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TOGETHER  
2023  
Jahresfinanzbericht  
Mayr-Melnhof Karton AG  
Inhaltsverzeichnis  
Konzernlagebericht  
2
Die Positionierung der MM Gruppe und ihrer Divisionen  
8
Entwicklung im Jahr 2023  
18 Forschung und Entwicklung  
22 Risikomanagement  
33 Angaben nach § 243 a Abs 1 UGB  
34 Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267 a UGB  
35 Ausblick  
36 Konzernabschluss  
134 Lagebericht und Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
170 Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
179 Erklärung des Vorstandes  
Konzernlagebericht  
Konzernlagebericht  
1 DIE POSITIONIERUNG DER MM GRUPPE UND IHRER DIVISIONEN  
Konzern  
Leading in Consumer Packaging  
Die MM Gruppe (MM) ist ein weltweit führender Produzent von Consumer Packaging. Die Gruppe bietet Verpackungslö-  
sungen aus Karton und Faltschachteln mit einem attraktiven Angebot bei Kraftpapieren, ungestrichenen Feinpapieren,  
Beipackzetteln und Etiketten. MM ist langfristig ausgerichtet und fördert nachhaltige Entwicklung durch innovative, recy-  
celbare Verpackungen und Papierprodukte.  
Die Division MM Board & Paper ist Europas größter Kartonproduzent (exkl. Flüssigkeitskarton). Die Division MM Packaging  
ist der führende Faltschachtelproduzent in Europa mit einer führenden Position in mehreren Märkten außerhalb Europas  
sowie ein Marktführer in sekundärer Pharmaverpackung in Europa und Nordamerika.  
Die beiden Divisionen der Gruppe, MM Board & Paper und MM Packaging, werden mit eigenständiger Ergebnisverantwor-  
tung geführt und beliefern einander zu Marktkonditionen. MM Board & Paper lieferte in 2023 rund 16 % des Kartonabsatzes  
an MM Packaging. Der überwiegende Teil der Karton- und Papierproduktion wird konzernextern verkauft. MM Packaging  
bezog in 2023 mehr als ein Viertel der verarbeiteten Tonnage intern von MM Board & Paper.  
Verantwortungsvolle Kreislaufwirtschaft integraler Teil des Geschäftes  
Die Nachfrage nach Karton und Kartonverpackungen korreliert in hohem Maße mit dem Privatkonsum, vor allem jenem  
von Konsumgütern des täglichen Bedarfes.  
Karton wird im Wesentlichen als Rohstoff für die Erzeugung von Faltschachtelverpackungen eingesetzt. Faltschachteln  
sind neben Kunststoff das bedeutendste Primärverpackungsmittel für tägliche Bedarfsgüter und erfüllen im Besonderen  
Kriterien der Nachhaltigkeit. Neben der attraktiven Präsentation des Konsumgutes und zu dessen Schutz zeichnen sich  
Faltschachtelverpackungen vor allem durch die nachhaltigere Produktion aus nachwachsenden und vielmals recycelbaren  
Faserstoffen aus. Verantwortungsvolle Kreislaufwirtschaft ist damit ein integraler Teil des Geschäftes der MM Gruppe.  
Weltweite Präsenz – Schwerpunkt Europa  
Das Geschäft von MM Packaging hat aufgrund von Transportkosten und Serviceanforderungen im Wesentlichen regionalen  
Charakter, wobei wir neben unserem Produktionsschwerpunkt in Europa auch in Nord- und Südamerika sowie einzelnen  
Ländern Asiens mit lokaler Fertigung präsent sind. Obwohl wir unsere europäische Karton- und Papierproduktion weltweit  
in mehr als 110 Länder absetzen, liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf Europa, da dem globalen Kartonhandel untergeord-  
nete Bedeutung zukommt.  
Kraftpapiere gehen vor allem an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche sowie die Laminatindustrie, ungestrichene Fein-  
papiere (Office- und Druckpapiere) werden insbesondere an Papier-/Bürobedarfshändler in Europa verkauft.  
Nachhaltigkeit, Innovation und Effizienz – unsere Basis für Wertsteigerung und Wachstum  
Die Schaffung langfristiger Wertsteigerungs- und Wachstumsperspektiven steht im Zentrum der strategischen Ausrichtung  
der MM Gruppe. Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit durch Skaleneffekte und modernste Technologie sowie der Fokus auf  
Nachhaltigkeit und Innovation sollen dazu wesentlich beitragen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
2
Konzernlagebericht  
MM hat mit dieser Zielsetzung in 2021-2023 das bisher umfangreichste Investitionsprogramm umgesetzt, welches eine  
Vielzahl von Projekten mit Schwerpunkten auf Kosteneffizienz, technologischer Erneuerung und Wachstum an großen  
wettbewerbsfähigen Standorten beider Divisionen umfasst. Konnten diese Maßnahmen im Bereich Packaging bereits seit  
2022 spürbar beitragen, hat die Division MM Board & Paper in 2023 an den Standorten Frohnleiten, Neuss und Kolicevo  
die bislang größten Investitionen in modernste Technologie, Produktentwicklung und Nachhaltigkeit durchgeführt.  
Darüber hinaus erfolgte im Jahr 2022, nach der Akquisition von zwei Großstandorten im Bereich Board & Paper im Jahr  
zuvor, der strategische Einstieg von MM Packaging in den resilienten und wachsenden Markt für Pharmaverpackungen mit  
der Zielsetzung, attraktives Wertsteigerungspotenzial und Synergien in den Folgejahren zu nutzen. Im Zuge dessen konnte  
in 2023 die Integration der Ex-Essentra Packagingstandorte erfolgreich umgesetzt werden. Parallel dazu wurde auch in  
2023 zur Steigerung der strukturellen Effizienz eine kleinere Maschine der Division Board & Paper abgestellt, nachdem  
man sich bereits in den Vorjahren von kleineren Kartonwerken getrennt hatte und zwei Kartonmaschinen stillgelegt wur-  
den. Darüber hinaus werden auch im Packagingbereich die Strukturen kontinuierlich den Marktnotwendigkeiten  
angepasst.  
Durch die strategische Transformation von MM in Zeiten multipler Krisen kam es nicht nur zu einer Stärkung der produ-  
zierenden Einheiten, sondern auch zu einer deutlichen Weiterentwicklung der zentralen Konzernfunktionen, um Potenziale  
von MM langfristig systematisch zu nutzen. Dabei tragen wir insbesondere der Bedeutung von Nachhaltigkeit, Innovation  
und dem Einsatz modernster Technologie als unserem Differenzierungsmerkmal am Markt Rechnung. In diesem Zusam-  
menhang wurde die MM Gruppe von der weltweit tätigen, gemeinnützigen Umweltorganisation CDP auf Basis der Daten-  
lage 2023 für ihre führende Rolle bei Transparenz und Leistung in Bezug auf Klimawandel, Forst- und Wassermanagement  
als eines von wenigen Unternehmen mit „Triple-A“ ausgezeichnet. MM möchte durch diese strategische Ausrichtung vor  
allem die Chancen von modernen recycelbaren Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen nutzen. Die Mitarbei-  
ter:innen von MM werden dahingehend laufend geschult und das Management-Team von MM wurde den gestiegenen  
Aufgabenstellungen entsprechend erweitert sowie um High Potentials als Nachwuchskräfte ergänzt.  
MM Board & Paper  
Führender Kartonproduzent mit attraktiver Position bei Kraftpapier und ungestrichenem Feinpapier  
Die Division MM Board & Paper ist der größte europäische Kartonproduzent (exkl. Flüssigkeitskarton). An sechs europäi-  
schen Produktionsstandorten wird ein breites Kartonangebot für ein vielfältiges Einsatzspektrum mit Schwerpunkt im Ver-  
packungsbereich gefertigt. Rund 52 % der Produktion entfallen auf gestrichenen Recyclingkarton und rund 24 % auf Frisch-  
faserkarton sowie rund 24 % auf ungestrichene Feinpapiere und Kraftpapiere. Auf Recyclingfasern, die extern zugekauft  
werden, entfällt ein Anteil von rund 54 % der jährlich eingesetzten Faserstoffe. Weitere rund 15 % des Fasereinsatzes sind  
Holzschliff, der zum überwiegenden Teil in den Kartonwerken und im divisionseigenen Faserwerk FollaCell in Norwegen  
selbst erzeugt wird. Zellstoff, auf welchen rund 31 % des Faserbedarfes entfallen, wird zu rund 88 % selbst erzeugt und zu  
rund 12 % zugekauft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
3
Konzernlagebericht  
Ein breites Einsatzspektrum  
Karton von MM Board & Paper wird als Verpackungsmaterial in einer Vielzahl von Konsumgütermärkten für Güter des  
täglichen Bedarfes eingesetzt. Schwerpunkte sind Food & Specialities, auf welche rund 72 % des Absatzes entfallen, sowie  
der Premiumbereich (Pharma & Healthcare, Beauty & Personal Care etc.). Kraftpapiere mit einem Absatzanteil von  
9 % werden vor allem an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche und die Laminatindustrie verkauft, ungestrichene Fein-  
papiere insbesondere an Papier-/Bürobedarfshändler. Die Verkaufsorganisation von MM Board & Paper ist darauf ausge-  
richtet, den speziellen Anforderungen einzelner Marktsegmente bestmöglich zu entsprechen. Das Multi-Mill-Konzept, wel-  
ches die Herstellung bestimmter Kartonqualitäten in mehreren Werken vorsieht, garantiert zuverlässige Lieferung, stabile  
Qualität und kurze Lieferzeiten.  
Hauptmarkt von MM Board & Paper ist Europa, auf welchem in 2023 rund 89 % der Verkaufsmenge abgesetzt wurden.  
Darüber hinaus wird ein weltweites Vertriebsnetzwerk unterhalten, welches jüngst durch ein Sales Office für Board &  
Paper in den USA verstärkt wurde. Insgesamt werden mehr als 1.900 Kunden in rund 110 Ländern beliefert. Diese sind  
vor allem Druckereibetriebe der mittelständisch geprägten und stark fragmentierten europäischen Faltschachtelindustrie  
sowie Konsumgüterproduzenten und die zuvor angeführten Abnehmer im Papierbereich.  
Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum durch Effizienz, Nachhaltigkeit und innovative Produkte  
Als Schlüsselfaktor zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurde in 2023 das bisher umfassendste Investitionsprogramm  
für die Standorte Frohnleiten, Neuss und Kolicevo umgesetzt. Darüber hinaus werden divisionsweit zahlreiche Projekte zur  
kontinuierlichen Implementierung von Best Practice verfolgt. Ziel ist es, durch modernste Technologie das Produktpro-  
gramm auf neue Möglichkeiten am Markt auszurichten und mit mehr Effizienz und Nachhaltigkeit noch wettbewerbsfähiger  
zu werden. Ein gut abgestimmter Prozess zwischen Innovation, Produktentwicklung und Kommerzialisierung zielt sowohl  
auf die kontinuierliche Verbesserung bestehender Lösungen und Prozesse als auch auf die Erschließung neuer Einsatz-  
möglichkeiten und Marktpotenziale ab. MM Board & Paper verfolgt dabei einen Ansatz, welcher Aspekte aus der gesamten  
Wertschöpfungskette berücksichtigt. Hohe Qualität, Funktionalität, Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Produkte sowie  
umfassende Kompetenz und modernste Serviceleistungen zeichnen das Angebot bei MM Board & Paper aus.  
Innovative faserbasierte Lösungen  
Karton und Papier sind das bevorzugte Verpackungsmaterial bei Konsumenten. Ziel von MM Board & Paper ist es daher,  
neue Möglichkeiten für die Substitution von Kunststoffverpackungen durch umweltfreundliche, innovative Lösungen aus  
Karton und Papier zu schaffen und die Funktionalitäten ohne Einsatz von Kunststoffen weiter zu erhöhen. Mit dieser Aus-  
richtung entwickeln wir neuartige Barrierekonzepte, um die Verwendung von Karton als alternatives Verpackungsmaterial  
für eine breite Palette von Lebensmitteln einschließlich flüssiger, gekühlter, gefrorener und/oder fettiger Nahrungsmittel  
zu erleichtern. Der Einfluss dieses Trends auf unseren Karton- und Papierabsatz ist weiter schwer einzuschätzen. Unser  
Ziel ist jedoch, diesen zu nutzen, um schneller als der Markt zu wachsen.  
Konzentration auf leistungsstarke Asset Base  
MM produziert aktuell auf sieben leistungsstarken Kartonmaschinen und drei Papiermaschinen an sechs Standorten. Die  
Maschinen sind jeweils auf bestimmte Produktqualitäten ausgerichtet: drei auf Recyclingkarton, zwei auf Frischfaserkarton,  
eine auf weiß gestrichenen Recycling-Liner sowie eine weitere Kartonmaschine flexibel sowohl auf Recycling- als auch auf  
Frischfaserkartonqualitäten. Darüber hinaus produzieren zwei Papiermaschinen ungestrichene Feinpapiere und Verpa-  
ckungskraftpapiere und eine weitere Saturating Kraft Paper. Die Maschinen werden kontinuierlich auf dem Stand der  
Technik mit Fokus auf Wachstumspotenzial und Wettbewerbsstärke weiterentwickelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Fasern und Energie zentrale Kostenfaktoren  
Altpapier ist strategischer Rohstoff bei der Produktion von gestrichenem Recyclingkarton, Holzschliff bei Frischfaserkarton  
sowie Zellstoff bei Kraft- und Feinpapieren. Darüber hinaus sind Energie, Chemikalien und Logistik weitere wesentliche  
Kostenfaktoren. Die hochqualitative Bedruckbarkeit von Karton wird durch die Applikation eines Striches aus Kalk, Füll-  
stoffen und Bindemittel auf der Kartonaußenfläche erreicht.  
MM Board & Paper kauft Recyclingfasern zur Gänze aus Europa, vorwiegend auf dem Spotmarkt. Infolge des kontinuierli-  
chen Rückganges bei Printmedien und Office-Papieren wird Altpapier trotz hoher Recyclingquoten und bestehender Auf-  
kommensreserven längerfristig zu einem knapperen Rohstoff, wobei wir die Versorgung für unsere Werke weiter als gesi-  
chert erachten. Ebenso bei Holz, dem Ausgangsstoff für Holzschliff und Zellstoff, sehen wir die Versorgung aufgrund des  
laufenden Bezuges aus nachhaltiger Forstwirtschaft als gegeben. Wie die Situation infolge von Covid-19 und danach zeigte,  
kann es aber zu signifikanten Schwankungen bei Aufkommen und Preisen kommen. Als Energieträger wird von MM Board &  
Paper zu einem hohen Anteil Erdgas genutzt. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger, wie z. B. Biomasse, Pho-  
tovoltaik sowie eine Erhöhung der Eigenversorgung haben besondere Priorität in der Investitionstätigkeit der Division.  
Starker Wettbewerb in der Kartonindustrie  
MM Board & Paper ist einziger europäischer Anbieter mit jeweils mehreren großen Produktionsstandorten von  
Recycling- und Frischfaserkarton und darüber hinaus der einzige europäische Kartonerzeuger mit einem substanziellen  
weiteren Standbein in der Faltschachtelerzeugung. Die größten skandinavischen Anbieter sind ausschließlich im Bereich  
Frischfaserkarton tätig.  
Der Kapazitätszuwachs bei Recyclingkarton erfolgt in Europa seit Jahrzehnten durch die laufende technologische Moder-  
nisierung bestehender Anlagen („creeping capacity increase“). Bei Frischfaserkarton führte insbesondere der strukturbe-  
dingte Wechsel von grafischen Papieren hin zu Verpackungskartonprodukten in den letzten Jahren zu Neukapazitäten.  
Darüber hinaus ist für die nächsten Jahre im Zuge des Trends zu großen hocheffizienten Anlagen und nachhaltigen Verpa-  
ckungen mit einer deutlichen weiteren Expansion der Frischfaserkartonkapazitäten in Europa zu rechnen.  
MM Packaging  
Ein weltweit führender Faltschachtelproduzent  
Faltschachtelverpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes stehen im Mittelpunkt des Geschäftes von  
MM Packaging. Im Geschäftsjahr 2023 wurden rund 3.984 Mio. m2 produziert und Umsatzerlöse von 2.431,1 Mio. EUR  
erzielt. Damit ist MM Packaging nicht nur der führende Faltschachtelproduzent in Europa, sondern auch einer der größten  
weltweit. Durch die letzten Akquisitionen 2022 im Geschäftsbereich Pharma & Healthcare ist MM Packaging auch ein füh-  
render Produzent von Beipackzetteln und Etiketten für diesen Bereich, sowohl in Europa als auch den USA. Wegen Trans-  
portkosten und Serviceanforderungen haben Faltschachtelverpackungen oft einen limitierten Lieferradius und sind  
dadurch allgemein als regionales Produkt definiert. Aufgrund deutlich niedrigerer Markteintrittsbarrieren in der Faltschach-  
telbranche im Vergleich zur Kartonindustrie ist das Geschäft in Europa durch intensiven Verdrängungswettbewerb und  
eine fragmentierte Anbieterstruktur gekennzeichnet.  
Die Faltschachtelproduktion ist ein mehrstufiger Prozess, der sich vereinfacht wie folgt darstellt: Karton wird bedruckt, im  
darauffolgenden Stanzvorgang gerillt und in einzelne Verpackungszuschnitte geteilt, welche in der abschließenden Pro-  
zessstufe individuell nach Anspruch der Abnehmerbranche gefaltet und verklebt werden. Darüber hinaus kommt eine  
große Vielfalt von Verfahren zur Verpackungsveredelung zum Einsatz. Der Versand und Transport der Verpackungen erfolgt  
in der Regel in gefaltetem Zustand in Überkartons. Die Befüllung der Verpackungen mit Konsumgütern erfolgt weitgehend  
an den Abpackanlagen durch den Kunden. MM Packaging setzt sämtliche gängigen Preprint-, Druck- und Veredelungs-  
technologien auf dem Stand der Technik ein.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Die Wellpappenproduktion ist eine gegenüber Karton und Faltschachtel unterschiedliche Industriesparte mit anderen Pro-  
dukten und Märkten, die MM Packaging nur peripher berührt. Eine Überschneidung besteht bei Konsumgüterverpackun-  
gen aus Feinwelle (Mikrowelle), welche auch an einigen spezialisierten Standorten von MM Packaging produziert werden.  
Diese kombinieren die Stabilität der Welle mit der ausgezeichneten Bedruckbarkeit von gestrichenem Karton.  
Internationales Standortnetzwerk nahe bei unseren Kunden  
Das Standortnetz von MM Packaging mit 64 Standorten in 24 Ländern hat seinen geografischen Schwerpunkt in Europa.  
Darüber hinaus sind wir im Bereich Pharmaverpackung seit der jüngsten Großakquisition auch an der US-Ostküste vertre-  
ten. Ferner hält MM Packaging in einzelnen Ländern des Mittleren Ostens, Südamerikas und in Fernost ebenfalls eine  
führende Marktposition. Zusätzlich zur breiten lokalen Aufstellung schaffen wir durch die Spezialisierung auf spezifische  
Markt- bzw. Produktsegmente aus den Bereichen Food sowie Premium & Specialities Wettbewerbsvorteile durch entspre-  
chendes Know-how, kontinuierliche Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch Balance. Im Jahr 2023 entfielen auf den Haupt-  
absatzmarkt Europa rund 70 % der Umsatzerlöse, auf Amerika 15 % und auf die übrige Welt 15 %. Ziel unserer Standort-  
politik ist es, unsere Kunden aus geografisch gut positionierten und wettbewerbsstarken Produktionsbetrieben  
kontinuierlich mit hoher Qualität zu beliefern.  
Belieferung eines breiten Branchenspektrums  
MM Packaging beliefert ein breites Branchenportfolio mit Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes. Auf die  
Marktfelder Food entfallen rund 32 %, auf Premium & Specialities rund 41 % und auf Pharma & Healthcare rund 27 % der  
Umsatzerlöse. Das hoch spezialisierte Premiumgeschäft beinhaltet die Bereiche Home Care, Personal Care, Beauty, Ciga-  
rette, Luxury, E-Commerce und Electronics. Die Konzentration der Organisation von MM Packaging auf einzelne speziali-  
sierte Business Units ermöglicht es, den individuellen Markt- und Produktanforderungen mit zielgerichtetem Know-how zu  
entsprechen sowie den Wertschöpfungsprozess selektiv zu steuern.  
Der überwiegende Teil des Geschäftes wird mit großen multinationalen Kunden erwirtschaftet, auf welche rund 80 % der  
Umsatzerlöse entfallen. Die Vergabe des Bedarfes über Tenderverfahren und mehrjährige Bezugsvereinbarungen sind im  
internationalen Großkundengeschäft die Regel. Der weitere Teil des Absatzes geht an lokale Kunden. Insgesamt beliefert  
MM Packaging weltweit aktuell rund 2.100 Kunden.  
Karton – strategischer Rohstoff  
Die Faltschachtelproduktion setzt an Karton als zentralem Rohstoff auf. Dieser ist sowohl wesentlichster Input- als auch  
Kostenfaktor. Die Auswahl des eingesetzten Kartons richtet sich zum einen nach der Funktionalität der Verpackung, zum  
anderen nach den individuellen Anforderungen einzelner Konsumgüterbranchen bzw. -hersteller. Dem interdivisionalen  
Profit-Center-Prinzip des Konzerns entsprechend kauft MM Packaging den Bedarf an Recycling- und Frischfaserkarton  
bzw. Papieren über eine eigene Beschaffungsorganisation zu. Im Geschäft mit internationalen Konsumgütererzeugern wird  
der Kartonbezug auch vom Kunden entschieden bzw. verhandelt (Direct Deals). Bedeutende Kartonpreisänderungen wie  
auch andere maßgebliche Kostenveränderungen werden in der Regel durch entsprechende Klauseln, die sich auf Refe-  
renzwerte beziehen, in der Verkaufspreisbildung berücksichtigt. Neben Karton und Papier sind Farben, Lacke und Werk-  
zeuge weitere bedeutende Rohstoffe von MM Packaging. Die Personalintensität liegt in der Verpackungsfertigung durch-  
wegs über jener der Kartonproduktion.  
Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im Zentrum der Investitionstätigkeit – Wachstumspotenzial  
organisch und über Akquisitionen  
Ähnlich wie am Kartonmarkt korreliert die Nachfrage nach Faltschachtelverpackungen mit dem Privatkonsum. Infolge des  
Schwerpunktes auf Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes ist das Geschäft von MM Packaging durch  
relativ hohe Kontinuität geprägt. Ziel von MM Packaging ist es, sowohl durch die gezielte Ausrichtung auf Zukunftsmärkte,  
wie z. B. Pharma, als auch durch verstärkte Wettbewerbskraft organisch und über Akquisitionen weiterzuwachsen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Dazu implementieren wir kontinuierlich Best Practice und investieren in modernste Technologien. So setzen wir beispiels-  
weise am großen Standort MMP Neupack Polska als Erste den Digitaldruck für das Volumengeschäft ein. In 2023 lag ein  
besonderer Schwerpunkt auf der Nutzung des Wertsteigerungspotenzials bei ausgewählten Ex-Essentra Packagingstandorten  
sowie der industriellen Fertigung neuer, nachhaltigerer Spezialverpackungen für den Plastikersatz (Moulded Pulp und  
GreenPeel).  
Zielsetzung ist es, mit dem Anspruch auf Best Industrial Practice weiterzuwachsen und die Wettbewerbsfähigkeit von  
MM Packaging weiter zu steigern. Im Zentrum stehen dabei verstärkte Spezialisierung sowie Automatisierung, Digitalisie-  
rung und die Entwicklung innovativer, nachhaltigerer Verpackungen. Deshalb bieten wir Zukunftskonzepten und -ideen viel  
Raum, damit laufender Wandel gelingen kann.  
MM Packaging wird den Expansions- und Akquisitionskurs wie bisher risikobewusst und wertorientiert mit dem Anspruch  
auf eine nachhaltig hohe Ergebnisqualität fortsetzen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
2 ENTWICKLUNG IM JAHR 2023  
Allgemeine Wirtschaftslage  
Die Weltwirtschaft expandierte in 2023 in nur sehr verhaltenem Tempo. Während die USA und China moderates Wachstum  
verzeichnen konnten, war die wirtschaftliche Leistung in der EU, vor allem in den industriestarken Regionen Mitteleuropas,  
von den Nachwirkungen der stark gestiegenen Energiepreise des Vorjahres gedämpft und rückläufig. Eine nach wie vor  
hohe, wenn auch seit dem 2. Halbjahr rückläufige Inflation, restriktive Geldpolitik, Abschwächung des Privatkonsums und  
der Auslandsnachfrage sowie weitere geopolitische Spannungen waren zusätzliche Faktoren, die die wirtschaftliche Ent-  
wicklung in den europäischen Ländern bremste. Der Arbeitsmarkt zeigte sich dennoch robust. Trotz Aussicht auf eine  
Senkung der Leitzinsen durch die amerikanische und europäische Notenbank und eine schrittweise Erholung der privaten  
Kaufkraft bleiben hohe Unsicherheiten in Bezug auf die Gesamtwirtschaft, auch im Zusammenhang mit den bestehenden  
Konfliktherden Ukraine und Nahost sowie bevorstehenden Wahlen in vielen Ländern der Welt.  
Branchenentwicklung  
Die Nachfrage auf den europäischen Karton- und Papiermärkten bewegte sich nach einem signifikanten Einbruch im  
4. Quartal des Vorjahres im Verlauf 2023 auf tiefem Niveau mit Marktrückgängen von ca. 20 % in einzelnen Produktgrup-  
pen. Neben anhaltendem Lagerabbau entlang der Supply Chain waren die schwache Wirtschaftslage in Europa sowie  
Änderungen im Konsumverhalten infolge der hohen Inflation wesentliche Einflussfaktoren. Darüber hinaus trugen der Weg-  
fall des russischen Marktes sowie schwache bzw. wettbewerbsintensive außereuropäische Märkte dazu bei, dass die Ka-  
pazitätsauslastung in der europäischen Branche signifikant zurückging und der Preisdruck sowohl bei Frischfaserkarton  
als auch bei Recyclingkarton erheblich zunahm. Demgegenüber verzeichneten die Faltschachtelmärkte, je nach Endmarkt,  
eine noch insgesamt heterogene Entwicklung. Sinkende Kaufkraft führte vor allem im Lebensmittelbereich zu einem Trend  
hin zu günstigeren Handelsmarken, welche zum Teil häufiger in Kunststoff verpackt sind.  
Auf den Beschaffungsmärkten lagen die Einkaufspreise für Strom und Gas wieder deutlich unter 2022, jedoch immer noch  
über dem Niveau der Vorjahre. Die Preise für Altpapier und Zellstoff waren vor allem im 1. Halbjahr rückläufig und zeigten  
danach wieder eine Aufwärtsbewegung.  
Das Jahr 2023 war weiter durch eine Konsolidierung auf Anbieterseite geprägt, aber auch durch die Bestätigung künftiger  
Kapazitätserweiterungen, vor allem bei Frischfaserkarton in Skandinavien, welche eine Herausforderung darstellen wer-  
den. Im Bereich Recyclingkarton konzentrierten sich die Kapazitätserweiterungen im Wesentlichen auf die Modernisierung  
der MM Kartonwerke Frohnleiten, Kolicevo und Neuss. Wie bisher ist die europäische Anbieterstruktur im Faltschachtel-  
bereich durch starke Fragmentierung gekennzeichnet. Insgesamt haben die herausfordernden Rahmenbedingungen den  
Druck auf strukturell kleinere Unternehmen der Karton- und Faltschachtelindustrie erhöht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf 2023  
Konzern  
Die MM Gruppe stand in 2023 nach dem Rekordergebnis im Vorjahr einer deutlich reduzierten Nachfrage in der Papier-  
und Kartonindustrie sowie zunehmendem Preisdruck gegenüber. Neben dem Lagerabbau in der Supply Chain waren infla-  
tionsbedingte Änderungen im Konsumentenverhalten, welche zu niedrigerem Verbrauch bei Gütern des täglichen Bedarfes  
führten, sowie die gesamtwirtschaftliche Abschwächung auf unseren europäischen Hauptmärkten wesentliche Ursachen.  
Die schwierigen Rahmenbedingungen reflektierten sich insbesondere in der schwachen Ergebnis- und Mengenentwicklung  
der Division MM Board & Paper. Neben bedeutenden marktbedingten Maschinenstillständen kam es auch zu signifikanten  
investitionsbedingten Abstellungen im Zuge der Umsetzung des bisher umfangreichsten Modernisierungsprogrammes in  
drei großen Kartonwerken.  
Demgegenüber verzeichnete die Division MM Packaging trotz eines heterogenen Verpackungsmarktes eine insgesamt  
solide Performance. Darüber hinaus konnten die letztjährigen Akquisitionen im resilienten Bereich Pharmaverpackung  
erfolgreich mit einer Ergebnisentwicklung über Plan integriert werden.  
Der Rückgang des bereinigten betrieblichen Ergebnisses auf 229,2 Mio. EUR nach 562,4 Mio. EUR in 2022 resultierte vor  
allem mengen- und preisbedingt aus der Division MM Board & Paper, während MM Packaging einen deutlichen Anstieg  
sowohl beim Ergebnis als auch bei der Marge verzeichnete.  
In Anbetracht der Erwartung auf eine nur langsame Nachfrageerholung hat MM den Fokus auf Mengenabsicherung und  
-zugewinne mit vernünftigen Margen gerichtet. Der Mitte 2023 aufgenommene Profit & Cash Protection-Plan, welcher  
neben Kostensenkungen in allen Bereichen einen deutlichen Abbau von Working Capital und die Reduktion der Capex-  
Cash-outs vorsieht, lieferte im Berichtsjahr bereits einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Nettoverschuldung auf  
1.261,9 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 1.481,5 Mio. EUR).  
Der Ergebnisentwicklung und langfristigen Dividendenpolitik entsprechend, welche die Ausschüttung von einem Drittel  
des Ergebnisses vorsieht, wird der 30. Ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2024 eine Dividende in Höhe von  
1,50 EUR je Aktie (2022: 4,20 EUR) für das Geschäftsjahr 2023 vorgeschlagen.  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
2023  
2022  
+/-  
Umsatzerlöse  
4.164,4  
4.682,1  
- 11,1 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
229,2  
562,4  
- 59,2 %  
Finanz- und Beteiligungsergebnis  
(60,9)  
(43,4)  
- 40,5 %  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(47,6)  
(121,7)  
+ 60,9 %  
Jahresüberschuss  
89,1  
345,3  
- 74,2 %  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
9
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Konzernlagebericht  
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 4.164,4 Mio. EUR um 11,1 % bzw. 517,7 Mio. EUR unter dem  
Vorjahreswert (2022: 4.682,1 Mio. EUR). Einem vor allem mengen- und preisbedingten Rückgang in der Division  
MM Board & Paper stand ein akquisitionsbedingter Anstieg in der Division MM Packaging gegenüber. In der geografischen  
Verteilung der Umsatzerlöse blieb der Anteil des Hauptmarktes Europa 79,2 % (2022: 80,1 %) weitgehend konstant, wäh-  
rend sich jener von Amerika auf 9,3 % (2022: 5,1 %) erhöhte und der Anteil übrige Welt auf 11,5 % zurückging (2022:  
14,8 %). Die konzerninternen Umsätze verminderten sich mengenbedingt auf 185,7 Mio. EUR (2022: 236,6 Mio. EUR) und  
betrafen im Wesentlichen Lieferungen von MM Board & Paper an MM Packaging.  
Konzernumsatz nach Regionen  
(in %)  
2023  
2022  
Europa (exkl. BLR, RUS, TUR)  
79,2 %  
80,1 %  
davon Österreich  
1,7 %  
1,8 %  
Amerika  
9,3 %  
5,1 %  
Übrige Welt  
11,5 %  
14,8 %  
Gesamt  
100,0 %  
100,0 %  
Aufwand  
Anteil an den Umsatzerlösen  
(in Mio. EUR)  
20231)  
2022  
+/-  
2023  
2022  
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
2.229,7  
2.748,0  
- 18,9 %  
53,5 %  
58,7 %  
Personalaufwand  
840,1  
681,6  
+ 23,3 %  
20,2 %  
14,6 %  
Sonstiger Aufwand  
687,2  
703,7  
- 2,3 %  
16,5 %  
15,0 %  
Abschreibungen2)  
221,4  
219,5  
+ 0,8 %  
5,3 %  
4,7 %  
1) In 2023 wurde die Konzerngewinn- und –verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren umgestellt. Die geänderte Darstellungsweise dient der besseren Vergleichbarkeit innerhalb unserer  
Branche.  
2) inkl. Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Der Materialaufwand und bezogene Leistungen lagen mit 2.229,7 Mio. EUR um 518,3 Mio. EUR bzw. 18,9 % unter dem  
Vergleichswert des Vorjahres (2022: 2.748,0 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultierte vor allem mengen- und preisbedingt  
aus niedrigeren Energie- und Faserkosten. Der Anteil an den Umsatzerlösen reduzierte sich von 58,7 % auf 53,5 %.  
Demgegenüber erhöhten sich die Personalaufwendungen im Wesentlichen akquisitionsbedingt von 681,6 Mio. EUR auf  
840,1 Mio. EUR. Ihr Anteil an den Umsatzerlösen stieg von 14,6 % auf 20,2 %.  
Die sonstigen Aufwendungen verminderten sich vor allem aufgrund gesunkener Logistikkosten und trotz Akquisitionen  
geringfügig von 703,7 Mio. EUR auf 687,2 Mio. EUR. Ihr Anteil an den Umsatzerlösen belief sich auf 16,5 % nach 15,0 %  
im Vorjahr.  
Abschreibungen lagen mit 221,4 Mio. EUR nahe am Vorjahresniveau (2022: 219,5 Mio. EUR), wodurch sich ihr Anteil an  
den Umsatzerlösen nur leicht auf 5,3 % (2022: 4,7 %) veränderte.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Wesentliche Einmaleffekte im betrieblichen Ergebnis und EBITDA  
Betriebliches Ergebnis  
EBITDA  
(in Mio. EUR)  
2023  
2022  
2023  
2022  
197,6  
510,4  
419,0  
729,9  
Strukturelle Anpassungsmaßnahmen  
31,6  
24,6  
31,2  
11,7  
Restrukturierung MM Kolicevo1)  
-
24,6  
-
11,7  
Schließung MM Packaging Schilling2)  
14,3  
-
14,0  
-
Restrukturierung Ex-Essentra Packaging2)  
17,3  
-
17,2  
-
Unternehmenskäufe/-verkäufe  
-
(5,1)  
-
(5,1)  
Verkaufsertrag Standorte Russland2)  
-
(20,1)  
-
(20,1)  
Transaktionsnebenkosten Akquisitionen Eson Pac und Essentra  
Packaging und Verkauf Standorte Russland2)  
-
15,0  
-
15,0  
Abgang Goodwill und Kundenstamm (Marktaustritt Russland)2)  
-
32,5  
-
32,5  
Summe wesentliche Einmaleffekte  
31,6  
52,0  
31,2  
39,1  
Bereinigt um wesentliche Einmaleffekte  
229,2  
562,4  
450,2  
769,0  
1) MM Board & Paper  
2) MM Packaging  
Der Rückgang des bereinigten betrieblichen Ergebnisses auf 229,2 Mio. EUR nach 562,4 Mio. EUR in 2022 resultierte vor  
allem mengen- und preisbedingt aus der Division MM Board & Paper, während MM Packaging einen deutlichen Anstieg  
verzeichnete. Die Operating Margin des Konzerns belief sich somit auf 5,5 % (2022: 12,0 %) und der Return on Capital  
Employed auf 6,5 % (2022: 17,9 %). Das bereinigte EBITDA lag bei 450,2 Mio. EUR (2022: 769,0 Mio. EUR), woraus sich  
eine EBITDA Margin von 10,8 % ermittelt (2022: 16,4 %).  
Finanzerträge stiegen auf 8,7 Mio. EUR (2022: 4,3 Mio. EUR). Die Zunahme der Finanzaufwendungen von -32,1 Mio. EUR  
auf -58,3 Mio. EUR resultierte insbesondere aus dem Zinsanstieg für variabel verzinste Kredite sowie weiteren Finanzierun-  
gen für die erfolgten Akquisitionen und organische Wachstumsprojekte. Das „Sonstige Finanzergebnis – netto“ veränderte  
sich vorwiegend fremdwährungsbedingt auf -11,4 Mio. EUR (2022: -15,5 Mio. EUR).  
Das Ergebnis vor Steuern lag damit bei 136,7 Mio. EUR nach 467,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen  
und Ertrag beliefen sich auf 47,6 Mio. EUR (2022: 121,7 Mio. EUR), woraus sich ein effektiver Konzernsteuersatz von  
34,8 % (2022: 26,1 %) ergibt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
11  
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Konzernlagebericht  
Jahresüberschuss, Gewinn je Aktie  
Der Jahresüberschuss betrug 89,1 Mio. EUR (2022: 345,3 Mio. EUR), wodurch die Umsatzrentabilität auf 2,1 % (2022:  
7,4 %) zurückging. Im Geschäftsjahr 2023 befanden sich unverändert 20.000.000 Aktien im Umlauf, woraus sich ein  
Gewinn je Aktie von 4,36 EUR (2022: 17,19 EUR) bezogen auf den den Aktionär:innen der Gesellschaft zuzurechnenden  
Jahresüberschuss in Höhe von 87,2 Mio. EUR (2022: 343,9 Mio. EUR) ergibt.  
Vermögen, Kapitalausstattung, Liquidität  
Konzernbilanzen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)  
Langfristige Vermögenswerte  
3.159,0  
2.882,0  
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.917,9  
1.926,8  
Summe Aktiva  
5.076,9  
4.808,8  
Eigenkapital  
2.012,4  
1.959,1  
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.971,0  
1.883,2  
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
1.093,5  
966,5  
Summe Passiva  
5.076,9  
4.808,8  
1) Es wird darauf hingewiesen, dass die Kaufpreisallokation aus der Akquisition Essentra Packaging nunmehr abgeschlossen wurde und zu Anpassungen der Vorjahreswerte geführt hat.  
Das Gesamtvermögen des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2023 auf 5.076,9 Mio. EUR und lag damit um  
268,1 Mio. EUR über dem Wert zum Ultimo 2022 (4.808,8 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf das erhöhte Inves-  
titionsvolumen in Wettbewerbsstärke und Wachstum zurückzuführen. Das Konzerneigenkapital stieg von 1.959,1 Mio. EUR  
(31. Dezember 2022) auf 2.012,4 Mio. EUR, wobei dem Ergebnisanstieg die Dividendenzahlung mindernd gegenüber-  
stand. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 4,5 % nach 19,1 % im Vorjahr.  
Die Finanzverbindlichkeiten haben überwiegend langfristigen Charakter und erhöhten sich vor allem aufgrund von Mittelauf-  
nahmen zur Finanzierung organischer Wachstumsprojekte von 1.761,6 Mio. EUR zum Jahresende 2022 auf 2.019,5 Mio. EUR  
zum 31. Dezember 2023. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 39,6 % (31. Dezember 2022: 40,7 %).  
Bei verfügbaren Zahlungsmitteln des Konzerns in Höhe von 757,5 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 280,1 Mio. EUR) ver-  
ringerte sich die Nettoverschuldung von 1.481,5 Mio. EUR auf 1.261,9 Mio. EUR zum Jahresende 2023. Dies ist vor allem  
auf die Umsetzung des Profit & Cash Protection-Plans zurückzuführen. Dem Konzern standen zum Ultimo 2023 ferner  
jederzeit ausnutzbare Kreditlinien und -rahmen in Höhe von 393,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 481,4 Mio. EUR) zur  
Verfügung. Das Verhältnis Nettoverschuldung/Eigenkapital belief sich auf 0,6, die Quote aus Nettoverschuldung/EBITDA  
auf 2,8 (31. Dezember 2022: 0,8; 1,9).  
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen überwiegend investitionsbedingt von 2.882,0 Mio. EUR auf 3.159,0 Mio. EUR.  
Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich leicht von 1.926,8 Mio. EUR auf 1.917,9 Mio. EUR, wobei einem Rück-  
gang bei Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Erhöhung bei Zahlungsmitteln gegenüberstand.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
12  
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Konzernlagebericht  
Cash Flow-Entwicklung  
Konzerngeldflussrechnungen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
2023  
2022  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
786,2  
299,7  
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(409,1)  
(573,3)  
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
103,4  
191,9  
Einfluss von Wechselkursänderungen  
(3,1)  
2,2  
Veränderung der Zahlungsmittel (< 3 Monate)  
477,4  
(79,5)  
Zahlungsmittel (< 3 Monate) zum Jahresende  
757,5  
280,1  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erreichte 786,2 Mio. EUR und lag damit um 486,5 Mio. EUR über dem Ver-  
gleichswert des Vorjahres (2022: 299,7 Mio. EUR). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem hohen Abbau  
von Working Capital, welchem ein Aufbau im Vorjahr gegenüberstand.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von -573,3 Mio. EUR auf -409,1 Mio. EUR. Höheren Auszah-  
lungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten im aktuellen Jahr standen im Wesentlichen  
die Bezahlung des Kaufpreises für den Erwerb der Pharmaverpackungsgruppe Eson Pac und von Essentra Packaging sowie  
Einzahlungen aus dem Verkauf der russischen Packagingwerke im Vorjahr gegenüber. Die Auszahlungen für den Erwerb  
von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten erhöhten sich infolge des intensivierten Investitionsprogrammes  
von 329,4 Mio. EUR auf 425,3 Mio. EUR.  
Investitionsauszahlungen von MM Board & Paper in Höhe von 233,2 Mio. EUR (2022: 191,8 Mio. EUR) betrafen vor allem  
technische Modernisierungen und Erweiterungen mit Schwerpunkten an den Standorten Frohnleiten, Österreich, Neuss,  
Deutschland, und Kolicevo, Slowenien.  
Schwerpunkte der Investitionsauszahlungen von MM Packaging in Höhe von 192,1 Mio. EUR (2022: 137,6 Mio. EUR)  
lagen auf technologischen Modernisierungen bei ausgewählten Standorten in den Bereichen Pharma sowie Beauty &  
Personal Care.  
Der Free Cash Flow veränderte sich von -19,7 Mio. EUR auf 369,8 Mio. EUR.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich vor allem aufgrund der geringeren Aufnahme von Finanzie-  
rungen und höheren Zinsauszahlungen von 191,9 Mio. EUR auf 103,4 Mio. EUR.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
13  
Konzernlagebericht  
Definition der Kennzahlen  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis/Bereinigtes EBITDA  
Betriebliches Ergebnis/EBITDA bereinigt um wesentliche Einmaleffekte (wesentlich definiert als Auswirkung auf betriebliches  
Ergebnis von mehr als 10 Mio. EUR)  
EBITDA (Earnings before Interest, Income Taxes, Depreciation and Amortization)  
Betriebliches Ergebnis zuzüglich Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle  
Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.  
EBITDA Margin/Operating Margin  
Bereinigtes EBITDA/bereinigtes betriebliches Ergebnis dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Eigenkapitalquote  
Eigenkapital dividiert durch die Bilanzsumme.  
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity, ROE)  
Jahresüberschuss dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital.  
Free Cash Flow  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit zuzüglich Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Ver-  
mögenswerten sowie Investitionszuschüssen abzüglich Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
(inkl. geleisteter Anzahlungen).  
Mitarbeiter:innen  
Mitarbeiterstand zum Jahresende inklusive Lehrlingen und aliquot berücksichtigter Teilzeitkräfte.  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität  
Kurz- und langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 sowie  
Factoringverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sofern ein Überhang der Zahlungs-  
mittel und Zahlungsmitteläquivalente über die Finanzverbindlichkeiten besteht, liegt eine Nettoliquidität vor.  
Nettoverschuldung/EBITDA  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch bereinigtes EBITDA.  
Nettoverschuldung/Eigenkapital  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch das Eigenkapital zum Jahresende.  
Return on Capital Employed (ROCE)  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis dividiert durch die Summe aus durchschnittlichem Eigenkapital, aus den durchschnittlichen  
kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 und Factoring-  
verbindlichkeiten sowie abzüglich des durchschnittlichen Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.  
Umsatzrentabilität  
Jahresüberschuss dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Sämtliche Kennzahlen wurden ausschließlich auf Basis der Angaben im Konzernabschluss berechnet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
14  
Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf in den Divisionen  
MM Board & Paper  
Eine bisher einzigartige Verschlechterung des Marktumfeldes mit Nachfragerückgängen von ca. 20 % in einzelnen Pro-  
duktgruppen kennzeichnete die europäische Karton- und Papierindustrie nach dem Rekordjahr 2022. Nach dem starken  
Einbruch, welcher bereits im 4. Quartal 2022 einsetzte, zeichnete sich in der 2. Jahreshälfte eine Bodenbildung ab. Das  
inflationsbedingt gedämpfte und geänderte Einkaufsverhalten der Konsumenten sowie der Abbau hoher Lagerstände in  
der Supply Chain waren wesentliche Gründe für den deutlichen Rückgang der Marktnachfrage gegenüber dem Vorjahr.  
Darüber hinaus wurde diese historisch beispiellose Situation durch den Wegfall des russischen Marktes sowie schwache  
bzw. wettbewerbsintensive Überseemärkte verstärkt. Der durchschnittliche Auftragsstand der Division lag bei 156.000  
Tonnen nach 233.000 Tonnen im Jahr zuvor.  
Entsprechend der Marktlage passte MM, wie auch die Gesamtindustrie, die Produktion durch Abstellmaßnahmen in einem  
bisher einzigartigen Ausmaß an die reduzierte Nachfrage an. Gleichzeitig setzte MM Board & Paper ein umfassendes  
Modernisierungsprogramm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei Recyclingkarton durch effizientere, nachhaltigere  
sowie innovativere Produktlösungen und Prozesse um. Daher verzeichnete MM Board & Paper in den Kartonwerken Frohn-  
leiten, Kolicevo und Neuss auch längere investitionsbedingte Stillstände, wobei letzterer rund drei Monate dauerte.  
Aufgrund hoher bestehender Marktkapazitäten hat sich der Preisdruck im Jahresverlauf massiv verstärkt. Dem standen  
niedrigere Energie- und Faserkosten sowie die positiven Effekte des implementierten Profit & Cash Protection-Planes ge-  
genüber, welche den Ergebnisdruck aus dem Mengen- und Preisverfall nur teilweise kompensieren konnten.  
Die Produktion lag mit 1.945.000 Tonnen 20,1 % unter dem Vorjahreswert (2022: 2.433.000 Tonnen). Davon entfielen  
1.472.000 Tonnen (76 %) auf Karton (2022: 1.851.000 Tonnen bzw. 76 %) und 473.000 Tonnen (24 %) auf Papiere (2022:  
582.000 Tonnen bzw. 24 %). Bezogen auf den durchschnittlichen Mitarbeiterstand wurden 421 Tonnen (2022: 520 Tonnen)  
pro Mitarbeiter:in erzeugt. Der Absatz verminderte sich analog zur Produktion um 18,5 % auf 1.948.000 Tonnen (2022:  
2.389.000 Tonnen).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.919,1 Mio. EUR mengen- und preisbedingt um 30,2 % bzw. 830,9 Mio. EUR unter dem Ver-  
gleichswert (2022: 2.750,0 Mio. EUR) und verteilten sich konstant zum Vorjahr zu 92 % auf Europa, zu 1 % auf Amerika  
und zu 7 % auf die übrige Welt (2022: 92 %; 1 %; 7 %).  
MM Packaging war mit einem Lieferanteil von rund 16 % bzw. 234.000 Tonnen Karton (2022: 15 % bzw. 264.000 Tonnen)  
unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei -19,8 Mio. EUR (2022: 405,6 Mio. EUR). Die Operating Margin belief sich auf  
-1,0 % (2022: 14,7 %), der Return on Capital Employed auf -1,1 % (2022: 24,0 %). Das bereinigte EBITDA erreichte  
92,7 Mio. EUR (2022: 511,1 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit stieg im Zuge der Working Capital-  
Optimierung auf 291,6 Mio. EUR nach 244,4 Mio. EUR im Jahr zuvor.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
15  
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Konzernlagebericht  
Reduktion der strategischen Investition und Erhöhung des Anteiles erneuerbarer Energien bei MM Kwidzyn, Polen  
Aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Holzpreise des polnischen Staatsforste-Monopols und deutlich reduzierter Marktnach-  
frage bei Papier- und Kartonprodukten wurde beschlossen, das geplante mehrjährige strategische Investitionsprojekt bei  
MM Kwidzyn mit Schwerpunkten auf Energie, weiterer Zellstoffintegration und Produktportfolio, welches Ende April 2023  
angekündigt wurde, deutlich zu reduzieren. MM Kwidzyn wird stattdessen die Investitionen darauf konzentrieren, seinen  
bereits hohen Anteil an erneuerbaren Energien von derzeit 65 % noch weiter zu erhöhen. Darüber hinaus wurden die kleine  
Papiermaschine (PM3) für Verpackungskraftpapiere stillgelegt und die Produktion von „IPACKTM Strong Pro“ auf die PM1  
und PM2 konzentriert.  
Divisionskennzahlen MM Board & Paper  
(in Mio. EUR)  
2022  
+/-  
2023  
Umsatzerlöse1)  
1.919,1  
2.750,0  
- 30,2 %  
Bereinigtes EBITDA  
92,7  
511,1  
- 81,9 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
(19,8)  
405,6  
- 104,9 %  
Betriebliches Ergebnis  
(19,8)  
381,0  
- 105,2 %  
Operating Margin (%)  
-1,0 %  
14,7 %  
- 1.578 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
291,6  
244,4  
+ 19,3 %  
Return on Capital Employed (%)  
-1,1 %  
24,0 %  
- 2.502 bp  
Verkaufte Tonnage (in Tausend t)  
1.948  
2.389  
- 18,5 %  
Karton  
1.476  
1.803  
- 18,1 %  
Papier  
472  
586  
- 19,5 %  
Produzierte Tonnage (in Tausend t)  
1.945  
2.433  
- 20,1 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
MM Packaging  
Auf dem europäischen Faltschachtelmarkt zeigte sich die Nachfrageentwicklung in 2023 insgesamt heterogen. Angesichts  
des Abbaus hoher Lagerbestände in der Lieferkette, sinkender Kaufkraft der Verbraucher und einem Trend zu preiswerte-  
ren Handelsmarken, die häufiger in Plastik verpackt werden, verzeichnete vor allem das Faltschachtelgeschäft im Lebens-  
mittelsektor seit Jahresbeginn einen Rückgang. In der Folge war es notwendig, an einzelnen Standorten Schichten anzu-  
passen. Im Gegensatz dazu zeigte unser Geschäft im Premiumsegment eine insgesamt stabilere Entwicklung, obwohl auch  
hier in einigen Märkten ein Rückgang der Auftragseingänge zu verzeichnen war.  
Das erfreuliche Wachstum von MM Packaging gegenüber dem Vorjahr resultierte großteils aus der Einbeziehung der Ak-  
quisitionen des Vorjahres im Bereich Pharmaverpackung, welcher der Verkauf der Standorte in Russland gegenüberstand.  
Die Integration der Ex-Essentra Packagingstandorte konnte erfolgreich umgesetzt werden. Optimierungen bei Qualität, Ser-  
vice und Produktivität sowie notwendige Investitionen, Restrukturierungen und die Hebung von Synergien befinden sich auf  
dem richtigen Weg, wodurch ein Ergebnis über Plan erzielt werden konnte.  
Strukturelle Anpassungen im Bestandsgeschäft betrafen im Berichtsjahr insbesondere einen Verpackungsstandort in  
Deutschland, woraus Einmalaufwendungen in Höhe von rund 14 Mio. EUR resultierten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
16  
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Konzernlagebericht  
MM Packaging konzentriert sich im aktuellen Marktumfeld darauf, einerseits zusätzliche Mengen zur Sicherstellung der Aus-  
lastung der Werke zu gewinnen, und andererseits im Rahmen des konzernweiten Profit & Cash Protection-Planes weitere  
Kosteneinsparungen und Working Capital-Abbau zu realisieren.  
Die Umsatzerlöse stiegen vor allem akquisitionsbedingt um 12,1 % auf 2.431,1 Mio. EUR (2022: 2.168,7 Mio. EUR). Diese  
entfielen zu 70 % auf Europa, zu 15 % auf Amerika sowie zu 15 % auf die übrige Welt (2022: 67 %; 10 %; 23 %). MM Packaging  
beliefert in verschiedenen Konsumgüterbranchen rund 2.100 Kunden. Die Hauptmärkte sind Food, Pharma & Healthcare  
sowie Premium & Specialities, wobei Letztere die Märkte Home Care, Personal Care, Beauty, Cigarette, Luxury, E-  
Commerce und Electronics umfasst. Infolge der hohen Konzentration in den Abnehmerindustrien entfällt ein bedeutender  
Anteil des Geschäftes auf multinationale Großkunden, sodass in 2023 mit den Top-Fünf-Kunden rund 29 % (2022: 35 %)  
der Umsatzerlöse erwirtschaftet wurden.  
Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 249,0 Mio. EUR um 92,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2022:  
156,8 Mio. EUR). Sowohl im aktuellen Jahr als auch im Vorjahr waren Einmalaufwendungen für strukturelle Maßnahmen  
enthalten. Die Operating Margin erhöhte sich auf 10,2 % (2022: 7,2 %), das bereinigte EBITDA auf 357,5 Mio. EUR (2022:  
257,9 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 14,9 % (2022: 10,8 %), der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
erreichte 494,6 Mio. EUR nach 55,3 Mio. EUR in 2022.  
Die produzierte Menge lag mit 3.984 Millionen m2 leicht unter dem Vorjahresniveau (2022: 4.056 Millionen m2).  
Divisionskennzahlen MM Packaging  
(in Mio. EUR)  
2023  
2022  
+/-  
Umsatzerlöse1)  
2.431,1  
2.168,7  
+ 12,1 %  
Bereinigtes EBITDA  
357,5  
257,9  
+ 38,6 %  
Bereinigtes betriebliches Ergebnis  
249,0  
156,8  
+ 58,9 %  
Betriebliches Ergebnis  
217,4  
129,4  
+ 68,0 %  
Operating Margin (%)  
10,2 %  
7,2 %  
+ 302 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
494,6  
55,3  
+ 793,5 %  
Return on Capital Employed (%)  
14,9 %  
10,8 %  
+ 402 bp  
Produzierte Menge (in Millionen m2)  
3.984  
4.056  
- 1,8 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
17  
Konzernlagebericht  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MM Gruppe sind darauf ausgerichtet, durch innovative und nachhaltigere  
Lösungen die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit des Konzerns langfristig zu stärken und abzusichern. Dabei haben  
wir den Anspruch, Markt- und Zukunftstrends frühzeitig zu erkennen und für unsere Kunden sowie die gesamte Gruppe  
wertbringend zu nutzen. Damit dies langfristig gelingt, greifen wir auf ein breites Spektrum an Ressourcen in und außerhalb  
unserer Organisation zurück, motivieren, damit sich Neues entwickeln kann, und investieren kontinuierlich in die Zukunft  
von MM.  
Antrieb unserer Innovationsleistungen ist einerseits der Anspruch auf kontinuierliche Produkt- und Prozessoptimierungen,  
andererseits die rasche Umsetzung von Lösungen aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen. Darüber hinaus wollen  
wir neue Geschäftsfelder und Zielanwendungen erschließen. Produktinnovationen werden stets unter Berücksichtigung  
möglicher Risiken für die Produktsicherheit sowie unter Nutzung der Potenziale entwickelt bzw. umgesetzt.  
Moderner Innovationsprozess  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how in der Gestaltung von  
Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele zu er-  
reichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen und die Bereitschaft, den Status quo infrage zu stellen, sind  
dabei die Grundpfeiler unseres Ansatzes.  
Sämtliche Produktentwicklungen von MM durchlaufen einen vordefinierten und kontinuierlich verbesserten Prozess. Die-  
ser beginnt mit der Ideenfindung und führt unter Einbindung der Expert:innen unserer Fachabteilungen über die Bewertung  
und technische Produktentwicklung bis hin zur Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovationskraft durch Vielfalt und die Kombination unterschiedlicher Potenziale entsteht.  
Offenheit gegenüber neuen Ideen und die Bereitschaft zum Dialog sind wesentliche Bestandteile unserer Innovationskul-  
tur. Deshalb binden wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und Forschungspartner frühzeitig in unseren  
Innovationsprozess ein. So erhalten wir eine differenzierte Sicht auf Problemstellungen und auf die spezifischen Anforde-  
rungen, wie modernste technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen  
müssen. Dies ermöglicht es, neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in unsere Produktentwicklung einfließen zu lassen  
und die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Wir erforschen neue Konzepte für  
Lebensmittelverpackungen und evaluieren kontinuierlich neue Technologien für unsere zukünftigen Karton- und  
Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie sind ein wichtiger Nachweis  
für Kunden und Endnutzer, dass unsere Produktinnovationen nachhaltiger, sozial verträglich und gesundheitlich unbedenk-  
lich sind. Darüber hinaus dienen sie zur Bescheinigung der rechtlichen Konformität im Bereich Produktsicherheit. Das  
regelmäßige Überprüfen sowohl bestehender Produkte als auch innovativer Lösungen auf Einhaltung der Zertifizierungs-  
kriterien gewährleistet gleichzeitig eine strenge, auch nach außen sichtbare Qualitätssicherung.  
Unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups haben wir auch  
im Jahr 2023 fortgesetzt. Die anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur Behandlung von Holzfasern, der Einsatz  
alternativer bzw. modifizierter Faserrohstoffe und die Nutzung biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe sind  
die Hauptfelder der Zusammenarbeit.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
18  
Konzernlagebericht  
Unternehmensintern gibt die Plattform „we.invent“ allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen einzu-  
bringen, unabhängig davon, in welchem Land oder Bereich sie tätig sind. Die Beiträge werden anhand eines klar definierten  
Kriterienkataloges in einem Stage-Gate-Prozess bewertet und zur Umsetzung ausgewählt.  
Nachhaltigkeit im Fokus der Entwicklungs- und Innovationstätigkeit  
Sowohl der Klimawandel als auch die Corona-Pandemie machen deutlich, dass Sicherheit und Wohlstand davon abhängen,  
wie wir Gemeingüter, wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit, langfristig erhalten: Die Gesellschaft und die Wirt-  
schaft müssen widerstandsfähig, nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund nimmt die  
Bedeutung von Karton und Papier als umweltfreundliche Verpackung zu. Zielsetzung von MM ist es, die Chance zu nutzen,  
Kunden bei der Substitution von Kunststoff durch innovative, aber auch bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu  
unterstützen. Dadurch folgen wir auch dem aktuell prägenden Trend zu nachhaltigen Verpackungen mit natürlichem Auf-  
tritt und hoher Convenience und Sicherheit sowie perfekter Integration in den Onlinevertrieb.  
Fortschreitende Automatisation im Konzern  
Mit dem Ziel, zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu schaffen, wird die Automatisation von Arbeitsabläufen und Logistikpro-  
zessen in beiden Divisionen kontinuierlich vorangetrieben. Bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen werden die ein-  
zelnen Standorte bei der Optimierung der Produktionsprozesse zentral unterstützt. Dies reicht von der Maschinenkonfi-  
guration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme der Maschinen. Bei der Umsetzung  
zukunftsorientierter Automatisierungskonzepte stehen bei MM derzeit die Reduzierung von Stillstandszeiten sowie die  
Erhöhung der Flexibilität im Fokus.  
Innovationstätigkeit 2023 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet gemeinsam mit den  
F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen an der Umsetzung grundlegender  
Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2023 gehörte die Entwicklung und Erweiterung innovativer Dispersionsbarri-  
eren für verschiedene Verpackungsanwendungen. Diese Beschichtungen können Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz  
sowie Heißsiegeleigenschaften bieten. Sie ermöglichen den Einsatz von Karton als Verpackungsmaterial für ver-  
schiedenste flüssige, gekühlte, gefrorene und/oder fetthaltige Lebensmittel. Unsere Barriereentwicklungen erfüllen den  
Bedarf unserer Kunden an nachhaltigen und recycelbaren Verpackungen und ergänzen unsere laufenden Bemühungen,  
Kunststoff zu ersetzen.  
Darüber hinaus spielten inkrementelle Produktentwicklungen wie die Erweiterung des Flächengewichtsbereiches und die  
weitere Optimierung der technischen Werte eine wichtige Rolle im Jahr 2023.  
Der in 2023 neu eingeführte hartgeleimte Frischfaserkarton ALASKA® BARRIER GREASE aus dem Werk Kotkamills mit  
erstklassiger Fettbeständigkeit und gutem Feuchtigkeitsschutz wurde speziell für gekühlte, gefrorene und trockene Le-  
bensmittel sowie für Foodservice-Anwendungen konzipiert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Kunst-  
stoff. Es ist eine nachhaltigere und kostengünstigere Alternative zur PE-Beschichtung und wird mit einer wasserbasierten  
Dispersionsbarriere ohne fluorierte Polymere hergestellt und verfügt über hervorragende Bedruckbarkeit sowie beste  
Veredelungseigenschaften.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
19  
Konzernlagebericht  
Eine weitere Produktneuheit ist MCM Brown, ein Recyclingkarton aus dem Werk Frohnleiten, der über eine natürliche  
braune Rückseite für ein natürliches und authentisches Erscheinungsbild verfügt, während sein hoher Weißgrad auf der  
Vorderseite lebendige Druckergebnisse ermöglicht. Dadurch eignet er sich für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen  
wie Lebensmittel, Kosmetika, Körperpflege, Waschmittel und viele weitere Non-Food-Produkte. Darüber hinaus ist MCM  
Brown für den direkten Kontakt mit trockenen Lebensmitteln zertifiziert und bietet hervorragenden Produktschutz.  
Innovationstätigkeit 2023 in der Division MM Packaging  
MM Packaging Innovationsnetzwerk  
Die Innovations-Matrixorganisation von MM Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der  
MM Gruppe effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden eingesetzt werden kann. Es  
setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in Hamburg, dem Pre-  
mium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team, das gezielte Kundenbriefings mit den  
lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken koordiniert, sowie dem Forschungs- und Entwicklungs-  
zentrum der Tann-Gruppe. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten  
unsere Kunden insbesondere auch hinsichtlich technischer Ausrichtung und Ausstattung, um innovative Verpackungskon-  
zepte und -designs umzusetzen.  
Bei PacProject in Hamburg werden in enger Abstimmung mit dem Kunden Konzeptstudien bis hin zu ersten Prototypen  
erstellt. In Zusammenarbeit mit dem Technical Account Management-Team werden bereits in dieser Phase erste Mach-  
barkeitsanalysen durchgeführt. Im Premium Printing Center in Trier kommen hoch innovative Technologien zur Anwendung,  
um Verpackungsdesigns mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Die Nachfrage unserer Kunden  
nach „E-Trainings/Learning“ hat im Bereich Innovation stark zugenommen. Deshalb bieten wir maßgeschneiderte Trend-  
workshops, Ideenworkshops und technische Trainings an.  
Mit der Expansion des Geschäftsfeldes Pharma & Healthcare wurde auch die Innovationsstruktur der Division erweitert.  
Die Einrichtung eines XBU Innovationsteams (Cross Business Unit Innovation Team), welches sich aus den Innovation  
Directors der einzelnen Geschäftsfelder und dem Leiter von PacProject zusammensetzt, stellt durch regelmäßigen Best  
Practice-Austausch sicher, dass der wachsende Kundenanspruch in Bezug auf Innovation langfristig sichergestellt werden  
kann. Die Kooperation der einzelnen Business Units dient dazu, Bereiche und Technologien zu identifizieren, in denen eine  
Zusammenarbeit sinnvoll ist und Synergieeffekte erzielt werden können. Damit einher geht auch eine enge Zusammenar-  
beit mit MM Board & Paper im Bereich Innovation.  
Zielsetzung ist es, durch die Fokussierung auf nachhaltigere, kunden- und marktorientierte Innovationen MM in den Augen  
unserer Kunden als Innovationsführer zu differenzieren und als bevorzugten Lieferanten zu positionieren.  
Aktuelle Innovationsschwerpunkte  
Die Innovationstätigkeit von MM Packaging konzentrierte sich im Jahr 2023 insbesondere auf die Themen Nachhaltigkeit  
und Fälschungssicherheit. In diesem Zusammenhang wurde in Zusammenarbeit mit Kunden, Fachhochschulen und For-  
schungsinstituten an der Optimierung von wiederverwertbaren Verpackungen und der Entwicklung neuer Produkte  
gearbeitet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
20  
Konzernlagebericht  
„GreenPeel“, eine neue nachhaltigere Alternative aus Karton für Lebensmittelschalen mit deutlich reduziertem Kunst-  
stoffanteil, wurde in 2023 am Markt eingeführt und eignet sich für zahlreiche Anwendungen wie Fertiggerichte, Snacks,  
Fisch und Fleisch. „MM Moulded Pulp“, ein neuer Schwerpunkt im Bereich der faserbasierten und plastikfreien Verpa-  
ckungen, kann als Einlage für Kosmetikprodukte oder Behälter für Lebensmittel verwendet werden. Im Bereich Technologien  
richten wir einen besonderen Fokus auf Investitionen in den Maschinenpark zur Steigerung von Effizienz und Flexibilität.  
Auszeichnungen für innovative und nachhaltigere Lösungen  
MM Packaging und MM Board & Paper erhielten bei den European Carton Excellence Awards (ECEA) gemeinsam den  
„Gold Award“ für eine kunstvoll inszenierte Parfumverpackung. Die aus ALASKA® WHITE produzierte und von  
MM Packaging verarbeitete Verpackung überzeugte die Jury durch das natürliche Weiß des Frischfaserkartons und das  
ausgezeichnete Verpackungsdesign mittels zweifacher Heißfolierung.  
Der Award für „General Packaging, Recycled Fibre“ wurde für eine innovative Verpackungslösung aus Karton für auflösbare  
Liquid-Pods verliehen, die nicht nur eine hervorragende Alternative zu den ursprünglichen Kunststoffbehältern darstellt,  
sondern darüber hinaus auch die Komplexität in der Lieferkette reduziert und mit dem integrierten kindersicheren Ver-  
schluss Nachhaltigkeit und Funktionalität perfekt kombiniert.  
Ferner durfte sich MM Board & Paper bei drei Verpackungslösungen aus Karton über mehrere Auszeichnungen freuen. In  
den Kategorien „Food & Drink Packaging, Recycled Fibre“ der ECEA und „Food“ von WorldStar gewann der funktionale  
Beutelverschluss aus Browncolor, der als nachhaltigere Lösung für die sichere und hygienische Zustellung von Essenslie-  
ferungen entwickelt wurde und durch die Möglichkeit, ihn äußerst flach zu verpacken, Logistikkosten und CO2 einspart.  
Eine Gin-Verpackung aus ALASKA® STRONG erhielt „Gold“-Auszeichnungen von der deutschen Fachzeitschrift „Lebens-  
mittel Praxis“ und der ECEA sowie eine Auszeichnung von WorldStar. Die Verpackungslösung schützt zuverlässig vor Be-  
schädigungen und verleiht dem Produkt durch ein ausgeklügeltes Design gleichzeitig einen auffallenden Rahmen am Point  
of sale.  
Mit dem Projekt „Aufreißbänder auf Papierbasis“ konnte MM Packaging den German Innovation Award in der Kategorie  
„Excellence in Business to Business/Logistics & Infrastructure“ für sich entscheiden. Die Lösung aus einem starken Papier  
mit hoher Stabilität und geringer Dicke ist ein wesentlicher Schritt, um zukünftig Briefumschläge und Verpackungen zu  
100 % plastikfrei herstellen zu können, und wurde bereits mehrfach prämiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
21  
Konzernlagebericht  
4 RISIKOMANAGEMENT  
Die MM Gruppe ist in ihrer internationalen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von branchenspezifischen und allgemeinen  
Risiken ausgesetzt. Die Nachfrage nach den Produkten der beiden Divisionen, MM Board & Paper sowie MM Packaging, ist  
eng mit dem Privatkonsum verknüpft, wodurch die konjunkturelle Entwicklung eine zentrale Rolle für die Risikolage des  
Unternehmens spielt. Aufgrund des geografischen Geschäftsschwerpunktes in Europa und dem infolge von Transportkos-  
ten und Service vorwiegend regionalen Charakter von Karton, Papier und Packaging haben die wirtschaftlichen Rahmen-  
bedingungen in den großen europäischen Volkswirtschaften besonderen Einfluss auf den Konzern. In der Risikobetrach-  
tung im Hinblick auf die Beschaffung kommt zudem der Entwicklung auf den Märkten für Faserstoffe und Energie  
besondere Bedeutung zu.  
Geopolitische Risiken, wie z. B. im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, werden seit dem Geschäftsjahr 2023  
innerhalb der bestehenden Risikofelder betrachtet. Schwerpunkte umfassten vor allem die Beschaffung, mit Herausforde-  
rungen wie Lieferkettenengpässen und Schwankungen bei den Rohstoffpreisen, Energie einschließlich der Preise und Ver-  
fügbarkeit, den Zahlungsverkehr, Compliance-Anforderungen sowie Risiken, die mit potenziellen Produktionsausfällen  
(etwa durch Werksschließungen) und einem Absatzrückgang verbunden sind. Demgegenüber gelten die negativen Auswir-  
kungen der Covid-19-Pandemie für den Konzern als nicht mehr bedeutend. Allerdings haben die durch die Pandemie  
notwendig gewordenen Anpassungen auch neue Möglichkeiten eröffnet. Dazu zählen insbesondere Optimierungen in der  
Beschaffung und im Supply-Chain-Management sowie die Einführung von Home-Office-Modellen und neuen Kommunika-  
tionswegen, die letztlich zu einem verringerten Reiseaufkommen beitragen. Das seit dem Vorjahr in den Fokus gerückte  
Supply-Chain-Risiko resultiert unter anderem aus zunehmender Komplexität der Lieferketten, einem sich wandelnden Kun-  
denportfolio, das nun auch verstärkt kleinere und mittelständische Kunden umfasst, veränderten Kundenanforderungen,  
wie etwa kleineren Bestellmengen und kürzeren Lieferfristen, sowie Bestrebungen zur Regionalisierung und CO2-Footprint-  
Reduktion. Um der gestiegenen Komplexität gerecht zu werden und eine führende Position im anspruchsvollen Wettbe-  
werbsumfeld zu sichern, hat MM Supply-Chain-Management-Abteilungen in beiden Divisionen MM Board & Paper und  
MM Packaging etabliert. Die Steuerung diesbezüglicher Risiken erfolgt durch angepasste Prozesse, zusätzliche Lieferanten  
und das Bestandsmanagement. Im Risikomanagementsystem von MM werden Supply-Chain-Risiken innerhalb der beste-  
henden Risikofelder abgedeckt.  
Angesichts der bereits implementierten Sicherungs- und Steuerungsmechanismen sowie der Frühwarnindikatoren sind  
zurzeit keine wesentlichen bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigenden Risiken erkennbar. Gegenüber  
dem Vorjahr wurden die Brutto-Risiken betreffend Sustainability und Finanzierung als höher eingestuft, das Netto-Risiko  
betreffend Energie geringer.  
Durch die langjährige konsequente Konzentration auf ihre Kerngeschäftsfelder verfügt die MM Gruppe über eine solide  
Grundlage, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und mögliche Folgen daraus in adäquater Weise einzuschätzen. Der  
Umgang mit Risiken ist in einem Risikomanagementprozess dargelegt. Dieser umfasst die systematische Identifikation,  
Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von wesentlichen, den Bestand des Konzerns potenziell gefährdenden  
und/oder dessen Entwicklung beeinträchtigenden Ereignissen und Risiken. Den Begriff Risiko definieren wir als eine ne-  
gative Abweichung von den Unternehmenszielen, die durch ein Ereignis, welches mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit  
in der Zukunft eintritt, hervorgerufen wird. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, wesentliche Risiken durch angemes-  
sene Maßnahmen auf ein vertretbares Niveau zu reduzieren, um dadurch den Bestand und die Wertschöpfungsfähigkeit  
des Konzerns nachhaltig abzusichern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
22  
Konzernlagebericht  
Für jedes identifizierte und für den Konzern als wesentlich erachtete Risiko werden unter Berücksichtigung der konzern-  
weiten Risikopolitik spezifische Früherkennungs-, Steuerungs- und Sicherungsmaßnahmen zur Bewältigung bestimmt.  
Diese Maßnahmen unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und werden fortlaufend weiterentwickelt oder bei Be-  
darf ergänzt. Sie zielen darauf ab, die Risikolage des Konzerns zu optimieren, ohne aber mögliche Chancen zu schmälern.  
Die Verantwortung für das Risikomanagement des Konzerns trägt der Vorstand. Dieser definiert die Risikopolitik, die durch  
eine grundsätzlich konservative Ausrichtung charakterisiert ist, und bestimmt die Rahmenbedingungen für das Risikoma-  
nagement im gesamten Konzern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermeidung und Reduktion von Risiken, welche,  
sofern ökonomisch sinnvoll, durch gezielte Steuerungsmaßnahmen erreicht und durch das Versicherungsprogramm des  
Konzerns ergänzt werden.  
Die Stabsstelle „Risk Management Compliance“ berichtet direkt an den Vorstand und stellt sicher, dass das Risikoma-  
nagement im Auftrag und im Sinne des Vorstandes umgesetzt und betrieben wird. Jedem als wesentlich erachteten Risi-  
kofeld ist ein Risikofeldverantwortlicher mit entsprechendem Expertenwissen zugeordnet, in dessen Aufgabenfeld die Ana-  
lyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der jeweiligen Risiken fallen. Der Risikomanagementprozess findet somit  
nicht isoliert statt, sondern als integraler Bestandteil der Organisation und ihrer Abläufe. Die Bewertung der identifizierten  
Risiken erfolgt hinsichtlich des möglichen Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit sowohl vor als auch  
nach der Durchführung von Sicherungs- und Steuerungsmaßnahmen.  
Dem Konzernabschlussprüfer kommt die Aufgabe der Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems  
zu. Er berichtet darüber an den Aufsichtsrat und Vorstand.  
Im Folgenden werden die für den Konzern als wesentlich erachteten Risikofelder sowie Maßnahmen zu deren Bewältigung  
dargelegt.  
Verkauf  
Die Nachfrage nach Kartonverpackungen und Papierprodukten von MM steht in direktem Zusammenhang mit der gesamt-  
wirtschaftlichen Lage, insbesondere jedoch mit dem Bedarf an Konsumgütern des täglichen Gebrauches. Daher können  
Marktrisiken hauptsächlich aus konjunkturellen Schwankungen sowie aus Veränderungen von regulatorischen und politi-  
schen Rahmenbedingungen der verschiedenen Absatzmärkte entstehen, ebenso wie aus einer verzögerten Wahrnehmung  
von Trendänderungen.  
Die Absatzmärkte von MM Board & Paper und MM Packaging sind durch intensiven Wettbewerb infolge ausreichend vor-  
handener Kapazitäten der Anbieter geprägt. Um seine Marktposition langfristig zu festigen und auszubauen, verfolgt der  
Konzern die Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit beider Divisionen durch Effizienzsteigerungen, Nachhaltigkeit und Inno-  
vationen zu stärken.  
Der Konzern zählt insgesamt mehrere Tausend Kunden. MM Board & Paper verkauft Rohkarton zum Großteil an die mit-  
telständisch geprägte europäische Faltschachtelindustrie. Kraftpapiere gehen insbesondere an die Lebensmittel-/Gastro-  
nomiebranche sowie die Laminatindustrie, ungestrichene Feinpapiere (Office- und Druckpapiere) werden vor allem an  
Papier-/Bürobedarfshändler in Europa verkauft. Die Division MM Board & Paper erwirtschaftet mit 15 Hauptkundengrup-  
pen, exklusive MM Packaging, rund 32 % des Divisionsumsatzes. Die Division MM Packaging liefert insbesondere bedruckte  
Kartonverpackungen an Konsumgüterproduzenten und erzielt mit 40 Hauptkunden rund 66 % des Divisionsumsatzes.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
23  
Konzernlagebericht  
Die Abhängigkeit einzelner Produktionsstandorte von Kunden wird maßgeblich durch die Entwicklungen von Nachfrage  
und Angebot, Preisstrategien, die Beschaffenheit der Lieferkette sowie das politische Umfeld beeinflusst.  
Kunden evaluieren kontinuierlich ihr Netzwerk an Standorten sowohl zur Kostenoptimierung als auch zur Erschließung von  
Wachstumschancen, wodurch es zu geografischen Verlagerungen von Geschäft kommen kann. Dies birgt sowohl Risiken  
von Standortschließungen als auch die Notwendigkeit von Investitionen an neuen Standorten. Die umfassende Präsenz des  
Konzerns in diversen Marktsegmenten und seine geografisch breite Aufstellung tragen jedoch zur Risikominimierung bei.  
Zur Sicherung der Marktanteile und Generierung von neuem Geschäft setzt MM auf ein umfangreiches und gut etabliertes  
Maßnahmenbündel. Dieses umfasst den engen Kundenkontakt, kontinuierliches Monitoring und Marktanalysen, Koopera-  
tionen in Forschung und Entwicklung, ein nachhaltiges Qualitäts- und Kostenmanagement sowie stetige Investitionen.  
Darüber hinaus zählen dazu das Monitoring von Produktlebenszyklen, Trendanalysen, der systematische Ausbau der Kun-  
denbasis sowie die regelmäßige Teilnahme an Ausschreibungen, Messen und Kongressen.  
Das wachsende öffentliche Interesse an Nachhaltigkeit und Gesundheit führt dazu, dass auch die Anforderungen von  
Kunden, Interessenverbänden und der Gesetzgebung bezüglich nachhaltiger Verpackungslösungen sowie deren Produkt-  
qualität und -sicherheit steigen. Für MM hat es höchste Priorität, diesen Anforderungen gerecht zu werden, um mögliche  
Risiken in Bezug auf Absatz, Compliance oder Reputation zu minimieren. Innerhalb eines institutionalisierten Rahmens  
führen beide Divisionen kontinuierlich Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch, die laufend weiterentwickelt wer-  
den. So erfasst z. B. die Ideenplattform „we.invent“ systematisch Ideen aus dem Kreis aller Mitarbeitenden von MM.  
Darüber hinaus wird der Innovations-Stage-Gate-Prozess weiterentwickelt. Dadurch gelingt es, nachhaltig marktadäquate,  
sichere und innovative Produkte anzubieten. Den hohen Produktsicherheits- und Qualitätsanforderungen begegnet MM  
unter anderem durch Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 9001 und regelmäßige Qualitätssicherungsmaß-  
nahmen und -kontrollen. Insbesondere im Bereich Lebensmittelverpackung gewährleistet ein umfangreiches Maßnahmen-  
paket die Einhaltung der strikten gesetzlichen Reglementierungen und Kundenvorgaben und trägt damit zur Compliance,  
Kundenzufriedenheit und Absatzsicherung bei. Dies umfasst das kontinuierliche Monitoring aktueller, hauptsächlich regu-  
latorischer Entwicklungen im Bereich Lebensmittelkontaktmaterialien sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten be-  
züglich der Migration von Inhaltsstoffen und deren Wirkung.  
MM profitiert im Bereich nachhaltiger und umweltfreundlicher Verpackungslösungen von der positiven öffentlichen und  
kundenseitigen Wahrnehmung von Karton und Papier als Verpackungsmaterial. Aktuell wird ein besonderer Fokus auf die  
Entwicklung von Substitutionsprodukten für Kunststoffverpackungen durch Alternativen aus Karton und Papier gerichtet,  
die proaktiv und mit starkem Kundenbezug vorangetrieben werden. Im Einklang mit dem Trend zu leichteren Verpackungen  
erweitert MM Board & Paper zudem das Sortiment an Produkten mit geringerer Grammatur.  
Der Markt für Zigarettenverpackungen unterliegt durch Nichtraucher- und Jugendschutz einem regulatorischen Risiko, das  
mit potenziellen Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung einhergeht. Davon kann die Menge betroffen sein wie auch die  
Wertigkeit derselben. Weltweit schreiben immer mehr Staaten, deren Zahl in 2023 weiter zunahm, „Plain Packaging“, das  
sind Einheitspackungen ohne Markenlogo, vor. Im Zusammenhang mit der EU-Tabakprodukterichtlinie wurde das Verbot  
von charakteristischen Aromen auf erhitzte Tabakerzeugnisse ausgedehnt. Die Einwegkunststoff-Richtlinie aus 2019  
brachte Kennzeichnungsvorschriften für Verpackungen von Tabakerzeugnissen mit sich. Demnach hat jede Verpackung  
ein Piktogramm mit dem Hinweis auf Plastik im Zigarettenfilter und eine ordnungsgemäße Entsorgung zu tragen. Im Rah-  
men des Entwurfes zur Packaging and Packaging Waste Regulation („PPWR“) wird eine weitere Kennzeichnung in Bezug  
auf die Recyclierbarkeit von Verpackungen vorgeschlagen. Ein weiterer Trend zeichnet sich in Bezug auf die Gestaltung  
der Zigarette selbst ab. Konkret haben einige Länder angekündigt, die direkte Anbringung von Warnhinweisen auf Zigaret-  
ten prüfen bzw. einführen zu wollen. Bei neuartigen Produkten ist die starke Verbreitung von sogenannten Nikotin-Pouches  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
zu erwähnen, deren Einführung sehr kontroversiell diskutiert wird. Mit einem Vorschlag der EU-Kommission zur Überar-  
beitung der TPD2 wird 2024 nicht mehr gerechnet, die Evaluierungsphase hat am 20. Mai 2022 begonnen. Die Auswirkung  
auf den relevanten Absatz der Division MM Packaging kann noch nicht quantifiziert werden, das Risiko wird aber durch  
den breiten globalen geografischen Absatz und durch enge Kooperation mit den Zigarettenproduzenten minimiert. Ferner  
wird das Absatzrisiko durch Verpackungen für sogenannte „Reduced Risk Products“ ebenfalls reduziert. Für diesen Pro-  
duktbereich tätige Unternehmen können in der öffentlichen Wahrnehmung diskriminiert werden.  
Produktion  
Im Konzern erfolgt eine systematische Weiterentwicklung und Erneuerung der Produktionsanlagen und -prozesse, um stets  
den aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer nachhaltig verantwortungsvollen  
Produktion, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt, mit dem Ziel, langfristigen Nutzen für un-  
sere Stakeholder zu generieren.  
Dies impliziert vor allem einen effizienten Ressourceneinsatz in der Produktion unserer Produkte, gepaart mit herausra-  
gender Lösungskompetenz und Qualität, während zugleich eine solide finanzielle Gebarung angestrebt wird. Dabei setzen  
wir auf laufendes Monitoring der Maschinen und Performance, Innovationen und nachhaltige Investitionen in neueste  
Technologie. Möglichkeiten der Automatisierung und Digitalisierung werden aktiv aufgegriffen und umgesetzt. Unser Ziel  
ist es, unternehmensweit nach den höchsten möglichen Standards zu fertigen.  
Eine hohe Betriebsbereitschaft der Anlagen ist für die Produktion von Karton/Papier sowie Faltschachteln von entschei-  
dender Bedeutung. Kontinuierliche elektronische Überwachung einzelner Maschinen bzw. Maschinenabschnitte, Revisio-  
nen, Instandhaltung und Zertifizierungen sowie ein Risk Engineering in Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen  
zählen zu den wesentlichsten vorbeugenden Maßnahmen für die Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Betriebes. Divi-  
sionsweite Back-up-Konzepte sichern darüber hinaus die Lieferbereitschaft auch bei längerfristigen Betriebsunterbrechun-  
gen. Die Möglichkeit zur Auftragsverlagerung auf andere Standorte (Multi-Mill-Konzept) oder Maschinen ist dabei Kernbe-  
standteil und wird durch die Konzentration auf bestimmte Formatklassen und maschinenherstellerunabhängige Aufträge  
erleichtert.  
Das Einhalten geforderter Qualitätsstandards und Normen, vor allem in den Bereichen Produktsicherheit und Lebensmit-  
telkontakt, ist eine fundamentale Voraussetzung, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und das Ansehen unseres Produkt- und  
Serviceportfolios langfristig zu sichern. Durchgängige Qualitätssicherungsverfahren entlang der gesamten Wertschöp-  
fungskette gewährleisten die Erfüllung dieser hohen Standards und erlauben die lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Pro-  
dukte. Unsere kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, stetige Marktbeobachtung sowie unsere langjährige  
aktive Beteiligung in Interessenverbänden und bei der Normsetzung auf nationaler und internationaler Ebene versetzen  
uns in die Lage, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Interpretationen und anstehende Veränderungen zeitnah zu bewer-  
ten und in unsere Strategien einfließen zu lassen.  
Durch die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen minimieren wir Risiken, die mit Investitionen, technologischen Neu-  
erungen und der Integration von Akquisitionen verbunden sind. Investitionsprojekte unterliegen standardmäßig einem  
mehrstufigen Genehmigungsverfahren und einem klar festgelegten Ausschreibungsprozess, wobei relevante Fachabtei-  
lungen systematisch eingebunden werden. Verhandlung und Vertragsgestaltung von Kaufverträgen erfolgen in Zusammen-  
arbeit zwischen Corporate Sourcing, Divisional Technology und Corporate Legal. Wenn angebracht, werden Tests bzw.  
Simulationen unter Produktions- oder Laborbedingungen durchgeführt. In der Umsetzung werden Investitionsprojekte über  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
25  
Konzernlagebericht  
ein laufendes Controlling sowohl hinsichtlich qualitativer als auch quantitativer Aspekte begleitet. Neuerungen an Produk-  
ten und Prozessen durchlaufen umfangreiche Testphasen und werden in der Regel vor der Ausrollung in Pilotprojekten  
getestet.  
Beschaffung  
Die Erbringung der Leistungen beider Divisionen hängt wesentlich von bestimmten Rohstoffen und Inputfaktoren ab, wel-  
che zum überwiegenden Teil extern bezogen werden. Für die Division MM Board & Paper sind dies vor allem Faserstoffe  
(Altpapier, Holz, Zellstoff), Energie, Chemikalien und Logistikdienstleistungen. Für die Division MM Packaging sind es ins-  
besondere Karton und Papier sowie Farben und Lacke. Grundsätzlich besteht bei der Beschaffung einerseits ein Verfüg-  
barkeitsrisiko hinsichtlich Menge und Qualität, andererseits ein Preisrisiko. Dem Verfügbarkeitsrisiko begegnen wir insbe-  
sondere durch kontinuierliche Markt- und Bedarfsbeobachtung, laufenden Kontakt zu einer Mehrzahl von Lieferanten und  
die Erarbeitung von langfristigen Strategien zur Anpassung der Rohstoffbeschaffung an aktuelle Gegebenheiten. Konformität  
mit den vereinbarten Eigenschaften sichern wir durch Wareneingangskontrollen, laufendes Qualitätsmonitoring und Liefe-  
rantenbesuche. Soweit sinnvoll und möglich, werden Ausschreibungen für vorliegende Einkaufsvolumina durchgeführt.  
Faserstoffe und Chemikalien sind die wesentlichsten Rohstoffe von MM Board & Paper. Die Division bezieht diese über  
eine eigene europäische Einkaufsorganisation. Durch laufendes Monitoring und geeignete Sicherungsmaßnahmen, wie  
Kapazitätsreservierungen, Langfristverträge und Back-up-Konzepte, gelingt es teilweise, einem Verknappungs- und Preis-  
risiko aufgrund weltweit gestiegener Nachfrage entgegenzuwirken und kurzfristig auftretende Preisspitzen abzufedern. Die  
Versorgung mit Faserstoffen sehen wir grundsätzlich gesichert. Regulative Maßnahmen, beispielsweise im Rahmen des  
European Green Deals (EUDR, LULUCF), oder (geo)politische Risiken können allerdings Einfluss auf das Angebot haben.  
Der darüber hinaus benötigte Holzschliff wird zum überwiegenden Teil in den Karton- und Papierwerken sowie unserem  
norwegischen Faserwerk FollaCell intern erzeugt.  
In enger Kooperation zwischen Produktion und Technik setzen wir auf modernste Maßnahmen zur Verbrauchssteuerung  
und auf Optimierungen beim Rohstoffeinsatz. Hierbei werden auch regelmäßig Möglichkeiten der Substitution und Anpas-  
sungen von Rezepturen evaluiert.  
Der Karton- und Papiereinkauf der Division MM Packaging erfolgt dem Profit-Center-Prinzip entsprechend über eine eigene  
Einkaufsorganisation unter fortwährendem Screening mehrerer Karton- und Papierproduzenten. In puncto Versorgungssi-  
cherung hat der konzerninterne Kartonbezug aus der Division MM Board & Paper zuletzt an Bedeutung gewonnen.  
Die Weitergabe von Kostensteigerungen an Kunden, z. B. aufgrund von Inflation, birgt das Risiko von Kundenverlusten,  
wobei Marktkonditionen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf eine Weitergabe nicht immer erlauben. Wesentliche Preis-  
änderungen von strategisch bedeutenden Inputfaktoren versuchen wir in der Verkaufspreisgestaltung z. B. durch entspre-  
chende Klauseln zu berücksichtigen.  
Energie (Gas, Strom, Kohle, Heizöl) hat vor allem für die Division MM Board & Paper als Inputfaktor strategische Bedeu-  
tung. In der Risikobetrachtung sind der Einkaufspreis sowie die grundsätzliche Verfügbarkeit und Abnahmemöglichkeit  
wesentliche Parameter. Letztere beziehen sich auf die physische Disponibilität von Energie, welche bei Erdgas, Kohle und  
Öl insbesondere von der politischen Stabilität in Erzeuger- und Durchleitungsländern abhängt. Politische Konflikte, kriege-  
rische Auseinandersetzungen, aber auch Naturkatastrophen können vor allem das Verfügbarkeits-, aber auch das Preisri-  
siko von Energie wesentlich beeinflussen. In Energieverträgen sind zum Teil Mindestabnahmemengen definiert. Wird in  
diesen durch Stillstände oder technische Gebrechen die Bandbreite unterschritten, sind Ausgleichszahlungen fällig (Take-  
or-pay-Regelung). Zur Risikobewältigung setzen wir auf den Abschluss längerfristiger Rahmeneinkaufskontrakte, laufendes  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
26  
Konzernlagebericht  
Monitoring der Preisentwicklung und bestehender Absicherungskontrakte sowie die Verknüpfung der Produktions- und  
Absatzplanung mit dem Energieeinkauf. Die mittelfristige Beschaffungspolitik wird durch eine regelmäßige Koordination  
zwischen dem Management und einem für die gesamte Gruppe zuständigen Energieeinkaufsteam gesteuert. Darüber hin-  
aus werden kontinuierlich Maßnahmen zur Senkung des spezifischen Energieverbrauches gesetzt. Substitution von fossi-  
len Energiearten erfolgt z. B. durch lokale Biomasse- oder Ersatzbrennstoff-Anlagen bzw. durch Änderungen in der Eigen-  
stromerzeugung. Anpassungen der Verkaufspreise an die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt erfolgen möglichst  
zeitnahe. Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine ist das Verfügbarkeitsrisiko von Energie nach wie vor erhöht.  
Dies betrifft auch den Transport durch Pipelines, wenngleich der Ausbau der LNG-Infrastruktur dieses Risiko verringert  
hat. Eine Diversifizierung der Transportwege von Kohle bei den Lieferanten begrenzt das Verfügbarkeitsrisiko von Energie  
ebenfalls.  
Aufgrund der politischen Zielsetzung, Treibhausgasemissionen in der Industrie zu reduzieren, sind alle Werke der Division  
MM Board & Paper mit einem regulatorischen Risiko betreffend die Verfügbarkeit von Emissionsberechtigungen (CO2-  
Zertifikaten) konfrontiert, die nach dem „Cap & Trade“-Prinzip restriktiv vergeben werden. Durch den Einsatz energieeffi-  
zienter Anlagen und überzeugende Benchmarking-Ergebnisse profitiert MM Board & Paper nach wie vor von einer teilweise  
unentgeltlichen Zuteilung von Emissionsberechtigungen. Um Anreize für weitere Emissionssenkungen zu schaffen, ist da-  
mit zu rechnen, dass die EU die freien Zuteilungen sukzessive reduzieren wird. Hier spielt seit Kurzem insbesondere der  
European Green Deal eine Rolle, der eine klimaneutrale EU bis 2050 zum Ziel hat. Es erfolgt eine dynamische CO2-  
Allokation bei Aktivitätsänderung +/-15 %. MM Board & Paper kauft fehlende Zertifikate im Rahmen des EU-  
Emissionshandelssystems am freien Markt zu, wobei ein Preisrisiko zu beachten ist, welches mittels Forward-Kontrakten  
teilweise mitigiert ist.  
Auch für MM Packaging besteht das Risiko einer indirekten Emissionsbepreisung. Basierend auf der Europäischen Klima-  
schutzverordnung bzw. dem Brennstoffemissionshandelsgesetz in Deutschland werden bestimmte Sektoren (Wärme und  
Verkehr) mit einer CO2-Abgabe konfrontiert, die aufgrund von Weiterverrechnung Auswirkungen auf die Kostenseite beider  
Divisionen haben kann.  
Sustainability  
Grundsätzlich beschreibt Sustainability (Nachhaltigkeit) das nachhaltige Wirtschaften unter Berücksichtigung ökonomi-  
scher, ökologischer sowie sozialer Aspekte mit dem Ziel, langfristigen Nutzen für unsere Kunden, Aktionär:innen, Mitar-  
beiter:innen und die Umwelt und Gesellschaft zu schaffen und die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft  
zu minimieren. Im Detail bedeutet dies, beispielsweise verantwortungsvoll und effizient mit Ressourcen (Recyclingpapier,  
Karton, Frischfaser, Chemikalien, Energie, Wasser, Abfällen) umzugehen und faire Arbeitsbedingungen sowie langfristiges  
qualitatives Wachstum zu gewährleisten, wodurch auch künftig der ökonomische Erfolg sichergestellt wird. Sustainability  
ist daher ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und eine Säule für den langfristigen finanziellen Erfolg des  
Unternehmens.  
Risiken in diesem Bereich bestehen aus physischen Risiken (z. B. Hochwasser, Waldbrände, Sturmschäden, Dürre) und  
transitorischen Risiken (z. B. Emissionszertifikate, veränderte Marktanforderungen und Konsumverhalten, politische Ent-  
wicklungen). Physische Risiken können zu direkten Produktionsausfällen, Lieferengpässen oder erhöhten Rohstoffpreisen  
führen. Transitorische Risiken sind vordergründig als Compliance-Thema zu betrachten, die keine kurzfristigen Produkti-  
onsausfälle zur Folge haben, aber bei Vergehen die „License to operate“ negativ beeinträchtigen, was sich z. B. in sinken-  
den Verkaufszahlen, erhöhten Strafzahlungen sowie CO2-Steuern ökonomisch widerspiegeln kann. Besonderes Augen-  
merk ist im Jahr 2024 auf die Umsetzung und Erfüllung der in der „EU Deforestation Regulation“ EUDR (EU) 2023/1115  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
27  
Konzernlagebericht  
begründeten Anforderungen zu richten. Damit einhergehende Risiken können ab 30. Dezember 2024 hohe Geldstrafen  
bis hin zu einem Verbot des Inverkehrbringens der Produkte sein.  
Die MM Gruppe folgt dem Rahmenwerk von TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures), um klimabezo-  
gene Risiken und Chancen bestmöglich in die bestehenden Berichtsstrukturen zu integrieren. Im Rahmen der klimabezo-  
genen Risikobewertung wurden spezifische physische und transitorische Risiken bewertet. Für die Geschäftsaktivitäten  
der MM Gruppe ergeben sich aus dem fortschreitenden Klimawandel sowohl physische Risiken, die einzelne Standorte  
betreffen, als auch strategische Risiken, die einen Unternehmensbereich oder die gesamte Gruppe betreffen können.  
Aus einer makropolitischen Perspektive müssen hier Konflikte Berücksichtigung finden, die zu Produktionsausfällen in  
Konfliktregionen sowie zu Engpässen hinsichtlich Energie- und Rohstoffversorgung führen können.  
Gesetzliche Veränderungen, wie sie insbesondere durch den European Green Deal in Kraft treten, verschärfen die Anfor-  
derungen an Unternehmensnachhaltigkeit, da finanzielle Kennzahlen und nichtfinanzielle Kennzahlen verstärkt in Abhän-  
gigkeit voneinander gesehen werden (z. B. EU-Taxonomie). Nachhaltigkeit wird damit ein immer wichtigerer Parameter für  
Finanzmarktbewertungen und Investmententscheidungen.  
Hinsichtlich der Marktanforderungen gilt es zu berücksichtigen, dass bei der Erzeugung bedarfsgerechter Produkte  
Sustainability, gemessen am Produktlebenszyklus, ein wichtiges Entscheidungskriterium für Kunden darstellt. Nachhal-  
tige Verpackungslösungen werden bei den Kunden selbst oftmals in den unternehmenseigenen Nachhaltigkeitszielen  
festgehalten.  
Auch im Wettbewerb um „Young Talents“ spielt Nachhaltigkeit eine immer stärkere Rolle. Unternehmen, bei welchen Nach-  
haltigkeit nicht oder unglaubwürdig umgesetzt wird, werden künftig Nachteile bei der Gewinnung und Bindung von Nach-  
wuchstalenten haben.  
MM setzt zur Sicherung und Steuerung des Sustainability-Risikos auf ein zentrales Nachhaltigkeitsmanagement, ressour-  
ceneffiziente Herstellung kreislauffähiger Produkte, ambitionierte langfristige (wissenschaftsbasierte) Nachhaltigkeitsziele  
sowie den Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien in der Vergütungspolitik. Nichtfinanzielle Kennzahlen unterliegen einem  
umfassenden regelmäßigen Monitoring durch ein dediziertes Managementsystem. Das Lieferkettenmonitoring hinsichtlich  
Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt systemunterstützt und auch zur Umsetzung der EUDR-Anforderungen wurde abteilungsüber-  
greifend eine spezifische Softwarelösung eingeführt. Ferner sind alle Karton- und Papierwerke und ausgewählte Standorte  
von MM Packaging nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) sowie FSC® (Forest  
Stewardship Council) zertifiziert. Darüber hinaus besteht die Zertifizierung ausgewählter Standorte nach EMAS (Eco Ma-  
nagement and Audit Scheme) und/oder ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme sowie nach ISO 50001 für Ener-  
giemanagement. In den Bereichen Produktqualität und/oder Lebensmittelsicherheit bestehen zudem für alle kartonpro-  
duzierenden und annähernd alle faltschachtelproduzierenden Standorte Zertifizierungen (ISO 9001, BRC, ISO 22000,  
EN 15593, ECMA GMP). MM orientiert sich darüber hinaus an den global gültigen Agenden und Zielrahmen, wie  
UN-Nachhaltigkeitszielen, European Green Deal oder Paris Agreement.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
28  
Konzernlagebericht  
Human Resources  
Die Leistungserbringung unseres Konzerns hängt wesentlich von qualifizierten, motivierten und leistungsorientierten Mit-  
arbeiter:innen ab. Um diese langfristig an das Unternehmen zu binden und passende Talente für vakante Positionen zu  
gewinnen, setzen wir auf eine nachhaltige Zusammenarbeit. Dies erreichen wir durch kontinuierliche Personalentwicklung,  
Förderung der Ausbildung, faire Entlohnung sowie attraktive Anreizsysteme und eine gelebte Werte- und Unternehmens-  
kultur. Die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber wird durch zielgerichtete Personalmarketingmaßnahmen unterstützt.  
Die Stabsstelle „Group Human Resources & Internal Communication“ agiert als strategischer Partner des Managements und  
verantwortet nicht nur die operativen Personalthemen in der Konzernzentrale, sondern erarbeitet auch zielgruppenspezifische  
Standards für die gesamte MM Gruppe. Durch ein vielfältiges Angebot von Entwicklungs- und Ausbildungsprogrammen schaf-  
fen wir systematisch Rahmenbedingungen, die es Talenten ermöglichen, sich zu entfalten und aktuelles Fachwissen dauerhaft  
in das Unternehmen einzubringen.  
Das betriebliche Gesundheitswesen unterstützt unsere Beschäftigten durch vielfältige Förder- und Präventionsmaßnah-  
men mit dem Ziel, die Gesundheit und Leistungskraft das ganze Berufsleben hindurch hoch zu halten.  
Die HR Agenden 2023 waren von weiteren Integrationsaktivitäten der in den letzten Jahren erworbenen Werke (insbeson-  
dere Ex-Essentra Packaging) geprägt. Die Implementierung eines gruppenweiten HR-Systems, das in den nächsten Jahren  
an allen Standorten ausgerollt wird, ermöglicht es als zentrale Datenquelle, Informationen zentral abzurufen und zukünftige  
Reporting-Erfordernisse besser zu erfüllen. Über eine gruppenweite Jobplattform werden gemeinsame Recruiting-  
Standards etabliert und geeignete Kandidaten gefunden.  
Im Bereich Aus- und Weiterbildung lag 2023 der Schwerpunkt auf dem Thema IT Security. Zunehmende Risiken im Bereich  
Cyber-Kriminalität erfordern die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden und haben daher hohe Priorität. Gruppenweit werden  
regelmäßige verpflichtende Schulungen durchgeführt. Die Absolvierung dieser Trainings wurde in die Zielvorgaben 2023  
aufgenommen und ist bonusrelevant. Ein neues Führungskräfteentwicklungsprogramm („Leading Together“) wurde ge-  
startet, um Nachwuchsführungskräfte für ihre Aufgaben zu stärken und das Lehrlingsprogramm „Next Generation“ wurde  
überarbeitet, um die Bedürfnisse dieser Zielgruppe noch besser abzudecken.  
Pensionen/Abfertigungen/Altersteilzeit  
Der Großteil der Arbeitnehmer:innen im Konzern ist im Rahmen der gesetzlichen Altersversorgung beitragsorientiert ver-  
sichert. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge hat der Konzern bestimmten Arbeitnehmer:innen auf Basis von Einzelzu-  
sagen und Betriebsvereinbarungen leistungs- und beitragsorientierte Pensionszusagen erteilt. Ferner bestehen leistungs-  
und beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen im Rahmen der gesetzlichen Altersteilzeit. Zur  
Überwachung und Minimierung von Risiken verfolgen wir insbesondere einen klar strukturierten Prozess, der die Bereit-  
stellung, Plausibilisierung und Überprüfung von Daten auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie im gesamten Konzern  
umfasst. Zusätzlich wird ein zentrales Monitoring von Einzelzusagen durch die Konzernzentrale durchgeführt.  
Durch Nutzung von Rückdeckungsversicherungen in Österreich und Deutschland, Pensionsfonds in Großbritannien und  
auf den Philippinen sowie einer Sammelstiftung in der Schweiz zur Deckung des Vermögens wird einem Liquiditätsrisiko  
entgegengewirkt. Die Anlage birgt ein Veranlagungsrisiko. Die Veranlagung des externen Fondsvermögens erfolgt im Rah-  
men der gesetzlichen Vorgaben möglichst konservativ (niedriger Aktienanteil, Unternehmens- statt Staatsanleihen).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
29  
Konzernlagebericht  
Das aktuelle Zinsniveau führt methodisch zu einem gegenüber den Vorjahren erhöhten Diskontierungszinssatz, der den  
versicherungsmathematischen Barwert der Verpflichtungen sinken lässt. Der sich daraus ergebende Abzugsposten im  
Eigenkapital ist im Verhältnis zum Eigenkapital als absolut überschaubar einzustufen. Der prognostizierte Pensions- und  
Abfertigungsaufwand bleibt stabil.  
Finanzielle Risiken  
Die Unternehmensplanung basiert auf professionellen Prognosen, Einschätzungen und Annahmen bezüglich zukünftiger  
wirtschaftlicher und finanzieller Entwicklungen im Konzern. Dem Risiko einer Fehleinschätzung begegnen wir durch enges  
Zusammenwirken zwischen den Werken und den Fachabteilungen von Konzern und Divisionen im Rahmen eines klar fest-  
gelegten, mehrstufigen Planungsprozesses.  
Risiken in der Finanzierung des Konzerns und im Zahlungsverkehr bewältigen wir insbesondere durch ein zentral gesteu-  
ertes Cash- und Credit-Management, sorgfältige Auswahl und ständiges Monitoring der nationalen und internationalen  
Bankpartner sowie jederzeit ausreichende Verfügbarkeit von Kreditlinien. Ein Bruch von Vertragsvereinbarungen  
(Covenants) kann zu steigenden Aufschlägen auf den Basiszinsatz oder der Kündigung von Finanzierungen durch die Ban-  
ken führen. Dies würde die Neuverhandlung der Finanzierungsstruktur notwendig machen und das Risiko höherer Finan-  
zierungskosten zur Folge haben. Die Einhaltung der Covenants wird zur Risikominimierung regelmäßig überwacht. Zudem  
hat der Faktor Nachhaltigkeit Auswirkung sowohl auf das Verfügbarkeits- als auch auf das Kostenrisiko, da sogenannte  
ESG-Finanzierungen an Bedeutung gewinnen und somit die Bereitstellung von Finanzierungen und die Höhe der Finanzie-  
rungszinsen vermehrt von ESG-Kriterien abhängen. Diese werden von „Group Sustainability“ über entsprechende Kenn-  
zahlen gesteuert. In der MM Gruppe wirken sich ESG-Kennzahlen aber derzeit nicht auf die Kosten der Finanzierung aus.  
