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JAHRESFINANZBERICHT
2025
KONZERNABSCHLUSS FRAUENTHAL-GRUPPE 2025
4 KONZERNLAGEBERICHT
18 KONZERNABSCHLUSS
30 KONZERNANHANG
68 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
71 ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
72 BESTÄTIGUNGSVERMERK
JAHRESABSCHLUSS FRAUENTHAL HOLDING AG 2025
79 LAGEBERICHT
92 JAHRESABSCHLUSS
110 ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTETER
111 BESTÄTIGUNGSVERMERK
INHALTSVERZEICHNIS
KONZERNLAGEBERICHT
FRAUENTHAL HOLDING AG 2025
A. EINLEITUNG
Das vergangene Jahr stellte die Frauenthal-Gruppe vor große Herausforderungen. Ein bedeutsames Wirtschaftswachstum blieb auch
2025 aus. In der Division Frauenthal Automotive blieb die Marktentwicklung weiterhin volatil, und die anhaltende Rezession in der
Automobilindustrie veranlasste die Frauenthal-Gruppe, einen neuen strategischen Eigentümer für die gesamte Division Frauenthal
Automotive zu suchen. Der Verkauf aller Produktionsstandorte der Business Units Frauenthal Gnotec und Frauenthal Airtank an sechs
Standorten in vier europäischen Ländern, einem in China und einem in den USA erfolgte am 23. Dezember 2025.
Gemäß IFRS 5 wird die gesamte Division Frauenthal Automotive als aufgegebener Geschäftsbereich (Discontinued Operations)
berichtet. Die Erläuterungen im Risikobericht und im Ausblick beziehen sich entsprechend nur auf die fortzuführenden
Geschäftsbereiche. Auch die Daten der Vergleichsperiode sind um den aufgegebenen Geschäftsbereich bereinigt. Die fortzuführenden
Geschäftsbereiche sind die Division Frauenthal Handel, die Division Frauenthal Immobilien, die ab dem zweiten Halbjahr berichtet wird,
und die Division Holding und Sonstige.
Das Management hat sich nach dem Verkauf der Division Frauenthal Automotive dazu entschieden, den Fokus auf den strukturierten
Aufbau der Division Frauenthal Immobilien zu legen. Ab dem Geschäftsjahr 2025 wird der Immobilienbereich der Frauenthal-Gruppe
als eigenständiges Segment Division Frauenthal Immobilien berichtet – die Vorjahreswerte werden hierfür ebenso separat dargestellt
(2024 war dieses Segment im Segment Holdings und Sonstige enthalten). Die Division Frauenthal Immobilien soll mit einem klaren
Schwerpunkt auf Projektentwicklung und Bauträgertätigkeit aufgebaut werden.
Die Frauenthal-Gruppe hat einen gesonderten nicht finanziellen Bericht erstellt, bei dem die nicht finanziellen Leistungsindikatoren
berichtet werden.
DIE GRUPPE IM ÜBERBLICK
Die fortzuführenden Geschäftsbereiche der Frauenthal-Gruppe weisen einen Umsatz in Höhe von MEUR 790,4 auf und liegen damit
um MEUR -16,6 unter dem Vorjahresumsatz (-2,1 %).
Die fortzuführenden Geschäftsbereiche der Frauenthal-Gruppe erwirtschaften 2025 ein EBITDA
1
von MEUR 37,3 und liegen mit diesem
Ergebnis um MEUR 4,2 über dem Vorjahr (MEUR 7,2 über dem bereinigten EBITDA des fortzuführenden Geschäftsbereichs aus dem
Vorjahr, dies ist bereinigt um das Ergebnis aus dem Verkauf einer Immobilie in der Division Frauenthal Handel iHv MEUR 3,0).
Das EBIT
2
der fortzuführenden Geschäftsbereiche der Frauenthal-Gruppe beträgt 2025 MEUR 13,4 und liegt um MEUR 8,1 über dem
bereinigten EBIT des Vorjahresvergleichswerts in Höhe von MEUR 5,3 (das EBIT des Vorjahres wird um den Verkauf einer Immobilie
sowie die außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwerts in der Division Frauenthal Handel bereinigt).
Das Ergebnis nach Steuern liegt bei den fortzuführenden Geschäftsbereichen bei MEUR 5,3 und bei dem aufgegebenen
Geschäftsbereich bei MEUR -41,4. Gesamt ergibt sich ein Jahresergebnis der Frauenthal-Gruppe von MEUR -36,2, der darin enthaltene
Entkonsolidierungsaufwand beträgt MEUR -41,2.
Das Konzern-Eigenkapital sinkt von MEUR 164,5 um MEUR -26,5 auf MEUR 137,9, was einerseits mit MEUR -36,2 auf das negative
Jahresergebnis und andererseits auf das positive sonstige Gesamtergebnis (Auflösung Währungsausgleichsposten und
versicherungsmathematische Gewinne gemäß IAS 19) zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote von 35,0 % zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2024 steigt bedingt durch die gesunkene Bilanzsumme per 31. Dezember 2025 auf 40,3 %.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Im Geschäftsjahr 2025 sind die Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Automotive weiterhin mit einem herausfordernden
Geschäftsumfeld und einer angespannten Marktsituation konfrontiert.
1
EBITDA: Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
2
EBIT: Ergebnis vor Zinsen und Steuern; EBIT bereinigt: beinhaltet keinen Verkauf eines Grundstücks und keine außerplanmäßigen
Abschreibungen > siehe auch Punkt B. Ergebnisanalyse Tabelle Punkt (2)
4
Die Division Frauenthal Handel bietet ein breites Portfolio an Produkten und Lösungen für ihre Kunden im Sanitär-, Heizungs- und
Elektrogroßhandel an und ist maßgebend mit der österreichischen Bauwirtschaft verbunden. Nach dem deutlichen Rückgang im
Geschäftsjahr 2024 zeigt sich 2025 eine differenzierte Entwicklung: Während die Bauproduktion sich gegenüber 2024 leicht stabilisiert
(-0,8 %
3
gegenüber 2024), bleibt der Neubausektor weiterhin unter erheblichem Druck. Die Baugenehmigungen zeigen 2025 erstmals
seit Jahren wieder ein positives Vorzeichen, wenngleich das Niveau deutlich unter den Spitzenwerten von 2019 verharrt.
Die energetische Sanierung entwickelt sich nach dem überraschenden Stopp des Programms „Raus aus Öl und Gas" Ende 2024 in der
ersten Jahreshälfte 2025 zunächst noch positiv, da bereits genehmigte Förderungen abgearbeitet werden. Die neue Bundesregierung
präsentiert im November 2025 die „Sanierungsoffensive 2026", die mit einem Gesamtvolumen von MEUR 1.800 für den Zeitraum
2026 bis 2030 (jährlich MEUR 360) deutlich niedriger dotiert ist als die Vorgängerprogramme. Die maximale Förderquote wird von
75 % auf 30 % reduziert, was die Investitionsbereitschaft der Haushalte dämpfen dürfte.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Österreich zeigt sich 2025 fragil: Nach einem BIP-Rückgang von -0,9 % im Jahr 2024 sollte
für 2025 laut WIFO ein minimales Wachstum von +0,3 % erreicht werden. Die Zinswende der EZB bringt Entlastung – der Leitzins
sinkt von 4,5 % auf 2,0 %.
Der europäische Automobilmarkt zeigt im Jahr 2025 erstmals wieder leichte Wachstumsimpulse, bleibt jedoch insgesamt in einer
strukturell angespannten Situation. Die anhaltenden Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld sowie die weiterhin verhaltene
Dynamik im Bereich der Elektromobilität prägen unverändert das Marktgeschehen. Das Geschäftsjahr ist weiterhin von einem erhöhten
Zinsniveau, geopolitischen Spannungen, Zollbarrieren sowie einem intensiven Wettbewerbsumfeld, insbesondere durch Anbieter aus
Fernost, gekennzeichnet. Chinesische Hersteller bauen ihre Marktposition sowohl im Heimatmarkt als auch zunehmend in Europa
weiter aus.
Die Neuzulassungen im europäischen PKW-Markt steigen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % und zeigen damit eine
leichte Erholungstendenz. Auch in Deutschland ist mit einem Zuwachs von 1,4 % ein moderates Wachstum zu verzeichnen.
4
Trotz
dieser positiven Entwicklung bleibt das Marktniveau weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 und spiegelt damit
die nach wie vor bestehende strukturelle Schwäche des europäischen Automobilmarktes wider.
Die Nachfrage im Bereich der batteriebetriebenen Fahrzeuge (BEVs) zeigt sich im Jahresverlauf weiterhin volatil. Schwankende
Förderbedingungen, Preisentwicklungen sowie eine insgesamt zurückhaltende Investitions- und Konsumneigung führen zu einer
uneinheitlichen Marktdynamik und erschweren die Planbarkeit im Transformationsprozess zur Elektromobilität.
Im Nutzfahrzeugmarkt ist auch im Jahr 2025 ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Die Neuregistrierungen von LKWs liegen erneut
unter dem Vorjahresniveau. Die anhaltend schwache Investitionsbereitschaft im Transport- und Logistiksektor sowie das gedämpfte
wirtschaftliche Umfeld belasten die Nachfrage im Schwerlastsegment weiterhin spürbar.
Zusammenfassend ist das Geschäftsjahr 2025 für die Division Frauenthal Automotive trotz leichter Wachstumsimpulse im PKW-
Segment weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld geprägt, das durch strukturelle Anpassungsprozesse und eine insgesamt
verhaltene Nachfrage bestimmt wird.
DIVISION FRAUENTHAL AUTOMOTIVE: UMSATZ UND ERGEBNIS AUFGRUND DER KRISE IN DER
AUTOMOBILINDUSTRIE UNTER VORJAHRESNIVEAU
Das Geschäftsjahr 2025 ist insbesondere im ersten Halbjahr von erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit ungeklärten
Zollthematiken geprägt, die zu einer gedämpften Nachfrage auf Kundenseite führen. Die hohe Volatilität sowie die teilweise
reduzierten Abrufe seitens der Kunden belasten die Auslastung. Durch konsequentes Kostenmanagement sowie gezielte
Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Produktion können die negativen Effekte jedoch teilweise kompensiert werden.
Darüber hinaus liegt ein wesentlicher Schwerpunkt auf intensiven Verhandlungen mit Kunden mit dem Ziel, die Auswirkungen
niedrigerer Volumina zumindest teilweise durch Preisanpassungen auszugleichen.
Die Umsatzerlöse bleiben im Geschäftsjahr 2025 vor dem Hintergrund des weiterhin angespannten Marktumfelds im Vergleich zu
2024 weitgehend stabil. Das Ergebnis hingegen kann infolge der umgesetzten Effizienz- und Strukturmaßnahmen verbessert werden.
DIVISION FRAUENTHAL HANDEL: DIFFERENZIERTE MARKTENTWICKLUNG PRÄGT DAS GESCHÄFTSJAHR
Die Geschäftsentwicklung der Division Frauenthal Handel ist 2025 von der beginnenden Erholung bei der Wohnbaufinanzierung und
dem Abarbeiten genehmigter Förderprojekte beeinflusst. Die sinkenden Zinsen führen zu einer leichten Belebung, wenngleich der
Bereich Neubauten weiterhin deutlich unter Vorjahresniveau verharrt.
3
100
th
EUROCONSTRUCT Country Report, Winter 2025
4
https://www.acea.auto/pc-registrations/new-car-registrations-1-8-in-2025-battery-electric-17-4-market-share/
5
Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt sich eine differenzierte Entwicklung: Der Neubausektor bleibt aufgrund der schwierigen
Finanzierungsbedingungen der Vorjahre und aufgrund hoher Baukosten weiterhin unter Druck, zeigt aber im zweiten Halbjahr erste
Erholungstendenzen aufgrund verbesserter Finanzierungsbedingungen. Der Renovierungssektor profitiert bis Mitte 2025 vom
Abarbeiten bereits genehmigter Förderungen aus dem „Raus aus Öl und Gas“-Programm. Die im November 2025 gestartete
Registrierung für die „Sanierungsoffensive 2026" mit deutlich reduzierten Fördersätzen dämpft die Erwartungen für die kommenden
Jahre.
Nach einem EBITDA von MEUR 35,0 im Jahr 2024 kann für 2025 ein EBITDA von MEUR 39,2 erwirtschaftet werden. Diese Verbesserung
ist primär auf stringentes Kostenmanagement, die positive Entwicklung im ersten Halbjahr durch das Abarbeiten genehmigter
Förderprojekte sowie die beginnende Erholung des Immobilienmarkts aufgrund sinkender Zinsen zurückzuführen. Trotz dieser
Verbesserung bleibt das Ergebnis deutlich unter dem Spitzenwert von MEUR 47,0 aus dem Jahr 2023. Dieser Rückgang spiegelt die
strukturellen Herausforderungen des Marktes wider, insbesondere die Kombination aus gestiegenen Wareneinsatzkosten, höheren
Personal- und Infrastrukturkosten sowie dem anhaltenden Preisdruck im Markt.
Der Sanitär- und Heizungsmarkt ist weiterhin einem verschärften Verdrängungs- und Preiskampf ausgesetzt. Das hohe Insolvenzniveau
mit 6.810 Firmenpleiten im Jahr 2025 (2024: 6.587)
5
belastet die Branche zusätzlich, wobei die Bauwirtschaft zu den am stärksten
betroffenen Sektoren zählt. Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen kann die Division Frauenthal Handel ihre
Marktposition behaupten und in einigen Bereichen sogar ausbauen.
B. ERGEBNISANALYSE
Im Geschäftsjahr 2025 trennt sich die Frauenthal-Gruppe von der gesamten Division Frauenthal Automotive mit den beiden Business
Units Frauenthal Gnotec und Frauenthal Airtank.
Aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive wird in ein Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche sowie
in ein Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich unterschieden. Die nachfolgende Analyse bezieht sich – sofern nicht
anders angegeben – auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
6
UMSATZ
Der Konzernumsatz der Frauenthal-Gruppe liegt im Geschäftsjahr 2025 mit MEUR 790,4 um MEUR -16,6 bzw. -2,1 % unter dem
Vorjahresergebnis.
5
KSV Insolvenzstatistik vom 13.01.2026, siehe https://www.ksv.at/KSV1870_Insolvenzstatistik_Unternehmen_2025_final
6
Gewinn- und Verlustrechnung des aufgegebenen Geschäftsbereichs siehe Punkt (41).
6
UMSATZ NACH SEGMENTEN
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Frauenthal Handel
790.384
806.977
-16.593
Frauenthal Immobilien
3.032
788
2.244
Holding und Sonstige
1.745
1.768
-23
Konzern-Eliminierungen
-4.768
-2.543
-2.225
Frauenthal-Gruppe
790.393
806.991
-16.598
Der Umsatz der Division Frauenthal Handel sinkt um -2,1 % und liegt im Geschäftsjahr 2025 bei MEUR 790,4. Dies ist primär auf den
allgemeinen Marktrückgang sowie den zunehmenden Wettbewerbsdruck zurückzuführen.
Die erwirtschafteten Umsätze in Österreich in Höhe von MEUR 776,0 sowie die Umsätze in allen anderen Ländern sind der Division
Frauenthal Handel zuzuordnen.
ERGEBNIS
Die Frauenthal-Gruppe erwirtschaftet 2025 ein EBITDA von MEUR 37,3 und liegt mit diesem Ergebnis um MEUR 4,2 über dem Vorjahr.
Im Vorjahresergebnis ist ein Sonderertrag iHv MEUR 3,0 aus dem Verkauf einer Immobilie der Division Frauenthal Handel enthalten.
Bereinigt um diesen Sondereffekt liegt das EBITDA 2025 um MEUR 7,2 über dem bereinigten EBITDA des Vorjahres.
Die Division Frauenthal Handel liegt um MEUR 4,2 über dem Vorjahreswert und kann MEUR 39,2 an EBITDA beisteuern – bereinigt
um den Sonderertrag vom Vorjahr liegt das EBITDA um MEUR 7,2 über dem Vorjahresvergleichswert. Trotz des Umsatzrückgangs kann
die Division Frauenthal Handel durch bereits im Jahr 2024 gestartete Kostenmaßnahmen das Ergebnis steigern.
EBITDA NACH SEGMENTEN
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Frauenthal Handel
39.154
34.945
4.209
Frauenthal Handel bereinigt
39.154
31.910
7.244
Frauenthal Immobilien
2.954
777
2.177
Holding und Sonstige
-1.723
-1.807
84
Konzern-Eliminierungen
-3.036
-788
-2.248
Frauenthal-Gruppe
37.349
33.127
4.222
Frauenthal-Gruppe bereinigt
1)
37.349
30.092
7.257
in % vom Umsatz
4,7%
4,1%
0,6%
in % vom Umsatz bereinigt
4,7%
3,7%
1,0%
1)
2024: bereinigt um den Sonderertrag aus dem Verkauf einer Immobilie der Division Frauenthal Handel iHv MEUR 3,0
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringern sich in der Frauenthal-Gruppe
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um MEUR -0,8. Im Geschäftsjahr 2025 gibt es keine außerplanmäßigen
Abschreibungen
(VJ: MEUR 1,8 Firmenwert der Division Frauenthal Handel).
Das Finanzergebnis der Frauenthal-Gruppe verbessert sich um MEUR 2,2 auf MEUR -6,5 (VJ: MEUR -8,7), was vor allem auf geringere
Zinsaufwendungen zurückzuführen ist.
Im Geschäftsjahr 2025 werden von den fortzuführenden Geschäftsbereichen MEUR 4,1 Zinsen
bezahlt.
7
Gesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2025 ein Steueraufwand iHv MEUR -1,6 (VJ: Steuerertrag iHv MEUR 0,1). Dies ist vor allem
auf die Ergebnisentwicklung zurückzuführen.
ERGEBNISENTWICKLUNG
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Fortzuführende Geschäftsbereiche
Umsatz
790.393
806.991
-16.598
EBITDA
37.349
33.127
4.222
EBITDA bereinigt
1)
37.349
30.092
7.257
EBIT
13.360
6.520
6.840
EBIT bereinigt
1)2)
13.360
5.285
8.075
Finanzergebnis
-6.524
-8.690
2.166
Ergebnis vor Steuern
6.836
-2.170
9.006
Ergebnis vor Steuern bereinigt
1) 2)
6.836
-3.405
10.241
Ergebnis nach Steuern
5.265
-2.089
7.354
Ergebnis nach Steuern bereinigt
2)
5.265
-289
5.554
Ergebnis nach Steuern bereinigt
1) 2)
5.265
-3.324
8.589
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ergebnis nach Steuern vor Veräußerungsverlust
-271
-3.020
2.749
Verlust aus dem Verkauf des aufgegebenen Geschäftsbereichs
-41.174
0
-41.174
Ergebnis nach Steuern
-41.445
-3.020
-38.425
1)
2024: bereinigt um den Sonderertrag aus dem Verkauf einer Immobilie der Division Frauenthal Handel iHv MEUR 3,0
2)
2024: bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund der Abschreibung des Firmenwerts in der Division Handel iHv MEUR -1,8
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme der Frauenthal-Gruppe sinkt im Vergleich zum Vorjahr von MEUR 470,4 um MEUR -128,0 auf MEUR 342,4. Dies ist
vor allem auf den Verkauf der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen. Die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte der
verkauften Division belaufen sich zum 30.11.2025 auf MEUR 126,7.
Die langfristigen Vermögenswerte sinken um MEUR -66,0 auf MEUR 123,3 im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024.
Hauptgründe hierfür sind der Verkauf der Division Frauenthal Automotive sowie geringere Nutzungsrechte und Sachanlagen. Des
Weiteren ist in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der noch offene variable Kaufpreis aus dem Verkauf der Division
Frauenthal Automotive iHv MEUR 2,7 enthalten.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringern sich um MEUR -61,9 gegenüber dem Vorjahr. Einerseits sinken die kurzfristigen
Vermögenswerte um den Abgang der Division Frauenthal Automotive und andererseits steigen die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in der Division Frauenthal Handel. Des Weiteren ist in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der noch offene fixe
Kaufpreis aus dem Verkauf der Division Frauenthal Automotive iHv MEUR 2,9 enthalten.
Auf der Passivseite sinkt das Eigenkapital von MEUR 164,5 um MEUR -26,5 auf MEUR 137,9 – dies ist iHv MEUR -36,2 auf das negative
Jahresergebnis, iHv MEUR 7,1 auf die Auflösung des Währungsausgleichspostens und iHv MEUR 2,6 auf die
versicherungsmathematischen Gewinne gemäß IAS 19 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote von 40,3 % zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2025 steigt bedingt durch die gesunkene Bilanzsumme um 5,3 Prozentpunkte gegenüber dem Wert zum 31. Dezember
2024 iHv 35,0 %.
Der Rückgang der langfristigen Schulden um MEUR -34,9 ist im Wesentlichen auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive
und geringeren Personalrückstellungen sowie Finanz- und Leasingverbindlichkeiten zurückzuführen. Die langfristigen Schulden des
aufgegebenen Geschäftsbereichs betragen zum 30.11.2025 MEUR 20,5.
Die kurzfristigen Schulden sinken um MEUR -66,5, wobei vor allem die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sinken. Die kurzfristigen Schulden der verkauften
Division Frauenthal Automotive belaufen sich zum 30.11.2025 auf MEUR 62,5.
8
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Langfristige Vermögenswerte
123.310
189.295
-65.985
Vorräte
151.551
182.928
-31.377
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
67.576
98.128
-30.552
Summe Vermögenswerte
342.437
470.351
-127.914
Eigenkapital
137.943
164.451
-26.508
Langfristige Schulden
84.338
119.220
-34.882
Kurzfristige Schulden
120.156
186.680
-66.524
Summe Eigenkapital und Schulden
342.437
470.351
-127.914
INVESTITIONEN (OHNE FINANZINVESTITIONEN)
Im Geschäftsjahr 2025 werden MEUR 11,0 (exklusive Investitionen Nutzungsrechte Leasing) in die Umsetzung der Wachstums- und
Qualitätsstrategie investiert. Die Division Frauenthal Handel investiert MEUR 6,0 in die Erweiterung und Modernisierung der Logistik-
und Büro- und Verkaufsflächen sowie in den Fuhrpark und die IT-Infrastruktur, die Division Frauenthal Immobilien investiert MEUR 0,2
und die verkaufte Division Frauenthal Automotive investiert MEUR 4,8 schwerpunktmäßig in produktivitätsverbessernde Maßnahmen
sowie Erweiterungen der Produktionskapazität.
Das Anlagevermögen der Frauenthal-Gruppe sinkt um MEUR -66,0 von MEUR 184,4 auf MEUR 118,4 – der Buchwert des
Anlagevermögens der Division Frauenthal Automotive beläuft sich zum 30.11.2025 auf MEUR 57,8. Der verbleibende Rückgang ist
auf im Vergleich zu den Abschreibungen geringere Investitionen zurückzuführen.
ENTWICKLUNG ANLAGEVERMÖGEN
in TEUR
Immaterielles
Anlagevermögen
Sachanlagen
Nutzungsrechte
Leasing
Anlagen
gesamt
Buchwerte 01.01.2025
18.046
96.703
69.700
184.449
Abgang IFRS 5
-138
-48.258
-9.597
-57.993
IFRS 16 Modifikationen
0
0
10.197
10.197
Investitionen
490
10.541
3.059
14.090
Planmäßige Abschreibungen
-1.289
-12.585
-18.239
-32.113
Abgänge
-2
-358
-3
-363
Kursdifferenzen
1
147
-7
141
Buchwerte 31.12.2025
17.108
46.190
55.110
118.407
9
KAPITALFLUSS- UND LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
KAPITALFLUSSRECHNUNG
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Kapitalfluss aus dem Ergebnis
41.522
29.732
11.790
davon aufgegebener Geschäftsbereich
9.994
11.058
-1.064
Kapitalfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit
34.218
36.001
-1.783
davon aufgegebener Geschäftsbereich
12.626
1.990
10.636
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit
-7.048
1.956
-9.004
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-1.592
-10.051
8.459
Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit
-34.508
-29.399
-5.109
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-11.291
4.624
-15.915
Veränderung der liquiden Mittel
-7.338
8.558
-15.896
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-257
-3.437
3.180
Liquide Mittel am Ende der Periode
41.063
48.401
-7.338
Der Kapitalfluss aus dem Ergebnis der Frauenthal-Gruppe steigt um MEUR 11,8 insbesondere aufgrund des höheren Ergebnisses.
Der Kapitalfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit sinkt um MEUR -1,8, was auf die Veränderung des Working Capital vor allem
bei den Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Kapitalfluss aus der
Investitionstätigkeit beträgt MEUR -7,0 und enthält die Einzahlungen aus dem Verkauf der Division Frauenthal Automotive iHv MEUR
3,2. Die enthaltenen Investitionen für immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2025 auf
MEUR 11,0.
Der Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt MEUR -34,5 und setzt sich wie folgt zusammen: Tilgung von Krediten iHv
MEUR -19,6 und Leasingverbindlichkeiten von MEUR -19,9, Aufnahme von Krediten iHv MEUR 5,0 (wobei in dieser Position der
Höchststand an ausgenützten Betriebsmittellinien enthalten ist).
Nettoverschuldung
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
41.063
48.401
-7.338
Finanzverbindlichkeiten
24.137
66.353
-42.216
Leasingverbindlichkeiten
56.742
71.572
-14.830
Nettoverschulung
-39.816
-89.524
49.708
Die Nettoverschuldung
7
der Frauenthal-Gruppe sinkt um MEUR 49,7 und beträgt per 31. Dezember 2025 MEUR 39,8
(Nettoverschuldung per 31. Dezember 2024: MEUR 89,5). Dies ist vor allem auf den Wegfall der Division Frauenthal Automotive
zurückzuführen – die Nettoverschuldung der Division Frauenthal Automotive beträgt zum 30.11.2025 MEUR 38,0.
7
Nettoverschuldung: Summe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
10
C. ANGABEN GEM. § 243A ABS. 1 UGB
Die Frauenthal Holding AG weist ein Grundkapital von EUR 8.651.491,00 auf, das sich auf insgesamt 6.751.491 auf Inhaber lautende
Stückaktien und 1.900.000 nicht notierte Namensaktien verteilt. Jede Aktie ist am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt. Der
Streubesitz beträgt 1.445.240 Stück Aktien, somit 16,71 % des Grundkapitals und 18,56 % der Stimmrechte (VJ: 1.445.240 Stück
Aktien, 16,71 % des Grundkapitals und 18,56 % der Stimmrechte). Der Anteil der Hauptaktionäre, der Tridelta GmbH und der
Ventana Holding GmbH, beträgt 6.341.102 Stück Aktien, somit 73,29 % des Grundkapitals und 81,44 % der Stimmrechte
(VJ: 6.341.102 Stück Aktien, 73,29 % des Grundkapitals und 81,44 % der Stimmrechte). Die Frauenthal Holding AG hält seit dem
Aktienrückkaufprogramm, das im Juni 2024 abgeschlossen wurde, selbst 10 % der Aktien. Das Stimmrecht aus diesen eigenen Aktien
ruht in der Hauptversammlung, weshalb es bei den anderen Aktionären zu Abweichungen zwischen dem Stimmrechtsanteil und dem
Anteil am Grundkapital kommt (§ 243a Abs. 1 Z 1.-4.).
Bei der Frauenthal Holding AG bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (§ 243a Abs. 1 Z 5.).
Es bestehen keine besonderen Kontrollrechte für einzelne Aktionäre. Es bestehen keine über die gesetzlichen Vorschriften
hinausgehenden Rechte zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der
Satzung
(§ 243a Abs. 1 Z 6.).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen 33. Hauptversammlung vom 30. Juni 2022 ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren (a) das
Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 4.325.745,00 durch Ausgabe von bis
zu 4.325.745 auf Inhaber und/oder auf Namen lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlagen oder gegen Sacheinlagen
einmal oder mehrmals zu erhöhen, (b) hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls dann
ganz oder teilweise auszuschließen, wenn das Grundkapital (i) zum Zweck der Durchführung eines Programms für
Mitarbeiterbeteiligung oder eines Aktienoptionsplans einschließlich von Mitgliedern des Vorstands und leitenden Angestellten jeweils
der Gesellschaft oder von mit dieser verbundenen Unternehmen, (ii) sonst gegen Bareinlage, wenn in Summe der rechnerisch auf die
gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die
Grenze von 20 % (zwanzig Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht
übersteigt, oder (iii) gegen Sacheinlagen, insbesondere von Unternehmen, Unternehmensteilen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen
an einer oder mehreren Gesellschaften oder anderer mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden
Vermögensgegenstände oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft
oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen), erhöht wird sowie (c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Art der neu
auszugebenden Aktien (auf Inhaber und/oder auf Namen lautend), den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen,
einschließlich der Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022)
(§ 243a Abs. 1 Z 7.).
In wesentlichen Liefer- und Bezugsverträgen des Konzerns sind Change-of-Control-Klauseln enthalten. Eine detaillierte
Bekanntmachung dieser Vereinbarungen würde dem Konzern erheblichen Schaden zufügen und kann daher unterbleiben
(§ 243a Abs 1 Z 8.).
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots (§ 243a Abs 1 Z 9.).
D. RISIKOBERICHT
Gemäß der Regel 69 des Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde ein konzernweites Risikomanagementsystem (RMS)
eingerichtet. Risikoquellen werden systematisch identifiziert, bewertet und vordefinierte Strategien im Umgang mit den Risiken
festgelegt. Ein wesentliches Element des RMS sind Frühwarnindikatoren, die systematisch erfasst, analysiert und berichtet werden. Der
Umgang mit den Risiken ergibt sich aus der Einordnung in die Risikomatrix, die regelmäßig aktualisiert wird: aktives Management,
laufende Beobachtung oder fallweise Beobachtung. Das interne Kontrollsystem (IKS), dessen Kernelemente das Controlling, Reporting,
die interne Revision und die Managementmeetings auf allen Ebenen sind, wird laufend an die Erfordernisse des RMS angepasst.
Für alle bekannten Risiken sind „Risk Owner“ definiert, die für das Management der Risiken zuständig sind. Über die Entwicklung der
Risiken wird sowohl in den regelmäßigen Risikoberichten als auch in monatlichen Management Reports berichtet. Falls es
Vorkommnisse gibt, die eine Änderung im Risikomanagement erfordern könnten, wird dies von den „Risk Owners“ an die jeweilige
Geschäftsführung und im Falle von bedeutenden Ereignissen an den Vorstand berichtet.
MARKTRISIKO
Die Division Frauenthal Handel hängt als Zulieferer des Baunebengewerbes mit dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Elektrogroßhandel
leicht zeitversetzt substanziell von der Baukonjunktur ab.
11
Die Marktlage ist im Geschäftsjahr durch eine beginnende Stabilisierung bei weiterhin bestehenden Herausforderungen geprägt. Im
Neubausegment zeigt sich im zweiten Halbjahr eine erste leichte Belebung aufgrund gesunkener Zinsen, wenngleich das Niveau
deutlich unter historischen Durchschnittswerten verharrt. Die neue „Sanierungsoffensive 2026“ mit deutlich reduzierten Fördersätzen
schafft zwar Planungssicherheit durch ein fixes Jahresbudget von MEUR 360, dürfte aber die Investitionsbereitschaft im
Renovierungsbereich dämpfen. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und das hohe Insolvenzniveau führen zu anhaltender
Zurückhaltung bei Investitionen. Weiters dominiert wie in den Vorjahren ein aggressiver Preiswettbewerb.
Die Marke Kontinentale ist ein Fachhandelsunternehmen für Armaturen- und Rohrleitungstechnik insbesondere für Anwendungen im
Bereich Infrastruktur (Gas, Wasser, Kanal, Straße). Der Erfolg in diesem Geschäftsbereich ist von der Investitionsbereitschaft der
Kommunen und Kommunalbetriebe sowie vom Investitionsbedarf der Industrie abhängig. Diese Abhängigkeit von öffentlichen
Investitionen bietet 2025 relative Stabilität, wird aber 2026 durch die angekündigten Budgetkonsolidierungen unter Druck geraten.
Die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Baukonjunktur unterliegt der ständigen Beobachtung von Vertrieb und Einkauf. Der
Vorstand wird laufend über die Marktentwicklung informiert, das ermöglicht eine zeitnahe Anpassung an Marktveränderungen.
KUNDENRISIKO
Der Sanitär-, Heizungs- und Elektrogroßhandel ist geprägt von einer Vielzahl an Kunden aus der Installations- und Elektrobranche,
aber auch von größeren Abnehmern wie Baumärkten, Bauträgern, öffentlichen Einrichtungen und Kommunen. Private Endabnehmer
werden nicht direkt beliefert. Maßgeblich für den Geschäftserfolg sind kompetitive Einkaufspreise und Einkaufsbedingungen für das
Handelssortiment, die logistische Leistungsfähigkeit bei Warenverfügbarkeit und Zustellung sowie die Vorfinanzierungsfunktion durch
den Großhändler.
Der Wettbewerb zwischen den Großhändlern kann bei einem aggressiven Kampf um Marktanteile zu Preisverfall führen; allerdings ist
aufgrund anderer, stabilisierender Elemente der Kundenbeziehung (Warenverfügbarkeit, logistische Verlässlichkeit, Finanzierung,
technische Betreuung, Schnittstellenanbindung, Eigenmarken etc.) der Preis nicht allein ausschlaggebend, sodass den Risiken des
Preiswettbewerbs mit diesen Leistungskomponenten entgegengewirkt werden kann. Aufgrund ihrer führenden Marktposition, des
flächendeckend ausgebauten Standortnetzes und der logistischen Leistungsfähigkeit ist die Division Frauenthal Handel im Wettbewerb
sehr gut positioniert und für viele Kunden bevorzugter Lieferant.
Die Kunden sind überwiegend Gewerbetreibende mit den für die Installations- sowie Elektrobranche und für kleine
Unternehmensgrößen charakteristischen Zahlungsrisiken. Eine Analyse des KSV1870
8
zeigt, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen im
Jahr 2025 mit 6.810 Unternehmensinsolvenzen bzw. durchschnittlich 19 Firmenpleiten pro Tag einen erneuten Höchststand erreicht
hat. Die Bauwirtschaft zählt dabei zu den am stärksten betroffenen Branchen. Für 2026 wird ein ähnliches Niveau prognostiziert.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird aktives Kundenrisikomanagement betrieben. Kundenratings und Kreditlimits werden
laufend beobachtet und angepasst, um Insolvenzrisiken frühzeitig zu erkennen. Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverhalten der Kunden
werden konsequent verfolgt. Belieferungslimits, die laufend an das Zahlungsverhalten angepasst werden, reduzieren das
Forderungsausfallsrisiko. Zusätzlich wird das Ausfallsrisiko von Zahlungen über Warenkreditversicherungen deutlich gemindert.
PERSONALBESCHAFFUNGSRISIKEN
Die Problematik des allgemeinen Fachkräftemangels ist für die Division Frauenthal Handel auch weiterhin ein Thema. Der Arbeitsmarkt
ist mittlerweile ein sogenannter Bewerbermarkt und geprägt von der starken Nachfrage an Arbeitskräften, vor allem an Fachkräften.
Die Division Frauenthal Handel verzeichnet eine leichte Verbesserung der Situation, aber nach wie vor spielt das Thema
Fachkräfteverfügbarkeit eine wichtige Rolle in allen strategischen Überlegungen der Personalarbeit.
Bei einem leicht rückläufigen bzw. stabilen Personalstand bleibt die Anzahl der qualifizierten Bewerbungen pro offene Stelle im
allgemeinen Durchschnitt weiterhin zurückhaltend. Allerdings kann in einzelnen Berufsfeldern – vor allem im Einkaufs- und
Vertriebsbereich – eine leichte Stabilisierung der Bewerbersituation und der Besetzungsqualität registriert werden. In anderen
Bereichen der Division Frauenthal Handel bleibt die Lage allerdings auch im Jahr 2025 angespannt – vor allem im Bereich Logistik.
Die Fluktuationsrate in der Division Frauenthal Handel, also der Anteil der dienstnehmerinitiierten Austritte an der Gesamtbelegschaft,
bleibt stabil bei einer Quote von rund 7,5 % im Durchschnitt. Im Quervergleich mit anderen Unternehmen bleibt die Division somit
weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
8
KSV Insolvenzstatistik vom 13.01.2026, siehe https://www.ksv.at/KSV1870_Insolvenzstatistik_Unternehmen_2025_final
12
Die Division Frauenthal Handel unterstützt diese Entwicklung mit einer breiten Offensive an Maßnahmen in den Bereichen
„Attraktivität der Arbeitgeber-Marke/n“, „Neue Wege in der Bewerberansprache“, „Aus- und Weiterbildung, Qualifikation, Um- und
Aufschulung“, „Nachwuchsprogramme“ sowie allem voran mit dem sogenannten „Retention Management“, also der Bindung der
bestehenden Mitarbeitenden an das Unternehmen. Die Division baut ihre strategischen Bereiche weiterhin aus und setzt im
Geschäftsjahr auf Themen wie Nachfolgeplanung und Talentemanagement.
Wie schon in den Vorjahren hat das Management der Division Frauenthal Handel 2025 eine volle Woche investiert und in dieser Zeit
sämtliche Standorte der Division Frauenthal Handel in ganz Österreich besucht. Diese „Roadshows“ haben sich als erfolgreiches
Instrument der Mitarbeitendenbindung und der internen Kommunikation etabliert. Das Format soll in den kommenden Jahren
fortgesetzt werden, um den rund 1.650 Mitarbeitenden wichtige Unternehmensinformationen vor Ort näherzubringen und den
persönlichen Kontakt zu pflegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Management zusätzlich im Frühherbst eine
Vertriebsroadshow absolviert, um alle Mitarbeitenden mit Schwerpunkt Haustechnik und Zentrale zu aktuellen Änderungen im Vertrieb
besser abholen zu können.
Der solide, auch 2025 stabile Wert von 60 % Weiterempfehlungsquote auf der führenden Bewertungsplattform kununu, welcher sich
mehrheitlich aus den Feedbacks von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden speist, liegt über allen relevanten Benchmarks und
attestiert, dass die Bestrebungen zur Attraktivierung der Arbeitgebermarke Frauenthal Handel Gruppe Früchte tragen.
