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CA IMMO
Datei: Master_CG Bericht 2016.docxMaster_CG Bericht 2015.docx; Gespeichert von CKClaudia Höbart am 04.11.2016
14:41:0004.11.2016 14:39:0017.03.2016 11:22:0011.03.2016 15:30:00
JAHRESFINANZBERICHT 2020
GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ
2
0
2
3
4
7
12
15
21
26
29
34
46
48
49
61
63
KONZERNLAGEBERICHT
Konzernstruktur
Wirtschaftliches Umfeld
Immobilienmärkte
Immobilienvermögen
Bestandsimmobilien
Immobilienvermögen in Entwicklung
Immobilienbewertung
Finanzierungen
Ergebnisse
Ausblick
Nachtragsbericht
Risikobericht
Informationen gem. § 243 A UGB
ESG-Bericht
ESG-Anhang
KONZERNABSCHLUSS
98
101
102
103
104
107
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2020
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2020
109
212
213
220
248
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (KONZERNABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (KONZERNABSCHLUSS)
JAHRESABSCHLUSS
LAGEBERICHT
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 124 BÖRSEGESETZ (JAHRESABSCHLUSS)
BESTÄTIGUNGSVERMERK (JAHRESABSCHLUSS)
KONTAKT/DISCLAIMER/IMPRESSUM
282
INHALT
283
86
290
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
3
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz
in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutsch-
land, Polen, Rumänien, Serbien, Tschechien und Ungarn
vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die bör-
sennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft,
mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen
und operativen Leitung der in- und ausländischen Toch-
tergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen
agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Cen-
ter. Weitere Tochtergesellschaften (ohne eigenes Team vor
Ort) bestehen in den Niederlanden, der Slowakei sowie in
Zypern. Gleichzeitig mit dem Verkauf des Bürogebäudes
Zagrebtower im 3. Quartal 2020 erfolgte der Rückzug aus
Kroatien. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 umfasst der
Konzern insgesamt 184 Gesellschaften (31.12.2019: 185)
mit 437
Mitarbeitern (31.12.2019: 414).
Kerngeschäft der CA Immo Gruppe ist die Vermietung,
das Management sowie die Entwicklung von hochwertigen
gewerblich genutzten Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien. Das Unternehmen verfügt über
ausgeprägte in-house Baukompetenz und deckt die ge-
samte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilien-
bereich ab. Ziel ist der Aufbau eines fokussierten, qualita-
tiv hochwertigen und ertragsstarken Bestandsimmobilien-
portfolios in den Kernmärkten Deutschland, Österreich,
Tschechien, Polen, Ungarn und Rumänien. Durch die Auf-
bereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im
Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnis-
beiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt
CA Immo entweder in den eigenen Bestand oder verkauft
sie an einen Endinvestor. Aktuell kontrolliert die Gruppe
ein Immobilienvermögen von rund 5,6
Mrd. € in Deutsch-
land, Österreich und Osteuropa.
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten
Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG ge-
halten. Per 31. Dezember 2020 befindet sich zudem ein
Immobilienvermögen von rund 322,9
Mio. € (31.12.2019:
317,3
Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das
österreichische Gesamtportfolio umfasst zum 31. Dezem-
ber 2020 ausschließlich Bestandsimmobilien mit einem
Bilanzwert von 530,0
Mio. € (31.12.2019: 572,9 Mio. €).
GESELLSCHAFTEN NACH REGIONEN
Anzahl der Gesellschaften
1)
31.12.2020 31.12.2019
Österreich
19 19
- hiervon Joint Ventures 3 3
Deutschland
2)
98 98
- hiervon Joint Ventures 23 27
Zentral- und Osteuropa
3)
67 68
- hiervon Joint Ventures 2 2
Konzernweit 184 185
- hiervon Joint Ventures 28 32
1)
Joint Ventures bezogen auf konsolidierte Gesellschaften.
2)
Inklusive einer Gesellschaft in der Schweiz.
3)
Inklusive der im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden
Holdinggesellschaften in Zypern und den Niederlanden.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten
der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit
Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das
Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Be-
standsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen
Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus
einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten
Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsim-
mobilien werden großteils in direkten Beteiligungen ge-
halten und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH –
ein Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und
Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – vermietet und
verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispiels-
weise in München und Mainz) werden in Joint Ventures
realisiert. Das Construction Management wird durch die
CA Immo Tochter omniCon durchgeführt, die diese
Dienstleistungen auch für Dritte erbringt.
Standort Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf gewerb-
lichen Class-A-Gebäuden in den jeweiligen Hauptstädten.
Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio sowie eine Pro-
jektentwicklung sind in direkten CA Immo Beteiligungen
enhalten. Sämtliche osteuropäischen Immobilien werden
von den regionalen Niederlassungen unter dem Namen
„CA Immo Real Estate Management“ gemanagt.
KONZERNSTRUKTUR
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
4
KONJUNKTURTREND
1)
Nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie und der
schweren Rezession in 2020 hat der Internationale Wäh-
rungsfonds (IMF) in seinem im Januar 2021 veröffentlich-
ten Update des World Economic Outlooks einen positi-
ven Ausblick der Weltwirtschaft gezeichnet. Obwohl die
jüngsten Impfstoffzulassungen Hoffnungen auf eine
Trendwende in der Bekämpfung der Pandemie noch in
diesem Jahr geweckt haben, geben erneute Infektionswel-
len und neue Varianten des Virus Anlass zur Sorge. In-
mitten dieser außergewöhnlichen Unsicherheit wird für
die Weltwirtschaft ein Wachstum von 5,5%im Jahr 2021
und 4,2% im Jahr 2022 prognostiziert. Die Prognose für
2021 wurde gegenüber der vorherigen Prognose um 0,3
Prozentpunkte nach oben korrigiert. Dementsprechend
wächst die Erwartung einer durch den Impfstoff ausge-
lösten Belebung der Wirtschaftstätigkeit im weiteren Jah-
resverlauf sowie zusätzliche politische Unterstützung in
einigen großen Volkswirtschaften. Die prognostizierte
Wachstumserholung in diesem Jahr folgt auf einen
schweren Einbruch 2020, der akute negative Auswirkun-
gen auf die Weltwirtschaft hatte. Der globale Wachstums-
rückgang für 2020 wird auf –3,5% geschätzt, 0,9 Prozent-
punkte höher als in der vorherigen Prognose, was eine
stärker als erwartete Dynamik in der zweiten Hälfte des
Jahres 2020 widerspiegelt.
Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate
für 2020, basierend auf saison- und kalenderbereinigten
Quartalsdaten, sank das BIP im Euroraum um 7,2% und
in der EU um 6,8%. Gemäß aktuellem Forecast steigt das
BIP in der EU in 2021 um etwa 4% – und damit weniger
als bisher prognostiziert – und 2022 um etwa 3%. Dies
bedeutet, dass der Output der europäischen Wirtschaft
im Jahr 2022 in etwa wieder auf dem Vorkrisenniveau lie-
gen würde. Es wird erwartet, dass die Tiefe der Rezession
im Jahr 2020 und die Geschwindigkeit der Erholung in
den Jahren 2021 und 2022 in den einzelnen Mitgliedstaa-
ten sehr unterschiedlich ausfallen werden.
DIE CA IMMO KERNMÄRKTE 2020
2)
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte
BIP im 4. Quartal 2020 im Euroraum um 0,7% und in der
EU um 0,5% gesunken. Dies geht aus einer vorläufigen
Schnellschätzung hervor, die von Eurostat veröffentlicht
wurde. Diese Rückgänge folgen auf eine starke Erholung
im 3. Quartal 2020 (+12,4% im Euroraum; +11,5% in der
1)
Quellen: Internationaler Währungsfonds, Europäische Kommission,
Oxford Economics
EU) und die schärfsten Rückgänge seit Beginn der Zeit-
reihe 1995 im 2. Quartal (-11,7% im Euroraum und
–11,4% in der
EU).
Im Dezember 2020 lag die saisonbereinigte Arbeitslosen-
quote im Euroraum bei 8,3%, unverändert im Vergleich zu
November 2020 und ein Anstieg von 90 Basispunkten ge-
genüber Dezember 2019. Die Arbeitslosenquote in der EU
lag im Dezember 2020 bei 7,5%, ebenfalls unverändert im
Vergleich zu November 2020 und ein Anstieg von 100 Ba-
sispunkten gegenüber Dezember 2019.
Am Ende des 3. Quartals 2020, in dem die Auswirkun-
gen der staatlichen Maßnahmen als Reaktion auf die Co-
vid-19 Eindämmungsmaßnahmen in einem erhöhten Fi-
nanzierungsbedarf nach wie vor zum Tragen kamen, be-
lief sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis
zum BIP im Euroraum auf 97,3%, gegenüber 95,0% am
Ende des 2. Quartals 2020. In der EU stieg die Quote von
87,7% auf 89,8%. Verglichen mit dem 3. Quartal 2019 er-
höhte sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis
zum BIP sowohl im Euroraum (von 85,8% auf 97,3%) als
auch in der EU (von 79,2% auf 89,8%). Die Anstiege sind
auf zwei Faktoren zurückzuführen: beträchtliche An-
stiege der Staatsverschuldung und sinkendes BIP.
Die Jahresinflation bewegte sich im Euroraum mit
–0,3% im Dezember 2020 de
utlich unter der Zielgröße
der EZB von unter, aber nahe 2,0% (Dezember 2019:
1,3%). Dem gegenüber standen 0,3% in der Europäischen
Union (Dezember 2019: 1,6%). Die niedrigsten jährlichen
Raten wurden in Griechenland (–2,4%), Slowenien
(–1,2%) und Irland (–1,0%) gemessen. Die höchsten jähr-
lichen Raten verzeichneten Polen (3,4%), Ungarn (2,8
%)
und Tschechien (2,4%).
Die Wirtschaft in Österreich schrumpfte 2020 mit einem
Rückgang des realen BIP um 7,5%. Die Inflationsrate lag
im Dezember 2020 bei 0,3%, die Arbeitslosenquote bei
7,5%. Die Brutto-Staatsverschuldung in Prozent des BIP
erhöhte sich auf 79,1%.
Das negative Wirtschaftswachstum in Deutschland spie-
gelte sich in einem BIP-Rückgang von 5,5% wider. Im ge-
samt-europäischen Vergleich liegt Deutschland damit un-
ter den entsprechenden Durchschnitten der EU bzw. der
Eurozone. Die Arbeitslosenquote in Deutschland erhöhte
2)
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, Bloomberg, Financial Times
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
KONZERNLAGEBERICHT
5
sich im Jahresverlauf von 3,2% auf 4,6%. Die Inflations-
rate wurde im Dezember 2020 für Deutschland mit –0,7%
angegeben.
Der positive konjunkturelle Trend der Vorjahre auf den
CA Immo-Kernmärkten in Zentral- und Osteuropa blieb
über das Jahr 2020 nicht intakt. Die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie führten, wie auch in Deutschland
und Österreich, zu negativen Wachstumsraten.
Innerhalb den zentral- und osteuropäischen Kernmärkte
zeigten Polen und Rumänien 2020 mit –3,0% bzw. –5,3%
den geringsten Rückgang. Das BIP in Ungarn verringerte
sich 2020 um 5,6%, in Tschechien um 6,8%. Die Arbeits-
losenquote in den zentral- und osteuropäischen Ländern
bleibt deutlich niedriger als in den EU-27 und im Durch-
schnitt des Euroraums. Sie liegt in Tschechien bei 3,1%,
in Polen bei 3,3%, in Ungarn bei 4,3% und in Rumänien
bei 4,9%.
Die Inflationsrate zeigte sich 2020 robust und lag eben-
falls in allen zentral- und osteuropäischen Kernländern
über dem Durchschnitt der Eurozone. Rumänien meldete
für Dezember 2020 eine Inflationsrate von 1,8%, wäh-
rend der Jahreswert 2020 in Tschechien bei 2,4% lag. Die
jährliche Inflationsrate in Ungarn wurde mit 2,8%, in Po-
len mit 3,4% registriert.
Das starke Beschäftigungswachstum der Vorjahre ver-
langsamte sich in Tschechien und Ungarn und war in Po-
len und Rumänien leicht rückläufig.
WIRTSCHAFTSDATEN DER CA IMMO-KERNMÄRKTE
Wachstumsrate des realen
BIP
1)
Jährliche
Inflationsraten
2)
Arbeitslosen-
quote
3)
Öffentlicher
Haushaltssaldo
Brutto- Staats-
verschuldung
Wachstumsrate
Erwerbstätigkeit
2020 2019 in % in % in % des BIP
3Q 2020
in % des BIP
3Q 2020
in % des BIP
3Q 2020
EU – 27 –6,8 1,6 0,3 7,5 –5,6 89,6 0,1
Euroraum – 19 –7,2 1,3 –0,3 8,3 –5,8 97,3 0,1
Österreich –7,5 1,4 1,0 5,8 –6,8 79,1 0,5
Deutschland –5,5 0,6 –0,7 4,6 –4,6 70,0 0,1
Polen –3,0 4,6 3,4 3,3 –4,6 56,7 –0,1
Tschechien –6,8 2,3 2,4 3,1 –4,4 38,4 0,3
Ungarn –5,6 4,6 2,8 4,3 –3,8 74,3 0,0
Rumänien –5,3 4,2 1,8 4,9 –10,0 43,1 –0,3
Quelle: Oxford Economics, Eurostat
1)
Veränderung gegenüber Vorjahr (in %);
2)
Veränderung zum Vorjahr, per Dezember 2020;
3)
per Dezember 2020, außer Ungarn: November 2020
GELDMARKT UND ZINSUMFELD
1)
Der EZB-Rat beschloss in der jüngsten Sitzung am 21. Ja-
nuar 2021, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsge-
schäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzie-
rungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei
0,00%, 0,25% bzw. –0,50% zu belassen. Der EZB-Rat geht
davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem ak-
tuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden,
bis er feststellt, dass sich die Inflationsaussichten in sei-
nem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau annä-
hern, das hinreichend nahe, aber unter 2% liegt, und dass
sich diese Annäherung in der Dynamik der zugrundelie-
genden Inflation durchgängig widerspiegelt.
1)
Quellen: Europäische Zentralbank, Eurostat, Bloomberg, Moody’s Analy-
tics
Die expansive Geldmarktpolitik der Europäischen Zent-
ralbank der Vorjahre fand im Jahr 2020 durch den Aus-
bruch der Covid-19 Pandemie und der damit einhergehen-
den Rezession ihren Höhepunkt. Zusätzlich zum Pro-
gramm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset-Purch-
ase-Programme – APP) in Höhe von 20
Mrd. € monatlich
hat der EZB-Rat Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Not-
fallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase
Programme – PEPP) im Gesamtumfang von 1,85
Mrd. € be-
schlossen. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen
des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in jedem
Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-
Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die An-
käufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um
2)
Quellen: Europäische Kommission, Europäische Zentralbank, Financial
Times
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
6
während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbe-
dingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die
den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der
Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Fi-
nanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden kön-
nen, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig genutzt
werden. Genauso kann der Umfang erforderlichenfalls
auch rekalibriert werden, um günstige Finanzierungsbe-
dingungen beizubehalten und so dem negativen Schock
der Pandemie auf die Inflationsentwicklung entgegenzu-
wirken.
Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen
des PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis
Ende 2023 weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das
zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem
Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemes-
senen geldpolitischen Kurses vermieden wird. Zusätzlich
wird der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über
seine Refinanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Ins-
besondere stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger
Refinanzierungsgeschäfte (GLRG III) nach wie vor eine at-
traktive Finanzierungsquelle für Banken dar, wodurch de-
ren Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte
unterstützt werden soll.
Der 3-Monats-Euribor bewegte sich weiterhin im negati-
ven Bereich und schwankte im Berichtszeitraum zwi-
schen -0,16% und -0,55%. Nach historischen Tiefständen
zu Beginn des Jahres 2020 schnellten die Anleihenrendi-
ten 10-jähriger Staatsanleihen der Mitglieder der Eurozone
aufgrund des weltweiten Ausbruchs der Covid-19Pande-
mie und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Krise
im März sprunghaft nach oben und notierten in etwa auf
dem Niveau von Mitte 2019. In den darauffolgenden Mo-
naten fielen die Kurse aufgrund der wirtschaftlichen Erho-
lung und positiveren Aussichten wieder und standen zum
Ende des Jahres in etwa auf Vorkrisenniveau.
Sowohl die unterstützende Entwicklung von Staatsanlei-
hen als auch die expansive Geldmarktpolitik der Zentral-
banken hatten eine starke Auswirkung auf den Unterneh-
mensanleihenmarkt. So wurden im Jahr 2020 weltweit In-
vestment-Grade-Unternehmensanleihen mit einem Re-
kordwert von mehr als 2,9 Bio. US-Dollar emittiert (+20%
im Vergleich zum Vorjahr). Dennoch unterschieden sich
die prozentualen Veränderungen des weltweiten Angebots
in den vier Quartalen des Jahres 2020 erheblich. Nach ei-
nem jährlichen Anstieg von 14% im 1. Quartal und 69%
im 2. Quartal (auf konkurrenzlose 1,1 Bio. US-Dollar) ver-
zeichnete die weltweit größte Schätzung der Emissionen
von Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating
einen jährlichen Rückgang von 6% im 3. Quartal und 3%
im 4. Quartal. Auch CA Immo nutzte die ausgezeichneten
Rahmenbedingungen für die Emission von zwei großvolu-
migen Anleihen im Februar und Oktober 2020.
AUSBLICK
2)
Die zentrale Herausforderung des aktuellen Jahres wird
die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie bleiben. Trotz
erster Fortschritte bei den weltweiten Impfkampagnen
dürfte das Infektionsgeschehen dynamisch bleiben. Vor al-
lem die verschiedenen Mutationen stellen einen Unsi-
cherheitsfaktor dar, der z. B. in Europa substanzielle Lo-
ckerungen von restriktiven Maßnahmen im 1. Quartal
deutlich erschwert. Im Frühjahr könnten günstigere Witte-
rungsbedingungen zu einem Rückgang der Neuinfektio-
nen führen. Außerdem dürfte ab dem Sommer eine bes-
sere Impfstoffverfügbarkeit gegeben sein, welche einen In-
fektionsschutz auch für die Breite der Bevölkerung zu-
gänglich machen sollte. Mit einer möglichen Verbesserung
der Pandemielage ab dem Frühjahr könnte eine Erholung
des Wirtschaftswachstums auf breiter Front spürbar wer-
den.
Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die
weltweiten Eindämmungsmaßnahmen im Laufe des Jah-
res 2021 in Kraft bleiben, bevor sie im weiteren Verlauf
verstärkt gelockert werden. Infolgedessen ist damit zu
rechnen, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder
kräftig wachsen wird.
Weiterhin geht die Europäische Kommission in ihrer ak-
tuellsten Wachstumsprognose aus dem Herbst 2020 davon
aus, dass die europäische Wirtschaft im Jahr 2021 um
etwa 4% und im Jahr 2022 um etwa 3% steigen und somit
im Laufe des Jahres 2022 wieder das Vorkrisenniveau er-
reichen wird. Es wird jedoch erwartet, dass die Geschwin-
digkeit der Erholung in den Jahren 2021 und 2022 in den
einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ausfallen
wird. Dies spiegelt nicht nur Unterschiede in der Schwere
der Pandemie und der Strenge der Eindämmungsmaßnah-
men wider, sondern auch Unterschiede in den Wirt-
schaftsstrukturen und den innenpolitischen Reaktionen.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte unlängst Regie-
rungen und Zentralbanken davor, auf die ersten Anzei-
chen einer wirtschaftlichen Erholung von der Corona-vi-
rus-Krise in den kommenden Monaten mit einer zu
schnellen Reduzierung der Stimuli zu reagieren, selbst
wenn die Inflation zu steigen beginnt. Eine zu voreilige
Straffung der Politik könnte zu „sehr ernsten Risken“ füh-
ren.
KONZERNLAGEBERICHT
7
IMMOBILIENMARKT ÖSTERREICH
1)
Investmentmarkt
Bedingt durch die Pandemie und den damit verbunde-
nen Wirtschaftseinbruch ist das Gesamtinvestitionsvolu-
men in österreichische Immobilien 2020 im Vergleich
zum Vorjahr um fast 50% auf rund 3,3
Mrd. € gesunken.
Etwa 72% davon wurden in Wien registriert. Büroinvest-
ments machten mit rund 33% den zweitgrößten Anteil
am Gesamtinvestitionsvolumen nach Wohnimmobilien
(37%) aus. Industrie- und Logistikimmobilien hatten ei-
nen Anteil von rund 14%.
Internationale Investoren, vor allem aus Deutschland,
waren 2020 besonders aktiv und zeichneten für mehr als
zwei Drittel des Investmentvolumens verantwortlich.
Dieser hohe Anteil ist vor allem auf fünf großvolumige
Ankäufe (Transaktionen mit einem Wert von mehr als
100
Mio. €) in den Sektoren Büro und Wohnen zurückzu-
führen. Auf Basis der zu erwartenden Transaktionen wird
für das Jahr 2021 ein Investmentvolumen von rund
4,0
Mrd. € prognostiziert.
Die Pandemie hatte im Jahr 2020 zum Teil deutliche
Auswirkungen auf die Entwicklung der europäischen
Renditen. Österreich zeigte sich im Vergleich relativ
stabil, obwohl es auch hier teilweise zu verhältnismäßig
erheblichen Auf- und Abschlägen gekommen ist. Wie im
Vorjahr sank die Spitzenrendite für Büroimmobilien mo-
derat und steht aktuell auf dem historisch niedrigen
Stand von 3,35% für Objekte im Wiener Central Business
District (CBD).
Büroimmobilienmarkt
Der Wiener Büroflächenbestand betrug zum Jahresende
rund 11,4
Mio. m
2
. Das Fertigstellungsvolumen von Büro-
flächen summierte sich 2020 auf rund 94.500
m², ein Zu-
wachs um rund 130% gegenüber dem Vorjahr. Damit
blieb das Fertigstellungsvolumen 2020 jedoch rund 30%
unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Die Vermietungsleistung zeigte sich im Vergleich zum
Vorjahr konstant und lag 2020 bei rund 203.300
m². Die
Pandemie-bedingte Wirtschaftskrise hat sich zwar auch
2020 bereits negativ auf den Büromarkt ausgewirkt, die
stärksten Effekte werden voraussichtlich aber in 2021
schlagend. CBRE Research geht daher wie auch aufgrund
der nach wie vor angespannten Situation in Bezug auf
1)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Austria Real Es-
tate Market Outlook 2021
die Neuflächenproduktion in den kommenden zwei Jah-
ren von einer Reduktion der Vermietungsleistung aus.
Die Leerstandsrate fiel im Laufe des Jahres 2020 um ca.
15 Basispunkte auf 4,6%. CBRE Research erwartet, dass
die Leerstandsrate aufgrund einer geringeren Neuflächen-
produktion sowie eines hohen Vorverwertungsgrades trotz
einer schwächeren Nachfrage in 2021 weiter sinken wird.
Die monatliche Spitzenmiete in Wien blieb auf konstan-
tem Niveau bei 25,00
€ je m². Vor allem Top-Büros in at-
traktiven Lagen bleiben auch in der Krise gefragt, wohin-
gegen Objekte mit geringeren Gebäudestandards in
schwächeren Lagen zukünftig wohl mit weniger Nach-
frage rechnen müssen.
BÜROMARKTENTWICKLUNG WIEN
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Büroflächenumsatz in m² 203.300 218.100 -6,80
Leerstandsrate in % 4,60 4,75 -15 bps
Spitzenmiete in €/m²
netto kalt
25,00 25,00 0,00
Spitzenrendite in % 3,35 3,55 -10 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit
ein
IMMOBILIENMARKT DEUTSCHLAND
2)
Investmentmarkt
2020 wurden auf dem deutschen Immobilieninvest-
mentmarkt rund 79
Mrd. € investiert. Gegenüber dem Re-
kordergeb
nis des Vorjahres ist das ein Rückgang um 5,5%
– aber dennoch das zweitbeste Ergebnis seit Aufzeich-
nungsbeginn. In einer Jahrese
ndrallye wurden im letzten
Quartal gut 23
Mrd. € investiert. Das Transaktionsvolu-
men bei Gewerbeimmobilien in Deutsc
hland summierte
sich auf rund 59
Mrd. € (12% unter dem Vorjahreswert).
Büroimmobilien blieben mit einem Anteil von knapp
47% die am stärksten gehandelte Assetklasse.
Im Gegensatz zum Gesamtmarkt verzeichneten die Top-
7-Märkte deutlichere Rückgänge. Wurden 2019 noch sie-
ben großvolumige Transaktionen ab 500
Mio. € registriert,
waren es in 202
0 gerade einmal zwei Transakt
ionen in
2)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Germany Real
Estate Market Outlook 2021, Berlin, Munich, Frankfurt Office Market-
View Q4 2020; Oxford Economics
IMMOBILIENM
Ä
RKTE
KONZERNLAGEBERICHT
8
KONZERNLAGEBERICHT
dieser Größenklasse. Darüber hinaus wurden auch deut-
lich weniger Hotels und Shopping-Center gehandelt. Mit
Ausnahme von Stuttgart und München lag das 2020 er-
fasste Transaktionsvolumen zum Teil deutlich über dem
jeweiligen 10-Jahresdurchschnitt und unterstreicht ein-
mal mehr die große Attraktivität dieser Investmentdesti-
nationen für nationale wie internationale Investoren. Der
hohe Anlagedruck sorgte dafür, dass die Spitzenrenditen
von Büroimmobilien auf Ihrem Allzeittief blieben.
CBRE Research erwartet am deutschen gewerblichen
Immobilieninvestmentmarkt für 2021 ein Transaktions-
volumen von deutlich über 50
Mrd. €. Entscheidend dafür
wird neben dem Erfolg im Kampf gegen die Covid-19
Pandemie vor allem die Produktverfügbarkeit sein. Aus
Investorensicht bleiben Büroimmobilien im Fokus. Ge-
rade in den aktuell vorherrschenden außergewöhnlichen
Zeiten geht der Trend noch mehr in Richtung Core- und
Core-Plus-Objekte in etablierten Lagen in den großen Bü-
romarktzentren. Defensive Investmentprodukte mit soli-
den Mietern erfahren in der aktuellen Situation einen zu-
sätzlichen Nachfrageschub, der jedoch angebotsseitig
nicht abgedeckt werden kann. Daher geht CBRE Research
davon aus, dass sich die Renditen für diese Produkte
noch weiter einengen werden.
Der Berliner Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien
verzeichnete mit 7,6
Mrd. € einen Rückgang von 34% im
Vergleich zum Rekord-Vorjahr, doch befindet sich das Er-
gebnis exakt auf dem Niveau der letzten fünf Jahre. Trotz
des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr ist Berlin weiter-
hin einer der attraktivsten Märkte der Bundesrepublik und
Europas. Die Spitzenrendite für Büroimmobilien ist auf-
grund der großen Nachfrage leicht auf 2,65% gesunken.
Am Gewerbeimmobilienmarkt Frankfurt wurde ein In-
vestitionsvolumen von 7,2
Mrd. € registriert. Der Markt
verzeichnete mit einem Zuwachs von 3% im Vergleich
zum Vorjahr das dritthöchste Ergebnis nach 2007 und
2018. Knapp die Hälfte des Volumens entfiel dabei al-
leine auf das letzte Quartal des Jahres. Wie bereits im
Vorjahr machten Büroimmobilien rund 80% des Transak-
tionsvolumens aus. Die Spitzenrendite für zentral gele-
gene Büroimmobilien blieb auch während der Pandemie
stabil bei 2,90%.
1)
Quellen: CBRE: Daten bereitgestellt von CBRE Research, München,
Frankfurt, Berlin Office MarketView Q4 2020; Oxford Economics
Der Gewerbeinvestmentmarkt in München verzeichnete
mit einem Volumen von 4,9
Mrd. € einen 54%igen Rück-
gang im Vergleich zum historisch starken Vorjahr. Büro-
immobilien machten mit 3,1
Mrd. € fast zwei Drittel des
Gesamtvolumens aus (63%). Aufgrund ungebrochen star-
ker Nachfrage nach wertstabilen Immobilienlagen sank
die Spitzenrendite leicht auf 2,55%.
Büroimmobilienmarkt
1)
Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat im Jahr 2020
zu einer schweren globalen Rezession geführt. Wie viele
andere Länder führte auch Deutschland im Frühjahr und
Winter allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen
ein. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen Sekto-
ren stark beeinträchtigt. Dies spiegelte sich in einem BIP-
Rückgang von insgesamt 5,3% wider (2019: 0,6%, 2018:
1,3%). Die herausfordernden Rahmenbedingungen durch
die Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen
führten zu einer im Vorjahresvergleich rückläufigen Bü-
roflächennachfrage. Angesichts der Flächenknappheit in
vielen Lagen im innerstädtischen Bereich resultierte
diese jedoch nicht in Mietpreisrückgängen, wenn auch
die Mietpreisdynamik der letzten Jahre nicht erreicht
werden konnte.
München konnte 2020 einen Flächenumsatz von
558.500
m² erzielen. Dies entspricht einem Rückgang von
27% im Vergleich zum Vorjahr und markiert gleichzeitig
das schwächste Jahresergebnis seit 2009. Die Büro-Leer-
stands-rate erreichte aufgrund von mehr freigezogenen
Flächen im Bestand, aber auch von mehr unvermieteten
Flächen aus Fertigstellungen zum Jahresende nach dem
historischen Tiefstand im Vorjahr ein Niveau von 3,8%
(2019: 2,9%). Die Büromieten zeigten sich von der Pan-
demie bislang unbeeindruckt. Die erzielbare Spitzen-
miete blieb im Jahresvergleich stabil bei 39,50
€ je m² und
Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete liegt mit rund
21,41
€ monatlich um 7% über dem Vorjahresniveau. Be-
dingt durch das anhaltend knappe Angebot an modernen
und hochwertigen Flächen sind die Mieter auch weiter-
hin bereit, für gehobene Qualität in guten Lagen entspre-
chende Preise zu bezahlen.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 338.500
m² in
2020 (Neubauten und Kernsanierungen) lag mehr als
30% über dem Wert des letzten Jahres. 12% der Flächen
erreichten den Markt unvermietet. Der Büroflächenbe-
stand belief sich zum Jahresende auf rund 22,0
Mio. m
2
.
KONZERNLAGEBERICHT
9
BÜROMARKTENTWICKLUNG CA IMMO KERNMÄRKTE DEUTSCHLAND
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Berlin
Büroflächenumsatz in m² 660.500 998.900 -33,90
Leerstandsrate in % 2,60 1,20 140 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 38,50 37,50 2,70
S
p
itzenrendite in % 2,65 2,70 -5 b
s
Frankfurt am Main
Büroflächenumsatz in m² 330.200 552.500 -40,20
Leerstandsrate in % 7,00 6,90 10 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 44,00 44,00 0,00
S
p
itzenrendite in % 2,90 2,90 0 b
s
München
Büroflächenumsatz in m² 558.500 763.500 -26,90
Leerstandsrate in % 3,80 2,90 90 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 39,50 39,50 0,00
S
p
itzenrendite in % 2,55 2,60 -5 b
s
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
Der Büroflächenumsatz in Frankfurt belief sich 2020
auf 330.200
m². Dies entspricht einem Rückgang zum Vor-
jahr um 40%. Dieser ist vor allem dem schwachen
1. Halbjahr geschuldet, als die Anmietungsbereitschaft
von N
utzern während des ersten Lockdowns noch zu-
rückhaltender war. Qualitativ hochwertige
Büroflächen
mit erstklassiger Ausstattungsqualität standen im Fokus
der Vermietungsaktivitäten, deren Anteil 65% am Flä-
chenumsatz betrug. Die Leerstandsrate belief sich auf
7,0% und blieb im Vorjahresvergleich somit konstant.
Auch die Spitzenmiete blieb ebenfalls stabil bei 44,00
€ je
m²/Monat. D
ie gewichtete Mark
tdurchschnittsmiete stieg
durch die vermehrt im höherpreisigen Segment abge-
schlossenen Mietverträge im Vergleich zum Vo
rjahr um
7% auf 23,13
€ je m². Das Fertigstellungsvolumen lag mit
rund 18
5.800
m² über dem Vorjahr (158.700 m²).
Nach derzeitigem Kenntnisstand befinden sich bis Ende
2023 insgesamt rund 587.000
m² in der Fertigstellungs-
pipeline, von denen bereits 40% durch Anmietungen oder
Eigennutzungen vom Markt absorbiert wurden. Allein für
2021 beträgt die Vorvermietungsquote bereits 68%. Der
Büroflächenbestand wurde zum Jahresende mit rund
11,5
Mio. m
2
angegeben.
Berlin registrierte 2020 mit einem Büroflächenumsatz
von 660.500
m² einen 34%igen Rückgang im Vergleich
zum Vorjahr. Die Leerstandsrate stieg im Jahresverlauf auf
2,6% (2019: 1,2%). Auf dem Vermietungsmarkt hat das
Pandemiejahr 2020 viele Anmietungsentscheidungen ver-
zögert, sodass das Ergebnis deutlich unter dem der sehr
starken Vorjahre abschloss. Dies ist jedoch keine struktu-
relle Krise, sondern eng mit der Pandemie verknüpft.
Trotz des aufgrund der Covid-19 Pandemie rückläufigen
Flächenumsatzes sowie der steigenden Leerstandsrate
stieg die Spitzenmiete um 1,00
€ je m² auf monatlich
38,50
€ je m². Auch die gewichtete Durchschnittsmiete
zeigte weiter einen starken Aufwärtstrend und stieg um
8,1% auf monatlich 28,02
€ je m². Über das Jahr 2020
wurden rund 296.700
m² an neuer Fläche fertiggestellt.
Gemäß CBRE Research sind bereits mehr als 50% der
2021 auf den Markt kommenden 1
Mio. m² vorvermietet.
Der Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf
rund 18,4
Mio. m
2
.
KONZERNLAGEBERICHT
10
KONZERNLAGEBERICHT
IMMOBILIENMARKT ZENTRAL UND OSTEUROPA
1)
Investmentmarkt
Auch in Zentral- und Osteuropa sind die Auswirkungen
der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftliche Konse-
quenzen auf die Immobilienmärkte zu erkennen. Die po-
sitive Dynamik der letzten Jahre konnte im - von einer
Rezession geprägten - Jahr 2020 nicht aufrechterhalten
werden. Dies zeigt sich auch in CA Immos Kernstädten
Warschau, Prag, Budapest und Bukarest. Das in diesen
Städten registrierte Gewerbeimmobilien-Transaktionsvo-
lumen in Höhe von 5,7
Mrd. € lag um etwas mehr als 30%
unter dem Wert des Vorjahres. Das Büroinvestmentvolu-
men der genannten Städte verringerte sich im Vergleich
zum Vorjahr um etwas mehr als 40% auf 2,9
Mrd. €. Nach
Städten entfiel das größte Volumen auf Warschau (43%),
gefolgt von Budapest (21%), Prag (20%) und Bukarest
(16%).
In Warschau konnte 2020 ein Investmentvolumen von
1,5
Mrd. € registriert werden, wovon mehr als 85% auf
den Bürosektor entfielen. Die Spitzenrendite liegt bei
rund 4,50% (2019: 4,25%).
Trotz eines rückgängigen Investitionsvolumens von
2,7
Mrd. € (2019: 3,1 Mrd. €) in Prag bleibt die Nachfrage
von nationalen und internationalen Investoren nach quali-
tativ hochwertigen und nachhaltigen Immobilien in guten
Lagen groß. Der starke Rückgang ist durch einen Mangel an
entsprechenden Produkten zu erklären. Die Spitzenrendite
wird, wie auch im Vorjahr, mit 4,25% angegeben.
Im Jahr 2020 reduzierte sich das Investitionsvolumen in
Budapest um 41% auf 1,0
Mrd. € (2019: 1,7 Mrd. €). Die
Spitzenrenditen für Top-Büroobjekte erhöhten sich zum
Vorjahr und lagen bei 5,75%.
Bukarest registrierte 2020 ein Investitionsvolumen von
ca. 550
Mio. € (-15% im Vergleich zum Vorjahr) wovon
rund 85% auf den Bürosektor entfielen. Die Spitzenren-
dite wird weiterhin mit 7,00% angegeben.
Büroimmobilienmärkte
2)
In allen Kernstädten von CA Immo (Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest) konnte sich 2020 die positive Ver-
mietungsdynamik der Vorjahre aufgrund der Auswirkun-
gen der Covid-19 Pandemie nicht fortsetzen. In allen
1)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Kernmärkten wurde ein Anstieg der Leerstandsraten ver-
zeichnet. Während die Spitzenrenditen in Prag und Buka-
rest konstant blieben, erfuhren diese in Warschau und Bu-
karest eine Ausweitung um 25 bzw. 50 Basispunkte. Die
Spitzenmieten blieben hingegen weitestgehend konstant.
Zum Jahresende 2020 betrug die Bürogesamtfläche in
Warschau rund 5,9
Mio. m², nachdem im Laufe des Jahres
rund 314.000
m² fertiggestellt wurden. Aktuell befinden
sich 576.800
m² in Bau – im Laufe des Jahres 2021 wird
eine Flächenausdehnung auf mehr als 6
Mio. m² erwartet.
Die Büro-Pipeline ist stark auf das CBD der polnischen
Hauptstadt konzentriert. Der Büroflächenumsatz bewegte
sich 2020 mit 383.000 m
2
unter dem Niveau der Vorjahre.
Die Leerstandsrate erhöhte sich um 210 Basispunkte zum
Vorjahreswert auf 9,9% per Jahresende. Die Spitzenmiete
lag in zentralen Lagen bei ca. 25,00
€ je m² monatlich.
Der Büroimmobilienmarkt in Prag verzeichnete 2020
ein verhaltenes Jahr. Der Büroflächenbestand wurde bis
Ende 2020 um rund 149.600
m² auf rund 3,7 Mio. m² er-
weitert. Die Vermietungsleistung erreichte mit ca.
178.800
m² nur ca. 65% des Vorjahresvolumens. Die Leer-
standsrate stieg um 150 Basispunkte auf 7,0% zum Jah-
resende. Die Spitzenmieten in zentralen Lagen reduzier-
ten sich daher aber nur unwesentlich und beliefen sich
auf monatlich 22,50
€ je m².
Der Jahresflächenumsatz in Budapest lag 2020 bei rund
190.000
m² und bewegte sich damit in etwa um 47% un-
ter dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamt-Bürofläche be-
trug zum Jahresende rund 3,9
Mio. m². Das Fertigstel-
lungsvolumen lag 2020 wie erwartet mit 231.900
m² weit
über dem Vorjahreswert und im Wesentlichen auf dem
Niveau des Rekordjahres 2018 mit rund 230.000
m². Die
Leerstandsrate erhöhte sich um 350 Basispunkte auf
9,1% und revidierte damit ihren Abwärtstrend seit 2012.
Die Spitzenmiete wird im Vorjahresvergleich leicht ver-
ringert mit 25,00
€ je m² und Monat angegeben.
Bis Jahresende 2020 wurden in Bukarest rund
141.200
m²
Bürofläche vermietet, ein Rückgang von 52%
gegenüber dem Vorjahr. Der Bürobestand summierte sich
nach einem Fertigstellungsvolumen von rund 155.200
m²
auf 3,0
Mio. m² zum Jahresende. Die Leerstandsrate stieg
um 130 Basispunkte an und lag zum Jahresende bei
12,4%. Die Spitzenmiete in Bukarest stieg dennoch leicht
auf monatlich 18,75
€ je m
2
an.
2)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
KONZERNLAGEBERICHT
11
BÜROMARKTENTWICKLUNG IN DEN ZENTRAL- UND OSTEUROPÄISCHEN KERNMÄRTKEN
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Warschau
Büroflächenumsatz in m² 383.000 584.000 -34,4
Leerstandsrate in % 9,90 7,80 210 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,00 25,00 0,00
Spitzenrendite in % 4,50 4,25 25 bps
Prag
Büroflächenumsatz in m² 178.800 276.100 –35,20
Leerstandsrate in % 7,00 5,50 150 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 22,50 23,00 -2,20
Spitzenrendite in % 4,25 4,25 0 bps
Budapest
Büroflächenumsatz in m² 190.000 362.000 -47,50
Leerstandsrate in % 9,10 5,60 350 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,00 26,00 -3,80
Spitzenrendite in % 5,75 5,25 50 bps
Bukarest
Büroflächenumsatz in m² 141.200 291.300 -51,50
Leerstandsrate in % 12,40 11,10 130 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 18,75 18,50 1,40
Spitzenrendite in % 7,00 7,00 0 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
KONZERNLAGEBERICHT
12
KONZERNLAGEBERICHT
Geschäftsfelder und Kernmärkte
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die
Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienent-
wicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf ge-
werblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen
Hauptstädten spezialisiert. Ziel ist die Expansion des fo-
kussierten, qualitativ hochwertigen und ertragsstarken
Bestandsimmobilienportfolios in den Kernmärkten
Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Ungarn und
Rumänien. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo
im Geschäftsfeld Development durch die Aufbereitung,
Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
5,6
Mrd. € Immobilienvermögen
Durch die Übernahme eigener Projektfertigstellungen in
den Bestand, Bestandsakquisitionen sowie ein positives
Bewertungsergebnis hat sich der Wert des Immobilienver-
mögens im Jahr 2020 um 8% auf 5,6
Mrd. € zum Stichtag
erhöht (2019: 5,2
Mrd. €). Davon entfallen 4,7 Mrd. € (85%
des Gesamtportfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,8
Mrd.
€ (14%) auf Immobilienvermögen in Entwicklung
und 69
Mio. € (1%) auf kurzfristiges Immobilienvermö-
gen
1)
. Deutschland ist mit einem Anteil von 54% am Ge-
samtportfolio größtes regionales Segment.
DAS IMMOBILIENVERMÖGEN DER CA IMMO GRUPPE PER 31.12.2020 (PORTFOLIOWERTE)
in Mio. € Bestandsimmobilien
2)
Immobilienvermögen
in Entwicklung
Kurzfristiges
Immobilienvermögen
3)
Immobilien-
vermögen
Immobilien-
vermögen in %
Österreich 530,0 0,0 0,0 530,0 9,5
Deutschland 2.228,5 751,9 35,2 3.015,6 53,9
Tschechien 387,9 39,2 0,0 427,1 7,6
Ungarn 524,2 0,0 0,0 524,2 9,4
Polen 590,2 0,0 0,0 590,2 10,5
Rumänien 390,6 0,0 0,0 390,6 7,0
Sonstige Länder 84,5 0,0 33,9 118,4 2,1
Summe 4.736,0 791,1 69,1 5.596,2 100,0
Anteil am Gesamtportfolio 85% 14% 1%
2)
Inkl. selbst genutzte Immobilien; inkl. der kürzlich fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Immobilien NEO (München) und Quartiersgarage
(Zollhafen Mainz), die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden
3)
Kurzfristiges Immobilienvermögen inkludiert zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
1)
Inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
IMMOBILIENVERMÖGEN
KONZERNLAGEBERICHT
13
PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN 2020
Im Geschäftsjahr 2020 führte CA Immo das strategische
Kapitalrotationsprogramm und die Fokussierung des
Portfolios auf großflächige, moderne Büroimmobilien in
den Kernstädten konzernweit fort. Zielsetzung hierbei ist,
Liegenschaften gewinnbringend zu veräußern, die gemäß
Portfoliostrategie unrentabel oder nicht dem Kerngeschäft
zugehörig sind. Den Verkaufserlös investiert CA Immo in
die wertsteigernde Fortführung ihrer erstklassigen deut-
schen Entwicklungspipeline sowie in attraktive Be-
standsakquisitionen.
Projektfertigstellungen (für eigenen Bestand)
Insgesamt hat CA Immo im Jahr 2020 zwei selbst entwi-
ckelte Gebäude mit einem gesamten Investitionsvolumen
von rd. 138,1
Mio. €
1)
in den eigenen Bestand übernom-
men, die bei Vollvermietung die Mieterträge in den kom-
menden Jahren um insgesamt rd. 8
Mio. € pro Jahr stärken
werden.
Im ersten Quartal hat CA Immo das sechsgeschossige,
rd. 14.800
m² Mietfläche fassende Bürogebäude MY.B in
der Berliner Europacity fertig gestellt und in den eigenen
Bestand übernommen. Das Gebäude ist voll vermietet;
alle Büromieter sind bereits eingezogen.
Im dritten Quartal wurde das von CA Immo entwickelte
Münchner Bürogebäude NEO in Betrieb und gleichzeitig
in den CA Immo-Bestand genommen; erste Mieter sind
bereits eingezogen.
Neu im CA Immo-Bestandsportfolio: Bürogebäude NEO, München
ÜBERLEITUNG DES BILANZIELLEN IMMOBILIENVERMÖGENS 2019 AUF 2020 UND KENNZAHLEN 2020
Österreich Deutschland Zentral- und Osteuropa Gesamt
Immobilienvermögen 31.12.2019 Mio. € 572,9 2.588,8 2.024,6 5.186,4
Neuanschaffungen Mio. € 0,0 127,5 92,3 219,8
Investitionen
2)
Mio. € 3,3 213,4 49,8 266,5
Neubewertung/Wertminderung/Abschreibungen Mio. € 7,1 267,6 –76,0 198,8
Veränderungen Mietincentive Mio. € 0,6 1,0 2,8 4,5
Abgänge Mio. € –53,9 –186,8 –42,6 –283,2
Sonstige Veränderungen Mio. € 0,0 4,0 –0,6 3,5
Immobilienvermögen 31.12.2020 Mio. € 530,0 3.015,6 2.050,6 5.596,2
Jahresmieterlös
3)
Mio. € 29,7 78,3 127,6 235,6
Annualisierter Mieterlös Mio. € 28,3 78,3 136,0 242,6
Wirtschaftliche Leerstandsrate Bestandsimmobilien % 8,9 1,2 6,6 5,2
Bruttorendite (bezogen auf Bestandsimmobilien) % 5,4 3,6 6,8 5,2
2)
Exkl. Instandhaltungsaufwand
3)
Inkl. Jahresmieterlös der im Jahr 2020 verkauften Objekte (5,0 Mio. €)
1)
Exkl. Quartiersgarage Zollhafen Mainz (7,2 Mio. €)
KONZERNLAGEBERICHT
14
KONZERNLAGEBERICHT
Akquisitionen
Anfang April hat CA Immo das voll vermietete Büroge-
bäude „Am Karlsbad 11“ am südlichen Ende des Berli-
ner Büroteilmarktes Potsdamer Platz erworben. Das rd.
10.100
m² Mietfläche fassende Gebäude verfügt u. a.
durch die Lage am U-Bahnhof Gleisdreieck über eine
sehr gute Verkehrsanbindung an das gesamte Stadtgebiet.
Zum Jahresende 2020 hat CA Immo das vollständig ver-
mietete Bürogebäude „Pohlstraße 20“ in Nachbarschaft
zum Potsdamer Platz in Berlin-Mitte und dem Objekt
„Am Karlsbad 11“ erworben. Das Gebäude verfügt über
eine Gesamtmietfläche von rund 7.800
m².
Ende Oktober hat CA Immo den Erwerb von Postepu 14,
einem Landmark-Bürogebäude im Warschauer Stadtteil
Mokotow abgeschlossen. Das Objekt hat eine vermietbare
Nutzfläche von rund 34.500
m² und ist nahezu vollstän-
dig an bonitätsstarke Mieter wie AstraZeneca und Sams-
ung Electronics vermietet. Der Kaufpreis belief sich auf
rund 87
Mio. € bei jährlichen Bruttomieteinnahmen von
rund 6,5
Mio. €, was einer Bruttoanfangsrendite von 7,5%
entspricht.
Neu im CA Immo Bestandsportfolio: Das Warschauer Bestandsgebäude
Postepu 14
Verkäufe
Ende Juni wurde das rd. 17.000
m² große, von CA Immo
entwickelte und im 1. Quartal 2020 fertig gestellte Land-
mark Building cube berlin voll vermietet an den Endin-
vestor übergeben. CA Immo hatte das direkt am Berliner
Hauptbahnhof gelegene Gebäude bereits Ende 2016 im
Zuge eines Forward Sale veräußert; der Verkauf ist nun
abgeschlossen.
Mit dem Ende September fixierten Verkauf des Büroge-
bäudes Zagrebtower hat sich CA Immo aus dem kleinen,
nicht-strategischen Markt Kroatien zurückgezogen. Der
Kaufpreis lag 5% über dem Buchwert zum 30. Juni 2020.
Der 79 m hohe, voll vermietete Büroturm bietet insge-
samt 25.900
m² Mietfläche.
Im Oktober hat CA Immo das Wohngebäude NEO
LIVING im Münchner Quartier Baumkirchen Mitte ver-
äußert. Die Gesamtnutzfläche des im September 2020 fer-
tiggestellten Wohngebäudes beträgt rund 5.200
m². NEO
LIVING ist Teil des von der CA Immo entwickelten Ge-
bäude-Ensembles NEO, das zusätzlich zum verkauften
Wohnanteil noch über einen Hotel- und Büroturm ver-
fügt. Das Objekt umfasst 50 hochwertige Mietwohnungen
und drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.
Darüber hinaus konnte CA Immo mehrere non-core
Grundstücke zu attraktiven Konditionen veräußern, u. a.
ein Baugrundstück im Zollhafen Mainz, ein Hotelgrund-
stück in Lübeck (das Closing erfolgte im Februar 2021)
sowie je ein Entwicklungsgrundstück in Dortmund und
Düsseldorf (das Closing der beiden letztgenannten Trans-
aktionen wird im 2. Quartal 2021 erwartet). Mit dem Ver-
kauf von zwei Grundstücken mit Retail-Nutzung in Graz,
Österreich, zog sich CA Immo aus der letzten österreichi-
schen Sekundärstadt zurück.
Alle Verkäufe erfolgten zu Preisen, die über dem letzten
Buchwert lagen – was die Werthaltigkeit des CA Immo
Portfolios im gegenwärtigen Marktumfeld unterstreicht.
Mit dieser strategischen Kapitalrotation expandiert
CA Immo in ihren Kernmärkten, stärkt die nachhaltigen
Erträge und verbessert ihre Portfolioqualität und Bewirt-
schaftungseffizienz.
Das 2020 verkaufte Immobilienvermögen
1)
brachte in
Summe Verkaufserlöse von 229,8
Mio. € (2019:
67,1
Mio. €) und einen Ergebnisbeitrag von 55,3 Mio. €
(2019: 19,4
Mio. €).
Investitionen
2020 investierte CA Immo insgesamt 271,4
Mio. € (2019:
257,7
Mio. €) in das Immobilienportfolio (Investitionen
und Instandhaltung). 60,7
Mio. € flossen in Revitalisie-
rungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen, 210,8
Mio. € wur-
den für die Projektentwicklungen aufgewendet.
1)
Inkl. Verkauf von Immobilien im anteiligen Eigentum von CA Immo (at
equity)
KONZERNLAGEBERICHT
15
Das Geschäftsfeld Bestandsimmobilien ist wichtigster
Ertragsbringer von CA Immo und macht einen Anteil von
85% am Gesamtimmobilienvermögen aus. Die laufende
Qualitätsoptimierung des Bestands sowie die kontinuier-
liche Mieterbindung und -Akquisition zur Erhaltung
stabiler, wiederkehrender Mieterträge ist übergeordnetes
Unternehmensziel. Details zu Nachhaltigkeitsthemen im
Gebäudebestand finden Sie im ESG Bericht.
4,7
Mrd. € Bestandsvermögen
Das Bestandsportfolio der Gruppe umfasst zum Stichtag
31.12.2020 eine vermietbare Gesamtnutzfläche von rd.
1,4
Mio. m² mit einem Bilanzwert von rund 4,7 Mrd. €
(2019: 4,3
Mrd. €). Der größte Anteil des Bestandsvermö-
gens entfällt mit 42% des Portfoliowerts auf das Segment
Zentral- und Osteuropa (CEE). In Summe verzeichnete
CA Immo 2020 Mieterlöse in Höhe von 238,2
Mio. €
(2019: 217,8
Mio. €), davon entfielen rd. 56% auf CEE.
Auf Basis der annualisierten Mieterlöse rentiert das Be-
standsportfolio mit 5,2%
2)
(2019: 5,5%
3)
). Der Büroanteil
wurde im Zuge der strategischen Portfoliofokussierung in
den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht und liegt
nun nahezu unverändert zum Vorjahr bei 90%.
Stabil hoher Vermietungsgrad
Der Vermietungsgrad des Bestandsportfolios liegt mit
94,8%
2)
weiterhin auf hohem Niveau (31.12.2019:
96,1%
3)
). CA Immo verzeichnete zum Stichtag in nahezu
allen Kernmärkten eine Vollauslastung des Bestandsport-
folios.
BESTANDSIMMOBILIEN: KENNZAHLEN NACH LÄNDERN
Buchwert Vermietbare Fläche Vermietungsgrad Annualisierter Mieterlös Rendite
in Mio. € in m² in % in Mio. € in %
Österreich 524,7 215.699 91,1 28,3 5,4
Deutschland 2.129,3 407.032 98,8 77,1 3,6
Tschechien 387,9 131.661 97,0 22,0 5,7
Ungarn 524,2 218.621 89,2 34,3 6,5
Polen 555,1 171.782 94,0 36,8 6,6
Rumänien 390,1 164.557 94,9 31,8 8,1
Sonstige Länder 82,9 46.448 94,2 7,9 9,6
Zwischensumme 4.594,2 1.355.799 94,8 238,2 5,2
Sonstige Bestandsimmobilien
4)
141,8 17.974
Gesamtes Bestandsvermögen 4.736,0 1.373.773
4)
Inkl. selbst genutzte Immobilien; inkl. der 2020 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Immobilien NEO (München) und Quartiersgarage
(Zollhafen Mainz), die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden
1)
Dieses Kapitel zeigt u. a. Performance-Kennzahlen unserer Bestandsim-
mobilien wie Vermietungsquote und Rendite. Selbstgenutzte Immobilien,
Immobilien mit Nutzungsrecht („Right-of-use“) und Projektfertigstellun-
gen, die noch in der Stabilisierungsphase sind, fließen nicht in die Be-
rechnung dieser Kennzahlen ein. Deshalb sind diese Immobilienarten in
der Tabelle „Bestandskennzahlen“ in den Portfolio-Buchwerten sowie
der vermietbaren Fläche exkludiert und in der Zeile „Sonstige Be-
standsimmobilien“ gesondert ausgewiesen.
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. des 2020 fertig gestellten und in
den Bestand übernommenen Bürogebäudes NEO (München) und der
Quartiersgarage im Zollhafen Mainz, die sich noch in der Stabilisierungs-
phase befinden
3)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellungen
Orhideea Towers (Bukarest), ViE (Wien) und MY.O (München), die sich
zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befanden
Büro
PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN
NACH HAUPTNUTZUNGSARTEN (Basis: 4,7 Mrd. €)
Einzelhandel
Hotel
Sonstige
90%
2%
6%
2%
BESTANDSIMMOBILIEN
1)
KONZERNLAGEBERICHT
16
KONZERNLAGEBERICHT
LIKE-FOR-LIKE BETRACHTUNG DER OBJEKTE, DIE SICH ZUM 31.12.2019 IM STABILISIERTEN PORTFOLIO
BEFANDEN
Die Like-for-like Betrachtung des Portfolios gibt einen
Überblick über die organische Entwicklung der wesentli-
chen Portfoliokennzahlen im Jahresvergleich, bereinigt
um Portfolioveränderungen (Immobilienzu- und -ab-
gänge), um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Der An-
stieg des Bilanzwertes im Laufe des Jahres 2020 resul-
tierte hauptsächlich aus einem positiven Neubewertungs-
ergebnis in Deutschland. Rückgänge der Mieteinnahmen
in Ungarn und nicht-strategischen Standorten in Zentral-
und Osteuropa wurden durch deutliche Steigerungen in
Rumänien und Tschechien kompensiert. Die Bruttoren-
dite sank hauptsächlich aufgrund von Bilanzwertsteige-
rungen in Deutschland um 9 Basispunkte. Der Vermie-
tungsgrad sank über den Betrachtungszeitraum um 36 Ba-
sispunkte. Die Rückgänge in Ungarn und Polen wurden
teilweise durch Steigerungen in Rumänien und Tsche-
chien kompensiert.
Bilanzwerte Mieterlöse GUV Bruttorendite in %
1)
Vermietungsgrad in %
2)
Mio € 2020 2019 2020 2019 2020 2019 2020 2019
Österreich 471,6 483,4 25,4 26,1 5,6 5,6 92,2 94,7
Deutschland 1.708,6 1.575,4 63,3 63,2 3,7 3,9 98,6 98,9
Tschechien 387,9 390,7 21,1 20,6 5,7 5,5 97,0 95,6
Ungarn 524,2 525,1 33,8 34,0 6,5 6,6 89,2 93,2
Polen 467,3 491,8 29,6 29,3 6,5 6,3 94,3 95,7
Rumänien 311,1 319,2 23,3 21,6 7,9 7,6 95,6 96,2
Sonstige
3)
116,8 129,7 10,2 10,7 9,5 8,7 92,8 93,8
Gesamt 3.987,5 3.915,3 206,8 205,4 5,3 5,4 94,7 96,0
1)
Annualisierte Vertragsmiete / Bilanzwert
2)
Wirtschaftliche Auslastung (annualisierte Vertragsmiete / Vertragsmiete bei Vollvermietung)
3)
Serbien, Slowakei
V
ermietung
sleistung 202
0
CA Immo vermietete 2020 kon
zernweit in Su
mme rd.
136.200
m² vermietbare Nutzfläche (2019: rd. 268.000 m²),
davon entfielen 4% (rd. 5.100
m²) auf Vorvermietungen
von im Bau befindlichen Projekten. Exklusive dieser Pro-
jekt-Vorvermietungen ergibt dies eine Vermietungsleis-
tung von rd. 9% gemessen am insgesamt rd. 1,4
Mio. m²
großen Bestandsportfolio der Gruppe. 24% der Bestands-
Vermietungsleistung entfielen auf Neuvermietungen und
Vertragserweiterungen, 76% auf Vertragsverlängerungen
bestehender Mieter. Rd. 88% der vermieteten Gesamtflä-
che waren Büroflächen.
41
% der Mietverträge (nach Mietvolumen) laufen län-
ger als 5 Jahre, der WALT (Weighted Average Lease Term)
liegt zum Stichtag bei 4,0 Jahren (2019: 4,2). CA Immo
verfügt über eine branchendiversifizierte Mieterstruktur
mit hohem Anteil an Unternehmen aus dem Dienstleis-
tungs- und Technologiesektor. Die 20 größten Mieter ma-
chen rd. 33% der gesamten Mieterträge aus (auf Basis an-
nualisierter Mieterlöse).
VERMIETUNGSLEISTUNG NACH REGIONEN
in m² Vorver-
mietung
Projekte
Bestand
Neuver-
mietung
Vertragsver-
längerungen
Summe
Deutschland 5.105 8.188 15.829 29.122
Österreich 0 10.059 8.463 18.522
CEE 0 13.478 75.114 88.592
Summe 5.105 31.725 99.407 136.237
KONZERNLAGEBERICHT
17
AUSLAUFPROFIL DER MIETVERTRÄGE AUF BASIS
DER ANNUALISIERTEN MIETERLÖSE
1)
1)
Laufzeit bis zum nächstmöglichen Vertragsende
GRÖSSTE MIETER (TOP 20)
Branche Region Anteil in % an der
Gesamtmiete
1)
PWC Professional Services Deutschland 3,1%
InterCit
y
Hotel Consumer Services & Leisure Deutschland 2,5%
The Euro
p
ean Border and Coast Guard A
g
enc
y
Professional Services CEE 2,5%
Goo
g
le German
y
Technolo
gy
Deutschland 2,0%
BRITISH AMERICAN TOBACCO Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
CEE 1,9%
Mor
g
an Stanle
y
Financial Services CEE 1,8%
KPMG Professional Services Deutschland 1,8%
Land Berlin Public Sector / Re
g
ulator
y
Bod
y
Deutschland 1,7%
TOTAL Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
Deutschland 1,7%
Robert Bosch Manufacturin
g
Industrial & Ener
gy
Österreich 1,6%
Verkehrsbüro Consumer Services & Leisure Österreich 1,6%
JetBrains Technolo
gy
Deutschland 1,5%
Bundesanstalt für Immobilienauf
g
aben Public Sector / Re
g
ulator
y
Bod
y
Deutschland 1,5%
H
yp
o
p
ort Technolo
gy
Deutschland 1,4%
salesforce.com German
y
Technolo
gy
Deutschland 1,1%
Accenture Business Services CEE 1,0%
VOBA Vermietun
g
s- und Ver
p
achtun
g
s GmbH Financial Services Österreich 1,0%
ORANGE Consumer Services & Leisure CEE 1,0%
FINASTRA Technolo
gy
CEE 0,9%
S.C. THALES SYSTEMS ROMANIA Technolo
gy
CEE 0,9%
1)
Auf Basis annualisierter Mieterlöse
Business &
Professional Services
MIETER BRANCHENMIX AUF BASIS ANNUALISIERTER
MIETERLÖSE
Financial Services
Technologie
Consumer Services &
Leisure
Öffentlicher Sektor/
Aufsichtsbehörde
Industrielle Fertigung &
Energie
Sonstige
26%
12%
21%
17%
9%
13%
2%
KONZERNLAGEBERICHT
18
KONZERNLAGEBERICHT
EPRA Renditen
Art und Umfang von Renditeangaben variieren oft und
die verwendeten Kennzahlen sind nicht einheitlich defi-
niert. Um eine vergleichbare Berichterstattung in Bezug
auf die Renditen in ganz Europa zu ermöglichen, hat
EPRA zwei Renditekennzahlen definiert.
Die EPRA-Nettoanfangsrendite errechnet sich aus den
annualisierten Mieteinnahmen auf Basis der Stichtags-
mieten abzüglich der nicht umlagefähigen Betriebskos-
ten, dividiert durch den Marktwert der Immobilien. Die
EPRA-"topped-up" Rendite wird unter Verwendung einer
Anpassung in Bezug auf die Gewährung von mietfreien
Zeiten (oder anderen nicht abgelaufenen Mietanreizen
wie z. B. vergünstigte Mietzeiten und Staffelmieten) be-
rechnet.
EPRA RENDITEN
Tsd. € Österreich Deutschland Tschechien Ungarn Polen Rumänien CEE
Sonstige
Gesamt
Bestandsimmobilien
1)
504.306 1.813.758 393.731 529.440 471.973 315.400 118.534 4.147.142
Annualisierte Cash Mieteinnahmen
(
brutto
)
24.863 67.305 20.346 33.246 29.274 23.530 9.925 208.488
Direkte zurechenbare Kosten
–
7.917
–
8.159
–
899
–
3.763
–
1.961 980
–
1.068
–
22.788
Annualisierte Cash Mieteinnahmen
(
netto
)
1)
16.946 59.146 19.447 29.482 27.313 24.510 8.856 185.700
EPRA Net Initial Yield 3,4% 3,3% 4,9% 5,6% 5,8% 7,8% 7,5% 4,5%
Mietincentives 762 –1.138 718 549 340 –212 292 1.310
EPRA "to
pp
ed-u
p
" Net Initial Yield 3,5% 3,2% 5,1% 5,7% 5,9% 7,7% 7,7% 4,5%
1)
Basierend auf dem um Kaufnebenkosten angepassten like-for-like Portfolio
EPRA Leerstandsquote
Die Berichterstattung über Leerstandsquoten ist in der
Immobilienbranche nicht standardisiert. Um eine ver-
gleichbare und konsistente Berichterstattung zu fördern,
schreiben die EPRA-Richtlinien eine einzige, klar defi-
nierte Leerstandsquote vor. Diese ist als Prozentsatz aus-
zudrücken, der dem erwarteten Mietwert der leerstehen-
den Flächen geteilt durch den erwarteten Mietwert des ge-
samten Portfolios entspricht. Die EPRA-Leerstandsquote
wird nur für Bestandsimmobilien (als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien, Handelsimmobilien und ein-
schließlich des Anteils am Leerstand von Joint Ventures)
berechnet, jedoch ohne Immobilien in Entwicklung.
EPRA LEERSTANDSQUOTE
nachhaltig
erzielbare
Miete (ERV)
Leerstand
nachhaltig
erzielbare Miete
(ERV)
EPRA
Leerstands-
quote
Österreich 2,8 29,3 9,4%
Deutschland 1,0 113,4 0,9%
Ungarn 4,2 40,2 10,4%
Polen 2,3 38,2 6,1%
Tschechien 0,7 22,9 3,0%
Rumänien 1,7 32,3 5,3%
Sonstige Länder 0,5 8,1 6,0%
CEE 9,4 141,7 6,6%
Gesamt 13,1 284,3 4,6%
KONZERNLAGEBERICHT
19
SEGMENT ÖSTERREICH
Das österreichische Bestandsportfolio verfügt über eine
vermietbare Nutzfläche von 218,2
Tsd. m² und repräsen-
tiert gemäß aktueller Bewertung einen Bilanzwert von rd.
530,0
Mio. € (2019: 572,9 Mio. €). 2020 erbrachte dieses
Portfolio Mieterlöse in Höhe von 28,3
Mio. € (2019:
29,6
Mio. €), was einer durchschnittlichen Rendite von
5,4%
1)
(2019: 5,7%
2)
) entspricht.
CA Immo investierte 2020 5,6
Mio. € (2019: 18,8 Mio. €)
in das österreichische Bestandsportfolio (Investitionen
und Instandhaltung).
Vermietungsleistung
2020 wurden in Österreich insgesamt knapp 19.000
m²
Bestandsfläche neu vermietet bzw. verlängert. Die wirt-
schaftliche Vermietungsquote im Bestandsportfolio lag
zum Stichtag bei 91,1%
1)
(2019: 95,1%
2)
). Der Rückgang
der Auslastung ist bedingt durch die Übernahme des
Ende 2018 fertig gestellten Bürogebäudes ViE mit einer
Auslastung von rd. 80% (Stand 31.12.2020) in das stabili-
sierte Bestandsportfolio.
BESTANDSKENNZAHLEN ÖSTERREICH
4)
in Mio. € 31.12.2020 31.12.2019
6)
Verände-
rung
Bilanzwert 524,7 517,2 1,4%
Annualisierte Mieterlöse
5)
28,3 29,6 –4,3%
Bruttorendite in % 5,4 5,7 –30 bp
Wirtschaftlicher Leerstand
in %
8,9 4,9 400 bp
4)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
5)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
6)
Exkl. der Projektfertigstellung ViE, die im 4. Quartal 2019 in den Bestand
übernommen wurde und sich noch in der Stabilisierungsphase befindet
SEGMENT DEUTSCHLAND
Durch die Übernahme eigener Projektfertigstellungen in
den Bestand, zwei Bestandsakquisitionen sowie ein posi-
tives Neubewertungsergebnis hat sich der Wert des deut-
schen Immobilienbestands im Jahr 2020 weiter erhöht.
Die Fertigstellung der CA Immo-Büroprojekte MY.B (Ber-
lin) und NEO (München) wirkt sich in Kombination mit
1)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung ViE, die sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befand
3)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung NEO (München) und der Quartiersgarage (Zollhafen Mainz), die sich noch in der Stabili-
sierungsphase befinden
4)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung MY.O (München), die sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befand
dem Ankauf der Berliner Bürogebäude „Am Karlsbad
11“ und "Pohlstraße 20" im Jahresvergleich steigernd auf
sämtliche Bestandskennzahlen aus (Details zu den Port-
folioveränderungen 2020 finden Sie im Kapitel Immobi-
lienvermögen).
Zum Stichtag hält CA Immo in Deutschland Bestands-
immobilien mit einem Bilanzwert von rd. 2.228,5
Mio. €
(2019: 1.725,5
Mio. €) und einer vermietbaren Nutzfläche
von 422
Tsd. m² (2019: 369 Tsd. m²). Nach Portfoliowert
liegen 47% des Gesamtbestands in Deutschland. Das
deutsche Portfolio umfasst Großteils moderne, von
CA Immo selbst entwickelte Bürogebäude in zentraler
Lage in Berlin, München und Frankfurt.
2020 wurden in Deutschland Mieterlöse in Höhe von
77,1
Mio. € (2019: 61,9 Mio. €) erwirtschaftet. Die Rendite
des Bestandsportfolios lag per 31.12.2020 bei 3,6%
3)
(31.12.2019: 3,9%
4)
). CA Immo investierte 2020 insgesamt
24,7
Mio. € in ihre deutschen Bestandsimmobilien (Inves-
titionen und Instandhaltung; 2019: 23,2
Mio. €).
Vermietungsgrad stabil bei 99%
Der Vermietungsgrad des deutschen Bestandsportfolios
lag mit 98,8%
3)
(31.12.2020) nahezu unverändert auf sehr
hohem Niveau (31.12.2019: 98,9%
4)
). Insgesamt wurden
2020 in Deutschland rd. 24.000
m² Bestandsfläche neu
vermietet bzw. verlängert.
BESTANDSKENNZAHLEN DEUTSCHLAND
in Mio. € 31.12.2020
3)
31.12.2019
4)
Veränderung
Bilanzwert 2.129,3 1.575,4 35,2%
Annualisierte
Mieterlöse
5)
77,1 61,9 24,5%
Bruttorendite in % 3,6 3,9 –30 bp
Wirtschaftlicher
Leerstand in %
1,2 1,1 10 bp
3)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der 2020 fertig gestellten und in
den Bestand übernommenen Immobilien NEO (München) und Quartiersga-
rage Zollhafen Mainz, die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden
4)
Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. der Projektfertigstellung MY.O
(München), die sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase be-
fand
5)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
KONZERNLAGEBERICHT
20
KONZERNLAGEBERICHT
Deutschland
PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN
NACH LÄNDERN (Basis: 4,7 Mrd. €)
Ungarn
Österreich
Polen
Tschechien
Rumänien
Sonstige Länder
47%
11%
11%
12%
8%
8%
3%
SEGMENT ZENTRAL- UND OSTEUROPA (CEE)
CA Immo ist seit 1999 als Investor und Bestandshalter
in CEE aktiv. Zum Stichtag ist sie in sechs Ländern der
CEE- und SEE-Region mit Bestandsimmobilien präsent.
Der Wert der CEE Bestandsimmobilien lag zum
31.12.2020 stabil bei 1.977,4
Mio. € (31.12.2019:
2.009,6
Mio. € und macht zum Stichtag einen Anteil von
42% am CA Immo-Gesamtbestand aus (nach Portfolio-
wert). CA Immo setzt in der Region ausschließlich auf
Büroimmobilien (100% Anteil am CEE Gesamtportfolio)
in zentraler Lage in den Hauptstädten. Die Instandhal-
tung und Vermietung der Immobilien wird durch lokale
Teams in den Kernstädten abgewickelt.
56% der Mieterträge aus CEE
Das Bestandsportfolio umfasst rd. 733
Tsd. m² vermiet-
bare Fläche (2019: 750
Tsd. m²) und erwirtschaftete 2020
Mieterlöse in Höhe von 132,8
Mio. € (2019: 126,2 Mio. €),
das sind rund 56% der gesamten von CA Immo lukrier-
ten Mieterträge. Der Bestand rentiert mit 6,8% (2019:
6,6%
1)
). CA Immo investierte 2020 rund 30,3 Mio. €
(2019: 23,9
Mio. €) in ihre CEE Bestandsimmobilien.
Auslastungsgrad von 93%
Der wirtschaftliche Vermietungsgrad (gemessen am Jahres-
sollmietertrag) lag zum Stichtag bei 93,4% (31.12.2019:
95,0%
1)
). Die gesamte Vermietungsleistung 2020 im CEE-
Segment bewegte rd. 89.000
m² vermietbare Nutzfläche, da-
von entfielen 15% auf Bestand-Neuvermietungen (inkl. Ver-
tragserweiterungen) und 85% auf Vertragsverlängerungen.
BESTANDSKENNZAHLEN CEE
Buchwert Annualisierter
Mieterlös
2
⁾
Vermietungsgrad Rendite
in Mio. € in Mio. € in % in %
Polen 555,1 36,8 94,0 6,6
Ungarn 524,2 34,3 89,2 6,5
Rumänien 390,1 31,8 94,9 8,1
Tschechien 387,9 22,0 97,0 5,7
Sonstige Länder
3)
82,9 7,9 94,2 9,6
Gesamt 1.940,2 132,8 93,4 6,8
2)
Monatliche Vertragsmiete zum Stichtag x 12
3)
Inkludiert zwei Büroimmobilien in Belgrad, Serbien
1)
Exkl. der Projektfertigstellung Orhideea Towers (Bukarest), die sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befand
KONZERNLAGEBERICHT
21
Projektentwicklung als organischer Wachstumstreiber
Durch die eigenständige Entwicklung von Immobilien
und deren anschließende Übernahme in den Bestand er-
höht CA Immo die Qualität ihres Portfolios und sichert
gleichzeitig dessen organisches Wachstum. CA Immo
profitiert hierbei sowohl von ihrem weitreichenden Vor-
rat an deutschen Grundstücksreserven in zentralen Lagen
vor allem in München, Frankfurt und Berlin, als auch
von ihrer internen Development-Plattform, die die Nut-
zung einer tiefen Wertschöpfungskette ermöglicht. Von
der Grundstücksaufbereitung und Baurechtschaffung bis
zum Baumanagement, der Vermietung und Übernahme
von fertiggestellten Gebäuden in den eigenen Bestand be-
ziehungsweise dem Verkauf an Endinvestoren deckt
CA Immo das volle Spektrum an Projektentwicklungs-
Leistungen ab.
Details zu Nachhaltigkeitsaspekten im Geschäftsfeld
Projektentwicklung finden Sie im ESG Bericht.
Vier Projektfertigstellungen 2020
Im Geschäftsjahr stellte CA Immo zwei Gebäude zum
Verkauf (Bürogebäude cube berlin, Wohngebäude NEO
LIVING in München) sowie jeweils ein Bürogebäude in
Berlin und München für den eigenen Bestand fertig (De-
tails finden Sie im Kapitel „Immobilienvermögen“). Das
gesamten Investitionsvolumen (inkl. Grundstücke) aller
Projektfertigstellungen 2020 lag bei 286,5
Mio. €, davon
entfallen 145,3
Mio. € auf Entwicklungen für den eigenen
Bestand und 141,2
Mio. € zum Verkauf.
Projekt-Vorvermietungen
Im Jahr 2020 unterzeichnete CA Immo Mietverträge für
insgesamt rd. 5.100
m² Nutzfläche in im Bau befindlichen
Projektentwicklungen. Dies inkludiert u. a. einen lang-
fristigen Mietvertrag über rd. 3.500
m² Mietfläche im
Münchner Bürogebäude NEO, das im 3. Quartal 2020 fer-
tig gestellt und in den Bestand übernommen wurde.
95% der Entwicklungstätigkeit in Deutschland
Per 31.12.2020 machte die Developmentsparte
1)
mit rd.
826,3
Mio. € Bilanzwert (2019: 878,5 Mio. €) einen Anteil
von rd. 15% des gesamten Immobilienvermögens von
CA Immo aus. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätig-
keit liegt mit 95% (nach Bilanzwert) in Deutschland. Das
restliche Immobilienvermögen in Entwicklung
(39,2
Mio. €) entfällt auf Entwicklungen und Grund-
stücksreserven in CEE. Das deutsche Immobilienvermö-
gen in Entwicklung
1)
mit einem Gesamtbilanzwert von
787,1
Mio. € gliedert sich in im Bau befindliche Projekte
(432,5
Mio. €) sowie Projekte in Bauvorbereitung und
Grundstücksreserven (354,6
Mio. €).
IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG NACH LÄNDERN
1)
Grundstücksreserve Projekte in
Umsetzung
Summe
Immobilienvermögen in
Entwicklung
in Mio. € Bilanzwert Bilanzwert in % Bilanzwert Bilanzwert in % Bilanzwert Bilanzwert in %
Österreich 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Frankfurt 192,5 54,2 241,0 51,1 433,5 52,5
Berlin 99,5 28,0 173,5 36,8 273,0 33,0
München 62,7 17,7 17,9 3,8 80,6 9,8
Deutschland 354,6 100,0 432,5 91,7 787,1 95,3
Tschechien 0,1 0,0 39,1 8,3 39,2 4,7
Ungarn 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Polen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Rumänien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Länder 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Osteuropa 0,1 0,0 39,1 8,3 39,2 4,7
Gesamt 354,8 100,0 471,6 100,0 826,3 100,0
1)
Inkludiert Immobilienvermögen in Entwicklung sowie zum Handel und Verkauf gehaltene Projekte und Grundstücksreserven (kurzfristiges Immobilien-
vermögen)
IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG
KONZERNLAGEBERICHT
22
KONZERNLAGEBERICHT
SEGMENT ÖSTERREICH
In Österreich verzeichnete CA Immo im Geschäftsjahr
2020 keine Aktivitäten im Geschäftsfeld Immobilienver-
mögen in Entwicklung.
SEGMENT DEUTSCHLAND
Die deutschen Entwicklungsaktivitäten von CA Immo
konzentrieren sich vor allem auf die großflächigen, ge-
mischt genutzten Stadtquartiersprojekte in Berlin, Mün-
chen und Frankfurt. Per 31.12.2020 hat CA Immo in
Deutschland 109.448
m² vermietbare Nutzfläche mit ei-
nem gesamten Investitionsvolumen (inkl. Grundstück)
von 637,1
Mio. € in Umsetzung (2019: 858,9 Mio. €). In Er-
gänzung zum aktuellen Projektvolumen besitzt CA Immo
deutsche Grundstücksreserven im Wert von 354,6
Mio. €
(inkl. zum Handel und Verkauf gehaltene Liegenschaf-
ten). Diese vorhandenen Reserven bilden die Basis für
die weitere wertschöpfende Entwicklungsaktivität von
CA Immo in den kommenden Jahren.
PROJEKTE IN UMSETZUNG
1)
in Mio. € Gesamtes
Investitions-
volumen
2)
Offene
Bau-
kosten
Geplante
vermietbare
Fläche in m²
Brutto-
erstellungs-
rendite in %
Stadt Haupt-
nutzung
Vorverwer-
tungsgrad
in %
3)
Geplante
Fertig-
stellung
Projekte (eigener Bestand)
ZigZag 16,8 3,0 4.695 5,1 Mainz Büro 35 Q3 2021
ONE 412,0 191,8 68.548 5,6 Frankfurt Büro 33 Q1 2022
Mississippi House 40,0 17,6 13.383 6,6 Prag Büro 40 Q3 2021
Missouri Park 24,5 10,8 7.376 6,3 Prag Büro 14 Q3 2021
Hochhaus am Europaplatz 141,3 81,8 22.948 6,3 Berlin Büro 100 Q4 2023
Grasblau 67,0 43,4 13.258 8,5 Berlin Büro 0 Q4 2022
Summe 701,6 348,4 130.208 6,1
1)
Exkl. Joint Ventures (Wohnbau). Alle in der Tabelle enthaltenen Projekte stehen zu 100% im Eigentum von CA Immo
2)
Inkl. Grundstück
3)
Vorverwertungsgrad: Vorvermietung
2
1
ENTWICKLUNG DES STADTQUARTIERS
EUROPACITY IN BERLIN
JOHN F. KENNEDY HAUS
Büro / 18.000 m
2
/ 2015 / vermietet
1
INTERCITY HOTEL BERLIN
Hotel / 20.600 m
2
/ 2013 / vermietet
2
MONNET 4
Büro / 8.100 m
2
/ 2015 / vermietet
3
TOUR TOTAL
Büro / 14.200 m
2
/ 2012 / vermietet
4
BESTANDSIMMOBILIEN
MY.B
Büro / 14.800 m
2
/ 2020 / vermietet
8
G
BÜROGEBÄUDE HEIDESTRASSE 58
Büro / 12.800 m
2
/ 2018 / vermietet
5
BÜROGEBÄUDE AM KUNSTCAMPUS
Büro / 7.900 m
2
/ 2019 / vermietet
7
HAMBURGER BAHNHOF
Museum
6
4
3
5
6
8
7
(Nutzung / Nutzfl äche in m
2
/ Fertigstellung / Status)
PROJEKTE IN UMSETZUNG
UPBEAT
Büro / 3.0 m
2
/ 202 / in Bauvorbereitung
1
PROJEKTE IN BAUVORBEREITUNG
GRUNDSTÜCKSRESERVE
G
1
G
9
HOCHHAUS AM EUROPAPLATZ
Büro / 200 m
2
/ 2023 / in Bau
9
KONZERNLAGEBERICHT
25
Aktuelle Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten in
Deutschland
Berlin
Rund um den Berliner Hauptbahnhof entsteht mit dem
Stadtquartier Europacity auf rd. 60 ha ein modernes, ge-
mischt genutztes Quartier. Namhafte Unternehmen wie
KPMG und IntercityHotel wurden dafür bereits als Mieter
gewonnen. Zum Stichtag hat CA Immo im Rahmen dieser
Quartiersentwicklung ein Projekt in Umsetzung:
Ende 2019 startete CA Immo den Bau des rd. 84 m ho-
hen Büroturms Hochhaus am Europaplatz in unmittelba-
rer Nachbarschaft zum Berliner Hauptbahnhof. Das Land-
mark-Gebäude war bereits vor Baustart zu 100% an
KPMG vorvermietet. Damit errichtet CA Immo bereits das
neunte Gebäude im Stadtquartier Europacity.
Außerhalb der Europacity startete CA Immo im 1. Halb-
jahr darüber hinaus den Bau des Bürogebäudes Grasblau
in unmittelbarer Nachbarschaft zum Potsdamer Platz. Das
Projekt punktet u. a. mit attraktiver Innenstadtlage – sehr
guter Verkehrsanbindung und Nahversorgung – in Verbin-
dung mit ruhiger und grüner Mikrolage, transparenter Ar-
chitektur und großzügigen Freiflächen.
München
Ende Juli fand der städtebauliche und landschaftspla-
nerische Wettbewerb für die Münchner Eggarten-Sied-
lung seinen Abschluss. Ausgelobt hatten den Wettbewerb
die beiden Grundstückseigentümer CA Immo und Büschl
Unternehmensgruppe mit dem Ziel, das Areal zu einem
zukunftsweisenden und nachhaltigen Modellquartier für
genossenschaftlichen Wohnungsbau, Mobilität, Energie
und Klimaschutz zu entwickeln (siehe auch ESG Bericht).
Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind nun Grundlage für
das weitere Bebauungsplanverfahren.
Frankfurt
Im Frankfurter Europaviertel an der Schnittstelle von
Bankenviertel und Messe entwickelt CA Immo das 190 m
hohe Büro- und Hotelhochhaus ONE. Nach der für 2022
geplanten Fertigstellung wird die international operie-
rende NH Hotel Group ein Hotel der Lifestyle-Marke
nhow mit 375 Zimmern eröffnen.
Ende September hat CA Immo in Kooperation mit der
Stadt Frankfurt einen Architekturwettbewerb für ein
CA Immo-Grundstück („Millennium Areal“) im Frank-
furter Europaviertel ausgelobt. Ziel ist die Entwicklung
eines gemischt genutzten Gebäudeensembles mit zwei
Hochhäusern und einer Blockrandbebauung mit einer Ge-
samtbruttogrundfläche von ca. 185.000
m². Das rd.
8.700
m² große Wettbewerbsareal liegt in zentraler Lage
unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs am westlichen
Rand des Frankfurter Bankenviertels. Der zur Entwick-
lung des Areals zwischen der Stadt Frankfurt und
CA Immo abgeschlossene städtebauliche Vertrag sieht für
den Standort eine hohe, urbane Nutzungsmischung aus
Wohnungen, Büroflächen, Hotel und einer Kindertages-
stätte sowie ergänzenden Gastronomie-, Einzelhandels-,
Dienstleistungs- und Freizeitflächen vor.
Der Architekturwettbewerb für das CA Immo-Grundstück (rot markiert) im
Frankfurter Europaviertel wurde ausgelobt. Links davon: Baustelle des ONE
Mainz
Seit 2015 entwickelt CA Immo gemeinsam mit den
Stadtwerken Mainz den Zollhafen Mainz, ein neues urba-
nes Viertel auf rd. 22 ha Fläche direkt am Rheinufer. Im 2.
Quartal haben die Joint Venture-Partner CA Immo und
UBM mit dem Bau des Wohn- und Bürogebäudes Kauf-
mannshof im Zollhafen Mainz begonnen. Insgesamt wer-
den 50 hochwertige Wohnungen und rd. 3.100
m² Büro-
mietfläche entstehen.
SEGMENT ZENTRAL- UND OSTEUROPA (CEE)
Auf das Segment Zentral- und Osteuropa entfällt zum
31.12.2020 ein Immobilienvermögen in Entwicklung
(inkl. Grundstücksreserven) mit einem Bilanzwert von rd.
39,2
Mio.
€.
In der River City Prague im begehrten Prager Bezirk Kar-
lin hat CA Immo zwei hochwertige Bürogebäude im Bau.
Mississippi House und Missouri Park werden das attrak-
tive River City Büroensemble, das aktuell aus den drei
CA Immo Bestandsgebäuden Amazon Court, Nile House
und Danube House besteht, ergänzen. Die vermietbare
Nutzfläche der beiden Gebäude wird insgesamt rd.
21.000
m² umfassen.
KONZERNLAGEBERICHT
26
KONZERNLAGEBERICHT
Die Bewertung der Liegenschaften ist die substanzielle
Basis für die Beurteilung eines Immobilienunternehmens
und wichtigster Parameter für die Ermittlung des Net As-
set Value. Neben objektspezifischen Kriterien gibt es eine
Vielzahl von Faktoren innerhalb der wirtschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen, die eine Wirkung auf
die Wertentwicklung von Immobilien entfalten. Im Kern-
geschäft der CA Immo Gruppe, dem Büroimmobilienbe-
reich, spiegelt sich der allgemeine Konjunkturzyklus ins-
besondere in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Be-
schäftigungsquote direkt im Immobilienzyklus wider. Als
weitere wesentliche Variable haben Faktoren wie das
Zinsniveau oder geopolitische Entwicklungen großen Ein-
fluss auf die Nachfragesituation auf den Immobilienin-
vestmentmärkten. Unvorhersehbare Ausnahmesituatio-
nen wie der Ausbruch der Covid-19-Pandemie können
aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tragweite und dem –
sektoral unterschiedlichen – Einfluss auf die Kapital- und
Immobilienmärkte ebenfalls einen direkten Einfluss auf
die Bewertung von Immobilien haben.
Externe Bewertungsgutachten nach
internationalen Standards
Die Wertermittlung der Immobilien wird im Wesentli-
chen von externen unabhängigen Gutachtern unter An-
wendung von anerkannten Bewertungsmethoden ermit-
telt. Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den von
der "Royal Institution of Chartered Surveyors" (RICS) de-
finierten Standards. RICS definiert den Marktwert als den
geschätzten Betrag, für den ein Vermögensgegenstand o-
der eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von ei-
nem bereitwilligen Verkäufer im Rahmen eines marktüb-
lichen Geschäfts nach ordnungsgemäßer Vermarktung an
einen bereitwilligen Käufer verkauft werden könnte, wo-
bei Käufer und Verkäufer sachkundig, umsichtig und
ohne Zwang handeln.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Be-
wertungsmethode hängt insbesondere vom Entwicklungs-
stadium und von der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, die den größten
Anteil am Portfolio der CA Immo Gruppe haben, werden
weitgehend nach der Investmentmethode bewertet. Die
Marktwerte basieren dabei auf kapitalisierten Mieterträ-
gen bzw. abgezinsten, künftig zu erwartenden Cashflows.
Neben den aktuellen Vertragsmieten samt Mietauslauf-
profil werden dafür vom Gutachter auf Basis einer qualifi-
zierten Einschätzung weitere Parameter, wie insbesondere
die erzielbare Marktmiete sowie objektbezogene, adäquate
Renditen, ermittelt und berücksichtigt.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstel-
lungsphase wird das Residualwertverfahren angewendet.
Hierbei basieren die Marktwerte auf den ermittelten
Marktwerten nach Fertigstellung unter Berücksichtigung
der noch anfallenden Aufwendungen sowie einem kalku-
latorischen Ansatz eines – nach Baufortschritt – angemes-
senen Entwicklungsgewinns („Developerprofits“). Allfäl-
lige weitere Risiken werden unter anderem in den künfti-
gen Mietansätzen bzw. Anfangsrenditen und Finanzie-
rungssätzen berücksichtigt. Die Zinssätze variieren insbe-
sondere in Abhängigkeit vom allgemeinen Marktverhal-
ten sowie von Standorten und Nutzungsarten. Je näher
ein Projekt dem Fertigstellungszeitpunkt kommt, desto
größer ist der Anteil von Ist-Zahlen bzw. von vertraglich
gesicherten Zahlen abgeleiteten Parametern. Nach bzw.
kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach
der Investmentmethode bewertet.
Für Grundstücksreserven, auf welchen in naher Zu-
kunft keine aktiven Entwicklungen zu erwarten sind,
werden je nach Liegenschaft und Entwicklungszustand
das Vergleichswertverfahren bzw. das Residualwertver-
fahren herangezogen.
Für nahezu 100% des gesamten Immobilienvermögens
erfolgte eine externe Bewertung zum Stichtag 31.12.2020
bzw. basieren die Werte auf Grundlage verbindlicher
Kaufverträge. Das übrige Immobilienvermögen wurde in-
tern bewertet.2020 wurden erstmals alle Bewertungen
ausschließlich durch CB Richard Ellis durchgeführt.
Marktumfeld 2020
Bedingt durch den Ausbruch der Covid-19-Pandemie
und dem damit verbundenen Wirtschaftseinbruch zeigte
sich das Markumfeld für die Kernmärkte Deutschland,
Österreich und die CEE-Länder verhalten (siehe auch das
Kapitel Immobilienmärkte). Am deutschen Immobilien-
markt blieb die Investmenttätigkeit stabil und führte zu
einer ebenfalls stabilen bis leicht sinkenden Renditeent-
wicklung. Infolge von allgemeinen Lockdowns und Reise-
beschränkungen wurde die Marktaktivität im Laufe des
Jahres zunehmend beeinträchtigt. Hierdurch zeigten sich
die wesentlichen Indikatoren des Vermietungsmarktes
wie Vermietungsleistung und Belegungsraten in den deut-
schen Bürometropolen größtenteils rückläufig. Aufgrund
einer gleichbleibend hohen Nachfrage nach Premium -
Büroimmobilien in Deutschland konnten bei gleichblei-
benden Spitzenmieten eine weitere Renditekompression
in dieser Kategorie festgestellt werden. Die CA Immo
Gruppe konnte durch die starke Marktposition in den
IMMOBILIENBEWERTUNG
KONZERNLAGEBERICHT
27
Städten München, Frankfurt und Berlin trotzdem von ei-
nem insgesamt stabilen Marktumfeld profitieren. Der
Wiener Büroimmobilienmarkt zeigte ein robustes Investo-
reninteresse bei einem stabilen operativen Umfeld. Auf-
grund einer Angebotsknappheit zeigte sich das Transakti-
onsvolumen jedoch rückläufig. Ebenso waren die zentral-
und osteuropäischen Kernmärkte Warschau, Prag, Buda-
pest und Bukarest im Jahr 2020 von einer zurückhalten-
den operativen Entwicklung charakterisiert.
Für das Gesamtjahr 2020 verbuchte die CA Immo
Gruppe ein signifikant positives Neubewertungsergebnis
von 183,5
Mio. € (2019: 462,8 Mio. €).
ÖSTERREICH
Der Wiener Büromarkt blieb im Jahr 2020 weitgehend
stabil. Das Fertigstellungsvolumen von Büroflächen er-
höhte sich um rund 130% gegenüber dem Vorjahr. Damit
blieb das Fertigstellungsvolumen 2020 jedoch rund 30%
unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Ver-
mietungsleistung zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr
konstant. Die Pandemie-bedingte Wirtschaftskrise hat
sich zwar auch 2020 bereits negativ auf den Büromarkt
ausgewirkt, stärkere Effekte werden voraussichtlich aber
in 2021 schlagend. Die Leerstandsrate fiel im Laufe des
Jahres 2020 um ca. 15 Basispunkte auf 4,6%.
Das Neubewertungsergebnis in Österreich summierte
sich zum Stichtag auf -12,5
Mio. € (2019: 3,3 Mio. €). Die
durchschnittliche Bruttorendite der Bestandsimmobilien
sank im Jahresvergleich von 5,7% auf 5,4% (vollkonsoli-
dierte Immobilien).
DEUTSCHLAND
Die robuste Marktentwicklung des deutschen Büroim-
mobilienmarktes führte wie in den Vorjahren zu einer po-
sitiven Wertentwicklung im Deutschland-Segment des
Konzerns. Diese ist vor allem auf steigende Marktwerte
von Büroimmobilien in Berlin sowie auf die erfolgreiche
Umsetzung von Entwicklungsprojekten zurück zu führen.
Das Bewertungsergebnis in Deutschland stand zum
31.12.2020 bei 270,0
Mio. € (31.12.2019: 385,2 Mio. €). Die
betragsmäßig größten Beiträge zum Neubewertungsge-
winn steuerten Aufwertungen im Bestand vor allem in
Berlin, wie z.B. Tour Total, Hallesches Ufer, Spreebogen,
MY.B, John F. Kennedy - Haus, Königliche Direktion oder
die Heidestraße 58 sowie die in Entwicklung oder Pla-
nung befindlichen Objekte in der deutschen Hauptstadt
(Hochhaus am Europaplatz, Grasblau) und München
(VIERTEL FOUR OANS) sowie dem in der Baurechtschaf-
fung befindlichen Projekt Millennium Tower in Frank-
furt, bei. Die Bruttorendite sank im Jahresvergleich von
3,9% auf 3,6% (vollkonsolidierte Immobilien).
CA Immo’s Hotelimmobilien in Deutschland verzeichne-
ten im Jahr 2020 einen Wertrückgang von 24,7
Mio. €. In-
klusive der beiden Hotelimmobilien in Österreich ver-
buchten CA Immo’s Hotelimmobilien einen Wertverlust
von 35,6
Mio. €.
BEWERTUNGSERGEBNIS ÖSTERREICH
1)
in Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/Wertaufholung
Bruttorendite
in %
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
Bestandsimmobilien
2)
524,7 -12,5 5,7 5,4
Immobilien in Entwicklung 0 0
Zur Veräußerung gehaltene Immobilien 0 0
Gesamt 524,7 -12,5
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
KONZERNLAGEBERICHT
28
KONZERNLAGEBERICHT
BEWERTUNGSERGEBNIS DEUTSCHLAND
1)
in Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/Wertaufholung
Bruttorendite
in %
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
Bestandsimmobilien
2)
2.221,0 167,0 3,9 3,6
Immobilien in Entwicklung 751,9 103,0
Zum Handel bestimmte Immobilien 35,2 0,0
Gesamt 3.008,0 270,0
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
2)
Exkl. selbst genutzte Immobilien
ZENTRAL- UND OSTEUROPA
Auch in Zentral- und Osteuropa sind die Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftliche Konse-
quenzen auf die Immobilienmärkte zu erkennen. Die po-
sitive Dynamik der letzten Jahre konnte im – von einer
Rezession geprägten – Jahr 2020 nicht aufrechterhalten
werden. In allen Kernstädten von CA Immo (Warschau,
Prag, Budapest und Bukarest) war im Jahr 2020 eine Ab-
schwächung der Investitions- und Vermietungsdynamik
zu erkennen, die zu einem rückgängigen Flächenumsatz
und steigenden Leerstandsraten führte. Besonders betrof-
fen war der Warschauer Markt, auf welchem die Spitzen-
renditen nachweislich nachgaben.
Das Neubewertungsergebnis im Segment Zentral- und
Osteuropa belief sich zum Stichtag auf –74,0
Mio. €
(2019: 74,3
Mio. €). Die Bruttorendite des CA Immo-Port-
folios stieg im Jahresvergleich von 6,6% auf 6,8% (voll-
konsolidierte Immobilien).
BEWERTUNGSERGEBNIS OSTEUROPA
1)
In Mio. € Bilanzwert Neubewertung /Wert-
minderung/Wertaufholung
Bruttorendite in %
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
Bestandsimmobilien 1.977,4 -69,7 6,6 6,8
Immobilien in Entwicklung 39,2 3,2
Zur Veräußerung gehaltene Immobilien 33,9 -7,5
Gesamt 2.050,6 -74,0
1)
Auf Basis vollkonsolidierter Immobilien
KONZERNLAGEBERICHT
29
Als Immobilienunternehmen ist CA Immo in einer kapi-
talintensiven Branche tätig. Die Verfügbarkeit von Fremd-
kapital ist eine wesentliche Erfolgsdeterminante. Die op-
timale Strukturierung und Optimierung der Kapitalstruk-
tur hat hohe Relevanz und gehört neben der erfolgreichen
Bewirtschaftung des Immobilienportfolios zu den ent-
scheidenden Faktoren für das Gesamtergebnis von
CA Immo.
Unverändert starkes Bilanzprofil
Zum 31.12.2020 lagen die gesamten Finanzverbindlich-
keiten der CA Immo Gruppe bei 2,8
Mrd. € und damit
über dem Vorjahreswert (2,1
Mrd. €). Nach Abzug der li-
quiden Mittel des Konzerns betrug die Nettoverschul-
dung zum Jahresende 1,9
Mrd. € (2019: 1,7 Mrd. €). Das
Unternehmen verfügt damit unverändert über eine äu-
ßerst robuste Bilanz mit einer soliden Eigenkapitalquote
von 45,9% (2019: 50,4%), die in konservativen Verschul-
dungskennzahlen wie einem Gearing (netto) von 60,4%
(2019: 55,8%) bzw. einem Loan-to-Value (LTV, netto) von
33,8% (2019: 31,9%) zum Ausdruck kommt. Der Finan-
zierungsaufwand, wesentliche Komponente des nachhal-
tigen Ergebnisses, lag bei – 42,3
Mio. € (2019:
– 43,1
Mio. €).
Zusätzlich zu den bereits gezogenen und damit bilanz-
wirksamen Finanzierungen verfügt die CA Immo Gruppe
über noch nicht ausgenützte Finanzierungslinien, die der
Finanzierung von in Bau befindlichen Entwicklungspro-
jekten in Deutschland dienen und – im Zuge des Baufort-
schritts – durch die Banken sukzessive valutiert werden.
Dieser Finanzierungsrahmen belief sich zum Stichtag auf
320
Mio. €, wobei Joint Ventures in Höhe der Beteili-
gungsquote berücksichtigt wurden. Darüber hinaus ver-
fügt das Unternehmen auf Holding-Ebene über eine nicht
ausgenutzte Finanzierungslinie (Revolving Credit Faci-
lity) in Höhe von 45
Mio. €.
Investment Grade Rating
Im Dezember 2015 hat die internationale Ratingagentur
Moody’s Investors Service nach einer umfassenden Boni-
tätsanalyse die CA Immobilien Anlagen AG mit einem In-
vestment Grade-Long Term Issuer Rating von Baa2 mit ei-
nem stabilen Ausblick eingestuft. Das Investment Grade
Rating von CA Immo ermöglicht eine Flexibilisierung
und dadurch weitere Optimierung der Finanzierungs-
struktur durch einen verbesserten Zugang zum institutio-
nellen Fremdkapitalmarkt. Für den Konzern erweitert
sich damit die nutzbare Bandbreite an Finanzierungs-
möglichkeiten. Wesentliche Indikatoren für den Erhalt
sowie die Aufrechterhaltung dieses Investment Grade Ra-
tings, welches von strategischer Bedeutung für CA Immo
ist, sind eine starke Bilanz mit geringem Verschuldungs-
grad, die nachhaltige Ertragskraft sowie eine damit ver-
bundene solide Zinsdeckung und eine ausreichend große
Quote von nichtbesicherten Immobilien.
Sowohl das Baa2-Rating als auch der stabile Ausblick
wurden von Moody’s in einer Credit Opinion am
18. Januar 2021 bestätigt. Nach Ankündigung des Kernak-
tionärs Starwood Capital, ein antizipatorisches Pflichtan-
gebot an die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuld-
verschreibungen der CA Immo zu stellen, setzte die Ra-
tingagentur das Rating „Under Review for Down-
grade“ sowie den Ausblick ebenso auf „Under Review“.
Diese Veränderung spiegelt gemäß einer Aussendung von
Moody‘s die Ungewissheit wider, ob Starwood Capital
„Kontrolle über CA Immo erlangt und ob dies zu Ände-
rungen im Geschäfts-, Finanz- oder Liquiditätsprofil von
CA Immo führt.“
FINANZIERUNGEN
KONZERNLAGEBERICHT
30
KONZERNLAGEBERICHT
Auslaufprofil
Die Grafik oben zeigt das Fälligkeitsprofil der
Finanzverbindlichkeiten der CA Immo Gruppe per
31.12.2020 (unter der Annahme, dass Verlängerungsopti-
onen ausgeübt werden). Die für 2021 ausgewiesenen Fäl-
ligkeiten, besicherte Hypothekarkredite in Österreich,
Deutschland und Zentral- und Osteuropa sowie eine un-
besicherte Unternehmensanleihe welche im Jahr 2016
mit einem jährlichen Kupon von 1,875% begeben wurde,
belaufen sich zum Stichtag auf rund 187 Mio. €. Davon
entfallen rund 107 Mio. € auf die im Juli 2021 fällige Un-
ternehmensanleihe sowie rund 77 Mio. € auf besicherte
Kredite (davon betreffen rund 46
Mio. € das deutsche
Portfolio).
Im Jahr 2020 wurden die Baufinanzierungen der fertig-
gestellten und in das Bestandsportfolio übernommenen
Büroproj
ekte MY.O (München), MY.B (Berlin) und ViE
(Wien) mit einem Gesamtvolumen von rund 145
Mio. € in
langfristige Finanzierungen übergeführt. Neu abgeschlos-
sene Bankfinanzierungen umfassen die Projekte Hoch-
haus am Europlatz in Berlin (rund 105
Mio. €) und Hafe-
ninsel in Mainz (rund 32
Mio. €).
Sinkende Finanzierungskosten
Durch eine kontinuierliche Optimierung der Finanzie-
rungsstruktur konnten unter Ausnutzung vorteilhafter
Marktbedingungen die Finanzierungskosten signifikant
gesenkt werden in den letzten Jahren. Wie in der Tabelle
ersichtlich, lagen die durchschnittlichen Finanzierungs-
kosten der CA Immo Gruppe auf Basis der vollkonsoli-
dierten Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag 31.12.2020
bei 1,50%. Diese Zahl beinhaltet die zur Zinsabsicherung
eingesetzten Derivate in Form von Zinsswaps. Werden
letztere aus der Betrachtung ausgeklammert, stellt sich
der durchschnittliche Zinssatz mit 1,36% etwas niedriger
dar.
ZINSENTWICKLUNG
FINANZIERUNGSKOSTEN
1)
in Mio. € Restschuld bestehender
Finanzierungen
(Nominale)
Nominale
Swaps
Ø Finanzie-
rungskosten in %
exkl. Derivate
Ø Finanzie-
rungskosten in %
inkl. Derivate
Ø Laufzeit
Darlehen
Ø Laufzeit
Swaps
Bestandsimmobilien
Österreich 184,1 106,6 1,8 2,4 7,9 8,5
Deutschland 670,1 350,7 1,0 1,4 5,5 7,4
Tschechien 62,0 62,0 1,4 1,9 4,7 4,7
Un
g
arn 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Polen 86,4 71,0 1,4 1,7 4,7 4,9
Rumänien 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonsti
g
e Länder 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 1.002,7 590,3 1,2 1,6 5,9 7,0
Entwicklun
g
s
p
ro
j
ekte 51,3 0,0 1,5 1,5 7,0 0,0
Kurzfristi
g
es Immobilienvermö
g
en 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Konzernfinanzierun
g
en 1.741,5 0,0 1,4 1,4 4,2 0,0
Gesamt 2.795,4 590,3 1,3 1,5 4,9 7,0
1)
Die Datenbasis umfasst vollkonsolidierte Finanzierungen.
KONZERNLAGEBERICHT
31
GRUNDLEGENDE PARAMETER DER
FINANZIERUNGSSTRATEGIE
Finanzierungsstrategie
Die Finanzierungsstrategie der CA Immo Gruppe basiert
auf einem ausgewogenen Mix von besicherten und unbe-
sicherten Finanzierungsinstrumenten mit dem Ziel, die
Finanzierungskosten sowie das Zinsänderungsrisiko zu
minimieren sowie die durchschnittliche Laufzeit und Fle-
xibilität zu maximieren.