Das Verfügbarkeitsrisiko von Kapital steigt mit steigendem Anteil an nicht-ESG-konformem Geschäft.  
Währungsrisiken werden kontinuierlich systemunterstützt überwacht und durch geeignete Absicherungsmaßnahmen be-  
grenzt bzw. reduziert. Der Fokus ist dabei auf natürlichen Risikoausgleich durch Herstellen eines Gleichgewichtes von  
Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften bzw. des Konzerns gerichtet. Kurs-  
risiken werden, soweit möglich, durch Währungskongruenz in der Geschäftsabwicklung bzw. durch Preisanpassungsme-  
chanismen innerhalb längerfristiger Vereinbarungen reduziert. Sicherungsgeschäfte kommen erst dann zum Einsatz, wenn  
die Maßnahmen des Natural Hedging nicht ausreichen. Währungsabsicherungen werden vorwiegend über eine zentrale  
Devisenhandelsplattform vorgenommen. Währungen, gegenüber deren Kursschwankungen Absicherungen getätigt werden,  
sind insbesondere das britische Pfund, der US-Dollar sowie der Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Wäh-  
rung nicht der Euro ist. Derivative Finanzinstrumente werden weder zu Handels- noch zu Spekulationszwecken eingesetzt.  
Die regelmäßige Überwachung und laufende aktive Optimierung des Working Capitals auf Basis eines Profit & Cash Pro-  
tection-Plans sowie die Minimierung von Werthaltigkeitsrisiken beim Vorratsvermögen haben hohe Priorität. Das Ausfallri-  
siko bei Kundenforderungen wird durch laufende Bonitätsprüfung sowie Kundenkreditversicherungs-Anbietungspflicht für  
alle Kunden, mit Ausnahme von ausgewählten internationalen Kunden höchster Bonität, niedrig gehalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
Rechnungslegung  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsys-  
tems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung und die Aufstellung des Konzern-  
abschlusses verantwortlich. Dieses gewährleistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanz-  
informationen. Darüber hinaus werden die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung der  
gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt.  
Der Rechnungslegungsprozess umfasst dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte, die gewährleisten, dass die rechnungsle-  
gungsrelevanten Informationen vollständig, richtig und zeitgerecht erfasst und verarbeitet werden und die Abbildung in  
der Finanzberichterstattung den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsstandards entspricht.  
In der Aufbau- und Ablauforganisation sind klare und eindeutige Verantwortungen bezogen auf die Einzelgesellschaften  
und den Konzern vorgegeben. Den zentralen Funktionsbereichen „Group Accounting“ sowie „Planning and Reporting“  
obliegen dabei die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien auf dem neuesten fachlichen Stand sowie die Organisa-  
tion und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.  
Die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah. Die Übereinstimmung mit  
konzerninternen Richtlinien und Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen wird kon-  
tinuierlich kontrolliert. Die eingesetzten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend opti-  
miert. Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden regelmäßig auf mögliche Risiken geprüft.  
Verbesserungsmaßnahmen werden schnellstmöglich eingeleitet und rasch umgesetzt. Schwerpunktprüfungen sowie Prü-  
fungen der lokalen Standorte und zentralen Prozesse erfolgen durch Wirtschaftsprüfer und interne Revision. Eine Vielzahl  
von Maßnahmen wie Weiterbildung, Reviews und konzernweit abgestimmte Handlungsweisen stellen sicher, dass die Bi-  
lanzierung des Konzerns unter konformer Anwendung der IFRS erfolgt.  
Informationstechnologie  
Das zentrale IT-Risikomanagement basiert auf ISO 31000, die Informationssicherheit der zentralen IT auf ISO 27001. Das  
Risiko eines Ausfalls unserer zentralen Datenverarbeitung minimieren wir durch den Einsatz eines geografisch getrennten  
Back-up-Rechenzentrums sowie durch umfassende Vorsorge- und regelmäßige Prüfungsmaßnahmen. Den Herausforde-  
rungen in Bezug auf die Informationssicherheit begegnen wir mit einer breiten Palette an Schutzmaßnahmen, die in ein  
unternehmensweites Informationssicherheitsmanagement-System (ISMS) integriert sind. Die Funktion des Informations-  
sicherheitsbeauftragten umfasst die unternehmensweite Implementierung und kontinuierliche Aktualisierung von  
Sicherheitsstandards.  
Cyber- und IT-Risiken bleiben eine ernste Bedrohung für MM. Angriffe werden immer professioneller und agiler, wodurch  
die Gefahr von Datenverlust, Betriebsunterbrechungen und finanziellen Schäden stetig zunimmt. Es ist wichtig, dass MM  
weiterhin proaktiv Maßnahmen ergreift, um sich gegen diese Bedrohungen zu schützen. Dazu zählen unter anderem die  
ständige Überwachung sämtlicher IT-Systeme, automatisierte Schutzmechanismen und ein gut ausgearbeitetes Business  
Continuity Management-System (BCMS).  
Die Entwicklung von Ransomware bleibt weiterhin ein bedeutendes Risiko für MM. Die Gefahr von Ransomware-Angriffen  
dürfte aufgrund der ständigen Weiterentwicklung und Verbreitung von Malware-Varianten weiterhin zunehmen. MM muss  
daher seine Sicherheit und seine Abwehrmechanismen ständig verbessern, um vor Angriffen geschützt zu sein. Dazu gehö-  
ren regelmäßige Back-ups, Schulungen für Mitarbeitende und die Umsetzung eines Incident-Response-Planes.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
31  
Konzernlagebericht  
Die Re-Zertifizierung nach ISO 27001 belegt, dass MM ein gutes Sicherheitsmanagement aufgebaut hat und sich kontinu-  
ierlich verbessert, um den Schutz sensibler Daten und IT-Systeme sicherzustellen.  
Andere Risiken  
Compliance-Risiken aus der möglichen Nichteinhaltung von Normen, Gesetzen, Verhaltensregeln sowie gegebenenfalls  
Selbstverpflichtungserklärungen, wie dem MM Code of Conduct oder den universellen Prinzipien des UN Global Compact,  
werden insbesondere durch Absicherungsmaßnahmen in den Systemen, regelmäßiges, systematisches Compliance-  
Monitoring, das Vier-Augen-Prinzip sowie gruppenweite Richtlinien und Schulungen Rechnung getragen. Zur Einhaltung  
von Sanktionsbestimmungen werden entsprechende Richtlinien und ein Compliance Screening Tool eingesetzt. Klare Ver-  
haltensanweisungen, ein digitaler Freigabeprozess und ein Spendenregister tragen zur Vermeidung von Interessenkonflik-  
ten in Bezug auf die Annahme und Vergabe von Geschenken bei. Darüber hinaus ist die Funktion „Group Legal“ eingerich-  
tet, welche für die Überwachung und Steuerung des Risikofeldes Compliance verantwortlich ist und im Bedarfsfall auch  
externe Experten beizieht. Ziel ist eine strikte Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Dadurch soll nicht zuletzt den zuneh-  
menden Risiken einer Rechtsverletzung und möglicher Sanktionen aufgrund immer stärkerer Regulierung vorgebeugt wer-  
den. Dolosen Handlungen wird neben der Vorgabe von Genehmigungserfordernissen, insbesondere Schutz durch die Sys-  
teme, ein verstärktes internes Kontrollsystem als auch ein moderner Whistleblowing-Mechanismus entgegengesetzt.  
Der im Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance-Bericht ist auf unserer Website unter  
https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-governance/ abrufbar.  
Zusätzlich zu den hier angeführten Risiken können für den Konzern noch weitere Risiken bestehen. Gegenwärtig sind uns  
solche Risiken nicht bekannt bzw. werden diese als unwesentlich eingestuft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konzernlagebericht  
5 ANGABEN NACH § 243 A ABS 1 UGB  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Angaben im Konzernabschluss unter Anhangangabe 13.1 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 58 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein Syndikatsvertrag,  
welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt. Angelegenheiten, die die Haupt-  
versammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen, gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen  
Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages (betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndi-  
katszwecks oder –gegenstandes, Begründung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an  
der Gesamtzahl aller Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2023 folgende Beteiligungen von  
mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht nicht  
unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der  
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere  
hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der  
Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre Wirkungen;  
ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft erheblich schaden würde, es  
sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen aufgrund anderer Rechtsvorschriften  
ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des betroffenen Ge-  
schäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
33  
Konzernlagebericht  
6 KONSOLIDIERTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG NACH § 267 A UGB  
Es wurde die Option gewählt, den Verpflichtungen gemäß § 267 a UGB nachzukommen, indem ein gesonderter konsoli-  
dierter nichtfinanzieller Bericht erstellt wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
34  
Loading SVG
Konzernlagebericht  
7 AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2024  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 11. März 2024 und berücksichtigt keine Auswirkungen  
von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des Jahres 2024. Die vorangegange-  
nen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl bekannten als auch unbekannten Risiken und Un-  
sicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen  
können.  
Im stark umkämpften europäischen Karton- und Papiersektor ist für MM Board & Paper aktuell ein positiver Volumentrend  
erkennbar, gleichzeitig hält jedoch der Druck auf die Margen an. Obwohl der Lagerabbau in der Supply Chain weitgehend  
abgeschlossen ist, erwarten wir aufgrund der schwachen Wirtschaftslage in Europa und weiterhin verhaltener Verbrau-  
cherausgaben nur eine langsame Marktbelebung. Angesichts der gleichzeitig schwierigen Rahmenbedingungen auf den  
außereuropäischen Exportmärkten ist von anhaltendem Überangebot und gedämpfter Auslastung in Europa auszugehen.  
Der Druck, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, nimmt dadurch stetig zu. Dies gilt auch für MM Packaging, obwohl dieser  
Bereich aufgrund der breiten Aufstellung eine insgesamt höhere Resilienz aufweist. Vor diesem Hintergrund wird unser  
Profit & Cash Protection-Programm in 2024 konsequent weiterverfolgt und durch gezielte strukturelle Anpassungsmaß-  
nahmen ergänzt. Jüngste Erhöhungen der Herstellungskosten sollen über entsprechende Preisanpassungen weitergege-  
ben werden.  
Das für 2024 erwartete Investitionsvolumen von rund 300 Mio. EUR, welches Überläufe aus dem Vorjahr enthält, wird sich  
auf selektive Projekte zur Steigerung der Wettbewerbsstärke konzentrieren.  
MM ist mit nachhaltigeren und innovativen Verpackungslösungen sowie der in den letzten Jahren signifikant optimierten  
Anlagenbasis und soliden Finanzierung sehr gut aufgestellt, um auch die anhaltend herausfordernde Marktsituation erfolg-  
reich zu meistern.  
Wien, am 11. März 2024  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
35  
Konzernabschluss  
Konzernabschluss  
37 Konzernbilanzen  
38 Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
39 Konzerngesamtergebnisrechnungen  
39 Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
40 Konzerngeldflussrechnungen  
Konzernanhang  
41  
(1) Grundlegende Informationen  
41  
(2) Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses  
45  
(3) Grundsätze der Rechnungslegung  
50  
(4) Ermessensentscheidungen, Annahmen und Einschätzungen  
54  
(5) Änderungen des Konsolidierungskreises und weitere wesentliche Ereignisse  
59  
(6) Entwicklung des Anlagevermögens  
69  
(7) Angaben zu Finanzinstrumenten  
81  
(8) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
83  
(9) Steuern vom Einkommen und Ertrag  
90 (10) Vorräte  
91 (11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
92 (12) Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
92 (13) Eigenkapital  
95 (14) Finanzverbindlichkeiten und Leasing  
99 (15) Langfristige Rückstellungen  
107 (16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
107 (17) Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
108 (18) Kurzfristige Rückstellungen  
109 (19) Segmentberichterstattung  
112 (20) Sonstige betriebliche Erträge  
112 (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen  
113 (22) Personalaufwand  
114 (23) Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer  
114 (24) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen  
115 (25) Finanzerträge  
115 (26) Finanzaufwendungen  
115 (27) Sonstiges Finanzergebnis – netto  
116 (28) Ergebnis je Aktie  
116 (29) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen  
117 (30) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen  
118 (31) Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung  
119 (32) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und weitere Informationen  
120 (33) Beteiligungsliste  
126 (34) Organe  
127 Bestätigungsvermerk  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
36  
Loading SVG
Konzernabschluss  
Konzernbilanzen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)  
AKTIVA  
Sachanlagen  
6
2.056.030
1.796.022
Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
6
1.047.746
1.032.007
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
8
10.776
13.153
Latente Steueransprüche  
9
44.486
40.793
Langfristige Vermögenswerte  
3.159.038
2.881.975
Vorräte  
10  
582.637
730.086
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
384.512
695.242
Forderungen aus Ertragsteuern  
9
16.284
27.129
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
176.902
194.275
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
31  
757.515
280.063
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.917.850
1.926.795
SUMME AKTIVA  
5.076.888
4.808.770
PASSIVA  
Grundkapital  
13  
80.000
80.000
Kapitalrücklagen  
13  
172.658
172.658
Gewinnrücklagen  
13  
1.965.210
1.961.996
Sonstige Rücklagen  
13  
(210.997)
(261.080)
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
2.006.871
1.953.574
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
5.523
5.480
Eigenkapital  
2.012.394
1.959.054
Langfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
1.768.942
1.674.040
Langfristige Rückstellungen  
15  
119.841
121.396
Latente Steuerverbindlichkeiten  
9
82.178
87.780
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.970.961
1.883.216
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
250.514
87.549
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten  
9
25.593
55.705
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
515.272
499.677
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
263.568
293.302
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
38.586
30.267
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
1.093.533
966.500
Summe Verbindlichkeiten  
3.064.494
2.849.716
SUMME PASSIVA  
5.076.888
4.808.770
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1)  
angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5) sowie Ausweis von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten in der Position  
„Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ (siehe Anhangangabe 12) aufgrund Unwesentlichkeit  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
37  
Loading SVG
Konzernabschluss  
Konzerngewinn- und  
-verlustrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR, außer Gewinn je Aktie und Aktienanzahl)  
Anhang  
2023  
20221)  
Umsatzerlöse  
19  
4.164.403
4.682.060
Bestandsveränderung  
(69.232)
120.137
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
10  
(2.229.741)
(2.747.975)
Personalaufwand  
22  
(840.098)
(681.590)
Sonstige betriebliche Erträge  
20  
80.868
60.939
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
21  
(687.190)
(703.650)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)  
419.010
729.921
Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen  
(221.376)
(219.516)
Betriebliches Ergebnis  
197.634
510.405
Finanzerträge  
25  
8.736
4.250
Finanzaufwendungen  
26  
(58.277)
(32.149)
Sonstiges Finanzergebnis – netto  
27  
(11.402)
(15.473)
Ergebnis vor Steuern  
136.691
467.033
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
(47.628)
(121.722)
Jahresüberschuss  
89.063
345.311
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
87.198
343.860
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
1.865
1.451
Jahresüberschuss  
89.063
345.311
Gewinn je Aktie für den auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteil  
am Jahresüberschuss:  
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien  
28  
20.000.000  
20.000.000  
Gewinn je Aktie  
28  
4,36
17,19
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren umgestellt.  
1)  
angepasst aufgrund Methodenwechsel iZm dem Ausweis von öffentlichen Zuwendungen (siehe Anhangangabe 3) sowie Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
38  
Loading SVG
Konzernabschluss  
Konzerngesamtergebnisrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
2023  
20221)  
Jahresüberschuss  
89.063
345.311
Sonstiges Ergebnis:  
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen  
13  
(4.080)
32.883
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
1.221
(7.730)
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
(2.859)
25.153
Währungsumrechnungen2)  
13  
45.590
(5.833)
Währungsumrechnung - Recycling  
5
110
20.103
Cash Flow Hedge - Neubewertung  
7
(59.125)
(29.666)
Cash Flow Hedge - Recycling  
7
67.898
0
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
(1.755)
4.861
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
52.718
(10.535)
Sonstiges Ergebnis (netto)  
49.859
14.618
Gesamtergebnis  
138.922
359.929
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
137.281
358.605
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
1.641
1.324
Gesamtergebnis  
138.922
359.929
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
2) inkl. Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR 1.873 (2022: Tsd. EUR 22.709)  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
Sonstiges Ergebnis  
Nicht be-  
Währungs- Versicherungs-  
herrschende  
Gesamtes  
Grund-  
Kapital-  
Gewinn-  
umrech- mathematische Cash Flow  
Sonstige  
(Minderheits-)  
Eigen-  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang kapital rücklagen  
rücklagen  
nungen  
Effekte  
Hedge Rücklagen  
Gesamt  
Anteile  
kapital  
Stand am 1. Jan. 2022  
80.000
172.658
1.687.923
(218.254)
(66.496)
0
(284.750)
1.655.831
6.047
1.661.878
Anpassungen aus der  
0
0
0
8.925
0
0
8.925
8.925
0
8.925
Erstanwendung IAS 29  
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022  
80.000
172.658
1.687.923
(209.329)
(66.496)
0
(275.825)
1.664.756
6.047
1.670.803
Jahresüberschuss1)  
0
0
343.860
0
0
0
0
343.860
1.451
345.311
Sonstiges Ergebnis1)  
13.348
2)  
25.130
(23.733)
14.745
14.745
(127)
14.618
Gesamtergebnis1)  
0
0
343.860
13.348
25.130
(23.733)
14.745
358.605
1.324
359.929
Transaktionen mit Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(70.000)
0
0
0
0
(70.000)
(1.463)
(71.463)
Veränderung von  
Mehrheitsbeteiligungen  
0
0
213
0
0
0
0
213
(428)
(215)
Stand am 31. Dez. 2022  
80.000
172.658
1.961.996
(195.981)
(41.366)
(23.733)
(261.080)
1.953.574
5.480
1.959.054
Jahresüberschuss  
0
0
87.198
0
0
0
0
87.198
1.865
89.063
Sonstiges Ergebnis  
0
0
0
45.923
2)  
(2.859)
7.019
50.083
50.083
(224)
49.859
Gesamtergebnis  
0
0
87.198
45.923
(2.859)
7.019
50.083
137.281
1.641
138.922
Transaktionen mit Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(84.000)
0
0
0
0
(84.000)
(1.582)
(85.582)
Veränderung von  
Mehrheitsbeteiligungen  
0
0
16
0
0
0
0
16
(16)
0
Stand am 31. Dez. 2023  
80.000
172.658
1.965.210
(150.058)
(44.225)
(16.714)
(210.997)
2.006.871
5.523
2.012.394
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
2) inkl. Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR 1.873 (2022: Tsd. EUR 22.709)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
39  
Loading SVG
Konzernabschluss  
Konzerngeldflussrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
2023  
20221)  
CASH FLOW AUS DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT:  
Jahresüberschuss  
89.063
345.311
Anpassungen zur Überleitung des Jahresüberschusses auf den Cash Flow aus der  
Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen:  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
47.628
121.722
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
6
218.504
198.470
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte2)  
6
2.872
21.046
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten  
20  
(3.050)
628
Finanzerträge  
25  
(8.736)
(4.250)
Finanzaufwendungen  
26  
58.277
32.149
Ergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen  
5
0
13.606
Ergebnisanteile von sonstigen Beteiligungen  
27  
(443)
(408)
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung  
27  
(3.756)
(353)
Ergebnisanteile von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen  
27  
(1.350)
(1.376)
Sonstige Anpassungen  
31  
(5.701)
(451)
Cash Flow aus dem Ergebnis  
393.308
726.094
Veränderungen im Working Capital:  
Vorräte (inkl. geleisteter Anzahlungen)  
10  
165.252
(251.921)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
313.018
(76.129)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
17.387
(25.190)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
(16.666)
11.857
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
(18.838)
19.688
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
10.445
(17.568)
Veränderungen im Working Capital  
470.598
(339.263)
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen  
863.906
386.831
Bezahlte Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(77.671)
(87.093)
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
786.235
299.738
CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT:  
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten2)  
8.864
8.080
Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inkl. geleisteter Anzahlungen)  
16  
(425.346)
(329.388)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen  
0
1.851
Free Cash Flow  
369.753
(19.719)
Auszahlungen für Tochterunternehmen bzw. sonstige Geschäftseinheiten abzüglich der  
übernommenen Zahlungsmittel (2023: Tsd. EUR 0; 2022: Tsd. EUR 14.444)  
5, 31  
(1.505)
(384.806)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen bzw. sonstigen Geschäftseinheiten  
abzüglich übertragener Zahlungsmittel (2023: Tsd. EUR 0, 2022: Tsd. EUR 6.725)  
5
0
127.275
Einzahlungen aus Wertpapieren und sonstigen Finanzanlagen  
188
343
Auszahlungen für Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
(244)
(255)
Erhaltene Dividenden  
27  
443
408
Erhaltene Zinsen  
8.529
3.290
Sonstige Anpassungen  
21
(95)
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(409.050)
(573.297)
CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:  
Bezahlte Zinsen  
(56.342)
(32.334)
Aufnahme von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoringverbindlichkeiten  
31  
399.709
543.589
Tilgung von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten  
31  
(135.518)
(233.296)
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten  
31  
(18.889)
(14.366)
Auszahlungen an Eigentümer von nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteilen  
0
(236)
An die Aktionäre der Gesellschaft gezahlte Dividende  
13  
(84.000)
(70.000)
An nicht beherrschende (Minderheits-) Gesellschafter gezahlte Dividenden  
13  
(1.582)
(1.463)
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
103.378
191.894
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
(3.111)
2.182
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
477.452
(79.483)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresanfang (laut Konzernbilanz)  
280.063
359.546
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende (laut Konzernbilanz)  
757.515
280.063
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
2) inkl. zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
40  
Konzernanhang  
1
GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN  
Der MM Konzern  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen („der Konzern“) sind in der Herstellung und dem Verkauf von   Karton, Papier und Faltschachteln mit Schwerpunkt in Europa tätig . Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Mayr-  Melnhof Karton AG, welche ihren Sitz in Österreich, Brahmsplatz 6, 1040 Wien hat. Die Aktien der Gesellschaft notieren  an der Wiener Börse.  
Segmentinformation  
Der Konzern wird in zwei operativen Segmenten (siehe Anhangangabe 19) geführt: MM Board & Paper und MM Packaging.   MM Board & Paper produziert und vermarktet eine vielfältige Palette an Kartonsorten, hauptsächlich gestrichenen Falt-  schachtelkarton auf Basis von Recyclingfasern sowie Frischfaserkarton. Darüber hinaus umfasst das Produktsortiment der  Division auch Kraftpapiere und ungestrichene Feinpapiere. MM Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln hauptsäch-  lich für die Nahrungsmittel- (z. B. Frühstückszerealien, Trockennahrung, Zucker- und Backwaren, hochwertige Süßwaren)  und sonstige Konsumgüterindustrie (z. B. Kosmetika, Hygieneprodukte, Waschmittel, Haushaltsartikel, Tabakprodukte,  Spielwaren und Pharmaprodukte). Des Weiteren umfasst das Produktsortiment von MM Packaging auch Beipackzettel und  Etiketten.  
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage  
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist in besonderem Maße durch die gesamtwirtschaftlich heraus-  fordernde Lage geprägt. Des Weiteren waren die Akquisitionen von Eson Pac und Essentra Packaging im Vorjahr erst unter-  jährig in den Konsolidierungskreis einbezogen, wodurch die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen beeinträchtigt ist. Dar-  über hinaus ergab sich in 2023 ein positiver Effekt auf das Working Capital durch die Erweiterung der Factoringvereinbarungen  (siehe Anhangangabe 7 und 11).  
2
GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES  
Rechnungslegungsgrundlagen und Übereinstimmungserklärung  
Der Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Anwendung von §245aUGB   in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board („IASB“) verlautbarten International Financial  Reporting Standards und deren Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die  zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB wurden erfüllt.  
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme bestimmter Posten, die in den entsprechenden Anhangangaben (z.B. Anhang-   angabe 7 und 15) erläutert sind, auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.  
Der vorliegende Konzernabschluss umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und wurde mit Datum 11. März  2024 vom Vorstand unterzeichnet und vom Aufsichtsrat festgestellt.  
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge mit Ausnahme der   Aktienanzahl und der Angaben je Aktie in Tausend Euro angegeben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
41  
Loading SVG
Umstellung vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren  
Zum 30. Juni 2023 wurde die Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkosten-   verfahren umgestellt. Das Gesamtkostenverfahren stellt den Umsatzerlösen die Aufwendungen nach Kostenarten gegen-  über. Beim Umsatzkostenverfahren erfolgt die Gliederung der Aufwendungen nach Funktionsbereichen. Die geänderte  Darstellungsweise dient der besseren Vergleichbarkeit innerhalb der Branche. Die Vorjahreswerte wurden nach den glei-  chen Grundsätzen ermittelt und angepasst. Nachfolgend sind für Zwecke der Vergleichbarkeit die Konzerngewinn- und  -verlustrechnungen nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt.  
(alle Beträge in Tausend EUR, außer Gewinn je Aktie und Aktienanzahl) 2023 20221)
Umsatzerlöse 4.164.403 4.682.060
Herstellungskosten (3.345.048) (3.544.253)
Bruttoergebnis vom Umsatz 819.355 1.137.807
Sonstige betriebliche Erträge 78.082 60.609
Vertriebskosten (405.964) (416.401)
Verwaltungskosten (291.290) (256.888)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.549) (14.722)
Betriebliches Ergebnis 197.634 510.405
Finanzerträge 8.736 4.250
Finanzaufwendungen (58.277) (32.149)
Sonstiges Finanzergebnis – netto (11.402) (15.473)
Ergebnis vor Steuern 136.691 467.033
Steuern vom Einkommen und Ertrag (47.628) (121.722)
Jahresüberschuss 89.063 345.311
Davon entfallend auf:
Aktionäre der Gesellschaft 87.198 343.860
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 1.865 1.451
Jahresüberschuss 89.063 345.311
Gewinn je Aktie für den auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteil
am Jahresüberschuss:
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien 20.000.000 20.000.000
Gewinn je Aktie 4,36 17,19
1) angepasst aufgrund Methodenwechsel iZm dem Ausweis von öffentlichen Zuwendungen sowie Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Im Zuge dieser Umstellung wurden im Vorjahr Energiekostenvergütungen in Höhe von Tsd. EUR 10.254 von der Position   „Sonstige betriebliche Erträge“ in die Position „Herstellungskosten“ bzw. in die Position „Materialaufwand und bezogene  Leistungen“ nach Gesamtkostenverfahren umgegliedert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
42  
Loading SVG
Anwendung von neuen und geänderten Standards  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende Änderungen bestehender IAS und IFRS, soweit sie bis zum   31. Dezember 2023 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft  getreten sind, beachtet:  
Neue Standards Inhalt Anzuwenden ab
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Wesentlichkeitsdefinition 1.1.2023
IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023
IAS 12 Latente Steuern aus Transaktionen, bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche 1.1.2023
steuerpflichtige und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen
IFRS 17 Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsangaben 1.1.2023
IAS 12 OECD-Säule-2-Modellregeln 1.1.2023
IFRS 17 regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In   den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit er-  messensabhängiger Überschussbeteiligung. Das Bewertungsmodell des IFRS 17 basiert auf der Ermittlung der aktuellen  Erfüllungswerte der Versicherungsverträge, sodass deren Wertansätze in jeder Berichtsperiode aufgrund von Schätzungs-  änderungen anzupassen sind.  
Die Änderungen an IAS 1 und am „IFRS Practice Statement 2“ sollen die Ersteller bei der Entscheidung unterstützen,   welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sie im Abschluss angeben müssen. Einem Unternehmen wird jetzt vor-  geschrieben, wesentliche Informationen in Bezug auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und nicht mehr seine be-  deutenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugeben.  
Die Änderungen an IAS 8 sollen dabei helfen, zwischen Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen   Schätzungen zu unterscheiden. Dabei wird die Definition einer Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen  durch eine Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen ersetzt. Nach der neuen Definition sind rechnungs-  legungsbezogene Schätzungen „monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind“. Un-  ternehmen entwickeln rechnungslegungsbezogene Schätzungen, wenn die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden er-  fordern, dass Posten im Abschluss auf eine Art und Weise bewertet werden, die eine Bewertungsunsicherheit beinhaltet.  Die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die aus neuen Informationen oder neuen Entwicklungen re-  sultiert, stellt keine Korrektur eines Fehlers dar.  
Die Änderung an IAS 12 engt den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung (sog. „Initial recognition exemption“), nach   der im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern  anzusetzen sind, ein. Entstehen bei einer Transaktion gleichzeitig abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen  in gleicher Höhe, fallen diese nicht mehr unter die Ausnahmeregelung, sodass aktive und passive latente Steuern zu bilden  sind.  
Die Änderung an IFRS 17 betrifft Unternehmen, die IFRS 17 und IFRS 9 gleichzeitig erstmals anwenden. Die Änderung   betrifft finanzielle Vermögenswerte, für die bei der Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichsinformationen dar-  gestellt werden, die jedoch für IFRS 9 nicht angepasst wurden. Nach der Änderung ist es einem Unternehmen gestattet,  Vergleichsinformationen über einen finanziellen Vermögenswert so darzustellen, als ob die Vorschriften zur Klassifizierung  und Bewertung von IFRS 9 bereits zuvor auf diesen finanziellen Vermögenswert angewendet worden wären.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Säule-2-Modellregeln („Pillar Two“), der sogenannten globalen   Mindestbesteuerung. Die Pillar Two-Gesetzgebung wurde in Österreich beschlossen und ist seit dem 1. Januar 2024 in  Kraft. Pillar Two-Gesetzgebungen erfolgten mit Wirkung frühestens ab 1. Januar 2024 auch in anderen Ländern, in denen  Konzerngesellschaften ansässig sind.  
Der Konzern unterliegt zum Berichtszeitpunkt keiner Steuerbelastung aufgrund von Pillar Two. Der Konzern wendet die   vorübergehende und verpflichtende Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar  Two-Ertragsteuern an, die Gegenstand der im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen an IAS 12 war.  
Gemäß der Pillar Two-Regelungen muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem Effek-   tivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen. Der effektive Steuersatz des Konzerns im Berichtszeitpunkt  liegt deutlich über dem globalen Mindeststeuersatz von 15 %.  
Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten der Ge-   setzgebung zu treffen. Für den Berichtszeitraum 2023 ergibt die Analyse, dass Konzerngesellschaften in einigen Ländern  ansässig sind, in denen der effektive Steuersatz unter 15 % liegt. Dies betrifft in insgesamt unwesentlichem Ausmaß ins-  besondere Großbritannien und Irland (nicht aktivierte Verlustvorträge), Puerto Rico und Schweiz (niedrige nominale Steu-  ersätze) sowie Chile, Rumänien und Slowenien (Nutzung von Steuerbegünstigungen). Der Konzern prüft zudem die Aus-  wirkungen bezüglich der Erweiterung der österreichischen Steuergruppe um ausländische Gruppenmitglieder. Diese  Angaben beruhen auf den im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ermittelten Gewinnen und Steueraufwen-  dungen nach dem Konzernrechnungslegungsstandard.  
Obwohl der Effektivsteuersatz für die genannten Länder unter 15 % liegt, muss der Konzern in Bezug auf diese Länder   möglicherweise keine Pillar Two-Ertragsteuern zahlen. Dies ist auf spezifische, in der Pillar Two-Gesetzgebung vorgesehene  Anpassungen zurückzuführen, die zur Folge haben, dass sich auch erhebliche Abweichungen von den gemäß IAS 12 be-  rechneten Effektivsteuersätzen ergeben können. Zudem kommen für alle Länder auch Substanzausnahmen infrage. Auf-  grund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des Pillar Two-Steuersatzes und des Pillar  Two-Einkommens sind die quantitativen Auswirkungen noch nicht zuverlässig abschätzbar. Selbst für Unternehmen mit  einem Effektivsteuersatz von über 15 % könnten sich daher steuerliche Auswirkungen durch Pillar Two ergeben. Zur Un-  terstützung bei der Anwendung der Pillar Two-Gesetzgebung wird derzeit mit Steuerspezialisten zusammengearbeitet.  
Soweit im Einzelnen anwendbar, wurden die angeführten Bestimmungen im vorliegenden Konzernabschluss umgesetzt.   Aus den oben angeführten Änderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und  Ertragslage des Konzerns.  
Darüber hinaus wurden bis zum 31. Dezember 2023 folgende geänderte Standards in EU-Recht übernommen, welche   jedoch für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig frühzeitig ange-  wendet wurden:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1.1.2024
IFRS 16 Leasingverhältnisse: Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Lease-Back 1.1.2024
IAS 1 Klassifizierung von Schulden mit Nebenbedingungen als kurz- oder langfristig 1.1.2024
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Weiters wurden bis zum 31. Dezember 2023 folgende geänderte Standards vom IASB veröffentlicht, aber noch nicht in   EU-Recht übernommen:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 7/IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 1.1.2024
IAS 21 Mangel an Umtauschbarkeit 1.1.2025
Aus den oben angeführten Änderungen sind aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,   Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten.  
3
GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG  
Die im Konzern angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind bei der entsprechenden Anhang-   angabe erläutert.  
Konsolidierungsgrundsätze und -methoden  
Der Konzernabschluss umfasst die Mayr-Melnhof Karton AG („die Gesellschaft“) sowie deren Tochterunternehmen. Das   sind alle Unternehmen, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn der Konzern die Ver-  fügungsgewalt hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen einer Gesellschaft zu partizipieren und diese Rück-  flüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als  50 % gegeben. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden auch Existenz und Auswirkung potenzieller Stimm-  rechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Das Vorliegen von Beherrschung wird auch dann vom  Konzern überprüft, wenn weniger als 50 % der Stimmrechte gehalten werden. Der Konzern verfügt bei allen beherrschten  Unternehmen über eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit. Zusätzliche Vereinbarungen, die einer Beherrschung entge-  genstehen, bestehen nicht.  
Tochterunternehmen, sofern diese für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht   von untergeordneter Bedeutung sind, werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem die  Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Beherrschung  des Konzerns endet bzw. wenn der Konzern ein Tochterunternehmen als unwesentlich erachtet.  
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung   dieses Tochterunternehmens führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen (Veränderung von Mehrheitsbeteiligungen) bi-  lanziert und haben daher keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung.  
Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Entkonsolidierungsgewinn oder   -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen  
dem Gesamtbetrag des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung  
abzüglich Buchwert des abgehenden Reinvermögens (inkl. auf die jeweilige CGU anteilig entfallender Goodwill)   zuzüglich Buchwert nicht beherrschender Anteile.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebes, der zum Verlust der Beherrschung, der gemeinschaftlichen Führung   oder des maßgeblichen Einflusses führt, wird der entsprechende, bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert in der Währungsum-  rechnungsrücklage erfasste Betrag als Teil des Ergebnisses aus Entkonsolidierungen in die Konzerngewinn- und  -verlustrechnung umgegliedert.  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am Eigenkapital und  am gesamten Jahresergebnis bei Tochterunternehmen des Konzerns. Diese Anteile werden innerhalb des Eigenkapitals  gesondert ausgewiesen.  
Die Effekte aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden vollständig eliminiert.  
Währungsumrechnung  
Vermögenswerte inkl. Geschäfts(Firmen)werten und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktio-   nale Währung nicht der Euro ist, werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Erträge und Auf-  wendungen werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Jahresdurchschnittskurse werden als arith-  metisches Mittel der einzelnen Stichtagskurse am Monatsende ermittelt, wobei als 1. Stichtagskurs immer der  Wechselkurs des 31. 12. des Vorjahres herangezogen wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung bei  den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber der Umrechnung des Vorjahres werden erfolgsneutral im Eigen-  kapital erfasst. Gewinne und Verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden sofort erfolgswirksam erfasst.  
Geschäftsfälle der Gesellschaft, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung erfolgen, werden mit dem   Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden zu jedem Bilanzstich-  tag mit dem dann geltenden Wechselkurs umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ebenso wie  die Effekte bei Realisierung erfolgswirksam erfasst.  
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb  sind, werden zunächst als separater Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt und erst bei beabsichtigter Tilgung bzw. Ver-  äußerung der Nettoinvestition im Ergebnis erfasst. Derzeit bestehen keine Nettoinvestitionen im Konzern.
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse nicht im Euro-Währungsgebiet vertretener Länder haben   sich wie folgt entwickelt:  
Mittelkurs am Mittelkurs am Jahresdurch- Jahresdurch-
31. Dez. 31. Dez. schnittskurs schnittskurs
2023 2022 2023 2022
Land: Währung: 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR =
Bulgarien BGN 1,96 1,96 1,96 1,96
Chile CLP 979 917 910 919
China CNY 7,86 7,42 7,64 7,10
Dänemark DKK 7,45 7,44 7,45 7,44
Großbritannien GBP 0,87 0,89 0,87 0,85
Jordanien JOD 0,78 0,75 0,77 0,75
Kanada CAD 1,46 1,45 1,46 1,37
Kolumbien COP 4.222 5.134 4.636 4.471
Norwegen NOK 11,24 10,51 11,38 10,10
Philippinen PHP 61,47 59,55 60,22 57,34
Polen PLN 4,35 4,69 4,54 4,68
Rumänien RON 4,97 4,95 4,95 4,93
Russland RUB 99,19 75,66 90,40 69,11
Schweden SEK 11,10 11,12 11,45 10,62
Schweiz CHF 0,93 0,98 0,97 1,00
Tschechische Republik CZK 24,72 24,12 23,98 24,56
Tunesien TND 3,39 3,31 3,36 3,26
Türkei TRY 32,57 19,93 32,57 19,93
Ukraine UAH 42,21 38,95 39,68 33,93
Ungarn HUF 383 401 382 390
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,11 1,07 1,08 1,05
Vietnam VND 26.928 25.207 25.863 24.741
Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 ist die funktionale Währung der MM Graphia Izmir Karton sanayi ve ticaret anonim sirketi   von türkischer Lira auf Euro umgestellt worden. Eine seit Ende 2022 nachhaltig dominante Exportquote in Euro-Länder  schlägt sich seit 1. Januar 2023 ebenfalls in den Preisgestaltungsmechanismen, welche dem Euro-Umfeld unterliegen,  nieder. Dies hat zur Folge, dass das primäre operative Wirtschaftsumfeld dieser Tochtergesellschaft nicht mehr länger die  Türkei, sondern der Euro-Raum ist. Aus dieser Änderung resultiert im Geschäftsjahr 2023 ein negativer Effekt in Höhe von  Tsd. EUR 4.019 auf das EBITDA. Dabei bleiben etwaige Auswirkungen von IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationslän-  dern“ unberücksichtigt.  
Demgegenüber kommt weiterhin IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ bei einem anderen Tochterunter-   nehmen in der Türkei zur Anwendung. Entsprechend wurden die betreffenden nicht monetären Posten in der Konzernbilanz  nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern angepasst um die Einflüsse der Inflation  in den Vorperioden dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden gemäß den Vorgaben in IAS 21 „Auswirkungen von Wechsel-  kursänderungen“ für Abschlüsse in nicht hochinflationären Berichtswährungen nicht angepasst. Die Umrechnungsdiffe-  renzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital kumuliert erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Anpassungen aus der Berücksichtigung der Geldentwertung der monetären Bilanzpositionen türkischer Tochterunterneh-  men im Geschäftsjahr 2023 werden ergebniswirksam abgebildet und sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im  „Sonstigen Finanzergebnis – netto“ erfasst. Hierfür wurde der türkische Konsumentenpreisindex (TÜFE, 2005=100), vom  türkischen Statistikamt (TURKSTAT) veröffentlicht, verwendet. Der zum Abschlussstichtag angewandte Wert des Indexes  betrug 1.516 und stieg um 34 % im Vergleich zum Vorjahr (1. Januar 2023: 1.128 ).  
Für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr haben die Anpassungen aus der Hochinflationsbilanzierung zu   einem Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von Tsd. EUR 6.439 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 23.070) geführt. Dies resul-  tiert im Wesentlichen aus der Indexierung der Sachanlagen in Höhe von Tsd. EUR 5.576 (31. Dezember 2022:  Tsd. EUR 21.891) und den Vorräten in Höhe von Tsd. EUR 348 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 1.063). Auf der Passivseite  erhöhten sich das Eigenkapital um Tsd. EUR 5.787 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 18.666) und die latenten Steuerver-  bindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 652 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 4.404). In der Gewinn- und Verlustrechnung kam  es insbesondere zu einem Anstieg der Materialkosten und Abschreibungen, welche zu einem negativen Effekt auf das  betriebliche Ergebnis in Höhe von Tsd. EUR 2.996 (2022: Tsd. EUR 13.209) führte. Darüber hinaus wurde ein monetärer  Gewinn in Höhe von Tsd. EUR 3.756 (2022: Tsd. EUR 353) erfasst, welcher im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“ ausge-  wiesen ist.  
Unternehmenszusammenschlüsse  
Die Bilanzierung von neu erworbenen Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten wird nach der Erwerbsmethode   durchgeführt.  
Die Anschaffungskosten eines Erwerbes, welcher sich als Geschäftsbetrieb klassifiziert, bemessen sich nach den beizule-   genden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten  zum Erwerbszeitpunkt (Wert der übertragenen Gegenleistung).  
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene identifizierbare Vermögenswerte und Schulden werden mit   ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Je nach Art und Wesentlichkeit des Erwerbes werden  Grundstücke, Gebäude und Maschinen grundsätzlich auf Basis externer unabhängiger Gutachten bewertet. Immaterielle  Vermögenswerte werden in Abhängigkeit ihrer Art und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes  entweder auf Basis externer unabhängiger Bewertungsgutachten oder intern unter Verwendung angemessener Bewer-  tungsmethoden ermittelt. Anteile von nicht beherrschenden (Minderheits-) Gesellschaftern am erworbenen Unternehmen  werden anhand des proportionalen Anteiles am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst. Erwerbsbezogene  Kosten werden aufwandswirksam verbucht, wenn sie anfallen.  
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgli-   che Änderungen einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden ebenfalls  zum beizulegenden Zeitwert bewertet und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird im Jahresüberschuss erfasst.  
Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrages des nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteiles an  dem erworbenen Unternehmen über dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Reinvermögens wird  als Geschäfts(Firmen)wert bilanziert. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Beurteilung direkt erfolgs-  wirksam erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Derivative Finanzinstrumente  
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen   Geschäftstätigkeit erwachsen. Finanzinstrumente zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des  Marktpreises werden nicht gehalten.  
Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind  
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind, werden gemäß IFRS 9 als zu  Handelszwecken gehalten klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Zum Bilanzstichtag wird der beizulegende  Zeitwert offener Derivate als Barwert zukünftiger Zahlungsströme unter Verwendung von Währungsnotierungen berechnet.  Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.  
Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)  
Um die ökonomischen Auswirkungen der Risikomanagementaktivitäten im Bereich der außerbörslichen Absicherung von   Rohstoffpreisen in Finnland abzubilden, wendet der MM Konzern die Bestimmungen zur bilanziellen Behandlung von  Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 an. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentiert der MM Konzern die  wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft einschließlich der  Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zugrunde liegenden Unternehmens-  strategie. Die wesentlichen Konditionen der Zahlungen aus den Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten sind  grundsätzlich identisch bzw. verhalten sich gegenläufig („Critical Terms Match“). Derivate werden grundsätzlich zum  Zeitpunkt des Abschlusses eines Derivatkontraktes zunächst zum beizulegenden Zeitwert erfasst und am Ende jeder  Berichtsperiode zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Je nach beizulegendem Zeitwert (positiv oder negativ) werden die  derivativen Finanzinstrumente als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst. Im Vorjahr gab es bei der  Sicherungsbilanzierung der Rohstoffpreisabsicherung in Finnland einen nicht realisierten Day-One-Gain, der zum  Designationszeitpunkt nicht bilanziert wurde.  
Wenn ein Derivat als ein Instrument zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) designiert ist, wird der  wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis erfasst und kumuliert in die Rücklage  für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) eingestellt. Der wirksame Teil der Änderungen des  beizulegenden Zeitwertes, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, ist begrenzt auf die kumulierte Änderung des  beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Grundgeschäftes (berechnet auf Basis des Barwertes) seit Absicherungsbeginn.  Ein unwirksamer Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates wird unmittelbar im Gewinn oder  Verlust erfasst. Die Umgliederung in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfolgt, wenn das entsprechende  Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird.
Öffentliche Zuwendungen  
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit   verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden im Kon-  zern nach der Netto-Methode bilanziert und von den zugehörigen Aufwendungen in Abzug gebracht. Im Geschäftsjahr  2023 erfolgte im Zuge der Umstellung der Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren auf das  Gesamtkostenverfahren der Wechsel von der Brutto-Methode auf die Netto-Methode (inklusive Anpassung der Vorjahres-  werte), da die saldierte Darstellung die verursachungsgerechte Abbildung von Zuwendungen auf Aufwandsposten und die  Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen gewährleistet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und   Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die Höhe und  den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die offengelegten Eventualforderungen und  -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode und  die bilanzierten Werte zum Bilanzstichtag beeinflussen. Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns  unterliegt verschiedenen Ermessensausübungen des Managements und die tatsächlichen Werte können letztendlich von  diesen Einschätzungen bzw. Annahmen abweichen. Schätzungen werden umsichtig vorgenommen und die diesen zu-  grunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft und prospektiv erfasst. Diese Annahmen basieren auf Erfahrungen  der Vergangenheit und sonstigen Faktoren einschließlich Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Ereignisse, die den Kon-  zern finanziell beeinflussen können und die unter den gegebenen Umständen als sachgerecht gelten.  
Der Konzernabschluss beinhaltet folgende wesentliche Posten, deren Wertansatz maßgeblich von den zugrunde liegenden   Annahmen und Einschätzungen abhängig ist:  
Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten  
Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungs-   kosten angesetzt und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungs-  dauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards, Vertragsdauer und Veränderungen in der Nach-  frage berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können eine Verkürzung oder Verlängerung der wirtschaftlichen  Nutzungsdauer eines Vermögenswertes nach sich ziehen. In diesem Fall würde der Restbuchwert über die verbleibende  kürzere oder längere Nutzungsdauer abgeschrieben werden, woraus höhere oder niedrigere jährliche Abschreibungsbe-  träge resultieren (siehe Anhangangabe 6).  
Der Konzern hat im Zuge der transformierenden Akquisitionen in beiden Divisionen die Nutzungsdauern von Sachanlagen   und immateriellen Vermögenswerten überprüft und mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die Nutzungsdauern einzelner Sach-  anlagen verlängert. Gründe für die Verlängerung der Laufzeiten waren zum einen verbesserte Materialien und Reparatur-  möglichkeiten und zum anderen der im mangelnden Technologiefortschritt begründete spätere Austausch von Produkti-  onsanlagen. Wäre diese Anpassung nicht erfolgt, hätten die in der Konzerngewinn- und –verlustrechnung ausgewiesenen  Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen Tsd. EUR 230.354 betragen.  
Bilanzierung von Unternehmenserwerben  
Als Folge von Unternehmenserwerben werden Geschäfts(Firmen)werte in der Konzernbilanz angesetzt oder negative Un-   terschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierung eines Unter-  nehmenserwerbes werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu bei-  zulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte  basiert grundsätzlich auf der Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash Flows und ist eng mit den Annahmen  des Managements bezüglich deren künftiger Weiterentwicklung sowie mit den zugrunde gelegten Entwicklungen des an-  zuwendenden Diskontierungszinssatzes verbunden (siehe Anhangangabe 5).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Wertminderung von Vermögenswerten  
Im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung werden Geschäfts(Firmen)werte auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Des   Weiteren werden langfristig genutzte Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte  Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den  erzielbaren Betrag überschreiten könnte. Im Rahmen dieser Überprüfung liegen der Bewertung der langfristigen Vermö-  genswerte auch die Unternehmensplanung, die unter Berücksichtigung der markt- und unternehmensspezifischen Gege-  benheiten abgeleiteten Diskontierungszinssätze sowie die erwarteten Wachstumsraten und EBITDA Margin/Kostenent-  wicklungen zugrunde. Die hierzu getroffenen Annahmen können Änderungen unterliegen, die zu Wertminderungen in  zukünftigen Perioden führen könnten (siehe Anhangangabe 6).  
Sonstige immaterielle Vermögenswerte  
Der Konzern ist verpflichtet, für die bei der Karton- und Papiererzeugung anfallenden Kohlendioxid-Emissionen   CO2-Emissionszertifikate einzulösen.  
Diese Zertifikate erhält der Konzern teilweise durch eine unentgeltliche Zuteilung innerhalb der Europäischen Union und   an Norwegen. Sofern diese Zuteilung nicht ausreicht, um das CO2-Emissionsvolumen einer Anlage abzudecken, erwirbt  der Konzern weitere Zertifikate auf dem Markt.  
CO2-Emissionszertifikate werden gemäß IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ als solche im kurzfristigen Bereich unter   dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ ausgewiesen und mit den Anschaf-  fungskosten bewertet, sofern diese entgeltlich erworben wurden. Bei unentgeltlicher Zuteilung werden diese mit Anschaf-  fungskosten von null angesetzt. Übersteigen die tatsächlichen Kohlendioxid-Emissionen während der Berichtsperiode die  Anzahl der zum Bilanzstichtag vorhandenen Zertifikate, so ist eine Rückstellung für die fehlenden Zertifikate anzusetzen,  die unter dem Posten „Kurzfristige Rückstellungen“ ausgewiesen wird (siehe Anhangangabe 18).  
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen aus der Verwendung von entgeltlich erworbenen Zertifikaten  sowie Erträge aus der Veräußerung von überzähligen Zertifikaten erfasst.  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
Der Konzern ist in zahlreichen Ländern operativ tätig und unterliegt daher in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unter-   schiedlichsten Steuergesetzen. Die Bestimmung der weltweiten Steuerverbindlichkeiten erfordert wesentliche Beurteilun-  gen, die dazu führen können, dass der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten von der ursprünglichen  Einschätzung abweicht und Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben kann (siehe  Anhangangabe 9).  
Realisierung latenter Steueransprüche  
Die Berechnung latenter Steuern erfolgt auf Basis jener Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen   gesetzlich verabschiedet wurden und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruches bzw.  der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird, sowie auf Basis einer Einschätzung der künftigen steu-  erlichen Ertragsfähigkeit. Von den Annahmen abweichende künftige steuerliche Ergebnisse können dazu führen, dass die  Realisierung latenter Steueransprüche unwahrscheinlich wird und eine Schätzungsänderung von aktiven latenten Steuern  der diesbezüglichen Aktiva zu erfolgen hat (siehe Anhangangabe 9).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Laufzeit von Leasingverhältnissen  
Der Konzern bestimmt die Laufzeit der Leasingverhältnisse unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit sowie   unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben. Bei der  Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. Kündigung des Leasingverhältnis-  ses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden Ermessensentscheidungen getroffen. Es werden alle relevanten Faktoren,  die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, in Betracht gezogen. Diese werden anlassbezogen hinterfragt und neu evalu-  iert, was zu einer Anpassung der Leasingdauer und damit zu Anpassungen der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungs-  rechtes führen kann. Die relevanten Annahmen bei der Bestimmung der Laufzeit, vor allem bei den wesentlichen geleasten  Bürogebäuden und Lagern mit unbefristeten Verträgen, werden aufgrund der strategischen Ausrichtung, Lage und Kosten  getroffen. Der zugrunde liegende Diskontierungszinssatz für die Berechnung des Barwertes ist ebenfalls von der Bestim-  mung der Laufzeit abhängig. Pro Land, Währung und Laufzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse wird ein Basiszinssatz  herangezogen, der um einen Credit Spread und eine Länderrisikoprämie erhöht wird (siehe Anhangangabe 14).  
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder  
Der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgeldern liegen Annahmen über   Diskontierungszinssätze, Gehalts- und Pensionsanpassungen, Lebenserwartung und Pensionseintrittsalter zugrunde. Für  Jubiläumsgelder wird zusätzlich eine dienstzeitabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Diese Annahmen kön-  nen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Bedingungen und einer veränderten Marktlage von den tatsächlichen Daten  abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung dieser langfristigen Rückstellungen sowie des Eigenkapitals  führen (siehe Anhangangabe 15).  