UMWELTRISIKEN
Die Division Frauenthal Handel ist im Handel von Sanitär-, Heizungs- und Installationsprodukten sowie im Handel von Elektromaterial
tätig. Die Gruppe verfügt über eine österreichweite Vertriebs- und Logistikinfrastruktur sowie einen eigenen Fuhrpark. Das
Lagersortiment beinhaltet rund 50.000 überwiegend technische Artikel. Im Sortiment sind bis auf Batterien, welche gesetzeskonform
gelagert und transportiert werden, keine gefährlichen Güter mit potenzieller Belastung für die Umwelt enthalten. Es gibt sowohl im
Sanitär- als auch im Heizungssegment ein breites Handelssortiment an Artikeln, die besonders umwelt-, energie- oder
ressourcenschonend sind. Es sind diesbezüglich keine Umweltrisiken bekannt. Im Bereich der Verpackung arbeitet die Division
Frauenthal Handel nach den Vorgaben der Verpackungsverordnung und ist aktiver Partner der Reclay/RecycleMe, wodurch eine
nachhaltige und gesetzeskonforme Entsorgung und Wiederverwertung der Verpackungsmaterialien sichergestellt wird. An einigen
Logistikstandorten der Division Frauenthal Handel bestehen Umweltrisiken in Form von Lärmemissionen, die zu einer Einschränkung
der Betriebszeiten führen.
BETRIEBLICHE RISIKEN
Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2025 stellt für das Management und die Belegschaft in der Division Frauenthal Handel eine
anhaltende Herausforderung dar, insbesondere durch die Kombination aus fragiler Baukonjunktur und hohem Kostendruck. Die
Schwerpunkte liegen auf der Absicherung des operativen Betriebs, der flexiblen Reaktion auf rasch wechselnde Rahmenbedingungen
und der Nutzung der Chancen, die sich durch die sinkenden Zinsen und die beginnende Markterholung ergeben.
Für die Ertragskraft der Division Frauenthal Handel sind kompetitive Einkaufsbedingungen und Einkaufspreise der Lieferanten von
großer Bedeutung. Einzelne dieser Lieferanten haben einen großen Marktanteil in Österreich und können daher nicht substituiert
werden. Gleichzeitig ist die Division Frauenthal Handel aufgrund des größten und österreichweiten Vertriebs- und Logistiknetzwerks
wesentliche Partnerin in der Branche.
Die Verhandlung der Einkaufspreise ist Kernaufgabe des Category Managements sowie des Chief Operating Officer. Aufgrund der
Marktstruktur ist die Division Frauenthal Handel bestens aufgestellt. Die Mitgliedschaft in der europaweiten Einkaufsgemeinschaft
VGH sichert die Position gegenüber den Herstellern von Sanitär- und Heizungsprodukten zusätzlich ab.
Im Bereich Category Management wird laufend die Koordination zwischen den Funktionen von Einkauf, Verkauf, Disposition,
Liquiditäts- und Produktmanagement verbessert. Ein stetig weiterentwickeltes Prognosesystem zur Optimierung der Bestellmengen
und damit des Lagerbestands ermöglicht eine zielgerichtete Erhöhung der Warenverfügbarkeit.
Die Sicherheit der IT-Systeme, insbesondere der Schutz vor unbefugtem Zugriff und Manipulationen, wird regelmäßig intern überprüft.
Aufgrund der zunehmenden internen und externen Vernetzung sind die Risiken in diesem Bereich steigend. Entsprechend werden
auch Maßnahmen zur Erhöhung des Schutzes vor unberechtigten Systemzugriffen verstärkt. Darüber wird auch regelmäßig dem
Prüfungsausschuss berichtet.
VERSORGUNGSRISIKO
Die Division Frauenthal Handel minimiert potenzielle Versorgungsrisiken durch ein ausgeklügeltes Bestandsmanagement, welches eine
optimale Balance zwischen Lagerhaltung und Kapitalbindung gewährleistet. Durch die strategische Zusammenarbeit mit einem breiten
Netzwerk an Lieferanten und die Mitgliedschaft in der europaweiten Einkaufsgemeinschaft VGH wird die Abhängigkeit von einzelnen
Zulieferern reduziert.
13
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Prozesse und Systeme, insbesondere im Bereich der Lagerführung und Logistik,
ermöglicht eine präzise Bedarfsplanung und zeitnahe Reaktion auf Nachfrageschwankungen. Die ausgezeichnete Logistikqualität in
Verbindung mit der hohen Warenverfügbarkeit (>99,7 % OTIF = on time in full) im Jahr 2025 unterstreicht die Effektivität dieser
Maßnahmen und die Verlässlichkeit der Versorgungskette.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Die Frauenthal-Gruppe ist mit einer ausgewiesenen Eigenkapitalquote von 40,5 % im Jahr 2025 eigenkapitalmäßig gut aufgestellt. In
der Division Frauenthal Handel ergeben sich jedoch aufgrund der volatilen Geschäftsentwicklungen unterjährig wesentlich höhere
Ausnutzungen der Kreditlinien als zum Bilanzstichtag. Die beiden Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Immobilien sind
hinsichtlich der finanzwirtschaftlichen Risiken unterschiedlich zu betrachten. In der Division Frauenthal Handel kommt es zu Jahresende
traditionell zu sehr hohen Kundeneingängen, welche die Nettofinanzverbindlichkeiten zum Stichtag enorm verringern. Durch die
hohen Kundeneingänge kommt es zum 31. Dezember 2025 zu einer Bilanzverkürzung und zu einer Verbesserung der
Eigenkapitalquote. Die Division Frauenthal Immobilien ist mit lokalen Banken finanziert, und es kommt unterjährig zu keinen
erheblichen Liquiditätsschwankungen. In enger Abstimmung mit der Frauenthal Holding findet eine laufende Kommunikation mit den
Banken statt.
Die Finanzierung der Frauenthal-Gruppe erfolgt einerseits durch Konsortialfinanzierungen mehrerer führender österreichischer Banken
auf Ebene der Division Frauenthal Handel und andererseits durch Finanzierungen von lokalen Banken in der Division Frauenthal
Immobilien.
Im August 2024 wurde die gesamte Division Frauenthal Handel langfristig auf weitere fünf Jahre refinanziert. Die Finanzierung enthält
eine tilgende Tranche (MEUR 15) sowie eine Betriebsmittellinie über MEUR 45. Zudem wurden im September 2024 vier zusätzliche
Betriebsmittellinien mit einer Gesamthöhe von MEUR 24 (MEUR 14 bis 2029, MEUR 10 auf unbestimmte Zeit) eingerichtet.
Alle Kredite der operativen Gesellschaften in den beiden Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Immobilien sind ohne Haftung
seitens der Frauenthal Holding AG gewährt. Die Kredite sind langfristig mit unterschiedlichen Laufzeiten und die Verzinsung ist
großteils variabel auf EURIBOR-Basis. Darüber hinaus stehen für einen höheren Working-Capital-Bedarf ausreichend
Betriebsmittellinien zur Verfügung. Der Liquiditätsbedarf, die Überwachung der Einhaltung der Covenants und die Verhandlung von
Anpassungen der Vereinbarungen mit den Banken an die aktuellen Bedürfnisse werden im Rahmen der Treasury-Funktion von der
Holding gesteuert und detailliert überwacht. Im Rahmen der Konsortialfinanzierung der Division Frauenthal Handel und bei den Linien
in der Frauenthal Holding bestehen die vertraglich vereinbarten Financial Covenants Net Debt/EBITDA und die Eigenkapitalquote. Zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 wurden sämtliche Financial Covenants eingehalten.
Zusätzlich bestehen auf Ebene der Frauenthal Holding ausreichend freie Finanzierungslinien mit mehreren österreichischen Banken.
Der Konzern verfügt über Guthaben bei Kreditinstituten iHv MEUR 41,1 sowie über ausreichend nicht ausgenutzte Banklinien. Die
Frauenthal-Gruppe nutzt in der Division Frauenthal Handel Factoring-Verträge mit unbefristeter Laufzeit, die einen zentralen
Bestandteil der langfristigen Finanzierungsstrategie darstellen. Diese Vereinbarungen sichern die flexible Liquiditätssteuerung und
unterstützen die Working-Capital-Optimierung. Das Factoring-Volumen beträgt MEUR 57,1, der Verkauf erfolgt ohne Regress.
Zusätzlich bestehen mit den beteiligten Banken langjährige gute Geschäftsbeziehungen.
Die Division Frauenthal Handel verwendet Wertpapiere als Finanzinstrument für die Deckung der Pensionsrückstellungen. Diese
Wertpapiere bergen ein geringes Risiko.
Zentrale Aufgabe der Liquiditätsplanung der Unternehmen der Frauenthal-Gruppe ist die Aufrechterhaltung der Fähigkeit, den
externen und internen Zahlungsverpflichtungen stets nachzukommen.
Zinsänderungsrisiken für den Konzern sind in der Bilanz- und Finanzierungssituation Ende 2025 von Relevanz, da die Zinsbasis
überwiegend auf 3-Monats-EURIBOR-Basis vereinbart wurde. Die Zinsentwicklung und das damit verbundene Risiko werden laufend
überwacht.
Der Einfluss volatiler Währungen ist aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive sehr gering
Die Sensitivitätsanalyse von Währungs- und Zinsänderungen finden sich im Anhang unter Punkt 44 „Finanzinstrumente und
Risikoberichterstattung“, Abschnitt „Währungsänderungsrisiko“.
Aus der Finanzierungs- und Standortstruktur der Frauenthal-Gruppe ergeben sich finanzielle Risiken (dazu zählen Liquiditäts- und
Zinsrisiken), die maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
Die durchschnittliche Verzinsung für kurz- und langfristig ausgenützte Kredite sowie für Betriebsmittelfinanzierungen beträgt in der
Division Frauenthal Handel 3,43 % p.a. (mit Laufzeiten bis längstens 2029), in der Division Frauenthal Immobilien 3,45 % p.a. (mit
Laufzeiten bis längstens 2038) und für Finanzierungen auf Ebene der Frauenthal Holding AG 4,11 % p.a. (mit Laufzeiten bis längstens
2027).
14
COMPLIANCE-RISIKEN
Als börsennotiertes Unternehmen hat die Frauenthal Holding AG ein umfangreiches Regelwerk im Bereich der Corporate Governance
und des Börse- und Wertpapierrechts zu befolgen. Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird laufend um neue
Regelungen erweitert. Durch Schulungen und Berücksichtigung von Compliance bei der Zielvorgabe und Evaluierung von
Führungskräften sollen Compliance-Risiken reduziert werden. Die Gesellschaft verfolgt die permanente Einhaltung aller gesetzlichen
Bestimmungen mit hoher Priorität, um Verletzungen zu vermeiden, die gegebenenfalls erheblichen Schaden für die Reputation des
Unternehmens sowie gesetzliche Sanktionen nach sich ziehen könnten. Darüber hinaus wird die Einhaltung hoher ethischer Standards
in den Geschäftsbeziehungen als wichtiges Element einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmenspolitik betrachtet. Im
Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig mögliche Compliance-Risiken analysiert und Maßnahmen zur Stärkung der
Compliance im Konzern besprochen. Im Berichtsjahr wurden die Verfahren zur Sicherung der Vertraulichkeit von compliancerelevanten
Informationen weiterentwickelt. Eine neue Compliance-Richtlinie trat per 1. Jänner 2025 in Kraft.
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKO-MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK
AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Es gibt klare und strenge Richtlinien betreffend die Dokumentation der betrieblichen Vorgänge im gesamten Konzern. Der
Rechnungslegungsprozess in den Konzerngesellschaften obliegt der Verantwortung der lokalen Finanzleitung. Von dieser werden die
laufenden Monatsergebnisse unter Verwendung der Konsolidierungssoftware Cognos an die zentrale Finanzabteilung des Konzerns
übermittelt. Die konsolidierten Ergebnisse werden nach detaillierter Analyse und Rücksprache mit den Finanzverantwortlichen der
Konzerngesellschaften im Monatsbericht an den Vorstand, den Aufsichtsrat und das gesamte Management-Team berichtet.
Ausführliche Erläuterungen des Managements der operativen Einheiten erklären den Geschäftsverlauf. Ein konzernweites Accounting
Manual und regelmäßige Schulungen der Finanzverantwortlichen dienen der Vereinheitlichung aller relevanten Buchungsmethoden
und der Einhaltung der jeweils aktuellen internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Neue oder geänderte IFRS-Standards werden
zentral in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Verantwortlichen für den gesamten Konzern eingeführt. In Vorbereitung auf die
Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung iS der CSRD werden Workshops mit den lokalen Verantwortlichen abgehalten.
Es gibt eine durchgängige Unterschriftsregelung, die die Freigabe von Rechnungen zur Zahlung klar regelt. Die buchmäßige Erfassung
der Geschäftsfälle erfolgt grundsätzlich elektronisch. Entsprechend den individuellen Notwendigkeiten sind Zugriffsrechte einzelner
Benutzer zentral durch die jeweilige IT-Abteilung verwaltet. Das Ausmaß der Berechtigungen unterliegt einer ständigen Anpassung.
Die digitale Datensicherung erfolgt ebenfalls durch die lokalen IT-Abteilungen. Nach einem detaillierten Sicherungsplan werden
verschiedene Backups täglich, wöchentlich oder monatlich durchgeführt. Andere Dokumente werden in geeigneten Archiven
entsprechend den gesetzlichen Fristen aufbewahrt.
In den operativen Einheiten erfolgt die Buchung von Geschäftsfällen laufend. Zahlungen werden wöchentlich durchgeführt.
In den Gesellschaften sind durchgehend organisatorische Regelungen festgelegt, die gewährleisten, dass sämtliche
buchungspflichtigen Geschäftsvorfälle in den Jahresabschluss einfließen. In Konzerngesellschaften mit voll integrierten ERP-Systemen
werden bereits bei der Bestellung von Waren automatisch interne Belege erstellt, die folglich einen routinemäßigen Freigabeprozess
durchlaufen. Am Ende des Monats überprüfen alle Finanzabteilungen die Vollständigkeit der Rechnungen. Um ein periodengenaues
Bild der Finanzlage zu erstellen, werden fehlende Rechnungen bei Bedarf abgegrenzt. Vor dem Bilanzstichtag werden von den
wichtigsten Lieferanten Bestätigungen zu den ausstehenden Beträgen eingeholt.
Um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Rückstellungen gebildet werden, wird der aktuelle Geschäftsverlauf in den monatlichen
Managementmeetings mit dem Vorstand ausführlich besprochen und Maßnahmen abgeleitet. Das monatliche Berichtswesen bildet
die Basis für diese Besprechungen.
Durch die intensive Kommunikation zwischen der zentralen Finanzabteilung und den Finanzverantwortlichen in den lokalen
Gesellschaften werden Planabweichungen detailliert verfolgt.
Das monatliche Reporting beinhaltet detaillierte Abweichungsanalysen zu Ergebnissen, Bilanzpositionen und Cashflow-Statements der
Segmente. Des Weiteren dient ein umfangreiches Kennzahlensystem der Erstellung interner Vergleiche über längere Zeiträume.
Gegebenenfalls werden Auffälligkeiten einer detaillierten Analyse unterzogen. Den Themen Kundenbeziehung, Produktivität,
Liquiditätsmanagement und Personalstruktur wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt, wodurch mögliche Probleme
frühzeitig erkannt werden können. Der Vorstand initiiert in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss regelmäßig Projekte der internen
Revision.
Die Cash-Bestände aller Konzerngesellschaften werden ständig beobachtet. Die Liquiditätsentwicklung wird dem Vorstand
wöchentlich, dem Aufsichtsrat und damit auch dem Prüfungsausschuss monatlich berichtet. Sichergestellt wird die Korrektheit der
Liquiditätsrechnung durch den monatlichen Abgleich von Cashflow-Statements und Bankständen. Den operativen Einheiten werden
konkrete monatliche Liquiditätsziele vorgegeben; Abweichungen führen zu vordefinierten Berichts- und Genehmigungsprozessen.
Die Risikoverantwortlichen der identifizierten Risiken sind klar definiert und berichten in oberster Instanz an den Vorstand. Im
mindestens zweimal jährlich erstellten Risikobericht werden die Risiken aktualisiert, bewertet und dem Prüfungsausschuss vorgelegt.
15
E. INNOVATIONSBERICHT
Der technische Großhandel befindet sich in einem ständigen Wandel und muss sich den Herausforderungen der Digitalisierung und
den steigenden Ansprüchen bei nachhaltigen Produkten stellen. Den Trends folgend werden in der Division Frauenthal Handel laufend
Prozessinnovationen in der Kundenabwicklung umgesetzt. Die auf Kundenbedürfnisse und -anforderungen maßgeschneiderte
Business-Plattform für die vier Marken (mySHT mobil, ÖAG mobil, konti mobil und EMAT mobil) ist eine dieser Lösungen. Einfache
Abwicklungen wie digitaler Lieferschein, smarte Produktsuche, Bestellmöglichkeiten über die App am Smartphone, Track & Trace in
Echtzeit auf einer Karte, Lieferaviso mit Push-Nachricht, nachhaltige Verpackungen und vor allem Warenverfügbarkeit schaffen einen
Mehrwert beim Kunden und sind ein wichtiger Teil der Kundenbindung.
Durchgängige digitale Prozesse sind die Grundvoraussetzung für den hohen Anteil an fehlerfreien Lieferungen von über 99,7 % (OTIF)
im Jahr 2025. Die vollständig erneuerten Kundenwebshops (oeag-shop.at, sht.at, kontinentale-shop.at, ELEKTROMATERIAL.AT)
ermöglichen eine nahtlose Integration mit den entsprechenden mobilen Apps und einen flexiblen Zugriff über alle Endgeräte, wodurch
der Umsatzanteil über die digitalen Kanäle kontinuierlich steigt. Die personalintensiven regionalen Call Center werden dadurch
entlastet, und es bleibt mehr Zeit für aktive Beratung und Verkauf.
F. AUSBLICK
Der Fokus des Managements liegt im Jahr 2026 auf strukturellen Änderungen und einem strikten Kostenmanagement, um auf die
veränderten Rahmenbedingungen in der Förderlandschaft und die anhaltend gedämpfte Marktentwicklung zu reagieren.
Die Division Frauenthal Handel hängt als Zulieferer des Baunebengewerbes leicht zeitversetzt direkt von der Baukonjunktur ab. Die
Baukonjunktur zeigt laut EUROCONSTRUCT-Bericht und WIFO-Prognose eine vorsichtig positive, aber gedämpfte Entwicklung:
Während der Neubaubereich von den gesunkenen Zinsen profitieren sollte – die EZB hat den Leitzins 2025 auf 2,0 % gesenkt, zeigt
sich im Renovierungssektor eine deutliche Abschwächung durch die reduzierten Fördermittel. Diese Prognose ist aufgrund des Iran
Krieges und der steigenden Rohölpreise mit erhöhter Unsicherheit verbunden.
Die neue „Sanierungsoffensive 2026" stellt mit MEUR 360 jährlich (2026 bis 2030) deutlich weniger Mittel zur Verfügung als die
Vorgängerprogramme. Die Reduzierung der maximalen Förderquote von 75 % auf 30 % der Investitionskosten wird die Nachfrage
im Renovierungssegment spürbar dämpfen. Positiv ist die Planungssicherheit durch das fixe Jahresbudget und die
Registrierungsmöglichkeit ab November 2025, die eine gewisse Nachfrage für das erste Halbjahr 2026 sicherstellt.
Weitere Einflussfaktoren stellen die Investitionsneigung der öffentlichen Hand sowie das private Konsumverhalten dar. Das private
Konsumverhalten zeigt sich weiterhin zurückhaltend. Die für 2026 prognostizierte Budgetkonsolidierung auf Bundes-, Landes- und
Gemeindeebene wird die öffentlichen Investitionen im Infrastrukturbereich belasten, was sich auch auf die Nachfrage bei der Marke
Kontinentale auswirken dürfte.
Angesichts dieser Entwicklungen ist die Prognoseunsicherheit durch mehrere Faktoren verstärkt: Neben den klassischen
Herausforderungen wie Baustoffpreisen, der Zinslandschaft und der Inflation kommt die deutlich veränderte Fördersituation hinzu. Die
Renovierungstätigkeit könnte jedoch durch das Auslaufen der Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen (KIM)-Verordnung
Mitte 2025 positive Impulse erhalten.
Aufgrund des Krieges im Nahen Osten ist insbesondere die Division Frauenthal Handel mit höheren Treibstoffkosten im Fuhrpark und
höheren Heiz- und Stromkosten konfrontiert. Die aktuelle Kriegssituation bleibt angespannt, sodass ein potenzielles Ende nicht
abgeschätzt werden kann. Negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Frauenthal-Gruppe durch den Krieg im Nahen
Osten und einer möglichen weiteren Eskalation können nicht ausgeschlossen werden. Der Umfang der Auswirkungen kann jedoch
zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht mit hinreichender Sicherheit eingeschätzt werden.
Auch bleibt das hohe Insolvenzniveau mit erwarteten rund 6.800 Firmenpleiten auch im Jahr 2026 ein wesentlicher Risikofaktor. Die
Entwicklung der Geschäftstätigkeit wird in den Folgejahren durch anhaltenden Preiskampf im Wettbewerb und die sich verändernden
Marktbedingungen bestimmt werden. Ziel ist es, durch gezielte Investitionen, kontinuierliche Prozessverbesserungen und intensive
Schulungen der Mitarbeitenden den Kundenservice weiter zu verbessern und den Fokus auf Kundennutzen zu setzen, um die
Marktposition trotz des herausfordernden Umfelds zu festigen und auszubauen.
Die Frauenthal-Gruppe sieht sich weiterhin mit einem zunehmend herausfordernden Geschäftsumfeld und einer angespannten
Marktsituation konfrontiert. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2026 hängt damit umso mehr von der Konjunktur und dem
Marktumfeld ab. Besonders relevant sind dabei die Entwicklung der Baukonjunktur, die Ausgestaltung der Förderungen für
erneuerbare Energien sowie die Entwicklung der Rohstoffpreise und des Zinsumfelds. Des Weiteren wird das Management im
Geschäftsjahr 2026 gezielt an der Finalisierung und Umsetzung der Immobilienstrategie, dem Aufbau einer strukturierten
Projektpipeline und der eigenständigen Entwicklung von Gewerbe- und Wohnimmobilien arbeiten. Eine seriöse Prognose für das
Konzernergebnis 2026 ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.
Im Bereich Business Development werden Akquisitionsmöglichkeiten in den beiden Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal
Immobilien analysiert.
16
Die Frauenthal Holding AG versteht sich als strategischer Investor, der an der nachhaltigen Schaffung von Shareholder Value orientiert
ist. Wenn die Frauenthal-Gruppe aufgrund limitierter Ressourcen und Kompetenzen oder aufgrund von Risikopräferenzen weiteres
Wachstum in einem Bereich nicht mehr adäquat unterstützen kann oder will, sind strategische Verkäufe von Geschäftsbereichen unter
Berücksichtigung der aktuellen Marktlage Optionen, die sorgfältig evaluiert werden. Die Optimierung der Investitionszyklen ist für die
langfristige, kontinuierliche Wertsteigerung des Unternehmens wesentlich. Dabei ist Frauenthal jedoch an keine extern vorgegebenen
Kriterien gebunden.
Auf der Website (www.frauenthal.at) sind neben umfangreichen Informationen über das Unternehmen auch Berichte, Unterlagen zu
Hauptversammlungen, Ad-hoc-Meldungen, Produktfotos etc. verfügbar. Der Corporate Governance Bericht der Frauenthal Holding
AG ist auf der Website unter Investor Relations/Corporate Governance abrufbar.
Wien, 29. April 2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
17
KONZERNABSCHLUSS FÜR 2025
DER FRAUENTHAL HOLDING AG
INHALTVERZEICHNIS
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERNBILANZ
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS
KONZERN-ANLAGENSPIEGEL
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
A. ALLGEMEINES
(1) INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN
(2) GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
(3) ERSTMALIG BZW. ZUKÜNFTIG ANZUWENDENDE
STANDARDS UND INTERPRETATIONEN
(4) NACHHALTIGKEIT, GEOPOLITISCHE KONFLIKTE,
INFLATION UND ZINSNIVEAU
B. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
(5) KONSOLIDIERUNGSKREIS
(6) AUSWIRKUNGEN DER
KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNGEN –
AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH
(7) KAPITALKONSOLIDIERUNG
(8) AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH
(DISCONTINUED OPERATIONS)
(9) WÄHRUNGSUMRECHNUNG
C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
(10) LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
(11) LATENTE STEUERN
(12) SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND
FINANZANLAGEN
(13) VORRÄTE
(14) FORDERUNGEN
(15) ZAHLUNGSMITTEL UND
ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
(16) RÜCKSTELLUNGEN
(17) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
(18) VERBINDLICHKEITEN
(19) ERTRAGSREALISIERUNG
(20) SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
(21) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
(22) SACHANLAGEN
(23) NUTZUNGSRECHTE
(24) SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND
FINANZANLAGEN
(25) LATENTE STEUERN
(26) VORRÄTE
(27) FORDERUNGEN
(28) ZAHLUNGSMITTEL UND
ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
(29) EIGENKAPITAL
(30) VERBINDLICHKEITEN
(31) RÜCKSTELLUNGEN
(32) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND
VERBINDLICHKEITEN AUS
HAFTUNGSVERHÄLTNISSEN
E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-
VERLUST-RECHNUNG
(33) UMSATZERLÖSE
(34) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
(35) AUFWENDUNGEN FÜR MATERIAL UND SONSTIGE
BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
(36) PERSONAL
(37) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE
GEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND
SACHANLAGEN
(38) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
(39) FINANZERFOLG
(40) ERTRAGSTEUERN
(41) ERGEBNIS AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH
(42) ERGEBNIS JE AKTIE
F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
(CASHFLOW-STATEMENT)
(43) KAPITALFLUSS AUS DEM ERGEBNIS
(44) KAPITALFLUSS AUS DER OPERATIVEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
(45) KAPITALFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
(46) KAPITALFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
G. SONSTIGE ANGABEN
(47) FINANZINSTRUMENTE UND
RISIKOBERICHTERSTATTUNG
(48) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
(49) ZIELE DES EIGENKAPITALMANAGEMENTS
(50) ANGABEN ÜBER DIE MITGLIEDER DER
UNTERNEHMENSORGANE
(51) ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSFÄLLE MIT
NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN ODER PERSONEN
(52) ANGABEN ÜBER EREIGNISSE NACH DEM
BILANZSTICHTAG
18
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
Anmerkung
in TEUR
2025
2024
(33)
UMSATZERLÖSE
790.393
806.991
Aktivierte Eigenleistungen
0
31
(34)
Sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
6.918
13.247
(35)
-600.655
-620.871
Herstellungsleistungen
(36)
Personalaufwand
-111.517
-114.039
0
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-47.790
-52.232
EBITDA
37.349
33.127
(21),(22),(23),(37)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
-23.989
-24.807
(10)
Außerplanmäßige Abschreibungen
0
-1.800
Betriebserfolg (EBIT)
13.360
6.520
Zinserträge
301
564
Zinsaufwendungen
-6.823
-9.251
Sonstige Finanzerträge
28
31
Sonstige Finanzaufwendungen
-30
-34
Finanzerfolg
-6.524
-8.690
ERGEBNIS VOR STEUERN
6.836
-2.170
(40)
Ertragsteuern
-1.571
81
Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche
5.265
-2.089
Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich
-41.445
-3.020
Jahresergebnis
-36.180
-5.109
davon dem Mutterunternehmen zuzurechnender Ergebnisanteil
(Konzernergebnis)
-36.180
-5.109
(42)
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
Unverwässert
0,68
-0,26
Verwässert
0,68
-0,26
(42)
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich
Unverwässert
-5,32
-0,37
Verwässert
-5,32
-0,37
(42)
Ergebnis je Aktie
Unverwässert
-4,65
-0,63
Verwässert
-4,65
-0,63
19
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Anmerkung
in TEUR
2025
2024
Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche
5.265
-2.089
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
(40)
2.442
-607
Personalrückstellungen
Summe der Posten, die nachträglich nicht in die Gewinn- und
2.442
-607
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
Sonstiges Gesamtergebnis fortzuführende Geschäftsbereiche
2.442
-607
Gesamtergebnis fortzuführende Geschäftsbereiche
7.707
-2.696
davon dem Mutterunternehmen zuzurechnendes
7.707
-2.696
Gesamtergebnis fortzuführende Geschäftsbereiche
(40)
Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich
-41.445
-3.020
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung
1.250
-916
Ergebniswirksame Umgliederung aus der Fremdwährungsumrechnung
5.810
0
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
7.060
-916
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
170
-151
Personalrückstellungen
Summe der Posten, die nachträglich nicht in die Gewinn- und
170
-151
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
Sonstiges Gesamtergebnis aufgegebener Geschäftsbereich
7.230
-1.067
davon dem Mutterunternehmen zuzurechnendes
Gesamtergebnis aufgegebener Geschäftsbereich
-34.215
-4.087
-34.215
-4.087
Gesamtergebnis aufgegebener Geschäftsbereich
Gesamtergebnis
-26.508
-6.782
davon dem Mutterunternehmen zuzurechnender
-26.508
-6.782
Gesamtergebnisanteil
20
KONZERNBILANZ
Anmerkung
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
(10),(21)
Immaterielle Vermögenswerte
17.108
18.046
(23)
Nutzungsrechte Leasing
55.110
69.700
(10),(22)
Sachanlagen
46.190
96.703
(12),(24)
Finanzanlagen
21
40
(12),(24)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
4.881
2.220
(11),(25)
Aktive latente Steuern
0
2.587
123.310
189.296
Kurzfristige Vermögenswerte
(13),(26)
Vorräte
151.551
182.928
(14),(27)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.265
22.477
(14),(27)
Steuerforderungen
241
1.428
(14),(27)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16.133
14.811
(14),(27)
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
3.874
11.010
(15),(28)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
41.063
48.401
219.127
281.055
Summe Vermögenswerte
342.437
470.351
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Eigenkapital
(29)
Grundkapital
8.652
8.652
(29)
Kapitalrücklagen
22.331
22.331
(29)
Einbehaltene Ergebnisse
131.181
167.930
(29)
Sonstiges Ergebnis
-3.413
-13.653
(29)
Eigene Anteile
-20.809
-20.809
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
137.943
164.451
Langfristige Schulden
(18),(30)
Finanzverbindlichkeiten
15.563
28.754
(18),(30)
Leasingverbindlichkeiten
40.977
54.327
(16),(31)
Personalrückstellungen
25.193
33.473
(11),(25)
Passive latente Steuern
1.950
1.915
(17),(31)
Sonstige Rückstellungen
655
751
84.338
119.220
Kurzfristige Schulden
(18),(30)
Finanzverbindlichkeiten
8.574
37.599
(18),(30)
Leasingverbindlichkeiten
15.765
17.245
(18),(30)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
49.969
73.064
(18),(30)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
11.853
11.393
(18),(30)
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
32.792
46.277
(30)
Steuerschulden
378
125
(17),(31)
Sonstige Rückstellungen
825
977
120.156
186.680
Summe Eigenkapital und Schulden
342.437
470.351
21
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Anmerkung
in TEUR
2025
2024
Jahresergebnis
-36.180
-5.109
Entkonsolidierungsergebnis
41.174
0
Zinserträge und -aufwendungen
10.669
11.183
Ertragsteuern
2.519
-476
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
32.113
41.979
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen
-495
-4.008
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen
102
412
Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren
29
34
Veränderung langfristiger Rückstellungen
-1.743
-2.130
Gezahlte Zinsen
-6.389
-9.211
Erhaltene Zinsen
344
696
Gezahlte Ertragsteuern
-620
-3.637
(43)
Kapitalfluss aus dem Ergebnis
41.522
29.732
davon aufgegebener Geschäftsbereich
9.994
11.058
Veränderung Vorräte
-3.235
21.032
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-6.125
7.509
Veränderung sonstiger Forderungen
2.208
-9.054
Veränderung kurzfristiger Rückstellungen
197
-126
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
975
-11.954
Veränderung Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen
0
-1
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten
-1.321
-657
Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen
-4
-481
(44)
Kapitalfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit
34.218
36.001
davon aufgegebener Geschäftsbereich
12.626
1.990
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
-11.031
-15.513
(45)
und Sachanlagen
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
768
8.579
und Sachanlagen
Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen
-10
0
Auszahlungen aus dem Kauf von Wertpapieren
0
-110
Einzahlungen Termingeldeinlagen
0
9.000
Einzahlungen aus dem Verkauf des aufgegebenen Geschäftsbereichs
3.225
0
(6),(45)
abzüglich abgehender Zahlungsmittel
(6),(45)
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit
-7.048
1.956
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-1.592
-10.051
Kauf eigene Anteile
0
-20.809
Tilgung Leasing
-19.910
-19.532
Aufnahme von Krediten
5.004
35.776
Tilgung von Krediten
-19.602
-24.834
(46)
Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit
-34.508
-29.399
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-11.291
4.624
VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL
-7.338
8.558
Anfangsbestand der liquiden Mittel
48.401
39.843
(15),(28)
Endbestand der liquiden Mittel
41.063
48.401
22
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS
Sonstiges Ergebnis
Versicherungs-
EK der
Währungs-
mathematische
Eigentümer des
Grund-
Kapital-
Einbehaltene
ausgleichs-
Gewinne/Verluste
Eigene
Mutter-
Konzern-
Anmerkung
in TEUR
kapital
rücklage
Ergebnisse
posten
gemäß IAS 19
Anteile
unternehmens
kapital
Stand 01.01.2024
8.652
22.331
173.039
-6.144
-5.836
0
192.042
192.042
Jahresergebnis
-5.109
-5.109
-5.109
Sonstiges Gesamtergebnis
-916
-757
-1.673
-1.673
Gesamtergebnis 2024
0
-5.109
-916
-757
0
-6.782
-6.782
Erwerb eigene Anteile
-20.809
-20.809
-20.809
Geschäftsvorfälle mit Eigentümern
0
0
0
0
0
-20.809
-20.809
-20.809
Stand 31.12.2024 = 01.01.2025
8.652
22.331
167.930
-7.060
-6.593
-20.809
164.451
164.451
Jahresergebnis
-36.180
-36.180
-36.180
Sonstiges Gesamtergebnis
7.060
2.612
9.672
9.672
(8)
davon ergebniswirksame Umgliederung
5.810
5.810
5.810
Gesamtergebnis 2025
0
-36.180
7.060
2.612
0
-26.508
-26.508
(8)
Umgliederung IAS 19 Rücklage
iZm Abgang IFRS 5
-568
568
0
0
STAND 31.12.2025
8.652
22.331
131.181
0
-3.413
-20.809
137.943
137.943
23
KONZERN-ANLAGENSPIEGEL*
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Kunden-
Marken- und
beziehungen,
Kundenbelie-
Rechte,
Entwicklungs-
in TEUR
ferungsrechte
Lizenzen
Firmenwerte
aufwendungen
Summe
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
15.450
29.742
9.503
606
55.301
Kursdifferenzen
0
-348
0
-15
-363
Zugänge
0
1.388
0
0
1.388
Abgänge
0
168
0
0
168
Stand 31.12.2024
15.450
30.614
9.503
592
56.158
Stand 01.01.2025
15.450
30.614
9.503
592
56.158
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
0
-16.155
-1.195
-592
-17.942
Zugänge
0
490
0
0
490
Abgänge
0
2.352
0
0
2.352
Stand 31.12.2025
15.450
12.597
8.308
1
36.354
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2024
7.001
26.130
1.196
588
34.915
Stand 31.12.2024
7.027
27.510
2.996
580
38.113
Stand 01.01.2025
7.027
27.510
2.996
580
38.113
Stand 31.12.2025
7.285
10.160
1.801
2
19.248
Buchwerte 01.01.2024
8.449
3.612
8.307
18
20.386
Buchwerte 31.12.2024
8.423
3.104
6.507
12
18.046
Buchwerte 01.01.2025
8.423
3.104
6.507
12
18.046
Buchwerte 31.12.2025
8.165
2.437
6.507
-1
17.108
Buchwerte 01.01.2024
8.449
3.612
8.307
18
20.386
Kursdifferenzen
0
-2
0
-1
-3
Zugänge
0
1.388
0
0
1.388
Abgänge
0
7
0
0
7
Abschreibungen des Geschäftsjahres
26
1.887
1.800
5
3.718
davon planmäßige Abschreibung
26
1.887
0
5
1.918
davon außerplanmäßige Abschreibung
0
0
1.800
0
1.800
Buchwerte 31.12.2024
8.423
3.104
6.507
12
18.046
Buchwerte 01.01.2025
8.423
3.104
6.507
12
18.046
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
0
-130
0
-8
-138
Kursdifferenzen
0
1
0
0
1
Zugänge
0
490
0
0
490
Abgänge
0
2
0
0
2
Abschreibungen des Geschäftsjahres
258
1.026
0
5
1.289
davon planmäßige Abschreibung
258
1.026
0
5
1.289
Buchwerte 31.12.2025
8.165
2.437
6.507
-1
17.108
* Der Konzern-Anlagenspiegel ist Teil des Konzernanhangs.
