Vorsitzenden
Dr. Monika Wildner, Stv. des Vorsitzenden
Univ.-Prof. MMag. Dr. Klaus Hirschler
Michael Stanton
Dr. Florian Koschat (bis 6.5.2021)
Durch Namensaktie entsendet:
Sarah Broughton
Laura Rubin
Vom Betriebsrat entsendet:
Georg Edinger, BA, REAM (IREBS)
Mag. Nicole Kubista
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Walter Sonnleitner
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo AG aus fünf von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertretern.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
49
Im Geschäftsjahr 2021 (für 2020) gelangte eine Gesamtvergütung von 328 Tsd. € (2020: 309 Tsd. €) zur Auszahlung. Die
darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 113
Tsd. € (2020: 84 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im Ge-
schäftsjahr 2021 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 202
Tsd. € erfasst (2020: 78 Tsd. €).
Hiervon entfallen rund 13
Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2020: 9 Tsd. €) und 33 Tsd. € (2020: 52 Tsd. €) auf sons-
tige Aufwendungen einschließlich Fortbildungs- und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstigen Beratungskosten fielen
156
Tsd. € an (2020: 17 Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare, insbesondere für Beratungs- und
Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2021 soll der Hauptversammlung auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von
30
Tsd. € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € je Sitzung) und unter Berücksichtigung des Ver-
zichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Gruppe zuzuordnenden Aufsichtsratsmit-
glieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 299
Tsd. € vorgeschlagen werden. Die Vergütung wurde im Ab-
schluss per 31.12.2021 berücksichtigt.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im
Aufsichtsrat gegenüber der CA Immo AG zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, haben
den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den Aufsichtsrat. Dies gilt
auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat.
Sarah Broughton, Laura Rubin sowie Jeffrey G. Dishner nehmen umfassende Managementfunktionen innerhalb der Star-
wood Capital Group wahr. Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte Starwood Capital Group (über ihr Vehikel SOF-11
Klimt CAI
S.à r.l.) im Rahmen eines antizipierten Pflichtangebots gemäß §§ 22 ff ÜbG sowie weiterer börslicher und au
ßerbörslicher
Zukäufe ihre Beteiligung an CA Immo AG von rund 28,25% des Grundkapitals auf rund 57,89%.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11
Klimt CAI S.à.r.l. größter Einzelaktionär der Gesellschaft.
Zum 31.12.2021 hält SOF-11
Klimt CAI S.à.r.l. 61.654.765 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA Immo AG;
dies entspricht einem Anteil von 57,89% des Grundkapitals der Gesellschaft. Die SOF-11
Klimt CAI S.à.r.l. ist eine von
Starwood Capital Group ("Starwood") kontrollierte Gesellschaft. Starwood ist eine private Investmentgesellschaft mit
weltweitem Fokus auf Immobilien, Energie, Infrastruktur, Öl und Erdgas.
14.
Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt während des Geschäftsjahres 72 (2020: 70) Angestellte.
15. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer gemäß § 237 Z 14 UGB
unterbleibt, da eine derartige Information im Konzernabschluss der CA Immo AG enthalten ist.
16. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Jänner 2022 wurde eine Beteiligung in Ungarn veräußert.
Die CA Immo AG hat im ersten Quartal 2022 die Finanzierungslinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von
300 Mio € gezogen.
Am 18.03.2022 wurde der CA Immobilien Anlagen AG eine Anfechtungsklage zugestellt, die sich gegen die in der
außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2021 gefassten Beschlüsse auf Ausschüttung einer Basiszusatzdivi-
dende sowie einer Superdividende richtet.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
50
Ukraine
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Weltwirtschaft erschüttert. Die unmittelbaren globalen Auswirkun-
gen sind eine höhere Inflation, ein geringeres Wachstum und Verwerfungen auf den Finanzmärkten. Die Krise hat die
Unsicherheit und Volatilität auf den globalen Aktien- und Finanzmärkten erheblich erhöht. Die wichtigsten Aktien-
indizes haben sich seit dem Ausbruch der Krise negativ entwickelt und die Märkte für unbesicherte Finanzierungen
waren für eine gewisse Zeit vollständig geschlossen bzw. sind derzeit nur sehr eingeschränkt zugänglich. Das Risiko
einer weiteren Eskalation des Konflikts sowie zusätzlicher geopolitischer Spannungen gilt es weiterhin zu beobachten.
Die CA Immo AG und ihre Tochtergesellschaften haben in ihrem Portfolio keine Immobilien in Russland bzw. der
Ukraine. Die Entwicklung der Aktien- und Finanzmärkte wird laufend von der CA Immo AG beobachtet. Es besteht
kein wesentliches Währungskursrisiko in Tochtergesellschaften, da die Mieten generell an den EUR gebunden sind
bzw. der Stand der liquiden Mittel in Fremdwährung regelmäßig beobachtet wird.
Der Krieg in der Ukraine sowie die daraus resultierenden Sanktionen und Gegenmaßnahmen können einen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo AG haben. Die weltweiten Folgen des Kriegs könnten zu
Auswirkungen bei der Bewertung von Immobilien und bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste führen. Weiters
könnten sich Auswirkungen bei Projektentwicklungen, unter anderem aufgrund von Verzögerungen bei den Lieferket-
ten, schwankenden Finanzierungsraten sowie steigenden Baukosten, ergeben. Die erhöhte Unsicherheit könnte auch zu
längeren Vermarktungszeiträumen führen. Die Auswirkungen können insbesondere aufgrund der dynamischen Ent-
wicklung nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch der laufenden Evaluierung. Trotz der Unsicherheit
und möglicher direkter und indirekter Auswirkungen geht die CA Immo AG davon aus, dass der Russland-Ukraine-
Krieg die Fortführbarkeit des Unternehmens nicht beeinflussen wird.
17.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Es wird vorgeschlagen, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 440.138.865,80 € keine Dividende an die Akti-
onäre auszuschütten. Der Bilanzgewinn in Höhe von 440.138.865,80 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der
Gewinnverwendungsvorschlag reflektiert die aktuelle Einschätzung des Vorstands und Aufsichtsrats. Hintergrund die-
ser Entscheidung ist neben dem aktuellen geopolitischen Umfeld und der gestiegenen Unsicherheit und Volatilität an
den Märkten die Tatsache, dass nach der Zahlung der 1. Tranche am 15.12.2021 in Höhe von 2,50 € je Aktie am
15.03.2022 auch die 2. Tranche der in der außerordentlichen Hauptversammlung am 30.11.2021 beschlossenen Sonder-
dividende von 2,50 € je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet wurde.
Wien, 23.3.2022
Der Vorstand
Silvia Schmitten-Walgenbach
(Chief Executive Officer)
Dr. Andreas Schillhofer
(Chief Financial Officer)
Keegan Viscius
(Chief Investment Officer)
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN ANLAGE 1
2
51
Anschaffungs-/
Herstellungskoste
n am 1.1.2021
Zugänge
Abgänge Anschaffungs-/
Herstellungskosten
am 31.12.2021
€ € € €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 3.173.471,63 980.242,05 28.937,00 4.124.776,68
3.173.471,63 980.242,05 28.937,00 4.124.776,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
a) Grundwert 50.658.941,08 0,00 14.329.831,68 36.329.109,40
b) Gebäudewert 310.476.523,29 164.500,62 27.960.295,58 282.680.728,33
361.135.464,37 164.500,62 42.290.127,26 319.009.837,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.006.611,55 72.507,05 536.398,74 3.542.719,86
365.142.075,92 237.007,67 42.826.526,00 322.552.557,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.121.903.905,23 497.555.075,58 184.196.939,78 3.435.262.041,03
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 538.239.806,52 0,00 245.573.770,78 292.666.035,74
3. Beteiligungen 274.251,50 5.000,00 0,00 279.251,50
3.660.417.963,25 497.560.075,58 429.770.710,56 3.728.207.328,27
4.028.733.510,80 498.777.325,30 472.626.173,56 4.054.884.662,54
ANLAGESPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTS
J
AHR 2021
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN ANLAGE 1
2
52
kumulierte
Abschreibungen am
1.1.2021
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2021
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2021
Kumulierte
Abschreibungen Abgänge
Kumulierte
Abschreibungen
am 31.12.2021
Bilanzwert am
31.12.2021
Bilanzwert am
31.12.2020
€ € € € € € €
2.630.990,47 308.994,96 0,00 25.937,00 2.914.048,43 1.210.728,25 542.481,16
2.630.990,47 308.994,96 0,00 25.937,00 2.914.048,43 1.210.728,25 542.481,16
7.096.294,27 0,00 0,00 5.638.184,68 1.458.109,59 34.870.999,81 43.562.646,81
107.256.271,69 7.533.933,16 0,00 16.312.761,36 98.477.443,49 184.203.284,84 203.220.251,60
114.352.565,96 7.533.933,16 0,00 21.950.946,04 99.935.553,08 219.074.284,65 246.782.898,41
2.712.668,62 297.165,43 0,00 429.273,21 2.580.560,84 962.159,02 1.293.942,93
117.065.234,58 7.831.098,59 0,00 22.380.219,25 102.516.113,92 220.036.443,67 248.076.841,34
183.180.230,31 34.488.396,23 1.675.000,00 0,00 215.993.626,54 3.219.268.414,49 2.938.723.674,92
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 292.666.035,74 538.239.806,52
899,00 6.206,29 0,00 0,00 7.105,29 272.146,21 273.352,50
183.181.129,31 34.494.602,52 1.675.000,00 0,00 216.000.731,83 3.512.206.596,44 3.477.236.833,94
302.877.354,36 42.634.696,07 1.675.000,00 22.406.156,25 321.430.894,18 3.733.453.768,36 3.725.856.156,44
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN ANLAGE 2
253
Direkte Beteiligungen
Gesellschaft Sitz Nominalkapital Anteil am
Kapital in %
Jahresergebnis
31.12.2021
Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis
31.12.2020
Eigenkapital
31.12.2020
in 1.000 in 1.000 in 1.000 in 1.000
CA Immo Holding B.V. Amsterdam 32.000.000 EUR 100 – 2.083 EUR 29.801 EUR – 11.627 EUR 292.859 EUR
CA Immo d.o.o., Belgrad 32.822.662 RSD 100 1.540 RSD 5.101 RSD 2.660 RSD 3.561 RSD
CA Holding Szolgáltató Kft Budapest 13.000.000 HUF 100 41.992 HUF 836.997 HUF 74.314 HUF 795.006 HUF
Duna Irodaház Kft., Budapest Budapest 277.003.015 HUF 100 – 153.186 HUF 14.688.477 HUF – 682.339 EUR 13.099.924 EUR
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 390.906.655 HUF 100 – 384.787 HUF 14.411.027 HUF – 388.493 EUR 14.505.387 EUR
Duna Business Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 452.844.530 HUF 100 267.716 HUF 19.203.786 HUF – 196.421 EUR 16.994.538 EUR
Kapas Center Kft. Budapest 772.560.000 HUF 100 326.997 HUF 2.159.218 HUF 38.017 HUF 1.832.221 HUF
Kilb Kft. Budapest 30.000.000 HUF 100 410.356 HUF 3.933.462 HUF 381.707 HUF 3.523.106 HUF
Millennium Irodaház Kft. Budapest 997.244.944 HUF 100 – 93.680 HUF 10.131.822 HUF – 290.336 EUR 9.736.453 EUR
R 70 Invest Budapest Kft. Budapest 5.270.000 HUF 100 – 100.826 HUF 1.362.262 HUF 311.407 HUF 1.463.088 HUF
Váci 76 Kft. Budapest 3.100.000 HUF 100 338.197 HUF 5.723.879 HUF – 259.925 HUF 5.385.683 HUF
CA Immo Invest GmbH Frankfurt 50.000 EUR 51 – 330 EUR 17.193 EUR – 23 EUR 17.522 EUR
DRG Deutsche Realitäten GmbH Frankfurt 500.000 EUR 49 169 EUR 669 EUR 303 EUR 803 EUR
CAINE B.V. Hoofddorp 101.000.000 EUR 100 – 314 EUR 4.349 EUR – 465 EUR 48.769 EUR
Visionary Prague, s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 49.974 CZK 241.000 CZK – 46.624 CZK 267.286 CZK
CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp. z o.o. Warschau 47.956.320 PLN 100 5.008 PLN 73.220 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo New City Sp.z.o.o Warschau 116.000 PLN 100 – 385 PLN – 304 PLN – 34 PLN 82 PLN
CA Immo P14 Sp.z.o.o Warschau 10.000 PLN 100 – 944 PLN 152.747 PLN 3.677 PLN 153.690 PLN
CA Immo Saski Crescent Sp. z o.o. Warschau 140.921.250 PLN 100 – 2.367 PLN 151.646 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo Saski Point Sp. z o.o. Warschau 55.093.000 PLN 100 6.407 PLN 66.384 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo Sienna Center Sp. z o.o. Warschau 116.912.640 PLN 100 2.794 PLN 156.636 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo Warsaw Spire B Sp. z o.o. Warschau 5.050.000 PLN 100 10.861 PLN 286.281 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo Warsaw Spire C Sp. z o.o. Warschau 2.050.000 PLN 100 17.742 PLN 259.522 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immo Warsaw Towers Sp. z o.o. Warschau 155.490.900 PLN 100 8.312 PLN 174.304 PLN Erwerb 2021 Erwerb 2021
CA Immobilien Anlagen Beteiligungs GmbH & Co Finanzierungs KG Wien 7.000 EUR 100 5.470 EUR 13.288 EUR 234 EUR 8.051 EUR
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH Wien 3.738.127 EUR 39 357 EUR 10.342 EUR 1.042 EUR 10.985 EUR
CA Immo International Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 194.642 EUR 2.112.927 EUR 30.504 EUR 1.971.285 EUR
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH Wien 100.000 EUR 100 2.817 EUR 432.888 EUR 271 EUR 203.406 EUR
CA Immo Rennweg 16 GmbH Wien 35.000 EUR 100 – 1.902 EUR 8.553 EUR – 409 EUR 454 EUR
EBL Nord 2 Immobilien GmbH Wien 35.000 EUR 50 7 EUR 56 EUR 7 EUR 49 EUR
EBL Nord 2 Immobilien Eins GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50
–
18 EUR 501 EUR
–
47 EUR 519 EUR
EBL Nord 2 Immobilien Zwei GmbH & Co K
G
Wien 10.000 EUR 50
–
9 EUR 8 EUR
–
12 EUR 7 EUR
Die Angaben für 2021 erfolgen ausschließlich auf Basis von vorläufigen Zahlen der nach lokalen Rechnungslegungsmethoden erstellten Abschlüsse.
ANGABEN ZU BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN
LAGEBERICHT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
25
5
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz
in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutsc
h-
land, Polen, Rumänien, Serbien, Tschechien und Ungarn
vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die bör-
sennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft,
mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen
und operativen Leitung der in- und ausländischen Toch-
tergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen
agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Cen-
ter. Weitere Tochter- bzw. Holdinggesellschaften bestehen
– nach der Liquidation nahezu aller zypriotischen Gesell-
schaften sowie dem Ausstieg aus der Slowakei – in den
Niederlanden. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 umfass
t
der Konzern insgesamt 165 Gesellschaften (31.12.2020:
184) mit
441
Mitarbeitern (31.12.2020: 437).
Kerngeschäft der CA Immo Gruppe ist die Vermietung, das
Management sowie die Entwicklung von hochwertigen ge-
werblich genutzten Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien. Das Unternehmen verfügt über
eine ausgeprägte inhouse Baukompetenz und deckt die ge-
samte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilienbe-
reich ab. Ziel ist der Aufbau eines fokussierten, qualitativ
hochwertigen und ertragsstarken Bestandsimmobilienportfo-
lios in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Polen, Ru-
mänien, Tschechien und Ungarn. Für Rumänien wurde Ende
November 2021 mit der Evaluierung aller strategischen
Optionen, einschließlich eines potenziellen Verkaufs des
gesamten Portfolios, gestartet. Durch die Aufbereitung und
Verwertung von Grundstücksreserven im Geschäftsfeld
Development werden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt.
Fertig gestellte Projekte übernimmt CA Immo entweder in
den eigenen Bestand oder verkauft sie an einen Endinvestor.
Aktuell kontrolliert die Gruppe ein Immobilienvermögen
von rund 6,3 Mrd. € in Deutschland, Österreich und
Osteuropa (31.12.2020: 5,6 Mrd. €).
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten oder
indirekten Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anla-
gen AG gehalten. Per 31. Dezember 2021 befindet sich zu-
dem ein Immobilienvermögen von rund 302
Mio. €
(31.12.2020: 323
Mio. €) im direkten Besitz der Konzern-
mutter. Das österreichische Gesamtportfolio umfasst zum
31. Dezember 2021 ausschließlich Bestandsimmobilien mit
einem Bilanzwert von 497
Mio. € (31.12.2020: 530 Mio. €).
GESELLSCHAFTEN NACH REGIONEN
Anzahl der Gesellschaften
1)
31.12.2021 31.12.2020
Österreich
18 19
- hiervon Joint Ventures 3 3
Deutschland
2)
98 98
- hiervon Joint Ventures 22 23
Zentral- und Osteuropa
3)
50 67
- hiervon Joint Ventures 2 2
Konzernweit 165 184
- hiervon Joint Ventures 25 28
1)
Joint Ventures bezogen auf konsolidierte Gesellschaften.
2)
Inklusive einer Gesellschaft in der Schweiz.
3)
Inklusive der im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden
drei Holdinggesellschaften in den Niederlanden sowie einer Gesellschaft
in Zypern.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten
der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit Nie-
derlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das Im-
mobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Be-
standsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen Im-
mobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus ei-
nem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten Port-
folio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsimmobi-
lien werden großteils in direkten Beteiligungen gehalten
und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH – ein
Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und
Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – vermietet und
verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispielsweise
in München und Mainz) werden in Joint Ventures reali-
siert. Das Construction Management wird durch die
CA Immo Tochter omniCon durchgeführt, die diese
Dienstleistungen auch für Dritte erbringt.
Standort Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf gewerb-
lichen Class-A-Gebäuden in den jeweiligen Hauptstädten.
Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio ist in direkten
oder indirekten CA Immo Tochtergesellschaften enthal-
ten. Sämtliche osteuropäische Immobilien werden von
den regionalen Niederlassungen unter dem Namen
„CA Immo Real Estate Management“ gemanagt.
KONZERNSTRUKTUR
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
56
KONJUNKTURTREND
1)
In der letzten Dekade war die Verschärfung geopoliti-
scher Risiken ein ständiges Merkmal der Weltpolitik,
doch die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte haben sie
weitgehend ausgeblendet. Der Einmarsch Russlands in
die Ukraine wird dieses Verhaltensmuster wahrschein-
lich durchbrechen, denn er wird zur Isolierung der elft-
größten Volkswirtschaft der Welt und eines ihrer größten
Rohstoffproduzenten führen. Die unmittelbaren globalen
Auswirkungen werden eine höhere Inflation, ein geringe-
res Wachstum und Verwerfungen auf den Finanzmärkten
sein. Die längerfristigen Folgen könnten eine weitere
Schwächung der globalisierten Lieferketten und Destabi-
lisierung der internationalen Finanzmärkte sein. Die Aus-
wirkungen der Russland-Ukraine-Krise auf die Weltwirt-
schaft lassen sich derzeit noch nicht genau beziffern und
hängen von der weiteren geopolitischen Entwicklung ab.
Daher wurden diese in den jüngsten Wirtschaftsprogno-
sen nicht berücksichtigt.
Nach dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie und der
schweren Rezession in 2020 sowie der darauffolgenden
wirtschaftlichen Erholung in 2021 hat der Internationale
Währungsfonds (IMF) in seinem im Januar 2022 veröf-
fentlichten Update des World Economic Outlooks (daher
ohne Berücksichtigung der jüngsten geopolitischen Ereig-
nisse) einen zwischenzeitlich zurückhaltenderen aber
dennoch positiven Ausblick der Weltwirtschaft gezeich-
net. Die Weltwirtschaft startete schwächer in das Jahr
2022 als zuletzt erwartet. Mit der Ausbreitung der neuen
Omicron Covid-19-Variante hatten die Länder erneut Mo-
bilitätsbeschränkungen verhängt. Steigende Energiepreise
und Versorgungsunterbrechungen haben zu einer höhe-
ren und breiter angelegten Inflation geführt als vorherge-
sagt, insbesondere in den Vereinigten Staaten und vielen
Schwellen- und Entwicklungsländern.