Der Erhalt sowie die mittelfristig beabsichtigte Verbesse-
rung des Investment Grade Ratings auf Basis einer soliden
Bilanzstruktur mit einer starken Eigenkapitalbasis und
nachhaltigen Profitabilität ist eine wesentliche strategi-
sche Komponente, welche auch in der Zielsetzung eines
langfristig defensiven und robusten Finanzprofils reflek-
tiert ist. Die langfristigen Zielsetzungen bei den Finanz-
kennzahlen bewegen sich zwischen 45-50% in Bezug auf
die Eigenkapitalquote des Konzerns bzw. rund 35-40%
hinsichtlich des Loan-to-Value-Verhältnisses (Nettofinanz-
verbindlichkeiten zu Immobilienvermögen). Die Zinsabsi-
cherungsquote, zum Stichtag bei rund 94%, soll auf ei-
nem hohen Niveau beibehalten werden um das Risiko von
Zinserhöhungen weitgehend abzufedern.
Finanzierungsstruktur
Nach zwei Emissionen im Jahr 2020 entfällt mit einem
Anteil von rund 62% am Gesamtfinanzierungsvolumen
aktuell die Mehrheit auf unbesicherte Finanzierungen in
Form von am Kapitalmarkt platzierten Anleihen. Das rest-
liche Finanzierungsvolumen umfasst mit Immobilien be-
sicherte Hypothekarkredite, welche in jenen (Tochter-)Ge-
sellschaften aufgenommen werden, in denen die jeweili-
gen Immobilien gehalten werden.
Unbesicherte Finanzierungen
Der Anteil von unbesicherten Finanzierungen auf Ebene
der Konzern-Muttergesellschaft hat sich seit Erhalt des In-
vestment Grade Ratings im Jahr 2015 sukzessive erhöht
und umfasste zum Stichtag sieben am Kapitalmarkt plat-
zierte Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen
von rund 1.540
Mio. € sowie eine Wandelanleihe mit ei-
nem Volumen von 200
Mio. €. Der Buchwert der unbelas-
teten Immobilien, wesentliches Kriterium für das Invest-
ment Grade Rating des Konzerns, belief sich zum
31.12.2020 auf rund 2,5 Mrd. € und stand damit über dem
1
Das ausstehende Volumen der Unternehmensanleihen mit Fälligkeit in
2021/2022/2023 inkludiert den im 1Q 2020 durchgeführten Rückkauf.
Wert der Vorperiode (31.12.2019: 2,4 Mrd. €). Dies ent-
spricht einer Quote von rund 46% des gesamten Immobi-
lienvermögens.
Anleihen
CA Immo hatte zum Stichtag 31.12.2020 folgende ausste-
hende Anleihen, welche mit Ausnahme der Wandelan-
leihe (notiert am Dritten Markt) im Amtlichen Handel an
der Wiener Börse notieren:
ISIN Typus Aussteh-
endes
Volumen
1
Laufzeit Kupon
AT0000A1CB33 Unternehmens-
anleihe
142 Mio. € 2015-2022 2,750%
AT0000A1JVU3 Unternehmens-
anleihe
117 Mio. € 2016-2023 2,750%
AT0000A1LJH1 Unternehmens-
anleihe
107 Mio. € 2016-2021 1,875%
AT0000A1TBC2 Unternehmens-
anleihe
175 Mio. € 2017-2024 1,875%
AT0000A1YDF1 Wandelanleihe 200 Mio. € 2017-2025 0,75%
AT0000A22H40 Unternehmens-
anleihe
150 Mio. € 2018-2026 1,875%
XS2099128055 Unternehmens-
anleihe
500 Mio. € 2020-2027 0,875%
XS2248827771 Green Bond 350 Mio. € 2020-2025 1,000%
Bei den Anleihen handelt es sich um unbesicherte Fi-
nanzierungen der Konzern-Muttergesellschaft, die zuei-
nander bzw. gegenüber allen anderen unbesicherten Fi-
nanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG gleichran-
gig sind. Mit Ausnahme der Unternehmensanleihe 2015-
2022 sowie der Wandelanleihe beinhalten die Anleihebe-
dingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant. Die bei-
den im Jahr 2020 begebenen Anleihen beinhalten darüber
hinaus zwei weitere Covenants in Bezug auf das besi-
cherte Finanzierungsvolumen sowie die Zinsdeckung des
Konzerns.
Emissionen einer Benchmark-Anleihe in 2020
Im Januar 2020 hat CA Immo den Eurobond-Markt zum
ersten Mal genutzt und erfolgreich eine 500
Mio. € fix-ver-
zinsliche nicht nachrangige unbesicherte Benchmark-
Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von sieben Jahren
und einem jährlichen Kupon von 0,875% begeben. Die in-
ternationale Ratingagentur Moody’s Investors Service Ltd.
bewertet die Anleihe mit einem Investment Grade Rating
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
32
KONZERNLAGEBERICHT
von Baa2 analog zum Emittentenrating. Der Emissionser-
lös wurde vorrangig zur Finanzierung und Refinanzierung
von Immobilien, einschließlich zukünftiger Akquisitionen
und Entwicklungsprojekte der Gesellschaft, sowie zur Op-
timierung der Fremdkapitalstruktur eingesetzt.
In diesem Zusammenhang hatte die Gesellschaft gleich-
zeitig beschlossen, die Inhaber ihrer nachstehend ange-
führten ausstehenden Schuldverschreibungen einzuladen,
der Gesellschaft Angebote zum Rückkauf der ausstehen-
den Schuldverschreibungen 2021 (140
Mio. €, 1,875%),
2022 (175
Mio. €, 2,750%) und 2023 (150 Mio. €, 2,750%)
gegen Barzahlung zu unterbreiten. Ein angebotener Ge-
samtnennbetrag im Ausmaß von rund 99
Mio. € wurde an-
genommen und somit zurückgekauft.
Diese Transaktion repräsentiert einen wichtigen Meilen-
stein in der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Unter-
nehmens, hat die Optimierung der Kapitalstruktur weiter
beschleunigt und den Zugang zum liquidesten internatio-
nalen Fremdkapitalmarkt geschaffen und damit die
Marktposition der CA Immo weiter verbessert. Während
die Finanzierungsstruktur stärker diversifiziert wurde, re-
duzierten sich die durchschnittlichen Finanzierungskos-
ten bei einer gleichzeitigen Ausdehnung der durchschnitt-
lichen Fälligkeit der Finanzverbindlichkeiten.
Emission eines Green Bonds im Jahr 2020
Im Oktober 2020 konnte CA Immo die außerordentlich
vorteilhaften Marktbedingungen ein weiteres Mal nutzen
mit der erfolgreichen Begebung eines fix-verzinslichen
unbesicherten 350
Mio. € Green Bond. Die Emission er-
folgte mit einer Laufzeit von fünf Jahren und wurde mit
einem jährlichen Kupon von 1,0% gepreist. Die Transak-
tion generierte eine starke Nachfrage von mehr als 150 In-
vestoren und war mehr als 5-fach überzeichnet.
Der Nettoerlös ist der vollständigen oder teilweisen Fi-
nanzierung und Refinanzierung von nachhaltigen Gebäu-
den im Einklang mit dem Sustainability Bond Framework
gewidmet. Dieses Framework wurde von Sustainalytics
bereitgestellt, einem führenden globalen Anbieter von
ESG- und Corporate-Governance-Research und Ratings für
Investoren
2
. Dieses umfasst die Finanzierung und Refi-
nanzierung von Gewerbeimmobilien, welche entweder
über Nachhaltigkeitszertifikate (unter anderem LEED oder
DGNB Gold Standard) verfügen oder deren Primärenergie-
bedarf zumindest 25% unter den national definierten
2
Mehr Informationen dazu unter https://www.caimmo.com/de/unterneh-
men/nachhaltigkeit-csr/
Standards wie Energiesparverordnung (EnEV) in Deutsch-
land oder PENB in der Tschechischen Republik liegen.
Zwei Beispiele für die Mittelverwendung umfassen die
aktuell in Bau befindlichen nachhaltigen Entwicklungs-
projekte Grasblau in Berlin sowie Mississippi House und
Missouri Park in Prag.
Als führendes Unternehmen im europäischen Büroim-
mobiliensektor unterstützen wir die Klimaziele der Ver-
einten Nationen und den damit verbundenen Übergang zu
einer kohlenstoffarmen und nachhaltigen Wirtschaft vor-
behaltlos. Um die damit verbundenen Anforderungen
bestmöglich zu erfüllen und unsere Wettbewerbsfähigkeit
langfristig zu sichern, verankern wir entsprechende Maß-
nahmen, Prozesse und Zielsetzungen in unserer strategi-
schen Positionierung. Mit der Green Bond - Transaktion
untermauern wir dieses Engagement nachdrücklich und
haben gleichzeitig den Vorteil genutzt, unsere Finanzie-
rungsstruktur weiter zu optimieren und die durchschnitt-
lichen Finanzierungskosten zu senken.
Wandelanleihe
Die im Oktober 2017 begebene Wandelschuldverschrei-
bung mit einem Volumen von 200
Mio. € und einer Lauf-
zeit von 7,5 Jahren führt einen halbjährlich zahlbaren
Coupon von 0,75%. Der anfängliche Wandlungspreis
wurde mit einer Wandlungsprämie von 27,50% über dem
volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der
CA Immo-Aktien am Emissionstag festgelegt. Der ur-
sprüngliche Wandlungspreis von 30,5684
€ steht nach An-
passung in Folge der Dividendenzahlung im August 2020
aktuell bei 29,7675
€. Die Wandelschuldverschreibungen
werden, sofern keine vorzeitige Wandlung oder Rückzah-
lung erfolgt, zum Laufzeitende zu 100% des Nennbetrages
getilgt. Bei Wandlung hat die Gesellschaft die Möglich-
keit, die Tilgung durch Zurverfügungstellung von Aktien
der Gesellschaft, durch Zahlung oder durch eine Kombi-
nation der beiden Varianten durchzuführen.
Besicherte Finanzierungen
CA Immo steht mit einer Vielzahl von Finanzierungs-
partnern in Geschäftsbeziehung. Die wesentlichste finan-
zierende Bank in Bezug auf das Kreditvolumen ist dabei
die UniCredit Gruppe, auf welche rund 13% der gesamten
ausstehenden Finanzverbindlichkeiten entfallen. Wie in
der Grafik ersichtlich, entfielen zum Stichtag weitere grö-
ßere Anteile auf DG Hyp, Deutsche Hypo, Deutsche Post-
bank, ING und Bayern LB.
KONZERNLAGEBERICHT
33
Langfristige Zinsabsicherungen
Da der Zinsaufwand bei den meisten Immobilienunter-
nehmen neben administrativen Aufwendungen die größte
Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung
darstellt, können Zinserhöhungen starke Ergebnisauswir-
kungen haben. Dies gilt umso mehr, als die Mieteinnah-
men in der Regel auf langfristigen Verträgen beruhen und
somit Erhöhungen der Finanzierungskosten nicht unmit-
telbar durch höhere Einnahmen ausgeglichen werden
können. Folglich ist es Teil der Finanzierungsstrategie der
CA Immo Gruppe, einen wesentlichen Teil des Zinsauf-
wandes langfristig gegen Schwankungen abzusichern. Als
Instrument zur Zinssicherung werden aktuell Zinsswaps
eingesetzt. Darüber hinaus bildet die über die letzten
Quartale gestiegene Quote von fix verzinsten Anleihen ei-
nen wesentlichen Bestandteil der Zinsabsicherungsquote.
Von den eingesetzten Derivaten entfällt ein Nominale
von 815,8
Mio. € auf Zinsswap-Kontrakte (31.12.2019:
531,8
Mio. €) sowie 43,0 Mio. € auf Zinsfloors (31.12.2019:
43,9
Mio. €). Die durchschnittliche gewichtete Restlauf-
zeit der zur Zinsabsicherung eingesetzten Derivate lag
zum Stichtag bei rund 7,0 Jahren gegenüber einer gewich-
teten Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten von 4,9
Jahren.
Bilanziell wird dabei zwischen jenen Kontrakten unter-
schieden, die direkt einem Kredit zurechenbar sind und
damit als Cashflow-Hedge die Voraussetzungen für Hedge
Accounting erfüllen, und jenen, für die diese Vorausset-
zungen nicht erfüllt sind (Fair Value Derivate). Für die
Cashflow-Hedges wird die Änderung des Marktwerts zum
jeweiligen Stichtag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst,
für die Fair Value Derivate hingegen aufwandswirksam
unter dem Posten „Ergebnis aus Derivaten“ in der Ge-
winn- und Verlustrechnung abgebildet. Zum Stichtag
31.12.2020 waren Kontrakte mit einem Nominale von ins-
gesamt 633,7
Mio. € und einem Marktwert von
–80,9
Mio. € als Fair Value Derivate klassifiziert
(31.12.2019: 575,6
Mio. € bzw. –102,8 Mio. €). Das Unter-
nehmen verfügte zum 31.12.2020 über als Cashflow-
Hedge klassifizierte Kontrakte mit einem Nominale in
Höhe von 225,0
Mio. € sowie einem beizulegenden Zeit-
wert von –2,6
Mio. €).
Variabel verzinste
Verbindlichkeiten
FINANZVERBINDLICHKEITEN PER 31.12.2020
(Basis: 2,8 Mrd. €)
Variabel verzinste,
durch Derivate
abgesicherte
Verbindlichkeiten
Fix verzinste
Verbindlichkeiten
6,4%
21,0%
72,6%
Anleihen
VERTEILUNG DES FINANZIERUNGSVOLUMENS*
(Basis: 2,8 Mrd. €)
Sonstige
UniCredit
DG Hyp
Deutsche Postbank AG
ING Bank
Bayern LB
62%
7%
13%
6%
3%
3%
3%
Deutsche Hypo
3%
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
34
KONZERNLAGEBERICHT
WESENTLICHE GUV-KENNZAHLEN
Ergebnis aus der Vermietung
CA Immo verbuchte im Jahr 2020 eine Steigerung der
Mieterlöse um 6,7% auf 235,6
Mio. €. Nach Regionen be-
trachtet wurden rund 56% des gesamten Mietertrags mit
dem zentral- und osteuropäischen Portfolio erwirtschaf-
tet, gefolgt von Deutschland mit rund 33% und Öster-
reich mit rund 13%.
Diese positive Entwicklung des Vermietungsgeschäftes
steht – neben der erfolgreichen Bewirtschaftung des Be-
standsportfolios mit einer hohen Vermietungsquote – in
Zusammenhang mit dem organischen Portfoliowachstum
der letzten Monate. Mit den Objekten MY.O (München)
sowie MY.B und Bürogebäude Kunstcampus (beide Ber-
lin) wurden drei hochwertige Büroimmobilen fertigge-
stellt und in das Bestandsportfolio übernommen.
Darüber hinaus leisteten höhere Vermietungsquoten in
den ebenfalls erfolgreich entwickelten Bürogebäuden
Orhideea Towers (Bukarest) und ViE (Wien) sowie in den
angekauften Bürogebäuden Warsaw Spire C (Warschau),
Campus 6.1 (Bukarest) und Visionary (Prag) einen positi-
ven Beitrag zum Mietwachstum im Jahresvergleich.
Anreizvereinbarungen aus diversen Mietverträgen (In-
centives, wie insbesondere mietfreie Zeiten) werden auf
die Gesamtlaufzeit des Mietvertrages linearisiert. In den
Mieterlösen wird somit die wirtschaftliche Effektivmiete
und nicht die in der Periode tatsächlich zahlungswirk-
same Miete dargestellt. Von den Mieterlösen des Ge-
schäftsjahres 2020 entfielen auf derartige Linearisierun-
gen 4.172
Mio. € (2019: 1.592 Mio. €).
Die dem Bestandsportfolio direkt zurechenbaren Immo-
bilienaufwendungen, inklusive eigener Betriebskosten,
blieben mit –26,0
Mio. € auf gleichem Niveau im Jahres-
vergleich (2019: –25,9
Mio. €). Diese Aufwandsposition
gliedert sich in Leerstands- bzw. nicht weiter verrechen-
bare Betriebskosten (
– 5,2 Mio. €), Vermittlungshonorare
(–1,2
Mio. €), Instandhaltungen (–4,9 Mio. €), Forderungs-
wertberichtigungen (–6,1
Mio. €) sowie sonstigen direkt
zurechenbaren Aufwand (–9,2
Mio. €).
Das mit den Vermietungsaktivitäten generierte Netto-
mietergebnis nach Abzug von direkten Bewirtschaftungs-
kosten wurde um 7,7% von 194,7
Mio. € auf 209,7 Mio. €
gesteigert. Die Covid-19-Pandemie hat zum Bilanzstichtag
das Nettomietergebnis mit –6,8
Mio. € belastet. Dies be-
trifft vor allem Einzelwertberichtungen und in einem ge-
ringeren Ausmaß Mietreduktionen, denen jedoch gegen-
läufige Effekte aus Anreizvereinbarungen (mietfreie Zei-
ten) gegenüberstehen. Alle vereinbarten Mietanpassungen
wie die Gewährung von mietfreien Zeiten sind über die
jeweilige Vertragslaufzeit des zugrundeliegenden Mietver-
trags linear zu verteilen. Demgegenüber wurde in Zusam-
menhang mit einem zugunsten der CA Immo Gruppe ent-
schiedenen Verfahren über die Entrichtung von Gebäude-
steuern ein positiver Effekt in Höhe von 3,7
Mio. € (Auflö-
sung von Rückstellungen für immobilienbezogene Steu-
ern) im zweiten Quartal verbucht.
Die operative Marge der Vermietungsaktivitäten (Netto-
mietergebnis relativ zu Mieterlösen), Indikator für die Ef-
fizienz des Bestandsgeschäfts, stieg von 88,2% im Vorjahr
auf 89,0% .
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare
Aufwendungen standen zum Jahresende bei –2,2
Mio. €
(2019: –3,2
Mio. €).
Büroobjekte
MIETERLÖSE NACH NUTZUNGSART
(Basis: 235,6 Mio. €)
Sonstige
Hotelobjekte
89%
5%
6%
Deutschland
MIETERLÖSE NACH LÄNDERN
(Basis: 235,6 Mio. €)
Polen
Ungarn
Österreich
Rumänien
Tschechien
Sonstige
33%
13%
14%
13%
12%
9%
5%
ERGEBNISSE
KONZERNLAGEBERICHT
35
ÜBERLEITUNG DER MIETERLÖSE VON 2019 AUF 2020
1)
Mio. € Österreich Deutschland Zentral- und
Osteuropa
Gesamt
2019 29,7 66,4 124,6 220,7
Veränderung
aus Änderung der Leerstandsrate,
Wertsicherung oder Mietpreisveränderungen –0,6 –0,5 –0,1
–1,2
aus Neuzugängen 0,0 1,1 1,0 2,1
aus erstmals ganzjähriger Vermietung 0,8 5,2 2,9 8,9
aus fertig gestellten Projekten 0,0 6,1 0,0 6,1
durch Objektverkauf –0,3 0,0 –0,8 –1,1
Veränderung der Mieterlöse insgesamt 0,0 11,9 3,0 14,9
2020 29,7 78,3 127,6 235,6
1)
Enthalten sind Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten gemäß IFRS 16 in Höhe von 10,7 Mio. €
INDIREKTE AUFWENDUNGEN
Mio. € 2020 2019
Personalaufwand –45,9 –41,7
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand –9,1 –8,2
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen –1,9 –2,6
Büromiete –0,8 –0,7
Reisekosten und Transportkosten –0,4 –1,2
Sonstige Aufwendungen internes Management –2,7 –3,0
Sonstige indirekte Aufwendungen
1)
–29,0 –2,9
Zwischensumme –89,7 –60,3
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen 15,2 14,3
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien 1,4 2,5
Indirekte Aufwendungen –73,2 –43,5
1)
Der Wert beinhaltet mögliche Gerichtsgebühren für die von CA Immo im zweiten Quartal 2020 im Zusammenhang mit der im Jahr 2004 abgeschlossenen
Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (BUWOG) eingebrachten Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
36
KONZERNLAGEBERICHT
Verkaufsergebnis
Im Zusammenhang mit dem planmäßigen Verkauf von
im Umlaufvermögen gehaltenen Liegenschaften und Bau-
leistungen wurden 2020 Verkaufserlöse in Höhe von
43,3
Mio. € (Vorjahr: 12,3 Mio. €) generiert. Diesen Umsät-
zen stehen Buchwertabgänge und sonstige direkt zure-
chenbare Aufwendungen in Höhe von –35,4
Mio. € gegen-
über. Der Ergebnisbeitrag aus dem Trading-Portfolio sum-
mierte sich somit auf 7,9
Mio. € (2019: –1,3 Mio. €). Der
größte wertmäßige Ergebnisbeitrag wurde mit dem Ver-
kauf des von CA Immo entwickelten Wohnprojektes NEO
Living in München generiert.
Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehalte-
nem Immobilienvermögen lag mit 43,9
Mio. € deutlich
über dem Vorjahreswert von 15,6
Mio. €. Den wertmäßig
größten Gewinn steuerte die Veräußerung des Bürogebäu-
des Cube in Berlin sowie der Verkauf von nicht-strategi-
schen Immobilien in Graz bei.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen fielen im Jahresver-
gleich um –3,9% und beliefen sich auf 8,2
Mio. € (2019:
8,5
Mio. €). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen De-
velopment-Umsätze für Dritte durch die Konzerntochter
omniCon, darüber hinaus auch Erträge aus Asset Manage-
ment und sonstigen Dienstleistungen gegenüber Joint
Venture-Partnern.
Indirekte Aufwendungen
Die indirekten Aufwendungen stiegen im Jahr 2020 von
–43,5
Mio. € im Vorjahr um 68,4% auf –73,2 Mio. €. Jene
Aufwendungen, die den zuvor beschriebenen Umsatzer-
lösen aus Dienstleistungen gegenüberstehen, sind in die-
ser Position ebenso enthalten.
Der Wert beinhaltet mögliche Gerichtsgebühren für die
von CA Immo im zweiten Quartal 2020 im Zusammen-
hang mit der im Jahr 2004 abgeschlossenen Privatisie-
rung der Bundeswohnbaugesellschaften (BUWOG) einge-
brachten Schadenersatzklage gegen die Republik Öster-
reich und das Land Kärnten. Bereinigt um diesen Einmal-
effekt in Höhe von rund –25,5
Mio. € lagen die indirekten
Aufwendungen mit –47,7
Mio. € 9,7% über dem Vorjah-
reswert.
Während die Personalkosten des Konzerns, wie in der
Tabelle oben dargestellt, auf Jahressicht anstiegen
(–45,9
Mio. € gegenüber –41,7 Mio. € im Vorjahr), konnten
die Sachkosten im Jahresvergleich reduziert werden. Die
Position „Aktivierte Eigenleistungen“ blieb mit
15,2
Mio. € (2019: 14,3 Mio. €) im Wesentlichen unverän-
dert. Diese Ergebniskomponente ist als Gegenposition zu
den indirekten Aufwendungen zu sehen, die den Teil des
internen Projektenwicklungsaufwandes neutralisiert, so-
fern er einzelnen Projektentwicklungen direkt zurechen-
bar und somit aktivierbar ist.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf
1,2
Mio. €, im Vergleich zum Referenzwert von 0,7 Mio. €
im Jahr 2019.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA)
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) lag mit 195,6
Mio. € um 13,9% über dem Ni-
veau des Vorjahres in Höhe von 171,7
Mio. €. Dieser Zu-
wachs basiert im Wesentlichen auf dem höheren Vermie-
tungsergebnis sowie dem gegenüber 2019 signifikant ge-
steigerten Verkaufsergebnis.
Der Beitrag der einzelnen regionalen Segmente zum Ge-
samtergebnis stellte sich wie folgt dar: Mit einem
EBITDA von 109,2
Mio. € generierte das Segment Zentral-
und Osteuropa mit rund 56% den größten Anteil. Der
größte EBITDA-Beitrag der zentral- und osteuropäischen
Kernmärkte entfällt auf Ungarn, mit einem generierten
EBITDA in Höhe von 28,6
Mio. € (15%), gefolgt von Ru-
mänien mit 26,9
Mio. € (14%) und Polen mit 26,4 Mio. €
(14%). Auf das Segment Deutschland entfielen
92,4
Mio. € (47%), das Segment Österreich generierte mit
–6,1
Mio. € keinen positiven Beitrag zum Konzern-
E
BITD
A.
Das um den BUWOG-Einmaleffekt bereinigte EBITDA
belief sich auf 221,1
Mio. €, ein deutlicher Zuwachs von
28,7% zum Vorjahreswert, der die robuste operative Ge-
schäftsentwicklung des Unternehmens widerspiegelt.
Neubewertungsergebnis
In Summe belief sich der Neubewertungsgewinn im
Jahr 2020 auf 352,1
Mio. €, dem gegenüber steht ein Neu-
bewertungsverlust von –168,6
Mio. €. Kumuliert stellt
sich das Neubewertungsergebnis folglich mit 183,5
Mio. €
außerordentlich positiv dar, lag aber signifikant unter
dem Vorjahreswert (2019: 462,8
Mio. €). Der im vierten
Quartal 2020 gebuchte Immobilienbewertungseffekt in
Höhe von 205,0
Mio. € konnte folglich den in den ersten
drei Quartalen gebuchten Bewertungsverlust von
–21,5
Mio. € mehr als kompensieren.
KONZERNLAGEBERICHT
37
Das Ergebnis reflektiert das trotz der Covid-19 Pande-
mie weiterhin attraktive Marktumfeld in Deutschland
und insbesondere in Berlin, dem größten Portfolioseg-
ment der CA Immo. Darüber hinaus generierte die profi-
table Immobilienentwicklungstätigkeit des Unterneh-
mens, sowohl hinsichtlich des Baufortschritts von lau-
fenden Projekten in Bau als auch in Bezug auf die Ent-
wicklung der Grundstücksreserven, positive Wertanpas-
sungen. Demgegenüber stehen aber auch negative Effekte,
die sich in erster Linie auf unmittelbar von den Folgen
der Pandemie betroffene Immobilien mit den Hauptnut-
zungsarten Hotel und Einzelhandel sowie auf Bestands-
gebäude in Zentral- und Osteuropa konzentrieren.
Nach Regionen betrachtet summierte sich das Neube-
wertungsergebnis in Deutschland auf 270,0 Mio. €. Die
wertmäßig größten Beiträge lieferten das Berliner Be-
standsportfolio und insbesondere Objekte wie Hamburger
Bahnhof, Tour Total und Hallesches Ufer. Weitere signifi-
kante Wertzuwächse verbuchten unter anderem das Be-
standsgebäude MY.O in München sowie das zu 100%
vorvermiete Entwicklungsprojekt Hochhaus am Europa-
platz in Berlin. Darüber hinaus erfolgten positive Wertan-
passungen von in Entwicklung befindlichen Grundstü-
cken in Frankfurt und München.
Demgegenüber verbuchte Österreich einen Bewertungs-
verlust in Höhe von –12,5
Mio. €. Zentral- und Osteuropa
verzeichnete negative Wertanpassungen in Höhe von
–74,0
Mio. €. In Osteuropa wurde aufgrund von Marktver-
änderungen (Anstieg Marktrenditen) überwiege
nd eine
Reduktion von Marktwerten festgestellt, wobei jedoch bei
einzelnen Immobilien aufgrund von objektspezifischen
Faktoren auch Marktwerterhöhungen beobachtet wurden.
In Österreich wurden Mar
ktwertreduktionen von Hotel-
und Einzelhandelsimmobilien verbucht.
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Die laufenden Ergebnisse der nach der Equity-Methode
konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen werden als
Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in der Kon-
zern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Jahr 2020
summierte sich dieser Beitrag auf 1,9
Mio. € (2019:
3,7
Mio. €).
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)
Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) sum-
mierte sich auf 375,4
Mio. € und lag bedingt durch das ge-
ringere Neubewertungsergebnis um –40,8% unter dem
entsprechenden Vorjahreswert (633,7
Mio. €).
Regional betrachtet stellt das Segment Deutschland mit
360,2 Mio. € den wesentlichen Anteil am Konzern-EBIT.
Österreich generierte 2020 auf EBIT-Basis –19,5 Mio. €,
Zentral- und Osteuropa 34,8 Mio. €.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis summierte sich 2020 auf
–27,2 Mio.
€ gegenüber –94,4 Mio. € im Vorjahr. Im Detail
entwickelten sich die Bestandteile des Finanzergebnisses
wie folgt:
Der Finanzierungsaufwand des Konzerns, wesentliche
Komponente des nachhaltigen Ergebnisses, lag mit
–42,3
Mio. € unter dem Vorjahreswert (2019:
–43,1
Mio. €). Diese Ergebnisposition beinhaltet einen im
zweiten Quartal gebuchten positiven Effekt in Zusam-
menhang mit einem zugunsten der CA Immo Gruppe ent-
schiedenen Verfahren über die Entrichtung von Gebäude-
steuern in Höhe von 5,2
Mio. € (Auflösung von Rückstel-
lungen für Verspätungszinsen). Neben dem in der Ge-
winn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwa
nd
wurden im Ge
schäftsjahr 2020 insgesamt Fremdkapital-
kosten in Höhe von 4,9 Mio. € (2019: 5,9 Mio. €) mit ei-
nem gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 1,30%
(2019: 1,71%) im Rahmen der Errichtung von Immobilien
auf die Herstellungskosten aktiviert.
Das Ergebnis aus Derivaten belief sich auf 21,4
Mio. €
(2019: –59,2
Mio. €). Der Wert des Jahres 2020 beinhaltet
eine Derivate-Bewertung der im Oktober 2017 begebenen
Wandelschuldverschreibung in Höhe von 32,2
Mio. €
(2019: –38,4
Mio. €). Dieses Instrument besteht aus einer
Fremdkapitalkomponente und aufgrund der Rückzah-
lungsoption in bar der CA Immo aus einem trennungs-
pflichtigen eingebetteten Derivat. Das eingebettete Deri-
vat der Wandelanleihe wird mit dem beizulegenden Zeit-
wert berichtet.
Die Zinsentwicklung über das Jahr 2020 führte darüber
hinaus zu einem negativen Bewertungseffekt der Zinsde-
rivate des Unternehmens in Höhe von –10,8
Mio. € (2019:
–20,7
Mio. €). Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag
mit –3,6
Mio. € unter dem Wert der Referenzperiode
(2019: 11,5
Mio. €). Der Vorjahreswert inkludierte die Di-
vidende aus der Beteiligung an der Immofinanz
(4,3
Mio. €), die im vierten Quartal 2019 erfolgreich ver-
kauft wurde.
Sonstige Positionen des Finanzergebnisses (Sonstiges
Finanzergebnis, Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
sowie Kursdifferenzen) beliefen sich in Summe auf
–2,7
Mio. € (2019: –3,6 Mio. €). Der Wert des ersten Quar-
tals 2020 beinhaltet einen Einmaleffekt in Bezug auf de
n
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
38
KONZERNLAGEBERICHT
Rückkauf von ausstehenden Unternehmensanleihen in
Höhe von –5,1
Mio. €.
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 348,3
Mio. €
(2019: 539,3
Mio. €) verzeichnete auf Basis der oben be-
schriebenen Ergebnisentwicklungen einen deutlichen
Rückgang von –35,4% im Jahresvergleich.
Steuern vom Einkommen
Der Ertragssteueraufwand erreichte im Jahr 2020 eine
Höhe von –94,3
Mio. € (2019: –146,0 Mio. €).
Periodenergebnis
Das Periodenergebnis lag mit 254,0
Mio. € um –35,4%
unter dem Vorjahreswert von 393,3
Mio. €. Das Ergebnis
je Aktie (unverwässert) belief sich auf 2,73 € (2019:
4,23 € je Aktie).
Cashflow
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit berück-
sichtigt Veränderungen im Umlaufvermögen aus dem
Verkauf von zum Handel bestimmter Immobilien und
summierte sich auf 185,1
Mio. € (2019: 117,6 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Net-
togröße zwischen Investitionen und Immobilienverkäu-
fen darstellt, belief sich 2020 auf –334,7
Mio. €, gegenüber
dem Vorjahreswert von –39,9
Mio. €. Der Cashflow aus
der Finanzierungstätigkeit summierte sich auf
650,1
Mio. € (2019: –12,8 Mio. €).
CASHFLOW-STATEMENT – KURZFASSUNG
Mio. € 2020 2019 Veränderung
in %
Liquide Mittel - Beginn
des Geschäftsjahres 439,1 374,5 17
Cashflow aus
- Geschäftstätigkeit 185,1 117,6 57
- Investitionstätigkeit –334,7 –39,9 >100
- Finanzierungstätigkeit 650,1 –12,8 n.m.
Veränderung der liquiden
Mittel 500,5 65,0 >100
Sonstige Veränderungen
1)
–4,7 –0,3 >100
Liquide Mittel - Ende des
Geschäftsjahres 934,9 439,1 >100
1)
Beinhaltet Kursänderungen aus Fremdwährung, Umgliederung in eine
Veräußerungsgruppe und erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel
FFO – Funds from Operations
Im Jahr 2020 wurde ein FFO I in Höhe von 133,8
Mio. €
generiert, 0,4% über dem Vorjahreswert von 133,3
Mio. €.
FFO I je Aktie belief sich zum Stichtag auf 1,44
€ – eine
Steigerung von ebenso 0,4% zum Vorjahreswert
(2019: 1,43
€ je Aktie). Die Jahreszielsetzung von
> 126
Mio. € wurde damit übertroffen. FFO I ist eine we-
sentliche Kennzahl für die nachhaltige Ertrags
kraft des
Konzerns, die vor Steuern und um das Verkaufsergebnis
und so
nstige nicht nachhaltige
Effekte bereinigt berichtet
wird.
Bereinigte nicht-nachhaltige Effekte beliefen sich in
Summe auf 22,9
Mio. € (2019: 9,3 Mio. €). Diese betrafen
in erster Linie administrative Aufwendungen
(26,7
Mio. €, inkl. Aufwendungen in Zusammenhang mit
der von der CA Immo im zweiten Quartal eingebrachten
Schadenersatzklage rund um die Privatisierung der Bun-
deswohnbaugesellschaften und damit verbundene
Rechtskosten in Höhe von rund 26,1
Mio. €) sowie opera-
tive Aufwendungen in Höhe von –3,7
Mio. €. Letztere be-
inhalten im Wesentlichen einen im zweiten Quartal ge-
buchten positiven Effekt durch die Auflösung von Rück-
stellungen für immobilienbezogene Steuern. Bereinigte
nicht-nachhaltige Effekte des Vorjahres umfassten in ers-
ter Linie Aufwendungen im Zusammenhang mit Immobi-
lienentwicklungen (3,1
Mio. €), Finanzierungsaufwände
(2,8
Mio. €) sowie administrative Aufwendungen (–
0,7
Mio. €).
FFO II, inklusive Verkaufsergebnis, sonstige nicht-nach-
haltige Ergebniseffekte und nach Steuern ist ein Indikator
für die Gesamtprofitabilität der Gruppe und summierte
sich auf 141,1
Mio. € gegenüber 122,3 Mio. € (+15,4% zum
Vorjahreswert). FFO II je Aktie stand bei 1,52
€ je Aktie
(2019: 1,31
€ je Aktie).
Der um den BUWOG-Einmaleffekt bereinigte FFO II be-
lief sich auf 167,7
Mio. €, ein substantieller Zuwachs zum
Vorjahreswert in Höhe von 38,3% (2019: 1,80
€ je Aktie).
KONZERNLAGEBERICHT
39
FUNDS FROM OPERATIONS (FFO)
Mio. € 2020 2019
Nettomietergebnis (NRI) 209,7 194,7
Erlöse aus Dienstleistungen 8,2 8,5
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände exkl. Dienstleistungen 1,2 –2,4
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwände 9,4 6,1
Indirekte Aufwendungen –73,2 –43,5
Ergebnis aus Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 3,9 4,7
Finanzierungsaufwand –42,3 –43,1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen
1)
3,5 10,4
Bereinigung von nicht-nachhaltigen Ergebniseffekten
2)
22,9 4,0
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) 133,8 133,3
Ergebnis aus Immobilienhandel 7,9 –1,3
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 43,9 15,6
Ergebnis aus Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 0,1 –0,1
At Equity Ergebnis aus Immobilienverkäufen 3,4 5,1
Ergebnis aus Immobilienverkäufen 55,3 19,4
Ergebnis aus Verkauf von Vermögensgegenständen zu Marktwerten –1,2 0,0
Sonstiges Finanzergebnis –5,1 0,0
Sonstige Ergebniseffekte
3)
–26,4 –9,3
Tatsächliche Ertragsteuer –15,5 –21,1
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) 141,1 122,3
1)
Ohne IFRS 9 – Bereinigung
2)
Bereinigung um Immobilienverkäufe und sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
3)
Beinhaltet sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse
BILANZANALYSE
Aktivseite
Das langfristige Vermögen wies zum Bilanzstichtag ei-
nen Wert von 5.660,4
Mio. € auf (83,0% der Bilanz-
summe). Die Ausdehnung des bilanziellen Bestandsim-
mobilienvermögens auf 4.723,1
Mio. € (31.12.2019:
4.292,9
Mio. €) reflektiert das starke Portfoliowachstum
des Konzerns sowohl organisch aus der eigenen Projekt-
entwicklungspipeline als auch durch externe Zukäufe
von Bestandsimmobilien in den Kernmärkten Berlin und
Warschau.
Die Bilanzposition „Immobilienvermögen in Entwick-
lung“ reduzierte sich geringfügig im Vergleich zum
31.12.2019 um –3,2% auf 791,1
Mio. €. Das gesamte Im-
mobilienvermögen (Bestandsimmobilien, selbst genutzte
Immobilien, Immobilien in Entwicklung sowie im Um-
laufvermögen gehaltene Immobilien) lag zum Stichtag bei
5.596,2
Mio. € und somit über dem Niveau zum Jahres-
ende 2019 (5.186,4
Mio. €).
Das Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen
wird in der Bilanzposition „Beteiligungen an Gemein-
schaftsunternehmen“ ausgewiesen, die sich zum Stichtag
auf 57,6
Mio. € beliefen (31.12.2019: 67,8 Mio. €).
Der Bestand an liquiden Mitteln summierte sich zum
Bilanzstichtag auf 934,9
Mio. € und lag damit über dem
Niveau zum 31.12.2019 (439,1
Mio. €). Dieser signifikante
Zuwachs reflektiert unter anderem einen Teil der Nettoer-
löse in Höhe von rund 400
Mio. € aus der im ersten Quar-
tal durchgeführten Eurobond-Kapitalmarkttransaktion
der CA Immo sowie der Green Bond-Emission im vierten
Quartal mit einem Volumen von 350
Mio. €.
Passivseite
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital wuchs im Jahr 2020 um
5,4% von 2.968,0
Mio. € auf 3.128,3 Mio. €. Neben dem
Periodenergebnis in Höhe von 253,9
Mio. € ist darin auch
die Ausschüttung der Dividende (–93,0
Mio. €) reflektiert.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
40
KONZERNLAGEBERICHT
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg gegenüber dem
Jahresanfang um 15,8% auf 6.820,3
Mio. € (31.12.2019:
5.888,7
Mio. €). Trotz dieser Bilanzausweitung lag die Ei-
genkapitalquote zum Stichtag mit 45,9% weiterhin im
strategischen Zielbereich (31.12.2019: 50,4%).
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Die verzinslichen Verbindlichkeiten standen zum Stich-
tag bei 2.827,5
Mio. €, 34,8% über dem Vorjahreswert von
2.097,3
Mio. €. €). Die Steigerung steht in Zusammenhang
mit den oben erwähnten Anleiheemissionen. Die Netto-
verschuldung (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich
liquider Mittel) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von
1.656,3
Mio. € auf 1.890,5 Mio. €. Das Gearing (Nettover-
schuldung zu Eigenkapital) stand zum Jahresende bei
60,4% (31.12.2019: 55,8%). Das Loan-to-Value Verhältnis
(Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel zu
Immobilienvermögen) stand zum Stichtag bei 33,8% ge-
genüber 31,9% zum Ende des letzten Jahres.
100% der verzinslichen Verbindlichkeiten lauten auf
Euro. Die Zinssicherungsstrategie von CA Immo sieht
eine umfassende Absicherung des Zinsänderungsrisikos
vor. Für weitere Details siehe das Kapitel „Finanzierun-
gen“.
BILANZ- UND FINANZIERUNGSKENNZAHLEN
Mio. € 31.12.2020 31.12.2019
Eigenkapital 3.128,3 2.968,0
Langfristige verzinsliche
Verbindlichkeiten
2.622,2 1.850,9
Kurzfristige verzinsliche
Verbindlichkeiten
205,3 246,5
Liquide Mittel –934,9 –439,1
Verfügungsbeschränkte Mittel –2,1 –1,9
Nettoverschuldung 1.890,5 1.656,3
Eigenkapitalquote 45,9 50,4
Gearing (net) 60,4 55,8
Gearing (gross) 90,4 70,7
Loan-to-Value (Netto) 33,8 31,9
Loan-to-Value (Brutto) 50,5 40,4
KONZERNLAGEBERICHT
41
KONZERNBILANZ - KURZFASSUNG
2020 2019 Veränderung
Mio. € in % Mio. € in % in %
Immobilienvermögen 5.527,1 81 5.125,0 87 8
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 57,6 1 67,8 1 –15
Immaterielles Vermögen 3,0 0 5,2 0 –42
Finanzanlagen und Sonstiges 68,3 1 91,4 2 –25
Steuerabgrenzung 4,4 0 1,8 0 >100
Langfristiges Vermögen 5.660,4 83 5.291,2 90 7
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen
37,1 1 0,0 0 n.m.
Zum Handel bestimmte Immobilien 35,2 1 61,3 1 –43
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 152,8 2 97,0 2 57
Wertpapiere 0,0 0 0,0 0 n.m.
Liquide Mittel 934,9 14 439,1 7 >100
Kurzfristiges Vermögen 1.159,9 17 597,5 10 94
Summe Aktiva 6.820,3 100 5.888,7 100 16
Eigenkapital 3.128,3 46 2.968,0 50 5
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 45,9 50,4
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.622,2 38 1.850,9 31 42
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 205,3 3 246,5 4 –17
Übrige Verbindlichkeiten 328,2 5 350,4 6 –6
Steuerabgrenzung 536,3 8 473,0 8 13
Summe Passiva 6.820,3 100 5.888,7 100 16
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
42
KONZERNLAGEBERICHT
EPRA NET ASSET VALUE (NAV)
Um die Vergleichbarkeit mit anderen börsennotierten
Immobilienunternehmen zu gewährleisten, weist
CA Immo einzelne wichtige Kennzahlen nach den Stan-
dards der EPRA (European Public Real Estate Associa-
tion), der führenden Interessenvertretung börsennotierter
Immobilienunternehmen, aus. Diese Kennzahlen können
von den nach IFRS-Regeln ermittelten Werten abwei-
chen. Bei der Berechnung der Kennzahlen folgt CA Immo
den „Best Practice Recommendations“ der EPRA
(www.epra.com).
EPRA NAV - KENNZAHLEN
31.12.2020
EPRA NAV Mio. € 3.818,6
EPRA NAV je Aktie € 41,05
EPRA NNNAV Mio. € 3.363,1
EPRA NNNAV je Aktie € 36,15
EPRA NRV Mio. € 4.346,7
EPRA NRV je Aktie € 43,58
EPRA NTA Mio. € 3.999,3
EPRA NTA je Aktie € 40,09
EPRA NDV Mio. € 3.423,4
EPRA NDV je Aktie € 34,32
Net Asset Value (NAV)
D
er Net Asset Value (IFRS) lag am 31.12.2020
bei 3.128,3
Mio. € (33,63 € je Aktie, unverwässert), gegen-
über 2.968,0
Mio. € zum Jahresende 2019 (31,90 € je Ak-
tie) – ein Zuwachs je Aktie von 5,4%. Diese Veränderung
reflektiert neben dem Jahresergebnis in Höhe von 254,0
Mio. € auch die sonstigen Änderungen im Eigenkapital.
Bereinigt um die Dividendenausschüttung in Höhe von
93,0
Mio. € bzw. 1,00 Cent je Aktie lag das Wachstum des
NAV je Aktie über das Geschäftsjahr 2020 bei 8,6% (un-
verwässert).
In der untenstehenden Tabelle ist die Überleitung des
NAV auf den NNNAV gemäß den Best Practice Policy
Recommendations der European Public Real Estate
Association (EPRA) dargestellt. Der EPRA NAV (unver-
wässert) lag zum Stichtag bei 41,05
€ je Aktie (2019:
38,36
€ je Aktie). Der EPRA NNNAV (unverwässert) je
Aktie, nach Anpassungen für Finanzinstrumente, Ver-
bindlichkeiten und latenter Steuern, belief sich zum
31.12.2020 auf 36,15
€ je Aktie (2019: 33,69 € je Aktie).
Die Zahl der ausstehenden Aktien belief sich zum Stich-
tag auf 93,0
Mio. Stück (31.12.2019: 93,0 Mio. Stück).
Ein potenzieller Verwässerungseffekt der begebenen
Wandelanleihe des Konzerns (200
Mio. €) wurde bei der
Berechnung des Net Asset Values berücksichtigt. Der
Wandlungspreis der Wandelanleihe stand bei 29,77
€
zum 31.12.2020, verglichen mit dem Aktienkurs von
31,35
€. Eine Wandlung zu diesem Wandlungspreis
würde die Anzahl der ausstehenden Aktien im Ausmaß
von rund 6,7
Mio. erhöhen
KONZERNLAGEBERICHT
43
SUBSTANZWERT (NAV UND NNNAV NACH EPRA)
Mio. € 31.12.2020
verwässert
31.12.2020
unverwässert
31.12.2019
Eigenkapital (NAV) 3.128,2 3.128,2 2.967,9
Optionsausübungen 235,3 0,0 0,0
NAV nach Optionsausübungen 3.363,5 3.128,2 2.967,9
NAV/Aktie in € 33,72 33,63 31,90
Wertanpassung für
1)
- Selbst genutzte Immobilien 9,7 9,7 7,5
- Kurzfristiges Immobilienvermögen 151,0 151,0 127,3
- Finanzinstrumente 0,4 0,4 0,0
Latente Steuern 529,2 529,2 466,1
EPRA NAV nach Anpassungen 4.053,9 3.818,6 3.568,9
EPRA NAV je Aktie in € 40,64 41,05 38,36
Wertanpassung für Finanzinstrumente –0,4 –0,4 0,0
Wertanpassung für Verbindlichkeiten –32,2 –64,6 –99,6
Latente Steuern –396,3 –390,5 –335,3
EPRA NNNAV 3.625,0 3.363,1 3.133,9
EPRA NNNAV je Aktie in € 36,34 36,15 33,69
Aktienkurs (Stichtag) 31,35 31,35 37,45
Anzahl der Aktien exkl. eigene Aktien 99.747.036 93.028.299 93.028.299
1)
Inklusive der anteiligen Werte von Gemeinschaftsunternehmen
Mit Publikation der EPRA Best Practices Reco
mmenda-
tions Guidelines Oktober 2019 wurde die Net Asset Value
– Berichterstattung adjustiert mit dem Ziel, jüngste
Markt- und Unternehmensentwicklungen besser zu re-
flektieren. Infolgedessen wurden der EPRA NAV un
d der
EPRA NNNAV durch drei neue Bewertungskennzahlen
für das Nettovermögen ersetzt: EPRA Net Reinstatement
Value, EPRA Net Tangible Assets und EPRA Net Disposal
Value. CA Immo beabsichtigt mit dem 1. Quartal 2021
nur noch diese neuen Kennzahlen zu berichten, die von
EPRA wie folgt definiert werden
1
:
EPRA Net Reinstatement Value
Das Ziel der EPRA Net Reinstatement Value - Kennzahl
ist es, den Wert des Nettovermögens auf einer langfristi-
1)
Quelle: EPRA – Best Practices Recommendations Guidelines (Oktober
2019)
gen Basis hervorzuheben. Vermögenswerte und Verbind-
lichkeiten, von denen nicht erwartet wird, dass sie sich
unter normalen Umständen herauskristallisieren, wie z.
B. die Fair
-Value-Bewegungen bei Finanzderivaten un
d
latente Steuern auf Immobilienbewertungsüberschüsse,
sind da
her ausgeschlossen. Da die Kennzahl auch wider-
spiegeln soll, was erforderlich wäre, um das Unterneh-
men auf der Grundlage seiner aktuellen Kapital- und Fi-
nanzierungsstruktur über die Investitionsmärkte nachzu-
bilden, sollten damit verbundene Kosten wie Grunder-
werbsteuern einbezogen werd
en.
EPRA Net Tangible Assets
Die der Berechnung des EPRA Net Tangible Assets zu-
grundeliegende Annahme geht davon aus, dass Unter-
nehmen Vermögenswerte erwerben und veräußern,
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
44
KONZERNLAGEBERICHT
wodurch bestimmte Niveaus an latenten Steuerverbind-
lichkeiten herauskristallisiert werden.
EPRA Net Disposal Value
Aktionäre sind daran interessiert, den vollen Umfang
der Verbindlichkeiten und den daraus resultierenden
Shareholder Value zu verstehen, wenn die Vermögens-
werte des Unternehmens verkauft und/oder die Verbind-
lichkeiten nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden. Zu
diesem Zweck bietet der EPRA Net Disposal Value dem
Leser ein Szenario, in dem latente Steuern, Finanzinstru-
mente und bestimmte andere Anpassungen in ihrem vol-
len Umfang berechnet werden, einschließlich der nicht
in der Bilanz ausgewiesenen Steuerbelastung, abzüglich
der daraus resultierenden Steuern. Diese Kennzahl sollte
nicht als "Liquidations-NAV" betrachtet werden, da die
beizulegenden Zeitwerte in vielen Fällen keine Liquidati-
onswerte darstellen.
NET ASSET VALUE (NRV, NTA UND NDV NACH EPRA)
Mio. € 31.12.2020 31.12.2019
EPRA NRV EPRA NTA EPRA NDV EPRA NRV EPRA NTA EPRA NDV
IFRS Eigenkapital der Aktionäre 3.128,2 3.128,2 3.128,2 2.967,9 2.967,9 2.967,9
i) Hybride Finanzinstrumente (Wandelschuldverschreibung) 235,3 235,3 235,3 264,1 264,1 264,1
Verwässerter NAV 3.363,5 3.363,5 3.363,5 3.231,9 3.231,9 3.231,9
ii.a) Neubewertung von IP (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) 9,7 9,7 8,2 7,5 7,5 6,1
ii.b) Neubewertung IPUC (bei Anwendung der IAS 40 Cost option) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
ii.c) Neubewertung sonstiger Vermögensgegenstände 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
iii) Neubewertung von als Finanzierungsleasing gehaltenen
Mietverträgen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
iv) Neubewertung von zu Veräußerungszwecken gehaltenen
Vermögensgegenständen 151,0 138,8 110,9 127,3 117,5 94,0
Verwässerter NAV zum Marktwert 3.524,2 3.512,0 3.482,5 3.366,8 3.356,9 3.332,1
v) Latente Steuern in Bezug auf Marktwertgewinne von IP 531,2 451,9 470,6 438,3
vi) Marktwert von Finanzinstrumenten 40,5 37,4 29,6 29,6
vii) Goodwill als Ergebnis der latenten Steuern –2,0 –2,0 –2,0 –4,5 –4,5 –4,5
viii.a) Goodwill gemäß der IFRS-Bilanz 0,0 0,0 0,0 0,0
viii.b) Immaterielle Vermögenswerte gemäß der IFRS-Bilanz 0,0 0,0
ix) Marktwert der festverzinslichen Schulden –57,2 –47,4
x) Neubewertung von immateriellen Gütern zum fairen Wert 0,0 0,0
xi) Erwerbsnebenkosten 252,8 0,0 211,4 0,0
NAV 4.346,7 3.999,3 3.423,4 4.073,9 3.820,3 3.280,2
Anzahl der Aktien (voll verwässert) 99.747.036 99.747.036 99.747.036 99.657.313 99.657.313 99.657.313
NAV je Aktie in € 43,58 40,09 34,32 40,88 38,33 32,91
KONZERNLAGEBERICHT
45
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen
Tätigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung
des Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsin-
dikatoren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instru-
ment. Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren
und für ein Value-Management messbar zu machen, die
zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts
beitragen.
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der auf das
eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Re-
turn on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kal-
kulatorischen Eigenkapitalkosten (mittelfristig mit rund
7,0% angenommen) zu erreichen und damit Shareholder
Value zu generieren. Der RoE 2020 auf Basis des Konzern-
ergebnisses liegt mit 8,3% (2019: 14,0%) deutlich über
diesem Zielwert. Der Rückgang zum Vorjahr ist auf das
geringere Immobilienneubewertungsergebnis zurück zu
führen. Mit der erfolgreichen strategischen Ausrichtung
und Positionierung der CA Immo Gruppe in den letzten
Jahren wurden die Weichen für die nachhaltige Erwirt-
schaftung einer Eigenkapitalrendite gestellt, die über den
Eigenkapitalkosten der Gruppe liegt (siehe Kapitel Strate-
gie).
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steue-
rung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafteten
Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value (NAV)
je Aktie, der operative Cashflow je Aktie sowie Funds
from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie (siehe oben
bzw. Tabelle „Value Kennzahlen“ und „Kennzahlen je
Aktie“ in der Flappe des Geschäftsberichtes).
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg dar-
stellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt
wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, nichtfinanzieller
Leistungsindikatoren vorgelagert, die für die Messung
und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesent-
lich sind. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in
Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange so-
wie hinsichtlich Achtung der Menschenrechte als auch
Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im
ESG - Bericht und Anhang ausführlich dargestellt und er-
läutert.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
46
KONZERNLAGEBERICHT
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
MIT WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN
Die zentrale Herausforderung des aktuellen Jahres wird
die Bekämpfung der Covid-19 Pandemie bleiben. Trotz
erster Fortschritte bei den weltweiten Impfkampagnen
dürfte das Infektionsgeschehen dynamisch bleiben. Mit
einer möglichen Verbesserung der Pandemielage ab dem
Frühjahr könnte eine Erholung des Wirtschaftswachstums
auf breiter Front spürbar werden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die weltwei-
ten Eindämmungsmaßnahmen im Laufe des Jahres 2021
in Kraft bleiben, bevor sie im weiteren Verlauf verstärkt
gelockert werden. Infolgedessen ist damit zu rechnen,
dass die Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder kräftig wach-
sen wird. Aktuelle Wirtschaftswachstumsprognosen ge-
hen davon aus, dass die europäische Wirtschaft im Jahr
2021 um etwa 4% und im Jahr 2022 um etwa 3% steigen
und somit im Laufe des Jahres 2022 wieder das Vorkri-
senniveau erreichen wird.
Die abschließenden Auswirkungen der Pandemie und
deren wirtschaftlichen Folgen können insbesondere auf-
grund der dynamischen Entwicklungen nicht abschlie-
ßend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer laufen-
den Evaluierung. Temporäre Einschränkungen des laufen-
den Betriebs (auch verursacht durch Ausgangsbeschrän-
kungen/Ausgangssperren/Grenzschließungen, Schul- und
Geschäftsschließungen sowie weitere Maßnahmen) kön-
nen jedoch bei der CA Immo Gruppe, bei Mietern, Kun-
den, Lieferanten sowie Behörden eintreten. Die daraus re-
sultierenden finanziellen, allgemein geschäftlichen und
immobilienspezifischen Auswirkungen können nicht ab-
schließend beurteilt werden (z. B. nicht vertragskonfor-
mer Zahlungseingang von Mieten, Verzögerungen von
Bautätigkeiten, Auswirkungen auf die Immobilienmärkte,
Entwicklung der Covenants bei Finanzierungen, Auswir-
kungen auf geplante Immobilientransaktionen). CA Immo
setzt auf eine Vielzahl möglicher Maßnahmen, um die
Auswirkungen auf die Gruppe so gering wie möglich zu
halten.
Strategie
Mit den erfolgreich umgesetzt
en Strategieprogrammen
der vergangene
n Jahre verfügt CA Immo über eine ausge-
zeichnete Marktposition in ihren Kernmärkten. Trotz der,
angesichts der Covid-19 Pandemie, herausfordernden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird eine weiter-
hin robuste Geschäftsentwicklung des Kernsegmentes Be-
standsimmobilien (rund 85% des gesamten Immobilien-
vermögens) erwartet.
Darüber hinaus sollen neben der Fortführung des orga-
nischen Wachstums durch profitable Projektentwick-
lungstätigkeit zusätzlich selektive Ankäufe von Be-
standsimmobilien mit Wertschaffungspotenzial in den
Kernmärkten umgesetzt werden. Die dadurch zu erwar-
tende Steigerung der jährlichen Mieteinnahmen, bei einer
gleichzeitig optimierten Finanzierungsstruktur, soll die
nachhaltige Profitabilität von CA Immo weiter erhöhen.
Die Portfoliostrategie des Unternehmens setzt unverän-
dert auf ein qualitativ hochwertiges Portfolio sowohl in
Bezug auf Standort- als auch Gebäudequalität und eine
klare Fokussierung auf attraktive Metropolen in Zentral-
und Osteuropa. In diesem Zusammenhang soll die strate-
gische Kapitalrotation kontinuierlich umgesetzt werden.
Nach dem Rückzug aus den nicht-strategischen Märkten
Zagreb (September 2020), Graz (Dezember 2020) und Bra-
tislava (März 2021) ist auch ein Verkauf der beiden Büro-
gebäude in Belgrad geplant. Verkäufe innerhalb der Büro-
portfolien in den strategischen Märkten und eine Rein-
vestition der Verkaufserlöse in Zukäufe von strategischen
Bestandsimmobilien bzw. in die Entwicklungspipeline
des Unternehmens zielen darauf ab, die Qualität des Port-
folios in Bezug auf Lage, physische und nachhaltige Ge-
bäudequalität sowie Effizienz der Bewirtschaftung zu op-
timieren.
Development
Im Jahr 2020 wurden vier Entwicklungsprojekte erfolg-
reich fertig gestellt, im Folgejahr sind weitere Fertigstel-
lungen von Bürogebäuden in Mainz (ZigZag) sowie in
Prag (Mississippi House und Missouri Park) geplant. Die
Entwicklung von umfangreichen Grundstückreserven in
zentralen Lagen in den deutschen Metropolen München,
Frankfurt und Berlin stellen für CA Immo ein signifikan-
tes langfristiges organisches Wachstumspotenzial dar,
welches bei Vorliegen von erforderlichen Voraussetzun-
gen und Rahmenbedingungen sukzessive realisiert wer-
den soll.
Im März 2021 konnte einer der größten Mietverträge in
der Unternehmensgeschichte mit der Deutschen Kredit-
bank AG (DKB) über 34.850
m² Nutzfläche abgeschlossen
werden. Die damit erzielte 100%-Vorvermietung gibt den
Startschuss für die Entwicklung des hochqualitativen Bü-
rogebäudes „Upbeat“ in der Berliner Europacity mit ei-
nem geplanten Investitionsvolumen von rund 300
Mio. €.
Nähere Informationen und Details hierzu finden Sie in
den Kapiteln „Strategie“, „Immobilienvermögen“, „Immo-
bilienvermögen in Entwicklung“ sowie „Entwicklungspo-
tenzial“.
AUSBLICK
KONZERNLAGEBERICHT
47
Finanzierung
CA Immo verfügt über eine äußerst robuste Bilanz- und
Finanzierungsstruktur mit einer sehr soliden Liquiditäts-
position. Die erstmaligen Emissionen einer Benchmark-
Anleihe sowie eines Green Bond in 2020 repräsentieren
einen Meilenstein in der Umsetzung der Wachstumsstra-
tegie, mit dem die Diversifikation der Finanzierungsstruk-
tur und deren Optimierung deutlich beschleunigt wurde.
Nähere Informationen und Details hierzu finden Sie im
Kapitel „Finanzierung“.
Sowohl das Baa2 – Rating als auch der stabile Ausblick
wurden von Moody’s in einer Credit Opinion am 18. Ja-
nuar 2021 bestätigt. Nach Ankündigung des Kernaktio-
närs Starwood Capital ein antizipatorisches Pflichtange-
bot an die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuldver-
schreibungen der CA Immo zu stellen, setzte die Ratinga-
gentur das Rating „Under Review for Downgrade“ sowie
den Ausblick ebenso auf „Under Review“. Diese Verände-
rung spiegelt gemäß einer Aussendung von Moody‘s die
Ungewissheit wider, ob Starwood Capital „Kontrolle über
CA Immo erlangt und ob dies zu Änderungen im Ge-
schäfts-, Finanz- oder Liquiditätsprofil von CA Immo
führt.“
Wesentliche Geschäftsparameter
Wesentliche Parameter, die den für 2021 geplanten Ge-
schäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in de-
nen CA Immo tätig ist sowie de
ren Auswirkungen auf
Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren
umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzie-
rungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Bank
en
auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapital-
marktfinanzier
ungen auf Konzernebene) und damit ein-
hergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-In-
vestmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Aus-
wirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Entwick-
lungsprojekte hängt von den oben dargelegten Marktfak-
toren sowie der Verfügbarkeit von dafür erford
erlichen
externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– CA Immo ist darauf angewiesen, dass Unternehmen im
Zuge des Rückgangs der Pandemie wieder in ihre physi-
schen Büros zurückkehren. In diesem Zusammenha
ng
ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digita-
ler Arbeitsprozesse und die Etablierung von „Work-
from-Home“ mittelfristig auf die Nachfrage nach Büro-
immobilien auswirken werden.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risi-
ken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des je-
weiligen Immobilienmarktes.
Divide
nde und Jahreszielsetzung 2021
Für das Geschäftsjahr 2020 plant der Vorstand, eine Di-
vidende von 1,00
€ je dividendenberechtigter Aktie vor-
zuschlagen.
Die Jahreszielsetzung für das nachhaltige Ergebnis des
Geschäftsjahres 2021 (FFO I) wird im Rahmen der Präsen-
tation des ersten Quartals im Mai 2021 bekannt gegeben.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
48
In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2021 sind fol-
gende Aktivitäten zu berichten:
Antizipiertes Pflichtangebot von Starwood Capital
Am 8.1.2021 kündigte SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Ab-
sicht an, ein antizipiertes Pflichtangebot an die Aktionäre
und Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der
CA Immo zu stellen und ihre Beteiligung an der Gesell-
schaft von derzeit 29.999893% der gesamten Stimmrechte
weiter zu erhöhen. Die Angebotsunterlage wurde am
22.2.2021 veröffentlicht. Ab diesem Tag haben die Aktio-
näre und Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der
CA Immo die Möglichkeit, das Angebot anzunehmen und
ihre Aktien und Wandelschuldverschreibungen in das An-
gebot einzuliefern. Die Annahmefrist endet am 9.4.2021,
17.00 (CET). Der den Aktionären der CA Immo ursprüng-
lich angebotene Preis von 34,44
€ je CA Immo Aktie wurde
am 26.2.2021 auf 36,00
€ erhöht ("Aktien Angebotspreis").
Den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen wird ein
Preis von etwa 138.628,59
€ (ursprünglich 132.621,35 €) je
Wandelschuldverschreibung mit Nominalbetrag von
100.000
€ geboten ("WSV Angebotspreis"). Der Aktien An-
gebotspreis und der WSV Angebotspreis verstehen sich
cum Dividende. Das antizipierte Pflichtangebot ist auf den
Erwerb sämtlicher ausstehender CA Immo Aktien und
Wandelschuldverschreibungen gerichtet, die nicht von der
Bieterin oder von der CA Immo selbst gehalten werden.
Eine Mindestannahmeschwelle ist jedoch nicht vorgese-
hen. Der Vollzug des Angebots steht unter der aufschieben-
den Bedingung der kartellrechtlichen Freigaben in Öster-
reich, Deutschland und Polen. Die Äußerungen des Vor-
stands sowie des Aufsichtsrats zu diesem Angebot wurden
am 8.3.2021 veröffentlicht und stehen – wie auch die An-
gebotsunterlage – auf der Website der Gesellschaft in der
Rubrik Investor Relations/Übernahmeangebote zu Verfü-
gung.
Verkäufe
CA Immo und Mainzer Stadtwerke AG haben als Joint
Venture Partner der Zollhafen Mainz GmbH Co. KG am 22.
Dezember 2020 den Verkauf der Baufelder „Hafeninsel
I“ und „Marina“ notariell beurkundet. Der Verkaufspreis
(50%-CA Immo-Anteil) liegt deutlich über dem letzten
CA Immo-Buchwert (gem. IAS 2) zum dritten Quartal
2020. Das Closing der Transaktion ist für das 1. Quartal
2021 vorgesehen.
Im Dezember 2020 hat die CA Immo darüber hinaus ei-
nen Vertrag zum Verkauf eines Grundstücks in Düsseldorf
unterschrieben. Der Vertrag bedingt den Verkauf des an-
grenzenden Grundstücks eines Dritten. Die CA Immo
Gruppe hat das Grundstück zum 31.12.2020 zum stand-a-
lone Fair Value bewertet. Eine Umwertung auf den aus der
gemeinsamen Transaktion entstehenden Fair Value wurde
nicht durchgeführt, da der Vollzug der Transaktion von ei-
nem Dritten abhängig ist und die Entscheidung nicht voll-
ständig bei der CA Immo liegt. In 2020 hat die CA Immo
keinen ergebniswirksamen Effekt aus dieser Verkaufstrans-
aktion realisiert.
Ende Februar 2021 schloss CA Immo den Verkauf der
Bürogebäude Bratislava Business Center 1 und 1 Plus
(BBC 1) ab. Der Bürokomplex umfasst eine vermietbare
Fläche von rd. 25.500
m². Der Verkauf des BBC 1 markiert
den Ausstieg aus dem kleinen non-core-Markt Slowakei.
Vermietungen
Im März 2021 hat CA Immo mit der Deutschen Kredit-
bank AG (DKB) einen langfristigen Mietvertrag über rd.
34.850
m² Mietfläche für die Landmark-Büroentwicklung
Upbeat in der Berliner Europacity abgeschlossen. Upbeat
wird als hochwertiges und nachhaltiges Bürogebäude ent-
wickelt und soll mindestens die Zertifizierungen DGNB
(Gold), WiredScore (Platin) und WELL (Gold) erhalten. Mit
Abschluss des Mietvertrages ist das Büroentwicklungspro-
jekt zu 100% vorvermietet. Der Baubeginn wird für das
zweite Halbjahr 2021 und die Fertigstellung für 2025 er-
wartet, das Gesamtinvestment der CA Immo inklusive
Grundstück beläuft sich auf rund 300
Mio. €.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verändert
die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Büroim-
mobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisieren,
dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel bewirt-
schaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die Verän-
derungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen von
Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt anderer-
seits neue technische Lösungen sowie Raum- und Gebäu-
dekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojekten. Aktu-
ell stehen hierbei u. a. neue Anforderungen in Bezug auf
Energieeffizienz, Umweltschutz und Schutzmaßnahmen in
Bezug auf Virusinfektionen (Pandemieschutz) im Fokus.
Im Zuge ihrer theoretischen und praktischen For-
schungstätigkeit kooperiert CA Immo mit Einrichtungen,
die sich mit immobilienrelevanter Forschung beschäftigen.
So ist CA Immo z. B. Partner des Verbundprojekts Office
21 des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Orga-
nisation (IAO, www.office21.de) und des Real Estate Inno-
vation Network REIN mit dem Ziel, externe und interne In-
novationsansätze zu evaluieren und frühzeitig zu pilotie-
ren. Zusätzlich ist CA Immo aktives Mitglied in relevanten
Plattformen der Immobilienwirtschaft (Details zu unseren
Mitgliedschaften finden Sie im ESG-Bericht).
NACHTRAGSBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
49
RISIKOBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
50
RISIKOMANAGEMENT BEI CA IMMO
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von
CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist
ein erfolgreiches Management bestehender und neu auf-
tretender Risiken entscheidend. Um bestehende Markt-
chancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenzi-
ale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem
Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risi-
komanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen
wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwor-
tungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Cor-
porate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf
folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für un-
sere Identität und unseren Geschäftserfolg. Da
her ist die
Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Gover-
nance und unseres Wertemanagements eine Selbstver-
ständlichkeit. Risikokultur bede
utet für CA Immo die
Schaffung eines Risikobewusstseins und die Etablierung
eines bewussten Umgangs mit Risiken im Tagesgeschäft
– sowohl für da
s Management als auch für jeden einzel-
nen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Um-
gang mit den aus der Geschäft
sstrategie resultierenden
Risiken und beschreibt diese Risiken hinsichtlich ihrer
Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Unter-
nehmens und die daraus abzuleitenden Richtl
inien für
den Umgang mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des in 2019 etab-
lierten Corporate Development Komitees sowie des Auf-
sichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo
Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest,
die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele
zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risi-
kolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien
zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird
der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement un-
terstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss
mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Fi-
nanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Be-
darfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft
(wie auch zum Thema „Covid-19-Pandemie“ der Fall).
Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung
einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung
der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung
von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit
soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensaus-
richtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen
optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei
CA Immo quartalsweise im Rahmen von Reportings. Die
Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw.
-projektebene, als auch au
f (Teil-)Portfolioebene statt.
Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprog-
nosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwa-
chung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmög-
lichkeiten sowie die laufende Überwachung der Baukos-
ten bei Projektrealisierungen. Szenariendarste
llungen
hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios,
Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risi-
koberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit.
Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem
Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen
den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen
umfassen. Zusätzlich führt CA Immo im 3-Jahres-Rhyth-
mus eine Inventarisierung und Evaluierung der Einzelri-
siken nach Inhalt, Auswirkung und Eintrittswahrschein-
lichkeit durch. Zusätzlich erfolgt eine jährliche Aktuali-
sierung im Hinblick auf die geschätzten Auswirkungen
auf das Ergebnis, Vermögen bzw.
die Liquidität von
CA Immo („Schadensausmaß“) und die Eintrittswahr-
scheinlichkeit innerhalb des Zeitraumes von einem Jahr
.
Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und
Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermit-
teln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für
die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei
der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar er-
achtet. Hat der Vorstand die St
rategie verabschiedet, wird
sie in die 3-Jahres-Planung des Konzerns eingebunden
und trägt dazu bei, die Risikobereitschaft und Erwartun-
gen des Konzerns intern wie auch extern zu kommunizie-
ren.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe
von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch
Controllingprozesse kontinuierlich überwacht und doku-
mentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unter-
nehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in
alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden und
trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden
grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-
KONZERNLAGEBERICHT
51
Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhän-
gige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Be-
darf werden externe Experten hinzugezogen. In der Be-
richterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergeb-
nisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des
Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird
jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anfor-
derungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corpo-
rate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem
Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLLSYSTEMS (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle
Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstel-
lung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungs-
mäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der
maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unterneh-
mensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Manage-
mentprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsab-
läufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzude-
cken und so eine frühzeitige Korrektur zu ermöglichen.
Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstel-
lung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichter-
stattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operativen
Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebun-
den. Die Verantwortung für die Implementierung und
Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lo-
kalen Management. Die Geschäftsführer der Tochterge-
sellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrol-
len durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu doku-
mentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird regelmäßig von
der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit
der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergeb-
nisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsfüh-
rung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindes-
tens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
STRATEGISCHE RISIKEN
Als strategisches Risiko bezeichnet CA Immo die Gefahr
von unerwarteten Planabweichungen bzw. Verlusten, die
sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspoliti-
schen Unternehmensausrichtung ergeben können. Zu-
meist resultieren diese Risiken aus unerwarteten Verän-
derungen des makroökonomischen Marktumfeldes. Viele
der hier genannten Risiken sind nicht aktiv steuerbar.
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von
der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobi-
lienmärkte ab. Wesentliche Faktoren, die die Wirtschafts-
entwicklung beeinflussen, sind u. a. die Weltwirtschafts-
lage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflations-
rate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie des Zins-
niveaus. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Fak-
toren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Ar-
beitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für
die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente
eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außer-
halb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten
negative Auswirkungen auf die gesamte europäische
Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nati-
onen wie beispielsweise Deutschland und Österreich ha-
ben sowie insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor
negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirt-
schaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach
Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermie-
tungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität
von Immobilien beeinträchtigen könnte.
Wenngleich das aktuelle wirtschaftliche Umfeld nach
wie vor durch Niedrigzinsen und vergleichsweise hohe
Bewertungen von Immobilienportfolios bestimmt wird, ist
nicht auszuschließen, dass sich ein Zinsanstieg negativ
auf den Immobilienmarkt und in weiterer Folge auf die
Bewertung von Immobilien und Deinvestitionsvorhaben
von CA Immo auswirkt. Die Eigen- bzw. Fremdkapitalbe-
schaffung könnte sich erheblich erschweren, wodurch
Wachstumsaspekte nicht oder nur teilweise umsetzbar wä-
ren. Auch eine allfällige Wiedereinführung nationaler
Währungen durch einzelne Mitglieder der Eurozone hätte
gravierende Folgen für die europäischen Volkswirtschaf-
ten und die ohnehin teilweise volatilen Finanzmärkte.
Schließlich könnte der Ausstieg einzelner Staaten aus der
Europäischen Währungsunion zu einem gänzlichen Kol-
laps des Währungssystems führen.
Den wirtschaftlichen Chancen, die sich Unternehmen in
anderen Ländern bieten, stehen häufig geopolitische Risi-
ken wie politische Instabilität, fehlende Rechtsgrundlagen
und staatliche Willkür gegenüber. Unternehmen, die in ei-
ner instabilen Region tätig sind, müssen also mit erhebli-
chen Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit rechnen.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
52
Als Beispiele hierfür seien Steuererhöhungen, Zölle, Aus-
fuhrverbote, Enteignungen oder Beschlagnahme von Ver-
mögenswerten genannt. Im Falle einer zu hohen Konzent-
ration von Immobilien in einer Region könnten diese Fak-
toren auch einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis der
CA Immo Gruppe haben.
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
Das Geschäftsjahr 2020 war gesamtheitlich von den Aus-
wirkungen der globalen Covid-19-Pandemie geprägt. Viele
Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschrän-
kungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität ab
dem 2. Quartal 2020 in vielen Sektoren stark beeinträch-
tigt.
Die Pandemie hat Europa weiterhin fest im Griff. Prak-
tisch überall schnellten die Infektionszahlen ab dem
3. Quartal 2020 hoch. Die Länder reagierten darauf erneut
mit weiterreichenden Einschränkungen. Erneute Lock-
downs lassen die europäische Wi
rtschaft voraussichtlich
stärker einbrechen, als noch Mitte des Jahres 2020 erwar-
tet (siehe auch Kapitel „W
irtschaftliches Umfeld).
Auch die Immobilienbranche spürt bereits jetzt die Fol-
gen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein
deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten
und Liquidität auf. Hotels werden geschlossen bzw.
schließen wegen geringer Auslastungsraten. Der Einzel-
handel verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt
vermehrt Anfragen zur Mietstundung bzw. Mietreduktion.
Baustellen können teilweise nicht wie geplant betrieben
werden. Die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Aus-
wirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Immobilien-
märkte sind weiterhin höchst ungewiss. Je länger die
Krise dauert, desto komplexer und schwerwiegender wer-
den die Auswirkungen.
Der Immobilientransaktionsmarkt entwickelte sich be-
dingt durch die Pandemie und den damit verbundenen
Wirtschaftseinbruch mit Ausnahme von Deutschland stark
rückläufig. Das in den Kernmärkten von CA Immo re-
gistrierte Transaktionsvolumen bei Gewerbeimmobilien
lag zwischen 30% (Osteuropa) und 50% (Österreich) un-
ter dem Wert des Vorjahres. In Deutschland belief sich der
Rückgang gegenüber dem Rekordergebnis des Vorjahres
auf unter 6%. Transaktionen pausieren auf Grund von
Problemen in Preisfindung und Finanzierung oder werden
sogar abgebrochen.
Mit Ausnahme von Wien, wo die Vermietungsleistung
bisher noch konstant war und Effekte erst in 2021 erwartet
werden, verzeichneten alle Kernstädte von CA Immo
durch die herausfordernden Rahmenbedingungen auf-
grund der Pandemie und deren wirtschaftliche Auswir-
kungen bereits eine rückläufige Büroflächennachfrage
bzw. einen Anstieg der Leerstandsraten. Nachdem nun
sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivi-
täten deutlich reduziert wurden, ist auch zukünftig mit
längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht
vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach
Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung abhängt, bleibt abzuwarten, wie sich die in
2020 deutlich rückläufigen Büroflächenumsätze im Ge-
schäftsjahr 2021 tatsächlich entwickeln werden. Zudem
ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digita-
ler Arbeitsprozesse und der Ausbau des Home-Office mit-
telfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswir-
ken werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Trends
zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working
den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.
CA Immo ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel,
Einzelhandel) mit Anträgen konfrontiert, in denen um Er-
lass, Minderung oder Stundung der Mietzahlungen gebe-
ten wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind von
Land zu Land unterschiedlich. Im Falle von Covid-19-be-
dingten behördlichen Betriebsschließungen oder -ein-
schränkungen gibt es nach österreichischem Recht ein
spezielles gesetzliches Mietzinsminderungsrecht, wäh-
rend in anderen Ländern mangels spezifischer gesetzli-
cher Vorschriften grundsätzlich eine Mietzinszahlungs-
pflicht besteht und ein Mietzinsminderungsrecht nur aus-
nahmsweise und im Einzelfall über allgemeine Rechtsin-
stitute (wie dem Wegfall der Geschäftsgrundlage) begrün-
det werden kann. Abweichende vertragliche Regelungen
können allerdings ebenfalls ein Mietzinsminderungsrecht
eines Mieters begründen. Inwieweit die Maßnahmen zur
Eindämmung der Covid-19-Pandemie zur Insolvenz ein-
zelner Mieter und damit zu einem Anstieg der Leerstände
führen werden, lässt sich nach wie vor noch nicht ab-
schätzen und hängt weitgehend von der Dauer der Krise
ab. Vor allem das Hotelgewerbe, die Gastronomie und der
nicht systemrelevante Einzelhandel leiden erheblich un-
ter der herrschenden Situation. Je nach Asset-Klasse ist
weiterhin mit Mieterlässen, Mietminderungen und Miet-
stundungen zu rechnen. CA Immo begegnet diesem Risiko
u. a.
durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mie-
terstruktur und des Cash-flows und führt versch
iedene
Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch.
KONZERNLAGEBERICHT
53
Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erfor-
derlich.
Angesichts der unsicheren zukünftigen Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie und den damit in Zusammen-
hang stehenden gegenwärtigen und künftigen Reaktionen
auf die Immobilienmärkte und der Schwierigkeit, zwi-
schen kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen
strukturellen Marktveränderungen zu unterscheiden,
überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen
regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen
Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal 2020,
wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum
Stichtag 31. Dezember 2020 auf Basis verbindlicher Kauf-
verträge bzw. auf Grundlage der externen Bewertungen
angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außerge-
wöhnlichen Umstände sowie des derzeit niedrigen Trans-
aktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen vor al-
lem in den Kernmärkten Österreich und Osteuropa auch
weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen wer-
den als dies sonst der Fall ist.
Bei Projektentwicklungen ist unter den gegenwärtigen
Marktbedingungen – mit steigenden Baukosten, Ange-
bots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungs-
raten, unsicheren Vermarktungszeiträumen und einem
Mangel an aktuellen Vergleichswerten – die Beimessung
eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich.
Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker
schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall
wäre.
Weitere Informationen zu den Veränderungen der
Marktwerte finden Sie im Kapitel „Immobilienbewer-
tung“.
Weiterhin bleibt es abzuwarten, welche langfristigen
Auswirkungen die Covid-19-Pandemie haben wird. Die
Volatilität und Unsicherheiten an den Aktienmärkten, Ge-
winnwarnungen von Unternehmen sowie negative wirt-
schaftliche Prognosen in diesem Zusammenhang unter-
streichen deren potenzielle Gefahr für die europäische
und globale Wirtschaft. Diese Auswirkungen können ins-
besondere aufgrund der dynamischen Entwicklungen
nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch
einer laufenden Evaluierung. Temporäre Einschränkun-
gen des laufenden Betriebs (auch verursacht durch Aus-
gangsbeschränkungen/Ausgangssperren/Grenzschließun-
gen, Schul- und Geschäftsschließungen sowie weitere
Maßnahmen) können jedoch bei der CA Immo Gruppe,
bei Mietern, Kunden, Lieferanten sowie Behörden eintre-
ten. Die daraus resultierenden finanziellen, allgemein ge-
schäftlichen und immobilienspezifischen Auswirkungen
können nicht abschließend beurteilt werden (z. B. nicht
vertragskonformer Zahlungseingang von Mieten, Verzöge-
rungen von Bautätigkeiten, Auswirkungen auf die Immo-
bilienmärkte, Entwicklung der Covenants bei Finanzie-
rungen, Auswirkungen auf geplante Immobilientransakti-
onen). CA Immo setzt auf eine Vielzahl möglicher Maß-
nahmen, um die Auswirkungen auf die Gruppe so gering
wie möglich zu halten.
Informationen zu den im Zuge der Covid-19-Pandemie
von CA Immo gesetzten umfassenden Schutzmaßnahmen
für eine sichere Arbeitsumgebung für CA Immo Mitarbei-
ter, Mieter sowie auf CA Immo Baustellen finden Sie im
ESG Bericht.
IMMOBILIENSPEZIFISCHE RISIKEN
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der
Portfoliozusammensetzung
Der Immobilienmarkt hängt von der makroökonomi-
schen Entwicklung und der Nachfrage nach Liegenschaf-
ten ab. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter
Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen kön-
nen zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern füh-
ren. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestment-
marktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglich-
erweise nicht oder nur zu sonst inakzeptablen Konditio-
nen veräußern zu können, um die Ausrichtung des Immo-
bilienportfolios strategisch zu justieren. Viele jener Fakto-
ren, die zu nachteiligen Entwicklungen führen können,
befinden sich außerhalb des Einflussbereichs von
CA Immo – so z. B. Änderungen des verfügbaren Einkom-
mens, der Wirtschaftsleistung, des Zinsniveaus oder der
Steuerpolitik. Auch Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenra-
ten oder Konsumentenvertrauen beeinflussen das jewei-
lige lokale Angebot und die Nachfrage nach Immobilien.
Dies kann Immobilienpreise, Marktmieten und Vermie-
tungsgrade verändern bzw. nachteilige Auswirkungen auf
den Wert einer Immobilie und die damit erzielten Ein-
künfte haben. Erhebliche negative Auswirkungen auf die
Ertragskraft und Bewertung der Immobilien sind daher
nicht auszuschließen.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der
Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen An-
fangsrenditen abhängig. Aufgrund des allgemeinen Markt-
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
5
4
umfeldes besteht weiterhin die Gefahr, dass Anfangsrendi-
ten für Gewerbeimmobilien wieder nach oben korrigieren.
Das historisch außergewöhnlich hohe Preisniveau für Im-
mobilieninvestitionen bzw. das niedrige Niveau der Im-
mobilienrenditen birgt somit Risiken für die Immobilien-
werte des CA Immo Portfolios. Aufgrund des anhaltenden
Anlagedrucks von Investoren besteht auch die Gefahr,
dass Immobilien nur noch überteuert gekauft werden kön-
nen. Generell ist nicht auszuschließen, dass im Zusam-
menhang mit einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus
auch die Renditen für Immobilien steigen und die Immo-
bilienwerte in weiterer Folge zurückgehen werden.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite
Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko
begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategi-
sche Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eige-
nen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste re-
gionale Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus
liegt hier auf Märkten, die die langfristigen strukturellen
Trends der zunehmenden Urbanisierung, eines positiven
demografischen Wandels und der strukturellen Angebots-
knappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufwei-
sen. Marktkenntnis, die laufende Evaluierung der Strate-
gie, ein kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie
eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategi-
schen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrate-
gien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die
rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische
Ereignisse. Einem allfälligen Transferrisiko beugt
CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus
bonitätsschwachen Investmentmärkten vor. Ein aktives
Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeu-
gen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten.
CA Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und aus-
gewählten CEE Märkten tätig. Mit einem Anteil von 55%
des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Ein-
zelmarkt von CA Immo. Die regionale Portfoliozielvertei-
lung sieht eine mittelfristige Erhöhung des Deutschland
Anteils auf 60-65% vor. CA Immo ist Teil des EPRA De-
veloped Europe Index, der die Kapitalmarktpositionie-
rung und das Gesamtrating unterstützt. Hierfür wird ein
aggregierter EBITDA-Beitrag von Deutschland, Österreich
und Polen von über 50% angestrebt. Zugunsten einer kri-
tischen Marktrelevanz soll pro Kernstadt ein Immobilien-
vermögen von ca. 500
Mio. € gehalten werden. In Punkto
Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne
und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwer-
punkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld
Development werden auch Grundstücksentwicklungen
und Bauprojekte mit anderen Nutzungsarten (z.B. Woh-
nen, Hotel) realisiert, die in der Regel nach erfolgreicher
Entwicklung oder Fertigstellung veräußert werden.
Für Einzelinvestments definiert CA Immo das Konzent-
rationsrisiko aktuell mit einem Grenzwert von 5% des
Gesamtportfolios. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das
Bürogebäude Skygarden in München in diese Kategorie.
Insgesamt zeigt das Portfolio ein hohes Maß an Diversifi-
kation: Die Top 10 Assets der Gruppe repräsentieren we-
niger als 30% des Gesamtportfolios. Das Konzentrations-
risiko in Bezug auf Einzelmieter ist ebenfalls überschau-
bar: Per 31. Dezember 2020 werden rund 21% der
Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit ei-
nem Anteil von rund 3% der Gesamtmieterlöse sind Pri-
cewaterhouseCoopers, gefolgt von Intercity Hotel GmbH
aktuell die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell
sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnah-
men über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter ent-
fallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA)
eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäu-
den gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei
denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet
(AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario wer-
den Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen
Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen
Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnah-
men aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Ge-
samtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus
sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-
Tenants mehr als 10 Jahre betragen.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöp-
fungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis
hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlage-
objekten mit starken in-house Kompetenzen nachhaltige
Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risi-
ken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöp-
fungskette maximiert (Developer Profit). Allerdings ber-
gen Grundstücksreserven und Baurechtschaffungspro-
jekte durch ihre hohe Kapitalbindung ohne laufende Zu-
flüsse spezifische Risiken, bieten aber gleichzeitig durch
die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes er-
hebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch
den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven
werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verblei-
benden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen
Kapazitäten zügig vorangetrieben. Insgesamt strebt
CA Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von
KONZERNLAGEBERICHT
55
Bilanzwerten bedeutet das rund 85% ertragsstarke Immo-
bilien und rund 15% Entwicklungsprojekte in Realisie-
rung inklusive Landbank Reserven.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren
wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Markt-
wert von mehr als 100
Mio. € in derselben Stadt, dem
Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspart-
nern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und
quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt wer-
den können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßi-
gen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Län-
dern, in denen CA Immo tätig ist, hat auch eine wesentli-
che Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietausfälle.
Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Mietver-
träge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und ge-
eignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig
an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und
den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität
eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftli-
chen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken,
was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen
Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen ent-
schließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad auf-
rechtzuerhalten. Durch gezieltes Monitoring und proak-
tive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistun-
gen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat
sich das Mietausfallsrisiko in der Gruppe trotz der nega-
tiven Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf einzelne
Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten. Aufgrund
der noch nicht final einschätzbaren wirtschaftlichen Aus-
wirkungen der Covid-19-Pandemie sind weitere Einbußen
an Mieteinnahmen nicht auszuschließen. Sämtliche of-
fene Forderungen werden quartalsweise bewertet und
entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Das Aus-
fallsrisiko wurde im Ansatz des Immobilienwertes ausrei-
chend berücksichtigt. Viele Mietverträge der Gruppe be-
inhalten Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezug-
nahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisin-
dex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Miet-
verträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflati-
onsentwicklung abhängig (Wertsicherungsrisiko).
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte
Mieter intensiv; in vielen Märkten stehen die Mieten un-
ter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben,
könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise
zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über
die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nut-
zung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten
Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß
auch Sonder-Asset-Klassen wie Shopping-Center und Ho-
tels, deren Betrieb mit besonderen Risiken verbunden ist.
Ein schlechtes Center- oder Unternehmensmanagement
der Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zuneh-
mende Mitbewerbersituation können zu sinkenden Miet-
preisen bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu
Mieteinbußen und Problemen bei Neuvermietungen füh-
ren. Obwohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, ist die
Ertragslage der Gruppe von der Qualität des externen Ho-
telmanagements und der Entwicklung der Hotelmärkte
abhängig. Nicht zuletzt sind hier die zuvor erwähnten ne-
gativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bedingten
behördlich angeordneten Lockdowns anzuführen, die ins-
besondere Hotelbetreiber als auch den Einzelhandel stark
in Mitleidenschaft ziehen.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Projektentwicklung
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der
Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Er-
träge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Ent-
wicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschrei-
tungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden
sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die
außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann
den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträch-
tigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforde-
rungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann
dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um
solche Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkon-
trollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditäts-
planung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen
erst nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermie-
tungsquote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst
durch Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird
nur in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder
Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an ver-
mietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und
geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase)
gemacht und bedarf bei Einholung der Projektgenehmi-
gung einer expliziten Prüfung.
Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft er-
geben sich für CA Immo Risiken sowohl hinsichtlich der
(rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch
hinsichtlich der Baupreise. Dies ist mittlerweile nicht nur
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
56
in Deutschland – als Kernmarkt für Projektentwicklungen
– sondern in sämtlichen Kernregionen von CA Immo
spürbar. Trotz eingepreister Projektreserven ist nicht aus-
zuschließen, dass ein weiterer Anstieg der Baukosten Ri-
siken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekter-
folg bedeuten könnte. Zudem
besteht – trotz defensiver
Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich die aktuellen
Immobilienrenditen ändern und den angestrebten Projekt-
gewinn (Developer Profit) schmälern. CA Immo setzt da-
her auch im Bereich Development verstärkt auf entspre-
chende Markt- und Kostenanalysen. Die aktuell in Umset-
zung befindlichen Projekte bewegen sich über
wiegend im
Zeit- und Kostenrahmen der genehmigten Projektbudgets
und werden hinsichtlich des Kostenrisikos laufend evalu-
iert.
Risiken aus getätigten Verkäufen
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus ver-
traglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben,
die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme ab-
stellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kauf-
preise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Er-
tragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausrei-
chender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein all-
fälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung be-
rücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nach-
laufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in ent-
sprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
Umwelt- und Klimarisiken
Umwelt- und Sicherheitsvorschriften umfassen effektive
wie auch latente Verpflichtungen, kontaminierte Liegen-
schaften zu sanieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften
kann mit erheblichen Investitions- und anderen Kosten
verbunden sein. Diese Verpflichtungen könnten sich auf
Immobilien beziehen, die gegenwärtig oder auch in der
Vergangenheit im Eigentum von CA Immo stehen bzw.
standen oder von ihr bewirtschaftet bzw. entwickelt wer-
den oder wurden. Insbesondere betrifft dies die Kontami-
nierung mit bislang unentdeckten schädlichen Materia-
lien oder Schadstoffen, Kriegsmaterial bzw. sonstige Um-
weltrisiken wie z. B. Bodenverunreinigungen etc. Manche
Vorschriften sanktionieren die Abgabe von Emissionen in
Luft, Boden und Wasser, die die Grundlage einer Haftung
von CA Immo gegenüber Dritten bilden und die Veräuße-
rung, Vermietung bzw. Mieterträge der betroffenen Immo-
bilie erheblich beeinflussen können. Auch Naturkatastro-
phen und extreme Wettereinwirkungen können erhebli-
che Schäden an Immobilien verursachen. Grundsätzlich
sind versicherbare Risiken im üblichen Umfang versi-
chert (z. B. All-Risk-Versicherung für Entwicklungspro-
jekte). Sollte für derartige Schäden jedoch keine ausrei-
chende Versicherungsdeckung bestehen, könnte dies
nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen. Zur Risiko-
minimierung bezieht CA Immo vor jedem Kauf auch
diese Aspekte in ihre Due Diligence Prüfung ein. Vom
Verkäufer werden entsprechende Garantieerklärungen
verlangt. Wo möglich, setzt die CA Immo Gruppe umwelt-
verträgliche Materialien und energiesparende Technolo-
gien ein. Dem ökologischen Vorsorgeprinzip trägt
CA Immo Rechnung, indem Projektentwicklungen sowie
(Re-)Developments ausschließlich unter der Maßgabe ei-
ner Zertifizierungsfähigkeit durchgeführt werden.
Als verantwortungsbewusster Akteur in der europä-
ischen Immobilienbranche unterstützt CA Immo die
Klimaziele der Vereinten Nationen und den damit ver-
bundenen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nachhal-
tigen Wirtschaft voll und ganz. Um die damit verbunde-
nen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen und ihre
langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, verankert
CA Immo entsprechende Maßnahmen, Prozesse und Ziele
in ihrer strategischen Ausrichtung (z. B. Nachhaltigkeits-
zertifizierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung / ESG Re-
porting, Green Financing). Detaillierte Informationen
hierzu – insbesondere zu Klimarisiken und -chancen –
finden Sie im ESG Report.
ALLGEMEINE GESCHÄFTSRISIKEN
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der
CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten füh-
ren oder sich in einem zusätzlichen Aufwand nieder-
schlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in
EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschli-
chem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen
Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe
sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die
in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rech-
nung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind,
bergen ein erhebliches Betriebsrisiko. Zu den menschli-
chen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für
die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche
Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrol-
len), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individuel-
ler Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen kön-
KONZERNLAGEBERICHT
57
nen, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine fle-
xible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufga-
ben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwal-
tungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausge-
lagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der
Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten
Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht
oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im
erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertrag-
lich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitar-
beiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar
und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wett-
bewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüssel-
funktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-
Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Un-
ternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von
neuem Personal) kompensiert werden kann. Diesen Risi-
kofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche
Maßnahmen: Bei Unternehmensfusionen wird auf struk-
turierte Prozesse zur Organisationsintegration geachtet.
Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist
klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur
nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die
Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft,
ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße
Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die
durch Kündigung von zentralen Wissensträgern auftreten
können, beugt CA Immo durch regelmäßigen Know-how-
Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-
hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst voraus-
schauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer ge-
wöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als
auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert.
Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen ge-
führt. Das jeweils anwendbare Verfahrensrecht, die unter-
schiedlich ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte
und die Komplexität der Streitgegenstände können ver-
einzelt eine beträchtliche Verfahrensdauer oder andere
Verzögerungen bedingen. CA Immo geht davon aus, aus-
reichende bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten ge-
troffen zu haben. Aktuell sind keine Gerichts- oder
Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzi-
elle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Ös-
terreich und das Land Kärnten eine Schadenersatzklage
aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Be-
einflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Pri-
vatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004
(„BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags ein-
gebracht. Die Anfang Dezember 2020 verkündeten erstin-
stanzlichen (allerdings noch nicht rechtskräftigen) Straf-
urteile gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzminister
Grasser et al. bestätigten, dass im Zusammenhang mit
dem BUWOG-Privatisierungsverfahren rechtswidrige und
parteiliche Handlungen gesetzt wurden. Das Strafgericht
hat CA Immo mit den geltend gemachten Privatbeteilig-
tenansprüchen gegen die Beklagten auf Schadenersatz
von 1,9
Mrd. € auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Eine
vertiefende Einschätzung der konkreten Auswirkungen
des strafrechtlichen Verfahrens auf die anhängigen Scha-
denersatzverfahren ist erst nach schriftlicher Urteilsaus-
fertigung und in der Folge nach Abschluss sämtlicher all-
fälliger Rechtsmittelverfahren mit einem rechtskräftigen
strafrechtlichen Urteil möglich. Ein Strafurteil hat pro-
zessual keine Bindungswirkung für die geltend gemach-
ten zivilrechtlichen Schadenersatzansprüche gegen die
Republik Österreich und das Land Kärnten. Für das Scha-
denersatzverfahren wurde bis dato vorsorglich eine Rück-
stellung in Höhe von rund 25
Mio. € für Gerichtsgebühren
gebildet.
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf
die wirtschaftlichen Ergebnisse sind unvorhersehbar und
können gegebenenfalls negative Auswirkungen auf die
Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruk-
tur der CA Immo Gruppe haben. Derartigen Rechtsrisiken
steuert CA Immo durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv
entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von
historischen und bestehenden Rechtsrisiken, die laufende
Überwachung von Gesetzesänderungen bzw. Änderungen
in der Rechtssprechung, die Implementierung von Les-
sons Learned in unsere Geschäftsprozesse, sowie kontinu-
ierliche Informations- und Schulungsmaßnahmen.
Organisiertes Verbrechen, insbesondere Betrug und Er-
pressung, ist ein allgemeines Risiko von geschäftlichen
Aktivitäten. Viele Staaten unterliegen weiterhin erhebli-
chen Schwächen bei der Bekämpfung von Korruption.
Derartige illegale Aktivitäten können zu erheblichen fi-
nanziellen Nachteilen und Imageverlusten führen. Dem
Korruptionsrisiko wird durch den Code of Conduct
(„Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang ste-
henden Geschenke- und Spenden-Richtlinie Rechnung
getragen. Mitarbeiter sind dazu angehalten, jeden Ver-
dachtsmoment intern zu melden. Darüber hinaus besteht
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
58
für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht eines
Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das
von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgeber-
system (Hinweisgebersystem (caimmo.com)) zu melden.
Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Kor-
ruption wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich
informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachver-
halte erfolgt auf Basis des vom Prüfungsausschuss verab-
schiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprü-
fungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder
Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche operativ tätigen Konzern-
gesellschaften werden in regelmäßigem Turnus auf Kor-
ruptionsrisiken überprüft.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl
hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräuße-
rungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im
Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuer-
rückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidun-
gen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen sind bei
Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teil-
weise von der Ertragsteuer befreit. Auch wenn die Ab-
sicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden
dennoch für das Immobilienvermögen passive latente
Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen,
inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Ver-
lustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne
verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über
Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die
Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicher-
heiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäfts-
fällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige
Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behand-
lung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird
oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die
CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten einge-
stuften Betrag. Diese Unsicherheiten und Komplexitäten
können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen we-
sentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahr-
scheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten
Verpflichtungen sind.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres
Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche kom-
plexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen
insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vor-
gaben zur Grunderwerbsteuerbelastung bzw. zum mögli-
chem Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und
unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Per-
sonengesellschaften und Kapitalgesellschaften oder (iii)
der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwick-
lungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle
Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzu-
halten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außer-
halb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie
z.
B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesän-
derungen oder Interpretationsänderungen seitens der
Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können,
dass die zuvor genannten Steuerthemen anders
als zuvor
behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den
Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Partnerrisiken
CA Immo realisiert einige Projektentwicklungen in Joint
Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs-
und Leistungsfähigkeit abhängig. Die Gruppe ist überdies
dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhän-
gig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo
auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten,
Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei
einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder
deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen
tragen müssen.
FINANZRISIKEN
Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt
stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten
Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbe-
sondere zur Refinanzierung bestehender Kredite sowie
zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisi-
tionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von
Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches
Fremdkapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene
Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolon-
gieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzie-
rungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finan-
zierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab,
die nicht alle von der Gruppe beeinflusst werden können
KONZERNLAGEBERICHT
59
(Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.). Dies kann die
Fähigkeit der Gruppe erheblich beeinträchtigen, den Fer-
tigstellungsgrad ihres Entwicklungsportfolios zu erhöhen,
in geeignete Akquisitionsprojekte zu investieren oder ih-
ren Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen nachzu-
kommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über
ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen
auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksich-
tigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obli-
gierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder
vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung
von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr,
dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzö-
gert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind.
Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschuss-
verpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei
Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzie-
rungen oder den von CA Immo begebenen Unterneh-
mensanleihen bzw. Wandelschuldverschreibungen. Bei
Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die
jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fäl-
lig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu for-
dern. Dies könnte die Gruppe dazu zwingen, Immobilien
verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Kondi-
tionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider
Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strate-
gischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das seit
Dezember 2015 bestehende Investment Grade – Long
Term Issuer Rating Baa2 von Moody’s beizubehalten, be-
darf es zudem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem
kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarun-
gen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -si-
cherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziel-
len Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem
sichert sich die Gruppe zur Aussteuerung von Liquidi-
tätsspitzen eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentli-
nie auf Ebene der Konzernmutter. Damit wird konzern-
weit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Li-
quiditätsbedarf bedient werden kann. Dem Anlagehori-
zont für Immobilien entsprechend, werden Kredite
grundsätzlich langfristig abgeschlossen. Als Grundregel
gilt, dass vor Abschluss von verbindlichen Verträgen im
Zusammenhang mit Immobilienankäufen eine entspre-
chende Finanzierung (z. B. Kredit, Anleihe) gewährleistet
sein muss. Als Alternative und Ergänzung zu den bisheri-
gen (Eigen-) Kapitalbeschaffungsquellen wurden in der
Vergangenheit auf Projektebene auch Kapitalpartnerschaf-
ten (Joint Ventures) eingegangen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko auf-
grund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei
Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen.
Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektent-
wicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung
aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindli-
cher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finan-
zierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Zinsänderungsrisiko
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken
sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als
auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsi-
cherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierun-
gen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen
Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen
und achtet auf eine Mischung aus langfristigen Zinsbin-
dungen sowie variabel verzinsten Krediten. Um sich ge-
gen drohende Zinsänderungen und die damit verbunde-
nen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusi-
chern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt
derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und
Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte
könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für
die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksa-
men Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von
Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das
Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe
derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annah-
men und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige
Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-EURIBOR ab.
Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies
zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes füh-
ren. Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisi-
kos ist daher unumgänglich. Risiken, die für CA Immo
eine wesentliche und nachhaltige Gefährdung darstellen,
sind derzeit nicht gegeben. Zudem finanziert sich
CA Immo zunehmend über den Kapitalmarkt. Aktuell
entfallen 94% des gesamten Finanzierungsvolumens auf
fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen)
oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen. Durch
die kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruk-
tur konnten in den letzten Jahren neben einer Reduktion
der durchschnittlichen Fremdkapitalkosten auch eine
Verbesserung des Laufzeitenprofils sowie eine Erhöhung
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
60
des Anteils zinsgesicherter Finanzverbindlichkeiten er-
reicht werden. Darüber hinaus wurde der Pool an unbe-
lasteten Vermögenswerten – ein wesentliches Kriterium
für das Investment Grade Rating der Gesellschaft – erhöht
und das Rating von CA Immo untermauert. Das Finanz-
profil wurde damit in seiner Robustheit weiter gestärkt.
Währungsrisiken
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone
aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken aus-
gesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten
in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich
nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst
werden, können Kursänderungen eine Verringerung der
Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendun-
gen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können
Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von
Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergeb-
nisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem
Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung
der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktu-
ell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Aus-
wirkung der Bindung der Mieten auf die wirtschaftliche
Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu
Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen
jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vor-
handene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebs-
notwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro
konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom
zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein
Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Ab-
sicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt
nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags-
und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursent-
wicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
FINANCIAL RISK MANAGEMENT
KONZERNLAGEBERICHT
61
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanz-
stichtag 718.336.602,72
€ und verteilte sich auf vier Na-
mensaktien sowie 98.808.332 Stück auf den Inhaber lau-
tende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am
Grundkapital von je 7,27
€. Die Inhaberaktien notieren im
Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 28% per 31. Dezember
2020 (27.908.386 Inhaberaktien sowie vier Namensak-
tien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von
Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter
Aktionär von CA Immo. Starwood ist ein auf globale Im-
mobilieninvestitionen konzentrierter Finanzinvestor. Die
übrigen Aktien von CA Immo befinden sich im Streube-
sitz von institutionellen und privaten Investoren. Mit ei-
nem Anteil von rund 6% bzw. rund 4% zählen die
S IMMO Gruppe sowie BlackRock Inc. zu den größeren
Aktionären von CA Immo. Darüber hinaus sind keine Ak-
tionäre mit einer Beteiligung von mehr als 4% bekannt.
Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien so-
wie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Gover-
nance Bericht (Corporate Governance (caimmo.com)) dar-
gestellt.
ANGABEN ZUM KAPITAL
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung vom
9. Mai 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustim-
mung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in meh-
reren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtaus-
schluss) um bis zu 359.168.301,36
€ (rund 50% des der-
zeit aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sachein-
lage gegen Ausgabe von bis zu 49.404.168 auf
Inhaber
lautende Stückaktien zu erhöhen. D
i
e Ermächtigung gilt
bis zum 18. September 2023.
In der selben Hauptversammlung wurde das „bedingte
Kapital 2013“ von ursprünglich 100.006.120
€ zur Bedie-
nung der 0,75% Wandelschuldverschreibungen 2017-2025
auf 47.565.458,08
€ eingeschränkt und der Vorstand gleich-
zeitig ermächtigt, bis längstens 8. Mai 2023 mit Zustim-
mung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen bis
zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt 750
Mio. €, mit
denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu
19.761.667 Stück auf Inhaber lautende Aktien der Gesell-
schaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von
bis zu 143.667.319,09
€ verbunden sind (bedingtes Kapital
2018), auch in mehreren Tranchen auszugeben und alle
weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschver-
fahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen.
Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf nach
dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die Summe
der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Bezugs-
rechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen einge-
räumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt nicht
mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft zum
Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung entfällt.