Sonstige Rückstellungen  
Der Ansatz und die Bewertung von sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der bestmöglichen Einschätzung der Wahr-   scheinlichkeit des zukünftigen Ressourcenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den am Bilanzstichtag be-  kannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Ressourcenabfluss kann insofern von dem am Bilanzstichtag angesetzten  Rückstellungsbetrag abweichen (siehe Anhangangaben 15 und 18).  
Im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Konzerns können Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen  sowie zur Bodensanierung entstehen. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung  des Barwertes der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert  als Teil des Buchwertes des Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen   Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen führt zu einem Zinsaufwand bzw. -ertrag (im Fall eines negativen Diskon-  tierungssatzes) und erhöht oder verringert die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige  Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die  Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.  
Restrukturierungsrückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn ein ausreichend detaillierter, formaler Plan vor-   liegt und mit den Restrukturierungsmaßnahmen bereits begonnen oder der Plan vor dem Bilanzstichtag kommuniziert  wurde.  
Finanzinstrumente  
Der anteilige Rückverkauf der abgesicherten Gaseinkaufsmengen im Vorjahr führte zum Wegfall der Own-Use-Exemption.   Daher wurden in diesem Zusammenhang Sicherungsbeziehungen designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf Basis der  erwarteten Abnahmemengen für zugrunde liegende Gasverträge im Jahr 2023 sowie für die Jahre 2024 — 2025 und der  zum Designationszeitpunkt vorliegenden TTF-Futurepreise bewertet wurde (siehe Anhangangabe 7).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Vorräte  
Die Akquisition von Essentra Packaging im Oktober 2022 hatte die Nutzung von Synergien und die Analyse sowie   Harmonisierung von zahlreichen Prozessen zur Folge. Dabei wurde auch die Haltbarkeit von Karton analysiert. Dieser ist  über die gewährte Garantiefrist von 12 Monaten nutzbar, sofern er richtig gelagert wird. Die Division MM Packaging verfügt  über die erforderlichen Lagerkapazitäten, um die Nutzbarkeit auf 24 Monate zu verdoppeln. Mit Wirkung zum 1. Januar  2023 wurden daher die Bewertungsabschläge für Karton in der Division MM Packaging angepasst. Vorräte, die älter als  12 Monate sind, werden mit 25 % Abschlag bewertet. Vorräte, die älter als 24 Monate sind, werden zur Gänze abgewertet.  Wäre diese Anpassung nicht erfolgt, hätten die erfolgswirksamen Wertaufholungen auf Vorräte Tsd. EUR 3.851 betragen.  
Klimabezogene Risiken  
Die MM Gruppe folgt dem Rahmenwerk von TCFD (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures), um   klimawandelbezogene Risiken und Chancen bestmöglich in die bestehenden Berichtsstrukturen und den  Konzernabschluss zu integrieren.  
Für die Geschäftsaktivitäten der MM Gruppe ergeben sich aus dem fortschreitenden Klimawandel sowohl physische   Risiken, die einzelne Standorte betreffen, als auch strategische Risiken, die einen Unternehmensbereich oder die gesamte  Gruppe betreffen können.  
Die Risiken unterteilen sich in transitorische und physische Risiken. Zu den transitorischen Risiken zählen Änderungen der   verfügbaren Energieträger sowie damit verbundene Emissionshandelssysteme wie das EU-Emissionshandelssystem (EU-  EHS). Physische Risiken betreffen insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Ressourcen  wie Wasser und forstwirtschaftliche Rohstoffe, die für die Papier- und Kartonproduktion von Bedeutung sind. Die  klimabezogenen Risiken unterliegen signifikanten Unsicherheiten und können potenziell Auswirkungen auf die  ausgewiesenen Vermögenswerte der MM Gruppe haben.  
Zur Durchführung einer umfassenden Risikoanalyse und zur Minimierung potenzieller Risiken werden in der   Geschäftsplanung und Entscheidungsfindung verschiedene Strategien verfolgt. Einerseits werden Maßnahmen entwickelt,  um CO2-Emissionen zu reduzieren, die sorgfältig bewertet und geplant werden. Hierbei liegt ein besonderer Fokus darauf,  wie diese Maßnahmen in die Geschäftspraktiken integriert werden können, um langfristige ökologische und wirtschaftliche  Vorteile zu erzielen.  
Andererseits steht die Beschaffungsabsicherung aller wesentlichen nachhaltigen Rohstoffe im Mittelpunkt der   Bemühungen. Dies umfasst die Sicherstellung einer zuverlässigen und nachhaltigen Versorgungskette für alle Rohstoffe,  die für das Unternehmen von Bedeutung sind. Durch eine proaktive Beschaffungsstrategie können potenzielle  Lieferengpässe vermieden und das Risiko unvorhergesehener Preissteigerungen gemindert werden.  
Darüber hinaus wird das Umweltrisiko durch den Einsatz von Terminabsicherungsgeschäften von CO2-Zertifikaten, Erdgas   und Strom weiter reduziert. Diese Absicherungsmaßnahmen dienen dazu, die Kosten und Risiken im Zusammenhang mit  Umweltfaktoren zu kontrollieren und sicherzustellen, dass das Unternehmen auch unter schwierigen Marktbedingungen  weiterhin stabil und wettbewerbsfähig bleibt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
53  
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5
ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND WEITERE WESENTLICHE  
EREIGNISSE  
5.1 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2023  
Unternehmenszusammenschluss Essentra Packaging  
Im vorliegenden Abschluss wurde die Kaufpreisallokation der im Oktober 2022 erworbenen Essentra Packaging entspre-   chend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb des Bewertungszeitraumes abgeschlossen. Die Überprüfung der vorläufigen  Zuordnung des Kaufpreises auf Basis der nach dem Stichtag über die Verhältnisse am Erwerbsstichtag erlangten Informa-  tionen hat zu folgenden Anpassungen mit Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 geführt.  
2. Okt. 2022
(in Tausend EUR) 2. Okt. 2022 Anpassungen angepasst
Sachanlagen 196.489 (17.499) 178.990
Immaterielle Vermögenswerte 22.716 (972) 21.744
Latente Steueransprüche 2.575 2.575
Vorräte 52.672 52.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.523 99.523
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 16.899 16.899
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.458 13.458
Latente Steuerverbindlichkeiten (23.891) 6.198 (17.693)
Langfristige Rückstellungen (12.011) (12.011)
Finanzverbindlichkeiten (21.842) (21.842)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (68.848) (68.848)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (35.954) 3.477 (32.477)
Nettovermögen 241.786 (8.796) 232.990
Geschäfts(Firmen)wert 83.349 16.362 99.711
Der im Rahmen der Endabrechnung mit dem Verkäufer auf Basis des finalen Nettoumlaufvermögens ermittelte Kaufpreis   beträgt Tsd. EUR 332.701. Entsprechend wurde die zum Erwerbsstichtag bestehende Rückforderung aus der Überzahlung  des Kaufpreises in der Position „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ um Tsd. EUR 7.566  verringert. Die in der Tabelle angeführten Anpassungen haben darüber hinaus zu unwesentlichen Änderungen in der Kon-  zerngewinn- und -verlustrechnung sowie in den Währungsumrechnungsdifferenzen zum 31. Dezember 2022 geführt. In  der Konzerngeldflussrechnung sind keine Positionen von dieser Anpassung betroffen, mit Ausnahme derjenigen, die in der  Konzerngewinn- und –verlustrechnung angepasst wurden.  
Unternehmenszusammenschluss Eson Pac  
Im vorliegenden Abschluss wurde die Kaufpreisallokation der im April 2022 erworbenen Unternehmensgruppe Eson Pac   entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb des Bewertungszeitraumes abgeschlossen. Die Überprüfung der  vorläufigen Zuordnung des Kaufpreises hat zu keinen Anpassungen geführt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb bilan-  zierte bedingte Kaufpreisverbindlichkeit ist im Mai 2023 an den Verkäufer bezahlt worden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Weitere Änderungen  
Darüber hinaus gab es weitere für den Konzern unwesentliche Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises (siehe   Anhangangabe 33).  
5.2 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2022  
Unternehmenszusammenschluss Eson Pac  
Im April 2022 hat die MM Gruppe 100 % der Anteile an Eson Pac mit Sitz in Veddige, Schweden, vom Mehrheitsgesell-   schafter Nalka Invest AB sowie den Minderheitsgesellschaftern aus Familie und Management erworben. Eson Pac produ-  ziert und vertreibt hochwertige Sekundärverpackungslösungen für die Pharmaindustrie.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 11. April 2022 vollzogen. Der Kaufpreis betrug Tsd. EUR 59.447, wovon Tsd. EUR 52.066   am Closing-Tag in bar bezahlt wurden und der restliche Betrag als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit, basierend auf dem  nach lokalem Recht geschätzten EBITDA 2022, bilanziert wurde. Der Kaufpreis wurde durch Barbestände finanziert.  
Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 11. Apr. 2022
Sachanlagen 22.783
Immaterielle Vermögenswerte 17.716
Latente Steueransprüche 2.565
Vorräte 3.934
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.699
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 862
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 915
Latente Steuerverbindlichkeiten (5.490)
Langfristige Rückstellungen (457)
Finanzverbindlichkeiten (12.100)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.758)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (5.606)
Nettovermögen 31.063
Geschäfts(Firmen)wert 28.383
Die beizulegenden Zeitwerte für Maschinen und technische Anlagen wurden von einem unabhängigen externen Gutachter  mittels eines marktbasierten und kostenbasierten Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten für vergleichbare  Maschinen ermittelt. Die Immobilie wurde von einem externen unabhängigen Gutachter abhängig von verfügbaren Markt-  daten nach dem marktbasierten bzw. einkommensbasierten Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet.  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen einen Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 16.342, der  auf langfristigen Kundenbeziehungen beruht und über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
55  
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 10.699 sowie bei den Rechnungsabgrenzun-   gen, sonstigen Forderungen und Vermögenswerten in Höhe von Tsd. EUR 862 entsprachen die beizulegenden Zeitwerte  den Bruttobeträgen. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Forderungen ging der Konzern davon aus, dass die zukünf-  tigen Zahlungsströme dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventu-  alverbindlichkeiten angesetzt.  
Die Finanzverbindlichkeiten beinhalteten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Leasingtransaktionen, die nach IFRS 16   bilanziert werden.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 28.383 spiegelt im Wesentlichen den Ausbau und die Stärkung der   Marktposition im Pharmabereich wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Die erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 1.088 wurden im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasst und inner-   halb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 41.162 bzw. Tsd. EUR 2.858. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum  1. Januar 2022 erfolgt, hätte Eson Pac zusätzlich rund 16 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 1,3 Mio. EUR zum  Konzernergebnis vor Steuern beigetragen.  
Unternehmenszusammenschluss Essentra Packaging  
Im Oktober 2022 hat die Division MM Packaging den Erwerb von Essentra Packaging erfolgreich abgeschlossen. Die   Transaktion umfasst 100 % der Anteile an ESNT Packaging & Securing Solutions Limited (UK) und 100 % der Anteile an  Essentra Packaging US Inc (US) sowie deren verbundene Unternehmen. Essentra Packaging umfasst 21 Produktionsstan-  dorte in 10 Ländern verteilt über Europa, das US-Festland und Puerto Rico.  
Durch die Akquisition erweitert MM Packaging sein Angebot von Faltschachteln, Beipackzetteln und Etiketten für den   resilienten sowie profitablen Healthcare & Pharma-Markt und schafft damit eine attraktive Plattform für weiteres Wachs-  tum. Ziel ist es zudem, durch die Integration attraktive Synergie- und Wertsteigerungspotenziale auszuschöpfen.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 2. Oktober 2022 vollzogen. Der Kaufpreis betrug Tsd. EUR 325.135. Zuzüglich zu   einem fixierten Grundbetrag lagen seiner Berechnung die ermittelten Nettofinanzverbindlichkeiten und das ermittelte Net-  toumlaufvermögen zugrunde. Am Closingstichtag wurden Tsd. EUR 338.075 in bar bezahlt. Der Kaufpreis wurde durch im  Konzern verfügbare Zahlungsmittelbestände sowie zugesagte Kreditlinien und -rahmen von Banken finanziert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2. Okt. 2022
Sachanlagen 196.489
Immaterielle Vermögenswerte 22.716
Latente Steueransprüche 2.575
Vorräte 52.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.523
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 16.899
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.458
Latente Steuerverbindlichkeiten (23.891)
Langfristige Rückstellungen (12.011)
Finanzverbindlichkeiten (21.842)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (68.848)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (35.954)
Nettovermögen 241.786
Geschäfts(Firmen)wert 83.349
Die beizulegenden Zeitwerte für Maschinen und technische Anlagen wurden von einem unabhängigen externen Gutachter  mittels kostenbasierten Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten und valorisierten Anschaffungskosten für ver-  gleichbare Maschinen ermittelt. Die Immobilien wurden von externen unabhängigen Gutachtern abhängig von verfügbarenMarktdaten entweder nach dem einkommensbasierten bzw. dem marktbasierten Ansatz zum beizulegenden Zeitwert  bewertet.  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalteten Kundenstämme in Höhe von Tsd. EUR 22.716, die auf langfristigen Kun-   denbeziehungen beruhen und über eine Laufzeit von bis zu 13 Jahren abgeschrieben wurden.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassten Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von   Tsd. EUR 101.216, wovon Tsd. EUR 1.694 als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden, wodurch sich der bei-  zulegende Zeitwert von Tsd. EUR 99.523 ergab. Bei den Rechnungsabgrenzungen, sonstigen Forderungen und Vermö-  genswerten in Höhe von Tsd. EUR 16.899 entsprachen die beizulegenden Zeitwerte den Bruttobeträgen. Aufgrund des  kurzfristigen Charakters der Forderungen ging der Konzern davon aus, dass die zukünftigen Zahlungsströme dem beizule-  genden Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventualverbindlichkeiten angesetzt.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 83.349 spiegelt im Wesentlichen die Stärkung der Marktposition   von MM im Healthcare & Pharma-Markt sowie erwartete Synergien aus der Diversifizierung und Erweiterung des Portfolios  wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Die erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 9.723 wurden im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasst und inner-   halb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 126.545 bzw. Tsd. EUR -7.795. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum  1. Januar 2022 erfolgt, hätte Essentra Packaging zusätzlich rund 373 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 4,5 Mio. EUR  zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen.  
Unternehmensverkäufe  
Im Dezember 2022 hat die Division MM Packaging 100 % der Anteile an den russischen Standorten OOO TANN Nevskiy,   Pskov, MM Polygrafoformlenie Packaging LLC, St. Petersburg, und MM Polygrafoformlenie Rotogravure LLC, St. Peters-  burg, an den lokalen Investor Granelle verkauft. Der Verkaufspreis belief sich auf 134 Mio. EUR. Der Verkauf steht im  Einklang mit der Strategie von MM, sich auf neue Akquisitionen und Wachstumsinvestitionen zu konzentrieren. Im Zuge  des Verkaufes erfolgte ein Forderungsverzicht auf ein konzerninternes Darlehen in Höhe von Tsd. EUR 9.652.  
Die übertragenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Veräußerungszeitpunkt stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 15. Dez. 2022
Sachanlagen (37.193)
Vorräte (43.804)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22.198)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (7.311)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (6.522)
Latente Steuerverbindlichkeiten 119
Finanzverbindlichkeiten 9.350
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.472
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 4.072
Nettovermögen (85.015)
Neben dem Abgang des Nettovermögens sind anteilig ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 9.058 sowie anteilige   Geschäfts(Firmen)werte der MM Packaging Division von Tsd. EUR 23.415 ausgebucht worden. Zudem ergab sich aufgrund  der Umgliederung der kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzerngewinn-  und -verlustrechnung ein Aufwand in Höhe von Tsd. EUR 19.222.  
Aus diesen Unternehmensveräußerungen wurde im Geschäftsjahr 2022 insgesamt ein Aufwand vor Steuern in Höhe von   Tsd. EUR 12.362 erfasst, welcher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen war. Des Weiteren sind  Beratungs- und Transaktionskosten von Tsd. EUR 4.157 im Zuge des Verkaufes angefallen und wurden aufwandswirksam  erfasst.  
Weitere Änderungen  
Darüber hinaus gab es weitere für den Konzern unwesentliche Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
58  
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5.3 Sonstige wesentliche Ereignisse in 2023  
Der Standort Cervia des Verpackungsunternehmes MM Packaging Italy S. r. l., der Faltschachteln für den Pharmamarkt in   Italien und Europa herstellt, wurde von Überschwemmungen im Mai 2023 schwer getroffen und musste daraufhin seinen  Betrieb einstellen. Die Kosten der Überflutung waren bis auf einen Selbstbehalt von der Versicherung gedeckt.  
In Summe sind dem Konzern aus Restrukturierungen, insbesondere der Schließung des Standorts Schilling und der Still-   legung von Cervia, Aufwendungen in Höhe von Tsd. EUR 31.612 entstanden, welche im Wesentlichen aus Aufwendungen  für Sozialpläne in der Division MM Packaging resultieren. Darüber hinaus ergaben sich auch unwesentliche Wertminde-  rungen auf Sachanlagen und Vorräte.  
MM hat in den Jahren 2021 — 23 das bisher umfangreichste Investitionsprogramm umgesetzt, welches eine Vielzahl von   Projekten mit Schwerpunkten auf Wachstum, Kosteneffizienz und technologischer Erneuerung an großen wettbewerbsfä-  higen Standorten beider Divisionen umfasst. Im Bereich Packaging konnten diese Maßnahmen bereits seit 2022 spürbar  beitragen. Demgegenüber hat die Division MM Board & Paper in 2023 an den Standorten Frohnleiten, Neuss und Kolicevo  die bislang größten Investitionen in modernste Technologie, Produktentwicklung und Nachhaltigkeit durchgeführt.  
5.4 Sonstige wesentliche Ereignisse in 2022  
In der Division MM Board & Paper wurden bei MM Kolicevo d. o. o., Slowenien, im Geschäftsjahr 2022 Restrukturierungs-  maßnahmen beschlossen. Eine umfassende Evaluierung der Rahmenbedingungen hatte ergeben, dass eine wirtschaftliche  Weiterführung der Produktion auf der kleineren Kartonmaschine 2 (BM2) nicht möglich ist. Die Stilllegung der Kartonma-  schine erfolgte Anfang November 2022. Mitte November hatte der MM Konzern die Reorganisation abgeschlossen. Im  Zuge der Beendigung der Produktion ergab sich ein Wertminderungsbedarf auf die Sachanlagen des Standortes in Höhe  von Tsd. EUR 12.970. Weiters entstanden auch Aufwendungen für Wertminderungen auf Vorräte und einen Sozialplan  sowie Nachlaufkosten. Insgesamt sind aus der Stilllegung Aufwendungen in Höhe von Tsd. EUR 24.627 entstanden.  
6
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS  
6.1 Sachanlagen inklusive Leasingverhältnissen  
Sachanlagen  
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderun-   gen bewertet. Abnutzbare Sachanlagen werden linear über die folgenden geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben:  
Gebäude 10 – 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20 Jahre
Im Konzern werden wesentliche Erneuerungsinvestitionen in Sachanlagen sowie Investitionen in Mietobjekte aktiviert.   Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der  Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Die laufenden Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden so-  fort aufwandswirksam erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
59  
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Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen die jeweiligen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material-   und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen.  
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeord-  net werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten  werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Zuge umfassender  Investitionsmaßnahmen in der Division MM Board & Paper Fremdkapitalzinsen in Höhe von Tsd. EUR 1.088 aktiviert  (2022: Tsd. EUR 1.271). Bei nicht spezifischer Finanzierung wurde ein konzerneinheitlicher Fremdfinanzierungszinssatz  von 3,2 % (2022: 2,0 %) zugrunde gelegt.  
Entwicklung der Sachanlagen 2023  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2023 889.944 2.219.155 188.824 220.498 3.518.421
Währungsumrechnungen 6.669 7.660 (288) 1.545 15.586
Zugänge 33.014 179.405 17.517 208.098 438.034
Abgänge (7.157) (61.163) (10.195) (366) (78.881)
Anpassungen aus der Hyperinflation 1.908 4.035 136 1 6.080
Umbuchungen 29.010 129.734 7.329 (207.839) (41.766)
Sonstiges1) (7.536) 0 0 0 (7.536)
Stand am 31. Dez. 2023 945.852 2.478.826 203.323 221.937 3.849.938
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2023 311.125 1.276.298 130.613 4.363 1.722.399
Währungsumrechnungen (484) (3.164) (229) 1 (3.876)
Abgänge (4.354) (59.043) (9.780) 0 (73.177)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 39.319 124.324 15.694 0 179.337
Wertminderungen 875 5.611 54 31 6.571
Zuschreibungen (1.064) (2.736) 0 0 (3.800)
Anpassungen aus der Hyperinflation 133 2.441 55 0 2.629
Umbuchungen (1.875) (31.979) (2.321) 0 (36.175)
Stand am 31. Dez. 2023 343.675 1.311.753 134.085 4.395 1.793.908
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2023 602.177 1.167.073 69.238 217.542 2.056.030
Buchwerte am 31. Dez. 2022 578.819 942.857 58.211 216.135 1.796.022
1) beinhaltet den gegenläufigen Effekt aus der erfolgsneutralen Abzinsung einer langfristigen Rekultivierungsrückstellung (siehe Anhangangabe 15)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
60  
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Entwicklung der Sachanlagen 2022  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2022 767.901 1.990.756 160.756 149.439 3.068.852
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 7.742 31.766 2.127 0 41.635
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 775.643 2.022.522 162.883 149.439 3.110.487
Währungsumrechnungen1) (5.399) (12.432) 225 (1.849) (19.455)
Änderungen aus Unternehmenserwerben1) 99.603 110.257 3.521 0 213.381
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (21.180) (53.235) (5.905) 0 (80.320)
Zugänge 22.358 105.688 17.356 189.000 334.402
Abgänge (7.575) (30.210) (6.707) (40) (44.532)
Anpassungen aus der Hyperinflation 6.102 27.465 4.712 2 38.281
Umbuchungen 20.392 49.100 12.739 (116.054) (33.823)
Stand am 31. Dez. 2022 889.944 2.219.155 188.824 220.498 3.518.421
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2022 287.689 1.170.366 119.569 1.197 1.578.821
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 3.039 26.843 1.666 0 31.548
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 290.728 1.197.209 121.235 1.197 1.610.369
Währungsumrechnungen1) 313 (4.642) 335 (2) (3.996)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (11.659) (26.544) (4.922) 0 (43.125)
Abgänge (3.035) (29.242) (6.284) 0 (38.561)
Abschreibungen des Geschäftsjahres1) 29.553 125.422 15.885 0 170.860
Wertminderungen 2.918 10.256 1.709 3.168 18.051
Anpassungen aus der Hyperinflation 2.150 17.413 3.858 0 23.421
Umbuchungen 157 (13.573) (1.203) 0 (14.619)
Stand am 31. Dez. 2022 311.125 1.276.298 130.613 4.363 1.722.399
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2022 578.819 942.857 58.211 216.135 1.796.022
Buchwerte am 31. Dez. 2021 480.212 820.390 41.187 148.242 1.490.031
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
61  
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Leasingverhältnisse  
Der Konzern ist Leasingnehmer von Leasingverhältnissen. Die Tabellen enthalten zusätzliche Informationen für diese Nut-   zungsrechte nach Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte:  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2023 94.850 13.494 1.040 109.384
Währungsumrechnungen 1.537 275 22 1.834
Zugänge 10.223 2.614 247 13.084
Abgänge (2.296) (436) (9) (2.741)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (12.724) (6.048) (618) (19.390)
Wertminderungen (167) (548) 0 (715)
Umbuchungen (1.600) (324) (1) (1.925)
Stand am 31. Dez. 2023 89.823 9.027 681 99.531
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2022 75.126 8.535 1.617 85.278
Währungsumrechnungen (1.838) (504) (32) (2.374)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 22.013 9.099 188 31.300
Zugänge 9.004 2.218 64 11.286
Abgänge 0 (322) (1) (323)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (9.405) (5.532) (796) (15.733)
Umbuchungen (50) 0 0 (50)
Stand am 31. Dez. 2022 94.850 13.494 1.040 109.384
In den Abgängen von Nutzungsrechten sind auch Vertragsanpassungen und Änderungen von Laufzeitannahmen enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
62  
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6.2 Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten   aktiviert und planmäßig linear über die folgenden geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben:  
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5 – 10 Jahre
Kundenstämme und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5 – 21 Jahre
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2023  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2023 90.474 773.816 296.191 1.160.481
Währungsumrechnungen (340) 25.948 6.626 32.234
Zugänge 16.345 0 0 16.345
Abgänge (236) 0 0 (236)
Anpassungen aus der Hyperinflation 94 0 0 94
Umbuchungen 7.010 (91) 0 6.919
Stand am 31. Dez. 2023 113.347 799.673 302.817 1.215.837
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2023 56.065 9.036 63.373 128.474
Währungsumrechnungen (327) 3 1.128 804
Abgänge (236) 0 0 (236)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.291 0 31.876 39.167
Anpassungen aus der Hyperinflation 74 0 0 74
Umbuchungen (101) (91) 0 (192)
Stand am 31. Dez. 2023 62.766 8.948 96.377 168.091
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2023 50.581 790.725 206.440 1.047.746
Buchwerte am 31. Dez. 2022 34.409 764.780 232.818 1.032.007
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
63  
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Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2022  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2022 71.732 677.797 271.857 1.021.386
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 226 0 0 226
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 71.958 677.797 271.857 1.021.612
Währungsumrechnungen1) (521) (8.660) (3.038) (12.219)
Änderungen aus Unternehmenserwerben1) 896 128.094 38.557 167.547
Änderungen aus Unternehmensverkäufen 0 (23.415) (11.185) (34.600)
Zugänge 3.147 0 0 3.147
Abgänge (5.762) 0 0 (5.762)
Anpassungen aus der Hyperinflation 212 0 0 212
Umbuchungen 20.544 0 0 20.544
Stand am 31. Dez. 2022 90.474 773.816 296.191 1.160.481
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2022 53.544 9.038 44.011 106.593
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 180 0 0 180
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 53.724 9.038 44.011 106.773
Währungsumrechnungen1) (419) (2) 9 (412)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen 0 0 (2.127) (2.127)
Abgänge (3.532) 0 0 (3.532)
Abschreibungen des Geschäftsjahres1) 6.130 0 21.480 27.610
Wertminderungen 4 0 0 4
Anpassungen aus der Hyperinflation 167 0 0 167
Umbuchungen (9) 0 0 (9)
Stand am 31. Dez. 2022 56.065 9.036 63.373 128.474
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2022 34.409 764.780 232.818 1.032.007
Buchwerte am 31. Dez. 2021 18.188 668.759 227.846 914.793
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Die in den Posten „Sachanlagen“ und „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ erfassten Ab-  schreibungen und Wertminderungen betragen für das Geschäftsjahr 2023 Tsd. EUR 225.075 (2022: Tsd. EUR 216.525).  Bei den Abschreibungen und Wertminderungen auf den Posten „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts  (Firmen)werten“ handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen von Kundenstämmen sowie Abschreibungen von  Softwarelizenzen. Für das Detail zu den Wertminderungen und Zuschreibungen wird auf Anhangangabe 6.3 verwiesen.  
Es wurden keine im Eigentum des Konzerns stehenden Sachanlagen zur Absicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
64  
Die Division MM Board & Paper hat im Zuge einer Neuausrichtung der ERP-Landschaft mit der Einführung von SAP begon-   nen und wird dieses Projekt auch in den Folgejahren fortsetzen. In diesem Zusammenhang sind in den Zugängen für  immaterielle Vermögenswerte Tsd. EUR 12.571 für Software und Customizing enthalten.  
6.3 Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten  
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Um-  stände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den erziel-  baren Betrag überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden  Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung  des Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten verglichen. Der sich aus dem Vergleich der Buchwerte mit  dem erzielbaren Betrag ergebende Wertminderungsaufwand wird anteilig den Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte  jedes einzelnen Vermögenswertes zugeordnet. Die einzelnen Vermögenswerte werden hierbei nicht unter ihren beizule-  genden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herabgesetzt. Entfällt der Grund für die Wertminderung, wird eine Zuschrei-  bung vorgenommen.  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstel-   lungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet und planmäßig abgeschrieben. Der Konzern beobachtet an-  hand externer und interner Informationsquellen Ereignisse und veränderte Umstände, die auf eine Wertminderung dieser  Vermögenswerte hindeuten könnten (z.B. technisches oder physisches Veralten der Vermögenswerte oder ungeplante Still-  standszeiten sowie veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen).  
Bei Eintritt von solchen Ereignissen oder Umständen wird der Nutzungswert anhand des Barwertes der geschätzten zukünf-   tigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) für die  zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt. Im Bedarfsfall werden zusätzlich externe Gutachten zur Ermittlung des beizu-  legenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten eingeholt. Liegt der unter Anwendung dieser Verfahren ermittelte er-  zielbare Betrag (Nutzungswert bzw. beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) unter dem jeweiligen Buchwert  der Gruppe von Vermögenswerten, so ist die Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Wertminderungen und Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2023  
Der Konzern hat aufgrund der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage für zahlungsmittelgenerierende Einheiten di-   verser Länder einen Wertminderungstest durchgeführt, bei dem die anhaltend hohen Energiepreise sowie durch die schwa-  che Auftragslage bedingte Stillstände Indikatoren für eine potenzielle Wertminderung darstellen. Auf Basis der derzeit  verfügbaren Informationen erwartet der Konzern keine wesentlichen negativen Effekte auf die zukünftigen Detailplanungs-  rechnungen und Zahlungsströme seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und damit bestand grundsätzlich kein  Wertminderungsbedarf bei Sachanlagen.  
In der Division MM Board & Paper ergaben sich Wertminderungen auf einzelne Maschinen und Anlagen in Höhe von   Tsd. EUR 5.001, die im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen resultieren. Demgegenüber standen Zuschreibun-  gen in Höhe von Tsd. EUR 1.771 aus der Aufwertung auf den höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.  
In der Division MM Packaging wurden im Geschäftsjahr 2023 Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von   Tsd. EUR 1.570 sowie Zuschreibungen in Höhe von Tsd. EUR 2.028 erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
65  
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Darüber hinaus sind Wertminderungen im Zusammenhang mit „zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswer-   ten“ in Höhe von Tsd. EUR 100 in der Position Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen in der Konzernge-  winn- und –verlustrechnung enthalten.  
Wertminderungen im Geschäftsjahr 2022  
Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Kolicevo wurde im Vorjahr eine Wertminderung auf Sachanlagen   von Tsd. EUR 12.970 erfasst (siehe Anhangangabe 5.3). Restbuchwerte auf Gebäude wurden voll abgeschrieben, Maschi-  nen auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Darüber hinaus gab es in einem weiteren Kartonwerk  in Deutschland sowie an einigen Packagingstandorten im Vorjahr Wertminderungen einzelner Maschinen und Anlagen  aufgrund technischer Veralterung und Unterauslastung in der Gesamthöhe von Tsd. EUR 5.085.  
Im Vorjahr waren an den Standorten Bielefeld und Hirschwang Wertminderungen im Zusammenhang mit den „zur Veräu-   ßerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten“ in Höhe von Tsd. EUR 2.991 zu verbuchen, da der beizulegende Zeit-  wert abzüglich Veräußerungskosten neu eingeschätzt wurde.  
Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und grundsätzlich einmal jährlich zum 31. Dezember   oder zu jenem Zeitpunkt, zu dem Anzeichen dafür bestehen, dass eine wesentliche Wertminderung eingetreten sein  könnte, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.  
Zuordnung der Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte innerhalb des Konzerns werden auf Ebene der operativen Segmente MM Board & Paper bzw.   MM Packaging überwacht (siehe Anhangangabe 19). Die Prüfung auf Wertminderung erfolgt auf dieser Organisations-  ebene. Die Geschäfts(Firmen)werte werden den operativen Segmenten wie folgt zugeordnet:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Geschäfts(Firmen)werte MM Board & Paper 457.245 433.557
Geschäfts(Firmen)werte MM Packaging 333.480 331.223
Geschäfts(Firmen)werte im Konzern 790.725 764.780
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Eine dabei allfällig festgestellte Wertminderung würde in jener Höhe zu erfassen sein, in welcher der Buchwert des jewei-   ligen operativen Segmentes inklusive der diesem Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte den erzielbaren  Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist dabei als der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und Zeitwert abzü-  glich Veräußerungskosten der jeweiligen Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten definiert. Dem Wertminderungs-  test wird die Berechnung eines Nutzungswertes für jedes operative Segment zugrunde gelegt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
66  
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Ermittlung des Nutzungswertes  
Der Nutzungswert für das jeweilige operative Segment wird anhand des Barwertes der geschätzten zukünftigen Zahlungs-   ströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) unter Anwendung fol-  gender Grundannahmen (Parameter) bestimmt:  
Diskontierungszinssatz Der Diskontierungszinssatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kosten des Eigen- und
Fremdkapitals (Weighted Average Cost of Capital – WACC) des Konzerns vor Steuern und beträgt für das
aktuelle Geschäftsjahr 10,54 % (2022: 11,59 %) für das Segment MM Board & Paper sowie 12,50 % (2022:
13,94 %) für das Segment MM Packaging. Die Eigenkapitalkosten leiten sich dabei aus einer allgemeinen
Risikoprämie ab, wobei das konzernspezifische Risiko mittels Anwendung eines Betafaktors sowie
länderspezifischer Risikofaktoren berücksichtigt wird. Der Betafaktor sowie die Fremdkapitalkosten werden
anhand von Peer-Group-Informationen vom Kapitalmarkt abgeleitet.
Detailplanungszeitraum Der Detailplanungszeitraum beträgt fünf Jahre (2022: fünf Jahre). Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch
für die Cash Flows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter Berücksichtigung weiterer
Annahmen für die ewige Rente modifiziert.
Free Cash Flow Die Free Cash Flows im Detailplanungszeitraum basieren auf den Schätzungen der mittelfristigen
Unternehmensplanung der beiden Segmente, die vom Aufsichtsrat genehmigt wurde. Darin fließen
Annahmen zu Mengen- und Ertragsentwicklungen ein, die aus externen Prognosen, Erfahrungswerten der
Vergangenheit sowie Einschätzungen des Managements zum Marktumfeld, wie Rohstoff- und Absatzpreisen,
und internen Inputfaktoren wie Investitions- und Personalplanung abgeleitet wurden.
Wachstumsrate In den Free Cash Flows nach dem fünfjährigen Detailplanungszeitraum wird eine kontinuierliche
Wachstumsrate von 1,5 % p. a. (2022: 1,5 % p. a.) unter Einbeziehung einer Thesaurierungsquote
berücksichtigt.
EBITDA Margin/Kostenentwicklung Ausgehend von einem aktuell niedrigen Niveau erwartet der Konzern durch erhöhte Auslastung steigende
EBITDA Margen im Detailplanungszeitraum bzw. eine stabile Fixkostenentwicklung. Geplanten Investitionen
werden Abschreibungen in angemessener Höhe gegenübergestellt.
Liegt der unter Anwendung dieses Verfahrens sowie der zugrunde liegenden Grundannahmen ermittelte jeweilige erziel-  bare Betrag (Nutzungswert) unter dem jeweiligen Buchwert des zahlungsmittelgenerierenden operativen Segmentes in-  klusive der diesem jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte, so ist die Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Der Konzern hat seine jährliche Prüfung auf Wertminderung zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 durch-  geführt. Weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2022 war auf dieser Basis eine Wertminderung von  Geschäfts(Firmen)werten gegeben.  
Sensitivität der getroffenen Annahmen  
Hinsichtlich der die Ermittlung des Nutzungswertes beeinflussenden Parameter wurden die oben genannten Annahmen   getroffen. Aus heutiger Sicht ist nach vernünftigem Ermessen keine derartig signifikante Änderung einer oder mehrerer  der zur Bestimmung der Nutzungswerte der beiden operativen Segmente getroffenen Annahmen zu erwarten, die im fol-  genden Geschäftsjahr dazu führen könnte, dass der Buchwert des jeweiligen operativen Segmentes inklusive der diesem  Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte den jeweils erzielbaren Betrag übersteigt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
67  
Jener Diskontierungszinssatz vor Steuern, bei dem zum 31. Dezember 2023 der Nutzungswert dem Buchwert entspräche,   beträgt 12,76 % (31. Dezember 2022: 12,92 %) für das operative Segment MM Board & Paper sowie 14,52 %  (31. Dezember 2022: 15,56 %) für das operative Segment MM Packaging.  
Eine Verminderung der Free Cash Flows um 10,0 %-Punkte bzw. der Wachstumsrate um 0,5 %-Punkte würde zum   31. Dezember 2023 zu keiner Wertminderung in einem der beiden operativen Segmente führen.  
Zu weiteren Sensitivitätsanalysen der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der zugrunde liegenden An-   nahmen der CGUs MM Board & Paper sowie MM Packaging gehörten:  
10 % Preisanstieg bei Fasern oder 20 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Board & Paper  
10 % Preisanstieg bei Karton oder 20 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Packaging  
Bei keiner dieser Sensitivitätsanalysen ergab sich die Notwendigkeit einer Wertminderung.  
Für nähere Details zu den klimabezogenen Risiken wird auf Anhangangabe 4 verwiesen.  
Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Marktkapitalisierung des Konzerns Tsd. EUR 2.532.000 (31. Dezember 2022:  Tsd. EUR 3.024.000) und der Buchwert des Eigenkapitals Tsd. EUR 2.012.394 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 1.959.054).
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Konzernabschluss  
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ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN  
7.1 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten  
Finanzinstrumente umfassen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten und werden für die Bilanzierung  in unterschiedliche Kategorien eingestuft, welche die Bewertungsmethode und damit auch die Arten der daraus entste-  henden Erträge und Aufwendungen festlegen. Im Folgenden werden die Finanzinstrumente den einzelnen Kategorien zu-  geordnet. Danach wird gezeigt, welche in der Bilanz enthaltenen Buchwerte auf die jeweiligen Kategorien entfallen. Ab-  schließend wird dargestellt, welche Erträge und Aufwendungen aus den unterschiedlichen Kategorien entstehen.  
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Wertpapiere, sonstige Finanzanlagen, Ausleihungen, Forderun-   gen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ausgenommen jedoch bestimmte Pos-  ten, die keine Finanzinstrumente darstellen, wie Forderungen bezüglich Steuern und anderer Abgaben), Zahlungsmittel  und Zahlungsmitteläquivalente sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Saldo.  
Finanzielle Vermögenswerte werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Zusammenhang mit Factoringvereinbarungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate
In der Folge werden die Kategorien von finanziellen Vermögenswerten näher erläutert.  
Zu fortgeführten Anschaffungskosten werden finanzielle Vermögenswerte bewertet, wenn beide der folgenden Bedingun-   gen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin be-   steht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten.  
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungs-   strömen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht im Rahmen von Factoringvereinbarungen an Banken verkauft wer-  den, sowie alle sonstigen finanziellen Forderungen werden im Konzern dieser Kategorie zugeordnet. Auch alle Zahlungs-  mittel und Zahlungsmitteläquivalente, wie Festgelder, fallen unter diese Bewertungskategorie.  
Ein Schuldinstrument ist erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (als Posten, die nachträglich in die   Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden) zu bewerten, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in   der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht.  
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungs-   strömen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise im Rahmen von Factoringvereinbarungen an Banken   verkauft (siehe Anhangangabe 7.2). Jener Teil des Forderungsbestandes zum 31. Dezember, der nach diesem Stichtag den  Banken zum Nennwert angeboten wird, wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung mit dem  beizulegenden Zeitwert hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Aus diesem Grund wird unterstellt, dass  der beizulegende Zeitwert dem bisherigen Bewertungsmaßstab der fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.  
Der Konzern hält darüber hinaus keine Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.  
Ein finanzieller Vermögenswert, der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeit-   wert im sonstigen Ergebnis bewertet wird, ist erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dies trifft z. B. auf  gehaltene Schuldinstrumente zu, die nicht die beiden Geschäftsmodellbedingungen erfüllen (z. B. Handelsportfolio) und/  oder bei denen nicht nur Zins- und Tilgungszahlungsströme vorliegen.  
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente (Beteiligungen) sind grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit-   wert zu bewerten, wenn beim erstmaligen Ansatz keine unwiderrufliche Designierung zur erfolgsneutralen Bewertung bei  fehlender Handelsabsicht erfolgt. In wenigen Fällen können auch die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung  des beizulegenden Zeitwertes für (nicht notierte) Eigenkapitalinstrumente sein. Dies kann der Fall sein, wenn nicht genü-  gend aktuellere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes vorliegen oder wenn es eine große Bandbreite  von möglichen Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes gibt und die Anschaffungskosten der besten Schätzung des  beizulegenden Zeitwertes innerhalb dieser Bandbreite entsprechen. Im Konzern gibt es Eigenkapitalanteile an nicht kon-  solidierten Gesellschaften. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Anschaffungskosten  stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar. Der Konzern hat aufgrund der untergeord-  neten Bedeutung der Gesellschaften, insbesondere im Hinblick auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeu-  tung für die Gruppe, auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verzichtet.  
Finanzielle Vermögenswerte, die im Konzern erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Forde-  rungen aus Finanzderivaten mit einem positiven beizulegenden Zeitwert sowie bestimmte Wertpapiere.  
Ansatz und Ausbuchung  
Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d. h. zu dem Tag,   an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte wer-  den ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen  wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.  
Bewertung  
Finanzielle Vermögenswerte, die in die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ fallen, werden beim   erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten erfasst. Forderungen aus Lieferungen  und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente aufweisen, werden bei erstmaligem Ansatz mit dem Be-  trag der unbedingten Gegenleistung erfasst. Im Konzern werden finanzielle Vermögenswerte nicht nach der Effektivzins-  methode bewertet, deshalb weist der Konzern kein Ergebnis nach dieser Methode im Gesamtergebnis aus.  
Finanzielle Vermögenswerte, die der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden   bei erstmaliger Erfassung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirk-  sam erfasst.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder er-   folgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Wertminderung  
Finanzielle Vermögenswerte sind an jedem Abschlussstichtag auf den erforderlichen Wertminderungsbedarf zu überprü-   fen. Das Wertminderungsmodell von IFRS 9 beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste abzubilden. Im Konzern wurde  eine Systematik für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss nach IFRS 9 für Forderungen aus Lieferungen  und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen Ausfällen mittels geeigneter Parameter belastbare Ergebnisse  liefert. Eine genauere Beschreibung dieses Modells ist in dieser Anhangangabe im Abschnitt c) unter Kredit- und Ausfallrisiko  zu finden.  
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen potenziellen Wertminderungsbedarf  als unwesentlich.  
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoringverbind-  lichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten (ausge-  nommen jedoch bestimmte Posten, die keine Finanzinstrumente darstellen, wie Verbindlichkeiten bezüglich Steuern und  anderer Abgaben) sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Saldo.  
Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate, bedingte Kaufpreisverbindlichkeit
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Gaslieferverträge (Cash Flow Hedge)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden bei   ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, Transaktionskosten werden im Aufwand verbucht. Die zu  fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum bei-  zulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Verbindlichkeiten entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter An-   wendung der Effektivzinsmethode oder erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)  bewertet.  
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Konzernabschluss  
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Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Vermögenswerte eingestuft   werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum
zum beizulegenden beizulegenden Zu fortgeführten
Zeitwert Zeitwert Anschaffungskosten2) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2023
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.833 0 995 2.828
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 45.729 338.783 384.512
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl. Derivaten3) 2.281 0 24.660 26.941
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 757.515 757.515
Gesamt 4.114 45.729 1.121.953 1.171.796
Buchwerte per 31. Dez. 20224)
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.798 0 4.454 6.252
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 2.472 692.770 695.242
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl. Derivaten3) 3.895 0 28.437 32.332
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 280.063 280.063
Gesamt 5.693 2.472 1.005.724 1.013.889
1) Für die Bewertung von „sonstigen Finanzanlagen“, die als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ qualifiziert sind, siehe Anhangangabe 7.6.  
2) Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Vermögenswerte, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  
3) siehe Anhangangabe 12  
4) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten eingestuft   werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum
zum beizulegenden beizulegenden Zu fortgeführten
Zeitwert Zeitwert Anschaffungskosten1) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2023
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoring-
verbindlichkeiten 0 0 1.916.100 1.916.100
Leasingverbindlichkeiten 0 0 103.356 103.356
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 515.272 515.272
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 7.791 20.894 34.267 62.952
Gesamt 7.791 20.894 2.568.995 2.597.680
Buchwerte per 31. Dez. 20223)
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 0 1.651.288 1.651.288
Leasingverbindlichkeiten 0 0 110.301 110.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 499.677 499.677
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 9.890 29.666 33.293 72.849
Gesamt 9.890 29.666 2.294.559 2.334.115
1)  
Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  
Der beizulegende Zeitwert der fixverzinslichen Finanzverbindlichkeiten kann der Anhangangabe 14.1 entnommen werden.  
2)  
inkl. Zinsabgrenzungen für Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 17)  
3)  
angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
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Konzernabschluss  
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Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten nach Kategorien   bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam zum Zu fortgeführten
beizulegenden Zeitwert Anschaffungskosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2023
Im Jahresüberschuss enthalten (1.148) 9.914 8.766
Zinsen/erhaltene Dividenden 443 8.733 9.176
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (1.603) 1.181 (422)
Veräußerungsgewinne/-verluste 12 0 12
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust (1.148) 9.914 8.766
Erträge und Aufwendungen 2022
Im Jahresüberschuss enthalten (205) 1.269 1.064
Zinsen/erhaltene Dividenden 408 4.250 4.658
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (613) (2.981) (3.594)
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust (205) 1.269 1.064
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Konzernabschluss  
73  
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Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten nach Kategorien   bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum
zum beizulegenden beizulegenden Zu fortgeführten
Zeitwert Zeitwert Anschaffungskosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2023
Im Jahresüberschuss enthalten (5.367) (67.898) (58.397) (131.662)
Zinsen 0 0 (58.211) (58.211)
Materialaufwand und bezogene Leistungen 0 (67.898) 0 (67.898)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (5.367) 0 (186) (5.553)
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 8.773 0 8.773
Zeitwertänderungen 0 (59.125) 0 (59.125)
Cash Flow Hedge - Recycling 0 67.898 0 67.898
Nettogewinn/-verlust (5.367) (59.125) (58.397) (122.889)
Erträge und Aufwendungen 2022
Im Jahresüberschuss enthalten 3.449 0 (32.227) (28.778)
Zinsen 0 0 (32.149) (32.149)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen 3.449 0 (78) 3.371
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 (29.666) 0 (29.666)
Zeitwertänderungen1) 0 (29.666) 0 (29.666)
Nettogewinn/-verlust 3.449 (29.666) (32.227) (58.444)
1) Im Rahmen einer Sicherungsbilanzierung bestand ein unrealisierter Day-One-Gain von Tsd. EUR 63.427.  
7.2 Factoring  
Der Konzern bilanziert seit 2021 eine Factoringvereinbarung in Finnland. Dabei werden Forderungen aus Lieferungen und   Leistungen an eine Bank gegen flüssige Mittel übertragen und vollständig ausgebucht, da die wesentlichen mit den ver-  kauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Es verbleibt lediglich ein  Ausfallrisiko in unwesentlicher Höhe im Konzern.  
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen einer weiteren Factoringvereinbarung begonnen, Forderungen aus   Lieferungen und Leistungen in unterschiedlichen Währungen an eine Bank gegen flüssige Mittel zu übertragen. Ausge-  wählte Tochterunternehmen in Österreich, Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien und Spanien nehmen daran  teil. Die übertragenen Forderungen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 vollständig ausgebucht, da sowohl Chancen  und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Das Ausfallrisiko wurde an die Erwerber übertragen. Das Forderungs-  management verbleibt im Konzern.  
Darüber hinaus ist der Konzern vereinzelt auch Vertragspartner von Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen von Kun-   den der Division MM Packaging, um die Liquidität im Working Capital Management durch Verkürzung der Zahlungsziele zu  optimieren. Es bestehen keine weiteren Risiken im Falle von Zahlungsschwierigkeiten der Kunden.  
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7.3 Derivate  
Derivative Finanzinstrumente erfasst der Konzern als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte   oder Verbindlichkeiten. Diese Sicherungsbeziehungen als Absicherung von Zahlungsströmen oder Zeitwerten mit einzel-  nen Grundgeschäften reduzieren das Währungsrisiko oder Beschaffungspreisrisiko im Konzern.  
Dabei kommen Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte zur Verminderung der kurzfristigen Auswirkungen von Wech-   selkursschwankungen zur Anwendung.  
Die wichtigsten Fremdwährungen, gegen deren Schwankungen sich der Konzern absichert, sind das britische Pfund, der   US-Dollar sowie der Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Die Änderungen der  Marktwerte dieser Derivate werden unter dem Posten „Wechselkursgewinne und -verluste – netto“ ausgewiesen (siehe  Anhangangabe 27). Die Abwicklung der Geschäfte und der Handel erfolgen in der Regel durch das Corporate Treasury.  
Zum 31. Dezember 2023 bestanden im Konzern Forderungen aus Devisentermin- und Devisenswapgeschäften mit einem   Nominalbetrag von Tsd. EUR 521.846 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 506.421) und Verbindlichkeiten mit einem Nominal-  betrag von Tsd. EUR 528.059 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 505.854) mit einem negativen Marktwert von insgesamt  Tsd. EUR 5.510 (31. Dezember 2022: positiver Marktwert von Tsd. EUR 1.471).  
Bezüglich der angeführten derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit Devisentermingeschäften wurden in der  Konzernbilanz unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ ein kurzfristiger  Vermögenswert in Höhe von Tsd. EUR 2.281 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 3.895) bzw. unter dem Posten „Rechnungs-  abgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten“ eine kurzfristige Verbindlichkeit in Höhe von Tsd. EUR 7.791  (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 2.424) erfasst. Für diese derivativen Finanzinstrumente kommt kein Hedge Accounting zur   Anwendung.  
Im Vorjahr kam es zum erstmaligen Ansatz der Bilanzierungsregelungen nach IFRS 9 für Sicherungsbeziehungen („Hedge  Accounting“). MM Kotkamills in Finnland konnte aufgrund von Stillständen die vertraglich abgesicherten Mindestabnah-  mevolumina von Gas zu fixierten Preisen nicht verbrauchen, was einen Rückverkauf des Überschusses und somit den  Wegfall der Own-Use-Exemption ab dem 1. Juli 2022 zur Folge hatte. Daher wurde in diesem Zusammenhang zum 1. Juli2022 eine Sicherungsbeziehung designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf Basis der erwarteten Abnahmemengen für  zugrunde liegende Gasverträge im Jahr 2023 und der zum Designationszeitpunkt vorliegenden TTF-Futurepreise bewertet  wurde. Daraus ergab sich ein nicht realisierter Day-One-Gain, welcher zum 31. Dezember 2022 Tsd. EUR 63.427 betrug  und zum 31. Dezember 2023 nicht mehr besteht. In 2023 wurden neue Gaslieferverträge für die Geschäftsjahre 2024  und 2025 abgeschlossen und als Sicherungsbeziehungen designiert.  
Zum 31. Dezember 2023 betragen die erfassten beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge Tsd. EUR -20.894 auf Basis der   zum Stichtag geltenden TTF-Futurepreise (31. Dezember 2022: Tsd. EUR -29.666). Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Si-  cherungsbeziehung in Finnland mit den geplanten und fixierten Abnahmemengen realisiert. Ein Betrag von  Tsd. EUR 67.898 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 0) wurde erfolgswirksam umgegliedert (recycelt). Die Bewertungseffekte  betrugen Tsd. EUR -59.125 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR -29.666), woraus sich ein Gesamteffekt im sonstigen Ergebnis  in Höhe von Tsd. EUR 8.773 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR -29.666) ergibt. Zum Bilanzstichtag belief sich die daraus  resultierende finanzielle Verbindlichkeit auf Tsd. EUR 20.894 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 29.666). In diesem Zusam-  menhang kam es zu keinen signifikanten Ineffektivitäten.  
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Konzernabschluss  
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7.4 Finanzrisikomanagement  
Der Konzern ist verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie der Finanzierungs-  struktur ergeben. Dazu zählen insbesondere das Kredit-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiko. Diese Risiken  werden durch ein zentrales Risikomanagement begrenzt, das im gesamten Konzern Anwendung findet. Neben der Identi-  fizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstru-  menten zum Management dieser Risiken grundsätzlich durch die Konzernzentrale.  
