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VALUE  
2022  
Jahresfinanzbericht  
Mayr-Melnhof Karton AG  
Inhaltsverzeichnis  
Konzernlagebericht  
2
Die Positionierung der MM Gruppe und ihrer Divisionen  
8
Entwicklung im Jahr 2022  
19 Forschung und Entwicklung  
23 Risikomanagement  
33 Angaben nach § 243 a Abs 1 UGB  
34 Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung nach § 267 a UGB  
35 Ausblick  
36 Konzernabschluss  
132 Lagebericht und Jahresabschluss  
der Mayr-Melnhof Karton AG  
165 Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
174 Erklärung des Vorstandes  
Konzernlagebericht  
Konzernlagebericht  
1 DIE POSITIONIERUNG DER MM GRUPPE UND IHRER DIVISIONEN  
Konzern  
Leading in Consumer Packaging  
Die MM Gruppe (MM) ist ein weltweit führender Hersteller von Karton und Faltschachteln für Konsumgüter mit einem  
attraktiven Angebot bei Kraftpapieren und ungestrichenen Feinpapieren für verschiedene Endanwendungen. MM ist lang-  
fristig ausgerichtet und fördert nachhaltige Entwicklung durch innovative, recycelbare Verpackungen und Papierprodukte.  
Nachdem MM in der Division MM Board & Paper in 2021 mit den strategischen Akquisitionen MM Kwidzyn und  
MM Kotkamills neben der bereits führenden europäischen Position bei Recyclingkarton in das europäische Spitzenfeld der  
Anbieter von Frischfaserkarton aufrückte, wurde 2022 mit dem Erwerb von Essentra Packaging und Eson Pac die Strategie  
umgesetzt, im resilienten und wachsenden Markt der Pharma-Sekundärverpackungen verstärkt Fuß zu fassen. Die Division  
MM Packaging ist damit nicht nur ein führender Faltschachtelproduzent in Europa, sondern hält darüber hinaus auch eine  
führende Marktposition in mehreren Ländern außerhalb Europas.  
Die beiden Divisionen der Gruppe, MM Board & Paper und MM Packaging, werden mit eigenständiger Ergebnisverantwor-  
tung geführt und beliefern einander zu Marktkonditionen. MM Board & Paper lieferte in 2022 rund 15 % des Kartonabsatzes  
an MM Packaging. Der überwiegende Teil der Karton- und Papierproduktion wird jedoch konzernextern verkauft.  
MM Packaging bezog in 2022 mehr als ein Viertel der verarbeiteten Tonnage intern von MM Board & Paper.  
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft – Teil unseres Geschäftsmodells  
Die Nachfrage nach Karton und Kartonverpackungen korreliert in hohem Maße mit dem Privatkonsum, vor allem jenem  
von täglichen Bedarfsgütern, und weist damit eine relative Resilienz auf.  
Karton wird im Wesentlichen als Rohstoff für die Erzeugung von Faltschachtelverpackungen eingesetzt. Faltschachteln  
sind neben Kunststoff das bedeutendste Primärverpackungsmittel für Konsumgüter des täglichen Bedarfes und erfüllen  
im Besonderen Kriterien der Nachhaltigkeit. Zusätzlich zur attraktiven Präsentation des Konsumgutes und zu dessen Schutz  
zeichnen sich Faltschachtelverpackungen vor allem durch die nachhaltige Produktion aus nachwachsenden und vielmals re-  
cycelbaren Faserstoffen aus. Verantwortungsvolle Kreislaufwirtschaft ist damit ein integraler Teil des Geschäftes der  
MM Gruppe.  
Weltweite Präsenz – regionaler Schwerpunkt Europa  
Dem Geschäft von MM Packaging kommt aufgrund von Transportkosten und Serviceanforderungen im Wesentlichen regi-  
onaler Charakter zu, wobei wir neben unserem Produktionsschwerpunkt in Europa auch in Nord- und Südamerika sowie  
einzelnen Ländern Asiens mit lokaler Fertigung präsent sind. Obgleich wir unsere europäische Karton- und Papierproduk-  
tion auch über größere Distanzen weltweit absetzen, liegt hier ebenfalls der Schwerpunkt auf Europa, da dem globalen  
Kartonhandel untergeordnete Bedeutung zukommt.  
Kraftpapiere gehen insbesondere an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche sowie die Laminatindustrie, ungestrichene  
Feinpapiere (Office- und Druckpapiere) werden vor allem an Papier-/Bürobedarfshändler in Europa verkauft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
2
Konzernlagebericht  
Wachstum und Wertsteigerung durch Nachhaltigkeit, Innovation und Effizienz im Fokus  
Die Schaffung langfristiger Wachstumsperspektiven und Wertsteigerung stehen im Zentrum der strategischen Ausrichtung  
der MM Gruppe. Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit durch Skaleneffekte und modernste Technologie sowie der Fokus auf  
Nachhaltigkeit und Innovation sollen dazu wesentlich beitragen.  
Nach der Akquisition von zwei Großstandorten im Bereich Board & Paper in 2021 erfolgte im Jahr 2022 der strategische  
Einstieg von MM Packaging in den resilienten und wachsenden Markt für Pharmaverpackungen, mit der Zielsetzung, at-  
traktives Wertsteigerungspotenzial und Synergien in den Folgejahren zu nutzen. Parallel dazu wurde im 4. Quartal 2022  
zur Steigerung der strukturellen Effizienz die Produktion an der kleineren Kartonmaschine in Kolicevo eingestellt, nachdem  
man sich bereits in den beiden Vorjahren von drei kleinen Kartonwerken getrennt hatte. Darüber hinaus werden auch im  
Packagingbereich die Strukturen kontinuierlich den Marktnotwendigkeiten angepasst.  
In 2021 hat MM das bisher umfangreichste Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, welches eine Vielzahl von Pro-  
jekten mit Schwerpunkten auf Wachstum, Kosteneffizienz und technologischer Erneuerung an großen wettbewerbsfähigen  
Standorten beider Divisionen umfasst. In 2022 konnten diese Maßnahmen im Bereich Packaging bereits zu weiterem  
organischem Wachstum beitragen. Demgegenüber kommen in 2023 in der Division MM Board & Paper an den Standorten  
Frohnleiten, Neuss und Kolicevo die bislang größten Investitionen in modernste Technologie, Produktentwicklung und  
Nachhaltigkeit zur Umsetzung.  
Mit der strategischen Transformation von MM werden nicht nur die produzierenden Einheiten gestärkt, sondern haben  
auch die zentralen Konzernfunktionen einen deutlichen Entwicklungsschritt nach vorne gesetzt, um die neu eingenom-  
mene Größendimension abzusichern und Potenziale systematisch zu nutzen. Dabei wird insbesondere der Bedeutung von  
Nachhaltigkeit und Innovation als Differenzierungskriterium am Markt durch Einsatz modernster Systeme Rechnung ge-  
tragen. MM möchte dadurch vor allem auch die Chancen aus dem Ersatz von Kunststoffverpackungen durch recycelbare  
Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen nutzen. Eine umfassende Harmonisierung und Optimierung der Systeme  
und Prozesse im Zuge der Digitalisierung zielt darauf ab, den Wertschöpfungsprozess von MM langfristig noch besser und  
sicherer zu steuern. Das Management-Team von MM wurde den gestiegenen Aufgabenstellungen entsprechend auch in  
2022 weiter verbreitert und um High Potentials ergänzt.  
MM Board & Paper  
Führender Kartonproduzent mit attaktiver Position bei Kraftpapier und ungestrichenem Feinpapier  
Die Division MM Board & Paper ist mit einer Jahreskapazität von 2,0 Millionen Tonnen Karton größter Kartonproduzent in  
Europa (exkl. Flüssigkeitskarton). An sechs europäischen Produktionsstandorten wird ein vielfältiges Angebot an Karton-  
produkten für ein breites Einsatzspektrum mit Schwerpunkt im Verpackungsbereich gefertigt. Rund 65 % der Kartonkapa-  
zitäten entfallen auf gestrichenen Recyclingkarton und rund 35 % auf Frischfaserkarton. Darüber hinaus verfügt die Division  
über eine Jahreskapazität von rund 260.000 Tonnen Kraftpapier und 390.000 Tonnen ungestrichenem Feinpapier. Recycling-  
fasern, die extern zugekauft werden, halten einen Anteil von rund 48 % an den jährlich eingesetzten Faserstoffen. Weitere  
rund 23 % des Fasereinsatzes sind Holzschliff, der zum Großteil in den Kartonwerken und im divisionseigenen Faserwerk  
FollaCell in Norwegen selbst erzeugt wird. Zellstoff, auf welchen rund 29 % des Faserbedarfes entfallen, wird zu rund  
74 % selbst erzeugt und zu rund 26 % zugekauft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
3
Konzernlagebericht  
Karton und Papier – ein breites Einsatzspektrum  
Die Kartonprodukte von MM Board & Paper werden als Verpackungsmaterial in einer Vielzahl von Konsumgütermärkten  
des täglichen Bedarfes eingesetzt. Anwendungsschwerpunkte sind Food & Specialities, auf welche rund 89 % des Absatzes  
entfallen, sowie der Premiumbereich (Pharma & Healthcare, Beauty & Personal Care etc.) mit einem Absatzanteil von  
11 %. Kraftpapiere werden insbesondere an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche und die Laminatindustrie verkauft,  
ungestrichene Feinpapiere vor allem an Papier-/Bürobedarfshändler. Um den speziellen Anforderungen einzelner Markt-  
segmente bestmöglich zu entsprechen, sind die Produkthauptgruppen von MM Board & Paper – Recyclingkarton, Frisch-  
faserkarton, weiß gestrichener Recycling-Liner (hochwertig bedruck- und veredelbare Deckenlage für Wellpappenprodukte  
in niedriger Grammatur), Packaging Kraft Paper sowie Saturating Kraft Paper (Laminatpapier) – als eigene Units in der  
Verkaufsorganisation eingerichtet. In 2022 wurde zur Absicherung der Lieferfähigkeit insbesondere die Funktion Supply  
Chain & Sales Operations deutlich gestärkt.  
Hauptmarkt von MM Board & Paper ist Europa, auf welchem in 2022 rund 92 % der Verkaufsmenge abgesetzt wurden.  
Darüber hinaus wird ein weltweites Vertriebsnetzwerk unterhalten, sodass mehr als 2.000 Kunden in rund 110 Ländern  
beliefert werden. Diese sind insbesondere Druckereibetriebe der mittelständisch geprägten und stark fragmentierten eu-  
ropäischen Faltschachtelindustrie sowie Konsumgüterproduzenten und die zuvor erwähnten Abnehmer im Papierbereich.  
Wachstum durch Effizienz, Nachhaltigkeit und innovative Produkte  
Als Schlüsselfaktor für weiteres Wachstum wurden nicht nur bisher umfassendste Investitionsprogramme für die Standorte  
Frohnleiten, Neuss und Kolicevo auf den Weg gebracht, sondern auch bereits Projekte bei den Neuakquisitionen  
MM Kotkamills und MM Kwidzyn aufgenommen. Ziel ist es, durch modernste Technologie das Produktprogramm auf neue  
Möglichkeiten am Markt auszurichten und mit mehr Effizienz und Nachhaltigkeit noch wettbewerbsfähiger zu werden. Ein  
gut abgestimmter Prozess zwischen Innovation, Produktentwicklung und Kommerzialisierung zielt sowohl auf die kontinu-  
ierliche Verbesserung bestehender Lösungen und Prozesse als auch auf die Erschließung neuer Einsatzmöglichkeiten und  
Marktpotenziale ab. MM Board & Paper verfolgt dabei einen Ansatz, welcher Aspekte aus der gesamten Wertschöpfungs-  
kette berücksichtigt. Hohe Qualität, Funktionalität, Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Produkte sowie umfassende  
Kompetenz und modernste Serviceleistungen zeichnen das Angebot bei Board & Paper aus.  
Plastiksubstitution durch innovative faserbasierte Lösungen  
Karton und Papier sind das bevorzugte Verpackungsmaterial bei Konsumenten und Regulierungsstellen. Daher haben sich  
große Einzelhändler und Markenartikler dazu verpflichtet, den Einsatz von überflüssigem Plastik in Verpackungen zu ver-  
meiden. Ziel von MM Board & Paper ist es, neue Möglichkeiten im Austausch von Kunststoffverpackungen durch umwelt-  
freundliche, innovative Lösungen aus Karton und Papier zu schaffen und die Funktionalitäten ohne Einsatz von Kunststof-  
fen weiter zu erhöhen. Mit diesem Anspruch entwickeln wir neuartige Barrierekonzepte, um die Verwendung von Karton  
als alternatives Verpackungsmaterial für eine breite Palette von Lebensmitteln einschließlich flüssiger, gekühlter, gefrore-  
ner und/oder fettiger Nahrungsmittel zu erleichtern. Der Einfluss dieses Trends auf unseren Karton- und Papierabsatz ist  
weiter schwer einzuschätzen. Unser Ziel ist jedoch, diesen zu nutzen, um schneller als der Markt zu wachsen.  
Konzentration auf leistungsstarke Standorte  
MM hat im Zeitraum 2020–2022 eine Konzentration der Produktion auf die leistungsstärksten Standorte vollzogen. Zum  
Jahresende 2022 wird auf sieben leistungsstarken Kartonmaschinen und vier Papiermaschinen an sechs Standorten pro-  
duziert. Die Maschinen sind jeweils auf bestimmte Produktqualitäten ausgerichtet: drei auf Recyclingkarton, zwei auf Frisch-  
faserkarton, eine auf weiß gestrichenen Recycling-Liner sowie eine weitere Kartonmaschine flexibel sowohl auf Recycling-  
als auch auf Frischfaserkartonqualitäten. Darüber hinaus produzieren zwei Papiermaschinen ungestrichene Feinpapiere  
und zwei weitere jeweils Packaging Kraft Paper bzw. Saturating Kraft Paper. Die Maschinen werden kontinuierlich auf dem  
Stand der Technik mit Fokus auf Wachstumspotenzial und Wettbewerbsstärke weiterentwickelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Fasern und Energie zentrale Faktoren  
Altpapier ist der strategisch bedeutendste Rohstoff bei der Produktion von gestrichenem Recyclingkarton, Holzschliff bei  
Frischfaserkarton sowie Zellstoff bei Kraft- und Feinpapieren. Darüber hinaus sind Energie, Chemikalien und Logistik wei-  
tere wesentliche Kostenfaktoren. Hochqualitative Bedruckbarkeit von Karton wird durch die Applikation eines Striches aus  
Kalk, Füllstoffen und Bindemittel auf der Kartonaußenfläche erreicht.  
MM Board & Paper bezieht Recyclingfasern zur Gänze aus Europa, vorwiegend auf dem Spotmarkt. Ferner werden in  
kleinerem Ausmaß längerfristige Bezugsmöglichkeiten von Kommunen und Entsorgern genutzt. Aufgrund des Rückganges  
bei Printmedien und Office-Papieren wird Altpapier trotz hoher Recyclingquoten und bestehender Aufkommensreserven  
längerfristig zu einem knapperen Rohstoff, wobei wir die Verfügbarkeit für unsere Werke weiter als gesichert erachten.  
Auch bei Holz als Ausgangsstoff für Holzschliff und Zellstoff sehen wir die Versorgung aufgrund des laufenden Bezuges  
aus nachhaltiger Forstwirtschaft als gegeben. Wie die Situation infolge von Covid-19 und danach zeigte, kann es aber zu  
signifikanten Schwankungen bei Aufkommen und Preisen kommen. Als Energieträger wird von MM Board & Paper vorran-  
gig Erdgas genutzt. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger, wie z. B. Biomasse, sowie eine Erhöhung der Ei-  
genversorgung sind unsere Zielsetzung.  
Starker Wettbewerb in der Kartonindustrie  
MM Board & Paper ist der einzige europäische Anbieter mit jeweils mehreren großen Produktionsstandorten von  
Recycling- und Frischfaserkarton und darüber hinaus der einzige europäische Kartonerzeuger mit einem substanziellen  
weiteren Standbein in der Faltschachtelerzeugung. Die drei größten skandinavischen Anbieter sind ausschließlich im Be-  
reich Frischfaserkarton tätig.  
Der Kapazitätszuwachs bei Recyclingkarton erfolgt in Europa seit Jahrzehnten durch die laufende technologische Moder-  
nisierung bestehender Anlagen („creeping capacity increase“). Bei Frischfaserkarton führte insbesondere der strukturbe-  
dingte Wechsel von grafischen Papieren hin zu Verpackungskartonprodukten in den letzten Jahren zu Neukapazitäten.  
Darüber hinaus muss für die nächsten Jahre im Zuge des Trends zu nachhaltigeren Verpackungen und großen hocheffi-  
zienten Anlagen mit einer deutlichen weiteren Expansion der Frischfaserkartonkapazitäten in Europa gerechnet werden.  
MM Packaging  
Ein weltweit führender Faltschachtelproduzent  
Faltschachtelverpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes stehen im Zentrum des Geschäftes von MM Packaging.  
Im Geschäftsjahr 2022 wurden rund 4.056 Mio. m2 produziert und Umsatzerlöse von 2.168,7 Mio. EUR erzielt. Damit ist  
MM Packaging nicht nur ein führender Faltschachtelproduzent in Europa, sondern auch einer der größten weltweit. Durch  
die Akquisitionen im Geschäftsfeld Pharma & Healthcare ist MM Packaging auch ein führender Produzent von Beipackzet-  
teln und Etiketten für diesen Bereich. Aufgrund von Transportkosten und Serviceanforderungen haben Faltschachtelverpa-  
ckungen einen limitierten Lieferradius und sind dadurch vorwiegend als regionales Produkt definiert. Infolge deutlich nied-  
rigerer Markteintrittsbarrieren in der Faltschachtelbranche im Vergleich zur Kartonindustrie ist das Geschäft durch  
anhaltend intensiven Verdrängungswettbewerb und kleinere Anbieterstrukturen gekennzeichnet.  
Die Produktion von Faltschachtelverpackungen ist ein mehrstufiger Prozess, der sich vereinfacht wie folgt darstellen lässt:  
Karton wird bedruckt, im nachfolgenden Stanzvorgang gerillt und in einzelne Verpackungszuschnitte geteilt, welche in der  
abschließenden Prozessstufe individuell nach Anspruch der Abnehmerbranche gefaltet und verklebt werden. Darüber hin-  
aus kommt eine große Vielfalt von Verfahren zur Verpackungsveredelung zum Einsatz. Der Versand und Transport der  
Verpackungen erfolgt in der Regel in gefaltetem Zustand in Überkartons. Die Verpackungsbefüllung mit Konsumgütern  
findet weitgehend an den Abpackanlagen durch den Kunden statt. MM Packaging setzt dem Anspruch auf Best Industrial  
Practice entsprechend sämtliche gängigen Preprint-, Druck- und Veredelungstechnologien auf dem Stand der Technik ein.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Die Wellpappenproduktion stellt eine gegenüber Karton und Faltschachtel unterschiedliche Industriesparte mit anderen  
Produkten und Märkten dar, in der MM Packaging nicht tätig ist. Eine Überschneidung besteht bei Konsumgüterverpa-  
ckungen aus Feinwelle (Mikrowelle), welche auch an einigen spezialisierten Standorten von MM Packaging produziert  
werden. Diese verbinden die Stabilität der Welle mit der ausgezeichneten Bedruckbarkeit von Karton.  
Internationales Standortnetzwerk stets nahe am Kunden  
Geografischer Schwerpunkt des Standortnetzes von MM Packaging mit 65 Standorten in 24 Ländern ist Europa. Ferner  
sind wir im Bereich Pharmaverpackung seit der jüngsten Großakquisition auch an der US-Ostküste vertreten. Darüber  
hinaus hält MM Packaging in einzelnen Ländern des Mittleren Ostens, Südamerikas und in Fernost ebenfalls eine führende  
Position. Neben der breiten lokalen Aufstellung schaffen wir durch die Spezialisierung auf spezifische Markt- bzw. Pro-  
duktsegmente aus den Bereichen Food & Specialities sowie Premium Wettbewerbsvorteile durch entsprechendes Know-  
how und kontinuierliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten. In 2022 entfielen auf den Hauptabsatzmarkt Europa rund 67 %  
der Umsatzerlöse, auf Amerika 10 % und auf die übrige Welt 23 %. Zielsetzung unserer Standortpolitik ist es, unsere Kunden  
aus geografisch gut positionierten und wettbewerbsstarken Produktionsbetrieben zu beliefern.  
Absatz in ein breites Branchenspektrum  
MM Packaging deckt mit Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes ein breites Branchenportfolio ab und  
schafft dadurch sowohl Entwicklungspotenzial als auch ein solides Maß an Resilienz. Die beiden Märkte Food & Speciali-  
ties und Premium tragen zu etwa gleichen Teilen zum Umsatz von MM Packaging bei. Das hoch spezialisierte Premiumge-  
schäft umfasst die Bereiche Pharma, Healthcare, Beauty, Personal Care, Cigarette und Luxury. Die Konzentration der  
Organisation von MM Packaging auf einzelne spezialisierte Business Units ermöglicht es, den individuellen Markt- und  
Produktanforderungen mit zielgerichtetem Know-how zu entsprechen sowie den Wertschöpfungsprozess selektiv zu  
steuern.  
Der überwiegende Teil des Geschäftes wird mit großen multinationalen Kunden erwirtschaftet, auf welche rund 80 % der  
Umsatzerlöse entfallen. Die Vergabe des Bedarfes über Tenderverfahren und mehrjährige Bezugsvereinbarungen sind im  
internationalen Großkundengeschäft die Regel. Der weitere Teil des Absatzes geht an lokale Kunden. Insgesamt beliefert  
MM Packaging weltweit rund 2.300 Kunden.  
Strategischer Rohstoff Karton  
Die Faltschachtelproduktion setzt an Karton als zentralem Rohstoff auf. Dieser ist sowohl bedeutendster Input- als auch  
Kostenfaktor. Die Wahl des eingesetzten Kartons richtet sich zum einen nach der Funktionalität der Verpackung, zum  
anderen nach den individuellen Anforderungen einzelner Konsumgüterbranchen bzw. -hersteller. Dem divisionalen Profit-  
Center-Prinzip des Konzerns entsprechend kauft MM Packaging den Bedarf an Recycling- und Frischfaserkarton bzw. Pa-  
pieren über eine eigene Beschaffungsorganisation zu. Im Geschäft mit internationalen Konsumgütererzeugern wird der  
Kartonbezug auch vom Kunden entschieden bzw. verhandelt. Bedeutende Kartonpreisänderungen wie auch andere maß-  
gebliche Kostenveränderungen werden in der Regel durch entsprechende Klauseln, die sich auf Referenzwerte beziehen,  
in der Verkaufspreisbildung berücksichtigt. Neben Karton und Papier sind Farben, Lacke und Werkzeuge weitere bedeu-  
tende Rohstoffe von MM Packaging. Die Personalintensität liegt durchwegs über jener der Kartonproduktion.  
Investition in Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit – Wachstum, organisch und über Akquisitionen  
Die Nachfrage nach Faltschachtelverpackungen korreliert ähnlich wie der Kartonmarkt mit dem Privatkonsum. Infolge des  
Schwerpunktes auf Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes ist das Geschäft von MM Packaging von hoher  
Kontinuität geprägt. Ziel von MM Packaging ist es, sowohl durch verstärkte Wettbewerbskraft als auch durch die gezielte  
Ausrichtung auf Zukunftsmärkte, wie z. B. Pharma, organisch und über Akquisitionen weiterzuwachsen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Dazu investieren wir in modernste Technologien und entwickeln attraktive Standorte nahe unseren Kunden. So wird bei-  
spielsweise der große Standort MMP Neupack Polska erweitert und ein weiteres Verpackungswerk in Polen (Emerald)  
gebaut, um am Marktwachstum in Zentral-Ost-Europa zu partizipieren und die günstigeren Kosten zu nutzen. Ferner wurde  
in 2022 der Ausbau von MMP Werken zu kritischer Größe in Großbritannien, Österreich und Rumänien abgeschlossen.  
Darüber hinaus werden kontinuierlich Modernisierungen im Maschinenpark zur Effizienzsteigerung und Entwicklung am  
Stand der Technik (u.a. Digitaldruck) umgesetzt. Für 2023 betrifft dies insbesondere die Nutzung des Wertsteigerungspo-  
tenzials bei ausgewählten Ex-Essentra-Standorten sowie die industrielle Fertigung neuer nachhaltiger Spezialverpackun-  
gen beim Plastikersatz.  
Ziel ist es, mit dem Anspruch auf Best Industrial Practice weiterzuwachsen und die Wettbewerbsfähigkeit von MM Packaging  
weiter zu erhöhen. Schwerpunkte liegen dabei auf einer verstärkten Spezialisierung sowie Automatisierung und Digitali-  
sierung und der Entwicklung innovativer nachhaltiger Verpackungen. Daher geben wir Zukunftskonzepten allgemein viel  
Raum, damit laufender Wandel gelingen kann.  
Wie bisher wird MM Packaging den Expansions- und Akquisitionskurs risikobewusst und wertorientiert mit dem Anspruch  
auf nachhaltig hohe Ergebnisqualität fortsetzen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
2 ENTWICKLUNG IM JAHR 2022  
Allgemeine Wirtschaftslage  
Die Weltwirtschaft war in 2022 im Wesentlichen von einem weiteren Anstieg der Inflation geprägt, welcher das einsetzende  
Wirtschaftswachstum stark abschwächte. Nach einer starken ersten Jahreshälfte für die Volkswirtschaften der EU, bedingt  
durch verstärkte Ausgaben der Verbraucher, verlangsamte sich die Dynamik infolge des Krieges in der Ukraine zusehends. Vor  
allem steigende Preise für Energieerzeugnisse und Unsicherheiten bei den Lieferketten führten zu einer Erhöhung der Preisni-  
veaus und damit zu historischen Höchstständen bei Inflationsraten, auf welche die großen Notenbanken in den fortgeschritte-  
nen Volkswirtschaften mit einer deutlichen Anhebung der Leitzinsen reagierten. Ein starker Arbeitsmarkt sowie fiskalpolitische  
Maßnahmen zum Ausgleich steigender Energiepreise stützten den Privatkonsum, wodurch das BIP der EU zum Jahresende  
insgesamt ein leichtes Wachstum verzeichnen konnte. Hohe Unsicherheiten bestehen weiterhin hinsichtlich der Entwicklung  
der Energiemärkte sowie der Auswirkungen einer länger anhaltenden Inflation und des Hochzinsumfeldes auf den Privatkonsum.  
Branchenentwicklung  
Die Nachfrage auf den Karton- und Faltschachtelmärkten sowie bei Papieren verzeichnete bis in das 3. Quartal 2022 eine  
starke Dynamik. Getrieben war diese Entwicklung insbesondere durch Versorgungsunsicherheiten angesichts gestörter  
Lieferketten und potenzieller Energieengpässe als Folgewirkung des Krieges in der Ukraine sowie die allgemein stark an-  
steigende Kosteninflation. Volle Lager, Rezessionsängste und die einschränkende Wirkung der Inflation auf die Kaufkraft  
der Konsumenten führten jedoch spätestens im 4. Quartal zu einem signifikanten Nachfrageeinbruch auf den Kartonmärk-  
ten, während sich das Faltschachtelgeschäft noch weitgehend stabil entwickelte.  
Vor dem Hintergrund der guten Buchungslage und hoher Auslastung über weite Strecken des Jahres konnten die massiven  
Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie in der Industrie vielfach sukzessive weitergegeben werden. Im 4. Quartal setzte  
jedoch mit fallenden Energiepreisen aufgrund eines milden Winters und dem deutlichen Rückgang der Altpapierpreise eine  
rapide Umkehr bei wesentlichen Kostenkomponenten ein, wodurch der Druck auf die Verkaufspreise seither deutlich zunahm.  
Das Thema Nachhaltigkeit bei Verpackungen, insbesondere die Substitution von Kunststoff, stand bei allen Teilnehmern  
der Wertschöpfungskette weiter im Zentrum und wird von Karton-/Papier- und Faltschachtelproduzenten sowie Konsum-  
güterherstellern und Einzelhandel proaktiv vorangetrieben. Aufgrund der Vollbeschäftigung der Industrien erfolgten Um-  
stellungen jedoch nur langsam und punktuell.  
Obwohl in 2022 keine maßgeblichen Kapazitätserhöhungen Platz griffen, drückte insbesondere die Umleitung vormaliger  
Russlandmengen verstärkt in den europäischen Kartonmarkt. Mittelfristig ist jedoch vor allem bei Frischfaserkarton mit  
einem deutlichen Anstieg von Neukapazitäten insbesondere aus Skandinavien zu rechnen. Marktwachstum und die Umstel-  
lung auf große, wettbewerbsstarke Hochleistungsanlagen sind wesentliche Gründe dafür. Im Bereich Recyclingkarton kon-  
zentrieren sich die Kapazitätserhöhungen auf die laufende Investitionstätigkeit, welche bei MM Board & Paper in 2023 mit  
der Modernisierung von drei großen Kartonmaschinen einen besonderen Schwerpunkt haben wird. Infolge der herausfor-  
dernden Rahmenbedingungen zeigt sich die Situation für strukturell kleinere Erzeuger weiterhin tendenziell angespannter.  
Im Bereich Faltschachtel setzte sich die Konzentration in Europa mit der Übernahme von AR Packaging durch Graphic  
Packaging (US) in 2022 fort, wobei Letztere nunmehr auch in Europa eine führende Position einnimmt. Durch die Akqui-  
sitionen von MM Packaging im Bereich Pharma-Sekundärverpackungen entstand in diesem Spezialgeschäft erstmals ein  
pan-europäischer Player mit einer ebenfalls bedeutenden Position in den USA. Im Grunde bleibt die Anbieterstruktur im  
europäischen Faltschachtelgeschäft jedoch insgesamt weiter durch starke Fragmentierung gekennzeichnet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf 2022  
Konzern  
Die MM Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022 in einem gesamtwirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Umfeld so-  
wohl organisch als auch über Akquisitionen bei Ergebnis und Umsatz deutlich gewachsen. Die Nachfrage nach unseren  
natürlichen, recycelbaren Verpackungsprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen zeigte sich über weite Strecken des  
Jahres dynamisch und die Kunden schätzen unsere Investitionen in wettbewerbsfähige Standorte, Innovation und Nach-  
haltigkeit. Die Energie- und Rohstoffkrise hat MM vor besondere Herausforderungen gestellt, die insgesamt erfolgreich  
bewältigt werden konnten. Verkaufspreiserhöhungen kompensierten die massiven Energie- und Rohstoffkostensteigerun-  
gen. Zudem gelang es, die kontinuierliche Versorgung unserer Kunden trotz instabiler Lieferketten sicherzustellen.  
Die 2022 abgeschlossenen Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac positionieren MM als globalen Player im  
Bereich der pharmazeutischen Sekundärverpackung und tragen zu mehr Resilienz und Wachstum im gesamten Unterneh-  
men bei. Gemeinsam mit den beiden Zukäufen des Vorjahres im Bereich Board & Paper, MM Kwidzyn und MM Kotkamills,  
sind sie Teil der Transformation von MM, über Akquisitionen und operative Optimierungen die Wertschöpfung und Wachs-  
tumsfähigkeit der MM Gruppe zu steigern.  
Trotz einer zunehmenden Marktschwäche bei Karton und Papier ab Ende des 3. Quartals, infolge der gut bevorrateten  
Supply Chain und damit erheblicher marktbedingter Maschinenabstellung in diesem Bereich, verzeichnete die MM Gruppe  
in 2022 insgesamt einen starken Ergebnisanstieg. Der Zuwachs des betrieblichen Ergebnisses von 269,6 Mio. EUR auf  
510,3 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Division MM Board & Paper infolge operativer Verbesserungen sowie  
der ganzjährigen Einbeziehung der Akquisitionen des Vorjahres. Demgegenüber reduzierte sich das betriebliche Ergebnis  
von MM Packaging aufgrund von Einmalaufwendungen trotz erfreulichen organischen Wachstums von rund 5 %.  
Der guten Ergebnisentwicklung und langfristigen Dividendenpolitik entsprechend wird der 29. Ordentlichen Hauptver-  
sammlung am 26. April 2023 eine Dividendenerhöhung auf 4,20 EUR je Aktie (2021: 3,50 EUR) für das Geschäftsjahr  
2022 vorgeschlagen.  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
Konzerngewinn- und -verlustrechnungen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
2022  
2021  
+/-  
Umsatzerlöse  
4.682,1  
3.069,7  
+ 52,5 %  
Betriebliches Ergebnis  
510,3  
269,6  
+ 89,3 %  
Finanz- und Beteiligungsergebnis  
(43,4)  
(25,1)  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(121,7)  
(53,8)  
Jahresüberschuss  
345,2  
190,7  
+ 81,0 %  
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erreichten 4.682,1 Mio. EUR und lagen damit um 52,5 % bzw. 1.612,4 Mio. EUR  
über dem Vorjahreswert (2021: 3.069,7 Mio. EUR). Diese Zunahme resultierte zum einen aus den Akquisitionen des Vor-  
jahres in der Division MM Board & Paper und den Unternehmenskäufen von MM Packaging im Berichtsjahr sowie zum  
anderen aus der Kostenweitergabe über höhere Preise. Bei der geografischen Verteilung der Umsatzerlöse erhöhte sich  
der Anteil des Hauptmarktes Europa auf 80,1 % (2021: 77,1 %) und jener von Amerika leicht auf 5,1 % (2021: 4,8 %), während  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
der Umsatzanteil der übrigen Welt auf 14,8 % zurückging (2021: 18,1 %). Die konzerninternen Umsätze erhöhten sich mengen-  
und preisbedingt auf 236,6 Mio. EUR (2021: 133,0 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen Lieferungen von MM Board &  
Paper an MM Packaging.  
Konzernumsatz nach Regionen  
(in %)  
2022  
2021  
Europa (exkl. BLR, RUS, TUR)  
80,1 %  
77,1 %  
davon Österreich  
1,8 %  
2,1 %  
Amerika  
5,1 %  
4,8 %  
Übrige Welt  
14,8 %  
18,1 %  
Gesamt  
100,0 %  
100,0 %  
Herstellungskosten  
Anteil an den Umsatzerlösen  
2022  
2021  
+/-  
2022  
2021  
(in Mio. EUR)  
Materialaufwand und bezogene Leistungen  
2.862,1  
1.798,6  
59,1 %  
61,1 %  
58,6 %  
Personalaufwand  
447,7  
375,3  
19,3 %  
9,6 %  
12,2 %  
Abschreibungen  
179,7  
125,8  
42,9 %  
3,8 %  
4,1 %  
1)  
Sonstiger Aufwand  
65,3  
113,9  
- 42,6 %  
1,4 %  
3,7 %  
Herstellungskosten  
3.554,8  
2.413,6  
47,3 %  
75,9 %  
78,6 %  
1) inkl. Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die Herstellungskosten zur Erbringung der betrieblichen Leistung lagen mit 3.554,8 Mio. EUR um 1.141,2 Mio. EUR bzw.  
47,3 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (2021: 2.413,6 Mio. EUR). Diese Erhöhung resultierte vor allem aus der  
Ausweitung des Geschäftsvolumens infolge der Akquisitionen sowie gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten. Aufgrund  
der erfolgten Kostenweitergabe verringerte sich der Anteil an den Umsatzerlösen von 78,6 % auf 75,9 %.  
Vertriebs- und Verwaltungskosten, sonstige betriebliche Aufwendungen  
Anteil an den Umsatzerlösen  
(in Mio. EUR)  
2022  
2021  
+/-  
2022  
2021  
Personalaufwand  
212,9  
165,2  
28,9 %  
4,5 %  
5,4 %  
Abschreibungen  
40,0  
25,6  
56,3 %  
0,9 %  
0,8 %  
1)  
Sonstiger Aufwand  
435,0  
280,6  
55,0 %  
9,3 %  
9,1 %  
Vertriebs- und Verwaltungskosten,  
sonstige betriebliche Aufwendungen  
687,9  
471,4  
45,9 %  
14,7 %  
15,3 %  
1) inkl. Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls, vorwiegend  
akquisitionsbedingt und infolge der Kosteninflation, von 471,4 Mio. EUR auf 687,9 Mio. EUR. Ihr Anteil an den Umsatz-  
erlösen reduzierte sich leicht von 15,3 % im Vorjahr auf 14,7 %.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
10  
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Konzernlagebericht  
Wesentliche Einmaleffekte im betrieblichen Ergebnis und EBITDA  
Betriebliches Ergebnis  
EBITDA  
(in Mio. EUR)  
2022  
2021  
2022  
2021  
Strukturelle Anpassungsmaßnahmen  
(24,6)  
(20,1)  
(11,7)  
(20,1)  
Restrukturierung MM Kolicevo  
(24,6)  
-
(11,7)  
-
1)  
Schließung MM Graphia Bielefeld  
-
(20,1)  
-
(20,1)  
2)  
Unternehmenskäufe/-verkäufe  
5,1  
19,8  
5,1  
19,8  
Verkaufsertrag Standorte Russland  
20,1  
-
20,1  
-
2)  
Transaktionsnebenkosten Akquisitionen Eson Pac und Essentra  
Packaging und Verkauf Standorte Russland  
(15,0)  
-
(15,0)  
-
2)  
Akquisitionen Werke Kwidzyn und Kotkamills  
-
(26,3)  
-
(26,3)  
1)  
Verkaufserlös Werke Eerbeek und Baiersbronn  
-
46,1  
-
46,1  
1)  
Abgang Goodwill und Kundenstamm (Marktaustritt Russland)  
(32,5)  
-
(32,5)  
-
2)  
Gesamt  
(52,0)  
(0,3)  
(39,1)  
(0,3)  
1) MM Board & Paper  
2) MM Packaging  
Mit 510,3 Mio. EUR konnte ein betriebliches Ergebnis um 240,7 Mio. EUR über dem Vorjahr (2021: 269,6 Mio. EUR) erzielt  
werden. Der deutliche Anstieg resultiert aus der Division MM Board & Paper. Einmalaufwendungen in dieser Division erga-  
ben sich insbesondere aus der Reorganisation der Produktion im slowenischen Kartonwerk MM Kolicevo, welche im  
4. Quartal mit 24,6 Mio. EUR zu verbuchen waren. In der Division MM Packaging betrafen Einmaleffekte vor allem die  
Transaktionsnebenkosten für die Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac und den Verkauf der russischen  
Standorte in Höhe von 15,0 Mio. EUR sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Marktaustritt aus Russland in  
Höhe von insgesamt 32,5 Mio. EUR, welchen ein Ertrag aus dem Verkauf der Packagingstandorte in Russland in Höhe von  
20,1 Mio. EUR gegenüberstand. Im Vorjahr waren Einmalaufwendungen aus der Erstkonsolidierung von MM Kwidzyn und  
MM Kotkamills in Höhe von 26,3 Mio. EUR sowie aus Anpassungs- und Restrukturierungsmaßnahmen in der Packaging-  
division in Höhe von 20,1 Mio. EUR zu verbuchen. Dem stand ein Einmalertrag aus dem Verkauf der Frischfaserkartonwerke  
Eerbeek und Baiersbronn in Höhe von 46,1 Mio. EUR (nach Transaktionsnebenkosten) gegenüber. Die Operating Margin  
des Konzerns erhöhte sich somit auf 10,9 % (2021: 8,8 %), der Return on Capital Employed auf 16,3 % (2021: 12,8 %). Das  
EBITDA stieg um 308,9 Mio. EUR auf 729,9 Mio. EUR (2021: 421,0 Mio. EUR), womit die EBITDA Margin 15,6 % erreichte  
(2021: 13,7 %).  
Finanzerträge beliefen sich auf 4,3 Mio. EUR (2021: 3,3 Mio. EUR). Die Zunahme der Finanzaufwendungen von -24,4 Mio. EUR  
auf -32,1 Mio. EUR ist vor allem auf die Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen im Vorjahr  
zur Finanzierung der Akquisitionen und organischer Wachstumsprojekte zurückzuführen. Das „Sonstige Finanzergebnis –  
netto“ veränderte sich vorwiegend fremdwährungsbedingt auf -15,5 Mio. EUR (2021: -4,0 Mio. EUR).  
Das Ergebnis vor Steuern stieg demnach um 222,4 Mio. EUR auf 466,9 Mio. EUR nach 244,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die  
Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 121,7 Mio. EUR (2021: 53,8 Mio. EUR), woraus sich ein effektiver  
Konzernsteuersatz von 26,1 % (2021: 22,0 %) ergibt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
11  
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Konzernlagebericht  
Jahresüberschuss, Gewinn je Aktie  
Der Jahresüberschuss erhöhte sich somit um 154,5 Mio. EUR auf 345,2 Mio. EUR (2021: 190,7 Mio. EUR), wodurch die  
Umsatzrentabilität von 6,2 % auf 7,4 % anstieg. Im Geschäftsjahr 2022 befanden sich unverändert 20.000.000 Aktien im  
Umlauf, sodass sich ein Gewinn je Aktie von 17,19 EUR (2021: 9,46 EUR) bezogen auf den den Aktionär:innen der Ge-  
sellschaft zuzurechnenden Jahresüberschuss in Höhe von 343,8 Mio. EUR (2021: 189,2 Mio. EUR) errechnet.  
Vermögen, Kapitalausstattung, Liquidität  
Konzernbilanzen (Kurzfassung)  
(in Mio. EUR)  
31. Dez. 2022  
31. Dez. 2021  
Langfristige Vermögenswerte  
2.884,3  
2.460,0  
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.934,3  
1.554,2  
Summe Aktiva  
4.818,6  
4.014,2  
Eigenkapital  
1.959,4  
1.661,9  
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.889,3  
1.569,4  
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
969,9  
782,9  
Summe Passiva  
4.818,6  
4.014,2  
Das Gesamtvermögen des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2022 auf 4.818,6 Mio. EUR und lag damit um  
804,4 Mio. EUR über dem Wert zum Ultimo 2021 (4.014,2 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf die Erstkonsolidie-  
rung der Neuakquisitionen und das erhöhte Investitionsvolumen in Wachstum und Wettbewerbsstärke zurückzuführen.  
Das Konzerneigenkapital stieg von 1.661,9 Mio. EUR (31. Dezember 2021) auf 1.959,4 Mio. EUR, wobei dem Ergebnis-  
anstieg die Dividendenzahlung mindernd gegenüberstand. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 19,1 % nach 11,9 % im  
Vorjahr.  
Die Finanzverbindlichkeiten haben überwiegend langfristigen Charakter und erhöhten sich aufgrund von Mittelaufnahmen zur  
Finanzierung der Unternehmenserwerbe und organischen Wachstumsprojekten von 1.423,1 Mio. EUR zum Jahresende 2021  
auf 1.761,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022. Die Eigenkapitalquote blieb mit 40,7 % (31. Dezember 2021: 41,4 %) nahezu  
unverändert.  
Bei verfügbaren Zahlungsmitteln des Konzerns in Höhe von 280,1 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 359,5 Mio. EUR) stieg  
die Nettoverschuldung von 1.063,5 Mio. EUR auf 1.481,5 Mio. EUR zum Jahresende 2022. Dem Konzern standen ferner  
jederzeit ausnutzbare Kreditlinien und -rahmen in Höhe von 481,4 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 472,6 Mio. EUR) zur  
Verfügung. Das Verhältnis Nettoverschuldung/Eigenkapital belief sich auf 0,8, die Quote aus Nettoverschuldung/EBITDA  
auf 2,0 (31. Dezember 2021: 0,6; 2,1).  
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen überwiegend akquisitions- und investitionsbedingt von 2.460,0 Mio. EUR auf  
2.884,3 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich vor allem infolge gestiegener Vorräte und Forderungen  
aus Lieferungen und Leistungen von 1.554,2 Mio. EUR auf 1.934,3 Mio. EUR.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
12  
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Konzernlagebericht  
Cash Flow-Entwicklung  
Konzerngeldflussrechnungen (Kurzfassung)  
2022  
2021  
(in Mio. EUR)  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
299,7  
269,8  
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(573,3)  
(891,4)  
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
191,9  
836,9  
Einfluss von Wechselkursänderungen  
2,2  
(2,0)  
Veränderung der Zahlungsmittel (< 3 Monate)  
(79,5)  
213,3  
Zahlungsmittel (< 3 Monate) zum Jahresende  
280,1  
359,5  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erreichte 299,7 Mio. EUR und lag damit um 29,9 Mio. EUR über dem Vergleichs-  
wert des Vorjahres (2021: 269,8 Mio. EUR). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem höheren cashwirk-  
samen Ergebnis, welchem ein starker Anstieg im Working Capital gegenüberstand.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von -891,4 Mio. EUR auf -573,3 Mio. EUR. Höheren Auszah-  
lungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises im Vorjahr standen die Auszahlungen für den Erwerb der skandi-  
navischen Pharmaverpackungsgruppe Eson Pac in Höhe von 52,1 Mio. EUR und für Essentra Packaging in Höhe von  
338,1 Mio. EUR sowie Einzahlungen aus dem Verkauf der russischen Packagingwerke von 134,0 Mio. EUR gegenüber. Die  
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten erhöhten sich dem intensivierten  
Investitionsprogramm entsprechend von 248,4 Mio. EUR auf 329,4 Mio. EUR.  
Investitionsauszahlungen von MM Board & Paper in Höhe von 191,8 Mio. EUR (2021: 103,4 Mio. EUR) betrafen vor allem  
technische Modernisierungen und Erweiterungen mit Schwerpunkten an den Standorten Frohnleiten, Österreich, Neuss,  
Deutschland, Kotka, Finnland, und Kolicevo, Slowenien.  
Schwerpunkte der Investitionsauszahlungen von MM Packaging in Höhe von 137,6 Mio. EUR (2021: 145,0 Mio. EUR)  
lagen auf Erweiterungen sowie technologischen Modernisierungen in Polen, Rumänien, Großbritannien, Türkei, Chile und  
Österreich.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich vor allem aufgrund der Aufnahme von Schuldscheindarlehen  
und Namensschuldverschreibungen im Vorjahr von 836,9 Mio. EUR auf 191,9 Mio. EUR.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
13  
Konzernlagebericht  
Weitere Informationen  
Erwerb Essentra Packaging  
Am 2. Oktober 2022 hat MM Packaging den im Juni 2022 vereinbarten Erwerb von Essentra Packaging nach Zustimmung  
aller relevanten Wettbewerbsbehörden um einen vorläufigen Kaufpreis in Höhe von 325,1 Mio. EUR erfolgreich abge-  
schlossen. Die Transaktion umfasst 100 % der Anteile an ESNT Packaging & Securing Solutions Limited (UK) und 100 %  
der Anteile an Essentra Packaging US Inc (US) sowie deren verbundene Unternehmen. Durch diese Akquisition erweitert  
MM Packaging sein Angebot von Faltschachteln, Beipackzetteln und Etiketten für den resilienten sowie profitablen  
Healthcare & Pharma-Markt und schafft damit eine attraktive Plattform für weiteres Wachstum.  
Essentra Packaging umfasst 21 Produktionsstandorte in 10 Ländern verteilt über Europa, das US-Festland und Puerto  
Rico, welche die Position von MM Packaging im Bereich Pharmaverpackungen ideal ergänzen. Das Unternehmen beschäf-  
tigt rund 3.500 Mitarbeiter:innen und beliefert weltweit über 800 Kunden, darunter 19 der Top-20-Pharmaunternehmen.  
In 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von rund 370 Mio. GBP berichtet.  
Erwerb Eson Pac  
Am 11. April 2022 hat MM Packaging 100 % der Anteile an Eson Pac mit Sitz in Veddige, Schweden, vom Mehrheitsge-  
sellschafter Nalka Invest AB sowie den Minderheitsgesellschaftern erworben. Der vorläufige Kaufpreis belief sich auf  
59,4 Mio. EUR.  
Das Unternehmen produziert und vertreibt hochwertige Sekundärverpackungslösungen für die Pharmaindustrie (Falt-  
schachteln, Beipackzettel und Etiketten) und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter:innen. Mit drei Produktionsstandorten in  
Schweden und einem in Dänemark wurde 2021 ein Jahresumsatz von rund 48 Mio. EUR erwirtschaftet.  
Verkauf der russischen Standorte  
Am 16. Dezember 2022 hat MM Packaging seine beiden Standorte in Russland, St. Petersburg und Pskov, nach erfolgter  
Genehmigung durch die Behörden an den lokalen Investor Granelle verkauft. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 134 Mio. EUR.  
In 2021 erzielten die Werke gemeinsam Umsatzerlöse von rund 124 Mio. EUR.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
14  
Konzernlagebericht  
Definition der Kennzahlen  
EBITDA (Earnings before Interest, Income Taxes, Depreciation and Amortization)  
Betriebliches Ergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.  
EBITDA Margin  
EBITDA dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Eigenkapitalquote  
Eigenkapital dividiert durch die Bilanzsumme.  
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity, ROE)  
Jahresüberschuss dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital.  
Mitarbeiter  
Mitarbeiterstand zum Jahresende inklusive Lehrlingen und aliquot berücksichtigter Teilzeitkräfte.  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität  
Kurz- und langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 abzüglich  
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sofern ein Überhang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
über die Finanzverbindlichkeiten besteht, liegt eine Nettoliquidität vor.  
Nettoverschuldung/EBITDA  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch EBITDA.  
Nettoverschuldung/Eigenkapital  
Nettoverschuldung/Nettoliquidität dividiert durch das Eigenkapital zum Jahresende.  
Operating Margin  
Betriebliches Ergebnis dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Return on Capital Employed (ROCE)  
Betriebliches Ergebnis dividiert durch die Summe aus durchschnittlichem Eigenkapital, aus den durchschnittlichen kurz-  
und langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 sowie abzüglich  
des durchschnittlichen Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.  
Umsatzrentabilität  
Jahresüberschuss dividiert durch die Umsatzerlöse.  
Sämtliche Kennzahlen wurden ausschließlich auf Basis der Angaben im Konzernabschluss berechnet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
15  
Konzernlagebericht  
Geschäftsverlauf in den Divisionen  
MM Board & Paper  
Dynamische Nachfrage und gute Ordertätigkeit kennzeichneten die Märkte bis Ende der Sommermonate. Nach einer Ab-  
schwächung zum Ende des 3. Quartals ist die Nachfrage im 4. Quartal nochmals deutlich zurückgegangen. Vor allem  
Recyclingkarton zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte schwach. Hohe Lagerbestände in der Lieferkette und die hohe  
Inflation waren für diese Entwicklung verantwortlich. MM Board & Paper gelang es vor diesem Hintergrund, sowohl bei  
Frischfaser- als auch bei Recyclingkarton Marktanteile zu gewinnen. Der durchschnittliche Auftragsstand der Division be-  
lief sich auf 233.000 Tonnen (2021: 340.000 Tonnen). Aufgrund markt- und investitionsbedingter Maschinenabstellungen  
im 2. Halbjahr lag die Kapazitätsauslastung der Division mit 91 % unter dem Vorjahr (2021: 97 %).  
Die bis in das 3. Quartal anhaltende starke Kosteninflation, vor allem bei Energie und Rohstoffen, konnte über zeitnahe  
Preisanpassungen kompensiert werden. Trotz einer angespannten Supply Chain und Engpässen im Einkauf über weite  
Strecken des Jahres gelang es, die Versorgung der Kunden durch hohe Flexibilität und alternative Beschaffung sicherzu-  
stellen. Ab Herbst hat sich die Verfügbarkeit insbesondere bei Fasern sowie Chemikalien verbessert, wodurch unsere  
Werke aktuell eine gute Versorgungssituation verzeichnen und die Inputpreisspitzen der vergangenen Monate verlassen  
wurden. Letzteres galt insbesondere auch für Energie. Dem Risiko einer möglichen Gasrationierung, von welchem alle  
Karton- und Papierfabriken mit Ausnahme von MM Kwidzyn betroffen wären, wurde durch den Aufbau von Kartonvorräten,  
angemietete Gasspeicher in Österreich und Investitionen in alternative Ölbefeuerung in Finnland begegnet.  
Bei den laufenden Großinvestitionen in den Werken Frohnleiten, Neuss und Kolicevo mit Fokus auf Effizienzsteigerungen,  
Nachhaltigkeit, Mehrmenge und neue Produktqualitäten sind nun alle Maschinenumbauten für 2023 vorgesehen. Im Werk  
Kolicevo wurde zudem die Produktion auf die hochmoderne und größere Kartonmaschine 3 konzentriert, da eine wirt-  
schaftliche Fortführung der kleineren Kartonmaschine 2 nicht möglich war. In Zusammenhang mit dieser Restrukturierung  
waren Einmalaufwendungen in Höhe von 24,6 Mio. EUR zu verbuchen. Die Integration der vor einem Jahr erworbenen  
Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills ist erfolgreich verlaufen.  
Die Produktion lag mit 2.433.000 Tonnen akquisitionsbedingt 17,6 % über dem Vorjahreswert (2021: 2.069.000 Tonnen).  
Davon entfielen 1.217.000 Tonnen (50 %) auf Recyclingkarton und 634.000 Tonnen (26 %) auf Frischfaserkarton (2021:  
1.320.000 Tonnen bzw. 64 % und 502.000 Tonnen bzw. 24 %). Die übrigen 582.000 Tonnen (24,0 %) betreffen Kraftpapiere  
und ungestrichene Feinpapiere (2021: 247.000 Tonnen bzw. 12,0 %). Bezogen auf den durchschnittlichen Mitarbeiterstand  
wurden 520 Tonnen (2021: 616 Tonnen) pro Mitarbeiter erzeugt. Der Absatz erhöhte sich analog zur Produktion um  
14,1 % auf 2.389.000 Tonnen (2021: 2.092.000 Tonnen).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 2.750,0 Mio. EUR sowohl akquisitions- als auch preisbedingt um 76,2 % bzw. 1.188,9 Mio. EUR  
über dem Vergleichswert (2021: 1.561,1 Mio. EUR) und verteilten sich zu 92 % auf Europa (2021: 86 %), zu 1 % auf Amerika  
(2021: 2 %) und zu 7 % auf die übrige Welt (2021: 12 %).  