24
KONZERN-ANLAGENSPIEGEL*
SACHANLAGEN
Andere Anlagen,
Geleistete
Technische
Betriebs- und
Anzahlungen
Grundstücke
Anlagen
Geschäfts-
und Anlagen im
in TEUR
und Bauten
und Maschinen
ausstattung
Bau
Summe
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
76.441
77.429
71.464
9.974
235.308
Kursdifferenzen
-269
-493
-11
65
-708
Zugänge
1.135
7.132
2.571
3.289
14.127
Abgänge
7.016
171
6.879
0
14.066
Umbuchungen
554
3.050
1.331
-4.935
0
Stand 31.12.2024
70.845
86.947
68.476
8.393
234.661
Stand 01.01.2025
70.845
86.947
68.476
8.393
234.661
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
-31.090
-87.203
-6.905
-8.967
-134.165
Kursdifferenzen
0
82
35
-7
110
Zugänge
1.347
1.379
2.868
4.946
10.541
Abgänge
483
10
4.411
33
4.937
Umbuchungen
38
186
1.591
-1.815
0
Stand 31.12.2025
40.657
1.381
61.654
2.517
106.210
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2024
32.440
48.311
46.469
-29
127.191
Stand 31.12.2024
32.848
58.468
46.298
344
137.958
Stand 01.01.2025
32.848
58.468
46.298
344
137.958
Stand 31.12.2025
15.848
1.381
42.397
392
60.018
Buchwerte 01.01.2024
44.001
29.118
24.995
10.003
108.117
Buchwerte 31.12.2024
37.997
28.479
22.178
8.049
96.703
Buchwerte 01.01.2025
37.997
28.479
22.178
8.049
96.703
Buchwerte 31.12.2025
24.809
0
19.257
2.125
46.191
Buchwerte 01.01.2024
44.001
29.118
24.995
10.003
108.118
Kursdifferenzen
-165
-305
12
65
-393
Zugänge
1.135
7.132
2.571
3.289
14.127
Abgänge
4.214
0
792
0
5.006
Umbuchungen
793
3.030
1.485
-5.308
0
Abschreibungen des Geschäftsjahres
3.553
10.496
6.093
0
20.142
davon planmäßige Abschreibung
2.843
6.108
6.093
0
15.044
davon außerplanmäßige Abschreibung
710
4.388
0
0
5.098
Buchwerte 31.12.2024
37.997
28.479
22.178
8.049
96.703
Buchwerte 01.01.2025
37.997
28.479
22.178
8.049
96.703
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
-11.737
-26.350
-1.168
-9.003
-48.258
Kursdifferenzen
5
148
2
-5
147
Zugänge
1.347
1.379
2.868
4.946
10.541
Abgänge
12
3
310
33
358
Umbuchungen
43
186
1.585
-1.815
0
Abschreibungen des Geschäftsjahres
2.834
3.839
5.898
14
12.585
davon planmäßige Abschreibung
2.834
3.839
5.898
14
12.585
Buchwerte 31.12.2025
24.809
0
19.257
2.125
46.190
* Der Konzern-Anlagenspiegel ist Teil des Konzernanhangs.
25
KONZERN-ANLAGENSPIEGEL*
NUTZUNGSRECHTE LEASING
Andere
Anlagen,
Technische
Betriebs- und
Grundstücke
Anlagen
Geschäfts-
in TEUR
und Bauten
Fahrzeuge
und Maschinen
ausstattung
Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024
130.587
6.013
5.092
1.049
142.741
IFRS 16 Modifizierungen
12.577
90
-2
127
12.792
Kursdifferenzen
37
-46
21
-4
8
Zugänge
531
4.034
45
0
4.610
Abgänge
2.678
254
1
128
3.061
Stand 31.12.2024
141.054
9.838
5.155
1.043
157.090
Stand 01.01.2025
141.054
9.838
5.155
1.043
157.090
IFRS 16 Modifizierungen
10.038
32
30
97
10.197
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
-17.278
-4.001
-4.994
-241
-26.514
Kursdifferenzen
-1
-4
-1
-1
-7
Zugänge
285
2.752
22
0
3.059
Abgänge
1.702
21
0
4
1.727
Stand 31.12.2025
132.396
8.597
212
893
142.098
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2024
63.516
3.259
4.750
757
72.282
Stand 31.12.2024
77.307
4.319
4.942
823
87.391
Stand 01.01.2025
77.307
4.319
4.942
823
87.391
Stand 31.12.2025
82.618
3.344
212
813
86.987
Buchwerte 01.01.2024
67.071
2.754
342
291
70.460
Buchwerte 31.12.2024
63.747
5.519
213
219
69.699
Buchwerte 01.01.2025
63.747
5.519
213
219
69.700
Buchwerte 31.12.2025
49.778
5.253
0
79
55.111
Buchwerte 01.01.2024
67.071
2.754
342
291
70.460
IFRS 16 Modifizierungen
12.577
90
-2
127
12.792
Kursdifferenzen
-15
-20
-5
-2
-42
Zugänge
531
4.034
45
0
4.610
Abgänge
0
0
1
0
1
Abschreibungen des Geschäftsjahres
16.417
1.339
166
197
18.119
davon planmäßige Abschreibung
16.417
1.339
166
197
18.119
Buchwerte 31.12.2024
63.747
5.519
213
219
69.700
Buchwerte 01.01.2025
63.747
5.519
213
219
69.700
IFRS 16 Modifizierungen
10.038
32
30
97
10.197
Abgang IFRS 5 inkl. Währungsdifferenz
-8.197
-1.243
-109
-48
-9.597
Kursdifferenzen
-17
8
2
0
-7
Zugänge
285
2.752
22
0
3.059
Abgänge
3
0
0
0
3
Abschreibungen des Geschäftsjahres
16.077
1.815
158
189
18.239
davon planmäßige Abschreibung
16.077
1.815
158
189
18.239
Buchwerte 31.12.2025
49.778
5.253
0
79
55.110
* Der Konzern-Anlagenspiegel ist Teil des Konzernanhangs.
26
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*
STRATEGISCHE GESCHÄFTSFELDER
Frauenthal Handel
Frauenthal Automotive
Frauenthal Immobilien
Holding und Sonstige
Konzern-Eliminierungen
Frauenthal-Gruppe
in TEUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Fremdkapital
202.822
211.844
0
90.662
6.553
3.528
4.941
2.408
-9.822
-2.420
204.494
306.022
Vermögen
322.797
329.726
0
133.757
32.581
6.314
11.824
3.115
-24.765
-2.561
342.437
470.351
REGIONEN NACH STANDORTEN/GESELLSCHAFTSSITZ
Sachanlagen, Nutzungsrechte Leasing
Durchschnittliche Beschäftigte
und Immaterielles Vermögen
in TEUR
2025
2024
2025
2024
Österreich
118.408
123.743
1.471
1.579
Deutschland
0
12.146
0
182
Schweden
0
13.852
0
278
Sonstige Länder
0
34.708
0
544
Frauenthal-Gruppe
118.408
184.449
1.471
2.583
* Die Konzern-Segmentberichterstattung ist Teil des Konzernanhangs.
27
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*
STRATEGISCHE GESCHÄFTSFELDER
Frauenthal Handel
Frauenthal Immobilien
Holding und Sonstige
Konzern-Eliminierungen
Frauenthal-Gruppe
in TEUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Außenumsatz
790.384
806.977
0
0
9
13
0
0
790.393
806.991
Innenumsatz
0
0
3.032
788
1.736
1.755
-4.768
-2.543
0
0
Umsatz gesamt
790.384
806.977
3.032
788
1.745
1.768
-4.768
-2.543
790.393
806.991
Materialaufwand
-600.612
-620.871
-43
0
0
0
0
0
-600.655
-620.871
Personalaufwand
-109.656
-112.007
0
0
-1.861
-2.032
0
0
-111.517
-114.039
Sonstige betriebliche Aufwendungen**
-47.828
-52.420
-78
-11
-1.812
-1.759
1.929
1.957
-47.789
-52.233
EBITDA
39.154
34.945
2.954
777
-1.723
-1.807
-3.036
-787
37.349
33.127
Bereinigung Einmaleffekte
1)
0
-3.035
0
0
0
0
0
0
0
-3.035
EBITDA bereinigt
1)
39.154
31.910
2.954
777
-1.723
-1.807
-3.036
-787
37.349
30.092
Abschreibungen
-25.904
-26.893
-608
-112
-393
-376
2.916
774
-23.989
-26.607
davon außerplanmäßige Abschreibung
0
-1.800
0
0
0
0
0
0
-1.800
Betriebserfolg (EBIT)
13.250
8.052
2.346
665
-2.116
-2.183
-120
-13
13.360
6.520
Betriebserfolg EBIT bereinigt
1)2)
13.250
6.816
2.346
665
-2.116
-2.183
-120
-13
13.360
5.285
Zinserträge
289
411
1
0
11
158
0
-5
301
564
Zinsaufwendungen
-6.713
-8.989
-243
-106
-162
-184
295
28
-6.823
-9.251
Sonstiges Finanzergebnis
-1
-3
-2
0
0
0
1
0
-2
-3
Ergebnis vor Steuern
6.825
-529
2.101
559
-2.267
-2.209
177
10
6.836
-2.170
Ergebnis vor Steuern bereinigt
1) 2)
6.825
-1.764
2.101
559
-2.267
-2.209
177
10
6.836
-3.404
Steuern vom Einkommen und Ertrag
433
-1.143
-518
-129
-434
1.354
-1.052
-2
-1.571
81
Ergebnis nach Steuern
7.258
-1.672
1.584
430
-2.701
-855
-875
8
5.265
-2.089
Ergebnis nach Steuern bereinigt
2)
7.258
128
1.584
430
-2.701
-855
-875
8
5.265
-289
Ergebnis nach Steuern bereinigt
1) 2)
7.258
-2.907
1.584
430
-2.701
-855
-875
8
5.265
-3.324
Investitionen
3)
6.017
5.366
181
0
9
51
0
0
6.207
5.417
Mitarbeiter
1.463
1.569
0
0
8
10
0
0
1.471
1.579
1)
2024: bereinigt um Sonderertrag iHv MEUR 3,0 aus dem Verkauf einer Immobilie in der Division Frauenthal Handel
2)
2024: bereinigt um außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwertes in der Division Frauenthal Handel MEUR -1,8
3)
Erhöhungen von Nutzungsrechten aus Miet- und Leasingverträgen werden nicht in das hier ausgewiesene Investitionsvolumen einbezogen.
** 2025: ohne Transaktionskosten des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive
* Die Konzern-Segmentberichterstattung ist Teil des Konzernanhangs.
28
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*
UMSATZ IN REGIONEN NACH ENDKUNDEN
Frauenthal Handel
Holding und Sonstige
Frauenthal-Gruppe
in TEUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Österreich
776.018
790.339
9
14
776.027
790.353
Deutschland
8.657
10.339
0
0
8.657
10.339
Tschechien
1.193
1.817
0
0
1.193
1.817
Sonstige EU
3.636
3.125
0
0
3.636
3.125
Sonstiges Europa
570
1.086
0
0
570
1.086
Sonstige
311
271
0
0
311
271
Summe
790.384
806.977
9
14
790.393
806.991
* Die Konzern-Segmentberichterstattung ist Teil des Konzernanhangs.
Das Segment Frauenthal Immobilien ist hier nicht enthalten, da keine Außenumsätze erzielt werden.
29
KONZERNANHANG FÜR 2025
DER FRAUENTHAL HOLDING AG
A. ALLGEMEINES
(1) INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN
Die Frauenthal Holding AG ist im Firmenbuchgericht Wien unter FN 83990s registriert. Die Geschäftsanschrift lautet: Frauenthal
Holding AG, Rooseveltplatz 10, 1090 Wien, Österreich.
Am 23. Dezember 2025 fand das Closing bezüglich des Verkaufs der gesamten Division Frauenthal Automotive statt. Das Management
hat sich nach dem Verkauf der Division Frauenthal Automotive dazu entschieden, den Fokus auf den strukturierten Aufbau der Division
Frauenthal Immobilien zu legen. Ab dem zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wird der Immobilienbereich der Frauenthal-
Gruppe als eigenständiges Segment Division Frauenthal Immobilien berichtet.
Die Frauenthal-Gruppe, ein österreichischer börsennotierter Mischkonzern, umfasst zwei Unternehmensbereiche. Die
Geschäftstätigkeit ihrer Konzerngesellschaften beinhaltet zum einen die Division Frauenthal Handel und zum anderen die Division
Frauenthal Immobilien.
(2) GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Die Aufstellung dieses Konzernabschlusses erfolgt in Anwendung von § 245a UGB nach international anerkannten
Rechnungslegungsgrundsätzen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Der Konzernabschluss der Frauenthal Holding AG
(„Frauenthal-Gruppe“, „Frauenthal Konzern“ oder „der Konzernabschluss “) zum 31. Dezember 2025 wurde nach den Vorschriften
der am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien, des vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Die im Bericht dargelegten Berechnungen sind EDV-technisch ermittelt worden. Die Darstellung der Werte erfolgt mittels kaufmännisch
gerundeter Zahlen, weshalb sich Rundungsdifferenzen ergeben können. Aus diesem Grund kann die manuelle Berechnung von Werten
zu Abweichungen bei den ausgewiesenen Zwischen- und Gesamtsummen führen.
(3) ERSTMALIG BZW. ZUKÜNFTIG ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN
Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2025 die folgenden Standards von der Gruppe angewandt, wobei sich keine Auswirkungen auf die
Gruppe ergeben:
(3.1) Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2025
angewendet
Aus der Anwendung dieser Änderungen ergaben sich für die Frauenthal-Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen.
Neuer Standard oder Änderung
Datum der
Datum der
Datum der
Veröffentlichung
Übernahme
erstmaligen
durch IASB
in EU-Recht
Anwendung
laut EU-Recht
Änderungen an IAS 21: Wechselkursänderungen – Mangel
15.8.2023
12.11.2024
1.1.2025
an Umtauschbarkeit
30
(3.2) Folgende in EU-Recht übernommene IFRS-Standards wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber
erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht freiwillig vorzeitig
angewandt.
Aus den Änderungen erwartet die Frauenthal-Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen.
Neuer Standard oder Änderung
Datum der
Datum der
Datum der
Veröffentlichung
Übernahme
erstmaligen
durch IASB
in EU-Recht
Anwendung
laut EU-Recht
Jährliche Verbesserungen an IFRS Accounting Standards –
Volume 11; Änderungen an
-
IFRS 1 Erstmalige Anwendung
-
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
-
Implementierungsleitlinien zu IFRS 7:
18.7.2024
9.7.2025
1.1.2026
Finanzinstrumente: Angaben
-
IFRS 9 Finanzinstrumente
-
IFRS 10 Konzernabschlüsse
-
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Verträge, die sich auf
IAS 7 Kapitalflussrechnungen
naturabhängigen Strom beziehen
18.12.024
30.6.2025
1.1.2026
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Klassifizierung und
Bewertung von Finanzinstrumenten
30.5.2024
27.5.2025
1.1.2026
(3.3) Nachfolgende Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die vom IASB
herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 noch nicht verpflichtend
anzuwenden. Deren Anwendung setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens
(„Endorsement“) der EU angenommen werden.
Aus den Änderungen erwartet die Frauenthal-Gruppe mit Ausnahme von IFRS 18 keine wesentlichen Auswirkungen.
Neuer Standard oder Änderung
Datum der
Datum der
(Übernahme in EU-Recht ausstehend)
Veröffentlichung
erstmaligen
durch IASB
Anwendung
laut IASB
IFRS 19: Tochterunternehmen ohne öffentliche
9.5.2024
1.1.2027
Rechenschaftspflicht (Angaben)
IFRS 18: Darstellung und Angaben im Abschluss*
9.4.2024
1.1.2027
Änderungen an IFRS 19: Tochterunternehmen ohne
21.8.2025
1.1.2027
öffentliche Rechenschaftspflicht (Angaben)
Änderungen an IAS 21: Wechselkursänderungen –
13.11.2025
1.1.2027
Umrechnung in eine hochinflationäre Darstellungswährung
* Die Änderungen zu IFRS 18 wurden am 16.2.2026 endorsed.
ÄNDERUNGEN ZU IFRS 18 – DARSTELLUNG UND ANGABE IM ABSCHLUSS
Durch die Änderungen zu IFRS 18 ergeben sich umfangreiche strukturelle Änderungen, die sich auf den Abschluss auswirkenwerden.
IFRS 18 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2027 beginnen retrospektiv anzuwenden. Die Frauenthal-Gruppe plant
keine vorzeitige Anwendung.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden sämtliche Erträge und Aufwendungen in die neuen Kategorien betriebliche Tätigkeit,
Investitionen, Finanzierung, Ertragsteuern und aufgegebene Geschäftsbereiche zugeordnet und es wird die verpflichtenden
Zwischensummen Betriebsergebnis, Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern und Periodenergebnis geben. In der Kategorie
betriebliche Tätigkeit werden jene Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die aus der Hauptgeschäftstätigkeit stammen sowie jene
Erträge und Aufwendungen, die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Der Kategorie Investitionen sind jene Erträge und
Aufwendungen zuzuordnen, wenn diese aus bestimmten Vermögenswerten resultieren, zB Beteiligungen, Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalenten, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie aus Investitionen in andere Vermögenswerte, die
eigenständig und weitgehend unabhängig von anderen Ressourcen des Unternehmens Rückflüsse generieren .
31
In der Kategorie Finanzierung sind zB Zinserträge und -aufwendungen sowie Erträge und Aufwendungen aus Zinssatzänderungen,
Erträge und Aufwendungen aus der Erst- und Folgebewertungen auszuweisen – dies ist sowohl für Finanzverbindlichkeiten als auch
für sonstige Verbindlichkeiten anzuwenden, sofern deren gesonderte Erfassung nicht in einem anderen IFRS-Standard vorgeschrieben
ist.
Mit der Veröffentlichung des IFRS 18 ergeben sich teilweise Änderungen bei der Darstellung der Kapitalflussrechnung in IAS 7. Zins-
und Dividendenauszahlungen sind künftig im Kapitalfluss aus dem Finanzierungsbereich, Zins- und Dividendeneinzahlungen im
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit auszuweisen. Als Ausgangspunkt der Kapitalflussrechnung wird zukünftig anstelle des bisher
verwendeten Ergebnisses vor Ertragsteuern das Betriebsergebnis verwendet.
Des Weiteren verpflichtet IFRS 18 die Unternehmen zu Offenlegungen im Zusammenhang mit Management Performance Measures
(MPMs). Hierbei wird zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungskennzahlen unterschieden. MPMs sind Zwischensummen
von Erträgen und Aufwendungen, die in der öffentlichen Kommunikation außerhalb des IFRS-Abschlusses verwendet werden
(zB Kennzahlen im Lagebericht, im freiwilligen Teil des Geschäftsberichts, in Pressemitteilungen, auf der Website des Unternehmens).
Werden solche Kennzahlen verwendet, müssen die Definition, die Berechnungsweise sowie die Begründung für die Verwendung
zukünftig im Konzernanhang erläutert werden.
(4) NACHHALTIGKEIT, GEOPOLITISCHE KONFLIKTE, INFLATION UND ZINSNIVEAU
NACHHALTIGKEIT
Umweltorientierung und Ressourcenschonung sind sowohl aus geschäftsstrategischen Gründen als auch aufgrund der Werthaltung
des Managements und der Mitarbeitenden der Frauenthal-Gruppe eine wichtige Zielsetzung.
In der Division Frauenthal Handel wird unsere Kundschaft beim Verkauf von energieeffizienten Heizungssystemen und PV-Anlagen
beraten. Die Forcierung von Produkten im Sanitärbereich, die den Energie- und Wasserverbrauch reduzieren, ist ebenso ein Beitrag zur
Förderung des Umweltbewusstseins. Die Nachfrage in dem Bereich ist von der Ausgestaltung staatlicher Förderungen im Bereich der
energieeffizienten Sanierung abhängig. Es bieten sich darüber hinaus zahlreiche Ansatzpunkte zur Förderung von umwelt- und
ressourcenschonenden Technologien. Beispiele dafür sind Projekte im Bereich der Wärmerückgewinnung, des Energiemonitorings, des
Einsatzes von LEDs, modernen Heiz- und Klimageräten, Wärmepumpen, PV-Anlagen, sowie im Bereich der Elektromobilität und EURO-
IV-LKWs mit reduziertem Emissionsausstoß.
Als börsennotiertes Unternehmen ist Frauenthal für interne und externe Stakeholder in hohem Maße transparent. Das Vertrauen
unserer Mitarbeitenden und jenes von Kunden/innen, Lieferanten, Geschäftspartnern sowie Aktionären hängt auch von der
wahrgenommenen Zukunftsorientierung unseres Handelns ab.
Unmittelbare Auswirkungen aus Umwelt- und Klimarisiken auf den Konzernabschluss der Frauenthal-Gruppe werden laufend evaluiert.
In Summe wurden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss identifiziert. Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von
Vermögenswerten oder Firmenwerten wurde auf Auswirkungen aus Umwelt- und Klimarisiken geachtet. Zum Stichtag ergaben sich
bezogen auf Umwelt- und Klimarisiken keine Wertminderungserfordernisse. Weiters ergaben sich aus der Analyse der Risiken in
Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaschutz zum Stichtag keine wesentlichen bilanzierungspflichtigen Rückstellungen oder
Eventualverbindlichkeiten.
Weitere Details können dem gesonderten konsolidierten nichtfinanziellen Bericht (dem Nachhaltigkeitsbericht) 2025 der Frauenthal-
Gruppe unter www.frauenthal.at/de/berichte.html entnommen werden.
GEOPOLITISCHE KONFLIKTE, MARKTUMFELD
Das Geschäftsjahr 2025 ist für die Frauenthal-Gruppe von einem weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeld und einer
angespannten Marktsituation geprägt.
Die Frauenthal-Gruppe hat zwar keine Gesellschaften sowie keine wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten in der Ukraine, Russland
oder dem Nahen Osten, allerdings sind diese Konflikte Treiber für die ohnehin anhaltend hohe Inflation im Jahr 2025. Durch den am
28. Februar 2026 erfolgten Angriff auf den Iran wird die Inflation aller Voraussicht nach im Jahr 2026 weiterhin auf hohem Niveau
bleiben.
In der Division Frauenthal Handel stellt die Kombination aus schwächelnder Baukonjunktur und hohem Kostendruck im Jahr 2025 eine
Herausforderung dar. Die Verbesserung im Ergebnis ist primär auf eingeleitete Kostenmaßnahmen zurückzuführen.
Die makroökonomischen Gegebenheiten (Baukonjunktur, Inflation, Zinsniveau, Lieferkettenprobleme) werden im Zuge der
Bilanzerstellung bei der Bewertung von Vermögenswerten und Rückstellungen berücksichtigt.
32
B. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
(5) KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis wurde gemäß IFRS 10 festgelegt. Gegenüber dem 31. Dezember 2024 verändert sich die Anzahl der
einbezogenen Gesellschaften wie folgt:
Aufgegebener Geschäftsbereich
Am 23. Dezember 2025 fand das Closing bezüglich des Verkaufs der gesamten Division Frauenthal Automotive statt. Folgende
Tochtergesellschaften wurden verkauft und zum 30.11.2025 entkonsolidiert:
Sitz
Anteil am Kapital
Abschluss
mittelbar
unmittelbar
stichtag
FRAUENTHAL AUTOMOTIVE
Frauenthal Automotive GmbH
Wien, Österreich
100,00%
31.12.
Frauenthal Airtank Elterlein GmbH
Elterlein, Deutschland
100,00%
31.12.
Frauenthal Airtank Hustopeče s.r.o.
Hustopeče, Tschechien
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec AB
Göteborg, Schweden
100,00%
31.12.
Gnotec Asia Holding Ltd.
Hongkong, Hongkong
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec China Co. Ltd.
Kunshan, Volksrepublik China
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Slovakia s.r.o.
Čadca, Slowakei
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Sweden AB
Kinnared, Schweden
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Inc.
Fountain Inn, USA
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Germany GmbH
Hamburg, Deutschland
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Tool Development AB
Göteborg, Schweden
100,00%
31.12.
Frauenthal Gnotec Trade (Kunshan) Co. Ltd.
Kunshan, Volksrepublik China
100,00%
31.12.
Verschmelzungen
Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2025 in die Frauenthal Handel Gruppe AG verschmolzen:
Sitz
Anteil am Kapital
Abschluss
mittelbar
unmittelbar
stichtag
FRAUENTHAL HANDEL
Frauenthal Beta GmbH
Wien, Österreich
100,00%
31.12.
Frauenthal Handel GmbH
Wels, Österreich
100,00%
31.12.
SHT Haustechnik GmbH
Perchtoldsdorf, Österreich
100,00%
31.12.
Liquidation
Sitz
Anteil am Kapital
Abschluss
mittelbar
unmittelbar
stichtag
FRAUENTHAL HANDEL
OVI Online Vertrieb für Installateurbedarf GmbH i.L.
(vormals: OVI Online Vertrieb für Installateurbedarf
Dresden, Deutschland
100,00%
31.12.
GmbH)
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften hat sich im Geschäftsjahr 2025 wie folgt verändert:
Inland
Ausland
Gesamt
Einbezogen zum 31.12.2024
8
12
20
Verschmelzungen
-3
0
-3
Verkauf
-1
-11
-12
Liquidationen
0
-1
-1
Einbezogen zum 31.12.2025
4
0
4
33
Folgende Unternehmen werden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Sitz
Anteil am Kapital
Abschluss
mittelbar
unmittelbar
stichtag
Frauenthal Immobilien GmbH
Wien, Österreich
100,00%
31.12.
FRAUENTHAL HANDEL
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH
Wien, Österreich
100,00%
31.12.
Frauenthal Handel Gruppe AG
Wien, Österreich
100,00%
31.12.
1a Installateur-Marketingberatung für Gas-, Sanitär-
und Heizungsinstallateure GmbH
Perchtoldsdorf, Österreich
100,00%
31.12.
Die G – S Company, s.r.o. mit Sitz in Bánovce nad Bebravou, Slowakei wurde am 23. Dezember 2020 gegründet und wird aufgrund
der untergeordneten Bedeutung nicht in die Konsolidierung einbezogen. Zum 31. Dezember 2025 werden mittelbar 100,00 % der
Anteile am Kapital gehalten.
Die bis dato nicht konsolidierte Tochtergesellschaft Techno Heat GmbH mit Sitz in Wien, Österreich wurde im Geschäftsjahr 2025 in
die Frauenthal Handel Gruppe AG verschmolzen.
Die Frauenthal Automotive Holding GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, welche aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht in die
Konsolidierung einbezogen wird, befindet sich zum Stichtag 31. Dezember 2025 in Liquidation. Außer den zuletzt genannten
Gesellschaften gab es im Geschäftsjahr keine weiteren Gesellschaften, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht
konsolidiert wurden.
(6) AUSWIRKUNGEN DER KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNGEN – AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH
Am 23. Dezember 2025 fand das Closing bezüglich der Veräußerung der gesamten Division Frauenthal Automotive statt. Die
Produktionsstandorte in Schweden, Deutschland, Slowakei, Tschechien, China und den USA wurden an die SteelCo GmbH, einem
Metallverarbeitungsunternehmen, das in der Autoindustrie tätig ist, verkauft.
Aufgrund des Wegfalls der Verfügungsmacht erfolgt die Entkonsolidierung der gesamten Division Frauenthal Automotive zum Stichtag
30.11.2025.
34
Die abgehenden Vermögenswerte und Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR
30.11.2025
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
142
Nutzungsrechte Leasing
9.375
Sachanlagen
48.290
Aktive latente Steuern
2.350
60.157
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
34.612
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
22.336
Steuerforderungen
1.542
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
2.429
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
4.079
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
1.522
66.520
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
6.474
Leasingverbindlichkeiten
7.808
Personalrückstellungen
4.104
Passive latente Steuern
2.028
Sonstige Rückstellungen
39
20.453
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
21. 786
Leasingverbindlichkeiten
2.143
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
24.070
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
2.128
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
11.170
Steuerschulden
499
Sonstige Rückstellungen
682
62.478
Reinvermögen
43.746
in TEUR
30.11.2025
Reinvermögen
43.746
Währungsausgleichsposten
5.810
Summe Reinvermögen und Währungsausgleichsposten
49.556
Kaufpreis
10.580
Transaktionskosten
2.198
Entkonsolidierungsverlust
-41.174
in TEUR
2025
Kaufpreis
Fixer Kaufpreis
7.900
Earn-out für 2026 und 2027
2.680
Summe fixer und variabler Kaufpreis
10.580
Zahlungseingang aus dem Kaufpreis
5.000
Fixe Restforderung gegenüber Käufer
2.900
Variable Restforderung gegenüber Käufer
2.680
35
in TEUR
2025
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit
Zahlungseingang aus dem Kaufpreis
5.000
Abgang Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-1.522
Zahlung Transaktionskosten
-253
Nettozahlungsmittelfluss aus dem Verkauf
3.225
Der gesamte Kaufpreis besteht aus fixen und variablen Bestandteilen – die Schätzung des zukünftigen variablen Kaufpreises erfolgte
anhand einer 5-Jahresplanung. Der variable Kaufpreis basiert auf der künftigen Geschäftsentwicklung (EBIT) des aufgegebenen
Geschäftsbereichs in den Jahren 2026 und 2027 und wird erst in den Jahren 2027 und 2028 fällig. Ein Betrag des fixen Kaufpreises
iHv TEUR 5.000 wurde bereits beim Closing überwiesen, der verbleibende fixe Kaufpreis iHv TEUR 2.900 ist bis November 2026 zu
begleichen.
(7) KAPITALKONSOLIDIERUNG
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines
Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem
Unternehmenszusammenschluss bewertet die Frauenthal Holding AG die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen
Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des
erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert
ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von Gesellschaften werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest zu jedem
Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. In Höhe des Betrags, der nicht mehr durch den erwarteten
künftigen Nutzen gedeckt ist, ist eine erfolgswirksame außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen .
(8) AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH (DISCONTINUED OPERATIONS)
Aufgegebene Geschäftsbereiche werden gemäß IFRS 5 bilanziert. Eine Veräußerungsgruppe wird als aufgegebener Geschäftsbereich
eingestuft, sobald der Unternehmensbestandteil abgegangen ist und der aufgegebene Geschäftsbereich einen wesentlichen
Geschäftsbereich darstellt. In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird der aufgegebene Geschäftsbereich separat von den
fortzuführenden Geschäftsbereichen dargestellt und die Vorjahreswerte werden entsprechend angepasst. Der Ausweis des
aufgegebenen Geschäftsbereichs in der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt als „davon“-Vermerk.
Weitere Erläuterungen finden sich unter den Punkten (6) und (41). Alle anderen Angaben enthalten Beträge der fortzuführenden
Geschäftsbereiche, sofern nicht anders angegeben.
(9) WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Tochterunternehmen in Euro erfolgt auf Basis des Konzepts der funktionalen Währung (IAS 21 „The Effects of Changes in Foreign
Exchange Rates“) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist
die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden daher die
Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum
Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird mit der Währungsausgleichsposten verrechnet.
Die Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden
ebenfalls erfolgsneutral in der Währungsausgleichsposten ausgewiesen. Mit dem Abgang der Division Frauenthal Automotive ist keine
Gesellschaft im Konzern vorhanden, die in einer anderen Währung als dem Euro berichtet, deshalb besteht zum 31.12.2025 kein
Währungsausgleichsposten mehr.
In den Einzelabschlüssen der Frauenthal Holding AG und der Tochterunternehmen, welche in den Konzernabschluss einfließen, werden
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum aktuellen Tageskurs bewertet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne
und -verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.
36
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu EUR 1,00
wie folgt verändert:
1 EURO ENTSPRICHT
Stichtagskurs
Durchschnittskurs
30.11.2025
31.12.2024
2025
2024
Tschechische Republik
CZK
24,1700
25,1850
24,7300
25,1190
Schweden
SEK
10,9695
11,4590
11,0605
11,4498
Hongkong
HKD
9,0020
8,0686
8,7921
8,4315
China
CNY
8,1836
7,5833
8,0993
7,7733
USA
USD
1,1566
1,0389
1,1274
1,0808
C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
(10) LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden bei Eintreten von
Impairmenttriggern bzw. für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Marken) zumindest
einmal jährlich im 4. Quartal durchgeführt. Ein Vermögenswert ist gem. IAS 36.8 wertgemindert, wenn sein Buchwert („Carrying
amount“) seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist gem. IAS 36.18 der höhere der beiden Beträge aus
beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten („Fair Value less costs to sell/Fair Value“) und dem Nutzungswert („Value in
Use“).
Sie basieren grundsätzlich auf einer Value in Use Berechnung auf Basis der geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen,
die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind.
Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten
Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Die Unsicherheit bezüglich des Eintritts der zugrunde gelegten Parameter
steigt an, je weiter die Planung in die Zukunft reicht. Die Bewertungen der Zahlungsmittel generierenden Einheiten basieren auf den
erwarteten Zahlungsströmen, die mit durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) nach Unternehmenssteuern abgezinst werden.
Für die Frauenthal-Gruppe stellen der Russland-Ukraine Konflikt sowie der Konflikt im Nahen Osten keine Impairmenttrigger dar, da
die Frauenthal-Gruppe über keine Vermögenswerte in der Ukraine, in Russland und im Nahen Osten verfügt und keine relevanten
Umsätze in diesen Ländern generiert. Zudem werden keine Güter und Waren aus diesen Ländern bezogen.
Im Vorjahr wurde Im Zuge der Werthaltigkeitsprüfung Ende des Jahres in der CGU Frauenthal Gnotec ein Wertminderungsbedarf
festgestellt, der zu einer außerplanmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens von MEUR -5,1 führte. Als Basis für die Prüfung der
Wertminderung wurde der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Value in Use und Fair Value less costs to sell ermittelt. Der Value
in Use wurde auf Basis einer Geschäftsplanung erstellt, deren mittelfristige Umsatzentwicklung auf Marktanalysen sowie internen
Erwartungen beruhte. Die Annahmen waren stark von der Ende des Jahres 2024 hereinbrechenden Automobilkrise getrieben. Der
WACC nach Steuern betrug am 31.12.2024 8,21 %.
Die CGU Frauenthal Airtank wurde ebenfalls im Jahr 2024 von Volumeneinbrüchen getroffen, die zu negativen Budget-Abweichungen
führten. Im Zuge der Werthaltigkeitsprüfung Ende des Jahres 2024 wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Die CGU Handel besteht ab dem Geschäftsjahr 2025 aus den Gesellschaften Frauenthal Handel Gruppe AG und 1a Installateur-
Marketingberatung für Gas-, Sanitär- und Heizungsinstallateure GmbH, es wird ein gemeinsames Reporting erstellt, es gibt eine
gemeinsame Steuerung und Planung, und es werden alle wesentlichen Führungsentscheidungen von ein und demselben Personenkreis
getroffen. Es ergibt sich somit die CGU Frauenthal Handel. Im Geschäftsjahr 2025 wurde die CGU Frauenthal Handel von
Umsatzrückgängen getroffen, die zu entsprechenden negativen Budget-Abweichungen führten.
Die Werthaltigkeit von Firmenwerten und Marken (= immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer) wurde mittels
Vergleich mit dem value in use- getestet. Der Bewertung liegt das im November 2025 erstellte Budget für 2026 sowie eine
Mittelfristplanung bis 2030 zugrunde. Die Annahmen zur Marktentwicklung basieren sowohl auf internen Erfahrungswerten als auch
renommierten externen Marktstudien
37
Für die CGU Frauenthal Handel geht man aufgrund der letztgültigen Prognosen für die Entwicklung der Bauwirtschaft in Österreich
(Euroconstruct) von einem leicht wachsenden Markt von 0,2 % bis 1,1 % (VJ: -4,1 %), einer durchschnittlichen EBIT-Marge von
1,8 % (VJ: 1,5 %) in den Folgejahren und einem Wachstum in der ewigen Rente von 0% aus. Der erzielbare Betrag der CGU wurde
anhand des Nutzungswerts ermittelt. Der für die CGU Frauenthal Handel mit einem WACC vor Steuern von 10,17 %
(31.12.2024: 12,56 %) durchgeführte Wertminderungstest ergab keinen Wertminderungsbedarf (VJ: MEUR -1,8). Im Geschäftsjahr
2025 fand eine Anpassung der Peer Group statt, um die Vergleichsbasis im Großhandelsbereich zu verbreitern. Bei einem Anstieg des
WACC um 1,00 % würde sich ebenfalls kein Wertminderungsbedarf ergeben.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Es wurden im Geschäftsjahr 2025 keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (VJ: TEUR 0) erfasst.
Die Position Marken- und Kundenbelieferungsrechte enthält einerseits im Zuge des Erwerbs der Division Frauenthal Handel erworbene
Marken, bei denen derzeit keine Änderungsabsichten bestehen, die laufend gepflegt werden, deren Nutzungsende nicht absehbar ist
und die daher eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen. Weiters sind darin Kundenbelieferungsrechte für Installateure der Division
Frauenthal Handel enthalten, die bereits zum Zeitpunkt der Akquisition bestehende Kundenbelieferungsrechte beinhalten, derzeit
unbefristet sind und nur durch Kündigung beendet werden können. Die Abschreibung erfolgt entsprechend den Kündigungen dieser
Belieferungsrechte.
Die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und – bei
bestimmbarer Nutzungsdauer – entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.
in Jahren
Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer
3 bis 10
SACHANLAGEN
Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt einer betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen
Methode vorgenommen. Geringwertige Vermögenswerte des Anlagevermögens, die aus steuerlichen Gründen in den lokalen
Abschlüssen sofort abgeschrieben werden, werden auch im Konzernabschluss aus Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll
abgeschrieben und als Abgänge ausgewiesen.
Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den
Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen,
auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands sowie die Wiederherstellung des Standorts, an
dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen
Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben.
Die planmäßigen Abschreibungen für das Sachanlagevermögen unterliegen konzerneinheitlich nachfolgenden Nutzungsdauern:
in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude
10 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen
5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 bis 10
Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen
neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw.
leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten.
Bei Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte
außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie
angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nur dann aktiviert, wenn es sich um
qualifizierte langfristige Vermögenswerte handelt. Die Finanzierungskosten werden dann als Teil der Anschaffungs- oder
Herstellungskosten angesetzt. Im Jahr 2025 wurden keine Eigenleistungen aktiviert.
Investitionszuschüsse werden gemäß Konzernrichtlinien direkt mit den Anschaffungskosten saldiert (Nettomethode).
38
NUTZUNGSRECHTE LEASING
Gemäß IFRS 16 werden für Verträge aus Miet- und Leasingverhältnissen Nutzungsrechte bzw. Verbindlichkeiten angesetzt, welche
über die voraussichtliche Vertragsdauer abgeschrieben bzw. verzinst werden.
Die Laufzeiten der Verträge werden nach der voraussichtlichen Vertragsdauer unter Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen und
Kündigungszeiten gewählt. Bei befristeten Verträgen wird die in dem Vertrag unterstellte Laufzeit gewählt. Die Vertragslaufzeiten
werden halbjährlich oder bei Vorliegen von Triggering Events überprüft. Bei der Erfassung der Verträge und bei der Kalkulation wird
darauf geachtet, Nebenleistungen wie zum Beispiel Betriebskosten getrennt von den Mieten und Leasingaufwendungen auszuweisen.