Kredit- und Ausfallrisiko  
Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner ent-   steht und zu Verlusten führen kann. Das im Grundgeschäft immanente Ausfallrisiko mit Geschäftspartnern wird im Konzern  durch Kreditversicherungen bzw. bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive größtenteils abgesichert. Die  anzuwendenden Kriterien zur Bonitätsbeurteilung sind in den Verträgen mit Kreditversicherern sowie in internen Richtli-  nien festgelegt.  
Die Kredit- und Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht, für eingetretene und erkennbare Risiken wird durch den   Ansatz von entsprechenden Wertminderungen bzw. Rückstellungen vorgesorgt. Bei der Beurteilung des Gesamtrisikos  werden bestehende Versicherungsdeckungen sowie eventuelle Garantien bzw. Akkreditive berücksichtigt. Zu den Finanz-  instrumenten, die im Konzern in bestimmten Fällen eine Konzentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen vor  allem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen  aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich auf eine breite und diversifizierte Kundenstruktur mit unterschiedlicher  Bonität. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine laufende Bonitätsprüfung der  Kunden. Darüber hinaus schließt der Konzern Ausfallversicherungen ab, um Schäden aus einer möglichen Uneinbringlich-  keit bestimmter Forderungen und bereits produzierter Ware abzudecken.  
Zudem werden Wertminderungen auf Basis des zu erwartenden Verlustes für das gesamte Forderungsvolumen gebildet.   Sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Ausfall versichert und wird eine Wertberichtigung notwendig,  so ist nur jener Betrag anzusetzen, der nicht von der Versicherung gedeckt wird. Im Konzern werden entweder Einzelwert-  berichtigungen oder pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet bzw. wird auf Konzernebene das Wertminderungsmo-  dell gemäß IFRS 9 angewendet. Das Wertminderungsmodell beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste abzubilden. Im  Konzern wurde eine Systematik für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss nach IFRS 9 für Forderungen  aus Lieferungen und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen Ausfällen mittels geeigneter Parameter be-  lastbare Ergebnisse liefert. Zur Ermittlung gibt es das vereinfachte Modell in Form einer Wertberichtigungsmatrix, welches  die wahrscheinlichkeitsgewichteten gesamten Kreditausfälle berücksichtigt („Lifetime-Expected-Loss-Modell“). Die ge-  schätzten erwarteten Kreditausfälle werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten  vier Jahre separat für die Regionen Europa, Amerika und übrige Welt berechnet. Um zukunftsorientierte Informationen in  der Ermittlung zu berücksichtigen, werden CDS-Spreads für die Berechnung verwendet, da diese das zukünftige Ausfallrisiko  widerspiegeln. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen potenziellen Wert-  minderungsbedarf als unwesentlich.  
Aufgrund der breiten und diversifizierten Kundenstruktur sowie der bestehenden Kreditversicherungen liegt keine Konzentra-   tion von Ausfallrisiken vor. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich mit Kunden, die einer Kre-  ditversicherung unterliegen, und Kunden, die eine sehr gute Bonität aufweisen, entsprechend war der Forderungsausfall in  der Vergangenheit unwesentlich.  
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Der Konzern tätigt außerdem Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Alle diesbezüglichen Vertragspartner sind nam-   hafte internationale Finanzinstitute, mit denen der Konzern in laufenden Geschäftsbeziehungen steht. Dementsprechend  und aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dieser Absicherungsgeschäfte betrachtet der Konzern das Risiko der Nichterfül-  lung durch einen Vertragspartner und damit das Risiko diesbezüglicher Verluste als gering.  
Geldmarktveranlagungen werden mit Geschäftsbanken, die über ein Rating im Investment-Grade-Bereich verfügen,   abgeschlossen.  
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.  
Liquiditätsrisiko  
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Zahlungsmittel zur fristgerechten Begleichung von   Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung aus-  gerichtet und wird zentral gesteuert und laufend überwacht. Basierend auf einer fristgerechten Liquiditätsplanung ist die  ausreichende Liquidität aller Gesellschaften des Konzerns durch die Verfügbarkeit entsprechender Zahlungsmittel und  Zahlungsmitteläquivalente sowie nicht ausgenutzter und sofort verfügbarer Kreditlinien gewährleistet. Die Gesellschaften  des MM Konzerns werden überwiegend konzernintern finanziert. Dazu stehen insbesondere Intercompany-Kreditverträge  und ein mit Finanzierungslimits versehenes Cash-Pooling-System zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko wird somit als gering  eingestuft.  
Die folgende Tabelle zeigt die undiskontierten zukünftigen Abflüsse aus verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inkl. Facto-   ringverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsverpflichtun-  gen und Zahlungsansprüchen aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten  und Leasingverbindlichkeiten nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag bzw.  bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Abflüsse im Umfang der fixierten Gasmengen aus dem Wegfall der  Own-Use-Exemption und der daraus resultierenden Verbindlichkeiten sind nicht enthalten, weil diese nicht im Rahmen des  Liquiditätsmanagements berücksichtigt werden.  
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Konzernabschluss  
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Bis zu 3 Monate bis
(in Tausend EUR) 3 Monate zu 1 Jahr 1 2 Jahre 2 5 Jahre Über 5 Jahre
Stand am 31. Dez. 2023
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inkl. Factoring-
verbindlichkeiten 90.940 144.074 83.306 812.788 784.992
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 23.989 24.934 42.651 84.904 145.986
Leasingverbindlichkeiten 4.838 10.662 11.666 23.303 52.887
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 936 2.584 2.975 6.789 21.553
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 503.566 11.706 0 0 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten 528.059 0 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen Finanzinstrumenten (521.846) 0 0 0 0
Stand am 31. Dez. 2022
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 70.288 149.125 330.125 1.101.750
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 16.864 11.387 25.080 58.904 124.006
Leasingverbindlichkeiten 5.087 12.175 13.247 24.676 55.116
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 942 2.660 3.104 7.066 12.202
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 486.495 12.812 0 370 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten 499.068 6.786 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen Finanzinstrumenten (499.421) (7.000) 0 0 0
Währungsrisiko  
Als Währungsrisiko bezeichnet man jenes Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten durch Wech-   selkursschwankungen ergeben kann. Dieses Risiko besteht dort, wo Geschäftsfälle in einer anderen Währung als der  funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaft abgewickelt werden. Dies ist insbesondere für Geschäftsbeziehungen mit  Kunden und Lieferanten in britischen Pfund, US-Dollar und Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung  nicht der Euro ist, der Fall. Die diesbezüglichen Kursrisiken werden, soweit möglich, durch Währungskongruenz in der  Geschäftsabwicklung bzw. durch Preisanpassungsmechanismen innerhalb längerfristiger Vereinbarungen sowie durch  Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte reduziert.  
Hätte sich der Kurs der unten angeführten Währungen, bezogen auf kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögens-   werte und finanzielle Verbindlichkeiten, zum Stichtag 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022) um den unten angeführ-  ten Prozentsatz („Volatilität“) verändert, wären der Jahresüberschuss und damit das Eigenkapital, sofern alle anderen Va-  riablen konstant geblieben wären, um die folgenden Beträge höher bzw. niedriger ausgefallen.  
Auswirkung auf Jahresüberschuss
und Eigenkapital in Tausend EUR
Währung Volatilität 2023 2022
EUR1) +/- 5 % -/+ 727 +/- 327
GBP +/- 5 % - /+ 118 - /+ 52
USD +/- 5 % - /+ 696 - /+ 257
1) aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der EUR ist  
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Konzernabschluss  
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Zinsänderungsrisiko  
Unter Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass durch Änderungen des Marktzinssatzes Wertschwankungen von   Bilanzposten oder Schwankungen von Zahlungsströmen entstehen. Für festverzinsliche Bilanzposten besteht im Wesent-  lichen das Risiko von Wertschwankungen (Kursrisiko). Für den Fall, dass der Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch  der (Bar-)Wert von Finanzinstrumenten mit fest vereinbarten Zinszahlungen. Durch diese Wertschwankungen kann ein  Gewinn oder Verlust entstehen, der insbesondere dann realisiert wird, wenn das Finanzinstrument vor Fälligkeit veräußert  wird. Für variabel verzinste Bilanzposten besteht im Wesentlichen das Risiko schwankender Zahlungsströme. Für den Fall,  dass der Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch die Höhe der zu leistenden oder zu empfangenden Zinsen von Finanz-  instrumenten mit variabel vereinbarten Zinszahlungen. Solche Veränderungen würden die laufenden Zinszahlungen und  somit auch den Zinsertrag und Zinsaufwand ändern. Zum 31. Dezember 2023 finanziert sich der Konzern sowohl variabel  als auch fix und hält nahezu ausschließlich variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte.  
Wären die Zinssätze am 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022) um hundert Basispunkte (d. i. 1 %) höher bzw. niedriger   gewesen, wären der Jahresüberschuss und das Eigenkapital, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für  das Gesamtjahr um die folgenden Beträge höher oder niedriger ausgefallen:  
Veränderung Auswirkung auf Jahresüberschuss
des Zinssatzes und Eigenkapital in Tausend EUR
2023 2022
Aus variabel verzinslichen Vermögenswerten +/- 1 % +/- 4.785 +/- 519
Aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten +/- 1 % -/+ 7.181 -/+ 5.313
7.5 Kapitalmanagement  
Das eingesetzte Kapital umfasst das Eigenkapital des Konzerns sowie die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten abzüglich   der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.  
Das Kapitalmanagement zielt daher insbesondere auf die Sicherstellung einer für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung   des Konzerns angemessenen Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung einer kontinuierlichen Dividendenpolitik sowie die  dafür erforderliche Absicherung der Liquiditätsreserven ab.  
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Eigenkapital 2.012.394 1.959.054
Bilanzsumme 5.076.888 4.808.770
Eigenkapitalquote 39,6 % 40,7 %
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Die Zielsetzung des Kapitalmanagements für die Eigenkapitalquote liegt in einer Bandbreite von 35 % bis 50 %. Die Ge-   sellschaft erfüllt die gesetzlichen und satzungsmäßigen Mindestkapital-Anforderungen. Die Mayr-Melnhof Karton AG un-  terliegt den Mindestkapital-Anforderungen des österreichischen Aktiengesetzes. Satzungsmäßige Kapitalerfordernisse  bestehen nicht.  
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Konzernabschluss  
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Die Nettoverschuldung ermittelt sich zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 757.515 280.063
Finanzverbindlichkeiten (2.019.456) (1.761.589)
Nettoverschuldung (1.261.941) (1.481.526)
Für die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten wurden teilweise mit den Kreditgebern Financial Covenants vereinbart. Die   Financial Covenants orientieren sich hauptsächlich an der Eigenkapitalquote und an der Quote aus Nettoverschuldung zu  EBITDA. Die Mayr-Melnhof Karton AG hat sämtliche dieser Klauseln im Geschäftsjahr eingehalten.  
7.6 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert  
Eine Aufstellung der finanziellen Vermögenswerte sowie finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert   angesetzt sind, lautet wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Finanzielle Vermögenswerte:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 3)1) 45.729 2.472
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 2.281 3.895
Wertpapiere (Stufe 1) 295 283
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Gaslieferverträge (Stufe 3)2) 20.894 29.666
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 7.791 2.424
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit (Stufe 3) 0 7.466
1) aus Factoringvereinbarungen, siehe Anhangangabe 7.2  
2) Im Rahmen einer Sicherungsbilanzierung bestand im Vorjahr ein unrealisierter Day-One-Gain von Tsd. EUR 63.427.  
Bewertungsmethoden  
In Abhängigkeit davon, ob ausreichend Informationen über Marktpreise vorhanden sind oder nicht, verwendet der Kon-   zern folgende Hierarchie zur Bestimmung der Bewertungsmethode und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von  Finanzinstrumenten:  
Verfügbarkeit der Information, nach Stufen geordnet Angewandte Bewertungsmethode
Stufe 1 – Notierte Marktpreise sind verfügbar Bewertung auf Basis notierter Marktpreise für identische
Finanzinstrumente
Stufe 2 – Notierte Marktpreise für identische Instrumente sind nicht Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren unter Verwendung von
verfügbar, aber alle benötigten Bewertungsparameter können direkt oder indirekt beobachtbaren Marktdaten
von aktiven Märkten abgeleitet werden
Stufe 3 – Es sind keine (abgeleiteten) Marktpreise verfügbar Bewertung auf Basis von Bewertungsmodellen mittels nicht am Markt
beobachtbarer Inputfaktoren
Die beizulegenden Zeitwerte für Wertpapiere (Stufe 1-Bewertung) werden auf Grundlage notierter Preise auf aktiven Märk-   ten ermittelt.  
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Konzernabschluss  
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Die beizulegenden Zeitwerte für derivative Finanzinstrumente (Stufe 2-Bewertung) werden im Wesentlichen anhand der Kas-   sakurse am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von laufzeitadäquaten Terminauf- bzw. -abschlägen ermittelt.  
Darüber hinaus gibt es Finanzinstrumente, bei denen die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten auf Basis von Parame-   tern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 3-Bewertung), erfolgt. Die im Rahmen des  Unternehmenserwerbes von Eson Pac angesetzte bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde im Mai 2023 vereinbarungsge-  mäß bezahlt.  
Die Bewertung der Absicherung von Rohstoffpreisrisiken („Cash Flow Hedge“) basiert auf den erwarteten Abnahmemen-   gen und Transitkosten (Stufe 3-Parameter) für zugrunde liegende Gaslieferverträge in den Jahren 2023 bis 2025 und den  zum Bewertungszeitpunkt vorliegenden TTF-Futurepreisen.  
In den als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ klassifizierten sonstigen Finanzanlagen sind am 31. Dezember 2023  Eigenkapitalanteile an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von Tsd. EUR 1.538 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 1.515)  enthalten. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Anschaffungskosten stellen jedoch eine  angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar. Der Konzern hat aufgrund der untergeordneten Bedeutung  der Gesellschaften, insbesondere im Hinblick auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeutung für die Gruppe,  auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verzichtet.  
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NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN,WERTPAPIERE UND  
SONSTIGE FINANZANLAGEN  
Anteile an assoziierten Unternehmen  
Anteile an assoziierten Unternehmen, in denen der Konzern einen maßgeblichen, aber nicht beherrschenden Einfluss auf   die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren An-  schaffungskosten angesetzt. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % der Fall. Der Kon-  zern hält zudem Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Grundsätzlich  sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ihre Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung  des beizulegenden Zeitwertes dar bzw. ist der Betrag für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungs-   kosten angesetzt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung  ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Ver-  pflichtungen für deren Schulden zu haben.  
Wertpapiere  
Der Konzern bewertet seine Wertpapiere überwiegend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Agios bzw. Disagios   auf Schuldtitel werden über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt und erfolgswirksam im Posten „Finanzerträge“ bzw.  „Finanzaufwendungen“ erfasst.  
Wertpapiere sind als langfristig einzustufen, wenn ein Verkauf innerhalb der nächsten zwölf Monate ab dem Bilanzstichtag   nicht beabsichtigt ist bzw. nicht erfolgen wird. Andernfalls sind die Wertpapiere als kurzfristig zu klassifizieren. Aktuell hält  der Konzern keine kurzfristigen Wertpapiere.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Sonstige Finanzanlagen  
Sonstige Finanzanlagen umfassen sonstige Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige Finanzinvestitionen. Sonstige Betei-   ligungen sind der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet, ihre Anschaffungskosten stellen  jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar bzw. ist der Betrag für den Konzern von unterge-  ordneter Bedeutung.  
Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, der langfristigen Wertpapiere und   der sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Anteile an assoziierten Unternehmen 4.217 3.304
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 3.731 3.597
Sonstige Beteiligungen 1.538 1.515
Nicht an die Begünstigten verpfändete Rückdeckungsversicherungen 726 4.156
Langfristige Wertpapiere 490 480
Sonstige Ausleihungen 74 101
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen 10.776 13.153
Zum 31. Dezember 2023 waren in den langfristigen Wertpapieren des Konzerns Investmentfonds sowie festverzinsliche   Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von Tsd. EUR 490 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 480) enthalten.  
Der Konzern hält 45 % der Anteile an der Société Tunisienne des Emballages Modernes (STEM), Tunis, Tunesien (siehe   Anhangangabe 33). Die Anteile an diesem Unternehmen stellen ein für sich genommen unwesentliches assoziiertes Un-  ternehmen dar, das nach der Equity-Methode bilanziert wird.  
Der Konzern hält 40 % der Anteile an Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd., Quzhou City, China (siehe Anhangangabe 33).   Die Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten müssen einstimmig erfolgen. Die Anteile an diesem Unternehmen stel-  len demnach ein Gemeinschaftsunternehmen dar, das für sich genommen unwesentlich ist und nach der Equity-Methode  bilanziert wird.  
Folgende Tabelle fasst die Finanzinformationen zusammen:  
Anteile an Anteile an
assoziierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
(in Tausend EUR) 2023 2022 2023 2022
Anteil am Jahresergebnis1) 1.007 842 343 534
Anteil am sonstigen Ergebnis2) (93) (35) (209) (110)
Anteil am Gesamtergebnis 914 807 134 424
Summe der Buchwerte der Konzernanteile 4.160 3.247 3.731 3.597
1) ausgewiesen im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“  
2) Anteil an Währungsumrechnungsdifferenzen in der Konzerngesamtergebnisrechnung  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG  
Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im   Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern  ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.  
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen und wird unter Anwendung der   Steuervorschriften jener Länder, in denen die Tochterunternehmen des Konzerns jeweils tätig sind und wo sie daher ihr  zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen   in der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung jener Steuersätze bewertet,  die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der  Realisierung des latenten Steueranspruches bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. La-  tente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteu-  ernder Gewinn für deren Nutzung verfügbar sein wird. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Ab-  schlussstichtag neu beurteilt. Wurden in der laufenden Periode oder der Vorperiode Verluste erlitten, werden nur bei  substanziellen Hinweisen auf ein zukünftig zu versteuerndes Ergebnis, wie z. B. durch ausreichend positive Planungsrech-  nungen oder grundlegende strukturelle Änderungen bei Tochterunternehmen, latente Steueransprüche angesetzt.  
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunter-   nehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der  Zeitpunkt der Umkehrung dieser temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist,  dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Das ist im  Konzern z. B. bei Dividenden, welche einer Quellenbesteuerung unterliegen bzw. nicht unter das internationale Schachtel-  privileg fallen, der Fall.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Aufrechnung   besteht und wenn die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der glei-  chen Steuerbehörde für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die den Ausgleich auf  Nettobasis herbeiführen können, erhoben werden. Dies ist insbesondere für Tochtergesellschaften der Fall, die der öster-  reichischen Steuergruppe angehören, bzw. für Unternehmen der MM Gruppe, welche einer steuerlichen Organschaft  angehören.  
Der Effekt von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuerposten spiegelt sich im Ertragsteueraufwand bzw.   in der Konzerngesamtergebnisrechnung der Periode der Gesetzesänderung wider.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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9.1 Bilanziell erfasste latente Steuern  
Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten aufgrund von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvor-   trägen setzen sich an den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Immaterielle Vermögenswerte 1.181 2.318
Sachanlagen 15.029 18.733
Vorräte 14.794 15.832
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen 16.891 16.298
Ausleihungen, Beteiligungen und Wertpapiere 9.010 9.907
Verlustvorträge 40.630 18.051
Zinsvorträge 10.670 8.550
Finanzverbindlichkeiten 19.096 20.210
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten 21.515 17.597
Sonstige 6.995 8.862
Latente Steueransprüche – brutto 155.811 136.358
Nicht angesetzte latente Steueransprüche (32.038) (19.580)
Latente Steueransprüche – netto 123.773 116.778
Saldierung (79.287) (75.985)
Latente Steueransprüche laut Bilanz 44.486 40.793
Immaterielle Vermögenswerte (41.060) (60.892)
Sachanlagen (95.830) (87.531)
Vorräte (1.443) (1.002)
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen (9.522) (7.329)
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten (7.761) (3.247)
Sonstige (5.849) (3.764)
Latente Steuerverbindlichkeiten – netto (161.465) (163.765)
Saldierung 79.287 75.985
Latente Steuerverbindlichkeiten laut Bilanz (82.178) (87.780)
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Die Zinsvorträge resultieren aus bislang nicht genutzten Zinsaufwendungen aufgrund der Zinsschrankenregelung in Finn-   land. Die nicht angesetzten latenten Steueransprüche in Höhe von Tsd. EUR 32.038 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 19.580)  beinhalten Tsd. EUR 24.080 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 10.268) aus nicht angesetzten Verlustvorträgen.  
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Konzernabschluss  
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Die folgende Tabelle zeigt die voraussichtliche Realisation der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Latente Steueransprüche, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 47.247 48.052
Latente Steueransprüche, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 76.526 68.726
Latente Steueransprüche 123.773 116.778
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden (17.798) (10.484)
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden (143.667) (153.281)
Latente Steuerverbindlichkeiten (161.465) (163.765)
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Latente Steuerverbindlichkeiten, die aus Unterschieden zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigen-   kapital (Outside-Basis-Differences) resultieren, wurden für bestimmte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen  und assoziierte Unternehmen nicht angesetzt, da es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer  Zeit nicht auflösen wird. Der Betrag der diesbezüglichen thesaurierten Gewinnanteile beläuft sich am 31. Dezember 2023  auf Tsd. EUR 1.451.960 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 1.469.097). Für jene thesaurierten Gewinnanteile, die zur Aus-  schüttung vorgesehen sind, wurde die Bewertung der latenten Steuerverbindlichkeiten entsprechend der bei Durchführung  der Ausschüttung anfallenden Kapitalertrag- bzw. Quellensteuer angepasst.  
Der Konzern ist diversen Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft sowie von nationalen und   internationalen Bestimmungen ableiten lassen. Nach detaillierten Analysen potenzieller Risiken ist der Konzern der An-  sicht, aufgrund der fehlenden Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Würdigung durch steuerliche Behörden im In- und Ausland  diese Unsicherheiten zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ausreichend berücksichtigt zu haben.  
9.2 Steuerliche Verlustvorträge  
Eine Übersicht über die zum jeweiligen Bilanzstichtag im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvorträge stellt sich wie   folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Beschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 59.169 6.213
Unbeschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 112.113 71.248
Verlustvorträge 171.282 77.461
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Angesetzte Verlustvorträge 68.083 31.614
Nicht angesetzte Verlustvorträge 103.199 45.847
Verlustvorträge 171.282 77.461
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Die beschränkt vortragsfähigen Verlustvorträge verfallen, sofern zwischenzeitlich keine Nutzung erfolgen sollte, ab 2024   bis 2035. Der Konzern hat Verluste aus der polnischen Gesellschaft in Kwidzyn im Rahmen der österreichischen Steuer-  gruppe verwertet. Für diese verwerteten ausländischen Verluste wurde keine Rückstellung gebildet, da die Nachversteue-  rung erst beim Ausscheiden aus der österreichischen Steuergruppe bzw. der Liquidation der polnischen Gesellschaft er-  folgen würde. Dieser Tatbestand liegt in der Verfügungsmacht des Konzerns und ist aus heutiger Sicht nicht absehbar.  
Die Überprüfung der Ansatzfähigkeit der Verlustvorträge führte zu dem Ergebnis, dass für Tsd. EUR 68.083   (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 31.614) aktive latente Steuern in Höhe von Tsd. EUR 16.528 (31. Dezember 2022:  Tsd. EUR 7.780) angesetzt wurden. Für die verbleibenden Tsd. EUR 103.199 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 45.847) wur-  den die darauf entfallenden aktiven latenten Steuern in Höhe von Tsd. EUR 24.080 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 10.268)  in der Bilanz nicht angesetzt. Diese beziehen sich auf folgende Länder:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Großbritannien 33.068 13.058
USA 20.427 1.255
Türkei 17.437 0
Frankreich 13.292 13.301
Irland 11.181 9.159
Spanien 4.666 3.356
Finnland 2.464 1.897
Deutschland 462 480
Österreich 123 135
Niederlande 79 231
Italien 0 2.655
Puerto Rico 0 320
Summe 103.199 45.847
Die Verfallsdaten dieser nicht angesetzten Verlustvorträge stellen sich dabei wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
1 Jahr 520 0
2 Jahre 1.092 0
3 Jahre 1.641 0
4 Jahre 1.286 1.188
5 Jahre 14.795 708
Nach 5 Jahren 17.535 0
Unbeschränkt vortragsfähig 66.330 43.951
Summe 103.199 45.847
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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9.3 Erfolgswirksam erfasste „Steuern vom Einkommen und Ertrag“  
Der Posten „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ setzt sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2023 20221)
Laufende Steuern:
Aktuelle Periode 60.203 123.787
Aufgrund der Nutzung von bisher nicht angesetzten Verlustvorträgen (1.943) (4.432)
Vorperioden 712 26
Latente Steuern:
Aufgrund temporärer Differenzen 1.530 1.577
Aufgrund Steuergutschriften und Zinsvorträgen (3.255) 1.147
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge der aktuellen Periode (12.848) (968)
Aufgrund des Verbrauches angesetzter Verlustvorträge 1.256 1.456
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren sowie Änderung der Werthaltigkeit 2.406 (806)
Aufgrund von Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern (275) 2.231
Aufgrund von Steuersatzänderungen (158) (2.296)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 47.628 121.722
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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9.4 Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das „Sonstige Ergebnis“  
Die folgende Tabelle zeigt die steuerlichen Auswirkungen auf die einzelnen Positionen des „Sonstigen Ergebnisses“:  
Vor Steuern Steuereffekt Nach Steuern
(in Tausend EUR) 2023
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen (4.080) 1.221 (2.859)
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden (4.080) 1.221 (2.859)
Cash Flow Hedge 8.773 (1.755) 7.018
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden 8.773 (1.755) 7.018
2022
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen 32.883 (7.730) 25.153
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden 32.883 (7.730) 25.153
Währungsumrechnungen aus Nettoinvestitionen 9.205 (1.072) 8.133
Cash Flow Hedge (29.666) 5.933 (23.733)
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden (20.461) 4.861 (15.600)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
88  
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9.5 Konzernsteuersatz  
Eine Überleitung vom anzuwendenden Steuersatz, der sich aus der geografischen Ergebnisgewichtung zu den in den einzel-   nen Steuerjurisdiktionen jeweils geltenden Nominalsteuersätzen ergibt, auf den effektiven Steuersatz, mit dem das Ergebnis  vor Steuern tatsächlich belastet wurde, ermittelt sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 2023 20221)
Ergebnis vor Steuern 136.691 467.033
Theoretischer Steueraufwand 24 % (2022: 25 %) 32.806 116.758
Anpassungen von ausländischen Steuersätzen 1.904 (5.211)
Nicht abzugsfähige Aufwendungen bzw. steuerfreie Erträge 1.035 9.948
Nicht angesetzte Verlustvorträge des Geschäftsjahres 17.537 2.957
Ansatzänderung von Verlustvorträgen aus Vorjahren 660 (1.146)
Nutzung von nicht angesetzten Verlustvorträgen (1.943) (4.432)
Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern (275) 2.793
Kapitalertrag- und Quellensteuer 4.076 1.223
Steuersatzänderungen (158) (2.296)
Aperiodischer Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag (laufend und latent) (2.083) 178
Sonstige Effekte2) (5.931) 950
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 47.628 121.722
Effektiver Steuersatz 34,84 % 26,06 %
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)   2) In den sonstigen Effekten sind Steuergutschriften in Höhe von Tsd. EUR -4.965 (2022: Tsd. EUR -4.679) aus verschiedenen Jurisdiktionen enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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10 VORRÄTE  
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert   bewertet. Der Nettoveräußerungswert wird dabei aus den erwarteten Verkaufspreisen unter Berücksichtigung der noch  anfallenden Kosten zur Fertigstellung sowie der geschätzten Vertriebskosten abgeleitet. In der Division MM Board & Paper  wird zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren im Wesentlichen das gewo-  gene Durchschnittspreisverfahren unter Berücksichtigung der Absatzmarktsituation angewandt. In der Packagingdivision  erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren grundsätzlich nach der  tatsächlichen Verbrauchsreihenfolge (Identitätspreisverfahren). Der Wert der in der Bilanz ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und  Betriebsstoffe basiert auf den Daten der manuellen Inventur bzw. des Bestandsführungssystems. Eine Abwertung von  Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt abhängig vom jeweiligen Einzelfall.  
Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten neben den direkten Kosten für Fertigungsmaterial   und Fertigungslöhne auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. Wertmin-  derungen für schwer verkäufliches bzw. veraltetes Vorratsvermögen werden auf Basis der Lagerdauer und unter Einbezie-  hung der Absatzsituation vorgenommen.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 356.569 437.325
Unfertige Erzeugnisse 48.580 42.313
Fertige Erzeugnisse und Waren 259.271 338.204
Gesamt 664.420 817.842
Wertminderungen (81.783) (87.756)
Vorräte – netto 582.637 730.086
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Wertminderungen in Höhe von Tsd. EUR 13.759 (2022: Tsd. EUR 31.204) bzw. Wertauf-   holungen in Höhe von Tsd. EUR 13.012 (2022: Tsd. EUR 2.640) erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der zum Netto-  veräußerungswert angesetzten Vorräte betrug Tsd. EUR 10.892 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 30.447).  
Die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leis-   tungen setzen sich wie folgt zusammen:  
angepasst aufgrund Methodenwechsel iZm dem Ausweis von öffentlichen Zuwendungen (siehe Anhangangabe 3) und Umstellung vom Umsatzkostenverfahren auf Gesamtkostenverfahren  
In der Position „Materialaufwand“ sind Energiekostenvergütungen in Höhe von Tsd. EUR 57.444 (2022: Tsd. EUR 10.254)   enthalten.  
(in Tausend EUR) 2023 20221)
Materialaufwand 2.179.505 2.698.652
Aufwendungen für bezogene Leistungen 50.236 49.323
Gesamt 2.229.741 2.747.975
1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
90  
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11 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 388.306 702.157
Wertberichtigungen (3.794) (6.915)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – netto 384.512 695.242
Zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 336.307   (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 67.733) im Zuge von Factoringvereinbarungen (siehe Anhangangabe 7.2) zu 100 % des  Nennwerts an Banken verkauft oder vorzeitig von der Factor-Bank vereinnahmt.  
Kurz vor dem 31. Dezember 2023 vereinnahmte Kundenzahlungen für bereits übertragene Forderungen werden nach dem   Bilanzstichtag an die Factor-Bank übertragen. In diesem Zusammenhang bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von  Tsd. EUR 68.837 gegenüber der Factor-Bank (siehe Anhangangabe 14). Aus diesen Größen ergibt sich in Summe ein  positiver Effekt in Höhe von Tsd. EUR 267.470 (31. Dezember 2022: 67.733).  
Die überfälligen, aber nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zum   31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 in die folgenden Zeitbänder:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Bis zu 30 Tage überfällig 15.285 23.174
31 60 Tage überfällig 6.340 11.433
61 365 Tage überfällig 6.707 9.145
Mehr als 365 Tage überfällig 1.206 461
Summe der überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.538 44.213
Zur Erläuterung der Faktoren, die bei der Feststellung der Wertberichtigungen berücksichtigt wurden, wird auf die Ausfüh-   rungen zum Kredit- und Ausfallrisiko verwiesen (siehe Anhangangabe 7).  
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 6.915 2.579
Währungsumrechnungen 6 (140)
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 1.694
Verbrauch (1.946) (199)
Auflösung (1.716) (2.076)
Zuführung 535 5.057
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 3.794 6.915
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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12 RECHNUNGSABGRENZUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE  
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Umsatzsteuerforderungen 48.647 69.735
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Vorräte 40.520 41.643
Aktive Rechnungsabgrenzungen 35.074 29.254
Sonstige Steuerforderungen 11.772 8.764
Forderungen aus Finanzderivaten 2.281 3.895
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.016 2.966
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 37.592 38.018
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 176.902 194.275
Davon finanzielle Vermögenswerte 26.941 32.332
Davon nicht-finanzielle Vermögenswerte 149.961 161.943
1)  
angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5) sowie Ausweis von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten in der Position  
„Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ aufgrund Unwesentlichkeit  
Die Position „Sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Investitionszuschüs-   sen sowie aus sonstigen Zuwendungen und eine Vielzahl von Einzelsachverhalten.  
13 EIGENKAPITAL  
13.1 Grundkapital/Kapitalrücklagen  
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert.  
Unverändert zum Vorjahr beträgt das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft Tsd. EUR 80.000 und ist in   20.000.000 Stück genehmigte und ausgegebene nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der auf eine Stückaktie entfallende  rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt EUR 4,00. Jede Stammaktie ist am Kapital im gleichen Ausmaß beteiligt und  vermittelt die gleichen Rechte und Pflichten, insbesondere das Recht auf eine beschlossene Dividende und das Stimm-  recht in der Hauptversammlung. Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen  Kontrollrechten.  
Die Kapitalrücklagen resultieren aus dem Agio der im Rahmen des Börsenganges 1994 erfolgten Kapitalerhöhung und aus   der Einziehung eigener Aktien abzüglich der Erhöhung des Grundkapitals aus der gebundenen Kapitalrücklage in 2008 und  2010 und entsprechen betraglich der gebundenen Kapitalrücklage der Gesellschaft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
92  
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13.2 Gewinnrücklagen/Dividende  
Die Gewinnrücklagen enthalten thesaurierte Ergebnisse aus Vorjahren.  
Nach dem österreichischen Aktiengesetz („AktG“) bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem   Bilanzgewinn, der gemäß österreichischem Unternehmensgesetzbuch („UGB“) im Jahresabschluss der Mayr-Melnhof  Karton AG ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn Tsd. EUR 100.000  (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 150.000).  
Auszug aus dem Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 150.000 130.000
Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres 153.067 293.827
Rücklagenveränderung (119.067) (203.827)
Dividende (84.000) (70.000)
Bilanzgewinn am Ende des Geschäftsjahres 100.000 150.000
Für das Geschäftsjahr 2023 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung die Auszahlung einer   Dividende von EUR 1,50 nach EUR 4,20 für 2022 pro stimmberechtigter Aktie vorgeschlagen. Daraus resultiert zum Bi-  lanzstichtag 2023 eine Dividende von Tsd. EUR 30.000. Die Dividende 2022 in Höhe von Tsd. EUR 84.000 wurde termin-  gerecht am 10. Mai 2023 ausbezahlt (siehe Entwicklung des Konzerneigenkapitals).  
13.3 Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am Eigenkapital und   am gesamten Jahresergebnis von Tochterunternehmen der Mayr-Melnhof Karton AG. Die nicht beherrschenden (Minder-  heits-) Anteile werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als Anteil am Nettovermögen (Eigenkapital) des jeweiligen  Unternehmens bzw. der Geschäftseinheit bilanziert und unter Berücksichtigung von Ergebnisanteilen, ausbezahlten Divi-  denden sowie Kapitalein- und -auszahlungen fortgeschrieben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
93  
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Die zusammenfassenden Informationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen nicht beherr-   schende (Minderheits-) Anteile bestehen, sind nachfolgend gegeben. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor konzern-  internen Eliminierungen. Weitere Angaben zu diesen Tochterunternehmen sind der Anhangangabe 33 zu entnehmen.  
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
MM MM
(in Tausend EUR) Board & Paper MM Packaging Board & Paper MM Packaging
Langfristige Vermögenswerte 5.473 15.238 4.456 17.614
Kurzfristige Vermögenswerte 9.328 19.041 10.837 20.874
Langfristige Verbindlichkeiten 1.024 285 1.136 74
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.455 5.974 6.496 9.158
Nettovermögen 9.322 28.020 7.661 29.256
Buchwerte der nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteile 1.428 4.095 1.144 4.336
2023 2022
Umsatzerlöse 25.435 36.523 31.459 39.887
Jahresüberschuss 2.555 5.366 1.166 6.640
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 711 1.154 206 1.245
Gesamtergebnis 3.270 4.446 836 6.030
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 746 895 222 1.102
Bezahlte Dividende an nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 446 1.136 454 1.009
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.043 (1.805) (2.047) 3.794
13.4 Sonstiges Ergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung  
In den sonstigen Rücklagen werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen. Dies sind im   Einzelnen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung einschließlich der Anpassungen aus der Hyperinflation,  die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfer-  tigungsverpflichtungen sowie Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Derivaten. Mit Ausnahme der Währungsumrech-  nungen erfolgt bei den anderen Positionen eine Berücksichtigung der darauf entfallenden werthaltigen Ertragsteuern.  
In 2023 beinhalten die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Ergebnisbestandteile Währungsumrechnungen mit   einem positiven Betrag von Tsd. EUR 45.590 (2022: negativer Betrag von Tsd. EUR 5.833), wobei ein wesentlicher Effekt  auf die Aufwertung des polnischen Zloty zurückzuführen ist. Die versicherungsmathematischen Verluste betrugen  Tsd. EUR 4.080 (2022: Gewinne in Höhe von Tsd. EUR 32.883). Weiters wurden aus der Absicherung von Zahlungsströmen  in der Cash Flow Hedge-Rücklage Gewinne in Höhe von Tsd. EUR 8.773 (2022: Verluste in Höhe von Tsd. EUR 29.666) erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
94  
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14 FINANZVERBINDLICHKEITEN UND LEASING  
Die Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten aus Factoring-   vereinbarungen und Leasingverbindlichkeiten und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dieser Wert er-  rechnet sich aus der ursprünglich ausbezahlten Nominale abzüglich Tilgungen und zuzüglich aufgelaufener Zinsen.  
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.681.086 1.581.000
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 87.856 93.040
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.768.942 1.674.040
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 166.177 70.288
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten aus Factoringvereinbarungen 68.837 0
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 15.500 17.261
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 250.514 87.549
Finanzverbindlichkeiten 2.019.456 1.761.589
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
95  
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14.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022 bestanden die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten aus Verbindlich-   keiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften. Diese Finanzverbindlichkeiten zu aktuellen Zinssätzen  gliedern sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023
3,595 % EUR Kredit(e) fällig 2024 166.104
4,630 % EUR Kredit(e) fällig 2025 74.098
54,583 % TRY Kredit(e) fällig 2025 9.212
4,187 % EUR Kredit(e) fällig 2026 268.597
4,688 % EUR Kredit(e) fällig 2027 94.097
1,984 % EUR Kredit(e) fällig 2028 450.097
4,401 % EUR Kredit(e) fällig 2029 54.097
4,401 % EUR Kredit(e) fällig 2030 54.097
2,156 % EUR Kredit(e) fällig 2031 272.597
5,045 % EUR Kredit(e) fällig 2032 45.972
2,854 % EUR Kredit(e) fällig 2033 73.222
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 73
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.847.263
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.681.086
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 166.177
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
96  
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(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022
2,144 % EUR Kredit(e) fällig 2023 68.981
2,349 % EUR Kredit(e) fällig 2024 149.125
2,927 % EUR Kredit(e) fällig 2025 51.875
2,197 % EUR Kredit(e) fällig 2026 246.375
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2027 31.875
1,553 % EUR Kredit(e) fällig 2028 427.875
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2029 31.875
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2030 31.875
1,740 % EUR Kredit(e) fällig 2031 250.375
3,362 % EUR Kredit(e) fällig 2032 23.750
1,900 % EUR Kredit(e) fällig 2033 51.000
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 1.307
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.651.288
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.581.000
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 70.288
Zum 31. Dezember 2023 betrug der gewogene Durchschnittszinssatz für diese Finanzverbindlichkeiten 3,235 %   (31. Dezember 2022: 2,004 %).  
Zum 31. Dezember 2023 standen dem Konzern kurzfristige verzinsliche Finanzierungsrahmen in Höhe von Tsd. EUR 73   (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 1.307) zur Verfügung, wovon ein Betrag von Tsd. EUR 73 (31. Dezember 2022:  Tsd. EUR 1.307) zum Bilanzstichtag ausgeschöpft wurde. Zum 31. Dezember 2023 betrug der gewogene Durchschnittszins-  satz dieser kurzfristigen, von einem ausländischen Tochterunternehmen außerhalb des Euroraumes genutzten Finanzierung  7,500 % (31. Dezember 2022: 10,400 %). Die genannten Finanzierungen unterliegen üblichen Bankkonditionen.  
Von den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten unterliegen Kredite in Höhe von Tsd. EUR 1.129.210 (31. Dezember 2022:   Tsd. EUR 1.120.000) einem fixierten Zinssatz, deren beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2023 Tsd. EUR 1.017.574  (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 960.338) beträgt. Dieser errechnet sich als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme dis-  kontiert mit der aktuell beobachtbaren Zinsstrukturkurve (Stufe 2). Die fortgeführten Anschaffungskosten stellen für vari-  abel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  
Für die angeführten Finanzverbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Besicherungen. Zum 31. Dezember 2023 stehen   dem Konzern zudem nicht ausgeschöpfte kurz- und langfristige Kreditlinien in Höhe von Tsd. EUR 392.899  (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 480.058) zur Verfügung.  
Zum 31. Dezember 2023 sind in den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten kurzfristig revolvierende Bankkredite in Höhe   von Tsd. EUR 17.980 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 67.980) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
97  
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14.2 Leasing  
Der Konzern ist bei Leasingtransaktionen überwiegend Leasingnehmer. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu   dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und als entsprechende  Leasingverbindlichkeit bilanziert.  
Leasingverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem Barwert der verbleibenden Lea-   singzahlungen bewertet.  
Grundsätzlich wird mit dem impliziten Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, abgezinst, sofern dieser bestimmbar   ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d. h. dem Zinssatz, den ein  Leasingnehmer für vergleichbare Transaktionen zahlen müsste.  
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von technischen Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeugen und Leasing-   verhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden nicht in der Bilanz, sondern als Aufwand  erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten.  
Der Konzern mietet und least vor allem Gebäude, Grundstücke, Lagerräume, Büro- und sonstige Einrichtungen, die für den   operativen Betrieb notwendig sind. Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen des Konzerns enthält Verlängerungs- und  Kündigungsoptionen. Der Konzern hat diese abgewogen und entsprechend berücksichtigt. Derartige Vertragskonditionen  werden dazu verwendet, um die maximale betriebliche Flexibilität in Bezug auf die vom Konzern genutzten Vermögens-  werte zu erhalten. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kann nur durch den Konzern  und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.  
Eine Übersicht über die in der Bilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten im Konzern zum 31. Dezember 2023 und   31. Dezember 2022 stellt sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 87.856 93.040
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 15.500 17.261
Leasingverbindlichkeiten 103.356 110.301
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse, die in den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden,   betrugen in 2023 Tsd. EUR 22.739 (2022: Tsd. EUR 17.285).  
Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden, stellen sich wie   folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen 8.207 7.797
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 6.769 3.455
Aufwendungen für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert 1.239 1.623
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
98  
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15 LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Leistungsorientierte Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 „Leistungen an Arbeitneh-   mer“ nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) versicherungsmathematisch bewertet.  Der Barwert der Anwartschaften wird aufgrund der geleisteten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der  vertraglich bzw. gesetzlich verpflichtend vorgesehenen Rentenanpassungen berechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im  Personalaufwand erfasst; die Nettozinsen aus der Verzinsung der bilanzierten Rückstellung werden im „Sonstigen Finanz-  ergebnis netto“ erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Erträge aus Planvermögen unter  Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld bereits enthalten sind, werden gemäß IAS 19 im  sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.  
Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für kollektivvertragliche bzw. auf Basis von Betriebsvereinbarungen erworbene,   langfristige Ansprüche der Arbeitnehmer in Zusammenhang mit der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit nach dem Anwart-  schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“– laufendes Einmalprämienverfahren) versicherungsmathema-  tisch bewertet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst; die Nettozinsen aus der Verzinsung der bilanzier-  ten Rückstellung werden im „Sonstigen Finanzergebnis netto“ erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und  Verluste werden gemäß IAS 19 in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst.  
Rückstellungen für Altersteilzeit werden sowohl bei Abschluss von einzelvertraglichen als auch für zukünftig wahrscheinli-   che Altersteilzeitvereinbarungen gebildet, wenn die Arbeitnehmer aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträ-  gen einen Anspruch auf Altersteilzeit haben. Die zur Abdeckung der Altersteilzeitverpflichtungen gesetzlich vorgeschrie-  benen Wertpapierbesicherungen werden entsprechend dem Verwendungszweck mit den Rückstellungen für Altersteilzeit  saldiert, sofern diese die Voraussetzungen als Planvermögen erfüllen.  
15.1 Entwicklung der langfristigen Rückstellungen  
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 44.844 36.131 10.661 29.760 121.396
Währungsumrechnungen 60 (848) 0 891 103
Umbuchungen 0 (488) 0 3.623 3.135
Verbrauch (5.545) (3.476) (1.005) (697) (10.723)
Auflösung 0 0 (491) (122) (613)
Zuführung 2.346 3.378 2.099 676 8.499
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 2.313 1.762 0 0 4.075
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen 1.505 0 0 0 1.505
Abzinsungseffekte1) 0 0 0 (7.536) (7.536)
Stand am 31. Dez. 2023 45.523 36.459 11.264 26.595 119.841
1) erfolgsneutrale Abzinsung einer Rekultivierungsrückstellung mit gegenläufigem Effekt in den Sachanlagen (siehe Anhangangabe 6)  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
99  
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Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 75.762 42.798 13.200 18.074 149.834
Währungsumrechnungen (283) (441) 0 (316) (1.040)
Änderungen des Konsolidierungskreises (70) 536 0 11.933 12.399
Umbuchungen (1.107) (375) 0 0 (1.482)
Verbrauch (5.247) (3.980) (1.165) (209) (10.601)
Auflösung 0 0 (2.509) (154) (2.663)
Zuführung 2.294 2.757 1.135 432 6.618
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 (27.757) (5.164) 0 0 (32.921)
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen 1.252 0 0 0 1.252
Stand am 31. Dez. 2022 44.844 36.131 10.661 29.760 121.396
Zum 31. Dezember 2023 wurden im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung zur Besicherung von Rückstellungen für Al-   tersteilzeit Wertpapiere mit einem Marktwert in Höhe von Tsd. EUR 1.066 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 872) als Sicher-  heit gewidmet, welche sowohl zum 31. Dezember 2023 als auch zum 31. Dezember 2022 verwendungskonform als Plan-  vermögen von der zugrunde liegenden Verpflichtung in Abzug gebracht wurden.  
In der Position „Sonstige“ sind insbesondere langfristige Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen und Rückbauver-  pflichtungen in Höhe von Tsd. EUR 25.297 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 28.389) enthalten.  
In der Division MM Board & Paper betreffen die Verpflichtungen vor allem Umweltschutzmaßnahmen im Zusammenhang  mit einer Deponie in Kwidzyn (Polen) sowie Nachsorgeverpflichtungen in Kolicevo (Slowenien) und am ehemaligen Stand-  ort in Hirschwang. Die Rückbauverpflichtungen in der Division MM Packaging resultieren im Wesentlichen aus der Ver-  pflichtung mehrerer neu erworbener Standorte der ehemaligen Essentra Packaging, Mietereinbauten nach Beendigung  des Mietverhältnisses zu entfernen. Die Rückstellungswerte sind mit ihren Barwerten in der Annahme der zu erwartenden  Kosten unter Berücksichtigung laufzeitspezifischer Zinssätze ermittelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
100  
15.2 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen  
Der Großteil der Arbeitnehmer des Konzerns ist im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufen-   den Beitragszahlungen in diese gesetzlichen Versorgungseinrichtungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst  werden. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge hat der Konzern bestimmten Arbeitnehmern leistungs- oder beitragsorien-  tierte Pensionszusagen erteilt. Diese Leistungszusagen hängen von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gege-  benheiten des jeweiligen Landes ab und richten sich in der Regel nach der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der begüns-  tigten Arbeitnehmer.  
Im Rahmen der beitragsorientierten Versorgungspläne leistet der Konzern fest vereinbarte Beiträge an externe Versor-   gungsträger, ohne dass der Konzern eine die Zahlung übersteigende Leistungsverpflichtung gegenüber dem Arbeitnehmer  eingeht. Diese laufenden Beitragszahlungen werden als Teil des Pensions- und Abfertigungsaufwandes der jeweiligen Pe-  riode ausgewiesen und betragen im Geschäftsjahr 2023 Tsd. EUR 17.648 (2022: Tsd. EUR 13.684).  
Die leistungsorientierten Personalverpflichtungen im Konzern setzen sich aus Pensionen und Abfertigungen zusammen.  Derartige Verpflichtungen bestehen in verschiedenen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt, im Wesent-  lichen jedoch in Deutschland, Österreich und Großbritannien.  
Die Verpflichtungen aus Pensionen umfassen die Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung für aktive und nach Erfül-   lung der Unverfallbarkeitsfristen für ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen sind dies Füh-  rungskräfte sowie Mitarbeiter, bei denen entsprechende Zusagen, die aus der Zeit vor dem Erwerb eines solchen Tochter-  unternehmens stammen, vom Konzern übernommen wurden. Die Verpflichtung besteht demnach sowohl gegenüber  Mitarbeitern in bestehenden Arbeitsverhältnissen als auch ausgetretenen sowie pensionierten Mitarbeitern.  
Die aufgrund der Pensionspläne vorgesehenen Zahlungen können sowohl auf dem im letzten Beschäftigungsjahr als auch   auf dem im Durchschnitt mehrerer Jahre bezogenen Gehalt eines Mitarbeiters beruhen und sind in der Regel von der  Beschäftigungsdauer abhängig. Die Versorgungsleistungen sind als Einmalzahlung oder als monatliche Rentenzahlung zu  gewähren. Im Fall von Rentenzahlungen trägt der Konzern das Risiko der Langlebigkeit und der Inflation aufgrund von  Rentenanpassungen in vollem Umfang.  
Der Konzern unterhält in Großbritannien einen Pensionsfonds, welcher durch ein Kuratorium, bestehend aus Gesellschafts-   vertretern und den Begünstigten des Pensionsfonds, verwaltet wird. Die Verantwortung für Investmententscheidungen und  Beitragspläne obliegt der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium.  
Die Verpflichtung aus der Abfertigung von Mitarbeitern umfasst gesetzliche und vertragliche Ansprüche auf einmalige   Abfertigungszahlungen des Konzerns an Arbeitnehmer, die aufgrund bestimmter Anlässe wie Arbeitgeberkündigung, ein-  vernehmliche Lösung des Dienstverhältnisses sowie Pensionierung oder Tod des Arbeitnehmers entstehen. Diese ist von  der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Die leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwart-   schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“ – laufendes Einmalprämienverfahren) bewertet und bilanziert.  Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsan-  sprüche versicherungsmathematisch berechnet. Die Bewertung erfolgte aufgrund von Annahmen und Einschätzungen zum  Bilanzstichtag. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren dabei der Diskontierungszinssatz, die geschätzte Lebenserwar-  tung, künftige Gehalts- bzw. Pensionsanpassungen sowie das Pensionseintrittsalter.  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der Versorgungsbe-   rechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Trends gegenüber den der Berechnung zugrunde gelegten Annahmen  ergeben, werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.  
Der Bewertung der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden die folgenden versicherungs-   mathematischen Parameter zugrunde gelegt:  
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
(in %) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Diskontierungszinssatz 3,56 % 5,25 % 4,03 % 4,89 %
Gehaltstrend 3,07 % 4,76 % 3,06 % 4,16 %
Rententrend 2,73 % 2,79 %
Die oben stehenden Angaben stellen den gewichteten Durchschnitt über alle relevanten Gesellschaften des Konzerns dar.  
Die Berechnung für die Lebenserwartung erfolgte auf Basis lokaler Sterbetafeln. Diese sind im Wesentlichen für Österreich AVÖ   2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“ (2022: AVÖ 2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“), für Deutschland die Heubeck-Richt-  tafeln 2018 G (2022: 2018 G), für Großbritannien Post Retirement und Pre Retirement: S3PA CMI_2022_M/F [1,25 %] (2022:  S3PA CMI_2021_M/F [1,25 %]). Das Pensionseintrittsalter entspricht in aller Regel den jeweiligen länderspezifischen gesetzli-  chen Bestimmungen.  