MM Packaging war mit einem Lieferanteil von rund 15 % bzw. 264.000 Tonnen Karton (2021: 13 % bzw. 236.000 Tonnen)  
unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
16  
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Konzernlagebericht  
Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 273,3 Mio. EUR auf 381,0 Mio. EUR (2021: 107,7 Mio. EUR). Im Vorjahr waren  
positive Einmaleffekte aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis enthalten. Die Operating Margin erreichte 13,9 %  
(2021: 6,9 %), der Return on Capital Employed 22,5 % (2021: 11,0 %). Das EBITDA stieg auf 499,3 Mio. EUR (2021:  
185,2 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit belief sich auf 244,4 Mio. EUR nach 108,7 Mio. EUR im Jahr  
zuvor.  
Divisionskennzahlen MM Board & Paper  
2022  
2021  
+/-  
(in Mio. EUR)  
Umsatzerlöse  
2.750,0  
1.561,1  
+ 76,2 %  
1)  
EBITDA  
499,3  
185,2  
+ 169,6 %  
Betriebliches Ergebnis  
381,0  
107,7  
+ 253,7 %  
Operating Margin (%)  
13,9 %  
6,9 %  
+ 695 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
244,4  
108,7  
+ 124,8 %  
Return on Capital Employed (%)  
22,5 %  
11,0 %  
+ 1.153 bp  
Verkaufte Tonnage (in Tausend t)  
2.389  
2.092  
+ 14,1 %  
Karton  
1.803  
1.834  
- 1,7 %  
Kraftpapiere  
220  
93  
+ 137,1 %  
Ungestrichene Feinpapiere  
366  
165  
+ 120,5 %  
Produzierte Tonnage (in Tausend t)  
2.433  
2.069  
+ 17,6 %  
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
MM Packaging  
MM Packaging verzeichnete in 2022 über alle Geschäftsbereiche hinweg eine insgesamt gute Nachfrage. Auftragsständen  
auf Rekordniveau im ersten Halbjahr folgte trotz zunehmender Zurückhaltung im Privatkonsum eine Stabilisierung auf  
Normalniveau in der zweiten Jahreshälfte. Vor diesem Hintergrund gelang ein erfreuliches organisches Mengenwachstum,  
zu welchem auch die zuletzt erfolgreich abgeschlossenen Erweiterungsinvestitionen beitrugen.  
Die massiven Kostenerhöhungen während des Jahres, vor allem bei Karton, Papier, Energie und Transport, konnten suk-  
zessive weitergegeben werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Zyklen für Verkaufspreisanpassungen deutlich  
reduziert, mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit durch eine strikte Margenpolitik aufrechtzuerhalten. Dies ist auch nachhaltig  
gelungen. Zudem hat die integrierte Aufstellung von MM als Karton- und Faltschachtelproduzent hinsichtlich Absicherung  
der Materialversorgung bei Kunden in 2022 deutlich an Bedeutung gewonnen.  
Aufbau einer globalen Position im Bereich Pharma & Healthcare  
Mit den Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac hat MM Packaging seine Position im Markt Pharma &  
Healthcare auf einen globalen Footprint mit Schwerpunkten in Europa und Nordamerika ausgeweitet. Das hoch synerge-  
tische Kundenportfolio, darunter die weltweiten Top-Pharmaunternehmen, das erweiterte Produktportfolio, insbesondere  
bei Beipackzetteln und Etiketten, sowie die notwendige Hebung operativer Synergien sollen das Wachstum bei Menge und  
Ertrag in den nächsten Jahren deutlich unterstützen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
17  
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Konzernlagebericht  
Die produzierte Menge lag mit 4.056 Millionen m2 um 10,4 % über dem Vorjahreswert (2021: 3.672 Millionen m2). Nach  
Eliminierung der Effekte der Akquisitionen Eson Pac und Essentra Packaging konnte MM Packaging ein organisches Wachs-  
tum von über 5 % erzielen.  
Der soliden Performance von MM Packaging im laufenden Geschäft standen vor allem Sondereffekte in Höhe von netto  
rund -27 Mio. EUR aus dem Erwerb von Essentra Packaging, dem Verkauf der Standorte in Russland und dem Verlassen  
des russischen Marktes gegenüber.  
Die Umsatzerlöse stiegen preis- und mengenbedingt um 32,1 % auf 2.168,7 Mio. EUR (2021: 1.641,6 Mio. EUR). Diese  
entfielen zu 67 % auf Europa, zu 10 % auf Amerika sowie zu 23 % auf die übrige Welt (2021: 69 %; 7 %; 24 %). MM Packaging  
beliefert in verschiedenen Konsumgüterbranchen rund 2.300 Kunden. Die beiden Hauptmärkte sind Food & Specialities  
sowie Premium, wobei Letzterer die Märkte Pharma, Healthcare, Cigarette, Beauty, Personal Care und Luxury umfasst.  
Infolge der hohen Konzentration in den Abnehmerindustrien entfällt ein bedeutender Anteil des Geschäftes auf multinati-  
onale Großkunden, sodass in 2022 mit den Top-Fünf-Kunden rund 35 % (2021: 40 %) der Umsatzerlöse erwirtschaftet  
wurden.  
Das betriebliche Ergebnis lag mit 129,3 Mio. EUR um 32,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (2021: 161,9 Mio. EUR).  
Diese Entwicklung ist insbesondere durch oben genannte Sondereffekte bedingt. Im Vorjahr waren Einmaleffekte aus  
strukturellen Anpassungen enthalten. Die Operating Margin belief sich demnach auf 6,0 % (2021: 9,9 %), das EBITDA auf  
230,6 Mio. EUR (2021: 235,8 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 8,9 % (2021: 14,4 %), der Cash Flow aus  
der Geschäftstätigkeit 55,3 Mio. EUR nach 161,1 Mio. EUR in 2021.  
Divisionskennzahlen MM Packaging  
2022  
2021  
+/-  
(in Mio. EUR)  
Umsatzerlöse  
2.168,7  
1.641,6  
+ 32,1 %  
1)  
EBITDA  
230,6  
235,8  
- 2,2 %  
Betriebliches Ergebnis  
129,3  
161,9  
- 20,1 %  
Operating Margin (%)  
6,0 %  
9,9 %  
- 390 bp  
Return on Capital Employed (%)  
8,9 %  
14,4 %  
- 550 bp  
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
55,3  
161,1  
- 65,6 %  
Produzierte Menge (in Millionen m )  
4.056  
3.672  
+ 10,4 %  
2
1) inklusive Umsatzerlösen zwischen den Divisionen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
18  
Konzernlagebericht  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MM Gruppe steht die langfristige Stärkung und Sicherung der  
Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit des Konzerns durch innovative und nachhaltige Lösungen. Dabei haben wir den  
Anspruch, Markt- und Zukunftstrends frühzeitig zu identifizieren und diese für unsere Kunden sowie die gesamte Gruppe  
wertbringend zu nutzen. Damit dies langfristig gelingt, greifen wir auf ein breites Ressourcenspektrum in und außerhalb  
unserer Organisation zurück, schaffen regelmäßig Anreize, damit sich Neues entwickeln kann, und investieren kontinuier-  
lich in die Zukunft von MM.  
Unsere Innovationsleistungen werden einerseits durch den Anspruch steter Produkt- und Prozessoptimierungen getrieben,  
andererseits durch sich ändernde Rahmenbedingungen, die Weiterentwicklung bedingen. Darüber hinaus ist die Erschlie-  
ßung neuer, zukünftiger Geschäftsfelder und Zielanwendungen Antrieb für die Innovationsaktivitäten. Die Entwicklung bzw.  
Umsetzung von Produktinnovationen erfolgt stets unter Berücksichtigung möglicher Risiken zur Produktsicherheit sowie  
Nutzung des Potenzials aus der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Verpackungslösungen.  
Moderner Innovationsprozess  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how für die Gestaltung von  
Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele zu er-  
reichen. Unser Ansatz ist dabei grundsätzlich auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und die Bereitschaft,  
den Status quo zu hinterfragen, ausgerichtet.  
Sämtliche Produktentwicklungen von MM durchlaufen einen vordefinierten und kontinuierlich verbesserten Prozess. Die-  
ser beginnt mit der Ideenfindung und führt unter Einbindung der Expert:innen unserer Fachabteilungen über die Bewertung  
und technische Produktentwicklung bis hin zur Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovationskraft durch Vielfalt und die Kombination unterschiedlicher Potenziale entsteht.  
Offenheit für neue Ideen und die Bereitschaft zum Dialog sind wesentliche Bestandteile unserer Innovationskultur. Deshalb  
binden wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und Forschungspartner frühzeitig in unseren Innovati-  
onsprozess ein und eröffnen so eine differenzierte Sicht auf Probleme und auf die spezifischen Anforderungen, wie mo-  
dernste technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen müssen. Dies  
ermöglicht es, neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in die Entwicklung unserer Produkte einfließen zu lassen und die  
Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Wir erforschen neue Konzepte für Lebens-  
mittelverpackungen und evaluieren kontinuierlich neue Technologien für unsere zukünftigen Karton- und Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie sind ein wichtiger Nachweis  
für Kunden und Endnutzer, dass unsere Produktinnovationen nachhaltig, sozial verträglich und gesundheitlich unbedenk-  
lich sind. Darüber hinaus dienen sie zur Bescheinigung der rechtlichen Compliance im Bereich Produktsicherheit. Das  
regelmäßige Überprüfen sowohl bestehender Produkte als auch innovativer Lösungen auf Einhaltung der Zertifizierungs-  
kriterien gewährleistet gleichzeitig eine rigorose Qualitätssicherung, die auch nach außen hin sichtbar wird.  
Im Jahr 2022 haben wir unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und  
Start-ups fortgesetzt. Unsere Hauptbereiche der Zusammenarbeit sind die anwendungsorientierte Grundlagenforschung  
zur Behandlung von Holzfasern, die Verwendung alternativer und/oder modifizierter Faserrohstoffe und die Verwendung  
biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
19  
Konzernlagebericht  
Unternehmensintern gibt die Plattform „we.invent“ allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen einzu-  
bringen, unabhängig davon, in welchem Land oder Bereich sie tätig sind. Die Beiträge werden anhand eines klar definierten  
Kriterienkataloges in einem Stage-Gate-Prozess bewertet und zur Umsetzung ausgewählt.  
Nachhaltigkeit im Fokus der Entwicklungs- und Innovationstätigkeit  
Sowohl der Klimawandel als auch die Corona-Pandemie führen vor Augen, dass Sicherheit und Wohlstand davon abhängen,  
wie wir Gemeingüter, wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit, langfristig erhalten: Die Gesellschaft und die Wirt-  
schaft müssen widerstandsfähig, nachhaltig und klimafreundlich aufgebaut sein. Karton und Papier gewinnen dadurch als  
umweltfreundliche Verpackung an Bedeutung. Zielsetzung von MM ist es, die Chance zu nutzen, Kunden dahingehend zu  
unterstützen, Plastik durch innovative, aber auch bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu ersetzen. Dadurch folgen  
wir auch dem aktuell prägenden Trend zu nachhaltigen Verpackungen mit natürlichem Auftritt sowie hoher Convenience  
und Sicherheit und perfekter Einbindung in den Onlinevertrieb.  
Fortschreitende Automatisation im Konzern  
Die Automatisation von Arbeitsabläufen und Logistikprozessen erfährt in beiden Divisionen fortschreitende Durchdringung  
mit dem Ziel, zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Bei der Optimierung unserer Produktionsprozesse werden die  
einzelnen Standorte bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen von Beginn an zentral unterstützt. Dies reicht von der  
Maschinenkonfiguration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme der Maschinen. Stillstandszeiten  
zu reduzieren und die Flexibilität zu erhöhen stehen bei MM aktuell im Zentrum der Umsetzung zukunftsorientierter  
Automatisierungskonzepte.  
Innovationstätigkeit 2022 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet gemeinsam mit den  
F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen an der Umsetzung grundlegender  
Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2022 gehörte die Entwicklung und Erweiterung innovativer Dispersionsbarrieren  
für verschiedene Verpackungsanwendungen. Diese Beschichtungen können Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz sowie  
Heißsiegeleigenschaften bieten. Sie ermöglichen die Verwendung von Karton als Verpackungsmaterial für eine breite Pa-  
lette von flüssigen, gekühlten, gefrorenen und/oder fettigen Lebensmitteln. Unsere Barriereentwicklungen erfüllen den  
Bedarf unserer Kunden an nachhaltigen und recycelbaren Verpackungen und ergänzen unsere laufenden Bemühungen,  
Kunststoff zu ersetzen.  
Darüber hinaus spielten inkrementelle Produktentwicklungen wie die Erweiterung des Flächengewichtsbereiches und die  
weitere Optimierung der technischen Werte eine wichtige Rolle im Jahr 2022.  
Von Neueinführungen ist insbesondere MM GT White aus dem Werk Gernsbach hervorzuheben: ein Recyclingkarton mit  
einem hervorragenden weißen Erscheinungsbild, ideal für hochwertige Verpackungen. Die hohe Helligkeit auf der Ober-  
und Rückseite macht MM GT White zur optimalen Wahl für die Pharma- und Kosmetikindustrie.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
20  
Konzernlagebericht  
Innovationstätigkeit 2022 in der Division MM Packaging  
MM Packaging Innovationsnetzwerk  
Die Innovations-Matrixorganisation von MM Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der  
MM Gruppe effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden genutzt werden kann. Es  
setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in Hamburg, dem Pre-  
mium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team zur Koordination gezielter Kundenbriefings  
mit den lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken und dem Forschungs- und Entwicklungszentrum  
der Tann-Gruppe. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten unsere  
Kunden insbesondere auch hinsichtlich technischer Ausrichtung sowie Ausstattung, um neuartige Verpackungskonzepte  
und -designs umzusetzen.  
Bei PacProject in Hamburg werden in enger Abstimmung mit dem Kunden Konzeptstudien bis hin zu ersten Prototypen  
erstellt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Technical Account Management-Team werden bereits in diesem Sta-  
dium erste Machbarkeitsanalysen durchgeführt. Im Premium Printing Center in Trier kommen hochinnovative Technologien  
zur Anwendung, um Verpackungsdesigns mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Die Nachfrage  
unserer Kunden zu „E-Trainings/Learning“ hat im Bereich Innovation stark zugenommen. Daher bieten wir maßgeschnei-  
derte Trendworkshops, Ideenworkshops und technische Trainings an.  
Mit der Expansion des Geschäftsfeldes Pharma & Healthcare wurde 2022 auch die Innovationsstruktur der Division er-  
weitert. Die Einrichtung eines XBU Innovationsteams (Cross Business Unit Innovation Team), welches sich aus den Inno-  
vation Directors der einzelnen Geschäftsfelder zusammensetzt, stellt durch regelmäßigen Best Practice-Austausch sicher,  
dass der wachsende Kundenanspruch in Bezug auf Innovation langfristig sichergestellt werden kann. Damit einher geht  
auch eine enge Zusammenarbeit mit MM Board & Paper im Bereich der Innovation.  
Zielsetzung ist es, MM durch Innovationsführerschaft als bevorzugten Lieferanten zu positionieren.  
Aktuelle Innovationsschwerpunkte  
Die Innovationstätigkeit von MM Packaging konzentrierte sich auch im Jahr 2022 insbesondere auf das Thema Nachhal-  
tigkeit. In diesem Zusammenhang wurde in Zusammenarbeit mit Kunden, Fachhochschulen und Forschungsinstituten an  
der Optimierung von wiederverwertbaren Verpackungen und der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet.  
Neue Anwendungsbereiche wurden geprüft und weiterentwickelt, wie z.B. „Kindersicherungsboxen“, welche Plastikverpa-  
ckungen für Waschmittelkapseln ersetzen; „Green Peel“, eine neue Alternative aus Karton für Lebensmittelschalen mit  
deutlich reduziertem Kunststoffanteil, und „Moulded Pulp“, ein neuer Schwerpunkt im Bereich der faserbasierten Verpa-  
ckungen. Im Bereich neuer Technologien richten wir einen besonderen Fokus auf den Digitaldruck für Kartonverpackun-  
gen, der durch unsere großen Investitionen in Polen und Deutschland auf die nächste Stufe gehoben wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
21  
Konzernlagebericht  
Auszeichnungen für innovative und nachhaltige Lösungen  
MM Packaging und MM Board & Paper erhielten bei den European Carton Excellence Awards eine gemeinsame Auszeich-  
nung in der Kategorie „Food & Drink Packaging, Recycled Fibre“ für eine innovative, nachhaltige Kartoffelverpackung. Die  
aus Liner produzierte und von MM Packaging verarbeitete Lösung wurde für den Transport und die Lagerung von Kartoffeln  
als Alternative zu herkömmlichen Tiefziehschalen aus Kunststoff entwickelt. Die Jury war vor allem von der Kombination  
von hoher Funktionalität und den Möglichkeiten der Markenkommunikation überzeugt.  
MM Board & Paper wurde darüber hinaus in der Kategorie „Save Food“ mit dem „Green Packaging Star Award“ ausge-  
zeichnet, welcher umweltfreundliche Verpackungslösungen und Verbesserungen bei internen Produktionsprozessen zum  
Nutzen der Umwelt würdigt. Beeindruckt zeigte sich die Jury von dem innovativen Karton FOODBOARD™ als Verpackungs-  
material für Bio-Tee. Mit seiner funktionalen Barriere schützt er den Tee vor äußeren Umwelteinflüssen und bewahrt sein  
natürliches Aroma. Dies macht eine zusätzliche Schutzfolie aus Zellophan überflüssig, die Verpackung ist somit vollständig  
recycelbar.  
Der praktische und zugleich voll recycelbare Steinobstkorb „MM Basket“ aus Browncolor erhielt den goldenen „Marken  
Magnet“ der deutschen Fachzeitschrift „Lebensmittel-Praxis“ in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ sowie eine „Special  
Mention“ in der Kategorie „Excellent Communication Design – Packaging“ beim German Design Award.  
Weitere Auszeichnungen wie Silber beim „Marken Magnet“ in der Kategorie „Impulse am POS“ sowie eine „Special  
Mention“ beim German Design Award gingen an eine innovative Lebensmittelverpackung aus Recyclingkarton von  
MM Board & Paper, die als erste Verpackung überhaupt das neue NaviLens-System einsetzt, das blinden und sehbehin-  
derten Menschen über farbige QR-ähnliche Codes Informationen zum Produkt liefert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
22  
Konzernlagebericht  
4 RISIKOMANAGEMENT  
Die MM Gruppe steht im Rahmen ihrer internationalen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von branchenspezifischen und all-  
gemeinen Risiken gegenüber. Aufgrund der Korrelation der Nachfrage nach den Produkten beider Divisionen, MM Board &  
Paper und MM Packaging, mit dem Privatkonsum hat vor allem die konjunkturelle Entwicklung für die Risikosituation des  
Konzerns wesentliche Bedeutung. Infolge des geografischen Geschäftsschwerpunktes in Europa und dem aufgrund von  
Transportkosten und Service vorwiegend regionalen Charakter von Karton, Papier und Packaging haben die wirtschaftli-  
chen Rahmenbedingungen in den großen europäischen Volkswirtschaften besonderen Einfluss auf den Konzern. Hinsicht-  
lich der Beschaffung haben vor allem die Entwicklungen auf den Faserstoff- und Energiemärkten bei der Risikobetrachtung  
besondere Relevanz.  
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stehenden Risiken und Auswirkungen  
innerhalb der bestehenden Risikofelder betrachtet. Schwerpunkte lagen dabei auf Beschaffung (Engpässe in der Liefer-  
kette, Volatilitäten bei Rohstoffpreisen), Energie (Energiepreise und -verfügbarkeit), Zahlungsverkehr, Compliance sowie  
potenziellem Produktionsausfall (Werksschließungen) und Absatzminderung. Demgegenüber werden die Risiken im Zu-  
sammenhang mit der Covid-19-Pandemie mittlerweile als überschaubar und nicht mehr wesentlich für den Konzern ein-  
gestuft. Die aufgrund der Pandemie erforderlich gewordenen Maßnahmen konnten jedoch neue Chancen erschließen,  
unter anderem hinsichtlich verbesserter Prozesse in der Beschaffung und dem Supply-Chain-Management sowie im Hin-  
blick auf geschaffene Home-Office- sowie neue Kommunikationsmöglichkeiten mit in der Folge reduziertem Reiseaufwand.  
Als ein neuer Schwerpunkt im Risikomanagement wurden die zunehmend komplexeren Lieferketten aufgenommen. Das  
Supply-Chain-Risiko ist unter anderem begründet durch ein sich veränderndes Kundenportfolio (vermehrt auch kleinere  
und mittelgroße Kunden), Änderungen von Kundenanforderungen (u. a. kleinere Losgröße, kürzere Lieferzeiten), Regiona-  
lisierung und CO2-Footprint-Reduktion. Um diese erhöhte Komplexität bewältigen zu können und im herausfordernden  
Wettbewerbsumfeld führend zu bleiben, investiert MM in den Aufbau von dezidierten Supply-Chain-Management-  
Abteilungen in beiden Divisionen MM Board & Paper und MM Packaging. Die Steuerung diesbezüglicher Risiken erfolgt  
durch veränderte Prozesse, zusätzliche Lieferanten bzw. einen höheren Bestand. Supply-Chain-Risiken werden im Risiko-  
management von MM innerhalb der bestehenden Risikofelder abgedeckt.  
Unter Berücksichtigung der bereits im Einsatz befindlichen Sicherungs- und Steuerungsinstrumente sowie der Frühwarn-  
indikatoren sind zurzeit keine wesentlichen bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigenden Risiken er-  
kennbar. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen für die Divisionen MM Board &  
Paper sowie MM Packaging als geringer eingestuft, die Kundenabhängigkeit bei MM Packaging höher. Ferner bleibt das  
Schadenspotenzial hinsichtlich Cash Management/Liquidität weiter hoch.  
Infolge der jahrelangen klaren Fokussierung auf die Kerngeschäftsbereiche verfügt die MM Gruppe über eine solide Grund-  
lage, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und mögliche Folgen daraus in adäquater Weise einzuschätzen. Der Um-  
gang mit Risiken ist in einem Risikomanagementprozess dargelegt. Dieser umfasst die systematische Identifikation, Be-  
wertung, Steuerung und Berichterstattung von wesentlichen, den Bestand des Konzerns potenziell gefährdenden  
und/oder dessen Entwicklung beeinträchtigenden Ereignissen und Risiken. Den Begriff Risiko definieren wir als eine ne-  
gative Abweichung von den Unternehmenszielen, die durch ein Ereignis, welches mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit  
in der Zukunft eintritt, hervorgerufen wird. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche Risiken durch ge-  
eignete Maßnahmen auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Der Bestand sowie die Wertschöpfungsfähigkeit des Konzerns  
sollen dadurch nachhaltig abgesichert werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
23  
Konzernlagebericht  
Für jedes identifizierte und für den Konzern als wesentlich erachtete Risiko werden unter Berücksichtigung der konzern-  
weiten Risikopolitik spezifische Kontroll-, Steuerungs- und Sicherungsmaßnahmen zur Bewältigung bestimmt. Diese Maß-  
nahmen werden kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt bzw. ergänzt. Sie sind darauf ausgerichtet, die Risikosituation  
des Konzerns zu verbessern, ohne aber mögliche Chancen zu mindern.  
Verantwortlich für das Risikomanagement des Konzerns ist der Vorstand. Er gibt die Risikopolitik, die insgesamt von einer  
konservativen Haltung geprägt ist, vor und legt die Rahmenbedingungen des konzernweiten Risikomanagements fest. Ri-  
sikovermeidung und Risikoreduktion stehen im Vordergrund und werden, soweit wirtschaftlich vertretbar, durch geeignete  
Steuerungsmaßnahmen erzielt sowie durch das Versicherungsprogramm des Konzerns ergänzt.  
Die Stabsstelle „Risk Management Compliance“ berichtet direkt an den Vorstand und stellt sicher, dass das Risikoma-  
nagement im Auftrag und im Sinne des Vorstandes umgesetzt und betrieben wird. Jedem als wesentlich erachteten Risi-  
kofeld ist ein Risikofeldverantwortlicher mit entsprechendem Expertenwissen zugeordnet, in dessen Aufgabenfeld die Ana-  
lyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der jeweiligen Risiken fallen. Der Risikomanagementprozess findet somit  
nicht isoliert statt, sondern als integraler Bestandteil der Organisation und ihrer Abläufe. Die Bewertung der identifizierten  
Risiken erfolgt hinsichtlich des möglichen Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit sowohl vor als auch  
nach der Durchführung von Sicherungs- und Steuerungsmaßnahmen.  
Dem Konzernabschlussprüfer kommt die Aufgabe der Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems  
zu. Er berichtet darüber an den Aufsichtsrat und Vorstand.  
Nachstehend werden die für den Konzern als wesentlich erachteten Risikofelder sowie Maßnahmen zu deren Bewältigung  
beschrieben.  
Verkauf  
Der Bedarf an Kartonverpackungen und Papierprodukten von MM korreliert mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung,  
insbesondere aber mit der Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfes. Marktrisiken können daher vor allem aus der  
konjunkturellen Entwicklung sowie den regulativen und politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Absatzmärkten und  
dem verspäteten Erkennen von Trendänderungen erwachsen.  
Die Absatzmärkte von MM Board & Paper und MM Packaging sind aufgrund ausreichend vorhandener Kapazitäten der  
Anbieter von intensivem Wettbewerb geprägt. Der Konzern verfolgt daher die Strategie, durch Steigerung der Wettbe-  
werbsfähigkeit über Effizienzgewinne, Nachhaltigkeit und Innovation die Marktposition beider Divisionen langfristig zu be-  
haupten und weiter auszubauen.  
Der Konzern zählt insgesamt mehrere Tausend Kunden. MM Board & Paper verkauft Rohkarton zum Großteil an die mit-  
telständisch geprägte europäische Faltschachtelindustrie. Kraftpapiere gehen insbesondere an die Lebensmittel-/Gastro-  
nomiebranche sowie die Laminatindustrie, ungestrichene Feinpapiere (Office- und Druckpapiere) werden vor allem an  
Papier-/Bürobedarfshändler in Europa verkauft. Die Division MM Board & Paper erwirtschaftet mit 15 Hauptkundengrup-  
pen, exklusive MM Packaging, rund 30 % des Divisionsumsatzes. Die Division MM Packaging liefert insbesondere be-  
druckte Kartonverpackungen an Konsumgüterproduzenten und erzielt mit 40 Hauptkunden rund 70 % des Divisionsumsat-  
zes. Die Abhängigkeit einzelner Produktionsstandorte von Kunden wird insbesondere von Absatz- und  
Angebotsentwicklungen, Preisstrategien, der Versorgungskette wie auch dem politischen Umfeld bestimmt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
24  
Konzernlagebericht  
Die Kunden überprüfen laufend sowohl zur Kostenoptimierung als auch zur Nutzung von Wachstumsmöglichkeiten ihr  
Standortnetz, wodurch es zu geografischen Verlagerungen von Geschäft kommen kann mit Schließungsrisiken an beste-  
henden oder Investitionsnotwendigkeiten an neuen Standorten. Die breite Aufstellung des Konzerns in vielen Marktseg-  
menten und geografische Streuung der Marktpräsenz tragen jedoch zur Risikominimierung bei.  
Zur Sicherung der Marktanteile und Generierung von neuem Geschäft befindet sich ein breites, gut etabliertes Maßnah-  
menpaket im Einsatz. Hierzu zählen enger Kontakt mit den Kunden, laufendes Monitoring, Marktanalysen, Kooperationen  
in Forschung und Entwicklung, nachhaltiges Qualitäts- und Kostenmanagement, kontinuierliche Investitionstätigkeit, Mo-  
nitoring von Lebenszyklen und Trendanalysen sowie der systematische Ausbau der Kundenbasis und die regelmäßige Teil-  
nahme an Ausschreibungen sowie Messen und Kongressen.  
Das verstärkte öffentliche Interesse an Nachhaltigkeit und Gesundheit geht damit einher, dass auch die Anforderungen  
seitens Kunden, Interessenvertretungen und Gesetzgebung in Bezug auf nachhaltige Verpackungslösungen sowie deren  
Produktqualität und -sicherheit zunehmen. Für MM ist es von besonderer Priorität, diesen Anforderungen zu entsprechen,  
um dadurch ein mögliches Absatz-, Compliance- oder Reputationsrisiko zu minimieren. Eingebettet in einen institutionali-  
sierten Rahmen, setzen beide Divisionen kontinuierlich F&E-Aktivitäten, die laufend weiterentwickelt werden. So erfasst  
z.B. die Ideenplattform „we.invent“ systematisch Ideen aus dem Kreis aller Mitarbeitenden von MM. Darüber hinaus wurde  
der Innovations-Stage-Gate-Prozess weiter ausgebaut. Dadurch gelingt es, nachhaltig marktadäquate, sichere und inno-  
vative Produkte anzubieten. Den hohen Produktsicherheits- und Qualitätsanforderungen begegnet MM unter anderem  
durch Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 9001 und regelmäßige Qualitätssicherungsmaßnahmen und  
-kontrollen. Speziell im Bereich Lebensmittelverpackung stellt eine Vielzahl von effektiven Maßnahmen die Einhaltung der  
strikten gesetzlichen Reglementierungen und Kundenvorgaben sicher und trägt damit zur Compliance, Kundenzufrieden-  
heit und Absatzsicherung bei. Dazu zählen die laufende Verfolgung von aktuellen, vorwiegend regulatorischen Themen im  
Bereich Lebensmittelkontaktmaterialien sowie Forschung und Entwicklung zu Migration von Inhaltsstoffen und deren  
Wirkung.  
In Bezug auf nachhaltige, umweltfreundliche Verpackungslösungen profitiert MM insgesamt von einer positiven Wahrneh-  
mung von Karton und Papier als Verpackungsmaterial in der breiten Öffentlichkeit und bei Kunden. Besonderer Stellenwert  
kommt dabei aktuell Substitutionsmöglichkeiten für Kunststoffverpackungen durch Karton- und Papieranwendungen zu,  
die proaktiv und kundenorientiert aufgegriffen werden. Entsprechend dem Trend zu leichteren Verpackungen baut  
MM Board & Paper das Angebot an Qualitäten mit niedriger Grammatur weiter aus.  
Der Markt für Zigarettenverpackungen unterliegt durch Nichtraucher- und Jugendschutz einem regulatorischen Risiko, das  
mit potenziellen Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung einhergeht. Davon kann die Menge betroffen sein wie auch die  
Wertigkeit derselben. Weltweit schreiben immer mehr Staaten, deren Zahl in 2022 weiter zunahm, „Plain Packaging“, das  
sind Einheitspackungen ohne Markenlogo, vor. Im Zusammenhang mit der EU-Tabakprodukterichtlinie wurde im November  
2022 das Verbot von charakteristischen Aromen auf erhitzte Tabakerzeugnisse ausgedehnt, das mit 23. Oktober 2023 in  
Kraft tritt. Ein weiterer Trend zeichnet sich in Bezug auf die Gestaltung der Zigarette selbst ab. Konkret haben einige Länder  
angekündigt, die direkte Anbringung von Warnhinweisen auf Zigaretten prüfen bzw. einführen zu wollen. Im Rahmen des  
Entwurfes zur Packaging and Packaging Waste Regulation („PPWR“) wird eine weitere Kennzeichnung in Bezug auf die  
Recyclierbarkeit von Verpackungen vorgeschlagen. Bei neuartigen Produkten ist die starke Verbreitung von sogenannten  
Nikotin-Pouches zu erwähnen, deren Einführung sehr kontroversiell diskutiert wird. Mit einem Vorschlag der EU-  
Kommission zur Überarbeitung der TPD2 wird Anfang 2024 gerechnet, die Evaluierungsphase hat am 20. Mai 2022 be-  
gonnen. Die Auswirkung auf den relevanten Absatz der Division MM Packaging kann noch nicht quantifiziert werden, das  
Risiko wird aber durch den breiten globalen geografischen Absatz und durch enge Kooperation mit den Zigarettenprodu-  
zenten minimiert. Ferner wird das Absatzrisiko durch Verpackungen für sogenannte „Reduced Risk Products“ ebenfalls  
reduziert. Für diesen Produktbereich tätige Unternehmen können in der öffentlichen Wahrnehmung diskriminiert werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Produktion  
Die Produktionsanlagen und -prozesse im Konzern werden systematisch am Stand der Technik weiterentwickelt bzw. er-  
neuert. Eine nachhaltig verantwortungsvolle Produktion unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer  
Aspekte steht im Mittelpunkt, mit der Zielsetzung, für unsere Stakeholder langfristig Nutzen zu schaffen.  
Dies bedeutet in erster Linie einen sparsamen Ressourceneinsatz bei der Herstellung unserer Produkte, hohe Lösungs-  
kompetenz und Qualität bei gleichzeitiger Verfolgung einer soliden finanziellen Gebarung. Dabei setzen wir auf laufendes  
Monitoring der Maschinen und Performance, Innovationen und nachhaltige Investitionen in neueste Technologie. Möglich-  
keiten der Automatisierung und Digitalisierung werden aktiv aufgegriffen und umgesetzt. Zielsetzung ist es, konzernweit  
nach bestmöglichen Standards zu produzieren.  
Eine hohe technische Verfügbarkeit der Anlagen (Betriebsbereitschaft) ist sowohl bei der Karton-/Papier- als auch bei der  
Faltschachtelerzeugung entscheidend. Kontinuierliche elektronische Überwachung einzelner Maschinen bzw. Maschinen-  
abschnitte, Revisionen, Instandhaltung und Zertifizierungen sowie ein Risk Engineering in Zusammenarbeit mit Versiche-  
rungsunternehmen zählen zu den wesentlichsten vorbeugenden Maßnahmen für die Aufrechterhaltung eines kontinuierli-  
chen Betriebes. Divisionsweite Back-up-Konzepte sichern darüber hinaus die Lieferbereitschaft auch bei längerfristigen  
Betriebsunterbrechungen. Die Möglichkeit, einzelne Produkte an verschiedenen Standorten herzustellen (Mill Back-up-  
Konzept), ist dabei Kernbestandteil.  
Die Erfüllung von geforderten Qualitätsstandards und Normen, insbesondere in den Bereichen der Produktsicherheit und  
im Lebensmittelkontakt, ist grundlegende Voraussetzung für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unse-  
res Produkt- und Serviceangebotes. Kontinuierliche Qualitätssicherungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette do-  
kumentieren die Einhaltung hoher Standards und ermöglichen die Rückverfolgbarkeit von Produkten. Laufende Investitions-  
sowie F&E-Tätigkeit, Marktbeobachtung und langjährige Mitarbeit in den Interessenvertretungen sowie nationalen und  
internationalen Gremien der Normung geben uns die Möglichkeit, neue Erkenntnisse und Interpretationen sowie bevor-  
stehende Entwicklungen zeitnah evaluieren und berücksichtigen zu können.  
Durch die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen begrenzen wir Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, tech-  
nischen Neuerungen sowie der Integration von Akquisitionen. Investitionsvorhaben durchlaufen standardmäßig vor der  
Realisierung einen mehrstufigen Genehmigungsprozess sowie ein klar definiertes Ausschreibungsverfahren unter Einbin-  
dung der betroffenen Fachabteilungen. Verhandlung und Vertragsgestaltung von Kaufverträgen erfolgen in Zusammenar-  
beit zwischen Corporate Sourcing, Divisional Technology und Corporate Legal. Wenn angebracht, werden Tests bzw. Si-  
mulationen unter Produktions- oder Laborbedingungen durchgeführt. In der Umsetzung werden Investitionsprojekte über  
ein laufendes Controlling sowohl hinsichtlich qualitativer als auch quantitativer Aspekte begleitet. Neuerungen an Produk-  
ten und Prozessen werden umfangreichen Testphasen unterzogen und in der Regel vor der Ausrollung in Pilotprojekten  
erprobt.  
Beschaffung  
Für die Leistungserbringung beider Divisionen ist der Einsatz bestimmter wesentlicher Rohstoffe und Inputfaktoren not-  
wendig, welche zum überwiegenden Teil extern bezogen werden. Für die Division MM Board & Paper sind dies vor allem  
Faserstoffe (Altpapier, Holz, Zellstoff), Energie, Chemikalien und Logistikdienstleistungen. Für die Division MM Packaging  
sind es insbesondere Karton und Papier sowie Farben und Lacke. Grundsätzlich besteht bei der Beschaffung einerseits  
ein Verfügbarkeitsrisiko hinsichtlich Menge und Qualität, andererseits ein Preisrisiko. Dem Verfügbarkeitsrisiko begegnen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
wir insbesondere durch kontinuierliche Markt- und Bedarfsbeobachtung, laufenden Kontakt zu einer Mehrzahl von Liefe-  
ranten und die Erarbeitung von langfristigen Strategien zur Anpassung der Rohstoffbeschaffung an aktuelle Gegebenhei-  
ten. Konformität mit den vereinbarten Eigenschaften sichern wir durch Wareneingangskontrollen, laufendes Qualitätsmo-  
nitoring und Lieferantenbesuche. Soweit sinnvoll und möglich, werden Ausschreibungen für vorliegende Einkaufsvolumina  
durchgeführt.  
Faserstoffe und Chemikalien sind die wesentlichsten Rohstoffe von MM Board & Paper und in Europa ausreichend verfüg-  
bar. Die Division bezieht diese über eine eigene europäische Einkaufsorganisation. Durch laufendes Monitoring und geeig-  
nete Sicherungsmaßnahmen, wie Kapazitätsreservierungen, Langfristverträge und Back-up-Konzepte, gelingt es teilweise,  
dem erhöhten Verknappungs- und Preisrisiko aufgrund weltweit gestiegener Nachfrage entgegenzuwirken und kurzfristig  
auftretende Preisspitzen abzufedern. Die Versorgung mit Faserstoffen sehen wir grundsätzlich gesichert. Aufgrund regu-  
lativer Maßnahmen kann es zu Verschiebungen im Angebot kommen. Der darüber hinaus benötigte Holzschliff wird zum  
überwiegenden Teil in den Karton- und Papierwerken sowie unserem norwegischen Faserwerk FollaCell intern erzeugt.  
In enger Zusammenarbeit von Produktion und Technik setzen wir auf modernste Maßnahmen zur Verbrauchssteuerung  
und auf Optimierungen beim Rohstoffeinsatz. Hierbei werden auch regelmäßig Möglichkeiten der Substitution und Anpas-  
sungen von Rezepturen evaluiert.  
Der Karton- und Papiereinkauf der Division MM Packaging erfolgt dem Profit-Center-Prinzip entsprechend über eine eigene  
Einkaufsorganisation unter fortwährendem Screening mehrerer Karton- und Papierproduzenten. In puncto Versorgungssi-  
cherung hat die Erhöhung des konzerninternen Kartonbezugs aus der Division MM Board & Paper zuletzt spürbar an Bedeu-  
tung gewonnen.  
Wesentliche Preisänderungen von strategisch bedeutenden Inputfaktoren werden in der Verkaufspreisgestaltung z. B.  
durch entsprechende Klauseln berücksichtigt.  
Energie (Gas, Strom, Kohle, Heizöl) hat vor allem für die Division MM Board & Paper als Inputfaktor strategische Bedeu-  
tung. In der Risikobetrachtung sind der Einkaufspreis sowie die grundsätzliche Verfügbarkeit und Abnahmemöglichkeit  
wesentliche Parameter. Letztere beziehen sich auf die physische Disponibilität von Energie, welche insbesondere von der  
politischen Stabilität in Erzeuger- und Durchleitungsländern abhängt. Politische Konflikte, kriegerische Auseinanderset-  
zungen, aber auch Naturkatastrophen können vor allem das Verfügbarkeits-, aber auch das Preisrisiko von Energie we-  
sentlich beeinflussen. In Energieverträgen sind zum Teil Mindestabnahmemengen definiert. Wird in diesen durch Still-  
stände oder technische Gebrechen die Bandbreite unterschritten, sind Ausgleichszahlungen fällig (Take-or-pay-Regelung).  
Zur Risikobewältigung setzen wir auf den Abschluss längerfristiger Rahmeneinkaufskontrakte, laufendes Monitoring der  
Preisentwicklung und bestehender Absicherungskontrakte sowie die Verknüpfung der Produktions- und Absatzplanung  
mit dem Energieeinkauf. Die mittelfristige Einkaufspolitik wird durch regelmäßige Abstimmung zwischen dem Management  
und einem gruppenweit verantwortlichen Energieeinkauf gesteuert. Ferner werden kontinuierlich Maßnahmen zur Senkung  
des spezifischen Energieverbrauches gesetzt. Substitution von fossilen Energiearten erfolgt z. B. durch lokale Biomasse-  
oder Ersatzbrennstoff-Anlagen. Anpassungen der Verkaufspreise an die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt werden  
möglichst zeitnahe umgesetzt. Infolge des anhaltenden Krieges in der Ukraine ist das Verfügbarkeitsrisiko von Energie  
nach wie vor erhöht.  
Aufgrund der politischen Zielsetzung, Treibhausgasemissionen in der Industrie zu reduzieren, sind alle Werke der Division  
MM Board & Paper mit einem regulatorischen Risiko betreffend die Verfügbarkeit von Emissionsberechtigungen (CO2-  
Zertifikaten) konfrontiert, die nach dem „Cap & Trade“-Prinzip restriktiv vergeben werden. Dank energieeffizienter Anlagen  
und dementsprechend guter Ergebnisse im Benchmarking profitiert MM Board & Paper nach wie vor von einer teilweise  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
unentgeltlichen Zuteilung von Emissionsberechtigungen. Um Anreize für weitere Emissionssenkungen zu schaffen, ist da-  
mit zu rechnen, dass die EU die freien Zuteilungen sukzessive reduzieren wird. Hier spielt seit Kurzem insbesondere der  
European Green Deal eine Rolle, der eine klimaneutrale EU bis 2050 zum Ziel hat. Es erfolgt eine dynamische CO2-  
Allokation bei Aktivitätsänderung +/-15 %. MM Board & Paper kauft fehlende Zertifikate im Rahmen des EU-  
Emissionshandelssystems am freien Markt zu, wobei ein Preisrisiko zu beachten ist, welches mittels Forward-Kontrakten  
teilweise mitigiert ist.  
Auch für MM Packaging besteht das Risiko einer indirekten Emissionsbepreisung. Basierend auf der Europäischen Klima-  
schutzverordnung bzw. dem Brennstoffemissionshandelsgesetz in Deutschland werden bestimmte Sektoren (Wärme und  
Verkehr) mit einer CO2-Abgabe konfrontiert, die aufgrund von Weiterverrechnung Auswirkungen auf die Kostenseite beider  
Divisionen haben kann.  
Sustainability  
Grundsätzlich beschreibt Sustainability (Nachhaltigkeit) das nachhaltige Wirtschaften unter Berücksichtigung ökonomi-  
scher, ökologischer sowie sozialer Aspekte mit dem Ziel, langfristigen Nutzen für unsere Kund:innen, Aktionär:innen, Mit-  
arbeiter:innen und die Umwelt und Gesellschaft zu schaffen und die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft  
zu minimieren. Im Detail bedeutet dies, beispielsweise verantwortungsvoll und effizient mit Ressourcen (Recyclingpapier,  
Karton, Frischfaser, Chemikalien, Energie, Wasser, Abfällen) umzugehen und faire Arbeitsbedingungen sowie langfristiges  
qualitatives Wachstum zu gewährleisten, wodurch auch künftig der ökonomische Erfolg sichergestellt wird. Sustainability  
ist somit fester Bestandteil der Konzernstrategie und eine der Grundlagen des langfristigen finanziellen Erfolges des  
Unternehmens.  
Risiken in diesem Bereich bestehen aus physischen Risiken (z. B. Hochwasser, Waldbrände, Sturmschäden, Dürre) und  
transitorischen Risiken (z. B. Emissionszertifikate, veränderte Marktanforderungen und Konsumverhalten, politische Ent-  
wicklungen). Physische Risiken können zu direkten Produktionsausfällen, Lieferengpässen oder erhöhten Rohstoffpreisen  
führen. Transitorische Risiken sind vordergründig als Compliance-Thema zu betrachten, die keine kurzfristigen Produkti-  
onsausfälle zur Folge haben, aber bei Vergehen die „License to operate“ negativ beeinträchtigen, was sich z. B. in sinken-  
den Verkaufszahlen, erhöhten Strafzahlungen sowie CO2-Steuern ökonomisch widerspiegeln kann.  
Aus einer makropolitischen Perspektive müssen hier Konflikte Berücksichtigung finden, die zu Produktionsausfällen in  
Konfliktregionen sowie zu Engpässen hinsichtlich Energie- und Rohstoffversorgung führen können.  
Gesetzliche Veränderungen, wie sie insbesondere durch den EU Green Deal in Kraft treten, verschärfen die Anforderungen  
an Unternehmensnachhaltigkeit, da finanzielle Kennzahlen und nichtfinanzielle Kennzahlen verstärkt in Abhängigkeit von-  
einander gesehen werden (z. B. EU-Taxonomie). Folglich ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Parameter für Finanzmarktbewer-  
tungen und Investmententscheidungen.  
Hinsichtlich der Marktanforderungen gilt es zu berücksichtigen, dass bei der Erzeugung bedarfsgerechter Produkte  
Sustainability, gemessen am Produktlebenszyklus, ein wichtiges Entscheidungskriterium für Kunden darstellt. Nachhal-  
tige Verpackungslösungen werden bei den Kunden selbst oftmals in den unternehmenseigenen Nachhaltigkeitszielen  
festgehalten.  
Auch im Wettbewerb um „Young Talents“ spielt Nachhaltigkeit eine immer stärkere Rolle. Unternehmen, bei welchen Nach-  
haltigkeit nicht oder unglaubwürdig umgesetzt wird, werden künftig Nachteile bei der Gewinnung und Bindung von Nach-  
wuchstalenten haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
28  
Konzernlagebericht  
MM setzt zur Sicherung und Steuerung des Sustainability-Risikos auf ein zentrales Nachhaltigkeitsmanagement, ressour-  
ceneffiziente Herstellung kreislauffähiger Produkte, ambitionierte langfristige (wissenschaftsbasierte) Nachhaltigkeitsziele  
sowie den Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien in der Vergütungspolitik. Nichtfinanzielle Kennzahlen unterliegen einem  
umfassenden regelmäßigen Monitoring durch ein dediziertes Managementsystem. Zum Lieferkettenmonitoring hinsicht-  
lich Nachhaltigkeitsrisiken wurde eine spezifische Softwarelösung eingeführt. Ferner sind alle Karton- und Papierwerke  
und ausgewählte Standorte von MM Packaging nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification  
Schemes) sowie FSC® (Forest Stewardship Council) zertifiziert. Darüber hinaus besteht die Zertifizierung ausgewählter  
Standorte nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) und/oder ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme sowie  
nach ISO 50001 für Energiemanagement. In den Bereichen Produktqualität und/oder Lebensmittelsicherheit bestehen  
zudem für alle kartonproduzierenden und annähernd alle faltschachtelproduzierenden Standorte Zertifizierungen (ISO  
9001, BRC, ISO 22000, EN 15593, ECMA GMP). MM orientiert sich darüber hinaus an den global gültigen Agenden und  
Zielrahmen, wie UN-Nachhaltigkeitszielen, EU Green Deal oder Paris Agreement.  
Human Resources  
Die Erbringung der Unternehmensleistung erfordert im Konzern qualifizierte, motivierte und leistungsorientierte Mitarbei-  
ter:innen auf allen Ebenen. Um unsere Beschäftigten langfristig an das Unternehmen zu binden und geeignete Leistungs-  
träger für offene Stellen zu finden, fördern wir die nachhaltige Zusammenarbeit durch kontinuierliche Personalentwicklung,  
Ausbildung, angemessene Entlohnungs- und Incentivierungssysteme sowie eine gelebte Werte- und Unternehmenskultur.  
Die Attraktivität als Arbeitgeber sichern wir durch gezielte Maßnahmen im Personalmarketing.  
Die Stabsstelle „Group Human Resources & Internal Communication“ agiert als strategischer Partner des Managements und  
verantwortet nicht nur die operativen Personalthemen in der Konzernzentrale, sondern erarbeitet auch zielgruppenspezifische  
Standards für die gesamte MM Gruppe. Durch ein vielfältiges Angebot von Entwicklungs- und Ausbildungsprogrammen schaf-  
fen wir systematisch Rahmenbedingungen, unter welchen sich Talente entfalten können und modernes Know-how dem Un-  
ternehmen nachhaltig zur Verfügung steht.  
Das betriebliche Gesundheitswesen unterstützt unsere Beschäftigten durch vielfältige Förder- und Präventionsmaßnah-  
men mit dem Ziel, die Gesundheit und Leistungskraft das ganze Berufsleben hindurch hoch zu halten.  
Die HR-Agenden waren in 2022 von zwei großen Akquisitionen in der Division MM Packaging (Eson Pac, Essentra Packa-  
ging) geprägt. Aufgrund dieser strategischen Neuausrichtung wurden Organisationsstrukturen geändert und neue Funkti-  
onen etabliert. Geänderte Führungsstrukturen und Teams, aber auch System- und Prozessentscheidungen waren erfor-  
derlich. Dieser Prozess wird in 2023 fortgesetzt und insbesondere die Integration und Transformation der Werke von  
Essentra Packaging erfassen.  
Pensionen/Abfertigungen/Altersteilzeit  
Der Großteil der Arbeitnehmer:innen im Konzern ist im Rahmen der gesetzlichen Altersversorgung beitragsorientiert ver-  
sichert. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge hat der Konzern bestimmten Arbeitnehmer:innen auf Basis von Einzelzu-  
sagen und Betriebsvereinbarungen leistungs- und beitragsorientierte Pensionszusagen erteilt. Ferner bestehen leistungs-  
und beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen im Rahmen der gesetzlichen Altersteilzeit. Zur  
Risikoüberwachung und -minimierung wird insbesondere ein klar strukturierter Prozess der Datenbereitstellung,  
-plausibilisierung und -überprüfung auf Ebene der Einzelgesellschaften bzw. im Konzern verfolgt und ein Monitoring von  
Einzelzusagen durch die Konzernzentrale eingesetzt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
Durch Nutzung von Rückdeckungsversicherungen in Österreich und Deutschland, Pensionsfonds in Großbritannien und  
auf den Philippinen sowie einer Sammelstiftung in der Schweiz zur Deckung des Vermögens wird einem Liquiditätsrisiko  
entgegengewirkt. Die Anlage birgt ein Veranlagungsrisiko. Die Veranlagung des externen Fondsvermögens erfolgt im Rah-  
men der gesetzlichen Vorgaben möglichst konservativ (niedriger Aktienanteil, Unternehmens- statt Staatsanleihen).  
Das aktuelle Zinsniveau führt methodisch zu einem gegenüber den Vorjahren erhöhten Diskontierungszinssatz, der den  
versicherungsmathematischen Barwert der Verpflichtungen sinken lässt. Der sich daraus ergebende Abzugsposten im  
Eigenkapital ist im Verhältnis zum Eigenkapital als absolut überschaubar einzustufen. Der prognostizierte Pensions- und  
Abfertigungsaufwand bleibt stabil.  
Finanzielle Risiken  
Die Unternehmensplanung basiert auf professionellen Prognosen, Einschätzungen und Annahmen bezüglich zukünftiger  
wirtschaftlicher und finanzieller Entwicklungen im Konzern. Dem Risiko einer Fehleinschätzung begegnen wir durch enges  
Zusammenwirken zwischen den Werken und den Fachabteilungen von Konzern und Divisionen im Rahmen eines klar fest-  
gelegten, mehrstufigen Planungsprozesses.  
Risiken in der Finanzierung und Liquiditätsausstattung des Konzerns bewältigen wir insbesondere durch ein zentral  
gesteuertes Cash- und Credit-Management, sorgfältige Auswahl und ständiges Monitoring der nationalen und internatio-  
nalen Bankpartner sowie jederzeit ausreichende Verfügbarkeit von Kreditlinien. Die Einhaltung der Covenants wird zur  
Risikominimierung regelmäßig überwacht. Zudem hat der Faktor Nachhaltigkeit Auswirkung sowohl auf das Verfügbarkeits-  
als auch auf das Kostenrisiko, da sogenannte ESG-Finanzierungen an Bedeutung gewinnen und somit die Bereitstellung  
von Finanzierungen und die Höhe der Finanzierungszinsen vermehrt von ESG-Kriterien abhängen. Diese werden von  
Group-Sustainability über entsprechende Kennzahlen gesteuert.  
Währungsrisiken werden kontinuierlich systemunterstützt überwacht und durch geeignete Absicherungsmaßnahmen be-  
grenzt bzw. reduziert. Der Fokus ist dabei auf natürlichen Risikoausgleich durch Herstellen eines Gleichgewichtes von  
Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften bzw. des Konzerns sowie auf  
Devisentermin-, Devisenswap- bzw. Optionsgeschäfte gerichtet. Währungsabsicherungen werden vorwiegend über eine  
zentrale Devisenhandelsplattform vorgenommen. Währungen, gegenüber deren Kursschwankungen Absicherungen getä-  
tigt werden, sind insbesondere das britische Pfund, der US-Dollar sowie der Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren  
funktionale Währung nicht der Euro ist. Die diesbezüglichen Kursrisiken werden, soweit möglich, durch Währungskongru-  
enz in der Geschäftsabwicklung bzw. durch Preisanpassungsmechanismen innerhalb längerfristiger Vereinbarungen redu-  
ziert. Derivative Finanzinstrumente werden weder zu Handels- noch zu Spekulationszwecken eingesetzt.  