Bei unbefristeten Verträgen (hauptsächlich Immobilien) wird die Laufzeit jährlich überprüft und abhängig von der Laufzeiteinschätzung
entsprechend gewählt. Bei Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses wird die Leasingverbindlichkeit mit dem
Grenzfremdkapitalkostensatz für die verbleibende Restlaufzeit neu bewertet und das Nutzungsrecht entsprechend angepasst. Der
resultierende Effekt wird im Anlagespiegel unter IFRS 16 Modifizierungen/Neubewertungen angegeben.
Für ähnlich ausgestaltete Leasingverträge werden einheitliche Abzinsungssätze verwendet. Bei Ansatz von neuen Leasingverhältnissen
hat sich die Frauenthal-Gruppe dazu entschieden, die Ausnahmeregelung für Leasingverhältnisse von geringem Wert anzuwenden.
(11) LATENTE STEUERN
Gemäß IAS 12 werden für alle temporären Differenzen zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder eines Schuldpostens und
seinem steuerlichen Wert latente Steuern bilanziert. Für alle zu versteuernden temporären Differenzen ist eine latente Steuerschuld
anzusetzen, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes oder dem
erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, welcher kein
Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch
das zu versteuernde Ergebnis (den steuerlichen Verlust) beeinflusst.
Darüber hinaus werden gemäß IAS 12.34 zukünftige Steuerentlastungen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen durch einen
Abgrenzungsposten berücksichtigt, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass in Zukunft
steuerpflichtige Erträge in ausreichender Höhe zur Verrechnung mit den Verlustvorträgen zu erwarten sind. Soweit eine Verrechnung
nicht mehr wahrscheinlich ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert
ausgewiesen, soweit die Voraussetzungen nach IAS 12.74 vorliegen.
Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten
Steuern realisiert werden.
(12) SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND FINANZANLAGEN
Die in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere sind als „Finanzinstrument
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ gemäß IFRS 9 einzustufen und werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet. Die Wertermittlung erfolgt auf Basis der Rechnungskurse der entsprechenden Investmentfondsanteile.
Die in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene variable Kaufpreisforderung ist als „Finanzinstrument
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ gemäß IFRS 9 einzustufen und wird erfolgswirksam mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet.
Zinsen aus Wertpapieren und Zinsen auf Guthaben bei Kreditinstituten werden periodengerecht abgegrenzt und im sonstigen
Zinsergebnis ausgewiesen. Ergebnisse aus nicht konsolidierten Beteiligungen und übrigen sonstigen Finanzanlagen werden im
sonstigen Finanzergebnis dargestellt.
(13) VORRÄTE
Die Bewertung der Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Waren erfolgt zu
Anschaffungskosten oder zu einem allfälligen niedrigeren Nettoveräußerungswert zum Abschlussstichtag. Die Bewertung des Einsatzes
und des Bestandes der Vorräte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren oder in einzelnen Fällen nach dem FIFO-
Verfahren.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am
Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Kosten (Fertigungsmaterial und
Fertigungslöhne), anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsnahe Verwaltungsgemeinkosten.
Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
(14) FORDERUNGEN
Die Frauenthal-Gruppe nutzt unbefristete Factoring-Vereinbarungen, welche einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen
Finanzierungsstrategie darstellen. Nach erfolgtem Verkauf der jeweiligen Forderungen ohne Regress, werden die tatsächlich
übertragenen Forderungen vollständig aus der Bilanz ausgebucht. Ein Selbstbehalt ist mit der Bank vereinbar t.
39
Forderungen werden gemäß IFRS 9 mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um
Wertberichtigungen, ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle (erwarteten
Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit) bewertet. Hierfür wird im Rahmen einer
Wertberichtigungsmatrix mittels einer Vergangenheitsanalyse und der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen der
Wertberichtigungsbedarf für nicht versicherte Forderungen ermittelt – der Großteil der Forderung ist versichert. Erst bei Insolvenz oder
erfolgloser rechtlicher Geltendmachung wird die Forderung ausgebucht. Wertminderungen werden erfolgswirksam rückgängig
gemacht, wenn der Grund für die Wertberichtigung nicht mehr vorliegt.
(15) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Banken und Kassenbestände, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Bewertung erfolgt zu Tageswerten am Bilanzstichtag.
(16) RÜCKSTELLUNGEN
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE
Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläumsgelder) werden gemäß
IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected Unit Credit Method).
Pläne für Pensionen betreffen Leistungszusagen in Österreich, Deutschland und Schweden. Pläne für Abfertigungen betreffen
Leistungszusagen in Österreich.
Für zwei pensionierte Mitarbeiter österreichischer Firmen bestehen Einzelzusagen für eine Alterspension, welche nach Ablauf von
10 Dienstjahren bei der Gesellschaft gewährt wurden.
Angestellte, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen, haben, wenn das betreffende Dienstverhältnis vor dem
1. Jänner 2003 begonnen und ununterbrochen mindestens 3 Jahre gedauert hat, Anspruch auf eine Abfertigung bei Auflösung des
Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters und auch dann, wenn das Dienstverhältnis durch Kündigung seitens
des Dienstgebers endet. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezuges zum Zeitpunkt der Auflösung und von der
Dauer des Dienstverhältnisses. Diese Ansprüche der Dienstnehmer sind daher, wie Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen
zu behandeln, wobei Planvermögen zur Deckung dieser Ansprüche nicht vorliegt.
In Österreich erhalten Mitarbeitende aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen nach Erreichung eines bestimmten
Dienstjahres Jubiläumsgelder. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde gemäß den Bestimmungen des IAS 19 zu anderen langfristig
fälligen Leistungen ermittelt.
Im Vorjahr hatten Mitarbeitende von deutschen Gesellschaften aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf eine Invaliditäts-
und Altersrente, die nach Ablauf von 10 Arbeitsjahren im Dienst des Unternehmens gewährt werden.
Mitarbeitende von schwedischen Gesellschaften hatten im Vorjahr aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf eine
Betriebspension.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden sofort erfolgsneutral im
sonstigen Ergebnis sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste von Jubiläumsgeldrückstellungen sofort
erfolgswirksam in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand
ausgewiesen. Der Zinsaufwand der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen wird in der Position Zinsaufwendungen
erfasst.
40
Die für die versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde gelegten Parameter sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Rückstellungen für
Rückstellungen für
Pensionen
Abfertigungen und Jubiläumsgelder
Parameter
2025
2024
2025
2024
SCHWEDEN
Abzinsungsfaktor
n.a.
3,24 %
n.a.
n.a.
Durchschnittliche Bezugs- bzw.
n.a.
1,80 %
n.a.
n.a.
Pensionserhöhung
Duration
n.a.
13 Jahre
n.a.
n.a.
ÖSTERREICH
Abzinsungsfaktor
3,09 % -
4,06 %
3,17 %*
3,09 %
3,88-3,98 %
- 3,24 %*
Durchschnittliche Bezugs- bzw.
2,50 %
2,00
- 2,70 %
% - 4,60 %*
3,00
2,50 %
% - 4,00 %*
Pensionserhöhung
Duration
8 Jahre
8 Jahre*
8-9 Jahre
9-10 Jahre*
* Im Vorjahr betreffen die Parameter Österreich und Deutschland.
BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE
Von den leistungsorientierten Plänen, für welche Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen gebildet werden müssen, werden
beitragsorientierte Pläne unterschieden. Bei Beitragszusagen besteht der Aufwand lediglich aus den zu zahlenden Beiträgen und wird
direkt im Personalaufwand erfasst.
Weitere Angaben zu Versorgungsplänen für Arbeitnehmer können dem Punkt (31) Rückstellungen entnommen werden.
(17) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und
dürfen nicht mit Erstattungen verrechnet werden. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet.
Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist.
(18) VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetz t.
(19) ERTRAGSREALISIERUNG
Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten gemäß IFRS 15 werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden
erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind
abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Zinsen sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode
gemäß IFRS 9 erfasst worden und werden als solche in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Die Frauenthal-Gruppe realisiert Umsatzerlöse in der Division Frauenthal Handel als Großhändler mit eigenem Vertrieb, zudem werden
die Produkte von Installateurpartnern an Endkunden veräußert und in der Division Frauenthal Automotive mit der Produktion von
Werkzeugen und Bauteilen für die Automotive-Kunden. Die Division Frauenthal Immobilien realisiert Umsatzerlöse zeitraumbezogen
mit der Vermietung von Büro- und Lagerräumlichkeiten.
Division Frauenthal Handel:
Die Leistungsverpflichtung beschränkt sich immer nur auf das Handelsgeschäft und es gibt keine zusätzlichen Leistungsverpflichtungen
in den Kundenverträgen, bei der Lieferung oder innerhalb der angewendeten gesetzlichen Gewährleistungsfrist. Zusätzliche
Serviceangebote zu den Produktlieferungen werden dem Kunden nicht angeboten.
Ermessensabhängige Jahresprämien an Vertriebsmitarbeiter sind an den Unternehmenserfolg bzw. an die individuellen
Leistungsbeurteilungen gekoppelt, welche nicht als Vertragskosten aktiviert werden, da es sich nicht um zusätzliche Kosten für die
Vertragsanbahnung handelt und sie nicht unmittelbar an den einzelnen identifizierbaren Verträgen geknüpft sind. Mit den Installateur-
Partnerbetrieben bestehen Jahresbonusvereinbarungen, die nicht fix an einzelne Aufträge gekoppelt sind.
41
Den Kunden werden branchenüblich kurze Zahlungsziele ohne signifikanter Finanzierungskomponente gewährt. Variable
Gegenleistungen gemäß IFRS 15, die zu einer Reduktion des Transaktionspreises führen, betreffen v.a. Jahresboni. Solche variablen
Kaufpreisanpassungen werden periodenrein abgegrenzt und von den Umsatzerlösen absaldiert. Die Erfassung von Jahresboni erfolgt
auf Einzelbasis. Sofern gegenüber einem Kunden, dem ein Jahresboni zuzuweisen ist, noch eine offene Forderung besteht, wird der
Boni gegen die offene Forderung absaldiert. Im Falle, dass keine offene Forderung besteht, wird eine Vertragsverbindlichkeit gebildet.
Den Anforderungen des IFRS 15.50ff im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von variablen Gegenleistungen im Transaktionspreis
wird damit bereits im Rahmen der Bilanzierung Folge geleistet. Aufgrund der vorherrschenden Einzelbetrachtung sowie der klar
definierten Jahresboni sind keine wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Abgrenzung vorhanden.
Rückgaberechte sind in der Division Frauenthal Handel nur von untergeordneter Bedeutung. Gemäß IFRS 15 erfolgt die Verbuchung
für erwartete Retouren wie folgt: Die Umsatzrealisierung findet grundsätzlich nur in der Höhe statt, in der es hochwahrscheinlich ist,
dass keine spätere signifikante Umsatzreversierung stattfinden wird.
Der Wert der Retouren zum Stichtag wird auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt. Neben der Verbindlichkeit (Vertragsverbindlichkeit)
für den abgegrenzten Umsatz wird zusätzlich auch ein Vermögenswert für die erwarteten Retouren aktiviert. Die Kundenverträge
enthalten keine Optionen zum vergünstigten Erwerb zusätzlicher Güter, die in der Art ausgestaltet sind, dass sie eine separate
Leistungsverpflichtung darstellen könnten.
Im Zusammenhang mit der Verbuchung von Retouren in der Division Frauenthal Handel wurden Vertragsverbindlichkeiten von
TEUR 3.641 (VJ: TEUR 3.749) und Vertragsvermögenswerte von TEUR 3.353 (VJ: TEUR 3.114) bilanziert.
Als Großhändler ohne eigene Produktion erfolgt die Umsatzrealisierung ausschließlich zeitpunktbezogen. Das Verschaffen der
Verfügungsmacht und damit der Kontrollübergang erfolgten mit der Auslieferung beim Kunden bzw. bei Abholung durch den Kunden
„ab Werk“.
In der Division Frauenthal Handel bestehen erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen; die Vertragsverbindlichkeiten
daraus betragen TEUR 718 (VJ: TEUR 987). Zusätzlich bestehen im Konzern Vertragsverbindlichkeiten aus Bonusverpflichtungen von
TEUR 16.933 (VJ: TEUR 22.103).
(20) SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN
Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der
ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, der angeführten Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag und
die Aufwendungen und Erträge während des Berichtszeitraumes beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen
Schätzungen abweichen.
Hinsichtlich Schätzungsunsicherheiten im immateriellen und Sachanlagevermögen wird auf die Ausführungen zu Impairmenttests
unter Punkt (10) Langfristige Vermögenswerte verwiesen. Der Bewertung von Nutzungsrechten aus Leasingverträgen sowie der damit
verbundenen Leasingverbindlichkeit liegt eine bestmögliche Schätzung hinsichtlich der Ausübung von Verlängerungs- und
Kündigungsoptionen zugrunde. Falls sich wesentliche Änderungen der Rahmenbedingungen oder des Vertrages ergeben, wird diese
Einschätzung aktualisiert. Bei befristeten Verträgen wird die in dem Vertrag unterstellte Laufzeit gewählt, bei unbefristeten Verträgen
wird die Laufzeit jährlich überprüft und abhängig von der Laufzeiteinschätzung entsprechend gewählt. Bei bestimmten unbefristeten
Verträgen in der Division Frauenthal Handel wird die Vertragslaufzeit jeweils um maximal weitere 12 Monate angesetzt, da nur für
diesen Zeitraum eine hinreichende Sicherheit besteht. Der Vorstand entscheidet jährlich für das nächste Jahr, welche Verträge für die
nächsten 12 Monate fortgeführt werden sollen
Das Kündigungsrecht des Vermieters bei korrespondierender Kündigungsoption des Mieters (in den vorliegenden Fällen innerhalb von
12 Monaten) verhindert gemäß IFRS 16.B34 den Ansatz eines durchsetzbaren Nutzungsrechtes über diesen Zeitraum hinaus.
Schätzungsunsicherheiten für Personalrückstellungen werden mittels Sensitivitäten unter Punkt (16) Rückstellungen dargestellt.
Betreffend die Berechnung des variablen Kaufpreises des aufgegebenen Geschäftsbereichs ergeben sich Unsicherheiten aufgrund der
noch nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung des Nutzfahrzeugs- und Automobilmarktes vor allem da die Frauenthal-Gruppe die
Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses nicht mehr beeinflussen kann, da die Geschäfte vom Käufer geführt werden. Die
Berechnung wurde anhand der Gewinn- und Verlustrechnung eines vorliegenden 5-Jahresplans vorgenommen – Faktoren wie
zB geringere Umsatzerlöse können in den Folgejahren zu einer erfolgswirksamen Abwertung des beizulegenden Zeitwerts führen. Der
variable Kaufpreis ist nach oben gedeckelt und kann nicht unter null liegen.
Weitere Schätzungsunsicherheiten bestehen in den Vorräten, Forderungen und sonstigen Rückstellungen in betriebsgewöhnlichem
Umfang. Hinsichtlich deren Buchwerten, Wertberichtigungen und weiterer Details siehe Anhang Punkte (26), (27), (31).
42
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
(21) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Das immaterielle Vermögen beinhaltet Firmenwerte in Höhe von TEUR 6.507 (VJ: TEUR 6.507).
in TEUR
31.12.2024
Zugang
Abgang
Abschreibung
31.12.2025
Frauenthal Handel
6.507
0
0
0
6.507
Frauenthal-Gruppe
6.507
0
0
0
6.507
Als weitere wesentliche Bestandteile des immateriellen Anlagevermögens sind Kundenbeziehungen, Marken- und
Kundenbelieferungsrechte und Lizenzen in den verschiedenen Teilkonzernen aktiviert. Die Position Marken- und
Kundenbelieferungsrechte enthält Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von TEUR 5.950 (VJ: TEUR 5.950).
Für weitere Informationen wird auf Punkt (10) Langfristige Vermögenswerte und den Anlagenspiegel – Entwicklung der immateriellen
Vermögenswerte verwiesen.
(22) SACHANLAGEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu keinen außerplanmäßigen Abschreibungen (VJ: TEUR 1.800). Für weitere Informationen
wird auf Punkt (10) Langfristige Vermögenswerte verwiesen .
Es wurden im Geschäftsjahr keine Investitionszuschüsse im Anlagevermögen erfasst (VJ: TEUR 0) .
Zum 31. Dezember 2025 bestehen Verpfändungen von Sachanlagevermögen zugunsten von Bankverbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 10.710 (VJ: TEUR 39.876). Im Wesentlichen ist der Rückgang auf den Verkauf der Division Frauenthal Automotive
zurückzuführen.
(23) NUTZUNGSRECHTE
Die Frauenthal-Gruppe hat diverse Verträge, im Wesentlichen handelt es sich um Mieten von Immobilien in der Division Frauenthal
Handel. Durch die Anwendung von IFRS 16 werden für diese Verträge Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten angesetzt, welche über
die voraussichtliche Vertragsdauer abgeschrieben sowie verzinst werden.
Die Laufzeiten der Verträge werden nach der voraussichtlichen Vertragsdauer unter Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen und
Kündigungszeiten gewählt. Bei befristeten Verträgen wird, die in dem Vertrag unterstellte Laufzeit gewählt. Details siehe Anhang
Punkt (20). Es sind keine variablen Leasingzahlungen, die sich je nach zukünftigen Faktoren ändern können, vorhanden.
Abschreibungen auf Nutzungsrechte werden in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“
der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen und betragen TEUR 15.924 (VJ: TEUR 15.569). Der Ausweis der Zinsaufwendungen
wird im Posten „Zinsaufwendungen“ dargestellt – diese betragen TEUR 1.407 (VJ: TEUR 1.506). Aus Leasingverhältnissen kam es in
der laufenden Periode zu einem Abfluss liquider Mittel in Höhe von TEUR 19.910 (VJ: TEUR 19.532). Die Erlöse aus untervermieteten
Grundstücken und Gebäuden betragen TEUR 484 (VJ: TEUR 394).
Die Nutzungsrechte werden in der Position Nutzungsrechte Leasing iHv TEUR 55.110 (VJ: TEUR 69.700) und die Verbindlichkeiten aus
den Nutzungsrechten werden bei den lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten iHv TEUR 56.742 (VJ: TEUR 71.572) dargestellt.
Die Veränderung in den beiden Position ist auf den Verkauf der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2025 betragen die Aufwendungen für Leasingverhältnisse von geringem Wert TEUR 359 (VJ: TEUR 461). In diesem
Zeitraum wurden keine Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (bis zu 1 Jahr) erfasst (VJ: TEUR 0).
Für weitere Informationen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die Fälligkeitsanalyse ist unter Punkt (47) Finanzinstrumente und
Risikoberichterstattung dargestellt.
(24) SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND FINANZANLAGEN
In dem Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte sind Wertpapiere und in der Position Finanzanlagen sind mehrere nicht
konsolidierte Beteiligungen enthalten. Diese werden gemäß IFRS 9 als „Finanzinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet“ klassifiziert.
In der Frauenthal-Gruppe sind Wertpapiere in der Division Frauenthal Handel von TEUR 2.201 (VJ: TEUR 2.220) und Finanzanlagen von
TEUR 21 (VJ: TEUR 40) bilanziert.
Des Weiteren sind in dem Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte der variable Kaufpreis aus dem Verkauf der Division Frauenthal
Automotive iHv TEUR 2.680 enthalten.
43
(25) LATENTE STEUERN
Der Ermittlung der latenten Steuerabgrenzung liegt der jeweils gültige Steuersatz bzw. bei angekündigten Steuersatzänderungen der
künftig gültige Steuersatz zugrunde. Die Zusammensetzung der Steuerabgrenzung ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
AUFGLIEDERUNG LATENTE STEUERN
2025
2024
in TEUR
Aktiva
Passiva
Aktiva
Passiva
Wertunterschiede in Bilanzpositionen
14.734
-16.687
19.569
-21.477
Immaterielle Vermögenswerte
0
-1.930
0
-1.958
Nutzungsrechte
0
-12.843
0
-15.959
Sachanlagen
4
-1.894
287
-3.421
Sonstige Vermögenswerte
80
0
101
-94
Personalrückstellungen
2.464
0
3.366
0
Sonstige Rückstellungen
0
-17
14
-45
Leasingverbindlichkeiten
12.185
0
15.510
0
Finanzverbindlichkeiten und Sonstige Schulden
0
-3
290
0
Steuerliche Verlustvorträge und
3
0
3.634
0
Beteiligungsabschreibungen
Steuerliche Verlustvorträge und
263
0
15.560
0
Beteiligungsabschreibungen
Abzüglich Verlustvorträge und Beteiligungsabschreibungen,
für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch
-260
0
-11.924
0
angesetzt wurde
Passive Latente Steuern "Periodiseringsfond"
0
0
0
-1.054
Gnotec Gruppe
0
0
0
-1.054
Aktive/Passive Steuerabgrenzungen
14.737
-16.687
23.203
-22.530
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen
-14.737
14.737
-20.616
20.616
gegenüber derselben Steuerbehörde
Stand der latenten Steuern per 31.12.
0
-1.950
2.587
-1.914
VERÄNDERUNG LATENTE STEUERN
2025
2024
in TEUR
Aktiva
Passiva
Aktiva
Passiva
Stand der latenten Steuern per 1.1.
2.587
-1.914
2.468
-2.952
Ergebnisneutrale Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen
-856
-20
267
85
davon aus versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten
-780
0
220
0
Personalrückstellungen
davon aus Währungsumrechnung
-78
-20
46
85
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen
764
-1.940
-296
-44
fortzuführende Geschäftsbereiche
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen
-144
-104
148
996
aufgegebener Geschäftsbereich
Abgang IFRS 5
-2.350
2.028
0
0
Stand der latenten Steuern per 31.12.
0
-1.950
2.587
-1.914
Im Geschäftsjahr 2025 gibt es eine österreichische Steuergruppe bei der als Umlagemethode die Belastungsmethode angewandt wird.
44
Unternehmen in Schweden dürfen jährlich eine Steuerrücklage bilden („Periodiseringsfond“) – maximal 25 % des Ergebnisses vor
Steuern können in diese Rücklage eingestellt werden. Jede Dotierung bildet eine eigene Rücklage, die innerhalb von 6 Jahren
verbraucht und im Einkommen ausgewiesen werden muss. Zum 31. Dezember 2025 gib es aufgrund des Verkaufs der Division
Frauenthal Automotive keine Rücklage in den schwedischen Gesellschaften (VJ: MSEK 58,6 (MEUR 5,1), auf die passive latente Steuern
gebildet wurden. Im Vorjahr wurden latenten Steueransprüche iSd IAS 12.82 aufgrund positiver Ertragsaussichten im Automotive
Bereich von TEUR 984 aktiviert.
Im Konzern gibt es zum 31.12.2025 keine Verlustvorträge – im Vorjahr wurden wegen mangelnder zukünftiger Verwertbarkeit auf
folgende Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet, welche einen zusätzlichen Aktivposten in Höhe von TEUR 11.512
ergeben würden:
in TEUR
2025
2024
Nicht aktivierte Verlustvorträge Körperschaftsteuer
0
44.463
Nicht aktivierte Verlustvorträge Gewerbesteuer
0
29.510
Fehlender zusätzlicher Aktivposten
0
11.512
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge der Körperschaftsteuer betrugen im Vorjahr TEUR 44.463 und der Gewerbesteuer
TEUR 29.510.
Die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt entsprechend den Voraussetzungen von IAS 12.74. Eine detaillierte
Darstellung der Entwicklung der Steuerabgrenzung sowie des Steuerertrages ist unter Punkt (40) abgebildet.
IAS 12 – Internationale Steuerreform – Pillar 2
In Umsetzung der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische
Gruppen in der Europäischen Union (BEPS Pillar 2-Regelung der OECD) wurde in Österreich das Mindestbesteuerungsgesetz
(„MinBestG“) beschlossen, das für Wirtschaftsjahre, die ab dem 31.12.2023 beginnen, in Kraft getreten ist. Die Regelungen zur
Mindeststeuer sollen sicherstellen, dass multinationale Unternehmensgruppen in allen Ländern, in denen sie vertreten sind, zumindest
mit einem effektiven Steuersatz von 15 % besteuert werden. Eine zusätzliche Besteuerung ergibt sich somit nur, wenn das
Besteuerungsniveau diesen Mindeststeuersatz unterschreitet. Die Frauenthal-Gruppe ist Teil der multinationalen Unternehmensgruppe
mit der Ventana Holding GmbH, mit Sitz in Österreich, als oberste Muttergesellschaft deren konsolidierte Umsatzerlöse den
Schwellenwert von MEUR 750 überschreitet, und die damit seit 2024 in den Anwendungsbereich der Globalen
Mindestbesteuerungsregelungen fällt.
Die Analyse des Umsetzungsstatus der BEPS Pillar 2-Regelung der OECD in nationales Recht zeigt für jene Jurisdiktionen, in denen die
Frauenthal-Gruppe aktiv ist, per März 2026 folgendes Bild:
Umsetzungsstatus Pillar 2-Regelung der OECD
Österreich nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2024
Deutschland nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2024
Tschechien nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2024
Slowakei nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2024
Schweden nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2024
Hong Kong nationale Umsetzung erfolgt; Anwendbarkeit nationale Ergänzungssteuer ab 1.1.2025
USA bisher keine nationale Umsetzung erfolgt und auch nicht absehbar; stattdessen haben sich die G7 Staaten im
Juni 2025 auf ein „Side-by-Side“-System geeinigt, welches durch das im Januar 2026 von der OECD veröffent-
lichte "Side-by-Side-Paket" umgesetzt wurde.
China bisher keine nationale Umsetzung erfolgt und auch nicht absehbar
Die Frauenthal-Gruppe hat die erforderlichen Berichtsprozesse inzwischen aufgebaut, um die für die Beurteilung der potenziellen
zusätzlichen Steuerbelastung notwendigen Informationen einzuholen. Auf Basis der vorläufig verfügbaren Informationen über die
Geschäftstätigkeiten der Geschäftseinheiten sowie der geltenden effektiven Steuersätze und der CbCR Safe-Harbour Beurteilung für
das Wirtschaftsjahr 2025 sind die temporären CbCR Safe-Harbour Tests für alle Steuerjurisdiktionen, in denen die Frauenthal Gruppe
tätig ist – bis auf Deutschland - erfüllt. Im Rahmen der vorläufigen Detailberechnung im Sinne der BEPS Pillar 2-Regelung der OECD
ergibt sich jedoch auch für Deutschland keine Ergänzungssteuer. Somit fallen keine Ergänzungssteuern für 2025 an und es liegt keine
Erhöhung des effektiven Steuersatzes durch die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung vor.
Die Frauenthal-Gruppe hat die vorübergehende, Ausnahmeregelung bezüglich Ansatzes und Angabe latenter Steuern im
Zusammenhang mit Pillar 2-Ertragsteuern gemäß IAS 12.4A angewendet.
45
(26) VORRÄTE
Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
in TEUR
2025
2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.121
12.233
Unfertige Erzeugnisse
371
11.134
Fertige Erzeugnisse und Waren
150.010
158.461
Geleistete Anzahlungen
49
239
Noch nicht abrechenbare Leistungen
0
862
Vorräte
151.551
182.928
Die Wertberichtigung zu Vorräten ist folgender Tabelle zu entnehmen:
In den Zuführungen sind hauptsächlich Lagerwertkorrekturen bei Artikeln mit hoher Reichweite und geringer Drehung in der Division
Frauenthal Handel enthalten. Zusätzlich wurden in den Aufwendungen für Material Abschreibungen auf Artikelbasis für jene Waren
erfasst,
welche
nicht
mehr
als
reguläre
Lagerware
angesehen
werden
können
(gemessen
an
der
Drehung
des
Artikels,
Sortimentsauflassung bzw. nach Verwendung als Ausstellungsstück in Schauräumen).
Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpfändungen von Vorräten zugunsten von Bankverbindlichkeiten (VJ: TEUR 16.945). Der
Rückgang der verpfändeten Vorräte ist auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen
(27) FORDERUNGEN
Die Frauenthal-Gruppe nutzt in der Division Frauenthal Handel Factoring Verträge mit unbefristeter Laufzeit. Das Factoring-Volumen
beträgt zum 31.12.2025 TEUR 57.081 (VJ: TEUR 76.605 inklusive der Division Frauenthal Automotive), davon TEUR 57.081 ohne
Regress (VJ: MEUR 75.172). Die Factoring Vereinbarungen sind auf Basis des 1-Monats bzw. 1-Wochen-Euribors verzinst.
Sämtliche Forderungen sind kurzfristig und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen setzen sich wie folgt
zusammen:
in TEUR
2025
2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.265
22.477
Steuerforderungen
241
1.428
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16.133
14.811
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
3.874
11.010
Forderungen
26.514
49.725
Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.265 (VJ: TEUR 22.477) ist im Vergleich zum Vorjahr um
TEUR 16.212 gesunken. Dies resultiert vor allem aus dem Abgang der Division Frauenthal Automotive, bei der zum Zeitpunkt des
Verkaufs Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 22.336 bestanden. Im Posten Sonstige finanzielle
Vermögenswerte sind insbesondere Forderungen gegenüber Finanzämtern (überwiegend Guthaben Umsatzsteuer) und diverse
sonstige Forderungen in der Division Frauenthal Handel sowie die restliche fixe Kaufpreisforderung in Höhe von TEUR 2.900 aus dem
Verkauf der Division Frauenthal Automotive enthalten. Die Ausfallwahrscheinlichkeit der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist als
gering einzustufen. Die Position Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte sinkt vor allem aufgrund des Abgangs der Division
Frauenthal Automotive.
Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpfändungen von Forderungen zugunsten von Bankverbindlichkeiten (VJ: TEUR 16.377).
Der Rückgang der verpfändeten Forderungen ist auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen
in TEUR
2025
2024
Stand Wertberichtigungen Vorräte am 1.1.
12.028
10.109
Abgang IFRS 5
-1.385
0
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen)
5.156
3.987
Verbrauch
-6.504
-1.879
Auflösungen
-475
-169
Kursdifferenzen
-9
-19
Stand Wertberichtigungen Vorräte am 31.12.
8.811
12.028
46
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigung
9.797
26.697
Wertberichtigungen
-3.531
-4.220
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigung
6.265
22.477
Die dargestellten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen Wertberichtigungen für erwartete
Kreditausfälle iSd IFRS 9 und haben sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
2025
2024
Stand Wertberichtigungen Forderungen am 1.1.
4.220
5.656
Abgang IFRS 5
-187
0
Zuführungen
2.368
3.044
Verbrauch
-946
-2.818
Auflösungen
-2.016
-1.604
Veränderung aufgrund Neubewertung Expected Credit Loss (IFRS 9)
92
-57
Stand Wertberichtigungen Forderungen am 31.12.
3.531
4.220
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß IFRS 9 mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten, gegebenenfalls
vermindert um Wertberichtigungen, ausgewiesen. Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste wird der vereinfachte Ansatz nach IFRS
9 angewendet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle
(erwarteten Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit) bewertet. Demzufolge werden
für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die den Kriterien gemeinsamer Risikoeinstufungen und Überfälligkeitstage
entsprechen, Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gebildet.
Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2025 wurden wie folgt ermittelt:
FÄLLIGKEITEN DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Überfällig
31.12.2025
nicht überfällig
1-30 Tage
31-60 Tage
61-90 Tage
über 91 Tage
Gesamt
Werte in TEUR
6.977
1.723
203
90
804
9.797
Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2024 wurden wie folgt ermittelt.
FÄLLIGKEITEN DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Überfällig
31.12.2024
nicht überfällig
1-30 Tage
31-60 Tage
61-90 Tage
über 91 Tage
Gesamt
Werte in TEUR
21.330
2.113
1.395
218
1.641
26.697
Hinsichtlich des wertberichtigten Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag noch keine
Tatsachen bekannt, dass wesentliche Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
(28) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Guthaben bei Kreditinstituten
40.996
48.311
Kassenbestände
67
91
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
41.063
48.401
Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Verpfändungen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugunsten von
Bankverbindlichkeiten (VJ: TEUR 161). Der Rückgang der verpfändeten Zahlungsmittel ist auf den Abgang der Division Frauenthal
Automotive zurückzuführen.
Die Nettoveränderung der Zahlungsmittel aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbereichs Automotive beträgt TEUR -257. Dies ergibt
sich aus dem Abgang der liquiden Mittel des aufgegebenen Geschäftsbereichs abzüglich des zugeflossenen Kaufpreises und der
Zahlungsmittel Veränderung des Geschäftsjahres 2025.
47
(29) EIGENKAPITAL
GRUNDKAPITAL
Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2025 ist in der Tabelle „Entwicklung des Eigenkapitals“, dargestellt.
Das zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2025 im Firmenbuch eingetragene Grundkapital beträgt EUR 8.651.491,00
(VJ: EUR 8.651.491,00) und ist zur Gänze eingezahlt. Das Grundkapital verteilt sich auf insgesamt 6.751.491 (VJ: 6.751.491) auf
Inhaber lautende Stückaktien und 1.900.000 auf Namen lautende Stückaktien, die nicht zum Börsenhandel zugelassen sind. Jede Aktie
ist am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt. Jede Stückaktie gewährt das Recht auf eine Stimme in der Hauptversammlung der
Gesellschaft. Der auf eine Stückaktie entfallende anteilige Betrag am Grundkapital beträgt EUR 1,00.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen 33. Hauptversammlung vom 30. Juni 2022 ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren (a) das
Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 4.325.745,00 durch Ausgabe von bis
zu 4.325.745,00 auf Inhaber und/oder auf Namen lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlagen oder gegen Sacheinlagen
einmal oder mehrmals zu erhöhen, (b) hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls dann
ganz oder teilweise auszuschließen, wenn das Grundkapital (i) zum Zweck der Durchführung eines Programms für
Mitarbeiterbeteiligung oder eines Aktienoptionsplans einschließlich von Mitgliedern des Vorstands und leitenden Angestellten jeweils
der Gesellschaft oder von mit dieser verbundenen Unternehmen, (ii) sonst gegen Bareinlage, wenn in Summe der rechnerisch auf die
gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die
Grenze von 20 % (zwanzig Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht
übersteigt, oder (iii) gegen Sacheinlagen, insbesondere von Unternehmen, Unternehmensteilen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen
an einer oder mehreren Gesellschaften oder anderen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehender
Vermögensgegenstände oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft
oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen), erhöht wird sowie (c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Art der neu
auszugebenden Aktien (auf Inhaber und/oder auf Namen lautend), den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen,
einschließlich der Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022).
KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklagen resultieren aus Agios im Zusammenhang mit Bar- und Sachkapitalerhöhungen sowie iHv EUR 783.499 aus der
gebundenen Rücklage, die im Rahmen der vereinfachten Herabsetzung des Grundkapitals gemäß § 229 Abs 2 Z5 UGB im Jahr 2022
eingestellt wurde.
EINBEHALTENE ERGEBNISSE
In den einbehaltenen Ergebnissen werden die Gewinnrücklage und die kumulierten Ergebnisse ausgewiesen.
SONSTIGES ERGEBNIS
Das sonstige Ergebnis in Höhe von TEUR -3.413 (VJ: TEUR -13.652) beinhaltet versicherungsmathematische Verluste gemäß IAS 19 in
Höhe von TEUR -3.413 (VJ: TEUR -6.593) und aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive keine
Währungsausgleichsposten
(VJ: TEUR -7.059).
Im sonstigen Ergebnis sind in der Veränderung der Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste latente Steuern
von TEUR -781 (VJ: TEUR 220) berücksichtigt.
EIGENE ANTEILE
Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile wurde dem Vorstand durch Beschlussfassung in der 33. Hauptversammlung erteilt. In
der
35. Hauptversammlung wurde diese Ermächtigung erneuert.
Die Anzahl der eigenen Aktien beträgt zum 31.12.2025 865.149 Stück – dies entspricht 10 % des Grundkapitals.
Eigene Aktien
Anzahl Stück
Anteil am
Anteil am
Grundkapital in EUR
Grundkapital in %
Stand 31.12.2024
865.149
865.149
10,00
Stand 31.12.2025
865.149
865.149
10,00
GEWINNAUSSCHÜTTUNG
Es wurde im Geschäftsjahr 2025 keine Dividende an Aktionäre (VJ: TEUR 0) ausgeschüttet.
48
ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Bilanzgewinn der Frauenthal Holding AG beträgt zum 31.12.2025 TEUR 0, daher entfällt der Ergebnisverwendungsvorschlag.
(30) VERBINDLICHKEITEN
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 nach ihrer Restlaufzeit stellt sich wie folgt dar:
Restlaufzeit
Gesamt-
bis 1 Jahr
1 - 5
über 5
in TEUR
betrag
Jahre
Jahre
besichert
Finanzverbindlichkeiten
24.138
8.575
12.882
2.681
6.406
Leasingverbindlichkeiten
56.742
15.765
31.887
9.091
56.742
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
49.969
49.969
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
11.853
11.853
0
0
0
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
32.792
32.792
0
0
0
Verbindlichkeiten gesamt
175.493
118.953
44.768
11.772
63.148
Die Vergleichswerte des Verbindlichkeitenspiegels zum 31. Dezember 2024 stellen sich wie folgt dar:
Restlaufzeit
in TEUR
Gesamt-
1 - 5
über 5
betrag
bis 1 Jahr
besichert
Jahre
Jahre
Finanzverbindlichkeiten
66.353
37.599
25.327
3.426
38.742
Leasingverbindlichkeiten
71.572
17.245
36.486
17.841
71.572
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
73.064
73.064
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
11.393
11.393
0
0
0
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
46.277
46.277
0
0
0
Verbindlichkeiten gesamt
268.659
185.578
61.814
21.267
110.314
Die Finanzverbindlichkeiten enthalten Kredite und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 24.138
(VJ: TEUR 66.353). Der Rückgang der Finanzverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive
zurückzuführen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Kreditoren-Verbindlichkeiten iHv MEUR 36,4 (VJ: MEUR
39,8) enthalten, die über einen Zahlungsdienstleister mit der Möglichkeit das Zahlungsziel zu verlängern, abgewickelt werden. Davon
wurden zum Stichtag MEUR 34,6 (VJ: MEUR 33,3) an die Lieferanten bezahlt. Die Zahlungen an den Zahlungsdienstleister sind im
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen, weil sie weiterhin Teil des normalen Geschäftszyklus des Konzerns sind und
ihr wesentlicher Charakter betrieblich bleibt. In den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Lohn- und
Gehaltsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.853 (VJ: TEUR 11.336) enthalten. Die besicherten Finanzverbindlichkeiten enthalten
lang und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.406 (VJ: TEUR 38.742). Die Veränderung ist
vor allem auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen.
