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STRONGER  
2024  
Jahresfinanzbericht Mayr-Melnhof Karton AG  
Inhaltsverzeichnis  
Konzernlagebericht  
2
Die Positionierung der MM Gruppe und ihrer Divisionen  
9
Entwicklung im Jahr 2024  
21  
Forschung und Entwicklung  
25  
Risikomanagement  
37  
Angaben nach § 243 a Abs 1 UGB  
38  
Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267 a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)  
132  
Ausblick  
133  
Konzernabschluss  
232  
Lagebericht und Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
269 Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
278  
Erklärung des Vorstandes  
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Konzernlagebericht  
Konzernlagebericht  
1
DIE POSITIONIERUNG DER MM GRUPPE UND IHRER DIVISIONEN  
1)  
Konzern  
Leading in Consumer Packaging  
Die MM Gruppe (MM) ist ein weltweit führender Anbieter von Konsumgüterverpackungen. Sie bietet Verpa-  
ckungslösungen aus Karton und Faltschachteln mit einem attraktiven Angebot bei Kraftpapieren, unge-  
strichenen Feinpapieren, Beipackzetteln und Etiketten. MM ist langfristig ausgerichtet und fördert nachhal-  
tige Entwicklung durch innovative, recycelbare Verpackungen und Papierprodukte. Die Geschäftstätigkeit  
der MM Gruppe wird in drei Divisionen mit eigenständiger Ergebnisverantwortung geführt.  
2)  
Die Division MM Food & Premium Packaging ist der führende Faltschachtelproduzent in Europa mit einer  
führenden Position auch in mehreren Märkten außerhalb Europas. Sie deckt bei Verpackungen für Kon-  
sumgüter des täglichen Bedarfes ein breites Branchenportfolio ab. Kunden sind sowohl große multinatio-  
nale als auch lokale Konsumgüterproduzenten.  
MM Pharma & Healthcare Packaging ist ein Marktführer in Pharma-Sekundärverpackungslösungen in  
Europa und Nordamerika mit einer attraktiven Position bei GLP-1-Analoga (z. B. gegen Diabetes oder Adi-  
positas). Aus dem globalen Produktionsnetzwerk verfolgt MM einen breiten Vertriebsansatz und liefert Falt-  
schachteln, Beipackzettel und Etiketten u.a. an die Top-Pharma-Unternehmen in allen Indikationsbereichen.  
MM Board & Paper ist führender Kartonproduzent in Europa (exkl. Flüssigkeitskarton) mit einer attraktiven  
Position bei Kraftpapier und ungestrichenem Feinpapier. In den letzten Jahren ist das MM Portfolio an fa-  
serbasierten, nachhaltigeren und innovativen Verpackungslösungen stetig gewachsen. Dank jüngster um-  
fangreicher Investitionen konnte nicht nur die Qualität weiter verbessert, sondern auch die Herstellung öko-  
logischer und effizienter gestaltet werden.  
In 2024 lieferte MM Board & Paper rund 15 % des Kartonabsatzes an die beiden Packagingdivisionen. Der  
überwiegende Teil der Karton- und Papierproduktion wird konzernextern verkauft. Wesentliche Gründe da-  
für sind der geringere Gesamtbezug der beiden Packagingdivisionen, direkte Kartoneinkäufe durch Kon-  
sumgüterproduzenten (Direct Deals), das eingeschränkte Angebot von MM bei speziellen Kartonsorten so-  
wie die geografische Positionierung. Insgesamt bezogen die beiden Packagingdivisionen in 2024 rund 31 %  
der verarbeiteten Tonnage intern von MM Board & Paper.  
Kreislaufwirtschaft integraler Teil unseres Geschäftes  
Die Nachfrage nach Karton und Kartonverpackungen steht in enger Verbindung mit dem Privatkonsum,  
insbesondere von Konsumgütern des täglichen Bedarfes. Karton dient hauptsächlich als Rohstoff für die  
Herstellung von Faltschachtelverpackungen. Diese sind neben Kunststoff das wichtigste Primärverpa-  
ckungsmittel für tägliche Bedarfsgüter und erfüllen besonders die Kriterien der Nachhaltigkeit. Faltschach-  
telverpackungen bieten nicht nur eine attraktive Präsentation und Schutz für Konsumgüter, sondern zeich-  
nen sich auch durch ihre nachhaltigere Produktion aus nachwachsenden und vielfach recycelbaren  
Faserstoffen aus. Verantwortungsvolle Kreislaufwirtschaft ist daher ein integraler Bestandteil des Geschäf-  
tes der MM Gruppe.  
1) Dieses Kapitel deckt Inhalte von ESRS 2, SBM-1 ab.  
2) Im 2. Quartal 2024 führte der MM Konzern eine neue Unternehmensstruktur ein, die eine Teilung und Erweiterung des bisherigen Bereiches  
MM Packaging in zwei Bereiche zur Folge hatte: MM Food & Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
2
Konzernlagebericht  
Weltweite Präsenz – Schwerpunkt Europa  
Die Verpackungsproduktion hat aufgrund von Transportkosten und Serviceanforderungen im Wesentli-  
chen regionalen Charakter. Neben unserem Produktionsschwerpunkt in Europa sind wir in diesem Bereich  
auch in Nord- und Südamerika sowie in einzelnen Ländern Asiens mit lokaler Fertigung präsent.  
Obwohl wir unsere europäischen Karton- und Papierprodukte weltweit in mehr als 100 Ländern absetzen,  
liegt hier der Schwerpunkt ebenfalls auf Europa. Zielsetzung ist es, auch den außereuropäischen Vertrieb  
weiter zu stärken.  
Kraftpapiere werden vor allem an die Lebensmittel- und Gastronomiebranche sowie die Laminatindustrie  
geliefert. Ungestrichene Feinpapiere (Office- und Druckpapiere) werden insbesondere an Papier- und Bü-  
robedarfshändler in Europa verkauft.  
Fokus auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation  
Die strategische Ausrichtung der MM Gruppe basiert auf den Säulen Effizienz, Nachhaltigkeit und Innova-  
tion, um langfristige Wertsteigerung und Wachstum zu erzielen. Unter diesen Vorgaben hat der Konzern in  
den letzten Jahren umfangreiche Transformationen und Investitionen zur technologischen Erneuerung und  
Expansion an großen wettbewerbsfähigen Standorten umgesetzt. Kleinere Maschinen wurden abgestellt  
und die Strukturen kontinuierlich den Marktnotwendigkeiten angepasst. So konnte insbesondere durch die  
Weiterentwicklung der zentralen Konzernfunktionen, Nachhaltigkeit und Innovation, sowie den Einsatz mo-  
dernster Technologie ein deutliches Differenzierungsmerkmal am Markt geschaffen werden. Darüber hin-  
aus wurde Ende 2022 durch den breiten Einstieg in das Segment Pharmaverpackungen mit einer attrakti-  
ven Position bei GLP-1-Analoga ein Geschäftsfeld mit Wachstumspotenzial aufgenommen, das sich seither  
im Rahmen eines ambitionierten Planes entwickelt.  
Für ihre führende Rolle bei Transparenz und Leistung in Bezug auf Klimawandel, Forst- und Wassermanage-  
ment wurde die MM Gruppe von der Umweltorganisation CDP mit „Triple-A“ (2023) ausgezeichnet und zählt  
als eines von wenigen Unternehmen zur Spitze in Europa. Darüber hinaus haben wir unseren CO2-  
Fußabdruck weiter verbessert und die Anzahl der Arbeitsunfälle stark reduziert.  
Trotz der aktuell schwierigen Marktlage, die voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird, ist MM als europäi-  
scher Marktführer weiterhin solide positioniert. Mit einer gut investierten Vermögensbasis streben wir kontinu-  
ierlich nach Kosten-, Technologie- und Innovationsführerschaft. Die Mitarbeiter:innen von MM werden dahin-  
gehend laufend geschult und das Management-Team für wachsende Aufgabenstellungen weiterentwickelt.  
MM Food & Premium Packaging  
Weltweit führender Faltschachtelproduzent  
MM Food & Premium Packaging ist ein weltweit führender Produzent von Faltschachteln. Durch unser inter-  
nationales Netzwerk mit 38 Standorten in Europa, Amerika und Asien beliefern wir unsere Kunden wettbe-  
werbsstark aus einer guten geografischen Positionierung. Da Faltschachtelverpackungen aufgrund von  
Transportkosten und Serviceanforderungen meist nur in einem begrenzten Radius geliefert werden, gelten  
sie allgemein als regionales Produkt.  
Mit hoher Marktexpertise und maßgeschneiderten technologischen Lösungen beliefert MM Food & Premium  
Packaging sowohl den breiten Lebensmittelmarkt als auch die Segmente Premium & Specialities sowie  
Beauty & Personal Care. Im Jahr 2024 erzielte die Division mit 6.876 Mitarbeitenden Umsatzerlöse von rund  
1,7 Mrd. EUR. Der Hauptmarkt ist Europa. Unser Ziel ist es, unsere Kunden aus geografisch optimal gelegenen  
und wettbewerbsstarken Produktionsstandorten nachhaltig mit hoher Qualität zu beliefern. Dazu setzen wir  
modernste Preprint-, Druck- und Veredelungstechnologien ein, um höchste Standards zu gewährleisten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
3
Konzernlagebericht  
Die Herstellung von Faltschachteln erfolgt in mehreren Stufen und lässt sich vereinfacht wie folgt darstellen:  
Zunächst wird der Karton bedruckt, anschließend im Stanzprozess gerillt und in einzelne Verpackungszu-  
schnitte geteilt. In der finalen Produktionsstufe werden diese je nach Anforderungen der jeweiligen Abneh-  
merbranche gefaltet und verklebt. Darüber hinaus kommen zahlreiche Veredelungsverfahren zum Einsatz,  
um den Verpackungen ein hochwertiges Finish zu verleihen. Der Versand erfolgt in der Regel im platzspa-  
rend gefalteten Zustand in Überkartons. Die Befüllung mit Konsumgütern übernimmt überwiegend der  
Kunde an seinen Abpackanlagen. Neben der klassischen Faltschachtel produziert MM Food & Premium  
Packaging u. a. spezielle und maßgeschneiderte Formschachteln, Feinwellpappe, Verpackungen aus Pa-  
pieren sowie „Moulded Pulp“ für stark individualisierte Lösungen im Bereich der faserbasierten und plastik-  
freien Verpackungen.  
Die Wellpappenproduktion ist eine eigenständige Industriesparte mit spezifischen Produkten und Märkten,  
die sich deutlich von Karton- und Faltschachtelverpackungen unterscheidet und für MM Food & Premium  
Packaging nur eine untergeordnete Rolle spielt. Eine Schnittmenge besteht jedoch im Bereich der Konsum-  
güterverpackungen aus Feinwelle (Mikrowelle), die an ausgewählten, spezialisierten Standorten von MM  
hergestellt werden. Diese Verpackungen vereinen die hohe Stabilität der Wellpappe mit der exzellenten  
Bedruckbarkeit von gestrichenem Karton.  
Vielseitige Branchenabdeckung und kundenorientierte Spezialisierung  
MM Food & Premium Packaging beliefert ein breites Branchenspektrum mit Verpackungslösungen für Kon-  
sumgüter des täglichen Bedarfes. Auf das Marktfeld Food entfallen rund 43 % der Umsatzerlöse und auf  
Premium & Specialities rund 57 %. Letzteres umfasst unter anderem die Bereiche Home Care, Personal Care,  
Beauty, Cigarette, Luxury, E-Commerce und Electronics. Durch die gezielte Organisation in spezialisierten  
Business Units können wir optimal auf die individuellen Markt- und Produktanforderungen eingehen und  
den Wertschöpfungsprozess effizient steuern.  
Der Großteil des Geschäftes – rund 86 % der Umsatzerlöse – wird mit multinationalen Konzernen erwirt-  
schaftet, bei denen die Beschaffung über Tenderverfahren und mehrjährige Bezugsvereinbarungen erfolgt.  
Der weitere Teil des Absatzes geht an lokale Kunden. Insgesamt beliefert MM Food & Premium Packaging  
weltweit aktuell rund 1.200 Kunden.  
Karton – strategischer Rohstoff der Faltschachtelproduktion  
Karton ist der zentrale Rohstoff für die Faltschachtelproduktion und stellt sowohl den wichtigsten Input- als  
auch Kostenfaktor dar. Die Auswahl des geeigneten Kartons hängt einerseits von den funktionalen Anfor-  
derungen der Verpackung ab, andererseits von den spezifischen Bedürfnissen einzelner Konsumgüter-  
branchen und Hersteller. Gemäß dem interdivisionalen Profit-Center-Prinzip des Konzerns erfolgt die Be-  
schaffung von Recycling- und Frischfaserkarton sowie Papieren über eine eigene Einkaufsorganisation. Im  
Geschäft mit internationalen Konsumgüterherstellern wird der Kartonbezug häufig direkt vom Kunden ent-  
schieden oder verhandelt (Direct Deals). Signifikante Preisänderungen bei Karton sowie andere wesentli-  
che Kostenveränderungen werden in der Regel durch vertragliche Klauseln mit Bezug auf Referenzwerte in  
der Verkaufspreisbildung berücksichtigt. Neben Karton und Papier zählen auch Farben, Lacke und Werk-  
zeuge zu den wichtigsten Rohstoffen und Inputfaktoren in der Verpackungsproduktion. Zudem ist die Per-  
sonalintensität im Packaging durchwegs höher als in der Kartonproduktion.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
4
Konzernlagebericht  
Gestärkte Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation  
In den letzten Jahren haben wir gezielt in die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten und die Moder-  
nisierung unseres Maschinenparks investiert. Diese Maßnahmen haben unsere Wettbewerbsstärke in zent-  
ralen operativen Bereichen weiter ausgebaut und neue Wachstumschancen für unsere Kunden geschaf-  
fen. Ein besonderer Fokus war auf technische Innovationen gerichtet, darunter maßgeschneiderte  
Digitaldrucklösungen sowie hochwertige Veredelungstechniken wie Heiß- und Kaltfolienprägung oder UV-  
Druck. Durch diese technologischen Fortschritte konnten wir erfolgreich in neue Märkte expandieren und  
sind gut für zukünftiges Wachstum positioniert.  
Nachhaltig und innovativ für weiteres Wachstum  
Nachhaltigkeit ist für uns Top-Priorität. Daher arbeiten wir kontinuierlich an innovativen Lösungen zur Re-  
duzierung unseres CO-Fußabdruckes. Dazu setzen wir auf grüne Energie, unter anderem durch den Einsatz  
von Photovoltaikanlagen an mehreren Standorten. Zudem unterstützen wir unsere Kunden aktiv mit platz-  
sparenden Verpackungslösungen, die Materialeinsatz und Transportvolumen reduzieren. Ein besonderer  
Schwerpunkt liegt auf Alternativen zu Kunststoffverpackungen, wie z.B. durch innovative Lösungen wie un-  
ser „CartonCavity“-System oder „GreenPeel“, welche herkömmliche Kunststoff-Trays ersetzen und vielfäl-  
tige Anwendungen bieten.  
MM Food & Premium Packaging verfolgt das Ziel, langfristig primär organisch zu wachsen. Die kontinuierli-  
che Steigerung der Wettbewerbs- und Innovationsstärke sowie die gezielte Ausrichtung auf attraktive Zu-  
kunftsmärkte stehen im Mittelpunkt. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Verbraucher zunehmend  
nachhaltigere und recycelbare faserbasierte Verpackungslösungen bevorzugen.  
MM Pharma & Healthcare Packaging  
Führend bei Pharma-Sekundärverpackungen  
MM Pharma & Healthcare Packaging ist führender Anbieter von Pharma-Sekundärverpackungen in Europa  
und den USA mit einer attraktiven Position bei GLP-1-Analoga (z. B. gegen Diabetes oder Adipositas). Aus  
einem globalen Produktionsnetzwerk von 25 Standorten in 9 Ländern werden über 600 Kunden, darunter 19  
der 20 größten Pharmaunternehmen sowie CMOs (Contract Manufacturing Organisations), bedient. Die  
Produktpalette umfasst Faltschachteln, Beipackzettel und Etiketten. Sie sind eine wesentliche Vorausset-  
zung dafür, dass Patient:innen täglich sicher mit den benötigten Medikamenten versorgt werden können.  
Im Jahr 2024 erzielte MM Pharma & Healthcare Packaging mit 3.549 Mitarbeitenden Umsatzerlöse von rund  
0,6 Mrd. EUR.  
Standortverbund mit viel Potenzial  
Die Division Pharma & Healthcare Packaging setzt sich im Wesentlichen aus den in 2022 erworbenen Un-  
ternehmensgruppen Essentra Packaging (Europa und USA) und Eson Pac (Skandinavien) sowie der bereits  
in 2015 erworbenen Packetis (Frankreich) zusammen. Im Rahmen eines umfassenden Transformations-  
prozesses wurden eine neue Organisation aufgebaut und die operative Effizienz sowie finanzielle Leistung  
sukzessive optimiert. Die jüngst getätigten umfangreichen Investitionen und der Know-how-Transfer durch  
MM schreiten gut voran. MM verfügt nunmehr über ein gut integriertes, globales Produktionsnetzwerk, das  
auf die spezifischen Anforderungen von Pharmaverpackungen ausgerichtet ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Fokus auf Höchstleistung und innovative, nachhaltigere Lösungen  
Kunden aus der pharmazeutischen Industrie erwarten höchste Lieferzuverlässigkeit und Flexibilität.  
MM Pharma & Healthcare Packaging ist sehr gut positioniert, um diese Anforderungen mit dem skalierba-  
ren Produktionsnetzwerk sowie den Vorteilen des Frischfaserkartons von MM Board & Paper speziell für  
pharmazeutische Anwendungen zu erfüllen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte  
Dienstleistungen wie die Verbesserung der Abläufe in ihren Verpackungslinien und die Optimierung von  
Supply-Chain-Prozessen.  
Als Marktführer sind wir bestrebt, unseren Kunden relevante Innovationen in den für sie wichtigsten Berei-  
chen wie Patientensicherheit und Nachhaltigkeit zu bieten, welche technisch machbar und wirtschaftlich  
vernünftig sind. Hierbei liegen besondere Schwerpunkte auf intelligenten Verpackungslösungen, Fäl-  
schungssicherheit und Kunststoffersatz.  
Über Smart Packaging adressieren wir verschiedene Bedürfnisse, wie Bestands- und Lieferkettenmanage-  
ment, Nachhaltigkeit, Produktintegrität und Verbraucherinteraktion, wobei ein Verbund von Technologien  
wie RFID-Etiketten, NFC-Etiketten, E-Fingerprint, QR-Codierung oder digitale Wasserzeichen zum Einsatz  
kommt.  
Ein weiterer bedeutender wertschöpfender Schwerpunkt ist die Unterstützung klinischer Studien durch  
maßgeschneiderte Verpackungslösungen, die Qualität, Konsistenz und partnerschaftliche Zusammenar-  
beit bieten. In Know-how-Workshops erweitern wir das Kundenwissen über Kartons, Beipackzettel und Eti-  
ketten und ermöglichen ihnen, Probleme in den Verpackungslinien zu lösen sowie Prozesse in der gesam-  
ten Sekundärverpackungslieferkette zu verbessern.  
Fit für künftiges Wachstum  
Für die Zukunft sehen wir vielversprechende Wachstumschancen, die durch die dynamische Entwicklung  
des Marktes für die innovative Therapieform GLP-1 in den Bereichen Adipositas und Diabetes sowie Onko-  
logie, medizinische Geräte und Eye Care vorangetrieben werden. Mit den umfassenden jüngsten Investiti-  
onen sehen wir uns gut gerüstet, um unsere Position als führender Anbieter von Pharma-Sekundärverpa-  
ckungen in Europa und Nordamerika weiter zu festigen.  
Strategischer Fokus auf Ergebnissteigerung und Fortsetzung der Marktkonsolidierung  
MM Pharma & Healthcare Packaging ist gut aufgestellt, um durch verbesserte Produktivität, exzellenten  
Service und innovative, nachhaltigere Lösungen organisch weiter zu wachsen und die Margen zu heben.  
MM Board & Paper  
Führender Kartonproduzent mit attraktiver Position bei Kraftpapier und ungestrichenem Feinpapier  
MM Board & Paper ist ein führender europäischer Kartonproduzent für den Verpackungsbereich (exkl. Flüs-  
sigkeitskarton). Das umfassende faserbasierte Produktportfolio, welches verschiedene Arten von Karton  
und Papier sowie Zellstoff beinhaltet, wird an sieben Produktionsstandorten in Europa hergestellt. Die Divi-  
sion erwirtschaftete in 2024 mit 4.285 Beschäftigten Umsatzerlöse von ca. 2,0 Mrd. EUR. 56 % der Produktion  
entfielen auf Karton, 16 % auf Papiere und 28 % auf Zellstoff. Rund 53 % der jährlich verwendeten Faserstoffe  
sind Recyclingfasern, die extern zugekauft werden. Weitere 15 % des Fasereinsatzes sind Holzschliff, der  
größtenteils in den eigenen Kartonwerken und im Faserwerk FollaCell in Norwegen produziert wird. Zellstoff,  
der 32 % des Faserbedarfes ausmacht, wird zu 91 % selbst hergestellt und zu 9 % zugekauft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Ein breites Einsatzspektrum – sichere Versorgung durch Multi-Mill-Konzept  
Unsere Kartonprodukte werden in einer Vielzahl von Konsumgütermärkten für Güter des täglichen Bedarfes  
als Verpackungsmaterial eingesetzt. Schwerpunkte sind Food, Premium & Specialities (Beauty & Personal  
Care etc.) sowie Pharma & Healthcare. Unsere Kraftpapiere werden vor allem an die Lebensmittel-/Gast-  
ronomiebranche und die Laminatindustrie verkauft, ungestrichene Feinpapiere insbesondere an Papier-  
/Bürobedarfshändler. Der im polnischen Werk MM Kwidzyn erzeugte NSBK-Zellstoff (Northern Bleached Soft-  
wood Kraft) wird großteils intern eingesetzt, aber auch auf dem internationalen Markt verkauft.  
Die Verkaufsorganisation von MM Board & Paper ist darauf ausgerichtet, mit hoher Expertise den speziellen  
Anforderungen einzelner Marktsegmente bestmöglich zu entsprechen. Das Multi-Mill-Konzept, welches die  
Herstellung bestimmter Kartonqualitäten in mehreren Werken vorsieht, garantiert zuverlässige Lieferung,  
stabile Qualität und kurze Lieferzeiten.  
Der Hauptmarkt von MM Board & Paper ist Europa, wo im Jahr 2024 rund 87 % der Verkaufsmenge abgesetzt  
wurden. Darüber hinaus wird ein weltweites Vertriebsnetzwerk unterhalten, das kürzlich durch ein Sales  
Office für Board & Paper in den USA verstärkt wurde. Insgesamt werden mehr als 1.900 Kunden in rund 110  
Ländern beliefert. Diese sind vor allem Druckereibetriebe der mittelständisch geprägten und stark frag-  
mentierten europäischen Faltschachtelindustrie sowie Konsumgüterproduzenten und die zuvor genannten  
Abnehmer im Papierbereich.  
Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienz, Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation  
Im Rahmen des jüngsten umfassenden Investitionsprogrammes an den großen Kartonstandorten in Ös-  
terreich, Deutschland und Slowenien konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit durch erhöhte Kosteneffizi-  
enz, verbesserte Produktqualität und Nachhaltigkeit bedeutend stärken. Darüber hinaus werden laufend  
zahlreiche divisionsweite Projekte zur Implementierung von Best Practices verfolgt, mit der Zielsetzung, Kos-  
ten-, Technologie- und Innovationsführerschaft zu behaupten.  
Ein gut abgestimmter Prozess zwischen Innovation, Produktentwicklung und Kommerzialisierung verfolgt  
sowohl die kontinuierliche Verbesserung bestehender Lösungen und Prozesse als auch die Erschließung  
neuer Marktpotenziale. Der Ansatz von MM Board & Paper berücksichtigt dabei die gesamte Wertschöp-  
fungskette. Unser Angebot zeichnet sich durch hohe Qualität, Funktionalität, Sicherheit und Nachhaltigkeit  
unserer Produkte sowie umfassende Kompetenz und modernste Serviceleistungen aus.  
Fokus auf eine leistungsstarke Asset-Basis  
MM optimiert kontinuierlich die Fertigung und hat das Produktportfolio marktorientiert harmonisiert. Aktuell  
werden unsere Karton- und Papierprodukte auf sieben leistungsstarken Kartonmaschinen und drei Papier-  
maschinen an sechs Standorten produziert. Jede Maschine ist auf spezifische Produktqualitäten speziali-  
siert: drei auf Recyclingkarton, zwei auf Frischfaserkarton, eine auf weiß gestrichenen Recycling-Liner und  
eine weitere flexibel sowohl auf Recycling- als auch auf Frischfaserkartonqualitäten. Zusätzlich produzieren  
zwei Papiermaschinen ungestrichene Feinpapiere und Verpackungskraftpapiere, während eine weitere  
Maschine Saturating Kraft Paper herstellt. Die Maschinen und Werke werden kontinuierlich auf dem neues-  
ten Stand der Technik gehalten, mit dem klaren Fokus auf der Nutzung von Wachstumspotenzial.  
Innovative faserbasierte Lösungen  
Karton und Papier sind die bevorzugten Verpackungsmaterialien bei Konsumenten. Ziel von MM Board &  
Paper ist es daher, neue Möglichkeiten zur Substitution von Kunststoffverpackungen durch umweltfreund-  
liche, innovative Lösungen aus Karton und Papier zu schaffen. Mit dieser Ausrichtung optimieren wir beste-  
hende Produkte und entwickeln z. B. neuartige Barrierekonzepte, um die Verwendung von Karton als alter-  
natives Verpackungsmaterial für eine breite Palette von Lebensmitteln einschließlich flüssiger, gekühlter,  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
7
Konzernlagebericht  
gefrorener und/oder fettiger Nahrungsmittel zu erleichtern. Obwohl der Einfluss des Trends zur „Plastiksub-  
stitution“ auf unseren Karton- und Papierabsatz schwer einzuschätzen ist, haben wir das Ziel, diesen zu  
nutzen, um schneller als der Markt zu wachsen.  
Fasern und Energie zentrale Kostenfaktoren  
Altpapier ist strategischer Rohstoff bei der Produktion von gestrichenem Recyclingkarton, Holzschliff bei  
Frischfaserkarton sowie Zellstoff bei Kraft- und Feinpapieren. Darüber hinaus setzen wir Holz für unsere Zell-  
stofffertigung ein. Energie, Chemikalien und Logistik sind weitere wesentliche Kostenfaktoren. Die hochqua-  
litative Bedruckbarkeit von Karton wird durch die Applikation eines Striches aus Kalk, Füllstoffen und Binde-  
mittel auf der Kartonaußenfläche erreicht.  
Wir beziehen Recyclingfasern zur Gänze aus Europa, vorwiegend auf dem Spotmarkt. Infolge des kontinu-  
ierlichen Rückganges bei Printmedien und Office-Papieren wird Altpapier trotz hoher Recyclingquoten und  
bestehender Aufkommensreserven längerfristig zu einem knapperen Rohstoff, wobei wir die Versorgung  
für unsere Werke weiter als gesichert erachten. Ebenso bei Holz, dem Ausgangsstoff für Holzschliff und Zell-  
stoff, sehen wir die Versorgung aufgrund des laufenden Bezuges aus nachhaltiger Forstwirtschaft als ge-  
geben. Bei Aufkommen und Preisen kann es jedoch zu signifikanten Schwankungen kommen.  
Als Energieträger nutzt MM Board & Paper hauptsächlich Erdgas, setzt aber verstärkt auf erneuerbare Ener-  
gien wie z.B. Biomasse und Photovoltaik sowie auf eine Erhöhung der Eigenversorgung und den Einkauf von  
Rohstoffen mit reduziertem CO2e-Fußabdruck.  
Intensiver Wettbewerb in der Kartonindustrie  
MM Board & Paper ist der einzige europäische Anbieter, der sowohl mehrere große Produktionsstandorte  
für Recycling- als auch für Frischfaserkarton betreibt. Zudem ist das Unternehmen der einzige europäische  
Kartonerzeuger mit einem bedeutenden zusätzlichen Standbein in der Faltschachtelerzeugung. Die größ-  
ten skandinavischen Anbieter konzentrieren sich ausschließlich auf Frischfaserkarton.  
In Europa erfolgt die Kapazitätsentwicklung bei Recyclingkarton seit Jahrzehnten durch kontinuierliche  
technologische Modernisierung bestehender Anlagen, bekannt als „creeping capacity increase“. Bei  
Frischfaserkarton hat der strukturbedingte Wechsel von grafischen Papieren hin zu Verpackungskarton-  
produkten zu neuen Kapazitäten geführt. Darüber hinaus setzt sich allgemein der Trend zu großen, hoch-  
effizienten Anlagen für nachhaltige Verpackungen fort. Eine deutliche Kapazitätsausweitung in Europa be-  
trifft aktuell insbesondere den Frischfaserkarton, wodurch der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen wird.  
MM Board & Paper verfolgt vor diesem Hintergrund den strategischen Ansatz, durch Kostenmanagement  
und strukturelle Maßnahmen die Ertragskraft zu verbessern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
8
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Konzernlagebericht  
2 ENTWICKLUNG IM JAHR 2024  
Allgemeine Wirtschaftslage  
Die globale Wirtschaft entwickelte sich in 2024 regional sehr unterschiedlich, insgesamt aber moderat ex-  
pansiv. In den meisten großen Volkswirtschaften stützten rückläufige Inflationsraten den Konsum vor allem  
im Dienstleistungsbereich und schafften die Voraussetzungen für Leitzinssenkungen. Die USA verzeichneten  
solides Wachstum gestützt durch den Servicesektor, einen robusten Arbeitsmarkt und Konsumausgaben.  
Demgegenüber kämpfte Europa, insbesondere Deutschland und Frankreich, trotz sinkender Energiepreise  
mit schwachem Konsum, einer stagnierenden Industrie und abnehmender internationaler Wettbewerbs-  
fähigkeit. China erlebte ein durchwachsenes Jahr, mit einer schwächeren Erholung als erwartet, bedingt  
durch eine Immobilienkrise und nachlassende Exporte. Hohe Unsicherheiten bestehen weiterhin aufgrund  
der anhaltenden Konfliktherde Ukraine und Nahost, politischer Richtungswechsel durch Wahlen in vielen  
Ländern sowie möglicher Handelskonflikte.  
Branchenentwicklung  
Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Gesamtwirtschaft setzte sich die bislang längste Markt-  
schwäche auf den europäischen Kartonmärkten auch im Jahr 2024 fort. Trotz eines gewissen Auffülleffek-  
tes nach dem Lagerabbau aus dem Vorjahr blieb die Marktsituation angespannt. Wirtschaftliche Unsicher-  
heiten dämpften das Konsumverhalten, insbesondere bei Gütern des täglichen Bedarfes, was auch zu  
einer Verlangsamung des Einsatzes von Kartonverpackungen führte. Überkapazitäten aufgrund des Weg-  
falls des russischen Marktes und schwache bzw. wettbewerbsintensive außereuropäische Märkte hielten  
das Preisniveau sowohl bei Recycling- als auch bei Frischfaserkarton unter Druck. Die nach dem drasti-  
schen Preisverfall zum Vorjahr angekündigten Preiserhöhungen wurden aufgrund des intensiven Verdrän-  
gungswettbewerbes nur selektiv umgesetzt.  
Die Preise für Altpapier und Zellstoff verzeichneten im 1. Halbjahr eine deutliche Aufwärtsbewegung, wäh-  
rend die Energiepreise im 1. Quartal fielen und in den Folgemonaten wieder kontinuierlich anstiegen. Ins-  
gesamt blieb der Margendruck in der Kartonindustrie über das gesamte Jahr hoch und der Kampf um  
Marktanteile setzte sich auch auf den Faltschachtelmärkten unvermindert fort.  
Trotz der schwierigen Lage verlief die Konsolidierung auf der Anbieterseite in Europa im Jahr 2024 nur  
schleppend. Anfang 2025 wurde jedoch die Schließung von zwei mittelgroßen Werken vom Mitbewerb an-  
gekündigt. Gleichzeitig stellen die Kapazitätserweiterungen in Skandinavien bei Frischfaserkarton, die ab  
2025 sukzessive auf den Markt kommen, eine Herausforderung dar. Die Anbieterstruktur im europäischen  
Faltschachtelbereich bleibt stark fragmentiert. Auf globaler Ebene fanden jedoch zwei Megafusionen statt:  
der Zusammenschluss Smurfit Westrock und die Akquisition von DS Smith durch International Paper, die  
vor allem jedoch das Produkt Wellpappe betreffen.  
Insgesamt zeigt sich, dass die Kartonindustrie weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist  
und strukturelle Veränderungen und Konsolidierungen notwendig bleiben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
9
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Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf 2024  
Konzern  
Die MM Gruppe konnte sich im Jahr 2024 in einem Umfeld anhaltender Konsumschwäche und dem damit  
verbundenen sehr intensiven Wettbewerb in den europäischen Kernmärkten erfolgreich behaupten.  
Die Division MM Food & Premium Packaging zeigte aufgrund von Produktivitätssteigerungen, Kostensenkun-  
gen und Volumensakquise eine starke Performance, wobei die Profitabilität nicht ganz das Vorjahr erreichte.  
MM Pharma & Healthcare Packaging verzeichnete aufgrund schwächerer Nachfrage und einer geänderten  
Preispolitik einen Mengenrückgang. Zudem entstanden zusätzliche Kosten, u. a. durch das Anfahren neuer  
Maschinen, weshalb das bereinigte betriebliche Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau lag.  
Bei MM Board & Paper hat sich trotz des signifikanten Mengenanstieges und Kostenreduktionsmaßnahmen  
die schwache Ergebnislage fortgesetzt. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich niedrigere Durchschnitts-  
preise infolge der schwachen Marktsituation bei gleichzeitigem Anstieg einiger Kosten, wie Altpapier, Holz  
und Personal, zurückzuführen. Dies führte zu einem geringen betrieblichen Verlust auf Niveau des Vorjahres.  
Durch konsequente Umsetzung des Profit & Cash Protection-Programmes haben wir das Working Capital  
per Jahresende deutlich reduziert, Investitionsausgaben zurückgefahren und unsere Kosteneffizienz gezielt  
gestärkt. Der Großteil der Einsparungen aus den bisherigen Kostensenkungsprogrammen wird sich aber erst  
in 2025 niederschlagen. Die Nettoverschuldung sank auf 1.078,7 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 1.261,9 Mio. EUR),  
die Nettoverschuldung/Bereinigtes EBITDA Quote belief sich auf 2,6 (31. Dezember 2023: 2,8).  
Im Einklang mit der Ergebnisentwicklung und der langfristigen Dividendenpolitik, welche die Ausschüttung  
von einem Drittel des Jahresergebnisses vorsieht, wird der 31. Ordentlichen Hauptversammlung am 30. April  
2025 eine Dividendenerhöhung um 20 % auf 1,80 EUR je Aktie (2023: 1,50 EUR) für das Geschäftsjahr 2024  
vorgeschlagen.  
Zur nichtfinanziellen Performance können wir erfreulich berichten, dass die absoluten CO2-Emissionen im  
Vergleich zum Vorjahr um 35 % deutlich reduziert wurden. Gründe dafür sind die Umstellung auf erneuer-  
bare, kohlenstoffarme Energieformen und Energieeffizienzmaßnahmen.  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
+/-  
Umsatzerlöse  
4.079,6  
4.164,4  
- 2,0 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
190,0  
229,2  
- 17,1 %  
Finanz- und Beteiligungsergebnis  
(75,7)  
(60,9)  
+ 24,2 %  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(3,8)  
(47,6)  
- 92,0 %  
Jahresüberschuss  
110,5  
89,1  
+ 24,1 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
10  
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Konzernlagebericht  
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich auf 4.079,6 Mio. EUR und lagen damit um 2,0 %  
bzw. 84,8 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert (2023: 4.164,4 Mio. EUR). Einem signifikanten Volumenan-  
stieg bei MM Board & Paper standen vor allem niedrigere Durchschnittspreise in den Divisionen MM Food &  
Premium Packaging sowie MM Board & Paper gegenüber. In der geografischen Verteilung der Umsatzer-  
löse verminderte sich der Anteil des Hauptmarktes Europa auf 78,2 % (2023: 79,2 %), während sich jener von  
Amerika auf 10,1 % (2023: 9,3 %) weiter erhöhte und der Anteil übrige Welt mit 11,7 % konstant blieb (2023:  
11,5 %). Die konzerninternen Umsätze erhöhten sich mengenbedingt auf 192,7 Mio. EUR (2023: 189,6 Mio. EUR)  
und betrafen im Wesentlichen Lieferungen von MM Board & Paper an die beiden Packagingdivisionen.  
Konzernumsatz nach Regionen  
(in %)  
2024  
2023  
Europa (exkl. BLR, RUS, TUR)  
78,2 %  
79,2 %  
davon Österreich  
2,1 %  
1,7 %  
Amerika  
10,1 %  
9,3 %  
Übrige Welt  
11,7 %  
11,5 %  
Gesamt  
100,0 %  
100,0 %  
Aufwand  
Anteil an den Umsatzerlösen  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
+/-  
2024  
2023  
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
2.172,9  
2.229,7  
- 2,5 %  
53,3 %  
53,5 %  
Personalaufwand  
846,6  
840,1  
0,8 %  
20,8 %  
20,2 %  
Sonstiger Aufwand  
688,9  
687,2  
0,2 %  
16,9 %  
16,5 %  
Abschreibungen1)  
228,5  
221,4  
3,1 %  
5,6 %  
5,3 %  
1) inkl. Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Der Materialaufwand und bezogene Leistungen lagen mit 2.172,9 Mio. EUR leicht unter dem Vergleichswert  
des Vorjahres (2023: 2.229,7 Mio. EUR). Mit 53,3 % blieb der Anteil an den Umsatzerlösen konstant zum Vorjahr  
(2023: 53,5 %).  
Analog dazu lagen auch die Personalaufwendungen mit 846,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (2023:  
840,1 Mio. EUR) und ihr Anteil an den Umsatzerlösen veränderte sich nur leicht von 20,2 % auf 20,8 %.  
Die sonstigen Aufwendungen beliefen sich nahezu unverändert auf 688,9 Mio. EUR nach 687,2 Mio. EUR im  
Vorjahr, wodurch sich ihr Anteil an den Umsatzerlösen nur geringfügig auf 16,9 % (2023: 16,5 %) veränderte.  
Abschreibungen lagen mit 228,5 Mio. EUR nahe am Vergleichswert 2023 (221,4 Mio. EUR). Ihr Anteil an den  
Umsatzerlösen belief sich auf 5,6 % (2023: 5,3 %).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
11  
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Konzernlagebericht  
Wesentliche Einmaleffekte im betrieblichen Ergebnis und EBITDA  
Betriebliches Ergebnis  
EBITDA  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
2024  
2023  
190,0  
197,6  
418,5  
419,0  
Strukturelle Anpassungsmaßnahmen  
-
31,6  
-
31,2  
Schließung MM Packaging Schilling1)  
-
14,3  
-
14,0  
Restrukturierung Ex-Essentra Packaging2)  
-
17,3  
-
17,2  
Summe wesentliche Einmaleffekte  
-
31,6  
-
31,2  
Bereinigt um wesentliche Einmaleffekte  
190,0  
229,2  
418,5  
450,2  
1) MM Food & Premium Packaging  
2) MM Pharma & Healthcare Packaging  
Der Rückgang des bereinigten betrieblichen Ergebnisses auf 190,0 Mio. EUR nach 229,2 Mio. EUR in 2023 re-  
sultierte vor allem aus der Division MM Food & Premium Packaging. Die bereinigte Operating Margin des  
Konzerns belief sich somit auf 4,7 % (2023: 5,5 %) und der Return on Capital Employed auf 5,6 % (2023: 6,5 %).  
Das bereinigte EBITDA lag bei 418,5 Mio. EUR (2023: 450,2 Mio. EUR), woraus sich eine bereinigte EBITDA Mar-  
gin von 10,3 % ermittelt (2023: 10,8 %).  
Finanzerträge stiegen auf 27,1 Mio. EUR (2023: 8,7 Mio. EUR). Die Zunahme der Finanzaufwendungen von  
-58,3 Mio. EUR auf -82,9 Mio. EUR ist großteils auf den Zinsanstieg für variabel verzinste Finanzierungen zu-  
rückzuführen. Das „Sonstige Finanzergebnis – netto“ veränderte sich überwiegend fremdwährungsbedingt  
auf -19,9 Mio. EUR (2023: -11,4 Mio. EUR).  
Das Ergebnis vor Steuern lag damit bei 114,3 Mio. EUR nach 136,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuern vom Ein-  
kommen und Ertrag reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der Aktivierung von Verlustvorträgen der  
Ex-Essentra Packaging auf 3,8 Mio. EUR (2023: 47,6 Mio. EUR), woraus sich ein effektiver Konzernsteuersatz  
von 3,4 % (2023: 34,8 %) ergibt. Der Normsteuersatz des Konzerns beträgt 19,0 % (2023: 24,4 %).  
Jahresüberschuss, Gewinn je Aktie  
Der Jahresüberschuss stieg auf 110,5 Mio. EUR (2023: 89,1 Mio. EUR), wodurch sich die Umsatzrentabilität  
leicht auf 2,7 % (2023: 2,1 %) erhöhte. Im Geschäftsjahr 2024 befanden sich unverändert 20.000.000 Aktien  
im Umlauf. Hieraus ergibt sich ein Gewinn je Aktie von 5,41 EUR (2023: 4,36 EUR) bezogen auf den den Aktio-  
när:innen der Gesellschaft zuzurechnenden Jahresüberschuss in Höhe von 108,2 Mio. EUR (2023: 87,2 Mio. EUR).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
12  
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Konzernlagebericht  
Vermögen, Kapitalausstattung, Liquidität  
Konzernbilanzen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
31. Dez. 2024  
31. Dez. 2023  
Langfristige Vermögenswerte  
3.013,2  
3.159,0  
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.849,9  
1.917,9  
Summe Aktiva  
4.863,1  
5.076,9  
Eigenkapital  
2.128,7  
2.012,4  
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.660,7  
1.971,0  
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
1.073,7  
1.093,5  
Summe Passiva  
4.863,1  
5.076,9  
Das Gesamtvermögen des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2024 auf 4.863,1 Mio. EUR und lag damit  
um 213,8 Mio. EUR unter dem Wert zum Ultimo 2023 (5.076,9 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital stieg von  
2.012,4 Mio. EUR (31. Dezember 2023) auf 2.128,7 Mio. EUR, wobei dem Ergebnisanstieg die Dividendenzahlung  
mindernd gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote stieg auf 43,8 % (31. Dezember 2023: 39,6 %). Die Eigen-  
kapitalrentabilität lag bei 5,3 % nach 4,5 % im Vorjahr.  
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich vor allem aufgrund von Umgliederungen in „zur Ver-  
äußerung gehaltene Vermögenswerte“ im Zuge des beabsichtigten Verkaufes der TANN Gruppe von  
3.159,0 Mio. EUR auf 3.013,2 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 1.917,9 Mio. EUR auf  
1.849,9 Mio. EUR, wobei einem Rückgang bei Zahlungsmitteln und Forderungen aus Lieferungen und Leis-  
tungen der Zugang aus den Umgliederungen in „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“  
gegenüberstand.  
Die Finanzverbindlichkeiten haben überwiegend langfristigen Charakter und reduzierten sich tilgungsbedingt  
von 2.019,5 Mio. EUR zum Jahresende 2023 auf 1.631,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024. Dem Konzern standen  
1)  
ferner zum Ultimo 2024 jederzeit ausnutzbare Kreditlinien und -rahmen in Höhe von 361,0 Mio. EUR  
(31. Dezember 2023: 393,0 Mio. EUR) zur Verfügung.  
Bei verfügbaren Zahlungsmitteln des Konzerns in Höhe von 552,4 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 757,5 Mio. EUR)  
2)  
reduzierte sich die Nettoverschuldung auf 1.078,7 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 1.261,9 Mio. EUR). Die Ratio  
Nettoverschuldung/Eigenkapital belief sich auf 51 %, die Quote aus Nettoverschuldung/Bereinigtes EBITDA  
auf 2,6 (31. Dezember 2023: 63 %; 2,8).  
1) Bilanzwert 1.628,7 Mio. EUR nach Umgliederung der Finanzverbindlichkeiten der TANN Gruppe in sonstige Verbindlichkeiten aus „zur Veräu-  
ßerung gehaltenen Vermögenswerten“  
2) Bilanzwert 520,9 Mio. EUR nach Umgliederung der Zahlungsmittel der TANN Gruppe in „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
13  
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Konzernlagebericht  
Cash Flow-Entwicklung  
Konzerngeldflussrechnungen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
516,3  
786,2  
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(188,7)  
(409,1)  
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
(520,6)  
103,4  
Einfluss von Wechselkursänderungen  
(12,1)  
(3,1)  
Veränderung der Zahlungsmittel (< 3 Monate)  
(205,1)  
477,4  
Zahlungsmittel (< 3 Monate) zum Jahresende  
552,4  
757,5  
abzgl. in den Vermögenswerten gem. IFRS 5 ausgewiesener Zahlungsmittel  
(31,5)  
0,0  
Zahlungsmittel (< 3 Monate) zum Jahresende (laut Konzernbilanz)  
520,9  
757,5  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erreichte 516,3 Mio. EUR und lag damit um 269,9 Mio. EUR unter  
dem Vergleichswert des Vorjahres (2023: 786,2 Mio. EUR). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus  
einem geringeren Abbau von Working Capital.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -188,7 Mio. EUR nach -409,1 Mio. EUR im Vorjahr.  
Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten reduzierten sich  
nach dem intensivierten Investitionsprogramm der letzten Jahre von 425,3 Mio. EUR auf 220,9 Mio. EUR.  
Schwerpunkte der Investitionsauszahlungen von MM Food & Premium Packaging in Höhe von 58,3 Mio. EUR  
(2023: 122,9 Mio. EUR) konzentrierten sich auf die technologischen Modernisierungen bei ausgewählten  
Standorten.  
Schwerpunkte der Investitionsauszahlungen von MM Pharma & Healthcare Packaging in Höhe von 55,8 Mio. EUR  
(2023: 69,1 Mio. EUR) lagen auf der Erneuerung bzw. Erweiterung des Maschinenparks.  
Investitionsauszahlungen von MM Board & Paper in Höhe von 106,8 Mio. EUR (2023: 233,3 Mio. EUR) betrafen  
vor allem technische Modernisierungen mit Schwerpunkten an den Standorten Kolicevo, Slowenien,  
Kwidzyn, Polen, und Kotka, Finnland.  
Der Free Cash Flow reduzierte sich von 369,8 Mio. EUR auf 302,2 Mio. EUR.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich vor allem aufgrund höherer Tilgungen und  
der geringeren Aufnahme von Finanzierungen von 103,4 Mio. EUR auf -520,6 Mio. EUR.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
14  
Konzernlagebericht  
Weitere Informationen  
Aktienrückerwerbsprogramm  
Gemäß der Ermächtigung durch die 30. Ordentliche Hauptversammlung und des darauf basierenden Vor-  
standsbeschlusses kann die Gesellschaft in der Periode von 3. Januar 2025 bis voraussichtlich 23. Dezember  
2025 maximal 1.000.000 Aktien bzw. bis zu 5 % des Grundkapitals zurückkaufen. Die Transaktionen werden  
auf unserer Website unter www.mm.group/de/investoren/aktie/ veröffentlicht.  
Definition der Kennzahlen  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis/Bereinigtes EBITDA  
Betriebliches Ergebnis/EBITDA bereinigt um wesentliche Einmaleffekte (wesentlich definiert als Auswirkung  
auf betriebliches Ergebnis von mehr als 10 Mio. EUR)  
EBITDA (Earnings before Interest, Income Taxes, Depreciation and Amortization)  
Betriebliches Ergebnis zuzüglich Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen  
und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.  
EBITDA Margin/Operating Margin  
Bereinigtes EBITDA/Bereinigtes betriebliches Ergebnis dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Eigenkapitalquote  
Eigenkapital dividiert durch die Bilanzsumme.  
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity, ROE)  
Jahresüberschuss dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital.  
Free Cash Flow  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit zuzüglich Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und im-  
materiellen Vermögenswerten sowie Investitionszuschüssen abzüglich Auszahlungen für Sachanlagen  
und immaterielle Vermögenswerte (inkl. geleisteter Anzahlungen).  
Investitionen  
Investitionen beinhalten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (bereinigt um  
nicht zahlungswirksame Zugänge, u. a. aus Leasingverhältnissen oder aktivierten Fremdkapitalzinsen) ab-  
züglich erhaltener Investitionszuschüsse und berücksichtigen darüber hinaus geleistete Anzahlungen so-  
wie die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Investitionstätigkeiten. Die Investitionen leiten sich aus der  
Konzerngeldflussrechnung ab.  
Mitarbeiter:innen  
Mitarbeiterstand zum Jahresende inkl. Lehrlingen und aliquot berücksichtigter Teilzeitkräfte.  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität  
Kurz- und langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 so-  
wie Factoringverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sofern ein  
Überhang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über die Finanzverbindlichkeiten besteht,  
liegt eine Nettoliquidität vor.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
15  
Konzernlagebericht  
Im Falle einer Umgliederung der genannten Bilanzposten als „zur Veräußerung verfügbar“ gem. IFRS 5 wird  
die Nettoverschuldung/Nettoliquidität angepasst. Die Berechnung erfolgt unter der Annahme, dass die  
umgegliederten Bilanzposten weiterhin Bestandteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente so-  
wie Finanzverbindlichkeiten sind.  
Nettoverschuldung/Bereinigtes EBITDA  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch bereinigtes EBITDA.  
Nettoverschuldung/Eigenkapital  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch das Eigenkapital zum Jahresende.  
Return on Capital Employed (ROCE)  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis dividiert durch die Summe aus durchschnittlichem Eigenkapital, aus den  
durchschnittlichen kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Leasingverbindlichkeiten  
gemäß IFRS 16 und Factoringverbindlichkeiten sowie abzüglich des durchschnittlichen Bestandes an Zah-  
lungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.  
Umsatzrentabilität  
Jahresüberschuss dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Sämtliche Kennzahlen wurden ausschließlich auf Basis der Angaben im Konzernabschluss berechnet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
16  
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Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf in den Divisionen  
MM Food & Premium Packaging  
Angesichts der anhaltenden Konsumschwäche bei Gütern des täglichen Bedarfes war das Jahr 2024 ins-  
gesamt von einer zurückhaltenden Marktnachfrage in allen Marktsegmenten der Faltschachtel geprägt.  
Die Auftragslage hat sich nach rückläufiger Tendenz in 2023 im Jahr 2024 wieder stabilisiert. MM Food &  
Premium konnte durch starken Fokus auf Wachstum vor allem die Menge in den Bereichen Food und  
Beauty steigern. Insgesamt lag die produzierte Menge mit 3.103 Millionen m (2023: 3.027 Millionen m ) um  
2
2
2,5 % über dem Vorjahr.  
Gleichzeitig blieben die Verkaufspreise aufgrund hoher Wettbewerbsintensität stark unter Druck, wobei es  
auch zu kartonindexbasierten Preisreduktionen kam. MM Food & Premium setzte dem ein straffes Cash-  
Management, Kosteneinsparungen und Optimierungen im Produktmix erfolgreich entgegen. Besondere  
Fortschritte gelangen vor allem durch deutliche Produktivitätssteigerungen. Um die Ressourcen der Divi-  
sion noch optimaler zu nutzen, wurde die Zusammenarbeit zwischen den Business Units der Division inten-  
siviert. Der Aufbau zusätzlicher Tiefdruckkapazitäten am bestehenden Food-Standort in Rumänien ist dabei  
ein Schlüsselprojekt.  
Im Dezember 2024 hat sich MM mit Evergreen Hill Enterprise, Pte. Ltd., einem Unternehmen innerhalb einer  
diversifizierten indonesischen Unternehmensgruppe, auf den Verkauf von 100 % der Anteile an der TANN  
Gruppe zu einem Unternehmenswert von 360 Mio. EUR geeinigt. Dieser Schritt erfolgte, da das Geschäftsfeld  
von TANN (Tipping Paper) außerhalb der Kernbereiche Karton und Konsumgüterverpackung liegt. Das Clo-  
sing wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet.  
Divisionskennzahlen MM Food & Premium Packaging  
(in Mio. EUR)  
2023  
+/-  
2024  
Umsatzerlöse1)  
1.702,4  
1.781,2  
- 4,4 %  
Bereinigtes EBITDA  
258,3  
282,5  
- 8,6 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
179,4  
214,9  
- 16,5 %  
Bereinigte Operating Margin (%)  
10,5 %  
12,1 %  
- 153 bp  
Betriebliches Ergebnis  
179,4  
199,8  
- 10,2 %  
Capital Employed  
1.152,2  
1.272,2  
- 9,4 %  
Return on Capital Employed (%)  
15,6 %  
16,9 %  
- 133 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
321,2  
418,4  
- 23,3 %  
Free Cash Flow  
264,9  
302,5  
- 12,4 %  
Investitionen  
58,3  
122,9  
- 52,5 %  
Produzierte Menge (in Millionen m2)  
3.103  
3.027  
+ 2,5 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
Dank des Mengenwachstums und der erzielten Einsparungen erreichte MM Food & Premium eine gute be-  
reinigte Operating Margin von 10,5 % (2023: 12,1 %). Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei 179,4 Mio. EUR  
nach 214,9 Mio. EUR im Vorjahr. Der Return on Capital Employed betrug 15,6 % (2023: 16,9 %), der Cash Flow  
aus der Geschäftstätigkeit belief sich auf 321,2 Mio. EUR (2023: 418,4 Mio. EUR). In konsequenter Umsetzung  
des Profit & Cash-Protection Programmes reduzierten sich die Investitionen mit 58,3 Mio. EUR deutlich ge-  
genüber dem Vorjahreswert (2023: 122,9 Mio. EUR).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
17  
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Konzernlagebericht  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.702,4 Mio. EUR vor allem preisbedingt unter dem Vorjahr (2023: 1.781,2 Mio. EUR).  
Diese entfielen zu 71 % auf Europa, zu 8 % auf Amerika sowie zu 21 % auf die übrige Welt (2023: 73 %; 7 %;  
20 %). MM Food & Premium beliefert rund 1.200 Kunden in verschiedenen Konsumgüterbranchen. Die  
Hauptmärkte sind Lebensmittel sowie Premium, wobei Letzterer die Teilmärkte Home Care, Personal Care,  
Beauty, Cigarette, Luxury, E-Commerce und Electronics umfasst. Aufgrund der hohen Konzentration in den  
Abnehmerindustrien wird ein erheblicher Teil des Geschäftes mit multinationalen Großkunden erwirtschaf-  
tet. In 2024 entfielen demnach rund 39 % (2023: 39 %) der Umsatzerlöse auf die fünf größten Kunden.  
MM Pharma & Healthcare Packaging  
Das Geschäftsjahr 2024 war von einer schwachen Marktnachfrage nach sekundärer Pharmaverpackung  
geprägt, vor allem in Europa. Hauptfaktoren waren der Abbau von Lagerständen bei Kunden, Liefereng-  
pässe für APIs (Active Pharmaceutical Ingredients) und andere Komponenten vor allem im Bereich der  
GLP-1-Medikamente (Diabetes/Adipositas) sowie reduzierter Konsum im Bereich verschreibungsfreier Me-  
dikamente. MM Pharma & Healthcare Packaging verzeichnete vor diesem Hintergrund in 2024 einen Men-  
genrückgang von 4,2 % (957 auf 918 Millionen m²).  
In 2024 haben wir den Transformationsprozess der Division deutlich vorangetrieben und konnten das an-  
spruchsvolle Investitionsprogramm für die notwendige Modernisierung der Anlagen zur Steigerung der  
Wettbewerbsfähigkeit abschließen. Insgesamt sind mehr als 40 Maschinen neu in Betrieb genommen wor-  
den, welche schrittweise an die MM Performance-Standards herangeführt werden.  
Operativ lagen Schwerpunkte auf konsequenter Preisdisziplin, umfassenden Kostenreduktionsmaßnah-  
men und Neugeschäftsgewinnung. Die Stärkung des Vertriebes und der Innovations- und Entwicklungsbe-  
reiche konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Wichtige Innovationsprojekte im Bereich Patientensicher-  
heit und Nachhaltigkeit wurden gemeinsam mit Schlüsselkunden zur Marktreife gebracht. MM Pharma &  
Healthcare Packaging verfügt nun über eine klar definierte Wachstumsausrichtung mit dem Fokus auf at-  
traktive Indikationsbereiche wie Adipositas und Diabetes (GLP-1) oder Onkologie.  
Divisionskennzahlen MM Pharma & Healthcare Packaging  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
+/-  
Umsatzerlöse1)  
615,7  
653,6  
- 5,8 %  
Bereinigtes EBITDA  
69,9  
75,0  
- 6,8 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
29,8  
34,1  
- 12,5 %  
Bereinigte Operating Margin (%)  
4,8 %  
5,2 %  
- 37 bp  
Betriebliches Ergebnis  
29,8  
17,6  
+ 69,8 %  
Capital Employed  
423,4  
405,0  
+ 4,6 %  
Return on Capital Employed (%)  
7,0 %  
8,4 %  
- 137 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
71,9  
76,2  
- 5,6 %  
Free Cash Flow  
19,7  
7,4  
+ 167,0 %  
Investitionen  
55,8  
69,1  
- 19,4 %  
Produzierte Menge (in Millionen m2)  
918  
957  
- 4,2 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
Die bereinigte Operating Margin lag bei 4,8 % nach 5,2 % im Vorjahr. Das bereinigte betriebliche Ergebnis  
belief sich auf 29,8 Mio. EUR (2023: 34,1 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 7,0 % (2023: 8,4 %),  
der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erreichte 71,9 Mio. EUR (2023: 76,2 Mio. EUR). Die Investitionen be-  
liefen sich auf 55,8 Mio. EUR und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 69,1 Mio. EUR. Die Umstellung auf  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Produkte von MM Board & Paper wurde weiter vorangetrieben, wobei die Schwesterdivision schon jetzt  
größter Kartonlieferant ist.  
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 615,7 Mio. EUR und lagen vor allem mengenbedingt unter dem Vorjahr  
(2023: 653,6 Mio. EUR). Davon entfielen 62 % auf Europa, 37 % auf Amerika und 1 % auf die übrige Welt (2023:  
65 %; 34 %; 1 %). MM Pharma & Healthcare Packaging beliefert rund 650 Kunden, wobei ca. 29 % (2023: 25 %)  
der Umsatzerlöse mit den fünf größten Kunden erzielt wurden.  
MM Board & Paper  
Bei Board & Paper entwickelte sich die Markterholung vom tiefen Niveau des Vorjahres, das durch Abbau  
hoher Lagerstände geprägt war, unter den Erwartungen. Wettbewerbs- und Preisdruck setzten sich auf-  
grund von Überkapazitäten und schwachem Konsum unvermindert fort. MM Board & Paper gelang jedoch  
nach den umfangreichen markt- und umbaubedingten Stillständen des Vorjahres ein deutlicher Volu-  
menanstieg. Die produzierte Menge stieg um 16,7 % auf 3.145.000 Tonnen (2023: 2.694.000 Tonnen). Dadurch  
lag auch die Kapazitätsauslastung deutlich über dem Vorjahr. Der durchschnittliche Auftragsstand der Di-  
vision belief sich auf 172.000 Tonnen (2023: 156.000 Tonnen).  
Deutlich tiefere Durchschnittspreise überwogen aber die positiven Effekte aus der gesteigerten Menge.  
Gleichzeitig stiegen die Kosten für Altpapier und Zellstoff signifikant an. Die selektiv realisierten Preiserhö-  
hungen konnten dies nicht kompensieren. Von den niedrigeren Energie-Spotpreisen profitierte die  
MM Board & Paper Division aufgrund eines hohen Anteiles von Festpreisen nur eingeschränkt.  
Die Kostensenkungsinitiativen lieferten vor allem ab dem 2. Halbjahr bereits spürbare Beiträge, wobei grö-  
ßere Effekte erst für 2025 erwartet werden. Erfreulich führten die jüngsten Maschinenumbauten zu entschie-  
denen Verbesserungen unserer Produkte, welche von unseren Kunden sehr gut aufgenommen wurden.  
Divisionskennzahlen MM Board & Paper  
(in Mio. EUR)  
2024  
2023  
+/-  
Umsatzerlöse1)  
1.954,3  
1.919,1  
+ 1,8 %  
Bereinigtes EBITDA  
90,3  
92,7  
- 2,5 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
(19,2)  
(19,8)  
- 3,3 %  
Bereinigte Operating Margin (%)  
-1,0 %  
-1,0 %  
+ 5 bp  
Betriebliches Ergebnis  
(19,2)  
(19,8)  
- 3,3 %  
Capital Employed  
1.801,3  
1.869,1  
- 3,6 %  
Return on Capital Employed (%)  
-1,1 %  
-1,1 %  
+ 0 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
123,2  
291,6  
- 57,7 %  
Free Cash Flow  
17,6  
59,9  
- 70,6 %  
Investitionen  
106,8  
233,3  
- 54,2 %  
Produzierte Tonnage (in Tausend t)  
3.145  
2.694  
+ 16,7 %  
Karton2)  
1.763  
1.472  
+ 19,8 %  
Papier  
497  
473  
+ 5,0 %  
Zellstoff3)  
885  
749  
+ 18,2 %  
Marktzellstoff  
119  
69  
+ 72,7 %  
Interner Zellstoff  
766  
680  
+ 12,7 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
2) inkl. Coated Liner  
3) Chemical Pulp und CTMP  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
19  
Konzernlagebericht  
Die bereinigte Operating Margin blieb mit -1,0 % konstant zum Vorjahr, ebenso das bereinigte betriebliche  
Ergebnis in Höhe von -19,2 Mio. EUR (2023: -1,0 % bzw. -19,8 Mio. EUR), welches auch von einer höheren CO2-  
Kompensation als im Vorjahr profitierte. Der Return on Capital Employed belief sich auf -1,1 % (2023: -1,1 %),  
der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit betrug 123,2 Mio. EUR (2023: 291,6 Mio. EUR). Im Zuge des Profit &  
Cash Protection-Programmes wurden die Investitionen nach den Großprojekten in den Vorjahren deutlich  
reduziert und betrugen 106,8 Mio. EUR (2023: 233,3 Mio. EUR).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.954,3 Mio. EUR preisbedingt um nur 1,8 % über dem Vergleichswert (2023:  
1.919,1 Mio. EUR). Sie verteilen sich ähnlich wie im Vorjahr zu 91 % auf Europa, 3 % auf Amerika und 6 % auf die  
übrige Welt (2023: 92 %; 1 %; 7 %).  
Die beiden Packagingdivisionen von MM waren mit einem gemeinsamen Lieferanteil von rund 15 % bzw.  
265.000 Tonnen Karton (2023: 16 % bzw. 234.000 Tonnen) unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
20  
Konzernlagebericht  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MM Gruppe verfolgen das Ziel, die Wettbewerbs- und  
Wachstumsfähigkeit des Konzerns durch innovative und nachhaltige Lösungen langfristig zu stärken und  
abzusichern. Wir streben danach, Markt- und Zukunftstrends frühzeitig zu identifizieren und proaktiv Lösun-  
gen zu entwickeln, die sowohl unseren Kunden als auch dem gesamten Konzern einen Mehrwert bieten.  
Um dies nachhaltig zu erreichen, nutzen wir ein breites Netzwerk in und außerhalb unserer Organisation  
und investieren kontinuierlich in die Zukunft von MM.  
Der Antrieb unserer Innovationsleistungen liegt zum einen in dem Bestreben, Produkte und Prozesse konti-  
nuierlich zu optimieren, und zum anderen in der schnellen Umsetzung von Lösungen, die sich aus verän-  
derten Rahmenbedingungen ergeben. Zudem streben wir an, neue Geschäftsfelder und Zielanwendungen  
zu erschließen. Bei der Entwicklung und Umsetzung von Produktinnovationen berücksichtigen wir stets die  
Umweltauswirkungen, potenzielle Risiken für die Produktsicherheit sowie die Nutzung vorhandener Potenziale.  
Moderner Innovationsprozess  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how in der Ge-  
staltung von Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums-  
und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen sowie die Bereit-  
schaft, den Status quo zu hinterfragen, bilden die Grundpfeiler unseres Ansatzes.  
Alle Produktentwicklungen bei MM durchlaufen einen klar definierten und fortlaufend optimierten Prozess.  
Dieser beginnt mit der Ideenfindung und umfasst, unter Einbeziehung der Expert:innen unserer Fachabtei-  
lungen, die Bewertung und technische Produktentwicklung und endet mit der Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovation aus Vielfalt und der Verbindung unterschiedlicher Potenziale  
innerhalb unserer Gruppe entsteht. Offenheit für neue Ideen und ein aktiver Dialog sind zentrale Elemente  
unserer Innovationskultur. Daher beziehen wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und  
Forschungspartner frühzeitig in unseren Innovationsprozess ein. Dieser Austausch ermöglicht uns eine  
ganzheitliche Perspektive auf Herausforderungen sowie auf spezifische Anforderungen, wie modernste  
technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen müssen.  
So lassen sich neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in die Produktentwicklung integrieren – mit dem kla-  
ren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden.  
Wir erforschen innovative Konzepte für Verpackungen in den Bereichen Lebensmittel, Pharma, Personal  
Care und Beauty sowie für Premiumverpackungen. Gleichzeitig evaluieren wir kontinuierlich neue Techno-  
logien zur Weiterentwicklung unserer zukünftigen Karton- und Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie bieten unseren  
Kunden und Endnutzern einen verlässlichen Nachweis dafür, dass unsere Produktinnovationen nachhaltig,  
sozial verträglich und gesundheitlich unbedenklich sind. Zudem bestätigen sie die rechtliche Konformität  
im Bereich der Produktsicherheit. Durch regelmäßige Prüfungen sowohl bestehender Produkte als auch  
innovativer Lösungen stellen wir sicher, dass alle Zertifizierungskriterien konsequent eingehalten werden.  
Unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten und Forschungseinrichtungen haben wir  
auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Bei den beiden Packagingdivisonen konzentriert sich die Zusammenarbeit  
auf Barrieretechnologien, Maschinentechnologien und Kooperationen bei nachhaltigen Veredelungslö-  
sungen in Kombination mit Anti-Fälschungssystemen. Die anwendungsorientierte Grundlagenforschung  
zur Behandlung von Holzfasern, der Einsatz alternativer bzw. modifizierter Faserrohstoffe und die Nutzung  
biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe sind die Hauptfelder der Zusammenarbeit in der Di-  
vision MM Board & Paper.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
21  
Konzernlagebericht  
Unsere unternehmensinterne Plattform „we.invent“ bietet allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, eigene  
Ideen einzubringen – unabhängig von ihrem Standort oder Tätigkeitsbereich. Eingereichte Vorschläge wer-  
den anhand eines klar definierten Kriterienkataloges im Stage-Gate-Prozess geprüft und zur Umsetzung  
ausgewählt.  
Nachhaltigkeit im Fokus der Innovationstätigkeit  
Der Klimawandel und die Corona-Pandemie haben deutlich gemacht, dass Sicherheit und Wohlstand da-  
von abhängen, wie wir essenzielle Gemeingüter wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit langfristig  
bewahren. Eine widerstandsfähige, nachhaltige und klimafreundliche Gestaltung von Gesellschaft und  
Wirtschaft ist daher unerlässlich. Vor diesem Hintergrund gewinnt Karton und Papier als umweltfreundliche  
Verpackung weiter an Bedeutung. Unser Ziel bei MM ist es, diese Chance zu nutzen und unsere Kunden aktiv  
bei der Substitution von Kunststoff durch innovative sowie bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu  
unterstützen. Damit greifen wir den aktuellen Trend zu nachhaltigen Verpackungen auf, die nicht nur durch  
ihre natürliche Optik überzeugen, sondern auch hohe Convenience und Sicherheit bieten sowie optimal in  
den Onlinevertrieb integriert werden können.  
Automatisierung als Schlüssel für Wettbewerbsstärke  
Um zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu erzielen, treiben wir die Automatisierung von Arbeitsabläufen und  
Logistikprozessen in den Divisionen kontinuierlich voran. Bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen er-  
halten die Standorte zentrale Unterstützung zur Optimierung ihrer Produktionsprozesse – von der Maschi-  
nenkonfiguration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme. Der Fokus unserer zu-  
kunftsorientierten Automatisierungskonzepte ist derzeit auf die Reduzierung von Stillstandszeiten und die  
Steigerung der Flexibilität gerichtet.  
Innovationstätigkeit 2024 in den Divisionen MM Food & Premium Packaging  
und MM Pharma & Healthcare Packaging  
Innovationsnetzwerk unserer Packagingdivisionen  
Die divisionsübergreifende Innovations-Matrixorganisation von MM Food & Premium Packaging und  
MM Pharma & Healthcare Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der MM Gruppe  
effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden eingesetzt werden kann.  
Es setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in  
Hamburg, dem Premium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team, das  
gezielte Kundenbriefings mit den lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken koordi-  
niert. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten unsere  
Kunden insbesondere hinsichtlich technischer Ausrichtung und Ausstattung, um innovative Verpackungs-  
konzepte und -designs umzusetzen.  
Bei PacProject in Hamburg entstehen in enger Abstimmung mit unseren Kunden Konzeptstudien bis hin zu  
Prototypen. Bereits in dieser frühen Phase werden gemeinsam mit dem Technical Account Management-  
Team erste Machbarkeitsanalysen durchgeführt, um die Umsetzbarkeit und Effizienz der Ideen sicherzu-  
stellen. Im Premium Printing Center in Trier setzen wir hoch innovative Technologien ein, um Verpackungs-  
designs mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Zudem wächst im Bereich Innova-  
tion die Nachfrage nach E-Trainings und digitalen Lernformaten stetig. Daher bieten wir gezielt  
maßgeschneiderte Trend- und Ideenworkshops sowie technische Trainings an, um unseren Kunden fun-  
diertes Wissen und praxisnahe Lösungen zu vermitteln.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
22  
Konzernlagebericht  
Mit dem Übergang des Geschäftsbereiches Pharma & Healthcare in eine eigene Division hat sich das etab-  
lierte XBU-Innovationsteam zu einem divisionsübergreifenden Innovationsteam entwickelt, das sich aus  
den Innovation Directors der einzelnen Geschäftsfelder von MM Food & Premium Packaging, dem Innova-  
tion Director von MM Pharma & Healthcare und dem Leiter von PacProject zusammensetzt. Damit konnte  
sichergestellt werden, dass die wachsenden Kundenanforderungen an die Innovation durch regelmäßigen  
Best-Practice-Austausch langfristig erfüllt werden können.  
Die Kooperation der einzelnen Bereiche dient dazu, Bereiche und Technologien zu identifizieren, in denen  
eine Zusammenarbeit sinnvoll ist und Synergieeffekte erzielt werden können. Damit einher geht auch eine  
enge Zusammenarbeit mit MM Board & Paper im Bereich Innovation.  
Zielsetzung ist es, MM durch den Fokus auf nachhaltigere, kunden- und marktorientierte Innovationen als  
Innovationsführer und bevorzugten Lieferanten in den Augen unserer Kunden zu positionieren.  
Aktuelle Innovationsschwerpunkte  
Die Innovationstätigkeit der Packagingdivisionen konzentrierte sich im Jahr 2024 insbesondere auf die The-  
men neue faserbasierte Lösungen zum Ersatz von Kunststoff, nachhaltigere Veredelungseffekte, Barriere-  
technologien sowie Patienten- und Fälschungssicherheit. In enger Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferan-  
ten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten wurden wiederverwertbare Verpackungen optimiert und  
neue Produkte entwickelt.  
„MM ReFlect“, unsere nachhaltigeren metallischen Veredelungseffekte, beweisen, dass Nachhaltigkeit und  
Design Hand in Hand gehen können. Die von externen Instituten (CEPI-Methode) zertifizierte Recycelbarkeit  
und der perfekte Eindruck im Regal ermöglichen den Kunden eine Differenzierung. Einsatzbereiche sind vor  
allem bei Lebensmitteln, Beauty und Pharma.  
Zusätzlich erweitern wir mit „Cello Replacement“ unser Portfolio an plastikfreien Alternativen und bieten  
papierbasierte Lösungen, die Zellophan durch zusätzliche Barriereanwendungen ersetzen können. Auch  
kratzfeste und spritzwassergeschützte Beschichtungen für den Schönheitspflegebereich, unterstützt durch  
manipulationssichere Lösungen, gehören zu diesem Angebot.  
Unser neues „CartonCavity“-System, ein Passepartout und einzelne Kavitäten, ersetzt Kunststoffschalen  
und Blisterverpackung durch eine Kartonlösung und kann dazu beitragen, Scope 3-Emissionen unserer  
Kunden zu reduzieren.  
Im Bereich Patientensicherheit entwickelt MM Pharma & Healthcare Packaging Innovationen, die Kunden  
bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der Bekämpfung von Produktfälschungen unterstützen. Ein  
Beispiel ist der ClearCode™-Service, bei dem eine Spezialbeschichtung auf Verpackungen aufgetragen  
wird, um Codes und Texte für Rückverfolgbarkeit einfacher anzubringen. Dies reduziert Abfall und steigert  
die Effizienz.  
Innovationstätigkeit 2024 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet ge-  
meinsam mit den F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen  
an der Umsetzung grundlegender Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2024 gehörte die Weiterentwicklung innovativer Dispersions-  
barrieren für verschiedene Verpackungsanwendungen, welche insbesondere für Lebensmittelanwendun-  
gen vorangetrieben wurde. Verbesserte Beschichtungen bieten Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
23  
Konzernlagebericht  
oder Heißsiegeleigenschaften und ermöglichen so den Ersatz von kunststoffbasierten Verpackungen  
durch Karton als Verpackungsmaterial für trockene oder feuchte, gekühlte, gefrorene und/oder fetthaltige  
Lebensmittel. Ein aktueller Schwerpunkt ist die verbesserte Einsetzbarkeit von faserbasierten Verpackungen  
mit dem Ziel, dem Bedarf unserer Kunden an nachhaltigen, aktuellen Verpackungs- und Recyclingrichtli-  
nien entsprechenden Verpackungen gerecht zu werden.  
Im Sinne der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft war die Bestätigung der Rezyklierbarkeit nach CEPI der von  
MM Board & Paper hergestellten Karton- und Papiersorten ein zentrales Thema im Jahr 2024.  
Zudem spielten Produktweiterentwicklungen zur Optimierung technischer Werte sowie der Verarbeitbarkeit  
eine wichtige Rolle. Zusätzliche Schwerpunkte waren die Verbesserung der Barrierequalität und der Verarbei-  
tungseigenschaften bestehender Sorten, um den steigenden Anwendungsanforderungen zu entsprechen.  
Der in 2024 neu eingeführte vollgestrichene Frischfaserkarton mit einer cremefarbenen Rückseite (GC2)  
ALASKA® SMART aus dem Werk Kolicevo bietet dank seiner glatten Oberfläche ein hervorragendes Erschei-  
nungsbild und ermöglicht ausgezeichnete Performance bei hochwertigen Druck-, Lackierungs- und High-  
Speed-Verarbeitungsprozessen. Zusätzlich eignet er sich für Braille-Prägung und bietet optimale Laser-  
und Inkjet-Codierungseigenschaften. Durch seine sehr guten Steifigkeitswerte ist er für viele verschiedene  
Anwendungen, wie Lebensmittel und Pharma, einsetzbar. Er überzeugt durch Lightweighting und trägt da-  
mit aktiv zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.  
Eine weitere Produktneuheit aus dem Werk Kolicevo war ALASKA® KRAFT, ein neuer vollgestrichener Frisch-  
faserkarton mit 10 % postindustriellen Fasern in der Deckschicht und einer Kraft-Rückseite. Die braune Kraft-  
Rückseite schafft ein natürliches und rustikales Erscheinungsbild, während die weiße Vorderseite hervor-  
ragende Oberflächeneigenschaften wie hohe Glätte und Glanz besitzt. Durch optimale Steifigkeitswerte für  
einen hervorragenden Produktschutz eignet sich ALASKA® KRAFT als Verpackungsmaterial für Obst- und  
Gemüse-Trays, Sleeves, Take-away und vieles mehr. Durch die Kombination hochwertiger, reinweißer Re-  
cyclingfasern mit verantwortungsvoll bezogenen Frischfasern wird die Umweltbelastung minimiert, ohne  
Kompromisse bei der Qualität einzugehen.  
Auszeichnungen für innovative und nachhaltigere Lösungen  
MM erhielt den Carton Austria Award für die beste Kartonverpackung aus Österreich sowohl von der Fach-  
als auch von der Publikumsjury für kunstvoll inszenierte, plastikfreie Eisverpackungen. Die aus ALASKA®  
BARRIER GREASE produzierte und von MM Premium Vienna verarbeitete Verpackung überzeugte die Jury  
durch die richtige Mischung aus auffälligem Design und intelligenter Zweckmäßigkeit. Die Verpackung, die  
als kleines Kunstwerk wahrgenommen wird, ist eine klare Aufforderung zur Wiederverwendung und erzeugt  
hohe Aufmerksamkeit. Dennoch hat der Produktschutz oberste Priorität.  
Ferner durfte sich MMP Behrens über einen Green Star bei den Green Star Packaging Awards für eine Mehr-  
zweck-Taschentuchbox freuen, welche zu 100 % aus Recyclingpapier und -karton besteht und somit sowohl  
funktional als auch nachhaltig ist. Die bessere Auslastung beim Transport und die höhere Nutzlast machen  
sie zu einer umweltfreundlichen Wahl, die Transportkosten spart.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
24  
Konzernlagebericht  
4 RISIKOMANAGEMENT  
Die MM Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen allgemeinen sowie branchenspezi-  
fischen Risiken ausgesetzt. Um den Bestand und die Wertschöpfungsfähigkeit des Konzerns durch frühzei-  
tige Erkennung und Steuerung von wesentlichen Risiken langfristig abzusichern, besteht ein konzernweites  
Risikomanagementsystem. Es umfasst Verfahren für die systematische Identifikation, Bewertung, Steue-  
rung und Berichterstattung von wesentlichen, den Konzern potenziell gefährdenden Risiken.  
Der Vorstand trägt nicht nur die Gesamtverantwortung für die Festlegung der Strategie der MM Gruppe,  
sondern auch für die Umsetzung eines angemessenen Risikomanagementsystems und internen Kontroll-  
systems. Er gibt die Risikopolitik vor, die die langfristige Sicherung des Konzerns durch nachhaltige Steige-  
rung des Unternehmenswertes und ertragsstarkes Wachstum in den Kernkompetenzen zum Ziel hat. Dies  
erfordert, die sich ergebenden Chancen unter Abwägung der damit verbundenen Risiken zu nutzen. Wich-  
tig sind dabei ein bewusster Umgang mit Risiken sowie das professionelle Management dieser Risiken, das  
effektiv, effizient und nachvollziehbar gestaltet ist. MM betrachtet das Erkennen von Risiken, welche die Stei-  
gerung des Unternehmenswertes gefährden, als wichtige Managementaufgabe und damit als integralen  
Bestandteil der Unternehmensaktivitäten. Vorrangiges Ziel ist nicht die Vermeidung sämtlicher Risiken,  
sondern die aktive Steuerung und Bewältigung von Risiken, wobei die Risikopolitik durch eine grundsätzlich  
konservative Ausrichtung charakterisiert ist. Risikoreduzierung hat einen hohen Stellenwert und wird, soweit  
wirtschaftlich vertretbar, durch geeignete Steuerungsmaßnahmen erzielt sowie durch das Versicherungs-  
programm des Konzerns ergänzt.  
Zur Umsetzung der risikopolitischen Leitsätze des Vorstandes betreibt die MM Gruppe ein Risikomanage-  
mentsystem und ist durch die Systematisierung in der Lage, Risiken rechtzeitig zu identifizieren, zu bewerten  
und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung zu treffen. Die Stabsstelle „Risk Manage-  
ment“ berichtet direkt an den Vorstand und stellt sicher, dass das Risikomanagement im Auftrag und im  
Sinne des Vorstandes umgesetzt und betrieben wird. Das Risiko-Portfolio wird von der Stabsstelle regel-  
mäßig überwacht, aktualisiert und dokumentiert. Jedem als wesentlich erachteten Risikofeld ist ein Risiko-  
feldverantwortlicher mit entsprechendem Expertenwissen zugeordnet, in dessen Aufgabenbereich die  
Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung des jeweiligen Risikofeldes fallen. Der Risikomanage-  
mentprozess erfolgt somit nicht isoliert, sondern als integraler Bestandteil der Organisation und ihrer Abläufe.  
Die Bewertung der identifizierten Risikofelder erfolgt in den zwei Dimensionen potenzielle Schadenshöhe  
und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dabei wird sowohl das inhärente Brutto-Risiko vor Berücksichtigung von  
bereits im Konzern implementierten Steuerungsmaßnahmen als auch das verbleibende Netto-Risiko nach  
Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen bewertet. Die Risikofelder können auf diese Weise in einer  
Brutto- und Netto-Risikomatrix grafisch dargestellt werden.  
Für jedes identifizierte und für den Konzern als wesentlich erachtete Risiko werden unter Berücksichtigung  
der konzernweiten Risikopolitik individuell Früherkennungs-, Steuerungs- und Sicherungsmaßnahmen zur  
Bewältigung des Risikos bestimmt. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt  
bzw. bei Auftreten zusätzlicher Risiken ergänzt. Sie sollen die Risikosituation des Konzerns verbessern, ohne  
jedoch auf Chancen zu verzichten.  
Die Risikosituation der MM Gruppe wird in einem jährlichen Risikobericht zusammengefasst und an den  
Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Der Konzernabschlussprüfer bestätigt die Funktionsfähigkeit des Risi-  
komanagementsystems der MM Gruppe jährlich entsprechend der Regel Nr. 83 ÖCGK und berichtet dar-  
über an den Vorstand und Aufsichtsrat.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
25  
Konzernlagebericht  
Im Rahmen der Risikomanagementprozesse wurden für das Jahr 2024 27 für den Konzern wesentliche Ri-  
sikofelder identifiziert. Die so bestimmten und im Folgenden erläuterten Risiken wurden analysiert, bewertet  
und durch geeignete Maßnahmen gesteuert. Im Hinblick auf die Risikoklassifizierung nach potenzieller  
Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit ergaben sich für 2024 keine Änderungen gegenüber dem  
Vorjahr. Neben den jeweils separat betrachteten und bewerteten Risikofeldern ist folgendes Querschnitts-  
thema zu erwähnen, das integrativ in eine Vielzahl an Risikofelder einfließt.  
Querschnittsthema Nachhaltigkeitsrisiken  
Nachhaltigkeit wird im Risikomanagementsystem der MM Gruppe ab sofort nicht mehr als separates Risi-  
kofeld geführt. Um den integrierten Ansatz zu betonen, werden Nachhaltigkeitsrisiken stattdessen implizit  
in bestehende Risikofelder eingeordnet und innerhalb dieser mitbetrachtet. Durch enge Abstimmung zwi-  
schen Risiko-Manager, Sustainability-Abteilung und den Risikofeldverantwortlichen ist sichergestellt, dass  
relevante Nachhaltigkeitsaspekte systematisch in die Risikodefinitionen, -bewertungen und -maßnahmen  
einfließen. Dabei werden einerseits physische Risiken wie Klimawandel oder Naturkatastrophen berück-  
sichtigt, die zu Produktionsausfällen, Lieferengpässen oder erhöhten Rohstoffpreisen führen können. Ande-  
rerseits spielen auch transitorische Risiken wie veränderte Marktanforderungen und gesetzliche Vorgaben  
eine Rolle, die Strafzahlungen oder bei Vergehen den Verlust der Betriebserlaubnis nach sich ziehen kön-  
nen. Nachhaltigkeit hat zudem einen Einfluss auf Investorenentscheidungen, Produktentwicklung und die  
Attraktivität als Arbeitgeber.  
Zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken setzt der Konzern auf ein breites Maßnahmenpaket, das sowohl  
strategische als auch operative Elemente umfasst. Dazu gehören die ressourceneffiziente Produktion, am-  
bitionierte Nachhaltigkeitsziele, die Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in der Vergütungspolitik und  
ein umfassendes Monitoring nichtfinanzieller Kennzahlen. Zudem werden regulatorische Entwicklungen  
kontinuierlich analysiert, während Nachhaltigkeitsanforderungen verstärkt in Forschung, Entwicklung und  
Innovationsmanagement einfließen. Ergänzend sorgen Zertifizierungen nach PEFC, FSC, EMAS, ISO 14001,  
ISO 50001 und im Bereich Produktqualität und Lebensmittelsicherheit für eine transparente Nachhaltig-  
keitsperformance. Externe Bewertungen wie CDP-Rankings und Ecovadis dienen als Benchmark für Fort-  
schritte. Der Konzern veröffentlicht einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht unter Einhaltung der EU Corpo-  
rate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und orientiert sich an internationalen Rahmenwerken wie  
dem UN Global Compact, UN-Nachhaltigkeitszielen und dem EU Green Deal.  
Im Folgenden werden die für den Konzern als wesentlich erachteten Risikofelder sowie Maßnahmen zu de-  
ren Bewältigung dargelegt.  
Beschaffung  
Die Erbringung der Leistungen der MM Gruppe hängt wesentlich von Rohstoffen und Inputfaktoren ab, die  
extern bezogen werden. Für die beiden Packagingdivisionen sind es insbesondere Karton und Papier. Für  
die Division MM Board & Paper sind dies vor allem Faserstoffe (Altpapier, Holz, Zellstoff), Energie, Chemika-  
lien und Logistikdienstleistungen. Grundsätzlich besteht bei der Beschaffung einerseits ein Verfügbarkeits-  
risiko hinsichtlich Menge und Qualität, andererseits ein Preisrisiko.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Im Bereich der Faserstoffe (Altpapier, Holz, Zellstoff) ergibt sich das Verfügbarkeitsrisiko bei der Rohstoff-  
beschaffung aus mehreren Faktoren. Dazu zählen die ausreichende Verfügbarkeit von Altpapier, Holz und  
Lieferanten, die den Qualitätsanforderungen entsprechen. Zudem spielen geopolitische Einflüsse, gesetzli-  
che Vorgaben wie der EU Green Deal, Umweltfaktoren (Stürme, Schädlingsbefall, Dürren) und der langfris-  
tige Waldumbau eine Rolle. Auch die Konkurrenz durch neue Produkte, die dieselben Rohstoffe nutzen, so-  
wie Transportkapazitäten und Entwicklungen in der Energieversorgung beeinflussen die Verfügbarkeit. Das  
Preisrisiko wird durch die Marktstruktur und Verbrauchsentwicklung bestimmt. Die Anzahl und Preisgestal-  
tung der Lieferanten, deren Kontrakttreue sowie die Exportnachfrage, insbesondere aus Asien, sind zentrale  
Faktoren. Staatliche Regulierungen, langfristige Lieferverträge und die Umsetzung neuer Gesetze (z. B.  
EUDR) können ebenfalls preisbestimmend wirken. Geopolitische Unsicherheiten, bürokratische Hürden so-  
wie Umweltfaktoren wie Kalamitäten und der Waldumbau beeinflussen das Angebot und damit die Preis-  
entwicklung zusätzlich.  
Die Sicherungs- und Steuerungsmaßnahmen in der Faserbeschaffung der Division MM Board & Paper um-  
fassen Monitoring, Diversifikation, strategische Planung und Optimierung der Beschaffung. Ein regelmäßi-  
ges Monitoring der Preis- und Mengenentwicklung, bestehender Einkaufskontrakte sowie relevanter Kenn-  
zahlen sorgt für Transparenz. Die Holzversorgungsstrategie und die Diversifikation der Beschaffung –  
insbesondere in Kwidzyn – reduzieren Abhängigkeiten. Zudem werden Faserbedarf, Lagerhaltung und Pro-  
duktionsleistung kontinuierlich überprüft. Maßnahmen zur Steuerung und Optimierung beinhalten die An-  
passung von Rezepturen, Verbrauchssteuerung und die Verteilung der Mengen auf mehrere Lieferanten.  
Strategische Lagerhaltung und die Substitution von Fremdzukauf durch Eigenproduktion stärken die Unab-  
hängigkeit. Durch eine enge Marktbeobachtung, laufende Kontakte zu Lieferanten sowie die Berücksichti-  
gung geopolitischer und regulatorischer Entwicklungen wird die langfristige Beschaffungsstrategie konti-  
nuierlich angepasst. Nachhaltigkeit und Compliance, insbesondere im Rahmen von FSC/PEFC und EUDR,  
werden von der neu implementierten Abteilung „Group Responsible Sourcing“ überwacht.  
Auch bei Karton und Papier bestehen sowohl ein Verfügbarkeitsrisiko als auch ein Preisrisiko. Das Verfüg-  
barkeitsrisiko hängt von der Anzahl der Lieferanten, deren Produktangebot und Kapazitätsentwicklung ab.  
Zudem beeinflussen die Kontrakttreue der Lieferanten, die Planbarkeit des Bedarfes durch Kundenaufträge  
und eine steigende Marktnachfrage die Verfügbarkeit. Streikrisiken, insbesondere in Finnland, können  
ebenfalls zu Engpässen führen. Das Preisrisiko ergibt sich aus der Marktstruktur, den Kosten für Inputfakto-  
ren wie Altpapier, Zellstoff, Energie und Logistik sowie der allgemeinen Nachfragesituation. Langfristige  
Preisbindungen oder Deckelungen können helfen, Preisschwankungen zu begrenzen.  
Die Maßnahmen zur Karton- und Papierbeschaffung in den Packagingdivisionen konzentrieren sich auf  
Diversifikation, Monitoring, strategische Planung und Optimierung der Beschaffung. Zur Sicherstellung der  
Verfügbarkeit wird die Bedarfsmenge pro Materialgruppe auf mehrere Lieferanten verteilt, um Single Sour-  
cing zu vermeiden, und der konzerninterne Kartonbezug aus der Division MM Board & Paper erhöht. Be-  
zugsvereinbarungen mit Lieferanten legen Mengen, Preise, Qualität, Service und Logistik fest. Ein laufendes  
Monitoring der Marktentwicklung erfolgt über Fachplattformen, Kongresse und Fachjournale, ergänzt durch  
regelmäßigen Austausch mit Packagingstandorten und Lieferanten. Zudem wird die Preis- und Mengen-  
entwicklung bestehender Vereinbarungen überwacht und kritische Preiswerte werden festgelegt, bei deren  
Erreichen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Zur Optimierung der Einkaufsstrategie gehören Aus-  
schreibungen für Einkaufsvolumina und die Datenanalyse aktueller Geschäftstätigkeiten mit Lieferanten  
über Power BI. Die Budgeterstellung berücksichtigt Verbrauch und Preisprognosen, während das Vier-  
Augen-Prinzip bei Lieferantenvereinbarungen Transparenz und Sicherheit gewährleistet.  
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Konzernlagebericht  
In der Division MM Board & Paper sind Chemikalien essenziell für die Produktion von Zellstoff, Papier und  
Karton. Da sie extern bezogen werden, besteht ein Risiko hinsichtlich Verfügbarkeit (Menge, Qualität) und  
Preis. Engpässe oder Preisschwankungen können Produktionsprobleme oder -ausfälle verursachen. Zur Si-  
cherung der Verfügbarkeit wird die Lieferantenbasis diversifiziert und die Flexibilität der Produktion erhöht,  
indem verschiedene Qualitäten und Anbieter genutzt werden. Ein intensives Monitoring der Bedarfe, Preise  
und Lieferantenstabilität sorgt für frühzeitige Risikoeinschätzung. Langfristige Lieferverträge mit Preisbin-  
dungen sichern stabile Kosten und die zentrale Einkaufsverwaltung optimiert die Beschaffung. Der enge  
Austausch mit Lieferanten und Marktteilnehmern hilft, Versorgungsrisiken zu minimieren. Diese Maßnah-  
men gewährleisten eine stabile Produktion, kontrollierte Kosten und reduzierte Abhängigkeiten.  
Energie und Emissionen  
Energie (Gas, Kohle, Strom, Heizöl) hat als Inputfaktor vor allem für die Division MM Board & Paper strategi-  
sche Bedeutung. In der Risikobetrachtung sind der Einkaufspreis sowie die grundsätzliche Verfügbarkeit  
und Abnahmemöglichkeit wesentliche Parameter.  
Letztere beziehen sich auf die physische Disponibilität von Energie, welche bei Erdgas, Kohle und Öl insbe-  
sondere von der politischen Stabilität in Erzeuger- und Durchleitungsländern abhängt. Politische Konflikte,  
kriegerische Auseinandersetzungen, aber auch Naturkatastrophen können vor allem das Verfügbarkeits-,  
aber auch das Preisrisiko von Energie wesentlich beeinflussen. In Energieverträgen sind zum Teil Min-  
destabnahmemengen definiert. Wird in diesen durch Stillstände oder technische Gebrechen die Band-  
breite unterschritten, sind Ausgleichszahlungen fällig (Take-or-pay-Regelung). Das Preisrisiko für Energie  
wird maßgeblich von der Entwicklung der globalen Energiepreise (Gas, Kohle, Strom) beeinflusst. Der Ein-  
kaufspreis hängt von Lieferverträgen ab, die Konditionen wie Dauer, Mengen und Bandbreiten festlegen.  
Die Anzahl potenzieller Lieferanten an einzelnen Standorten bestimmt die Wettbewerbssituation und damit  
die Preisentwicklung. Absicherungsgeschäfte können Preisschwankungen begrenzen, wobei deren Timing  
und Effizienz entscheidend sind. Zusätzlich sind eine effiziente Verbrauchssteuerung und die Abstimmung  
mit Energieversorgern essenziell, ebenso wie die Wechselwirkungen mit Emissionszertifikaten.  
Durch den Wegfall des Gastransits durch die Ukraine ist Europa verstärkt auf alternative Gasquellen wie  
Norwegen, Nordafrika und LNG-Importe angewiesen. Während ausreichende Infrastrukturen zur Verfügung  
stehen, bleibt die Verfügbarkeit von LNG durch den globalen Wettbewerb unsicher. Der Ausbau der LNG-  
Kapazitäten und die Diversifizierung der Kohletransporte mindern das Risiko, doch geopolitische Entwick-  
lungen und Marktpreisbildung bleiben schwer beeinflussbar.  
MM Board & Paper begegnet dem Energierisiko durch eine Kombination aus langfristiger Absicherung,  
Marktbeobachtung und Effizienzsteigerung. Langfristige Einkaufsverträge sichern die Versorgung und mi-  
nimieren Preisschwankungen. Die Steuerung der mittelfristigen Einkaufspolitik erfolgt in enger Abstimmung  
zwischen Energieeinkauf und Geschäftsführung. Ein kontinuierliches Monitoring der Energie- und Emissi-  
onspreise ermöglicht eine frühzeitige Anpassung der Einkaufsstrategie, während die Verknüpfung von Pro-  
duktions- und Absatzplanung mit dem Energieeinkauf die Planbarkeit verbessert. Zudem reduziert der ver-  
stärkte Einsatz alternativer Energiequellen, wie Biomasse oder Ersatzbrennstoffe, die Abhängigkeit von  
fossilen Energieträgern. Effizienzmaßnahmen zur Senkung des spezifischen Energieverbrauches sowie die  
Zertifizierung nach ISO 50001 und EMAS tragen zusätzlich zur Risikominimierung und nachhaltigen Energie-  
verwaltung bei.  
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Konzernlagebericht  
Die Werke der Division MM Board & Paper sind mit einem regulatorischen Risiko bezüglich der Verfügbarkeit  
von Emissionszertifikaten konfrontiert, die nach dem Cap & Trade-Prinzip vergeben werden. Zwar erhält  
MM Board & Paper aufgrund energieeffizienter Anlagen noch teilweise kostenlose Zuteilungen, doch diese  
werden voraussichtlich durch den EU Green Deal schrittweise reduziert. Fehlende Zertifikate müssen am  
freien Markt gekauft werden, wodurch ein Preisrisiko entsteht, das teilweise durch Forward-Kontrakte ab-  
gesichert wird. Die indirekten Kosteneffekte durch den Einfluss der Zertifikatspreise auf den Strompreis wer-  
den in vielen Standorten durch Förderungen (Strompreiskompensationen) auf Basis langfristiger nationa-  
ler Regelungen abgefedert. Lediglich in Österreich wird eine Fortführung dieser Förderung auf Jahresbasis  
entschieden. Das Risiko des Wegfalls wird vorausschauend in der Kostenplanung berücksichtigt. Auch die  
Packagingdivisionen sind von einer indirekten Emissionsbepreisung betroffen, da regulatorische Vorgaben  
in der EU und einzelnen Ländern (z. B. Deutschland, Österreich) zu höheren CO-Kosten führen können, die  
sich auf die gesamte Kostenstruktur der Divisionen auswirken.  
Um das Risiko im Zusammenhang mit Emissionszertifikaten zu minimieren, setzt MM Board & Paper auf eine  
systematische Erfassung und Steuerung der CO-Emissionen. Die jährliche Erhebung und Prognose von  
Emissionen ermöglicht eine frühzeitige Identifikation von Überschuss- oder Fehlmengen, die innerhalb der  
Unternehmensgruppe ausgeglichen oder gezielt am Markt zugekauft werden. Eine eigene Handelsplatt-  
form stellt sicher, dass Zertifikate bedarfsgerecht gehandelt werden, während ein kontinuierliches Monito-  
ring der Preisentwicklung strategische Kaufentscheidungen unterstützt. Zusätzlich sorgt die enge Zusam-  
menarbeit mit Industriegremien für aktuelle Informationen zu regulatorischen Änderungen. Durch diese  
Maßnahmen wird das Preisrisiko reduziert und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sichergestellt.  
Produktion  
Im Konzern erfolgen eine systematische Weiterentwicklung und Erneuerung der Produktionsanlagen und  
-prozesse, um stets den aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf  
einer nachhaltig verantwortungsvollen Produktion, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte be-  
rücksichtigt, mit dem Ziel, langfristigen Nutzen für unsere Stakeholder zu generieren.  