Das Bezugsrecht der Aktionäre (§ 174 Abs 4 AktG iVm §
153 AktG) wurde ausgeschlossen.
In der 32. ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai
2019 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a
und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Da-
tum der Beschlussfassung, d.h. bis längstens 8. November
2021, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im ge-
setzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesell-
schaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher
als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn
Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen
hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl
über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf
eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also
auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären
und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungs-
rechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Er-
mächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehre-
ren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer
Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unter-
nehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch
Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung
dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde wei-
ters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die er-
worbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversamm-
lungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu
veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen
bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde kein Aktienrück-
kaufprogramm durchgeführt. Per 31. Dezember 2020 hielt
die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 Stück
eigene Aktien. Bei einer Gesamtzahl von 98.808.336 ausge-
gebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund 6%
der stimmberechtigten Aktien.
INFORMATIONEN GEM. § 243 A UGB
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
62
INFORMATIONEN ZU VORSTAND UND
AUFSICHTSRAT
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus
einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vor-
standsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des
65.
Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funkti-
onsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den
65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei,
höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien ent-
sendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsen-
dungsberechtigten jederzeit abberufen und dur
ch andere
ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die
Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen fin-
den auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsrats-
mitglieder werden von der Hauptversamml
ung gewählt.
Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der
Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt.
Aufsichtsratsm
itglieder scheiden mit Ablauf der auf den
70.
Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mit-
gliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptver-
sammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vier-
tel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzun
g).
„CHANGE OF CONTROL“ REGELUNGEN
Alle Vorstandsverträge enthalten eine „Change of Con-
trol“-Klausel („CoC“), die Zusagen für Leistungen aus
Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit
infolge eines Kontrollwechsels regeln. Ein Kontrollwech-
sel liegt vor, sobald ein Aktionär oder eine Aktionärs-
gruppe 25% der Stimmrechte in der Hauptversammlung
erlangt oder in Folge des Überschreitens einer Beteili-
gungsschwelle von 30% ein Pflichtanbot gemäß Übernah-
megesetz legen muss. Firmenzusammenschlüsse gelten
grundsätzlich als Kontrollwechsel. Die vertraglichen Re-
gelungen sehen Sonderkündigungsrechte sowie eine Ent-
geltfortzahlung (einschließlich variabler Vergütung) für
die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vor. Die maxi-
male Berechnungsgrundlage für die Entschädigung der fi-
xen Vergütung beträgt aktuell zwei Jahresfixbezüge. Dar-
über hinaus muss die Gesellschaft dem Vorstandsmit-
glied auf Grundlage der bestehenden Vorstandsverträge
eine abhängig von seiner konkreten Tätigkeit und Posi-
tion prozentuelle Abschlagszahlung als Entschädigung
für die entgangene variable Vergütung in der Höhe von
maximal 80% von zwei Jahresfixbezügen gewähren. Die
Ausübung des Sonderkündigungsrechts im Falle eines
Kontrollwechsels innerhalb der Sphäre des Großaktio-
närs Starwood Capital wurde für alle derzeit amtierenden
Vorstandsmitglieder vertraglich ausgeschlossen.
KONZERNLAGEBERICHT
63
CA Immo ist ein Investor, Entwickler und langfristiger
Bestandshalter von hochwertigen Bürogebäuden. Unser
strategisches Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wert-
schöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer,
sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Damit
einher geht der Anspruch, den vielfältigen Interessen
und Bedürfnissen der Stakeholder von CA Immo gezielt
und in verantwortungsvoller Balance zu begegnen und
dadurch die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
In diesem Sinne evaluieren und managen wir die Anfor-
derungen unserer Stakeholder wie auch die Auswirkun-
gen der Geschäftstätigkeit auf unser ökologisches und ge-
sellschaftliches Umfeld. Dieser Bericht zeigt unsere stra-
tegische Positionierung, Ziele und Maßnahmenplanung
zum Thema Nachhaltigkeit und bietet einen Überblick
über entsprechende Aktivitäten im Jahr 2020.
Standards und Richtlinien der Berichterstattung
CA Immo ist nicht zur Aufstellung eines konsolidierten
nichtfinanziellen Berichts gemäß § 267a UGB (Nachhal-
tigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz, NaDiVeG)
verpflichtet. Als Unternehmen von öffentlichem Interesse
erstellen wir dennoch freiwillig einen entsprechenden
Bericht.
Um die Nachhaltigkeitsthemen möglichst übersichtlich
und international vergleichbar aufzubereiten, orientiert
sich die Berichterstattung an zwei gängigen internationa-
len Standards: den EPRA Sustainability Best Practice
Recommendations 3rd Edition (sBPRs) und den Empfeh-
lungen der Task Force on Climate-related Financial
Disclosures (TCFD). Eine Übersicht aller gemäß diesen
Standards in den Geschäftsbericht integrierten Nachhal-
tigkeitsthemen inkl. entsprechender Seitenverweise und
Definition der Berichtsgrenzen findet sich im ESG An-
hang.
Die EPRA sBPR-Richtlinien bieten – basierend auf den
Standards der Global Reporting Initiative (GRI) – eine
konsistente Methode zur vergleichbaren Darstellung der
Nachhaltigkeitsleistung von Immobiliengesellschaften
und decken die Kategorien Umwelt, Soziales und Unter-
nehmensführung (ESG) ab. Die TCFD-Empfehlungen ste-
hen für eine konsistente Offenlegung klimabezogener fi-
nanzieller Risiken.
Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2020 erst-
mals die im Zuge unserer Nachhaltigkeitsstrategie be-
rücksichtigten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
der Vereinten Nationen erhoben und erläutert.
Einen wesentlichen Standard für die künftige Nachhal-
tigkeitsberichterstattung wird zudem ab dem Geschäfts-
jahr 2021 die EU Taxonomie-Verordnung bringen. Die
Themen und Ansätze dieser Verordnung wurden in der
Erstellung unserer ESG-Wesentlichkeitsanalyse bereits
berücksichtigt.
Berichtsgrenzen und Abdeckung
Eine detaillierte Definition der Berichtsgrenzen und
–methodik findet sich im ESG-Anhang.
Berichterstattung: Status und Ausblick
Im Geschäftsjahr 2019 hat CA Immo begonnen, die
Nachhaltigkeitsberichterstattung in Anlehnung an die
EPRA sBPR Recommendations auszuweiten. Einen ersten
Meilenstein dieser Initiative haben wir im September
2020 erreicht, als der in den Geschäftsbericht 2019 inte-
grierte Nachhaltigkeitsbericht erstmalig mit einem „EPRA
sBPR Gold“ Award sowie einem "EPRA sBPR Most Im-
proved Award" ausgezeichnet wurde. Ziel für die kom-
menden Berichtsperioden ist es, unsere Berichterstattung
in Anlehnung an internationale Standards, Best-Practice-
Beispiele und die Anforderungen unserer Stakeholder
weiter auszubauen.
Im Geschäftsjahr 2020 hat CA Immo diverse ESG-Ra-
tings, u. a. das ISS ESG Corporate Rating, Climate Disclo-
sure Project (CDP) und MSCI ESG Rating, aktiv überprüft
und kommentiert.
Darüber hinaus wurde CA Immo ein weiteres Jahr in
Folge im VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex der Wiener Börse
gereiht. Anhand dieser Berichts- und Rating-Aktivitäten
wollen wir die Transparenz und Vergleichbarkeit unserer
Nachhaltigkeitsperformance optimieren und Chancen,
die sich in Form günstigerer Green-Bond-Emissionskon-
ESG BERICHT
64
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
ditionen bieten, künftig intensiver zur Optimierung unse-
rer Finanzierungsstruktur nutzen. Im Zuge der geplanten
Erweiterung der Nachhaltigkeitsberichterstattung soll
auch der für CA Immo relevante Kanon an ESG-Rating-
Reviews ergänzt und sowohl die Quantität als auch die
Qualität der an die Ratingagenturen übermittelten Infor-
mationen weiter erhöht werden.
Überprüfung durch Dritte
Die Inhalte dieses Nachhaltigkeitsberichts wurden nicht
von unabhängigen Dritten überprüft. Bei der Abschluss-
prüfung durch den Wirtschaftsprüfer wurde lediglich ge-
prüft, ob die notwendigen nichtfinanziellen Informatio-
nen offengelegt wurden. Über die Qualität der offengeleg-
ten Daten wurde keine Aussage getroffen.
Stakeholder Dialog und Engagement
Die Interessen und Anliegen unserer Stakeholder prä-
gen unser Selbstverständnis und leiten unsere strategi-
schen Entscheidungen. Der intensive Austausch mit un-
seren vielfältigen Anspruchsgruppen hilft uns, deren Be-
dürfnisse zu verstehen und unser Handeln darauf abzu-
stimmen. Details hierzu finden sich im Corporate Gover-
nance Bericht.
Strategische Nachhaltigkeitsinitiative und
Bewusstseinsbildung
Im Jahr 2019 startete CA Immo unter dem Motto „To-
morrow Proof by CA Immo“ ein konzernweites Projekt
zur Definition und Steuerung der strategischen Nachhal-
tigkeitsaktivitäten.
Die Ziele, Rahmenbedingungen, Maßnahmen und Mei-
lensteine des Projekts wurden im Rahmen von Manage-
ment Meetings mehrfach präsentiert. Parallel zur Erwei-
terung der externen Berichterstattung soll 2021 auch die
interne Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen und
-aktivitäten intensiviert werden – u. a. durch die Bildun
g
weiterer Arbeitsgruppen und virtuelle Schulungen.
Organisatorische Verankerung und Steuerung von
Nachhaltigkeitsthemen
Informationen zur organisatorischen Verankerung, zu
internen Kontroll- und Steuerungsprozessen der Nach-
1)
Auswirkungen von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auf das Ge-
schäftsmodell, die Strategie und Finanzlage von CA Immo
haltigkeitsthemen sowie zur Verantwortlichkeit des Vor-
stands in diesem Zusammenhang finden sich im Corpo-
rate Governance Bericht.
Relevanz und Prioritäten der CA Immo
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Um sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsberichter-
stattung und -strategie den richtigen Prioritäten folgt, hat
CA Immo im Geschäftsjahr 2020 erstmals eine Analyse
zur Bestimmung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthe-
men durchgeführt. Eine entsprechende Themenliste
wurde auf Basis der Berichterstattung relevanter Mitbe-
werber, Regularien und Nachhaltigkeitsstandards sowie
einer internen Analyse der Auswirkungen der CA Immo-
Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirt-
schaft erstellt.
Die Wesentlichkeitsanalyse dieses Themenspektrums
erfolgte im Anschluss unter Berücksichtigung von drei
Dimensionen: der Geschäftsrelevanz („Outside-In“
1)
), der
Signifikanz der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit
(„Inside-Out“
2)
) sowie einer Stakeholder-Bewertung. Na-
hezu die gesamte zweite Management-Ebene von
CA Immo war in diesen Analyseprozess aktiv eingebun-
den. Im Zuge der Stakeholder-Befragung wurden alle
CA Immo-Mitarbeiter eingeladen, eine Priorisierung der
einzelnen Themen aus ihrer Sicht vorzunehmen; die Be-
teiligungsquote lag bei rund 50%. Eine entsprechende
Themenbewertung aus Sicht der übrigen CA Immo-Stake-
holdergruppen (u. a. Mieter, Investoren, Banken) wurde
von deren internen CA Immo-Ansprechpartnern vorge-
nommen.
Die Ergebnisse dieser dreidimensionalen Wesentlich-
keitsanalyse sind im Folgenden in Form einer Matrix dar-
gestellt. Die daraus abgeleiteten sechs Fokusthemen
(stärkste Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und
Wirtschaft bei gleichzeitig hoher Stakeholder-Relevanz)
definieren den Rahmen, innerhalb dessen CA Immo ei-
nen relevanten Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft
leisten kann – und die damit verbundenen wesentlichen
Risiken und Chancen. Sie geben in Folge die Schwer-
punkte der laufenden Nachhaltigkeitsberichterstattung,
der strategischen Zielsetzungen und operativen Maßnah-
men vor. Die Berichterstattung zu den Fokusthemen ist
durch die entsprechenden Symbole gekennzeichnet. Die
zusätzlich zu den Fokusthemen in der untenstehenden
2)
Auswirkungen von CA Immo auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
KONZERNLAGEBERICHT
65
Matrix enthaltenen Nachhaltigkeitsthemen werden – teil-
weise in geringerem Detaillierungsgrad – ebenso in unse-
rer Berichterstattung abgedeckt.
Aufgrund der aktuell dynamischen Entwicklungen in
Bezug auf ESG-Themen – sowohl des regulatorischen
Umfelds als auch der Stakeholder-Bedürfnisse – werden
wir diese Wesentlichkeitsmatrix künftig mindestens alle
zwei Jahre einer Neubewertung unterziehen.
Soziale, ökologische und wirtschaftliche
Auswirkungen, Risiken und Chancen durch die
CA Immo Geschäftstätigkeit
Ein wesentlicher Schritt zur Ermittlung und Gewich-
tung der für CA Immo relevanten Nachhaltigkeitsthemen
war die Evaluierung der Auswirkungen unserer Ge-
schäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
über die gesamte Wertschöpfungskette. Hierbei wurden
u.
a. folgende direkte (eigene Aktivitäten) und indirekte
(Lieferkette) wesentliche Auswirkungen, Risiken und
Chancen identifiziert.
Umwelt:
– Umweltstandards in der Projektentwicklung (Energieef-
fizienz und CO
2
-Emissionen im Bauprozess sowie der
Produktdefinition, Materialauswahl, Ressourcenver-
brauch und Kr
eislaufwirtschaft)
– Brownfield vs. Greenfield Development (Biodiversität)
– Energieeffizienz und CO
2
-Emissionen, Abfallaufkom-
men und Wasserverbrauch im Gebäudebetrieb.
Gesellschaft und Wirtschaft:
– Sozialstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Produktdefinition, z. B. soziale Infrastruktur, leist-
bares Wohnen), Reaktion auf gesellschaftlichen Wa
ndel
– Gesundheit und Sicherheit für Mieter, Auftragnehmer
und eige
ne Mitarbeiter im Gebäudebetrieb und auf Bau-
stellen, Umgang mit Pandemie-Risiken
– Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte
eigener
und externer Mitarbeiter (Auftragnehmer), Arbeitneh-
merrechte, Personalentwicklung und -bindung
– Unabhängige und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung, Comp
liance mit sozial- und umweltrelevanten
Vorgaben, Einhaltung von Menschenrechten, Vermei-
dung von Korruption und Bestechung, Reputationsri-
siko.
NACHHALTIGKEIT BEI CA IMMO: WESENTLICHKEITSMATRIX UND FOKUSBEREICHE
Die Darstellung zeigt eine Übersicht der relevanten CA Immo Nachhaltigkeitsthemen gemäß deren Auswirkungsintensität auf Umwelt, Gesellschaft und
Wirtschaft (horizontale Achse) sowie der Stakeholder Relevanz (vertikale Achse). Die Relevanz für den Unternehmenserfolg zeigt sich in der Größe der
Kreisflächen. Die farblich markierte Fläche kennzeichnet die CA Immo Fokusbereiche (gleichermaßen hohe Auswirkung und Stakeholder Relevanz).
66
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
UN Sustainable Development Goals (SDGs)
Als Top-Player im europäischen Immobiliensektor un-
terstützt CA Immo die Ziele für nachhaltige Entwicklung
(Sustainable Development Goals, SDGs
1)
) der Vereinten
Nationen (siehe Grafik). Unsere Positionierung und Akti-
vitäten stehen im Einklang mit den SDGs, die wichtigsten
Aktionsfelder sind in der nachfolgenden Tabelle ange-
führt und überblicksartig erläutert.
Mitgliedschaften
CA Immo ist aktiv in den relevanten Plattformen der
Immobilienwirtschaft und wirkt über Mitgliedschaften
bzw. Kooperationen an der Weiterentwicklung und For-
schung im Immobiliensektor mit. So unterstützt
CA Immo seit vielen Jahren als aktives Mitglied Organisa-
tionen, die
– nachhaltige Stadt- sowie Projek
tentwicklung fördern, z.
B. die D
eutsche Gesellschaft für Nachhaltige Immobili-
enwirtschaft (DGNB) oder das Urban Land Institute
(ULI)
– relevante Themen und Anliegen der Immobilienwirt-
schaft öffentlich vertreten und standardisieren, z.B. die
European Public Real Estate Association (EPRA), den
Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) oder das Institut
für
Corporate Governance der deutschen Immobilien-
wirtschaft e. V. (ICG). Im Jahr 2020 hat sich CA
Immo
dem ESG Circle of Real Estate (ECORE)
2)
angeschlossen
und sic
h an der Entwicklung eines europäischen Sco-
ringstandards beteiligt, der die Nachhaltigkeit in Immo-
bilienportfolios
transparent, messbar und vergleichbar
machen soll.
Ziel dieses Engagements ist es, durch Innovationen,
Best Practice und unternehmensübergreifende Bran-
chenkooperation die Wettbewerbsfähigkeit sowohl auf
operativer als auch auf Unternehmensebene langfristig zu
stärken (siehe auch Kapitel Forschung und Entwicklung).
Eine vollständige Liste aller CA Immo Mitgliedschaften
findet sich auf unserer Konzernwebsite unter
www.caimmo.com/membership.
1)
https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/
2)
www.ecore-scoring.com
KONZERNLAGEBERICHT
67
FOKUSBEREICHE VON CA IMMO IM KONTEXT INTERNATIONALER NACHHALTIGKEITS-INITIATIVEN
Fokusbereich Beschreibung Schwerpunktthemen
der EU Taxonomie-
Verordnung
UN Sustainable
Development Goals
(SDGs)
Klima & Energie
Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, die globale Klimaerwär-
mung unter 2° Celsius zu halten. Deshalb haben wir uns das
Ziel gesetzt, den Energieverbrauch und CO
2
-Footprint im Bau
und Betrieb unserer Gebäude zu reduzieren und die Resilienz
unseres Portfolios gegenüber Klimarisiken zu erhöhen. Durch
Sensibilisierung unserer Mieter, Mitarbeiter und Lieferanten
wollen wir klima- und umweltfreundliches Verhalten im
Rahmen unseres Einflussbereichs fördern.
– Eindämmung des Kli-
mawandels
– Anpassung an den Kli-
mawandel
Nachhaltige Beschaffung &
Lieferkette
Wir entwickeln Büro- und Hotelimmobilien ausschließlich
nach hohen Nachhaltigkeitsstandards. Die Einhaltung der damit
verbundenen Anforderungen an nachhaltige Beschaffung
stellen wir über vielfältige Umwelt- und Sozialauflagen für
Auftragnehmer und Lieferanten auch in der Lieferkette sicher.
– Umweltverschmutzung
Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft
Wir setzen Initiativen, die zu reduziertem
Ressourcenverbrauch, der Wiederverwendung und dem
Recycling von Materialien und Abfall beim Bau, Betrieb und
der Sanierung von Gebäuden beitragen.
– Kreislaufwirtschaft
– Wasser
Nachhaltige
Stadtquartiersentwicklung
Wir sind spezialisiert auf die umweltschonende Revitalisierung
von innerstädtischen Altstandorten (Brownfield Development).
Dabei achten wir auf den Schutz der Biodiversität und schaffen
gemischt genutzte Stadtquartiere mit nachhaltiger Infrastruktur
und hoher Lebensqualität, die attraktiv, integrativ und
zugänglich sind.
– Ökosysteme
Unternehmensethik,
Corporate Governance
& Compliance
Verantwortungsvolle Unternehmensführung und Compliance
mit sozial-, umwelt- und wirtschaftsrelevanten Vorgaben sind
Basis unserer Geschäftstätigkeit. Wir verpflichten uns dazu,
Arbeitnehmerrechte zu stärken, Menschenrechtsverletzungen
vorzubeugen und agieren in unserem gesamten Einflussbereich
nach den Grundsätzen der Nichtdiskriminierung, Chancen-
gleichheit und Zero Tolerance gegenüber Korruption und
Bestechung.
– Menschenrechte
– Arbeitnehmerrechte
– Bekämpfung von Kor-
ruption
Gesundheit & Sicherheit
Wir schaffen sichere, gesundheitsfördernde und attraktive
Arbeitsumgebungen für Mieter, Mitarbeiter und Dienstleister –
sowohl im Gebäudebetrieb als auch in der Projektentwicklung.
Wir fördern unsere Mitarbeiter und achten auf deren
Bedürfnisse, Gesundheit und Individualität.
68
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
CA Immo Nachhaltigkeitsagenda: Ziele, Prinzipien und
Maßnahmen
Unsere Agenda für einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb
fasst alle aktuellen wesentlichen Unternehmensziele,
Prinzipien und Maßnahmen im Kontext unserer Fokusbe-
reiche zusammen. Mit diesem Programm will CA Immo
aktiv zur Erreichung der von der Europäischen Union de-
finierten Klima- und Umweltziele (Klimaneutralität bis
2050) und dem allgemeinen Übergang zu einer nachhalti-
gen Wirtschaft beitragen. Ergänzende Tabellen und Infor-
mationen gemäß EPRA, TCFD und NaDiVeG finden Sie
im ESG Anhang.
CA IMMO AGENDA FÜR NACHHALTIGEN GESCHÄFTSBETRIEB
Fokusbereiche Ziele & Prinzipien Maßnahmen
Klima & Energie – Reduktion der durchschnittlichen
CO
2
-Emissionen im Gebäudebetrieb
(vermeidbare Emissionen vermeiden,
unvermeidbare Emissionen kompen-
sieren)
–
Reduktion des Energieverbrauchs des
Gebäudebestands
(vermeidbare Emis-
sionen reduzieren
)
– Erhöhung der Klimaresilienz des Port-
folios
– 100% Strom aus erneuerbaren Energien im Bestandsportfolio bis
2023 (vom Vermieter bezogen)
– Kompensation laufender CO
2
-Emissionen im Gebäudebetrieb durch
den Kauf von Zertifikaten für vom Vermieter bezogenen Strom und
Gas
– Entwicklung einer Green-Lease-Strategie zur Erhöhung des Anteils
an erneuerbarem Strom (vom Mieter bezogen) im Gebäudebestand
– Digitale Messung von Energie-Kennzahlen für 100% des Multi-
Tenant-Büroportfolios bis 2025
– Aktives Energiemanagement und energetische Optimierung des Be-
standsportfolios
– Umsetzung aller Büro- und Hotelneubauten nach mind. DGNB oder
LEED Gold-Zertifizierungsstandard
– Definition eines konzernweiten Standards zur nachhaltigen Projekt-
entwicklung auf Basis von Mieterbedürfnissen und der EU-Taxono-
mie-Verordnung (inkl. vor-Ort-Integration erneuerbarer Energiequel-
len)
Nachhaltige Beschaf-
fung & Lieferkette
– Sozial- und Umweltauflagen in
CA Immo Vergaberichtlinie
– Verpflichtung aller Bau-Dienstleister zur Einhaltung der Nachhaltig-
keitsstandards gemäß DGNB Gold oder LEED Gold (z. B. Materialde-
klaration, Arbeitnehmerschutz)
Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft
– Erhöhung des Anteils an recycel-
tem/wiederverwertbarem Abfall
– Reduktion des Wasserverbr
auchs
– Implementierung eines aktiven Abfallmanagementsystems und Was-
serverbrauchsüberwachung im Gebäudebetrieb
– Green Lease Verträge für optimierte Mülltrennung
Nachhaltige Stadt-
quartiersentwicklung
– Klarer Schwerpunkt auf Brownfield
Development (Revitalisierung von Alt-
standorten)
– 100% alle
r aktuell
von CA Immo entwickelten Gebäude sind Brown-
field Developments
– Weiterführung des strategischen Schwerpunkts auf Revitalisierung
von Altstandorten
– Umsetzung aller Büro- und Hotelneubauten nach mind. DGNB Gold
oder LEED Gold-Zertifizierungsstandard
Gesundheit & Sicher-
heit
– Vermeidung von Unfällen in Gebäu-
den und auf Baustellen
–
Erhalt der langfristigen Leistungsfähig-
keit eigener und externer Mitarbeiter
(Mieter, Auftragnehmer)
– Ber
ücksichtigung vielfältiger Maßnahmen für
Gesundheit und Kom-
fort der künftigen Nutzer bereits im Zuge der Gebäudeplanung und
-entwicklung (DGNB-, LEED-, WELL-Zertifizierungsstandards)
– Standardisierte Sicherheitskonzepte auf Baustellen und im Gebäude-
betrieb
– Umfassende Schutzmaßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie
– Betriebliche Gesundheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle
KONZERNLAGEBERICHT
69
UMWELT
CA Immo will einen Beitrag dazu leisten, die globale
Klimaerwärmung unter 2° Celsius zu halten und die Um-
welt zu schützen. Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt,
den CO
2
-Footprint unserer Gebäude zu reduzieren, die
Resilienz unseres Portfolios gegenüber Klimarisiken zu
erhöhen und unsere bisher gesetzten Maßnahmen zum
Schutz der Umwelt zu evaluieren und gegebenenfalls zu
intensivieren.
1. KLIMARISIKEN UND -CHANCEN
Der Klimawandel und seine Folgen für unsere Umwelt
sind eine globale Bedrohung, deren vielfältige Auswir-
kungen bereits heute in vielen Ländern spürbar sind. Die
mit der Klimaveränderung verbundenen zukünftigen ge-
sellschaftlichen, klimapolitischen und technologischen
Entwicklungen sind mit hoher Unsicherheit behaftet,
ebenso wie die Geschwindigkeit, mit der sich dieser Ver-
änderungsprozess vollziehen wird. Vieles wird davon ab-
hängen, wie empfindlich das Klimasystem auf Verände-
rungen der Treibhausgasemissionen reagiert, wie stark
sich höhere Erwärmungsniveaus auf unsere Umwelt aus-
wirken und wie schnell einzelne Länder und Gesellschaf-
ten auf diese Entwicklungen reagieren bzw. ihr Umwelt-
verhalten anpassen.
Obwohl sich die globalen CO
2
-Emissionen im Jahr 2020
aufgrund der Covid-19-Einschränkungen geschätzt um
rund 7% zum Vorjahr verringert haben
1)
, ist eine Halbie-
rung der Emissionen bis 2030 nötig, um die globale
Klimaerwärmung auf 1,5° Celsius zu beschränken
2)
. Die
Grafik rechts oben zeigt eine Szenarioanalyse für die Ent-
wicklung der globalen CO
2
-Emissionen und der daraus
resultierenden Klimaerwärmung bis 2100.
1)
Global Carbon Project, Global Carbon Budget 2020
2)
Global Carbon Project, Global Carbon Budget 2019, IPCC Special Report
on “Global Warming of 1.5°C”
Szenarioanalyse zur globalen Klimaerwärmung
Die Rolle des Immobiliensektors im Kampf gegen den
Klimawandel
Insgesamt sind Gebäude in der EU für 40% des Energie-
verbrauchs und 36% der direkten und indirekten Treib-
hausgasemissionen verantwortlich, die hauptsächlich
durch Bau, Nutzung, Renovierung und Abriss entstehen.
Rund 75% der Gebäude in Europa gelten als ineffizient
und nur 0,4 bis 1,2% des Gebäudebestands werden jähr-
lich erneuert
3)
. Strengere Energiestandards für Gebäude,
höhere energetische Sanierungsraten und technologi-
scher Wandel (z. B. intensivierter Einsatz von erneuerba-
ren Energieträgern wie Wärmepumpentechnologien) sind
Schlüsselkomponenten, um die EU-Klimaziele zu errei-
chen.
CA Immo Klimarisiken und -chancen
Die Analyse der konkreten Klimarisiken für unser Ge-
schäft ist überaus komplex und birgt etliche unbekannte
Größen. Wir haben unseren allgemeinen Risikokatalog im
Jahr 2020 diesbezüglich auf Vollständigkeit überprüft.
Die für CA Immo relevanten Klimarisiken sowie allge-
meine Nachhaltigkeitsrisiken wurden teilweise ergänzt
und bewertet. Diese Risiken werden künftig jährlich neu
evaluiert, bewertet und vom Vorstand freigegeben. Sofern
sich aus den Bewertungen der Bedarf für zusätzliche
Maßnahmen oder Strategieänderungen ergeben, werden
diese in der Folge entsprechend von den zuständigen Ab-
teilungen implementiert. Hierbei verfolgt CA Immo einen
proaktiven Ansatz um sicherzustellen, dass etwaige Risi-
ken durch frühzeitiges Gegensteuern minimiert werden
3)
https://ec.europa.eu/info/news/focus-energy-efficiency-buildings-2020-
feb-17_en
7
0
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
und das Unternehmen auf etwaige Veränderungen recht-
zeitig reagieren kann.
Die durch Menschen verursachten Klimaveränderungen
stellen ein Risiko dar, das sich auf zwei Ebenen entfaltet.
Bei der Bewertung der spezifischen Klimarisiken für
CA Immo haben wir diese Ebenen zur Klassifizierung
herangezogen:
– Physische Risiken: Direkte, physische Schäde
n an
Sachanlagen durch das sich verändernde Klima, ausge-
löst durch extreme Wetterereignisse (akute Risi
ken)
oder die kontin
uierliche Klimaveränderung wie Anstieg
des Meeresspiegels oder höhere Temperaturen (chroni-
sche Risiken)
– Übergangsrisiken (Transitionsrisiken):
wirtschaftliche
Risiken, die du
rch den Übergang zu einer kohlenstoffar-
men Wirtschaft ausgelöst werden. Diese Risikogrup
pe
inkludiert regul
atorische Risiken (in Folge ne
uer oder
verschärfter ges
etzlicher Bestimmungen) sowi
e Risiken
durch
Veränderung von Markt, Nachfrage und Techno-
logien (Markt- bzw. Wettbewerbsrisiken) oder Reputati-
onsverlust (Reputationsrisiko).
PHYSISCHE RISIKEN
Risikotyp Gruppe Wahr-
schein-
lichkeit
Zeit-
horizont
1)
Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Naturkatastrophen
und extreme
Wettereinwirkungen
Akut Hoch Kurz
– Physische Schäden und Beeinträchtigung
von Gebäuden (evtl. verstärkt durch hohe
Portfoliokonzentration innerhalb einer
Stadt)
– Lieferverzögerungen und Materialengpässe
(unterbrochene Lieferketten)
– Unterbrechung von Produktion bzw. Betrieb
– Kontinuierliche Kontrolle, Wartung
und Instandhaltung der
Gebäude
– Vorausschauende Projektentwick-
lung und hohe Gebäude
q
ualität des
CA Immo Portfolios erhöhen die
Resilienz des Bestandsportfolios
Allmähliche
Veränderungen von
Temperatur und
Niederschlag,
ansteigender
Meeresspiegel
Chronisch Hoch Lang
– Änderungen bei Rohstoff- und Input-Prei-
sen
– Höher
er Energieverbrauch und Betriebskos-
ten bei Gebäuden (z. B. durch Anstieg des
Kühlbedarfs)
– Höhere Instandhaltungs- und Baukosten,
um Gebäude klimaresilient zu machen
– Anstieg der Versicherungsprämien bzw.
kein Versicherungsschutz möglich
– CA Immo hält aktuell keine Ge-
bäude in Küstenregionen oder
Hochwassergebieten
– Risikovorsorge u. a. durch Hoch-
wasserschutzkonzepte in Gebäu-
den in Flusslage, verbesserte Drai-
nagesysteme
– Implementierung effizienter Kühl-
und Sonnenschutzsysteme
1)
Kurz: 0-1 Jahr, Medium: 1-5 Jahre, Lang: länger als 5 Jahre
KONZERNLAGEBERICHT
71
TRANSITIONSRISIKEN
Risikotyp Wahr-
schein-
lichkeit
Zeit-
horizont
1)
Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Regulatorische Risiken
Strengere Vorgaben
und Gesetze zu
Dekarbonisierung,
Energieeffizienz und
Anpassung an den
Klimawandel
Hoch Medium
– Höhere Baukosten aufgrund steigender
Anforderungen an Energieeffizienz der
Gebäude und CO
2
-neutrale Bauprozesse
– Höhere Investitionen in die energeti-
sche Nachrüstung/Sanierung des Ge-
bäudebestands
– Compliance-Kosten (Strafen, Abgaben)
– Erhöhte Steuern und/oder Verlust von
Subventionen
– Investitionen in die energetische Nachrüstung/Sanie-
rung des Gebäudebestands
– Vorausschauende Projektentwicklung und hohe Ge-
bäudequalität des CA Immo Portfolios erhöhen die
Resilienz des Bestandsportfolios
– Gezieltes Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement
– V
on CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen ak-
tuelle Vorgaben an Energieeffizienz und Umwelt-
schutz (der Regulierung voraus sein)
Marktrisiken
Druck vom
Kapitalmarkt zur
Reduktion der CO
2
-
Emissionen
Hoch Kurz
– Sinkender Aktienkurs (Reputationsver-
lust)
– Höhere Finanzierungskosten, schlech-
tere Verfügbarkeit von Fremdkapital
– Transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung
– Im Jahr 2020 hat CA Immo ihren ersten Green Bond
erfolgreich emittiert. Diese ökologische Finanzie-
rungsstrategie soll künftig weiter ausgebaut werden
Veränderung der
Marktnachfrage hin
zu energieeffizienten
Gebäuden (veränderte
Mieterbedürfnisse)
Hoch Medium
– Sinkende Immobilienwerte
– Schlechtere Vermarktbarkeit
– Niedrigere Mietniveaus, niedrigere Mie-
terlöse (Stranding Risk)
– Derzeit gibt es seitens unserer Mieter kaum explizite
Umweltanforderungen, eine Intensivierung der
Nachfrage hin zu nachhaltigen Gebäuden ist abseh-
bar
– CA Immo verfü
g
t über ein hochwerti
g
es Portfolio mit
hohem Anteil an Nachhaltigkeitszertifizierungen
– Von CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen ak-
tuelle Vorgaben an Energieeffizienz und Umwelt-
schutz
Reputationsrisiken
Attraktivität als
Arbeitgeber,
Stakeholder-
Vertrauen
Hoch Kurz
– Wettbewerbsnachteile aufgrund hoher
Mitarbeiterfluktuation
– Nachteile im Kampf um die besten
Köpfe
– Verantwortungsvolles Geschäftsmodell mit klarem
Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz
bringt klare Vorteile im Recruiting
– Transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung
schafft Vertrauen und stärkt Loyalität
1)
Kurz: 0-1 Jahr, Medium: 1-5 Jahre, Lang: länger als 5 Jahre
7
2
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
KLIMACHANCEN
Chancen Potenzielle finanzielle Auswirkungen Aktion und strategische Vorsorge
Ressourceneffizienz:
Effizientere Gebäude
– Geringere Betriebskosten durch Effizienzsteigerungen
sowie reduzierten Wasser- und Energieverbrauch
– Höherer Wert des Portfolios
– Nachhaltigkeitszertifizierungen und hohe Gebäudequalität
des CA Immo Portfolios erhöhen die Resilienz des Bestands-
portfolios
– Aktives Ener
g
iemanagement und energetische Optimierung
des Bestandsportfolios
– Umsetzung aller Büro- und Hotelneubauten nach mind.
DGNB Gold oder LEED Gold-Zertifizierungsstandard
Energiequelle:
Nutzung erneuerbarer
bzw. emissionsarmer
Energien
– Geringe Abhängigkeit von künftigen Preissteigerungen
bei fossilen Brennstoffen durch Effizienzsteigerungen,
den Einsatz erneuerbarer Energien und emissionsarmer
Technologien für den Betrieb der Immobilien
– Möglichkeit der Nutzung politischer Anreize für eine
emissionsarme Wirtschaft (öffentliche Gelder)
– 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern im Bestands-
portfolio bis 2025 (vom Vermieter bezogen)
– Definition eines Standards zur nachhaltigen Projektentwick-
lung auf Basis von Mieterbedürfnissen und der EU-Taxono-
mie Verordnung
Produkte und
Dienstleistungen:
Green Buildings
– Reputationsgewinn durch die höhere Nachfrage nach
Produkten/Dienstleistungen mit geringen Emissionen
(„Green Buildings“)
– Wettbewerbsvorteil durch schnelle Anpassungen des
Gebäudebestands (moderne Technologien und Innova-
tionen zur Optimierung der Energieeffizienz und Emis-
sionsreduktion)
– Wettbewerbsvorteil durch transparente und voraus-
schauende Nachhaltigkeitsberichterstattung
– CA Immo verfügt über ein hochwertiges Portfolio mit hohem
Anteil an Nachhaltigkeitszertifizierungen
– Von CA Immo entwickelte Gebäude übererfüllen aktuelle Vor-
gaben an Energieeffizienz und Umweltschutz
– Seit 2011 entwickelt CA Immo alle Büro- und Hotelneubau-
ten nach mind. DGNB Gold oder LEED Gold-Zertifizierungs-
standard
– Evaluierung der Nutzung von Erkenntnissen aus der Projekt-
entwicklung zur THG-Emissionsreduktion im Bestand
– Transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung
Märkte: Neue Ge-
schäftsfelder, Ziel-
gruppen und
Finanzierungs-
möglichkeiten
– Höhere Einnahmen, Wettbewerbsvorteile durch Zu-
gang zu neuen und aufstrebenden Märkten
– Green Bond Emissionen: Niedrigere Finanzierungskos-
ten, bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital
– Verantwortungsvolles Geschäftsmodell mit klarem, frühzeiti-
gen Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz bringt
umfassende Wettbewerbsvorteile in der Kunden- und Investo-
renansprache
– Im Jahr 2020 hat CA Immo ihren ersten Green Bond erfolg-
reich emittiert. Diese ökologische Finanzierungsstrategie soll
künftig weiter ausgebaut werden
Resilienz – Erhöhte Marktbewertung durch Widerstandsfähigkeits-
planung (z.B. Infrastruktur, Standort, Gebäudebeschaf-
fenheit)
– Geringere Instandhaltungskosten und Kosten für Sanie-
rung durch hohe Belastbarkeit/Resilienz der Gebäude
– Klares strategisches Bekenntnis zu hochwertigen Core-Pro-
dukten in resilienten, innerstädtischen Metropol-Lagen
KONZERNLAGEBERICHT
73
2. KONZERNEBENE
Das Bekenntnis von CA Immo zu Klima- und Umwelt-
schutz gilt sowohl auf operativer als auch auf Konzern-
ebene. Hier können wir einen Beitrag leisten, indem wir
unsere Flugreisen sowie den CO
2
-Ausstoß der Dienstwä-
gen, die wir Mitarbeitern zur Verfügung stellen, reduzie-
ren. In diesem Sinne bieten wir den Mitarbeitern in zu-
nehmendem Maße die Möglichkeit, Elektro- bzw. Hybrid-
fahrzeuge als Dienstwagen zu nutzen. Darüber hinaus un-
terstützen wir die Mobilitätswende, indem wir in unse-
ren eigenen Gebäuden verstärkt Elektroladestationen ein-
bauen, die sowohl von Mietern als auch von Mitarbeitern
genutzt werden können. In Summe waren zum Stichtag
31.12.2020 in CA Immo Bürogebäuden konzernweit ins-
gesamt 154 Elektroladestationen verfügbar. Davon wur-
den im Jahr 2020 international 58 Ladestationen neu ein-
gebaut. Die lokal für alle CA Immo-Mitarbeiter kurzfristig
verfügbaren Dienstwägen (Pool-Autos) sollen in den
kommenden Jahren schrittweise auf Elektromobilität um-
gestellt werden.
Unsere Reiserichtlinie sieht vor, dass Mitarbeiter – wo
immer möglich – statt Flugreisen auf die Bahn umsteigen
und internationale Besprechungen virtuell abhalten.
Durch weitere Aktivitäten wie die Förderung der Bahn-
Card bzw. von Job-Tickets für den lokalen Nahverkehr
soll ein Umsteigen unserer Mitarbeiter vom Auto auf öf-
fentliche Verkehrsmittel anregen.
Im Jahr 2020 wurde im Zuge der Umstellung des Ein-
kaufs auf Grünen Strom und Gas für alle Multi-Tenant-
Gebäude von CA Immo auch die Versorgung der eigenge-
nutzten CA Immo Büros mit Energie aus erneuerbaren
Energiequellen initiiert. Im Zuge dessen werden künftig
die Emissionen auch aus dem Betrieb unserer eigenge-
nutzten Büroflächen durch den Ankauf von Zertifikaten
bilanziell ausgeglichen. Eine Aufstellung des Wasser-
und Energieverbrauchs und daraus resultierender CO
2
-
Emissionen sowie des Abfallaufkommens in den eigenge-
nutzten CA Immo Büroflächen finden sich im ESG An-
hang.
1)
Nach Bilanzwert
3. BESTANDSPORTFOLIO
CA Immo hält internationale Bestandsimmobilien in
unterschiedlichen Ausprägungen und diversen Stadien
des Immobilienlebenszyklus. Rund 90% des Gebäudebe-
stands
1)
sind Büroimmobilien, von denen ein Großteil je-
weils mehrere Mieteinheiten enthält (Multi-Tenant-Ge-
bäude). Um eine möglichst lange Wertbeständigkeit,
Marktfähigkeit und umfassende Nachhaltigkeit aller Im-
mobilien zu gewährleisten, setzt CA Immo auf integrier-
tes Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement.
Klima & Energie: Konzernweites Energiemanagement
CA Immo erhebt und analysiert laufend die interna-
tionalen Verbrauchsdaten und die durch Wärme-
und Stromverbrauch erzeugten CO
2
-Emissionen ihres Bü-
robestands (siehe Tabelle unten sowie EPRA-Tabelle im
ESG Anhang). Diese Daten fließen in das Bestandsmoni-
toring ein, auf dessen Basis Entscheidungen über In-
standhaltungsmaßnahmen getroffen werden. In den Faci-
lity-Management-Verträgen der CA Immo-Gebäude sind
umfangreiche Regelleistungen für das Energiemanage-
ment enthalten mit dem Ziel, die Datenerhebung noch
weiter auszubauen und die energetische Bewirtschaftung
der Objekte kontinuierlich zu verbessern.
Im Jahr 2019 konnte die durchschnittliche CO
2
-Emissi-
onsintensität (= jährliche CO
2
-Emissionen je m²) des
CA Immo-Bürobestands auf Basis des vom Vermieter be-
schafften Energieverbrauchs (Scope 1+2, exkl. Mieter-
strom) um rd. 12% zum Vorjahr reduziert werden. Diese
Reduktion basiert auf einem Rückgang sämtlicher Ener-
gieverbrauchswerte des Gesamtportfolios im Jahresver-
gleich 2018 und 2019 (–10% Stromverbrauch like-for-
like, vom Vermieter beschafft; –3% Gasverbrauch like-for-
like; –3% Energieverbrauch aus Fernwärme like-for-like).
Die gesamte durchschnittliche Energieintensität (von
CA Immo eingekaufter Strom exkl. Mieterstrom, Gas und
Fernwärme je m² vermietbarer Nutzfläche) reduzierte
sich im Jahresvergleich um 6%.
74
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
Da die Verbrauchsdaten für das Jahr 2020 zum Berichts-
zeitpunkt noch nicht vollständig vorlagen, sind der in
der untenstehenden Tabelle für 2020 angeführte Energie-
verbrauch sowie der darauf basierende CO
2
-Emissions-
wert vorläufige Schätzwerte. Der Trend zu geringerem
durchschnittlichen Energieverbrauch über das gesamte
CA Immo-Bestandsportfolio sollte sich gemäß dieser
Hochrechnung bei anhaltendem Portfoliowachstum wei-
ter fortsetzen. Geringere Verbräuche aufgrund der Covid-
19-bedingt reduzierten Büronutzung im Jahr 2020 wur-
den hierbei berücksichtigt (siehe Hochrechnungsmetho-
dik im ESG Anhang.
ENERGIE-VERBRAUCHSDATEN UND CO
2
-FOOTPRINT DES CA IMMO BÜROBESTANDS
1)
EPRA
Code Abdeckung
Maß-
einheit 2018 2019
Verände-
rung in % 2020e
2)
Verände-
rung in %
Energieintensität der
Gebäude
(exkl. Mieterstrom)
Energy-Int
Allgemeinflächen und
zentral zur Verfügung
gestellte Dienste
kWh/m²/a 187 177 –5,5 144 –18,7
Treibhausgas-
Emissionsintensität der
Gebäude (Scope 1+2)
GHG-Int
Allgemeinflächen und
zentral zur Verfügung
gestellte Dienste kgCO
2
e/m² 52,4 46,3 –11,6 36,9 –20,3
Bruttomietfläche Gesamtes Gebäude m² 940.605 1.067.523 13,5 1.072.216 0,4
Anzahl der Gebäude Gesamtes Gebäude Anzahl 48 von 48 54 von 54 12,5 55 von 55 3,7
1)
Informationen zu Berichtsgrenzen und Analysemethodik der Verbrauchswerte finden Sie im ESG Anhan. Die dargestellten Verbrauchsdaten (sowie daraus
resultierende Emissionen) inkludieren den von CA Immo eingekauften Strom für Allgemeinflächen (Allgemeinstrom) und Energie für Heizwärme und Küh-
lung im gesamten Gebäude. Vom Mieter direkt bzw. von CA Immo zentral für Mieterbereiche eingekaufter Strom (über Submetering erfasst) ist exkludiert,
da Verbrauchswerte zum Mieterstrom nicht für alle Gebäude vorliegen. Eine detaillierte Tabelle zu Energieverbrauchs- und Emissionswerten des CA Immo
Bürobestands gemäß EPRA Best Practice Recommendations finden Sie im ESG Anhang.
2)
Die Energieverbrauchs- und Emissionswerte für das Jahr 2020 sind vorläufige Schätzwerte, da die Verbrauchsdaten für das Jahr 2020 zum Berichtszeit-
punkt noch nicht vollständig vorlagen. Angaben zum Hochrechnungsmodus finden Sie ebenfalls im ESG Anhang.
Um künftig ein noch d
etaillierteres und zugleich zeitna-
hes Energiemonitoring inklusive Schwachstellenanalysen
zu ermöglichen, ist der Aufbau eines konzernweiten, di-
gital gestützten Energiemanagementsystems geplant.
Durch die kontinuierliche Umstellung auf Smart Meter
(digitale Zähler) sowie die Implementierung einer Ener-
giedatenmanagement-Software soll ein effektives Monito-
ring und Controlling der aktuellen Verbrauchs- und Emis-
sionsdaten aufgebaut werden. Entsprechende Ausschrei-
bungen und Verhandlungen sind 2020 angelaufen, die
flächendeckende Einführung digitaler Zähler wird in
Deutschland und Österreich voraussichtlich im Jahr 2021
erfolgen.
Klima & Energie: Reduktion der CO
2
-Emissionen durch
Umstellung des Gebäudebetriebs auf grüne Energie
Die nationale Bündelung und konzernweite Um-
stellung der Strom- und Gasbeschaffung auf CO
2
-
neutrale, erneuerbare Energieträger wurde 2020 eingelei-
tet. Die länderspezifischen Verträge beziehen sich auf den
Zeitraum 2020 bis 2025 und inkludieren den Einkauf von
Ökostrom und klimaneutralem Gas für alle Allgemeinflä-
chen und vom Vermieter zur Verfügung gestellten Dienste
(z. B. Kühlung, Heizung) in unseren Multi-Tenant-Büro-
gebäuden sowie die Stromversorgung in unseren eigenge-
nutzten CA Immo Büros. Da in den CEE-Ländern Ungarn,
Rumänien, Polen und Tschechien darüber hinaus der ge-
samte Mieterstrom von CA Immo zentral eingekauft wird,
inkludieren die Verträge in diesen Ländern auch den ge-
samten Mieterstrom.
Sofern die lokale Verfügbarkeit von grünem Strom und
Gas nicht zu 100% gegeben ist, werden verbleibende
CO
2
-Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten bilanzi-
ell ausgeglichen. Durch den zentralisierten Einkauf wer-
den zudem Kosteneinsparungen von rd. 2
Mio. € bis Ende
2025 erwartet, die vollständig an unsere Mieter weiterge-
geben werden. Im selben Zeitraum sollte die Umstellung
des CA Immo-Gebäudebetriebs auf grünen Strom und Gas
konzernweit eine geschätzte Reduktion der CO
2
-Emissio-
nen von rd. 280.000 t bewirken.
Die Vergabe der Strom- und Gasversorgung für das deut-
sche und österreichische Bestandsportfolio wurde im Juli
bzw. November 2020 abgeschlossen, die Versorgung der
österreichischen und polnischen Gebäude ist seit
KONZERNLAGEBERICHT
75
1.1.2021 auf grünen Strom umgestellt. Die Ausschreibun-
gen für die restlichen CEE-Länder sind im Gange. Der Ab-
schluss der noch ausstehenden Gas- und Stromlieferver-
träge wird für Ende des 1. Quartals 2021 erwartet. Die
Umstellung des Realbetriebs auf Ökostrom und CO
2
-neut-
rales Gas erfolgt nach Auslaufen der aktuellen Energie-
verträge und soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein.
Zu Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres hat CA Immo
darüber hinaus die Optimierung der Fernwärmeverträge
für ihren Gebäudebestand initiiert mit dem Ziel, auch die
von diesem Energieträger verursachten CO
2
-Emissionen
zu reduzieren und gleichzeitig Kosteneinsparungen zu
realisieren. Die entsprechenden Verhandlungen mit An-
bietern werden 2021 weitergeführt.
CA Immo hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsam mit ih-
ren Mietern die aus dem Gebäudebetrieb entstehenden
Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten.
Während in den CEE-Ländern Ungarn, Rumänien, Polen
und Tschechien der gesamte Mieterstrom von CA Immo
zentral eingekauft wird, liegt der Abschluss der Strom-
verträge – und somit die Entscheidung über den Ankauf
von „grünem“ oder „grauem“ Strom – in Österreich und
Deutschland im Verantwortungsbereich unserer Mieter.
Im Zuge der konzernweiten Energiebeschaffung wurden
im Jahr 2020 Rahmenverträge verhandelt, die es den Mie-
tern auch in diesen Regionen künftig ermöglichen, sich
am grünen Strombezug von CA Immo zu beteiligen. Um
die CO
2
-Emissionen der gesamten Gebäude inkl. Mieter-
strom auch im österreichischen und deutschen Bestands-
portfolio zu reduzieren, setzt CA Immo auf Bewusstseins-
bildung gegenüber den Mietern und Green Lease Agree-
ments. Entsprechende Vertragsbestandteile sind in Ausar-
beitung und sollen in den kommenden Jahren auf neue
und bestehende Mietverträge ausgerollt werden.
Klima & Energie: Energetische und klimagerechte
Modernisierung von Bestandsimmobilien
Um die Energieeffizienz und Klimaresilienz des Be-
standsportfolios nachhaltig zu optimieren, setzt
CA Immo u. a. auf folgende Maßnahmen:
– Austausch alter Pumpen gegen energiesparende Hoch-
effizienzpumpen
– Austausch herkömmlicher Beleuchtung gegen LED-
Technik mit modernen Sensoren
– Bewegungsmelder in Allgemein- und Nebenräumen zur
besseren Lichtsteuerung
– Installation von Wärmerückgewinnung bei Lüftungsan-
lagen
– Modernisierungen und Anlagenverbesserungen z. B.
von Heizungs- und Kälteregelung (Modernisierung inef-
fizienter Kühlmedien) und elektrischen Anlagen
– Umfangreiches Energiemanagement, um Optimierungs-
potenziale objektabhängig zu identifizieren
– Einbau effektiver Beschattungs- und Kühlsysteme sowie
von Hochwasserschutzsystemen in Gebäuden in Fluss-
lage (bei Bedarf) zur Erhöhung der Klimaresilienz.
Ressourcenschonung & Kreislaufwirtschaft im
Gebäudebetrieb
Seit 2018 erhebt und veröffentlicht CA Immo Daten
zu Wasserverbrauch und Abfallaufkommen in den
Bestandsgebäuden. Da CA Immo für alle Büro-Bestands-
gebäude den Wassereinkauf zentral organisiert, liegen für
alle in der Analyse (siehe Tabelle unten) betrachteten Ge-
bäude Wasserverbrauchsdaten vor (2019: 56 Büroge-
bäude). 2019 ging die Wasserintensität (durchschnittli-
cher jährlicher Wasserverbrauch je m²) im Jahresvergleich
um mehr als 6% zurück (absoluter like-for-like Wasser-
verbrauch: –10,6%).
WASSERVERBRAUCH UND ABFALL-RECYCLINGQUOTE DES CA IMMO BÜROBESTANDS
1)
EPRA Code Maßeinheit 2018 2019 Veränderung in %
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int l/m²/a 573,7 536,5 –6,5
Bruttomietfläche m² 954.825 1.094.571 14,6
Abdeckun
g
Anzahl der Gebäude 49 von 49 56 von 56 14,3
Abfall Recycling
2)
Abfall
g
ewicht nach
Entsorgungsweg (%)
17 18 100bp
Bruttomietfläche m² 894.226 1.021.144 14,2
Abdeckun
g
Anzahl der Gebäude 47 von 49 52 von 56 10,6
1)
Informationen zu Berichtsgrenzen und Analysemethodik finden Sie im ESG Anhang. Alle Kennzahlen beziehen sich auf das gesamte Gebäude (Abgren-
zung). Zum Berichtszeitpunkt lagen zu den Verbrauchswerten 2020 keine ausreichenden Daten für eine aussagekräftige Schätzung vor. Aufgrund der gerin-
geren Büronutzung im Jahr 2020 angesichts der Covid-19-Pandemie erwarten wir einen deutlichen Rückgang im Jahresvergleich.
2)
Anteil am gesamten jährlichen Abfallaufkommen, der durch Wiederverwendung oder Wiederverwertung (Recycling) entsorgt wurde.
7
6
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
Für das Jahr 2019 konnten die Abfalldaten für 52 von
56 Gebäuden erhoben werden. Die Recyclingquote (inkl.
Wiederverwendung) lag bei 18%. Im Sinne eines effizien-
ten Betriebskosten- und Nachhaltigkeitsmanagements be-
steht unser Anspruch, vorhandene Datenlücken zu
schließen und bestehenden Entsorgungs- und Versor-
gungskonzepte zu optimieren. Ein Ende 2020 gestarteter
Evaluierungsprozess soll klären, inwieweit durch die Im-
plementierung eines aktiven Abfallmanagement- und
Wasserverbrauchsüberwachungssystems im laufenden
Gebäudebetrieb die Datenqualität verbessert, die Abfall-
Recyclingquote erhöht und der Wasserverbrauch über die
kommenden Jahre reduziert werden kann. Darüber hin-
aus sollen Green Lease Verträge zu einer besseren Müll-
trennung beitragen.
Nachhaltigkeitszertifizierungen als objektivierter
Nachweis der Bestandsqualität
Die nachhaltige in-house Projektentwicklung für das ei-
gene Portfolio zur Steigerung der Qualität des Gebäude-
bestands ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil
der Nachhaltigkeitsstrategie von CA Immo. Um einen
transparenten, international vergleichbaren und objekti-
vierten Nachweis der Gebäudequalität über das gesamte
Portfolio hinweg erbringen zu können, lässt CA Immo
auch strategische Core-Bestandsgebäude zertifizieren.
2020 wurde der Zertifizierungsprozess für ein Büroge-
bäude in Belgrad sowie ein Hotel in Frankfurt abge-
schlossen, ein zertifiziertes Bürogebäude in Warschau
wurde akquiriert und in den Bestand übernommen. Dem
gegenüber stand der Verkauf eines zertifizierten Be-
standsgebäudes (Zagrebtower). Zum 31.12.2020 waren 43
CA Immo Büro- und zwei Hotelgebäude (2019: 44 bzw. 1)
nach DGNB, LEED oder BREEAM-Standard zertifiziert,
weitere fünf Bestandsgebäude (vier deutsche Projektfer-
tigstellungen sowie ein Warschauer Bestandsgebäude) be-
fanden sich im Zertifizierungsprozess. Nach Bilanzwert
waren rd. 69% des gesamten CA Immo Bestandsportfo-
lios (alle Assetklassen; 2019: 73%) bzw. 72% des gesam-
ten Bürobestands (2019: 81%) zertifiziert. Gemessen an
der vermietbaren Nutzfläche machte der zertifizierte Be-
stand rd. 67% am Gesamtportfolio (2019: 63%) bzw. 75%
am Büroportfolio (2019: 78%) aus.
Der Bilanzwert des zertifizierten Immobilienbestands
(alle Assetklassen) lag zum 31.12.2020 bei rd.
3.265
Mio. € (31.12.2019: 3.163 Mio. €), inkl. der Gebäude
im Zertifizierungsprozess lag der Wert bei 3.714
Mio. €.
ZERTIFIZIERTER BÜROBESTAND NACH REGIONEN
1)
in Mio. € Bürobestand
gesamt
Bürobestand mit
Nachhaltigkeits-
zertifikat
Anteil
zertifizierter
Büroflächen in %
Deutschland 2.229 1.246 56%
Österreich 530 119 23%
CEE 2.011 1.901 95%
Summe 4.770 3.265 69%
1)
nach Bilanzwert. Basis: Immobilien im 100%-Eigentum von CA Immo
(vollkonsolidiert).
ZERTIFIZIERTE BESTANDSGEBÄUDE NACH
BILANZWERT
1)
ZERTIFIZIERUNGEN DES CA IMMO BÜROBESTANDS
NACH BILANZWERT (BASIS: 4,3
MRD. €)
DGNB Gold
LEED Gold
DGNB Platin
LEED Platin
BREEAM Very Good
BREEAM Excellent
Nicht zertifiziert
13%
14%
10%
9%
15%
4%
28%
BREEAM Interim
7%
KONZERNLAGEBERICHT
77
4. PROJEKT- UND QUARTIERSENTWICKLUNG
Nachhaltige Stadtquartiersentwicklung
Durch Projekt- und Quartiersentwicklung prägt
CA Immo das Erscheinungsbild von Großstädten
wie Berlin, Frankfurt, München und Prag entscheidend
mit. Hierbei decken CA Immo-Spezialisten die gesamte
Wertschöpfungskette ab: Von der Grundstücksaufberei-
tung, der Mitwirkung am Masterplan und Baurechtschaf-
fung über die Realisierung der umgebenden Infrastruktur
wie Straßen, Plätze, Parks, Spielplätze und Öko-Aus-
gleichsflächen bis zur Errichtung und zum Betrieb neuer
Gebäude. Dadurch entstehen gemischt genutzte inner-
städtische Quartiere mit kurzen Wegen und hoher Le-
bensqualität, die Zugang zu sicheren Grünflächen und öf-
fentlichen Räumen bieten und somit für alle Stadtbewoh-
ner attraktiv, integrativ und zugänglich sind. Von
CA Immo entwickelte Gebäude sind gekennzeichnet von
hoher technischer und architektonischer Qualität, flexib-
ler Flächennutzung und geringem Energieverbrauch.
Nachhaltigkeitszertifizierungen für Neubauten
Seit 2011 werden alle von CA Immo entwickelten Büro-
und Hotelimmobilien nach hohen Nachhaltigkeitsstan-
dards (mindestens DGNB
1)
Gold oder LEED
2)
Gold) und
unter Berücksichtigung der langjährigen Erfahrungen aus
dem laufenden Gebäudebetrieb errichtet. Am Beginn je-
der Projektentwicklung steht eine standortspezifische
und zielgruppenorientierte Produktdefinition, die u. a.
den Standard und die Ausprägung der Nachhaltigkeits-
zertifizierung definiert. Daraus leiten sich die entspre-
chend Mindeststandards u. a. an die ökologische, sozio-
kulturelle und funktionale, technische, Standort- sowie
Prozessqualität ab.
ÜBERBLICK NACHHALTIGKEITSSTANDARDS
AKTUELLER BAUPROJEKTE
Stadt Projekt System Kategorie
Berlin
Hochhaus am
Europaplatz DGNB Gold
Berlin Grasblau DGNB Gold
Prag Mississippi House LEED Platinum
Prag Missouri Park LEED Platinum
Frankfurt ONE DGNB Platin
1)
www.dgnb-system.de/de/gebaeude/neubau/kriterien/
Im Zuge des Zertifizierungsprozesses begleitet ein ge-
mäß dem jeweiligen Standard (DGNB, LEED) akkreditier-
ter externer Auditor den gesamten Planungs- und Bau-
prozess und stellt die Implementierung der vereinbarten
Nachhaltigkeitskriterien sicher. Die Nachhaltigkeitsziele
des Projekts werden in einem Vorzertifikat auf Grundlage
der Gebäudeplanung festgehalten. Deren Umsetzung wird
nach Fertigstellung des Gebäudes vom Zertifizierungsge-
ber überprüft und mit Erteilung des finalen Zertifikats be-
stätigt.
Nachhaltige Beschaffung & Lieferkette
Der Beschaffungsprozess von CA Immo stellt si-
cher, dass die hohen ökologischen Anforderungen
gemäß dem jeweils für das projektierte Gebäude vorgese-
henen Zertifizierungsstandard eingehalten werden (siehe
oben). Alle Auftragnehmer (Anbieter) werden im Zuge
des Vergabeprozesses zur Einhaltung der definierten
Nachhaltigkeitsstandards über die gesamte Lieferkette
verpflichtet.
Ressourcenschonung & Kreislaufwirtschaft
Im Zuge ihrer Entwicklungsprojekte berücksichtigt
CA Immo vielfältige Kreislaufwirtschaftsfaktoren
und Maßnahmen zur Ressourcenschonung (Design for
Circularity). Kriterien wie verantwortungsbewusste Res-
sourcengewinnung, einfache Rückbaubarkeit oder die
Verwendung von recycelten Materialien kommen – so-
weit dies im Kontext des Gesamtprojekts abbildbar ist –
in vielen CA Immo Projektentwicklungen zur Anwen-
dung. Größtmögliche Nutzungsflexibilität und -reversibi-
lität für unterschiedlichste Nutzeranforderungen in Be-
zug auf künftige Bürolandschaften, Umbau- und Umnut-
zungsfähigkeit sind zentrale Anforderungen an jeden
Neubau, die bereits in der Planungsphase berücksichtigt
werden. So wird beispielsweise der Rohbau durch mög-
lichst nutzungsneutrale Geschosshöhen, -tiefen und De-
ckenlasten sowie durch Berücksichtigung von Belegungs-
reserven in den Versorgungsschächten möglichst zu-
kunftsfähig ausgelegt. Vielfältige, flexible Nutzungen im
Lebenszyklus des Gebäudes sollen dadurch ermöglicht
und tiefgreifende Umbauarbeiten im Lauf des Gebäude-
Lebenszyklus bis hin zum frühzeitigen Abbruch vermie-
den werden.
Auf allen CA Immo-Baustellen werden eine Entsor-
gungslogistik und ein Recyclingmanagement zur opti-
mierten Mülltrennung installiert. Dies beinhaltet tägliche
Müllsammlung, -trennung und -entsorgung durch externe
Entsorgungslogistiker. Für die Entsorgungslogistik auf
2)
www.usgbc.org/leed/why-leed
78
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
Baustellen in Deutschland ist die CA Immo-Bautochter
omniCon verantwortlich, an allen sonstigen Standorten
wird diese von der Abteilung Development verantwortet.
Nachhaltige Stadtquartiersentwicklung: Brownfield
Development
Seit der Übernahme des deutschen Quartiersent-
wicklers Vivico Real Estate GmbH im Jahr 2008 ent-
wickelt CA Immo große, vormals brachliegende bzw. in-
dustriell genutzte innerstädtische Flächen zu modernen
Stadtvierteln (Brownfield Development). Im Rahmen der
Revitalisierung dieser teilweise mehr als 100 Jahre in-
dustriell-gewerblich und durch die Deutsche Bahn ge-
nutzten, teilweise belasteten Altstandorte und Brachflä-
chen setzen Spezialisten der CA Immo-Bautochter
omniCon vielfältige Maßnahmen zur Grundstücksaufbe-
reitung und -erschließung. Diese spezielle Brownfield
Development-Kompetenz von CA Immo deckt u. a. fol-
gende Umwelt-Aspekte der Grundstücksaufbereitung ab:
– Technische Standortbewertung: Bestandserfassung vo
n
Gebäuden, unterirdische „Altbebauung“, Rückbau
– Kampfmittelrisiken und Kampfmittelfreimessung
– Evaluierung von Altlastenrisiken (Boden, Wasser, Bo-
denluft); Boden- und Grundwassersanierung
– Bewertung von Abfall und Entsorgungsleistungen
– Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität: Natur-
schutzfachliche Erfassung von Flora und Fauna
– Artenschutz: Umsiedlungsmaßnahmen von geschützten
Tierarten wie Eidechsen, Wechselkröten, Fledermäusen
– Herstellung von Biotopen und grünen Ausgleichsflä-
chen
– Infrastrukturelle Erschließung:
Herstellung von künftig
öffentlichen Str
aßen, Wegen, Plätzen, Spielplät
zen und
Parks.
BEISPIEL NACHHALTIGER PROJEKTENTWICKLUNG: MISSISSIPPI HOUSE UND MISSOURI PARK, PRAG
KONZERNLAGEBERICHT
79
SOZIALES ENGAGEMENT
Auch im Sozialbereich setzt CA Immo Maßnahmen, um
im Rahmen ihres Einflussbereichs positive Impulse und
verantwortungsvolle Standards zu setzen. Unsere strate-
gischen Schwerpunkte liegen hierbei insbesondere auf
den Themenbereichen Gesundheit & Sicherheit, Beschäf-
tigung & Arbeitsbedingungen sowie sozialen Aspekten ei-
ner nachhaltigen Lieferkette und Stadtquartiersentwick-
lung. Weitere Themen aus der Wesentlichkeitsanalyse
werden ebenso erläutert.
1. MIETER & DIENSTLEISTER
Gesundheit & Sicherheit
Sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsbedin-
gungen für Nutzer und externe Dienstleister sowohl
im laufenden Gebäudebetrieb als auch im Zuge von Bau-
projekten sind eine Grundvoraussetzung für unseren Un-
ternehmenserfolg. CA Immo steht für die strikte Einhal-
tung sämtlicher rechtlicher Vorgaben im Bereich Gesund-
heit und Sicherheit. Unser Ziel ist es, Unfälle mit Kran-
kenstandsfolge in unseren Gebäuden und in deren Um-
feld, in unseren eigenen Büros sowie auf Baustellen zu
vermeiden. Darüber hinaus stehen der Erhalt der langfris-
tigen Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden am Ar-
beitsplatz aller Gebäudenutzer im Fokus.
Bei allen konzernweit durchgeführten Projektentwick-
lungen kommen Sicherheits- und Gesundheitsschutzbe-
lange sowohl in der Planungs- und Bauphase als auch im
Hinblick auf spätere Mieter/Nutzer der Gebäude zur An-
wendung. Die diesbezügliche Koordination aller am Bau
Beteiligten erfolgt durch den schon in der Planungsphase
einbezogenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordi-
nator (SiGeKo). Dieser führt regelmäßige Sicherheitsbege-
hungen durch und schreitet beim Erkennen von Gefah-
renzuständen sofort ein. Zusätzlich hat jeder Auftragneh-
mer die Verpflichtung, einen eigenen Sicherheitsbeauf-
tragten zu benennen. Das Risiko der einzelnen Tätigkei-
ten wird vom SiGeKo bewertet, entsprechende Maßnah-
men definiert und die Einhaltung vor Ort kontrolliert.
Alle Maßnahmen werden als Sicherheits- und Gesund-
heitsschutzplan in die jeweilige Baustellenordnung des
Projekts eingebunden. Dessen Einhaltung ist für alle Pro-
jektbeteiligten verpflichtend.
Darüber hinaus strebt CA Immo an, alle gesetzlichen
Anforderungen in Bezug auf potenzielle negative Ein-
flüsse auf Stakeholder (wie z. B. Baulärm oder erhöhte
Feinstaubbelastung) im Rahmen all ihrer Projektentwick-
lungen nicht nur einzuhalten, sondern überzuerfüllen.
Bewertungen von Sicherheit und Gesundheit werden
auch im laufenden Gebäudebetrieb konzernweit in allen
Gebäuden durchgeführt. Alle gesetzlichen Vorgaben z. B.
die elektrischen Anlagen, Aufzugssysteme und Brand-
schutzvorkehrungen betreffend, werden eingehalten. So
wird die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit der techni-
schen Gebäudeanlagen durch gezielte Sachverständigen-
prüfungen, Wartungen und Funktionstests regelmäßig
überprüft, um Fehlfunktionen zu vermeiden und Anla-
genausfällen vorzubeugen. Die Frequenz dieser Kontrol-
len orientiert sich zumindest an den nationalen gesetzli-
chen Vorgaben. Werden Mängel festgestellt, wird deren
Behebung unmittelbar veranlasst. Externe Facility Mana-
ger sind für die funktionale Sicherheit und die Einhal-
tung brandschutztechnischer Vorschriften im Zuge ihrer
Tätigkeit verantwortlich.
Mieterkomfort & -wohlbefinden
Die Arbeitsplatzqualität hat wesentlichen Einfluss auf
Gesundheit, Motivation und Produktivität der Büronut-
zer. Deshalb berücksichtigt CA Immo Sicherheits- und
Gesundheitsauswirkungen unserer Gebäude bereits in
der Planungs- und Entwicklungsphase der Bauprojekte.
Vielfältige Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit
und Komfort der künftigen Mieter werden im Zuge unse-
rer Projektentwicklungen umgesetzt – wie z. B. angeneh-
mes Raumklima, ideale akustische, thermische und visu-
elle Rahmenbedingungen sowie die Schaffung von Räu-
men für sozialen Austausch, oftmals mit begrünten Au-
ßenflächen. CA Immo setzt diesbezüglich bei ausgewähl-
ten Gebäuden auf zusätzliche Zertifizierungsstandards.
Der WELL-Gebäudestandard gibt Maßnahmen zur Förde-
rung von Gesundheit und Wohlbefinden in Gebäuden in
den Kategorien Luft, Wasser Licht, Bewegung, thermi-
scher Komfort, Ernährung, Lärm, Materialien, Geist und
Gemeinschaft vor (wellcertified.com). Aktuell verfügt ein
CA Immo Bürogebäude in Prag über eine WELL Core and
Shell Zertifizierung in Gold. Weitere Projekte – wie z. B.
die Bürogebäude Mississippi House und Missouri Park,
die CA Immo aktuell in Prag entwickelt – sind für eine
WELL-Zertifizierung vorgesehen.
8
0
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
Covid-19
Im Jahr 2020 wurde die Einhaltung aller zusätzlich im
Rahmen der Covid-19-Pandemie vorgeschriebenen Si-
cherheitsvorkehrungen in unseren Gebäuden und auf den
Baustellen kontinuierlich überprüft und sichergestellt.
Auf den CA Immo-Baustellen wurden keine Verzögerun-
gen aufgrund der Pandemie verzeichnet, alle Bauvorha-
ben konnten plangemäß fortgeführt werden.
Um die Sicherheit der Mieter und Mitarbeiter bestmög-
lich zu gewährleisten und im Bedarfsfall rasch handeln
zu können, hat CA Immo frühzeitig eine internationale
Health & Safety Taskforce installiert. Seit Anfang März
2020 stimmt sich diese wöchentlich zu den aktuellen
Entwicklungen ab und setzt entsprechende Handlungs-
empfehlungen zu Hygienemaßnahmen auf regionaler
Ebene in den Allgemeinbereichen unserer Gebäude sowie
in eigengenutzten Büroflächen um. Ein entsprechender
Aktionsplan wurde im Lauf des Jahres 2020 permanent
überarbeitet und an das jeweils aktuelle lokale Infekti-
onsgeschehen sowie die Richtlinien der nationalen Ge-
sundheitsbehörden in den Städten, in denen CA Immo
mit Bestandsgebäuden und eigenen Niederlassungen ver-
treten ist, angepasst. Inkludiert wurden hierbei Maßnah-
men und interne Verhaltensregeln für mehrere Szenarien
und Eskalationsstufen, um jederzeit eine sichere Umge-
bung für alle Gebäudenutzer zu gewährleisten. Darauf ba-
sierend wurden in den Allgemeinbereichen der
CA Immo Gebäude u. a. folgende Schutzmaßnahmen um-
gesetzt:
– Erhöhte Reinigungsfrequen
z (mehrmals täglich) und
Desinfe
k
tion
– Bereitstellung von D
esinfektionsmittel an der Gebäu-
derezeption inkl. Anweisung zur Händedesinfektion
– Aushang von Abstandsregeln für die Liftbenutzung so-
wie Empfehlung zur Nutzung der Treppenhäu
ser
– V
erpflichtende Verwendung
von Mund-Nasenschutz in
allen allgemein
en Gebäudeber
eichen
– W
echsel des Filtertyps und/oder regelmäßiger Aus-
tausch der K
limaanlagenfilter
– Erhöhung der Luftzirkulation (u. a. durch verlängerte
Betriebszeiten
der Lüftungsgeräte) und Deakti
vierung
des Umluftbetriebs sowie intensivierte Luftbefeuchtung
in den Ge
bäuden zur Reduktion der Viruslast
in der
Raumluft (soweit entsprechend
e technische Vorausset-
zungen vorhanden)
– Ständiger Betrieb von Abluftanlagen in den To
iletten
– T
eilweise Schließung von Duschen in den Allgemeinflä-
chen.
Das gesamte Be
triebspersonal wurde zu den neuen Be-
triebsverfahren und Covid-19-Präventionsmaßnahmen
gezielt geschult. Dies beinhaltete auch das Verhalten der
Mitarbeiter im Falle einer bestätigten oder möglichen An-
wesenheit einer mit Covid-19 infizierten Person.
Mieterbeziehungen & -bindung
CA Immo ist seit vielen Jahren in ihren Kernstädten mit
lokalen Teams vor Ort, die sich um aktive Mieterbetreu-
ung und -bindung sowie die effiziente Bewirtschaftung
und Instandhaltung unserer Gebäude kümmern. Unsere
Experten sind sowohl mit den jeweiligen Marktgegeben-
heiten, der Beschaffenheit und den Möglichkeiten unse-
rer regionalen Bestandsgebäude als auch den individuel-
len Mieterbedürfnissen bestens vertraut. Der kontinuierli-
che Austausch mit unseren Mietern in Verbindung mit
unserer starken regionalen und internationalen Portfoli-
opräsenz ermöglicht, maßgeschneiderte Lösungen für
vielfältige Mieterbedürfnisse anzubieten. Hohe Gebäu-
dequalität, gute innerstädtische Lagen, eine verlässliche
Erfolgsbilanz in der Projektentwicklung für den eigenen
Bestand (built to suit) und unsere Kontinuität als lang-
fristiger Bestandshalter bieten unseren Mietern Stabilität
und Sicherheit.
Nachhaltige Beschaffung und Lieferkette
CA Immo prüft Geschäftspartner – insbesondere
auch Bauunternehmen – im Rahmen des Vergabe-
prozesses nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Qualifi-
kation und wirtschaftlichen Situation, sondern auch im
Hinblick auf soziale Aspekte. Bei Baudienstleistungen
verpflichtet und überprüft CA Immo ihre Auftragnehmer
auf die Einhaltung gesetzlicher Regelungen zu Arbeits-
und Gesundheitsschutz, Arbeitsstätten- bzw. Arbeitszeit-
regelungen sowie tarifvertraglicher Vereinbarungen. Ne-
ben der wirtschaftlichen Wertung der Angebote wird die
Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards bei poten-
ziellen Auftragnehmern angefragt und in Vergabeprozes-
sen berücksichtigt. Details zu diesen Standards sowie
den hiermit verbundenen Kontrollmechanismen finden
sich in der CA Immo Vergaberichtlinie
(www.caimmo.com/de/investor-relations/corporate-
governance/unsere-werte/).
2. MITARBEITER
Unsere Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource.
Ihre Expertise und ihr Engagement sind entscheidend für
KONZERNLAGEBERICHT
81
unseren Erfolg. CA Immo legt Wert auf eine Unterneh-
menskultur, die von Stolz, Vertrauen und selbstbestimm-
tem Arbeiten geprägt ist. Als Arbeitgeber will CA Immo
für ihre Mitarbeiter bestmögliche Rahmenbedingungen
schaffen, um ihre Potenziale, Stärken und Kompetenzen
optimal zur Entfaltung zu bringen. Wir bieten sichere
und attraktive Arbeitsumgebungen, vielfältige internatio-
nale Entwicklungsmöglichkeiten und sorgsame, voraus-
schauende Personalentwicklung mit dem Ziel, unseren
Mitarbeitern das zu bieten, wofür auch unsere Büroim-
mobilien stehen: einen „place where people love to
work“.
Beschäftigung & Arbeitsbedingungen
Die Anzahl der bei CA Immo konzernweit angestellten
Mitarbeiter lag per 31.12.2020 bei 437
1)
(31.12.2019:
414
2)
). Deutschland ist mit rund 52% Beschäftigtenanteil
der mitarbeiterintensivste Kernmarkt von CA Immo, ge-
folgt von Osteuropa (24%) und Österreich (18%). Die
restlichen 6% entfallen auf Mitarbeiter der 100%-Bau-
tochter omniCon-Niederlassung in Basel. Von den insge-
samt 252 Mitarbeitern in Deutschland sind zum Stichtag
119 (2019: 106) in der omniCon angestellt (davon 25 in
der omniCon-Zweigstelle in Basel). CA Immo ist als Ar-
beitgeber seit vielen Jahren in ihren Märkten lokal veran-
kert und beschäftigt in den internationalen Niederlassun-
gen fast ausschließlich lokales Personal.
Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in un-
befristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. Die Work-Life-
Balance und Vereinbarkeit von Beruf und Familie in un-
terschiedlichen Lebensphasen der Mitarbeiter unterstützt
CA Immo bei Bedarf durch flexible Arbeitszeit- bzw. Teil-
zeitmodelle, Home-Office-Regelungen, individuelle Ka-
renzmodelle und Papamonat. Zusätzlich wurde eine Viel-
zahl an mitarbeiterbezogenen Regelungen in Kooperation
mit dem österreichischen Betriebsrat im Rahmen von Be-
triebsvereinbarungen geregelt.
CA Immo hat 2020 zum wiederholten Mal eine konzern-
weite Analyse der Mitarbeiterzufriedenheit in Koopera-
tion mit Great Place to Work (GPTW) durchgeführt. Im
Vergleich zur zuletzt im Jahr 2016 durchgeführten GPTW-
Umfrage lag die Zufriedenheitsquote nahezu unverändert
bei 86% (2016: 85%). Die Umfrage ist standardisiert und
bewertet Zufriedenheitsdimensionen wie Stolz, Fairness,
Respekt, Kameradschaft und Glaubwürdigkeit. Besonders
positiv hervorgehoben wurden seitens der teilnehmen-
den Mitarbeiter (Beteiligung an der Umfrage: 76%) Fakto-
ren wie Teamarbeit, Arbeitsumfeld, Portfolio, Reputation,
Fokus auf Nachhaltigkeit und Stabilität.
ÜBERSICHT MITARBEITER DER CA IMMO GRUPPE NACH SEGMENTEN
1)
Headcount Anzahl Mitarbeiter Anteil Frauen Eintritte /
Austritte
Neuein-
stellungen
2)
Fluktuation
3)
31.12.2019 31.12.2020 Veränderung 2020 Ø 31.12.2020 2020 2020 2020
in % in % in % in %
Österreich 80 80 0 80 63 12/11 15 14
Deutschland/Schweiz
4)
233 252 8 244 38 45/23 18 9
Osteuropa 101 105 4 102 72 11/5 11 8
Gesamt 414 437 6 426 51 68/39 16 9
1)
Headcounts, davon rd. 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 26 karenzierte Mitarbeiter; exkl. 22 Mitarbeiter von Joint-Venture-Firmen
2)
Neueinstellungen: Eintritte 2020 / durchschnittliche Beschäftigte 2020 (Headcount)
3)
Fluktuation: Personalabgang 2020 / durchschnittliche Beschäftigte 2020 (Headcount)
4)
Ende 2020 waren in der 2014 gegründeten Niederlassung der 100% CA Immo Bautochter omniCon in Basel 25 lokale Mitarbeiter beschäftigt
Regelmäßige interne Kommunikation sowie ein vertrau-
ensvoller und konstruktiver Austausch zwischen Auf-
sichtsrat, Management und Mitarbeitern ist uns wichtig.
1)
Davon rund 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA); inkl. 26 karenzierte Mitar-
beiter
Relevante Information werden über unterschiedliche Ka-
näle – u. a. in Form von physischen oder virtuellen CEO-
Infomeetings, Infomails, Management Meetings bzw.
2)
Davon rund 11% TZA; inkl. 23 karenzierte Mitarbeiter
8
2
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
Team Jour Fixes – umfassend und zeitgerecht an alle Mit-
arbeiter weitergegeben. Der im Wiener Headquarter an-
sässige Betriebsrat arbeitet eng mit der Personalabteilung
zusammen, entsprechende Abstimmungsmeetings finden
14-tägig statt. Vorstand und
Betriebsrat tauschen sich
quartalsweise z
ur Unternehmensentwicklung und zu re-
levanten Arbeitnehmerthemen
aus. Im Aufsichtsrat von
CA Immo sind vier Arbeitneh
mervertreter aus dem öster-
reichischen Betriebsrat vertreten. Ihre Tätigkeit ermög-
licht eine Mitbestimmung im Aufsichtsrat inkl. Mitspra-
cherecht bei einschneidenden Unternehmensentschei-
dun
gen.
CA Immo bietet den Mitarbeite
rn – unabhängig vom Ar-
beitszeitmodell – eine Reihe freiwilliger, sozialer Zuwen-
dungen: Essensbons bzw. Essenszuschuss, Bahncard 25
oder 50, Jobtickets, Weiterbildungsunterstützung, Kinder-
gartenzuschuss, Gruppen-Krankenversicherung, Kollek-
tivunfallversicherung, einsatzbezogene Zulagen sowie be-
triebliche Altersversorgung (Pensionskasse). Zusätzlich
zum Fixgehalt können alle Mitarbeiter am Unterneh-
menserfolg in Form einer variablen Erfolgsbeteiligung
partizipieren. Diese ist an die Erreichung der budgetier-
ten Jahresziele sowie ein positives Konzernergebnis ge-
knüpft.
Talente Management und Personalentwicklung
Im Rahmen des strategischen Fort- und Weiterbildungs-
programms (CA Immo Academy) stellt CA Immo ihren
Mitarbeitern ein breites Spektrum an regelmäßigen inter-
nen wie externen Aus- und Weiterbildungen zur Verfü-
gung. Darüber hinaus unterstützt CA Immo die berufliche
Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter mit Bildungstagen,
flexiblen Arbeitszeiten sowie finanzieller Unterstützun-
gen für die Absolvierung von (dualen) Studien. Zusätzli-
che Informationen zum Thema Aus- und Weiterbildung
finden sich unter www.caimmo.com/de/karriere/.
Jeder CA Immo-Mitarbeiter führt mit seiner Führungs-
kraft zumindest einmal jährlich ein Mitarbeitergespräch
zur Leistungsbeurteilung, Zieldefinition und persönli-
chen Karriereentwicklung. Abgestimmt sowohl auf die
individuellen Entwicklungspotenziale der Mitarbeiter als
auch auf den Bedarf an Expertise und Qualifikation sei-
tens des Unternehmens können individuelle Trainings-
pläne und -ziele festgelegt werden. 2020 haben 99% der
Mitarbeiter ein Jahresgespräch geführt, das restliche 1%
entfällt auf Mitarbeiter, die im 4. Quartal 2020 eingetre-
ten sind.
DURCHSCHNITTLICHE ABWESENHEITSTAGE NACH
REGIONEN
in Tagen Urlaub Krankheit Weiterbildung
in
Stunden
in
Tagen
Österreich
1)
Frauen 15,2 6,
7 3
1,1 3,
9
Männer 32,2 3,0 22,4 2,8
Deutschland
2)
Frauen 27,8 6,1 8,0 1,0
Männer 28,3 5,0 8,3 1,0
CEE
3)
Frauen 18,0 0,4 6,3 0,8
Männer 19,8 1,9 7,4 0,9
1)
Exkl. eines Langzeitkrankenstandes (LZK). Inklusive dieses LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Frauen in Österreich bei 7,6 Tagen.
2)
Exkl. sechs Langzeitkrankenstände (LZK). Inklusive dieser LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Frauen in Deutschland bei 7,3 Tagen
und für Männer bei 8,4 Tagen.
3)
Exkl. eines Langzeitkrankenstandes (LZK). Inklusive dieses LZK läge der
Schnitt der Krankenstandstage für Männer in CEE bei 2,2 Tagen.
MITARBEITER NACH ALTER UND KATEGORIEN
(BASIS: 437 MITARBEITER)
1)
in %
Mitarbeiter (371)
2)
≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 6% 40% 9%
Männlich 4% 26% 15%
Gesamt 10% 66% 24%
Führungskräfte (63)
3)
≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 0% 25% 6%
Männlich 0% 40% 29%
Gesamt 0% 65% 35%
Vorstand (3) ≤ 28 Jahre 29-48 Jahre ≥ 49 Jahre
Weiblich 0% 0% 0%
Männlich 0% 33% 67%
Gesamt 0% 33% 67%
Alle Mitarbeiter (437) 38 286 113
1)
Nicht berücksichtigt sind die 22 Mitarbeiter (Stand 31.12.2020) der Joint
Venture-Firmen. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Mitarbeiteran-
zahl der jeweiligen-Kategorie.
2)
Davon 1% mit Behinderung.
3)
Als Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlas-
sungsleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter.
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz Im Berichtsjahr 2020 wurden zwei Arbeitsunfälle ver-
zeichnet. Die dadurch verursachten Ausfälle betrugen je-
weils nicht länger als einen Monat. Sonstige wesentliche
KONZERNLAGEBERICHT
83
berufsbedingte Verletzungen, Krankheiten und Ausfalls-
tage von CA Immo Mitarbeitern wurden 2020 keine be-
kanntgegeben. Auf allen CA Immo-Baustellen werden Si-
cherheits- und Gesundheitspläne aufgestellt. Eigene Mit-
arbeiter erhalten auf den Baustellen regelmäßige Sicher-
heitsunterweisungen (siehe auch Kapitel Mieter & Dienst-
leister, Gesundheit & Sicherheit).
Externe Sicherheitsfachkräfte führen in allen von
CA Immo selbst genutzten Büros regelmäßige Rundgänge
und Prüfungen durch. Die Frequenz dieser Kontrollen
orientiert sich an den nationalen gesetzlichen Vorgaben,
diese liegen zwischen vier Mal und einmal jährlich. The-
menschwerpunkte sind u. a. Arbeitsplatzevaluierung,
Brandschutz, Raumklimafaktoren sowie Alleinarbeit/Al-
leinarbeitsplatz. Es wurden im Jahr 2020 an keinem
CA Immo-Standort erkennbare sicherheitstechnische
Mängel und daraus resultierende akute Gefahren bzw.
Gefährdungen der Arbeitnehmer festgestellt.
Um die physische und psychische Gesundheit der Mit-
arbeiter langfristig zu schützen, bietet CA Immo im Rah-
men der betrieblichen Gesundheitsvorsorge u. a. fol-
gende Maßnahmen und Förderungen an:
– Kontinuierliche physische und virtuelle (digitale) Infor-
mationen zur gesundheitsfördernden Arbeits(platz)ge-
staltung
– Regelmäßige freiwillige Erste-Hilfe-Kurse
– Vorträge von medizinischem Fachpersonal zur Gesund-
heitsförderung und Stressvermeidung/Bewältigung
– Jährliche freiwillige kostenlose Zecken- und Grippe-
schutzimpfungen
Covid-19
Ergänzend zu den im Abschnitt „Mieter & Dienstleis-
ter“ angeführten Sicherheitsvorkehrungen in den Allge-
meinbereichen unserer Gebäude werden in den eigenge-
nutzten CA Immo Büros zusätzlich folgende Covid-19-
Schutzmaßnahmen umgesetzt:
– Bereitstellung von Mund-Nasenschutz an der Rezeption
– Verpflichtende Verwendung von Mund-Nasenschutz in
allen allgemeinen Gebäude- und Bürobereichen (außer
am eigenen Arbeitsplatz)
– Reduzierung von Kurierlieferungen, einschließlich pri-
vater Pakete, auf ein Minimum.
Ein spezieller Maßnahmenkatalog zur Schaffung einer
sicheren Arbeitsumgebung für CA Immo Mitarbeiter in
allen eigengenutzten Büroräumlichkeiten wurde kontinu-
ierlich adaptiert und intern kommuniziert. So gilt auf-
grund der Covid-19-Pandemie seit 13. März 2020 eine er-
weiterte Home-Office-Regelung für alle CA Immo-Mitar-
beiter. Im Mai startete die sukzessive Öffnung der
CA Immo-Niederlassungen mit freiwilliger Büropräsenz,
max. 50% Bürobelegung und Maskenpflicht in allen
Büro-Allgemeinflächen. Dienstreisen und Präsenz-Mee-
tings werden bis auf weiteres nur in Ausnahmefällen
durchgeführt.
CA Immo hat während des Jahres 2020 weder Kurzar-
beit noch sonstige mit der Pandemie in Verbindung ste-
hende staatliche Förderungen in Anspruch genommen.
Dank frühzeitiger Investitionen in moderne IT-Ausstat-
tung (z. B. Laptops für alle Mitarbeiter) und Umstellung
auf digitale Prozesse konnten alle Mitarbeiter weitgehend
ungestört im Home-Office bzw. am Büroarbeitsplatz unter
Einhaltung konzernweiter Sicherheitsvorkehrungen wei-
terarbeiten. Begleitende Trainings für Führungskräfte zur
Anpassung der Führungskultur und -instrumente an die
geänderten Rahmenbedingungen sowie ein konzernweit
verfügbares virtuelles Konferenzsystem ermöglichten un-
eingeschränkte Produktivität und Zusammenarbeit auch
in Zeiten von 100% Home-Office.
Weitere Informationen zum Thema Gesundheit und Si-
cherheit für Mitarbeiter finden sich in unserer CSR Richt-
linie unter www.caimmo.com/de/investor-relations/cor-
porate-governance/unsere-werte/.
Informationen zu Diversität, Gleichberechtigung und
Inklusion sowie zu Arbeitnehmerrechten finden sich im
Corporate Governance Bericht. Weitere
mitarbeiterbezogene Daten finden sich im ESG Anhang.
Ausblick auf 2021
CA Immo weist auch für 2020 eine steigende Mitarbei-
terzahl aus. Für die kommenden Jahre wird – im Gleich-
klang mit der expansiven Unternehmensentwicklung –
eine Fortsetzung des Personalwachstums erwartet. Die
weitere Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit, eine
auf sich rasch ändernde allgemeine Rahmenbedingungen
abgestimmte Personalentwicklung und klare Positionie-
rung der CA Immo-Arbeitgebermarke zur Unterstützung
des internationalen Recruitings sind Ziele für die kom-
menden Jahre.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
84
3. NACHHALTIGE STADTQUARTIERSENTWICKLLUNG
Als international tätiger Investor, Bestandshalter in-
nerstädtischer Bürogebäude und Stadtquartiersent-
wickler wirkt CA Immo u. a. auch auf das gesellschaftli-
che und soziale Umfeld in ihren Kernstädten ein. Unser
Ziel ist es, Stadtquartiere zu schaffen, in denen Men-
schen morgen genauso gerne leben wie heute: attraktive,
gut an den öffentlichen Nahverkehr angebundene Quar-
tiere mit gemischter Nutzung, die Arbeiten, Wohnen, so-
ziale und kulturelle Einrichtungen miteinander verbin-
den und somit kurze Wege ermöglichen.
Im Zuge ihrer Quartiersentwicklungen sorgt CA Immo
durch die Schaffung von (Spiel- und Sport-) Plätzen,
Parks, Schulen, Kitas, Nahversorgung, öffentlichen Stra-
ßen und (Fahrrad-) Wegen für eine effiziente innerstädti-
sche Flächennutzung bei gleichzeitig hoher Aufenthalts-
qualität. Mittels ihrer Spezialisierung auf die Revitalisie-
rung von Altstandorten öffnet CA Immo Orte, die bis da-
hin – zumeist aufgrund vormals industrieller Nutzung –
nicht oder nur wenigen Menschen zugänglich waren, für
alle Stadtbewohner – als Arbeits- oder Wohnort, Grünflä-
che, Ort der Begegnung, zur Naherholung und -versor-
gung. 19 CA Immo Bestandsgebäude bzw. 24% des Ge-
samtportfolios (nach Fläche) liegen in Quartieren, die
von CA Immo entsprechend entwickelt, aufgewertet und
für die Öffentlichkeit erschlossen wurden.
Wohnbaurechtschaffung
Im Zuge ihrer Quartiersentwicklungsprojekte hat
CA Immo in den vergangenen zwei Jahrzehnten Baurecht
für mehr als eine Mio.
m² Bruttogrundfläche (BGF) Wohn-
bau in Frankfurt, München, Regensburg, Mainz, Berlin
und Wien geschaffen. Das entspricht mehr als 12.000
Wohneinheiten. Rund 3.300 Wohneinheiten wurden von
CA Immo selbst entwickelt, vielfach mit Joint-Venture-
Partnern. Weitere ausgedehnte Grundstücksreserven für
städtische Wohnquartiere in München befinden sich ak-
tuell in unterschiedlichen Phasen der Grundstücksaufbe-
reitung und Baurechtschaffung (siehe u. a. untenstehende
Grafik zum Münchner Stadtquartier Eggarten-Siedlung).
BEISPIEL NACHHALTIGER STADTQUARTIERSENTWICKLUNG: EGGARTEN-SIEDLUNG, MÜNCHEN
KONZERNLAGEBERICHT
85
4. GEMEINNÜTZIGES ENGAGEMENT
Kultur- und Sozialsponsoring
Im Zuge der innerstädtischen Quartiersentwicklungen
und Konversion vormals industriell genutzter Areale
stellt CA Immo seit vielen Jahren Flächen und Gebäude
kostenlos bzw. günstig kulturellen Zwischennutzungen
zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür sind die als Ausstel-
lungsfläche genutzten Rieck-Hallen und die Liegenschaft
Hamburger Bahnhof am Berliner Hauptbahnhof.
Darüber hinaus unterstützt CA Immo ausgewählte kari-
tative Einrichtungen, Spitäler oder Schulen in ihren
Kernstädten. So haben wir 2020 u. a. in Bukarest den
Aufbau eines Covid-19-Spitals sowie die Ausstattung von
Krankenhäusern mit entsprechender Schutzausrüstung
gefördert; in Budapest stellte CA Immo Mittel für die
Ausstattung sozial benachteiligter Kinder mit Laptops für
Home Schooling zur Verfügung. In Summe spendete
CA Immo im Jahr 2020 rd. 91.100
€ an soziale und medi-
zinische Einrichtungen.
Corporate Volunteering
CA Immo fördert das Engagement ihrer Mitarbeiter für
das Gemeinwohl. Gemäß einer im Jahr 2020 neu erstell-
ten Policy haben alle CA Immo-Mitarbeiter die Möglich-
keit, ihrer aktiven Tätigkeit für das Gemeinwohl an bis zu
zwei Arbeitstage pro Jahr nachzukommen.
GESCHÄFTSETHIK, CORPORATE GOVERNANCE &
COMPLIANCE
CA Immo will im Rahmen ihres Einflussbereichs
einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen und in-
tegren Wirtschaft leisten. Dieses Engagement bedarf der
Mitwirkung vieler, sowohl eigener Mitarbeiter als auch
externer Partner. Durch gezielte Information sowie klare
Standards und Richtlinien wollen wir unsere Mitarbeiter
und Auftragnehmer auf die als relevanten erachteten
Themen sensibilisieren und zur Unterstützung unserer
Grundsätze und Initiativen anregen bzw. verpflichten.
Sämtliche Informationen zum Thema Corporate Gover-
nance, Compliance, Korruptionsbekämpfung und Men-
schenrechte finden sich im Corporate Governance Be-
richt. Entsprechende Richtlinien sind auf unserer Kon-
zernwebsite unter www.caimmo.com/de/investor-relati-
ons/corporate-governance/unsere-werte/ abrufbar, u. a.:
– Code of Ethics & Code of Cond
uct
– Geschenke- und Spendenrichtlinie
– CSR Richtlinie
– V
e
rgaberichtlinie.
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
86
WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN GEMÄß § 267 ABS. 2 UGB (NADIVEG)
CA Immo Fokusthemen EPRA Leistungsindikatoren
Umweltbelange
Klima & Energie, Ressourcenschonung &
Kreislaufwirtschaft,
Nachhaltige Beschaffung & Lieferkette, Nachhaltige
Stadtquartiersentwicklung
Elec-Abs, Elec-LFL, DH&C-Abs,
DH&C-LFL, Fuels-Abs, Fuels-
LFL, Energy-Int, GHG-Dir-Abs,
GHG-Indir-Abs, GHG-Int, Water-
Abs, Water-LFL, Water-Int,
Waste-Abs, Waste-LFL, Cert-Tot
Arbeitnehmerbelange
Gesundheit & Sicherheit,
Nachhalti
g
e Beschaffun
g
&
Lieferkette
Diversity-Emp, Diversity-Pay,
Emp-Dev, Emp-Turnover, H&S-
Emp, Emp-Training , H&S-Asset,
H&S-Comp, Comty-Eng
Sozialbelange Gesundheit & Sicherheit, Nachhaltige Beschaffung & Lieferkette
Achtung der Menschenrechte
Unternehmensethik,
Corporate Governance &
Compliance
Gov-Board
Gov-Select
Gov-CoI
Bekämpfung von Korruption und
Bestechung
Unternehmensethik,
Corporate Governance &
Compliance
BERICHTERSTATTUNG GEMÄß DER TASK FORCE ON CLIMATE-RELATED FINANCIAL DISCLOSURES (TCFD)
Themenbereiche Themen Kapitel
Governance Überwachung klimabezogener Risiken und Chancen durch den Vorstand Corporate Governance Bericht
Rolle des Manage
ments bei der Bewertung und Steuerung
klimabezogener Risiken und Chancen Corporate Governance Bericht
Strategie Kurz-, mittel- und langfristige klimabezogene Risiken und Chancen ESG Bericht
Auswir
kungen von Risiken und Chancen auf die Geschäftstätigkeit,
Strategie und Finanzplanung ESG Bericht
Klimaresilienz der Unternehmensstrategie ESG Bericht, Strategie
Risikomanagement Prozess zur Identifizierung und Evaluierung klimabezogener Risiken ESG Bericht
Prozesse zum Management klimabezogener Risiken ESG Bericht
Integration der oben genannten Prozesse in das allgemeine
Risikomanagement
ESG Bericht
Kennzahlen und Ziele Indikatoren zur Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen ESG Anhang
CO
2
Emissionen Scope 1, 2 und 3 und damit verbundene Risiken ESG Anhang, ESG Bericht
Ziele für das Management klimabezogener Risiken und Chancen ESG Bericht
ESG ANHANG
8
7
KONZERNLAGEBERICHT
EPRA NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN
Wir berichten über unser Engagement im Bereich Um-
welt, Gesellschaft und Governance in Übereinstimmung
mit den EPRA Sustainability Best Practice Recommenda-
tions 3
rd
Edition (sBPR). Wir gehen in drei Bereichen auf
die EPRA sBPR ein:
– Übergreifende Empfehlungen (diese und folgende
Seite)
– Leistungskennzahlen zur Nachhaltigkeit
– Bericht zur Nachhaltigkeitsperformance (siehe
ESG
und
Corporate Gove
rnance Bericht)
.
5. ÜBERGREIFENDE EMPFEHLUNGEN GEM. EPRA
Organisationsgrenzen
Für unsere Datenbegrenzung verfolgen wir den Ansatz
der operativen Kontrolle. Alle im Zuge der ESG Berichter-
stattung angeführten Kennzahlen beziehen sich auf die
CA Immobilien Anlagen AG und sämtliche vollkonsoli-
dierte Tochtergesellschaften im jeweils angegebenen Be-
richtszeitraum oder –stichtag (außer anderweitig angege-
ben). Somit umfasst die Berichterstattung ausschließlich
Bestandsobjekte, die während des gesamten Berichtsjahrs
in Betrieb und zu 100% im Eigentum von CA Immo wa-
ren. Immobilien, die im Berichtszeitraum (Geschäftsjahr)
erworben, veräußert oder fertiggestellt wurden und somit
nicht über den gesamten Zeitraum Teil unseres Bestands-
portfolios waren, wurden nicht berücksichtigt (dies betrifft
drei Gebäude in 2019).
Geltungsbereich
Wir bemühen uns, über alle Objekte innerhalb der oben
definierten Organisationsgrenze, bei denen wir für den
Verbrauch von Versorgungsleistungen verantwortlich sind,
zu berichten. Dazu gehören Immobilien, die:
– der Assetklasse Büro zugeordnet sind (Hauptnu
tzungsart)
– Multi-Tenant Gebäude sind (da in Single-Tenant Gebäu-
den der Bezug von Energie, Wasser und Abfallentsorgung
in der Regel direkt vom Mieter organisiert wird
)
– Single
-Tenant Gebäude sind, zu denen eine ausreichende
Datenbasis zum Energieverbrauc
h vorliegt.
Büroimmob
ilien bilden das Kernsegment von CA Immo;
zum Stichtag entfielen rd. 90% des gesamten Bestands-
portfolios auf Büroimmobilien, der Rest auf Hotels (6%)
bzw. sonstige Nutzungsarten (4%). Hotels sind Single-
Tenant Gebäude, zu denen uns keine Verbrauchsdaten vor-
liegen, und somit außerhalb der Berichtsgrenze.
Um eine flächendeckende Datenerhebung für den gesam-
ten Energieverbrauch unserer Gebäude bereitstellen zu
können bemühen wir uns, Mieter-Verbrauchsdaten (vom
Mieter direkt eingekaufter Mieterstrom) von allen Single-
als auch Multi-Tenant-Gebäuden zu erhalten. In einzelnen
Fälle würde eine solche Darstellung die Schätzung des Ver-
brauchs in einem Umfang erforderlich machen, der zum
gegenwärtigen Zeitpunkt keine aussagekräftige Analyse er-
möglicht. Somit haben wir für das Geschäftsjahr 2019 drei
vollständig an einen Einzelmieter vermietete Bürogebäude
(Single-Tenant-Gebäude) aus der Datenerhebung exkludi-
ert; vier Single-Tenant Gebäude wurden aufgrund der aus-
reichenden Datenverfügbarkeit erfasst und in die Ver-
brauchsdatenanalyse integriert.
In der Tabelle “CO
2
-Footprint und Verbrauchsdaten des
Büro-Bestandsportfolios 2019“ sind die Verbrauchsdaten
von 56 Bestandsgebäuden inkludiert (inkl. Verbrauchsda-
ten für sieben eigengenutzte CA Immo Büros, die sich in
CA Immo Gebäuden befinden). In Summe waren im Ge-
schäftsjahr 2019 76% des gesamten Bestandsportfolios
(nach vermietbarer Nutzfläche) in der Verbrauchsdatenana-
lyse enthalten. Daten zu den drei von CA Immo selbst ge-
nutzten Büros, die sich nicht in CA Immo Gebäuden befin-
den, werden getrennt ausgewiesen.
Berichtszeitraum
Die Berichterstattung zu den Verbrauchsdaten unseres
Bestandsportfolios bezieht sich auf das mit 31. Dezember
2019 zu Ende gegangene Kalenderjahr, da die Verbrauchs-
daten unserer Gebäude für das Jahr 2020 bis Redaktions-
schluss des Berichts nur für etwa 50% der Gebäude (bezo-
gen auf Mietfläche) vorlagen. Die restliche Berichterstat-
tung bezieht sich auf den Stichtag 31. Dezember 2020, so-
fern nicht anders angegeben.
Hochrechnungsmethodik für Verbrauchsdaten 2020
Verbrauchsdaten für das Kalenderjahr 2020 lagen bis Re-
daktionsschluss des Berichts nur für etwa 50% der Liegen-
schaften (bezogen auf Mietfläche) vor. Um trotzdem eine
Indikation der Verbräuche im Jahr 2020 geben zu können,
haben wir selektive Verbrauchswerte auf Basis der Ver-
brauchswerte 2019 unter Berücksichtigung von Ände-
rungsfaktoren hochgerechnet und im ESG Bericht darge-
stellt. Hierzu wurde die prozentuale Änderung der vorhan-
denen Verbrauchsdaten von 2019 auf 2020 je Energieart
(Strom, Fernwärme, Erdgas) und je Region (DE, AT & CEE)
ermittelt und mit den gesamten Verbrauchswerten 2019
multipliziert. Sowohl die witterungsbedingten Verbrauchs-
änderungen als auch die pandemiebedingt verringerte Be-
legung der Büroflächen wurden hierbei berücksichtigt. Die
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
8
8
EPRA-Tabellen im ESG Anhang zeigen die vollständigen
Verbrauchsdaten 2018 und 2019.