Nachfolgend wird eine detaillierte Aufstellung zu den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt:
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Vertragsverbindlichkeiten
16.933
22.103
-5.170
Steuerverbindlichkeiten
11.499
12.443
-945
Noch nicht erhaltene Rechnungen/passive Rechnungsabgrenzungen
3.927
6.535
-2.608
Personalverbindlichkeiten aus Abgrenzungen
154
2.986
-2.832
Gewährleistung und Schadensfälle
185
413
-228
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
94
1.797
-1.702
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
32.792
46.277
-13.485
Die Position Vertragsverbindlichkeiten umfasst im Wesentlichen Bonusverpflichtungen im Zusammenhang mit Verrechnungen von
Jahresbonusforderungen mit Kunden in Höhe von TEUR 13.459 (VJ: TEUR 14.354) und in die Verbindlichkeiten aus erwarteten
Kundenretouren in Höhe von TEUR 3.641 (VJ: TEUR 3.749). Der Rückgang in der Position Personalverbindlichkeiten aus Abgrenzungen
ist im Wesentlichen auf den Abgang der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen.
Die Position Steuerverbindlichkeiten enthält im Wesentlichen Lohnsteuern und Umsatzsteuern.
49
Die Bilanzposition Steuerschulden in Höhe von TEUR 378 (VJ: TEUR 125) enthält Rückstellungen für Steuern aus Einkommen und
Ertrag.
(31) RÜCKSTELLUNGEN
PERSONALRÜCKSTELLUNGEN
Die Personalrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellung
Rückstellung für
Rückstellung
Summe
in TEUR
für Pensionen
Abfertigungen
für Jubiläumsgelder
2025
2024
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Stand 1.1.
12.922
12.958
12.601
12.782
7.950
8.321
33.473
34.062
Abgang IFRS 5
-3.976
0
-22
0
-106
0
-4.104
0
Zuweisung
0
428
415
892
408
591
823
1.912
Verwendung
-617
-824
-743
-1.505
-512
-416
-2.096
-2.745
Auflösung
-1.355
0
-2.039
-19
-841
-857
-4.014
-875
Zinsaufwand
270
440
417
450
310
310
997
1.201
Kursdifferenzen
111
-80
0
0
0
0
114
-80
Stand 31.12.
7.355
12.922
10.629
12.601
7.209
7.950
25.193
33.473
Die Rückstellung für Pensionen betreffen mit TEUR 7.355 (VJ: TEUR 8.836) die Standorte in Österreich. Durch den Verkauf der Division
Frauenthal Automotive gibt es im Jahr 2025 keine Rückstellungen für Pensionen in Schweden und Deutschland (VJ: TEUR 2.555
Schweden und TEUR 1.531 Deutschland). Die Auflösung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der
Zinssätze für die Berechnung.
Der Nettobarwert der Verpflichtungen für Abfertigungen und Pensionen hat sich bei einem Zinssatz von 3,98-4,06 % im Geschäftsjahr
2025 wie folgt entwickelt:
in TEUR
Pension
Abfertigung
Nettobarwert der Verpflichtungen 31.12.2024
12.922
12.601
Abgang IFRS 5
-3.976
-22
Laufender Dienstzeitaufwand
0
415
Zinsaufwand
270
417
Zahlungen
-617
-743
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
-1.355
-2.039
- aus der Änderung von finanziellen Annahmen
-1.387
-1.382
- aus der Änderung von erfahrungsbedingten Anpassungen
33
-657
Währungsdifferenzen
111
0
Nettobarwert der Verpflichtungen 31.12.2025
7.355
10.629
Der Nettobarwert der Verpflichtungen für Abfertigungen und Pensionen hat sich bei einem Zinssatz von 3,09 % bis 3,24 % im
Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt:
in TEUR
Pension
Abfertigung
Nettobarwert der Verpflichtungen 31.12.2023
12.958
12.782
Laufender Dienstzeitaufwand
0
437
Zinsaufwand
440
450
Zahlungen
-938
-1.505
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)
541
436
- aus der Änderung von finanziellen Annahmen
582
391
- aus der Änderung von demographischen Annahmen
0
20
- aus der Änderung von erfahrungsbedingten Anpassungen
-40
24
Währungsdifferenzen
-80
0
Nettobarwert der Verpflichtungen 31.12.2024
12.922
12.601
50
SENSITIVITÄTSANALYSE ZU DEN PERSONALRÜCKSTELLUNGEN
Würden die Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläumsgeld statt mit dem für das Jahr 2025
verwendeten Zinssatz mit einem um 0,5 %-Punkte geänderten Zinssatz erfolgen, würde sich das Gesamtergebnis der Frauenthal-
Gruppe wie aus den folgenden Tabellen ersichtlich verändern:
ZINSSATZÄNDERUNG
in TEUR
2025
Szenario -0,5 %
Abweichung
Rückstellung für Pensionen
7.355
7.744
-389
Rückstellung für Abfertigungen
10.629
11.119
-489
Rückstellung für Jubiläumsgeld
7.208
7.505
-297
Rückstellungen gesamt
25.193
26.368
-1.175
ZINSSATZÄNDERUNG
in TEUR
2025
Szenario +0,5 %
Abweichung
Rückstellung für Pensionen
7.355
7.000
355
Rückstellung für Abfertigungen
10.629
10.170
459
Rückstellung für Jubiläumsgeld
7.208
6.928
280
Rückstellungen gesamt
25.193
24.098
1.095
Würde man die Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläumsgeld statt mit dem für das Jahr 2025
verwendeten Gehaltstrend mit einem um 0,25 %-Punkte geänderten Gehaltstrend berechnen, würde sich das Gesamtergebnis der
Frauenthal-Gruppe wie aus den folgenden Tabellen ersichtlich verändern:
GEHALTSTREND
in TEUR
2025
Szenario -0,25 %
Abweichung
Rückstellung für Pensionen
7.355
7.170
185
Rückstellung für Abfertigungen
10.629
10.395
235
Rückstellung für Jubiläumsgeld
7.208
7.075
134
Rückstellungen gesamt
25.193
24.640
553
GEHALTSTREND
in TEUR
2025
Szenario +0,25 %
Abweichung
Rückstellung für Pensionen
7.355
7.540
-185
Rückstellung für Abfertigungen
10.629
10.871
-241
Rückstellung für Jubiläumsgeld
7.208
7.340
-131
Rückstellungen gesamt
25.193
25.750
-558
SONSTIGE LANGFRISTIGE UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
in TEUR
Sonstige langfristige Rückstellungen
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
2025
2024
2025
2024
Stand 1.1.
751
711
977
1.103
Abgang IFRS 5
-39
0
-681
0
Zuweisung
30
96
1.142
711
Verwendung
-64
-55
-392
-750
Auflösung
-24
0
-224
-84
Kursdifferenzen
2
-2
3
-3
Stand 31.12.
655
751
825
977
51
(32) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS HAFTUNGSVERHÄLTNISSEN
Der Frauenthal Konzern weist zum 31. Dezember 2025 Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.000 (VJ: TEUR 1.255) aus
Haftungsverhältnissen gegenüber Dritten aus.
Alle anderen drohenden Risiken wurden im Bereich der Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigt.
Die Frauenthal Holding AG und ihre Tochtergesellschaften sind zum Abschlussstichtag in keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten
involviert, für die nicht durch Rückstellungen vorgesorgt wurde. Außer den angeführten Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen
keine über den normalen Geschäftsbetrieb hinausgehenden langfristigen Vertragsbeziehungen oder Auflagen aus
Umweltschutzgründen, die für den Konzern zu in der Konzernbilanz nicht ausgewiesenen erheblichen finanziellen Verpflichtungen
führen könnten.
52
E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
Die Darstellung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Erläuterungen zur Konzern- Gewinn-und-Verlust-Rechnung beziehen sich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche, sofern nicht
anders angegeben.
(33) UMSATZERLÖSE
Der größte Teil der Umsatzerlöse entfällt auch im Geschäftsjahr 2025 auf die Mitgliedsländer der EU, da die Division Frauenthal Handel
zum Großteil Umsätze in Österreich aufweist und diese den größten Umsatzbeitrag liefern. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im
Wesentlichen um Erlöse aus dem Verkauf von Gütern.
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Österreich
776.027
790.353
-14.326
Deutschland
8.657
10.339
-1.682
Tschechien
1.193
1.817
-624
Sonstige EU
3.636
3.125
511
Sonstiges Europa
570
1.086
-516
Sonstige Länder
311
271
40
Umsatzerlöse
790.393
806.991
-16.597
Gemäß IFRS 15 werden nachfolgend die Umsatzerlöse nach Produktgruppen aufgegliedert. Die Umsatzerlöse nach geografischen
Regionen befinden sich im Segmentbericht.
UMSÄTZE NACH PRODUKTEN
Frauenthal Handel
Holding und Sonstige
Frauenthal-Gruppe
in TEUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Handel
790.384
806.977
-
-
790.384
806.977
Sonstige (Mieterträge)
9
14
9
14
Summe
790.384
806.977
9
14
790.393
806.991
(34) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Es werden die folgenden Beträge ausgewiesen:
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Erhaltene Boni und Zuschüsse
2.313
4.549
-2.236
Erträge aus Weiterverrechnungen
1.376
1.198
178
Miet- und Betriebskostenerträge
1.141
885
256
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
713
439
274
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen
462
3.940
-3.478
Übrige sonstige Erträge
913
2.235
-1.322
Sonstige betriebliche Erträge
6.918
13.247
-6.328
Die Veränderung der Boni und Zuschüsse steht in Verbindung mit Lieferantenzuschüssen der Division Frauenthal Handel für getätigte
Werbeaufwendungen. Siehe dazu Punkt 0, wo die sonstigen Vertriebskosten eine ähnliche Entwicklung zeigen. Die Veränderung der
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen betrifft im Wesentlichen den Verkauf einer Immobilie in der Division Frauenthal Handel
im Vorjahr.
In den übrigen sonstigen Erträgen sind keine Zuschüsse der öffentlichen Hand für Energiekosten (VJ: TEUR 250) enthalten.
53
(35) AUFWENDUNGEN FÜR MATERIAL UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
Der Aufwand setzt sich aus den folgenden Beträgen zusammen:
In den Materialaufwendungen sind keine Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert von Vorräten (VJ: TEUR 0) enthalten.
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Materialaufwendungen
600.612
620.830
-20.218
Aufwendungen für bezogene Leistungen
43
41
2
Summe
600.655
620.871
-20.216
(36) PERSONAL
Die durchschnittliche Zahl der Arbeiter und Angestellten für die fortzuführenden Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:
2025
2024
Veränderung
Arbeiter
448
434
14
Angestellte
1.023
1.145
-122
Summe
1.471
1.579
-108
Die Zusammensetzung des Personalaufwands stellt sich in folgender Tabelle dar:
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Löhne und Gehälter
85.467
87.701
-2.234
Aufwendungen für Abfertigungen
415
385
30
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
24.579
24.657
-78
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
Sonstige Sozialaufwendungen
1.056
1.295
-240
Personalaufwand
111.517
114.039
-2.522
In den österreichischen Gesellschaften wurden aufgrund des Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetzes (BMVG) sowie vertraglicher
Zusagen beitragsorientierte Zahlungen in Höhe von TEUR 1.061 (VJ: TEUR 1.126) geleistet.
Es gibt keine unerfüllten Bedingungen und sonstigen Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit staatlichen Unterstützungen.
(37) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE GEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
Die Aufgliederung der Jahresabschreibungen nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel ersichtlich. Hinsichtlich außerplanmäßiger
Abschreibungen siehe Punkt (10), (21) und (22) .
54
(38) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Frachtkosten
15.620
16.253
-634
Fremdleistungen
9.246
9.782
-536
Verwaltungskosten
5.910
5.812
99
Rechts- und Beratungsaufwendungen
2.233
1.862
370
Sonstige Vertriebskosten
5.089
7.925
-2.836
Geleastes Personal
829
1.135
-306
Reisekosten
1.719
1.784
-65
Versicherungsaufwendungen
2.412
2.006
405
Personalbeschaffung und Ausbildung
609
506
104
Forderungswertberichtigungen und -abschreibungen
242
995
-753
Bankgebühren
203
261
-58
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen
103
411
-308
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom
23
10
12
Einkommen und Ertrag fallen
Übrige Aufwendungen
3.553
3.490
65
Sonstige betriebliche Aufwendungen
47.790
52.232
-4.441
Das Bild der sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert: Die Veränderung der
Sonstigen Vertriebskosten resultiert im Wesentlichen aus geringeren Werbekosten, da die hausintern organisierte Messe „Frauenthal
EXPO“ der Division Frauenthal Handel nur jedes zweite Jahr veranstaltet wird. Die übrigen Aufwendungen beinhalten vor allem
Reinigungskosten sowie Kosten für Arbeitskleidung.
Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des
§ 271b UGB) an die Frauenthal-Gruppe setzten sich wie folgt zusammen (Wertangaben jeweils netto):
FORTZUFÜHRENDE GESCHÄFTSBEREICHE:
in TEUR
2025
2024
Prüfung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses
129
123
Andere Bestätigungsleistungen
26
5
Sonstige Leistungen
53
0
Summe
208
128
AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH:
in TEUR
2025
2024
Prüfung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses
229
233
Andere Bestätigungsleistungen
0
0
Sonstige Leistungen
1
4
Summe
230
237
55
(39) FINANZERFOLG
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Zinserträge
301
564
-264
Zinsaufwendungen
-6.823
-9.251
2.427
Sonstige Finanzerträge
28
31
-3
Sonstige Finanzaufwendungen
-30
-34
4
Summe
-6.524
-8.689
2.165
Die Veränderung der Zinsaufwendungen ergibt sich aus geringeren Kreditausnutzungen.
(40) ERTRAGSTEUERN
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG
Der auf die Konzernmuttergesellschaft Frauenthal Holding AG anwendbare Steuersatz beträgt 23 %.
In der Position Ertragsteuern in Höhe von TEUR -1.571 (VJ: TEUR 81) entfallen TEUR -396 (VJ: TEUR -28) auf den laufenden
Steueraufwand. Im Geschäftsjahr 2025 gibt es keine Steuern aus Vorperioden (VJ: TEUR 449).
Im Geschäftsjahr 2025 wurden in den fortzuführenden Geschäftsbereichen TEUR 223 an Steuern erhalten (VJ: TEUR 3.021 Zahlung).
Aufgliederung der Brutto- und Nettobeträge der Gesamtergebnisrechnung:
in TEUR
2025
2024
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Personalrückstellungen vor Steuern
3.172
-788
Steuern
-730
181
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Personalrückstellungen nach Steuern
fortzuführende Geschäftsbereiche
2.442
-607
in TEUR
2025
2024
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Personalrückstellungen vor Steuern
221
-190
Steuern
-51
39
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Personalrückstellungen nach Steuern
aufgegebener Geschäftsbereich
170
-151
56
Hinsichtlich der Zusammensetzung der Steuerabgrenzung wird auf Punkt (25) verwiesen. Die Überleitung vom Ergebnis vor Steuern
(fortzuführende Geschäftsbereiche) auf den in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Aufwand an Ertragsteuern
stellt sich wie folgt dar:
ÜBERLEITUNG VOM GESETZLICHEN STEUERSATZ ENTSPRECHENDEN STEUERAUFWAND ZUM EFFEKTIVEN STEUERAUFWAND
in TEUR
1-12/2025
1-12/2024
Ergebnis vor Steuern
6.836
-2.170
Steueraufwand zum entsprechenden Steuersatz von 23 %
-1.572
499
Steuerliche Auswirkungen
Steuern aus Vorperioden
0
449
Nutzung bisher nicht aktivierter Verlustvorträge / Beteiligungsabschreibungen
6
157
Wegfall Beteiligungsabschreibungen
-746
0
Veränderung Aktivierung von Verlustvorträgen
0
123
Permanente steuerliche Differenzen und Sonstiges
740
-1.147
Gesamte Steuerliche Auswirkungen
0
-418
Effektive Steuerbelastung
-1.572
81
Laufende Steuern
-396
-28
Steuern aus Vorperioden
0
449
Latente Steuern
-1.176
-340
Ertragsteuern laut Gesamtergebnisrechnung
-1.572
81
Effektiver Steuersatz
23 %
4 %
(41) ERGEBNIS AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH
Das Closing des Verkaufs der gesamten Division Frauenthal Automotive fand am 23. Dezember 2025 statt. Nähere Informationen sind
dem Punkt (6) zu entnehmen.
Das Veräußerungsergebnis wird gemeinsam mit dem bis zum Veräußerungszeitpunkt angefallenen Ergebnis aus laufender
Geschäftstätigkeit gemäß IFRS 5 im Posten Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Die Konzern-Gewinn-
und-Verlustrechnung für das Vorjahr wurde gem. IFRS 5 entsprechend angepasst. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs
enthält Verluste aus der Entkonsolidierung iHv TEUR -41.174 – Details siehe Punkt (6).
in TEUR
1-11/2025
1-12/2024
Umsatzerlöse
188.693
207.346
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-430
-559
Aktivierte Eigenleistungen
4
0
Sonstige betriebliche Erträge
1.191
1.388
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
-123.518
-139.833
Personalaufwand
-39.688
-41.292
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-13.305
-12.597
EBITDA
12.947
14.453
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
-8.124
-10.274
Außerplanmäßige Abschreibungen
0
-5.098
Betriebserfolg (EBIT)
4.823
-919
Zinserträge
43
837
Zinsaufwendungen
-4.190
-3.334
Finanzerfolg
-4.147
-2.497
Ergebnis vor Steuern aufgegebener Geschäftsbereich
676
-3.416
Ertragsteuern
-947
396
Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich vor Veräußerungsverlust
-271
-3.020
Entkonsolidierungsverlust des aufgegebenen Geschäftsbereichs
-41.174
0
Ertragsteuern
0
0
Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich
-41.445
-3.020
57
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich
unverwässert
-5,32
-0,37
verwässert
-5,32
-0,37
(42) ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte sowie das verwässerte Gesamt-Ergebnis je Aktie sind im Geschäftsjahr 2025 ident und liegen bei durchschnittlich
gewichteten 7.786.342 Stück (VJ: 8.127.661 Stück) im Umlauf befindlicher Aktien bei EUR -4,65 (VJ: EUR -0,63). Das Ergebnis je Aktie
aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt im Geschäftsjahr 2025 EUR 0,68 (VJ: EUR -0,26).
Der Berechnung der Ergebnisse je Aktie wurden folgende Aktien und Ergebnisse zugrunde gelegt:
Stückaktien
2025
2024
Anzahl der ausgegebenen Aktien
8.651.491
8.651.491
Durchschnittlicher Bestand eigener Aktien
-865.149
-523.830
Im Umlauf befindliche Aktien (= Anzahl der Aktien unverwässert / verwässert)
7.786.342
8.127.661
in TEUR
2025
2024
Jahresergebnis unverwässert/verwässert = den Aktionären des Mutterunternehmens
-36.180
-5.109
zuzurechnender Ergebnisanteil nach Steuern
davon aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
5.265
-2.089
davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich
-41.445
-3.020
58
F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG (CASHFLOW-STATEMENT)
Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Nettogeldflüsse (Cashflows) werden nach den Bereichen
der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Saldo der Nettogeldflüsse
zeigt die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel zum Ende des Geschäftsjahres.
(43) KAPITALFLUSS AUS DEM ERGEBNIS
Im Kapitalfluss aus dem Ergebnis wird das Jahresergebnis um nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, um das
Entkonsolidierungsergebnis, um die Veränderung langfristiger Rückstellungen sowie um das Ergebnis aus den Anlageverkäufen
bereinigt.
Die Zinserträge enthalten keine aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten zugeflossenen Erträge.
(44) KAPITALFLUSS AUS DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ausgehend vom Kapitalfluss aus dem Ergebnis wird der Kapitalfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit um die Veränderung der
Mittelbindung im Working Capital bereinigt.
(45) KAPITALFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Im Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit sind unter anderem Investitionen in das immaterielle Vermögen sowie in das
Sachanlagevermögen ausgewiesen. Des Weiteren gab es im Jahr 2025 aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive eine
Einzahlung iHv MEUR 3,2.
(46) KAPITALFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst. Die bezahlten
und erhaltenen Zinsen und Steuern sind im Kapitalfluss aus dem Ergebnis ausgewiesen.
Gemäß IAS 7 wird die Überleitungsrechnung des Kapitalflusses aus Finanzierungstätigkeit nachfolgend dargestellt:
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zahlungs-
Sonstige
Buchwert
wirksamer
Wechselkurs-
Effektiv-
Veränderungen
Buchwert
in TEUR
31.12.2024
Kapitalfluss
änderung
verzinsung
IFRS 5
IFRS 16
**
31.12.2025
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
28.754
-6.794
93
81
-6.731
159
15.563
Leasing
54.327
-231
-7.808
-5.311
40.977
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
37.599
-7.804
-109
0
-21.529
417
8.574
Leasing
17.245
-19.910
-5
-2.143
20.578
15.765
59
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zahlungs-
Sonstige
Buchwert
wirksamer
Wechselkurs-
Effektiv-
Veränderungen
Buchwert
in TEUR
31.12.2023
Kapitalfluss
änderung
verzinsung
IFRS 5
IFRS 16
**
31.12.2024
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
31.205
-2.495
-103
-208
355
28.754
Leasing
55.167
103
-943
54.327
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
24.118
13.437
-89
0
133
37.599
Leasing
16.562
-19.532
-10
20.225
17.245
** Sonstige Veränderungen umfassen zahlungsunwirksame Bewegungen und unbare Zinsen, die in der Kapitalflussrechnung in den operativen
Kapitalfluss umgegliedert werden.
G. SONSTIGE ANGABEN
(47) FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG
Der Frauenthal Konzern hält originäre Finanzinstrumente, wozu insbesondere Finanzinstrumente wie Wertpapiere, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (Grundgeschäfte), Guthaben bei Kreditinstituten, kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zählen. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist in der Konzernbilanz
ausgewiesen.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Das Liquiditätsrisiko ist durch die Kapitalflussstruktur der operativen Bereiche sowie der ausreichend bestehenden Kreditrahmen relativ
gering. Der Liquiditätsbedarf für das laufende operative Geschäft im Konzern kann aus dem laufenden Geldfluss gedeckt werden und
wird im Rahmen der Treasury-Funktion der Holding gesteuert.
Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft ist als gering einzustufen, da die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über Guthaben bei
Kreditinstituten iHv TEUR 41.063 (VJ: TEUR 48.401) sowie über ausreichend nicht ausgenutzte Banklinien verfügt. Zusätzlich bestehen
mit den beteiligten Banken langjährige gute Geschäftsbeziehungen. Das ausgenutzte Factoringvolumen in der Frauenthal-Gruppe
beträgt TEUR 57.081 (VJ: TEUR 76.605 inklusive der Division Automotive), davon sind TEUR 57.081 (VJ: TEUR 75.172) ohne Regress.
Die eingerichteten Factoring Vereinbarungen dienen einer flexiblen Liquiditätssteuerung und unterstützen die Working-Capital-
Optimierung.
Die Frauenthal-Gruppe wird einerseits durch Konsortialfinanzierungen mehrerer führender österreichischer Banken sowie zusätzliche
Betriebsmittellinien auf Ebene der Division Frauenthal Handel und andererseits durch langfristige Immobilienfinanzierungen von
österreichischen Banken auf Ebene der Division Frauenthal Immobilien finanziert. Weiters verfügt die Frauenthal Holding AG über
mehrere Betriebsmittellinien. Die Immobilienfinanzierungen sind durch Grundpfandrechte an den jeweils finanzierten Immobilien
besichert.
Die Planannahmen für die Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Immobilien lassen aus der operativen Geschäftstätigkeit einen
positiven Geldfluss erwarten, wobei zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses die weiteren Auswirkungen der multiplen
makroökonomischen Krisen noch nicht final determiniert werden können. Die Liquiditätssituation auf Gruppenebene wird durch die
erwähnten Faktoren zwar belastet und wird zusätzlich saisonal schwanken, es wird kein Liquiditätsengpass erwartet, der die
Fortführung der Gruppe gefährdet. Für akquisitionsgetriebenes Wachstum ist die Eigenkapital- / Liquiditätsausstattung ein limitierender
Faktor und für weiteres Wachstum durch Akquisition sind Kapitalmaßnahmen erforderlich.
Der Liquiditätsbedarf, die Überwachung der Einhaltung der Covenants und die Verhandlung von Anpassungen der Vereinbarungen
mit den Banken an die aktuellen Bedürfnisse werden im Rahmen der Treasury-Funktion von der Holding gesteuert und detailliert
überwacht. Für die langfristige Konsortialfinanzierung der Division Frauenthal Handel ist zum Jahresende der Financial Covenants Net
Debt/EBITDA einzuhalten (siehe Punkt (49)). Der Buchwert der langfristigen zugrunde liegenden Schulden beträgt zum 31.12.2025
MEUR 9,9. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 wurde der Financial Covenant eingehalten. Aus heutiger Sicht ist die Nichterfüllung
in den nächsten zwölf Monaten unwahrscheinlich.
60
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten ersichtlich:
Buchwert
Cash Flow 2026
Cash Flow 2027
in TEUR
31.12.2025
Zins
Tilgung
Zins
Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
142.702
2.926
85.722
2.177
13.761
Finanzverbindlichkeiten
24.138
1.576
8.575
1.176
4.800
Leasingverbindlichkeiten
56.742
1.350
15.325
1.001
8.960
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
49.969
0
49.969
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
11.853
0
11.853
0
0
Cash Flow 2028-30
Cash Flow 2031ff.
in TEUR
Zins
Tilgung
Zins
Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
2.258
31.999
954
11.457
Finanzverbindlichkeiten
649
8.318
358
2.681
Leasingverbindlichkeiten
1.610
23.681
596
8.776
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
0
0
0
0
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Stichtag zum 31. Dezember 2025 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen
vertraglich vereinbart waren. Budgetzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten sind nicht einbezogen worden. Die
Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind
immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Die Vergleichszahlen für 2024 stellen sich wie folgt dar:
Buchwert
Cash Flow 2025
Cash Flow 2026
in TEUR
31.12.2024
Zins
Tilgung
31.12.2024
Zins
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
222.382
4.855
139.302
2.641
17.773
Finanzverbindlichkeiten
66.353
2.855
37.599
1.110
7.766
Leasingverbindlichkeiten
71.572
2.000
17.246
1.532
10.007
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
73.064
0
73.064
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
11.393
0
11.393
0
0
Cash Flow 2027-29
Cash Flow 2030ff.
in TEUR
Zins
Tilgung
Zins
Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
4.187
44.358
1.820
21.267
Finanzverbindlichkeiten
1.383
17.879
475
3.426
Leasingverbindlichkeiten
2.804
26.478
1.345
17.841
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
0
0
0
0
61
ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Das wichtigste Zinsänderungsrisiko des Konzerns geht auf langfristige Kreditaufnahmen mit variablen Zinsen zurück. Die Finanzierung
der Frauenthal-Gruppe wird durch variabel verzinste Konsortialfinanzierungen mehrerer führender österreichischer Banken auf Ebene
der Division Frauenthal Handel und durch fix verzinste Immobilienfinanzierungen auf Ebene der Division Frauenthal Immobilien
gesichert. Zudem verfügt die Frauenthal Holding AG über mehrere Betriebsmittellinien bei österreichischen Banken. Die Kredite der
Tochtergesellschaften sind ohne Haftung seitens der Frauenthal Holding AG gewährt. Die Kredite sind langfristig mit unterschiedlichen
Laufzeiten bis 2029 auf Ebene der Division Frauenthal Handel und bis 2038 auf Ebene der Division Frauenthal Immobilien. Die
Verzinsung in der Division Frauenthal Handel ist variabel auf EURIBOR-Basis. Darüber hinaus stehen für einen höheren Working Capital
Bedarf ausreichend Betriebsmittellinien im Konzern zur Verfügung.
Zum 31. Dezember 2025 betragen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten TEUR 15.563 (VJ: TEUR 28.754) und die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten TEUR 8.574 (VJ: TEUR 37.599). Der Rückgang der Finanzverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Abgang
der Division Frauenthal Automotive zurückzuführen.
Zinsänderungsrisiken für den Konzern sind in der Bilanz- und Finanzierungssituation Ende 2025 von Relevanz, da die Zinsbasis
überwiegend variabel auf EURIBOR-Basis vereinbart wurde. Die Zinsentwicklung und das damit verbundene Risiko werden laufend
überwacht. Mit 31.12.2025 sind keine derivativen Finanzinstrumente vorhanden.
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn
diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Im Sinne von IFRS 7 unterliegen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten
Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt.
Wenn der Marktzinssatz der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2025 um 100 Basispunkte höher gewesen
wäre, wäre das Ergebnis um etwa TEUR 409 (VJ: TEUR 478) geringer gewesen.
AUSFALLS- UND KREDITRISIKO/ABSICHERUNGEN
Dem Ausfalls- und Kreditrisiko von Forderungen und dem Risiko des Zahlungsverzugs der Vertragspartner wird in beiden Divisionen
durch regelmäßige Kreditprüfungen entsprochen.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird aktives Kundenrisikomanagement betrieben. Kundenratings und Kreditlimits werden
laufend beobachtet und angepasst, um Insolvenzrisiken frühzeitig zu erkennen. Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverhalten der Kunden
werden konsequent verfolgt. Belieferungslimits, die laufend an das Zahlungsverhalten angepasst werden, reduzieren das
Forderungsausfallrisiko. Zusätzlich wird das Ausfallsrisiko von Zahlungen über Warenkreditversicherungen deutlich gemindert.
In der Division Frauenthal Handel wird durch den Einsatz von Kreditversicherungen das Ausfalls- und Kreditrisiko abgefedert.
Forderungen mit einem erhöhten Ausfallsrisiko werden einzelwertberichtigt. Weiters hat die Division Frauenthal Handel unbefristete
Factoring-Vereinbarungen ohne Regress.
In der Division Frauenthal Handel werden im Geschäftsbereich Haustechnik eine Vielzahl von gewerblichen Kunden, wie
Installationsunternehmen für Sanitär, Heizungs- und Lüftungstechnik, Unternehmen im Anlagenbau sowie Kunden aus dem
Baunebengewerbe bedient. Im Geschäftsbereich Kontinentale sind vorrangig Kunden aus dem Kommunalbereich sowie
Industrieunternehmen tätig. Das Unternehmen steht mit über 5.000 Kunden in Österreich in regelmäßiger Geschäftsverbindung,
wobei es zu, vor allem für die Installationsbranche und für die kleinen Unternehmensgrößen, charakteristischen Zahlungsausfallsrisiken
kommen kann.
Maßgeblich für den Geschäftserfolg sind vorteilhafte Einkaufsbedingungen für das Sortiment, die logistische Leistungsfähigkeit wie
rasche Warenverfügbarkeit und fehlerfreie Belieferung an die Baustelle sowie die Vorfinanzierung durch den Materiallieferanten. Eine
Differenzierung über das Produkt ist mit Ausnahme von Eigenmarken nicht möglich, daher kann der Wettbewerb zwischen den
Großhändlern bei einem aggressiven Kampf um Marktanteile zu einem erheblichen Preisverfall führen.
Folgende Absicherungen sind in der Division Frauenthal Handel zu nennen: Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum
richtigen Umgang mit bestehenden Risiken wird eine spezialisierte Steuerungs- und Kontrollsoftware verwendet.
Dem Ausfalls- und Kreditrisiko und dem Risiko des Zahlungsverzugs der Kunden wird neben dem Verkauf der Forderungen an eine
Factorbank durch regelmäßige Bonitäts- und Kreditlimitüberprüfungen, durch aktives Kreditmanagement, die interne Vergabe von
Kreditlimits sowie durch Kreditversicherungen von wesentlichen Teilen der Kundenforderungen entsprochen. Nennenswerte Risiken
aus Großprojekten bzw. Klumpenrisiken bestehen aufgrund der großen Anzahl an Kundenbeziehungen nicht. Dieses
Risikomanagementsystem ist integrierter Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.
Weiters ist Sicherheit der Informationstechnologie in der Frauenthal Handel Gruppe ein wichtiges Thema. Dem wird durch State-of-
the-Art-Technologien, vor allem für Datensicherung und Firewall, einem hochverfügbaren Rechenzentrum in Verbindung mit
redundanten Leitungen und Katastrophenplanung Rechnung getragen.
Das maximale Ausfallsrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.
62
WÄHRUNGSÄNDERUNGSRISIKO
Infolge der Veräußerung der Division Frauenthal Automotive gibt es in der Frauenthal-Gruppe zum Bilanzstichtag keine
Fremdwährungsrisiken. Zuvor bestehende Währungsrisiken standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit
des aufgegebenen Geschäftsbereichs.
ZEITWERTE
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, die Zeitwerte und die Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten dargestellt. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen
beziehungsweise kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Bewertungs-
in TEUR
kategorie
Beizulegender
Beizulegender
nach
Zeitwert
Buchwert
Zeitwert
Buchwert
IFRS 9 **
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2024
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
4.881
4.881
2.220
2.220
davon Wertpapiere
FVTPL
2.201
2.201
2.220
2.220
davon variable Kaufpreisforderung
FVTPL
2.680
2.680
0
0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
AC
6.265
22.477
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
AC
0
0
Termingeldeinlage
AC
0
0
Sonstige finanzielle Forderungen
AC
16.133
14.811
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
AC
41.063
48.401
Beteiligung an anderen Unternehmen
FVTPL
21
21
40
40
davon aggregiert nach Bewertungskategorie IFRS 9
At Amortised Cost
AC
63.461
85.689
Fair value through Profit and Loss
FVTPL
4.902
4.902
2.260
2.260
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Bewertungs-
in TEUR
kategorie
Beizulegender
Beizulegender
nach
Zeitwert
Buchwert
Zeitwert
Buchwert
IFRS 9 **
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2024
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
AC
15.563
1)
15.563
28.754
1)
28.754
Leasingverbindlichkeiten
AC
***
40.977
***
54.327
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
AC
8.574
1)
8.574
37.599
1)
37.599
Leasingverbindlichkeiten
AC
***
15.765
***
17.245
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
AC
49.969
73.064
Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
AC
0
0
Unternehmen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
AC
11.853
11.393
davon aggregiert nach
Bewertungskategorien IFRS 9
At Amortised Cost
AC
142.701
222.382
*
*
*
*
*
*
1)
Die Finanzverbindlichkeiten sind sowohl variabel als auch fix verzinst. Die Bonität des Unternehmens ist in diesen Konditionen berücksichtigt
und daher stellt der Buchwert unter den aktuellen Marktgegebenheiten wie bei den übrigen finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dieser Finanzinstrumente dar.
* Der Buchwert stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
** AC (At Amortised Cost): Fortgeführte Anschaffungskosten
FVTPL (Fair Value Through Profit and Loss): Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
*** Gemäß IFRS 7.29 d) ist der Fair Value von Leasingverbindlichkeiten nicht anzugeben.
63
Die folgenden Finanzinstrumente wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sie können folgenden Zeitwerthierarchien
zugeordnet werden:
ZEITWERTHIERARCHIE
Bewertungs-
kategorie
Beizulegender
Beizulegender
in TEUR
nach
Zeitwert
Buchwert
Zeitwert
Buchwert
IFRS 9 **
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2024
1. Stufe
Wertpapiere
FVTPL
2.201
2.201
2.220
2.220
Beteiligungen
FVTPL
21
21
40
40
3. Stufe
Variable Kaufpreisforderung
FVTPL
2.680
2.680
0
0
**
FVTPL (Fair Value Through Profit and Loss): Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Bewertungs-
in TEUR
kategorie nach
Nettoergebnisse 2024
Nettoergebnisse 2025
IFRS 9
At Amortised Cost – Aktiva
AC
2.786
472
- Wertberichtigungen
1.436
689
davon fortzuführende Geschäftsbereiche
540
1.471
davon aufgegebener Geschäftsbereich
149
-35
- Kursverluste und -gewinne
-537
55
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-537
55
- Finanzerträge
344
1.295
davon fortzuführende Geschäftsbereich
301
458
davon aufgegebener Geschäftsbereich
43
837
At Amortised Cost – Passiva
AC
-11.013
-12.585
- Zinsaufwendungen
-11.013
-12.585
davon fortzuführende Geschäftsbereiche
-6.823
-9.251
davon aufgegebener Geschäftsbereich
-4.190
-3.334
at fair value through profit or loss
FVTPL
-29
107
- Veränderung aus Wertpapieren
-29
107
(48) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
In der Frauenthal-Gruppe werden die Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Immobilien als operative Segmente geführt und
über das EBIT gesteuert. Die Klassifizierung in die einzelnen Segmente erfolgt aufgrund des internen Reportings und der Unterschiede
zwischen den vertriebenen Produkten und Dienstleistungen.
Frauenthal Handel vertreibt die führenden Sanitär-, Heizungs-, Installationstechnik- und Elektromaterialmarken sowie die Eigenmarken
ALVA und die Exklusivmarke PASSION.
Die Division Frauenthal Immobilien hält Immobilien für Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen der Division Frauenthal Handel. Zukünftig
soll dieses Segment mit einem klaren Schwerpunkt auf Projektentwicklung und Bauträgertätigkeit aufgebaut werden.
Die Intrasegmentumsätze umfassen im Wesentlichen Managementleistungen und Kostenumlagen der Holdinggesellschaften, die nach
festen Stundensätzen bzw. nach der Kostenaufschlagsmethode bewertet werden. Die Intrasegmentumsätze der Division Frauenthal
Immobilien betreffen Mieterlöse. Diese orientieren sich überall an marktüblichen Preisen und wurden einem Fremdvergleich
unterzogen.
Die detaillierten Angaben zur Segmentberichterstattung sind in einer gesonderten Übersichtstabelle ersichtlich. In der Tabelle Umsatz
in Regionen nach Endkunden erfolgte die Zuweisung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden. Die dort angegebenen Umsätze
entsprechen den Angaben des IFRS 8.33.