Sowohl in der Karton- als auch in der Faltschachtelerzeugung ist ein hoher Grad an technischer Verfüg-  
barkeit (Betriebsbereitschaft) entscheidend. Ein Produktionsausfall oder eine eingeschränkte Betriebsbe-  
reitschaft stellt ein erhebliches Risiko dar. Ursachen können Maschinendefekte, Stromausfälle, das Erlö-  
schen von Betriebserlaubnis, Naturkatastrophen oder andere unvorhersehbare Ereignisse, wie Brand,  
Hoch- und Niedrigwasser, sein. Solche Störungen können Umsatzausfälle, Kundenverluste oder Schadens-  
ersatzforderungen nach sich ziehen. Zudem können Umwelt- und Sicherheitsrisiken entstehen, etwa durch  
fehlerhafte Produktionsprozesse oder Arbeitsunfälle. Ausfälle kritischer Maschinen oder Produktionsstan-  
dorte können ohne Gegenmaßnahmen erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.  
Um dieses Risiko zu minimieren, setzt die MM Gruppe auf ein umfassendes Instandhaltungs- und Risiko-  
management. Dies umfasst eine systematische Überwachung der Maschinen, vorbeugende Wartungs-  
maßnahmen und strategische Ersatzteillagerung. Zudem ermöglicht das „Mill Back-up“-Konzept die fle-  
xible Verlagerung von Produktionskapazitäten. Durch regelmäßige Schulungen, Qualitätszertifizierungen  
und eine enge Zusammenarbeit mit Maschinenlieferanten werden Betriebsrisiken weiter reduziert. Versi-  
cherungen und ein kontinuierliches Risk Engineering sichern verbleibende Restrisiken ab. Nachhaltigkeits-  
maßnahmen wie Energieeffizienzprogramme, Kreislaufwirtschaftskonzepte und Ressourcenschonung tra-  
gen zusätzlich dazu bei, langfristig die Produktionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.  
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Konzernlagebericht  
Mangelnde Investitionseffizienz kann durch Kostenüberschreitungen, technische Mängel oder Verzöge-  
rungen bei der Fertigstellung entstehen. Diese Risiken führen zu finanziellen Verlusten, Produktionsausfällen  
und möglichen Image-Schäden. Externe Faktoren wie Lieferengpässe oder unvorhersehbare Ereignisse  
können die Situation zusätzlich verschärfen. Daraus ergeben sich wirtschaftliche Risiken wie Wertberichti-  
gungen, Umsatzverluste und erhöhte Kosten durch ineffiziente Produktion oder externe Beschaffung. Zu-  
dem kann die Nichterfüllung von Nachhaltigkeitszielen oder vertraglichen Verpflichtungen zu weiteren fi-  
nanziellen und rechtlichen Konsequenzen führen.  
Zur Risikoreduktion setzt das Unternehmen auf eine sorgfältige Investitionsplanung und -kontrolle. Mithilfe  
eines webbasierten CapEx-Tools wird der Genehmigungsprozess strukturiert und nachverfolgt. Klare Ver-  
antwortlichkeiten, regelmäßige Projektüberwachung sowie Tests und Pilotprojekte stellen sicher, dass In-  
vestitionen effizient umgesetzt werden. Festpreisvereinbarungen, Pönalen und Bankgarantien dienen als  
Absicherung gegen finanzielle Risiken. Zudem werden Investitionen laufend nachkalkuliert und ihre Nach-  
haltigkeitsziele überwacht. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen lokalen Fachabteilungen, zentraler  
Technik und Einkauf wird sichergestellt, dass bewährte Komponenten und leistungsfähige Lieferanten aus-  
gewählt werden.  
Die Erfüllung von Produktnormen und die Sicherstellung einer konstant hohen Produktqualität sind für  
MM Board & Paper sowie die Packagingdivisionen von zentraler Bedeutung, insbesondere im Bereich der  
Produktsicherheit und des Lebensmittelkontaktes. Risiken entstehen durch gesetzliche Änderungen, neue  
wissenschaftliche Erkenntnisse zu Inhaltsstoffen oder veränderte Kundenanforderungen. Nichtkonformität  
kann zu Haftungsansprüchen, Imageschäden und Kundenverlusten führen. Zudem stellt die Einhaltung von  
Rückverfolgbarkeitsauflagen eine besondere Herausforderung dar, da eine lückenlose Dokumentation  
über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erforderlich ist.  
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf ein mehrstufiges Qualitätssicherungs-  
system, das regelmäßige Kontrollen und Audits entlang der gesamten Wertschöpfungskette umfasst. Zer-  
tifizierungen nach ISO 9001 und ISO 22000 sowie das GMP-System („Good Manufacturing Practice“) stellen  
sicher, dass alle relevanten Standards eingehalten werden. Rohmaterialien werden vor der Verwendung  
gründlich geprüft und Produktionsanpassungen unterliegen umfangreichen Testphasen. Zudem bleibt das  
Unternehmen durch die aktive Mitarbeit in europäischen Fachgremien stets über regulatorische Entwicklun-  
gen informiert. Die kontinuierliche Überwachung von Kundenanfragen und -reklamationen ermöglicht eine  
frühzeitige Identifikation möglicher Risiken und eine schnelle Reaktion zur Wahrung der Produktsicherheit.  
Verkauf  
Der Konzern beliefert in den drei Divisionen insgesamt mehrere Tausend Kunden. Sowohl in der Division  
MM Food & Premium Packaging als auch in der Division MM Pharma & Healthcare Packaging sind die je-  
weils größten 40 Kunden für rund drei Viertel des jeweiligen Divisionsumsatzes verantwortlich. Die Division  
MM Board & Paper ist Lieferant der stark fragmentierten Faltschachtelindustrie und erzielt mit 15 Hauptkun-  
den rund 31 % des Divisionsumsatzes. Die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden wird als überschaubar  
eingestuft.  
Die Nachfrage nach Produkten der MM Gruppe steht in direktem Zusammenhang mit der gesamtwirt-  
schaftlichen Lage, insbesondere mit dem Bedarf an Konsumgütern des täglichen Bedarfes. Konjunkturelle  
Schwankungen oder veränderte Verpackungstrends samt der damit einhergehenden Änderungen in der  
Marktnachfrage, aber auch Importdruck durch Wettbewerber mit Kostenvorteilen können die Absatzmen-  
gen und Preise beeinflussen. Speziell der Board & Paper-Markt ist derzeit durch intensiven Wettbewerb in-  
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Konzernlagebericht  
folge vorhandener (Über-)Kapazitäten gekennzeichnet. Zudem können externe Faktoren wie politische Un-  
sicherheiten, Handelsrestriktionen oder volatile Rohstoff- und Energiekosten die Absatzmärkte und Margen  
erheblich unter Druck setzen.  
Zur Risikominimierung setzt MM auf eine breite Diversifizierung der Kundenbasis und eine enge strategische  
Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Regelmäßige Marktanalysen und Bonitätsprüfungen gewährleisten  
eine frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken, während innovative Produktentwicklungen und flexible Pro-  
duktionskapazitäten die Anpassungsfähigkeit an Marktveränderungen erhöhen. Das Multi-Mill-Konzept  
verbessert die Liefersicherheit, und gezielte Vertriebsstrategien helfen, neue Marktsegmente zu erschließen.  
Durch systematisches Monitoring von Verträgen, Preisentwicklungen und Kundenanforderungen kann MM  
frühzeitig auf Herausforderungen reagieren und seine Wettbewerbsposition langfristig absichern. Um seine  
Marktposition langfristig zu festigen und auszubauen, verfolgt der Konzern die Strategie, die Wettbewerbs-  
fähigkeit der drei Divisionen auch durch Effizienzsteigerungen, Nachhaltigkeit und Innovationen zu stärken.  
Der Markt für und damit die Nachfrage nach Zigarettenverpackungen unterliegt einem zunehmenden re-  
gulatorischen Risiko, insbesondere durch verschärfte Nichtraucher- und Jugendschutzmaßnahmen. Viele  
Länder führen größere Warnhinweise, Plain Packaging oder gar Verkaufsverbote ein. Innerhalb der EU regelt  
die Tabakproduktrichtlinie („TPD2“) die Kennzeichnungspflichten, während weltweit Länder wie Kanada,  
Australien und Großbritannien zusätzliche Maßnahmen wie Warnhinweise direkt auf Zigaretten prüfen.  
Neue Kennzeichnungsvorschriften brachte auch die Einwegkunststoff-Richtlinie („SUP“) und schlägt die  
Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) zur Verpackungsrezyklierbarkeit vor. Während laut EU-  
Plan zur Krebsbekämpfung bis 2040 erreicht werden soll, dass weniger als 5 % der Bevölkerung Tabak kon-  
sumieren, hat Schweden verkündet, bereits im Jahr 2024 rauchfrei zu sein. Zur Risikominimierung arbeitet  
ein spezialisiertes Projektteam eng mit Zigarettenherstellern zusammen. Der breite geografische Absatz  
außerhalb der EU trägt zur Stabilisierung bei. Zusätzlich besteht neben dem regulatorischen Risiko ein Re-  
putationsrisiko, das Investoren zum Rückzug bewegen könnte, da Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein in  
der Öffentlichkeit weiter zunimmt.  
Das Risiko im Innovationsmanagement besteht darin, Markt- und Technologietrends zu spät zu erkennen  
oder nicht aktiv mitzugestalten, was die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten, Prozessen und Mitarbeiter-  
Know-how gefährden kann. Ein Mangel an Innovationskraft kann langfristig zu Umsatzverlusten und einer  
Schwächung der Marktposition führen. Zudem sind finanzielle Risiken durch hohe Investitionskosten, tech-  
nologische Herausforderungen sowie rechtliche Risiken im Bereich Patent-, Urheber- und Lizenzrechte zu  
berücksichtigen.  
MM setzt auf ein umfassendes Innovationsmanagement, um das Risiko zu steuern. Eine standortübergrei-  
fende Strategie fördert die Entwicklung neuer Materialien und Technologien, während ein erweitertes Inno-  
vationsnetzwerk Synergien zwischen verschiedenen Fachbereichen schafft. Regelmäßige Marktanalysen,  
Trendbeobachtungen und Kundeninteraktionen ermöglichen eine frühzeitige Identifikation von Entwicklun-  
gen und Bedarfen. Die Einführung strukturierter Innovationsprozesse einschließlich eines Innovations-  
Stage-Gate-Systems und einer Projektmanagement-Software sorgt für eine effiziente Steuerung und Be-  
wertung neuer Projekte. Zudem nutzt MM aktiv den Austausch innerhalb der Branche durch Zusammenar-  
beit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Beteiligung an Fachverbänden sowie Teilnahme an Innovati-  
onswettbewerben und Messen. Durch gezielte Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen,  
beispielsweise zur Reduktion von Kunststoffverpackungen, sowie durch die enge Kooperation mit Kunden  
bei der Entwicklung neuer Verpackungslösungen wird die Marktposition langfristig gesichert und nachhal-  
tige Plastikreduktion erzielt.  
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Human Resources  
Die Leistungserbringung der MM Gruppe hängt auf allen Hierarchieebenen wesentlich von qualifizierten,  
motivierten und leistungsorientierten Mitarbeitern ab. Die Nachfolgeplanung und Verfügbarkeit von Fach-  
kräften wird durch Faktoren wie Abwanderung, Pensionierungen, Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt,  
Krankheiten, Streiks und demografische Entwicklungen beeinflusst. Besonders die Verfügbarkeit von Spit-  
zenkräften in Schlüsselpositionen stellt ein erhebliches Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns  
dar, da sie die Erbringung von hoch qualifizierten Leistungen und damit die Wettbewerbsfähigkeit sichern.  
Zudem kann eine unzureichende Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern die Markt- und Kompetenzfüh-  
rerschaft gefährden, was sich langfristig negativ auf betriebliche Abläufe und die Ertragsentwicklung aus-  
wirken kann.  
Zur Risikominimierung setzt MM auf eine langfristige Personalentwicklungsstrategie, die leistungsorientierte  
Vergütungssysteme sowie gezielte Recruiting- und Nachwuchsförderungsprogramme umfasst. Durch die  
„MM-Academy“ wird die kontinuierliche Weiterbildung gefördert, während Trainee-Programme in Vertrieb,  
Finanzen und Technik gezielt neue Fachkräfte ausbilden. Die interne Karriereplanung stellt sicher, dass  
Schlüsselpositionen durch interne Talente besetzt werden können, während das Mentor Me-Programm den  
Wissenstransfer zwischen Generationen und Standorten unterstützt. Um die Attraktivität als Arbeitgeber zu  
steigern, investiert MM in Employer Branding, Recruiting-Events und eine verbesserte Online-Präsenz. Struk-  
turiertes Onboarding, internationale Austauschprogramme sowie Programme zur Mitarbeitergesundheit  
wie Stressmanagement und Sicherheitsinitiativen stärken zudem die langfristige Mitarbeiterbindung.  
Durch die Einführung spezialisierter Schulungsangebote, wie der „Sales Academy“ für Vertriebsmitarbeiter  
und dem „Manager Lab“ für Führungskräfte, wird gezielt in die Kompetenzentwicklung investiert. Die Einfüh-  
rung der gruppenweiten „Get on Board“-Onboarding-Plattform verbessert zudem den Einstieg neuer Mit-  
arbeiter. Trotz des herausfordernden Arbeitsmarktes wird durch gezielte Investitionen in Personalentwick-  
lung, Weiterbildung und Mitarbeiterbindung das Risiko eines Fachkräftemangels minimiert, um den  
langfristigen Unternehmenserfolg sicherzustellen.  
Finanzen  
Die Unternehmensplanung und die Budgeterstellung basieren auf Einschätzungen und Prognosen zur  
wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Das Risiko  
besteht in der Verwendung falscher Annahmen oder wesentlicher Fehleinschätzungen, die zu einer unge-  
nauen Budgetierung führen können.  
Um dieses Risiko zu minimieren, wird ein strukturierter und standardisierter Budgetprozess mit mehreren  
Prüf- und Freigabestufen angewendet. Die Budgetdaten werden auf Vollständigkeit, Plausibilität und Wirt-  
schaftlichkeit überprüft und klare Richtlinien sowie Schwerpunktvorgaben stellen eine fundierte Planung  
sicher. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Werken, Fachabteilungen und Divisionen gewährleistet  
eine umfassende und realistische Budgeterstellung.  
Risiken in der Finanzierung ergeben sich durch Veränderungen des Marktzinsniveaus, der Bonität des Kon-  
zerns sowie durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Steigende Zinsen erhöhen die Kreditkos-  
ten variabler Darlehen, während fallende Zinsen Opportunitätskosten bei fixen Krediten verursachen. Eine  
Verschlechterung der Bonität kann durch Bruch von Covenants zudem höhere Finanzierungskosten oder  
die Kündigung von Krediten nach sich ziehen. Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen zunehmend an Bedeu-  
tung, wobei ESG-Kriterien die Verfügbarkeit und Kosten von Finanzierungen beeinflussen können.  
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Konzernlagebericht  
Zur Risikosteuerung setzt der Konzern auf ein zentrales Cash- und Kreditmanagement. Durch eine breit  
diversifizierte Finanzierungsstrategie, die auch Factoring-Programme beinhaltet, wird die Liquidität gesi-  
chert. Ein hoher Anteil an fix verzinsten Krediten reduziert das Zinsänderungsrisiko. Die Einhaltung von Fi-  
nancial Covenants wird kontinuierlich überwacht, während regelmäßige Überprüfungen und standardi-  
sierte Arbeitsanweisungen für Transparenz sorgen. Zudem werden Kreditlinien vorausschauend verlängert  
und enge Beziehungen zu Banken und Rating-Agenturen ermöglichen eine frühzeitige Identifikation poten-  
zieller Risiken.  
Das Währungsrisiko entsteht durch Wechselkursschwankungen, die finanzielle Auswirkungen auf den  
Konzern haben können. Es umfasst das Transaktionsrisiko, das sich aus Kursveränderungen zwischen der  
Buchung von Forderungen und Verbindlichkeiten und dem tatsächlichen Zahlungsein- oder -ausgang  
ergibt, sowie das Translationsrisiko, das aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten  
von Konzerngesellschaften mit anderer funktionaler Währung als EUR resultiert. Zudem besteht ein ökono-  
misches Risiko, wenn Wechselkursveränderungen die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Unternehmen aus  
anderen Währungsräumen beeinflussen, etwa durch Abwertungen ausländischer Währungen, die deren  
Exportpreise senken.  
Die MM Gruppe setzt zur Risikominderung auf ein umfassendes Währungsmanagement mit täglichem Mo-  
nitoring und Disposition der Fremdwährungspositionen, Analysen von Marktentwicklungen und regelmä-  
ßigen Sensitivitätsanalysen. Durch Natural Hedging werden Einnahmen und Ausgaben in derselben Wäh-  
rung möglichst ausgeglichen. Ergänzend kommen Sicherungsgeschäfte wie Devisentermingeschäfte und  
Optionen zum Einsatz, wobei klare Richtlinien für Absicherungszeiträume bestehen und eine zentrale Devi-  
senhandelsplattform zur Vornahme von Währungsabsicherungen genutzt wird. Diese Maßnahmen werden  
regelmäßig mit dem Finanzvorstand abgestimmt, um eine konsistente und wirksame Steuerung sicherzu-  
stellen. Derivative Finanzinstrumente werden weder zu Handels- noch zu Spekulationszwecken eingesetzt.  
Eine effektive Steuerung des Working Capital, welches das Vorratsvermögen sowie Forderungen und Ver-  
bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfasst, ist essenziell, um Liquiditätsrisiken zu minimieren  
und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Das Vorratsrisiko ergibt sich einerseits aus der  
Werthaltigkeit der Bestände, die durch Überalterung, Unbrauchbarkeit oder sinkende Marktpreise beein-  
trächtigt werden kann. Andererseits stellt die Höhe der Vorratsbestände ein Risiko dar: Hohe Bestände bin-  
den Kapital und können zu Liquiditätsengpässen führen, während zu niedrige Bestände das Risiko von Pro-  
duktions- und Lieferausfällen bergen. Das Forderungsrisiko besteht primär im möglichen Zahlungsausfall  
von Kunden. Dieser kann durch unzureichende Bonität oder durch Reklamationen und Streitigkeiten über  
erbrachte Leistungen entstehen. Solche Ausfälle wirken sich direkt auf die Liquidität des Unternehmens aus  
und können zu finanziellen Engpässen führen.  
Zur Reduktion des Vorratsrisikos werden Bestände regelmäßig überwacht und analysiert. ERP-Systeme und  
zentrale Datenbanken ermöglichen ein effizientes Monitoring. Maßnahmen wie Just-in-Time-Fertigung,  
Lagervereinbarungen mit Anreizen zur termingerechten Abnahme sowie divisionsübergreifende Optimie-  
rungsprojekte helfen, Bestände effizient zu steuern und Überalterung zu vermeiden.  
Das Forderungsmanagement wird durch ein zentrales Corporate Receivables Management überwacht.  
Durch Bonitätsprüfungen und Kundenkreditversicherungen für alle Kunden, mit Ausnahme von ausge-  
wählten internationalen Kunden höchster Bonität, wird das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen niedrig ge-  
halten. Die Einhaltung von Kreditlimits wird systemgestützt sichergestellt und bei Zahlungsverspätungen  
greifen vordefinierte Maßnahmen wie Lieferstopps oder Boni-Einbehalte.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Das Risiko im Bereich Pensionen, Abfertigungen und Altersteilzeit betrifft die Leistbarkeit zukünftiger Zah-  
lungen an Arbeitnehmer, die entweder aus gesetzlichen, kollektivvertraglichen oder individuellen Zusagen  
resultieren. Während beitragsorientierte Pläne auf laufenden Zahlungen an externe Versorgungsträger ba-  
sieren und für das Unternehmen kein über diese Beiträge hinausgehendes Risiko darstellen, tragen leis-  
tungsorientierte Pläne das Risiko, dass ausreichend Mittel zur Deckung der zukünftigen Verpflichtungen  
vorhanden sind. Einflussfaktoren sind dabei Veränderungen in der Anzahl der Berechtigten, biometrische  
Faktoren, Zinssätze und die wirtschaftliche Entwicklung der Pensionsfonds.  
Zur Absicherung dieser Risiken setzt das Unternehmen auf ein umfassendes Monitoring und Steuerungs-  
maßnahmen. Gesetzliche und kollektivvertragliche Verpflichtungen werden regelmäßig überprüft, Einzel-  
zusagen bedürfen der Genehmigung durch den Vorstand, und die Verwaltung der Verpflichtungen erfolgt  
zentral. Das aktuelle Zinsniveau führt methodisch zu einem gegenüber den Vorjahren erhöhten Diskontie-  
rungszinssatz, der den versicherungsmathematischen Barwert der Verpflichtungen sinken lässt. Der sich  
daraus ergebende Abzugsposten im Eigenkapital ist im Verhältnis zum Eigenkapital als absolut über-  
schaubar einzustufen. Der prognostizierte Pensions- und Abfertigungsaufwand bleibt stabil.  
Informationstechnologie  
Die IT-Systeme von MM sind essenziell für den reibungslosen Betrieb und unterliegen verschiedenen Risi-  
ken, die von Systemausfällen über Cyberangriffe bis hin zu unzureichendem IT-Know-how reichen. Ausfälle  
oder eingeschränkte Verfügbarkeit können Produktionsstillstände oder Verzögerungen bei Lieferungen und  
Fakturierungen nach sich ziehen. Mängel in der Informationssicherheit (z. B. hinsichtlich Vertraulichkeit, In-  
tegrität und Zugriffskontrolle) können zu Datenmanipulation, unautorisiertem Zugriff oder Systemmiss-  
brauch sowie zum Verlust sensibler Unternehmensdaten führen. Besonders Cyberangriffe wie Ransom-  
ware stellen eine wachsende Bedrohung dar, da sie erhebliche finanzielle Schäden verursachen und den  
Geschäftsbetrieb lahmlegen können. Zudem erhöhen regulatorische Anforderungen, wie die EU-Da-  
tenschutzgrundverordnung, das Risiko von Strafen und rechtlichen Konsequenzen. Auch die Operational  
Technology (OT) ist ein potenzielles Angriffsziel, da sie eng mit den IT-Systemen verknüpft ist und oft weni-  
ger gut geschützt wird.  
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt MM auf ein umfassendes IT-Risikomanagement nach ISO 31000  
und ein zertifiziertes Informationssicherheitsmanagement nach ISO 27001. Maßnahmen wie 24/7-Monito-  
ring, regelmäßige Sicherheitsprüfungen, Berechtigungsverwaltung und Mitarbeiterschulungen verbessern  
die Abwehrfähigkeit von Cyberangriffen. Ein Business Continuity Management-System sowie ein Notfall-  
handbuch stellen sicher, dass im Ernstfall schnell reagiert werden kann. Die IT-Transformation mit geziel-  
tem Outsourcing hat Effizienzsteigerungen ermöglicht. Die Re-Zertifizierung nach ISO 27001 belegt, dass MM  
ein gutes Sicherheitsmanagement aufgebaut hat und sich kontinuierlich verbessert, um den Schutz von  
Daten und IT-Systemen sicherzustellen.  
Berichterstattung und Compliance  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontrollsystems  
(IKS) im Hinblick auf die finanzielle und nichtfinanzielle Berichterstattung verantwortlich. Dieses gewähr-  
leistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanzinformationen und nichtfinan-  
ziellen Informationen. Darüber hinaus werden dadurch die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Pro-  
zesse sowie die Einhaltung der gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt. Es  
besteht das Risiko, dass finanzielle und nichtfinanzielle Sachverhalte aufgrund eines fehlenden oder man-  
gelhaften IKS nicht, unrichtig, unvollständig, ungeordnet und/oder nicht zeitgerecht erfasst und verarbeitet  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
34  
Konzernlagebericht  
werden und folglich die Finanzberichterstattung, die nichtfinanzielle Berichterstattung oder Unterneh-  
mensentscheidungen auf falschen Informationen basieren.  
Zur Sicherstellung einer korrekten und zuverlässigen Finanzberichterstattung setzt das Unternehmen auf  
klare Verantwortlichkeiten, einheitliche Rechnungslegungsrichtlinien nach IFRS und umfassende Kontroll-  
mechanismen. Dazu gehören das Vier-Augen-Prinzip, eine strikte Trennung von Zuständigkeiten sowie re-  
gelmäßige interne und externe Prüfungen. Digitale Systeme mit automatisierten Schnittstellen minimieren  
manuelle Fehler, während Audit-Trails und Abgleichsprozesse die Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Web-  
basierte Reporting-Systeme ermöglichen eine zeitnahe und konsistente Erfassung von Finanzdaten, die  
durch lokale und zentrale Buchhaltungen überprüft werden. Zudem erfolgt eine enge Abstimmung mit ex-  
ternen Fachexperten, um Änderungen in den IFRS-Regelungen rechtzeitig zu berücksichtigen und die Ein-  
haltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen.  
Auch für die nichtfinanzielle Berichterstattung bestehen detaillierte Standards und Kontrollprozesse. Die Er-  
hebung und Verarbeitung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten wird durch spezialisierte Software un-  
terstützt, die ein Audit-Trail zur Nachvollziehbarkeit von Änderungen bietet. Prozessbeschreibungen stellen  
sicher, dass die Daten konsistent und vergleichbar erfasst werden. Das Vier-Augen-Prinzip sowie regelmä-  
ßige Plausibilitätsprüfungen erhöhen die Datenqualität. Zusätzlich werden zentrale und lokale Prozesse  
durch die interne Revision überwacht. Zertifizierungen nach Umwelt- und Energiemanagement-Standards  
wie EMAS, ISO 14001 oder ISO 50001 untermauern die Verlässlichkeit der nichtfinanziellen Berichterstattung  
und tragen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bei.  
Die Nichteinhaltung gesetzlicher, regulatorischer oder vertraglicher Vorgaben sowie ethischer Standards  
wird als Compliance-Risiko bezeichnet und kann zu Sanktionen, Strafen oder Schadensersatzforderungen  
führen. Neben dem regulatorischen Risiko besteht bei Nichteinhaltung auch ein Reputationsrisiko, nicht zu-  
letzt in Umweltbelangen aufgrund verstärkten Bewusstseins in der Öffentlichkeit. Zudem können Verstöße  
gegen gesellschaftliche Normen oder Selbstverpflichtungen wie den Code of Conduct oder den UN Global  
Compact das Vertrauen von Geschäftspartnern, Behörden und Stakeholdern beeinträchtigen. Für die  
MM Gruppe haben sich Compliance-Risiken insbesondere durch zunehmende Regulierungen, geopoliti-  
sche Entwicklungen und verschärfte Anforderungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung und  
Lieferkettensorgfaltspflicht verstärkt.  
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, verfolgt der Konzern eine Compliance-Strategie, die auf konzernwei-  
ten organisatorischen Richtlinien, klaren Freigabeprozessen und internen Kontrollmechanismen basiert.  
Die Abteilung „Group Legal“ spielt dabei eine zentrale Rolle und stellt sicher, dass rechtliche Anforderungen  
eingehalten werden. Ein Vier-Augen-Prinzip, regelmäßige risikoorientierte Prüfungen durch die interne Re-  
vision sowie digitale Absicherungsmaßnahmen in den Systemen gewährleisten eine durchgehende Über-  
wachung kritischer Prozesse. Zudem werden Mitarbeitende regelmäßig in Compliance-relevanten Themen  
geschult – sowohl online über die „MM-Academy“ als auch in spezifischen Präsenztrainings für risikobe-  
haftete Bereiche.  
Weitere Maßnahmen umfassen spezielle Richtlinien für Sanktions-Compliance, Datenschutz und Kartell-  
recht, die durch Monitoring-Tools und verpflichtende Schulungen unterstützt werden. Der Konzern nutzt di-  
gitale Lösungen zur zentralen Archivierung und Pflege rechtlicher Dokumente sowie für standardisierte Frei-  
gabeprozesse. Darüber hinaus existieren klare Vorgaben zur Vermeidung von Korruption und  
Interessenkonflikten, etwa durch die „Anti Bribery & Corruption Guideline“ und digitale Meldesysteme für  
potenzielle Interessenkonflikte. Der MM Code of Conduct, der MM Supplier Code of Conduct und das Be-  
kenntnis zu internationalen Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsstandards untermauern zudem die ethi-  
sche Verantwortung des Konzerns und tragen zur langfristigen Risikominimierung bei.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Effiziente Tax Compliance versteht sich als die Gesamtheit aller konzernweit abgestimmten Maßnahmen,  
die auf fristengerechte, ordnungsmäßige und vorschriftenkonforme Zahlungen von Steuern und Abgaben  
abzielen. Die Nichteinhaltung steuerlicher und abgabenrechtlicher Vorschriften kann zu Verspätungszu-  
schlägen, Steuernachzahlungen, Finanzstrafverfahren oder Organhaftungen führen. Fehlerhafte oder un-  
zureichende Dokumentationen, insbesondere bei Verrechnungspreisen, bergen das Risiko von Strafzah-  
lungen und der Nicht-Anerkennung von Betriebsausgaben.  
Zur Absicherung dieser Risiken setzt der Konzern auf klare Zuständigkeiten zur Überwachung der fristge-  
rechten und ordnungsmäßigen Steuer- und Abgabenzahlungen. Es sind automatische ERP-Kontrollen, re-  
gelmäßige Plausibilitätsprüfungen und ein umfassendes Schulungsprogramm implementiert. Die kon-  
zernweite Verrechnungspreisdokumentation wird nach OECD-Standards durchgeführt. Zudem werden  
externe Steuerberater und Experten hinzugezogen, um steuerliche Risiken zu minimieren, insbesondere bei  
komplexen internationalen Sachverhalten und der Kommunikation mit Finanzbehörden.  
Dolose Handlungen („Fraud“) umfassen vorsätzliche oder grob fahrlässige Vergehen wie Diebstahl, Be-  
trug, Untreue oder Urkundenfälschung, durch die sich Mitarbeiter einen persönlichen Vorteil verschaffen  
und dem Konzern finanziellen Schaden zufügen. Zu den Risiken zählen unter anderem Vermögensmiss-  
brauch, Bilanzmanipulation und Korruption, die im Extremfall auch zu einem erheblichen Reputationsver-  
lust führen können.  
Zur Risikominimierung setzt der Konzern auf eine Vielzahl von Steuerungsmaßnahmen. Dazu gehören kon-  
zernweite Compliance-Richtlinien, ein internes Kontrollsystem mit Funktionstrennung sowie regelmäßige  
Audits durch die interne Revision. Ein Mehr-Augen-Prinzip für wesentliche Prozesse, zentrale Vergabe von  
Zeichnungsrechten und eine strikte Bankkontenverwaltung sollen potenzielle Schwachstellen reduzieren.  
Zudem ermöglicht der Whistleblowing-Kanal „MM Integrity Line“ sowohl Mitarbeitern als auch externen Sta-  
keholdern, Missstände zu melden. Eine Vertrauensschadenversicherung bietet zusätzlichen Schutz vor fi-  
nanziellen Schäden durch dolose Handlungen.  
Der im Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance-Bericht ist auf unserer Website unter  
https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-governance/ abrufbar.  
Zusätzlich zu den hier angeführten Risiken können für den Konzern noch weitere Risiken bestehen. Gegen-  
wärtig sind uns solche Risiken nicht bekannt bzw. werden diese als unwesentlich eingestuft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
5 ANGABEN NACH § 243 A ABS 1 UGB  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Angaben im Konzernabschluss unter Anhangangabe 13.1 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 58 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein  
Syndikatsvertrag, welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt.  
Angelegenheiten, die die Hauptversammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen,  
gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages  
(betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndikatszweckes oder –gegenstandes, Be-  
gründung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an der Gesamtzahl al-  
ler Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2024 folgende  
Beteiligungen von mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht  
nicht unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung  
der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere  
hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel  
in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre  
Wirkungen; ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft  
erheblich schaden würde, es sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen  
aufgrund anderer Rechtsvorschriften ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des  
betroffenen Geschäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen  
Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
6 KONSOLIDIERTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG NACH § 267 A UGB  
(NACHHALTIGKEITSERKLÄRUNG)  
Die vorliegende konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung wurde gemäß dem österreichischen Nachhaltig-  
keits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG), das die EU-Richtlinie 2014/95/EU umsetzt, erstellt. Sie  
behandelt die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen unseres Unternehmens.  
Gemäß § 267a des Unternehmensgesetzbuches (UGB) müssen bestimmte Themen in der nichtfinanziellen  
Erklärung behandelt werden, sofern sie für das Verständnis der Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten  
relevant sind. In diesem Bericht werden diese Themen in den folgenden Kapiteln behandelt: E1, E2, E3, E4  
und E5 (Umweltbelange), S1 und S2 (Arbeitnehmerbelange), sowie S1, S2, S3 und S4 (Achtung der Men-  
schenrechte) und G1 (Bekämpfung von Korruption und Bestechung).  
Die konsolidierte Nachhaltigkeitserklärung wurde gemäß Artikel 29a der Bilanzrichtlinie (B-RL) erstellt und  
entspricht den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sowie der EU-Taxonomie-Verordnung.  
6.1 ESRS 2 Allgemeine Angaben  
Berichterstattungsgrundsätze  
Die MM Gruppe setzt sich aus drei Divisionen zusammen: MM Food & Premium Packaging, MM Pharma &  
ESRS 2 BP-1  
Healthcare Packaging sowie MM Board & Paper. Durch die Aufteilung der MM Packaging Division in MM Food  
& Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging im 2. Quartal 2024 hat sich die Darstellung  
der Inhalte im Vergleich zu den Vorjahren geändert. Eine Zurückhaltung von spezifischen Informationen  
aufgrund von Vertraulichkeit liegt nicht vor. Der vorliegende Bericht umfasst den gleichen Konsolidierungs-  
kreis wie die finanzielle Berichterstattung. Umweltkennzahlen für nicht produzierende Einheiten basieren  
auf Schätzwerten. Der Einfluss dieser Einheiten auf die Umweltkennzahlen variiert zwischen 0,03 % (Energie-  
verbrauch) und 0,01 % bei Wasserentnahme und Abfallaufkommen. Die Kennzahlen, die in der Nachhaltig-  
keitserklärung offengelegt werden, beziehen sich auf die MM Gruppe und werden darüber hinaus auch  
divisional dargestellt, wenn dadurch weitere Transparenz geschaffen werden kann. Der vorliegende Bericht  
beinhaltet Informationen bezüglich der gesamten Wertschöpfungskette, wobei im Rahmen der Wesent-  
lichkeitsanalyse insbesondere Auswirkungen (Impacts), Risiken (Risks) und Chancen (Opportunities)  
(IROs) in Bezug auf die vorgelagerte Lieferkette identifiziert wurden. Folglich beziehen sich unsere Policies,  
Maßnahmen und Ziele sowohl auf das eigene Tätigkeitsfeld (Own Operations) als auch auf die vorgela-  
gerte Lieferkette.  
Die Nachhaltigkeitserklärung wird jährlich veröffentlicht. Der Berichtszeitraum deckt sich mit dem der Fi- ESRS 2 BP-2  
nanzberichterstattung. Im vorliegenden Bericht bilden wir die Periode 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024  
ab. Die Methodik, die für die Erhebung der spezifischen Kennzahlen angewandt wurde, ist in den einzelnen  
Themenkapiteln unter Metrik beschrieben. Die Beschreibung der Methodik beinhaltet auch Informationen  
darüber, ob Schätzwerte herangezogen wurden. Dies ist der Fall bei den Umweltkennzahlen der nicht pro-  
duzierenden Einheiten, die nicht Teil eines Werkes sind. Die Berechnung der Scope 3-Emissionen aus den  
Aktivitäten der vorgelagerten Lieferkette beruht einerseits auf CO2-Werten, die wir von Lieferanten erhalten,  
und andererseits auf rohstoffspezifischen Durchschnittswerten, welche über spezielle Datenbanken für Le-  
benszyklusanalysen bereitgestellt werden. Eine direkte Abfrage der CO2-Fußabdrücke der zugekauften Pro-  
dukte bei den Lieferanten, im Rahmen der Produkt-CO2-Fußabdruckberechnung, hat in der Vergangenheit  
zu niedrigeren CO2-Faktoren, beispielsweise für zugekauften Karton, geführt. Wir stehen in ständigem Dialog  
mit unseren wichtigsten Lieferanten, um den Anteil der Primärdaten zu erhöhen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Die offengelegten Nachhaltigkeitsthemen basieren auf den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse, die  
2024 durchgeführt, freigegeben sowie prozessual geprüft wurde. Die Bewertung der Nachhaltigkeitsthe-  
men wurde für die geltenden Zeithorizonte durchgeführt. Hierbei wird zwischen kurz-, mittel- und langfristig  
unterschieden, was 0-1, 1-5 sowie 5+ Jahren entspricht. Indem wir Impacts, Risiken und Chancen über ver-  
schiedene Zeithorizonte betrachten, können wir bevorstehende Entwicklungen bestmöglich antizipieren  
und unser Handeln dementsprechend anpassen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses und der Er-  
gebnisse ist auf Seite 119 sowie in den spezifischen Themenbereichen zu finden.  
Der vorliegende Bericht entspricht den Anforderungen der EU-Richtlinie (EU) 2022/2464 über die Nachhal-  
tigkeitsberichterstattung von Unternehmen, welche 2023 in Kraft trat.  
Sustainability Governance  
Die Rolle des Vorstandes und des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat kommt seiner gesetzlichen Prüfungspflicht nach und die Offenlegung der nichtfinanziellen  
ESRS 2 GOV-1  
Leistungsindikatoren wird von Dritten geprüft und validiert. Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, hat  
eine unabhängige Prüfung des konsolidierten nichtfinanziellen Berichtes bzw. der Nachhaltigkeitserklärung  
mit begrenzter Sicherheit durchgeführt. Der entsprechende Zusicherungsvermerk ist auf Seite 294 zu  
finden.  
Per 31. Dezember 2024 setzte sich der Aufsichtsrat aus neun Männern und der Vorstand aus drei Männern  
zusammen (der Frauenanteil beträgt folglich aktuell 0 %). Professionelle Hintergründe, Erfahrung und Al-  
tersstruktur konstituieren eine ausgewogene Zusammensetzung.  
Aufsichtsratsmitglieder:  
Dr. Wolfgang Eder  
Vorsitzender seit 26. April 2023  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG, Linz  
geboren 1952  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
1. Stellvertretender Vorsitzender seit 26. April 2017 Rechtsanwalt und Partner der Ankershofen Goëss Hin-  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 28. April 2010  
teregger Rechtsanwälte OG; Mitglied im Aufsichtsrat der  
geboren 1969  
Mayr-Melnhof Holz Holding AG, Leoben; Vorstand in di-  
versen Privatstiftungen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
2. Stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2008 Geschäftsführer in diversen eigenen Gesellschaften  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 18. Mai 2005  
geboren 1955  
Dr. Alexander Leeb  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der  
geboren 1959  
Plansee Holding AG, Reutte; Stiftungsratsvorsitzender der  
LGT Venture Philanthropy Foundation, Vaduz  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Angestellter der Erzdiözese Salzburg  
geboren 1968  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
39  
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Konzernlagebericht  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Geschäftsführender Gesellschafter in diversen Immobi-  
geboren 1987  
lieninvestment- und Immobilienentwicklungsgesell-  
schaften; Mitglied des Vorstandes der Oskar Vogl Privat-  
stiftung, Graz  
Univ-Prof. Dr. Klaus Rabel  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; Universitätsprofes-  
geboren 1961  
sor für Unternehmensbewertung und wertorientierte Un-  
ternehmensführung am Institut für Unternehmensrech-  
nung und Steuerlehre an der Karl-Franzens-Universität  
Graz; Vorsitzender des Fachsenats für Unternehmensbe-  
wertung der Kammer der Steuerberater und Wirtschafts-  
prüfer, Wien; Mitglied des Europe MSR Board des Interna-  
tional Valuation Standards Council (IVSC), London;  
Vorstand von österreichischen Familienprivatstiftungen  
Vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat entsandt:  
Andreas Hemmer  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 20. Oktober Arbeitnehmervertreter  
2009  
geboren 1968  
Gerhard Novotny  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 10. Mai 1995  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1963  
Die Mitglieder des Aufsichtsrates bringen durch ihren diversen professionellen Hintergrund vielfältige Er-  
fahrung aus dem Bereich Nachhaltigkeit in ihre Funktion ein und erweitern und aktualisieren kontinuierlich  
das diesbezügliche Know-how.  
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder  
Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Festlegung der Kriterien für die Bewertung der Unabhängigkeit seiner  
Mitglieder an den Leitlinien, die im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex angeführt  
sind. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates (100 %) haben sich gemäß diesen Kriterien für unabhängig  
erklärt. Somit trifft dies auch für die Ausschüsse des Aufsichtsrates zu.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
40  
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Konzernlagebericht  
Vorstandsmitglieder:  
MMag. Peter Oswald  
Vorsitzender, CEO  
Strategische und ergebnisverantwortliche Leitung der Gesamt-  
Mitglied des Vorstandes seit 1. April 2020 gruppe und insbesondere der Bereiche:  
bestellt bis 31. Mai 2029  
Konzernstrategie  
geboren 1962  
Konzernorganisation  
Personalwesen der Gruppe sowie Organe der Tochtergesell-  
schaften  
Externe und interne Kommunikation sowie Investor Relations  
Kommunikation mit dem Präsidium und den Aufsichtsräten  
Nachhaltigkeit inklusive Arbeitssicherheit  
Festlegung der Vertreter bei Verbänden  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Pharma &  
Healthcare Packaging (inkl. Verkauf und Marketing, Produk-  
tion, Innovation und Produktentwicklung)  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Board & Paper  
(inkl. Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und  
Produktentwicklung)  
Mag. Roman Billiani  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Mai 2024 Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Food  
&
bestellt bis 30. April 2027  
Premium Packaging (inkl. Verkauf und Marketing, Produktion,  
geboren 1974  
Innovation und Produktentwicklung)  
Informationsmanagement (IT)  
Einkauf (inkl. Energie)  
Marketing  
Mag. Franz Hiesinger  
Finanzvorstand, CFO  
Finanzwesen und alle Finanzierungsangelegenheiten  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Oktober Konzernberichtswesen und -rechnungslegung sowie Controlling  
2017  
Merger- und Akquisitionsangelegenheiten  
bestellt bis 30. September 2025  
Risikomanagement, Versicherungen  
geboren 1965  
Rechts- und Steuerwesen inkl. Compliance  
Interne Revision  
Informationssicherheit  
Expertise von Aufsichtsrat und Vorstand im Bereich Produktnachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ist durch  
die langjährige relevante Branchenerfahrung sichergestellt. Somit verfügen Vorstand und Aufsichtsrat  
über die notwendige Expertise über die Produkte der MM Gruppe sowie die geografischen Regionen in de-  
nen das Unternehmen operiert. Expertise im Kontext sozialer Nachhaltigkeit ist durch die Erfahrung im Füh-  
ren großer Unternehmen sichergestellt. Dadurch, dass die MM Gruppe seit dem Geschäftsjahr 2020 jährlich  
über ihre nichtfinanziellen Belange berichtet, verfügen Aufsichtsrat und Vorstand auch in diesem Kontext  
über mehrjährige Erfahrung. Hinsichtlich aktueller rechtlicher Entwicklungen bezüglich Nachhaltigkeitsbe-  
richterstattung wurde der Vorstand in regelmäßigen Meetings mit der Group Sustainability & Safety-  
Abteilung informiert und auch der Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Berichterstattung von internen sowie  
ESRS 2 GOV-2 externen Expert:innen über diese Neuerungen in Kenntnis gesetzt. Folglich verfügen Aufsichtsrat sowie Vor-  
stand über relevante Expertise, um Auswirkungen, Chancen und Risiken, welche im Rahmen der Wesent-  
lichkeitsanalyse identifiziert wurden, beurteilen und strategisch implementieren zu können.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Durch regelmäßige Termine (mindestens einmal pro Monat) mit der Group Sustainability & Safety-Abtei-  
lung wird der Vorstand über Entwicklungen im Bereich der nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risi-  
ken und Chancen informiert. Themenbereiche sind beispielsweise rechtliche Anforderungen, wie die EU  
Entwaldungsverordnung (Deforestation Regulation (EUDR)), die Richtlinie über Umweltaussagen (Green  
Claims Directive) oder die europäischen Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Pack-  
aging and Packaging Waste Regulation(PPWR)), Lebenszyklusanalysen unserer Produkte, die Entwicklung  
des CO2-Fußabdruckes einzelner Werke und der gesamten Gruppe sowie damit verbundene Maßnahmen  
in Bezug auf Auswirkungen, Risiken und Chancen, wodurch die Effektivität der definierten Richtlinien über-  
prüft werden kann. Darüber hinaus wird der Vorstand regelmäßig von Beschaffungsabteilungen über The-  
men wie Holz- und Energieeinkauf informiert. Über soziale Belange wird der Vorstand von der Human Re-  
sources (HR)-Abteilung in Kenntnis gesetzt. Der Vorstand bezieht bei der Entwicklung und Umsetzung der  
Unternehmensstrategie Aspekte der Nachhaltigkeit und damit verbundene positive und negative Auswir-  
kungen sowie Chancen und Risiken in Hinblick auf Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance mit  
ein. Zielkonflike (Trade-Offs) werden von Fall zu Fall berücksichtigt. So ist die Group Sustainability & Safety-  
Abteilung beispielsweise in die Freigabe von CapEx-Projekten involviert, wenn diese mit den definierten  
Auswirkungen, Risiken und Chancen in Zusammenhang stehen.  
Ein zentraler Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrates war auch 2024 die Begleitung des Vorstandes in  
der Strategieentwicklung sowie bei der Umsetzung zukunftsgerichteter Optimierungsmaßnahmen und  
langfristiger Investitionsprojekte. Diese zielen in erster Linie darauf ab, Effizienz und Flexibilität auf dem Markt  
weiter zu erhöhen sowie den Anteil an erneuerbarer Energie als eines der zentralen Elemente der Nachhal-  
tigkeitsstrategie konsequent zu steigern.  
Im Lichte der verstärkten Integration von Finanz- und Nachhaltigkeitsagenden wurde die Zuständigkeit des  
Prüfungsausschusses um die entsprechenden Nachhaltigkeitskompetenzen erweitert. Der Prüfungs- und  
Nachhaltigkeitsausschuss kam 2024 in zwei Sitzungen zusammen. Schwerpunkt war die Auseinanderset-  
zung mit dem Konzern-und Einzelabschluss 2024 inklusive der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung  
gemäß § 267 a UGB bzw. konsolidierten Nachhaltigkeitserklärung und deren Prüfung. Ferner wurden der  
Umfang der Nicht-Prüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer und die besonders bedeutsamen Prü-  
fungssachverhalte (Key Audit Matters) festgelegt. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im Finanz- und  
Rechnungswesen sowie in der Berichterstattung und die vertiefte Auseinandersetzung mit nichtfinanziellen  
Belangen sichern die diesbezügliche Qualität in der Ausschussarbeit.  
Der Vorstand wird regelmäßig über Auswirkungen, Chancen und Risiken im Bereich Nachhaltigkeit infor-  
miert. Zusätzlich dazu werden monatliche Fortschrittsberichte für die Bereiche Energie und Emissionen von  
der Group Sustainability & Safety-Abteilung an den Vorstand sowie den Aufsichtsrat übermittelt. Auf Ma-  
nagement-Ebene wurde zudem ein Steering Committee eingerichtet, um Nachhaltigkeit noch stärker in  
allen relevanten Geschäftsbereichen zu verankern. Die Umsetzung wird mit geeigneten Zielen gemessen  
und überwacht. Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilungen entwickelt, wobei die Group Sustainabi-  
lity & Safety-Abteilung hierbei eine beratende Rolle einnimmt. Die definierten Ziele werden dann von der  
Group Sustainability & Safety-Abteilung an den Vorstand übermittelt. Neue Ziele und Richtlinien sowie Än-  
derungen derer werden vom Vorstand genehmigt. Die übergeordnete Verantwortung für Nachhaltigkeits-  
themen liegt beim Vorstandsvorsitzenden.  
Nachhaltigkeitsbezogene Vergütung  
Im Rahmen des jährlich veröffentlichten Vergütungsberichtes setzen wir die Anforderungen des § 78 c so-  
ESRS 2 GOV-3  
wie § 98 a AktG um und geben einen umfassenden Überblick über die den Mitgliedern des Vorstandes und  
Aufsichtsrates gewährte und geschuldete Vergütung. Der Entwicklung der Gesellschaft wird in der Ausge-  
staltung der jährlichen variablen Vergütung Rechnung getragen. Nachhaltigkeitsbezogene Leistungsindi-  
katoren entsprechen 8 % der Gesamtprämie beim Vorstandsvorsitzenden und 6 % der Gesamtprämie beim  
Finanzvorstand. Für alle Vorstandsmitglieder ist die Senkung von Arbeitsunfällen im Vergleich zum Vorjahr  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
42  
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Konzernlagebericht  
in der variablen Vergütung enthalten und die Senkung des CO2-Ausstoßes pro Tonne Karton im Vergleich  
zum Vorjahr ist Bestandteil der variablen Vergütung des Vorstandsvorsitzenden MMag. Peter Oswald sowie  
von Mag. Roman Billiani, Mitglied des Vorstandes. Die Ziele für den Vorstand werden vom Ausschuss für  
Vorstandsangelegenheiten festgelegt. Bei der Veränderung von nichtfinanziellen Zielen im Vergleich zum  
Vorjahr sind Akquisitionen im Jahr der Akquisition und im darauffolgenden Jahr nicht zu berücksichtigen.  
Bei Verkäufen von Unternehmen sind die entsprechenden Zahlen des Vorjahres so anzupassen, dass diese  
Unternehmen auch für das Vorjahr nicht berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten  
für ihre Tätigkeit eine Basisvergütung sowie Sitzungsgelder, welche nicht an Nachhaltigkeitskennzahlen ge-  
knüpft sind. Diese Informationen sind dem jährlich veröffentlichten Vergütungsbericht zu entnehmen.  
Darüber hinaus wurden nichtfinanzielle Ziele in den persönlichen Bonus aller Geschäftsführer/Senior Ma-  
nager in den Werken, aller Manager mit Führungsverantwortung in der Konzernzentrale sowie aller Sales  
Heads/Sales-Mitarbeiter:innen konzernweit implementiert. Die bonusrelevanten Nachhaltigkeitsziele ent-  
sprechen 10 % des Gesamtbonus der genannten Funktionen und setzen sich aus 5 %-Sicherheits- und 5 %-  
Dekarbonisierungszielen zusammen. Alle weiteren Mitarbeiter:innen im HQ haben ein 10 %-Sicherheitsziel.  
Das Sicherheitsziel setzt sich aus den Komponenten Rate der Unfälle mit Ausfallszeit und Beinaheunfälle  
zusammen. Das Dekarbonisierungsziel beinhaltet die Reduktion der spezifischen Treibhausgasemissionen  
(Scope 1 und 2). Die nachhaltigkeitsbezogenen Ziele werden jährlich vom Vorstand freigegeben und gege-  
benenfalls angepasst.  
ESRS 2 GOV-4  
Kernelemente der Sorgfaltspflicht  
Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung  
a) Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und  
Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette (Seite 111)  
Geschäftsmodell  
Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit (Seite 113)  
b) Einbindung betroffener Interessenträger in alle wichtigen Schritte Stakeholder und deren Einbindung (Seite 118)  
der Sorgfaltspflicht  
c) Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen  
Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit (Seite 113)  
d) Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen  
Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit (Seite 113)  
Soziale Themen (S1 – S4) (Seite 154)  
e) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und  
Soziale Themen (S1 – S4) (Seite 154)  
Kommunikation  
Governance (Seite 173)  
ESRS 2 GOV-5  
Der Konzern hat ein umfassendes Risikomanagement- und internes Kontrollsystem (IKS) etabliert, um die  
Verlässlichkeit und Transparenz unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung sicherzustellen. Dieses System  
umfasst standardisierte Berichtsprozesse, eine klare Verantwortlichkeitsverteilung sowie regelmäßige  
Überprüfungen durch das Sustainability-Team. Zudem wird Software eingesetzt, um Nachhaltigkeitsdaten  
konsistent zu erfassen und auszuwerten.  
Die Identifikation und Bewertung von Konzernrisiken erfolgen durch einen systematischen Ansatz, der im  
Lagebericht (S. 92) erläutert wird, und berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Auswir-  
kungen. Das Risiko betreffend die Sicherstellung eines angemessenen IKS und Risikomanagementsystems  
im Hinblick auf die nichtfinanzielle Berichterstattung wird als eines der wesentlichen Konzernrisiken be-  
trachtet und beurteilt. Dementsprechend werden die Risikodefinition, die Risikobewertung sowie die im Ein-  
satz befindlichen Maßnahmen in Bezug auf das interne Kontrollsystem der Nachhaltigkeitsberichterstat-  
tung jährlich erhoben und im gruppenweiten Risikobericht dokumentiert.  
Ein angemessenes IKS gewährleistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von nicht-  
finanziellen Informationen sowie die Einhaltung der gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.  
Für den Konzern besteht das Risiko, dass nichtfinanzielle Sachverhalte aufgrund eines fehlenden oder man-  
gelhaften IKS nicht, unrichtig, unvollständig, inkonsistent und/oder nicht zeitgerecht erfasst und verarbeitet  
werden und folglich die nichtfinanzielle Berichterstattung bzw. Unternehmensentscheidungen auf falschen  
Informationen basieren. Zudem kann die Nichteinhaltung von regulatorischen Anforderungen betreffend  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
die Erstellung und Veröffentlichung von nichtfinanziellen Informationen zu Sanktionen führen und das An-  
sehen des Konzerns beeinträchtigen. Um die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit nicht-  
finanzieller Informationen sicherzustellen und regulatorische Risiken zu minimieren, setzt das Unternehmen  
folgende Maßnahmen um:  
Monitoring und Transparenz: Erhebung und regelmäßige Überwachung nichtfinanzieller Kennzah-  
len, unterstützt durch ein Datenmanagementsystem, mit individueller Schulung für alle Nutzer. Ein  
integriertes Logbuch ermöglicht die Nachverfolgung von Änderungen.  
Standardisierung und Dokumentation: konzernweit einheitliche Standards für die Datenerhebung  
und Berichterstattung, ergänzt durch ein detailliertes Manual zur Prozessbeschreibung.  
Prüf- und Kontrollmechanismen: Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, klare Trennung von Verant-  
wortlichkeiten (Datenerhebung versus Prüfung und Freigabe) sowie monatliche Plausibilisierung  
der erfassten Daten.  
Externe und interne Prüfungen: Audits durch die interne Revision. Zudem Zertifizierung ausgewähl-  
ter Standorte nach EMAS, ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie).  
Regulatorische Compliance: laufendes Monitoring neuer gesetzlicher Vorgaben sowie enge Ab-  
stimmung mit externen Fachexperten zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen inklusive ge-  
zielter Vorbereitung auf Enforcement-Verfahren.  
Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko fehlerhafter, unvollständiger oder nicht zeitgerechter Berichter-  
stattung und gewährleisten eine belastbare Grundlage für Unternehmensentscheidungen sowie die Ein-  
haltung gesetzlicher Vorschriften.  
Die Ergebnisse der Risikomanagements fließen systematisch in die Erhebungs- und Berichterstattungs-  
prozesse ein. Entsprechend der Bewertung der Risiken werden angemessene Sicherungsmaßnahmen ent-  
wickelt und implementiert.  
Interne und externe Prüfmechanismen, wie beispielsweise regelmäßige interne Audits, sowie der laufende  
Austausch mit beratenden Experten dienen der Identifikation von Verbesserungspotenzialen. Sie tragen zur  
kontinuierlichen Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems bei und optimieren damit fortlaufend die  
Qualität der Berichterstattung.  
Die Ergebnisse der konzernweiten Risikobewertung sowie die im Einsatz befindlichen Sicherungs- und Steu-  
erungsmaßnahmen werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Dies erfolgt jährlich in  
Form eines Risikoberichtes sowie gegebenenfalls durch Ad-hoc-Berichterstattung im Fall von wesentlichen  
Ereignissen. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt zudem in enger Abstimmung mit dem Vorstand  
und mündet in der jährlichen Nachhaltigkeitserklärung.  
Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette  
MM ist ein weltweit führender Anbieter von Konsumgüterverpackungen. Die Gruppe bietet Verpackungslö-  
ESRS 2 SBM-1  
sungen aus Karton und Faltschachteln mit einem attraktiven Angebot bei Kraftpapieren, ungestrichenen  
Feinpapieren, Beipackzetteln und Etiketten. Eine ausführliche Beschreibung unserer Produkte, Märkte sowie  
Kunden finden sich im Lagebericht ab Seite 69 (diese Informationen decken ESRS 2, SBM-1 ab). Nachhal-  
tigkeisbelange werden auch in der Unternehmensstrategie widergespiegelt. Weitere Details zu ESRS 2.40  
(g) finden sich im Lagebericht ab Seite 69.  
Aufbauend auf der Wesentlichkeitsanalyse, haben wir 2024 nachhaltigkeitsbezogene Risiken noch stärker  
ESRS 2 GOV-5  
an das bereits existierende Risikomanagement angepasst und in dieses integriert (siehe Kap. Risikoma-  
nagement auf Seite 92 des Lageberichts).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
44  
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Konzernlagebericht  
Ziele  
ESRS 2 SBM-1  
Im Zusammenhang mit der Geschäftsstrategie und den identifizierten nachhaltigkeitsbezogenen Auswir-  
kungen, Chancen und Risiken haben wir übergeordnete Ziele definiert, die den Fortschritt gegenüber den  
wesentlichen Themen dokumentieren. Diese decken im Umweltbereich die Kernthemen Dekarbonisierung,  
Wassereffizienz, Biodiversität und Abfallvermeidung ab. Sie sind als gruppenweite Ziele zu verstehen und  
schließen unsere Werke sowie unsere globale Lieferkette mit ein. Erstens reduzieren wir dadurch den direk-  
ten Einfluss der MM Gruppe auf die Umwelt und zweitens kann dadurch der ökologische Fußabdruck unse-  
rer Produkte gesenkt und der Ressourcenverbrauch effizient gestaltet werden, wodurch wir unsere Kunden  
dabei unterstützen, ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Hinsichtlich sozialer Themen liegt ein strate-  
gischer Schwerpunkt auf der Förderung der Arbeitssicherheit und der Vermeidung von Unfällen sowie auf  
einer kontinuierlichen Ausweitung des Einbezuges von Lieferanten hinsichtlich sozialer (als auch ökologi-  
scher) Belange. Die ökologischen als auch die sozialen Ziele stehen im Einklang mit der Unternehmensstra-  
tegie, was unter anderem dadurch bestätigt wird, dass Dekarbonisierung und Arbeitssicherheit Teil der  
Vergütungspolitik der MM Gruppe sind. Darüber hinaus bekennt sich die MM Gruppe offiziell zu einer Dekar-  
bonisierungsstrategie, die mit dem Pariser Klimaabkommen im Einklang steht.  
Produktionsbezogene Ziele haben einen direkten Einfluss auf die Umweltkennzahlen unserer Produkte und  
betreffen alle Kundengruppen. In untenstehender Tabelle sind die wichtigsten Ziele angeführt. In den Ka-  
piteln zu den einzelnen Themen sind weitere Ziele enthalten.  
Nachhaltigkeitsziele  
ESRS  
UN Nachhal-  
Topic  
Ziel  
Entwicklung 2024  
tigkeitsziele  
E1  
50,4 % Verringerung der Scope 1- und 2-Emissionen Reduktion der Scope 1 und 2-Emissionen um 35 % SDG 7  
bis 2031 und 100 % bis 2050 im Vergleich zu 2023 und 54 % im Vergleich zu 2019 SDG 13  
E1  
58,1 % Reduktion der Scope 3-Emissionen pro Einheit Reduktion der Scope 3-Emissionen um 37 % im Ver- SDG 13  
der Wertschöpfung bis 2031 und 90 % bis 2050 gleich zu 2023 und 52 % im Vergleich zu 2019  
E3  
Verbesserung der Wassereffizienz um 35 % bis 2030 ge- Steigerung der Wassereffizienz um 30 % im Ver- SDG 6  
genüber 2019 (nur gültig für die Board & Paper Division) gleich zu 2019 folglich Anhebung des Ziels auf 35 %.  
E4  
Durchführung von Biodiversitätsbewertungen in ei- Biodiversitätsanalysen für MM Werke durchgeführt SDG 15  
genen Werken und bei wichtigen Holzlieferanten bis  
2028  
E5  
<10.000 t Abfall auf Deponien bis 2030 und null Abfall Reduktion um 16 % im Vergleich zu 2023 und 31 % im SDG 12  
auf Deponien bis 2050  
Vergleich zu 2019  
S1  
Senkung der jährlichen Unfallquote mit Ausfalltagen Reduktion um 20 % im Vergleich zu 2023  
SDG 8  
(LTAR(200)  
)
G1  
Sicherstellen, dass alle unsere Stammlieferanten bis Neues Ziel  
SDG 8  
2030 den MM Supplier Code of Conduct einhalten  
SDG 12  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
45  
Konzernlagebericht  
Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen  
(Wesentlichkeitsanalyse)  
Die MM Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Dies be-  
ESRS 2 IRO-1  
deutet, dass sowohl die Auswirkungen der Wertschöpfungskette und der eigenen Geschäftstätigkeit der  
MM Gruppe auf Dritte und die Umwelt als auch die finanziellen Auswirkungen auf die MM Gruppe (Risiken  
und Chancen) berücksichtigt wurden. Generell wurden zwei Prozesse für die Inside Out- und die Outside  
In-Materialität durchgeführt und die Ergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt in einem Review-Prozess  
konsolidiert.  
Um detailliertes Expertenwissen und eine ganzheitlichere, aber deshalb auch höhere Ebene zu berücksich-  
tigen, wurde der Prozess mit einem Bottom-up-Ansatz strukturiert. Ausgehend von einer breiten Basis zur  
Definition von Impacts (Auswirkungen), Risks (Risiken) und Opportunities (Chancen) (IROs) wurden Exper-  
tengruppen in Workshops zusammengestellt. Die sich daraus ergebenden IROs wurden dann von internen  
Expert:innengruppen hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit bewertet. Zur Konsolidierung dieser Ergebnisse wurde  
ein Überprüfungsprozess eingesetzt, der aus einer Überprüfung durch das C-Suite-Management, dem  
Feedback externer Stakeholder und schließlich einem Feedback des Vorstandes bestand.  
Zu Beginn des Prozesses wurde eine erste Runde von 21 Workshops durchgeführt, in denen zunächst 222  
IROs (129 Auswirkungen, 93 Risiken und Chancen) definiert wurden. Für jedes ESRS-Thema wurde eine Ex-  
pertengruppe definiert und ein Workshop zur Definition von IROs abgehalten. Die Grundlage für diese Work-  
shops bildete eine Reihe von ESRS-Unter- und Unterunterthemen, auf deren Grundlage IROs diskutiert und  
definiert wurden. Auf der Grundlage dieses Workshops wurde eine erste Longlist von IROs erstellt. Aus dieser  
Longlist wurden zusammen mit den Expertengruppen Fragebögen zur Bewertung der Auswirkungen und  
Vorlagen zur Bewertung der Risiken und Chancen für die jeweiligen ESRS-Themen erstellt. In diesem Schritt  
wurden einige der Auswirkungen aus der Longlist bereits zu einer Auswirkung zusammengefasst, da sie in  
ihrer Definition oder ihrer daraus resultierenden Auswirkung sehr ähnlich waren. Durch diesen Schritt wur-  
den die anfänglichen 129 Auswirkungen auf 75 Auswirkungen reduziert, die in den Fragebögen bewertet  
werden sollten. Diese Fragebögen wurden dann an etwa 220 interne Stakeholder gesendet, von denen 181  
an der Umfrage teilnahmen. Die Vorlagen für die Bewertungen der Risiken und Chancen wurden an die  
Expertengruppen und Risikoverantwortlichen übergeben. Das Ergebnis war eine Shortlist bewerteter IROs,  
die die Grundlage für den Review-Prozess bildete, in dem das Management (Divisional CEOs und CFOs,  
Group Sustainability Functions) und externe Stakeholder ihre Beiträge zu den Ergebnissen leisten und ihre  
Sichtweise zu den Themen teilen konnten. Der Review-Prozess wurde für interne Stakeholder in Form von  
Workshops durchgeführt und für externe Stakeholder wurden digitale Fragebögen zur Beantwortung erstellt.  
Um die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse in das interne Risikomanagement einfließen lassen zu kön-  
nen, wurde dieser Prozess eng mit den internen Risikomanagement-Berichtsverfahren verknüpft und ab-  
gestimmt. Daher nahm die Risk Management-Abteilung an allen Workshops zu Risiken und Chancen teil.  
Für die Bewertung von Risiken und Chancen wurde zusammen mit der Risk Management-Abteilung und  
den Expertengruppen eine Excel-Vorlage entwickelt. In dieser Vorlage konnten die Risikoverantwortlichen  
zusammen mit ihren Teams ihre Annahmen und Berechnungen für die finanzielle Wesentlichkeit der defi-  
nierten Risiken und Chancen darlegen.  
Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Die Antworten der Fragebögen wurden gesammelt und die Antworten aller ESRS-Themen konsolidiert. Für  
jede Auswirkung wurden die Durchschnittswerte für die Antworten aller Parameter berechnet. Das Ergebnis  
ist ein Durchschnittswert für jeden Parameter für jede bewertete Auswirkung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Basierend auf diesen Werten wurde für jede potenzielle Auswirkung ein Wesentlichkeitswert berechnet. Für  
positive Auswirkungen ist der Wesentlichkeitswert definiert als (+ ) × und für negative Auswirkungen  
als (+ + ) × wobei die Reichweite, der Umfang, die Irreversibilität und die Wahrscheinlichkeit  
der Auswirkung darstellen. Im Falle potenzieller negativer Auswirkungen in Zusammenhang mit Menschen-  
rechten wurden die Parameter für den Schweregrad nicht mit der Wahrscheinlichkeit multipliziert, um die  
Berechnungen an ESRS 1 Absatz 45 anzupassen und dem Schweregrad Vorrang zu geben. Für tatsächliche  
Auswirkungen wurde der Wesentlichkeitswert unter Verwendung von + + und + für negative be-  
ziehungsweise positive Auswirkungen berechnet.  
Für die Bewertung von Risiken und Chancen haben wir dieselben Kennzahlen verwendet, die auch im in-  
ternen Risikomanagementprozess verwendet werden:  
Im Rahmen der Bewertungsdimension Schadenspotenzial wird jedes Risikofeld einer der vier folgenden  
Klassen zugeordnet:  
Gering  
Schadenshöhe 10 % des durchschnittlichen betrieblichen Ergebnisses des Konzerns der letzten  
beiden Jahre  
Mittel  
Schadenshöhe > 10 % und 50 % des durchschnittlichen betrieblichen Ergebnisses des Konzerns  
der letzten beiden Jahre  
Schwerwiegend  
Schadenshöhe > 50 % des durchschnittlichen betrieblichen Ergebnisses des Konzerns der letzten  
beiden Jahre und < 50 % des durchschnittlichen Eigenkapitals der letzten beiden Jahre  
Existenzbedrohend  
Schadenshöhe 50 % des durchschnittlichen Eigenkapitals der letzten beiden Jahre  
Für die Bewertungsdimension Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedes Risikofeld einer der vier folgenden  
Wahrscheinlichkeitsklassen zugeordnet:  
Unwahrscheinlich  
> 1 bis 10 %  
Möglich  
> 10 bis 20 %  
Wahrscheinlich  
> 20 bis 50 %  
Sehr wahrscheinlich  
> 50 bis 100 %  
Nach der Bewertung dieser beiden Parameter wurde eine eindimensionale Wesentlichkeitsbewertung mit  
× und × für die Risiken beziehungsweise Chancen berechnet, wobei der potenzielle finanzielle  
Schaden, das finanzielle Potenzial und die Wahrscheinlichkeit darstellen. Diese Ergebnisse wurden in  
einem nächsten Schritt in die Wesentlichkeitsskala von eins bis fünf übertragen, wobei ein analoger Ansatz  
wie bei der Wesentlichkeit der Auswirkungen verwendet wurde.  
Bei der Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse wurde deutlich, dass einige Auswirkungen, wenn sie als  
Teil einer Wirkungskette analysiert werden, auch zu finanziellen Risiken und Chancen im weiteren Verlauf  
der Wirkungskette führen. Daher wurden die definierten Auswirkungen auch in den Workshops zur finanzi-  
ellen Wesentlichkeit als Grundlage für die weitere Arbeit betrachtet, was nicht bedeutet, dass nur Risiken  
und Chancen berücksichtigt wurden, die sich aus den Auswirkungen ergeben.  
Generell wurde der Prozess so strukturiert, dass vorwiegend interne Expertise und Wissen auf die ESRS-  
Themen angewendet werden, um die Integration der Themen in den verschiedenen Bereichen der MM  
Gruppe zu fördern. Zusätzlich wurden bei Themen, welche sich durch interne Expertengruppen nicht um-  
fassend bewerten ließen, externe Quellen verwendet. Diese waren zum einen Workshops mit externen Ex-  
pert:innen und Tools wie beispielsweise dem WWF Biodiversity Risk Filter oder der Sector Guidance for Fo-  
restry, Pulp and Paper der Task Force on Nature-related Financial Disclosures (TNFD).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Die Definition und Bewertung von IROs wurde für die gesamte Wertschöpfungskette der MM Gruppe durch-  
geführt. Dabei wurde dokumentiert, wo in der Wertschöpfungskette die IROs zu verorten sind. Zusätzlich gab  
es bei den Themen „S1 Eigene Arbeitskräfte“ und „S2 Arbeiter in der Wertschöpfungskette“ sowie „S3 Betroffene  
Gemeinschaften“ einen Fokus auf geografische Regionen und/oder Stufen der Wertschöpfungskette.  
Die Bewertung von Impacts wurde nach ESRS 1 Kapitel 3.4 „impact materiality“ und die Bewertung der fi-  
nanziellen Wesentlichkeit nach ESRS 1 Kapitel 3.5 „financial materiality“ durchgeführt. Dabei wurden die Er-  
gebnisse der IROs für eine bessere Vergleichbarkeit auf eine Skala von 1 bis 5 skaliert. Der quantitative  
Schwellenwert für die Wesentlichkeit von IROs wurde als ein Bereich auf der Skala von 2 bis 3 definiert. Der  
Schwellenwert wurde als Bereich definiert, um die Möglichkeit zu schaffen, intern Themen, welche auf der  
Schwelle zur Wesentlichkeit standen, vertieft zu diskutieren und am Ende durch eine zusätzliche qualitative  
Bewertung eine Einschätzung treffen zu können.  
Weitere quantitative Analysen im Bereich Umwelt zur Definition und Bewertung von IROs  
Die Analysen im Bereich der Umweltthemen sind im Allgemeinen nach dem „LEAP“-Ansatz des TNFD-  
Rahmenwerkes, welches auch in den ESRS-Themenstandards Erwähnung findet, strukturiert. Das bedeutet,  
dass der Prozess in vier Phasen eingeteilt werden kann: Lokalisieren, Evaluieren, Beurteilen (assess) und  
Aufbereiten (prepare). Diese vier Phasen sind gleichzeitig auch namensgebend für den „LEAP“-Ansatz. In  
der Praxis bedeutet dies, dass in der ersten Phase des Prozesses die Wertschöpfungskette der MM Gruppe  
den jeweiligen Themen gegenübergestellt wurde und Schnittstellen mit den Themen lokalisiert wurden. In  
der zweiten Phase werden die gefundenen Berührungspunkte dann weiter definiert und Auswirkungen und  
Abhängigkeiten definiert. Für die Auswirkungen und Abhängigkeiten kann dann über die Wesentlichkeits-  
analyse eine Priorisierung durchgeführt werden, um in Schritt drei, der Beurteilung von sich daraus erge-  
benden Risiken und Chancen, effizient vorgehen zu können. In der letzten Phase werden die Erkenntnisse  
und quantitativen Analysen aufbereitet und in das interne Risikomanagement integriert beziehungsweise  
für Entscheidungsträger für zukünftige strategische Entscheidungen zur Verfügung gestellt. Die quantitati-  
ven Analysen ergänzen die qualitativen Analysen der Wesentlichkeitsanalyse und fließen vor allem in die  
Bewertung von tatsächlichen Auswirkungen ein.  
Klimawandel  
Um eine Grundlage für unsere interne klimabezogene Risiko- und Resilienzanalyse zu schaffen, die sich auf  
den aktuellen wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel stützt, wurden in einem ersten Schritt die  
Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme mithilfe von Experten aus der wissenschaftlichen Ge-  
meinschaft (Interviews oder Workshops) diskutiert und analysiert. In die Wesentlichkeitsanalyse sind neben  
den Ergebnissen aus den Stakeholder-Workshops und Umfragen auch quantitative Analysen eingeflossen.  
So wurden für die Analyse von Auswirkungen auf den Klimawandel auch die Treibhausgasemissionen der  
MM Gruppe und wie diese sich verändern bewertet (Siehe auch „E1 Metriken“ für Details zur Erhebung). Für  
zukünftige Projektionen der Treibhausgasemissionen orientiert sich die Analyse am Transition Plan und den  
darin ausgewiesenen Werten. Die Analyse folgt dem TCFD- und TNFD-Rahmenwerk, um klima- und natur-  
bezogene Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen (DIROs) bestmöglich in bestehende Struk-  
turen zu integrieren. Zur Bewertung von physischen und transitorischen Risiken in Zusammenhang mit dem  
Klimawandel wurden RCP- und SSP-Szenarien verwendet, wobei für physische Risiken RCP8.5/SSP5-8.5 und  
für transitorische Risiken RCP2.6/SSP1-2.6 die relevantesten Szenarien für die betrachteten Zeithorizonte  
darstellen. Diese Szenarien wurden für die Szenarioanalyse priorisiert, da sie jeweils als ein Worst-Case-  
Szenario für physische beziehungsweise transitorische Risiken darstellen. In einem Business-as-usual-Sze-  
nario, wie dem SSP5-8.5 wird die MM Gruppe nicht übermäßig von transitorischen Risiken in Form von  
neuen oder adaptierten politischen Maßnahmen zur Mitigation des Klimawandels betroffen sein. Physische  
Risiken werden jedoch mittel- bis langfristig in einem solchen Verlauf durch den rasch voranschreitenden  
Klimawandel eine wesentliche Rolle spielen. Betrachtet man hingegen das SSP1-2.6-Szenario ist die Situa-  
tion eine andere. Denn werden umfangreiche Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels gesetzt, stellt  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
48  
Konzernlagebericht  
das die MM Gruppe vor Herausforderungen vor allem im Bereich der Dekarbonisierung und damit vor gra-  
vierende transitorische Risiken. Hingegen würden physische Risiken dadurch weitgehend verringert werden.  
Die betrachteten Zeithorizonte sind gemäß ESRS 1 Paragraf 77 definiert durch die Berichtsperiode als kurz-  
fristig, ein bis fünf Jahre für mittelfristig und über fünf Jahre für langfristige Betrachtungen. Somit sind die  
Zeithorizonte auch abgestimmt mit der Periode für die Finanzberichterstattung sowie der mittel- und lang-  
fristigen Geschäftsplanung. Die Resultate der Risikoanalyse wurden in weiterer Folge in einer Resilienzana-  
lyse auf die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe angewendet (siehe Details zur Resilienzanalyse und Er-  
gebnisse in den jeweiligen Themenbereichen).  
Umweltverschmutzung  
Für die quantitativen Analysen zum Thema Umweltverschmutzung wurden Daten zu Emissionen und  
Schadstoffen an den Standorten der MM Gruppe erhoben, um die qualitativen Interviews mit Expert:innen  
von Produktionsstandorten zu ergänzen. Für das Sammeln der Daten wird eine Datenmanagement-Soft-  
ware für Umweltdaten verwendet. In die quantitative Analyse fließen nur Daten von eigenen Standorten  
ein. Bei Standorten in der vor- und nachgelagerten Lieferkette wurden qualitative Bewertungen durchge-  
führt. Für Auswirkungen auf potenziell betroffene Gemeinschaften haben wir interne Stakeholder an aus-  
gewählten Standorten befragt.  
Wasser und Meeresressourcen  
Die qualitativen Analysen zu IROs im Bereich der Verwendung von Wasser wurden durch quantitative Ana-  
lysen ergänzt. Wasserentnahme, Verbrauch und Abgabe werden an den Produktionsstandorten laufend  
erfasst und anschließend konsolidiert. Basierend auf diesen Daten wurde eine Analyse in Bezug auf die  
Wasserknappheit von externen Experten durchgeführt. In die quantitative Analyse fließen nur Daten von  
eigenen Standorten ein. Bei Standorten in der vor- und nachgelagerten Lieferkette wurden qualitative Be-  
wertungen durchgeführt. Betroffene Gemeinschaften wurden keine identifiziert, da die Analysen hier keine  
negativen Einflüsse gezeigt haben.  
Biodiversität und Ökosysteme  
Um die Auswirkungen der Produktionsstandorte der MM Gruppe auf die Biodiversität zu analysieren, wurde  
auf den Flächenverbrauch ein „Species Area Relationship-Model“ (SARM) angewendet. Mit einem SARM ist  
es möglich, eine Einschätzung zu den potenziellen Biodiversitätsverlusten durch die Nutzung von Flächen  
zu treffen. In der Phase der Lokalisierung von Auswirkungen wurde jedoch festgestellt, dass die relevantes-  
ten Einflüsse und Abhängigkeiten entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette Holz liegen. Deshalb  
wurde ein besonderes Augenmerk auf die damit verbundenen Aktivitäten gelegt. Für die Einschätzung von  
Auswirkungen und Abhängigkeiten wurden Wirkungsketten erarbeitet, in welchen ausgehend von einem  
Inputfaktor analysiert wird, was sich dadurch in Ökosystemen verändert und wie diese darauf reagieren.  
Im Geschäftsjahr 2024 wurde zusätzlich der Prozess zur Implementierung einer Softwarelösung zur quan-  
titativen Messung von Einflüssen auf Ökosysteme und Biodiversität gestartet. Diese wird in Zukunft eine  
verbesserte Datengrundlage liefern. Betroffene Gemeinschaften wurden aktuell nicht in die Analysen  
eingebunden.  
Die MM Gruppe hat auch eine Analyse der Nähe ihrer eigenen Standorte zu Schutzgebieten durchgeführt  
und untersucht, ob diese Gebiete durch die an den Standorten durchgeführten Aktivitäten beeinflusst wer-  
den. Obwohl sich neun Standorte in oder in der Nähe von Schutzgebieten befinden, konnte festgestellt wer-  
den, dass es keine signifikanten negativen Auswirkungen auf diese Gebiete und die jeweils geschützten  
Arten durch die von der MM Gruppe durchgeführten Aktivitäten gibt. Von den neun Standorten befinden  
sich sieben Standorte mit einer Gesamtfläche von 29 ha in der Nähe und zwei Standorte mit einer Gesamt-  
fläche von 9,7 ha in Naturschutzgebieten. In einigen Fällen wurden Analysen von externen Kontrollorganen  
vor Ort durchgeführt, um unsere internen Annahmen und Analysen zu überprüfen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Kreislaufwirtschaft  
Definition und Analyse von IROs in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft basieren auf Daten zu Materialflüssen  
in und aus den Produktionsprozessen der MM Gruppe. In die quantitative Analyse fließen nur Daten von  
eigenen Standorten ein. Bei Standorten in der vor- und nachgelagerten Lieferkette wurden qualitative Be-  
wertungen durchgeführt. Betroffene Gemeinschaften wurden aktuell nicht in die Analysen eingebunden.  
Governance  
Die MM Gruppe bekennt sich zu Compliance gegenüber Wettbewerbern, Geschäftspartnern und anderen  
Marktteilnehmern in allen Ländern, in denen die MM Gruppe tätig ist. Compliance (sämtliche Maßnahmen  
zur Einhaltung von Gesetzen, Verhaltensregeln und sonstigen Normen) ist eine zentrale Leitungsaufgabe  
des Vorstandes im Konzern, für die insbesondere der CFO (Chief Financial Officer) verantwortlich ist.  
Zu diesem Zweck wurde die Compliance-Abteilung als Teil der Rechtsabteilung der MM Gruppe eingerich-  
tet. Die Compliance-Abteilung stimmt die Entwicklung von Compliance Management Systemen mit dem  
CFO ab. Darüber hinaus führt die Compliance-Abteilung regelmäßig Effizienzkontrollen der Compliance  
Management Systeme nach einem risikobasierten Ansatz durch. Die Abteilung Interne Revision prüft risi-  
koorientiert die Einhaltung interner Richtlinien und Vorgaben (Group Organizational Guidelines) mit Fokus  
auf die operativen Prozesse. Sie berichtet an den Vorstand und ist befugt, direkt mit dem Prüfungsaus-  
schuss zu kommunizieren.  
Die wesentlichen Themen (Auswirkungen, Risiken und Chancen) im Bereich Governance wurden im Rah-  
men einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelt, an welcher die MM Gruppenfunktionen Rechtsab-  
teilung, Interne Revision, Investor Relations und Group Sustainability & Safety beteiligt waren. Darüber hin-  
aus wurden im Hinblick auf die Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten und insbesondere die  
Zahlungspraktiken der MM Gruppe die Funktionen Group Accounting und Receivables Management  
einbezogen.  
Zusätzlich wurden quantitative und qualitative Informationen aus den internen Risikomanagementprozes-  
sen sowie der Steuer- und Rechtsabteilung auf Gruppenebene berücksichtigt. Basierend auf dem Rule of  
Law Index wurden geografische Regionen, in welchen das Risiko für Verstöße im Bereich der Governance  
erhöht ist priorisiert. Der Rule of Law Index wird von der Nichtregierungsorganisation „World Justice Project“  
erhoben und gibt Auskunft über die Rechtsstaatlichkeit in den darin enthaltenen Ländern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Stakeholder und deren Einbindung  
Externe Stakeholder  
Interessen und Ansichten in Bezug auf die Strategie der MM Gruppe  
ESRS 2 SBM-2  
Lieferanten  
Die Lieferanten der MM Gruppe haben ein Interesse daran, dass das Unternehmen fair und trans-  
parent mit ihnen umgeht und ihnen eine angemessene Bezahlung für ihre Produkte und Dienst-  
leistungen bietet. Sie erwarten auch eine zuverlässige Zusammenarbeit und eine klare Kommu-  
nikation, um ihre Geschäftsbeziehungen mit der MM Gruppe erfolgreich zu gestalten.  
Kunden  
Kunden der MM Gruppe haben ein Interesse daran, qualitativ hochwertige Produkte und Dienst-  
leistungen zu erhalten, die ihren Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen. Sie erwarten auch  
einen exzellenten Kundenservice und eine klare Kommunikation, um ihre Geschäftsbeziehungen  
mit der MM Gruppe erfolgreich zu gestalten.  
Branchenverbände  
Die Branchenverbände haben ein Interesse daran, dass die MM Gruppe die Interessen und Anlie-  
gen der Branche vertritt und sich an die geltenden Branchenstandards hält. Sie erwarten auch  
eine enge Zusammenarbeit und eine klare Kommunikation, um die Interessen der Branche er-  
folgreich zu vertreten.  
Öffentliche Stellen  
Zu öffentlichen Stellen zählen in diesem Zusammenhang Regierungsorganisationen und NGOs.  
Diese haben ein Interesse daran, dass die MM Gruppe sich an die geltenden Gesetze und Vor-  
schriften hält und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet. Sie erwarten auch eine enge  
Zusammenarbeit und eine klare Kommunikation, um sicherzustellen, dass die Geschäftspraktiken  
der MM Gruppe den geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen sowie einen positiven Bei-  
trag zur Gesellschaft leisten.  
Anrainer:innen  
Anrainer:innen an Produktionsstandorten der MM Gruppe und jene innerhalb unserer Lieferkette  
haben ein Interesse daran, dass die jeweiligen Aktivitäten keine negativen Auswirkungen auf die  
Umwelt und betroffene Gemeinden haben und auch sollen durch die Zusammenarbeit und aktive  
Beteiligung an lokalen Initiativen, ihre Anliegen und Bedenken berücksichtigt werden.  
Aktionär:innen  
Die Aktionär:innen haben ein Interesse daran, dass die MM Gruppe ihre Geschäftspraktiken so  
gestaltet, dass sie den Interessen der Aktionär:innen entsprechen und einen positiven Beitrag zur  
Wertschöpfung leisten.  
In die Bewertung und Diskussion der wesentlichen Themen für die MM Gruppe wurden, wie bereits eingangs  
erwähnt, sowohl interne als auch externe Stakeholder eingebunden. Die externen Stakeholder können da-  
bei in sechs Gruppen unterteilt werden. Eine weitere Stakeholdergruppe stellen die internen Stakeholder  
dar. Die externen Stakeholder teilen sich auf in Lieferanten, Kunden, Branchenverbände, öffentliche Stellen,  
Anrainer:innen und Aktionär:innen. Interne Stakeholder wurden in Workshops und Fragebögen zur Erarbei-  
tung der wesentlichen Themen eingebunden, während externen Stakeholdern die Ergebnisse des internen  
Prozesses präsentiert wurden und diese über einen Fragebogen ihre Einschätzungen zu den Ergebnissen  
und den Themen mitteilen konnten. Durch die Einbindung von externen Stakeholdern in den Prozess der  
Wesentlichkeitsanalyse können wir die Ergebnisse dieser durch eine Diversifizierung von Perspektiven prä-  
zisieren und ein besseres Verständnis für wesentliche Themen und wie diese sich auf individuelle Stake-  
holder auswirken aufbauen. Das Feedback von externen Stakeholdern hinsichtlich der internen Bewertun-  
gen der wesentlichen Themen wurde im Schritt des Management-Reviews in den Entscheidungsprozess  
zur Wesentlichkeit von Themen, welche mit ihrer Bewertung in den Bereich des definierten Wesentlichkeits-  
schwellenwert fielen, eingebracht. So konnte das Management auf der Grundlage von sowohl internen als  
auch externen Perspektiven entscheiden, welche Themen als wesentlich eingestuft werden. Durch die In-  
tegration der Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse in das interne Risikomanagement sowie Review und  
Freigabeprozesse durch das Management werden die wesentlichen Themen und damit auch die Perspek-  
tiven von Stakeholdern aktiv in allen relevanten Unternehmensstrukturen eingebracht.  
Der Austausch mit den eigenen Mitarbeiter:innen spielt eine wichtige Rolle bei der Definition der Vision von  
MM für alle Mitarbeiter:innen. Die Kommunikation mit den Mitarbeiter:innen erfolgt auf mehreren Ebenen,  
darunter ein Europäischer Betriebsrat, gemeinsame Diskussionen auf Länderebene und standortspezifi-  
sches Engagement. Die Maßnahmen wurden in Workshops festgelegt und beispielsweise durch lokale oder  
geschäftsbereichsspezifische Workshops und Umfragen unterstützt. Der Europäische Betriebsrat trifft sich  
mindestens zweimal im Jahr mit dem Ziel, den internen Informationsfluss des Unternehmens und die Kon-  
takte zwischen dem Group HR-Team in Wien und den Mitarbeiter:innen zu fördern. Das Forum diskutiert  
Fragen zu den globalen Geschäftstätigkeiten des Unternehmens, die für die Mitarbeiter:innen von Bedeu-  
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Konzernlagebericht  
tung sind. Aufgabe des Betriebsrates ist es nicht jedoch, Angelegenheiten zu besprechen, die durch natio-  
nale oder lokale Tarifverträge geregelt sind. In diesem Jahr wurde eine neue Vereinbarung mit dem Euro-  
päischen Betriebsrat für Verpackung ausgehandelt und unterzeichnet, die die kontinuierliche Verbesse-  
rung des Engagements für die Mitarbeiter:innen von MM unterstützt. Die Mitarbeiter:innen von MM haben  
das Recht, einer Gewerkschaft oder einem Betriebsrat anzugehören oder nicht.  
Mit den Beschäftigten in der Wertschöpfungskette erfolgt, je nach Art der Zusammenarbeit, der Dialog ent-  
weder direkt mit den Beschäftigten oder über geeignete Vertreter:innen. Die Geschäftsführer:innen jedes  
Werkes sind dafür verantwortlich, dass die Ansichten der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette bei  
Entscheidungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus plant die MM Gruppe, bis 2025 einen harmonisier-  
ten, konzernweiten Prozess für den Dialog mit Lieferanten zu entwickeln, der die Perspektive der Beschäf-  
tigten in der Wertschöpfungskette noch stärker einbezieht und dazu beiträgt, deren Arbeits-und Men-  
schenrechte zu gewährleisten. Dieser Ansatz ermöglicht, dass unsere Lieferanten die gleichen Standards  
einhalten und dass die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette fair behandelt werden. Potenzielle ne-  
gative Auswirkungen sind auf individuelle Ereignisse zurückzuführen. Systemische oder branchenspezifi-  
sche negative Auswirkungen sind nicht bekannt.  
Auf lokaler Ebene gibt es verschiedene Arten des Engagements mit betroffenen Gemeinschaften. Die Ge-  
schäftsführer:innen unserer Werke stehen in engem Kontakt mit den lokalen Behörden zu Themen, welche  
die Anrainer:innen der Produktionsstandorte betreffen (z. B. erhöhtes Verkehrsaufkommen oder Lärmbe-  
lästigung). Das Engagement kann aber auch auf einer sehr direkten Ebene stattfinden, indem lokale Ge-  
meinden zu Werksbesuchen eingeladen werden, z. B. im Rahmen von Tagen der offenen Tür. In Zukunft  
werden die Interessen der betroffenen Gemeinden systematisch analysiert und bei der Entwicklung künf-  
tiger Maßnahmen stärker berücksichtigt werden, um deren zivile Rechte und Menschenrechte zu schützen  
und so deren Perspektiven auch in die Strategie der MM Gruppe mit einfließen zu lassen.  
Mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen findet die Kommunikation über unsere Kunden statt. Durch di-  
rekte Kundentermine erhalten wir Feedback zu unseren Produkten und entwickeln gemeinsam mit dem  
Kunden innovative Verpackungslösungen, die den Bedürfnissen der Verbraucher:innen entsprechen. Dies  
hat Einfluss auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und somit auch auf die Geschäftsstrategie der  
MM Gruppe. Die Verantwortung für die Wahrung der Menschenrechte von Verbraucher:innen liegt grund-  
sätzlich bei unseren Kunden, wobei wir diese durch unsere Prozesse dabei unterstützen. Im Allgemeinen  
kann festgehalten werden, dass die Strategie und Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe nicht direkt von der  
Einbindung von Verbraucher:innen beeinflusst werden.  
Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse  
Die Resultate der Wesentlichkeitsanalyse der MM Gruppe, welche von externen Stakeholdern und dem Vor-  
ESRS 2 SBM-3  
stand bestätigt wurden, zeigen, dass alle Hauptthemen der ESRS als wesentlich zu behandeln sind, wobei  
einzelne Unterthemen und Unter-Unterthemen als nicht wesentlich betrachtet werden.  
Wesentliche Themen und Unterthemen im Überblick  
Das Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse gibt Aufschluss darüber, welche Themen und Unterthemen aus  
den ESRS für die MM Gruppe und ausgehend von ihren Aktivitäten als wesentlich betrachtet werden. Die  
folgende Tabelle stellt eine Zusammenfassung aller wesentlichen Themen inklusive deren Haupttreibern  
und Verbindung zum Geschäftsmodell sowie deren wirksame Zeithorizonte und Lokalisierung in der  
Wertschöpfungskette dar.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
52  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Lokalisierung in  
Wesentliches  
Haupttreiber und Verbindung zum Geschäftsmodell  
Zeit-  
der Wertschöp-  
ESRS 2 IRO-2  
Wesentliches Thema Unterthema  
(Auswirkungen, Risiken und Chancen)  
horizont  
fungskette  
Klimawandel  
Abschwächung des  
Der Ausstoß von Treibhausgasen trägt zum Klimawandel bei. Der kurz – lang eigene  
Klimawandels  
fortschreitende Klimawandel führt zu strategischen und asset-bezo-  
Tätigkeiten  
genen Risiken für die MM Gruppe, welche sowohl Schäden an Infra-  
struktur sowie die Verfügbarkeit und Preise von Rohstoffen betreffen.  
Eine Chance besteht in der Reduktion unserer Treibhausgasemissio-  
nen und der Reduzierung damit verbundener Kosten durch Beprei-  
sungssysteme, aber auch durch Klimarisiken selbst.  
Anpassung an den  
Um die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu erhö- kurz – lang Lieferkette,  
Klimawandel  
hen, passt sich die MM Gruppe an die durch den Klimawandel ver-  
eigene  
änderten Bedingungen an. Beispiele sind der Hochwasserschutz an  
Tätigkeiten  
den eigenen Standorten, aber auch Anpassungen in der Beschaf-  
fungsstrategie für Rohstoffe.  
Energie  
Die Herstellung von Karton und Papier benötigt große Mengen an kurz – lang eigene  
Energie. Dadurch entstehen Risiken im Bereich der Versorgung und  
Tätigkeiten  
Kosten durch Emissionshandelssysteme. Die Substitution von Gas  
durch andere Energiequellen ist eine Chance für die MM Gruppe, um  
transitorische Kosten zu verringern.  
Verschmutzung von  
In den Produktionsprozessen der MM Gruppe entstehen neben Treib- kurz – lang eigene  
Umweltver-  
schmutzung  
Luft, Wasser und  
hausgasen weitere Emissionen, die sich negativ auf die Qualität von  
Tätigkeiten  
Erde  
Luft, Wasser und Boden auswirken können. Kommt es zu Überschrei-  
tungen von Grenzwerten, drohen Strafen und Reputationsschäden.  
Wasserentnahme, -  
Für die Herstellung von Karton und Papier werden große Mengen an mittel –  
eigene  
Wasser und  
verbrauch und  
Wasser benötigt. Ein Großteil davon wird gereinigt wieder in die Ge- lang  
Tätigkeiten  
Meeresressourcen  
-einleitung  
wässer eingeleitet. Durch die Verwendung von großen Mengen an  
Wasser ist die MM Gruppe einem Reputationsrisiko ausgesetzt.  
Biodiversität und  
Unmittelbare Ein-  
Die MM Gruppe ist von der Verfügbarkeit des Rohstoffes Holz abhän- kurz – lang Lieferkette, wo-  
Ökosysteme  
flussfaktoren für den gig. Der Erhaltung der Biodiversität kommt daher eine besondere  
bei primär die  
Verlust der  
Bedeutung zu. Da die MM Gruppe jedoch keine eigenen Wälder be-  
Lieferkette Holz  
Artenvielfalt  
wirtschaftet, liegen die Auswirkungen hauptsächlich in der Liefer-  
betroffen ist  
kette. Preise und Verfügbarkeit von Holzsortimenten, welche abhän-  
Auswirkungen auf  
kurz – lang  
gig von der Biodiversität sind, stellen ein Risiko für die MM Gruppe  
den Zustand von  
dar. Eine Chance ist es, jetzt verantwortungsvoll zu handeln, um die  
Arten  
Versorgung in Zukunft zu sichern.  
Auswirkungen und  
kurz – lang  
Abhängigkeiten von  
Ökosystemleistungen  
Ressourcennutzung  
Ressourcenzuflüsse,  
Die Spezialisierung auf die Herstellung von Recyclingkarton führt zu kurz – lang eigene  
und Kreislaufwirt-  
einschließlich Res-  
einer Verringerung der benötigten Frischfasermenge. Die Produkte  
Tätigkeiten  
schaft  
sourcennutzung  
weisen eine hohe Recyclingfähigkeit auf und leisten somit einen Bei-  
trag zur Kreislaufwirtschaft. Regulativen, im Bereich der Verpa-  
Ressourcenabflüsse  
kurz – lang eigene  
ckungsindustrie stellen dabei finanzielle Risiken für die MM Gruppe  
im Zusammenhang  
Tätigkeiten  
dar. Die Chance zur Substituierung von Kunststoff durch faserba-  
mit Produkten und  
sierte Produkte der MM Gruppe ist sowohl finanziell als auch ökono-  
Dienstleistungen  
misch besonders relevant.  
Abfall  
kurz – lang eigene  
Tätigkeiten  
Eigene  
Arbeitsbedingungen  
Die Größe der MM Gruppe und damit die Anzahl der Beschäftigten kurz – lang eigene  
Arbeitskräfte  
führt zu einem erheblichen Einfluss der MM Gruppe auf das Wohler-  
Tätigkeiten  
gehen vieler Personen. Sollte die MM Gruppe geltenden Standards  
Gleichbehandlung  
kurz – lang eigene  
nicht gerecht werden, bestehen Risiken von Strafzahlungen und Re-  
und Chancengleich-  
Tätigkeiten  
putationsverlust. Hohe gelebte Standards sind eine Chance zur Bin-  
heit für alle  
dung von Mitarbeiter:innen.  
Sonstige arbeitsbe-  
kurz – lang eigene  
zogene Rechte  
Tätigkeiten  
Arbeitnehmer in der  
Arbeitsbedingungen  
Komplexe Lieferketten mit Schwerpunkt in Zentraleuropa, aber auch kurz – lang Lieferkette  
Wertschöpfungskette  
relevanten Teilen in Ländern mit höheren Risiken für Arbeitneh-  
mer:innen. Vorfälle in der Wertschöpfungskette können sich auch  
Gleichbehandlung  
kurz – lang Lieferkette  
negativ auf die MM Gruppe auswirken, was ein Risiko darstellt. Faire  
und Chancengleich-  
Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette  
heit für alle  
sind eine Chance für funktionierende Geschäftsbedingungen und  
Lieferketten.  
Sonstige arbeitsbe-  
kurz – lang Lieferkette  
zogene Rechte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
53  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Lokalisierung in  
Wesentliches  
Haupttreiber und Verbindung zum Geschäftsmodell  
Zeit-  
der Wertschöp-  
Unterthema  
(Auswirkungen, Risiken und Chancen)  
horizont  
fungskette  
Wesentliches Thema  
Betroffene  
Wirtschaftliche, sozi- Die MM Gruppe hat einen signifikanten Einfluss auf die Gemeinschaf- kurz – lang Lieferkette,  
Gemeinschaften  
ale und kulturelle  
ten in und um die großen Produktionsstandorte sowie einen indirek-  
eigene  
Rechte der Gemein-  
ten Einfluss auf die Gemeinschaften, die hauptsächlich von den Akti-  
Tätigkeiten  
schaften  
vitäten in der Wertschöpfungskette Holz betroffen oder abhängig  
sind. Im Falle von negativen Einflüssen auf betroffene Gemeinschaf-  
Bürgerliche und poli-  
kurz – lang Lieferkette,  
ten wäre die MM Gruppe mit finanziellen sowie reputativen Risiken  
tische Rechte der  
eigene  
konfrontiert. Eine offene Kultur, vor allem mit Gemeinschaften um Be-  
Gemeinschaften  
Tätigkeiten  
triebsstandorte wirkt sich positiv auf die Anzahl an verfügbaren Ar-  
Besondere Rechte  
beitskräften aus.  
kurz – lang Lieferkette  
indigener Gemein-  
schaften  
Verbraucher und  
Informationsbezo-  
Die Produkte der MM Gruppe bieten unseren Kunden die Möglichkeit, kurz – lang nachgelagert  
Endnutzer  
gene Auswirkungen  
Informationen über verpackte Produkte an den Endverbraucher zu  
kommunizieren. Eine hohe Qualität in der Produktion ist besonders  
relevant, da bei Fehlern falsche Informationen an Endnutzer kom-  
muniziert werden könnten.  