Berichtsumfang
In der Berichterstattung zu den Verbrauchsdaten unseres
Bestandsportfolios folgen wir der Scope-Definition des
Greenhouse Gas Protocol. Diese umfasst ausschließlich
Ressourcen, die von uns als Vermieter zur Versorgung der
Allgemeinflächen sowie für Shared-Service-Dienstleistun-
gen (Heizung, Kühlung) beschafft wurden (Scope 1 und 2):
– Scope 1: Direkte Emissionen aus der Ve
rbrennung von
Energie
trägern, welche direkt von CA Immo be
schafft
wurden (Erdga
s)
– Scope 2: Indirekte Emissionen, welche zur Bereitstellung
der von CA Immo beschafften Energieträger außerhalb
der Liegenschaften von CA Immo angefallen sind (Strom
und Fernwärme
)
– Scope 3
: Indirekte Emissionen, welche innerhalb de
r
W
ertschöpfungskette von CA Immo anfallen. Dazu zählen
Energiemengen, die von Mietern direkt beschafft wurden
,
oder
welche von CA Immo zur direkten Weiterleitung an
deren Mieter beschafft wurden (Submetering
).
Für die
Umrechung des Energieverbrauchs auf Treibhaus-
gasemissionen wurden standortbasierte Umrechnungsfak-
toren für 2018 und 2019 der Internationalen Energie-Agen-
tur IEA (für Strom) sowie der DEFRA (für Fernwärme und
Gas) verwendet.
Schätzung des Vermieter-basierten Verbrauchs
Der gesamte Energieverbrauch basiert auf Rechnungen
und gegebenenfalls auf Zählerständen. Grundlage für den
Wasserverbrauch sind ebenfalls Rechnungen. Es erfolgten
keine Schätzungen für Wasser- und Energiedaten (Strom,
Gas, Fernwärme & Kälte), weder für absolute noch für like-
for-like Daten. In einigen Fällen haben wir Abfalldaten, die
in volumetrischen Einheiten angegeben wurden, umge-
rechnet. Hierfür wurden Umrechnungsfaktoren für Dichte
verwendet, die von der UK Environment Agency entwi-
ckelt wurden.
Grenzen – Berichterstattung über den Verbrauch von
Vermieter und Mietern
Es wurden nach Möglichkeit die gesamten Verbrauchs-
mengen (Energie und Wasser) der Liegenschaften erfasst.
Die Gesamtenergiemengen beinhalten vom Vermieter bezo-
gene Energie zur Versorgung der technischen Gebäudeaus-
stattung und Allgemeinflächen, vom Mieter bezogene
Energie sowie vom Vermieter bezogene Energie, welche di-
rekt an die Mieter weitergeleitet und im Rahmen des Sub-
metering erfasst und abgerechnet wird. Alle drei Kompo-
nenten werden getrennt ausgewiesen. Der Wasserver-
brauch erfolgt auf Grundlage des gesamten Gebäudes und
umfasst daher auch den Mieterverbrauch. Die Abfalldaten
inkludieren den Abfall von Mietern und Vermieter, da
CA Immo für die Abfallverträge verantwortlich ist.
Analyse – Normalisierung
Die Intensitäten Energy-Int (Energieintensität), GHG-Int
(Intensität der Treibhausgas-Emissionen) und Water-Int
(Wasserintensität) wurden unter Heranziehung der Brutto-
mietfläche (m²; exkl. Garagenstellplätze, inkl. Keller- und
Lagerfläche) als Nenner für ganze Gebäude berechnet. Wir
sind uns der Diskrepanz zwischen Verbrauchszähler und
Nenner in der Darstellung des Gesamt-Indikators Building
Energy Intensity bewusst, in dem sich der Stromverbrauch
in einigen Objekten nur auf die Gemeinschaftsflächen und
vom Vermieter bereitgestellte gemeinsame Dienste (shared
services) bezieht, während für andere Gebäude zusätzlich
auch Daten zu Mieterstrom vorhanden sind. Für unsere ei-
genen Büros berichten wir über Intensitäts-Leistungsindi-
katoren unter Heranziehung der von uns im Gebäude ge-
nutzten Fläche.
Analyse – Segmentanalyse
Die Segmentanalyse wurde auf geografischer Basis durch-
geführt. Das Büroportfolio umfasst Objekte in Deutschland,
Österreich und CEE (Tschechien, Ungarn, Polen, Rumä-
nien, Serbien, Kroatien und der Slowakei).
Analyse – Like-for-Like Betrachtung
Die Like-for-Like-Betrachtung umfasst alle Immobilien,
die in den letzten zwei vollen Berichtsjahren durchgängig
in Betrieb und Teil des CA Immo-Bestandsportfolios waren
(operative Kontrolle). Um eine aussagekräftige Vergleich-
barkeit zu gewährleisten, beinhalten die einzelnen Leis-
tungsindikatoren jeweils ausschließlich Objekte, für die
Verbrauchsdaten aus beiden Jahren vorliegen.
Mitarbeiterkennzahlen
Mitarbeiterkennzahlen werden auf Basis von Headcounts
(HC) aller vollkonsolidierten Unternehmen ausgewiesen
(inkl. karenzierte und Teilzeitarbeitskräfte, exkl. Studenten
und Praktikanten). Wurde eine Kennzahl mit einer ande-
ren Basis berechnet, wird diese in einer Fußnote näher er-
läutert.
8
9
KONZERNLAGEBERICHT
ENERGIE-, WASSERVERBRAUCH UND CO
2
FOOTPRINT DES BÜRO-BESTANDSPORTFOLIOS 2018/2019
Gesamtportfolio
Indikator EPRA Abgrenzung Maßeinheit 2018
7)
2019
Veränderung
in %
Stromverbrauch
Elec-Abs
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom
kWh
139.391.171 160.787.083 15,3%
Allgemeinflächen /gemeinsam betriebene
Dienste
1)
79.880.822
81.224.305 1,7%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 51.077.470 60.214.306 17,9%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 8.432.879 19.348.472 129,4%
% aus erneuerbaren Quellen 0% 0%
Stromverbrauch
LFL
Elec-LFL
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom 139.391.171 131.192.066
–
5,9%
Allgemeinflächen /gemeinsam betriebene
Dienste
1)
79.880.822
71.611.015 –10,4%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 51.077.470 53.415.697 4,6%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 8.432.879 6.165.353 –26,9%
Energieverbrauch aus
Fernwärme und Kühlung
DH&C-Abs Gesamtes Gebäude
1)
38.035.104 44.624.557 17,3%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft N/A 1.425.438 N/A
% aus erneuerbaren Quellen 0% 0%
Energieverbrauch aus Fernwär-
me und Kühlun
g,
LFL
DH&C-LFL Gesamtes
Gebäude 38.035.104
37.011.172 –2,7%
Energieverbrauch aus fossilen
Brennstoffen
Fuels-Abs Gesamtes Gebäude 58.150.897 63.022.091 8,4%
% aus erneuerbaren Quellen 0% 0%
Energieverbrauch aus fossilen
Brennstoffen
,
LFL
Fuels-LFL
Gesamtes
Gebäude 58.150.897
56.251.777 –3,3%
Energieintensität der Gebäude
Energy-Int
Gesamtes Gebäude
kWh/m
2
226
247 9,3%
Energieintensität der Gebäude
(
vom Vermieter beschafft
)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterstrom 187
177 –5,5%
Direkte Treibhausgas-
Emissionen
(g
esamt
),
Sco
p
e 1
2)
GHG-Dir-
Abs Gesamtes
Gebäude
kgCO
2
e
(standort-
basiert)
2)
10.697.439
11.586.611 8,3%
Indirekte Treibhausgas-
Emissionen
(g
esamt
),
Sco
p
e 2
2)
GHG-Indir-Abs
3)
Gesamtes Gebäude 38.580.517 37.828.213 –1,9%
Indirekte Treibhausgas-
Emissionen
(g
esamt
),
Sco
p
e 3
2)
GHG-Indir-Abs
4)
Gesamtes Gebäude 23.487.898 29.989.984 27,7%
Treibhausgas-Emissionsinten-
sität der Gebäude
(
Sco
p
e 1+2
)
GHG-Int Gesamtes Gebäude, ohne Mieterstrom kgCO
2
e/m² 52,39 46,29 –11,6%
Wasserverbrauch gesamt Water-Abs Gesamtes Gebäude
5)
m
3
547.792
587.224 7,2%
Wasserverbrauch LFL Water-LFL
Gesamtes Gebäude
5)
547.792
489.637 –10,6%
Intensität des
Gebäudewasserverbrauchs
Water-Int
Gesamtes Gebäude
m³/m
2
0,57 0,54 –6,5%
Anzahl der zertifizierten
Lie
g
enschaften
Cert-Tot
6)
Gesamtes Gebäude
% des
Portfolios
79 81 2,53
1)
Vom Vermieter beschafft
2)
Informationen zu den CO
2
-Umrechnungsfaktoren sowie der Scope-Definition finden Sie im ESG Anhang
3)
GHG-Indir-Abs exkludiert Emissionen von Verbräuchen, die exklusiv den Mietflächen zuzordnen sind. Dies wird als Scope 3 betrachtet.
4)
Die berichteten Emissionen sind Scope 3 zugeordnet, diese Werte repräsentieren jedoch keineswegs die vollständigen Scope 3-Emissionen.
5)
Kommunale Versorgung
6)
Basis: Büroimmobilien;
7)
Aufgrund von Änderungen in der Datenerhebung und Verbesserung der allgemeinen Datenqualität weichen die Verbrauchsdaten 2018 geringfügig von den im Geschäftsbericht
2019 ausgewiesenen Daten ab.
Es erfolgten keine Schätzungen für Wasser- und Energiedaten (Strom, Gas, Fernwärme & Kälte), weder für absolute noch für like-for-like Daten.
LFL: like-for-like
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
9
0
Deutschland Österreich CEE Deutschland Österreich CEE
2018
7)
2019
13.193.134 9.456.052 116.741.986 21.546.998 11.949.447 127.290.638
6.301.408 7.914.899 65.664.515 5.270.429 8.877.544 67.076.332
- - 51.077.470 - - 60.214.306
6.891.726 1.541.153 - 16.276.569 3.071.903 -
0% 0% 0% 0% 0% 0%
13.193.134 9.456.052 116.741.986 9.769.059 9.569.285 111.853.722
6.301.408 7.914.899 65.664.515 5.270.429 7.902.562 58.438.025
- - 51.077.470 - - 53.415.697
6.891.726 1.541.153 - 4.498.630 1.666.723 -
8.404.881 7.118.590 22.511.633 8.853.922 7.274.604 28.496.031
N/A N/A N/A 1.425.438 - -
0% 0% 0% 0% 0% 0%
8.404.881 7.118.590 22.511.633 8.853.922 6.736.494 21.420.756
4.507.880 3.926.979 49.716.038 4.708.384 4.326.723 53.986.984
0% 0% 0% 0% 0% 0%
4.507.880 3.926.979 49.716.038 4.708.384 3.329.311 48.214.082
145,61 154,97 293,78 190,17 154,29 279,77
116,40 143,32 214,37 114,09 134,16 199,46
829.270 722.407 9.145.762 865.636 795.468 9.925.507
4.104.964 2.513.771 31.961.782 3.410.850 2.560.021 31.857.342
2.766.339 229.632 20.491.927 6.143.030 442.661 23.404.293
29,89 24,46 63,91 25,91 21,98 55,72
46.305 50.589 450.899 56.113 54.263 476.848
46.305 50.589 450.899 51.421 50.938 387.278
0,26 0,38 0,70 0,29 0,36 0,64
80 19 89
71 33 96
9
1
KONZERNLAGEBERICHT
ABFALLAUFKOMMEN DES BÜROBESTANDSPORTFOLIOS 2018/2019
Gesamtportfolio
Indikator EPRA
Code
Abgrenzung Maßeinheit 2018
1)
2019 Veränderung
in %
Abfall Gesamt Gesamtes Gebäude Tonnen 9.673 13.653 41,1
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (absolut)
Waste-Abs
Deponie mit oder ohne Energierückgewinnung
Tonnen
4.068
8.395
106,4
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung 3.681
2.640 –28,3
Wiederverwendun
g
- 79 N/A
Wiederverwertun
g
(Rec
y
clin
g
) 1.614 2.286 41,7
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 193 232 20,2
Kom
p
ost 117 7
–
94,0
Sonsti
g
e - 12 N/A
Gesamt um
g
eleitet 5.605 5.257
–
6,2
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (%)
Waste-Abs
Deponie mit oder ohne Energierückgewinnung
Entsorgungs-
weg (%)
42%
61%
-
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung
38% 19%
Wiederverwendun
g
0% 1%
Wiederverwertun
g
(Rec
y
clin
g
) 17% 17%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 2% 2%
Kom
p
ost 1% 0%
Sonsti
g
e 0% 0%
Gesamt um
g
eleitet 58% 39%
Abfall gesamt LFL Gesamtes Gebäude Tonnen 9.673 12.053 24,6
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (absolut)
LFL
Waste-LFL
Deponie mit oder ohne Energierückgewinnung
Tonnen
4.068 7.254 78,3
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung 3.681
2.498 –32,1
Wiederverwendun
g
- 79 N/A
Wiederverwertun
g
(Rec
y
clin
g
) 1.614 1.987 23,1
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 193 219 13,4
Kom
p
ost 117 4
–
96,3
Sonsti
g
e - 12 N/A
Gesamt um
g
eleitet 5.605 4.800
–
14,4
Abfallgewicht nach
Entsorgungsweg (%)
LFL
Waste-LFL
Deponie mit oder ohne Energierückgewinnung
Entsorgungs-
weg (%)
42%
60%
-
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung
38% 21%
Wiederverwendun
g
0% 1%
Wiederverwertun
g
(Rec
y
clin
g
) 17% 16%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e 2% 2%
Kom
p
ost 1% 0%
Sonsti
g
e 0% 0%
Gesamt um
g
eleitet 58% 40%
1)
Aufgrund von Änderungen in der Datenerhebung und Verbesserung der allgemeinen Datenqualität weichen die Verbrauchsdaten 2018 geringfügig von den im
Geschäftsbericht 2019 ausgewiesenen Daten ab
.
E
s erfolgten keine Schätzungen für Abfalldaten, weder für absolute noch für like-for-like Daten. In einigen Fällen haben wir Abfalldaten, die in volumetrischen
Einheiten angegeben wurden, umgerechnet. Hierfür wurden Umrechnungsfaktoren für Dichte verwendet, die von der UK Environment Agency entwickelt wur-
den.
LFL: like-for-like
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
9
2
Deutschland Österreich CEE Deutschland Österreich CEE
2018
2019
2.046 2.197 5.430 866 2.291 10.496
- 2.122 1.946 - 2.166 6.229
987 - 2.694
442 25 2.173
- - - 68 - 12
820 75 719 286 97 1.903
149 - 44 54 2 176
90 - 27 4 - 3
- - - 12 - -
2.046 75 3.484 866 125 4.267
0% 97% 36% 0% 95% 59%
48% 0%
50%
51% 1% 21%
0% 0% 0% 8% 0% 0%
40% 3% 13% 33% 4% 18%
7% 0% 1% 6% 0% 2%
4% 0% 1% 0% 0% 0%
0% 0% 0% 1% 0% 0%
100% 3% 64% 100% 5% 41%
2.046 2.197 5.430 866 2.109 9.078
- 2.122 1.946 0 2.026 5.228
987 - 2.694
442 - 2.056
- - - 68 - 12
820 75 719 286 83 1.618
149 - 44 54 - 165
90 - 27 4 - 0
- - - 12 - 0
2.046 75 3.484 866 83 3.850
0% 97% 36% 0% 96% 58%
48% 0%
50%
51% 0% 23%
0% 0% 0% 8% 0% 0%
40% 3% 13% 33% 4% 18%
7% 0% 1% 6% 0% 2%
4% 0% 1% 0% 0% 0%
0% 0% 0% 1% 0% 0%
100% 3% 64% 100% 4% 42%
9
3
KONZERNLAGEBERICHT
ENERGIE-, WASSERVERBRAUCH UND CO
2
-FOOTPRINT DER EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2018/2019
Indikator EPRA
Code Maßeinheit 2018
1)
2019 Veränderung
in %
Stromverbrauch
g
esamt
2)
Elec-Abs
kWh
244.058 140.019
–
42,6%
Stromverbrauch LFL Elec-LFL 144.626 140.019 –3,2%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
2)
DH&C-Abs 367.065 231.730
–
36,9%
Energieverbrauch aus Fernwärme und Kühlung LFL DH&C-LFL 194.980 231.730 18,8%
Ener
g
ieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
3)
Fuels-Abs - - -
Ener
g
ieintensität der Gebäude Ener
gy
-Int kWh/m
2
100 97
–
3
,
1%
Direkte Treibhaus
g
as-Emissionen
,
Sco
p
e 1
3)
GHG-Dir-Abs tCO
2
e (standortbasiert) - - -
Indirekte Treibhaus
g
as-Emissionen
,
Sco
p
e 2 GHG-Indir-Abs 142 90
–
36
,
5%
Treibhaus
g
as-Emissionsintensität der Flächen GHG-Int k
g
CO
2
e/m² 23
,
28 23
,
56 1
,
2%
Wasserverbrauch
g
esamt
4)
Water-Abs
m
3
996
850
–
14
,
7%
Wasserverbrauch LFL
4)
Water-LFL 574 850 48
,
0%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int l/m
2
163
,
64 222
,
39 35
,
9%
Art und Anzahl der zertifizierten Lie
g
enschaften Cert-Tot Anzahl und Art 2
(
DGNB Gold
)
2
(
DGNB Gold
)
0
1)
Aufgrund von Änderungen in der Datenerhebung und Verbesserung der allgemeinen Datenqualität weichen die Verbrauchsdaten 2018 geringfügig von den im Geschäftsbe-
richt 2019 ausgewiesenen Daten ab
.
2)
Für die Indikatoren Stromverbrauch und Energieverbrauch aus Fernwärme und Kühlung beträgt der prozentuale Anteil aus erneuerbaren Quellen 0%.
3)
In keinem der eigengenutzten Büros gibt es Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen.
4)
Die Angaben betreffen die kommunale Versorgung.
Es erfolgten keine Schätzungen für Wasser-, Abfall- und Energiedaten (Strom, Gas, Fernwärme & Kälte), weder für absolute noch für like-for-like Daten. LFL: like-for-like.
Die Tabelle enthält Daten zu drei (2018: vier) eigengenutzten Büros, die sich nicht in CA Immo-Gebäuden befinden (CA Immo-Niederlassungen in München und
Frankfurt – omniCon und CA Immo).
ABFALLAUFKOMMEN IN DEN EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2018/2019
Indikator EPRA
Code
Abgrenzung Maß-
einheit
2018
1)
2019 Verände-
rung in %
Like-for-like
2018 2019
Verände-
rung in %
Abfallgewicht
nach
Entsorgungsweg
(absolut)
Waste-
Abs
Total Waste Tonnen 112
,
73 31
,
38
–
72
,
2 31
,
38 31
,
38 0
De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
81
,
35 0
,
00
–
100
,
0 - - -
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung
6,
41
6,41 0 6,41 6,41 0
Wiederverwendun
g
- - - - - -
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
24
,
74 24
,
74 0 24
,
74 24
,
74 0
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e - - - - - -
Kom
p
ost - - - - - -
Sonsti
g
e 0
,
23 0
,
23 0 0
,
23 0
,
23 0
Gesamt um
g
eleitet 31
,
38 31
,
38 0 31
,
38 31
,
38 0
Abfallgewicht
nach
Entsorgungsweg
(%)
Waste-
Abs
De
p
onie mit oder ohne Ener
g
ierück
g
ewinnun
g
Ent-
sorgungs-
weg (%)
72%
-
-
- -
-
Verbrennung mit oder ohne
Energierückgewinnung 6%
20% 20% 20%
Wiederverwendun
g
- - - -
Wiederverwertun
g
(
Rec
y
clin
g)
22% 79% 79% 79%
Materialrück
g
ewinnun
g
sanla
g
e - - - -
Kom
p
ost - - - -
Sonsti
g
e - 1% 1% 1%
Gesamt um
g
eleitet 28% 100% 100% 100%
1)
Aufgrund von Änderungen in der Datenerhebung und Verbesserung der allgemeinen Datenqualität weichen die Verbrauchsdaten 2018 geringfügig von den im
Geschäftsbericht 2019 ausgewiesenen Daten ab.
Abfalldaten waren für Klaus-Mann-Platz 1 (CA Immo-Niederlassung München) nicht verfügbar
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
9
4
ABDECKUNG DES BÜRO-BESTANDSPORTFOLIOS 2018/2019
1)
2018 2019
Indikator EPRA Fläche
2)
Anzahl
3)
Abdeckun
g
4)
Fläche
2)
Anzahl
3)
Abdeckun
g
4)
Stromverbrauch
g
esamt
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom Elec-Abs 954.825 m² 49 von 49 100,00% 1.094.571 m² 56 von 56 100,00%
All
g
emeinflächen /
g
emeinsam betriebene Dienste
5)
940.605 m² 48 von 48 100,00% 1.067.523 m² 54 von 54 100,00%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 532.317 m² 27 von 31 85,48% 749.817 m² 35 von 35 100,00%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 43.520 m² 2 von 18 13,97% 344.755 m² 15 von 21 75,83%
Stromverbrauch LFL
Gesamtener
g
ieverbrauch aus Strom Elec-LFL 954.825 m² 49 von 49 100,00% 954.825 m² 49 von 49 100,00%
All
g
emeinflächen /
g
emeinsam betriebene Dienste
5)
940.605 m² 48 von 48 100,00% 940.605 m² 48 von 48 100,00%
Mieterstrom, vom Vermieter beschafft 532.317 m² 27 von 31 85,48% 532.317 m² 27 von 31 85,48%
Mieterstrom, vom Mieter beschafft 43.520 m² 2 von 18 13,97% 43.520 m² 2 von 18 13,97%
Ener
g
ieverbrauch aus Fernwärme und Kühlun
g
Gesamtes Gebäude
5)
DH&C-Abs
470.632
m² 24 von 25 97,07% 524.694 m² 27 von 27 100,00%
Gesamtes Gebäude, vom Mieter beschafft
N/A N/A N/A 27.048 m² 2 von 2 100,00%
Verbrauch aus Fernwärme und Kühlung LFL DH&C-LFL 470.632 m² 24 von 25 97,07% 470.632 m² 24 von 25 97,07%
Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
Gesamtes Gebäude Fuels-Abs 469.973 m² 24 von 24 100,00% 574.964 m² 28 von 28 100,00%
Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen LFL Fuels-LFL 469.973 m² 24 von 24 100,00% 469.973 m² 24 von 24 100,00%
Ener
g
ieintensität der Gebäude
Energy-Int
954.825
m² 49 von 49 100,00% 1.094.571 m² 56 von 56 100,00%
Energieintensität der Gebäude (vom Vermieter
beschafft)
6)
940.605 m² 48 von 48 100,00% 1.067.523 m² 54 von 54 100,00%
Direkte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 1 GHG-Dir-Abs 469.973 m² 24 von 24 100,00% 600.735 m² 29 von 29 100,00%
Indirekte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 2 GHG-Indir-Abs 954.825 m² 49 von 49 100,00% 1.067.523 m² 54 von 54 100,00%
Indirekte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 3 GHG-Indir-Abs 593.337 m² 29 von 49 62,14% 1.011.646 m² 50 von 56 92,42%
Treibhausgas-Emissionsintensität der Gebäude
(Scope 1+2)
GHG-Int 940.605 m² 48 von 48 100,00% 1.067.523 m² 54 von 54 100,00%
Wasserverbrauch gesamt Water-Abs 954.825 m² 49 von 49 100,00% 1.094.571 m² 56 von 56 100,00%
Wasserverbrauch LFL Water-LFL 954.825 m² 49 von 49 100,00% 954.825 m² 49 von 49 100,00%
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int 954.825 m² 49 von 49 100,00% 1.094.571 m² 56 von 56 100,00%
Abfall Gesamt Abfall Gesamt 894.226 m² 47 von 49 95,14% 1.021.144 m² 52 von 56 93,29%
Abfall
g
ewicht nach Entsor
g
un
g
swe
g
(abs. und in %) Waste-Abs 894.226 m² 47 von 49 95,14% 1.021.144 m² 52 von 56 93,29%
Abfallgewicht nach Entsorgungsweg (abs. und in %)
LFL
Waste-LFL
894.226
m² 47 von 47 100,00% 894.226 m² 47 von 47 100,00%
Art und Anzahl der zertifizierten Lie
g
enschaften Cert-Tot 803.540 m² 40 von 49 84,16% 888.942 m² 44 von 56 81,21%
1)
Diese Tabelle zeigt die vermietbare Fläche, Anzahl der Gebäude sowie prozentuale Abdeckung des gesamten Gebäudebestands (lt. Definition des Berichts-
umfangs), die den jeweiligen angeführten Verbrauchsdaten zugrunde liegt
2)
Vermietbare Fläche der erfassten Gebäude
3)
Anzahl der erfassten Gebäude
4)
Abdeckung der vermietbaren Fläche
5)
Vom Vermieter beschafft
6)
Gesamtes Gebäude, ohne Mieterstrom
LFL: like-for-like
9
5
KONZERNLAGEBERICHT
ABDECKUNG DER EIGENGENUTZTEN BÜROFLÄCHEN 2018/2019
2018 2019
Indikator EPRA Bürofläche Abdeckung Bürofläche Abdeckung
Stromverbrauch gesamt Elec-Abs 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Stromverbrauch LFL Elec-LFL 3.820 m² 3 von 3 3.820 m² 3 von 3
Gesamtenergieverbrauch aus Fernwärme und Kühlung DH&C-Abs 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Verbrauch aus Fernwärme und Kühlung LFL DH&C-LFL 3.820 m² 3 von 3 3.820 m² 3 von 3
Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
1)
Fuels-Abs - - - -
Energieintensität der Gebäude Energy-Int 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Direkte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 1
1)
GHG-Dir-Abs - - - -
Indirekte Treibhausgas-Emissionen (gesamt) Scope 2 GHG-Indir-Abs 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Treibhausgas-Emissionsintensität der Gebäude GHG-Int 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Wasserverbrauch gesamt Water-Abs 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Wasserverbrauch LFL Water-LFL 3.820 m² 3 von 3 3.820 m² 3 von 3
Intensität des Gebäudewasserverbrauchs Water-Int 6.087 m² 4 von 4 3.820 m² 3 von 3
Abfallgewicht nach Entsorgungsweg (gesamt) LFL Waste-Abs 5.102 m² 3 von 4 2.883 m² 2 von 3
Abfallgewicht nach Entsorgungsweg (%) LFL Waste-LFL 2.883 m² 2 von 2 2.883 m² 2 von 2
Art und Anzahl der zertifizierten Liegenschaften Cert-Tot 2.883 m² 2 von 4 2.883 m² 2 von 3
1)
In keinem der eigengenutzten Büros gibt es Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen
ZERTIFIZIERUNG DES BESTANDSPORTFOLIOS – EPRA CERT-TOT
1)
Gebäudezertifizierung
2018 2019 2020
BREEAM - Excellent
Abdeckung in m
2
90.393 150.333 80.990
Anzahl der Gebäude 4 5 2
BREEAM - Very good
Abdeckung in m
2
152.002 171.317 265.128
Anzahl der Gebäude 8 10 14
BREEAM - Interim
Abdeckung in m
2
0 0 78.029
Anzahl der Gebäude 0 0 3
LEED - Platin
Abdeckung in m
2
77.155 144.728 144.723
Anzahl der Gebäude 5 5 5
LEED - Gold
Abdeckung in m
2
330.975 255.733 160.884
Anzahl der Gebäude 13 13 8
DGNB - Platin
Abdeckung in m
2
48.335 85.418 85.755
Anzahl der Gebäude 3 5 5
DGNB - Gold
Abdeckung in m
2
104.680 81.413 81.413
Anzahl der Gebäude 7 6 6
1)
Basis: Büroimmobilien
KONZERNLAGEBERICHT
KONZERNLAGEBERICHT
9
6
SOZIALE UND GOVERNANCE LEISTUNGSINDIKATOREN GEM. EPRA
Soziales EPRA Code Kapitel Maßeinheit/Definition Abdeckung 31.12.2020
Geschlechter-
diversität
Diversity-Emp
Corporate
Governance
Mitarbeiter in %
Aufsichtsrat
1)
67% Männlich
33% Weiblich
Vorstand
100% Männlich
0% Weiblich
Führungskräfte
2)
Mitarbeit
er
68% Männlich
32% Weiblich
45% Männlich
55% Weiblich
Geschlechter-
spezifische
Vergütung
Diversity-Pay
3)
Relation in %
Aufsichtsrat
0
Vorstand
4)
0
Führungskräfte
2)
Mitarbeiter
–2,1
8,2
2020
Leistun
g
sbeurteilun
g
en Em
p
-Dev ESG-Bericht: % der Gesamtbele
g
schaft
Alle Mitarbeiter
99
Neueinstellungen Emp-Turnover Gesamtzahl 68
Anteil in %
5)
16
Fluktuation Gesamtzahl Ab
g
än
g
e 39
Anteil in %
6)
9,2
Verletzun
g
srate
7)
H&S-Emp Anteil in % 0%
Ausfallta
g
essatz
8)
Anteil in % 0%
Abwesenheitsrate
9)
Anteil in % 1,8%
Todesfälle
10)
Anzahl 0
Training und Development Emp-Training
Durchschn. Anzahl Stunden je Mitarbeiter
Männer: 9,9
Frauen: 12,4
Gesundheits- und
Sicherheitsbewertungen
H&S-Asset
ESG-Bericht,
Anteil der Gebäude, die bzgl. Gesundheits- und
Sicherheitsthemen überprüft wurden (z. B.
Brandschutz, Wasserqualität)
11)
% des
Gesamtbestands
(nach m²)
83%
(DE: 58%,
AT: 89%,
CEE: 99%)
Einhaltung von Gesundheits-
und Sicherheitsvorschriften
H&S-Comp
Alle gesetzlichen Vorgaben werden
eingehalten, die Behebung festgestellter Mängel
wird in allen Gebäuden umgehend veranlasst
Beschreibung
Gesellschaftliches Engagement Comty-Eng
ESG-Bericht, Anteil Bestandsportfolio in von CA Immo
entwickelten und erschlossenen Quartieren
(Brownfield Dev.)
% des
Gesamtbestands
(nach m²)
24%
(DE: 58%,
AT: 38%,
CEE: 0%)
Governance
Zusammensetzung des
höchsten Leitungsgremiums
Gov-Board
Corporate
Governance
Bericht:
Gesamtzahl der Vorstände
Gesamtzahl der Aufsichtsräte (unabhängig)
Durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit (Jahre)
der Aufsichtsräte
12)
Aufsichtsräte
13)
mit Kompetenzen in Umwelt-
und Sozialthemen
Vorstand
Aufsichtsrat
Aufsichtsrat
Aufsichtsrat
3
5
5
5
Nominierung und Auswahl des
höchsten Leitungsorgans
Gov-Select
Beschreibung
Vorstand und
Aufsichtsrat
Prozess zur Bewältigung von
Interessenkonflikten
Gov-CoI
Beschreibung
1)
Aufsichtsrat gesamt, inkl. 8 Kapital- und 4 Arbeitnehmervertreter.
2)
Als Führungskräfte wurden wie folgt definiert: Konzernleiter, Niederlassungsleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Teamleiter.
3)
Unterschied der durchschnittl. Gesamtvergütung (Grundgehalt und Bonus) pro Mitarbeiterkategorie (Funktion, Level, Land) von Frauen und Männern in %.
4)
Der Vorstand ist zu 100% männlich.
5)
Neueinstellungsquote: Neueinstellungen 2020 / durchschnittliche Beschäftige 2020 (Headcount).
6)
Fluktuation: Personal-
abgang 2020 / durchschnittliche Beschäftigte 2020 (Headcount).
7)
Verletzungsrate: Anzahl Verletzungen durch Arbeitsunfälle / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter
in Stunden.
8)
Ausfalltagessatz: Anzahl Abwesenheitstage aufgrund von Verletzungen bei Arbeitsunfällen / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter in Stunden.
9)
Abwe-
senheitsrate: Anzahl Abwesenheitstage gesamt (Krankheit) / Gesamtarbeitszeit aller Mitarbeiter in Tagen.
10)
Todesfälle: Anzahl Todesfälle aufgrund von Berufs-
krankheit oder Arbeitsunfall.
11)
Im Jahr 2020 sind alle Multi-Tenant-Bürogebäude (mit Ausnahme von Neuanschaffungen im Jahr 2020) auf H&S überprüft
worden. In Single-Tenant-Gebäuden (inkl. Hotels) ist der Mieter für H&S-Bewertungen und -Inspektionen verantwortlich.
.
12)
Allgemeine durchschnittliche Bestellperiode.
13)
Unabhängige / nicht geschäftsführende Aufsichtsräte
9
7
KONZERNLAGEBERICHT
INFORMATIONEN ZU CA IMMO-MITARBEITERN
MITARBEITER: BESCHÄFTIGUNGSFORMEN UND ARBEITSMODELLE
1)
Leistun
g
sindikatoren Gender Maßeinheit 31.12.2019 31.12.2020
Beschäfti
g
un
g
Gesamtbeschäfti
g
un
g
Weiblich HC 214
,
0 223
,
0
Männlich HC 200
,
0 214
,
0
Gesamt HC 414
,
0 437
,
0
Neueinstellun
g
en Weiblich HC 36
,
0 27
,
0
Männlich HC 38
,
0 41
,
0
Gesamt HC 74
,
0 68
,
0
Ab
g
än
g
e Weiblich HC 21
,
0 13
,
0
Männlich HC 21
,
0 26
,
0
Gesamt HC 42
,
0 39
,
0
Fluktuation Weiblich HC 10% 6%
Männlich HC 11% 12%
Gesamt HC 10% 9%
Arbeitsverträ
g
e
2)
Vollzeit HC N/A 364
Teilzeit HC N/A 47
Karenziert HC N/A 26
Total HC N/A 437
Leiharbeitskräfte HC 0 0
All-in HC N/A 400
Gesundheit
Berufskrankheiten Anzahl/
J
ahr 0 0
Arbeitsunfälle Anzahl/
J
ahr 2 2
Aus- & Weiterbildun
g
en
Anzahl
g
eschulter Beschäfti
g
ter HC 414 437
Schulun
g
szeit Stunden/
J
ahr 10.651 4.892
Sozialer Dialo
g
Kollektive Vereinbarun
g
en Anzahl 0 0
Betriebsvereinbarun
g
en Anzahl 8 8
Meetin
g
s des Betriebsrates mit dem Vorstand Anzahl/
J
ahr 4 4
1)
Excl. Joint Ventures; HC: Headcount
2)
Diese Daten wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2020 erhoben. Für 2019 wurden diese nicht erfasst (N/A).
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
99
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
101
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
102
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2020
103
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
104
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
107
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2020
109
KAPITEL 1: INFORMATIONEN ÜBER DIE GESELLSCHAFT UND ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
109
a) Informationen über die Gesellschaft
109
b) Grundsätze der Rechnungslegung
109
c) Darstellung und Strukturierung des Konzernanhangs
109
d) In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
110
e) Erwerbe und Gründungen von Gesellschaften/Gesellschaftsanteilen
110
f) Verkäufe von Gesellschaften/G
esellschaftsanteilen
112
g) Konsolidierungsmethoden
113
h) Währungsumrechnung
115
i) Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo Gruppe
117
KAPITEL 2: UNTERNEHMENSERGEBNIS
119
2.1. Operative Segmente
119
2.2. Mieterlöse
125
2.3. Betriebskostenergebnis und sonstige dem
vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare
Aufwendungen
126
2.4. Sonstige den Projektentwicklungen zurechenbare Aufwendungen
127
2.5. Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen
127
2.6. Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienver
mögen
128
2.7. Erlöse aus Dienstleistungen
129
2.8. Indirekte Aufwendungen
130
2.9. Sonstige betriebliche Erträge
130
2.10. Abschreibungen und Wertänderungen
131
2.11. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
131
2.12. Finanzierungsaufwand
131
2.13. Ergebnis aus Derivaten
132
2.14. Ergebnis aus Finanzinvestitionen
132
2.15. Sonstiges Finanzergebnis
132
2.16. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
133
2.17. Finanzergebnis
133
2.18. Sonstiges Ergebnis
134
2.19. Ergebnis je Aktie
134
KAPITEL 3: LANGFRISTIGES VERMÖGEN
136
3.1. Langfristiges Immobilienvermögen
136
3.2. Selbst genutzte Immobilien
150
3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte
151
3.4. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
154
3.5. Übrige Vermögenswerte
156
KAPITEL 4: KURZFRISTIGES VERMÖGEN
159
4.1. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
159
4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien
160
4.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
161
INHALT
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
100
4.4. Wertpapiere
163
4.5. Liquide Mittel
164
KAPITEL 5: EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG
165
5.1. Eigenkapital
165
5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten
166
5.3. Sonstige Verbindlichkeiten
169
5.4. Schulden in Veräußerungsgruppen
169
KAPITEL 6: RÜCKSTELLUNGEN
170
6.1. Rückstellungen
170
KAPITEL 7: STEUERN
175
7.1. Ertragsteuern
175
7.2. Ertragsteuerforderungen
180
7.3. Ertragsteuerverbindlichkeiten
180
KAPITEL 8: FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT
181
8.1. Finanzinstrumente
181
8.2. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
183
8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten
186
KAPITEL 9: SONSTIGE ANGABEN
191
9.1. Informationen zur Geldflussrechnung
191
9.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten
195
9.3. Leasingverhältnisse
196
9.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
198
9.5. Personalstand
201
9.6. Aufwendungen für die Abschlussprüfer
201
9.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
202
9.8. Neue und überarbeitete Standards und Interpretationen
202
a) Änderung von Rechnungslegungsm
ethoden, die eine wesentliche Auswirkung auf
den K
onzernabschluss haben
202
b) Neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen, deren Anwendung kein
e
wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hat
203
c) Noch nicht verpflichten
d anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen
203
9.9. Liste der Konzerngesellschaften
204
212
213
Erklärung des Vorstandes gemÄss §124 Abs. 1 Börsegesetz
Bestätigungsvermerk
KONZERNABSCHLUSS
101
Tsd. € Anhangsangabe 2020 2019
Mieterlöse 2.2. 235.609 220.730
Weiterverrechnete Betriebskosten 2.3. 53.260 51.757
Betriebskostenaufwand 2.3. –57.738 –55.327
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare
Aufwendungen 2.3.
–21.466 –22.410
Nettomietergebnis 209.665 194.750
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen 2.4. –2.154 –3.157
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 43.335 12.344
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten und Baukosten –35.387 –13.617
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 2.5. 7.949 –1.273
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 2.6. 43.930 15.650
Erlöse aus Dienstleistungen 2.7. 8.166 8.500
Indirekte Aufwendungen 2.8. –73.176 –43.464
Sonstige betriebliche Erträge 2.9. 1.204 721
EBITDA 195.584 171.728
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiges Vermögen –4.662 –4.626
Wertänderungen zum Handel bestimmte Immobilien –871 95
Abschreibungen und Wertänderungen 2.10. –5.533 –4.531
Neubewertungsgewinn 352.110 491.752
Neubewertungsverlust –168.611 –28.985
Ergebnis aus Neubewertung 183.499 462.767
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 2.11. 1.898 3.729
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 375.448 633.693
Finanzierungsaufwand 2.12. –42.311 –43.148
Sonstiges Finanzergebnis 2.15. –5.067 0
Kursdifferenzen 2.17. 2.385 –618
Ergebnis aus Derivaten 2.13. 21.429 –59.165
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 2.14. –3.589 11.535
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.16. 0 –2.967
Finanzergebnis 2.17. –27.154 –94.363
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 348.295 539.330
Tatsächliche Ertragsteuer –15.242 –19.967
Latente Steuern –79.099 –126.060
Ertragsteuern 7.1. –94.341 –146.026
Ergebnis der Periode 253.953 393.303
davon Ergebnisanteil von nicht beherrschenden Anteilen 5 21
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 253.948 393.282
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 2.19. €2,73 €4,23
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 2.19. €2,34 €4,23
A. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2020
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
102
Tsd. € Anhangsangabe 2020 2019
Ergebnis der Periode 253.953 393.303
Sonstiges Ergebnis
Bewertung Cashflow Hedges –620 0
Währungsdifferenzen –111 –14
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis 198 0
Sonstiges Ergebnis der Periode (bei Realisierung erfolgswirksam) 2.18. –533 –14
Neubewertung Wertpapiere 0 19.441
Neubewertung IAS 19 –80 –1.549
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis 28 –726
Sonstiges Ergebnis der Periode (bei Realisierung nicht erfolgswirksam) 2.18. –52 17.166
Sonstiges Ergebnis der Periode 2.18. –585 17.152
Gesamtergebnis der Periode 253.368 410.455
davon Ergebnisanteil von nicht beherrschenden Anteilen 5 21
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 253.363 410.434
B. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
KONZERNABSCHLUSS
103
Tsd. € Anhangsangabe 31.12.2020 31.12.2019
VERMÖGEN
Bestandsimmobilien 3.1. 4.723.0684.723.068 4.292.893
Immobilienvermögen in Entwicklung 3.1. 791.136 817.107
Selbst genutzte Immobilien 3.2. 12.896 15.030
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.3. 7.531 7.768
Immaterielle Vermögenswerte 3.3. 2.998 5.169
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 3.4. 57.629 67.755
Übrige Vermögenswerte 3.6. 60.728 83.667
Aktive latente Steuern 7.1. 4.382 1.810
Langfristiges Vermögen 5.660.368 5.291.199
Langfristiges Vermögen in % der Bilanzsumme 83,0% 89,9%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen 4.1.
37.092 0
Zum Handel bestimmte Immobilien 4.2. 35.200 61.340
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4.3. 136.375 73.814
Ertragsteuerforderungen 7.2. 16.391 23.198
Liquide Mittel 4.5. 934.863 439.139
Kurzfristiges Vermögen 1.159.921 597.491
Summe Vermögen 6.820.289 5.888.690
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Grundkapital 718.337 718.337
Kapitalrücklagen 791.372 791.372
Sonstige Rücklagen –3.981 –3.396
Einbehaltene Ergebnisse 1.622.491 1.461.571
Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 3.128.218 2.967.8842.967.884
Nicht beherrschende Anteile 89 84
Eigenkapital 5.1. 3.128.308 2.967.968
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 45,9% 50,4%
Rückstellungen 6.1. 34.249 34.571
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5.2. 2.622.161 1.850.864
Sonstige Verbindlichkeiten 5.3. 113.503 129.561
Passive latente Steuern 7.1. 536.317 473.010
Langfristige Schulden 3.306.228 2.488.006
Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.3. 14.464 22.867
Rückstellungen 6.1. 117.409 109.297
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5.2. 205.301 246.478
Sonstige Verbindlichkeiten 5.3. 46.932 54.073
Schulden in Veräußerungsgruppen 4.1. 1.647 0
Kurzfristige Schulden 385.753 432.716
Summe Eigenkapital und Schulden 6.820.289 5.888.690
C. KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2020
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
04
D. KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2020
Tsd. € 2020 2019
angepasst
Operative Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 348.295 539.330
Neubewertungsergebnis inkl. Veränderung abgegrenzter Mieterträge –187.422 –464.359
Abschreibungen und Wertänderungen 5.533 4.531
Ergebnis aus der Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und Betriebs- und Geschäftsausstattung –43.893 –15.624
Finanzierungsaufwand, sonstiges Finanzergebnis und Ergebnis aus Finanzinvestitionen 50.968 31.612
Kursdifferenzen –2.385 618
Ergebnis aus Derivaten –21.429 59.165
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen –1.898 –762
Sonstige unbare Aufwendungen 25.475 0
Gezahlte Steuern (ohne Steuern für Verkäufe langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen) –9.016 –19.494
Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit) –11.521 –484
Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit) 7.200 686
Cashflow aus dem Ergebnis 159.906 135.220
Zum Handel bestimmte Immobilien 26.417 –16.359
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.419 5.824
Rückstellungen –8.980 –3.350
Sonstige Verbindlichkeiten –1.698 –3.706
Cashflow aus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen 25.158 –17.591
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 185.064 117.629
Investitionstätigkeit
Erwerb von und Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen inkl. Anzahlungen –321.283 –215.133
Erwerb von Gesellschaften, abzgl. enthaltener liquider Mittel 1.706 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €) –132.169 –2.366
Erwerb von Geschäftsausstattung und immateriellem Vermögen –2.085 –2.714
Veräußerung von Wertpapieren 0 133.985
Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und sonstigen Vermögenswerten –1.831 21.554
Veräußerung von Immobiliengesellschaften, abzgl. enthaltener liquider Mittel 4.817 Tsd. € (2019: 1.007 Tsd. €) 129.179 17.283
Veräußerung von At-Equity konsolidierten Unternehmen (inkl. an diese Gesellschaften gewährte Ausleihungen) 580 6.456
Gewährung von Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen –2.545 –2.450
Rückzahlung von an Gemeinschaftsunternehmen gewährte Darlehen 0 2.100
Tilgung von Finanzvermögen 0 9
Gezahlte Steuern für Verkauf langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen –5.347 –20.347
Ausschüttung/Kapitalrückzahlung von At-Equity konsolidierten Unternehmen und übrigen Beteiligungen 7.369 26.961
Gezahlte Zinsen für Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen –4.792 –5.504
Gezahlte Negativzinsen –1.802 –861
Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen 64 1.163
Cashflow aus Investitionstätigkeit –334.663 –39.864
Finanzierungstätigkeit
Geldzufluss aus Darlehen 111.056 135.183
Geldzufluss aus der Begebung von Anleihen 836.747 0
Geldabfluss aus dem Rückkauf von Anleihen –103.380 0
Gezahlte Kosten für die Begebung von Anleihen 0 –70
Ausschüttung an Aktionäre –93.028 –83.725
Ausschüttung an Gesellschafter von Anteilen im Fremdbesitz 0 –128
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate –65.626 –30.203
Übrige gezahlte Zinsen –35.669 –33.854
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 650.101 –12.798
Nettoveränderung der liquiden Mittel 500.502 64.967
Fonds der liquiden Mittel 1.1. 439.391 374.519
Fremdwährungskursänderungen –1.325 –95
Veränderung aufgrund Umgliederung in eine Veräußerungsgruppe –3.086 0
Fonds der liquiden Mittel 31.12. 935.482 439.391
Erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel –619 –253
Liquide Mittel 31.12. (Bilanz) 934.863 439.139
KONZERNABSCHLUSS
10
5
Der Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen (exklusive Negativzinsen) beträgt in 2020 –51.982 Tsd. € (2019: –39.842 Tsd. €).
Der Gesamtbetrag der gezahlten Ertragsteuern beträgt –14.363 Tsd. € (2019: –39.841 Tsd. €).
Die CA Immo Gruppe stellt ab 2020 die Posten „Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit)“ und
„Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit)“ separat im Cashflow aus dem Ergebnis dar, da sie aus Zinsen
für/von Finanzämter/n resultieren. Dies führt daher auch zu einer Anpassung der Vergleichswerte des Jahres 2019. Durch
diese Anpassung werden für das Jahr 2019 „Gezahlte Zinsen“ in Höhe von –484 Tsd. € nicht mehr im Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt. Zudem werden für 2019
aufgrund der Anpassung „Erhaltene Zinsen“ in Höhe von 686 Tsd. € nicht mehr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit
sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt.
Der Gesamtbetrag der Leasingzahlungen beträgt in 2020 –5.016 Tsd. € (2019: –4.217 Tsd. €).
Zusätzliche Informationen zur Geldflussrechnung werden in der Anhangsangabe 9.1. dargestellt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
06
KONZERNABSCHLUSS
107
Tsd. € Anhangsangabe Grundkapital Kapitalrücklagen -
Sonstige
Kapitalrücklagen -
Eigene Anteile
Stand am 1.1.2019 718.337 885.607 –95.775
Währungsdifferenzen 2.18. 0 0 0
Neubewertung Wertpapiere 2.18. 0 0 0
Neubewertung IAS 19 2.18. 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2019 0 0 0
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0
Umgliederung (Sonstiges Ergebnis, bei
Realisierung nicht erfolgswirksam) 0 0 0
Nachträgliche Anschaffungskosten für Erwerb
Anteile im Fremdbesitz 0 1.540 0
Stand am 31.12.2019 5.1. 718.337 887.147 –95.775
Stand am 1.1.2020 718.337 887.147 –95.775
Bewertung Cashflow Hedges 2.18. 0 0 0
Währungsdifferenzen 2.18. 0 0 0
Neubewertung IAS 19 2.18. 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2020 0 0 0
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0
Stand am 31.12.2020 5.1. 718.337 887.147 –95.775
E. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
08
Einbehaltene Ergebnisse Bewertungsergebnis
(Hedging -
Rücklage)
übrige Rücklagen
Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens
Nicht beherr-
schende Anteile
Eigenkapital
(gesamt)
1.118.663 0 12.804 2.639.635 62 2.639.697
0 0 –14 –14 0 –14
0 0 18.226 18.226 0 18.226
0 0 –1.060 –1.060 0 –1.060
393.282 0 0 393.282 21 393.303
393.282 0 17.152 410.434 21 410.455
–83.725 0 0 –83.725 0 –83.725
33.351 0 –33.351 0 0 0
0 0 0 1.540 1 1.541
1.461.571 0 –3.396 2.967.884 84 2.967.968
1.461.571 0 –3.396 2.967.884 84 2.967.968
0 –422 0 –422 0 –422
0 0 –111 –111 0 –111
0 0 –52 –52 0 –52
253.948 0 0 253.948 5 253.953
253.948 –422 –163 253.363 5 253.368
–93.028 0 0 –93.028 0 –93.028
1.622.491 –422 –3.559 3.128.218 89 3.128.308
KONZERNABSCHLUSS
109
KAPITEL 1: INFORMATIONEN ÜBER DIE GESELLSCHAFT UND ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
a) Informationen über die Gesellschaft
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft bildet mit ihren Tochtergesellschaften ("CA Immo Gruppe") einen
international tätigen Immobilienkonzern. Muttergesellschaft ist die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
("CA Immo AG") mit Sitz in 1030 Wien, Mechelgasse 1. Die CA Immo Gruppe besitzt, entwickelt und bewirtschaftet
Büro-, Hotel-, Geschäfts-, Logistik- und Wohnungsimmobilien in Österreich, Deutschland sowie in Osteuropa. Die
CA Immo AG ist im Prime Market an der Wiener Börse notiert und wird in den Leitindex ATX („Austrian Traded
Index“) einbezogen.
b) Grundsätze der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der CA Immo AG wurde in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting
Stand
ards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und erfüllt dabei auch die
zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB). Die Aufstellung
des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon
ausgenommen sind die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung), zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen, Wertpapiere, übrige Beteiligungen, derivative
Finanzinstrumente und Rückstellungen aus anteilsbasierten Vergütungsplänen mit Barausgleich, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Nettoposition der Pensionsverpflichtungen wird als Rückstellung des
Barwerts der Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens dargestellt.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro ("Tsd. €"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter
Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
c) Darstellung und Strukturierung des Konzernanhangs
Die Erstellung und Darstellung von Abschlüssen erfordert von der Unternehmensleitung Ermessensentscheidun
gen
hinsichtlich der Wahl der Rechnungslegungsmethoden, der Reihenfolge der Anhangangaben sowie der Relevanz von
Angaben unter Berücksichtigung der Anforderungen der Abschlussadressaten. Die CA Immo Gruppe stellt die
einzelnen Bilanz- und Gewinn-und Verlustrechnungsposten jeweils gemeinsam mit den zugehörigen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie den wesentlichen Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen dar. Diese
Gliederung bietet den Abschlussadressaten eine übersichtliche Zusammenfassung von Informationen und
dazugehöriger Erklärungen und Erläuterungen.
Folgende Symbole kennzeichnen die unterschiedlichen Inhalte der Kapitel:
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Abschluss enthält Finanzinformationen, die unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsüberlegungen erstellt
werden. Die Wesentlichkeit in der CA Immo Gruppe wird aufgrund quantitativer und qualitativer Aspekte festgelegt.
Die quantitativen Aspekte werden anhand von Relationen zu Bilanzsumme, Ergebniskennziffern und/oder Cashflow-
Hauptposten beurteilt. In Abwägung der effizienten Erstellung des Jahresabschlusses und der transparenten
Präsentation relevanter Informationen werden die Angaben im Konzernanhang der CA Immo Gruppe bei jeder
Abschlusserstellung evaluiert.
F. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2020
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
10
d) In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
Der Konzernabschluss umfasst die CA Immo AG als oberste Muttergesellschaft und die in Anhanganga
be 9.9.
aufgezä
hlten Gesellschaften.
Entwicklung Konsolidierungskreis
Vollkonsolidiert Gemeinschaftsunternehmen at equity
Stand 1.1.2020 153 32
Erwerb von Gesellschaftsanteilen 2 0
Gründungen von Gesellschaften 3 0
Abgang von Gesellschaften durch Liquidation oder Umgründung –3 –1
Übergang Konsolidierung 3 –3
Verkäufe von Gesellschaften –2 0
Stand 31.12.2020 156 28
davon ausländische Gesellschaften 139 25
N
icht konsolidierte strukturierte Einheiten
In der CA Immo Gruppe gibt es zum 31.12.2020 keine Anteile (2019: keine Anteile) an nicht konsolidierten
strukturierten Einheiten.
Zeitpunkt einer Erst- bzw. Entkonsolidierung
Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über
das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen
verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden grundsätzlich ab
dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die
Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst. Die CA Immo Gruppe legt den Tag der Erst- bzw. Entkonsolidierung
unter Berücksichtigung von Effizienz- und Wesentlichkeitsüberlegungen fest.
Konsolidierung
Das Beherrschungskonzept des IFRS 10 führt dazu, dass es in der CA Immo Gruppe Gemeinschaftsunternehmen
gibt, die trotz einer Beteiligungsquote von mehr als 50%, aufgrund der vertraglichen Regelungen nach IFRS 11 im
Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
e) Erwerbe und Gründungen von Gesellschaften/Gesells
chaftsanteilen
Die CA Immo Gruppe erwarb i
m Geschäftsjahr 2020 folgende Gesellschaftsan
teile.
Gesellschaftsname/Sitz Beteiligung
%
Zweck Kaufpreis
in Tsd. €
Erstkonsolidierungs-
stichtag
CA Immo P14 Sp.z.o.o. 100% Objektgesellschaft 21.788 29.10.2020
Brandenburg Properties 7 B.V. 100% Objektgesellschaft 51.686 30.12.2020
Summe Anteile - Erstkonsolidierung 73.474
Skygarden Arnulfpark Verwaltungs GmbH
(bisher 50%) 50% Objektgesellschaft
13 01.01.2020
Boulevard Süd 4 Verwaltungs GmbH (bisher 50%) 50% Objektgesellschaft 0 28.10.2020
Boulevard Süd 4 GmbH & Co.KG (bisher 50%) 50% Projektgesellschaft 0 28.10.2020
Summe Anteile - Übergangkonsolidierung 13
Summe 73.487
KONZERNABSCHLUSS
111
Die CA Immo Gruppe bestimmt beim Erwerb von Gesellschaften (rechtlichen Einheiten) zum Erwerbszeitpunkt,
ob es sich bei dem Erwerb um einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten und Schulden
handelt. Folgende Indikatoren werden bei der Analyse für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebes herangezogen:
- die erworbene Einheit umfasst eine größere Anzahl von Immobilien
- die erworbene Einheit hat über das Halten von Immobilien hinausgehende substanzielle Prozesse
- die erworbene Einheit verfügt über eigenes Personal, um die substanziellen Prozesse durchzuführen.
Zur Beurteilung ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebes oder einer Gruppe von Vermögenswerten und
Schulden handelt, hat die CA Immo Gruppe die Vereinfachungsregelung zur Durchführung eines Konzentrationstests
gemäß IFRS 3 nicht in Anspruch genommen.
Erstkonsolidierungen
In 2020 erwarb die CA Immo Gruppe die Anteile an zwei Objektgesellschaften (beizulegende Zeitwerte der
Immobilien betragen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 143.020 Tsd. €) um 73.474 Tsd. €. Bei diesen Transaktionen
handelt es sich um einen Erwerb von Vermögenswerten und Schulden und nicht um einen
Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3.
Die Anschaffungskosten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:
Tsd. € Gesamt
Bestandsimmobilien 143.020
Sonstige Aktiva 1.061
Liquide Mittel 1.412
Steuerabgrenzungen 2.173
Finanzverbindlichkeiten –73.074
Rückstellungen –86
Übrige Verbindlichkeiten –1.031
Erworbenes Nettovermögen 73.474
Die offenen Kaufpreise für die
Erwerbe des Jahres 2020 betragen zum 31.12.2020 4.343 Tsd. € (davon
Ankaufsnebenkosten 3.718 Tsd. €). Zusätzlich gibt es eine offene Rückforderung in Höhe von 1.492 Tsd. €.
Gründungen
Für neu gegründete Gesellschaften wurde Eigenkapital in Höhe von 61 Tsd. € einbezahlt.
Übergangkonsolidierungen
Durch Kauf der von bisherigen Joint Venture Partnern gehaltenen Anteile erhöhte die CA Immo Gruppe ihren Anteil
von 50% auf 100%. Die Bilanzierung der Anteile erfolgte bis zum Erwerbszeitpunkt, mangels Beherrschung, als Anteile
an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode. Ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile werden die drei
Gesellschaften vollkonsolidiert. Bei diesem Kauf handelt es sich um einen Erwerb von Vermögenswerten und nicht um
einen Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3.
Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile betrug insgesamt 13 Tsd. € und wurde zur Gänze bezahlt.
Die Anschaffungskosten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
12
Tsd. € Gesamt
Sonstige Aktiva 82
Liquide Mittel 294
Rückstellungen –151
Übrige Verbindlichkeiten –282
Forderungen/Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 92
Erworbenes Nettovermögen 35
davon Abgang Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen –22
f) V
erkäufe von Gesellschaften/
Gesellschaftsanteilen
Die CA Immo Gruppe h
at folgende Anteile an Gesellschaften im Geschäftsjahr 2020 veräuß
ert:
Gesellschaftsname/Sitz Beteiligung
%
Konsolidierungsart vor
Anteilsveränderung
Veräußerungspreis
Tsd. €
Entkonsolidierungs-
stichtag
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 9
GmbH (Cube)
100 Vollkonsolidiert 89.598 30.06.2020
Europolis Zagrebtower d.o.o. 100 Vollkonsolidiert 32.593 30.09.2020
Summe verbundene Unternehmen 122.191
Die offenen
Veräußerungspreise für die Verkäufe des Jahres 2020 betragen zum 31.12.2020 1.179 Tsd. €. Neben dem
ausstehenden Kaufpreis gibt es eine offene Verbindlichkeit in Höhe von 784 Tsd. €
KONZERNABSCHLUSS
113
Die vollkonsolidierten Gesellschaften verfügten zum Verkaufszeitpunkt über folgendes Nettovermögen:
Tsd. € Gesamt
Bestandsimmobilien –194.958
Sonstige Aktiva –852
Liquide Mittel –4.817
Steuerabgrenzungen 15.971
Rückstellungen 6.091
Übrige Verbindlichkeiten 2.195
Finanzverbindlichkeiten 70.200
Forderungen/Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 12.707
Nettoveränderung –93.465
davon anteilig verkauftes Nettovermögen –93.465
g) Konsolidieru
ngsmethoden
In dem Konzernabschluss sind alle Gesellschaften, die unter dem beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft
stehen, durch Vollkonsolidierung einbezogen. Die Erstkonsolidierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die
Beherrschung auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Gesellschaften werden entkonsolidiert, wenn die
Beherrschung endet. Alle konzerninternen Transaktionen zwischen Gesellschaften des Vollkonsolidierungskreises und
damit zusammenhängende Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie unrealisierte
Zwischengewinne werden zur Gänze eliminiert. Gewinne und Verluste aus „Upstream“- und „Downstream“-
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden im Verhältnis des jeweiligen
Anteils der CA Immo Gruppe an diesen Gesellschaften eliminiert (außer bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Immobilien).
Handelt es sich bei den erworbenen Gesellschaften (rechtlichen Einheiten) nicht um einen Geschäftsbetrieb, liegt kein
Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 vor. In diesem Fall werden die erworbenen Vermögenswerte und
Schulden mit ihren anteiligen Anschaffungskosten erfasst. Dies erfolgt durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf
die zur Beteiligung gehörenden Vermögenswerte (vor allem Immobilien) und Schulden, sowie nicht beherrschender
Anteile auf Basis ihrer relativen beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt.
Handelt es sich beim Erwerb einer Gesellschaft um den Erwerb eines Geschäftsbetriebes, liegt ein
Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 vor. Für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebes müssen zumindest ein
Inputfaktor, wie z.B. Belegschaft, geistiges Eigentum oder Rechte, und ein substanzieller Prozess (Transformation der
Inputfaktoren) vorliegen, die maßgeblich zur Fähigkeit Output zu generieren beitragen. Die erstmalige Einbeziehung
einer Tochtergesellschaft erfolgt dann nach der Erwerbsmethode durch Ansatz der identifizierbaren Vermögenswerte
und Schulden des erworbenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten, sowie gegebenenfalls eines
Firmenwertes und nicht beherrschender Anteile. Der Firmenwert entspricht jenem Betrag, um den der beizulegende
Zeitwert der übertragenen Gegenleistung (i.d.R. der Kaufpreis für den erworbenen Geschäftsbetrieb) und (soweit
vorhanden) der für die nicht beherrschenden Anteile angesetzte Betrag den beizulegenden Zeitwert der
identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich damit zusammenhängender latenter Steuern übersteigt.
Die nicht beherrschenden Anteile werden bei Zugang mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des
identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet und in der Folge um diejenigen
Veränderungen des Eigenkapitals fortgeschrieben, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind. Das
Gesamtergebnis wird den nicht beherrschenden Anteilen selbst dann zugeordnet, wenn dies dazu führt, dass die nicht
beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Entsprechend der Qualifikation des Kapitalanteils als Eigen-
oder als Fremdkapital erfolgt der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile im Eigenkapital bzw. unter den sonstigen
Verbindlichkeiten im Fremdkapital.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
14
Erwerbe oder Verkäufe von Anteilen an Tochterunternehmen, die nicht zur Erlangung oder dem Verlust der
Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen
Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den
Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht
beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen
Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Aktionären des Mutterunternehmens zugeordnet.
Führt ein Teilverkauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen, dass zuvor vom Mutterunternehmen beherrscht
wurde, zum Verlust der Beherrschung, so sind alle Vermögenswerte und Schulden des ehemaligen
Tochterunternehmens aus der Konzernbilanz auszubuchen. Der zurückbehaltene Anteil ist in Folge als
Gemeinschaftsunternehmen, assoziiertes Unternehmen oder als Finanzinstrument gemäß IFRS 9, mit dem
beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung erfolgswirksam anzusetzen.
Führt ein Ankauf von Anteilen an einer Gesellschaft, die bisher als Gemeinschaftsunternehmen, assoziiertes
Unternehmen oder als Finanzinstrument gemäß IFRS 9 behandelt wurde, zur Erlangung der Beherrschung, so sind die
Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens im Zuge der Übergangskonsolidierung in der Konzernbilanz
zu erfassen und die zuvor bilanzierten Anteile an der Gesellschaft werden zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam
bewertet.
Gemeinschaftsunternehmen
Im Rahmen von Objektvermietungs- und Projektentwicklungspartnerschaften gründet die CA Immo Gruppe mit
einem oder mehreren Partnerunternehmen Gemeinschaftsunternehmen, bei denen vertraglich eine gemeinschaftliche
Führung begründet wird. Anteile an Gesellschaften unter gemeinschaftlicher Führung werden nach der Equity-
Methode (AEJV – at equity Gemeinschaftsunternehmen) in den Konzernabschluss der CA Immo Gruppe einbezogen.
Assoziierte Unternehmen
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat und das weder
ein Tochterunternehmen noch eine Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen ist. Die Ergebnisse,
Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in diesem Abschluss nach der Equity-Methode
(AEA – at equity assoziierte Unternehmen) einbezogen.
Equity-Methode
Nach der Equity-Methode sind die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie an assoziierten Unternehmen im
Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten inklusive direkt zuordenbarer Nebenkosten in die Konzernbilanz
aufzunehmen. Die Folgebewertung erfolgt durch Erhöhung/Verminderung dieses Wertes auf Grund des anteiligen
Periodenergebnisses laut Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung (korrigiert um Ergebniseffekte aus
Transaktionen zwischen dem Konzern und dem Beteiligungsunternehmen), von Dividendenausschüttungen, Einlagen
und sonstigen Änderungen im Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens sowie durch Berücksichtigung von
Wertminderungen.
Wenn der Buchwert der Anteile auf null reduziert ist und etwaige Ausleihungen an das Unternehmen ebenfalls auf
null wertberichtigt wurden, werden zusätzliche Verluste nur in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt,
in dem die CA Immo Gruppe rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Leistung weiterer Zahlungen an das
Unternehmen eingegangen ist.
KONZERNABSCHLUSS
115
h) Währungsumrechnung
Geschäftstransaktionen in fremder Währung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in fremder Währung mit dem am Tag der jeweiligen
Transaktion gültigen Devisenkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden
monetären Vermögenswerte und Schulden in die jeweilige funktionale Währung erfolgt mit dem am Stichtag gültigen
Devisenkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam
erfasst.
Der Währungsumrechnung von Vermögenswerten und Schulden wurden folgende Kurse zugrunde gelegt:
Ankauf Verkauf Ankauf Verkauf
31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2019
Schweiz CHF 1,0767 1,0895 1,0769 1,0897
USA USD 1,2251 1,2351 1,1154 1,1254
Die Umrechnu
ng der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerten und Schulden
erfolgt mit dem am Stichtag jeweils gültigen Devisenkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und –verluste
werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Umrechnung von Abschlüssen von Gesellschaften in fremder Währung
Konzern-Berichtswährung ist der Euro (EUR). Da der Euro in der Regel auch die funktionale Währung der außerhalb
des Gebietes der Europäischen Währungsunion in Osteuropa gelegenen Immobilienobjektgesellschaften ist, erfolgt die
Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach der Zeitbezugsmethode. Als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in Entwicklung) sowie monetäre
Vermögenswerte und Schulden werden dabei mit Stichtagskursen, selbst genutzte Immobilien sowie sonstige nicht
monetäre Vermögenswerte mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung erfolgt mit den Durchschnittskursen der Periode. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung sind
erfolgswirksam erfasst.
In der CA Immo Gruppe existierten vier Konzerngesellschaften in Ungarn, deren Abschlüsse bis zum 31.12.2019 in
Euro erstellt wurden. Mit Stichtag 1.1.2020 wurde die Berichtswährung dieser Gesellschaften entsprechend den lokalen
Vorschriften auf Forint umgestellt. Für den Konzernabschluss 31.12.2020 ergeben sich daraus keine wesentlichen
Änderungen.
Für die Verwaltungsgesellschaften in Osteuropa ist die funktionale Währung die jeweilige lokale Währung. Die
Umrechnung der Bilanzwerte erfolgt mit den zum Stichtag gültigen Umrechnungskursen. Nur das Eigenkapital wird
mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zu
Durchschnittskursen der Periode. Gewinne und Verluste aus der Anwendung der Stichtagskursmethode werden in der
Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
16
Der Währungsumrechnung von Einzelabschlüssen wurden folgende Kurse zugrunde gelegt:
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2020 2020 31.12.2019 2019
Kroatien HRK 7,5369 7,5350 7,4426 7,4174
Polen PLN 4,6148 4,4742 4,2585 4,3018
Rumänien RON 4,8694 4,8428 4,7793 4,7517
Russland RUB nicht anwendbar nicht anwendbar nicht anwendbar 66,3889
Serbien RSD 117,5802 117,5730 117,5928 117,8478
Tschechien CZK 26,2450 26,4963 25,4100 25,6589
Ungarn HUF 365,1300 354,1642 330,5200 326,0275
Bestimmun
g der funktionalen Währung
Die CA Immo Gruppe unterscheidet bei der Bestimmung der funktionalen Währung grundsätzlich zwischen
Immobilienobjektgesellschaften und Verwaltungsgesellschaften.
Funktionale Währung: Immobilienobjektgesellschaften
In jenen Ländern und Regionen, in denen die CA Immo Gruppe als Finanzinvestition gehaltene Immobilien besitzt,
werden die Immobilien bzw. Immobilienobjektgesellschaften aufgrund der in diesen Märkten aktiven internationalen
Investoren in der Regel in Euro ge- und verkauft. Darüber hinaus werden die Mietverträge in der CA Immo Gruppe fast
zur Gänze in Euro abgeschlossen, oder, sofern diese nicht in Euro abgeschlossen werden, fast zur Gänze an den Euro
Wechselkurs indexiert.
Somit ist der Euro jene Währung, die den größten Einfluss auf den Verkaufspreis der von der CA Immo Gruppe
angebotenen Güter (Immobilienverkauf) und Dienstleistungen (Vermietungsleistung) hat. Dies wird auch in den von
den externen Gutachtern erstellten Bewertungsgutachten zum Ausdruck gebracht, in denen die Wertermittlungen
jeweils in Euro erfolgen.
Darüber hinaus werden die Finanzierungen der Immobilien in Euro abgeschlossen. Der Preis für den wesentlichsten
Kostenfaktor einer Immobiliengesellschaft wird somit ebenfalls durch den Euro determiniert.
In Abwägung der beschriebenen Faktoren wurde die funktionale Währung in der CA Immo Gruppe für außerhalb des
Gebietes der Europäischen Währungsunion gelegene, in den Konzernabschluss einbezogene Immobiliengesellschaften
mit dem Euro festgelegt.
Funktionale Währung: Verwaltungsgesellschaften
Bei den Verwaltungsgesellschaften in Osteuropa erfolgt die Fakturierung der erbrachten Leistungen (Management
Leistungen an die Objektgesellschaften) jeweils in lokaler Währung. Die Preisfestsetzung erfolgt somit in der jeweiligen
Landeswährung, welche somit auch den größten Einfluss auf die Verkaufspreise der erbrachten Dienstleistungen hat.
Darüber hinaus wird in diesen Gesellschaften auch Personal beschäftigt, das grundsätzlich in der jeweiligen lokalen
Landeswährung bezahlt wird. Der Preis für die wesentlichsten Kostenfaktoren wird somit auf Basis der jeweiligen
Landeswährung bestimmt. Die Generierung des Cashflows erfolgt weitgehend unabhängig von der Mutter.
In Abwägung der beschriebenen Faktoren wurde in der CA Immo Gruppe für außerhalb des Gebietes der
Europäischen Währungsunion gelegene, in den Konzernabschluss einbezogene Verwaltungsgesellschaften die jeweilige
lokale Währung als funktionale Währung festgelegt.
KONZERNABSCHLUSS
117
i) Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo Gruppe
Das Geschäftsjahr 2020 war gesamtheitlich von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie geprägt. Viele Länder
haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität ab dem
2. Quartal 2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt.
Einige Immobilienmärkte weisen ein deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf.
Hotels werden geschlossen. Der Einzelhandel verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt vermehrt Anfragen zur
Mietstundung bzw. Mietreduktion. Baustellen können teilweise nicht wie geplant betrieben werden. Die kurz- und
langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Immobilienmärkte sind weiterhin höchst
ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komplexer werden die Themen.
Der Immobilientransaktionsmarkt entwickelte sich bedingt durch die Pandemie und dem damit verbundenen
Wirtschaftseinbruch mit Ausnahme von Deutschland stark rückläufig. Das in den Kernmärkten der CA Immo Gruppe
registrierte Transaktionsvolumen bei Gewerbeimmobilien lag zwischen 30% (Osteuropa) und 50% (Österreich) unter
dem Wert des Vorjahres. In Deutschland belief sich der Rückgang gegenüber dem Rekordergebnis des Vorjahres auf
unter 6%. Transaktionen pausieren auf Grund von Problemen in Preisfindung und Finanzierung oder werden sogar
abgebrochen.
Mit Ausnahme von Wien, wo die Vermietungsleistung bisher noch konstant war und Effekte erst in 2021 erwartet
werden, verzeichneten alle Kernstädte der CA Immo Gruppe durch die herausfordernden Rahmenbedingungen
aufgrund der Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen bereits eine rückläufige Büroflächennachfrage bzw.
einen Anstieg der Leerstandsraten. Nachdem nun sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivitäten
deutlich reduziert wurden, ist auch zukünftig mit längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete
Flächen zu rechnen.
Bei Projektentwicklungen ist unter den gegenwärtigen außerordentlichen Marktbedingungen – mit steigenden
Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen
und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten – die Beimessung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich.
Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall wäre. Auf
den Baustellen der CA Immo Gruppe wurden keine Verzögerungen aufgrund der Pandemie verzeichnet, alle
Bauvorhaben konnten plangemäß fortgeführt werden.
Um die Sicherheit der Mieter und Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten und im Bedarfsfall rasch handeln zu
können, hat CA Immo frühzeitig eine internationale Health & Safety Taskforce installiert, die sich seit Anfang März
2020 wöchentlich zu den aktuellen Entwicklungen abstimmt und entsprechende Handlungsempfehlungen zu
Hygienemaßnahmen auf regionaler Ebene sowie in den eigengenutzten Büroflächen umsetzt. Ein entsprechender
Aktionsplan wurde im Laufe des Jahres 2020 kontinuierlich überarbeitet und an das jeweils aktuelle lokale
Infektionsgeschehen und die Richtlinien der nationalen Gesundheitsbehörden in den Städten, in denen die CA Immo
Gruppe mit Bestandsgebäuden und eigenen Niederlassungen vertreten ist, angepasst. Inkludiert wurden hierbei
Maßnahmen und interne Verhaltensregeln für mehrere Szenarien und Eskalationsstufen, um jederzeit eine sichere
Umgebung für alle Gebäudenutzer zu gewährleisten.
Aufgrund der Covid-19 Pandemie gilt eine erweiterte Home-Office-Regelung für alle CA Immo Mitarbeiter. In den CA
Immo Niederlassungen gilt freiwillige Büropräsenz, mit max. 50% Bürobelegung und Maskenpflicht in allen Büro-
Allgemeinflächen. Dienstreisen und Präsenz-Meetings werden bis auf weiteres nur in Ausnahmefällen durchgeführt.
Going Concern
Die Covid-19 Pandemie hat zum Stichtag 31.12.2020 keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der CA Immo Gruppe.
Nichtsdestotrotz ist aufgrund von bestehenden bzw. zukünftigen behördlichen Maßnahmen nicht auszuschließen,
dass die Covid-19 Pandemie auf einzelne Länder/Immobilienobjekte bzw. Mietergruppen (insbesondere Büro, Hotel,
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
18
Einzelhandel) negative Auswirkungen zeigt. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die zukünftige Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe lassen sich nicht abschließend bewerten und werden laufend evaluiert.
Financial Covenants
Die Bankfinanzierungen in der CA Immo Gruppe unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind bei
Bestandsimmobilien in der Regel LTV (Loan to Value), ISCR (Interest Service Coverage Ratio) und DSCR (Debt Service
Coverage Ratio) bzw. bei Projektfinanzierungen LTC (Loan to Cost) und ISCR (Interest Service Coverage Ratio).
Aufgrund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu
einer Verletzung vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants, insbesondere DSCR) durch Mieterausfälle kommt.
Zum Stichtag 31.12.2020 wurden keine Financial Covenants der CA Immo Gruppe verletzt. Die Auswirkungen der
Covid-19 Pandemie auf mögliche zukünftige Verletzungen von Financial Covenants der CA Immo Gruppe werden
laufend evaluiert. Das betrifft insbesonders Immobilien mit den Hauptnutzungsarten Hotel und Einzelhandel.
Neubewertungsergebnis
Es ergaben sich insbesondere Wertanpassungen aus unmittelbar von den Folgen der Pandemie betroffenen
Immobilien, mit den Hauptnutzungsarten Hotel und Einzelhandel.
Nettomietergebnis
Das Nettomietergebnis 2020 ist mit –7.960 Tsd. € belastet durch Mieterlässe und Mietminderungen sowie einem
Anstieg der Einzelwertberichtigungen. Positive Gegeneffekte aus der Linearisierung von Anreizvereinbarungen
(mietfreie Zeiten) über die Restmietdauer belaufen sich auf 1.166 Tsd. €.
Finanzinstrumente (IFRS 9)
Die anhaltende Covid-19 Pandemie führte zu einem Forderungsanstieg der Mietergruppen Hotel und Einzelhandel.
Dies resultierte in einer Erhöhung des Expected Credit Loss. Die CA Immo Gruppe berechnet den Expected Credit Loss
auf Basis des erwarteten Kreditverlustes basierend auf Überfälligkeiten und erwarteten Insolvenzquoten je Land.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die CA Immo Gruppe hat keine staatlichen Hilfen (weder Kurzarbeit, Zuschüsse noch Stundungen) in Anspruch
genommen.
KONZERNABSCHLUSS
119
KAPITEL 2: UNTERNEHMENSERGEBNIS
2.1. Operative Segmente
3)
Tsd. € Österreich Deutsch-
land
2020 Bestand Develop-
ment
Summe Bestand Develop-
ment
Summe
Mieterlöse 29.658 9 29.666 64.414 15.509 79.923
Mieterlöse mit anderen Geschäftsse
g
menten 612 0 612 599 9 608
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.625 0 6.625 10.269 1.488 11.758
Betriebskostenaufwand
–
8.009 0
–
8.009
–
11.049
–
2.637
–
13.686
Sonsti
g
e dem vermieteten Immobilienvermö
g
en direkt zurechenbare Aufwendun
g
en
–
7.186 0
–
7.186
–
6.109
–
947
–
7.056
Nettomieter
g
ebnis 21.700 9 21.709 58.124 13.422 71.546
Sonsti
g
e den Pro
j
ektentwicklun
g
en direkt zurechenbare Aufwendun
g
en 0
–
3
–
3 0
–
2.405
–
2.405
Er
g
ebnis aus Immobilienhandel und Bauleistun
g
en 0 11 11 0 18.324 18.324
Er
g
ebnis aus Verkauf von lan
g
fristi
g
em Immobilienvermö
g
en 17.051 0 17.051 0 26.083 26.083
Erlöse aus Dienstleistun
g
en 0 0 0 1.746 8.848 10.594
Indirekte Aufwendun
g
en
–
1.057
–
85
–
1.142
–
7.594
–
13.944
–
21.538
Sonsti
g
e betriebliche Erträ
g
e 25 3 28 447 150 596
EBITDA 37.720 –67 37.653 52.722 50.478 103.200
Abschreibun
g
en und Wertänderun
g
en
–
534 0
–
534
–
253
–
4.638
–
4.890
Er
g
ebnis aus Neubewertun
g
–
12.519 0
–
12.519 132.039 137.976 270.015
Er
g
ebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0
Er
g
ebnis aus der Geschäftstäti
g
keit (EBIT) 24.666 –67 24.600 184.509 183.815 368.324
Zeit
p
unkt der Umsatzrealisierun
g
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 25
25 0 18.682 18.682
Verkauf von lan
g
fristi
g
em Immobilienvermö
g
en 57.265 0 57.265 0 90.181 90.181
Summe Erlöse
g
em. IFRS 15 - zeit
p
unktbezo
g
ene Realisierun
g
57.265 25 57.290 0 108.863 108.863
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.625 0 6.625 10.269 1.488 11.758
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistun
g
en 0 0 0 0 43.524 43.524
Erlöse aus Dienstleistun
g
en 0 0 0 1.746 8.848 10.594
Summe Erlöse
g
em. IFRS 15 - zeitraumbezo
g
ene Realisierun
g
6.625 0 6.625 12.015 53.860 65.875
Gesamtsumme Erlöse
g
em. IFRS 15 63.890 25 63.914 12.015 162.723 174.738
31.12.2020
Immobilienvermö
g
en
1)
530.031 239 530.270 1.841.149 1.327.497 3.168.647
Sonsti
g
es Vermö
g
en 67.876 523 68.398 149.257 437.021 586.278
Aktive latente Steuern 0 0 0 1.808 2.641 4.449
Se
g
mentvermö
g
en 597.907 761 598.669 1.992.214 1.767.160 3.759.374
Verzinsliche Verbindlichkeiten 205.584 0 205.584 704.357 433.585 1.137.942
Sonsti
g
e Verbindlichkeiten 29.353 106 29.459 37.819 182.930 220.748
Passive latente Steuern inkl. Ertra
g
steuerverbindlichkeiten 40.585 2 40.587 336.969 146.754 483.723
Schulden 275.523 107 275.630 1.079.145 763.269 1.842.413
Ei
g
enka
p
ital 322.385 654 323.039 913.069 1.003.891 1.916.960
Investitionen
2)
3.301 0 3.301 128.639 227.970 356.610
1)
Das Immobilienvermögen beinhaltet Bestandsimmobilien, Immobilienvermögen in Entwicklung, selbst genutzte Immobilien, zum Handel bestimmte Immobilien und zur
Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen.
2)
Die Investitionen betreffen alle Zugänge in Immobilienvermögen (langfristig und kurzfristig) inkl. Zugänge aus Erstkonsolidierung, Betriebs- und Geschäftsausstattung und
immaterielle Vermögenswerte; davon 4.627 Tsd. € (31.12.2019: 25.023 Tsd. €) in zum Handel bestimmte Immobilien.
3)
Die Segmentberichterstattung beinhaltet keinen Ansatz von Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gem. IFRS 16, die zwischen Gesellschaften
der CA Immo Gruppe bestehen. Diese Intercompany-Verträge werden wie bisher laufend als Ertrag/Aufwand in der Segmentberichterstattung erfasst und in der Spalte
„Überleitung Konsolidierung“ eliminiert.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
20
Osteuropa
Kernre
g
ionen
Osteuropa übrige
Re
g
ionen
Summe
Se
g
mente
Überleitung
Summe
Bestand Development Summe Bestand Holding Konsoli-
dierun
g
114.839 0 114.839 12.793 237.221 0
–
1.612 235.609
0 0 0 0 1.220 0
–
1.220 0
31.183 0 31.183 3.774 53.339 0
–
78 53.260
–
32.056 0
–
32.056
–
4.055
–
57.807 0 69
–
57.738
–
6.167 0
–
6.167
–
1.043
–
21.453 0
–
14
–
21.466
107.798 0 107.798 11.468 212.521 0 –2.855 209.665
0
–
158
–
158 0
–
2.566 0 412
–
2.154
0 0 0 0 18.335 0
–
10.386 7.949
250 0 250
–
383 43.001 0 928 43.930
279 0 279 0 10.873 9.072
–
11.778 8.166
–
13.288
–
274
–
13.561
–
1.344
–
37.586
–
48.089 12.499
–
73.176
175 0 175 478 1.277 64
–
138 1.204
95.215 –431 94.783 10.220 245.855 –38.953 –11.318 195.584
–
423 0
–
423
–
9
–
5.857
–
480 805
–
5.533
–
61.483 3.216
–
58.267
–
15.729 183.499 0 0 183.499
0 0 0 0 0 0 1.898 1.898
33.308 2.784 36.093 –5.519 423.498 –39.434 –8.616 375.448
0 0 0 0 18.707 0
–
18.523 183
17 0 17 32.682 180.145 0
–
89 180.056
17 0 17 32.682 198.852 0 –18.612 180.240
31.183 0 31.183 3.774 53.339 0
–
78 53.260
0 0 0 0 43.524 0
–
372 43.152
279 0 279 0 10.873 9.072
–
11.778 8.166
31.461 0 31.461 3.774 107.735 9.072 –12.228 104.579
31.479 0 31.479 36.455 306.587 9.072 –30.840 284.819
1.892.911 39.250 1.932.161 118.398 5.749.476 0
–
153.282 5.596.194
202.556 14.586 217.143 8.568 880.387 1.476.137
–
1.136.811 1.219.713
1.344 0 1.344 0 5.794 33.627
–
35.039 4.382
2.096.812 53.836 2.150.648 126.966 6.635.657 1.509.765 –1.325.133 6.820.289
739.576 16.500 756.076 71.092 2.170.695 1.797.369
–
1.140.602 2.827.462
51.848 8.516 60.364 2.652 313.223 79.141
–
78.626 313.739
60.308 390 60.698 3.178 588.186 1.431
–
38.836 550.780
851.733 25.406 877.139 76.922 3.072.104 1.877.941 –1.258.064 3.691.981
1.245.080 28.430 1.273.510 50.044 3.563.553 –368.177 –67.069 3.128.308
107.845 20.959 128.805 2.590 491.305 454
–
13.876 477.883
KONZERNABSCHLUSS
121
Tsd. € Österreich Deutsch-
land
2019 Bestand Development Summe Bestand Development Summe Bestand
Mieterlöse 29.704 7 29.711 62.941 5.126 68.066 105.462
Mieterlöse mit anderen Geschäftsse
g
menten 543 0 543 450 9 459 0
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.545 0 6.545 9.025 209 9.233 30.325
Betriebskostenaufwand
–
7.868 0
–
7.868
–
10.017
–
364
–
10.381
–
31.431
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen
direkt zurechenbare Aufwendungen –3.422 0
–3.422 –4.920 –510 –5.430 –10.881
Nettomieter
g
ebnis 25.503 7 25.510 57.478 4.469 61.948 93.474
Sonstige den Projektentwicklungen direkt
zurechenbare Aufwendungen 0 –32
–32 0 –3.127 –3.127 0
Ergebnis aus Immobilienhandel und
Bauleistungen 0 1.360
1.360 0 15.018 15.018 0
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem
Immobilienvermögen 4.843 0
4.843 –32 10.670 10.638 412
Erlöse aus Dienstleistun
g
en 0 0 0 1.377 8.988 10.366 351
Indirekte Aufwendun
g
en
–
1.178
–
170
–
1.348
–
6.210
–
12.621
–
18.830
–
12.766
Sonsti
g
e betriebliche Erträ
g
e 2 2 4 426 199 625 105
EBITDA 29.171 1.166 30.337 53.040 23.597 76.637 81.576
Abschreibun
g
en und Wertänderun
g
en
–
621 0
–
621
–
106
–
2.988
–
3.093
–
590
Er
g
ebnis aus Neubewertun
g
3.347 0 3.347 227.847 157.279 385.126 80.462
Er
g
ebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0 0
Er
g
ebnis aus der Geschäftstäti
g
keit (EBIT) 31.897 1.166 33.063 280.781 177.888 458.669 161.448
Zeit
p
unkt der Umsatzrealisierun
g
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 2.241
2.241 0 27.777 27.777 0
Verkauf von lan
g
fristi
g
em Immobilienvermö
g
en 16.332 0 16.332 0 7.374 7.374 442
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitpunktbezogene
Realisierung 16.332 2.241 18.574 0 35.151 35.151 442
Weiterverrechnete Betriebskosten 6.545 0 6.545 9.025 209 9.233 30.325
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistun
g
en 0 0 0 0 18.092 18.092 0
Erlöse aus Dienstleistun
g
en 0 0 0 1.377 8.988 10.366 351
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitraumbezogene
Realisierung 6.545 0 6.545 10.402 27.289 37.691 30.676
Gesamtsumme Erlöse
g
em. IFRS 15 22.878 2.241 25.119 10.402 62.440 72.842 31.117
31.12.2019 an
g
e
p
asst
Immobilienvermö
g
en
1)
572.892 253 573.145 1.558.752 1.175.974 2.734.726 1.754.821
Sonsti
g
es Vermö
g
en 17.874 3.274 21.148 151.206 406.947 558.153 201.524
Aktive latente Steuern 0 0 0 347 1.881 2.228 514
Se
g
mentvermö
g
en 590.766 3.528 594.293 1.710.305 1.584.802 3.295.106 1.956.859
Verzinsliche Verbindlichkeiten 207.960 0 207.960 669.656 298.909 968.565 774.422
Sonsti
g
e Verbindlichkeiten 16.960 603 17.563 29.453 194.677 224.130 50.010
Passive latente Steuern inkl.
Ertragsteuerverbindlichkeiten 49.489 1
49.491 298.636 129.483 428.119 55.596
Schulden 274.409 605 275.014 997.744 623.070 1.620.814 880.029
Ei
g
enka
p
ital 316.356 2.923 319.279 712.561 961.732 1.674.292 1.076.831
Investitionen
2)
16.776 0 16.776 5.200 213.146 218.345 17.204
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
22
Osteuropa
Kernre
g
ionen
Osteuropa übrige
Re
g
ionen
Summe
Se
g
mente
4)
Überleitung Summe
Development Summe Bestand Development
4)
Summe
4)
Holding
4)
Konsolidierung
4)
5.049 110.511 14.103 0 14.103 222.391 0
–
1.662 220.730
0 0 0 0 0 1.003 0
–
1.003 0
1.282 31.607 4.384 0 4.384 51.770 0
–
13 51.757
–
1.500
–
32.931
–
4.665 0
–
4.665
–
55.845 0 518
–
55.327
–1.217 –12.098 –1.463 0 –1.463 –22.413 0 3 –22.410
3.614 97.088 12.360 0 12.360 196.906 0 –2.156 194.750
–351 –351 0 –7 –7 –3.517 0 360 –3.157
0 0 0 0 0 16.378 0 –17.650 –1.273
–522 –110 –217 219 2 15.373 0 277 15.650
0 351 0 0 0 10.717 8.990
–
11.206 8.500
–
1.326
–
14.092
–
1.406
–
33
–
1.438
–
35.709
–
21.267 13.513
–
43.464
0 105 77 15 91 826 206
–
311 721
1.415 82.991 10.813 195 11.008 200.973 –12.072 –17.174 171.728
0
–
590
–
9 0
–
9
–
4.314
–
403 187
–
4.531
2.064 82.527
–
8.232 0
–
8.232 462.767 0 0 462.767
0 0 0 0 0 0 0 3.729 3.729
3.480 164.928 2.572 195 2.767 659.427 –12.475 –13.259 633.693
0
0 0 0 0 30.018 0
–
29.733 286
1.238 1.680 13.150 3.467 16.617 42.003 0 541 42.545
1.238 1.680 13.150 3.467 16.617 72.022 0 –29.191 42.830
1.282 31.607 4.384 0 4.384 51.770 0
–
13 51.757
0 0 0 0 0 18.092 0
–
6.034 12.058
0 351 0 0 0 10.717 8.990
–
11.206 8.500
1.282 31.958 4.384 0 4.384 80.578 8.990 –17.252 72.315
2.520 33.637 17.535 3.467 21.001 152.600 8.990 –46.444 115.146
94.819
1.849.641 175.009 0 175.009 5.332.520 0
–
146.150 5.186.370
14.516 216.040 9.484 0 9.484 804.825 903.643
–
1.007.958 700.509
0 514 314 0 314 3.055 42.120
–
43.365 1.810
109.335 2.066.194 184.806 0 184.806 6.140.399 945.763 –1.197.473 5.888.690
67.941 842.363 88.356 0 88.356 2.107.245 1.002.711
–
1.012.614 2.097.342
9.666 59.677 5.023 0 5.023 306.393 84.103
–
62.993 327.502
1.476 57.072 4.726 0 4.726 539.408 2.576 –46.107 495.877
79.083 959.112 98.106 0 98.106 2.953.045 1.089.390 –1.121.713 2.920.722
30.252 1.107.083 86.700 0 86.700 3.187.354 –143.627 –75.760 2.967.968
5.069 22.273 2.788 0 2.788 260.183 1.051
–
7.704 253.529
4)
Im Segment Development Osteuropa übrige Regionen wurden die Bilanzwerte (gewährte Ausleihungen bzw. Darlehen) iZm dem assoziierten
Unternehmen ZAO Avielen korrigiert, weil der Verkauf des assoziierten Unternehmen im Jahr 2019 erfolgte. Diese wurden nunmehr per 31.12.2019 dem
Segment Holding zugerechnet, da zum 31.12.2019 kein Auslandsbezug mehr vorlag. Die Anpassungen führen zu Verschiebungen iHv 10.503 Tsd. € im
Segment Development Osteuropa übrige Regionen mit entsprechenden Gegeneffekten in den Überleitungsspalten „Holding“ und „Konsolidierung“. Die
Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss 2019.
KONZERNABSCHLUSS
123
Segmentinformation
Die Geschäftssegmente erzielen Umsatz- und sonstige Erlöse aus der Vermietungstätigkeit, aus dem Verkauf von zum
Handel bestimmten Immobilien, aus dem Verkauf von Immobilien sowie aus Dienstleistungen. Die Umsatz- und
sonstigen Erlöse werden jenem Land und Segment zugerechnet, in dem die Immobilie oder die
Dienstleistungsgesellschaft gelegen ist.
Geschäftsbeziehungen innerhalb eines Geschäftssegmentes werden innerhalb des Geschäftssegmentes konsolidiert.
Geschäftsbeziehungen zu anderen Geschäftssegmenten werden dargestellt und die Überleitung auf die Konzern-
Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz in der Konsolidierungsspalte ausgewiesen.
Die Rechnungslegungsmethoden der berichtspflichtigen Geschäftssegmente entsprechen den in den jeweiligen Posten
(Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung) beschriebenen Methoden. Die Segmentberichterstattung beinhaltet keinen
Ansatz von Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen gem. IFRS 16, die zwischen
Gesellschaften der CA Immo Gruppe bestehen. Diese Intercompany-Verträge werden laufend als Ertrag/Aufwand in der
Segmentberichterstattung erfasst und in der Spalte „Überleitung Konsolidierung“ eliminiert.
In der Segmentberichterstattung werden Transaktionen den Geschäftssegmenten wie folgt zugerechnet:
- Managementhonorare für Serviceleistungen der Holding (z.B. Immobilienmanagement, Finanzierungsverhandlungen,
An- und Verkauf von Immobilien, Rechnungswesen, Controlling) werden auf Basis der tatsächlichen Honorare
zugeordnet und aufgrund der in Rechnung gestellten Leistungen den einzelnen Geschäftssegmenten zugewiesen
sowie bei der Spalte Holding als Erlöse aus Dienstleistungen ausgewiesen.
- Managementgesellschaften sind nach ihrer Haupttätigkeit den Segmenten zugeordnet. Managementhonorare dieser
Gesellschaften werden auf Basis der in Rechnung gestellten Leistungen an das andere Geschäftssegment dieser Region
zugeordnet und beim Segment, dem die Managementgesellschaft zugerechnet wird, als Erlöse aus Dienstleistungen
ausgewiesen.
- Das Segment Osteuropa Kernregionen umfasst die Länder Ungarn, Polen, Rumänien, Tschechien.
- Das Segment Osteuropa übrige Regionen umfasst die Länder Serbien, Kroatien, Russland (verkauft in 2019), und
Slowakei.
Die Identifizierung der Geschäftssegmente erfolgte auf Basis jener Informationen, die regelmäßig vom
Hauptentscheidungsträger des Unternehmens in Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von
Ressourcen und der Bewertung der Ertragskraft verwendet werden. Der Hauptentscheidungsträger der CA Immo
Gruppe ist der Gesamtvorstand. Dieser steuert dabei die einzelnen Liegenschaften (grundsätzlich berichtspflichtige
Segmente), die auf Grundlage von geografischen Gebieten zu Regionen und auf Grundlage des Entwicklungsstands der
Immobilien nach Bestand und Entwicklung zu berichteten Geschäftssegmenten zusammengefasst wurden. Die Bildung
der Regionen erfolgte überwiegend aufgrund von Beurteilungen der Marktdynamik bzw. des Risikoprofils, die im
Wesentlichen die wirtschaftlichen Merkmale prägen. Da die von IFRS 8 vorgeschriebene Vergleichbarkeit von
„Produkten“ und „Produktionsprozessen“ zur Zusammenfassung zu einem Segment für Bestandsimmobilien und
Immobilien in Entwicklung nach Einschätzung der CA Immo Gruppe nicht gegeben sind, werden diese separat in den
Segmenten Bestand und Development berichtet.
Die Zuordnung zu den berichteten Segmenten erfolgt nach Lage/Region und Kategorien der Liegenschaften bzw.
Haupttätigkeiten der Management-/Holdinggesellschaften. Jene Posten, die keiner Immobilie oder Segment-
Managementstruktur direkt zugerechnet werden können, werden in der Spalte Holding dargestellt. Die Darstellung
entspricht dem internen Berichtswesen der CA Immo Gruppe. Die Unterteilung stellt sich wie folgt dar:
- Bestand: vermietete Bestandsimmobilien inkl. zugehöriger Nutzungsrechte, selbst genutzte Liegenschaften inkl.
Nutzungsrechten an selbst genutzten Liegenschaften sowie Bestandsimmobilien gemäß IFRS 5
- Development: Immobilien in Entwicklung und Grundstücksreserven, fertiggestellte Immobilienentwicklungen
(Bestandsimmobilien) bis zum zweitfolgenden Jahresabschlussstichtag nach Fertigstellung (abhängig vom
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
24
Vermietungsgrad bzw. Beginn des Verkaufsprozesses), Development-Dienstleistungen für Dritte, Immobilien in
Entwicklung gemäß IFRS 5 sowie zum Handel bestimmte Immobilien
- Holding: Allgemeine Management- und Finanzierungstätigkeit der CA Immo Gruppe
Die Gemeinschaftsunternehmen werden mit 100% aller Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge un
d
Aufwend
ungen in der Segmentberichterstattung gezeigt. Anpassungen aufgrund des Einbezuges in die CA Immo
Gruppe werden in der Spalte „Überleitung Konsolidierung“ ausgewiesen.
Im Segment Osteuropa Kernregionen erwirtschaftet die CA Immo Gruppe einen wesentlichen prozentuellen Anteil
der gesamten Mieterlöse. In diesen Ländern befindet sich auch ein wesentlicher Anteil des als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilienvermögens der CA Immo Gruppe:
Segment Osteuropa Kernregionen vor Konsolidierung 2020 2019
Tsd. € Anteil in % Tsd. € Anteil in %
Mieterlöse
Polen 30.638 26,7% 29.314 26,5%
Rumänien 29.342 25,6% 26.634 24,1%
Tschechien 21.064 18,3% 20.560 18,6%
Ungarn 33.795 29,4% 34.003 30,8%
Summe Mieterlöse 114.839 100,0% 110.511 100,0%
Buchwert Immobilienvermögen gemäß IAS 40
Polen 590.185 30,5% 519.691 28,1%
Rumänien 390.598 20,2% 399.030 21,6%
Tschechien 427.150 22,1% 405.775 21,9%
Ungarn 524.229 27,1% 525.144 28,4%
Summe Buchwerte Immobilienvermögen gemäß IAS 40 1.932.161 100,0% 1.849.641 100,0%
KONZERNABSCHLUSS
125
2.2. Mieterlöse
Tsd. € 2020 2019
Laufende Mieterlöse 218.935 205.321
Bedingte Mieterlöse 474 1.520
Erlöse aus Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten 10.675 10.227
Veränderung Abgrenzung Mieterlöse aus Anreizvereinbarungen 4.172 1.592
Erlöse aus Mietvertragsauflösungen 1.354 2.070
Mieterlöse 235.609 220.730
Die CA Immo Gr
uppe erzielt die Mieterlöse mit folgenden Objektarten:
2020 Österreich Deutschland Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Gesamt
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Büro 17.519 59,1% 63.903 81,6% 114.835 100,0% 12.793 100,0% 209.050 88,7%
Hotel 5.589 18,8% 8.325 10,6% 0 0,0% 0 0,0% 13.914 5,9%
Geschäft 4.140 14,0% 36 0,0% 0 0,0% 0 0,0% 4.175 1,8%
Sonstige 2.410 8,1% 6.056 7,7% 4 0,0% 0 0,0% 8.470 3,6%
Mieterlöse 29.658 100% 78.320 100% 114.839 100% 12.793 100% 235.609 100%
2019 Österreich Deutschland Osteuropa
Kernregionen
Osteuropa übrige
Regionen
Gesamt
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Tsd. € Anteil
in %
Büro 16.716 56,3% 51.052 76,9% 110.494 100,0% 14.103 100,0% 192.366 87,2%
Hotel 5.861 19,7% 9.038 13,6% 0 0,0% 0 0,0% 14.899 6,7%
Geschäft 4.745 16,0% 25 0,0% 0 0,0% 0 0,0% 4.771 2,2%
Sonstige 2.381 8,0% 6.313 9,5% 0 0,0% 0 0,0% 8.694 3,9%
Mieterlöse 29.704 100% 66.428 100% 110.494 100% 14.103 100% 220.730 100%
Die CA Immo Gr
uppe erzielt Mieterlöse mit einer Vielzahl von Bestandsnehmern. Kein Mietvertrag mit einem
Bestandsnehmer umfasst mehr als 10% der gesamten Mieterlöse.
Mieterlöse gemäß IFRS 16 werden linear über die Laufzeit der Mietverträge verteilt erfasst. Anreizvereinbarungen
wie z.B. Mietfreistellungen, reduzierte Mieten für einen bestimmten Zeitraum oder Einmalzahlungen an Mieter,
über die diese frei verfügen können, sind dabei ein Bestandteil der Mieterlöse. Deshalb erfolgt eine lineare Verteilung
der Anreizvereinbarungen auf die zu erwartende vertragliche Gesamt- bzw. Restlaufzeit. Sehen Mietverträge eine
regelmäßige Anpassung über die Laufzeit vor („Staffelmieten“), werden derartige Anpassungen ebenfalls linear über die
Mietlaufzeit verteilt erfasst. Bei inflationsbedingten Anpassungen erfolgt hingegen keine Verteilung. Die Gesamtlaufzeit
der Mietverträge, auf welche die gesamten Erlöse linear verteilt werden, umfasst die unkündbare Zeitperiode sowie
weitere Zeiträume, für die der Mieter mit oder ohne weitere Zahlungen eine Option ausüben kann, wenn zu Beginn des
Mietverhältnisses die Inanspruchnahme der Option hinreichend sicher ist.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
26
Mieterlöse beinhalten auch Komponenten der Betriebskostenabrechnungen, wo die CA Immo Gruppe gegenüber dem
Mieter keine separate Leistung erbringt, die der Mieter aber zu ersetzen hat (beispielsweise Grundsteuern,
Gebäudeversicherungen, Aufwendungen aus Fruchtgenussrechten), diese Komponenten werden als „Erlöse aus
Nichtleistungskomponenten von Betriebskosten“ ausgewiesen.
Bedingte Mieterlöse, wie z.B. Zahlungen in Abhängigkeit der erzielten Umsatzerlöse von Mietern, werden im
Zeitpunkt ihrer Feststellung ertragswirksam erfasst.
Die Bewertung der Mieterlöse erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert der eingenommenen bzw. ausstehenden
Gegenleistung abzüglich direkter Erlösminderungen.
Von Mietern im Rahmen der vorzeitigen Kündigung des Mietverhältnisses empfangene Abschlagszahlungen bzw.
Zahlungen für Schäden am Mietobjekt werden im Zeitpunkt des Anfalls als Mieterlöse erfasst.
2.3. Betriebskostenergebnis und sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen
Tsd. € 2020 2019
Weiterverrechnete Betriebskosten 53.260 51.757
Betriebskostenaufwand –57.738 –55.327
Eigene Betriebskosten –4.478 –3.570
Instandhaltungsaufwand –4.925 –6.489
Vermittlungshonorare –1.212 –2.336
Forderungsausfälle und Einzelwertberichtigungen –6.120 –454
Sonstiger direkt zurechenbarer Aufwand –9.210 –13.131
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt zurechenbare Aufwendungen –21.466 –22.410
Gesamt –25.944 –25.980
Der Poste
n „Sonstiger direkt zurechenbarer Aufwand“ enthält gemäß IFRS 16 Aufwendungen aus
Nichtleistungskomponenten. Dies sind Komponenten der Betriebskostenabrechnung, für die der Mieter keine separate
Leistung erhält. Dies betrifft im Wesentlichen Aufwendungen aus Grundsteuern und Gebäudeversicherungen und
betragen in 2020 6.705 Tsd. € (2019: 9.992 Tsd. €).
In Osteuropa wurde ein Verfahren im Zusammenhang mit der Entrichtung von Gebäudesteuern zugunsten der CA
Immo Gruppe entschieden. Dies führt in 2020 zu einem positiven Effekt in Höhe von 3.698 Tsd. € im sonstigen direkt
zurechenbaren Aufwand durch die entsprechende Auflösung der Rückstellung für immobilienbezogene Steuern.
Das Nettomietergebnis 2020 ist mit –7.960 Tsd. € belastet durch Mieterlässe und Mietminderungen sowie einem
Anstieg der Einzelwertberichtigungen. Positive Gegeneffekte aus der Linearisierung von Anreizvereinbarungen
(mietfreie Zeiten) über die Restmietdauer belaufen sich auf 1.166 Tsd. €. Alle vereinbarten Mietanpassungen wie die
Gewährung von mietfreien Zeiten sind über die jeweilige Vertragslaufzeit des zugrundeliegenden Mietvertrags linear zu
verteilen.
Betriebskosten, welche der CA Immo Gruppe für an Dritte vermietete Immobilien entstehen und die eine separate
Leistungsverpflichtung (Nichtleasingkomponente) der CA Immo Gruppe gegenüber den Mietern auslöst, werden
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Weiterverrechnete Betriebskosten“ dargestellt. Die CA Immo
Gruppe ist für die Betriebskosten auf Basis einer Analyse (primäre Leistungsverantwortung, Vorratsrisiko,
Preissetzungskompetenz) als Prinzipal anzusehen, weil sie die Verantwortung für die Leistungserbringung hat und im
KONZERNABSCHLUSS
127
Falle von Leistungsstörungen der direkte Ansprechpartner ist. Der Posten „Weiterverrechnete
Betriebskosten“ beinhaltet nur Nichtleasingkomponenten, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen.