64
(49) ZIELE DES EIGENKAPITALMANAGEMENTS
Ziele des Eigenkapitalmanagements des Konzerns sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung sowie die Erhaltung einer
adäquaten Eigenkapitalquote von über 30 % im IFRS-Konzernabschluss. Zum Bilanzstichtag konnte ein Eigenkapital von TEUR 137.943
(VJ: TEUR 164.451) ausgewiesen werden. Die Eigenkapitalquote steigt im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %-Punkte von 35,0 % auf
40,3 %. Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf die Verringerung der Bilanzsumme durch den Abgang der Division
Frauenthal Automotive zurückzuführen.
Frauenthal ist ein auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen, was sich in der Unternehmensstrategie widerspiegelt. Bei der
Gestaltung der Dividendenpolitik steht die finanzielle Vorsorge für die Finanzierung der Wachstumsstrategie im Vordergrund.
Das Net Gearing – bei dem das Konzerneigenkapital in Verhältnis zum Risiko (der Verschuldung) gesetzt wird – ist 2025 von 54,4 %
auf
28,9 % gesunken, da sich aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive die Verschuldung der Frauenthal-Gruppe
wesentlich verringert hat. Die Nettoverschuldung sinkt somit von TEUR 89.518 auf TEUR 39.809. Die Nettoverschuldung setzt sich aus
lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf der Passivseite sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auf der
Aktivseite zusammen.
Die verzinslichen Nettoschulden sind, die um verzinsliche Aktiva saldierten, verzinslichen Schulden. Das Eigenkapital ist das bilanzielle
Eigenkapital.
in TEUR
2021
2022
2023
2024
2025
Finanzverbindlichkeiten
70.986
60.585
55.324
66.353
24.137
Leasingverbindlichkeiten
67.854
73.105
71.729
71.572
56.742
Termingeldeinlagen
0
0
-9.000
0
0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-48.492
-44.572
-39.843
-48.401
-41.063
Gewährte Darlehen
-5
-5
-5
-5
-7
Verschuldung
90.343
89.114
78.204
89.518
39.809
Gearing Ratio in %
70,2%
49,3%
40,7%
54,4%
28,9%
Verschuldung ohne Leasingverbindlichkeiten
22.489
16.008
6.475
17.946
-16.934
Gearing Ratio in % ohne Leasingverbindlichkeiten
17,5%
8,8%
3,4%
10,9%
-12,3%
(50) ANGABEN ÜBER DIE MITGLIEDER DER UNTERNEHMENSORGANE
Der Aufsichtsrat der Frauenthal Holding AG besteht aktuell aus vier (VJ: vier) von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern und
zwei (VJ: zwei) vom Konzernbetriebsrat entsandten Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2025 bestand der Aufsichtsrat, gewählt von der
Hauptversammlung, aus den folgenden Mitgliedern:
Dipl.-Bw Claudia Beermann
Vorsitzende seit 11. Juni 2021
Mitglied seit 19. Juni 2019
Dr. Andreas Staribacher
Stellvertreter der Vorsitzenden seit 11. Juni 2021
Mitglied seit 5. Juni 2018
Dr. Johannes Strohmayer
Mitglied seit 2. Juni 2010
Dr. Christian Tassul
Mitglied seit 11. Juni 2021
Im Geschäftsjahr 2025 hat der Konzernbetriebsrat Thomas Zwettler und Johann Parcer als Mitglieder in den Aufsichtsrat entsandt:
Thomas Zwettler
Mitglied seit 1. Jänner 2015
Johann Parcer
Mitglied seit 30. November 2022
bis 31. Jänner 2026
Mario Gratzer
Mitglied seit 17. Februar 2026
bis 26. März 2026
Sonja Glaser-Matouschek
Mitglied seit 26. März 2026
Die Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen für das Berichtsjahr TEUR 131 (VJ: TEUR 137).
65
Die Vorstände der Frauenthal Holding AG sind:
Dr. Hannes Winkler
Vorsitzender seit 1. Jänner 2018
Mag. Erika Hochrieser
Mitglied seit 5. Juni 2018
Maximilian Schauer MSc
Mitglied seit 17. März 2026
Im Geschäftsjahr 2025 betragen die Bruttobezüge inklusive Pensionskassenzahlungen und Versicherungsbeiträge für die
Vorstandsmitglieder der Frauenthal Holding AG TEUR 1.159, davon fixe Vergütung TEUR 1.027, davon variable Vergütung TEUR 84,
davon Pensionskassenzahlungen TEUR 44 und davon Versicherungsbeiträge TEUR 4 (VJ: Insgesamt TEUR 1.209, davon fixe Vergütung
TEUR 953, davon variable Vergütung TEUR 210, davon Pensionskassenzahlungen TEUR 42 und davon Versicherungsbeiträge
TEUR 4). In den fixen Vergütungen sind TEUR 558 (VJ: TEUR 522) für die Verrechnung des Vorstandsvorsitzenden aus einem
Dienstleistungsvertrag mit der Ventana Holding GmbH enthalten.
Für die Vorstandsmitglieder der Frauenthal Holding AG betrugen die Zahlungen in die Mitarbeitervorsorgekasse im Geschäftsjahr 2025
TEUR 8 (VJ: TEUR 10). Die Auszahlung der Altersversorgung ist an keine Leistungskriterien gebunden. Bei Beendigung der Funktion
haben die Vorstandsmitglieder keine vertraglichen Abfertigungsansprüche.
Die Vorstandsvergütung besteht aus einem fixen Basisgehalt sowie aus einem variablen erfolgsabhängigen Bestandteil von TEUR 0 bis
zu maximal TEUR 250 brutto jährlich, welcher sich nach der persönlichen Leistung jedes Vorstandsmitglieds richtet, sofern ein
erfolgsabhängiger Bestandteil vereinbart wurde. Dieser variable Anteil setzt sich aus qualitativen und quantitativen Zielvereinbarungen
zusammen. Die quantitativen Ziele umfassen Kriterien der Budgeterreichung und der Liquidität. Die qualitativen Ziele sind für einzelne
Geschäftsbereiche, für das Gesamtunternehmen sowie Führungs- und Personalentwicklung vereinbart.
Die Frauenthal Holding AG hat für Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte im Konzern eine „Directors and Officers“ (D&O)-
Versicherung abgeschlossen. Die Kosten dafür belaufen sich im Geschäftsjahr 2025 auf TEUR 71 (VJ: TEUR 71).
(51) ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN ODER PERSONEN
Über die Tridelta GmbH, welche 73,08 % des Grundkapitals und 81,21 % der Stimmrechte der Frauenthal Holding AG hält, kontrolliert
Dr. Hannes Winkler zum 31. Dezember 2025 indirekt die Frauenthal Holding AG. Weitere 0,21 % des Grundkapitals und 0,23 % der
Stimmrechte werden direkt von der Ventana Holding GmbH gehalten, die unmittelbar durch Dr. Hannes Winkler kontrolliert wird.
16,71 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Frauenthal Holding AG hält seit dem Aktienrückkaufprogramm, das im Juni 2024
abgeschlossen wurde, selbst 10 % der Aktien. Das Stimmrecht aus diesen eigenen Aktien ruht in der Hauptversammlung, weshalb es
bei den anderen Aktionären zu Abweichungen zwischen dem Stimmrechtsanteil und dem Anteil am Grundkapital kommt. Der Konzern
der Frauenthal Holding AG, Wien, wird durch Beherrschung auf Basis eines Stimmbindungsvertrags in den Konzernabschluss der
Ventana Holding GmbH, Wien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, zum 31.12.2025
miteinbezogen. Weiterführende Informationen zur Beteiligungsstruktur sind auf der Frauenthal Website unter Investor Relations
abrufbar.
Zwischen Unternehmen der Frauenthal-Gruppe und nahestehenden Unternehmen sowie Personen bestehen Geschäftsbeziehungen
im Miet- und Dienstleistungsbereich, deren Gesamtvolumen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 6.039 (VJ: TEUR 5.742) betrug. Zum
31.12.2025 bestehen keine offenen Verbindlichkeiten (VJ: TEUR 1). Weiters wurden Rückstellungen iHv TEUR 8 gebildet (VJ: TEUR 6).
Gesellschaften der Validus-Gruppe verrechneten Nettomieten in Höhe von TEUR 5.304 (VJ: TEUR 5.053) für Büro-, Gewerbe- und
Lagerflächen der SHT Haustechnik GmbH sowie für den Standort am Rooseveltplatz 10, 1090 Wien, wo sämtliche Konzernbereiche
der Frauenthal Holding AG eingemietet sind. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist auf Indexierungen zurückzuführen. Zusätzlich
zu den Nettomieten werden die Betriebskosten weiterbelastet. Die Miethöhe orientiert sich überall an marktüblichen Preisen und
wurde zu Beginn einem Fremdvergleich unterzogen, der durch externe Gutachten bestätigt ist. Die Validus Immobilienholding GmbH
samt den ihr zuzurechnenden Tochtergesellschaften steht Dr. Hannes Winkler nahe.
Die Vergütung für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Hannes Winkler wurde in Höhe von TEUR 558 (VJ: TEUR 522) von Ventana Holding
GmbH an Frauenthal Holding AG verrechnet. Es handelt sich um eine fixe Vergütung, Dr. Winkler hat keinen variablen
Remunerationbestandteil im Gegensatz zu dem anderen Vorstandsmitglied.
Des Weiteren wurden im Jahr 2025 Reisespesen in Höhe von TEUR 94 (VJ: TEUR 82) von der Ventana Gruppe an Unternehmen der
Frauenthal-Gruppe verrechnet. Im Gegenzug verrechneten Unternehmen der Frauenthal-Gruppe für EDV-Dienstleistungen und
Sonstiges TEUR 9 (VJ: TEUR 33).
Es wurden im Geschäftsjahr 2025 Beratungsleistungen durch Frieders, Tassul & Partner iHv TEUR 79 (VJ: TEUR 78) in Anspruch
genommen. Weiters wurden im Geschäftsjahr 2025 Leistungen durch die MOORE CENTURION Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungs GmbH iHv 4 TEUR (VJ: TEUR 7) in Anspruch genommen.
Die oben angeführten Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu fremdüblichen Konditionen getätigt
worden.
66
(52) ANGABEN ÜBER EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 und der Freigabe dieses Berichts zur Veröffentlichung am 29. April 2026 gab es
keine wesentlichen angabepflichtigen Ereignisse.
Der Vorstand der Frauenthal Holding AG hat den Konzernabschluss am 29. April 2026 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Wien, 29. April 2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
67
Abkürzungsverzeichnis
AC
At Amortised Cost
Fortgeführte Anschaffungskosten
AktG
Aktiengesetz
BEV
Battery Electric Vehicles
BMVG
Betriebliches Mitarbeitervorsorgegesetz
CbCR
Country by Country Reporting
CDS
Credit Default Swap
CEE-Länder
Mittel- und osteuropäische Länder
CGU
Cash Generating Unit
CNY
Chinesischer Yuan
ct/kWh
Cents pro Kilowattstunde
CZK
Tschechische Krone
D&O
Directors and Officers
DCF-Verfahren
Discounted Cash Flow-Methode
DSGVO
Datenschutzgrundverordnung
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes
Betriebsergebnis, operatives Ergebnis vor Hinzurechnung von Finanzergebnis und Steuern
EBITDA
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation
Betriebsergebnis vor Abschreibungen = Brutto Cash Flow
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EEG
Erneuerbare-Energien-Gesetz
ERP
Enterprise Resource Planning
EU
Europäische Union
EUR
Euro
EU-VO
Europäische Union Verordnung
68
FIFO
First-in-First-out
FLAC
Financial Liabilities measured at Amortised Costs
FN
Firmenbuchnummer
FVTPL
Fair Value Through Profit and Loss
Verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
GuV
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
HKD
Hong-Kong Dollar
IAS
International Accounting Standards
IASB
International Accounting Standards Board
IFRS
International Financial Reporting Standards
iHv
in Höhe von
IKS
internes Kontrollsystem
iSd
im Sinne des
LKW
Lastkraftwagen
MEUR
Million(en) Euro
MSEK
Million(en) schwedische Kronen
NFZ
Nutzfahrzeug
OEM
Original Equipment Manufacturer
OTIF
on-time in-full
p.a.
per anno
PKW
Personenkraftwagen
RMS
Risikomanagementsystem
SC
South Carolina
SEK
Schwedische Krone
TCZK
Tausend Tschechische Krone
TEUR
Tausend Euro
TSEK
Tausend Schwedische Krone
69
TUSD
Tausend United States Dollar
UGB
Unternehmensgesetzbuch
USD
United States Dollar
VJ
Vorjahr
WACC
Weighted Average Cost of Capital
Durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den
Finanzmärkten zahlen muss
70
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Der Vorstand erklärt, dass der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte
Konzernabschluss des Frauenthal-Konzerns nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.
Ebenso vermittelt der Lagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Frauenthal-Konzerns und gibt Auskunft über den Geschäftsverlauf und die Auswirkung bestehender bzw.
künftiger Risiken auf die Geschäftstätigkeit des Frauenthal- Konzerns.
Wien, 29. April 2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
71
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
Frauenthal Holding AG,
Wien,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum
31. Dezember 2025, der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das an diesem
Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie
der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden
sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im
Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA).
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
„Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung
mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben
unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren.
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
72
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Werthaltigkeit der Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) Frauenthal Handel
Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 der Frauenthal Holding AG werden unter dem Bilanzposten
immaterielle Vermögenswerte unter anderem Firmenwerte mit einem Buchwert von TEUR 6.507 und
Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von TEUR 5.950, die beide der CGU Frauenthal
Handel zuzurechnen sind, ausgewiesen. Gemäß IAS 36 hat der Vorstand für diese Vermögenswerte
mindestens einmal im Jahr oder anlassbezogen im Rahmen von Werthaltigkeitstests zu beurteilen, ob
Wertminderungen vorliegen.
Der Werthaltigkeitstest für die Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird auf
Ebene des operativen Segments Frauenthal Handel als zahlungsmittelgenerierende Einheit durchgeführt.
Eine Wertminderung wird erfasst, wenn die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den
entsprechenden erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden
Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten.
Der Konzern ermittelt den Nutzungswert mittels eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF-Methode).
Neben Prognosen der zukünftigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) ist insbesondere auch der
Diskontierungszinssatz (WACC) als stark ermessensbehaftet einzustufen. Die Diskontierung erfolgt mittels
der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der genannten CGU.
Da sich bereits geringfügige Änderungen im Diskontierungszinssatz bzw. der zukünftigen
Zahlungsmittelzuflüsse wesentlich auf den erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf
die Ermittlung der Nutzungswerte und somit die Werthaltigkeit der getesteten Vermögenswerte erhebliche
Schätzungsunsicherheiten. Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass eine erforderliche
Wertminderung der betroffenen Vermögenswerte nicht angemessen ermittelt oder nicht identifiziert wird.
Im Geschäftsjahr 2025 hat der Konzern weder bei den Firmenwerten noch bei den Markenrechten mit
unbestimmter Nutzungsdauer eine Wertminderung verbucht.
Die Angaben zu den durchgeführten Werthaltigkeitstests finden sich im Abschnitt 10. Langfristige
Vermögenswerte des Konzernanhangs.
Prüferisches Vorgehen
Für die Prüfung der Werthaltigkeit haben wir uns ein Verständnis über die Zusammensetzung und
Abgrenzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU), zu der die Firmenwerte und die
Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer zuzuordnen sind, verschafft.
Das bei der Ermittlung des Nutzungswerts verwendete Bewertungsmodell haben wir auf rechnerische
Richtigkeit und auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen der einschlägigen Regelungen der
IFRS geprüft. Weiters haben wir uns mit den wesentlichen Parametern (Diskontierungszinssatz und
künftige Zahlungsströme) auseinandergesetzt. Dazu haben wir interne Bewertungsspezialisten
beigezogen.
In Bezug auf die erwarteten Zahlungsströme haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess
verschafft und uns vergewissert, dass die dem Wertminderungstest zugrunde gelegten Zahlungsströme
auf dem vom Vorstand freigegebenen und vom Aufsichtsrat gebilligten Budget für 2026 basieren. Anhand
von Vorjahresvergleichen, und Marktdaten haben wir die Plausibilität der erwarteten Umsätze und
Wachstumsraten beurteilt.
Die Angemessenheit der Höhe des Diskontierungszinssatzes wurde durch die eigenständige Ableitung der
für die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes maßgeblichen Parameter, einschließlich der
durchschnittlichen Kapitalkosten („weighted average cost of capital“) auf Basis der von Frauenthal
verwendeten Peer Group, beurteilt.
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Firmenwerte und
Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer im Anwendungsbereich von IAS 36 vollständig und
sachgerecht sind.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen haben wir keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit der
Firmenwerte und der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer festgestellt.
73
Aufgegebener Geschäftsbereich – Verkauf der Division Frauenthal Automotive (IFRS 5)
Im Geschäftsjahr 2025 hat die Frauenthal Holding AG die gesamte Division Frauenthal Automotive, die
Produktionsstandorte in Schweden, Deutschland, Slowakei, Tschechien, China und den USA umfasst,
veräußert. Das Closing der Transaktion erfolgte am 23. Dezember 2025, die Entkonsolidierung zum
30. November 2025. Die Division wurde vom Vorstand als aufgegebener Geschäftsbereich gemäß IFRS 5
klassifiziert und entsprechend separat im Konzernabschluss dargestellt. Vergleichswerte wurden
angepasst.
Die Transaktion führte zu einem wesentlichen Entkonsolidierungsverlust von TEUR -41.174. Der
vereinbarte Kaufpreis umfasst neben einem fixen Bestandteil einen nach oben begrenzten, variablen
Kaufpreis („Earn–out“), dessen Bewertung auf Schätzungen zur künftigen Ergebnisentwicklung des
veräußerten Geschäftsbereichs beruht.
Aufgrund der Wesentlichkeit der Transaktion, der umfangreichen Entkonsolidierung sowie der
Ermessensentscheidungen bei der Bewertung des variablen Kaufpreises wurde dieser Sachverhalt als
besonders wichtiger Prüfungssachverhalt beurteilt.
Die Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich finden sich in den Abschnitten 5. Konsolidierungskreis,
6. Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen – aufgegebener Geschäftsbereich, 8.
Aufgegebener Geschäftsbereich (Discontinued Operations), 20. Schätzungen und
Ermessensentscheidungen und 41. Ergebnis auf aufgegebener Geschäftsbereich des Konzernanhangs.
Prüferisches Vorgehen
Unsere Prüfungshandlungen umfassten die Einsicht in die Vertragsunterlagen zur Veräußerung der
Division Frauenthal Automotive sowie die Befragung des Vorstands, um die Transaktionsstruktur sowie
den zeitlichen Ablauf (insbesondere Closing und Entkonsolidierungsstichtag) zu verstehen.
Wir haben die Klassifizierung der Division Frauenthal Automotive als aufgegebener Geschäftsbereich
gemäß IFRS 5 beurteilt und die Kriterien (insbesondere die Abgrenzung des Geschäftsbereichs und die
getrennte Darstellung) nachvollzogen.
Wir haben die vollständige und richtige Entkonsolidierung der veräußerten Vermögenswerte und Schulden
sowie die Ermittlung des Entkonsolidierungsergebnisses überprüft.
Wir haben die Ermittlung des variablen Kaufpreises („Earn-out“) einschließlich der zugrunde liegenden
Annahmen nachvollzogen. Dabei haben wir eine auf den vom Management bereitgestellten Unterlagen
basierende Kontrollrechnung des variablen Kaufpreises vorgenommen. Hierzu haben wir interne
Bewertungsspezialisten beigezogen.
Wir haben die Angemessenheit des Ausweises und der Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich im
Konzernabschluss beurteilt.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen haben wir keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung,
Bewertung und Darstellung dieses Sachverhalts festgestellt.
74
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den
Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass
dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben sowie
dafür, dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder, den Konzern zu liquidieren oder
Unternehmenstätigkeiten einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des
Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern
resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns
abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängenden Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel
an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in
unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu
machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge
haben.
75
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
• Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete
Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des
Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir
sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der
Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für
unser Prüfungsurteil.
• Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die
geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
• Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden
kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene
Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht
haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in
äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung
deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu
prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem
Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen
Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im
Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. August 2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am
17. September 2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 16. September 2024
Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen
Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften
Gesellschaft gewahrt haben.
76
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Herr MMag Christoph
Zimmel.
Wien, 29. April 2026
Grant Thornton Austria Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert
qualifiziert elektronisch signiert
MMag Christoph ZIMMEL
i.V. Tanja POSCH, MSc, LL.M.
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt
Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
77
Frauenthal EXPO 2026:
Das Messe-Original war wieder in
Bestform!
Die Frauenthal EXPO 2026 (21.–23. Jänner, Messe Wien VIECON) verzeichnete mit
187 Ausstellern und rund 11.000 Besucherinnen und Besuchern neue Höchstwerte.
Als gewerkeübergreifende Plattform für Installateure, Elektriker, Planer und Kommu-
nen bot sie intensiven fachlichen Austausch und konkrete Projektanbahnungen. High-
lights waren das neue Messebausystem, der Lehrlingswettbewerb „Mission2Skills“
sowie ein umfassendes Serviceangebot für Gäste aus ganz Österreich.
FRAUENTHAL
EXPO 2026
Termin: 21. bis 23. Jänner
Location: Messe Wien VIECON, Halle A
Adresse:
Messeplatz 1,
1020 Wien
Veranstaltungsfläche: 18.000 m
2
Aussteller: 187
Besucher: ~11.000
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DAS
ORIGINAL
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78
LAGEBERICHT
FRAUENTHAL HOLDING AG 2025
JAHRESABSCHLUSS
A. EINLEITUNG
(1) DIE FRAUENTHAL HOLDING AG IM ÜBERBLICK
Die Frauenthal Holding AG ist im Firmenbuchgericht Wien unter FN 83990 s registriert. Die Geschäftsanschrift lautet:
Frauenthal Holding AG, Rooseveltplatz 10, 1090 Wien, Österreich.
Die Frauenthal Holding AG ist die Muttergesellschaft von 6 Gesellschaften (2024: 22 Gesellschaften), welche unter der
einheitlichen Leitung dieser stehen. Als Holdinggesellschaft der Frauenthal-Gruppe, ein österreichischer börsennotierter
Mischkonzern, umfasst die Frauenthal Holding AG nach dem Verkauf am 23.12.2025 der Division Frauenthal
Automotive die Divisionen Frauenthal Handel und die Division Frauenthal Immobilien, die ab dem zweiten Halbjahr
berichtet wird.
(2) WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Im Geschäftsjahr 2025 sind beide Divisionen mit einem äußerst herausfordernden Geschäftsumfeld und einer
angespannten Marktsituation konfrontiert.
Die Division Frauenthal Handel bietet ein breites Portfolio an Produkten und Lösungen für ihre Kunden im Sanitär-,
Heizungs- und Elektrogroßhandel an und ist maßgebend mit der österreichischen Bauwirtschaft verbunden. Nach dem
deutlichen Rückgang im Geschäftsjahr 2024 zeigt sich 2025 eine differenzierte Entwicklung: Während die
Bauproduktion sich gegenüber 2024 leicht stabilisiert (-0,8 %
1
gegenüber 2024), bleibt der Neubausektor weiterhin
unter erheblichem Druck. Die Baugenehmigungen zeigen 2025 erstmals seit Jahren wieder ein positives Vorzeichen,
wenngleich das Niveau deutlich unter den Spitzenwerten von 2019 verharrt.
Die energetische Sanierung entwickelt sich nach dem überraschenden Stopp des Programms „Raus aus Öl und Gas"
Ende 2024 in der ersten Jahreshälfte 2025 zunächst noch positiv, da bereits genehmigte Förderungen abgearbeitet
werden. Die neue Bundesregierung präsentiert im November 2025 die „Sanierungsoffensive 2026", die mit einem
Gesamtvolumen von MEUR 1.800 für den Zeitraum 2026 bis 2030 (jährlich MEUR 360) deutlich niedriger dotiert ist als
die Vorgängerprogramme. Die maximale Förderquote wird von 75 % auf 30 % reduziert, was die
Investitionsbereitschaft der Haushalte dämpfen dürfte.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Österreich zeigt sich 2025 fragil: Nach einem BIP-Rückgang von -0,9 % im
Jahr 2024 sollte für 2025 laut WIFO ein minimales Wachstum von +0,3 % erreicht werden. Die Zinswende der EZB
bringt Entlastung – der Leitzins sinkt von 4,5 % auf 2,0 %.
Der europäische Automobilmarkt zeigt im Jahr 2025 erstmals wieder leichte Wachstumsimpulse, bleibt jedoch
insgesamt in einer strukturell angespannten Situation. Die anhaltenden Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld
sowie die weiterhin verhaltene Dynamik im Bereich der Elektromobilität prägen unverändert das Marktgeschehen. Das
Geschäftsjahr ist weiterhin von einem erhöhten Zinsniveau, geopolitischen Spannungen, Zollbarrieren sowie einem
intensiven Wettbewerbsumfeld, insbesondere durch Anbieter aus Fernost, gekennzeichnet. Chinesische Hersteller
bauen ihre Marktposition sowohl im Heimatmarkt als auch zunehmend in Europa weiter aus.
Die Neuzulassungen im europäischen PKW-Markt steigen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % und zeigen
damit eine leichte Erholungstendenz. Auch in Deutschland ist mit einem Zuwachs von 1,4 %
2
ein moderates Wachstum
zu verzeichnen.
3
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt das Marktniveau weiterhin deutlich unter dem
Vorkrisenniveau des Jahres 2019 und spiegelt damit die nach wie vor bestehende strukturelle Schwäche des
europäischen Automobilmarktes wider.
1
100
th
EUROCONSTRUCT Country Report, Winter 2025
2
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/zulassungen-automarkt-legt-in-deutschland-2025-dank-
endspurt-etwas-zu/100189009.html
3
https://www.acea.auto/pc-registrations/new-car-registrations-1-8-in-2025-battery-electric-17-4-market-share/
79
Die Nachfrage im Bereich der batteriebetriebenen Fahrzeuge (BEVs) zeigt sich im Jahresverlauf weiterhin volatil.
Schwankende Förderbedingungen, Preisentwicklungen sowie eine insgesamt zurückhaltende Investitions- und
Konsumneigung führen zu einer uneinheitlichen Marktdynamik und erschweren die Planbarkeit im
Transformationsprozess zur Elektromobilität.
Im Nutzfahrzeugmarkt ist auch im Jahr 2025 ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Die Neuregistrierungen von LKWs
liegen erneut unter dem Vorjahresniveau. Die anhaltend schwache Investitionsbereitschaft im Transport- und
Logistiksektor sowie das gedämpfte wirtschaftliche Umfeld belasten die Nachfrage im Schwerlastsegment weiterhin
spürbar.
Zusammenfassend ist das Geschäftsjahr 2025 für die Division Frauenthal Automotive trotz leichter Wachstumsimpulse
im PKW-Segment weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld geprägt, das durch strukturelle
Anpassungsprozesse und eine insgesamt verhaltene Nachfrage bestimmt wird.
(3) DIVISION FRAUENTHAL AUTOMOTIVE: UMSATZ UND ERGEBNIS AUFGRUND DER KRISE IN DER
AUTOMOBILINDUSTRIE UNTER VORJAHRESNIVEAU
Das Geschäftsjahr 2025 ist insbesondere im ersten Halbjahr von erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit
ungeklärten Zollthematiken geprägt, die zu einer gedämpften Nachfrage auf Kundenseite führen. Die hohe Volatilität
sowie die teilweise reduzierten Abrufe seitens der Kunden belasten die Auslastung. Durch konsequentes
Kostenmanagement sowie gezielte Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Produktion können die negativen Effekte
jedoch teilweise kompensiert werden.
Darüber hinaus liegt ein wesentlicher Schwerpunkt auf intensiven Verhandlungen mit Kunden mit dem Ziel, die
Auswirkungen niedrigerer Volumina zumindest teilweise durch Preisanpassungen auszugleichen.
Die Umsatzerlöse bleiben im Geschäftsjahr 2025 vor dem Hintergrund des weiterhin angespannten Marktumfelds im
Vergleich zu 2024 weitgehend stabil. Das Ergebnis hingegen kann infolge der umgesetzten Effizienz- und
Strukturmaßnahmen verbessert werden.
(4) DIVISION FRAUENTHAL HANDEL DIFFERENZIERTE MARKTENTWICKLUNG PRÄGT DAS GESCHÄFTSJAHR
Die Geschäftsentwicklung der Division Frauenthal Handel ist 2025 von der beginnenden Erholung bei der
Wohnbaufinanzierung und dem Abarbeiten genehmigter Förderprojekte beeinflusst. Die sinkenden Zinsen führen zu
einer leichten Belebung, wenngleich der Bereich Neubauten weiterhin deutlich unter Vorjahresniveau verharrt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt sich eine differenzierte Entwicklung: Der Neubausektor bleibt aufgrund der
schwierigen Finanzierungsbedingungen der Vorjahre und aufgrund hoher Baukosten weiterhin unter Druck, zeigt aber
im zweiten Halbjahr erste Erholungstendenzen aufgrund verbesserter Finanzierungsbedingungen. Der
Renovierungssektor profitiert bis Mitte 2025 vom Abarbeiten bereits genehmigter Förderungen aus dem „Raus aus Öl
und Gas“-Programm. Die im November 2025 gestartete Registrierung für die „Sanierungsoffensive 2026" mit deutlich
reduzierten Fördersätzen dämpft die Erwartungen für die kommenden Jahre.
Nach einem EBITDA von MEUR 35,0 im Jahr 2024 kann für 2025 ein EBITDA von MEUR 39,2 erwirtschaftet werden.
Diese Verbesserung ist primär auf stringentes Kostenmanagement, die positive Entwicklung im ersten Halbjahr durch
das Abarbeiten genehmigter Förderprojekte sowie die beginnende Erholung des Immobilienmarkts aufgrund sinkender
Zinsen zurückzuführen. Trotz dieser Verbesserung bleibt das Ergebnis deutlich unter dem Spitzenwert von MEUR 47,0
aus dem Jahr 2023. Dieser Rückgang spiegelt die strukturellen Herausforderungen des Marktes wider, insbesondere die
Kombination aus gestiegenen Wareneinsatzkosten, höheren Personal- und Infrastrukturkosten sowie dem anhaltenden
Preisdruck im Markt.
Der Sanitär- und Heizungsmarkt ist weiterhin einem verschärften Verdrängungs- und Preiskampf ausgesetzt. Das hohe
Insolvenzniveau mit 6.810 Firmenpleiten im Jahr 2025 (2024: 6.587)
4
belastet die Branche zusätzlich, wobei die
Bauwirtschaft zu den am stärksten betroffenen Sektoren zählt. Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen
kann die Division Frauenthal Handel ihre Marktposition behaupten und in einigen Bereichen sogar ausbauen.
4
KSV Insolvenzstatistik vom 13.01.2026, siehe https://www.ksv.at/KSV1870_Insolvenzstatistik_Unternehmen_2025_final
80
B. ERGEBNISANALYSE
(1) UMSATZ
Der Umsatz (samt sonstiger betrieblicher Erträge) der Frauenthal Holding AG nach UGB liegt im Geschäftsjahr 2025 mit
TEUR 2.735 (Vorjahr: TEUR 2.842) um insgesamt TEUR 107 unter dem Vorjahreswert. Dies resultiert hauptsächlich aus
niedrigeren Verrechnungen an Konzerngesellschaften.
in TEUR
2025
2024
Veränderung
Umsatzerlöse und sonstige Erträge
2.735
2.842
-107
Personalaufwand
-2.163
-2.032
-131
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-4.866
-3.189
-1.678
EBITDA
-4.295
-2.379
-1.916
Abschreibungen
-35
-33
-2
Betriebsergebnis (EBIT)
-4.330
-2.412
-1.918
Erträge aus Beteiligungen an verb. Unternehmen
19.718
2.000
17.718
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Aufwendungen
-142
-15
-126
Aufwendungen aus Finanzanlagen
-34.090
-29.926
-4.164
Finanzergebnis
-14.514
-27.942
13.428
Ergebnis vor Steuern
-18.844
-30.354
11.510
Steuern vom Einkommen
-631
1.248
-1.879
Ergebnis nach Steuern
-19.475
-29.106
9.631
Auflösung von Gewinnrücklagen
19.475
29.040
-9.565
Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr
0
66
-66
Bilanzgewinn
0
0
0
(2) ERGEBNIS
Das Betriebsergebnis (EBIT) der Frauenthal Holding AG liegt mit TEUR -4.330 (Vorjahr: TEUR -2.412) um TEUR -1.916
unter dem Vorjahreswert, was hauptsächlich aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert.
Der Personalaufwand ist um TEUR 131 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sind um TEUR 1.678 gestiegen, dies resultiert aus den niedrigeren Weiterverrechnungen sowie höheren Rechts- und
Beratungsaufwendungen aufgrund des Verkaufs der Division Automotive im Vergleich zum Vorjahr.
Das Finanzergebnis beinhaltet in der Position Erträge aus Beteiligungen eine Sachdividende der Tochtergesellschaft
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH iHv TEUR 19.218. Diese Sachdividende ergab sich aufgrund einer
Abspaltung und Verschmelzung der Frauenthal Handel GmbH – der operative Betrieb der Frauenthal Handel GmbH
wurde in die Frauenthal Handel Gruppe AG abgespalten und die Liegenschaften in die Frauenthal Immobilien GmbH
verschmolzen. Der Posten Erträge aus Beteiligungen beinhaltet zusätzlich eine Dividende der Tochtergesellschaft
Frauenthal Automotive GmbH in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 2.000). Des Weiteren enthält das Finanzergebnis
im Geschäftsjahr 2025 den Verlust aus dem Verkauf der Frauenthal Automotive GmbH in Höhe von TEUR -34.090.
Die Steuern vom Einkommen beinhalten Körperschaftssteuern iHv TEUR -389 (Vorjahr: TEUR 0,00), Steueraufwand aus
Vorperioden iHv TEUR -168 (Vorjahr: TEUR 449), Steuerumlagen der Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe
von TEUR 1.367 (Vorjahr: TEUR 728), die Veränderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR -1.245
(Vorjahr: TEUR 178) sowie die Dotierung einer Rückstellung für bereits zugewiesene, jedoch nicht abgegoltene Verluste
von Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR -196 (Vorjahr: TEUR -107).
Das Jahresergebnis nach Steuern der Frauenthal Holding AG beträgt somit im Jahr 2025 TEUR -19.475
(Vorjahr: TEUR -29.106). Das negative Jahresergebnis ist vor allem auf den Verkauf der Frauenthal Automotive GmbH
zurückzuführen. Es wurden TEUR 19.475 (Vorjahr: TEUR 29.040) von den freien Rücklagen aufgelöst. Unter
Berücksichtigung des Gewinnvortrages iHv TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 66) beträgt der Bilanzgewinn der Frauenthal Holding
AG daher zum 31.12.2025 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
81
(3) VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme der Frauenthal Holding AG sinkt im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 63.615 auf TEUR 46.799, also
um TEUR -16.817.
AKTIVA in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände
1
3
-2
Sachanlagen
60
85
-25
Finanzanlagen
38.113
60.885
-22.773
Anlagevermögen
38.174
60.973
-22.798
Forderungen aus Lieferung und Leistungen
158
0
158
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
86
486
-400
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.185
493
2.692
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
5.105
23
5.080
Umlaufvermögen
8.534
1.002
7.531
Rechnungsabgrenzungen
58
362
-305
Aktive latente Steuern
33
1.278
-1.246
Summe AKTIVA
46.799
63.615
-16.817
Die Aktivposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus
den Veränderungen in den Finanzanlagen – einerseits wurde die Beteiligung Frauenthal Automotive GmbH verkauft
und andererseits wurde durch die Verschmelzung der Frauenthal Handel GmbH mit der Frauenthal Immobilien GmbH
deren Beteiligungsansatz erhöht. Der Anstieg der Sonstigen Forderungen sowie der Guthaben bei Kreditinstituten ist
auf den Verkauf der Frauenthal Automotive GmbH zurückzuführen – es gibt noch eine offene Kaufpreisforderung, die
in den Sonstigen Forderungen enthalten ist.
Die aktiven latenten Steuern haben sich um TEUR -1.246 reduziert. Dazu wird auf die Angaben des Anhangs verwiesen.
PASSIVA in TEUR
31.12.2025
31.12.2024
Veränderung
Eingefordertes Grundkapital
7.786
7.786
0
Ausgegebenes Grundkapital
7.786
7.786
0
Kapitalrücklagen
23.349
23.349
0
Rücklagen eigene Anteile
865
865
0
Gewinnrücklagen
9.888
29.363
-19.474
Eigenkapital
41.889
61.363
-19.474
Eigenkapitalquote (in %)
89,5%
96,5%
-7,0%
Steuerrückstellungen
806
231
574
Sonstige Rückstellungen
1.366
1.032
334
Rückstellungen
2.172
1.264
908
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5
637
-632
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.710
54
1.655
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
798
25
772
Sonstige Verbindlichkeiten
226
272
-46
Verbindlichkeiten
2.739
988
1.750
Summe PASSIVA
46.799
63.615
-16.817
Die Veränderung des Eigenkapitals ist vorrangig auf das negative Jahresergebnis des Geschäftsjahrs 2025
zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 89,5% und liegt um -7,0% unter den
Vorjahreswerten. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass sich das Eigenkapital im Verhältnis zur gesunkenen
Bilanzsumme unterproportional entwickelt hat.
82
Die Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 574 ist iHv TEUR -378 auf den Steueraufwand der Körperschaftssteuer
für das Jahr 2025 zurückzuführen. Die Rückstellung für interne Verlustvorträge der Gruppenmitglieder steigt um
TEUR 196. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund höherer Personalrückstellungen um TEUR 334
gestiegen.