Folgende Aufwendungen wurden für leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungszusagen erfasst:  
2023 2022
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 482 1.843 906 2.014
Zinsaufwand auf die in der Bilanz ausgewiesene Nettoverpflichtung 1.662 1.626 846 722
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 14 0 26
Planänderungen 0 (105) 396 (5)
Verwaltungskosten aus der Anlage von Planvermögen 202 0 146 0
Nettoaufwand für Pensionen und Abfertigungen 2.346 3.378 2.294 2.757
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
102  
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Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt:  
2023 2022
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 99.040 36.131 143.634 42.798
Währungsumrechnungsdifferenzen 700 (848) (1.448) (442)
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 (70) 536
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 482 1.843 906 2.014
Zinsaufwand für bereits erworbene Ansprüche 3.916 1.626 1.744 722
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 14 0 26
Beiträge der Arbeitnehmer 79 0 74 0
Wertveränderungen 4.602 1.762 (36.448) (5.163)
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von demografischen
Annahmen (z. B. Lebenserwartung, Pensionseintrittsalter) (557) 61 (1.501) (810)
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von finanziellen
Annahmen (z. B. Diskontierungszinssatz, Gehaltstrend, Rententrend) 4.849 1.271 (36.541) (6.567)
Davon erfahrungsbedingte versicherungsmathematische
(Gewinne)/Verluste (Abweichung Istwerte von Planwerten) 310 430 1.594 2.214
Versorgungszahlungen (5.545) (3.476) (5.248) (3.980)
Umbuchungen 0 (488) (4.500) (375)
Planänderungen 0 (105) 396 (5)
Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 103.274 36.459 99.040 36.131
Pensionen
(in Tausend EUR) 2023 2022
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 58.780 67.872
Währungsumrechnungsdifferenzen 640 (1.163)
Zinsertrag 2.428 898
Verwaltungskosten (202) (146)
Wertveränderungen (91) (4.110)
Davon Rendite des Planvermögens nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrages (91) (4.110)
Beiträge der Arbeitgeber 1.521 1.768
Beiträge der Arbeitnehmer 79 74
Versorgungszahlungen aus dem Plan (3.024) (3.020)
Umbuchungen 0 (3.393)
Marktwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres 60.131 58.780
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
103  
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Eine Übersicht über die geografische und divisionale Verteilung des Nettoaufwandes für leistungsorientierte Pensionen   und Abfertigungen, des Anwartschaftsbarwertes sowie des Marktwertes des Planvermögens stellt sich für die Geschäfts-  jahre 2023 und 2022 wie folgt dar:  
2023
MM Board & Paper MM Packaging
Restliche Restliche
(in Tausend EUR) Deutschland Österreich Länder1) Gesamt Deutschland Österreich Länder Gesamt
Nettoaufwand für Pensionen
und Abfertigungen 563 729 1.205 2.497 1.135 907 1.185 3.227
Anwartschaftsbarwert am Ende
des Geschäftsjahres 14.040 35.924 39.304 89.268 26.260 15.073 9.132 50.465
Marktwert des Planvermögens
am Ende des Geschäftsjahres 838 28.333 29.203 58.374 849 615 293 1.757
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
2022
MM Board & Paper MM Packaging
Restliche Restliche
(in Tausend EUR) Deutschland Österreich Länder1) Gesamt Deutschland Österreich Länder Gesamt
Nettoaufwand für Pensionen
und Abfertigungen 283 696 941 1.920 719 1.414 998 3.131
Anwartschaftsbarwert am Ende
des Geschäftsjahres 14.249 33.924 38.559 86.732 24.971 13.945 9.523 48.439
Marktwert des Planvermögens
am Ende des Geschäftsjahres 860 28.766 27.338 56.964 849 656 311 1.816
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
Für das Geschäftsjahr 2023 werden im Konzern Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von Tsd. EUR 1.416   erwartet. Darin enthalten ist eine Verpflichtung zur Aufstockung des Planvermögens und für sonstige Aufwendungen in  Großbritannien in Höhe von Tsd. EUR 1.139.  
Zusammensetzung des Planvermögens  
In Österreich und Deutschland besteht Planvermögen für Pensionsverpflichtungen in Form von Rückdeckungsversicherun-   gen, die an die jeweiligen Begünstigten verpfändet wurden. Die Rückdeckungsversicherungen werden bedarfsgerecht  durch den Konzern aufgestockt.  
Weiteres Planvermögen ist einem Pensionsfonds in Großbritannien zuzurechnen und wird durch ein externes Vermögens-   management gemäß den Richtlinien des dafür zuständigen Kuratoriums veranlagt. Die derzeitigen Richtlinien sehen eine  anteilige Investition von 30 % bis 40 % in Eigenkapitalinstrumente und 60 % bis 70 % in Fremdkapitalinstrumente vor; zur  Streuung des Ausfallrisikos ist eine Mindestdiversifikation vorgeschrieben, indem einzelne Investments auf den Wert von  2 % des Portfolios und die Summe aller Investments in ein Unternehmen auf den Wert von 4 % des Portfolios limitiert sind.  Investments in Private Equity Funds und Hedge Funds sind untersagt. Ziel des Vermögensmanagements ist die Renditema-  ximierung bei einem angemessenen Risikoniveau; zur Messbarkeit der Zielerreichung werden dem Vermögensmanage-  ment indexbasierte Benchmarks vorgegeben. Der Konzern ist dazu verpflichtet, entsprechend einem mehrjährigen Bei-  tragsplan laufende Einzahlungen in das Planvermögen in Großbritannien zu leisten. Des Weiteren besteht Planvermögen in  Form eines Pensionsfonds auf den Philippinen und einer Sammelstiftung in der Schweiz.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
104  
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Die Portfoliostruktur des Planvermögens an den Bewertungsstichtagen 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 stellt   sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 in % 31. Dez. 2022 in %
Eigenkapitalinstrumente:
– Entwickelte Märkte 7.780 7.626
– Schwellenländer 1.220 1.161
Gesamt 9.000 15 % 8.787 15 %
Fremdkapitalinstrumente:
– Unternehmensanleihen 10.816 9.996
– Staatsanleihen 3.044 2.319
Gesamt 13.860 23 % 12.315 21 %
Verpfändete Rückdeckungsversicherungen 36.050 60 % 36.350 62 %
Geldmarktveranlagungen/Bankguthaben 1.221 2 % 1.328 2 %
Gesamt 60.131 100 % 58.780 100 %
Alle Instrumente der Kategorien Eigenkapitalinstrumente und Fremdkapitalinstrumente werden auf aktiven Märkten ge-   handelt. Die Ratings der Investments in Fremdkapitalinstrumente entsprechen mindestens einem „Investment Grade“.  
Marktpreisrisiken des Planvermögens  
Die Rendite des Planvermögens ist gemäß IAS 19 in Höhe des Diskontierungssatzes für die zugrunde liegenden Verpflich-   tungen anzunehmen. Dies entspricht der Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Sofern dabei die tatsäch-  liche Rendite des Planvermögens den angewandten Diskontierungszinssatz überschreitet (unterschreitet), vermindert (er-  höht) sich die Nettoverpflichtung aus den bestehenden Plänen. Aufgrund der Aktienquote im Planvermögen in  Großbritannien kann einerseits die tatsächliche Rendite langfristig über der Rendite von Unternehmensanleihen guter Bonität  liegen, sich aber andererseits eine kurzfristig höhere Volatilität des Planvermögens ergeben. Das diesbezügliche Kursrisiko  erachtet der Konzern aber aufgrund des niedrigen Aktienanteiles am gesamten Planvermögen als überschaubar. Zudem kön-  nen die in den kommenden Jahren fällig werdenden Verpflichtungen aus dem laufenden Cash Flow des Konzerns und den  übrigen Bestandteilen des Planvermögens bedient werden.  
Die Nettoverpflichtung aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen und die Überleitung zu den Bilanzwerten stellen   sich wie folgt dar:  
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert 103.274 36.459 99.040 36.131
Davon durch Rückstellungen gedeckte Versorgungsansprüche 38.862 36.459 37.846 36.131
Davon fondsfinanzierte Versorgungsansprüche 64.412 0 61.194 0
Abzüglich Marktwert des Planvermögens (60.131) 0 (58.780) 0
Nettoverpflichtung 43.143 36.459 40.260 36.131
Effekt durch Planvermögensbegrenzung 2.380 0 4.584 0
Als langfristige Rückstellung bilanzierte Nettoverpflichtung 45.523 36.459 44.844 36.131
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
105  
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In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für Rückstellungen aus Pensionen und Abfertigungen wurden die Auswirkungen   resultierend aus möglichen Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen  dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant ge-  halten wurden.  
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2023
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 10,8 % Anstieg um 11,3 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,8 % Abnahme um 2,7 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 7,0 % Abnahme um 6,6 %
Erhöhung der Annahme
um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 1,4 %
Lebenserwartung Anstieg um 2,5 %
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2022
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 11,2 % Anstieg um 11,8 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,6 % Abnahme um 2,6 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 7,5 % Abnahme um 7,0 %
Erhöhung der Annahme
um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 0,5 %
Lebenserwartung Anstieg um 2,7 %
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 11,4 Jahre   (31. Dezember 2022: 12,0 Jahre).  
Bezogen auf die tatsächlichen Auszahlungen hinsichtlich der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen stellen sich die   erwarteten Fälligkeiten in den nächsten zehn Jahren zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 wie folgt dar:  
Weniger als Zwischen Zwischen Zwischen
(in Tausend EUR) 1 Jahr 1 2 Jahren 2 5 Jahren 5 10 Jahren Gesamt
Zum 31. Dez. 2023
Versorgungspläne 7.881 6.457 21.541 50.723 86.602
Zum 31. Dez. 2022
Versorgungspläne 6.714 6.840 23.068 50.922 87.544
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
106  
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16 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Kurzfristige Verbindlichkeiten werden im Regelfall mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.  
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 515.272 (31. Dezember 2022:  Tsd. EUR 499.677) sind zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen  Vermögenswerten in Höhe von Tsd. EUR 52.802 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 26.441) enthalten, welche in der Konzern-geldflussrechnung im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit als nicht zahlungswirksame Transaktionen berücksichtigt  wurden, sowie erhaltene Anzahlungen von Kunden in Höhe von Tsd. EUR 5.158 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 5.823).  
17 RECHNUNGSABGRENZUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN  
Abgegrenzte Schulden stellen Schulden dar, bei denen der Zeitpunkt der Inanspruchnahme und/oder die Höhe nicht   vollständig sicher, jedoch mit einem hohen Grad an Sicherheit bestimmbar sind. Auch wenn zur Bestimmung ihrer Höhe  oder ihres zeitlichen Eintretens gelegentlich Einschätzungen erforderlich sind, ist der Bestimmtheitsgrad bei abgegrenzten  Schulden deutlich höher als bei Rückstellungen. Daher werden sie je nach Zugehörigkeit unter den Verbindlichkeiten aus  Lieferungen und Leistungen (siehe Anhangangabe 16) und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, vor allem im Personal-  und Sozialbereich, dargestellt.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 20221)
Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich 118.821 129.726
Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni 30.506 30.304
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 28.685 32.090
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 28.596 28.869
Passive Rechnungsabgrenzungen 22.427 30.850
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen 17.366 14.402
Sonstige Verbindlichkeiten 17.167 27.061
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 263.568 293.302
Davon finanzielle Verbindlichkeiten 62.952 72.849
Davon nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 200.616 220.453
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich umfassen vor allem Prämien und Tantiemen an Mitarbeiter, nicht kon-   sumierte Urlaube sowie sonstige abgegrenzte Verpflichtungen aus dem Personalbereich.  
Die Berechnung der Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni erfolgt auf Basis der in den geltenden Kundenverein-   barungen enthaltenen Bonus- bzw. Rabattansprüche. Boni sind so ausgestaltet, dass Kunden rückwirkend eine Rücker-  stattung erhalten, wenn innerhalb einer Abrechnungsperiode ein gewisses Abnahmevolumen erreicht wurde.  
Die Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten stammen überwiegend aus Sicherungsbilanzierungen im Zusammenhang mit   der Absicherung von Rohstoffpreisen in Finnland (siehe Anhangangabe 7).  
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen resultieren im Wesentlichen aus bestehenden Schuldscheindarlehen und Na-   mensschuldverschreibungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
107  
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Die sonstigen Verbindlichkeiten veränderten sich insbesondere aufgrund der Bezahlung der bedingten Kaufpreisverbind-   lichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der Eson Pac-Gruppe.  
18 KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Rückstellungen werden gebildet, soweit der Konzern gegenüber Dritten eine gegenwärtige rechtliche oder faktische −   Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und  deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Einschätzung des  Erfüllungsbetrages der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag.  
Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht wie im Fall der gesetzlichen Gewährleistung , wird die Wahr-   scheinlichkeit einer Vermögensminderung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch  dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthal-  tene Verpflichtung gering ist.  
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 5.606 9.759 14.902 30.267
Währungsumrechnungen 19 0 170 189
Umbuchungen 393 (5.622) 2.567 (2.662)
Verbrauch (2.196) (1.297) (3.088) (6.581)
Auflösung (797) (798) (3.031) (4.626)
Zuführung 4.101 9.949 7.949 21.999
Stand am 31. Dez. 2023 7.126 11.991 19.469 38.586
Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 6.523 8.818 32.877 48.218
Währungsumrechnungen (101) 14 (124) (211)
Änderungen des Konsolidierungskreises (68) 422 (148) 206
Verbrauch (2.203) (8.184) (5.520) (15.907)
Auflösung (599) (258) (19.964) (20.821)
Zuführung 2.054 8.947 7.781 18.782
Stand am 31. Dez. 2022 5.606 9.759 14.902 30.267
Die Rückstellungen im Absatzbereich werden für Produkthaftung und Gewährleistungen sowie Warenrückgaben gebildet.   Die Rückstellung für Produkthaftung und Gewährleistungen basiert sowohl auf gesetzlichen als auch auf vertraglichen  Grundlagen. Für die Berechnung werden einerseits Einzelrisiken bewertet und andererseits ein Gesamtrisiko auf Basis von  Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ermittelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
108  
Die Restrukturierungsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 resultieren im Wesentlichen aus den geplanten Maßnahmen   am Standort Cervia (siehe Anhangangabe 5).  
Der Posten „Sonstige Rückstellungen“ beinhaltet insbesondere eine Rückstellung für Umweltschutzmaßnahmen im Zu-   sammenhang mit einer Deponie, Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten, sonstige Steuerrückstellungen sowie eine Viel-  zahl an unwesentlichen Einzelsachverhalten.  
19 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen sind in zwei Geschäftsbereichen, der Karton- und Papiererzeu-   gung (Division MM Board & Paper) und der Herstellung von Faltschachteln bzw. Verpackungen (Division MM Packaging),  tätig. Der Konzern ist diesen Geschäftsbereichen entsprechend organisiert und wird auf Basis der für die beiden Ge-  schäftsbereiche erstellten Finanzinformationen vom Vorstand geleitet. Daher entsprechen die Segmente den beiden  Geschäftsbereichen.  
In der Division MM Board & Paper werden zahlreiche Kartonsorten, überwiegend gestrichener Faltschachtelkarton auf   Basis von Recycling- und Frischfasern, sowie Kraftpapiere und ungestrichene Feinpapiere hergestellt und vertrieben.  
Die Division MM Packaging verarbeitet Karton zu bedrucktem Faltschachtelkarton, der von einem breiten Kundenspektrum   wie der Nahrungsmittelindustrie oder Konsumgüterproduzenten abgenommen wird (z. B. Verpackungen für Frühstücksze-  realien, Trockennahrung, Zucker, Süß- und Backwaren, Kosmetika, Waschmittel, Haushaltsartikel, Spielwaren, Tabakpro-  dukte, Pharmaprodukte und hochwertige Süßware). Durch die Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac im  Vorjahr im Geschäftsfeld Pharma & Health Care ist MM Packaging auch in der Produktion von Beipackzetteln und Etiketten  tätig.  
Die Daten aus dem Managementinformationssystem, die der Segmentberichterstattung zugrunde liegen, basieren grund-   sätzlich auf den im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Zentralbereiche werden  analog zur Vorgehensweise im Managementinformationssystem mithilfe eines Umlageverfahrens vollständig auf die Seg-  mente verteilt. Ergebnisse aus Transaktionen zwischen den Segmenten werden bereits in den Segmentergebnisgrößen  eliminiert.  
Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des bereinigten EBITDAs und des bereinigten betrieblichen Ergebnisses.  
Die Umsätze innerhalb der Segmente finden zu fremdüblichen Konditionen statt.  
Die Umsätze werden nach dem Bestimmungslandprinzip jenen Ländern zugerechnet, in welche die Waren geliefert wer-   den. Langfristig nutzbare Vermögenswerte werden nach den Standorten der jeweiligen Einheiten aufgeteilt.  
Investitionen bezeichnen den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten inklusive Geschäfts(Fir-   men)werten (siehe Anhangangabe 6). Sie beinhalten darüber hinaus auch geleistete Anzahlungen (siehe Anhangangabe 12).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
109  
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Umsatzrealisierung  
Umsatzerlöse enthalten alle Erträge, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des MM Konzerns resultieren, und umfassen   Erträge aus Verkäufen von einer vielfältigen Palette an Kartonsorten sowie Faltschachteln. Die unter bestimmten Voraus-  setzungen geforderte Trennung von Leistungsverpflichtungen kann in Abhängigkeit von den im Einzelfall mit den Kunden  vereinbarten Lieferkonditionen zu separierende Leistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Transportdienstleistun-  gen ergeben, die im MM Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen gibt es im Konzern keine wesentlichen  Mehrkomponentenverträge, die z. B. neben Warenlieferungen auch Dienstleistungen beinhalten. Werkzeuge, wie z. B.  Stanzformen und Gravuren, werden nicht als einzelne Leistungsverpflichtung betrachtet, da diese zur Vertragserfüllung  notwendig sind.  
Die Gegenleistung, zu deren Erhalt der Konzern im Austausch für die Lieferung seiner Waren berechtigt ist, setzt sich aus   dem Preis der zu liefernden Güter und einer etwaigen variablen Komponente, in Form von Kundenrabatten und -boni,  zusammen und ist auf Ziel zahlbar. Eine Finanzierungskomponente liegt aufgrund der vereinbarten Zahlungsziele nicht vor.  Die variable Komponente wird als „Verbindlichkeit für Kundenrabatte und -boni“ berücksichtigt. Die Höhe dieser Verbind-  lichkeit richtet sich nach dem wahrscheinlichen Anspruch des Kunden und wird regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls  angepasst.  
Die Erfassung der Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Karton und Faltschachteln erfolgt auf Basis der   vereinbarten Lieferkonditionen (Incoterms) zeitpunktbezogen.  
Die Segmentberichterstattung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:  
2023
MM
(in Tausend EUR) Board & Paper MM Packaging Eliminierungen Konzern1)
Außenumsätze 1.733.937 2.430.466 0 4.164.403
Konzerninterne Umsätze 185.139 599 (185.738) 0
Gesamte Umsatzerlöse 1.919.076 2.431.065 (185.738) 4.164.403
Bereinigtes EBITDA2) 92.706 357.500 0 450.206
Bereinigtes betriebliches Ergebnis3) (19.803) 249.049 0 229.246
Finanzerträge 3.316 6.998 (1.578) 8.736
Finanzaufwendungen (33.857) (25.998) 1.578 (58.277)
Steuern vom Einkommen und Ertrag (610) (47.018) 0 (47.628)
Investitionen 249.598 212.898 0 462.496
Abschreibungen (109.279) (109.225) 0 (218.504)
Wertminderungen und Zuschreibungen4) (3.230) 358 0 (2.872)
Segment-Aktiva 3.129.723 2.090.768 (143.603) 5.076.888
Segment-Verbindlichkeiten 2.105.748 1.102.349 (143.603) 3.064.494
Mitarbeiter zum 31. Dezember 4.579 10.508 0 15.087
1)  
Werte lt. primären Abschlussbestandteilen mit Ausnahme von bereinigtem EBITDA und bereinigtem betrieblichem Ergebnis (bereinigt = wesentliche Einmaleffekte von mehr als 10 Mio. EUR)  
2)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 31.196 für die Division MM Packaging resultierend aus Restrukturierungsmaßnahmen  
3)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 31.612 für die Division MM Packaging resultierend aus Restrukturierungsmaßnahmen  
4)  
auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
110  
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20221)
MM
(in Tausend EUR) Board & Paper MM Packaging Eliminierungen Konzern2)
Außenumsätze 2.514.362 2.167.698 0 4.682.060
Konzerninterne Umsätze 235.610 988 (236.598) 0
Gesamte Umsatzerlöse 2.749.972 2.168.686 (236.598) 4.682.060
Bereinigtes EBITDA3) 511.060 257.922 0 768.982
Bereinigtes betriebliches Ergebnis4) 405.586 156.776 0 562.362
Finanzerträge 944 3.947 (641) 4.250
Finanzaufwendungen (26.007) (6.783) 641 (32.149)
Steuern vom Einkommen und Ertrag (87.267) (34.455) 0 (121.722)
Investitionen 194.294 150.786 0 345.080
Abschreibungen (104.072) (94.398) 0 (198.470)
Wertminderungen5) (14.297) (6.749) 0 (21.046)
Segment-Aktiva 3.045.180 2.250.538 (486.948) 4.808.770
Segment-Verbindlichkeiten 1.954.960 1.381.704 (486.948) 2.849.716
Mitarbeiter zum 31. Dezember 4.776 10.864 0 15.640
1)  
angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
2)  
Werte lt. primären Abschlussbestandteilen mit Ausnahme von bereinigtem EBITDA und bereinigtem betrieblichem Ergebnis (bereinigt = wesentliche Einmaleffekte von mehr als 10 Mio. EUR)  
3)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 11.731 für die Division MM Board & Paper aus Restrukturierungsmaßnahmen und in Höhe von Tsd. EUR 27.330 für die Division MM Packaging  
resultierend aus Unternehmenskäufen und -verkäufen  
4)  
bereinigt um wesentliche Einmaleffekte in Höhe von Tsd. EUR 24.627 für die Division MM Board & Paper aus Restrukturierungsmaßnahmen und in Höhe von Tsd. EUR 27.330 für die Division MM Packaging  
resultierend aus Unternehmenskäufen und -verkäufen  
5)  
auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die folgende Aufstellung zeigt die Verteilung der Umsatzerlöse nach den jeweiligen Bestimmungsländern sowie der langfris-   tig nutzbaren Vermögenswerte und der getätigten Investitionen nach Unternehmensstandorten:  
2023 20221)
Langfristige Langfristige
Vermögens- Vermögens-
(in Tausend EUR) Umsatzerlöse werte Investitionen Umsatzerlöse werte Investitionen
Europa 3.298.846 2.845.055 411.523 3.751.311 2.579.790 309.507
Österreich 70.765 597.143 83.880 85.812 541.586 72.119
Deutschland 602.537 372.399 78.231 802.924 325.436 55.540
Polen 568.720 801.841 68.607 684.092 736.836 53.555
Frankreich 421.785 107.785 28.829 419.376 85.716 10.380
Großbritannien 327.851 192.227 7.191 319.505 174.737 18.771
Übriges Europa 1.307.188 773.660 144.785 1.439.602 715.479 99.142
Amerika 386.188 130.106 35.231 239.956 119.234 13.201
Übrige Welt 479.369 128.615 15.742 690.793 129.005 22.372
Gesamt 4.164.403 3.103.776 462.496 4.682.060 2.828.029 345.080
1) angepasst aufgrund Anpassung des Unternehmenserwerbs von Essentra Packaging (siehe Anhangangabe 5)  
Langfristig nutzbare Vermögenswerte beinhalten die Posten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte inklusive Ge-   schäfts(Firmen)werten (siehe Anhangangabe 6).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
111  
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20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Versicherungserträge 27.346 2.577
Erträge aus Energieverkäufen 21.418 44.091
Mieterträge 3.244 3.443
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto 3.050 (628)
Sonstige Erträge 25.810 11.456
Sonstige betriebliche Erträge 80.868 60.939
Die Versicherungserträge enthalten zu einem überwiegenden Teil Schadensvergütungen, die als Folge der Hochwasserlage   im italienischen Werk in Cervia (siehe Anhangangabe 5) erstattet wurden. Weiters wurde eine vom Konzern geleistete  Entschädigung an einen Kunden durch die Versicherung gedeckt.  
Die Erträge aus Energieverkäufen ergeben sich insbesondere aus Gasrückverkäufen in Finnland resultierend aus niedrige-   ren Verbräuchen aufgrund von markt- und umbaubedingten Produktionsstillständen.  
Die Veräußerungsgewinne und –verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto beinhalten im   Wesentlichen Anlagenverkäufe im Zusammenhang mit der Schließung eines Verpackungsstandortes in Deutschland sowie  weitere Abgänge von untergeordneter Bedeutung.  
Die Position „Sonstige Erträge“ umfasst zu einem Großteil eine Förderung im Zusammenhang mit der Beseitigung von  Altlasten in Höhe von Tsd. EUR 5.700, Erträge aus Energieeffizienzrückvergütungen in Höhe von Tsd. EUR 3.770 (2022:  Tsd. EUR 1.482) sowie eine Vielzahl von Einzelsachverhalten. Den Erträgen aus Energieeffizienzrückvergütungen stehenkeine korrespondierenden Aufwendungen gegenüber.  
21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Logistik-, Fracht- und Transportaufwendungen 241.472 280.650
Reparaturen und Instandhaltungen 196.803 183.895
IT- und Beratungsaufwendungen 90.439 86.928
Miet-, Leasing- und Versicherungsaufwendungen 42.541 34.636
Sonstige Steuern und Gebühren 16.832 22.678
Sonstige Aufwendungen 99.103 94.863
Sonstige betriebliche Aufwendungen 687.190 703.650
Die Position „Sonstige Aufwendungen“ umfasst Aufwendungen für Reisetätigkeiten und Fuhrpark, Marketing, Aus- und   Weiterbildung, Reinigung, Bewachung, Kanal- und Müllgebühren sowie eine Vielzahl von Einzelsachverhalten. Im Vorjahr  ist darin der Aufwand für Unternehmensveräußerungen enthalten (siehe Anhangangabe 5).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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22 PERSONALAUFWAND  
Der Personalaufwand setzt sich über alle Bereiche des Konzerns wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Bruttolöhne 338.484 257.527
Bruttogehälter 293.497 263.932
Aufwendungen für Abfertigungen 25.235 6.705
Aufwendungen für Altersversorgung 16.828 13.913
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge 116.122 100.090
Sonstige Sozialaufwendungen 25.309 18.443
Aufwendungen für Leiharbeiter 24.623 20.980
Gesamt 840.098 681.590
Die durchschnittlichen Personalstände (ohne Leiharbeiter) stellen sich wie folgt dar:  
(Anzahl der Personen) 2023 2022
Arbeiter 11.749 10.471
Angestellte 3.615 3.153
Gesamt 15.364 13.624
Vergütung des Managements  
Das Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns besteht aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Vergü-   tungen des Managements sind nachfolgend dargestellt:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen (inkl. Aufsichtsratsvergütungen) 4.265 10.037
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.337 1.167
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 2.517
Langfristig fällige Leistungen (Vorstand) 1.356 866
Gesamt 6.958 14.587
Bedingung für die Auszahlung der langfristig fälligen Leistungen (langfristige Erfolgsbeteiligung) ist das Erreichen einer   gewissen Operating Margin für die jeweils nächsten drei Jahre aufgrund einer Drei-Jahresplanung. Für eine zu Beginn  festgelegte Operating Margin steht dem Vorstand eine Erfolgsbeteiligung in einer definierten Höhe zu. Abweichungen von  dieser durchschnittlichen Operating Margin führen zu Zu- bzw. Abschlägen von dem Zielbetrag.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
113  
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Die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Fixbezüge 2.135 2.456
Variable Vergütung 1.393 6.840
Gesamt 3.528 9.296
Die Rückstellung für die noch nicht ausbezahlten variablen Vergütungen betrug zum 31. Dezember 2023 Tsd. EUR 3.860   (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 8.667).  
An ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr 2023 Pensionen und andere Leistungen   nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von Tsd. EUR 4.408 (2022: Tsd. EUR 1.037) bezahlt.  
Die Bezüge der von der Kapitalgeberseite entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2023  Tsd. EUR 737 (2022: Tsd. EUR 741).
23 AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSSPRÜFER  
Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH wurde von der 29. Ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2023 zum Jahres-   und Konzernabschlussprüfer der Mayr-Melnhof Karton AG bestellt und prüft darüber hinaus die Einzelabschlüsse aller  wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2023 betragen die Aufwendungen für Leistungen  der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH in Österreich Tsd. EUR 1.033 (2022: Tsd. EUR 807), davon entfallen Tsd. EUR 862  (2022: Tsd. EUR 747) auf die Abschlussprüfung, Tsd. EUR 125 (2022: Tsd. EUR 34) auf andere Bestätigungsleistungen und  Tsd. EUR 46 (2022: Tsd. EUR 26) auf sonstige Leistungen.  
24 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN  
Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Weder zum 31. Dezember 2023 noch zum   31. Dezember 2022 wurden Entwicklungskosten aktiviert.  
Die während des Geschäftsjahres 2023 in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Aufwand erfassten Forschungs-   und Entwicklungskosten belaufen sich auf Tsd. EUR 5.644 (2022: Tsd. EUR 7.429).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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25 FINANZERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Zinserträge aus Bankguthaben 8.326 4.063
Sonstige Finanzerträge 410 187
Summe Finanzerträge 8.736 4.250
26 FINANZAUFWENDUNGEN  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten (45.479) (22.686)
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten (3.850) (2.919)
Sonstige Finanzaufwendungen (8.948) (6.544)
Summe Finanzaufwendungen (58.277) (32.149)
Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsanstieg für die   variabel verzinsten Kredite sowie weiteren Finanzierungen für die erfolgten Akquisitionen und organische Wachstumspro-  jekte. Die sonstigen Finanzaufwendungen beinhalten insbesondere die Bereitstellungsprovision für nicht ausgenützte Kre-  ditlinien sowie Provisionen im Zusammenhang mit Erwerbsfinanzierungen.  
27 SONSTIGES FINANZERGEBNIS – NETTO  
(in Tausend EUR) 2023 2022
Wechselkursgewinne und -verluste – netto (13.155) (15.386)
Nettozinsaufwand aus Personalverpflichtungen (3.659) (1.701)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 1.350 1.376
Dividendenerträge 443 408
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung (IAS 29) 3.756 353
Übrige sonstige Finanzerträge 462 6
Übrige sonstige Finanzaufwendungen (599) (529)
Sonstiges Finanzergebnis – netto (11.402) (15.473)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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28 ERGEBNIS JE AKTIE  
Der Gewinn je Aktie wird gemäß IAS 33 „Ergebnis je Aktie“ ermittelt. Demnach sind zwei Kenngrößen, der unverwässerte   und der verwässerte Gewinn je Aktie, zu berechnen und auszuweisen. Der unverwässerte Gewinn je Aktie wird durch die  Division des auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteiles am Jahresüberschuss durch die gewichtete durch-  schnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien während des Geschäftsjahres ermittelt. Da es weder zum 31. Dezember 2023  noch zum 31. Dezember 2022 verwässerungsfähige Aktienbezugsrechte gibt, war eine Berechnung des verwässerten Ge-  winnes je Aktie nicht erforderlich. Dieser entspricht somit dem unverwässerten Gewinn je Aktie.  
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunter-   nehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des  Jahres im Umlauf befinden, geteilt.  
2023 20221)
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Tausend EUR) 87.198 343.860
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien 20.000.000 20.000.000
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes unverwässertes Ergebnis
je Aktie (in EUR) 4,36 17,19
1) angepasst — siehe Anhangangabe 5  
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2023, unverändert zum Vorjahr, 20.000.000 Stück.  
29 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN  
Verpflichtungen aus anhängigen Verfahren bzw. ähnliche Ansprüche  
Gegen den Konzern sind verschiedene Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig, die sich aus der gewöhnlichen Ge-   schäftstätigkeit ergeben. Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen geht der Konzern davon aus, dass alle  Verfahren bzw. Ansprüche keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage oder das konsolidierte Ergebnis haben werden,  obwohl der Ausgang einzelner Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann.  
Umweltverpflichtungen  
Der Konzern unterliegt in Umweltangelegenheiten verschiedenen staatlichen Auflagen und Gesetzen in den jeweiligen  Ländern. Ausgaben für jene Maßnahmen, die der Behebung von Umweltangelegenheiten aus der vergangenen Geschäfts-  tätigkeit zuzuordnen sind und die keinen nennenswerten zukünftigen Nutzen erwarten lassen, werden sofort aufwands-  wirksam erfasst. Sofern ein Aufwand wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet der Konzern Rückstel-  lungen für Umweltrisiken und Nachsorgeverpflichtungen (siehe Anhangangabe 15 und 18).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Die Verpflichtungen aus verbindlich kontrahierten Investitionsprojekten für Sachanlagen und immaterielle Vermögens-  werte betragen zum 31. Dezember 2023 Tsd. EUR 174.791 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 201.754). Diese Entwicklung  ist insbesondere auf geplante konzernweite Investitionsprogramme mit Fokus auf Ausbau und Erneuerung zurückzuführen.   Darüber hinaus bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen im Zusammenhang mit der Rohstoff- und Energieversor-  gung des Konzerns, welche durch das Beschaffungsmanagement gesteuert werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
116  
30 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN  
Der Aufwand für von sonstigen nahestehenden Unternehmen bezogene Rohstoffe für die Kartonerzeugung betrug im   Geschäftsjahr 2023 Tsd. EUR 8.606 (2022: Tsd. EUR 7.317). Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegenüber sonstigen  nahestehenden Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 417  (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 0).  
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. EUR 1.194 (2022:   Tsd. EUR 2.501) erzielt. Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lie-  ferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. EUR 404 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 672).  
Der Aufwand für von Gemeinschaftsunternehmen bezogene Rohstoffe betrug im Geschäftsjahr 2023 Tsd. EUR 5.942   (2022: Tsd. EUR 7.451). Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegenüber Gemeinschaftsunternehmen Verbindlichkeiten aus  Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 666 (31. Dezember 2022: Tsd. EUR 713).  
Die Geschäfte mit diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.  
Als nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns (aktive Vorstands- und Aufsichtsratsmit-   glieder der Mayr-Melnhof Karton AG) und deren nahe Angehörige anzusehen. Für Informationen zu Managementvergütung  siehe Anhangangabe 22.  
Der Aufwand für von Aufsichtsratsmitgliedern erbrachte Beratungsleistungen betrug im Geschäftsjahr 2023   Tsd. EUR 8 (2022: Tsd. EUR 40). Weder zum 31. Dezember 2023 noch zum 31. Dezember 2022 bestanden Verbindlich-  keiten in diesem Zusammenhang. Es wurden marktübliche Sätze für derartige Beratungsleistungen in Rechnung gestellt.  
Für Informationen zu Beiträgen in den britischen Pensionsplan siehe Anhangangabe 15.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks und kurzfristig veranlagte Sicht-   einlagen bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Zahlungsmittel in Fremdwährung  werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Die so definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente liegen der Kon-  zerngeldflussrechnung zugrunde und beinhalten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
Festgeld 277.077 51.009
Bank- und Kassenbestand 479.134 228.235
Sonstige gebundene Bankguthaben 1.304 819
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 757.515 280.063
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode vom Konzernabschluss abgeleitet, die Cash   Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden hingegen direkt anhand der Geldzu- und -abflüsse ermittelt.  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erhöhte sich von Tsd. EUR 299.738 auf Tsd. EUR 786.235. Einem deutlichen   Rückgang im cashwirksamen Ergebnis stand ein starker Abbau im Working Capital gegenüber, welcher insbesondere auf  das Profit & Cash Protection-Programm sowie die verstärkte Nutzung von Factoringvereinbarungen zurückzuführen ist.  
Die sonstigen Anpassungen im Cash Flow aus dem Ergebnis resultieren vor allem aus der Veränderung der langfristigen   Rückstellungen sowie Effekten aus Wechselkursänderungen.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von Tsd. EUR -573.297 auf Tsd. EUR -409.050. Höheren Aus-   zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten im aktuellen Jahr standen im Wesentli-  chen die Bezahlung der Kaufpreise für den Erwerb der Pharmaverpackungsgruppe Eson Pac und von Essentra Packaging  sowie Einzahlungen aus dem Verkauf der russischen Packagingwerke im Vorjahr gegenüber. Die Auszahlungen für den  Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten erhöhten sich dem intensivierten Investitionsprogramm  entsprechend von Tsd. EUR 329.388 im Vorjahr auf Tsd. EUR 425.346.  
Die im Rahmen des Unternehmenserwerbes von Eson Pac angesetzte bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde im Mai   2023 vereinbarungsgemäß in Höhe von Tsd. EUR 6.879 bezahlt. Im Dezember 2023 wurde die Forderung aus der Über-  zahlung des Kaufpreises aus dem Erwerb von Essentra Packaging in Höhe von Tsd. EUR 5.374 vereinnahmt, woraus sich  die Nettoposition von Tsd. EUR -1.505 ergibt.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich vor allem aufgrund der geringeren Aufnahme von Finanzie-  rungen und höheren Zinsauszahlungen von Tsd. EUR 191.894 auf Tsd. EUR 103.378.
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
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Die folgende Aufstellung zeigt eine Überleitung der Finanzverbindlichkeiten aus zahlungswirksamen und nicht zahlungs-   wirksamen Veränderungen:  
Langfristige Kurzfristige
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2023 1.674.040 87.549 1.761.589
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 249.210 150.499 399.709
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (1.001) (153.406) (154.407)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen 248.209 (2.907) 245.302
Wechselkurseffekte 1.663 780 2.443
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (154.970) 165.092 10.122
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen (153.307) 165.872 12.565
Stand am 31. Dez. 2023 1.768.942 250.514 2.019.456
In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Veränderungen sind auch Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten enthalten, denen   der Erwerb von Vermögenswerten in gleicher Höhe gegenübersteht. Des Weiteren beinhaltet diese Position Umbuchungen  von langfristigen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.  
Langfristige Kurzfristige
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 1.349.074 74.003 1.423.077
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 315.000 228.589 543.589
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (10.098) (237.564) (247.662)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen 304.902 (8.975) 295.927
Änderungen des Konsolidierungskreises 23.468 10.474 33.942
Wechselkurseffekte (2.203) (211) (2.414)
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (1.201) 12.258 11.057
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen 20.064 22.521 42.585
Stand am 31. Dez. 2022 1.674.040 87.549 1.761.589
32 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG UND WEITERE  
INFORMATIONEN  
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und   Ertragslage des Konzerns haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
119  
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33 BETEILIGUNGSLISTE  
2023
Nenn- Ange-
kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Mayr-Melnhof Karton
Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1)
MM Service GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER
CP (CartPrint) International Trading AG,
Worb (CHE) CHF 100 100,00 % VK1)
free-com solutions GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 51,00 % VK1)
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang
Gesellschaft m.b.H.,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 190 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FollaCell AS,
Follafoss (NOR) NOK 10.000 100,00 % VK1)
MM Frohnleiten GmbH,
Frohnleiten (AUT) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Gernsbach GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 9.205 100,00 % VK1)
MM Kolicevo d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 12.828 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Absorbex Oy,
Kotka (FIN) EUR 100,00 % 2 VK1)
MM Kotkamills Boards Oy,
Kotka (FIN) EUR 10.200 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Oy,
Kotka (FIN) EUR 80 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Wood Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kwidzyn Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1)
MM Neuss GmbH,
Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1)
Nomamasa GmbH,
Düsseldorf (DEU) EUR 25 100,00% VK1)
Tor-Pal Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 384 92,59 % VK1)
2022
Nenn- Ange-
kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Mayr-Melnhof Karton
Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1)
MM Service GmbH,
Wien (AUT)   EUR 35 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER
CP (CartPrint) International Trading AG,
Worb (CHE)   CHF 100 100,00 % VK1)
free-com solutions GmbH,
Wien (AUT)   EUR 35 51,00 % VK1)
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang
Gesellschaft m.b.H.,
Reichenau/Rax (AUT)   EUR 190 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER GmbH,
Wien (AUT)   EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FollaCell AS,
Follafoss (NOR)   NOK 10.000 100,00 % VK1)
MM Frohnleiten GmbH,
Frohnleiten (AUT)   EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Gernsbach GmbH,
Gernsbach (DEU)   EUR 9.205 100,00 % VK1)
MM Kolicevo d.o.o.,
Domzale (SVN)   EUR 12.828 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Absorbex Oy,
Kotka (FIN)   EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Boards Oy,
Kotka (FIN)   EUR 10.200 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Oy,
Kotka (FIN)   EUR 80 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Wood Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kwidzyn Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1)
MM Neuss GmbH,
Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1)
Nomamasa GmbH,
Düsseldorf (DEU) EUR 25 100,00% VK1)
Tor-Pal Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 384 92,33 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
120  
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2023
Nenn- Ange-
kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Handels- und Vertriebs-
gesellschaften von MM Board & Paper
Keminer Remmers Spiehs
Kartonhandels GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 1.280 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel
Tehran Co., Teheran (IRN) IRR 100.000 36,00 % NE2)
MM Board Benelux B.V.,
Amstelveen (NLD) EUR 91 100,00 % VK1)
MM Board Bulgaria EOOD,
Sofia (BGR) BGN 5 100,00 % VK1)
MM Board Czech s.r.o.,
Prag (CZE) CZK 820 100,00 % VK1)
MM Board France SARL,
Paris (FRA) EUR 8 100,00 % VK1)
MM Board Germany GmbH,
Neuss (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM B&P Hungary Kft.,
Budaörs (HUN) HUF 20 100,00 % VK1)
MM Board Italy SRL,
Mailand (ITA) EUR 51 75,00 % VK1)
MM Board Mexico S. de R. L. de C. V.,
Monterrey (MEX) MXN 3 100,00 % VK1)
MM Board North Africa SARL,
Tunis (TUN) TND 80 100,00 % VK1)
MM Board Polska Sp. z o. o.,
Posen (POL) PLN 50 100,00 % VK1)
MM Board SI d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 30 100,00 % VK1)
MM Board Spain S.A.,
Barcelona (ESP) EUR 60 75,00 % VK1)
MM Board UK Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 1.000 100,00 % VK1)
MM Board & Paper Sales GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM Board & Paper USA Inc.,
Wilmington (USA) USD 0 100,00 % VK1)
MM Karton Russia LLC,
Moskau (RUS) RUB 14.290 100,00 % VK1)
MM Shared Services Sp. z. o. o.,
Warschau (POL) PLN 5.662 100,00 % VK1)
Varsity Packaging Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 300 100,00 % VK1)
2022
Nenn- Ange-
kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Handels- und Vertriebs-
gesellschaften von MM Board & Paper
Keminer Remmers Spiehs
Kartonhandels GmbH,
Gernsbach (DEU)   EUR 1.280 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel
Tehran Co., Teheran (IRN)   IRR 100.000 36,00 % NE2)
MM Board Benelux B.V.,
Amstelveen (NLD)   EUR 91 100,00 % VK1)
MM Board Bulgaria EOOD,
Sofia (BGR)   BGN 5 100,00 % VK1)
MM Board Czech s.r.o.,
Prag (CZE)   CZK 820 100,00 % VK1)
MM Board France SARL,
Paris (FRA)   EUR 8 100,00 % VK1)
MM Board Germany GmbH,
Neuss (DEU)   EUR 26 100,00 % VK1)
MM B&P Hungary Kft.,
Budaörs (HUN)   HUF 20 100,00 % VK1)
MM Board Italy SRL,
Mailand (ITA)   EUR 51 75,00 % VK1)
- - - - -
MM Board North Africa SARL,
Tunis (TUN)   TND 80 100,00 % VK1)
MM Board Polska Sp. z o. o.,
Posen (POL)   PLN 50 100,00 % VK1)
MM Board SI d.o.o.,
Domzale (SVN)   EUR 30 100,00 % VK1)
MM Board Spain S.A.,
Barcelona (ESP)   EUR 60 75,00 % VK1)
MM Board UK Limited,
Theale-Reading (GBR)   GBP 1.000 100,00 % VK1)
MM Board & Paper Sales GmbH,
Wien (AUT)   EUR 35 100,00 % VK1)
- - - - -
MM Karton Russia LLC,
Moskau (RUS)   RUB 14.290 100,00 % VK1)
MM Shared Services Sp. z. o. o.,
Warschau (POL)   PLN 5.662 100,00 % VK1)
Varsity Packaging Limited,
Theale-Reading (GBR)   GBP 300 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
121  
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2023
Ange-
Nennkapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
MM PACKAGING
Beaucrest Limited,
Hong Kong (HKG) HKD 1 100,00 % NK4)
C. P. Schmidt Verpackungs-Werk
Beteiligungsgesellschaft mbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 180 100,00 % VK1)
Danubia International,
Kiew (UKR) UAH 1 100,00 % NK4)
Gundlach GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 52 100,00 % VK1)
MM Packaging Solutions Ibérica S.L.U.,
Valencia (ESP) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Packaging GmbH/Jordan PSC,
Amman (JOR) JOD 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Packaging Marinetti
Limitada, Santiago de Chile (CHL) CLP 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Printing and Packaging
Tehran Company, Private Joint Stock,
Teheran (IRN) IRR 514.800.000 100,00 % VK1)
MM Bangor Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 0 100,00 % VK1)
MM Clayton LLC,
Wilmington (USA) USD 181 100,00 % VK1)
MM C.P. Schmidt GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac AB,
Veddige (SWE) SEK 10.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac Denmark A/S,
Taastrup (DEN) DKK 6.000 100,00 % VK1)
- - - - -
- - - - -
MM Fiber Packaging S.A.U.,
Barcelona (ESP) EUR 1.920 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging Ireland Limited,
Dublin (IRL) EUR 378 100,00 % VK1)
MM Graphia Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 5.538 100,00 % VK1)
MM Graphia Bielefeld GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 526 100,00 % VK1)
2022
Ange-
Nennkapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
MM PACKAGING
Beaucrest Limited,
Hong Kong (HKG)   HKD 1 100,00 % NK4)
C. P. Schmidt Verpackungs-Werk
Beteiligungsgesellschaft mbH,
Kaiserslautern (DEU)   EUR 180 100,00 % VK1)
Danubia International,
Kiew (UKR)   UAH 1 100,00 % NK4)
Gundlach GmbH,
Bielefeld (DEU)   EUR 52 100,00 % VK1)
MM Packaging Solutions Ibérica S.L.U.,
Valencia (ESP)   EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Packaging GmbH/Jordan PSC,
Amman (JOR)   JOD 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Packaging Marinetti
Limitada, Santiago de Chile (CHL)   CLP 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Printing and Packaging
Tehran Company, Private Joint Stock,
Teheran (IRN)   IRR 514.800.000 100,00 % VK1)
MM Bangor Ltd.,
Bradford (GBR)   GBP 0 100,00 % VK1)
MM Clayton LLC,
Wilmington (USA)   USD 181 100,00 % VK1)
MM C.P. Schmidt GmbH,
Kaiserslautern (DEU)   EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac AB,
Veddige (SWE)   SEK 10.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac Denmark A/S,
Taastrup (DEN)   DKK 6.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac International AB,
Veddige (SWE) SEK 89 100,00 % VK1)
MM Eson Pac Norway AS,
Sarpsborg (NOR) NOK 4.100 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging S.A.U.,
Barcelona (ESP)   EUR 1.920 100,00 % VK1)
MM Fiber Packaging Ireland Limited,
Dublin (IRL)   EUR 378 100,00 % VK1)
MM Graphia Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU)   EUR 5.538 100,00 % VK1)
MM Graphia Bielefeld GmbH,
Bielefeld (DEU)   EUR 526 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
122  
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2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in %   methode
MM Graphia GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MM Graphia Izmir Karton sanayi ve
ticaret anonim sirketi,
Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1)
MM Graphia Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1)
MM Gravure Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1)
MM Innovaprint GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Labels Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 34.078 100,00 % VK1)
MM Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 53.500 100,00 % VK1)
MM Nekicesa S.L.U.,
Madrid (ESP) EUR 18.881 100,00 % VK1)
MM Neupack GmbH,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1)
MM Newport Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 1.231 100,00 % VK1)
MM Packaging Behrens GmbH,
Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Packaging Caesar GmbH,
Traben-Trarbach(DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Colombia S.A.S.,
Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Deeside Limited,
Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1)
MM Packaging Deutschland GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM PACKAGING GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM PACKAGING France S.A.S.,
Monéteau (FRA) EUR 7.289 100,00 % VK1)
MM Packaging Italy S. r. l.,
Podenzano (ITA) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Leeuwarden B. V.,
Leeuwarden (NLD) EUR 18 100,00% VK1)
MM Packaging Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Puerto Rico Inc.,
Guaynabo (PRI) USD 1 100,00% VK1)
MM Packaging Romania S. R. L.,
Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1)
2022
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
MM Graphia GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MM Graphia Izmir Karton sanayi ve
ticaret anonim sirketi,
Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1)
MM Graphia Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1)
MM Gravure Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1)
MM Innovaprint GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
- - - - -
MM Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 53.500 100,00 % VK1)
MM Nekicesa S.L.U.,
Madrid (ESP) EUR 18.881 100,00 % VK1)
MM Neupack GmbH,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1)
MM Newport Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 1.231 100,00 % VK1)
MM Packaging Behrens GmbH,
Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Packaging Caesar GmbH,
Traben-Trarbach (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Colombia S.A.S.,
Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Deeside Limited,
Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1)
MM Packaging Deutschland GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM PACKAGING GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM PACKAGING France S.A.S.,
Monéteau (FRA) EUR 7.289 100,00 % VK1)
MM Packaging Italy S. r. l.,
Podenzano (ITA) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Leeuwarden B. V.,
Leeuwarden (NLD) EUR 18 100,00% VK1)
MM Packaging Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Puerto Rico Inc.,
Guaynabo (PRI) USD 1 100,00% VK1)
MM Packaging Romania S. R. L.,
Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
123  
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2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
MM Packaging Sarreguemines S. A. R. L.,
Sarreguemines(FRA) EUR 4.115 100,00 % VK1)
MM Packaging Schilling GmbH,
Heilbronn (DEU) EUR 2.500 100,00 % VK1)
MM Packaging & Securing Solutions
Limited, Bradford (GBR) GBP 70.149 100,00 % VK1)
MM Packaging UK Limited,
Bradford (GBR) GBP 139.391 100,00 % VK1)
MM Packaging Ukraine LLC,
Cherkassy (UKR) UAH 56.896 100,00 % VK1)
MM Packaging Vidon Limited Liability
Company, Ho Chi Minh City (VNM) VND 280.000.000 100,00 % VK1)
MM Premium Vienna GmbH,
Wien (AUT) EUR 3.050 100,00 % VK1)
MM Packaging US Inc.,
Wilmington (USA) USD 5 100,00 % VK1)
MM Wolfen GmbH,
Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MMP Neupack Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 28.700 100,00 % VK1)
MMP Packetis SAS,
Chazelles (FRA) EUR 1.677 100,00 % VK1)
MMP Premium Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 26.000 100,00 % VK1)
MMP Premium Printing Center GmbH,
Trier (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MMP Premium SAS,
Ancenis (FRA) EUR 6.686 100,00 % VK1)
MPC Besitzgesellschaft mbH,
Traun (AUT) EUR 3.700 100,00 % VK1)
PacProject GmbH,
Hamburg (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
Private Aktiengesellschaft „Graphia
Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1)
Société Tunisienne des Emballages
Modernes, Tunis (TUN) TND 9.640 45,00 % EK3)
2022
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
MM Packaging Sarreguemines S. A. R. L.,
Sarreguemines (FRA)   EUR 4.115 100,00 % VK1)
MM Packaging Schilling GmbH,
Heilbronn (DEU)   EUR 2.500 100,00 % VK1)
MM Packaging & Securing Solutions
Limited, Bradford (GBR)   GBP 70.149 100,00 % VK1)
MM Packaging UK Limited,
Bradford (GBR)   GBP 139.391 100,00 % VK1)
MM Packaging Ukraine LLC,
Cherkassy (UKR)   UAH 56.896 100,00 % VK1)
MM Packaging Vidon Limited Liability
Company, Ho Chi Minh City (VNM)   VND 280.000.000 100,00 % VK1)
MM Premium Vienna GmbH,
Wien (AUT)   EUR 3.050 100,00 % VK1)
MM Packaging US Inc.,
Wilmington (USA)   USD 5 100,00 % VK1)
MM Wolfen GmbH,
Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen (DEU)   EUR 25 100,00 % VK1)
MMP Neupack Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL)   PLN 28.700 100,00 % VK1)
MMP Packetis SAS,
Chazelles (FRA)   EUR 1.677 100,00 % VK1)
MMP Premium Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL)   PLN 26.000 100,00 % VK1)
MMP Premium Printing Center GmbH,
Trier (DEU)   EUR 500 100,00 % VK1)
MMP Premium SAS,
Ancenis (FRA)   EUR 6.686 100,00 % VK1)
MPC Besitzgesellschaft mbH,
Traun (AUT)   EUR 3.700 100,00 % VK1)
PacProject GmbH,
Hamburg (DEU)   EUR 26 100,00 % VK1)
Private Aktiengesellschaft „Graphia
Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1)
Société Tunisienne des Emballages
Modernes, Tunis (TUN)   TND 9.640 45,00 % EK3)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
124  
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2023
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret
anonim sirketi, Izmir (TUR) TRY 116.331 100,00 % VK1)
TANN ARGENTINA S.A.,
Buenos Aires (ARG) ARS 12 100,00 % NK4)
Tann Beteiligungs GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Colombiana S.A.S. i.L.,
La Ceja/Medellin (COL) COP 351.000 100,00 % VK1)
TANN GERMANY GmbH,
Glinde (DEU) EUR 512 100,00 % VK1)
TANN Holding GmbH,
Traun (AUT) EUR 70 100,00 % VK1)
TANN Invest GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Longyou Ltd.,
Longyou (Zhejiang) (CHN) CNY 97.245 95,69 % VK1)
TANN PAPER Limited,
Woodstock (New Brunswick) (CAN) CAD 600 100,00 % VK1)
TANN Philippines, Inc.,
Santo Tomas (Batangas) (PHL) PHP 470.000 100,00 % VK1)
TANN Service GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Shanghai Co., Ltd.,
Shanghai (CHN) CNY 31.522 51,00 % VK1)
TANNPAPIER GmbH,
Traun (AUT) EUR 1.000 100,00 % VK1)
TBG Development Philippines, Inc.,
Makati City (Metro Manila) (PHL) PHP 53.320 100,00 % VK1)
VTV Verpackungstechnische Verfahren
GmbH, Kaiserslautern (DEU) EUR 200 100,00 % VK1)
Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd.,
Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3)
2022
Ange-
Nennkapital wandte
in 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Währ- Währungs- ausm dierungs-
Name der Gesellschaft ung einheiten in % methode
Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret
anonim sirketi, Izmir (TUR)   TRY 116.331 100,00 % VK1)
TANN ARGENTINA S.A.,
Buenos Aires (ARG)   ARS 12 100,00 % NK4)
Tann Beteiligungs GmbH,
Traun (AUT)   EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Colombiana S.A.S. i.L.,
La Ceja/Medellin (COL)   COP 351.000 100,00 % VK1)
TANN GERMANY GmbH,
Glinde (DEU)   EUR 512 100,00 % VK1)
TANN Holding GmbH,
Traun (AUT)   EUR 70 100,00 % VK1)
TANN Invest GmbH,
Traun (AUT)   EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Longyou Ltd.,
Longyou (Zhejiang) (CHN)   CNY 97.245 95,69 % VK1)
TANN PAPER Limited,
Woodstock (New Brunswick) (CAN)   CAD 600 100,00 % VK1)
TANN Philippines, Inc.,
Santo Tomas (Batangas) (PHL)   PHP 470.000 100,00 % VK1)
TANN Service GmbH,
Traun (AUT)   EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Shanghai Co., Ltd.,
Shanghai (CHN)   CNY 31.522 51,00 % VK1)
TANNPAPIER GmbH,
Traun (AUT)   EUR 1.000 100,00 % VK1)
TBG Development Philippines, Inc.,
Makati City (Metro Manila) (PHL)   PHP 53.320 100,00 % VK1)
VTV Verpackungstechnische Verfahren
GmbH, Kaiserslautern (DEU)   EUR 200 100,00 % VK1)
Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd.,
Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3)
Der Stimmrechtsanteil weicht von den Eigentumsanteilen nicht ab. Das Mutterunternehmen hält keine Vorzugsanteile an den Tochterunternehmen.  