2.4. Sonstige den Projektentwicklungen zurechenbare Aufwendungen
Tsd. € 2020 2019
Betriebskosten und Liegenschaftsaufwand für Projektentwicklungen –733 –1.057
Immobilienwerbung –103 –249
Projektentwicklung und Projektdurchführung –1.155 –1.668
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen
langfristiges Vermögen –1.990 –2.974
Betriebskosten und Liegenschaftsaufwand für Projektentwicklungen –108 –72
Immobilienwerbung 0 –10
Projektentwicklung und Projektdurchführung –56 –101
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen
kurzfristiges Vermögen –164 –183
Sonstige den Projektenwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen –2.154 –3.157
2.5. Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen
Tsd. € 2020 2019
Zum Handel bestimmte Immobilien - zeitpunktbezogene Realisierung 183 286
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen - zeitraumbezogene Realisierung 43.152 12.058
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 43.335 12.344
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten 207 –823
Baukosten –35.594 –12.793
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten und Baukosten –35.387 –13.617
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 7.949 –1.273
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen in % der Erlöse 18,3% –10,3%
Der Posten „Erlöse aus Immobi
lienhandel und Bauleistungen“ enthält bei der CA Immo Gruppe Erlöse aus dem
Verkauf von zum Handel bestimmten Immobilien, welche je nach vertraglicher Regelung zeitraum- bzw.
zeitpunktbezogen realisiert werden, sowie Erlöse aus Bauleistungsverträgen (Errichtung einer Immobilie auf dem
Grund des Kunden, wo die CA Immo Gruppe als Bauherr mit oder ohne einem Generalunternehmer einen Bauauftrag
ausführt), welche zeitraumbezogen realisiert werden.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
28
2.6. Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen
Tsd. € Österreich Deutsch-
land
Osteuropa
Kern-
regionen
Osteuropa
übrige
Regionen
2020 Österreich Deutsch-
land
Osteuropa
Kern-
regionen
Osteuropa
übrige
Regionen
2019
Erlöse aus dem Verkauf der
Gesellschaftsanteil
e 0
89.598 17 32.593
122.208 0 0 –37 17.637 17.600
Buchwert verkauftes
Nettovermögen excl.
Firmenwert 0
–63.150
0
–30.315
–93.465 0 0 0 –16.087 –16.087
Firmenwert verkauftes
Immobilienvermögen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Neubewertungsergebnis des
Geschäftsjahres 0
205 0 –1.980
–1.775 0 0 0 –630 –630
Nachträgliche Kosten und
Nebenkosten 0
–1.244
12
–326
–1.557 0 425 –24 60 461
Ergebnis aus
Immobilienverkäufen
(share deal) 0 25.409 29 –28 25.410 0 425 –61 980 1.343
Erlöse aus
Immobilienverkauf 57.265
583 0 0 57.848 16.332 7.374 1.238 0 24.945
Buchwert verkauftes
Immobilienvermögen
–53.860
0 2 0 –53.858 –11.569 0 –1.193 0 –12.762
Firmenwert verkauftes
Immobilienvermögen
–2.090
0 0 0 –2.090 –16 0 –43 0 –59
Neubewertungsergebnis des
Geschäftsjahres
20.020
0 0 0 20.020 354 0 –477 0 –123
Nachträgliche Kosten und
Nebenkosten –3.712
91 220 0
–3.401 –96 2.459 –58 0 2.306
Ergebnis aus
Immobilienverkäufen
(asset deal) 17.624 674 222 0 18.519 5.006 9.833 –532 0 14.307
Ergebnis aus Verkauf von
langfristigem
Immobilienvermögen 17.624 26.083 251 –28 43.930 5.006 10.258 –594 980 15.650
D
er Buchwert des verkauften Nettovermögens (= Eigenkapital) bei Share Deals beinhaltet Immobilienvermögen in
Höhe von 194.958 Tsd. € (2019: 17.414 Tsd. €), wofür Kaufpreise in Höhe von insgesamt 216.515 Tsd. € (2019:
17.619 Tsd. €) vereinbart wurden.
Im Dezember 2020 hat die CA Immo Gruppe einen Vertrag zum Verkauf eines Grundstücks in Düsseldorf
unterschrieben. Der Vertrag bedingt den Verkauf des angrenzenden Grundstücks eines Dritten. Die CA Immo Gruppe
hat das Grundstück zum 31.12.2020 zum alleinstehenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Eine Umwertung auf den
aus der gemeinsamen Transaktion entstehenden beizulegenden Zeitwert wurde nicht durchgeführt, da der Vollzug der
Transaktion von einem Dritten abhängig ist und die Entscheidung nicht vollständig bei der CA Immo Gruppe liegt. In
2020 hat die CA Immo Gruppe keinen ergebniswirksamen Effekt aus dieser Verkaufstransaktion realisiert.
KONZERNABSCHLUSS
129
Immobilienverkaufserlöse
Erträge aus dem Verkauf von Immobilien werden erfasst, wenn
- die CA Immo Gruppe keine Verfügungsrechte oder wirksame Verfügungsgewalt über den Verkaufsgegenstand
zurückbehält (Kontrolle),
- die Höhe der Erlöse und der im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten
verlässlich bestimmt werden können und
- hinreichend wahrscheinlich ist, dass der CA Immo Gruppe der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen
wird.
Langfristige abgegrenzte, im Voraus erhaltene Einnahmen werden im Zugangszeitpunkt mit dem Barwert erfasst und
bei der Folgebewertung mit einem frist- und risikogerechten Marktzins aufgezinst. Der Aufzinsungsbetrag ist in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen
Gemäß IAS 40 werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu jedem Quartalsstichtag zum beizulegenden
Zeitwert bewertet und Bewertungsänderungen grundsätzlich als Neubewertungsergebnis in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesen. Wenn Immobilienvermögen veräußert wird, wird das im Geschäftsjahr bis dahin
realisierte Bewertungsergebnis umgegliedert und gemeinsam mit dem sonstigen Abgangserfolg als Verkaufsergebnis
gezeigt. Der Buchwert eines zugeordneten Firmenwerts wird ebenso beim Verkauf einer Immobilie als Buchwertabgang
im Verkaufsergebnis erfasst.
2.7. Erlöse aus Dienstleistungen
Tsd. € 2020 2019
Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen 7.927 7.831
Managementerlöse und sonstige Honorare 239 669
Erlöse aus Dienstleistungen 8.166 8.500
Erlösrealisierung gem. IFR
S 15
Erlöse sind gemäß IFRS 15 zu erfassen, wenn durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten
Dienstleistung auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Als übertragen gilt ein Vermögenswert
dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Die Verfügungsgewalt über ein Gut
oder eine Dienstleistung wird in der Regel zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragen. Liegt eines der folgenden
Kriterien vor, so findet eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung statt:
a) dem Kunden fließt der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung, währen
d diese
erbracht wird;
b) durch die Leistung wird ein Vermögenswert erstellt oder verbessert (z.B. unfertige Leistung) und der Kunde
erlangt die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert, während dieser erstellt oder verbesse
rt wird; oder
c) durch die Leistung wird ein Vermögenswert erstellt, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten aufweist,
und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht.
Wird eine Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum erfüllt, so ist gemäß IFRS 15 der Transaktionspreis sowie die
Vertragserfüllungs- und erlangungskosten, in Verbindung mit diesem Vertrag, entsprechend dem Leistungsfortschritt
am Bilanzstichtag als Erlös bzw. Aufwand der Periode zu erfassen. Die cost-to-cost Methode wird in der CA Immo
Gruppe zur laufenden Beurteilung und zum Monitoring der Bauprojekte verwendet und stellt eine verlässliche
Methode zur Ermittlung des Leistungsfortschritts dar. Dabei wird das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen
fortschrittsrelevanten Auftragskosten bzw. Baukosten, zu den geschätzten Auftragsgesamtkosten bzw. Baugesamtkosten
(cost-to-cost Methode) ermittelt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
30
Erlöse aus Dienstleistungsverträgen
Eine Dienstleistung ist eine nach Zeiteinheiten abzugeltende Leistung für einen Kunden (z.B. zeitabhängige
Umbauberatung, Planungsleistungen oder Projektunterstützung). Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden im
Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen (Abrechnung nach Zeiteinheiten) erfasst.
Erlöse aus Fertigungsaufträgen
Die CA Immo Gruppe bietet Dienstleistungen auch in Form von Baubegleitungen für Kunden an, die als
Fertigungsauftrag abgewickelt werden. Die Erfassung der Erträge für Fertigungsaufträge (z.B. Projektsteuerung,
Baubegleitung und Abnahme von z.B. Hochbau, Innenausbau oder Erschließung von Grundstücken) erfolgt nach
Maßgabe der Leistungserbringung.
2.8. Indirekte Aufwendungen
Tsd. € 2020 2019
Personalaufwand –45.899 –41.737
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand –9.068 –8.217
Bezogene Leistungen zu Dienstleistungen –1.866 –2.560
Büromiete –820 –676
Reisekosten und Transportkosten –358 –1.190
Sonstige Aufwendungen internes Management –2.707 –3.004
Sonstige indirekte Aufwendungen –29.004 –2.904
Zwischensumme –89.722 –60.288
Aktivierte Eigenleistungen auf langfristiges Immobilienvermögen 15.151 14.336
Bestandsveränderung von zum Handel bestimmten Immobilien 1.394 2.488
Indirekte Aufwendungen –73.176 –43.464
Im Jahr 2020 ha
t die CA Immo Gruppe eine Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten
in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004
eingebracht. Diesbezüglich sind im indirekten Aufwand (sonstige indirekte Aufwendungen) 25.475 Tsd. € an
Gerichtsgebühren enthalten.
Im Personalaufwand sind Einzahlungen in die Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 119 Tsd. € (2019: 110 Tsd. €)
und Einzahlungen in Pensions- bzw. Unterstützungskassen in Höhe von 422 Tsd. € (2019: 423 Tsd. €) erfasst.
Die CA Immo Gruppe aktiviert Teile der indirekten Aufwendungen (im Wesentlichen Personalaufwendungen),
die den Herstellungskosten der Immobilien in Entwicklung sowie zum Handel bestimmten Immobilien
zurechenbar sind. Die Zuordnung erfolgt aufgrund der Tätigkeiten der Abteilungen für diese Entwicklungen. Diese
aktivierten Eigenleistungen bzw. Bestandsveränderungen werden als Korrektur der indirekten Aufwendungen
ausgewiesen. Sofern diese Leistungen an Gemeinschaftsunternehmen der CA Immo Gruppe erbracht werden, erfolgt
keine Kürzung des indirekten Aufwands, sondern eine Erfassung als Erlöse aus Dienstleistungen.
2.9. Sonstige betriebliche Erträge
Tsd. € 2020 2019
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 21 0
Sonstige Erträge 1.182 721
Sonstige betriebliche Erträge 1.204 721
KONZERNABSCHLUSS
131
2.10. Abschreibungen und Wertänderungen
Tsd. € 2020 2019
Planmäßige Abschreibungen –2.043 –1.720
Abschreibungen Nutzungsrechte –2.209 –2.259
Wertminderungen Firmenwert –410 –646
Wertminderungen zum Handel bestimmte Immobilien –988 –118
Wertaufholung zum Handel bestimmte Immobilien 118 213
Abschreibungen und Wertänderungen –5.533 –4.531
Erläuterungen zur
Bemessung von Abschreibungen bzw. Wertminderungen/Wertaufholungen befinden sich in
den Kapiteln „3.2. Selbst genutzte Immobilien“, „3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle
Vermögenswerte“ sowie „4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien“.
2.11. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 2020 2019
Bewertung von Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 1.809 3.808
Ergebnis aus dem Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 90 –80
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 1.898 3.729
2.12. Finanzier
ungsaufwand
Tsd. € 2020 2019
Bankzinsen –20.109 –18.115
Anleihezinsen –22.317 –18.786
Zinsen Wandelschuldverschreibung –4.914 –4.826
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten –1.267 –1.325
Sonstige Zins- und Finanzierungsaufwendungen 1.378 –6.381
Aktivierte Zinsen 4.918 6.286
Finanzierungsaufwand –42.311 –43.148
In Osteuropa wu
rde ein Verfahren im Zusammenhang mit der Entrichtung von Gebäudesteuern zugunsten der
CA Immo Gruppe entschieden. Dies führt zu einem positiven Effekt in Höhe von 5.190 Tsd. € in den sontigen Zins- und
Finanzierungsaufwendungen durch die entsprechende Auflösung der Rückstellung für Verspätungszinsen.
Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen angefallenen und nach der
Effektivzinsmethode ermittelten Zinsen (soweit gemäß IAS 23 nicht aktiviert), nach der Effektivzinsmethode
ermittelte Zinsen für Leasingverbindlichkeiten (soweit gemäß IAS 23 nicht aktiviert), Zinsen für bereitgestellte, aber
noch nicht aufgenommene Fremdfinanzierungen, laufende Zinsen von Derivatgeschäften, die Zinskomponente bei der
Berechnung der Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen, den Ergebnisanteil von nicht beherrschenden
Anteilen an Kommanditgesellschaften sowie zinsenähnliche Aufwendungen.
Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Der Ergebnisanteil von nicht
beherrschenden Anteilen an Kommanditgesellschaften enthält die anteiligen Ergebnisse von nicht beherrschenden
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
32
Gesellschaftern an deutschen Kommanditgesellschaften, deren Einlage, fortgeschrieben um den Ergebnisanteil, in der
Bilanz unter dem Posten „sonstige Verbindlichkeiten“ als Fremdkapital erfasst ist.
2.13. Ergebnis aus Derivaten
Tsd. € 2020 2019
Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres –10.780 –20.748
Bewertung Derivat Wandelschuldverschreibung 32.208 –38.418
Ergebnis aus Derivaten 21.429 –59.165
Der Poste
n „Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres“ beinhaltet:
Tsd. € 2020 2019
Bewertung Zinsswaps ohne Cashflow Hedge Beziehung –11.314 –21.068
Bewertung Zinsfloors 535 321
Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres –10.780 –20.748
2.14. Ergebnis
aus Finanzinvestitionen
Tsd. € 2020 2019
Zinserträge aus Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 1.546 1.492
Bankzinsenerträge 28 25
Dividenden Erträge 1.142 5.778
Erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel (inkl. verfügungsbeschränkte) –355 –46
Negative Einlagenzinsen –1.934 –890
Neubewertung übrige Beteiligungen –5.595 1.120
Ergebnis aus dem Verkauf von übrigen Beteiligungen –1.171 0
Sonstige Zinserträge 2.750 4.057
Ergebnis aus Finanzinvestitionen –3.589 11.535
D
as negative Neubewertungsergebnis von übrigen Beteiligungen resultiert aus dem gesunkenen beizulegeden
Zeitwert.
2.15. Sonstiges Finanzergebnis
Die CA Immo Gruppe hat in 2020 ausstehende Unternehmensanleihen mit einem Nominale von insgesamt
98,5 Mio. € rückgekauft. Dies führte zu einem einmaligen negativen Ergebniseffekt in Höhe von –5.067 Tsd. €, der im
sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen ist.
KONZERNABSCHLUSS
133
2.16. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Tsd. € 2020 2019
ZAO „Avielen A.G.“, St. Petersburg 0 –2.967
0 –2.967
Das Ergebnis au
s assoziierten Unternehmen enthält die Wertänderung aus der Veräußerung bzw. der
Folgebewertung der gewährten Ausleihungen an assoziierte Unternehmen.
2.17. Finanzergebnis
Tsd. € Kategorie
1)
2020 2019
Zinsaufwendungen Zinsen AC –42.311 –43.148
Sonstiges Finanzergebnis Realisierung –5.067 0
Kursdifferenzen Bewertung 3.622 –745
Realisierung –1.237 127
Zinsswaps Bewertung FVtPL –11.314 –21.068
Zinsfloors Bewertung FVtPL 535 321
Derivat Wandelschuldverschreibung Bewertung FVtPL 32.208 –38.418
Zinserträge Zinsen AC 4.325 5.574
Negative Einlagenzinsen Zinsen AC –1.934 –890
Finanzinvestitionen Dividenden FVtPL/ FVOCI 1.142 5.778
Finanzinvestitionen Bewertung FVtPL –5.595 1.120
Ergebnis aus dem Verkauf von
übrigen Beteiligungen Realisierung FVtPL
–1.171 0
Erwartete Kreditverluste auf liquide
Mittel (inkl. verfügungsbeschränkte) Bewertung AC
–355 –46
Nettoergebnis von
Finanzinstrumenten –27.154 –91.396
Ergebnis aus assoziierten
Unternehmen Bewertung AEA
0 –2.963
Realisierung AEA 0 –4
Ergebnis aus assoziierten
Unternehmen 0 –2.967
Finanzergebnis –27.154 –94.363
1)
AC – amortised cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVtPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert), FVOCI
– fair value through other comprehensive income (erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert), AEA – at equity (nach der Equity-Methode einbezogen)
Dem Segment Osteuropa übrige Regionen Development wurde in 2019 eine Wertminderung für assoziierte
Unternehmen in Höhe von –2.963 Tsd. € zugeordnet. Die Ausleihungen an assoziierte Unternehmen wurden im Jahr
2019 gemeinsam mit der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen veräußert.
In den Kursdifferenzen werden die im Wesentlichen mit der Finanzierung und Veranlagung
zusammenhängenden Währungskursgewinne/-verluste und die Wertänderungen sowie das Ergebnis aus der
Realisierung von Devisentermingeschäften ausgewiesen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
34
2.18. Sonstiges Ergebnis
2020
Tsd. € Bewertungsergebnis
(Hedging)
Rücklage aus
Währungs-
umrechnung
Rücklage aus
Bewertung von
Wertpapieren
Rücklage IAS 19
Summe
Sonstiges Ergebnis vor Steuern –620 –111 0 –80 –812
Ertragsteuern auf sonstiges
Ergebnis 198
0 0 28
226
Sonstiges Ergebnis der Periode –422 –111 0 –52 –585
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens –422
–111
0 –52 –585
2019
Tsd. € Bewertungsergebnis
(Hedging)
Rücklage aus
Währungs-
umrechnung
Rücklage aus
Bewertung von
Wertpapieren
Rücklage IAS 19
Summe
Sonstiges Ergebnis vor Steuern 0 –14 19.441 –1.549 17.877
Ertragsteuern auf sonstiges
Ergebnis 0 0
–1.215
490 –726
Sonstiges Ergebnis der Periode 0 –14 18.226 –1.060 17.152
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens
0 –14 18.226 –1.060 17.152
Die Rüc
klage gemäß IAS 19 beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von
leistungsorientierten Plänen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen, sowie versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste auf das Planvermögen.
2.19. Ergebnis je Aktie
2020 2019
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im
Umlauf Stück
93.028.299 93.028.299
Konzernergebnis Tsd. € 253.948 393.282
Unverwässertes Ergebnis je Aktie € 2,73 4,23
KONZERNABSCHLUSS
135
2020
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf Stück 93.028.299
Verwässerungseffekt:
Wandelschuldverschreibung Stück 6.659.902
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien Stück 99.688.201
Auf Aktionäre des Mutterunter
nehmens entfallendes
Konzernergebnis Tsd. €
253.948
Verwässerungseffekt:
Verzinsung für Wandelschuldverschreibungen/Bewertung
Derivat Wandelschuldverschreibung Tsd. €
–27.294
Abzüglich Steuern Tsd. € 6.823
Auf Aktionäre des Mutterunternehmens entfallendes
Konzernergebnis bereinigt um den Verwässerungseffekt Tsd. €
233.478
Verwässertes Ergebnis je Aktie € 2,34
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
36
KAPITEL 3: LANGFRISTIGES VERMÖGEN
3.1. Langfristiges Immobilienvermögen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40) – Entwicklung und Klassifizierung
Tsd. € Bestands-
immobilien
Immobilien in
Entwicklung
Summe
Buchwerte
Stand 1.1.2019 3.755.196 651.575 4.406.771
Erstanwendung IFRS 16 31.835 0 31.835
Laufende Investitionen/Herstellung 58.909 166.678 225.588
Abgänge –11.263 –4.523 –15.786
Umgliederungen selbst genutzte
Immobilien
–1.070
0
–1.070
Umgliederungen 155.313 –155.313 0
Neubewertung 303.325 158.688 462.014
Veränderung Anreizvereinbarungen 648 0 648
Stand 31.12.2019 4.292.893 817.107 5.110.000
Erwerb Immobilien und
Immobiliengesells
chaften 219.825
0
219.825
Laufende Investitionen/Herstellung 45.926 203.289 249.215
Abgänge –249.064 0 –249.064
Umgliederungen zur Veräußerung
gehaltenes Immobilienvermögen –33.894 0
–33.894
Umgliederung von IAS 40 zu IAS 2 0 –1.030 –1.030
Umgliederung geleistete Anzahlung
zu IAS 40 4.020 0
4.020
Umgliederungen 335.664 –335.664 0
Neubewertung 94.166 107.577 201.744
Veränderung Anreizvereinbarungen 13.531 –143 13.388
Stand 31.12.2020 4.723.068 791.136 5.514.204
Die laufenden I
nvestitionen in Immobilien in Entwicklung in 2020 betreffen im Wesentlichen die Projekte Frankfurt
ONE (105.263 Tsd. €), CUBE (7.907 Tsd. €), Berlin Europaplatz 04 (27.215 Tsd. €), ZigZag Zollhafen Mainz
(7.511 Tsd. €), Hallesches Ufer 74-76 (8.583 Tsd. €) und Baumkirchen Mitte MK (7.777 Tsd. €) in Deutschland sowie
diverse weitere Projekte in Deutschland und Tschechien. Die Investitionen in Bestandsobjekte betreffen im
Wesentlichen München Nymphenburg (10.277 Tsd. €) und CUBE (4.767 Tsd. €) in Deutschland. Der Erwerb von
Immobilien und Immobiliengesellschaften betrifft die erworbenen Bürogebäude Am Karlsbad 11 und Pohlstraße 20 in
Deutschland sowie Postepu 14 in Polen. Die Umgliederung der geleisteten Anzahlung betrifft vollständig das
erworbene Bürogebäude Am Karlsbad 11 in Deutschland. Die Umgliederungen von Entwicklungs- zu
Bestandsimmobilien betreffen den CUBE, My.B, Baumkirchen NEO, Quartiersgarage Mainz sowie Millenium Tower in
Deutschland. Die Umgliederung des Immobilienvermögens von IAS 40 Bestandsimmobilien zu IAS 2 betrifft zur Gänze
Baumkirchen Mitte.
Die Abgänge des Geschäftsjahres betreffen den Verkauf des Bürogebäudes CUBE in Deutschland sowie das
Bürogebäude Zagrebtower in Kroatien. Im Vorjahr betrafen die Abgänge im Wesentlichen den Verkauf eines Hotels in
Österreich sowie den Verkauf eines unbebauten Grundstücks in der Slowakei.
Der beizulegende Zeitwert der als Sicherstellung für Fremdfinanzierungen verpfändeten Immobilien beträgt
3.036.646 Tsd. € (31.12.2019: 2.790.911 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
137
Im Geschäftsjahr 2020 wurden insgesamt Fremdkapitalkosten in Höhe von 4.918 Tsd. € (2019: 5.868 Tsd. €) mit einem
gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 1,30% (2019: 1,71%) im Rahmen der Errichtung von Immobilien auf die
Herstellungskosten aktiviert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 103 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €).
Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. € Bestands-
immobilien
Immobilien in
Entwicklung
Summe
Stand 1.1.2019
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 3.739.762 651.432
4.391.194
Anreizvereinbarungen 15.434 143 15.577
Marktwert/Buchwert 3.755.196 651.575 4.406.771
Stand 31.12.2019
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 4.276.811 816.964
5.093.775
Abgrenzung Anreizvereinbarungen 16.082 143 16.225
Marktwert/Buchwert 4.292.893 817.107 5.110.000
Stand 31.12.2020
Beizulegender Zeitwert
Immobilienvermögen 4.693.569 791.136
5.484.705
Abgrenzung Anreizvereinbarungen 29.498 0 29.498
Marktwert/Buchwert 4.723.068 791.136 5.514.204
Klassifizierung
von Immobilienvermögen bei einer gemischten Nutzung
Einige Immobilien werden gemischt genutzt – teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen
und teilweise für Verwaltungszwecke. Wenn diese Teile gesondert veräußert werden können, bilanziert die CA Immo
Gruppe diese Teile getrennt. Ist eine Trennung nicht möglich, erfolgt eine Klassifizierung der gesamten Immobilie als
Finanzinvestition nur dann, wenn die Eigennutzung weniger als 5,0% der gesamt nutzbaren Fläche beträgt.
Klassifizierung von Immobilienvermögen bei einer Nutzungsänderung
Änderungen in der Klassifizierung von Immobilienvermögen (Bestandsimmobilien, Immobilienvermögen in
Entwicklung, selbst genutzte Immobilien, zum Handel bestimmte Immobilien) sind nur dann vorzunehmen, wenn eine
Nutzungsänderung vorliegt. Übertragungen in oder aus dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien sind beispielsweise wie folgt belegt:
– Beginn oder Ende der Selbstnutzung einer Immobilie bzw. Beginn der Entwicklung mit der
Absicht der Selbstnutzung
einer Immobilie (Umgliederung in oder aus Posten der selbstgenutzten Immobilien),
– Beginn der konkreten Entwicklung mit der Absicht des
Verkaufs (Umgliederung von als Finanzin
vestition gehaltenen
Immobilien in zum Handel bestimmte Immobilien).
Klassifizierung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Der Posten „als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ beinhaltet Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung, die weder selbst genutzt noch zur Veräußerung im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, sondern
zur Generierung von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen gehalten werden. Fruchtgenussrechte an bebauten
Grundstücken und die Anmietung von Stellplätzen zur Untervermietung führen zum Ansatz von Nutzungsrechten, die
dem Posten „Bestandsimmobilien“ zugeordnet werden.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
38
In Entwicklung befindliche Immobilien werden zu den Bestandsimmobilien umgegliedert, wenn die wesentlichen
Baumaßnahmen beendet wurden.
Wertansatz von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Der Wertansatz von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt nach dem Modell des beizulegenden
Zeitwertes. Veränderungen zum aktuellen Buchwert vor Neubewertung (beizulegender Zeitwert des Vorjahres plus
nachträgliche/zusätzliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich nachträglicher Anschaffungspreis-
minderungen sowie Auswirkungen der Abgrenzung von Anreizvereinbarungen) werden erfolgswirksam im „Ergebnis
aus Neubewertung“ erfasst.
Investitionszuschüsse werden als Verminderung der Herstellungskosten dargestellt.
Fremdkapitalkosten werden beim Bau von Immobilien im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert, wenn sie für
einen qualifizierten Vermögenswert verwendet wurden (direkt und allgemein aufgenommene Finanzmittel). Unter
qualifizierten Vermögenswerten werden in diesem Zusammenhang jene verstanden, für die ein beträchtlicher Zeitraum
(grundsätzlich mehr als 12 Monate) erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen
Zustand zu versetzen. In Fällen, in denen Fremdkapital nicht direkt für die Beschaffung eines einzelnen qualifizierten
Vermögenswertes aufgenommen wurde, wird der anteilige Betrag der aktivierbaren allgemeinen Fremdkapitalkosten
den qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet. Dabei wird der Finanzierungskostensatz für das allgemeine
Fremdkapital als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für sämtliche Kredite berechnet, jedoch mit
Ausnahme der speziell für den qualifizierten Vermögenswert aufgenommenen Schulden.
Alle anderen
Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Wertansatz von Nutzungsrechten
Der Wertansatz von Nutzungsrechten in Form von Fruchtgenussrechten an bebauten Grundstücken sowie
angemieteten Stellplätze zur Untervermietung entspricht der Leasingverbindlichkeit. Diese Nutzungsrechte erfüllen die
Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und sind daher in der Folgebewertung grundsätzlich zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die planmäßige Abschreibung für diese Nutzungsrechte entfällt und wird durch
die erfolgswirksam zu erfassende Neubewertung ersetzt. Die durch Gutachter erstellten Bewertungsgutachten
reflektieren den beizulegenden Zeitwert des jeweiligen Objekts insgesamt, wie er am Markt realisierbar wäre. Insoweit
würde der Ansatz des Gesamtobjekts mit dem Wert gemäß Gutachten wegen der auf der Passivseite angesetzten
Leasingverbindlichkeit zu einem unsachgemäßen Ergebnis führen. Der Wert laut Bewertungsgutachten ist daher um die
sich zum Bilanzstichtag ergebende Leasingverbindlichkeit zu erhöhen.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40) – Bewertung
Bewertungsprozess und Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
In Österreich erfolgte für 99,9% (31.12.2019: 99,9%), in Deutschland für 98,1% (31.12.2019: 94,7%) sowie in
Osteuropa für 100% (31.12.2019: 100%) des Immobilienvermögens laut Segmentberichterstattung eine externe
Bewertung zum Stichtag 31.12.2020. Die Werte für das übrige Immobilienvermögen wurden auf Basis verbindlicher
Kaufverträge bzw. intern auf Grundlage der Bewertungen des Vorjahres fortgeschrieben. Die CA Immo Gruppe
beauftragt grundsätzlich halbjährlich eine externe Bewertung. Hierzu erhalten die Sachverständigen objektspezifisch
alle wesentlichen, wertrelevanten Unterlagen und Informationen. Vor Fertigstellung der Gutachten werden diese durch
interne Kontrollen (u.a. Input Testing) auf Plausibilität geprüft, bevor diese im Anschluss von den Sachverständigen
finalisiert werden.
Die externen Bewertungen erfolgen gemäß den vom britischen Berufsverband "Royal Institution of Chartered
Surveyors" (RICS) definierten Standards. RICS definiert den beizulegenden Zeitwert als den geschätzten Betrag für den
ein Vermögensgegenstand oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag von einem verkaufsbereiten Verkäufer im
Rahmen einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach einer angemessenen Vermarktungsdauer an einen
kaufbereiten Käufer verkauft werden könnte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.
KONZERNABSCHLUSS
139
Die Auswahl der unabhängigen externen Immobiliensachverständigen durch die CA Immo Gruppe erfolgt einerseits
nach fachlicher Qualifikation, welche über nationale und internationale Standards wie HypZert, RICS sowie öffentliche
Bestellungen und Vereidigungen definiert wird und andererseits über lokale Marktpräsenz bzw. –durchdringung.
Die vom Gutachter im jeweiligen Fall angewandte Bewertungsmethode hängt insbesondere von dem
Entwicklungsstadium und der Nutzungsart einer Immobilie ab.
Vermietete gewerbliche Liegenschaften, welche den größten Anteil am Portfolio der CA Immo Gruppe haben, werden
weitgehend nach der Investmentmethode bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte repräsentieren dabei den Barwert
künftig erwarteter Mieterträge. Diese werden auf Basis von zwei Zeitabschnitten ermittelt: den ersten Zeitabschnitt
„Term“ mit überwiegend vertraglich gesicherten Mieten über die durchschnittlichen angenommenen
Restmietvertragsdauern und den darauffolgenden Zeitabschnitt „Reversion“ für den der Gutachter weitere Parameter,
wie insbesondere die im Objekt erzielbare Marktmiete, berücksichtigt. Beide Zeitabschnitte werden mit einem
adäquaten Zinssatz (term yield/reversionary yield) kapitalisiert.
Bei Liegenschaften in der Entwicklungs- und Herstellungsphase wird das Residualwertverfahren angewendet. Hierbei
basieren die beizulegenden Zeitwerte auf den geschätzten beizulegenden Zeitwerten nach Fertigstellung abzüglich der
noch erwarteten Aufwendungen sowie eines angemessenen Developerprofits in Höhe von 6% bis 25% des
beizulegenden Zeitwertes nach Fertigstellung (31.12.2019: 8% bis 20%). Bei Liegenschaften, welche kurz vor der
Fertigstellung stehen, bewegen sich die Developerprofits – entsprechend dem reduzierten Risiko – am unteren Rand
der Spanne. Risiken der Bestandsphase (nach Fertigstellung) werden u.a. in den künftigen erwarteten Mietansätzen
und Netto-Anfangsrenditen in Höhe von 2,8% bis 5,2% (31.12.2019: 3,6% bis 5,2%) sowie Finanzierungszinssätzen in
Höhe von 2,0% bis 4,0% (31.12.2019: 2,0% bis 3,0%) berücksichtigt. Die Zinssätze variieren insbesondere in
Abhängigkeit vom allgemeinen Marktverhalten sowie Standorten und Nutzungsarten. Je näher ein Projekt dem
Fertigstellungszeitpunkt kommt, desto größer ist der Anteil aus Ist-Zahlen bzw. aus vertraglich fixierten Zahlen
abgeleiteten Parametern. Nach bzw. kurz vor Fertigstellung werden die Liegenschaften nach der Investmentmethode
(siehe oben) unter Berücksichtigung der noch ausstehenden Restarbeiten bewertet.
Folgende Tabelle zeigt die wesentlichsten Inputfaktoren für die Bewertung von Bestandsimmobilien (der
beizulegende Zeitwert der Klassen Büro Österreich und Büro Deutschland inkludiert jeweils auch den beizulegenden
Zeitwert der selbst genutzten Immobilien) und Liegenschaften in Entwicklung (die Zuordnung der Immobilien zu den
einzelnen Klassen erfolgt anhand der Hauptnutzungsart). Die Tabellen zeigen für die Immobilien je Klasse die Werte
Minimum und Maximum für Miete und Yield sowie die nach Fläche gewichteten Mittelwerte für Miete, Leerstand und
Yield und die in Jahren ermittelte durchschnittliche Restmietzeit.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
40
Klassifizierung Bestands-
immobilien inkl. selbst
genutzter Immobilien
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019
Inputfaktoren
Bandbreite 2020 Bandbreite 2019
Bewertungsverfahren
Investment Methode
Tsd. € Tsd. €
Büro Österreich 367.000 356.800 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 11,32 10,77
Ist-Miete €/m² p. M. 7,22 - 26,99 7,47 - 28,49
Markt-Miete €/m² p. M. 6,54 - 24,33 6,30 - 24,12
durchschn. Restmietzeit in Jahren 4,19 5,99
durchschn. Leerstandsrate in % 11,96 8,23
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 3,35 / 6,25 / 4,48 3,35 / 7,50 / 4,79
Yield Reversion M
in/Max/gew. Mittel
in % 3,20 / 6,75 / 4,72 3,20 / 7,50 / 4,97
Büro Deutschland* 1.989.342 1.467.559 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 18,11 17,41
Ist-Miete €/m² p. M. 10,62 - 27,15 10,36 - 25,29
Markt-Miete €/m² p. M. 11,99 - 29,06 7,00 - 27,82
durchschn. Restmietzeit in Jahren 8,96 7,91
durchschn. Leerstandsrate in % 2,92 1,15
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 0,00 / 4,10 / 3,14 2,95 / 5,00 / 3,48
Yield Reversion M
in/Max/gew. Mittel
in % 3,45 / 4,60 / 3,82 3,45 / 5,50 / 4,05
Büro Osteuropa* 1.977.415 2.009.574 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 14,62 14,26
Ist-Miete €/m² p. M. 8,82 - 21,36 9,93 - 21,34
Markt-Miete €/m² p. M. 6,77 - 18,75 8,50 - 18,60
durchschn. Restmietzeit in Jahren 3,12 3,54
durchschn. Leerstandsrate in % 6,49 5,85
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 4,60 / 10,00 / 6,87 3,90 / 8,75 / 6,52
Yield Reversion M
in/Max/gew. Mittel
in % 4,70 / 12,00 / 6,83 4,85 / 9,25 / 6,71
Büro Gesamt 4.333.758 3.833.933
Geschäft Österreich 90.100 94.000 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 13,38 14,01
Ist-Miete €/m² p. M. 13,38 - 13,38 14,01 - 14,01
Markt-Miete €/m² p. M. 12,92 - 12,92 12,90 - 12,90
durchschn. Restmietzeit in Jahren 3,13 1,74
durchschn. Leerstandsrate in % 13,12 7,31
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 4,65 / 4,65 / 4,65 4,40 / 4,40 / 4,40
Yield Reversion M
in/Max/gew. Mittel
in % 4,60 / 4,60 / 4,60 4,40 / 4,40 / 4,40
Geschäft Gesamt 90.100 94.000
* Der Buchwert der Klasse „Büro Deutschland“ enthält Nutzungsrechte in Höhe von 572 Tsd € (31.12.2019: 1.309 Tsd. €) bzw. die Klasse „Büro
Osteuropa“ in Höhe von 37.245 Tsd. € (31.12.2019: 29.914 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
141
Klassifizierung
Bestandsimmobilien
inkl. selbst genutzter
Immobilien
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019
Inputfaktoren
Bandbreite 2020 Bandbreite 2019
Bewertungsverfahren
Investment Methode
Tsd. € Tsd. €
Hotel Österreich 60.900 74.600 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 10,18 10,07
Ist-Miete €/m² p. M. 10,04 - 11,05 9,91 - 11,05
Markt-Miete €/m² p. M. 10,00 - 12,00 11,05 - 12,00
durchschn. Restmietzeit in Jahren 6,93 7,93
durchschn. Leerstandsrate in % 0,00 0,00
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 5,25 / 5,75 / 5,67 4,75 / 5,25 / 5,17
Yield Reversion Min/Max/gew. Mitte
l
in % 5,50 / 6,00 / 5,92 5,00 / 5,75 / 5,65
Hotel Deutschland 169.700 193.100 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 15,71 16,09
Ist-Miete €/m² p. M. 15,41 - 16,97 15,61 - 16,97
Markt-Miete €/m² p. M. 14,39 - 16,00 15,69 - 16,97
durchschn. Restmietzeit in Jahren 14,49 15,41
durchschn. Leerstandsrate in % 1,05 1,11
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 3,80 / 4,75 / 4,06 3,60 / 4,20 / 3,74
Yield Reversion Min/Max/gew. Mitte
l
in % 4,30 / 5,15 / 4,48 4,10 / 4,60 / 4,19
Hotel Gesamt 230.600 267.700
Sonstige Österreich 17.900 51.440 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 1,35 1,34
Ist-Miete €/m² p. M. 1,35 - 1,35 1,34 - 1,34
Markt-Miete €/m² p. M. 0,98 - 0,98 0,98 - 0,98
durchschn. Restmietzeit in Jahren 1,02 0,98
durchschn. Leerstandsrate in % 0,00 0,00
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 6,25 / 6,25 / 6,25 6,25 / 6,25 / 6,25
Yield Reversion Min/Max/gew. Mitte
l
in % 6,15 / 6,15 / 6,15 6,15 / 6,15 / 6,15
Sonstige Deutschland 67.110 60.520 durchschn. gew. Ist-Miete €/m² p. M. 4,48 4,35
Ist-Miete €/m² p. M. 3,51 - 7,11 3,51 - 7,11
Markt-Miete €/m² p. M. 3,44 - 7,11 3,44 - 7,11
durchschn. Restmietzeit in Jahren 4,60 4,36
durchschn. Leerstandsrate in % 0,76 3,99
Yield Term Min/Max/gew. Mittel in % 2,35 / 6,50 / 4,40 2,50 / 7,00 / 4,84
Yield Reversion Min/Max/gew. Mitte
l
in % 4,65 / 6,00 / 5,19 4,75 / 8,00 / 5,94
Sonstiges Gesamt 85.010 111.960
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
42
Klassifizierung Immobilien in
Entwicklung
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019
Inputfaktoren
Bandbreite
2020
Bandbreite
2019
Bewertungsverfahren
Residualwertverfahren
Tsd. € Tsd. €
Büro Deutschland 509.900 515.580 Soll-Miete €/m² p. M. 18,50 - 33,50 14,00 - 33,00
Baukosten €/m² 1.801 - 3.673 2.092 - 2.919
Nebenkosten in % von Baukosten 19,36 - 32,28 23,00 - 27,40
Büro Osteuropa 39.100 14.930 Soll-Miete €/m² p. M. 15,50 - 15,50 15,75 - 15,75
Baukosten €/m² 1.290 - 1.410 1.433 - 1.447
Nebenkosten in % von Baukosten 10,00 - 10,00 9,10 - 10,00
Sonstige Deutschland 0 1.100 Soll-Miete €/m² p. M. - 14,00 - 33,00
Baukosten €/m² - 2.092 - 2.919
Nebenkosten in % von Baukosten - 23,00 - 27,40
Development Gesamt 549.000 531.610
Für G
rundstücksreserven, auf welchen keine aktiven Entwicklungen in naher Zukunft zu erwarten sind, wird das
Vergleichswertverfahren herangezogen.
Klassifizierung Immobilien in
Entwicklung
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2020
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019
Inputfaktoren
Bandbreite
2020
Bandbreite
2019
Bewertungsverfahren
Vergleichswert
Tsd. € Tsd. €
Grundstücksreserven
Deutschland
241.986 285.352
Min - Max
Wertansatz / m²
Grundstücksfläche 2,25 - 22.503,08 2,25 - 21.516,65
Grundstücksreserven Osteuropa 150 145
Min - Max
Wertansatz / m²
Grundstücksfläche 29,87 - 29,87 28,88 - 28,88
Grundstücksreserven Gesamt 242.136 285.497
W
echselwirkungen zwischen den Inputfaktoren
Die wesentlichen Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für Bestandsgebäude sind die
tatsächlichen Mieten bzw. Marktmietansätze sowie die Zinssätze (Renditen). Steigende Mieten (z.B. bei knappen
Angebot und erhöhter Nachfrage) hätten zur Folge, dass die Marktwerte steigen. Umgekehrt gilt, dass bei entsprechend
fallenden Mieten die Marktwerte sinken.
Steigende Renditen (z.B. der Markt erwartet erhöhte Zinssätze aufgrund von gestiegenen Risiken - Überangebot, etc.)
hätten zur Folge, dass die Marktwerte fallen. Umgekehrt gilt, dass entsprechend fallende Renditen (z.B. erhöhte
Investorennachfrage nach derartigen Immobilien) die Marktwerte steigen lassen.
Diese beiden Inputfaktoren wirken verstärkt - sowohl positiv als auch negativ -, wenn sie gemeinsam auftreten. D.h.
eine erhöhte Nachfrage nach Mietflächen sowie gleichzeitig eine erhöhte Investorennachfrage nach derartigen
Immobilien hätte zur Folge, dass die Marktwerte noch stärker steigen. Umgekehrt würde eine geringe Nachfrage nach
Mietflächen sowie gleichzeitig eine gedämpfte Investorennachfrage die Marktwerte entsprechend noch stärker fallen
lassen.
KONZERNABSCHLUSS
143
Bei Immobilien in Bau kommen noch die Baukosten als weiterer wesentlicher Inputfaktor hinzu. Der Marktwert einer
Immobilie wird im Wesentlichen durch den erwarteten Mietertrag bzw. Rendite geprägt. In diesem Spannungsfeld
werden neue Immobilienprojekte geplant und kalkuliert. Hierbei hat der Inputfaktor „Baukosten“ einen wesentlichen
Einfluss in der Form, dass sich die kalkulierten Baukosten während der Gestehungsphase sowohl marktbedingt (z.B.
Rohstoffknappheit bzw. Überangebot am Markt) als auch planungsbedingt (z.B. bei notwendigen nachträglichen
Änderungen, unvorhersehbaren Hindernissen, nachträglichen Einsparungen, etc.) verändern können. Dies hat
wiederum einen Einfluss auf die Rentabilität des Immobilienprojektes. Diese zusätzlichen Chancen/Risiken werden in
einem Developerprofit (Wagnis/Gewinn) entsprechend berücksichtigt.
Der beizulegende Zeitwert von vermieteten Liegenschaften, Liegenschaften in der Entwicklungs- und
Herstellungsphase sowie von Grundstücksreserven entspricht Stufe 3 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Spiegel nach Klassen
Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der einzelnen Klassen dar, die in der Bemessungshierarchie gemäß
IFRS 13 Level 3 zuzuordnen sind:
Büro Büro Büro Geschäft
Tsd. € Österreich* Deutschland* Osteuropa Österreich
Stand 1.1.2019 335.800 1.091.100 1.883.670 96.900
Erstanwendung IFRS 16 0 1.814 29.961 0
Zugänge 16.583 18.891 20.952 69
Abgänge 0 0 –65 0
Bewertung 4.265 201.555 73.189 –2.946
Umgliederung zwischen Klassen 0 155.313 0 0
Veränderung Anreizvereinbarungen 151 –1.114 1.866 –23
Stand 31.12.2019 = 1.1.2020 356.800 1.467.559 2.009.574 94.000
Zugänge 2.211 23.150 28.868 1.089
Abgänge 0 –152.958 –42.562 0
Erwerb Immobilien und
Immobiliengesellschaften 0 127.495 92.330 0
Bewertung 7.268 190.186 –79.192 –5.044
Umgliederung IFRS 5 0 0 –33.894 0
Umgliederung zwischen Klassen 0 333.214 0 0
Veränderung Anreizvereinbarungen 721 697 2.292 55
Stand 31.12.2020 367.000 1.989.342 1.977.415 90.100
* Der beizulegende Zeitwert der Klassen Büro Österreich und Büro Deutschland inkludiert jeweils auch den beizulegenden Zeitwert der selbst genutzten
Immobilien.
Die Kaufpreisanzahlung aus dem Jahr 2019 zum Erwerb der Immobilie Am Karlsbad 11 in Berlin wurde in 2020 aus
den langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten auf die Bestandsimmobilien umgegliedert, da die
Transaktion abgeschlossen wurde.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
44
Hotel Hotel Sonstige Sonstige
Tsd. € Österreich Deutschland Österreich Deutschland
Stand 1.1.2019 85.500 170.200 50.650 53.920
Erstanwendung IFRS 16 60 0 0 0
Zugänge 123 765 0 2.041
Abgänge –11.510 0 0 0
Bewertung 444 21.407 790 4.559
Veränderung Anreizvereinbarungen –16 728 0 0
Stand 31.12.2019 = 1.1.2020 74.600 193.100 51.440 60.520
Zugänge 0 90 0 285
Abgänge 0 0 –53.860 0
Bewertung –13.544 –23.840 20.320 –274
Umgliederung zwischen Klassen 0 0 0 6.470
Veränderung Anreizvereinbarungen –156 349 0 109
Stand 31.12.2020 60.900 169.700 17.900 67.110
Tsd. € Development
Deutschland
Development
Osteuropa
Grundstücksreserven
Deutschland
Grundstücksreserven
Osteuropa
Stand 1.1.2019 377.760 0 258.046 15.755
Erstanwendung IFRS 16 0 0 0 0
Zugänge 153.918 3.785 8.975 0
Abgänge 0 0 –60 –4.463
Bewertung 110.874 1.105 47.830 –1.107
Umgliederung zwischen Klassen –125.873 10.040 –29.440 –10.040
Veränderung Anreizvereinbarungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2019 = 1.1.2020 516.680 14.930 285.352 145
Zugänge 171.077 20.959 11.267 0
Bewertung 57.270 3.211 47.077 5
Umgliederung IAS 2 0 0 –1.030 0
Umgliederung zwischen Klassen –234.984 0 –100.680 0
Veränderung Anreizvereinbarungen –143 0 0 0
Stand 31.12.2020 509.900 39.100 241.986 150
Sensitivitäten der
Immobilienbewertung
Bei allen Wertermittlungen geht es um die Einschätzung eines Preises, der bei einer Transaktion am
Wertermittlungsstichtag erzielt werden könnte. Dabei beruhen die Wertermittlungen auf Annahmen, wie z.B. dass ein
geregelter Markt in der Region vorhanden ist. Unvorhergesehene makroökonomische oder politische Krisen können
wesentliche Auswirkungen auf den Markt haben. Dies kann sich in Panikkäufen oder -verkäufen oder in einer
allgemeinen Zurückhaltung gegenüber dem Abschluss von Geschäften äußern. Fällt der Wertermittlungsstichtag in die
unmittelbare Folgezeit eines solchen Ereignisses, können die Daten, auf die sich die Wertermittlung gegebenenfalls
stützt, umstritten, unvollständig oder inkonsistent sein, was sich unweigerlich auf die der Wertermittlung
zuzuschreibende Verlässlichkeit auswirkt.
Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat viele Aspekte des täglichen Lebens und der globalen Wirtschaft beeinflusst.
Viele Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität
KONZERNABSCHLUSS
145
im Jahr 2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt. Gegenwärtig sind die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen
Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Immobilienmärkte höchst ungewiss. Einige Immobilienmärkte weisen
ein deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf.
Jüngste Wirtschaftsdaten deuten inzwischen auf eine Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit im Euroraum hin,
obwohl das Aktivitätsniveau deutlich unter dem vor dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie herrschenden Niveau liegt
und die Aussichten nach wie vor höchst unsicher sind. Obwohl die Eindämmungspolitik weltweit gelockert wurde,
bleibt die globale Erholung ungleichmäßig und unsicher.
Da die Folgen gegenwärtiger und künftiger Maßnahmen zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar sind, werden die
Auswirkungen von Covid-19 auf die Immobilienmärkte und die Immobilienwerte der Gruppe regelmäßig überprüft.
Bei Objekten mit aktuell hohem Leerstand bzw. mit kurzfristigen Mietverträgen ist der Einfluss der vom Bewerter
getroffenen Annahmen auf den Immobilienwert größer, als dies bei Liegenschaften mit langfristig vertraglich
abgesicherten Zahlungsströmen der Fall ist.
Die von den externen Sachverständigen ermittelten Immobilienwerte sind von einer Vielzahl von Parametern
abhängig, die teilweise auf komplexe Art und Weise gegenseitige Wechselwirkungen aufweisen. Zum Zwecke einer
Sensitivitätsanalyse für ganze Teilportfolien hinsichtlich der Wertauswirkung von Änderungen eines Parameters
werden nachfolgend einzelne Inputfaktoren variiert (andere Faktoren bleiben unverändert), um mögliche
Veränderungen darzustellen.
Die folgenden Tabellen zeigen die Sensitivitäten der beizulegenden Zeitwerte auf eine Änderung der erwarteten
Mieterlöse (für diese Modellzwecke definiert als Marktmiete) und der yields (term yield – Kapitalisierungszinssatz für
die durchschnittliche angenommene Restlaufzeit bestehender Mietverträge und reversionary yield –
Kapitalisierungszinssatz für erwartete Mieteinnahmen nach dem Ablauf der bestehenden Mietverträge) für alle
Bestandsimmobilien mit Ausnahme der zur Veräußerung gehaltenen Immobilien.
2020
Büro Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,83% 5,99% 11,14% 16,30% 21,46%
–5% –4,41% 0,43% 5,28% 10,12% 14,97%
0% –9,13% –4,57% 0,00% 4,57% 9,13%
+5% –13,41% –9,09% –4,78% –0,46% 3,85%
+10% –17,30% –13,21% –9,12% –5,03% –0,95%
2019
Büro Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,59% 6,45% 11,31% 16,17% 21,03%
–5% –3,74% 0,81% 5,36% 9,91% 14,46%
0% –8,55% –4,27% 0,00% 4,27% 8,55%
+5% –12,90% –8,87% –4,85% –0,83% 3,20%
+10% –16,85% –13,06% –9,26% –5,46% –1,66%
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
46
2020
Büro Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,46% 7,07% 11,67% 16,28% 20,88%
–5% –3,07% 1,23% 5,53% 9,82% 14,12%
0% –8,05% –4,02% 0,00% 4,02% 8,05%
+5% –12,54% –8,77% –4,99% –1,22% 2,56%
+10% –16,63% –13,08% –9,53% –5,98% –2,43%
2019
Büro Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,45% 7,13% 11,81% 16,49% 21,17%
–5% –3,14% 1,22% 5,59% 9,96% 14,33%
0% –8,18% –4,09% 0,00% 4,09% 8,18%
+5% –12,73% –8,89% –5,06% –1,22% 2,62%
+10% –16,86% –13,25% –9,65% –6,04% –2,43%
2020
Büro Osteuropa
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,87% 6,80% 11,72% 16,64% 21,57%
–5% –3,69% 0,93% 5,55% 10,17% 14,79%
0% –8,70% –4,35% 0,00% 4,35% 8,70%
+5% –13,23% –9,13% –5,02% –0,92% 3,19%
+10% –17,35% –13,47% –9,59% –5,71% –1,83%
2019
Büro Osteuropa
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 2,05% 6,87% 11,69% 16,51% 21,33%
–5% –3,50% 1,02% 5,54% 10,06% 14,58%
0% –8,50% –4,25% 0,00% 4,25% 8,50%
+5% –13,03% –9,02% –5,01% –1,00% 3,00%
+10% –17,14% –13,35% –9,56% –5,78% –1,99%
KONZERNABSCHLUSS
147
2020
Geschäft Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,60% 5,97% 11,35% 16,72% 22,09%
–5% –4,74% 0,32% 5,37% 10,43% 15,49%
0% –9,55% –4,77% 0,00% 4,77% 9,55%
+5% –13,90% –9,38% –4,86% –0,35% 4,17%
+10% –17,85% –13,57% –9,28% –5,00% –0,72%
2019
Geschäft Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,02% 5,69% 11,35% 17,02% 22,68%
–5% –5,32% 0,03% 5,38% 10,72% 16,07%
0% –10,12% –5,06% 0,00% 5,06% 10,12%
+5% –14,47% –9,67% –4,87% –0,06% 4,74%
+10% –18,43% –13,86% –9,29% –4,72% –0,15%
2020
Hotel Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 3,21% 7,54% 11,86% 16,18% 20,51%
–5% –2,41% 1,60% 5,62% 9,63% 13,65%
0% –7,48% –3,74% 0,00% 3,74% 7,48%
+5% –12,06% –8,57% –5,08% –1,59% 1,90%
+10% –16,23% –12,96% –9,70% –6,43% –3,17%
2019
Hotel Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 3,23% 7,35% 11,48% 15,61% 19,74%
–5% –2,22% 1,61% 5,44% 9,26% 13,09%
0% –7,12% –3,56% 0,00% 3,56% 7,12%
+5% –11,55% –8,23% –4,91% –1,60% 1,72%
+10% –15,57% –12,47% –9,37% –6,27% –3,18%
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
48
2020
Hotel Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 4,74% 8,07% 11,39% 14,71% 18,04%
–5% –0,71% 2,34% 5,40% 8,45% 11,50%
0% –5,63% –2,81% 0,00% 2,81% 5,63%
+5% –10,08% –7,48% –4,88% –2,28% 0,32%
+10% –14,13% –11,73% –9,32% –6,91% –4,51%
2019
Hotel Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 4,55% 7,75% 10,96% 14,17% 17,37%
–5% –0,70% 2,25% 5,19% 8,14% 11,08%
0% –5,43% –2,71% 0,00% 2,71% 5,43%
+5% –9,70% –7,20% –4,69% –2,19% 0,32%
+10% –13,60% –11,28% –8,96% –6,64% –4,32%
2020
Sonstige Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,45% 5,96% 11,47% 16,98% 22,49%
–5% –4,97% 0,23% 5,43% 10,64% 15,84%
0% –9,84% –4,92% 0,00% 4,92% 9,84%
+5% –14,25% –9,59% –4,92% –0,25% 4,42%
+10% –18,27% –13,83% –9,39% –4,95% –0,51%
2019
Sonstige Österreich
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 0,47% 6,15% 11,83% 17,51% 23,20%
–5% –5,12% 0,24% 5,60% 10,97% 16,33%
0% –10,15% –5,07% 0,00% 5,07% 10,15%
+5% –14,70% –9,88% –5,07% –0,26% 4,55%
+10% –18,83% –14,26% –9,68% –5,10% –0,53%
KONZERNABSCHLUSS
149
2020
Sonstige Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,16% 6,45% 11,74% 17,03% 22,32%
–5% –4,38% 0,59% 5,56% 10,53% 15,50%
0% –9,37% –4,68% 0,00% 4,68% 9,37%
+5% –13,88% –9,45% –5,03% –0,60% 3,82%
+10% –17,97% –13,78% –9,60% –5,41% –1,22%
2019
Sonstige Deutschland
Änderung der Yield (in % der
Ausgangsyield) –10% –5% 0% 5%
Änderung der
Marktmiete um
10%
–10% 1,12% 6,00% 10,87% 15,74% 20,62%
–5% –4,01% 0,57% 5,15% 9,73% 14,31%
0% –8,63% –4,31% 0,00% 4,31% 8,63%
+5% –12,81% –8,73% –4,65% –0,58% 3,50%
+10% –16,61% –12,75% –8,88% –5,02% –1,16%
Für die im Resiudalwertverfahren bewerteten Entwicklungsprojekte wird in
der folgenden Tabelle die Sensitivität des
Marktwertes auf eine Erhöhung bzw. Minderung der kalkulierten noch ausstehenden Entwicklungs- und Baukosten
dargestellt. Als Basis wurden die in Bau befindlichen aktiven Projektentwicklungen herangezogen.
2020 Noch ausstehende Investitionskosten
in Mio. € –10% –5% Ausgangwert +5% +10%
Noch ausstehende Investitions-
kosten 1.229,6 1.297,9 1.366,2 1.434,5 1.502,8
Beizulegende Zeitwerte 685,6 617,3 549,0 480,7 412,4
Änderung zu Ausgangswert 24,9% 12,4% 0,0% –12,4% –24,9%
2019 Noch ausstehende Investitionskosten
in Mio. € –10% –5% Ausgangwert +5% +10%
Noch ausstehende Investitions-
kosten 519,9 548,8 577,7 606,6 635,5
Beizulegende Zeitwerte 589,4 560,5 531,6 502,7 473,8
Änderung zu Ausgangswert 10,9% 5,4% 0,0% –5,4% –10,9%
Die Sensitivitätsanalyse der
Entwicklungsprojekte basiert zum Bilanzstichtag auf einem durchschnittlichen
Fertigstellungsgrad von rund 29% (2019: 41%), bezogen auf die gesamten Investitionskosten der Projekte. Die
Sensitivität betrifft nur die noch ausstehenden Kosten der Hochbauten. Mit fortschreitendem Fertigstellungsgrad
reduzieren sich die noch ausstehenden Investitionskosten. Basierend auf einem Residualwertverfahren führt dies zu
einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes der Entwicklungsprojekte. Steigen oder sinken die noch ausstehenden
Investitionskosten führt dies ebenfalls im Rahmen des Residualwertverfahrens zu einer gegenläufigen Entwicklung des
beizulegenden Zeitwertes der Entwicklungsprojekte.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
50
3.2. Selbst genutzte Immobilien
Tsd. € Selbst genutzte
Immobilien
Nutzungsrechte selbst
genutzter Immobilien
Summe
Buchwerte
Stand 1.1.2019 5.223 0 5.223
Erstanwendung IFRS 16 0 9.561 9.561
Laufende Investitionen/Herstellung 1.148 87 1.235
Abschreibungen –276 –1.783 –2.059
Umgliederungen selbst genutzte Immobilien 1.070 0 1.070
Stand 31.12.2019 7.165 7.865 15.030
Laufende Investitionen/Herstellung 0 40 40
Abgänge –47 –23 –70
Abschreibungen –410 –1.694 –2.103
Stand 31.12.2020 6.709 6.188 12.896
Nachfolgen
de Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. € Selbst genutzte
Immobilien
Nutzungsrechte selbst
genutzter Immobilien
Summe
Stand 1.1.2019
Anschaffungskosten 10.683 0 10.683
Kumulierte Abschreibungen –5.460 0 –5.460
Netto-Buchwerte 5.223 0 5.223
Stand 31.12.2019
Anschaffungskosten 10.489 9.648 20.137
Kumulierte Abschreibungen –3.324 –1.783 –5.107
Netto-Buchwerte 7.165 7.865 15.030
Stand 31.12.2020
Anschaffungskosten 10.443 9.625 20.068
Kumulierte Abschreibungen –3.734 –3.437 –7.171
Netto-Buchwerte 6.709 6.188 12.896
W
ertminderung
Bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte (selbst
genutzte Immobilien sowie dieser Kategorie zuzuordnender Nutzungsrechte) führt die CA Immo Gruppe einen
Wertminderungstest durch. Dabei ermittelt sie den erzielbaren Betrag für den jeweiligen Vermögenswert oder die
kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen die weitestgehend
unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind (zahlungsmittelgenerierende Einheit).
Der erzielbare Betrag stellt den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten
(Nettoveräußerungswert) und Nutzungswert des entsprechenden Vermögenswertes (oder der Gruppe) dar. Beim
Nutzungswert handelt es sich um den Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsströme, die voraussichtlich aus der
fortgesetzten Nutzung des Vermögenswertes (oder der Gruppe) und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer
erzielt werden können.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes (oder der Gruppe), erfolgt eine Abschreibung
auf den erzielbaren Betrag. Diese Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten
"Abschreibungen und Wertänderungen" ausgewiesen.
KONZERNABSCHLUSS
151
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis maximal zur Höhe der
fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Klassifizierung von Immobilienvermögen
Immobilien, die für Verwaltungszwecke gehalten werden, sind dem Posten „Selbst genutzte
Immobilien“ zugeordnet, sofern diese Immobilien gesondert veräußert werden können oder deren Eigennutzung mehr
als 5,0% der gesamt nutzbaren Fläche beträgt. Die Nutzungsrechte aus der Anmietung von Flächen für
Verwaltungszwecke wird ebenso in diesem Bilanzposten erfasst.
Wertansatz
Der Wertansatz der selbst genutzten Immobilien erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit den
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. beizulegenden Zeitwert zum Datum der Nutzungsänderung vermindert
um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen. Der Wertansatz der Nutzungsrechte an gemieteten Immobilien
für Verwaltungszwecke erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit dem Barwert der Leasingzahlungen
(Leasingverbindlichkeit), vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen.
Investitionszuschüsse werden als Verminderung der Herstellungskosten dargestellt.
Die planmäßige Abschreibung der selbst genutzten Immobilien beträgt, unter Anwendung des Komponentenansatzes,
für den Rohbau 70 bis 75 Jahre, Fassade 15 bis 70 Jahre, Haustechnik 20 Jahre, Dach 15 bis 20 Jahre sowie
Büroausbauten 10 bis 20 Jahre. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an selbst genutzten Immobilien
erfolgt linear über die erwartete Mietdauer. Diese wird aufgrund der zugrundeliegenden Verträge jeweils individuell
festgelegt.
3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte
Tsd. € Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Nutzungsrechte
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Summe
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Firmenwert Software
Summe
immaterielle
Vermögenswerte
Buchwerte
Stand 1.1.2019 5.938 0 5.938 5.187 502 5.689
Erstanwendung IFRS 16 0 957 957 0 0 0
Währungsdifferenz –3 –1 –4 0 0 0
Laufende Zugänge 2.174 342 2.516 0 516 516
Abgänge –18 –32 –50 –59 0 –59
Abschreibungen –1.113 –476 –1.589 0 –331 –331
Wertminderungen 0 0 0 –646 0 –646
Stand 31.12.2019 6.978 790 7.768 4.481 687 5.169
Währungsdifferenz –31 –2 –33 0 0 0
Laufende Zugänge 1.269 490 1.759 0 685 685
Abgänge –81 –77 –158 –2.090 –12 –2.102
Abschreibungen –1.290 –515 –1.806 0 –343 –343
Wertminderungen 0 0 0 –410 0 –410
Stand 31.12.2020 6.844 687 7.531 1.981 1.017 2.998
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
52
Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die Zusammensetzung der Buchwerte zum jeweiligen Stichtag:
Tsd. € Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
Nutzungsrechte
Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
Summe
Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
Firmenwert Software Summe
immaterielle
Vermögenswerte
Stand 1.1.2019
Anschaffungskosten 11.590 0 11.590 21.742 4.239 25.981
Kumulierte
Wertminderungen/Absch
reibungen –5.651 0 –5.651 –16.555 –3.737 –20.292
Buchwerte 5.938 0 5.938 5.187 502 5.689
Stand 31.12.2019
Anschaffungskosten 13.212 1.231 14.443 14.244 4.698 18.941
Kumulierte
Wertminderungen/Absch
reibungen –6.234
–441
–6.675 –9.762 –4.010 –13.773
Buchwerte 6.978 790 7.768 4.481 687 5.169
Stand 31.12.2020
Anschaffungskosten 14.264 1.317 15.581 5.124 5.366 10.490
Kumulierte
Wertminderungen/Absch
reibungen –7.420
–630
–8.051 –3.143 –4.349 –7.492
Buchwerte 6.844 687 7.531 1.981 1.017 2.998
W
ertminderungen
Der Firmenwert wird zu jedem Stichtag einem Wertminderungstest unterzogen, wobei die einzelne Liegenschaft
die zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt. Da aufgrund der spezifischen Charakteristik der angesetzten
Firmenwerte der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nicht ohne die Berücksichtigung der für die
einzelnen Liegenschaften erwarteten Ertragsteuerbelastungen ermittelt werden kann, enthält der Buchwert der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit neben dem zurechenbaren Firmenwert auch die den einzelnen Liegenschaften
direkt zurechenbaren latenten Ertragsteuern. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die
zahlungsmittelgenerierende Einheit erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Dieser wird aus dem beizulegenden Zeitwert
der Liegenschaften abgeleitet, welcher überwiegend durch externe Bewertungsgutachten ermittelt wird. Die Ermittlung
des Barwerts der Ertragsteuerzahlungen erfolgt unter Anwendung der jeweiligen Nach-Steuer-Rendite (bei der
Bewertung der Immobilie angenommenen Rendite abzüglich des Steuereffekts im jeweiligen Land) auf die erwarteten
Ertragsteuerzahlungen.
Beim Wertminderungstest wird basierend auf Erfahrungswerten eine durchschnittliche Restbehaltedauer der
Immobilien in der CA Immo Gruppe zum 31.12.2020 von 2 Jahren unterstellt. Aufgrund des Näherrückens des Endes
der Behaltedauer und der damit verbundenen Verkürzung des Abzinsungszeitraumes ist in den Folgejahren mit
weiteren Wertminderungen des Firmenwertes in Höhe des verminderten Barwertvorteils zu rechnen.
KONZERNABSCHLUSS
153
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Veränderungen der für den Wertminderungstest
wesentlichen Parameter auf die Wertminderung des Firmenwerts.
2020
Firmenwertänderung in Tsd. €
Änderung der Yield (in % der Ausgangsyield) +5% +5% +10% +10%
Änderung der Marktmiete –5% –10% –5% –10%
Auswirkung auf das Periodenergebnis –58,9 –91,0 –91,2 –122,7
2019
Firmenwertänderung in Tsd. €
Änderung der Yield (in % der Ausgangsyield) +5% +5% +10% +10%
Änderung der Marktmiete –5% –10% –5% –10%
Auswirkung auf das Periodenergebnis –170,7 –317,3 –306,3 –445,6
Immaterielle Vermögensw
erte
Der Firmenwert entspricht jenem Betrag, um den der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung
(i.d.R. der Kaufpreis für den erworbenen Geschäftsbetrieb) und (soweit vorhanden) der für die nicht beherrschenden
Anteile angesetzte Betrag den beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
einschließlich damit zusammenhängender latenter Steuern übersteigt. Er repräsentiert dabei im Wesentlichen jenen
Vorteil, der sich aus der oftmals erst weit in der Zukunft liegenden Fälligkeit der übernommenen passiven latenten
Steuern ergibt. Der Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zu jedem Stichtag auf Wertminderung
geprüft.
Eine etwaige Wertminderung steht in direktem Zusammenhang mit der Reduktion des beizulegenden Zeitwertes der
Immobilien bzw. mit Steuersatzänderungen im Land der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für den
Wertminderungstest werden im Wesentlichen Parameter herangezogen, welche im Rahmen der Immobilienbewertung
von externen Gutachtern festgestellt wurden.
Andere immaterielle Vermögenswerte betreffen vor allem Software und werden zu Anschaffungskosten abzüglich
linearer Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurde für
Software eine Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren angenommen. Die CA Immo Gruppe nimmt das Wahlrecht des IFRS 16
in Anspruch und setzt keine Nutzungsrechte für Software an.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Der Wertansatz der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode, d.h. mit
den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen. Der
Wertansatz der Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt nach der Anschaffungskosten-Methode,
d.h. mit dem Barwert der Leasingzahlungen (Leasingverbindlichkeit), vermindert um planmäßige Abschreibungen
und
Wertminderungen.
Die planmäßige Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer,
die 2 bis 15 Jahre beträgt. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung
erfolgt linear über die erwartete Mietdauer. Diese wird aufgrund der zugrundeliegenden Verträge jeweils individuell
festgelegt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
54
3.4. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
Zur CA Immo Gruppe gehören folgende wesentliche Gemeinschaftsunternehmen:
Name Projekt Partner Anteil CA Immo
Gruppe
(Vorjahr)
Sitz Region/Land
Investment
Art
Investment
Aggregation Anzahl
Gesellschaften
(Vorjahr)
Eggarten
Büschl
Unternehmens-
gruppe vertreten
durch Park
Immobilien
Projekt Eggarten
Holding GmbH &
Co. KG 50% (50%) München Deutschland Entwicklung
Summe
Gesellschaften 2 (2)
Mainz
Mainzer
Stadtwerke AG 50,1% (50,1%) Mainz Deutschland Entwicklung
Summe
Gesellschaften 3 (3)
Das Joint V
enture „Eggarten“ plant die Entwicklung und den Verkauf von Grundstücken in München. Das Joint
Venture „Mainz“ plant die Erschließung, Entwicklung und den Verkauf von Grundstücken im Mainzer Zollhafen.
Alle Gemeinschaftsunternehmen haben den Stichtag 31.12. und sind nicht börsennotiert. Bei allen, außer bei den
Joint Ventures Mainz, entspricht der gehaltene Eigentumsanteil dem Anteil an der Ergebnisverteilung. Die Abschlüsse
der Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der CA Immo Gruppe
erstellt und unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Gemeinschaftsunternehmen werden in der CA Immo Gruppe aus strategischen Gründen eingegangen und werden als
eigenständige Beteiligungsunternehmen strukturiert. Teilweise betreffen diese gemeinsamen Vereinbarungen Gruppen
von eigenständigen Beteiligungsunternehmen (Summe) oder einzelne Beteiligungsunternehmen (Einzelgesellschaften).
Die Struktur hängt von den strategischen Hintergründen wie z.B. Entwicklung von Immobilien, Finanzierung bzw.
Investitionsvolumen ab.
Zum 31.12.2020 gibt es nicht angesetzte Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0 Tsd. € (31.12.2019:
0 Tsd. €). Es bestehen keine, nicht bilanzierten, vertraglichen Verpflichtungen der CA Immo Gruppe zum Erwerb oder
zur Veräußerung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen oder von Vermögenswerten in
Gemeinschaftsunternehmen.
Die dargestellten Informationen der Gemeinschaftsunternehmen beinhalten keinerlei Konsolidierung innerhalb der
CA Immo Gruppe.
KONZERNABSCHLUSS
155
Folgende Tabelle zeigt die Anteile an wesentlichen Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen:
Tsd. € 2020 2019
Eggarten Mainz Eggarten Mainz
Mieterlöse 48 1.689 57 1.666
Abschreibungen und Wertänderungen –5 –152 –1 –151
Finanzierungsaufwand –124 –1.218 –61 –1.056
Ertragsteuern 0 –389 –1 –1.883
Ergebnis der Periode –372 10.278 –332 13.705
Summe sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Summe Gesamtergebnis der Periode –372 10.278 –332 13.705
Langfristiges Vermögen 49 2.540 53 2.501
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 91.991 99.014 90.712 96.239
Liquide Mittel 115 851 56 847
Summe Vermögen 92.154 102.404 90.822 99.587
Sonstige langfristige Schulden 0 41.610 0 45.714
Verzinsliche Verbindlichkeiten 9.151 31 7.283 41
Langfristige Schulden 9.151 41.640 7.283 45.755
Sonstige kurzfristige Schulden 181 23.986 346 18.875
Verzinsliche Verbindlichkeiten 5 13 5 38
Kurzfristige Schulden 186 23.999 350 18.913
Eigenkapital 82.817 36.766 83.168 34.919
Anteiliges Eigenkapital 1.1. 41.581 17.477 41.750 15.521
Anteiliges Jahresergebnis –186 5.133 –169 6.855
Erhaltene Dividenden 0 –4.224 0 –4.899
Anteiliges Eigenkapital 31.12. 41.395 18.386 41.580 17.477
Zwischengewinneliminierung und sonstige
Konsolidierungseffekte
0 –4.520 0 –2.522
Buchwert Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
31.12. 41.395 13.866 41.580 14.955
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
56
Folgende Tabelle zeigt die Anteile an nicht wesentlichen Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen:
Tsd. € 2020 2019
angepasst
Anteiliges Eigenkapital 1.1. 8.578 140.565
Anteiliges Jahresergebnis –1.050 –159
Kapitalerhöhungen 208 0
Kapitalherabsetzungen –5.064 –335
Erhaltene Dividenden –3.299 –131.493
Anteiliges Eigenkapital 31.12. –628 8.578
Zwischengewinneliminierung und sonstige Konsolidierungseffekte –60 344
Abgänge 0 –7
Übergangskonsolidierungen –22 0
Wertberichtigung Ausleihungen und Forderungen 3.076 2.304
Buchwert Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 31.12. 2.367 11.220
Zum 31.12.2019 wurden die A
nteile am Gemeinschaftsunternehmen Tower 185 zu Vergleichszwecken als wesentlich
dargestellt. In 2020 wurden die Anteile als nicht wesentlich eingestuft und die Vorjahreszahlen entsprechend
angepasst.
3.5. Übrige Vermögenswerte
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Sonstiges Finanzvermögen 45.470 45.578
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.258 38.089
60.728 83.667
Tsd. € Anschaffungskosten inkl.
erfolgswirksam erfasste Zinsen
31.12.2020
Kumulierte
Wertänderung
31.12.2020
Buchwert
31.12.2020
Erfolgswirksame
Wertänderung
2020
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 12.002 –3.076 8.926 –772
Darlehen und Forderungen 12.002 –3.076 8.926 –772
Übrige Beteiligungen 31.326 3.535 34.861 –5.595
Übrige Beteiligungen 31.326 3.535 34.861 –5.595
Zinsfloors 726 956 1.682 535
Derivative Finanzinstrumente 726 956 1.682 535
Summe sonstiges Finanzvermögen 44.054 1.415 45.470 –5.832
D
ie übrigen Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen eine Minderheitsbeteiligung in Deutschland.
KONZERNABSCHLUSS
157
Tsd. € Anschaffungskosten inkl.
erfolgswirksam erfasste Zinsen
31.12.2019
Kumulierte
Wertänderung
31.12.2019
Buchwert
31.12.2019
Erfolgswirksame
Wertänderung
2019
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 5.329 –2.304 3.025 –564
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 –2.963
Sonstige Ausleihungen 22.870 –22.870 0 6
Darlehen und Forderungen 28.199 –25.174 3.025 –3.521
Übrige Beteiligungen 32.276 9.130 41.406 1.120
Übrige Beteiligungen 32.276 9.130 41.406 1.120
Zinsfloors 726 421 1.148 321
Derivative Finanzinstrumente 726 421 1.148 321
Summe sonstiges Finanzvermögen 61.201 –15.623 45.578 –2.081
Langfristige Forderunge
n und sonstige Vermögenswerte
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen 11.708 15.154
Forderungen aus Immobilienhandel und Bauleistungen (zeitraumbezogene Realisierung) 0 15.545
Anzahlung für Immobilienerwerb 0 4.020
Sonstige Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen 1.137 1.282
Forderungen aus Liegenschafts- und Beteiligungsverkäufen 61 59
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.353 2.029
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.258 38.089
Tsd. € Übrige Beteiligungen
Stand 1.1.2019 41.098
Bewertung (GuV) 1.120
Ausschüttungen/Kapitalrückzahlungen –813
Stand 31.12.2019 = 1.1.2020 41.406
Bewertung (GuV) –5.595
Ausschüttungen/Kapitalrückzahlungen –950
Stand 31.12.2020 34.861
Der beizulegende Zeitwert von übrigen Beteiligungen entspricht Stufe 3 der Bemessungshi
erarchie gemäß IFRS 13.
Ausleihungen
Vom Unternehmen gewährte Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen werden der Kategorie „AC –
amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der Wertansatz entspricht zum Zeitpunkt des Zugangs
dem beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode und Berücksichtigung von allfälligen Wertminderungen gem. IFRS 9. Grundsätzlich bewertet die
CA Immo Gruppe Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen gemeinsam mit dem Eigenkapitalanteil an diesen
Gesellschaften, weil die Ausleihungen als Teil der Nettoinvestition betrachtet werden. Sofern das Eigenkapital der nach
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
58
der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften negativ wird, werden die als Teil der Nettoinvestition betrachteten
Ausleihungen im Ausmaß des noch nicht erfassten weiteren Verlusts abgewertet.
Übrige Beteiligungen
Anteile an Gesellschaften, die aufgrund fehlender Beherrschungsmöglichkeit nicht konsolidiert werden und die
auch keinen maßgeblichen Einfluss auf diese Gesellschaften vermitteln, sind der Kategorie „FVtPL – fair value through
profit or loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zugeordnet. Die Bewertung bei Erwerb dieser Anteile
erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Spätere Wertänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Posten „Ergebnis aus Finanzinvestitionen“ erfasst. Soweit kein auf einem aktiven Markt notierter
Preis vorliegt, wird der beizulegende Zeitwert durch eine interne Wertermittlung, welche bei
Immobilienobjektgesellschaften überwiegend auf externen Gutachten für das gehaltene Immobilienvermögen basiert,
fortgeschrieben.
Langfristige Forderungen
Forderungen aus Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind originäre
Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt notieren und nicht zum Verkauf bestimmt sind. Sie werden der
Bewertungskategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der erstmalige Ansatz
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der
Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von erwarteten Kreditverlusten.
Forderungen aus dem Verkauf von Immobilienvermögen mit einem Zahlungsziel größer als ein Jahr werden zum
jeweiligen Bilanzstichtag mit ihrem Barwert als langfristige Forderungen ausgewiesen.
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen über 12 Monaten
Bei einer längeren Verfügungsbeschränkung von liquiden Mitteln über 12 Monaten erfolgt ein Ausweis im Posten
„Finanzielle Vermögenswerte“. Die erwarteten Kreditverluste bei liquiden Mitteln werden in Höhe der
Ausfallswahrscheinlichkeiten der jeweiligen Finanzinstitute erfasst.
KONZERNABSCHLUSS
159
KAPITEL 4: KURZFRISTIGES VERMÖGEN
4.1. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
Zum 31.12.2020 wurde eine Veräußerungsgruppe mit einer Büroimmobilie in der Slowakei (Segment Osteuropa
übrige Regionen - Bestandsimmobilien) mit einem beizulegenden Zeitwert von 33.894 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €) als
zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Für diese Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppe wurde durch die
entsprechenden Gremien der CA Immo Gruppe eine Veräußerung beschlossen sowie längstens bis zur Erstellung des
Konzernabschlusses ein Kaufvertrag abgeschlossen.
Die Neubewertung betrifft mit 0 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €) Immobilienvermögen nach der Reklassifizierung als zur
Veräußerung gehaltene Immobilien.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 33.894 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 111 0
Liquide Mittel 3.086 0
Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte 37.092 0
Rückstellungen 43 0
Verzinsliche Verbindlichkeiten 1.604 0
Schulden in Veräußerungsgruppen 1.647 0
Nettovermögen/-schulden in Veräußerungsgruppen 35.445 0
Von de
n als IFRS 5
klassifizierten Immobilien sind 0 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €) als Besicherung für
Kreditverbindlichkeiten hypothekarisch belastet.
Tsd. € IFRS 5 Immobilien
Stand 1.1.2019 14.144
Abgänge –14.144
Stand 31.12.2019 = 1.1.2020 0
Umgliederung IFRS 5 33.894
Stand 31.12.2020 33.894
Der beizulegende Zeitwert von zur V
eräußerung gehaltenen Vermögenswerten entspricht Stufe 3 der
Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten“
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als „zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert,
wenn der zugehörige Buchwert voraussichtlich durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung
realisiert wird. Dies ist dann der Fall, wenn die entsprechenden langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen in ihrer gegenwärtigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar sind und eine
Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei ist Voraussetzung, dass der Veräußerungsvorgang voraussichtlich
innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossenen wird. Veräußerungsgruppen umfassen
Vermögenswerte, die im Rahmen einer einheitlichen Transaktion veräußert werden sollen, und die dazugehörigen
Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion ebenfalls übertragen werden sollen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
60
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, werden
prinzipiell zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Davon ausgenommen sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die weiterhin nach dem Modell des
beizulegenden Zeitwertes bewertet werden, verzinsliche Verbindlichkeiten, die weiterhin zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie Ertragsteuern, die gemäß IAS 12 bewertet werden und finanzielle
Vermögenswerte, die gemäß IFRS 9 bilanziert werden.
4.2. Zum Handel bestimmte Immobilien
31.12.2020 31.12.2019
Tsd. € Anschaffungs-
/Herstellungs-
kosten
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwerte Anschaffungs-
/Herstellungs-
kosten
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwerte
Zu Anschaffungs-/Herstellungskosten
bewertet 33.042
0
33.042 59.262 0 59.262
Zum Nettoveräußerungswert bewertet 7.288 –5.130 2.158 6.031 –3.953 2.078
Summe zum Handel bestimmte
Immobilien 40.330 –5.130 35.200 65.293 –3.953 61.340
D
er beizulegende Zeitwert der zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanzierten zum Handel bestimmten Immobilien
beträgt 113.724 Tsd. € (31.12.2019: 134.132 Tsd. €) und entspricht Stufe 3 der Bemessungshierarchie.
Für 31.441 Tsd. € (31.12.2019: 31.105 Tsd. €)
der zum Handel bestimmten Immobilien mit einem Marktwert von
104.856 Tsd. € (31.12.2019: 94.140 Tsd. €) wird eine Realisierung nach mehr als 12 Monaten erwartet. Dies sind 13
Liegenschaften (31.12.2019: 14 Liegenschaften) in Deutschland und betreffen im Wesentlichen Grundstücksreserven in
München.
In 2020 wurden Fremdkapitalkosten bei zum Handel bestimmten Immobilien auf die Herstellungskosten in Höhe von
0 Tsd. € (31.12.2019: 417 Tsd. €) mit einem gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 0,00% (2019: 1,75%) aktiviert.
Verzinsliche Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zum Handel bestimmten Immobilien belaufen sich auf 0 Tsd. €
(31.12.2019: 0 Tsd. €).
Klassifizierung als „zum Handel bestimmt“
Immobilienvermögen wird als „zum Handel bestimmt“ ausgewiesen, wenn die entsprechende Liegenschaft zum
Verkauf im normalen Geschäftsbetrieb vorgesehen ist oder deren konkrete Entwicklung aufgrund der Absicht eines
späteren Verkaufs im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs begonnen wurde (oder ein entsprechendes Forward-Sale-
Agreement geschlossen wurde).
Wertansatz
Die Bewertung der zum Handel bestimmten Immobilien erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder
Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert zum jeweiligen Bilanzstichtag.
W
KONZERNABSCHLUSS
161
4.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Tsd. € Buchwert
31.12.2020
Buchwert
31.12.2019
Forderungen aus Vermietung und Dienstleistungen 19.220 18.638
Forderungen aus Immobilienhandel und Bauleistungen (zeitraumbezogene Realisierung) 18.618 1.797
Forderungen aus Liegenschafts- und Beteiligungsver-/ankäufen 60.164 3.849
Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen 6.060 6.559
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen 10.306 10.793
Übrige Forderungen 6.962 12.854
Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 121.330 54.490
Übrige Forderungen gegenüber Finanzämtern 11.786 17.014
Vertragsvermögenswerte 0 0
Sonstige nicht finanzielle Forderungen 3.259 2.310
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 15.045 19.324
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 136.375 73.814
Der Buchwert der Forderun
gen und sonstigen Vermögenswerte ergibt sich auf Basis der Nominale und
Wertberichtigungen wie folgt:
Tsd. € Nominale Erwartete
Kreditverluste
Buchwert Nominale Erwartete
Kreditverluste
Buchwert
31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019
Forderungen und sonstige finanzielle
Vermögenswerte 130.292 –8.962
121.330 59.341 –4.852 54.490
Sonstige nicht-finanzielle
Vermögenswerte 15.045 0
15.045 19.324 0 19.324
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 145.337 –8.962 136.375 78.665 –4.852 73.814
Die Entwicklung der erwarteten K
reditverluste der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt
dar:
Tsd. € 2020 2019
Stand 1.1. –4.852 –6.411
Zuführung (Aufwendungen für Wertberichtigungen) –6.177 –1.494
Verbrauch 399 464
Auflösung 1.556 837
Abgang / Entkonsolidierung 0 8
Umgliederung 37 1.741
Währungsumrechnungsdifferenz 74 3
Stand 31.12. –8.962 –4.852
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
62
Die folgende Tabelle zeigt das Risikoprofil der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte basierend auf
deren Fälligkeiten:
Fälligkeiten Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Tsd. €
2020 2019
Nicht fällig 108.965 40.280
Überfällig <31 Tage 4.358 7.507
Überfällig 31-90 Tage 1.924 2.493
Überfällig >90 Tage 6.083 4.210
Überfällig gesamt 12.365 14.210
Summe 121.330 54.490
Die V
eränderungen in den Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
31.12.2020 31.12.2019
Tsd. € Forderungen Vertrags-
vermögenswerte
Vertrags-
verbindlichkeiten
Forderungen
Vertrags-
vermögenswerte
Vertrags-
verbindlichkeiten
Stand am 1.1. 17.342 0 0 4.172 15.098 0
Erhöhung aufgrund Veränderung des
Fertigstellungsgrads
0 42.860 0 0 11.884 0
Umbuchung zwischen
Vertragsvermögenswerten und
Forderungen
42.860 –42.860 0 17.268 –17.268 0
Erhaltene Zahlungen –42.106 0 0 –4.099 –10.297 0
Saldierung Vertragsvermögenswerte und
Vertragsverbindlichkeiten
0 0 0 0 0 0
Zinsen Finanzierungskomponente 523 0 0 0 584 0
Stand am 31.12. 18.618 0 0 17.342 0 0
Für besteh
ende Verträge zum 31.12.2020 betragen die zukünftig erwarteten zeitraumbezogenen Erlöse aus
Immobilienhandel und Bauleistungen 0 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €).
Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind originäre
Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt notieren und nicht zum Verkauf bestimmt sind. Sie werden der
Bewertungskategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet. Der erstmalige Ansatz
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der
Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von erwarteten Kreditverlusten.
Ein erwarteter Kreditverlust bei Forderungen wird in Abhängigkeit des Mahnstandes, der Außenstandsdauer und des
Zahlungsverhaltens des jeweiligen Schuldners unter Berücksichtigung der erhaltenen Sicherheiten gebildet. Dabei
kommt das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 für Leasingforderungen zur Anwendung, sodass die
erwarteten Kreditverluste für die gesamte Restlaufzeit des Instruments erfasst werden. Sofern eine Forderung
tatsächlich uneinbringlich geworden ist, wird sie ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge von bereits
wertberichtigten Forderungen werden erfolgswirksam erfasst. Die CA Immo Gruppe beschränkt das Kreditrisiko vor
KONZERNABSCHLUSS
163
allem durch Sicherheiten wie Kautionen, Bankgarantien oder ähnlichen Sicherstellungen. Derzeit gibt es folgende
Risikokategorien:
Stufe Beschreibung Erwarteter Kreditverlust
1 (geringes Risiko) Geringes Ausfallsrisiko; zeitgerechte Zahlungen der Vertragspartei 12 Monats-Kreditverlust
2 (erhöhtes Risiko oder vereinfachtes
Verfahren)
Überfällige Forderungen und aufgrund der Anwendung des
vereinfachten Verfahrens fallen in diese Kategorie alle
Leasingforderungen.
über die Laufzeit erwartete
Kreditverluste
3 (hohes Risiko aufgrund
Zahlungsverzug)
Bonitätsbeeinträchtigungen wie dauerhaft ausbleibende Zahlungen,
Konkurs oder Insolvenzverfahren
über die Laufzeit erwartete
Kreditverluste
4 (Ausbuchung) Keine erwarteten Zahlungseingänge. Vollständige Abschreibung. Bei
finalem Ausfall erfolgt die
Ausbuchung.
Die CA Immo Gruppe setzt aus Verein
fachungsgründen die erwarteten Kreditverluste auf Basis der Überfälligkeiten
und erwarteten Insolvenzquoten je Land an (für Stufe 2 bzw. Stufe 3). Für geringe Risiken (Stufe 1) werden auf Basis
der erwarteten Restlaufzeit (max. 12 Monate) die erwarteten Kreditverluste basierend auf beispielsweise CDS-
Ausfallsquoten erfasst.
Liquide Mittel
Bei einer längeren Verfügungsbeschränkung von liquiden Mitteln bis zu 12 Monaten erfolgt ein Ausweis im
Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“.
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, abgegrenzte
unfertige Leistungen, Forderungen gegenüber Finanzämtern, vorausbezahlte Aufwendungen und
Vertragsvermögenswerte (gem. IFRS 15). Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen
bzw. bei Vertragsvermögenswerten abzüglich erwarteter Kreditverluste.
Erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung eines Bauprojekts (z.B. bei Eigentumswohnungen) anhand des
Fertigstellungsgrads, sind gemäß IFRS 15 vertragliche Vermögenswerte bzw. vertragliche Verbindlichkeiten zu erfassen.
Der Ausweis dieser Posten erfolgt saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen im Falle eines
Vermögenswerts unter dem Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ und im Falle einer Verbindlichkeit
unter dem Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“.
4.4. Wertpapiere
Die CA Immo Gruppe hält, aufgrund der Veräußerung sämtlicher Anteile im Jahr 2019, zum Stichtag keine
IMMOFINANZ Aktien.
2019 wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Dividendenertrag in der Höhe von 4.658 Tsd. € sowie im
sonstigen Ergebnis eine erfolgsneutrale Wertänderung in Höhe von 19.441 Tsd. € erfasst. Im Jahr 2019 wurde aufgrund
der Veräußerung der Aktien der IMMOFINANZ AG eine Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals von den übrigen
Rücklagen in die einbehaltenen Ergebnisse in Höhe von 33.351 Tsd. € vorgenommen. Insgesamt wurden 2019 5.480.556
Stück Aktien der IMMOFINANZ AG um 134.002 Tsd. € verkauft. Der kumulierte Ergebniseffekt (Differenz zwischen
Veräußerungserlös und Anschaffungskosten, ohne Dividenden) für die IMMOFINANZ Aktien beträgt 3.687 Tsd. €. Die
Summe der Dividenden für die IMMOFINANZ Aktien beträgt 15.072 Tsd. € für die Jahre 2016 bis 2019.
Die Wertpapiere sind originäre Finanzinstrumente, die an einem aktiven Markt notieren (Stufe 1 der
Bemessungshierarchie gem. IFRS 13). Sie werden der Bewertungskategorie „FVOCI – fair value through other
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
64
comprehensive income“ (erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert) zugeordnet. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
(Börsenkurs). Sämtliche Wertänderungen der Wertpapiere werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und bei
Verkauf der Wertpapiere erfolgt keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Dividenden der
Wertpapiere werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Ergebnis aus Finanzinvestitionen“ erfasst.
Die Designation der Wertpapiere in die Bewertungskategorie „FVOCI – fair value through other comprehensive
income“ (erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert) erfolgte, weil die Wertschwankungen des Aktienkurses der
IMMOFINANZ AG ansonsten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst hätten werden müssen, und
diese nicht planbare Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung die Ergebnisse des operativen Immobiliengeschäfts
(Kerngeschäft der CA Immo Gruppe) nicht beeinflussen sollte.
Die CA Immo Gruppe erfasst Wertpapiere bei Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts.
4.5. Liquide Mittel
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Guthaben bei Kreditinstituten 922.346 435.320
Guthaben bei Kreditinstituten mit Verfügungsbeschränkung 13.116 4.051
Kassenbestand 20 21
Fonds der liquiden Mittel 935.482 439.391
Erwartete Kreditverluste bei liquiden Mitteln –619 –253
Liquide Mittel (Bilanz) 934.863 439.139
Liquide Mittel umfassen Bargeld, jederzeit verfügbare Guthaben bei Kr
editinstituten sowie Festgelder mit einer
ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Darüber hinaus enthält dieser Posten Guthaben bei
Kreditinstituten, die einer Verfügungsbeschränkung von maximal drei Monaten unterliegen und auf die die CA Immo
Gruppe nur eingeschränkten Zugriff hat. Sie dienen der Besicherung der laufenden Kreditrückzahlungen (Tilgung und
Zinsen) oder betreffen Mittel für laufende Investitionen in Entwicklungsprojekte.
Die erwarteten Kreditverluste bei liquiden Mitteln werden in Höhe der Ausfallswahrscheinlichkeiten der jeweiligen
Finanzinstitute erfasst. Dabei wird zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste eine Restlaufzeit der
Finanzinstrumente herangezogen, die die CA Immo Gruppe erwartungsgemäß benötigt, um liquide Mittel zu anderen
Finanzinstituten zu transferieren.
KONZERNABSCHLUSS
165
KAPITEL 5: EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG
5.1. Eigenkapital
Als Grundkapital wird das voll eingezahlte Nominalkapital der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft mit
718.336.602,72 € (31.12.2019: 718.336.602,72 €) ausgewiesen. Es ist zerlegt in 98.808.332 Stück (31.12.2019:
98.808.332) Inhaberaktien sowie 4 nennwertlose Namensaktien. Die Namensaktien werden von der SOF-11 Klimt CAI
S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, gehalten und berechtigen zur
Nominierung von je einem Aufsichtsrat. Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus sechs von der Hauptversam
mlung
gewählten sowie zwei mittels
Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertrete
rn.
Per 31.12.2020 hielt die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 eigene Aktien (31.12.2019: 5.780.037 eigene
Aktien). Bei einer Gesamtzahl von 98.808.336 Stück ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund 5,8%
(31.12.2019: 5,8%) der stimmberechtigten Aktien.
Die im Einzelabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ausgewiesene gebundene Kapitalrücklage
beträgt 854.842 Tsd. € (31.12.2019: 854.842 Tsd. €). Eine Gewinnausschüttung kann höchstens bis zum Betrag des im
Einzelabschluss nach österreichischem Unternehmensgesetzbuch (UGB) ausgewiesenen Bilanzgewinnes abzüglich
gesetzlich bestehender Ausschüttungssperren der Muttergesellschaft erfolgen. In 2020 wurde eine Dividende von
1,00 € (2019: 0,90 €) je dividendenberechtigter Aktie, somit insgesamt 93.028 Tsd. € (2019: 83.725 Tsd. €), an die
Aktionäre ausgeschüttet. Der zum 31.12.2020 ausgewiesene Bilanzgewinn der CA Immobilien Anlagen
Aktiengesellschaft in Höhe von 897.605 Tsd. € (31.12.2019: 907.530 Tsd. €) unterliegt keiner Ausschüttungssperre
(31.12.2019: keine Ausschüttungssperre). Der Vorstand der CA Immo AG schlägt vor, in 2021 vom ausgewiesenen
Bilanzgewinn zum 31.12.2020 in Höhe von 897.605 Tsd. € eine Dividende von 1,00 € je Aktie, somit insgesamt
93.028 Tsd. €, an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 804.577 Tsd. € soll auf
neue Rechnung vorgetragen werden.
Zum Stichtag 31.12.2020 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 359.168.301,36 €, das bis
längstens 18.9.2023 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 47.565.458,08 €
zur Bedienung der 0,75% Wandelschuldverschreibungen 2017-2025 (bedingtes Kapital 2013) sowie ein bedingtes
Kapital in Höhe von 143.667.319,09 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, die zukünftig auf Grundlage
der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9.5.2018 ausgegeben werden (bedingtes Kapital 2018).
Die Gesellschaft hat nicht-nachrangige, unbesicherte Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 200 Mio. €
und einer Laufzeit bis April 2025 ausstehend. Der halbjährlich zahlbare Coupon beträgt 0,75% p.a. Der anfängliche
Wandlungspreis wurde mit 30,5684 € festgelegt; dies entsprach einer Wandlungsprämie von 27,50% über dem
volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der CA Immo-Aktien in Höhe von 23,9752 € am Emissionstag. Infolge der
Auszahlung einer Bardividende in Höhe von 1,00 € je Aktie an die Aktionäre der Gesellschaft wurde der Wandlungspreis
gemäß § 11 (d) (ii) der Emissionsbedingungen zuletzt mit Wirkung zum 27.8.2020 auf 29,7675 € angepasst. Die
Wandelschuldverschreibungen wurden zu 100% ihres Nennbetrages von 100.000 € je Schuldverschreibung begeben und
werden, sofern keine vorzeitige Wandlung oder Rückzahlung erfolgt, zum Laufzeitende zu 100% des Nennbetrages getilgt.
Nach Wahl der Gesellschaft kann die Tilgung durch Zurverfügungstellung von Aktien, Zahlung oder durch eine
Kombination der beiden letztgenannten Varianten erfolgen.
Im Februar 2020 hat die CA Immo AG eine 500 Mio. € fix-verzinsliche Benchmark-Schuldverschreibung mit einer Laufzeit
von sieben Jahren und einem jährlichen Kupon von 0,875% begeben.
Im Oktober 2020 hat die CA Immo AG einen 350 Mio. € fix-verzinslichen Green Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren
und einem jährlichen Kupon von 1,0% begeben.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
66
5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten
31.12.2020 31.12.2019
Tsd. € kurzfristig langfristig Summe kurzfristig langfristig Summe
Wandelschuldverschreibung 362 193.846 194.207 362 190.445 190.807
Unternehmensanleihen 123.983 1.418.027 1.542.011 13.904 784.913 798.817
Anleihen 124.345 1.611.873 1.736.218 14.265 975.359 989.624
Kredite 77.309 968.660 1.045.969 228.399 838.839 1.067.238
Leasingverbindlichkeiten 3.647 41.627 45.275 3.814 36.666 40.480
Übrige verzinsliche
Verbindlichkeiten 80.956 1.010.288 1.091.244 232.213 875.506 1.107.718
205.301 2.622.161 2.827.462 246.478 1.850.864 2.097.342
Die V
ertragswährung der Kreditverbindlichkeiten und Anleihen ist zu 100% der Euro (31.12.2019: 100% in EUR).
Anleihen
31.12.2020 Nominale
in Tsd. €
Buchwerte
exkl. Zinsen
in Tsd. €
Zins-
abgrenzung
in Tsd. €
Nominal-
zinssatz
Effektiv-
zinssatz
Begebung Rückzahlung
Wandelschuld-
verschreibung 200.000
193.846 362 0,75% 2,57% 4.10.2017 4.4.2025
Anleihe 2015-2022 142.411 142.290 3.381 2,75% 2,83% 17.2.2015 17.2.2022
Anleihe 2016-2023 116.621 116.399 2.780 2,75% 2,84% 17.2.2016 17.2.2023
Anleihe 2016-2021 107.450 107.360 941 1,88% 2,03% 12.7.2016 12.7.2021
Anleihe 2017-2024 175.000 174.244 2.791 1,88% 2,02% 22.2.2017 22.2.2024
Anleihe 2018-2026 150.000 147.365 2.152 1,88% 2,24% 26.9.2018 26.3.2026
Anleihe 2020-2027 500.000 493.166 3.957 0,88% 1,11% 5.2.2020 5.2.2027
Anleihe 2020-2025 350.000 344.562 623 1,00% 1,34% 27.10.2020 27.10.2025
Gesamt 1.741.482 1.719.233 16.985
31.12.2019 Nominale
in Tsd. €
Buchwerte
exkl. Zinsen
in Tsd. €
Zins-
abgrenzung
in Tsd. €
Nominal-
zinssatz
Effektiv-
zinssatz
Begebung Rückzahlung
Wandelschuld-
verschreibung 200.000
190.445 362 0,75% 2,57% 4.10.2017 4.4.2025
Anleihe 2015-2022 175.000 174.731 4.159 2,75% 2,83% 17.2.2015 17.2.2022
Anleihe 2016-2023 150.000 149.592 3.576 2,75% 2,84% 17.2.2016 17.2.2023
Anleihe 2016-2021 140.000 139.682 1.227 1,88% 2,03% 12.7.2016 12.7.2021
Anleihe 2017-2024 175.000 174.015 2.791 1,88% 2,02% 22.2.2017 22.2.2024
Anleihe 2018-2026 150.000 146.894 2.152 1,88% 2,24% 26.9.2018 26.3.2026
Gesamt 990.000 975.359 14.265
KONZERNABSCHLUSS
167
Die Unternehmensanleihen bzw. Wandelschuldverschreibungen unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um Klauseln wie Change of Control (d.h. die Erlangung einer unmittelbaren oder
mittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des österreichischen Übernahmegesetzes, sofern
diese zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der CA Immo führt, ihren Verpflichtungen aus den
Anleihen nachzukommen), Cross Default (wonach die ausstehenden Beträge fällig gestellt werden können, falls von der
Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften wegen Nichteinhaltung von Kreditbedingungen die
vorzeitige Rückzahlung einer anderen finanziellen Verpflichtung gefordert wird) oder Loan-to-Value Ratios
(Verschuldungsgrad der Gesellschaft).
Zum 31.12.2020 liegen keine Brüche (31.12.2019: keine Brüche) der Financial Covenants vor.
Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten
Die Konditionen der übrigen verzinslichen Verbindlichkeiten stellen sich zum 31.12.2020 bzw. 31.12.2019 wie folgt
dar:
31.12.2020
Art der Finanzierung und Währung
Effektivverzinsung
per 31.12.2020
in %
Zinsen
variabel/fix/
hedged
Fälligkeit Nominale
in Tsd. €
Buchwert
in Tsd. €
Beizulegender
Zeitwert der
Verbindlichkeit
in Tsd. €
Kredite 0,70%-1,85% variabel 3/2021 - 3/2032 182.718 180.196 180.196
Kredite 0,90%-2,64% hedged 12/2021 - 12/2032 580.363 575.487 575.487
Kredite 0,70%-3,95% fix 12/2022 - 6/2030 290.840 290.286 299.288
Kredite gesamt 1.053.921 1.045.969 1.054.971
Leasingverbindlichkeiten
(IAS 40) 0,81%-6,94% fix 3/2021-8/2104 96.510
37.911
Leasingverbindlichkeiten
(sonstige) 0,41%-3,87% fix 1/2021-12/2025 7.665
7.364
1.158.096 1.091.244 1.054.971
31.12.2019
Art der Finanzierung und Währung
Effektivverzinsung
per 31.12.2019
in %
Zinsen
variabel/fix/
hedged
Fälligkeit Nominale
in Tsd. €
Buchwert
in Tsd. €
Beizulegender
Zeitwert der
Verbindlichkeit
in Tsd. €
Kredite 0,70%-1,85% variabel 3/2020 - 3/2032 299.503 298.142 298.142
Kredite 0,90%-2,75% hedged 3/2020 - 12/2032 518.275 513.397 513.397
Kredite 0,70%-3,95% fix 12/2022 - 12/2028 256.186 255.698 261.539
Kredite gesamt 1.073.964 1.067.238 1.073.079
Leasingverbindlichkeiten
(IAS 40) 0,81%-6,94% fix 1/2020-8/2104 87.091
31.226
Leasingverbindlichkeiten
(sonstige) 0,45%-5,38% fix 2/2020-12/2025 9.695
9.254
1.170.750 1.107.718 1.073.079
Für die variabel verzinsten Kr
edite existieren Zinsderivate mit einem Nominale von 9.978 Tsd. € (31.12.2019:
13.497 Tsd. €), um Auswirkungen von Zinsänderungen zu reduzieren.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
68
Die Bankfinanzierungen in der CA Immo Gruppe unterliegen sogenannten Financial Covenants. Dies sind bei
Bestandsimmobilien in der Regel LTV (Loan to Value, d.h. Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und dem aktuellen
beizulegenden Zeitwert des Objekts), ISCR (Interest Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von Mieterträgen zu
Zinsaufwendungen einer Periode) und DSCR (Debt Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von Mieteinnahmen zum
Schuldendienst einer Periode) bzw. bei Projektfinanzierungen LTC (Loan to Cost, d.h. Verhältnis zwischen
Darlehenshöhe und den Gesamtkosten des Projekts) und ISCR (Interest Service Coverage Ratio, d.h. Verhältnis von
geplanten künftigen Mieteinnahmen zum Zinsaufwand einer Periode).
Übrige verzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen zum Stichtag vertragliche Bedingungen (Financial Covenants) nicht
erfüllt wurden und diese Verletzung der Vertragsbedingungen dem Kreditgeber die prinzipielle Möglichkeit einer
vorzeitigen Kündigung bieten, werden unabhängig von der vertraglich vorgesehenen Restlaufzeit unter den
kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dies gilt ungeachtet vom Verhandlungsstand mit den
Banken bezüglich einer Weiterführung bzw. Änderung der Kreditverträge. Zum 31.12.2020 betraf dies keine Kredite
(31.12.2019: keine Kredite).