Es wird erwartet, dass sich das globale Wachstum von
5,9% im Jahr 2021 auf 4,4
% im Jahr 2022 abschwächt -
ein halber Prozentpunkt weniger für 2022 als im Welt-
wirtschaftsausblick vom Oktober 2021 erwartet, was vor
allem auf die Prognosesenkungen in den beiden größten
Volkswirtschaften (USA, China) zurückzuführen ist. Re-
vidierte Annahmen in Bezug auf die fiskalpolitischen
Maßnahmenpakete "Build Back Better" sowie eine
frühere Rücknahme der akkommodierenden Geldpolitik
und anhaltende Versorgungsengpässe führten zu einer
1)
Quellen: Internationaler Währungsfonds, Europäische Kommission, The
Economist
Abwärtskorrektur um 1,2 Prozentpunkte für die Vereinig-
ten Staaten. In China haben pandemiebedingte Störungen
im Zusammenhang mit der Covid-19-Nulltoleranzpolitik
und langwierige finanzielle Spannungen bei Immobilien-
unternehmen zu einer Herabstufung um 0,8 Prozent-
punkte geführt.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die hohe Infla-
tion länger anhalten wird als im Weltwirtschaftsausblick
vom Oktober 2021 prognostiziert, mit anhaltenden Unter-
brechungen der Versorgungskette und hohen Energieprei-
sen im Jahr 2022, welche durch die Russland-Ukraine-
Krise weiter angeheizt werden.
Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate
für 2021, basierend auf saison- und kalenderbereinigten
Quartalsdaten, stieg das BIP im Euroraum und in der EU
um 5,2%. Gemäß aktuellem Forecast soll das BIP in der
EU in 2022 um etwa 4,0% und in 2023 um etwa 2,8%
steigen. Dies bedeutet, dass der Output der europäischen
Wirtschaft Ende dieses Jahres in etwa wieder auf dem
Vorkrisenniveau liegen würde.
DIE CA IMMO KERNMÄRKTE 2021
2)
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte
BIP im 4. Quartal 2021 im Euroraum um 0,3% und in der
EU um 0,4% gestiegen. Dies geht aus einer vorläufigen
Schnellschätzung hervor, die von Eurostat veröffentlicht
wurde. Im dritten Quartal 2021 war das BIP im Euroraum
um 2,3% und in der EU um 2,2% gestiegen. Zum ent-
sprechenden Quartal des Vorjahres ist das saisonberei-
nigte BIP im vierten Quartal 2021 im Euroraum um 4,6%
und in der EU um 4,8% gestiegen, nach +3,9% im Euro-
raum und +4,1% in der EU im Vorquartal.
Im Dezember 2021 lag die saisonbereinigte Arbeitslo-
senquote im Euroraum bei 7,0%, ein Rückgang gegenüber
7,1% im November 2021 und gegenüber 8,2% im Dezem-
ber 2020. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezem-
ber 2021 bei 6,4%, ein Rückgang von 6,5% gegenüber
November 2021 und gegenüber 7,5% im Dezember 2020.
Am Ende des dritten Quartals 2021 war der öffentliche
Schuldenstand im Verhältnis zum BIP im Euroraum bei
97,7% im Vergleich zu 98,3% am Ende des zweiten Quar-
tals 2021. In der EU sank die Quote von 90,9% auf
90,1%. Sowohl im Euroraum als auch in der EU sank der
2)
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, Bloomberg, Financial Times
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
57
öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP zum
Ende des dritten Quartals aufgrund der Erholung des BIP,
während die Schulden aufgrund des Finanzierungsbe-
darfs der staatlichen Reaktionen auf die zur Milderung
der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen einge-
setzten Maßnahmen der Covid-19 Pandemie weiter stie-
gen. Verglichen mit dem dritten Quartal 2020 erhöhte
sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum
BIP sowohl im Euroraum (von 96,6% auf 97,7%) als auch
in der EU (von 89,2% auf 90,1%).
Die jährliche Inflation im Euroraum im Januar 2022
wird auf 5,1% geschätzt, gegenüber 5,0% im Dezember
2021. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen
Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnell-
schätzung hervor. Im Hinblick auf die Hauptkomponen-
ten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Ener-
gie im Januar die höchste jährliche Rate aufweist (28,6%,
gegenüber 25,9% im Dezember).
Das reale BIP in Österreich wuchs 2021 um 4,5%. Die
Inflationsrate lag im Dezember 2021 bei 3,8%, die Ar-
beitslosenquote im Dezember 2021 bei 4,9%. Die Brutto-
Staatsverschuldung in Prozent des BIP verringerte sich
im dritten Quartal 2021 auf 84,1%.
Das positive Wirtschaftswachstum in Deutschland spie-
gelte sich in einem BIP-Zuwachs von 2,9% in 2021 wi-
der. Im gesamteuropäischen Vergleich liegt Deutschland
damit jedoch unter dem Durchschnitt der EU bzw. der
Eurozone. Die Arbeitslosenquote in Deutschland verrin-
gerte sich im Jahresverlauf von 4,0% auf 3,2%. Die Infla-
tionsrate wurde im Dezember 2021 für Deutschland mit
5,7% angegeben.
Innerhalb den zentral- und osteuropäischen Kernmärkte
zeigten Ungarn und Rumänien 2021 mit 7,1% bzw. 5,9%
das stärkste Wirtschaftswachstum. In Polen und Tsche-
chien stieg das BIP um 5,7% bzw. 3,3%.
Die Arbeitslosenquote in den zentral- und osteuropäi-
schen Ländern bleibt deutlich niedriger als in den EU-27
und im Durchschnitt des Euroraums. Sie liegt in Tsche-
chien bei 2,1%, in Polen bei 2,9%, in Ungarn bei 3,7%
und in Rumänien bei 5,4%.
Die Inflationsrate zeigte sich 2021 deutlich erhöht und
lag in allen zentral- und osteuropäischen Kernländern
über dem Durchschnitt der Eurozone. Polen meldete für
Dezember 2021 eine Inflationsrate von 8,0%, während
der Jahreswert in Ungarn bei 7,4% lag. Die jährliche In-
flationsrate wurde in Rumänien mit 6,7% und in Tsche-
chien mit 5,4% registriert.
WIRTSCHAFTSDATEN DER CA IMMO-KERNMÄRKTE
Wachstumsrate des realen
BIP
1)
Jährliche
Inflationsraten
2)
Arbeitslosen-
quote
3)
Öffentlicher
Haushaltssaldo
Brutto- Staats-
verschuldung
Wachstumsrate
Erwerbstätigkeit
2021 2020 in % in % in % des BIP
3Q 2021
in % des BIP
3Q 2021
in % des BIP
3Q 2021
EU – 27 5,3 –5,9 5,3 6,4 –3,7 90,1 0,9
Euroraum – 19 5,3 –6,4 5,0 7,0 –4,0 97,7 1,0
Österreich 4,5 –6,7 3,8 4,9 –1,4 84,1 1,4
Deutschland 2,9 –4,6 5,7 3,2 –2,4 69,4 0,4
Polen 5,7 –2,5 8,0 2,9 –1,0 56,6 0,5
Tschechien 3,3 –5,8 5,4 2,1 –6,0 40,5 0,2
Ungarn 7,1 –4,7 7,4 3,7 –5,6 80,3 0,8
Rumänien 5,9 –3,7 6,7 5,4 –7,1 48,5 0,4
Quelle:, Eurostat
1)
Veränderung gegenüber Vorjahr (in %);
2)
Veränderung zum Vorjahr, per Dezember 2021;
3)
per Dezember 2021
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
58
GELDMARKT UND ZINSUMFELD
1)
Auf seiner letzten Sitzung am 10. März 2022 brachte der
EZB-Rat seine volle Unterstützung für die Menschen in
der Ukraine zum Ausdruck. Er erklärte, er werde rei-
bungslose Liquiditätsbedingungen gewährleisten und die
von der Europäischen Union und den europäischen Re-
gierungen beschlossenen Sanktionen umsetzen. Man
werde alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um das
Mandat der EZB zur Gewährleistung der Preisstabilität
und zur Sicherung der Finanzstabilität zu erfüllen.
Auf der Grundlage seiner aktualisierten Einschätzung
und unter Berücksichtigung des unsicheren Umfelds hat
der EZB-Rat den Zeitplan für die Ankäufe im Rahmen
seines Programms zum Ankauf von Vermögenswerten
(APP) für die kommenden Monate überarbeitet. Die mo-
natlichen Nettokäufe im Rahmen des APP werden sich
im April auf 40 Mrd. €, im Mai auf 30 Mrd. € und im Juni
auf 20 Mrd. € belaufen. Die Kalibrierung der Nettokäufe
für das dritte Quartal wird datenabhängig sein und die
sich entwickelnde Einschätzung der Aussichten wider-
spiegeln. Wenn die Daten die Erwartung stützen, dass
sich die mittelfristigen Inflationsaussichten auch nach
dem Ende der Nettokäufe von Vermögenswerten nicht ab-
schwächen werden, wird der EZB-Rat die Nettokäufe im
Rahmen des APP im dritten Quartal beenden. Sollten
sich die mittelfristigen Inflationsaussichten ändern und
die Finanzierungsbedingungen mit weiteren Fortschrit-
ten in Richtung des 2%-Inflationsziels unvereinbar wer-
den, ist der EZB-Rat bereit, seinen Zeitplan für die Net-
tokäufe von Vermögenswerten im Hinblick auf Umfang
und/oder Dauer zu ändern.
Der EZB-Rat beabsichtigt ferner, die Rückzahlungen aus
fällig werdenden Wertpapieren, die im Rahmen des APP
erworben werden, über einen längeren Zeitraum nach
dem Zeitpunkt, zu dem er mit der Anhebung der EZB-
Leitzinsen beginnt, und in jedem Fall so lange, wie es für
die Aufrechterhaltung günstiger Liquiditätsbedingungen
und eines ausreichenden Maßes an geldpolitischer Ak-
kommodation erforderlich ist, in vollem Umfang zu rein-
vestieren.
Darüber hinaus beschloss der EZB-Rat, den Zinssatz für
Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für
die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazili-
tät unverändert bei 0,00%, 0,25% bzw. 0,50% zu belas-
1)
Quellen: Europäische Zentralbank, Eurostat, Bloomberg
sen. Etwaige Anpassungen der EZB-Leitzinsen werden ei-
nige Zeit nach dem Ende der Nettokäufe des EZB-Rats im
Rahmen des APP erfolgen und schrittweise vorgenom-
men werden. Die Entwicklung der EZB-Leitzinsen wird
weiterhin von den Vorgaben des EZB-Rats und seiner
strategischen Verpflichtung zur mittelfristigen Stabilisie-
rung der Inflation bei 2% bestimmt werden. Dementspre-
chend geht der EZB-Rat davon aus, dass die EZB-Leitzin-
sen so lange auf ihrem gegenwärtigen Niveau bleiben
werden, bis die Inflation deutlich vor dem Ende des Pro-
jektionszeitraums und dauerhaft für den Rest des Projek-
tionszeitraums 2% erreicht hat, und er ist der Ansicht,
dass die erzielten Fortschritte bei der zugrundeliegenden
Inflation weit genug fortgeschritten sind, um mit einer
mittelfristigen Stabilisierung der Inflation bei 2% verein-
bar zu sein.
Im ersten Quartal 2022 hat der EZB-Rat die Nettokäufe
von Vermögenswerten im Rahmen des Pandemie-Notfall-
programms (PEPP) in einem geringeren Tempo als im
Vorquartal durchgeführt. Er wird die Nettokäufe von Ver-
mögenswerten im Rahmen des PEPP Ende März 2022
einstellen. Der EZB-Rat beabsichtigt, die Rückzahlungen
aus fällig werdenden Wertpapieren, die im Rahmen des
PEPP erworben wurden, bis mindestens Ende 2024 zu re-
investieren. In jedem Fall wird die künftige Auflösung
des PEPP-Portfolios so gesteuert, dass eine Beeinträchti-
gung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermie-
den wird. Der Rat erklärte, "dass die Pandemie gezeigt
hat, dass unter angespannten Bedingungen die Flexibili-
tät bei der Gestaltung und Durchführung der Ankäufe
von Vermögenswerten dazu beigetragen hat, der gestörten
Transmission der Geldpolitik entgegenzuwirken, und die
Bemühungen des EZB-Rats zur Erreichung seines Ziels
effektiver gemacht hat".
Der EZB-Rat wird die Finanzierungsbedingungen der
Banken weiterhin beobachten und sicherstellen, dass die
Fälligkeit der Geschäfte im Rahmen der dritten Serie ge-
zielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO
III)
die
reibungslose Transmission seiner Geldpolitik
nicht
beeinträchtigt.
Außerdem wird er regelmäßig prüfen, wie
die gezielten Kreditgeschäfte zu ihrem ge
ldpolitischen
Kurs beitragen.
Wie bereits angekündigt, geht
er davon
aus, dass die
im Rahmen von TLTRO III geltenden Sonder-
konditionen im Juni dieses Jahres auslaufen we
rden.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
59
Der 3-Monats-Euribor bewegte sich weiterhin im negati-
ven Bereich und schwankte im Berichtszeitraum zwi-
schen −0,53% und −0,61%. Seit Dezember 2021 ist ein
klar steigender Trend des Euribor erkennbar.
Nach historischen Tiefstständen der Anleihenrenditen
10-jähriger Staatsanleihen der Mitglieder der
Eurozone
Ende 2020 war im Laufe des Jahres 2021 ein leichter Auf-
wärtstrend erkennbar. Seit dem vierten Quartal 2021 hat
sich dieser Trend verstärkt. Nachdem die 10-jährige deut-
sche Bundesanleihe im Frühjahr 2021 seit 2019 erstmals
wieder positiv notierte, gab es wiederkehrende Über- und
Unterschreitungen der Null Prozent Marke. Seit Endes des
letzten
Jahres stieg die Rendite jedoch kontinuierlich auf
inzwischen knapp 0,5%.
AUSBLICK
2)
Auch wenn die künftigen Auswirkungen der Russland-
Ukraine-Krise auf die Weltwirtschaft zum jetzigen Zeit-
punkt noch nicht richtig beurteilt werden können, hat sie
die Unsicherheit und Volatilität auf den globalen Märkten
bereits erheblich erhöht, was sich auch in einer Verschlech-
terung der Finanzmarktbedingungen niedergeschlagen hat.
Die russische Invasion hat über das menschlichen Leid des
Konflikts hinaus bereits die Rohstoffpreise in die Höhe ge-
trieben, und es könnte zu tiefgreifenden und langwierigen
Auswirkungen auf die makroökonomischen Aussichten in
der ganzen Welt kommen, z. B. zu Unterbrechungen der
Energieversorgung oder zu Preisschocks und anhaltendem
Inflationsdruck. Das Risiko einer weiteren Eskalation des
Konflikts sowie zusätzlicher geopolitischer Spannungen
wird 2022 ein entscheidendes Thema bleiben, das es zu be-
obachten gilt.
In Ihrem World Economic Outlook aus dem Januar 2022
geht der Internationale Währungsfond von einem Wirt-
schaftswachstum von 4,4% in 2022 und 3,8% in 2023 aus.
Es wird erwartet, dass die Inflation in naher Zukunft hoch
bleibt und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im
Durchschnitt 3,9% und 5,9% in Entwicklungs- und Schwel-
lenländern im Jahr 2022 beträgt, bevor sie im Jahr 2023 zu-
rückgeht. Die Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise
sind in diesen Prognosen nicht berücksichtigt.
Unter der Annahme, dass die Auswirkungen der Pandemie
nachlassen, könnte sich die erhöhte Inflation abschwächen,
2)
Quellen: Europäische Kommission, Europäische Zentralbank, Financial
Times, The Economist
wenn die Unterbrechungen der Versorgungsketten nachlas-
sen, die Geldpolitik gestrafft wird und sich die Nachfrage
von güterintensivem Konsum auf Dienstleistungen verlagert.
Die Russland-Ukraine-Krise hat jedoch aufgrund des starken
Anstiegs der Rohstoffkosten und der erneuten Beeinträchti-
gung der Lieferketten gegenteilige Auswirkungen.
"Die russische Invasion in der Ukraine ist ein Wendepunkt
für Europa", erklärte die EZB in einer Erklärung nach der
Sitzung des EZB-Rats am 10. März in Frankfurt und fügte
hinzu, sie werde "alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen,
um die Preisstabilität und die Finanzstabilität zu gewährleis-
ten". Marktteilnehmer interpretierten den Schritt, den Aus-
stieg der EZB aus dem Ankauf weiterer Anleihen zu be-
schleunigen, als ein Signal, dass sie die Zinsen im vierten
Quartal anheben könnte, um die steigende Inflation einzu-
dämmen - dies wäre der erste derartige Schritt seit mehr als
zehn Jahren. Die EZB hat sich jedoch auch mehr Spielraum
verschafft, um mit der Anhebung der Zinssätze nach dem
Ende ihrer Anleihekäufe länger zu warten. Christine Lagarde
sagte, der Einmarsch Russlands in der Ukraine habe einen
"großen Schock" für die Wirtschaft der Eurozone verursacht,
und fügte hinzu, dass die Zentralbank für die nächsten drei
Jahre eine höhere Inflation und ein geringeres Wachstum
prognostiziere. "Die Inflation könnte in nächster Zeit deut-
lich höher sein", sagte Lagarde. "In allen Szenarien wird je-
doch erwartet, dass sich die Inflation bis 2024 um unser Ziel
herum stabilisiert."
Das Auftreten neuer Covid-19-Varianten könnte die Pande-
mie weiter verlängern und zu erneuten wirtschaftlichen Stö-
rungen führen. Der weltweite Zugang zu Impfstoffen, Tests
und Behandlungen ist unerlässlich, um das Risiko weiterer
gefährlicher Covid-19-Varianten zu verringern. Dies erfordert
eine verstärkte Produktion von Vorräten sowie bessere Ver-
sorgungssysteme in den einzelnen Ländern und eine gerech-
tere internationale Verteilung. Darüber hinaus bedeuten die
Unterbrechungen der Lieferketten, die Volatilität der Ener-
giepreise und der lokale Lohndruck, dass die Unsicherheit
in Bezug auf die Inflation und den geldpolitischen Kurs
hoch ist. Wenn führende Volkswirtschaften die Leitzinsen
anheben, könnten Risiken für die Finanzstabilität und die
Kapitalströme, Währungen und Haushaltspositionen der
Schwellen- und Entwicklungsländer entstehen, zumal
die Verschuldung in den letzten zwei Jahren erheblich
gestiegen ist.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
60
IMMOBILIENMARKT ÖSTERREICH
1)
Investmentmarkt
Bedingt durch eine saisonale Abschwächung der Covid-
19 Pandemie und der staatlichen Hilfen für Unterneh-
men, konnte im Jahr 2021
kein weiteres Einbrechen des
österreichischen Investitionsmarktes, wie es im Vorjahr
zu erkennen war, festgestellt werden. So wurden in öster-
reichische Immobilien 2021 im Vergleich zum Vorjahr
rund 25% mehr und somit rund 4,3
Mrd. € investiert.
Etwa 2,8 Mrd. € (rund 65%) der Investitionen wurden in
Wien registriert. Büroinvestments mit einem Fokus auf
Core Immobilien in Premiumlagen und Wohnimmobilien
nahmen den größten Anteil am Gesamtvolumen ein.
Konträr zum zuletzt feststellbaren Trend, konnte auch
Retail einen Aufschwung verzeichnen, was auf zwei
Großtransaktionen zurückzuführen ist und somit kein
langanhaltender Trend zu sein scheint.