Persönliche  
Einige Produkte der MM Gruppe werden im direkten Kontakt mit Le- kurz – lang nachgelagert  
Sicherheit  
bensmitteln eingesetzt und erfordern daher besondere Sorgfalt.  
Business Conduct  
Unternehmenskultur  
Die Aktivitäten der MM Gruppe wirken sich durch ihre Reichweite auf kurz – lang vorgelagert,  
die Menschen und die Gesellschaft aus.  
eigene  
Tätigkeiten,  
nachgelagert  
Schutz von  
Hinweisgeber müssen die Möglichkeit haben, Missstände an die MM kurz – lang vorgelagert,  
Hinweisgebern  
Gruppe zu melden. Sollte unser Beschwerdekanal, die MM Integrity  
eigene  
Line, Hinweisgebern nicht zur Verfügung stehen, würde dies zu repu-  
Tätigkeiten,  
tativen Risiken führen.  
nachgelagert  
Management der  
Das Management der Beziehungen zu Lieferanten kann erhebliche kurz – lang vorgelagert  
Beziehungen mit Lie- Auswirkungen auf die Lieferanten der MM Gruppe haben. Eine gute  
feranten  
Beziehung zu unseren Lieferanten ist besonders wichtig für eine  
funktionierende Lieferkette, um Risiken von Versorgungsengpässen  
zu vermeiden.  
Korruption und  
Die Aktivitäten der MM Gruppe wirken sich durch ihre Reichweite auf kurz – lang eigene  
Bestechung  
die Menschen und die Gesellschaft aus. Verstöße im Bereich Korrup-  
Tätigkeiten  
tion und Bestechung bringen ein signifikantes Reputationsrisiko und  
Strafzahlungen mit sich.  
Die relevantesten Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen für die MM Gruppe  
Die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe sind energie- und ressourcenintensiv. Daraus ergeben sich un-  
mittelbar die relevantesten Schnittstellen zu Umwelt und Natur. Durch den hohen Energieverbrauch bei der  
Herstellung von Karton und Papier, der zum überwiegenden Teil durch fossile Energieträger gedeckt wird,  
werden CO2-Emissionen freigesetzt, die zum Klimawandel beitragen. . Ein fortschreitender Klimawandel  
kann die Grundlagen der Geschäftstätigkeit der MM Gruppe verändern, daher ist es besonders wichtig,  
dass auch die MM Gruppe Maßnahmen zur Abschwächung des Klimawandels setzt. Neben Schäden an  
Infrastruktur und Anlagen durch häufigere und intensivere Extremwetterereignisse sind die Auswirkungen  
des Klimawandels auf Ökosysteme und Biodiversität die schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels für  
die MM Gruppe. Dieser Zusammenhang ist aufgrund der Abhängigkeit von Holz als Rohstoff und Wasser für  
die Produktionsprozesse besonders relevant. Um die Strategie der MM Gruppe resilienter gegenüber dem  
Klimawandel zu gestalten, wurden ambitionierte Ziele zur Reduktion von Emissionen gesetzt. Neben dem  
Klimawandel ist es auch wichtig, auf eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in unserer Lieferkette zu  
achten, um Auswirkungen auf die Biodiversität zu minimieren bzw. zu vermeiden. Die MM Gruppe setzt da-  
bei auf Zertifizierungssysteme wie FSC® oder PEFC, die dem Artenschutz Priorität einräumen. Um resilienter  
gegenüber Unsicherheiten in der Lieferkette wie Preisschwankungen oder Engpässen bei spezifischen Sor-  
timenten von zertifizierten Fasern und Holz zu sein, evaluiert die MM Gruppe regelmäßig ihre Beschaffungs-  
strategie und passt diese an die sich ändernden Umstände an.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
54  
Konzernlagebericht  
Neben den umweltbezogenen IROs ist der Erfolg der MM Gruppe vor allem von der Verfügbarkeit von qua-  
lifiziertem Personal abhängig. Die Gruppe legt großen Wert auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter:innen und  
auf gute Arbeitsverhältnisse, da sie dies als eine wesentliche Grundlage für die Schaffung eines produkti-  
ven, inklusiven und innovativen Arbeitsumfeldes betrachtet. Es wird nicht nur Wert auf die Rekrutierung und  
Förderung von Talenten gelegt, sondern auch auf eine langfristige Bindung durch gezielte Weiterbildungs-  
maßnahmen und eine gesunde Work-Life-Balance.  
Details zu einzelnen IROs und dazu wie diese sich auf die Strategie und Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe  
auswirken, sind in den jeweiligen Themenbereichen unter dem Punkt „Beschreibung von Auswirkungen, Ri-  
siken und Chancen“ detailliert erläutert. Die Resilienz der MM Gruppe gegenüber den IROs wird ebenfalls in  
den Themenbereichen ausgeführt.  
Als nicht wesentlich identifizierte Unterthemen  
Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse wurden einzelne Unterthemen der ESRS Themen als nicht wesentlich  
für die MM Gruppe identifiziert. Im Umweltbereich sind in den Themen Klimawandel, biologische Vielfalt und  
Ökosysteme, sowie Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft alle Unterthemen als wesentlich eingestuft.  
Im Thema Umweltverschmutzung wurden die Unterthemen Verschmutzung von lebenden Organismen  
und Nahrungsressourcen, besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe und Mikroplastik  
als nicht wesentlich eingestuft, da die qualitativen und quantitativen Analysen ergeben haben, dass in  
diesen Bereichen keine wesentlichen Auswirkungen von den Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe ausge-  
hen. Beim Kapitel „E3 Wasser- und Meeresressourcen“ sind das Unterthema Meeresressourcen und die da-  
zugehörigen Unter-Unterthemen nicht wesentlich, da die MM Gruppe keine Meeresressourcen nutzt, oder  
Auswirkungen auf diese hat. Bei den sozialen Themen ist im Thema Verbraucher und Endnutzer das Un-  
terthema der sozialen Inklusion nicht wesentlich und im Thema Unternehmenspolitik die Unterthemen Tier-  
schutz und politisches Engagement und Lobbying Tätigkeiten.  
6.2 Angaben zur EU-Taxonomie  
Die Erreichung der Ziele des EU Green Deal, wie Klimaneutralität in Europa, kann nur gelingen, wenn Geld-  
flüsse vermehrt in nachhaltigen Investitionen münden. Dafür hat die EU-Kommission die Taxonomie-Ver-  
ordnung entwickelt, die ermöglichen wird, Nachhaltigkeit finanziell messbar und vergleichbar zu machen,  
was zu erhöhter Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeitsaktivitäten führt. Im Jahr 2021 wurden die Um-  
weltziele „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ veröffentlicht, vier weitere Umweltziele (zu  
den Themen Kreislaufwirtschaft, Wasser, Biodiversität und Umweltverschmutzung) wurden 2023 veröffent-  
licht. Als börsennotiertes Unternehmen ist die MM Gruppe verpflichtet, ihre Aktivitäten gemäß der Taxono-  
mie-Verordnung offenzulegen.  
Die MM Gruppe hat die von der EU-Kommission veröffentlichten Wirtschaftsaktivitäten für die sechs Um-  
weltziele hinsichtlich ihrer Relevanz für die eigenen Wirtschaftstätigkeiten auf Taxonomiefähigkeit und Ta-  
xonomiekonformität geprüft. Gemäß Delegierter Verordnung (EU) 2021/2178 wurden die Kennzahlen (KPI),  
bezogen auf Umsatz (Umsatz-KPI), Investitionsausgaben (CapEx-KPI) und Betriebsausgaben (OpEx-KPI),  
für 2024 erarbeitet und in diesem Bericht offengelegt. Dabei wurden sämtliche relevanten FAQs der Euro-  
päischen Kommission zur EU-Taxonomie berücksichtigt.  
Taxonomiefähigkeit  
Eine Analyse zeigte, dass sich die umsatzrelevanten Tätigkeiten der MM Gruppe auch 2024 (wie bereits  
2023) nicht in den Aktivitätsbeschreibungen der EU-Taxonomie widerspiegeln. Somit kann die MM Gruppe  
auch 2024, mit Ausnahme der Aktivität CCM4.30, welche jedoch nicht die Kerngeschäftsaktivität der MM  
Gruppe darstellt, keine umsatzrelevanten taxonomiefähigen Aktivitäten ausweisen. Für die KPIs zu OpEx und  
CapEx bedeutet dies, dass nur Einzelmaßnahmen (Kategorie C) ausgewiesen werden können. So können  
für den Berichtszeitraum beispielsweise keine CapEx und OpEx (Kategorie A und B) zu Effizienzmaßnahmen,  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
55  
Konzernlagebericht  
welche einen wesentlichen Teil der gesamten CapEx und OpEx der MM Gruppe ausmachen, als taxono-  
miefähig ausgewiesen werden. Das hat zur Folge, dass nur ein geringer Anteil an CapEx- und OpEx-Projek-  
ten taxonomiefähig und taxonomiekonform ist. In die Analyse hinsichtlich Taxonomiefähigkeit wurde die  
Projektebene gruppenweit vollumfänglich einbezogen und alle CapEx-Projekte mit einer Kapitalisierung im  
Jahr 2024 berücksichtigt, wodurch verlässliche und präzise Informationen im Kontext der EU-Taxonomie  
berichtet werden. Die Projekte wurden zur Prüfung auf Taxonomiefähigkeit mit den Aktivitäten der EU-  
Taxonomie und deren Definitionen abgeglichen. Bei diesem Prozess wurde in engem Austausch mit den  
jeweiligen Projektverantwortlichen gearbeitet und es wurden Informationen zu den Projekten in Hinblick auf  
den wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zusammengetragen. Da im Berichtszeitraum noch keine Inves-  
titionen in Zusammenhang mit Adaptierungsplänen vorliegen, werden zum Ziel „Anpassung an den Klima-  
wandel“ der EU-Taxonomie für 2024 keine Investitionen ausgewiesen.  
Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2023 wurden 2024 mit Bezug auf neu veröffentlichte FAQs die Aktivitäten  
CE1.2 „Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten“ und CE2.7 „Sortierung und Materialrückge-  
winnung von ungefährlichem Abfall“ für die Berichterstattung zu Einzelmaßnahmen (CapEx C) neu aufge-  
nommen sowie die Aktivität CCM4.30 und die dafür erforderlichen zusätzlichen KPI-Tabellen in diesen Be-  
richt integriert.  
Im Geschäftsjahr 2024 wurden an den Standorten der MM Gruppe Einzelmaßnahmen zur Steigerung der  
Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbarer Energie vorgenommen. An mehreren Standorten der  
MM Gruppe wurden Photovoltaik- und solarthermische Anlagen installiert, um den Anteil an erneuerbarer  
Energie in der Produktion zu erhöhen. Die damit verbundenen Investitionen werden in der Taxonomie-Akti-  
vität CCM7.6 ausgewiesen. Zur Förderung des Umstieges auf Elektromobilität wurden an mehreren Stand-  
orten Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert. Investitionen hierzu werden in der Aktivität CCM7.4 aus-  
gewiesen. Ähnlich wie schon 2023 stellt die Aktivität CCM7.1 „Erwerb und Besitz von Gebäuden“, gemeinsam  
mit den Aktivierungen im Bereich des Fuhrparkes einen Großteil der taxonomiefähigen CapEx dar. Um Ener-  
gie auch abseits der Produktionsprozesse einzusparen, wurde 2023 der Umstieg auf LED-  
Beleuchtungsmittel der höchsten zwei Energieeffizienzklassen an einigen Standorten umgesetzt und unter  
der Aktivität CCM7.3 ausgewiesen.  
Taxonomiekonformität  
Um die taxonomiefähigen Projekte auf Konformität mit der EU-Taxonomie zu überprüfen, wurde bei den in  
der Aktivität CCM7.3 abgebildeten Projekten bei den Herstellern der Leuchtmittel eine Bestätigung über die  
Taxonomiekonformität der verwendeten Materialien eingeholt. Bei den Projekten, welche in den EU-  
Taxonomie-Aktivitäten CCM7.4 und 7.6 ausgewiesen werden, wurden projektspezifische Klimarisikoanaly-  
sen durchgeführt. Bei den Klimarisikoanalysen stellten sich keine gravierenden Risiken für die MM Gruppe  
heraus. Für die jeweiligen erkannten geringfügigen Risiken wurden Adaptierungsmaßnahmen erarbeitet,  
welche mit den verantwortlichen Personen an den Standorten kommuniziert werden und in Zukunft zu  
Adaptierungsplänen weiterentwickelt werden. Im Berichtszeitraum wurde an Adaptierungsplänen, welche  
sich auf Aktivitäten der EU-Taxonomie beziehen, gearbeitet, jedoch noch keine fertiggestellt. Ziel ist es, bis  
2025 Adaptierungspläne in Zusammenhang mit der EU-Taxonomie vorliegen zu haben, um Aktivitäten im  
Umweltziel „Anpassung an den Klimawandel“ berichten zu können. Da im Berichtszeitraum noch keine In-  
vestitionen in Zusammenhang mit Adaptierungsplänen vorliegen, werden zum Ziel „Anpassung an den Kli-  
mawandel“ der EU-Taxonomie für 2024 keine Investitionen ausgewiesen. Eine Prüfung auf Taxonomiekon-  
formität konnte für die Aktivität CE1.2 nicht erfolgreich durchgeführt werden, da die Datengrundlage auf  
Geräteebene nicht granular genug ist um die technischen Bewertungskriterien zu erfüllen. Bei der Aktivität  
CCM4.30 wurden die technischen Bewertungskriterien geprüft und diese jedoch nicht eingehalten, was  
dazu führt, dass hier kein taxonomiekonformer Anteil ausgewiesen werden kann. Da für die Aktivität CE2.7  
keine taxonomiefähigen Aktivitäten festgestellt werden konnten, erfolgte auch keine Überprüfung auf  
Taxonomiefähigkeit.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
56  
Konzernlagebericht  
Sozialer Mindestschutz  
Auf Ebene der MM Gruppe wurde geprüft, ob Maßnahmen und Richtlinien, um die Anforderungen an den  
Mindestschutz zu gewährleisten, vorhanden sind. Bei der Analyse der Ansprüche orientiert sich die MM  
Gruppe an den Angaben des von der EU-Kommission am 11. Oktober 2022 veröffentlichten Abschlussbe-  
richtes zum Thema Mindestschutz. Die Verhaltensprinzipien der MM Gruppe sind in unserem Unterneh-  
menskodex (MM Code of Conduct) zusammengefasst. Sie schließen die universellen Prinzipien des UN Glo-  
bal Compact, die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen, Menschenrechte einschließlich des  
Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzes, Korruptionsbekämpfung, fairen Wettbewerbs und Besteuerung  
mit ein und bilden die Leitlinie für das verantwortungsvolle Handeln unserer Mitarbeiter:innen, um den ethi-  
schen Leitprinzipien aus den Bereichen Gesetzeskonformität, Menschenrechte und Arbeitsstandards aller-  
orts im Konzern zu entsprechen.  
Kennzahl bezogen auf den Umsatz (Umsatz-KPI)  
Aufgrund der dynamischen regulatorischen Entwicklungen im Bereich der EU-Taxonomie wurden für die  
Beurteilung der Kennzahl die delegierten Rechtsakte und die relevanten Anhänge herangezogen. Die darin  
beschriebenen Wirtschaftsaktivitäten stehen dabei nicht im Einklang mit den umsatzbezogenen inhaltli-  
chen Aktivitäten der MM Gruppe, da keine Aktivitäten enthalten sind, welche die Tätigkeiten der Papier- und  
Kartonindustrie sowie die Herstellung faserbasierter Verpackungen abbilden. Bei der Herstellung von Kar-  
ton und Papier werden jedoch Wärme-Kraft-Kopplung-Kraftwerke zur Bereitstellung der benötigten Ener-  
gie eingesetzt, welche hauptsächlich mit Erdgas betrieben werden. Aufgrund von Schwankungen des Be-  
darfes an Energie in der Produktion kommt es gelegentlich zu Energieüberschüssen in Form von Strom  
und/oder Wärme. Diese werden, wo verfügbar, in das Strom- oder Fernwärmenetz eingespeist, um Verluste  
zu vermeiden. Dabei kommt es zu geringfügigen Umsätzen, welche unter der Aktivität 4.30 „Hocheffiziente  
Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen“ ausgewiesen werden. Der Ge-  
samtnenner der Umsatzerlöse entspricht den Nettoumsatzerlösen laut Konzerngewinn- und -verlustrech-  
nung (S. 202) im Konzernabschluss 2024. Dieser beträgt für das Geschäftsjahr 2024 4.079,6 Mio. EUR. Dem-  
gegenüber stehen Umsatzerlöse der Aktivität 4.30 von 6,6 Mio. EUR, was einem Anteil von 0,16 % der  
gesamten Umsatzerlöse entspricht und welche als taxonomiefähig eingestuft werden. Die Überprüfung auf  
Taxonomiekonformität ergab, dass die technischen Bewertungskriterien nicht erfüllt sind, weshalb keine  
taxonomiekonformen Umsätze ausgewiesen werden.  
Kennzahl bezogen auf Investitionsausgaben (CapEx-KPI)  
Die Grundlage der Kennzahl bilden Daten aus „Corporate Planning and Reporting“ zu allen Investitionspro-  
jekten, welche im Berichtszeitraum zu einem Zugang im Anlagevermögen führten. Der Nenner der Kennzahl  
entspricht der Summe aus Zugängen zum Anlagevermögen und Zugängen zum Konsolidierungskreis zu  
den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gemäß den Tabellen „Entwicklung der Sachanla-  
gen 2024“ (S. 201) bzw. „Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts-(Firmen-)wer-  
ten 2024“ (S. 201) im Konzernabschluss 2024 und beträgt 239,6 Mio. EUR. Wie im Kapitel „Taxonomiefähig-  
keit“ eingangs beschrieben, bezieht sich der CapEx-KPI ausschließlich auf CapEx der Kategorie C. Aktuell  
liegt kein CapEx-Plan vor, welcher eine Erweiterung der Taxonomiefähigkeit oder Taxonomiekonformität  
vorsieht, weshalb auch kein CapEx der Kategorie B ausgewiesen wird. Die aus der Aufbereitung resultieren-  
den Projekt-Datensätze wurden in weiterer Folge mit den im Anhang 1 zu EU Regulation 2020/852 ange-  
führten Aktivitäten abgeglichen und auf EU-Taxonomiefähigkeit geprüft, wie im Kapitel „Taxonomiefähig-  
keit“ erläutert. Aus diesem Abgleich, bei welchem in enger Zusammenarbeit mit den Produktionsstandorten  
umfangreiche Informationen zu den taxonomiefähigen Projekten eingeholt wurden, ergibt sich der Zähler  
der Kennzahl. Durch eine einheitliche, granulare Reportingstruktur der Investitionsprojekte werden Doppel-  
zählungen vermieden und alle für den Zähler relevanten Projekte erfasst. Die taxonomiefähigen Aktivitäten  
wurden, wie im Kapitel „Taxonomiekonformität“ beschrieben, auf Konformität mit der EU-Taxonomie  
geprüft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
57  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Quantitative Aufschlüsselung des CapEx-Zählers auf Ebene der Wirtschaftstätigkeit (in TEUR)  
Intern generierte  
Davon durch  
oder erworbene  
Unternehmenszu-  
Zugänge zu  
immaterielle  
sammenschlüsse Davon Teil eines  
Aktivität  
Sachanlagen  
Vermögenswerte Nutzungsrechte  
Summe  
erworben  
Investitionsplans  
CE 1.2  
3.317,05  
0
0
3.317,05  
0
0
CCM 4.30  
5.861,78  
0
0
5.861,78  
0
0
CCM 6.5  
1.692,76  
0
32,92  
1.725,69  
0
0
CCM 6.6  
2.588,06  
0
0
2.588,06  
0
0
CCM 6.14  
245,20  
0
0
245,20  
0
0
CCM 7.3  
342,37  
0
0
342,37  
0
0
CCM 7.4  
27,88  
0
0
27,88  
0
0
CCM 7.6  
986,91  
0
0
986,91  
0
0
CCM 7.7  
6.243,09  
0
0
6.243,09  
0
0
Mit 97 % aller taxonomiekonformen Aktivitäten stellen Investitionen in Technologien für erneuerbare Energie  
den wesentlichen Teil dieser dar. Die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge ermöglicht  
E-Mobilität und ist deshalb eine weitere relevante ausgewiesene taxonomiekonforme Aktivität. An den  
Standorten wurde 2024 LED-Beleuchtung erneuert und/oder installiert, um Energie einzusparen, was zu  
einem Anteil der Aktivität CCM7.3 von 0,14 % führt. Der taxonomiekonforme Teil des Zählers setzt sich aus-  
schließlich aus Zugängen zu Sachanlagen zusammen. Im Berichtszeitraum werden 0,42 % als taxonomie-  
konform und 8,48 % als taxonomiefähige Investitionsausgaben, wie in Tabelle „EU-Taxonomie - Kennzahlen  
CapEx“ (Seite 208) im Anhang des konsolidierten nichtfinanziellen Berichtes bzw. der Nachhaltigkeitserklä-  
rung ersichtlich, ausgewiesen. Der geringe Anteil ist darauf zurückzuführen, dass die umsatzrelevanten Ak-  
tivitäten der MM Gruppe im Berichtszeitraum nicht von der EU-Taxonomie abgedeckt werden und daher  
hier nur Einzelmaßnahmen der Kategorie CapEx C ausgewiesen werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der  
Anteil an taxonomiefähigen CapEx größer, da 2024 erstmals auch die Aktivitäten CE 1.2 und CCM 4.30 aus-  
gewiesen werden. Die Investitionen in elektronische Geräte belaufen sich auf 1,38 % der Zugänge zum An-  
lagevermögen und Investitionen in Kraft-Wärme-Kopplung-Kraftwerke auf 2,45 %.  
Kennzahl bezogen auf Betriebsausgaben (OpEx-KPI)  
Die Grundlage der Kennzahl bilden Daten aus „Corporate Planning and Reporting“ zu den Betriebsausga-  
ben der einzelnen Standorte und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Die Summe der Konten für  
Betriebsausgaben und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stellt den Nenner der Kennzahl dar  
und beläuft sich auf 114,6 Mio. EUR. Um den Zähler zu bestimmen, wurden bei allen Standorten betriebliche  
Ausgaben, welche relevanten Aktivitäten zugeordnet werden können, durch Group Consolidation & Repo-  
ting abgefragt. Durch die Informationen der Betriebsstandorte konnte der Zähler für diese Kennzahl erstellt  
werden. Doppelzählungen werden durch den direkten Abgleich der Angaben mit den verantwortlichen Per-  
sonen in den Standorten vermieden. Für taxonomiefähige OpEx wurde eine Prüfung auf Konformität mit der  
EU-Taxonomie durchgeführt, indem die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen sichergestellt und der  
Mindestschutz ausgewiesen wurde.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
58  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Quantitative Aufschlüsselung des Zählers des OpEx KPI  
OpEx (TEUR)  
F&E Kosten  
Gebäudesanierungsmaßnahmen  
11.978,66  
Nicht aktivierte Leasingverträge  
Wartung und Reparatur  
6.173,97  
Total  
18.152,64  
Im Berichtszeitraum werden 15,84 % als taxonomiefähige OpEx ausgewiesen. Der überwiegende Teil entfällt  
auf Aktivität CCM7.7 und damit auf die Instandhaltung von Gebäuden. 3,50 % der gesamten OpEx wurden  
für die Wartung von Fahrzeugen (Aktivitäten CCM6.5 und 6.6) aufgewendet. Der generell geringe Anteil an  
taxonomiefähigen OpEx ist darauf zurückzuführen, dass die umsatzrelevanten Aktivitäten der MM Gruppe  
im Berichtszeitraum nicht von der EU-Taxonomie abgedeckt werden und daher hier nur Einzelmaßnahmen  
der Kategorie OpEx C ausgewiesen werden.  
Bei allen KPIs ist eine Doppelzählung über verschiedene Umweltziele hinweg ausgeschlossen, da die ein-  
zelnen Aktivitäten nur unter einem Umweltziel gezählt werden.  
6.3 E1 Klimawandel  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die Produktion von Karton und Zellstoff in den Kartonwerken ist energieintensiv und auch bei der weiteren  
Verarbeitung in unseren Packagingwerken wird Energie benötigt. In den Werken von MM Board & Paper  
wird überwiegend Erdgas als Primärenergieträger eingesetzt. Die meisten Werke verfügen über eigene  
Kraftwerke, in denen Erdgas zur bedarfsgerechten Erzeugung von Dampf und Strom für die Karton- und  
Papierproduktion eingesetzt wird und Turbinen zur Stromerzeugung aus dem erzeugten Hochdruckdampf  
eingesetzt werden. Auch Biokraftstoffe spielen in der Board & Paper Division eine wichtige Rolle. 51 % der in  
der Board & Paper Division verwendeten Primärenergieträger sind erneuerbaren Ursprungs (z. B. Bio-  
masse). Darüber hinaus wird Strom von Energieversorgungsunternehmen zugekauft. Als weitere fossile  
Energieträger werden in den einzelnen Werken Steinkohle, Heizöl, Diesel und Flüssiggas eingesetzt. In den  
Packagingwerken ist Strom die Hauptenergiequelle in der Produktion.  
E1-1  
Die Dekarbonisierungsstrategie der MM Gruppe steht im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad des Pariser Abkom-  
mens und wurde von der Science Based Targets initiative genehmigt (die MM Gruppe ist nicht von den  
Pariser Benchmarks der EU ausgeschlossen), was bedeutet, dass die Scope 1- und 2-Emissionen bis 2031  
um 50,4 % (1.037.077 tCO2) und die Scope 3-Emissionen um 58 % (pro Wertschöpfung)(1,5 tCO2/TEUR) re-  
duziert werden müssen (ausgehend von einem Basisjahr 2019). Um die Kompatibilität mit dem Übergang  
zu einer nachhaltigen Wirtschaft und mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C zu gewährleis-  
ten, haben wir nach den Anpassungen des Geschäftsmodells die folgenden Dekarbonisierungshebel und  
Schlüsselmaßnahmen identifiziert: Umstellung auf erneuerbare/kohlenstoffarme Elektrizität an allen Pro-  
duktionsstandorten, Erhöhung des Anteiles erneuerbarer Energien in den Board & Paper Werken und Ein-  
kauf von Rohstoffen mit einem reduzierten CO2e-Fußabdruck.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
59  
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Konzernlagebericht  
MM Transition Plan  
Die CO2e-Emissionsreduktionsziele der MM Gruppe sind Bruttoziele, d. h. Treibhausgasemissionen(THG)-  
Offsetting, Emissionsgutschriften oder vermiedene Emissionen sind nicht enthalten. Die historische Ent-  
wicklung unserer Scope 1- und 2-Emissionen sowie die erwartete Entwicklung auf Basis der CO2e-  
Reduktionsmaßnahmen sind im „MM Transition Plan" grafisch dargestellt. Darüber hinaus wird es in Zukunft  
eine weitere Anpassung des CapEx- und OpEx-Managements an die in der Delegierten Verordnung  
2021/2139 der Kommission (EU-Taxonomie) festgelegten Kriterien geben. Im Rahmen des „MM Nachhaltig-  
keitsbonus 2024“ haben alle Produktionsstandorte Energie- bzw. CO2e-Effizienzziele erhalten, Energiefluss-  
analysen durchgeführt und Projektideen zur Reduktion von Scope 1- und Scope 2- Emissionen entwickelt.  
Bei den Investitionen zur Umsetzung unseres Transition Plans handelt es sich um Energieeffizienzmaßnah-  
men, die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren und kohlenstoffarmen Quellen und den kontinuierlichen  
Ersatz fossiler Brennstoffe durch Biomasse. Im Jahr 2024 wurden 3,3 Mio. EUR für den Kauf von erneuerba-  
rem Strom und 9,3 Mio. EUR in Energieeffizienzprojekte investiert. Der Ersatz von fossilen Brennstoffen steht  
im Zusammenhang mit der strategischen Investition in unser Karton- und Papierwerk in Kwidzyn. Um das  
Ziel zu erreichen, sind keine nennenswerten OpEx-Investitionen erforderlich. Eingesperrte Emissionen wur-  
den identifiziert und im Rahmen des Transition Plans berücksichtigt. In diesem Zusammenhang sind die  
Investitionen in unsere Erdgaskraftwerke zu nennen. Einerseits führten diese zu einer Verringerung der Emis-  
sionen, da diese Investitionen die Effizienz der Kraftwerke erhöhten. Andererseits sind die Emissionen aus  
fossilen Brennstoffen festgeschrieben, da eine Umstellung auf Ökostrom nicht möglich ist, sofern der Return  
On Investment (ROI) nicht erreicht wird. Im Jahr 2024 wurden rund 5,9 Mio. EUR für Investitionen im Zusam-  
menhang mit Erdgas (z. B. Überholung von Turbinen) aufgewendet (weitere Informationen zu Investitions-  
plänen im Zusammenhang mit der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an den Klima-  
wandel finden Sie im Kapitel „EU-Taxonomie“, S. 122 Der Transition Plan ist mit der Gesamtgeschäfts-  
strategie von MM abgestimmt, da er unseren konzernweiten Dekarbonisierungszielen folgt. Die Erreichung  
dieser Ziele und damit die Umsetzung des Transition Plans ist eng mit unserem CapEx-Management ver-  
bunden und daher Teil der Finanzplanung des Unternehmens.  
Dieser Wandel wird von den Abteilungen Group Sustainability & Safety, Energy Sourcing und Technology  
Board & Paper geleitet und von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
60  
Konzernlagebericht  
Im Berichtsjahr wurden die absoluten Scope 1- und Scope 2-Emissionen um 54 % (2023: 35 %) im Vergleich  
zu 2019 gesenkt. Die spezifischen Scope 1- und Scope 2-Emissionen wurden auf Konzernebene im Jahr 2024  
um 34 % im Vergleich zu 2023 (und 71 % im Vergleich zu 2019) reduziert.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Die analysierten Risiken (Prozessbeschreibung in Kapitel ESRS 2) wurden im Rahmen einer Resilienzanalyse  
auf die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe angewendet und spezifische klimabezogene Risiken für die  
MM Gruppe definiert. Spezifische Risiken beziehen sich auf Risiken, die auf Basis verschiedener Klimagefah-  
ren über Wirkungsketten im Zusammenhang mit unseren eigenen Aktivitäten und entlang der Wertschöp-  
fungskette definiert wurden. Im Rahmen der Resilienzanalyse wurden gemeinsame sozioökonomische  
Pfadszenarien (SSP) verwendet, die mit den zuvor erwähnten RCP-Szenarien und dem angepassten Netto-  
Null-Emissionsszenario (NZE) der Internationalen Energieagentur (IEA) verknüpft sind, um zukünftige sozi-  
oökonomische Szenarien zu untersuchen. Die Verwendung von SSP-Szenarien ermöglicht es uns auch,  
Übergangsrisiken zu analysieren, die sich aus den Wegen ergeben, die politische Entscheidungsträger und  
die Gesellschaft einschlagen könnten, um den Klimawandel abzumildern und/oder sich an ihn anzupas-  
sen. Es wurden mehrere kritische Annahmen darüber getroffen, wie sich der Übergang zu einer kohlenstoff-  
ärmeren und widerstandsfähigeren Wirtschaft direkt oder indirekt auf die Geschäftstätigkeit der  
MM Gruppe auswirken wird. Die wichtigsten davon sind Veränderungen bei Angebot und Nachfrage von  
erneuerbaren und fossilen Energien, die Zunahme von neuen Vorschriften und das wachsende Bewusstsein  
der Verbraucher:innen für den Klimawandel. Es ist auch wichtig zu verstehen, dass die szenariobasierte  
Resilienzanalyse mit einer Reihe von Unsicherheiten behaftet ist. Die Vertrauensniveaus für zukünftige Ent-  
wicklungen in der Gesellschaft und im Klima stammen aus dem sechsten Synthesebericht des IPCC (AR6).  
Die Ergebnisse der Resilienzanalyse zeigen, dass der Klimawandel für die Geschäftsaktivitäten der  
MM Gruppe sowohl physische Risiken als auch Übergangsrisiken mit sich bringt, die entweder einzelne Stand-  
orte betreffen oder strategische Risiken sind, die eine Division oder den gesamten Konzern betreffen können.  
Die physischen Risiken im Zusammenhang mit Überschwemmungen und Wasserknappheit hängen von  
der künftigen Entwicklung der Niederschlagsmuster und -arten ab, die unter Berücksichtigung der  
RCP/SSP-Szenarien abgeschätzt werden können. Die Auswirkungen der Risiken hängen jedoch auch von  
der strukturellen Anpassung der Infrastruktur an die jeweiligen Risiken ab. Ein physikalisches Risiko, das sich  
aus Überschwemmungen ergibt, sind beispielsweise Schäden an der Infrastruktur und Produktionsausfälle  
im Falle einer Überflutung von Produktionsstätten, die je nach geografischer Lage durch starke Regenfälle  
und/oder einen Anstieg des Meeresspiegels ausgelöst werden kann. Andererseits können Dürreperioden  
zu Wasserknappheit beitragen. Wenn die Wasserstände in den Gewässern, aus denen das Wasser für die  
Karton- und Papierproduktion entnommen wird, zu niedrig sind, kann dies dazu führen, dass nicht genü-  
gend Wasser für die Produktion zur Verfügung steht. Dies kann eine Verringerung der Produktionskapazität  
bedingen, was wiederum ein spezifisches Risiko für MM darstellt. Es ist daher wichtig, die Wasserstände  
regelmäßig zu überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um die Wasserversorgung der  
Werke sicherzustellen. Neben dem Rohstoff Wasser ist die Karton- und Papierproduktion auch stark auf den  
Rohstoff Holz angewiesen. Kalamitäten, wie oben anhand der Wirkungskette beschrieben, werden mit fort-  
schreitendem Klimawandel häufiger und tragen zu einer Reduktion der zertifizierten Holzmengen in den  
europäischen Einkaufsgebieten bei und können daher zu einer Reduktion oder Unterbrechung der Produk-  
tionskapazitäten aufgrund einer Verknappung von Holz oder holzbasierten Rohstoffen führen. Erhöhte in-  
direkte und/oder direkte Betriebskosten aufgrund von Emissionszertifizierungssystemen und aufgrund von  
gestiegenen Rohstoffkosten wurden als wesentliche vorübergehende klimabezogene Risiken identifiziert.  
Da die MM Gruppe in einem energieintensiven Sektor tätig ist, besteht das Risiko steigender Energie- und  
Stromkosten aufgrund der Anpassung der CO2-Bepreisungsmechanismen innerhalb der EU. Steigende Be-  
triebskosten bei anderen Unternehmen innerhalb der Lieferkette der MM Gruppe könnten ebenfalls zu hö-  
heren Rohstoffkosten führen. Ein weiteres Übergangsrisiko besteht in der Nichtverfügbarkeit von Erdgas,  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
61  
Konzernlagebericht  
das auch in der Karton- und Papierproduktion eingesetzt wird. Dies könnte zu Kosten für die Umstellung der  
Energieversorgung von fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas auf alternative Energiequellen führen.  
Anpassungen im Zusammenhang mit diesem Risiko spiegeln sich auch in den Investitionen der MM Gruppe  
wider. So planen wir beispielsweise an unserem Standort in Kwidzyn Investitionsprojekte zur Reduktion der  
durch die Energieerzeugung verursachten Emissionen und zur Verringerung des Verbrauches fossiler Ener-  
gieträger. Eine Beschreibung der Möglichkeiten, wie unser Geschäftsmodell und unsere Strategie an den  
Klimawandel angepasst werden können, finden Sie im Kapitel „Aktionen und Maßnahmen".  
Richtlinien  
Überblick über die Umweltrichtlinien  
Die MM Gruppe hat sich verpflichtet, ökologische Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft als integralen Be-  
E1-2  
standteil ihrer Geschäftsaktivitäten zu fördern - einschließlich Klimawandel, Rohstoffverbrauch und ver-  
antwortungsvoller Beschaffungspraktiken. Öffentlich zugängliche Rahmenwerke und Richtlinien definieren  
unsere Werte und Ziele einschließlich unserer eigenen Tätigkeiten sowie unserer Wertschöpfungskette, da  
wir von unseren Lieferanten erwarten, dass sie ebenfalls hohe Nachhaltigkeitsstandards einhalten. Die MM  
Gruppe hat die folgenden Richtlinien verabschiedet, um die wesentlichen Auswirkungen auf die Beschäf-  
tigten in der Wertschöpfungskette sowie die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen zu  
managen:  
Environmental Policy  
Beinhaltet grundlegende Bekenntnisse zu Umweltthemen, internationalen Rahmenwerken (z.B.  
Guiding Principles des UN Global Compacts) sowie zur Einhaltung von Landnutzungsrechten ent-  
lang der Lieferkette  
Enthaltene Schwerpunktthemen sind:  
Klimawandel, Energie und Dekarbonisierung  
Nutzung und Erhalt von forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Wasser  
Umweltverschmutzung in Bezug auf Abwasser und Abluft  
Abfallwirtschaft  
Einbezug der Lieferkette im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit  
Policy for Forests and Natural Ecosystems  
Beinhaltet weiterführende Bekenntnisse zu verantwortungsvoller Beschaffung und Verwendung  
natürlicher Rohstoffe  
Enthaltene Schwerpunktthemen sind:  
Verantwortungsvolle Beschaffung von forstwirtschaftlichen Rohstoffen  
Verantwortungsvolle Nutzung der Ressource Wasser  
MM Supplier Code of Conduct  
Beinhaltet grundlegende Anforderungen an unsere Lieferanten hinsichtlich ökologischer und sozi-  
aler Nachhaltigkeit  
Enthaltene Schwerpunktthemen für Lieferanten im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit sind u.a.:  
Reduktion der THG-Emissionen  
Ressourceneffizienz und Biodiversität  
Transparenz im Falle von Umweltverstößen  
Datentransparenz und Bereitschaft diese im Sinne der Nachhaltigkeit zu teilen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
62  
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Konzernlagebericht  
Die Richtlinien der MM Gruppe umfassen ökologische und soziale Aspekte. Durch sie stellen wir sicher, dass  
unsere Geschäftsaktivitäten im Einklang mit den folgenden internationalen Standards und Rahmenwerken  
stehen:  
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung  
Pariser Klimaabkommen  
Die zehn Prinzipien des UN Global Compact  
Die genannten Richtlinien sind auf der Website der MM Gruppe öffentlich zugänglich. Interne und externe  
Stakeholder wurden in die Definition der wesentlichen Inhalte der Richtlinien während der Wesentlichkeits-  
bewertung einbezogen. Die genannten Dokumente gelten für alle voll konsolidierten Unternehmen der  
MM Gruppe und schließen die eigenen Betriebe und die Wertschöpfungskette von MM ein, ohne geografi-  
sche Ausschlüsse. Die Richtlinien werden vom Vorstand genehmigt und die Leitung der Sustainability &  
Safety-Abteilung ist für die organisatorische Umsetzung im Konzern verantwortlich.  
Richtlinien zu Klimawandel  
Im Hinblick auf den Klimawandel haben wir uns verpflichtet, unsere CO2e-Emissionen in unseren eigenen  
Betrieben und unserer Wertschöpfungskette zu reduzieren, den Anteil an erneuerbarer/kohlenstoffarmer  
Elektrizität zu erhöhen, die Energieeffizienz zu steigern und weder in den Ausbau fossiler Brennstoffe zu in-  
vestieren noch klimafeindliche Lobbyarbeit zu finanzieren (siehe Environmental Policy und MM Supplier  
Code of Conduct). Dies bezieht sich auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die im Hin-  
blick auf Energie und Klimaschutz als wesentlich definiert werden und umfasst explizit die Bereiche Klima-  
wandelminderung (Mitigation), Energieeffizienz sowie Ausbau erneuerbarer Energie. Anpassung an den  
Klimawandel (Adaptation) wird insbesondere im Zusammenhang mit der Beschaffung forstwirtschaftli-  
cher Erzeugnissen gesehen. In diesem Zusammenhang besteht das Ziel darin, bis 2050 Netto-Null-Emissi-  
onen zu erreichen, was durch Ziele in Bezug auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen und Verpflichtun-  
gen in Bezug auf die Reduzierung des Energieverbrauches sowie unser internes CO2-Preissystem und den  
Verzicht auf Investitionen in den Ausbau fossiler Brennstoffe unterstützt wird (siehe Environmental Policy).  
Die Fortschritte werden durch die monatliche Überwachung des Energieverbrauches und der damit ver-  
bundenen Emissionen kontinuierlich verfolgt und der Vorstand und der Aufsichtsrat werden monatlich über  
die Entwicklungen informiert.  
Aktionen und Maßnahmen  
Die Reduktion der energiebedingten CO2e-Emissionen wird als strategisches Thema mit hoher Priorität ge-  
E1-3  
sehen, da alle Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe klimaintensiven Sektoren zugeordnet werden. Die Re-  
duktion ist auf Dekarbonisierungsmaßnahmen im Bereich der Energieeffizienz, die Umstellung auf erneu-  
erbaren und kohlenstoffarmen Strom, die Reduzierung des Verbrauches fossiler Brennstoffe sowie deren  
Ersatz durch Energie aus erneuerbaren Quellen zurückzuführen. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf  
die Reduzierung unserer Scope 3-Emissionen, indem wir mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten. Alle  
CO2-bezogenen Produktinformationen werden transparent mit der nachgelagerten Wertschöpfungskette  
kommuniziert, um unsere Kunden bei der Erreichung ihrer Dekarbonisierungsziele zu unterstützen. Um un-  
sere Dekarbonisierungsziele zu erreichen, sind Capex-Projekte notwendig. OpEx-Ausgaben werden im Zu-  
sammenhang mit dem Kauf von erneuerbarem/kohlenstoffarmem Strom offengelegt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
63  
Konzernlagebericht  
Energie und Eindämmung des Klimawandels (eigene Aktivitäten)  
Energieeffizienz  
Das Energiemanagement zielt darauf ab, den Energieverbrauch unserer Standorte nachhaltig zu senken,  
die Effizienz zu steigern und höhere Anteile an erneuerbarer Energie und Strom zu beschaffen. In diesem  
Zusammenhang sind wir nach ISO 50001, EMAS oder ISO 14001 zertifiziert. Die Bestimmungen der ISO 50001-  
Zertifizierung kommen vor allem in den Werken der energieintensiveren Division MM Board & Paper zur An-  
wendung, aber auch an den Standorten der Packagingdivisionen streben wir ein umfassendes Energiema-  
nagement an. Um die Ablösung fossiler Energieträger als Primärenergieträger weiter voranzutreiben, wur-  
den 2024 folgende Projekte umgesetzt bzw. geplant:  
Fit For Future (MM Kotkamills/MM Kwidzyn)  
Im Rahmen unserer Fit For Future-Projekte werden wir verschiedene Maßnahmen zur Steigerung  
der Energieeffizienz und zur Reduzierung der CO2e-Emissionen in unseren Werken MM Kwidzyn und  
MM Kotkamills umsetzen. Bedeutende Projekte zur CO2-Reduktion sind z. B. die Erweiterung des  
Rückgewinnungskessels in Kwidzyn (2026)  
Frohnleiten 2025  
Der Schwerpunkt dieses Projektes liegt auf dem Ausbau der Stoffaufbereitung. Ziel ist eine effizien-  
tere Nutzung von Faserrohstoffen und eine Steigerung der Energieeffizienz, da die energieintensi-  
vere Aufbereitung von Frischfasern durch Recyclingfasern ersetzt werden kann (siehe auch Kapitel  
„E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“, S. 148) (2025).  
Neues Kraftwerk bei MM Neuss  
Das neue Kraftwerk (2025 in Betriebnahme) und die Erneuerung der Energieerzeugung in unserem  
Kartonwerk MM Neuss führen zu einer effizienteren Energieerzeugung einschließlich der Möglich-  
keit, langfristig Erdgas durch Wasserstoff zu ersetzen.  
Laufende Effizienzmaßnahmen  
Energieeffizienz ist ein Nebeneffekt einer Vielzahl von Projekten im Zusammenhang mit dem Ersatz  
alter Maschinen, Heizungs- und Kühlsystemen sowie der Renovierung von Gebäuden.  
Erneuerbare/Kohlenstoffarme Elektrizität  
Im Jahr 2024 stieg der Anteil an erneuerbarem und kohlenstoffarmem Strom auf 94 % (2019: 15,6 %; 2023:  
25 %). Zur Selbsterzeugung von erneuerbarem Strom verfügte die MM Gruppe im Jahr 2024 über zehn Pho-  
tovoltaikanlagen und ein Solarkraftwerk. Um den Anteil an erneuerbarem/kohlenstoffarmem Strom weiter  
zu erhöhen, wurden 2024 folgende Projekte umgesetzt oder sind geplant:  
47 Produktionsstandorte beziehen im Jahr 2024 100 % Strom aus erneuerbaren oder kohlenstoff-  
armen Quellen.  
29 Produktionsstandorte wurden 2024 auf erneuerbaren und/oder kohlenstoffarmen Strom umgestellt.  
Substitution/Reduktion von fossilen Brennstoffen  
Die Reduzierung unserer Scope 1-Emissionen hängt stark mit dem Ersatz fossiler Brennstoffe durch Bio-  
brennstoffe (z. B. Biomasse) zusammen. 51 % der Primärenergiequellen, die in der Board & Paper Division  
verwendet werden, sind erneuerbaren Ursprungs. Eine weitere Möglichkeit, fossile Brennstoffe zu ersetzen,  
ist die Erzeugung von Biogas im Rahmen des Abwasserreinigungsprozesses durch Hinzufügen einer anae-  
roben Vergärungsstufe. Um die Ablösung fossiler Brennstoffe als Primärenergiequelle weiter voranzutrei-  
ben, wurden 2024 folgende Projekte umgesetzt bzw. geplant:  
Bei MM FollaCell und MM Gernsbach wurden die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) um eine an-  
aerobe Stufe erweitert, um Erdgas durch Biogas zu ersetzen.  
Bei MM Kwidzyn befinden sich strategische Investmentprojekte in Entwicklung, um den Verbrauch  
fossiler Brennstoffe weiter zu senken.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
64  
Konzernlagebericht  
Im Jahr 2024 haben wir 13 Mio. EUR in Energieeffizienzmaßnahmen, erneuerbaren Strom und die Substitu-  
tion fossiler Brennstoffe investiert (CapEx: 9 Mio. EUR; OpEx: 3 Mio. EUR).  
Wir planen, in den nächsten Jahren weitere Investitionen in Höhe von 97 Mio. EUR zu tätigen. Durch die  
Umsetzung der geplanten Investitionsprojekte werden wir unsere Scope 1-Emissionen um ca. 189.100 tCO2e  
reduzieren. Basierend auf den Ausgaben im Jahr 2024 können wir auf Basis des derzeitigen Preisniveaus  
von jährlichen Kosten von 3 Mio. EUR ausgehen.  
Weitere Projekte befinden sich in der Entwicklung, sind aber noch nicht Teil eines Investitionsplans. Für die  
kommenden Jahre planen wir, den Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Energien bzw. aus  
kohlenstoffarmen Quellen weiter zu erhöhen. In der Regel laufen die Verträge über den Bezug von Strom  
aus erneuerbaren Energien bzw. kohlenstoffarmem Strom über mehrere Jahre und sind daher Teil des ge-  
samten Energiebudgets, das vertraulich behandelt wird. Um eine doppelte Zuordnung zu vermeiden, sind die  
Investitionen in die Abwasserbehandlungsanlagen im Kapitel „E2 – Umweltverschmutzung“ (S. 152) enthalten.  
Interne CO2-Bepreisung  
E1-8  
Bei den Emissionen besteht ein Regulierungsrisiko hinsichtlich der Kosten für Emissionszertifikate. Das EU-  
Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist das zentrale europäische Klimaschutzinstrument zur Reduktion von  
Treibhausgasemissionen in der EU und einigen wenigen Nicht-EU-Ländern, wie z. B. Norwegen. Es umfasst  
die Energiewirtschaft und ausgewählte energieintensive Industriesektoren wie die Karton- und Papierin-  
dustrie und damit auch die sechs MM Board & Paper Werke in der EU und das Faserwerk FollaCell in Nor-  
wegen. Für die Jahre 2021 bis einschließlich 2025 wurden die CO2-Zertifikate kostenlos zugeteilt. Dies er-  
folgte auf der Grundlage von Benchmarks und technischen Kriterien, die von den EU-Behörden festgelegt  
werden. Im Geschäftsjahr 2024 wurde auf Ebene der MM Gruppe ein internes CO2-Preissystem eingeführt.  
Der interne CO2-Preis ist eine Shadow-Pricing-Methode und schafft Kostentransparenz für CapEx-Projekte  
und Stromeinkauf und fördert CO2-Einsparungslösungen. Die Definition des internen Preissystems wurde  
von früheren Entwicklungen des EU-ETS-Preissystems beeinflusst, umfasst aber neben Scope 1- auch  
Scope 2-Emissionen mit einem angewandten Preis von 90 EUR/tCO2e. Dieses Preissystem geht über den  
Anwendungsbereich des EU-ETS hinaus, da alle Standorte der MM Gruppe berücksichtigt werden. Das in-  
terne CO2e-Preissystem dient der Kostentransparenz bei anstehenden Projekten und Entscheidungen in  
Bezug auf die Veränderung des Strommixes und kann von Entscheidungsträgern für alle in diesem Zusam-  
menhang getroffenen Projekte/Entscheidungen verwendet werden. 100 % der Scope 2-Emissionen der  
MM Gruppe und 100 % der Scope 1-Emissionen der Divisionen MM Food & Premium Packaging und  
MM Pharma & Healthcare Packaging werden erfasst. Die Scope 1-Emissionen der Division MM Board & Paper  
sind nicht erfasst, da sie bereits Teil des EU-ETS sind. Der nächste Entwicklungsschritt könnte die Integration  
von Scope 3-Emissionen sein, da diese noch nicht durch das bestehende Preissystem abgedeckt sind.  
Sie ist daher eine geeignete Vorbereitung auf eine mögliche Verschärfung des EU-ETS-Systems, von der  
die Division Board & Paper bereits betroffen ist und die Teil der Finanzplanung ist.  
Eingrenzung des Klimawandels (vorgelagerte Wertschöpfungskette)  
Im Jahr 2024 haben wir unser Lieferantenengagement weiter vorangetrieben, um unsere Scope 3-Emissi-  
onen zu reduzieren. In diesem Programm konzentrierten wir uns auf die am stärksten betroffenen Pro-  
duktkategorien (Zellstoff und Karton) und nahmen direkt Kontakt mit den entsprechenden Lieferanten auf.  
Die MM Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit in der Produktion von Karton und Papier sowie ver-  
wandten Produkten stark von der Verfügbarkeit forstwirtschaftlicher Rohstoffe wie Holz und Wasser abhän-  
gig. Daher ist es für die MM Gruppe besonders wichtig zu verstehen, wie sich der Klimawandel auf die Holz-  
und Wasserversorgung auswirkt. Mit dem Fortschreiten des Klimawandels werden sich die Niederschlags-  
muster verändern, extreme Wetterereignisse werden häufiger auftreten und natürliche Ressourcen wie  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
65  
Konzernlagebericht  
Holz und Wasser werden dadurch zunehmend unter Druck geraten. Im Rahmen eines ganzjährigen Projek-  
tes haben wir uns im Geschäftsjahr 2024 mit Experten aus der Wissenschaft ausgetauscht, um unsere  
quantitativen Analysen durch qualitative Parameter zu ergänzen. Im Jahr 2024 wurde eine neue Respon-  
sible Sourcing-Abteilung gegründet, deren Hauptverantwortung im Bereich der verantwortungsvollen Be-  
schaffung (Responsible Sourcing) liegt. Die Einbindung der wichtigsten Lieferanten und die Reduzierung  
unserer Scope 3-Emissionen ist eine der identifizierten Haupttätigkeiten.  
Eingrenzung des Klimawandels (nachgelagerte Wertschöpfungskette)  
Die MM Gruppe ist bestrebt, Nachhaltigkeit durch Produkt- und Prozessinnovationen zu fördern. Um die  
Leistung unserer Produkte zu quantifizieren, führen wir intern Lebenszyklusanalysen (LCA) durch. Dazu ha-  
ben wir ein Tool („Metamodell") entwickelt, mit dem wir den Carbon Footprint unserer Produkte halbauto-  
matisch berechnen und die Ergebnisse unseren Kunden dadurch noch schneller zur Verfügung stellen kön-  
nen. Ökobilanzen auf Produktebene werden in Übereinstimmung mit den internationalen Standards des  
GHG-Protokolls und der ISO 14040 durchgeführt. Werkzeuge wie das Metamodell unterstützen uns dabei,  
die Notwendigkeit einer Transformation unseres Geschäftsmodells, im Sinne der Nachhaltigkeit, zu verste-  
hen, da sich bereits getätigte Investitionen nicht nur auf den CO2-Fußabdruck des Unternehmens auswir-  
ken, sondern sich letztlich auch auf die Produktebene niederschlagen. Wir können diese Bewertungen auch  
nutzen, um die Umstellung unserer Energieversorgung von nicht erneuerbarer auf erneuerbare/kohlen-  
stoffarme Energie besser nachzuvollziehen und zu steuern. Daher unterstützt sie uns bei der Anpassung an  
den Klimawandel, um künftige Kosten im Zusammenhang mit nicht erneuerbarer Energie zu senken. Dar-  
über hinaus unterstützen wir unsere Kunden bei der Anpassung ihrer Geschäftsmodelle an den Klimawan-  
del. Wir konzentrieren uns auf die Förderung von Kreislaufwirtschaftskonzepten und die Substitution von  
Kunststoffen, um Produktsicherheit und Nachhaltigkeit zu fördern. Unser Kerngeschäft ist die Herstellung  
von Konsumverpackungen aus Karton und Papier, die überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen her-  
gestellt und nach Gebrauch vollständig recycelt werden können. Wir bieten innovative und wettbewerbs-  
fähige Lösungen aus Karton und Papier, die Kunststoffe substituieren können und ein attraktives Zu-  
kunftspotenzial schaffen. Als Produzent von Frischfaserkarton, Recyclingkarton und Faltschachteln aus  
Frischfasern und Recyclingfasern deckt die MM Gruppe wesentliche Bestandteile eines kreislauffähigen  
Geschäftsmodells im Bereich faserbasierter Verpackungslösungen ab.  
Anpassung an den Klimawandel  
Strategie der Holzbeschaffung  
Der Klimawandel führt zu veränderten Wettermustern und damit zu Dürren, Hitzewellen und extremen Wet-  
terereignissen, die sich auf den Zustand der Wälder auswirken. Dies führt zu volatileren Holzmärkten. Um  
dieser Herausforderung zu begegnen, passt die MM Gruppe ihre Holzbeschaffungsstrategie an, indem sie  
die Holzmärkte und deren Auswirkungen auf den Klimawandel laufend beobachtet und bei der Beschaf-  
fung von Sortimenten flexibler ist.  
Die MM Gruppe passt sich dem Klimawandel unter anderem durch die Beschaffung von Holz aus nachhal-  
tig bewirtschafteten Wäldern (FSC® oder PEFC) an. Dadurch wird sichergestellt, dass die Wälder auf eine  
Weise bewirtschaftet werden, die ihre Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber dem  
Klimawandel fördert (s. Kapitel „E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme“, S. 146)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Anpassung an Hochwasser  
Um die Auswirkungen von Hochwasser auf die Produktionsstandorte zu minimieren, wurden zunächst Ana-  
lysen für die betroffenen Board & Paper Werke durchgeführt (2022) um das Risiko des jeweiligen Werkes  
einzuschätzen. Auf Werksebene wurden bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die von Hochwas-  
serplänen bis zu physischen Hochwasserschutz reichen. Da es sich hierbei um individuelle, werksspezifi-  
sche Anforderungen handelt, wurde das Thema Hochwasserschutz nicht in der gruppenweiten Umwelt-  
richtlinie verankert.  
Maßnahmen zur Eingrenzung des Klimawandels, welche auch zu Anpassung führen  
Die genannten Maßnahmen zur Energieeffizienz, erneuerbarer Elektrizität, Substitution von fossilen Brenn-  
stoffen, sowie das interne CO2 Bepreisungssystem tragen durch die Verringerung von Emissionen auch zur  
Anpassung an den Klimawandel bei. Konkret wendet die MM Gruppe diese Maßnahmen an, um sich an die  
steigenden Kosten durch Policies im Zusammenhang mit dem Klimawandel anzupassen.  
Ziele  
E1-4  
Um unsere Auswirkungen auf den Klimawandel zu verringern, haben wir uns Ziele für die Bereiche Klima-  
schutz und Energie gesetzt. Die Ziele wurden nach der Methodik des GHG-Protokolls definiert und berech-  
net. Die Emissionsreduktionsziele für die Scopes 1, 2 und 3 folgen dem 1,5°C-Reduktionspfad des Pariser  
Abkommens und wurden von der Science Based Targets initiative offiziell bestätigt. Die Ziele betreffen die  
gesamte Konzernebene und decken alle Produktionsstandorte ab. Die wichtigsten Hebel zur Erreichung  
dieser Ziele sind Strom aus erneuerbaren Energiequellen, kohlenstoffarmer Strom, erneuerbare Energie, die  
Steigerung der Energieeffizienz und der Einkauf von Rohstoffen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck. Die  
Ziele wurden mit Unterstützung interner Stakeholder aus den Bereichen Energie- und Investitionsmanage-  
ment definiert und vom Vorstand genehmigt. Die Berechnung des Fortschrittes gegenüber den Zielwerten  
basiert auf dem Management unserer nichtfinanziellen Daten, welches in Verantwortung der Sustainability  
& Safety-Abteilung liegt. Um falsche Annahmen zu vermeiden, werden alle emissionsbezogenen Daten auf  
freiwilliger Basis von externen Sachverständigen begutachtet und im Rahmen des jährlichen Audits ge-  
prüft. Im Falle wesentlicher Änderungen unserer Organisationsstruktur, z. B. infolge von Übernahmen, müs-  
sen die wissenschaftsbasierten Ziele neu berechnet werden.  
Wissenschaftlich  
Wert  
Kommentar zum  
Ziel  
Scope  
fundiertes Ziel  
Basisjahr  
Wert 2024 Fortschritt  
50,4 % Verringerung der  
Absolute Scope 1- und  
Genehmigt und im Ein- 2.057.692  
956.718  
On track  
Scope 1- und 2-Emissio- 2-Emissionen aus eige- klang mit dem 1,5°C-  
tCO2e  
tCO2e  
(2023: 1.469.077 tCO2e)  
nen bis 2031 (und 46,2 % ner Tätigkeit  
Reduktionspfad  
im Jahr 2019  
(54% Re-  
bis 2030)  
duktion)  
100 % Reduzierung der  
Absolute Scope 1- und  
Nein  
2.057.692  
956.718  
On track  
Scope 1- und 2-Emissio- 2-Emissionen aus eige-  
tCO2e  
tCO2e  
(2023: 1.469.077 tCO2e)  
nen bis 2050  
ner Tätigkeit  
im Jahr 2019  
(54% Re-  
duktion)  
100 % erneuerbare  
Scope 2-Emissionen  
Nein  
15,6 %  
94 %  
On track  
und/oder kohlenstoff-  
aus eigener Tätigkeit  
im Jahr 2019  
(2023: 35 %)  
arme Elektrizität bis 2031  
(und 93,0 % bis 2030)  
58,1 % Reduktion der  
Spezifische Scope 3-  
Genehmigt und im Ein- 2,56 tCO2e/€  
1,2  
On track  
Scope 3-Emissionen pro Emissionen aus der  
klang mit dem 1,5°C-  
im Jahr 2019  
tCO2e/€  
(2023: 1,94 tCO2e/€)  
Einheit der Wertschöp-  
Wertschöpfungskette  
Reduktionspfad  
(52% Re-  
fung bis 2031 (und  
duktion)  
53,2 % bis 2030)  
Einbindung von 80 % der Scope 3-Emissionen  
Nein  
k. A.  
k. A.  
Neues Ziel  
wichtigsten Lieferanten  
aus der Wertschöp-  
mit dem Ziel, die Scope  
fungskette  
3-Emissionen bis Ende  
2026 zu reduzieren  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
67  
Konzernlagebericht  
Metriken  
Scope 1- und 2-Emissionen werden hauptsächlich in der Division Board & Paper erzeugt. Die Wirtschafts-  
aktivitäten der MM Gruppe sind den NACE Codes 17.1 und 17.2 zugeordnet und entsprechen somit der Defi-  
nition energieintensiver Sektoren. Die meisten Scope 3-Emissionen entstehen in der vorgelagerten Wert-  
schöpfungskette. Der größte Teil entfällt auf eingekaufte Waren und Dienstleistungen, gefolgt von  
brennstoff- und energiebezogenen Aktivitäten, die nicht in Scope 1 und 2 aus dem eigenen Betrieb enthal-  
ten sind, und von Abfällen, die im Produktionsprozess anfallen. Weitere Scope 3-Emissionen werden durch  
den Pendelverkehr der Mitarbeiter:innen verursacht.  
Die Berechnung unserer CO2e-Emissionen folgt den Richtlinien des GHG-Protokolls und umfasst alle kon-  
solidierten Einheiten. Energiebezogene KPIs werden monatlich von den Produktionsstandorten gemeldet.  
Nach einem internen Verifizierungsprozess werden die Emissionen für die verbrauchte Energiemenge auf  
Konzernebene innerhalb der Group Sustainability & Safety-Abteilung berechnet. Die Berechnung der Treib-  
hausgasemissionen (THG) erfolgt in unserem Datenmanagementtool in der Regel automatisch anhand  
vordefinierter Formeln. Für die Berechnung können jährliche und werksspezifische CO2-Faktoren hinterlegt  
werden. Die allgemeine Formel lautet Verbrauch x CO2e-Faktor. Die CO2-Faktoren von anerkannten Anbie-  
tern von Sekundärdaten bezogen. Die Berechnung erfolgt automatisch im Datenmanagementtool. Die Ab-  
satzmengen der drei Divisionen werden vom Controlling bereitgestellt. Die Emissionsfaktoren für Scope 1  
werden jährlich aktualisiert. Für die Berechnung der Scope 2-Emissionen werden, wenn verfügbar, markt-  
basierte Faktoren verwendet.  
Die Berechnung sämtlicher Scope 3-Emissionen erfolgt auf der Grundlage externer Datenbanken (folglich  
0 % Primärdaten). Folgende Scope 3-Kategorien werden als nicht relevant erachtet, da sie keinen wesent-  
lichen Einfluss auf die Scope 3-Emissionen haben: Investitionsgüter, vorgelagerter Transport und Vertrieb,  
Geschäftsreisen, nachgelagerter Transport und Vertrieb, „End of Life“ der verkauften Produkte, Leasingge-  
genstände (nachgelagert). Zur Vermeidung einer doppelten Berücksichtigung in der CO2-Bilanz wird die  
Verarbeitung der verkauften Produkte ausgeschlossen. Nicht zutreffend, da nicht vorhanden sind Scope 3-  
Emissionen aus Leasinggegenständen (vorgelagert), Nutzung der verkauften Produkte, Franchises und In-  
vestments (N/A).  
Für die anderen drei Scope 3-relevanten Kategorien, die im Betrieb anfallenden Abfälle, die kraftstoff- und  
energiebezogenen Aktivitäten läuft die Berechnung vollständig integriert in unserem Datenmanagement-  
tool unter Verwendung vordefinierter Formeln. Die CO2-Faktoren werden von anerkannten Anbietern von  
Sekundärdaten bezogen. Für die Kategorie der kraftstoff- und energiebezogenen Aktivitäten wird ein  
standortbezogener Ansatz verwendet.  
Die spezifischen Verbräuche und Emissionen werden mittels des Nettoumsatzerlöses berechnet (s. Lage-  
bericht, S.270)  
Unsere Scope 1-, 2- und 3-Emissionen werden jährlich von externen Sachverständigen begutachtet. Die  
CO2-Emissionen (0,001 % unserer Gesamtemissionen) der nicht produzierenden Einheiten wurden anhand  
des durchschnittlichen Energieverbrauches pro Person in unserer Zentrale geschätzt.  
Die klimabezogene Risikobewertung basiert auf RCP-Klimaszenarien (Representative Concentration Pa-  
thway), die vom IIASA (International Institute for Applied System Analysis) bereitgestellt und in den AR5-  
Bewertungsbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) integriert wurden. Die betrach-  
teten Risiken basieren auf der Liste der Europäischen Kommission in Anhang A von Anhang 1 der EU-  
Verordnung 2020/852, da sie auch im Rahmen der EU-Taxonomieberichterstattung relevant sind.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
68  
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Konzernlagebericht  
E1-6  
Treibhausgasemissionen 2024  
MM Food &  
MM Pharma &  
Premium  
Healthcare  
MM Board &  
MM Gruppe1)  
Packaging  
Packaging  
Paper  
Treibhausgasemissionen (THG) (tCO2e)  
Scope 1-Emissionen  
880.116  
21.661  
2.158  
856.235  
Scope 1-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen  
97 %  
0 %  
0 %  
100 %  
Scope 2-Emissionen (standortbezogen)  
560.155  
82.855  
16.506  
460.363  
Scope 2-Emissionen (marktbasiert)  
76.908  
30.200  
14.309  
31.663  
Scope 3-Emissionen2)  
1.543.198  
519.039  
179.085  
837.092  
Gesamtemissionen (standortbasiert)  
2.983.469  
624.455  
197.749  
2.153.690  
Gesamtemissionen (marktbasiert)  
2.499.916  
571.799  
195.552  
1.724.990  
THG-Emissionen pro Nettoumsatz (tCO2e/tEUR)  
Emissionen/Nettoumsatz (standortbezogen)  
0,7  
0,4  
0,3  
0,8  
Emissionen/Nettoumsatz (marktbasiert)  
0,6  
0,3  
0,3  
0,9  
Nettoumsatz in tEUR3)  
4.079.633  
1.702.361  
615.693  
1.954.309  
Biogene Emissionen (tCO2e) 4)  
Biogene Emissionen, die nicht in Scope 1-THG-Emissionen  
enthalten sind  
1.431.252  
191  
0,00  
1.431.060  
Biogene Emissionen, die nicht in Scope 2-THG-Emissionen  
enthalten sind  
0
0
0
0
Biogene Emissionen, die in der Wertschöpfungskette entstehen  
und nicht in Scope 3-THG-Emissionen enthalten sind  
0
0
0
0
1) enthält geschätzte Werte nicht produzierender Einheiten (z. B. Vertriebsbüros)  
2) alle Scope 3-Emissionen der Kategorie „employee commuting“ sind in „MM Gruppe“ enthalten  
3) inklusive Umsatzerlöse zwischen den Divisionen  
4) CO2-Emissionen durch die Verbrennung oder biologischen Abbau von Biomasse  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
69  
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Konzernlagebericht  
Treibhausgasemissionen (AR48)  
Rückblickend  
Milestones und Zieljahre  
Jährlich %  
Basisjahr  
%
des Ziels /  
- 2019  
2023  
2024  
2024/2023  
2025  
2030  
2050  
Basisjahr  
Scope 1-  
Treibhausgasemissionen (THG)  
Scope 1-THG-Bruttoemissionen  
(t CO2e)  
1.456.424  
852.449  
880.116  
3 %  
N/A  
N/A  
0
s. E1 „Ziele“  
Prozentsatz der Scope 1- THG  
aus regulierten Emissions-  
handelssystemen (in %)  
98 %  
97 %  
97 %  
0 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Scope 2-  
Treibhausgasemissionen (THG)  
Scope 2-THG-Bruttoemissionen  
(standortbezogen) (t CO2e)  
510.715  
597.693  
560.155  
-6 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Scope 2-THG-Bruttoemissionen  
(marktbezogene) (t CO2e)  
601.268  
616.628  
76.908  
-88 %  
N/A  
N/A  
0
s. E1 „Ziele“  
Signifikante Scope 3-  
Treibhausgasemissionen (THG)  
Gesamte indirekte Scope 3-  
THG-Bruttoemissionen (t CO2e)  
2.805.321  
1.459.234  
1.543.198  
6 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Erworbene Waren und  
Dienstleistungen  
2.149.167  
1.025.512  
1.101.484  
7 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Tätigkeiten im Zusammenhang  
mit Brennstoffen und Energie  
(nicht in Scope 1 oder Scope 2  
enthalten)  
279.426  
251.582  
317.250  
26 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Abfallaufkommen in Betrieben  
375.610  
180.771  
117.382  
-35 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
Pendelnde Arbeitnehmer:innen  
1.118  
1.370  
7.082  
417 %  
N/A  
N/A  
N/A s. E1 „Ziele“  
THG-Emissionen insgesamt  
THG-Emissionen insgesamt  
(standortbezogen) (t CO2e)  
4.772.460  
2.909.376  
2.983.469  
3 %  
N/A  
2.567.583  
N/A s. E1 „Ziele“  
THG-Emissionen insgesamt  
(marktbezogen) (t CO2e)  
4.863.013  
2.928.311  
2.500.222  
-15 %  
N/A  
2.616.301  
N/A s. E1 „Ziele“  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
70  
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Konzernlagebericht  
E1-5  
Energieverbrauch 2024  
MM Food &  
MM Pharma &  
Premium  
Healthcare  
MM Board &  
MM Gruppe1)  
Packaging  
Packaging  
Paper  
Energieverbrauch eigener Betrieb (MWh)  
9.370.431  
308.674  
85.330  
8.974.248  
Energieintensität (MWh/tEUR Nettoumsatz)  
2,3  
0,2  
0,1  
4,6  
Energieverbrauch nach Quelle (MWh)  
Erneuerbare Energie  
5.066.663  
152.406  
44.497  
4.869.760  
% der erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch  
54 %  
49 %  
52 %  
54 %  
Fossile Energieträger  
3.749.301  
152.510  
30.243  
3.564.368  
% der fossilen Quellen am Gesamtenergieverbrauch  
40 %  
49 %  
35 %  
40 %  
Nukleare Quellen  
554.549  
3.758  
10.636  
540.155  
% der nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch  
6 %  
1 %  
12 %  
6 %  
Brennstoffverbrauch nach Quelle (MWh)  
Erneuerbare Energie  
4.105.359  
972  
0
4.104.386  
Erdgas  
2.427.543  
83.446  
7.894  
2.335.914  
Kohle und Kohleprodukte  
931.267  
0
0
931.267  
Erdöl und Erdölerzeugnisse  
45.585  
16.185  
883  
28.517  
Andere fossile Energieträger  
226.531  
2.966  
1.282  
222.283  
Verbrauch von eingekaufter Energie (MWh)  
Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte (erneuerbare Quellen)  
961.304  
151.433  
44.497  
765.374  
Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung (fossile Energieträger)  
672.924  
53.672  
30.820  
586.544  
Selbst erzeugte Energie (MWh)  
Erneuerbare Energie  
4.109.093  
3.289  
0
4.105.804  
Nicht erneuerbare Energie  
3.394.704  
95.916  
10.125  
3.288.662  
Selbst erzeugte nicht-brennstoffbasierte erneuerbare Energie  
3.732  
2.316  
0
1.416  
1)enthält geschätzte Werte nicht produzierender Einheiten (z.B. Vertriebsbüros)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
71  
Konzernlagebericht  
6.4 E2 Umweltverschmutzung  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Gemäß der Umweltverträglichkeitsprüfungen und damit verbundenen Erteilungen von Umweltgenehmi-  
gungen arbeiten unsere Produktionsstandorte in Übereinstimmung mit den entsprechenden Genehmi-  
gungen und unter Berücksichtigung relevanter Betriebsmanagementsysteme. In der Umweltgenehmigung  
sind die notwendigen Anforderungen für die Überwachung der wasser- und luftbezogenen Emissionen und  
Auswirkungen festgelegt und es werden entsprechende Programme eingerichtet, um die Einhaltung zu  
gewährleisten. Regelmäßige Risikobewertungen und behördliche Inspektionen werden durchgeführt, um  
sicherzustellen, dass die Produktionseinheiten angemessen arbeiten und dass die Überwachungsmaß-  
nahmen ordnungsgemäß durchgeführt werden.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Luftverschmutzung kann insbesondere durch den Verbrennungsprozess von Brennstoffen in den Werken  
der Board & Paper Division entstehen. Zu den relevanten Emissionen gehören Kohlendioxid, Schwefeldioxid,  
Stickoxide und Kleinstpartikel. Um die Luftverschmutzung zu verringern, kontrolliert die MM Gruppe die Ver-  
brennungsprozesse sorgfältig, was unter anderem eine Reinigung der Rauchgase beinhaltet.  
Wasserverschmutzung kann im Kontext der Abwasserreinigung auftreten, die in fast allen Werken der  
Board & Paper Division am eigenen Werksgelände vorgenommen wird. Da in einem ersten Schritt das Was-  
ser mechanisch gereinigt und dann in einem mehrstufigen biologischen Abwasserreinigungsverfahren  
behandelt wird, bevor es in das anliegende Gewässer eingeleitet wird, wird eine Übernutzung oder Ver-  
schmutzung verhindert. Das stellen wir durch unsere modernen Kläranlagen sicher.  
In Bezug auf die Wesentlichkeit sind Luft- und Wasserverschmutzung hauptsächlich für die Division  
MM Board & Paper von Relevanz. Sechs von sieben Produktionsstandorten dieser Division setzen fossile  
Energieträger im Produktionsprozess ein. In den Packagingwerken wird hingegen eine vernachlässigbare  
Menge an fossiler Energie im Produktionsprozess eingesetzt. Auch in Bezug auf (Ab)Wassermanagement  
haben wir eine vergleichbare Situation. Hier muss verhindert werden, dass ungereinigte oder unzureichend  
gereinigte Abwässer in anliegende Gewässer eingeleitet werden. Um eine optimale Wasseraufbereitung  
zu gewährleisten, verfügen fünf der sieben Werke der Division Board & Paper über eigene Abwasserreini-  
gungsanlagen. Deshalb ist Wasserverschmutzung insbesondere für die Board & Paper Division von Relevanz.  
Luft- und Wasseremissionen können sich negativ auf die Umwelt auswirken, weshalb diese Emissionen  
entsprechend den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen gehandhabt werden. Die Überschreitung be-  
stimmter Grenzwerte, was insbesondere bei Störungen auftreten kann, kann zu Geldstrafen führen. Zuneh-  
mende Vorschriften im Bereich der Vermeidung von Umweltverschmutzung könnten dazu führen, dass die  
derzeitigen BVT-Anforderungen (beste verfügbare Technik) angepasst werden und künftig neue Investiti-  
onen in bestehende Anlagen erforderlich sind, um kommende Anforderungen einzuhalten. Ein positiver As-  
pekt unserer Abwasserbehandlungsanlagen ist, dass sie die kommunale Wasserwirtschaft unterstützen.  
So werden beispielsweise die kommunalen Abwässer der Stadt Kwidzyn in der Kläranlage unseres Werkes  
behandelt und gereinigt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
72  
Konzernlagebericht  
Richtlinien  
E2-1  
Überblick über die Umweltrichtlinien  
Diese Informationen finden Sie in Kapitel „E1 Klimawandel“ auf Seite 129.  
Richtlinien zu Umweltverschmutzung  
Hinsichtlich der Luft- und Wasserverschmutzung arbeiten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen  
Anforderungen und verbindlichen Vorschriften. Wir verpflichten uns, das Wasser in modernen Kläranlagen  
zu reinigen und aufzubereiten, bevor es wieder in die anliegenden Gewässer eingeleitet wird, um Ver-  
schmutzung zu verhindern und dadurch Süßwasser-Ökosysteme zu erhalten. Um die wasserbezogenen  
Schadstoffe weiter zu reduzieren, messen wir Stickstoff (N), adsorbierbare organische Halogene (AOX),  
chemischen Sauerstoffbedarf (COD), biologischen Sauerstoffbedarf (BOD) und Phosphor (P). Im Zusam-  
menhang mit Luftverschmutzung haben wir uns verpflichtet, Luftemissionen wie Schwefel (SO2) oder Stick-  
stoffoxide (NOx) zu messen und zu reduzieren (siehe Environmental Policy).  
Aktionen und Maßnahmen  
E2-2  
Im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt bezüglich der Verringerung unserer negativen Auswirkungen und der  
Minimierung von Risiken im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung auf der Modernisierung und Er-  
weiterung der Abwasseraufbereitungsanlagen in unseren Karton- und Papierwerken. Ziel ist es, wasser-  
und luftbezogene Schadstoffe weiter zu reduzieren. In diesem Zusammenhang sind CapEx-Projekte erfor-  
derlich. Die OpEx-Ausgaben werden aufgrund unzureichender Relevanz nicht ausgewiesen. Die folgenden  
Projekte können hervorgehoben werden:  
Modernisierung von Abwasserbehandlungsanlagen (ARA)  
Bei MM Frohnleiten haben wir neue Biofilter installiert, die die Abluftreinigung der Kläranlage ver-  
bessern (2024).  
Bei MM Kolicevo wird das bestehende Durchflussstrahlsystem durch ein leistungsfähigeres und  
energieeffizienteres Verfahren zur Verringerung des chemischen Sauerstoffbedarfes (CSB) in der  
Kläranlage ersetzt (2024/2025).  
Bei MM FollaCell (2025) und bei MM Gernsbach (2024) wurde/wird die Kläranlage um eine anae-  
robe Stufe erweitert, um die CSB-Fracht zu reduzieren.  
Installation neuer Messgeräte zur Überwachung von Emissionen und Abwasserströmen  
Installation von Messgeräten für Wasser- und Luftemissionen bei MM Kotkamills und für Abwas-  
serströme bei MM Kwidzyn (2024/2025)  
Neuer Elektrofilter bei MM Kotkamills  
Die Installation eines zusätzlichen Elektrofilters bei MM Kotkamills wird die Staubemissionen aus  
dem Rückgewinnungskessel weiter verringern (2025).  
Insgesamt wurden im Jahr 2024 8 Mio. EUR in die Reduzierung von Schadstoffen investiert. In den nächsten  
Jahren planen wir weitere Investitionen in Höhe von 11 Mio. EUR zur Schadstoffreduzierung. Ein Nebeneffekt  
der anaeroben Behandlung ist, dass das dabei entstehende Biogas zur Substitution von Erdgas verwendet  
wird. Daher werden diese Projekte auch im Kapitel „E1 Klimawandel“ erwähnt, aber die Investitionen sind im  
Bereich Umweltverschmutzung enthalten. Hinsichtlich der OpEx-Ausgaben fallen in diesem Bereich keine  
nennenswerten Ausgaben an.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
73  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Ziele  
Die Wirksamkeit unserer Strategien und Maßnahmen wird anhand der Einhaltung der gesetzlichen Vor-  
E2-3  
schriften im Bereich der Umweltverschmutzung nachverfolgt. Auf Konzernebene werden Abweichungen  
von den Grenzwerten seit dem Geschäftsjahr 2024 verfolgt und offengelegt. Auf Grundlage dieser Infor-  
mationen werden wir im Jahr 2025 prüfen, ob es sinnvoll ist, Ziele zu setzen, die über die gesetzlichen An-  
forderungen hinausgehen.  
Metriken  
Insbesondere die Werke der Board & Paper Division emittieren Stoffe sowohl in die angrenzenden Gewässer  
E2-4  
als auch in die Luft, die den Behörden gemeldet werden. Die Emissionen in das Wasser werden durch La-  
bormessungen erfasst und auf Basis einer Kombination von Wasserdurchfluss und Konzentrationen für alle  
Werke, die ihr Abwasser vor Ort behandeln, berechnet. Für direkt eingeleitetes Wasser sind nur unbedenk-  
liche Nährstoffe zulässig und es ist eine Genehmigung der Behörden erforderlich. Die Schadstoffparameter  
des Abwassers nach der Behandlung vor Ort und außerhalb des Standortes werden kontinuierlich über-  
wacht und gemessen. Unter anderem werden folgende Parameter nach internationalen Normen über-  
wacht: chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) nach ISO 15705, suspendierte Feststoffe (TSS) nach NS 4733/NS  
4760. Hierbei werden Wasserproben analysiert, um den Schadstoffgehalt des eingeleiteten Wassers mit  
dem des zurückgeführten Wassers zu vergleichen. Die laufende Erfassung und Auswertung der Abwasser-  
werte erfolgen durch eigenes, speziell geschultes Personal sowie durch regelmäßige externe Analysen. Die  
Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen wird von den zuständigen nationalen und regi-  
onalen Behörden überprüft.  
Luftemissionen wie CO, NOx und SO2 werden in regelmäßigen Abständen gemessen und von externen La-  
boren analysiert und berechnet, um den nationalen Anforderungen zu entsprechen. Aufgrund eines ab-  
weichenden Stichtages der slowenischen Behörden können die Daten für MM Kolicevo für den vorliegenden  
Bericht nicht rechtzeitig erhoben werden. Daher wurden basierend auf den Jahreswerten für 2023 Schätz-  
werte ermittelt und in Relation zum Erdgasverbrauch sowie Verbrauch von Prozesswasser berechnet. Im  
Rahmen der Emissionsberichte werden die Werte regelmäßig an nationale Behörden weitergegeben. Bei  
Abweichungen von den bestehenden Grenzwerten werden die Behörden unverzüglich informiert.  
Luft- und Wasseremissionen 2024  
MM Food &  
MM Pharma &  
Premium  
Healthcare  
MM Board &  
MM Gruppe1)  
Packaging  
Packaging  
Paper  
Luft-Emissionen (kg)  
Schwefeloxide (SOx/SO2)  
381.814  
0
0
381.814  
Feinstaub (Partikel)  
97.186  
1.229  
0
95.957  
Kohlenmonoxid (CO)  
697.001  
4.329  
0
692.672  
Stickstoffoxide (NOx/NO2)  
1.276.112  
4.813  
0
1.271.299  
Wasser-Emissionen (kg)  
Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)  
24.257.595  
6.849.759  
5
17.407.831  
Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)  
2.883.918  
1.858.133  
27  
1.025.758  
Gesamtschwebstoffe (TSS)  
3.151.726  
662.212  
1
2.489.513  
Stickstoff  
279.374  
302  
26  
279.046  
Phosphor  
29.462  
29  
13  
29.420  
1) enthält geschätzte Werte nicht produzierender Einheiten (z. B. Vertriebsbüros)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
74  
Konzernlagebericht  
6.5 E3 Wasser- und Meeresressourcen  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die MM Gruppe legt großen Wert auf effektives und effizientes Wassermanagement, insbesondere in der  
Division Board & Paper, wo Wasser für die Produktion von Karton, Zellstoff und Papier unerlässlich ist. Das  
Hauptaugenmerk unseres Wassermanagements liegt auf der möglichst effizienten Entnahme von Süß-  
wasser, da dieses einen der wichtigsten Rohstoffe für unsere Aktivitäten darstellt. Daher fallen in der Board &  
Paper Division wesentlich mehr Abwässer an als in den MM Packaging Divisionen, wo der Wasserverbrauch  
vergleichsweise gering ist. Infolgedessen sind wasserbezogene Themen einschließlich Verbrauch, Abwas-  
serbehandlung und Wasserqualität besonders mit dem Produktionsprozess in unserer Board & Paper  
Division verbunden.  
Wasser ist eine wichtige Ressource für die Board & Paper Division, da während des gesamten Produktions-  
prozesses große Mengen Wasser verfügbar sein müssen. Wasser wird für verschiedene Zwecke verwendet,  
unter anderem für die Aufbereitung von Recyclingpapier und Frischfasern sowie deren Verarbeitung für die  
Erzeugung von Dampf im Rahmen der Energieerzeugung sowie für das Kühlen des Abwassers im Rahmen  
des Reinigungsprozesses. Grundsätzlich muss zwischen Wassernutzung und -verbrauch unterschieden  
werden. Ein erheblicher Teil des Wassers wird vorübergehend im Produktionsprozess benötigt - z. B. als  
Kühlwasser - und anschließend ohne erheblichen Verbrauch wieder eingeleitet. Nur ein kleiner Teil des ge-  
nutzten Prozesswassers verbleibt als Restfeuchte im Produkt oder verdunstet während des Produktions-  
prozesses. Dies entspricht der Definition von Wasserverbrauch.  
Die Wasserentnahme von Prozess- und Kühlwasser wird kontinuierlich gemessen und monatlich durch un-  
ser Berichts- und Kontrollsystem gemeldet. Wasserverbrauch ist die Differenz zwischen dem Prozesswas-  
ser-Input und dem Prozesswasser-Output. Kühlwasser wird in einem separaten Kreislauf geführt, weshalb  
eine Aufbereitung nicht erforderlich ist. Das Kühlwasser wird ohne Mengen- oder Qualitätsbeschränkungen  
wieder in das natürliche Gewässer eingeleitet.  
Die Wasserstrategie von MM ist auf vier Hauptsäulen aufgebaut: Assessment, Strategy, Act und Monitoring,  
die alle auf eine systematische Verbesserung des Wassermanagements innerhalb der MM Gruppe abzie-  
len und sich an international anerkannten Rahmenwerken orientieren, darunter der Alliance for Water Ste-  
wardship (AWS) Standard und das UN Global CEO Compact Water Mandate. Die Umsetzung dieser Strate-  
gie ist auf die spezifischen Bedürfnisse der Einzugsgebiete unserer Produktionsstandorte zugeschnitten, um  
sicherzustellen, dass wir die lokale Verfügbarkeit, Qualität und Umweltauswirkungen hinsichtlich unserer  
Wasserentnahme berücksichtigen.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Eine effiziente Wassernutzung wird durch die Einhaltung hoher Wasserqualitätsstandards, insbesondere  
bei der Herstellung von Recyclingkarton, unterstützt. Wenn gereinigtes Wasser in natürliche Gewässer zu-  
rückgeführt wird, werden strenge Kriterien befolgt, um sicherzustellen, dass das eingeleitete Wasser keine  
negativen Auswirkungen auf die lokale Artenvielfalt hat.  
Wasser ist eine wichtige Ressource für die Produktion von Zellstoff, Karton und Papier, und die Board & Paper  
Division ist in hohem Maße auf die Entnahme von Wasser aus Flüssen sowie Grundwasser angewiesen. Die  
MM Gruppe ist sich der potenziellen Auswirkungen ihres Wasserverbrauches bewusst und hat Maßnahmen  
zu deren Minderung ergriffen. Während der Großteil des genutzten Wassers nur vorübergehend im Produk-  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
75  
Konzernlagebericht  
tionsprozess notwendig ist und wiederverwendet werden kann, wird ein kleiner Teil verbraucht und ver-  
bleibt entweder im Produkt oder verdunstet. Das Unternehmen berücksichtigt auch das Risiko der Wasser-  
knappheit in Dürreperioden, die zu einer Verringerung der Produktionskapazität führen kann. Darüber hin-  
aus werden Genehmigungen zur Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern und Grundwasser nur  
für einen begrenzten Zeitraum erteilt, was bedeutet, dass dem Produktionsstandort weniger Wasser zur  
Verfügung stehen kann, wenn eine Verlängerung oder eine neue Genehmigung nicht erteilt wird. Um den  
Wasserverbrauch zu reduzieren, sammelt und kondensiert die MM Gruppe während der Produktionspro-  
zesse Wasserdampf, der in den Prozesswasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Dies hilft dabei, Was-  
serkreisläufe im Produktionsprozess zu schließen und somit den Wasserverbrauch zu reduzieren. Die  
MM Gruppe bekennt sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und ist bestrebt, ihre Prakti-  
ken zu überwachen und zu verbessern, um ihre Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu minimieren.  
Richtlinien  
Überblick über die Umweltrichtlinien  
Diese Informationen finden Sie in Kapitel „E1 Klimawandel“ auf Seite 129.  
Wasserbezogene Richtlinien  
Im Mittelpunkt unserer Richtlinien zur verantwortungsvollen Nutzung von Wasser (siehe Environmental Po-  
E3-1  
licy) steht ein effizienter und sparsamer Umgang mit Wasser im gesamten Produktionsprozess der Board &  
Paper Division. Daher verpflichten wir uns zur vollständigen Einhaltung der relevanten gesetzlichen Anfor-  
derungen und Vorschriften, die regelmäßig von nationalen und regionalen Behörden überprüft werden. Im  
Einklang damit erkennen wir das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung an, indem wir uns an  
allen unseren Standorten an die Grundsätze von Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) halten  
und das Nachhaltigkeitsziel 6 (SDG 6) der Vereinten Nationen zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung  
unterstützen. Die Environmental Policy ist auf der Website der MM Gruppe öffentlich zugänglich. Interne und  
externe Stakeholder wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse in die Definition der wichtigsten Inhalte  
der Richtlinie einbezogen.  
MM ist bestrebt, seine Wasserentnahme und seinen Wasserverbrauch zu reduzieren, und misst daher kon-  
tinuierlich sowohl den Wasserinput als auch den Wasseroutput an unseren Produktionsstandorten. Durch  
die Implementierung von Kreislaufsystemen und Innovationen zur Verbesserung der Effizienz sind wir be-  
strebt, die Wassereffizienz weiter zu steigern. Wir verfolgen einen Prozess der Wasserwiederverwendung,  
bei dem wir Grund- oder Oberflächenwasser für die Kühlung entnehmen und es dann in verschiedenen  
Stufen als Prozesswasser wiederverwenden. Bevor es unsere Werke verlässt, wird das gesamte Wasser in  
hochmodernen Abwasseraufbereitungsanlagen gereinigt und behandelt, um sicherzustellen, dass es den  
Umweltstandards entspricht. Unsere Bemühungen gehen über die betriebliche Effizienz hinaus - wir enga-  
gieren uns auch für den Erhalt der Süßwasser-Ökosysteme und die Minimierung von deren Verschmutzung.  
Wassereffizienz im Bereich der Karton- und Papierproduktion hat einen direkten Einfluss auf Wasserfußab-  
druck unserer Produkte. Der Verbrauch von Wasser in Gebieten, die von Wasserknappheit betroffen sind,  
wird nicht explizit genannt, da dies lediglich für drei unserer MM Food & Premium Packagingstandorte (in  
Chile, Iran und Spanien) zutrifft, wo Wasser im Produktionsprozess keine wesentliche Rolle spielt (siehe En-  
vironmental Policy).  
Aktionen und Maßnahmen  
E3-2  
Unser Wassermanagementansatz beinhaltet die mehrfache Verwendung des entnommenen Grund- oder  
Oberflächenwassers innerhalb des Produktionsprozesses, zunächst als Kühlwasser und anschließend als  
Prozesswasser, um den Verbrauch zu minimieren.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
76  
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Konzernlagebericht  
Die Steigerung der Wassereffizienz ist eng mit dem Prozess der Karton- und Papierproduktion verbunden.  
Investitionen in neue Produktionsanlagen sowie Instandhaltungsmaßnahmen unterstützen uns dabei, hö-  
here Effizienzraten beim Wasserverbrauch zu erreichen. Die OpEx-Aufwendungen werden mangels Rele-  
vanz nicht ausgewiesen. Die verbrauchte Wassermenge ist relativ gering, da nur 7 % des eingesetzten Was-  
sers durch Verdunstung oder Bindung an den produzierten Karton verbraucht wird.  
Im Jahr 2024 wurden verschiedene Projekte im Hinblick auf den Wasserverbrauch durchgeführt:  
Steigerung der Wassereffizienz:  
In unserem Werk in MM Kwidzyn wird ein Projekt zur effizienteren Nutzung von Kühlwasser während  
des Produktionsprozesses durchgeführt (2024).  
Verringerung des Frischwasserverbrauches:  
In unserem Werk MMP Neupack Polska wurden Regenwasserrückhaltebecken zum Auffangen von  
Regenwasser gebaut, um den Frischwasserverbrauch zu senken (2024).  
Im Jahr 2024 wurden Investitionen in Höhe von 3 Mio. EUR getätigt, um den Frischwasserverbrauch zu sen-  
ken. In den nächsten Jahren planen wir weitere Investitionen in Höhe von 2 Mio. EUR. In Bezug auf OpEx  
wurde festgestellt, dass es in diesem Bereich keine signifikanten Ausgaben gibt.  
Drei Werke der MM Gruppe liegen in Gebieten, die von Wasserknappheit betroffen sind. Da es sich um Werke  
der Packagingdivisionen handelt, wird Wasser jedoch nicht im Produktionsprozess sondern lediglich als  
Trinkwasser, für sanitäre Anwendungen sowie für Reinigungszwecke verwendet. Aus diesem Grund wurden  
im Zusammenhang mit Wasserknappheit keine Maßnahmen umgesetzt. Deshalb wurden für diesen Be-  
reich auch keine Ziele definiert.  
Ziele  
Kommentar zum  
E3-3  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Verbesserung der Wassereffizienz um Wasserverbrauch im eigenen Be-  
0 %  
30 %  
On track – ursprünglicher  
35 % bis 2030 gegenüber 2019 trieb der Board & Paper Division  
im Jahr 2019  
Zielwert (30 %) wurde 2024  
erreicht, weshalb das Ziel  
auf 35  
%
hochgesetzt  
wurde  
Zertifizierung des Wassermanage- Wasserverbrauch im eigenen Be-  
57 % (4 von 7)  
71 %  
On track  
ments aller Board  
&
Paper Werke trieb der Board & Paper Division  
im Jahr 2022  
(5 von 7)  
durch Dritte bis 2030 im Vergleich zu  
2022  
Alle Ziele werden freiwillig festgelegt und sind nicht durch gesetzliche Vorschriften vorgegeben. Die Ziele be-  
ruhen auf Daten, die in den vergangenen Jahren intern erhoben wurden. Die Ziele betreffen nur die Board &  
Paper Division. Keines unserer Board & Paper-Werke liegt in wassergefährdeten Gebieten oder in Gebieten  
mit hohem Wasserstress. Interne Stakeholder wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsprüfung in den Ziel-  
setzungsprozess einbezogen.  
Metriken  
Die Wasserentnahme umfasst die Entnahme von Prozess- und Kühlwasser in den Karton- und Papierwer-  
ken sowie die Wasserentnahme in den Packagingwerken. Die Wassereinleitung umfasst die in unseren  
Kläranlagen (Division Board & Paper) behandelte Wassermenge und die gesamte in den Packagingdivisi-  
onen eingeleitete Wassermenge. Der Wasserverbrauch ist eine Schätzung der Wassermenge, die während  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
77  
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Konzernlagebericht  
des Produktionsprozesses und der Abwasserbehandlung verdunstet, sowie des Wassers, das in den Pro-  
dukten und im Klärschlamm (Board & Paper Division) gebunden ist, und des Wassers, das für Reinigungs-  
oder Sanitärzwecke in den Packagingwerken verwendet wird. Wiederaufbereitetes und wiederverwendetes  
Wasser ist die Menge an Kühlwasser, das für Abwasserreinigungsprozess benötigt wird und das im Kreislauf  
geführt und somit mehrfach genutzt wird. Abwasser wird mechanisch gereinigt und anschließend in einem  
mehrstufigen biologischen Reinigungsverfahren behandelt, bevor es gefahrlos abgeleitet wird, sodass eine  
Übernutzung oder Verschmutzung ausgeschlossen ist (siehe Kapitel „E2 Umweltverschmutzung“). Der  
Wasserverbrauch der nicht produzierenden Einheiten, <0,01 % unseres Gesamtwasserverbrauches, wird an-  
hand des durchschnittlichen Wasserverbrauches pro Person in der Konzernzentrale geschätzt. Der Daten-  
punkt „gespeichertes Wasser“ ist für die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe nicht zutreffend und wird  
deshalb nicht in untenstehender Tabelle angeführt.  
E3-4  
Wassernutzung 2024  
MM Food &  
MM Pharma &  
Premium  
Healthcare  
MM Board &  
MM Gruppe1)  
Packaging  
Packaging  
Paper  
Wasserverbrauch (m3)  
Wasserentnahme  
68.714.620  
612.439  
63.683  
68.035.023  
Wasserrückführung  
63.851.802  
487.868  
60.818  
63.299.641  
Wasserverbrauch  
4.862.818  
124.572  
2.864  
4.735.382  
Gesamtwasserverbrauch in wassergefährdeten Gebieten  
einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress  
36.951  
36.951  
0
0
Gesamtwassermenge, die recycelt und wiederverwendet wird2)  
5.911.554  
N/A  
N/A  
5.911.554  
Wasserintensitätsverhältnis (m3/TEUR)3)  
16,8  
0,4  
0,1  
34,8  
Wasserentnahme nach Quelle (m3)  
Oberflächenwasser  
60.445.820  
27.609  
0
60.418.211  
Grundwasser  
6.763.632  
276.326  
0
6.487.306  
Meerwasser  
811.300  
0
0
811.300  
Wasser von Dritten  
693.869  
308.505  
63.683  
318.206  
1) enthält geschätzte Werte nicht produzierender Einheiten (z.B. Vertriebsbüros)  
2) bezieht sich auf Kühlwasser, das nur in der Board & Paper Division verwendet wird  
3) Wasserentnahme pro Nettoumsatz in TEUR 2024  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
78  
Konzernlagebericht  
6.6 E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Um sich dem Thema Biodiversität und Ökosysteme zu nähern, wurde in einem ersten Schritt eine Resilien-  
E4-1  
zanalyse durchgeführt, die sich am Rahmenwerk der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures  
(TNFD) und insbesondere am darin beschriebenen LEAP-Ansatz orientiert. Da es sich bei Ökosystemen und  
insbesondere Waldökosystemen um komplexe Systeme handelt und um besser zu verstehen, wie der Ver-  
lust der biologischen Vielfalt und der Klimawandel miteinander verknüpft sind, wurden im Rahmen der  
Resilienzanalyse externe Stakeholder aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft konsultiert. Die Resilien-  
zanalyse deckt alle eigenen Tätigkeiten der MM Gruppe ab und legt einen Fokus auf die forstwirtschaftliche  
Lieferkette, da dies unsere wichtigste Schnittstelle zur Natur ist. Die Abhängigkeit von Holz als Rohstoff für  
die Produktion von Karton und Papier stellt ein Schlüsselrisiko für die MM Gruppe dar und gleichzeitig hat  
die Waldbewirtschaftung der Wälder, aus denen wir Holz beziehen, einen potenziell größeren Einfluss auf  
die Biodiversität als der Betrieb unserer eigenen Produktionsstätten. Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken  
und Chancen wurden definiert und über einen kurz-, mittel- und langfristigen Horizont von 0-1, 1-5 bzw. >5  
Jahren bewertet.  