Die laufende Optimierung des Working Capitals sowie die Minimierung von Werthaltigkeitsrisiken beim Vorratsvermögen  
erfolgen über ein zentrales Managementsystem. Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch laufende Bonitäts-  
prüfung sowie Kundenkreditversicherungs-Anbietungspflicht für alle Kunden, mit Ausnahme von ausgewählten internatio-  
nalen Kunden höchster Bonität, niedrig gehalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
30  
Konzernlagebericht  
Rechnungslegung  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsys-  
tems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung und die Aufstellung des Konzern-  
abschlusses verantwortlich. Dieses gewährleistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanz-  
informationen. Darüber hinaus werden die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung der  
gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt.  
Der Rechnungslegungsprozess umfasst dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte, die gewährleisten, dass die rechnungsle-  
gungsrelevanten Informationen vollständig, richtig und zeitgerecht erfasst und verarbeitet werden und die Abbildung in  
der Finanzberichterstattung den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsstandards entspricht.  
In der Aufbau- und Ablauforganisation sind klare und eindeutige Verantwortungen bezogen auf die Einzelgesellschaften  
und den Konzern vorgegeben. Den zentralen Funktionsbereichen „Group Accounting“ sowie „Planning and Reporting“  
obliegen dabei die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien auf dem neuesten fachlichen Stand sowie die Organisa-  
tion und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.  
Die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah. Die Übereinstimmung mit  
konzerninternen Richtlinien und Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen wird kon-  
tinuierlich kontrolliert. Die eingesetzten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend opti-  
miert. Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden regelmäßig auf mögliche Risiken geprüft.  
Verbesserungsmaßnahmen werden schnellstmöglich eingeleitet und rasch umgesetzt. Schwerpunktprüfungen erfolgen  
durch Wirtschaftsprüfer und interne Revision. Eine Vielzahl von Maßnahmen wie Weiterbildung, Reviews und konzernweit  
abgestimmte Handlungsweisen stellen sicher, dass die Bilanzierung des Konzerns unter konformer Anwendung der IFRS  
erfolgt.  
Informationstechnologie  
Das zentrale IT-Risikomanagement basiert auf ISO 31000, die Informationssicherheit der zentralen IT auf ISO 27001. Das  
Risiko eines Ausfalls der zentralen Datenverarbeitung begrenzen wir durch ein geografisch getrenntes Ausfallrechenzent-  
rum sowie durch eine Vielzahl an weiteren Vorsorge- und regelmäßigen Prüfungsmaßnahmen. Dem Risiko in Bezug auf die  
Informationssicherheit begegnen wir durch eine große Bandbreite an Sicherungsmaßnahmen, die in ein konzernweites  
Informationssicherheitsmanagement-System (ISMS) eingebettet sind. Der Funktion des Informationssicherheitsbeauftrag-  
ten obliegt die konzernweite Etablierung sowie laufende Aktualisierung von Sicherheitsstandards.  
Cyber- und IT-Risiken bleiben eine ernste Bedrohung für MM. Angriffe werden immer professioneller und agiler, wodurch  
die Gefahr von Datenverlust, Betriebsunterbrechungen und finanziellen Schäden stetig zunimmt. Es ist wichtig, dass MM  
weiterhin proaktiv Maßnahmen ergreift, um sich gegen diese Bedrohungen zu schützen. Dazu zählen unter anderem die  
ständige Überwachung sämtlicher IT-Systeme, automatisierte Schutzmechanismen und eine gut ausgearbeitete Business-  
Continuity-Strategie.  
Die Entwicklung von Ransomware bleibt weiterhin ein bedeutendes Risiko für MM. Die Gefahr von Ransomware-Angriffen  
dürfte aufgrund der ständigen Weiterentwicklung und Verbreitung von Malware-Varianten weiterhin zunehmen. MM muss  
daher seine Sicherheit und seine Abwehrmechanismen ständig verbessern, um vor Angriffen geschützt zu sein. Dazu gehö-  
ren regelmäßige Back-ups, Schulungen für Mitarbeitende und die Umsetzung eines Incident-Response-Plans.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
31  
Konzernlagebericht  
Die Re-Zertifizierung nach ISO 27001 belegt, dass MM ein gutes Sicherheitsmanagement aufgebaut hat und sich kontinu-  
ierlich verbessert, um den Schutz sensibler Daten und IT-Systeme sicherzustellen.  
Andere Risiken  
Compliance-Risiken aus der möglichen Nichteinhaltung von Normen, Gesetzen, Verhaltensregeln sowie gegebenenfalls  
Selbstverpflichtungserklärungen, wie dem MM Code of Conduct oder den universellen Prinzipien des UN Global Compact,  
werden insbesondere durch Absicherungsmaßnahmen in den Systemen, regelmäßiges, systematisches Compliance-  
Monitoring, das Vier-Augen-Prinzip sowie gruppenweite Richtlinien und Schulungen Rechnung getragen. Darüber hinaus  
ist die Funktion „Group Legal“ eingerichtet, welche für die Überwachung und Steuerung des Risikofeldes Compliance  
verantwortlich ist und im Bedarfsfall auch externe Experten beizieht. Ziel ist eine strikte Einhaltung der Compliance-  
Vorgaben. Dadurch soll nicht zuletzt den zunehmenden Risiken einer Rechtsverletzung und möglicher Sanktionen aufgrund  
immer stärkerer Regulierung vorgebeugt werden. Dolosen Handlungen wird neben der Vorgabe von Genehmigungserfor-  
dernissen, insbesondere Schutz durch die Systeme, ein verstärktes internes Kontrollsystem als auch ein moderner  
Whistleblowing-Mechanismus entgegengesetzt.  
Der im Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance-Bericht ist auf unserer Website unter  
https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-governance/ abrufbar.  
Zusätzlich zu den hier angeführten Risiken können für den Konzern noch weitere Risiken bestehen. Gegenwärtig sind uns  
solche Risiken nicht bekannt bzw. werden diese als unwesentlich eingestuft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
5 ANGABEN NACH § 243 A ABS 1 UGB  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Angaben im Konzernabschluss unter Anhangangabe 13.1 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 59 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein Syndikatsvertrag,  
welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt. Angelegenheiten, die die Haupt-  
versammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen, gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen  
Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages (betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndi-  
katszwecks oder –gegenstandes, Begründung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an  
der Gesamtzahl aller Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2022 folgende Beteiligungen von  
mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht nicht  
unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der  
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes, insbesondere  
hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der  
Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre Wirkungen;  
ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft erheblich schaden würde, es  
sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen aufgrund anderer Rechtsvorschriften  
ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des betroffenen Ge-  
schäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
33  
Konzernlagebericht  
6 KONSOLIDIERTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG NACH § 267 A UGB  
Es wurde die Option gewählt, den Verpflichtungen gemäß § 267 a UGB nachzukommen, indem ein gesonderter konsoli-  
dierter nichtfinanzieller Bericht erstellt wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernlagebericht  
7 AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2023  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 13. März 2023 und berücksichtigt keine Auswirkungen  
von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des Jahres 2023. Die vorangegange-  
nen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl bekannten als auch unbekannten Risiken und Un-  
sicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen  
können.  
Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten bestimmen weiterhin unsere Rahmenbedingungen. Während ei-  
nige Inputpreise weiter sinken, setzt sich der Abbau hoher Lagerstände wie schon in den letzten Monaten des Vorjahres  
auch seit Jahresbeginn weiter fort. In der Division MM Board & Paper sind marktbedingte Maschinenabstellungen im  
1. Quartal notwendig. In den ersten drei Quartalen kommt es weiters wie angekündigt zu längeren Maschinenstillständen  
im Zuge der Großinvestitionen an den Kartonstandorten Frohnleiten, Neuss und Kolicevo. Die Preise sind überwiegend  
rückläufig. Daher ist erwartungsgemäß im Bereich Board & Paper im laufenden Jahr ein deutlicher Rückgang bei Menge  
und Ergebnis absehbar.  
In der Division MM Packaging hat sich die Nachfrage in den ersten beiden Monaten etwas abgeschwächt, zeigt sich aber  
resilient. Strukturelle Anpassungsmaßnahmen und Kostenoptimierungen werden weiter fortgesetzt.  
Ungeachtet des Übergangsjahres im Bereich MM Board & Paper bleibt unser Geschäftsmodell mit Fokus auf nachhaltige  
Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes langfristig resilient und attraktiv.  
Die Bilanz von MM sowie die laufende Cash-Generierung sind solide. Unsere Investitionstätigkeit bleibt auch in 2023  
erhöht, um die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit der MM Gruppe weiter zu stärken. Vor allem im Zuge der Moderni-  
sierung von drei Kartonmaschinen sowie wertsteigernder, technologischer Erneuerungen im Bereich Pharma- und  
Beautyverpackung erwarten wir heuer ein Investitionsvolumen von über 400 Mio. EUR. Zielsetzung bleibt, unser Wachstum  
mit nachhaltigen und innovativen Konsumgüterverpackungen langfristig mit einer attraktiven Rendite auf das eingesetzte  
Kapital fortzusetzen.  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
35  
Konzernabschluss  
Konzernabschluss  
37 Konzernbilanzen  
38 Konzerngewinn- und -verlustrechnungen  
39 Konzerngesamtergebnisrechnungen  
39 Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
40 Konzerngeldflussrechnungen  
Konzernanhang  
41  
(1) Grundlegende Informationen  
41  
(2) Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses  
43  
(3) Grundsätze der Rechnungslegung  
47  
(4) Ermessensentscheidungen, Annahmen und Einschätzungen  
51  
(5) Änderungen des Konsolidierungskreises und weitere wesentliche Ereignisse  
60  
(6) Entwicklung des Anlagevermögens  
69  
(7) Angaben zu Finanzinstrumenten  
80  
(8) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
82  
(9) Steuern vom Einkommen und Ertrag  
87 (10) Vorräte  
88 (11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
89 (12) Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
89 (13) Eigenkapital  
92 (14) Finanzverbindlichkeiten und Leasing  
96 (15) Langfristige Rückstellungen  
104 (16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
104 (17) Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
105 (18) Kurzfristige Rückstellungen  
106 (19) Segmentberichterstattung  
109 (20) Sonstige betriebliche Erträge  
109 (21) Aufwendungen nach Aufwandsarten  
110 (22) Personalaufwand  
111 (23) Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer  
111 (24) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen  
112 (25) Finanzerträge  
112 (26) Finanzaufwendungen  
112 (27) Sonstiges Finanzergebnis – netto  
113 (28) Ergebnis je Aktie  
113 (29) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen  
114 (30) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen  
115 (31) Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung  
116 (32) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und weitere Informationen  
117 (33) Beteiligungsliste  
123 (34) Organe  
124 Bestätigungsvermerk  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
36  
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Konzernabschluss  
Konzernbilanzen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
31. Dez. 2022  
31. Dez. 2021  
AKTIVA  
Sachanlagen  
6
1.813.214
1.490.031
Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
6
1.017.117
914.793
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
8
13.153
8.415
Latente Steueransprüche  
9
40.793
46.763
Langfristige Vermögenswerte  
2.884.277
2.460.002
Vorräte  
10  
730.086
477.263
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
695.242
541.603
Forderungen aus Ertragsteuern  
9
27.129
32.212
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
198.875
136.807
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
31  
280.063
359.546
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
2.966
6.785
Kurzfristige Vermögenswerte  
1.934.361
1.554.216
SUMME AKTIVA  
4.818.638
4.014.218
PASSIVA  
Grundkapital  
13  
80.000
80.000
Kapitalrücklagen  
13  
172.658
172.658
Gewinnrücklagen  
13  
1.961.929
1.687.923
Sonstige Rücklagen  
13  
(260.716)
(284.750)
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
1.953.871
1.655.831
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
5.480
6.047
Eigenkapital  
1.959.351
1.661.878
Langfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
1.674.040
1.349.074
Langfristige Rückstellungen  
15  
121.396
149.834
Latente Steuerverbindlichkeiten  
9
93.950
70.486
Langfristige Verbindlichkeiten  
1.889.386
1.569.394
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
14  
87.549
74.003
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten  
9
55.705
24.371
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
499.677
437.726
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
296.703
198.628
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
30.267
48.218
Kurzfristige Verbindlichkeiten  
969.901
782.946
Summe Verbindlichkeiten  
2.859.287
2.352.340
SUMME PASSIVA  
4.818.638
4.014.218
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
37  
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Konzernabschluss  
Konzerngewinn- und  
-verlustrechnungen  
2022  
2021  
(alle Beträge in Tausend EUR, außer Gewinn je Aktie und Aktienanzahl)  
Anhang  
Umsatzerlöse  
19  
4.682.060
3.069.714
Herstellungskosten  
21  
(3.554.745)
(2.413.557)
Bruttoergebnis vom Umsatz  
1.127.315
656.157
Sonstige betriebliche Erträge  
20  
70.864
84.860
Vertriebskosten  
21  
(416.297)
(296.107)
Verwaltungskosten  
21  
(256.888)
(175.158)
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
5
(14.722)
(137)
Betriebliches Ergebnis  
510.272
269.615
Finanzerträge  
25  
4.250
3.319
Finanzaufwendungen  
26  
(32.149)
(24.369)
Sonstiges Finanzergebnis – netto  
27  
(15.473)
(4.016)
Ergebnis vor Steuern  
466.900
244.549
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
(121.656)
(53.848)
Jahresüberschuss  
345.244
190.701
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
343.793
189.174
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
1.451
1.527
Jahresüberschuss  
345.244
190.701
Gewinn je Aktie für den auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteil  
am Jahresüberschuss:  
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien  
28  
20.000.000  
20.000.000  
Gewinn je Aktie  
28  
17,19
9,46
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
38  
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Konzernabschluss  
Konzerngesamtergebnisrechnungen  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
2022  
2021  
Jahresüberschuss  
345.244
190.701
Sonstiges Ergebnis:  
Versicherungsmathematische Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen  
13  
32.883
(1.518)
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
(7.730)
1.107
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
25.153
(411)
Währungsumrechnungen  
13  
(5.469)
(11.497)
1)  
Recycling aus der Währungsumrechnung  
5
20.103
1.940
Cash Flow Hedge  
7
(29.666)
0
Auswirkungen Ertragsteuern  
9
4.861
(1.154)
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden  
(10.171)
(10.711)
Sonstiges Ergebnis (netto)  
14.982
(11.122)
Gesamtergebnis  
360.226
179.579
Davon entfallend auf:  
Aktionäre der Gesellschaft  
358.902
177.687
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
13  
1.324
1.892
Gesamtergebnis  
360.226
179.579
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inkl. Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR 22.709  
Entwicklung des Konzerneigenkapitals  
Den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnende Eigenkapitalbestandteile  
Sonstiges Ergebnis  
Nicht be-  
herrschende Gesamtes  
Währungs- Versicherungs-  
Grund-  
Kapital-  
Gewinn-  
umrech- mathematische Cash Flow  
Sonstige  
(Minderheits-)  
Eigen-  
Hedge Rücklagen  
Gesamt  
kapital  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang kapital rücklagen  
rücklagen  
nungen  
Effekte  
Anteile  
Stand am 1. Jan. 2021  
80.000
172.658
1.564.165
(207.173)
(67.304)
0
(274.477)
1.542.346
4.752
1.547.098
Jahresüberschuss  
0
0
189.174
0
0
0
0
189.174
1.527
190.701
Sonstiges Ergebnis  
(11.081)
(406)
0
(11.487)
(11.487)
365
(11.122)
Gesamtergebnis  
0
0
189.174
(11.081)
(406)
0
(11.487)
177.687
1.892
179.579
Umgliederung versicherungsmathema-  
tischer Effekte in die Gewinnrücklagen  
0
0
(1.214)
0
1.214
0
1.214
0
0
0
Transaktionen mit Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(64.000)
0
0
0
0
(64.000)
(1.220)
(65.220)
Veränderung von  
0
Mehrheitsbeteiligungen  
0
0
(202)
0
0
0
(202)
623
421
Stand am 31. Dez. 2021  
80.000
172.658
1.687.923
(218.254)
(66.496)
0
(284.750)
1.655.831
6.047
1.661.878
Anpassungen aus der Erst-  
0
0
0
8.925
0
0
8.925
8.925
0
8.925
anwendung IAS 29  
3
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022  
80.000
172.658
1.687.923
(209.329)
(66.496)
0
(275.825)
1.664.756
6.047
1.670.803
Jahresüberschuss  
0
0
343.793
0
0
0
0
343.793
1.451
345.244
Sonstiges Ergebnis  
0
0
0
13.712
25.130
(23.733)
15.109
15.109
(127)
14.982
1)  
Gesamtergebnis  
0
0
343.793
13.712
25.130
(23.733)
15.109
358.902
1.324
360.226
Transaktionen mit Anteilseignern:  
Dividenden  
13  
0
0
(70.000)
0
0
0
0
(70.000)
(1.463)
(71.463)
Veränderung von  
Mehrheitsbeteiligungen  
0
0
213
0
0
0
0
213
(428)
(215)
Stand am 31. Dez. 2022  
80.000
172.658
1.961.929
(195.617)
(41.366)
(23.733)
(260.716)
1.953.871 ;
5.480
1.959.351
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inkl. Anpassungen aus der Hyperinflation in Höhe von Tsd. EUR 22.709  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
39  
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Konzernabschluss  
Konzerngeldflussrechnungen  
2022  
2021  
(alle Beträge in Tausend EUR)  
Anhang  
CASH FLOW AUS DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT:  
Jahresüberschuss  
345.244
190.701
Anpassungen zur Überleitung des Jahresüberschusses auf den Cash Flow aus der  
Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen:  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
9
121.656
53.848
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
6
198.603
148.953
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte  
6
21.046
2.395
1)  
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten  
20  
628
(9.497)
Finanzerträge  
25  
(4.250)
(3.319)
Finanzaufwendungen  
26  
32.149
24.369
Ergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen  
5
13.606
(46.175)
Ergebnisanteile von sonstigen Beteiligungen  
27  
(408)
(606)
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung  
27  
(353)
0
Ergebnisanteile von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen  
27  
(1.376)
(720)
Sonstige Anpassungen  
31  
(451)
(1.265)
Cash Flow aus dem Ergebnis  
726.094
358.684
Veränderungen im Working Capital:  
Vorräte  
10  
(251.921)
(57.357)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
11  
(76.129)
(112.218)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte  
12  
(25.190)
(21.184)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
16  
11.857
145.700
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten  
17  
19.688
24.745
Kurzfristige Rückstellungen  
18  
(17.568)
(1.577)
Veränderungen im Working Capital  
(339.263)
(21.891)
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit vor Zins- und Steuerzahlungen  
386.831
336.793
Bezahlte Steuern vom Einkommen und Ertrag  
(87.093)
(66.973)
Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit  
299.738
269.820
CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT:  
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten  
8.080
16.536
Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inkl. geleisteter Anzahlungen)  
16  
(329.388)
(248.430)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen  
1.851
0
Auszahlungen für Tochterunternehmen bzw. sonstige Geschäftseinheiten abzüglich der  
übernommenen Zahlungsmittel (2022: Tsd. EUR 14.444; 2021: Tsd. EUR 67.747)  
5
(384.806)
(811.825)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen bzw. sonstigen Geschäftseinheiten  
abzüglich übertragener Zahlungsmittel (2022: Tsd. EUR 6.725, 2021: Tsd. EUR 4.146)  
5
127.275
148.467
Einzahlungen aus Wertpapieren und sonstigen Finanzanlagen  
343
177
Auszahlungen für Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen  
(255)
(251)
Erhaltene Dividenden  
27  
408
606
Erhaltene Zinsen  
3.290
3.319
Sonstige Anpassungen  
(95)
0
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit  
(573.297)
(891.401)
CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:  
Bezahlte Zinsen  
(32.334)
(12.003)
Aufnahme von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten  
31  
543.589
1.225.114
Tilgung von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten  
31  
(233.296)
(302.018)
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten  
31  
(14.366)
(8.984)
Auszahlungen an Eigentümer von nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteilen  
(236)
0
An die Aktionäre der Gesellschaft gezahlte Dividende  
13  
(70.000)
(64.000)
An nicht beherrschende (Minderheits-) Gesellschafter gezahlte Dividenden  
13  
(1.463)
(1.220)
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit  
191.894
836.889
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
2.182
(2.003)
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
(79.483)
213.305
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresanfang (laut Konzernbilanz)  
359.546
146.241
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende (laut Konzernbilanz)  
280.063
359.546
Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integrierender Bestandteil des Konzernabschlusses.  
1) inkl. auf zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
40  
Konzernabschluss  
Konzernanhang  
1
GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN  
Der MM Konzern  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen („der Konzern“) sind in der Herstellung und dem Verkauf von   Karton, Papier und Faltschachteln mit Schwerpunkt in Europa tätig . Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Mayr-  Melnhof Karton AG, welche ihren Sitz in Österreich, Brahmsplatz 6, 1040 Wien hat. Die Aktien der Gesellschaft notieren  an der Wiener Börse.  
Segmentinformation  
Der Konzern wird in zwei operativen Segmenten (siehe Anhangangabe 19) geführt: MM Board & Paper und MM Packaging.   MM Board & Paper produziert und vermarktet eine vielfältige Palette an Kartonsorten, hauptsächlich gestrichenen Falt-  schachtelkarton auf Basis von Recyclingfasern sowie Frischfaserkarton. Darüber hinaus umfasst das Produktsortiment der  Division auch Kraftpapiere und ungestrichene Feinpapiere. MM Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln hauptsäch-  lich für die Nahrungsmittel- (z. B. Frühstückszerealien, Trockennahrung, Zucker- und Backwaren, hochwertige Süßwaren)  und sonstige Konsumgüterindustrie (z. B. Kosmetika, Hygieneprodukte, Waschmittel, Haushaltsartikel, Tabakprodukte,  Spielwaren und Pharmaprodukte). Des Weiteren umfasst das Produktsortiment von MM Packaging auch Beipackzettel und  Etiketten.  
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage   Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist in besonderem Maße durch die Änderungen im Konsolidierungs-  kreis, insbesondere die Erwerbe von Eson Pac und Essentra Packaging sowie den Verkauf der russischen Verpackungs-  werke, geprägt. Des Weiteren waren die Akquisitionen von MM Kotkamills und MM Kwidzyn im Vorjahr erst unterjährig in den  Konsolidierungskreis einbezogen, wodurch die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen beeinträchtigt ist. Ein weiterer Ein-  maleffekt in 2022 ergab sich aus den Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Kolicevo (siehe Anhangangabe 5).  
2
GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES  
Rechnungslegungsgrundlagen und Übereinstimmungserklärung  
Der Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Anwendung von §245aUGB   in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board („IASB“) verlautbarten International Financial  Reporting Standards und deren Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die  zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB wurden erfüllt.  
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme bestimmter Posten, die in den entsprechenden Anhangangaben (z.B. Anhang-   angabe 7 und 15) erläutert sind, auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.  
Der vorliegende Konzernabschluss umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und wurde mit Datum 13. März   2023 vom Vorstand unterzeichnet und vom Aufsichtsrat festgestellt.  
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge mit Ausnahme der   Aktienanzahl und der Angaben je Aktie in Tausend Euro angegeben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
41  
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Konzernabschluss  
Anwendung von neuen und geänderten Standards  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende Änderungen bestehender IAS und IFRS, soweit sie bis zum   31. Dezember 2022 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft  getreten sind, beachtet:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IFRS 3 Verweise auf das Rahmenkonzept der IFRS 1. 1. 2022
IAS 16 Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen 1. 1. 2022
IAS 37 Belastende Verträge – Kosten der Vertragserfüllung 1. 1. 2022
Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2018 – 2020 1. 1. 2022
Die Überarbeitung von IFRS 3 bezieht sich explizit auf das IFRS-Rahmenkonzept aus dem Jahr 2018, mit einer Ausnahme   bei der Anwendung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten bei Unternehmenszusammenschlüssen. Dies betrifft  auch ein neues Ansatzverbot für im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Eventualforderungen.  
Die Änderungen an IAS 16 betreffen die Erfassung von Erträgen und Herstellungskosten bei der Produktion von Gütern,   während die Sachanlage an den geplanten Standort gebracht wird. Bisher war unklar, ob diese direkt erfasst oder mit den  Anschaffungs- oder Herstellungskosten verrechnet werden sollten. Durch die Standardänderung ist die Verrechnung mit  den Anschaffungs- oder Herstellungskosten untersagt, stattdessen werden Erträge und Herstellungskosten direkt in der  Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.  
Die Änderungen an IAS 37 konkretisieren die Kosten der Vertragserfüllung, welche hiermit aus den direkt mit dem Vertrag   zusammenhängenden Kosten für die Erfüllung des Vertrages, wie direkte Lohn- und Materialkosten, bestehen. Zudem  erfolgt eine Klarstellung, wonach sich eine etwaige vorangegangene Wertminderung auf die zur Vertragserfüllung einge-  setzten Vermögenswerte erstreckt.  
Weiteres wurden im Rahmen der jährlichen Verbesserungen geringfügige Änderungen und Klarstellungen in den Standards   IFRS 9, IFRS 16, IFRS 1 und IAS 41 vorgenommen.  
Soweit im Einzelnen anwendbar, wurden die angeführten Bestimmungen im vorliegenden Konzernabschluss umgesetzt.   Aus den oben angeführten Änderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und  Ertragslage des Konzerns.  
Darüber hinaus wurden bis zum 31. Dezember 2022 folgende neue und geänderte Standards in EU-Recht übernommen,   welche jedoch für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig frühzeitig  angewendet wurden:  
Neue Standards Inhalt Anzuwenden ab
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Wesentlichkeitsdefinition 1.1.2023
IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023
IAS 12 Latente Steuern aus Transaktionen, bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche 1.1.2023
steuerpflichtige und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen
IFRS 17 Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsangaben 1.1.2023
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
42  
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Konzernabschluss  
Weiters wurden bis zum 31. Dezember 2022 folgende geänderte Standards vom IASB veröffentlicht, aber noch nicht in   EU-Recht übernommen:  
Geänderte Standards Inhalt Anzuwenden ab
IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1.1.2024
IFRS 16 Leasingverhältnisse: Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Lease-Back 1.1.2024
Aus den oben angeführten Änderungen sind aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,   Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten.  
3
GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG  
Die im Konzern angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind bei der entsprechenden Anhang-   angabe erläutert.  
Konsolidierungsgrundsätze und -methoden  
Der Konzernabschluss umfasst die Mayr-Melnhof Karton AG („die Gesellschaft“) sowie deren Tochterunternehmen. Das   sind alle Unternehmen, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn der Konzern die Ver-  fügungsgewalt hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen einer Gesellschaft zu partizipieren und diese Rück-  flüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als  50 % gegeben. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden auch Existenz und Auswirkung potenzieller Stimm-  rechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Das Vorliegen von Beherrschung wird auch dann vom  Konzern überprüft, wenn weniger als 50 % der Stimmrechte gehalten werden. Der Konzern verfügt bei allen beherrschten  Unternehmen über eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit. Zusätzliche Vereinbarungen, die einer Beherrschung entge-  genstehen, bestehen nicht.  
Tochterunternehmen, sofern diese für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht   von untergeordneter Bedeutung sind, werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem die  Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Beherrschung  des Konzerns endet bzw. wenn der Konzern ein Tochterunternehmen als unwesentlich erachtet.  
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung   dieses Tochterunternehmens führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen (Veränderung von Mehrheitsbeteiligungen) bi-  lanziert und haben daher keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung.  
Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Endkonsolidierungsgewinn oder   -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen  
dem Gesamtbetrag des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung  
abzüglich Buchwert des abgehenden Reinvermögens (inkl. auf die jeweilige CGU anteilig entfallender Goodwill)   zuzüglich Buchwert nicht beherrschender Anteile.  
Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebes, der zum Verlust der Beherrschung, der gemeinschaftlichen Führung   oder des maßgeblichen Einflusses führt, wird der entsprechende, bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert in der Währungsum-  rechnungsrücklage erfasste Betrag als Teil des Ergebnisses aus Endkonsolidierungen in die Gewinn- und Verlustrechnung  umgegliedert.  
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Konzernabschluss  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am Eigenkapital und   am gesamten Jahresergebnis bei Tochterunternehmen des Konzerns. Diese Anteile werden innerhalb des Eigenkapitals  gesondert ausgewiesen.  
Die Effekte aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden vollständig eliminiert.  
Währungsumrechnung  
Vermögenswerte inkl. Geschäfts(Firmen)werten und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktio-   nale Währung nicht der Euro ist, werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Erträge und Auf-  wendungen werden mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Jahresdurchschnittskurse werden als arith-  metisches Mittel der einzelnen Stichtagskurse am Monatsende ermittelt, wobei als 1. Stichtagskurs immer der  Wechselkurs des 31. 12. des Vorjahres herangezogen wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung bei  den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber der Umrechnung des Vorjahres werden erfolgsneutral im Eigen-  kapital erfasst. Gewinne und Verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden sofort erfolgswirksam erfasst.  
Geschäftsfälle der Gesellschaft, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung erfolgen, werden mit dem   Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden zu jedem Bilanzstich-  tag mit dem dann geltenden Wechselkurs umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ebenso wie  die Effekte bei Realisierung erfolgswirksam erfasst.  
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb   sind, werden zunächst als separater Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt und erst bei beabsichtigter Tilgung bzw. Ver-  äußerung der Nettoinvestition im Ergebnis erfasst.  
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Konzernabschluss  
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse nicht im Euro-Währungsgebiet vertretener Länder haben   sich wie folgt entwickelt:  
Mittelkurs am Mittelkurs am Jahresdurch- Jahresdurch-
31. Dez. 31. Dez. schnittskurs schnittskurs
2022 2021 2022 2021
Land: Währung: 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR = 1 EUR =
Bulgarien BGN 1,96 1,96 1,96 1,96
Chile CLP 917 964 919 899
China CNY 7,42 7,22 7,10 7,64
Dänemark DKK 7,44 7,44 7,44 7,44
Großbritannien GBP 0,89 0,84 0,85 0,86
Jordanien JOD 0,75 0,80 0,75 0,84
Kanada CAD 1,45 1,44 1,37 1,49
Kolumbien COP 5.134 4.527 4.471 4.438
Norwegen NOK 10,51 9,99 10,10 10,18
Philippinen PHP 59,55 57,51 57,34 58,43
Polen PLN 4,69 4,60 4,68 4,58
Rumänien RON 4,95 4,95 4,93 4,92
Russland RUB 75,66 84,07 69,11 87,42
Schweden SEK 11,12 10,25 10,62 10,15
Schweiz CHF 0,98 1,03 1,00 1,08
Tschechische Republik CZK 24,12 24,86 24,56 25,69
Tunesien TND 3,31 3,28 3,26 3,30
Türkei TRY 19,93 14,68 19,93 10,33
Ukraine UAH 38,95 30,92 33,93 32,38
Ungarn HUF 401 369 390 358
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,07 1,13 1,05 1,18
Vietnam VND 25.207 25.864 24.741 27.213
Mit Wirkung vom 1. Januar 2022 hat der Konzern IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ für seine Tochter-   gesellschaften in der Türkei, deren funktionale Währung in den letzten drei Jahren eine kumulierte Inflationsrate von mehr  als 100 % aufwies, angewendet. In der Folge wurden die betreffenden nicht monetären Posten in der Konzernbilanz zum  1. Januar 2022 nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern angepasst um die Ein-  flüsse der Inflation in den Vorperioden dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden gemäß den Vorgaben in IAS 21 „Auswir-  kungen von Wechselkursänderungen“ für Abschlüsse in nicht hochinflationären Berichtswährungen nicht angepasst. Die  Umrechnungsdifferenzen werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital  kumuliert erfasst.  
Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ wurden in der Kon-   zernbilanz zum 1. Januar 2022 berücksichtigt und in den sonstigen Rücklagen in der Höhe von Tsd. EUR 8.925 erfasst.  Anpassungen aus der Berücksichtigung der Geldentwertung der monetären Bilanzpositionen türkischer Tochterunterneh-  men im Geschäftsjahr 2022 werden ergebniswirksam abgebildet und sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im  „Sonstigen Finanzergebnis – netto“ erfasst. Hierfür wurde der türkische Konsumentenpreisindex (TÜFE, 2005=100), vom  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
türkischen Statistikamt (TURKSTAT) veröffentlicht, verwendet. Der zum Abschlussstichtag angewandte Wert des Indexes   betrug 1.128 und stieg um 64 % im Vergleich zum Vorjahr (1. Januar 2022: 687).  
Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr haben die Anpassungen aus der Hochinflationsbilanzierung zu   einem Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von Tsd. EUR 23.070 geführt. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Indexierung  der Sachanlagen (Tsd. EUR 21.891) und den Vorräten (Tsd. EUR 1.063). Auf der Passivseite erhöhten sich das Eigenkapital  um Tsd. EUR 18.666 und die latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 4.404. In der Gewinn- und Verlust-  rechnung kam es insbesondere zu einem Anstieg der Materialkosten und Abschreibungen, welche zu einem negativen  Effekt auf das betriebliche Ergebnis in Höhe von Tsd. EUR 13.209 führte. Darüber hinaus wurde ein monetärer Gewinn in  Höhe von Tsd. EUR 353 erfasst, welcher im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“ ausgewiesen ist.  
Unternehmenszusammenschlüsse  
Die Bilanzierung von neu erworbenen Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten wird nach der Erwerbsmethode   durchgeführt.  
Die Anschaffungskosten eines Erwerbes, welcher sich als Geschäftsbetrieb klassifiziert, bemessen sich nach den beizule-   genden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten  zum Erwerbszeitpunkt (Wert der übertragenen Gegenleistung).  
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene identifizierbare Vermögenswerte und Schulden werden mit   ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Je nach Art und Wesentlichkeit des Erwerbes werden  Grundstücke, Gebäude und Maschinen grundsätzlich auf Basis externer unabhängiger Gutachten bewertet. Immaterielle  Vermögenswerte werden in Abhängigkeit ihrer Art und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes  entweder auf Basis externer unabhängiger Bewertungsgutachten oder intern unter Verwendung angemessener Bewer-  tungsmethoden ermittelt. Anteile von nicht beherrschenden (Minderheits-) Gesellschaftern am erworbenen Unternehmen  werden anhand des proportionalen Anteiles am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst. Erwerbsbezogene  Kosten werden aufwandswirksam verbucht, wenn sie anfallen.  
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgli-   che Änderungen einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden ebenfalls  zum beizulegenden Zeitwert bewertet und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird im Jahresüberschuss erfasst.  
Der Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrages des nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteiles an   dem erworbenen Unternehmen über dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Reinvermögens wird  als Geschäfts(Firmen)wert bilanziert. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Beurteilung direkt erfolgs-  wirksam erfasst.  
Derivative Finanzinstrumente  
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen   Geschäftstätigkeit erwachsen. Finanzinstrumente zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des  Marktpreises werden nicht gehalten.  
Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind   Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsbeziehung designiert sind, werden gemäß IFRS 9 als zu  Handelszwecken gehalten klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Zum Bilanzstichtag wird der beizulegende  Zeitwert offener Derivate als Barwert zukünftiger Zahlungsströme unter Verwendung von Währungsnotierungen berechnet.  Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.  
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Konzernabschluss  
Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)  
Um die ökonomischen Auswirkungen der Risikomanagementaktivitäten im Bereich der außerbörslichen Absicherung von   Rohstoffpreisen in Finnland abzubilden, wendet der MM Konzern die Bestimmungen zur bilanziellen Behandlung von  Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 an. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentiert der MM Konzern die  wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft einschließlich der  Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zugrunde liegenden Unternehmens-  strategie. Die wesentlichen Konditionen der Zahlungen aus den Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten sind  grundsätzlich identisch bzw. verhalten sich gegenläufig („Critical Terms Match“). Derivate werden grundsätzlich zum  Zeitpunkt des Abschlusses eines Derivatkontraktes zunächst zum beizulegenden Zeitwert erfasst und am Ende jeder  Berichtsperiode zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Je nach beizulegendem Zeitwert (positiv oder negativ) werden die  derivativen Finanzinstrumente als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst. Bei der  Sicherungsbilanzierung der Rohstoffpreisabsicherung in Finnland wird das Derivat aufgrund des nicht realisierten Day-  One-Gains zum Designationszeitpunkt nicht bilanziert, die Bewertungseffekte zum Bilanzstichtag werden erfolgsneutral  im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe Anhangangabe 7).  
Wenn ein Derivat als ein Instrument zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) designiert ist, wird der   wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis erfasst und kumuliert in die Rücklage  für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) eingestellt. Der wirksame Teil der Änderungen des  beizulegenden Zeitwertes, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, ist begrenzt auf die kumulierte Änderung des  beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Grundgeschäftes (berechnet auf Basis des Barwertes) seit Absicherungsbeginn.  Ein unwirksamer Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates wird unmittelbar im Gewinn oder  Verlust erfasst.  
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ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und   Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die Höhe und  den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die offengelegten Eventualforderungen und  -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode und  die bilanzierten Werte zum Bilanzstichtag beeinflussen. Die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns  unterliegt verschiedenen Ermessensausübungen des Managements und die tatsächlichen Werte können letztendlich von  diesen Einschätzungen bzw. Annahmen abweichen. Schätzungen werden umsichtig vorgenommen und die diesen zu-  grunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft und prospektiv erfasst. Diese Annahmen basieren auf Erfahrungen  der Vergangenheit und sonstigen Faktoren einschließlich Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Ereignisse, die den Kon-  zern finanziell beeinflussen können und die unter den gegebenen Umständen als sachgerecht gelten.  
Dabei beurteilt der Konzern auch die Aspekte bilanzieller Auswirkungen, die sich aus den Anforderungen der verschiede-   nen Stakeholder im Zusammenhang mit dem Klimawandel ergeben.  
Im Rahmen der Hyperinflationsbilanzierung (IAS29) wurden die nicht monetären Bilanzposten mit dem türkischen Konsu-   mentenpreisindex (TÜFE, 2005=100), vom türkischen Statistikamt (TURKSTAT) veröffentlicht, angepasst (siehe Anhangan-  gabe 3).  
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Konzernabschluss  
Der Konzernabschluss beinhaltet folgende wesentliche Posten, deren Wertansatz maßgeblich von den zugrunde liegenden   Annahmen und Einschätzungen abhängig ist:  
Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten  
Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungs-   kosten angesetzt und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungs-  dauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards, Vertragsdauer und Veränderungen in der Nach-  frage berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können eine Verkürzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines  Vermögenswertes nach sich ziehen. In diesem Fall würde der Restbuchwert über die verbleibende kürzere Nutzungsdauer  abgeschrieben werden, woraus höhere jährliche Abschreibungsbeträge resultieren (siehe Anhangangabe 6).  
Bilanzierung von Unternehmenserwerben  
Als Folge von Unternehmenserwerben werden Geschäfts(Firmen)werte in der Konzernbilanz angesetzt oder negative Un-   terschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierung eines Unter-  nehmenserwerbes werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu bei-  zulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte  basiert grundsätzlich auf der Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash Flows und ist eng mit den Annahmen  des Managements bezüglich deren künftiger Weiterentwicklung sowie mit den zugrunde gelegten Entwicklungen des an-  zuwendenden Diskontierungszinssatzes verbunden (siehe Anhangangabe 5).  
Wertminderung von Vermögenswerten  
Im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung werden Geschäfts(Firmen)werte auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Des   Weiteren werden langfristig genutzte Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte  Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den  erzielbaren Betrag überschreiten könnte. Im Rahmen dieser Überprüfung liegen der Bewertung der langfristigen Vermö-  genswerte auch die Unternehmensplanung, die unter Berücksichtigung der markt- und unternehmensspezifischen Gege-  benheiten abgeleiteten Diskontierungszinssätze sowie die erwarteten Wachstumsraten und EBITDA Margin/Kostenent-  wicklungen zugrunde. Die hierzu getroffenen Annahmen können Änderungen unterliegen, die zu Wertminderungen in  zukünftigen Perioden führen könnten (siehe Anhangangabe 6).  
Sonstige immaterielle Vermögenswerte  
Der Konzern ist verpflichtet, für die bei der Karton- und Papiererzeugung anfallenden Kohlendioxid-Emissionen   CO2-Emissionszertifikate einzulösen.  
Diese Zertifikate erhält der Konzern teilweise durch eine unentgeltliche Zuteilung innerhalb der Europäischen Union und   an Norwegen. Sofern diese Zuteilung nicht ausreicht, um das CO2-Emissionsvolumen einer Anlage abzudecken, erwirbt  der Konzern weitere Zertifikate auf dem Markt.  
CO2-Emissionszertifikate werden gemäß IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ als solche im kurzfristigen Bereich unter   dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ ausgewiesen und mit den Anschaf-  fungskosten bewertet, sofern diese entgeltlich erworben wurden. Bei unentgeltlicher Zuteilung werden diese mit Anschaf-  fungskosten von null angesetzt. Übersteigen die tatsächlichen Kohlendioxid-Emissionen während der Berichtsperiode die  Anzahl der zum Bilanzstichtag vorhandenen Zertifikate, so ist eine Rückstellung für die fehlenden Zertifikate anzusetzen,  die unter dem Posten „Kurzfristige Rückstellungen“ ausgewiesen wird (siehe Anhangangabe 18).  
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen aus der Verwendung von entgeltlich erworbenen Zertifikaten   sowie Erträge aus der Veräußerung von überzähligen Zertifikaten erfasst.  
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Konzernabschluss  
Steuern vom Einkommen und Ertrag  
Der Konzern ist in zahlreichen Ländern operativ tätig und unterliegt daher in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unter-   schiedlichsten Steuergesetzen. Die Bestimmung der weltweiten Steuerverbindlichkeiten erfordert wesentliche Beurteilun-  gen, die dazu führen können, dass der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten von der ursprünglichen  Einschätzung abweicht und Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben kann (siehe  Anhangangabe 9).  
Realisierung latenter Steueransprüche  
Die Berechnung latenter Steuern erfolgt auf Basis jener Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen   gesetzlich verabschiedet wurden und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruches bzw.  der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird, sowie auf Basis einer Einschätzung der künftigen steu-  erlichen Ertragsfähigkeit. Von den Annahmen abweichende künftige steuerliche Ergebnisse können dazu führen, dass die  Realisierung latenter Steueransprüche unwahrscheinlich wird und eine Schätzungsänderung von aktiven latenten Steuern  der diesbezüglichen Aktiva zu erfolgen hat (siehe Anhangangabe 9).  
Laufzeit von Leasingverhältnissen  
Der Konzern bestimmt die Laufzeit der Leasingverhältnisse unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit sowie   unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben. Bei der  Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. Kündigung des Leasingverhältnis-  ses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden Ermessensentscheidungen getroffen. Es werden alle relevanten Faktoren,  die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, in Betracht gezogen. Diese werden anlassbezogen hinterfragt und neu evalu-  iert, was zu einer Anpassung der Leasingdauer und damit zu Anpassungen der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungs-  rechtes führen kann. Die relevanten Annahmen bei der Bestimmung der Laufzeit, vor allem bei den wesentlichen geleasten  Bürogebäuden und Lagern mit unbefristeten Verträgen, werden aufgrund der strategischen Ausrichtung, Lage und Kosten  getroffen. Der zugrunde liegende Diskontierungszinssatz für die Berechnung des Barwertes ist ebenfalls von der Bestim-  mung der Laufzeit abhängig. Pro Land, Währung und Laufzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse wird ein Basiszinssatz  herangezogen, der um einen Credit Spread und eine Länderrisikoprämie erhöht wird (siehe Anhangangabe 14).  
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder  
Der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgeldern liegen Annahmen über   Diskontierungszinssätze, Gehalts- und Pensionsanpassungen, Lebenserwartung und Pensionseintrittsalter zugrunde. Für  Jubiläumsgelder wird zusätzlich eine dienstzeitabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Diese Annahmen kön-  nen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Bedingungen und einer veränderten Marktlage von den tatsächlichen Daten  abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung dieser langfristigen Rückstellungen sowie des Eigenkapitals  führen (siehe Anhangangabe 15).  
Sonstige Rückstellungen  
Der Ansatz und die Bewertung von sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der bestmöglichen Einschätzung der Wahr-   scheinlichkeit des zukünftigen Ressourcenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den am Bilanzstichtag be-  kannten Umständen. Der tatsächlich eintretende Ressourcenabfluss kann insofern von dem am Bilanzstichtag angesetzten  Rückstellungsbetrag abweichen (siehe Anhangangaben 15 und 18).  
Im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Konzerns können Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen   sowie zur Bodensanierung entstehen. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung  des Barwertes der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert  als Teil des Buchwertes des Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen  
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Konzernabschluss  
Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen führt zu einem Zinsaufwand bzw. -ertrag (im Fall eines negativen Diskon-   tierungssatzes) und erhöht oder verringert die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige  Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die  Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.  
Restrukturierungsrückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn ein ausreichend detaillierter, formaler Plan vor-   liegt und mit den Restrukturierungsmaßnahmen bereits begonnen oder der Plan vor dem Bilanzstichtag kommuniziert  wurde.  
Finanzinstrumente  
Beim Ansatz der Bilanzierungsregelungen nach IFRS 9 für Sicherungsbeziehungen („Hedge Accounting“) führte der   anteilige Rückverkauf der abgesicherten Gaseinkaufsmengen zum Wegfall der Own-Use-Exemption im Geschäftsjahr  2022. Daher wurde in diesem Zusammenhang eine Sicherungsbeziehung designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf  Basis der erwarteten Abnahmemengen für zugrunde liegende Gasverträge im Jahr 2023 und der zum Designations-  zeitpunkt vorliegenden TTF-Futurepreise bewertet wurde (siehe Anhangangabe 7).  
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Konzernabschluss  
5
ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND WEITERE WESENTLICHE  
EREIGNISSE  
5.1 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2022  
Im April 2022 hat die MM Gruppe 100 % der Anteile an Eson Pac mit Sitz in Veddige, Schweden, vom Mehrheitsgesell-   schafter Nalka Invest AB sowie den Minderheitsgesellschaftern aus Familie und Management erworben.  
Eson Pac produziert und vertreibt hochwertige Sekundärverpackungslösungen für die Pharmaindustrie. Das Unternehmen   verfügt über drei Produktionsstandorte in Schweden und einen in Dänemark, die sich auf Faltschachteln, Beipackzettel  und Etiketten konzentrieren.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 11. April 2022 vollzogen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt Tsd. EUR 59.447, wovon   Tsd. EUR 52.066 am Closing-Tag in bar bezahlt wurden und der restliche Betrag als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit in  Höhe von maximal Tsd. EUR 7.381, basierend auf dem derzeit nach lokalem Recht geschätzten EBITDA 2022, bilanziert  wurde. Der Kaufpreis wurde durch Barbestände finanziert.  
Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellen sich vorläufig wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 11. Apr. 2022
Sachanlagen 22.783
Immaterielle Vermögenswerte 17.716
Latente Steueransprüche 2.565
Vorräte 3.934
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.699
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 862
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 915
Latente Steuerverbindlichkeiten (5.490)
Langfristige Rückstellungen (457)
Finanzverbindlichkeiten (12.100)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.758)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (5.606)
Nettovermögen 31.063
Geschäfts(Firmen)wert 28.383
Die beizulegenden Zeitwerte für Maschinen und technische Anlagen wurden von einem unabhängigen externen Gutachter   mittels marktbasiertem und kostenbasiertem Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten für vergleichbare Maschi-  nen ermittelt. Die Immobilie wurde von einem externen unabhängigen Gutachter abhängig von verfügbaren Marktdaten  nach dem marktbasierten bzw. einkommensbasierten Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet.  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen einen Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 16.342, der   auf langfristigen Kundenbeziehungen beruht und über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben wird.  
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Konzernabschluss  
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 10.699 sowie bei den Rechnungsabgrenzun-   gen, sonstigen Forderungen und Vermögenswerten in Höhe von Tsd. EUR 862 entsprechen die beizulegenden Zeitwerte  den Bruttobeträgen. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Forderungen geht der Konzern davon aus, dass die zukünf-  tigen Zahlungsströme dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventu-  alverbindlichkeiten angesetzt.  
Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Leasingtransaktionen, die nach IFRS 16   bilanziert werden.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 28.383 spiegelt im Wesentlichen den Ausbau und die Stärkung der   Marktposition im Pharmabereich wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Die erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 1.088 wurden im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasst und inner-   halb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 41.162 bzw. Tsd. EUR 2.858. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum  1. Januar 2022 erfolgt, hätte Eson Pac zusätzlich rund 16 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 1,3 Mio. EUR zum  Konzernergebnis vor Steuern beigetragen.  
Die Kaufpreisallokation ist noch nicht final abgeschlossen, es werden jedoch keine wesentlichen Veränderungen mehr   erwartet.  
Im Oktober 2022 hat die Division MM Packaging den im Juni 2022 vereinbarten Erwerb von Essentra Packaging nach   Zustimmung aller relevanten Wettbewerbsbehörden erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion umfasst 100 % der Anteile  an ESNT Packaging & Securing Solutions Limited (UK) und 100 % der Anteile an Essentra Packaging US Inc (US) sowie  deren verbundene Unternehmen.  
Essentra Packaging umfasst 21 Produktionsstandorte in 10 Ländern verteilt über Europa, das US-Festland und Puerto   Rico, welche die aktuelle Position von MM Packaging im Bereich Pharmaverpackungen in Skandinavien und Frankreich  ideal ergänzen. Essentra Packaging beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und berichtete für 2021 Umsatzerlöse von  ca. 370 Mio. GBP.  
Durch die Akquisition erweitert MM Packaging sein Angebot von Faltschachteln, Beipackzetteln und Etiketten für den   resilienten sowie profitablen Healthcare & Pharma-Markt und schafft damit eine attraktive Plattform für weiteres Wachs-  tum. Ziel ist es zudem, durch die Integration attraktive Synergie- und Wertsteigerungspotenziale auszuschöpfen.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 2. Oktober 2022 vollzogen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt Tsd. EUR 325.135. Zu-   züglich zu einem fixierten Grundbetrag liegen seiner Berechnung die ermittelten Nettofinanzverbindlichkeiten und das er-  mittelte Nettoumlaufvermögen zugrunde. Am Closingstichtag wurden Tsd. EUR 338.075 in bar bezahlt. Der Kaufpreis wurde  durch im Konzern verfügbare Zahlungsmittelbestände sowie zugesagte Kreditlinien und -rahmen von Banken finanziert.  
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Konzernabschluss  
Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellen sich vorläufig wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2. Okt. 2022
Sachanlagen 196.489
Immaterielle Vermögenswerte 22.716
Latente Steueransprüche 2.575
Vorräte 52.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.523
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 16.899
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.458
Latente Steuerverbindlichkeiten (23.891)
Langfristige Rückstellungen (12.011)
Finanzverbindlichkeiten (21.842)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (68.848)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (35.954)
Nettovermögen 241.786
Geschäfts(Firmen)wert 83.349
Die beizulegenden Zeitwerte für Maschinen und technische Anlagen wurden von einem unabhängigen externen Gutachter   mittels kostenbasierten Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten und valorisierten Anschaffungskosten für ver-  gleichbare Maschinen ermittelt. Die Immobilien wurden von externen unabhängigen Gutachtern abhängig von verfügbaren  Marktdaten entweder nach dem einkommensbasierten bzw. dem marktbasierten Ansatz zum beizulegenden Zeitwert  bewertet.  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Kundenstämme in Höhe von Tsd. EUR 22.716, die auf langfristigen Kun-   denbeziehungen beruhen und über eine Laufzeit von bis zu 13 Jahren abgeschrieben werden.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von   Tsd. EUR 101.216, wovon Tsd. EUR 1.694 als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden, wodurch sich der bei-  zulegende Zeitwert von Tsd. EUR 99.523 ergibt. Bei den Rechnungsabgrenzungen, sonstigen Forderungen und Vermö-  genswerten in Höhe von Tsd. EUR 16.899 entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Bruttobeträgen. Aufgrund des  kurzfristigen Charakters der Forderungen geht der Konzern davon aus, dass die zukünftigen Zahlungsströme dem beizu-  legenden Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventualverbindlichkeiten angesetzt.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 83.349 spiegelt im Wesentlichen die Stärkung der Marktposition   von MM im Healthcare & Pharma-Markt sowie erwartete Synergien aus der Diversifizierung und Erweiterung des Portfolios  wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Die erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 9.723 wurden im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasst und inner-   halb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 126.545 bzw. Tsd. EUR -7.795. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
53  
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Konzernabschluss  
1. Januar 2022 erfolgt, hätte Essentra Packaging zusätzlich rund 373 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 4,5 Mio. EUR   zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen.  
Die Kaufpreisverteilung war zum Bilanzstichtag noch nicht vollständig abgeschlossen, da die Bewertungen, insbesondere   im Bereich der erworbenen Sachanlagen, noch nicht finalisiert sind.  