Die Pandemie hatte im Jahr 2021, ebenso wie im Vor-
jahr, erhebliche Auswirkung auf die Renditen in den un-
terschiedlichen europäischen Märkten. Österreich zeigte
sich im Vergleich stabil und konnte den Trend des Vor-
jahres fortsetzen. So sank die Spitzenrendite für Büroim-
mobilien moderat und steht aktuell auf dem historisch
niedrigen Stand von 3,20% (−15 Basispunkte im Ver-
gleich zum Vorjahr) für Objekte im Wiener Central Busi-
ness District (CBD).
Büroimmobilienmarkt
Der Wiener Büroflächenbestand betrug zum Jahresende
rund 11,4
Mio. m
2
und blieb somit beinahe unverändert
im Vergleich zum Vorjahr. Das Fertigstellungsvolumen
von Büroflächen summierte sich 2021 auf rund
65.000
m², rund 32% weniger als 2020. Das geringe Fer-
tigstellungsvolumen deutet weiterhin auf einen Mangel
an neuen Büroimmobilien in Wien hin.
Die Vermietungsleistung lag ebenso etwas unter dem
Vorjahresniveau und erreichte mit rund 166.200 m² einen
Rückgang von rund 18,2%. Der Pandemie-bedingte wirt-
schaftliche Rückgang hat sich auch 2021 negativ auf den
Büromarkt ausgewirkt. CBRE Research geht daher auf-
grund der nach wie vor angespannten Situation in Bezug
auf die Neuflächenproduktion in den kommenden zwei
1)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Austria Real Es-
tate Market Outlook 2022
Jahren und von einer leicht steigenden Vermietungsleis-
tung aus.
Die Leerstandsquote fiel im Laufe des Jahres 2021 um ca.
40 Basispunkte auf 4,20%. CBRE Research erwartet, dass
sich die Leerstandsquote aufgrund einer geringeren Neu-
flächen-produktion sowie eines hohen Vorverwertungs-
grades und einer leicht steigenden Nachfrage bei rund
4,0% über 2022 und 2023 hinweg einpendelt.
Die monatliche Spitzenmiete in Wien stieg nicht zuletzt
wegen des mangelnden Angebots an verfügbaren Flächen
um rund 4% im Vergleich zum Vorjahr auf 26,00 € je m²
pro Monat. Vor allem Top-Büros in attraktiven Lagen
bleiben weiterhin gefragt, wohingegen Objekte mit gerin-
geren Gebäudestandards in schwächeren Lagen zukünftig
wohl mit weniger Nachfrage rechnen müssen. Weiterhin
ist ein steigender Fokus auf das Thema ESG und Zertifi-
zierungen zu erkennen.
B
ÜROMARKTENTWICKLUNG WIEN
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Büroflächenumsatz in m² 166.200 203.300 −18,20%
Leerstandsrate in % 4,20 4,60 −40 bps
Spitzenmiete in €/m²
netto kalt
26,00 25,00 4,00%
Spitzenrendite in % 3,20 3,35 −15 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit
ein
IMMOBILIENMARKT DEUTSCHLAND
2)
Investmentmarkt
Der deutsche Immobilienmarkt zeigte sich 2021 unbe-
eindruckt vom Pandemiegeschehen und den Entwicklun-
gen in den umliegenden Ländern und konnte ein Rekord-
ergebnis von 111 Mrd. € Investitionsvolumen erzielen.
Dies stellt eine Steigerung von rund 40% im Vergleich
zum Vorjahr dar. Besonders der Wohnimmobilienmarkt
konnte durch Fusionen in Milliardenhöhe zu diesem Re-
kordergebnis beitragen. Im Gewerbeimmobilienbereich
2)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Germany Real
Estate Market Outlook 2021, Berlin, Munich, Frankfurt Office Market-
View Q4 2020; Deutschland Gewerbe Investment 2021; Oxford Econo-
mics
IMMOBILIENMÄRKTE
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
61
wurden 2021 62,1 Mrd. € (+5% im Vergleich zum Vor-
jahr) umgesetzt. Es liegt weiterhin ein starker Fokus auf
Büroimmobilien in Spitzenlagen, die durch ihre Flexibi-
litätund ihre Lage dem Trend zum hybriden Arbeiten
trotzen können. Büroimmobilien nahmen mit einem Um-
satz von rund 30 Mrd. € rund 50% der Investitionen aller
Gewerbeimmobilien ein.
Der Anteil der Top-7 Märkte in Deutschland stieg von
rund 53% im Jahr 2020 auf 57% im Jahr 2021. Berlin,
Köln, München und Stuttgart zeigten deutlich höhere Vo-
lumen an Transaktionen. In Frankfurt, Düsseldorf und
Hamburg kam es hingegen zu angebotsbedingten Rück-
gängen im Vergleich zum Vorjahr. 2021 wurden insge-
samt 125 Großtransaktionen über der 100-Mio. € Grenze
registriert, wovon 79 Transaktionen auf den Büroimmobi-
lienmarkt entfielen, 23 Transaktionen auf Logistikimmo-
bilien und 13 auf Einzelhandelsimmobilien. In den Top-7
Standorten ging ein eindeutiger Trend in Richtung Ein-
zeltransaktionen, wodurch Portfolio-Transaktionen in
diesen Märkten im Vergleich zum Vorjahr um rund 32%
zurückgingen. Weiterhin sorgt der Nachfrageüberhang bei
Topimmobilien in allen Top-7 Märkten zu Kompressio-
nen der Spitzenrenditen über diverse Lagen und Seg-
mente hinweg.
CBRE Research erwartet am deutschen gewerblichen
Immobilieninvestmentmarkt für 2022 ein Transaktions-
volumen von deutlich über 55
Mrd. €, was somit nur
knapp unter den Rekordwerten von 2021 liegen würde.
Entscheidend dafür wird vor allem die Produktverfügbar-
keit sein, welche sich bereits im Vorjahr auf einigen
Märkten als Herausforderung zeigte. Aus Investorensicht
bleiben Büroimmobilien im Fokus. Gerade in den aktuell
vorherrschenden außergewöhnlichen Zeiten geht der
Trend noch mehr in Richtung Core- und Core-Plus-Ob-
jekte in etablierten Lagen in den großen Büromarktzen-
tren. Defensive Investmentprodukte mit soliden Mietern
erfahren in der aktuellen Situation einen zusätzlichen
Nachfrageschub, der jedoch angebotsseitig nicht abge-
deckt werden kann. Daher geht CBRE Research davon
aus, dass sich die Renditen für diese Produkte noch wei-
ter einengen werden.
Der Anteil von ausländischen Investitionen ging hin-
sichtlich des großen Interesses heimischer Investoren von
46% im Jahr 2020 auf 39% im Jahr 2021 zurück. Den-
noch stieg der Anteil der nordamerikanischen Investoren
deutlich um 34% gegenüber des Vorjahreswertes auf
6,7 Mrd. € und rund 11
% der Gesamtinvestitionen.
Der Berliner Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien
verzeichnete mit 11,8
Mrd. € einen Rekordwert und einen
Anstieg von mehr als 50% im Vergleich zum Vorjahr. Ver-
antwortlich für dieses Ergebnis ist eine Vielzahl von Trans-
aktionen über 100 Mio. € im letzten Quartal des Jahres. Die
Spitzenrendite für Büroimmobilien ist aufgrund der gro-
ßen Nachfrage leicht auf 2,50% gesunken (−15 Basispunkte
im Vergleich zum Vorjahr).
2021 wurde in Düsseldorf am Markt für Gewerbeimmo-
bilien ein Transaktionsvolumen von rund 2,5 Mrd. € regis-
triert. Dies ist insgesamt rund ein Drittel weniger als im
Vorjahr. Dennoch zeigt der Düsseldorfer Gewerbeimmobili-
enmarkt einen positiven Trend zum Jahresende. So wur-
den im letzten Quartal des Jahres 2021 mit 1,3 Mrd. €
mehr am Markt investiert als in den drei vorangehenden
Quartalen kombiniert. Büroimmobilien stellen mit rund
73% des Transaktionsvolumens das Herzstück des Düssel-
dorfer Gewerbeimmobilienmarktes dar. Die Spitzenrendi-
ten sanken über das Jahr hinweg um rund 25 Basispunkte
auf ein Rekordtief von 2,75%.
Am Gewerbeimmobilienmarkt Frankfurt wurde ein In-
vestitionsvolumen von 5,5
Mrd. € registriert. Der Markt
verzeichnete mit einem Rückgang von 23% im Vergleich
zum Vorjahr das insgesamt schlechteste Ergebnis seit
2014. Dies ist insbesondere auf die vorherrschende Pro-
duktknappheit zurückzuführen. Wie bereits im Vorjahr
machten Büroimmobilien den Hauptanteil an Transaktio-
nen aus, 2021 deutlich über 80%. Die Spitzenrendite für
zentral gelegene Büroimmobilien fiel im Jahr 2021 auf-
grund des Mangels an verfügbaren Immobilien um 20 Ba-
sispunkte auf 2,70%.
Der Gewerbeinvestmentmarkt in München verzeichnete
mit einem Volumen von 7,2
Mrd. € einen 46%igen An-
stieg zum Vorjahr und blieb nur knapp unter dem Volu-
men des Rekordjahres 2019. Dies ist besonders einem
starken vierten Quartal, in dem rund 3,2 Mrd. €umgesetzt
wurden, zuzuschreiben. Büroimmobilien machten mit
rund 6,0 Mrd.
€ 83% des Gesamtvolumens aus. Aufgrund
ungebrochen starker Nachfrage nach wertstabilen Immo-
bilienlagen sank die Spitzenrendite leicht um 5 Basis-
punkte auf 2,50%.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
62
Büroimmobilienmarkt
1)
Auch 2021 war wie das Vorjahr von weiteren Lock-
downs und Einschnitten in das öffentliche Leben geprägt.
Diese hatten einen negativen Einfluss auf die wirtschaft-
liche Situation diverser Industrien. Insbesondere wurden
weltweite Produktionsketten unterbrochen, was zu einer
erhöhten Inflation beitrug. Weiterhin wurden durch die
tiefgehenden Einschnitte und dem stetigen Ausbau digi-
taler Infrastrukturen in den meisten Industrien hybride
Arbeitsformen adaptiert. Dennoch ist insbesondere in
Deutschland ein großes Grundvertrauen in Büros als
nachhaltige Immobilieninvestition und relevanter Beitrag
zum Arbeitsleben zu spüren. So stieg auch die Büroflä-
chennachfrage im Vergleich zum Vorjahr in allen Märk-
ten wieder deutlich an. Ein noch besseres Ergebnis der
Vermietungen ist vielerorts durch einen Mangel an inner-
städtischen Topflächen zu erklären und resultierte somit
in einem generellen Aufwärtstrend in der Mietpreisdyna-
mik.
Berlin registrierte 2021 mit einem Büroflächenumsatz
von 817.000
m² einen Anstieg von rund 24% im Vergleich
zum Vorjahr. Die Leerstandsrate stieg im Jahresverlauf
leicht auf 2,8% (2020: 2,4%). Vermietungen konnten ei-
nen deutlichen Zugewinn im Vergleich zum Vorjahr ver-
zeichnen, nicht zuletzt wegen des ungebrochenen Ver-
trauens in die Bedeutung des Büros für Unternehmen in
Deutschland. Wegen des generell nach wie vor niedrigen
Leerstandes in Berlin in Kombination mit dem Mangel an
Premiumflächen, stieg die Spitzenmiete um 2,50
€ je m²
auf monatlich 41,00
€ je m². Die gewichtete durchschnitt-
liche Monatsmiete bleibt nahezu unverändert zum Vor-
jahr bei 27,99 € je m² (28,02
€ je m² in 2020). Über das
Jahr 2021 hinweg wurden rund 510.700
m² an neuer Flä-
che fertiggestellt, was deutlich weniger ist als zu Anfang
des Jahres prognostiziert. Gemäß CBRE Research sollen
nun im Jahr 2022 rund 1,2 Mio. m
2
an Flächen zum Markt
hinzukommen. Der Büroflächenbestand belief sich zum
Jahresende auf rund 20,2
Mio. m
2
.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 321.900
m² in
2021 (Neubauten und Kernsanierungen) sank leicht um
rund 5% gegenüber des Wertes des letzten Jahres. Der
Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf rund
22,0
Mio. m
2
.
BÜROMARKTENTWICKLUNG CA IMMO KERNMÄRKTE DEUTSCHLAND
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Berlin
Büroflächenumsatz in m² 817.000 660.500 23,70
Leerstandsrate in % 2,80 2,40 40
bp
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 41,00 38,50 6,50
S
itzenrendite in % 2,50 2,65
−
15 b
p
s
Frankfurt am Main
Büroflächenumsatz in m² 436.800 330.200 32,30
Leerstandsrate in % 8,60 7,00 160
bp
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 45,50 44,00 3,40
S
itzenrendite in % 2,70 2,90
−
20 b
p
s
Düsseldor
f
Büroflächenumsatz in m² 301.500 293.500 2,70
Leerstandsrate in % 9,00 7,50 150
bp
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 28,50 28,50 0,00
S
itzenrendite in % 2,75 3,00
−
55 b
p
s
München
Büroflächenumsatz in m² 643.900 558.500 15,30
Leerstandsrate in % 4,50 3,80 70
bp
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 41,50 39,50 5,10
S
itzenrendite in % 2,50 2,55
−
5 b
p
s
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
1)
Quellen: CBRE: Daten bereitgestellt von CBRE Research, München,
Frankfurt, Berlin Office MarketView Q4 2020; Büroinvestment Markt
Deutschland; Oxford Economics
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
63
Der Büroflächenumsatz in Frankfurt belief sich 2021
auf 436.800 m². Dies entspricht einem Anstieg zum Vor-
jahr um 32,3%. Dies ist vor allem der Rücknahme von
Einschränkungen in der zweiten Jahreshälfte zuzuschrei-
ben, welche generell die Vermietungsaktivität in den letz-
ten Quartalen des Jahres unterstützte. Qualitativ hoch-
wertige Büroflächen mit erstklassiger Ausstattungsquali-
tät standen im Fokus der Vermietungsaktivitäten, deren
Anteil 62% am Flächenumsatz betrug. Die Leerstandsrate
belief sich auf 8,6% und stieg somit im Vorjahresver-
gleich um 160 Basispunkte. Auch in Frankfurt konnte die
Spitzenmiete aufgrund des Mangels an Premiumflächen
einen Anstieg auf 45,50
€ je m² pro Monat (+3% im Ver-
gleich zum Vorjahr) verzeichnen. Die gewichtete Markt-
durchschnittsmiete hingegen gab unter dem Druck der
steigenden Leerstandsquote auf 21,57
€ je m² und damit
um 7% im Vorjahresvergleich nach. Das Fertigstellungs-
volumen lag mit rund 200.400
m² über dem Vorjahr
(185.800
m²).
Nach derzeitigem Kenntnisstand befinden sich bis Ende
2024 insgesamt rund 587.000
m² in der Fertigstellungs-
Pipeline. Der Büroflächenbestand wurde zum Jahresende
mit rund 11,5
Mio. m
2
angegeben.
In Düsseldorf wurden im vergangenen Jahr rund
301.500 m² an Flächen umgesetzt, was kaum eine Verän-
derung zu den 293.500 m² Flächenumsatz im Vorjahr
zeigt. Qualitativ hochwertige Immobilien mit einem ho-
hen Standard bei der Ausstattungsqualität stehen auch in
Düsseldorf im Zentrum des Interesses und stellen 57%
des Flächenumsatzes dar. Die Leerstandsrate stieg im ver-
gangenen Jahr um rund 150 Basispunkte auf 9,00%. Den-
noch bleibt die Spitzenmiete unbeeindruckt von erhöh-
tem Druck durch wachsenden Leerstand bei 28,50€ je m²
pro Monat konstant gegenüber dem Vorjahresniveau.
Ebenso konnten die gewichtete Durchschnittsmiete von
rund 15,20€ je m² pro Monat auf 16,30€ je m² pro Monat
gesteigert werden. Fertigstellungen rangierten mit
96.300 m² ebenso auf Vorjahresniveau (99.300 m²). Der
Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf rund
9,5
Mio. m
2
.
München konnte 2021 einen Flächenumsatz von
643.900
m² erzielen. Dies entspricht einem Anstieg von
15,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die Büro-Leerstands-
quote stieg aufgrund von mehr freigezogenen Flächen im
Bestand, aber auch von mehr unvermieteten Flächen aus
1)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Fertigstellungen zum Jahresende auf rund 4,5% (+70 Ba-
sispunkte im Vergleich zum Vorjahr). Die Spitzenmieten
zeigten sich von der Pandemie als auch von wachsendem
Leerstand unbeeindruckt. Die erzielbare Spitzenmiete
stieg im Jahresvergleich auf 41,50
€ je m² und Monat
(+5% im Vergleich zum Vorjahr). Die gewichtete Durch-
schnittsmiete liegt mit rund 23,95
€ monatlich um deutli-
che 11,9% über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch das
anhaltend knappe Angebot an modernen und hochwerti-
gen Flächen sind die Mieter auch weiterhin bereit, für ge-
hobene Qualität in guten Lagen entsprechende Preise zu
bezahlen.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 321.900 m² im
Jahr 2021 (Neubauten und Kernsanierungen) sank im Jah-
resvergleich um rund 5
%. Der Gesamtbestand an Büroflä-
chen belief sich zum Jahresende auf rund 22,0 Mio. m².
IMMOBILIENMARKT ZENTRAL UND OSTEUROPA
1)
Investmentmarkt
Auch in Zentral- und Osteuropa waren die Auswirkun-
gen der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftliche
Konsequenzen auf die Immobilienmärkte im Jahr 2021
bereits weniger zu erkennen als im Vorjahr. Die positive
Dynamik der letzten Jahre vor Beginn der Covid 19-Pan-
demie konnte langsam wiederaufgenommen werden.
Dies zeigt sich auch in CA Immos Kernstädten Warschau,
Prag, Budapest und Bukarest. Das in diesen Städten re-
gistrierte Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumen in
Höhe von 9,1
Mrd. € lag um knapp 60% über dem Wert
des Vorjahres. Das Büroinvestmentvolumen der genann-
ten Städte stieg im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Mrd. €
um etwas mehr als 26% auf 3,7
Mrd. €. Nach Städten ent-
fiel das größte Volumen auf Warschau (46%), gefolgt von
Budapest (26%), Prag (17%) und Bukarest (11%).
In Warschau konnte 2021 ein Investmentvolumen von
5,6
Mrd. € registriert werden, wovon rund 31% auf den
Bürosektor entfielen. Die Spitzenrendite liegt bei rund
4,50% (2020: 4,60%).
Trotz eines weiterhin rückgängigen Investitionsvolumens
von 1,8
Mrd. € (2020: 2,7 Mrd. €) in Prag bleibt die Nach-
frage von nationalen und internationalen Investoren nach
qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Immobilien in
guten Lagen groß. Der starke Rückgang ist durch einen an-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
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haltenden Mangel an entsprechenden Produkten zu erklä-
ren. Die Spitzenrendite wird, wie auch im Vorjahr, mit
4,25% angegeben.
Im Jahr 2021 zeigte das Investitionsvolumen in Buda-
pest einen positiven Trend und stieg auf 1,2
Mrd. € (2020:
1,0
Mrd. €), wovon rund 82% auf Büros entfielen. Die
Spitzenrenditen für Top-Büroobjekte fielen um 50 Basis-
punkte im Vergleich zum Vorjahr und lagen bei 5,25%.
Bukarest registrierte 2021 ein Investitionsvolumen von
rund 490
Mio. € (−11% im Vergleich zum Vorjahr) wovon
rund 81% auf den Bürosektor entfielen. Die Spitzenren-
dite wird 25 Basispunkte unter dem Vorjahresergebnis
mit 6,75% angegeben.