Die Division MM Board & Paper produziert an sieben Standorten in Europa Karton und Papier und ist daher  
auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz als Rohstoff angewiesen. Neben Holz wird auch Wasser in großen  
Mengen für die Produktion benötigt. Daher sind die Produktionsprozesse der MM Board & Paper wesentlich  
für die Beurteilung der naturbezogenen Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen. Die beiden  
Packagingdivisionen sind weniger ressourcenintensiv, ist aber ebenfalls auf die Verfügbarkeit von Karton  
angewiesen, der für die Produktion von Faltschachteln und Verpackungslösungen benötigt wird.  
Letztlich sind die wichtigsten Auswirkungen auf die Biodiversität und die Ökosysteme in der forstwirtschaft-  
lichen Lieferkette zu verorten. Die Bewirtschaftung von Wäldern für die Holzproduktion wirkt sich im Ver-  
gleich zu Primärwäldern negativ auf die biologische Vielfalt aus. Auch wenn Zertifizierungssysteme, die be-  
stimmte Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung wie FSC® oder PEFC garantieren, diese  
Auswirkungen abmildern können, sind sie dennoch als wesentlich zu betrachten.  
Da die Aktivitäten der MM Gruppe vom Verlust der Biodiversität durch die Abhängigkeit von Ökosystem-  
leistungen betroffen sind, erhöhen wir unsere Widerstandsfähigkeit durch eine aktive Beschaffungspolitik  
und -strategien. Die Schlüsselstrategie für diesen Bereich ist unsere Holzbeschaffungsstrategie.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Ein wichtiger Treiber des Verlustes an biologischer Vielfalt ist der Klimawandel, der durch Treibhausgase  
verursacht wird, die auch in den Produktionsprozessen der MM Gruppe entstehen. Daher erkennen wir die  
Auswirkungen des Klimawandels und unsere Rolle als Emittent von Treibhausgasen an und erörtern dies  
im Kapitel „E1 Klimawandel". Eine weitere (indirekte) Auswirkung der Tätigkeit der MM Gruppe ist die Wald-  
bewirtschaftung in den Wäldern, aus denen wir Holz beziehen. Diese kann zu Veränderungen in der Wald-  
struktur und der Artenzusammensetzung führen. Negative Auswirkungen auf die Biodiversität können auch  
für die MM Gruppe ein wesentliches Risiko darstellen. Deshalb ist es wichtig, dass die forstwirtschaftliche  
Lieferkette der MM Gruppe auf einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung beruht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
79  
Konzernlagebericht  
Sollten bestimmte Holzarten aufgrund von Veränderungen in der Biodiversität nicht mehr auf dem Markt  
verfügbar sein, könnte dies bedeuten, dass Produktionsprozesse und/oder Produkte innerhalb der Division  
MM Board & Paper angepasst werden müssen, was zu Kosten für die Implementierung neuer Technologien  
oder Innovationen für neue Produkte führt.  
Richtlinien  
Überblick zu den umweltbezogenen Richtlinien  
Diese Informationen finden Sie in Kapitel „E1 Klimawandel“ auf Seite 129.  
Richtlinien zu Biodiversität und Ökosystemen  
Das Thema Biodiversität wird in unserer Environmental Policy auf Konzernebene behandelt, welche die  
E4-2  
Schnittstellen zur Natur sowohl für aquatische als auch für Waldökosysteme berücksichtigt. Die Policy spie-  
gelt die Hauptthemen wider, die aus unserer Analyse der Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chan-  
cen von und auf Biodiversität und Ökosystemen abgeleitet wurden, und enthält einen Abschnitt, welcher  
der verantwortungsvollen Beschaffung von forstwirtschaftlichen Materialien gewidmet ist, einschließlich  
ihrer Rückverfolgbarkeit und entwaldungsfreien Herkunft für die Division MM Board & Paper. Ein Eckpfeiler  
dieser Politik ist die Verwendung von externen Zertifizierungssystemen (FSC® oder PEFC) für nachhaltige  
Forstwirtschaft in den Wäldern, aus denen wir Holz beziehen. Dies trägt dazu bei, die Auswirkungen auf die  
biologische Vielfalt zu verringern, und berücksichtigt auch die sozialen Auswirkungen innerhalb der Liefer-  
kette. Die Richtlinie gilt nicht für die eigenen Standorte der Gruppe und die nachgelagerte Wertschöpfungs-  
kette in oder in der Nähe von Gebieten mit empfindlicher biologischer Vielfalt, für die eigene Richtlinien  
gelten, die sicherstellen, dass es keine negativen Auswirkungen auf Gebiete mit empfindlicher biologischer  
Vielfalt gibt.  
Aktionen und Maßnahmen  
In Anerkennung des Wertes der Biodiversität für die MM Gruppe und der Bedeutung der Erhaltung der Bio-  
E4-3  
diversität und damit funktionierender Ökosysteme hat die MM Gruppe die folgenden Aktionen und Maß-  
nahmen bereits umgesetzt oder ist dabei, diese umzusetzen:  
Aufbau einer soliden, datengestützten Grundlage  
Die MM Gruppe hat bereits die potenziellen Auswirkungen auf die Biodiversität seiner eigenen  
Standorte bewertet und arbeitet derzeit mit externen Partnern zusammen, um robuste Indikatoren  
zur Bewertung des Zustandes der Wälder in seiner vorgelagerten Lieferkette zu entwickeln. Die Um-  
setzung begann im Jahr 2023 mit der Analyse unserer eigenen Standorte und soll bis 2028 abge-  
schlossen sein.  
Aktionspläne  
Auf Basis der Datengrundlage wird die MM Gruppe bis 2028 Aktionspläne innerhalb der vorgela-  
gerten forstwirtschaftlichen Wertschöpfungskette entwickeln, um negative Auswirkungen auf die  
Biodiversität zu mindern und damit Risiken in Bezug auf die Biodiversität, die sich aus unserer Ab-  
hängigkeit vom Rohstoff Holz ergeben, zu reduzieren.  
Anpassung der Strategien  
Die MM Gruppe überprüft und passt ihre Strategien in Bezug auf die vorgelagerte forstwirtschaft-  
liche Wertschöpfungskette laufend an, um unsere Lieferkette widerstandsfähiger zu machen.  
Diese Maßnahme wird laufend durchgeführt.  
Die Aktionen und Maßnahmen sind informiert von der EU Biodiversitätsstrategie für 2030 und tragen zu  
deren Zielen bei. Die MM Gruppe verwendet keine Kompensationsmechanismen in Zusammenhang mit  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
80  
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Konzernlagebericht  
Biodiversität. In Bezug auf CapEx und OpEx wurde festgestellt, dass es in diesem Bereich keine nennens-  
werten Ausgaben gibt.  
Ziele  
Kommentar zum  
E4-4  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Durchführung von Biodiver- Auswirkungen der eigenen Tätigkeit 0 % eigene  
100 %  
Im Jahr 2023 führte MM eine Biodiver-  
sitätsbewertungen in eige- auf die biologische Vielfalt und Aus- Werke und 0 % eigene  
sitätsanalyse auf der Grundlage von  
nen Werken und bei wichti- wirkungen auf die biologische Vielfalt Hauptlieferan- Werke und Species-Area-Relationship-Model-  
gen Holzlieferanten bis 2028. in den Wäldern der wichtigsten Holz- ten im Jahr  
0 % Haupt- len (SARs) für unsere eigenen Werke  
Gegebenenfalls werden Ak- lieferanten. Die wichtigsten Holzliefe- 2022  
lieferanten durch, die 100 % der Werke abdeckt.  
tionspläne entwickelt.  
ranten sind definiert als die Holzliefe-  
Wir arbeiten derzeit an der Umset-  
ranten, die insgesamt 70  
%
der  
zung einer Analyse für unsere wich-  
Holzbeschaffung abdecken.  
tigsten Holzlieferanten.  
6.7 E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Unsere Beschaffungsorganisation ist darauf ausgerichtet, sowohl eine optimale Herkunfts- und Qualitäts-  
kontrolle als auch eine maximale Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Deshalb achten wir beim Einsatz  
von Frischfasern in der Karton- und Papierproduktion besonders auf verantwortungsvolle Bezugsquellen.  
So können wir sicherstellen, dass 100 % der eingesetzten Frischfasern aus zertifizierten und/oder kontrollier-  
ten Quellen stammen. Das zugekaufte Altpapier unterliegt strengen Qualitätsanforderungen, die in der  
Norm EN 643 definiert sind.  
Kreislaufwirtschaft ist der Kern unseres Geschäftsmodells. Durch die Produktion von Frischfaser- und Recyc-  
lingkarton sowie die Verarbeitung beider Materialien zu rezyklierbaren Verpackungslösungen umfasst das  
MM Geschäftsmodell wesentliche Prozessschritte einer Kreislaufwirtschaft für faserbasierte Verpackungen.  
Besonderen Wert legen wir auf eine unabhängige Kontrolle der Rohstoffbeschaffung und eine überprüf-  
bare Übereinstimmung der Arbeitsweise der Lieferanten mit internationalen Umweltstandards. Effizienter  
Ressourcenverbrauch, Abfallvermeidung in der Produktion und ein positiver Beitrag zum langfristigen Erhalt  
von Naturräumen und Artenvielfalt haben für uns hohe Priorität. Das Abfallmanagement wird an den  
Standorten durch den jeweiligen Abfallbeauftragten umgesetzt. Die Entsorgung selbst erfolgt je nach Ab-  
fallart durch zugelassene Abfallentsorgungsunternehmen gemäß den länderspezifischen gesetzlichen  
Vorgaben.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Die wichtigste positive Auswirkung von MM ist der Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft durch die Herstellung  
rezyklierbarer Produkte auf der Grundlage erneuerbarer Rohstoffe. Dies führt zu einer Reduzierung von Pri-  
märrohstoffen wie Holz. Die Steigerung der Ressourceneffizienz reduziert den Einsatz von Primärrohstoffen  
und damit die Beschaffungskosten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
81  
Konzernlagebericht  
Gemäß den Anforderungen des EU Green Deal erwarten wir eine steigende Nachfrage nach rezyklierbaren  
Produkten sowie nach Produkten, die unter Verwendung von rezyklierten Rohstoffen hergestellt werden,  
wobei beides unserem Produktportfolio entspricht. Die Substitution von Produkten mit schlechterer Rezyk-  
lierbarkeit als jener der faserbasierten Produkte der MM Gruppe ermöglicht die Erschließung neuer Märkte  
und damit Absatzsteigerungen. Als Europas führender Hersteller von Kartonsorten aus Altpapierfasern se-  
hen wir die zu erwartenden Anforderungen der Europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallver-  
ordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)) hinsichtlich des Anteiles an Recyclingma-  
terial nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance, unsere Marktposition weiter zu stärken.  
Andererseits hat die EU Ziele zur Reduzierung von Verpackungsmaterial im Allgemeinen festgelegt, was  
sich negativ auf unser Geschäftsmodell auswirken könnte.  
Die genannten gesetzlichen Anforderungen verfolgen ein übergeordnetes Ziel, nämlich die Reduzierung  
von Abfällen. Dies ist auch für unsere Produktionsprozesse relevant. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass  
wir alle gesetzlichen Anforderungen an die Abfallbehandlung erfüllen. Dennoch müssen wir damit rechnen,  
dass regionale Gesetzgebungen strenger werden, was künftig Investitionen in die Abfallbehandlung erfor-  
derlich machen kann.  
Richtlinien  
Überblick über die Umweltrichtlinien  
Diese Informationen finden Sie in Kapitel „E1 Klimawandel“ auf Seite 129.  
Richtlinien zu Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft  
MM ist bestrebt, wiederverwertbare Verpackungen und Papierprodukte aus nachwachsenden, faserba-  
E5-1  
sierten Rohstoffen herzustellen, um Kunststoffverpackungen zu ersetzen. Die Förderung von ökologischer  
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsaktivitäten der  
MM Gruppe und beinhaltet die Bewusstseinsbildung bei unseren Stakeholdern im Zusammenhang mit Um-  
weltfragen. Da unsere Produkte auf forstwirtschaftlichen Rohstoffen basieren, verpflichten wir uns zu einer  
verantwortungsvollen Beschaffung. Gemäß unserer Policy for Forests and Natural Ecosystems stellen wir  
dies sicher, indem wir die Anforderungen der FSC®- oder PEFC-Zertifikate einhalten, und gehen in Bezug auf  
Abholzung, gefährdete Arten und Rückverfolgbarkeit unserer Holzlieferungen noch darüber hinaus. Neben  
Holz wird im gesamten Produktionsprozess der Karton- und Papierherstellung auch Wasser in großen Men-  
gen verbraucht. Bei der Wassernutzung setzen wir auf das Konzept, das geförderte Grund- oder Oberflä-  
chenwasser mehrfach zu nutzen, zunächst als Kühlwasser und dann in mehreren Stufen als Prozesswasser.  
Anschließend wird das Wasser gereinigt und in hochmodernen Kläranlagen aufbereitet, bevor es wieder  
eingeleitet wird (siehe Kapitel „E2 Umweltverschmutzung“ und „E3 Wasser- und Meeresressourcen“). In Be-  
zug auf unser Abfallmanagement verpflichten wir uns, Prozessabfälle gemäß der Abfallhierarchie (Vermei-  
den, Verringern, Wiederverwenden, Recyceln und verantwortungsvolle Entsorgung) als Rohstoffe oder  
Energie zu nutzen und gleichzeitig die Menge der auf Deponien gelagerten Abfälle zu minimieren (siehe  
Environmental Policy, MM Supplier Code of Conduct und Policy for Forests and Natural Ecosystems).  
Aktionen und Maßnahmen  
Ressourcenzufluss und -verbrauch  
Durch eigens entwickelte Managementsysteme und Zertifizierungen - wie FSC® oder PEFC - stellen wir si-  
E5-2  
cher, dass die forstwirtschaftlichen Rohstoffe verantwortungsvoll beschafft werden. Im Jahr 2024 sind alle  
MM Board & Paper Werke nach FSC®-Standards (Lizenz FSC-C003336, Lizenz FSC-C005528, Lizenz FSC-  
C007894, FSC-C118559) oder PEFC-Kriterien (Lizenz PEFC/06-33-215, Lizenz PEFC/02-32-40, Lizenz PEFC/32-  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
82  
Konzernlagebericht  
31-049, PEFC/03-31-54) zertifiziert. Wir weisen nach, dass alle in der Karton- und Papierproduktion einge-  
setzten Frischfasern aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern bzw. kontrollierten Quellen stam-  
men. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir intensiv die Umsetzung der Anforderungen der Europäischen Ent-  
waldungsverordnung (EUDR) vorangetrieben, die ab 2025 in Kraft tritt und neue Bestimmungen für eine  
nachhaltige Forstwirtschaft enthält. In diesem Zusammenhang haben wir eine Responsible Sourcing-Ab-  
teilung eingerichtet, die u. a. für die Umsetzung der EUDR-Anforderungen zuständig ist.  
Im Rahmen der effizienten Nutzung von Fasern werden in unserem Werk in Frohnleiten verschiedene Maß-  
nahmen umgesetzt.  
Projekt Frohnleiten 2025  
Ziel dieses Projektes ist eine Effizienzsteigerung im Prozess der Stoffaufbereitung, die zu einer Re-  
duzierung des Fasereinsatzes führt. Neben der Ressourceneffizienz ermöglicht dies die Herstellung  
von Kartonsorten, die fast vollständig aus Recyclingfasern bestehen.  
Ressourcenabfluss/Produkte  
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung nachhaltigerer Verpa-  
ckungslösungen gemacht, die den höchsten Anforderungen an die Recyclingfähigkeit entsprechen und  
neue Standards für umweltfreundlichere Verpackungslösungen setzen. Diese Fortschritte stehen im Ein-  
klang mit der europäischen Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle und der Richtlinie  
über Einwegkunststoffe (Single-Use Plastics Directive (SUPD)). Diese Verordnungen zielen im Wesentlichen  
darauf ab, Verpackungsabfälle europaweit zu reduzieren und zu harmonisieren. Das übergeordnete Ziel ist  
es, bis 2030 sicherzustellen, dass alle Verpackungen wiederverwendbar oder auf wirtschaftlich vertretbare  
Weise recycelbar sind. Außerdem sind Maßnahmen zur Verringerung des Ressourcenverbrauches durch  
die Vermeidung von Sekundärverpackungen geplant. Um die Wiederverwertbarkeit und Substitution von  
(Einweg-)Kunststoffverpackungen zu optimieren, wurde 2024 eine Projekt-Task-Force eingerichtet, die In-  
novation, Nachhaltigkeit und die Produktanforderungen unserer Kunden miteinander verbindet. Folgende  
Investitionsprojekte stehen mit diesen Entwicklungen im Zusammenhang:  
Neue Produktionslinie zur Substitution von Kunststoffen  
Bei MM Kwidzyn wurde eine neue Produktionslinie für „Moulded Pulp“ mit einer Kapazität von  
500 t/Jahr errichtet (2024-2026).  
MM Premium France hat eine neue Produktionslinie für „GreenPeel“ mit einer Kapazität von  
110 t/Jahr errichtet (2024-2026).  
Bei MM Premium Vienna wurde ein Pilotprojekt zur Weiterentwicklung unseres „CartonCavity-  
Systems“ durchgeführt (2024).  
Ressourcenabfluss/Abfall  
Eine Vielzahl von Projekten zur Reduktion von Abfällen bei Karton und Papierdruckstoffen durch Prozessop-  
timierung und Verbesserungen bei der Faserrückgewinnung wurden 2024 umgesetzt. In den Karton- und  
Papierwerken wird laufend an Projekten zur Optimierung des Fasereinsatzes gearbeitet. Technologische  
Innovationen an den Maschinen zielen unter anderem darauf ab, die Effizienz des Fasereinsatzes zu erhö-  
hen und den Faserverbrauch zu reduzieren. Eine kontinuierliche Überwachung sorgt für eine optimale Aus-  
lastung im Betrieb.  
Über abfallbezogene Projekte wird in Kapitel „E1 Klimawandel“ berichtet, da sie mit der Erzeugung erneuer-  
barer Energie (Schwarzlauge) und der Substitution fossiler Brennstoffe zusammenhängen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
83  
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Konzernlagebericht  
Im Jahr 2024 wurden Investitionen in Höhe von 10 Mio. EUR getätigt, um die Ressourceneffizienz im Produk-  
tionsprozess zu erhöhen und die Substitution von Kunststoffen zu fördern. In den nächsten Jahren planen  
wir weitere Investitionen in Höhe von 15 Mio. EUR. Die genannten Investitionen sind in unserem CapEx-Plan  
enthalten. Im Hinblick auf OpEx wurden keine relevanten Ausgaben identifiziert.  
Ziele  
Ebene der  
Kommentar zum  
E5-3  
Ziel Abfallmanagement Scope  
Abfallhierarchie  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
<10.000 t Abfall auf De- eigener  
Entsorgung  
38.600 t im  
26.566 t  
On track (2023: 31.696 t)  
ponien bis 2030 und null Tätigkeitsbereich  
Jahr 2019  
Abfall auf Deponien bis  
2050  
Kommentar zum  
Ziel Ressourcenzufluss  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Sämtliches Holz wird weiterhin aus Vorgelagerte Wertschöpfungskette 100 % im Jahr  
100 %  
Erfüllt im Jahr 2024  
zertifizierten oder kontrollierten ver- der Board & Paper Division  
2023  
antwortungsvollen Quellen bezogen1)  
Bis 2030 beziehen wir alle holzbasier- Vorgelagerte Wertschöpfungskette k. A.  
-
Neues Ziel  
ten Rohstoffe von verifizierten, ver- der MM Gruppe  
antwortungsbewussten Lieferanten  
1) einschließlich FSC®-zertifiziert/aus kontrollierten Quellen; PEFC-kontrolliert und/oder EUDR-Anforderungen erfüllend  
Das Thema Kreislaufwirtschaft wird im Jahr 2025 weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch die Definition  
von Zielen in Bezug auf den Ressourcenabfluss. Alle Ziele werden auf freiwilliger Basis festgelegt.  
Metriken  
Ressourcenzufluss und Verwendung  
Die wichtigsten Ressourcenzuflüsse beziehen sich auf Holzfasern oder dessen Rezyklaten, und damit über- E5-4  
wiegend auf nachwachsende Rohstoffe. Die wichtigsten für die Karton- und Papierproduktion notwendigen  
Objekte und Anlagen sind Zellstoffwerke, Kartonmaschinen, Kläranlagen und Kraftwerke. Darüber hinaus  
werden Lagerhäuser und Lagerflächen für Rohstoffe und Fertigprodukte genutzt. In den Packagingwerken  
sind die wichtigsten Objekte Druckmaschinen, Schneidemaschinen und Lagerhallen. In der vorgelagerten  
Wertschöpfungskette sind die wichtigsten Objekte und Maschinenausrüstungen mit der Forstwirtschaft,  
der chemischen Industrie und der Zellstoffproduktion verbunden. Bei den Fasern handelt es sich um holz-  
basierte und damit biologische Materialien. Es wird zwischen Frischfasern und Recyclingfasern unterschie-  
den. Beide Arten von Fasern werden extern beschafft. Neben Fasern, Wasser (siehe Kapitel „E3 Wasser und  
Meeresressourcen“) und Energie (siehe Kapitel „E1 Klimawandel“) sind Streichchemikalien für die Karton-  
oberfläche die wichtigsten Inputfaktoren in der Kartonproduktion. Die wichtigsten Inputs für die Herstellung  
von Faltschachteln sind Frischfaser- oder Recyclingkarton sowie Papier, Druckfarben, Lacke und Energie.  
Um Doppelzählungen auf Konzernebene zu vermeiden, wird der intern verkaufte Karton nur in der Karton-  
produktion der Division Board & Paper erfasst.  
Ressourcenabflüsse und Produkte  
Die MM Gruppe stellt Verpackungslösungen für Verbraucher:innen her. Im Hinblick auf das „End-of-Life“ ist  
E5-5  
die Recyclingfähigkeit unserer Produkte eine wichtige Anforderung. Um die Leistung unserer Produkte zu  
quantifizieren, führen wir intern Life Cycle Assessments (LCA) durch. Unsere Product Carbon Footprints um-  
fassen die Treibhausgasemissionen, die während des Lebenszyklus eines Produktes entstehen, und wir ver-  
wenden verschiedene LCA-Methoden, um die verschiedenen Lebenszyklusphasen zu berücksichtigen (z. B.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
84  
Konzernlagebericht  
Cradle-to-Gate). Um die Genauigkeit und Glaubwürdigkeit unserer Treibhausgasbilanzierung zu gewähr-  
leisten, unterziehen wir uns einer abschließenden externen Prüfung nach ISO 14064-3, 2019. Die Menge des  
recycelten Inhaltes wird auf der Grundlage des Fasereinsatzes in der Division Board & Paper und des Kar-  
toneinsatzes in den Packagingdivisionen geschätzt. Zur Haltbarkeit der Produkte kann keine Aussage ge-  
troffen werden, da diese dem Nutzungszweck des verpackten Endproduktes entspricht.  
Ressourcenabflüsse und Abfälle  
Abfallkennzahlen werden nach gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen, nach Onsite- oder Offsite-  
Behandlung und nach der Art der Behandlung entsprechend der Abfallhierarchie (Wiederverwendung/Re-  
cycling, mit energetischer Verwertung, ohne energetische Verwertung und Deponierung) erhoben. Der  
mengenmäßig größte Anteil der Abfälle in den Recyclingkartonwerken besteht aus Rückständen aus der  
Altpapieraufbereitung, den sogenannten Rejekten. Klärschlämme und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle  
werden entweder werksintern thermisch verwertet oder an autorisierte Entsorgungsunternehmen abge-  
geben. Bei der Zellstoffverarbeitung fällt Schwarzlauge als energiereiches Nebenprodukt an, das recycelt  
und als Energiequelle zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme genutzt wird. Gefährliche Abfälle wie  
Altöl, Chemikalien, kontaminierte Flüssigkeiten, mit Chemikalien verunreinigte Abwässer, Werkstattabfälle  
und wiederaufladbare Batterien werden an zugelassene Entsorgungsunternehmen übergeben, die die Ab-  
fälle entsprechend den gesetzlichen Vorschriften entsorgen.  
In den MM Packaging Divisionen besteht der weitaus größte Anteil der Abfälle aus nicht gefährlichen fa-  
serbasierten Materialien, die dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Die mengenmäßig bedeutendste  
Abfallkategorie sind Kartonabfälle aus dem Stanzprozess. Kartonabfälle werden weitgehend recycelt und  
zu neuem Karton verarbeitet. Lösungsmittelreste, Farb- und Lackreste, Altöle sowie Nass- und Schmutz-  
wasser aus Druckmaschinen werden als gefährliche Abfälle eingestuft, die nur einen kleinen Teil der Ge-  
samtabfallmenge ausmachen. Jeglicher Abfall, der in den Packagingdivisionen anfällt, wird von externen  
Abfallentsorgungsunternehmen weiterverarbeitet.  
Die Berechnung des Abfallaufkommens erfolgt auf Basis von Primärdaten, die beispielsweise von Rech-  
nungen oder Einkaufsmengen entnommen werden. Das Abfallaufkommen aus den nicht produzierenden  
Einheiten, 0,01 % unseres gesamten Abfallaufkommens, wird anhand des durchschnittlichen Abfallaufkom-  
mens pro Person aus unserer Zentrale geschätzt. Die Klassifizierung in gefährlichen und nicht-gefährlichen  
Abfall wird in Übereinstimmung mit den geltenden nationalen Vorschriften vorgenommen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
85  
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Konzernlagebericht  
Rohstoffe und Abfall  
2024  
E5-4  
MM Food &  
MM Pharma &  
E5-5  
Premium  
Healthcare  
MM Board &  
MM Gruppe1)  
Packaging  
Packaging  
Paper  
Ressourcenzuflüsse und -abflüsse (t)  
Gesamtgewicht der Zuflüsse (Produkte und verwendete  
technische und biologische Materialien)2)  
4.726.481  
1.864.527  
225.800  
2.901.436  
Prozentsatz der biologischen Materialien aus nachhaltigem  
Ursprung3)  
85 %  
46 %  
58 %  
100 %  
Sekundäre wiederverwendete oder rezyklierte Materialien4)  
1.557.476  
453.481  
8.488  
1.095.507  
Prozentsatz der sekundär wiederverwendeten oder rezyklierten  
Materialien4)  
33 %  
24 %  
4 %  
38 %  
Gesamtgewicht der rezyklierbaren Produkte5)  
3.550.244  
810.320  
88.731  
2.651.194  
Prozentsatz der rezyklierbaren Produkte5)  
100 %  
100 %  
91 %  
100 %  
Abfall (t)  
Gesamtes Abfallaufkommen  
454.585  
142.792  
36.753  
275.040  
Nicht recycelte Abfälle  
186.612  
10.687  
3.441  
172.484  
Prozentsatz der nicht recycelten Abfälle  
41 %  
8 %  
9 %  
63 %  
Gesamtmenge an gefährlichen Abfällen  
3.840  
2.727  
794  
320  
Gesamtmenge radioaktiver Abfälle  
0
0
0
0
Abfallbehandlung intern  
Verbrennung nicht gefährlichen Abfalls mit Energierückgewinnung  
9.328  
0
0
9.328  
Deponierung nicht gefährlichen Abfalls  
9.833  
0
0
9.833  
Abfallbehandlung extern  
Nicht gefährlicher Abfall reused  
1.313  
1.150  
0
163  
Nicht gefährlicher Abfall recycled6)  
266.470  
130.914  
33.013  
102.544  
Nicht gefährlicher Abfall recovered 7)  
83.080  
3.424  
184  
79.473  
Verbrennung nicht gefährlichen Abfalls mit Energierückgewinnung  
62.868  
1.373  
1.697  
59.798  
Verbrennung nicht gefährlichen Abfalls ohne  
Energierückgewinnung  
1.387  
113  
0
1.275  
Deponierung nicht gefährlichen Abfalls8)  
16.367  
2.998  
1.063  
12.306  
Gefährliche Abfälle reused  
0
0
0
0
Gefährliche Abfälle recycled  
1.502  
1.191  
298  
12  
Gefährliche Abfälle recovered  
628  
370  
83  
175  
Verbrennung von gefährlichen Abfällen mit Energierückgewinnung  
1.133  
725  
393  
15  
Verbrennung von gefährlichen Abfällen ohne  
Energierückgewinnung  
309  
236  
19  
54  
Deponierung von gefährlichen Abfällen6)  
366  
298  
3
64  
1) enthält geschätzte Werte nicht produzierender Einheiten (z. B. Vertriebsbüros)  
2) Faserinput und extern zugekaufter Karton  
3) FSC® zertifiziert/aus kontrollierten Quellen, PEFC kontrolliert  
4) inkl. sekundärer Zwischenprodukte und sekundärer Materialien, die zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Verpackungen) verwendet  
werden  
5) Der rezyklierbare Anteil unserer Produkte wird über das eingesetzte Fasermaterial ermittelt. Intercompany-Umsätze zwischen den Divisonen sind exkludiert, um Doppelzählungen  
zu vermeiden.  
6) Verwertungsverfahren, durch die Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden.  
7) Verfahren, als dessen Hauptergebnis Abfälle innerhalb der Anlage oder in der weiteren Wirtschaft einem sinnvollen Zweck zugeführt werden, indem sie andere Materialien erset-  
zen, die ansonsten zur Erfüllung einer bestimmten Funktion verwendet worden wären  
8) beinhaltet Nicht-Produktionsabfall (z.B. Bauschutt)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
86  
Konzernlagebericht  
6.8 S1 Eigene Arbeitskräfte  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die MM Gruppe übernimmt Verantwortung für das Wohlergehen und die Arbeitnehmerrechte ihrer Mitar-  
beiter:innen und konzentriert sich auf die Sicherheit am Arbeitsplatz, die bestmöglichen Arbeitsbedingun-  
gen und die Wahrung der Menschenrechte.  
Unser Managementansatz in Bezug auf unsere eigenen Arbeitskräfte umfasst Mitarbeiter:innen von MM,  
die in einem Arbeitsverhältnis mit MM stehen, Festangestellte, Zeitarbeiter:innen und Student:innen. Die De-  
finition des Begriffes „eigene Arbeitskräfte" ist weiter gefasst als die oben beschriebene Definition von Ar-  
beitnehmer:innen und umfasst sowohl Arbeitnehmer:innen als auch Nicht-Arbeitnehmer:innen. Arbeitneh-  
mer:innen, die nicht bei MM angestellt sind, deren Arbeit aber für einen bestimmten Zeitraum für MM  
geleistet wird, werden als Nicht-Arbeitnehmer:innen eingestuft, wozu auch Selbstständige und Leiharbeit-  
nehmer:innen gehören. Bei den Arbeitnehmer:innen wird im Allgemeinen zwischen Arbeiter:innen und An-  
gestellten unterschieden. Arbeiter:innen sind Mitarbeiter:innen, welche direkt in der Produktion arbeiten,  
und Angestellte sind Mitarbeiter:innen in den Büros. Wenn es um sichere Arbeitsbedingungen geht, sind die  
Beschäftigten in den Produktionsstätten stärker gefährdet als die Büroangestellten. Sichere Arbeitsbedin-  
gungen werden aktiv und mit höchster Priorität gehandhabt. Daher ist ein OSH (Occupational Health and  
Safety)-KPI Teil der Vorstandsvergütung (siehe. auch ESRS 2, S. 118) sowie der Vergütung von Manager:innen  
in den Produktionsstandorten und der Zentrale. Von fairer Behandlung sind alle Mitarbeiter:innen betroffen.  
Zwangsarbeit kann für die Werke der MM Gruppe ausgeschlossen werden. Die Umsetzung unseres Transi-  
tion Plans hat keine negativen Auswirkungen auf unsere Belegschaft. Generell erweitern wir das Wissen zu  
Dekarbonisierung innerhalb unserer gesamten Organisation durch Schulungen und Workshops.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Die Gewährleistung von angemessenen Arbeitsbedingungen, gerechten Löhnen, fairen Arbeitszeiten, Mit-  
bestimmung, unterstützenden Maßnahmen und ein sicheres Arbeitsumfeld schafft ein positives Arbeits-  
klima, das zu größerer Zufriedenheit, Engagement und Bindung der Mitarbeiter:innen führt. Unzureichende  
Arbeitsbedingungen, starre Arbeitszeiten und übermäßige Überstunden hingegen beeinträchtigen das all-  
gemeine Wohlbefinden der Arbeitnehmer:innen und ihrer Familien. Die Arbeit in einem sicheren und aus-  
gewogenen Arbeitsumfeld ist ein wichtiger Faktor für die Förderung von Wohlbefinden und Produktivität.  
Für die MM Gruppe besteht ein potenzielles finanzielles Risiko, wenn niedrige Löhne, eine nicht förderliche  
Unternehmenspolitik, hohe Arbeitszeiten und unsichere Arbeitsplätze zu einer hohen Abwesenheitsrate der  
Mitarbeiter:innen oder zu Reputationsschäden und Strafen führen.  
MM hat eine wesentliche Chance, die Gleichbehandlung und das Engagement zu verbessern, indem es  
eine positive Ausbildungskultur umsetzt und die Diversität der Belegschaft fördert. Darüber hinaus kann die  
Förderung eines integrativen Umfeldes, das zu einer diversen Belegschaft führt, zu mehr Innovation, Krea-  
tivität und besserer Problemlösung führen, was sich positiv auf den Betrieb und die Performance des Un-  
ternehmens auswirkt. Durch eine gute Ausbildungskultur und die Förderung von Diversität können Enga-  
gement und Produktivität der Mitarbeiter:innen gesteigert werden. Gleichberechtigung in der Besetzung  
offener Stellen und in der Entlohnung von Mitarbeiter:innen ist wichtig, um das Wohlbefinden und die be-  
rufliche Entwicklung von Mitarbeiter:innen zu fördern  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
87  
Konzernlagebericht  
Eine Verletzung der Arbeitsrechte kann menschliches Leid, Ungleichheit und eine Verschlechterung der Le-  
bensqualität der Beschäftigten und ihrer Familien zur Folge haben. Der Ruf der MM Gruppe würde dadurch  
Schaden nehmen. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen und das Engagement der Belegschaft für das  
Unternehmen würden sinken.  
Richtlinien  
Überblick über soziale Richtlinien  
Die implementierten Richtlinien und Instrumente der MM Gruppe umfassen all unsere eigenen Mitarbei-  
S1-1  
ter:innen, die Mitarbeiter:innen innerhalb unserer Wertschöpfungskette, die betroffenen Gemeinschaften  
S1-2  
sowie die Verbraucher:innen und Endverbraucher:innen. MM verpflichtet sich zu einer verantwortungsvollen  
Unternehmensführung. Gegenseitiges Vertrauen bildet die Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit in-  
nerhalb des Unternehmens und mit Geschäftspartner:innen. Um den hohen Anforderungen bestmöglich  
gerecht zu werden, stellt MM sowohl an seine Mitarbeiter:innen als auch an Kunden, Lieferanten, Dienstleis-  
ter und sonstige Vertragspartner hohe Anforderungen im Hinblick auf ein verantwortungsvolles und inte-  
gres Verhalten.  
Die MM Gruppe hat die folgenden Richtlinien und Policies implementiert, um ihre wesentlichen Auswirkun-  
gen auf interne und externe Mitarbeiter:innen sowie die damit verbundenen wesentlichen Risiken und  
Chancen zu steuern:  
MM Code of Conduct  
Policy Statement on Human Rights  
Safety Policy Statement  
HR Guidelines – Creating Value Together  
Die Richtlinien und Policies der MM Gruppe und die Teilnahme an Zertifizierungssystemen umfassen Men-  
schen- und Arbeitsrechtsaspekte. Durch sie stellen wir sicher, dass allen Beschäftigten, betroffenen Ge-  
meinschaften und Kunden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur, Religion, Herkunft oder anderen Diver-  
sitätsmerkmalen, gleiche Rechte und Chancen eingeräumt werden, einschließlich unserer  
Wertschöpfungskette. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit den folgenden internationalen Standards und  
Rahmenwerken:  
UN Sustainable Development Goals  
10 Principles of the UN Global Compact  
UN Guiding Principles on Business and Human Rights  
OECD Guidelines for Multinational Enterprises  
ILO Core Labor Standards  
International Bill of Human Rights  
Die genannten Richtlinien und der MM Code of Conduct gelten für alle voll konsolidierten Unternehmen der  
MM Gruppe und schließen die eigenen Tätigkeiten und die Wertschöpfungskette von MM ohne geografi-  
sche Ausschlüsse ein. Alle genannten Dokumente sind öffentlich zugänglich und vom Vorstand genehmigt.  
Der MM Code of Conduct ist ein Rahmenwerk und eine Richtlinie für nachhaltiges und verantwortungsvolles  
Handeln im und mit dem Unternehmen. Die MM Gruppe erwartet von allen Mitarbeiter:innen, Kunden, Lie-  
feranten und anderen Partnern, dass sie die Grundsätze des MM Code of Conduct vollständig einhalten.  
Der Vorstand der MM Gruppe ist die höchste Ebene im Unternehmen, die für die Umsetzung des MM Code  
of Conduct verantwortlich ist. Der MM Code of Conduct leitet sich von den Grundwerten der MM Gruppe ab  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
88  
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Konzernlagebericht  
und steht im Einklang mit den ILO-Kernarbeitsnormen, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unterneh-  
men und der UN Global Compact Initiative, bei der MM Mitglied ist. Das Bewusstsein für Diversität, Gleich-  
berechtigung, Inklusion und Nichtdiskriminierung wird durch den MM Code of Conduct und die Durchfüh-  
rung lokaler Schulungsinitiativen gefördert. MM ist bestrebt, ein integratives Umfeld zu schaffen, in dem sich  
jede:r wertgeschätzt und respektiert fühlt. Solche Praktiken können ein positives Arbeitsumfeld schaffen,  
das zu einer höheren Mitarbeiter:innenzufriedenheit, Engagement und Mitarbeiter:innenbindung führt. Der  
Grundsatz der Nichtdiskriminierung gilt für den gesamten Zyklus von Mitarbeiter:innen, unabhängig davon,  
ob es sich um ein unbefristetes, befristetes oder Teilzeitarbeitsverhältnis handelt, und unterstreicht unser  
Engagement für Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle. Das Dokument ist auf der Website des  
Unternehmens öffentlich zugänglich.  
Im Policy Statement on Human Rights wird der Ansatz der MM Gruppe zur Umsetzung und zum Umgang  
mit Menschenrechtsfragen aufbauend auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den  
OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den ILO-Kernarbeitsnormen und der Internationalen  
Menschenrechtskonvention beschrieben.  
Die Safety Policy gilt für Mitarbeiter:innen, Zeitarbeiter:innen und Besucher:innen der MM Gruppe. Sie ist  
daher auch für die Arbeitnehmer:innen in der Wertschöpfungskette relevant. Die Policy definiert die Vision  
und die Verpflichtungen des Unternehmens für einen sicheren Arbeitsplatz.  
Richtlinien zu Belangen der eigenen Belegschaft  
Ergänzend zu den formellen Richtlinien gibt es auch eine globale HR-Guideline Creating Value Together.  
Diese gibt einen Überblick über die globale HR-Policy von MM und ist eine strategische Guideline, die dazu  
dient, kritische Dimensionen des modernen Workforce Managements zu steuern und einen standardisier-  
ten Ansatz für verschiedene wichtige HR-Themen zu etablieren. Das Dokument legt die Grundlagen für das  
Engagement von MM zur Förderung von Diversität fest. Es stellt sicher, dass Einstellungsverfahren fair und  
transparent sind und dass Vergütungs- und Leistungspakete die Würde der Mitarbeiter:innen widerspie-  
geln. Außerdem fördert es Flexibilität und Entwicklung in der Arbeitsorganisation, um den sich wandelnden  
Bedürfnissen der Mitarbeiter:innen gerecht zu werden. MM hat eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Be-  
lästigung am Arbeitsplatz. Die Richtlinie fordert nicht nur die Einhaltung der Standards der MM Gruppe,  
sondern auch das Bestreben von MM, Maßstäbe für ethische und nachhaltige Geschäftspraktiken zu set-  
zen. Im Wesentlichen ist diese konzernweite HR-Policy nicht nur eine Reihe von Richtlinien, sondern ein  
Zeugnis der Vision von MM als Arbeitgeber, der über Grenzen hinausgeht, wo jeder Einzelne und jede Ein-  
zelne die Werkzeuge und Unterstützung erhält, die er oder sie braucht, um sich zu entfalten. Ein Umfeld,  
welches sich durch Leidenschaft, Zusammenarbeit, Ergebnisorientierung und Verantwortung auszeichnet.  
Die HR-Guideline der MM Gruppe ist für alle Stakeholder von MM relevant, einschließlich der Mitarbeiter:in-  
nen, Kunden, Lieferanten und der damit verbundenen Gemeinschaften. In der HR-Guideline bekräftigt die  
MM Gruppe ihr Bekenntnis zur Richtlinie 2011/36/EU zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels  
und zum Schutz seiner Opfer. Neben der Bekämpfung des Menschenhandels befasst sich die HR-Richtlinie  
der MM Gruppe ausdrücklich mit Zwangs- oder Pflichtarbeit und Kinderarbeit. MM verbietet strikt jede Form  
von Zwangs- oder Pflichtarbeit in Übereinstimmung mit internationalen Arbeitsstandards. MM beteiligt sich  
nicht an Kinderarbeit und verpflichtet sich, die Rechte und das Wohlergehen junger Menschen zu wahren.  
Einbeziehung der Arbeitskräfte und Beschwerdemanagment  
S1-2  
Der Austausch mit den eigenen Mitarbeiter:innen spielt eine wichtige Rolle bei der Definition der Vision von  
MM für alle Mitarbeiter:innen. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern erfolgt auf mehreren Ebenen, dazu  
zählen ein Europäischer Betriebsrat, gemeinsame Diskussionen auf Länderebene und standortspezifisches  
Engagement. Auf Werksebene ist die jeweilige Geschäftsführer:in für die Einbeziehung der Arbeiterneh-  
mer:innen verantwortlich. Maßnahmen wurden in Workshops festgelegt und beispielsweise durch lokale  
oder geschäftsbereichsspezifische Workshops und Umfragen unterstützt. Der Europäische Betriebsrat trifft  
sich mindestens zweimal im Jahr mit dem Ziel, den internen Informationsfluss des Unternehmens und die  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Kontakte zwischen dem Group HR-Team in Wien und den Mitarbeiter:innen zu fördern. Darüber hinaus re-  
alisiert MM in regelmäßigen Abständen Mitarbeiterbefragungen und hat im letzten Jahr nach der Über-  
nahme von Essentra Packaging eine Integrations- und Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Mitarbei-  
terbefragung liegt in der Verantwortung der HR-Abteilung, die die Unternehmensleitung bei der  
Verarbeitung der Befragungsergebnisse und deren Berücksichtigung bei der Entscheidungsfindung unter-  
stützt. Die Ergebnisse der Befragung wurden auf allen Ebenen der Organisation diskutiert und lokale Akti-  
onspläne zur Behebung der wichtigsten Probleme erstellt.  
Beschwerdemanagement und Abhilfemaßnahmen  
Mitarbeiter der MM Gruppe haben verschiedene Möglichkeiten, Bedenken zu äußern. Sie können sich an  
S1-3  
ihren direkten Vorgesetzten, den Beauftragten für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz oder die HR-  
Abteilung wenden. Alternativ können sie anonym unseren Beschwerdekanal MM Integrity Line nutzen.  
Alle Mitarbeiter:innen haben Zugang zur MM Integrity Line, wenn sie ein Fehlverhalten oder eine Nichtein-  
haltung des MM Code of Conduct oder ein rechtswidriges Verhalten feststellen, das den MM Konzern oder  
das Wohlergehen der MM Mitarbeiter:innen betrifft (s. G1 Governance „Aktionen und Maßnahmen", S. 175).  
Alle Beschwerden und Integritätsanfragen, die die eigene Belegschaft betreffen, werden von einem Mitglied  
des Managementteams untersucht, wobei die HR-Abteilung Einblick in alle Beschwerden hat. Jede Be-  
schwerde wird den betreffenden Mitarbeiter:innen mitgeteilt und enthält gegebenenfalls Verbesserungs-  
vorschläge und Lösungen. Im Hinblick auf die Identifizierung von Auswirkungen auf die Menschenrechte ist  
die MM Integrity Line ein wichtiges Instrument für MM zur Überprüfung und Bewertung von Problemen. Im  
Jahr 2024 wurden der Integrity Line 60 personalbezogene Fälle gemeldet, von denen jedoch keiner auf  
Menschenrechtsprobleme innerhalb des Unternehmens hinwies. Ein Assessment der Kenntnis der eigenen  
Arbeitnehmer:innen über oben beschriebene Prozesse liegt für 2024 nicht vor.  
Aktionen und Maßnahmen  
Arbeitsbedingungen  
Laufende Maßnahmen zur Gewährleistung bestmöglicher Arbeitsbedingungen sind insbesondere auf si-  
S1-4  
chere Arbeits- und Anstellungsverhältnisse, Arbeitszeiten und Work-Life-Balance, angemessene Bezah-  
lung sowie sozialer Dialog bezogen. So bietet MM einen sicheren Arbeitsplatz mit fairer Entlohnung, ein-  
schließlich Gehalt, Zulagen und variabler Vergütung. An vielen Standorten wird im Schichtbetrieb  
gearbeitet, was eine große Flexibilität bei den Arbeitszeiten ermöglicht und die Vereinbarkeit von Beruf und  
Familie fördert. In allen Ländern, in denen MM tätig ist, wird die lokale Gesetzgebung eingehalten. MM stellt  
sicher, dass alle Beschäftigten zumindest nach den Mindestlohnstandards, im Regelfall aber darüber hin-  
aus entlohnt werden. Die Entlohnung wird jährlich überprüft, um sicherzustellen, dass ein angemessenes  
Niveau beibehalten wird. Alle unsere Mitarbeiter:innen haben die Möglichkeit, einem Betriebsrat oder einer  
Gewerkschaft beizutreten, und an einigen Standorten gibt es Tarifverträge. Im Falle von Änderungen in der  
Unternehmensstrategie wird MM immer versuchen, Neueinstellungen zu begrenzen und Mitarbeiter:innen  
zu versetzen, bevor Arbeitsplätze reduziert werden. Jegliche Umstrukturierung erfolgt nach den entspre-  
chenden Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes und in Absprache mit der entsprechenden Gewerk-  
schaft, dem Betriebsrat und den Beschäftigten mit dem Ziel, dauerhafte Verluste zu vermeiden.  
Im Geschäftsjahr 2024 hat die MM Gruppe eine Wohlfühl- bzw. Gesundheits-Initiative ins Leben gerufen,  
bei der jeder Standort die Aufgabe hatte, eine Wohlfühl-Initiative einzuführen. Begleitet wird dieses Pro-  
gramm von Online-Schulungsinitiativen, die allen Mitarbeiter:innen zur Verfügung stehen. Durch Maßnah-  
men, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen fördern, unterstützt MM nicht nur die persönliche Gesund-  
heit und das Wohlbefinden von Mitarbeiter:innen, sondern fördert auch eine produktivere und engagiertere  
Belegschaft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
90  
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Konzernlagebericht  
Die laufende monatliche Erhebung und Auswertung von Arbeitsschutzkennzahlen für alle betrieblichen Or-  
ganisationseinheiten ermöglicht das Setzen zeitnaher Maßnahmen. 2024 wurden zahlreiche Betriebsbe-  
sichtigungen durchgeführt, welche weit über reine Inspektionen hinausgingen. Im Mittelpunkt steht dabei  
immer die langfristige und nachhaltige Verbesserung unserer Sicherheitskultur. Dies geschieht mit moder-  
nen, ganzheitlichen Methoden und einer klaren Definition von Verantwortlichkeiten. Mögliche Gefahren er-  
geben sich aus der Arbeit im Schichtbetrieb, dem Umgang mit Chemikalien, der Arbeit in engen Räumen  
sowie der Arbeit mit Feuer und Heißarbeiten. Auch psychische Belastungen können sich auf die Gesundheit  
der Mitarbeiter:innen auswirken. Deshalb werden in jedem unserer Werke die fünf größten Risiken und  
Chancen visualisiert, um sich auf kontinuierliche Verbesserungen zu konzentrieren. Die Prioritäten werden  
auf der Grundlage einer genauen Erhebung von rückblickenden und vorausschauenden Leistungskenn-  
zahlen ermittelt. Die Auswertung zeigt die jeweilige Situation der einzelnen Standorte. Zentral gesteuerte,  
individuelle Ziele werden zur Weiterentwicklung genutzt. Im Bereich der Prävention wird eine Übererfüllung  
angestrebt, um das Unfallrisiko deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig ist die kontinuierliche Verringerung der  
Unfallschwere ein wichtiger Indikator. Die hohe Bedeutung von Arbeitssicherheit spiegelt sich auch in un-  
serer internen Vergütungspolitik wieder, welche leistungsbezogene Kennzahlen aus diesem Bereich bein-  
haltet (siehe Kap. „Nachhaltigkeitsbezogene Vergütung“, S. 109).  
Gleichbehandlung und Chancengleichheit  
Die Vision von MM ist, die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter sowie Vielfalt und In-  
tegration als Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens zu fördern. Dafür wurden 2024  
eine Überprüfung der Lohngleichheit durchgeführt und ein Verbesserungsziel für das folgende Jahr fest-  
gelegt. Verbesserungen in der traditionell von Männern dominierten Verpackungsindustrie werden als Her-  
ausforderung im Rahmen der sozialen Verantwortung von MM gesehen.  
Die Lern- und Entwicklungsaktivitäten der MM Gruppe werden von der HR-Abteilung geleitet. Die MM-  
Academy ist das übergreifende System, das alle Lern- und Entwicklungsaktivitäten bei MM abdeckt. Bei-  
spiele für die MM-Academy sind Angebote zur Entwicklung von Führungskräften, wie das Leading Together-  
Programm, ein Programm zur gemeinsamen Entwicklung von Führungskräften, bei dem individuell be-  
stimmt werden kann, was zur Weiterentwicklung der Führungsfähigkeiten benötigt wird. Die Kompetenz-  
entwicklung konzentriert sich auf die kontinuierliche Entwicklung von Fachkompetenz und Fähigkeiten in  
Bezug auf Kernprozesse und Führungsqualitäten. Im Geschäftsjahr 2024 bot die MM-Academy eine Vielzahl  
von Führungsentwicklungsprogrammen an, die insgesamt 140 Personen und 5.985 Trainingsstunden  
umfassten.  
MM hat 2024 die Umsetzung eines zentralisierten HR-Systems vorangetrieben, das künftig alle Mitarbei-  
ter:innen beinhalten wird. Mit Ende 2024 sind darin bereits etwas mehr als 25 % der Belegschaft erfasst. In  
den kommenden Jahren werden wir das zentralisierte HR-System in unserer Organisation weiter ausrollen  
und laufend weitere Maßnahmen umsetzen, um somit bestmögliche Arbeitsbedingungen zu gewährleis-  
ten und Vielfalt zu fördern.  
Die KI-basierte Rekrutierungslösung von MM ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie von MM, die Vielfalt  
der Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen zu fördern, indem Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund  
ermutigt werden, sich bei MM zu bewerben. Diese Methode der Rekrutierung ermutigt die einstellenden  
Manager:innen, ihre unbewussten Vorurteile und deren mögliche Auswirkungen auf die Einstellung zu be-  
rücksichtigen. Im Jahr 2024 wurden weitere zwölf unserer Standorte für diese Art der Rekrutierung geschult.  
Ergänzend dazu wurde der Karrierebereich auf der Website neu gestaltet, damit mehr Menschen Zugang  
zu den Stellenangeboten haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
Andere arbeitsbezogene Rechte  
Um sicherzustellen, dass es weder zu Kinder- noch zu Zwangsarbeit oder Menschenrechtsverletzungen im  
Bereich der eigenen Arbeitnehmer:innen kommt, wird jährlich eine diesbezügliche Erhebung auf Werks-  
ebene vorgenommen. Vorgaben zur Vermeidung von Kinder- und Zwangsarbeit sind in unseren Policies  
definiert und werden u. a. im Rahmen des Onboarding-Prozesses für neue Mitarbeiter:innen thematisiert  
(s. Kapitel „S1 Richtlinien“ S. 173).  
Es wurden 2024 keine wesentlichen CapEx-Investitionen getätigt und auch künftig sind für diesen Bereich  
keine wesentlichen CapEx-Investitionen geplant. Angefallene OpEx-Ausgaben sind bereits im allgemeinen  
OpEx-Budget enthalten und werden deshalb an dieser Stelle nicht separat ausgewiesen.  
Ziele  
In Bezug auf unsere eigene Belegschaft haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Sicherheit und die Weiterbil-  
S1-5  
dungsmöglichkeiten zu verbessern und ein konzernweites HR-IT-System einzuführen, das MM bei seinen  
Bemühungen um Kennzahlen für die Personalberichterstattung und eine bessere Erfahrung für Mitarbei-  
ter:innen und externe Bewerber:innen bieten wird. Die Ziele wurden von der Sustainability & Safety-Abtei-  
lung und von der HR-Abteilung festgelegt und vom Vorstand genehmigt. Das Arbeitssicherheitsziel ist Teil  
der Bonusstruktur von MM, wie in ESRS 2 „Nachhaltigkeitsbezogene Vergütung“ (S. 109) beschrieben.  
Kommentar zum  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Zielwert  
Fortschritt  
Senkung der jährlichen Unfallquote Eigener Betrieb  
1,01 (2024)  
<1,0 (2025) Das Ziel wird auf jährlicher  
mit Ausfalltagen (LTAR(200)  
)
Basis festgelegt  
75 % aller MM Mitarbeiter:innen sind Eigener Betrieb  
25 % (2024)  
75 %  
Das Ziel wird auf jährlicher  
bis 2025 in das konzernweite HR-IT-  
(2025)  
Basis festgelegt  
System integriert  
3 % mehr absolvierte MM-Academy- Eigener Betrieb  
4,13 (2024)  
4,26  
das Ziel wird auf jährlicher  
Schulungsstunden pro Mitarbeiter:in  
(2025)  
Basis festgelegt  
(FTE) im Jahr 2025 im Vergleich zu  
2024  
Weitere mitarbeiterbezogene Ziele werden in den kommenden Jahren festgelegt. Die Wirksamkeit der  
Richtlinien wird durch die Überwachung der relevanten KPIs innerhalb der internen Plattform für das Nach-  
haltigkeitsdatenmanagement, der MM Integrity Line und auch der lokalen Schulungsstunden und der Art  
der Schulung verfolgt.  
Metriken  
Die vorliegenden mitarbeiterbezogenen Kennzahlen werden jährlich im Rahmen der nichtfinanziellen Be-  
richterstattung erhoben. Eine Ausnahme stellen Kennzahlen zu Arbeitssicherheit dar. Diese werden monat-  
lich erhoben und an die Geschäftsführung berichtet.  
Bezüglich unserer Mitarbeiter:innen beinhaltet unsere Belegschaft unbefristete und befristete Angestellte.  
Unbefristete Anstellungsverhältnisse beinhalten direkt angestellte Mitarbeiter:innen von MM, ausgenom-  
men Praktikant:innen und Auszubildende. Praktikant:innen, Auszubildende sowie Zeitarbeitskräfte verfügen  
in der Regel über befristete Verträge. Vollzeitarbeitskräfte sind durch die Standard-Wochenarbeitsstunden  
gemäß dem Tarifvertrag sowie den gesetzlichen Bestimmung, des jeweiligen Landes definiert und ent-  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
92  
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Konzernlagebericht  
sprechen einem FTE (Full Time Equivalent). Teilzeitarbeitskräfte sind somit alle Arbeitnehmer:innen, die we-  
niger Wochenarbeitsstunden leisten, als im Tarifvertrag in den gesetzlichen Bestimmungen festgeschrie-  
ben ist.  
Der Gender Pay Gap ist als Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen definiert und beinhaltet alle  
Mitarbeiter:innen, unabhängig regionaler Unterschiede. Die Berechnung beinhaltet Grundgehälter, Zulagen  
sowie kurzfristige und langfristige monetäre Anreize.  
Im Zusammenhang mit Menschenrechtsverstößen wurden 2024 keine Vorfälle gemeldet. Somit kam es  
auch zu keinen Straf- oder Kompensationszahlungen in diesem Zusammenhang.  
Bezüglich S1-7, S1.AR77 wird von der Phase-in-Möglichkeit für 2024 Gebrauch gemacht.  
Arbeitnehmer:innen nach Geschlecht (Headcount )  
1)  
2)  
3)  
S1-6  
2024  
Männlich  
11.026  
Weiblich  
3.825  
Divers  
0
Keine Angaben  
0
Gesamt  
14.851  
1) beinhaltet direkt angestellte Arbeitnehmer:innen, ausgenommen Praktikant:innen, Auszubildende und Zeitarbeiter:innen  
2) Geschlecht wird von Arbeitnehmer:in selbst angegeben  
3) Datenerhebung erfolgte mit Stichtag 31.12.2024  
Arbeitnehmer:innen pro Land (Headcount)  
2024  
S1-6  
Polen  
3.114  
Deutschland  
2.198  
Österreich  
1.841  
andere Länder1)  
7.698  
Gesamt  
14.851  
1) beinhaltet u. a. Frankreich, UK, USA, Türkei, Spanien, Finnland  
Arbeitnehmer:innen nach Art des Vertrages und Geschlecht (FTE )  
1)  
S1-6  
2024  
Keine  
Weiblich  
Männlich  
Sonstige  
Angaben  
Gesamt  
Zahl der Arbeitnehmer:innen  
3.637  
11.073  
0
0
14.710  
Zahl der Arbeitnehmer:innen mit unbefristeten Arbeitsverträgen  
3.342  
10.545  
0
0
13.887  
Zahl der Arbeitnehmer:innen mit befristeten Arbeitsverträgen  
295  
528  
0
0
823  
Zahl der Abrufkräfte  
0
0
0
0
0
Zahl der Vollzeitkräfte  
3.327  
10.988  
0
0
14.315  
Zahl der Teilzeitkräfte  
310  
85  
0
0
395  
1) umfasst alle Vollzeit- sowie Teilzeitbeschäftigte exklusive Langzeitkranken, Freistellungen und Mutterschaftsurlaub  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
93  
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Konzernlagebericht  
Arbeitnehmer:innen nach Regionen (FTE)  
2024  
S1-6  
Europa  
(exkl.  
Asien und  
Österreich) Österreich  
Amerika  
Afrika  
Gesamt  
Zahl der Arbeitnehmer:innen  
10.495  
1.785  
1.587  
843  
14.710  
Zahl der Arbeitnehmer:innen mit unbefristeten Arbeitsverträgen  
9.896  
1.759  
1.389  
843  
13.887  
Zahl der Arbeitnehmer:innen mit befristeten Arbeitsverträgen  
599  
26  
198  
0
823  
Zahl der Abrufkräfte  
0
0
0
0
0
Zahl der Vollzeitkräfte  
10.179  
1.713  
1.581  
842  
14.315  
Zahl der Teilzeitkräfte  
316  
72  
6
1
395  
Arbeitnehmerfluktuation (FTE)  
2024  
S1-6  
Quote der Arbeitnehmerfluktuation1) (%)  
15 %  
Anzahl der Arbeitnehmer:innen, die das Unternehmen 2024 verlassen haben  
2.214  
Davon männlich  
1.595  
Davon weiblich  
619  
Davon divers  
0
Davon unter 30  
612  
Davon zwischen 30 und 50  
1.154  
Davon über 50  
447  
1) Anzahl der Mitarbeiter:innen, die 2024 das MM verlassen haben, dividiert durch die durchschnittliche Gesamtzahl der Mitarbeiter 2024  
Tarifvertragliche Abdeckung  
Sozialer Dialog  
S1-8  
Arbeitnehmer:innen –  
Arbeitnehmer:innen -  
Vertretung am  
EWR  
Nicht-EWR-Länder  
Arbeitsplatz (nur EWR)  
Schätzung für  
für Länder mit >50  
Regionen mit >50  
für Länder mit >50  
Arbeitnehmer:innen,  
Arebitnehmer:innen,  
Arbeitnehmer:innen,  
die >10 % der  
die >10 % der  
die >10 % der  
Gesamtzahl  
Gesamtzahl  
Gesamtzahl  
Abdeckungsquote 2024  
ausmachen  
ausmachen  
ausmachen  
0-19 %  
Polen  
20-39 %  
40-59 %  
60-79 %  
Polen  
Deutschland,  
Deutschland,  
80-100 %  
Österreich  
Österreich  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
94  
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Konzernlagebericht  
Weitere Diversitäts-KPIs (FTE)  
2024  
S1-9  
Geschlechterverhältnis in Führungspositionen1)  
Männlich  
1.022 (73,1 %)  
Weiblich  
375 (26,9 %)  
Verteilung nach Alter  
unter 30  
2.001  
zwischen 30 und 50  
7.891  
über 50  
4.818  
Arbeitnehmer:innen mit Behinderung  
S1-12  
Männlich (%)  
1,8 %  
Weiblich (%)  
0,6 %  
Divers (%)  
0,0 %  
1) Führungskräfte sind Mitarbeiter:innen, die mindestens eine:n ihnen unterstellte:n Mitarbeiter:in haben.  
Angemessene Entlohnung  
2024  
S1-10  
Prozentsatz der Arbeitnehmer:innen, die weniger als den geltenden Richtwert für eine angemessene  
Entlohnung erhalten1)  
1 %  
1) beinhaltet Arbeitnehmer:innen in Deutschland, Rumänien, Italien, China, Kanada und Ungarn  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
95  
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Konzernlagebericht  
Aus- und Weiterbildung  
S1-13  
2024  
Schulungsstunden insgesamt - in Stunden  
402.781  
Davon durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in  
27  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter – männlich  
28  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiterin – weiblich  
22  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in – divers  
0
Standortspezifische Werksschulungen – in Stunden  
342.012  
Davon durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in  
23  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter – männlich  
24  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiterin – weiblich  
16  
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in – divers  
0
Gruppenweite Schulungen der MM-Academy1) – in Stunden  
60.769  
Davon durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in  
4
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter – männlich  
4
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiterin – weiblich  
5
Durchschnittliche Stundenanzahl pro Mitarbeiter:in – divers  
0
Gruppenweites Schulungsportfolio der MM-Academy  
437  
Teilnehmer:innen MM-Academy-Schulungen  
8.095  
Davon Führungskräfte  
140  
Arbeitnehmer:innen, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten haben2)  
66 %  
Davon im Management  
7 %  
Davon im Büro  
19 %  
Davon im Werk  
40 %  
Davon männlich  
43 %  
Davon weiblich  
23 %  
Davon divers  
0 %  
1) zentral über das Lernmanagementsystem erfasst  
2) Annahme: die Anzahl der durchgeführten Leistungsbeurteilungen entspricht der Anzahl der vereinbarten Leistungsbeurteilungen  
Arbeitnehmersicherheit und -gesundheit  
2024  
S1-14  
Arbeitnehmer:innen, die durch ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem auf der Grundlage  
gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Standards oder Richtlinien abgedeckt sind (%)  
100 %  
Arbeitsunfälle1) mit mehr als einem Ausfalltag  
128  
Unfallrate LTAR2) (berechnet für 1 Mio. h)  
5,03  
Unfallrate LTAR (berechnet für 200.000 h)  
1,01  
Arbeitsstunden (in Mio. h)  
26  
Prävention - Anzahl der Berichte über Beinaheunfälle  
19.835  
Ausfalltage aufgrund von Unfällen1)  
2.144  
Werksbesuche durch Group OHS Manager:innen an Standorten  
67  
Arbeitsunfälle1) mit schweren Folgen  
0
Arbeitsunfälle1) mit tödlichen Folgen  
0
Anzahl der Fälle von meldepflichtigen arbeitsbedingten Erkrankungen von Mitarbeiter:innen  
19  
1) Die Anzahl der Tage beinhaltet den ersten vollen und den letzten Ausfalltag (inkl. arbeitsbezogene Erkrankungen)  
2) Lost Time Accident Rate (LTAR)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
96  
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Konzernlagebericht  
Pay Gaps  
S1-16  
Gender Pay Gap1)  
22 %  
Remuneration Gap2)  
1:134  
1) Differenz der durchschnittlichen Entlohnung von weiblichen und männlichen Beschäftigten, ausgedrückt als Prozentsatz der durchschnittlichen Entlohnung von männlichen  
Arbeitnehmern  
2) Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person zur mittleren jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne die höchstbezahlte Person)  
Vorfälle von Diskriminierung  
2024  
S1-17  
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung während des Berichtszeitraumes1)  
1
Meldungen über den Beschwerdekanal (Whistleblower-Hotline)2)  
78  
1) Fälle werden jährlich über das Datenmanagement für nichtfinanzielle Kennzahlen erhoben  
2) Plausible Meldungen, die über die MM Integrity Line eingegangen sind  
6.9 S2 Beschäftigte in der Wertschöpfungskette  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die Wertschöpfungskette der MM Gruppe umfasst alle Arbeitskräfte, die nicht zur eigenen Belegschaft ge-  
hören, aber wesentlich von der MM Gruppe beeinflusst werden oder werden können. Dazu gehören Arbeits-  
kräfte von Lieferanten und Subunternehmern, die an den Standorten der MM Gruppe arbeiten, Arbeitskräfte  
von Logistikanbietern und externe Arbeitskräfte, die Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette der MM  
Gruppe erbringen. Einzelunternehmer und Arbeitskräfte, die über Arbeitsvermittlungsdienste bereitgestellt  
werden, sind jedoch Teil der eigenen Belegschaft.  
Die Mitarbeiter:innen von Sublieferanten sind für die Weiterverarbeitung der Produkte der MM Gruppe ver-  
antwortlich und tragen zur Erfüllung der Kundenanforderungen bei. Die Mitarbeiter:innen von Logistik-  
dienstleistern sind für den Transport von Rohstoffen und anderen Produktionskomponenten zu den Werken  
sowie für den Transport der hergestellten Produkte zur Weiterverarbeitung oder zu den Kunden verantwort-  
lich. Zu den externen Arbeitskräften, die Dienstleistungen für das Unternehmen erbringen, gehören Auftrag-  
nehmer:innen, Berater:innen und andere Dienstleister:innen, die projektbasiert oder auf täglicher Basis für  
die MM Gruppe arbeiten. Sie führen beispielsweise Wartungsarbeiten an den Maschinen, Systemen und  
Räumlichkeiten des Unternehmens durch. Die MM Gruppe erkennt die Bedeutung dieser Stakeholder an  
und verpflichtet sich dazu, sicherzustellen, dass ihre Arbeitsbedingungen den gesetzlichen Anforderungen  
entsprechen und somit eine faire Behandlung gewährleistet ist.  
Die MM Gruppe arbeitet mit verschiedenen Stakeholdern auf unterschiedliche Weise zusammen und hat  
Richtlinien, Verfahren und Berichtswege eingerichtet, um sicherzustellen, dass sie fair behandelt werden  
und ihr Beitrag gewürdigt wird. Ein Supplier MM Code of Conduct legt die Erwartungen des Unternehmens  
an ethisches Verhalten und Umweltverantwortung fest. Regelmäßige Termine und Audits werden bei Lie-  
feranten durchgeführt, um sicherzustellen, dass sie die definierten Standards einhalten. Die MM Gruppe  
arbeitet eng mit ihren Lieferanten zusammen, um langfristige Beziehungen aufzubauen, die auf gegensei-  
tigem Vertrauen und Respekt beruhen. Die MM Gruppe hält sich an ihre Sanktionspolitik (Sanction Policy)  
und führt keine Geschäftsaktivitäten in Sanktionsgebieten oder mit sanktionierten Personen durch.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
97  
Konzernlagebericht  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Als global agierendes Unternehmen mit Produktionsstandorten und Lieferanten auf verschiedenen Konti-  
nenten ist es für die MM Gruppe von großer Bedeutung, dass der MM Supplier Code of Conduct von den  
Lieferanten eingehalten wird. Eine Nichteinhaltung kann sich negativ auf die Arbeitskräfte in der Wert-  
schöpfungskette auswirken und zu Menschenrechtsverletzungen führen, insbesondere in Hochrisikolän-  
dern mit einem schlechten Rechtsstaatlichkeitsindex. Dies birgt das Risiko von rechtlichen Konsequenzen,  
Unterbrechungen der Lieferkette, Nichtverfügbarkeit wichtiger Rohstoffe sowie damit einhergehender Re-  
putationsschäden, falls es zu Verstößen innerhalb der Wertschöpfungskette kommt. Derartiges kann sich  
negativ auf die finanzielle Leistung auswirken, wie mögliche Geldstrafen und Umsatzeinbußen. Ein vorbild-  
liches Verhalten hingegen hat positive Auswirkungen auf Talentattraktion und externe Ratings, was wiede-  
rum zu verbesserten Kreditkonditionen und Stärkung von Kundenbeziehungen führen kann. Die MM Gruppe  
hat einen ambitionierten Supplier Code of Conduct, der sicherstellt, dass ihre Lieferanten auf die Einhaltung  
der vorgegebenen Standards geprüft werden. Zertifizierungen der Lieferkette von Holz verlangen, dass die  
Lieferanten die lokalen Gesetze und Vorschriften einhalten, die Rechte und Kultur der indigenen Völker res-  
pektieren, die Rechte der Arbeitskräfte achten und sichere Arbeitsbedingungen gewährleisten. Die Zertifi-  
zierungsstandards legen geografische Risikokategorien und entsprechende Bewertungskriterien fest.  
Die Strategie der MM Gruppe wird durch standardisierte Qualitätsmanagementsysteme wie ISO 45001 (Si-  
cherheit) unterstützt. Das Unternehmen passt sich kontinuierlich an sich ändernde rechtliche Rahmenbe-  
dingungen und Erwartungen der Stakeholdergruppen an. Eine Nichtanpassung an diese Vorgaben kann  
ein potenzielles Risiko darstellen, das zu Geldstrafen führen kann. Die MM Gruppe legt großen Wert auf  
Gleichbehandlung und Chancengleichheit in den Beziehungen zu Lieferanten und Kunden, um Verstöße in  
der gesamten Wertschöpfungskette zu vermeiden, die das Ansehen des Unternehmens schädigen könnten.  
Richtlinien  
Überblick über soziale Richtlinien  
Die Inhalte, die in Abschnitt S1 Eigene Belegschaft beschrieben sind, gelten auch für die Arbeitskräfte in der  
Wertschöpfungskette. Weitere relevante Informationen dazu finden sich im Kapitel „S1 Überblick über sozi-  
ale Richtlinien" auf Seite 155.  
Richtlinien zu Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette  
MM verpflichtet sich zur Wahrung der international anerkannten Menschenrechte bei all seinen Tätigkeiten, S2-1  
wie es im MM Code of Conduct, im MM Supplier Code of Conduct sowie im Policy Statement on Human  
Rights festgeschrieben ist, ohne Ausnahmen aufgrund geografischer oder ethnischer Herkunft. Dies um-  
fasst explizit das Verbot von Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit Unser besonderes Augen-  
merk gilt den Regionen mit einem niedrigen Rechtsstaatlichkeitsindex, in denen wir direkt tätig sind oder  
Lieferanten haben. Die Verpflichtung zur Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards ist auch  
dann gültig, wenn die regionale Gesetzgebung eine Abschwächung rechtlich zulassen würde. Unser Han-  
deln entspricht daher höchsten ethischen Standards und schützt uns sowohl vor Sanktionen als auch vor  
Geldstrafen. Der MM Supplier Code of Conduct wird den Geschäftspartnern beim Abschluss von Kaufver-  
trägen mitgeteilt und ist in unseren Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten. 2024 wurden weder in  
der vorgelagerten noch in der nachgelagerten Lieferkette Fälle gemeldet, die eine Missachtung der UN  
Guiding Principles on Business and Human Rights, der ILO Kernarbeitnormen oder der OECD Guidlines im-  
pliziert hätten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
98  
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Konzernlagebericht  
Einbezug der Arbeitnehmer:innen entlang der Wertschöpfungskette und Abhilfemaßnahmen  
Die Einbindung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ist ein integraler Bestandteil unseres Due-  
S2-2  
Diligence-Prozesses und wird in den Zertifizierungsprotokollen berücksichtigt. Die Zusammenarbeit mit den  
Arbeitskräften erfolgt entweder direkt oder durch geeignete Vertreter:innen, je nach Art der Zusammenar-  
beit. Geeignete Vertreter:innen können beispielsweise Geschäftsführer:innen des Standortes, Projekt- oder  
Produktionsleiter:innen, verantwortliche Personen für Arbeitssicherheit, Key Account Manager:innen oder  
Auditor:innen sein. Es gibt verschiedene Modelle der Einbindung, die je nach Art der Zusammenarbeit ein-  
gesetzt werden, wie die Bewertung von Lieferantenverträgen, Projektplanung, Sicherheitsschulung und  
Projektnachbereitung.  
Die Einkaufsorganisation innerhalb der MM Gruppe ist für die Einbeziehung von Mitarbeiter:innen oder ent-  
sprechenden Vertreter:innen entlang der Wertschöpfungskette operativ verantwortlich. Die verantwortli-  
chen Personen werden in den Beschaffungsvereinbarungen oder entsprechenden Unterlagen festgelegt.  
Die Geschäftsführer:in des jeweiligen Werkes ist dafür verantwortlich, dass die Ansichten der Arbeitskräfte  
der Wertschöpfungskette bei Entscheidungen des Unternehmens berücksichtigt werden. Im Jahr 2025 wird  
die MM Gruppe einen konzernweiten Prozess zur Einbindung von Lieferanten entwickeln, um sicherzustellen,  
dass die Perspektive der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette noch stärker berücksichtigt wird.  
Um mögliche Verletzungen von Menschen- und Arbeitnehmerrechten in der Wertschöpfungskette zu iden-  
tifizieren und zu bewerten, hat die MM Gruppe zwei Prozesse implementiert. Erstens gibt es die MM Integrity  
Line, einen öffentlich zugänglichen Beschwerdekanal, der für alle internen und externen Stakeholder ver-  
fügbar ist. Zweitens wurde ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Risikomanagement-Tool für die Lie-  
ferkette eingeführt, um potenzielle Risiken und eingetretene Ereignisse in der Lieferkette anhand eines 360°-  
Risiko-Score-Modells zu überwachen und zu bewerten. Beide Prozesse sind ein wichtiger Bestandteil des  
Verfahrens zur Vermeidung und Behebung negativer Auswirkungen im Bereich Menschen- und Arbeitneh-  
merrechte und werden im Kapitel „G1 Governance“ auf Seite 193 näher beschrieben. Die Ergebnisse können  
für die Gesamtbewertung der Lieferanten und die Planung von Audits verwendet werden. Durch den Einsatz  
dieser Prozesse und Instrumente kann die MM Gruppe geeignete Maßnahmen ergreifen, um etwaige ne-  
gative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette zu beseitigen und sicherzustellen,  
dass der MM Supplier Code of Conduct sowie andere relevante Normen und Vorschriften eingehalten wer-  
den. Die Häufigkeit der Einbindung variiert nach Art der Einbindung und reicht somit von anlassbezogen bis  
kontinuierlich. Künftig wird auch analysiert werden, inwiefern Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette diese  
Möglichkeiten der Beschwerdemeldung kennen.  
Die MM Gruppe hat Prozesse zur Behebung negativer Auswirkungen implementiert, die auf dem OECD-  
S2-3  
Due-Diligence-Prozess basieren. Im Falle einer Meldung werden die gemeldeten Fälle über die oben ge-  
nannten Kanäle untersucht und geeignete Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Verstöße in Zukunft zu ver-  
hindern. Im Falle eines Schadens werden angemessene Abhilfemaßnahmen angeboten. Im Jahr 2024 wur-  
den keine Vorfälle in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt, die  
Abhilfemaßnahmen erforderlich gemacht hätten. Die MM Gruppe hat relevante Maßnahmen ergriffen, um  
wesentliche Risiken, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten von Arbeitnehmer:innen in der  
Wertschöpfungskette ergeben, zu minimieren. Das Unternehmen überwacht die Wirksamkeit seiner Bemü-  
hungen durch entsprechende KPIs und das Monitoring von Meldungen über Fehlverhalten. 2024 wurden  
weder in der vor- noch in der nachgelagerten Lieferkette Fälle schwerer Menschenrechtsverletzungen  
gemeldet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
99  
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Konzernlagebericht  
Aktionen und Maßnahmen  
Die MM Gruppe hat verschiedene Einflussmöglichkeiten, um ihre Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der  
S2-4  
Wertschöpfungskette über ihre Geschäftsbeziehungen zu steuern, einschließlich wirtschaftlicher Hebelwir-  
kung. Dies kann die Durchsetzung vertraglicher Anforderungen wie Kündigungsklauseln beinhalten, um die  
Einhaltung des MM Supplier Code of Conduct sicherzustellen. Ein Verstoß gegen den MM Supplier Code of  
Conduct kann als wesentliche Verletzung der vertraglichen Bedingungen angesehen werden, was der MM  
Gruppe das Recht gibt, den Hauptvertrag im Falle eines Verstoßes zu kündigen. Damit bekräftigen wir die  
Wichtigkeit des Schutzes der Rechte von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette.  
Um die Zusammenarbeit mit Lieferanten im Hinblick auf verantwortungsvolles Geschäftsgebaren zu för-  
dern, haben wir 2024 die Responsible Sourcing-Abteilung geschaffen und die relevanten Ressourcen ein-  
schließlich der Abteilungen Sustainability & Safety, Responsible Sourcing und HR definiert, um ihre wesent-  
lichen Auswirkungen zu managen.  
Im Jahr 2025 wird die MM Gruppe ihre Bewertungskriterien für Lieferanten hinsichtlich der Erfüllung der An-  
forderungen des MM Supplier Code of Conduct weiterentwickeln und ein Tool implementieren, das eine  
geografische Risikobewertung in Bezug auf Menschenrechte umfasst, insbesondere in der Holzlieferkette.  
Die MM Gruppe wird auch die Protokolle der Lieferantenaudits analysieren, um sicherzustellen, dass sie mit  
den Anforderungen des MM Supplier Code of Conduct harmonisiert sind. Darüber hinaus wird im Jahr 2025  
ein Programm zur weiteren Einbindung von Lieferanten entwickelt.  
Es wurden 2024 keine wesentlichen CapEx-Investitionen getätigt und auch künftig sind für diesen Bereich  
keine wesentlichen CapEx-Investitionen geplant. Angefallene OpEx-Ausgaben sind bereits im allgemeinen  
OpEx Budget enthalten und werden deshalb an dieser Stelle nicht separat ausgewiesen.  
Ziele  
Die Ziele wurden auf der Grundlage der Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse festgelegt. Weitere ex-  
S2-5  
terne Stakeholder wurden nicht in den Zielsetzungsprozess einbezogen.  
Kommentar zum  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Evaluierung und Bewertung von 80 % Lieferkette  
k. A.  
k. A.  
Neues Ziel  
der Hauptlieferanten1) hinsichtlich ih-  
rer ESG-Performance bis 2028.  
1) Lieferanten auf die 70 % der Beschaffungsausgaben entfallen  
6.10 S3 Betroffene Gemeinden  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die wichtigsten Stakeholder von MM wurden im Rahmen des Stakeholder-Mappings ermittelt, das Teil un-  
serer Wesentlichkeitsbewertung war. Zu den betroffenen Gemeinschaften gehören Landwirte, Gemein-  
schaften im Umfeld von Produktionsstandorten, Gemeinschaften im Umfeld von Logistikrouten, Gemein-  
schaften indigener Völker entlang der Wertschöpfungskette. Gemeinschaften, welche von unserer  
Lieferkette betroffen sind, sowie Gemeinschaften in Ländern mit einem niedrigen Rule of Law Index werden  
neben den Gemeinschaften an großen Produktionsstandorten priorisiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
100  
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Konzernlagebericht  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Die MM Gruppe kann die lokalen Gemeinschaften in der Nähe ihrer Produktionsstandorte stärken, indem  
sie Standards setzt, die über das Gesetz hinausgehen. Besonders in Gebieten mit einem niedrigen Rule of  
Law Index kann dies die lokalen Gemeinschaften unterstützen. Die Stärkung der lokalen Gemeinschaften  
führt zur Vertrauensbildung und kann den Wissensaufbau innerhalb der Gemeinschaften fördern. Ein po-  
sitiver Nebeneffekt ist die Verfügbarkeit von qualifizierten lokalen Arbeitskräften. Die Präsenz von MM Pro-  
duktionsstätten in Gebieten mit niedrigem Rule of Law Index birgt Reputationsrisiken, da schwache Rechts-  
systeme unter anderem zu einem erhöhten Korruptionsrisiko führen. Die Einhaltung von Sanktionen ist  
daher von entscheidender Bedeutung, um Reputationsschäden und Geldstrafen zu vermeiden.  
Im Rahmen der Lieferkette wird ein besonderes Augenmerk auf indigene Völker gelegt. Auch wenn der  
Großteil des Holzes aus Gebieten innerhalb der EU stammt, besteht ein Restrisiko negativer Auswirkungen  
auf indigene Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel in Finnland. Aufgrund der Verletzlichkeit dieser Bevölke-  
rungsgruppen kann es zu Konflikten an der Schnittstelle zwischen forstwirtschaftlicher Landnutzung und  
der Einschränkung des Lebensraumes der indigenen Bevölkerung kommen, insbesonders wenn es zu Kon-  
flikten hinsichtlich der Landnutzungsrechte kommt. Verletzungen der Rechte indigener Bevölkerungsgrup-  
pen innerhalb der vorgelagerten Lieferkette sind mit Reputationsrisiken für den MM Konzern verbunden.  
Richtlinien  
Überblick über soziale Richtlinien  
Die Inhalte, die in „S1 Eigene Belegschaft“ beschrieben sind, gelten grundsätzlich auch für das Kapitel „S3  
Betroffene Gemeinschaften“. Diese relevanten Informationen befinden sich im Kapitel „S1 Überblick über  
soziale Richtlinien“ auf Seite 173.  
Richtlinien zu betroffenen Gemeinschaften  
S3-1  
Die MM Gruppe verankert die international anerkannten Menschenrechte in all ihren Tätigkeiten, wie sie im  
internen MM Code of Conduct, dem MM Supplier Code of Conduct und in der Grundsatzerklärung zu den  
Menschenrechten dargelegt sind, ohne Ausnahmen aufgrund der geografischen oder ethnischen Herkunft.  
Unser besonderes Augenmerk gilt den Regionen mit einem niedrigen Rule of Law Index, in denen wir direkt  
tätig sind oder Lieferanten haben. Die Verpflichtung zur Einhaltung internationaler Menschenrechtsstan-  
dards wird auch dann aufrechterhalten, wenn die regionale Gesetzgebung eine Abschwächung rechtlich  
zulassen würde. Unser Handeln entspricht daher den höchsten ethischen Standards, was die MM Gruppe  
sowohl vor Sanktionen als auch vor Geldstrafen bewahrt.  
Die Achtung der Rechte indigener Völker wird in unserem MM Supplier Code of Conduct behandelt und ist  
ein integrierter Bestandteil unserer Policy for Forests and Natural Ecosystems, die sich auf FSC®- oder PEFC–  
Zertifikate bezieht, die die Wahrung der Rechte indigener Völker in ihre Grundsätze einbeziehen. Im Rahmen  
unserer Policy for Forests and Natural Ecosystems verpflichten wir uns auch, kein Holz zu beschaffen, das  
illegal oder unter Verletzung traditioneller oder ziviler Rechte (indigener Völker) oder unter Sicherstellung  
der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (FPIC) geerntet wurde.  
Einbezug betroffener Gemeinschaften und Abhilfemaßnahmen  
S3-2 Die Verantwortung für die Einhaltung der für Menschenrechte relevanten Richtlinien liegt bei unserer Men-  
S3-3 schenrechtsbeauftragten sowie den Einkaufsorganisationen. Künftig werden die Interessen der betroffe-  
nen Gemeinschaften systematisch analysiert und bei der Entwicklung von Maßnahmen stärker berück-  
sichtigt. Auf lokaler Ebene gibt es verschiedene Arten des Engagements mit betroffenen Gemeinschaften.  
Die Geschäftsführer unserer Werke stehen mit den lokalen Behörden in engem Austausch, unter anderem  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
101  
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Konzernlagebericht  
im Rahmen von Baumaßnahmen, wenn diese zu erhöhter Lärm- und Schmutzbelastung führen. Über wei-  
ter reichende Maßnahmen wird die lokale Bevölkerung auch durch gezielte Pressemitteilungen in lokalen  
Medien informiert. Die Einbindung betroffener Gruppen kann auch auf sehr direkter Ebene erfolgen, bei-  
spielsweise indem die lokale Bevölkerung zu Tagen der offenen Tür in die Werke eingeladen wird. Hierbei  
gewähren wir Anwohner:innen und Interessierten einen Einblick in die Prozesse am Werksgelände und för-  
dern dadurch Transparenz und Vertrauen.  
Die Achtung der Rechte indigener Völker bezieht sich insbesondere auf die Holzbeschaffung. Durch die Ein-  
haltung der Zertifizierungsanforderungen (weitere Informationen in Kapitel „E5 Ressourcennutzung und  
Kreislaufwirtschaft“) werden strenge Kriterien für soziale Nachhaltigkeit erfüllt. Dazu gehört unter anderem  
die Achtung des Rechtes indigener Völker auf freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC). Der Dia-  
log mit den indigenen Völkern findet somit indirekt statt, da er auf der Interaktion mit den Forstzertifizie-  
rungsorganisationen basiert. Die Wirksamkeit des Engagements mit den betroffenen Gemeinschaften wird  
durch die Analyse von Beschwerden, die wir über unsere MM Integrity Line erhalten haben, sowie durch  
werksinterne Prozesse bewertet.  
Um mögliche Menschen- und Arbeitnehmerrechtsverletzungen in unserer Wertschöpfungskette zu identi-  
fizieren und zu bewerten, gibt es zwei Verfahren. Zum einen die MM Integrity Line, ein öffentlich zugänglicher  
Kanal für alle unsere internen und externen Stakeholder, um Bedenken zu äußern. Zum anderen haben wir  
ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Risikomanagement-Tool für die Lieferkette implementiert, um  
Risikovorfälle in unserer Lieferkette mithilfe eines 360°-Risiko-Score-Modells zu überwachen. Beide Prozesse  
sind ein wichtiger Bestandteil unseres Verfahrens zur Behebung negativer Auswirkungen und werden im  
Kapitel „G1 Governance“ auf S. 196 näher beschrieben. Die Prozesse zur Behebung negativer Auswirkungen  
basieren auf dem OECD-Due-Dilligence-Verfahren. Im Jahr 2024 wurden keine Vorfälle in Bezug auf be-  
troffene Gemeinden festgestellt, die Abhilfemaßnahmen erforderlich gemacht hätten. Im Falle von Vorfäl-  
len wird inviduell geprüft, welche Abhilfemaßnahmen geeignet wären.  
Dadurch gewinnen wir Einblicke in die Art der Beschwerden und prüfen, ob sie speziell lokale und gefähr-  
dete Gemeinschaften betreffen. Wir planen weitere Analysen, um festzustellen, inwieweit diese Gemein-  
schaften diese Kanäle nutzen. Wir sind auch in engem Austausch mit unseren Lieferanten bezüglich ge-  
setzlicher Anforderungen wie der EUDR und Zertifizierungen wie FSC® oder PEFC. Da alle Werke der Board &  
Paper Division nach Zertifizierungen für verantwortungsvolle Forstwirtschaft zertifiziert sind (siehe „E5 Res-  
sourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“, S. 164), stellen wir sicher, dass die Menschenrechte entlang der  
forstwirtschaftlichen Lieferkette eingehalten werden. Die forstwirtschaftliche Lieferkette ist in diesem Zu-  
sammenhang von besonderer Bedeutung, da sie sich mit den Rechten indigener Völker überschneiden  
kann.  
Aktionen und Maßnahmen  
Im Rahmen von Investitionsprojekten werden derzeit Bewertungen gemäß den Mindestanforderungen für S3-2  
soziale Schutzmaßnahmen durchgeführt, um negative Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften zu S3-3  
vermeiden (siehe auch Kapitel „Angaben zur EU-Taxonomie“, S.122).  
S3-4  
Im Jahr 2024 wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um wesentliche Risiken im Zusammenhang mit  
betroffenen Gemeinschaften zu bewältigen. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2024 eine Responsible Sour-  
cing-Abteilung eingerichtet. Basierend auf den Ergebnissen des 360°-Risiko-Score-Modells wird 2025 der  
bestehende Prozess weiterentwickelt, um festzustellen, welche Maßnahmen als Reaktion auf eine be-  
stimmte tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkung auf betroffene Gemeinschaften erforderlich  
sind. Um zukünftige Risiken zu minimieren, ist eine noch stärkere Integration von Maßnahmen zur verant-  
wortungsvollen Beschaffung in unsere Einkaufsaktivitäten geplant.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
102  
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Konzernlagebericht  
Es wurden 2024 keine wesentlichen CapEx-Investitionen getätigt und auch künftig sind für diesen Bereich  
keine wesentlichen CapEx-Investitionen geplant. Angefallene OpEx-Ausgaben sind bereits im allgemeinen  
OpEx Budget enthalten und werden deshalb an dieser Stelle nicht separat ausgewiesen.  
Ziele  
Kommentar zum  
S3-5  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Sicherstellung, dass es in Zukunft Eigener Betrieb und Wertschöp-  
0 (2023)  
0
On track  
keine schwerwiegenden Menschen- fungskette  
rechtsverletzungen im Zusammen-  
hang mit den betroffenen Gemein-  
schaften mehr gibt  
Das Ziel wurde unter Einbeziehung interner Interessengruppen definiert. Für die kommenden Jahre ist eine  
direkte Einbeziehung externer Interessengruppen im Allgemeinen und betroffener Gemeinschaften im Be-  
sonderen geplant. Die Zielerreichung wird über internes Reporting, interne Audits sowie Lieferkettenrisiko-  
Managementtools überprüft.  
6.11 S4 Verbraucher und Endnutzer  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Die Produkte der MM Gruppe finden in einer Vielzahl von Verpackungsanwendungen Verwendung, darunter  
Lebensmittel, pharmazeutische Artikel, Körperpflegeprodukte und Tabakwaren. Dies bedeutet, dass jeder  
Verbraucher:innen mit den Produkten von MM in Berührung kommen und möglichen Risiken ausgesetzt  
sein kann. MM produziert Verpackungen für eine breite Palette von Produkten, von Frühstückskost und Tief-  
kühlwaren bis hin zu luxuriösen Schachteln für Flaschen. Die Vorschriften für den Kontakt mit Lebensmitteln  
gelten für alle Verbraucher:innen gleichermaßen, mit Ausnahme von Primärverpackungen für Säuglinge  
und Kleinkinder, für die zusätzliche Anforderungen gelten. MM stellt derzeit jedoch keine solchen Verpa-  
ckungen her. Da MM Kunden weltweit tätig sind, sind die Produkte der MM Gruppe für die gesamte Bevöl-  
kerung, ohne regionale Einschränkungen, zugänglich.  
Unsere Kartonprodukte dienen als Kommunikationsmittel zwischen Herstellern (MM Kunden) und Endver-  
braucher:innen von Lebensmitteln und Arzneimitteln. Eine klare Lesbarkeit und eine hochwertige Oberflä-  
che sind unerlässlich, da Fehler zu Unlesbarkeit und sogar zu Fehlinformationen führen können. Es ist wich-  
tig, die relevanten Vorschriften ständig zu überwachen, da deren Nichteinhaltung ein großes Risiko  
darstellt. Neue Anforderungen können Änderungen an Produkten und Produktionsprozessen erfordern, was  
zu einem erhöhten Investitionsbedarf führen kann. Durch den Einsatz neuer Technologien, wie z. B. im Be-  
reich des Fälschungsschutzes, können Wettbewerbsvorteile erzielt werden. MM Produkte schützen die ver-  
packte Ware vor äußeren Einflüssen, können aber auch selbst als Migrationsquelle für unerwünschte Stoffe  
dienen. Reklamationen aufgrund dessen können zu Rückrufaktionen und finanziellen sowie reputationsbe-  
zogenen Schäden führen.  
Bei der Verwendung als Verpackungsmaterial für Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder müssen zu-  
sätzliche Überlegungen hinsichtlich migrierender Stoffe angestellt werden. Hierfür ist letztendlich der Her-  
steller (MM Kunde) verantwortlich.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
103  
Konzernlagebericht  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Im Zusammenhang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) der MM Gruppe sind informations-  
bezogene und sicherheitsbezogene IROs von besonderer Bedeutung. Bedruckte Faltschachteln sind ein  
wertvolles Instrument, um wichtige Produktinformationen an Verbraucher:innen zu übermitteln, wie z. B. In-  
formationen über Inhaltsstoffe, Gebrauchsanweisungen und Sicherheitsvorkehrungen. Dies trägt dazu bei,  
dass Verbraucher:innen über die Produkte, die sie kaufen, gut informiert sind. Negative Auswirkungen könn-  
ten entstehen, wenn Verpackungen falsch bedruckt sind und wichtige Informationen über das Produkt  
nicht lesbar sind. Informationsbezogene Chancen könnten sich durch die Bekämpfung des illegalen Han-  
dels ergeben, indem Maßnahmen ergriffen werden, um den Vertrieb von gefälschten Produkten zu verhin-  
dern und sicherzustellen, dass legale Produkte vor Rechtsverletzungen geschützt werden. Risiken sind mit  
neuen Produktanforderungen verbunden, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Vorschriften ergeben  
und neue Prozessanforderungen und Maschinen erfordern, welche zusätzliche Investitionen benötigen.  
Im Hinblick auf die persönliche Sicherheit ist zu betonen, dass Verpackungen einen wesentlichen Schutz  
vor negativen äußeren Einflüssen wie Licht, Feuchtigkeit und Verunreinigungen bieten. Sie tragen dazu bei,  
die Qualität und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten und sicherzustellen, dass Verbraucher:innen Pro-  
dukte erhalten, die ihren Erwartungen entsprechen. Eine mögliche negative Auswirkung könnte entstehen,  
wenn Stoffe aus der Verpackung in die Lebensmittel übergehen, wenn die Verpackung kontaminiert ist,  
was Gesundheitsrisiken darstellen würde. Ein solcher Vorfall würde auch ein Reputationsrisiko für die MM  
Gruppe darstellen.  
Richtlinien  
Überblick über soziale Richtlinien  
Die Inhalte, die in „S1 Eigene Belegschaft“ beschrieben sind, gelten grundsätzlich auch für „S4 Verbraucher  
und Endnutzer“. Diese relevanten Informationen befinden sich im Kapitel „S1 Überblick über soziale Richtli-  
nien“ auf Seite 155.  
Richtlinien zu Verbraucher und Endnutzern  
Unser MM Code of Conduct verpflichtet uns sicherzustellen, dass unsere Produkte die relevanten gesetzli- S4-1  
chen und branchenspezifischen Anforderungen sowie die hohen Erwartungen unserer Kunden in Bezug auf  
kontinuierliche Qualität und Produkt- und Lebensmittelsicherheit erfüllen. Die Produktsicherheit und -qua-  
lität für die Verbraucher:innen der Produkte der MM Gruppe wird durch den MM Code of Conduct, den MM  
Supplier Code of Conduct, die Qualitätsvereinbarungen mit den Lieferanten, die Qualitätsanforderungen  
der Kunden, die lokalen Quality Policies und relevante zertifizierte Managementsysteme geregelt. Die we-  
sentlichen IROs, die während unserer Wesentlichkeitsbewertung identifiziert wurden, werden im MM Code  
of Conduct behandelt. Wir betonen die Bedeutung der Gewährleistung höchster Qualität unserer Produkte  
einschließlich der Sicherheit und insbesondere der Lebensmittelsicherheit durch die Einhaltung hoher Hy-  
gienestandards in unseren eigenen Produktionsstandorten. Wir fordern dies auch von unseren Lieferanten  
im MM Supplier Code of Conduct und unseren Qualitätsvereinbarungen für Lieferanten.  
In Zukunft wird die MM Gruppe zusätzlich zu den lokal umgesetzten Richtlinien eine konzernweite Qualitäts-  
politik definieren. Ziel dieser Politik wird es sein, negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, Aus-  
wirkungen auf die menschliche Gesundheit auszuschließen und den Verbraucher:innen zu zeigen, dass die  
Produkte nachhaltig und sicher produziert werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
104  
Konzernlagebericht  
Einbezug von Verbrauchern und Endnutzern und Abhilfemaßnahmen  
Die MM Gruppe ist nicht direkt mit Verbraucher:innen verbunden. Stattdessen treten die Hersteller (MM  
S4-2  
Kunden) in Übereinstimmung mit ihren eigenen Prozessen mit den Verbraucher:innen in Kontakt, um die  
kundenspezifischen Anforderungen und Bedürfnisse zu bewerten. Dies geschieht beispielsweise in Form  
von Kundenbefragungen. Daher sind die Prozesse bei MM darauf ausgerichtet, unseren Kunden alle rele-  
vanten Informationen zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen, sichere Produkte für die Verbrau-  
cher:innen herzustellen und zu vermarkten.  
S4-3 In der Regel sind Verbraucher:innen nicht über die Herkunft des Kartons und der Verpackungsmaterialien  
informiert. Dennoch bietet die MM Gruppe die Möglichkeit, eventuelle Risiken und Vorfälle oder andere Tat-  
sachen, die sich negativ auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt auswirken, über die MM Integrity  
Line auf ihrer Website zu melden.  
Bei kundenbezogenen Vorfällen ist in der Regel der Vertriebsbeauftragte oder der Kundendienst die erste  
Anlaufstelle. Für kundenspezifische Abhilfemaßnahmen gibt es definierte Claim Management-Prozesse  
(inkl. Verfolgung und Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen). Die Abhilfemaßnahmen werden  
kundenspezifisch in Verträgen und Vereinbarungen festgelegt.  
Aktionen und Maßnahmen  
S4-4 Die Group Product Safety-Abteilung überwacht kontinuierlich die Vorschriften für Materialien, die mit Le-  
bensmitteln in Berührung kommen, für spezifische kritische Substanzen und für Entwicklungen im Bereich  
der produktbezogenen Sicherheitsvorschriften. Rohstoffe und Komponenten werden sorgfältig unter Be-  
rücksichtigung ihrer zukünftigen Verwendung ausgewählt. Für alle produktrelevanten Chemikalien wird ein  
Verfahren zur Genehmigung und Freigabe von Rohstoffen eingeführt, um sicherzustellen, dass das Risiko  
der Übertragung gefährlicher Stoffe minimiert ist. Die gute Herstellungspraxis wird an allen Standorten um-  
gesetzt, um die von den Produkten von MM ausgehenden Risiken zu verringern.  