(4) GELDFLUSSRECHNUNG
in TEUR
2025
2024
Ergebnis vor Steuern
-18.844
-30.354
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände
des Investitionsbereichs
35
33
Abschreibung von Finanzanlagen
0
29.926
Verluste / Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen
des Investitionsbereichs
34.062
0
Beteiligungserträge sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen
und ähnliche Aufwendungen
-19.576
-1.985
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen
0
1
Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis
-4.323
-2.379
Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva
419
16
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen
334
-34
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva
1.841
-19
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern
-1.729
-2.415
Zahlungen von Ertragsteuern
2.073
955
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit
344
-1.460
Einzahlung für Anlagenabgang
28
0
Auszahlungen für Anlagenzugang
-9
-51
Einzahlungen aus Beteiligungs- und Zinserträgen
500
2.308
Einzahlung aus Beteiligungsverkauf
5.000
0
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
5.519
2.257
Erwerb eigener Aktien
0
-20.591
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
0
632
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten
-632
0
Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-150
-174
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
-782
-20.133
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmitteläquivalente
5.081
-19.336
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode
23
19.360
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
5.105
23
Der Posten Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis weist im Geschäftsjahr 2025 einen Betrag in Höhe von
TEUR -4.323 (Vorjahr: TEUR -2.379) aus, welcher aufgrund höherer Rechts- und Beratungskosten unter dem Niveau des
Vorjahres liegt.
Im Jahr 2025 haben sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen iHv TEUR 1.841 sowie
die Einzahlungen aus Gruppenumlagen iHv 2.073 erhöht, was zu einem Netto- Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit
von TEUR 344 führt.
Der positive Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus dem Dividendenertrag
iHv MEUR 0,5 sowie aus dem Verkauf der Frauenthal Automotive GmbH iHv MEUR 5,0 zusammen.
83
C. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die Frauenthal Holding AG verfügt zum Bilanzstichtag über keine Zweigniederlassungen.
D. ANGABEN GEM. § 243A ABS. 1 UGB
Die Frauenthal Holding AG weist ein Grundkapital von EUR 8.651.491,00 auf, das sich auf insgesamt 6.751.491 auf
Inhaber lautende Stückaktien und 1.900.000 nicht notierte Namensaktien verteilt. Jede Aktie ist am Grundkapital im
gleichen Umfang beteiligt. Der Streubesitz beträgt 1.445.240 Stück Aktien, somit 16,71 % des Grundkapitals und
18,56 % der Stimmrechte (VJ: 1.445.240 Stück Aktien, 16,71 % des Grundkapitals und 18,56% der Stimmrechte). Der
Anteil der Hauptaktionäre, der Tridelta GmbH und der Ventana Holding GmbH, beträgt 6.341.102 Stück Aktien, somit
73,29 % des Grundkapitals und 81,44 % der Stimmrechte (VJ: 6.341.102 Stück Aktien, 73,29 % des Grundkapitals
und 81,44% der Stimmrechte). Die Frauenthal Holding AG hält seit dem Aktienrückkaufprogramm, das im Juni 2024
abgeschlossen wurde, selbst 10 % der Aktien. Das Stimmrecht aus diesen eigenen Aktien ruht in der
Hauptversammlung, weshalb es bei den anderen Aktionären zu Abweichungen zwischen dem Stimmrechtsanteil und
dem Anteil am Grundkapital kommt. (§ 243a Abs. 1 1.-4.)
Bei der Frauenthal Holding AG bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. (§ 243a Abs. 1 Z 5.)
Es bestehen keine besonderen Kontrollrechte für einzelne Aktionäre. Es bestehen keine über die gesetzlichen
Vorschriften hinausgehenden Rechte zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung. (§ 243a Abs. 1 Z 6.)
Der Vorstand wurde in der ordentlichen 33. Hauptversammlung vom 30. Juni 2022 ermächtigt, für die Dauer von fünf
Jahren (a) das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens
EUR 4.325.745,00 durch Ausgabe von bis zu 4.325.745 auf Inhaber und/oder auf Namen lautenden Stückaktien mit
Stimmrecht gegen Bareinlagen oder gegen Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen, (b) hierbei mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls dann ganz oder teilweise auszuschließen, wenn das
Grundkapital (i) zum Zweck der Durchführung eines Programms für Mitarbeiterbeteiligung oder eines
Aktienoptionsplans einschließlich von Mitgliedern des Vorstands und leitenden Angestellten jeweils der Gesellschaft
oder von mit dieser verbundenen Unternehmen, (ii) sonst gegen Bareinlage, wenn in Summe der rechnerisch auf die
gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der
Gesellschaft die Grenze von 20 % (zwanzig Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung
der Ermächtigung nicht übersteigt, oder (iii) gegen Sacheinlagen, insbesondere von Unternehmen, Unternehmensteilen,
Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften oder anderer mit einem
Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenstände oder zum Erwerb sonstiger
Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft
verbundenen Unternehmen), erhöht wird sowie (c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Art der neu auszugebenden
Aktien (auf Inhaber und/oder auf Namen lautend), den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen,
einschließlich der Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, festzusetzen (Genehmigtes
Kapital 2022). (§ 243a Abs. 1 Z 7.)
In wesentlichen Liefer- und Bezugsverträgen des Konzerns sind Change-of-Control-Klauseln enthalten. Eine detaillierte
Bekanntmachung dieser Vereinbarungen würde dem Konzern erheblichen Schaden zufügen und kann daher
unterbleiben.
(§ 243a Abs 1 Z 8.)
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
(§ 243a Abs 1 Z 9.)
84
E. RISIKOBERICHT
Gemäß der Regel 69 des Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde ein konzernweites
Risikomanagementsystem (RMS) eingerichtet. Risikoquellen werden systematisch identifiziert, bewertet und
vordefinierte Strategien im Umgang mit den Risiken festgelegt. Ein wesentliches Element des RMS sind
Frühwarnindikatoren, die systematisch erfasst, analysiert und berichtet werden. Der Umgang mit den Risiken ergibt sich
aus der Einordnung in die Risikomatrix, die regelmäßig aktualisiert wird: aktives Management, laufende Beobachtung
oder fallweise Beobachtung. Das interne Kontrollsystem (IKS), dessen Kernelemente das Controlling, Reporting, die
interne Revision und die Managementmeetings auf allen Ebenen sind, wird laufend an die Erfordernisse des RMS
angepasst.
Für alle bekannten Risiken sind „Risk Owner“ definiert, die für das Management der Risiken zuständig sind. Über die
Entwicklung der Risiken wird sowohl in den regelmäßigen Risikoberichten als auch in monatlichen Management Reports
berichtet. Falls es Vorkommnisse gibt, die eine Änderung im Risikomanagement erfordern könnten, wird dies von den
„Risk Owners“ an die jeweilige Geschäftsführung und im Falle von bedeutenden Ereignissen an den Vorstand berichtet.
(1) MARKTRISIKO
Die Division Frauenthal Handel hängt als Zulieferer des Baunebengewerbes mit dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und
Elektrogroßhandel leicht zeitversetzt substanziell von der Baukonjunktur ab.
Die Marktlage ist im Geschäftsjahr durch eine beginnende Stabilisierung bei weiterhin bestehenden Herausforderungen
geprägt. Im Neubausegment zeigt sich im zweiten Halbjahr eine erste leichte Belebung aufgrund gesunkener Zinsen,
wenngleich das Niveau deutlich unter historischen Durchschnittswerten verharrt. Die neue „Sanierungsoffensive 2026“
mit deutlich reduzierten Fördersätzen schafft zwar Planungssicherheit durch ein fixes Jahresbudget von MEUR 360,
dürfte aber die Investitionsbereitschaft im Renovierungsbereich dämpfen. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit
und das hohe Insolvenzniveau führen zu anhaltender Zurückhaltung bei Investitionen. Weiters dominiert wie in den
Vorjahren ein aggressiver Preiswettbewerb.
Die Marke Kontinentale ist ein Fachhandelsunternehmen für Armaturen- und Rohrleitungstechnik insbesondere für
Anwendungen im Bereich Infrastruktur (Gas, Wasser, Kanal, Straße). Der Erfolg in diesem Geschäftsbereich ist von der
Investitionsbereitschaft der Kommunen und Kommunalbetriebe sowie vom Investitionsbedarf der Industrie abhängig.
Diese Abhängigkeit von öffentlichen Investitionen bietet 2025 relative Stabilität, wird aber 2026 durch die
angekündigten Budgetkonsolidierungen unter Druck geraten.
Die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Baukonjunktur unterliegt der ständigen Beobachtung von Vertrieb und
Einkauf. Der Vorstand wird laufend über die Marktentwicklung informiert, das ermöglicht eine zeitnahe Anpassung an
Marktveränderungen.
(2) KUNDENRISIKO
Der Sanitär-, Heizungs- und Elektrogroßhandel ist geprägt von einer Vielzahl an Kunden aus der Installations- und
Elektrobranche, aber auch von größeren Abnehmern wie Baumärkten, Bauträgern, öffentlichen Einrichtungen und
Kommunen. Private Endabnehmer werden nicht direkt beliefert. Maßgeblich für den Geschäftserfolg sind kompetitive
Einkaufspreise und Einkaufsbedingungen für das Handelssortiment, die logistische Leistungsfähigkeit bei
Warenverfügbarkeit und Zustellung sowie die Vorfinanzierungsfunktion durch den Großhändler.
Der Wettbewerb zwischen den Großhändlern kann bei einem aggressiven Kampf um Marktanteile zu Preisverfall führen;
allerdings ist aufgrund anderer, stabilisierender Elemente der Kundenbeziehung (Warenverfügbarkeit, logistische
Verlässlichkeit, Finanzierung, technische Betreuung, Schnittstellenanbindung, Eigenmarken etc.) der Preis nicht allein
ausschlaggebend, sodass den Risiken des Preiswettbewerbs mit diesen Leistungskomponenten entgegengewirkt
werden kann. Aufgrund ihrer führenden Marktposition, des flächendeckend ausgebauten Standortnetzes und der
logistischen Leistungsfähigkeit ist die Division Frauenthal Handel im Wettbewerb sehr gut positioniert und für viele
Kunden bevorzugter Lieferant.
85
Die Kunden sind überwiegend Gewerbetreibende mit den für die Installations- sowie Elektrobranche und für kleine
Unternehmensgrößen charakteristischen Zahlungsrisiken. Eine Analyse des KSV1870
5
zeigt, dass die Zahl der
Firmeninsolvenzen im Jahr 2025 mit 6.810 Unternehmensinsolvenzen bzw. durchschnittlich 19 Firmenpleiten pro Tag
einen erneuten Höchststand erreicht hat. Die Bauwirtschaft zählt dabei zu den am stärksten betroffenen Branchen. Für
2026 wird ein ähnliches Niveau prognostiziert.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird aktives Kundenrisikomanagement betrieben. Kundenratings und
Kreditlimits werden laufend beobachtet und angepasst, um Insolvenzrisiken frühzeitig zu erkennen.
Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverhalten der Kunden werden konsequent verfolgt. Belieferungslimits, die laufend an
das Zahlungsverhalten angepasst werden, reduzieren das Forderungsausfallsrisiko. Zusätzlich wird das Ausfallsrisiko von
Zahlungen über Warenkreditversicherungen deutlich gemindert.
(3) PERSONALBESCHAFFUNGSRISIKEN
Die Problematik des allgemeinen Fachkräftemangels ist für die Division Frauenthal Handel auch weiterhin ein Thema.
Der Arbeitsmarkt ist mittlerweile ein sogenannter Bewerbermarkt und geprägt von der starken Nachfrage an
Arbeitskräften, vor allem an Fachkräften. Die Division Frauenthal Handel verzeichnet eine leichte Verbesserung der
Situation, aber nach wie vor spielt das Thema Fachkräfteverfügbarkeit eine wichtige Rolle in allen strategischen
Überlegungen der Personalarbeit.
Bei einem leicht rückläufigen bzw. stabilen Personalstand bleibt die Anzahl der qualifizierten Bewerbungen pro offene
Stelle im allgemeinen Durchschnitt weiterhin zurückhaltend. Allerdings kann in einzelnen Berufsfeldern – vor allem im
Einkaufs- und Vertriebsbereich – eine leichte Stabilisierung der Bewerbersituation und der Besetzungsqualität registriert
werden. In anderen Bereichen der Division Frauenthal Handel bleibt die Lage allerdings auch im Jahr 2025 angespannt –
vor allem im Bereich Logistik.
Die Fluktuationsrate in der Division Frauenthal Handel, also der Anteil der dienstnehmerinitiierten Austritte an der
Gesamtbelegschaft, bleibt stabil bei einer Quote von rund 7,5 % im Durchschnitt. Im Quervergleich mit anderen
Unternehmen bleibt die Division somit weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Die Division Frauenthal Handel unterstützt diese Entwicklung mit einer breiten Offensive an Maßnahmen in den
Bereichen „Attraktivität der Arbeitgeber-Marke/n“, „Neue Wege in der Bewerberansprache“, „Aus- und
Weiterbildung, Qualifikation, Um- und Aufschulung“, „Nachwuchsprogramme“ sowie allem voran mit dem
sogenannten „Retention Management“, also der Bindung der bestehenden Mitarbeitenden an das Unternehmen. Die
Division baut ihre strategischen Bereiche weiterhin aus und setzt im Geschäftsjahr auf Themen wie Nachfolgeplanung
und Talentemanagement.
Wie schon in den Vorjahren hat das Management der Division Frauenthal Handel 2025 eine volle Woche investiert und
in dieser Zeit sämtliche Standorte der Division Frauenthal Handel in ganz Österreich besucht. Diese „Roadshows“ haben
sich als erfolgreiches Instrument der Mitarbeitendenbindung und der internen Kommunikation etabliert. Das Format
soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, um den rund 1.650 Mitarbeitenden wichtige
Unternehmensinformationen vor Ort näherzubringen und den persönlichen Kontakt zu pflegen. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr hat das Management zusätzlich im Frühherbst eine Vertriebsroadshow absolviert, um alle Mitarbeitenden
mit Schwerpunkt Haustechnik und Zentrale zu aktuellen Änderungen im Vertrieb besser abholen zu können.
Der solide, auch 2025 stabile Wert von 60 % Weiterempfehlungsquote auf der führenden Bewertungsplattform
kununu, welcher sich mehrheitlich aus den Feedbacks von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden speist, liegt über
allen relevanten Benchmarks und attestiert, dass die Bestrebungen zur Attraktivierung der Arbeitgebermarke Frauenthal
Handel Gruppe Früchte tragen.
5
KSV Insolvenzstatistik vom 13.01.2026, siehe
https://www.ksv.at/KSV1870_Insolvenzstatistik_Unternehmen_2025_final
86
(4) UMWELTRISIKEN
Die Division Frauenthal Handel ist im Handel von Sanitär-, Heizungs- und Installationsprodukten sowie im Handel von
Elektromaterial tätig. Die Gruppe verfügt über eine österreichweite Vertriebs- und Logistikinfrastruktur sowie einen
eigenen Fuhrpark. Das Lagersortiment beinhaltet rund 50.000 überwiegend technische Artikel. Im Sortiment sind bis
auf Batterien, welche gesetzeskonform gelagert und transportiert werden, keine gefährlichen Güter mit potenzieller
Belastung für die Umwelt enthalten. Es gibt sowohl im Sanitär- als auch im Heizungssegment ein breites
Handelssortiment an Artikeln, die besonders umwelt-, energie- oder ressourcenschonend sind. Es sind diesbezüglich
keine Umweltrisiken bekannt. Im Bereich der Verpackung arbeitet die Division Frauenthal Handel nach den Vorgaben
der Verpackungsverordnung und ist aktiver Partner der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), wodurch eine nachhaltige
und gesetzeskonforme Entsorgung und Wiederverwertung der Verpackungsmaterialien sichergestellt wird. An einigen
Logistikstandorten der Division Frauenthal Handel bestehen Umweltrisiken in Form von Lärmemissionen, die zu einer
Einschränkung der Betriebszeiten führen.
(5) BETRIEBLICHE RISIKEN
Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2025 stellt für das Management und die Belegschaft in der Division
Frauenthal Handel eine anhaltende Herausforderung dar, insbesondere durch die Kombination aus fragiler
Baukonjunktur und hohem Kostendruck. Die Schwerpunkte liegen auf der Absicherung des operativen Betriebs, der
flexiblen Reaktion auf rasch wechselnde Rahmenbedingungen und der Nutzung der Chancen, die sich durch die
sinkenden Zinsen und die beginnende Markterholung ergeben.
Für die Ertragskraft der Division Frauenthal Handel sind kompetitive Einkaufsbedingungen und Einkaufspreise der
Lieferanten von großer Bedeutung. Einzelne dieser Lieferanten haben einen großen Marktanteil in Österreich und
können daher nicht substituiert werden. Gleichzeitig ist die Division Frauenthal Handel aufgrund des größten und
österreichweiten Vertriebs- und Logistiknetzwerks wesentliche Partnerin in der Branche.
Die Verhandlung der Einkaufspreise ist Kernaufgabe des Category Managements sowie des Chief Operating Officer.
Aufgrund der Marktstruktur ist die Division Frauenthal Handel bestens aufgestellt. Die Mitgliedschaft in der
europaweiten Einkaufsgemeinschaft VGH sichert die Position gegenüber den Herstellern von Sanitär- und
Heizungsprodukten zusätzlich ab.
Im Bereich Category Management wird laufend die Koordination zwischen den Funktionen von Einkauf, Verkauf,
Disposition, Liquiditäts- und Produktmanagement verbessert. Ein stetig weiterentwickeltes Prognosesystem zur
Optimierung der Bestellmengen und damit des Lagerbestands ermöglicht eine zielgerichtete Erhöhung der
Warenverfügbarkeit.
Die Sicherheit der IT-Systeme, insbesondere der Schutz vor unbefugtem Zugriff und Manipulationen, wird regelmäßig
intern überprüft. Aufgrund der zunehmenden internen und externen Vernetzung sind die Risiken in diesem Bereich
steigend. Entsprechend werden auch Maßnahmen zur Erhöhung des Schutzes vor unberechtigten Systemzugriffen
verstärkt. Darüber wird auch regelmäßig dem Prüfungsausschuss berichtet.
(6) VERSORGUNGSRISIKO
Die Division Frauenthal Handel minimiert potenzielle Versorgungsrisiken durch ein ausgeklügeltes
Bestandsmanagement, welches eine optimale Balance zwischen Lagerhaltung und Kapitalbindung gewährleistet. Durch
die strategische Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk an Lieferanten und die Mitgliedschaft in der europaweiten
Einkaufsgemeinschaft VGH wird die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern reduziert.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Prozesse und Systeme, insbesondere im Bereich der Lagerführung
und Logistik, ermöglicht eine präzise Bedarfsplanung und zeitnahe Reaktion auf Nachfrageschwankungen. Die hohe
Warenverfügbarkeit von über 99,7 % (OTIF = on time in full) im Jahr 2025 unterstreicht die Effektivität dieser
Maßnahmen und die Verlässlichkeit der Versorgungskette.
87
(7) FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Die Frauenthal Holding AG verfügt über keine derivativen Finanzinstrumente.
Die Frauenthal-Gruppe ist mit einer ausgewiesenen Eigenkapitalquote von 40,3 % im Jahr 2025 eigenkapitalmäßig gut
aufgestellt. In der Division Frauenthal Handel ergeben sich jedoch aufgrund der volatilen Geschäftsentwicklungen
unterjährig wesentlich höhere Ausnutzungen der Kreditlinien als zum Bilanzstichtag. Die beiden Divisionen Frauenthal
Handel und Frauenthal Immobilien sind hinsichtlich der finanzwirtschaftlichen Risiken unterschiedlich zu betrachten. In
der Division Frauenthal Handel kommt es zu Jahresende traditionell zu sehr hohen Kundeneingängen, welche die
Nettofinanzverbindlichkeiten zum Stichtag enorm verringern. Durch die hohen Kundeneingänge kommt es zum
31. Dezember 2025 zu einer Bilanzverkürzung und zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote. Die Division Frauenthal
Immobilien ist mit lokalen Banken finanziert, und es kommt unterjährig zu keinen erheblichen Liquiditätsschwankungen.
In enger Abstimmung mit der Frauenthal Holding findet eine laufende Kommunikation mit den Banken statt.
Die Finanzierung der Frauenthal-Gruppe erfolgt einerseits durch Konsortialfinanzierungen mehrerer führender
österreichischer Banken auf Ebene der Division Frauenthal Handel und andererseits durch Finanzierungen von lokalen
Banken in der Division Frauenthal Immobilien.
Im August 2024 wurde die gesamte Division Frauenthal Handel langfristig auf weitere fünf Jahre refinanziert. Die
Finanzierung enthält eine tilgende Tranche (MEUR 15) sowie eine Betriebsmittellinie über MEUR 45. Zudem wurden im
September 2024 vier zusätzliche Betriebsmittellinien mit einer Gesamthöhe von MEUR 24 (MEUR 14 bis 2029,
MEUR 10 auf unbestimmte Zeit) eingerichtet.
Alle Kredite der operativen Gesellschaften in den beiden Divisionen Frauenthal Handel und Frauenthal Immobilien sind
ohne Haftung seitens der Frauenthal Holding AG gewährt. Die Kredite sind langfristig mit unterschiedlichen Laufzeiten
und die Verzinsung ist großteils variabel auf EURIBOR-Basis. Darüber hinaus stehen für einen höheren Working-Capital-
Bedarf ausreichend Betriebsmittellinien zur Verfügung. Der Liquiditätsbedarf, die Überwachung der Einhaltung der
Covenants und die Verhandlung von Anpassungen der Vereinbarungen mit den Banken an die aktuellen Bedürfnisse
werden im Rahmen der Treasury-Funktion von der Holding gesteuert und detailliert überwacht. Im Rahmen der
Konsortialfinanzierung der Division Frauenthal Handel und bei den Linien in der Frauenthal Holding bestehen die
vertraglich vereinbarten Financial Covenants Net Debt/EBITDA und die Eigenkapitalquote. Zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2025 wurden sämtliche Financial Covenants eingehalten.
Zusätzlich bestehen auf Ebene der Frauenthal Holding ausreichend freie Finanzierungslinien mit mehreren
österreichischen Banken. Die Frauenthal Holding selbst hat keine Finanzinstrumente.
Der Konzern verfügt über Guthaben bei Kreditinstituten iHv MEUR 41,1 sowie über ausreichend nicht ausgenutzte
Banklinien. Die Frauenthal-Gruppe nutzt in der Division Frauenthal Handel Factoring-Verträge mit unbefristeter Laufzeit,
die einen zentralen Bestandteil der langfristigen Finanzierungsstrategie darstellen. Diese Vereinbarungen sichern die
flexible Liquiditätssteuerung und unterstützen die Working-Capital-Optimierung. Das Factoring-Volumen beträgt
MEUR 57,1, der Verkauf erfolgt ohne Regress. Zusätzlich bestehen mit den beteiligten Banken langjährige gute
Geschäftsbeziehungen.
Die Division Frauenthal Handel verwendet Wertpapiere als Finanzinstrument für die Deckung der
Pensionsrückstellungen. Diese Wertpapiere bergen ein geringes Risiko.
Zentrale Aufgabe der Liquiditätsplanung der Unternehmen der Frauenthal-Gruppe ist die Aufrechterhaltung der
Fähigkeit, den externen und internen Zahlungsverpflichtungen stets nachzukommen.
Zinsänderungsrisiken für den Konzern sind in der Bilanz- und Finanzierungssituation Ende 2025 von Relevanz, da die
Zinsbasis überwiegend auf 3-Monats-EURIBOR-Basis vereinbart wurde. Die Zinsentwicklung und das damit verbundene
Risiko werden laufend überwacht.
Der Einfluss volatiler Währungen ist aufgrund des Verkaufs der Division Frauenthal Automotive sehr gering
Aus der Finanzierungs- und Standortstruktur der Frauenthal-Gruppe ergeben sich finanzielle Risiken (dazu zählen
Liquiditäts- und Zinsrisiken), die maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
Die durchschnittliche Verzinsung für kurz- und langfristig ausgenützte Kredite sowie für Betriebsmittelfinanzierungen
beträgt in der Division Frauenthal Handel 3,43 % p.a. (mit Laufzeiten bis längstens 2029), in der Division Frauenthal
Immobilien 3,45 % p.a. (mit Laufzeiten bis längstens 2038) und für Finanzierungen auf Ebene der Frauenthal Holding
AG 4,11 % p.a. (mit Laufzeiten bis längstens 2027).
88
(8) COMPLIANCE-RISIKEN
Als börsennotiertes Unternehmen hat die Frauenthal Holding AG ein umfangreiches Regelwerk im Bereich der
Corporate Governance und des Börse- und Wertpapierrechts zu befolgen. Der Österreichische Corporate Governance
Kodex wird laufend um neue Regelungen erweitert. Durch Schulungen und Berücksichtigung von Compliance bei der
Zielvorgabe und Evaluierung von Führungskräften sollen Compliance-Risiken reduziert werden. Die Gesellschaft verfolgt
die permanente Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen mit hoher Priorität, um Verletzungen zu vermeiden, die
gegebenenfalls erheblichen Schaden für die Reputation des Unternehmens sowie gesetzliche Sanktionen nach sich
ziehen könnten. Darüber hinaus wird die Einhaltung hoher ethischer Standards in den Geschäftsbeziehungen als
wichtiges Element einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmenspolitik betrachtet. Im Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats werden regelmäßig mögliche Compliance-Risiken analysiert und Maßnahmen zur Stärkung der
Compliance im Konzern besprochen. Im Berichtsjahr wurden die Verfahren zur Sicherung der Vertraulichkeit von
Compliance-relevanten Informationen weiterentwickelt. Eine neue Compliance-Richtlinie trat per 1. Jänner 2025 in
Kraft.
(9) WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM
HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Es gibt klare und strenge Richtlinien betreffend die Dokumentation der betrieblichen Vorgänge im gesamten Konzern.
Der Rechnungslegungsprozess in den Konzerngesellschaften obliegt der Verantwortung der lokalen Finanzleitung. Von
dieser werden die laufenden Monatsergebnisse unter Verwendung der Konsolidierungssoftware Cognos an die zentrale
Finanzabteilung des Konzerns übermittelt. Die konsolidierten Ergebnisse werden nach detaillierter Analyse und
Rücksprache mit den Finanzverantwortlichen der Konzerngesellschaften im Monatsbericht an den Vorstand, den
Aufsichtsrat und das gesamte Management-Team berichtet.
Ausführliche Erläuterungen des Managements der operativen Einheiten erklären den Geschäftsverlauf. Ein
konzernweites Accounting Manual und regelmäßige Schulungen der Finanzverantwortlichen dienen der
Vereinheitlichung aller relevanten Buchungsmethoden und der Einhaltung der jeweils aktuellen internationalen
Rechnungslegungsvorschriften. Neue oder geänderte IFRS-Standards werden zentral in enger Zusammenarbeit mit den
lokalen Verantwortlichen für den gesamten Konzern eingeführt. In Vorbereitung auf die Erstellung der
Nachhaltigkeitserklärung iS der CSRD werden Workshops mit den lokalen Verantwortlichen abgehalten.
Es gibt eine durchgängige Unterschriftsregelung, die die Freigabe von Rechnungen zur Zahlung klar regelt. Die
buchmäßige Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt grundsätzlich elektronisch. Entsprechend den individuellen
Notwendigkeiten sind Zugriffsrechte einzelner Benutzer zentral durch die jeweilige IT-Abteilung verwaltet. Das Ausmaß
der Berechtigungen unterliegt einer ständigen Anpassung. Die digitale Datensicherung erfolgt ebenfalls durch die
lokalen IT-Abteilungen. Nach einem detaillierten Sicherungsplan werden verschiedene Backups täglich, wöchentlich
oder monatlich durchgeführt. Andere Dokumente werden in geeigneten Archiven entsprechend den gesetzlichen
Fristen aufbewahrt.
In den operativen Einheiten erfolgt die Buchung von Geschäftsfällen laufend. Zahlungen werden wöchentlich
durchgeführt.
In den Gesellschaften sind durchgehend organisatorische Regelungen festgelegt, die gewährleisten, dass sämtliche
buchungspflichtigen Geschäftsvorfälle in den Jahresabschluss einfließen. In Konzerngesellschaften mit voll integrierten
ERP-Systemen werden bereits bei der Bestellung von Waren automatisch interne Belege erstellt, die folglich einen
routinemäßigen Freigabeprozess durchlaufen. Am Ende des Monats überprüfen alle Finanzabteilungen die
Vollständigkeit der Rechnungen. Um ein periodengenaues Bild der Finanzlage zu erstellen, werden fehlende
Rechnungen bei Bedarf abgegrenzt. Vor dem Bilanzstichtag werden von den wichtigsten Lieferanten Bestätigungen zu
den ausstehenden Beträgen eingeholt.
Um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Rückstellungen gebildet werden, wird der aktuelle Geschäftsverlauf in den
monatlichen Managementmeetings mit dem Vorstand ausführlich besprochen und Maßnahmen abgeleitet. Das
monatliche Berichtswesen bildet die Basis für diese Besprechungen.
Durch die intensive Kommunikation zwischen der zentralen Finanzabteilung und den Finanzverantwortlichen in den
lokalen Gesellschaften werden Planabweichungen detailliert verfolgt.
89
Das monatliche Reporting beinhaltet detaillierte Abweichungsanalysen zu Ergebnissen, Bilanzpositionen und Cashflow-
Statements der Segmente. Des Weiteren dient ein umfangreiches Kennzahlensystem der Erstellung interner Vergleiche
über längere Zeiträume. Gegebenenfalls werden Auffälligkeiten einer detaillierten Analyse unterzogen. Den Themen
Kundenbeziehung, Produktivität, Liquiditätsmanagement und Personalstruktur wird dabei besondere Aufmerksamkeit
geschenkt, wodurch mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden können. Der Vorstand initiiert in Abstimmung mit
dem Prüfungsausschuss regelmäßig Projekte der internen Revision.
Die Cash-Bestände aller Konzerngesellschaften werden ständig beobachtet. Die Liquiditätsentwicklung wird dem
Vorstand wöchentlich, dem Aufsichtsrat und damit auch dem Prüfungsausschuss monatlich berichtet. Sichergestellt
wird die Korrektheit der Liquiditätsrechnung durch den monatlichen Abgleich von Cashflow-Statements und
Bankständen. Den operativen Einheiten werden konkrete monatliche Liquiditätsziele vorgegeben; Abweichungen
führen zu vordefinierten Berichts- und Genehmigungsprozessen.
Die Risikoverantwortlichen der identifizierten Risiken sind klar definiert und berichten in oberster Instanz an den
Vorstand. Im mindestens zweimal jährlich erstellten Risikobericht werden die Risiken aktualisiert, bewertet und dem
Prüfungsausschuss vorgelegt.
F. INNOVATIONSBERICHT
Der technische Großhandel befindet sich in einem ständigen Wandel und muss sich den Herausforderungen der
Digitalisierung und den steigenden Ansprüchen bei nachhaltigen Produkten stellen. Den Trends folgend werden in der
Division Frauenthal Handel laufend Prozessinnovationen in der Kundenabwicklung umgesetzt. Die auf
Kundenbedürfnisse und -anforderungen maßgeschneiderte Business-Plattform für die vier Marken (mySHT mobil, ÖAG
mobil, konti mobil und EMAT mobil) ist eine dieser Lösungen. Einfache Abwicklungen wie digitaler Lieferschein, smarte
Produktsuche, Bestellmöglichkeiten über die App am Smartphone, Track & Trace in Echtzeit auf einer Karte, Lieferaviso
mit Push-Nachricht, nachhaltige Verpackungen und vor allem Warenverfügbarkeit schaffen einen Mehrwert beim
Kunden und sind ein wichtiger Teil der Kundenbindung.
Durchgängige digitale Prozesse sind die Grundvoraussetzung für den hohen Anteil an fehlerfreien Lieferungen von über
99,7 % (OTIF) im Jahr 2025. Durch die vollständige Erneuerung der Kundenwebshops (oeag-shop.at, sht.at,
kontinentale-shop.at, ELEKTROMATERIAL.AT) ist die digitale Kundenplattform auf ein neues Niveau gehoben worden.
Die nahtlose Integration mit den entsprechenden mobilen Apps ermöglicht den Kunden einen flexiblen Zugriff über alle
Endgeräte, wodurch der Umsatzanteil über die digitalen Kanäle kontinuierlich steigt. Die personalintensiven regionalen
Call Center werden dadurch entlastet und es bleibt mehr Zeit für aktive Beratung und Verkauf.
G. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung durchgeführt.
H. AUSBLICK
Der Fokus des Managements liegt im Jahr 2026 auf strukturellen Änderungen und einem strikten Kostenmanagement,
um auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Förderlandschaft und die anhaltend gedämpfte Marktentwicklung
zu reagieren.
Die Division Frauenthal Handel hängt als Zulieferer des Baunebengewerbes leicht zeitversetzt direkt von der
Baukonjunktur ab. Die Baukonjunktur zeigt laut EUROCONSTRUCT-Bericht und WIFO-Prognose eine vorsichtig positive,
aber gedämpfte Entwicklung: Während der Neubaubereich von den gesunkenen Zinsen profitieren sollte – die EZB hat
den Leitzins 2025 auf 2,0 % gesenkt, zeigt sich im Renovierungssektor eine deutliche Abschwächung durch die
reduzierten Fördermittel. Diese Prognose ist aufgrund des Iran Krieges und der steigenden Rohölpreise mit erhöhter
Unsicherheit verbunden.
Die neue „Sanierungsoffensive 2026" stellt mit MEUR 360 jährlich (2026 bis 2030) deutlich weniger Mittel zur
Verfügung als die Vorgängerprogramme. Die Reduzierung der maximalen Förderquote von 75 % auf 30 % der
Investitionskosten wird die Nachfrage im Renovierungssegment spürbar dämpfen. Positiv ist die Planungssicherheit
durch das fixe Jahresbudget und die Registrierungsmöglichkeit ab November 2025, die eine gewisse Nachfrage für das
erste Halbjahr 2026 sicherstellt.
90
Weitere Einflussfaktoren stellen die Investitionsneigung der öffentlichen Hand sowie das private Konsumverhalten dar.
Das private Konsumverhalten zeigt sich weiterhin zurückhaltend. Die für 2026 prognostizierte Budgetkonsolidierung
auf Bundes, Landes- und Gemeindeebene wird die öffentlichen Investitionen im Infrastrukturbereich belasten, was sich
auch auf die Nachfrage bei der Marke Kontinentale auswirken dürfte.
Angesichts dieser Entwicklungen ist die Prognoseunsicherheit durch mehrere Faktoren verstärkt: Neben den klassischen
Herausforderungen wie Baustoffpreisen, der Zinslandschaft und der Inflation kommt die deutlich veränderte
Fördersituation hinzu. Die Renovierungstätigkeit könnte jedoch durch das Auslaufen der Kreditinstitute-
Immobilienfinanzierungsmaßnahmen (KIM)-Verordnung Mitte 2025 positive Impulse erhalten.
Aufgrund des Krieges im Nahen Osten ist insbesondere die Division Frauenthal Handel mit höheren Treibstoffkosten im
Fuhrpark und höheren Heiz- und Stromkosten konfrontiert. Die aktuelle Kriegssituation bleibt angespannt, sodass ein
potenzielles Ende nicht abgeschätzt werden kann. Negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der
Frauenthal-Gruppe durch den Krieg im Nahen Osten und einer möglichen weiteren Eskalation können nicht
ausgeschlossen werden. Der Umfang der Auswirkungen kann jedoch zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht mit
hinreichender Sicherheit eingeschätzt werden.
Auch bleibt das hohe Insolvenzniveau mit erwarteten rund 6.800 Firmenpleiten auch im Jahr 2026 bleibt ein
wesentlicher Risikofaktor. Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit wird in den Folgejahren durch anhaltenden
Preiskampf im Wettbewerb und die sich verändernden Marktbedingungen bestimmt werden. Ziel ist es, durch gezielte
Investitionen, kontinuierliche Prozessverbesserungen und intensive Schulungen der Mitarbeitenden den Kundenservice
weiter zu verbessern und den Fokus auf Kundennutzen zu setzen, um die Marktposition trotz des herausfordernden
Umfelds zu festigen und auszubauen.
Die Frauenthal-Gruppe sieht sich weiterhin mit einem zunehmend herausfordernden Geschäftsumfeld und einer
angespannten Marktsituation konfrontiert. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2026 hängt damit umso mehr von der
Konjunktur und dem Marktumfeld ab. Besonders relevant sind dabei die Entwicklung der Baukonjunktur, die
Ausgestaltung der Förderungen für erneuerbare Energien sowie die Entwicklung der Rohstoffpreise und des
Zinsumfelds. Des Weiteren wird das Management im Geschäftsjahr 2026 gezielt an der Finalisierung und Umsetzung
der Immobilienstrategie, dem Aufbau einer strukturierten Projektpipeline und der eigenständigen Entwicklung von
Gewerbe- und Wohnimmobilien arbeiten. Eine seriöse Prognose für das Konzernergebnis 2026 ist daher zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.
Im Bereich Business Development werden Akquisitionsmöglichkeiten in den beiden Divisionen Frauenthal Handel und
Frauenthal Immobilien analysiert.
Die Frauenthal Holding AG versteht sich als strategischer Investor, der an der nachhaltigen Schaffung von Shareholder
Value orientiert ist. Wenn die Frauenthal-Gruppe aufgrund limitierter Ressourcen und Kompetenzen oder aufgrund von
Risikopräferenzen weiteres Wachstum in einem Bereich nicht mehr adäquat unterstützen kann oder will, sind
strategische Verkäufe von Geschäftsbereichen unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage Optionen, die sorgfältig
evaluiert werden. Die Optimierung der Investitionszyklen ist für die langfristige, kontinuierliche Wertsteigerung des
Unternehmens wesentlich. Dabei ist Frauenthal jedoch an keine extern vorgegebenen Kriterien gebunden.
Auf der Website (www.frauenthal.at) sind neben umfangreichen Informationen über das Unternehmen auch Berichte,
Unterlagen zu Hauptversammlungen, Ad-hoc-Meldungen, Produktfotos etc. verfügbar. Der Corporate Governance
Bericht der Frauenthal Holding AG ist auf der Website unter Investor Relations/Corporate Governance abrufbar.