Büroimmobilienmärkte
2)
In allen Kernstädten von CA Immo (Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest) konnte in 2021 positive Nettoab-
sorption erreicht werden, obwohl das Gesamtvolumen in
allen Märkten, mit Ausnahme von Bukarest, hinter dem
Ergebnis des Vorjahres lag. Alle Kernmärkte verzeichneten
einen weiteren Anstieg der Leerstandsquoten, wobei der
geringste Anstieg in Budapest und der höchste in War-
schau zu sehen war. Die Spitzenmieten blieben hingegen
weitestgehend konstant mit einem minimalen negativen
Trend, mit der Ausnahme von Prag, wo eine positive Ent-
wicklung der Spitzenmieten zu sehen ist.
Zum Jahresende 2021 betrug die Bürogesamtfläche in
Warschau rund 6,1
Mio. m², nachdem im Laufe des Jahres
rund 325.000
m² fertiggestellt wurden. Aktuell befinden
sich 323.000
m² im Bau. Im Laufe des Jahres 2022 wird
eine Flächenausdehnung um rund 230.000
m² erwartet.
Die Büro-Pipeline ist stark auf das CBD der polnischen
Hauptstadt konzentriert. Der Büroflächenumsatz bewegte
sich 2021 mit 356.600 m
2
nur leicht unter dem Niveau des
Vorjahres. Die Leerstandsrate erhöhte sich um 280 Basis-
punkte zum Vorjahreswert auf 12,70% per Jahresende. Die
Spitzenmiete lag in zentralen Lagen bei ca. 25,50
€ je m²
2)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
monatlich und somit 0,50 € je m² höher als im Vorjahr.
Die gewichtete Durchschnittsmiete in zentralen Lagen,
konnte sich leicht auf 19,50 € je m² verbessern.
Geprägt durch einen Mangel an neuen Flächen ver-
zeichnete der Büroimmobilienmarkt in Prag 2021 ein
weiteres ruhiges Jahr. Der Büroflächenbestand wurde bis
Ende 2021 um rund 57.000
m² auf rund 3,8 Mio. m² erwei-
tert. Die Vermietungsleistung erreichte mit ca. 217.300
m²
ca. 21,5% mehr Volumen als im Vorjahr, liegt aber noch
deutlich unter den Werten des Jahres 2019. Die Leer-
standsrate stieg um 80 Basispunkte auf 7,80% zum Jah-
resende. Die Spitzenmieten in zentralen Lagen stiegen
dennoch aufgrund des Mangels an neuen Angeboten auf
monatlich 24,00
€ je m².
Der Jahresflächenumsatz in Budapest lag 2021 bei rund
217.900
m² und bewegte sich damit in etwa um 14,7%
über dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamt-Bürofläche
betrug zum Jahresende rund 4,0
Mio. m². Das Fertigstel-
lungsvolumen lag 2021 wie erwartet mit 44.500
m² weit
unter dem Vorjahreswert, dennoch wird für das kom-
mende Jahr ein neuer Rekordwert von bis zu 303.000 m²
von CBRE Research erwartet. Die Leerstandsrate erhöhte
sich minimal um 10 Basispunkte auf 9,20%. Bedingt
durch die hohe Anzahl an erwarteten Fertigstellungen im
Jahr 2022 und 2023 ist ein weiterer Anstieg des Leerstan-
des zu erwarten. Die Spitzenmiete hat sich im Vorjahres-
vergleich weiter verringert und wird nun mit 24,00
€ je
m² und Monat angegeben.
Bis zum Jahresende 2021wurden in Bukarest rund
162.800
m²
Bürofläche vermietet, ein Anstieg von 16,0%
gegenüber dem Vorjahr. Der Bürobestand summierte sich
nach einem Fertigstellungsvolumen von rund 245.100
m²
auf 3,2
Mio. m² zum Jahresende. Die Leerstandsrate stieg
um weitere 70 Basispunkte an und lag zum Jahresende
bei 13,10%. Die Spitzenmiete in Bukarest blieb konstant
bei monatlich 18,75
€ je m
2
.
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BÜROMARKTENTWICKLUNG IN DEN ZENTRAL- UND OSTEUROPÄISCHEN KERNMÄRTKEN
2021 2020 Veränderung
in %/bps
Warschau
Büroflächenumsatz in m² 356.600 383.000 −6,90
Leerstandsrate in % 12,70 9,90 280 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,50 25,00 2,00
Spitzenrendite in % 4,50 4,60 10 bps
Prag
Büroflächenumsatz in m² 217.300 178.800 21,50
Leerstandsrate in % 7,80 7,00 80 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 24,00 22,50 6,70
Spitzenrendite in % 4,25 4,25 0 bps
Budapest
Büroflächenumsatz in m² 217.900 190.000 14,70
Leerstandsrate in % 9,20 9,10 10 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 24,00 25,00 −4,00
Spitzenrendite in % 5,25 5,75 −50 bps
Bukarest
Büroflächenumsatz in m² 163.800 141.200 16,00
Leerstandsrate in % 13,10 12,40 70 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 18,75 18,75 0,00
Spitzenrendite in % 6,75 7,00 −25 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research. Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein.
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Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die
Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienent-
wicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf ge-
werblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen
Hauptstädten spezialisiert. Ziel ist die Expansion des fo-
kussierten, qualitativ hochwertigen und ertragsstarken
Bestandsimmobilienportfolios in den Kernmärkten
Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn und
Rumänien. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo
im Geschäftsfeld Development durch die Entwicklung,
Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
IMMOBILIENVERMÖGEN DER CA IMMO GRUPPE
Durch die Übernahme eigener Projektfertigstellungen in
den Bestand sowie ein positives Bewertungsergebnis hat
sich der Wert des Immobilienvermögens im Jahr 2021 um
rund 12% auf 6,3
Mrd. € zum Stichtag erhöht (2020:
5,6
Mrd. €). Davon entfallen 5,0 Mrd. € (80% des Gesamt-
portfolios) auf Bestandsimmobilien, 1,1 Mrd.
€ (18%) auf
Immobilienvermögen in Entwicklung und 162
Mio. €
(3%) auf kurzfristiges Immobilienvermögen
9)
. Deutsch-
land ist mit einem Anteil von 60% am Gesamtportfolio
größtes regionales Segment.
PORTFOLIO DER CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG
Das direkt von der CA Immobilien Anlagen AG gehal-
tene Immobilienvermögen verfügt über eine vermietbare
Nutzfläche von 122.805 m² (2020: 142.751 m²) und um-
fasst zum Bilanzstichtag acht Bestandsimmobilien in Ös-
terreich mit einem Bilanzwert (einschließlich geleisteter
Anzahlungen und Anlagen in Bau) von 219.074
Tsd. €
(2020: acht Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert
von 246.783
Tsd. €). 2021 erbrachte dieses Portfolio Mie-
terlöse in Höhe von 15.484
Tsd. € (2020: 15.662 Tsd. €).
Vermietungen
Im Jahr 2021 wurden rund 20.670 m² an Flächen neu
vermietet bzw. verlängert oder erweitert (2020: rund
21.800 m²). Davon betreffen ca. 17.480 m² Verlängerungen
bzw. Erneuerungen von bestehenden Verträgen. Die wirt-
schaftliche Vermietungsquote betrug im Bestandsportfolio
rund 84% (2020: 88%).
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2021 investierte die Gesellschaft
165
Tsd. € (2020: 1.741 Tsd. €) in das Bestandsportfolio.
Die Investitionen flossen in Mieterausbauten im Büroge-
bäude ViE.
Verkäufe
Im Geschäftsjahr 2021 setzte CA Immo ihren Weg der
Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Im-
mobilien mit dem erfolgreichen Verkauf des Bürogebäu-
des Wolfganggasse 58-60 in Wien (20.300 m²) fort. Aus
dem Verkauf wurde ein Ertrag von 14.683
Tsd. € erzielt.
9)
Inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
IMMOBILIENVERMÖGEN
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
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WESENTLICHE GUV-KENNZAHLEN
CA Immo verbuchte im Jahr 2021 einen Anstieg der
Mieterlöse um 9% auf 16.877
Tsd. € (2020: 15.430 Tsd. €).
Die an Mieter weiterverrechneten Betriebskosten erhöh-
ten sich ebenfalls um 9% von 4.912
Tsd. € in 2020 auf
5.335
Tsd. € in 2021. Die Managementerlöse für an die
Tochtergesellschaften erbrachte Serviceleistungen fielen
im Jahresvergleich um –14% auf 7.825
Tsd. € (2020:
9.139
Tsd. €). Im Ergebnis führte dies zu einem 2%igen
Anstieg der Umsatzerlöse auf 30.739
Tsd. € (2020:
30.228
Tsd. €), die sich wie folgt verteilen: Österreich
78%, Deutschland 1%, Osteuropa 21%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 164%
und beliefen sich auf 15.521
Tsd. € (2020: 5.881 Tsd. €).
Aus dem Verkauf der Liegenschaft Wolfganggasse 58-60 in
Wien wurden im Geschäftsjahr 2021 Erträge in Höhe von
14.683
Tsd. € (2020: 0 Tsd. €) erzielt. In 2021 wurden keine
Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenom-
men (2020: 5.137
Tsd. €). Die Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen beliefen sich auf 194
Tsd. € (2020:
304
Tsd. €) und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen
für Anwaltskosten, die Hauptversammlung sowie
frustrierte Aufwendungen im Zusammenhang mit einem
Gesellschaftskauf. Die übrigen sonstigen betrieblichen Er-
träge von 644
Tsd. € (2020: 440 Tsd. €) resultieren aus
Kostenverrechnungen, Versicherungserlösen und der
Auflösung von Abgrenzungen öffentlicher Zuschüsse.
Der Personalaufwand stieg im Vorjahresvergleich um
5% von 15.388
Tsd. € in 2020 auf 16.113 Tsd. € in 2021.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021
durchschnittlich 72 Dienstnehmer (2020: 70).
Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich ins-
gesamt auf –8.140
Tsd. € (2020: –11.532 Tsd. €). Im Ge-
schäftsjahr 2021 wurden keine außerplanmäßigen Ab-
schreibungen auf Liegenschaften vorgenommen (2020:
–3.688
Tsd. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen
insgesamt –20.251
Tsd. € (2020: –47.919 Tsd. €). Hiervon
wurde ein Betrag von –861
Tsd. € als Steueraufwand ge-
bucht. Der Vergleichswert des Vorjahres belief sich auf
–26.297
Tsd. € und beinhaltete insbesondere Gerichtge-
bühren in Höhe von 25.475 Tsd. € für das im Geschäfts-
jahr 2020 eingeleitete Schadenersatzverfahren über
1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der
Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und
des unrechtmäßigen Nichtzuschlags. Die den Immobilien
direkt zurechenbaren Aufwendung
en beliefen sich auf
–7.013 Tsd. € (2020: 8.673 Tsd. €). Für allgemeine Verwal-
tungsaufwendungen wie beispielsweise projektbezogene
Rechts-, Prüfungs- und Beratungshonorare, Werbe- und
Repräsentationsaufwendungen oder Verwaltungs- und
Managementkosten fiel ein Betrag von
–12.377
Tsd. € (2020: –12.949 Tsd. €) an.
Im Ergebnis führten die oben beschriebenen Entwick-
lungen zu einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von
1.757 Tsd. € im Vergleich zu –38.730 Tsd. € im Vorjahr.
Aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften flossen
der Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Gesamt-
höhe von 179.486
Tsd. € (2020: 123.378 Tsd. €) zu. Dieser
Position standen Aufwendungen aus Finanzanlagen in
Höhe von –34.496
Tsd. € (2020: –3.502 Tsd. €) gegenüber.
Aus den an Tochtergesellschaften gegebenen Auslei-
hungen wurden Erträge in Höhe von 14.109 Tsd. € (2020:
19.796 Tsd. €) lukriert. Die Position „Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge“ belief sich auf 3.315 Tsd. € (2020:
431 Tsd. €).
Die Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von
Finanzanlagen beliefen sich auf 11.366 Tsd. € (2020:
3.619 Tsd. €) und enthalten Zuschreibungen auf Anteile an
verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.675 Tsd. €
(2020: 3.397 Tsd. €). Dieser Position stehen Beteiligungsab-
schreibungen in Höhe von –34.496 Tsd. € (2020:
–3.239
Tsd. €) gegenüber; davon ausschüttungsbedingt
–34.174 Tsd. € (2020: –1.026 Tsd. €).
Der Zinsaufwand verringerte sich insgesamt um –9% auf
–31.460
Tsd. € (2020: –34.634 Tsd. €). Die Zinsen für Bank-
darlehen bzw. Immobilienfinanzierungen sanken um –2%
und betrugen –2.161
Tsd. € (2020: –2.200 Tsd. €). Die Kos-
ten und Bereitstellungszinsen für sonstige Bankfinanzie-
rungen betrugen –1.222
Tsd. € (2020: –227 Tsd. €). Die Ne-
gativzinsen stiegen von –896
Tsd. € in 2020 auf
–2.248
Tsd. € in 2021. Die Aufwendungen für Derivatge-
schäfte gingen auf –1.074
Tsd. € zurück (2020:
–2.588
Tsd. €). Die Zinsaufwendungen an verbundene Un-
ternehmen reduzierten sich von –766
Tsd. € in 2020 auf
–74
Tsd. € in 2021. Mit –24.691 Tsd. € entfällt der größte
Anteil auf Zinsaufwendungen für Anleihen; im Vorjahr la-
gen diese bei –27.957
Tsd. € und beinhalteten auch den
Aufwand aus dem Rückkauf von Anleihen.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren erhöhte sich
das Finanzergebnis um 30% auf 142.320
Tsd. € (2020:
ERGEBNIS
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
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109.088 Tsd. €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf
144.077
Tsd. € (2020: 70.358 Tsd. €). Nach Berücksichtigung
der Steuern vom Einkommen in Höhe von 2.684
Tsd. €
(2020: 12.745
Tsd. €) verbleibt per 31. Dezember 2021 ein
Jahresüberschuss von 146.761
Tsd. € nach 83.103 Tsd. € per
31. Dezember 2020 (+77%). Nach Berücksichtigung des
nach erfolgte Dividendenausschüttung von insgesamt 6,00
€ je dividendenberechtiger Aktie verbleibenden Gewinn-
vortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 293.378
Tsd. € (2020:
814
.502
Tsd. €) weist der Jahresabschluss der CA Immobi-
lien Anlagen AG einen Bilanzgewinn in Höhe von
440.139
Tsd. € (2020: 897.605 Tsd. €) aus.
Dividendenvorschlag 2021
Nach eingehender Prüfung hat der Vorstand beschlos-
sen, der am 5. Mai 2022 stattfindenden Hauptversamm-
lung vorzuschlagen, von der ursprünglichen Dividenden-
politik abzuweichen und den gesamten Bilanzgewinn für
das Geschäftsjahr 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hintergrund dieser Entscheidung ist die Tatsache, dass be-
reits im Geschäftsjahr 2021 aus dem zum 31. Dezember
2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende in
Höhe von 3,50 € je Aktie und im laufenden Geschäftsjahr
am 15. März 2022 eine weitere Dividende in Höhe von
2,50 € je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet wurden.
Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen geopoli-
tischen Umfelds und der gestiegenen Unsicherheit und
Volatilität an den Märkten ist für das Geschäftsjahr 2021
keine zusätzliche Dividendenzahlung geplant.
Cash-flow
Der Cash-flow aus der Geschäftstätigkeit (operativer Cash-
flow plus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen) lag im
abgelaufenen Geschäftsjahr bei 160.577
Tsd. € (2020:
139.521
Tsd. €). Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit be-
trägt –56.312
Tsd. € (2020: –195.735 Tsd. €) und der Cash-
flow aus der Finanzierungstätigkeit –512.467
Tsd. € (2020:
690.347
Tsd. €).
BILANZANALYSE
Aktivseite
Die Bilanzsumme der CA Immobilien Anlagen AG ver-
ringerte
sich im Vorjahresvergleich von 4.460.251 Tsd. €
per 31.12. 2020 auf 4.081.488 Tsd. € per 31.12.2021.
Das Anlagevermögen stieg leicht von 3.725.856
Tsd. €
per 31. Dezember 2020 auf 3.733.454
Tsd. € per 31. De-
zember 2021. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bi-
lanzsumme lag zum 31. Dezember 2021 bei 91%
(31.12.2020: 84%). Die immateriellen Vermögenswerte
verzeichneten einen Anstieg auf 1.211
Tsd. € (31.12.2020:
542
Tsd. €); sie umfassen ausschließlich die EDV-Software.
Nach erfolgreichem Verkauf des Objekts Wolfganggasse
58-60 in Wien umfasste das Immobilienvermögen der Ge-
sellschaft zum Bilanzstichtag insgesamt sieben Liegen-
schaften in Österreich mit einem Bilanzwert von
219.074
Tsd. € (31.12.2020: 246.783 Tsd. €). Das Sachanla-
gevermögen verzeichnete einen Rückgang um –11% und
belief sich insgesamt auf 220.036
Tsd. € (31.12.2020:
248.077
Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine au-
ßerplanmäßigen Abschreibungen (2020: –3.688
Tsd. €)
und keine Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen
(2020: 5.137
Tsd. €) vorgenommen.
Die Finanzanlagen erhöhten sich um 1% auf
3.512.207
Tsd. € (31.12.2020: 3.477.237 Tsd. €). Zum Bi-
lanzstichtag betrug der Buchwert der Anteile an verbun-
denen Unternehmen 3.219.268
Tsd. € (31.12.2020:
2.938.724
Tsd. €). Die Veränderung resultiert im Wesentli-
chen aus Gesellschafterzuschüssen sowie dem Ankauf
mehrerer Gesellschaften. Darüber hinaus wurden im Ge-
schäftsjahr 2021 zwei Tochtergesellschaften in Österreich
verschmolzen.
Das Umlaufvermögen verzeichnete einen signifikanten
Rückgang um –53% von 724.466
Tsd. € per 31. Dezember
2020 auf 339.524
Tsd. € per 31. Dezember 2021. Der Rück-
gang ist vor allem auf die per 15. Dezember 2021 erfolgte
Auszahlung der von der außerordentlichen Hauptver-
sammlung Ende November 2021 beschlossenen Basiszu-
satzdividende in Höhe von 2,50 € je dividendenberechtig-
ter Aktie sowie auf die Zahlung von Zuschüssen an Toch-
tergesellschaften zurückzuführen. Die Forderungen ver-
zeichneten einen Anstieg um 77% auf 53.308
Tsd. €
(31.12.2020: 30.048
Tsd. €). Die Gesellschaft verfügt per
31. Dezember 2021 über liquide Mittel in Höhe von
286.216
Tsd. € (31.12.2020: 694.418 Tsd. €).
Passivseite
Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich zum Bi-
lanzstichtag um –10% auf 2.213.327
Tsd. € (31.12.2020:
2.470.783
Tsd. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stich-
tag rund 54% (31.12.2020: 55%). Das Anlagevermögen war
zu 59% (31.12.2020: 66%) durch Eigenkapital gedeckt.
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Die Rückstellungen belaufen sich auf 18.641 Tsd. €
(31.12.2020: 43.439
Tsd. €). Im Vorjahr stellte die Rückstel-
lung für Gerichtsgebühren (in Höhe von 25.475
Tsd. €
zum 31.12.2020) für das im Geschäftsjahr 2020 eingeleitete
Schadenersatzverfahren im Zusammenhang mit der Pri-
vatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004
(„BUWOG“) die größte Position dar. Diese Gerichtsge-
bühren wurden im Vorjahr im sonstigen Steueraufwand
berücksichtigt. Für Prämien wurde ein Betrag von
8.774 Tsd. € ausgewiesen (31.12.2020: 6.730 Tsd. €). Die
Rückstellungen für Derivatgeschäfte betragen 3.547 Tsd. €
(31.12.2020: 6.657 Tsd. €).