MM steht in engem Kontakt mit nationalen Behörden, Prüflabors und internationalen Branchengremien, um  
die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Produktsicherheit rechtzeitig zu bewerten, zu überwachen  
und umzusetzen. Relevante Änderungen werden über die Konzern-Produktsicherheit an andere relevante  
interne Stakeholder wie den Vorstand, die Innovationsabteilungen, die Technologieabteilungen und die  
Produktionsstandorte sowie an externe Stakeholder wie Kunden kommuniziert. MM ist damit in der Lage,  
gemeinsam mit seinen Lieferanten die notwendigen Schritte zu setzen, um auf notwendige Produkt- und  
Prozessänderungen im Vorfeld vorbereitet zu sein. Auf diese Weise kann MM sicherstellen, dass nur geset-  
zeskonforme Produkte auf den Markt kommen, die sicher in der Anwendung sind und den hohen Anforde-  
rungen unserer Kunden entsprechen. Dies wird durch Prüfungen externer, akkreditierter Laboratorien  
bestätigt.  
Im Falle von Kundenbeschwerden wird eine Ursachenanalyse durchgeführt und gemeinsam mit Lieferan-  
ten und externen Institutionen eine zuverlässige und sichere Lösung für das Problem entwickelt. Diese Pro-  
zesse werden stetig an bestehende und neue rechtliche Anforderungen und Kundenbedürfnisse ange-  
passt, weshalb hier auch künftig geeignete Maßnahmen umgesetzt werden müssen.  
Es wurden 2024 keine wesentlichen CapEx-Investitionen getätigt und auch künftig sind für diesen Bereich  
keine wesentlichen CapEx-Investitionen geplant. Angefallene OpEx-Ausgaben sind bereits im allgemeinen  
OpEx-Budget enthalten und werden deshalb an dieser Stelle nicht separat ausgewiesen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
105  
Konzernlagebericht  
Ziele  
Die MM Gruppe arbeitet derzeit an der Festlegung ergebnisorientierter Ziele bis 2025 im Bereich „S4 Ver-  
S4-5  
braucher und Endnutzer“. Die Effektivität der Strategien und Maßnahmen wird jedoch durch qualitative In-  
dikatoren wie regelmäßige Compliance-Checks kontinuierlich überwacht und verbessert.  
6.12 G1 Governance  
Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Management-Ansatz  
Ziel der MM Gruppe ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch verantwortungsbe-  
wusstes unternehmerisches Handeln im Einklang mit allen gesetzlichen Bestimmungen, Industriestan-  
dards und den universellen Prinzipien des United Nations Global Compact in den Bereichen Legal Compli-  
ance, Menschenrechte und Arbeitsnormen innerhalb der MM Gruppe.  
Die Strategie der MM Gruppe zur Erreichung dieser Ziele besteht darin, Werte zu definieren und sie in alle  
G1-1  
Geschäftsaktivitäten einzubinden. Um die Unternehmenskultur zu fördern, werden die vier Werte der MM  
Gruppe - verantwortungsbewusst, kollaborativ, ergebnisorientiert und leidenschaftlich - durch Schulun-  
gen, interne Kommunikationsinitiativen, Konferenzen und Veranstaltungen regelmäßig kommuniziert und  
verstärkt. Diese Werte bilden die Grundlage für die strategischen Säulen, den Zweck und die Mission der  
MM Gruppe. Durch die Integration dieser Werte in die wichtigsten Unternehmensaktivitäten stellt die MM  
Gruppe sicher, dass sie ein zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit und der langfristigen Strategie blei-  
ben. Um unsere Unternehmenskultur zu evaluieren und kontinuierlich zu verbessern, fördert die MM Gruppe  
aktiv den offenen Dialog und die Beteiligung aller Ebenen der Organisation.  
Beschreibung der Auswirkungen, Risiken und Chancen  
Unternehmenskultur  
Unser MM Message House-Ansatz, in dem wir unseren Unternehmenszweck „Enabling people to live a better  
life on a better planet" mit dem Ziel „Leading in consumer packaging using renewable resources" verankern,  
schafft eine verbindende Unternehmenskultur, die sich positiv auf alle Mitarbeiter:innen auswirkt. Das MM  
Message House ist eine Chance, denn die klaren Werte, die insbesondere die Zusammenarbeit betonen,  
können gefestigte Beziehungen zu Kunden und Lieferanten fördern. Dies kann zu einem höheren Innovati-  
onspotenzial führen und sich positiv auf den Umsatz auswirken. Allerdings könnten die Erwartungen inner-  
halb des MM Message House für die Mitarbeiter:innen anspruchsvoll sein, was zu einem höheren Stressni-  
veau und anderen damit verbundenen Problemen führen könnte.  
Schutz von Whistleblowern  
Die Institutionalisierung des Hinweisgeberschutzes in der MM Gruppe durch die digitale MM Integrity Line  
wirkt sich positiv auf potenzielle Hinweisgeber aus. Die Anonymität des Tools, die einfache Nutzung und der  
niederschwellige Zugang haben Vertrauen bei Hinweisgebern geschaffen. Eine fehlende Kommunikation  
des Beschwerdekanals MM Integrity Line könnte sich negativ auswirken, da dies zu einem mangelnden  
Bewusstsein für das Tool führen könnte. Die erfolgreiche Integration der MM Integrity Line und somit ein  
funktionierendes Tool für Hinweisgeber ermöglicht eine interne Aufarbeitung von Missständen, bevor sie an  
die Öffentlichkeit gelangen, und schützt somit den Ruf der MM Gruppe. Sollte dieses Tool jedoch nicht ord-  
nungsgemäß funktionieren oder ein Mangel an Bewusstsein bestehen, bestünde das Risiko eines Reputa-  
tionsschadens und von Sanktionen gegen die MM Gruppe.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
106  
Konzernlagebericht  
Management der Beziehungen zu Lieferanten  
Im Falle einer unsachgemäßen Verwaltung der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich der Zahlungs-  
G1-2  
praktiken könnte dies negative Auswirkungen auf die mit MM Gruppe kontrahierenden Lieferanten haben.  
Dazu gehören hohe Verwaltungskosten für Lieferanten aufgrund von Prüfungen und Audits, die Förderung  
einer zentralisierten Einkaufsstruktur, die zu Preisdruck auf die Lieferanten führen könnte, und interne Com-  
pliance (z. B. Know-Your-Supplier/KYS), die Vorrang vor pünktlicher Vertragserfüllung hat. Ein effektives Lie-  
ferantenmanagement (Auswahl, Audits) ist als Chance zu werten, da es zu einer besseren Lieferantenver-  
fügbarkeit führt und die Versorgung mit Rohstoffen sicherstellt. Die Priorisierung der internen Compliance,  
insbesondere der Einhaltung von KYS-Prozessen, kann sich jedoch negativ auf die Lieferantenbeziehungen  
auswirken. Dies schließt das Risiko ein, dass die Verfügbarkeit der Lieferanten beeinträchtigt wäre, insbe-  
sondere wenn die Lieferkette wenig belastbar wäre, was sich auch auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen  
oder anderen Inputfaktoren auswirken könnte.  
Korruption und Bestechung  
Unsere Sensibilität beim Umgang mit Korruption und Bestechung wird als positive Auswirkung angesehen,  
da er uns ermöglicht, die Transparenz und Effizienz zu erhöhen und das Vertrauen anderer Unternehmen  
und der Gesellschaft in unsere Aktivitäten zu stärken. Ein falscher Umgang mit Korruption und Bestechung  
kann zu negativen Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft oder die MM Gruppe führen. Die MM  
Gruppe sieht in einer strengen und transparenten Unternehmenskultur in Bezug auf Anti-Korruption und  
Bestechung eine Chance, da sie zu Wettbewerbsvorteilen, wie z.B. größerem Kundenvertrauen und höherer  
Mitarbeiterzufriedenheit, führen kann. Dies kann sich letztlich in höheren Verkaufszahlen niederschlagen.  
Im Falle der Nichteinhaltung von gesellschaftlichen Erwartungen, Branchenpraktiken, Standards und Ver-  
haltenskodizes in Bezug auf Anti-Korruptions- und Bestechungsgesetze liegt das identifizierte Risiko in einer  
potenziellen Schädigung der Reputation der MM Gruppe und dem Verlust von Geschäftspartnern.  
Richtlinien  
G1-1  
Die MM Gruppe stellt hohe Anforderungen an verantwortungsvolles Verhalten und Integrität an ihre Mitar-  
beiter:innen, Kunden, Lieferanten, Dienstleister und sonstige Vertragspartner. Ein wesentlicher Bestandteil  
der Strategie der MM Gruppe zur Erreichung dieser Ziele im Bereich Governance und Compliance und zur  
Bewältigung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Ge-  
schäftsverhalten und der Unternehmenskultur sind klare und umfassende Grundsätze und Richtlinien ei-  
nerseits und strenge und gründliche Compliance-Maßnahmen andererseits. Diese Grundsätze und Richt-  
linien sind darauf ausgerichtet, die oben dargelegten festgestellten Auswirkungen zu bewältigen, die  
festgestellten Risiken zu mindern und die festgestellten Chancen zu nutzen. Die Richtlinien gelten für alle  
voll konsolidierten Unternehmen der MM Gruppe und schließen die eigene Geschäftstätigkeit sowie die  
vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette der MM Gruppe ein, ohne geografische Ausnahmen. Die  
Richtlinien werden vom Vorstand genehmigt.  
Die Grundsätze und Kernwerte des Geschäftsgebarens der MM Gruppe sind im MM Code of Conduct ver-  
ankert, der das Konzept des gegenseitigen Vertrauens als Basis für eine gemeinsame, konstruktive Zusam-  
menarbeit innerhalb der MM Gruppe und in den Beziehungen zu Geschäftspartnern fördert. Darüber hinaus  
kodifiziert der 2023 eingeführte MM Supplier Code of Conduct der MM Gruppe unser Bekenntnis zur Achtung  
der Menschenrechte, der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, der Prinzipien der UN Global  
Compact Initiative und der ILO-Kernarbeitsnormen in der Lieferkette. Der MM Code of Conduct und der MM  
Supplier Code of Conduct sind auf der Website der MM Gruppe veröffentlicht. Die Einhaltung dieser Stan-  
dards ist integraler Bestandteil der Vertragsbeziehungen mit vor- und nachgelagerten Handelspartnern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
107  
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Konzernlagebericht  
Der MM Code of Conduct und der MM Supplier Code of Conduct werden durch weitere 18 interne Richtlinien  
ergänzt, die die „Group Organizational Guidelines" der MM Gruppe bilden. Diese Richtlinien sind intern an  
alle Teamleiter innerhalb der MM Gruppe gerichtet und für sämtliche Mitarbeiter:innen im Intranet aufruf-  
bar. Die Teamleiter innerhalb der MM Gruppe geben die Anforderungen der Richtlinien in ihrer Berichtslinie  
weiter und stellen sicher, dass die darin festgelegten Prozesse in ihrer Organisationseinheit umgesetzt wer-  
den. Darüber hinaus sind die wesentlichen Grundsätze der gruppenweiten Guideline zur Bekämpfung von  
Korruption und Bestechung (ABC-Guideline) auf der Website der MM Gruppe veröffentlicht.  
Eine kontinuierliche Kommunikation durch den Vorstand und die Compliance-Abteilung der Rechtsabtei-  
lung sowie ein Schulungsprogramm sollen die Kenntnisse über diese Grundsätze vermitteln und vertiefen.  
Der Schulungsplan im Bereich Compliance umfasst sowohl Online-Schulungen (über MM-Academy) als  
auch persönliche Schulungen. Der Schulungsansatz der MM Gruppe ist so strukturiert, dass die Schulungen  
nach einem risikobasierten Ansatz und unter Berücksichtigung der spezifischen Verantwortlichkeiten und  
Rollen der Mitarbeiter:innen und Vertreter:innen zugewiesen werden. Die Online-Schulungen im Bereich  
Korruptions- und Bestechungsbekämpfung sind von allen Mitarbeiter:innen einmal jährlich verpflichtend  
zu absolvieren, wobei die Schulungen regelmäßig an die relevanten Entwicklungen angepasst werden. Die  
Schulungen im Bereich Sanktions-Compliance müssen jährlich von speziell definierten Zielgruppen absol-  
viert werden. Die Absolvierung dieser Schulungen durch alle Personen, für die diese Schulungen verpflich-  
tend sind, wird konsequent überprüft. Darüber hinaus werden für spezifisch definierte Zielgruppen und spe-  
ziell auf bestimmte Situationen zugeschnittene (persönliche) Schulungen und Workshops in den Bereichen  
Korruptions- und Bestechungsbekämpfung, Wettbewerbsrecht, Sanktionen und Exportkontrollen sowie Ge-  
schäftsethik durchgeführt.  
Aktionen und Maßnahmen  
Die MM Gruppe steht für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Geleitet von den Grundsätzen  
der Integrität, Ehrlichkeit und Transparenz verpflichten wir uns als MM Gruppe, die höchstmöglichen Stan-  
dards in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu erfüllen. Fehlverhalten in der MM Gruppe -  
insbesondere systematisches Fehlverhalten - wurde in der Vergangenheit nicht geduldet und wird auch in  
Zukunft nicht geduldet.  
Zu diesem Zweck prüft die Abteilung Interne Revision risikoorientiert die Einhaltung der konzerninternen  
Richtlinien (Group Organizational Guidelines) mit Schwerpunkt auf den betrieblichen Abläufen. Sie berich-  
G1-3  
tet an den Vorstand und ist befugt, direkt mit dem Prüfungsausschuss zu kommunizieren  
Darüber hinaus betreibt die MM Gruppe mit der MM Integrity Line eine Hinweisgebersystem, das regelmä-  
ßig und kontinuierlich auf verschiedenen Bildschirmen in den Büros der MM Gruppe und im Intranet be-  
worben wird. Auch im Rahmen des Onboarding-Prozesses wird die MM Integrity Line an prominenter Stelle  
vorgestellt. Für externe Stakeholder ist die MM Integrity Line ein wesentlicher Bestandteil des MM Code of  
Conduct. Um das Hinweisgebersystem zu institutionalisieren und insbesondere den Schutz von Hinweisge-  
ber:innen zu beleuchten, wurde ein Leitfaden mit dem Ziel eingeführt, klare und fundierte Informationen  
über die spezifischen Prozesse einschließlich des Schutzes von Hinweisgeberinnen bereitzustellen. Mit die-  
sen Maßnahmen werden die identifizierten Risiken einer möglichen Fehlfunktion oder eines mangelnden  
Bewusstseins für die MM Integrity Line gemindert. MM Gruppe ermutigt alle Mitarbeiter:innen und Stakehol-  
der, Fehlverhalten über die MM Integrity Line zu melden. Die konzeptionelle Umsetzung der MM Integrity Line  
einschließlich der entsprechenden Guideline und Richtlinie liegt in der Verantwortung der Rechtsabteilung.  
Die Abteilung Interne Revision ist für die ersten Reaktionen auf den Hinweisgeber und die Einleitung von  
Folgemaßnahmen zuständig, einschließlich der Einbindung lokaler Hinweisgebersystem-Teams, sofern  
dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Interne Revision und die Rechtsabteilung stimmen sich regelmäßig  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
108  
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Konzernlagebericht  
mit den lokalen Hinweisgebersystem-Teams ab, um den Untersuchungsprozess abzustimmen. Auf diese  
Weise ergreift die MM Gruppe gezielte Maßnahmen, um die identifizierten Chancen zu nutzen.  
Alle Meldungen werden gründlich und nach einem strengen Verfahren behandelt und untersucht. Meldun-  
gen werden gemäß der Hinweisgebersystem-Guideline und den Hinweisgebersystem-Richtlinien streng  
vertraulich behandelt und unterliegen unserer Datenschutzpolitik. Um den bestmöglichen Schutz von Hin-  
weisgebern vor Vergeltungsmaßnahmen zu gewährleisten, können Hinweisgeber anonym bleiben. Alle  
Hinweisgeber, die in gutem Glauben handeln, sind vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt, auch wenn  
letztlich kein Fehlverhalten festgestellt werden kann. Dieser Schutz gilt auch für Dritte, die bei den Ermittlun-  
gen unterstützen. Jede Person, die Vergeltungsmaßnahmen gegen solche Hinweisgeber ergreift, muss  
selbst mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Durch diese Maßnahmen werden die identifizierten po-  
tenziellen Auswirkungen auf den Schutz von Hinweisgeber:innen adressiert und überwacht.  
Die MM Gruppe nutzt ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Tool zur Überwachung von Risiken in der  
G1-1  
Lieferkette, um potenzielle soziale und ökologische Risiken zu überwachen und zu bewerten und um Vorfälle  
in der Lieferkette zu beurteilen. Kernstück des Tools ist ein 360°-Risiko-Score-Modell. Das Tool bietet eine  
umfassende Bewertung der mit Geschäftspartnern verbundenen Risiken, einschließlich der Bewertung des  
Risikopotenzials für die Branche und Region, früherer Vorfälle und jährlicher Ausgaben. Auf der Grundlage  
dieser Informationen werden die Lieferanten in verschiedene Risikokategorien eingeteilt und im Jahr 2025  
institutionalisiert bewertet. Wir überwachen unsere Lieferkette auch mit diesem Tool ständig und nehmen  
im Falle eines Vorfalles sofort Kontakt mit den betroffenen Lieferanten auf. Je nach Schwere des Vorfalls  
werden dann geeignete Maßnahmen ergriffen.  
Die MM Gruppe hat in 2024 verstärkt mehrere Maßnahmen definiert und ergriffen, um negative Auswirkun-  
G1-3  
gen abzumildern, die sich aus einer mangelnden Prävention und Aufdeckung von Korruptions- und Beste-  
chungsvorfällen - oder auch nur von Bestechungsvorwürfen - in all ihren Formen ergeben könnten. Diese  
Maßnahmen setzen sich wie folgt zusammen: Erstens wurde eine klare und umfassende ABC-Guideline  
ausgerollt, die sich an den Grundsätzen des Leitfadens der Vereinten Nationen zur Korruptionsbekämpfung  
(United Nations Guide for Anti-corruption Policies) orientiert und mit dem Übereinkommen der Vereinten  
Nationen gegen Korruption (UN Convention against Corruption) im Einklang steht. Diese ABC-Guideline  
wurde an sämtliche Mitarbeiter:innen der MM Gruppe ausgerollt. Teamleiter:innen sind verpflichtet, die da-  
rin festgelegten Verfahren in allen Geschäftsabläufen umzusetzen. Selbstverständlich schreibt die ABC-  
Guideline die Regeln des Vier-Augen-Prinzips, der Transparenz und der Dokumentation für alle Geschäfts-  
entscheidungen vor. Darüber hinaus sieht die ABC-Guideline wie bisher ein strenges Genehmigungsver-  
fahren für alle Mitarbeiter:innen und Vertreter:innen für den Austausch von Geschenken und Einladungen  
vor, die einen auf Konzernebene festgelegten oder möglicherweise auf lokaler Managementebene niedri-  
geren Schwellenwert überschreiten. Zweitens steht ein Genehmigungsinstrument für Geschenke und Ein-  
ladungen zur Verfügung, um diesen Austausch zu überwachen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig,  
darauf hinzuweisen, dass es den Mitarbeiter:innen und Vertreter:innen der MM Gruppe untersagt ist, Ge-  
schenke und Bewirtungen mit Amtsträgern auszutauschen. Drittens hat die MM Gruppe ein Portal für Inte-  
ressenkonflikte in 2024 eingerichtet, das spezifisch die Überwachung potenzieller Interessenkonflikte und  
die Umsetzung angemessener Maßnahmen zur Minderung von Risiken, die sich aus solchen potenziellen  
Konflikten ergeben könnten, ermöglicht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über etwa-  
ige Unregelmäßigkeiten oder Entwicklungen in dieser Hinsicht informiert. Diese Maßnahmen sollen dazu  
dienen, erkannte potenzielle Risiken zu einzudämmen und die Chancen zu nutzen, die sich aus einem kor-  
ruptions- und bestechungsfreien Geschäftsgebaren ergeben.  
Für die Umsetzung und Aufrechterhaltung dieser Maßnahmen ist die Compliance-Abteilung innerhalb der  
Rechtsabteilung zuständig. Im Rahmen des risikobasierten Ansatzes bei Audits überprüft die Interne Revi-  
sion auch die Einhaltung der ABC-Guideline und der Genehmigungsprozesse und geht etwaigen Unregel-  
mäßigkeiten zeitnah und gründlich nach. Vorwürfe oder Vorfälle von Korruption oder Bestechung fallen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernlagebericht  
selbstverständlich in den Anwendungsbereich der MM Integrity Line und werden im Falle von Vorwürfen  
umgehend untersucht. Erkannte potenzielle Risiken oder negative Auswirkungen werden daher sofort  
erfasst.  
In Anwendung eines breit angelegten und lückenlosen Ansatzes wurde 2023/2024 eine obligatorische  
Schulung zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung (insbesondere zu den Regeln für Geschenke und  
Einladungen sowie zu den Genehmigungsverfahren) für alle Mitarbeiter:innen und Vertreter:innen mit E-  
Mail-Adresse eingeführt und wird gemäß dem Schulungsplan jährlich und obligatorisch fortgesetzt.  
Die MM Gruppe ist sich der Auswirkungen eines strikten Ansatzes hinsichtlich der Priorisierung der Sorg-  
faltspflicht gegenüber Lieferanten bewusst, ergreift jedoch Maßnahmen, um die Beziehung zu den Liefe- G1-2  
ranten zu fördern, die auf dem Konzept des gegenseitigen Vertrauens als Grundlage für eine gemeinsame,  
konstruktive Zusammenarbeit beruhen. Um einen Standard in Bezug auf Nachhaltigkeitsfragen in der ge-  
samten Lieferkette zu gewährleisten, wird von Lieferanten eine Verpflichtungszusage in Bezug auf den MM  
Supplier Code of Conduct der MM Gruppe gefordert, der unser Engagement für die Achtung der Menschen-  
rechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, die Prinzipien der UN Global Compact Initiative  
und die ILO-Kernarbeitsnormen unterstreicht. Darüber hinaushaben wir in 2024 die Überwachung von Lie-  
feranten weiterentwickelt und werden diesen 2025 auf der Grundlage eines risikobasierten Ansatzes der  
Hintergrundbewertungen weiter ausweiten, wodurch ökologische und soziale Kriterien abdeckt werden.  
Unsere Beschaffungskette wird ständig durch unser Risikomanagement-Tool für die Beschaffungskette  
überwacht, das bereits in diesem Kapitel beschrieben wurde. Aktuell werden Umwelt-und Sozialkriterien  
nicht im Standardprozess für die Auswahl von Lieferanten berücksichtigt.  
Mit dem Ziel, eine standardisierte Anleitung für alle Einkaufsaktivitäten zu bieten, hat die MM Gruppe bereits  
als zusätzliche Maßnahme zur Verbesserung der Beziehung zu den Lieferanten konzernweit eine Sourcing  
Guideline für alle Einkaufsaktivitäten implementiert. Die Sourcing Guideline legt fest, dass die Allgemeinen  
Einkaufsbedingungen (AEB) der MM Gruppe, die von Zeit zu Zeit geändert und aktualisiert werden, die recht-  
liche Grundlage für alle Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten sind, sofern nichts anderes vereinbart  
wurde. Die AEB enthalten auch klare Zahlungsbedingungen und -termine für die MM Gruppe. Einkaufsver-  
träge können als Ergebnis von Verhandlungen auch Gebühren für Zahlungsverzug und Vorteile für kürzere  
Zahlungsfristen beinhalten. Daher sieht der Prozess bezüglich der Zahlungsbedingungen für alle Lieferan-  
ten vor, dass diese entweder Gegenstand von ausgehandelten Verträgen oder auf der Grundlage der AEB  
sind.  
Im Jahr 2024 beträgt die durchschnittliche Anzahl der Zahlungstage in der gesamten MM Gruppe 58. Diese  
G1-6  
errechnet sich aus den „Days Payables Outstanding", berechnet aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen  
und Leistungen pro Monatsende dividiert durch das durchschnittliche Einkaufsvolumen pro Tag der letzten  
drei Monate.  
Am Ende eines jeden Jahres ist die Anzahl der ausstehenden Gerichtsverfahren Teil des Prozessberichtes,  
der dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der MM Gruppe vorgelegt wird. Im Jahr 2024 beträgt die Anzahl  
der ausstehenden Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzuges null.  
Im Hinblick auf CapEx und OpEx wurde festgestellt, dass es in diesem Bereich keine nennenswerten Ausga-  
ben gibt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
110  
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Konzernlagebericht  
Ziele  
Kommentar zum  
Ziel  
Scope  
Wert Basisjahr Wert 2024 Fortschritt  
Sicherstellen, dass alle unsere Lieferkette  
k. A. k. A. Neues Ziel  
Hauptlieferanten bis 2030 den MM  
Supplier Code of Conduct einhalten.  
Das genannte Ziel wurde unter Einbezug interner sowie externer Stakeholder (im Rahmen der Wesentlich-  
keitsanalyse) gesetzt. Die Messung dieses Ziels wird über einen „Know-Your-Supplier-Prozess“ durchge-  
führt, wodurch eine klare und systematische Identifizierung derjenigen Lieferanten ermöglicht, die die An-  
nahme des MM Supplier Code of Conduct bestätigt haben. Dies gewährleistet eine transparente  
Nachverfolgung und Bewertung innerhalb des Lieferantennetzwerks.  
Im Bereich „G1 Governance“ ist die MM Gruppe im Begriff, weitere ergebnisorientierte Ziele bis 2025 festzu-  
legen. Obwohl die MM Gruppe die Themen unter G1 nicht ergebnisorientiert betrachtet, wird der Antrieb der  
Digitalisierung und Compliance in der gesamten Wertschöpfungskette automatisch auch Ziele in diesem  
Bereich definieren, insbesondere in Bezug auf Schulungspläne und die Einhaltung des MM Code of  
Conduct/MM Supplier Code of Conduct durch Handelspartner.  
Die Wirksamkeit der Strategien und Maßnahmen wird durch qualitative Indikatoren wie regelmäßige Kon-  
trollen der Einhaltung der Vorschriften und interne Audits sowie durch quantitative Indikatoren wie  
Acknowledgement Campaigns und Schulungen ständig überprüft und verbessert.  
Metriken  
KPIs der Unternehmensführung  
G1-4  
2024  
Durch Schulungsprogramme abgedeckte risikobehaftete Funktionen (%)  
99 %  
Anzahl der Verurteilungen wegen Verstößen gegen die Gesetze zur Korruptions- und  
Bestechungsbekämpfung  
0
Höhe der Bußgelder für Verstöße gegen Antikorruptions- und Antibestechungsgesetze  
0
Durchschnittliche Anzahl der Tage bis zur Begleichung der Rechnung ab dem Datum, an dem die Berechnung  
der vertraglichen oder gesetzlichen Zahlungsfrist beginnt  
58  
Zahlungen im Einklang mit den Standardzahlungsbedingungen (%)  
100 %  
Anzahl der ausstehenden Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzuges  
0
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
111  
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Konzernlagebericht  
Schulungen zur Korruptionsbekämpfung und Bestechung  
2024  
Andere  
Risikobe-  
eigene  
haftete  
Arbeit-  
Funktionen Manager  
Vorstand  
nehmer  
Ausbildungsumfang  
Insgesamt  
1.300  
1.300  
3
5.700  
Gesamtzahl der Schulungsteilnehmer  
1.300  
1.300  
3
5.700  
Fortbildungsmethode und -dauer  
Schulung im Klassenzimmer  
0
0
0
0
Computergestützte Schulung  
40 min  
40 min  
40 min  
40 min  
Freiwillige computergestützte Schulung  
0
0
0
0
Häufigkeit  
Wie oft sind Schulungen erforderlich  
jährlich  
jährlich  
jährlich  
jährlich  
Behandelte Themen  
Definition von Korruption  
ja  
ja  
ja  
ja  
Richtlinien  
ja  
ja  
ja  
ja  
Verfahren bei Verdacht/Entdeckung  
ja  
ja  
ja  
ja  
Anzahl der  
Mitarbeiter:innen,  
denen die Schulung  
Fertigstellungsrate  
zugewiesen wurde  
2023/2024  
Umfassende  
Schulungen  
zur  
Korruptionsbekämpfung  
und  
Bestechung  
(mit Schwerpunkt auf Geschenken und Einladungen)  
7.000  
95 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
112  
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Konzernlagebericht  
6.13 Anhang  
ESRS Index  
ESRS  
DR  
Beschreibung  
Seite  
BP-1  
Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen  
105  
ESRS 2  
BP-2  
Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen  
105  
GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane  
106f  
GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsor- 108 f  
gane des Unternehmens befassen  
GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme  
109 f  
GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht  
110  
GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung  
111 ff  
IRO-1  
Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und 113 ff  
Chancen  
IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten  
119 ff  
SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette  
111  
SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger  
118  
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und 119 ff  
Geschäftsmodell  
E1-1  
Übergangsplan für den Klimaschutz  
127 f  
E1  
E1-2  
Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel  
129 f  
E1-3  
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten  
130 ff  
E1-4  
Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel  
134 f  
E1-5  
Energieverbrauch und Energiemix  
138 ff  
E1-6  
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen  
138  
E1-7  
Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2- 135 f  
Zertifikate  
E1-8  
Interne CO2-Bepreisung  
132 f  
E2-1  
Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung  
140  
E2  
E2-2  
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung  
140  
E2-3  
Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung  
141  
E2-4  
Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung  
141  
E3-1  
Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen  
143  
E3  
E3-2  
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen  
142  
E3-3  
Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen  
144  
E3-4  
Wasserverbrauch  
145  
E4-1  
Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Ge- 146  
schäftsmodell  
E4  
E4-2  
Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen  
147  
E4-3  
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen  
147 f  
E4-4  
Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen  
148  
E4-5  
Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderun- 148  
gen  
E5-1  
Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft  
149  
E5  
E5-2  
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft  
149 f  
E5-3  
Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft  
151 f  
E5-4  
Ressourcenzuflüsse  
153  
E5-5  
Ressourcenabflüsse  
153  
S1-1  
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens  
155 f  
S1  
S1-2  
Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug 155 f  
auf Auswirkungen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
113  
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Konzernlagebericht  
ESRS  
DR  
Beschreibung  
Seite  
S1-3  
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unterneh- 157  
mens Bedenken äußern können  
S1-4  
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unterneh- 157 ff  
mens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zu-  
sammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen  
S1-5  
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positi-  
ver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen  
159  
S1-6  
Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens  
160 ff  
S1-9  
Diversitätskennzahlen  
162  
S1-10  
Angemessene Entlohnung  
162  
S1-12  
Menschen mit Behinderungen  
162  
S1-13  
Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung  
163  
S1-14  
Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit  
163  
S1-16  
Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)  
164  
S1-17  
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten  
164  
S2-1  
Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette  
165  
S2  
S2-2  
Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen  
166 f  
S2-3  
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wert- 166  
schöpfungskette Bedenken äußern können  
S2-4  
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zur Minderung wesentli- 167 f  
cher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wert-  
schöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze  
S2-5  
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positi- 167  
ver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen  
S3-1  
Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften  
168  
S3  
S3-2  
Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen  
168  
S3-3  
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Be- 168  
denken äußern können  
S3-4  
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zur Minderung wesentli- 169  
cher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften  
sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze  
S3-5  
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positi- 170  
ver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen  
S4-1  
Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern  
171  
S4  
S4-2  
Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen  
172  
S4-3  
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Be- 172 f  
denken äußern können  
S4-4  
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und 172 f  
Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammen-  
hang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen  
S4-5  
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positi- 173  
ver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen  
G1-1  
Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung  
173 f  
G1  
G1-2  
Management der Beziehungen zu Lieferanten  
174  
G1-3  
Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung  
175  
G1-4  
Korruptions- oder Bestechungsfälle  
178  
G1-6  
Zahlungspraktiken  
177  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
114  
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Konzernlagebericht  
EU-DATENPUNKTE-TABELLE  
Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt  
Wesentlichkeit  
Seite  
ESRS 2 GOV-1  
Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen Absatz 21 Buchstabe d  
JA  
106  
ESRS 2 GOV-1  
Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind, Absatz 21 Buchstabe e  
JA  
107  
ESRS 2 GOV-4  
Erklärung zur Sorgfaltspflicht Absatz 30  
JA  
110  
ESRS 2 SBM-1  
Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen Absatz 40 Buchstabe d Ziffer i  
JA  
127  
ESRS 2 SBM-1  
Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien Absatz 40 Buch-  
stabe d Ziffer ii  
NEIN  
ESRS 2 SBM-1  
Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen Absatz 40 Buchstabe d Ziffer iii  
NEIN  
ESRS 2 SBM-1  
Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak Absatz 40  
Buchstabe d Ziffer iv  
NEIN  
ESRS E1-1  
Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 Absatz 14  
JA  
127  
ESRS E1-1  
Unternehmen, die von den Paris-abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind, Absatz 16 Buch-  
stabe g  
NEIN  
ESRS E1-4  
THG-Emissionsreduktionsziele Absatz 34  
JA  
134  
ESRS E1-5  
Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren)  
Absatz 38  
JA  
138  
ESRS E1-5  
Energieverbrauch und Energiemix Absatz 37  
JA  
138  
ESRS E1-5  
Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren Absätze 40 bis 43  
JA  
138  
ESRS E1-6  
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Absatz 44  
JA  
136  
ESRS E1-6  
Intensität der THG-Bruttoemissionen Absätze 53 bis 55  
JA  
136  
ESRS E1-7  
Abbau von Treibhausgasen und CO2-Gutschriften Absatz 56  
NEIN  
ESRS E1-9  
Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken Absatz 66  
NEIN  
ESRS E1-9  
Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko Absatz 66 Buch-  
stabe a  
NEIN  
ESRS E1-9  
Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischen Risiko befinden Absatz 66  
Buchstabe c  
NEIN  
ESRS E1-9  
Aufschlüsselungen des Buchwertes der Immobilien nach Energieeffizienzklassen Absatz 67 Buchstabe c  
NEIN  
ESRS E1-9  
Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen Absatz 69  
NEIN  
ESRS E2-4  
Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbrin-  
gungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird, Absatz 28  
JA  
141  
ESRS E3-1  
Wasser- und Meeresressourcen Absatz 9  
JA  
143  
ESRS E3-1  
Spezielle Strategie Absatz 13  
NEIN  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
115  
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Konzernlagebericht  
Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt  
Wesentlichkeit  
Seite  
ESRS E3-1  
Nachhaltige Ozeane und Meere Absatz 14  
NEIN  
ESRS E3-4  
Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Absatz 28 Buchstabe c  
JA  
145  
ESRS E3-4  
Gesamtwasserverbrauch in m3 je Nettoeinnahme aus eigenen Tätigkeiten Absatz 29  
JA  
145  
ESRS 2 – IRO-1 – E4 Absatz 16 Buchstabe a Ziffer i  
NEIN  
ESRS 2 – IRO-1 – E4 Absatz 16 Buchstabe b  
NEIN  
ESRS 2 – IRO-1 – E4 Absatz 16 Buchstabe c  
NEIN  
ESRS E4-2  
Nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft Absatz 24 Buch-  
stabe b  
JA  
147  
ESRS E4-2  
Nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Ozeane/Meere Absatz 24 Buchstabe c  
NEIN  
ESRS E4-2  
Strategien zur Bekämpfung der Entwaldung Absatz 24 Buchstabe d  
JA  
147  
ESRS E5-5  
Nicht recycelte Abfälle Absatz 37 Buchstabe d  
JA  
151  
ESRS E5-5  
Gefährliche und radioaktive Abfälle Absatz 39  
JA  
153  
ESRS 2 SBM3 – S1  
Risiko von Zwangsarbeit Absatz 14 Buchstabe f  
JA  
159  
ESRS 2 SBM3 – S1  
Risiko von Kinderarbeit Absatz 14 Buchstabe g  
JA  
159  
ESRS S1-1  
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 20  
JA  
155  
ESRS S1-1  
Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8  
der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 21  
JA  
155  
ESRS S1-1  
Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels Absatz 22  
JA  
155  
ESRS S1-1  
Strategie oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen Absatz 23  
JA  
158  
ESRS S1-3  
Bearbeitung von Beschwerden Absatz 32 Buchstabe c  
JA  
157  
ESRS S1-14  
Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle Absatz 88 Buchstaben b und c  
JA  
163  
ESRS S1-14  
Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage Absatz 88  
Buchstabe e  
JA  
163  
ESRS S1-16  
Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle Absatz 97 Buchstabe a  
JA  
164  
ESRS S1-16  
Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane Absatz 97 Buchstabe b  
JA  
164  
ESRS S1-17  
Fälle von Diskriminierung Absatz 103 Buchstabe a  
JA  
164  
ESRS S1-17  
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der  
OECD-Leitlinien Absatz 104 Buchstabe a  
JA  
164  
ESRS 2 SBM3 – S2  
Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette Absatz 11 Buch-  
stabe b  
JA  
165  
ESRS S2-1  
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 17  
JA  
165  
ESRS S2-1  
Strategien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Absatz 18  
JA  
165  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
116  
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Konzernlagebericht  
Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt  
Wesentlichkeit  
Seite  
ESRS S2-1  
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der  
OECD-Leitlinien Absatz 19  
JA  
165  
ESRS S2-1  
Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8  
der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 19  
JA  
165  
ESRS S2-4  
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelager-  
ten Wertschöpfungskette Absatz 36  
JA  
167  
ESRS S3-1  
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 16  
JA  
168  
ESRS S3-1  
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der  
OECD-Leitlinien Absatz 17  
JA  
168  
ESRS S3-4  
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 36  
JA  
169  
ESRS S4-1  
Strategien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Absatz 16  
JA  
170  
ESRS S4-1  
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der  
OECD-Leitlinien Absatz 17  
JA  
170  
ESRS S4-4  
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 35  
NEIN  
ESRS G1-1  
Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption Absatz 10 Buchstabe b  
JA  
173  
ESRS G1-1  
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Absatz 10 Buchstabe d  
JA  
173  
ESRS G1-4  
Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften Absatz 24 Buchstabe a  
JA  
178  
ESRS G1-4  
Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung Absatz 24 Buchstabe b  
JA  
178  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
117  
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Konzernlagebericht  
TNFD (Task Force on Nature-related Financial disclosures)  
Thema  
Offenlegungsempfehlung  
Abschnitt  
Seite  
Governance  
A. Beschreiben Sie die Übersicht des Vorstandes über naturbezogene Ab-  
ESRS 2; Sustainability Governance; Die Rolle  
hängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen.  
109  
der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates  
B. Beschreiben Sie die Rolle des Managements bei der Bewertung und  
Steuerung naturbezogener Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und  
Chancen.  
109  
C. Beschreiben Sie die Menschenrechtsrichtlinien und -aktivitäten der Orga-  
nisation sowie die Aufsicht durch den Vorstand und die Geschäftsführung in  
Bezug auf indigene Völker, lokale Gemeinschaften, betroffene und andere  
Interessengruppen bei der Bewertung und Reaktion der Organisation auf  
naturbedingte Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen.  
117  
A. Beschreiben Sie die naturbezogenen Abhängigkeiten, Auswirkungen, Ri- Übersicht:  
Strategie  
siken und Chancen, die die Organisation kurz-, mittel- und langfristig ESRS 2; Prozesse zur Bewertung der Wesent-  
identifiziert hat.  
lichkeit von Nachhaltigkeitsthemen; Ergeb-  
nisse  
der  
Wesentlichkeitsanalyse  
Detail:  
ESRS E1-4; Beschreibung der Auswirkungen, 128 139  
Risiken und Chancen  
142 146  
B. Beschreiben Sie die Auswirkungen, die naturbedingte Abhängigkeiten, Übersicht:  
Auswirkungen, Risiken und Chancen auf das Geschäftsmodell, die Wert- ESRS 2; Prozesse zur Bewertung der Wesent-  
schöpfungskette, die Strategie und die Finanzplanung der Organisation lichkeit von Nachhaltigkeitsthemen; Ergeb-  
hatten, sowie alle bestehenden Übergangspläne oder Analysen.  
nisse  
der  
Wesentlichkeitsanalyse  
Detail:  
ESRS E1-4; Management von Auswirkungen, 128 139  
Risiken und Chancen  
142 146  
C. Beschreiben Sie die Widerstandsfähigkeit der Strategie der Organisa- Detail:  
tion gegenüber naturbedingten Risiken und Chancen unter Berücksichti- ESRS E1-4; Beschreibung der Auswirkungen, 128 139  
gung verschiedener Szenarien.  
Risiken und Chancen  
142 146  
D. Offenlegung der Standorte von Vermögenswerten und/oder Aktivitäten im ESRS E4; Beschreibung der Auswirkungen,  
direkten Geschäftsbetrieb der Organisation und, soweit möglich, der vorgela- Risiken und Chancen  
gerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette(n), die die Kriterien für vor-  
rangige Standorte erfüllen.  
146  
A(i) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation zur Identifizierung, Be- Übersicht:  
Management  
wertung und Priorisierung naturbezogener Abhängigkeiten, Auswirkun- ESRS 2; Prozesse zur Bewertung der Wesent-  
von Risiken und  
gen, Risiken und Chancen in ihren direkten Geschäftstätigkeiten. lichkeit von Nachhaltigkeitsthemen; Ergeb-  
Auswirkungen  
nisse  
der  
Wesentlichkeitsanalyse  
Detail:  
ESRS E1-4; Management von Auswirkungen, 128 139  
Risiken und Chancen  
142 146  
A(ii) Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation zur Identifizierung, Be- Übersicht:  
wertung und Priorisierung naturbezogener Abhängigkeiten, Auswirkun- ESRS 2; Prozesse zur Bewertung der Wesent-  
gen, Risiken und Chancen in ihrer/ihren vor- und nachgelagerten Wert- lichkeit von Nachhaltigkeitsthemen; Ergeb-  
schöpfungskette(n).  
nisse  
der  
Wesentlichkeitsanalyse  
Detail:  
ESRS E1-4; Management von Auswirkungen, 128 139  
Risiken und Chancen  
142 146  
B. Beschreiben Sie die Prozesse der Organisation zur Bewältigung naturbe- ESRS E1-4; Aktionen und Maßnahmen  
dingter Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen.  
ESRS E1-4; Management von Auswirkungen, 128 139  
Risiken und Chancen; Management-Ansatz 142 146  
C. Beschreiben Sie, wie die Prozesse zur Identifizierung, Bewertung, Priori- ESRS 2; Prozesse zur Bewertung der Wesent- 129  
sierung und Überwachung naturbedingter Risiken in die allgemeinen Risi- lichkeit  
von  
Nachhaltigkeitsthemen 140  
komanagementprozesse der Organisation integriert sind und diese be- ESRS E1-4; Richtlinien  
143  
einflussen.  
147  
Kennzahlen und  
A. Offenlegung der Kennzahlen, die von der Organisation zur Bewertung  
ESRS E1-4; Aktionen und Maßnahmen  
130  
Ziele  
und Steuerung wesentlicher naturbezogener Risiken und Chancen im Ein-  
ESRS E1-4; Ziele  
140  
klang mit ihrer Strategie und ihrem Risikomanagementprozess verwendet  
ESRS E1-3 und E5; Metriken  
143  
werden.  
147  
B. Offenlegung der von der Organisation verwendeten Kennzahlen zur Be-  
134, 141,  
wertung und Steuerung von Abhängigkeiten und Auswirkungen auf die  
144  
Natur.  
148  
C. Beschreiben Sie die Ziele und Vorgaben, die die Organisation zur Steu-  
135  
erung naturbezogener Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chan-  
141  
cen verwendet, sowie ihre Leistung in Bezug auf diese.  
144  
151  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
118  
Loading SVG
Geschäftsjahr  
2024  
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag  
DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")  
Anteil taxonomie-  
Katego-rie  
konformer (A.1.)  
Kategorie  
Umsatz-Anteil,  
ermög-  
Wirtschaftstätigkeiten  
Code  
Umsatz  
oder taxonomie-  
Übergangs-  
2024  
lichende  
fähiger (A.2.)  
tätigkeit  
Tätigkeit  
Umsatz, 2023  
Text  
T€  
%
J; N;  
J; N;  
J; N;  
J; N;  
J; N;  
J; N;  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)  
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten  
0,00  
0%  
N
N
N
N
N
N
Y
Y
Y
Y
Y
Y
Y
%
(taxonomiekonform) (A.1)  
Davon ermöglichende Tätigkeiten  
0,00  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
Y
Y
Y
Y
Y
Y
Y
%
E
Davon Übergangstätigkeiten  
0,00  
0%  
0%  
Y
Y
Y
Y
Y
Y
Y
%
T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)  
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL  
Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-  
Kopplung mit fossilen gasförmigen  
CCM 4.30  
6 632,00  
0,16%  
EL  
N
N
N
N
N
Brennstoffen  
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch  
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht  
6 632,00  
0,16%  
100,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)  
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten  
6 632,00  
0,16%  
100,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
(A.1+A.2)  
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten  
4 073 000,51  
99,84%  
Gesamt  
4 079 632,51  
100,00%  
Anteil von Umsatz an gesamten Umsatz  
Umweltziel  
Taxonomiefähig Taxonomiekonform  
CCM  
0,00%  
0,16%  
CCA  
0,00%  
0,00%  
WTR  
0,00%  
0,00%  
CE  
0,00%  
0,00%  
PPC  
0,00%  
0,00%  
BIO  
0,00%  
0,00%  
Loading SVG
DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche  
Geschäftsjahr 2024  
2024  
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag  
Beeinträchtigung")  
Anteil  
taxonomie-  
Katego-rie  
Kategorie  
CapEx  
CapEx-Anteil,  
konformer (A.1.) ermög-  
Wirtschaftstätigkeiten  
Code  
Übergangs-  
[TEUR]  
2024  
oder taxonomie- lichende  
tätigkeit  
fähiger (A.2.)  
Tätigkeit  
CapEx, 2023  
Text  
T€  
%
J / N  
J / N  
J / N  
J / N  
J / N  
J / N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)  
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und  
CCM 6.5  
0,00  
0,00%  
J
N
N
N
N
N
J
J
J
J
J
J
J
0,07%  
leichten Nutzfahrzeugen  
Güterbeförderung im Straßenverkehr  
CCM 6.6  
0,00  
0,00%  
J
N
N
N
N
N
J
J
J
J
J
J
J
0,03%  
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten  
CCM 7.3  
0,00  
0,00%  
J
N
N
N
N
N
J
J
J
J
J
J
J
0,01%  
Geräten  
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für  
Elektrofahrzeuge in  
CCM 7.4  
27,88  
0,01%  
J
N
N
N
N
N
J
J
J
J
J
J
J
0,01%  
E
Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)  
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für  
CCM 7.6  
986,91  
0,41%  
J
N
N
N
N
N
J
J
J
J
J
J
J
0,71%  
erneuerbare Energien  
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)  
1.014,78  
0,42%  
100,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
J
J
J
J
J
J
J
0,83%  
Davon ermöglichende Tätigkeiten  
27,88  
0,01%  
100,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
J
J
J
J
J
J
J
1,49%  
E
Davon Übergangstätigkeiten  
0,00  
0,00%  
0,00%  
J
J
J
J
J
J
J
0,00%  
T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)  
EL / N  
EL / N  
EL / N  
EL / N  
EL / N  
EL / N  
Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten  
CE 1.2  
3.317,05  
1,38%  
N
N
N
N
EL  
N
Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen  
CCM 4.30  
5.861,78  
2,45%  
EL  
N
N
N
N
N
gasförmigen Brennstoffen  
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und  
CCM 6.5  
1.725,69  
0,72%  
EL  
N
N
N
N
N
0,66%  
leichten Nutzfahrzeugen  
Güterbeförderung im Straßenverkehr  
CCM 6.6  
2.588,06  
1,08%  
EL  
N
N
N
N
N
0,59%  
Schienenverkehrsinfrastruktur  
CCM 6.14  
245,20  
0,10%  
EL  
N
N
N
N
N
0,01%  
Neubau  
CCM 7.1  
0,00  
0,00%  
EL  
N
N
N
N
N
0,00%  
Renovierung bestehender Gebäude  
CCM 7.2  
0,00  
0,00%  
EL  
N
N
N
N
N
0,00%  
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten  
CCM 7.3  
342,37  
0,14%  
EL  
N
N
N
N
N
0,25%  
Geräten  
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden  
CCM 7.7  
6.243,09  
2,61%  
EL  
N
N
N
N
N
1,37%  
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch  
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme  
20.323,23  
8,48%  
83,68%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
16,32%  
0,00%  
2,88%  
Tätigkeiten) (A.2)  
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)  
21.338,01  
8,91%  
84,45%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
15,55%  
0,00%  
3,71%  
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten  
218.262,99  
91,09%  
Gesamt  
239.601,00  
100%  
Anteil von CapEx an Zugängen zum  
Konsolidierungskreis  
Umweltziel  
Taxonomiekonform  
Taxonomiefähig  
CCM  
0,42%  
7,10%  
CCA  
0,00%  
0,00%  
WTR  
0,00%  
0,00%  
CE  
0,00%  
1,38%  
PPC  
0,00%  
0,00%  
BIO  
0,00%  
0,00%  
Loading SVG
Geschäftsjahr 2024  
2024  
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag  
DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")  
Anteil  
taxonomie-  
konformer  
(A.1.) oder  
taxonomie- Katego-rie  
fähiger  
ermög-  
Kategorie  
(A.2.)  
lichende Übergangs-  
Wirtschaftstätigkeiten  
Code  
OpEx  
OpEx-Anteil, 2024  
OpEx, 2023 Tätigkeit  
tätigkeit  
Text  
T€  
%
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
J/N  
%
E
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)  
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten  
0,00  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
0,0%  
(taxonomiekonform) (A.1)  
Davon ermöglichende Tätigkeiten  
0,00  
0,0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
E
Davon Übergangstätigkeiten  
0,00  
0,0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
0%  
T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)  
EL/N  
EL/N  
EL/N  
EL/N  
EL/N  
EL/N  
Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten  
CE 1.2  
520,47  
0,45%  
N
N
N
N
EL  
N
Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit  
CCM 4.30  
404,37  
0,35%  
EL  
N
N
N
N
N
fossilen gasförmigen Brennstoffen  
Beförderung mit Motorrädern,  
Personenkraftwagen und leichten  
CCM 6.5  
1 343,08  
1,17%  
EL  
N
N
N
N
N
Nutzfahrzeugen  
0,23%  
Güterbeförderung im Straßenverkehr  
CCM 6.6  
2 668,88  
2,33%  
EL  
N
N
N
N
N
2,28%  
Schienenverkehrsinfrastruktur  
CCM 6.14  
979,98  
0,86%  
EL  
N
N
N
N
N
1,32%  
Installation, Wartung und Reparatur von  
CCM 7.3  
109,23  
0,10%  
EL  
N
N
N
N
N
energieeffizienten Geräten  
0,14%  
Installation, Wartung und Reparatur von  
Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden CCM 7.4  
8,01  
0,01%  
EL  
N
N
N
N
N
(und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)  
0,01%  
Installation, Wartung und Reparatur von  
CCM 7.6  
139,95  
0,12%  
EL  
N
N
N
N
N
Technologien für erneuerbare Energien  
0,30%  
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden  
CCM 7.7  
11 978,66  
10,45%  
EL  
N
N
N
N
N
10,55%  
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger  
18 152,64  
15,84%  
99,55%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,45%  
0,00%  
Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)  
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)  
18 152,64  
15,84%  
99,55%  
0,00%  
0,00%  
0,00%  
0,45%  
0,00%  
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN  
96 447,29  
84,2%  
OpEx nicht taxonomie-fähiger Tätigkeiten  
114 599,93  
Gesamt  
100%  
OpEx-Anteil/Gesamt-OpEx  
Taxonomiekonform  
Taxonomiefähig  
Umweltziel  
0,00%  
15,39%  
CCM  
0,00%  
0,00%  
CCA  
WTR  
0,00%  
0,00%  
CE  
0,00%  
0,45%  
PPC  
0,00%  
0,00%  
BIO  
0,00%  
0,00%  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Meldebogen 1 Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas  
Zeile  
Tätigkeiten im Bereich Kernenergie  
Turnover  
CapEx  
OpEx  
1.  
Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz Nein  
Nein  
Nein  
innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brenn-  
stoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätig-  
keiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.  
2.  
Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Nein  
Nein  
Nein  
Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder  
industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheits-  
technischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finan-  
ziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen  
Tätigkeiten.  
3.  
Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Nein  
Nein  
Nein  
Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder  
industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheits-  
technischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositio-  
nen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.  
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas  
4.  
Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Nein  
Nein  
Nein  
fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risi-  
kopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.  
5.  
Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für Ja  
Ja  
Ja  
die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finan-  
ziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen  
Tätigkeiten.  
6.  
Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für Nein  
Nein  
Nein  
die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen er-  
zeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammen-  
hang mit diesen Tätigkeiten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
122  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
Meldebogen 2 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)  
Umsatz - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
0,00  
0%  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
123  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
CapEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26  
der Anhänge I und II der Delegierten  
Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27  
der Anhänge I und II der Delegierten  
Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28  
der Anhänge I und II der Delegierten  
Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29  
der Anhänge I und II der Delegierten  
Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30  
der Anhänge I und II der Delegierten  
Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren  
KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis  
6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
1.014,78  
100 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
1.014,78  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
124  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
OpEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
0,00  
100 %  
0,00  
100%  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
125  
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Konzernlagebericht  
Meldebogen 3 Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)  
Umsatz - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
126  
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Konzernlagebericht  
CapEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
1.014,78  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
1.014,78  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
127  
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Konzernlagebericht  
OpEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
128  
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Konzernlagebericht  
Meldebogen 4 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten  
Umsatz - taxonomiefähige Aktivitäten, welche nicht taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
6.632,00  
100 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
6.632,00  
100 %  
0,00  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
129  
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Konzernlagebericht  
CapEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche nicht taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
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5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
5.861,78  
34 %  
5.861,78  
34 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
11.144,40  
71 %  
11.144,40  
71 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
17.006,18  
100 %  
17.006,18  
100 %  
0,00  
100 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
130  
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Konzernlagebericht  
OpEx - taxonomiefähige Aktivitäten, welche nicht taxonomiekonform sind  
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)  
Anpassung an den  
CCM + CCA  
Klimaschutz (CCM)  
Klimawandel (CCA)  
Betrag  
Betrag  
Betrag  
Zeile  
Wirtschaftstätigkeiten  
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
[TEUR]  
%
1.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
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2.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
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3.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
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4.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
5.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
317,96  
2 %  
317,96  
2 %  
0,00  
0 %  
6.  
Betrag und Anteil der taxonomiekonformen  
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der  
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung  
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
0,00  
0 %  
7.  
Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6  
nicht aufgeführter taxonomiekonformer  
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des  
anwendbaren KPI  
16.707,33  
98 %  
16.707,33  
98 %  
0,00  
0 %  
8.  
Anwendbarer KPI insgesamt  
17.025,29  
100 %  
17.025,29  
100 %  
0,00  
100 %  
Meldebogen 5 Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten  
Gemäß der EU-Taxonomie sind Informationen zu nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten offenzu-  
legen, wobei der Betrag und der Anteil der Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und fossilem  
Gas anzugeben sind (4.26–4.31). Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie (4.26–4.28) und Tätigkei-  
ten im Zusammenhang mit fossilem Gas (4.29–4.31) fallen unter die EU-Taxonomie und sind daher taxo-  
nomiefähig. Vorlage 5 ist daher nicht anwendbar.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
131  
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Konzernlagebericht  
7 AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2025  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 17. März 2025 und berücksichtigt keine  
Auswirkungen von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des  
Jahres 2025. Die vorangegangenen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl  
bekannten als auch unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächli-  
chen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen können.  
Die schwache Marktnachfrage hält angesichts der getrübten gesamtwirtschaftlichen Aussichten in den  
europäischen Hauptmärkten weiter an.  
MM strebt danach, seine Marktposition in den drei Divisionen durch die Verfolgung von Kosten-, Technologie-  
und Innovationsführerschaft in den Kernkompetenzbereichen Verpackung und Karton zu festigen bzw.  
auszubauen. Die Absatzschwerpunkte liegen auf einem verbreiterten Vertriebsansatz, innovativen Lösun-  
gen und der Substitution von Plastik. Zielsetzung ist es, darüber hinaus auch durch Kostenmanagement  
und strukturelle Optimierungsmaßnahmen die Ertragskraft zu verbessern. Aufgrund der erfreulichen bis-  
herigen Fortschritte wird ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm „Fit-for-Future“ für die gesamte  
Gruppe ausgerollt.  
Die Situation auf den Beschaffungsmärkten zeigt aktuell eine eher stabile Entwicklung auf erhöhtem Niveau.  
Investitionen werden sich in 2025 insbesondere auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Er-  
höhung des Anteiles erneuerbarer Energien konzentrieren und in einer Höhe von rund 300 Mio. Euro erwar-  
tet. Die jährlichen Wartungsstillstände bei Board & Paper, welche vor allem die Zellstofffabriken in Polen und  
Finnland betreffen, werden heuer vor allem im 3. Quartal stattfinden. Die diesbezüglichen Aufwendungen  
werden aktuell auf rund 41 Mio. EUR (2024: 26 Mio. EUR) geschätzt.  
Das Closing des Verkaufes der TANN Gruppe wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet. Ziel ist, aus dem Verkaufs-  
erlös die Verschuldung des Konzerns zu verringern.  
MM wird in 2025 konsequent an der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele weiterarbeiten. Dabei stehen  
die umweltbezogenen Kernthemen Dekarbonisierung, Wassereffizienz, Biodiversität und Abfallvermeidung  
im Fokus. Im sozialen Bereich liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Arbeitssicherheit und der Ver-  
meidung von Unfällen. Darüber hinaus sollen Lieferanten noch umfassender in Bezug auf Nachhaltigkeits-  
aspekte einbezogen werden.  
Mit einer wettbewerbsstarken Anlagenbasis und soliden Finanzierung ist MM sehr gut aufgestellt, um die  
anhaltend herausfordernde Marktsituation im Jahr 2025 erfolgreich zu bewältigen und mit nachhaltigen  
und innovativen Verpackungen langfristig Mehrwert zu schaffen.  
Wien, am 17. März 2025  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Roman Billiani e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
132  
Konzernabschluss  
Konzernabschluss  
134  
Konzernbilanzen  
135  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
136  
Konzerngesamtergebnisrechnungen  
136  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
137  
Konzerngeldflussrechnungen  
Konzernanhang  
138  
(1) Grundlegende Informationen  
138  
(2) Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses  
140  
(3) Grundsätze der Rechnungslegung  
145  
(4) Ermessensentscheidungen, Annahmen und Einschätzungen  
149  
(5) Änderungen des Konsolidierungskreises und weitere wesentliche Ereignisse  
151  
(6) Entwicklung des Anlagevermögens  
161  
(7) Angaben zu Finanzinstrumenten  
174  
(8) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
176  
(9) Steuern vom Einkommen und Ertrag  
184 (10) Vorräte  
185  
(11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
186  
(12) Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
186  
(13) Eigenkapital  
189 (14) Finanzverbindlichkeiten und Leasing  
192 (15) Langfristige Rückstellungen  
200 (16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
200 (17) Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
201 (18) Kurzfristige Rückstellungen  
202 (19) Segmentberichterstattung  
205 (20) Sonstige betriebliche Erträge  
205 (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen  
206 (22) Personalaufwand  
207 (23) Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer  
207 (24) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen  
207 (25) Finanzerträge  
207 (26) Finanzaufwendungen  
208 (27) Sonstiges Finanzergebnis – netto  
208 (28) Ergebnis je Aktie  
209 (29) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen  
209 (30) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen  
210  
(31) Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung  
211 (32) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und weitere Informationen  
212 (33) Beteiligungsliste  
218 (34) Organe  
219  
Bestätigungsvermerk  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
133  
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Konzernabschluss  
Konzernbilanzen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
31. Dez. 2024  
31. Dez. 2023  
AKTIVA  
Sachanlagen  
6
2.024.691
2.056.030
Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
6
906.294
1.047.746
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige  
Finanzanlagen  
8
8.251
10.776
Latente Steueransprüche  
9
73.921
44.486
Langfristige Vermögenswerte  
3.013.157
3.159.038
Vorräte  
10  
556.312
582.637
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
282.663
384.512
Forderungen aus Ertragsteuern  
9
8.502
16.284
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
187.359
175.886
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
31  
520.875
757.515
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte1)  
5
294.206
1.016
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.849.917
1.917.850
SUMME AKTIVA  
4.863.074
5.076.888
PASSIVA  
Grundkapital  
13  
80.000
80.000
Kapitalrücklagen  
13  
172.658
172.658
Gewinnrücklagen  
13  
2.043.445
1.965.210
Sonstige Rücklagen  
13  
(173.967)
(210.997)
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
2.122.136
2.006.871
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
6.529
5.523
Eigenkapital  
2.128.665
2.012.394
Langfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
1.505.194
1.768.942
Langfristige Rückstellungen  
15  
98.818
119.841
Latente Steuerverbindlichkeiten  
9
56.734
82.178
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.660.746
1.970.961
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
123.530
250.514
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten  
9
19.691
25.593
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
588.130
515.272
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
237.839
263.568
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
38.496
38.586
Verbindlichkeiten aus „zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten"  
5
65.977
0
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
1.073.663
1.093.533
Summe Verbindlichkeiten  
2.734.409
3.064.494
SUMME PASSIVA  
4.863.074
5.076.888
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) im Vorjahr erfolgte der Ausweis aufgrund von Unwesentlichkeit in der Position „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
134  
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Konzernabschluss  
Konzerngewinn- und  
-verlustrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR, außer Gewinn je Aktie und Aktienanzahl)  
Anhang  
2024  
2023  
Umsatzerlöse  
19  
4.079.633
4.164.403
Bestandsveränderung  
7.612
(69.232)
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
10  
(2.172.898)
(2.229.741)
Personalaufwand  
22  
(846.629)
(840.098)
Sonstige betriebliche Erträge  
20  
39.748
80.868
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
21  
(688.940)
(687.190)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)  
418.526
419.010
Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen  
6
(228.520)
(221.376)
Betriebliches Ergebnis  
190.006
197.634
Finanzerträge  
25  
27.095
8.736
Finanzaufwendungen  
26  
(82.862)
(58.277)
Sonstiges Finanzergebnis – netto  
27  
(19.922)
(11.402)
Ergebnis vor Steuern  
114.317
136.691
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
(3.834)
(47.628)
Jahresüberschuss  
110.483
89.063
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
108.235
87.198
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
2.248
1.865
Jahresüberschuss  
110.483
89.063
Gewinn je Aktie für den auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteil  
am Jahresüberschuss:  
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien  
28  
20.000.000  
20.000.000  
Gewinn je Aktie  
28  
5,41
4,36
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
135  
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Konzernabschluss  
Konzerngesamtergebnisrechnungen  
2024  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
2023  
Jahresüberschuss  
110.483
89.063
Sonstiges Ergebnis:  
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen  
13  
2.000
(4.080)
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
(1.099)
1.221
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
901
(2.859)
Währungsumrechnungen1)  
13  
19.206
45.590
Währungsumrechnung - Recycling  
712
110
Cash Flow Hedge - Neubewertung  
7
5.380
(59.125)
Cash Flow Hedge - Recycling  
7
15.132
67.898
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
(4.102)
(1.755)
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
36.328
52.718
Sonstiges Ergebnis (netto)  
37.229
49.859
Gesamtergebnis  
147.712
138.922
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
145.265
137.281
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
2.447
1.641
Gesamtergebnis  
147.712
138.922
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inklusive Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR -2.559 (2023: Tsd. EUR 1.873)  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
Sonstiges Ergebnis  
Nicht be-  
Kapital-  
Gewinn- Währungs- Versicherungs-  
Cash Sonstige  
herrschende  
Gesamtes  
Grund-  
rück-  
rück-  
umrech-  
mathema-  
Flow  
Rück-  
(Minderheits-)  
Eigen-  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
kapital  
lagen  
lagen  
nungen  
tische Effekte  
Hedge  
lagen  
Gesamt  
Anteile  
kapital  
Stand am 1. Jan. 2023  
80.000
172.658
1.961.996
(195.981)
(41.366)
(23.733)
(261.080)
1.953.574
5.480
1.959.054
Jahresüberschuss  
0
0
87.198
0
0
0
0
87.198
1.865
89.063
Sonstiges Ergebnis  
45.923 1)  
(2.859)
7.019
50.083
50.083
(224)
49.859
Gesamtergebnis  
0
0
87.198
45.923
(2.859)
7.019
50.083
137.281
1.641
138.922
Transaktionen mit  
Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(84.000)
0
0
0
0
(84.000)
(1.582)
(85.582)
Veränderung von  
Mehrheitsbeteiligungen  
0
0
16
0
0
0
0
16
(16)
0
80.000
172.658
1.965.210
(150.058)
(44.225)
(16.714)
(210.997)
2.006.871
5.523
2.012.394
Stand am 31. Dez. 2023  
Jahresüberschuss  
0
0
108.235
0
0
0
0
108.235
2.248
110.483
Sonstiges Ergebnis  
0
0
0
19.724 1)  
896
16.410
37.030
37.030
199
37.229
Gesamtergebnis  
0
0
108.235
19.724
896
16.410
37.030
145.265
2.447
147.712
Transaktionen mit  
Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(30.000)
0
0
0
0
(30.000)
(1.441)
(31.441)
Stand am 31. Dez. 2024  
80.000
172.658
2.043.445
(130.334)
(43.329)
(304)
(173.967)
2.122.136
6.529
2.128.665
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inklusive Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR -2.559 (2023: Tsd. EUR 1.873)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
136  
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Konzernabschluss  
Konzerngeldflussrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
2024  
2023  
CASH FLOW AUS DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT:  
Jahresüberschuss  
110.483
89.063
Anpassungen zur Überleitung des Jahresüberschusses auf den Cash Flow aus der  
Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen:  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
3.834
47.628
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
6
228.045
218.504
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1)  
6
475
2.872
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten  
20  
(4.221)
(3.050)
Finanzerträge  
25  
(27.095)
(8.736)
Finanzaufwendungen  
26  
82.862
58.277
Ergebnisanteile von sonstigen Beteiligungen  
27  
(523)
(443)
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung  
27  
1.985
(3.756)
Ergebnisanteile von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen  
27  
(2.466)
(1.350)
Sonstige Anpassungen  
31  
5.814
(5.701)
Cash Flow aus dem Ergebnis  
399.193
393.308
Veränderungen im Working Capital:  
Vorräte (inkl. geleisteter Anzahlungen)  
10  
(5.962)
165.252
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
80.158
313.018
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
(32.387)
17.387
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
120.380
(16.666)
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
(1.617)
(18.838)
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
922
10.445
Veränderungen im Working Capital  
161.494
470.598
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen  
560.687
863.906
Bezahlte Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(44.390)
(77.671)
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
516.297
786.235
CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT:  
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten1)  
6.797
8.864
Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inkl. geleisteter  
Anzahlungen, abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse)  
16  
(220.868)
(425.346)
Auszahlungen für Tochterunternehmen bzw. sonstige Geschäftseinheiten abzüglich  
der übernommenen Zahlungsmittel (2024: Tsd. EUR 0; 2023: Tsd. EUR 0)  
5
0
(1.505)
Einzahlungen aus Wertpapieren und sonstigen Finanzanlagen  
254
188
Auszahlungen für Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
(222)
(244)
Erhaltene Dividenden  
27  
523
443
Erhaltene Zinsen  
24.835
8.529
Sonstige Anpassungen  
23
21
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(188.658)
(409.050)
CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:  
Bezahlte Zinsen  
(83.047)
(56.342)
Aufnahme von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoringverbindlichkeiten  
31  
69.469
399.709
Tilgung von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten  
31  
(457.297)
(135.518)
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten  
31  
(18.352)
(18.889)
An die Aktionäre der Gesellschaft gezahlte Dividende  
13  
(30.000)
(84.000)
An nicht beherrschende (Minderheits-) Gesellschafter gezahlte Dividenden  
13  
(1.441)
(1.582)
Sonstige Anpassungen  
118
0
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
(520.550)
103.378
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und  
Zahlungsmitteläquivalente  
(12.185)
(3.111)
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
(205.096)
477.452
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresanfang (laut  
Konzernbilanz)  
757.515
280.063
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende  
552.419
757.515
abzüglich in den Vermögenswerten gemäß IFRS 5 ausgewiesener Zahlungsmittel  
(31.544)
0
und Zahlungsmitteläquivalente  
5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende (laut Konzernbilanz)  
757.515
520.875
369.753
Free Cash Flow  
302.226
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inklusive „zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte"  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
137  
Konzernabschluss  
138  
Konzernanhang  
1
GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN  
Der MM Konzern  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen („der Konzern“) sind in der Herstellung und dem   Verkauf von Karton, Papier und Faltschachteln mit Schwerpunkt in Europa tätig. Das Mutterunternehmen  des Konzerns ist die Mayr-Melnhof Karton AG, welche ihren Sitz in Österreich, Brahmsplatz 6, 1040 Wien hat.  Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.  
Segmentinformation  
Der Konzern wird seit dem 2. Quartal 2024 in drei operativen Segmenten (siehe Anhangangabe 19) geführt:   MM Food & Premium Packaging, MM Pharma & Healthcare Packaging und MM Board & Paper. MM Food &  Premium verarbeitet Karton zu Faltschachteln hauptsächlich für die Nahrungsmittel- (z.B. Frühstückszere-  alien, Trockennahrung, Zucker- und Backwaren, hochwertige Süßwaren) und sonstige Konsumgüterindus-  trie (z. B. Kosmetika, Hygieneprodukte, Waschmittel, Haushaltsartikel, Tabakprodukte und Spielwaren).  MM Pharma & Healthcare Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln für die Pharmaindustrie. Des  Weiteren umfasst das Produktsortiment auch Beipackzettel und Etiketten. MM Board & Paper produziert und  vermarktet eine vielfältige Palette an Kartonsorten, hauptsächlich gestrichenen Faltschachtelkarton auf  Basis von Recyclingfasern sowie Frischfaserkarton. Darüber hinaus umfasst das Produktsortiment der Divi-  sion auch Kraftpapiere, ungestrichene Feinpapiere und Zellstoff.  
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage  
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist in besonderem Maße durch die gesamtwirt-  schaftlich herausfordernde Lage geprägt. Des Weiteren hat die Umgliederung der Vermögenswerte und Ver-  bindlichkeiten gemäß IFRS 5 im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung der TANN Gruppe die Ver-  gleichbarkeit der Vermögenslage mit den Vorjahreszahlen beeinträchtigt (siehe Anhangangabe 5). Darüber  hinaus ergab sich wie im Vorjahr ein positiver Effekt auf das Working Capital durch die Erweiterung des Fac-  toringprogrammes (siehe Anhangangabe 7 und 11).  
2 GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES  
Rechnungslegungsgrundlagen und Übereinstimmungserklärung  
Der Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Anwendung   von §245aUGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board („IASB“) ver-  lautbarten International Financial Reporting Standards und deren Interpretationen, wie sie in der Europäi-  schen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB wurden  erfüllt.  
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme bestimmter Posten, die in den entsprechenden Anhanganga-   ben (z. B. Anhangangabe 7 und 15) erläutert sind, auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstel-  lungskosten aufgestellt.  
Der vorliegende Konzernabschluss umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024 und wurde mit   Datum 17. März 2025 vom Vorstand unterzeichnet und vom Aufsichtsrat festgestellt.  
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge mit Aus-   nahme der Aktienanzahl und der Angaben je Aktie in Tausend Euro angegeben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
139  
Anwendung von neuen und geänderten Standards  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende Änderungen bestehender IAS und IFRS, so-   weit sie bis zum 31. Dezember 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu  diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, beachtet:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1. 1. 2024
IAS 1 Klassifizierung von Schulden mit Nebenbedingungen als kurz- oder langfristig 1. 1. 2024
IFRS 16 Leasingverhältnisse: Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Lease-Back 1. 1. 2024
IAS 7/IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 1. 1. 2024
Die Änderungen an IAS 1 betreffen die Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig für den   Ausweis in der Bilanz. IAS 1.69 definiert hierzu einen Kriterienkatalog für die Einstufung als kurzfristige Schuld,  wohingegen alle anderen Schulden als langfristig einzustufen sind. Bis zu dieser Änderung war eine Ver-  bindlichkeit u. a. dann als kurzfristig zu klassifizieren, wenn das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht  hatte, die Erfüllung um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Durch die Än-  derung ist solch ein uneingeschränktes Recht nun für den Ausweis unter den langfristigen Verbindlichkeiten  nicht mehr erforderlich. Vielmehr genügt es, wenn ein substanzielles Recht vorliegt. Hängt das Recht, die  Erfüllung der Verbindlichkeit um mindestens zwölf Monate zu verschieben, davon ab, dass nach dem Bi-  lanzstichtag bestimmte Bedingungen (sogenannte „Covenants“) erfüllt werden, so haben diese keinen Ein-  fluss auf den Ausweis in der Bilanz. In die Beurteilung einzubeziehen sind lediglich solche Bedingungen, die  zum Stichtag oder zuvor bereits erfüllt sein müssen. Für als langfristig klassifizierte Verbindlichkeiten, die  innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag an die Einhaltung von Bedingungen anknüpfen, sind  jedoch Informationen im Anhang bereitzustellen, die es ermöglichen, die bestehenden Risiken in diesem  Zusammenhang einzuschätzen.  
Die Änderungen an IFRS 16 betreffen die Bilanzierung von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Hier erfolgt   eine Klarstellung, dass der Leasingnehmer im Anschluss an einen Verkauf in solchen Geschäften die Lea-  singverbindlichkeit so zu bewerten hat, dass kein Gewinn oder Verlust realisiert wird, der sich auf das zu-  rückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Diese Klarstellung adressiert bislang bestehende Unklarheiten in Be-  zug auf die Berücksichtigung „echter“ variabler Leasingzahlungen, die gemäß IFRS 16 grundsätzlich nicht in  die Leasingverbindlichkeit einzubeziehen sind. Bei Sale-and-Lease-Back-Transaktionen könnte dies je-  doch dazu führen, dass ein Gewinn oder Verlust realisiert wird, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungs-  recht bezieht.  
Die Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 betreffen nicht die Bilanz selbst, sondern führen lediglich zu einer Aus-   weitung der Anhangangaben im Zusammenhang mit sogenannten Lieferantenfinanzierungsvereinbarun-  gen (sogenannte „Supplier Finance Arrangements“). Bei derartigen Vereinbarungen übernimmt ein exter-  ner Finanzdienstleister die Begleichung von Lieferantenverbindlichkeiten, wobei dieser in der Regel erst zu  einem späteren Zeitpunkt vergütet wird. Effektiv verlängert sich somit die Zahlungsfrist von Lieferantenver-  bindlichkeiten.  
Soweit im Einzelnen anwendbar, wurden die angeführten Bestimmungen im vorliegenden Konzernab-   schluss umgesetzt. Aus den oben angeführten Änderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkun-  gen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
140  
Darüber hinaus wurden bis zum 31. Dezember 2024 folgende geänderte Standards in EU-Recht übernom-   men, welche jedoch für das Geschäftsjahr 2024 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch  nicht freiwillig frühzeitig angewendet wurden:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 21 Mangel an Umtauschbarkeit 1. 1. 2025
Weiters wurden bis zum 31. Dezember 2024 folgende neue und geänderte Standards vom IASB veröffent-   licht, aber noch nicht in EU-Recht übernommen:  
Neue Standards Inhalt Anzuwenden ab
IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss 1. 1. 2027
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben 1. 1. 2027
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IFRS 9, IFRS7 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 1. 1. 2026
IFRS 9, IFRS7 Strombezugsverträge 1. 1. 2026
Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Band 11 1. 1. 2026
Der Konzern evaluiert derzeit die oben angeführten Neuerungen, deren Auswirkungen auf die Vermögens-,   Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilt werden können.  
3 GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG  
Die im Konzern angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind bei der entspre-   chenden Anhangangabe erläutert.  
Konsolidierungsgrundsätze und -methoden  
Der Konzernabschluss umfasst die Mayr-Melnhof Karton AG („die Gesellschaft“) sowie deren Tochterunter-   nehmen. Das sind alle Unternehmen, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht dann,  wenn der Konzern die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen einer Ge-  sellschaft zu partizipieren, und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in  der Regel bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 % gegeben. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung  vorliegt, werden auch Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder um-  wandelbar sind, berücksichtigt. Das Vorliegen von Beherrschung wird auch dann vom Konzern überprüft,  wenn weniger als 50 % der Stimmrechte gehalten werden. Der Konzern verfügt bei allen beherrschten Un-  ternehmen über eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit. Zusätzliche Vereinbarungen, die einer Beherr-  schung entgegenstehen, bestehen nicht.  
Tochterunternehmen, sofern diese für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und   Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernab-  schluss einbezogen, zu dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeit-  punkt entkonsolidiert, zu dem die Beherrschung des Konzerns endet bzw. wenn der Konzern ein Tochterun-  ternehmen als unwesentlich erachtet.  
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der   Beherrschung dieses Tochterunternehmens führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen (Veränderung  von Mehrheitsbeteiligungen) bilanziert und haben daher keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und  -verlustrechnung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
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Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Entkonsolidie-   rungsgewinn oder -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen  
dem Gesamtbetrag des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Gegenleistung  
abzüglich Buchwert des abgehenden Reinvermögens (inklusive auf die jeweilige CGU anteilig ent-  
fallender Goodwill) zuzüglich Buchwert nicht beherrschender Anteile.  
Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebes, der zum Verlust der Beherrschung, der gemein-   schaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses führt, wird der entsprechende, bis zu diesem Zeit-  punkt kumuliert in der Währungsumrechnungsrücklage erfasste Betrag als Teil des Ergebnisses aus Ent-  konsolidierungen in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert.  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am   Eigenkapital und am gesamten Jahresergebnis bei Tochterunternehmen des Konzerns. Diese Anteile wer-  den innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen.  
Die Effekte aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden vollständig eliminiert.  
Währungsumrechnung  
Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunter-   nehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in  Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerech-  net. Die Jahresdurchschnittskurse werden als arithmetisches Mittel der einzelnen Stichtagskurse am Mo-  natsende ermittelt, wobei als 1. Stichtagskurs immer der Wechselkurs des 31. 12. des Vorjahres herangezo-  gen wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und  Verbindlichkeiten gegenüber der Umrechnung des Vorjahres werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.  Gewinne und Verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden sofort erfolgswirksam erfasst.  
Geschäftsfälle der Gesellschaft, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung erfolgen, wer-   den mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung  werden zu jedem Bilanzstichtag mit dem dann geltenden Wechselkurs umgerechnet. Dabei entstehende  Umrechnungsdifferenzen werden ebenso wie die Effekte bei Realisierung erfolgswirksam erfasst.  
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Ge-   schäftsbetrieb sind, werden zunächst als separater Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt und erst bei be-  absichtigter Tilgung bzw. Veräußerung der Nettoinvestition im Ergebnis erfasst. Derzeit bestehen keine Net-  toinvestitionen im Konzern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
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Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse nicht im Euro-Währungsgebiet vertre-   tener Länder haben sich wie folgt entwickelt:  
Mittelkurs am Mittelkurs am Jahresdurch- Jahresdurch-
31. Dez. 31. Dez. schnittskurs schnittskurs
2024 2023 2024 2023
Land: Währung: 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR =
Bulgarien BGN 1,96 1,96 1,96 1,96
Chile CLP 1.034 979 1.021 910
China CNY 7,53 7,86 7,72 7,64
Dänemark DKK 7,46 7,45 7,46 7,45
Großbritannien GBP 0,83 0,87 0,85 0,87
Jordanien JOD 0,74 0,78 0,77 0,77
Kanada CAD 1,49 1,46 1,48 1,46
Kolumbien COP 4.566 4.222 4.404 4.636
Norwegen NOK 11,80 11,24 11,61 11,38
Philippinen PHP 60,47 61,47 61,99 60,22
Polen PLN 4,27 4,35 4,31 4,54
Rumänien RON 4,97 4,97 4,97 4,95
Russland RUB 106,10 99,19 100,14 90,40
Schweden SEK 11,46 11,10 11,42 11,45
Schweiz CHF 0,94 0,93 0,95 0,97
Tschechische Republik CZK 25,19 24,72 25,12 23,98
Tunesien TND 3,32 3,39 3,37 3,36
Türkei TRY 36,74 32,57 36,74 32,57
Ukraine UAH 43,93 42,21 43,42 39,68
Ungarn HUF 411 383 396 382
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,04 1,11 1,08 1,08
Vietnam VND 26.529 26.928 27.081 25.863
Bei Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret anonim sirketi kommt IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflations-   ländern“ zur Anwendung.  
Anpassungen aus der Berücksichtigung der Geldentwertung der monetären Bilanzpositionen werden er-   gebniswirksam abgebildet und sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im „Sonstigen Finanzer-  gebnis – netto“ erfasst. Hierfür wurde der türkische Konsumentenpreisindex (TÜFE, 2005=100), vom türki-  schen Statistikamt (TURKSTAT) veröffentlicht, verwendet. Der zum Abschlussstichtag angewandte Wert des  Indexes betrug 2.291 und stieg um 51 % im Vergleich zum Vorjahr (1. Januar 2024: 1.516).  
Für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr haben die Anpassungen aus der Hochinflationsbi-   lanzierung zu einem Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von Tsd. EUR 6.158 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 6.439) geführt. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Indexierung der Sachanlagen in Höhe von  Tsd. EUR 5.447 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 5.576) und den Vorräten in Höhe von Tsd. EUR 385  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 348). Auf der Passivseite erhöhten sich das Eigenkapital um Tsd. EUR 6.158  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 5.787) und die latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 0  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 652). In der Gewinn- und Verlustrechnung kam es insbesondere zu einem An-  stieg der Materialkosten und Abschreibungen, welcher zu einem negativen Effekt auf das betriebliche Er-  gebnis in Höhe von Tsd. EUR 2.365 (2023: Tsd. EUR 2.996) führte. Darüber hinaus wurde ein monetärer Verlust  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
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in Höhe von Tsd. EUR 1.985  (2023: Gewinn in Höhe von Tsd. EUR 3.756) erfasst, welcher im „Sonstigen   Finanzergebnis – netto“ ausgewiesen ist.  
Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 ist die funktionale Währung der MM Graphia Izmir Karton sanayi ve ticaret   anonim sirketi von türkischer Lira auf Euro umgestellt worden.  
Unternehmenszusammenschlüsse  
Die Bilanzierung von neu erworbenen Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten wird nach der Er-   werbsmethode durchgeführt.  
Die Anschaffungskosten eines Erwerbes, welcher sich als Geschäftsbetrieb klassifiziert, bemessen sich   nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder  übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt (Wert der übertragenen Gegenleistung).  
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene identifizierbare Vermögenswerte und   Schulden werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Je nach Art und We-  sentlichkeit des Erwerbes werden Grundstücke, Gebäude und Maschinen grundsätzlich auf Basis externer  unabhängiger Gutachten bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden in Abhängigkeit ihrer Art und  der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes entweder auf Basis externer unabhängiger  Bewertungsgutachten oder intern unter Verwendung angemessener Bewertungsmethoden ermittelt. An-  teile von nicht beherrschenden (Minderheits-) Gesellschaftern am erworbenen Unternehmen werden an-  hand des proportionalen Anteiles am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst. Erwerbsbe-  zogene Kosten werden aufwandswirksam verbucht, wenn sie anfallen.  
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewer-   tet. Nachträgliche Änderungen einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten  Gegenleistung werden ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet und ein daraus resultierender Ge-  winn bzw. Verlust wird im Jahresüberschuss erfasst.  
Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrages des nicht beherrschenden (Minder-   heits-) Anteiles an dem erworbenen Unternehmen über dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen  identifizierbaren Reinvermögens wird als Geschäfts(Firmen)wert bilanziert. Negative Unterschiedsbeträge  werden nach nochmaliger Beurteilung direkt erfolgswirksam erfasst.  
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus „zur Veräußerung gehaltenen   Vermögenswerten"  
Die Klassifizierung als „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gemäß IFRS 5 (Zur Veräußerung ge-   haltene Vermögenswerte) erfolgt, sofern der zugehörige Buchwert vornehmlich durch Veräußerung und  nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Ein Verkauf muss grundsätzlich innerhalb der  nächsten zwölf Monate geplant, durchführbar und höchstwahrscheinlich sein. Unmittelbar vor der erstma-  ligen Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten" sind die Buchwerte des Vermögenswertes entspre-  chend den einschlägigen IFRS zu bewerten. Bei Umklassifizierung werden die Vermögenswerte zum niedri-  geren Wert aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und in der  Bilanz gesondert ausgewiesen. Ebenso werden Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit „zur Veräußerung  gehaltenen Vermögenswerten" in der Bilanz separat gezeigt.  
Derivative Finanzinstrumente  
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen   Geschäftstätigkeit erwachsen. Finanzinstrumente zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen  Schwankungen des Marktpreises werden nicht gehalten.  
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Konzernabschluss  
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Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind   Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind, werden gemäß IFRS 9 als  zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Zum Bilanzstichtag wird  der beizulegende Zeitwert offener Derivate als Barwert zukünftiger Zahlungsströme unter Verwendung von  Währungsnotierungen berechnet. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird  erfolgswirksam erfasst.  
Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)  
Um die ökonomischen Auswirkungen der Risikomanagementaktivitäten im Bereich der außerbörslichen   Absicherung von Rohstoffpreisen in Finnland abzubilden, wendet der MM Konzern die Bestimmungen zur  bilanziellen Behandlung von Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 an. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung  dokumentiert der MM Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem  gesicherten Grundgeschäft einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von  Sicherungsbeziehungen zugrunde liegenden Unternehmensstrategie. Die wesentlichen Konditionen der  Zahlungen aus den Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten sind grundsätzlich identisch bzw.  verhalten sich gegenläufig („Critical Terms Match“). Derivate werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des  Abschlusses eines Derivatkontraktes zunächst zum beizulegenden Zeitwert erfasst und am Ende jeder  Berichtsperiode zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Je nach beizulegendem Zeitwert (positiv oder  negativ) werden die derivativen Finanzinstrumente als sonstige Forderung oder als sonstige  Verbindlichkeit erfasst.  
Wenn ein Derivat als ein Instrument zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) designiert   ist, wird der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis erfasst und  kumuliert in die Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) eingestellt. Der  wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, ist  begrenzt auf die kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Grundgeschäftes  (berechnet auf Basis des Barwertes) seit Absicherungsbeginn. Die Umgliederung in die Konzerngewinn-  und -verlustrechnung erfolgt, wenn das entsprechende Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Ein  unwirksamer Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates wird unmittelbar im  Gewinn oder Verlust erfasst.  
Öffentliche Zuwendungen  
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht,   dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene  Zuwendungen werden im Konzern nach der Netto-Methode bilanziert und von den zugehörigen Aufwen-  dungen in Abzug gebracht.  
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Konzernabschluss  
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4 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzie-   rungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen ge-  troffen, welche die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die of-  fengelegten Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge  und Aufwendungen während der Berichtsperiode und die bilanzierten Werte zum Bilanzstichtag beeinflus-  sen. Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns unterliegt verschiedenen Ermes-  sensausübungen des Managements und die tatsächlichen Werte können letztendlich von diesen Einschät-  zungen bzw. Annahmen abweichen. Schätzungen werden umsichtig vorgenommen und die diesen  zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft und prospektiv erfasst. Diese Annahmen basie-  ren auf Erfahrungen der Vergangenheit und sonstigen Faktoren einschließlich Erwartungen im Hinblick auf  zukünftige Ereignisse, die den Konzern finanziell beeinflussen können und die unter den gegebenen Um-  ständen als sachgerecht gelten.  
Der Konzernabschluss beinhaltet folgende wesentliche Posten, deren Wertansatz maßgeblich von den zu-   grunde liegenden Annahmen und Einschätzungen abhängig ist:  
Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten  
Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs-   bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.  Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards,  Vertragsdauer und Veränderungen in der Nachfrage berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können  eine Verkürzung oder Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes nach sich  ziehen. In diesem Fall würde der Restbuchwert über die verbleibende kürzere oder längere Nutzungsdauer  abgeschrieben werden, woraus höhere oder niedrigere jährliche Abschreibungsbeträge resultieren (siehe  Anhangangabe 6).  
Der Konzern hat im Zuge der transformierenden Akquisitionen die Nutzungsdauern von Sachanlagen und   immateriellen Vermögenswerten überprüft und mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die Nutzungsdauern ein-  zelner Sachanlagen verlängert. Gründe für die Verlängerung der Laufzeiten waren zum einen verbesserte  Materialien und Reparaturmöglichkeiten und zum anderen der im mangelnden Technologiefortschritt be-  gründete spätere Austausch von Produktionsanlagen.  
Bilanzierung von Unternehmenserwerben  
Als Folge von Unternehmenserwerben werden Geschäfts(Firmen)werte in der Konzernbilanz angesetzt   oder negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen  der Erstkonsolidierung eines Unternehmenserwerbes werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Ver-  bindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt.  Insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte basiert grundsätzlich auf der Prognose der  insgesamt erwarteten künftigen Cash Flows und ist eng mit den Annahmen des Managements bezüglich  deren künftiger Weiterentwicklung sowie mit den zugrunde gelegten Entwicklungen des anzuwendenden  Diskontierungszinssatzes verbunden (siehe Anhangangabe 5).  
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Konzernabschluss  
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Wertminderung von Vermögenswerten  
Im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung werden Geschäfts(Firmen)werte auf ihre Werthaltigkeit   überprüft. Des Weiteren werden langfristig genutzte Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit überprüft, so-  bald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes  oder einer Gruppe von Vermögenswerten den erzielbaren Betrag überschreiten könnte. Im Rahmen dieser  Überprüfung liegen der Bewertung der langfristigen Vermögenswerte auch die Unternehmensplanung, die  unter Berücksichtigung der markt- und unternehmensspezifischen Gegebenheiten abgeleiteten Diskontie-  rungszinssätze sowie die erwarteten Wachstumsraten und EBITDA Margin/Kostenentwicklungen zugrunde.  Die hierzu getroffenen Annahmen können Änderungen unterliegen, die zu Wertminderungen in zukünftigen  Perioden führen könnten (siehe Anhangangabe 6).  
Sonstige immaterielle Vermögenswerte  
Der Konzern ist verpflichtet, für die bei der Karton- und Papiererzeugung anfallenden Kohlendioxid-Emissi-   onen CO2-Emissionszertifikate einzulösen.  
Diese Zertifikate erhält der Konzern teilweise durch eine unentgeltliche Zuteilung innerhalb der Europäi-   schen Union und Norwegen. Sofern diese Zuteilung nicht ausreicht, um das CO2-Emissionsvolumen einer  Anlage abzudecken, erwirbt der Konzern weitere Zertifikate auf dem Markt.  
CO2-Emissionszertifikate werden gemäß IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ als solche im kurzfristigen   Bereich unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ aus-  gewiesen und mit den Anschaffungskosten bewertet, sofern diese entgeltlich erworben wurden. Bei unent-  geltlicher Zuteilung werden diese mit Anschaffungskosten von null angesetzt. Übersteigen die tatsächli-  chen Kohlendioxid-Emissionen während der Berichtsperiode die Anzahl der zum Bilanzstichtag  vorhandenen Zertifikate, so ist eine Rückstellung für die fehlenden Zertifikate anzusetzen, die unter dem  Posten „Kurzfristige Rückstellungen“ ausgewiesen wird (siehe Anhangangabe 18).  
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen aus der Verwendung von entgeltlich erwor-   benen Zertifikaten sowie Erträge aus der Veräußerung von überzähligen Zertifikaten erfasst.  
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte  
Ob eine Veräußerung als höchstwahrscheinlich gilt und die betroffenen Vermögenswerte (oder Veräuße-   rungsgruppen) als „zur Veräußerung gehalten" nach IFRS 5 eingestuft werden können, kann Ermessen er-  fordern. Mangels Konkretisierung des Begriffes „gesonderter wesentlicher Geschäftszweig oder geografi-  scher Geschäftsbereich” kann die Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich (Discontinued  Operation) ebenfalls ermessensbehaftet sein.  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
Der Konzern ist in zahlreichen Ländern operativ tätig und unterliegt daher in einer Vielzahl von Steuerho-   heiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Die Bestimmung der weltweiten Steuerverbindlichkeiten  erfordert wesentliche Beurteilungen, die dazu führen können, dass der tatsächliche Ausgang solcher steu-  erlicher Unwägbarkeiten von der ursprünglichen Einschätzung abweicht und Auswirkungen auf die Steu-  erverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben kann (siehe Anhangangabe 9).  
Realisierung latenter Steueransprüche  
Die Berechnung latenter Steuern erfolgt auf Basis jener Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im   Wesentlichen gesetzlich verabschiedet wurden und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des la-  tenten Steueranspruches bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird, sowie auf  Basis einer Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Von den Annahmen abweichende  
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künftige steuerliche Ergebnisse können dazu führen, dass die Realisierung latenter Steueransprüche un-   wahrscheinlich wird und eine Schätzungsänderung von aktiven latenten Steuern der diesbezüglichen Ak-  tiva zu erfolgen hat (siehe Anhangangabe 9).  
Laufzeit von Leasingverhältnissen  
Der Konzern bestimmt die Laufzeit der Leasingverhältnisse unter Zugrundelegung der unkündbaren Grund-   laufzeit sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasing-  verhältnisses ergeben. Bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlän-  gerung bzw. Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden  Ermessensentscheidungen getroffen. Es werden alle relevanten Faktoren, die einen wirtschaftlichen Anreiz  darstellen, in Betracht gezogen. Diese werden anlassbezogen hinterfragt und neu evaluiert, was zu einer  Anpassung der Leasingdauer und damit zu Anpassungen der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungs-  rechtes führen kann. Die relevanten Annahmen bei der Bestimmung der Laufzeit, vor allem bei den wesent-  lichen geleasten Bürogebäuden und Lagern mit unbefristeten Verträgen, werden aufgrund der strategi-  schen Ausrichtung, Lage und Kosten getroffen. Der zugrunde liegende Diskontierungszinssatz für die  Berechnung des Barwertes ist ebenfalls von der Bestimmung der Laufzeit abhängig. Pro Land, Währung  und Laufzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse wird ein Basiszinssatz herangezogen, der um einen Credit  Spread und eine Länderrisikoprämie erhöht wird (siehe Anhangangabe 14).  
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder  
Der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgeldern lie-   gen Annahmen über Diskontierungszinssätze, Gehalts- und Pensionsanpassungen, Lebenserwartung und  Pensionseintrittsalter zugrunde. Für Jubiläumsgelder wird zusätzlich eine dienstzeitabhängige Fluktuati-  onswahrscheinlichkeit angesetzt. Diese Annahmen können aufgrund veränderter wirtschaftlicher Bedin-  gungen und einer veränderten Marktlage von den tatsächlichen Daten abweichen und deshalb zu einer  wesentlichen Veränderung dieser langfristigen Rückstellungen sowie des Eigenkapitals führen (siehe An-  hangangabe 15).  
Sonstige Rückstellungen  
Der Ansatz und die Bewertung von sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der bestmöglichen Einschät-   zung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Ressourcenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten  und den am Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Ressourcenabfluss kann  insofern von dem am Bilanzstichtag angesetzten Rückstellungsbetrag abweichen (siehe Anhangangaben  15 und 18).  
Im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Konzerns können Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau   von Anlagen sowie zur Bodensanierung entstehen. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird  für diese durch Passivierung des Barwertes der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt.  In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwertes des Anlagevermögens aktiviert. Die Be-  rechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen  führt zu einem Zinsaufwand bzw. -ertrag (im Fall eines negativen Diskontierungssatzes) und erhöht oder  verringert die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige Umweltrisiken  und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und  die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.  
Restrukturierungsrückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn ein ausreichend detaillierter, for-   maler Plan vorliegt und mit den Restrukturierungsmaßnahmen bereits begonnen oder der Plan vor dem  Bilanzstichtag kommuniziert wurde.  
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Finanzinstrumente  
Der Konzern hat Sicherungsbeziehungen designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf Basis erwarteter   Abnahmemengen für zugrunde liegende Gasverträge und der zum Designationszeitpunkt vorliegenden  TTF-Futurepreise bewertet wurden (siehe Anhangangabe 7).  
Vorräte  
Die Akquisition von Essentra Packaging im Oktober 2022 hatte die Nutzung von Synergien und die Analyse   sowie Harmonisierung von zahlreichen Prozessen zur Folge. Dabei wurde auch die Haltbarkeit von Karton  analysiert. Dieser ist über die gewährte Garantiefrist von zwölf Monaten nutzbar, sofern er richtig gelagert  wird. Die Divisionen MM Food & Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging verfügen  über die erforderlichen Lagerkapazitäten, um die Nutzbarkeit auf 24 Monate zu verdoppeln. Mit Wirkung  zum 1. Januar 2023 wurden daher die Bewertungsabschläge für Karton in diesen beiden Divisionen  angepasst. Vorräte, die älter als zwölf Monate sind, werden mit 25 % Abschlag bewertet. Vorräte, die älter  als 24 Monate sind, werden zur Gänze abgewertet.  
Klimabezogene Risiken  
Die MM Gruppe folgt dem Rahmenwerk von TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures),   um klimawandelbezogene Risiken und Chancen bestmöglich in die bestehenden Berichtsstrukturen und  den Konzernabschluss zu integrieren.  
Für die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe ergeben sich aus dem fortschreitenden Klimawandel sowohl   physische Risiken, die einzelne Standorte betreffen, als auch strategische Risiken, die einen  Unternehmensbereich oder die gesamte Gruppe betreffen können.  
Die Risiken unterteilen sich in transitorische und physische Risiken. Zu den transitorischen Risiken zählen   Änderungen der verfügbaren Energieträger sowie damit verbundene Emissionshandelssysteme wie das  EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS). Physische Risiken betreffen insbesondere die Auswirkungen des  Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Ressourcen wie Wasser und forstwirtschaftliche Rohstoffe, die für  die Papier- und Kartonproduktion von Bedeutung sind. Die klimabezogenen Risiken unterliegen  signifikanten Unsicherheiten und können potenziell Auswirkungen auf die ausgewiesenen Vermögenswerte  der MM Gruppe haben.  
Zur Durchführung einer umfassenden Risikoanalyse und zur Minimierung potenzieller Risiken werden in der   Geschäftsplanung und Entscheidungsfindung verschiedene Strategien verfolgt. Einerseits werden  Maßnahmen entwickelt, um CO2-Emissionen zu reduzieren, die sorgfältig bewertet und geplant werden.  Hierbei ist ein besonderer Fokus darauf gerichtet, wie diese Maßnahmen in die Geschäftspraktiken  integriert werden können, um langfristige ökologische und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.  