Verzinsliche Verbindlichkeiten werden der Kategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten)
zugeordnet und bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich Transaktionskosten bzw.
bei Leasingverbindlichkeiten als Barwert künftiger Leasingzahlungen angesetzt. Ein Unterschied zwischen dem
erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag bzw. zwischen dem Barwert und dem Nominale der
Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt und im
Finanzierungsaufwand erfasst. Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IAS 23 werden Fremdkapitalkosten als
Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert.
Bei einer Wandelschuldverschreibung ist prinzipiell eine Trennung des Finanzinstruments in eine
Eigenkapitalkomponente und eine Fremdkapitalkomponente erforderlich. Die Wandelanleihe weist aufgrund der
Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat auf. Eingebettete Derivate sind
grundsätzlich gesondert vom Basisvertrag zu bilanzieren und zu bewerten, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und
Risiken nicht eng mit jenen des Basisvertrags verbunden sind, sie auch eigenständig die Definition eines Derivats
erfüllen würden und das Gesamtinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die
Fremdkapitalkomponente entspricht beim erstmaligen Ansatz dem beizulegenden Zeitwert einer ähnlichen
Verbindlichkeit, die keine Option zur Umwandlung in Eigenkapitalinstrumente enthält. Direkt zurechenbare
Transaktionskosten werden der Fremdkapitalkomponente zugeschlagen. Im Rahmen der Folgebewertung werden die
Verbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen der Kategorie „AC – amortised cost“ (fortgeführte
Anschaffungskosten) zugeordnet und unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Wird die Änderung von Vertragsbedingungen bei Verbindlichkeiten wie eine Tilgung (d.h. die im Vertrag genannten
Verpflichtungen sind aufgehoben bzw. der 10% Barwerttest wird nicht eingehalten) bilanziert, so sind alle angefallenen
Aufwendungen und Gebühren als Teil des Gewinns- oder Verlusts aus der Tilgung zu erfassen. Wird dieser Austausch
oder die Änderung nicht wie eine Tilgung erfasst, so führt eine Kreditmodifikation zu einer Anpassung des Buchwerts
der Verbindlichkeit. Die Barwertänderung durch die Kreditmodifikation ist erfolgswirksam zu erfassen und über die
Restlaufzeit mittels Effektivzinsmethode entsprechend zu amortisieren.
KONZERNABSCHLUSS
169
5.3. Sonstige Verbindlichkeiten
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
kurzfristig langfristig Summe kurzfristig langfristig Summe
Beizulegender Zeitwert
Derivatgeschäfte 235 84.975 85.210 0 103.960 103.960
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 17.722 6.501
24.224 24.770 5.114 29.885
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 1.445 0
1.445 1.448 0 1.448
Kautionen 4.812 11.863 16.675 3.751 14.505 18.256
Offene Kaufpreise 941 347 1.288 952 0 952
Betriebskostenabrechnungen 2.294 0 2.294 2.148 0 2.148
Übrige 8.027 9.108 17.134 3.761 5.222 8.983
Finanzielle Verbindlichkeiten 35.241 27.819 63.060 36.831 24.840 61.671
Betriebliche Steuern 4.089 0 4.089 4.906 0 4.906
Erhaltene Anzahlungen 3.540 283 3.823 8.683 283 8.966
Im Voraus erhaltene Mieten und
sonstige nicht finanzielle
Ve
rbindlichkeiten 3.827 425
4.252 3.653 477 4.131
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 11.456 708 12.164 17.242 761 18.003
Summe sonstige Verbindlichkeiten 46.932 113.503 160.434 54.073 129.561 183.634
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finan
zielle Verbindlichkeiten wie jene aus Lieferungen und Leistungen werden der Kategorie „AC – amortised
cost“ (fortgeführte Anschaffungskosten) zugeordnet und im Zeitpunkt des Zuganges zum beizulegenden Zeitwert,
danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der beizulegende Zeitwert regelmäßig der
geschätzten Summe aller künftigen Auszahlungen.
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert
erfasst und mit einem frist- und risikogerechten Marktzinssatz aufgezinst.
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern bzw.
Sozialversicherungsträgern, erhaltene Mietvorauszahlungen bzw. Anzahlungen, erhaltene Dividendenvorauszahlungen
sowie Vertragsverbindlichkeiten (gem. IFRS 15). Sie werden im Zugangszeitpunkt mit jenem Betrag angesetzt, der dem
voraussichtlichen Ressourcenabfluss bzw. den Anschaffungskosten (vereinnahmten Betrag) entspricht. Bei der
Folgebewertung werden Wertänderungen (inkl. Aufzinsungen) erfolgswirksam erfasst.
Erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung eines Bauprojekts (z.B. bei Eigentumswohnungen) anhand des
Fertigstellungsgrads, sind gemäß IFRS 15 vertragliche Vermögenswerte bzw. vertragliche Verbindlichkeiten zu erfassen.
Der Ausweis dieser Posten erfolgt saldiert mit den korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen im Falle eines
Vermögenswerts unter dem Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ und im Falle einer Verbindlichkeit
unter dem Posten „Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten“.
5.4. Schulden in Veräußerungsgruppen
Wir verweisen auf die Darstellung und Erläuterungen in Kapitel 4.1. „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Schulden“.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
70
KAPITEL 6: RÜCKSTELLUNGEN
6.1. Rückstellungen
Tsd. € Dienst-
nehmer
Bauleistungen Nachlaufende
Kosten
verkaufter
Immobilien
Sonstige
Summe
Stand 1.1.2020 15.644 43.772 42.921 41.531 143.868
Verbrauch –8.515 –37.803 –4.378 –32.087 –82.783
Auflösung –1.693 –1.837 –1.459 –1.792 –6.781
Neubildung 12.257 44.971 6.326 40.098 103.653
Zugang aus Erstkonsolidierung 0 0 0 86 86
Zugang aus Übergangskonsolidierung 0 23 0 127 150
Abgang durch Entkonsolidierung 0 –5.919 0 –172 –6.091
Transfer 0 –501 501 0 0
Umgliederung zu IFRS 5 0 0 0 –43 –43
Aufzinsung 35 0 0 0 35
Währungsumrechnungsdifferenz –34 –87 0 –315 –436
Stand 31.12.2020 17.694 42.619 43.911 47.435 151.658
davon kurzfristig 11.265 42.326 16.385 47.434 117.409
davon langfristig 6.429 293 27.526 0 34.249
D
ie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Dienstleistungen (Abschlussprüfung,
Steuer- und Rechtsberatung), Grund- und Gebäudesteuern, Grunderwerbsteuern, Betriebskosten der Immobilien,
Gewährleistungen und Zinsen im Zusammenhang mit Steuerprüfungen.
Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die CA Immo Gruppe eine rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung
gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese
Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Insbesondere bei Rückstellungen für Bauleistungen und
nachlaufende Kosten verkaufter Immobilien ist es erforderlich, dass beispielsweise Schätzungen zum
Leistungsfortschritt eines Bauprojekts, qualitative Beurteilungen von Leistungen von Lieferanten, Preisrisiken oder zur
konkreten Erfüllung bzw. zum Umfangs einer Verpflichtung, vorgenommen werden. Diese Rückstellungen werden mit
jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nach bester Schätzung ermittelt
werden kann. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung
wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Rückstellungen für Dienstnehmer
Die Rückstellungen für Dienstnehmer betreffen im Wesentlichen den Barwert der langfristigen Verpflichtungen für
Abfertigungen in Höhe von 505 Tsd. € (31.12.2019: 336 Tsd. €), Prämien in Höhe von 11.819 Tsd. € (31.12.2019:
10.304 Tsd. €) sowie noch nicht konsumierten Urlaub in Höhe von 1.446 Tsd. € (31.12.2019: 1.408 Tsd. €).
Die Rückstellung für Prämien enthält eine langfristige Rückstellung für das LTI (Long Term Incentive)-Programm in
Höhe von 600 Tsd. € (31.12.2019: 433 Tsd. €) sowie eine kurzfristige Rückstellung in Höhe von 195 Tsd. € (31.12.2019:
463 Tsd. €).
KONZERNABSCHLUSS
171
Der Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungszahlungen hat sich wie folgt entwickelt:
Tsd. € 2020 2019
Barwert der Verpflichtungen am 1.1. 336 182
Verbrauch Rückstellung 0 0
Laufender Dienstzeitaufwand 178 138
Zinsaufwand –1 0
Neubewertung –8 16
Barwert der Verpflichtungen am 31.12. 505 336
Die erfahrungs
bedingten Berichtigungen des Barwertes der Verpflichtung, hinsichtlich der Änderungen von
Schätzungen der Fluktuationsraten, Frühverrentungs- oder Sterblichkeitsquoten, sind unwesentlich.
Nettoposition Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen
Die CA Immo Gruppe hat für leistungsorientierte Altersvorsorgepläne in Deutschland eine Rückdeckungsversicherung
abgeschlossen, die die Voraussetzung für die Darstellung als Planvermögen erfüllt. Zum Bilanzstichtag übersteigt der
Barwert dieser Pensionsverpflichtungen das Planvermögen, sodass die Nettoposition in den Rückstellungen gezeigt
wird.
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Barwert der Verpflichtung –10.166 –10.124
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 7.001 7.083
In der Bilanz erfasste Nettoposition –3.166 –3.041
Finanzielle Berichtigungen des Barwertes der Verpflichtung –120 –1.540
Erfahrungsbedingte Berichtigungen des beizulegenden Zeitwertes der
Verpflichtung
–36 –62
Die Entwickl
ung der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
Tsd. € 2020 2019
Verpflichtungsumfang am 1.1. –10.124 –8.533
Laufende Zahlung 196 163
Zinsaufwand –82 –152
Neubewertung –156 –1.602
Verpflichtungsumfang am 31.12. –10.166 –10.124
Planvermögen am 1.1. 7.083 7.061
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 57 126
Neubewertung 67 68
Laufende Zahlung –207 –172
Planvermögen am 31.12. 7.001 7.083
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
72
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde folgender Ertrag/Aufwand erfasst:
Tsd. € 2020 2019
Zinsaufwand –82 –152
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 57 126
Pensionsaufwand –25 –27
Im sonstigen Ergebnis wurd
en folgende Wertänderungen vor Steuern erfasst:
Tsd. € 2020 2019
Neubewertung der Pensionsverpflichtung –156 –1.602
Neubewertung des Planvermögen 67 68
IAS 19 Rücklage –89 –1.533
Di
e Sensitivitätsanalyse hinsichtlich der finanzmathematischen Annahme stellt sich wie folgt dar:
2020
Tsd. € –0,25% +0,25%
Zinssatzänderung um 0,25 Prozentpunkte –442 417
Rententrendänderung um 0,25 Prozentpunkte 362 –380
2019
Tsd. € – 0,25% + 0,25%
Zinssatzänderung um 0,25 Prozentpunkte –455 428
Rententrendänderung um 0,25 Prozentpunkte 365 –384
Verpflichtunge
n gegenüber Dienstnehmern
Variable Vergütung
Long Term Incentive (LTI) Programm
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für alle Mitarbeiter zusätzlich zu ihrem
Fixgehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen. In Anlehnung an
das Vergütungssystem des Vorstands ist dafür die Erreichung der budgetierten quantitativen und qualitativen
Jahresziele sowie ein positives Konzernergebnis Voraussetzung. Darüber hinaus besteht für ausgewählte Führungskräfte
die Möglichkeit, an einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm zu partizipieren. Abweichend vom Modell für den
Vorstand (Phantomaktien) war die Teilnahme an LTI-Programmen, die vor dem Geschäftsjahr 2020 starteten, freiwillig.
Das bisherige Programm war revolvierend, hatte eine Laufzeit von drei Jahren je Tranche (Behaltefrist) und setzte ein
Eigeninvestment (maximal 35% des Jahresfixgehalts) voraus. Das Eigeninvestment wurde jeweils mit dem
Durchschnittskurs des 1. Quartals des jeweiligen Tranchenbeginnjahres bewertet. Auf Basis dieser Bewertung wurde die
Anzahl der zugrundeliegenden Aktien ermittelt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wurde die
Zielerreichung mittels Soll-/Ist-Vergleich definiert. Der Erfolg wurde an folgenden Kennzahlen gemessen:
NAV-Wachstum, TSR (Total Shareholder Return) und FFO-Wachstum (Funds from Operations). Die Gewichtung für das
NAV-Wachstum und das FFO-Wachstum lag bei jeweils 30%, jene des TSR bei 40%. Auszahlungen erfolgten in Cash.
KONZERNABSCHLUSS
173
Das LTI-Programm wurde im Jahr 2019 einer umfassenden Überarbeitung (Anpassung an Marktstandards) unterzogen;
das neue Programm sieht Änderungen hinsichtlich des Teilnehmerkreises, der Teilnahmebedingungen sowie der
Performanceindikatoren vor und kam erstmals im Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung. Das neue LTI-Programm ist
revolvierend und sieht kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von
virtuellen Aktien von CA Immo. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von
Performancekriterien, die an die mittelfristige Ertragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI
wird durch den volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo (= Schlusskurs an der Wiener Börse)
über den 3-Monats Zeitraum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige
Anzahl der virtuellen Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der
Performanceperiode von vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel
zum Stichtag 31.12. des letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete
Performancekriterien des LTI dienen Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“)
gegen den EPRA Nareit Developed Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der
Führungskraft abgestimmten Zielwert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen
Tranche erhalten würde. Die Höhe der Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von
vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung
zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der
vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Auszahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien
mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die
Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hierbei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI
gilt.
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Vorstand orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen
und berücksichtigt auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Sie ist mit 200% des Jahresbruttogehalts beschränkt. Eine
Hälfte der variablen Vergütung ist als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss
festgelegter Ziele gekoppelt. Die andere Hälfte orientiert sich an der Outperformance von folgenden, jährlich vom
Vergütungsausschuss definierten Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und
NAV-Wachstum. Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem
Vergleich von vereinbarten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und
durch den Vergütungsausschuss festgelegt wird. Die Auszahlung der leistungsbezogenen Vergütung besteht zu 50% aus
Sofortzahlungen (Short Term Incentive). Die restlichen 50% werden auf Basis des Durchschnittskurses des letzten
Quartals des für die Zielerreichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Die
Auszahlung der Phantomaktien erfolgt in drei gleichen Teilen in Cash – nach zwölf, 24 (Mid Term Incentive) bzw.
36 Monaten (Long Term Incentive) zum Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr
vorangehenden Jahres.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des
beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung
der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle
Änderungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Leistungsorientierte Pläne nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen
In der CA Immo Deutschland Gruppe bestehen gegenüber vier Personen Verpflichtungen aus leistungsorientierten
Altersversorgungsplänen. Die Zusagen betreffen eine Anwartschaft eines bereits ausgeschiedenen Geschäftsführers
sowie drei bereits laufende Leistungen. Die für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen abgeschlossene
Rückdeckungsversicherung wird gemäß IAS 19.63 als Nettoschuld (Vermögenswert) bilanziert.
Für die leistungsorientierten Verpflichtungen werden jährlich externe versicherungsmathematische Gutachten
eingeholt. Die Berechnung des bilanzierten Deckungskapitals bzw. der Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach dem
Verfahren laufender Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung folgender Parameter:
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
74
31.12.2020 31.12.2019
Rechnungszinssatz 0,49% 0,82%
Erwartete Bezugserhöhungen 2,00% 2,00%
Ansammlungszeitraum 25 Jahre 25 Jahre
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 0,49% 0,82%
Der tatsächlich
erwirtschaftete Ertrag aus dem Planvermögen beträgt in 2020 0,81% (2019: 1,78%).
Der Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand im Zusammenhang mit der Verpflichtung sowie der Zinsertrag aus dem
Planvermögen werden zur Gänze im Jahr des Entstehens erfolgswirksam erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus der Verpflichtung und dem Planvermögen werden im sonstigen Ergebnis, abzüglich der
entsprechenden Steuerlatenz, erfasst.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die CA Immo Gruppe verpflichtet, an vor dem 1.1.2003 in Österreich
eingetretene MitarbeiterInnen im Kündigungsfall durch den Arbeitgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine
einmalige Abfertigung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall
maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. In der CA Immo Gruppe
existieren auch vertragliche Abfertigungen für einzelne Mitarbeiter. Für diese leistungsorientierte Verpflichtung wird
eine Rückstellung gemäß IAS 19 gebildet. Der Rechnungszinssatz für die Abfertigungsrückstellung beträgt 2020 -0,34%
(2019: -0,25%).
Beitragsorientierte Pläne
Die CA Immo Gruppe ist gesetzlich verpflichtet, für alle nach dem 31.12.2002 in Österreich eingetretenen
MitarbeiterInnen 1,53% des monatlichen Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse einzubezahlen. Darüber hinaus
bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die Zahlungen werden als Personalaufwand erfasst und sind in den
indirekten Aufwendungen enthalten.
Auf Basis der Vereinbarung mit einer Pensionskasse in Österreich bzw. einer Unterstützungskasse mittelständischer
Unternehmen in Deutschland besteht für Angestellte in Österreich und Deutschland ab einer gewissen
Unternehmenszugehörigkeit (Österreich: 1 Jahr altersunabhängig, Deutschland: sofort sobald das 27. Lebensjahr
erreicht ist) eine beitragsorientierte Pensionszusage. Die Höhe der Beitragszahlung beträgt in Österreich 2,5% und in
Deutschland 2,0% des jeweiligen monatlichen Bruttogehalts. Nach Ablauf einer gewissen Zeitperiode (Österreich:
3 Jahre, Deutschland: 3 Jahre) werden die einbezahlten Beiträge unverfallbar und ab dem Pensionsantritt als monatliche
Pensionszahlung ausbezahlt.
KONZERNABSCHLUSS
175
KAPITEL 7: STEUERN
7.1. Ertragsteuern
Tsd. € 2020 2019
Ertragsteuer (laufendes Jahr) –12.258 –19.792
Ertragsteuer (Vorjahre) –2.984 –175
Tatsächliche Ertragsteuer –15.242 –19.967
Veränderung der latenten Steuern –79.099 –127.636
Steuer auf die Bewertung von Wertpapieren im Eigenkapital 0 1.576
Ertragsteuern –94.341 –146.026
Steuerquote (gesamt) 27,1% 27,1%
Die tatsächlichen Ertragsteuern (laufendes Jahr) resultierten
in Höhe von –8.582 Tsd. € (2019: –13.012 Tsd. €) aus dem
Segment Deutschland.
Die Veränderung der Ertragsteuern (Vorjahre) resultiert vor allem aus Deutschland und betrifft im Wesentlichen
Feststellungen aus Betriebsprüfungen.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem effektiven Steueraufwand
stellen sich folgendermaßen dar:
Tsd. € 2020 2019
Ergebnis vor Steuern 348.295 539.330
Erwarteter Steueraufwand (Steuersatz Österreich: 25,0%/Vorjahr 25,0%) –87.074 –134.832
Steuerlich wirksame Beteiligungsabschreibungen und -zuschreibungen 293 558
Nicht verwertbare Verlustvorträge –3.792 –740
Steuerlich nicht absetzbare Aufwendungen und permanente Differenzen –3.022 –3.224
Abweichende Steuersätze im Ausland –17.610 –3.727
Ansatz bisher nicht angesetzter Verlustvorträge 3.901 695
Steuerfreie Erträge 874 228
Anpassung Steuern Vorjahre –1.599 –12
Tatsächliche Verwendung von bisher nicht angesetzten Verlustvorträgen 316 225
Steuerfreie Veräußerungen 6.478 213
Gewerbesteuerliche Effekte 309 –151
Abwertung/Aufhebung früherer Abwertung von lat. Steueransprüchen 435 –4.275
Bewertung von Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 550 –772
Nicht steuerwirksame Kursdifferenzen –6.059 –22
Änderung des Steuersatzes 11.586 0
Sonstige 73 –190
Effektiver Steueraufwand –94.341 –146.026
Der Effekt aus der Änderung des Steuersatze
s in 2020 resultiert aus der Verlegung des Geschäftssitzes von
Immobiliengesellschaften in Deutschland.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
17
6
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Tsd. € 2020 2019
Latente Steuern am 1.1. (netto) –471.200 –344.842
Veränderung aus Gesellschaftsverkäufen 15.971 427
Veränderung aus Erstkonsolidierung 2.173 0
Veränderungen durch Fremdwährungskursänderungen –5 0
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen 226 851
Erfolgswirksam erfasste Veränderungen –79.099 –127.636
Latente Steuern am 31.12. (netto) –531.935 –471.200
KONZERNABSCHLUSS
177
Die aktiven und passiven latenten Steuern teilen sich zum 31.12. wie folgt auf:
Tsd. € 31.12.2019 31.12.2020
Art
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Netto
Gewinn-
und
Verlust-
rechnung
Sonstiges
Ergebnis
Zugang/Abgang
/IFRS 5/
Fremdwährungs-
kursänderung
Netto
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Buchwertunterschiede
IFRS/Steuerrecht von als
Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien
818 –541.357
–540.539 –80.945 0 17.795 –603.690 1.248 –604.938
Unterschiedliche Abschreibung
von selbst genutztem
Immobilienvermögen und
zugehörige Nutzung
srechte 580 –2.505
–1.925 557 0 0 –1.368 603 –1.972
Unterschiedliche
Anschaffungskosten von zum
Handel bestimmte Immobilien 171 –1.135
–963 992 0 0 29 462 –433
Unterschiedliche Nutzungsdauer
von Betriebs- und
Geschäftsausstattung und
zugehörige Nutzung
srechte 180 –203
–24 69 0 0 45 245 –200
Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen 940 –1
940 101 0 0 1.041 1.042 –1
Ausleihungen, übrige
Beteiligungen, Wertpapiere 0 –6.557
–6.557 1.799 0 0 –4.757 0 –4.757
Bewertung von Forderungen und
sonstigen Vermögenswerten 1.137 –199
938 –85 0 0 853 871 –18
Vertragliche Vermögenswerte
(IFRS 15) 0 0
0 0 0 0 0 0 0
Bewertung von derivativen
Vermögenswerten 0 –366
–366 –141 0 0 –508 0 –508
Fremdwährungsbewertung von
liquiden Mittel 84 –2
82 –210 0 0 –128 0 –128
Bewertung von Verbindlichkeiten
aus derivativen
Finanzinstrumenten
24.109 0
24.109 –5.475 198 0 18.831 18.831 0
Verbindlichkeiten (inkl.
Leasingverbindlichkeiten) 10.438 –1.198
9.240 3.455 0 –7 12.688 14.515 –1.827
Wandelschuldverschreibung 0 –2.030 –2.030 773 0 0 –1.257 0 –1.257
Rückstellungen 5.527 0 5.527 –394 28 –4 5.157 5.163 –6
Steuerliche Verlustvorträge 40.370 0 40.370 406 0 354 41.129 41.129 0
Steueransprüche/-schulden vor
Verrechnung 84.353 –555.553 –471.200 –79.099 226 18.138 –531.935 84.109 –616.044
Verrechnung der Steuern –82.543 82.543 0 0 –79.727 79.727
Steueransprüche/-schulden netto 1.810 –473.010 –471.200 –531.935 4.382 –536.317
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
78
In den angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen sind aktive latente Steuern in Österreich für in Folgejahren zu
verteilende Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften (Siebentelabschreibungen) in Höhe von 0 Tsd. €
(31.12.2019: 0 Tsd. €) enthalten.
Nicht angesetzte latente Steuern
Nicht angesetzte latente Steuern beziehen sich im Wesentlichen auf Verlustvorträge in der CA Immo Gruppe sowie
Zinsvorträge in Osteuropa und gewerbesteuerliche Verlustvorträge innerhalb der CA Immo Deutschland Gruppe.
Verlustvorträge sowie Siebentelabschreibungen, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, verfallen wie folgt:
Tsd. € 2020 2019
Im Folgejahr 1.305 1.408
Zwischen 1 - 5 Jahren 14.705 8.436
Über 5 Jahre 1.202 4.395
Unbegrenzt vortragsfähig 178.149 199.587
Gesamtsumme nicht angesetzte Verlustvorträge 195.361 213.827
darauf nicht angesetzte latente Steuern 43.069 47.371
Di
e Summe der zu versteuernden temporären Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an österreichischen
verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, für die gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuern angesetzt
wurden, beträgt 261.033 Tsd. € (31.12.2019: 273.009 Tsd. €). Nicht angesetzte Verlustvorträge sowie offene
Siebentelabschreibungen der österreichischen Gesellschaften belaufen sich auf 136.433 Tsd. € (31.12.2019:
149.162 Tsd. €). Davon betragen die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für in Folgejahren zu verteilende
Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften (Siebentelabschreibungen) in Österreich 1.343 Tsd. € (31.12.2019:
3.332 Tsd. €).
Die Summe der temporären Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an ausländischen verbundenen
Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, für die gemäß IAS 12.39
keine latenten
Steuern angesetzt wurden, beträgt 110.466 Tsd. € (31.12.2019: 94.080 Tsd. €). Nicht angesetzte Verlustvorträge der
ausländischen Gesellschaften belaufen sich auf 58.927 Tsd. € (31.12.2019: 64.664 Tsd. €). Bei Einhaltung bestimmter
Voraussetzungen sind Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ganz oder
teilweise von der Ertragsteuer befreit.
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl hinsichtlich der laufenden Ergebnisse als auch der
Veräußerungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden
Steuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen sind bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teilweise
von der Ertragsteuer befreit. Auch wenn die Absicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden dennoch für das
Immobilienvermögen passive latente Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind auch darüber zu treffen, in wie weit abzugsfähige temporäre Differenzen und
Verlustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über die Höhe und den Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die
Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicherheiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen
ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der
Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe
die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Diese
KONZERNABSCHLUSS
17
9
Unsicherheiten und Komplexitäten können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder
niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen sind.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche
komplexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vorgaben zur Grunderwerbsteuerbelastung/möglichem Anfall von
Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Personen- und
Kapitalgesellschaften oder (iii) der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwicklungsprojekten. Die CA Immo
Gruppe unternimmt alle Anstrengungen und Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzuhalten.
Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außerhalb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie z.B. Änderung
der Beteiligungsstruktur, Gesetzesänderungen oder Interpretationsänderungen seitens der Steuerbehörden und
Gerichte, die dazu führen können, dass die zuvor genannten Steuerthemen anders als bisher behandelt werden müssen
und daher Einfluss auf den Ansatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Es bestehen Unsicherheiten über die mögliche rückwirkende Anwendung von nachträglichen Steueränderungen
hinsichtlich abgeschlossener und teilweise mit der Finanzbehörde abgestimmter Umstrukturierungen in Osteuropa. Die
CA Immo Gruppe schätzt die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Belastung aufgrund der nachträglichen Änderung
der steuerlichen Konsequenzen von in der Vergangenheit vorgenommener Umstrukturierungsmaßnahmen als gering
ein.
Es bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungsverrechnungen
innerhalb des Konzerns. Die CA Immo Gruppe ist stets bestrebt einen fremdüblichen Preis für interne Leistungen zu
verrechnen und auch ausreichende Dokumentation vorzubereiten. Darüber hinaus wird regelmäßig die Erstellung von
Verrechnungspreisdokumentationen von externen Dienstleistern zur Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben
beauftragt, jedoch kann die Finanzbehörde eine andere Ansicht vertreten und ihrerseits zu anderen Erkenntnissen
gelangen. Dies kann für die Vergangenheit zu steuerlichen Konsequenzen der Abzugsfähigkeit von internen
Leistungsverrechnungen führen, die nachträgliche Steuerzahlungen auslösen könnten.
Die aktuell bestehenden Unsicherheiten werden laufend evaluiert und können dazu führen, dass Einschätzungen
künftig geändert werden müssen.
Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus
dem steuerpflichtigen Einkommen (laufendes und periodenfremdes) und dem im jeweiligen Land
anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer ("tatsächliche Steuer") und die erfolgswirksame Veränderung der
latenten Steuer sowie den Steuereffekt aus erfolgsneutralen Eigenkapitalbuchungen, die zu keinen temporären
Differenzen führen (z.B. Steuer betreffend Emissionskosten für Kapitalerhöhungen sowie teilweise auf die Bewertung
von Derivatgeschäften). Die aus der Bewertung zum Stichtagskurs resultierende Veränderung der latenten Steuer wird
im Ertragsteueraufwand ausgewiesen.
In Übereinstimmung mit IAS 12 werden bei Ermittlung der latenten Steuern die temporären Unterschiede zwischen
Steuerbilanz und Konzernbilanz berücksichtigt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung
ihrer begrenzten bzw. unbegrenzten Vortragsfähigkeit bzw. Verrechenbarkeit und ihrer künftigen Verwendbarkeit
aktiviert. Der Ansatz des latenten Steueranspruches ergibt sich einerseits aus vorliegenden Planungsrechnungen der
nächsten 3 bis 5 Jahre, die in absehbarer Zeit eine Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge zeigen, sowie
andererseits aus dem Vorhandensein von ausreichenden zu versteuernden temporären Differenzen, im Wesentlichen
resultierend aus dem Immobilienvermögen.
Für die CA Immo Gruppe besteht in Österreich für nahezu alle Gesellschaften eine Gruppen- und
Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Gruppenträger ist die
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
180
In der CA Immo Deutschland Gruppe besteht bei einigen Gesellschaften eine dem deutschen Steuerrecht
entsprechende ertragsteuerliche Organschaft. Organträger ist die CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt. Auf Grund
von Ergebnisabführungsverträgen sind die Organgesellschaften verpflichtet, ihren gesamten Gewinn, das ist der ohne
die Gewinnabführung entstandene Jahresüberschuss, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr
unter Berücksichtigung der Bildung oder Auflösung von Rücklagen, an den Organträger abzuführen. Der Organträger ist
verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht
dadurch ausgeglichen wird, dass den anderen Gewinnrücklagen Beträge entnommen werden, die während der
Vertragsdauer in sie eingestellt worden sind.
7.2. Ertragsteuerforderungen
Der Posten betrifft mit 13.497 Tsd. € (31.12.2019: 15.941 Tsd. €) die CA Immo Deutschland Gruppe und umfasst
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für die vom Finanzamt noch nicht final veranlagten Jahre 2013, 2017, 2018,
2019 und 2020 sowie für Prüfungsfeststellungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen.
7.3. Ertragsteuerverbindlichkeiten
Der Posten betrifft mit 13.177 Tsd. € (31.12.2019: 19.402 Tsd. €) die CA Immo Deutschland Gruppe und umfasst
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für die vom Finanzamt noch nicht final veranlagten Jahre 2016, 2019 und 2020
sowie für Prüfungsfeststellungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen.
KONZERNABSCHLUSS
181
KAPITEL 8: FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT
8.1. Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte nach Kategorien
Klasse Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL AC 31.12.2020 31.12.2020
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 11.708 0
11.708 11.762
Derivative
Finanzinstrumente 1.682 0 0
1.682 1.682
Originäre Finanzinstrumente 0 12.477 0 12.477
Übrige Beteiligungen 34.861 0 0 34.861 34.861
Finanzielle Vermögenswerte 36.544 24.184 0 60.728
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 10.306 0
10.306 10.351
Übrige Forderungen und
Vermögenswerte 0 111.024 15.045
126.069
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 0 121.330 15.045 136.375
Liquide Mittel 0 934.863 0 934.863
36.544 1.080.378 15.045 1.131.967
1)
FVTPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), AC – amortised cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet)
Klasse
Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL AC 31.12.2019 31.12.2019
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 15.154 0
15.154 15.226
Derivative
Finanzinstrumente 1.148 0 0
1.148 1.148
Originäre Finanzinstrumente 0 21.939 4.020 25.960
Übrige Beteiligungen 41.406 0 0 41.406 41.406
Finanzielle Vermögenswerte 42.553 37.094 4.020 83.667
Liquide Mittel mit
Verfügungsbeschränkungen 0 10.793 0
10.793 10.833
Übrige Forderungen und
Vermögenswerte 0 43.697 19.324
63.021
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 0 54.490 19.324 73.814
Liquide Mittel 0 439.139 0 439.139
42.553 530.722 23.345 596.620
Der beizulegende Zeitwert der
Forderungen und sonstigen Vermögenswerte der Kategorie „Amortised Cost“ (AC)
entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Die originären
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
82
Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen, die als Teil der
Nettoinvestition in die Gesellschaften betrachtet und bewertet werden (dies entspricht Stufe 3 der
Bemessungshierarchie) sowie langfristige Forderungen aus Immobilienhandel und Bauleistungen. Die Bewertung von
Beteiligungen der Kategorie FVTPL entspricht der Stufe 3 der Bemessungshierarchie.
Finanzielle Vermögenswerte sind teilweise zur Besicherung von finanziellen Verbindlichkeiten verpfändet.
Finanzielle Verbindlichkeiten nach Kategorien
Klasse Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL FVOCI AC 31.12.2020
31.12
.2020
Wandelschuldverschreibung 0 0 194.207 0 194.207 191.695
Anleihen 0 0 1.542.011 0 1.542.011 1.590.203
Kredite 0 0 1.045.969 0 1.045.969 1.054.971
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 0 0 45.275 0 45.275
Verzinsliche Verbindlichkeiten 0 0 2.827.462 0 2.827.462
Derivative Finanzinstrumente 82.596 2.614 0 0 85.210 85.210
Sonstige originäre Verbindlichkeiten 0 0 63.060 12.164 75.224
Sonstige Verbindlichkeiten 82.596 2.614 63.060 12.164 160.434
82.596 2.614 2.890.522 12.164 2.987.896
1)
FVTPL – fair value through profit or loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), FVOCI – fair value through other comprehensive income
(erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet), AC – amortised cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet)
Der Börsenkurs der Wandelschuldverschreibung beträgt 232.744 Tsd. € (31.12.2019: 263.432 Tsd. €). Der beizulegende
Zeitwert des eingebetteten
Derivats der Wandelschuldverschreibung beträgt 41.049 Tsd. € (31.12.2019: 73.257 Tsd. €).
Die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung und das eingebettete Derivat der
Wandelschuldverschreibung werden getrennt bilanziert.
Klasse Klassifizierung gem. IFRS 9
1)
Keine
Finanzinstrumente
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Tsd. € FVTPL FVOCI AC 31.12.2019
31.12
.2019
Wandelschuldverschreibung 0 0 190.807 0 190.807 190.175
Anleihen 0 0 798.817 0 798.817 840.413
Kredite 0 0 1.067.238 0 1.067.238 1.073.079
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 0 0 40.480 0 40.480
Verzinsliche Verbindlichkeiten 0 0 2.097.342 0 2.097.342
Derivative Finanzinstrumente 103.960 0 0 0 103.960 103.960
Sonstige originäre Verbindlichkeiten 0 0 61.671 18.003 79.675
Sonstige Verbindlichkeiten 103.960 0 61.671 18.003 183.634
103.960 0 2.159.014 18.003 2.280.977
D
er beizulegende Zeitwert der sonstigen originären Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw.
kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert.
KONZERNABSCHLUSS
183
8.2. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
31.12.2020 31.12.2019
Tsd. € Nominale Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Nominale Beizulegender
Zeitwert
Buchwert
Zinsswaps - Verbindlichkeiten 815.759 –44.161 –44.161 531.771 –30.703 –30.703
Summe Zinsswaps 815.759 –44.161 –44.161 531.771 –30.703 –30.703
Zinsfloors 42.975 1.682 1.682 43.875 1.148 1.148
Derivat Wandelschuldverschreibung 0 –41.049 –41.049 0 –73.257 –73.257
Summe Derivate 858.734 –83.528 –83.528 575.646 –102.812 –102.812
- davon Sicherungen (Cashflow Hedges) 225.000 –2.614 –2.614 0 0 0
- davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Vermögenswerte 42.975 1.682
1.682 43.875 1.148 1.148
- davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Verbindlichkeiten 590.759 –82.596
–82.596 531.771 –103.960 –103.960
Das Derivat der W
andelschuldverschreibung resultiert aus der Barausgleichsoption der Wandelschuldverschreibung
durch die CA Immo AG und wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Zum Bilanzstichtag waren 55,1% (31.12.2019: 48,3%) aller variabel verzinsten Kredite durch Zinsswaps in eine fixe
Verzinsung (bzw. eine Bandbreite mit Ober-/Untergrenze) umgestellt.
Zinsderivate Nominale Beginn Ende
Fixierter
Zinssatz per
Referenz-
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. € in Tsd. €
31.12.2020 31.12.2020
EUR - CFH 225.000 3/2022 1/2029 –0,16% 3M-Euribor –2.614
EUR - freistehend - Verbindlichkeiten 590.759 12/2016-5/2020 12/2021-12/2032 –0,14%-1,19% 3M-Euribor –41.547
Summe Zinsswaps = variabel in fix 815.759 –44.161
Zinsfloors 42.975 5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.682
Summe Zinsderivate 858.734 –42.479
Zinsderivate Nominale Beginn Ende
Fixierter
Zinssatz per
Referenz-
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. € in Tsd. €
31.12.2019 31.12.2019
EUR - freistehend - Verbindlichkeiten
531.771
12/2016-4/2019 12/2021-12/2032 0,25%-1,19% 3M-Euribor –30.703
Summe Zinsswaps = variabel in fix
531.771
–30.703
Zinsfloors
43.875
5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.148
Summe Zinsderivate 575.646 –29.555
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
84
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste (Hedging – Rücklage)
Tsd. € 2020 2019
Stand 1.1. 0 0
Veränderung Bewertung Cashflow Hedges –620 0
Veränderung Ineffektivität Cashflow Hedges 0 0
Reklassifizierung von Cashflow Hedges 0 0
Ertragsteuern auf Cashflow Hedges 198 0
Stand am 31.12. –422 0
davon Anteil Aktionäre des Mutterunternehmens –422 0
Bewertun
g von Zinsderivaten
Die Zinsderivate werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch
die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter
finanzmathematischer Modelle ermittelt. Die Zinssätze für die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme werden
anhand einer am Markt beobachtbaren Zinskurve geschätzt. Für die Berechnung werden Interbank-Mittelkurse
verwendet. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten entspricht somit der Stufe 2 der Bemessungshierarchie gemäß
IFRS 13.
Eine Korrektur der Bewertung von Zinsderivaten aufgrund von CVA (Credit Value Adjustment) und DVA (Debt Value
Adjustment) erfolgt nur, wenn diese Anpassung einen wesentlichen Umfang erreicht.
Die CA Immo Gruppe schließt auch Objektfinanzierungen mit Banken ab, wo vertraglich eine Zinsuntergrenze
vorgesehen ist. Dabei ist zu untersuchen, ob ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat vorliegt. Eine eingebettete
Untergrenze auf Zinssätze eines Schuldinstruments ist eng mit dem Basisvertrag verbunden, wenn zum Zeitpunkt des
Abschlusses des Vertrags die Zinsuntergrenze gleich oder unter dem herrschenden Marktzins liegt. Die CA Immo
Gruppe prüft ein Vorliegen eines eingebetteten Derivats auf die erforderliche Trennung vom Basisvertrag, indem sie den
vereinbarten Zins zuzüglich der Bewertung der Zinsuntergrenze mit dem Marktzins (Referenzzins zuzüglich Marge)
vergleicht. Übersteigt der Marktzins (Referenzzins zuzüglich Marge) in jeder künftigen Periode den vereinbarten Zins
laut Vertrag, so liegt keine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vor. Bisher hat die CA Immo Gruppe keine
trennungspflichtigen eingebetteten Derivate in Kreditverträgen identifiziert.
Bewertung des Derivats der Wandelschuldverschreibung
Die Wandelanleihe weist aufgrund der Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges
eingebettetes Derivat auf. Der beizulegende Zeitwert des trennungspflichtigen eingebetteten Derivats wird auf Basis
eines allgemein anerkannten finanzmathematischen Modells (Black-Scholes) ermittelt und basiert auf am Markt
beobachtbaren Parametern. Der beizulegende Zeitwert des Derivats der Wandelschuldverschreibung entspricht somit
der Stufe 2 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13.
Derivative Finanzinstrumente
Die CA Immo Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Zinsswaps, Zinsfloors und
Devisentermingeschäfte, um sich gegen Zins- und Wechselkursänderungsrisiken abzusichern. Die derivativen
Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr
beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeit, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Derivative Finanzinstrumente werden als langfristige finanzielle Vermögenswerte oder langfristige finanzielle
Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit der Instrumente mehr als zwölf Monate beträgt und nicht
erwartet wird, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt werden. Die anderen derivativen
KONZERNABSCHLUSS
185
Finanzinstrumente werden als kurzfristige finanzielle Vermögenswerte oder kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Im Juli 2020 hat die CA Immo Gruppe Forward Zinsswaps (Nominale 225.000 Tsd. €, Laufzeit März 2022 – Jänner
2029) abgeschlossen.
Ein Finanzinstrument ist gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Sofern der
beizulegende Zeitwert jedoch beim erstmaligen Ansatz vom Transaktionspreis abweicht und zudem nicht an einem
aktiven Markt beobachtbar ist, ist gemäß IFRS 9 die Differenz abzugrenzen und darf nur in dem Umfang als ein Gewinn
oder Verlust erfasst werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Zeitfaktors) entsteht,
den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung für den Vermögenswert oder die Schuld beachten würden. Daher hat die
CA Immo für die sich aus dem erstmaligen Ansatz ergebende Differenz zwischen dem Transaktionspreis der Zinsswaps
und deren beizulegendem Zeitwert einen Abgrenzungsposten gebildet, der planmäßig nach der Effektivzinsmethode
über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst wird.
Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Folgebewertung von derivativen
Finanzinstrumenten ist bei der CA Immo Gruppe davon abhängig, ob die Kriterien für Cashflow Hedge Accounting
(Absicherung künftiger Zahlungsströme) erfüllt werden oder nicht.
Die Zinsswaps wurden als Sicherungsinstrumente in einer Cashflow Hedge Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9
designiert. Das besicherte Risiko resultiert dabei aus der Differenz zwischen den erwarteten zukünftigen variablen
Zinsauszahlungen auf Basis des 3M-Euribor und den zukünftigen fixen Zinsen für die Baufinanzierung.
Bei derivativen Finanzinstrumenten, für die die Kriterien für Cashflow Hedge Accounting erfüllt sind, ist bei einer
Absicherung von Zahlungsströmen der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als
wirksame Absicherung bestimmt wird, im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Ein etwaiger verbleibender Gewinn oder
Verlust aus dem Sicherungsinstrument stellt eine Ineffektivität der Absicherung dar und ist erfolgswirksam zu erfassen.
Die Messung der Ineffektivität dieses Sicherungsgeschäfts erfolgt mittels der Dollar-Offset-Methode. Die Teile der
nicht im sonstigen Ergebnis erfassten Aufwendungen und Erträge werden aufwandswirksam als Ineffektivität unter
dem Posten "Ergebnis aus Derivaten" ausgewiesen. Die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und
Grundgeschäft sowie deren Effektivität wird bei Abschluss des Sicherungsgeschäftes und anschließend laufend
evaluiert und dokumentiert.
Gemäß IFRS 9 sind Derivate außerhalb von Sicherungsbeziehungen der Kategorie „FVtPL – fair value through profit
or loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zuzuordnen. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird
dabei erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im „Ergebnis aus Derivaten“ erfasst.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps und Zinsfloors werden durch Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Die
Zinssätze für die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme werden anhand einer am Markt beobachtbaren
Zinskurve geschätzt. Für die Berechnung werden Interbank-Mittelkurse verwendet.
Bei einer Wandelschuldverschreibung ist prinzipiell eine Trennung des Finanzinstruments in eine
Eigenkapitalkomponente und eine Fremdkapitalkomponente erforderlich. Die Wandelanleihe weist aufgrund der
Barausgleichsoption der CA Immo AG ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat auf. Eingebettete Derivate sind
grundsätzlich gesondert vom Basisvertrag zu bilanzieren und zu bewerten, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und
Risiken nicht eng mit jenen des Basisvertrags verbunden sind, sie auch eigenständig die Definition eines Derivats
erfüllen würden und das Gesamtinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die
trennungspflichtigen eingebetteten Derivate sind der Kategorie „FVtPL – fair value through profit or
loss“ (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) zugeordnet und werden zu jedem Bilanzstichtag ergebniswirksam
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
86
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird dabei zur Gänze
erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im „Ergebnis aus Derivaten“ erfasst.
8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten
Zinsänderungsrisiko
Risiken aus der Veränderung des Zinsniveaus bestehen im Wesentlichen bei langfristigen Fremdfinanzierungen und
Zinsderivaten und betreffen bei variablen Zinsvereinbarungen die Höhe der künftigen Zinszahlungen und bei fixen
Zinsvereinbarungen den beizulegenden Zeitwert des Finanzinstruments. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos
wird ein Mix aus langfristigen Zinsbindungen und variabel verzinsten Krediten eingesetzt. Bei den variabel verzinsten
Krediten werden auch derivative Finanzinstrumente (Zinsfloors und Zinsswaps) abgeschlossen, die zur Sicherung von
Cashflow-Zinsänderungsrisiken aus Grundgeschäften dienen. Neben dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko
(Zinsniveau) bestehen auch Risiken aus einer allfälligen Bonitätsveränderung, die bei Anschlussfinanzierungen zu
einer Erhöhung oder Verminderung von Zinsmargen führen würden.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss des variablen Marktzinssatzes auf die im Zusammenhang mit
Finanzverbindlichkeiten anfallenden Zinsaufwendungen. Dabei werden die Zinsaufwendungen dahingehend
analysiert, wie sich das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2020 unter der Annahme von durchschnittlich um 50 und
100 Basispunkte höheren Marktzinssätzen entwickelt hätte. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen,
insbesondere Fremdwährungskurse, konstant bleiben. Aufgrund des zum Berichtszeitpunkt sehr niedrigen Zinsniveaus
wurde keine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf fallende Zinssätze durchgeführt.
Tsd. € Veränderung Periodenergebnis bei einem
Szenario
von 50 bps von 100 bps
Erhöhung Erhöhung
31.12.2020
Variabel verzinste Instrumente –864 –1.727
Fix verzinste Instrumente (Swaps) 27.095 53.075
Derivative Finanzinstrumente (Bewertung) –948 –1.399
25.283 49.949
31.12.2019
Variabel verzinste Instrumente –1.446 –2.892
Fix verzinste Instrumente (Swaps) 18.818 36.821
Derivative Finanzinstrumente (Bewertung) –739 –985
16.633 32.944
Die variabel ver
zinsten Instrumente enthalten die variabel verzinsten Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung von
Derivaten. Im Falle der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aufgrund einer Zinssatzänderung eine
erfolgswirksame Auswirkung (Zinsen und Bewertung Fair Value Derivate).
Risiken des eingebetteten Derivats der Wandelschuldverschreibung
Bei dem Derivat der Wandelschuldverschreibung bestehen die Risiken vor allem in einer Veränderung des
Aktienkurses der CA Immo AG, sowie in einer Veränderung des Credit Spreads zwischen CA Immo
Unternehmensanleihen und laufzeitkongruenten Referenzzinssätzen von Staatsanleihen der Eurozone. Die folgende
Sensitivitätsanalyse zeigt die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Derivats der Wandelschuldverschreibung
auf einen Anstieg bzw. eine Reduktion des Aktienkurses der CA Immo AG sowie eine Erhöhung bzw. Verminderung
des Credit Spreads. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen konstant bleiben.
KONZERNABSCHLUSS
187
Tsd. € Veränderung Periodenergebnis bei einem
Szenario
Veränderung Periodenergebnis bei einem
Szenario
von 10%
Aktienkurs
von 10%
Aktienkurs
von 50 bps Credit
Spread
von 50 bps Credit
Spread
Anstieg Reduktion Erhöhung Verminderung
31.12.2020
Derivat Wandelschuldverschreibung –14.296 12.367 –1.957 1.923
31.12.2019
Derivat Wandelschuldverschreibung –19.397 17.742 –2.930 2.910
Währun
gsänderungsrisiko
Währungsänderungsrisiken ergeben sich aus dem Zufluss von Miet- und Umsatzerlösen und Forderungen in CZK,
HRK, HUF, PLN, RON, CHF und RSD. Fremdwährungszuflüsse aus Mieten sind durch die Bindung der Mieten an EUR
abgesichert, sodass insgesamt kein wesentliches Risiko besteht.
Kreditrisiko
Die ausgewiesenen Buchwerte aller finanziellen Vermögenswerte und die eingegangenen Haftungsverhältnisse stellen
das maximale Ausfallsrisiko dar, da keine wesentlichen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen.
Die Mieter haben Kautionen in der Höhe von 16.675 Tsd. € (31.12.2019: 18.256 Tsd. €) sowie Bankgarantien in der
Höhe von 62.563 Tsd. € (31.12.2019: 55.453 Tsd. €) und Konzerngarantien in Höhe von 44.017 Tsd. € (31.12.2019:
44.555 Tsd. €) hinterlegt.
Das Kreditrisiko für Bestände an liquiden Mitteln wird im Rahmen interner Veranlagungsrichtlinien überwacht.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass finanzielle Verbindlichkeiten im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht beglichen
werden können. Ziel der Steuerung der Liquidität der CA Immo Gruppe ist die Sicherstellung von ausreichend
finanziellen Mitteln zur Begleichung fälliger Verbindlichkeiten, unter Vermeidung von unnötigen Verlustpotentialen
und Risiken. Kredite werden – dem Anlagehorizont für Immobilien entsprechend – überwiegend langfristig
abgeschlossen.
Dem Liquiditätsrisiko begegnet die CA Immo Gruppe auf mehreren Ebenen: Zum einen durch eine ausgeprägte
Liquiditätsplanung und -sicherung, um Engpässen vorzubeugen. Zum anderen sichert sich die CA Immo Gruppe zur
Aussteuerung von Liquiditätsspitzen eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentlinie auf Ebene der CA Immo AG. Bei
der Fremdkapitalaufbringung setzt die CA Immo Gruppe auf in- und ausländische Banken. Aus der nachfolgenden
Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
18
8
31.12.2020
Tsd. €
Buchwert
2020
Vertragl.
festgelegte
Cashflows
Cashflow 2021 Cashflow 2022-
2025
Cashflow 2026 ff
Wandelschuldverschreibung 194.207 –206.479 –1.521 –204.958 0
Anleihen 1.542.011 –1.639.075 –130.557 –846.956 –661.563
Kredite 1.045.969 –1.108.649 –91.165 –447.680 –569.804
Leasingverbindlichkeiten 45.275 –104.175 –3.652 –11.719 –88.803
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.224 –24.224 –17.722 –6.498 –4
Nicht beherrschende Anteile an
Kommanditgesellschaften 4.597
–4.597 0 0 –4.597
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 1.445
–1.445 –1.445 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 32.794 –32.794 –16.073 –14.824 –1.897
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 2.890.522 –3.121.439 –262.136 –1.532.635 –1.326.667
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 2.614 –2.575 0 –2.455 –120
Zinsderivate ohne Hedge Beziehung 41.547 –40.945 –7.230 –24.943 –8.772
Derivat Wandelschuldverschreibung 41.049 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 85.210 –43.520 –7.230 –27.398 –8.892
2.975.732 –3.164.959 –269.366 –1.560.034 –1.335.559
Bei der Wand
elschuldverschreibung ist eine Trennung des Finanzinstruments in eine Fremdkapitalkomponente und
in ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat erforderlich. Das Derivat der Wandelschuldverschreibung weist keine
Cashflows auf.
31.12.2019
Tsd. €
Buchwert
2019
Vertragl.
festgelegte
Cashflows
Cashflow 2020 Cashflow 2021-
2024
Cashflow 2025 ff
Wandelschuldverschreibung 190.807 –208.004 –1.525 –6.087 –200.392
Anleihen 798.817 –862.281 –17.656 –689.000 –155.625
Kredite 1.067.238 –1.150.427 –241.212 –470.876 –438.339
Leasingverbindlichkeiten 40.480 –96.786 –4.054 –11.811 –80.921
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.885 –29.885 –24.770 –5.112 –2
Nicht beherrschende Anteile an
Kommanditgesellschaften 3.990
–3.990 0 0 –3.990
Verbindlichkeiten gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen 1.448
–1.448 –1.448 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 26.348 –26.348 –10.612 –14.042 –1.694
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 2.159.013 –2.379.170 –301.278 –1.196.929 –880.962
Zinsderivate ohne Hedge Beziehung 30.703 –30.600 –6.112 –18.105 –6.383
Derivat Wandelschuldverschreibung 73.257 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 103.960 –30.600 –6.112 –18.105 –6.383
2.262.973 –2.409.770 –307.390 –1.215.034 –887.346
Bei variabel verz
insten Verbindlichkeiten und Derivaten erfolgt die Ermittlung der Cashflows basierend auf den
angenommenen Werten bei Zugrundelegung der Forward Rates zum jeweiligen Bilanzstichtag.
KONZERNABSCHLUSS
189
Kapitalmanagement
Ziel des Kapitalmanagements der CA Immo Gruppe ist es, sicherzustellen, dass der Konzern seine Ziele und
Strategien unter gleichzeitiger Optimierung der Kapitalkosten wirksam und im Interesse der Aktionäre, Mitarbeiter und
der übrigen Stakeholder bestmöglich realisieren kann. Insbesondere stehen das Erreichen der vom Kapitalmarkt
geforderten Mindestverzinsung des investierten Vermögens und die Steigerung der Eigenkapitalrendite im Fokus.
Weiteres soll das externe Investment Grade Rating durch eine adäquate Eigenkapitalausstattung unterstützt und
ausreichend Liquidität für das geplante Wachstum der nächsten Geschäftsjahre beschafft und sichergestellt werden.
Die wesentlichen Parameter bei der Bestimmung der Kapitalstruktur der CA Immo Gruppe sind:
1. das generelle Verhältnis von Eigen- zu Fremdk
apital und
2.
innerhalb des Fremdkapitals das optimale Verhältnis zwischen mit Immobilienvermögen besichertem
Fremdka
pital, das auf Ebene der einzelnen Objektgesellschaften aufgenommen wird, und auf Ebene de
r
Konzernmutter aufgenommenem unbesicherten Fremdkapital.
Hinsichtlich des ersten Parameters strebt die CA Immo Gruppe eine Eigenkapitalquote von rund 45% bis 50% an.
Zum 31.12.2020 lag diese bei 45,9% (31.12.2019: 50,4%). Das Verhältnis von besichertem zu unbesichertem
Fremdkapital soll grundsätzlich ein ausgewogenes sein. Nach der Emissionstätigkeit im Jahr 2020 (Begebung einer
Benchmark-Anleihe sowie eines Green Bonds) entfällt derzeit mit 61% (31.12.2019: 47%) der höhere Anteil auf
unbesicherte Unternehmensanleihen bzw. Wandelanleihen. Der verbleibende Anteil von 39% (31.12.2019: 53%)
entfällt auf die Fremdfinanzierung mit besicherten Immobilienkrediten, die in der Regel direkt von einer
Objektgesellschaft aufgenommen werden. Die mit der unbesicherten Finanzierung auf Gruppenebene verbundene
Quote an unbesicherten Immobilien ist eines der wesentlichen Kriterien für das Investment Grade-Rating der CA Immo
Gruppe.
Weitere für die Darstellung der Kapitalstruktur der CA Immo Gruppe maßgebliche Kennzahlen sind die
Nettoverschuldung und die Gearing Ratio:
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.622.161 1.850.864
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 205.301 246.478
Verzinsliche Vermögenswerte
Liquide Mittel –934.863 –439.139
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen –2.073 –1.914
Nettoverschuldung 1.890.526 1.656.290
Eigenkapital 3.128.308 2.967.968
Gearing (Nettoverschuldung / EK) 60,4% 55,8%
Bei der Berechnung des Gearings wird vereinfachend der Buchwert der liquiden Mittel berücksichtigt. Di
e
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung wurden bei der Nettoverschuldung berücksichtigt, sofern sie zur
Absicherung der Tilgung von verzinslichen Verbindlichkeiten dienen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
90
KONZERNABSCHLUSS
191
KAPITEL 9: SONSTIGE ANGABEN
9.1. Informationen zur Geldflussrechnung
Schulden
Tsd. € Anhangsangabe Sonstige
verzinsliche
Verbindlichkeiten
Leasing
Verbindlich-
keiten
Wandelschuld-
verschreibung
Anleihen
Stand am 1.1.2020 1.067.239 40.480 190.807 798.817
Veränderungen des Cashflows aus
Finanzierungstätigkeiten
Geldzufluss aus Darlehen 5.2. 111.056 0 0 0
Geldzufluss aus der Begebung von Anleihen 5.2. 0 0 0 836.747
Tilgung von Anleihen 5.2. 0 0 –103.380
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0 0
Zahlung/Rückzahlung im Zusammenhang mit dem
Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden
Gesellschaftern und Ausschüttung an Anteile im
Fremdbesitz
5.1. 0 0 0 0
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate 5.2. –61.596 –3.403 0 0
Übrige gezahlte Zinsen 5.2. –13.602 –1.267 –1.514 –13.051
Gesamtveränderung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit 35.859 –4.670 –1.514 720.316
Gesamtveränderung aus dem Erwerb von
Tochterunternehmen oder andere
Geschäftsbetrieben 1.e 0 9.809 0 0
Gesamtveränderung aus dem Verkauf von
Tochterunternehmen oder andere
Geschäftsbetrieben 1.f –70.200 0 0 0
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 5.2. 105 –2.114 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwertes 8.1. 0 0 0 0
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf
Schulden 12.967 1.770 4.914 22.878
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf
Eigenkapital 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020 1.045.969 45.275 194.207 1.542.011
Die gesamten sonstigen Änderungen bezogen auf Schulden resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen laut
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
92
Schulden Derivate Eigenkapital Gesamt
Sonstige Effekte auf
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
Derivate
Vermögenswerte
Derivate
Schulden
0 –1.148 103.960 2.967.968 5.168.122
0 0 0 0 111.056
0 0 0 0 836.747
0 0 0 0 –103.380
0 0 0 –93.028 –93.028
0 0 0 0 0
–159 0 –468 0 –65.626
0 0 –6.235 0 –35.668
–159 0 –6.703 –93.028 650.101
0 0 0 0 9.809
0 0 0 0 –70.200
0 0 –261 0 –2.269
0 –535 –20.274 0 –20.809
159 0 8.488 0 51.175
0 0 0 253.368 253.368
0 –1.682 85.210 3.128.308 6.039.298
KONZERNABSCHLUSS
193
Schulden
Tsd. € Anhangsangabe Sonstige
verzinsliche
Verbindlich-
keiten
Leasing
Verbindlichkeiten
Wandelschuld-
verschreibung
Anleihen
Stand am 1.1.2019 959.620 0 187.505 796.269
Veränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten
Geldzufluss aus Darlehen 5.2. 135.183 0 0 0
Tilgung von Anleihen 5.2. 0 0 –70
Ausschüttung an Aktionäre 5.1. 0 0 0 0
Zahlung/Rückzahlung im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern und
Ausschüttung an Anteile im Fremdbesitz 5.1. 0 0 0 0
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate 5.2. –26.836 –2.725 0 0
Übrige gezahlte Zinsen 5.2. –13.807 –1.325 –1.523 –12.055
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 94.540 –4.050 –1.523 –12.125
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 5.2. 0 261 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwertes 8.1. 0 0 0 0
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 13.079 44.270 4.826 14.673
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Eigenkapital 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 angepasst 1.067.239 40.480 190.807 798.817
Die CA Immo Gruppe stellt ab 2020 die Posten „Gez
ahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit)“ und „Erhaltene
Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit)“ separat im Cashflow aus dem Ergebnis dar, da sie aus Zinsen für/von
Finanzämter/n resultieren. Dies führt daher auch zu einer Anpassung der Vergleichswerte des Jahres 2019. Durch diese
Anpassung werden für das Jahr 2019 „Gezahlte Zinsen“ in Höhe von -484 Tsd. € nicht mehr im Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt. Zudem werden für 2019
aufgrund der Anpassung „Erhaltene Zinsen“ in Höhe von 686 Tsd. € nicht mehr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit
sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
94
Schulde
n Derivate Eigenkapital
Gesamt
Sonstige Effekte auf
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
Derivate
Vermögenswerte
Derivate
Schulden
0 –827 44.429 2.639.697 4.626.693
0 0 0 0 135.183
0 0 0 0 –70
0 0 0 –83.725 –83.725
–129 0 0 1 –128
–620 0 –23 0 –30.203
0 0 –5.143 0 –33.854
–749 0 –5.165 –83.724 –12.798
0 0 44 0 305
0 –321 59.486 0 59.165
749 0 5.165 0 82.761
0 0 0 411.996 411.996
0 –1.148 103.960 2.967.968 5.168.122
KONZERNABSCHLUSS
195
9.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse
In der CA Immo Deutschland Gruppe bestehen zum 31.12.2020 Haftungsverhältnisse aus abgeschlossenen
Kaufverträgen für Kostenübernahmen von Altlasten bzw. Kriegsfolgeschäden in Höhe von 106 Tsd. € (31.12.2019:
106 Tsd. €). Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen für ein (31.12.2019: ein) Gemeinschaftsunternehmen in
Deutschland in Höhe von 2.000 Tsd. € (31.12.2019: 2.000 Tsd. €). Zur Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten von
zwei (31.12.2019: einem) Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland wurden Garantien, Bürgschaften sowie
Schuldbeitrittserklärungen im Umfang von 6.500 Tsd. € (31.12.2019: 2.500 Tsd. €) abgegeben. Des Weiteren wurden zur
Absicherung von Gewährleistungsrisiken in Deutschland Bürgschaften vereinbart, deren Haftungsrisiko sich auf einen
Betrag von 17.605 Tsd. € (31.12.2019: 15.066 Tsd. €) beschränken.
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien der CA Immo Gruppe zur Absicherung allfälliger
Gewährleistungs- und Haftungsansprüche der Käufer, für die in angemessenem Maße bilanzielle Vorkehrungen
getroffen wurden. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann jedoch auch darüber hinausgehen
. Des Weiteren bestehen
Patronatserklärungen für zwei (31.12.2019: zwei) Gemeinschaftsunternehmen in Österreich in Höhe von 11.443 Tsd. €
(31.12.2019: 11.443 Tsd. €) und für ein (31.12.2019: ein) Gemeinschaftsunternehmen in Osteuropa in der Höhe von
15.699 Tsd. € (31.12.2019: 15.699 Tsd. €).
Im Zusammenhang mit einer Projektentwicklung in Osteuropa hat ein Generalunternehmer mit Schiedsklage vom
15.2.2019 beim Vienna International Arbitral Centre behauptete Ansprüche auf Zahlung von zusätzlichen Kosten und
Werklohn von rund 25,0 Mio. € klageweise geltend gemacht. Die Erfolgsaussichten werden als gering eingestuft. Für
den erwarteten Zahlungsabfluss wurde eine angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen.
Bankverbindlichkeiten sind durch marktübliche Sicherheiten wie z.B. Hypotheken, Verpfändungen von
Mietforderungen, Bankguthaben und Gesellschaftsanteilen sowie ähnlichen Garantien besichert.
Für die Bildung von Steuerrückstellungen sind Schätzungen vorzunehmen. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich
der Auslegung komplexer Steuervorschriften und konkreten Berechnungsmodalitäten sowie der Höhe und des
Zeitpunktes zu versteuernder Einkünfte. Diese Unsicherheiten und Komplexitäten können dazu führen, dass
Schätzungen, auch in betragsmäßigen wesentlichen Umfang, vom tatsächlichen Steueraufwand abweichen. Dies kann
auch geänderte Interpretationen von Steuerbehörden für vergangene Perioden umfassen
. Für derzeit bekannte und
wahrscheinliche Belastungen aufgrund laufender Betriebsprüfungen bildet die CA Immo Gruppe angemessene
Rückstellungen.
Bei Unsicherheiten der steuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die
zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren
wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Diese Unsicherheiten können dazu führen, dass
künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der
Bilanz angesetzten Verpflichtungen sind.
Es bestehen Unsicherheiten über die mögliche rückwirkende Anwendung von nachträglichen Steueränderungen
hinsichtlich abgeschlossener und mit der Finanzbehörde abgestimmter Umstrukturierungen in Osteuropa. Die CA
Immo Gruppe schätzt die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Belastung aufgrund der nachträglichen Änderung der
steuerlichen Konsequenzen von in der Vergangenheit vorgenommener Umstrukturierungsmaßnahmen als gering ein.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weiters bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Bautätigkeiten für
Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Liegenschaften in Österreich in Höhe von 132 Tsd. € (31.12.2019:
296 Tsd. €), in Deutschland in Höhe von 159.140 Tsd. € (31.12.2019: 208.195 Tsd. €) und in Osteuropa in Höhe von
24.008 Tsd. € (31.12.2019: 12.251 Tsd. €). Darüber hinaus bestehen in Deutschland zum 31.12.2020 sonstige finanzielle
KONZERNABSCHLUSS
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1
96
Verpflichtungen aus zukünftig aktivierbaren Baukosten aus städtebaulichen Verträgen in Höhe von 13.124 Tsd. €
(31.12.2019: 11.724 Tsd. €).
Die Summe der Verpflichtung zur Einzahlung von Eigenkapital in Gemeinschaftsunternehmen, für die keine
bilanzielle Vorsorge getroffen wurde, beträgt zum 31.12.2020 0 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €). Neben den genannten
Verpflichtungen zur Einzahlung von Eigenkapital bestehen keine weiteren Verpflichtungen den
Gemeinschaftsunternehmen gegenüber.
Ist eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung nicht möglich, der Mittelabfluss aus der Verpflichtung
nicht wahrscheinlich oder das Eintreten der Verpflichtung von künftigen Ereignissen abhängig, liegt eine
Eventualverbindlichkeit vor. In diesem Fall unterbleibt die Bildung einer Rückstellung und es erfolgt eine Erläuterung
von wesentlichen Sachverhalten.
9.3. Leasingverhältnisse
CA Immo Gruppe als Vermieter/Leasinggeber
Die von der CA Immo Gruppe als Vermieter abgeschlossenen Mietverträge werden nach IFRS als Operating-Leasing
eingestuft. Diese berücksichtigen idR folgende wesentliche Vertragsbestandteile:
−
Bindung an EUR
−
Wertsicherung durch Bindung an internationale Indizes
−
mittel- bis langfristige Laufzeit bzw. Kündigungsverzicht
Die künftigen Zahlungen für Mindestmieterlöse aus bestehenden befristeten oder mit Kündigungsv
erzicht
ausgestatteten Mietverträgen setzen sich am Konzernabschlussstichtag wie folgt zusammen:
Tsd. € 2020 2019
Im Folgejahr 216.435 211.781
im zweiten Jahr 182.747 175.966
im dritten Jahr 153.327 144.717
im vierten Jahr 119.837 119.974
im fünften Jahr 86.252 90.641
nach mehr als 5 Jahren 224.330 203.769
Gesamt 982.928 946.847
Alle übrigen Mietverhältnisse
sind kurzfristig kündbar und in obiger Tabelle nicht enthalten.
Die Mindestmieterlöse beinhalten zu vereinnahmende Nettomieten bis zum vereinbarten Vertragsende bzw. bis zum
frühest möglichen Kündigungstermin des Leasingnehmers (Mieters).
Gemäß IFRS 16 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem
Kriterium der Zurechenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am
Leasinggegenstand verbunden sind. Die Eigenschaft der CA Immo Gruppe als Vermieter von als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien entspricht einem Operating Leasing, weil das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten bei der
CA Immo Gruppe verbleibt und damit die wesentlichen Risiken und Chancen nicht übertragen werden.
Die CA Immo Gruppe klassifiziert Leasingverhältnisse als Operating Lease, wenn es sich bei den zugrundeliegenden
Verträgen um kein Finance Lease handelt. Finance Lease liegt vor, wenn
KONZERNABSCHLUSS
197
– am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses dem Leasingnehmer das Eigentum an dem Vermögenswert übertragen
wird;
– der Leasingnehmer eine Kaufoption hat, den Vermögenswert zu einem Preis zu erwerben, der erwartungsgemäß
deutlich niedriger als der zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts ist,
sodass es zu Beginn des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist, dass die Option ausgeübt wird;
– die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des
Vermögenswerts, auch wenn das Eigentumsrecht nicht übertragen wird;
– zu Beginn des Leasingverhältnisses entspricht der Barwert der Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindestens
den beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands; und
– die Leasinggegenstände haben eine spezielle Beschaffenheit, so dass sie ohne wesentliche Veränderungen nur vom
Leasingnehmer genutzt werden können.
CA Immo Gruppe als Leasingnehmer
Die von der CA Immo Gruppe abgeschlossenen Mietverträge als Leasingnehmer beziehen sich vorrangig auf gemietete
Immobilien in München (bis 2022) und Frankfurt (bis 2025), gemieteten Stellplätzen, dem Leasing von PKWs, der
Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fruchtgenussrechte an Grundstücken. Kaufoptionen sind
nicht vereinbart.
Die CA Immo Gruppe stellt die Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten dar, in dem die zugrundeliegenden
Vermögenswerte dargestellt würden, wenn sie im Eigentum der CA Immo Gruppe wären. Ebenso werden die
Leasingverbindlichkeiten in den Bilanzposten der verzinslichen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Detailangaben
gem. IFRS 16 befinden sich im jeweiligen Kapitel im Anhang, dem die Einzelangabe zuzuordnen ist: Nutzungsrechte,
die gemäß IAS 40 bewertet werden, sind im Kapitel „3.1. Langfristiges Immobilienvermögen“ enthalten.
Nutzungsrechte, die gemäß dem Anschaffungskostenmodell angesetzt werden, sind in den Kapiteln „3.2. Selbst
genutzte Immobilien“ bzw. „3.3. Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte“ (z.B. PKWs)
enthalten. Die Leasingverbindlichkeiten werden in den Kapiteln „5.2. Verzinsliche Verbindlichkeiten“ bzw.
„8.1. Finanzinstrumenten“ und „8.3. Risiken aus Finanzinstrumenten“ näher erläutert. Die Auswirkungen der
Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung sind in folgenden Kapiteln enthalten: Abschreibungen von
Nutzungsrechten im Kapitel „2.10. Abschreibungen und Wertänderungen“ und Zinsaufwendungen für
Leasingverbindlichkeiten im Kapitel „2.12. Finanzierungsaufwand“.
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse beträgt 40 Tsd. € (2019: 35 Tsd. €) und für Leasingverhältnisse über
Vermögenswerte von geringem Wert 45 Tsd. € (2019: 17 Tsd. €). Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse machen 5.016 Tsd. € (2019: 4.217 Tsd. €) aus.
Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt,
sofern die Ausübung einer Verlängerungsoption bzw. die Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend
sicher ist. Dies ist jedoch ermessensbehaftet und daher können Einschätzungen künftig geändert werden. In einem
ersten Schritt wird auf die zugrundeliegende Vertragslaufzeit abgestellt und nur bei Vorliegen von Indikatoren (z.B.
Informationen aus Bewertungsgutachten, besonders günstige Vertragsbedingungen, geänderte Betriebserfordernisse)
eine Kündigungs- oder Verlängerungsoption bei den Zahlungsströmen zur Bemessung der Leasingverbindlichkeit
berücksichtigt.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird in der CA Immo Gruppe auf Basis des
wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung von der
Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des
Vermögenswerts einräumt. Dies ist dann der Fall, wenn der Vertrag die CA Immo Gruppe dazu berechtigt, die Nutzung
eines eindeutig identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu
kontrollieren. Dabei ist relevant, dass die CA Immo Gruppe während des Verwendungszeitraums im Wesentlichen den
gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung eines identifizierten Vermögenswerts ziehen, als auch über die
Nutzung desselben entscheiden kann. Ein Vermögenswert gilt jedoch nur dann als identifiziert, wenn der Lieferant kein
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
1
98
substanzielles Substitutionsrecht hat. Ist der Lieferant aufgrund des Vertrags in der Lage während des
Verwendungszeitraums den Vermögenswert tatsächlich durch einen anderen zu tauschen und entsteht ihm aus dem
Tausch ein wirtschaftlicher Nutzen, so handelt es sich um keinen identifizierten Vermögenswert – der Ansatz eines
Nutzungsrechts erfolgt nicht.
Bei der Bilanzierung der Leasingverträge werden Vermögenswerte in Form von Nutzungsrechten („Right of use“)
aktiviert und die Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die CA Immo Gruppe nimmt bestimmte Wahlrechte in Anspruch
und setzt keine Nutzungsrechte/Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverhältnisse (kürzer als 1 Jahr),
Leasingverhältnisse mit zugrundeliegenden Vermögenswerten von geringem Wert (< 5.000 €) und Software an.
Rückwirkende Anpassungen von Leasingzahlungen, beispielsweise aufgrund von Indexänderungen, werden in der
laufenden Periode als variable Leasingzahlung betrachtet und erfolgswirksam erfasst. Eine Anpassung von
Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten erfolgt nur auf Basis künftiger Zahlungsströme.
9.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Für die CA Immo Gruppe gelten folgende Unternehmen und Personen als nahe stehend:
−
Gemeinschaftsunternehmen, an denen die CA Immo Gruppe beteiligt ist
−
assoziierte Unternehmen, an denen die CA Immo Gruppe beteiligt ist
(bis 12.8.2019)
−
die Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
−
die Starwood Capital Group (“Starwood”) (seit 27.9.2018)
Beziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 57.629 67.755
Ausleihungen 8.926 3.025
Forderungen 7.197 7.841
Verbindlichkeiten 3.747 8.616
Rückstellungen 7.128 8.345
2020 2019
Ergebnis Gemeinschaftsunternehmen 1.809 3.808
Ergebnis Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 90 –80
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 1.898 3.729
Sonstige Erlöse 268 690
Sonstige Aufwendungen –1.228 –1.092
Zinserträge 1.020 902
Die zum Bilanz
stichtag bestehenden Ausleihungen und ein Großteil der Forderungen gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen dienen der Finanzierung der Liegenschaften. Die kumulierte erfolgswirksame
Wertberichtigung von Ausleihungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beträgt 3.076 Tsd. €
(31.12.2019: 2.304 Tsd. €). Die Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen enthalten gewährte kurzfristige
Darlehen in Höhe von 0 Tsd. € (31.12.2019: 3.630 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen
enthalten langfristige Darlehen in Höhe von 0 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €). Die Forderungen haben eine marktübliche
Verzinsung. Die übrigen Forderungen entstammen im Wesentlichen Leistungsbeziehungen in Deutschland. Es bestehen
keine Garantien oder anderweitige Sicherheiten in Zusammenhang mit diesen Forderungen und Verbindlichkeiten.
KONZERNABSCHLUSS
199
Darüber hinaus wurden keine Wertberichtigungen bzw. sonstigen ergebniswirksamen Wertkorrekturen erfasst.
Beziehungen mit assoziierten Unternehmen
Im 3. Quartal 2019 erfolgte das Closing des Verkaufs der Anteile an dem assoziierten Unternehmen sowie der an diese
Gesellschaft in Russland gewährten Ausleihungen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
00
Die Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Andreas Quint (ab 1.1.2018)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Berichtsjahr 2.763 Tsd. €
(2019: 1.512 Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 172 Tsd. € (2019: 97 Tsd. €). Die
Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.465 Tsd. € (2019: 1.290 Tsd. €) und setzte sich aus dem
Grundgehalt von 1.410 Tsd. € (2019: 1.254 Tsd. €) sowie sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz., Diäten
und Reisespesen) in Höhe von 55 Tsd. € (2019: 36 Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile beliefen sich
auf 1.175 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €). Es fielen keine Sonderzahlungen an (2019: 106 Tsd. €).
Im Geschäftsjahr 2020 wurden für Vorstandsmitglieder insgesamt 123 Tsd. € (2019: 117 Tsd. €) an Beiträgen zu
Pensionskassen aufgewendet. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für
Vorstandsmitglieder 412 Tsd. € (31.12.2019: 238 Tsd. €). Gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bestanden keine
Zahlungsverpflichtungen. An die Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Per 31.12.2020 bestehen im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand Rückstellungen in Höhe von
3.460 Tsd. € (31.12.2019: 2.773 Tsd. €). Hiervon entfällt ein Betrag von 1.269 Tsd. € auf Sofortzahlungen, die bis
längstens 31.5.2021 zur Auszahlung gelangen. Auf das LTIP (Mehrjahresbonus) entfällt ein Betrag von 2.191 Tsd. €. Der
Kurs für die Umwandlung des relevanten Jahresbonusanteiles in Phantom Shares betrug zum Stichtag 31.12.2020
27,54 €.
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, Stv. des Vorsitzenden (ab 9.5.2019)
Dr. Florian Koschat, Stv. des Vorsitzenden
Univ.-Prof. MMag. Dr. Klaus Hirschler
Michael Stanton
Dr. Monika Wildner (ab 9.5.2019)
Richard Gregson (bis 25.8.2020)
John Nacos (bis 9.5.2019)
Durch Namensaktie entsendet:
Sarah Broughton (ab 28.9.2018)
Laura Rubin (ab 28.9.2018)
Jeffrey G. Dishner (ab 28.9.2018 bis 9.5.2019)
Vom Betriebsrat entsendet:
Georg Edinger, BA, REAM (IREBS)
Mag. Nicole Kubista
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Walter Sonnleitner (ab 10.2.2020)
Mag. (FH) Franz Reitermayer (bis 10.2.2020)
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo aus sechs von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertretern.
KONZERNABSCHLUSS
201
Im Geschäftsjahr 2020 (für 2019) gelangte eine Gesamtvergütung von 309 Tsd. € (2019: 380 Tsd. €) zur Auszahlung. Die
darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 84
Tsd. € (2019: 106 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im
Geschäftsjahr 2020 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 78 Tsd. € erfasst (2019:
205
Tsd. €). Hiervon entfallen rund 9 Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2019: 62 Tsd. €) und 52 Tsd. € (2019:
39
Tsd. €) auf sonstige Aufwendungen einschließlich Fortbildungs- und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstigen
Beratungskosten fielen 17 Tsd. € an (2019: 103
Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare,
insbesondere für Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2020 soll der Hauptversammlung auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von
30 Tsd. € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € je Sitzung) und unter Berücksichtigung des
Verzichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Gruppe zuzuordnenden
Aufsichtsratsmitglieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 328 Tsd. € vorgeschlagen werden. Die Vergütung
wurde im Konzernabschluss per 31.12.2020 berücksichtigt.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit
im Aufsichtsrat gegenüber der CA Immo Gruppe zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt
verpflichten, haben den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den
Aufsichtsrat. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches
wirtschaftliches Interesse hat. Dr. Monika Wildner ist auch Aufsichtsratsmitglied bei der Volksbank Wien AG. Seit Ende
2019 ist die Volksbank Wien langfristiger Mieter von rund 14.000 m² Bürofläche im CA Immo-Bestandsgebäude in der
Erdberger Lände 26. Der Mietvertrag wurde bereits vor Annahme des Aufsichtsratsmandats bei CA Immo AG
abgeschlossen und entspricht marktüblichen Konditionen. Darüber hinaus wurden keine Honorare, insbesondere für
Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, an Mitglieder des Aufsichtsrats geleistet. Kredite oder Vorschüsse wurden
nicht gewährt.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. (vormals SOF-11 Starlight 10 EUR S.à r.l.) größter Einzelaktionär der
Gesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2020 erhöhte Starwood Capital Group (über ihr Vehikel SOF-11 Klimt CAI S.à r.l.) ihre Beteiligung
an CA Immo von rd. 26% des Grundkapitals auf rund 28%, womit knapp unter 30% der Stimmrechte an der
Gesellschaft verbunden sind. SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. hält 27.908.386 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA
Immo AG. Die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. ist eine von Starwood Capital Group kontrollierte indirekte 100%
Tochtergesellschaft von SOF-11 International, SCSp. Starwood Capital Group ist eine im Privatbesitz befindliche
weltweit agierende Alternative Investmentgesellschaft, die sich als Finanzinvestor auf globale Immobilieninvestitionen
konzentriert.
9.5. Personalstand
Die CA Immo Gruppe beschäftigte in 2020 durchschnittlich 386 Angestellte (2019: 363), wovon durchschnittlich
70 Angestellte (2019: 69) in Österreich, 230 Angestellte (2019: 211) in Deutschland und 86 Angestellte (2019: 83) bei
sonstigen Tochtergesellschaften in Osteuropa beschäftigt waren.
9.6. Aufwendungen für die Abschlussprüfer
Die in der folgenden Tabelle dargestellten Aufwendungen betreffen die Honorare des Abschlussprüfers Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
02
Tsd. € 2020 2019
Abschlussprüfung 387 396
Sonstige Bestätigungsleistungen 311 486
Andere Beratungsleistungen 0 14
Gesamt 698 896
In der Konzern-Gewin
n- und Verlustrechnung wird ein Aufwand für Wirtschaftsprüfung inkl. Review in Höhe von
1.359 Tsd. € (2019: 1.394 Tsd. €) ausgewiesen. Hiervon entfällt ein Betrag von 1.235 Tsd. € (2019: 1.293 Tsd. €) auf EY
Gesellschaften.
9.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 8.1.2021 kündigte SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Absicht an, ein antizipiertes Pflichtangebot an die Aktionäre und
Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der CA Immo zu stellen und ihre Beteiligung an der Gesellschaft von der-
zeit 29.999893% der gesamten Stimmrechte weiter zu erhöhen. Die Angebotsunterlage wurde am 22.2.2021
veröffentlicht. Ab diesem haben die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der CA Immo die
Möglichkeit, das Angebot anzunehmen und ihre Aktien und Wandelschuldverschreibungen in das Angebot
einzuliefern. Die Annahmefrist endet am 9.4.2021, 17.00 (CET).
Der den Aktionären der CA Immo ursprünglich angebotene Preis von € 34,44 je CA Immo Aktie wurde am 26.2.2021
auf € 36,00 erhöht ("Aktien Angebotspreis"). Den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen wird ein Preis von etwa
€ 138.628,59 (ursprünglich € 132.621,35) je Wandelschuldverschreibung mit Nominalbetrag von € 100.000 geboten
("WSV Angebotspreis"). Der Aktien Angebotspreis und der WSV Angebotspreis verstehen sich cum Dividende.
Das antizipierte Pflichtangebot ist auf den Erwerb sämtlicher ausstehender CA Immo Aktien und
Wandelschuldverschreibungen gerichtet, die nicht von der Bieterin oder von der CA Immo selbst gehalten werden.
Eine Mindestannahmeschwelle ist jedoch nicht vorgesehen. Der Vollzug des Angebots steht unter der aufschiebenden
Bedingung der kartellrechtlichen Freigaben in Österreich, Deutschland und Polen.
Die Äußerung des Vorstands sowie des Aufsichtsrats zu diesem Angebot wurden am 8.3.2021 veröffentlicht.
Im Februar 2021 erfolgte das Closing des Verkaufs der Gesellschaft BA Business Center in Bratislava. Zum 31.12.2020
wurden die Vermögenswerte und Schulden als zur Veräußerung gehalten nach IFRS 5 ausgewiesen.
Im März 2021 hat die CA Immo Gruppe einen langfristigen Mietvertrag über rd. 34.850 m² Mietfläche für die
Landmark-Büroentwicklung Upbeat in der Berliner Europacity abgeschlossen. Die Vermietung erfolgt exklusiv an einen
Mieter und das Gebäude ist damit vor Baubeginn vollständig vermietet.
9.8. Neue und überarbeitete Standards und Interpretationen
a) Änderung von Rechnungslegungsmethoden, die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben
Die angewendeten Ausweis- und Rechnungslegungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Ausweismethoden
Die CA Immo Gruppe stellt ab 2020 die Posten „Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit)“ und
„Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit)“ separat im Cashflow aus dem Ergebnis dar, weil sie aus
Zinsen für/von Finanzämter/n resultieren. Dies führt daher auch zu einer Anpassung der Vergleichswerte des Jahres
2019. Durch diese Anpassung werden für das Jahr 2019 „Gezahlte Zinsen“ in Höhe von -484 Tsd. € nicht mehr im
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt. Zudem
werden für 2019 aufgrund der Anpassung „Erhaltene Zinsen“ in Höhe von 686 Tsd. € nicht mehr im Cashflow aus der
Investitionstätigkeit sondern im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt.
KONZERNABSCHLUSS
203
b) Neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen, deren Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf
den Konzernabschluss hat
Im Geschäftsjahr 2020 waren erstmals die folgenden bereits in EU-Recht übernommenen Standards und
Interpretationen anzuwenden.
Standard/Interpretation Inhalt Inkrafttreten
1)
Änderung der Verweise auf das
Rahmenkonzept in IFRS-Standards Überarbeitetes Rahmenwerk der IFRS-Standards 1.1.2020
Änderung an IAS 1 und IAS 8 Definition Wesentlichkeit 1.1.2020
Änderung an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 Reform der Referenzzinssätze 1.1.2020
Änderung an IFRS 3 Änderung an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1.1.2020
1)
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
c) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen
Standard/Interpretation Inhalt Inkrafttreten
1)
Änderung an IFRS 16 Covid-19 bedingte Anpassungen von Mieten 1.6.2020²
)
Änderung an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7,
IFRS 4 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze, Phase 2 1.1.2021²
)
Änderung an IFRS 3 Referenz zum Rahmenwerk 1.1.2022²
)
Änderung an IAS 37 Kosten der Vertragserfüllung 1.1.2022²
)
Änderung an IAS 16 Erträge vor beabsichtigtem Nutzen 1.1.2022²
)
Jährliche Verbesserungen (2018-2020) diverse 1.1.2022²
)
Änderung an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig 1.1.2023²
)
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023²
)
Änderungen an IAS 1 Wesentliche Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1.2023²
)
Änderungen an IAS 8 Definition rechnungslegungsbezogene Schätzungen 1.1.2023²
)
1)
Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2)
Zum Bilanzstichtag noch nicht von der EU übernommen. Das Datum des Inkrafttretens lt. EU-Verordnung kann von jenem lt. IASB abweichen.
Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden von der CA Immo Gruppe nicht frühzeitig angewendet.
Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 17 (Versicherungsverträge) wurden noch nicht abschließend
analysiert. Die erstmalige Anwendung der übrigen neuen Regelungen wird voraussichtlich zu keinen wesentlichen
Auswirkungen führen.
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
04
9.9. Liste der Konzerngesellschaften
In den Konzernabschluss sind neben der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft folgende Unternehmen
einbezogen:
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründun
g/
Erstkonsolidierun
g
in 2020
2)
CA Immo Holding B.V. Amsterdam 51.200.000 EUR 100 VK
Europolis BV Amsterdam 2 EUR 100 VK
CA Immo d.o.o. Belgrad 32.822.662 RSD 100 VK
CA Immo Sava City d.o.o. Belgrad 4.273.618.689 RSD 100 VK
TM Immo d.o.o. Belgrad 1.307.737.295 RSD 100 VK
CA Immo Sechzehn Beteiligungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Sechzehn GmbH & Co. KG Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Spreebogen Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Zehn GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Zwölf Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
BA Business Center s.r.o. Bratislava 7.503.200 EUR 100 VK
CA Holding Szolgáltató Kft. Budapest 13.000.000 HUF 100 VK
CAImmo Real Estate Management Hungary Kft. Budapest 54.510.000 HUF 100 VK
Canada Square Kft. Budapest 12.510.000 HUF 100 VK
COM PARK Ingatlanberuházási Kft. Budapest 3.040.000 HUF 100 VK
Duna Business Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 452.844.530 HUF 100 VK
Duna Irodaház Kft. Budapest 277.003.015 HUF 100 VK
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 390.906.655 HUF 100 VK
EUROPOLIS CityGate IngatlanberuházásiKft. Budapest 13.010.000 HUF 100 VK
EUROPOLIS IPW Ingatlanberuházási Kft. Budapest 54.380.000 HUF 100 VK
Europolis Park Airport Kft. Budapest 19.900.000 HUF 100 VK
Kapas Center Kft. Budapest 772.560.000 HUF 100 VK
Kilb Kft. Budapest 30.000.000 HUF 100 VK
Millennium Irodaház Kft. Budapest 997.244.944 HUF 100 VK
R70 Invest Budapest Kft. Budapest 5.270.000 HUF 100 VK
Vaci 76 Kft. Budapest 3.100.000 HUF 100 VK
CA Immo Campus 6.1. S.R.L. Bukarest 114.000 RON 100 VK
CAI REAL ESTATE M. ROMANIA SRL Bukarest 989.570 RON 100 VK
EUROPOLIS ORHIDEEA B.C. SRL Bukarest 91.394.530 RON 100 VK
EUROPOLIS SEMA PARK SRL Bukarest 139.180.000 RON 100 VK
INTERMED CONSULTING & MANAGEMENT SRL Bukarest 31.500.330 RON 100 VK
Opera Center One SRL Bukarest 27.326.150 RON 100 VK
Opera Center Two SRL Bukarest 7.310.400 RON 100 VK
S.C. BBP Leasing SRL Bukarest 14.637.711 RON 100 VK
VICTORIA INTERNATIONAL PROPERTY SRL Bukarest 216 RON 100 VK
KONZERNABSCHLUSS
205
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründun
g/
Erstkonsolidierun
g
in
2020
2)
Blitz F07 -neunhundert-sechzig-neun GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
Blitz F07-neunhundert-sechzig-acht GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Deutschland GmbH Frankfurt 5.000.000 EUR 99,7 VK
CA Immo Elf GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo GB Eins Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 94,9 VK
CA Immo Invest GmbH Frankfurt 50.000 EUR 100 VK
CAI GB Eins GmbH & Co. KG Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CM Komplementär F07-888 GmbH & Co. KG Frankfurt 25.000 EUR 94,9 VK
DRG Deutsche Realitäten GmbH Frankfurt 500.000 EUR 49
3)
AEJV
CAINE B.V. Hoofdorp 18.151 EUR 100 VK
ALBERIQUE LIMITED Limassol 1.325 EUR 100 VK
BEDELLAN PROPERTIES LIMITED i.L. Limassol 12.705 EUR 100 VK
EPC KAPPA LIMITED i.L. Limassol 12.439 EUR 100 VK
EPC LAMBDA LIMITED i.L. Limassol 458.451 EUR 100 VK
EPC LEDUM LIMITED i.L. Limassol 14.053 EUR 100 VK
EPC OMIKRON LIMITED i.L. Limassol 57.114 EUR 100 VK
EPC PI LIMITED i.L. Limassol 2.310 EUR 100 VK
EPC PLATINUM LIMITED i.L. Limassol 2.864 EUR 100 VK
EPC RHO LIMITED i.L. Limassol 2.390 EUR 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
3)
Gemeinschaftliche Führung
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
06
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründun
g/
Erstkonsolidierun
g
in 2020
2)
EPC THREE LIMITED i.L. Limassol 2.491.634 EUR 100 VK
EPC TWO LIMITED i.L. Limassol 970.092 EUR 100 VK
EREAM LIMITED Limassol 2.500 EUR 100 VK
OPRAH ENTERPRISES LIMITED i.L. Limassol 3.411 EUR 100 VK
HARILDO LIMITED i. L. Nikosia 1.500 EUR 50 AEJV
VESESTO LIMITED i. L. Nikosia 1.700 EUR 50 AEJV
4P - Immo. Praha s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 VK
CAI Real Estate Managment Czech Rep. s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Alfa, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Amazon, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Beta, s.r.o. Prag 73.804.000 CZK 100 VK
RCP Delta, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Gama, s.r.o. Prag 96.931.000 CZK 100 VK
RCP ISC, s.r.o. Prag 1.000.000 CZK 100 VK
RCP Zeta, s. r. o. Prag 200.000 CZK 100 VK
Visionary Prague, s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 VK
CA Immo Bitwy Warszawskiej Sp.z o.o. Warschau 47.956.320 PLN 100 VK
CA IMMO New City Sp.z.o.o. Warschau 116.000 PLN 100 VK G
CA IMMO P14 Sp.z.o.o. Warschau 10.000 PLN 100 VK E
CAI REAL ESTATE MANAGEMENT POLAND Sp.z.o.o. Warschau 565.000 PLN 100 VK
CA Immo Saski Crescent Sp.z o.o. Warschau 140.921.250 PLN 100 VK
CA Immo Saski Point Sp.z o.o. Warschau 55.093.000 PLN 100 VK
CA IMMO WARSAW SPIRE B Sp. z o.o. Warschau 5.050.000 PLN 100 VK
CA Immo Warsaw Spire C SP. z o.o. Warschau 2.050.000 PLN 100 VK
CA Immo Warsaw Towers Sp.z o.o. Warschau 155.490.900 PLN 100 VK
CA Immo Wspólna Sp. z o.o. Warschau 46.497.000 PLN 100 VK
CA Immo Sienna Center Sp.z o.o. Warschau 116.912.640 PLN 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
KONZERNABSCHLUSS
207
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/
Erstkonsolidierung
in 2020
2)
BIL-S Superädifikatsverwaltungs GmbH Wien 70.000 EUR 100 VK
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH Wien 3.738.127 EUR 100 VK
CA Immo Galleria Liegenschaftsverw. GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo Germany Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo International Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK G
CA Immo LP GmbH Wien 146.000 EUR 100 VK
CA Immo Rennweg 16 GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
CA Immobilien Anlagen Bet Fin KG Wien 7.000 EUR 100 VK
CA Immo-RI-Residential Prop Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
EBL Nord 2 Immobilien Eins GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 AEJV
EBL Nord 2 Immobilien GmbH Wien 35.000 EUR 50 AEJV
EBL Nord 2 Immobilien Zwei GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 AEJV
Erdberger Lände 26 Projekt GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
EUROPOLIS CE Alpha Holding GmbH Wien 36.336 EUR 100 VK
EUROPOLIS CE Rho Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
EUROPOLIS GmbH Wien 5.000.000 EUR 100 VK
omniCon Baumanagement GmbH Wien 100.000 EUR 100 VK
PHI Finanzbeteiligungs und Investment GmbH Wien 35.000 EUR 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
08
Die CA Immo Gruppe hält zum 31.12.2020 99,7 % der Anteile an der CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt am
Main (kurz Frankfurt). Im Konzernabschluss sind daher auch die folgenden Tochtergesellschaften und Anteile an
Gemeinschaftsunternehmen der CA Immo Deutschland GmbH, Frankfurt, enthalten:
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteilig-
ung in %
Konsol-
idierungs-
art
1)
Gründung/
Erstkon-
solidier-
ung
in 2020
2)
Brandenburg Properties 7 B.V. Amsterdam 18.000 EUR 100 VK E
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 Betriebs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK G
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Am Karlsbad 11 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 01 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 01 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 03 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Europaplatz 04 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Hallesches Ufer GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 4 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 7 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 8 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier 8 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Lehrter Stadtquartier Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 01 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 01 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 02 GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Mitte 02 Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Pohlstraße GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer Beteiligungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer GmbH & Co. KG Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Schöneberger Ufer Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Upbeat GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Berlin Upbeat Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 100 VK
Stadthafenquartier Europacity Berlin GmbH & Co. KG Berlin 5.000 EUR 50 AEJV
Stadthafenquartier Europacity Berlin Verwaltungs GmbH Berlin 25.000 EUR 50 AEJV
CA Immo Düsseldorf BelsenPark MK 2,1 Projekt GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Düsseldorf BelsenPark MK 3 Projekt GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Düsseldorf BelsenPark Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Alpha GmbH Frankfurt 25.100 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Karlsruher Straße GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Karlsruher Straße Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Nord 4 GmbH & Co. KG Frankfurt 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt Nord 4 Verwaltungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
KONZERNABSCHLUSS
209
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründun
g/
Erstkonsoli-
dierung
in 2020
2)
CA Immo Frankfurt ONE Betriebs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Frankfurt ONE GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
CA Immo München MK 6 - Arnulfpark Grundstücksverwertungs GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH Frankfurt 100.000 EUR 100 VK
Zollhafen Mainz Quartiersgarage GmbH Frankfurt 25.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MI GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MI Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MK GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 100 VK
Baumkirchen MK Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Baumkirchen WA 1 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 1 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 2 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 2 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 3 GmbH & Co. KG Grünwald 10.000 EUR 50 AEJV
Baumkirchen WA 3 Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
CA Immo Bayern Betriebs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
CA Immo München Ambigon Nymphenburg GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
CA Immo München Ambigon Nymphenburg Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
CA Immo München Nymphenburg GmbH & Co. KG Grünwald 5.000 EUR 100 VK
CA Immo München Nymphenburg Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Projektentwicklung Bayern GmbH & Co. KG Grünwald 255.646 EUR 100 VK
CA Immo Projektentwicklung Bayern Verwaltungs GmbH Grünwald 25.565 EUR 100 VK
CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG Grünwald 105.000 EUR 50
3)
AEJV
CAMG Zollhafen HI IV V Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 50
3)
AEJV
CPW Immobilien GmbH & Co. KG i.L. Grünwald 5.000 EUR 33,32
3)
AEJV
CPW Immobilien Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 33,34
3)
AEJV
Eggarten Projektentwicklung GmbH&Co.KG Grünwald 16.000 EUR 50 AEJV
Eggarten Projektentwicklung Verwaltung GmbH Grünwald 25.000 EUR 50 AEJV
Kontorhaus Arnulfpark Betriebs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
Kontorhaus Arnulfpark GmbH & Co. KG Grünwald 100.000 EUR 99,93 VK
Kontorhaus Arnulfpark Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK
SKYGARDEN Arnulfpark GmbH & Co. KG Grünwald 100.000 EUR 100 VK
SKYGARDEN Arnulfpark Verwaltungs GmbH Grünwald 25.000 EUR 100 VK E
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
3)
Gemeinschaftliche Führung
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
2
10
Gesellschaft Sitz Nominal-
kapital
Währung Beteiligung
in %
Konsolidie-
rungsart
1)
Gründung/
Erstkonsol-
idierung
in 2020
2)
Congress Centrum Skyline Plaza Beteiligung GmbH Hamburg 25.000 EUR 50
AEJV
Congress Centrum Skyline Plaza GmbH & Co. KG Hamburg 25.000 EUR 50 AEJV
Congress Centrum Skyline Plaza Verwaltung GmbH Hamburg 25.000 EUR 50 AEJV
CA Immo Mainz Hafenspitze GmbH Mainz 25.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Rheinallee III GmbH&Co. KG Mainz 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Rheinwiesen II GmbH & Co. KG Mainz 5.000 EUR 100 VK
CA Immo Mainz Rheinwiesen III Verwaltung GmbH Mainz 25.000 EUR 100 VK
Mainzer Hafen GmbH Mainz 25.000 EUR 50 AEJV
Marina Zollhafen GmbH Mainz 25.000 EUR 37,5
3)
AEJV
Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG Mainz 1.200.000 EUR 50,1
3)
AEJV
SEG Kontorhaus Arnulfpark Beteiligungsgesellschaft mbH München 25.000 EUR 99 VK
Skyline Plaza Generalübernehmer GmbH & Co. KG Oststeinbek 25.000 EUR 50 AEJV
Skyline Plaza Generalübernehmer Verwaltung GmbH Oststeinbek 25.000 EUR 50 AEJV
Boulevard Süd 4 Verwaltungs-GmbH Ulm 25.000 EUR 100 VK E
Boulevard Süd 4 GmbH & Co. KG Ulm 200.000 EUR 100 VK E
1)
VK Vollkonsolidierung; AEJV at equity Konsolidierung Gemeinschaftsunternehmen
2)
G Gründung; E Erwerb
3)
Gemeinschaftliche Führung
KONZERNABSCHLUSS
211
Wien, 24.3.2021
Der Vorstand
Andreas Quint
(Vorstandsvorsitzender)
Dr. Andreas Schillhofer
(Mitglied des Vorstandes)
Keegan Viscius
(Mitglied des Vorstandes)
KONZERNABSCHLUSS
KONZERNABSCHLUSS
212
Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe vermittelt und dass der
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CA Immo Gruppe entsteht, und dass der
Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen die CA Immo Gruppe ausgesetzt
ist.
Wien, 24.3.2021
D
er Vo
rstand
Andreas Quint
(V
orstandsvorsitzender)
Dr. Andreas Schillhofer
(Mitglied des Vorstandes)
Keegan Viscius
(Mitglied des Vorstandes)
ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS §124 ABS. 1
BÖRSEGESETZ
2
13
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der
Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage und der
Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a
UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und
Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum
des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Tite
l
Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Risiko Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 Bestandsimmobilien in Höhe von TEUR 4.723.068 sowie Immobilien in
Entwicklung in Höhe von TEUR 791.136. Darüber hinaus ist in dem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2
020 ein Ergebnis aus Neubewertung von TEUR
183.499 erfasst.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
*)
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
14
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Bestandsimmobilien und Immobilien in
Entwicklung) werden basierend auf Gutachten von externen, unabhängigen
Sachverständigen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unterliegt wesentlichen
Annahmen und Schätzungen. Das wesentliche Risiko besteht für jede Immobilie in der
Festlegung von Annahmen und Schätzungen wie Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz und
erzielbare Mieteinnahmen sowie bei Immobilien in Entwicklung in der Festlegung
ausstehender Bau-/Entwicklungskosten und des Developmentgewinnes. Eine geringfügige
Änderung dieser Annahmen und Schätzungen kann einen wesentlichen Einfluss auf die
Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben.
Die entsprechenden Angaben zu den wesentlichen Ermessensentscheidungen, Annahmen
und Schätzungen sind in den Anhangangaben im Kapitel "3.1 Langfristiges
Immobilienvermögen“ im Konzernabschluss enthalten.
Adressierung im
Rahmen der
Abschlussprüfung
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des
Managements und der externen Sachverständigen kritisch hinterfragt und dabei unter
Beiziehung unserer internen Immobilienbewertungsspezialisten unter anderem die
folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
– Beurteilung der Ausgestaltung des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses de
r
Immobilienbewertung
– Beurteilu
ng der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Management
beauftragten
externen S
achverständigen
– Beurteilung der angewandten Methodik und der rechnerischen Richtigkeit ausgewäh
lter
Gutac
hten sowie Plausibilisierung der zugrundeliegenden Anna
hmen (z.B. erzielbare
Mieteinnahmen, D
iskontierungs-/Kapitalisierungssatz, Nutzfl
äche, Leerstandsrate), mittels
V
ergleichs mit Marktdaten soweit vorhanden
– Überprüfung ausgewählter Input-Daten laut Bewertungsgutachten mit den Daten de
r
entsprec
henden Objektbuchführung bzw. zugrundeliegender Verträge
– Befragung des Projektmanagements zu
ausgewählten Immobilien in Entwicklung
hinsichtlich d
er Gründe für Abweichungen zwischen geplanten Kosten und
Istkosten und
zur aktuellen Beurteilung der
bis zur Fertigstellung voraussi
chtlich noch anfallenden
Koste
n; Untersuchung der Kostenverbuchung auf diesen Projekten durch Einsichtnahme in
die Projektunterlagen und stichprobenweisen Abgleich der erfassten Kosten
mit den
Rech
nungen sowie Evaluierung des daraus abgeleiteten Fertigstellungsgrade
s
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den
Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Den konsolidierten-Corporate-Governance-Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, die
übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
keine Art der Zusicherung geben.
In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen
Informationen zu lesen und zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum
Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch
dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
2
15
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des
Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit
– sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine
solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit
zusammenhängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
16
die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer We
ise wiedergibt, dass
ein möglichst getreues Bild err
e
icht wird.
– W
ir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheite
n oder
Gesc
häftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wi
r sind
verantwortlich
für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wi
r tragen die
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
W
ir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig -
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei
denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in
äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche
Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts
durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
2
17
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. August 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Oktober
2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir
bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
18
Auftragsverant
wortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Alexander Wlasto.