Die Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt von
1.939.666
Tsd. € per Jahresende 2020 auf 1.843.375 Tsd. €
per 31. Dezember 2021. Der Anteil von unbesicherten Fi-
nanzierungen auf Ebene der Konzern-Muttergesellschaft
hat sich seit Erhalt des Investment Grade Ratings im Jahr
2015 sukzessive erhöht. Nach der vollständigen Wand-
lung der Wandelanleihe mit einem Volumen von
200 Mio. € und der Tilgung einer im Juli 2021 fälligen
Unternehmensanleihe (107 Mio. €) notieren zum Bilanz-
stichtag sechs Unternehmensanleihen von CA Immo (da-
r
unter ein Green Bond) im Geregelten Freiverkehr an der
Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der
Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg). Das Ge-
samtnominale der Unternehmensanleihen beläuft sich auf
1.434.032 Tsd. € (31.12.2020: 1.741.481 Tsd. €).
Bei den Unternehmensanleihen handelt es sich um unbe-
sicherte Finanzierungen der Konzern-Muttergesellschaft
die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbesicher-
ten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG
gleichrangig sind. Mit Ausnahme der Unternehmensan-
leihe 2015-2022 beinhalten die Anleihebedingungen ei-
nen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die beiden im Jahr
2020 begebenen Anleihen beinhalten darüber hinaus zwei
weitere Covenants in Bezug auf das besicherte Finanzie-
rungsvolumen sowie die Zinsdeckung des Konzerns.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfas-
sen ausschließlich Investitionskredite und beliefen sich auf
100.833 Tsd. € (31.12.2020: 111.134 Tsd. €).
ENTWICKLUNG EIGENKAPITAL
Tsd. € 31.12.2020 Kapitalerhöhung Dividende Jahresergebnis 31.12.2021
Grundkapital 676.316 55.892 0 0 732.208
Gebundene Kapitalrücklagen 854.841 144.118 0 0 998.959
Gewinnrücklagen 42.021 0 0 0 42.021
Bilanzgewinn 897.605 0 –604.227 146.761 440.139
Summe Eigenkapital 2.470.783 200.010 –604.227 146.761 2.213.327
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tä-
tigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des
Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindikato-
ren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument. Sie
ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein Va-
lue-Management messbar zu machen, die zu einer nachhal-
tigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Leistungsindikatoren der CA Immo Gruppe
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der auf das
eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Re-
turn on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kal-
kulatorischen Eigenkapitalkosten (mittelfristig mit rund
7,0% angenommen) zu erreichen und damit Shareholder
Value zu generieren.
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steue-
rung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten
Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV)
je Aktie, der operative Cash-flow je Aktie sowie Funds
from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie.
FFO I ist eine wesentliche Kennzahl für die nachhaltige
Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das
Verkaufsergebnis und sonstige nicht nachhaltige Effekte
bereinigt berichtet wird. FFO II, inklusive Verkaufsergeb-
nis und nach Steuern, ist ein Indikator für die Gesamtpro-
fitabilität der Gruppe.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
70
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg dar-
stellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt
wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, nichtfinanzieller
Leistungsindikatoren vorgelagert, die für die Messung
und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesent-
lich sind.
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren des
operativen Immobiliengeschäfts sind unter anderem:
– Vermietungsquote
ist ein Indikator für die Qualität und
den Bewirtschaftungserfolg des Portfolios. Die wirt-
schaftliche Vermietungsquote der CA Immoblien Anla-
gen AG betrug im Bestandsportfolio unverände
rt zum
Vorjahr rund 84% (rund 88% per 31. Dezember 2020).
– Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermiete-
ten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobi-
lienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirt-
schaftenden Renditen eine wichtige Rolle. Je höher die
Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag
aus.
Das Immobilienportfolio der CA Immoblien Anlagen AG
weist zum 31. Dezember 2021 eine Leerstandsquote von
rund 16% aus (31. Dezember 2020: rund 12%).
– WAULT – Weighted Average (Unexpired) Lease Term
ist
ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilien-
bereich. Sie gibt Auskunft über die durchschni
ttliche
Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft
sich in der CA Immoblien Anlagen AG per 31. Dezem-
ber 2021 auf 3,9 Jahre (31. Dezember 2020: 3,9 Jahre).
– Standortqualität und
Infrastruktur
sind entscheidend
für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil des
Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentralen
Businesslagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
– Nachhaltigkeitszertifizierung: Di
e Entwicklung von
nachhaltigen Gebäuden für das eigene Portfolio zur Stei-
gerung der Qualität des Gebäudebestands ist seit vielen
Jahren ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstra-
tegie von CA Immo. Um einen transparenten, internatio-
nal vergleichbaren und objektivierten Nachweis der Ge-
bäudequalität über das gesamte Portfolio hinweg erbrin-
gen zu können, lässt CA Immo auch strategische Core-
Bestandsgebäude zertifizieren.
– Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eine dezentrale Or-
ganisationsstruktur mit eigenen Niederlassungen in den
Kernmärkten sichern eine effiziente Bewirtschaftung
und Mieterbindung.
– Reduktion der CO
2
-Emissionsintensität des Bestands-
portfolios als Indikation für eine gezielte aktive Verbes-
serung der energetischen Leistung der Gebäude un
d
dad
urch Erhöhung der Attraktivität des Bestandsportfo-
lios. CA Immo konzentriert sich dabei insbeso
ndere auf
Maßnahmen wi
e Erhöhung der Energieeffizienz der Ge-
bäude. Renovierungsmaßnahmen und Modernisierung,
schrittweiser Umstieg auf erneuerbare Energiequellen
sowie Übernahme eigener Projektfertigstellungen, die
unter nac
hhaltigen Aspekten realisiert wurden,
in den
eigenen Bestand.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in Bezug
auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie
hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch Be-
kämpfung von Korruption und Bestechung werden im
Konzernlagebericht (Kapitel „ESG Report“) ausführlich
dargestellt bzw. erläutert.
2
71
UMWELT UND SOZIALES
CA Immo ist ein Investor, Entwickler und langfristiger
Bestandshalter von hochwertigen Bürogebäuden. Unser
strategisches Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wert-
schöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer,
sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Damit
einher geht der Anspruch, den vielfältigen Interessen
und Bedürfnissen der Stakeholder von CA Immo gezielt
und in verantwortungsvoller Balance zu begegnen und
dadurch die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
In diesem Sinne evaluieren und managen wir die Anfor-
derungen unserer Stakeholder wie auch die Auswirkun-
gen der Geschäftstätigkeit auf unser ökologisches und ge-
sellschaftliches Umfeld.
CA Immo will einen Beitrag dazu leisten, die globale
Klimaerwärmung unter 2° Celsius zu halten und die Um-
welt zu schützen. Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt,
den CO
2-Footprint unserer Gebäude zu reduzieren, die
Resilienz unseres Portfolios gegenüber Klimarisiken zu
erhöhen und unsere bisher gesetzten Maßnahmen zum
Schutz der Umwelt zu evaluieren und gegebenenfalls zu
intensivieren.
Soziale, ökologische und wirtschaftliche
Auswirkungen, Risiken und Chancen durch die CA
Immo Geschäftstätigkeit
Ein wesentlicher Schritt zur Ermittlung und Gewich-
tung der für CA Immo relevanten Nachhaltigkeitsthemen
war die Evaluierung der Auswirkungen unserer Ge-
schäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
über die gesamte Wertschöpfungskette. Hierbei wurden
u.
a. folgende direkte (eigene Aktivitäten) und indirekte
(Lieferkette) wesentliche Auswirkungen, Risiken und
Chancen identifiziert.
Umwelt:
– Umweltstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Energieeffizienz und CO
2-Emissionen im Baupro-
zess sowie der Produktdefinition, Materialauswahl, Res-
sourcenverbrauch und Kr
eislaufwirtschaft)
– Brownfield vs. Greenfield Development (Biodiversität)
– Steuerung von Energieeffizienz und CO
2-Emissionen, Ab-
fallaufkommen und Wasserverbrauch im Gebäudebetrieb
Gesellschaft und Wirtschaft:
– Sozialstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Produktdefinition, z. B. soziale Infrastruktur, leist-
bares Wohnen), Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel
– Gesundheit und Sicherheit für Mieter, Auftrag
nehmer
und eigene Mitarbeiter im Gebäudebetrieb und auf Bau-
stellen, Umgang mit Pandemie-Risiken
– Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte
eigener
und externer Mitarbeiter (Auftragnehmer), Arbeitneh-
merrechte, Personalentwicklung und –bindung
– Unabhängige und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung, Comp
liance mit sozial- und umweltrelevanten
Vorgaben, Einhaltung von Menschenrechten, Vermei-
dung von Korruption und Bestechung, Reputationsrisiko
CA Immo Klimarisiken und -chancen
Die Analyse der konkreten Klimarisiken für unser Ge-
schäft ist überaus komplex und birgt etliche unbekannte
Größen. Wir haben unseren allgemeinen Risikokatalog im
Jahr 2020 diesbezüglich auf Vollständigkeit überprüft.
Die für CA Immo relevanten Klimarisiken sowie allge-
meine Nachhaltigkeitsrisiken wurden teilweise ergänzt
und bewertet. Diese Risiken werden künftig jährlich neu
evaluiert, bewertet und vom Vorstand freigegeben. Sofern
sich aus den Bewertungen der Bedarf für zusätzliche
Maßnahmen oder Strategieänderungen ergeben, werden
diese in der Folge entsprechend von den zuständigen Ab-
teilungen implementiert. Hierbei verfolgt CA Immo einen
proaktiven Ansatz um sicherzustellen, dass etwaige Risi-
ken durch frühzeitiges Gegensteuern minimiert werden
und das Unternehmen auf etwaige Veränderungen recht-
zeitig reagieren kann.
Soziales Engagement
Auch im Sozialbereich setzt CA Immo Maßnahmen, um
im Rahmen ihres Einflussbereichs positive Impulse und
verantwortungsvolle Standards zu setzen. Unsere strategi-
schen Schwerpunkte liegen hierbei insbesondere auf den
Themenbereichen Gesundheit & Sicherheit, Beschäftigung
& Arbeitsbedingungen sowie sozialen Aspekten einer
nachhaltigen Lieferkette und Stadtquartiersentwicklung.
Weiterführende Informationen zum Thema „Umwelt
und Soziales“ finden Sie im Konzernlagebericht (Kapitel
„ESG Report“).
Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource.
Ihre Expertise und ihr Engagement sind entscheidend für
unseren Erfolg. CA Immo legt Wert auf eine Unterneh-
menskultur, die von Stolz, Vertrauen und selbstbestimm-
tem Arbeiten geprägt ist. Als Arbeitgeber will CA Immo
für ihre Mitarbeiter bestmögliche Rahmenbedingungen
schaffen, um ihre Potenziale, Stärken und Kompetenzen
optimal zur Entfaltung zu bringen. Wir bieten sichere und
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
72
attraktive Arbeitsumgebungen, vielfältige internationale
Entwicklungsmöglichkeiten und sorgsame, vorausschau-
ende Personalentwicklung mit dem Ziel, unseren Mitar-
beitern das zu bieten, wofür auch unsere Büroimmobilien
stehen: einen „place where people love to work‘‘.
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren
Märkten lokal verankert und beschäftigt in den internationa-
len Niederlassungen fast ausschließlich lokales Personal.
Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in unbefris-
teten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. Die Work-Life-Balance
und Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unterschiedli-
chen Lebensphasen der Mitarbeiter unterstützt CA Immo bei
Bedarf durch flexible Arbeitszeit- bzw. Teilzeitmodelle,
Home-Office-Regelungen, individuelle Karenzmodelle und
Papamonat. Zusätzlich wurde eine Vielzahl an mitarbeiter-
bezogenen Regelungen in Kooperation mit dem österreichi-
schen Betriebsrat im Rahmen von Betriebsvereinbarungen
geregelt. Informationen zu Diversität, Gleichberechtigung
und Inklusion sowie zu Arbeitnehmerrechten finden sich
im Konzernlagebericht (Kapitel „ESG Report“).
ÜBERSICHT MITARBEITER DER CA IMMO GRUPPE NACH SEGMENTEN
1)
Headcount Anzahl Mitarbeiter Anteil Frauen Eintritte /
Austritte
Neuein-
stellungen
2)
Fluktuation
3)
31.12.2020 31.12.2021 Veränderung 2021 Ø 31.12.2021 2021 2021 2021
in % in % in % in %
Österreich 80 92 15 86 62 21/10 24 12
Deutschland/Schweiz
4)
252 247 –2 250 39 15/20 6 8
Osteuropa 105 102 –3 106 72 10/13 9 12
Gesamt 437 441 1 442 51 46/43 10 10
1)
Headcounts, davon rd. 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 31 karenzierte Mitarbeiter; exkl. 20 Mitarbeiter von Joint-Venture-Firmen, die Berechnungen
für diese Tabelle basieren auf den GRI-Richtlinien (GRI 401-1, 402)
2)
Neueinstellungen: Eintritte 2021 / durchschnittliche Beschäftigte 2021 (Headcount)
3)
Fluktuation: Personalabgang 2021 / durchschnittliche Beschäftigte 2021 (Headcount);
4)
Ende 2021 waren in der 2014 gegründeten Niederlassung der 100% CA Immo Bautochter omniCon in Basel 19 lokale Mitarbeiter beschäftigt
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
73
GRUNDKAPITAL & AKTIONÄRSSTRUKTUR
Aufgrund der Change-of-Control-Klausel der Wandelan-
leihe, die durch das Starwood-Angebot ausgelöst wurde,
haben nahezu alle Inhaber der Wandelanleihe ihr Wand-
lungsrecht ausgeübt. Die Wandlungsrechte wurden seit
Ende April durch bedingtes Kapital und teilweise durch
die Ausgabe von neuen Aktien bedient. Insgesamt er-
höhte sich die Gesamtzahl der Stimmrechte von
98.808.336 um 7.688.090 auf insgesamt 106.496.426
Stimmrechte. Das Grundkapital erhöhte sich ab Ende Ap-
ril 2021 von 718.336.602,72 € um insgesamt
55.892.414,30 € und betrug zum Bilanzsstichtag
774.229.017,02 €, das sich auf vier Namensaktien und
106.496.422 Stück auf den Inhaber lautende Stammak-
tien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je
7,27 € verteilt. Die Inhaberaktien notieren im Prime Mar-
ket der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 58% per 31. Dezember
2021 (61.654.765 Inhaberaktien sowie vier Namensak-
tien) ist SOF-11
Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von
Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter
Aktionär von CA Immo. Starwood ist ein auf globale Im-
mobilieninvestitionen konzentrierter Finanzinvestor. Die
übrigen Aktien von CA Immo befinden sich im Streube-
sitz von institutionellen und privaten Investoren, die mit
Ausnahme von Petrus Advisers Ltd. (4,57% per 18. März
2022) jeweils eine Beteiligung unter der gesetzlich mel-
depflichtigen Schwelle von 4% halten. Nähere Informati-
onen zur Ausgestaltung der Aktien sowie zu den Aktio-
närsrechten sind im Corporate Governance Bericht (Cor-
porate Governance (caimmo.com)) dargestellt.
ANGABEN ZUM KAPITAL
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung vom
9. Mai 2018 wurde der V
orstand ermächtigt, mit Zustim-
mung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in meh-
reren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtaus-
schluss) um bis zu 359.168.301,36
€ (rund 50% des der-
zeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sachein-
lage gegen Ausgabe von bis zu 49.404.168 auf
Inhaber
lautend
e Stückaktien zu erhöhen. Zur Bedien
ung der
ausge
übten Wandlungsrechte von Inhabern von Wandel-
schuldverschreibungen wurde – neben dem hi
erfür zu
V
erfügung stehenden bedingten Kapital – ein genehmig-
tes Kapital in Höhe von 9.09
8.448,62 € verwendet, sodass
per 31. Dezemb
er 2021 ein nicht ausgenütztes genehmig-
tes Kapital in Höhe von 350.06
9.852,74 € besteht, das bis
längstens 18. S
eptember 2023 in Anspruch genommen
werden kann.
In der selben Hauptversammlung wurde der Vorstand er-
mächtigt, bis längstens 8. Mai 2023 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis zu einem
Gesamtnennbetrag von insgesamt 750
Mio. €, mit denen
Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 19.761.667
Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit ei-
nem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu
143.667.319,09 € verbunden sind (bedingtes Kapital 2018),
auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle weiteren
Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren
der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen. Die Aus-
gabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach dieser
Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe der
neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugsrechte
mit solchen Wandelschuldverschreibungen eingeräumt
werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht mehr
als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt
der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt. Das Bezugs-
recht der Aktionäre (§ 174 Abs 4 AktG iVm § 153 AktG)
wurde ausgeschlossen.
In der 34. ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Mai
2021 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a
und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Da-
tum der Beschlussfassung, d.h. bis längstens 5. November
2023, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im ge-
setzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesell-
schaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher
als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn
Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen
hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl
über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf
eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also
auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären
und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungs-
rechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Er-
mächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehre-
ren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer
Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unter-
nehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch
Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung
dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde wei-
ters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die er-
worbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversamm-
lungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu
veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen
bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
INFORMATIONEN GEM. § 243 A UGB
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
74
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde kein Aktienrück-
kaufprogramm durchgeführt. Per 31. Dezember 2021 hielt
die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 Stück
eigene Aktien. Bei einer Gesamtzahl von 106.496.426 aus-
gegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund
5% der stimmberechtigten Aktien.
INFORMATIONEN ZU VORSTAND UND
AUFSICHTSRAT
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus
einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vor-
standsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des
65.
Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funkti-
onsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den
65.
G
e
burtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei,
höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien ent-
sendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsen-
dungsberechtigten jederzeit abberufen und dur
ch andere
ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die
Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen fin-
den auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsrats-
mitglieder werden von der Hauptversamml
ung gewählt.
Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der
Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt.
Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den
70.
G
e
burtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mit-
gliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptver-
sammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vier-
tel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzun
g).
„CHANGE OF CONTROL“ REGELUNGEN
Die im Geschäftsjahr 2021 neu abgeschlossenen Vor-
standsverträge enthalten keine Zusagen für Leistungen
aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstä-
tigkeit infolge eines Kontrollwechsels („Change of Con-
trol“ Regelungen).
BEKENNTNIS ZUR EINHALTUNG DES
ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE
KODEX
Die Einhaltung der in den Zielmärkten der CA Immo gel-
tenden gesetzlichen Bestimmungen ist uns ein besonderes
Anliegen. Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zur
Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance
Kodex
10)
und damit zu Transparenz und den Grundsätzen
guter Unternehmensführung. Die Regeln und Empfehlun-
gen des Corporate Governance Kodex in der für das Ge-
schäftsjahr 2021 geltenden Fassung (vom Jänner 2021)
werden nahezu uneingeschränkt umgesetzt. Abweichun-
gen bestehen hinsichtlich der C-Regeln Nr. 2 (Entsen-
dungsrecht in den Aufsichtsrat) und Nr. 45 (Organfunktio-
nen in wettbewerbsrelevanten Unternehmen). Die durch
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m. b. H.
durchgeführte Evaluierung über die Einhaltung der Re-
geln 1 bis 76 des Österreichischen Corporate Governance
Kodex für das Geschäftsjahr 2021 ergab, dass die von
CA Immo abgegebenen Entsprechenserklärungen im Hin-
blick auf die Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex
zutreffen. Der Corporate Governance Bericht steht auch
auf der Website der Gesellschaft unter Corporate Gover-
nance (caimmo.com) zur Verfügung.
10)
Der österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des
Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter
www.corporate-governance.at abrufbar.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
27
5
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT
WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN
Der Einmarsch Russlands in der Ukraine hat die Welt-
wirtschaft erschüttert. Die unmittelbaren globalen Aus-
wirkungen werden eine höhere Inflation, ein geringeres
Wachstum und Verwerfungen an den Finanzmärkten
sein. Die Krise hat die Unsicherheit und die Volatilität an
den globalen Aktien- und Finanzmärkten deutlich er-
höht. Die wichtigsten Aktienindizes haben sich seit Aus-
bruch der Krise negativ entwickelt, und die Fremdkapi-
talmärkte waren eine Zeit lang vollständig geschlossen o-
der sind derzeit nur sehr eingeschränkt zugänglich. Das
Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts und zu-
sätzlicher geopolitischer Spannungen muss weiterhin be-
obachtet werden.