Andererseits steht die Beschaffungsabsicherung aller wesentlichen nachhaltigen Rohstoffe im Mittelpunkt   der Bemühungen. Dies umfasst die Sicherstellung einer zuverlässigen und nachhaltigen Versorgungskette  für alle Rohstoffe, die für das Unternehmen von Bedeutung sind. Durch eine proaktive  Beschaffungsstrategie können potenzielle Lieferengpässe vermieden und das Risiko unvorhergesehener  Preissteigerungen gemindert werden.  
Darüber hinaus wird das Umweltrisiko durch den Einsatz von Terminabsicherungsgeschäften von CO2-   Zertifikaten, Erdgas und Strom weiter reduziert. Diese Absicherungsmaßnahmen dienen dazu, die Kosten  und Risiken im Zusammenhang mit Umweltfaktoren zu kontrollieren und sicherzustellen, dass das  Unternehmen auch unter schwierigen Marktbedingungen weiterhin stabil und wettbewerbsfähig bleibt.  
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Konzernabschluss  
149  
5 ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND WEITERE WESENTLICHE  
EREIGNISSE  
5.1 Wesentliche Ereignisse in 2024  
Vereinbarung zum Unternehmensverkauf TANN Gruppe  
Der Konzern hat sich mit Evergreen Hill Enterprise, Pte. Ltd., Teil einer diversifizierten, privaten indonesischen   Unternehmensgruppe, auf den Verkauf von 100 % der Anteile an der TANN Gruppe mit Hauptsitz in Traun,  Österreich, zu einem Unternehmenswert („Cash and Debt-free Enterprise Value“) von 360 Mio. EUR geeinigt.  Die TANN Gruppe bedruckt und veredelt zugekauftes Feinpapier zu Tipping Paper (Zigarettenmundstück-  papier) und trägt als Bestandteil des Segmentes MM Food & Premium Packaging bis zur Veräußerung der  Anteile zum Konzernergebnis bei. Die Transaktion, die unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingun-  gen und behördlicher Genehmigungen steht, soll im 1. Halbjahr 2025 abgeschlossen werden.  
Seit der Vereinbarung mit dem Käufer vom 18. Dezember 2024 werden alle Vermögenswerte und Schulden   von der TANN Gruppe als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. Eine Werthaltigkeitsprüfung  dieser Vermögenswerte und Schulden im Sinne des IFRS 5.18 unmittelbar vor der Einstufung als „zur Veräu-  ßerung gehalten“ ergab keinen Wertminderungsbedarf. Der Ausweis der Veräußerungsgruppe erfolgt  nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz  zum 31. Dezember 2024 unter der Position „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ bzw. unter der  Position Verbindlichkeiten aus „zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“. Die Zusammensetzung  der beiden Positionen kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024
Vermögenswerte 283.961
Sachanlagen 63.435
Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten1) 130.264
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen 5.251
Latente Steueransprüche 1.770
Vorräte 23.059
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.368
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.270
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.544
Verbindlichkeiten 65.977
Latente Steuerverbindlichkeiten 20.548
Langfristige Rückstellungen 9.021
Finanzverbindlichkeiten 2.359
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.466
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 10.583
1) zur Allokation des Geschäfts(firmen)wertes siehe Anhangangabe 6  
Weitere Ereignisse im Geschäftsjahr 2024  
In den „zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ ist neben der TANN Gruppe auch ein zum Verkauf   stehendes Grundstück der MM Packaging Polska Sp. z o. o enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
150  
5.2 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2024  
Im Geschäftsjahr 2024 gab es für den Konzern unwesentliche Effekte aus Änderungen des Konsolidierungs-   kreises (siehe Anhangangabe 33).  
5.3 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2023  
Unternehmenszusammenschluss Essentra Packaging  
Im Abschluss des Vorjahres wurde die Kaufpreisallokation der im Oktober 2022 erworbenen Essentra   Packaging entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb des Bewertungszeitraumes abgeschlossen.  Die Überprüfung der vorläufigen Zuordnung des Kaufpreises auf Basis der nach dem Stichtag über die Ver-  hältnisse am Erwerbsstichtag erlangten Informationen führte zu folgenden Anpassungen mit Auswirkun-  gen auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022.  
2. Okt. 2022
(in Tausend EUR) 2. Okt. 2022 Anpassungen angepasst
Sachanlagen 196.489 (17.499) 178.990
Immaterielle Vermögenswerte 22.716 (972) 21.744
Latente Steueransprüche 2.575 2.575
Vorräte 52.672 52.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.523 99.523
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 16.899 16.899
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.458 13.458
Latente Steuerverbindlichkeiten (23.891) 6.198 (17.693)
Langfristige Rückstellungen (12.011) (12.011)
Finanzverbindlichkeiten (21.842) (21.842)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (68.848) (68.848)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen (35.954) 3.477 (32.477)
Nettovermögen 241.786 (8.796) 232.990
Geschäfts(Firmen)wert 83.349 16.362 99.711
Der im Rahmen der Endabrechnung mit dem Verkäufer auf Basis des finalen Nettoumlaufvermögens er-   mittelte Kaufpreis betrug Tsd. EUR 332.701. Entsprechend wurde die zum Erwerbsstichtag bestehende Rück-  forderung aus der Überzahlung des Kaufpreises in der Position „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forde-  rungen und Vermögenswerte“ zum 31. Dezember 2022 um Tsd. EUR 7.566 verringert. Die in der Tabelle  angeführten Anpassungen führten darüber hinaus zu unwesentlichen Änderungen in der Konzerngewinn-  und -verlustrechnung sowie in den Währungsumrechnungsdifferenzen zum 31. Dezember 2022. In der Kon-  zerngeldflussrechnung waren keine Positionen von dieser Anpassung betroffen, mit Ausnahme derjenigen,  die in der Konzerngewinn- und –verlustrechnung angepasst wurden.  
Unternehmenszusammenschluss Eson Pac  
Im Abschluss des Vorjahres wurde die Kaufpreisallokation der im April 2022 erworbenen Unternehmens-   gruppe Eson Pac entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb des Bewertungszeitraumes abge-  schlossen. Die Überprüfung der vorläufigen Zuordnung des Kaufpreises führte zu keinen Anpassungen. Die  im Zusammenhang mit dem Erwerb bilanzierte bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde im Mai 2023 an  den Verkäufer bezahlt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
151  
Weitere Änderungen  
Darüber hinaus gab es weitere für den Konzern unwesentliche Effekte aus Änderungen des Konsolidie-   rungskreises (siehe Anhangangabe 33).  
5.4 Sonstige wesentliche Ereignisse in 2023  
Der Standort Cervia des Verpackungsunternehmes MM Packaging Italy S. r. l., der Faltschachteln für den   Pharmamarkt in Italien und Europa herstellt, wurde von Überschwemmungen im Mai 2023 schwer getroffen  und musste daraufhin seinen Betrieb einstellen. Die Kosten der Überflutung waren bis auf einen Selbstbe-  halt von der Versicherung gedeckt.  
In Summe entstanden dem Konzern im Geschäftsjahr 2023 aus Restrukturierungen, insbesondere der   Schließung des Standortes Schilling und der Stilllegung von Cervia, Aufwendungen in Höhe von  Tsd. EUR 31.612, welche im Wesentlichen aus Aufwendungen für Sozialpläne in der Division MM Pharma &  Healthcare Packaging resultieren. Darüber hinaus ergaben sich auch unwesentliche Wertminderungen auf  Sachanlagen und Vorräte.  
Im Geschäftsjahr 2024 wurde der Standort Cervia verkauft.  
6 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS  
6.1 Sachanlagen inklusive Leasingverhältnissen  
Sachanlagen  
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen   und Wertminderungen bewertet. Abnutzbare Sachanlagen werden linear über die folgenden geschätzten  Nutzungsdauern abgeschrieben:  
Gebäude 10 – 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20 Jahre
Im Konzern werden wesentliche Erneuerungsinvestitionen in Sachanlagen sowie Investitionen in Mietob-   jekte aktiviert. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künf-  tigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Die laufenden In-  standhaltungs- und Reparaturkosten werden sofort aufwandswirksam erfasst.  
Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen die jeweiligen Einzelkosten sowie die zurechen-   baren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen.  
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögens-   wertes zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Alle  sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Im Ge-  schäftsjahr 2023 wurden im Zuge umfassender Investitionsmaßnahmen in der Division MM Board & Paper  Fremdkapitalzinsen in Höhe von Tsd. EUR 1.088 aktiviert. Bei nicht spezifischer Finanzierung wurde im Vorjahr  ein konzerneinheitlicher Fremdfinanzierungszinssatz von 3,2 % zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2024 gab  es keine aktivierungsfähigen Fremdkapitalkosten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
152  
Entwicklung der Sachanlagen 2024  
Andere
Grundstücke, Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2024 945.852 2.478.826 203.323 221.937 3.849.938
Währungsumrechnungen 5.393 6.426 150 1.314 13.283
Zugänge 20.720 120.381 15.871 80.867 237.839
Abgänge (5.703) (35.092) (9.484) (24) (50.303)
Anpassungen aus der Hyperinflation 3.028 10.461 452 22 13.963
Umbuchungen 16.214 163.775 8.524 (190.860) (2.347)
Umgliederungen gemäß IFRS 51) (51.775) (55.842) (6.586) (4.511) (118.714)
Sonstiges2) (3.678) 0 0 0 (3.678)
Stand am 31. Dez.2024 930.051 2.688.935 212.250 108.745 3.939.981
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2024 343.675 1.311.753 134.085 4.395 1.793.908
Währungsumrechnungen 1.046 1.014 88 6 2.154
Abgänge (5.695) (32.846) (9.110) 0 (47.651)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 36.470 142.212 18.288 0 196.970
Wertminderungen 703 0 0 0 703
Zuschreibungen 0 0 0 (228) (228)
Anpassungen aus der Hyperinflation 2.646 9.147 327 0 12.120
Umbuchungen 9 1.565 1.633 0 3.207
Umgliederungen gemäß IFRS 51) (7.892) (33.321) (4.680) 0 (45.893)
Stand am 31. Dez. 2024 370.962 1.399.524 140.631 4.173 1.915.290
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2024 559.089 1.289.411 71.619 104.572 2.024.691
Buchwerte am 31. Dez. 2023 602.177 1.167.073 69.238 217.542 2.056.030
1) isiehe Anhangangabe 5  
2) beinhaltet den gegenläufigen Effekt aus der erfolgsneutralen Abzinsung einer langfristigen Rekultivierungsrückstellung (siehe Anhangangabe 15)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
153  
Entwicklung der Sachanlagen 2023  
Andere
Grundstücke, Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2023 889.944 2.219.155 188.824 220.498 3.518.421
Währungsumrechnungen 6.669 7.660 (288) 1.545 15.586
Zugänge 33.014 179.405 17.517 208.098 438.034
Abgänge (7.157) (61.163) (10.195) (366) (78.881)
Anpassungen aus der Hyperinflation 1.908 4.035 136 1 6.080
Umbuchungen 29.010 129.734 7.329 (207.839) (41.766)
Sonstiges1) (7.536) 0 0 0 (7.536)
Stand am 31. Dez. 2023 945.852 2.478.826 203.323 221.937 3.849.938
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2023 311.125 1.276.298 130.613 4.363 1.722.399
Währungsumrechnungen (484) (3.164) (229) 1 (3.876)
Abgänge (4.354) (59.043) (9.780) 0 (73.177)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 39.319 124.324 15.694 0 179.337
Wertminderungen 875 5.611 54 31 6.571
Zuschreibungen (1.064) (2.736) 0 0 (3.800)
Anpassungen aus der Hyperinflation 133 2.441 55 0 2.629
Umbuchungen (1.875) (31.979) (2.321) 0 (36.175)
Stand am 31. Dez. 2023 343.675 1.311.753 134.085 4.395 1.793.908
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2023 602.177 1.167.073 69.238 217.542 2.056.030
Buchwerte am 31. Dez. 2022 578.819 942.857 58.211 216.135 1.796.022
1) beinhaltet den gegenläufigen Effekt aus der erfolgsneutralen Abzinsung einer langfristigen Rekultivierungsrückstellung (siehe Anhangangabe 15)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
154  
Leasingverhältnisse  
Der Konzern ist Leasingnehmer von Leasingverhältnissen. Die Tabellen enthalten zusätzliche Informationen   für diese Nutzungsrechte nach Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte:  
Andere
Grundstücke, Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2024 89.823 9.027 681 99.531
Währungsumrechnungen 1.104 23 (17) 1.110
Zugänge 12.266 4.151 745 17.162
Abgänge 0 (218) 0 (218)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (13.300) (5.419) (521) (19.240)
Umgliederungen gemäß IFRS 51) (1.469) 0 0 (1.469)
Stand am 31. Dez. 2024 88.424 7.564 888 96.876
1) isiehe Anhangangabe 5  
Andere
Grundstücke, Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2023 94.850 13.494 1.040 109.384
Währungsumrechnungen 1.537 275 22 1.834
Zugänge 10.223 2.614 247 13.084
Abgänge (2.296) (436) (9) (2.741)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (12.724) (6.048) (618) (19.390)
Wertminderungen (167) (548) 0 (715)
Umbuchungen (1.600) (324) (1) (1.925)
Stand am 31. Dez. 2023 89.823 9.027 681 99.531
In den Abgängen von Nutzungsrechten sind auch Vertragsanpassungen und Änderungen von Laufzeitan-   nahmen enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
155  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
6.2 Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu An-   schaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die folgenden geschätzten Nutzungsdauern  abgeschrieben:  
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5 – 10 Jahre
Kundenstämme und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5 – 21 Jahre
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2024  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2024 113.347 799.673 302.817 1.215.837
Währungsumrechnungen 193 9.205 1.571 10.969
Zugänge 1.762 0 0 1.762
Abgänge (427) 0 0 (427)
Anpassungen aus der Hyperinflation 276 0 0 276
Umbuchungen 6.325 0 914 7.239
Umgliederungen gemäß IFRS 51) (1.602) (57.080) (101.676) (160.358)
Stand am 31. Dez. 2024 119.874 751.798 203.626 1.075.298
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2024 62.766 8.948 96.377 168.091
Währungsumrechnungen 111 0 27 138
Abgänge (418) 0 0 (418)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 8.498 0 22.577 31.075
Anpassungen aus der Hyperinflation 178 0 0 178
Umbuchungen (880) 0 914 34
Umgliederungen gemäß IFRS 51) (1.193) 0 (28.901) (30.094)
Stand am 31. Dez. 2024 69.062 8.948 90.994 169.004
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2024 50.812 742.850 112.632 906.294
Buchwerte am 31. Dez. 2023 50.581 790.725 206.440 1.047.746
1) isiehe Anhangangabe 5
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Konzernabschluss  
156  
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2023  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2023 90.474 773.816 296.191 1.160.481
Währungsumrechnungen (340) 25.948 6.626 32.234
Zugänge 16.345 0 0 16.345
Abgänge (236) 0 0 (236)
Anpassungen aus der Hyperinflation 94 0 0 94
Umbuchungen 7.010 (91) 0 6.919
Stand am 31. Dez. 2023 113.347 799.673 302.817 1.215.837
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2023 56.065 9.036 63.373 128.474
Währungsumrechnungen (327) 3 1.128 804
Abgänge (236) 0 0 (236)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.291 0 31.876 39.167
Anpassungen aus der Hyperinflation 74 0 0 74
Umbuchungen (101) (91) 0 (192)
Stand am 31. Dez. 2023 62.766 8.948 96.377 168.091
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2023 50.581 790.725 206.440 1.047.746
Buchwerte am 31. Dez. 2022 34.409 764.780 232.818 1.032.007
Die in den Posten „Sachanlagen“ und „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)wer-   ten“ erfassten Abschreibungen und Wertminderungen betragen für das Geschäftsjahr 2024  Tsd. EUR 228.748 (2023: Tsd. EUR 225.075). Bei den Abschreibungen und Wertminderungen auf den Posten  „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ handelt es sich im Wesentlichen um  Abschreibungen von Kundenstämmen sowie Abschreibungen von Softwarelizenzen. Für das Detail zu den  Wertminderungen und Zuschreibungen wird auf Anhangangabe 6.3 verwiesen.  
Es wurden keine im Eigentum des Konzerns stehenden Sachanlagen zur Absicherung von Verbindlichkeiten   verpfändet.  
Die Division MM Board & Paper hat im Zuge einer Neuausrichtung der ERP-Landschaft mit der Einführung   von SAP begonnen und wird dieses Projekt auch in den Folgejahren fortsetzen. In diesem Zusammenhang  waren im Vorjahr in den Zugängen für immaterielle Vermögenswerte Tsd. EUR 12.571 für Software und  Customizing enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
157  
6.3 Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten  
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder ver-   änderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von  Vermögenswerten den erzielbaren Betrag überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem  höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder dem Barwert der  geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermö-  genswerten verglichen. Der sich aus dem Vergleich der Buchwerte mit dem erzielbaren Betrag ergebende  Wertminderungsaufwand wird anteilig den Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte jedes einzelnen  Vermögenswertes zugeordnet. Die einzelnen Vermögenswerte werden hierbei nicht unter ihren beizule-  genden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herabgesetzt. Entfällt der Grund für die Wertminderung,  wird eine Zuschreibung vorgenommen.  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaf-  fungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet und planmäßig abge-  schrieben. Der Konzern beobachtet anhand externer und interner Informationsquellen Ereignisse und ver-  änderte Umstände, die auf eine Wertminderung dieser Vermögenswerte hindeuten könnten (z. B.  technisches oder physisches Veralten der Vermögenswerte oder ungeplante Stillstandszeiten sowie verän-  derte wirtschaftliche Rahmenbedingungen).  
Bei Eintritt von solchen Ereignissen oder Umständen wird der Nutzungswert anhand des Barwertes der ge-   schätzten zukünftigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-  Methode (DCF-Methode) für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt. Im Bedarfsfall werden zu-  sätzlich externe Gutachten zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten ein-  geholt. Liegt der unter Anwendung dieser Verfahren ermittelte erzielbare Betrag (Nutzungswert bzw. beizu-  legender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) unter dem jeweiligen Buchwert der Gruppe von  Vermögenswerten, so ist die Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Wertminderungen und Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2024  
Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Marktkapitalisierung des Konzerns Tsd. EUR 1.592.000   (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 2.532.000) und der Buchwert des Eigenkapitals Tsd. EUR 2.128.665  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 2.012.394). Aufgrund dieser Unterschreitung und der weiterhin allgemein  schwierigen wirtschaftlichen Lage hat der Konzern im Geschäftsjahr 2024 für alle zahlungsmittelgenerie-  renden Einheiten Wertminderungstests durchgeführt. Auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Infor-  mationen erwartet der Konzern keine wesentlichen negativen Effekte auf die zukünftigen Detailplanungs-  rechnungen und Zahlungsströme seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und damit bestand  grundsätzlich kein Wertminderungsbedarf bei Sachanlagen.  
Wertminderungen und Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2023  
Der Konzern hat auch im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage für   zahlungsmittelgenerierende Einheiten diverser Länder einen Wertminderungstest durchgeführt, bei dem  die anhaltend hohen Energiepreise sowie durch die schwache Auftragslage bedingte Stillstände Indikato-  ren für eine potenzielle Wertminderung darstellen. Auf Basis der zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren In-  formationen erwartete der Konzern keine wesentlichen negativen Effekte auf die zukünftigen Detailpla-  nungsrechnungen und Zahlungsströme seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und damit bestand  grundsätzlich kein Wertminderungsbedarf bei Sachanlagen.  
In der Division MM Pharma & Healthcare Packaging wurden im Geschäftsjahr 2023 Wertminderungen auf   Sachanlagen in Höhe von Tsd. EUR 1.570 sowie in der Division MM Food & Premium Packaging Zuschreibun-  gen in Höhe von Tsd. EUR 2.028 erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
158  
In der Division MM Board & Paper ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 Wertminderungen auf einzelne Ma-   schinen und Anlagen in Höhe von Tsd. EUR 5.001, die im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen  resultieren. Demgegenüber standen Zuschreibungen in Höhe von Tsd. EUR 1.771 aus der Aufwertung auf den  höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.  
Darüber hinaus waren Wertminderungen im Zusammenhang mit „zur Veräußerung gehaltenen Vermö-   genswerten“ in Höhe von Tsd. EUR 100 in der Position Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibun-  gen in der Konzerngewinn- und –verlustrechnung enthalten.  
Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und grundsätzlich einmal jährlich zum   31. Dezember oder zu jenem Zeitpunkt, zu dem Anzeichen dafür bestehen, dass eine wesentliche Wertmin-  derung eingetreten sein könnte, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.  
Zuordnung der Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte innerhalb des Konzerns werden auf Ebene der operativen Segmente MM Food &   Premium Packaging, MM Pharma & Healthcare Packaging sowie MM Board & Paper überwacht (siehe An-  hangangabe 19). Die Prüfung auf Wertminderung erfolgt auf dieser Organisationsebene. Die Geschäfts(Fir-  men)werte werden den operativen Segmenten wie folgt zugeordnet:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Geschäfts(Firmen)werte MM Food & Premium Packaging 178.438 234.670
Geschäfts(Firmen)werte MM Pharma & Healthcare Packaging 101.464 98.810
Geschäfts(Firmen)werte MM Board & Paper 462.948 457.245
Geschäfts(Firmen)werte im Konzern 742.850 790.725
Die Darstellung der Geschäfts(Firmen)werte für das Vorjahr wurde an die neue Unternehmensstruktur an-   gepasst (siehe Anhangangabe 19). Die Neuzuordnung der Firmenwerte erfolgte auf Basis des Verhältnisses  der Nutzungswerte der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten MM Food & Premium Packa-  ging und MM Pharma & Healthcare Packaging. Zum Vergleich werden hier die Werte vor der Aufteilung für  das Vorjahr angegeben:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023
Geschäfts(Firmen)werte MM Packaging 333.480
Geschäfts(Firmen)werte MM Board & Paper 457.245
Geschäfts(Firmen)werte im Konzern 790.725
Darüber hinaus wurden im Zusammenhang mit der Vereinbarung zum Verkauf der TANN Gruppe (siehe   Anhangangabe 5) Geschäfts(Firmen)werte des Segmentes MM Food & Premium Packaging in der Höhe  von Tsd. EUR 57.080 in die Position „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ umgegliedert. Für die  Ermittlung dieses Betrages wurde der Nutzungswert der TANN Gruppe (unter Berücksichtigung des Veräu-  ßerungsszenarios) dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit MM Food & Premium Pack-  aging gegenübergestellt und der Geschäfts(Firmen)wert in diesem Verhältnis allokiert.  
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Konzernabschluss  
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Eine allfällig festgestellte Wertminderung würde in jener Höhe zu erfassen sein, in welcher der Buchwert des   jeweiligen operativen Segmentes inklusive der diesem Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Fir-  men)werte den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist dabei als der höhere der beiden  Beträge aus Nutzungswert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der jeweiligen Gruppe zahlungs-  mittelgenerierender Einheiten definiert. Dem Wertminderungstest wird die Berechnung eines Nutzungswer-  tes für jedes operative Segment zugrunde gelegt.  
Ermittlung des Nutzungswertes  
Der Nutzungswert für das jeweilige operative Segment wird anhand des Barwertes der geschätzten zukünf-   tigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-  Methode) unter Anwendung folgender Grundannahmen (Parameter) bestimmt:  
Diskontierungszinssatz Der Diskontierungszinssatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kosten des Eigen- und
Fremdkapitals (Weighted Average Cost of Capital – WACC) des Konzerns vor Steuern und beträgt
für das aktuelle Geschäftsjahr 12,60 % für das Segment MM Food & Premium Packaging, 9,51 % für
das Segment MM Pharma & Healthcare Packaging sowie 10,00 % für das Segment MM Board &
Paper. Im Vorjahr erfolgte die Berechnung basierend auf der alten Unternehmensstruktur in der
Division MM Packaging mit einem WACC von 12,50 % und in der Division MM Board & Paper mit
einem WACC von 10,54 %. Die Eigenkapitalkosten leiten sich dabei aus einer allgemeinen
Risikoprämie ab, wobei das konzernspezifische Risiko mittels Anwendung eines Betafaktors sowie
länderspezifischer Risikofaktoren berücksichtigt wird. Der Betafaktor sowie die Fremdkapitalkosten
werden anhand von Peer-Group-Informationen vom Kapitalmarkt abgeleitet.
Detailplanungszeitraum Der Detailplanungszeitraum beträgt fünf Jahre (2023: fünf Jahre). Das letzte Planjahr wird
grundsätzlich auch für die Cash Flows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter
Berücksichtigung weiterer Annahmen für die ewige Rente modifiziert.
Free Cash Flow Die Free Cash Flows im Detailplanungszeitraum basieren auf den Schätzungen der mittelfristigen
Unternehmensplanung der drei Segmente, die vom Aufsichtsrat genehmigt wurde. Darin fließen
Annahmen zu Mengen- und Ertragsentwicklungen ein, die aus externen Prognosen,
Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie Einschätzungen des Managements zum Marktumfeld,
wie Rohstoff- und Absatzpreisen, und internen Inputfaktoren wie Investitions- und
Personalplanung abgeleitet wurden.
Wachstumsrate In den Free Cash Flows nach dem fünfjährigen Detailplanungszeitraum wird eine kontinuierliche
Wachstumsrate von 1,5 % p. a. (2023: 1,5 % p. a.) unter Einbeziehung einer Thesaurierungsquote
berücksichtigt.
EBITDA Margin/Kostenentwicklung Ausgehend von einem aktuell niedrigen Niveau erwartet der Konzern durch erhöhte Auslastung
steigende EBITDA-Margen im Detailplanungszeitraum bzw. eine stabile Fixkostenentwicklung.
Geplanten Investitionen werden Abschreibungen in angemessener Höhe gegenübergestellt.
Liegt der unter Anwendung dieses Verfahrens sowie der zugrunde liegenden Grundannahmen ermittelte   jeweilige erzielbare Betrag (Nutzungswert) unter dem jeweiligen Buchwert des zahlungsmittelgenerieren-  den operativen Segmentes inklusive der diesem jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte, so ist die  Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Der Konzern hat seine jährliche Prüfung auf Wertminderung zum 31. Dezember 2024 bzw.   31. Dezember 2023 durchgeführt. Weder im Geschäftsjahr 2024 noch im Geschäftsjahr 2023 war auf die-  ser Basis eine Wertminderung von Geschäfts(Firmen)werten gegeben.  
Sensitivität der getroffenen Annahmen  
Hinsichtlich der die Ermittlung des Nutzungswertes beeinflussenden Parameter wurden die oben genann-   ten Annahmen getroffen. Aus heutiger Sicht ist nach vernünftigem Ermessen keine derartig signifikante  Änderung einer oder mehrerer der zur Bestimmung der Nutzungswerte der drei operativen Segmente ge-  troffenen Annahmen zu erwarten, die im folgenden Geschäftsjahr dazu führen könnte, dass der Buchwert des jeweiligen operativen Segmentes inklusive der diesem Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Fir-  men)werte den jeweils erzielbaren Betrag übersteigt.  
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Konzernabschluss  
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Jener Diskontierungszinssatz vor Steuern, bei dem zum 31. Dezember 2024 der Nutzungswert dem Buchwert   entspräche, beträgt 15,24 % für das operative Segment MM Food & Premium Packaging, 16,05 % für das ope-  rative Segment MM Pharma & Healthcare Packaging sowie 13,01 % für das operative Segment MM Board &  Paper. Basierend auf der alten Unternehmensstruktur betrug dieser Diskontierungszinssatz vor Steuern zum  31. Dezember 2023 in der Division MM Packaging 14,52 % und jener in der Division MM Board & Paper 12,76 %.  
Eine Verminderung der Free Cash Flows um 10,0 %-Punkte bzw. der Wachstumsrate um 0,5 %-Punkte würde   zum 31. Dezember 2024 zu keiner Wertminderung in einem der drei operativen Segmente führen.  
Zu weiteren Sensitivitätsanalysen der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der zugrunde   liegenden Annahmen der CGUs MM Food & Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging  sowie MM Board & Paper gehörten:  
10 % Preisanstieg bei Karton oder 20 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Food & Premium  
Packaging  
10 % Preisanstieg bei Karton oder 20 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Pharma & Healthcare  
Packaging  
10 % Preisanstieg bei Fasern oder 20 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Board & Paper  
Bei keiner dieser Sensitivitätsanalysen ergab sich die Notwendigkeit einer Wertminderung.  
Für nähere Details zu den klimabezogenen Risiken wird auf Anhangangabe 4 verwiesen.  
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Konzernabschluss  
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7 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN  
7.1 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten  
Finanzinstrumente umfassen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten und werden für   die Bilanzierung in unterschiedliche Kategorien eingestuft, welche die Bewertungsmethode und damit  auch die Arten der daraus entstehenden Erträge und Aufwendungen festlegen. Im Folgenden werden die  Finanzinstrumente den einzelnen Kategorien zugeordnet. Danach wird gezeigt, welche in der Bilanz enthal-  tenen Buchwerte auf die jeweiligen Kategorien entfallen. Abschließend wird dargestellt, welche Erträge und  Aufwendungen aus den unterschiedlichen Kategorien entstehen.  
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Wertpapiere, sonstige Finanzanlagen, Ausleihun-   gen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ausge-  nommen jedoch bestimmte Posten, die keine Finanzinstrumente darstellen, wie Forderungen bezüglich  Steuern und anderer Abgaben), Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie derivative Finanzin-  strumente mit positivem Saldo.  
Finanzielle Vermögenswerte werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Zusammenhang mit
Factoringvereinbarungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate
In der Folge werden die Kategorien von finanziellen Vermögenswerten näher erläutert.  
Zu fortgeführten Anschaffungskosten werden finanzielle Vermögenswerte bewertet, wenn beide der fol-   genden Bedingungen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielset-  
zung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungs-   ströme zu halten.  
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten  
zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Ka-   pitalbetrag darstellen  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht im Rahmen von Factoringvereinbarungen an Ban-   ken verkauft werden, sowie alle sonstigen finanziellen Forderungen werden im Konzern dieser Kategorie  zugeordnet. Auch alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wie Festgelder, fallen unter diese Be-  wertungskategorie.  
Ein Schuldinstrument ist erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (als Posten, die   nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden) zu bewerten, wenn beide der fol-  genden Bedingungen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielset-  
zung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finan-   zieller Vermögenswerte besteht.  
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Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten  
zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Ka-   pitalbetrag darstellen.  
Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise im Rahmen von Factoringvereinba-   rungen an Banken verkauft (siehe Anhangangabe 7.2). Jener Teil des Forderungsbestandes zum 31. Dezember,  der nach diesem Stichtag den Banken zum Nennwert angeboten wird, wird erfolgsneutral zum beizulegenden  Zeitwert bewertet. Die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert hat keine wesentliche Auswirkung auf den  Konzernabschluss. Aus diesem Grund wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem bisherigen Bewer-  tungsmaßstab der fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.  
Der Konzern hält darüber hinaus keine Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert be-   wertet werden.  
Ein finanzieller Vermögenswert, der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum bei-   zulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet wird, ist erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu  bewerten. Dies trifft z. B. auf gehaltene Schuldinstrumente zu, die nicht die beiden Geschäftsmodellbedin-  gungen erfüllen (z. B. Handelsportfolio) und/oder bei denen nicht nur Zins- und Tilgungszahlungsströme  vorliegen.  
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente (Beteiligungen) sind grundsätzlich erfolgswirksam zum bei-   zulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn beim erstmaligen Ansatz keine unwiderrufliche Designierung zur  erfolgsneutralen Bewertung bei fehlender Handelsabsicht erfolgt. In wenigen Fällen können auch die An-  schaffungskosten eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes für (nicht notierte) Eigen-  kapitalinstrumente sein. Dies kann der Fall sein, wenn nicht genügend aktuellere Informationen zur Bemes-  sung des beizulegenden Zeitwertes vorliegen oder wenn es eine große Bandbreite von möglichen  Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes gibt und die Anschaffungskosten der besten Schätzung des  beizulegenden Zeitwertes innerhalb dieser Bandbreite entsprechen. Im Konzern gibt es Eigenkapitalanteile  an nicht konsolidierten Gesellschaften. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.  Die Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar.  Der Konzern hat aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaften, insbesondere im Hinblick  auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeutung für die Gruppe, auf eine Ermittlung des beizu-  legenden Zeitwertes verzichtet.  
Finanzielle Vermögenswerte, die im Konzern erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,   betreffen Forderungen aus Finanzderivaten mit einem positiven beizulegenden Zeitwert sowie bestimmte  Wertpapiere.  
Ansatz und Ausbuchung  
Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt,   d. h. zu dem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen.  Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Ver-  mögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und  Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.  
Bewertung  
Finanzielle Vermögenswerte, die in die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ fallen,   werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten erfasst.  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente aufweisen,  werden bei erstmaligem Ansatz mit dem Betrag der unbedingten Gegenleistung erfasst. Im Konzern wer-  den finanzielle Vermögenswerte nicht nach der Effektivzinsmethode bewertet, deshalb weist der Konzern  kein Ergebnis nach dieser Methode im Gesamtergebnis aus.  
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Finanzielle Vermögenswerte, die der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ an-   gehören, werden bei erstmaliger Erfassung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Trans-  aktionskosten werden erfolgswirksam erfasst.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungs-   kosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet.  
Wertminderung  
Finanzielle Vermögenswerte sind an jedem Abschlussstichtag auf den erforderlichen Wertminderungsbe-   darf zu überprüfen. Das Wertminderungsmodell von IFRS 9 beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste ab-  zubilden. Im Konzern wurde eine Systematik für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss  nach IFRS 9 für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen  Ausfällen mittels geeigneter Parameter belastbare Ergebnisse liefert. Eine genauere Beschreibung dieses  Modells ist in dieser Anhangangabe im Abschnitt c) unter Kredit- und Ausfallrisiko zu finden.  
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen potenziellen Wertmin-   derungsbedarf als unwesentlich.  
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Fac-   toringverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sons-  tige Verbindlichkeiten (ausgenommen jedoch bestimmte Posten, die keine Finanzinstrumente darstellen,  wie Verbindlichkeiten bezüglich Steuern und anderer Abgaben) sowie derivative Finanzinstrumente mit ne-  gativem Saldo.  
Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Gaslieferverträge (Cash Flow Hedge)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Die erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkei-   ten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, Transaktionskosten werden  im Aufwand verbucht. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten  werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten an-  gesetzt. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird nur dann bilanziert, wenn eine vertragliche Verpflichtung besteht  und sich der Konzern dieser nicht entziehen kann.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Verbindlichkeiten entweder zu fortgeführten Anschaffungs-   kosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizule-  genden Zeitwert (Fair Value) bewertet.  
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Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Vermögenswerte   eingestuft werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam zum Erfolgsneutral zum Zu fortgeführten
beizulegenden beizulegenden Anschaffungs-
Zeitwert Zeitwert kosten2) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2024
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.538 0 945 2.483
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 34.393 248.270 282.663
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl.
Derivaten3) 2.255 0 23.978 26.233
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 520.875 520.875
Gesamt 3.793 34.393 794.068 832.254
Buchwerte per 31. Dez. 2023
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.833 0 995 2.828
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 45.729 338.783 384.512
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl.
Derivaten3) 2.281 0 24.660 26.941
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 757.515 757.515
Gesamt 4.114 45.729 1.121.953 1.171.796
1) Für die Bewertung von „sonstigen Finanzanlagen“, die als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ qualifiziert sind, siehe Anhangangabe 7.6.   2) Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Vermögenswerte, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungswert für  
den beizulegenden Zeitwert dar.  
3) siehe Anhangangabe 12  
Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten   eingestuft werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum Zu fortgeführten
zum beizulegenden beizulegenden Anschaffungs-
Zeitwert Zeitwert kosten1) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2024
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoring-
verbindlichkeiten 0 0 1.527.018 1.527.018
Leasingverbindlichkeiten 0 0 101.706 101.706
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 588.130 588.130
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 5.361 382 36.001 41.744
Gesamt 5.361 382 2.252.855 2.258.598
Buchwerte per 31. Dez. 2023
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 0 1.916.100 1.916.100
Leasingverbindlichkeiten 0 0 103.356 103.356
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 515.272 515.272
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 7.791 20.894 34.267 62.952
Gesamt 7.791 20.894 2.568.995 2.597.680
Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungs-  
1)  
wert für den beizulegenden Zeitwert dar. Der beizulegende Zeitwert der fixverzinslichen Finanzverbindlichkeiten kann der Anhangangabe 14.1 entnommen werden.   inklusive Zinsabgrenzungen für Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 17)  
2)  
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Konzernabschluss  
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Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten   nach Kategorien bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam zum Zu fortgeführten
beizulegenden Zeitwert Anschaffungskosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2024
Im Jahresüberschuss enthalten 495 27.021 27.516
Zinsen/erhaltene Dividenden 523 27.090 27.613
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (33) (69) (102)
Veräußerungsgewinne/-verluste 5 0 5
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust 495 27.021 27.516
Erträge und Aufwendungen 2023
Im Jahresüberschuss enthalten (1.148) 9.914 8.766
Zinsen/erhaltene Dividenden 443 8.733 9.176
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (1.603) 1.181 (422)
Veräußerungsgewinne/-verluste 12 0 12
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust (1.148) 9.914 8.766
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Konzernabschluss  
166  
Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten nach   Kategorien bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum Zu fortgeführten
zum beizulegenden beizulegenden Anschaffungs-
Zeitwert Zeitwert kosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2024
Im Jahresüberschuss enthalten 2.430 (15.132) (83.039) (95.741)
Zinsen 0 0 (82.867) (82.867)
Materialaufwand und bezogene Leistungen 0 (15.132) 0 (15.132)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen 2.430 0 (172) 2.258
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 20.512 0 20.512
Zeitwertänderungen 0 5.380 0 5.380
Cash Flow Hedge - Recycling 0 15.132 0 15.132
Nettogewinn/-verlust 2.430 5.380 (83.039) (75.229)
Erträge und Aufwendungen 2023
Im Jahresüberschuss enthalten (5.367) (67.898) (58.397) (131.662)
Zinsen 0 0 (58.211) (58.211)
Materialaufwand und bezogene Leistungen 0 (67.898) 0 (67.898)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (5.367) 0 (186) (5.553)
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 8.773 0 8.773
Zeitwertänderungen 0 (59.125) 0 (59.125)
Cash Flow Hedge - Recycling 0 67.898 0 67.898
Nettogewinn/-verlust (5.367) (59.125) (58.397) (122.889)
7.2 Factoring  
Der Konzern bilanziert seit 2021 eine Factoringvereinbarung in Finnland. Dabei werden Forderungen aus   Lieferungen und Leistungen an eine Bank gegen flüssige Mittel übertragen und vollständig ausgebucht, da  die wesentlichen mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber  übergegangen sind. Es verbleibt lediglich ein Ausfallrisiko in unwesentlicher Höhe im Konzern.  
Der Konzern hat in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 weitere Factoringvereinbarungen abgeschlossen.   Im Rahmen dieser Vereinbarungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in unterschiedli-  chen Währungen an zwei Banken gegen flüssige Mittel übertragen. Ausgewählte Tochterunternehmen in  Österreich, Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Rumänien nehmen daran teil. Die  übertragenen Forderungen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 vollständig ausgebucht, da Chancen  und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Das Ausfallrisiko wurde an die Erwerber übertragen. Das  Forderungsmanagement verbleibt im Konzern.  
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7.3 Derivate  
Derivative Finanzinstrumente erfasst der Konzern als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Ver-   mögenswerte oder Verbindlichkeiten. Diese Sicherungsbeziehungen als Absicherung von Zahlungsströ-  men oder Zeitwerten mit einzelnen Grundgeschäften reduzieren das Währungsrisiko oder Beschaffungs-  preisrisiko im Konzern.  
Dabei kommen Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte zur Verminderung der kurzfristigen Auswirkun-   gen von Wechselkursschwankungen zur Anwendung.  
Die wichtigsten Fremdwährungen, gegen deren Schwankungen sich der Konzern absichert, sind das briti-   sche Pfund, der US-Dollar sowie der Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht  der Euro ist. Die Änderungen der Marktwerte dieser Derivate werden unter dem Posten „Wechselkursge-  winne und -verluste – netto“ ausgewiesen (siehe Anhangangabe 27). Die Abwicklung der Geschäfte und  der Handel erfolgen in der Regel durch das Corporate Treasury.  
Zum 31. Dezember 2024 bestanden im Konzern Forderungen aus Devisentermin- und Devisenswapge-   schäften mit einem Nominalbetrag von Tsd. EUR 618.573 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 521.846) und Verbind-  lichkeiten mit einem Nominalbetrag von Tsd. EUR 623.143 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 528.059) mit einem  negativen Marktwert von insgesamt Tsd. EUR 3.106 (31. Dezember 2023: negativer Marktwert von  Tsd. EUR 5.510).  
Bezüglich der angeführten derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit Devisentermingeschäf-   ten wurden in der Konzernbilanz unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und  Vermögenswerte“ ein kurzfristiger Vermögenswert in Höhe von Tsd. EUR 2.255 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR  2.281) bzw. unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten“ eine  kurzfristige Verbindlichkeit in Höhe von Tsd. EUR 5.361 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 7.791) erfasst. Für diese  derivativen Finanzinstrumente kommt kein Hedge Accounting zur Anwendung.  
MM Kotkamills in Finnland konnte in der Vergangenheit aufgrund von Stillständen die vertraglich abgesi-   cherten Mindestabnahmevolumina von Gas zu fixierten Preisen nicht verbrauchen, was einen Rückverkauf  des Überschusses und somit den Wegfall der Own-Use-Exemption zur Folge hatte. Daher wurden in diesem  Zusammenhang Sicherungsbeziehungen designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf Basis der erwarteten  Abnahmemengen für zugrunde liegende Gasverträge und der zum Designationszeitpunkt vorliegenden  TTF-Futurepreise bewertet wurden.  
Zum 31. Dezember 2024 betragen die erfassten beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge Tsd. EUR -382 auf   Basis der zum Stichtag geltenden TTF-Futurepreise (31. Dezember 2023: Tsd. EUR -20.894). Im Geschäftsjahr  2024 wurde die Sicherungsbeziehung in Finnland mit den geplanten und fixierten Abnahmemengen reali-  siert. Ein Betrag von Tsd. EUR 15.132 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 67.898) wurde erfolgswirksam umgegliedert  (recycelt). Die Bewertungseffekte betrugen Tsd. EUR 5.380 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR -59.125), woraus  sich ein Gesamteffekt im sonstigen Ergebnis in Höhe von Tsd. EUR 20.512 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 8.773)  ergibt. Zum Bilanzstichtag belief sich die daraus resultierende finanzielle Verbindlichkeit auf Tsd. EUR 382  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 20.894). In diesem Zusammenhang kam es zu keinen signifikanten  Ineffektivitäten.  
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168  
7.4 Finanzrisikomanagement  
Der Konzern ist verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie der   Finanzierungsstruktur ergeben. Dazu zählen insbesondere das Kredit-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsän-  derungsrisiko. Diese Risiken werden durch ein zentrales Risikomanagement begrenzt, das im gesamten  Konzern Anwendung findet. Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen  auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Management dieser Risiken  grundsätzlich durch die Konzernzentrale.  
Kredit- und Ausfallrisiko  
Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Ge-   schäftspartner entsteht und zu Verlusten führen kann. Das im Grundgeschäft immanente Ausfallrisiko mit  Geschäftspartnern wird im Konzern durch Kreditversicherungen bzw. bankmäßige Sicherheiten wie Garan-  tien und Akkreditive größtenteils abgesichert. Die anzuwendenden Kriterien zur Bonitätsbeurteilung sind in  den Verträgen mit Kreditversicherern sowie in internen Richtlinien festgelegt.  
Die Kredit- und Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht, für eingetretene und erkennbare Risiken   wird durch den Ansatz von entsprechenden Wertminderungen bzw. Rückstellungen vorgesorgt. Bei der Be-  urteilung des Gesamtrisikos werden bestehende Versicherungsdeckungen sowie eventuelle Garantien  bzw. Akkreditive berücksichtigt. Zu den Finanzinstrumenten, die im Konzern in bestimmten Fällen eine Kon-  zentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen vor allem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläqui-  valente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistun-  gen beziehen sich auf eine breite und diversifizierte Kundenstruktur mit unterschiedlicher Bonität. Die  Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine laufende Bonitätsprüfung der  Kunden. Darüber hinaus schließt der Konzern Ausfallversicherungen ab, um Schäden aus einer möglichen  Uneinbringlichkeit bestimmter Forderungen und bereits produzierter Ware abzudecken.  
Zudem werden Wertminderungen auf Basis des zu erwartenden Verlustes für das gesamte Forderungsvo-   lumen gebildet. Sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Ausfall versichert und wird  eine Wertberichtigung notwendig, so ist nur jener Betrag anzusetzen, der nicht von der Versicherung gedeckt  wird. Im Konzern werden entweder Einzelwertberichtigungen oder pauschalierte Einzelwertberichtigungen  gebildet bzw. wird auf Konzernebene das Wertminderungsmodell gemäß IFRS 9 angewendet. Das Wertmin-  derungsmodell beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste abzubilden. Im Konzern wurde eine Systematik  für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss nach IFRS 9 für Forderungen aus Lieferungen  und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen Ausfällen mittels geeigneter Parameter belast-  bare Ergebnisse liefert. Zur Ermittlung gibt es das vereinfachte Modell in Form einer Wertberichtigungsmatrix,  welches die wahrscheinlichkeitsgewichteten gesamten Kreditausfälle berücksichtigt („Lifetime-Expected-  Loss-Modell“). Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tat-  sächlichen Kreditausfällen der letzten fünf Jahre separat für die Regionen Europa, Amerika und übrige Welt  berechnet. Um zukunftsorientierte Informationen in der Ermittlung zu berücksichtigen, werden CDS-Spreads  für die Berechnung verwendet, da diese das zukünftige Ausfallrisiko widerspiegeln. Die sonstigen finanziellen  Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen potenziellen Wertminderungsbedarf als  unwesentlich.  
Aufgrund der breiten und diversifizierten Kundenstruktur sowie der bestehenden Kreditversicherungen liegt   keine Konzentration von Ausfallrisiken vor. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen haupt-  sächlich mit Kunden, die einer Kreditversicherung unterliegen, und Kunden, die eine sehr gute Bonität aufwei-  sen, entsprechend war der Forderungsausfall in der Vergangenheit unwesentlich.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
169  
Der Konzern tätigt außerdem Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Alle diesbezüglichen Vertrags-   partner sind namhafte internationale Finanzinstitute, mit denen der Konzern in laufenden Geschäftsbezie-  hungen steht. Dementsprechend und aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dieser Absicherungsgeschäfte  betrachtet der Konzern das Risiko der Nichterfüllung durch einen Vertragspartner und damit das Risiko  diesbezüglicher Verluste als gering.  
Geldmarktveranlagungen werden mit Geschäftsbanken, die über ein Rating im Investment-Grade-Bereich   verfügen, abgeschlossen.  
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.  
Liquiditätsrisiko  
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Zahlungsmittel zur fristgerechten Be-   gleichung von Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine  langfristige Finanzplanung ausgerichtet und wird zentral gesteuert und laufend überwacht. Basierend auf  einer fristgerechten Liquiditätsplanung ist die ausreichende Liquidität aller Gesellschaften des Konzerns  durch die Verfügbarkeit entsprechender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie nicht aus-  genutzter und sofort verfügbarer Kreditlinien gewährleistet. Die Gesellschaften des MM Konzerns werden  überwiegend konzernintern finanziert. Dazu stehen insbesondere Intercompany-Kreditverträge und ein mit  Finanzierungslimits versehenes Cash-Pooling-System zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko wird somit als  gering eingestuft.  
Die folgende Tabelle zeigt die undiskontierten zukünftigen Abflüsse aus verzinslichen Finanzverbindlichkei-   ten inkl. Factoringverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-  tungen, Zahlungsverpflichtungen und Zahlungsansprüchen aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Zin-  sen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten nach Fälligkeitsklassen,  basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag bzw. bezogen auf die vertraglich verein-  barte Endfälligkeit. Abflüsse im Umfang der fixierten Gasmengen aus dem Wegfall der Own-Use-Exemption  und der daraus resultierenden Verbindlichkeiten sind nicht enthalten, weil diese nicht im Rahmen des Li-  quiditätsmanagements berücksichtigt werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
170  
Bis zu 3 Monate bis
(in Tausend EUR) 3 Monate zu 1 Jahr 1 2 Jahre 2 5 Jahre Über 5 Jahre
Stand am 31. Dez. 2024
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoring-
verbindlichkeiten 68.654 38.364 246.375 531.625 642.000
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 19.811 10.600 24.792 48.177 113.419
Leasingverbindlichkeiten 5.128 11.384 14.018 22.873 48.303
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 961 2.602 2.900 6.251 19.611
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 584.434 3.696 0 0 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten1) 623.143 0 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen
Finanzinstrumenten1) (618.573) 0 0 0 0
Stand am 31. Dez. 2023
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoring-
verbindlichkeiten 90.940 144.074 83.306 812.788 784.992
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 23.989 24.934 42.651 84.904 145.986
Leasingverbindlichkeiten 4.838 10.662 11.666 23.303 52.887
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 936 2.584 2.975 6.789 21.553
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 503.566 11.706 0 0 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten 528.059 0 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen
Finanzinstrumenten (521.846) 0 0 0 0
1)  
inklusive Zahlungsverpflichtungen und -ansprüchen der TANN Gruppe (siehe Anhangangabe 5)  
Währungsrisiko  
Als Währungsrisiko bezeichnet man jenes Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten   durch Wechselkursschwankungen ergeben kann. Dieses Risiko besteht dort, wo Geschäftsfälle in einer an-  deren Währung als der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaft abgewickelt werden. Dies ist ins-  besondere für Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten in britischen Pfund, US-Dollar und Euro  aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, der Fall. Die diesbezüglichen  Kursrisiken werden, soweit möglich, durch Währungskongruenz in der Geschäftsabwicklung bzw. durch  Preisanpassungsmechanismen innerhalb längerfristiger Vereinbarungen sowie durch Devisentermin- und  Devisenswapgeschäfte reduziert.  
Hätte sich der Kurs der unten angeführten Währungen, bezogen auf kurzfristige und langfristige finanzielle   Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, zum Stichtag 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023)  um den unten angeführten Prozentsatz („Volatilität“) verändert, wären der Jahresüberschuss und damit  das Eigenkapital, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, um die folgenden Beträge höher  bzw. niedriger ausgefallen.  
Auswirkung auf Jahresüberschuss
Volatilität und Eigenkapital in Tausend EUR
Währung 2024 2023
EUR1) +/- 5 % + / - 293 -/+ 727
GBP +/- 5 % + / - 115 - /+ 118
USD +/- 5 % - /+ 267 - /+ 696
Berechnung des Währungsrisikos erfolgte inklusive der Gesellschaften der TANN Gruppe   1) aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der EUR ist  
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Konzernabschluss  
-/+ 3.995  
171  
Zinsänderungsrisiko  
Unter Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass durch Änderungen des Marktzinssatzes Wert-   schwankungen von Bilanzposten oder Schwankungen von Zahlungsströmen entstehen. Für festverzinsliche  Bilanzposten besteht im Wesentlichen das Risiko von Wertschwankungen (Kursrisiko). Für den Fall, dass der  Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch der (Bar-)Wert von Finanzinstrumenten mit fest vereinbarten  Zinszahlungen. Durch diese Wertschwankungen kann ein Gewinn oder Verlust entstehen, der insbesondere  dann realisiert wird, wenn das Finanzinstrument vor Fälligkeit veräußert wird. Für variabel verzinste Bilanz-  posten besteht im Wesentlichen das Risiko schwankender Zahlungsströme. Für den Fall, dass der  Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch die Höhe der zu leistenden oder zu empfangenden Zinsen von  Finanzinstrumenten mit variabel vereinbarten Zinszahlungen. Solche Veränderungen würden die laufen-  den Zinszahlungen und somit auch den Zinsertrag und Zinsaufwand ändern. Zum 31. Dezember 2024 finan-  ziert sich der Konzern sowohl variabel als auch fix und hält nahezu ausschließlich variabel verzinsliche fi-  nanzielle Vermögenswerte.  
Wären die Zinssätze am 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023) um hundert Basispunkte (d. i. 1 %) höher bzw.   niedriger gewesen, wären der Jahresüberschuss und das Eigenkapital, sofern alle anderen Variablen kon-  stant geblieben wären, für das Gesamtjahr um die folgenden Beträge höher oder niedriger ausgefallen:  
Veränderung Auswirkung auf Jahresüberschuss
des Zinssatzes und Eigenkapital in Tausend EUR
2024 2023
Aus variabel verzinslichen Vermögenswerten +/- 1 % +/- 1.970 +/- 4.785
Aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten +/- 1 % +/- 3.995 -/+ 7.181
7.5 Kapitalmanagement  
Das eingesetzte Kapital umfasst das Eigenkapital des Konzerns sowie die verzinslichen Finanzverbindlich-   keiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.  
Das Kapitalmanagement zielt daher insbesondere auf die Sicherstellung einer für die langfristige wirtschaft-   liche Entwicklung des Konzerns angemessenen Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung einer kontinuier-  lichen Dividendenpolitik sowie die dafür erforderliche Absicherung der Liquiditätsreserven ab.  
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Eigenkapital 2.128.665 2.012.394
Bilanzsumme 4.863.074 5.076.888
Eigenkapitalquote 43,8 % 39,6 %
Die Zielsetzung des Kapitalmanagements für die Eigenkapitalquote liegt in einer Bandbreite von 35 % bis   50 %. Die Gesellschaft erfüllt die gesetzlichen und satzungsmäßigen Mindestkapital-Anforderungen. Die  Mayr-Melnhof Karton AG unterliegt den Mindestkapital-Anforderungen des österreichischen Aktiengeset-  zes. Satzungsmäßige Kapitalerfordernisse bestehen nicht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
172  
Die Nettoverschuldung ermittelt sich zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 552.419 757.515
Finanzverbindlichkeiten (1.631.083) (2.019.456)
Nettoverschuldung1) (1.078.664) (1.261.941)
1)  
inklusive Zahlungsmitteln und Finanzverbindlichkeiten der TANN Gruppe (siehe Anhangangabe 5)  
Für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 1.451.876 wurden mit den Kreditgebern Finan-   cial Covenants vereinbart. Bei Finanzierungsverträgen in Höhe von Tsd. EUR 246.875 ist der Kreditgeber zur  Kündigung berechtigt, sofern die Covenants nicht eingehalten werden; bei Finanzierungsverträgen in Höhe  von Tsd. EUR 1.205.001 folgt aus einer Verletzung der Covenants eine Margenverschlechterung. Die Financial  Covenants orientieren sich hauptsächlich an der Eigenkapitalquote (größer als 30 %) und an der Quote  aus Nettoverschuldung zu EBITDA (kleiner als 4). Zum Jahresende 2024 lag die Eigenkapitalquote bei 43,8 %  (31. Dezember 2023: 39,6 %) und die Quote aus Nettoverschuldung zu EBITDA bei 2,6 (31. Dezember 2023: 2,8)  und damit oberhalb der extern vorgegebenen Schwellenwerte. Eine Überwachung dieser Schwellenwerte  findet halbjährlich statt.  
7.6 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert  
Eine Aufstellung der finanziellen Vermögenswerte sowie finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegen-   den Zeitwert angesetzt sind, lautet wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Finanzielle Vermögenswerte:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 3)1) 34.393 45.729
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 2.255 2.281
Wertpapiere (Stufe 1) 0 295
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Gaslieferverträge (Stufe 3) 382 20.894
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 5.361 7.791
1) aus Factoringvereinbarungen, siehe Anhangangabe 7.2  
Bewertungsmethoden  
In Abhängigkeit davon, ob ausreichend Informationen über Marktpreise vorhanden sind oder nicht, ver-   wendet der Konzern folgende Hierarchie zur Bestimmung der Bewertungsmethode und zum Ausweis bei-  zulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten:  
Verfügbarkeit der Information, nach Stufen geordnet Angewandte Bewertungsmethode
Stufe 1 – Notierte Marktpreise sind verfügbar Bewertung auf Basis notierter Marktpreise für identische
Finanzinstrumente
Stufe 2 – Notierte Marktpreise für identische Instrumente sind nicht Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren unter Verwendung
verfügbar, aber alle benötigten Bewertungsparameter von direkt oder indirekt beobachtbaren Marktdaten
können von aktiven Märkten abgeleitet werden
Stufe 3 – Es sind keine (abgeleiteten) Marktpreise verfügbar Bewertung auf Basis von Bewertungsmodellen mittels nicht am
Markt beobachtbarer Inputfaktoren
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Konzernabschluss  
173  
Die beizulegenden Zeitwerte für Wertpapiere (Stufe 1-Bewertung) werden auf Grundlage notierter Preise   auf aktiven Märkten ermittelt.  
Die beizulegenden Zeitwerte für derivative Finanzinstrumente (Stufe 2-Bewertung) werden im Wesentlichen   anhand der Kassakurse am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von laufzeitadäquaten Terminauf- bzw.  -abschlägen ermittelt.  
Darüber hinaus gibt es Finanzinstrumente, bei denen die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten auf Basis   von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 3-Bewertung),  erfolgt.  
Die Bewertung der Absicherung von Rohstoffpreisrisiken („Cash Flow Hedge“) basiert auf den erwarteten   Abnahmemengen und Transitkosten (Stufe 3-Parameter) für zugrunde liegende Gaslieferverträge in den  Jahren 2024 bis 2025 und den zum Bewertungszeitpunkt vorliegenden TTF-Futurepreisen.  
In den als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ klassifizierten sonstigen Finanzanlagen sind am   31. Dezember 2024 Eigenkapitalanteile an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von Tsd. EUR 1.538  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 1.538) enthalten. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu be-  werten. Die Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwer-  tes dar. Der Konzern hat aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaften, insbesondere im  Hinblick auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeutung für die Gruppe, auf eine Ermittlung  des beizulegenden Zeitwertes verzichtet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
174  
8 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN,WERTPAPIERE  
UND SONSTIGE FINANZANLAGEN  
Anteile an assoziierten Unternehmen  
Anteile an assoziierten Unternehmen, in denen der Konzern einen maßgeblichen, aber nicht beherrschen-   den Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert  und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil  zwischen 20 % und 50 % der Fall. Der Konzern hält zudem Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht nach  der Equity-Methode bilanziert werden. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.  Ihre Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar  bzw. ist der Betrag für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren   Anschaffungskosten angesetzt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern  die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt  Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben.  
Wertpapiere  
Der Konzern bewertet seine Wertpapiere überwiegend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Agios   bzw. Disagios auf Schuldtitel werden über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt und erfolgswirksam im Pos-  ten „Finanzerträge“ bzw. „Finanzaufwendungen“ erfasst.  
Wertpapiere sind als langfristig einzustufen, wenn ein Verkauf innerhalb der nächsten zwölf Monate ab dem   Bilanzstichtag nicht beabsichtigt ist bzw. nicht erfolgen wird. Andernfalls sind die Wertpapiere als kurzfristig  zu klassifizieren. Aktuell hält der Konzern keine kurzfristigen Wertpapiere.  
Sonstige Finanzanlagen  
Sonstige Finanzanlagen umfassen sonstige Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige Finanzinvestitionen.   Sonstige Beteiligungen sind der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet, ihre  Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar bzw.  ist der Betrag für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.  
Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, der langfristigen   Wertpapiere und der sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Anteile an assoziierten Unternehmen 5.768 4.217
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 0 3.731
Sonstige Beteiligungen 1.538 1.538
Nicht an die Begünstigten verpfändete Rückdeckungsversicherungen 696 726
Langfristige Wertpapiere 198 490
Sonstige Ausleihungen 51 74
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen 8.251 10.776
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Konzernabschluss  
175  
Der Konzern hält 45 % der Anteile an der Société Tunisienne des Emballages Modernes (STEM), Tunis, Tune-   sien (siehe Anhangangabe 33). Die Anteile an diesem Unternehmen stellen ein für sich genommen unwe-  sentliches assoziiertes Unternehmen dar, das nach der Equity-Methode bilanziert wird.  
Der Konzern hält 40 % der Anteile an Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd., Quzhou City, China (siehe   Anhangangabe 33), die zum 31. Dezember 2024 in der Position „zur Veräußerung gehaltene Vermögens-  werte“ ausgewiesen sind (siehe Anhangangabe 5). Die Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten  müssen einstimmig erfolgen. Die Anteile an diesem Unternehmen stellen demnach ein Gemeinschaftsun-  ternehmen dar, das für sich genommen unwesentlich ist.  
Folgende Tabelle fasst die Finanzinformationen zusammen:  
Anteile an Anteile an
assoziierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
(in Tausend EUR) 2024 2023 2024 2023
Anteil am Jahresergebnis1) 1.437 1.007 1.029 343
Anteil am sonstigen Ergebnis2) 113 (93) 485 (209)
Anteil am Gesamtergebnis 1.550 914 1.514 134
Summe der Buchwerte der Konzernanteile 5.711 4.160 0 3.731
Buchwerte - zur Veräußerung gehalten3) 4.951
1) ausgewiesen im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“  
2) Anteil an Währungsumrechnungsdifferenzen in der Konzerngesamtergebnisrechnung   3) siehe Anhangangabe 5  
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Konzernabschluss  
176  
9 STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG  
Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die   unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurden. In  diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergeb-  nisrechnung ausgewiesen.  
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen und wird unter   Anwendung der Steuervorschriften jener Länder, in denen die Tochterunternehmen des Konzerns jeweils  tätig sind und wo sie daher ihr zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden für sämtliche temporäre Differenzen zwischen   den Wertansätzen in der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet. Latente Steuern werden unter An-  wendung jener Steuersätze bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verab-  schiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruches bzw. der  Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steueransprüche werden nur in dem  Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernder Gewinn für deren Nut-  zung verfügbar sein wird. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag  neu beurteilt. Wurden in der laufenden Periode oder der Vorperiode Verluste erlitten, werden nur bei sub-  stanziellen Hinweisen auf ein zukünftig zu versteuerndes Ergebnis, wie z. B. durch ausreichend positive Pla-  nungsrechnungen oder grundlegende strukturelle Änderungen bei Tochterunternehmen, latente Steuer-  ansprüche angesetzt.  
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an   Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden an-  gesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung dieser temporären Differenzen vom Konzern be-  stimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit  aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Das ist im Konzern z. B. bei Dividenden, welche einer  Quellenbesteuerung unterliegen bzw. nicht unter das internationale Schachtelprivileg fallen, der Fall.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein verbindlicher Rechtsanspruch   auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten sich auf Ertrag-  steuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unter-  schiedliche Steuersubjekte, die den Ausgleich auf Nettobasis herbeiführen können, erhoben werden. Dies  ist insbesondere bei Tochtergesellschaften der Fall, die der österreichischen Steuergruppe angehören, bzw.  bei Unternehmen der MM Gruppe, welche einer steuerlichen Organschaft angehören.  
Der Effekt von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuerposten spiegelt sich im Ertragsteu-   eraufwand bzw. in der Konzerngesamtergebnisrechnung der Periode der Gesetzesänderung wider.  
Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Säule-2-Modellregeln („Pillar Two“), der sogenann-   ten globalen Mindestbesteuerung. Die Pillar Two-Gesetzgebung ist seit dem 1. Januar 2024 in Österreich in  Kraft. Pillar Two-Gesetzgebungen in anderen Ländern, in denen Konzerngesellschaften ansässig sind, er-  folgten mit Wirkung frühestens ab 1. Januar 2024.  
Der Konzern unterliegt zum Berichtszeitpunkt einer zusätzlichen Steuerbelastung aufgrund von Pillar Two.   Der Konzern wendet die verpflichtende Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zu-  sammenhang mit Pillar Two-Ertragsteuern an.  
Gemäß der Pillar Two-Regelungen muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer (Top-up Tax) in Höhe der   Differenz zwischen dem Effektivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen. Der effektive Steu-  ersatz des Konzerns im Berichtszeitpunkt liegt unter dem globalen Mindeststeuersatz von 15 %.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
177  
Für den Berichtszeitraum 2024 ergibt sich, dass Konzerngesellschaften in einigen Ländern ansässig sind, in   denen der effektive Steuersatz unter 15 % liegt. Für einige Länder, in denen der effektive Steuersatz unter 15 %  beträgt, muss der Konzern in Österreich eine sogenannte Top-up Tax leisten. Dies betrifft Jurisdiktionen, die  das Pillar Two-Modell im Berichtszeitraum nicht umgesetzt haben (Philippinen, Puerto Rico).  
Der Konzern hat sich für die Anwendung des „Safe-Harbour-Tests“ (Transitional Country by Country Report –   CbCR) entschieden, d. h., die GloBE (Global Anti-Base Erosion)-Aufstockungssteuer in einem Land ist gleich  null, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :  
1
1.  
De-Minimis-Test: Das Land hat CbCR-Einnahmen von weniger als 10 Mio. EUR und einen CbCR-   Gewinn/Verlust vor Steuern von weniger als 1 Mio. EUR.  
2. Vereinfachte Berechnung des Effektivsteuersatzes: Der effektive Steuersatz wird vereinfacht anhand  
des im CbCR ausgewiesenen Gewinn/Verlust vor Steuern und den im Jahresabschluss ausgewiesenen   Ertragsteueraufwand berechnet. Von dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand  werden etwaige unsichere Steuerpositionen abgezogen werden.  
Der Test gilt als erfüllt, wenn die multinationale Unternehmensgruppe in dem jeweiligen Steuergebiet ei-   nen vereinfachten, effektiven Steuersatz aufweist, der zumindest dem für das jeweilige Jahr geltenden  Übergangssteuersatz („Transition Rate“) entspricht. Der Übergangssteuersatz beträgt für das Geschäfts-  jahr 2024 15 %.  
3. Routinegewinn-Test: Der Gewinn vor Steuern aus dem CbCR ist kleiner oder gleich dem unter den GloBE-  
Bestimmungen als Substanzausnahme freigestellten Betrag (Substance Based Income Exclusion – SBIE).   Der SBIE setzt sich aus 9,8 % der gebuchten Lohnsumme und 7,8 % der Buchwerte materieller Wirtschafts-  güter des Anlagevermögens zusammen.  
Infolge der Berechnung des „Safe-Harbour-Tests“ erfüllen im Geschäftsjahr 2024 die Schweiz, Spanien,   Irland, Puerto Rico, Philippinen und Türkei keine der oben genannten Bedingungen.  
Es ist anzumerken, dass die Jurisdiktionen Puerto Rico und Philippinen die Regeln der Pillar Two noch nicht   in ihre nationale Gesetzgebung umgesetzt haben. Aus diesem Grund ist die Mayr-Melnhof Karton AG als  oberste Konzerngesellschaft verpflichtet, die Top-up Tax dieser Jurisdiktionen nach der im österreichischen  Mindestbesteuerungsgesetz enthaltenen nationalen Ergänzungssteuer (Income Inclusion Rule, IIR) zu be-  rechnen und abzuführen. Im Geschäftsjahr 2024 ergibt sich für die Mayr-Melnhof Karton AG eine Top-up  Tax in Höhe von Tsd. EUR 1.097.  
Konzerngesellschaften in den Steuergebieten Schweiz, Spanien, Irland und Türkei sind verpflichtet, die ent-   sprechende Top-up Tax gemäß ihren nationalen GloBE Pillar Two-Vorschriften in Höhe von Tsd. EUR 375  abzuführen.  
Diese Angaben beruhen auf den im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ermittelten Gewinnen   und Steueraufwendungen nach dem Konzernrechnungslegungsstandard.  
1
OECD (2022), Safe Harbours and Penalty Relief: Global Anti-Base Erosion Rules (Pillar Two), OECD/G20 Inclusive Framework on BEPS,   OECD Publishing, Paris.  
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Konzernabschluss  
178  
9.1 Bilanziell erfasste latente Steuern  
Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten aufgrund von temporären Differenzen und steuerli-   chen Verlustvorträgen setzen sich an den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Immaterielle Vermögenswerte 2.589 1.181
Sachanlagen 14.440 15.029
Vorräte 14.545 14.794
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen 12.419 16.891
Ausleihungen, Beteiligungen und Wertpapiere 8.770 9.010
Verlustvorträge 55.462 40.630
Zinsvorträge 13.937 10.670
Finanzverbindlichkeiten 15.929 19.096
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten 16.048 21.515
Sonstige 16.054 6.995
Latente Steueransprüche – brutto 170.193 155.811
Nicht angesetzte latente Steueransprüche (14.754) (32.038)
Latente Steueransprüche – netto 155.439 123.773
Saldierung (81.518) (79.287)
Latente Steueransprüche laut Bilanz 73.921 44.486
Immaterielle Vermögenswerte (16.677) (41.060)
Sachanlagen (94.280) (95.830)
Vorräte (1.286) (1.443)
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen (9.777) (9.522)
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten (4.658) (7.761)
Sonstige (11.574) (5.849)
Latente Steuerverbindlichkeiten – netto (138.252) (161.465)
Saldierung 81.518 79.287
Latente Steuerverbindlichkeiten laut Bilanz (56.734) (82.178)
Die Zinsvorträge resultieren aus bislang nicht genutzten Zinsaufwendungen aufgrund der Zinsschrankenre-   gelung in Finnland. Die nicht angesetzten latenten Steueransprüche in Höhe von Tsd. EUR 14.754  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 32.038) beinhalten Tsd. EUR 9.009 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 24.080) aus nicht  angesetzten Verlustvorträgen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
179  
Die folgende Tabelle zeigt die voraussichtliche Realisation der latenten Steueransprüche und -verbind-   lichkeiten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Latente Steueransprüche, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 43.479 47.247
Latente Steueransprüche, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 111.960 76.526
Latente Steueransprüche 155.439 123.773
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden (21.062) (17.798)
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden (117.190) (143.667)
Latente Steuerverbindlichkeiten (138.252) (161.465)
Latente Steuerverbindlichkeiten, die aus Unterschieden zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und an-   teiligem Eigenkapital (Outside-Basis-Differences) resultieren, wurden für bestimmte Tochterunternehmen,  Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen nicht angesetzt, da es wahrscheinlich ist, dass  sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird. Der Betrag der diesbezüglichen the-  saurierten Gewinnanteile beläuft sich am 31. Dezember 2024 auf Tsd. EUR 1.400.123 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 1.451.960). Für jene thesaurierten Gewinnanteile, die zur Ausschüttung vorgesehen sind, wurde die  Bewertung der latenten Steuerverbindlichkeiten entsprechend der bei Durchführung der Ausschüttung an-  fallenden Kapitalertrag- bzw. Quellensteuer angepasst.  
Der Konzern ist diversen Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft sowie von nati-   onalen und internationalen Bestimmungen ableiten lassen. Nach detaillierten Analysen potenzieller Risiken  ist der Konzern der Ansicht, aufgrund der fehlenden Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Würdigung durch  steuerliche Behörden im In- und Ausland diese Unsicherheiten zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aus-  reichend berücksichtigt zu haben.  
9.2 Steuerliche Verlustvorträge  
Eine Übersicht über die zum jeweiligen Bilanzstichtag im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvorträge   stellt sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Beschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 83.901 59.169
Unbeschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 146.383 112.113
Verlustvorträge 230.284 171.282
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Angesetzte Verlustvorträge 191.847 68.083
Nicht angesetzte Verlustvorträge 38.437 103.199
Verlustvorträge 230.284 171.282
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
180  
Die beschränkt vortragsfähigen Verlustvorträge verfallen, sofern zwischenzeitlich keine Nutzung erfolgen   sollte, ab 2025 bis 2035. Der Konzern hat Verluste aus der polnischen Gesellschaft in Kwidzyn im Rahmen  der österreichischen Steuergruppe aktiviert. Im Berichtsjahr wurde die österreichische Steuergruppe um  Konzerngruppenmitglieder in Deutschland und Slowenien erweitert.  
Die Überprüfung der Ansatzfähigkeit der Verlustvorträge führte zu dem Ergebnis, dass für Tsd. EUR 191.847   (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 68.083) aktive latente Steuern in Höhe von Tsd. EUR 46.466 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 16.528) angesetzt wurden. Für die verbleibenden Tsd. EUR 38.437 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 103.199) wurden die darauf entfallenden aktiven latenten Steuern in Höhe von Tsd. EUR 9.009  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 24.080) in der Bilanz nicht angesetzt. Diese beziehen sich auf folgende Länder:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Frankreich 14.350 13.292
Finnland 11.854 2.464
Spanien 4.786 4.666
Türkei 4.681 17.437
USA 1.926 20.427
Deutschland 422 462
Großbritannien 0 33.068
Irland 0 11.181
Sonstige 418 202
Summe 38.437 103.199
Die Verfallsdaten dieser nicht angesetzten Verlustvorträge stellen sich dabei wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
1 Jahr 988 520
2 Jahre 1.188 1.092
3 Jahre 808 1.641
4 Jahre 0 1.286
5 Jahre 4.673 14.795
Nach 5 Jahren 9.957 17.535
Unbeschränkt vortragsfähig 20.823 66.330
Summe 38.437 103.199
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
181  
Im Geschäftsjahr 2024 wurden in folgenden Ländern aufgrund gegenwärtig positiver steuerlicher Ergeb-   nisse und aufgrund des positiven Ausblicks im Planungszeitraum Verlustvorträge aktiviert:  
2024 2023
Latente Latente
Steuern auf Steuern auf
Aktivierte aktivierte Aktivierte aktivierte
(in Tausend EUR) Verluste Verluste Verluste Verluste
Großbritannien 39.199 9.780 2.862 715
Deutschland 34.166 10.542 11.906 3.629
Österreich 29.863 6.868 20.969 4.823
Finnland 29.818 5.964 18.443 3.689
Slowenien 20.734 4.561 0 0
USA 16.784 4.028 0 0
Irland 6.496 812 0 0
Italien 4.695 1.310 0 0
Sonstige 10.092 2.601 13.903 3.672
Summe 191.847 46.466 68.083 16.528
9.3 Erfolgswirksam erfasste „Steuern vom Einkommen und Ertrag“  
Der Posten „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ setzt sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Laufende Steuern:
Aktuelle Periode 50.014 60.203
Aufgrund der Nutzung von bisher nicht angesetzten Verlustvorträgen (616) (1.943)
Vorperioden (3.663) 712
Latente Steuern:
Aufgrund temporärer Differenzen (3.672) 1.530
Aufgrund Steuergutschriften und Zinsvorträgen (6.607) (3.255)
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge der aktuellen Periode (23.999) (12.848)
Aufgrund des Verbrauches angesetzter Verlustvorträge 2.470 1.256
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren sowie Änderung der Werthaltigkeit (8.098) 2.406
Aufgrund von Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern (2.165) (275)
Aufgrund von Steuersatzänderungen 171 (158)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.834 47.628
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
182  
9.4 Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das „Sonstige Ergebnis“  
Die folgende Tabelle zeigt die steuerlichen Auswirkungen auf die einzelnen Positionen des „Sonstigen Ergeb-   nisses“:  
Vor Steuern Steuereffekt Nach Steuern
(in Tausend EUR) 2024
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions-
und Abfertigungsverpflichtungen 2.000 (1.099) 901
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden 2.000 (1.099) 901
Cash Flow Hedge 20.512 (4.102) 16.410
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden 20.512 (4.102) 16.410
2023
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions-
und Abfertigungsverpflichtungen (4.080) 1.221 (2.859)
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden (4.080) 1.221 (2.859)
Cash Flow Hedge 8.773 (1.755) 7.018
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden 8.773 (1.755) 7.018
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
183  
9.5 Konzernsteuersatz  
Eine Überleitung vom anzuwendenden Steuersatz, der sich aus der geografischen Ergebnisgewichtung zu   den in den einzelnen Steuerjurisdiktionen jeweils geltenden Nominalsteuersätzen ergibt, auf den effektiven  Steuersatz, mit dem das Ergebnis vor Steuern tatsächlich belastet wurde, ermittelt sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Ergebnis vor Steuern 114.317 136.691
Theoretischer Steueraufwand 23 % (2023: 24 %) 26.293 32.806
Anpassungen von ausländischen Steuersätzen (4.491) 1.904
Nicht abzugsfähige Aufwendungen bzw. steuerfreie Erträge 963 1.035
Nicht angesetzte Verlustvorträge des Geschäftsjahres 10.715 17.537
Ansatzänderung von Verlustvorträgen aus Vorjahren (9.535) 660
Nutzung von nicht angesetzten Verlustvorträgen (616) (1.943)
Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern (2.165) (275)
Kapitalertrag- und Quellensteuer 1.348 4.076
Steuersatzänderungen 171 (158)
Aperiodischer Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag (laufend und latent) (8.241) (2.083)
Anpassungen aus der Hyperinflation (5.531) (3.177)
Steuergutschriften aus Sondereffekten (5.181) (4.965)
Sonstige Effekte 104 2.211
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 3.834 47.628
Effektiver Steuersatz 3,35 % 34,84 %
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
184  
10 VORRÄTE  
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Netto-   veräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert wird dabei aus den erwarteten Verkaufspreisen  unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten zur Fertigstellung sowie der geschätzten Vertriebs-  kosten abgeleitet. In den Divisionen MM Food & Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packa-  ging erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren  grundsätzlich nach der tatsächlichen Verbrauchsreihenfolge (Identitätspreisverfahren). In der Division MM  Board & Paper wird zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren  im Wesentlichen das gewogene Durchschnittspreisverfahren unter Berücksichtigung der Absatzmarktsi-  tuation angewandt. Der Wert der in der Bilanz ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe basiert auf  den Daten der manuellen Inventur bzw. des Bestandsführungssystems. Eine Abwertung von Roh-, Hilfs- und  Betriebsstoffen erfolgt abhängig vom jeweiligen Einzelfall.  
Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten neben den direkten Kosten für Fer-   tigungsmaterial und Fertigungslöhne auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezo-  gene Verwaltungskosten. Wertminderungen für schwer verkäufliches bzw. veraltetes Vorratsvermögen  werden auf Basis der Lagerdauer und unter Einbeziehung der Absatzsituation vorgenommen.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 332.981 356.569
Unfertige Erzeugnisse 42.389 48.580
Fertige Erzeugnisse und Waren 259.574 259.271
Gesamt 634.944 664.420
Wertminderungen (78.632) (81.783)
Vorräte – netto 556.312 582.637
Im Geschäftsjahr 2024 wurden Wertminderungen in Höhe von Tsd. EUR 10.376 (2023: Tsd. EUR 13.759) bzw.   Wertaufholungen in Höhe von Tsd. EUR 3.429 (2023: Tsd. EUR 13.012) erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert  der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte betrug Tsd. EUR 32.358 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 10.892).  
Die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen für Material und sonstige   bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Materialaufwand 2.128.070 2.179.505
Aufwendungen für bezogene Leistungen 44.828 50.236
Gesamt 2.172.898 2.229.741
In der Position „Materialaufwand“ sind Energiekostenvergütungen in Höhe von Tsd. EUR 94.024 (2023:   Tsd. EUR 57.444) enthalten. Davon wurden in Polen im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Ansatzkriterien des  IAS 20 Energiekostenvergütungen in Höhe von Tsd. EUR 35.632 für Vorperioden und in Höhe von  Tsd. EUR 35.713 für die laufende Periode erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
2.300  
185  
11 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 284.963 388.306
Wertberichtigungen (2.300) (3.794)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – netto 282.663 384.512
Zum 31. Dezember 2024 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 444.166   (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 336.307) im Zuge von Factoringvereinbarungen (siehe Anhangangabe 7.2) zu  100 % des Nennwertes an Banken verkauft oder vorzeitig von den Factor-Banken vereinnahmt.  
Kurz vor dem 31. Dezember 2024 vereinnahmte Kundenzahlungen für bereits übertragene Forderungen   werden nach dem Bilanzstichtag an die Factor-Banken übertragen. In diesem Zusammenhang bestehen  Verbindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 66.444 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 68.837) gegenüber den Factor-  Banken (siehe Anhangangabe 14). Aus diesen Größen ergibt sich in Summe ein positiver Effekt in Höhe von  Tsd. EUR 377.722 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 267.470).  
Die überfälligen, aber nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern   sich zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 in die folgenden Zeitbänder:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Bis zu 30 Tage überfällig 17.629 15.285
31 60 Tage überfällig 4.677 6.340
61 365 Tage überfällig 3.785 6.707
Mehr als 365 Tage überfällig 959 1.206
Summe der überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.050 29.538
Zur Erläuterung der Faktoren, die bei der Feststellung der Wertberichtigungen berücksichtigt wurden, wird   auf die Ausführungen zum Kredit- und Ausfallrisiko verwiesen (siehe Anhangangabe 7).  
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 3.795 6.915
Währungsumrechnungen 39 6
Verbrauch (421) (1.946)
Auflösung (1.145) (1.716)
Zuführung 1.214 535
Umbuchungen1) (1.182) 0
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 2.300 3.794
1)  
inklusive. Umgliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
186  
12 RECHNUNGSABGRENZUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND  
VERMÖGENSWERTE  
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Umsatzsteuerforderungen 45.352 48.647
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Vorräte 17.946 40.520
Aktive Rechnungsabgrenzungen 45.559 35.074
Sonstige Steuerforderungen 2.628 11.772
Forderungen aus Finanzderivaten 2.255 2.281
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 73.619 37.592
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 187.359 175.886
Davon finanzielle Vermögenswerte 26.233 26.941
Davon nicht finanzielle Vermögenswerte 161.126 148.945
Im Vorjahr wurden die „zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte“ aufgrund von Unwesentlichkeit in   der Position „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ ausgewiesen.  
Die Position „Sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Ener-   giekostenvergütungen, Investitionszuschüssen sowie aus sonstigen Zuwendungen und eine Vielzahl von Ein-  zelsachverhalten.  
13 EIGENKAPITAL  
13.1 Grundkapital/Kapitalrücklagen  
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert.  
Unverändert zum Vorjahr beträgt das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft Tsd. EUR 80.000 und   ist in 20.000.000 Stück genehmigte und ausgegebene nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der auf eine  Stückaktie entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt EUR 4,00. Jede Stammaktie ist am Ka-  pital im gleichen Ausmaß beteiligt und vermittelt die gleichen Rechte und Pflichten, insbesondere das  Recht auf eine beschlossene Dividende und das Stimmrecht in der Hauptversammlung. Es bestehen weder  unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Kapitalrücklagen resultieren aus dem Agio der im Rahmen des Börsenganges 1994 erfolgten Kapital-   erhöhung und aus der Einziehung eigener Aktien abzüglich der Erhöhung des Grundkapitals aus der ge-  bundenen Kapitalrücklage in 2008 und 2010 und entsprechen betraglich der gebundenen Kapitalrücklage  der Gesellschaft.  
Der Vorstand wurde in der 30. Ordentlichen Hauptversammlung vom 24 April 2024 ermächtigt, eigene   Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals mit Wirksamkeit bis 24. Oktober 2026 zu erwerben.  
Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 23. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Es wurde be-   schlossen, eigene Inhaberstammaktien der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft zum Marktpreis  über die Wiener Börse sowie außerbörslich zu erwerben. Das Rückerwerbsprogramm soll am 3. Januar  2025 (einschließlich) beginnen und voraussichtlich bis zum 23. Dezember 2025 (einschließlich) dauern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
187  
Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf EUR 10,00 je Aktie nicht unterschreiten; der   höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf EUR 80,00 je Aktie nicht überschreiten. Beabsich-  tigt ist der Rückerwerb von insgesamt bis zu 1.000.000 Aktien, somit bis zu ca. 5 % des Grundkapitals der  Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft entweder über die Börse oder in einem Volumen von bis zu  600.000 Aktien, somit bis zu ca. 3 % des Grundkapitals der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, au-  ßerbörslich.  
Ein Kreditinstitut wurde mit der Durchführung des Aktienrückerwerbes über die Börse beauftragt. Die   Überprüfung der Vorgaben des IAS 32 hat ergeben, dass zum Stichtag keine finanzielle Verbindlichkeit  zu bilanzieren ist (siehe Anhangangabe 7).  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch die 30. Ordentliche Hauptversammlung gemäß § 169 AktG bis   zum 28. Juni 2029 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital von derzeit  Tsd. EUR 80.000 um bis zu weitere Tsd. EUR 8.000 durch Ausgabe von bis zu 2,0 Mio. Stück neuen auf In-  haber lautenden Stückaktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen samt Ausschluss des  Bezugsrechtes zu erhöhen.  
13.2 Gewinnrücklagen/Dividende  
Die Gewinnrücklagen enthalten thesaurierte Ergebnisse aus Vorjahren.  
Nach dem österreichischen Aktiengesetz („AktG“) bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Divi-   dende nach dem Bilanzgewinn, der gemäß österreichischem Unternehmensgesetzbuch („UGB“) im Jah-  resabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2024 beträgt der aus-  schüttungsfähige Bilanzgewinn Tsd. EUR 100.000 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 100.000).  
Auszug aus dem Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 100.000 150.000
Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres 140.022 153.067
Rücklagenveränderung (110.022) (119.067)
Dividende (30.000) (84.000)
Bilanzgewinn am Ende des Geschäftsjahres 100.000 100.000
Für das Geschäftsjahr 2024 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung die Aus-   zahlung einer Dividende von EUR 1,80 nach EUR 1,50 für 2023 pro stimmberechtigter Aktie vorgeschlagen. Daraus  resultiert zum Bilanzstichtag 2024 eine Dividende von Tsd. EUR 36.000. Die Dividende 2023 in Höhe von  Tsd. EUR 30.000 wurde termingerecht am 8. Mai 2024 ausbezahlt (siehe Entwicklung des Konzerneigenkapitals).  
13.3 Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am   Eigenkapital und am gesamten Jahresergebnis von Tochterunternehmen der Mayr-Melnhof Karton AG. Die  nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteile werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als Anteil am  Nettovermögen (Eigenkapital) des jeweiligen Unternehmens bzw. der Geschäftseinheit bilanziert und unter  Berücksichtigung von Ergebnisanteilen, ausbezahlten Dividenden sowie Kapitalein- und -auszahlungen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
188  
fortgeschrieben. In der Division MM Pharma & Healthcare bestehen keine nicht beherrschenden (Minder-   heits-) Anteile.  
Die zusammenfassenden Informationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen   nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile bestehen, sind nachfolgend gegeben. Die Angaben entspre-  chen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen. Weitere Angaben zu diesen Tochterunternehmen  sind der Anhangangabe 33 zu entnehmen. Die Gesellschaften der Veräußerungsgruppe (siehe Anhangan-  gabe 5) sind in den Angaben zum Nettovermögen und dem daraus abgeleiteten Buchwert der nicht be-  herrschenden (Minderheits-) Anteile nicht mehr enthalten.  
31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
MM Food & MM Food &
Premium MM Premium MM
(in Tausend EUR) Packaging Board & Paper Packaging Board & Paper
Langfristige Vermögenswerte 126 5.548 15.238 5.473
Kurzfristige Vermögenswerte 3.485 11.019 19.041 9.328
Langfristige Verbindlichkeiten 0 807 285 1.024
Kurzfristige Verbindlichkeiten 792 4.946 5.974 4.455
Nettovermögen 2.819 10.814 28.020 9.322
Buchwerte der nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteile 193 1.874 4.095 1.428
Buchwerte - zur Veräußerung gehalten1) 4.462
2024 2023
Umsatzerlöse 39.777 23.765 36.523 25.435
Jahresüberschuss 7.752 2.207 5.366 2.555
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 1.518 730 1.154 711
Gesamtergebnis 9.372 1.818 4.446 3.270
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 1.704 743 895 746
Bezahlte Dividende an nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 1.144 297 1.136 446
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.480 57 (1.805) 1.043
3) siehe Anhangangabe 5  
13.4 Sonstiges Ergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung  
In den sonstigen Rücklagen werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausge-   wiesen. Dies sind im Einzelnen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung einschließlich der  Anpassungen aus der Hyperinflation, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Be-  wertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie Gewinne und Verluste  aus der Bewertung von Derivaten. Mit Ausnahme der Währungsumrechnungen erfolgt bei den anderen Po-  sitionen eine Berücksichtigung der darauf entfallenden werthaltigen Ertragsteuern.  
In 2024 beinhalten die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Ergebnisbestandteile Währungsum-   rechnungen mit einem positiven Betrag von Tsd. EUR 19.206 (2023: positiver Betrag von Tsd. EUR 45.590),  wobei ein wesentlicher Effekt auf die Aufwertung des polnischen Zloty und des britischen Pfund zurückzu-  führen ist. Die versicherungsmathematischen Gewinne betrugen Tsd. EUR 2.000 (2023: Verluste in Höhe von  Tsd. EUR 4.080). Weiters wurden aus der Absicherung von Zahlungsströmen in der Cash Flow Hedge-Rücklage  Gewinne in Höhe von Tsd. EUR 20.512 (2023: Gewinne in Höhe von Tsd. EUR 8.773) erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
189  
14 FINANZVERBINDLICHKEITEN UND LEASING  
Die Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkei-   ten aus Factoringvereinbarungen und Leasingverbindlichkeiten und werden zu fortgeführten Anschaffungs-  kosten bilanziert. Dieser Wert errechnet sich aus der ursprünglich ausbezahlten Nominale abzüglich Tilgun-  gen und zuzüglich aufgelaufener Zinsen.  
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.420.000 1.681.086
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 85.194 87.856
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.505.194 1.768.942
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 40.574 166.177
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten aus Factoringvereinbarungen 66.444 68.837
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 16.512 15.500
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 123.530 250.514
Finanzverbindlichkeiten 1.628.724 2.019.456
14.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember 2023 bestanden die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten aus   Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften. Diese Finanzverbindlich-  keiten zu aktuellen Zinssätzen gliedern sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024
3,288 % EUR Kredit(e) fällig 2025 31.875
54,583 % TRY Kredit(e) fällig 2025 8.165
3,717 % EUR Kredit(e) fällig 2026 246.375
3,967 % EUR Kredit(e) fällig 2027 71.875
1,744 % EUR Kredit(e) fällig 2028 427.875
3,288 % EUR Kredit(e) fällig 2029 31.875
3,288 % EUR Kredit(e) fällig 2030 31.875
1,815 % EUR Kredit(e) fällig 2031 250.375
4,153 % EUR Kredit(e) fällig 2032 23.750
1,900 % EUR Kredit(e) fällig 2033 51.000
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 534
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.460.574
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.420.000
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 40.574
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Konzernabschluss  
190  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023
3,595 % EUR Kredit(e) fällig 2024 166.104
4,630 % EUR Kredit(e) fällig 2025 74.098
54,583 % TRY Kredit(e) fällig 2025 9.212
4,187 % EUR Kredit(e) fällig 2026 268.597
4,688 % EUR Kredit(e) fällig 2027 94.097
1,984 % EUR Kredit(e) fällig 2028 450.097
4,401 % EUR Kredit(e) fällig 2029 54.097
4,401 % EUR Kredit(e) fällig 2030 54.097
2,156 % EUR Kredit(e) fällig 2031 272.597
5,045 % EUR Kredit(e) fällig 2032 45.972
2,854 % EUR Kredit(e) fällig 2033 73.222
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 73
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.847.263
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.681.086
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 166.177
Zum 31. Dezember 2024 betrug der gewogene Durchschnittszinssatz für diese Finanzverbindlichkeiten   2,691% (31. Dezember 2023: 3,235 %).  
Zum 31. Dezember 2024 standen dem Konzern kurzfristige verzinsliche Finanzierungsrahmen in Höhe von   Tsd. EUR 534 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 73) zur Verfügung, wovon ein Betrag von Tsd. EUR 534  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 73) zum Bilanzstichtag ausgeschöpft wurde. Zum 31. Dezember 2024 betrug der  gewogene Durchschnittszinssatz dieser kurzfristigen, von einem ausländischen Tochterunternehmen außer-  halb des Euroraumes genutzten Finanzierung 7,913 % (31. Dezember 2023: 7,500 %). Die genannten Finanzie-  rungen unterliegen üblichen Bankkonditionen.  
Von den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten unterliegen Kredite in Höhe von Tsd. EUR 1.061.105   (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 1.129.210) einem fixierten Zinssatz, deren beizulegender Zeitwert zum  31. Dezember 2024 Tsd. EUR 974.672 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 1.017.574) beträgt. Dieser errechnet sich als  Barwert der zukünftigen Zahlungsströme diskontiert mit der aktuell beobachtbaren Zinsstrukturkurve (Stufe  2). Die fortgeführten Anschaffungskosten stellen für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten einen an-  gemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  
Für die angeführten Finanzverbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Besicherungen. Zum 31. Dezember 2024   stehen dem Konzern zudem nicht ausgeschöpfte kurz- und langfristige Kreditlinien in Höhe von  Tsd. EUR 360.500 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 392.899) zur Verfügung.  
Zum 31. Dezember 2023 waren in den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten kurzfristig revolvierende Bank-   kredite in Höhe von Tsd. EUR 17.980 enthalten, welche im Geschäftsjahr 2024 rückgeführt wurden.  
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Konzernabschluss  
191  
14.2 Leasing  
Der Konzern ist bei Leasingtransaktionen überwiegend Leasingnehmer. Leasingverhältnisse werden zu dem   Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht  und als entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert.  
Leasingverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem Barwert der ver-   bleibenden Leasingzahlungen bewertet.  
Grundsätzlich wird mit dem impliziten Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, abgezinst, sofern   dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasing-  nehmers, d. h. dem Zinssatz, den ein Leasingnehmer für vergleichbare Transaktionen zahlen müsste.  
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von technischen Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeugen   und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden nicht in der  Bilanz, sondern als Aufwand erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer  Laufzeit von bis zu zwölf Monaten.  
Der Konzern mietet und least vor allem Gebäude, Grundstücke, Lagerräume, Büro- und sonstige Einrich-   tungen, die für den operativen Betrieb notwendig sind. Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen des  Konzerns enthält Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Der Konzern hat diese abgewogen und ent-  sprechend berücksichtigt. Derartige Vertragskonditionen werden dazu verwendet, um die maximale be-  triebliche Flexibilität in Bezug auf die vom Konzern genutzten Vermögenswerte zu erhalten. Die Mehrheit der  bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kann nur durch den Konzern und nicht durch den  jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.  
Eine Übersicht über die in der Bilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten im Konzern zum 31. Dezember 2024   und 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 85.194 87.856
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 16.512 15.500
Leasingverbindlichkeiten 101.706 103.356
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse, die in den Leasingverbindlichkeiten berück-   sichtigt wurden, betrugen in 2024 Tsd. EUR 22.315 (2023: Tsd. EUR 22.739).  
Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden,   stellen sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen 9.533 8.207
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 6.165 6.769
Aufwendungen für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert 748 1.239
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192  
15 LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Leistungsorientierte Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 „Leistungen an Ar-   beitnehmer“ nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) versicherungs-  mathematisch bewertet. Der Barwert der Anwartschaften wird aufgrund der geleisteten Dienstzeit, der er-  warteten Gehaltsentwicklung und der vertraglich bzw. gesetzlich verpflichtend vorgesehenen  Rentenanpassungen berechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst; die Nettozinsen  aus der Verzinsung der bilanzierten Rückstellung werden im „Sonstigen Finanzergebnis netto“ erfasst.  Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Erträge aus Planvermögen unter Ausschluss  von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld bereits enthalten sind, werden gemäß IAS 19 im  sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.  
Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für kollektivvertragliche bzw. auf Basis von Betriebsvereinba-   rungen erworbene, langfristige Ansprüche der Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Dauer ihrer Be-  triebszugehörigkeit nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“ – laufendes  Einmalprämienverfahren) versicherungsmathematisch bewertet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personal-  aufwand erfasst; die Nettozinsen aus der Verzinsung der bilanzierten Rückstellung werden im „Sonstigen  Finanzergebnis netto“ erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19  in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst.  
Rückstellungen für Altersteilzeit werden sowohl bei Abschluss von einzelvertraglichen als auch für zukünftig   wahrscheinliche Altersteilzeitvereinbarungen gebildet, wenn die Arbeitnehmer aufgrund von Betriebsver-  einbarungen oder Tarifverträgen einen Anspruch auf Altersteilzeit haben. Die zur Abdeckung der Altersteil-  zeitverpflichtungen gesetzlich vorgeschriebenen Wertpapierbesicherungen werden entsprechend dem  Verwendungszweck mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert, sofern diese die Voraussetzungen als  Planvermögen erfüllen.  
15.1 Entwicklung der langfristigen Rückstellungen  
Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2024 45.523 36.459 11.264 26.595 119.841
Währungsumrechnungen 58 (158) 0 606 506
Umbuchungen1) (835) (5.901) (2.276) (514) (9.526)
Verbrauch (5.704) (4.510) (838) (269) (11.321)
Auflösung 0 0 (165) (221) (386)
Zuführung 2.881 3.020 514 892 7.307
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 (2.155) 155 0 0 (2.000)
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen (844) 0 0 0 (844)
Abzinsungseffekte2) 0 0 0 (4.759) (4.759)
Stand am 31. Dez. 2024 38.924 29.065 8.499 22.330 98.818
inklusive Umgliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5)  
1)  
Abzinsung einer Rekultivierungsrückstellung mit gegenläufigem Effekt in den Sachanlagen bzw. erfolgswirksamer Erfassung (siehe Anhangangabe 6)  
2)  
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193  
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 44.844 36.131 10.661 29.760 121.396
Währungsumrechnungen 60 (848) 0 891 103
Umbuchungen 0 (488) 0 3.623 3.135
Verbrauch (5.545) (3.476) (1.005) (697) (10.723)
Auflösung 0 0 (491) (122) (613)
Zuführung 2.346 3.378 2.099 676 8.499
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 2.313 1.762 0 0 4.075
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen 1.505 0 0 0 1.505
Abzinsungseffekte1) 0 0 0 (7.536) (7.536)
Stand am 31. Dez. 2023 45.523 36.459 11.264 26.595 119.841
1) erfolgsneutrale Abzinsung einer Rekultivierungsrückstellung mit gegenläufigem Effekt in den Sachanlagen (siehe Anhangangabe 6)  
Zum 31. Dezember 2024 wurden im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung zur Besicherung von Rückstel-   lungen für Altersteilzeit Wertpapiere mit einem Marktwert in Höhe von Tsd. EUR 1.270 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 1.066) als Sicherheit gewidmet, welche sowohl zum 31. Dezember 2024 als auch zum 31. Dezem-  ber 2023 verwendungskonform als Planvermögen von der zugrunde liegenden Verpflichtung in Abzug ge-  bracht wurden.  
In der Position „Sonstige“ sind insbesondere langfristige Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen und   Rückbauverpflichtungen in Höhe von Tsd. EUR 21.142 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 25.297) enthalten.  
