0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-01-01 2025-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2025-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember iso4217:EUR
doc1p1i0
doc1p2i0
Inhalt
Konzernlagebericht und -abschluss
Konzernlagebericht
I
Konzernabschluss
1
Bestätigungsvermerk
113
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
117
Bericht des Aufsichtsrats
118
Einzelabschluss
Jahresabschluss
119
Anlagespiegel
147
Lagebericht
149
Bestätigungsvermerk
167
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
171
doc1p4i0
HYPO TIROL BANK AG
I
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
1
Lagebericht des Vorstands
zum Konzernabschluss
am 31. Dezember 2025 der
Hypo Tirol Bank AG
1.
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank.
Die Hypo Tirol Bank AG ist ein regional verankerter, moderner und agiler Finanzpartner, der zur positiven Entwicklung Tirols als Wirtschafts- und
Lebensraum beiträgt. In der Rolle als Tirols Landesbank ist es ihre Aufgabe, Wertschöpfung zu schaffen, zu fördern und zu erhalten, die den Menschen
und dem Land zugutekommt. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, den Wohlstand in der Region nachhaltig zu beleben. Am besten gelingt das,
indem die Hypo Tirol Bank AG sowohl ihre Mitarbeiter als auch ihre Kunden befähigt, deren Zukunft positiv zu gestalten, und als Finanzdienstleister
gleichzeitig dazu beiträgt, Wandel zu bewirken.
Als Beraterbank bekennt sich die Hypo Tirol Bank AG zur Vor-Ort-Betreuung und ist mit insgesamt 17 Standorten in Nord- und Osttirol präsent. Hier
finden Privatkunden, Unternehmen, freiberuflich Tätige, Private-Banking-Kunden sowie öffentliche Institutionen persönliche Beratung und
individuellen Service in allen Finanzangelegenheiten. Abgerundet wird das Filialnetz durch zwei Selbstbedienungs-Geschäftsstellen in den Innsbrucker
Stadtteilen Saggen und Wilten. Moderne, sichere Onlinedienste, in welche basierend auf der Unternehmensstrategie laufend investiert wird, ergänzen
das Leistungsspektrum. Ziel ist es, die Hypo Tirol Bank AG sowohl prozessual als auch in Hinblick auf einfach nutzbare Electronic-Banking-Lösungen in
eine digitalisierte Regionalbank zu transformieren und gleichzeitig das Angebot der persönlichen Betreuung zu stärken, um das Beste aus beiden
Welten zu vereinen.
Der ganzheitliche, kundenzentrierte Beratungsansatz wird im Besonderen über die Vertriebsstrukturen mit Fokus auf zielgruppenorientierte, regionale
Kompetenzbündelung spürbar. Vom Einzelunternehmer bis zum internationalen Konzern steht bester Service für die Wirtschaftskraft im Land Tirol im
Zentrum des Handelns.
Als Tiroler Landesbank sorgt die Hypo Tirol Bank AG auch für kräftige Impulse beim Thema „Wohnen“. Das Kompetenzcenter „Hypo Tirol WohnRaum“
stellt eine zentrale Anlaufstelle im Herzen von Innsbruck für Wohnungskäufer und Häuslbauer dar. Mit der Initiative „WohnRaum-Perspektive Tirol“
erleichtert die Hypo Tirol Bank AG die Finanzierung von Wohneigentum für junge Menschen, die sich dafür entscheiden, Eigentum zu schaffen und
unterstützt junge Familien bei ihrem Traum der eigenen vier Wände.
Ergänzt wird das universelle Finanzdienstleistungs-Angebot durch die Hypo Tirol Versicherungsmakler GmbH, die Hypo Immobilien Betriebs GmbH
sowie die Hypo Tirol Leasing GmbH.
Am Standort in Wien ist die Hypo Tirol Bank AG als Spezialanbieter mit den Schwerpunkten gehobene Veranlagung sowie gewerbliche
Wohnbaufinanzierungen tätig.
Als Bank des Landes Tirol steht die Hypo Tirol Bank AG nicht nur bei Geldangelegenheiten für nachhaltige Erfolge, sie macht sich für Nachhaltigkeit in
all ihren Facetten stark – wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Die Kriterien der EU-Taxonomie
sowie die Sustainable Development Goals (SDGs) der
United Nations (UN) sind als zentrale Elemente in den Prozessen der Hypo Tirol Bank AG verankert.
Bei der Produktinnovation und -renovation werden
ESG-bezogene Aspekte sowie die Vermeidung von Greenwashing-Risiken
integriert. Der Nachhaltigkeitsbericht und die Treibhausgasbilanz werden
laufend weiterentwickelt und gemäß den regulatorischen Anforderung
en erstellt.