Die CA Immo Gruppe hat keine Immobilien in Russland
oder der Ukraine im Portfolio, die Entwicklungen auf den
Aktien- und Finanzmärkten werden sehr genau beobach-
tet. Darüber hinaus begegnen wir dem Wechselkursrisiko,
indem wir die Mieten grundsätzlich an den Euro koppeln
und liquide Mittel in Fremdwährungen laufend in Euro
konvertieren. Damit ist die CA Immo Gruppe keinem we-
sentlichen Währungsrisiko ausgesetzt.
Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden
Sanktionen und Gegenmaßnahmen können Auswirkun-
gen auf die Bilanz der CA Immo Gruppe haben. Die glo-
balen Auswirkungen des Krieges könnten sich auf die Be-
wertung von Forderungen und die Berechnung der erwar-
teten Kreditausfälle auswirken. Weiters ist bei der Bewer-
tung von Immobilien aufgrund der Unsicherheit erhöhte
Vorsicht geboten. Wir evaluieren laufend die aktuellen
Entwicklungen und möglichen Auswirkungen auf das
Unternehmen. Trotz der Ungewissheit und möglicher di-
rekter und indirekter Auswirkungen geht die CA Immo
Gruppe davon aus, dass der Russland-Ukraine-Krieg die
erfolgreiche Geschäftstätigkeit des Unternehmens lang-
fristig nicht beeinträchtigen wird.
Das Auftauchen neuer Covid-19-Varianten könnte die
Pandemie weiter anheizen und zu einer erneuten wirt-
schaftlichen Störung führen. Um das Risiko weiterer ge-
fährlicher Covid-19-Varianten zu verringern, ist ein welt-
weiter Zugang zu Impfstoffen, Tests und Behandlungen
unerlässlich. Dazu müssen die Vorräte aufgestockt, die
Versorgungssysteme in den einzelnen Ländern verbessert
und die internationale Verteilung gerechter gestaltet wer-
den. Darüber hinaus bedeuten Unterbrechungen der Ver-
sorgungskette, die Volatilität der Energiepreise und der
lokale Lohndruck, dass die Unsicherheit hinsichtlich der
Inflation und des geldpolitischen Kurses groß ist. Wenn
die führenden Volkswirtschaften die Leitzinsen anheben,
könnten Risiken für die
Finanzstabilität und die Kapital-
ströme, Währungen und Haushaltspositionen der
Schwellen- und Entwicklungsländer entstehen, zumal
die Verschuldung in den letzten zwei Jahren erheblich
gestiegen ist.
Portfolio - Strategie
Neben der verstärkten Fokussierung des Portfolios auf
Class-A-Bürogebäude in den Kernmärkten Berlin, Mün-
chen, Wien, Prag und Warschau liegt unser Fokus weiter-
hin auf Nachhaltigkeit und intensiver Mieterbindung.
Ziel ist es, mit unseren Gebäuden das beste Produkt, die
beste Betreuung und die größtmögliche Flexibilität für
unsere Mieter zu bieten.
Die besondere Synergie, ein erfahrener Entwickler von
Green Buildings und Manager eines internationalen
Class-A-Büroportfolios in attraktiven Metropolregionen
zu sein, macht uns zum idealen Partner für Blue-Chip-
Unternehmen. Diese Stärken wollen wir nutzen und wei-
ter ausbauen, um unsere gute Marktposition langfristig zu
festigen.
Der gewinnbringende Verkauf von nicht-strategischen
Objekten im Rahmen des strategischen Kapitalrotations-
programms soll zudem zu einem starken EBITDA-wirksa-
men Verkaufsergebnis und einem entsprechenden Liqui-
ditätszufluss führen. Die Reinvestition der Verkaufserlöse
in Akquisitionen von strategischen Anlageobjekten oder
in die Entwicklungspipeline des Unternehmens zielt auf
die Optimierung der Qualität des Portfolios hinsichtlich
Lage, ba
ulicher und nachhaltiger Qualität sowie der Effi-
zienz der Bewirtschaftung.
Im Zuge dieses Programms zur Portfolio-Optimierung ha-
ben wir gemeinsam mit dem Aufsichtstrat von CA Immo
den Start der Evaluierung
aller strategischen Optionen für
Rumänien beschlossen, einschließlich eines potenziellen
Verkaufs des gesamten Portfolios.
Development
Im Jahr 2021 konnten wir mit der Fertigstellung von Bü-
roprojekten in Prag und Mainz wie geplant drei weitere
eigene Projektfertigstellungen in unser Portfolio aufneh-
me
n. Das größte Entwicklungsprojekt der CA Immo, ONE
in Frankfurt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von
rund 430 Mio. €, wird im z
weiten Quartal 2022 fertigge-
stellt. Weiters wird das Büroprojekt Grasblau in Berlin
(Gesamtinvestitionsvolumen von rund 70 Mio. €) voraus-
sichtlich gege
n Ende des Geschäftsjahres fertiggestellt.
Die Entwicklung von umfangreichen Grundstückreser-
ven in zentralen Lagen in den deutschen Metropolen
AUSBLICK
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
76
München, Frankfurt und Berlin stellen für CA Immo ein
signifikantes langfristiges organisches Wachstumspoten-
zial dar, welches bei Vorliegen von erforderlichen Vo-
raussetzungen und Rahmenbedingungen sukzessive reali-
siert werden soll.
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2022 geplanten Ge-
schäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in de-
nen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf
Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren
umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzierun-
gen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken auf
Immobilienebene als auch unbesicherte Kapitalmarktfi-
nanzierungen auf Konzernebene) und damit einherge-
hend die weitere Entwicklung am Immobilien-Invest-
mentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Auswir-
kung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Ent-
wicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten
Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erfor-
derlichen externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– CA Immo ist darauf angewiesen, dass Unternehmen im
Zuge des Rückgangs der Pandemie wieder in ihre physi-
schen Büros zurückkehren. In diesem Zusammenhang
ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digi-
taler Arbeitsprozesse und die Etablierung von „Work-
from-Home“ mittelfristig auf die Nachfrage nach Büro-
immobilien auswirken werden.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risi-
ken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des je-
weiligen Immobilienmarktes.
Dividende
Anfang November 2021 beantragte der Mehrheitsaktio-
när SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Einberufung einer au-
ßerordentlichen Hauptversammlung, um eine Sonderdi-
vidende in Höhe von 5,00 € je dividendenberechtigter
Aktie zu beschließen, die in zwei Tranchen an alle Aktio-
näre ausgezahlt werden soll. Die außerordentliche Haupt-
versammlung fand am 30. November 2021 statt und be-
schloss, die vorgeschlagenen Beschlüsse anzunehmen.
Nach eingehender Prüfung haben wir beschlossen, der
am 5. Mai 2022 stattfindenden Hauptversammlung vor-
zuschlagen, von der bisherigen Dividendenpolitik abzu-
weichen und den gesamten Bilanzgewinn des Geschäfts-
jahres 2021 auf neue Rechnung vorzutragen. Hintergrund
dieser Entscheidung ist die Tatsache, dass, wie oben dar-
gestellt, bereits im Geschäftsjahr 2021 aus dem Bilanzge-
winn zum 31. Dezember 2020 eine Dividende in Höhe
von 3,50 € je Aktie ausgeschüttet wurde und im laufen-
den Geschäftsjahr am 15. März 2022 eine weitere Divi-
dende von 2,50 € je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet
wurde. Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen
geopolitischen Umfelds und der gestiegenen Unsicher-
heit und Volatilität an den Märkten ist für das Geschäfts-
jahr 2021 keine zusätzliche Dividendenzahlung geplant.
Jahreszielsetzung 2022
Aufgrund zahlreicher dynamischen Veränderungsfakto-
ren sowohl in Bezug auf die Rahmenbedingungen für den
Bürobereich als auch aus operativer Sicht für das lau-
fende Geschäftsjahr planen wir im zweiten Quartal das
FFO I-Ziel für das Geschäftsjahr 2022 zu konkretisieren.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verän-
dert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Bü-
roimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisie-
ren, dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel be-
wirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die
Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderun-
gen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt
andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und
Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojek-
ten. Aktuell stehen hierbei u. a. neue Anforderungen in
Bezug auf Energieeffizienz, Umweltschutz und Schutz-
maßnahmen in Bezug auf Virusinfektionen (Pandemie-
schutz) im Fokus.
Im Zuge ihrer theoretischen und praktischen For-
schungstätigkeit kooperiert CA Immo mit Einrichtungen,
die sich mit immobilienrelevanter Forschung beschäfti-
gen. So ist CA Immo z. B. Partner des Verbundprojekts
Office 21 des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft
und Organisation (IAO, www.office21.de) und des Real
Estate Innovation Network REIN mit dem Ziel, externe
und interne Innovationsansätze zu evaluieren und früh-
zeitig zu pilotieren. Zusätzlich ist CA Immo aktives Mit-
glied in relevanten Plattformen der Immobilienwirtschaft.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
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77
RISIKOBERICHT
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RISIKOMANAGEMENT BEI CA IMMO
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von
CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist
ein erfolgreiches Management bestehender und neu auf-
tretender Risiken entscheidend. Um bestehende Markt-
chancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenzi-
ale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem
Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risi-
komanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen
wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwor-
tungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Cor-
porate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf
folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für un-
sere Identität und unseren Geschäftserfolg. Da
her ist die
Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Gover-
nance und unseres Wertemanagements (Code
of Ethics,
Code of Conduct) eine Selbstverständlichkeit. Risikokul-
tur bedeutet für CA Immo die Schaffung eines Risikobe-
wusstseins und die bewusste Befassung mit Ri
siken im
T
agesgeschäft – sowohl für das Managemen
t als auch für
jeden einzelnen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Um-
gang mit den aus der Unternehmensstrategie bzw.
dem
G
eschäftsmodell von CA Immo
resultierenden Risiken.
Sie legt den Rahmen zu Art, Ausmaß und Angemessen-
heit von Risiken fest und reflektiert so die unterneh-
menseigene Definition eines „vernünftigen
“ Umgangs
mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des in 2019 etab-
lierten Corporate Development Komitees sowie des Auf-
sichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo
Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest,
die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele
zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risi-
kolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien
zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird
der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement un-
terstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss
mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Fi-
nanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Be-
darfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft
(wie beispielsweise zum Thema „Covid-19-Pandemie“).
Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung
einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung
der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung
von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit
soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensaus-
richtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen
optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei
CA Immo quartalsweise im Rahmen von Reportings, die
u. a. auf Basis der Ergebnisse des Risikoausschusses er-
stellt werden. Die Risikoevaluierung findet sowohl auf
Einzelobjekt- bzw. -projektebene, als auch auf (Teil-)Port-
folioebene statt. Einbezogen werden Frühwarnindikato-
ren wie Mietprognosen, Leerstandsanalysen, eine konti-
nuierliche Überwachung von Mietvertragslauf
zeiten und
Kündigungsmöglichkeiten sowie die kontinuierliche
Überwachung der Baukosten bei Projektrealisierungen.
Szenariendarstellungen hinsichtlich Wertentwicklung
des Immobilienportfolios, Exitstrategien und Liquiditäts-
planu
ng ergänzen die Risikoberichterstattung und erhö-
hen die Planungssicherheit. Dem Vorsorgeprinzip trägt
CA Immo Rechnung, indem Mehr-Jahres-Planungen und
Investitionsentscheidungen den gesamten zeitlichen An-
lagehorizont der Investitionen umfassen. Zusä
tzlich führt
CA Immo nunmehr jährlich eine Inventarisierung und
Evaluierung der Einzelrisiken nach Inhalt, Auswirkung
und Eintrittswahrscheinlichkeit durch. Zudem erfolgt
eine jährliche Aktualisierung im Hinblick auf die ge-
schätzten Auswirkungen auf das Ergebnis, Vermögen bzw.
die Liquidität von CA Immo („Schadensausm
aß“) und die
Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres. Dabei
werden bereits implementierte Maßnahmen und Kontrol-
len berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermitteln. Diese
Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für die Bestim-
mung von Höhe und Art der Risiken, die er bei der Ver-
folgung der strategischen Ziele
als vertretbar erachtet. Hat
der Vorstand die Strategie verabschiedet, wird sie in die
3-Jahres-Planung des Konzerns eingebunden und trägt
dazu bei, die Risikobereitschaft und Erwartungen des
Konzerns intern wie auch extern zu kommunizieren.
D
ie Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe
von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch
Controllingprozesse kontinuierlich überwacht und doku-
mentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unter-
nehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in
alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden und
trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden
grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-
Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhän-
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gige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Be-
darf werden externe Experten hinzugezogen. In der Be-
richterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergeb-
nisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des
Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird
jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anfor-
derungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corpo-
rate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem
Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
W
ESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLLSYSTEMS (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle
Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstel-
lung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungs-
mäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der
maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unterneh-
mensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Manage-
mentprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsab-
läufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzude-
cken und so eine frühzeitige Korrektur zu gewährleisten.
Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstel-
lung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichter-
stattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operative Be-
reiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebun-
den. Die Verantwortung für die Implementierung und
Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lo-
kalen Management. Die Geschäftsführer der Tochterge-
sellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrol-
len durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu doku-
mentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird stichproben-
weise von der Konzernrevision überprüft und die
Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse kontinuierlich
evaluiert. Die Ergebnisse der Prüfung werden an die
jeweilige Geschäftsführung, den Gesamtvorstand von CA
Immo sowie mindestens einmal jährlich an den
Prüfungsausschuss berichtet.
AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE
Wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr war auch das
Jahr 2021 gesamtheitlich von den Auswirkungen der glo-
balen Covid-19-Pandemie geprägt. Viele Länder haben er-
neut allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen
verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen
Sektoren weiterhin stark beeinträchtigt.
Auch die Immobilienbranche spürt bereits jetzt die Fol-
gen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein
deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten
und Liquidität auf. Nach wie vor müssen Hotels wegen
geringer Auslastungsraten schließen. Der Einzelhandel
verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt ver-
mehrt Anfragen hinsichtlich Mietstundung bzw. Mietre-
duktion. Baustellen können teilweise nicht wie geplant
betrieben werden. CA Immo spürt im Bereich der Baustel-
len die ersten Folgen, dennoch kam es selbst nach zwei
Jahren Pandemie bisher zu keinen wesentlichen zeitlichen
oder finanziellen Einbußen. Die kurz- und langfristigen
wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
auf die Immobilienmärkte sind allerdings weiterhin
höchst ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komple-
xer und schwerwiegender werden sich die Auswirkungen
gestalten. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.
Die Volatilität und Unsicherheiten an den Aktienmärk-
ten, Gewinnwarnungen von Unternehmen sowie negative
wirtschaftliche Prognosen im Zusammenhang mit der Co-
vid-19-Pandemie unterstreichen deren potenzielle Gefahr
für die europäische und globale Wirtschaft. Die tatsächli-
chen Auswirkungen können insbesondere aufgrund der
dynamischen Entwicklungen nicht abschließend beurteilt
werden, unterliegen jedoch einer permanenten Evaluie-
rung. Temporäre Einschränkungen des Betriebsverlaufs
(auch verursacht durch Ausgangsbeschränkungen/Aus-
gangssperren, Grenzschließungen, Schul- und Geschäfts-
schließungen sowie weitere Maßnahmen) können jedoch
bei der CA Immo Gruppe, bei Mietern, Kunden, Lieferan-
ten sowie Behörden eintreten. Die daraus resultierenden
finanziellen, allgemein geschäftlichen und immobilien-
spezifischen Folgen sind nicht gänzlich absehbar (z. B.
nicht vertragskonformer Zahlungseingang von Mieten,
Verzögerungen von Bautätigkeiten, Auswirkungen auf die
Immobilienmärkte, Entwicklung der Covenants bei Finan-
zierungen, Konsequenzen für geplante Immobilientrans-
aktionen). CA Immo setzt aber auf eine Vielzahl mögli-
cher Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Gruppe
so gering wie möglich zu halten.
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INVESTMENT PROPERTY RISIKEN
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der
Portfoliozusammensetzung (Portfoliorisiko)
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von
der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobi-
lienmärkte ab. Wesentliche die Wirtschaftsentwicklung
beeinflussende Faktoren sind u. a. die Weltwirtschafts-
lage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflations-
rate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie des Zins-
niveaus. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Fak-
toren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Ar-
beitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für
die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente
eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außer-
halb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten
negative Auswirkungen auf die gesamte europäische
Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nati-
onen wie beispielsweise Deutschland und Österreich ha-
ben oder insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor
negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirt-
schaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach
Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermie-
tungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität
von Immobilien beeinträchtigen könnte. Wirtschaftliche
Instabilität sowie ein beschränkter Zugang zu Fremd- und
Eigenkapitalfinanzierungen können zu möglichen Ausfäl-
len von Geschäftspartnern führen. Bei mangelnder Liqui-
dität des Immobilieninvestmentmarktes besteht das Ri-
siko, einzelne Immobilien möglicherweise nicht oder nur
zu sonst inakzeptablen Konditionen veräußern zu können,
um die Ausrichtung des Immobilienportfolios strategisch
zu justieren.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der
Mietpreise auc
h von den immobilienwirtschaftlichen An-
fangsrenditen abhängig. Aufgrund des allgemeinen Markt-
umfeldes besteht weiterhin die Gefahr, dass Anfangsrendi-
ten für Gewerbeimmobilien wieder nach oben korrigieren.
Das historisch außergewöhnlich hohe Preisniveau für Im-
mobilieninvestitionen bzw. das niedrige Niveau der Im-
mobilienrenditen birgt somit Risiken für die Immobilien-
werte des CA Immo Portfolios. Aufgrund des anhaltenden
Anlagedrucks von Investoren besteht zudem die Gefahr,
dass Immobilien nur noch überteuert gekauft werden kön-
nen. Generell ist nicht auszuschließen, dass im Zusam-
menhang mit einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus
auch die Renditen für Immobilien steigen und die Immo-
bilienwerte in weiterer Folge zurückgehen werden.
Angesichts der unsicheren zukünftigen Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie samt den damit in Zusammen-
hang stehenden gegenwärtigen und künftigen Reaktionen
auf die Immobilienmärkte und der Schwierigkeit, zwi-
schen kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen
strukturellen Marktveränderungen unterscheiden zu kön-
nen, überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewer-
tungen regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen ex-
ternen Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal
2021, wurden die Werte für das Immobilienvermögen
zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf Basis verbindlicher
Kaufverträge bzw. auf Grundlage der externen Bewertun-
gen angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außer-
gewöhnlichen Umstände sowie des derzeit niedrigen
Transaktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen
vor allem in den Kernmärkten Österreich und Osteuropa
auch weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen
werden als dies sonst der Fall ist.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite
Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko
begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategi-
sche Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eige-
nen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste re-
gionale Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus
liegt hier auf Märkten, die langfristige strukturelle Trends
wie zunehmende Urbanisierung, eines positiven demo-
grafischen Wandels und der strukturellen Angebots-
knappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufwei-
sen. Marktkenntnis, laufende Evaluierung der Strategie,
kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie eine ge-
zielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategischen
Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrategien, Mit-
telfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die rechtzeitige
Reaktion auf wirtschaftliche und politische Ereignisse. Ei-
nem allfälligen Transferrisiko beugt CA Immo durch ge-
zielte Rückführung liquider Mittel aus bonitätsschwachen
Investmentmärkten vor. Ein aktives Portfoliomanagement
soll Konzentrationsrisiken vorbeugen und eine ausgewo-
gene Portfoliostruktur erhalten. CA Immo ist derzeit in
Deutschland, Österreich und ausgewählten CEE Märkten
tätig. Mit einem Anteil von 60% des Gesamtportfolios ist
Deutschland aktuell größter Einzelmarkt von CA Immo.