Die Rückbauverpflichtungen in der Division MM Pharma & Healthcare Packaging resultieren im Wesentli-   chen aus der Verpflichtung, Mietereinbauten nach Beendigung des Mietverhältnisses zu entfernen. In der  Division MM Board & Paper betreffen die Verpflichtungen vor allem Umweltschutzmaßnahmen im Zusam-  menhang mit einer Deponie in Kwidzyn (Polen) sowie Nachsorgeverpflichtungen in Kolicevo (Slowenien)  und am ehemaligen Standort in Hirschwang. Die Rückstellungswerte werden mit ihren Barwerten in der  Annahme der zu erwartenden Kosten unter Berücksichtigung laufzeitspezifischer Zinssätze ermittelt.  
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194  
15.2 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen  
Der Großteil der Arbeitnehmer des Konzerns ist im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wo-   bei die laufenden Beitragszahlungen in diese gesetzlichen Versorgungseinrichtungen im Zeitpunkt der  Zahlung aufwandswirksam erfasst werden. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge hat der Konzern bestimm-  ten Arbeitnehmern leistungs- oder beitragsorientierte Pensionszusagen erteilt. Diese Leistungszusagen hän-  gen von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes ab und  richten sich in der Regel nach der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der begünstigten Arbeitnehmer.  
Im Rahmen der beitragsorientierten Versorgungspläne leistet der Konzern fest vereinbarte Beiträge an ex-   terne Versorgungsträger, ohne dass der Konzern eine die Zahlung übersteigende Leistungsverpflichtung  gegenüber dem Arbeitnehmer eingeht. Diese laufenden Beitragszahlungen werden als Teil des Pensions-  und Abfertigungsaufwandes der jeweiligen Periode ausgewiesen und betragen im Geschäftsjahr 2024  Tsd. EUR 17.775 (2023: Tsd. EUR 17.648).  
Die leistungsorientierten Personalverpflichtungen im Konzern setzen sich aus Pensionen und Abfertigungen   zusammen. Derartige Verpflichtungen bestehen in verschiedenen Ländern, in denen der Konzern Mitarbei-  ter beschäftigt, im Wesentlichen jedoch in Deutschland, Österreich und Großbritannien.  
Die Verpflichtungen aus Pensionen umfassen die Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung für aktive   und nach Erfüllung der Unverfallbarkeitsfristen für ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene. Im  Wesentlichen sind dies Führungskräfte sowie Mitarbeiter, bei denen entsprechende Zusagen, die aus der  Zeit vor dem Erwerb eines solchen Tochterunternehmens stammen, vom Konzern übernommen wurden.  Die Verpflichtung besteht demnach sowohl gegenüber Mitarbeitern in bestehenden Arbeitsverhältnissen  als auch ausgetretenen sowie pensionierten Mitarbeitern.  
Die aufgrund der Pensionspläne vorgesehenen Zahlungen können sowohl auf dem im letzten Beschäfti-   gungsjahr als auch auf dem im Durchschnitt mehrerer Jahre bezogenen Gehalt eines Mitarbeiters beruhen  und sind in der Regel von der Beschäftigungsdauer abhängig. Die Versorgungsleistungen sind als Einmal-  zahlung oder als monatliche Rentenzahlung zu gewähren. Im Fall von Rentenzahlungen trägt der Konzern  das Risiko der Langlebigkeit und der Inflation aufgrund von Rentenanpassungen in vollem Umfang.  
Die Verpflichtung aus der Abfertigung von Mitarbeitern umfasst gesetzliche und vertragliche Ansprüche   auf einmalige Abfertigungszahlungen des Konzerns an Arbeitnehmer, die aufgrund bestimmter Anlässe  wie Arbeitgeberkündigung, einvernehmliche Lösung des Dienstverhältnisses sowie Pensionierung oder Tod  des Arbeitnehmers entstehen. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maß-  geblichen Bezug abhängig.  
Die leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem international   üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“ – laufendes Einmalprämienver-  fahren) bewertet und bilanziert. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum  Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche versicherungsmathematisch berechnet. Die Be-  wertung erfolgte aufgrund von Annahmen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag. Die wesentlichen Ein-  flussfaktoren waren dabei der Diskontierungszinssatz, die geschätzte Lebenserwartung, künftige Gehalts-  bzw. Pensionsanpassungen sowie das Pensionseintrittsalter.  
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195  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der   Versorgungsberechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Trends gegenüber den der Berechnung  zugrunde gelegten Annahmen ergeben, werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis der Konzerngesamt-  ergebnisrechnung erfasst.  
Der Bewertung der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden die folgenden   versicherungsmathematischen Parameter zugrunde gelegt:  
31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
(in %) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Diskontierungszinssatz 3,87 % 6,77 % 3,56 % 5,25 %
Gehaltstrend 2,42 % 5,98 % 3,07 % 4,76 %
Rententrend 2,38 % 2,73 %
Die oben stehenden Angaben stellen den gewichteten Durchschnitt über alle relevanten Gesellschaften   des Konzerns dar.  
Die Berechnung für die Lebenserwartung erfolgte auf Basis lokaler Sterbetafeln. Diese sind im Wesentlichen für   Österreich AVÖ 2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“ (2023: AVÖ 2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“), für  Deutschland die Heubeck-Richttafeln 2018 G (2023: 2018 G), für Großbritannien Post Retirement und Pre Retire-  ment: S4PA CMI_2023_M/F [1,25 %] (2023: S3PA CMI_2022_M/F [1,25 %]). Das Pensionseintrittsalter entspricht  in aller Regel den jeweiligen länderspezifischen gesetzlichen Bestimmungen.  
Folgende Aufwendungen wurden für leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungszusagen erfasst:  
2024 2023
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 549 1.770 482 1.843
Zinsaufwand auf die in der Bilanz ausgewiesene
Nettoverpflichtung 1.455 1.750 1.662 1.626
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 31 0 14
Planänderungen 308 (531) 0 (105)
Verwaltungskosten aus der Anlage von Planvermögen 569 0 202 0
Nettoaufwand für Pensionen und Abfertigungen 2.881 3.020 2.346 3.378
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196  
Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen haben sich wie   folgt entwickelt:  
2024 2023
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 103.274 36.459 99.040 36.131
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.113 (158) 700 (848)
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 549 1.770 482 1.843
Zinsaufwand für bereits erworbene Ansprüche 3.614 1.750 3.916 1.626
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 31 0 14
Beiträge der Arbeitnehmer 82 0 79 0
Wertveränderungen (6.951) 155 4.602 1.762
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von demo-
grafischen Annahmen (z. B. Lebenserwartung, Pensions-
eintrittsalter) (109) (96) (557) 61
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von finanziellen
Annahmen (z. B. Diskontierungszinssatz, Gehaltstrend,
Rententrend) (6.861) (741) 4.849 1.271
Davon erfahrungsbedingte versicherungsmathematische
(Gewinne)/Verluste (Abweichung Istwerte von Planwerten) 19 992 310 430
Versorgungszahlungen (5.704) (4.510) (5.545) (3.476)
Umbuchungen1) (1.112) (5.901) 0 (488)
Planänderungen 308 (531) 0 (105)
Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 95.173 29.065 103.274 36.459
1)  
inklusive Umgliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5)  
Pensionen
(in Tausend EUR) 2024 2023
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 60.131 58.780
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.055 640
Zinsertrag 2.237 2.428
Verwaltungskosten (569) (202)
Wertveränderungen (4.405) (91)
Davon Rendite des Planvermögens nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrages (4.405) (91)
Beiträge der Arbeitgeber 4.006 1.521
Beiträge der Arbeitnehmer 82 79
Versorgungszahlungen aus dem Plan (3.162) (3.024)
Umbuchungen1) (277) 0
Marktwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres 59.098 60.131
1)  
inklusive Umgliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
197  
Eine Übersicht über die geografische und divisionale Verteilung des Nettoaufwandes für leistungsorien-   tierte Pensionen und Abfertigungen, des Anwartschaftsbarwertes sowie des Marktwertes des Planvermö-  gens stellt sich für die Geschäftsjahre 2024 und 2023 wie folgt dar:  
2024
MM Food & Premium Packaging MM Pharma & Healthcare Packaging MM Board & Paper
Deutsch- Öster- Restliche Deutsch- Öster- Restliche Deutsch- Öster- Restliche
(in Tausend EUR) land reich Länder Gesamt land reich Länder Gesamt land reich Länder1) Gesamt
Nettoaufwand für
Pensionen und
Abfertigungen 1.048 865 1.374 3.287 0 19 241 260 488 672 1.194 2.354
Anwartschafts-
barwert am Ende
des Geschäftsjahres 23.100 8.728 6.364 38.192 0 762 2.404 3.166 12.457 32.802 37.621 82.880
Marktwert des Plan-
vermögens am Ende
des Geschäftsjahres 849 1.775 0 2.624 0 515 0 515 817 26.207 28.935 55.959
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
2023
MM Food & Premium Packaging MM Pharma & Healthcare Packaging MM Board & Paper
Deutsch- Öster- Restliche Deutsch- Öster- Restliche Deutsch- Öster- Restliche
(in Tausend EUR) land reich Lände Gesamt land reich Länder Gesamt land reich Länder1) Gesamt
Nettoaufwand für
Pensionen und
Abfertigungen 1.135 912 1.037 3.084 0 24 148 172 563 700 1.205 2.468
Anwartschafts-
barwert am Ende
des Geschäftsjahres 26.260 16.182 6.615 49.057 0 1.032 2.517 3.549 14.040 33.783 39.304 87.127
Marktwert des Plan-
vermögens am Ende
des Geschäftsjahres 849 1.852 293 2.994 0 530 0 530 838 26.566 29.203 56.607
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
Für das Geschäftsjahr 2025 werden im Konzern Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von   Tsd. EUR 191 erwartet. Darin enthalten ist eine Verpflichtung zur Aufstockung des Planvermögens und für  sonstige Aufwendungen in Großbritannien in Höhe von Tsd. EUR 0.  
Zusammensetzung des Planvermögens  
In Österreich und Deutschland besteht Planvermögen für Pensionsverpflichtungen in Form von Rückde-   ckungsversicherungen, die an die jeweiligen Begünstigten verpfändet wurden. Die Rückdeckungsversiche-  rungen werden bedarfsgerecht durch den Konzern aufgestockt.  
Der Pensionsfonds in Großbritannien hat im Geschäftsjahr 2024 sein Planvermögen umgestellt. Anstelle   von Aktien und Anleihen verwendet der Fonds nunmehr Versicherungszusagen, um die Ansprüche seiner  Begünstigten zu decken. Des Weiteren besteht Planvermögen in Form einer Sammelstiftung in der Schweiz.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
198  
Die Portfoliostruktur des Planvermögens an den Bewertungsstichtagen 31. Dezember 2024 und 31. Dezem-   ber 2023 stellt sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 in % 31. Dez. 2023 in %
Eigenkapitalinstrumente:
– Entwickelte Märkte 0 7.780
– Schwellenländer 0 1.220
Gesamt 0 0 % 9.000 15 %
Fremdkapitalinstrumente:
– Unternehmensanleihen 0 10.816
– Staatsanleihen 0 3.044
Gesamt 0 0 % 13.860 23 %
Verpfändete Rückdeckungsversicherungen und sonstige
Versicherungsverträge 59.013 100 % 36.050 60 %
Geldmarktveranlagungen/Bankguthaben 85 0 % 1.221 2 %
Gesamt 59.098 100 % 60.131 100 %
Alle Instrumente der Kategorien Eigenkapitalinstrumente und Fremdkapitalinstrumente werden auf aktiven   Märkten gehandelt. Die Ratings der Investments in Fremdkapitalinstrumente entsprechen mindestens ei-  nem „Investment Grade“.  
Marktpreisrisiken des Planvermögens  
Die Rendite des Planvermögens ist gemäß IAS 19 in Höhe des Diskontierungssatzes für die zugrunde liegen-   den Verpflichtungen anzunehmen. Dies entspricht der Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Boni-  tät. Sofern dabei die tatsächliche Rendite des Planvermögens den angewandten Diskontierungszinssatz  überschreitet (unterschreitet), vermindert (erhöht) sich die Nettoverpflichtung aus den bestehenden Plä-  nen. Zudem können die in den kommenden Jahren fällig werdenden Verpflichtungen aus dem laufenden  Cash Flow des Konzerns und den übrigen Bestandteilen des Planvermögens bedient werden.  
Die Nettoverpflichtung aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen und die Überleitung zu den Bilanz-   werten stellen sich wie folgt dar:  
31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert 95.173 29.065 103.274 36.459
Davon durch Rückstellungen gedeckte Versorgungsansprüche 35.634 29.065 38.862 36.459
Davon fondsfinanzierte Versorgungsansprüche 59.539 0 64.412 0
Abzüglich Marktwert des Planvermögens (59.098) 0 (60.131) 0
Nettoverpflichtung 36.075 29.065 43.143 36.459
Effekt durch Planvermögensbegrenzung 2.849 0 2.380 0
Als langfristige Rückstellung bilanzierte Nettoverpflichtung 38.924 29.065 45.523 36.459
In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für Rückstellungen aus Pensionen und Abfertigungen wurden   die Auswirkungen resultierend aus möglichen Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer  Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert,  während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
199  
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2024
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 10,1% Anstieg um 12,2 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,3 % Abnahme um 2,2 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 7,7 % Abnahme um 7,2%
Erhöhung der Annahme
um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 1,1%
Lebenserwartung Anstieg um 2,8 %
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2023
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 10,8% Anstieg um 11,3 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,8 % Abnahme um 2,7 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 7,0 % Abnahme um 6,6 %
Erhöhung der
Annahme um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 1,4%
Lebenserwartung Anstieg um 2,5 %
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 11,6 Jahre   (31. Dezember 2023: 11,4 Jahre).  
Bezogen auf die tatsächlichen Auszahlungen hinsichtlich der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen stel-   len sich die erwarteten Fälligkeiten in den nächsten zehn Jahren zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023  wie folgt dar:  
Weniger als Zwischen Zwischen Zwischen
(in Tausend EUR) 1 Jahr 1 2 Jahren 2 5 Jahren 5 10 Jahren Gesamt
Zum 31. Dez. 2024
Versorgungspläne 6.541 6.564 22.194 47.647 82.946
Zum 31. Dez. 2023
Versorgungspläne 7.881 6.457 21.541 50.723 86.602
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
200  
16 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Kurzfristige Verbindlichkeiten werden im Regelfall mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.  
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 588.130 (31. Dezember 2023:   Tsd. EUR 515.272) sind zum 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und im-  materiellen Vermögenswerten in Höhe von Tsd. EUR 25.460 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 52.802) enthalten,  welche in der Konzerngeldflussrechnung im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit als nicht zahlungswirk-  same Transaktionen berücksichtigt wurden, sowie erhaltene Anzahlungen von Kunden in Höhe von  Tsd. EUR 1.374 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 5.158).  
17 RECHNUNGSABGRENZUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE  
VERBINDLICHKEITEN  
Abgegrenzte Schulden stellen Schulden dar, bei denen der Zeitpunkt der Inanspruchnahme und/oder die   Höhe nicht vollständig sicher, jedoch mit einem hohen Grad an Sicherheit bestimmbar sind. Auch wenn zur  Bestimmung ihrer Höhe oder ihres zeitlichen Eintretens gelegentlich Einschätzungen erforderlich sind, ist der  Bestimmtheitsgrad bei abgegrenzten Schulden deutlich höher als bei Rückstellungen. Daher werden sie je  nach Zugehörigkeit unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Anhangangabe 16)  und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, vor allem im Personal- und Sozialbereich, dargestellt.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich 115.119 118.821
Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni 28.913 30.506
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 5.743 28.685
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 28.355 28.596
Passive Rechnungsabgrenzungen 23.495 22.427
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen 17.090 17.366
Sonstige Verbindlichkeiten 19.124 17.167
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 237.839 263.568
Davon finanzielle Verbindlichkeiten 41.744 62.952
Davon nicht finanzielle Verbindlichkeiten 196.095 200.616
Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich umfassen vor allem Prämien und Tantiemen an Mitar-   beiter, nicht konsumierte Urlaube sowie sonstige abgegrenzte Verpflichtungen aus dem Personalbereich.  
Die Berechnung der Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni erfolgt auf Basis der in den geltenden   Kundenvereinbarungen enthaltenen Bonus- bzw. Rabattansprüche. Boni sind so ausgestaltet, dass Kun-  den rückwirkend eine Rückerstattung erhalten, wenn innerhalb einer Abrechnungsperiode ein gewisses  Abnahmevolumen erreicht wurde.  
Die Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten im Vorjahr stammen überwiegend aus Sicherungsbilanzierun-   gen im Zusammenhang mit der Absicherung von Rohstoffpreisen in Finnland (siehe Anhangangabe 7).  
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen resultieren im Wesentlichen aus bestehenden Schuldscheindar-   lehen und Namensschuldverschreibungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
201  
18 KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Rückstellungen werden gebildet, soweit der Konzern gegenüber Dritten eine gegenwärtige rechtliche oder   faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von  Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der  bestmöglichen Einschätzung des Erfüllungsbetrages der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag.  
Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht wie im Fall der gesetzlichen Gewährleistung , wird   die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensminderung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt.  Eine Rückstellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Be-  zug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthaltene Verpflichtung gering ist.  
Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2024 7.126 11.991 19.469 38.586
Währungsumrechnungen 20 8 177 205
Umbuchungen1) (307) 504 (444) (247)
Verbrauch (2.417) (7.260) (6.904) (16.581)
Auflösung (1.289) (3.039) (1.128) (5.456)
Zuführung 1.890 128 19.971 21.989
Stand am 31. Dez. 2024 5.023 2.332 31.141 38.496
1)  
inklusive Umgliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5)  
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 5.606 9.759 14.902 30.267
Währungsumrechnungen 19 0 170 189
Umbuchungen 393 (5.622) 2.567 (2.662)
Verbrauch (2.196) (1.297) (3.088) (6.581)
Auflösung (797) (798) (3.031) (4.626)
Zuführung 4.101 9.949 7.949 21.999
Stand am 31. Dez. 2023 7.126 11.991 19.469 38.586
Die Rückstellungen im Absatzbereich werden für Produkthaftung und Gewährleistungen sowie Warenrück-   gaben gebildet. Die Rückstellung für Produkthaftung und Gewährleistungen basiert sowohl auf gesetzli-  chen als auch auf vertraglichen Grundlagen. Für die Berechnung werden einerseits Einzelrisiken bewertet  und andererseits ein Gesamtrisiko auf Basis von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ermittelt.  
Die Restrukturierungsrückstellungen im Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus den durchgeführten Maß-   nahmen am Standort Cervia (siehe Anhangangabe 5).  
Der Posten „Sonstige Rückstellungen“ beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für fehlende CO2-   Emissionszertifikate. Darüber hinaus sind darin eine Rückstellung für Umweltschutzmaßnahmen im Zusam-  menhang mit einer Deponie, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten, sonstige Steuer-  rückstellungen sowie eine Vielzahl an unwesentlichen Einzelsachverhalten enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
202  
19 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Im 2. Quartal 2024 führte der MM Konzern eine neue Unternehmensstruktur ein, die eine Teilung und Erwei-   terung des bisherigen Bereiches MM Packaging in zwei Bereiche zur Folge hatte: MM Food & Premium  Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging, da das Geschäftsfeld Pharma ein unterschiedliches  Geschäftsmodell verfolgt und innerhalb der Verpackungsindustrie als sehr spezialisiert wahrgenommen  wird. Ziel dieser Reorganisation ist die Erhöhung der Transparenz.  
Die interne Berichterstattung und die relevanten Informationen, die dem Hauptentscheidungsträger im   Hinblick auf die Beurteilung der Ertragskraft und zur Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden  angepasst und spiegeln die neue Organisationsstruktur wider.  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen sind nunmehr in drei Geschäftsbereichen, der   Herstellung von Faltschachteln bzw. Verpackungen (Division MM Food & Premium Packaging und Division  MM Pharma & Healthcare Packaging) und der Karton- und Papiererzeugung (Division MM Board & Paper),  tätig. Der Konzern ist diesen Geschäftsbereichen entsprechend organisiert und wird auf Basis der für die  drei Geschäftsbereiche erstellten Finanzinformationen vom Vorstand geleitet. Daher entsprechen die Seg-  mente den drei Geschäftsbereichen.  
Die Division MM Food & Premium Packaging verarbeitet Karton zu bedrucktem Faltschachtelkarton, der von   einem breiten Kundenspektrum wie der Nahrungsmittelindustrie oder Konsumgüterproduzenten abge-  nommen wird (z. B. Verpackungen für Frühstückszerealien, Trockennahrung, Zucker, Süß- und Backwaren,  Kosmetika, Waschmittel, Haushaltsartikel, Spielwaren, Tabakprodukte und hochwertige Süßware).  
Die Division MM Pharma & Healthcare Packaging verarbeitet Karton zu bedrucktem Faltschachtelkarton im   Geschäftsfeld Pharma & Healthcare. Des Weiteren ist die Division in der Produktion von Beipackzetteln und  Etiketten tätig.  
In der Division MM Board & Paper werden zahlreiche Kartonsorten, überwiegend gestrichener Faltschach-   telkarton auf Basis von Recycling- und Frischfasern, sowie Kraftpapiere, ungestrichene Feinpapiere und  Zellstoff hergestellt und vertrieben.  
Die Daten aus dem Managementinformationssystem, die der Segmentberichterstattung zugrunde liegen,   basieren grundsätzlich auf den im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsme-  thoden. Die Zentralbereiche werden analog zur Vorgehensweise im Managementinformationssystem mit-  hilfe eines Umlageverfahrens vollständig auf die Segmente verteilt. Ergebnisse aus Transaktionen zwischen  den Segmenten werden bereits in den Segmentergebnisgrößen eliminiert.  
Die Segmentinformationen der Vorperioden wurden entsprechend den Anforderungen des IFRS 8.29 an-   gepasst. Des Weiteren hatte die neue Unternehmensstruktur eine Neuorganisation der firmenwerttragen-  den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und damit auch eine neue Zuordnung der Firmenwerte zur  Folge (siehe Anhangangabe 6).  
Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des bereinigten EBITDAs und des bereinigten betriebli-   chen Ergebnisses.  
Die Umsätze innerhalb der Segmente finden zu fremdüblichen Konditionen statt.  
Die Umsätze werden nach dem Bestimmungslandprinzip jenen Ländern zugerechnet, in welche die Waren   geliefert werden. Langfristig nutzbare Vermögenswerte werden nach den Standorten der jeweiligen Einhei-  ten aufgeteilt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
203  
Investitionen beinhalten Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten abzüglich Zugän-   gen von Nutzungsrechten (siehe Anhangangabe 6) und abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse. Sie be-  inhalten darüber hinaus geleistete Anzahlungen (siehe Anhangangabe 12) und berücksichtigen die Verbind-  lichkeiten aus Investitionstätigkeit (siehe Anhangangabe 16).  
Umsatzrealisierung  
Umsatzerlöse enthalten alle Erträge, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des MM Konzerns resultieren,   und umfassen Erträge aus Verkäufen von einer vielfältigen Palette an Kartonsorten sowie Faltschachteln.  Die unter bestimmten Voraussetzungen geforderte Trennung von Leistungsverpflichtungen kann in Abhän-  gigkeit von den im Einzelfall mit den Kunden vereinbarten Lieferkonditionen zu separierende Leistungsver-  pflichtungen im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen ergeben, die im MM Konzern von unterge-  ordneter Bedeutung sind. Im Übrigen gibt es im Konzern keine wesentlichen Mehrkomponentenverträge,  die z. B. neben Warenlieferungen auch Dienstleistungen beinhalten. Werkzeuge, wie z. B. Stanzformen und  Gravuren, werden nicht als einzelne Leistungsverpflichtung betrachtet, da diese zur Vertragserfüllung not-  wendig sind.  
Die Gegenleistung, zu deren Erhalt der Konzern im Austausch für die Lieferung seiner Waren berechtigt ist,   setzt sich aus dem Preis der zu liefernden Güter und einer etwaigen variablen Komponente, in Form von  Kundenrabatten und -boni, zusammen und ist auf Ziel zahlbar. Eine Finanzierungskomponente liegt auf-  grund der vereinbarten Zahlungsziele nicht vor. Die variable Komponente wird als „Verbindlichkeit für Kun-  denrabatte und -boni“ berücksichtigt. Die Höhe dieser Verbindlichkeit richtet sich nach dem wahrscheinli-  chen Anspruch des Kunden und wird regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls angepasst.  
Die Erfassung der Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Karton und Faltschachteln erfolgt   auf Basis der vereinbarten Lieferkonditionen (Incoterms) zeitpunktbezogen.  
Die Segmentberichterstattung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:  
2024
MM Food & MM Pharma &
Premium Healthcare MM Board &
(in Tausend EUR) Packaging Packaging Paper Eliminierungen Konzern1)
Außenumsätze 1.701.254 615.685 1.762.694 0 4.079.633
Konzerninterne Umsätze 1.107 8 191.615 (192.730) 0
Gesamte Umsatzerlöse 1.702.361 615.693 1.954.309 (192.730) 4.079.633
Materialaufwand und bezogene Leistungen (916.527) (235.623) (1.212.980) 192.232 (2.172.898)
Personalaufwand (340.553) (230.371) (275.705) 0 (846.629)
Bereinigtes EBITDA 258.315 69.920 90.396 (105) 418.526
Bereinigtes betriebliches Ergebnis 179.446 29.822 (19.157) (105) 190.006
Finanzerträge 13.840 576 15.514 (2.835) 27.095
Finanzaufwendungen (31.599) (8.418) (45.680) 2.835 (82.862)
Steuern vom Einkommen und Ertrag (25.760) 14.913 6.944 69 (3.834)
Capital Employed2) 1.152.193 423.434 1.801.275 (36) 3.376.866
Free Cash Flow 264.926 19.711 17.589 0 302.226
Investitionen 58.365 55.758 106.850 (105) 220.868
Abschreibungen (78.858) (40.089) (109.098) 0 (228.045)
Wertminderungen und Zuschreibungen3) (11) (9) (455) 0 (475)
Mitarbeiter zum 31. Dezember 6.876 3.549 4.285 0 14.710
Werte laut primären Abschlussbestandteilen; im Geschäftsjahr 2024 gab es keine wesentlichen Einmaleffekte von mehr als 10 Mio. EUR  
1)  
inklusive Zahlungsmitteln und Finanzverbindlichkeiten der TANN Gruppe (siehe Anhangangabe 5)  
2)  
auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
3)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
204  
2023
MM Food & MM Pharma &
Premium Healthcare MM Board &
(in Tausend EUR) Packaging Packaging Paper Eliminierungen Konzern1)
Außenumsätze 1.777.635 652.831 1.733.937 0 4.164.403
Konzerninterne Umsätze 3.579 844 185.139 (189.562) 0
Gesamte Umsatzerlöse 1.781.214 653.675 1.919.076 (189.562) 4.164.403
Materialaufwand und bezogene Leistungen (973.068) (279.394) (1.166.086) 188.807 (2.229.741)
Personalaufwand (329.655) (244.638) (265.805) 0 (840.098)
Bereinigtes EBITDA2) 282.467 75.033 92.706 0 450.206
Bereinigtes betriebliches Ergebnis3) 214.965 34.084 (19.803) 0 229.246
Finanzerträge 7.124 694 3.316 (2.398) 8.736
Finanzaufwendungen (20.114) (6.704) (33.857) 2.398 (58.277)
Steuern vom Einkommen und Ertrag (41.656) (330) (5.642) 0 (47.628)
Capital Employed 1.272.044 404.980 1.869.139 115 3.546.278
Free Cash Flow 302.473 7.383 59.897 0 369.753
Investitionen4) 122.952 69.141 233.253 0 425.346
Abschreibungen (69.688) (39.537) (109.279) 0 (218.504)
Wertminderungen und Zuschreibungen5) 1.920 (1.562) (3.230) 0 (2.872)
Mitarbeiter zum 31. Dezember 6.829 3.679 4.579 0 15.087
1)  
Werte laut primären Abschlussbestandteilen mit Ausnahme von bereinigtem EBITDA und bereinigtem betrieblichem Ergebnis (bereinigt = wesentliche Einmaleffekte von mehr als  
10 Mio. EUR)  
2)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 14.306 für die Division MM Food & Premium Packaging aus Restrukturierungsmaßnahmen und in Höhe von  
Tsd. EUR 16.890 für die Division MM Pharma & Healthcare Packaging aus Restrukturierungsmaßnahmen  
3)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 14.306 für die Division MM Food & Premium Packaging aus Restrukturierungsmaßnahmen und in Höhe von  
Tsd. EUR 17.306 für die Division MM Pharma & Healthcare Packaging aus Restrukturierungsmaßnahmen  
4)  
angepasst aufgrund von Änderung in der internen Berichterstattung  
5)  
auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“  
Die folgende Aufstellung zeigt die Verteilung der Umsatzerlöse nach den jeweiligen Bestimmungsländern so-   wie der langfristig nutzbaren Vermögenswerte und der Investitionszahlungen nach Unternehmensstandorten:  
2024 2023
Langfristige Langfristige
Vermögens- Vermögens-
(in Tausend EUR) Umsatzerlöse werte Investitionen Umsatzerlöse werte Investitionen1)
Europa 3.189.343 2.695.439 191.853 3.298.846 2.845.055 375.961
Österreich 84.711 419.378 23.620 70.765 597.143 75.642
Deutschland 555.532 368.581 32.502 602.537 372.399 76.711
Polen 538.766 802.583 41.761 568.720 801.841 68.753
Frankreich 436.718 109.882 13.783 421.785 107.785 26.404
Großbritannien 325.435 195.854 8.156 327.851 192.227 8.295
Übriges Europa 1.248.181 799.161 72.031 1.307.188 773.660 120.156
Amerika 413.111 133.743 17.342 386.188 130.106 34.461
Übrige Welt 477.179 101.803 11.673 479.369 128.615 14.924
Gesamt 4.079.633 2.930.985 220.868 4.164.403 3.103.776 425.346
1) angepasst aufgrund von Änderung in der internen Berichterstattung  
Langfristig nutzbare Vermögenswerte beinhalten die Posten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   inklusive Geschäfts(Firmen)werten (siehe Anhangangabe 6).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
205  
20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Versicherungserträge 6.115 27.346
Erträge aus Energieverkäufen 12.812 21.418
Mieterträge 2.958 3.244
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto 4.221 3.050
Sonstige Erträge 13.642 25.810
Sonstige betriebliche Erträge 39.748 80.868
Die Versicherungserträge im Vorjahr enthielten zu einem überwiegenden Teil Schadensvergütungen, die   als Folge der Hochwasserlage im italienischen Werk in Cervia (siehe Anhangangabe 5) erstattet wurden.  Weiters wurde im Vorjahr eine vom Konzern geleistete Entschädigung an einen Kunden durch die Versi-  cherung gedeckt. Im Geschäftsjahr 2024 sind unter anderem Versicherungsentschädigungen für die Über-  flutung im slowenischen Werk Kolicevo enthalten.  
Die Erträge aus Energieverkäufen ergeben sich wie im Vorjahr insbesondere aus Gasrückverkäufen in Finn-   land resultierend aus niedrigeren Verbräuchen aufgrund von markt- und umbaubedingten Produktions-  stillständen.  
Die Veräußerungsgewinne und –verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto   beinhalten im Wesentlichen vereinzelte Druckmaschinenverkäufe sowie weitere Abgänge von untergeord-  neter Bedeutung.  
Die Position „Sonstige Erträge“ umfasst Erträge aus Energieeffizienzrückvergütungen in Höhe von   Tsd. EUR 3.132 (2023: Tsd. EUR 3.770) sowie eine Vielzahl von Einzelsachverhalten. Den Erträgen aus Ener-  gieeffizienzrückvergütungen stehen keine korrespondierenden Aufwendungen gegenüber. Im Vorjahr war  in dieser Position darüber hinaus eine Förderung im Zusammenhang mit der Beseitigung von Altlasten in  Höhe von Tsd. EUR 5.700 enthalten.  
21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Logistik-, Fracht- und Transportaufwendungen 261.231 241.472
Reparaturen und Instandhaltungen 177.809 196.803
IT- und Beratungsaufwendungen 97.076 90.439
Miet-, Leasing- und Versicherungsaufwendungen 43.367 42.541
Sonstige Steuern und Gebühren 20.228 16.832
Sonstige Aufwendungen 89.229 99.103
Sonstige betriebliche Aufwendungen 688.940 687.190
Die Position „Sonstige Aufwendungen“ umfasst Aufwendungen für Reisetätigkeiten und Fuhrpark, Marke-   ting, Aus- und Weiterbildung, Reinigung, Bewachung, Kanal- und Müllgebühren sowie eine Vielzahl von  Einzelsachverhalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
206  
22 PERSONALAUFWAND  
Der Personalaufwand setzt sich über alle Bereiche des Konzerns wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Bruttolöhne 350.288 338.484
Bruttogehälter 303.994 293.497
Aufwendungen für Abfertigungen 4.102 25.235
Aufwendungen für Altersversorgung 17.716 16.828
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 121.197 116.122
Sonstige Sozialaufwendungen 26.175 25.309
Aufwendungen für Leiharbeiter 23.157 24.623
Gesamt 846.629 840.098
Die durchschnittlichen Personalstände (ohne Leiharbeiter) stellen sich wie folgt dar:  
(Anzahl der Personen) 2024 2023
Arbeiter 11.213 11.749
Angestellte 3.706 3.615
Gesamt 14.919 15.364
Vergütung des Managements  
Das Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns besteht aus dem Vorstand und dem Aufsichts-   rat. Die Vergütungen des Managements sind nachfolgend dargestellt:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen (inkl. Aufsichtsratsvergütungen) 7.830 4.265
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.621 1.337
Langfristig fällige Leistungen (Vorstand) 693 1.356
Gesamt 10.144 6.958
Bedingung für die Auszahlung der langfristig fälligen Leistungen (langfristige Erfolgsbeteiligung) ist das   Erreichen einer gewissen Operating Margin für die jeweils nächsten drei Jahre aufgrund einer Drei-Jahres-  planung. Für eine zu Beginn festgelegte Operating Margin steht dem Vorstand eine Erfolgsbeteiligung in  einer definierten Höhe zu. Abweichungen von dieser durchschnittlichen Operating Margin führen zu Zu-  bzw. Abschlägen von dem Zielbetrag.  
Die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Fixbezüge 2.507 2.135
Variable Vergütung 4.583 1.393
Gesamt 7.090 3.528
Die Rückstellung für die noch nicht ausbezahlten variablen Vergütungen betrug zum 31. Dezember 2024   Tsd. EUR 6.348 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 3.860).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
(82.862)  
207  
An ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr 2024 Pensionen und an-   dere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von Tsd. EUR 1.418 (2023: Tsd. EUR 4.408)  bezahlt.  
Die Bezüge der von der Kapitalgeberseite entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Ge-   schäftsjahr 2024 Tsd. EUR 740 (2023: Tsd. EUR 737).  
23 AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSSPRÜFER  
Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH wurde von der 30. Ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2024   zum Jahres- und Konzernabschlussprüfer der Mayr-Melnhof Karton AG bestellt und prüft darüber hinaus  die Einzelabschlüsse aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2024 be-  tragen die Aufwendungen für Leistungen der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH in Österreich Tsd. EUR 1.181  (2023: Tsd. EUR 1.033), davon entfallen Tsd. EUR 914 (2023: Tsd. EUR 862) auf die Abschlussprüfung,  Tsd. EUR 150 (2023: Tsd. EUR 125) auf andere Bestätigungsleistungen und Tsd. EUR 117 (2023: Tsd. EUR 46) auf  sonstige Leistungen.  
24 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN  
Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Weder zum 31. Dezember 2024   noch zum 31. Dezember 2023 wurden Entwicklungskosten aktiviert.  
Die während des Geschäftsjahres 2024 in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Aufwand erfass-   ten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf Tsd. EUR 12.538 (2023: Tsd. EUR 5.644). Dieser  Anstieg ist insbesondere auf Innovationstätigkeiten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von  Kartonsorten zurückzuführen.  
25 FINANZERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Zinserträge aus Bankguthaben 26.777 8.326
Sonstige Finanzerträge 318 410
Summe Finanzerträge 27.095 8.736
Der Anstieg von Zinsen aus Bankguthaben resultiert vorwiegend aus höheren Bankbeständen sowie dem   gestiegenen Zinsniveau.  
26 FINANZAUFWENDUNGEN  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten (57.190) (45.479)
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten (3.963) (3.850)
Zinsaufwand aus Factoringvereinbarungen (17.252) (3.781)
Sonstige Finanzaufwendungen (4.457) (5.167)
Summe Finanzaufwendungen (82.862) (58.277)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
208  
Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Zins-   anstieg für die variabel verzinsten Kredite. Die sonstigen Finanzaufwendungen beinhalten insbesondere die  Bereitstellungsprovision für nicht ausgenützte Kreditlinien sowie Provisionen im Zusammenhang mit  Erwerbsfinanzierungen.  
Das Factoringprogramm wurde Ende des letzten Geschäftsjahres wesentlich erweitert. Die damit im Zu-   sammenhang stehenden Finanzaufwendungen waren im Vorjahr in der Position sonstige Finanzaufwen-  dungen enthalten.  
27 SONSTIGES FINANZERGEBNIS – NETTO  
(in Tausend EUR) 2024 2023
Wechselkursgewinne und -verluste – netto (16.763) (13.155)
Nettozinsaufwand aus Personalverpflichtungen (3.553) (3.659)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 2.466 1.350
Dividendenerträge 523 443
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung (IAS 29) (1.985) 3.756
Übrige sonstige Finanzerträge 6 462
Übrige sonstige Finanzaufwendungen (616) (599)
Sonstiges Finanzergebnis – netto (19.922) (11.402)
28 ERGEBNIS JE AKTIE  
Der Gewinn je Aktie wird gemäß IAS 33 „Ergebnis je Aktie“ ermittelt. Demnach sind zwei Kenngrößen, der   unverwässerte und der verwässerte Gewinn je Aktie, zu berechnen und auszuweisen. Der unverwässerte Ge-  winn je Aktie wird durch die Division des auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteiles am Jahres-  überschuss durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien während des Ge-  schäftsjahres ermittelt. Da es weder zum 31. Dezember 2024 noch zum 31. Dezember 2023 verwässerungs-  fähige Aktienbezugsrechte gibt, war eine Berechnung des verwässerten Gewinnes je Aktie nicht erforderlich.  Dieser entspricht somit dem unverwässerten Gewinn je Aktie.  
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des   Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stamm-  aktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.  
2024 2023
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Tausend EUR) 108.235 87.198
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien 20.000.000 20.000.000
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes unverwässertes Ergebnis
je Aktie (in EUR) 5,41 4,36
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2024, unverändert zum Vorjahr, 20.000.000   Stück.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Konzernabschluss  
209  
29 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE  
VERPFLICHTUNGEN  
Verpflichtungen aus anhängigen Verfahren bzw. ähnliche Ansprüche  
Gegen den Konzern sind verschiedene Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig, die sich aus der ge-  wöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen geht der  Konzern davon aus, dass alle Verfahren bzw. Ansprüche keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage  oder das konsolidierte Ergebnis haben werden, obwohl der Ausgang einzelner Verfahren nicht mit Sicher-  heit vorausgesagt werden kann.  
Umweltverpflichtungen  
Der Konzern unterliegt in Umweltangelegenheiten verschiedenen staatlichen Auflagen und Gesetzen in   den jeweiligen Ländern. Ausgaben für jene Maßnahmen, die der Behebung von Umweltangelegenheiten  aus der vergangenen Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind und die keinen nennenswerten zukünftigen Nut-  zen erwarten lassen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Sofern ein Aufwand wahrscheinlich und der  Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet der Konzern Rückstellungen für Umweltrisiken und Nachsorgever-  pflichtungen (siehe Anhangangabe 15 und 18 sowie Anhangangabe 4 für klimabezogene Risiken).  
Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Die Verpflichtungen aus verbindlich kontrahierten Investitionsprojekten für Sachanlagen und immaterielle   Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2024 Tsd. EUR 128.610 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 174.791).  Diese sind auf geplante konzernweite Investitionsprogramme mit Fokus auf Ausbau und Erneuerung zurück-  zuführen. Darüber hinaus bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen im Zusammenhang mit der Roh-  stoff- und Energieversorgung des Konzerns, welche durch das Beschaffungsmanagement gesteuert werden.  
30 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND  
PERSONEN  
Der Aufwand für von sonstigen nahestehenden Unternehmen bezogene Rohstoffe für die Kartonerzeugung   betrug im Geschäftsjahr 2024 Tsd. EUR 8.437 (2023: Tsd. EUR 8.606). Zum 31. Dezember 2024 bestanden ge-  genüber sonstigen nahestehenden Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in  Höhe von Tsd. EUR 686 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 417).  
Im Geschäftsjahr 2024 wurden Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. EUR 544   (2023: Tsd. EUR 1.194) erzielt. Zum 31. Dezember 2024 bestanden gegenüber assoziierten Unternehmen For-  derungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. EUR 282  (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 404).  
Der Aufwand für von Gemeinschaftsunternehmen bezogene Rohstoffe betrug im Geschäftsjahr 2024   Tsd. EUR 6.024 (2023: Tsd. EUR 5.942). Zum 31. Dezember 2024 bestanden gegenüber Gemeinschaftsunter-  nehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 2.041 (31. Dezember 2023:  Tsd. EUR 666), die im Geschäftsjahr 2024 in der Position Verbindlichkeiten aus „zur Veräußerung gehaltenen  Vermögenswerten" enthalten sind.  
Die Geschäfte mit diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.  
Als nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns (aktive Vorstands- und Auf-   sichtsratsmitglieder der Mayr-Melnhof Karton AG) und deren nahe Angehörige anzusehen. Für Informatio-  nen zur Managementvergütung siehe Anhangangabe 22.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
210  
Der Aufwand für von Aufsichtsratsmitgliedern erbrachte Beratungsleistungen betrug im Geschäftsjahr   2024 Tsd. EUR 28 (2023: Tsd. EUR 8). In diesem Zusammenhang bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von  Tsd. EUR 2 (31. Dezember 2023: Tsd. EUR 0). Es wurden marktübliche Sätze für derartige Beratungsleistungen  in Rechnung gestellt.  
Für Informationen zu Beiträgen in den britischen Pensionsplan im Vorjahr siehe Anhangangabe 15.  
31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks und kurzfristig   veranlagte Sichteinlagen bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten.  Zu den Zahlungsmitteläquivalenten zählen Geldmarktfonds, die jederzeit in einen festgelegten Zahlungs-  mittelbetrag umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zah-  lungsmittel in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Die so definierten Zahlungsmittel  und Zahlungsmitteläquivalente liegen der Konzerngeldflussrechnung zugrunde und beinhalten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
Festgeld 37.821 277.077
Bank- und Kassenbestand 382.760 479.134
Geldmarktfonds 98.118 0
Sonstige gebundene Bankguthaben 2.176 1.304
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 520.875 757.515
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode vom Konzernabschluss abge-   leitet, die Cash Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden hingegen direkt anhand der  Geldzu- und -abflüsse ermittelt.  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit reduzierte sich von Tsd. EUR 786.235 auf Tsd. EUR 516.297. Diese   Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Abbau des Wor-  king Capital.  
Die sonstigen Anpassungen im Cash Flow aus dem Ergebnis resultieren vor allem aus der Veränderung der   langfristigen Rückstellungen sowie Effekten aus Wechselkursänderungen.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von Tsd. EUR -409.050 auf Tsd. EUR -188.658, was   insbesondere auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermö-  genswerten nach dem intensivierten Investitionsprogramm der letzten Jahre zurückzuführen ist.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich von Tsd. EUR 103.378 auf Tsd. EUR -520.550.   Höheren Aufnahmen von Finanzierungen im Vorjahr standen deutlich höhere Darlehenstilgungen sowie  gestiegene Zinszahlungen im Geschäftsjahr 2024 gegenüber.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
211  
Die folgende Aufstellung zeigt eine Überleitung der Finanzverbindlichkeiten aus zahlungswirksamen und   nicht zahlungswirksamen Veränderungen:  
Langfristige Kurzfristige
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2024 1.768.942 250.514 2.019.456
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0 69.469 69.469
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (197.778) (277.871) (475.649)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen (197.778) (208.402) (406.180)
Wechselkurseffekte (65) 772 707
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (65.905) 80.646 14.741
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen (65.970) 81.418 15.448
Stand am 31. Dez. 2024 1.505.194 123.530 1.628.724
In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Veränderungen sind auch Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten   enthalten, denen der Erwerb von Vermögenswerten in gleicher Höhe gegenübersteht. Des Weiteren bein-  haltet diese Position Umbuchungen von langfristigen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Um-  gliederungen gemäß IFRS 5 (siehe Anhangangabe 5).  
Langfristige Kurzfristige
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 1.674.040 87.549 1.761.589
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 249.210 150.499 399.709
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (1.001) (153.406) (154.407)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen 248.209 (2.907) 245.302
Wechselkurseffekte 1.663 780 2.443
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (154.970) 165.092 10.122
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen (153.307) 165.872 12.565
Stand am 31. Dez. 2023 1.768.942 250.514 2.019.456
32 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG UND WEITERE  
INFORMATIONEN  
Im Zusammenhang mit dem Aktienrückkaufprogramm (siehe Anhangangabe 13) hat der Konzern im Ja-   nuar 2025 begonnen Transaktionen zu tätigen. Diese werden wöchentlich auf unserer Website unter  www.mm.group/de/investoren/aktie/ veröffentlicht.  
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse eingetreten, die wesentliche Aus-   wirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
33 BETEILIGUNGSLISTE  
2024
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
Mayr-Melnhof Karton
Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1)
MM Service GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM PACKAGING GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FOOD & PREMIUM
PACKAGING
Beaucrest Limited i. L.,
Hong Kong (HKG) HKD 1 100,00 % NK4)
- - - - -
Danubia International,
Kiew (UKR) UAH 1 100,00 % NK4)
Gundlach GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 52 100,00 % VK1)
MM Packaging Solutions
Ibérica S. L. U., Valencia (ESP) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Packaging GmbH/Jordan PSC,
Amman (JOR) JOD 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Packaging Marinetti
Limitada, Santiago de Chile (CHL) CLP 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Printing and
Packaging Tehran Company,
Private Joint Stock, Teheran (IRN) IRR 514.800.000 100,00 % VK1)
MM Bangor Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 0 100,00 % VK1)
MM C. P. Schmidt GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Graphia Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 5.538 100,00 % VK1)
MM Graphia GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MM Graphia Izmir Karton sanayi ve
ticaret anonim sirketi,
Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1)
MM Graphia Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1)
MM Gravure Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1)
MM Innovaprint GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Labels Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 34.078 100,00 % VK1)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
Mayr-Melnhof Karton
Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1)
MM Service GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM PACKAGING GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FOOD & PREMIUM
PACKAGING
Beaucrest Limited,
Hong Kong (HKG) HKD 1 100,00 % NK4)
C. P. Schmidt Verpackungs-Werk
Beteiligungsgesellschaft mbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 180 100,00 % VK1)
Danubia International,
Kiew (UKR) UAH 1 100,00 % NK4)
Gundlach GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 52 100,00 % VK1)
MM Packaging Solutions
Ibérica S. L. U., Valencia (ESP) EUR 7.500 % VK1)
MM Packaging GmbH/Jordan PSC,
Amman (JOR) JOD 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Packaging Marinetti
Limitada, Santiago de Chile (CHL) CLP 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Printing and
Packaging Tehran Company,
Private Joint Stock, Teheran (IRN) IRR 514.800.000 100,00 % VK1)
MM Bangor Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 0 100,00 % VK1)
MM C. P. Schmidt GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Graphia Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 5.538 100,00 % VK1)
MM Graphia GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MM Graphia Izmir Karton sanayi ve
ticaret anonim sirketi,
Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1)
MM Graphia Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1)
MM Gravure Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1)
MM Innovaprint GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Labels Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 34.078 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
212  
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Konzernabschluss  
2024
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
- - - - -
MM Neupack GmbH,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1)
MM Packaging Behrens GmbH,
Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Packaging Caesar GmbH,
Traben-Trarbach (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Colombia S.A.S.,
Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Deeside Limited,
Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1)
- - - - -
MM PACKAGING France S.A.S.,
Monéteau (FRA) EUR 7.28 100,00 % VK1)
MM Packaging Leeuwarden B. V.,
Leeuwarden (NLD) EUR 18 100,00% VK1)
MM Packaging Polska Sp.zo.o.,
Jozefow (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Romania S. R. L.,
Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1)
- - - - -
MM Packaging Ukraine LLC,
Cherkassy (UKR) UAH 56.896 100,00 % VK1)
MM Packaging Vidon Limited
Liability Company,
Ho Chi Minh City (VNM) VND 280.000.000 100,00 % VK1)
MM Premium Vienna GmbH,
Wien (AUT) EUR 3.050 100,00 % VK1)
MMP Neupack Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 28.700 100,00 % VK1)
MMP Premium Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 26.000 100,00 % VK1)
MMP Premium Printing Center GmbH,
Trier (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MMP Premium SAS,
Ancenis (FRA) EUR 6.686 100,00 % VK1)
MPC Besitzgesellschaft mbH,
Traun (AUT) EUR 3.700 100,00 % VK1)
PacProject GmbH,
Hamburg (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM Graphia Bielefeld GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 526 100,00 % VK1)
MM Neupack GmbH,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1)
MM Packaging Behrens GmbH,
Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Packaging Caesar GmbH,
Traben-Trarbach (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Colombia S.A.S.,
Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 00,00 % VK1)
MM Packaging Deeside Limited,
Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1)
MM Packaging Deutschland GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM PACKAGING France S.A.S.,
Monéteau (FRA) EUR 7.289 100,00 % VK1)
MM Packaging Leeuwarden B. V.,
Leeuwarden (NLD) EUR 18 100,00% VK1)
MM Packaging Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Romania S. R. L.,
Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1)
MM Packaging Schilling GmbH,
Heilbronn (DEU) EUR 2.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Ukraine LLC,
Cherkassy (UKR) UAH 56.896 100,00 % VK1)
MM Packaging Vidon Limited
Liability Company,
Ho Chi Minh City (VNM) VND 280.000.000 100,00 % VK1)
MM Premium Vienna GmbH,
Wien (AUT) EUR 3.050 100,00 % VK1)
MMP Neupack Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 28.700 100,00 % VK1)
MMP Premium Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 26.000 100,00 % VK1)
MMP Premium Printing Center GmbH,
Trier (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MMP Premium SAS,
Ancenis (FRA) EUR 6.686 100,00 % VK1)
MPC Besitzgesellschaft mbH,
Traun (AUT) EUR 3.700 % 100,00 % VK1)
PacProject GmbH,
Hamburg (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
213  
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Konzernabschluss  
2024
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
Private Aktiengesellschaft „Graphia
Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1)
Société Tunisienne des Emballages
Modernes, Tunis (TUN) TND 9.640 45,00 % EK3)
Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret
anonim sirketi, Izmir (TUR) TRY 116.331 100,00 % VK1)
TANN ARGENTINA S.A., i. L.,
Buenos Aires (ARG) ARS 12 100,00 % NK4)
Tann Beteiligungs GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Colombiana S.A.S., i.L.,
La Ceja/Medellin (COL) COP 351.000 100,00 % VK1)
TANN GERMANY GmbH,
Glinde (DEU) EUR 512 100,00 % VK1)
TANN Holding GmbH,
Traun (AUT) EUR 70 100,00 % VK1)
TANN Invest GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Longyou Ltd.,
Longyou (Zhejiang) (CHN) CNY 97.245 95,69 % VK1)
TANN PAPER Limited,
Woodstock (New Brunswick) (CAN) CAD 600 100,00 % VK1)
TANN Philippines, Inc.,
Santo Tomas (Batangas) (PHL) PHP 470.000 100,00 % VK1)
TANN Service GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Shanghai Co., Ltd.,
Shanghai (CHN) CNY 31.522 51,00 % VK1)
TANNPAPIER GmbH,
Traun (AUT) EUR 1.000 100,00 % VK1)
TBG Development Philippines, Inc.,
Makati City (Metro Manila) (PHL) PHP 53.320 100,00 % VK1)
VTV Verpackungstechnische
Verfahren GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 200 100,00 % VK1)
Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd.,
Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
Private Aktiengesellschaft „Graphia
Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1)
Société Tunisienne des Emballages
Modernes, Tunis (TUN) TND 9.640 45,00 % EK3)
Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret
anonim sirketi, Izmir (TUR) TRY 116.331 100,00 % VK1)
TANN ARGENTINA S.A.,
Buenos Aires (ARG) ARS 12 100,00 % NK4)
Tann Beteiligungs GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Colombiana S.A.S., i.L.,
La Ceja/Medellin (COL) COP 351.000 100,00 % VK1)
TANN GERMANY GmbH,
Glinde (DEU) EUR 512 100,00 % VK1)
TANN Holding GmbH,
Traun (AUT) EUR 70 100,00 % VK1)
TANN Invest GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Longyou Ltd.,
Longyou (Zhejiang) (CHN) CNY 97.245 95,69 % VK1)
TANN PAPER Limited,
Woodstock (New Brunswick) (CAN) CAD 600 100,00 % VK1)
TANN Philippines, Inc.,
Santo Tomas (Batangas) (PHL) PHP 470.000 100,00 % VK1)
TANN Service GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Shanghai Co., Ltd.,
Shanghai (CHN) CNY 31.522 51,00 % VK1)
TANNPAPIER GmbH,
Traun (AUT) EUR 1.000 100,00 % VK1)
TBG Development Philippines, Inc.,
Makati City (Metro Manila) (PHL) PHP 53.320 100,00 % VK1)
VTV Verpackungstechnische
Verfahren GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 200 100,00 % VK1)
Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd.,
Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
214  
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Konzernabschluss  
2024
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM PHARMA & HEALTHCARE
PACKAGING
MM Clayton LLC,
Wilmington (USA) USD 181 100,00 % VK1)
MM Eson Pac AB,
Veddige (SWE) SEK 10.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac Denmark A/S,
Taastrup (DEN) DKK 6.000 00,00 % VK1)
MM Fiber Packaging S.A.U.,
Barcelona (ESP) EUR 1.920 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging Ireland Limited,
Dublin (IRL) EUR 378 100,00 % VK1)
MM Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL)5) PLN 53.500 100,00 % VK1)
MM Nekicesa S. L. U.,
Madrid (ESP) EUR 18.881 100,00 % VK1)
MM Newport Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 1.231 100,00 % VK1)
MM Packaging Italy S. r. l.,
Podenzano (ITA) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Puerto Rico Inc.,
Guaynabo (PRI) USD 1 100,00 % VK1)
MM Packaging Sarreguemines S. A. R. L.,
Sarreguemines (FRA) EUR 4.115 100,00 % VK1)
MM Packaging & Securing Solutions
Limited, Bradford (GBR) GBP 70.149 100,00 % VK1)
MM Packaging UK Limited,
Bradford (GBR) GBP 139.391 100,00 % VK1)
MM Packaging US Inc.,
Wilmington (USA) USD 5 100,00 % VK1)
MM Wolfen GmbH,
Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MMP Packetis SAS,
Chazelles (FRA) EUR 1.677 100,00 % VK1)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM PHARMA & HEALTHCARE
PACKAGING
MM Clayton LLC,
Wilmington (USA) USD 181 100,00 % VK1)
MM Eson Pac AB,
Veddige (SWE) SEK 10.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac Denmark A/S,
Taastrup (DEN) DKK 6.000 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging S.A.U.,
Barcelona (ESP) EUR 1.920 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging Ireland Limited,
Dublin (IRL) EUR 378 100,00 % VK1)
MM Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) 5) PLN 53.500 100,00 % VK1)
MM Nekicesa S. L. U.,
Madrid (ESP) EUR 18.881 100,00 % VK1)
MM Newport Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 1.231 100,00 % VK1)
MM Packaging Italy S. r. l.,
Podenzano (ITA) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Puerto Rico Inc.,
Guaynabo (PRI) USD 1 100,00 % VK1)
MM Packaging Sarreguemines S. A. R. L.,
Sarreguemines (FRA) EUR 4.115 100,00 % VK1)
MM Packaging & Securing Solutions
Limited, Bradford (GBR) GBP 70.149 100,00 % VK1)
MM Packaging UK Limited,
Bradford (GBR) GBP 139.391 100,00 % VK1)
MM Packaging US Inc.,
Wilmington (USA) USD 5 100,00 % VK1)
MM Wolfen GmbH,
Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MMP Packetis SAS,
Chazelles (FRA) EUR 1.677 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
215  
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Konzernabschluss  
2024
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM BOARD & PAPER
CP (CartPrint) International Trading AG,
Worb (CHE) CHF 100 100,00 % VK1)
free-com solutions GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 51,00 % VK1)
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang
Gesellschaft m.b.H.,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 190 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FollaCell AS,
Follafoss (NOR) NOK 10.000 100,00 % VK1)
MM Frohnleiten GmbH,
Frohnleiten (AUT) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Gernsbach GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 9.205 100,00 % VK1)
MM Kolicevo d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 12.828 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Absorbex Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Boards Oy,
Kotka (FIN) EUR 10.200 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Oy,
Kotka (FIN) EUR 80 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Wood Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kwidzyn Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1)
MM Neuss GmbH,
Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1)
Nomamasa GmbH,
Düsseldorf (DEU) EUR 25 100,00% VK1)
Tor-Pal Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 384 92,59 % VK1)
Handels- und Vertriebs-
gesellschaften von
MM Board & Paper
Keminer Remmers Spiehs
Kartonhandels GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 1.280 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel
Tehran Co., Teheran (IRN) IRR 100.000 36,00 % NE2)
MM Board Benelux B.V.,
Amstelveen (NLD) EUR 91 100,00 % VK1)
MM Board Bulgaria EOOD,
Sofia (BGR) BGN 5 100,00 % VK1)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM BOARD & PAPER
CP (CartPrint) International Trading AG,
Worb (CHE) CHF 100 100,00 % VK1)
free-com solutions GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 51,00 % VK1)
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang
Gesellschaft m.b.H.,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 190 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FollaCell AS,
Follafoss (NOR) NOK 10.000 100,00 % VK1)
MM Frohnleiten GmbH,
Frohnleiten (AUT) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Gernsbach GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 9.205 100,00 % VK1)
MM Kolicevo d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 12.828 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Absorbex Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Boards Oy,
Kotka (FIN) EUR 10.200 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Oy,
Kotka (FIN) EUR 80 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Wood Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kwidzyn Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1)
MM Neuss GmbH,
Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1)
Nomamasa GmbH,
Düsseldorf (DEU) EUR 25 100,00% VK1)
Tor-Pal Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 384 92,59 % VK1)
Handels- und Vertriebs-
gesellschaften von
MM Board & Paper
Keminer Remmers Spiehs
Kartonhandels GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 1.280 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel
Tehran Co., Teheran (IRN) IRR 100.000 36,00 % NE2)
MM Board Benelux B.V.,
Amstelveen (NLD) EUR 91 100,00 % VK1)
MM Board Bulgaria EOOD,
Sofia (BGR) BGN 5 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
216  
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Konzernabschluss  
2024
Ange-
Nennkapital Konsoli-   wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM Board Czech s.r.o.,
Prag (CZE) CZK 820 100,00 % VK1)
MM Board France SARL,
Paris (FRA) EUR 8 100,00 % VK1)
MM Board Germany GmbH,
Neuss (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM B&P Hungary Kft.,
Budaörs (HUN) HUF 20 100,00 % VK1)
MM Board Italy SRL,
Mailand (ITA) EUR 51 75,00 % VK1)
MM Board Mexico S. de R. L. de C. V.,
Monterrey (MEX) MXN 3 100,00 % VK1)
MM Board North Africa SARL,
Tunis (TUN) TND 80 100,00 % VK1)
MM Board Polska Sp. z o. o.,
Posen (POL) PLN 50 100,00 % VK1)
MM Board SI d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 30 100,00 % VK1)
MM Board Spain S.A.,
Barcelona (ESP) EUR 60 75,00 % VK1)
MM Board UK Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 1.000 100,00 % VK1)
MM Board & Paper Sales GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM Board & Paper USA Inc.,
New Jersey (USA) USD 0 100,00 % VK1)
- - - - -
MM Shared Services Sp. z o. o.,
Warschau (POL) PLN 5.662 100,00 % VK1)
Varsity Packaging Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 300 100,00 % VK1)
2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Konsoli-
Wäh- Währungs- Beteiligungs- dierungs
Name der Gesellschaft rung einheiten ausmaß in % methode
MM Board Czech s.r.o.,
Prag (CZE) CZK 820 100,00 % VK1)
MM Board France SARL,
Paris (FRA) EUR 8 100,00 % VK1)
MM Board Germany GmbH,
Neuss (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM B&P Hungary Kft.,
Budaörs (HUN) HUF 20 100,00 % VK1)
MM Board Italy SRL,
Mailand (ITA) EUR 51 75,00 % VK1)
MM Board Mexico S. de R. L. de C. V.,
Monterrey (MEX) MXN 3 100,00 % VK1)
MM Board North Africa SARL,
Tunis (TUN) TND 80 100,00 % VK1)
MM Board Polska Sp. z o. o.,
Posen (POL) PLN 50 100,00 % VK1)
MM Board SI d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 30 100,00 % VK1)
MM Board Spain S.A.,
Barcelona (ESP) EUR 60 75,00 % VK1)
MM Board UK Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 1.000 100,00 % VK1)
MM Board & Paper Sales GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM Board & Paper USA Inc.,
Wilmington (USA) USD 0 100,00 % VK1)
MM Karton Russia LLC,
Moskau (RUS) RUB 14.290 100,00 % VK1)
MM Shared Services Sp. z o. o.,
Warschau (POL) PLN 5.662 100,00 % VK1)
Varsity Packaging Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 300 100,00 % VK1)
Der Stimmrechtsanteil weicht von den Eigentumsanteilen nicht ab. Das Mutterunternehmen hält keine Vorzugsanteile an den Tochterunternehmen.  
1) VK ... voll konsolidiertes Unternehmen  
2) NE ... Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziiertes Unternehmen, jedoch aufgrund von Unwesentlichkeit nicht „at equity“-bilanziert  
3) EK ... „at equity“-bilanziertes Unternehmen  
4) NK ... aus Unwesentlichkeit nicht konsolidiertes Unternehmen  
5) Die Gesellschaft ist auch im Segment MM Food & Premium Packaging tätig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
217  
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Konzernabschluss  
218  
34 ORGANE  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter Oswald (Vorsitzender)  
Mag. Roman Billiani (Mitglied des Vorstandes, seit 1. Mai 2024)  
Mag. Franz Hiesinger (Mitglied des Vorstandes)  
Aufsichtsrat  
Dr. Wolfgang Eder (Vorsitzender)  
Dr. Nikolaus Ankershofen (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Mag. Johannes Goess-Saurau (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander Leeb (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)   Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Andreas Hemmer (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard Novotny (Arbeitnehmervertreter)  
Wien , am 17. März 2025  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Roman Billiani e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Konzernabschluss  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Konzernabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochterge-  
sellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzerngewinn-  
und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzern-  
anhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und  
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024  
sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Ge-  
schäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU an-  
zuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgen-  
den EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.  
Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verant-  
wortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Ab-  
schlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be-  
schrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen  
unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns  
bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind,  
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen  
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren.  
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes  
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prü-  
fungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
219  
Konzernabschluss  
1. Neuzuordnung der Geschäfts(Firmen)werte aufgrund der Änderungen in der Segmentberichter-  
stattung durch die Änderung der Unternehmensstruktur im ehemaligen Segment MM Packaging  
Sachverhalt  
Im 2. Quartal 2024 führte der MM-Konzern eine neue Unternehmensstruktur ein, die eine Teilung des bishe-  
rigen operativen Segments MM Packaging in zwei operative Segmente zur Folge hatte: MM Food & Premium  
Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging. Ziel dieser Reorganisation ist die Erhöhung der Trans-  
parenz der Berichtserstattung und die bessere Steuerung, da das Geschäftsfeld Pharma & Healthcare  
Packaging ein anderes Businessmodell als jenes von Food & Premium Packaging verfolgt und innerhalb  
der Verpackungsindustrie als sehr spezialisiert wahrgenommen wird. Die interne Berichterstattung und die  
relevanten Informationen, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz im Hinblick auf die Beurteilung  
der Ertragskraft und zur Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden angepasst und spiegeln die  
neue Organisationsstruktur wider.  
Mit dieser Änderung in der Segmentaufteilung ist seit 30. Juni 2024 auch eine Neuzuordnung (Reallokation)  
jenes Geschäfts(Firmen)wertes verbunden, der dem bisherigen Segment MM Packaging zugeordnet war.  
Für diese Zwecke wurden zum 30. Juni 2024 gemäß den Vorgaben des IAS 36.87 für das alte operative  
Segment MM Packaging sowie für die beiden neuen operativen Segmente MM Food & Premium Packaging  
und MM Pharma & Healthcare Packaging Werthaltigkeitstests durchgeführt und die Neuzuordnung der Ge-  
schäfts(Firmen)werte erfolgte im Verhältnis der mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF-  
Methode) ermittelten Nutzungswerte.  
Daraus abgeleitet, wird der bestehende Geschäfts(Firmen)wert der MM Packaging zum 30. Juni 2024 zu  
29,9 % dem neuen Segment MM Pharma & Healthcare Packaging und zu 70,1 % dem Segment MM Food &  
Premium Packaging neu zugeordnet.  
Es besteht ein Risiko, dass die neuen operativen Segmente die Voraussetzungen des IFRS 8.5. nicht erfüllen  
und dass die im bisherigen operativen Segment MM Packaging erfassten Geschäfts(Firmen)werte nicht  
sachgerecht auf die beiden neuen operativen Segmente reallokiert wurden.  
Die per 30. Juni 2024 durchgeführten Werthaltigkeitstests und die darauf aufbauende Ermittlung der rela-  
tiven Anteile zur Neuzuordnung der Geschäfts(Firmen)werte auf die neuen Segmente unterliegen dabei  
denselben Risiken und Schätzungsunsicherheiten, die sich aus den Werthaltigkeitstests zur Ermittlung des  
Nutzungswerts im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode ergeben. Detaillierte Erläuterungen zu we-  
sentlichen Annahmen und Unsicherheiten im Rahmen von Werthaltigkeitstests unter Anwendung der Dis-  
counted-Cashflow-Methode finden sich in den Ausführungen zum besonderen wichtigen Sachverhalt  
„Werthaltigkeit des Geschäfts(Firmen)wertes der operativen Segmente MM Board & Paper, MM Food & Pre-  
mium Packaging bzw. MM Pharma & Healthcare Packaging sowie Werthaltigkeit der Buchwerte der zah-  
lungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppe von Vermögenswerten“.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die Umsetzung der geänderten Berichtsstruktur in der Vorstands- und Managementebene kri-  
tisch gewürdigt und überprüft, ob die beiden neuen Geschäftssegmente MM Food & Premium Packaging  
bzw. MM Pharma & Healthcare Packaging die Voraussetzungen des IFRS 8.5 (u. a. dass die operativen Seg-  
mente Geschäftstätigkeiten, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden, betreiben, das Vorliegen von  
separaten Finanzinformationen und die regelmäßige Überwachung der Betriebsergebnisse durch die ver-  
antwortliche Unternehmensinstanz im Hinblick auf Entscheidungen zur Ressourcenallokation) erfüllen.  
Weiters haben wir die neue Segmentstruktur im Zusammenhang mit der seit 30. Juni 2024 bestehenden  
Überwachung und Steuerung der Geschäfts(Firmen)werte in den Segmenten MM Food & Premium Packa-  
ging bzw. MM Pharma & Healthcare Packaging beurteilt und die angewandte Methodik sowie die rechne-  
rische Richtigkeit der Neuzuordnung der Firmenwerte auf die beiden neuen operativen Segmente validiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
Die angewandte Methodik zur Neuzuordnung der Firmenwerte einschließlich der Ermittlung der hierfür not-  
wendigen relativen Anteile basierend auf den anhand Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF-Methode)  
ermittelten Nutzungswerten gemäß IAS 36.87 ist sachgerecht. Die Darstellung der neuen Segmente inklu-  
sive der Darstellung der Vergleichsperiode ist sachgerecht. Die von IAS 36 sowie von IFRS 8 geforderten  
Anhangangaben sind vollständig und sachgerecht.  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Kon-  
zernanhang zum 31. Dezember 2024 unter Anhangangabe 6.3 – „Werthaltigkeit von langfristigen Vermö-  
genswerten“ sowie unter Anhangangabe 19 „Segmentberichterstattung“.  
2. Werthaltigkeit des Geschäfts(Firmen)wertes der operativen Segmente MM Board & Paper, MM Food  
& Premium Packaging bzw. MM Pharma & Healthcare Packaging sowie Werthaltigkeit der Buch-  
werte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppe von Vermögenswerten  
Sachverhalt  
Im Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, werden unter dem Bilanzposten „im-  
materielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“, Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von  
Tsd. EUR 742.850 ausgewiesen, die damit rund 15,3 % der Bilanzsumme des Konzerns repräsentieren. Dieser  
Posten betrifft mit Tsd. EUR 462.948 den Geschäfts- oder Firmenwert MM Board & Paper, mit Tsd. EUR 178.438  
den Geschäfts(Firmen)wert MM Food & Premium Packaging bzw. mit TEUR 101.464 MM Pharma & Healthcare  
Packaging. Die Geschäfts(Firmen)werte werden einmal jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen vom  
Management einem verpflichtenden Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbe-  
darf zu ermitteln. Durch die Umklassifizierung der TANN-Gruppe, welche bis zur Erfüllung der Voraussetzun-  
gen einer Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 Teil des operativen Segments MM Food & Premium Packaging  
war, wurde auch ein nach den Vorgaben des IAS 36.86 anteiliger Geschäfts(Firmen)wert in Höhe von  
TEUR 57.080 der Veräußerungsgruppe zugeordnet.  
Darüber hinaus werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 sonstige immaterielle Vermögenswerte  
in Höhe von Tsd. EUR 163.444 und Sachanlagen in Höhe von Tsd. EUR 2.024.691 ausgewiesen. Das Management  
beurteilt bei Vorliegen von Anhaltspunkten gemäß IAS 36, ob die Buchwerte einer zahlungsmittelgenerieren-  
den Einheit wertgemindert sein könnten.  
Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts(Firmen)wert erfolgt auf Ebene des jeweiligen operativen Seg-  
ments MM Board & Paper, MM Food & Premium Packaging bzw. MM Pharma & Healthcare Packaging, wel-  
chem der Geschäfts(Firmen)wert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird ein Wertminde-  
rungsaufwand des Geschäfts(Firmen)wertes erfasst, wenn der Buchwert des operativen Segments als  
zahlungsmittelgenerierende Einheit den entsprechenden erzielbaren Betrag übersteigt. Zudem wird ein  
Wertminderungsaufwand erfasst, soweit der Buchwert eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermö-  
genswerten bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erziel-  
bare Betrag eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer zahlungsmittelgene-  
rierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert  
abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen,  
sind externe und interne Informationsquellen zu berücksichtigen. Hierbei werden auch Erwartungen in Be-  
zug auf die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Ein-  
flussfaktoren sowie die erwarteten Entwicklungen der Rohstoffpreise (insbesondere Holz, Altpapier) als  
auch der Energiekosten und die Auswirkung des Klimawandels auf die Geschäftstätigkeit des Segments  
berücksichtigt. Der Konzern ermittelt den Nutzungswert mittels eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens  
(DCF-Methode). Neben Prognosen der zukünftigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern ist ins-  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
besondere auch der Kapitalisierungszinssatz (WACC) als stark ermessensbehaftet einzustufen. Die Diskon-  
tierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der operativen Segmente bzw. der  
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des operativen Segments.  
Da sich bereits geringfügige Änderungen im Kapitalisierungszinssatz bzw. der zukünftigen CashFlows we-  
sentlich auf den erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf die Ermittlung des Nut-  
zungswerts und somit die Werthaltigkeit der Geschäfts(Firmen)werte der Gruppe von Vermögenswerten  
bzw. des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erhebliche Schätzungsunsicherheiten.  
Sollte bei Vorliegen von Anhaltspunkten eines möglichen Wertminderungsbedarfs der Nutzungswert un-  
terhalb der Buchwerte eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer zahlungs-  
mittelgenerierenden Einheit liegen, ermittelt das Management unter Beiziehung von externen unabhängi-  
gen Gutachtern den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten des Vermögenswertes, der  
Gruppe von Vermögenswerten und der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wobei ein rechnerischer  
Wertminderungsbedarf auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die dieser zugehörigen  
Vermögenswerte bis maximal auf ihren jeweiligen Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten allokiert wird.  
Im Geschäftsjahr 2024 kam es auf Basis der Wertminderungstests auf Geschäfts(Firmen)wert tragender  
Segmentebene zu keiner Erfassung von Wertminderungen von Geschäfts(Firmen)werten. Im Geschäftsjahr  
2024 kam es auf Basis von Wertminderungstests zahlungsmittelgenerierender Einheiten zu keiner Erfas-  
sung von Wertminderungen von Buchwerten.  
Die Bewertung des erzielbaren Betrags ist komplex und bedarf entsprechender Expertise und ist in wesentli-  
chem Ausmaß von bedeutsamen Annahmen und ermessensbehafteten Entscheidungen des Managements  
abhängig. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die dem Wertminderungstest zugrunde lie-  
genden Bewertungsannahmen bei einer nicht angemessenen Ermittlung der erzielbaren Beträge der Ver-  
mögenswerte, der Gruppe von Vermögenswerten bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu einer nicht  
identifizierten und bilanziell nicht erfassten Wertminderung führen können.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die vom Vorstand beobachteten Anhaltspunkte möglicher Wertminderungserfordernisse über-  
prüft und die Buchwerte der hierbei identifizierten risikobehafteten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten  
hinsichtlich eines Wertminderungsbedarfs untersucht.  
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter teilweiser Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten unter  
anderem das methodische Vorgehen zur Identifikation von Anhaltspunkten für einen Wertberichtigungs-  
bedarf sowie zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Zudem haben wir uns von der An-  
gemessenheit der wesentlichen Annahmen und Inputparameter zu der geplanten Entwicklung der zukünf-  
tigen Zahlungsströme vor Steuern sowie von der Bewertung der Nutzungswerte und, wo relevant, der  
beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten überzeugt und beurteilt, ob alle relevanten inter-  
nen und externen Informationsquellen durch das Management berücksichtigt worden sind. Die künftigen  
erwarteten Zahlungsströme wurden aus dem vom Management verabschiedeten und vom Aufsichtsrat  
genehmigten Budget 2025 der Segmente MM Board & Paper, MM Food & Premium Packaging bzw.  
MM Pharma & Healthcare Packaging abgeleitet. Zudem haben wir die Angemessenheit der Berechnung  
insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt.  
In diesem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung  
der Umsätze und Ergebnismarge, der Working-Capital Entwicklung, der Investitionsniveau und potenzieller  
Auswirkungen des Klimawandels gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen  
Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits geringe Veränderungen des verwendeten  
Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Nut-  
zungswerts haben können, haben wir diese und deren Ableitung sowohl hinsichtlich der einzelnen Annah-  
men und Parameter auf Basis unternehmensspezifischen Informationen, historischen Daten, verfügbarer  
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Konzernabschluss  
Marktdaten als auch vor dem Hintergrund einer kritischen Gesamtbeurteilung gewürdigt und mit dem Ma-  
nagement besprochen. Die bei der Ermittlung der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsmodelle haben  
wir auf rechnerische Richtigkeit und auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen der einschlä-  
gigen Regelungen der IFRS geprüft. Zudem haben wir überprüft, ob einerseits die Buchwerte der gemäß  
IFRS 5 als Veräußerungsgruppe gehaltenen TANN-Gruppe sowie jene der TANN-Gruppe zurechenbaren,  
zukünftigen Cashflows aus dem Werthaltigkeitstest der Geschäft(Firmen)werte des operativen Segments  
MM Food & Premium Packaging korrekt eliminiert wurden und andererseits, ob der anteilige Geschäfts(Fir-  
men)wert, welcher der TANN-Gruppe gemäß den Vorgaben des IAS 36.86 zuzurechnen ist, sachgerecht  
ermittelt und in der Folge der Veräußerungsgruppe zugeordnet wurde.  
Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die vom Management er-  
stellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Geschäfts(Fir-  
men)werte der operativen Segmente MM Board & Paper, MM Food & Premium Packaging bzw. MM Pharma  
& Healthcare Packaging sowie die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Berück-  
sichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsströme  
gedeckt sind.  
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts(Firmen)werte bzw.  
zur Werthaltigkeit der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vollständig und sachgerecht  
sind. Die vom Management identifizierten, auf Wertminderungen zu testenden Buchwerte der Ge-  
schäfts(Firmen)werte sowie der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig  
und sachgerecht. Die hierbei getroffenen wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen sind  
nachvollziehbar und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. Die Angaben im Konzernanhang zum 31.  
Dezember 2024 in Bezug auf die Werthaltigkeit der Geschäfts(Firmen)werte sowie der Buchwerte der zah-  
lungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig und ordnungsgemäß.  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Kon-  
zernanhang zum 31. Dezember 2024 unter Anhangangabe 6 – „Entwicklung des Anlagevermögens“ in Punkt  
6.1 – „Sachanlagen inklusive Leasingverhältnissen“, Punkt 6.2 – „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Ge-  
schäfts(Firmen)werten“ und in Punkt 6.3 – „Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten“ sowie unter  
Anhangangabe 5 – „Wesentliche Ereignisse in 2024“ in Punkt 5.1.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informatio-  
nen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Kon-  
zernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir  
geben dazu keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese  
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Un-  
stimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen  
aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten  
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Dar-  
stellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir  
haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.  
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Konzernabschluss  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den  
Konzernabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass  
dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwen-  
den sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Ver-  
mögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-  
wortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines  
Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolo-  
sen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähig-  
keit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammen-  
hang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den  
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die ge-  
setzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit  
einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des  
Konzerns.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei  
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen  
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes  
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den  
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern,  
durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets auf-  
deckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als  
wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,  
dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen  
von Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grunds-  
ätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der  
gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen  
Handlungen oder Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risi-  
ken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grund-  
lage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche  
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose  
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende  
Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit  
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.  
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Konzernabschluss  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungs-  
methoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in  
der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrund-  
satzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grund-  
lage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignis-  
sen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Un-  
sicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben  
im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prü-  
fungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum  
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten  
können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich  
der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in  
einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnach-  
weise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlan-  
gen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind verantwortlich für  
die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführ-  
ten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die ge-  
plante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-  
schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschluss-  
prüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhal-  
tensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen  
und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf  
unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von  
Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben,  
diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäfts-  
jahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sach-  
verhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen  
die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sach-  
verhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet  
wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse über-  
steigen würden.  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Konzernlagebericht  
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu  
prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen An-  
forderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen  
Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
225  
Konzernabschluss  
würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu  
unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt  
erscheinen.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstim-  
mung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlage-  
berichtes durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen auf-  
gestellt, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen  
Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzern-  
lagebericht nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt und im  
Anschluss vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesell-  
schaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen  
Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben  
und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Ge-  
sellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 17. März 2025  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur  
in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf  
den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende  
Fassungen sind die Vorschriften des §281Abs. 2UGB zu beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
Zusicherungsvermerk des  
unabhängigen Prüfers  
Wir haben eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Konzernlagebericht im Abschnitt  
„6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ enthaltenen kon-  
solidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, für das am  
31.Dezember 2024 endende Geschäftsjahr durchgeführt.  
Zusammenfassende Beurteilung auf Basis einer Prüfung mit begrenzter Zusicherung  
Auf der Grundlage unserer durchgeführten Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise  
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Kon-  
zernlagebericht im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeits-  
erklärung)“ enthaltene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht in allen wesentlichen Belangen  
mit den Anforderungen des Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU übereinstimmt, einschließlich:  
der Übereinstimmung mit den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung  
(in der Folge ESRS), inklusive der Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung von Informationen,  
über die nach den ESRS zu berichten ist (in der Folge „Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse“), und  
dessen Darstellung in der Angabe „Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit von Nachhaltig-  
keitsthemen (Wesentlichkeitsanalyse)“, und  
der Einhaltung der Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Artikel 8 der Taxonomie-  
Verordnung (EU) 2020/852 (in der Folge EU-Taxonomie-VO).  
Grundlage für die zusammenfassende Beurteilung  
Wir haben unsere Prüfung mit begrenzter Sicherheit unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und  
der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen mit begrenzter Sicherheit in Über-  
einstimmung mit KFS/PG 13 durchgeführt. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind  
die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden  
Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Prüfungssicherheit gewonnen  
wird.  
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkei-  
ten des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung“ unseres Zusicherungsvermerks wei-  
tergehend beschrieben.  
Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen berufsrechtlichen Vor-  
schriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforde-  
rungen erfüllt.  
Unser Prüfungsbetrieb unterliegt den Bestimmungen der KSW-PRL 2022, die im Wesentlichen den Anforde-  
rungen gemäß ISQM 1 entspricht, und wendet ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem an, ein-  
schließlich dokumentierter Richtlinien und Verfahren zur Einhaltung ethischer Anforderungen, professionel-  
ler Standards sowie geltender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Zusicherungsvermerks erlangten Prüfungs-  
nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere zusammenfassende Beurteilung  
zu diesem Datum zu dienen.  
Sonstiger Sachverhalt – Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2023  
Angaben zum Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden keiner vergleichbaren Prüfung unterzogen.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen  
umfassen alle Informationen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht und im Geschäftsbericht  
2024, ausgenommen die „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitser-  
klärung)“ und unseren Zusicherungsvermerk.  
Unsere zusammenfassende Beurteilung über die im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung  
nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ aufgenommene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstat-  
tung erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung der im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach  
§ 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ aufgenommenen konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung  
haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie  
wesentliche Unstimmigkeiten zur im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB  
(Nachhaltigkeitserklärung)“ aufgenommenen Nachhaltigkeitsberichterstattung oder zu unseren bei der  
Prüfung mit begrenzter Sicherheit erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch  
dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen,  
dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet,  
über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung der Nachhaltigkeitserklärung einschließlich der Entwick-  
lung und Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse gemäß den geltenden Anforderungen  
und Standards verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit umfasst  
die Identifizierung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen sowie der Risiken und Chan-  
cen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten und die Beurteilung der Wesentlichkeit die-  
ser Auswirkungen, Risiken und Chancen,  
die Aufstellung der im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nach-  
haltigkeitserklärung)“ enthaltenen Nachhaltigkeitsberichterstattung unter Einhaltung der Anfor-  
derungen des Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU, einschließlich der Übereinstimmung mit den  
ESRS,  
die Aufnahme von Angaben in die Nachhaltigkeitserklärung in Übereinstimmung mit der EU-  
Taxonomie-VO sowie  
die Gestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung interner Kontrollen, die die gesetzlichen  
Vertreter als relevant erachten, um die Aufstellung einer im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinan-  
zielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ enthaltenen Nachhaltigkeitsbericht-  
erstattung, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  
oder Irrtümern ist, und die Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse in Überein-  
stimmung mit den Anforderungen der ESRS zu ermöglichen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konzernabschluss  
Diese Verantwortlichkeit umfasst weiters die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden zur Nachhal-  
tigkeitsberichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeits-  
angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind.  
Inhärente Beschränkungen bei der Aufstellung der Nachhaltigkeitserklärung  
Bei der Berichterstattung über zukunftsgerichtete Informationen ist die Gesellschaft verpflichtet, diese zu-  
kunftsgerichteten Informationen auf der Grundlage offengelegter Annahmen über Ereignisse, die in der  
Zukunft eintreten könnten, sowie möglicher zukünftiger Maßnahmen des Konzerns zu erstellen. Wahr-  
scheinlich wird es zu Abweichungen kommen, da erwartete Ereignisse häufig nicht wie angenommen  
eintreten.  
Bei der Festlegung der Angaben gemäß der EU-Taxonomie-VO sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet,  
unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Unbestimmte Rechtsbegriffe können, auch hinsichtlich der  
Rechtskonformität ihrer Auslegung, unterschiedlich ausgelegt werden und unterliegen dementsprechend  
Unsicherheiten.  
Bei der Berichterstattung über Treibhausgasemissionen spielt die wissenschaftliche Grundlage eine ent-  
scheidende Rolle. Dies kann jedoch auch zu Herausforderungen führen, insbesondere wenn es um die Be-  
stimmung von Emissionsfaktoren geht, vor allem wenn diese Faktoren erforderlich sind, um die Emissionen  
verschiedener Gase zu kombinieren und in einer einheitlichen Maßeinheit, wie z. B. CO2-Äquivalenten, aus-  
zudrücken. Unvollständige wissenschaftliche Erkenntnisse können daher zu Unsicherheiten in der Bericht-  
erstattung führen.  
Verantwortlichkeiten des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung  
Unsere Aufgabe ist die Planung und Durchführung einer Prüfung, um begrenzte Sicherheit darüber zu er-  
langen, ob die im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeits-  
erklärung)“ enthaltene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung einschließlich des darin dargestell-  
ten Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse und der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie-VO frei von  
wesentlichen falschen Darstellungen ist, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und dar-  
über einen Vermerk zu erstellen, der unsere zusammenfassende Beurteilung enthält. Falsche Darstellungen  
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn  
von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf Grundlage  
der Nachhaltigkeitserklärung getroffenen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Während der gesamten Prüfung mit begrenzter Sicherheit üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und be-  
wahren eine kritische Grundhaltung.  
Zu unseren Verantwortlichkeiten gehören:  
die Durchführung von risikobezogenen Prüfungshandlungen einschließlich der Erlangung eines  
Verständnisses der internen Kontrollen, die für den Auftrag relevant sind, um Darstellungen zu  
identifizieren, bei denen es wahrscheinlich zu wesentlichen falschen Angaben kommt, sei es auf-  
grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, jedoch nicht mit dem Ziel, eine zusammenfas-  
sende Beurteilung über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben, und  
die Entwicklung und Durchführung von Prüfungshandlungen bezogen auf Angaben in der Nach-  
haltigkeitsberichterstattung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen wahrscheinlich sind.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
229  
Konzernabschluss  
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufge-  
deckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammen-  
wirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraft-  
setzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten  
Eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit erfordert die Durchführung von Prüfungshandlungen zur  
Erlangung von Nachweisen über die im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a  
UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ enthaltene Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Art, der Zeitpunkt und  
der Umfang der ausgewählten Prüfungshandlungen hängen von pflichtgemäßem Ermessen ab, ein-  
schließlich der Identifizierung von Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung, bei denen wesentliche falsche  
Darstellungen wahrscheinlich sind, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtum.  
Bei der Durchführung unserer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit in Bezug auf die im Abschnitt  
„6. Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ enthaltene Nach-  
haltigkeitsberichterstattung gehen wir wie folgt vor:  
Wir erlangen ein Verständnis über das Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse, insbesondere durch:  
Befragungen, um die Quellen der von den gesetzlichen Vertretern verwendeten Informatio-  
o
nen zu verstehen; und  
die Durchsicht der internen Dokumentation des Prozesses; und  
o
Wir beurteilen, ob aufgrund der aus unseren Prüfungshandlungen gewonnenen Nachweise das  
Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse mit den Anforderungen der ESRS und mit der Darstellung des  
Prozesses in der Angabe „Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen  
(Wesentlichkeitsanalyse)“ übereinstimmt.  
Wir beurteilen, ob alle durch das Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse ermittelten relevanten In-  
formationen in die Nachhaltigkeitserklärung aufgenommen wurden.  
Wir gewinnen ein Verständnis von den Verfahren der Gesellschaft, die für die Aufstellung der Nach-  
haltigkeitserklärung relevant sind.  
Wir beurteilen, ob die Struktur und die Darstellung der in der Nachhaltigkeitserklärung enthaltenen  
konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung im Einklang mit den ESRS stehen.  
Hinsichtlich der Verknüpfungen mit anderen Teilen der Unternehmensberichterstattung und damit  
verbundenen Informationen gleichen wir ausgewählte Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung  
mit den entsprechenden Angaben im Konzernabschluss und den übrigen Abschnitten des Kon-  
zernlageberichts ab. Zudem beurteilen wir, ob Informationen, die gemäß ESRS 1.119 mittels Verweis  
in die Nachhaltigkeitserklärung aufgenommen wurden, den Anforderungen der ESRS entsprechen.  
Wir führen Befragungen des relevanten Personals und analytische Prüfungshandlungen zu aus-  
gewählten Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung durch.  
Wir führen stichprobenartige ergebnisorientierte Prüfungshandlungen zu ausgewählten Angaben  
in der Nachhaltigkeitserklärung durch.  
Wir erlangen Nachweise über die dargestellten Methoden zur Entwicklung von Schätzungen und  
zukunftsgerichteten Informationen.  
Wir erlangen ein Verständnis des Verfahrens zur Identifizierung taxonomiefähiger und taxonomie-  
konformer Wirtschaftsaktivitäten und zur Erstellung der entsprechenden Angaben in der Nachhal-  
tigkeitserklärung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
230  
Konzernabschluss  
Haftungsbeschränkung  
Bei der Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung mit begrenzter Sicherheit handelt es sich um eine freiwillige  
Prüfung. Vereinbarungsgemäß ist im Haftungsfall ein allfälliges Mitverschulden der geprüften Gesellschaft,  
ihrer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen zu berücksichtigen. Da unser Bericht ausschließlich im  
Auftrag und im Interesse der Gesellschaft erstellt wird, bildet er keine Grundlage für ein allfälliges Vertrauen  
dritter Personen auf seinen Inhalt. Ansprüche dritter Personen können daher daraus nicht abgeleitet  
werden.  
Diesen Zusicherungsvermerk erstatten wir auf Grundlage des mit dem Auftraggeber geschlossenen Prü-  
fungsvertrags, dem auch mit Wirkung gegenüber Dritten die beigelegten Allgemeinen Auftragsbedingun-  
gen für Wirtschaftstreuhandberufe (AAB 2018) zugrunde liegen.  
Abweichend von Punkt 7. Abs. 2 der AAB 2018 ist unsere Haftung für grobe Fahrlässigkeit gegenüber der  
Gesellschaft entsprechend den Größenmerkmalen der Gesellschaft unter Zugrundelegung der Größen-  
klassen des § 221 UGB in Anwendung des der Größenklasse der Gesellschaft entsprechenden Haftungs-  
höchstbetrages des § 275 Abs. 2 UGB mit dessen Hälfte auf EUR 6 Mio. begrenzt.  
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer  
Der für die Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist  
Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 17. März 2025  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe der im Konzernlagebericht im Abschnitt „6. Konsolidierte nichtfinan-  
zielle Erklärung nach § 267a UGB (Nachhaltigkeitserklärung)“ enthaltenen Nachhaltigkeitsberichterstattung  
mit unserem Zusicherungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Zusiche-  
rungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf die deutschsprachige und vollständige Nachhaltigkeitserklä-  
rung. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB sinngemäß zu beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
231  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Lagebericht  
GEM. § 243 UGB DER MAYR-MELNHOF KARTON  
AKTIENGESELLSCHAFT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER  
2024 BIS 31. DEZEMBER 2024  
Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft ist die geschäftsleitende Holdinggesellschaft des Mayr-  
Melnhof Konzerns, der in drei operativen Segmenten geführt wird: MM Food & Premium Packaging,  
1)  
MM Pharma & Healthcare Packaging und MM Board & Paper.  
MM Food & Premium Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln und beliefert ein breites Branchen-  
spektrum mit Verpackungslösungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes in den beiden Hauptmärkten  
Food und Premium & Specialities. Letzteres umfasst unter anderem die Bereiche Home Care, Personal Care,  
Beauty, Cigarette, Luxury, E-Commerce und Electronics.  
MM Pharma & Healthcare Packaging ist führender Anbieter von Pharma-Sekundärverpackungen in Europa  
und den USA mit einer attraktiven Position bei GLP-1-Analoga (z. B. gegen Diabetes oder Adipositas). Die  
Produktpalette umfasst Faltschachteln, Beipackzettel und Etiketten. Sie sind eine wesentliche Vorausset-  
zung dafür, dass Patient:innen täglich sicher mit den benötigten Medikamenten versorgt werden können.  
MM Board & Paper produziert und vermarktet ein vielfältiges Angebot an Karton- und Papierprodukten, die  
für eine Vielzahl von Konsumgütermärkten für Güter des täglichen Bedarfes als Verpackungsmaterial ein-  
gesetzt werden. Schwerpunkte sind Food, Premium & Specialities (Beauty & Personal Care etc.) sowie  
Pharma & Healthcare. Unsere Kraftpapiere werden vor allem an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche  
und die Laminatindustrie verkauft, ungestrichene Feinpapiere insbesondere an Papier-/Bürobedarfshänd-  
ler. Der im polnischen Werk MM Kwidzyn erzeugte NSBK-Zellstoff (Northern Bleached Softwood Kraft) wird  
großteils intern eingesetzt, aber auch auf dem internationalen Markt verkauft.  
Die von der Gesellschaft wahrgenommenen Führungs- und Steuerungsaufgaben umfassen die Bereiche  
Strategie, Investitionen, Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Finanz- und Risikomanagement, Investor  
Relations, Qualitätswesen, Einkauf, Informationstechnologie und Human Resources.  
1
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS IN 2024  
1.1 Branchenentwicklung  
Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Gesamtwirtschaft setzte sich die bislang längste Markt-  
schwäche auf den europäischen Kartonmärkten auch im Jahr 2024 fort. Trotz eines gewissen Auffülleffek-  
tes nach dem Lagerabbau aus dem Vorjahr blieb die Marktsituation angespannt. Wirtschaftliche Unsicher-  
heiten dämpften das Konsumverhalten, insbesondere bei Gütern des täglichen Bedarfes, was auch zu ei-  
ner Verlangsamung des Einsatzes von Kartonverpackungen führte. Überkapazitäten aufgrund des Wegfalls  
des russischen Marktes und schwache bzw. wettbewerbsintensive außereuropäische Märkte hielten das  
1) Im 2. Quartal 2024 führte der MM Konzern eine neue Unternehmensstruktur ein, die eine Teilung und Erweiterung des bisherigen Bereiches  
MM Packaging in zwei Bereiche zur Folge hatte: MM Food & Premium Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
232  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Preisniveau sowohl bei Recycling- als auch bei Frischfaserkarton unter Druck. Die nach dem drastischen  
Preisverfall zum Vorjahr angekündigten Preiserhöhungen wurden aufgrund des intensiven Verdrängungs-  
wettbewerbes nur selektiv umgesetzt.  
Die Preise für Altpapier und Zellstoff verzeichneten im 1. Halbjahr eine deutliche Aufwärtsbewegung, wäh-  
rend die Energiepreise im 1. Quartal fielen und in den Folgemonaten wieder kontinuierlich anstiegen. Ins-  
gesamt blieb der Margendruck in der Kartonindustrie über das gesamte Jahr hoch und der Kampf um  
Marktanteile setzte sich auch auf den Faltschachtelmärkten unvermindert fort.  
Trotz der schwierigen Lage verlief die Konsolidierung auf der Anbieterseite in Europa im Jahr 2024 nur  
schleppend. Anfang 2025 wurde jedoch die Schließung von zwei mittelgroßen Werken vom Mitbewerb an-  
gekündigt. Gleichzeitig stellen die Kapazitätserweiterungen in Skandinavien bei Frischfaserkarton, die ab  
2025 sukzessive auf den Markt kommen, eine Herausforderung dar. Die Anbieterstruktur im europäischen  
Faltschachtelbereich bleibt stark fragmentiert. Auf globaler Ebene fanden jedoch zwei Megafusionen statt:  
der Zusammenschluss Smurfit Westrock und die Akquisition von DS Smith durch International Paper, die  
vor allem jedoch das Produkt Wellpappe betreffen.  
Insgesamt zeigt sich, dass die Kartonindustrie weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist  
und strukturelle Veränderungen und Konsolidierungen notwendig bleiben.  
1.2 Geschäftsverlauf 2024 in den Divisionen  
MM Food & Premium Packaging  
Angesichts der anhaltenden Konsumschwäche bei Gütern des täglichen Bedarfes war das Jahr 2024 ins-  
gesamt von einer zurückhaltenden Marktnachfrage in allen Marktsegmenten der Faltschachtel geprägt.  
Die Auftragslage hat sich nach rückläufiger Tendenz in 2023 im Jahr 2024 wieder stabilisiert. MM Food &  
Premium konnte durch starken Fokus auf Wachstum vor allem die Menge in den Bereichen Food und  
Beauty steigern. Insgesamt lag die produzierte Menge mit 3.103 Millionen m (2023: 3.027 Millionen m ) um  
2
2
2,5 % über dem Vorjahr.  
Gleichzeitig blieben die Verkaufspreise aufgrund hoher Wettbewerbsintensität stark unter Druck, wobei es  
auch zu kartonindexbasierten Preisreduktionen kam. MM Food & Premium setzte dem ein straffes Cash-  
Management, Kosteneinsparungen und Optimierungen im Produktmix erfolgreich entgegen. Besondere  
Fortschritte gelangen vor allem durch deutliche Produktivitätssteigerungen. Um die Ressourcen der Divi-  
sion noch optimaler zu nutzen, wurde die Zusammenarbeit zwischen den Business Units der Division inten-  
siviert. Der Aufbau zusätzlicher Tiefdruckkapazitäten am bestehenden Food-Standort in Rumänien ist dabei  
ein Schlüsselprojekt.  
Im Dezember 2024 hat sich MM mit Evergreen Hill Enterprise, Pte. Ltd., einem Unternehmen innerhalb einer  
diversifizierten indonesischen Unternehmensgruppe, auf den Verkauf von 100 % der Anteile an der TANN  
Gruppe zu einem Unternehmenswert von 360 Mio. EUR geeinigt. Dieser Schritt erfolgte, da das Geschäftsfeld  
von TANN (Tipping Paper) außerhalb der Kernbereiche Karton und Konsumgüterverpackung liegt. Das Clo-  
sing wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet.  
Dank des Mengenwachstums und der erzielten Einsparungen erreichte MM Food & Premium eine gute be-  
reinigte Operating Margin von 10,5 % (2023: 12,1 %). Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei 179,4 Mio. EUR  
nach 214,9 Mio. EUR im Vorjahr. Der Return on Capital Employed betrug 15,6 % (2023: 16,9 %), der Cash Flow  
aus der Geschäftstätigkeit belief sich auf 321,2 Mio. EUR (2023: 418,4 Mio. EUR). In konsequenter Umsetzung  
des Profit & Cash-Protection Programmes reduzierten sich die Investitionen mit 58,3 Mio. EUR deutlich ge-  
genüber dem Vorjahreswert (2023: 122,9 Mio. EUR).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
233  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.702,4 Mio. EUR vor allem preisbedingt unter dem Vorjahr (2023: 1.781,2 Mio. EUR).  