Wien, 29.04.2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer, MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
91
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
EINZELABSCHLUSS FRAUENTHAL HOLDING AG
in EUR
2025
2024
UMSATZERLÖSE
1.744.255
1.773.854
Sonstige betriebliche Erträge
990.493
1.068.071
Personalaufwand
-2.163.422
-2.031.987
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagever-
mögens und Sachanlagen
-35.451
-33.273
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-4.866.080
-3.188.511
BETRIEBSERGEBNIS (EBIT)
-4.330.205
-2.411.847
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
19.718.000
2.000.000
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8.473
159.740
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-150.262
-175.128
Aufwendungen aus Finanzanlagen
-34.090.001
-29.926.480
Finanzergebnis
-14.513.791
-27.941.868
Ergebnis vor Steuern
-18.843.996
-30.353.715
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-630.818
1.247.831
Ergebnis nach Steuern
-19.474.814
-29.105.884
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
-19.474.814
-29.105.884
Auflösung von Gewinnrücklagen
19.474.814
29.040.223
Jahresgewinn
0
-65.661
Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr
0
65.661
BILANZGEWINN
0
0
92
BILANZ
EINZELABSCHLUSS FRAUENTHAL HOLDING AG
AKTIVA
in EUR
31.12.2025
31.12.2024
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
948
2.844
Sachanlagen
60.180
84.825
Finanzanlagen
38.113.025
60.885.026
38.174.153
60.972.695
Umlaufvermögen
Forderungen aus Lieferung und Leistungen
157.850
0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
85.864
485.593
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.185.388
493.318
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
5.104.522
23.355
8.533.624
1.002.266
Rechnungsabgrenzungen
58.082
362.316
Aktive latente Steuern
33.300
1.278.200
Summe AKTIVA
46.799.159
63.615.478
PASSIVA
in EUR
31.12.2025
31.12.2024
Eigenkapital
Ausgegebenes Grundkapital
7.786.342
7.786.342
Kapitalrücklagen
23.349.310
23.349.310
Rücklage eigene Anteile
865.149
865.149
Gewinnrücklagen
9.887.836
29.362.650
Bilanzgewinn/-verlust
0
0
41.888.636
61.363.451
Rückstellungen
Steuerrückstellungen
806.000
231.400
Sonstige Rückstellungen
1.365.700
1.032.200
2.171.700
1.263.600
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4.938
636.601
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.710.232
54.287
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
797.608
25.194
Sonstige Verbindlichkeiten
226.045
272.345
2.738.823
988.427
Summe PASSIVA
46.799.159
63.615.478
93
ANLAGESPIEGEL
Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Entwicklung der Abschreibungen
Buchwerte
Stand
01.01.2025
EUR
Zugang
EUR
Zugang
aufgrund
Umgründung
EUR
Abgang
EUR
Stand
31.12.2025
EUR
Stand
01.01.2025
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand
31.12.2025
EUR
Stand
31.12.2024
EUR
Stand
31.12.2025
EUR
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Lizenzen und
Datenverarbeitungspro-
gramme
39.075,90
0,00
0,00
0,00
39 075,90
36.231,83
1.895,88
0,00
38.127,71
2.844,07
948,19
II.
Sachanlagen
1.
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
630.062,92
8.910,23
0,00
71.404,98
567.568,17
545.237,90
33.555,45
71.404,84
507.388,51
84.825,02
60.179,66
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen
Unternehmen
96 561 796,76
0,00
19.218.000,00
71.916.480,92
43 863 315,84
35.676.770,78
0,00
29.926.480,00
5.750.290,78
60.885.025,98
38.113.025,06
SUMME
ANLAGENSPIEGEL
97.230.935,58
8.910,23
19.218.000,00
71.987.885,90
44.469.959,91
36.258.240,51
35.451,33
29.997.884,84
6.295.807,00
60.972.695,07
38.174.152,91
94
ANHANG
zur Bilanz zum 31.12.2025 und Gewinn- und Verlustrechnung für 1-12/2025
der
FRAUENTHAL HOLDING AG
ERLÄUTERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
ALLGEMEINES
Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 189 ff des Unternehmensgesetzbuches (UGB)
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung des Grundsatzes der Vollständigkeit.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung
beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne
ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses
beibehalten.
Die Bilanzierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Auf den Jahresabschluss werden die Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung angewendet.
ANLAGEVERMÖGEN
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die
planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Folgende
Nutzungsdauer wird den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegt:
Lizenzen und Datenverarbeitungsprogramme 3 Jahre
SACHANLAGEN
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Einzelanschaffungswert von EUR 1.000,00
(2024: EUR 1.000,00) werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden
linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
95
Folgende Nutzungsdauern werden den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegt:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre
Außerplanmäßige Abschreibungen werden zusätzlich vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde
Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, eintreten.
FINANZANLAGEN
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Wesentlichen dauerhaften Wertminderungen wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung
getragen.
UMLAUFVERMÖGEN
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
Der Posten beinhaltet den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
AKTIVE LATENTE STEUERN
Für Unterschiede zwischen den unternehmensrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bei
Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wird bei einer sich ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive
latente Steuern und bei einer sich ergebenden Steuerentlastung ein Posten für aktive latente Steuern in der Bilanz
angesetzt.
Die Frauenthal Holding AG hat bis 31.12.2024 aufgrund ausreichender zukünftiger Ergebnisse in der Steuergruppe
gemäß Rz 51 iVm Erläuterungen zu Rz 55 Pkt. 2.a) der AFRAC-Stellungnahme 30 „Latente Steuern im Jahres- und
Konzernabschluss“ teilweise auch für latente Steuerguthaben aus Ansatzdifferenzen von Gruppenmitgliedern eine
Steuerabgrenzung erfasst, sofern diese mangels eigener positiver Ergebnisse nicht bereits in den Jahresabschlüssen
aktiviert wurden (weitere Erläuterungen dazu siehe Abschnitt II.3.). Aufgrund des unterjährigen Ausscheidens des
betreffenden Gruppenmitglieds aus der Steuergruppe, entfällt der Ansatz per 31.12.2025.
Die Frauenthal Holding AG wird in den Konzernabschluss der Ventana Holding GmbH, mit Sitz in Österreich,
einbezogen, dessen konsolidierten Umsatzerlöse den Schwellenwert von MEUR 750 überschreiten, und der damit in
den Anwendungsbereich der Globalen Mindestbesteuerungsregelungen fällt. Das Mindestbesteuerungsgesetz (kurz:
MinBestG) findet folglich gesamt auf die Ventana Gruppe als multinationale Unternehmensgruppe Anwendung. Eine
Bewertung der durch das MinBestG resultierenden Steuerbelastung für das Wirtschafsjahr 2025 für die österreichischen
Geschäftseinheiten der Ventana Gruppe hat ergeben, dass der Konzern in Österreich jedenfalls einen CbCR Safe
Harbour gem. § 55 MinBestG in Anspruch nehmen kann. Gleiches gilt für jene Jurisdiktionen von durch die Frauenthal
Holding AG beherrschten Geschäftseinheiten, die lokal noch keine Mindestbesteuerungsregelungen umgesetzt haben
und für die eine allfällige Ergänzungssteuer in Form einer primären Ergänzungssteuer in Österreich zu erheben wäre.
Der aus dem MinBestG resultierende Steueraufwand beträgt damit EUR 0,00. Zum 31.12.2025 ergeben sich folglich
keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Frauenthal Holding AG.
RÜCKSTELLUNGEN
Der Posten Steuerrückstellungen enthält die Vorsorge für noch nicht veranlagte Körperschaftsteuer sowie bereits
zugewiesene, aber nicht abgegoltene Verluste von Gruppenmitgliedern. Die Steuerumlagevereinbarung sieht vor, dass
der Gruppenträger dem Gruppenmitglied für übernommene steuerliche Verluste keine negative Umlage gutschreibt,
sofern diese auf Gruppenebene nicht verwendet werden. Jedoch muss das Gruppenmitglied in späteren Jahren bei
steuerlichen Gewinnen so lange keine positive Steuerumlage abführen, bis diese Verluste verbraucht sind („interner
Verlustvortrag“). Für diese künftige Verpflichtung wurde seitens des Gruppenträgers eine Rückstellung für künftige
Steuerbelastung gebildet, wobei hierbei die Fähigkeit der Gruppenmitglieder, in den nächsten fünf Jahren steuerliche
Gewinne zu erzielen, berücksichtigt wurde.
96
Gemäß § 198 Abs. 10 Satz 3 Z 4 UGB wurden keine latenten Steuern, die aus der Anwendung des MinBestG oder
eines vergleichbaren ausländischen Gesetzes entstehen, angesetzt.
Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen nach dem
Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 4,35 % (VJ: 3,56 %), einer durchschnittlichen
Bezugserhöhung von 9,09 % (VJ: 9,63 %), eines Fluktuationsabschlags, welcher in Abhängigkeit der
Zugehörigkeitsdauer zum Unternehmen zwischen 7 und 24 % ausmacht (VJ: zw. 7 und 26 %) sowie des gesetzlichen
Pensionsantrittsalters ermittelt.
Der Zinssatz entspricht dem stichtagsbezogenen Marktzinssatz für Anleihen von Unternehmen mit hochklassiger
Bonitätseinstufung, die mit der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtung sowie der Währung, in der das
Unternehmen die Leistungen zu erbringen hat, übereinstimmen. Als durchschnittliche Restlaufzeit wurde vereinfachend
eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommenen.
Die übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips für alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung gebildet und
mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
97
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach
einzelnen Posten sind im angeschlossenen Anlagenspiegel ersichtlich.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen weisen per 31.12.2025 die folgende Zusammensetzung auf:
Zusammensetzung:
Anteil
Anschaffungs-
Buchwert
in
kosten
%
EUR
EUR
Frauenthal Automotive Holding GmbH
in Liqu., Wien
100,00
5.750.290,78
0,00
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH, Wien
100,00
18.777.638,64
18.777.638,64
Frauenthal Immobilien GmbH, Wien
100,00
19.335.386,42
19.335.386,42
43.863.315,84
38.113.025,06
Zugänge:
Die Erhöhung der Beteiligung an der Frauenthal Immobilien GmbH entstand durch eine Abspaltung und Verschmelzung
der Frauenthal Handel GmbH – der operative Betrieb der Frauenthal Handel GmbH wurde in die Frauenthal Handel
Gruppe AG abgespalten und die Liegenschaften in die Frauenthal Immobilien GmbH verschmolzen. Im Zuge dieser
Umgründungen und der begleitenden Sachdividenden kam es zu einer Erhöhung der Beteiligung an der Frauenthal
Immobilien GmbH um EUR 19.218.000,00.
Abgänge:
Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Frauenthal Automotive GmbH mit samt ihren Tochtergesellschaften veräußert.
Am Ende des Geschäftsjahres gab es keine Anhaltspunkte, die auf eine dauerhafte wesentliche Wertminderung der
Anteile an verbundenen Unternehmen hinweisen.
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende
Zusammensetzung und Fristigkeiten auf:
Forderungsspiegel zum
Gesamtbetrag
Restlaufzeiten
31.12.2025
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
EUR
EUR
EUR
1.
Forderungen aus Lieferung und Leistungen
157.850,00
157.850,00
0,00
Unternehmen
2.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
85.863,75
85.863,75
0,00
3.
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.185.388,37
3.185.388,37
0,00
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
3.429.102,12
3.429.102,12
0,00
98
Forderungsspiegel zum
Gesamtbetrag
Restlaufzeiten
31.12.2024
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
EUR
EUR
EUR
1.
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
485.593,45
485.593,45
0,00
2.
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
493.317,96
493.317,96
0,00
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
978.911,41
978.911,41
0,00
In den sonstigen Forderungen zum 31.12.2025 sind Erträge in Höhe von EUR 2.923.647,08 (VJ: EUR 236.376,23)
enthalten, die erst nach dem 31. Dezember 2025 zahlungswirksam werden.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0,00
264.369,45
Sonstige Forderungen
davon Steuerumlagen
85.863,75
85.863,75
221.224,00
221.224,00
85.863,75
485.593,45
Zusammensetzung
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Forderungen aus Verrechnungen und Steuerumlagen
Frauenthal Handel Gruppe AG, Wien
50.844,25
6.136,81
Frauenthal Immobilien GmbH, Wien
34.312,00
128.390,00
1a Installateur Marketingberatung für Gas-, Sanitär- und Heizungsinstallateure GmbH,
Wien
707,50
10.446,00
SHT Haustechnik GmbH, Perchtoldsdorf
0,00
82.388,00
Frauenthal Airtank Hustopeče s.r.o., Hustopeče
0,00
24.103,25
Frauenthal Airtank Elterlein GmbH, Elterlein
0,00
37.331,27
Frauenthal Gnotec AB, Göteborg
0,00
196.798,12
85.863,75
485.593,45
AKTIVE LATENTE STEUERN
Per 31.12.2025 beträgt der Posten aktive latente Steuern EUR 33.300,00 (VJ: EUR 1.278.200,00). Es besteht eine
Ausschüttungssperre gemäß § 235 Abs 2 UGB in Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern, soweit die danach
verbleibenden, jederzeit auflösbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags,
nicht mindestens dem aktivierten Betrag entsprechen.
Die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurden für Beteiligungsabschreibungen der Vorjahre und temporäre
Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten bzw.
Vermögensgegenstände und Schulden gebildet. Bei vorhandenen Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern
gebildet, sofern deren Verwertung innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren überwiegend wahrscheinlich ist.
99
in EUR
31.12.2024
31.12.2025
eigene Ansatz-
differenzen und
Verlustvorträge
Ansatz-
differenzen
Tochter-
unternehmen
Summe
eigene
Ansatz-
differenzen
und
Verlust-
vorträge
Ansatz-
differenzen
Tochter-
unternehmen
Summe
Erfolg-
wirksame
Änderung
Anlagevermögen
1.931,31
0,00
1.931,31
4.003,58
0,00
4.003,58
2.072,27
Siebtelabschreibungen
6.792,56
745.845,90
752.638,46
3.411,23
0,00
3.411,23
-749.227,23
Geldbeschaffungskosten
1.680,80
0,00
1.680,80
2.425,19
0,00
2.425,19
744,39
Jubiläumsgeldrückstellung
26.174,00
0,00
26.174,00
23.460,00
0,00
23.460,00
-2.714,00
Verlustvorträge
495.775,43
0,00
495.775,43
0,00
0,00
0,00
-495.775,43
532.354,10
745.845,90
1.278.200,00
33.300,00
0,00
33.300,00
1.244.900,00
EIGENKAPITAL
In der 33. ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. Juni 2022 wurde die vereinfachte Herabsetzung
des Grundkapitals um EUR 783.499,00 gemäß § 192 Abs 3 Z 2 und § 192 Abs 4 AktG durch Einziehung von 783.499
Stück eigener Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 783.499,00 und die entsprechende
Änderung der Satzung beschlossen.
Die Frauenthal Holding AG weist ein Grundkapital von EUR 8.651.491,00 auf, das sich auf insgesamt 6.751.491 auf
Inhaber lautende Stückaktien und 1.900.000 nicht notierte Namensaktien verteilt. Jede Aktie ist am Grundkapital im
gleichen Umfang beteiligt. Der Streubesitz beträgt 1.445.240 Stück Aktien, somit 16,71 % des Grundkapitals und
18,56 % der Stimmrechte (VJ: 1.445.240 Stück Aktien, 16,71 % des Grundkapitals und 18,56% der Stimmrechte). Der
Anteil der Hauptaktionäre, der Tridelta GmbH und der Ventana Holding GmbH, beträgt 6.341.102 Stück Aktien, somit
73,29 % des Grundkapitals und 81,44 % der Stimmrechte (VJ: 6.341.102 Stück Aktien, 73,29 % des Grundkapitals
und 81,44 % der Stimmrechte). Die Frauenthal Holding AG hält seit dem Aktienrückkaufprogramm, das im Juni 2024
abgeschlossen wurde, selbst 10 % der Aktien. Das Stimmrecht aus diesen eigenen Aktien ruht in der
Hauptversammlung, weshalb es bei den anderen Aktionären zu Abweichungen zwischen dem Stimmrechtsanteil und
dem Anteil am Grundkapital kommt.
Die Anzahl der eigenen Aktien beträgt zum 31.12.2025 865.149 Stück – dies entspricht 10 % des Grundkapitals.
Eigene Aktien
Anzahl Stück
Anteil am
Grundkapital in EUR
Anteil am
Grundkapital in %
Stand 31.12.2024
865.149
865.149
10,00
Stand 31.12.2025
865.149
865.149
10,00
Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile wurde dem Vorstand durch Beschlussfassung in der
33. Hauptversammlung erteilt. In der 35. Hauptversammlung wurde diese Ermächtigung erneuert.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen 33. Hauptversammlung vom 30. Juni 2022 ermächtigt, für die Dauer von fünf
Jahren (a) das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR
4.325.745,00 durch Ausgabe von bis zu 4.325.745,00 auf Inhaber und/oder auf Namen lautenden Stückaktien mit
Stimmrecht gegen Bareinlagen oder gegen Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen, (b) hierbei mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls dann ganz oder teilweise auszuschließen, wenn das
Grundkapital (i) zum Zweck der Durchführung eines Programms für Mitarbeiterbeteiligung oder eines
Aktienoptionsplans einschließlich von Mitgliedern des Vorstands und leitenden Angestellten jeweils der Gesellschaft
oder von mit dieser verbundenen Unternehmen, (ii) sonst gegen Bareinlage, wenn in Summe der rechnerisch auf die
gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der
Gesellschaft die Grenze von 20 % (zwanzig Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung
der Ermächtigung nicht übersteigt, oder (iii) gegen Sacheinlagen, insbesondere von Unternehmen, Unternehmensteilen,
Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften oder anderen mit einem
Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehender Vermögensgegenstände oder zum Erwerb sonstiger
Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft
verbundenen Unternehmen), erhöht wird sowie (c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Art der neu auszugebenden
Aktien (auf Inhaber und/oder auf Namen lautend), den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen,
einschließlich der Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, festzusetzen (Genehmigtes
Kapital 2022).
100
RÜCKSTELLUNGEN
Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Rückstellung für Körperschaftsteuer
378.000,00
0,00
Rückstellung für bereits zugewiesene, jedoch nicht
abgegoltene Verluste von Gruppenmitgliedern
428.000,00
231.400,00
806.000,00
231.400,00
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen erfolgen gemäß den im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
erläuterten Grundsätzen.
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Jubiläumsgelder
128.600,00
138.000,00
nicht konsumierte Urlaubstage
154.400,00
160.600,00
Veröffentlichungskosten
90.000,00
90.000,00
Prüfungs- und Beratungskosten
Prämien
167.500,00
625.200,00
92.400,00
351.200,00
übrige kurzfristig
200.000,00
200.000,00
1.365.700,00
1.032.200,00
Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen sind vor allem für vertragliche Ansprüche aus dem Verkauf einer ehemaligen
Tochtergesellschaft gebildet worden, deren Inanspruchnahme auf TEUR 200 begrenzt sind.
VERBINDLICHKEITEN
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Zusammensetzung und Fristigkeiten auf:
Verbindlichkeitenspiegel zum
Gesamtbetrag
Restlaufzeiten
dinglich
31.12.2025
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
über 5 Jahre
besichert
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
4.937,50
4.937,50
0,00
0,00
0,00
2.
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
und Leistungen
1.710.232,08
1.710.232,08
0,00
0,00
0,00
3.
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
797.608,01
797.608,01
0,00
0,00
0,00
4.
sonstige Verbindlichkeiten,
226.045,19
226.045,19
0,00
0,00
0,00
davon aus Steuern
2.912,11
2.912,11
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
20.637,92
20.637,92
Verbindlichkeiten gesamt
2.738.822,78
2.738.822,78
0,00
0,00
0,00
101
Verbindlichkeitenspiegel zum
Gesamtbetrag
Restlaufzeiten
dinglich
31.12.2024
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
über 5 Jahre
besichert
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
636.600,66
636.600,66
0,00
0,00
0,00
2.
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
und Leistungen
54.287,26
54.287,26
0,00
0,00
0,00
3.
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
25.194,00
25.194,00
0,00
0,00
0,00
4.
sonstige Verbindlichkeiten,
272.344,90
272.344,90
0,00
0,00
0,00
davon aus Steuern
3.111,70
3.111,70
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
21.190,13
21.190,13
Verbindlichkeiten gesamt
988.426,82
988.426,82
0,00
0,00
0,00
In den sonstigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2025 sind Aufwendungen in Höhe von EUR 23.550,03 (VJ: EUR
45.547,93) enthalten, die erst nach dem 31. Dezember 2025 zahlungswirksam werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Zusammensetzung:
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Sonstige Verbindlichkeiten
Frauenthal Handel Gruppe AG, Wien
Frauenthal Automotive Holding GmbH in Liqu., Wien
541.129,00
256.479,01
25.194,00
797.608,01
25.194,00
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen.
Wir prognostizieren die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen wie folgt:
2025
2024
TEUR
TEUR
für das folgende Geschäftsjahr
388
352
für die fünf folgenden Geschäftsjahre
388
352
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Die Gesellschaft weist Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen mit folgender Zusammensetzung auf:
31.12.2025
31.12.2024
EUR
EUR
Garantien
0,00
3.371.248,16
Summe
0,00
3.371.248,16
Die Globalgarantie der Frauenthal Holding AG gegenüber der Raiffeisen-Landesbank-Steiermark AG für die
Kreditverbindlichkeiten der Frauenthal Immobilien GmbH, welche im Jahr 2015 einen Liegenschaftsankauf finanzierte,
wurde im Geschäfts 2025 freigelassen (VJ: TEUR 3.371).
102
ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über keine derivativen Finanzinstrumente.
VORTEILE AUS AUßERBILANZIELLEN GESCHÄFTEN
Die Gesellschaft hat beim Verkauf der Frauenthal Automotive GmbH mit dem Käufer einen variablen Kaufpreis
basierend auf der künftigen Geschäftsentwicklung (EBIT) in den Jahr 2026 und 2027 vereinbart. Der variable Kaufpreis
ist nach oben gedeckelt und kann nicht unter Null liegen.
103
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
- nach geographisch bestimmten Märkten
2025
2024
EUR
EUR
Inlandsumsätze
860.830,00
843.673,50
Auslandsumsätze
883.425,00
930.180,00
1.744.255,00
1.773.853,50
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich vorrangig um Leistungen im Bereich Treasury, rechtlichen & steuerlichen
Fragestellungen, Unterstützung bei Versicherungsthemen sowie IT.
PERSONALAUFWAND
Aufwendungen für Jubiläumsgeldrückstellungen
Der Posten Gehälter enthält eine Dotierung iHv EUR 1.400,00 (VJ: EUR 23.200,00) der Rückstellung für Jubiläumsgelder.
Die auf die Änderung des Zinsniveaus entfallenden Änderungen in Höhe von EUR -10.800,00 (VJ: EUR 200,00
Zinsaufwand) wurde im Finanzergebnis erfasst.
LEISTUNGEN AN BETRIEBLICHE MITARBEITERVORSORGEKASSEN
Die Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
2025
2024
EUR
EUR
Mitglieder des Vorstandes
Leitende Angestellte
Sonstige Mitarbeiter
8.453,07
2.359,49
11.114,77
9.811,32
2.153,94
14.354,25
21.927,33
26.319,51
AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG
Die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:
2025
2024
EUR
EUR
Mitglieder des Vorstandes
44.419,20
42.000,00
44.419,20
42.000,00
Es handelt sich hier um Zusagen, für die ausschließlich Beiträge zu leisten sind.
104
ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
2025
2024
EUR
EUR
Dividendenerträge
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH, Wien
Frauenthal Automotive GmbH, Wien
19.218.000,00
500.000,00
0,00
2.000.000,00
19.718.000,00
2.000.000,00
AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN
Im Jahr 2025 fielen EUR 34.090.000,92 an Aufwendungen aus Finanzanlagen an. Diese betreffen den Verlust aus dem
Verkauf der Beteiligung an der Frauenthal Automotive GmbH. Im Vorjahr fielen EUR 29.926.480,00 an Aufwendungen
aus Finanzanlagen an, welche die außerplanmäßige Abschreibung der Frauenthal Automotive GmbH betroffen haben.
STEUERN VOM EINKOMMEN
Im Geschäftsjahr 2005 wurde zwischen der Frauenthal Holding AG als Gruppenträger und Gesellschaften der Frauenthal
Gruppe als Gruppenmitglieder ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag abgeschlossen. Die Berechnung der
Steuerumlagen erfolgt zum aktuellen Körperschaftssteuersatz von 23%. Per 31.12.2025 werden folgende
Gesellschaften als Gruppenmitglieder in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG einbezogen:
- Frauenthal Holding AG, Wien
- Frauenthal Immobilien GmbH, Wien
- Frauenthal Automotive Holding GmbH in Liqu., Wien
- Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH, Wien
- Frauenthal Handel Gruppe AG, Wien
- SHT Haustechnik GmbH, Perchtoldsdorf (Verschmelzung per 30.06.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe AG)
- Frauenthal Handel GmbH, Wels (Spaltung und Verschmelzung per 01.01.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe
AG und Frauenthal Immobilien GmbH)
- Frauenthal Beta GmbH, Wien (Verschmelzung per 01.01.2025 mit SHT Haustechnik GmbH)
- Techno Heat GmbH, Wien (Verschmelzung per 01.01.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe AG)
- 1a Installateur-Marketingberatung für Gas-, Sanitär- und Heizungsinstallateure GmbH, Wien
Als Umlagemethode wird die Belastungsmethode angewendet.
Der Posten Steuern vom Einkommen setzt sich wie folgt zusammen:
2025
2024
EUR
EUR
Körperschaftsteuer
Steuerertrag Vorperioden
Steueraufwand Vorperioden
-389.000,00
0,00
-167.672,24
0,00
449.214,62
0,00
Gruppenumlagen
1.367.354,00
727.716,00
Veränderung Rückstellung für die Abgeltung von Verlusten
von Gruppenmitgliedern
-196.600,00
-106.700,00
Veränderung aktiver latenter Steuern
-1.244.900,00
177.600,00
-630.818,24
1.247.830,62
Per 31. Dezember 2025 existieren steuerliche Verlustvorträge von Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 2.814
(VJ: TEUR 20.788), für die noch keine interne Vergütung vorgenommen wurde. Grundsätzlich ist für diese künftige
Steuerbelastung gegenüber dem verlustzuweisenden Gruppenmitglied eine Rückstellung iSd § 198 Abs. 8 Z 1 UGB zu
bilden. Diese Verpflichtung entfällt, allerdings sofern auf Basis der Steuerplanungsrechnung des Gruppenmitglieds ein
steuerpflichtiger Gewinn im Planungszeitraum nicht erwartet wird und es daher an der für die Passivierung einer
Rückstellung erforderlichen Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme fehlt. Auf Basis der Steuerplanungen der
Gruppenmitglieder wurde per 31. Dezember 2025 somit für bereits zugewiesene Verluste in Höhe von TEUR 1.861
(VJ: TEUR 1.006), die im Planungszeitraum bzw. in absehbarer Zeit verwertet werden, eine Rückstellung
iSd § 198 Abs. 8 Z 1 UGB, die im Posten Steuerrückstellungen ausgewiesen wird, erfasst. Für die restlichen bereits
zugewiesenen Verluste wurde mangels ausreichender Ertragskraft des jeweiligen Gruppenmitgliedes keine Rückstellung
erfasst.
105
Per 31. Dezember 2025 sind keine steuerlichen Verlustvorträge vorhanden (VJ: TEUR 2.156).
Innerhalb der Steuergruppe der Frauenthal Holding AG bestehen zum 31.12.2025 quasi permanente Differenzen im
Zusammenhang mit einer Firmenwertabschreibung auf einen Beteiligungsansatz sowie quasi permanente Differenzen
aus Beteiligungsansätzen in der Frauenthal Holding AG. Für diese Differenzen wurde gemäß AFRAC‑Stellungnahme 30
„Latente Steuern im Jahresabschluss“ (Rz 62) mangels Veräußerungsabsicht keine Rückstellung für latente Steuern
gebildet.
AUFWENDUNGEN FÜR ABSCHLUSSPRÜFER
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folgende Aufwendungen für den Abschlussprüfer erfasst:
2025
EUR
2024
EUR
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses
121.100,00
120.300,00
andere Bestätigungsleistungen
2.000,00
5.000,00
sonstige Leistungen
52.690,20
0,00
Summe
175.790,20
125.300,00
106
SONSTIGE ANGABEN
BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Neben der Ausübung der Holdingfunktionen für alle Konzernunternehmen, bestehen zu folgenden
Konzernunternehmen regelmäßige geschäftliche Beziehungen in Form von Leistungsbeziehungen oder im Rahmen der
Steuergruppe.
• Frauenthal Immobilien GmbH, Wien
• Frauenthal Automotive Holding GmbH in Liqu., Wien
• Frauenthal Automotive GmbH, Wien (Verkauf per 23.12.2025)
• Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH, Wien
• Frauenthal Handel Gruppe AG, Wien
• SHT Haustechnik GmbH, Perchtoldsdorf (Verschmelzung per 30.06.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe AG)
• Frauenthal Handel GmbH, Wels (Spaltung und Verschmelzung per 01.01.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe AG
und Frauenthal Immobilien GmbH)
• Frauenthal Beta GmbH, Wien (Verschmelzung per 01.01.2025 mit SHT Haustechnik GmbH)
• Techno Heat GmbH, Wien (Verschmelzung per 01.01.2025 mit Frauenthal Handel Gruppe AG)
• Frauenthal Airtank Hustopeče s.r.o., Hustopeče (Verkauf per 23.12.2025)
• Frauenthal Airtank Elterlein GmbH, Elterlein (Verkauf per 23.12.2025)
• Frauenthal Gnotec AB, Göteborg (Verkauf per 23.12.2025)
Die fixe Vergütung für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Hannes Winkler wurde in Höhe von TEUR 558 (VJ: TEUR 522)
von der Ventana Holding GmbH an die Frauenthal Holding AG verrechnet. Dr. Winkler hat - im Gegensatz zu den
anderen Vorstandsmitgliedern - keinen variablen Remunerationbestandteil. Eine Gesellschaft der Validus-Gruppe
verrechnete Nettomieten in Höhe von TEUR 355 (VJ: TEUR 344) an die Frauenthal Holding AG. Des Weiteren wurden
im Jahr 2025 Reisespesen in Höhe von TEUR 51 (VJ: TEUR 55) von der Ventana Gruppe verrechnet.
Es wurden im Geschäftsjahr 2025 Beratungsleistungen durch Frieders, Tassul & Partner iHv TEUR 18 (VJ: TEUR 23) und
Leistungen durch die MOORE CENTURION Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH iHv TEUR 4 (VJ: TEUR 7)
in Anspruch genommen.
Die Frauenthal Holding AG erstellt selbst den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der
Jahresabschluss der Frauenthal Holding AG, Wien, wird zum 31.12.2025 in den Konzernabschluss der Ventana Holding
GmbH, Wien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, miteinbezogen. Der
Konzernabschluss der Ventana Holding GmbH wird beim zuständigen Firmenbuchgericht Wien unter der Nummer FN
187931w offengelegt.
ANGABEN ZU BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN
Das Eigenkapital und die Jahresergebnisse der Beteiligungen 2025 stellen sich wie folgt dar:
Beteiligung
Sitz
Anteil
Eigenkapital
31.12.2025
Jahresergebnis 2025
%
EUR
EUR
Frauenthal Automotive Holding GmbH in
Liqu.
Wien,
Österreich
100,00
256.505,68
-283,33
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH
Wien,
Österreich
100,00
60.473.643,15
21.673.821,62
Frauenthal Immobilien GmbH
Wien,
Österreich
100,00
26.025.820,44
1.583.177,61
107
Im Vorjahr stellten sich das Eigenkapital und die Jahresergebnisse der Beteiligungen wie folgt dar:
Beteiligung
Sitz
Anteil
Eigenkapital
31.12.2024
Jahresergebnis 2024
%
EUR
EUR
Frauenthal Automotive Holding GmbH in
Liqu.
Frauenthal Automotive GmbH
Wien,
Österreich
Wien,
Österreich
100,00
100,00
256.789,01
42.559.974,36
249.486,56
-17.993.154,12
Frauenthal Haustechnik Beteiligungs GmbH
Wien,
Österreich
100,00
84.496.448,15
2.509.238,84
Frauenthal Immobilien GmbH
Wien,
Österreich
100,00
2.783.698,84
431.101,13
DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER MITARBEITER
Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:
2025
2024
Angestellte
8
10
Gesamt
8
10
ANGABEN ÜBER DIE MITGLIEDER DER UNTERNEHMENSORGANE
Die Vorstände der Frauenthal Holding AG sind:
Dr. Hannes Winkler Vorsitzender seit 1. Jänner 2018
Mag. Erika Hochrieser Mitglied seit 5. Juni 2018
Maximilian Schauer MSc Mitglied seit 17.März 2026
Im Geschäftsjahr 2025 betragen die Bruttobezüge inklusive Pensionskassenzahlungen und Versicherungsbeiträge für
die Vorstandsmitglieder der Frauenthal Holding AG TEUR 1.159 (VJ: TEUR 1.209). In den Vergütungen sind TEUR 558
(fixe Vergütung, kein variabler Bestandteil) für die Verrechnung des Vorstandsvorsitzenden aus einem
Dienstleistungsvertrag mit der Ventana Holding GmbH enthalten (VJ: TEUR 522).
Der Aufsichtsrat der Frauenthal Holding AG besteht aktuell aus vier (VJ: vier) von der Hauptversammlung gewählten
Mitgliedern und zwei (VJ: zwei) vom Konzernbetriebsrat entsandten Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2025 bestand der
Aufsichtsrat, gewählt von der Hauptversammlung, aus den folgenden Mitgliedern:
Dipl.- Bw. Claudia Beermann
Vorsitzende seit 11. Juni 2021
Mitglied seit 19. Juni 2019
Dr. Johannes Strohmayer
Mitglied seit 2. Juni 2010
Dr. Andreas Staribacher
Stellvertreter der Vorsitzenden seit 11. Juni 2021
Mitglied seit 5. Juni 2018
Dr. Christian Tassul
Mitglied seit 11. Juni 2021
108
Der Konzernbetriebsrat hat folgende Mitglieder in den Aufsichtsrat entsandt:
Thomas Zwettler
Mitglied seit 1. Jänner 2015
Johann Parcer
Mitglied seit 30. November 2022
bis 31. Jänner 2026
Mario Gratzer
Mitglied seit 17. Februar 2026
bis 26. März 2026
Sonja Glaser-Matouschek
Mitglied seit 26. März 2026
Die Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates betragen für das Berichtsjahr TEUR 131 (VJ: TEUR 137).
Vorschüsse bzw. Kredite gem. § 237 Abs. 1 Z 3 UGB für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden nicht
gewährt. Es wurden auch keine Haftungsverhältnisse für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
eingegangen.
VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES ERGEBNISSES
Der Bilanzgewinn der Frauenthal Holding AG beträgt zum 31.12.2025 TEUR 0, daher entfällt der
Ergebnisverwendungsvorschlag.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 und der Freigabe dieses Berichts zur Veröffentlichung am
29. April 2026 gab es keine wesentlichen angabepflichtigen Ereignisse.
Wien, 29.04.2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
109
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden
Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das
Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und
Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden
Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den
Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und
Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, 29. April 2026
Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser Dr. Hannes Winkler Maximilian Schauer MSc
Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
110
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Frauenthal Holding AG,
Wien,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag
endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst
getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-
VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese
Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten
nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der
Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem
Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen
am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte
wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres
Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Bewertung des Beteiligungszugangs aus der Verschmelzung
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Der Beteiligungsbuchwert der Frauenthal Immobilien GmbH wurde im Zuge der Verschmelzung mit der Frauenthal
Handel GmbH im Geschäftsjahr 2025 um EUR 19,2 Mio EUR erhöht. Dies entspricht dem beizulegenden Wert des
im Zuge der Verschmelzung übertragenen Vermögens, das im Wesentlichen aus drei Immobilien, abzüglich
übernommener Verbindlichkeiten und passiver latenter Steuern, besteht. Zur Vermeidung einer verbotenen
Einlagenrückgewähr wurde der Umgründungsvorgang durch eine Sachdividende begleitet.
Die Bewertung des übertragenen Vermögens ist hinsichtlich der Immobilienbewertung von der Einschätzung der
künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie den Diskontierungszinssätzen abhängig
und daher mit Schätzunsicherheiten und Ermessen behaftet. Die wesentlichen Risiken bestehen in der Schätzung
der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und der Ableitung des Diskontierungszinssatzes.
111
Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen.
Prüferisches Vorgehen
Für die Prüfung des Zugangs zur Beteiligung an der Frauenthal Immobilien GmbH zum beizulegenden Wert haben
wir
• uns eine Übersicht über das im Zuge der Verschmelzung übertragene Vermögen und die übernommenen
Schulden verschafft,
• die Immobilienbewertungsgutachten durchgesehen und die grundsätzliche Eignung der Gutachten für die
Ermittlung des beizulegenden Wertes sowie die fachliche Qualifikation und Objektivität des Sachverständigen
beurteilt,
• die bestehenden Mietverträge für die übertragenen Immobilien durchgesehen,
• die den Immobilienbewertungen zugrundeliegenden Methoden und Parameter (Mieten,
Instandhaltungskosten, Nutzungsdauern, Indexierung und Diskontierungszinssätze) kritisch gewürdigt. Dazu
haben wir interne Bewertungsspezialisten beigezogen, die auch die rechnerische Richtigkeit nachvollzogen
haben.
• die Bewertungsergebnisse anhand von öffentlich zugänglichen Immobilienpreisspiegeln plausibilisiert.
• darauf aufbauend die Überleitungsrechnung zum beizulegenden Wert des im Zuge der Verschmelzung
übertragenen Nettovermögens nachvollzogen und rechnerisch überprüft.
• die Stellungnahme des steuerlichen Vertreters zum Ansatz von passiven latenten Steuern kritisch gewürdigt.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die
gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit
einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte
Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage
dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten
Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
112
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen
sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem
Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter
sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung
ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf
die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
• Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante
zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung
erkennen, aus.
• Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass
sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur
Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben,
diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres
waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in
unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in
unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die
negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt
wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts
durchgeführt.
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Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen
Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht
festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. August 2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am
17. September 2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 16. September 2024
Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an
den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und
dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft
gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr MMag Christoph Zimmel.
Wien, 29. April 2026
Grant Thornton Austria Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
qualifiziert elektronisch signiert
qualifiziert elektronisch signiert
MMag Christoph ZIMMEL eh
iV Tanja POSCH, MSc, LL.M. eh
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung
erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht.
Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
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