Im Dezember 2022 hat die Division MM Packaging 100 % der Anteile an den russischen Standorten OOO TANN Nevskiy,   Pskov, MM Polygrafoformlenie Packaging LLC, St. Petersburg, und MM Polygrafoformlenie Rotogravure LLC, St. Peters-  burg, nach erfolgter Genehmigung durch die Behörden an den lokalen Investor Granelle verkauft. Der Verkaufspreis beläuft  sich auf 134 Mio. EUR. In 2021 erzielten die Werke gemeinsam Umsatzerlöse von rund 124 Mio. EUR. Der Verkauf steht  im Einklang mit der Strategie von MM, sich auf neue Akquisitionen und Wachstumsinvestitionen zu konzentrieren. Im Zuge  des Verkaufes erfolgte ein Forderungsverzicht auf ein konzerninternes Darlehen in Höhe von Tsd. EUR 9.652.  
Die übertragenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Veräußerungszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 15. Dez. 2022
Sachanlagen (37.193)
Vorräte (43.804)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22.198)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (7.311)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (6.522)
Latente Steuerverbindlichkeiten 119
Finanzverbindlichkeiten 9.350
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.472
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 4.072
Nettovermögen (85.015)
Neben dem Abgang des Nettovermögens sind anteilig ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 9.058 sowie anteilige   Geschäfts(Firmen)werte der MM Packaging Division von Tsd. EUR 23.415 ausgebucht worden. Zudem ergab sich aufgrund  der Umgliederung der kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und  verlustrechnung ein Aufwand in Höhe von Tsd. EUR 19.222.  
Aus diesen Unternehmensveräußerungen ist im Geschäftsjahr 2022 insgesamt ein Aufwand vor Steuern in Höhe von   Tsd. EUR 12.362 erfasst worden, welcher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Des Weiteren  sind Beratungs- und Transaktionskosten von Tsd. EUR 4.157 im Zuge des Verkaufes angefallen und wurden aufwandswirk-  sam erfasst.  
Darüber hinaus gab es weitere für den Konzern unwesentliche Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises.  
Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der im August 2021 erworbenen Gesellschaften MM Kotka-   mills und MM Kwidzyn entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb des Bewertungszeitraumes abgeschlossen.  Die Überprüfung der vorläufigen Zuordnung des Kaufpreises auf Basis der nach dem Stichtag über die Verhältnisse am  Erwerbsstichtag erlangten Informationen hat zu keinen Anpassungen mit Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum  31. Dezember 2021 geführt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
54  
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Konzernabschluss  
5.2 Änderungen des Konsolidierungskreises in 2021  
Im August 2021 hat die Division MM Board & Paper 100 % der Anteile an Kotkamills Group Oyj („Kotkamills“), mit Sitz in   Kotka, Finnland, erworben. MM Kotkamills betreibt eine der modernsten Frischfaserkartonmaschinen in Europa (Baujahr  2016) sowie eine Maschine für Saturating Kraft Paper/Imprägnierpapier und ein Sägewerk.  
Durch die Akquisition stärkt MM die Position auf dem Frischfaserkartonmarkt (FBB) mit einem attraktiven Angebot an   Barrierekartonlösungen, die PE (Polyethylen)-beschichteten Karton ersetzen können. Außerdem steigt MM in den wach-  senden Markt für Karton für Papierbecher (Cupstock) ein. Die Akquisition ergänzt die etablierte Marktposition von MM bei  Recyclingkarton. Darüber hinaus diversifiziert MM das Produktangebot mit Saturating Kraft Paper/Imprägnierpapier, in  dem Kotkamills zu den weltweit führenden Produzenten zählt. Mittelfristiges Ziel ist es, das Verkaufsvolumen an die Kapa-  zität von rund 400.000 Tonnen Karton pro Jahr heranzuführen sowie Synergiepotenzial auszuschöpfen.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 2. August 2021 vollzogen. Der in bar bezahlte Kaufpreis betrug Tsd. EUR 203.097   und wurde durch die Begebung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen finanziert.  
Weiters hat MM am Closing-Tag ein Darlehen in Höhe von Tsd. EUR 28.621 für Kotkamills zurückgezahlt. Außerdem wurden   von MM auch die Darlehen der bisherigen Anteilseigner (in Summe Tsd. EUR 164.987) übernommen.  
Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2. Aug. 2021
Sachanlagen 213.296
Immaterielle Vermögenswerte 39.371
Latente Steueransprüche 7.828
Vorräte 38.548
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.619
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 32.104
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.195
Latente Steuerverbindlichkeiten (11.317)
Langfristige Rückstellungen (1.342)
Finanzverbindlichkeiten (210.582)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (44.650)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (32.066)
Nettovermögen 76.004
Geschäfts(Firmen)wert 127.093
Die beizulegenden Zeitwerte für Gebäude, Maschinen und technische Anlagen wurden von einem unabhängigen externen   Gutachter mittels kostenbasierten Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten ermittelt.  
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte wurde das Vergleichs-   wertverfahren unter der Prämisse, dass sie zum Bewertungsstichtag frei und verfügbar wären, angewendet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen einen Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 39.057, der   auf langfristigen Kundenbeziehungen beruht und über eine Laufzeit von rund 9 Jahren abgeschrieben wird.  
Die erworbenen CO2-Emissionszertifikate wurden nach einem Marktansatz bewertet, woraus sich ein sonstiger Vermögens-   wert in Höhe von Tsd. EUR 5.095 ergab, welcher unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und  Vermögenswerte“ ausgewiesen wurde. Gleichzeitig wurde eine Rückstellung in Höhe von Tsd. EUR 8.408 im Ausmaß des  CO2-Ausstoßes im Jahr 2021 bis zum Erwerbszeitpunkt angesetzt.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassten Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von   Tsd. EUR 15.700, wovon Tsd. EUR 81 als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden, wodurch sich der beizule-  gende Zeitwert von Tsd. EUR 15.619 ergab. Bei den Rechnungsabgrenzungen, sonstigen Forderungen und Vermögens-  werten in Höhe von Tsd. EUR 27.009 entsprachen die beizulegenden Zeitwerte den Bruttobeträgen. Aufgrund des kurz-  fristigen Charakters der Forderungen ging der Konzern davon aus, dass die zukünftigen Zahlungsströme dem  beizulegenden Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventualverbindlichkeiten angesetzt.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 127.093 spiegelt im Wesentlichen die Stärkung der Marktposition   von MM im Frischfaserkartonbereich sowie erwartete Synergien aus der Diversifizierung und Erweiterung des Portfolios  wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Von den erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 7.377 wurden Tsd. EUR 3.187 im Geschäftsjahr 2020 und   Tsd. EUR 4.190 im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfasst und innerhalb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn-  und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2021 Tsd. EUR 172.973 bzw. Tsd. EUR 6.704. Das Ergebnis vor Steuern wurde durch einen  Einmaleffekt von Tsd. EUR 1.342 belastet, welcher aus der im Zuge der Kaufpreisallokation durchgeführten Bewertung der  Vorräte resultiert und in den Herstellungskosten realisiert wurde. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum 1. Januar  2021 erfolgt, hätte Kotkamills zusätzlich rund 257 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 10 Mio. EUR zum Konzern-  ergebnis vor Steuern beigetragen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Im August 2021 hat die Division MM Board & Paper 100 % der Anteile an International Paper (Poland) Holding Sp. z o. o.   („Kwidzyn“) von International Paper erworben. Am integrierten Zellstoff- und Papierstandort in Polen betreibt Kwidzyn eine  Zellstofffabrik und vier verbundene Karton-/Papiermaschinen.  
Durch die Akquisition wird die Wettbewerbsposition von MM Board & Paper auf dem attraktiven Markt für hochqualitativen   Frischfaserkarton mit innovativen, nachhaltigen Qualitäten sowie mehr Effizienz gegenüber den beiden Marktführern ge-  stärkt und die etablierte Marktposition bei Recyclingkarton ergänzt. Der Einstieg in neue Geschäftsfelder und die Integra-  tion von Zellstoff und Papier an einem Standort schaffen zusätzlich neue Perspektiven. Ziel ist zudem, die vorteilhafte  Kostenposition für weiteres Wachstum bei Folding Box Board oder anderen Verpackungsqualitäten zu nutzen sowie Syner-  giepotenzial auszuschöpfen.  
Das Closing des Erwerbes wurde am 6. August 2021 vollzogen. Der in bar bezahlte Kaufpreis betrug Tsd. EUR 676.475   und wurde durch zugesagte Kreditlinien von Banken und die Begebung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldver-  schreibungen finanziert. Zuzüglich zu einem fixierten Grundbetrag lagen seiner Berechnung die ermittelten Nettofinanz-  verbindlichkeiten und das ermittelte Nettoumlaufvermögen zugrunde.  
Die den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS zu diesem Stichtag beizu-   legenden Zeitwerte stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 6. Aug. 2021
Sachanlagen 267.268
Immaterielle Vermögenswerte 98.727
Latente Steueransprüche 12.688
Vorräte 67.889
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.415
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9.467
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 38.552
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile (475)
Latente Steuerverbindlichkeiten (40.036)
Langfristige Rückstellungen (19.992)
Finanzverbindlichkeiten (25.444)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (53.543)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen (29.221)
Nettovermögen 366.295
Geschäfts(Firmen)wert 310.180
Die Immobilien wurden von externen unabhängigen Gutachtern abhängig von verfügbaren Marktdaten entweder nach dem   marktbasierten oder einkommensbasierten Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet.  
Die beizulegenden Zeitwerte jener Vermögenswerte, welche im Zusammenhang mit der Kartonproduktion stehen, wurden   von einem unabhängigen externen Gutachter mittels kostenbasierten Ansatzes auf Basis von Wiederbeschaffungskosten  ermittelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen einen Kundenstamm in Höhe von Tsd. EUR 98.716, der   auf langfristigen Kundenbeziehungen beruht und über eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren abgeschrieben wird.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassten Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von   Tsd. EUR 40.730, wovon Tsd. EUR 315 als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden, wodurch sich der beizule-  gende Zeitwert von Tsd. EUR 40.415 ergab. Bei den Rechnungsabgrenzungen, sonstigen Forderungen und Vermögens-  werten in Höhe von Tsd. EUR 9.467 entsprachen die beizulegenden Zeitwerte den Bruttobeträgen. Aufgrund des kurzfris-  tigen Charakters der Forderungen ging der Konzern davon aus, dass die zukünftigen Zahlungsströme dem beizulegenden  Zeitwert entsprechen. Der Konzern hat im Zuge der Transaktion keine Eventualverbindlichkeiten angesetzt.  
Im Zuge des Erwerbes wurde eine kurzfristige Rückstellung in Höhe von Tsd. EUR 13.496 für die Menge bilanziert, die den   CO2-Ausstoß im Jahr 2021 bis zum Erwerbszeitpunkt abbildet, sowie eine langfristige Rückstellung für Umweltschutzmaß-  nahmen in Höhe von Tsd. EUR 12.672 angesetzt.  
Die nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteile von Tsd. EUR 475 wurden als proportionaler Anteil am identifizierten   Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft ermittelt.  
Der verbleibende Geschäfts(Firmen)wert von Tsd. EUR 310.180 spiegelt im Wesentlichen die Stärkung der Marktposition   von MM im Frischfaserkartonbereich sowie erwartete Synergien aus der Diversifizierung und Erweiterung des Portfolios  wider. Der erfasste Geschäfts(Firmen)wert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.  
Von den erwerbsbezogenen Kosten in Höhe von Tsd. EUR 13.964 wurden Tsd. EUR 343 im Geschäftsjahr 2020 und   Tsd. EUR 13.621 im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfasst und innerhalb der Verwaltungskosten in der Konzerngewinn-  und -verlustrechnung ausgewiesen.  
Die Umsatzerlöse bzw. das Ergebnis vor Steuern ab dem Zeitpunkt der Zugehörigkeit zum Konzern bzw. zur Division be-   trugen im Geschäftsjahr 2021 Tsd. EUR 242.365 bzw. Tsd. EUR -1.323. Das Ergebnis vor Steuern wurde durch einen  Einmaleffekt von Tsd. EUR 7.200 belastet, welcher aus der im Zuge der Kaufpreisallokation durchgeführten Bewertung der  Vorräte resultiert und in den Herstellungskosten realisiert wurde. Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum 1. Januar  2021 erfolgt, hätte Kwidzyn zusätzlich rund 263 Mio. EUR zum Konzernumsatz bzw. rund 12 Mio. EUR zum Konzernergeb-  nis vor Steuern beigetragen.  
Zur Finanzierung dieser Erwerbe hat die Mayr-Melnhof Karton AG Darlehen in Form von Schuldscheindarlehen und Na-   mensschuldverschreibungen aufgenommen (siehe Anhangangabe 14.1).  
Im August 2021 hat die Division MM Board & Paper 100 % der Anteile an den Frischfaserkartonwerken Mayr-Melnhof   Eerbeek B. V., Niederlande, und Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH, Deutschland, an eine Tochtergesellschaft von  Fonds, die von Oaktree Capital Management, L. P., gemanagt werden, um einen Kaufpreis von Tsd. EUR 110.501 verkauft.  Zusätzlich hat die Käuferin MM die bestehenden konzerninternen Darlehens- und Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von  Tsd. EUR 41.749 abgegolten. Der Verkauf steht im Einklang mit der Strategie von MM, sich auf neue Akquisitionen und  Wachstumsinvestitionen zu konzentrieren.  
Aus diesen Unternehmensveräußerungen wurde im Geschäftsjahr 2021 insgesamt ein Ertrag vor Steuern in der Höhe von   Tsd. EUR 55.545 erfasst, dem Veräußerungs- und Nachlaufkosten von Tsd. EUR 9.370 gegenüberstanden (siehe Anhang-  angabe 20).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
58  
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Konzernabschluss  
Die übertragenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Veräußerungszeitpunkt stellten sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2. Aug. 2021
Sachanlagen (80.046)
Immaterielle Vermögenswerte (385)
Latente Steueransprüche (3.542)
Vorräte (26.760)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (29.840)
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (3.386)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (4.646)
Langfristige Rückstellungen 10.438
Finanzverbindlichkeiten 1.200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.748
Rechnungsabgrenzungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 56.263
Nettovermögen (54.956)
Darüber hinaus gab es weitere unwesentliche Änderungen bei einzelnen Tochterunternehmen.  
5.3 Sonstige wesentliche Ereignisse in 2022  
In der Division MM Board & Paper wurden bei MM Kolicevo d. o. o., Slowenien, im Geschäftsjahr 2022 Restrukturierungs-   maßnahmen beschlossen. Eine umfassende Evaluierung der Rahmenbedingungen hat ergeben, dass eine wirtschaftliche  Weiterführung der Produktion auf der kleineren Kartonmaschine 2 (BM2) nicht möglich ist. Die Stilllegung der Kartonma-  schine erfolgte Anfang November 2022. Mitte November hat der MM Konzern die Reorganisation abgeschlossen, nach-  dem der Umstrukturierungsvorschlag und der Sozialplan in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern angenommen wurden.  Im Zuge der Beendigung der Produktion hat sich ein Wertminderungsbedarf auf die Sachanlagen des Standortes in Höhe  von Tsd. EUR 12.970 ergeben. Weiters entstanden auch Aufwendungen für Wertminderungen auf Vorräte und einen Sozi-  alplan sowie Nachlaufkosten. Insgesamt sind aus der Stilllegung Aufwendungen in Höhe von Tsd. EUR 24.627 entstanden,  die in den Herstellungskosten erfasst wurden.  
In 2021 hat MM das bisher umfangreichste Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, welches eine Vielzahl von Pro-   jekten mit Schwerpunkten auf Wachstum, Kosteneffizienz und technologischer Erneuerung an großen, wettbewerbsfähi-  gen Standorten beider Divisionen umfasst. In 2022 konnten diese Maßnahmen im Bereich Packaging bereits zu weiterem  organischem Wachstum beitragen. Demgegenüber kommen in 2023 in der Division MM Board & Paper an den Standorten  Frohnleiten, Neuss und Kolicevo die bislang größten Investitionen in modernste Technologie, Produktentwicklung und  Nachhaltigkeit zur Umsetzung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
59  
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Konzernabschluss  
5.4 Sonstige wesentliche Ereignisse in 2021  
In 2021 hat die Division MM Packaging aufgrund notwendiger marktbedingter struktureller Anpassungsmaßnahmen die   vollständige Schließung des Standortes in Bielefeld bei der MM Graphia Bielefeld GmbH durchgeführt. Dabei entstanden  vor allem Aufwendungen für Wertminderungen von Vorräten und für den Sozialplan, woraus das Konzernergebnis vor Steu-  ern in Höhe von Tsd. EUR 20.111 belastet war. Weiters wurden Buchwerte in Höhe von Tsd. EUR 5.076 in die Position  „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ umgegliedert.  
Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2021 weitere für den Konzern unwesentliche Restrukturierungsmaßnahmen.  
6
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS  
6.1 Sachanlagen inklusive Leasingverhältnissen  
Sachanlagen  
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderun-   gen bewertet. Abnutzbare Sachanlagen werden linear über die folgenden geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben:  
Gebäude 10 – 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20 Jahre
Im Konzern werden wesentliche Erneuerungsinvestitionen in Sachanlagen sowie Investitionen in Mietobjekte aktiviert.   Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der  Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Die laufenden Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden so-  fort aufwandswirksam erfasst.  
Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen die jeweiligen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material-   und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen.  
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeord-   net werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten  werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Zuge umfassender  Investitionsmaßnahmen in der Division MM Board & Paper Fremdkapitalzinsen in Höhe von Tsd. EUR 1.271 aktiviert  (2021: Tsd. EUR 0). Bei nicht spezifischer Finanzierung wurde ein konzerneinheitlicher Fremdfinanzierungszinssatz von  2,0 % zugrunde gelegt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Entwicklung der Sachanlagen 2022  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2022 767.901 1.990.756 160.756 149.439 3.068.852
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 7.742 31.766 2.127 0 41.635
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 775.643 2.022.522 162.883 149.439 3.110.487
Währungsumrechnungen (5.399) (12.509) 225 (1.849) (19.532)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 99.603 127.756 3.521 0 230.880
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (21.180) (53.235) (5.905) 0 (80.320)
Zugänge 22.358 105.688 17.356 189.000 334.402
Abgänge (7.575) (30.210) (6.707) (40) (44.532)
Anpassungen aus der Hyperinflation 6.102 27.465 4.712 2 38.281
Umbuchungen 20.392 49.100 12.739 (116.054) (33.823)
Stand am 31. Dez. 2022 889.944 2.236.577 188.824 220.498 3.535.843
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2022 287.689 1.170.366 119.569 1.197 1.578.821
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 3.039 26.843 1.666 0 31.548
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 290.728 1.197.209 121.235 1.197 1.610.369
Währungsumrechnungen 311 (4.649) 335 (2) (4.005)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (11.659) (26.544) (4.922) 0 (43.125)
Abgänge (3.035) (29.242) (6.284) 0 (38.561)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 29.616 125.597 15.885 0 171.098
Wertminderungen 2.918 10.256 1.709 3.168 18.051
Anpassungen aus der Hyperinflation 2.150 17.413 3.858 0 23.421
Umbuchungen 157 (13.573) (1.203) 0 (14.619)
Stand am 31. Dez. 2022 311.186 1.276.467 130.613 4.363 1.722.629
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2022 578.758 960.110 58.211 216.135 1.813.214
Buchwerte am 31. Dez. 2021 480.212 820.390 41.187 148.242 1.490.031
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
61  
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Konzernabschluss  
Entwicklung der Sachanlagen 2021  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts- Anlagen
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Sachanlagen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2021 666.801 1.818.669 186.049 74.552 2.746.071
Währungsumrechnungen 1.101 (7.101) (786) 328 (6.458)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 138.100 325.486 5.722 11.257 480.565
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (33.415) (211.214) (8.242) (8.769) (261.640)
Zugänge 15.264 72.233 9.074 151.225 247.796
Abgänge (20.609) (46.957) (14.970) (35) (82.571)
Umbuchungen 659 39.640 (16.091) (79.119) (54.911)
Stand am 31. Dez. 2021 767.901 1.990.756 160.756 149.439 3.068.852
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2021 312.301 1.292.788 143.303 1.207 1.749.599
Währungsumrechnungen 738 (4.253) (400) 0 (3.915)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (21.692) (154.107) (5.795) 0 (181.594)
Abgänge (17.988) (46.457) (12.373) (10) (76.828)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 23.881 97.062 13.184 0 134.127
Wertminderungen 0 0 0 0 0
Umbuchungen (9.551) (14.667) (18.350) 0 (42.568)
Stand am 31. Dez. 2021 287.689 1.170.366 119.569 1.197 1.578.821
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2021 480.212 820.390 41.187 148.242 1.490.031
Buchwerte am 31. Dez. 2020 354.500 525.881 42.746 73.345 996.472
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
62  
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Konzernabschluss  
Leasingverhältnisse  
Der Konzern ist Leasingnehmer von Leasingverhältnissen. Die Tabellen enthalten zusätzliche Informationen für diese Nut-   zungsrechte nach Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte:  
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2022 75.126 8.535 1.617 85.278
Währungsumrechnungen (1.838) (504) (32) (2.374)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 22.013 9.099 188 31.300
Änderungen aus Unternehmensverkäufen 0 0 0 0
Zugänge 9.004 2.218 64 11.286
Abgänge 0 (322) (1) (323)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (9.405) (5.532) (796) (15.733)
Umbuchungen (50) 0 0 (50)
Stand am 31. Dez. 2022 94.850 13.494 1.040 109.384
Grundstücke, Andere Anlagen,
grundstücks- Technische Betriebs- und
gleiche Rechte Anlagen und Geschäfts-
(in Tausend EUR) und Bauten Maschinen ausstattung Sachanlagen
Stand am 1. Jan. 2021 43.934 2.600 1.576 48.110
Währungsumrechnungen 34 (138) 65 (39)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 35.917 6.311 695 42.923
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (659) (604) 0 (1.263)
Zugänge 3.055 2.689 100 5.844
Abgänge (19) (54) (43) (116)
Abschreibungen des Geschäftsjahres (7.169) (2.236) (943) (10.348)
Umbuchungen 33 (33) 167 167
Stand am 31. Dez. 2021 75.126 8.535 1.617 85.278
In den Abgängen von Nutzungsrechten sind auch Vertragsanpassungen und Änderungen von Laufzeitannahmen enthalten.  
6.2 Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten  
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten   aktiviert und planmäßig linear über die folgenden geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben:  
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5 – 10 Jahre
Kundenstämme und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5 – 21 Jahre
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des immateriellen Vermögenswertes in den   Herstellungs-, Vertriebs- oder Verwaltungskosten erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2022  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2022 71.732 677.797 271.857 1.021.386
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 226 0 0 226
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 71.958 677.797 271.857 1.021.612
Währungsumrechnungen (521) (8.257) (3.041) (11.819)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 896 111.732 39.529 152.157
Änderungen aus Unternehmensverkäufen 0 (23.415) (11.185) (34.600)
Zugänge 3.147 0 0 3.147
Abgänge (5.762) 0 0 (5.762)
Anpassungen aus der Hyperinflation 212 0 0 212
Umbuchungen 20.544 0 0 20.544
Stand am 31. Dez. 2022 90.474 757.857 297.160 1.145.491
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2022 53.544 9.038 44.011 106.593
Anpassungen aus der Erstanwendung IAS 29 180 0 0 180
Angepasster Stand am 1. Jan. 2022 53.724 9.038 44.011 106.773
Währungsumrechnungen (418) (2) 13 (407)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen 0 0 (2.127) (2.127)
Abgänge (3.532) 0 0 (3.532)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 6.129 0 21.376 27.505
Wertminderungen 4 0 0 4
Anpassungen aus der Hyperinflation 167 0 0 167
Umbuchungen (9) 0 0 (9)
Stand am 31. Dez. 2022 56.065 9.036 63.273 128.374
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2022 34.409 748.821 233.887 1.017.117
Buchwerte am 31. Dez. 2021 18.188 668.759 227.846 914.793
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
64  
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Konzernabschluss  
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten 2021  
Immaterielle
Konzessionen, Kundenstämme Vermögenswerte
gewerbliche und sonstige inklusive
Schutzrechte und Geschäfts- immaterielle Geschäfts-
(in Tausend EUR) ähnliche Rechte (Firmen)werte Vermögenswerte (Firmen)werten
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN:
Stand am 1. Jan. 2021 67.296 243.508 139.648 450.452
Währungsumrechnungen (347) (2.984) (1.817) (5.148)
Änderungen aus Unternehmenserwerben 304 437.273 137.793 575.370
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (860) 0 0 (860)
Zugänge 4.517 0 0 4.517
Abgänge (6.492) 0 (3.784) (10.276)
Umbuchungen 7.314 0 17 7.331
Stand am 31. Dez. 2021 71.732 677.797 271.857 1.021.386
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND
WERTMINDERUNGEN:
Stand am 1. Jan. 2021 57.646 9.040 37.419 104.105
Währungsumrechnungen (324) (2) (1.068) (1.394)
Änderungen aus Unternehmensverkäufen (550) 0 0 (550)
Abgänge (6.490) 0 (3.784) (10.274)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.399 0 11.427 14.826
Wertminderungen 0 0 0 0
Umbuchungen (137) 0 17 (120)
Stand am 31. Dez. 2021 53.544 9.038 44.011 106.593
BUCHWERTE:
Buchwerte am 31. Dez. 2021 18.188 668.759 227.846 914.793
Buchwerte am 31. Dez. 2020 9.650 234.468 102.229 346.347
Die in den Posten „Sachanlagen“ und „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ erfassten Ab-   schreibungen und Wertminderungen betragen für das Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 216.658 (2021: Tsd. EUR 148.953).  Bei den Abschreibungen und Wertminderungen auf den Posten „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts  (Firmen)werten“ handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen von Kundenstämmen, die in den Vertriebskosten  erfasst sind, sowie Abschreibungen von Softwarelizenzen, die in den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten  gebucht wurden.  
Es wurden keine im Eigentum des Konzerns stehenden Sachanlagen zur Absicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
65  
Konzernabschluss  
6.3 Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten  
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Um-   stände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den erziel-  baren Betrag überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden  Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung  des Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten verglichen. Der sich aus dem Vergleich der Buchwerte mit  dem erzielbaren Betrag ergebende Wertminderungsaufwand wird anteilig den Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte  jedes einzelnen Vermögenswertes zugeordnet. Die einzelnen Vermögenswerte werden hierbei nicht unter ihren beizule-  genden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herabgesetzt. Entfällt der Grund für die Wertminderung, wird eine Zuschrei-  bung vorgenommen.  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer  
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstel-   lungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet und planmäßig abgeschrieben. Der Konzern beobachtet an-  hand externer und interner Informationsquellen Ereignisse und veränderte Umstände, die auf eine Wertminderung dieser  Vermögenswerte hindeuten könnten (z.B. technisches oder physisches Veralten der Vermögenswerte oder ungeplante Still-  standszeiten sowie veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen).  
Bei Eintritt von solchen Ereignissen oder Umständen wird der Nutzungswert anhand des Barwertes der geschätzten zukünf-   tigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) für die  zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt. Im Bedarfsfall werden zusätzlich externe Gutachten zur Ermittlung des beizu-  legenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten eingeholt. Liegt der unter Anwendung dieser Verfahren ermittelte er-  zielbare Betrag (Nutzungswert bzw. beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) unter dem jeweiligen Buchwert  der Gruppe von Vermögenswerten, so ist die Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Der Konzern hat aufgrund der geopolitischen und wirtschaftlichen Ereignisse in Europa im Geschäftsjahr 2022 und der in   der Folge stark gestiegenen Kapitalkosten für zahlungsmittelgenerierende Einheiten diverser Länder einen Wertminde-  rungstest durchgeführt, bei dem die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise sowie gestiegenen Diskontierungszinssätze  einen Indikator für eine potenzielle Wertminderung darstellen. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen erwartet  der Konzern keine wesentlichen negativen Effekte auf die zukünftigen Detailplanungsrechnungen und Zahlungsströme  seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und damit bestand kein Wertminderungsbedarf.  
Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Kolicevo wurde eine Wertminderung auf Sachanlagen von   Tsd. EUR 12.970 in den Herstellungskosten erfasst (siehe Anhangangabe 5.3). Restbuchwerte auf Gebäude wurden voll  abgeschrieben, Maschinen auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Darüber hinaus gab es in  einem weiteren Kartonwerk in Deutschland sowie einigen Packagingstandorten Wertminderungen einzelner Maschinen  und Anlagen aufgrund technischer Veralterung und Unterauslastung in der Gesamthöhe von Tsd. EUR 5.085.  
Wie im Vorjahr waren an den Standorten Bielefeld und Hirschwang Wertminderungen im Zusammenhang mit den „zur   Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten“ in Höhe von Tsd. EUR 2.991 (2021: Tsd. EUR 2.395) zu verbu-  chen, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten neu eingeschätzt wurde.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
66  
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Konzernabschluss  
Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und grundsätzlich einmal jährlich zum 31. Dezember   oder zu jenem Zeitpunkt, zu dem Anzeichen dafür bestehen, dass eine wesentliche Wertminderung eingetreten sein  könnte, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.  
Zuordnung der Geschäfts(Firmen)werte  
Geschäfts(Firmen)werte innerhalb des Konzerns werden auf Ebene der operativen Segmente MM Board & Paper bzw.   MM Packaging überwacht (siehe Anhangangabe 19). Die Prüfung auf Wertminderung erfolgt auf dieser Organisations-  ebene. Die Geschäfts(Firmen)werte werden den operativen Segmenten wie folgt zugeordnet:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Geschäfts(Firmen)werte MM Board & Paper 433.557 439.484
Geschäfts(Firmen)werte MM Packaging 315.264 229.275
Geschäfts(Firmen)werte im Konzern 748.821 668.759
Eine dabei allfällig festgestellte Wertminderung würde in jener Höhe zu erfassen sein, in welcher der Buchwert des jewei-   ligen operativen Segmentes inklusive der diesem Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte den erzielbaren  Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist dabei als der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und Zeitwert abzü-  glich Veräußerungskosten der jeweiligen Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten definiert. Dem Impairment-Test  wird die Berechnung eines Nutzungswertes für jedes operative Segment zugrunde gelegt.  
Ermittlung des Nutzungswertes  
Der Nutzungswert für das jeweilige operative Segment wird anhand des Barwertes der geschätzten zukünftigen Zahlungs-   ströme („Free Cash Flows“) vor Steuern nach der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) unter Anwendung fol-  gender Grundannahmen (Parameter) bestimmt:  
Diskontierungszinssatz Der Diskontierungszinssatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kosten des Eigen- und
Fremdkapitals (Weighted Average Cost of Capital – WACC) des Konzerns vor Steuern und beträgt für das
aktuelle Geschäftsjahr 11,59 % (2021: 9,46 %) für das Segment MM Board & Paper sowie 13,94 % (2021:
12,25 %) für das Segment MM Packaging. Die Eigenkapitalkosten leiten sich dabei aus einer allgemeinen
Risikoprämie ab, wobei das konzernspezifische Risiko mittels Anwendung eines Betafaktors sowie
länderspezifischer Risikofaktoren berücksichtigt wird. Der Betafaktor sowie die Fremdkapitalkosten werden
anhand von Peer-Group-Informationen vom Kapitalmarkt abgeleitet.
Detailplanungszeitraum Der Detailplanungszeitraum beträgt fünf Jahre (2021: fünf Jahre). Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch
für die Cash Flows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter Berücksichtigung weiterer
Annahmen für die ewige Rente modifiziert.
Free Cash Flow Die Free Cash Flows im Detailplanungszeitraum basieren auf den Schätzungen der mittelfristigen
Unternehmensplanung der beiden Segmente, die vom Aufsichtsrat genehmigt wurde. Darin fließen
Annahmen zu Mengen- und Ertragsentwicklungen ein, die aus externen Prognosen, Erfahrungswerten der
Vergangenheit sowie Einschätzungen des Managements zum Marktumfeld, wie Rohstoff- und Absatzpreisen,
und internen Inputfaktoren wie Investitions- und Personalplanung abgeleitet wurden.
Wachstumsrate In den Free Cash Flows nach dem fünfjährigen Detailplanungszeitraum wird eine kontinuierliche
Wachstumsrate von 1,5 % p. a. (2021: 1,5 % p. a.) unter Einbeziehung einer Thesaurierungsquote
berücksichtigt.
EBITDA Margin/Kostenentwicklung Ausgehend von der Erwartungshaltung des Unternehmens wird von einer stabilen EBITDA Margin bzw.
Fixkostenentwicklung ausgegangen. Geplanten Investitionen werden Abschreibungen in angemessener Höhe
gegenübergestellt.
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
67  
Konzernabschluss  
Liegt der unter Anwendung dieses Verfahrens sowie der zugrunde liegenden Grundannahmen ermittelte jeweilige erziel-   bare Betrag (Nutzungswert) unter dem jeweiligen Buchwert des zahlungsmittelgenerierenden operativen Segmentes in-  klusive der diesem jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte, so ist die Differenz als Wertminderung zu erfassen.  
Der Konzern hat seine jährliche Prüfung auf Wertminderung zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 durch-   geführt. Weder im Geschäftsjahr 2022 noch im Geschäftsjahr 2021 war auf dieser Basis eine Wertminderung von  Geschäfts(Firmen)werten gegeben.  
Sensitivität der getroffenen Annahmen  
Hinsichtlich der die Ermittlung des Nutzungswertes beeinflussenden Parameter wurden die oben genannten Annahmen   getroffen. Aus heutiger Sicht ist nach vernünftigem Ermessen keine derartig signifikante Änderung einer oder mehrerer  der zur Bestimmung der Nutzungswerte der beiden operativen Segmente getroffenen Annahmen zu erwarten, die im fol-  genden Geschäftsjahr dazu führen könnte, dass der Buchwert des jeweiligen operativen Segmentes inklusive der diesem  Segment jeweils zugeordneten Geschäfts(Firmen)werte den jeweils erzielbaren Betrag übersteigt.  
Jener Diskontierungszinssatz vor Steuern, bei dem zum 31. Dezember 2022 der Nutzungswert dem Buchwert entspräche,   beträgt 12,92 % (31. Dezember 2021: 11,28 %) für das operative Segment MM Board & Paper sowie 15,56 %  (31. Dezember 2021: 14,69 %) für das operative Segment MM Packaging.  
Eine Verminderung der Free Cash Flows um 5,0 %-Punkte bzw. der Wachstumsrate um 0,5 %-Punkte würde weder zum   31. Dezember 2022 noch zum 31. Dezember 2021 zu einer Wertminderung in einem der beiden operativen Segmente  führen.  
Zu weiteren Sensitivitätsanalysen der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der zugrunde liegenden An-   nahmen der CGUs MM Board & Paper sowie MM Packaging gehörten:  
3 % Preisanstieg bei Fasern oder 5 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Board & Paper  
3 % Preisanstieg bei Karton oder 5 % Energiekostenerhöhung in der CGU MM Packaging  
Bei keiner dieser Sensitivitätsanalysen ergab sich die Notwendigkeit einer Wertminderung.  
Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Marktkapitalisierung des Konzerns Tsd. EUR 3.024.000 (31. Dezember 2021:   Tsd. EUR 3.532.000) und der Buchwert des Eigenkapitals Tsd. EUR 1.959.351 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 1.661.878).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
68  
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Konzernabschluss  
7
ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN  
7.1 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten  
Finanzinstrumente umfassen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten und werden für die Bilanzierung   in unterschiedliche Kategorien eingestuft, welche die Bewertungsmethode und damit auch die Arten der daraus entste-  henden Erträge und Aufwendungen festlegen. Im Folgenden werden die Finanzinstrumente den einzelnen Kategorien zu-  geordnet. Danach wird gezeigt, welche in der Bilanz enthaltenen Buchwerte auf die jeweiligen Kategorien entfallen. Ab-  schließend wird dargestellt, welche Erträge und Aufwendungen aus den unterschiedlichen Kategorien entstehen.  
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Wertpapiere, sonstige Finanzanlagen, Ausleihungen, Forderun-   gen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ausgenommen jedoch bestimmte Pos-  ten, die keine Finanzinstrumente darstellen, wie Forderungen bezüglich Steuern und anderer Abgaben), Zahlungsmittel  und Zahlungsmitteläquivalente sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Saldo.  
Finanzielle Vermögenswerte werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate
In der Folge werden die Kategorien von finanziellen Vermögenswerten näher erläutert.  
Zu fortgeführten Anschaffungskosten werden finanzielle Vermögenswerte bewertet, wenn beide der folgenden Bedingun-   gen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin be-   steht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten.  
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungs-   strömen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie alle sonstigen finanziellen Forderungen werden im Konzern dieser   Kategorie zugeordnet. Auch alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wie Festgelder, fallen unter diese  Bewertungskategorie.  
Ein Schuldinstrument ist erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (als Posten, die nachträglich in die   Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden) zu bewerten, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:  
Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in   der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht.  
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungs-   strömen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.  
Der Konzern hält keine Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
69  
Konzernabschluss  
Ein finanzieller Vermögenswert, der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeit-   wert im sonstigen Ergebnis bewertet wird, ist erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dies trifft z. B. auf  gehaltene Schuldinstrumente zu, die nicht die beiden Geschäftsmodellbedingungen erfüllen (z. B. Handelsportfolio) und/  oder bei denen nicht nur Zins- und Tilgungszahlungsströme vorliegen.  
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente (Beteiligungen) sind grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit-   wert zu bewerten, wenn beim erstmaligen Ansatz keine unwiderrufliche Designierung zur erfolgsneutralen Bewertung bei  fehlender Handelsabsicht erfolgt. In wenigen Fällen können auch die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung  des beizulegenden Zeitwertes für (nicht notierte) Eigenkapitalinstrumente sein. Dies kann der Fall sein, wenn nicht genü-  gend aktuellere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes vorliegen oder wenn es eine große Bandbreite  von möglichen Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes gibt und die Anschaffungskosten der besten Schätzung des  beizulegenden Zeitwertes innerhalb dieser Bandbreite entsprechen. Im Konzern gibt es Eigenkapitalanteile an nicht kon-  solidierten Gesellschaften. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Anschaffungskosten  stellen jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar. Der Konzern hat aufgrund der untergeord-  neten Bedeutung der Gesellschaften, insbesondere im Hinblick auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeu-  tung für die Gruppe, auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verzichtet.  
Finanzielle Vermögenswerte, die im Konzern erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Forde-   rungen aus Finanzderivaten mit einem positiven beizulegenden Zeitwert sowie bestimmte Wertpapiere.  
Ansatz und Ausbuchung  
Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d. h. zu dem Tag,   an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte wer-  den ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen  wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.  
Bewertung  
Finanzielle Vermögenswerte, die in die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ fallen, werden beim   erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten erfasst. Forderungen aus Lieferungen  und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente aufweisen, werden bei erstmaligem Ansatz mit dem Be-  trag der unbedingten Gegenleistung erfasst. Im Konzern werden finanzielle Vermögenswerte nicht nach der Effektivzins-  methode bewertet, deshalb weist der Konzern kein Ergebnis nach dieser Methode im Gesamtergebnis aus.  
Finanzielle Vermögenswerte, die der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ angehören, werden   bei erstmaliger Erfassung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirk-  sam erfasst.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder er-   folgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet.  
Wertminderung  
Finanzielle Vermögenswerte sind an jedem Abschlussstichtag auf den erforderlichen Wertminderungsbedarf zu überprü-   fen. Das Wertminderungsmodell von IFRS 9 beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste abzubilden. Im Konzern wurde  eine Systematik für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss nach IFRS 9 für Forderungen aus Lieferungen  und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen Ausfällen mittels geeigneter Parameter belastbare Ergebnisse  liefert. Eine genauere Beschreibung dieses Modells ist in dieser Anhangangabe im Abschnitt c) unter Kredit- und Ausfallrisiko  zu finden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen potenziellen Wertminderungsbedarf   als unwesentlich.  
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkei-   ten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten (ausgenommen jedoch bestimmte Pos-  ten, die keine Finanzinstrumente darstellen, wie Verbindlichkeiten bezüglich Steuern und anderer Abgaben) sowie derivative  Finanzinstrumente mit negativem Saldo.  
Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt klassifiziert und bewertet:  
Kategorie Beispiele im MM Konzern
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivate, bedingte Kaufpreisverbindlichkeit
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Gaslieferverträge (Cash Flow Hedge)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden bei   ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, Transaktionskosten werden im Aufwand verbucht. Die zu  fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum bei-  zulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt.  
In den Folgeperioden werden die finanziellen Verbindlichkeiten entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter An-   wendung der Effektivzinsmethode oder erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)  bewertet.  
Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Vermögenswerte eingestuft   werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam zum Zu fortgeführten
beizulegenden Zeitwert Anschaffungskosten2) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2022
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.798 4.454 6.252
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 695.242 695.242
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl. Derivaten3) 3.895 36.003 39.898
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 280.063 280.063
Gesamt 5.693 1.015.762 1.021.455
Buchwerte per 31. Dez. 2021
Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen1) 1.840 905 2.745
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 541.603 541.603
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte inkl. Derivaten3) 4.441 15.304 19.745
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 359.546 359.546
Gesamt 6.281 917.358 923.639
1) Für die Bewertung von „sonstigen Finanzanlagen“, die als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ qualifiziert sind, siehe Anhangangabe 7.5.   2) Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Vermögenswerte, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  3) Siehe Anhangangabe 12.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die folgende Tabelle zeigt, in welche Kategorien die in der Bilanz enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten eingestuft   werden bzw. mit welchen Methoden diese Finanzinstrumente bewertet werden:  
Erfolgswirksam zum Erfolgsneutral zum Zu fortgeführten
beizulegenden beizulegenden Anschaffungs-
Zeitwert Zeitwert kosten1) Gesamt
(in Tausend EUR) Buchwerte per 31. Dez. 2022
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 0 1.651.288 1.651.288
Leasingverbindlichkeiten 0 0 110.301 110.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 499.677 499.677
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 9.890 29.666 33.632 73.188
Gesamt 9.890 29.666 2.294.898 2.334.454
Buchwerte per 31. Dez. 2021
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 0 1.338.312 1.338.312
Leasingverbindlichkeiten 0 0 84.765 84.765
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 437.726 437.726
Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Derivaten2) 5.957 0 36.952 42.909
Gesamt 5.957 0 1.897.755 1.903.712
1) Die ausgewiesenen Beträge der finanziellen Verbindlichkeiten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Der beizule-   gende Zeitwert der fixverzinslichen Finanzverbindlichkeiten kann der Anhangangabe 14.1 entnommen werden.  2) inkl. Zinsabgrenzungen für Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 17)  
Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten nach Kategorien   bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam zum Zu fortgeführten
beizulegenden Zeitwert Anschaffungskosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2022
Im Jahresüberschuss enthalten (205) 1.269 1.064
Zinsen/erhaltene Dividenden 408 4.250 4.658
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (613) (2.981) (3.594)
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust (205) 1.269 1.064
Erträge und Aufwendungen 2021
Im Jahresüberschuss enthalten 2.364 2.474 4.838
Zinsen/erhaltene Dividenden 606 3.319 3.925
Zeitwert-/Buchwertanpassungen 1.758 (845) 913
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0
Nettogewinn/-verlust 2.364 2.474 4.838
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
72  
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Konzernabschluss  
Die folgende Tabelle zeigt die Arten der Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten nach Kategorien   bzw. Bewertungsmethoden geordnet:  
Erfolgswirksam Erfolgsneutral zum Zu fortgeführten
zum beizulegenden beizulegenden Anschaffungs-
Zeitwert Zeitwert kosten Gesamt
(in Tausend EUR) Erträge und Aufwendungen 2022
Im Jahresüberschuss enthalten 3.449 0 (32.227) (28.778)
Zinsen 0 0 (32.149) (32.149)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen 3.449 0 (78) 3.371
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 (29.666) 0 (29.666)
Zeitwertänderungen1) 0 (29.666) 0 (29.666)
Nettogewinn/-verlust 3.449 (29.666) (32.227) (58.444)
Erträge und Aufwendungen 2021
Im Jahresüberschuss enthalten (3.332) 0 (24.068) (27.400)
Zinsen 0 0 (24.369) (24.369)
Zeitwert-/Buchwertanpassungen (3.332) 0 301 (3.031)
Im sonstigen Ergebnis erfasst 0 0 0 0
Zeitwertänderungen 0 0 0 0
Nettogewinn/-verlust (3.332) 0 (24.068) (27.400)
1) Im Rahmen einer Sicherungsbilanzierung besteht ein unrealisierter Day-One-Gain von Tsd. EUR 63.427.  
7.2 Derivate  
Derivative Finanzinstrumente erfasst der Konzern als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte   oder Verbindlichkeiten. Diese Sicherungsbeziehungen als Absicherung von Zahlungsströmen oder Zeitwerten mit einzel-  nen Grundgeschäften reduzieren das Währungsrisiko oder Beschaffungspreisrisiko im Konzern.  
Dabei kommen Devisentermin-, Devisenswap- und Optionsgeschäfte zur Verminderung der kurzfristigen Auswirkungen   von Wechselkursschwankungen zur Anwendung.  
Die wichtigsten Fremdwährungen, gegen deren Schwankungen sich der Konzern absichert, sind das britische Pfund, der   US-Dollar sowie der Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Die Änderungen der  Marktwerte dieser Derivate werden unter dem Posten „Wechselkursgewinne und -verluste – netto“ ausgewiesen (siehe  Anhangangabe 27). Die Abwicklung der Geschäfte und der Handel erfolgen in der Regel durch das Corporate Treasury.  
Zum 31. Dezember 2022 bestanden im Konzern Forderungen aus Devisentermin- und Devisenswapgeschäften mit einem   Nominalbetrag von Tsd. EUR 506.421 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 357.917) und Verbindlichkeiten mit einem Nominal-  betrag von Tsd. EUR 505.854 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 359.310) mit einem positiven Marktwert von insgesamt  Tsd. EUR 1.471 (31. Dezember 2021: negativer Marktwert von Tsd. EUR 1.516).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Bezüglich der angeführten derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit Devisentermingeschäften wurden in der   Konzernbilanz unter dem Posten „Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ ein kurzfristiger  Vermögenswert in Höhe von Tsd. EUR 3.895 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 4.441) bzw. unter dem Posten „Rechnungs-  abgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten“ eine kurzfristige Verbindlichkeit in Höhe von Tsd. EUR 2.424  (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 5.957) erfasst.  
Im Geschäftsjahr 2022 kam es zum erstmaligen Ansatz der Bilanzierungsregelungen nach IFRS 9 für Sicherungsbeziehun-   gen („Hedge Accounting“). MM Kotkamills in Finnland konnte aufgrund von Stillständen die vertraglich abgesicherten  Mindestabnahmevolumina von Gas zu fixierten Preisen nicht verbrauchen, was einen Rückverkauf des Überschusses und  somit den Wegfall der Own-Use-Exemption ab dem 1. Juli 2022 zur Folge hatte. Daher wurde in diesem Zusammenhang  zum 1. Juli 2022 eine Sicherungsbeziehung designiert („Cash Flow Hedge“), welche auf Basis der erwarteten Abnahme-  mengen für zugrunde liegende Gasverträge im Jahr 2023 und der zum Designationszeitpunkt vorliegenden TTF-  Futurepreise bewertet wurde. Daraus ergab sich ein nicht realisierter Day-One-Gain in der Höhe von Tsd. EUR 63.427,  welcher als Bemessungsgrundlage des Marktwertes dient.  
Zum 31. Dezember 2022 beträgt der unangepasste beizulegende Zeitwert Tsd. EUR 33.761 auf Basis der zum Stichtag   geltenden TTF-Futurepreise. Folglich weist der Konzern den Bewertungseffekt in der Höhe von Tsd. EUR -29.666 im sons-  tigen Ergebnis aus, dem eine finanzielle Verbindlichkeit in derselben Höhe gegenübersteht. In diesem Zusammenhang kam  es zu keinen signifikanten Ineffektivitäten.  
7.3 Finanzrisikomanagement  
Der Konzern ist verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie der Finanzierungs-   struktur ergeben. Dazu zählen insbesondere das Kredit-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiko. Diese Risiken  werden durch ein zentrales Risikomanagement begrenzt, das im gesamten Konzern Anwendung findet. Neben der Identi-  fizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstru-  menten zum Management dieser Risiken grundsätzlich durch die Konzernzentrale.  
Kredit- und Ausfallrisiko  
Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner ent-   steht und zu Verlusten führen kann. Das im Grundgeschäft immanente Ausfallrisiko mit Geschäftspartnern wird im Konzern  durch Kreditversicherungen bzw. bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive größtenteils abgesichert. Die  anzuwendenden Kriterien zur Bonitätsbeurteilung sind in den Verträgen mit Kreditversicherern sowie in internen Richtli-  nien festgelegt.  
Die Kredit- und Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht, für eingetretene und erkennbare Risiken wird durch den   Ansatz von entsprechenden Wertminderungen bzw. Rückstellungen vorgesorgt. Bei der Beurteilung des Gesamtrisikos  werden bestehende Versicherungsdeckungen sowie eventuelle Garantien bzw. Akkreditive berücksichtigt. Zu den Finanz-  instrumenten, die im Konzern in bestimmten Fällen eine Konzentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen vor  allem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen  aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich auf eine breite und diversifizierte Kundenstruktur mit unterschiedlicher  Bonität. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine laufende Bonitätsprüfung der  Kunden. Darüber hinaus schließt der Konzern Ausfallversicherungen ab, um Schäden aus einer möglichen Uneinbringlich-  keit bestimmter Forderungen und bereits produzierter Ware abzudecken.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Zudem werden Wertminderungen auf Basis des zu erwartenden Verlustes für das gesamte Forderungsvolumen gebildet.   Sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Ausfall versichert und wird eine Wertberichtigung notwendig,  so ist nur jener Betrag anzusetzen, der nicht von der Versicherung gedeckt wird. Im Konzern werden entweder Einzelwert-  berichtigungen oder pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet bzw. wird auf Konzernebene das Wertminderungsmo-  dell gemäß IFRS 9 angewendet. Das Wertminderungsmodell beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste abzubilden. Im  Konzern wurde eine Systematik für die Ermittlung eines vereinfachten Expected-Credit-Loss nach IFRS 9 für Forderungen  aus Lieferungen und Leistungen implementiert, die auf Basis von historischen Ausfällen mittels geeigneter Parameter be-  lastbare Ergebnisse liefert. Zur Ermittlung gibt es das vereinfachte Modell in Form einer Wertberichtigungsmatrix, welches  die wahrscheinlichkeitsgewichteten gesamten Kreditausfälle berücksichtigt („Lifetime-Expected-Loss-Modell“). Die ge-  schätzten erwarteten Kreditausfälle werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten  vier Jahre separat für die Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und MENA berechnet. Um zukunftsorientierte  Informationen in der Ermittlung zu berücksichtigen, werden CDS-Spreads für die Berechnung verwendet, da diese das zu-  künftige Ausfallrisiko widerspiegeln. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erachtet der Konzern im Hinblick auf einen  potentiellen Wertminderungsbedarf als unwesentlich.  
Aufgrund der breiten und diversifizierten Kundenstruktur sowie der bestehenden Kreditversicherungen liegt keine Konzentra-   tion von Ausfallrisiken vor. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich mit Kunden, die einer Kre-  ditversicherung unterliegen, und Kunden, die eine sehr gute Bonität aufweisen, entsprechend war der Forderungsausfall in  der Vergangenheit unwesentlich.  
Der Konzern tätigt außerdem Devisentermin-, Devisenswap- und Optionsgeschäfte. Alle diesbezüglichen Vertragspartner   sind namhafte internationale Finanzinstitute, mit denen der Konzern in laufenden Geschäftsbeziehungen steht. Dement-  sprechend und aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dieser Absicherungsgeschäfte betrachtet der Konzern das Risiko der  Nichterfüllung durch einen Vertragspartner und damit das Risiko diesbezüglicher Verluste als gering.  
Geldmarktveranlagungen werden mit Geschäftsbanken, die über ein Rating im Investment-Grade-Bereich verfügen,   abgeschlossen.  
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.  
Liquiditätsrisiko  
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Zahlungsmittel zur fristgerechten Begleichung von   Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung aus-  gerichtet und wird zentral gesteuert und laufend überwacht. Basierend auf einer fristgerechten Liquiditätsplanung ist die  ausreichende Liquidität aller Gesellschaften des Konzerns durch die Verfügbarkeit entsprechender Zahlungsmittel und  Zahlungsmitteläquivalente sowie nicht ausgenutzter und sofort verfügbarer Kreditlinien gewährleistet. Die Gesellschaften  des MM Konzerns werden überwiegend konzernintern finanziert. Dazu stehen insbesondere Intercompany-Kreditverträge  und ein mit Finanzierungslimits versehenes Cash-Pooling-System zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko wird somit als gering  eingestuft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die folgende Tabelle zeigt die undiskontierten zukünftigen Abflüsse aus verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, Leasingver-   bindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsverpflichtungen und Zahlungsansprüchen aus  derivativen Finanzinstrumenten sowie Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten nach  Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag bzw. bezogen auf die vertraglich verein-  barte Endfälligkeit.  