Diese entfielen zu 71 % auf Europa, zu 8 % auf Amerika sowie zu 21 % auf die übrige Welt (2023: 73 %; 7 %;  
20 %). MM Food & Premium beliefert rund 1.200 Kunden in verschiedenen Konsumgüterbranchen. Die  
Hauptmärkte sind Lebensmittel sowie Premium, wobei Letzterer die Teilmärkte Home Care, Personal Care,  
Beauty, Cigarette, Luxury, E-Commerce und Electronics umfasst. Aufgrund der hohen Konzentration in den  
Abnehmerindustrien wird ein erheblicher Teil des Geschäftes mit multinationalen Großkunden erwirtschaf-  
tet. In 2024 entfielen demnach rund 39 % (2023: 39 %) der Umsatzerlöse auf die fünf größten Kunden.  
MM Pharma & Healthcare Packaging  
Das Geschäftsjahr 2024 war von einer schwachen Marktnachfrage nach sekundärer Pharmaverpackung  
geprägt, vor allem in Europa. Hauptfaktoren waren der Abbau von Lagerständen bei Kunden, Liefereng-  
pässe für APIs (Active Pharmaceutical Ingredients) und andere Komponenten vor allem im Bereich der  
GLP-1-Medikamente (Diabetes/Adipositas) sowie reduzierter Konsum im Bereich verschreibungsfreier Me-  
dikamente. MM Pharma & Healthcare Packaging verzeichnete vor diesem Hintergrund in 2024 einen Men-  
genrückgang von 4,2 % (957 auf 918 Millionen m²).  
In 2024 haben wir den Transformationsprozess der Division deutlich vorangetrieben und konnten das an-  
spruchsvolle Investitionsprogramm für die notwendige Modernisierung der Anlagen zur Steigerung der  
Wettbewerbsfähigkeit abschließen. Insgesamt sind mehr als 40 Maschinen neu in Betrieb genommen wor-  
den, welche schrittweise an die MM Performance-Standards herangeführt werden.  
Operativ lagen Schwerpunkte auf konsequenter Preisdisziplin, umfassenden Kostenreduktionsmaßnah-  
men und Neugeschäftsgewinnung. Die Stärkung des Vertriebes und der Innovations- und Entwicklungsbe-  
reiche konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Wichtige Innovationsprojekte im Bereich Patientensicher-  
heit und Nachhaltigkeit wurden gemeinsam mit Schlüsselkunden zur Marktreife gebracht. MM Pharma &  
Healthcare Packaging verfügt nun über eine klar definierte Wachstumsausrichtung mit dem Fokus auf at-  
traktive Indikationsbereiche wie Adipositas und Diabetes (GLP-1) oder Onkologie.  
Die bereinigte Operating Magin lag bei 4,8 % nach 5,2 % im Vorjahr. Das bereinigte betriebliche Ergebnis  
belief sich auf 29,8 Mio. EUR (2023: 34,1 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 7,0 % (2023: 8,4 %),  
der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erreichte 71,9 Mio. EUR (2023: 76,2 Mio. EUR). Die Investitionen be-  
liefen sich auf 55,8 Mio. EUR und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 69,1 Mio. EUR. Die Umstellung auf  
Produkte von MM Board & Paper wurde weiter vorangetrieben, wobei die Schwesterdivision schon jetzt  
größter Kartonlieferant ist.  
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 615,7 Mio. EUR und lagen vor allem mengenbedingt unter dem Vorjahr  
(2023: 653,6 Mio. EUR). Davon entfielen 62 % auf Europa, 37 % auf Amerika und 1 % auf die übrige Welt (2023:  
65 %; 34 %; 1 %). MM Pharma & Healthcare Packaging beliefert rund 650 Kunden, wobei ca. 30 % (2023: 25 %)  
der Umsatzerlöse mit den fünf größten Kunden erzielt wurden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
234  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
MM Board & Paper  
Bei Board & Paper entwickelte sich die Markterholung vom tiefen Niveau des Vorjahres, das durch Abbau  
hoher Lagerstände geprägt war, unter den Erwartungen. Wettbewerbs- und Preisdruck setzten sich auf-  
grund von Überkapazitäten und schwachem Konsum unvermindert fort. MM Board & Paper gelang jedoch  
nach den umfangreichen markt- und umbaubedingten Stillständen des Vorjahres ein deutlicher Volu-  
menanstieg. Die produzierte Menge stieg um 16,7 % auf 3.145.000 Tonnen (2023: 2.694.000 Tonnen). Dadurch  
lag auch die Kapazitätsauslastung deutlich über dem Vorjahr. Der durchschnittliche Auftragsstand der Di-  
vision belief sich auf 172.000 Tonnen (2023: 156.000 Tonnen).  
Deutlich tiefere Durchschnittspreise überwogen aber die positiven Effekte aus der gesteigerten Menge.  
Gleichzeitig stiegen die Kosten für Altpapier und Zellstoff signifikant an. Die selektiv realisierten Preiserhö-  
hungen konnten dies nicht kompensieren. Von den niedrigeren Energie-Spotpreisen profitierte die  
MM Board & Paper Division aufgrund eines hohen Anteiles von Festpreisen nur eingeschränkt.  
Die Kostensenkungsinitiativen lieferten vor allem ab dem 2. Halbjahr bereits spürbare Beiträge, wobei grö-  
ßere Effekte erst für 2025 erwartet werden. Erfreulich führten die jüngsten Maschinenumbauten zu entschie-  
denen Verbesserungen unserer Produkte, welche von unseren Kunden sehr gut aufgenommen wurden.  
Die bereinigte Operating Margin blieb mit -1,0 % konstant zum Vorjahr, ebenso das bereinigte betriebliche  
Ergebnis in Höhe von -19,2 Mio. EUR (2023: -1,0 % bzw. -19,8 Mio. EUR), welches auch von einer höheren CO2-  
Kompensation als im Vorjahr profitierte. Der Return on Capital Employed belief sich auf -1,1 % (2023: -1,1 %),  
der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit betrug 123,2 Mio. EUR (2023: 291,6 Mio. EUR). Im Zuge des Profit &  
Cash Protection-Programmes wurden die Investitionen nach den Großprojekten in den Vorjahren deutlich  
reduziert und betrugen 106,8 Mio. EUR (2023: 233,3 Mio. EUR).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.954,3 Mio. EUR preisbedingt um nur 1,8 % über dem Vergleichswert (2023:  
1.919,1 Mio. EUR). Sie verteilen sich ähnlich wie im Vorjahr zu 91 % auf Europa, 3 % auf Amerika und 6 % auf die  
übrige Welt (2023: 92 %; 1 %; 7 %).  
Die beiden Packagingdivisionen von MM waren mit einem gemeinsamen Lieferanteil von rund 15 % bzw.  
265.000 Tonnen Karton (2023: 16 % bzw. 234.000 Tonnen) unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
1.3 Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2024  
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete die Gesellschaft verglichen zum Vorjahr geringere Beteiligungserträge,  
denen die Dividendenzahlung für 2024 gegenüberstand.  
Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft war vor allem durch die Ausübung der Holdingfunktionen sowie der  
Verwaltung der Anteile an verbundenen Unternehmen gekennzeichnet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
235  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren  
(in EUR)  
2024  
2023  
Finanzergebnis  
178.823.720,39  
171.736.603,44  
Umsatzerlöse  
17.872.683,17  
7.399.788,56  
Betriebsergebnis  
(14.946.397,29)  
(5.461.848,58)  
Cash Earnings  
140.232.345,28  
152.707.167,19  
Eigenkapitalausstattung  
37,31 %  
31,31 %  
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit  
139.759.653,91  
158.662.483,80  
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit  
(113.555.778,66)  
(386.884.740,27)  
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit  
(377.883.168,18)  
156.000.000,00  
1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren  
Personal  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Umweltbelange  
Kreislaufwirtschaft ist durch unsere Konzentration auf Karton- und Papierprodukte, die vorwiegend unter  
Einsatz nachwachsender Rohstoffe erzeugt und nach dem Gebrauch stofflich wieder verwertet werden,  
bereits lange immanenter Teil unserer Tätigkeit. Daher sind wir bestrebt, in der aktuellen Verpackungsdis-  
kussion durch verstärkte Innovation und nachhaltige Investitionstätigkeit im Konzern mit kompetitiven Lö-  
sungen aus Karton und Papier neue Möglichkeiten für die Substitution von Kunststoffen zu bieten und at-  
traktives Zukunftspotenzial für MM zu schaffen.  
Grundlage der nachhaltigen Ausrichtung der MM Gruppe bilden unsere strategische Positionierung als  
Marktführer auf Basis von Technologie- und Innovationsführerschaft sowie die Wohlverhaltensregeln unse-  
res Unternehmenskodex (Code of Conduct), welche u. a. auch die universellen Prinzipien des UN Global  
Compact in den Bereichen Arbeitsnormen, Menschenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung  
miteinschließen. Laufende Zielsetzungen und Ressourcenallokationen im Konzern folgen dieser Ausrichtung.  
Im aktuellen Trend hin zu nachhaltigen Verpackungsformen sind Kartonverpackungen aus erneuerbaren  
Rohstoffen infolge der hohen Recyclingfähigkeit sehr gut positioniert.  
1.6 Zweigniederlassungen  
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.  
1.7 Weitere Informationen  
Gemäß der Ermächtigung durch die 30. Ordentliche Hauptversammlung und des darauf basierenden Vor-  
standsbeschlusses kann die Gesellschaft in der Periode von 3. Januar 2025 bis voraussichtlich 23. Dezember  
2025 maximal 1.000.000 Aktien bzw. bis zu 5 % des Grundkapitals zurückkaufen. Die Transaktionen werden  
auf unserer Website unter www.mm.group/de/investoren/aktie/ veröffentlicht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
236  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES  
UNTERNEHMENS  
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens in 2025  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 17. März 2025 und berücksichtigt keine  
Auswirkungen von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des  
Jahres 2025. Die vorangegangenen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl  
bekannten als auch unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächli-  
chen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen können.  
Die schwache Marktnachfrage hält angesichts der getrübten gesamtwirtschaftlichen Aussichten in den  
europäischen Hauptmärkten weiter an.  
MM strebt danach, seine Marktposition in den drei Divisionen durch die Verfolgung von Kosten-, Technologie-  
und Innovationsführerschaft in den Kernkompetenzbereichen Verpackung und Karton zu festigen bzw.  
auszubauen. Die Absatzschwerpunkte liegen auf einem verbreiterten Vertriebsansatz, innovativen Lösun-  
gen und der Substitution von Plastik. Zielsetzung ist es, darüber hinaus auch durch Kostenmanagement  
und strukturelle Optimierungsmaßnahmen die Ertragskraft zu verbessern. Aufgrund der erfreulichen bis-  
herigen Fortschritte wird ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm „Fit-for-Future“ für die gesamte  
Gruppe ausgerollt.  
Die Situation auf den Beschaffungsmärkten zeigt aktuell eine eher stabile Entwicklung auf erhöhtem Niveau.  
Investitionen werden sich in 2025 insbesondere auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Er-  
höhung des Anteiles erneuerbarer Energien konzentrieren und in einer Höhe von rund 300 Mio. Euro erwar-  
tet. Die jährlichen Wartungsstillstände bei Board & Paper, welche vor allem die Zellstofffabriken in Polen und  
Finnland betreffen, werden heuer vor allem im 3. Quartal stattfinden. Die diesbezüglichen Aufwendungen  
werden aktuell auf rund 41 Mio. EUR (2024: 26 Mio. EUR) geschätzt.  
Das Closing des Verkaufes der TANN Gruppe wird im 1. Halbjahr 2025 erwartet. Ziel ist, aus dem Verkaufs-  
erlös die Verschuldung des Konzerns zu verringern.  
MM wird in 2025 konsequent an der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele weiterarbeiten. Dabei stehen  
die umweltbezogenen Kernthemen Dekarbonisierung, Wassereffizienz, Biodiversität und Abfallvermeidung  
im Fokus. Im sozialen Bereich liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Arbeitssicherheit und der Ver-  
meidung von Unfällen. Darüber hinaus sollen Lieferanten noch umfassender in Bezug auf Nachhaltigkeits-  
aspekte einbezogen werden.  
Mit einer wettbewerbsstarken Anlagenbasis und soliden Finanzierung ist MM sehr gut aufgestellt, um die  
anhaltend herausfordernde Marktsituation im Jahr 2025 erfolgreich zu bewältigen und mit nachhaltigen  
und innovativen Verpackungen langfristig Mehrwert zu schaffen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
237  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten  
Die Gesellschaft ist als geschäftsleitende Holding mit einer Anzahl von Risiken konfrontiert, die ein syste-  
matisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen. Zu den Finanzinstrumenten, die  
in der Gesellschaft in bestimmten Fällen eine Konzentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen  
vor allem liquide Mittel, Wertpapiere und Forderungen aus Beteiligungserträgen. Die Risiken und ihre po-  
tenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements erhoben, analysiert und auf Basis  
der definierten Risikopolitik bewältigt. Ziel ist es, die im Rahmen unserer Tätigkeit entstehenden potenziellen  
Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- und Si-  
cherungsmaßnahmen einzuleiten.  
Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zah-  
lungsmittel beinhalten. Dabei unterscheidet man einerseits originäre Finanzinstrumente wie liquide Mittel,  
Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforde-  
rungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente,  
die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen einge-  
setzt werden.  
Ein aktives Cash- und Credit-Management stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw.  
jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Die  
Einhaltung der Covenants aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen  
und Darlehen wird zur Risikominimierung regelmäßig überwacht.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unter-  
nehmen. Für diese wurden daher keine Kundenkreditversicherungen abgeschlossen.  
Die sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen und resul-  
tieren großteils aus konzerninternen Cash Pool-Vereinbarungen. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situa-  
tion wird das Risiko als gering angesehen, da sich die verbundenen Unternehmen jederzeit am Markt refi-  
nanzieren können.  
Für unser Geschäft können zusätzlich zu den aufgeführten Risiken weitere Risiken bestehen. Zum gegen-  
wärtigen Zeitpunkt sind solche Risiken nicht bekannt oder werden diese von uns für vernachlässigbar  
gehalten.  
Die Gesamteinschätzung der Risikosituation der Gesellschaft weist keine bestandsgefährdenden Elemente  
auf. Derartige Risiken sind auch im kommenden Geschäftsjahr nicht zu erwarten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
238  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MM Gruppe verfolgen das Ziel, die Wettbewerbs- und  
Wachstumsfähigkeit des Konzerns durch innovative und nachhaltige Lösungen langfristig zu stärken und  
abzusichern. Wir streben danach, Markt- und Zukunftstrends frühzeitig zu identifizieren und proaktiv Lösun-  
gen zu entwickeln, die sowohl unseren Kunden als auch dem gesamten Konzern einen Mehrwert bieten.  
Um dies nachhaltig zu erreichen, nutzen wir ein breites Netzwerk in und außerhalb unserer Organisation  
und investieren kontinuierlich in die Zukunft von MM.  
Der Antrieb unserer Innovationsleistungen liegt zum einen in dem Bestreben, Produkte und Prozesse konti-  
nuierlich zu optimieren, und zum anderen in der schnellen Umsetzung von Lösungen, die sich aus verän-  
derten Rahmenbedingungen ergeben. Zudem streben wir an, neue Geschäftsfelder und Zielanwendungen  
zu erschließen. Bei der Entwicklung und Umsetzung von Produktinnovationen berücksichtigen wir stets die  
Umweltauswirkungen, potenzielle Risiken für die Produktsicherheit sowie die Nutzung vorhandener Potenziale.  
Moderner Innovationsprozess  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how in der Ge-  
staltung von Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums-  
und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen sowie die Bereit-  
schaft, den Status quo zu hinterfragen, bilden die Grundpfeiler unseres Ansatzes.  
Alle Produktentwicklungen bei MM durchlaufen einen klar definierten und fortlaufend optimierten Prozess.  
Dieser beginnt mit der Ideenfindung und umfasst, unter Einbeziehung der Expert:innen unserer Fachabtei-  
lungen, die Bewertung und technische Produktentwicklung und endet mit der Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovation aus Vielfalt und der Verbindung unterschiedlicher Potenziale  
innerhalb unserer Gruppe entsteht. Offenheit für neue Ideen und ein aktiver Dialog sind zentrale Elemente  
unserer Innovationskultur. Daher beziehen wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und  
Forschungspartner frühzeitig in unseren Innovationsprozess ein. Dieser Austausch ermöglicht uns eine  
ganzheitliche Perspektive auf Herausforderungen sowie auf spezifische Anforderungen, wie modernste  
technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen müssen.  
So lassen sich neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in die Produktentwicklung integrieren – mit dem kla-  
ren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden.  
Wir erforschen innovative Konzepte für Verpackungen in den Bereichen Lebensmittel, Pharma, Personal  
Care und Beauty sowie für Premiumverpackungen. Gleichzeitig evaluieren wir kontinuierlich neue Techno-  
logien zur Weiterentwicklung unserer zukünftigen Karton- und Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie bieten unseren  
Kunden und Endnutzern einen verlässlichen Nachweis dafür, dass unsere Produktinnovationen nachhaltig,  
sozial verträglich und gesundheitlich unbedenklich sind. Zudem bestätigen sie die rechtliche Konformität  
im Bereich der Produktsicherheit. Durch regelmäßige Prüfungen sowohl bestehender Produkte als auch  
innovativer Lösungen stellen wir sicher, dass alle Zertifizierungskriterien konsequent eingehalten werden.  
Unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten und Forschungseinrichtungen haben wir  
auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Bei den beiden Packagingdivisonen konzentriert sich die Zusammenarbeit  
auf Barrieretechnologien, Maschinentechnologien und Kooperationen bei nachhaltigen Veredelungslö-  
sungen in Kombination mit Anti-Fälschungssystemen. Die anwendungsorientierte Grundlagenforschung  
zur Behandlung von Holzfasern, der Einsatz alternativer bzw. modifizierter Faserrohstoffe und die Nutzung  
biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe sind die Hauptfelder der Zusammenarbeit in der Di-  
vision MM Board & Paper.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
239  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Unsere unternehmensinterne Plattform „we.invent“ bietet allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, eigene  
Ideen einzubringen – unabhängig von ihrem Standort oder Tätigkeitsbereich. Eingereichte Vorschläge wer-  
den anhand eines klar definierten Kriterienkataloges im Stage-Gate-Prozess geprüft und zur Umsetzung  
ausgewählt.  
Nachhaltigkeit im Fokus der Innovationstätigkeit  
Der Klimawandel und die Corona-Pandemie haben deutlich gemacht, dass Sicherheit und Wohlstand da-  
von abhängen, wie wir essenzielle Gemeingüter wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit langfristig  
bewahren. Eine widerstandsfähige, nachhaltige und klimafreundliche Gestaltung von Gesellschaft und  
Wirtschaft ist daher unerlässlich. Vor diesem Hintergrund gewinnt Karton und Papier als umweltfreundliche  
Verpackung weiter an Bedeutung. Unser Ziel bei MM ist es, diese Chance zu nutzen und unsere Kunden aktiv  
bei der Substitution von Kunststoff durch innovative sowie bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu  
unterstützen. Damit greifen wir den aktuellen Trend zu nachhaltigen Verpackungen auf, die nicht nur durch  
ihre natürliche Optik überzeugen, sondern auch hohe Convenience und Sicherheit bieten sowie optimal in  
den Onlinevertrieb integriert werden können.  
Automatisierung als Schlüssel für Wettbewerbsstärke  
Um zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu erzielen, treiben wir die Automatisierung von Arbeitsabläufen und  
Logistikprozessen in den Divisionen kontinuierlich voran. Bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen er-  
halten die Standorte zentrale Unterstützung zur Optimierung ihrer Produktionsprozesse – von der Maschi-  
nenkonfiguration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme. Der Fokus unserer zu-  
kunftsorientierten Automatisierungskonzepte ist derzeit auf die Reduzierung von Stillstandszeiten und die  
Steigerung der Flexibilität gerichtet.  
3.1 Innovationstätigkeit 2024 in den Divisionen MM Food & Premium  
Packaging und MM Pharma & Healthcare Packaging  
Innovationsnetzwerk unserer Packagingdivisionen  
Die divisionsübergreifende Innovations-Matrixorganisation von MM Food & Premium Packaging und  
MM Pharma & Healthcare Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der MM Gruppe  
effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden eingesetzt werden kann.  
Es setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in  
Hamburg, dem Premium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team, das  
gezielte Kundenbriefings mit den lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken koordi-  
niert. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten unsere  
Kunden insbesondere hinsichtlich technischer Ausrichtung und Ausstattung, um innovative Verpackungs-  
konzepte und -designs umzusetzen.  
Bei PacProject in Hamburg entstehen in enger Abstimmung mit unseren Kunden Konzeptstudien bis hin zu  
Prototypen. Bereits in dieser frühen Phase werden gemeinsam mit dem Technical Account Management-  
Team erste Machbarkeitsanalysen durchgeführt, um die Umsetzbarkeit und Effizienz der Ideen sicherzu-  
stellen. Im Premium Printing Center in Trier setzen wir hoch innovative Technologien ein, um Verpackungs-  
designs mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Zudem wächst im Bereich Innova-  
tion die Nachfrage nach E-Trainings und digitalen Lernformaten stetig. Daher bieten wir gezielt  
maßgeschneiderte Trend- und Ideenworkshops sowie technische Trainings an, um unseren Kunden fun-  
diertes Wissen und praxisnahe Lösungen zu vermitteln.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
240  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Mit dem Übergang des Geschäftsbereiches Pharma & Healthcare in eine eigene Division hat sich das etab-  
lierte XBU-Innovationsteam zu einem divisionsübergreifenden Innovationsteam entwickelt, das sich aus  
den Innovation Directors der einzelnen Geschäftsfelder von MM Food & Premium Packaging, dem Innova-  
tion Director von MM Pharma & Healthcare und dem Leiter von PacProject zusammensetzt. Damit konnte  
sichergestellt werden, dass die wachsenden Kundenanforderungen an die Innovation durch regelmäßigen  
Best-Practice-Austausch langfristig erfüllt werden können.  
Die Kooperation der einzelnen Bereiche dient dazu, Bereiche und Technologien zu identifizieren, in denen  
eine Zusammenarbeit sinnvoll ist und Synergieeffekte erzielt werden können. Damit einher geht auch eine  
enge Zusammenarbeit mit MM Board & Paper im Bereich Innovation.  
Zielsetzung ist es, MM durch den Fokus auf nachhaltigere, kunden- und marktorientierte Innovationen als  
Innovationsführer und bevorzugten Lieferanten in den Augen unserer Kunden zu positionieren.  
Aktuelle Innovationsschwerpunkte  
Die Innovationstätigkeit der Packagingdivisionen konzentrierte sich im Jahr 2024 insbesondere auf die The-  
men neue faserbasierte Lösungen zum Ersatz von Kunststoff, nachhaltigere Veredelungseffekte, Barriere-  
technologien sowie Patienten- und Fälschungssicherheit. In enger Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferan-  
ten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten wurden wiederverwertbare Verpackungen optimiert und  
neue Produkte entwickelt.  
„MM ReFlect“, unsere nachhaltigeren metallischen Veredelungseffekte, beweisen, dass Nachhaltigkeit und  
Design Hand in Hand gehen können. Die von externen Instituten (CEPI-Methode) zertifizierte Recycelbarkeit  
und der perfekte Eindruck im Regal ermöglichen den Kunden eine Differenzierung. Einsatzbereiche sind vor  
allem bei Lebensmitteln, Beauty und Pharma.  
Zusätzlich erweitern wir mit „Cello Replacement“ unser Portfolio an plastikfreien Alternativen und bieten  
papierbasierte Lösungen, die Zellophan durch zusätzliche Barriereanwendungen ersetzen können. Auch  
kratzfeste und spritzwassergeschützte Beschichtungen für den Schönheitspflegebereich, unterstützt durch  
manipulationssichere Lösungen, gehören zu diesem Angebot.  
Unser neues „CartonCavity“-System, ein Passepartout und einzelne Kavitäten, ersetzt Kunststoffschalen  
und Blisterverpackung durch eine Kartonlösung und kann dazu beitragen, Scope 3-Emissionen unserer  
Kunden zu reduzieren.  
Im Bereich Patientensicherheit entwickelt MM Pharma & Healthcare Packaging Innovationen, die Kunden  
bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der Bekämpfung von Produktfälschungen unterstützen. Ein  
Beispiel ist der ClearCode™-Service, bei dem eine Spezialbeschichtung auf Verpackungen aufgetragen  
wird, um Codes und Texte für Rückverfolgbarkeit einfacher anzubringen. Dies reduziert Abfall und steigert  
die Effizienz.  
3.2 Innovationstätigkeit 2024 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet  
gemeinsam mit den F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen  
an der Umsetzung grundlegender Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2024 gehörte die Weiterentwicklung innovativer  
Dispersionsbarrieren für verschiedene Verpackungsanwendungen, welche insbesondere für  
Lebensmittelanwendungen vorangetrieben wurde. Verbesserte Beschichtungen bieten Fettbeständigkeit,  
Feuchtigkeitsschutz oder Heißsiegeleigenschaften und ermöglichen so den Ersatz von kunststoffbasierten  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
241  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Verpackungen durch Karton als Verpackungsmaterial für trockene oder feuchte, gekühlte, gefrorene  
und/oder fetthaltige Lebensmittel. Ein aktueller Schwerpunkt ist die verbesserte Einsetzbarkeit von  
faserbasierten Verpackungen mit dem Ziel, dem Bedarf unserer Kunden an nachhaltigen, aktuellen  
Verpackungs- und Recyclingrichtlinien entsprechenden Verpackungen gerecht zu werden.  
Im Sinne der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft war die Bestätigung der Rezyklierbarkeit nach CEPI der von  
MM Board & Paper hergestellten Karton- und Papiersorten ein zentrales Thema im Jahr 2024.  
Zudem spielten Produktweiterentwicklungen zur Optimierung technischer Werte sowie der Verarbeitbarkeit  
eine wichtige Rolle. Zusätzliche Schwerpunkte waren die Verbesserung der Barrierequalität und der  
Verarbeitungseigenschaften bestehender Sorten, um den steigenden Anwendungsanforderungen zu  
entsprechen.  
Der in 2024 neu eingeführte vollgestrichene Frischfaserkarton mit einer cremefarbenen Rückseite (GC2)  
ALASKA® SMART aus dem Werk Kolicevo bietet dank seiner glatten Oberfläche ein hervorragendes Erschei-  
nungsbild und ermöglicht ausgezeichnete Performance bei hochwertigen Druck-, Lackierungs- und High-  
Speed-Verarbeitungsprozessen. Zusätzlich eignet er sich für Braille-Prägung und bietet optimale Laser-  
und Inkjet-Codierungseigenschaften. Durch seine sehr guten Steifigkeitswerte ist er für viele verschiedene  
Anwendungen, wie Lebensmittel und Pharma, einsetzbar. Er überzeugt durch Lightweighting und trägt  
damit aktiv zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.  
Eine weitere Produktneuheit aus dem Werk Kolicevo war ALASKA® KRAFT, ein neuer vollgestrichener Frischfa-  
serkarton mit 10 % postindustriellen Fasern in der Deckschicht und einer Kraft-Rückseite. Die braune Kraft-  
Rückseite schafft ein natürliches und rustikales Erscheinungsbild, während die weiße Vorderseite hervorra-  
gende Oberflächeneigenschaften wie hohe Glätte und Glanz besitzt. Durch optimale Steifigkeitswerte für  
einen hervorragenden Produktschutz eignet sich ALASKA® KRAFT als Verpackungsmaterial für Obst- und  
Gemüse-Trays, Sleeves, Take-away und vieles mehr. Durch die Kombination hochwertiger, reinweißer Re-  
cyclingfasern mit verantwortungsvoll bezogenen Frischfasern wird die Umweltbelastung minimiert, ohne  
Kompromisse bei der Qualität einzugehen.  
Auszeichnungen für innovative und nachhaltigere Lösungen  
MM erhielt den Carton Austria Award für die beste Kartonverpackung aus Österreich sowohl von der Fach-  
als auch von der Publikumsjury für kunstvoll inszenierte, plastikfreie Eisverpackungen. Die aus ALASKA®  
BARRIER GREASE produzierte und von MM Premium Vienna verarbeitete Verpackung überzeugte die Jury  
durch die richtige Mischung aus auffälligem Design und intelligenter Zweckmäßigkeit. Die Verpackung, die  
als kleines Kunstwerk wahrgenommen wird, ist eine klare Aufforderung zur Wiederverwendung und erzeugt  
hohe Aufmerksamkeit. Dennoch hat der Produktschutz oberste Priorität.  
Ferner durfte sich MMP Behrens über einen Green Star bei den Green Star Packaging Awards für eine Mehr-  
zweck-Taschentuchbox freuen, welche zu 100 % aus Recyclingpapier und -karton besteht und somit sowohl  
funktional als auch nachhaltig ist. Die bessere Auslastung beim Transport und die höhere Nutzlast machen  
sie zu einer umweltfreundlichen Wahl, die Transportkosten spart.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
242  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
4 DIE WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKO-  
MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontrollsystems (IKS)  
im Hinblick auf die finanzielle und nichtfinanzielle Berichterstattung verantwortlich. Dieses gewährleistet die  
Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanzinformationen und nichtfinanziellen In-  
formationen. Darüber hinaus werden dadurch die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse so-  
wie die Einhaltung der gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt. Es besteht das  
Risiko, dass finanzielle und nichtfinanzielle Sachverhalte aufgrund eines fehlenden oder mangelhaften IKS  
nicht, unrichtig, unvollständig, ungeordnet und/oder nicht zeitgerecht erfasst und verarbeitet werden und  
folglich die Finanzberichterstattung, die nichtfinanzielle Berichterstattung oder Unternehmensentschei-  
dungen auf falschen Informationen basieren.  
Zur Sicherstellung einer korrekten und zuverlässigen Finanzberichterstattung setzt das Unternehmen auf  
klare Verantwortlichkeiten, einheitliche Rechnungslegungsrichtlinien nach IFRS und umfassende Kontroll-  
mechanismen. Dazu gehören das Vier-Augen-Prinzip, eine strikte Trennung von Zuständigkeiten sowie re-  
gelmäßige interne und externe Prüfungen. Digitale Systeme mit automatisierten Schnittstellen minimieren  
manuelle Fehler, während Audit-Trails und Abgleichsprozesse die Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Web-  
basierte Reporting-Systeme ermöglichen eine zeitnahe und konsistente Erfassung von Finanzdaten, die  
durch lokale und zentrale Buchhaltungen sowie Wirtschaftsprüfer überprüft werden. Zudem erfolgt eine  
enge Abstimmung mit dem Konzernwirtschaftsprüfer und externen Fachexperten, um Änderungen in den  
IFRS-Regelungen rechtzeitig zu berücksichtigen und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicher-  
zustellen.  
Auch für die nichtfinanzielle Berichterstattung bestehen detaillierte Standards und Kontrollprozesse. Die Er-  
hebung und Verarbeitung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten wird durch spezialisierte Software unter-  
stützt, die ein Audit-Trail zur Nachvollziehbarkeit von Änderungen bietet. Prozessbeschreibungen stellen si-  
cher, dass die Daten konsistent und vergleichbar erfasst werden. Das Vier-Augen-Prinzip sowie regelmä-  
ßige Plausibilitätsprüfungen erhöhen die Datenqualität. Zusätzlich werden zentrale und lokale Prozesse  
durch die interne Revision sowie durch Schwerpunktprüfungen externer Wirtschaftsprüfer überwacht. Zer-  
tifizierungen nach Umwelt- und Energiemanagement-Standards wie EMAS, ISO 14001 oder ISO 50001 unter-  
mauern die Verlässlichkeit der nichtfinanziellen Berichterstattung und tragen zur Erfüllung regulatorischer  
Anforderungen bei.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
243  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
5 ANGABEN ZU KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTEN UND  
DAMIT VERBUNDENEN VERPFLICHTUNGEN  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Anhangangabe 3.8 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 58 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein  
Syndikatsvertrag, welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt.  
Angelegenheiten, die die Hauptversammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen,  
gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages  
(betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndikatszwecks oder –gegenstandes, Begrün-  
dung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an der Gesamtzahl aller  
Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2024 folgende  
Beteiligungen von mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das  
Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und  
Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung  
der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes,  
insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel  
in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre  
Wirkungen; ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft  
erheblich schaden würde, es sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen  
aufgrund anderer Rechtsvorschriften ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des  
betroffenen Geschäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
244  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen  
Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Wien, am 17. März 2025  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Roman BILLIANI e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
245  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bilanz  
AKTIVA  
Stand  
Stand PASSIVA  
Stand  
Stand  
(in EUR)  
31. Dez. 2024  
31. Dez. 2023 (in EUR)  
31. Dez. 2024  
31. Dez. 2023  
A. ANLAGEVERMÖGEN  
A. EIGENKAPITAL  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
I. Eingefordertes und einbezahltes Grundkapital  
80.000.000,00  
80.000.000,00  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen  
8.823,60  
10.588,32  
II. Kapitalrücklagen  
II. Sachanlagen  
1. Gebundene Kapitalrücklagen  
172.658.448,08  
172.658.448,08  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund  
1.486.578,52  
1.550.763,40  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
251.496,51  
235.693,41  
III. Gewinnrücklagen  
1.738.075,03  
1.786.456,81  
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen)  
659.483.920,63  
549.462.091,17  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
304.066.939,31  
IV. Bilanzgewinn  
100.000.000,00  
100.000.000,00  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.605.967.675,00  
1.587.392.800,00  
davon Gewinnvortrag EUR 70.000.000,00 (2023: EUR 66.000.000,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.582.467.675,00 (2023: EUR 1.552.894.175,00 )  
1.012.142.368,71  
902.120.539,25  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
494.917,78 B. RÜCKSTELLUNGEN  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
778.666,00  
601.984,00  
1. Rückstellungen für Pensionen  
759.283,00  
813.442,89  
1.911.308.198,09  
1.892.556.641,09  
2. Steuerrückstellungen  
3.075.419,79  
7.744.467,23  
1.913.055.096,72  
1.894.353.686,22  
3. Sonstige Rückstellungen  
8.257.034,91  
6.439.691,69  
12.091.737,70  
14.997.601,81  
B. UMLAUFVERMÖGEN  
C. VERBINDLICHKEITEN  
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 308.646.046,44 (2023: EUR 352.571.487,04)  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
542.539.542,97  
462.734.318,02  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.380.000.000,00 (2023: EUR 1.611.874.780,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2023: EUR 0,00)  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.411.875.000,00  
1.680.000.000,00  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
594.511,04  
10.577.118,58  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 31.875.000,00 (2023: EUR 68.125.220,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2023: EUR 0,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.380.000.000,00 (2023: EUR 1.611.874.780,00)  
3. Wertpapiere und Anteile  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
316.336,48  
203.524,97  
a) sonstige Wertpapiere und Anteile  
95.006.272,33  
0,00  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 316.336,48 (2023: EUR 203.524,97)  
638.140.326,34  
473.311.436,60  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2023: EUR 0,00)  
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten  
158.485.264,49  
510.164.557,42  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
260.820.212,01  
268.569.179,98  
796.625.590,83  
983.475.994,02  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 260.820.212,01 (2023: EUR 268.569.179,98)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2023: EUR 0,00)  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN  
2.592.475,30  
3.032.262,97  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 15.634.497,95 (2023: EUR 15.673.562,09)  
D. AKTIVE LATENTE STEUERN  
606.990,00  
702.464,89  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2023: EUR 0,00)  
a) Steuern  
5.793,58  
5.868,21  
b) Soziale Sicherheit  
9.873,17  
6.344,15  
c) Übrige  
15.618.831,20  
15.661.349,73  
15.634.497,95  
15.673.562,09  
1.688.646.046,44  
1.964.446.267,04  
SUMME AKTIVA  
2.712.880.152,85  
2.881.564.408,10 SUMME PASSIVA  
2.712.880.152,85  
2.881.564.408,10  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
246  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
(in EUR)  
2024  
2023  
1. Erträge aus Beteiligungen  
a) Verbundene Unternehmen  
81.100.000,00  
101.100.000,00  
b) Übrige  
445.900,00  
389.900,00  
81.545.900,00  
101.489.900,00  
2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  
a) Verbundene Unternehmen  
145.113.314,06  
113.039.626,41  
b) Übrige  
10.625.146,08  
1.984.054,15  
155.738.460,14  
115.023.680,56  
3. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren  
0,00  
(66.514,90)  
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
a) verbundene Unternehmen  
(7.183.410,31)  
(6.202.240,23)  
b) übrige  
(51.277.229,44)  
(38.508.221,99)  
(58.460.639,75)  
(44.710.462,22)  
5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Finanzergebnis)  
178.823.720,39  
171.736.603,44  
6. Umsatzerlöse  
17.872.683,17  
7.399.788,56  
7. Sonstige betriebliche Erträge  
a) Übrige  
81.965,20  
101.391,82  
81.965,20  
101.391,82  
8. Personalaufwand  
a) Gehälter  
(7.222.838,34)  
(4.191.132,74)  
b) Soziale Aufwendungen  
(1.440.134,77)  
(2.040.200,72)  
davon Aufwendungen für Altersvorsorgen  
(843.431,97)  
(1.410.766,07)  
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche  
Mitarbeitervorsorgekassen  
(80.400,15)  
(159.522,86)  
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt  
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge  
(470.469,45)  
(445.683,71)  
cc) Sonstige Sozialaufwendungen  
(45.833,20)  
(24.228,08)  
(8.662.973,11)  
(6.231.333,46)  
9. Abschreibungen  
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen  
(115.040,93)  
(113.455,80)  
(115.040,93)  
(113.455,80)  
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen  
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen  
(1.714,35)  
(1.714,35)  
b) Übrige  
(24.121.317,27)  
(6.616.525,35)  
(24.123.031,62)  
(6.618.239,70)  
11. Zwischensumme aus Z 6 bis 10 (Betriebsergebnis)  
(14.946.397,29)  
(5.461.848,58)  
12. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 5 und Z 11)  
163.877.323,10  
166.274.754,86  
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
(23.855.493,64)  
(13.207.536,21)  
davon latente Steuern EUR 95.474.,89 (2023: EUR -473.507,26)  
14. Jahresüberschuss  
140.021.829,46  
153.067.218,65  
15. Zuweisung zu Gewinnrücklagen  
(110.021.829,46)  
(119.067.218,65)  
16. Jahresgewinn  
30.000.000,00  
34.000.000,00  
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr  
70.000.000,00  
66.000.000,00  
18. Bilanzgewinn  
100.000.000,00  
100.000.000,00  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
247  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Anhang  
DER MAYR-MELNHOF KARTON AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS  
GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER 2024 BIS 31. DEZEMBER 2024  
1
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN  
Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung,  
Bilanzierung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage  
des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der  
zum Bilanzstichtag geltenden Fassung stellen die Grundlage dieses Jahresabschlusses dar.  
Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen.  
Dabei wurden die in § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso be-  
achtet wie die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrech-  
nung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB.  
Die im vorjährigen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der  
Ausweis gegenüber dem Vorjahr sind unverändert geblieben.  
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen gemäß § 189a Z 6 UGB des Mayr-Melnhof Konzerns und stellt den  
Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird  
in Wien beim Handelsgericht Wien hinterlegt.  
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs. 1 Z 20  
UGB werden nicht angegeben, da sie dem Unternehmen oder einem verbundenen Unternehmen einen  
erheblichen Nachteil zufügen würden.  
Der Grundsatz der Vollständigkeit wurde bei der Erstellung des Jahresabschlusses eingehalten.  
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzel-  
bewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.  
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten  
Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.  
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus  
gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen  
berücksichtigt.  
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und  
entsprechend der Holdingfunktion der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft so dargestellt, dass der Fi-  
nanzerfolg an den Anfang der Gewinn- und Verlustrechnung gestellt wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
248  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN  
2.1 Anlagevermögen  
Immaterielle Vermögensgegenstände  
Die Zugänge sind mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.  
Die unter diesem Posten ausgewiesenen Softwarelizenzen sind zu Anschaffungskosten bewertet und wer-  
den planmäßig auf 10 Jahre linear abgeschrieben.  
Sachanlagen  
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Zinsen für  
Fremdkapital zur Finanzierung der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens werden nicht ak-  
tiviert.  
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibung erfolgt linear unter Anwendung folgender Nutzungsdauern:  
Gebäude  
10 - 40 Jahre  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
3 - 10 Jahre  
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 1.000,00 (2023:  
EUR 1.000,00) werden wie im Vorjahr gem. § 204 Abs. 1a UGB im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll  
abgeschrieben.  
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Gegenstände des Anlagevermögens außerplan-  
mäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Sofern die dafür  
maßgeblichen Gründe nicht mehr bestehen, gilt die Verpflichtung, den Betrag der außerplanmäßigen Ab-  
schreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vor-  
zunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind keine Beträge aus sol-  
chen Zuschreibungen enthalten.  
Finanzanlagen  
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet.  
Voraussichtlich dauerhafte und wesentliche Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschrei-  
bungen berücksichtigt.  
Als verbundene Unternehmen werden alle Tochterunternehmen bezeichnet, die von der Mayr-Melnhof Kar-  
ton Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden (§ 189a Z 7 und 8 UGB).  
Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich dauerhafte und wesentliche Wertmin-  
derungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.  
In den Wertpapieren (Wertrechte) des Anlagevermögens sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherun-  
gen aufgrund von Pensionszusagen enthalten. Der Ansatz dieser Ansprüche erfolgt mit dem Deckungska-  
pital.  
Die Gesellschaft hat eine Rückdeckungsversicherung für ihre Pensionsverpflichtung gegenüber den Be-  
günstigten abgeschlossen. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchs-  
berechtigten verpfändet. Die Ansprüche wurden daher mit entsprechenden Gesamtpensionsverpflichtung  
saldiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
249  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bei Finanzanlagen, die keine Beteiligungen sind, erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegen-  
den (Zeit-) Wert. Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch vorgenommen werden, wenn die  
Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschrei-  
bung nicht mehr bestehen, gilt die Verpflichtung, den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Um-  
fang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewe-  
sen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibun-  
gen enthalten.  
2.2 Umlaufvermögen  
Bei Gegenständen des Umlaufvermögens erfolgt gegebenenfalls eine Abschreibung, um sie mit dem nied-  
rigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag anzusetzen. Sofern die Gründe für die Abschreibung  
nicht mehr bestehen, gilt die Verpflichtung, den Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung  
zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzel-  
risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.  
Wertpapiere und andere Anteile  
Wertpapiere und andere Anteile werden mit den Anschaffungskosten vermindert um allfällige Abschrei-  
bungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.  
2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie  
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktive Rechnungsabgrenzung beinhaltet  
Disagios im Zusammenhang mit der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Die Disagios werden über die  
Laufzeit der Verbindlichkeiten linear aufgelöst.  
2.4 Aktive latente Steuern  
Aktive latente Steuern werden auf Differenzen, die zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrecht-  
lichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsab-  
grenzungsposten bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, angesetzt. Die  
Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz von 23% (2023: 23%) ohne Berücksichtigung einer  
Abzinsung. Für steuerliche Verlustvorträge wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet.  
2.5 Rückstellungen  
Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtli-  
chen Erfüllungsbetrages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde.  
Die Pensionsrückstellungen werden gemäß der Stellungnahme 27 des Austrian Financial Reporting and  
Auditing Committee (AFRAC) „Personalrückstellungen (UGB)“, Stand Juni 2022, bilanziert. Bei der Berech-  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
250  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
nung, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) erfolgt, werden zu-  
künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Form einer langfristigen Prognose berücksichtigt. Der Zinssatz  
wird nach dem aktuellen langfristigen Zinssatz am Kapitalmarkt zum Bilanzstichtag bemessen.  
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Al-  
terspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Über-  
gangsregelungen sowie die biometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P „Angestellte“ – Rechnungsgrundlage für  
Pensionsversicherung (2023: AVÖ 2018-P „Angestellte“ – Rechnungsgrundlage für Pensionsversicherung) zu-  
grunde gelegt. Für Vorstandsmitglieder wird ausschließlich auf die Dauer des Vorstandsmandats abgestellt.  
Pensionszusagen, die durch verpfändete Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind und für die die Ge-  
sellschaft wirtschaftlich somit kein Risiko trägt, werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen.  
Bei der Bilanzierung der Rückstellung für Pensionen, sowie der sonstigen langfristigen personenbezogenen  
Verpflichtungen wird vom Wahlrecht, die rechnungsmäßigen Zinsen im Finanzergebnis auszuweisen, Ge-  
brauch gemacht.  
2.6 Verbindlichkeiten  
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.  
2.7 Währungsumrechnung  
Fremdwährungsforderungen sowie die Zahlungsmittel in Fremdwährungen sind mit dem Anschaffungs-  
kurs bzw. dem niedrigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet worden.  
Die Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs bzw. dem höheren Devisenkurs zum  
Bilanzstichtag bewertet worden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
251  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
Bilanz  
3.1 Anlagenspiegel gemäß § 226 UGB  
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  
Kumulierte Abschreibungen  
Stand  
Zugänge  
Abgänge Umbuchung  
Stand  
Stand  
Zugänge  
Abgänge  
Stand  
Buchwert  
Buchwert  
(in EUR)  
01.01.2024  
2024  
2024  
2024  
31.12.2024  
01.01.2024  
2024  
2024  
31.12.2024  
31.12.2024  
31.12.2023  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und  
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus  
abgeleitete Lizenzen  
17.647,08  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
7.058,76  
1.764,72  
0,00  
8.823,48  
8.823,60  
10.588,32  
Summe I  
17.647,08  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
7.058,76  
1.764,72  
0,00  
8.823,48  
8.823,60  
10.588,32  
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und  
Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem  
Grund  
a) Grundwert  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
577.352,82  
b) Gebäudewert  
2.659.935,45  
0,00  
0,00  
0,00  
2.659.935,45  
1.686.524,87  
64.184,88  
0,00  
1.750.709,75  
909.225,70  
973.410,58  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und  
Geschäftsausstattung 1)  
381.539,47  
64.894,43  
0,00  
0,00  
446.433,90  
145.846,06  
49.091,33  
0,00  
194.937,39  
251.496,51  
235.693,41  
Summe II  
3.618.827,74  
64.894,43  
0,00  
0,00  
3.683.722,17  
1.832.370,93  
113.276,21  
0,00  
1.945.647,14  
1.738.075,03  
1.786.456,81  
Summe I und II  
3.636.474,82  
64.894,43  
0,00  
0,00  
3.701.369,25  
1.839.429,69  
115.040,93  
0,00  
1.954.470,62  
1.746.898,63  
1.797.045,13  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
304.066.939,31  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.587.392.800,00  
74.673.850,00  
56.098.975,00  
0,00  
1.605.967.675,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
1.605.967.675,00  
1.587.392.800,00  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
494.917,78  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des  
Anlagevermögens  
601.984,00  
411.678,02  
326.615,00  
91.618,98  
778.666,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
778.666,00  
601.984,00  
Summe III  
1.892.556.641,09  
75.085.528,02  
56.425.590,00  
91.618,98  
1.911.308.198,09  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
1.911.308.198,09  
1.892.556.641,09  
Gesamt  
1.896.193.115,91  
75.150.422,45  
56.425.590,00  
91.618,98  
1.915.009.567,34  
1.839.429,69  
115.040,93  
0,00  
1.954.470,62  
1.913.055.096,72  
1.894.353.686,22  
1) Im Jahr 2024 sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,00 zu- und abgegangen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
252  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.2 Aufgliederung der Anteile an verbundenen Unternehmen  
31.12.2024  
Geschäftsjahr 2023  
(in EUR)  
Anteil in %  
Eigenkapital  
Jahresergebnis  
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang Gesellschaft m.b.H.,  
Reichenau/Rax (AUT) 1)  
100,00  
4.502.486,54  
k. A  
MM Service GmbH, Wien (AUT) 1)  
100,00  
22.502.765,28  
k. A  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien (AUT) 1)  
100,00  
195.343.566,42  
k. A  
MM PACKAGING GmbH, Wien (AUT) 1)  
100,00  
593.864.600,39  
k. A  
1) Hinsichtlich der Angabe der Jahresergebnisse wird von der Schutzklausel gemäß § 242 Abs. 2 UGB  
Gebrauch gemacht.  
3.3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
Im Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist ein Betrag in Höhe von EUR 1.605.967.675,00  
(31. Dezember 2023: EUR 1.587.392.800,00) enthalten. Davon sind EUR 1.574.933.578,66 (31. Dezember 2023:  
EUR 1.552.894.175,00) nicht innerhalb eines Jahres fällig.  
3.4 Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
Unter Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens sind Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen,  
die auf Grund von Umgliederungen nicht mehr mit der Verpflichtung saldiert werden, sowie solche, die im  
Wesentlichen zugunsten der Pensionsberechtigten verpfändet sind. Die verpfändeten Rückdeckungsversi-  
cherungen sind bis zur Vermögensobergrenze mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen.  
3.5 Forderungen  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Forderungen wie folgt:  
(in EUR)  
31.12.2024  
31.12.2023  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
9.162.030,50  
3.120.656,59  
b) aus sonstigen Forderungen  
533.377.512,47  
459.613.661,43  
542.539.542,97  
462.734.318,02  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
594.511,04  
10.577.118,58  
Gesamt  
543.134.054,01  
473.311.436,60  
Unter den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Forderungen aus Cash  
Pooling-Vereinbarungen in Höhe von EUR 532.369.514,57 (31. Dezember 2023: EUR 454.213.754,49) ausge-  
wiesen, wobei die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für vier Euro Cash Pools als Cash Pool Leader  
fungiert.  
Die Cash Pool Forderungen gegenüber MM Kotkamills Wood Oy in Höhe EUR 8.696.948,52 (2023: EUR  
6.640.7941,93) wurde um EUR 7.696.948,52 (2023: EUR 0,00), und jene der MM Fiber Packaging S.A.U. in Höhe  
von EUR 12.281.306,04 (2023: EUR 0,00) um EUR 9.281.306,04 (2023: EUR 0,00) wertberichtigt, da eine vollstän-  
dige Rückzahlung nicht wahrscheinlich ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
253  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Der Aufwand in Höhe von EUR 16.978.254,56 (2023: EUR 0,00) ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwen-  
dungen ausgewiesen.  
Weiters sind in den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen aus Steu-  
erumlagen in Höhe von EUR 942.226,37 (31. Dezember 2023: EUR 5.392.170,71) sowie Forderungen aus dem  
konzerninternen Clearing („IC-Netting“) in Höhe von EUR 15.677,71 (31.12.2023: EUR 2.254,63) enthalten.  
Wie im Vorjahr sind in den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen Erträge von unwesentli-  
cher Höhe enthalten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
3.6 Wertpapiere und Anteile  
Unter den Wertpapieren und Anteilen sind Anteile an Geldmarktfonds zur kurzfristigen Veranlagung in Höhe  
von EUR 95.006.272,33 (31. Dezember 2023: EUR 0,00), die wiederum fast ausschließlich in verzinsliche Wert-  
papiere und Geldmarktinstrumente investieren, ausgewiesen.  
3.7 Latente Steuern  
Der latente Steueranspruch aus dem Saldo der aktiven und passiven latenten Steuern beträgt zum 31. De-  
zember 2024 EUR 606.990,00 (31. Dezember 2023: EUR 702.464,89).  
Die aktiven latenten Steuern wurden auf Unterschiede zwischen dem steuerlichen und unternehmens-  
rechtlichen Wertansatz zum Bilanzstichtag, unter Zugrundelegung eines Körperschaftsteuersatzes von 23%  
(31. Dezember 2023: 23%), für folgende Posten gebildet:  
2024  
2023  
Aktive latente  
Passive latente  
Aktive latente  
Passive latente  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Rückstellungen für Pensionen  
X
X
.
Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:  
(in EUR)  
2024  
2023  
Aktive latente Steuern 01.01.  
702.464,89  
228.957,63  
Auflösung  
(95.474,89)  
0,00  
Zuführung  
0,00  
473.507,26  
Aktive latente Steuern 31.12.  
606.990,00  
702.464,89  
3.8 Eigenkapital  
Grundkapital  
Das Grundkapital in Höhe von EUR 80.000.000,00 ist in 20.000.000 Stück nennbetragslose Stückaktien auf-  
geteilt, von denen jede am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
254  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Aktienrückkaufprogramm Grundkapital  
Der Vorstand wurde in der 30. Ordentlichen Hauptversammlung vom 24 April 2024 ermächtigt, eigene  
Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals mit Wirksamkeit bis 24. Oktober 2026 zu erwerben.  
Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 23. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Es wurde be-  
schlossen, eigene Inhaberstammaktien der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft zum Marktpreis  
über die Wiener Börse sowie außerbörslich zu erwerben. Das Rückerwerbsprogramm soll am 3. Januar  
2025 (einschließlich) beginnen und voraussichtlich bis zum 23. Dezember 2025 (einschließlich) dauern.  
Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf EUR 10,00 je Aktie nicht unterschreiten; der  
höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf EUR 80,00 je Aktie nicht überschreiten. Beabsich-  
tigt ist der Rückerwerb von insgesamt bis zu 1.000.000 Aktien, somit bis zu ca. 5 % des Grundkapitals der  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft entweder über die Börse oder in einem Volumen von bis zu  
600.000 Aktien, somit bis zu ca. 3 % des Grundkapitals der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, au-  
ßerbörslich.  
Ein Kreditinstitut wurde mit der Durchführung des Aktienrückerwerbs über die Börse beauftragt.  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch die 30. Ordentliche Hauptversammlung gemäß § 169 AktG bis  
zum 28. Juni 2029 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital von derzeit Tsd. EUR  
80.000 um bis zu weitere Tsd. EUR 8.000 durch Ausgabe von bis zu 2,0 Mio. Stück neuen auf Inhaber lau-  
tende Stückaktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen samt Ausschluss des Bezugs-  
rechts zu erhöhen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
255  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.9 Rückstellungen  
Pensionsverpflichtungen  
Die Rechenparameter zu den jeweiligen Stichtagen stellen sich wie folgt dar:  
31.12.2024  
31.12.2023  
(in %)  
Pensionen  
Pensionen  
Abzinsungsfaktor  
3,50 %  
3,30 %  
Langfristige Gehaltssteigerungsraten  
3,00 %  
3,00 %  
Langfristige Rentensteigerungsraten  
2,50 %  
2,50 %  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der  
Versorgungsberechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den der Berech-  
nung zugrunde gelegten Annahmen ergeben, werden zur Gänze erfolgswirksam erfasst.  
Die Anwartschaftsbarwerte betreffend Pensionsverpflichtungen sowie die Überleitungen zum bilanzierten  
Rückstellungsbetrag stellen sich wie folgt dar:  
(in EUR)  
Pensionen  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2023  
7.478.976,28  
Zuführung Dienstzeitaufwand 2024  
191.324,28  
Zuführung Zinsaufwand 2024  
205.647,00  
Auszahlungen 2024  
(1.218.422,00)  
Versicherungsmathematische Verluste bzw. (Gewinne) 2024  
626.996,00  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2024  
7.284.521,56  
Deckungskapital  
(6.525.238,56)  
Saldierte Pensionsverpflichtung  
759.283,00  
Der Zinsaufwand ist unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ im Finanzergebnis ausgewie-  
sen.  
Der Wert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung beträgt EUR 6.525.238,56 (31. Dezember 2023:  
EUR 6.665.533,39). Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchsberechtig-  
ten verpfändet und daher, unter Beachtung der Vermögensobergrenze, mit der entsprechenden Ge-  
samtpensionsverpflichtung in Höhe von EUR 7.284.521,00 (31. Dezember 2023: EUR 7.478.976,28) saldiert.  
Sonstige Rückstellungen  
Neben der Rückstellung für die Vorstandsbezüge in Höhe von EUR 6.906.822,20 (31. Dezember 2023: EUR  
4.424.947,00), die die variablen Vorstandsbezüge und die kumulierten langfristigen Vergütungszusagen  
beinhalten, sind in den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für nicht konsumierte  
Urlaube, Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand und die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit aus-  
gewiesen. Von der Rückstellung für die variablen Vorstandsbezüge sind EUR 673.587,33 (31. Dezember 2023:  
EUR 1.158.671,52) langfristig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
256  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.10 Verbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:  
Davon  
Davon  
31.12.2024  
Restlaufzeit  
Restlaufzeit  
(in EUR)  
über 5 Jahre  
31.12.2023  
über 5 Jahre  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.411.875.000,00  
642.000.000,00  
1.680.000.000,00  
784.992.000,00  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
316.336,48  
0,00  
203.524,97  
0,00  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
26.276,07  
0,00  
7.473.017,62  
0,00  
b) aus sonstigen Verbindlichkeiten  
260.793.935,94  
0,00  
261.096.162,36  
260.820.212,01  
0,00  
268.569.179,98  
0,00  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
a) Steuern  
5.793,58  
0,00  
5.868,21  
0,00  
b) Soziale Sicherheit  
9.873,17  
0,00  
6.344,15  
0,00  
c) Übrige  
15.618.831,20  
0,00  
15.661.349,73  
0,00  
15.634.497,95  
0,00  
15.673.562,09  
0,00  
Gesamt  
642.000.000,00  
1.964.446.267,04  
784.992.000,00  
1.688.646.046,44  
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Darlehen in Form von Kreditverträgen,  
Schuldscheinen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.411.875.000,00 (31. Dezember 2023:  
EUR 1.680.000.000,00). Die Laufzeiten der zu marktüblichen Konditionen verzinsten Darlehen betragen zwi-  
schen 1 und 15 Jahren.  
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Verbindlichkeiten  
aus den Cash Pooling-Vereinbarungen in Höhe von EUR 254.950.993,30 (31. Dezember 2023:  
EUR 256.533.401,40) enthalten, wobei die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für vier Euro Cash Pools  
als Cash Pool Leader fungiert.  
Weiters sind hier sonstige Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 5.851.157,59 (31. Dezember  
2023: EUR 4.751.844,80) sowie Forderungen aus dem konzerninternen Clearing („IC-Netting“) in Höhe von  
EUR 12.009,90 (31.12.2023: Verbindlichkeiten EUR 1.373,64) ausgewiesen.  
Der in den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene abgegrenzte Betrag für das Schuldscheindar-  
lehen betreffende Zinsen beträgt EUR 14.939.588,05 (31. Dezember 2023: EUR 15.416.156,50).  
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 15.618.354,25 (31. Dezember 2023:  
EUR 15.660.872,78) enthalten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
Es gibt keine dinglichen Sicherheiten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
257  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
3.11 Nettoerlöse nach geografischen Märkten  
(in EUR)  
2024  
2023  
Verbundene Unternehmen  
Österreich  
16.602.056,78  
6.310.048,52  
Andere EU-Länder  
1.085.859,20  
941.511,68  
Nicht EU-Länder  
184.767,19  
148.228,36  
Gesamt  
17.872.683,17  
7.399.788,56  
Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2024 resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung auf Vollkostenver-  
rechnung, im Gegensatz zu den Vorjahren, in welchen nur die Personalkosten verrechnet wurden.  
3.12 Personalaufwand  
Die in Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthaltenen Beiträge weisen  
EUR 80.400,15 (2023: EUR 159.522,86) auf.  
Die Aufwendungen an ausgelagerte Einheiten in Form von beitragsorientierten Plänen betragen EUR  
203.000,02 (2023: EUR 130.000,02).  
3.13 Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Zu den Aufwendungen, die im Geschäftsjahr auf die Tätigkeit des Abschlussprüfers entfallen, wird auf die  
Angaben im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft verwie-  
sen.  
3.14 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Im Dezember 2005 hat die Gesellschaft als Gruppenträger einen Antrag auf Feststellung einer Unterneh-  
mensgruppe gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 mit nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen als Grup-  
penmitglieder zum Zwecke der Gruppenbesteuerung ab dem Veranlagungsjahr 2005 eingebracht. Es wurde  
ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Belastungsmethode vorsieht.  
Im Dezember 2024 wurde die Unternehmensgruppe um die slowenische MM Količevo d.o.o. und die deutsche  
MM Neuss GmbH erweitert.  
Die Gruppenmitglieder im Inland sind:  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien  
MM Board & Paper Sales GmbH, Wien  
MM Frohnleiten GmbH, Frohnleiten  
MM Neupack GmbH, Reichenau an der Rax  
MM PACKAGING GmbH, Wien  
MM Premium Vienna GmbH, Wien  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
258  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
MM Service GmbH, Wien  
free-com solutions GmbH, Wien  
Die Gruppenmitglieder im Ausland sind:  
MM Kotkamills Oy, Kotka  
MM Kwidzyn Sp. z o.o., Kwidzyn  
MM Količevo d.o.o.  
MM Neuss GmbH  
Aufgrund des Umlagevertrages zwischen den inländischen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2024  
EUR 36.752.453,74 (2023: EUR 19.193.507,00) an die Gruppenmitglieder weiterverrechnet.  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen im Jahr 2024 einen Aufwand von EUR 23.760.018,75 (2023:  
EUR 13.681.043,47) auf.  
Im Jahr 2024 erfolgte keine Berücksichtigung des Verlustes der ausländischen Gruppenmitglieder.  
Das Wahlrecht gemäß §198 (9) UGB, für die Zurechnung von Verlustvorträgen für Gruppemitgliedern, einen  
Posten für aktive latente Steuer zu bilden wurde nicht genutzt.  
Für den aus der polnischen Gesellschaft MM Kwidzyn Sp. z o.o.im Rahmen der österreichischen Steuergruppe  
im Jahr 2023 verwerteten Verlust in Höhe von EUR 5.547.006,00 wurde keine Rückstellung gebildet, da die  
Nachversteuerung erst beim Ausscheiden aus der österreichischen Steuergruppe bzw. bei der Liquidation  
der polnischen Gesellschaft erfolgen würde.  
Dieser Tatbestand liegt in der Verfügungsmacht des Konzerns und ist aus heutiger Sicht nicht absehbar.  
Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Säule-2-Modellregeln („Pillar Two“), der sogenann-  
ten globalen Mindestbesteuerung. Die Pillar Two-Gesetzgebung ist seit dem 1. Januar 2024 in Österreich in  
Kraft. Pillar Two-Gesetzgebungen in anderen Ländern, in denen Konzerngesellschaften ansässig sind, er-  
folgten mit Wirkung frühestens ab 1. Januar 2024.  
Der Konzern unterliegt zum Berichtszeitpunkt einer zusätzlichen Steuerbelastung aufgrund von Pillar Two.  
Der Konzern wendet die verpflichtende Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zu-  
sammenhang mit Pillar Two-Ertragsteuern an.  
Gemäß der Pillar Two-Regelungen muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer (Top Up-Tax) in Höhe der  
Differenz zwischen dem Effektivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen. Der effektive Steu-  
ersatz des Konzerns im Berichtszeitpunkt liegt unter dem globalen Mindeststeuersatz von 15 %.  
Für den Berichtszeitraum 2024 ergibt sich, dass Konzerngesellschaften in einigen Ländern ansässig sind, in  
denen der effektive Steuersatz unter 15 % liegt. Für einige Länder, in denen der effektive Steuersatz unter 15%  
beträgt, muss der Konzern in Österreich eine sog. Top Up-Tax leisten. Dies betrifft Jurisdiktionen, die das  
Pillar Two-Modell im Berichtszeitraum nicht umgesetzt haben (Philippinen, Puerto Rico).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
259  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Die MM Gruppe hat sich für die Anwendung des „Safe-Harbour-Test“ (Transitional Country by Country Report  
– CbCR) entschieden, d.h. die GloBE (Global Anti-Base Erosion) Aufstockungssteuer in einem Land ist gleich  
Null, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :  
1
1.  
De-Minimis Test: Das Land hat CbCR-Einnahmen von weniger als 10 Millionen EUR und einen CbCR  
Gewinn/Verlust vor Steuern von weniger als 1 Million EUR.  
2. Vereinfachte Berechnung des Effektivsteuersatzes: Der effektive Steuersatz wird vereinfacht an-  
hand des im CbCR ausgewiesenen Gewinn/Verlust vor Steuern und den im Jahresabschluss aus-  
gewiesenen Ertragssteueraufwand berechnet. Von dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Er-  
tragssteueraufwand werden etwaige unsichere Steuerpositionen abgezogen werden.  
Der Test gilt als erfüllt, wenn die multinationale Unternehmensgruppe in dem jeweiligen Steuergebiet  
einen vereinfachten, effektiven Steuersatz aufweist, der zumindest dem für das jeweilige Jahr gel-  
tenden Übergangsteuersatz („Transition Rate“) entspricht. Der Übergangsteuersatz beträgt für das  
Geschäftsjahr 2024 15%.  
3. Routinegewinn-Test: Der Gewinn vor Steuern aus dem CbCR ist kleiner oder gleich dem unter den  
GloBE Bestimmungen als Substanzausnahme freigestellten Betrag (Substance Based Income Exclu-  
sion – SBIE). Der SBIE setzt sich aus 9,8% der gebuchten Lohnsumme und 7,8% der Buchwerte mate-  
rieller Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zusammen.  
Infolge der Berechnung des „Safe-Harbour-Test“ erfüllt im Geschäftsjahr 2024 die Schweiz, Spanien, Irland,  
Puerto Rico, die Philippinen und die Türkei keine der oben genannten Bedingungen.  
Es ist anzumerken, dass die Jurisdiktionen Puerto Rico und Philippinen die Regeln der Pillar II noch nicht in ihre  
nationale Gesetzgebung umgesetzt haben. Aus diesem Grund ist die Mayr-Melnhof Karton AG als oberste  
Konzerngesellschaft verpflichtet, die Top Up-Tax dieser Jurisdiktionen nach der im österreichischen Mindest-  
besteuerungsgesetz enthaltene nationale Ergänzungsteuer (Income Inclusion Rule, IIR) zu berechnen und  
abzuführen. Im Geschäftsjahr 2024 Im Geschäftsjahr 2024 ergibt sich für die Mayer-Melnhof Karton AG eine  
Top Up-Tax in Höhe von EUR 1.096.844,00 (2023: EUR 0,00).  
MM Konzerngesellschaften in den Steuergebieten, Schweiz, Spanien, Irland und Türkei, sind verpflichtet, die  
entsprechende Top Up-Tax gemäß ihren nationalen GloBE Pillar II-Vorschriften in Höhe von EUR 375.000,00  
(2023: EUR 0,00) abzuführen.  
1 OECD (2022), Safe Harbours and Penalty Relief: Global Anti-Base Erosion Rules (Pillar Two), OECD/G20 Inclusive Framework on BEPS, OECD  
Publishing, Paris.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
260  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.15 Ergebnisverwendung  
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 100.000.000,00 eine Dividende von EUR  
1,80 je Aktie auszuschütten.  
4 SONSTIGE ANGABEN  
4.1 Haftungen  
Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft hat am 05. Februar 2025 gegenüber der MM Neuss GmbH und  
am 06. März 2025 gegenüber der MM Graphia Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH und der MM Packaging  
Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH eine Einstandserklärung abgegeben. Die Mayr-Melnhof Karton Akti-  
engesellschaft verpflichtet sich, dass die Gesellschaften in der Weise geleitet und finanziell ausgestatten  
werden, dass sie stets in der Lage sind, ihren bis zum Abschlussstichtag (31.12.2024) eingegangenen Ver-  
pflichtungen im Geschäftsjahr 2025 nachzukommen. Mit der Abgabe der Einstandserklärung wird der Jah-  
resabschlusserstellungsprozess für die drei Gesellschaften optimiert.  
4.2 Angaben über Organe und Mitglieder  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Bezüge des Vorstandes  
An die aktiven Vorstandsmitglieder wurden die nachfolgend dargestellten Vergütungen gewährt:  
(in EUR)  
2024  
2023  
a) von der Gesellschaft  
7.986.414,00  
5.013.449,00  
Gesamt  
7.986.414,00  
5.013.449,00  
Davon  
a) fixe Bezüge  
2.710.726,00  
2.264.508,00  
b) variable Vergütung  
5.275.688,00  
2.748.941,00  
Gesamt  
7.986.414,00  
5.013.449,00  
An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2024 Leistungen nach Beendigung des  
Dienstverhältnisses in Höhe von insgesamt EUR 1.417.804,00 (2023: EUR 4.407.649,00) gezahlt, hiervon EUR  
199.766,00 (2023: EUR 3.200.483,00) an Dr. Andreas Blaschke.  
Dr. Andreas Blaschke hat mit 31. Oktober 2022 sein Vorstandsmandat zurückgelegt. Der Anstellungsvertrag  
endete einvernehmlich mit 30. April 2023. Die jährliche Erfolgsbeteiligung für das Geschäftsjahr 2022 wurde  
ergebnis- und vertragsgemäß nach der Hauptversammlung 2023 ausbezahlt. Für den Zeitraum 1. Jänner  
bis 30. April wurden an Dr. Andreas Blaschke noch EUR 199.766,00 im Jahr 2024 als Karenzentschädigung  
ausbezahlt.  
Für die Mitglieder des Vorstandes bestehen weder Vorschüsse noch Haftungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
261  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bezüge des Aufsichtsrates  
(in EUR)  
2024  
2023  
von der Gesellschaft  
740.014,00  
737.124,00  
Gesamt  
740.014,00  
737.124,00  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter OSWALD (Vorsitzender)  
Mag. Roman BILLIANI (Mitglied des Vorstandes) ab 1. Mai 2024  
Mag. Franz HIESINGER (Mitglied des Vorstandes)  
Aufsichtsrat  
Dr. Wolfgang EDER (Vorsitzender)  
Dr. Nikolaus ANKERSHOFEN (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Mag. Johannes GOESS-SAURAU (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander LEEB (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg MAYR-MELNHOF (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand MAYR-MELNHOF-SAURAU, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Univ.-Prof. Dr. Klaus RABEL (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Andreas HEMMER (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard NOVOTNY (Arbeitnehmervertreter)  
4.3 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und weitere Informationen  
Im Zusammenhang mit dem Aktienrückkaufprogramm (siehe Anhangangabe 3.8) hat der Konzern im  
Januar 2025 begonnen Transaktionen zu tätigen. Diese werden wöchentlich auf unserer Website unter  
www.mm.group/de/investoren/aktie/ veröffentlicht.  
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkun-  
gen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.  
Wien, am 17. März 2025  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Roman BILLIANI e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
262  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Jahresabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bi-  
lanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Ge-  
schäftsjahr und dem Anhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und  
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der  
Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit  
den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgen-  
den EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.  
Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verant-  
wortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Ab-  
schlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be-  
schrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen  
unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen  
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns  
bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind,  
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen  
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren.  
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes  
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prü-  
fungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
263  
1. Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unter-  
nehmen  
Sachverhalt  
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von  
TEUR 304.067 und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von gesamt TEUR 1.605.968 stellen  
einen wesentlichen Anteil an den Aktiva der Gesellschaft dar (in Summe 73,7 % der Bilanzsumme). Bei den  
Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die Divisionsholdings. Die Aus-  
leihungen betreffen ebenfalls die Divisionsholdings bzw. indirekt gehaltene operative Gesellschaften der  
Gruppe. Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und gemäß § 204 Abs. 2  
UGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegen-  
den Wert abgewertet. Sowohl im Berichtsjahr als auch in den Vorjahren wurden keine außerplanmäßigen  
Abschreibungen vorgenommen.  
Aufgrund der aktuellen marktwirtschaftlichen Unsicherheiten haben die gesetzlichen Vertreter der Gesell-  
schaft die Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf  
Werthaltigkeit überprüft. In die Ermittlung des beizulegenden Werts der Anteile an verbundenen Unterneh-  
men und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen fließen im Rahmen des angewendeten Discoun-  
ted-Cashflow-Verfahrens zahlreiche bewertungsrelevante Annahmen in Bezug auf die seitens der gesetz-  
lichen Vertreter erwarteten künftigen Zahlungsströme aus der Summe der in der jeweiligen  
Divisionsholding befindlichen Tochtergesellschaften („Free Cash Flows“, wie etwa Annahmen zu der Um-  
satz- und Profitabilitätsentwicklung, Entwicklung des Working Capitals, geplante Investitionsniveau sowie  
die Wachstumsrate für die ewige Rente) ein, die mit erheblichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessen  
verbunden sind. Der für die Ermittlung des beizulegenden Wertes heranzuziehende Kapitalisierungszinssatz  
(WACC) stellt einen wesentlichen Inputparameter dar und ist ebenfalls als stark ermessensbehaftet ein-  
zustufen.  
Für den Abschluss besteht aufgrund dieser Schätzungsunsicherheiten das Risiko, dass die Anteile an ver-  
bundenen Unternehmen bzw. die Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die Vorgehensweise des Managements bezüglich der Werthaltigkeitsbeurteilung von Anteilen  
an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen dahingehend beurteilt, ob  
sie einen möglichen Abwertungsbedarf angemessen identifiziert.  
Zur Prüfung der Werthaltigkeitsbeurteilung der Gesellschaft haben wir insbesondere das Bewertungsmo-  
dell an sich beurteilt und uns mit den wesentlichen Werttreibern der beizulegenden Werte auseinanderge-  
setzt.  
Unter teilweiser Einbezug unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir überprüft, ob die gewählte  
Bewertungsmethode anerkannten Bewertungsgrundsätzen entspricht, und haben die seitens der Gesell-  
schaft verwendeten Parameter (insbesondere geplante Zahlungsströme, Wachstumsraten, Entwicklung  
des Working Capitals, Investitionsniveau sowie Diskontierungszinsätze) mit den Management besprochen,  
mit unternehmensspezifischen Information bzw. industrierelevante Daten und Quellen verglichen und da-  
hingehend beurteilt, ob sie anhand von historischen Daten plausibel und angemessen sind.  
Das von der Gesellschaft eingesetzte Bewertungsmodell ist für die Überprüfung der Werthaltigkeit der An-  
teile an verbundenen Unternehmen bzw. der Ausleihungen an verbundene Unternehmen geeignet. Die der  
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsparameter und  
die damit verbundenen Angaben sind plausibel und angemessen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
264  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Anhang  
des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 unter Anhangangabe 2.1 – „Finanzanlagen“ unter Abschnitt  
2 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informatio-  
nen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lage-  
bericht und den Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir  
geben dazu keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese  
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Un-  
stimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen auf-  
weisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten  
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Dar-  
stellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir  
haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den  
Jahresabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass  
dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst  
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetz-  
lichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstel-  
lung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund  
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähig-  
keit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammen-  
hang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den  
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die ge-  
setzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätig-  
keit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Ge-  
sellschaft.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von  
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Be-  
stätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes  
Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den  
österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern,  
durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets auf-  
deckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als  
wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
265  
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von  
Nutzern beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grunds-  
ätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der  
gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen  
Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, füh-  
ren sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für  
unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche  
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlun-  
gen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellun-  
gen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um  
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit  
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungs-  
methoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in  
der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrund-  
satzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grund-  
lage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignis-  
sen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche  
Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Anga-  
ben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser  
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum  
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten  
können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der  
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer  
Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir planen die Jahresabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnach-  
weise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb der Gesellschaft zu er-  
langen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Jahresabschluss. Wir sind verantwortlich  
für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Jahresabschlussprüfung durchge-  
führten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die ge-  
plante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-  
schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschluss-  
prüfung erkennen, aus.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
266  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhal-  
tensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen  
und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf  
unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von  
Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben,  
diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäfts-  
jahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sach-  
verhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen  
die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sach-  
verhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet  
wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse über-  
steigen würden.  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Lagebericht  
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen,  
ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen  
aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit  
den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts  
durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt  
worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen  
Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebe-  
richt nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt und im  
Anschluss vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesell-  
schaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Be-  
richt an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben  
und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Ge-  
sellschaft gewahrt haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
267  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 17. März 2025  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur  
in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf  
den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassun-  
gen sind die Vorschriften des §281Abs. 2UGB zu beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
268  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Konsolidierter Corporate  
Governance-Bericht  
Als börsennotiertes, international tätiges Unternehmen bekennt sich die MM Gruppe zu einer verantwor-  
tungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung. Wir sehen dies als  
eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung unseres langfristigen Unternehmenserfolges und ach-  
ten darauf, dass Corporate Governance in allen Unternehmensbereichen konsequent umgesetzt und kon-  
tinuierlich optimiert wird. Diese umfasst das gesamte System der Leitung und Kontrolle des Unternehmens  
mit dem Anspruch, das Vertrauen von Mitarbeiter:innen, Aktionär:innen, Geschäftspartner:innen und der  
Öffentlichkeit in die MM Gruppe zu fördern sowie ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten.  
Der vorliegende Bericht informiert zu den in den §§ 243c und 267b UGB vorgeschriebenen Angaben.  
BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX  
Die MM Gruppe hat sich seit Inkrafttreten des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) im  
Jahr 2002 freiwillig zu dessen Einhaltung in der jeweils geltenden Fassung verpflichtet. Grundlage des Kodex  
sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börsen- und Kapitalmarktrechtes, EU-Empfehlungen so-  
wie die OECD-Richtlinie für Corporate Governance in ihren Grundsätzen. Der Kodex wird vor dem Hinter-  
grund nationaler und internationaler Entwicklungen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der  
aktuelle ÖCGK ist im Internet auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Gover-  
nance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Jährlich wird die Einhaltung des Corporate Gover-  
nance Kodex einer internen Evaluierung durch die MM Gruppe unterzogen. Darüber hinaus findet alle drei  
Jahre eine externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln statt, welche für 2024 wieder turnusmäßig  
durchgeführt wurde.  
Die Umsetzung und Evaluierung für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte auf Basis der Kodexversion vom Januar  
2023. Wie bisher entspricht die MM Gruppe allen rechtlichen Vorschriften ohne Einschränkungen. Darüber  
hinausgehende C-Regeln sowie R-Regeln (Recommendations), welche bei Abweichung keiner Begrün-  
dung bedürfen, wurden nahezu vollständig eingehalten.  
Die Gesellschaft gibt zu Abweichungen von C-Regeln für das Jahr 2024 folgende Erklärungen ab:  
Regel 27a  
Die Vorstandsverträge enthalten keine Regelungen, wonach im Fall des vorzeitigen Ausschei-  
dens eines Vorstandsmitglieds die wirtschaftliche Lage berücksichtigt werden soll. Durch die  
langfristige Erfolgsbeteiligung finden jedoch künftige Entwicklungen über Zu- bzw. Abschläge  
Berücksichtigung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
269  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald  
Vorsitzender, CEO  
Strategische und ergebnisverantwortliche Leitung der Gesamt-  
Mitglied des Vorstandes seit 1. April 2020 gruppe und insbesondere der Bereiche:  
bestellt bis 31. Mai 2029  
Konzernstrategie  
geboren 1962  
Konzernorganisation  
Personalwesen der Gruppe sowie Organe der Tochtergesell-  
schaften  
Externe und interne Kommunikation sowie Investor Relations  
Kommunikation mit dem Präsidium und den Aufsichtsräten  
Nachhaltigkeit inkl. Arbeitssicherheit  
Festlegung der Vertreter bei Verbänden  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Pharma &  
Healthcare Packaging (inkl. Verkauf und Marketing, Produk-  
tion, Innovation und Produktentwicklung)  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Board & Paper  
(inkl. Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und  
Produktentwicklung)  
Mag. Roman Billiani  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Mai 2024 Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Food  
&
bestellt bis 30. April 2027  
Premium Packaging (inkl. Verkauf und Marketing, Produktion,  
geboren 1974  
Innovation und Produktentwicklung)  
Informationsmanagement (IT)  
Einkauf (inkl. Energie)  
Marketing  
Mag. Franz Hiesinger  
Finanzvorstand, CFO  
Finanzwesen und alle Finanzierungsangelegenheiten  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Oktober Konzernberichtswesen und -rechnungslegung sowie Controlling  
2017  
Merger- und Akquisitionsangelegenheiten  
bestellt bis 30. September 2025  
Risikomanagement, Versicherungen  
geboren 1965  
Rechts- und Steuerwesen inkl. Compliance  
Interne Revision  
Informationssicherheit  
Die Mitglieder des Vorstandes halten keine Mandate in konzernexternen Aufsichtsräten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
270  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Der Aufsichtsrat  
Dr. Wolfgang Eder  
Vorsitzender seit 26. April 2023  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG, Linz  
geboren 1952  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
1. Stellvertretender Vorsitzender seit 26. April 2017 Rechtsanwalt und Partner der Ankershofen Goëss Hin-  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 28. April 2010  
teregger Rechtsanwälte OG; Mitglied im Aufsichtsrat der  
geboren 1969  
Mayr-Melnhof Holz Holding AG, Leoben; Vorstand in di-  
versen Privatstiftungen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
2. Stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2008 Geschäftsführer in diversen eigenen Gesellschaften  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 18. Mai 2005  
geboren 1955  
Dr. Alexander Leeb  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Andritz AG, Graz; Stell-  
geboren 1959  
vertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Plansee  
Holding AG, Reutte; Stiftungsratsvorsitzender der LGT Ven-  
ture Philanthropy Foundation, Vaduz  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Angestellter der Erzdiözese Salzburg  
geboren 1968  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Geschäftsführender Gesellschafter in diversen Immobi-  
geboren 1987  
lieninvestment- und Immobilienentwicklungsgesell-  
schaften; Mitglied des Vorstandes der Oskar Vogl Privat-  
stiftung, Graz  
Univ-Prof. Dr. Klaus Rabel  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; Universitätsprofes-  
geboren 1961  
sor für Unternehmensbewertung und wertorientierte Un-  
ternehmensführung am Institut für Unternehmensrech-  
nung und Steuerlehre an der Karl-Franzens-Universität  
Graz; Vorsitzender des Fachsenats für Unternehmensbe-  
wertung der Kammer der Steuerberater und Wirtschafts-  
prüfer, Wien; Mitglied des Europe MSR Board des Interna-  
tional Valuation Standards Council (IVSC), London;  
Vorstand von österreichischen Familienprivatstiftungen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
271  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Vom Betriebsrat entsandt:  
Andreas Hemmer  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 20. Oktober Arbeitnehmervertreter  
2009  
geboren 1968  
Gerhard Novotny  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 10. Mai 1995  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1963  
Die aktuelle Mandatsdauer von Dr. Eder endet mit der 34. Ordentlichen Hauptversammlung in 2028, welche  
über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt. Die Mandatsdauer aller übrigen von der Haupt-  
versammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der 31. Ordentlichen Hauptversammlung  
in 2025, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024 beschließt. Die Mandate der Arbeitnehmer-  
vertretung sind von unbestimmter Dauer.  
Mitglieder in den Ausschüssen des Aufsichtsrates  
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (Präsidium)  
Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Prüfungs- und Nachhaltigkeitsausschuss  
Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel, Vorsitzender  
Dr. Wolfgang Eder  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Gerhard Novotny  
Aufsichtsratsmitglieder mit weiteren Aufsichtsratsmandaten in börsennotierten Gesellschaften  
Dr. Wolfgang Eder  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG, Linz  
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder  
Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Festlegung der Kriterien für die Bewertung der Unabhängigkeit seiner  
Mitglieder an den Leitlinien im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex:  
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein  
Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letz-  
ten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Auf-  
sichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von  
Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Re-  
gel 48 (Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrates außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichts-  
rat) führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Betei-  
ligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied einer anderen Gesellschaft sein, von der ein Vor-  
standsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
272  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebens-  
gefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes, leitenden Ange-  
stellten, Abschlussprüfers oder Angestellten der prüfenden Prüfungsgesellschaft sein.  
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich gemäß diesen Kriterien für unabhängig erklärt. Somit  
trifft dies auch für die Ausschüsse des Aufsichtsrates zu.  
Durch die Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass Stakeholder-Belange frei von Interessenkonflikten regel-  
mäßig Berücksichtigung finden können.  
Die Aufsichtsratsmitglieder beachten die Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Ko-  
dex betreffend Interessenkonflikte. Neue Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten darüber hinaus bei Auf-  
nahme ihrer Tätigkeit ausführliche Informationen in Bezug auf die Vermeidung von Interessenkonflikten.  
Interessenvertretung von Anteil > 10 % an der Mayr-Melnhof Karton AG  
Zwei unabhängige Mitglieder des Aufsichtsrates vertreten einen Anteilseigner mit mehr als 10 % Anteilsbesitz:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Zustimmungspflichtige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern mit der Gesellschaft  
Im Geschäftsjahr 2024 betraf dies:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Ankershofen Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG, in welcher Dr. Nikolaus Ankershofen Rechtsanwalt und  
Partner ist, wird auf Basis von Ad-hoc-Beauftragungen für die Mayr-Melnhof Karton AG als Rechtsberater  
tätig. Diese Beauftragungen betreffen vorwiegend arbeitsrechtliche Belange zwischen dem Vorstand und  
der Mayr-Melnhof Karton AG. Ankershofen Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG verrechnet auf Basis von  
für Rechtsanwälte üblichen Stundensätzen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Honorar von insgesamt  
Tsd. EUR 28 abgerechnet.  
VERGÜTUNG DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES  
Detaillierte Angaben zur Vorstandsvergütung und Vergütung des Aufsichtsrates finden sich im jährlich der  
Hauptversammlung vorzulegenden Vergütungsbericht der Gesellschaft sowie in der Vergütungspolitik.  
Weblink: www.mm.group/de/investoren/corporate-governance/  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
273  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ANGABEN ZUR ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT  
Der Vorstand führt die Geschäfte aufgrund der Gesetze, seiner Geschäftsordnung und der Satzung der Ge-  
sellschaft. Letztere ist auf der Website der Gesellschaft unter mm.group/de/investoren/corporate-  
governance/ abrufbar. Die Geschäftsordnung des Vorstandes regelt sowohl die Geschäftsverteilung als  
auch die Zusammenarbeit im Vorstand und enthält einen Katalog von Geschäftsfällen, welche einer vo-  
rangegangenen Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedürfen. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten  
kollegial zusammen und unterrichten einander laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren  
Geschäftsbereichen. Der Vorstand der Mayr-Melnhof Karton AG hält in regelmäßigen Abständen, mindes-  
tens einmal monatlich, Vorstandssitzungen über wesentliche konzern- bzw. segmentrelevante Themen. Bei  
der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie bezieht der Vorstand Aspekte der Nachhal-  
tigkeit und damit verbundene positive und negative Auswirkungen sowie Chancen und Risiken in Hinblick  
auf Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance mit ein. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegt die  
Leitung und Vorbereitung der Sitzungen sowie der Austausch mit dem Aufsichtsrat.  
Art und Entscheidungsbefugnis der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat hat aus seinen Reihen folgende Ausschüsse eingerichtet:  
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (Präsidium)  
Aufgabe des Präsidiums ist vor allem die laufende Diskussion von Strategie und Unternehmensausrichtung  
sowie die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrates in allen strategischen Belangen. Es trifft  
ferner Entscheidungen in Vorstandsangelegenheiten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und  
nimmt auch die Funktionen des Nominierungs- und Vergütungsausschusses wahr. Die langjährigen Erfah-  
rungen und Kenntnisse im Bereich der Vergütungspolitik sichern die diesbezügliche Qualität in der Aus-  
schussarbeit.  
Prüfungs- und Nachhaltigkeitsausschuss  
Das Aufgabengebiet des Prüfungsausschusses, dessen Entscheidungsbefugnisse sich aus den gesetzli-  
chen Vorgaben ergeben, wurde 2024 um die für den Aufsichtsrat relevanten Nachhaltigkeitsthemen er-  
weitert. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im Finanz- und Rechnungswesen und in der Berichter-  
stattung sowie die vertiefte Auseinandersetzung mit nichtfinanziellen Belangen sichern die diesbezügliche  
Qualität in der Ausschussarbeit.  
Ein enges Kommunikationsnetzwerk stellt sicher, dass der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse in dringenden  
Fällen zeitnah Entscheidungen fällen können. Jeder Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an den  
Aufsichtsrat über die Arbeit des Ausschusses.  
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen-  
den Aufgaben im Rahmen von sechs Plenarsitzungen wahrgenommen, wobei sämtliche Mitglieder an zu-  
mindest fünf Sitzungen teilgenommen haben.  
In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld richtet die MM Gruppe ihre Strategie darauf aus, die Ertrags-  
kraft sowie die Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit durch einen gezielten Fokus auf ihre Kernkompe-  
tenzen zu stärken. Ein zentraler Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrates war damit auch 2024 die Be-  
gleitung des Vorstandes in der entsprechenden Strategieentwicklung sowie bei der Umsetzung  
zukunftsgerichteter Optimierungsmaßnahmen und langfristiger Investitionsprojekte. Diese zielen in erster  
Linie darauf ab, Effizienz und Flexibilität am Markt weiter zu erhöhen sowie den Anteil an erneuerbarer Ener-  
gie als eines der zentralen Elemente der Nachhaltigkeitsstrategie konsequent zu steigern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
274  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Die grundsätzliche Aufstellung des Unternehmens mit dem Fokus auf ein wachstumsorientiertes, gleich-  
zeitig unter Branchenaspekten aber ausgewogenes Konsumgüterverpackungsgeschäft neben dem zykli-  
schen Segment Board & Paper erwies sich gerade in Zeiten des anhaltend starken Ergebnisdruckes im  
traditionellen Kartonbereich als strategisch richtig.  
Um dem spezifischen Charakter des Pharmaverpackungsgeschäftes größtmögliche Transparenz zu ge-  
ben, wird dieses seit Mitte 2024 als eigenes Segment „Pharma & Healthcare Packaging“ neben der Division  
„Food & Premium Packaging“ geführt. In diesem Zusammenhang wurde die Konzernorganisation durch  
Schaffung des neuen Vorstandsressorts „Food & Premium Packaging“ weiterentwickelt, dessen Leitung  
Herrn Mag. Roman Billiani als ausgewiesenem Packaging-Experten obliegt.  
Ein weiterer Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit betraf die Begleitung des konzernweiten Profit & Cash  
Protection-Programmes sowie von Maßnahmen zur Sicherstellung einer langfristig ausgewogenen Finan-  
zierungsstruktur des Konzerns. Die derzeit in Abwicklung befindliche Veräußerung der TANN Gruppe soll ne-  
ben einer Straffung des strategischen Portfolios nicht zuletzt zur Absicherung der finanziellen Ressourcen  
für die langfristige Stärkung der Kernbereiche beitragen.  
Der Aufsichtsrat hat sich ferner einmal mehr mit einer Reihe von Nachhaltigkeitsthemen auseinanderge-  
setzt, wobei im Fokus die aktuellen EU-Vorgaben standen. Im Lichte der verstärkten Integration von Finanz-  
und Nachhaltigkeitsagenden wurde die Zuständigkeit des Prüfungsausschusses um die entsprechenden  
Nachhaltigkeitskompetenzen erweitert. Diesem Schritt wird auch durch eine dahin gehende Namenser-  
gänzung des Ausschusses („Prüfungs- und Nachhaltigkeitsausschuss“) Rechnung getragen.  
Zur langfristigen Absicherung hinreichender Führungskompetenzen im Konzern hat sich der Aufsichtsrat  
2024 auch mit Themen der Weiterentwicklung des Führungsteams sowie dem Nachfolge- und Talentema-  
nagement auseinandergesetzt.  
Weitere Aufsichtsratsthemen waren der Komplex IT-Systeme/Cyber-Security, das Nachhaltigkeits- und Ri-  
sikomanagement sowie die Bereiche Corporate Governance und Compliance.  
Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung für das Geschäftsjahr 2024 anhand eines Fragebogens durch-  
geführt, mit dem Ergebnis, dass die Tätigkeit des Aufsichtsrates als insgesamt effizient bewertet wird. Der  
regelmäßige Informationsaustausch sowie die Behandlung von Schwerpunktthemen tragen gemeinsam  
mit der Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer maßgeblich dazu bei.  
Die Diskussionen und Erörterungen in den Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen waren auch 2024 durch  
hohe Konstruktivität und Offenheit geprägt. Alle Teilnehmer hatten ausreichend Möglichkeit zu Besprechun-  
gen und Fragestellungen.  
Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (Präsidium) kam im Jahr 2024 fünfzehnmal zusammen. Es  
wurden vor allem Themen der strategischen Entwicklung, Restrukturierungen, Investitionen sowie die aktu-  
elle Unternehmensaussteuerung und Angelegenheiten in Bezug auf den Vorstand und die Management-  
nachfolge behandelt. Darüber hinaus wurden die Sitzungen des Aufsichtsrates vorbereitet.  
Der Ausschuss trägt ferner Sorge für die Umsetzung und Überprüfung der Vergütungspolitik sowie die Be-  
richterstattung über die Vergütung (siehe Vergütungsbericht 2024 unter mm.group/de/investoren/ir-  
news-reports/reports/).  
Der Prüfungs- und Nachhaltigkeitsausschuss kam 2024 in zwei Sitzungen zusammen. Schwerpunkt war die  
Auseinandersetzung mit dem Konzern- und Einzelabschluss 2023 sowie die Vorbereitung des Konzern- und  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
275  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Einzelabschlusses 2024 inklusive der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 267a UGB und de-  
ren Prüfung. Ferner wurden der Umfang der Nicht-Prüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer und die  
besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) festgelegt.  
Aufgrund des wiederholten Austausches zwischen dem Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Ab-  
schlussprüfer außerhalb der Sitzungen gab es keinen Bedarf für ein Gespräch während der Sitzungen ohne  
Anwesenheit der teilnehmenden Vorstandsmitglieder.  
MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN UND BESCHREIBUNG DES  
DIVERSITÄTSKONZEPTES  
Als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen sieht die MM Gruppe Vielfalt als einen wesentlichen Treiber,  
um langfristigen Unternehmenswert zu schaffen. Inklusion und Gleichstellung verbessern das Engagement  
und die Arbeitszufriedenheit und tragen direkt zur Rentabilität und Nachhaltigkeit der MM Gruppe bei. Daher  
fördern wir aktiv Vielfalt auf allen Ebenen des Unternehmens mit dem Ziel, ein Umfeld zu schaffen, in dem  
sich jede:r Einzelne, unabhängig von Funktion und Standort, wertgeschätzt, unterstützt und befähigt fühlt.  
Dabei unterstützen wir die Einbeziehung eines breiten Spektrums von Diversitätsaspekten, um ein Gefühl  
der Zugehörigkeit für alle zu gewährleisten. Das Diversitätskonzept der MM Gruppe ist im Code of Conduct  
und in den Human Resources Guidelines verankert. Dort wird festgehalten, dass wir uns allerorts im Konzern  
dafür einsetzen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist.  
Ferner dokumentiert die MM Menschenrechts-Policy unsere klare Haltung zur Nichtdiskriminierung am  
Arbeitsplatz.  
Wir verfolgen die Einhaltung dieser Verpflichtung über verschiedene Standards. Darüber hinaus überwa-  
chen wir sorgfältig jeden Fall, der über die MM Integrity Line (Whistleblowing-Hotline) gemeldet wird, und  
gehen darauf ein. Die Diversität der Beschäftigten sehen wir als wesentliche Ressource und Bereicherung,  
um Aufgaben noch effektiver und innovativer erfüllen zu können. Die MM Gruppe wendet sich gegen jegliche  
Diskriminierung und Belästigung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Alter,  
nationaler Herkunft, Behinderung oder sexueller Ausrichtung. Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen werden  
dem Grundsatz der Gleichbehandlung entsprechend beurteilt.  
Bei der Besetzung von Führungspositionen folgt die MM Gruppe generell der Empfehlung des Gleichstel-  
lungsgesetzes, auf Vielfalt zu achten und eine angemessene Verteilung von Geschlecht, Alter und Kompe-  
tenz anzustreben. Als Unternehmen in einer stark technisch orientierten Branche ist es insbesondere strate-  
gische Zielsetzung, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu steigern und auch auf oberster  
Führungsebene bestmögliche Diversität zu erreichen. Seit mehreren Jahren nehmen Frauen vermehrt Top-  
Management-Positionen innerhalb der MM Gruppe ein. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Sustaina-  
bility & Safety, Human Resources, Informationsmanagement (IT), Recht, Internal Audit & Risk Management  
sowie die Geschäftsführung einzelner Tochterunternehmen. Im Rahmen der internen Führungskräfteent-  
wicklung legen wir großen Wert darauf, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Wir un-  
terstützen dies mit einer Vielzahl an Initiativen wie Nachfolgeplanung, Mentoring und Gewährleistung einer  
gesunden Work-Life-Balance, welche durch flexible Arbeitsgestaltung die Vereinbarkeit von Beruf und Fa-  
milie fördert.  
Der Frauenanteil in der MM Gruppe belief sich in 2024 auf rund 26 %. Ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen  
sowohl in technischen als auch in wirtschaftlichen Berufen zu sein, ist unser langfristiger Anspruch bei MM.  
Aufgrund der Tätigkeit in der Schwerindustrie und in Schichtsystemen ist die Frauenquote im Konzern und  
in der Rekrutierung tendenziell niedrig. Jährlich wird diesbezüglich das Bewusstsein geschärft, insbeson-  
dere auch durch verschiedene Aktivitäten am Weltfrauentag.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Gegenwärtig besteht der Aufsichtsrat aus neun Männern und der Vorstand, die einzigen Beschäftigten der  
börsennotierten Holdinggesellschaft, aus drei Männern. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wird auf  
die fachliche und persönliche Qualifikation, Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Kandidaten sowie auf  
eine gut balancierte Zusammensetzung geachtet. Ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis im Auf-  
sichtsrat bleibt unsere Zielsetzung.  
Details zur Mitarbeiterförderung finden sich im Kapitel „S1 – eigene Arbeitskräfte“ der nichtfinanziellen  
Erklärung.  
EXTERNE EVALUIERUNG  
Der Kodex (ÖCGK) sieht eine regelmäßige (mindestens alle drei Jahre) externe Evaluierung der Einhaltung  
der C-Regeln (Comply or Explain) durch das Unternehmen vor. Diese erfolgte im Zuge der Jahresab-  
schlussprüfung 2024 durch die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien. Die Prüfung der Einhaltung jener Re-  
geln des Kodex, die die Abschlussprüfung betreffen, erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Georg Eckert, Wirtschafts-  
universität Wien. Die Evaluierung der Prüfer ergab, dass die von der Mayr-Melnhof Karton AG abgegebene  
Erklärung zur Einhaltung der Corporate Governance den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Die  
nächste externe Evaluierung ist für den Corporate Governance-Bericht über das Jahr 2027 vorgesehen.  
VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG  
Es ergeben sich zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate Gover-  
nance-Berichtes keine Veränderungen von berichtspflichtigen Sachverhalten.  
Wien, am 17. März 2025  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Roman Billiani e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter  
Erklärung des Vorstandes  
gemäß § 124 Börsegesetz  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-  
dards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage  
des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und  
die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-  
lage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten  
beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstan-  
dards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,  
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Ge-  
schäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermö-  
gens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewiss-  
heiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Wien, am 17. März 2025  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Vorsitzender des Vorstandes  
Mag. Roman Billiani e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mitglied des Vorstandes  
Mitglied des Vorstandes  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2024  
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