Die regionale Portfoliozielverteilung sieht eine mittelfris-
tige Zielgröße des Deutschland Anteils von 60 bis 65%
vor. CA Immo ist Teil des EPRA Developed Europe Index,
der die Kapitalmarktpositionierung und das Gesamtrating
unterstützt. Hierfür wird ein aggregierter EBITDA-Beitrag
von Deutschland, Österreich und Polen von mehr als
50% angestrebt. In Punkto Assetklassen konzentriert sich
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CA Immo auf moderne und qualitativ hochwertige Büro-
immobilien mit Schwerpunkt in innerstädtischen Top-La-
gen. Im Geschäftsfeld Development werden auch Grund-
stücksentwicklungen und Bauprojekte mit anderen Nut-
zungsarten (z. B. Wohnen, Hotel) realisiert, die in der Re-
gel nach erfolgreicher Entwicklung oder Fertigstellung
veräußert werden.
Für Einzelinvestments definiert CA Immo das Konzent-
rationsrisiko aktuell mit einem Grenzwert von 5% des
Gesamtportfolios. Zum Bilanzstichtag fallen lediglich das
Bürogebäude Skygarden in München sowie die Projekt-
entwicklung ONE in Frankfurt in diese Kategorie. Insge-
samt zeigt das Portfolio ein hohes Maß an Diversifikation:
Die Top 10 Assets der Gruppe repräsentieren weniger als
ein Drittel des Gesamtportfolios. Das Konzentrationsri-
siko in Bezug auf Einzelmieter ist ebenfalls überschaubar:
Per 31. Dezember 2021 wurden rund 22% der Mietein-
nahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit einem An-
teil von rund 3% an den Gesamtmieterlösen sind Price-
waterhouseCoopers, gefolgt von der Intercity Hotel GmbH
aktuell die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell
sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnah-
men über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter ent-
fallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA)
eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäu-
den gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei
denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet
(AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario wer-
den Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen
Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen
Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnah-
men aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Ge-
samtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus
sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-
Tenants mehr als zehn Jahre betragen.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren
wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Markt-
wert von mehr als 100
Mio. € in derselben Stadt, dem
Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspart-
nern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und
quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt wer-
den können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßi-
gen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Län-
dern, in denen CA Immo tätig ist, hat ebenso eine wesent-
liche Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietaus-
fälle. Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Miet-
verträge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und
geeignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig
an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und
den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität
eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftli-
chen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken,
was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen
Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen ent-
schließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad auf-
rechtzuerhalten.
Alle Kernstädte von CA Immo verzeichneten durch die
herausfordernden Rahmenbedingungen und wirtschaftli-
chen Auswirkungen der Pandemie bereits eine rückläu-
fige Büroflächennachfrage bzw. einen Anstieg der Leer-
standsraten. Nachdem sowohl die Transaktions- als auch
die Vermietungsaktivitäten deutlich reduziert wurden, ist
auch zukünftig mit längeren Vermarktungs- und Leer-
standszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen.
Da die Nachfrage nach Büroflächen vor allem von der ge-
samtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, bleibt abzu-
warten, wie sich die in 2021 teilweise rückläufigen Büro-
flächenumsätze im Geschäftsjahr 2022 entwickeln wer-
den. Darüber hinaus ist offen, wie sich die krisenbedingte
Ausweitung digitaler Arbeitsprozesse und der Ausbau
des Home-Office mittelfristig auf die Nachfrage nach Bü-
roimmobilien auswirken werden. Es ist nicht auszu-
schließen, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenan-
mietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft
noch stärker prägen könnten.
CA Immo ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel,
Einzelhandel) mit unterschiedlichen Anträgen auf Redu-
zierung der Mietzahlungen konfrontiert. Die rechtlichen
Rahmenbedingungen sind von Land zu Land unterschied-
lich. Im Falle von Covid-19-bedingten behördlichen Be-
triebsschließungen oder -einschränkungen gibt es nach
österreichischem Recht ein spezielles gesetzliches Miet-
zinsminderungsrecht, während in anderen Ländern man-
gels spezifischer gesetzlicher Vorschriften grundsätzlich
eine Mietzinszahlungspflicht besteht und ein Mietzins-
minderungsrecht nur ausnahmsweise und im Einzelfall
über allgemeine Rechtsinstitute (wie dem Wegfall der Ge-
schäftsgrundlage) begründet werden kann. Abweichende
vertragliche Regelungen können allerdings ebenfalls ein
Mietzinsminderungsrecht eines Mieters begründen. In-
wieweit die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-
Pandemie zur Insolvenz einzelner Mieter und damit zu
einem Anstieg der Leerstände führen werden, lässt sich
nach wie vor noch nicht abschätzen und hängt weitge-
hend von der Dauer der Krise ab. Vor allem das Hotelge-
werbe, die Gastronomie und der nicht systemrelevante
Einzelhandel leiden erheblich unter der herrschenden Si-
tuation. Je nach Asset-Klasse ist weiterhin mit Mieterläs-
sen, Mietminderungen und Mietstundungen zu rechnen.
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CA Immo begegnet diesem Risiko u. a. durch Analysen
des Immobilienportfolios, der Mieterstruktur sowie des
Cash-flows und führt verschiedene Analyseszenarien zur
Einschätzung der Risiken durch. Grundsätzlich ist hier
immer eine Einzelfallprüfung erforderlich. Durch geziel-
tes Monitoring und proaktive Maßnahmen (z. B. Forde-
rung von Sicherheitsleistungen, Prüfung der Mieter auf Bo-
nität und Reputation) hat sich das Mietausfallsrisiko in der
Gruppe trotz der negativen Auswirkungen der Pandemie
auf einzelne Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten.
Aufgrund der noch nicht final einschätzbaren wirtschaftli-
chen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind weitere
Einbußen an Mieteinnahmen nicht auszuschließen. Sämtli-
che offene Forderungen werden quartalsweise bewertet
und entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Das
Ausfallsrisiko wurde im Ansatz des Immobilienwertes aus-
reichend berücksichtigt. Viele Mietverträge der Gruppe be-
inhalten Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezug-
nahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisindex.
Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Mietverträgen
sowie bei Neuvermietung stark von der Inflationsentwick-
lung abhängig (Wertsicherungsrisiko).
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte
Mieter intensiv; in vielen Märkten stehen die Mieten un-
ter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben,
könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise
zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über
die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nut-
zung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten
Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß
auch Sonder-Asset-Klassen wie Shopping-Center und Ho-
tels, deren Betrieb mit eigenen Risiken verbunden ist. Ein
schlechtes Center- oder Unternehmensmanagement der
Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zunehmende
Mitbewerbersituation können zu sinkenden Mietpreisen
bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu Mietein-
bußen und Problemen bei Neuvermietungen führen. Ob-
wohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, ist die Er-
tragslage der Gruppe von der Qualität des externen Hotel-
managements und der Entwicklung der Hotelmärkte ab-
hängig. Nicht zuletzt sind hier behördlich angeordnete
Pandemie-Maßnahmen wie Lockdowns anzuführen, die
insbesondere Hotelbetreiber als auch den Einzelhandel
stark in Mitleidenschaft ziehen.
RISIKEN AUS DEM GESCHÄFTSFELD DEVELOPMENT
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der
Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Er-
träge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Ent-
wicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschrei-
tungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden
sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die
außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann
den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträch-
tigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforde-
rungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann
dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um
diese Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkontrol-
len, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditätspla-
nung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen erst
nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermietungs-
quote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst durch
Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird nur
in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder
Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an ver-
mietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und
geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase)
gemacht. Derartige Ausnahmen bedürfen bei Einholung
der Projektgenehmigung einer expliziten Prüfung.
Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft er-
geben sich für CA Immo Risiken sowohl hinsichtlich der
(rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch
hinsichtlich der Baupreise und der Qualität. Dies ist mitt-
lerweile nicht nur in Deutschland – als Kernmarkt für Pro-
jektentwicklungen – sondern in sämtlichen Kernregionen
von CA Immo spürbar. Trotz eingepreister Projektreserven
ist nicht auszuschließen, dass ein weiterer Anstieg der
Baukosten Risiken für die Budgeteinhaltung und den Ge-
samtprojekterfolg bedeuten könnte. Zudem besteht – trotz
defensiver Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich die
aktuellen Immobilienrenditen ändern und den angestreb-
ten Projektgewinn (Developer Profit) schmälern. CA Immo
setzt daher auch im Bereich Development verstärkt auf
entsprechende Markt- und Kostenanalysen. Insbesondere
unter den gegenwärtigen Marktbedingungen aufgrund der
Pandemie ist bei Projektentwicklungen mit steigenden
Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden
Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen
und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten die Bei-
messung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeid-
lich. Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker
schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall
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wäre. Die aktuell in Umsetzung befindlichen Projekte be-
wegen sich überwiegend im Zeit- und Kostenrahmen der
genehmigten Projektbudgets und werden hinsichtlich des
Kostenrisikos kontinuierlich evaluiert.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöp-
fungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis hin
zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlageobjek-
ten mit starken inhouse Kompetenzen nachhaltige Werte.
Dadurch werden funktionale (Performance-) Risiken redu-
ziert und Chancen entlang dieser Wertschöpfungskette ma-
ximiert (Developer Profit). Allerdings bergen Grundstücks-
reserven und Baurechtschaffungsprojekte durch ihre hohe
Kapitalbindung ohne laufende Zuflüsse spezifische Risiken
(z. B. Genehmigungsrisiko), bieten aber gleichzeitig durch
die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes er-
hebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch
den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven wer-
den die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verbleiben-
den Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen Kapa-
zitäten zügig vorangetrieben. Insgesamt strebt CA Immo ein
ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bilanzwerten be-
deutet das rund 85% ertragsstarke Investment Properties
und rund 15% Developments in Realisierung inklusive
Landbank Reserven.
CA Immo realisiert einige Projektentwicklungen in Joint
Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs-
und Leistungsfähigkeit abhängig (Partnerrisiko). Die
Gruppe ist überdies dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien
ausgesetzt. Abhängig von der jeweiligen Vereinbarung
könnte CA Immo auch mit ihren Co-Investoren solida-
risch für Kosten, Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter
haften und bei einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren
Kreditrisiko oder deren Anteil an Kosten, Steuern oder
sonstige Haftungen tragen müssen.
FINANZRISIKEN
Kapitalmarkt-, Liquiditäts-, Veranlagungs-,
Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt
stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten
Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbe-
sondere zur Refinanzierung bestehender Kredite sowie zur
Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisitio-
nen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von Ban-
ken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches Fremd-
kapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene Finanzie-
rungen zu vertretbaren Konditionen zu prolongieren. Die
Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzierungen ändern
sich ständig. Die Attraktivität von Finanzierungsvarianten
hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die nicht alle von
der Gruppe beeinflusst werden können (Marktzinsen, gefor-
derte Sicherheiten etc.). Dies kann die Fähigkeit der Gruppe
erheblich beeinträchtigen, den Fertigstellungsgrad ihres
Entwicklungsportfolios zu erhöhen, in geeignete Akquisiti-
onsprojekte zu investieren oder ihren Verpflichtungen aus
Finanzierungsverträgen nachzukommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über
ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen
auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksich-
tigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obli-
gierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder
vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung
von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr,
dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzö-
gert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind.
Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschuss-
verpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei
Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzie-
rungen oder den von CA Immo begebenen Unterneh-
mensanleihen. Bei Verletzung dieser Auflagen oder im
Verzugsfall wären die jeweiligen Vertragspartner berech-
tigt, Finanzierungen fällig zu stellen und deren sofortige
Rückzahlung zu fordern. Dies könnte die Gruppe dazu
zwingen, Immobilien verkaufen oder Refinanzierungen
zu ungünstigen Konditionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider
Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strate-
gischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das In-
vestment Grade – Long Term Issuer Rating von Moody’s
(aktuell Baa3 mit Ausblick negativ) auf einem akzeptab-
len Niveau zu halten, bedarf es zudem einer adäquaten
Eigenkapitalausstattung.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem
kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarun-
gen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -si-
cherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziel-
len Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem
sichert sich die Gruppe zur Aussteuerung von Liquidi-
tätsspitzen eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentli-
nie auf Ebene der Konzernmutter (z. B. 3-jährige RCF über
300 Mio. €). Damit wird konzernweit sichergestellt, dass
auch ein unvorhergesehener Liquiditätsbedarf bedient
werden kann. Dem Anlagehorizont für Immobilien ent-
sprechend, werden Kredite grundsätzlich langfristig abge-
schlossen. Als Grundregel gilt, dass vor Abschluss von
verbindlichen Verträgen im Zusammenhang mit Immobi-
lienankäufen eine entsprechende Finanzierung (z. B. Kre-
dit, Anleihe) gewährleistet sein muss. Als Alternative
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und Ergänzung zu den bisherigen (Eigen-) Kapitalbeschaf-
fungsquellen wurden in der Vergangenheit auf Projekt-
ebene auch Kapitalpartnerschaften (Joint Ventures) einge-
gangen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko auf-
grund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei
Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen.
Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektent-
wicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung
aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindli-
cher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finan-
zierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Zinsänderungsrisiko
Wenngleich das aktuelle wirtschaftliche Umfeld nach
wie vor durch Niedrigzinsen und vergleichsweise hohe
Bewertungen von Immobilienportfolios bestimmt wird, ist
nicht auszuschließen, dass sich ein Zinsanstieg negativ
auf den Immobilienmarkt und in weiterer Folge auf die
Bewertung von Immobilien und Deinvestitionsvorhaben
von CA Immo auswirkt. Die Eigen- bzw. Fremdkapitalbe-
schaffung könnte sich erheblich erschweren, wodurch
Wachstumsaspekte nicht oder nur teilweise umsetzbar wä-
ren.
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken
sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als
auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsi-
cherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierun-
gen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen
Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen
und achtet auf eine Mischung aus langfristigen Zinsbin-
dungen sowie variabel verzinsten Krediten. Um sich ge-
gen drohende Zinsänderungen und die damit verbunde-
nen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusi-
chern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt
derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und
Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte
könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für
die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksa-
men Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von
Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das
Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe
derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annah-
men und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige
Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-EURIBOR ab.
Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies
zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes füh-
ren. Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisi-
kos ist daher unumgänglich. Risiken, die für CA Immo
eine wesentliche und nachhaltige Gefährdung darstellen,
sind derzeit nicht gegeben. Zudem finanziert sich
CA Immo zunehmend über den Kapitalmarkt. Aktuell
entfallen 96% des gesamten Finanzierungsvolumens auf
fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen)
oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen. Durch
die kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruk-
tur konnten in den letzten Jahren neben einer Reduktion
der durchschnittlichen Fremdkapitalkosten auch eine
Verbesserung des Laufzeitenprofils sowie eine Erhöhung
des Anteils zinsgesicherter Finanzverbindlichkeiten er-
reicht werden. Darüber hinaus wurde der Pool an unbe-
lasteten Vermögenswerten erhöht. Das Finanzprofil
wurde damit in seiner Robustheit weiter gestärkt.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl
hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräuße-
rungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im
Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuer-
rückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidun-
gen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen können
bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder
teilweise von der Ertragsteuer befreit sein. Auch wenn die
Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden
dennoch für das Immobilienvermögen passive latente
Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen,
inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Ver-
lustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne
verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über
Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die
Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicher-
heiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäfts-
fällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige
Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behand-
lung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird
oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die
CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten einge-
stuften Betrag. Unsicherheiten und Komplexitäten kön-
nen allerdings dazu führen, dass künftige Steuerzahlun-
gen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als
wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz ange-
setzten Verpflichtungen ausfallen.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
85
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres
Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche kom-
plexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen
insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vor-
gaben zur Grunderwerbsteuer bzw. zum möglichem An-
fall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittel-
baren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen-
und Kapitalgesellschaften, (iii) die steuerliche Anerken-
nung von Auslagerungen von Betriebsvorrichtungen oder
(iv) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwick-
lungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unterni
mmt alle
Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzu-
halten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außer-
halb des Einflussbereichs der CA Immo Grup
pe – wie
z. B.
Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesän-
derungen oder Interpretationsänderungen seit
ens der
Steuerbe
hörden und Gerichte, die dazu führen können,
dass die zuvor genannten Steuerthemen anders
als zuvor
behan
delt werden müssen und daher Einfluss
auf den
Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Weiters bestehen im Zusammenhang mit in der Vergan-
genheit erfolgten Umstrukturierungen in Osteuropa Unsi-
cherheiten bezüglich einer möglichen rückwirkenden An-
wendung von nachträglichen Steueränderungen.
CA Immo schätzt die Wahrscheinlichkeit einer tatsächli-
chen Belastung jedoch als gering ein.
Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leis-
tungsverrechnungen innerhalb des Konzerns ist CA Immo
stets bestrebt, einen fremdüblichen Preis für interne Leis-
tungen zu verrechnen und dies ausreichend zu dokumen-
tieren, um alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (Ver-
rechnungspreisdokumentation). Allerdings besteht auch
hier die Möglichkeit, dass die Finanzbehörden eine an-
dere Ansicht vertreten und ihrerseits zu Erkenntnissen
gelangen, die zu steuerlichen Konsequenzen hinsichtlich
der Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenom-
menen internen Leistungsverrechnungen führen und da-
mit nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Währungsrisiken
Eine allfällige Wiedereinführung nationaler Währungen
durch einzelne Mitglieder der Eurozone hätte gravierende
Folgen für die europäischen Volkswirtschaften und die
ohnehin teilweise volatilen Finanzmärkte. Schließlich
könnte der Ausstieg einzelner Staaten aus der Europäi-
schen Währungsunion zu einem gänzlichen Kollaps des
Währungssystems führen.
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone
aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken aus-
gesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten
in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich
nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst
werden, können Kursänderungen eine Verringerung der
Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendun-
gen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können
Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von
Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergeb-
nisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem
Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung
der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktu-
ell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Aus-
wirkung der Bindung der Mieten an die wirtschaftliche
Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu
Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen
jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vor-
handene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebs-
notwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro
konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom
zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein
Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Ab-
sicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt
nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags-
und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursent-
wicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Transaktionsrisiko und Risiken aus getätigten
Verkäufen
Der deutsche Immobilientransaktionsmarkt zeigte sich
2021 unbeeindruckt vom Pandemiegeschehen und den
Entwicklungen in den umliegenden Ländern und konnte
ein Rekordergebnis hinsichtlich des Investitionsvolumens
erzielen. Bedingt durch eine saisonale Abschwächung der
Pandemie und die staatlichen Hilfen für Unternehmen,
war auch kein weiteres Einbrechen des österreichischen
Immobilienmarktes, wie es im Vorjahr zu erkennen war,
festzustellen. Auch in Zentral- und Osteuropa waren die
Auswirkungen der Pandemie und deren wirtschaftliche
Konsequenzen auf die Immobilienmärkte im Jahr 2021
bereits weniger zu erkennen als im Vorjahr. Die positive
Dynamik der letzten Jahre vor Beginn der Pandemie
konnte langsam wiederaufgenommen werden. Dies zeigt
sich auch in CA Immos Kernstädten Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest. Allerdings kann in der gegenwärti-
gen Situation nicht ausgeschlossen werden, dass sich der
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
86
Immobilientransaktionsmarkt wieder rückläufig entwi-
ckelt, Transaktionen aufgrund von Problemen in der Preis-
findung und Finanzierung pausieren oder sogar abgebro-
chen werden.
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus ver-
traglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben,
die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme ab-
stellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kauf-
preise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Er-
tragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausrei-
chender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein all-
fälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung be-
rücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nach-
laufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in ent-
sprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
SONSTIGE RISIKEN
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der
CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten füh-
ren oder sich in einem zusätzlichen Aufwand nieder-
schlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in
EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschli-
chem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen
Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe
sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die
in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rech-
nung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind
(IT- und Cyberrisiken), bergen ein hohes Betriebsrisiko.