Wien, am 24. März 2021
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. (FH) Isabelle Vollmer eh Mag. Alexander Wlasto eh
Wirtschaftsprüferi
n W
irtschaftsprüfer
*)
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt
Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT
BEILAGE 1
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020
220
Bilanz zum 31.12.2020
223
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020
225
Anhang für das Geschäftsjahr 2020
226
Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2020
245
Angaben zu Beteiligungsunternehmen
247
BEILA
GE 2
Lagebericht
Erklärung des Vorstandes Gemäss § 124 Börsegesetz
282
Bestätigungsvermerk
*)
283
K
ontakt/Disclaimer/Impressum
290
INHALT
248
222
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
223
Aktiva
31.12.2020 31.12.2019
€ Tsd. €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 542.481,16 427
542.481,16 427
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 246.782.898,41 250.895
davon Grundwert: 43.562.646,81 €; 31.12.2019: 47.251 Tsd. €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.293.942,93 1.475
248.076.841,34 252.370
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.938.723.674,92 2.600.187
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 538.239.806,52 680.530
3. Beteiligungen 273.352,50 273
3.477.236.833,94 3.280.990
3.725.856.156,44 3.533.787
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen
1. Forderungen aus Leistungen 461.024,01 1.594
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 27.839.484,01 29.123
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.000,00 0
4. Sonstige Forderungen 1.735.321,10 1.281
30.047.829,12 31.998
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 694.417.938,63 60.285
724.465.767,75 92.283
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.929.510,12 3.837
D. Aktive latente Steuern 0,00 0
4.460.251.434,31 3.629.907
BILANZ ZUM 31.12.2020
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
22
4
Passiva
31.12.2020 31.12.2019
€ Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
Gezeichnetes Grundkapital 718.336.602,72 718.337
Eigene Anteile – 42.020.868,99 – 42.021
676.315.733,73 676.316
II. Gebund ene Kapitalrücklagen 854.841.594,68 854.841
III. Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien 42.020.868,99 42.021
IV. Bilanzgewinn 897.604.901,81 907.530
davon Gewinnvortrag: 814.501.632,53 €; 31.12.2019: 860.827 Tsd. €
2.470.783.099,21 2.480.708
B. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln 389.554,00 297
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 504.984,00 336
2. Steuerrückstellungen 114.000,00 1.240
3. Rückstellung für latente Steuern 161.502,73 352
4. Sonstige Rückstellungen 42.658.967,29 17.932
43.439.454,02 19.860
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 1.741.481.500,00 990.000
davon konvertibel: 200.000.000,00 €; 31.12.2019: 200.000 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 107.450.000,00 €; 31.12.2019: 0 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.634.031.500,00 €; 31.12.2019: 990.000 Tsd.€
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111.133.536,70 111.908
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.847.500,00 €; 31.12.2019: 29.571 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 109.286.036,70 €; 31.12.2019: 82.337 Tsd. €
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 946.555,43 636
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 607.967,42 €; 31.12.2019: 472 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 338.588,01 €; 31.12.2019: 164 Tsd. €
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.135.728,87 5.047
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 67.135.728,87 €; 31.12.2019: 5.047 Tsd. €
5. Sonstige Verbindlichkeiten 18.969.038,56 15.288
davon aus Steuern: 451.862,43 €; 31.12.2019: 381 Tsd. €
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 150.969,47 €; 31.12.2019: 115 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 18.969.038,56 €; 31.12.2019: 15.288 Tsd. €
1.939.666.359,56 1.122.879
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 196.010.234,85 €; 31.12.2019: 50.378 Tsd. €
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.743.656.124,71 €; 31.12.2019: 1.072.501 Tsd. €
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.972.967,52 6.163
4.460.251.434,31 3.629.907
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
225
2020 2019
€ €
Tsd. € Tsd. €
1. Umsatzerlöse 30.228.013,76 28.883
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanla
g
en
5.137.241,57 6.235
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 304.431,37 1.562
c) Übrige 439.716,79 5.881.389,73 676 8.473
3. Personalaufwand
a) Gehälter – 12.901.612,89 – 11.643
b) Soziale Aufwendungen – 2.486.336,31 – 15.387.949,20 – 2.327 – 13.970
davon Aufwendungen für Altersversorgung: 274.523,26 €; 2019: 264 Tsd. €
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekasse: 324.398,18 €; 2019: 264 Tsd. €
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge: 1.743.166,33 €; 2019: 1.658 Tsd. €
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanla
g
en
– 11.531.892,12 – 17.367
davon außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 204 Abs 2 UGB: 3.688.353,00 €;
2019: 9.571 Tsd. €
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern – 26.296.987,43 – 549
b) Übrige – 21.622.113,94 – 47.919.101,37 – 15.917 – 16.466
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) – 38.729.539,20 – 10.447
7. Erträge aus Beteiligungen 123.377.727,50 192.269
davon aus verbundenen Unternehmen: 122.303.430,31 €; 2019: 182.882 Tsd. €
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19.796.015,83 21.803
davon aus verbundenen Unternehmen: 19.796.015,83 €; 2019: 21.528 Tsd. €
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 431.168,91 12
davon aus verbundenen Unternehmen: 409.444,94 €; 2019: 11 Tsd. €
10. Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Finanzanlagen 3.618.541,75 6.487
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und Zinsforderungen im Umlaufvermögen,
davon
– 3.501.531,28 – 138.603
a) Abschreibungen: 3.239.000,00 €; 2019: 137.045 Tsd. €
b) Wertberichtigung von Zinsforderungen: 0,00 €; 2019: 380 Tsd. €
c) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: 3.239.000,00 €;
2019: 137.462 Tsd. €
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 34.633.718,56 – 29.188
davon betreffend verbundene Unternehmen: 766.426,25 €; 2019: 1.962 Tsd. €
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 109.088.204,15 52.780
14. Ergebnis vor Steuern 70.358.664,95 42.333
15. Steuern vom Einkommen 12.744.604,33 4.370
davon latente Steuern: Ertrag 190.749,79 €; 2019: Aufwand 1.493 Tsd. €
16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 83.103.269,28 46.703
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 814.501.632,53 860.827
18. Bilanzgewinn 897.604.901,81 907.530
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
2020
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
22
6
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ALLGEMEINE ANGABEN
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft („CA Immo AG“) ist ein Unternehmen von öffentlichem Interesse ge-
mäß § 189a UGB und eine große Gesellschaft gemäß § 221 UGB.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der gel-
tenden Fassung und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein mög-
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Weiters
wurde bei der Jahresabschlusserstellung der Grundsatz der Unternehmensfortführung, der Grundsatz der Vorsicht, der
Grundsatz der Vollständigkeit und der Einzelbewertung von Vermögenswerten und Schulden beachtet.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Covid-19 Pandemie – Auswirkungen auf die CA Immo AG:
Das Geschäftsjahr 2020 war gesamtheitlich von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie geprägt. Viele Länder ha-
ben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität ab dem 2. Quartal
2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt.
Die Hotels und der Einzelhandel verzeichnen erhebliche Umsatzeinbußen und stellen vermehrt Anfragen zur Miet-
stundung bzw. Mietreduktion. Die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf
die Immobilienmärkte sind weiterhin höchst ungewiss. Je länger die Krise dauert, desto komplexer werden die The-
men. Einige Immobilienmärkte weisen ein deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf.
Die CA Immo AG hat keine staatlichen Hilfen (weder Kurzarbeit, Zuschüsse noch Stundungen) in Anspruch genom-
men.
Um die Sicherheit der Mieter und Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten und im Bedarfsfall rasch handeln zu kön-
nen, hat CA Immo frühzeitig eine Health & Safety Taskforce installiert, die sich seit Anfang März 2020 wöchentlich zu
den aktuellen Entwicklungen abstimmt und entsprechende Handlungsempfehlungen zu Hygienemaßnahmen auf regio-
naler Ebene sowie in den eigengenutzten Büroflächen umsetzt. Ein entsprechender Aktionsplan wurde im Laufe des
Jahres 2020 kontinuierlich überarbeitet und an das jeweils aktuelle lokale Infektionsgeschehen angepasst. Inkludiert
wurden hierbei Maßnahmen und interne Verhaltensregeln für mehrere Szenarien und Eskalationsstufen, um jederzeit
eine sichere Umgebung für alle Gebäudenutzer zu gewährleisten.
Aufgrund der Covid-19 Pandemie gilt eine erweiterte Home-Office-Regelung für alle CA Immo Mitarbeiter. In der
CA Immo AG gilt freiwillige Büropräsenz, mit max. 50% Bürobelegung und Maskenpflicht in allen Büro-Allgemeinflä-
chen. Dienstreisen und Präsenz-Meetings werden bis auf weiteres nur in Ausnahmefällen durchgeführt.
Going Concern
Die Covid-19 Pandemie hat zum Stichtag 31.12.2020 keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der CA Immo AG.
Nichtsdestotrotz ist aufgrund von bestehenden bzw. zukünftigen behördlichen Maßnahmen nicht auszuschließen,
dass die Pandemie auf einzelne Immobilienobjekte bzw. Mietergruppen (insbesondere Büro, Hotel, Einzelhandel) nega-
tive Auswirkungen zeigt. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Er-
tragslage der CA Immo AG lassen sich nicht abschließend bewerten und werden laufend evaluiert.
Financial Covenants
Die Bankfinanzierungen in der CA Immo AG und ihren Tochtergesellschaften unterliegen sogenannten Financial
Covenants. Dies sind bei Bestandsimmobilien in der Regel LTV (Loan to Value), ISCR (Interest Service Coverage Ratio)
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTS
J
AHR 2020
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
227
und DSCR (Debt Service Coverage Ratio). Aufgrund der anhaltenden negativen Wirtschaftsentwicklung kann nicht aus-
geschlossen werden, dass es zukünftig zu einer Verletzung vertraglicher Bedingungen (Financial Covenants, insbeson-
dere DSCR) durch Mieterausfälle kommt. Zum Stichtag 31.12.2020 wurden keine Financial Convenants der CA Immo
AG und ihren Tochtergesellschaften verletzt. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf mögliche zukünftige Ver-
letzungen von Financial Covenants der CA Immo AG werden laufend evaluiert.
Die Covid-19-Pandemie hat keine Auswirkungen auf die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
1. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibun-
gen, soweit notwendig, angesetzt.
Jahre
von bis
EDV-Software 3 4
Mieterausbauten 5 10
Gebäude 33 50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 20
Die planmäßigen
Abschreibungen werden linear vorgenommen, die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsge-
wöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung,
bei Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung berücksichtigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderun-
gen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs-
kosten vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten vermindert um außerplan-
mäßige Abschreibungen angesetzt.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten vermindert um Rückzahlungen und
außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderun-
gen eingetreten sind. Zuschreibungen werden bei wesentlicher Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten vorge-
nommen. Die Ermittlung der beizulegenden Werte wird mit einer vereinfachten Unternehmensbewertung vorgenom-
men, deren Ausgangspunkt der Marktwert der Immobilien der jeweiligen Tochtergesellschaften ist (auf Basis von
Marktwertgutachten für den IFRS-Konzernabschluss). Dieser wird um das sonstige Vermögen der Tochtergesellschaft
erhöht bzw. um die Schulden reduziert.
2. Umlaufvermögen
Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallsrisken werden durch individuelle Abwertungen
berücksichtigt. Die Erfassung der Beteiligungserträge erfolgt auf Basis von Ausschüttungsbeschlüssen.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
22
8
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens bzw. Auflösung von Einzelwertberichtigungen
werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung bzw. Dotierung der Einzelwertberichtigung weggefallen
sind. Ausgangspunkt für die Ermittlung der beizulegenden Werte von Zinsforderungen ist der Marktwert der Immobi-
lien der jeweiligen Tochtergesellschaften (auf Basis von Marktwertgutachten für den IFRS-Konzernabschluss).
3. Rechnungsabgrenzungen
In den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden vorausgezahlte Aufwendungen abgegrenzt. Darüber hinaus erfolgt bei
Anleihen eine Aktivierung des Disagios und eine finanzmathematische Verteilung über die Laufzeit.
In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden Vorauszahlungen und Investitionszuschüsse von Mietern darge-
stellt, die über die Mindestmietdauer aufgelöst werden.
4. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Zuschüsse werden über die Restnutzungsdauer der jeweiligen Gebäude aufgelöst.
5. Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung
auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatzes von 25 % gebildet. Dabei werden auch latente Steuern mit einem Steu-
ersatz von 3 % für Unterschiede in Mitgliedern der steuerlichen Unternehmensgruppe angesetzt, die selbst in ihrer Bi-
lanz aufgrund des Gruppenvertrages nur 22 % Gruppensteuersatz (statt 25 % Körperschaftsteuer) verwenden. Die
CA Immo AG setzt Verlustvorträge maximal in der Höhe der saldierten aktiven und passiven latenten Steuern unter
Berücksichtigung der 75 % Verlustverrechnungsgrenze an. Da die Planrechnung keine ausreichenden substantiellen
Hinweise auf zukünftige steuerpflichtige Gewinne zeigt, konnte zum 31.12.2020 über die Ausübung des Wahlrechts zur
Aktivierung von Verlustvorträgen nicht entschieden werden.
6. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen betragen 700
% (31.12.2019: 490 %) der am Bilanzstichtag bestehenden fiktiven,
gesetzlichen Abfertigungsverpflichtungen. Die Berechnung erfolgt nach der in der internationalen Rechnungslegung
anerkannten PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von -0,34 % (31.12.2019: -0,25 %) und
künftiger Bezugserhöhungen (inkl. Inflationsabgeltung) von 3
% (31.12.2019: 4 %) für Angestellte ohne Berücksichti-
gung eines Fluktuationsabschlages. Für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung wurde als Rechnungsgrundlage
die AVÖ 2018-P herangezogen. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Erreichen des Pensionseintrittsalters, maximal
25 Jahre. Die Zinsen auf die Rückstellung sowie Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Personal-
aufwand erfasst.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht in Höhe der
voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risken und der Höhe nach noch
nicht feststehenden Verbindlichkeiten.
7. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
229
8. Steuerliche Unternehmensgruppe
Im Geschäftsjahr 2005 wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung zur Bildung einer Unternehmensgruppe
iSd § 9
KStG mit Wirksamkeit ab dem Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen, die in den darauffolgenden Jahren um zusätz-
liche Gruppenmitglieder erweitert wurde. Gruppenträger ist die CA Immo AG. Im Jahr 2020 umfasst die Unterneh-
mensgruppe neben dem Gruppenträger 15 inländische Gruppenmitglieder (2019: 14).
Als Umlageverfahren kommt die Verteilungsmethode zur Anwendung, wobei Gewinne des Gruppenmitgliedes zuerst
mit Vorgruppenverlusten verrechnet werden und ein verbleibender Gewinn des Gruppenmitgliedes mit einem Grup-
pensteuersatz von 22 %, bzw. bei einem Gewinn der Steuergruppe bis zu 25 %, belastet wird. Weitergeleitete Verluste
des Gruppenmitgliedes werden evident gehalten. Soweit negative zugerechnete Einkommen des einzelnen Gruppen-
mitgliedes bei Beendigung der Gruppe oder bei Ausscheiden des Gruppenmitgliedes aus der Gruppe noch nicht ver-
rechnet worden sind, ist die CA Immo AG als Gruppenträger zu einer Ausgleichszahlung in Höhe des Barwertes der
(fiktiven) künftigen Steuerentlastung verpflichtet, die das Gruppenmitglied aus der Verwertung der zugerechneten ne-
gativen, noch nicht verrechneten Einkommen voraussichtlich erzielt hätte, wenn dieses der Gruppe nicht beigetreten
wäre. Die Ermittlung der Ausgleichszahlung erfolgt durch Einholung eines Gutachtens eines gemeinschaftlich bestell-
ten Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Gruppenmit-
glieds oder der Beendigung der Gruppe. Zum 31.12.2020 werden die möglichen Verpflichtungen aus einem Schlussaus-
gleich gegenüber Gruppenmitgliedern auf 23.028 Tsd. € (31.12.2019: 28.698 Tsd. €) geschätzt. Zum 31.12.2020 sind
keine Gruppenmitglieder aus der Unternehmensgruppe ausgeschieden, sodass keine Rückstellung für einen Schluss-
ausgleich erfasst wurde.
Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlust-
rechnung.
9. Angabe zur Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewer-
tet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Briefkurs am Bilanzstichtag
bewertet.
ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
10. Erläuterungen zur Bilanz
a) Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in Anlage 1 zu entnehmen.
Sachanlagen
Die Zugänge bei Grundstücken und Bauten betreffen im Wesentlichen Investitionen in der Erdberger Lände. Zum Bi-
lanzstichtag umfassen die Sachanlagen 8 Objekte (31.12.2019: 8 Objekte).
Im Geschäftsjahr 2020 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von
3.688 Tsd. € (2019: 9.571 Tsd. €) vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Zuschreibungen auf das Sachanlagever-
mögen in Höhe von 5.137 Tsd. € (2019: 6.235
Tsd. €) vorgenommen.
Finanzanlagen
Die Darstellung der Angaben zu Beteiligungsunternehmen erfolgt in Anlage 2.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.239
Tsd. € (2019: 137.045 Tsd. €) und
Zuschreibungen in Höhe von 3.397
Tsd. € (2019: 5.767 Tsd. €) auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen.
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2
30
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt 2.938.724 Tsd. € (31.12.2019: 2.600.187 Tsd. €). Die
laufenden Zugänge resultieren im Wesentlichen aus Gesellschafterzuschüssen und aus dem Ankauf der Gesellschaft
CA Immo P14 Sp. z o.o., Warschau.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
CA Immo Holding B.V., Amsterdam 130.758 240.787
EUROPOLIS ORHIDEEA B.C. S.R.L., Bukarest 54.424 59.703
4P - Immo. Praha s.r.o., Prag 39.589 41.389
RCP Amazon, s.r.o., Prag 33.488 33.888
Europolis Holding B.V., Amsterdam 31.690 31.690
Vaci 76 Kft, Budapest 28.976 30.876
INTERMED CONSULTING & MANAGEMENT S.R.L., Bukarest 28.200 37.200
BA Business Center s.r.o., Bratislava 25.000 28.000
EUROPOLIS City Gate Ingatlanberuházási Kft, Budapest 22.700 23.400
CA Immo Invest GmbH, Frankfurt 22.000 25.500
Duna Irodaház Kft., Budapest 20.239 20.239
Sonstige unter 20 Mio. € 101.176 107.858
538.240 680.530
Au
sleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 25.000
Tsd. € (31.12.2019: 18.010 Tsd. €) haben eine Rest-
laufzeit bis zu einem Jahr.
Die wertberichtigte sonstige Ausleihung wurde auf Grund der Uneinbringlichkeit in 2020 ausgebucht.
b) Umlaufvermögen
Sämtliche Forderungen haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es besteht keine wechselmäßige
Verbriefung von Forderungen.
Die Forderungen aus Leistungen in Höhe von 461
Tsd. € (31.12.2019: 1.594 Tsd. €) beinhalten ausstehende Mietzins-
und Betriebskostenverrechnungen.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Leistungen (laufende Verrechnungen an Tochtergesellschaften) 987 944
Forderungen aus Steuerumlagen 12.716 7.203
Forderungen aus Zinsen 11.636 20.976
Forderungen aus Barvorlagen 2.500 0
27.839 29.123
Die sonstige
n Forderungen in Höhe von 1.735
Tsd. € (31.12.2019: 1.281 Tsd. €) enhalten im Wesentlichen Forderungen
gegenüber dem Verkäufer der CA Immo P14 Sp. z o.o. auf Grund einer nachträglichen Kaufpreisanpassung.
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c) Aktive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Disagio Anleihen 9.339 3.680
Sonstige 591 157
9.930 3.837
d) Eigenkapital
Das gezeichnet
e Kapital beträgt 718.336.602,72 € (31.12.2019: 718.336.602,72 €). Es ist zerlegt in 98.808.332 Stück
(31.12.2019: 98.808.332) Inhaberaktien sowie vier nennwertlose Namensaktien. Von dem einbezahlten Grundkapital
werden 5.780.037 (31.12.2019: 5.780.037) Stück eigene Anteile à 7,27 € je Aktie, somit insgesamt 42.020.868,99 €
(31.12.2019: 42.020.868,99 €), offen abgezogen. Die Namensaktien werden von der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxem-
burg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, gehalten und gewähren das Recht, bis zu vier Aufsichts-
ratsmitglieder zu nominieren. Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus sechs von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertetern und vier Arbeitnehmervertretern.
Per 31.12.2020 hielt die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft insgesamt 5.780.037 eigene Aktien (31.12.2019:
5.780.037 eigene Aktien). Bei einer Gesamtzahl von 98.808.336 Stück ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht
dies rund 5,8 % (31.12.2019: 5,8 %) der stimmberechtigten Aktien.
In 2020 wurde eine Dividende in Höhe von 1,00 € (2019: 0,90 €) je dividendenberechtigter Aktie, somit insgesamt
93.028
Tsd. € (2019: 83.725 Tsd. €), an die Aktionäre ausgeschüttet.
Der zum 31.12.2020 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 897.605 Tsd. € (31.12.2019: 907.530 Tsd. €) unterliegt
keiner Ausschüttungssperre.
Zum Stichtag 31.12.2020 besteht ein nicht ausgenütztes genehmigtes Kapital in Höhe von 359.168.301,36 €, das bis
längstens 18.9.2023 in Anspruch genommen werden kann, sowie ein bedingtes Kapital in Höhe von 47.565.458,08 €
zur Bedienung der 0,75 % Wandelschuldverschreibungen 2017-2025 (bedingtes Kapital 2013) sowie ein bedingtes Ka-
pital in Höhe von 143.667.319,09 € zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen, die zukünftig auf Grundlage der
Ermächtigung der Hauptversammlung vom 09.5.2018 ausgegeben werden (bedingtes Kapital 2018).
Die Gesellschaft hat nicht-nachrangige, unbesicherte Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 200 Mio. €
und einer Laufzeit bis April 2025 ausstehend. Der halbjährlich zahlbare Coupon beträgt 0,75% p.a. Der anfängliche Wand-
lungspreis wurde mit 30,5684 € festgelegt; dies entsprach einer Wandlungsprämie von 27,50% über dem volumengewichte-
ten Durchschnittskurs (VWAP) der CA Immo-Aktien in Höhe von 23,9752 € am Emissionstag. Infolge der Auszahlung einer
Bardividende in Höhe von 1,00 € je Aktie an die Aktionäre der Gesellschaft wurde der Wandlungspreis gemäß § 11 (d) (ii)
der Emissionsbedingungen mit Wirkung zum 27.08.2020 auf 29,7675 € angepasst. Die Wandelschuldverschreibungen wur-
den zu 100% ihres Nennbetrages von 100.000 € je Schuldverschreibung begeben und werden, sofern keine vorzeitige Wand-
lung oder Rückzahlung erfolgt, zum Laufzeitende zu 100% des Nennbetrages getilgt. Nach Wahl der Gesellschaft kann die
Tilgung durch Zurverfügungstellung von Aktien, Zahlung oder durch eine Kombination der beiden letztgenannten Vari-
anten erfolgen.
Die ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind gebunden und der Buchwert entspricht dem Nennwert der offen vom
Grundkapital abgesetzten eigenen Aktien.
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2
32
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Übrige Anschaffungskosten eigene Aktien – 53.663 – 53.663
Nominale eigene Aktien im Grundkapital 42.021 42.021
Rücklage für übrige Anschaffungskosten eigene Aktien 53.663 53.663
Gebundene Gewinnrücklagen für eigene Aktien 42.021 42.021
Das Erford
ernis, eine gesetzliche Rücklage bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu dotieren, ist erfüllt. Die Ge-
winnrücklagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
e) Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
Die Erhöhung der Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln beinhaltet eine Umweltförderung (Neubau in energieeffizienter
Bauweise) des BMK für den Bau des Bürogebäudes VIE, Wien, in Höhe von 103 Tsd. €. Die Zuschüsse werden über die
Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen aufgelöst.
f) Rückstellungen für latente Steuern
Die latente Steuer beinhaltet die Saldierung von passiven und aktiven latenten Steuern und wird auf Unterschiede
zwischen den steuerlichen und den unternehmensrechtlichen Wertansätzen zum Bilanzstichtag für folgende Positionen
gebildet (+ passive latente Steuer / - aktive latente Steuer):
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Grundstücke und Bauten 12.426 10.987
Personengesellschaften 4.352 3.423
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 – 2
Nebenkosten Anleihen – 7.882 – 3.565
Nebenkosten Bankkredite – 471 – 630
Rückstellungen für Abfertigungen – 49 – 57
Passive Rechnungsabgrenzungsposten – 5.391 – 4.587
Bemessungsgrundlage 25 % Steuersatz 2.985 5.569
Unterschiede bei Mitgliedern der steuerlichen Unternehmensgruppe (Bemessungsgrundlage für
3 % Steuersatz) 0 559
Daraus resultierende Rückstellung passive latente Steuer 746 1.409
abzüglich: Saldierung mit Verlustvorträgen – 585 – 1.057
Stand am 31.12. 161 352
Di
e latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2020 2019
Stand am 1.1. Rückstellung passive latente Steuer / aktive latente Steuer 352 – 1.141
Erfolgswirksame Veränderung aktive latente Steuer 0 1.141
Erfolgswirksame Veränderung passive latente Steuer – 191 352
Stand am 31.12. Rückstellung passive latente Steuer 161 352
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23
3
g) Rückstellungen
Für die Abfertigungsansprüche der von der Gesellschaft beschäftigten Angestellten und Vorstände ist eine Vorsorge
unter den Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von 505
Tsd. € (31.12.2019: 336 Tsd. €) getroffen.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 114 Tsd. € (31.12.2019: 1.240 Tsd. €) betreffen Rückstellungen für die Körper-
schaftsteuer für das laufende Jahr.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Gerichtsgebühren 25.475 0
Prämien 6.730 5.469
Derivatgeschäfte 6.657 5.289
Bauleistungen 1.001 3.440
Personal (Urlaube und Überstunden) 926 827
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 460 1.173
Eintragungsgebühr Grundbuch 420 420
Sonstige 990 1.314
42.659 17.932
Die Rück
stellung für Gerichtsgebühren beinhaltet die Rückstellung für eine im Geschäftsjahr 2020 eingebrachte Scha-
denersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit
der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004.
Long Term Incentive (LTI) Programm:
Um eine hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen zu fördern, ist für alle Mitarbeiter zusätzlich zu ihrem Fix-
gehalt eine variable Vergütung und somit die Partizipation am Unternehmenserfolg vorgesehen. In Anlehnung an das
Vergütungssystem des Vorstands ist dafür die Erreichung der budgetierten quantitativen und qualitativen Jahresziele
sowie ein positives Konzernergebnis Voraussetzung. Darüber hinaus besteht für ausgewählte Führungskräfte die Mög-
lichkeit, an einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm zu partizipieren. Abweichend vom Modell für den Vor-
stand (Phantomaktien) war die Teilnahme an LTI-Programmen, die vor dem Geschäftsjahr 2020 starteten, freiwillig. Das
bisherige Programm war revolvierend, hatte eine Laufzeit von drei Jahren je Tranche (Behaltefrist) und setzte ein Eigen-
investment (maximal 35% des Jahresfixgehalts) voraus. Das Eigeninvestment wurde jeweils mit dem Durchschnittskurs
des 1. Quartals des jeweiligen Tranchenbeginnjahres bewertet. Auf Basis dieser Bewertung wurde die Anzahl der zu-
grundeliegenden Aktien ermittelt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wurde die Zielerrei-
chung mittels Soll-/Ist-Vergleich definiert. Der Erfolg wurde an folgenden Kennzahlen gemessen: NAV-Wachstum, TSR
(Total Shareholder Return) und FFO-Wachstum (Funds from Operations). Die Gewichtung für das NAV-Wachstum und
das FFO-Wachstum lag bei jeweils 30%, jene des TSR bei 40%. Auszahlungen erfolgten in Cash.
Das LTI-Programm wurde im Jahr 2019 einer umfassenden Überarbeitung (Anpassung an Marktstandards) unterzogen;
das neue Progr
amm sieht Änderungen hinsichtlich des Teilnehmerkreises, der Teilnahmebedingungen sowie der Per-
formanceindikatoren vor und kam erstmals im Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung. Das neue LTI-Programm ist revol-
vierend und sieht kein Eigeninvestment vor. Der Plan gewährt eine leistungsabhängige Vergütung in Form von virtuel-
len Aktien von CA Immo. Die finale Anzahl der virtuellen Aktien ermittelt sich anhand von Performancekriterien, die
an die mittelfristige Etragskraft und an die Aktienrendite anknüpfen. Der Zielbetrag des LTI wird durch den volumen-
gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der CA Immo (= Schlusskurs an der Wiener Börse) über den 3-Monats Zeit-
raum vor dem 31.12. des jeweiligen Bonusjahres dividiert. Auf diese Weise wird die vorläufige Anzahl der virtuellen
Aktien berechnet. In Abhängigkeit von der Messung der Performancekriterien am Ende der Performanceperiode von
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
2
34
vier Jahren wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien bestimmt. Der LTI wird in der Regel zum Stichtag 31.12. des
letzten Jahres der vierjährigen Performanceperiode ermittelt. Als gleichgewichtete Performancekriterien des LTI dienen
Funds From Operations („FFO“) I und Relative Total Shareholder Return („TSR“) gegen den EPRA Nareit Developed
Europe ex UK Index. Jede Tranche startet mit einem auf die jeweilige Funktion der Führungskraft abgestimmten Ziel-
wert, den man bei 100%iger Zielerreichung am Ende der Laufzeit der jeweiligen Tranche erhalten würde. Die Höhe der
Zuteilung eines Performancekriteriums wird durch den Vergleich von vereinbarten Zielen mit tatsächlich erreichten
Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die Zuteilung zwischen den Performanceschwellen erfolgt linear. Die
finale Anzahl der virtuellen Aktien ist mit 200% der vorläufigen Anzahl der virtuellen Aktien begrenzt. Für die Aus-
zahlung wird die finale Anzahl der virtuellen Aktien mit dem volumengewichteten Durchschnittskurs der drei letzten
Monate des Performancezeitraums multipliziert. Die Auszahlung des resultierenden Betrags erfolgt in bar, wobei hier-
bei eine Obergrenze von 250% des Zielbetrags des LTI gilt.
Die erfolgsbezogene Vergütung für den Vorstand orientiert sich an nachhaltigen operativen und qualitativen Zielen
und berücksichtigt auch nicht-finanzielle Leistungskriterien. Sie ist mit 200% des Jahresbruttogehalts beschränkt. Eine
Hälfte der variablen Vergütung ist als Jahresbonus an das Erreichen kurzfristiger, jährlich vom Vergütungsausschuss
festgelegter Ziele gekoppelt. Die andere Hälfte orientiert sich an der Outperformance von folgenden, jährlich vom Ver-
gütungsausschuss definierten Kennzahlen: Return on Equity (ROE), Funds from Operations (FFO) und NAV-Wachstum.
Die tatsächlich ausbezahlte Bonushöhe richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad, der aus dem Vergleich von verein-
barten und tatsächlich erreichten Werten nach Abschluss jedes Geschäftsjahres ermittelt und durch den Vergütungsaus-
schuss festgelegt wird. Die Auszahlung der leistungsbezogenen Vergütung besteht zu 50% aus Sofortzahlungen (Short
Term Incentive). Die restlichen 50% werden auf Basis des Durchschnittskurses des letzten Quartals des für die Zieler-
reichung relevanten Geschäftsjahres in Phantomaktien (Phantom Shares) umgewandelt. Die Auszahlung der Phantom-
aktien erfolgt in drei gleichen Teilen in Cash – nach zwölf, 24 (Mid Term Incentive) bzw. 36 Monaten (Long Term In-
centive) zum Durchschnittskurs des letzten Quartals des dem Auszahlungsjahr vorangehenden Jahres.
Bei derartigen anteilsbasierten Vergütungen, die in bar abgegolten werden, wird die entstandene Schuld in Höhe des
beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums als Rückstellung erfasst. Bis zur Begleichung
der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bestimmt. Alle Än-
derungen werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
h) Verbindlichkeiten
31.12.2020 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Summe
Tsd. € bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Anleihen 107.450 984.032 650.000 1.741.482
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.848 51.116 58.170 111.134
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 608 339 0 947
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 67.136 0 0
67.136
Sonstige Verbindlichkeiten 18.969 0 0 18.969
Summe 196.011 1.035.487 708.170 1.939.668
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
235
31.12.2019 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Summe
Tsd. € bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Anleihen 0 640.000 350.000 990.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.571 48.433 33.904 111.908
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 472 164 0 636
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 5.047 0 0
5.047
Sonstige Verbindlichkeiten 15.288 0 0 15.288
Summe 50.378 688.597 383.904 1.122.879
Im Posten Anleihen wird
die Fristigkeit der Wandelschuldverschreibung mit dem Rückzahlungstermin berücksichtigt.
Der Posten umfasst zum 31.12.2020 folgende Verbindlichkeiten:
Nominale Nominalzinssatz Begebung Rückzahlung
Tsd. €
Wandelschuldverschreibung 2017-2025 200.000 0,75% 04.10.2017 04.04.2025
Anleihe 2016-2021 107.450 1,88% 12.07.2016 12.07.2021
Anleihe 2015-2022 142.411 2,75% 17.02.2015 17.02.2022
Anleihe 2016-2023 116.621 2,75% 17.02.2016 17.02.2023
Anleihe 2017-2024 175.000 1,88% 22.02.2017 22.02.2024
Anleihe 2020-2025 350.000 1,00% 27.10.2020 27.10.2025
Anleihe 2018-2026 150.000 1,88% 26.09.2018 26.03.2026
Anleihe 2020-2027 500.000 0,88% 05.02.2020 05.02.2027
1.741.482
Im Jahr 2020 wurden Teile von drei Unternehmensanleihen mit einem Nominale von insgesamt 98.519 Tsd. € rückge-
kauft und eingezogen. Dies führt zu einem Verlust von 4.862 Tsd. €, der im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen
ausgewiesen ist.
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfasst Investitionskredite in Höhe von 111.134
Tsd. €
(31.12.2019: 111.908 Tsd. €), die mit grundbücherlich eingetragenen Hypotheken und Verpfändungen von Bankgutha-
ben, Verpfändungen der Objektversicherungen, Blankowechsel samt Wechselwidmungserklärung sowie Abtretungen
der Forderungen von Vermietungen und der Rechte und Ansprüche aus Derivatgeschäften besichert sind.
In dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Bau-
leistungen und Haftrücklässe sowie allgemeine Verwaltungsaufwendungen enthalten.
Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen
mit 42.400 Tsd. € (31.12.2019: 4.870 Tsd. €) konzerninterne Finanzierung, mit 24.535 Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €) noch
nicht bezahlte, aber bereits gewährte Zuschüsse an eine Tochtergesellschaft und mit 201 Tsd. € (31.12.2019: 177 Tsd. €)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen für Anleihen in Höhe von
16.985 Tsd. € (31.12.2019: 14.265 Tsd. €), Verbindlichkeiten gegenüber der Hausverwaltung, Verbindlichkeiten gegen-
über Mietern, Verbindlichkeiten aus der Lohnverrechnung und Steuerabgaben.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
23
6
i) Passive Rechnungsabgrenzung
Tsd. € 31.12.2020 31.12.2019
Investitionzuschüsse von Mietern 5.391 5.686
Erhaltene Mietzinsvorauszahlungen 582 477
5.973 6.163
j) Haftungsverhältnisse
Höchstbetrag
zum
Zum Stichtag
aushaftend
Zum Stichtag
aushaftend
31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
Tsd. Tsd. € Tsd. €
Garantien und Patronatserklärungen im
Zusammenhang mit Verkäufen durch verbundene
Unternehmen 78.076 €
60.746 38.503
Garantien für an verbundene Unternehmen gewährte
Kredite 15.531 €
15.531 673
Garantien im Zusammenhang mit Verkäufen durch
sonstige Konzernunternehmen 26.442 €
26.442 26.442
Garantien für an sonstige Konzernunternehmen
gewährte Kredite 700 €
700 700
Patronatserklärungen im Zusammenhang mit
Erwerben durch verbundene Unternehmen 0 €
0 286
Sonstige Garantien im Zusammenhang mit
verbundenen Unternehmen 0 €
0 3.100
120.749 103.419 69.704
Die Gese
llschaftsanteile der CA Immo AG an der Visionary Prague, s.r.o., Prag, sind zugunsten der die Tochtergesell-
schaft finanzierenden Bank verpfändet.
Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien zur Absicherung allfälliger Gewährleistungs- und
Haftungsansprüche, für die – soweit erforderlich – bilanziell Vorsorge getroffen wurden.
k) Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen
Die Mietverpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt für das folgende
Geschäftsjahr 803
Tsd. € (31.12.2019: 819 Tsd. €) und für die folgenden fünf Geschäftsjahre 3.817 Tsd. € (31.12.2019:
3.798 Tsd. €).
Davon entfallen auf verbundene Unternehmen für das folgende Geschäftsjahr 722 Tsd. € (31.12.2019: 707 Tsd. €) und
für die folgenden fünf Geschäftsjahre
3.609 Tsd. € (31.12.2019: 3.536 Tsd. €). Dabei handelt es sich um das Büro am
Rennweg/Mechelgasse 1. Der Mietvertrag ist unbefristet abgeschlossen, wobei ein Kündigungsverzicht bis 31.12.2026
vereinbart wurde.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
237
l) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten – Zinsswaps
Tsd. € Nominale Fixierter Zinssatz
per
Referenz-zinssatz Beizulegender
Zeitwert
davon als
Rückstellungen
angesetzt
Beginn Ende 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020
12/2016 12/2024 9.135 0,44% 3M-EURIBOR – 308 – 308
06/2017 06/2027 10.908 0,79% 3M-EURIBOR – 832 – 832
06/2017 06/2027 27.776 0,76% 3M-EURIBOR – 1.992 – 1.992
08/2017 12/2029 28.796 1,12% 3M-EURIBOR – 3.524 – 3.524
76.615 – 6.657 – 6.657
Tsd. € Nominale Fixierter Zinssatz
per
Referenz-zinssatz Beizulegender
Zeitwert
davon als
Rückstellungen
angesetzt
Beginn Ende 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019
12/2016 12/2024 9.788 0,44% 3M-EURIBOR – 270 – 270
06/2017 06/2027 11.148 0,79% 3M-EURIBOR – 643 – 643
06/2017 06/2027 28.731 0,76% 3M-EURIBOR – 1.549 – 1.549
08/2017 12/2029 30.200 1,12% 3M-EURIBOR – 2.828 – 2.828
79.867 – 5.289 – 5.289
Der beizulegende Zeitwert
entspricht jenem Wert, den die CA Immo AG bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstich-
tag erhalten oder bezahlen würde. Ermittelt wurde dieser Wert von dem Kreditinstitut, mit dem dieses Geschäft abge-
schlossen wurde. Der angeführte Wert ist ein Barwert. Zukünftige Zahlungsströme aus variablen Zahlungen sowie Dis-
kontsätze werden auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden
Interbank-Mittelkurspreise verwendet. Spezifische Geld-/Briefspannen sowie sonstige Auflösungskosten sind in der
Bewertung nicht enthalten.
11. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Nach Tätigkeiten
Tsd. € 2020 2019
Mieterträge Immobilien 15.430 14.039
Weiterverrechnete Betriebskosten 4.912 4.631
Managementerlöse 9.139 9.012
Sonstige Umsatzerlöse 747 1.201
30.228 28.883
In 2020 wurden
Reduktionen von Mieterträgen in Österreich aufgrund von Covid-19 in Höhe von 232 Tsd. € berück-
sichtigt.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
23
8
Nach Regionen
Tsd. € 2020 2019
Österreich 23.266 21.335
Deutschland 961 201
Osteuropa 6.001 7.347
30.228 28.883
Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Nebenkosten der
Begebung einer Anleihe und Vergütungen an Aufsichtsträte.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 440
Tsd. € (2019: 676 Tsd. €) resultieren aus Kostenverrechnungen,
Versicherungserlösen und der Auflösung von Abgrenzungen öffentlicher Zuschüsse.
Personalaufwand
In diesem Posten von insgesamt 15.388Tsd. € (2019: 13.970 Tsd. €) sind Aufwendungen der von der Gesellschaft
durchschnittlich beschäftigten 70 Dienstnehmer (2019: 69) ausgewiesen.
Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2020 2019
Pensionskassenbeiträge Vorstände und leitende Angestellte 183 191
Pensionskassenbeiträge übrige Mitarbeiter 92 73
275 264
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt
zusammen:
Tsd. € 2020 2019
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände und leitende Angestellte 174 159
Veränderung Abfertigungsrückstellung übrige Mitarbeiter – 6 – 5
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse Vorstände und leitende Angestellte 92 78
Beiträge Mitarbeitervorsorgekasse übrige Mitarbeiter 64 32
324 264
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
239
Abschreibungen
Tsd. € 2020 2019
Abschreibung immaterielles Vermögen 200 149
Planmäßige Abschreibung Gebäude 7.303 7.315
außerplanmäßige Abschreibung Liegenschaften 3.688 9.571
Abschreibung andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313 276
Geringwertige Wirtschaftsgüter 28 56
11.532 17.367
Sonstige betriebliche Aufwendun
gen
Die Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen, in Höhe von 26.297 Tsd. € (2019: 549 Tsd. €) um-
fassen im Wesentlichen mit 25.475 Tsd. € Gerichtsgebühren für die Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich
und das Land Kärnten in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesell-
schaften im Jahr 2004. Darüber hinaus umfasst dieser Posten an die Mieter verrechnete Grundbesitzabgaben in Höhe
von 208 Tsd. € (2019: 207 Tsd. €) und nicht abzugsfähige Vorsteuern von 615 Tsd. € (2019: 341 Tsd. €).
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tsd. € 2020 2019
Den Immobilien direkt zurechenbare Aufwendungen
Weiterverrechenbare Betriebskosten 4.707 4.431
Instandhaltungsaufwendungen 2.377 1.513
Eigene Betriebskosten (Leerstehungskosten) 1.170 1.043
Verwaltungs- und Vermittlungshonorare 156 265
Sonstige 263 304
Zwischensumme 8.673 7.556
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Kosten der Begebung der Anleihen 5.668 747
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 3.533 2.992
Büromiete inklusive Betriebskosten 735 652
Verwaltungs- und Managementkosten 449 388
Werbe- und Repräsentationsaufwendungen 382 890
Aufsichtsratvergütungen 357 435
Sonstige Gebühren und Spesen des Geldverkehrs 248 252
Weiterbelastung Konzernunternehmen 215 238
Reisekosten 123 512
Sonstige 1.239 1.255
Zwischensumme 12.949 8.361
Summe übrige betriebliche Aufwendungen 21.622 15.917
Erträge aus Beteiligungen
Di
eser Posten beinhaltet Ausschüttungen von Unternehmen aus Österreich in Höhe von 123.201
Tsd. €
(2019: 191.517
Tsd. €) sowie aus Deutschland und Osteuropa in Höhe von 177 Tsd. € (2019: 752 Tsd. €).
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Dieser Posten enthält Zinserträge aus Ausleihungen.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
240
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Diese Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen einer Barvorlage an eine Tochtergesellschaft.
Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Finanzanlagen:
Tsd. € 2020 2019
Zuschreibung aufgrund Wertaufholung 3.397 5.767
Rückzahlung von Ausleihungen über dem Buchwert 204 0
Verkauf von Finanzanlagen 17 720
3.618 6.487
Aufwendunge
n aus Finanzanlagen und Zinsforderungen im Umlaufvermögen
Tsd. € 2020 2019
Abschreibung von Finanzanlagen 3.239 137.045
Wertberichtigung Zinsen 0 380
Verlust aus dem Abgang 263 1.178
3.502 138.603
davon ausschüttungsbedingt 1.026 136.736
Zinsen und äh
nliche Aufwendungen
Tsd. € 2020 2019
Zinsaufwendungen Anleihen 23.095 19.964
Aufwand aus dem Rückkauf von Anleihen 4.862 0
Zinsen für aufgenommene Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Immobilienvermögens 2.427 2.499
Aufwendungen für Derivatgeschäfte 2.588 4.408
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 766 1.962
Sonstige 896 355
34.634 29.188
Steuern vom Einkommen
Tsd. € 2020 2019
Steuerumlage Gruppenmitglieder 12.741 7.251
Körperschaftsteuer – 187 – 1.388
Latente Steuern 191 – 1.493
Steuerertrag 12.745 4.370
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
241
SONSTIGE ANGABEN
12. Angabe der Beteiligungsunternehmen
Die CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, ist oberstes Mutterunternehmen des CA Immo Konzerns. Der
Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a UGB aufgestellt und beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
13. Organe der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien
Vorstand
Andreas Quint (ab 1.1.2018)
Dr. Andreas Schillhofer (ab 1.6.2019)
Keegan Viscius (ab 1.11.2018)
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder (exkl. gehaltsabhängige Abgaben) betrugen im Berichtsjahr 2.763 Tsd. €
(2019: 1.512 Tsd. €). Die gehaltsabhängigen Abgaben beliefen sich in Summe auf 172 Tsd. € (2019: 97 Tsd. €). Die
Summe der fixen Vergütungsbestandteile belief sich auf 1.465 Tsd. € (2019: 1.290 Tsd. €) und setzte sich aus dem
Grundgehalt von 1.410 Tsd. € (2019: 1.254 Tsd. €) sowie sonstigen Leistungen (insbesondere Sachbezüge für Kfz., Diäten
und Reisespesen) in Höhe von 55 Tsd. € (2019: 36 Tsd. €) zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile beliefen sich
auf 1.175 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €). Es fielen keine Sonderzahlungen an (2019: 106 Tsd. €).
Im Geschäftsjahr 2020 wurden für Vorstandsmitglieder insgesamt 123 Tsd. € (2019: 117 Tsd. €) an Beiträgen zu Pensi-
onskassen aufgewendet. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 betrug die Gesamthöhe der Abfertigungsrückstellung für Vor-
standsmitglieder 412 Tsd. € (31.12.2019: 238 Tsd. €). Gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bestanden keine Zah-
lungsverpflichtungen. An die Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.
Per 31.12.2020 bestehen im Rahmen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand Rückstellungen in Höhe von
3.460 Tsd. € (31.12.2019: 2.773 Tsd. €). Hiervon entfällt ein Betrag von 1.269 Tsd. € auf Sofortzahlungen, die bis längs-
tens 31.5.2021 zur Auszahlung gelangen. Auf das LTIP (Mehrjahresbonus) entfällt ein Betrag von 2.191 Tsd. €. Der Kurs
für die Umwandlung des relevanten Jahresbonusanteiles in Phantom Shares betrug zum Stichtag 31.12.2020 27,54 €.
Aufsichtsrat
Von der Hauptversammlung gewählt:
Torsten Hollstein, Vorsitzender
Jeffrey G. Dishner, Stv. des Vorsitzenden (ab 9.5.2019)
Dr. Florian Koschat, Stv. des Vorsitzenden
Univ.-Prof. MMag. Dr. Klaus Hirschler
Michael Stanton
Dr. Monika Wildner (ab 9.5.2019)
John Nacos (bis 9.5.2019)
Richard Gregson (bis 25.8.2020)
Durch Namensaktie entsendet:
Sarah Broughton (ab 28.9.2018)
Laura Rubin (ab 28.9.2018)
Jeffrey G. Dishner (ab 28.9.2018 bis 9.5.2019)
Vom Betriebsrat entsendet:
Georg Edinger, BA, REAM (IREBS)
Mag. Nicole Kubista
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
242
Mag. (FH) Sebastian Obermair
Walter Sonnleitner (ab 10.2.2020)
Mag. (FH) Franz Reitermayer (bis 10.2.2020)
Zum Bilanzstichtag bestand der Aufsichtsrat der CA Immo aus sechs von der Hauptversammlung gewählten sowie
zwei mittels Namensaktien entsendeten Kapitalvertretern und vier Arbeitnehmervertretern.
Im Geschäftsjahr 2020 (für 2019) gelangte eine Gesamtvergütung von 309
Tsd. € (2019: 380 Tsd. €) zur Auszahlung. Die
darin enthaltenen Sitzungsgelder beliefen sich insgesamt auf 84
Tsd. € (2019: 106 Tsd. €). Darüber hinaus wurden im Ge-
schäftsjahr 2020 im Zusammenhang mit dem Aufsichtsrat Aufwendungen in Höhe von 78 Tsd.
€ erfasst (2019:
205
Tsd. €). Hiervon entfallen rund 9 Tsd. € auf Barauslagen für Reisespesen (2019: 62 Tsd. €) und 52 Tsd. € (2019:
39
Tsd. €) auf sonstige Aufwendungen einschließlich Fortbildungskosten und Lizenzkosten. An Rechts- und sonstige Be-
ratungskosten fielen 17 Tsd.
€ an (2019: 103 Tsd. €). An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Honorare, insbeson-
dere für Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten, geleistet bzw. keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2020 soll der Hauptversammlung auf Basis derselben Kriterien (jährliche Fixvergütung von
30 Tsd. € je Aufsichtsratsmitglied plus Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € je Sitzung) und unter Berücksichtigung des Ver-
zichts auf Vergütung der mittels Namensaktien entsendeten bzw. der Starwood Gruppe zuzuordnenden Aufsichtsratsmit-
glieder eine Aufsichtsratsvergütung in Gesamthöhe von 328 Tsd. € vorgeschlagen werden. Die Vergütung wurde im Ab-
schluss per 31.12.2020 berücksichtigt.
Sämtliche Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit
im Aufsichtsrat gegenüber der CA Immo AG zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten,
haben den branchenüblichen Standards zu entsprechen und unterliegen der Genehmigung durch den Aufsichtsrat.
Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Inte-
resse hat. Dr. Monika Wildner ist auch Aufsichtsratsmitglied bei der Volksbank Wien AG. Seit Ende 2019 ist die Volks-
bank Wien langfristiger Mieter von rund 14.000 m² Bürofläche im CA Immo-Bestandsgebäude in der Erdberger Lände
26. Der Mietvertrag wurde bereits vor Annahme des Aufsichtsratsmandats bei CA Immo AG abgeschlossen und ent-
spricht marktüblichen Konditionen. Darüber hinaus wurden keine Honorare, insbesondere für Beratungs- und Vermitt-
lungstätigkeiten, an Mitglieder des Aufsichtsrats geleistet. Kredite oder Vorschüsse wurden nicht gewährt.
Starwood Capital Group (Starwood)
Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. (vormals SOF-11 Starlight 10 EUR S.à r.l.) größter Einzelaktionär der
Gesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2020 erhöhte Starwood Capital Group (über ihr Vehikel SOF-11 Klimt CAI S.à r.l.) ihre Beteiligung
an CA Immo von rd. 26% des Grundkapitals auf rund 28%, womit knapp unter 30% der Stimmrechte an der Gesell-
schaft verbunden sind. SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. hält 27.908.386 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA Immo
AG. Die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. ist eine von Starwood Capital Group kontrollierte indirekte 100% Tochtergesellschaft
von SOF-11 International, SCSp. Starwood Capital Group ist eine im Privatbesitz befindliche weltweit agierende Alter-
native Investmentgesellschaft, die sich als Finanzinvestor auf globale Immobilieninvestitionen konzentriert.
14. Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt während des Geschäftsjahres 70 (2019: 69) Angestellte.
15. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer gemäß § 237 Z 14 UGB
unterbleibt, da eine derartige Information im Konzernabschluss der CA Immo AG enthalten ist.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 1
243
16. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 8.1.2021 kündigte SOF-11 Klimt CAI S.à r.l. die Absicht an, ein antizipiertes Pflichtangebot an die Aktionäre und
Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der CA Immo zu stellen und ihre Beteiligung an der Gesellschaft von der-
zeit 29.999893% der gesamten Stimmrechte weiter zu erhöhen. Die Angebotsunterlage wurde am 22.2.2021 veröffent-
licht. Ab diesem haben die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der CA Immo die Möglichkeit,
das Angebot anzunehmen und ihre Aktien und Wandelschuldverschreibungen in das Angebot einzuliefern. Die Annah-
mefrist endet am 9.4.2021, 17.00 (CET).
Der den Aktionären der CA Immo ursprünglich angebotene Preis von € 34,44 je CA Immo Aktie wurde am 26.2.2021
auf € 36,00 erhöht ("Aktien Angebotspreis"). Den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen wird ein Preis von etwa
€ 138.628,59 (ursprünglich € 132.621,35) je Wandelschuldverschreibung mit Nominalbetrag von € 100.000 geboten
("WSV Angebotspreis"). Der Aktien Angebotspreis und der WSV Angebotspreis verstehen sich cum Dividende.
Das antizipierte Pflichtangebot ist auf den Erwerb sämtlicher ausstehender CA Immo AG Aktien und Wandelschuld-
verschreibungen gerichtet, die nicht von der Bieterin oder von der CA Immo AG selbst gehalten werden. Eine Mindest-
annahmeschwelle ist jedoch nicht vorgesehen. Der Vollzug des Angebots steht unter der aufschiebenden Bedingung der
kartellrechtlichen Freigaben in Österreich, Deutschland und Polen.
Die Äußerung des Vorstands sowie des Aufsichtsrats zu diesem Angebot wurden am 8.3.2021 veröffentlicht und ste-
hen – wie auch die Angebotsunterlage – auf der Website der Gesellschaft unter 2021 Übernahmeangebot Starwood
(caimmo.com) zu Verfügung.
17. Ergebnisverwendungsvorschlag
Es wird vorgeschlagen, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 897.604.901,81 € eine Dividende von 1,00 € je
Aktie, somit insgesamt 93.028.299,00 €, an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von
804.576.602,81 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Wien, 24.3.2021
Der Vorstand
Andreas Quint
(Vorstandsvorsitzender)
Dr. Andreas Schillhofer
(Mitglied des Vorstandes)
Keegan Viscius
(Mitglied des Vorstandes)
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN ANLAGE 1
245
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
am 1.1.2020
Zugänge
Abgänge Anschaffungs-/
Herstellungskosten
am 31.12.2020
€ € € €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 2.858.192,74 327.497,64 12.218,75 3.173.471,63
2.858.192,74 327.497,64 12.218,75 3.173.471,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
a) Grundwert 50.658.941,08 0,00 0,00 50.658.941,08
b) Gebäudewert 308.735.274,87 1.741.248,42 0,00 310.476.523,29
359.394.215,95 1.741.248,42 0,00 361.135.464,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.874.482,14 160.561,02 28.431,61 4.006.611,55
363.268.698,09 1.901.809,44 28.431,61 365.142.075,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.783.542.427,93 338.378.977,30 17.500,00 3.121.903.905,23
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 686.679.046,53 321.260,09 148.760.500,10 538.239.806,52
3. Beteiligungen 274.251,50 0,00 0,00 274.251,50
4. Sonstige Ausleihungen 22.870.000,00 0,00 22.870.000,00 0,00
3.493.365.725,96 338.700.237,39 171.648.000,10 3.660.417.963,25
3.859.492.616,79 340.929.544,47 171.688.650,46 4.028.733.510,80
ANLAGESPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTS
J
AHR 2020
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN ANLAGE 1
246
kumulierte
Abschreibungen
am 1.1.2020
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2020
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2020
Kumulierte
Abschreibungen
Abgänge
Kumulierte
Abschreibungen
am 31.12.2020
Bilanzwert am
31.12.2020
Bilanzwert am
31.12.2019
€ € € € € € €
2.430.869,17 200.121,30 0,00 0,00 2.630.990,47 542.481,16 427.323,57
2.430.869,17 200.121,30 0,00 0,00 2.630.990,47 542.481,16 427.323,57
3.407.941,27 3.688.353,00 0,00 0,00 7.096.294,27 43.562.646,81 47.250.999,81
105.091.166,22 7.302.347,04 5.137.241,57 0,00 107.256.271,69 203.220.251,60 203.644.108,65
108.499.107,49 10.990.700,04 5.137.241,57 0,00 114.352.565,96 246.782.898,41 250.895.108,46
2.400.029,45 341.070,78 0,00 28.431,61 2.712.668,62 1.293.942,93 1.474.452,69
110.899.136,94 11.331.770,82 5.137.241,57 28.431,61 117.065.234,58 248.076.841,34 252.369.561,15
183.356.060,34 3.239.000,00 3.397.331,03 17.499,00 183.180.230,31 2.938.723.674,92 2.600.186.367,59
6.148.992,00 0,00 0,00 6.148.992,00 0,00 538.239.806,52 680.530.054,53
899,00 0,00 0,00 0,00 899,00 273.352,50 273.352,50
22.869.999,00 0,00 0,00 22.869.999,00 0,00 0,00 1,00
212.375.950,34 3.239.000,00 3.397.331,03 29.036.490,00 183.181.129,31 3.477.236.833,94 3.280.989.775,62
325.705.956,45 14.770.892,12 8.534.572,60 29.064.921,61 302.877.354,36 3.725.856.156,44 3.533.786.660,34
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN
ANLAGE 2
ANGABEN ZU BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN
Direkte Beteiligungen
Gesellschaft Sitz Nominalkapital Anteil am
Kapital in %
Jahresergebnis
31.12.2020
Eigenkapital 31.12.2020 Jahresergebnis
31.12.2019
Eigenkapital 31.12.2019
in 1.000 in 1.000 in 1.000 in 1.000
CA Immo Holding B.V. Amsterdam 51.200.000 EUR 100 – 11.627 EUR 292.591 EUR 15.537 EUR 204.218 EUR
CA Immo d.o.o., Belgrad 32.822.662 RSD 100 2.660 RSD 3.561 RSD 1.733 RSD 601 RSD
CA Holding Szolgáltató Kft Budapest 13.000.000 HUF 100 74.314 HUF 795.006 HUF 28.577 HUF 720.692 HUF
Canada Square Kft. Budapest 12.510.000 HUF 100 – 172.636 HUF 885.228 HUF – 31.856 HUF 1.057.864 HUF
Duna Irodaház Kft., Budapest Budapest 277.003.015 HUF 100 – 682.339 HUF 13.099.924 HUF – 83 EUR 32.274 EUR
Duna Termál Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 390.906.655 HUF 100 – 388.493 HUF 14.505.387 HUF 331 EUR 38.676 EUR
Duna Business Hotel Ingatlanfejlesztö Kft. Budapest 452.844.530 HUF 100 – 196.421 HUF 16.994.538 HUF 783 EUR 42.131 EUR
Kapas Center Kft. Budapest 772.560.000 HUF 50 38.017 HUF 1.832.221 HUF 175.038 HUF 1.794.203 HUF
Kilb Kft. Budapest 30.000.000 HUF 100 381.707 HUF 3.523.106 HUF 360.628 HUF 3.141.399 HUF
Millennium Irodaház Kft. Budapest 997.244.944 HUF 100 – 290.336 HUF 9.736.453 HUF 48 EUR 26.509 EUR
R 70 Invest Budapest Kft. Budapest 5.270.000 HUF 100 – 311.388 HUF 1.463.107 HUF – 139.426 HUF 1.774.495 HUF
Váci 76 Kft. Budapest 3.100.000 HUF 100 – 259.925 HUF 5.385.683 HUF 225.432 HUF 5.645.607 HUF
CA Immo Invest GmbH Frankfurt 50.000 EUR 51 – 23 EUR 17.522 EUR 869 EUR 17.545 EUR
DRG Deutsche Realitäten GmbH Frankfurt 500.000 EUR 49 455 EUR 955 EUR 303 EUR 856 EUR
CAINE B.V. Hoofddorp 18.151 EUR 100 – 465 EUR 48.769 EUR – 3.926 EUR 49.234 EUR
Visionary Prague, s.r.o. Prag 200.000 CZK 100 – 46.624 CZK 267.286 CZK – 47.213 CZK 313.909 CZK
CA Immo New City Sp.z.o.o Warschau 116.000 PLN 100 – 34 PLN 82 PLN gegründet 2020 gegründet 2020
CA Immo P14 Sp.z.o.o Warschau 10.000 PLN 100 3.677 PLN 153.690 PLN Erwerb 2020 Erwerb 2020
CA Immobilien Anlagen Beteiligungs GmbH & Co Finanzierungs KG Wien 7.000 EUR 100 234 EUR 8.051 EUR 1.262 EUR 9.079 EUR
CA Immo BIP Liegenschaftsverwaltung GmbH Wien 3.738.127 EUR 39 1.042 EUR 10.985 EUR 6.168 EUR 9.943 EUR
CA Immo International Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100 30.504 EUR 1.971.285 EUR 51.848 EUR 2.061.781 EUR
CA Immo Konzernfinanzierungs GmbH Wien 35.000 EUR 100 271 EUR 203.406 EUR gegründet 2020 gegründet 2020
CA Immo Rennweg 16 GmbH Wien 35.000 EUR 100 – 409 EUR 455 EUR 2.110 EUR 863 EUR
EBL Nord 2 Immobilien GmbH Wien 35.000 EUR 50 7 EUR 49 EUR 7 EUR 42 EUR
EBL Nord 2 Immobilien Eins GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 – 47 EUR 519 EUR 732 EUR 2.467 EUR
EBL Nord 2 Immobilien Zwei GmbH & Co KG Wien 10.000 EUR 50 – 12 EUR 7 EUR 2 EUR 53 EUR
omniCon Baumanagement GmbH Wien 100.000 EUR 100 0 EUR 100 EUR 9 EUR 140 EUR
Die Angaben für 2020 erfolgen ausschließlich auf Basis von vorläufigen Zahlen der nach lokalen Rechnungslegungsmethoden erstellten Abschlüsse.
247
LAGEBERICHT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
249
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz
in Wien, das mit eigenen Niederlassungen in Deutsch-
land, Polen, Rumänien, Serbien, Tschechien und Ungarn
vertreten ist. Muttergesellschaft des Konzerns ist die bör-
sennotierte CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft,
mit Sitz in Wien, deren Haupttätigkeit in der strategischen
und operativen Leitung der in- und ausländischen Toch-
tergesellschaften liegt. Die einzelnen Niederlassungen
agieren als weitgehend dezentral organisierte Profit-Cen-
ter. Weitere Tochtergesellschaften (ohne eigenes Team vor
Ort) bestehen in den Niederlanden, der Slowakei sowie in
Zypern. Gleichzeitig mit dem Verkauf des Bürogebäudes
Zagrebtower im 3. Quartal 2020 erfolgte der Rückzug aus
Kroatien. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 umfasst der
Konzern insgesamt 184 Gesellschaften (31.12.2019: 185)
mit 437
Mitarbeitern (31.12.2019: 414).
Kerngeschäft der CA Immo Gruppe ist die Vermietung,
das Management sowie die Entwicklung von hochwertigen
gewerblich genutzten Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien. Das Unternehmen verfügt über
ausgeprägte in-house Baukompetenz und deckt die ge-
samte Wertschöpfungskette im gewerblichen Immobilien-
bereich ab. Ziel ist der Aufbau eines fokussierten, qualita-
tiv hochwertigen und ertragsstarken Bestandsimmobilien-
portfolios in den Kernmärkten Deutschland, Österreich,
Tschechien, Polen, Ungarn und Rumänien. Durch die Auf-
bereitung und Verwertung von Grundstücksreserven im
Geschäftsfeld Development werden zusätzliche Ergebnis-
beiträge erzielt. Fertig gestellte Projekte übernimmt
CA Immo entweder in den eigenen Bestand oder verkauft
sie an einen Endinvestor. Aktuell kontrolliert die Gruppe
ein Immobilienvermögen von rund 5,6
Mrd. € in Deutsch-
land, Österreich und Osteuropa.
Standort Österreich
Die inländischen Liegenschaften werden in direkten
Tochtergesellschaften der CA Immobilien Anlagen AG ge-
halten. Per 31. Dezember 2020 befindet sich zudem ein
Immobilienvermögen von rund 322,9
Mio. € (31.12.2019:
317,3
Mio. €) im direkten Besitz der Konzernmutter. Das
österreichische Gesamtportfolio umfasst zum 31. Dezem-
ber 2020 ausschließlich Bestandsimmobilien mit einem
Bilanzwert von 530,0
Mio. € (31.12.2019: 572,9 Mio. €).
GESELLSCHAFTEN NACH REGIONEN
Anzahl der Gesellschaften
1)
31.12.2020 31.12.2019
Österreich
19 19
- hiervon Joint Ventures 3 3
Deutschland
2)
98 98
- hiervon Joint Ventures 23 27
Zentral- und Osteuropa
3)
67 68
- hiervon Joint Ventures 2 2
Konzernweit 184 185
- hiervon Joint Ventures 28 32
1)
Joint Ventures bezogen auf konsolidierte Gesellschaften.
2)
Inklusive einer Gesellschaft in der Schweiz.
3)
Inklusive der im Rahmen der osteuropäischen Investments bestehenden
Holdinggesellschaften in Zypern und den Niederlanden.
Standort Deutschland
Operative Plattform sämtlicher Deutschland-Aktivitäten
der Gruppe ist die CA Immo Deutschland GmbH mit
Niederlassungen in Berlin, Frankfurt und München. Das
Immobilienvermögen der Gesellschaft besteht neben Be-
standsobjekten überwiegend aus im Bau befindlichen
Immobilien oder unbebauten Grundstücken sowie aus
einem zum Handel bzw. zur Veräußerung bestimmten
Portfolio mit weiteren Liegenschaften. Die Bestandsim-
mobilien werden großteils in direkten Beteiligungen ge-
halten und durch die DRG Deutsche Realitäten GmbH –
ein Joint Venture mit dem österreichischen Makler- und
Hausverwaltungsunternehmen ÖRAG – vermietet und
verwaltet. Einzelne Projektentwicklungen (beispiels-
weise in München und Mainz) werden in Joint Ventures
realisiert. Das Construction Management wird durch die
CA Immo Tochter omniCon durchgeführt, die diese
Dienstleistungen auch für Dritte erbringt.
Standort Osteuropa (CEE)
In CEE liegt der strategische Fokus ebenfalls auf gewerb-
lichen Class-A-Gebäuden in den jeweiligen Hauptstädten.
Das CEE-Bestandsimmobilienportfolio sowie eine Projekt-
entwicklung sind in direkten CA Immo Beteiligungen en-
halten. Sämtliche osteuropäischen Immobilien werden
von den regionalen Niederlassungen unter dem Namen
„CA Immo Real Estate Management“ gemanagt.
KONZERNSTRUKTUR
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
50
KONJUNKTURTREND
1)
Nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie und der
schweren Rezession in 2020 hat der Internationale Wäh-
rungsfonds (IMF) in seinem im Januar 2021 veröffentlich-
ten Update des World Economic Outlooks einen positi-
ven Ausblick der Weltwirtschaft gezeichnet. Obwohl die
jüngsten Impfstoffzulassungen Hoffnungen auf eine
Trendwende in der Bekämpfung der Pandemie noch in
diesem Jahr geweckt haben, geben erneute Infektionswel-
len und neue Varianten des Virus Anlass zur Sorge. In-
mitten dieser außergewöhnlichen Unsicherheit wird für
die Weltwirtschaft ein Wachstum von 5,5%im Jahr 2021
und 4,2% im Jahr 2022 prognostiziert. Die Prognose für
2021 wurde gegenüber der vorherigen Prognose um 0,3
Prozentpunkte nach oben korrigiert. Dementsprechend
wächst die Erwartung einer durch den Impfstoff ausge-
lösten Belebung der Wirtschaftstätigkeit im weiteren Jah-
resverlauf sowie zusätzliche politische Unterstützung in
einigen großen Volkswirtschaften. Die prognostizierte
Wachstumserholung in diesem Jahr folgt auf einen
schweren Einbruch 2020, der akute negative Auswirkun-
gen auf die Weltwirtschaft hatte. Der globale Wachstums-
rückgang für 2020 wird auf –3,5% geschätzt, 0,9 Prozent-
punkte höher als in der vorherigen Prognose, was eine
stärker als erwartete Dynamik in der zweiten Hälfte des
Jahres 2020 widerspiegelt.
Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate
für 2020, basierend auf saison- und kalenderbereinigten
Quartalsdaten, sank das BIP im Euroraum um 7,2% und
in der EU um 6,8%. Gemäß aktuellem Forecast steigt das
BIP in der EU in 2021 um etwa 4% – und damit weniger
als bisher prognostiziert – und 2022 um etwa 3%. Dies
bedeutet, dass der Output der europäischen Wirtschaft
im Jahr 2022 in etwa wieder auf dem Vorkrisenniveau lie-
gen würde. Es wird erwartet, dass die Tiefe der Rezession
im Jahr 2020 und die Geschwindigkeit der Erholung in
den Jahren 2021 und 2022 in den einzelnen Mitgliedstaa-
ten sehr unterschiedlich ausfallen werden.
DIE CA IMMO KERNMÄRKTE 2020
2)
Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte
BIP im 4. Quartal 2020 im Euroraum um 0,7% und in der
EU um 0,5% gesunken. Dies geht aus einer vorläufigen
Schnellschätzung hervor, die von Eurostat veröffentlicht
wurde. Diese Rückgänge folgen auf eine starke Erholung
1)
Quellen: Internationaler Währungsfonds, Europäische Kommission,
Oxford Economics
im 3. Quartal 2020 (+12,4% im Euroraum; +11,5% in der
EU) und die schärfsten Rückgänge seit Beginn der Zeit-
reihe 1995 im 2. Quartal (-11,7% im Euroraum und
–11,4% in der EU).
Im Dezember 2020 lag die saisonbereinigte Arbeitslosen-
quote im Euroraum bei 8,3%, unverändert im Vergleich zu
November 2020 und ein Anstieg von 90 Basispunkten ge-
genüber Dezember 2019. Die Arbeitslosenquote in der EU
lag im Dezember 2020 bei 7,5%, ebenfalls unverändert im
Vergleich zu November 2020 und ein Anstieg von 100 Ba-
sispunkten gegenüber Dezember 2019.
Am Ende des 3. Quartals 2020, in dem die Auswirkun-
gen der staatlichen Maßnahmen als Reaktion auf die Co-
vid-19 Eindämmungsmaßnahmen in einem erhöhten Fi-
nanzierungsbedarf nach wie vor zum Tragen kamen, be-
lief sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis
zum BIP im Euroraum auf 97,3%, gegenüber 95,0% am
Ende des 2. Quartals 2020. In der EU stieg die Quote von
87,7% auf 89,8%. Verglichen mit dem 3. Quartal 2019 er-
höhte sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis
zum BIP sowohl im Euroraum (von 85,8% auf 97,3%) als
auch in der EU (von 79,2% auf 89,8%). Die Anstiege sind
auf zwei Faktoren zurückzuführen: beträchtliche An-
stiege der Staatsverschuldung und sinkendes BIP.
Die Jahresinflation bewegte sich im Euroraum mit
–0,3% im Dezember 2020 deutlich unter der Zielgröße
der EZB von unter, aber nahe 2,0% (Dezember 2019:
1,3%). Dem gegenüber standen 0,3% in der Europäischen
Union (Dezember 2019: 1,6%). Die niedrigsten jährlichen
Raten wurden in Griechenland (–2,4%), Slowenien
(–1,2%) und Irland (–1,0%) gemessen. Die höchsten jähr-
lichen Raten verzeichneten Polen (3,4%), Ungarn (2,8%)
und Tschechien (2,4%).
Die Wirtschaft in Österreich schrumpfte 2020 mit einem
Rückgang des realen BIP um 7,5%. Die Inflationsrate lag
im Dezember 2020 bei 0,3%, die Arbeitslosenquote bei
7,5%. Die Brutto-Staatsverschuldung in Prozent des BIP
erhöhte sich auf 79,1%.
Das negative Wirtschaftswachstum in Deutschland spie-
gelte sich in einem BIP-Rückgang von 5,5% wider. Im ge-
samt-europäischen Vergleich liegt Deutschland damit un-
ter den entsprechenden Durchschnitten der EU bzw. der
Eurozone. Die Arbeitslosenquote in Deutschland erhöhte
2)
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, Bloomberg, Financial Times
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
251
sich im Jahresverlauf von 3,2% auf 4,6%. Die Inflations-
rate wurde im Dezember 2020 für Deutschland mit –0,7%
angegeben.
Der positive konjunkturelle Trend der Vorjahre auf den
CA Immo-Kernmärkten in Zentral- und Osteuropa blieb
über das Jahr 2020 nicht intakt. Die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie führten, wie auch in Deutschland
und Österreich, zu negativen Wachstumsraten.
Innerhalb den zentral- und osteuropäischen Kernmärkte
zeigten Polen und Rumänien 2020 mit –3,0% bzw. –5,3%
den geringsten Rückgang. Das BIP in Ungarn verringerte
sich 2020 um 5,6%, in Tschechien um 6,8%. Die Arbeits-
losenquote in den zentral- und osteuropäischen Ländern
bleibt deutlich niedriger als in den EU-27 und im Durch-
schnitt des Euroraums. Sie liegt in Tschechien bei 3,1%,
in Polen bei 3,3%, in Ungarn bei 4,3% und in Rumänien
bei 4,9%.
Die Inflationsrate zeigte sich 2020 robust und lag eben-
falls in allen zentral- und osteuropäischen Kernländern
über dem Durchschnitt der Eurozone. Rumänien meldete
für Dezember 2020 eine Inflationsrate von 1,8%, wäh-
rend der Jahreswert 2020 in Tschechien bei 2,4% lag. Die
jährliche Inflationsrate in Ungarn wurde mit 2,8%, in Po-
len mit 3,4% registriert.
Das starke Beschäftigungswachstum der Vorjahre ver-
langsamte sich in Tschechien und Ungarn und war in Po-
len und Rumänien leicht rückläufig.
WIRTSCHAFTSDATEN DER CA IMMO-KERNMÄRKTE
Wachstumsrate des realen
BIP
1)
Jährliche
Inflationsraten
2)
Arbeitslosen-
quote
3)
Öffentlicher
Haushaltssaldo
Brutto- Staats-
verschuldung
Wachstumsrate
Erwerbstätigkeit
2020 2019 in % in % in % des BIP
3Q 2020
in % des BIP
3Q 2020
in % des BIP
3Q 2020
EU – 27 –6,8 1,6 0,3 7,5 –5,6 89,6 0,1
Euroraum – 19 –7,2 1,3 –0,3 8,3 –5,8 97,3 0,1
Österreich –7,5 1,4 1,0 5,8 –6,8 79,1 0,5
Deutschland –5,5 0,6 –0,7 4,6 –4,6 70,0 0,1
Polen –3,0 4,6 3,4 3,3 –4,6 56,7 –0,1
Tschechien –6,8 2,3 2,4 3,1 –4,4 38,4 0,3
Ungarn –5,6 4,6 2,8 4,3 –3,8 74,3 0,0
Rumänien –5,3 4,2 1,8 4,9 –10,0 43,1 –0,3
Quelle: Oxford Economics, Eurostat
1)
Veränderung gegenüber Vorjahr (in %);
2)
Veränderung zum Vorjahr, per Dezember 2020;
3)
per Dezember 2020, außer Ungarn: November 2020
GELDMARKT UND ZINSUMFELD
1)
Der EZB-Rat beschloss in der jüngsten Sitzung am
21. Januar 2021, den Zinssatz für die Hauptrefinanzie-
rungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefi-
nanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert
bei 0,00%, 0,25% bzw. –0,50% zu belassen. Der EZB-Rat
geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ih-
rem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben
werden, bis er feststellt, dass sich die Inflationsaussich-
ten in seinem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau
annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2% liegt,
1)
Quellen: Europäische Zentralbank, Eurostat, Bloomberg, Moody’s Analy-
tics
und dass sich diese Annäherung in der Dynamik der zu-
grundeliegenden Inflation durchgängig widerspiegelt.
Die expansive Geldmarktpolitik der Europäischen Zent-
ralbank der Vorjahre fand im Jahr 2020 durch den Aus-
bruch der Covid-19 Pandemie und der damit einherge-
henden Rezession ihren Höhepunkt. Zusätzlich zum Pro-
gramm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset-Purch-
ase-Programme – APP) in Höhe von 20 Mrd. € monatlich
hat der EZB-Rat Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Not-
fallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase
Programme – PEPP) im Gesamtumfang von 1,85 Mrd. €
2)
Quellen: Europäische Kommission, Europäische Zentralbank, Financial
Times
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
52
beschlossen. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rah-
men des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in je-
dem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Corona-
virus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die
Ankäufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um
während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbe-
dingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die
den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der
Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Fi-
nanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden kön-
nen, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig ge-
nutzt werden. Genauso kann der Umfang erforderlichen-
falls auch rekalibriert werden, um günstige Finanzie-
rungsbedingungen beizubehalten und so dem negativen
Schock der Pandemie auf die Inflationsentwicklung ent-
gegenzuwirken.
Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des
PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2023
weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das zukünftige
Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so ge-
steuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen
geldpolitischen Kurses vermieden wird. Zusätzlich wird
der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über seine Refi-
nanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Insbesondere
stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger Refinanzie-
rungsgeschäfte (GLRG III) nach wie vor eine attraktive Fi-
nanzierungsquelle für Banken dar, wodurch deren Kredit-
vergabe an Unternehmen und private Haushalte unter-
stützt werden soll.
Der 3-Monats-Euribor bewegte sich weiterhin im negati-
ven Bereich und schwankte im Berichtszeitraum zwi-
schen -0,16% und -0,55%. Nach historischen Tiefständen
zu Beginn des Jahres 2020 schnellten die Anleihenrendi-
ten 10-jähriger Staatsanleihen der Mitglieder der Euro-
zone aufgrund des weltweiten Ausbruchs der Covid-
19Pandemie und der damit einhergehenden wirtschaftli-
chen Krise im März sprunghaft nach oben und notierten
in etwa auf dem Niveau von Mitte 2019. In den darauffol-
genden Monaten fielen die Kurse aufgrund der wirt-
schaftlichen Erholung und positiveren Aussichten wie-
der und standen zum Ende des Jahres in etwa auf Vorkri-
senniveau.
Sowohl die unterstützende Entwicklung von Staatsan-
leihen als auch die expansive Geldmarktpolitik der Zent-
ralbanken hatten eine starke Auswirkung auf den Unter-
nehmensanleihenmarkt. So wurden im Jahr 2020 welt-
weit Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit einem
Rekordwert von mehr als 2,9 Bio. US-Dollar emittiert
(+20% im Vergleich zum Vorjahr). Dennoch unterschie-
den sich die prozentualen Veränderungen des weltweiten
Angebots in den vier Quartalen des Jahres 2020 erheb-
lich. Nach einem jährlichen Anstieg von 14% im 1. Quar-
tal und 69% im 2. Quartal (auf konkurrenzlose 1,1 Bio.
US-Dollar) verzeichnete die weltweit größte Schätzung
der Emissionen von Unternehmensanleihen mit Invest-
ment-Grade-Rating einen jährlichen Rückgang von 6% im
3. Quartal und 3% im 4. Quartal. Auch CA Immo nutzte
die ausgezeichneten Rahmenbedingungen für die Emis-
sion von zwei großvolumigen Anleihen im Februar und
Oktober 2020.
AUSBLICK
2)
Die zentrale Herausforderung des aktuellen Jahres wird
die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie bleiben. Trotz
erster Fortschritte bei den weltweiten Impfkampagnen
dürfte das Infektionsgeschehen dynamisch bleiben. Vor
allem die verschiedenen Mutationen stellen einen Unsi-
cherheitsfaktor dar, der z. B. in Europa substanzielle Lo-
ckerungen von restriktiven Maßnahmen im 1. Quartal
deutlich erschwert. Im Frühjahr könnten günstigere Wit-
terungsbedingungen zu einem Rückgang der Neuinfektio-
nen führen. Außerdem dürfte ab dem Sommer eine bes-
sere Impfstoffverfügbarkeit gegeben sein, welche einen
Infektionsschutz auch für die Breite der Bevölkerung zu-
gänglich machen sollte. Mit einer möglichen Verbesse-
rung der Pandemielage ab dem Frühjahr könnte eine Er-
holung des Wirtschaftswachstums auf breiter Front spür-
bar werden.
Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die
weltweiten Eindämmungsmaßnahmen im Laufe des Jah-
res 2021 in Kraft bleiben, bevor sie im weiteren Verlauf
verstärkt gelockert werden. Infolgedessen ist damit zu
rechnen, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder
kräftig wachsen wird.
Weiterhin geht die Europäische Kommission in ihrer
aktuellsten Wachstumsprognose aus dem Herbst 2020 da-
von aus, dass die europäische Wirtschaft im Jahr 2021
um etwa 4% und im Jahr 2022 um etwa 3% steigen und
somit im Laufe des Jahres 2022 wieder das Vorkrisenni-
veau erreichen wird. Es wird jedoch erwartet, dass die
Geschwindigkeit der Erholung in den Jahren 2021 und
2022 in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschied-
lich ausfallen wird. Dies spiegelt nicht nur Unterschiede
in der Schwere der Pandemie und der Strenge der Ein-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
253
dämmungsmaßnahmen wider, sondern auch Unter-
schiede in den Wirtschaftsstrukturen und den innenpoli-
tischen Reaktionen.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte unlängst Re-
gierungen und Zentralbanken davor, auf die ersten An-
zeichen einer wirtschaftlichen Erholung von der Corona-
virus-Krise in den kommenden Monaten mit einer zu
schnellen Reduzierung der Stimuli zu reagieren, selbst
wenn die Inflation zu steigen beginnt. Eine zu voreilige
Straffung der Politik könnte zu „sehr ernsten Risi-
ken“ führen.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
54
IMMOBILIENMARKT ÖSTERREICH
1)
Investmentmarkt
Bedingt durch die Pandemie und den damit verbunde-
nen Wirtschaftseinbruch ist das Gesamtinvestitionsvolu-
men in österreichische Immobilien 2020 im Vergleich
zum Vorjahr um fast 50% auf rund 3,3
Mrd. € gesunken.
Etwa 72% davon wurden in Wien registriert. Büroinvest-
ments machten mit rund 33% den zweitgrößten Anteil
am Gesamtinvestitionsvolumen nach Wohnimmobilien
(37%) aus. Industrie- und Logistikimmobilien hatten ei-
nen Anteil von rund 14%.
Internationale Investoren, vor allem aus Deutschland,
waren 2020 besonders aktiv und zeichneten für mehr als
zwei Drittel des Investmentvolumens verantwortlich.
Dieser hohe Anteil ist vor allem auf fünf großvolumige
Ankäufe (Transaktionen mit einem Wert von mehr als
100 Mio. €) in den Sektoren Büro und Wohnen zurückzu-
führen. Auf Basis der zu erwartenden Transaktionen wird
für das Jahr 2021 ein Investmentvolumen von rund 4,0
Mrd. € prognostiziert.
Die Pandemie hatte im Jahr 2020 zum Teil deutliche
Auswirkungen auf die Entwicklung der europäischen
Renditen. Österreich zeigte sich im Vergleich relativ
stabil, obwohl es auch hier teilweise zu verhältnismäßig
erheblichen Auf- und Abschlägen gekommen ist. Wie im
Vorjahr sank die Spitzenrendite für Büroimmobilien mo-
derat und steht aktuell auf dem historisch niedrigen
Stand von 3,35% für Objekte im Wiener Central Business
District (CBD).
Büroimmobilienmarkt
Der Wiener Büroflächenbestand betrug zum Jahresende
rund 11,4
Mio. m
2
. Das Fertigstellungsvolumen von Büro-
flächen summierte sich 2020 auf rund 94.500
m², ein Zu-
wachs um rund 130% gegenüber dem Vorjahr. Damit
blieb das Fertigstellungsvolumen 2020 jedoch rund 30%
unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Die Vermietungsleistung zeigte sich im Vergleich zum
Vorjahr konstant und lag 2020 bei rund 203.300
m². Die
Pandemie-bedingte Wirtschaftskrise hat sich zwar auch
2020 bereits negativ auf den Büromarkt ausgewirkt, die
stärksten Effekte werden voraussichtlich aber in 2021
schlagend. CBRE Research geht daher wie auch aufgrund
der nach wie vor angespannten Situation in Bezug auf
1)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Austria Real Es-
tate Market Outlook 2021
die Neuflächenproduktion in den kommenden zwei Jah-
ren von einer Reduktion der Vermietungsleistung aus.
Die Leerstandsrate fiel im Laufe des Jahres 2020 um ca.
15 Basispunkte auf 4,6%. CBRE Research erwartet, dass
die Leerstandsrate aufgrund einer geringeren Neuflächen-
produktion sowie eines hohen Vorverwertungsgrades trotz
einer schwächeren Nachfrage in 2021 weiter sinken wird.
Die monatliche Spitzenmiete in Wien blieb auf konstan-
tem Niveau bei 25,00
€ je m². Vor allem Top-Büros in at-
traktiven Lagen bleiben auch in der Krise gefragt, wohin-
gegen Objekte mit geringeren Gebäudestandards in
schwächeren Lagen zukünftig wohl mit weniger Nach-
frage rechnen müssen.
BÜR
OMARKTENTWICKLUNG WIEN
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Büroflächenumsatz in m² 203.300 218.100 -6,80
Leerstandsrate in % 4,60 4,75 -15 bps
Spitzenmiete in €/m²
netto kalt
25,00 25,00 0,00
Spitzenrendite in % 3,35 3,55 -10 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit
ein
IMMOBILIENMARKT DEUTSCHLAND
2)
Investmentmarkt
2020 wurden auf dem deutschen Immobilieninvest-
mentmarkt rund 79 Mrd. € investiert. Gegenüber dem Re-
kordergebnis des Vorjahres ist das ein Rückgang um 5,5%
– aber dennoch das zweitbeste Ergebnis seit Aufzeich-
nungsbeginn. In einer Jahresendrallye wurden im letzten
Quartal gut 23 Mrd. € investiert. Das Transaktionsvolu-
men bei Gewerbeimmobilien in Deutschland summierte
sich auf rund 59
Mrd. € (12% unter dem Vorjahreswert).
Büroimmobilien blieben mit einem Anteil von knapp
47% die am stärksten gehandelte Assetklasse.
Im Gegensatz zum Gesamtmarkt verzeichneten die Top-
7-Märkte deutlichere Rückgänge. Wurden 2019 noch sie-
ben großvolumige Transaktionen ab 500 Mio. € regis-
2)
Quellen: CBRE; Daten bereitgestellt von CBRE Research, Germany Real
Estate Market Outlook 2021, Berlin, Munich, Frankfurt Office Market-
View Q4 2020; Oxford Economics
IMMOBILIENM
Ä
RKTE
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
255
triert, waren es in 2020 gerade einmal zwei Transaktio-
nen in dieser Größenklasse. Darüber hinaus wurden auch
deutlich weniger Hotels und Shopping-Center gehandelt.
Mit Ausnahme von Stuttgart und München lag das 2020
erfasste Transaktionsvolumen zum Teil deutlich über
dem jeweiligen 10-Jahresdurchschnitt und unterstreicht
einmal mehr die große Attraktivität dieser Investment-
destinationen für nationale wie internationale Investoren.
Der hohe Anlagedruck sorgte dafür, dass die Spitzenren-
diten von Büroimmobilien auf Ihrem Allzeittief blieben.
CBRE Research erwartet am deutschen gewerblichen
Immobilieninvestmentmarkt für 2021 ein Transaktions-
volumen von deutlich über 50 Mrd. €. Entscheidend da-
für wird neben dem Erfolg im Kampf gegen die Covid-19
Pandemie vor allem die Produktverfügbarkeit sein. Aus
Investorensicht bleiben Büroimmobilien im Fokus. Ge-
rade in den aktuell vorherrschenden außergewöhnlichen
Zeiten geht der Trend noch mehr in Richtung Core- und
Core-Plus-Objekte in etablierten Lagen in den großen Bü-
romarktzentren. Defensive Investmentprodukte mit soli-
den Mietern erfahren in der aktuellen Situation einen zu-
sätzlichen Nachfrageschub, der jedoch angebotsseitig
nicht abgedeckt werden kann. Daher geht CBRE Research
davon aus, dass sich die Renditen für diese Produkte
noch weiter einengen werden.
Der Berliner Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien
verzeichnete mit 7,6
Mrd. € einen Rückgang von 34% im
Vergleich zum Rekord-Vorjahr, doch befindet sich das Er-
gebnis exakt auf dem Niveau der letzten fünf Jahre. Trotz
des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr ist Berlin weiter-
hin einer der attraktivsten Märkte der Bundesrepublik und
Europas. Die Spitzenrendite für Büroimmobilien ist auf-
grund der großen Nachfrage leicht auf 2,65% gesunken.
Am Gewerbeimmobilienmarkt Frankfurt wurde ein In-
vestitionsvolumen von 7,2
Mrd. € registriert. Der Markt
verzeichnete mit einem Zuwachs von 3% im Vergleich
zum Vorjahr das dritthöchste Ergebnis nach 2007 und
2018. Knapp die Hälfte des Volumens entfiel dabei al-
leine auf das letzte Quartal des Jahres. Wie bereits im
Vorjahr machten Büroimmobilien rund 80% des Transak-
tionsvolumens aus. Die Spitzenrendite für zentral gele-
gene Büroimmobilien blieb auch während der Pandemie
stabil bei 2,90%.
1)
Quellen: CBRE: Daten bereitgestellt von CBRE Research, München,
Frankfurt, Berlin Office MarketView Q4 2020; Oxford Economics
Der Gewerbeinvestmentmarkt in München verzeichnete
mit einem Volumen von 4,9 Mrd. € einen 54%igen Rück-
gang im Vergleich zum historisch starken Vorjahr. Büro-
immobilien machten mit 3,1 Mrd. € fast zwei Drittel des
Gesamtvolumens aus (63%). Aufgrund ungebrochen star-
ker Nachfrage nach wertstabilen Immobilienlagen sank
die Spitzenrendite leicht auf 2,55%.
Büroimmobilienmarkt
1)
Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat im Jahr 2020
zu einer schweren globalen Rezession geführt. Wie viele
andere Länder führte auch Deutschland im Frühjahr und
Winter allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen
ein. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen Sekto-
ren stark beeinträchtigt. Dies spiegelte sich in einem BIP-
Rückgang von insgesamt 5,3% wider (2019: 0,6%, 2018:
1,3%). Die herausfordernden Rahmenbedingungen durch
die Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen
führten zu einer im Vorjahresvergleich rückläufigen Bü-
roflächennachfrage. Angesichts der Flächenknappheit in
vielen Lagen im innerstädtischen Bereich resultierte
diese jedoch nicht in Mietpreisrückgängen, wenn auch
die Mietpreisdynamik der letzten Jahre nicht erreicht
werden konnte.
München konnte 2020 einen Flächenumsatz von
558.500 m² erzielen. Dies entspricht einem Rückgang von
27% im Vergleich zum Vorjahr und markiert gleichzeitig
das schwächste Jahresergebnis seit 2009. Die Büro-Leer-
stands-rate erreichte aufgrund von mehr freigezogenen
Flächen im Bestand, aber auch von mehr unvermieteten
Flächen aus Fertigstellungen zum Jahresende nach dem
historischen Tiefstand im Vorjahr ein Niveau von 3,8%
(2019: 2,9%). Die Büromieten zeigten sich von der Pan-
demie bislang unbeeindruckt. Die erzielbare Spitzen-
miete blieb im Jahresvergleich stabil bei 39,50 € je m²
und Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete liegt mit
rund 21,41 € monatlich um 7% über dem Vorjahresni-
veau. Bedingt durch das anhaltend knappe Angebot an
modernen und hochwertigen Flächen sind die Mieter
auch weiterhin bereit, für gehobene Qualität in guten La-
gen entsprechende Preise zu bezahlen.
Das Fertigstellungsvolumen von rund 338.500
m² in
2020 (Neubauten und Kernsanierungen) lag mehr als
30% über dem Wert des letzten Jahres. 12% der Flächen
erreichten den Markt unvermietet. Der Büroflächenbe-
stand belief sich zum Jahresende auf rund 22,0
Mio. m
2
.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
56
BÜROMARKTENTWICKLUNG CA IMMO KERNMÄRKTE DEUTSCHLAND
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Berlin
Büroflächenumsatz in m² 660.500 998.900 -33,90
Leerstandsrate in % 2,60 1,20 140 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 38,50 37,50 2,70
S
p
itzenrendite in % 2,65 2,70 -5 b
s
Frankfurt am Main
Büroflächenumsatz in m² 330.200 552.500 -40,20
Leerstandsrate in % 7,00 6,90 10 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 44,00 44,00 0,00
S
p
itzenrendite in % 2,90 2,90 0 b
s
München
Büroflächenumsatz in m² 558.500 763.500 -26,90
Leerstandsrate in % 3,80 2,90 90 b
p
s
S
p
itzenmiete in €/m² netto kalt 39,50 39,50 0,00
S
p
itzenrendite in % 2,55 2,60 -5 b
s
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Anmerkung: Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
Der Büroflächenumsatz in Frankfurt belief sich 2020
auf 330.200 m². Dies entspricht einem Rückgang zum
Vorjahr um 40%. Dieser ist vor allem dem schwachen
1. Halbjahr geschuldet, als die Anmietungsbereitschaft
von Nutzern während des ersten Lockdowns noch zu-
rückhaltender war. Qualitativ hochwertige Büroflächen
mit erstklassiger Ausstattungsqualität standen im Fokus
der Vermietungsaktivitäten, deren Anteil 65% am Flä-
chenumsatz betrug. Die Leerstandsrate belief sich auf
7,0% und blieb im Vorjahresvergleich somit konstant.
Auch die Spitzenmiete blieb ebenfalls stabil bei 44,00 €
je m²/Monat. Die gewichtete Marktdurchschnittsmiete
stieg durch die vermehrt im höherpreisigen Segment ab-
geschlossenen Mietverträge im Vergleich zum Vorjahr um
7% auf 23,13 € je m². Das Fertigstellungsvolumen lag mit
rund 185.800 m² über dem Vorjahr (158.700 m²).
Nach derzeitigem Kenntnisstand befinden sich bis Ende
2023 insgesamt rund 587.000 m² in der Fertigstellungs-
pipeline, von denen bereits 40% durch Anmietungen oder
Eigennutzungen vom Markt absorbiert wurden. Allein für
2021 beträgt die Vorvermietungsquote bereits 68%. Der
Büroflächenbestand wurde zum Jahresende mit rund 11,5
Mio. m
2
angegeben.
Berlin registrierte 2020 mit einem Büroflächenumsatz
von 660.500 m² einen 34%igen Rückgang im Vergleich
zum Vorjahr. Die Leerstandsrate stieg im Jahresverlauf auf
2,6% (2019: 1,2%). Auf dem Vermietungsmarkt hat das
Pandemiejahr 2020 viele Anmietungsentscheidungen ver-
zögert, sodass das Ergebnis deutlich unter dem der sehr
starken Vorjahre abschloss. Dies ist jedoch keine struktu-
relle Krise, sondern eng mit der Pandemie verknüpft.
Trotz des aufgrund der Covid-19 Pandemie rückläufigen
Flächenumsatzes sowie der steigenden Leerstandsrate
stieg die Spitzenmiete um 1,00 € je m² auf monatlich
38,50
€ je m². Auch die gewichtete Durchschnittsmiete
zeigte weiter einen starken Aufwärtstrend und stieg um
8,1% auf monatlich 28,02
€ je m². Über das Jahr 2020
wurden rund 296.700
m² an neuer Fläche fertiggestellt.
Gemäß CBRE Research sind bereits mehr als 50% der
2021 auf den Markt kommenden 1 Mio. m² vorvermietet.
Der Büroflächenbestand belief sich zum Jahresende auf
rund 18,4 Mio. m
2
.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
57
IMMOBILIENMARKT ZENTRAL UND OSTEUROPA
1)
Investmentmarkt
Auch in Zentral- und Osteuropa sind die Auswirkungen
der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftliche Konse-
quenzen auf die Immobilienmärkte zu erkennen. Die po-
sitive Dynamik der letzten Jahre konnte im - von einer
Rezession geprägten - Jahr 2020 nicht aufrechterhalten
werden. Dies zeigt sich auch in CA Immos Kernstädten
Warschau, Prag, Budapest und Bukarest. Das in diesen
Städten registrierte Gewerbeimmobilien-Transaktionsvo-
lumen in Höhe von 5,7
Mrd. € lag um etwas mehr als 30%
unter dem Wert des Vorjahres. Das Büroinvestmentvolu-
men der genannten Städte verringerte sich im Vergleich
zum Vorjahr um etwas mehr als 40% auf 2,9 Mrd. €.
Nach Städten entfiel das größte Volumen auf Warschau
(43%), gefolgt von Budapest (21%), Prag (20%) und Bu-
karest (16%).
In Warschau konnte 2020 ein Investmentvolumen von
1,5 Mrd. € registriert werden, wovon mehr als 85% auf
den Bürosektor entfielen. Die Spitzenrendite liegt bei
rund 4,50% (2019: 4,25%).
Trotz eines rückgängigen Investitionsvolumens von
2,7 Mrd. € (2019: 3,1 Mrd. €) in Prag bleibt die Nachfrage
von nationalen und internationalen Investoren nach quali-
tativ hochwertigen und nachhaltigen Immobilien in guten
Lagen groß. Der starke Rückgang ist durch einen Mangel an
entsprechenden Produkten zu erklären. Die Spitzenrendite
wird, wie auch im Vorjahr, mit 4,25% angegeben.
Im Jahr 2020 reduzierte sich das Investitionsvolumen in
Budapest um 41% auf 1,0 Mrd. € (2019: 1,7 Mrd. €). Die
Spitzenrenditen für Top-Büroobjekte erhöhten sich zum
Vorjahr und lagen bei 5,75%.
Bukarest registrierte 2020 ein Investitionsvolumen von
ca. 550
Mio. € (-15% im Vergleich zum Vorjahr) wovon
rund 85% auf den Bürosektor entfielen. Die Spitzenren-
dite wird weiterhin mit 7,00% angegeben.
Büroimmobilienmärkte
2)
In allen Kernstädten von CA Immo (Warschau, Prag, Bu-
dapest und Bukarest) konnte sich 2020 die positive Ver-
mietungsdynamik der Vorjahre aufgrund der Auswirkun-
gen der Covid-19 Pandemie nicht fortsetzen. In allen
Kernmärkten wurde ein Anstieg der Leerstandsraten ver-
1)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
zeichnet. Während die Spitzenrenditen in Prag und Buka-
rest konstant blieben, erfuhren diese in Warschau und Bu-
karest eine Ausweitung um 25 bzw. 50 Basispunkte. Die
Spitzenmieten blieben hingegen weitestgehend konstant.
Zum Jahresende 2020 betrug die Bürogesamtfläche in
Warschau rund 5,9
Mio. m², nachdem im Laufe des Jah-
res rund 314.000
m² fertiggestellt wurden. Aktuell befin-
den sich 576.800
m² in Bau – im Laufe des Jahres 2021
wird eine Flächenausdehnung auf mehr als 6 Mio. m² er-
wartet. Die Büro-Pipeline ist stark auf das CBD der polni-
schen Hauptstadt konzentriert. Der Büroflächenumsatz
bewegte sich 2020 mit 383.000 m
2
unter dem Niveau der
Vorjahre. Die Leerstandsrate erhöhte sich um 210 Basis-
punkte zum Vorjahreswert auf 9,9% per Jahresende. Die
Spitzenmiete lag in zentralen Lagen bei ca. 25,00
€ je m²
monatlich.
Der Büroimmobilienmarkt in Prag verzeichnete 2020
ein verhaltenes Jahr. Der Büroflächenbestand wurde bis
Ende 2020 um rund 149.600
m² auf rund 3,7 Mio. m² er-
weitert. Die Vermietungsleistung erreichte mit ca.
178.800 m² nur ca. 65% des Vorjahresvolumens. Die
Leerstandsrate stieg um 150 Basispunkte auf 7,0% zum
Jahresende. Die Spitzenmieten in zentralen Lagen redu-
zierten sich daher aber nur unwesentlich und beliefen
sich auf monatlich 22,50
€ je m².
Der Jahresflächenumsatz in Budapest lag 2020 bei rund
190.000
m² und bewegte sich damit in etwa um 47% un-
ter dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamt-Bürofläche be-
trug zum Jahresende rund 3,9
Mio. m². Das Fertigstel-
lungsvolumen lag 2020 wie erwartet mit 231.900 m² weit
über dem Vorjahreswert und im Wesentlichen auf dem
Niveau des Rekordjahres 2018 mit rund 230.000
m². Die
Leerstandsrate erhöhte sich um 350 Basispunkte auf
9,1% und revidierte damit ihren Abwärtstrend seit 2012.
Die Spitzenmiete wird im Vorjahresvergleich leicht ver-
ringert mit 25,00
€ je m² und Monat angegeben.
Bis Jahresende 2020 wurden in Bukarest rund
141.200 m²
Bürofläche vermietet, ein Rückgang von 52%
gegenüber dem Vorjahr. Der Bürobestand summierte sich
nach einem Fertigstellungsvolumen von rund 155.200 m²
auf 3,0
Mio. m² zum Jahresende. Die Leerstandsrate stieg
um 130 Basispunkte an und lag zum Jahresende bei
12,4%. Die Spitzenmiete in Bukarest stieg dennoch leicht
auf monatlich 18,75
€ je m
2
an.
2)
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
25
8
BÜROMARKTENTWICKLUNG IN DEN ZENTRAL- UND OSTEUROPÄISCHEN KERNMÄRTKEN
2020 2019 Veränderung
in %/bps
Warschau
Büroflächenumsatz in m² 383.000 584.000 -34,4
Leerstandsrate in % 9,90 7,80 210 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,00 25,00 0,00
Spitzenrendite in % 4,50 4,25 25 bps
Prag
Büroflächenumsatz in m² 178.800 276.100 –35,20
Leerstandsrate in % 7,00 5,50 150 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 22,50 23,00 -2,20
Spitzenrendite in % 4,25 4,25 0 bps
Budapest
Büroflächenumsatz in m² 190.000 362.000 -47,50
Leerstandsrate in % 9,10 5,60 350 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 25,00 26,00 -3,80
Spitzenrendite in % 5,75 5,25 50 bps
Bukarest
Büroflächenumsatz in m² 141.200 291.300 -51,50
Leerstandsrate in % 12,40 11,10 130 bps
Spitzenmiete in €/m² netto kalt 18,75 18,50 1,40
Spitzenrendite in % 7,00 7,00 0 bps
Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research
Der Flächenumsatz schließt Eigennutzer-Transaktionen mit ein
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
259
Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die
Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienent-
wicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf ge-
werblich genutzte Immobilien mit deutlichem Schwer-
punkt auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen
Hauptstädten spezialisiert. Ziel ist die Expansion des fo-
kussierten, qualitativ hochwertigen und ertragsstarken
Bestandsimmobilienportfolios in den Kernmärkten
Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Ungarn und
Rumänien. Zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt CA Immo
im Geschäftsfeld Development durch die Entwicklung,
Bebauung und Verwertung von Grundstücksreserven.
IMMOBILIENVERMÖGEN DER CA IMMO GRUPPE
Durch die Übernahme eigener Projektfertigstellungen in
den Bestand sowie ein positives Bewertungsergebnis hat
sich der Wert des Immobilienvermögens im Jahr 2020 um
rund 8
% auf 5,6 Mrd. € zum Stichtag erhöht (2019:
5,2
Mrd. €). Davon entfallen 4,7 Mrd. € (85% des Gesamt-
portfolios) auf Bestandsimmobilien, 0,8 Mrd.
€ (14%) auf
Immobilienvermögen in Entwicklung und 69
Mio. € (1%)
auf kurzfristiges Immobilienvermögen
9)
. Deutschland ist
mit einem Anteil von 54% am Gesamtportfolio größtes
regionales Segment.
PORTFOLIO DER CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG
Das direkt von der CA Immobilien Anlagen AG gehal-
tene Immobilienvermögen verfügt über eine vermietbare
Nutzfläche von 142.751 m² (2019: 142.567 m²) und um-
fasst zum Bilanzstichtag acht Bestandsimmobilien in Ös-
terreich mit einem Bilanzwert (einschließlich geleisteter
Anzahlungen und Anlagen in Bau) von 246.783
Tsd. €
(2019: acht Bestandsimmobilien mit einem Bilanzwert
von 250.895
Tsd. €). 2020 erbrachte dieses Portfolio Mie-
terlöse in Höhe von 15.430
Tsd. € (2019: 14.039 Tsd. €).
Vermietungen
Im Jahr 2020 wurden rund 21.800 m² an Flächen neu
vermietet bzw. verlängert oder erweitert (2019: rund
33.600 m²). Die ÖGK – Österreichische Gesundheitskassa
bezog rund 5.300 m² in der Erdberger Lände. Im Büroge-
bäude ViE wurde ein weiterer Mietvertrag für rund 1.740
m² abgeschlossen. Die wirtschaftliche Vermietungsquote
betrug im Bestandsportfolio unverändert zum Vorjahr
rund 88%.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2020 investierte die Gesellschaft
1.741
Tsd. € (2019: 19.198 Tsd. €) in das Bestandsportfo-
lio. Die Investitionen flossen insbesondere in Mieteraus-
bauten im Bürogebäude ViE.
Verkäufe
Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine Liegenschaften ver-
äußert.
9)
Inkl. zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien
IMMOBILIENVERMÖGEN
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
60
WESENTLICHE GUV-KENNZAHLEN
CA Immo verbuchte im Jahr 2020 eine Steigerung der
Mieterlöse um 10% auf 15.430
Tsd. € (2019:
14.039
Tsd. €). Die an Mieter weiterverrechneten Be-
triebskosten erhöhten sich um 6% von 4.631
Tsd. € in
2019 auf 4.912
Tsd. € in 2020. Die Managementerlöse für
an die Tochtergesellschaften erbrachte Serviceleistungen
stiegen im Jahresvergleich um 1% auf 9.139
Tsd. € (2019:
9.012
Tsd. €). Im Ergebnis führte dies zu einem Anstieg
der Umsatzerlöse um 5% auf 30.228
Tsd. € (2019:
28.883
Tsd. €), die sich wie folgt verteilen: Österreich
77%, Deutschland 3%, Osteuropa 20%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um
31% und beliefen sich auf 5.881
Tsd. € (2019: 8.473 Tsd. €).
Die Zuschreibungen auf Sachanlagen betrugen 5.137
Tsd. €
(2019: 6.235
Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2020 wurden Rück-
stellungen in Höhe von 304
Tsd. € aufgelöst (2019:
1.562
Tsd. €).
Der Personalaufwand stieg im Vorjahresvergleich um
10% von 13.970
Tsd. € in 2019 auf 15.388 Tsd. € in 2020.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2020
durchschnittlich 70 Dienstnehmer (2019: 69).
Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich ins-
gesamt auf –11.532
Tsd. € (2019: –17.367 Tsd. €). Hierauf
entfallen –3.688
Tsd. € auf außerplanmäßige Abschreibung
auf Liegenschaften.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen
insgesamt –47.919
Tsd. € (2019: –16.446 Tsd. €). Hiervon
wurde ein Betrag von –26.297
Tsd. € als Steueraufwand
gebucht (2019: –549
Tsd. €), der insbesondere Gerichtge-
bühren in Höhe von 25.475 Tsd. € für das im Geschäfts-
jahr 2020 eingeleitete Schadenersatzverfahren über
1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der
Bundeswohnbaugesellschaften 2004 („BUWOG“) und
des unrechtmäßigen Nichtzuschlags beinhaltet. Die den
Immobilien direkt zurechenbaren Aufwendungen belie-
fen sich auf –8.673
Tsd. € (2019: 7.556 Tsd. €). Für allge-
meine Verwaltungsaufwendungen wie beispielsweise
projektbezogene Rechts-, Prüfungs- und Beratungshono-
rare, Werbe- und Repräsentationsaufwendungen oder Ver-
waltungs- und Managementkosten wurde ein Betrag von
–12.949
Tsd. € (2019: –8.361 Tsd. €) aufgewendet; der An-
stieg dieser Position ist insbesondere auf Kosten im Zu-
sammenhang mit der Begebung von zwei Unternehmens-
anleihen verbunden.
Im Ergebnis führten die oben beschriebenen Entwick-
lungen zu einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von
–38.730
Tsd. € im Vergleich zu –10.447 Tsd. € im Vorjahr.
Aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften flossen
der Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Gesamt-
höhe von 123.378
Tsd. € (2019: 192.269 Tsd. €) zu. Dieser
Position standen Aufwendungen aus Finanzanlagen und
Zinsforderungen im Umlaufvermögen in Höhe von
–3.502
Tsd. € (2019: –138.603 Tsd. €) gegenüber.
Aus den überwiegend an Tochtergesellschaften gegebe-
nen Ausleihungen wurden Erträge in Höhe von
19.796
Tsd. € (2019: 21.803 Tsd. €) lukriert. Die Position
„Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“ beläuft sich auf
431
Tsd. € (2019: 12 Tsd. €).
Die Erträge aus Finanzanlagen beliefen sich auf
3.619
Tsd. € (2019: 6.487 Tsd. €) und enthalten Zuschrei-
bungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe
von 3.397
Tsd. € (2019: 5.767 Tsd. €). Dieser Position ste-
hen Beteiligungsabschreibungen in Höhe von –3.239 Tsd. €
(2019: –137.045
Tsd. €) gegenüber; davon ausschüttungsbe-
dingt –1.026 Tsd. € (2019: –136.736
Tsd. €).
Der Zinsaufwand erhöhte sich insgesamt um 19% auf
–34.634
Tsd. € (2019: –29.188 Tsd. €). Die Zinsen für Bank-
darlehen bzw. Immobilienfinanzierungen reduzierten sich
um 3% und betrugen –2.427
Tsd. € (2019: –2.499 Tsd. €).
Die Aufwendungen für Derivatgeschäfte gingen auf
–2.588
Tsd. € zurück (2019: –4.408 Tsd. €). Die Zinsauf-
wendungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich
von –1.962
Tsd. € in 2019 auf –766 Tsd. € in 2020. Mit
–27.957
Tsd. € (+40%) entfällt der größte Anteil auf Zins-
aufwendungen für Anleihen; im Vorjahr lagen diese bei
–19.964
Tsd. €. Zum Bilanzstichtag notierten sieben Unter-
nehmensanleihen von CA Immo im Geregelten Freiver-
kehr an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten
Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg).
Die im 4. Quartal 2017 begebenen Wandelschuldver-
schreibungen wurden in den Handel im ungeregelten Drit-
ten Markt (multilaterales Handelssystem) der Wiener
Börse einbezogen. Bei den Anleihen handelt es sich um
unbesicherte Finanzierungen der Konzern-Muttergesell-
schaft die zueinander bzw. gegenüber allen anderen unbe-
sicherten Finanzierungen der CA Immobilien Anlagen AG
gleichrangig sind. Mit Ausnahme der Unternehmensan-
leihe 2015-2022 sowie der Wandelanleihe beinhalten die
Anleihebedingungen einen Loan-to-Value (LTV) Covenant.
ERGEBNIS
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
261
Anfang 2020 nutzte CA Immo zum ersten Mal den Euro-
bond-Markt und begab eine 500 Mio. € fix-verzinsliche
nicht nachrangige unbesicherte Benchmark-Schuldver-
schreibung mit einer Laufzeit von sieben Jahren und ei-
nem jährlichen Kupon von 0,875%. Die internationale Ra-
tingagentur Moody’s Investors Service Ltd. bewertete die
zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse zugelassene
Anleihe mit einem Investment Grade Rating von Baa2.
Der Nettoerlös diente insbesondere der (Re-)Finanzierung
von Immobilien und zukünftigen Akquisitionen bzw. Ent-
wicklungsprojekten sowie der Optimierung der Fremdka-
pitalstruktur (z.B. Finanzierung von nachstehenden Bar-
Rückkaufangeboten von ausstehenden Schuldverschrei-
bungen) und anderen allgemeine Unternehmenszwecken.
Gleichzeitig beschloss die Gesellschaft, die Inhaber der
in der nachstehenden Tabelle angeführten Schuldver-
schreibungen zur Abgabe von Angeboten zum Rückkauf
gegen Barzahlung einzuladen.
Emissionsbezeichnung Rückkauf-
kurs in %
Angebotener
Gesamtnenn-
betrag in €
1,875% CA Immo Anleihe
2016-2021
ISIN: AT0000A1LJH1 102,55 32.550.000
2,75% CA Immo Anleihe
2015-2022
ISIN: AT0000A1CB33 105,10 32.589.500
2,75% CA Immo Anleihe
2016-2023
ISIN: AT0000A1JVU3 107,10 33.379.000
Die Einl
adung zur Abgabe von Angeboten zum Rückkauf
hatte sich ursprünglich auf ein Maximalvolumen von 60
Mio. € bezogen. CA Immo hat jedoch entschieden, keine
Proratierung vorzunehmen und die angebotenen Ge-
samtnennbeträge zur Gänze anzunehmen. Der Rückkauf der
ausstehenden Unternehmensanleihen mit einem Nominale
von insgesamt 98.518 Tsd. € führte zu einem einmaligen
negativen Ergebniseffekt in Höhe von –4.862 Tsd. €, der im
sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen ist.
Im Oktober 2020 nutzte CA Immo die guten Marktbedin-
gungen ein weiteres Mal und begab einen 350
Mio. € fix-
verzinslichen nicht-nachrangig unbesicherten Green
Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem jährli-
chen Kupon von 1,00%. Die Emission war mehr als 5-fach
überzeichnet, mit einer starken Nachfrage von mehr als
150 Investoren. Die internationale Ratingagentur Moody’s
Investors Service Ltd. bewertete die zum Amtlichen Han-
del an der Wiener Börse zugelassene Anleihe mit einem
Investment Grade Rating von Baa2. Der Nettoerlös ist für
die vollständige oder teilweise Finanzierung und Refinan-
zierung von nachhaltigen Gebäuden im Einklang mit dem
Sustainability Bond Framework gewidmet. Dieses umfasst
die Finanzierung und Refinanzierung von Gewerbeimmo-
bilien, welche entweder über Nachhaltigkeitszertifikate
(unter anderem LEED- oder DGNB-Gold Standard) verfü-
gen oder deren Primärenergiebedarf zumindest 25% unter
den national definierten Standards wie die Energiespar-
verordnung (EnEV) in Deutschland oder den PENB in der
Tschechischen Republik liegen.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren erhöhte sich
das Finanzergebnis um 107% auf 109.088
Tsd. € (2019:
52.780
Tsd. €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf
70.359
Tsd. € (2019: 42.333 Tsd. €). Nach Berücksichtigung
der Steuern vom Einkommen in Höhe von 12.745
Tsd. €
(2019: 4.370
Tsd. €) verbleibt per 31. Dezember 2020 ein
Jahresüberschuss von 83.103
Tsd. € nach 46.703 Tsd. € per
31. Dezember 2019 (+78%). Nach Berücksichtigung eines
Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von
814.502
Tsd. € (2019: 860.827 Tsd. €) weist der Jahresab-
schluss der CA Immobilien Anlagen AG einen Bilanzge-
winn in Höhe von 897.605
Tsd. € (2019: 907.530 Tsd. €) aus.
Dividendenvorschlag 2020
Für das Geschäftsjahr 2020 wird der Vorstand zum Vor-
jahr unverändert eine Dividende von 1,00 € je dividen-
denberechtigter Aktie vorschlagen. Bemessen am Schluss-
kurs zum 31. Dezember 2020 (31,35 €) liegt die Dividen-
denrendite bei rund 3%. Dividendenzahltag ist der
12. Mai 2021 (Ex-Tag sowie Nachweisstichtag für die Divi-
dende sind der 10. bzw. 11. Mai 2021).
Cash-flow
Der Cash-flow aus der Geschäftstätigkeit (operativer Cash-
flow plus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen) lag im
abgelaufenen Geschäftsjahr bei 139.521
Tsd. € (2019:
197.163
Tsd. €). Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit be-
trägt –195.735
Tsd. € (2019: 39.611 Tsd. €) und der Cash-
flow aus der Finanzierungstätigkeit 690.347
Tsd. € (2019:
–271.555
Tsd. €).
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
26
2
BILANZANALYSE
Aktivseite
Die Bilanzsumme der CA Immobilien Anlagen AG er-
höhte sich im Vorjahresvergleich von 3.629.907
Tsd. € per
31. Dezember 2019 auf 4.460.251
Tsd. € per 31.12.2020.
Das Anlagevermögen stieg von 3.533.787
Tsd. € per
31. Dezember 2019 auf 3.725.856
Tsd. € per 31. Dezember
2020. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanz-
summe lag zum 31. Dezember 2020 bei 84% (31.12.2019:
97%). Die immateriellen Vermögenswerte verzeichneten
einen Anstieg auf 542
Tsd. € (31.12.2019: 427 Tsd. €); sie
umfassen ausschließlich die EDV-Software. Zum Bilanz-
stichtag umfasste das Immobilienvermögen der Gesell-
schaft insgesamt acht Liegenschaften in Österreich mit ei-
nem Bilanzwert von 246.783
Tsd. € (31.12.2019:
250.895
Tsd. €). Das Sachanlagevermögen belief sich ins-
gesamt auf 248.077
Tsd. € (31.12.2019: 252.370 Tsd. €). Im
Geschäftsjahr 2020 wurden außerplanmäßigen Abschrei-
bungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von
3.688 Tsd. € (2019: 9.571 Tsd. €) und Zuschreibungen in
Höhe von 5.137 Tsd. € (2019: 6.235
Tsd. €) vorgenommen.
Die Finanzanlagen erhöhten sich um 6% auf
3.477.237
Tsd. € (31.12.2019: 3.280.990 Tsd. €). Zum Bi-
lanzstichtag betrug der Buchwert der Anteile an verbun-
denen Unternehmen 2.938.724
Tsd. € (31.12.2019:
2.600.187
Tsd. €). Die Veränderung resultiert im Wesentli-
chen aus Gesellschafterzuschüssen sowie dem Ankauf
der Gesellschaft CA Immo P14 Sp. z o.o., die das Büroge-
bäude Postepu 14 in Warschau hält. Darüber hinaus
wurde im Geschäftsjahr 2020 eine Tochtergesellschaft in
Österreich liquidiert.
Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Anstieg von
92.283
Tsd. € per 31. Dezember 2019 auf 724.466 Tsd. €
per 31. Dezember 2020. Der Anstieg ist auf die Begebung
der zuvor genannten Anleihen zurückzuführen. Die For-
derungen verzeichneten einen Rückgang um –6% auf
30.048
Tsd. € (31.12.2019: 31.998 Tsd. €). Die Gesellschaft
verfügt per 31. Dezember 2020 über liquide Mittel in
Höhe von 694.418
Tsd. € (31.12.2019: 60.285 Tsd. €).
Passivseite
Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich zum Bi-
lanzstichtag geringfügig auf 2.470.783
Tsd. € (31.12.2019:
2.480.708
Tsd. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stich-
tag rund 55% (31.12.2019: 68%). Das Anlagevermögen war
zu 66% (31.12.2019: 70%) durch Eigenkapital gedeckt.
Die Rückstellungen belaufen sich auf 43.439
Tsd. €
(31.12.2019: 19.860
Tsd. €). Mit einem Betrag von
25.475
Tsd. € (31.12.2019: 0 Tsd. €) stellt die Rückstellung
für Gerichtsgebühren für das im Geschäftsjahr 2020 einge-
leitete Schadenersatzverfahren im Zusammenhang mit
der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften
2004 („BUWOG“) die größte Position dar. Diese Gerichts-
gebühren wurden im sonstigen Steueraufwand berück-
sichtigt. Für Prämien wurde ein Betrag von 6.730 Tsd. €
ausgewiesen (31.12.2019: 5.469 Tsd. €). Die Rückstellun-
gen für Derivatgeschäfte betragen 6.657 Tsd. € (31.12.2019:
5.289 Tsd. €).
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt von
1.122.879
Tsd. € per Jahresende 2019 auf 1.939.666 Tsd. €
per 31. Dezember 2020. Sie beinhalten im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Anleihen in Höhe von
1.741.482 Tsd. € (31.12.2019: 990.000 Tsd. €). Die Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen ausschließ-
lich Investitionskredite und beliefen sich auf
111.134 Tsd. € (31.12.2019: 111.908 Tsd. €).
ENTWICKLUNG EIGENKAPITAL
Tsd. € 31.12.2019 Veränderung
eigene Anteile
Dividende Jahresergebnis Zuweisung zu
Rücklagen
31.12.2020
Grundkapital 676.316 0 0 0 0 676.316
Gebundene Kapitalrücklagen 854.841 0 0 0 0 854.841
Gewinnrücklagen 42.021 0 0 0 0 42.021
Bilanzgewinn 907.530 0 –93.028 83.103 0 897.605
Summe Eigenkapital 2.480.708 0 –93.028 83.103 0 2.470.783
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
263
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das strategische Kernelement der unternehmerischen Tä-
tigkeit von CA Immo bildet die nachhaltige Steigerung des
Unternehmenswerts. Zentrale finanzielle Leistungsindika-
toren (Kennzahlen) sind dabei ein wichtiges Instrument.
Sie ermöglichen, jene Faktoren zu identifizieren und für ein
Value-Management messbar zu machen, die zu einer nach-
haltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen.
Leistungsindikatoren der CA Immo Gruppe
Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist der auf das
eingesetzte Eigenkapital erwirtschaftete Ertrag (RoE – Re-
turn on Equity). Ziel ist es, einen Wert höher als die kal-
kulatorischen Eigenkapitalkosten (mittelfristig mit rund
7,0% angenommen) zu erreichen und damit Shareholder
Value zu generieren.
Weitere quantitative Faktoren zur Messung und Steue-
rung des für unsere Aktionäre nachhaltig erwirtschafte-
ten Ertrags sind die Entwicklung des Net Asset Value
(NAV) je Aktie, der operative Cash-flow je Aktie sowie
Funds from Operations (FFO I und FFO II) je Aktie.
FFO I ist eine wesentliche Kennzahl für die nachhaltige
Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das
Verkaufsergebnis und sonstige nicht nachhaltige Effekte
bereinigt berichtet wird. FFO II, inklusive Verkaufsergeb-
nis und nach Steuern, ist ein Indikator für die Gesamt-
profitabilität der Gruppe.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Da die Finanzkennzahlen letztendlich den Erfolg dar-
stellen, der im operativen Immobiliengeschäft erzielt
wird, sind diesen eine Reihe sonstiger, nichtfinanzieller
Leistungsindikatoren vorgelagert, die für die Messung
und Steuerung des operativen Geschäftsverlaufs wesent-
lich sind.
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren des
operativen Immobiliengeschäfts sind unter anderem:
– Vermietungsquote zeigt die Qualität und den Bewirt-
schaftungserfolg des Portfolios. Die wirtschaftliche Ver-
mietungsquote der CA Immoblien Anlagen AG betrug im
Bestandsportfolio unverändert zum Vorjahr rund 88%.
– Leerstandsquote zeigt das Verhältnis der nicht vermiete-
ten Flächen im Verhältnis zur Gesamtfläche des Immobi-
lienportfolios und spielt daher in Bezug auf die zu erwirt-
schaftenden Rendite eine wichtige Rolle. Je höher die
Leerstandsquote, desto geringer fällt der Mietertrag aus.
Das Immobilienportfolio der CA Immoblien Anlagen AG
weist zum 31. Dezember 2020 eine Leerstandsquote von
rund 12% aus (31. Dezember 2019: rund 13%).
– WAULT – Weighted Average (Unexpired) Lease Term ist
ein wesentlicher Indikator im gewerblichen Immobilien-
bereich. Sie gibt Auskunft über die durchschnittliche
Restmietdauer des Immobilienportfolios und beläuft
sich in der CA Immoblien Anlagen AG per 31. Dezember
2020 auf 3,9 Jahre (31. Dezember 2019: 3,9 Jahre).
– Standortqualität und Infrastruktur sind entscheidend
für die Vermarktbarkeit der Immobilien. Ein Großteil
des Bürobestands der Gruppe liegt in CBD- oder zentra-
len Businesslagen zentraleuropäischer Hauptstädte.
– Nachhaltigkeitszertifizierung: Die nachhaltige in-house
Projektentwicklung für das eigene Portfolio zur Steige-
rung der Qualität des Gebäudebestands ist seit vielen
Jahren ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeits-
strategie von CA Immo. Um einen transparenten, inter-
national vergleichbaren und objektivierten Nachweis
der Gebäudequalität über das gesamte Portfolio hinweg
erbringen zu können, lässt CA Immo auch strategische
Core-Bestandsgebäude zertifizieren.
– Lokale Präsenz und Marktkenntnis: Eigene Niederlas-
sungen in den Kernmärkten sichern effiziente Bewirt-
schaftung und Mieterbindung.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
64
UMWELT UND SOZIALES
CA Immo ist ein Investor, Entwickler und langfristiger
Bestandshalter von hochwertigen Bürogebäuden. Unser
strategisches Geschäftsmodell ist auf nachhaltige Wert-
schöpfung unter Beachtung ökologischer, ökonomischer,
sozialer und rechtlicher Dimensionen ausgerichtet. Damit
einher geht der Anspruch, den vielfältigen Interessen
und Bedürfnissen der Stakeholder von CA Immo gezielt
und in verantwortungsvoller Balance zu begegnen und
dadurch die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
In diesem Sinne evaluieren und managen wir die Anfor-
derungen unserer Stakeholder wie auch die Auswirkun-
gen der Geschäftstätigkeit auf unser ökologisches und ge-
sellschaftliches Umfeld.
CA Immo will einen Beitrag dazu leisten, die globale
Klimaerwärmung unter 2° Celsius zu halten und die Um-
welt zu schützen. Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt,
den CO
2-Footprint unserer Gebäude zu reduzieren, die
Resilienz unseres Portfolios gegenüber Klimarisiken zu
erhöhen und unsere bisher gesetzten Maßnahmen zum
Schutz der Umwelt zu evaluieren und gegebenenfalls zu
intensivieren.
Soziale, ökologische und wirtschaftliche
Auswirkungen, Risiken und Chancen durch die CA
Immo Geschäftstätigkeit
Ein wesentlicher Schritt zur Ermittlung und Gewich-
tung der für CA Immo relevanten Nachhaltigkeitsthemen
war die Evaluierung der Auswirkungen unserer Ge-
schäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
über die gesamte Wertschöpfungskette. Hierbei wurden
u. a. folgende direkte (eigene Aktivitäten) und
indirekte
(Lieferkette)
wesentliche Auswirkungen, Risiken
und
Chancen
identifiziert.
Umwelt:
– Umweltstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Energieeffizienz und CO
2-Emissionen im Baupro-
zess sowie der Produktdefinition, Materialauswahl, Res-
sourcenverbrauch und Kr
eislaufwirtschaft)
–
Brownfield vs. Greenfield Development
(Biodiversität)
– Steuerung
von Energieeffizienz und CO
2-Emissionen, Ab-
fallaufkommen und Wasserverbrauch im Gebäudebetrieb
Gesellschaft und Wirtschaft:
– Sozialstandards in der Quartiers- und Projektentwick-
lung (Produktdefinition, z. B. soziale Infrastruktur, leist-
bares Wohnen), Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel
– Gesundheit und Sicherheit für Mieter, Auftrag
nehmer
und
eigene Mitarbeiter im Gebäudebetrieb und auf Bau-
stellen, Umgang mit Pandemie-Risiken
– Arbeitsbedingungen und Einkommenseffekte
eigener
und externer Mitarbeiter (Auftragnehmer), Arbeitneh-
merrechte, Personalentwicklung und –bindun
g
–
Unabhängige und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung, Compliance mit sozial- und umweltrelevanten
– Vorgaben, Einhaltung von Menschenrechten, Vermei-
dung von Korruption und Bestechung, Reputationsrisiko
CA Immo Klimarisiken und -chancen
Die Analyse der konkreten Klimarisiken für unser Ge-
schäft ist überaus komplex und birgt etliche unbekannte
Größen. Wir haben unseren allgemeinen Risikokatalog im
Jahr 2020 diesbezüglich auf Vollständigkeit überprüft.
Die für CA Immo relevanten Klimarisiken sowie allge-
meine Nachhaltigkeitsrisiken wurden teilweise ergänzt
und bewertet. Diese Risiken werden künftig jährlich neu
evaluiert, bewertet und vom Vorstand freigegeben. Sofern
sich aus den Bewertungen der Bedarf für zusätzliche
Maßnahmen oder Strategieänderungen ergeben, werden
diese in der Folge entsprechend von den zuständigen Ab-
teilungen implementiert. Hierbei verfolgt CA Immo einen
proaktiven Ansatz um sicherzustellen, dass etwaige Risi-
ken durch frühzeitiges Gegensteuern minimiert werden
und das Unternehmen auf etwaige Veränderungen recht-
zeitig reagieren kann.
Soziales Engagement
Auch im Sozialbereich setzt CA Immo Maßnahmen, um
im Rahmen ihres Einflussbereichs positive Impulse und
verantwortungsvolle Standards zu setzen. Unsere strategi-
schen Schwerpunkte liegen hierbei insbesondere auf den
Themenbereichen Gesundheit & Sicherheit, Beschäftigung
& Arbeitsbedingungen sowie sozialen Aspekten einer
nachhaltigen Lieferkette und Stadtquartiersentwicklung.
Weiterführende Informationen zum Thema „Umwelt
und Soziales“ finden Sie im Konzernlagebericht (Kapitel
„ESG Report“).
Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource.
Ihre Expertise und ihr Engagement sind entscheidend für
unseren Erfolg. CA Immo legt Wert auf eine Unterneh-
menskultur, die von Stolz, Vertrauen und selbstbestimm-
tem Arbeiten geprägt ist. Als Arbeitgeber will CA Immo
für ihre Mitarbeiter bestmögliche Rahmenbedingungen
schaffen, um ihre Potenziale, Stärken und Kompetenzen
optimal zur Entfaltung zu bringen. Wir bieten sichere und
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
26
5
attraktive Arbeitsumgebungen, vielfältige internationale
Entwicklungsmöglichkeiten und sorgsame, vorausschau-
ende Personalentwicklung mit dem Ziel, unseren Mitar-
beitern das zu bieten, wofür auch unsere Büroimmobilien
stehen: einen „place where people love to work‘‘.
CA Immo ist als Arbeitgeber seit vielen Jahren in ihren
Märkten lokal verankert und beschäftigt in den internatio-
nalen Niederlassungen fast ausschließlich lokales Perso-
nal. Grundsätzlich beschäftigt CA Immo Mitarbeiter in un-
befristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen. Die Work-Life-
Balance und Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unter-
schiedlichen Lebensphasen der Mitarbeiter unterstützt
CA Immo bei Bedarf durch flexible Arbeitszeit- bzw. Teil-
zeitmodelle, Home-Office-Regelungen, individuelle Ka-
renzmodelle und Papamonat. Zusätzlich wurde eine Viel-
zahl an mitarbeiterbezogenen Regelungen in Kooperation
mit dem österreichischen Betriebsrat im Rahmen von Be-
triebsvereinbarungen geregelt. Informationen zu Diversität,
Gleichberechtigung und Inklusion sowie zu Arbeitnehmer-
rechten finden sich im Corporate Governance Bericht.
ÜBERSICHT MITARBEITER DER CA IMMO GRUPPE NACH SEGMENTEN
1)
Headcount Anzahl Mitarbeiter Anteil Frauen Eintritte /
Austritte
Neuein-
stellungen
2)
Fluktuation
3)
31.12.2019 31.12.2020 Veränderung 2020 Ø 31.12.2020 2020 2020 2020
in % in % in % in %
Österreich 80 80 0% 80 63 12/11 15% 13,6
Deutschland/Schweiz
4)
233 252 8% 244 38 45/23 18% 9,4
Osteuropa 101 105 4% 102 72 11/5 11% 7,7
Gesamt 414 437 6% 426 51 68/39 16% 9,2
1)
Headcounts. Davon rd. 11% Teilzeitarbeitskräfte (TZA), inkl. 26 karenzierte Mitarbeiter; exkl. 22 Mitarbeiter von Joint-Venture-Firmen
2)
Neueinstellungen: Eintritte 2020 / durchschnittliche Beschäftigte 2020 (Headcount)
3)
Fluktuation: Personalabgang 2020 / durchschnittliche Beschäftigte 2020 (Headcount);
4)
Ende 2020 waren in der 2014 gegründeten Niederlassung der 100-prozentigen CA Immo Bautochter omniCon in Basel 25 lokale Mitarbeiter beschäftigt
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
266
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanz-
stichtag 718.336.602,72
€ und verteilte sich auf vier Na-
mensaktien sowie 98.808.332 Stück auf den Inhaber lau-
tende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am
Grundkapital von je 7,27
€. Die Inhaberaktien notieren im
Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).
Mit einer Beteiligung von rund 28% per 31. Dezember
2020 (27.908.386 Inhaberaktien sowie vier Namensak-
tien) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von
Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter
Aktionär von CA Immo. Starwood ist ein auf globale Im-
mobilieninvestitionen konzentrierter Finanzinvestor. Die
übrigen Aktien von CA Immo befinden sich im Streube-
sitz von institutionellen und privaten Investoren. Mit ei-
nem Anteil von rund 6% bzw. rund 4% zählen die
S IMMO Gruppe sowie BlackRock Inc. zu den größeren
Aktionären von CA Immo. Darüber hinaus sind keine Ak-
tionäre mit einer Beteiligung von mehr als 4% bekannt.
Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Aktien so-
wie zu den Aktionärsrechten sind im Corporate Gover-
nance Bericht (Corporate Governance (caimmo.com)) dar-
gestellt.
ANGABEN ZUM KAPITAL
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung vom
9. Mai 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustim-
mung des Aufsichtsrats das Grundkapital (auch in meh-
reren Tranchen und bei möglichem Bezugsrechtaus-
schluss) um bis zu 359.168.301,36 (rund 50% des derzeit
aktuellen Grundkapitals) durch Bar- oder Sacheinlage ge-
gen Ausgabe von bis zu 49.404.168 auf Inhaber lautende
Stückaktien zu erhöhen. Die Ermächtigung gilt bis zum
18. September 2023.
In der selben Hauptversammlung wurde das „bedingte
Kapital 2013“ von ursprünglich 100.006.120 € zur Bedie-
nung der 0,75% Wandelschuldverschreibungen 2017-2025
auf 47.565.458,08 € eingeschränkt und der Vorstand
gleichzeitig ermächtigt, bis längstens 8. Mai 2023 mit Zu-
stimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibun-
gen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt
750 Mio. €, mit denen Umtausch- und/oder Bezugsrechte
auf bis zu 19.761.667 Stück auf Inhaber lautende Aktien
der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundka-
pital von bis zu 143.667.319,09 € verbunden sind (beding-
tes Kapital 2018), auch in mehreren Tranchen auszugeben
und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Um-
tauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzu-
setzen. Die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
darf nach dieser Ermächtigung nur erfolgen, wenn auf die
Summe der neuen Aktien, auf die Umtausch- und/oder Be-
zugsrechte mit solchen Wandelschuldverschreibungen ein-
geräumt werden, rechnerisch ein Anteil von insgesamt
nicht mehr als 20% des Grundkapitals der Gesellschaft
zum Zeitpunkt der Einräumung dieser Ermächtigung ent-
fällt. Das Bezugsrecht der Aktionäre (§ 174 Abs 4 AktG
iVm § 153 AktG) wurde ausgeschlossen.
In der 32. ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai
2019 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und Abs 1a
und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Da-
tum der Beschlussfassung, d.h. bis längstens 8. November
2021, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im ge-
setzlich höchstzulässigen Ausmaß eigene Aktien der Gesell-
schaft zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Ge-
genwert darf nicht niedriger als 30% unter und nicht höher
als 10% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Bör-
seschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn
Börsetage betragen. Die sonstigen Rückkaufsbedingungen
hat der Vorstand festzulegen, wobei der Erwerb nach Wahl
über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder auf
eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art, also
auch außerbörslich und/oder von einzelnen Aktionären
und unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungs-
rechts erfolgen kann (umgekehrtes Bezugsrecht). Die Er-
mächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehre-
ren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer
Zwecke durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unter-
nehmen (§ 189a Z 8 UGB) oder für deren Rechnung durch
Dritte ausgeübt werden. Auch die wiederholte Ausübung
dieser Ermächtigung ist zulässig. Der Vorstand wurde wei-
ters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die er-
worbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversamm-
lungsbeschluss auf jede gesetzlich zulässige Art wieder zu
veräußern und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen
bzw. die eigenen Aktien auch einzuziehen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde kein Aktienrück-
kaufprogramm durchgeführt. Per 31. Dezember 2020 hielt
die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 Stück
eigene Aktien. Bei einer Gesamtzahl von 98.808.336 ausge-
gebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund 6%
der stimmberechtigten Aktien.
INFORMATIONEN GEM. § 243 A UGB
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
267
INFORMATIONEN ZU VORSTAND UND
AUFSICHTSRAT
Gemäß Satzung besteht der Vorstand der CA Immo aus
einer, zwei oder drei Personen. Die Altersgrenze für Vor-
standsmitglieder wird in der Satzung mit Vollendung des
65. Lebensjahres festgelegt. Die Dauer der letzten Funkti-
onsperiode als Vorstand endet mit Ablauf der auf den
65. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei,
höchstens zwölf Mitgliedern. Mittels Namensaktien ent-
sendete Aufsichtsratsmitglieder können von den Entsen-
dungsberechtigten jederzeit abberufen und durch andere
ersetzt werden. Die Satzungsbestimmungen über die
Dauer der Funktionsperiode sowie die Ersatzwahlen fin-
den auf sie keine Anwendung. Die übrigen Aufsichtsrats-
mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt.
Die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird in der
Satzung mit Vollendung des 70. Lebensjahres festgelegt.
Aufsichtsratsmitglieder scheiden mit Ablauf der auf den
70. Geburtstag folgenden ordentlichen Hauptversamm-
lung aus dem Aufsichtsrat aus. Über die Abwahl von Mit-
gliedern des Aufsichtsrates beschließt die Hauptver-
sammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vier-
tel der abgegebenen Stimmen (§ 21 der Satzung).
„CHANGE OF CONTROL“ REGELUNGEN
Alle Vorstandsverträge enthalten eine „Change of Con-
trol“-Klausel („CoC“), die Zusagen für Leistungen aus
Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit
infolge eines Kontrollwechsels regeln. Ein Kontrollwech-
sel liegt vor, sobald ein Aktionär oder eine Aktionärs-
gruppe 25% der Stimmrechte in der Hauptversammlung
erlangt oder in Folge des Überschreitens einer Beteili-
gungsschwelle von 30% ein Pflichtanbot gemäß Übernah-
megesetz legen muss. Firmenzusammenschlüsse gelten
grundsätzlich als Kontrollwechsel. Die vertraglichen Re-
gelungen sehen Sonderkündigungsrechte sowie eine Ent-
geltfortzahlung (einschließlich variabler Vergütung) für
die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vor. Die maxi-
male Berechnungsgrundlage für die Entschädigung der fi-
xen Vergütung beträgt aktuell zwei Jahresfixbezüge. Dar-
über hinaus muss die Gesellschaft dem Vorstandsmit-
glied auf Grundlage der bestehenden Vorstandsverträge
eine abhängig von seiner konkreten Tätigkeit und Posi-
tion prozentuelle Abschlagszahlung als Entschädigung
für die entgangene variable Vergütung in der Höhe von
maximal 80% von zwei Jahresfixbezügen gewähren. Die
Ausübung des Sonderkündigungsrechts im Falle eines
Kontrollwechsels innerhalb der Sphäre des Großaktio-
närs Starwood Capital wurde für alle derzeit amtierenden
Vorstandsmitglieder vertraglich ausgeschlossen.
BEKENNTNIS ZUR EINHALTUNG DES
ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE
KODEX
Die Einhaltung der in den Zielmärkten der CA Immo gel-
tenden gesetzlichen Bestimmungen ist uns ein besonderes
Anliegen. Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zur
Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance
Kodex
10)
und damit zu Transparenz und den Grundsätzen
guter Unternehmensführung. Die Regeln und Empfehlun-
gen des Corporate Governance Kodex in der für das Ge-
schäftsjahr 2020 geltenden Fassung (vom Jänner 2020)
werden nahezu uneingeschränkt umgesetzt. Abweichun-
gen bestehen hinsichtlich der C-Regeln Nr. 2 (Entsen-
dungsrecht in den Aufsichtsrat) und Nr. 45 (Organfunktio-
nen in wettbewerbsrelevanten Unternehmen). Die durch
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m. b. H.
durchgeführte Evaluierung über die Einhaltung der Re-
geln 1 bis 76 des Österreichischen Corporate Governance
Kodex für das Geschäftsjahr 2020 ergab, dass die von
CA Immo abgegebenen Entsprechenserklärungen im Hin-
blick auf die Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex
zutreffen. Der Corporate Governance Bericht steht auch
auf der Website der Gesellschaft unter Corporate Gover-
nance (caimmo.com) zur Verfügung.
10)
Der österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des
Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter
www.corporate-governance.at abrufbar.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
268
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT
WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN
Die zentrale Herausforderung des aktuellen Jahres wird
die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie bleiben. Trotz
erster Fortschritte bei den weltweiten Impfkampagnen
dürfte das Infektionsgeschehen dynamisch bleiben. Mit
einer möglichen Verbesserung der Pandemielage ab dem
Frühjahr könnte eine Erholung des Wirtschaftswachs-
tums auf breiter Front spürbar werden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die weltwei-
ten Eindämmungsmaßnahmen im Laufe des Jahres 2021
in Kraft bleiben, bevor sie im weiteren Verlauf verstärkt
gelockert werden. Infolgedessen ist damit zu rechnen,
dass die Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder kräftig
wachsen wird. Aktuelle Wirtschaftswachstumsprognosen
gehen davon aus, dass die europäische Wirtschaft im Jahr
2021 um etwa 4% und im Jahr 2022 um etwa 3% steigen
und somit im Laufe des Jahres 2022 wieder das Vorkri-
senniveau erreichen wird.
Die abschließenden Auswirkungen der Pandemie und
deren wirtschaftlichen Folgen können insbesondere auf-
grund der dynamischen Entwicklungen nicht abschlie-
ßend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer laufenden
Evaluierung. Temporäre Einschränkungen des laufenden
Betriebs (auch verursacht durch Ausgangsbeschränkungen
/ Ausgangssperren, Grenzschließungen, Schul- und Ge-
schäftsschließungen sowie weitere Maßnahmen) können
jedoch bei CA Immo, bei Mietern, Kunden, Lieferanten so-
wie Behörden eintreten. Die daraus resultierenden finan-
ziellen, allgemein geschäftlichen und immobilienspezifi-
schen Auswirkungen können nicht abschließend beurteilt
werden (z. B. nicht vertragskonformer Zahlungseingang
von Mieten, Verzögerungen von Bautätigkeiten, Auswir-
kungen auf die Immobilienmärkte, Entwicklung der
Covenants bei Finanzierungen, Auswirkungen auf ge-
plante Immobilientransaktionen). CA Immo setzt auf eine
Vielzahl möglicher Maßnahmen, um die Auswirkungen
auf die Gruppe so gering wie möglich zu halten.
Strategie
Mit den erfolgreich umgesetzten
Strategieprogrammen
der vergangenen Jahre verfügt CA Immo über eine ausge-
zeichnete Marktposition in ihren Kernmärkten. Trotz der,
angesichts der Covid-19-Pandemie, herausfordernden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird eine weiter-
hin robuste Geschäftsentwicklung des Kernsegmentes Be-
standsimmobilien erwartet.
Darüber hinaus sollen neben der Fortführung des organi-
schen Wachstums durch profitable Projektentwicklungstä-
tigkeit zusätzlich selektive Ankäufe von Bestandsimmobi-
lien mit Wertschaffungspotenzial in den Kernmärkten um-
gesetzt werden. Die dadurch zu erwartende Steigerung der
jährlichen Mieteinnahmen, bei einer gleichzeitig optimier-
ten Finanzierungsstruktur, soll die nachhaltige Profitabili-
tät von CA Immo weiter erhöhen.
Die Portfoliostrategie des Unternehmens setzt unverän-
dert auf ein qualitativ hochwertiges Portfolio sowohl in Be-
zug auf Standort- als auch Gebäudequalität und eine klare
Fokussierung auf attraktive Metropolen in Zentral- und
Osteuropa. In diesem Zusammenhang soll die strategische
Kapitalrotation kontinuierlich umgesetzt werden. Nach
dem Rückzug aus den nicht-strategischen Märkten Zagreb
(September 2020), Graz (Dezember 2020) und Bratislava
(März 2021) ist auch ein Verkauf der beiden Bürogebäude
in Belgrad geplant. Verkäufe innerhalb der Büroportfolien
in den strategischen Märkten und eine Reinvestition der
Verkaufserlöse in Zukäufe von strategischen Bestandsim-
mobilien bzw. in die Entwicklungspipeline des Unterneh-
mens zielen darauf ab, die Qualität des Portfolios in Bezug
auf Lage, physische und nachhaltige Gebäudequalität so-
wie Effizienz der Bewirtschaftung zu optimieren.
Finanzierung
CA Immo verfügt über eine äußerst robuste Bilanz- und
Finanzierungsstruktur mit einer sehr soliden Liquiditäts-
position. Die erstmaligen Emissionen einer Benchmark-
Anleihe sowie eines Green Bond in 2020 repräsentieren
einen Meilenstein in der Umsetzung der Wachstumsstra-
tegie, mit dem die Diversifikation der Finanzierungsstruk-
tur und deren Optimierung deutlich beschleunigt wurde.
Sowohl das Baa2 – Rating als auch der stabile Ausblick
wurden von Moody’s in einer Credit Opinion am 18. Ja-
nuar 2021 bestätigt. Nach Ankündigung des Kernaktionärs
Starwood Capital ein antizipatorisches Pflichtangebot an
die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuldverschrei-
bungen der CA Immo zu stellen, setzte die Ratingagentur
das Rating „Under Review for Downgrade“ sowie den
Ausblick ebenso auf „Under Review“. Diese Veränderung
spiegelt gemäß einer Aussendung von Moody‘s die Unge-
wissheit wider, ob Starwood Capital „Kontrolle über CA
Immo erlangt und ob dies zu Änderungen im Geschäfts-,
Finanz- oder Liquiditätsprofil von CA Immo führt.“
AUSBLICK
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
269
Wesentliche Parameter, die den für 2021 geplanten Ge-
schäftsverlauf beeinflussen könnten, sind:
– Konjunkturelle Entwicklungen in den Regionen, in de-
nen CA Immo tätig ist sowie deren Auswirkungen auf
Mietnachfrage und Mietpreisniveaus (Kernindikatoren
umfassen BIP-Wachstum, Beschäftigung und Inflation).
– Die Entwicklung der allgemeinen Zinsniveaus.
– Verfügbarkeit und Kosten langfristiger Fremdfinanzie-
rungen (sowohl besicherte Finanzierungen von Banken
auf Immobilienebene als auch unbesicherte Kapital-
marktfinanzierungen auf Konzernebene) und damit ein-
hergehend die weitere Entwicklung am Immobilien-In-
vestmentmarkt bzw. die Preisentwicklung und ihre Aus-
wirkung auf die Bewertung des Portfolios von CA
Immo.
– Auch das Tempo der Umsetzung der geplanten Ent-
wicklungsprojekte hängt von den oben dargelegten
Marktfaktoren sowie der Verfügbarkeit von dafür erfor-
derlichen externen Fremd- und Eigenkapital ab.
– Politische, (steuer-) rechtliche und wirtschaftliche Risi-
ken sowie Transparenz und Entwicklungsgrad des je-
weiligen Immobilienmarktes.
Dividende und Jahreszielsetzung 2021
Für das Geschäftsjahr 2020 plant der Vorstand, eine Di-
vidende von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie vor-
zuschlagen.
Die Jahreszielsetzung für das nachhaltige Ergebnis des
Geschäftsjahres 2021 (FFO I) wird im Rahmen der Präsen-
tation des ersten Quartals im Mai 2021 bekannt gegeben.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Technologischer und gesellschaftlicher Wandel verän-
dert die Büro- und Wissensarbeit kontinuierlich. Um Bü-
roimmobilien heute so zu entwickeln bzw. zu revitalisie-
ren, dass sie auch in Zukunft effizient und profitabel be-
wirtschaftbar sind, beobachtet CA Immo einerseits die
Veränderungen der Arbeitsprozesse und der Anforderun-
gen von Unternehmen an ihre Arbeitsräume und erprobt
andererseits neue technische Lösungen sowie Raum- und
Gebäudekonzepte in ausgewählten Entwicklungsprojek-
ten. Aktuell stehen hierbei u. a. neue Anforderungen in
Bezug auf Energieeffizienz, Umweltschutz und Schutz-
maßnahmen in Bezug auf Virusinfektionen (Pandemie-
schutz) im Fokus.
Im Zuge ihrer theoretischen und praktischen For-
schungstätigkeit kooperiert CA Immo mit Einrichtungen,
die sich mit immobilienrelevanter Forschung beschäfti-
gen. So ist CA Immo z. B. Partner des Verbundprojekts
Office 21 des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft
und Organisation (IAO, www.office21.de) und des Real
Estate Innovation Network REIN mit dem Ziel, externe
und interne Innovationsansätze zu evaluieren und früh-
zeitig zu pilotieren. Zusätzlich ist CA Immo aktives Mit-
glied in relevanten Plattformen der Immobilienwirtschaft.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
70
RISIKOBERICHT
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
271
RISIKOMANAGEMENT BEI CA IMMO
Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von
CA Immo und das Erreichen der strategischen Ziele ist
ein erfolgreiches Management bestehender und neu auf-
tretender Risiken entscheidend. Um bestehende Markt-
chancen nutzen und die darin liegenden Erfolgspotenzi-
ale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem
Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bilden Risi-
komanagement und Internes Kontrollsystem (IKS) einen
wesentlichen Bestandteil der als Grundsatz verantwor-
tungsbewusster Unternehmensführung verstandenen Cor-
porate Governance des Konzerns.
Das Risikomanagementsystem von CA Immo basiert auf
folgenden Komponenten:
– Risikokultur: Der Ruf von CA Immo ist zentral für un-
sere Identität und unseren Geschäftserfolg. Daher ist die
Einhaltung etablierter Grundsätze der Corporate Gover-
nance und unseres Wertemanagements eine Selbstver-
ständlichkeit. Risikokultur bedeutet für CA Immo die
Schaffung eines Risikobewusstseins und die Etablierung
eines bewussten Umgangs mit Risiken im Tagesgeschäft
– sowohl für das Management als auch für jeden einzel-
nen Mitarbeiter.
– Risikostrategie: Die Risikostrategie beschreibt den Um-
gang mit den aus der Geschäftsstrategie resultierenden
Risiken und beschreibt diese Risiken hinsichtlich ihrer
Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Unter-
nehmens und die daraus abzuleitenden Richtlinien für
den Umgang mit Risiken.
Strategische Ausrichtung und Risikotoleranz
Der Vorstand legt unter Einbeziehung des in 2019 etab-
lierten Corporate Development Komitees sowie des Auf-
sichtsrats die strategische Ausrichtung der CA Immo
Gruppe sowie die Art und das Ausmaß jener Risiken fest,
die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele
zu übernehmen bereit ist. Bei der Einschätzung der Risi-
kolandschaft und der Entwicklung potenzieller Strategien
zur Steigerung des langfristigen Stakeholder Value wird
der Vorstand durch die Abteilung Risikomanagement un-
terstützt. Zusätzlich wurde ein interner Risikoausschuss
mit Vertretern aller Unternehmensbereiche sowie dem Fi-
nanzvorstand eingerichtet, der quartalsweise oder im Be-
darfsfall im Rahmen von Sondersitzungen zusammentrifft
(wie auch zum Thema „Covid-19-Pandemie“ der Fall).
Ziel dieses Ausschusses ist die zusätzliche Verankerung
einer regelmäßigen, funktionsübergreifenden Bewertung
der Risikosituation des Konzerns inklusive Einleitung
von gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen. Damit
soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensaus-
richtung vor dem Hintergrund verfügbarer Alternativen
optimal gewählt ist.
Identifikation von Risiken und Bewertung
Die Einschätzung der Chancen-/Risikolage erfolgt bei
CA Immo quartalsweise im Rahmen von Reportings. Die
Risikoevaluierung findet sowohl auf Einzelobjekt- bzw.
-projektebene, als auch auf (Teil-)Portfolioebene statt.
Einbezogen werden Frühwarnindikatoren wie Mietprog-
nosen, Leerstandsanalysen, eine kontinuierliche Überwa-
chung von Mietvertragslaufzeiten und Kündigungsmög-
lichkeiten sowie die laufende Überwachung der Baukos-
ten bei Projektrealisierungen. Szenariendarstellungen
hinsichtlich Wertentwicklung des Immobilienportfolios,
Exitstrategien und Liquiditätsplanung ergänzen die Risi-
koberichterstattung und erhöhen die Planungssicherheit.
Dem Vorsorgeprinzip trägt CA Immo Rechnung, indem
Mehr-Jahres-Planungen und Investitionsentscheidungen
den gesamten zeitlichen Anlagehorizont der Investitionen
umfassen. Zusätzlich führt CA Immo im 3-Jahres-Rhyth-
mus eine Inventarisierung und Evaluierung der Einzelri-
siken nach Inhalt, Auswirkung und Eintrittswahrschein-
lichkeit durch. Zusätzlich erfolgt eine jährliche Aktuali-
sierung im Hinblick auf die geschätzten Auswirkungen
auf das Ergebnis, Vermögen bzw. die Liquidität von
CA Immo („Schadensausmaß“) und die Eintrittswahr-
scheinlichkeit innerhalb des Zeitraumes von einem Jahr.
Dabei werden bereits implementierte Maßnahmen und
Kontrollen berücksichtigt, um das Nettorisiko zu ermit-
teln. Diese Daten dienen dem Vorstand als Grundlage für
die Bestimmung von Höhe und Art der Risiken, die er bei
der Verfolgung der strategischen Ziele als vertretbar er-
achtet. Hat der Vorstand die Strategie verabschiedet, wird
sie in die 3-Jahres-Planung des Konzerns eingebunden
und trägt dazu bei, die Risikobereitschaft und Erwartun-
gen des Konzerns intern wie auch extern zu kommunizie-
ren.
Die Risikopolitik von CA Immo wird durch eine Reihe
von Richtlinien präzisiert. Ihre Einhaltung wird durch
Controllingprozesse kontinuierlich überwacht und doku-
mentiert. Das Risikomanagement wird auf allen Unter-
nehmensebenen bindend umgesetzt. Der Vorstand ist in
alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden und
trägt die Gesamtverantwortung. Entscheidungen werden
grundsätzlich auf allen Ebenen nach dem Vier-Augen-
Prinzip gefasst. Die Interne Revision prüft als unabhän-
gige Abteilung die Betriebs- und Geschäftsabläufe; bei Be-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
27
2
darf werden externe Experten hinzugezogen. In der Be-
richterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergeb-
nisse agiert sie weisungsungebunden.
Evaluierung der Funktionsfähigkeit des
Risikomanagements
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird
jährlich vom Konzernabschlussprüfer gemäß den Anfor-
derungen der C-Regel Nr. 83 des Österreichischen Corpo-
rate Governance Kodex beurteilt. Das Ergebnis wird dem
Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss berichtet.
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLLSYSTEMS (IKS)
Das Interne Kontrollsystem von CA Immo umfasst alle
Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstel-
lung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungs-
mäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der
maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Unterneh-
mensrichtlinien. Unter Berücksichtigung der Manage-
mentprozesse ist das IKS in die einzelnen Geschäftsab-
läufe integriert. Ziel ist es, Fehler in der Rechnungslegung
und Finanzberichterstattung zu verhindern bzw. aufzude-
cken und so eine frühzeitige Korrektur zu ermöglichen.
Eine transparente Dokumentation ermöglicht die Darstel-
lung der Prozesse für Rechnungslegung, Finanzberichter-
stattung und Prüfungsaktivitäten. Sämtliche operativen
Bereiche sind in den Rechnungslegungsprozess eingebun-
den. Die Verantwortung für die Implementierung und
Überwachung des IKS liegt beim jeweils zuständigen lo-
kalen Management. Die Geschäftsführer der Tochterge-
sellschaften sind angehalten, die Einhaltung der Kontrol-
len durch Selbstprüfungen zu evaluieren und zu doku-
mentieren. Die Wirksamkeit des IKS wird regelmäßig von
der Konzernrevision überprüft und die Wirtschaftlichkeit
der Geschäftsprozesse kontinuierlich evaluiert. Die Ergeb-
nisse der Prüfung werden an die jeweilige Geschäftsfüh-
rung, den Gesamtvorstand von CA Immo sowie mindes-
tens einmal jährlich an den Prüfungsausschuss berichtet.
STRATEGISCHE RISIKEN
Als strategisches Risiko bezeichnet CA Immo die Gefahr
von unerwarteten Planabweichungen bzw. Verlusten, die
sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspoliti-
schen Unternehmensausrichtung ergeben können. Zu-
meist resultieren diese Risiken aus unerwarteten Verän-
derungen des makroökonomischen Marktumfeldes. Viele
der hier genannten Risiken sind nicht aktiv steuerbar.
Der wirtschaftliche Erfolg von CA Immo hängt u. a. von
der Entwicklung der für die Gruppe relevanten Immobi-
lienmärkte ab. Wesentliche Faktoren, die die Wirtschafts-
entwicklung beeinflussen, sind u. a. die Weltwirtschafts-
lage insgesamt, Mietpreisentwicklungen, die Inflations-
rate, die Höhe der Staatsverschuldungen sowie des Zins-
niveaus. Im Büroimmobiliensegment spielen zudem Fak-
toren wie Wirtschaftswachstum, Industrietätigkeit, Ar-
beitslosenrate, Konsumentenvertrauen sowie andere für
die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Elemente
eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren liegen außer-
halb des Einflussbereichs der Gesellschaft. Sie könnten
negative Auswirkungen auf die gesamte europäische
Wirtschaft und damit auch auf wirtschaftlich starke Nati-
onen wie beispielsweise Deutschland und Österreich ha-
ben sowie insgesamt den Finanz- und Immobiliensektor
negativ beeinflussen. Jede negative Veränderung der Wirt-
schaftslage könnte einen Rückgang der Nachfrage nach
Immobilien zur Folge haben, was wiederum die Vermie-
tungsquote, die Immobilienwerte oder auch die Liquidität
von Immobilien beeinträchtigen könnte.
Wenngleich das aktuelle wirtschaftliche Umfeld nach
wie vor durch Niedrigzinsen und vergleichsweise hohe
Bewertungen von Immobilienportfolios bestimmt wird, ist
nicht auszuschließen, dass sich ein Zinsanstieg negativ
auf den Immobilienmarkt und in weiterer Folge auf die
Bewertung von Immobilien und Deinvestitionsvorhaben
von CA Immo auswirkt. Die Eigen- bzw. Fremdkapitalbe-
schaffung könnte sich erheblich erschweren, wodurch
Wachstumsaspekte nicht oder nur teilweise umsetzbar wä-
ren. Auch eine allfällige Wiedereinführung nationaler
Währungen durch einzelne Mitglieder der Eurozone hätte
gravierende Folgen für die europäischen Volkswirtschaf-
ten und die ohnehin teilweise volatilen Finanzmärkte.
Schließlich könnte der Ausstieg einzelner Staaten aus der
Europäischen Währungsunion zu einem gänzlichen Kol-
laps des Währungssystems führen.
Den wirtschaftlichen Chancen, die sich Unternehmen in
anderen Ländern bieten, stehen häufig geopolitische Risi-
ken wie politische Instabilität, fehlende Rechtsgrundlagen
und staatliche Willkür gegenüber. Unternehmen, die in ei-
ner instabilen Region tätig sind, müssen also mit erhebli-
chen Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit rechnen.
Als Beispiele hierfür seien Steuererhöhungen, Zölle, Aus-
fuhrverbote, Enteignungen oder Beschlagnahme von Ver-
mögenswerten genannt. Im Falle einer zu hohen Konzent-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
273
ration von Immobilien in einer Region könnten diese Fak-
toren auch einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis der
CA Immo Gruppe haben.
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
Das Geschäftsjahr 2020 war gesamtheitlich von den Aus-
wirkungen der globalen Covid-19-Pandemie geprägt. Viele
Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschrän-
kungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität ab
dem 2. Quartal 2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt.
Die Pandemie hat Europa weiterhin fest im Griff. Prak-
tisch überall schnellten die Infektionszahlen ab dem
3. Quartal 2020 hoch. Die Länder reagierten darauf erneut
mit weiterreichenden Einschränkungen. Erneute Lock-
downs lassen die europäische Wirtschaft voraussichtlich
stärker einbrechen, als noch Mitte des Jahres 2020 erwartet
(siehe auch Kapitel „Wirtschaftliches Umfeld").
Auch die Immobilienbranche spürt bereits jetzt die Fol-
gen der Pandemie. Einige Immobilienmärkte weisen ein
deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten
und Liquidität auf. Hotels werden geschlossen bzw.
schließen wegen geringer Auslastungsraten. Der Einzel-
handel verzeichnet erhebliche Umsatzeinbußen und stellt
vermehrt Anfragen zur Mietstundung bzw. Mietreduktion.
Baustellen können teilweise nicht wie geplant betrieben
werden. Die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Aus-
wirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Immobilien-
märkte sind weiterhin höchst ungewiss. Je länger die
Krise dauert, desto komplexer und schwerwiegender wer-
den die Auswirkungen.
Der Immobilientransaktionsmarkt entwickelte sich be-
dingt durch die Pandemie und den damit verbundenen
Wirtschaftseinbruch mit Ausnahme von Deutschland stark
rückläufig. Das in den Kernmärkten von CA Immo re-
gistrierte Transaktionsvolumen bei Gewerbeimmobilien
lag zwischen 30% (Osteuropa) und 50% (Österreich) un-
ter dem Wert des Vorjahres. In Deutschland belief sich der
Rückgang gegenüber dem Rekordergebnis des Vorjahres
auf unter 6%. Transaktionen pausieren auf Grund von
Problemen in Preisfindung und Finanzierung oder werden
sogar abgebrochen.
Mit Ausnahme von Wien, wo die Vermietungsleistung
bisher noch konstant war und Effekte erst in 2021 erwartet
werden, verzeichneten alle Kernstädte von CA Immo
durch die herausfordernden Rahmenbedingungen auf-
grund der Pandemie und deren wirtschaftliche Auswir-
kungen bereits eine rückläufige Büroflächennachfrage
bzw. einen Anstieg der Leerstandsraten. Nachdem nun
sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivi-
täten deutlich reduziert wurden, ist auch zukünftig mit
längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht
vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach
Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung abhängt, bleibt abzuwarten, wie sich die in
2020 deutlich rückläufigen Büroflächenumsätze im Ge-
schäftsjahr 2021 tatsächlich entwickeln werden. Zudem
ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digita-
ler Arbeitsprozesse und der Ausbau des Home-Office mit-
telfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswir-
ken werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Trends
zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working
den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.
CA Immo ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel,
Einzelhandel) mit Anträgen konfrontiert, in denen um Er-
lass, Minderung oder Stundung der Mietzahlungen gebe-
ten wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind von
Land zu Land unterschiedlich. Im Falle von Covid-19-be-
dingten behördlichen Betriebsschließungen oder -ein-
schränkungen gibt es nach österreichischem Recht ein
spezielles gesetzliches Mietzinsminderungsrecht, wäh-
rend in anderen Ländern mangels spezifischer gesetzli-
cher Vorschriften grundsätzlich eine Mietzinszahlungs-
pflicht besteht und ein Mietzinsminderungsrecht nur aus-
nahmsweise und im Einzelfall über allgemeine Rechtsin-
stitute (wie dem Wegfall der Geschäftsgrundlage) begrün-
det werden kann. Abweichende vertragliche Regelungen
können allerdings ebenfalls ein Mietzinsminderungsrecht
eines Mieters begründen. Inwieweit die Maßnahmen zur
Eindämmung der Covid-19-Pandemie zur Insolvenz ein-
zelner Mieter und damit zu einem Anstieg der Leerstände
führen werden, lässt sich nach wie vor noch nicht ab-
schätzen und hängt weitgehend von der Dauer der Krise
ab. Vor allem das Hotelgewerbe, die Gastronomie und der
nicht systemrelevante Einzelhandel leiden erheblich un-
ter der herrschenden Situation. Je nach Asset-Klasse ist
weiterhin mit Mieterlässen, Mietminderungen und Miet-
stundungen zu rechnen. CA Immo begegnet diesem Risiko
u. a. durch Analysen des Immobilienportfolios, der Mie-
terstruktur und des Cash-flows und führt verschiedene
Analyseszenarien zur Einschätzung der Risiken durch.
Grundsätzlich ist hier immer eine Einzelfallprüfung erfor-
derlich.
Angesichts der unsicheren zukünftigen Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie und den damit in Zusammen-
hang stehenden gegenwärtigen und künftigen Reaktionen
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
74
auf die Immobilienmärkte und der Schwierigkeit, zwi-
schen kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen
strukturellen Marktveränderungen zu unterscheiden,
überprüft CA Immo die eigenen Immobilienbewertungen
regelmäßig. Nach einer nahezu vollständigen externen
Bewertung des Portfolios der Gruppe im 4. Quartal 2020,
wurden die Werte für das Immobilienvermögen zum
Stichtag 31. Dezember 2020 auf Basis verbindlicher Kauf-
verträge bzw. auf Grundlage der externen Bewertungen
angepasst. Unter Beachtung der gegenwärtigen außerge-
wöhnlichen Umstände sowie des derzeit niedrigen Trans-
aktionsniveaus, muss den Immobilienbewertungen vor al-
lem in den Kernmärkten Österreich und Osteuropa auch
weiterhin ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen wer-
den als dies sonst der Fall ist.
Bei Projektentwicklungen ist unter den gegenwärtigen
Marktbedingungen – mit steigenden Baukosten, Ange-
bots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungs-
raten, unsicheren Vermarktungszeiträumen und einem
Mangel an aktuellen Vergleichswerten – die Beimessung
eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich.
Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker
schwanken als dies unter normalen Umständen der Fall
wäre.
Weiterhin bleibt es abzuwarten, welche langfristigen
Auswirkungen die Covid-19-Pandemie haben wird. Die
Volatilität und Unsicherheiten an den Aktienmärkten, Ge-
winnwarnungen von Unternehmen sowie negative wirt-
schaftliche Prognosen in diesem Zusammenhang unter-
streichen deren potenzielle Gefahr für die europäische
und globale Wirtschaft. Diese Auswirkungen können ins-
besondere aufgrund der dynamischen Entwicklungen
nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch
einer laufenden Evaluierung. Temporäre Einschränkun-
gen des laufenden Betriebs (auch verursacht durch Aus-
gangsbeschränkungen/Ausgangssperren/Grenzschließun-
gen, Schul- und Geschäftsschließungen sowie weitere
Maßnahmen) können jedoch bei der CA Immo Gruppe,
bei Mietern, Kunden, Lieferanten sowie Behörden eintre-
ten. Die daraus resultierenden finanziellen, allgemein ge-
schäftlichen und immobilienspezifischen Auswirkungen
können nicht abschließend beurteilt werden (z. B. nicht
vertragskonformer Zahlungseingang von Mieten, Verzöge-
rungen von Bautätigkeiten, Auswirkungen auf die Immo-
bilienmärkte, Entwicklung der Covenants bei Finanzie-
rungen, Auswirkungen auf geplante Immobilientransakti-
onen). CA Immo setzt auf eine Vielzahl möglicher Maß-
nahmen, um die Auswirkungen auf die Gruppe so gering
wie möglich zu halten.
IMMOBILIENSPEZIFISCHE RISIKEN
Risiken aufgrund des Marktumfeldes und der
Portfoliozusammensetzung
Der Immobilienmarkt hängt von der makroökonomi-
schen Entwicklung und der Nachfrage nach Liegenschaf-
ten ab. Wirtschaftliche Instabilität sowie ein beschränkter
Zugang zu Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen kön-
nen zu möglichen Ausfällen von Geschäftspartnern füh-
ren. Bei mangelnder Liquidität des Immobilieninvestment-
marktes besteht das Risiko, einzelne Immobilien möglich-
erweise nicht oder nur zu sonst inakzeptablen Konditio-
nen veräußern zu können, um die Ausrichtung des Immo-
bilienportfolios strategisch zu justieren. Viele jener Fakto-
ren, die zu nachteiligen Entwicklungen führen können,
befinden sich außerhalb des Einflussbereichs von
CA Immo – so z. B. Änderungen des verfügbaren Einkom-
mens, der Wirtschaftsleistung, des Zinsniveaus oder der
Steuerpolitik. Auch Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenra-
ten oder Konsumentenvertrauen beeinflussen das jewei-
lige lokale Angebot und die Nachfrage nach Immobilien.
Dies kann Immobilienpreise, Marktmieten und Vermie-
tungsgrade verändern bzw. nachteilige Auswirkungen auf
den Wert einer Immobilie und die damit erzielten Ein-
künfte haben. Erhebliche negative Auswirkungen auf die
Ertragskraft und Bewertung der Immobilien sind daher
nicht auszuschließen.
Der Wert von Immobilien ist neben der Entwicklung der
Mietpreise auch von den immobilienwirtschaftlichen An-
fangsrenditen abhängig. Aufgrund des allgemeinen Markt-
umfeldes besteht weiterhin die Gefahr, dass Anfangsrendi-
ten für Gewerbeimmobilien wieder nach oben korrigieren.
Das historisch außergewöhnlich hohe Preisniveau für Im-
mobilieninvestitionen bzw. das niedrige Niveau der Im-
mobilienrenditen birgt somit Risiken für die Immobilien-
werte des CA Immo Portfolios. Aufgrund des anhaltenden
Anlagedrucks von Investoren besteht auch die Gefahr,
dass Immobilien nur noch überteuert gekauft werden kön-
nen. Generell ist nicht auszuschließen, dass im Zusam-
menhang mit einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus
auch die Renditen für Immobilien steigen und die Immo-
bilienwerte in weiterer Folge zurückgehen werden.
Dem Marktrisiko beugt CA Immo durch eine breite
Streuung auf verschiedene Länder vor. Dem Länderrisiko
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
275
begegnet CA Immo durch die Konzentration auf strategi-
sche Kernmärkte mit lokalen Niederlassungen und eige-
nen Mitarbeitern vor Ort sowie durch eine angepasste re-
gionale Allokation innerhalb der Kernmärkte. Der Fokus
liegt hier auf Märkten, die die langfristigen strukturellen
Trends der zunehmenden Urbanisierung, eines positiven
demografischen Wandels und der strukturellen Angebots-
knappheit sowie eine hohe Investitionsliquidität aufwei-
sen. Marktkenntnis, die laufende Evaluierung der Strate-
gie, ein kontinuierliches Monitoring des Portfolios sowie
eine gezielte Portfoliosteuerung im Rahmen von strategi-
schen Entscheidungen (z. B. Festlegung von Exitstrate-
gien, Mittelfristplanung für Verkäufe) ermöglichen die
rechtzeitige Reaktion auf wirtschaftliche und politische
Ereignisse. Einem allfälligen Transferrisiko beugt
CA Immo durch gezielte Rückführung liquider Mittel aus
bonitätsschwachen Investmentmärkten vor. Ein aktives
Portfoliomanagement soll Konzentrationsrisiken vorbeu-
gen und eine ausgewogene Portfoliostruktur erhalten. CA
Immo ist derzeit in Deutschland, Österreich und ausge-
wählten CEE Märkten tätig. Mit einem Anteil von 55%
des Gesamtportfolios ist Deutschland aktuell größter Ein-
zelmarkt von CA Immo. Die regionale Portfoliozielvertei-
lung sieht eine mittelfristige Erhöhung des Deutschland
Anteils auf 60-65% vor. CA Immo ist Teil des EPRA De-
veloped Europe Index, der die Kapitalmarktpositionie-
rung und das Gesamtrating unterstützt. Hierfür wird ein
aggregierter EBITDA-Beitrag von Deutschland, Österreich
und Polen von über 50% angestrebt. Zugunsten einer kri-
tischen Marktrelevanz soll pro Kernstadt ein Immobilien-
vermögen von ca. 500
Mio. € gehalten werden. In Punkto
Assetklassen konzentriert sich CA Immo auf moderne
und qualitativ hochwertige Büroimmobilien mit Schwer-
punkt in innerstädtischen Top-Lagen. Im Geschäftsfeld
Development werden auch Grundstücksentwicklungen
und Bauprojekte mit anderen Nutzungsarten (z.B. Woh-
nen, Hotel) realisiert, die in der Regel nach erfolgreicher
Entwicklung oder Fertigstellung veräußert werden.
Für Einzelinvestments definiert CA Immo das Konzent-
rationsrisiko aktuell mit einem Grenzwert von 5% des
Gesamtportfolios. Zum Bilanzstichtag fällt lediglich das
Bürogebäude Skygarden in München in diese Kategorie.
Insgesamt zeigt das Portfolio ein hohes Maß an Diversifi-
kation: Die Top 10 Assets der Gruppe repräsentieren we-
niger als 30% des Gesamtportfolios. Das Konzentrations-
risiko in Bezug auf Einzelmieter ist ebenfalls überschau-
bar: Per 31. Dezember 2020 werden rund 21% der
Mieteinnahmen durch zehn Top-Mieter lukriert. Mit ei-
nem Anteil von rund 3% der Gesamtmieterlöse sind Pri-
cewaterhouseCoopers, gefolgt von Intercity Hotel GmbH
aktuell die größten Einzelmieter im Portfolio. Generell
sollen nicht mehr als 5% der gesamten Jahresmieteinnah-
men über einen längeren Zeitraum auf Einzelmieter ent-
fallen, wobei Mieter mit exzellenter Bonität (AAA/AA)
eine Ausnahme bilden können. Bei Single-Tenant-Gebäu-
den gilt: Derartige Szenarien sind zu vermeiden, es sei
denn, die Bonität des Mieters ist als ausgezeichnet
(AAA/AA) einzustufen. Als Single-Tenant-Szenario wer-
den Fälle definiert, in denen mehr als 75% der jährlichen
Mieteinnahmen (Einzelobjektebene) auf einen einzelnen
Mieter entfallen. Grundsätzlich dürfen die Mieteinnah-
men aus Single-Tenant-Gebäuden 20% der jährlichen Ge-
samtmieteinnahmen nicht übersteigen. Darüber hinaus
sollte die durchschnittliche Mietvertragsdauer bei Single-
Tenants mehr als 10 Jahre betragen.
CA Immo schafft durch eine umfassende Wertschöp-
fungskette von der Vermietung über die Verwaltung bis
hin zur Bebauung, Planung und Entwicklung von Anlage-
objekten mit starken in-house Kompetenzen nachhaltige
Werte. Dadurch werden funktionale (Performance-) Risi-
ken reduziert und Chancen entlang dieser Wertschöp-
fungskette maximiert (Developer Profit). Allerdings ber-
gen Grundstücksreserven und Baurechtschaffungspro-
jekte durch ihre hohe Kapitalbindung ohne laufende Zu-
flüsse spezifische Risiken, bieten aber gleichzeitig durch
die Herbeiführung oder Verbesserung des Baurechtes er-
hebliches Chancenpotenzial auf Wertsteigerungen. Durch
den Verkauf nicht-strategischer Grundstücksreserven
werden die Risiken regelmäßig reduziert. Auf den verblei-
benden Flächen wird die Baurechtschaffung mit eigenen
Kapazitäten zügig vorangetrieben. Insgesamt strebt CA
Immo ein ausgewogenes Portfolio an; auf Basis von Bi-
lanzwerten bedeutet das rund 85% ertragsstarke Immobi-
lien und rund 15% Entwicklungsprojekte in Realisierung
inklusive Landbank Reserven.
Sonstige Risikokonzentrationen, die sich aus Faktoren
wie z. B. dem Bestand mehrerer Objekte mit einem Markt-
wert von mehr als 100 Mio. € in derselben Stadt, dem
Branchenmix der Mieter, der Identität von Vertragspart-
nern bzw. Lieferanten oder Kreditgebern etc. ergeben und
quantitativ nicht effektiv gemessen bzw. eingegrenzt wer-
den können, unterliegen einer entsprechenden regelmäßi-
gen Überprüfung.
Die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Län-
dern, in denen CA Immo tätig ist, hat auch eine wesentli-
che Auswirkung auf Vermietungsgrade und Mietausfälle.
Ist die Gruppe nicht in der Lage, auslaufende Mietver-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
76
träge zu vorteilhaften Konditionen zu verlängern und ge-
eignete kreditwürdige Mieter zu finden bzw. langfristig
an sich zu binden, beeinträchtigt dies die Ertragskraft und
den Marktwert der betroffenen Immobilien. Die Bonität
eines Mieters, insbesondere während eines wirtschaftli-
chen Abschwungs, kann kurz- oder mittelfristig sinken,
was die Mieteinnahmen beeinflussen kann. In kritischen
Situationen kann sich die Gruppe zu Mietsenkungen ent-
schließen, um einen akzeptablen Vermietungsgrad auf-
rechtzuerhalten. Durch gezieltes Monitoring und proak-
tive Maßnahmen (z. B. Forderung von Sicherheitsleistun-
gen, Prüfung der Mieter auf Bonität und Reputation) hat
sich das Mietausfallsrisiko in der Gruppe trotz der nega-
tiven Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf einzelne
Mieter auf einem niedrigen Niveau gehalten. Aufgrund
der noch nicht final einschätzbaren wirtschaftlichen Aus-
wirkungen der Covid-19-Pandemie sind weitere Einbußen
an Mieteinnahmen nicht auszuschließen. Sämtliche of-
fene Forderungen werden quartalsweise bewertet und
entsprechend ihres Risikogehalts wertberichtigt. Das Aus-
fallsrisiko wurde im Ansatz des Immobilienwertes ausrei-
chend berücksichtigt. Viele Mietverträge der Gruppe be-
inhalten Wertsicherungsklauseln, zumeist unter Bezug-
nahme auf den länderspezifischen Verbraucherpreisin-
dex. Daher ist die Höhe der Erträge aus derartigen Miet-
verträgen sowie bei Neuvermietung stark von der Inflati-
onsentwicklung abhängig (Wertsicherungsrisiko).
Im Vermietungsmarkt ist der Wettbewerb um namhafte
Mieter intensiv; in vielen Märkten stehen die Mieten un-
ter Druck. Um gegenüber Mietern attraktiv zu bleiben,
könnte CA Immo gezwungen sein, niedrigere Mietpreise
zu akzeptieren. Zudem können Fehleinschätzungen über
die Attraktivität eines Standortes oder die mögliche Nut-
zung eine Vermietung erschweren oder die gewünschten
Mietkonditionen stark beeinträchtigen.
Zum Portfolio der Gruppe gehören in geringem Ausmaß
auch Sonder-Asset-Klassen wie Shopping-Center und Ho-
tels, deren Betrieb mit besonderen Risiken verbunden ist.
Ein schlechtes Center- oder Unternehmensmanagement
der Mieter, sinkende Besucherzahlen und die zuneh-
mende Mitbewerbersituation können zu sinkenden Miet-
preisen bzw. zum Verlust wichtiger Mieter und damit zu
Mieteinbußen und Problemen bei Neuvermietungen füh-
ren. Obwohl CA Immo keine Hotels selbst betreibt, ist die
Ertragslage der Gruppe von der Qualität des externen Ho-
telmanagements und der Entwicklung der Hotelmärkte
abhängig. Nicht zuletzt sind hier die zuvor erwähnten ne-
gativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bedingten
behördlich angeordneten Lockdowns anzuführen, die ins-
besondere Hotelbetreiber als auch den Einzelhandel stark
in Mitleidenschaft ziehen.
Risiken aus dem Geschäftsfeld Projektentwicklung
Bei Immobilienentwicklungsprojekten entstehen in der
Anfangsphase typischerweise ausschließlich Kosten. Er-
träge werden erst in späteren Projektphasen erzielt. Ent-
wicklungsprojekte können oftmals mit Kostenüberschrei-
tungen und Verzögerungen der Fertigstellung verbunden
sein, die häufig durch Faktoren verursacht werden, die
außerhalb der Kontrolle von CA Immo liegen. Dies kann
den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Projekte beeinträch-
tigen und zu Vertragsstrafen oder Schadenersatzforde-
rungen führen. Finden sich keine geeigneten Mieter, kann
dies zu einem Leerstand nach Fertigstellung führen.
CA Immo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um
solche Risiken weitgehend zu beherrschen (Kostenkon-
trollen, Abweichungsanalysen, Mehrjahres-Liquiditäts-
planung etc.). Projekte werden mit wenigen Ausnahmen
erst nach Vorliegen einer entsprechenden Vorvermie-
tungsquote gestartet, die den zukünftigen Kapitaldienst
durch Mieteinnahmen decken kann. Eine Ausnahme wird
nur in besonderen Konstellationen der Projekt- und/oder
Marktsituation (z. B. extreme regionale Knappheit an ver-
mietbaren Flächen mit absehbar steigenden Mieten und
geringem Vermietungsrisiko während der Projektphase)
gemacht und bedarf bei Einholung der Projektgenehmi-
gung einer expliziten Prüfung.
Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft er-
geben sich für CA Immo Risiken sowohl hinsichtlich der
(rechtzeitigen) Verfügbarkeit von Bauleistungen als auch
hinsichtlich der Baupreise. Dies ist mittlerweile nicht nur
in Deutschland – als Kernmarkt für Projektentwicklungen
– sondern in sämtlichen Kernregionen von CA Immo spür-
bar. Trotz eingepreister Projektreserven ist nicht auszu-
schließen, dass ein weiterer Anstieg der Baukosten Risi-
ken für die Budgeteinhaltung und den Gesamtprojekter-
folg bedeuten könnte. Zudem besteht – trotz defensiver
Projektkalkulation – die Gefahr, dass sich die aktuellen
Immobilienrenditen ändern und den angestrebten Projekt-
gewinn (Developer Profit) schmälern. CA Immo setzt da-
her auch im Bereich Development verstärkt auf entspre-
chende Markt- und Kostenanalysen. Die aktuell in Umset-
zung befindlichen Projekte bewegen sich überwiegend im
Zeit- und Kostenrahmen der genehmigten Projektbudgets
und werden hinsichtlich des Kostenrisikos laufend evalu-
iert.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
277
Risiken aus getätigten Verkäufen
Aus getätigten Verkäufen können sich Risiken aus ver-
traglichen Vereinbarungen und Zusicherungen ergeben,
die auf eine Garantie bestimmter Mietzahlungsströme ab-
stellen oder die vereinbarten bzw. vereinnahmten Kauf-
preise nachträglich mindern könnten. Für bekannte Er-
tragsrisiken aus getätigten Verkäufen wurde in ausrei-
chender Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen und ein all-
fälliges Liquiditätsrisiko in der Liquiditätsplanung be-
rücksichtigt. Vertragliche Verpflichtungen in Form nach-
laufender Kosten (z. B. Restbauleistungen) werden in ent-
sprechenden Projektkostenschätzungen erfasst.
Umwelt- und Klimarisiken
Umwelt- und Sicherheitsvorschriften umfassen effektive
wie auch latente Verpflichtungen, kontaminierte Liegen-
schaften zu sanieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften
kann mit erheblichen Investitions- und anderen Kosten
verbunden sein. Diese Verpflichtungen könnten sich auf
Immobilien beziehen, die gegenwärtig oder auch in der
Vergangenheit im Eigentum von CA Immo stehen bzw.
standen oder von ihr bewirtschaftet bzw. entwickelt wer-
den oder wurden. Insbesondere betrifft dies die Kontami-
nierung mit bislang unentdeckten schädlichen Materia-
lien oder Schadstoffen, Kriegsmaterial bzw. sonstige Um-
weltrisiken wie z. B. Bodenverunreinigungen etc. Manche
Vorschriften sanktionieren die Abgabe von Emissionen in
Luft, Boden und Wasser, die die Grundlage einer Haftung
von CA Immo gegenüber Dritten bilden und die Veräuße-
rung, Vermietung bzw. Mieterträge der betroffenen Immo-
bilie erheblich beeinflussen können. Auch Naturkatastro-
phen und extreme Wettereinwirkungen können erhebli-
che Schäden an Immobilien verursachen. Grundsätzlich
sind versicherbare Risiken im üblichen Umfang versi-
chert (z. B. All-Risk-Versicherung für Entwicklungspro-
jekte). Sollte für derartige Schäden jedoch keine ausrei-
chende Versicherungsdeckung bestehen, könnte dies
nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen. Zur Risiko-
minimierung bezieht CA Immo vor jedem Kauf auch
diese Aspekte in ihre Due Diligence Prüfung ein. Vom
Verkäufer werden entsprechende Garantieerklärungen
verlangt. Wo möglich, setzt die CA Immo Gruppe umwelt-
verträgliche Materialien und energiesparende Technolo-
gien ein. Dem ökologischen Vorsorgeprinzip trägt
CA Immo Rechnung, indem Projektentwicklungen sowie
(Re-)Developments ausschließlich unter der Maßgabe ei-
ner Zertifizierungsfähigkeit durchgeführt werden.
Als verantwortungsbewusster Akteur in der euro-
päischen Immobilienbranche unterstützt CA Immo
die Klimaziele der Vereinten Nationen und den damit
verbundenen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nach-
haltigen Wirtschaft voll und ganz. Um die damit verbun-
denen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen und ihre
langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, verankert
CA Immo entsprechende Maßnahmen, Prozesse und Ziele
in ihrer strategischen Ausrichtung (z. B. Nachhaltigkeits-
zertifizierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung / ESG Re-
porting, Green Financing).
ALLGEMEINE GESCHÄFTSRISIKEN
Betriebs- und Organisationsrisiken
Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der
CA Immo Gruppe können zu unerwarteten Verlusten füh-
ren oder sich in einem zusätzlichen Aufwand nieder-
schlagen. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in
EDV- und anderen Informationssystemen, auf menschli-
chem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen
Kontrollverfahren basieren. Fehlerhafte Programmabläufe
sowie automatisierte EDV- und Informationssysteme, die
in Art und Umfang nicht dem Geschäftsvolumen Rech-
nung tragen oder für Cyberkriminalität angreifbar sind,
bergen ein erhebliches Betriebsrisiko. Zu den menschli-
chen Risikofaktoren zählen mangelndes Verständnis für
die Unternehmensstrategie, mangelnde innerbetriebliche
Risikokontrollen (insbesondere Geschäftsablaufkontrol-
len), zu hohe Entscheidungskompetenzen auf individuel-
ler Ebene, die zu unbedachten Handlungen führen kön-
nen, oder zu viele Entscheidungsinstanzen, die eine fle-
xible Reaktion auf Marktänderungen verhindern. Aufga-
ben der Immobilienverwaltung sowie sonstige Verwal-
tungsaufgaben werden zum Teil auf externe Dritte ausge-
lagert. Es ist möglich, dass im Zuge der Übertragung der
Verwaltungsaufgaben Know-how über die verwalteten
Liegenschaften und Verwaltungsprozesse verloren geht
oder CA Immo außerstande ist, geeignete Dienstleister im
erforderlichen Zeitrahmen zu identifizieren und vertrag-
lich zu binden.
Das Know-how eines Unternehmens und seiner Mitar-
beiter stellt einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor dar
und ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wett-
bewerb. Die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüssel-
funktionen stellt daher eine akute Gefahr von Know-how-
Verlust dar, der zumeist nur unter hohem Einsatz an Un-
ternehmensressourcen (Geld, Zeit, Rekrutierung von
neuem Personal) kompensiert werden kann. Diesen Risi-
kofaktoren begegnet CA Immo durch unterschiedliche
Maßnahmen: Bei Unternehmensfusionen wird auf struk-
turierte Prozesse zur Organisationsintegration geachtet.
Die Ablauforganisation (System-/Prozessintegration) ist
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
2
78
klar verankert; es werden kontinuierliche Aktivitäten zur
nachhaltigen Umsetzung operativer Abläufe gesetzt. Die
Konzernstruktur wird regelmäßig hinterfragt und geprüft,
ob die vorgegebenen Strukturen der Unternehmensgröße
Rechnung tragen. Personellen Know-how-Risiken, die
durch Kündigung von zentralen Wissensträgern auftreten
können, beugt CA Immo durch regelmäßigen Know-how-
Transfer (Schulungen) bzw. Dokumentation des Know-
hows (Handbücher etc.) sowie eine möglichst voraus-
schauende Personalplanung vor.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihrer ge-
wöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl auf Kläger- als
auch auf Beklagtenseite in Rechtsstreitigkeiten involviert.
Diese werden in unterschiedlichen Jurisdiktionen ge-
führt. Das jeweils anwendbare Verfahrensrecht, die unter-
schiedlich ausgeprägte Effizienz der zuständigen Gerichte
und die Komplexität der Streitgegenstände können ver-
einzelt eine beträchtliche Verfahrensdauer oder andere
Verzögerungen bedingen. CA Immo geht davon aus, aus-
reichende bilanzielle Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten ge-
troffen zu haben. Aktuell sind keine Gerichts- oder
Schiedsverfahren anhängig oder drohend, die existenzi-
elle Risiken bergen.
Im Frühjahr 2020 hat CA Immo gegen die Republik Ös-
terreich und das Land Kärnten eine Schadenersatzklage
aufgrund rechtswidriger und schuldhaft parteilicher Be-
einflussung des Bestbieterverfahrens im Rahmen der Pri-
vatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften 2004
(„BUWOG“) und des unrechtmäßigen Nichtzuschlags ein-
gebracht. Die Anfang Dezember 2020 verkündeten erstin-
stanzlichen (allerdings noch nicht rechtskräftigen) Straf-
urteile gegen die Angeklagten Ex-Bundesfinanzminister
Grasser et al. bestätigten, dass im Zusammenhang mit
dem BUWOG-Privatisierungsverfahren rechtswidrige und
parteiliche Handlungen gesetzt wurden. Das Strafgericht
hat CA Immo mit den geltend gemachten Privatbeteilig-
tenansprüchen gegen die Beklagten auf Schadenersatz
von 1,9 Mrd. € auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Eine
vertiefende Einschätzung der konkreten Auswirkungen
des strafrechtlichen Verfahrens auf die anhängigen Scha-
denersatzverfahren ist erst nach schriftlicher Urteilsaus-
fertigung und in der Folge nach Abschluss sämtlicher all-
fälliger Rechtsmittelverfahren mit einem rechtskräftigen
strafrechtlichen Urteil möglich. Ein Strafurteil hat pro-
zessual keine Bindungswirkung für die geltend gemach-
ten zivilrechtlichen Schadenersatzansprüche gegen die
Republik Österreich und das Land Kärnten. Für das Scha-
denersatzverfahren wurde bis dato vorsorglich eine Rück-
stellung in Höhe von rund 25 Mio. € für Gerichtsgebüh-
ren gebildet.
Die Veränderung von Rechtsnormen, Rechtsprechung
oder der Verwaltungspraxis und deren Auswirkung auf
die wirtschaftlichen Ergebnisse sind unvorhersehbar und
können gegebenenfalls negative Auswirkungen auf die
Wertentwicklung von Immobilien oder die Kostenstruk-
tur der CA Immo Gruppe haben. Derartigen Rechtsrisiken
steuert CA Immo durch zahlreiche Maßnahmen proaktiv
entgegen. Dazu zählen die regelmäßige Bewertung von
historischen und bestehenden Rechtsrisiken, die laufende
Überwachung von Gesetzesänderungen bzw. Änderungen
in der Rechtssprechung, die Implementierung von Les-
sons Learned in unsere Geschäftsprozesse, sowie kontinu-
ierliche Informations- und Schulungsmaßnahmen.
Organisiertes Verbrechen, insbesondere Betrug und Er-
pressung, ist ein allgemeines Risiko von geschäftlichen
Aktivitäten. Viele Staaten unterliegen weiterhin erhebli-
chen Schwächen bei der Bekämpfung von Korruption.
Derartige illegale Aktivitäten können zu erheblichen fi-
nanziellen Nachteilen und Imageverlusten führen. Dem
Korruptionsrisiko wird durch den Code of Conduct
(„Zero Tolerance“) und der damit im Zusammenhang ste-
henden Geschenke- und Spenden-Richtlinie Rechnung
getragen. Mitarbeiter sind dazu angehalten, jeden Ver-
dachtsmoment intern zu melden. Darüber hinaus besteht
für Mitarbeiter sowie externe Dritte bei Verdacht eines
Fehlverhaltens die Möglichkeit, diesen anonym über das
von CA Immo eingerichtete elektronische Hinweisgeber-
system (Hinweisgebersystem (caimmo.com)) zu melden.
Über getroffene Maßnahmen zur Bekämpfung von Kor-
ruption wird der Aufsichtsrat zumindest einmal jährlich
informiert. Die Prüfung korruptionsrelevanter Sachver-
halte erfolgt auf Basis des vom Prüfungsausschuss verab-
schiedeten Revisionsplans oder aufgrund von Sonderprü-
fungsaufträgen des Vorstands, Prüfungsausschusses oder
Gesamtaufsichtsrats. Sämtliche operativ tätigen Konzern-
gesellschaften werden in regelmäßigem Turnus auf Kor-
ruptionsrisiken überprüft.
Steuerliche Risiken
Alle Gesellschaften unterliegen grundsätzlich sowohl
hinsichtlich der laufenden Erträge als auch der Veräuße-
rungsgewinne der Ertragsteuer im jeweiligen Land. Im
Zusammenhang mit der Höhe der zu bildenden Steuer-
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
27
9
rückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidun-
gen zu treffen. Außerdem ist zu bestimmen, in welchem
Ausmaß aktive latente Steuern anzusetzen sind.
Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen sind bei
Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ganz oder teil-
weise von der Ertragsteuer befreit. Auch wenn die Ab-
sicht besteht, die Voraussetzungen zu erfüllen, werden
dennoch für das Immobilienvermögen passive latente
Steuern in vollem Ausmaß gemäß IAS 12 angesetzt.
Wesentliche Annahmen sind zudem darüber zu treffen,
inwieweit abzugsfähige temporäre Differenzen und Ver-
lustvorträge in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne
verrechnet und damit aktive latente Steuern angesetzt
werden können. Unsicherheiten bestehen dabei über
Höhe und Zeitpunkt künftiger Einkünfte sowie über die
Auslegung komplexer Steuervorschriften. Bei Unsicher-
heiten der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäfts-
fällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige
Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behand-
lung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird
oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die
CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei
Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten einge-
stuften Betrag. Diese Unsicherheiten und Komplexitäten
können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen we-
sentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahr-
scheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten
Verpflichtungen sind.
Die CA Immo Gruppe hält einen wesentlichen Teil ihres
Immobilienportfolios in Deutschland, wo zahlreiche kom-
plexe Steuervorschriften zu beachten sind. Dazu zählen
insbesondere (i) Vorschriften zur Übertragung von stillen
Reserven auf andere Vermögenswerte, (ii) gesetzliche Vor-
gaben zur Grunderwerbsteuerbelastung bzw. zum mögli-
chem Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbaren und
unmittelbaren Gesellschafterwechseln bei deutschen Per-
sonengesellschaften und Kapitalgesellschaften oder (iii)
der Abzug von Vorsteuern auf Baukosten bei Entwick-
lungsprojekten. Die CA Immo Gruppe unternimmt alle
Schritte, um sämtliche steuerlichen Bestimmungen einzu-
halten. Nichtsdestotrotz gibt es Umstände – auch außer-
halb des Einflussbereichs der CA Immo Gruppe – wie
z.
B. Änderungen in der Beteiligungsstruktur, Gesetzesän-
derungen oder Interpretationsänderungen seit
ens der
Steuerbehörden und Gerichte, die dazu führen können,
dass die zuvor genannten Steuerthemen anders
als zuvor
behandelt werden müssen und daher Einfluss auf den
A
nsatz von Steuern im Konzernabschluss haben können.
Partnerrisiken
CA Immo realisiert einige Projektentwicklungen in Joint
Ventures und ist teils von Partnern bzw. deren Zahlungs-
und Leistungsfähigkeit abhängig. Die Gruppe ist überdies
dem Kreditrisiko ihrer Gegenparteien ausgesetzt. Abhän-
gig von der jeweiligen Vereinbarung könnte CA Immo
auch mit ihren Co-Investoren solidarisch für Kosten,
Steuern oder sonstige Ansprüche Dritter haften und bei
einem Ausfall ihrer Co-Investoren deren Kreditrisiko oder
deren Anteil an Kosten, Steuern oder sonstige Haftungen
tragen müssen.
FINANZRISIKEN
Liquiditäts-, Veranlagungs-, Refinanzierungsrisiko
Die (Re-)Finanzierung am Finanz- und Kapitalmarkt
stellt für Immobiliengesellschaften eine der wichtigsten
Maßnahmen dar. CA Immo benötigt Fremdkapital insbe-
sondere zur Refinanzierung bestehender Kredite sowie
zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Akquisi-
tionen. Im Ergebnis ist sie daher von der Bereitschaft von
Banken und des Kapitalmarktes abhängig, zusätzliches
Fremdkapital zur Verfügung zu stellen oder vorhandene
Finanzierungen zu vertretbaren Konditionen zu prolon-
gieren. Die Marktbedingungen für Liegenschaftsfinanzie-
rungen ändern sich ständig. Die Attraktivität von Finan-
zierungsvarianten hängt von einer Reihe von Faktoren ab,
die nicht alle von der Gruppe beeinflusst werden können
(Marktzinsen, geforderte Sicherheiten etc.). Dies kann die
Fähigkeit der Gruppe erheblich beeinträchtigen, den Fer-
tigstellungsgrad ihres Entwicklungsportfolios zu erhöhen,
in geeignete Akquisitionsprojekte zu investieren oder ih-
ren Verpflichtungen aus Finanzierungsverträgen nachzu-
kommen.
Aus heutiger Sicht verfügt die CA Immo Gruppe über
ausreichend hohe Liquidität. Dennoch sind Restriktionen
auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften zu berücksich-
tigen, da der Zugriff auf liquide Mittel aufgrund von Obli-
gierungen bei laufenden Projekten eingeschränkt ist oder
vereinzelt Liquiditätsbedarf zur geforderten Stabilisierung
von Krediten besteht. Darüber hinaus besteht die Gefahr,
dass geplante Verkaufsaktivitäten nicht oder nur verzö-
gert oder unter den Preiserwartungen realisierbar sind.
Weitere Risiken bergen unvorhergesehene Nachschuss-
verpflichtungen bei Projektfinanzierungen sowie bei
Covenant-Verletzungen im Bereich von Objektfinanzie-
rungen oder den von CA Immo begebenen Unterneh-
mensanleihen bzw. Wandelschuldverschreibungen. Bei
Verletzung dieser Auflagen oder im Verzugsfall wären die
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
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80
jeweiligen Vertragspartner berechtigt, Finanzierungen fäl-
lig zu stellen und deren sofortige Rückzahlung zu for-
dern. Dies könnte die Gruppe dazu zwingen, Immobilien
verkaufen oder Refinanzierungen zu ungünstigen Kondi-
tionen abschließen zu müssen.
CA Immo verfügt über fluktuierende Bestände liquider
Mittel, die sie nach den jeweiligen operativen und strate-
gischen Erfordernissen und Zielen veranlagt. Um das seit
Dezember 2015 bestehende Investment Grade – Long
Term Issuer Rating Baa2 von Moody’s beizubehalten, be-
darf es zudem einer adäquaten Eigenkapitalausstattung.
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo mit dem
kontinuierlichen Monitoring der Covenant-Vereinbarun-
gen sowie einer ausgeprägten Liquiditätsplanung und -si-
cherung. Berücksichtigt werden dabei auch die finanziel-
len Auswirkungen aus den strategischen Zielen. Zudem
sichert sich die Gruppe zur Aussteuerung von Liquidi-
tätsspitzen eine revolvierend ausnutzbare Kontokorrentli-
nie auf Ebene der Konzernmutter. Damit wird konzern-
weit sichergestellt, dass auch ein unvorhergesehener Li-
quiditätsbedarf bedient werden kann. Dem Anlagehori-
zont für Immobilien entsprechend, werden Kredite
grundsätzlich langfristig abgeschlossen. Als Grundregel
gilt, dass vor Abschluss von verbindlichen Verträgen im
Zusammenhang mit Immobilienankäufen eine entspre-
chende Finanzierung (z. B. Kredit, Anleihe) gewährleistet
sein muss. Als Alternative und Ergänzung zu den bisheri-
gen (Eigen-) Kapitalbeschaffungsquellen wurden in der
Vergangenheit auf Projektebene auch Kapitalpartnerschaf-
ten (Joint Ventures) eingegangen.
Trotz sorgfältiger Planung ist ein Liquiditätsrisiko auf-
grund nicht durchführbarer Mittelabrufe insbesondere bei
Joint-Venture-Partnern dennoch nicht auszuschließen.
Zudem weist CA Immo Deutschland eine bei Projektent-
wicklungen zwar typische, jedoch hohe Kapitalbindung
aus. Die Finanzierung sämtlicher bereits in Bau befindli-
cher Projekte ist jedenfalls gesichert. Zusätzlicher Finan-
zierungsbedarf besteht bei neu zu startenden Projekten.
Zinsänderungsrisiko
Marktbedingte Schwankungen des Zinsniveaus wirken
sich sowohl auf die Höhe des Finanzierungssatzes als
auch auf den Marktwert der abgeschlossenen Zinsabsi-
cherungsgeschäfte aus. CA Immo setzt bei Finanzierun-
gen auf die Inanspruchnahme von in- und ausländischen
Banken sowie die Begebung von Unternehmensanleihen
und achtet auf eine Mischung aus langfristigen Zinsbin-
dungen sowie variabel verzinsten Krediten. Um sich ge-
gen drohende Zinsänderungen und die damit verbunde-
nen Schwankungen ihrer Finanzierungskosten abzusi-
chern, werden bei variabel verzinsten Krediten verstärkt
derivative Finanzinstrumente (Zinscaps, Zinsswaps und
Zinsfloors) abgeschlossen. Solche Absicherungsgeschäfte
könnten sich allerdings als ineffizient oder ungeeignet für
die Zielerreichung herausstellen oder zu ergebniswirksa-
men Verlusten führen. Weiters könnte die Bewertung von
Derivaten negativen Einfluss auf das Ergebnis bzw. das
Eigenkapital haben. Das Ausmaß, in dem sich die Gruppe
derivativer Instrumente bedient, hängt von den Annah-
men und Markterwartungen in Bezug auf das zukünftige
Zinsniveau, insbesondere auf den 3-Monats-EURIBOR ab.
Erweisen sich diese Annahmen als unrichtig, kann dies
zu einem beträchtlichen Anstieg des Zinsaufwandes füh-
ren. Ein permanentes Monitoring des Zinsänderungsrisi-
kos ist daher unumgänglich. Risiken, die für CA Immo
eine wesentliche und nachhaltige Gefährdung darstellen,
sind derzeit nicht gegeben. Zudem finanziert sich
CA Immo zunehmend über den Kapitalmarkt. Aktuell
entfallen 94% des gesamten Finanzierungsvolumens auf
fix verzinste (u. a. in Form von Unternehmensanleihen)
oder durch Derivate abgesicherte Finanzierungen. Durch
die kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruk-
tur konnten in den letzten Jahren neben einer Reduktion
der durchschnittlichen Fremdkapitalkosten auch eine
Verbesserung des Laufzeitenprofils sowie eine Erhöhung
des Anteils zinsgesicherter Finanzverbindlichkeiten er-
reicht werden. Darüber hinaus wurde der Pool an unbe-
lasteten Vermögenswerten – ein wesentliches Kriterium
für das Investment Grade Rating der Gesellschaft – erhöht
und das Rating von CA Immo untermauert. Das Finanz-
profil wurde damit in seiner Robustheit weiter gestärkt.
Währungsrisiken
CA Immo ist in einigen Märkten außerhalb der Eurozone
aktiv und daher unterschiedlichen Währungsrisiken aus-
gesetzt. Soweit Mietvorschreibungen in diesen Märkten
in anderer Währung als in Euro erfolgen und zeitlich
nicht vollständig an aktuelle Wechselkurse angepasst
werden, können Kursänderungen eine Verringerung der
Zahlungseingänge nach sich ziehen. Soweit Aufwendun-
gen und Investitionen nicht in Euro erfolgen, können
Wechselkursschwankungen die Zahlungsfähigkeit von
Konzerngesellschaften beeinträchtigen und die Ergeb-
nisse bzw. die Ertragslage der Gruppe belasten.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN BEILAGE 2
281
Einem allfälligen Risiko begegnet CA Immo, indem
Fremdwährungszuflüsse im Regelfall durch die Bindung
der Mieten an den Euro abgesichert werden, sodass aktu-
ell kein wesentliches direktes Risiko besteht.
Ein indirektes Währungsrisiko besteht durch die Aus-
wirkung der Bindung der Mieten auf die wirtschaftliche
Bonität der Mieter, die zu Zahlungsengpässen bis hin zu
Mietausfällen führen könnte. Zahlungseingänge erfolgen
jedoch überwiegend in lokaler Währung, weshalb die vor-
handene freie Liquidität (Mieteingang abzüglich betriebs-
notwendiger Kosten) unmittelbar nach Eingang in Euro
konvertiert wird. Dieser Prozess wird kontinuierlich vom
zuständigen Länderverantwortlichen überwacht. Ein
Währungsrisiko auf der Passivseite besteht nicht. Die Ab-
sicherung von Währungsrisiken aus Bauprojekten erfolgt
nach Bedarf und Einzelfall. Dabei wird auf die Auftrags-
und Mietvertragswährung, die erwartete Wechselkursent-
wicklung sowie den Kalkulationskurs abgestellt.
Wien, 24.3.2021
D
er Vorstand
Andreas Quint
(V
orstandsvorsitzender)
Dr. Andreas Schillhofer
(Mitglied des Vorstandes)
Keegan Viscius
(Mitglied des Vorstandes)
Wien, 24.3.2021
Der Vorstand
Andreas Quint
(Vorstandsvorsitzender)
Dr. Andreas Schillhofer
(Mitglied des Vorstandes)
Keegan Viscius
(Mitglied des Vorstandes)
2
82
2
83
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag en-
dende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage der Gesellschaft
für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtli-
chen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-
VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze
erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vor-
schriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresab-
schlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Über-
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben
unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am
bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im
Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Titel Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Risiko Im Jahresabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2020
sind Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 2.938.724) sowie Ausleihungen an ver-
bundene Unternehmen (TEUR 538.240) in wesentlichem Umfang ausgewiesen. Darüber hin-
aus sind Abschreibungen auf Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in
Höhe von TEUR 3.239 sowie Zuschreibungen zu diesen in Höhe von TEUR 3.397 im Jahres-
abschluss erfasst.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
*)
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
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Für sämtliche Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen wird ein Werthal-
tigkeitstest durchgeführt. Im Rahmen dieses Werthaltigkeitstests sind wesentliche Annahmen
und Schätzungen zu treffen.
Da es sich bei den verbundenen Unternehmen vor allem um Immobiliengesellschaften han-
delt, basiert der Werthaltigkeitstest auf einer vereinfachten Unternehmensbewertung, deren
wesentliche Basis die von externen, unabhängigen Sachverständigen erstellten Immobilien-
gutachten oder vertraglich vereinbarte Kaufpreise sind. Das wesentliche Risiko
besteht bei den Immobiliengutachten in der Festlegung von Annahmen und Schätzungen
wie Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz und erzielbare Mieteinnahmen sowie bei Immobi-
lien in Entwicklung in der Festlegung ausstehender Bau-/Entwicklungskosten und des Deve-
lopmentgewinnes. Eine geringfügige Änderung dieser Annahmen und Schätzungen kann ei-
nen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene
Unternehmen haben.
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unterneh-
men sind im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 in Abschnitt "1 – Finanzanlagen", in
Abschnitt "10 a) – Finanzanlagen" sowie in "Anlage 2 – Angaben zu Beteiligungsunterneh-
men" enthalten.
Adressierung im
Rahmen der Ab-
schlussprüfung
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Einschätzungen des Mana-
gements und der externen Sachverständigen kritisch hinterfragt und dabei unter Beiziehung
unserer internen Immobilienbewertungsspezialisten unter anderem die folgenden Prüfungs-
handlungen durchgeführt:
– Beurteilung der Ausgestaltung des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses der Beteiligungs-
bewertung
– Prüfung der angewandten Methodik sowie der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten
Unterlagen und Berechnungen zur Beteiligungsbewertung
– Beurteilung der Kompetenz, Fähigkeit und Objektivität der vom Management beauftragten
externen Sachverständigen
– Beurteilung der angewandten Methodik und der rechnerischen Richtigkeit ausgewählter
Immobiliengutachten sowie Plausibilisierung der zugrundeliegenden Annahmen (z.B. er-
zielbare Mieteinnahmen, Diskontierungs-/Kapitalisierungssatz, Nutzfläche, Leerstandsrate),
mittels Vergleichs mit Marktdaten soweit vorhanden
– Überprüfung ausgewählter Input-Daten laut Bewertungsgutachten mit den Daten der ent-
sprechenden Objektbuchführung bzw. zugrundeliegender Verträge
– Befragung des Projektmanagements zu ausgewählten Immobilien in Entwicklung hinsicht-
lich der Gründe für Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Istkosten und zur aktu-
ellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten; Un-
tersuchung der Kostenverbuchung auf diesen Projekten durch Einsichtnahme in die Pro-
jektunterlagen und stichprobenweisen Abgleich der erfassten Kosten mit den Rechnungen
sowie Evaluierung des daraus abgeleiteten Fertigstellungsgrades
2
85
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
alle Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebe-
richt und den Bestätigungsvermerk.
Den konsolidierten Corporate-Governance-Bericht haben wir vor dem Datum des Bestätigungsvermerks erhalten, die
übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden
dazu keine Art der Zusicherung geben.
In Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-
mationen zu lesen und zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresab-
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt
erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers er-
langten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstel-
lung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in die-
sem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Ver-
mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für
die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Ge-
sellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortfüh-
rung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder
die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative
dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentli-
chen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Ga-
rantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßi-
ger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche fal-
sche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entschei-
dungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ord-
nungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschluss-
prüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
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Darüber hinaus gilt:
– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlan-
gen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beab-
sichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
– Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungs-
handlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü-
fungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
– Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung
und damit zusammenhängende Angaben.
– Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fort-
führung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs-
nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die er-
hebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese An-
gaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur
Folge haben.
– Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass
ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche
Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderun-
gen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachver-
halte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - so-
fern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir
bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden
sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
öffentliche Interesse übersteigen würden.
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Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit
dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den öster-
reichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchge-
führt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, ent-
hält zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. August 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Okto-
ber 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an
den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und
dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt
haben.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK
2
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Alexander Wlasto.
Wien, am 24. März 2021
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. (FH) Isabelle Vollmer eh Mag. Alexander Wlasto eh
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
__________
*) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns be-
stätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und voll-
ständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu
beachten.
CA IMMOBILIEN ANLAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, WIEN
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Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die
zukünftige Entwicklung der CA Immobilien Anlagen AG und ihre
Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen und
Zielsetzungen dar, die von der Gesellschaft auf Basis aller zum
jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen
wurden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen
nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken
eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit
erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Bericht ist keine
Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der CA Immobilien
Anlagen AG verbunden.
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Medieninhaber (Verleger): CA Immobilien Anlagen AG,
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Text: Claudia Höbart, Susanne Steinböck, Christoph Thurnberger, Julian Wöhrle
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Gestaltung: WIEN NORD Werbeagentur
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Michael Schmitt
Produktion: 08/16
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Wir bitten um Verständnis dafür, dass bei der Textierung dieses Berichts gendergerechte Schreibweisen nicht berücksichtigt werden
konnten, um den durchgängigen Lesefluss in komplexen Wirtschaftsmaterien nicht zu gefährden.
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