1) VK ... voll konsolidiertes Unternehmen  
2) NE ... Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziiertes Unternehmen, jedoch aufgrund von Unwesentlichkeit nicht „at equity“-bilanziert  
3) EK ... „at equity“-bilanziertes Unternehmen  
4) NK ... aus Unwesentlichkeit nicht konsolidiertes Unternehmen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
125  
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34 ORGANE  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter Oswald (Vorsitzender)  
Mag. Franz Hiesinger (Mitglied des Vorstandes)  
Aufsichtsrat  
Dr. Wolfgang Eder (Vorsitzender, seit 26. April 2023)  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner (Vorsitzender, bis 26. April 2023)  
Dr. Nikolaus Ankershofen (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Mag. Johannes Goess-Saurau (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander Leeb (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Andreas Hemmer (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard Novotny (Arbeitnehmervertreter)  
Wien , am 11. März 2024  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
Konzernabschluss  
126  
Konzernabschluss  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Konzernabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der  
Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Kon-  
zerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzerngeldflussrechnung für das an  
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und  
der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Inter-  
national Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen  
des § 245 a UGB.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und  
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und  
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen  
beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis  
zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für  
unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am be-  
deutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zu-  
sammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu  
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
127  
Konzernabschluss  
1. Werthaltigkeit des Geschäfts(Firmen)wertes der operativen Segmente MM Board & Paper bzw.  
MM Packaging sowie Werthaltigkeit der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw.  
Gruppe von Vermögenswerten  
Sachverhalt  
Im Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, werden unter dem Bilanzposten „immaterielle Ver-  
mögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“, Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Tsd. EUR 790.725 ausgewiesen,  
die damit rund 15,6 % der Bilanzsumme des Konzerns repräsentieren. Dieser Posten betrifft mit Tsd. EUR 457.245 den Ge-  
schäfts- oder Firmenwert MM Board & Paper, welcher insbesondere aus dem Erwerb der Produktionsstandorte Kotkamills  
(Finnland) und Kwidzyn (Polen) im Geschäftsjahr 2021 resultiert bzw. mit Tsd. EUR 333.480 den Geschäfts- oder Firmenwert  
MM Packaging, welcher insbesondere aus dem im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Erwerb von Essentra Packaging resultiert.  
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen vom Management einem  
verpflichtenden Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Darüber hinaus wer-  
den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. EUR 257.021  
und Sachanlagen in Höhe von Tsd. EUR 2.056.030 ausgewiesen. Das Management beurteilt bei Vorliegen von Anhaltspunkten  
gemäß IAS 36, ob die Buchwerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wertgemindert sein könnten.  
Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts(Firmen)wert erfolgt auf Ebene des operativen Segments MM Board & Paper  
bzw. MM Packaging, welchem der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird  
ein Wertminderungsaufwand des Geschäfts(Firmen)wertes erfasst, wenn der Buchwert des operativen Segments als zah-  
lungsmittelgenerierende Einheit den entsprechenden erzielbaren Betrag übersteigt. Zudem wird ein Wertminderungsauf-  
wand erfasst, soweit der Buchwert eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer zahlungsmit-  
telgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes, einer Gruppe  
von Vermögenswerten bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungs-  
wert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertmin-  
derung vorliegen, sind externe und interne Informationsquellen zu berücksichtigen. Hierbei werden auch Erwartungen in  
Bezug auf die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren  
sowie die erwarteten Entwicklungen der Rohstoffpreise (insbesondere Holz, Altpapier) als auch der Energiekosten und die  
Auswirkung des Klimawandels auf die Geschäftstätigkeit des Segments berücksichtigt. Der Konzern ermittelt den Nut-  
zungswert mittels eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF-Methode). Neben Prognosen der zukünftigen Zahlungs-  
ströme („Free Cash Flows“) vor Steuern ist insbesondere auch der Kapitalisierungszinssatz (WACC) als stark ermessens-  
behaftet einzustufen. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der operativen  
Segmente bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des operativen Segments.  
Da sich bereits geringfügige Änderungen im Kapitalisierungszinssatz bzw. der zukünftigen CashFlows wesentlich auf den  
erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf die Ermittlung des Nutzungswerts und somit die Werthal-  
tigkeit der Geschäfts(Firmen)werte der Gruppe von Vermögenswerten bzw. des Buchwerts der zahlungsmittelgenerieren-  
den Einheiten erhebliche Schätzungsunsicherheiten. Sollte bei Vorliegen von Anhaltspunkten eines möglichen Wertmin-  
derungsbedarfs der Nutzungswert unterhalb der Buchwerte eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten  
bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegen, ermittelt das Management unter Beiziehung von externen unab-  
hängigen Gutachtern den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten des Vermögenswertes, der Gruppe von  
Vermögenswerten und der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wobei ein rechnerischer Wertminderungsbedarf auf  
Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die dieser zugehörigen Vermögenswerte bis maximal auf ihren jeweili-  
gen Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten allokiert wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
128  
Konzernabschluss  
Im Geschäftsjahr 2023 kam es auf Basis der Wertminderungstests auf (Geschäfts(Firmen)wert tragender Segmentebene  
zu keiner Erfassung von Wertminderungen von Geschäfts(Firmen)werten. Im Geschäftsjahr 2023 kam es auf Basis von  
Wertminderungstests zahlungsmittelgenerierender Einheiten zu keiner Erfassung von Wertminderungen von Buchwerten.  
Die Bewertung des erzielbaren Betrags ist komplex und bedarf entsprechender Expertise und ist in wesentlichem Ausmaß  
von bedeutsamen Annahmen und ermessensbehafteten Entscheidungen des Managements abhängig. Es besteht das Risiko  
für den Konzernabschluss, dass die dem Wertminderungstest zugrunde liegenden Bewertungsannahmen bei einer nicht an-  
gemessenen Ermittlung der erzielbaren Beträge der Vermögenswerte, der Gruppe von Vermögenswerten bzw. der zahlungs-  
mittelgenerierenden Einheit zu einer nicht identifizierten und bilanziell nicht erfassten Wertminderung führen können.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die vom Vorstand beobachteten Anhaltspunkte möglicher Wertminderungserfordernisse überprüft und die  
Buchwerte der hierbei identifizierten risikobehafteten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten hinsichtlich eines Wertmin-  
derungsbedarfs untersucht.  
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter teilweiser Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten unter anderem das  
methodische Vorgehen zur Identifikation von Anhaltspunkten für einen Wertberichtigungsbedarf sowie zur Durchführung  
des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Zudem haben wir uns von der Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und  
Inputparameter zu der geplanten Entwicklung der zukünftigen Zahlungsströme vor Steuern sowie von der Bewertung der  
Nutzungswerte und, wo relevant, der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten überzeugt und beurteilt, ob  
alle relevanten internen und externen Informationsquellen durch das Management berücksichtigt worden sind. Die künf-  
tigen erwarteten Zahlungsströme wurden aus dem vom Management verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten  
Budget 2024 der Segmente MM Board & Paper bzw. MM Packaging abgeleitet. Zudem haben wir die Angemessenheit der  
Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. In  
diesem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung der Umsätze und  
Ergebnismarge, der Working-Capital Entwicklung, der Investitionsniveau und potenzieller Auswirkungen des Klimawandels  
gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis,  
dass bereits geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe  
des auf diese Weise ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir diese und deren Ableitung sowohl hinsichtlich  
der einzelnen Annahmen und Parameter auf Basis unternehmensspezifischen Informationen, historischen Daten, verfüg-  
barer Marktdaten als auch vor dem Hintergrund einer kritischen Gesamtbeurteilung gewürdigt und mit den Management  
besprochen. Die bei der Ermittlung der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsmodelle haben wir auf rechnerische Rich-  
tigkeit und auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen der einschlägigen Regelungen der IFRS geprüft.  
Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die vom Management erstellten Sensitivi-  
tätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Geschäfts(Firmen)werte der operativen Segmente  
MM Board & Paper bzw. MM Packaging sowie die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Berück-  
sichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsströme gedeckt sind.  
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts(Firmen)werte bzw. zur Werthaltig-  
keit der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vollständig und sachgerecht sind. Die vom Management  
identifizierten, auf Wertminderungen zu testenden Buchwerte der Geschäfts(Firmen)werte sowie der Buchwerte der zah-  
lungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig und sachgerecht. Die hierbei getroffenen wesentlichen Annahmen  
und Ermessensentscheidungen sind nachvollziehbar und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. Die Angaben im Kon-  
zernanhang zum 31. Dezember 2023 in Bezug auf die Werthaltigkeit der Geschäft(Firmen)werte sowie der Buchwerte der  
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig und ordnungsgemäß.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
129  
Konzernabschluss  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Konzernanhang zum  
31. Dezember 2023 unter Anhangangabe 6 – „Entwicklung des Anlagevermögens“ in Punkt 6.1 – „Sachanlagen inklusive  
Leasingverhältnissen“, Punkt 6.2 – „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ und in Punkt 6.3 –  
„Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten“.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen  
alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den  
Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu  
keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-  
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernab-  
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt  
erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informa-  
tionen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informa-  
tionen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu  
berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Über-  
einstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den  
zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des  
Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig  
erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen  
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Kon-  
zerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu  
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-  
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls  
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
130  
Konzernabschluss  
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,  
dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern  
beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-  
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung  
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder  
Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen  
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,  
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein  
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollstän-  
digkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshand-  
lungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil  
zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie  
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit  
zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortfüh-  
rung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnach-  
weise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche  
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schluss-  
folgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf  
die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,  
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres  
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Ab-  
kehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben  
sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass  
ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir erlangen ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäfts-  
tätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für  
die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser  
Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Ein-  
teilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Män-  
gel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
131  
Konzernabschluss  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur  
Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von  
denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf  
vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es  
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestim-  
men in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil  
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche  
Interesse übersteigen würden.  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Konzernlagebericht  
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er  
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durch-  
geführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt, enthält  
zutreffende Angaben nach § 243 a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
132  
Konzernabschluss  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2023 als Abschlussprüfer gewählt und im Anschluss vom  
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesellschaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 11. März 2024  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns be-  
stätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-  
gen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu  
beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
133  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Lagebericht  
GEM. § 243 UGB DER MAYR-MELNHOF KARTON AKTIENGESELLSCHAFT ÜBER  
DAS GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023  
Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft ist die geschäftsleitende Holdinggesellschaft des Mayr-Melnhof Konzerns,  
der in zwei operativen Segmenten geführt wird: MM Board & Paper und MM Packaging.  
MM Board & Paper produziert und vermarktet ein vielfältiges Angebot an Karton- und Papierprodukten für ein breites  
Einsatzspektrum im Verpackungs- und Food-Service-Bereich auf Basis von Recycling- und Frischfasern. Anwendungs-  
schwerpunkte sind Food & Specialities sowie der Premiumbereich (Pharma & Healthcare, Beauty & Personal Care etc.).  
Kraftpapiere werden insbesondere an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche und die Laminatindustrie verkauft, unge-  
strichene Feinpapiere vor allem an Papier-/Bürobedarfshändler. MM Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln und  
deckt bei Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes ein breites Branchenportfolio in den beiden Hauptmärk-  
ten Food & Specialities und Premium ab. Das hoch spezialisierte Premiumgeschäft umfasst die Bereiche Pharma,  
Healthcare, Beauty, Personal Care, Cigarette und Luxury. Die von der Gesellschaft wahrgenommenen Führungs- und Steu-  
erungsaufgaben umfassen die Bereiche Strategie, Investitionen, Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Finanz- und Risi-  
komanagement, Investor Relations, Qualitätswesen, Einkauf, Informationstechnologie und Human Resources.  
1 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS IN 2023  
1.1 Branchenentwicklung  
Die Nachfrage auf den europäischen Karton- und Papiermärkten bewegte sich nach einem signifikanten Einbruch im  
4. Quartal des Vorjahres im Verlauf 2023 auf tiefem Niveau mit Marktrückgängen von ca. 20 % in einzelnen Produktgrup-  
pen. Neben anhaltendem Lagerabbau entlang der Supply Chain waren die schwache Wirtschaftslage in Europa, sowie  
Änderungen im Konsumverhalten infolge der hohen Inflation wesentliche Einflussfaktoren. Darüber hinaus trugen der Weg-  
fall des russischen Marktes sowie schwache bzw. wettbewerbsintensive außereuropäische Märkte dazu bei, dass die Ka-  
pazitätsauslastung in der europäischen Branche signifikant zurückging und der Preisdruck sowohl bei Frischfaserkarton  
als auch bei Recyclingkarton erheblich zunahm. Demgegenüber verzeichneten die Faltschachtelmärkte, je nach Endmarkt,  
eine noch insgesamt heterogene Entwicklung. Sinkende Kaufkraft führte vor allem im Lebensmittelbereich zu einem Trend  
hin zu günstigeren Handelsmarken, welche zum Teil häufiger in Kunststoff verpackt sind.  
Auf den Beschaffungsmärkten lagen die Einkaufspreise für Strom und Gas wieder deutlich unter 2022, jedoch immer noch  
über dem Niveau der Vorjahre. Die Preise für Altpapier und Zellstoff waren vor allem im 1. Halbjahr rückläufig und zeigten  
danach wieder eine Aufwärtsbewegung.  
Das Jahr 2023 war weiter durch eine Konsolidierung auf Anbieterseite geprägt, aber auch durch die Bestätigung künftiger  
Kapazitätserweiterungen, vor allem bei Frischfaserkarton in Skandinavien, welche eine Herausforderung darstellen werden.  
Im Bereich Recyclingkarton konzentrierten sich die Kapazitätserweiterungen im Wesentlichen auf die Modernisierung der  
MM Kartonwerke Frohnleiten, Kolicevo und Neuss. Wie bisher ist die europäische Anbieterstruktur im Faltschachtelbereich  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
134  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
durch starke Fragmentierung gekennzeichnet. Insgesamt haben die herausfordernden Rahmenbedingungen den Druck auf  
strukturell kleinere Unternehmen der Karton- und Faltschachtelindustrie erhöht.  
1.2 Geschäftsverlauf 2023 in den Divisionen  
MM Board & Paper  
Eine bisher einzigartige Verschlechterung des Marktumfeldes mit Nachfragerückgängen von ca. 20 % in einzelnen Pro-  
duktgruppen kennzeichnete die europäische Karton- und Papierindustrie nach dem Rekordjahr 2022. Nach dem starken  
Einbruch, welcher bereits im 4. Quartal 2022 einsetzte, zeichnete sich in der 2. Jahreshälfte eine Bodenbildung ab. Das  
inflationsbedingt gedämpfte und geänderte Einkaufsverhalten der Konsumenten sowie der Abbau hoher Lagerstände in  
der Supply Chain waren wesentliche Gründe für den deutlichen Rückgang der Marktnachfrage gegenüber dem Vorjahr.  
Darüber hinaus wurde diese historisch beispiellose Situation durch den Wegfall des russischen Marktes sowie schwache  
bzw. wettbewerbsintensive Überseemärkte verstärkt. Der durchschnittliche Auftragsstand der Division lag bei 156.000  
Tonnen nach 233.000 Tonnen im Jahr zuvor.  
Entsprechend der Marktlage passte MM, wie auch die Gesamtindustrie, die Produktion durch Abstellmaßnahmen in einem  
bisher einzigartigen Ausmaß an die reduzierte Nachfrage an. Gleichzeitig setzte MM Board & Paper ein umfassendes  
Modernisierungsprogramm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei Recyclingkarton durch effizientere, nachhaltigere  
sowie innovativere Produktlösungen und Prozesse um. Daher verzeichnete MM Board & Paper in den Kartonwerken Frohn-  
leiten, Kolicevo und Neuss auch längere investitionsbedingte Stillstände, wobei letzterer rund drei Monate dauerte.  
Aufgrund hoher bestehender Marktkapazitäten hat sich der Preisdruck im Jahresverlauf massiv verstärkt. Dem standen  
niedrigere Energie- und Faserkosten sowie die positiven Effekte des implementierten Profit & Cash Protection-Planes ge-  
genüber, welche den Ergebnisdruck aus dem Mengen- und Preisverfall nur teilweise kompensieren konnten.  
Die Produktion lag mit 1.945.000 Tonnen 20,1 % unter dem Vorjahreswert (2022: 2.433.000 Tonnen). Davon entfielen  
1.472.000 Tonnen (76 %) auf Karton (2022: 1.851.000 Tonnen bzw. 76 %) und 473.000 Tonnen (24 %) auf Papiere (2022:  
582.000 Tonnen bzw. 24 %). Bezogen auf den durchschnittlichen Mitarbeiterstand wurden 421 Tonnen (2022: 520 Tonnen)  
pro Mitarbeiter:in erzeugt. Der Absatz verminderte sich analog zur Produktion um 18,5 % auf 1.948.000 Tonnen (2022:  
2.389.000 Tonnen).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.919,1 Mio. EUR mengen- und preisbedingt um 30,2 % bzw. 830,9 Mio. EUR unter dem Ver-  
gleichswert (2022: 2.750,0 Mio. EUR) und verteilten sich konstant zum Vorjahr zu 92 % auf Europa, zu 1 % auf Amerika  
und zu 7 % auf die übrige Welt (2022: 92 %; 1 %; 7 %).  
MM Packaging war mit einem Lieferanteil von rund 16 % bzw. 234.000 Tonnen Karton (2022: 15 % bzw. 264.000 Tonnen)  
unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei -19,8 Mio. EUR (2022: 405,6 Mio. EUR). Die Operating Margin belief sich auf  
-1,0 % (2022: 14,7 %), der Return on Capital Employed auf -1,1 % (2022: 24 %). Das bereinigte EBITDA erreichte  
92,7 Mio. EUR (2022: 511,1 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit stieg im Zuge der Working Capital  
Optimierung auf 291,6 Mio. EUR nach 244,4 Mio. EUR im Jahr zuvor.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Reduktion der strategischen Investition und Erhöhung des Anteiles erneuerbarer Energien bei MM Kwidzyn, Polen  
Aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Holzpreise des polnischen Staatsforste Monopols und deutlich reduzierter Marktnach-  
frage bei Papier- und Kartonprodukten wurde beschlossen, das geplante mehrjährige strategische Investitionsprojekt bei  
MM Kwidzyn mit Schwerpunkten auf Energie, weiterer Zellstoffintegration und Produktportfolio, welches Ende April 2023  
angekündigt wurde, deutlich zu reduzieren. MM Kwidzyn wird stattdessen die Investitionen darauf konzentrieren, seinen  
bereits hohen Anteil an erneuerbaren Energien von derzeit 65 % noch weiter zu erhöhen. Darüber hinaus wurden die kleine  
Papiermaschine (PM3) für Verpackungskraftpapiere stillgelegt und die Produktion von „IPACKTM Strong Pro“ auf die PM1  
und PM2 konzentriert.  
MM Packaging  
Auf dem europäischen Faltschachtelmarkt zeigte sich die Nachfrageentwicklung in 2023 insgesamt heterogen. Angesichts  
des Abbaus hoher Lagerbestände in der Lieferkette, sinkender Kaufkraft der Verbraucher und einem Trend zu  
preiswerteren Handelsmarken, die häufiger in Plastik verpackt werden, verzeichnete vor allem das Faltschachtelgeschäft  
im Lebensmittelsektor seit Jahresbeginn einen Rückgang. In der Folge war es notwendig, an einzelnen Standorten  
Schichten anzupassen. Im Gegensatz dazu zeigte unser Geschäft im Premiumsegment eine insgesamt stabilere  
Entwicklung, obwohl auch hier in einigen Märkten ein Rückgang der Auftragseingänge zu verzeichnen war.  
Das erfreuliche Wachstum von MM Packaging gegenüber dem Vorjahr resultierte großteils aus der Einbeziehung der Ak-  
quisitionen des Vorjahres im Bereich Pharmaverpackung, welcher der Verkauf der Standorte in Russland gegenüberstand.  
Die Integration der Ex-Essentra Packagingstandorte konnte erfolgreich umgesetzt werden. Optimierungen bei Qualität, Ser-  
vice und Produktivität sowie notwendige Investitionen, Restrukturierungen und die Hebung von Synergien befinden sich auf  
dem richtigen Weg, wodurch ein Ergebnis über Plan erzielt werden konnte  
Strukturelle Anpassungen im Bestandsgeschäft betrafen im Berichtsjahr insbesondere einen Verpackungsstandort in  
Deutschland, woraus Einmalaufwendungen in Höhe von rund 14 Mio. EUR resultierten.  
MM Packaging konzentriert sich im aktuellen Marktumfeld darauf einerseits zusätzliche Mengen zur Sicherstellung der Aus-  
lastung der Werke zu gewinnen, und andererseits im Rahmen des konzernweiten Profit & Cash Protection-Planes weitere  
Kosteneinsparungen und Working Capital Abbau zu realisieren.  
Die Umsatzerlöse stiegen vor allem akquisitionsbedingt um 12,1 % auf 2.431,1 Mio. EUR (2022: 2.168,7 Mio. EUR). Diese  
entfielen zu 70 % auf Europa, zu 15 % auf Amerika sowie zu 15 % auf die übrige Welt (2022: 67 %; 10 %; 23 %). MM Packaging  
beliefert in verschiedenen Konsumgüterbranchen rund 2.100 Kunden. Die Hauptmärkte sind Food, Pharma & Healthcare  
sowie Premium & Specialities, wobei Letztere die Märkte Home Care, Personal Care, Beauty, Cigarette, Luxury, E-  
Commerce und Electronics umfasst. Infolge der hohen Konzentration in den Abnehmerindustrien entfällt ein bedeutender  
Anteil des Geschäftes auf multinationale Großkunden, sodass in 2023 mit den Top-Fünf-Kunden rund 29 % (2022: 35 %)  
der Umsatzerlöse erwirtschaftet wurden.  
Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 249,0 Mio. EUR um 92,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2022:  
156,8 Mio. EUR). Sowohl im aktuellen Jahr als auch im Vorjahr waren Einmalaufwendungen für strukturelle Maßnahmen  
enthalten. Die Operating Margin erhöhte sich auf 10,2 % (2022: 7,2 %), das bereinigte EBITDA auf 357,5 Mio. EUR (2022:  
257,9 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 14,9 % (2022: 10,8 %), der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
erreichte 494,6 Mio. EUR nach 55,3 Mio. EUR in 2022.  
Die produzierte Menge lag mit 3.984 Millionen m2 leicht unter dem Vorjahresniveau (2022: 4.056 Millionen m2).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
136  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
1.3 Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2023  
Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft verglichen zum Vorjahr geringere Beteiligungserträge, denen die  
Dividendenzahlung für 2023 gegenüberstand.  
Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft war vor allem durch die Ausübung der Holdingfunktionen sowie der Verwaltung der  
Anteile an verbundenen Unternehmen gekennzeichnet.  
1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren  
(in EUR)  
2023  
2022  
Finanzergebnis  
171.736.603,44  
328.643.040,43  
Umsatzerlöse  
7.399.788,56  
39.462.609,39  
Betriebsergebnis  
(5.461.848,58)  
(38.555.602,13)  
Cash Earnings  
152.707.167,19  
295.291.181,47  
Eigenkapitalausstattung  
31,31 %  
33,62 %  
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit  
158.662.483,80  
299.108.652,45  
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit  
(386.884.740,27)  
14.071.171,42  
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit  
156.000.000,00  
245.000.000,00  
1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren  
Personal  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Umweltbelange  
Kreislaufwirtschaft ist durch unsere Konzentration auf Karton- und Papierprodukte, die vorwiegend unter Einsatz nach-  
wachsender Rohstoffe erzeugt und nach dem Gebrauch stofflich wieder vollständig verwertet werden, bereits lange im-  
manenter Teil unserer Tätigkeit. Daher sind wir bestrebt, in der aktuellen Verpackungsdiskussion durch verstärkte Innova-  
tion und nachhaltige Investitionstätigkeit im Konzern mit kompetitiven Lösungen aus Karton und Papier neue Möglichkeiten  
für die Substitution von Kunststoffen zu bieten und attraktives Zukunftspotenzial für MM zu schaffen.  
Grundlage der nachhaltigen Ausrichtung der MM Gruppe bilden unsere strategische Positionierung als Marktführer auf  
Basis von Technologie- und Innovationsführerschaft sowie die Wohlverhaltensregeln unseres Unternehmenskodex (Code  
of Conduct), welche u. a. auch die universellen Prinzipien des UN Global Compact in den Bereichen Arbeitsnormen, Men-  
schenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung miteinschließen. Laufende Zielsetzungen und Ressourcenalloka-  
tionen im Konzern folgen dieser Ausrichtung.  
Im aktuellen Trend hin zu nachhaltigen Verpackungsformen ist Kartonverpackung infolge der hohen Kreislauffähigkeit und  
natürlichen Erneuerung der Faserstoffe sehr gut positioniert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
1.6 Zweigniederlassungen  
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS  
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens in 2024  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 11. März 2024 und berücksichtigt keine Auswirkungen  
von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des Jahres 2024. Die vorangegange-  
nen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl bekannten als auch unbekannten Risiken und Un-  
sicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen  
können.  
Im stark umkämpften europäischen Karton- und Papiersektor ist für MM Board & Paper aktuell ein positiver Volumentrend  
erkennbar, gleichzeitig hält jedoch der Druck auf die Margen an. Obwohl der Lagerabbau in der Supply Chain weitgehend  
abgeschlossen ist, erwarten wir aufgrund der schwachen Wirtschaftslage in Europa und weiterhin verhaltener Verbrau-  
cherausgaben nur eine langsame Marktbelebung. Angesichts der gleichzeitig schwierigen Rahmenbedingungen auf den  
außereuropäischen Exportmärkten ist von anhaltendem Überangebot und gedämpfter Auslastung in Europa auszugehen.  
Der Druck, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, nimmt dadurch stetig zu. Dies gilt auch für MM Packaging, obwohl dieser  
Bereich aufgrund der breiten Aufstellung eine insgesamt höhere Resilienz aufweist. Vor diesem Hintergrund wird unser  
Profit & Cash Protection-Programm in 2024 konsequent weiterverfolgt und durch gezielte strukturelle Anpassungsmaß-  
nahmen ergänzt. Jüngste Erhöhungen der Herstellungskosten sollen über entsprechende Preisanpassungen weitergege-  
ben werden.  
Das für 2024 erwartete Investitionsvolumen von rund 300 Mio. EUR, welches Überlaufe aus dem Vorjahr enthält, wird sich  
auf selektive Projekte zur Steigerung der Wettbewerbsstärke konzentrieren.  
MM ist mit nachhaltigeren und innovativen Verpackungslösungen sowie der in den letzten Jahren signifikant optimierten  
Anlagenbasis und soliden Finanzierung sehr gut aufgestellt, auch die anhaltend herausfordernde Marktsituation erfolgreich  
zu meistern.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten  
Die Gesellschaft ist als geschäftsleitende Holding mit einer Anzahl von Risiken konfrontiert, die ein systematisches und  
kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen. Zu den Finanzinstrumenten, die in der Gesellschaft in bestimm-  
ten Fällen eine Konzentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen vor allem liquide Mittel, Wertpapiere und  
Forderungen aus Beteiligungserträgen. Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikoma-  
nagements erhoben, analysiert und auf Basis der definierten Risikopolitik bewältigt. Ziel ist es, die im Rahmen unserer  
Tätigkeit entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeig-  
nete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.  
Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhal-  
ten. Dabei unterscheidet man einerseits originäre Finanzinstrumente wie liquide Mittel, Wertpapiere, Forderungen und  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits  
gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus  
Änderungen von Währungskursen eingesetzt werden.  
Ein aktives Cash- und Credit-Management stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutz-  
bare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Einhaltung der Covenants aus auf-  
genommenen Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Darlehen wird zur Risikominimierung regelmä-  
ßig überwacht.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Für  
diese wurden daher keine Kundenkreditversicherungen abgeschlossen.  
Die sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen und resultieren großteils aus  
konzerninternen Cash Pool-Vereinbarungen. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation wird das Risiko als gering ange-  
sehen, da sich die verbundenen Unternehmen jederzeit am Markt refinanzieren können.  
Für unser Geschäft können zusätzlich zu den aufgeführten Risiken weitere Risiken bestehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt  
sind solche Risiken nicht bekannt oder werden diese von uns für vernachlässigbar gehalten.  
Die Gesamteinschätzung der Risikosituation der Gesellschaft weist keine bestandsgefährdenden Elemente auf. Derartige  
Risiken sind auch im kommenden Geschäftsjahr nicht zu erwarten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Gesellschaft selbst betreibt keine Forschung und Entwicklung. Die nachfolgendenden Ausführungen beziehen sich auf  
den Mayr-Melnhof Konzern.  
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MM Gruppe sind darauf ausgerichtet, durch innovative und nachhaltigere  
Lösungen die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit des Konzerns langfristig zu stärken und abzusichern. Dabei haben  
wir den Anspruch, Markt- und Zukunftstrends frühzeitig zu erkennen und für unsere Kunden sowie die gesamte Gruppe  
wertbringend zu nutzen. Damit dies langfristig gelingt, greifen wir auf ein breites Spektrum an Ressourcen in und außerhalb  
unserer Organisation zurück, motivieren, damit sich Neues entwickeln kann, und investieren kontinuierlich in die Zukunft  
von MM.  
Antrieb unserer Innovationsleistungen ist einerseits der Anspruch auf kontinuierliche Produkt- und Prozessoptimierungen,  
andererseits die rasche Umsetzung von Lösungen aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen. Darüber hinaus wollen  
wir neue Geschäftsfelder und Zielanwendungen erschließen. Produktinnovationen werden stets unter Berücksichtigung  
möglicher Risiken für die Produktsicherheit sowie unter Nutzung der Potenziale entwickelt bzw. umgesetzt.  
Moderner Innovationsprozess  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how in der Gestaltung von  
Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele zu er-  
reichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen und die Bereitschaft, den Status quo infrage zu stellen, sind  
dabei die Grundpfeiler unseres Ansatzes.  
Sämtliche Produktentwicklungen von MM durchlaufen einen vordefinierten und kontinuierlich verbesserten Prozess. Die-  
ser beginnt mit der Ideenfindung und führt unter Einbindung der Expert:innen unserer Fachabteilungen über die Bewertung  
und technische Produktentwicklung bis hin zur Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovationskraft durch Vielfalt und die Kombination unterschiedlicher Potenziale entsteht.  
Offenheit gegenüber neuen Ideen und die Bereitschaft zum Dialog sind wesentliche Bestandteile unserer Innovationskul-  
tur. Deshalb binden wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und Forschungspartner frühzeitig in unseren  
Innovationsprozess ein. So erhalten wir eine differenzierte Sicht auf Problemstellungen und auf die spezifischen Anforde-  
rungen, wie modernste technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen  
müssen. Dies ermöglicht es, neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in unsere Produktentwicklung einfließen zu lassen  
und die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Wir erforschen neue Konzepte für  
Lebensmittelverpackungen und evaluieren kontinuierlich neue Technologien für unsere zukünftigen Karton- und  
Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie sind ein wichtiger Nachweis  
für Kunden und Endnutzer, dass unsere Produktinnovationen nachhaltiger, sozial verträglich und gesundheitlich unbedenk-  
lich sind. Darüber hinaus dienen sie zur Bescheinigung der rechtlichen Konformität im Bereich Produktsicherheit. Das  
regelmäßige Überprüfen sowohl bestehender Produkte als auch innovativer Lösungen auf Einhaltung der Zertifizierungs-  
kriterien gewährleistet gleichzeitig eine strenge, auch nach außen sichtbare Qualitätssicherung.  
Unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups haben wir auch  
im Jahr 2023 fortgesetzt. Die anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur Behandlung von Holzfasern, der Einsatz  
alternativer bzw. modifizierter Faserrohstoffe und die Nutzung biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe sind  
die Hauptfelder der Zusammenarbeit.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
141  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Unternehmensintern gibt die Plattform „we.invent“ allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen einzu-  
bringen, unabhängig davon, in welchem Land oder Bereich sie tätig sind. Die Beiträge werden anhand eines klar definierten  
Kriterienkataloges in einem Stage-Gate-Prozess bewertet und zur Umsetzung ausgewählt.  
Nachhaltigkeit im Fokus der Entwicklungs- und Innovationstätigkeit  
Sowohl der Klimawandel als auch die Corona-Pandemie machen deutlich, dass Sicherheit und Wohlstand davon abhängen,  
wie wir Gemeingüter, wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit, langfristig erhalten: Die Gesellschaft und die Wirt-  
schaft müssen widerstandsfähig, nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund nimmt die  
Bedeutung von Karton und Papier als umweltfreundliche Verpackung zu. Zielsetzung von MM ist es, die Chance zu nutzen,  
Kunden bei der Substitution von Kunststoff durch innovative, aber auch bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu  
unterstützen. Dadurch folgen wir auch dem aktuell prägenden Trend zu nachhaltigen Verpackungen mit natürlichem Auf-  
tritt und hoher Convenience und Sicherheit sowie perfekter Integration in den Onlinevertrieb.  
Fortschreitende Automatisation im Konzern  
Mit dem Ziel, zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu schaffen, wird die Automatisation von Arbeitsabläufen und Logistikpro-  
zessen in beiden Divisionen kontinuierlich vorangetrieben. Bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen werden die ein-  
zelnen Standorte bei der Optimierung der Produktionsprozesse zentral unterstützt. Dies reicht von der Maschinenkonfi-  
guration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme der Maschinen. Bei der Umsetzung  
zukunftsorientierter Automatisierungskonzepte stehen bei MM derzeit die Reduzierung von Stillstandszeiten sowie die  
Erhöhung der Flexibilität im Fokus.  
3.1 Innovationstätigkeit 2023 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet gemeinsam mit den  
F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen an der Umsetzung grundlegender  
Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2023 gehörte die Entwicklung und Erweiterung innovativer Dispersionsbarrieren  
für verschiedene Verpackungsanwendungen. Diese Beschichtungen können Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz sowie  
Heißsiegeleigenschaften bieten. Sie ermöglichen den Einsatz von Karton als Verpackungsmaterial für verschiedenste flüs-  
sige, gekühlte, gefrorene und/oder fetthaltige Lebensmittel. Unsere Barriereentwicklungen erfüllen den Bedarf unserer  
Kunden an nachhaltigen und recycelbaren Verpackungen und ergänzen unsere laufenden Bemühungen, Kunststoff zu  
ersetzen.  
Darüber hinaus spielten inkrementelle Produktentwicklungen wie die Erweiterung des Flächengewichtsbereiches und die  
weitere Optimierung der technischen Werte eine wichtige Rolle im Jahr 2023.  
Der in 2023 neu eingeführte hartgeleimte Frischfaserkarton ALASKA® BARRIER GREASE aus dem Werk Kotkamills mit  
erstklassiger Fettbeständigkeit und gutem Feuchtigkeitsschutz wurde speziell für gekühlte, gefrorene und trockene Le-  
bensmittel sowie für Foodservice-Anwendungen konzipiert und leistet einen wichtigen Beitrag in der Vermeidung von  
Kunststoff. Es ist eine nachhaltigere und kostengünstigere Alternative zur PE-Beschichtung und wird mit einer wasserba-  
sierten Dispersionsbarriere ohne fluorierte Polymere hergestellt und verfügt über hervorragende Bedruckbarkeit und beste  
Veredelungseigenschaften.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Eine weitere Produktneuheit ist MCM Brown, ein Recyclingkarton aus dem Werk Frohnleiten, der über eine natürliche  
braune Rückseite für ein natürliches und authentisches Erscheinungsbild verfügt, während sein hoher Weißgrad auf der  
Vorderseite lebendige Druckergebnisse ermöglicht. Dadurch eignet er sich für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen  
wie Lebensmittel, Kosmetika, Körperpflege, Waschmittel und viele weitere Non-Food-Produkte. Darüber hinaus ist  
MCM Brown für den direkten Kontakt mit trockenen Lebensmitteln zertifiziert und bietet hervorragenden Produktschutz.  
3.2 Innovationstätigkeit 2023 in der Division MM Packaging  
MM Packaging Innovationsnetzwerk  
Die Innovations-Matrixorganisation von MM Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der  
MM Gruppe effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden eingesetzt werden kann. Es  
setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in Hamburg, dem Pre-  
mium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team, das gezielte Kundenbriefings mit den  
lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken koordiniert, sowie dem Forschungs- und Entwicklungs-  
zentrum der Tann-Gruppe. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten  
unsere Kunden insbesondere auch hinsichtlich technischer Ausrichtung und Ausstattung, um innovative Verpackungskon-  
zepte und -designs umzusetzen.  
Bei PacProject in Hamburg werden in enger Abstimmung mit dem Kunden Konzeptstudien bis hin zu ersten Prototypen  
erstellt. In Zusammenarbeit mit dem Technical Account Management-Team werden bereits in dieser Phase erste Mach-  
barkeitsanalysen durchgeführt. Im Premium Printing Center in Trier kommen hoch innovative Technologien zur Anwendung,  
um Verpackungsdesigns mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Die Nachfrage unserer Kunden  
nach „E-Trainings/Learning“ hat im Bereich Innovation stark zugenommen. Deshalb bieten wir maßgeschneiderte Trend-  
workshops, Ideenworkshops und technische Trainings an.  
Mit der Expansion des Geschäftsfeldes Pharma & Healthcare wurde auch die Innovationsstruktur der Division erweitert.  
Die Einrichtung eines XBU Innovationsteams (Cross Business Unit Innovation Team), welches sich aus den Innovation  
Directors der einzelnen Geschäftsfelder und dem Leiter von PacProject zusammensetzt, stellt durch regelmäßigen Best  
Practice-Austausch sicher, dass der wachsende Kundenanspruch in Bezug auf Innovation langfristig sichergestellt werden  
kann. Die Kooperation der einzelnen Business Units dient dazu, Bereiche und Technologien zu identifizieren, in denen eine  
Zusammenarbeit sinnvoll ist und Synergieeffekte erzielt werden können. Damit einher geht auch eine enge Zusammenar-  
beit mit MM Board & Paper im Bereich Innovation.  
Zielsetzung ist es, durch die Fokussierung auf nachhaltigere, kunden- und marktorientierte Innovationen, MM in den Augen  
unserer Kunden als Innovationsführer zu differenzieren und als bevorzugten Lieferanten zu positionieren.  
Aktuelle Innovationsschwerpunkte  
Die Innovationstätigkeit von MM Packaging konzentrierte sich im Jahr 2023 insbesondere auf die Themen Nachhaltigkeit  
und Fälschungssicherheit. In diesem Zusammenhang wurde in Zusammenarbeit mit Kunden, Fachhochschulen und For-  
schungsinstituten an der Optimierung von wiederverwertbaren Verpackungen und der Entwicklung neuer Produkte  
gearbeitet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
143  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
„GreenPeel“, eine neue nachhaltigere Alternative aus Karton für Lebensmittelschalen mit deutlich reduziertem Kunst-  
stoffanteil wurde in 2023 am Markt eingeführt, und eignet sich für zahlreiche Anwendungen wie Fertiggerichte, Snacks,  
Fisch und Fleisch. „MM Moulded Pulp“, ein neuer Schwerpunkt im Bereich der faserbasierten und plastikfreien Verpa-  
ckungen kann als Einlage für Kosmetikprodukte oder Behälter für Lebensmittel verwendet werden. Im Bereich Technologien  
richten wir einen besonderen Fokus auf Investitionen in den Maschinenpark zur Steigerung von Effizienz und Flexibilität.  
Auszeichnungen für innovative und nachhaltigere Lösungen  
MM Packaging und MM Board & Paper erhielten bei den European Carton Excellence Awards (ECEA) gemeinsam den  
„Gold Award“ für eine kunstvoll inszenierte Parfumverpackung. Die aus ALASKA® WHITE produzierte und von  
MM Packaging verarbeitete Verpackung überzeugte die Jury durch das natürliche Weiß des Frischfaserkartons und das  
ausgezeichnete Verpackungsdesign mittels zweifacher Heißfolierung.  
Der Award für „General Packaging, Recycled Fibre“ wurde für eine innovative Verpackungslösung aus Karton für auflösbare  
Liquid-Pods verliehen, die nicht nur eine hervorragende Alternative zu den ursprünglichen Kunststoffbehältern darstellt,  
sondern darüber hinaus auch die Komplexität in der Lieferkette reduziert und mit dem integrierten kindersicheren Ver-  
schluss Nachhaltigkeit und Funktionalität perfekt kombiniert.  
Ferner durfte sich MM Board & Paper bei drei Verpackungslösungen aus Karton über mehrere Auszeichnungen freuen. In  
den Kategorien „Food & Drink Packaging, Recycled Fibre“ der ECEA und „Food“ von WorldStar gewann der funktionale  
Beutelverschluss aus Browncolor, der als nachhaltigere Lösung für die sichere und hygienische Zustellung von Essenslie-  
ferungen entwickelt wurde und durch die Möglichkeit, ihn äußerst flach zu verpacken, Logistikkosten und CO2 einspart.  
Eine Gin-Verpackung aus ALASKA® STRONG erhielt „Gold“-Auszeichnungen von der deutschen Fachzeitschrift „Lebens-  
mittel Praxis“ und der ECEA sowie eine Auszeichnung von WorldStar. Die Verpackungslösung schützt zuverlässig vor Be-  
schädigungen und verleiht dem Produkt durch ein ausgeklügeltes Design gleichzeitig einen auffallenden Rahmen am Point  
of sale.  
Mit dem Projekt „Aufreißbänder auf Papierbasis“ konnte MM Packaging den German Innovation Award in der Kategorie  
„Excellence in Business to Business/Logistics & Infrastructure“ für sich entscheiden. Die Lösung aus einem starken Papier  
mit hoher Stabilität und geringer Dicke ist ein wesentlicher Schritt, um zukünftig Briefumschläge und Verpackungen zu  
100 % plastikfrei herstellen zu können und wurde bereits mehrfach prämiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
4 DIE WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKO-  
MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsys-  
tems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung und die Aufstellung des Konzern-  
abschlusses verantwortlich. Dieses gewährleistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanz-  
informationen. Darüber hinaus werden die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung der  
gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt.  
Der Rechnungslegungsprozess umfasst dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte, die gewährleisten, dass die rechnungsle-  
gungsrelevanten Informationen vollständig, richtig und zeitgerecht erfasst und verarbeitet werden und die Abbildung in  
der Finanzberichterstattung den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsstandards entspricht.  
In der Aufbau- und Ablauforganisation sind klare und eindeutige Verantwortungen bezogen auf die Einzelgesellschaften  
und den Konzern vorgegeben. Den zentralen Funktionsbereichen „Group Accounting“ sowie „Planning and Reporting“  
obliegen dabei die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien auf dem neuesten fachlichen Stand sowie die Organisa-  
tion und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.  
Die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah. Die Übereinstimmung mit  
konzerninternen Richtlinien und Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen wird kon-  
tinuierlich kontrolliert. Die eingesetzten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend opti-  
miert. Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden regelmäßig auf mögliche Risiken geprüft.  
Verbesserungsmaßnahmen werden schnellstmöglich eingeleitet und rasch umgesetzt. Schwerpunktprüfungen sowie Prü-  
fungen der lokalen Standorte und zentralen Prozesse erfolgen durch Wirtschaftsprüfer und interne Revision. Eine Vielzahl  
von Maßnahmen wie Weiterbildung, Reviews und konzernweit abgestimmte Handlungsweisen stellen sicher, dass die Bi-  
lanzierung des Konzerns unter konformer Anwendung der IFRS erfolgt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
145  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
5 ANGABEN ZU KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTEN UND  
DAMIT VERBUNDENEN VERPFLICHTUNGEN  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Anhangangabe 3.7 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 58 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein Syndikatsvertrag,  
welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt. Angelegenheiten, die die Haupt-  
versammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen, gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen  
Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages (betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndi-  
katszwecks oder –gegenstandes, Begründung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an  
der Gesamtzahl aller Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2023 folgende Beteiligungen von  
mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht  
nicht unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung  
der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes,  
insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der  
Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre Wirkungen;  
ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft erheblich schaden würde, es  
sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen aufgrund anderer Rechtsvorschriften  
ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des betroffenen Ge-  
schäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
146  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Wien, am 11. März 2024  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
147  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bilanz  
AKTIVA  
Stand  
Stand PASSIVA  
Stand  
Stand  
(in EUR)  
31. Dez. 2023  
31. Dez. 2022 (in EUR)  
31. Dez. 2023  
31. Dez. 2022  
A. ANLAGEVERMÖGEN  
A. EIGENKAPITAL  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
I. Eingefordertes und einbezahltes Grundkapital  
80.000.000,00  
80.000.000,00  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen  
10.588,32  
12.353,04  
II. Kapitalrücklagen  
II. Sachanlagen  
1. Gebundene Kapitalrücklagen  
172.658.448,08  
172.658.448,08  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund  
1.550.763,40  
1.614.948,12  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
235.693,41  
338.579,59 III. Gewinnrücklagen  
1.786.456,81  
1.953.527,71  
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen)  
549.462.091,17  
430.394.872,52  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
304.066.939,31 IV. Bilanzgewinn  
100.000.000,00  
150.000.000,00  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.587.392.800,00  
1.200.574.000,00  
davon Gewinnvortrag EUR 66.000.000,00 (2022: EUR 60.000.000,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.552.894.175,00 (2022: EUR 1.199.574.000,00)  
902.120.539,25  
833.053.320,60  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
494.917,78 B. RÜCKSTELLUNGEN  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
601.984,00  
4.348.124,98  
1. Rückstellungen für Pensionen  
813.442,89  
748.894,00  
1.892.556.641,09  
1.509.483.982,07  
2. Steuerrückstellungen  
7.744.467,23  
5.550.272,63  
1.894.353.686,22  
1.511.449.862,82  
3. Sonstige Rückstellungen  
6.439.691,69  
12.869.985,07  
14.997.601,81  
19.169.151,70  
B. UMLAUFVERMÖGEN  
C. VERBINDLICHKEITEN  
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 352.571.487,04 (2022: EUR 185.768.988,50)  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
462.734.318,02  
849.817.441,17  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.611.874.780,00 (2022: EUR 1.440.000.000,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2022: EUR 0,00)  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.680.000.000,00  
1.440.000.000,00  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
10.577.118,58  
26.102.278,53  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 68.125.220,00 (2022: EUR 0,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2022: EUR 0,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.611.874.780,00 (2022: EUR 1.440.000.000,00)  
3. Wertpapiere und Anteile  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
203.524,97  
159.780,78  
a) sonstige Wertpapiere und Anteile  
0,00  
0,00  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 203.524,97 (2022: EUR 159.780,78)  
473.311.436,60  
875.919.719,70  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2022: EUR 0,00)  
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten  
510.164.557,42  
86.920.390,83  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
268.569.179,98  
167.512.195,92  
983.475.994,02  
962.840.110,53  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 268.569.179,98 (2022: EUR 167.512.195,92)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2022: EUR 0,00)  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN  
3.032.262,97  
3.472.529,82  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 15.673.562,09 (2022: EUR 18.097.011,80)  
D. AKTIVE LATENTE STEUERN  
702.464,89  
228.957,63  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2022: EUR 0,00)  
a) Steuern  
5.868,21  
11.757,45  
b) Soziale Sicherheit  
6.344,15  
29.234,60  
c) Übrige  
15.661.349,73  
18.056.019,75  
15.673.562,09  
18.097.011,80  
1.964.446.267,04  
1.625.768.988,50  
SUMME AKTIVA  
2.881.564.408,10  
2.477.991.460,80 SUMME PASSIVA  
2.881.564.408,10  
2.477.991.460,80  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
148  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
(in EUR)  
2023  
2022  
1. Erträge aus Beteiligungen  
a) Verbundene Unternehmen  
101.100.000,00  
321.190.000,00  
b) Übrige  
389.900,00  
397.320,00  
101.489.900,00 321.587.320,00  
2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  
a) Verbundene Unternehmen  
113.039.626,41  
31.622.714,90  
b) Übrige  
1.984.054,15  
19.806,95  
115.023.680,56  
31.642.521,85  
3. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren  
(66.514,90)  
0,00  
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
a) verbundene Unternehmen  
(6.202.240,23)  
(1.109.748,23)  
b) übrige  
(38.508.221,99)  
(23.477.053,19)  
(44.710.462,22) (24.586.801,42)  
5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Finanzergebnis)  
171.736.603,44 328.643.040,43  
6. Umsatzerlöse  
7.399.788,56  
39.462.609,39  
7. Sonstige betriebliche Erträge  
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen  
0,00  
10.131,65  
b) Übrige  
101.391,82  
2.058.603,25  
101.391,82  
2.068.734,90  
8. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen  
0,00  
(42.466.248,79)  
0,00 (42.466.248,79)  
9. Personalaufwand  
a) Gehälter  
(4.191.132,74)  
(12.580.684,25)  
b) Soziale Aufwendungen  
(2.040.200,72)  
(1.366.731,59)  
davon Aufwendungen für Altersvorsorgen  
(1.410.766,07)  
(396.986,56)  
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen  
(159.522,86)  
(129.696,17)  
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige  
Abgaben und Pflichtbeiträge  
(445.683,71)  
(821.909,28)  
cc) Sonstige Sozialaufwendungen  
(24.228,08)  
(18.139,58)  
(6.231.333,46) (13.947.415,84)  
10. Abschreibungen  
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen  
(113.455,80)  
(121.995,21)  
(113.455,80)  
(121.995,21)  
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen  
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen  
(1.714,35)  
(1.714,35)  
b) Übrige  
(6.616.525,35)  
(23.549.572,23)  
(6.618.239,70) (23.551.286,58)  
12. Zwischensumme aus Z 6 bis 11 (Betriebsergebnis)  
(5.461.848,58) (38.555.602,13)  
13. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 5 und Z 12)  
166.274.754,86 290.087.438,30  
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
(13.207.536,21)  
3.739.189,48  
davon latente Steuern EUR (473.507,26) (2022: EUR -1.342.559,82)  
15. Jahresüberschuss  
153.067.218,65 293.826.627,78  
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen  
(119.067.218,65) (203.826.627,78)  
17. Jahresgewinn  
34.000.000,00  
90.000.000,00  
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr  
66.000.000,00  
60.000.000,00  
19. Bilanzgewinn  
150.000.000,00  
100.000.000,00  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
149  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Anhang  
DER MAYR-MELNHOF KARTON AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS  
GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023  
1 ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN  
Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Bilanzierung und  
der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,  
aufgestellt. Die Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung stellen die  
Grundlage dieses Jahresabschlusses dar.  
Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden  
die in § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs-  
und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB.  
Die im vorjährigen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Ausweis gegenüber  
dem Vorjahr sind unverändert geblieben.  
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen gemäß § 189a Z 6 UGB des Mayr-Melnhof Konzerns und stellt den Konzernab-  
schluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird in Wien beim Handels-  
gericht Wien hinterlegt.  
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs. 1 Z 20 UGB werden  
nicht angegeben, da sie dem Unternehmen oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen  
würden.  
Der Grundsatz der Vollständigkeit wurde bei der Erstellung des Jahresabschlusses eingehalten.  
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beach-  
tet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.  
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne aus-  
gewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.  
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten  
Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen berücksichtigt.  
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und entsprechend  
der Holdingfunktion der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft so dargestellt, dass der Finanzerfolg an den Anfang der  
Gewinn- und Verlustrechnung gestellt wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
150  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN  
2.1 Anlagevermögen  
Immaterielle Vermögensgegenstände  
Die Zugänge sind mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.  
Die unter diesem Posten ausgewiesenen Softwarelizenzen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig  
auf 10 Jahre linear abgeschrieben.  
Sachanlagen  
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital  
zur Finanzierung der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.  
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibung erfolgt linear unter Anwendung folgender Nutzungsdauern:  
Gebäude  
10 - 40 Jahre  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
3 - 10 Jahre  
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 1.000,00 (2022: EUR 800,00) werden  
wie im Vorjahr gem. § 204 Abs. 1a UGB im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben.  
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Gegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßig auf den nied-  
rigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Sofern die dafür maßgeblichen Gründe nicht mehr be-  
stehen, gilt die Verpflichtung, den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Be-  
rücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahres-  
abschluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
Finanzanlagen  
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich  
dauerhafte und wesentliche Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.  
Als verbundene Unternehmen werden alle Tochterunternehmen bezeichnet, die von der Mayr-Melnhof Karton Aktienge-  
sellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden (§ 189 Z 7 und 8 UGB).  
Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich dauerhafte und wesentliche Wertminderungen wer-  
den durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.  
In den Wertpapieren (Wertrechte) des Anlagevermögens sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen aufgrund von  
Pensionszusagen enthalten. Der Ansatz dieser Ansprüche erfolgt mit dem Deckungskapital.  
Die Gesellschaft hat eine Rückdeckungsversicherung für ihre Pensionsverpflichtung gegenüber den Begünstigten abge-  
schlossen. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchsberechtigten verpfändet. Die An-  
sprüche wurden daher mit entsprechenden Gesamtpensionsverpflichtung saldiert  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
151  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bei Finanzanlagen, die keine Beteiligungen sind, erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden (Zeit-) Wert.  
Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch vorgenommen werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich  
nicht von Dauer ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, gilt die Verpflichtung,  
den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibun-  
gen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind keine Beträge  
aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
2.2 Umlaufvermögen  
Bei Gegenständen des Umlaufvermögens erfolgt gegebenenfalls eine Abschreibung, um sie mit dem niedrigeren beizule-  
genden Wert zum Abschlussstichtag anzusetzen. Sofern die Gründe für die Abschreibung nicht mehr bestehen, gilt die  
Verpflichtung, den Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresab-  
schluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden  
durch Wertberichtigungen berücksichtigt.  
Wertpapiere und andere Anteile  
Wertpapiere und andere Anteile werden mit den Anschaffungskosten vermindert um allfällige Abschreibungen auf den  
niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.  
2.3 Rückstellungen  
Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbe-  
trages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde.  
Die Pensionsrückstellungen werden gemäß der Stellungnahme 27 des Austrian Financial Reporting and Auditing Commit-  
tee (AFRAC) „Personalrückstellungen (UGB)“, Stand Juni 2022, bilanziert. Bei der Berechnung, die nach dem Anwart-  
schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) erfolgt, werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen in  
Form einer langfristigen Prognose berücksichtigt. Der Zinssatz wird nach dem aktuellen langfristigen Zinssatz am Kapital-  
markt zum Bilanzstichtag bemessen.  
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension  
gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen sowie die bi-  
ometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P „Angestellte“ – Rechnungsgrundlage für Pensionsversicherung (2022: AVÖ 2018-P  
„Angestellte“ – Rechnungsgrundlage für Pensionsversicherung) zugrunde gelegt. Für Vorstandsmitglieder wird ausschließ-  
lich auf die Dauer des Vorstandsmandats abgestellt.  
Pensionszusagen, die durch verpfändete Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind und für die die Gesellschaft wirt-  
schaftlich somit kein Risiko trägt, werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen.  
Bei der Bilanzierung der Rückstellung für Pensionen, sowie der sonstigen langfristigen personenbezogenen Verpflichtungen  
wird vom Wahlrecht, die rechnungsmäßigen Zinsen im Finanzergebnis auszuweisen, Gebrauch gemacht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
152  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
2.4 Verbindlichkeiten  
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.  
2.5 Währungsumrechnung  
Fremdwährungsforderungen sowie die Zahlungsmittel in Fremdwährungen sind mit dem Anschaffungskurs bzw. dem nied-  
rigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet worden.  
Die Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs bzw. dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag  
bewertet worden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
153  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
Bilanz  
3.1 Anlagenspiegel gemäß § 226 UGB  
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  
Kumulierte Abschreibungen  
Stand  
Zugänge  
Abgänge Umbuchung  
Stand  
Stand  
Zugänge  
Abgänge  
Stand  
Buchwert  
Buchwert  
(in EUR)  
01.01.2023  
2023  
2023  
2023  
01.01.2023  
2023  
2023  
31.12.2022  
31.12.2023  
31.12.2023  
31.12.2023  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und  
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete  
Lizenzen  
17.647,08  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
5.294,04  
1.764,72  
0,00  
7.058,76  
10.588,32  
12.353,04  
Summe I  
17.647,08  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
5.294,04  
1.764,72  
0,00  
7.058,76  
10.588,32  
12.353,04  
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und  
Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund  
a) Grundwert  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
577.352,82  
b) Gebäudewert  
2.659.935,45  
0,00  
0,00  
0,00  
2.659.935,45 1.622.340,15  
64.184,72  
0,00  
1.686.524,87  
973.410,58  
1.037.595,30  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung1)  
467.483,40  
3.917,82  
89.861,75  
0,00  
381.539,47 128.903,81  
47.506,36  
30.564,11  
145.846,06  
235.693,41  
338.579,59  
Summe II  
3.704.771,67  
3.917,82  
89.861,75  
0,00  
3.618.827,74 1.751.243,96 111.691,08  
30.564,11  
1.832.370,93  
1.786.456,81  
1.953.527,71  
Summe I und II  
3.722.418,75  
3.917,82  
89.861,75  
0,00  
3.636.474,82 1.756.538,00 113.455,80  
30.564,11  
1.839.429,69  
1.797.045,13  
1.965.880,75  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
304.066.939,31  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.200.574.000,00 579.863.400,00 193.044.600,00  
0,00 1.587.392.800,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00 1.587.392.800,00  
1.200.574.000,00  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
494.917,78  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
4.348.124,98  
625.068,04  
4.390.164,00  
18.954,98  
601.984,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
601.984,00  
4.348.124,98  
Summe III  
1.509.483.982,07 580.488.468,04 197.434.764,00  
18.954,98 1.892.556.641,09  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00 1.892.556.641,09 1.509.483.982,07  
Gesamt  
1.513.206.400,82 580.492.385,86 197.524.625,75  
18.954,98 1.896.193.115,91 1.756.538,00 113.455,80  
30.564,11  
1.839.429,69 1.894.353.686,22 1.511.449.862,82  
1) Im Jahr 2023 sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 29,16 zu- und abgegangen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
154  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.2 Aufgliederung der Anteile an verbundenen Unternehmen  
31.12.2023  
Geschäftsjahr 2022  
(in EUR)  
Anteil in %  
Eigenkapital  
Jahresergebnis  
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang Gesellschaft m.b.H.,  
Reichenau/Rax (AUT)1)  
100,00  
3.795.703,70  
k. A  
MM Service GmbH, Wien (AUT)1)  
100,00  
22.241.104,30  
k. A  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien (AUT)1)  
100,00  
332.745.982,89  
k. A  
MM PACKAGING GmbH, Wien (AUT)1)  
100,00  
504.612.853,47  
k. A  
Hinsichtlich der Angabe der Jahresergebnisse wird von der Schutzklausel gemäß § 242 Abs. 2 UGB Gebrauch gemacht.  
1)  
3.3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
Im Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist ein Betrag in Höhe von EUR 1.587.392.800,00  
(31. Dezember 2022: EUR 1.200.574.000,00) enthalten. Davon sind EUR 1.552.894.175,00 (31. Dezember 2022:  
EUR 1.199.574.000,00) nicht innerhalb eines Jahres fällig.  
3.4 Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
Unter Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens sind Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen, die auf Grund von  
Umgliederungen nicht mehr mit der Verpflichtung saldiert werden sowie solche, die im Wesentlichen zugunsten der Pen-  
sionsberechtigten verpfändet sind. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sind bis zur Vermögensobergrenze mit  
den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen.  
3.5 Forderungen  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Forderungen wie folgt:  
(in EUR)  
31.12.2023  
31.12.2022  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
3.120.656,59  
11.368.088,87  
b) aus sonstigen Forderungen  
459.613.661,43  
838.449.352,30  
462.734.318,02  
849.817.441,17  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
10.577.118,58  
26.102.278,53  
Gesamt  
473.311.436,60  
875.919.719,70  
Unter den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Forderungen aus Cash Pooling-  
Vereinbarungen in Höhe von EUR 454.213.754,49 (31. Dezember 2022: EUR 816.944.163,01) ausgewiesen, wobei die  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für drei Euro Cash Pools als Cash Pool Leader fungiert.  
Weiters sind in den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen aus Steuerumlagen in  
Höhe von EUR 5.392.170,71 (31. Dezember 2022: EUR 10.222.821,13) sowie Forderungen aus dem konzerninternen  
Clearing („IC-Netting“) in Höhe von EUR 2.254,63 (31.12.2022: EUR 11.211.495,68) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
155  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Wie im Vorjahr sind in den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen Erträge von unwesentlicher Höhe enthal-  
ten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
3.6 Latente Steuern  
Der latente Steueranspruch aus dem Saldo der aktiven und passiven latenten Steuern beträgt zum 31. Dezember  
2023 EUR 702.464,89 (31. Dezember 2022: EUR 228.957,63).  
Die aktiven latenten Steuern wurden auf Unterschiede zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertan-  
satz zum Bilanzstichtag, unter Zugrundelegung eines Körperschaftsteuersatzes von 23% (31.Dezember 2022: 23%), für  
folgende Posten gebildet:  
2023  
2022  
Aktive latente  
Passive latente  
Aktive latente  
Passive latente  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Rückstellungen für Pensionen  
X
X
Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:  
(in EUR)  
2023  
2022  
Aktive latente Steuern 01.01.  
228.957,63  
1.571.517,45  
Auflösung  
0,00  
(1.342.559,82)  
Zuführung  
473.507,26  
0,00  
Aktive latente Steuern 31.12.  
702.464,89  
228.957,63  
3.7 Eigenkapital  
Grundkapital  
Das Grundkapital in Höhe von EUR 80.000.000,00 ist in 20.000.000 Stück nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt, von  
denen jede am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
156  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.8 Rückstellungen  
Pensionsverpflichtungen  
Die Rechenparameter zu den jeweiligen Stichtagen stellen sich wie folgt dar:  
31.12.2023  
31.12.2022  
(in %)  
Pensionen  
Pensionen  
Abzinsungsfaktor  
3,30 %  
3,80 %  
Langfristige Gehaltssteigerungsraten  
3,00 %  
3,00 %  
Langfristige Rentensteigerungsraten  
2,50 %  
2,50 %  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der Versorgungsbe-  
rechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den der Berechnung zugrunde gelegten Annah-  
men ergeben, werden zur Gänze erfolgswirksam erfasst.  
Die Anwartschaftsbarwerte betreffend Pensionsverpflichtungen sowie die Überleitungen zum bilanzierten Rückstellungs-  
betrag stellen sich wie folgt dar:  
(in EUR)  
Pensionen  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2022  
7.077.940,38  
Zuführung Dienstzeitaufwand 2023  
132.011,90  
Zuführung Zinsaufwand 2023  
227.099,00  
Auszahlungen 2023  
(1.205.845,00)  
Versicherungsmathematische Verluste bzw. (Gewinne) 2023  
1.247.770,00  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2023  
7.478.976,28  
Deckungskapital  
(6.665.533,39)  
Saldierte Pensionsverpflichtung  
813.442,89  
Der Zinsaufwand ist unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ im Finanzergebnis ausgewiesen.  
Der Wert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung beträgt EUR 6.665.533,39 (31. Dezember 2022:  
EUR 6.329.046,38). Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchsberechtigten verpfändet  
und daher, unter Beachtung der Vermögensobergrenze, mit der entsprechenden Gesamtpensionsverpflichtung in Höhe  
von EUR 7.478.976,28 (31. Dezember 2022: EUR 7.077.940,38) saldiert.  
Sonstige Rückstellungen  
Neben der Rückstellung für die Vorstandsbezüge in Höhe von EUR 4.424.947,00 (31. Dezember 2022:  
EUR 10.780.970,50), die die variablen Vorstandsbezüge und die kumulierten langfristigen Vergütungszusagen beinhalten,  
sind in den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube, Rechts-, Prüfungs-  
und Beratungsaufwand und die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit ausgewiesen. Im Vorjahr waren auch die Leistun-  
gen an Herrn Dr. Blaschke im Zusammenhang mit seinem Ausscheiden beinhaltet. Von der Rückstellung für die variablen  
Vorstandsbezüge sind EUR 1.158.671,52 (31. Dezember 2022: EUR 1.233.600,00) langfristig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
157  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.9 Verbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:  
Davon  
Davon  
31.12.2023  
Restlaufzeit  
Restlaufzeit  
(in EUR)  
über 5 Jahre  
31.12.2022  
über 5 Jahre  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.680.000.000,00  
784.992.000,00  
1.440.000.000,00  
1.250.000.000,00  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
203.524,97  
0,00  
159.780,78  
0,00  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
7.473.017,62  
0,00  
29.497.229,53  
0,00  
b) aus sonstigen Verbindlichkeiten  
261.096.162,36  
0,00  
138.014.966,39  
268.569.179,98  
0,00  
167.512.195,92  
0,00  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
a) Steuern  
5.868,21  
0,00  
11.757,45  
0,00  
b) Soziale Sicherheit  
6.344,15  
0,00  
29.234,60  
0,00  
c) Übrige  
15.661.349,73  
0,00  
18.056.019,75  
0,00  
15.673.562,09  
0,00  
18.097.011,80  
0,00  
Gesamt  
784.992.000,00 1.625.768.988,50 1.250.000.000,00  
1.964.446.267,04  
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Darlehen in Form von Kreditverträgen, Schuldscheinen und  
Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.680.000.000,00 (31. Dezember 2022: EUR 1.440.000.000,00). Die  
Laufzeiten der zu marktüblichen Konditionen verzinsten Darlehen betragen zwischen 1 und 16 Jahren.  
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Verbindlichkeiten aus den Cash  
Pooling-Vereinbarungen in Höhe von EUR 256.533.401,40 (31. Dezember 2022: EUR 123.817.386,86) enthalten, wobei  
die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für drei Euro Cash Pools als Cash Pool Leader fungiert.  
Weiters sind hier sonstige Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 4.751.844,80 (31. Dezember 2022:  
EUR 2.999.898,96) sowie Forderungen aus dem konzerninternen Clearing („IC-Netting“) in Höhe von EUR 1.373,64  
(31.12.2022: Verbindlichkeiten EUR 11.205.667,72) ausgewiesen.  
Der in den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene abgegrenzte Betrag für das Schuldscheindarlehen betreffende  
Zinsen beträgt EUR 15.416.156,50 (31. Dezember 2022: EUR 13.446.452,20). Des Weiteren sind in diesem Posten um-  
gegliederte Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,00 (31. Dezember 2022: EUR 4.500.000,00)  
enthalten.  
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 15.660.872,78 (31. Dezember 2022:  
EUR 18.055.542,80) enthalten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
Es gibt keine dinglichen Sicherheiten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
158  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
3.10 Nettoerlöse nach geografischen Märkten  
(in EUR)  
2023  
2022  
Verbundene Unternehmen  
Österreich  
6.310.048,52  
12.347.090,37  
Andere EU-Länder  
941.511,68  
19.959.760,21  
Nicht EU-Länder  
148.228,36  
7.155.758,81  
Gesamt  
7.399.788,56  
39.462.609,39  
Zum 1. Jänner 2023 wurde die Verrechnungslogik für Konzerndienstleistungen umgestellt. Die Mayr-Melnhof Karton  
Aktiengesellschaft ist nicht mehr der Empfänger der Kosten für die durch die jeweilige Konzerngesellschaft erbrachte  
Dienstleistung. Die Kosten werden an die beiden Divisionsholdings fakturiert und von diesen an die Tochterunternehmen  
verrechnet. Diese Änderung ist der Grund für den deutlichen Umsatzrückgang.  
3.11 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
Die Ursache für den Rückgang der Aufwendungen für bezogenen Leistungen ist unter Punkt 3.10 Nettoerlöse nach geo-  
grafischen Märkten erläutert.  
3.12 Personalaufwand  
Die in Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthaltenen Beiträge weisen  
EUR 159.522,86 (2022: EUR 129.696,17) auf.  
Die Aufwendungen an ausgelagerte Einheiten in Form von beitragsorientierten Plänen betragen EUR 130.000,02 (2022:  
EUR 130.000,48).  
3.13 Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Zu den Aufwendungen, die im Geschäftsjahr auf die Tätigkeit des Abschlussprüfers entfallen, wird auf die Angaben im  
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft verwiesen.  
3.14 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Im Dezember 2005 hat die Gesellschaft als Gruppenträger einen Antrag auf Feststellung einer Unternehmensgruppe ge-  
mäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 mit nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen als Gruppenmitglieder zum Zwecke  
der Gruppenbesteuerung ab dem Veranlagungsjahr 2005 eingebracht. Es wurde ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen,  
der die Belastungsmethode vorsieht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
159  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Im Dezember 2023 wurde die Unternehmensgruppe um die finnische MM Kotkamills Oy, Kotka und die polnischen MM  
Kwidzyn Sp. z.o.o., Kwidzyn erweitert.  
Die Gruppenmitglieder im Inland sind:  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien  
MM Board & Paper Sales GmbH, Wien  
MM Frohnleiten GmbH, Frohnleiten  
MM Neupack GmbH, Reichenau an der Rax  
MM PACKAGING GmbH, Wien  
MM Premium Vienna GmbH, Wien  
MM Service GmbH, Wien  
free-com solutions GmbH, Wien  
Die Gruppenmitglieder im Ausland sind:  
MM Kotkamills Oy, Kotka  
MM Kwidzyn Sp. z o.o., Kwidzyn  
Aufgrund des Umlagevertrages zwischen den inländischen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2023  
EUR 19.193.507,00 (2022: EUR 12.543.571,12) an die Gruppenmitglieder weiterverrechnet.  
In der Steuerberechnung wurde der steuerliche Verlust der MM Kwidzyn Sp. z.o.o. berücksichtig. Die Steuern vom Ein-  
kommen und vom Ertrag weisen im Jahr 2023 einen Aufwand von EUR 13.681.043,47 (2022: Ertrag EUR 5.081.747,96)  
auf.  
Es wurde der Maximalbetrag an verwertbaren ausländischen Verlusten für die Berechnung der Körperschaftssteuer  
berücksichtigt.  
Das Wahlrecht gemäß §198 (9) UGB, für den von der MM Kwidzyn Sp. z.o.o zugerechneten Verlustvortrag, einen Posten  
für aktive latente Steuer zu bilden wurde nicht genutzt.  
Für den aus der polnischen Gesellschaft MM Kwidzyn Sp. z o.o.im Rahmen der österreichischen Steuergruppe verwerteten  
Verlust in Höhe von EUR 5.547.006,00 wurde keine Rückstellung gebildet, da die Nachversteuerung erst beim Ausschei-  
den aus der österreichischen Steuergruppe bzw. bei der Liquidation der polnischen Gesellschaft erfolgen würde. Dieser  
Tatbestand liegt in der Verfügungsmacht des Konzerns und ist aus heutiger Sicht nicht absehbar.  
Die Gesellschaft ist von der Einführung der OECD-Säule-2-Modellregeln („Pillar Two“) ab 1. Jänner 2024 betroffen. Wenn-  
gleich aus heutiger Sicht die quantitativen Auswirkungen noch nicht zuverlässig abschätzbar sind, ist die Gesellschaft  
aufgrund von ersten Analysen nicht wesentlich betroffen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
160  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.15 Ergebnisverwendung  
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 100.000.000,00 eine Dividende von EUR 1,50 je Aktie  
auszuschütten.  
4 SONSTIGE ANGABEN  
4.1 Haftungen  
Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft hat am 12. Jänner 2023 gegenüber der MM Graphia Beteiligungs- und Ver-  
waltungs GmbH, der MM Packaging Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH und der MM Neuss GmbH eine Einstandserklä-  
rung abgegeben. Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft verpflichtet sich, dass die Gesellschaften in der Weise ge-  
leitet und finanziell ausgestatten werden, dass sie stets in der Lage sind, ihren bis zum Abschlussstichtag (31.12.2022)  
eingegangenen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 nachzukommen. Mit der Abgabe der Einstandserklärung wird der  
Jahresabschlusserstellungsprozess für die drei Gesellschaften optimiert.  
4.2 Angaben über Organe und Mitglieder  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Bezüge des Vorstandes  
An die aktiven Vorstandsmitglieder wurden die nachfolgend dargestellten Vergütungen gewährt:  
(in EUR)  
2023  
2022  
a) von der Gesellschaft  
5.013.449,00  
10.291.823,62  
Gesamt  
5.013.449,00  
10.291.823,62  
Davon  
a) fixe Bezüge  
2.264.508,00  
2.586.111,00  
b) variable Vergütung  
2.748.941,00  
7.705.712,62  
Gesamt  
5.013.449,00  
10.291.823,62  
An ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr 2023 Gesamtbezüge von  
EUR 4.407.648,00 (2022: EUR 1.036.791,00) gewährt, hiervon EUR 3.200.483,00 an Dr. Andreas Blaschke.  
Herrn Dr. Andreas Blaschke wurden im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr  
2022 die jährliche Erfolgsbeteiligung für das Rumpfjahr 2023 durch eine Zahlung in der Höhe von einem Drittel (aufgrund  
der Aliquotierung) des Durchschnittes der jährlichen Erfolgsbeteiligungen 2020–2022 in Höhe von EUR 465.484,28 ab-  
schließend abgegolten. Die langfristigen Erfolgsbeteiligungen, die die Zeiträume 2021-2023, 2022-2024 und 2023-2025  
betreffen, wurden insgesamt mit einem pauschalen Betrag in Höhe von EUR 800.000,00 abgegolten. Weiters wurde noch  
das laufende Grundgehalt für den Zeitraum bis zum 30. April 2023 in Höhe von EUR 156.496,56 sowie eine Karenzent-  
schädigung in Höhe von EUR 600.000,00 vergütet. Die bestehenden Pensionsansprüche von Dr. Andreas Blaschke wurden  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
161  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
mit einem einmaligen und einvernehmlich festgelegten Übertragungsbetrag in Höhe von EUR 4.500.000,00 in eine über-  
betriebliche Pensionskassa übertragen.  
Für die Mitglieder des Vorstandes bestehen weder Vorschüsse noch Haftungen.  
Bezüge des Aufsichtsrates  
(in EUR)  
2023  
2022  
von der Gesellschaft  
737.124,00  
740.978,00  
Gesamt  
737.124,00  
740.978,00  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
162  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter OSWALD (Vorsitzender)  
Mag. Franz HIESINGER (Mitglied des Vorstandes)  
Aufsichtsrat  
Dipl.-Ing. Rainer ZELLNER (Vorsitzender) bis 26. April 2023  
Dr. Wolfgang EDER (Vorsitzender) ab 26. April 2023  
Dr. Nikolaus ANKERSHOFEN (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Mag. Johannes GOESS-SAURAU (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander LEEB (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg MAYR-MELNHOF (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand MAYR-MELNHOF-SAURAU, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Univ.-Prof. Dr. Klaus RABEL (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Andreas HEMMER (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard NOVOTNY (Arbeitnehmervertreter)  
4.3 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und weitere Informationen  
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ver-  
mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.  
Wien, am 11. März 2024  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
163  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Jahresabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum  
31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem An-  
hang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-  
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für  
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen  
Vorschriften.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und  
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Stan-  
dards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Be-  
stätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen berufli-  
chen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum  
Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für un-  
ser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am be-  
deutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zu-  
sammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu  
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
164  
1. Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
Sachverhalt  
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 304.067 und Aus-  
leihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von gesamt TEUR 1.587.393 stellen einen wesentlichen Anteil an den  
Aktiva der Gesellschaft dar (in Summe 65,6 % der Bilanzsumme). Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt  
es sich im Wesentlichen um die Divisionsholdings. Die Ausleihungen betreffen ebenfalls die Divisionsholdings bzw. indirekt  
gehaltene operative Gesellschaften der Gruppe. Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und  
gemäß § 204 Abs. 2 UGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizu-  
legenden Wert abgewertet. Sowohl im Berichtsjahr als auch in den Vorjahren wurden keine außerplanmäßigen Abschrei-  
bungen vorgenommen.  
Aufgrund der aktuellen marktwirtschaftlichen Unsicherheiten haben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft die Anteile  
an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf Werthaltigkeit überprüft. In die  
Ermittlung des beizulegenden Werts der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Un-  
ternehmen fließen im Rahmen des angewendeten Discounted-Cashflow-Verfahrens zahlreiche bewertungsrelevante An-  
nahmen in Bezug auf die seitens der gesetzlichen Vertreter erwarteten künftigen Zahlungsströme aus der Summe der in  
der jeweiligen Divisionsholding befindlichen Tochtergesellschaften („Free Cash Flows“, wie etwa Annahmen zu der Umsatz-  
und Profitabilitätsentwicklung, Entwicklung des Working Capitals, geplante Investitionsniveau sowie die Wachstumsrate  
für die ewige Rente) ein, die mit erheblichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessen verbunden sind. Der für die Ermitt-  
lung des beizulegenden Wertes heranzuziehende Kapitalisierungszinssatz (WACC) stellt einen wesentlichen Inputparame-  
ter dar und ist ebenfalls als stark ermessensbehaftet einzustufen.  
Für den Abschluss besteht aufgrund dieser Schätzungsunsicherheiten das Risiko, dass die Anteile an verbundenen Unter-  
nehmen bzw. die Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die Vorgehensweise des Managements bezüglich der Werthaltigkeitsbeurteilung von Anteilen an verbundenen  
Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen dahingehend beurteilt, ob sie einen möglichen Abwertungs-  
bedarf angemessen identifiziert.  
Zur Prüfung der Werthaltigkeitsbeurteilung der Gesellschaft haben wir insbesondere das Bewertungsmodell an sich beur-  
teilt und uns mit den wesentlichen Werttreibern der beizulegenden Werte auseinandergesetzt.  
Unter teilweiser Einbezug unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir überprüft, ob die gewählte Bewertungsme-  
thode anerkannten Bewertungsgrundsätzen entspricht, und haben die seitens der Gesellschaft verwendeten Parameter  
(insbesondere geplante Zahlungsströme, Wachstumsraten, Entwicklung des Working Capitals, Investitionsniveau sowie  
Diskontierungszinsätze) mit den Management besprochen, mit unternehmensspezifischen Information bzw. industrierele-  
vante Daten und Quellen verglichen und dahingehend beurteilt, ob sie anhand von historischen Daten plausibel und ange-  
messen sind.  
Das von der Gesellschaft eingesetzte Bewertungsmodell ist für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbun-  
denen Unternehmen bzw. der Ausleihungen an verbundene Unternehmen geeignet. Die der Ermittlung des beizulegenden  
Zeitwerts zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsparameter und die damit verbundenen Angaben sind plausibel  
und angemessen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
165  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Anhang des Jahresab-  
schlusses zum 31. Dezember 2023 unter Anhangangabe 3.1 – „Finanzanlagen“ unter Abschnitt 2 „Bilanzierungs- und  
Bewertungsmethoden“.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu  
keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informa-  
tionen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss  
oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage, der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Infor-  
mationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Infor-  
mationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu  
berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Über-  
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,  
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen  
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-  
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-  
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft  
zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-  
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls  
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und  
werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass  
sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
166  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-  
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung  
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder  
Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prü-  
fungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass  
aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus  
Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig-  
keiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshand-  
lungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil  
zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie  
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit  
zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortfüh-  
rung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnach-  
weise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche  
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die  
Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsver-  
merk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen  
sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum  
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch  
die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie  
ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein mög-  
lichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Ein-  
teilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Män-  
gel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen  
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,  
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig  
– auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
167  
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestim-  
men in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil  
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche  
Interesse übersteigen würden.  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Lagebericht  
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem  
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österrei-  
chischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält  
zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2023 als Abschlussprüfer gewählt und im Anschluss  
vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesellschaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
168  
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Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 11. März 2024  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns be-  
stätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-  
gen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
169  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Konsolidierter Corporate  
Governance-Bericht  
Die MM Gruppe bekennt sich als börsennotiertes, international tätiges Unternehmen zu einer verantwortungsvollen, auf  
nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung. Wir erachten dies als eine wesentliche Voraussetzung  
für die Erreichung unseres langfristigen Unternehmenserfolges. Daher tragen wir Sorge, dass Corporate Governance in  
allen Unternehmensbereichen konsequent gelebt und weiterentwickelt wird. Sie umfasst das gesamte System der Leitung  
und Kontrolle des Unternehmens mit dem Anspruch, das Vertrauen von Mitarbeitern, Aktionären, Geschäftspartnern und  
der Öffentlichkeit in die MM Gruppe zu fördern sowie ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten.  
Der vorliegende Bericht informiert zu den in den §§ 243c und 267b UGB vorgeschriebenen Angaben.  
BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX  
Die MM Gruppe hat sich seit Inkrafttreten des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) im Jahr 2002 frei-  
willig zu dessen Einhaltung in der jeweils geltenden Fassung verpflichtet. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des  
österreichischen Aktien-, Börsen- und Kapitalmarktrechtes, EU-Empfehlungen sowie die OECD-Richtlinie für Corporate  
Governance in ihren Grundsätzen. Der Kodex wird vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen re-  
gelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der aktuelle ÖCGK ist im Internet auf der Website des Österreichischen  
Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Jährlich wird die Einhaltung des  
Corporate Governance Kodex einer internen Evaluierung durch die MM Gruppe unterzogen. Darüber hinaus findet alle drei  
Jahre eine externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln statt, welche zuletzt turnusmäßig für 2021 durchgeführt wurde.  
Die Umsetzung und Evaluierung für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte auf Basis der Kodexversion vom Januar 2023. Wie  
bisher entspricht die MM Gruppe allen rechtlichen Vorschriften ohne Einschränkungen. Darüber hinausgehende C-Regeln  
sowie R-Regeln (Recommendations), welche bei Abweichung keiner Begründung bedürfen, wurden nahezu vollständig  
eingehalten.  
Die Gesellschaft gibt zu Abweichungen von C-Regeln für das Jahr 2023 folgende Erklärungen ab:  
Regel 27a  
Die Vorstandsverträge enthalten keine Regelungen, wonach im Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines  
Vorstandsmitglieds die wirtschaftliche Lage berücksichtigt werden soll. Durch die langfristige Erfolgsbetei-  
ligung finden jedoch künftige Entwicklungen über Zu- bzw. Abschläge Berücksichtigung. Beim Abschluss  
neuer Vorstandsverträge soll auch diese Vorgabe des ÖCGK berücksichtigt werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
170  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald  
Vorsitzender, CEO  
Strategische und ergebnisverantwortliche Leitung der Gesamtgruppe und  
Mitglied des Vorstandes seit 1. April 2020 insbesondere der Bereiche:  
bestellt bis 31. März 2025  
Konzernstrategie  
geboren 1962  
Konzernorganisation  
Personalwesen der Gruppe sowie Organe der Tochtergesellschaften  
Externe und interne Kommunikation sowie Investor Relations  
Kommunikation mit dem Präsidium und den Aufsichtsräten  
Nachhaltigkeit inklusive Arbeitssicherheit  
Festlegung der Vertreter bei Verbänden  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Board & Paper (inklu-  
sive Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und Produktent-  
wicklung)  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Packaging (inklusive  
Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und Produktentwicklung)  
Informationsmanagement (IT)  
Mag. Franz Hiesinger  
Finanzvorstand, CFO  
Finanzwesen und alle Finanzierungsangelegenheiten  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Oktober 2017 Konzernberichtswesen und -rechnungslegung sowie Controlling  
bestellt bis 30. September 2025  
Merger- und Akquisitionsangelegenheiten  
geboren 1965  
Risikomanagement, Versicherungen  
Rechts- und Steuerwesen inklusive Compliance  
Interne Revision  
Einkauf  
Informationssicherheit  
Die Mitglieder des Vorstandes halten keine Mandate in konzernexternen Aufsichtsräten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Der Aufsichtsrat  
Dr. Wolfgang Eder  
Vorsitzender seit 26. April 2023  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG, Linz  
geboren 1952  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner  
Vorsitzender von 29. April 2015 bis 26. April 2023  
Selbstständiger Unternehmer; Vorsitzender des Aufsichtsrates der  
geboren 1947  
Mayr-Melnhof Holz Holding AG, Leoben  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
1. Stellvertretender Vorsitzender seit 26. April 2017  
Rechtsanwalt und Partner der Ankershofen Goëss Hinteregger  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 28. April 2010  
Rechtsanwälte OG; Mitglied im Aufsichtsrat der Mayr-Melnhof  
geboren 1969  
Holz Holding AG, Leoben; Vorstand in diversen Privatstiftungen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
2. Stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2008  
Geschäftsführer in diversen eigenen Gesellschaften  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 18. Mai 2005  
geboren 1955  
Dr. Alexander Leeb  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Andritz AG, Graz; Stellvertre-  
geboren 1959  
tender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Plansee Holding AG,  
Reutte; Stiftungsratsvorsitzender der LGT Venture Philanthropy  
Foundation, Vaduz  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Angestellter der Erzdiözese Salzburg  
geboren 1968  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Geschäftsführender Gesellschafter in diversen Immobilieninvest-  
geboren 1987  
ment- und Immobilienentwicklungsgesellschaften; Mitglied des  
Vorstandes der Oskar Vogl Privatstiftung, Graz  
Univ-Prof. Dr. Klaus Rabel  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; Universitätsprofessor für Un-  
geboren 1961  
ternehmensbewertung und wertorientierte Unternehmensführung  
am Institut für Unternehmensrechnung und Steuerlehre an der  
Karl-Franzens-Universität Graz; Vorsitzender des Fachsenats für  
Unternehmensbewertung der Kammer der Steuerberater und Wirt-  
schaftsprüfer, Wien; Mitglied des Europe MSR Board des Interna-  
tional Valuation Standards Council (IVSC), London; Vorstand von  
österreichischen Familienprivatstiftungen und Aufsichtsrat in ös-  
terreichischen Familiengesellschaften  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
172  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Vom Betriebsrat entsandt:  
Andreas Hemmer  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 20. Oktober 2009  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1968  
Gerhard Novotny  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 10. Mai 1995  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1963  
Die aktuelle Mandatsdauer sämtlicher von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der  
31. Ordentlichen Hauptversammlung in 2025, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024 beschließt. Die  
Mandate der Arbeitnehmervertretung sind von unbestimmter Dauer.  
Mitglieder in den Ausschüssen des Aufsichtsrates  
Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten)  
Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender (seit 26. April 2023)  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner, Vorsitzender (bis 26. April 2023)  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Prüfungsausschuss  
Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel, Vorsitzender  
Dr. Wolfgang Eder (seit 26. April 2023)  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner (bis 26. April 2023)  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Gerhard Novotny  
Aufsichtsratsmitglieder mit weiteren Aufsichtsratsmandaten in börsennotierten Gesellschaften  
Dr. Wolfgang Eder  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG, Linz  
Dr. Alexander Leeb  
Vorsitzender des Aufsichtsrates, Andritz AG, Graz  
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder  
Der Aufsichtsrat bekennt sich bei der Festlegung der Kriterien für die Bewertung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder zu  
den Leitlinien, die im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex angeführt sind:  
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsver-  
hältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben.  
Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaft-  
liches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner  
Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 (Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrates außer-  
halb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat) führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder An-  
gestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied einer anderen Gesellschaft sein, von der ein Vorstandsmitglied der  
Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern,  
Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes, leitenden Angestellten, Abschlussprüfers oder  
Angestellten der prüfenden Prüfungsgesellschaft sein.  
Gemäß diesen Kriterien haben sich sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates für unabhängig erklärt. Dies gilt somit auch  
für die Ausschüsse des Aufsichtsrates.  
Zusätzlich beschäftigen sich die Aufsichtsratsmitglieder mindestens jährlich mit den Bestimmungen des Österreichischen  
Corporate Governance Kodex betreffend Interessenkonflikte. Darüber hinaus erhalten neue Mitglieder des Aufsichtsrates  
bei Aufnahme ihrer Tätigkeit ausführliche Informationen in Bezug auf die Vermeidung von Interessenkonflikten.  
Durch die Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass auch Stakeholder-Belange frei von Interessenkonflikten regelmäßig Be-  
rücksichtigung finden können.  
Interessenvertretung von Anteil > 10 % an der Mayr-Melnhof Karton AG  
Im Aufsichtsrat der Mayr-Melnhof Karton AG gibt es zwei unabhängige Mitglieder, die einen Anteilseigner mit mehr als  
10 % Anteilsbesitz vertreten:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Zustimmungspflichtige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern mit der Gesellschaft  
Im Geschäftsjahr 2023 lagen folgende zustimmungspflichtige Verträge zwischen der Mayr-Melnhof Karton AG und einzel-  
nen Aufsichtsratsmitgliedern vor:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Ankershofen Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG, in welcher Dr. Nikolaus Ankershofen Rechtsanwalt und Partner ist,  
wird auf Basis von Ad-hoc-Beauftragungen für die Mayr-Melnhof Karton AG als Rechtsberater tätig. Diese Beauftragungen  
betreffen vorwiegend arbeitsrechtliche Belange zwischen dem Vorstand und der Mayr-Melnhof Karton AG. Ankershofen  
Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG verrechnet auf Basis von für Rechtsanwälte üblichen Stundensätzen. Im Geschäfts-  
jahr 2023 wurde ein Honorar von insgesamt Tsd. EUR 8 abgerechnet.  
VERGÜTUNG DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES  
Angaben über die Vorstandsvergütung und die wesentlichen Vertragskonditionen wie auch die Aufsichtsratsvergütung  
finden sich im jährlich der Hauptversammlung vorzulegenden Vergütungsbericht der Gesellschaft sowie in der Vergütungs-  
politik. Weblink: https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-governance/  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
174  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ANGABEN ZUR ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT  
Der Vorstand führt die Geschäfte aufgrund der Gesetze, der Geschäftsordnung und der Satzung der Gesellschaft. Letztere  
ist auf der Website der Gesellschaft unter https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-governance/  
abrufbar. Die Geschäftsordnung des Vorstandes regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die Zusammenarbeit im  
Vorstand und beinhaltet einen Katalog von Geschäftsfällen, welche einer vorangegangenen Genehmigung durch den Auf-  
sichtsrat bedürfen. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten kollegial zusammen und unterrichten einander laufend über  
wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Der Vorstand der Mayr-Melnhof Karton AG hält regel-  
mäßig Vorstandssitzungen über wesentliche konzern- bzw. segmentrelevante Themen. Bei der Entwicklung und Umsetzung  
der Unternehmensstrategie bezieht der Vorstand Aspekte der Nachhaltigkeit und damit verbundene Chancen und Risiken  
in Hinblick auf Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance mit ein. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegt die Leitung  
und Vorbereitung der Sitzungen sowie der Austausch mit dem Aufsichtsrat.  
Art und Entscheidungsbefugnis der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat hat aus seinen Reihen folgende Ausschüsse eingerichtet:  
Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten)  
Aufgabe des Präsidiums ist vor allem die laufende Diskussion von Strategie und Unternehmensausrichtung sowie die Vor-  
bereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrates in allen strategischen Belangen. Es trifft ferner Entscheidungen in  
Vorstandsangelegenheiten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und nimmt auch die Funktionen des Nominierungs-  
und Vergütungsausschusses wahr. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich der Vergütungspolitik sichern die  
diesbezügliche Qualität in der Ausschussarbeit.  
Prüfungsausschuss  
Die Entscheidungsbefugnisse ergeben sich aus den gesetzlichen Vorgaben. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im  
Finanz- und Rechnungswesen und in der Berichterstattung sichern die diesbezügliche Qualität in der Ausschussarbeit.  
Es ist sichergestellt, dass der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse in dringenden Fällen zeitnah Entscheidungen fällen kön-  
nen. Jeder Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des Ausschusses.  
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben  
wahrgenommen. Es fanden sechs Plenarsitzungen statt, wobei sämtliche Mitglieder an zumindest fünf Sitzungen teilge-  
nommen haben.  
Angesichts eines in den aktuellen Dimensionen bislang in Europa nicht gekannten Markteinbruches bei Karton und Papier  
infolge von Überkapazitäten und Konjunkturschwäche fokussierte sich die Tätigkeit des Aufsichtsrates auf die langfristige  
Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, dies sowohl strukturell und technologisch als auch unter Kos-  
ten- und Finanzierungsaspekten. Insbesondere der Wegfall des russischen Marktes und unerwartete Nachfrageschwächen  
in traditionell als weitgehend krisensicher geltenden Kundenbranchen wie dem Lebensmittelsektor machten nach Jahren  
des Wachstums sowohl auf der Kapazitäts- als auch der Kostenseite im gesamten Konzern umfassende Optimierungsmaß-  
nahmen notwendig. Die grundsätzliche Aufstellung des Unternehmens mit einer wachstumsorientierten, gut balancierten  
Packagingdivision neben dem zyklischen Segment Board & Paper erwies sich gerade in Zeiten des Ergebnisdruckes als  
wichtiges Differenzierungsmerkmal in der Branche.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
175  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Bedingt durch das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld lag ab Jahresmitte ein besonderer Schwerpunkt der Aufsichts-  
ratstätigkeit auf der Begleitung des konzernweiten Profit & Cash Protection-Planes sowie auf Maßnahmen zur Sicherstel-  
lung einer langfristig ausgewogenen Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Bei MM Packaging erwies sich in diesem  
Zusammenhang die erfolgreiche Integration der Akquisitionen des Vorjahres, Essentra Packaging und Eson Pac, als Schritt  
mit erheblichem Wertsteigerungspotenzial. Bei MM Board & Paper bildete die Begleitung des bislang umfassendsten In-  
vestitionsprogrammes für mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und neue Produktqualitäten an den Kartonstandorten Frohnleiten,  
Neuss und Kolicevo einen zentralen Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr. Darüber hinaus befasste sich der Auf-  
sichtsrat im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsverantwortung generell mit technologischen Möglichkeiten zur Erhöhung des  
Anteiles erneuerbarer Energien an verschiedenen Konzernstandorten, das größte Einzelprojekt dazu befindet sich aktuell  
am polnischen Standort Kwidzyn in Entwicklung.  
Zur langfristigen Absicherung entsprechender Führungskompetenz im Konzern hat sich der Aufsichtsrat 2023 auch mit  
Themen der Entwicklung des Führungsteams sowie dem Nachfolge- und Talente-Management auseinandergesetzt.  
Gegenstand weiterer – umfassender – Behandlung durch den Aufsichtsrat waren darüber hinaus der Komplex IT-  
Systeme/Cyber-Security, das Nachhaltigkeits- und Risikomanagement sowie der Corporate Governance- und  
Compliancebereich. Bezüglich der Kapitalmarkt-Compliance fand für den Aufsichtsrat eine Update-Schulung statt.  
Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung für das Geschäftsjahr 2023 anhand eines Fragebogens durchgeführt, mit dem  
Ergebnis, dass die Tätigkeit des Aufsichtsrates als insgesamt effizient bewertet wird. Der regelmäßige Informationsaus-  
tausch sowie die Behandlung von Schwerpunktthemen tragen gemeinsam mit der Zusammenarbeit mit dem Vorstand und  
dem Abschlussprüfer maßgeblich dazu bei. Auch 2023 waren die Diskussionen und Erörterungen in den Aufsichtsrats- und  
Vorstandssitzungen durch hohe Konstruktivität und Offenheit geprägt. Alle Teilnehmer hatten ausreichend Möglichkeit zu  
Fragestellungen und Besprechungen.  
Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Das Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten) kam im Jahr 2023 fünfzehnmal zusammen. Es wurden vor allem  
Themen der strategischen Entwicklung durch Investitionen, Restrukturierungen, die aktuelle Unternehmensaussteuerung  
und Angelegenheiten in Bezug auf den Vorstand sowie Managementnachfolge behandelt sowie die Sitzungen des Auf-  
sichtsrates vorbereitet.  
Darüber hinaus wird für die Umsetzung und Überprüfung der Vergütungspolitik sowie die Berichterstattung über die Ver-  
gütung Sorge getragen (siehe Vergütungsbericht 2023 unter https://www.mm.group/fuer-investoren/berichte/).  
Der Prüfungsausschuss kam 2023 seinen gesetzlich vorgegebenen Verpflichtungen nach und trat in zwei Sitzungen zu-  
sammen. Einen Schwerpunkt bildete die Auseinandersetzung mit dem Konzern- und Einzelabschluss 2022 sowie die Vor-  
bereitung des Konzern- und Einzelabschlusses 2023. In diesem Zusammenhang wurden auch der konsolidierte nichtfinan-  
zielle Bericht gemäß § 267 a UGB und dessen Prüfung erörtert sowie Details betreffend Umfang der Nicht-  
Prüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer und die besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters)  
festgelegt. Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel ist als Finanzexperte Vorsitzender des Prüfungsausschusses.  
Aufgrund des wiederholten Austausches zwischen dem Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Abschlussprüfer außer-  
halb der Sitzungen gab es keinen Bedarf für ein Gespräch während der Sitzungen ohne Anwesenheit der teilnehmenden  
Vorstandsmitglieder.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN UND BESCHREIBUNG DES  
DIVERSITÄTSKONZEPTES  
Als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen sehen wir Vielfalt als einen wesentlichen Treiber, um langfristigen Unterneh-  
menswert zu schaffen. Inklusion und Gleichstellung verbessern das Engagement und die Arbeitszufriedenheit und tragen  
dadurch direkt zur Rentabilität und Nachhaltigkeit der MM Gruppe bei. Daher fördern wir aktiv die Vielfalt auf allen Ebenen  
des Unternehmens mit der Zielsetzung, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jede:r Einzelne, unabhängig von seiner Funk-  
tion und seinem Standort, wertgeschätzt, unterstützt und befähigt fühlt. Dabei unterstützen wir die Einbeziehung von  
einem breiten Spektrum von Diversitätsaspekten, um ein Gefühl der Zugehörigkeit für alle zu gewährleisten. Das Diversi-  
tätskonzept der MM Gruppe ist im Code of Conduct angeführt und Teil der Human Resource Guidelines. Dort wird festge-  
halten, dass wir uns allerorts im Konzern dafür einsetzen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von Offenheit und gegensei-  
tigem Respekt geprägt ist. Wir verfolgen die Einhaltung dieser Verpflichtung über verschiedene Standards. Darüber hinaus  
überwachen wir sorgfältig jeden Fall, der über die MM Integrity Line (Whistleblowing-Hotline) gemeldet wird, und gehen  
darauf ein. Die Diversität unserer Beschäftigten sehen wir als wesentliche Ressource und als Bereicherung, unsere Aufga-  
ben noch effektiver und innovativer erfüllen zu können. Wir wenden uns gegen jegliche Diskriminierung und Belästigung  
aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Alter, nationaler Herkunft, Behinderung oder sexueller  
Ausrichtung. Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen werden dem Grundsatz der Gleichbehandlung entsprechend beurteilt.  
Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen folgt die MM Gruppe generell der Empfehlung des Gleichstel-  
lungsgesetzes, auf Vielfalt zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Verteilung von Geschlecht, Alter und Kom-  
petenz anzustreben. Als Unternehmen in einer stark technisch orientierten Branche ist es insbesondere strategische Ziel-  
setzung, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu steigern und auch auf oberster Führungsebene bestmögliche  
Diversität zu erreichen. Seit mehreren Jahren nehmen Frauen vermehrt Top-Management-Positionen innerhalb der  
MM Gruppe ein. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Human Resources, Informationsmanagement (IT) und Recht  
sowie die Geschäftsführung einzelner Tochterunternehmen. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung legen wir  
großen Wert darauf, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Wir unterstützen dies mit einer Vielzahl an  
Initiativen wie Nachfolgeplanung, Mentoring und Gewährleistung einer gesunden Work-Life-Balance, welche durch flexible  
Arbeitsgestaltung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert. Der Frauenanteil in der MM Gruppe belief sich in 2023  
auf rund 25 %. Aufgrund der Tätigkeit von MM in der Schwerindustrie und in Schichtsystemen ist die Frauenquote im  
Konzern und in der Rekrutierung tendenziell niedrig. Ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen sowohl in technischen als auch  
in wirtschaftlichen Berufen zu sein, ist aber unser langfristiger Anspruch. Jährlich wird diesbezüglich insbesondere auch  
durch verschiedene Aktivitäten am Weltfrauentag das Bewusstsein geschärft. Zudem hat MM jüngst auch konzernweit eine  
Menschenrechts-Policy etabliert, welche unsere klare Haltung zur Nichtdiskriminierung am Arbeitsplatz dokumentiert.  
Gegenwärtig besteht der Aufsichtsrat aus neun Männern und der Vorstand, die einzigen Beschäftigten der börsennotierten  
Holdinggesellschaft, aus zwei. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wird auf die fachliche und persönliche Qualifikation,  
Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Kandidaten sowie auf eine gut balancierte Zusammensetzung geachtet. Ein ausge-  
wogeneres Geschlechterverhältnis im Aufsichtsrat bleibt unsere Zielsetzung.  
Details zur Mitarbeiterförderung finden sich im Kapitel „People“ des nichtfinanziellen Berichtes.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
177  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
EXTERNE EVALUIERUNG  
Der Kodex (ÖCGK) sieht eine regelmäßige (mindestens alle drei Jahre) externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln  
(Comply or Explain) durch das Unternehmen vor. Diese erfolgte zuletzt im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2021 durch  
die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien. Die Prüfung der Einhaltung jener Regeln des Kodex, die die Abschlussprüfung  
betreffen, erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Georg Eckert, Universität Innsbruck. Die Evaluierung der Prüfer ergab, dass die  
von der Mayr-Melnhof Karton AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung der Corporate Governance den tatsächlichen Ge-  
gebenheiten entspricht. Die nächste externe Evaluierung ist für den Corporate Governance-Bericht über das Jahr 2024  
vorgesehen.  
VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG  
Es ergeben sich zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate Governance-Berichtes  
keine Veränderungen von berichtspflichtigen Sachverhalten.  
Wien, am 11. März 2024  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter  
Erklärung des Vorstandes  
gemäß § 124 Börsegesetz  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der  
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein mög-  
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die  
wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Un-  
ternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unterneh-  
mens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lage-  
bericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Wien, am 11. März 2024  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Vorsitzender des Vorstandes  
Mitglied des Vorstandes  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2023  
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