Bis zu 3 Monate bis
(in Tausend EUR) 3 Monate zu 1 Jahr 1 2 Jahre 2 5 Jahre Über 5 Jahre
Stand am 31. Dez. 2022
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 0 70.288 149.125 330.125 1.101.750
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 16.864 11.387 25.080 58.904 124.006
Leasingverbindlichkeiten 5.087 12.175 13.247 24.676 55.116
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 942 2.660 3.104 7.066 12.202
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 486.495 12.812 0 370 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten 499.068 6.786 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen Finanzinstrumenten (499.421) (7.000) 0 0 0
Stand am 31. Dez. 2021
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 22.607 40.609 96 324.500 950.500
Zinsen für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 14.577 6.285 20.734 58.224 98.838
Leasingverbindlichkeiten 3.466 7.321 9.444 14.468 50.066
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten 593 1.722 2.119 5.532 45.914
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 423.493 14.233 0 0 0
Zahlungsverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten 359.310 0 0 0 0
Zahlungsansprüche aus derivativen Finanzinstrumenten (357.917) 0 0 0 0
Seit dem Erwerb von MM Kotkamills im Geschäftsjahr 2021 werden im Konzern Factoringtransaktionen durchgeführt.   Dabei werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Bank gegen flüssige Mittel übertragen. Die Forderun-  gen werden vollständig ausgebucht, da mit den verkauften Forderungen alle wesentlichen verbundenen Chancen und  Risiken übertragen werden. Neben Factoring hat der Konzern vereinzelt auch Vereinbarungen zu Supply-Chain-Finanzie-  rungen mit Kunden abgeschlossen, um die Liquidität im Working Capital Management zu optimieren.  
Der Konzern weist zum Bilanzstichtag eine finanzielle Verbindlichkeit in der Höhe von Tsd. EUR 29.666 als Folge der   erstmaligen Anwendung von Hedge Accounting aus. Da aus diesem Finanzderivat ein Day-One-Gain in der Höhe von  Tsd. EUR 63.427 resultiert und der finanziellen Verbindlichkeit gegenübersteht, ist zu diesem Zeitpunkt von keinem Liqui-  ditätsrisiko auszugehen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Währungsrisiko  
Als Währungsrisiko bezeichnet man jenes Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten durch Wech-   selkursschwankungen ergeben kann. Dieses Risiko besteht dort, wo Geschäftsfälle in einer anderen Währung als der  funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaft abgewickelt werden. Dies ist insbesondere für Geschäftsbeziehungen mit  Kunden und Lieferanten in britischen Pfund, US-Dollar und Euro aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung  nicht der Euro ist, der Fall. Die diesbezüglichen Kursrisiken werden, soweit möglich, durch Währungskongruenz in der  Geschäftsabwicklung bzw. durch Preisanpassungsmechanismen innerhalb längerfristiger Vereinbarungen sowie durch  Devisentermin-, Devisenswap- bzw. Optionsgeschäfte reduziert.  
Hätte sich der Kurs der unten angeführten Währungen, bezogen auf kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögens-   werte und finanzielle Verbindlichkeiten, zum Stichtag 31. Dezember 2022 (31. Dezember 2021) um den unten angeführ-  ten Prozentsatz („Volatilität“) verändert, wären der Jahresüberschuss und damit das Eigenkapital, sofern alle anderen Va-  riablen konstant geblieben wären, um die folgenden Beträge höher bzw. niedriger ausgefallen.  
Auswirkung auf Jahresüberschuss
Volatilität und Eigenkapital in Tausend EUR
Währung 2022 2021
EUR1) +/- 5 % +/- 327 -/+ 1.565
GBP +/- 5 % - /+ 52 + /- 194
USD +/- 5 % - /+ 257 - /+ 121
1) aus Sicht von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der EUR ist  
Zinsänderungsrisiko  
Unter Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass durch Änderungen des Marktzinssatzes Wertschwankungen von   Bilanzposten oder Schwankungen von Zahlungsströmen entstehen. Für festverzinsliche Bilanzposten besteht im Wesent-  lichen das Risiko von Wertschwankungen (Kursrisiko). Für den Fall, dass der Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch  der (Bar-)Wert von Finanzinstrumenten mit fest vereinbarten Zinszahlungen. Durch diese Wertschwankungen kann ein  Gewinn oder Verlust entstehen, der insbesondere dann realisiert wird, wenn das Finanzinstrument vor Fälligkeit veräußert  wird. Für variabel verzinste Bilanzposten besteht im Wesentlichen das Risiko schwankender Zahlungsströme. Für den Fall,  dass der Marktzinssatz sich ändert, ändert sich auch die Höhe der zu leistenden oder zu empfangenden Zinsen von Finanz-  instrumenten mit variabel vereinbarten Zinszahlungen. Solche Veränderungen würden die laufenden Zinszahlungen und  somit auch den Zinsertrag und Zinsaufwand ändern. Zum 31. Dezember 2022 finanziert sich der Konzern sowohl variabel  als auch fix und hält nahezu ausschließlich variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte.  
Wären die Zinssätze am 31. Dezember 2022 (31. Dezember 2021) um hundert Basispunkte (d. i. 1 %) höher bzw. niedriger   gewesen, wären der Jahresüberschuss und das Eigenkapital, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für  das Gesamtjahr um die folgenden Beträge höher oder niedriger ausgefallen:  
Veränderung Auswirkung auf Jahresüberschuss
des Zinssatzes und Eigenkapital in Tausend EUR
2022 2021
Aus variabel verzinslichen Vermögenswerten +/- 1 % +/- 519 +/- 531
Aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten +/- 1 % -/+ 5.313 -/+ 2.726
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
77  
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Konzernabschluss  
7.4 Kapitalmanagement  
Das eingesetzte Kapital umfasst das Eigenkapital des Konzerns sowie die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten abzüglich   der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.  
Das Kapitalmanagement zielt daher insbesondere auf die Sicherstellung einer für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung   des Konzerns angemessenen Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung einer kontinuierlichen Dividendenpolitik sowie die  dafür erforderliche Absicherung der Liquiditätsreserven ab.  
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Eigenkapital 1.959.351 1.661.878
Bilanzsumme 4.818.638 4.014.218
Eigenkapitalquote 40,7 % 41,4 %
Die Zielsetzung des Kapitalmanagements für die Eigenkapitalquote liegt in einer Bandbreite von 35 % bis 50 %. Die Ge-   sellschaft erfüllt die gesetzlichen und satzungsmäßigen Mindestkapital-Anforderungen. Die Mayr-Melnhof Karton AG un-  terliegt den Mindestkapital-Anforderungen des österreichischen Aktiengesetzes. Satzungsmäßige Kapitalerfordernisse  bestehen nicht.  
Die Nettoverschuldung ermittelt sich zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 280.063 359.546
Finanzverbindlichkeiten (1.761.589) (1.423.077)
Nettoverschuldung (1.481.526) (1.063.531)
Für die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten wurden teilweise mit den Kreditgebern Financial Covenants vereinbart. Die   Financial Covenants orientieren sich hauptsächlich an der Eigenkapitalquote und an der Quote aus Nettoverschuldung zu  EBITDA. Die Mayr-Melnhof Karton AG hat sämtliche dieser Klauseln im Geschäftsjahr eingehalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
78  
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Konzernabschluss  
7.5 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert  
Eine Aufstellung der finanziellen Vermögenswerte sowie finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert   angesetzt sind, lautet wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Finanzielle Vermögenswerte:
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 3.895 4.441
Wertpapiere (Stufe 1) 283 350
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Derivative Finanzinstrumente (Stufe 2) 2.424 5.957
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeit (Stufe 3) 7.466 0
Gaslieferverträge (Stufe 3)1) 29.666 0
1) Im Rahmen einer Sicherungsbilanzierung besteht ein unrealisierter Day-One-Gain von Tsd. EUR 63.427.  
Bewertungsmethoden  
In Abhängigkeit davon, ob ausreichend Informationen über Marktpreise vorhanden sind oder nicht, verwendet der Kon-   zern folgende Hierarchie zur Bestimmung der Bewertungsmethode und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von  Finanzinstrumenten:  
Verfügbarkeit der Information, nach Stufen geordnet Angewandte Bewertungsmethode
Stufe 1 – Notierte Marktpreise sind verfügbar Bewertung auf Basis notierter Marktpreise für identische
Finanzinstrumente
Stufe 2 – Notierte Marktpreise für identische Instrumente sind nicht Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren unter Verwendung von
verfügbar, aber alle benötigten Bewertungsparameter können direkt oder indirekt beobachtbaren Marktdaten
von aktiven Märkten abgeleitet werden
Stufe 3 – Es sind keine (abgeleiteten) Marktpreise verfügbar Bewertung auf Basis von Bewertungsmodellen mittels nicht am Markt
beobachtbarer Inputfaktoren
Die beizulegenden Zeitwerte für Wertpapiere (Stufe 1-Bewertung) werden auf Grundlage notierter Preise auf aktiven Märk-   ten ermittelt.  
Die beizulegenden Zeitwerte für derivative Finanzinstrumente (Stufe 2-Bewertung) werden im Wesentlichen anhand der Kas-   sakurse am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von laufzeitadäquaten Terminauf- bzw. -abschlägen ermittelt.  
Darüber hinaus gibt es Finanzinstrumente, bei denen die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten auf Basis von Parame-   tern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 3-Bewertung), erfolgt. Im Rahmen des Unter-  nehmenserwerbes von Eson Pac wurde im Konzern eine bedingte Kaufpreisverbindlichkeit angesetzt, deren Berechnung  auf dem derzeit nach lokalem Recht geschätzten EBITDA 2022 basiert.  
Die Bewertung der Absicherung von Rohstoffpreisrisiken („Cash Flow Hedge“) basiert auf den erwarteten Abnahmemen-   gen (Level 3-Parameter) für zugrunde liegende Gasverträge im Jahr 2023 und der zum Bewertungszeitpunkt vorliegenden  TTF-Futurepreise. Es ist von keiner signifikanten Variabilität der Abnahmemengen auszugehen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
In den als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ klassifizierten sonstigen Finanzanlagen sind am 31. Dezember 2022   Eigenkapitalanteile an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von Tsd. EUR 1.515 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 1.490)  enthalten. Grundsätzlich sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Anschaffungskosten stellen jedoch eine  angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar. Der Konzern hat aufgrund der untergeordneten Bedeutung  der Gesellschaften, insbesondere im Hinblick auf deren geringes Geschäftsvolumen und deren Bedeutung für die Gruppe,  auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verzichtet.  
8
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN,WERTPAPIERE UND  
SONSTIGE FINANZANLAGEN  
Anteile an assoziierten Unternehmen  
Anteile an assoziierten Unternehmen, in denen der Konzern einen maßgeblichen, aber nicht beherrschenden Einfluss auf   die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren An-  schaffungskosten angesetzt. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % der Fall. Der Kon-  zern hält zudem Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Grundsätzlich  sind diese zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ihre Anschaffungskosten stellen jedoch eine angemessene Schätzung  des beizulegenden Zeitwertes dar bzw. ist der Betrag für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen  
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungs-   kosten angesetzt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung  ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Ver-  pflichtungen für deren Schulden zu haben.  
Wertpapiere  
Der Konzern bewertet seine Wertpapiere überwiegend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Agios bzw. Disagios   auf Schuldtitel werden über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt und erfolgswirksam im Posten „Finanzerträge“ bzw.  „Finanzaufwendungen“ erfasst.  
Wertpapiere sind als langfristig einzustufen, wenn ein Verkauf innerhalb der nächsten zwölf Monate ab dem Bilanzstichtag   nicht beabsichtigt ist bzw. nicht erfolgen wird. Andernfalls sind die Wertpapiere als kurzfristig zu klassifizieren. Aktuell hält  der Konzern keine kurzfristigen Wertpapiere.  
Sonstige Finanzanlagen  
Sonstige Finanzanlagen umfassen sonstige Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige Finanzinvestitionen. Sonstige Betei-   ligungen sind der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet, ihre Anschaffungskosten stellen  jedoch eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar bzw. ist der Betrag für den Konzern von unterge-  ordneter Bedeutung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
80  
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Konzernabschluss  
Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, der langfristigen Wertpapiere und   der sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Nicht an die Begünstigten verpfändete Rückdeckungsversicherungen 4.156 784
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 3.597 3.173
Anteile an assoziierten Unternehmen 3.304 2.497
Sonstige Beteiligungen 1.515 1.490
Langfristige Wertpapiere 480 471
Sonstige Ausleihungen 101 0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, Wertpapiere und sonstige Finanzanlagen 13.153 8.415
Zum 31. Dezember 2022 waren in den langfristigen Wertpapieren des Konzerns Investmentfonds sowie festverzinsliche   Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von Tsd. EUR 480 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 471) enthalten.  
Der Konzern hält 45 % der Anteile an der Société Tunisienne des Emballages Modernes (STEM), Tunis, Tunesien (siehe   Anhangangabe 33). Die Anteile an diesem Unternehmen stellen ein für sich genommen unwesentliches assoziiertes Un-  ternehmen dar, das nach der Equity-Methode bilanziert wird.  
Der Konzern hält 40 % der Anteile an Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd., Quzhou City, China (siehe Anhangangabe 33).   Die Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten müssen einstimmig erfolgen. Die Anteile an diesem Unternehmen stel-  len demnach ein Gemeinschaftsunternehmen dar, das für sich genommen unwesentlich ist und nach der Equity-Methode  bilanziert wird.  
Folgende Tabelle fasst die Finanzinformationen zusammen:  
Anteile an Anteile an
assoziierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
(in Tausend EUR) 2022 2021 2022 2021
Anteil am Jahresergebnis1) 842 491 534 229
Anteil am sonstigen Ergebnis2) (35) 23 (110) 307
Anteil am Gesamtergebnis 807 514 424 536
Summe der Buchwerte der Konzernanteile 3.247 2.440 3.597 3.173
1) ausgewiesen im „Sonstigen Finanzergebnis – netto“  
2) Anteil an Währungsumrechnungsdifferenzen in der Konzerngesamtergebnisrechnung  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
9
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG  
Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im   Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern  ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.  
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen und wird unter Anwendung der   Steuervorschriften jener Länder, in denen die Tochterunternehmen des Konzerns jeweils tätig sind und wo sie daher ihr  zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen   in der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung jener Steuersätze bewertet,  die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der  Realisierung des latenten Steueranspruches bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. La-  tente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteu-  ernder Gewinn für deren Nutzung verfügbar sein wird. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Ab-  schlussstichtag neu beurteilt. Wurden in der laufenden Periode oder der Vorperiode Verluste erlitten, werden nur bei  substanziellen Hinweisen auf ein zukünftig zu versteuerndes Ergebnis, wie z. B. durch ausreichend positive Planungsrech-  nungen oder grundlegende strukturelle Änderungen bei Tochterunternehmen, latente Steueransprüche angesetzt.  
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunter-   nehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der  Zeitpunkt der Umkehrung dieser temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist,  dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Das ist im  Konzern z. B. bei Dividenden, welche einer Quellenbesteuerung unterliegen bzw. nicht unter das internationale Schachtel-  privileg fallen, der Fall.  
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Aufrechnung   besteht und wenn die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der glei-  chen Steuerbehörde für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die den Ausgleich auf  Nettobasis herbeiführen können, erhoben werden. Dies ist insbesondere für Tochtergesellschaften der Fall, die der öster-  reichischen Steuergruppe angehören, bzw. für Unternehmen der MM Gruppe, welche einer steuerlichen Organschaft  angehören.  
Der Effekt von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuerposten spiegelt sich im Ertragsteueraufwand bzw.   in der Konzerngesamtergebnisrechnung der Periode der Gesetzesänderung wider.  
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Konzernabschluss  
9.1 Bilanziell erfasste latente Steuern  
Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten aufgrund von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvor-   trägen setzen sich an den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Immaterielle Vermögenswerte 2.318 1.411
Sachanlagen 18.733 9.415
Vorräte 15.832 11.582
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen 16.298 24.908
Ausleihungen, Beteiligungen und Wertpapiere 9.907 9.445
Verlustvorträge 18.051 10.187
Zinsvorträge 8.550 10.057
Finanzverbindlichkeiten 20.210 19.134
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten 17.597 7.997
Sonstige 8.862 4.173
Latente Steueransprüche – brutto 136.358 108.309
Nicht angesetzte latente Steueransprüche (19.580) (5.054)
Latente Steueransprüche – netto 116.778 103.255
Saldierung (75.985) (56.492)
Latente Steueransprüche laut Bilanz 40.793 46.763
Immaterielle Vermögenswerte (60.646) (58.925)
Sachanlagen (94.386) (55.086)
Vorräte (1.002) (811)
Pensionspläne und sonstige Rückstellungen (7.329) (5.612)
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten (2.808) (3.380)
Sonstige (3.764) (3.164)
Latente Steuerverbindlichkeiten – netto (169.935) (126.978)
Saldierung 75.985 56.492
Latente Steuerverbindlichkeiten laut Bilanz (93.950) (70.486)
Die Zinsvorträge resultieren aus bislang nicht genutzten Zinsaufwendungen aufgrund der Zinsschrankenregelung in Finn-   land. Die nicht angesetzten latenten Steueransprüche in Höhe von Tsd. EUR 19.580 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 5.054)  beinhalten Tsd. EUR 10.268 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 4.661) aus nicht angesetzten Verlustvorträgen.  
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Konzernabschluss  
Die folgende Tabelle zeigt die voraussichtliche Realisation der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Latente Steueransprüche, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 48.052 29.889
Latente Steueransprüche, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 68.726 73.366
Latente Steueransprüche 116.778 103.255
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden (10.045) (8.828)
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden (159.890) (118.150)
Latente Steuerverbindlichkeiten (169.935) (126.978)
Latente Steuerverbindlichkeiten, die aus Unterschieden zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigen-   kapital (Outside-Basis-Differences) resultieren, wurden für bestimmte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen  und assoziierte Unternehmen nicht angesetzt, da es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer  Zeit nicht auflösen wird. Der Betrag der diesbezüglichen thesaurierten Gewinnanteile beläuft sich am 31. Dezember 2022  auf Tsd. EUR 1.469.097 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 1.325.648). Für jene thesaurierten Gewinnanteile, die zur Aus-  schüttung vorgesehen sind, wurde die Bewertung der latenten Steuerverbindlichkeiten entsprechend der bei Durchführung  der Ausschüttung anfallenden Kapitalertrag- bzw. Quellensteuer angepasst.  
Der Konzern ist diversen Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft sowie von nationalen und   internationalen Bestimmungen ableiten lassen. Nach detaillierten Analysen potenzieller Risiken ist der Konzern der An-  sicht, aufgrund der fehlenden Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Würdigung durch steuerliche Behörden im In- und Ausland  diese Unsicherheiten zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ausreichend berücksichtigt zu haben.  
9.2 Steuerliche Verlustvorträge  
Eine Übersicht über die zum jeweiligen Bilanzstichtag im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvorträge stellt sich wie   folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Beschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 6.213 13.964
Unbeschränkt vortragsfähige Verlustvorträge 71.248 24.889
Verlustvorträge 77.461 38.853
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Angesetzte Verlustvorträge 31.614 22.324
Nicht angesetzte Verlustvorträge 45.847 16.529
Verlustvorträge 77.461 38.853
Die beschränkt vortragsfähigen Verlustvorträge verfallen, sofern zwischenzeitlich keine Nutzung erfolgen sollte, ab 2024   bis 2027.  
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Konzernabschluss  
Die Überprüfung der Ansatzfähigkeit der Verlustvorträge führte zu dem Ergebnis, dass für Tsd. EUR 31.614   (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 22.324) aktive latente Steuern in Höhe von Tsd. EUR 7.780 (31. Dezember 2021:  Tsd. EUR 5.524) angesetzt wurden. Für die verbleibenden Tsd. EUR 45.847 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 16.529) wurden  die darauf entfallenden aktiven latenten Steuern in Höhe von Tsd. EUR 10.268 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 4.661) in der  Bilanz nicht angesetzt. Die Verfallsdaten dieser nicht angesetzten Verlustvorträge stellen sich dabei wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
1 Jahr 0 2.126
2 Jahre 0 1.544
3 Jahre 0 2.422
4 Jahre 1.188 1.003
5 Jahre 708 1.597
Nach 5 Jahren 0 3.376
Unbeschränkt vortragsfähig 43.951 4.461
Summe 45.847 16.529
9.3 Erfolgswirksam erfasste „Steuern vom Einkommen und Ertrag“  
Der Posten „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ setzt sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Laufende Steuern:
Aktuelle Periode 123.787 56.745
Aufgrund der Nutzung von bisher nicht angesetzten Verlustvorträgen (4.432) (1.939)
Vorperioden 26 32
Latente Steuern:
Aufgrund temporärer Differenzen 1.511 (128)
Aufgrund Steuergutschriften und Zinsvorträgen 1.147 (57)
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge der aktuellen Periode (968) (1.538)
Aufgrund des Verbrauches angesetzter Verlustvorträge 1.456 2.207
Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren sowie Änderung der Werthaltigkeit (806) (966)
Aufgrund von Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern 2.231 (420)
Aufgrund von Steuersatzänderungen (2.296) (88)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 121.656 53.848
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
9.4 Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das „Sonstige Ergebnis“  
Grundlage für den Betrag der Ertragsteuern, die direkt im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, sind die in 2022 gebuchten   Gewinne aus versicherungsmathematischen Effekten, Währungsumrechnungen aus den Nettoinvestitionen und die Bewer-  tung von Derivaten in Höhe von Tsd. EUR 12.422 (2021: Tsd. EUR 4.457). Darauf entfallen im Geschäftsjahr 2022 Ertrag-  steuern von Tsd. EUR -2.869 (2021: Tsd. EUR -47). Die Gewinne aus versicherungsmathematischen Effekten, Währungs-  umrechnungen und Sicherungsbeziehungen nach Steuern betragen Tsd. EUR 9.553 (2021: Tsd. EUR 4.410).  
9.5 Konzernsteuersatz  
Eine Überleitung vom anzuwendenden Steuersatz, der sich aus der geografischen Ergebnisgewichtung zu den in den einzel-   nen Steuerjurisdiktionen jeweils geltenden Nominalsteuersätzen ergibt, auf den effektiven Steuersatz, mit dem das Ergebnis  vor Steuern tatsächlich belastet wurde, ermittelt sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Ergebnis vor Steuern 466.900 244.549
Theoretischer Steueraufwand 25 % 116.725 61.137
Anpassungen von ausländischen Steuersätzen (5.244) (2.536)
Nicht abzugsfähige Aufwendungen bzw. steuerfreie Erträge 9.948 (12.492)
Nicht angesetzte Verlustvorträge des Geschäftsjahres 2.957 505
Ansatzänderung von Verlustvorträgen aus Vorjahren (1.146) (941)
Nutzung von nicht angesetzten Verlustvorträgen (4.432) (1.939)
Schätzungsänderungen von aktiven latenten Steuern 2.793 (420)
Kapitalertrag- und Quellensteuer 1.223 5.272
Steuersatzänderungen (2.296) (88)
Aperiodischer Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag (laufend und latent) 178 3.773
Sonstige Effekte 950 1.577
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 121.656 53.848
Effektiver Steuersatz 26,06 % 22,02 %
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10 VORRÄTE  
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert   bewertet. Der Nettoveräußerungswert wird dabei aus den erwarteten Verkaufspreisen unter Berücksichtigung der noch  anfallenden Kosten zur Fertigstellung sowie der geschätzten Vertriebskosten abgeleitet. In der Division MM Board & Paper  wird zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren im Wesentlichen das gewo-  gene Durchschnittspreisverfahren unter Berücksichtigung der Absatzmarktsituation angewandt. In der Packagingdivision  erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren grundsätzlich nach der  tatsächlichen Verbrauchsreihenfolge (Identitätspreisverfahren). Der Wert der in der Bilanz ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und  Betriebsstoffe basiert auf den Daten der manuellen Inventur bzw. des Bestandsführungssystems. Eine Abwertung von  Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt abhängig vom jeweiligen Einzelfall.  
Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten neben den direkten Kosten für Fertigungsmaterial   und Fertigungslöhne auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. Wertmin-  derungen für schwer verkäufliches bzw. veraltetes Vorratsvermögen werden auf Basis der Lagerdauer und unter Einbezie-  hung der Absatzsituation vorgenommen.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 437.325 300.446
Unfertige Erzeugnisse 42.313 31.778
Fertige Erzeugnisse und Waren 338.204 205.315
Gesamt 817.842 537.539
Wertminderungen (87.756) (60.276)
Vorräte – netto 730.086 477.263
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Wertminderungen in Höhe von Tsd. EUR 31.204 (2021: Tsd. EUR 9.445) bzw. Wertaufho-   lungen in Höhe von Tsd. EUR 2.640 (2021: Tsd. EUR 1.111) erfolgswirksam als Teil der Herstellungskosten erfasst. Der  Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte betrug Tsd. EUR 30.447 (31. Dezember 2021:  Tsd. EUR 28.692).  
Die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung unter den Herstellungskosten ausgewiesenen Aufwendungen für Material   und sonstige bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Materialaufwand 2.792.873 1.759.135
Aufwendungen für bezogene Leistungen 69.211 39.495
Gesamt 2.862.084 1.798.630
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
11 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, also dem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen, bilanziert.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 702.157 544.182
Wertberichtigungen (6.915) (2.579)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – netto 695.242 541.603
Die überfälligen, aber nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zum   31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 in die folgenden Zeitbänder:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Bis zu 30 Tage überfällig 23.174 9.105
31 60 Tage überfällig 11.433 6.140
61 365 Tage überfällig 9.145 5.509
Mehr als 365 Tage überfällig 461 172
Summe der überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.213 20.926
Zur Erläuterung der Faktoren, die bei der Feststellung der Wertberichtigungen berücksichtigt wurden, wird auf die Ausfüh-   rungen zum Kredit- und Ausfallrisiko verwiesen (siehe Anhangangabe 7).  
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2.579 1.470
Währungsumrechnungen (140) 16
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.694 391
Verbrauch (199) (143)
Auflösung (2.076) (458)
Zuführung 5.057 1.303
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 6.915 2.579
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
12 RECHNUNGSABGRENZUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE  
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Umsatzsteuerforderungen 69.735 42.964
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Vorräte 41.643 19.163
Aktive Rechnungsabgrenzungen 29.254 25.267
Sonstige Steuerforderungen 8.764 14.879
Forderungen aus Finanzderivaten 3.895 4.441
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 45.584 30.093
Rechnungsabgrenzungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte 198.875 136.807
Davon finanzielle Vermögenswerte 39.898 19.745
Davon nichtfinanzielle Vermögenswerte 158.977 117.062
Die Position „Sonstige Forderungen und Vermögenswerte“ beinhaltet im Wesentlichen die Rückforderung aus der Überzah-   lung des Kaufpreises von Essentra Packaging, Vermögenswerte aus entgeltlich erworbenen CO2-Emissionszertifikaten, For-  derungen aus Investitionszuschüssen sowie aus Factoringtransaktionen.  
13 EIGENKAPITAL  
13.1 Grundkapital/Kapitalrücklagen  
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert.  
Unverändert zum Vorjahr beträgt das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft Tsd. EUR 80.000 und ist in   20.000.000 Stück genehmigte und ausgegebene nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der auf eine Stückaktie entfallende  rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt EUR 4,00. Jede Stammaktie ist am Kapital im gleichen Ausmaß beteiligt und  vermittelt die gleichen Rechte und Pflichten, insbesondere das Recht auf eine beschlossene Dividende und das Stimm-  recht in der Hauptversammlung. Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen  Kontrollrechten.  
Die Kapitalrücklagen resultieren aus dem Agio der im Rahmen des Börsenganges 1994 erfolgten Kapitalerhöhung und aus   der Einziehung eigener Aktien abzüglich der Erhöhung des Grundkapitals aus der gebundenen Kapitalrücklage in 2008 und  2010 und entsprechen betraglich der gebundenen Kapitalrücklage der Gesellschaft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
13.2 Gewinnrücklagen/Dividende  
Die Gewinnrücklagen enthalten thesaurierte Ergebnisse aus Vorjahren.  
Nach dem österreichischen Aktiengesetz („AktG“) bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem   Bilanzgewinn, der gemäß österreichischem Unternehmensgesetzbuch („UGB“) im Jahresabschluss der Mayr-Melnhof  Karton AG ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2022 beträgt der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn Tsd. EUR 150.000  (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 130.000).  
Auszug aus dem Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 130.000 130.000
Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres 293.827 101.181
Rücklagenveränderung (203.827) (37.181)
Dividende (70.000) (64.000)
Bilanzgewinn am Ende des Geschäftsjahres 150.000 130.000
Für das Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung die Auszahlung einer   Dividende von EUR 4,20 nach EUR 3,50 für 2021 pro stimmberechtigter Aktie vorgeschlagen. Daraus resultiert zum Bi-  lanzstichtag 2022 eine Dividende von Tsd. EUR 84.000. Die Dividende 2021 in Höhe von Tsd. EUR 70.000 wurde termin-  gerecht am 11. Mai 2022 ausbezahlt (siehe Entwicklung des Konzerneigenkapitals).  
13.3 Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile  
Nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile umfassen den Anteil der konzernfremden Gesellschafter am Eigenkapital und   am gesamten Jahresergebnis von Tochterunternehmen der Mayr-Melnhof Karton AG. Die nicht beherrschenden (Minder-  heits-) Anteile werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als Anteil am Nettovermögen (Eigenkapital) des jeweiligen  Unternehmens bzw. der Geschäftseinheit bilanziert und unter Berücksichtigung von Ergebnisanteilen, ausbezahlten Divi-  denden sowie Kapitalein- und -auszahlungen fortgeschrieben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die zusammenfassenden Informationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen nicht beherr-   schende (Minderheits-) Anteile bestehen, sind nachfolgend gegeben. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor konzern-  internen Eliminierungen. Weitere Angaben zu diesen Tochterunternehmen sind der Anhangangabe 33 zu entnehmen.  
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
MM Board & MM Board &
(in Tausend EUR) Paper MM Packaging Paper MM Packaging
Langfristige Vermögenswerte 4.456 17.614 3.007 51.616
Kurzfristige Vermögenswerte 10.837 20.874 10.913 68.349
Langfristige Verbindlichkeiten 1.136 74 1.363 21.257
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.496 9.158 4.470 28.681
Nettovermögen 7.661 29.256 8.087 70.027
Buchwerte der nicht beherrschenden (Minderheits-) Anteile 1.144 4.336 1.504 4.543
2022 2021
Umsatzerlöse 31.459 39.887 12.603 84.257
Jahresüberschuss 1.166 6.640 2.091 16.394
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 206 1.245 498 1.029
Gesamtergebnis 836 6.030 586 19.860
Davon entfallen auf nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 222 1.102 489 1.403
Bezahlte Dividende an nicht beherrschende (Minderheits-) Anteile 454 1.009 105 1.115
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2.047) 3.794 2.110 8.709
13.4 Sonstiges Ergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung  
In den sonstigen Rücklagen werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen. Dies sind im   Einzelnen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung einschließlich der Anpassungen aus der Hyperinflation,  die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensions- und Abfer-  tigungsverpflichtungen sowie Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Derivaten. Mit Ausnahme der Währungsumrech-  nungen erfolgt bei den anderen Positionen eine Berücksichtigung der darauf entfallenden werthaltigen Ertragsteuern.  
In 2022 beinhalten die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Ergebnisbestandteile Währungsumrechnungen mit   einem negativen Betrag von Tsd. EUR 5.469 (2021: negativer Betrag von Tsd. EUR 11.497) sowie versicherungsmathema-  tische Gewinne in Höhe von Tsd. EUR 32.883 (2021: Verluste in Höhe von Tsd. EUR 1.518). Weiters wurden aus der Absiche-  rung von Zahlungsströmen in der Cash Flow Hedge-Rücklage Verluste in Höhe von Tsd. EUR 29.666 (2021: Tsd. EUR 0)  erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Ertragsteuern (siehe Anhangangabe 9.4) in Höhe von Tsd. EUR -2.869 (2021:  Tsd. EUR -47) im sonstigen Ergebnis erfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
14 FINANZVERBINDLICHKEITEN UND LEASING  
Die Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten und werden zu fort-   geführten Anschaffungskosten bilanziert. Dieser Wert errechnet sich aus der ursprünglich ausbezahlten Nominale abzüg-  lich Tilgungen und zuzüglich aufgelaufener Zinsen.  
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.581.000 1.275.096
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 93.040 73.978
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.674.040 1.349.074
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 70.288 63.216
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 17.261 10.787
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 87.549 74.003
Finanzverbindlichkeiten 1.761.589 1.423.077
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
14.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 bestanden die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten aus Verbindlich-   keiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften. Diese Finanzverbindlichkeiten zu aktuellen Zinssätzen  gliedern sich wie folgt:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022
2,144 % EUR Kredit(e) fällig 2023 68.981
2,349 % EUR Kredit(e) fällig 2024 149.125
2,927 % EUR Kredit(e) fällig 2025 51.875
2,197 % EUR Kredit(e) fällig 2026 246.375
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2027 31.875
1,553 % EUR Kredit(e) fällig 2028 427.875
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2029 31.875
2,699 % EUR Kredit(e) fällig 2030 31.875
1,740 % EUR Kredit(e) fällig 2031 250.375
3,362 % EUR Kredit(e) fällig 2032 23.750
1,900 % EUR Kredit(e) fällig 2033 51.000
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 1.307
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.651.288
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.581.000
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 70.288
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2021
0,618 % EUR Kredit(e) fällig 2022 59.980
6,082 % CNY Kredit(e) fällig 2022 629
6,012 % CNY Kredit(e) fällig 2023 96
1,800 % EUR Kredit(e) fällig 2024 80.000
0,507 % EUR Kredit(e) fällig 2025 20.000
1,528 % EUR Kredit(e) fällig 2026 224.500
1,400 % EUR Kredit(e) fällig 2028 396.000
1,600 % EUR Kredit(e) fällig 2031 218.500
1,900 % EUR Kredit(e) fällig 2033 51.000
2,000 % EUR Kredit(e) fällig 2035 17.500
2,100 % EUR Kredit(e) fällig 2036 142.500
1,882 % EUR Kredit(e) fällig 2039 125.000
Ausgeschöpfter Finanzierungsrahmen 2.607
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.338.312
Davon langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.275.096
Davon kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 63.216
Zum 31. Dezember 2022 betrug der gewogene Durchschnittszinssatz für diese Finanzverbindlichkeiten 2,004 %   (31. Dezember 2021: 1,578 %).  
Zum 31. Dezember 2022 standen dem Konzern kurzfristige verzinsliche Finanzierungsrahmen in Höhe von Tsd. EUR 1.307   (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 2.607) zur Verfügung, wovon ein Betrag von Tsd. EUR 1.307 (31. Dezember 2021:  Tsd. EUR 2.607) zum Bilanzstichtag ausgeschöpft wurde. Zum 31. Dezember 2022 betrug der gewogene Durchschnittszins-  satz dieser kurzfristigen, von ausländischen Tochterunternehmen genutzten Finanzierungen 10,400 % (31. Dezember 2021:  1,138 %). Die genannten Finanzierungen unterliegen üblichen Bankkonditionen.  
Im Vorjahr hat die Mayr-Melnhof Karton AG Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von   Tsd. EUR 1.125.000 aufgenommen, die sowohl einer fixen als auch variablen Verzinsung über Laufzeiten von 5 bis 18  Jahren unterliegen. Diese Darlehen dienten insbesondere zur Finanzierung der Akquisitionen der Werke MM Kotkamills,  Finnland, und MM Kwidzyn, Polen.  
Von den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten unterliegen Kredite in Höhe von Tsd. EUR 1.120.000 (31. Dezember 2021:   Tsd. EUR 1.065.725) einem fixierten Zinssatz, deren beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2022 Tsd. EUR 960.338  (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 1.112.777) beträgt. Dieser errechnet sich als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme dis-  kontiert mit der aktuell beobachtbaren Zinsstrukturkurve (Stufe 2). Die fortgeführten Anschaffungskosten stellen für vari-  abel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.  
Für die angeführten Finanzverbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Besicherungen. Zum 31. Dezember 2022 stehen   dem Konzern zudem nicht ausgeschöpfte langfristige Kreditlinien in Höhe von Tsd. EUR 480.058 (31. Dezember 2021:  Tsd. EUR 470.000) zur Verfügung.  
Zum 31. Dezember 2022 sind in den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten kurzfristig revolvierende Bankkredite in Höhe   von Tsd. EUR 67.980 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 37.980) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
94  
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Konzernabschluss  
14.2 Leasing  
Der Konzern ist bei Leasingtransaktionen überwiegend Leasingnehmer. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu   dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und als entsprechende  Leasingverbindlichkeit bilanziert.  
Leasingverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden mit dem Barwert der verbleibenden Lea-   singzahlungen bewertet.  
Grundsätzlich wird mit dem impliziten Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, abgezinst, sofern dieser bestimmbar   ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d. h. dem Zinssatz, den ein  Leasingnehmer für vergleichbare Transaktionen zahlen müsste.  
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von technischen Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeugen und Leasing-   verhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden nicht in der Bilanz, sondern als Aufwand  erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten.  
Der Konzern mietet und least vor allem Gebäude, Grundstücke, Lagerräume, Büro- und sonstige Einrichtungen, die für den   operativen Betrieb notwendig sind. Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen des Konzerns enthält Verlängerungs- und  Kündigungsoptionen. Der Konzern hat diese abgewogen und entsprechend berücksichtigt. Derartige Vertragskonditionen  werden dazu verwendet, um die maximale betriebliche Flexibilität in Bezug auf die vom Konzern genutzten Vermögens-  werte zu erhalten. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kann nur durch den Konzern  und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.  
Eine Übersicht über die in der Bilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten im Konzern zum 31. Dezember 2022 und   31. Dezember 2021 stellt sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 93.040 73.978
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 17.261 10.787
Leasingverbindlichkeiten 110.301 84.765
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse in 2022 betrugen Tsd. EUR 17.285 (2021: Tsd. EUR 10.851).  
Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden, stellen sich wie   folgt dar:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen 7.797 5.563
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 3.455 2.194
Aufwendungen für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert 1.623 621
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
15 LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Leistungsorientierte Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 „Leistungen an Arbeitneh-   mer“ nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) versicherungsmathematisch bewertet.  Der Barwert der Anwartschaften wird aufgrund der geleisteten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der  vertraglich bzw. gesetzlich verpflichtend vorgesehenen Rentenanpassungen berechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im  Personalaufwand erfasst; die Nettozinsen aus der Verzinsung der bilanzierten Rückstellung werden im „Sonstigen Finanz-  ergebnis netto“ erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Erträge aus Planvermögen unter  Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld bereits enthalten sind, werden gemäß IAS 19 im  sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.  
Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für kollektivvertragliche bzw. auf Basis von Betriebsvereinbarungen erworbene,   langfristige Ansprüche der Arbeitnehmer in Zusammenhang mit der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit nach dem Anwart-  schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“– laufendes Einmalprämienverfahren) versicherungsmathema-  tisch bewertet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst; die Nettozinsen aus der Verzinsung der bilanzier-  ten Rückstellung werden im „Sonstigen Finanzergebnis netto“ erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und  Verluste werden gemäß IAS 19 in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst.  
Rückstellungen für Altersteilzeit werden sowohl bei Abschluss von einzelvertraglichen als auch für zukünftig wahrscheinli-   che Altersteilzeitvereinbarungen gebildet, wenn die Arbeitnehmer aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträ-  gen einen Anspruch auf Altersteilzeit haben. Die zur Abdeckung der Altersteilzeitverpflichtungen gesetzlich vorgeschrie-  benen Wertpapierbesicherungen werden entsprechend dem Verwendungszweck mit den Rückstellungen für Altersteilzeit  saldiert, sofern diese die Voraussetzungen als Planvermögen erfüllen.  
Der Posten „Sonstige“ beinhaltet im Wesentlichen Nachsorgeverpflichtungen für Altlasten sowie Verpflichtungen für Umwelt-   schutzmaßnahmen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
96  
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Konzernabschluss  
15.1 Entwicklung der langfristigen Rückstellungen  
Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 75.762 42.798 13.200 18.074 149.834
Währungsumrechnungen (283) (441) 0 (316) (1.040)
Änderungen des Konsolidierungskreises (70) 536 0 11.933 12.399
Umbuchungen (1.107) (375) 0 0 (1.482)
Verbrauch (5.247) (3.980) (1.165) (209) (10.601)
Auflösung 0 0 (2.509) (154) (2.663)
Zuführung 2.294 2.757 1.135 432 6.618
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 (27.757) (5.164) 0 0 (32.921)
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen 1.252 0 0 0 1.252
Stand am 31. Dez. 2022 44.844 36.131 10.661 29.760 121.396
Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die langfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Jubiläums-
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen gelder Sonstige Gesamt
Stand am 1. Jan. 2021 81.960 37.284 13.806 9.951 143.001
Währungsumrechnungen 1.003 (751) 0 (95) 157
Änderungen des Konsolidierungskreises (3.739) 7.290 (727) 8.041 10.865
Umbuchungen 0 0 0 103 103
Verbrauch (4.335) (4.502) (608) (427) (9.872)
Auflösung (37) (4) (261) (3) (305)
Zuführung 1.884 2.059 990 504 5.437
Erfolgsneutrale Bewertung nach IAS 19 581 1.422 0 0 2.003
Versorgungszahlungen aus und Beiträge ins
Planvermögen (1.555) 0 0 0 (1.555)
Stand am 31. Dez. 2021 75.762 42.798 13.200 18.074 149.834
Zum 31. Dezember 2022 wurden im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung zur Besicherung von Rückstellungen für Al-   tersteilzeit Wertpapiere mit einem Marktwert in Höhe von Tsd. EUR 872 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 954) als Sicherheit  gewidmet, welche sowohl zum 31. Dezember 2022 als auch zum 31. Dezember 2021 verwendungskonform als Planver-  mögen von der zugrunde liegenden Verpflichtung in Abzug gebracht wurden.  
In der Position „Sonstige“ sind insbesondere langfristige Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen und Rückbauver-   pflichtungen in Höhe von Tsd. EUR 28.389 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 17.239) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
In der Division MM Board & Paper betreffen die Verpflichtungen vor allem Umweltschutzmaßnahmen im Zusammenhang   mit einer Deponie in Kwidzyn (Polen) sowie Nachsorgeverpflichtungen am ehemaligen Standort in Hirschwang. Die Rück-  bauverpflichtungen in der Division MM Packaging resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung mehrerer neu erwor-  bener Standorte der ehemaligen Essentra Packaging, Mietereinbauten nach Beendigung des Mietverhältnisses zu entfer-  nen. Die Rückstellungswerte sind mit ihren Barwerten in der Annahme der zu erwartenden Kosten unter Berücksichtigung  laufzeitspezifischer Zinssätze ermittelt.  
15.2 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen  
Der Großteil der Arbeitnehmer des Konzerns ist im Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge versichert, wobei die laufen-   den Beitragszahlungen in diese gesetzlichen Versorgungseinrichtungen im Zeitpunkt der Zahlung aufwandswirksam erfasst  werden. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge hat der Konzern bestimmten Arbeitnehmern leistungs- oder beitragsorien-  tierte Pensionszusagen erteilt. Diese Leistungszusagen hängen von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gege-  benheiten des jeweiligen Landes ab und richten sich in der Regel nach der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der begüns-  tigten Arbeitnehmer.  
Im Rahmen der beitragsorientierten Versorgungspläne leistet der Konzern fest vereinbarte Beiträge an externe Versor-   gungsträger, ohne dass der Konzern eine die Zahlung übersteigende Leistungsverpflichtung gegenüber dem Arbeitnehmer  eingeht. Diese laufenden Beitragszahlungen werden als Teil des Pensions- und Abfertigungsaufwandes der jeweiligen Pe-  riode ausgewiesen und betragen im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 13.684 (2021: Tsd. EUR 7.868).  
Die leistungsorientierten Personalverpflichtungen im Konzern setzen sich aus Pensionen und Abfertigungen zusammen.   Derartige Verpflichtungen bestehen in verschiedenen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt, im Wesent-  lichen jedoch in Deutschland, Österreich und Großbritannien.  
Die Verpflichtungen aus Pensionen umfassen die Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung für aktive und nach Erfül-   lung der Unverfallbarkeitsfristen für ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen sind dies Füh-  rungskräfte sowie Mitarbeiter, bei denen entsprechende Zusagen, die aus der Zeit vor dem Erwerb eines solchen Tochter-  unternehmens stammen, vom Konzern übernommen wurden. Die Verpflichtung besteht demnach sowohl gegenüber  Mitarbeitern in bestehenden Arbeitsverhältnissen als auch ausgetretenen sowie pensionierten Mitarbeitern.  
Die aufgrund der Pensionspläne vorgesehenen Zahlungen können sowohl auf dem im letzten Beschäftigungsjahr als auch   auf dem im Durchschnitt mehrerer Jahre bezogenen Gehalt eines Mitarbeiters beruhen und sind in der Regel von der  Beschäftigungsdauer abhängig. Die Versorgungsleistungen sind als Einmalzahlung oder als monatliche Rentenzahlung zu  gewähren. Im Fall von Rentenzahlungen trägt der Konzern das Risiko der Langlebigkeit und der Inflation aufgrund von  Rentenanpassungen in vollem Umfang.  
Der Konzern unterhält in Großbritannien einen Pensionsfonds, welcher durch ein Kuratorium, bestehend aus Gesellschafts-   vertretern und den Begünstigten des Pensionsfonds, verwaltet wird. Die Verantwortung für Investmententscheidungen und  Beitragspläne obliegt der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium.  
Die Verpflichtung aus der Abfertigung von Mitarbeitern umfasst gesetzliche und vertragliche Ansprüche auf einmalige   Abfertigungszahlungen des Konzerns an Arbeitnehmer, die aufgrund bestimmter Anlässe wie Arbeitgeberkündigung, ein-  vernehmliche Lösung des Dienstverhältnisses sowie Pensionierung oder Tod des Arbeitnehmers entstehen. Diese ist von  der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwart-   schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“ – laufendes Einmalprämienverfahren) bewertet und bilanziert.  Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsan-  sprüche versicherungsmathematisch berechnet. Die Bewertung erfolgte aufgrund von Annahmen und Einschätzungen zum  Bilanzstichtag. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren dabei der Diskontierungszinssatz, die geschätzte Lebenserwar-  tung, künftige Gehalts- bzw. Pensionsanpassungen sowie das Pensionseintrittsalter.  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der Versorgungsbe-   rechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Trends gegenüber den der Berechnung zugrunde gelegten Annahmen  ergeben, werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.  
Der Bewertung der leistungsorientierten Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden die folgenden versicherungs-   mathematischen Parameter zugrunde gelegt:  
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
(in %) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Diskontierungszinssatz 4,03 % 4,89 % 1,24 % 1,85 %
Gehaltstrend 3,06 % 4,16 % 2,47 % 3,01 %
Rententrend 2,79 % - 2,44 % -
Die oben stehenden Angaben stellen den gewichteten Durchschnitt über alle relevanten Gesellschaften des Konzerns dar.  
Die Berechnung für die Lebenserwartung erfolgte auf Basis lokaler Sterbetafeln. Diese sind im Wesentlichen für Österreich AVÖ   2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“ (2021: AVÖ 2018-P „Angestellte“ bzw. „Gemischt“), für Deutschland die Heubeck-Richt-  tafeln 2018 G (2021: 2018 G), für Großbritannien Post Retirement und Pre Retirement: S3PA CMI_2021_M/F [1,25 %] (2021:  S3PA CMI_2020_M/F [1,25 %]). Das Pensionseintrittsalter entspricht in aller Regel den jeweiligen länderspezifischen gesetzli-  chen Bestimmungen.  
Folgende Aufwendungen wurden für leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungszusagen erfasst:  
2022 2021
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 906 2.014 970 1.502
Zinsaufwand auf die in der Bilanz ausgewiesene Nettoverpflichtung 846 722 760 533
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 26 0 5
Planänderungen 396 (5) (4) 15
Verwaltungskosten aus der Anlage von Planvermögen 146 0 121 0
Nettoaufwand für Pensionen und Abfertigungen 2.294 2.757 1.847 2.055
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
99  
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Konzernabschluss  
Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt:  
2022 2021
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 143.634 42.798 142.106 37.284
Währungsumrechnungsdifferenzen (1.448) (442) 2.813 (751)
Änderungen des Konsolidierungskreises (70) 536 (252) 7.290
Aufwand für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 906 2.014 970 1.502
Zinsaufwand für bereits erworbene Ansprüche 1.744 722 1.429 533
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 26 0 5
Beiträge der Arbeitnehmer 74 0 0 0
Wertveränderungen (36.448) (5.163) 907 1.422
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von demografischen
Annahmen (z. B. Lebenserwartung, Pensionseintrittsalter) (1.501) (810) (209) 792
Davon (Gewinne)/Verluste aus der Änderung von finanziellen
Annahmen (z. B. Diskontierungszinssatz, Gehaltstrend, Rententrend) (36.541) (6.567) 1.555 (688)
Davon erfahrungsbedingte versicherungsmathematische
(Gewinne)/Verluste (Abweichung Istwerte von Planwerten) 1.594 2.214 (439) 1.318
Versorgungszahlungen (5.248) (3.980) (4.335) (4.502)
Umbuchungen (4.500) (375) 0 0
Planänderungen 396 (5) (4) 15
Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 99.040 36.131 143.634 42.798
Pensionen
(in Tausend EUR) 2022 2021
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 67.872 60.146
Währungsumrechnungsdifferenzen (1.163) 1.810
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 3.487
Zinsertrag 898 669
Verwaltungskosten (146) (121)
Wertveränderungen (4.110) 326
Davon Rendite des Planvermögens nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrages (4.110) 326
Beiträge der Arbeitgeber 1.768 3.705
Beiträge der Arbeitnehmer 74 0
Versorgungszahlungen aus dem Plan (3.020) (2.150)
Umbuchungen (3.393) 0
Marktwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres 58.780 67.872
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
100  
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Konzernabschluss  
Eine Übersicht über die geografische und divisionale Verteilung des Nettoaufwandes für leistungsorientierte Pensionen   und Abfertigungen, des Anwartschaftsbarwertes sowie des Marktwertes des Planvermögens stellt sich für die Geschäfts-  jahre 2022 und 2021 wie folgt dar:  
2022
MM Board & Paper MM Packaging
Restliche Restliche
(in Tausend EUR) Deutschland Österreich Länder1) Gesamt Deutschland Österreich Länder Gesamt
Nettoaufwand für Pensionen
und Abfertigungen 283 696 941 1.920 719 1.414 998 3.131
Anwartschaftsbarwert am Ende
des Geschäftsjahres 14.249 33.924 38.559 86.732 24.971 13.945 9.523 48.439
Marktwert des Planvermögens
am Ende des Geschäftsjahres 860 28.766 27.338 56.964 849 656 311 1.816
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
2021
MM Board & Paper MM Packaging
Restliche Restliche
(in Tausend EUR) Deutschland Österreich Länder1) Gesamt Deutschland Österreich Länder Gesamt
Nettoaufwand für Pensionen
und Abfertigungen 286 700 309 1.295 691 939 977 2.607
Anwartschaftsbarwert am Ende
des Geschäftsjahres 20.047 44.841 55.221 120.109 36.413 21.757 8.153 66.323
Marktwert des Planvermögens
am Ende des Geschäftsjahres 881 29.197 32.825 62.903 846 3.788 335 4.969
1) Darin ist im Wesentlichen ein Pensionsfonds in Großbritannien inkludiert.  
Für das Geschäftsjahr 2023 werden im Konzern Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von Tsd. EUR 1.515   erwartet. Darin enthalten ist eine Verpflichtung zur Aufstockung des Planvermögens und für sonstige Aufwendungen in  Großbritannien in Höhe von Tsd. EUR 1.116.  
Zusammensetzung des Planvermögens  
In Österreich und Deutschland besteht Planvermögen für Pensionsverpflichtungen in Form von Rückdeckungsversicherun-   gen, die an die jeweiligen Begünstigten verpfändet wurden. Die Rückdeckungsversicherungen werden bedarfsgerecht  durch den Konzern aufgestockt.  
Weiteres Planvermögen ist einem Pensionsfonds in Großbritannien zuzurechnen und wird durch ein externes Vermögens-   management gemäß den Richtlinien des dafür zuständigen Kuratoriums veranlagt. Die derzeitigen Richtlinien sehen eine  anteilige Investition von 30 % bis 40 % in Eigenkapitalinstrumente und 60 % bis 70 % in Fremdkapitalinstrumente vor; zur  Streuung des Ausfallrisikos ist eine Mindestdiversifikation vorgeschrieben, indem einzelne Investments auf den Wert von  2 % des Portfolios und die Summe aller Investments in ein Unternehmen auf den Wert von 4 % des Portfolios limitiert sind.  Investments in Private Equity Funds und Hedge Funds sind untersagt. Ziel des Vermögensmanagements ist die Renditema-  ximierung bei einem angemessenen Risikoniveau; zur Messbarkeit der Zielerreichung werden dem Vermögensmanage-  ment indexbasierte Benchmarks vorgegeben. Der Konzern ist dazu verpflichtet, entsprechend einem mehrjährigen Bei-  tragsplan laufende Einzahlungen in das Planvermögen in Großbritannien zu leisten. Des Weiteren besteht Planvermögen in  Form eines Pensionsfonds auf den Philippinen und einer Sammelstiftung in der Schweiz.  
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101  
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Konzernabschluss  
Die Portfoliostruktur des Planvermögens an den Bewertungsstichtagen 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 stellt   sich wie folgt dar:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 in % 31. Dez. 2021 in %
Eigenkapitalinstrumente:
– Entwickelte Märkte 7.626 9.951
– Schwellenländer 1.161 994
Gesamt 8.787 15 % 10.945 16 %
Fremdkapitalinstrumente:
– Unternehmensanleihen 9.996 13.216
– Staatsanleihen 2.319 2.021
Gesamt 12.315 21 % 15.237 22 %
Verpfändete Rückdeckungsversicherungen 36.350 62 % 40.439 60 %
Geldmarktveranlagungen/Bankguthaben 1.328 2 % 1.251 2 %
Gesamt 58.780 100 % 67.872 100 %
Alle Instrumente der Kategorien Eigenkapitalinstrumente und Fremdkapitalinstrumente werden auf aktiven Märkten ge-   handelt. Die Ratings der Investments in Fremdkapitalinstrumente entsprechen mindestens einem „Investment Grade“.  