Zu den menschlichen Risikofaktoren zählen mangelndes
Verständnis für die Unternehmensstrategie, mangelnde
innerbetriebliche Risikokontrollen (insbesondere Ge-
schäftsablaufkontrollen), zu hohe Entscheidungskompe-
tenzen auf individueller Ebene, die zu unbedachten
Handlungen führen können, oder zu viele Entscheidungs-
instanzen, die eine flexible Reaktion auf Marktänderun-
gen verhindern. Aufgaben der Immobilienverwaltung so-
wie sonstige Verwaltungsaufgaben werden zum Teil auf
externe Dritte ausgelagert. Es ist möglich, dass im Zuge
der Übertragung der Verwaltungsaufgaben Know-how
über die verwalteten Liegenschaften und Verwaltungspro-
zesse verloren geht oder CA Immo außerstande ist, geeig-
nete Dienstleister im erforderlichen Zeitrahmen zu identi-
fizieren und vertraglich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitar-
beiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar
und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wett-
bewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüssel-
funktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-
Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Un-
ternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von
neuem Personal) kompensiert werden kann (HR-Risiko).
Diesen Risikofaktoren begegnet CA Immo durch unter-
schiedliche Maßnahmen: Bei Unternehmensfusionen
wird auf strukturierte Prozesse zur Organisationsintegra-
tion geachtet. Die Ablauforganisation (System-/Prozessin-
tegration) ist klar verankert; es werden kontinuierliche
Aktivitäten zur nachhaltigen Umsetzung operativer Ab-
läufe gesetzt. Die Konzernstruktur wird regelmäßig hin-
terfragt und geprüft, ob die vorgegebenen Strukturen der
Unternehmensgröße Rechnung tragen. Personellen Know-
how-Risiken, die durch Kündigung von zentralen Wissen-
strägern auftreten können, beugt CA Immo durch regel-
mäßigen Know-how-Transfer (Schulungen) bzw. Doku-
mentation des Know-hows (Handbücher etc.) sowie eine
möglichst vorausschauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer ge-
wöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als
auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert.
Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen ge-
führt. Das jeweils anwendbare Recht, die unterschiedlich
ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte und die
Komplexität der Streitgegenstände können vereinzelt eine
beträchtliche Verfahrensdauer oder andere Verzögerungen
bedingen. CA Immo geht davon aus, ausreichende bilan-
zielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten getroffen zu ha-
ben. Aktuell sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren
anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Ös-
terreich und das Land Kärnten eine Schadenersatzklage
aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Be-
einflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Pri-
vatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004
(„BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags ein-
gebracht. Die für diese Zivilverfahren relevanten erstin-
stanzlichen und nicht rechtskräftigen Strafurteile vom
Jänner 2022 gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzmi-
nister Grasser et al. bestätigten im Wesentlichen, dass im
Zusammenhang mit dem BUWOG-Privatisierungsverfah-
ren rechtswidrige und parteiliche Handlungen zum Nach-
teil von CA Immo gesetzt worden sind. Eine Einschätzung
der Auswirkungen des strafrechtlichen Verfahrens auf die
anhängigen zivilrechtlichen Schadenersatzverfahren ist
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
87
final erst nach Abschluss sämtlicher Rechtsmittelverfah-
ren mit einem rechtskräftigen strafrechtlichen Urteil mög-
lich. Für das Schadenersatzverfahren wurde 2020 eine
Prozesskostenrückstellung für Gerichtsgebühren erster In-
stanz in Höhe von rund 25 Mio. € gebildet; die
Zahlung
der Gerichtsgebühren erfolgte aufgrund eines Urteils des
Bundesverwaltungsgerichts in 2021. Gegen dieses Urteil
hat CA Immo Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof
eingebracht.
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf
die wirtschaftlichen Ergebnisse und den Betrieb sind un-
vorhersehbar und können gegebenenfalls negative Aus-
wirkungen insbesondere auf die Wertentwicklung von
Immobilien oder die Kostenstruktur der CA Immo Gruppe
haben. Derartigen Rechtsrisiken steuert CA Immo durch
zahlreiche Maßnahmen proaktiv entgegen. Dazu zählen
die regelmäßige Bewertung von historischen und beste-
henden Rechtsrisiken, die laufende Überwachung von
Gesetzesänderungen bzw. Änderungen in der Rechtspre-
chung, die Implementierung von Lessons Learned in un-
sere Geschäftsprozesse, sowie kontinuierliche Informa-
tions- und Schulungsmaßnahmen.
ESG-RISIKEN
Aktuelle Entwicklungen am Kapitalmarkt (z. B.
Sustainable Finance) sowie neue gesetzliche Auflagen er-
zeugen für Unternehmen Handlungsdruck, stärker als bis-
her über ESG-Risiken zu berichten, die aus ihrer Ge-
schäftstätigkeit resultieren. Umwelt-, Sozial- und Gover-
nance-Aspekte haben auch im gesamten Immobiliensektor
zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gebäude werden
durch ihren hohen Energieverbrauch als einer der Schlüssel-
faktoren für den Klimaschutz angesehen, daher liegt die Auf-
merksamkeit aktuell noch vorrangig auf Umweltbelangen
(Environmental), aber auch die Faktoren Social und Gover-
nance gewinnen zunehmend an Relevanz.
Environmental Risiken
Die Energienutzung in Gebäuden für Beleuchtung, Heizung
oder Kühlung führt zu direkten oder indirekten CO
2
-Emissi-
onen. Baumaterialien enthalten Kohlenstoffe, die bei ihrer
Gewinnung, Herstellung, ihrem Transport und ihrer Verar-
beitung entstehen. Da Kohlenstoff in fast jeder Phase des
Baus und Betriebs von Gebäuden enthalten ist, sollten Unter-
nehmen rechtzeitig mit der Umsetzung entsprechender Pro-
gramme zur Dekarbonisierung von Immobilien beginnen,
um zum ehrgeizigen Ziel der Klimaneutralität in Europa bis
2050 beitragen zu können.
Als verantwortungsbewusster Akteur in der europäi-
schen Immobilienbranche unterstützt CA Immo die
Klimaziele der Vereinten Nationen und den damit verbun-
denen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nachhaltigen
Wirtschaft voll und ganz. Um die damit verbundenen Anfor-
derungen bestmöglich zu erfüllen und ihre langfristige Wett-
bewerbsfähigkeit zu sichern, verankert CA Immo entspre-
chende Maßnahmen, Prozesse und Ziele in ihrer strategi-
schen Ausrichtung (z. B. Nachhaltigkeitszertifizierung,
Nachhaltigkeitsberichterstattung / ESG Reporting, Green Fi-
nancing).
Für CA Immo ist die Verbesserung der Energieeffizienz im
Gebäudebestand ein maßgeblicher Faktor zur Erreichung der
Klimaneutralität. Da die Ergebnisse der Kohlenstoffeffizienz
erheblich von Entscheidungen in der Planungsphase abhän-
gen, achten wir bei unseren Projektentwicklungen bereits in
einem sehr frühen Stadium auf zukünftige Auswirkungen
auf die Umwelt. Dabei setzen wir – wo möglich – auf die Er-
höhung des Anteils an biobasierten Materialien, achten auf
den CO
2
-Footprint herkömmlicher Materialien und die Ener-
gieerzeugung vor Ort (Sonnenkollektoren, Wärmepumpen,
Wärmenetze, usw.). Unser Beschaffungsprozess stellt zudem
sicher, dass die hohen ökologischen Anforderungen gemäß
dem jeweils für das projektierte Gebäude vorgesehenen Zer-
tifizierungsstandard eingehalten werden. Unsere Bau-Dienst-
leister verpflichten wir zur Einhaltung der Nachhaltigkeits-
standards gemäß DGNB Gold oder LEED Gold (z. B. Materi-
aldeklaration, Arbeitnehmerschutz).
Detaillierte Informationen hierzu – insbesondere zu Klimari-
siken und -chancen einschließlich Risikoeinschätzung – fin-
den Sie im Konzernlagebericht (Kapitel „ESG Report“).
Sonstige Umwelt- und Klimarisiken
Umwelt- und Sicherheitsvorschriften umfassen effektive
wie auch latente Verpflichtungen, kontaminierte Liegen-
schaften zu sanieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften
kann mit erheblichen Investitions- und anderen Kosten ver-
bunden sein. Diese Verpflichtungen könnten sich auf Immo-
bilien beziehen, die gegenwärtig oder auch in der Vergangen-
heit im Eigentum von CA Immo stehen bzw. standen oder
von ihr bewirtschaftet bzw. entwickelt werden oder wurden.
Insbesondere betrifft dies die Kontaminierung mit bislang
unentdeckten schädlichen Materialien oder Schadstoffen,
Kriegsmaterial bzw. sonstige Umweltrisiken wie z. B. Boden-
verunreinigungen etc.. Manche Vorschriften sanktionieren
die Abgabe von Emissionen in Luft, Boden und Wasser, die
Grundlage einer Haftung von CA Immo gegenüber Dritten
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
88
bilden und die Veräußerung, Vermietung bzw. Mieterträge
der betroffenen Immobilien erheblich beeinflussen können.
Auch Naturkatastrophen und extreme Wettereinwirkungen
können erhebliche Schäden an Immobilien verursachen.
Grundsätzlich sind versicherbare Risiken im üblichen Um-
fang versichert (z. B. All-Risk-Versicherung für Entwick-
lungsprojekte). Sollte für derartige Schäden jedoch keine
ausreichende Versicherungsdeckung bestehen, könnte dies
nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen. Zur Risikomini-
mierung bezieht CA Immo vor jedem Kauf auch diese As-
pekte in ihre Due Diligence Prüfung ein. Vom Verkäufer wer-
den entsprechende Garantieerklärungen verlangt. Wo mög-
lich, setzt die CA Immo Gruppe umweltverträgliche Materia-
lien und energiesparende Technologien ein. Dem ökologi-
schen Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem Pro-
jektentwicklungen sowie (Re-)Developments ausschließlich
unter der Maßgabe einer Zertifizierungsfähigkeit durchge-
führt werden.
Soziale Risiken
Im Sozialbereich liegen unsere strategischen Schwer-
punkte insbesondere auf folgenden Themen: Einhal-
tung von Menschenrechten, Gesundheit & Sicherheit, Be-
schäftigung & Arbeitsbedingungen sowie soziale Aspekte ei-
ner nachhaltigen Stadtquartiersentwicklung. Bei Baudienst-
leistungen verpflichtet und überprüft CA Immo ihre Auftrag-
nehmer beispielsweise auf die Einhaltung gesetzlicher Rege-
lungen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitsstätten-
bzw. Arbeitszeitregelungen sowie tarifvertraglicher Vereinba-
rungen.
Informationen zu den für CA Immo wesentlichen sozialen
Risiken sowie den im Zuge der Covid-19-Pandemie von
CA Immo gesetzten umfassenden Schutzmaßnahmen für
eine sichere Arbeitsumgebung für CA Immo Mitarbeiter,
Mieter sowie auf CA Immo Baustellen finden Sie im Kon-
zernlagebericht (Kapitel „ESG Report“).
Governance Risiken
Eine vorbildliche Corporate Governance stellt für
CA Immo eine Chance zur langfristigen Wertsteige-
rung dar. Umgekehrt birgt die Nichtbeachtung von Gover-
nance- und Compliance-Standards hohe Risiken, die von
Strafen und Bußgeldern bis hin zum Verlust der Reputation
reichen können. Hierzu zählen nicht nur die Einhaltung von
gesetzlichen Vorgaben, Governance-Regeln und (internen)
Richtlinien, sondern auch ein transparenter Umgang mit In-
teressenkonflikten, die Gewährung einer angemessenen Ver-
gütung, die Förderung einer offenen Kommunikation mit al-
len Stakeholdern sowie die Einhaltung unserer ethischen
Grundsätze und Unternehmenswerte. CA Immo positioniert
sich klar gegen jede Form von Ungleichbehandlung, Men-
schenrechtsverletzungen, organisiertem Verbrechen (z. B.
Betrug, Erpressung, Bestechung und Korruption), Geldwä-
sche oder Terrorismusfinanzierung. Dagegen wollen wir auf
allen Ebenen Integrität und Vielfalt fördern.
Dem Korruptionsrisiko wird beispielsweise durch den
Code of Conduct („Zero Tolerance“) und der damit im Zu-
sammenhang stehenden Geschenke- und Spenden-Richtlinie
Rechnung getragen. Mitarbeiter sind dazu angehalten, jegli-
chen Verdachtsmoment intern zu melden. Darüber hinaus
besteht für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht ei-
nes Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das
von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgebersys-
tem (Hinweisgebersystem (caimmo.com)) zu melden. Über
getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption
wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich informiert.
Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachverhalte erfolgt auf
Basis des vom Prüfungsausschuss verabschiedeten Revisi-
onsplans oder aufgrund von Sonderprüfungsaufträgen des
Vorstands, Prüfungsausschusses oder Gesamtaufsichtsrats.
Sämtliche operativ tätigen Konzerngesellschaften werden in
regelmäßigem Turnus auf Korruptionsrisiken überprüft.
Bereits im Rahmen des Vergabeprozesses verpflichten wir
unsere Auftragnehmer und Lieferanten (Anbieter) zur Aner-
kennung und Einhaltung unseres Code of Ethics und Code of
Conduct sowie der von uns definierten Governance-, Sozial-
und Umweltstandards. CA Immo prüft ihre Geschäftspartner
– insbesondere auch Bauunternehmen – im Rahmen des Ver-
gabeprozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Quali-
fikation und wirtschaftlichen Situation, sondern auch im
Hinblick auf soziale Aspekte. Im Rahmen einer Third-Party-
Compliance-Überprüfung wird mittels Fragebögen und Ein-
satz von Unternehmens- und Risikodatenbanken für uner-
wünschte Medien, Sanktionen, Watchlists, etc. auch die Ein-
haltung von Governance-, Sozial- und Umweltstandards ab-
gefragt bzw. überprüft und in Vergabeprozessen berücksich-
tigt. Im Bereich Governance achten wir speziell auf die Ein-
haltung von Gesetzen, unserer internen Vorgaben für Ver-
tragspartner beispielsweise in Bezug auf Unternehmens-
ethik, Sicherstellung der Compliance und Maßnahmen zur
Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche und Terrorismus-
finanzierun
g.
Details zu unseren wesentlichen Standards sowie den
hiermit verbundenen Kontrollmechanismen sind unter
Unsere Werte (caimmo.com) abrufbar.
2
89
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
Wi
en, 23.3.2022
Der Vorstand
Silvia Schmitten-Walgenbach
(Chief Executive Officer)
Dr. Andreas Schillhofer
(Chief Financial Officer)
Keegan Viscius
(Chief Investment Officer)
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN
2
90
Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufge-
stellte Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die
Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht,
und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die CA Immobilien Anlagen Akti-
engesellschaft ausgesetzt ist.
Wien, 23.3.2022
Der Vorstand
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ
Silvia Schmitten-Walgenbach
(Chief Executive Officer)
Dr. Andreas Schillhofer
(Chief Financial Officer)
Keegan Viscius
(Chief Investment Officer)
2
91
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschrif-
ten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Stan-
dards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österrei-
chischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflich-
ten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnach-weise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsur-
teil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen
am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden
im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsur-
teils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Titel
Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Risiko
Im Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2021 sind Anteile an verbundenen
Unternehme
n (TEUR 3.219.268) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 292.666) in wesentlichem Umfang
ausgewiesen. Darüber hinaus sind Abschreibungen auf Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe
von TEUR 34.488 sowie Zuschreibungen zu diesen in Höhe von TEUR 1.675 im Jahresabschluss erfasst.
Für sämtliche Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Im Rah-
men dieses Werthaltigkeitstests sind wesentliche Annahmen und Schätzungen zu treffen.
Da es sich bei den verbundenen Unternehmen vor allem um Immobiliengesellschaften handelt, basiert der Werthaltigkeits-
test auf einer vereinfachten Unternehmensbewertung, deren wesentliche Basis die von externen, unabhängigen Sachverstän-
digen erstellten Immobiliengutachten oder vertraglich vereinbarte Kaufpreise sind. Das wesentliche Risiko besteht bei den
Immobiliengutachten in der Festlegung von Annahmen und Schätzungen wie Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz und er-
zielbare Mieteinnahmen sowie bei Immobilien in Entwicklung in der Festlegung ausstehender Bau-/Entwicklungskosten und
BESTÄTIGUNGSVERMERK
*)
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
92
des Developmentgewinnes. Eine geringfügige Änderung dieser Annahmen und Schätzungen kann einen wesentlichen Ein-
fluss auf die Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben.
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind im Jahresabschluss zum
31. Dezember 2021 in Abschnitt "1 – Finanzanlagen", in Abschnitt "10 a) – Finanzanlagen" sowie in "Anlage 2 – Angaben zu
Beteiligungsunternehmen" enthalten.
Adressierung im Rahmen der Abschlussprüfung
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Einschätzungen des Managements und der externen Sach-
verständigen kritisch hinterfragt und dabei unter Beiziehung unserer internen Immobilienbewertungsspezialisten unter an-
derem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
– Beurteilung der Ausgestaltung des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses der Beteiligungsbewertung
– Prüfung der angewandten Methodik sowie der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen und Berechnungen zur
Beteiligungsbewertung
– Beurteilung der Konzeption und Testen der Wirksamkeit der im Geschäftsprozess der Immobilienbewertung implementier-
ten Schlüsselkontrollen auf Basis von ausgewählten Stichproben
– Beurteilung der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Management beauftragten externen Sachverständigen
– Beurteilung der angewandten Methodik und der rechnerischen Richtigkeit ausgewählter Immobiliengutachten sowie Plau-
sibilisierung der zugrundeliegenden Annahmen (z.B. erzielbare Mieteinnahmen, Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz,
Nutzfläche, Leerstandsrate), mittels Vergleichs mit Marktdaten soweit vorhanden
– Überprüfung ausgewählter Input-Daten laut Bewertungsgutachten mit den Daten der entsprechenden Objektbuchführung
bzw. zugrundeliegender Verträge
– Befragung des Projektmanagements zu ausgewählten Immobilien in Entwicklung hinsichtlich der Gründe für Abweichun-
gen zwischen geplanten Kosten und Istkosten und zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch
anfallenden Kosten; Untersuchung der Kostenverbuchung auf diesen Projekten durch Einsichtnahme in die Projektunterla-
gen und stichprobenweisen Abgleich der erfassten Kosten mit den Rechnungen sowie Evaluierung des daraus abgeleiteten
Fertigstellungsgrades
– Überprüfung, ob die Angaben der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Anhang vollständig und zutreffend sind
Sonstige Informationen
D
ie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk.
Den konsolidierten Corporate-Governance-Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, die übri-
gen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, die-se sonstigen Informati-
onen zu lesen und zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu
unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kennt-nissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten
sonstigen Infor
mationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sons-
tigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang
nichts zu berichten.
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BESTÄTIGUNGSVERMERK
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
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ie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Überein-
stimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kon-
trollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentli-
chen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu li-
quidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine sol-
che vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden
als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die
auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prü-
fungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass
aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus
Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig-
keiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prü-
fungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungsle-
gung und damit zusammenhängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten
besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf-
werfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir ver-
pflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu
machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
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Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnach-
weise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Anga-
ben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wieder-
gibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Eintei-
lung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig -
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sach-
verhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders
wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Ge-
setze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst
seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise
erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen
würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österrei-
chischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält
zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständ-
nisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festge-
stellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. Sep-
tember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an
den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
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BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und
dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft ge-
wahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Alexander Wlasto.
Wien, am 23. März 2022
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. (FH) Isabelle Vollmer eh Mag. Alexander Wlasto eh
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
*) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der
von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen
und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB
zu beachten.
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Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf
die zukünftige Entwicklung der CA Immobilien Anlagen AG und ihre
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Zielsetzungen dar, die von der Gesellschaft auf Basis aller zum
jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen
wurden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen
nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken –
wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die
tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen
abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum
Kauf oder Verkauf von Aktien der CA Immobilien Anlagen AG
verbunden.
IMPRESSUM
Medieninhaber (Verleger): CA Immobilien Anlagen AG,
1030 Wien, Mechelgasse 1
Text: Susanne Steinböck, Claudia Höbart, Christoph Thurnberger,
J
ulian Wöhrle, Jasmin Lettner
Layout: Susanne Steinböck, Jasmin Lettner
Gestaltung: WIEN NORD Werbeagentur
Fotos: CA Immo, Marcin Bambit, B+E Fotografie, Andreas Hofer,
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