Marktpreisrisiken des Planvermögens  
Die Rendite des Planvermögens ist gemäß IAS 19 in Höhe des Diskontierungssatzes für die zugrunde liegenden Verpflich-   tungen anzunehmen. Dies entspricht der Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Sofern dabei die tatsäch-  liche Rendite des Planvermögens den angewandten Diskontierungszinssatz überschreitet (unterschreitet), vermindert (er-  höht) sich die Nettoverpflichtung aus den bestehenden Plänen. Aufgrund der Aktienquote im Planvermögen in  Großbritannien kann einerseits die tatsächliche Rendite langfristig über der Rendite von Unternehmensanleihen guter Bonität  liegen, sich aber andererseits eine kurzfristig höhere Volatilität des Planvermögens ergeben. Das diesbezügliche Kursrisiko  erachtet der Konzern aber aufgrund des niedrigen Aktienanteiles am gesamten Planvermögen als überschaubar. Zudem kön-  nen die in den kommenden Jahren fällig werdenden Verpflichtungen aus dem laufenden Cash Flow des Konzerns und den  übrigen Bestandteilen des Planvermögens bedient werden.  
Die Nettoverpflichtung aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen und die Überleitung zu den Bilanzwerten stellen   sich wie folgt dar:  
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
(in Tausend EUR) Pensionen Abfertigungen Pensionen Abfertigungen
Anwartschaftsbarwert 99.040 36.131 143.634 42.798
Davon durch Rückstellungen gedeckte Versorgungsansprüche 37.846 36.131 58.308 42.798
Davon fondsfinanzierte Versorgungsansprüche 61.194 0 85.326 0
Abzüglich Marktwert des Planvermögens (58.780) 0 (67.872) 0
Nettoverpflichtung 40.260 36.131 75.762 42.798
Effekt durch Planvermögensbegrenzung 4.584 0 0 0
Als langfristige Rückstellung bilanzierte Nettoverpflichtung 44.844 36.131 75.762 42.798
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
102  
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Konzernabschluss  
In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für Rückstellungen aus Pensionen und Abfertigungen wurden die Auswirkungen   resultierend aus möglichen Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen  dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant ge-  halten wurden.  
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2022
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 11,2 % Anstieg um 11,8 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,6 % Abnahme um 2,6 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 7,5 % Abnahme um 7,0 %
Erhöhung der Annahme
um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 0,5 %
Lebenserwartung Anstieg um 2,7 %
Auswirkung auf Anwartschaftsbarwert 2021
Veränderung der Erhöhung der Verminderung der
(in %) Annahme um Annahme Annahme
Diskontierungszinssatz 1,00 % Abnahme um 13,6 % Anstieg um 14,4 %
Gehaltstrend 1,00 % Anstieg um 2,8 % Abnahme um 2,8 %
Rententrend 1,00 % Anstieg um 9,6 % Abnahme um 9,2 %
Erhöhung der Annahme
um 1 Jahr
Pensionseintrittsalter Abnahme um 0,9 %
Lebenserwartung Anstieg um 3,0 %
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag 12,0 Jahre   (31. Dezember 2021: 14,3 Jahre).  
Bezogen auf die tatsächlichen Auszahlungen hinsichtlich der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen stellen sich die   erwarteten Fälligkeiten in den nächsten zehn Jahren zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 wie folgt dar:  
Weniger als Zwischen Zwischen Zwischen
(in Tausend EUR) 1 Jahr 1 2 Jahren 2 5 Jahren 5 10 Jahren Gesamt
Zum 31. Dez. 2022
Versorgungspläne 6.714 6.840 23.068 50.922 87.544
Zum 31. Dez. 2021
Versorgungspläne 7.049 6.726 22.106 49.662 85.543
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
103  
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Konzernabschluss  
16 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN  
Kurzfristige Verbindlichkeiten werden im Regelfall mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.  
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 499.677 (31. Dezember 2021:   Tsd. EUR 437.726) sind zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen  Vermögenswerten in Höhe von Tsd. EUR 26.441 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 23.222) enthalten, welche in der Konzern-  geldflussrechnung im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit als nicht zahlungswirksame Transaktionen berücksichtigt  wurden, sowie erhaltene Anzahlungen von Kunden in Höhe von Tsd. EUR 5.823 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 4.550).  
17 RECHNUNGSABGRENZUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN  
Abgegrenzte Schulden stellen Schulden dar, bei denen der Zeitpunkt der Inanspruchnahme und/oder die Höhe nicht   vollständig sicher, jedoch mit einem hohen Grad an Sicherheit bestimmbar sind. Auch wenn zur Bestimmung ihrer Höhe  oder ihres zeitlichen Eintretens gelegentlich Einschätzungen erforderlich sind, ist der Bestimmtheitsgrad bei abgegrenzten  Schulden deutlich höher als bei Rückstellungen. Daher werden sie je nach Zugehörigkeit unter den Verbindlichkeiten aus  Lieferungen und Leistungen (siehe Anhangangabe 16) und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, vor allem im Personal-  und Sozialbereich, dargestellt.  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich 129.726 103.180
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 32.090 5.957
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 31.928 20.058
Passive Rechnungsabgrenzungen 30.850 10.153
Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni 30.304 22.049
Sonstige Verbindlichkeiten - Zinsabgrenzungen 14.402 13.328
Sonstige Verbindlichkeiten 27.403 23.903
Rechnungsabgrenzungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 296.703 198.628
Davon finanzielle Verbindlichkeiten 73.188 42.909
Davon nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 223.515 155.719
Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich umfassen vor allem Prämien und Tantiemen an Mitarbeiter, nicht kon-   sumierte Urlaube sowie sonstige abgegrenzte Verpflichtungen aus dem Personalbereich.  
Die Berechnung der Verbindlichkeiten für Kundenrabatte und -boni erfolgt auf Basis der in den geltenden Kundenverein-   barungen enthaltenen Bonus- bzw. Rabattansprüche. Boni sind so ausgestaltet, dass Kunden rückwirkend eine Rücker-  stattung erhalten, wenn innerhalb einer Abrechnungsperiode ein gewisses Abnahmevolumen erreicht wurde.  
Die Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des erstmaligen Ansatzes eines   Derivates aufgrund des Wegfalls der „Own-Use-Exemption“ im Zuge der Absicherung von Rohstoffpreisen in Finnland  (siehe Anhangangabe 7).  
Die Zinsabgrenzungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Namensschuldver-   schreibungen im Vorjahr.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
104  
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Konzernabschluss  
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem   Erwerb der Eson Pac-Gruppe sowie Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beratungsleistungen.  
18 KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN  
Rückstellungen werden gebildet, soweit der Konzern gegenüber Dritten eine gegenwärtige rechtliche oder faktische −   Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und  deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Einschätzung des  Erfüllungsbetrages der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag.  
Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht wie im Fall der gesetzlichen Gewährleistung , wird die Wahr-   scheinlichkeit einer Vermögensminderung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch  dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthal-  tene Verpflichtung gering ist.  
Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 6.523 8.818 32.877 48.218
Währungsumrechnungen (101) 14 (124) (211)
Änderungen des Konsolidierungskreises (68) 422 (148) 206
Verbrauch (2.203) (8.184) (5.520) (15.907)
Auflösung (599) (258) (19.964) (20.821)
Zuführung 2.054 8.947 7.781 18.782
Stand am 31. Dez. 2022 5.606 9.759 14.902 30.267
Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:  
Restrukturierungs- Sonstige
(in Tausend EUR) Absatzbereich rückstellungen Rückstellungen Gesamt
Stand am 1. Jan. 2021 4.036 11.208 6.688 21.932
Währungsumrechnungen (208) 0 3 (205)
Umbuchungen 0 0 97 97
Änderungen des Konsolidierungskreises (115) 0 21.413 21.298
Verbrauch (795) (4.972) (10.449) (16.216)
Auflösung (351) 0 (1.341) (1.692)
Zuführung 3.956 2.582 16.466 23.004
Stand am 31. Dez. 2021 6.523 8.818 32.877 48.218
Die Rückstellungen im Absatzbereich werden für Produkthaftung und Gewährleistungen sowie Warenrückgaben gebildet.   Die Rückstellung für Produkthaftung und Gewährleistungen basiert sowohl auf gesetzlichen als auch auf vertraglichen  Grundlagen. Für die Berechnung werden einerseits Einzelrisiken bewertet und andererseits ein Gesamtrisiko auf Basis von  Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ermittelt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die Restrukturierungsrückstellungen zum 31. Dezember 2022 resultieren im Wesentlichen aus der Stilllegung der kleine-   ren Kartonmaschine am Standort Kolicevo (siehe Anhangangabe 5).  
Der Posten „Sonstige Rückstellungen“ beinhaltet im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten, sonstige Steu-   errückstellungen sowie eine Vielzahl an unwesentlichen Einzelsachverhalten. Der Rückgang zum Vorjahr resultierte insbe-  sondere aus der Auflösung von kurzfristigen Rückstellungen im Zusammenhang mit CO2-Zertifikaten aufgrund ausreichen-  der Deckung zum Bilanzstichtag.  
19 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Die Mayr-Melnhof Karton AG und ihre Tochterunternehmen sind in zwei Geschäftsbereichen, der Karton- und Papiererzeu-   gung (Division MM Board & Paper) und der Herstellung von Faltschachteln bzw. Verpackungen (Division MM Packaging),  tätig. Der Konzern ist diesen Geschäftsbereichen entsprechend organisiert und wird auf Basis der für die beiden Ge-  schäftsbereiche erstellten Finanzinformationen vom Vorstand geleitet. Daher entsprechen die Segmente den beiden  Geschäftsbereichen.  
In der Division MM Board & Paper werden zahlreiche Kartonsorten, überwiegend gestrichener Faltschachtelkarton auf   Basis von Recycling- und Frischfasern, hergestellt und vertrieben. Im Zuge der strategischen Akquisitionen der Karton-  und Papierwerke Kwidzyn, Polen, und Kotkamills, Finnland, im Vorjahr wurden zusätzlich Kraftpapiere und ungestrichene  Feinpapiere als neue Geschäftsfelder in die Division MM Board & Paper aufgenommen.  
Die Division MM Packaging verarbeitet Karton zu bedrucktem Faltschachtelkarton, der von einem breiten Kundenspektrum   wie der Nahrungsmittelindustrie oder Konsumgüterproduzenten abgenommen wird (z. B. Verpackungen für Frühstücksze-  realien, Trockennahrung, Zucker, Süß- und Backwaren, Kosmetika, Waschmittel, Haushaltsartikel, Spielwaren, Tabakpro-  dukte, Pharmaprodukte und hochwertige Süßware). Durch die Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac im  Geschäftsfeld Pharma & Health Care ist MM Packaging auch in der Produktion von Beipackzetteln und Etiketten tätig.  
Die Daten aus dem Managementinformationssystem, die der Segmentberichterstattung zugrunde liegen, basieren grund-   sätzlich auf den im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Zentralbereiche werden  analog zur Vorgehensweise im Managementinformationssystem mithilfe eines Umlageverfahrens vollständig auf die Seg-  mente verteilt. Ergebnisse aus Transaktionen zwischen den Segmenten werden bereits in den Segmentergebnisgrößen  eliminiert.  
Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des betrieblichen Ergebnisses und des Jahresüberschusses, so,   wie sie in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung dargestellt werden.  
Die Umsätze innerhalb der Segmente finden zu fremdüblichen Konditionen statt.  
Die Umsätze werden nach dem Bestimmungslandprinzip jenen Ländern zugerechnet, in welche die Waren geliefert wer-   den. Langfristig nutzbare Vermögenswerte werden nach den Standorten der jeweiligen Einheiten aufgeteilt.  
Investitionen bzw. Abschreibungen und Wertminderungen bezeichnen den Erwerb bzw. die Amortisation und Wertminde-   rungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten inklusive Geschäfts(Firmen)werten (siehe Anhangangabe 6).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
106  
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Konzernabschluss  
Umsatzrealisierung  
Umsatzerlöse enthalten alle Erträge, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des MM Konzerns resultieren, und umfassen   Erträge aus Verkäufen von einer vielfältigen Palette an Kartonsorten sowie Faltschachteln. Die unter bestimmten Voraus-  setzungen geforderte Trennung von Leistungsverpflichtungen kann in Abhängigkeit von den im Einzelfall mit den Kunden  vereinbarten Lieferkonditionen zu separierende Leistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Transportdienstleistun-  gen ergeben, die im MM Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen gibt es im Konzern keine wesentlichen  Mehrkomponentenverträge, die z. B. neben Warenlieferungen auch Dienstleistungen beinhalten. Werkzeuge, wie z. B.  Stanzformen und Gravuren, werden nicht als einzelne Leistungsverpflichtung betrachtet, da diese zur Vertragserfüllung  notwendig sind.  
Die Gegenleistung, zu deren Erhalt der Konzern im Austausch für die Lieferung seiner Waren berechtigt ist, setzt sich aus   dem Preis der zu liefernden Güter und einer etwaigen variablen Komponente, in Form von Kundenrabatten und -boni,  zusammen und ist auf Ziel zahlbar. Eine Finanzierungskomponente liegt aufgrund der vereinbarten Zahlungsziele nicht vor.  Die variable Komponente wird als „Verbindlichkeit für Kundenrabatte und -boni“ berücksichtigt. Die Höhe dieser Verbind-  lichkeit richtet sich nach dem wahrscheinlichen Anspruch des Kunden und wird regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls  angepasst.  
Die Erfassung der Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Karton und Faltschachteln erfolgt auf Basis der   vereinbarten Lieferkonditionen (Incoterms) zeitpunktbezogen.  
Die Segmentberichterstattung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:  
2022
MM
(in Tausend EUR) Board & Paper MM Packaging Eliminierungen Konzern
Außenumsätze 2.514.362 2.167.698 0 4.682.060
Konzerninterne Umsätze 235.610 988 (236.598) 0
Gesamte Umsatzerlöse 2.749.972 2.168.686 (236.598) 4.682.060
Betriebliches Ergebnis 380.959 129.313 0 510.272
Finanzerträge 944 3.947 (641) 4.250
Finanzaufwendungen (26.007) (6.783) 641 (32.149)
Ergebnis vor Steuern 353.008 113.892 0 466.900
Steuern vom Einkommen und Ertrag (87.267) (34.389) 0 (121.656)
Jahresüberschuss 265.742 79.502 0 345.244
Investitionen 194.294 150.786 0 345.080
Abschreibungen (104.072) (94.531) 0 (198.603)
Wertminderungen1) (14.297) (6.749) 0 (21.046)
Segment-Aktiva 3.045.180 2.260.406 (486.948) 4.818.638
Segment-Verbindlichkeiten 1.954.961 1.391.274 (486.948) 2.859.287
Mitarbeiter zum 31. Dezember 4.776 10.864 0 15.640
1) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
107  
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Konzernabschluss  
2021
MM
(in Tausend EUR) Board & Paper MM Packaging Eliminierungen Konzern
Außenumsätze 1.428.838 1.640.876 0 3.069.714
Konzerninterne Umsätze 132.233 759 (132.992) 0
Gesamte Umsatzerlöse 1.561.071 1.641.635 (132.992) 3.069.714
Betriebliches Ergebnis 107.694 161.921 0 269.615
Finanzerträge 394 3.231 (306) 3.319
Finanzaufwendungen (20.678) (3.997) 306 (24.369)
Ergebnis vor Steuern 86.766 157.783 0 244.549
Steuern vom Einkommen und Ertrag (16.845) (37.003) 0 (53.848)
Jahresüberschuss 69.921 120.780 0 190.701
Investitionen 113.082 144.716 0 257.798
Abschreibungen (75.156) (73.797) 0 (148.953)
Wertminderungen1) (2.395) 0 0 (2.395)
Segment-Aktiva 2.747.648 1.597.304 (330.734) 4.014.218
Segment-Verbindlichkeiten 1.865.433 817.637 (330.730) 2.352.340
Mitarbeiter zum 31. Dezember 4.787 7.705 0 12.492
1) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die folgende Aufstellung zeigt die Verteilung der Umsatzerlöse nach den jeweiligen Bestimmungsländern sowie der langfris-   tig nutzbaren Vermögenswerte und der getätigten Investitionen nach Unternehmensstandorten:  
2022 2021
Langfristige Langfristige
Vermögens- Vermögens-
(in Tausend EUR) Umsatzerlöse werte Investitionen Umsatzerlöse werte Investitionen
Europa 3.751.311 2.577.522 309.507 2.367.264 2.226.434 231.617
Österreich 85.812 541.586 72.119 65.193 527.808 74.996
Deutschland 802.924 325.966 55.540 509.420 280.394 40.933
Polen 684.092 737.584 53.555 374.298 727.630 36.333
Frankreich 419.376 85.716 10.380 296.988 79.729 11.571
Großbritannien 319.505 164.509 18.771 232.191 24.811 18.427
Übriges Europa 1.439.602 722.161 99.142 889.174 586.062 49.357
Amerika 239.956 123.804 13.201 146.814 33.941 3.547
Übrige Welt 690.793 129.005 22.372 555.636 144.449 22.634
Gesamt 4.682.060 2.830.331 345.080 3.069.714 2.404.824 257.798
Langfristig nutzbare Vermögenswerte sowie Investitionen beinhalten die Posten Sachanlagen und immaterielle Vermögens-   werte inklusive Geschäfts(Firmen)werten (siehe Anhangangabe 6). Investitionen beinhalten darüber hinaus auch geleistete  Anzahlungen (siehe Anhangangabe 12).  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Erträge aus Energieverkäufen 44.091 11.285
Mieterträge 3.443 1.750
Versicherungserträge 2.577 1.787
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto (628) 9.497
Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen 0 47.335
Sonstige Erträge 21.381 13.206
Sonstige betriebliche Erträge 70.864 84.860
Die Erträge aus Energieverkäufen ergeben sich in 2022 insbesondere aus Gasrückverkäufen in Finnland resultierend aus   niedrigeren Verbräuchen aufgrund von umbaubedingten Produktionsstillständen.  
Die Veräußerungsgewinne und –verluste aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten – netto beinhalten diverse   Abgänge von untergeordneter Bedeutung. Im Vorjahr waren darin im Wesentlichen Gewinne aus dem Verkauf von „zur  Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten“ im Zusammenhang mit der Stilllegung von Hirschwang enthalten.  
Die Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen beinhalteten im Vorjahr Tsd. EUR 46.175 aus der Veräu-   ßerung der Standorte in Eerbeek und Baiersbronn sowie Tsd. EUR 1.160 aus der Entkonsolidierung von Al-Ekbal Printing  and Packaging Co., Amman, Jordanien.  
Die Position „Sonstige Erträge“ enthält zu einem Großteil Erträge aus Energieeffizienzrückvergütungen in Höhe von   Tsd. EUR 11.736 (2021: Tsd. EUR 4.385) sowie eine Vielzahl von Einzelsachverhalten.  
21 AUFWENDUNGEN NACH AUFWANDSARTEN  
Die Darstellung der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Die nachfolgenden   Tabellen zeigen eine Aufgliederung nach Aufwandsarten für das Geschäftsjahr 2022 bzw. das Geschäftsjahr 2021:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Materialaufwand und bezogene Leistungen 2.862.084 1.798.630
Personalaufwand 660.610 540.472
Abschreibungen 198.603 148.953
Wertminderungen1) 21.046 2.395
Sonstiger Aufwand 500.309 394.509
Summe Herstellungskosten, Vertriebs- und Verwaltungskosten, sonstige betriebliche Aufwendungen 4.242.652 2.884.959
1) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Materialaufwand und bezogene Leistungen 2.862.084 1.798.630
Personalaufwand 447.673 375.296
Abschreibungen 158.640 123.385
Wertminderungen1) 21.046 2.395
Sonstiger Aufwand 65.302 113.851
Herstellungskosten 3.554.745 2.413.557
1) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Personalaufwand 212.937 165.176
Abschreibungen 39.963 25.568
Wertminderungen1) 0 0
Sonstiger Aufwand 435.007 280.658
Summe Vertriebs- und Verwaltungskosten, sonstige betriebliche Aufwendungen 687.907 471.402
1) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
22 PERSONALAUFWAND  
Der Personalaufwand setzt sich über alle Bereiche des Konzerns wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Bruttolöhne 257.527 211.062
Bruttogehälter 263.932 202.683
Aufwendungen für Abfertigungen 6.705 21.871
Aufwendungen für Altersversorgung 13.913 8.336
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 100.090 84.197
Sonstige Sozialaufwendungen 18.443 12.323
Gesamt 660.610 540.472
Die durchschnittlichen Personalstände stellen sich wie folgt dar:  
(Anzahl der Personen) 2022 2021
Arbeiter 10.471 8.489
Angestellte 3.153 2.529
Gesamt 13.624 11.018
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
110  
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Konzernabschluss  
Vergütung des Managements  
Das Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns besteht aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Vergü-   tungen des Managements sind nachfolgend dargestellt:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen (inkl. Aufsichtsratsvergütungen) 10.037 10.230
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.167 1.147
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.517 0
Langfristig fällige Leistungen (Vorstand) 866 326
Gesamt 14.587 11.703
Bedingung für die Auszahlung der langfristig fälligen Leistungen (langfristige Erfolgsbeteiligung) ist das Erreichen einer   gewissen Operating Margin für die jeweils nächsten drei Jahre aufgrund einer Drei-Jahresplanung. Für eine zu Beginn  festgelegte Operating Margin steht dem Vorstand eine Erfolgsbeteiligung in einer definierten Höhe zu. Abweichungen von  dieser durchschnittlichen Operating Margin führen zu Zu- bzw. Abschlägen von dem Zielbetrag.  
Die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Fixbezüge 2.456 2.492
Variable Vergütung 6.840 7.347
Gesamt 9.296 9.839
Die Rückstellung für die noch nicht ausbezahlten variablen Vergütungen betrug zum 31. Dezember 2022 Tsd. EUR 8.667   (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 6.918).  
An ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene wurde im Geschäftsjahr 2022 die Firmenpension von Tsd. EUR 1.037   (2021: Tsd. EUR 841) bezahlt.  
Die Bezüge der von der Kapitalgeberseite entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2022   Tsd. EUR 741 (2021: Tsd. EUR 717).  
23 AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSSPRÜFER  
Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH wurde von der 28. Ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2022 zum Jahres-   und Konzernabschlussprüfer der Mayr-Melnhof Karton AG bestellt und prüft darüber hinaus die Einzelabschlüsse aller  wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2022 betragen die Aufwendungen für Leistungen  der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH in Österreich Tsd. EUR 807 (2021: Tsd. EUR 743), davon entfallen Tsd. EUR 781 (2021:  Tsd. EUR 644) auf Prüfung und andere Bestätigungsleistungen und Tsd. EUR 26 (2021: Tsd. EUR 99) auf sonstige Leistungen.  
24 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN  
Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Weder zum 31. Dezember 2022 noch zum   31. Dezember 2021 wurden Entwicklungskosten aktiviert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
111  
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Konzernabschluss  
Die während des Geschäftsjahres 2022 in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfassten Forschungs- und   Entwicklungskosten belaufen sich auf Tsd. EUR 7.429 (2021: Tsd. EUR 4.580).  
25 FINANZERTRÄGE  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Zinserträge aus Bankguthaben 4.063 3.230
Sonstige Finanzerträge 187 89
Summe Finanzerträge 4.250 3.319
26 FINANZAUFWENDUNGEN  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten (22.686) (17.533)
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten (2.919) (1.867)
Sonstige Finanzaufwendungen (6.544) (4.969)
Summe Finanzaufwendungen (32.149) (24.369)
Die Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Zinsen im Zusammenhang mit der Auf-   nahme von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in 2021. Die sonstigen Finanzaufwendungen bein-  halten insbesondere die Bereitstellungsprovision für nicht ausgenützte Kreditlinien sowie Provisionen im Zusammenhang  mit Erwerbsfinanzierungen.  
27 SONSTIGES FINANZERGEBNIS – NETTO  
(in Tausend EUR) 2022 2021
Wechselkursgewinne und -verluste – netto (15.386) (3.862)
Nettozinsaufwand aus Personalverpflichtungen (1.701) (1.367)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 1.376 720
Dividendenerträge 408 606
Ergebnis aus der Hyperinflationsanpassung (IAS 29) 353 0
Übrige sonstige Finanzerträge 6 388
Übrige sonstige Finanzaufwendungen (529) (501)
Sonstiges Finanzergebnis – netto (15.473) (4.016)
Die Wechselkursgewinne und -verluste – netto in 2022 beinhalten insbesondere Bewertungseffekte eines transaktionsab-   hängigen EUR/GBP-Fremdwährungstermingeschäftes („Deal Contingent Forward“) für die Absicherung der Fremdwäh-  rungsrisiken aus der Kaufpreisverpflichtung der Essentra Packaging-Gruppe. Der negative Bewertungseffekt betrug  Tsd. EUR -7.839.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
112  
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Konzernabschluss  
28 ERGEBNIS JE AKTIE  
Der Gewinn je Aktie wird gemäß IAS 33 „Ergebnis je Aktie“ ermittelt. Demnach sind zwei Kenngrößen, der unverwässerte   und der verwässerte Gewinn je Aktie, zu berechnen und auszuweisen. Der unverwässerte Gewinn je Aktie wird durch die  Division des auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallenden Anteiles am Jahresüberschuss durch die gewichtete durch-  schnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien während des Geschäftsjahres ermittelt. Da es weder zum 31. Dezember 2022  noch zum 31. Dezember 2021 verwässerungsfähige Aktienbezugsrechte gibt, war eine Berechnung des verwässerten Ge-  winnes je Aktie nicht erforderlich. Dieser entspricht somit dem unverwässerten Gewinn je Aktie.  
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunter-   nehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des  Jahres im Umlauf befinden, geteilt.  
2022 2021
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Tausend EUR) 343.793 189.174
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien 20.000.000 20.000.000
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes unverwässertes Ergebnis
je Aktie (in EUR) 17,19 9,46
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2022, unverändert zum Vorjahr, 20.000.000 Stück.  
29 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN  
Verpflichtungen aus anhängigen Verfahren bzw. ähnliche Ansprüche  
Gegen den Konzern sind verschiedene Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig, die sich aus der gewöhnlichen Ge-   schäftstätigkeit ergeben. Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen geht der Konzern davon aus, dass alle  Verfahren bzw. Ansprüche keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage oder das konsolidierte Ergebnis haben werden,  obwohl der Ausgang einzelner Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann.  
Umweltverpflichtungen  
Der Konzern unterliegt in Umweltangelegenheiten verschiedenen staatlichen Auflagen und Gesetzen in den jeweiligen   Ländern. Ausgaben für jene Maßnahmen, die der Behebung von Umweltangelegenheiten aus der vergangenen Geschäfts-  tätigkeit zuzuordnen sind und die keinen nennenswerten zukünftigen Nutzen erwarten lassen, werden sofort aufwands-  wirksam erfasst. Sofern ein Aufwand wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet der Konzern Rückstel-  lungen für Umweltrisiken und Nachsorgeverpflichtungen (siehe Anhangangabe 15).  
Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Die Verpflichtungen aus verbindlich kontrahierten Investitionsprojekten für Sachanlagen betragen zum   31. Dezember 2022 Tsd. EUR 201.754 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 136.440). Diese Entwicklung ist insbesondere auf  geplante konzernweite Investitionsprogramme mit Fokus auf Ausbau und Erneuerung zurückzuführen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
30 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN  
Der Aufwand für von sonstigen nahestehenden Unternehmen bezogene Rohstoffe für die Kartonerzeugung betrug im   Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 7.317 (2021: Tsd. EUR 5.497). Zum 31. Dezember 2022 bestanden gegenüber sonstigen  nahestehenden Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 0  (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 606).  
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. EUR 2.501 (2021:   Tsd. EUR 423) erzielt. Zum 31. Dezember 2022 bestanden gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Liefe-  rungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. EUR 672 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 45).  
Der Aufwand für von Gemeinschaftsunternehmen bezogene Rohstoffe betrug im Geschäftsjahr 2022 Tsd. EUR 7.451   (2021: Tsd. EUR 4.206). Zum 31. Dezember 2022 bestanden gegenüber Gemeinschaftsunternehmen Verbindlichkeiten aus  Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. EUR 713 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 826).  
Die Geschäfte mit diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.  
Als nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns (aktive Vorstands- und Aufsichtsratsmit-   glieder der Mayr-Melnhof Karton AG) und deren nahe Angehörige anzusehen. Für Informationen zu Managementvergütung  siehe Anhangangabe 22.  
Der Aufwand für von zwei Aufsichtsratsmitgliedern erbrachte Beratungsleistungen betrug im Geschäftsjahr 2022   Tsd. EUR 40 (2021: Tsd. EUR 143). Zum 31. Dezember 2022 bestanden in diesem Zusammenhang Verbindlichkeiten in  Höhe von Tsd. EUR 0 (31. Dezember 2021: Tsd. EUR 30). Es wurden marktübliche Sätze für derartige Beratungsleistungen  in Rechnung gestellt.  
Für Informationen zu Beiträgen in den britischen Pensionsplan siehe Anhangangabe 15.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente  
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks und kurzfristig veranlagte Sicht-   einlagen bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Zahlungsmittel in Fremdwährung  werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Die so definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente liegen der Kon-  zerngeldflussrechnung zugrunde und beinhalten:  
(in Tausend EUR) 31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
Festgeld 51.009 52.279
Bank- und Kassenbestand 228.235 306.474
Sonstige gebundene Bankguthaben 819 793
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 280.063 359.546
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode vom Konzernabschluss abgeleitet, die Cash   Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden hingegen direkt anhand der Geldzu- und -abflüsse ermittelt.  
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit erhöhte sich von Tsd. EUR 269.820 auf Tsd. EUR 299.738. Diese Veränderung   resultiert im Wesentlichen aus einem höheren cashwirksamen Ergebnis, welchem ein starker Anstieg im Working Capital  gegenüberstand.  
Die sonstigen Anpassungen im Cash Flow aus dem Ergebnis resultieren vor allem aus der Veränderung der langfristigen   Rückstellungen sowie Effekten aus Wechselkursänderungen.  
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von Tsd. EUR -891.401 auf Tsd. EUR -573.297. Diese Verän-   derung stammt im Wesentlichen aus der Bezahlung der Kaufpreise für den Erwerb von Eson Pac in Höhe von  Tsd. EUR 52.066 und Essentra Packaging in Höhe von Tsd. EUR 338.075, welchen Einzahlungen aus dem Verkauf der  russischen Packagingwerke in Höhe von Tsd. EUR 134.000 gegenüberstanden. Die Auszahlungen für den Erwerb von  Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten erhöhten sich dem intensivierten Investitionsprogramm entsprechend  von Tsd. EUR 248.430 im Vorjahr auf Tsd. EUR 329.388 im Geschäftsjahr 2022.  
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich vor allem aufgrund der Aufnahme von Schuldscheindarlehen   und Namensschuldverschreibungen im Vorjahr von Tsd. EUR 836.889 auf Tsd. EUR 191.894.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
Die folgende Aufstellung zeigt eine Überleitung der Finanzverbindlichkeiten aus zahlungswirksamen und nicht zahlungs-   wirksamen Veränderungen:  
Langfristige Kurzfristige
verzinsliche verzinsliche
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2022 1.349.074 74.003 1.423.077
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 315.000 228.589 543.589
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (10.098) (237.564) (247.662)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen 304.902 (8.975) 295.927
Änderungen des Konsolidierungskreises 23.468 10.474 33.942
Wechselkurseffekte (2.203) (211) (2.414)
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (1.201) 12.258 11.057
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen 20.064 22.521 42.585
Stand am 31. Dez. 2022 1.674.040 87.549 1.761.589
In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Veränderungen sind auch Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten enthalten, denen   der Erwerb von Vermögenswerten in gleicher Höhe gegenübersteht. Des Weiteren beinhaltet diese Position Umbuchungen  von langfristigen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.  
Langfristige Kurzfristige
verzinsliche verzinsliche
Finanzverbind- Finanzverbind-
(in Tausend EUR) lichkeiten lichkeiten Gesamt
Stand am 1. Jan. 2021 215.511 52.915 268.426
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1.125.000 100.114 1.225.114
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (167.711) (143.291) (311.002)
Summe zahlungswirksamer Veränderungen 957.289 (43.177) 914.112
Änderungen des Konsolidierungskreises 202.432 32.394 234.826
Wechselkurseffekte 156 321 477
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen (26.314) 31.550 5.236
Summe nicht zahlungswirksamer Veränderungen 176.274 64.265 240.539
Stand am 31. Dez. 2021 1.349.074 74.003 1.423.077
32 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG UND WEITERE  
INFORMATIONEN  
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und   Ertragslage des Konzerns haben.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
33 BETEILIGUNGSLISTE  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
Mayr-MelnhofKarton Mayr-MelnhofKarton
Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1) Aktiengesellschaft, Wien (AUT) EUR 80.000 - VK1)
MM Service GmbH, MM Service GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER MM BOARD & PAPER
CP (CartPrint) International Trading AG, CP (CartPrint) International Trading AG,
Worb (CHE) CHF 100 100,00 % VK1) Worb (CHE) CHF 100 100,00 % VK1)
free-com solutions GmbH, free-com solutions GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 51,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 35 51,00 % VK1)
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang Lokalbahn Payerbach-Hirschwang
Gesellschaft m.b.H., Gesellschaft m.b.H.,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 190 100,00 % VK1) Reichenau/Rax (AUT) EUR 190 100,00 % VK1)
MM BOARD & PAPER GmbH, MM BOARD & PAPER GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM FollaCell AS, MM FollaCell AS,
Follafoss (NOR) NOK 10.000 100,00 % VK1) Follafoss (NOR) NOK 10.000 100,00 % VK1)
MM Frohnleiten GmbH, MM Frohnleiten GmbH,
Frohnleiten (AUT) EUR 7.500 100,00 % VK1) Frohnleiten (AUT) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Gernsbach GmbH, MM Gernsbach GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 9.205 100,00 % VK1) Gernsbach (DEU) EUR 9.205 100,00 % VK1)
MM Kolicevo d.o.o., MM Kolicevo d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 12.828 100,00 % VK1) Domzale (SVN) EUR 12.828 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Absorbex Oy, MM Kotkamills Absorbex Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1) Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Boards Oy, MM Kotkamills Boards Oy,
Kotka (FIN) EUR 10.200 100,00 % VK1) Kotka (FIN) EUR 10.200 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Oy, MM Kotkamills Oy,
Kotka (FIN) EUR 80 100,00 % VK1) Kotka (FIN) EUR 80 100,00 % VK1)
MM Kotkamills Wood Oy, MM Kotkamills Wood Oy,
Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1) Kotka (FIN) EUR 2 100,00 % VK1)
MM Kwidzyn Sp. z o. o., MM Kwidzyn Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1) Kwidzyn (POL) PLN 90.000 100,00 % VK1)
MM Neuss GmbH, MM Neuss GmbH,
Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1) Baiersbronn (DEU) EUR 7.500 100,00 % VK1)
Nomamasa GmbH,
Düsseldorf (DEU) EUR 25 100,00% VK1) - - - - -
Tor-Pal Sp. z o. o., Tor-Pal Sp. z o. o.,
Kwidzyn (POL) PLN 384 92,33 % VK1) Kwidzyn (POL) PLN 384 89,85 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
117  
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Konzernabschluss  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
Handels- und Vertriebs- Handels- und Vertriebs-
gesellschaften von MM Board & Paper gesellschaften von MM Board & Paper
Keminer Remmers Spiehs Keminer Remmers Spiehs
Kartonhandels GmbH, Kartonhandels GmbH,
Gernsbach (DEU) EUR 1.280 100,00 % VK1) Gernsbach (DEU) EUR 1.280 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel Mayr-Melnhof & Wilfried Heinzel
Tehran Co., Teheran (IRN) IRR 100.000 36,00 % NE2) Tehran Co., Teheran (IRN) IRR 100.000 36,00 % NE2)
MM Board Benelux B.V., MM Board Benelux B.V.,
Amstelveen (NLD) EUR 91 100,00 % VK1) Amstelveen (NLD) EUR 91 100,00 % VK1)
MM Board Bulgaria EOOD, MM Board Bulgaria EOOD,
Sofia (BGR) BGN 5 100,00 % VK1) Sofia (BGR) BGN 5 100,00 % VK1)
MM Board Czech s.r.o., MM Board Czech s.r.o.,
Prag (CZE) CZK 820 100,00 % VK1) Prag (CZE) CZK 820 100,00 % VK1)
MM Board France SARL, MM Board France SARL,
Paris (FRA) EUR 8 100,00 % VK1) Paris (FRA) EUR 8 100,00 % VK1)
MM Board Germany GmbH, MM Board Germany GmbH,
Neuss (DEU) EUR 26 100,00 % VK1) Neuss (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM B&P Hungary Kft., MM B&P Hungary Kft.,
Budaörs (HUN) HUF 20 100,00 % VK1) Budaörs (HUN) HUF 20 100,00 % VK1)
MM Board Italy SRL, MM Board Italy SRL,
Mailand (ITA) EUR 51 75,00 % VK1) Mailand (ITA) EUR 51 75,00 % VK1)
MM Board North Africa SARL, Mayr-Melnhof Mediterra SARL,
Tunis (TUN) TND 80 100,00 % VK1) Tunis (TUN) TND 80 100,00 % VK1)
MM Board Polska Sp. z o. o., MM Board Polska Sp. z o. o.,
Posen (POL) PLN 50 100,00 % VK1) Posen (POL) PLN 50 100,00 % VK1)
MM Board SI d.o.o., MM Board SI d.o.o.,
Domzale (SVN) EUR 30 100,00 % VK1) Domzale (SVN) EUR 30 100,00 % VK1)
MM Board Spain S.A., Austria Cartón S.A.,
Barcelona (ESP) EUR 60 75,00 % VK1) Barcelona (ESP) EUR 60 75,00 % VK1)
MM Board UK Limited, MM Board UK Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 1.000 100,00 % VK1) Theale-Reading (GBR) GBP 1.000 100,00 % VK1)
MM Board & Paper Sales GmbH, MM Board & Paper Sales GmbH,
Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
MM Karton Russia LLC, MM Karton Russia LLC,
Moskau (RUS) RUB 14.290 100,00 % VK1) Moskau (RUS) RUB 14.290 100,00 % VK1)
MM Shared Services Sp. z. o. o., MM Shared Services Sp. z. o. o.,
Warschau (POL) PLN 5.662 100,00 % VK1) Warschau (POL) PLN 5.662 100,00 % VK1)
Varsity Packaging Limited, Varsity Packaging Limited,
Theale-Reading (GBR) GBP 300 100,00 % VK1) Theale-Reading (GBR) GBP 300 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
MM PACKAGING MM PACKAGING
Al-Ekbal Printing & Packaging Co. i.L.,
- - - - - Amman (JOR) JOD 3.500 86,94 % VK1)
Beaucrest Limited, Beaucrest Limited,
Hong Kong (HKG) HKD 1 100,00 % NK4) Hong Kong (HKG) HKD 1 100,00 % NK4)
C. P. Schmidt Verpackungs-Werk C. P. Schmidt Verpackungs-Werk
Beteiligungsgesellschaft mbH, Beteiligungsgesellschaft mbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 180 100,00 % VK1) Kaiserslautern (DEU) EUR 180 100,00 % VK1)
Danubia International, Danubia International,
Kiew (UKR) UAH 1 100,00 % NK4) Kiew (UKR) UAH 1 100,00 % NK4)
Gundlach GmbH, Gundlach GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 52 100,00 % VK1) Bielefeld (DEU) EUR 52 100,00 % VK1)
MM Packaging Solutions Ibérica S.L.U., Mayr-Melnhof Packaging Iberica SL,
Valencia (ESP) EUR 7.500 100,00 % VK1) Valencia (ESP) EUR 7.500 100,00 % VK1)
MM Packaging GmbH/Jordan PSC, Mayr-Melnhof Packaging International
Amman (JOR) JOD 5.000 100,00 % VK1) GmbH/Jordan PSC, Amman (JOR) JOD 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Packaging Marinetti Mayr-Melnhof Packaging Marinetti
Limitada, Santiago de Chile (CHL) CLP 5.000 100,00 % VK1) Limitada, Santiago de Chile (CHL) CLP 5.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Printing and Packaging Mayr-Melnhof Printing and Packaging
Tehran Company, Private Joint Stock, Tehran Company, Private Joint Stock,
Teheran (IRN) IRR 514.800.000 100,00 % VK1) Teheran (IRN) IRR 514.800.000 99,56 % VK1)
MM Bangor Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 0 100,00 % VK1) - - - - -
MM Clayton LLC,
Wilmington (USA) USD 181 100,00 % VK1) - - - - -
MM C.P. Schmidt GmbH, MM C.P. Schmidt GmbH,
Kaiserslautern (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1) Kaiserslautern (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Eson Pac AB,
Veddige (SWE) SEK 10.000 100,00 % VK1) - - - - -
MM Eson Pac Denmark A/S,
Taastrup (DEN) DKK 6.000 100,00 % VK1) - - - - -
MM Eson Pac International AB,
Veddige (SWE) SEK 89.2 100,00 % VK1) - - - - -
MM Eson Pac Norway AS,
Sarpsborg (NOR) NOK 4.100 100,00 % VK1) - - - - -
MM Fiber Packaging S.A.U.,
Madrid (ESP) EUR 1.920 100,00 % VK1) - - - - -
MM Fiber Packaging Ireland Limited,
Dublin (IRE) EUR 378 100,00 % VK1) - - - - -
MM Graphia Beteiligungs- und MM Graphia Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 5.538 100,00 % VK1) Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 5.538 100,00 % VK1)
MM Graphia Bielefeld GmbH, MM Graphia Bielefeld GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 526 100,00 % VK1) Bielefeld (DEU) EUR 526 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konzernabschluss  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
MM Graphia GmbH, MM Graphia GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1) Bielefeld (DEU) EUR 25 100,00 % VK1)
MM Graphia Izmir Karton sanayi ve MM Graphia Izmir Karton sanayi ve
ticaret anonim sirketi, ticaret anonim sirketi,
Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1) Izmir (TUR) TRY 24.613 100,00 % VK1)
MM Graphia Trier GmbH, MM Graphia Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1) Trier (DEU) EUR 3.500 100,00 % VK1)
MM Gravure Trier GmbH, MM Gravure Trier GmbH,
Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1) Trier (DEU) EUR 7.000 100,00 % VK1)
MM Innovaprint GmbH, MM Innovaprint GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1) Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Lublin Sp. z o. o.,
Lublin (POL) PLN 53.500 100,00 % VK1) - - - - -
MM Nekicesa S.L.U.,
Madrid (ESP) EUR 18.881 100,00 % VK1) - - - - -
MM Neupack GmbH, MM Neupack GmbH,
Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1) Reichenau/Rax (AUT) EUR 1.820 100,00 % VK1)
MM Newport Ltd.,
Bradford (GBR) GBP 1.231 100,00 % VK1) - - - - -
MM Packaging Behrens GmbH, MM Packaging Behrens GmbH,
Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1) Alfeld (Leine) (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Beteiligungs- und MM Packaging Beteiligungs- und
Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1) Verwaltungs GmbH, Bielefeld (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MM Packaging Caesar GmbH, MM Packaging Caesar GmbH,
Traben-Trarbach(DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1) Traben-Trarbach (DEU) EUR 3.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Colombia S.A.S., MM Packaging Colombia S.A.S.,
Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 100,00 % VK1) Santiago de Cali (COL) COP 84.000.000 100,00 % VK1)
MM Packaging Deeside Limited, MM Packaging UK Limited,
Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1) Deeside (GBR) GBP 9.700 100,00 % VK1)
MM Packaging Deutschland GmbH, MM Packaging Deutschland GmbH,
Bielefeld (DEU) EUR 26 100,00 % VK1) Bielefeld (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
MM PACKAGING GmbH, MM PACKAGING GmbH,
Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 5.000 100,00 % VK1)
MM PACKAGING France S.A.S., MM PACKAGING France S.A.S.,
Monéteau (FRA) EUR 7.289 100,00 % VK1) Monéteau (FRA) EUR 7.289 100,00 % VK1)
MM Packaging Italy S. r. l.,
Podenzano (ITA) EUR 6.600 100,00 % VK1) - - - - -
MM Packaging Leeuwarden B. V.,
Leeuwarden (NLD) EUR 18 100,00% VK1) - - - - -
MM Packaging Polska Sp.zo.o., MM Packaging Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1) Bydgoszcz (POL) PLN 71.500 100,00 % VK1)
MM Packaging Puerto Rico Inc.,
Guaynabo (PRI) USD 1 100,00% VK1) - - - - -
MM Polygrafoformlenie Packaging LLC,
- - - - - St. Petersburg (RUS) RUB 565.851 100,00 % VK1)
MM Polygrafoformlenie
- - - - - Rotogravure LLC, St. Petersburg (RUS) RUB 33.000 100,00 % VK1)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
120  
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Konzernabschluss  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
MM Packaging Romania S.R.L., MM Packaging Romania S.R.L.,
Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1) Blejoi (ROU) RON 5.504 100,00 % VK1)
MM Packaging Sarreguemines S.A.R.L.,
Sarreguemines(FRA) EUR 7.472 100,00% VK1) - - - - -
MM Packaging Schilling GmbH, MM Packaging Schilling GmbH,
Heilbronn (DEU) EUR 2.500 100,00 % VK1) Heilbronn (DEU) EUR 2.500 100,00 % VK1)
MM Packaging & Securing Solutions
Limited, Bradford (GBR) GBP 70.149 100,00% VK1) - - - - -
MM Packaging UK Limited,
Bradford (GBR) GBP 139.391 100,00% VK1) - - - - -
MM Packaging Ukraine LLC, MM Packaging Ukraine LLC,
Cherkassy (UKR) UAH 56.896 100,00 % VK1) Cherkassy (UKR) UAH 56.896 100,00 % VK1)
MM Packaging Vidon Limited Liability MM Packaging Vidon Limited Liability
Company, Ho Chi Minh City (VNM) VND 280.000.000 100,00 % VK1) Company, Ho Chi Minh City (VNM) VND 280.000.000 100,00 % VK1)
MM Premium Vienna GmbH, MM Premium Vienna GmbH,
Wien (AUT) EUR 3.050 100,00 % VK1) Wien (AUT) EUR 3.050 100,00 % VK1)
MM Packaging US Inc.,
Wilmington (USA) USD 5 100,00% VK1) - - - - -
MM Wolfen GmbH,
Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen (DEU) EUR 25 100,00% VK1) - - - - -
MMP Neupack Polska Sp.zo.o., MMP Neupack Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 28.700 100,00 % VK1) Bydgoszcz (POL) PLN 28.700 100,00 % VK1)
MMP Packetis SAS, MMP Packetis SAS,
Chazelles (FRA) EUR 1.677 100,00 % VK1) Chazelles (FRA) EUR 1.677 100,00 % VK1)
MMP Premium Polska Sp.zo.o., MMP Premium Polska Sp.zo.o.,
Bydgoszcz (POL) PLN 26.000 100,00 % VK1) Bydgoszcz (POL) PLN 26.000 100,00 % VK1)
MMP Premium Printing Center GmbH, MMP Premium Printing Center GmbH,
Trier (DEU) EUR 500 100,00 % VK1) Trier (DEU) EUR 500 100,00 % VK1)
MMP Premium SAS, MMP Premium SAS,
Ancenis (FRA) EUR 6.686 100,00 % VK1) Ancenis (FRA) EUR 6.686 100,00 % VK1)
MPC Besitzgesellschaft mbH, MPC Besitzgesellschaft mbH,
Traun (AUT) EUR 3.700 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 3.700 100,00 % VK1)
OOO TANN Nevskiy,
- - - - - Pskov (RUS) RUB 230.000 100,00 % VK1)
PacProject GmbH, PacProject GmbH,
Hamburg (DEU) EUR 26 100,00 % VK1) Hamburg (DEU) EUR 26 100,00 % VK1)
Private Aktiengesellschaft „Graphia Private Aktiengesellschaft „Graphia
Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1) Ukraina“, Cherkassy (UKR) UAH 5.880 94,78 % VK1)
R + S Stanzformen GmbH,
- - - - - Niederdorfelden (DEU) EUR 260 100,00 % VK1)
Société Tunisienne des Emballages Société Tunisienne des Emballages
Modernes, Tunis (TUN) TND 9.640 45,00 % EK3) Modernes, Tunis (TUN) TND 9.640 45,00 % EK3)
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
121  
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Konzernabschluss  
2022 2021
Nenn- Ange- Nenn- Ange-
kapital in wandte kapital in wandte
1.000 Beteiligungs- Konsoli- 1.000 Beteiligungs- Konsoli-
Wäh- Währungs- ausmaß dierungs- Wäh- Währungs- ausmaß dierungs-
Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode Name der Gesellschaft rung einheiten in % methode
Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret Superpak Ambalaj sanayi ve ticaret
anonim sirketi, Izmir (TUR) TRY 116.331 100,00 % VK1) anonim sirketi, Izmir (TUR) TRY 116.331 100,00 % VK1)
TANN ARGENTINA S.A., TANN ARGENTINA S.A.,
Buenos Aires (ARG) ARS 12 100,00 % NK4) Buenos Aires (ARG) ARS 12 100,00 % VK1)
Tann Beteiligungs GmbH, Tann Beteiligungs GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Colombiana S.A.S. i.L., TANN Colombiana S.A.S. i.L.,
La Ceja/Medellin (COL) COP 351.000 100,00 % VK1) La Ceja/Medellin (COL) COP 351.000 100,00 % VK1)
TANN GERMANY GmbH, TANN GERMANY GmbH,
Glinde (DEU) EUR 512 100,00 % VK1) Glinde (DEU) EUR 512 100,00 % VK1)
TANN Holding GmbH, TANN Holding GmbH,
Traun (AUT) EUR 70 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 70 100,00 % VK1)
TANN Invest GmbH, TANN Invest GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Longyou Ltd., TANN Longyou Ltd.,
Longyou (Zhejiang) (CHN) CNY 97.245 95,69 % VK1) Longyou (Zhejiang) (CHN) CNY 97.245 95,69 % VK1)
TANN PAPER Limited, TANN PAPER Limited,
Woodstock (New Brunswick) (CAN) CAD 600 100,00 % VK1) Woodstock (New Brunswick) (CAN) CAD 600 100,00 % VK1)
TANN Philippines, Inc., TANN Philippines, Inc.,
Santo Tomas (Batangas) (PHL) PHP 470.000 100,00 % VK1) Santo Tomas (Batangas) (PHL) PHP 470.000 100,00 % VK1)
TANN Service GmbH, TANN Service GmbH,
Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 35 100,00 % VK1)
TANN Shanghai Co., Ltd., TANN Shanghai Co., Ltd.,
Shanghai (CHN) CNY 31.522 51,00 % VK1) Shanghai (CHN) CNY 31.522 51,00 % VK1)
TANNPAPIER GmbH, TANNPAPIER GmbH,
Traun (AUT) EUR 1.000 100,00 % VK1) Traun (AUT) EUR 1.000 100,00 % VK1)
TBG Development Philippines, Inc., TBG Development Philippines, Inc.,
Makati City (Metro Manila) (PHL) PHP 53.320 100,00 % VK1) Makati City (Metro Manila) (PHL) PHP 53.320 100,00 % VK1)
VTV Verpackungstechnische Verfahren VTV Verpackungstechnische Verfahren
GmbH, Kaiserslautern (DEU) EUR 200 100,00 % VK1) GmbH, Kaiserslautern (DEU) EUR 200 100,00 % VK1)
Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd., Zhejiang TF Special Papers Co., Ltd.,
Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3) Quzhou City (CHN) CNY 50.000 40,00 % EK3)
Der Stimmrechtsanteil weicht von den Eigentumsanteilen nicht ab. Das Mutterunternehmen hält keine Vorzugsanteile an den Tochterunternehmen.   1) VK ... voll konsolidiertes Unternehmen  
2) NE ... Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziiertes Unternehmen, jedoch aufgrund von Unwesentlichkeit nicht „at equity“-bilanziert   3) EK ... „at equity“-bilanziertes Unternehmen  
4) NK ... aus Unwesentlichkeit nicht konsolidiertes Unternehmen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
122  
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Konzernabschluss  
34 ORGANE  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter Oswald (Vorsitzender)  
Mag. Franz Hiesinger (Mitglied des Vorstandes)  
Dr. Andreas Blaschke (Mitglied des Vorstandes, bis 30. Oktober 2022)  
Aufsichtsrat  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner (Vorsitzender)  
Mag. Johannes Goess-Saurau (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Nikolaus Ankershofen (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander Leeb (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Ing. Franz Rappold (Mitglied des Aufsichtsrates, bis 26. April 2022)  
Andreas Hemmer (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard Novotny (Arbeitnehmervertreter)  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
123  
Konzernabschluss  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Konzernabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der  
Konzern), bestehend aus den Konzernbilanzen zum 31.Dezember 2022, den Konzerngewinn- und -verlustrechnungen, den  
Konzerngesamtergebnisrechnungen, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und den Konzerngeldflussrechnungen für  
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein  
möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und  
der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Inter-  
national Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen  
des §245a UGB.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und  
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und  
Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres  
Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen  
beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis  
zum Datum des Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage  
für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am be-  
deutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zu-  
sammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu  
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
124  
Konzernabschluss  
1. Unternehmenszusammenschlüsse – Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte  
und Schulden im Rahmen des Erwerbs von Essentra Packaging  
Sachverhalt  
Am 2. Oktober 2022 hat die Divisionsholding MM PACKAGING GmbH, Wien, den im Juni 2022 vereinbarten Erwerb von  
Essentra Packaging nach Zustimmung aller relevanten Wettbewerbsbehörden abgeschlossen. Essentra Packaging umfasst  
21 Produktionsstandorte in 10 Ländern, verteilt in Europa und Amerika.  
Die übertragene Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt betrug Tsd. EUR 325.135. Unter Berücksichtigung des erworbenen  
Nettovermögens in Höhe von Tsd. EUR 241.786 ergibt sich ein Geschäfts(Firmen)wert in Höhe von Tsd. EUR 83.349.  
Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden entsprechend den Regelungen des IFRS 3 zum  
beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Die Identifikation und Bewertung des übernommenen Nettorein-  
vermögens ist komplex und bedarf einer Reihe von ermessensbehafteten Entscheidungen und Annahmen. Insbesondere  
die Bewertung der übernommenen immateriellen Vermögenswerte, Gebäude und Maschinen basiert in erheblichem Maße  
auf vermögenswertspezifischen Annahmen, die Ermessensentscheidungen und Schätzungen des Vorstands erfordern. Zur  
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden hat der Vorstand externe  
Gutachter beauftragt. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht final abgeschlossen.  
Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass aufgrund der Größe und Komplexität des Unternehmenszusammen-  
schlusses die im Rahmen der Akquisition erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden unzutreffend iden-  
tifiziert bzw. nicht sachgerecht bewertet wurden. Außerdem besteht das Risiko, dass die gemäß IFRS 3 geforderten Anga-  
ben im Konzernanhang nicht vollständig und fehlerhaft sind.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Für Zwecke der Erlangung eines Verständnisses über die Akquisition haben wir die zwischen den veräußernden Parteien  
und der MM PACKAGING GmbH, Wien, geschlossenen Kauf- und Verkaufsverträge inklusive der Zusatzvereinbarungen  
gelesen. Die darin geschlossenen Vereinbarungen haben wir nach den einschlägigen Regelungen des IFRS 3 „Unterneh-  
menszusammenschlüsse“ hinsichtlich der bilanziellen Abbildung im Konzernabschluss und der Angaben im Konzernan-  
hang zum 31. Dezember 2022 beurteilt.  
Wir haben die Kompetenz, Fähigkeiten und die Objektivität der durch den Vorstand beauftragten Gutachter kritisch gewür-  
digt. Unter Beiziehung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und  
Inputparameter (insbesondere der Annahmen zur Wachstumsrate, dem verwendeten Diskontierungszinssatz, der Annah-  
men zu der bewertungsrelevanten Beschaffenheit der Grundstücke und Bauten, der Annahmen zur Beschaffenheit und  
den Wiederbeschaffungskosten der erworbenen Maschinen sowie der Annahmen zu der angenommenen Abwanderungs-  
rate (Churn Rate) der identifizierten Kundenstämme) sowie die Vollständigkeit und sachgerechte Bewertung der im Rah-  
men der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte und Schulden beurteilt. Die verwendeten Bewertungsverfah-  
ren haben wir auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen des IFRS 3 in Verbindung mit den einschlägigen  
Regelungen des IFRS 13 untersucht.  
Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang zum 31. Dezember 2022 im Zusammenhang mit  
dem Unternehmenszusammenschluss vollständig und sachgerecht sind.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
125  
Konzernabschluss  
Das der Identifikation und Bewertung des übernommenen Nettoreinvermögens zugrunde liegende Vorgehen ist sachge-  
recht und steht im Einklang mit den anzuwendenden bilanziellen Vorschriften. Die wesentlichen vom Vorstand getroffenen  
Annahmen und die verwendeten Inputparameter sind vertretbar. Die gemäß IFRS 3 Absatz 45 vorläufige Darstellung des  
Unternehmenszusammenschlusses im Konzernanhang zum 31. Dezember 2022 entspricht den Vorgaben des IFRS 3. Der  
Umstand, dass die Kaufpreisallokation noch nicht final abgeschlossen ist, wurde durch den Vorstand offengelegt, die  
vorläufigen Ergebnisse der Kaufpreisallokationen berücksichtigen alle wesentlichen Informationen über relevante Fakten  
und Umstände zum Erwerbszeitpunkt. Wesentliche rückwirkende Anpassungen der Kaufpreisallokationen werden nach  
aktuellem Stand nicht erwartet.  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Konzernanhang zum  
31. Dezember 2022 unter Anhangangabe 5 – „Änderungen des Konsolidierungskreises und weitere wesentliche Ereignisse“  
in Punkt 5.1 – „Änderungen des Konsolidierungskreises in 2022“, unter Anhangangabe 7 – „Angaben zu Finanzinstrumen-  
ten“ in Punkt 7.4 – „Kapitalmanagement“ sowie unter Anhangangabe 31 – „Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung“.  
2. Werthaltigkeit des Geschäfts(Firmen)wertes der operativen Segmente MM Board & Paper bzw.  
MM Packaging sowie Werthaltigkeit der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw.  
Gruppe von Vermögenswerten  
Sachverhalt  
Im Konzernabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, werden unter dem Bilanzposten „immaterielle  
Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Tsd. EUR 748.821 ausge-  
wiesen, die damit rund 15,5 % der Bilanzsumme des Konzerns repräsentieren. Dieser Posten betrifft mit Tsd. EUR 433.557  
den Geschäfts- oder Firmenwert MM Board & Paper, welcher insbesondere aus dem Erwerb der Produktionsstandorte  
Kotkamills (Finnland) und Kwidzyn (Polen) im Geschäftsjahr 2021 resultiert bzw. mit Tsd. EUR 315.264 den Geschäfts-  
oder Firmenwert MM Packaging, welcher insbesondere aus dem im heurigen Geschäftsjahr erfolgten Erwerb von Essentra  
Packaging resultiert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen vom  
Management einem verpflichtenden Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermit-  
teln. Darüber hinaus werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sonstige immaterielle Vermögenswerte in  
Höhe von Tsd. EUR 268.296 und Sachanlagen in Höhe von Tsd. EUR 1.813.214 ausgewiesen. Das Management beurteilt  
bei Vorliegen von Anhaltspunkten gemäß IAS 36, ob die Buchwerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wertgemin-  
dert sein könnten.  
Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts(Firmen)wert erfolgt auf Ebene des operativen Segments MM Board & Paper  
bzw. MM Packaging, welchem der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird  
ein Wertminderungsaufwand des Geschäfts(Firmen)wertes erfasst, wenn der Buchwert des operativen Segments als zah-  
lungsmittelgenerierende Einheit den entsprechenden erzielbaren Betrag übersteigt. Zudem wird ein Wertminderungsauf-  
wand erfasst, soweit der Buchwert eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer zahlungsmit-  
telgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes, einer Gruppe  
von Vermögenswerten bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungs-  
wert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertmin-  
derung vorliegen, sind externe und interne Informationsquellen zu berücksichtigen. Hierbei werden auch Erwartungen in  
Bezug auf die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren  
sowie die erwarteten Entwicklungen der Rohstoffpreise (insbesondere Holz, Altpapier) wie auch die steigenden Energie-  
kosten auf die Geschäftstätigkeit des Segments berücksichtigt. Der Konzern ermittelt den Nutzungswert mittels eines  
Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF-Methode). Neben Prognosen der zukünftigen Zahlungsströme („Free Cash  
Flows“) vor Steuern ist insbesondere auch der Kapitalisierungszinssatz (WACC) als stark ermessensbehaftet einzustufen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
126  
Konzernabschluss  
Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der operativen Segmente bzw. der  
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des operativen Segments.  
Da sich bereits geringfügige Änderungen im Kapitalisierungszinssatz bzw. der zukünftigen Cash Flows wesentlich auf den  
erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf die Ermittlung des Nutzungswerts und somit die Werthal-  
tigkeit der Geschäfts(Firmen)werte der Gruppe von Vermögenswerten bzw. des Buchwerts der zahlungsmittelgenerieren-  
den Einheiten erhebliche Schätzungsunsicherheiten. Sollte bei Vorliegen von Anhaltspunkten eines möglichen Wertmin-  
derungsbedarfs der Nutzungswert unterhalb der Buchwerte eines Vermögenswertes, einer Gruppe von Vermögenswerten  
bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegen, ermittelt das Management unter Beiziehung von externen unab-  
hängigen Gutachtern den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten des Vermögenswertes, der Gruppe von  
Vermögenswerten und der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wobei ein rechnerischer Wertminderungsbedarf auf  
Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die dieser zugehörigen Vermögenswerte bis maximal auf ihren jeweili-  
gen Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten allokiert wird.  
Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu keiner Erfassung von Wertminderungen von Geschäfts(Firmen)werten sowie Buchwerten  
von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.  
Die Bewertung des erzielbaren Betrags ist komplex und bedarf entsprechender Expertise und ist in wesentlichem Ausmaß  
von bedeutsamen Annahmen und ermessensbehafteten Entscheidungen des Managements abhängig. Es besteht das Risiko  
für den Konzernabschluss, dass die dem Wertminderungstest zugrunde liegenden Bewertungsannahmen bei einer nicht  
angemessenen Ermittlung der erzielbaren Beträge der Vermögenswerte, der Gruppe von Vermögenswerten bzw. der zah-  
lungsmittelgenerierenden Einheit zu einer nicht identifizierten und bilanziell nicht erfassten Wertminderung führen können.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die vom Vorstand beobachteten Anhaltspunkte möglicher Wertminderungserfordernisse überprüft und die  
Buchwerte der hierbei identifizierten risikobehafteten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten hinsichtlich eines Wertmin-  
derungsbedarfs untersucht.  
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter teilweiser Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten unter anderem das  
methodische Vorgehen zur Identifikation von Anhaltspunkten für einen Wertberichtigungsbedarf sowie zur Durchführung  
des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Zudem haben wir uns von der Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und  
Inputparameter zu der geplanten Entwicklung der zukünftigen Zahlungsströme vor Steuern sowie von der Bewertung der  
Nutzungswerte und, wo relevant, der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten überzeugt und beurteilt, ob  
alle relevanten internen und externen Informationsquellen durch das Management berücksichtigt worden sind. Die künf-  
tigen erwarteten Zahlungsströme wurden aus dem vom Management verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten  
Budget 2023 der Segmente MM Board & Paper bzw. MM Packaging abgeleitet. Zudem haben wir die Angemessenheit der  
Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. In  
diesem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung der gestiegenen  
Rohstoff- und Energiepreise auf die Geschäftstätigkeit gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künf-  
tigen Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits geringe Veränderungen des verwendeten Diskontie-  
rungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Nutzungswerts haben können,  
haben wir diese und deren Ableitung sowohl hinsichtlich der einzelnen Annahmen und Parameter auf Basis verfügbarer  
Marktdaten als auch vor dem Hintergrund einer kritischen Gesamtbeurteilung im Vergleich zu Vergleichsunternehmen der  
Verpackungsindustrie gewürdigt. Die bei der Ermittlung der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsmodelle haben wir  
auf rechnerische Richtigkeit und auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen der einschlägigen Regelungen der  
IFRS geprüft.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
127  
Konzernabschluss  
Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die vom Management erstellten Sensitivi-  
tätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Geschäfts(Firmen)werte der operativen Segmente  
MM Board & Paper bzw. MM Packaging sowie die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Berück-  
sichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsströme gedeckt sind.  
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts(Firmen)werte bzw. zur Werthaltig-  
keit der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vollständig und sachgerecht sind. Die vom Management  
identifizierten, auf Wertminderungen zu testenden Buchwerte der Geschäfts(Firmen)werte sowie diek Buchwerte der zah-  
lungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig und sachgerecht. Die hierbei getroffenen wesentlichen Annahmen  
und Ermessensentscheidungen sind nachvollziehbar und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. Die Angaben im Kon-  
zernanhang zum 31. Dezember 2022 in Bezug auf die Werthaltigkeit der Geschäft(Firmen)werte sowie der Buchwerte der  
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind vollständig und ordnungsgemäß.  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Konzernanhang zum  
31. Dezember 2022 unter Anhangangabe 6 – „Entwicklung des Anlagevermögens“ in Punkt 6.1 – „Sachanlagen inklusive  
Leasingverhältnissen“, Punkt 6.2 – „Immaterielle Vermögenswerte inklusive Geschäfts(Firmen)werten“ und in Punkt 6.3 –  
„Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten“.  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungs-  
vermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab, und wir geben keine Art der  
Zusicherung darauf ab.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Infor-  
mationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernab-  
schluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt  
erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informa-  
tionen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informa-  
tionen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu  
berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Über-  
einstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den  
zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des  
Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig  
erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen  
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
128  
Konzernabschluss  
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Kon-  
zerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu  
liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-  
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls  
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren  
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,  
dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern  
beeinflussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-  
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung  
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder  
Irrtümern im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen  
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,  
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein  
aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollstän-  
digkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshand-  
lungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil  
zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie  
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit  
zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortfüh-  
rung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnach-  
weise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche  
Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schluss-  
folgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf  
die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,  
unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
129  
Konzernabschluss  
Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Ab-  
kehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben  
sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass  
ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir erlangen ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäfts-  
tätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für  
die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser  
Prüfungsurteil.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Ein-  
teilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel  
im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur  
Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von  
denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig –  
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es  
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhaltes aus oder wir be-  
stimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,  
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche  
Interesse übersteigen würden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
130  
Loading SVG
Konzernabschluss  
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Konzernlagebericht  
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er  
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durch-  
geführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt, enthält  
zutreffende Angaben nach § 243 a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der Ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2022 als Abschlussprüfer gewählt und im Anschluss vom  
Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesellschaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 13. März 2023  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns be-  
stätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-  
gen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu  
beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
131  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Lagebericht  
GEM. § 243 UGB DER MAYR-MELNHOF KARTON AKTIENGESELLSCHAFT ÜBER  
DAS GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022  
Die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft ist die geschäftsleitende Holdinggesellschaft des Mayr-Melnhof Konzerns,  
der in zwei operativen Segmenten geführt wird: MM Board & Paper und MM Packaging.  
MM Board & Paper produziert und vermarktet ein vielfältiges Angebot an Karton- und Papierprodukten für ein breites  
Einsatzspektrum im Verpackungs- und Food-Service-Bereich auf Basis von Recycling- und Frischfasern. Anwendungs-  
schwerpunkte sind Food & Specialities sowie der Premiumbereich (Pharma & Healthcare, Beauty & Personal Care etc.).  
Kraftpapiere werden insbesondere an die Lebensmittel-/Gastronomiebranche und die Laminatindustrie verkauft, unge-  
strichene Feinpapiere vor allem an Papier-/Bürobedarfshändler. MM Packaging verarbeitet Karton zu Faltschachteln und  
deckt bei Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes ein breites Branchenportfolio in den beiden Hauptmärk-  
ten Food & Specialities und Premium ab. Das hoch spezialisierte Premiumgeschäft umfasst die Bereiche Pharma,  
Healthcare, Beauty, Personal Care, Cigarette und Luxury. Die von der Gesellschaft wahrgenommenen Führungs- und Steu-  
erungsaufgaben umfassen die Bereiche Strategie, Investitionen, Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Finanz- und Risi-  
komanagement, Investor Relations, Qualitätswesen, Einkauf, Informationstechnologie und Human Resources.  
1 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS IN 2022  
1.1 Branchenentwicklung  
Die Nachfrage auf den Karton- und Faltschachtelmärkten sowie bei Papieren verzeichnete bis in das 3. Quartal 2022 eine  
starke Dynamik. Getrieben war diese Entwicklung insbesondere durch Versorgungsunsicherheiten angesichts gestörter  
Lieferketten und potenzieller Energieengpässe als Folgewirkung des Krieges in der Ukraine sowie die allgemein stark an-  
steigende Kosteninflation. Volle Lager, Rezessionsängste und die einschränkende Wirkung der Inflation auf die Kaufkraft  
der Konsumenten führten jedoch spätestens im 4. Quartal zu einem signifikanten Nachfrageeinbruch auf den Kartonmärk-  
ten, während sich das Faltschachtelgeschäft noch weitgehend stabil entwickelte.  
Vor dem Hintergrund der guten Buchungslage und hoher Auslastung über weite Strecken des Jahres konnten die massiven  
Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie in der Industrie vielfach sukzessive weitergegeben werden. Im 4. Quartal setzte  
jedoch mit fallenden Energiepreisen aufgrund eines milden Winters und dem deutlichen Rückgang der Altpapierpreise eine  
rapide Umkehr bei wesentlichen Kostenkomponenten ein, wodurch der Druck auf die Verkaufspreise seither deutlich zunahm.  
Das Thema Nachhaltigkeit bei Verpackungen, insbesondere die Substitution von Kunststoff, stand bei allen Teilnehmern  
der Wertschöpfungskette weiter im Zentrum und wird von Karton-/Papier- und Faltschachtelproduzenten sowie Konsum-  
güterherstellern und Einzelhandel proaktiv vorangetrieben. Aufgrund der Vollbeschäftigung der Industrien erfolgten Um-  
stellungen jedoch nur langsam und punktuell.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
132  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Obwohl in 2022 keine maßgeblichen Kapazitätserhöhungen Platz griffen, drückte insbesondere die Umleitung vormaliger  
Russlandmengen verstärkt in den europäischen Kartonmarkt. Mittelfristig ist jedoch vor allem bei Frischfaserkarton mit  
einem deutlichen Anstieg von Neukapazitäten insbesondere aus Skandinavien zu rechnen. Marktwachstum und die Umstel-  
lung auf große, wettbewerbsstarke Hochleistungsanlagen sind wesentliche Gründe dafür. Im Bereich Recyclingkarton kon-  
zentrieren sich die Kapazitätserhöhungen auf die laufende Investitionstätigkeit, welche bei MM Board & Paper in 2023 mit  
der Modernisierung von drei großen Kartonmaschinen einen besonderen Schwerpunkt haben wird. Infolge der herausfor-  
dernden Rahmenbedingungen zeigt sich die Situation für strukturell kleinere Erzeuger weiterhin tendenziell angespannter.  
Im Bereich Faltschachtel setzte sich die Konzentration in Europa mit der Übernahme von AR Packaging durch Graphic  
Packaging (US) in 2022 fort, wobei Letztere nunmehr auch in Europa eine führende Position einnimmt. Durch die Akqui-  
sitionen von MM Packaging im Bereich Pharma-Sekundärverpackungen entstand in diesem Spezialgeschäft erstmals ein  
pan-europäischer Player mit einer ebenfalls bedeutenden Position in den USA. Im Grunde bleibt die Anbieterstruktur im  
europäischen Faltschachtelgeschäft jedoch insgesamt weiter durch starke Fragmentierung gekennzeichnet.  
1.2 Geschäftsverlauf 2022 in den Divisionen  
MM Board & Paper  
Dynamische Nachfrage und gute Ordertätigkeit kennzeichneten die Märkte bis Ende der Sommermonate. Nach einer Ab-  
schwächung zum Ende des 3. Quartals ist die Nachfrage im 4. Quartal nochmals deutlich zurückgegangen. Vor allem  
Recyclingkarton zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte schwach. Hohe Lagerbestände in der Lieferkette und die hohe  
Inflation waren für diese Entwicklung verantwortlich. MM Board & Paper gelang es vor diesem Hintergrund, sowohl bei  
Frischfaser- als auch bei Recyclingkarton Marktanteile zu gewinnen. Der durchschnittliche Auftragsstand der Division be-  
lief sich auf 233.000 Tonnen (2021: 340.000 Tonnen). Aufgrund markt- und investitionsbedingter Maschinenabstellungen  
im 2. Halbjahr lag die Kapazitätsauslastung der Division mit 91 % unter dem Vorjahr (2021: 97 %).  
Die bis in das 3. Quartal anhaltende starke Kosteninflation, vor allem bei Energie und Rohstoffen, konnte über zeitnahe  
Preisanpassungen kompensiert werden. Trotz einer angespannten Supply Chain und Engpässen im Einkauf über weite  
Strecken des Jahres gelang es, die Versorgung der Kunden durch hohe Flexibilität und alternative Beschaffung sicherzu-  
stellen. Ab Herbst hat sich die Verfügbarkeit insbesondere bei Fasern sowie Chemikalien verbessert, wodurch unsere  
Werke aktuell eine gute Versorgungssituation verzeichnen und die Inputpreisspitzen der vergangenen Monate verlassen  
wurden. Letzteres galt insbesondere auch für Energie. Dem Risiko einer möglichen Gasrationierung, von welchem alle  
Karton- und Papierfabriken mit Ausnahme von MM Kwidzyn betroffen wären, wurde durch den Aufbau von Kartonvorräten,  
angemietete Gasspeicher in Österreich und Investitionen in alternative Ölbefeuerung in Finnland begegnet.  
Bei den laufenden Großinvestitionen in den Werken Frohnleiten, Neuss und Kolicevo mit Fokus auf Effizienzsteigerungen,  
Nachhaltigkeit, Mehrmenge und neue Produktqualitäten sind nun alle Maschinenumbauten für 2023 vorgesehen. Im Werk  
Kolicevo wurde zudem die Produktion auf die hochmoderne und größere Kartonmaschine 3 konzentriert, da eine wirt-  
schaftliche Fortführung der kleineren Kartonmaschine 2 nicht möglich war. In Zusammenhang mit dieser Restrukturierung  
waren Einmalaufwendungen in Höhe von 24,6 Mio. EUR zu verbuchen. Die Integration der vor einem Jahr erworbenen  
Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills ist erfolgreich verlaufen.  
Die Produktion lag mit 2.433.000 Tonnen akquisitionsbedingt 17,6 % über dem Vorjahreswert (2021: 2.069.000 Tonnen).  
Davon entfielen 1.217.000 Tonnen (50 %) auf Recyclingkarton und 634.000 Tonnen (26 %) auf Frischfaserkarton (2021:  
1.320.000 Tonnen bzw. 64 % und 502.000 Tonnen bzw. 24 %). Die übrigen 582.000 Tonnen (24,0 %) betreffen Kraftpapiere  
und ungestrichene Feinpapiere (2021: 247.000 Tonnen bzw. 12,0 %). Bezogen auf den durchschnittlichen Mitarbeiterstand  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
133  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
wurden 520 Tonnen (2021: 616 Tonnen) pro Mitarbeiter erzeugt. Der Absatz erhöhte sich analog zur Produktion um  
14,1 % auf 2.389.000 Tonnen (2021: 2.092.000 Tonnen).  
Die Umsatzerlöse lagen mit 2.750,0 Mio. EUR sowohl akquisitions- als auch preisbedingt um 76,2 % bzw. 1.188,9 Mio. EUR  
über dem Vergleichswert (2021: 1.561,1 Mio. EUR) und verteilten sich zu 92 % auf Europa (2021: 86 %), zu 1 % auf Amerika  
(2021: 2 %) und zu 7 % auf die übrige Welt (2021: 12 %).  
MM Packaging war mit einem Lieferanteil von rund 15 % bzw. 264.000 Tonnen Karton (2021: 13 % bzw. 236.000 Tonnen)  
unverändert größter Kunde von MM Board & Paper.  
Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 273,3 Mio. EUR auf 381,0 Mio. EUR (2021: 107,7 Mio. EUR). Im Vorjahr waren  
positive Einmaleffekte aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis enthalten. Die Operating Margin erreichte 13,9 %  
(2021: 6,9 %), der Return on Capital Employed 22,5 % (2021: 11,0 %). Das EBITDA stieg auf 499,3 Mio. EUR (2021:  
185,2 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit belief sich auf 244,4 Mio. EUR nach 108,7 Mio. EUR im Jahr  
zuvor.  
MM Packaging  
MM Packaging verzeichnete in 2022 über alle Geschäftsbereiche hinweg eine insgesamt gute Nachfrage. Auftragsständen  
auf Rekordniveau im ersten Halbjahr folgte trotz zunehmender Zurückhaltung im Privatkonsum eine Stabilisierung auf  
Normalniveau in der zweiten Jahreshälfte. Vor diesem Hintergrund gelang ein erfreuliches organisches Mengenwachstum,  
zu welchem auch die zuletzt erfolgreich abgeschlossenen Erweiterungsinvestitionen beitrugen.  
Die massiven Kostenerhöhungen während des Jahres, vor allem bei Karton, Papier, Energie und Transport, konnten suk-  
zessive weitergegeben werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Zyklen für Verkaufspreisanpassungen deutlich  
reduziert, mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit durch eine strikte Margenpolitik aufrechtzuerhalten. Dies ist auch nachhaltig  
gelungen. Zudem hat die integrierte Aufstellung von MM als Karton- und Faltschachtelproduzent hinsichtlich Absicherung  
der Materialversorgung bei Kunden in 2022 deutlich an Bedeutung gewonnen.  
Mit den Akquisitionen von Essentra Packaging und Eson Pac hat MM Packaging seine Position im Markt Pharma &  
Healthcare auf einen globalen Footprint mit Schwerpunkten in Europa und Nordamerika ausgeweitet. Das hoch synerge-  
tische Kundenportfolio, darunter die weltweiten Top-Pharmaunternehmen, das erweiterte Produktportfolio, insbesondere  
bei Beipackzetteln und Etiketten, sowie die notwendige Hebung operativer Synergien sollen das Wachstum bei Menge und  
Ertrag in den nächsten Jahren deutlich unterstützen.  
Die produzierte Menge lag mit 4.056 Millionen m2 um 10,4 % über dem Vorjahreswert (2021: 3.672 Millionen m2). Nach  
Eliminierung der Effekte der Akquisitionen Eson Pac und Essentra Packaging konnte MM Packaging ein organisches Wachs-  
tum von über 5 % erzielen.  
Der soliden Performance von MM Packaging im laufenden Geschäft standen vor allem Sondereffekte in Höhe von netto  
rund -27 Mio. EUR aus dem Erwerb von Essentra Packaging, dem Verkauf der Standorte in Russland und dem Verlassen  
des russischen Marktes gegenüber.  
Die Umsatzerlöse stiegen preis- und mengenbedingt um 32,1 % auf 2.168,7 Mio. EUR (2021: 1.641,6 Mio. EUR). Diese  
entfielen zu 67 % auf Europa, zu 10 % auf Amerika sowie zu 23 % auf die übrige Welt (2021: 69 %; 7 %; 24 %). MM Packaging  
beliefert in verschiedenen Konsumgüterbranchen rund 2.300 Kunden. Die beiden Hauptmärkte sind Food & Specialities  
sowie Premium, wobei Letzterer die Märkte Pharma, Healthcare, Cigarette, Beauty, Personal Care und Luxury umfasst.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
134  
Loading SVG
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Infolge der hohen Konzentration in den Abnehmerindustrien entfällt ein bedeutender Anteil des Geschäftes auf multinati-  
onale Großkunden, sodass in 2022 mit den Top-Fünf-Kunden rund 35 % (2021: 40 %) der Umsatzerlöse erwirtschaftet  
wurden.  
Das betriebliche Ergebnis lag mit 129,3 Mio. EUR um 32,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (2021: 161,9 Mio. EUR).  
Diese Entwicklung ist insbesondere durch oben genannte Sondereffekte bedingt. Im Vorjahr waren Einmaleffekte aus  
strukturellen Anpassungen enthalten. Die Operating Margin belief sich demnach auf 6,0 % (2021: 9,9 %), das EBITDA auf  
230,6 Mio. EUR (2021: 235,8 Mio. EUR). Der Return on Capital Employed betrug 8,9 % (2021: 14,4 %), der Cash Flow aus  
der Geschäftstätigkeit 55,3 Mio. EUR nach 161,1 Mio. EUR in 2021.  
1.3 Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2022  
Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete die Gesellschaft verglichen zum Vorjahr gestiegene Beteiligungserträge, denen die  
Dividendenzahlung für 2021 gegenüberstand.  
Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft war vor allem durch die Ausübung der Holdingfunktionen sowie der Verwaltung der  
Anteile an verbundenen Unternehmen gekennzeichnet.  
1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren  
(in EUR)  
2022  
2021  
Finanzergebnis  
328.643.040,43  
123.489.053,13  
Umsatzerlöse  
39.462.609,39  
29.008.963,23  
Betriebsergebnis  
(38.555.602,13)  
(30.978.293,89)  
Cash Earnings  
295.291.181,47  
101.368.606,42  
Eigenkapitalausstattung  
33,62 %  
31,36 %  
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit  
299.108.652,45  
106.023.373,47  
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit  
14.071.171,42  
(1.234.995.908,47)  
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit  
245.000.000,00  
1.060.262.366,13  
1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren  
Personal  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
135  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Umweltbelange  
Kreislaufwirtschaft ist durch unsere Konzentration auf Karton- und Papierprodukte, die vorwiegend unter Einsatz nach-  
wachsender Rohstoffe erzeugt und nach dem Gebrauch stofflich wieder vollständig verwertet werden, bereits lange im-  
manenter Teil unserer Tätigkeit. Daher sind wir bestrebt, in der aktuellen Verpackungsdiskussion durch verstärkte Innova-  
tion und nachhaltige Investitionstätigkeit im Konzern mit kompetitiven Lösungen aus Karton und Papier neue Möglichkeiten  
für die Substitution von Kunststoffen zu bieten und attraktives Zukunftspotential für MM zu schaffen.  
Grundlage der nachhaltigen Ausrichtung der MM Gruppe bilden unsere strategische Positionierung als Marktführer auf  
Basis von Technologie- und Innovationsführerschaft sowie die Wohlverhaltensregeln unseres Unternehmenskodex (Code  
of Conduct), welche u. a. auch die universellen Prinzipien des UN Global Compact in den Bereichen Arbeitsnormen, Men-  
schenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung miteinschließen. Laufende Zielsetzungen und Ressourcenalloka-  
tionen im Konzern folgen dieser Ausrichtung.  
Im aktuellen Trend hin zu nachhaltigen Verpackungsformen ist Kartonverpackung infolge der hohen Kreislauffähigkeit und  
natürlichen Erneuerung der Faserstoffe sehr gut positioniert.  
1.6 Zweigniederlassungen  
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
136  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS  
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens in 2023  
Dieser Ausblick entspricht den Einschätzungen des Vorstandes zum 13. März 2023 und berücksichtigt keine Auswirkungen  
von Akquisitionen, Veräußerungen oder anderen strukturellen Änderungen innerhalb des Jahres 2023. Die vorangegange-  
nen und nachfolgenden vorausblickenden Aussagen unterliegen sowohl bekannten als auch unbekannten Risiken und Un-  
sicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen  
können.  
Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten bestimmen weiterhin unsere Rahmenbedingungen. Während ei-  
nige Inputpreise weiter sinken, setzt sich der Abbau hoher Lagerstände wie schon in den letzten Monaten des Vorjahres  
auch seit Jahresbeginn weiter fort. In der Division MM Board & Paper sind marktbedingte Maschinenabstellungen im  
1. Quartal notwendig. In den ersten drei Quartalen kommt es weiters wie angekündigt zu längeren Maschinenstillständen  
im Zuge der Großinvestitionen an den Kartonstandorten Frohnleiten, Neuss und Kolicevo. Die Preise sind überwiegend  
rückläufig. Daher ist erwartungsgemäß im Bereich Board & Paper im laufenden Jahr ein deutlicher Rückgang bei Menge  
und Ergebnis absehbar.  
In der Division MM Packaging hat sich die Nachfrage in den ersten beiden Monaten etwas abgeschwächt, zeigt sich aber  
resilient. Strukturelle Anpassungsmaßnahmen und Kostenoptimierungen werden weiter fortgesetzt.  
Ungeachtet des Übergangsjahres im Bereich MM Board & Paper bleibt unser Geschäftsmodell mit Fokus auf nachhaltige  
Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfes langfristig resilient und attraktiv.  
Die Bilanz von MM sowie die laufende Cash-Generierung sind solide. Unsere Investitionstätigkeit bleibt auch in 2023  
erhöht, um die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit der MM Gruppe weiter zu stärken. Vor allem im Zuge der Moderni-  
sierung von drei Kartonmaschinen sowie wertsteigernder, technologischer Erneuerungen im Bereich Pharma- und  
Beautyverpackung erwarten wir heuer ein Investitionsvolumen von über 400 Mio. EUR. Zielsetzung bleibt, unser Wachstum  
mit nachhaltigen und innovativen Konsumgüterverpackungen langfristig mit einer attraktiven Rendite auf das eingesetzte  
Kapital fortzusetzen.  
Aus heutiger Sicht rechnet die Gesellschaft mit niedrigeren Beteiligungserträgen als im Vorjahr.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
137  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten  
Die Gesellschaft ist als geschäftsleitende Holding mit einer Anzahl von Risiken konfrontiert, die ein systematisches und  
kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen. Zu den Finanzinstrumenten, die in der Gesellschaft in bestimm-  
ten Fällen eine Konzentration des Finanzrisikos verursachen können, zählen vor allem liquide Mittel, Wertpapiere und  
Forderungen aus Beteiligungserträgen. Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikoma-  
nagements erhoben, analysiert und auf Basis der definierten Risikopolitik bewältigt. Ziel ist es, die im Rahmen unserer  
Tätigkeit entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeig-  
nete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.  
Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhal-  
ten. Dabei unterscheidet man einerseits originäre Finanzinstrumente wie liquide Mittel, Wertpapiere, Forderungen und  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits  
gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus  
Änderungen von Währungskursen eingesetzt werden.  
Ein aktives Cash- und Credit-Management stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutz-  
bare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Einhaltung der Covenants aus den  
2021 aufgenommenen Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen wird zur Risikominimierung regelmäßig  
überwacht.  
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Für  
diese wurden daher keine Kundenkreditversicherungen abgeschlossen.  
Die sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen und resultieren großteils aus  
konzerninternen Cash Pool-Vereinbarungen. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation wird das Risiko als gering ange-  
sehen, da sich die verbundenen Unternehmen jederzeit am Markt refinanzieren können.  
Für unser Geschäft können zusätzlich zu den aufgeführten Risiken weitere Risiken bestehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt  
sind solche Risiken nicht bekannt oder werden diese von uns für vernachlässigbar gehalten.  
Die Gesamteinschätzung der Risikosituation der Gesellschaft weist keine bestandsgefährdenden Elemente auf. Derartige  
Risiken sind auch im kommenden Geschäftsjahr nicht zu erwarten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
138  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG  
Die Gesellschaft selbst betreibt keine Forschung und Entwicklung. Die nachfolgendenden Ausführungen beziehen sich auf  
den Mayr-Melnhof Konzern. Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Mayr-Melnhof Konzerns steht  
die nachhaltige Sicherung und Stärkung der Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit durch Fortschritt in den beiden Divi-  
sionen MM Board & Paper und MM Packaging.  
Unsere Innovationsleistungen werden einerseits durch den Anspruch steter Produkt- und Prozessoptimierungen getrieben,  
andererseits durch sich ändernde Rahmenbedingungen, die Weiterentwicklung bedingen. Darüber hinaus ist die Erschlie-  
ßung neuer, zukünftiger Geschäftsfelder und Zielanwendungen Antrieb für die Innovationsaktivitäten. Die Entwicklung bzw.  
Umsetzung von Produktinnovationen erfolgt stets unter Berücksichtigung möglicher Risiken zur Produktsicherheit sowie  
Nutzung des Potenzials aus der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Verpackungslösungen.  
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und dem Know-how für die Gestaltung von  
Innovationsprozessen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere strategischen Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele zu er-  
reichen. Unser Ansatz ist dabei grundsätzlich auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und die Bereitschaft,  
den Status quo zu hinterfragen, ausgerichtet.  
Sämtliche Produktentwicklungen von MM durchlaufen einen vordefinierten und kontinuierlich verbesserten Prozess. Die-  
ser beginnt mit der Ideenfindung und führt unter Einbindung der Expert:innen unserer Fachabteilungen über die Bewertung  
und technische Produktentwicklung bis hin zur Markteinführung.  
Wir sind davon überzeugt, dass Innovationskraft durch Vielfalt und die Kombination unterschiedlicher Potenziale entsteht.  
Offenheit für neue Ideen und die Bereitschaft zum Dialog sind wesentliche Bestandteile unserer Innovationskultur. Deshalb  
binden wir Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Endverbraucher und Forschungspartner frühzeitig in unseren Innovati-  
onsprozess ein und eröffnen so eine differenzierte Sicht auf Probleme und auf die spezifischen Anforderungen, wie mo-  
dernste technologische Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit, die unsere Produkte erfüllen müssen. Dies  
ermöglicht es, neue Erkenntnisse und Lösungen direkt in die Entwicklung unserer Produkte einfließen zu lassen und die  
Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Wir erforschen neue Konzepte für Lebens-  
mittelverpackungen und evaluieren kontinuierlich neue Technologien für unsere zukünftigen Karton- und Papierprodukte.  
Zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit setzen wir auf externe Zertifizierungen. Sie sind ein wichtiger Nachweis  
für Kunden und Endnutzer, dass unsere Produktinnovationen nachhaltig, sozial verträglich und gesundheitlich unbedenk-  
lich sind. Darüber hinaus dienen sie zur Bescheinigung der rechtlichen Compliance im Bereich Produktsicherheit. Das  
regelmäßige Überprüfen sowohl bestehender Produkte als auch innovativer Lösungen auf Einhaltung der Zertifizierungs-  
kriterien gewährleistet gleichzeitig eine rigorose Qualitätssicherung, die auch nach außen hin sichtbar wird.  
Im Jahr 2022 haben wir unsere Kooperationen mit externen Partnern wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und  
Start-ups fortgesetzt. Unsere Hauptbereiche der Zusammenarbeit sind die anwendungsorientierte Grundlagenforschung  
zur Behandlung von Holzfasern, die Verwendung alternativer und/oder modifizierter Faserrohstoffe und die Verwendung  
biobasierter Materialien als Ersatz für fossile Rohstoffe.  
Unternehmensintern gibt die Plattform „we.invent“ allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen einzu-  
bringen, unabhängig davon, in welchem Land oder Bereich sie tätig sind. Die Beiträge werden anhand eines klar definierten  
Kriterienkataloges in einem Stage-Gate-Prozess bewertet und zur Umsetzung ausgewählt.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
139  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Sowohl der Klimawandel als auch die Corona-Pandemie führen vor Augen, dass Sicherheit und Wohlstand davon abhängen,  
wie wir Gemeingüter, wie Klimastabilität und öffentliche Gesundheit, langfristig erhalten: Die Gesellschaft und die Wirt-  
schaft müssen widerstandsfähig, nachhaltig und klimafreundlich aufgebaut sein. Karton und Papier gewinnen dadurch als  
umweltfreundliche Verpackung an Bedeutung. Zielsetzung von MM ist es, die Chance zu nutzen, Kunden dahingehend zu  
unterstützen, Plastik durch innovative, aber auch bewährte Lösungen aus Papier und Karton zu ersetzen. Dadurch folgen  
wir auch dem aktuell prägenden Trend zu nachhaltigen Verpackungen mit natürlichem Auftritt sowie hoher Convenience  
und Sicherheit und perfekter Einbindung in den Onlinevertrieb.  
Die Automatisation von Arbeitsabläufen und Logistikprozessen erfährt in beiden Divisionen fortschreitende Durchdringung  
mit dem Ziel, zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Bei der Optimierung unserer Produktionsprozesse werden die  
einzelnen Standorte bereits bei der Anschaffung neuer Maschinen von Beginn an zentral unterstützt. Dies reicht von der  
Maschinenkonfiguration über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme der Maschinen. Stillstandszeiten  
zu reduzieren und die Flexibilität zu erhöhen stehen bei MM aktuell im Zentrum der Umsetzung zukunftsorientierter Auto-  
matisierungskonzepte.  
3.1 Innovationstätigkeit 2022 in der Division MM Board & Paper  
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von MM Board & Paper am Standort Frohnleiten arbeitet gemeinsam mit den  
F&E-Kapazitäten am Standort MM Kotkamills sowie externen Forschungseinrichtungen an der Umsetzung grundlegender  
Erkenntnisse im Kontext von Wissenschaft und Produktion.  
Zu den Innovationsschwerpunkten im Jahr 2022 gehörte die Entwicklung und Erweiterung innovativer Dispersionsbarrieren  
für verschiedene Verpackungsanwendungen. Diese Beschichtungen können Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz sowie  
Heißsiegeleigenschaften bieten. Sie ermöglichen die Verwendung von Karton als Verpackungsmaterial für eine breite Pa-  
lette von flüssigen, gekühlten, gefrorenen und/oder fettigen Lebensmitteln. Unsere Barriereentwicklungen erfüllen den  
Bedarf unserer Kunden an nachhaltigen und recycelbaren Verpackungen und ergänzen unsere laufenden Bemühungen,  
Kunststoff zu ersetzen.  
Darüber hinaus spielten inkrementelle Produktentwicklungen wie die Erweiterung des Flächengewichtsbereiches und die  
weitere Optimierung der technischen Werte eine wichtige Rolle im Jahr 2022.  
Von Neueinführungen ist insbesondere MM GT White aus dem Werk Gernsbach hervorzuheben: ein Recyclingkarton mit  
einem hervorragenden weißen Erscheinungsbild, ideal für hochwertige Verpackungen. Die hohe Helligkeit auf der Ober-  
und Rückseite macht MM GT White zur optimalen Wahl für die Pharma- und Kosmetikindustrie.  
3.2 Innovationstätigkeit 2022 in der Division MM Packaging  
Die Innovations-Matrixorganisation von MM Packaging stellt sicher, dass das gesamte technische Know-how der  
MM Gruppe effizient und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden genutzt werden kann. Es  
setzt sich aus folgenden Einheiten zusammen: aus PacProject, dem kreativen Innovationszentrum in Hamburg, dem Pre-  
mium Printing Center in Trier sowie dem Technical Account Management-Team zur Koordination gezielter Kundenbriefings  
mit den lokalen Packaging Development-Centern und einzelnen Werken und dem Forschungs- und Entwicklungszentrum  
der Tann-Gruppe. Unser Divisional Technical Support-Team und die Packaging Development-Centers begleiten unsere  
Kunden insbesondere auch hinsichtlich technischer Ausrichtung sowie Ausstattung, um neuartige Verpackungskonzepte  
und -designs umzusetzen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
140  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bei PacProject in Hamburg werden in enger Abstimmung mit dem Kunden Konzeptstudien bis hin zu ersten Prototypen  
erstellt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Technical Account Management-Team werden bereits in diesem Sta-  
dium erste Machbarkeitsanalysen durchgeführt. Im Premium Printing Center in Trier kommen hochinnovative Technologien  
zur Anwendung, um Verpackungsdesigns mit außergewöhnlichen Effekten in kürzester Zeit zu realisieren. Die Nachfrage  
unserer Kunden zu „E-Trainings/Learning“ hat im Bereich Innovation stark zugenommen. Daher bieten wir maßgeschnei-  
derte Trendworkshops, Ideenworkshops und technische Trainings an.  
Mit der Expansion des Geschäftsfeldes Pharma & Healthcare wurde 2022 auch die Innovationsstruktur der Division er-  
weitert. Die Einrichtung eines XBU Innovationsteams (Cross Business Unit Innovation Team), welches sich aus den Inno-  
vation Directors der einzelnen Geschäftsfelder zusammensetzt, stellt durch regelmäßigen Best Practice-Austausch sicher,  
dass der wachsende Kundenanspruch in Bezug auf Innovation langfristig sichergestellt werden kann. Damit einher geht  
auch eine enge Zusammenarbeit mit MM Board & Paper im Bereich der Innovation.  
Zielsetzung ist es, MM durch Innovationsführerschaft als bevorzugten Lieferanten zu positionieren.  
Die Innovationstätigkeit von MM Packaging konzentrierte sich auch im Jahr 2022 insbesondere auf das Thema Nachhal-  
tigkeit. In diesem Zusammenhang wurde in Zusammenarbeit mit Kunden, Fachhochschulen und Forschungsinstituten an  
der Optimierung von wiederverwertbaren Verpackungen und der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet.  
Neue Anwendungsbereiche wurden geprüft und weiterentwickelt, wie z.B. „Kindersicherungsboxen“, welche Plastikverpa-  
ckungen für Waschmittelkapseln ersetzen; „Green Peel“, eine neue Alternative aus Karton für Lebensmittelschalen mit  
deutlich reduziertem Kunststoffanteil, und „Moulded Pulp“, ein neuer Schwerpunkt im Bereich der faserbasierten Verpa-  
ckungen. Im Bereich neuer Technologien richten wir einen besonderen Fokus auf den Digitaldruck für Kartonverpackungen,  
der durch unsere großen Investitionen in Polen und Deutschland auf die nächste Stufe gehoben wird.  
MM Packaging und MM Board & Paper erhielten bei den European Carton Excellence Awards eine gemeinsame Auszeich-  
nung in der Kategorie „Food & Drink Packaging, Recycled Fibre“ für eine innovative, nachhaltige Kartoffelverpackung. Die  
aus Liner produzierte und von MM Packaging verarbeitete Lösung wurde für den Transport und die Lagerung von Kartoffeln  
als Alternative zu herkömmlichen Tiefziehschalen aus Kunststoff entwickelt. Die Jury war vor allem von der Kombination  
von hoher Funktionalität und den Möglichkeiten der Markenkommunikation überzeugt.  
MM Board & Paper wurde darüber hinaus in der Kategorie „Save Food“ mit dem „Green Packaging Star Award“ ausge-  
zeichnet, welcher umweltfreundliche Verpackungslösungen und Verbesserungen bei internen Produktionsprozessen zum  
Nutzen der Umwelt würdigt. Beeindruckt zeigte sich die Jury von dem innovativen Karton FOODBOARD™ als Verpackungs-  
material für Bio-Tee. Mit seiner funktionalen Barriere schützt er den Tee vor äußeren Umwelteinflüssen und bewahrt sein  
natürliches Aroma. Dies macht eine zusätzliche Schutzfolie aus Zellophan überflüssig, die Verpackung ist somit vollständig  
recycelbar.  
Der praktische und zugleich voll recycelbare Steinobstkorb „MM Basket“ aus Browncolor erhielt den goldenen „Marken  
Magnet“ der deutschen Fachzeitschrift „Lebensmittel-Praxis“ in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ sowie eine „Special Men-  
tion“ in der Kategorie „Excellent Communication Design – Packaging“ beim German Design Award.  
Weitere Auszeichnungen wie Silber beim „Marken Magnet“ in der Kategorie „Impulse am POS“ sowie eine „Special Men-  
tion“ beim German Design Award gingen an eine innovative Lebensmittelverpackung aus Recyclingkarton von MM Board  
& Paper, die als erste Verpackung überhaupt das neue NaviLens-System einsetzt, das blinden und sehbehinderten Men-  
schen über farbige QR-ähnliche Codes Informationen zum Produkt liefert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
141  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
4 DIE WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKO-  
MANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS  
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsys-  
tems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung und die Aufstellung des Konzern-  
abschlusses verantwortlich. Dieses gewährleistet die Vollständigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Finanz-  
informationen. Darüber hinaus werden die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung der  
gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen sichergestellt.  
Der Rechnungslegungsprozess umfasst dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte, die gewährleisten, dass die rechnungsle-  
gungsrelevanten Informationen vollständig, richtig und zeitgerecht erfasst und verarbeitet werden und die Abbildung in  
der Finanzberichterstattung den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsstandards entspricht.  
In der Aufbau- und Ablauforganisation sind klare und eindeutige Verantwortungen bezogen auf die Einzelgesellschaften  
und den Konzern vorgegeben. Den zentralen Funktionsbereichen „Group Accounting“ sowie „Planning and Reporting“  
obliegen dabei die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien auf dem neuesten fachlichen Stand sowie die Organisa-  
tion und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.  
Die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah. Die Übereinstimmung mit  
konzerninternen Richtlinien und Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen wird kon-  
tinuierlich kontrolliert. Die eingesetzten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend opti-  
miert. Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden regelmäßig auf mögliche Risiken geprüft.  
Verbesserungsmaßnahmen werden schnellstmöglich eingeleitet und rasch umgesetzt. Schwerpunktprüfungen erfolgen  
durch Wirtschaftsprüfer und interne Revision.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
142  
Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
5 ANGABEN ZU KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTEN UND  
DAMIT VERBUNDENEN VERPFLICHTUNGEN  
Zusammensetzung des Kapitals, Aktiengattungen  
Es wird auf die Anhangangabe 3.8 verwiesen.  
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte bzw. der Übertragung von Aktien  
Rund 59 % der Aktien werden von den Kernaktionärsfamilien in einem Syndikat gehalten. Es besteht ein Syndikatsvertrag,  
welcher die Übertragbarkeit der Aktien innerhalb des Syndikates und nach außen regelt. Angelegenheiten, die die Haupt-  
versammlung betreffen, beschließt das Syndikat mit 65 % der Stimmen, gemessen an der Gesamtzahl der abgegebenen  
Syndikatsstimmen. Änderungen des Syndikatsvertrages (betreffend Veränderung der Stimmrechte, Änderung des Syndi-  
katszwecks oder –gegenstandes, Begründung oder Entzug von Sonderrechten) bedürfen der Einstimmigkeit, gemessen an  
der Gesamtzahl aller Syndikatsstimmen.  
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 10 vom Hundert betragen  
Nach den der Gesellschaft bekannt gegebenen Informationen bestanden per Jahresende 2022 folgende Beteiligungen von  
mindestens 10 Prozent am Kapital:  
MMS Mayr-Melnhof-Saurau Beteiligungsverwaltung KG  
CAMA-Privatstiftung  
Die Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten und eine Beschreibung dieser Rechte  
Es bestehen keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.  
Die Art der Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer, wenn sie das Stimmrecht  
nicht unmittelbar ausüben  
Es besteht kein derartiges Kapitalbeteiligungsmodell für Mitarbeiter.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung  
der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft  
Es bestehen keine Bestimmungen dieser Art.  
Die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes,  
insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen  
Es bestehen keine Befugnisse dieser Art.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
143  
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Lagebericht der Mayr-Melnhof Karton AG  
Alle bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel  
in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie ihre  
Wirkungen; ausgenommen hiervon sind Vereinbarungen, deren Bekanntmachung der Gesellschaft erheblich  
schaden würde, es sei denn, die Gesellschaft ist zur Bekanntgabe derartiger Informationen aufgrund  
anderer Rechtsvorschriften ausdrücklich verpflichtet  
Es wird von der Schutzklausel hinsichtlich der Bekanntgabe Gebrauch gemacht. Die Größenordnung des betroffenen Ge-  
schäftes ist als überschaubar einzustufen.  
Bestand und wesentlicher Inhalt von Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren  
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen  
Übernahmeangebotes  
Es bestehen keine Vereinbarungen dieser Art.  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
144  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bilanz  
AKTIVA  
Stand  
Stand PASSIVA  
Stand  
Stand  
31. Dez. 2022  
31. Dez. 2021 (in EUR)  
31. Dez. 2022  
31. Dez. 2021  
(in EUR)  
A. ANLAGEVERMÖGEN  
A. EIGENKAPITAL  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
I. Eingefordertes und einbezahltes Grundkapital  
80.000.000,00  
80.000.000,00  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen  
12.353,04  
14.117,76  
II.Kapitalrücklagen  
II. Sachanlagen  
1. Gebundene Kapitalrücklagen  
172.658.448,08  
172.658.448,08  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund  
1.614.948,12  
1.679.127,44  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
338.579,59  
301.803,97 III. Gewinnrücklagen  
1.953.527,71  
1.980.931,41  
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen)  
430.394.872,52  
226.568.244,74  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
304.066.939,31 IV. Bilanzgewinn  
150.000.000,00  
130.000.000,00  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.200.574.000,00  
1.135.000.000,00  
davon Gewinnvortrag EUR 60.000.000,00 (2021: EUR 66.000.000,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.199.574.000,00 (2021: EUR 1.135.000.000,00)  
833.053.320,60  
609.226.692,82  
494.917,78 B. RÜCKSTELLUNGEN  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
4.348.124,98  
0,00  
1. Rückstellungen für Pensionen  
748.894,00  
1.594.256,00  
1.509.483.982,07  
1.439.561.857,09  
2. Steuerrückstellungen  
5.550.272,63  
0,00  
1.511.449.862,82  
1.441.556.906,26  
3. Sonstige Rückstellungen  
12.869.985,07  
22.825.715,09  
19.169.151,70  
24.419.971,09  
B. UMLAUFVERMÖGEN  
C. VERBINDLICHKEITEN  
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 185.776.975,65 (2021: EUR 171.432.781,55 )  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
849.817.441,17  
315.251.209,63  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.440.000.000,00 (2021: EUR 1.137.651.961,14)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.440.000.000,00  
1.125.000.000,00  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
26.102.278,53  
13.949.696,50  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.440.000.000,00 (2021: EUR 1.125.000.000,00)  
3. Wertpapiere und Anteile  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
159.780,78  
217.505,61  
a) sonstige Wertpapiere und Anteile  
0,00  
79.871.794,84  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 159.780,78 (2021: EUR 217.505,61)  
875.919.719,70  
409.072.700,97  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
II.Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten  
86.920.390,83  
86.603.089,67  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
167.512.195,92  
170.982.716,72  
962.840.110,53  
495.675.790,64  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 167.520.183,07 (2021: EUR 170.982.716,72)  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN  
3.472.529,82  
3.927.192,25  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 18.056.019,75 (2021: EUR 12.884.520,36)  
D. AKTIVE LATENTE STEUERN  
228.957,63  
1.571.517,45  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2021: EUR 0,00)  
a) Steuern  
11.757,45  
12.450,48  
b) Soziale Sicherheit  
29.234,60  
12.718,38  
c) Übrige  
18.056.019,75  
12.859.351,50  
18.097.011,80  
12.884.520,36  
1.625.768.988,50  
1.309.084.742,69  
SUMME AKTIVA  
2.477.991.460,80  
1.942.731.406,60 SUMME PASSIVA  
2.477.991.460,80  
1.942.731.406,60  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
145  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
2022  
2021  
(in EUR)  
1. Erträge aus Beteiligungen  
a) Verbundene Unternehmen  
321.190.000,00  
130.000.000,00  
b) Übrige  
397.320,00  
466.900,00  
321.587.320,00 130.466.900,00  
2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  
a) Verbundene Unternehmen  
31.622.714,90  
9.258.284,55  
b) Übrige  
19.806,95  
30.458,34  
31.642.521,85  
9.288.742,89  
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  
a) verbundene Unternehmen  
(1.109.748,23)  
(163.695,55)  
b) übrige  
(23.477.053,19)  
(16.102.894,21)  
(24.586.801,42) (16.266.589,76)  
4. Zwischensumme aus Z 1 bis 3 (Finanzergebnis)  
328.643.040,43 123.489.053,13  
5. Umsatzerlöse  
39.462.609,39  
29.008.963,23  
6. Sonstige betriebliche Erträge  
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen  
10.131,65  
0,00  
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
0,00  
326.095,45  
c) Übrige  
2.058.603,25  
304.364,50  
2.068.734,90  
630.459,95  
7. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen  
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen  
(42.466.248,79)  
(28.093.824,32)  
(42.466.248,79) (28.093.824,32)  
8. Personalaufwand  
a) Gehälter  
(12.580.684,25)  
(10.249.898,32)  
b) Soziale Aufwendungen  
(1.366.731,59)  
(1.658.196,65)  
davon Aufwendungen für Altersvorsorgen  
(396.986,56)  
(723.382,89)  
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen  
(129.696,17)  
(143.210,04)  
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige  
Abgaben und Pflichtbeiträge  
(821.909,28)  
(713.495,68)  
cc) Sonstige Sozialaufwendungen  
(18.139,58)  
(78.108,04)  
(13.947.415,84) (11.908.094,97)  
9. Abschreibungen  
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen  
(121.995,21)  
(120.210,31)  
(121.995,21)  
(120.210,31)  
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen  
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen  
(1.714,35)  
(1.714,35)  
b) Übrige  
(23.549.572,23)  
(20.493.873,12)  
(23.551.286,58) (20.495.587,47)  
11. Zwischensumme aus Z 5 bis 10 (Betriebsergebnis)  
(38.555.602,13) (30.978.293,89)  
12. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 4 und Z 11)  
290.087.438,30  
92.510.759,24  
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
3.739.189,48  
8.670.522,79  
davon latente Steuern EUR (1.342.558,48) (2021: EUR -67.114,08)  
14. Jahresüberschuss  
293.826.627,78 101.181.282,03  
15. Zuweisung zu Gewinnrücklagen  
(203.826.627,78)  
(37.181.282,03)  
16. Jahresgewinn  
90.000.000,00  
64.000.000,00  
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr  
60.000.000,00  
66.000.000,00  
18. Bilanzgewinn  
150.000.000,00 130.000.000,00  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
146  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Anhang  
DER MAYR-MELNHOF KARTON AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS  
GESCHÄFTSJAHR VON 1. JÄNNER 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022  
1 ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN  
Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Bilanzierung und  
der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,  
aufgestellt. Die Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung stellen die  
Grundlage dieses Jahresabschlusses dar.  
Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden  
die in § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs-  
und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB.  
Die im vorjährigen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Ausweis gegenüber  
dem Vorjahr sind unverändert geblieben.  
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen gemäß § 189a Z 6 UGB des Mayr-Melnhof Konzerns und stellt den Konzernab-  
schluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf.  
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs. 1 Z 20 UGB werden  
nicht angegeben, da sie dem Unternehmen oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen  
würden.  
Der Grundsatz der Vollständigkeit wurde bei der Erstellung des Jahresabschlusses eingehalten.  
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beach-  
tet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.  
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne aus-  
gewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.  
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten  
Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen berücksichtigt.  
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und entsprechend  
der Holdingfunktion der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft so dargestellt, dass der Finanzerfolg an den Anfang der  
Gewinn- und Verlustrechnung gestellt wird.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
147  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN  
2.1 Anlagevermögen  
Immaterielle Vermögensgegenstände  
Die Zugänge sind mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.  
Die unter diesem Posten ausgewiesenen Softwarelizenzen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig  
auf 10 Jahre linear abgeschrieben.  
Sachanlagen  
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital  
zur Finanzierung der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.  
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibung erfolgt linear unter Anwendung folgender Nutzungsdauern:  
Gebäude  
10 - 40 Jahre  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
3 - 7 Jahre  
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 800,00 werden wie im Vorjahr gem. § 204  
Abs. 1a UGB im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben.  
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Gegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßig auf den nied-  
rigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Sofern die dafür maßgeblichen Gründe nicht mehr be-  
stehen, gilt die Verpflichtung, den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Be-  
rücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahres-  
abschluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
Finanzanlagen  
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich  
dauerhafte und wesentliche Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.  
Als verbundene Unternehmen werden alle Tochterunternehmen bezeichnet, die von der Mayr-Melnhof Karton Aktienge-  
sellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden (§ 189 Z 7 und 8 UGB).  
Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich dauerhafte und wesentliche Wertminderungen wer-  
den durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.  
In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen aufgrund von Pensionszu-  
sagen enthalten. Der Ansatz dieser Ansprüche erfolgt mit dem Deckungskapital.  
Die Gesellschaft hat eine Rückdeckungsversicherung für ihre Pensionsverpflichtung gegenüber den Begünstigten abge-  
schlossen. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchsberechtigten verpfändet und unter  
Beachtung der Vermögensobergrenze mit der entsprechenden Gesamtpensionsverpflichtung saldiert.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
148  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Bei Finanzanlagen, die keine Beteiligungen sind, erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden (Zeit-) Wert.  
Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch vorgenommen werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich  
nicht von Dauer ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, gilt die Verpflichtung,  
den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibun-  
gen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind keine Beträge  
aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
2.2 Umlaufvermögen  
Bei Gegenständen des Umlaufvermögens erfolgt gegebenenfalls eine Abschreibung, um sie mit dem niedrigeren beizule-  
genden Wert zum Abschlussstichtag anzusetzen. Sofern die Gründe für die Abschreibung nicht mehr bestehen, gilt die  
Verpflichtung, den Betrag der Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresab-  
schluss sind keine Beträge aus solchen Zuschreibungen enthalten.  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden  
durch Wertberichtigungen berücksichtigt.  
Wertpapiere und andere Anteile  
Wertpapiere und andere Anteile werden mit den Anschaffungskosten vermindert um allfällige Abschreibungen auf den  
niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.  
2.3 Rückstellungen  
Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbe-  
trages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde.  
Die Pensionsrückstellungen werden gemäß der Stellungnahme 27 des Austrian Financial Reporting and Auditing Commit-  
tee (AFRAC) „Personalrückstellungen (UGB)“, Stand Juni 2022, bilanziert. Bei der Berechnung, die nach dem Anwart-  
schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) erfolgt, werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen in  
Form einer langfristigen Prognose berücksichtigt. Der Zinssatz wird nach dem aktuellen langfristigen Zinssatz am Kapital-  
markt zum Bilanzstichtag bemessen.  
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension  
gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen sowie die bi-  
ometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P „Angestellte“ – Rechnungsgrundlage für Pensionsversicherung (2021: AVÖ 2018-P  
„Angestellte“ bzw. „Gemischt“) zugrunde gelegt. Für Vorstandsmitglieder wird ausschließlich auf die Dauer des Vorstands-  
mandats abgestellt.  
Pensionszusagen, die durch verpfändete Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind und für die die Gesellschaft wirt-  
schaftlich somit kein Risiko trägt, werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen.  
Bei der Bilanzierung der Rückstellung für Pensionen, sowie der sonstigen langfristigen personenbezogenen Verpflichtungen  
wird vom Wahlrecht, die rechnungsmäßigen Zinsen im Finanzergebnis auszuweisen, Gebrauch gemacht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
149  
Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
2.4 Verbindlichkeiten  
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.  
2.5 Währungsumrechnung  
Fremdwährungsforderungen sowie die Zahlungsmittel in Fremdwährungen sind mit dem Anschaffungskurs bzw. dem nied-  
rigeren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet worden.  
Die Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs bzw. dem höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag  
bewertet worden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
150  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
Bilanz  
3.1 Anlagenspiegel gemäß § 226 UGB  
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  
Kumulierte Abschreibungen  
Stand  
Zugänge  
Abgänge  
Umbuchung  
Stand  
Stand  
Zugänge  
Abgänge  
Stand  
Buchwert  
Buchwert  
01.01.2022  
2022  
2022  
2022  
31.12.2022  
01.01.2022  
2022  
2022  
31.12.2022  
31.12.2022  
31.12.2021  
(in EUR)  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und  
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete  
17.647,08  
12.353,04  
14.117,76  
Lizenzen  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
3.529,32  
1.764,72  
0,00  
5.294,04  
Summe I  
17.647,08  
0,00  
0,00  
0,00  
17.647,08  
3.529,32  
1.764,72  
0,00  
5.294,04  
12.353,04  
14.117,76  
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und  
Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund  
a) Grundwert  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
577.352,82  
577.352,82  
b) Gebäudewert  
2.659.935,45  
0,00  
0,00  
0,00  
2.659.935,45  
1.558.160,83  
64.179,32  
0,00  
1.622.340,15  
1.037.595,30  
1.101.774,62  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  
409.014,49  
101.695,14  
43.226,23  
0,00  
467.483,40  
107.210,52  
56.051,17  
34.357,88  
128.903,81  
338.579,59  
301.803,97  
1)  
Summe II  
3.646.302,76 101.695,14  
43.226,23  
0,00  
3.704.771,67 1.665.371,35  
120.230,49  
34.357,88  
1.751.243,96  
1.953.527,71  
1.980.931,41  
Summe I und II  
3.663.949,84 101.695,14  
43.226,23  
0,00  
3.722.418,75 1.668.900,67  
121.995,21  
34.357,88  
1.756.538,00  
1.965.880,75  
1.995.049,17  
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
304.066.939,31  
304.066.939,31  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
1.135.000.000,00 70.574.000,00 5.000.000,00  
1.200.574.000,00  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00 1.200.574.000,00 1.135.000.000,00  
3. Beteiligungen  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
494.917,78  
494.917,78  
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
0,00 4.810.353,48  
316.740,22  
(145.488,28)  
4.348.124,98  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00  
4.348.124,98  
0,00  
Summe III  
1.439.561.857,09 75.384.353,48 5.316.740,22 (145.488,28) 1.509.483.982,07  
0,00  
0,00  
0,00  
0,00 1.509.483.982,07 1.439.561.857,09  
Gesamt  
1.443.225.806,93 75.486.048,62 5.359.966,45 (145.488,28) 1.513.206.400,82 1.668.900,67  
121.995,21  
34.357,88  
1.756.538,00 1.511.449.862,82 1.441.556.906,26  
1) Im Jahr 2022 sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 659,13 zu- und abgegangen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
151  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.2 Aufgliederung der Anteile an verbundenen Unternehmen  
31.12.2022  
Geschäftsjahr 2021  
(in EUR)  
Anteil in %  
Eigenkapital  
Jahresergebnis  
Lokalbahn Payerbach-Hirschwang Gesellschaft m.b.H.,  
Reichenau/Rax (AUT)  
1)  
100,00  
3.875.549,78  
k. A  
MM Service GmbH, Wien (AUT)  
100,00  
22.366.766,37  
k. A  
1)  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien (AUT)  
100,00  
360.816.266,92  
k. A  
1)  
MM PACKAGING GmbH, Wien (AUT)  
100,00  
475.202.393,76  
k. A  
1)  
Hinsichtlich der Angabe der Jahresergebnisse wird von der Schutzklausel gemäß § 242 Abs. 2 UGB Gebrauch gemacht.  
1)  
3.3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
Unter dem Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist ein Betrag in Höhe von EUR 1.200.574.000,00  
(31. Dezember 2021: EUR 1.135.000.000,00) enthalten. Davon sind EUR 1.199.574.000,00 nicht innerhalb eines Jahres  
fällig.  
3.4 Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens  
Unter Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens sind Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen, die auf Grund von  
Umgliederungen nicht mehr mit der Verpflichtung saldiert werden sowie solche, die im Wesentlichen zugunsten der Pen-  
sionsberechtigten verpfändet sind. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sind bis zur Vermögensobergrenze mit  
den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen.  
3.5 Forderungen  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Forderungen wie folgt:  
31.12.2022  
31.12.2021  
(in EUR)  
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
11.368.088,87  
6.843.567,45  
b) aus sonstigen Forderungen  
838.449.352,30  
308.407.642,18  
849.817.441,17  
315.251.209,63  
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände  
26.102.278,53  
13.949.696,50  
Gesamt  
875.919.719,70  
329.200.906,13  
Unter den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Forderungen aus Cash Pooling-Ver-  
einbarungen in Höhe von EUR 816.944.163,01 (31. Dezember 2021: EUR 304.003.400,92) ausgewiesen, wobei die  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für zwei Euro Cash Pools als Cash Pool Leader fungiert.  
Weiters sind in den sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen aus Steuerumlagen in  
Höhe von EUR 10.222.821,13 (31. Dezember 2021: EUR 4.399.874,67) sowie Forderungen aus dem konzerninternen  
Clearing („IC-Netting“) in Höhe von EUR 11.211.495,68 (31.12.2021: EUR 0,00) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
152  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Wie im Vorjahr sind in den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen Erträge von unwesentlicher Höhe enthal-  
ten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
3.6 Wertpapiere und Anteile  
Die im Jahre 2021 unter Wertpapiere und Anteilen ausgewiesenen Geldmarktfonds in Höhe von EUR 79.871.794,84 wur-  
den im September 2022 zur Gänze veräußert.  
3.7 Latente Steuern  
Der latente Steueranspruch aus dem Saldo der aktiven und passiven latenten Steuern beträgt zum 31. Dezember  
2022 EUR 228.957,63 (31. Dezember 2021: EUR 1.571.517,45).  
Die aktiven latenten Steuern wurden auf Unterschiede zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertan-  
satz zum Bilanzstichtag, unter Zugrundelegung eines Körperschaftsteuersatzes von 23% (31.Dezember 2021: 25 %), für  
folgende Posten gebildet:  
2022  
2021  
Aktive latente  
Passive latente  
Aktive latente  
Passive latente  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Rückstellungen für Pensionen  
X
X
Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:  
(in EUR)  
2022  
2021  
Aktive latente Steuern 01.01.  
1.571.517,45  
1.638.631,53  
Auflösung  
(1.342.559,82)  
(67.114,08)  
Zuführung  
0,00  
0,00  
Aktive latente Steuern 31.12.  
228.957,63  
1.571.517,45  
3.8 Eigenkapital  
Grundkapital  
Das Grundkapital in Höhe von EUR 80.000.000,00 ist in 20.000.000 Stück nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt, von  
denen jede am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
153  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
3.9 Rückstellungen  
Pensionsverpflichtungen  
Die Rechenparameter zu den jeweiligen Stichtagen stellen sich wie folgt dar:  
31.12.2022  
31.12.2021  
Pensionen  
Pensionen  
(in %)  
Abzinsungsfaktor  
3,80 %  
0,98 %  
Langfristige Gehaltssteigerungsraten  
3,00 %  
2,50 %  
Langfristige Rentensteigerungsraten  
2,50 %  
2,00 %  
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste, die sich aufgrund von Änderungen im Bestand der Versorgungsbe-  
rechtigten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den der Berechnung zugrunde gelegten Annah-  
men ergeben, werden zur Gänze erfolgswirksam erfasst.  
Die Anwartschaftsbarwerte betreffend Pensionsverpflichtungen sowie die Überleitungen zum bilanzierten Rückstellungs-  
betrag stellen sich wie folgt dar:  
Pensionen  
(in EUR)  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2021  
11.997.983,33  
Zuführung Dienstzeitaufwand 2022  
800.215,05  
Zuführung Zinsaufwand 2022  
108.213,00  
Auszahlungen 2022  
(1.036.792,00)  
Umgliederung 2022  
(4.500.000,00)  
Versicherungsmathematische Verluste bzw. (Gewinne) 2022  
(291.679,00)  
Bilanzierte langfristige Rückstellung 31.12.2022  
7.077.940,38  
Deckungskapital  
(6.329.046,38)  
Saldierte Pensionsverpflichtung  
748.894,00  
Der Zinsaufwand ist unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ im Finanzergebnis ausgewiesen.  
Der Wert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung beträgt EUR 6.329.046,38 (31. Dezember 2021: EUR  
10.403.727,33). Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden an die Anspruchsberechtigten verpfändet und  
daher, unter Beachtung der Vermögensobergrenze, mit der entsprechenden Gesamtpensionsverpflichtung in Höhe von  
EUR 7.077.940,38 (31. Dezember 2021: EUR 11.997.983,33) saldiert.  
Sonstige Rückstellungen  
Neben der Rückstellung für die Vorstandsbezüge in Höhe von EUR 10.780.970,50 (31. Dezember 2021: EUR  
6.918.092,66), die dieses Jahr die variablen Vorstandsbezüge, die kumulierten langfristigen Vergütungszusagen sowie die  
Leistungen an Herrn Dr. Blaschke im Zusammenhang mit seinem Ausscheiden beinhalten, sind in den sonstigen Rückstel-  
lungen im Wesentlichen Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube, Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand und die  
Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit ausgewiesen. Es sind keine Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Konzern-  
dienstleistungen (31. Dezember 2021: EUR 14.176.000,00) enthalten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
154  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Von der Rückstellung für die variablen Vorstandsbezüge sind EUR 1.233.600,00 (31. Dezember 2021: EUR 355.462,08)  
langfristig.  
3.10 Verbindlichkeiten  
Zum 31. Dezember gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:  
Davon  
Davon  
31.12.2022  
Restlaufzeit  
Restlaufzeit  
über 5 Jahre  
31.12.2021  
über 5 Jahre  
(in EUR)  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten  
1.440.000.000,00  
1.205.500.000,00  
1.125.000.000,00  
950.500.000,00  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
217.505,61  
159.780,78  
0,00  
0,00  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
Unternehmen  
a) aus Lieferungen und Leistungen  
29.497.229,53  
0,00  
592.532,52  
0,00  
b) aus sonstigen Verbindlichkeiten  
138.014.966,39  
0,00  
170.390.184,20  
167.512.195,92  
0,00  
170.982.716,72  
0,00  
4. Sonstige Verbindlichkeiten  
a) Steuern  
11.757,45  
0,00  
12.450,48  
0,00  
b) Soziale Sicherheit  
29.234,60  
0,00  
12.718,38  
0,00  
c) Übrige  
18.056.019,75  
0,00  
12.859.351,50  
0,00  
18.097.011,80  
0,00  
12.884.520,36  
0,00  
Gesamt  
1.205.500.000,00 1.309.084.742,69  
950.500.000,00  
1.625.768.988,50  
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Darlehen in Form von Kreditverträgen, Schuldscheinen und  
Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.440.000.000,00 (31. Dezember 2021: EUR 1.125.000.000,00). Die  
Laufzeiten der zu marktüblichen Konditionen verzinsten Darlehen betragen zwischen 5 und 17 Jahren.  
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Verbindlichkeiten aus den Cash  
Pooling-Vereinbarungen in Höhe von EUR 123.817.386,86 (31. Dezember 2021: EUR 168.736.147,48) enthalten, wobei  
die Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft für zwei Euro Cash Pools als Cash Pool Leader fungiert.  
Weiters sind hier sonstige Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 2.999.898,96 (31. Dezember 2021: EUR  
1.651.036,22) sowie Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Clearing („IC-Netting“) in Höhe von EUR 11.205.667,72  
(31.12.2021: EUR 0,00) ausgewiesen.  
Der in den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene abgegrenzte Betrag für das Schuldscheindarlehen betreffende  
Zinsen beträgt EUR 13.446.452,20 (31. Dezember 2021: EUR 12.648.461,14). Des Weiteren sind in diesem Posten um-  
gegliederte Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 4.500.000,00 (31. Dezember 2021: EUR 0,00)  
enthalten.  
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 18.055.542,80 (31. Dezember 2021: EUR  
12.651.961,14) enthalten, welche erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
155  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Gewinn- und Verlustrechnung  
3.11 Nettoerlöse nach geografischen Märkten  
2022  
2021  
(in EUR)  
Verbundene Unternehmen  
Österreich  
12.347.090,37  
7.591.938,34  
Andere EU-Länder  
19.959.760,21  
16.129.888,40  
Nicht EU-Länder  
7.155.758,81  
5.287.136,49  
Gesamt  
39.462.609,39  
29.008.963,23  
3.12 Personalaufwand  
Die in Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthaltenen Beiträge betragen EUR  
129.696,17 (2021: EUR 143.210,04).  
Die Aufwendungen an ausgelagerte Einheiten in Form von beitragsorientierten Plänen betragen EUR 130.000,48 (2021:  
EUR 130.000,02).  
Der Gesamtbetrag der Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung für den Vorstand gliedert sich wie folgt:  
(in EUR)  
2022  
2021  
Anpassung der Pensionsrückstellung  
(845.362,00)  
(175.749,00)  
3.13 Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Zu den Aufwendungen, die im Geschäftsjahr auf die Tätigkeit des Abschlussprüfers entfallen, wird auf die Angaben im  
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft verwiesen.  
3.14 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Im Dezember 2005 hat die Gesellschaft als Gruppenträger einen Antrag auf Feststellung einer Unternehmensgruppe gemäß  
§ 9 Abs. 8 KStG 1988 mit nachfolgend angeführten verbundenen Unternehmen als Gruppenmitglieder zum Zwecke der Grup-  
penbesteuerung ab dem Veranlagungsjahr 2005 eingebracht. Es wurde ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Be-  
lastungsmethode vorsieht.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
156  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Die Gruppenmitglieder sind:  
MM Frohnleiten GmbH, Frohnleiten (vormals Mayr-Melnhof Karton Gesellschaft m.b.H., Frohnleiten)  
MM BOARD & PAPER GmbH, Wien (vormals Mayr-Melnhof Cartonboard International GmbH, Wien)  
MM Board & Paper Sales GmbH, Wien  
MM PACKAGING GmbH, Wien (vormals Mayr-Melnhof Packaging International GmbH, Wien)  
MM Neupack GmbH, Reichenau an der Rax (vormals Neupack Gesellschaft m.b.H., Reichenau an der Rax)  
MM Premium Vienna GmbH, Wien (vormals Mayr-Melnhof Packaging Austria GmbH, Wien)  
MM Service GmbH, Wien (vormals Mayr-Melnhof Service GmbH, Wien)  
free-com solutions GmbH, Wien  
Aufgrund des Umlagevertrages zwischen den inländischen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2022  
EUR 12.543.571,12 (2021: EUR 5.807.420,12) an die Gruppenmitglieder weiterverrechnet.  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen im Jahr 2022 einen Ertrag von EUR 5.081.747,96 (2021: Ertrag EUR  
8.737.636,87) auf.  
3.15 Ergebnisverwendung  
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 84.000.000,00 eine Dividende von EUR 4,20 je Aktie  
auszuschütten.  
4 SONSTIGE ANGABEN  
4.1 Angaben über Organe und Mitglieder  
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.  
Bezüge des Vorstandes  
An die aktiven Vorstandsmitglieder wurden die nachfolgend dargestellten Vergütungen gewährt:  
(in EUR)  
2022  
2021  
a) von der Gesellschaft  
10.291.823,62  
9.838.549,17  
b) von verbundenen Unternehmen  
0,00  
0,00  
Gesamt  
10.291.823,62  
9.838.549,17  
Davon  
a) fixe Bezüge  
2.586.111,00  
2.491.676,06  
b) variable Vergütung  
7.705.712,62  
7.346.873,11  
Gesamt  
10.291.823,62  
9.838.549,17  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
157  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Neben den in der Tabelle angeführten Organbezügen wird Herrn Dr. Andreas Blaschke im Zusammenhang mit der  
Beendigung seiner Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 die jährliche Erfolgsbeteiligung für das Rumpfjahr 2023  
durch eine Zahlung in der Höhe von einem Drittel (aufgrund der Aliquotierung) des Durchschnittes der jährlichen Er-  
folgsbeteiligungen 2020–2022 in Höhe von EUR 465.484,28 abschließend abgegolten. Die langfristigen Erfolgsbeteili-  
gungen, die die Zeiträume 2021-2023, 2022-2024 und 2023-2025 betreffen, werden insgesamt mit einem pauschalen  
Betrag in Höhe von EUR 800.000,00 abgegolten. Weiters wird noch das laufende Grundgehalt für den Zeitraum bis zum  
30. April 2023 in Höhe von EUR 156.496,56 sowie eine Karenzentschädigung in Höhe von EUR 600.000,00 vergütet.  
Die bestehenden Pensionsansprüche von Dr. Andreas Blaschke wurden mit einem einmaligen und einvernehmlich fest-  
gelegten Übertragungsbetrag in Höhe von EUR 4.500.000,00 in eine überbetriebliche Pensionskassa übertragen.  
An ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr 2022 Gesamtbezüge von  
EUR 1.036.791,00 (2021: EUR 1.620.996,37) gewährt.  
Bezüge des Aufsichtsrates  
(in EUR)  
2022  
2021  
von der Gesellschaft  
740.978,00  
717.020,00  
Gesamt  
740.978,00  
717.020,00  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
158  
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Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton AG  
Die Organe der Gesellschaft setzten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:  
Vorstand  
MMag. Peter OSWALD (Vorsitzender)  
Dr. Andreas BLASCHKE (Mitglied des Vorstandes) bis 31.10. 2022  
Mag. Franz HIESINGER (Mitglied des Vorstandes)  
Aufsichtsrat  
Dipl.-Ing. Rainer ZELLNER (Vorsitzender)  
Mag. Johannes GOESS-SAURAU (1. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Nikolaus ANKERSHOFEN (2. Stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Alexander LEEB (Mitglied des Aufsichtsrates)  
MMMag. Georg MAYR-MELNHOF (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Mag. Ferdinand MAYR-MELNHOF-SAURAU, MSc (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Univ.-Prof. Dr. Klaus RABEL (Mitglied des Aufsichtsrates)  
Ing. Franz RAPPOLD (Mitglied des Aufsichtsrates) bis 21.05.2022  
Andreas HEMMER (Arbeitnehmervertreter)  
Gerhard NOVOTNY (Arbeitnehmervertreter)  
4.2 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und weitere Informationen  
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermö-  
gens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft  
MMag. Peter OSWALD e.h.  
Mag. Franz HIESINGER e.h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
159  
Bestätigungsvermerk  
Bericht zum Jahresabschluss  
Prüfungsurteil  
Wir haben den Jahresabschluss der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum  
31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem An-  
hang, geprüft.  
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-  
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für  
das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen  
Vorschriften.  
Grundlage für das Prüfungsurteil  
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und  
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die  
Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Stan-  
dards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Be-  
stätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den  
österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen berufli-  
chen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum  
Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für un-  
ser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte  
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am be-  
deutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zu-  
sammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu  
berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.  
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:  
Sachverhalt  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
160  
1. Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen  
Sachverhalt  
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 304.067 und Aus-  
leihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von gesamt TEUR 1.200.574 stellen einen wesentlichen Anteil an den  
Aktiva der Gesellschaft dar (in Summe 61 % der Bilanzsumme). Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es  
sich um die Divisionsholdings. Die Ausleihungen betreffen ebenfalls die Divisionsholdings bzw. indirekt gehaltene operative  
Gesellschaften der Gruppe. Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und gemäß § 204 Abs.  
2 UGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert ab-  
gewertet. Sowohl im Berichtsjahr als auch in den Vorjahren wurden keine Abschreibungen vorgenommen.  
Aufgrund der aktuellen marktwirtschaftlichen Unsicherheiten haben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft die Fi-  
nanzanlagen auf Werthaltigkeit überprüft. In die Ermittlung des beizulegenden Werts der Finanzanlagen fließen zahlreiche  
bewertungsrelevante Annahmen in Bezug auf die seitens der gesetzlichen Vertreter erwarteten künftigen Zahlungsströme  
(„Free Cash Flows“, wie etwa Annahmen zu der Umsatz- und Profitabilitätsentwicklung, sowie die Wachstumsrate für die  
ewige Rente) ein, die mit erheblichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessen verbunden sind. Der für die Ermittlung des  
beizulegenden Wertes heranzuziehende Kapitalisierungszinssatz (WACC) stellt einen wesentlichen Inputparameter dar und  
ist ebenfalls als stark ermessensbehaftet einzustufen.  
Für den Abschluss besteht aufgrund dieser Schätzungsunsicherheiten das Risiko, dass die Anteile an verbundenen Unter-  
nehmen bzw. die Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.  
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse  
Wir haben die Vorgehensweise des Managements bezüglich der Werthaltigkeitsbeurteilung von Anteilen an verbundenen  
Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen dahingehend beurteilt, ob sie einen möglichen Abwertungs-  
bedarf angemessen identifiziert.  
Zur Prüfung der Werthaltigkeitsbeurteilung der Gesellschaft haben wir insbesondere das Bewertungsmodell an sich beur-  
teilt und uns mit den wesentlichen Werttreibern der beizulegenden Werte auseinandergesetzt.  
Unter Einbezug unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir überprüft, ob die gewählte Bewertungsmethode aner-  
kannten Bewertungsgrundsätzen entspricht, und haben die seitens der Gesellschaft verwendeten Parameter (geplante  
Zahlungsströme, Wachstumsraten und Diskontierungszinsätze) dahingehend beurteilt, ob sie plausibel und angemessen  
sind.  
Das von der Gesellschaft eingesetzte Bewertungsmodell ist für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbun-  
denen Unternehmen bzw. der Ausleihungen an verbundene Unternehmen geeignet. Die der Ermittlung des beizulegenden  
Zeitwerts zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsparameter und die damit verbundenen Angaben sind plausibel  
und angemessen.  
Verweis auf weitergehende Informationen  
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Anhang des Jahresab-  
schlusses zum 31. Dezember 2022 unter Anhangangabe 2.1 – „Finanzanlagen“ unter Abschnitt 2 „Bilanzierungs- und  
Bewertungsmethoden“.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
161  
Sonstige Informationen  
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle  
Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.  
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu  
keine Art der Zusicherung.  
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informa-  
tionen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss  
oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.  
Falls wir auf der Grundlage, der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Infor-  
mationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Infor-  
mationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu  
berichten.  
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Über-  
einstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,  
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen  
Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-  
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.  
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesell-  
schaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der  
Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung  
der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft  
zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.  
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.  
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses  
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen  
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,  
der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,  
dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprü-  
fung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls  
eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren  
und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,  
dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beein-  
flussen.  
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungs-  
mäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung  
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
162  
Darüber hinaus gilt:  
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder  
Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prü-  
fungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass  
aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus  
Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig-  
keiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshand-  
lungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil  
zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie  
die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit  
zusammenhängende Angaben.  
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortfüh-  
rung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnach-  
weise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche  
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die  
Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsver-  
merk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen  
sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum  
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch  
die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie  
ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein mög-  
lichst getreues Bild erreicht wird.  
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Ein-  
teilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Män-  
gel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen  
zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus,  
von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig –  
damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen  
Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die  
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es  
sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestim-  
men in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil  
vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche  
Interesse übersteigen würden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
163  
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Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen  
Bericht zum Lagebericht  
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem  
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.  
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österrei-  
chischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.  
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.  
Urteil  
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält  
zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.  
Erklärung  
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses  
über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.  
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO  
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2022 als Abschlussprüfer gewählt und im Anschluss  
vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer der Gesellschaft.  
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den  
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.  
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass  
wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.  
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer  
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Frédéric Vilain.  
Wien, am 13. März 2023  
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH  
Frédéric Vilain e. h.  
Wirtschaftsprüfer  
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns be-  
stätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständi-  
gen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Konsolidierter Corporate  
Governance-Bericht  
Die MM Gruppe bekennt sich als international tätiges, börsennotiertes Unternehmen zu einer verantwortungsvollen, auf  
nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung. Wir erachten dies als eine wesentliche Voraussetzung  
für die Erreichung unserer Unternehmensziele. Daher sorgen wir dafür, dass Corporate Governance in allen Unterneh-  
mensbereichen konsequent gelebt und weiterentwickelt wird. Sie umfasst das gesamte System der Leitung und Kontrolle  
des Unternehmens mit dem Anspruch, das Vertrauen von Mitarbeitern, Aktionären, Geschäftspartnern und der Öffent-  
lichkeit in die MM Gruppe zu fördern sowie ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten.  
Der vorliegende Bericht informiert zu den in den §§ 243c und 267b UGB vorgeschriebenen Angaben.  
BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX  
Die MM Gruppe hat sich seit Inkrafttreten des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) im Jahr 2002 frei-  
willig zu dessen Einhaltung in der jeweils geltenden Fassung verpflichtet. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des  
österreichischen Aktien-, Börsen- und Kapitalmarktrechtes, EU-Empfehlungen sowie die OECD-Richtlinie für Corporate  
Governance in ihren Grundsätzen. Der Kodex wird vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen re-  
gelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der aktuelle ÖCGK ist im Internet auf der Website des Österreichischen  
Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Jährlich wird die Einhaltung des  
Corporate Governance Kodex einer internen Evaluierung durch die MM Gruppe unterzogen. Darüber hinaus findet alle drei  
Jahre eine externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln statt, welche zuletzt turnusmäßig für 2021 durchgeführt wurde.  
Die Umsetzung und Evaluierung für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte auf Basis der Kodexversion vom Januar 2023. Wie  
bisher entspricht die MM Gruppe allen rechtlichen Vorschriften ohne Einschränkungen. Darüber hinausgehende C-Regeln  
sowie R-Regeln (Recommendations), welche bei Abweichung keiner Begründung bedürfen, wurden nahezu vollständig  
eingehalten.  
Die Gesellschaft gibt zu Abweichungen von C-Regeln für das Jahr 2022 folgende Erklärungen ab:  
Regel 27a  
Die Vorstandsverträge enthalten keine Regelungen, wonach im Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines  
Vorstandsmitglieds die wirtschaftliche Lage berücksichtigt werden soll. Durch die langfristige Erfolgsbetei-  
ligung finden jedoch künftige Entwicklungen über Zu- bzw. Abschläge Berücksichtigung. Beim Abschluss  
neuer Vorstandsverträge soll auch diese Vorgabe des ÖCGK berücksichtigt werden.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald  
Vorsitzender, CEO  
Strategische und ergebnisverantwortliche Leitung der Gesamtgruppe und  
Mitglied des Vorstandes seit 1. April 2020 insbesondere der Bereiche:  
bestellt bis 31. März 2025  
Konzernstrategie  
geboren 1962  
Konzernorganisation  
Personalwesen der Gruppe sowie Organe der Tochtergesellschaften  
Externe und interne Kommunikation sowie Investor Relations  
Kommunikation mit dem Präsidium und den Aufsichtsräten  
Nachhaltigkeit inklusive Arbeitssicherheit  
Festlegung der Vertreter bei Verbänden  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Board & Paper (in-  
klusive Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und Produkt-  
entwicklung)  
Primäre Ergebnisverantwortung für die Division Packaging (inklu-  
sive Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und Produkt-  
entwicklung)  
Einkauf  
Mag. Franz Hiesinger  
Finanzvorstand, CFO  
Finanzwesen und alle Finanzierungsangelegenheiten  
Mitglied des Vorstandes seit 1. Oktober 2017  
Konzernberichtswesen und -rechnungslegung sowie Controlling  
bestellt bis 30. September 2025  
Merger- und Akquisitionsangelegenheiten  
geboren 1965  
Risikomanagement, Versicherungen  
Rechts- und Steuerwesen inklusive Compliance  
Informationsmanagement (IT)  
Interne Revision  
Dr. Andreas Blaschke, geboren 1961, gehörte dem Vorstand von 14. Mai 2002 bis 31. Oktober 2022 an. Seine Agenden,  
primäre Ergebnisverantwortung für die Division Packaging (inklusive Verkauf und Marketing, Produktion, Innovation und  
Produktentwicklung), wurden von MMag. Peter Oswald übernommen.  
Die Mitglieder des Vorstandes halten keine Mandate in konzernexternen Aufsichtsräten.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Der Aufsichtsrat  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner  
Vorsitzender seit 29. April 2015  
Selbstständiger Unternehmer; Vorsitzender des Aufsichtsrates der  
geboren 1947  
Mayr-Melnhof Holz Holding AG, Leoben  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
1. Stellvertretender Vorsitzender seit 7. Mai 2008  
Geschäftsführer in diversen eigenen Gesellschaften  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 18. Mai 2005  
geboren 1955  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
2. Stellvertretender Vorsitzender seit 26. April 2017  
Rechtsanwalt und Partner der Ankershofen Goëss Hinteregger  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 28. April 2010  
Rechtsanwälte OG; Mitglied im Aufsichtsrat der Mayr-Melnhof  
geboren 1969  
Holz Holding AG, Leoben; Vorstand in diversen Privatstiftungen  
Dr. Alexander Leeb  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Andritz AG, Graz; Stellvertre-  
geboren 1959  
tender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Plansee Holding AG,  
Reutte; Stiftungsratsvorsitzender der LGT Venture Philanthropy  
Foundation, Vaduz  
MMMag. Georg Mayr-Melnhof  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 7. Mai 2008  
Angestellter der Erzdiözese Salzburg  
geboren 1968  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Geschäftsführender Gesellschafter in diversen Immobilieninvest-  
geboren 1987  
ment- und Immobilienentwicklungsgesellschaften; Mitglied des  
Vorstandes der Oskar Vogl Privatstiftung, Graz  
Univ-Prof. Dr. Klaus Rabel  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 29. April 2020  
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater; Universitätsprofessor für Un-  
geboren 1961  
ternehmensbewertung und wertorientierte Unternehmensführung  
am Institut für Unternehmensrechnung und Steuerlehre an der  
Karl-Franzens-Universität Graz; Vorsitzender des Fachsenats für  
Unternehmensbewertung der Kammer der Steuerberater und Wirt-  
schaftsprüfer, Wien; Mitglied des Europe MSR Board des Interna-  
tional Valuation Standards Council (IVSC), London; Vorstand von  
österreichischen Familienprivatstiftungen und Aufsichtsrat in ös-  
terreichischen Familiengesellschaften  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Vom Betriebsrat entsandt:  
Andreas Hemmer  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 20. Oktober 2009  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1968  
Gerhard Novotny  
Mitglied des Aufsichtsrates seit 10. Mai 1995  
Arbeitnehmervertreter  
geboren 1963  
Ing. Franz Rappold, geboren 1952, gehörte dem Aufsichtsrat von 29. April 2020 bis 26. April 2022 an.  
Die aktuelle Mandatsdauer sämtlicher von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der  
31. Ordentlichen Hauptversammlung in 2025, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024 beschließt. Die  
Mandate der Arbeitnehmervertretung sind von unbestimmter Dauer.  
Mitglieder in den Ausschüssen des Aufsichtsrates  
Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten)  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner, Vorsitzender  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Prüfungsausschuss  
Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel, Vorsitzender  
Dipl.-Ing. Rainer Zellner  
Mag. Johannes Goess-Saurau  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Gerhard Novotny  
Aufsichtsratsmitglieder mit weiteren Aufsichtsratsmandaten in börsennotierten Gesellschaften  
Dr. Alexander Leeb  
Vorsitzender des Aufsichtsrates, Andritz AG, Graz  
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder  
Der Aufsichtsrat bekennt sich bei der Festlegung der Kriterien für die Bewertung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder zu  
den Leitlinien, die im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex angeführt sind:  
Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsver-  
hältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben.  
Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaft-  
liches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner  
Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 (Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrates außer-  
halb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat) führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder An-  
gestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied einer anderen Gesellschaft sein, von der ein Vorstandsmitglied der  
Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.  
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern,  
Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes, leitenden Angestellten, Abschlussprüfers oder  
Angestellten der prüfenden Prüfungsgesellschaft sein.  
Gemäß diesen Kriterien haben sich sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates für unabhängig erklärt. Dies gilt somit auch  
für die Ausschüsse des Aufsichtsrates.  
Zusätzlich beschäftigen sich die Aufsichtsratsmitglieder mindestens jährlich mit den Bestimmungen des Österreichischen  
Corporate Governance Kodex betreffend Interessenkonflikte. Darüber hinaus erhalten neue Mitglieder des Aufsichtsrates  
bei Aufnahme ihrer Tätigkeit ausführliche Informationen in Bezug auf die Vermeidung von Interessenkonflikten.  
Durch die Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass auch Stakeholder-Belange frei von Interessenkonflikten regelmäßig Be-  
rücksichtigung finden können.  
Interessenvertretung von Anteil > 10 % an der Mayr-Melnhof Karton AG  
Im Aufsichtsrat der Mayr-Melnhof Karton AG gibt es zwei unabhängige Mitglieder, die einen Anteilseigner mit mehr als  
10 % Anteilsbesitz vertreten:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Mag. Ferdinand Mayr-Melnhof-Saurau, MSc  
Zustimmungspflichtige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern mit der Gesellschaft  
Im Geschäftsjahr 2022 lagen folgende zustimmungspflichtige Verträge zwischen der Mayr-Melnhof Karton AG und einzel-  
nen Aufsichtsratsmitgliedern vor:  
Dr. Nikolaus Ankershofen  
Ankershofen Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG, in welcher Dr. Nikolaus Ankershofen Rechtsanwalt und Partner ist,  
wird auf Basis von Ad-hoc-Beauftragungen für die Mayr-Melnhof Karton AG als Rechtsberater tätig. Diese Beauftragungen  
betreffen vorwiegend arbeitsrechtliche Belange zwischen dem Vorstand und der Mayr-Melnhof Karton AG. Ankershofen  
Goëss Hinteregger Rechtsanwälte OG verrechnet auf Basis von für Rechtsanwälte üblichen Stundensätzen. Im Geschäfts-  
jahr 2022 wurde ein Honorar von insgesamt Tsd. EUR 15 abgerechnet.  
Ing. Franz Rappold  
RAFRA Consulting GmbH hat auf Basis eines Beratungsvertrages mit der Mayr-Melnhof Karton AG Beratungsdienstleis-  
tungen erbracht, welche außerhalb der Tätigkeit des Herrn Ing. Franz Rappold als Mitglied des Aufsichtsrates standen. Im  
Geschäftsjahr 2022 wurde bis zum Zeitpunkt seines Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat mit 26. April 2022 ein Honorar  
von insgesamt Tsd. EUR 25 abgerechnet.  
VERGÜTUNG DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES  
Seit dem Geschäftsjahr 2020 finden sich die Angaben über die Vorstandsvergütung und die wesentlichen Vertragskondi-  
tionen wie auch die Aufsichtsratsvergütung im jährlich der Hauptversammlung vorzulegenden Vergütungsbericht der Ge-  
sellschaft sowie in der Vergütungspolitik.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
ANGABEN ZUR ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT  
Der Vorstand führt die Geschäfte aufgrund der Gesetze, der Geschäftsordnung und der Satzung der Gesellschaft. Letztere  
ist im Internet auf der Website der Gesellschaft unter https://www.mm.group/ueber-uns/verantwortung/corporate-  
governance/ abrufbar. Die Geschäftsordnung des Vorstandes regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die Zusam-  
menarbeit im Vorstand und beinhaltet einen Katalog von Geschäftsfällen, welche einer vorangegangenen Genehmigung  
durch den Aufsichtsrat bedürfen. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten kollegial zusammen und unterrichten einander  
laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Der Vorstand der Mayr-Melnhof Karton AG  
hält regelmäßig Vorstandssitzungen über wesentliche konzern- bzw. segmentrelevante Themen. Bei der Entwicklung und  
Umsetzung der Unternehmensstrategie bezieht der Vorstand Aspekte der Nachhaltigkeit und damit verbundene Chancen  
und Risiken in Hinblick auf Umwelt, soziale Belange und Corporate Governance mit ein. Dem Vorstandsvorsitzenden ob-  
liegt die Leitung und Vorbereitung der Sitzungen sowie der Austausch mit dem Aufsichtsrat.  
Art und Entscheidungsbefugnis der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat hat aus seinen Reihen folgende Ausschüsse eingerichtet:  
Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten)  
Aufgabe des Präsidiums ist vor allem die laufende Diskussion von Strategie und Unternehmensausrichtung sowie die Vor-  
bereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrates in allen strategischen Belangen. Es trifft ferner Entscheidungen in  
Vorstandsangelegenheiten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und nimmt auch die Funktionen des Nominierungs-  
und Vergütungsausschusses wahr. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich der Vergütungspolitik sichern die  
diesbezügliche Qualität in der Ausschussarbeit.  
Prüfungsausschuss  
Die Entscheidungsbefugnisse ergeben sich aus den gesetzlichen Vorgaben. Langjährige Erfahrungen und Kenntnisse im  
Finanz- und Rechnungswesen und in der Berichterstattung sichern die diesbezügliche Qualität in der Ausschussarbeit.  
Es ist sichergestellt, dass der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse in dringenden Fällen zeitnah Entscheidungen fällen kön-  
nen. Jeder Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des Ausschusses.  
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrates  
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2022 zu acht Sitzungen unter Teilnahme des Vorstandes zusammengekommen und  
hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Sämtliche Aufsichtsrats-  
mitglieder haben an mindestens sieben Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.  
Schwerpunkte der Erörterungen betrafen neben den herausfordernden Entwicklungen im laufenden Geschäft angesichts  
der Bewältigung der massiven Kosteninflation bei Rohstoffen und Energie sowie temporärer Versorgungsengpässe insbe-  
sondere strukturelle und strategische Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit wie auch zur  
Erhöhung der Wertschöpfung. In diesem Zusammenhang lag ein besonderer Fokus auf dem deutlichen Ausbau des Ge-  
schäftes in Pharma-Sekundärverpackungen mit der Zielsetzung, durch den Erwerb von Essentra Packaging und Eson Pac  
eine führende globale Position in einem wachsenden und resilienten Markt mit attraktivem Wertsteigerungspotenzial ein-  
zunehmen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung der Integration der Mitte 2021 erworbenen Karton- und  
Papierstandorte Kwidzyn, Polen, und Kotkamills, Finnland, sowie des bislang umfassendsten Investitionsprogrammes in  
modernste Technologie für mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Produktqualitäten an ausgewählten großen Standorten bei-  
der Divisionen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
170  
Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
In Hinblick auf die strukturelle Vergrößerung und Zukunftsausrichtung des Konzerns hat sich der Aufsichtsrat in 2022  
insbesondere mit der Verbreiterung des Führungsteams von MM Packaging befasst, nachdem im Vorjahr bereits ein ge-  
stärktes Führungsteam bei MM Board & Paper eingesetzt wurde.  
Darüber hinaus wurden Themen der Finanzierung sowie Nachhaltigkeit, Risikoevaluierung, Corporate Governance und  
Compliance erörtert. Im Bereich der Kapitalmarkt-Compliance fand für den Aufsichtsrat eine Update-Schulung statt. Zu-  
dem beobachtete der Aufsichtsrat weiter den Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die Geschäftsgebarung.  
Der Aufsichtsrat hat für das Geschäftsjahr 2022 eine Selbstevaluierung anhand eines Fragebogens durchgeführt, mit dem  
Ergebnis, dass die Tätigkeit des Aufsichtsrates als insgesamt effizient bewertet wurde. Der regelmäßige Informationsaus-  
tausch sowie die Behandlung von Schwerpunktthemen tragen gemeinsam mit der Zusammenarbeit mit dem Vorstand und  
dem Abschlussprüfer maßgeblich dazu bei. Die Diskussionen in den Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen waren auch 2022  
durch Offenheit und hohe Konstruktivität geprägt. Alle Teilnehmer hatten ausreichend Möglichkeit zu Fragestellungen und  
Erörterungen.  
Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse des Aufsichtsrates  
Das Präsidium (Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten) kam im Jahr 2022 siebenmal zusammen. Es wurden insbeson-  
dere Themen der strategischen Entwicklung durch Akquisitionen, Investitionen, Restrukturierungen, Angelegenheiten in  
Bezug auf den Vorstand sowie Managementnachfolge behandelt und die Sitzungen des Aufsichtsrates vorbereitet.  
Darüber hinaus wird für die Umsetzung und Überprüfung der Vergütungspolitik sowie die Berichterstattung über die Ver-  
gütung Sorge getragen (siehe Vergütungsbericht 2022 unter https://www.mm.group/fuer-investoren/berichte/).  
Der Prüfungsausschuss kam 2022 seinen gesetzlich vorgegebenen Verpflichtungen nach und trat in zwei Sitzungen zu-  
sammen. Einen Schwerpunkt bildete die Auseinandersetzung mit dem Konzern- und Einzelabschluss 2021 sowie die Vor-  
bereitung des Konzern- und Einzelabschlusses 2022. In diesem Zusammenhang wurden auch der konsolidierte nichtfinan-  
zielle Bericht gemäß § 267 a UGB und dessen Prüfung erörtert sowie Details betreffend Umfang der Nicht-  
Prüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer und die besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters)  
festgelegt. Univ.-Prof. Dr. Klaus Rabel ist als Finanzexperte Vorsitzender des Prüfungsausschusses.  
Aufgrund des wiederholten Austausches zwischen dem Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Abschlussprüfer außer-  
halb der Sitzungen gab es für ein Gespräch während der Sitzungen ohne Anwesenheit der teilnehmenden Vorstandsmit-  
glieder keinen Bedarf.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN UND BESCHREIBUNG DES  
DIVERSITÄTSKONZEPTES  
Als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen engagiert sich die MM Gruppe mehr denn je dafür, Vielfalt als langfristigem  
Erfolgsfaktor Rechnung zu tragen. Das Diversitätskonzept der MM Gruppe ist im Code of Conduct angeführt. Dort wird  
festgehalten, dass wir uns allerorts im Konzern dafür einsetzen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von Offenheit und  
gegenseitigem Respekt geprägt ist. Die Diversität unserer Beschäftigten sehen wir als wesentliche Ressource und als  
Bereicherung, unsere Aufgaben noch effektiver und innovativer erfüllen zu können. Wir wenden uns gegen jegliche Diskri-  
minierung und Belästigung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Alter, nationaler Herkunft,  
Behinderung oder sexueller Ausrichtung. Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen werden dem Grundsatz der Gleichbehand-  
lung entsprechend beurteilt.  
Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen folgt die MM Gruppe generell der Empfehlung des Gleichstel-  
lungsgesetzes, auf Vielfalt zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Verteilung von Geschlecht, Alter und Kom-  
petenz anzustreben. Strategische Zielsetzung ist es, auf oberster Führungsebene bestmögliche Diversität zu erreichen und  
den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu steigern. Frauen nehmen vermehrt Top-Management-Positionen inner-  
halb der MM Gruppe ein. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Human Resources, Informationsmanagement (IT), Mar-  
keting Communication und Recht sowie die Geschäftsführung einzelner Tochterunternehmen. Im Rahmen der internen  
Führungskräfteentwicklung legen wir großen Wert darauf, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Die  
Flexibilisierung der Arbeitsgestaltung unterstützt dabei, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erhöhen. Insgesamt  
belief sich der Frauenanteil in der MM Gruppe auf rund 25 %. Aufgrund der Tätigkeit von MM in der Schwerindustrie und  
in Schichtsystemen ist die Frauenquote im Konzern und in der Rekrutierung tendenziell jedoch niedrig. Ein attraktiver  
Arbeitgeber für Frauen sowohl in technischen als auch in wirtschaftlichen Berufen zu sein, ist unser langfristiger Anspruch.  
Gegenwärtig besteht der Aufsichtsrat aus neun Männern und der Vorstand, die einzigen Beschäftigten der börsennotierten  
Holdinggesellschaft, aus zwei. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wird auf die fachliche und persönliche Qualifikation,  
Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Kandidaten sowie auf eine gut balancierte Zusammensetzung geachtet. Ein ausge-  
wogeneres Geschlechterverhältnis im Aufsichtsrat bleibt unsere Zielsetzung.  
Details zur Mitarbeiterförderung finden sich im Kapitel „People“ des nichtfinanziellen Berichtes.  
EXTERNE EVALUIERUNG  
Der Kodex (ÖCGK) sieht eine regelmäßige (mindestens alle drei Jahre) externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln  
(Comply or Explain) durch das Unternehmen vor. Diese erfolgte zuletzt im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2021 durch  
die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien. Die Prüfung der Einhaltung jener Regeln des Kodex, die die Abschlussprüfung  
betreffen, erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Georg Eckert, Universität Innsbruck. Die Evaluierung der Prüfer ergab, dass die  
von der Mayr-Melnhof Karton AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung der Corporate Governance den tatsächlichen Ge-  
gebenheiten entspricht. Die nächste externe Evaluierung ist für den Corporate Governance-Bericht über das Jahr 2024  
vorgesehen.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
172  
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Konsolidierter Corporate Governance-Bericht  
VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG  
Es ergeben sich zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate Governance-Berichtes  
keine Veränderungen von berichtspflichtigen Sachverhalten.  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
173  
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Erklärung der gesetzlichen Vertreter  
Erklärung des Vorstandes  
gemäß § 124 Börsegesetz  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der  
Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein mög-  
lichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht die  
wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.  
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte  
Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Un-  
ternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unterneh-  
mens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lage-  
bericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.  
Wien, am 13. März 2023  
Der Vorstand  
MMag. Peter Oswald e. h.  
Mag. Franz Hiesinger e. h.  
Vorsitzender des Vorstandes  
Mitglied des Vorstandes  
Mayr-Melnhof Karton AG, Jahresfinanzbericht 2022  
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