In ihrer Funktion als Arbeitgeberin zählt die Hypo Tirol Bank AG zu den wichtigsten Ausbildungsstätten und sichert wertvolles Finanz-Know-how im
Land. Als eigenständige, regionale Universalbank bietet sie ihren Mitarbeitern ein breites Spektrum an Karrierechancen sowie eine Vielzahl an
attraktiven Benefits. Durch die Kombination der Sicherheit eines Traditionsunternehmens
mit der Gestaltungsfreiheit eines modernen Arbeitgebers
bietet sie Raum zur Entfaltung von individuellen Talenten.
2.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
im Berichtsjahr
2.1.
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2025 war von Zollstreitigkeiten, einer global schwachen Konjunkturlage und sinkenden Zinsen am Geldmarkt geprägt.
Trotz hoher
geopolitischer Unsicherheiten entwickelten sich die meisten Aktienmärkte erfreulich. Die Entwicklung an den Anleihemärkten war von moderat
steigenden Kursen geprägt.
Konjunktur/Geopolitik
Im Euroraum blieb die konjunkturelle Dynamik im Jahr 2025 auf einem niedrigen Niveau. Dies betraf insbesondere die kerneuropäischen Länder.
Nach
einem minimalen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,1 % im zweiten Quartal, zog das Wachstumstempo
im dritten Quartal auf 0,6 % an.
Belastend wirkte sich einerseits die Unsicherheit über die Zollverhandlungen mit den USA aus. Immerhin haben sich die USA und die EU im August auf
ein Handelsabkommen geeinigt, das einen Basiszoll von 15 % auf die meisten US-Importe aus der EU vorsieht. Andererseits wirkten
die in vielen
Ländern massiv steigende Staatsverschuldung, der politische Stillstand sowie die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung belastend. Ein positiver
Faktor war hingegen die moderate Geldentwertung. Die Inflationsrate
im Euroraum betrug im November wie im Vormonat 2,1 % und lag damit nahe
dem EZB-Zielwert. Die Kernteuerungsrate (Inflation ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel) blieb mit zuletzt 2,4 % auf einem leicht erhöhten
Niveau.
In den USA expandierte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnete 4,4 %. Dies entsprach einer Beschleunigung
gegenüber dem Vorquartal. In jüngster Zeit mehrten sich aber Anzeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes, die Arbeitslosenrate
stieg zum
Jahresende von zuvor 4,3 % auf 4,4 % an. Maßgeblichen Anteil daran dürfte allerdings der mit 43 Tagen Dauer längste „Shutdown“
in den USA gehabt
II
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
2
haben. Einen wesentlichen Anteil am globalen Wachstum hat auch China. Zwar wurde gemäß offizieller Daten das jährliche Wachstumsziel von
5 %
erreicht, jedoch kämpft das Land weiterhin mit Überkapazitäten vor allem im Immobilienbereich.
Geldmarkt/Anleihen
Am Euro-Geldmarkt setzte sich der Abwärtstrend der Geldmarktzinsen in Richtung der 2-%-Marke bis Ende Mai 2025 fort. Seitdem verharren die Sätze
am aktuellen Niveau, da die Europäische Zentralbank nach der achten Leitzinssenkung in Folge im Juni zu einer abwartenden Haltung übergegangen ist.
Zuletzt lag der Einlagesatz der EZB bei 2,0 %.
In den USA vollzog sich ab Mitte September der Wechsel hin zu einer expansiveren Geldpolitik, indem die US-Notenbank im abgelaufenen Jahr erstmals
die Leitzinsen um 0,25 % senkte. Im Dezember erfolgte aufgrund von Sorgen um den Arbeitsmarkt eine weitere Leitzinssenkung.
Der Kapitalmarkt zeigte im abgelaufenen Jahr überwiegend eine positive Tendenz
mit sinkenden Renditen und steigenden Anleihekursen. Anfang März
kam es jedoch zu einem starken Kursrückgang, insbesondere bei Staatsanleihen. In Deutschland wurde überraschend die Aufweichung der
Schuldenbremse zur Erhöhung der Rüstungsausgaben beschlossen. Dies führte am Markt zu Finanzierungs-
und Inflationssorgen, was vor allem
Anleihen mit langer Restlaufzeit deutlich unter Druck setzte. Die Ankündigung neuer Zölle seitens der USA ab April hatte Folgen für
Unternehmensanleihen. Im Zuge der erhöhten Unsicherheit weiteten sich die Risikoaufschläge aus, wodurch Unternehmensanleihen unter Druck
gerieten. Besonders Anleihen mit geringer Bonität waren in dieser Phase stark betroffen.
Bedingt durch das hohe Haushaltsdefizit und die massive
Zinslast stufte die Ratingagentur Moody's die Bonitätsnote der USA von Aaa auf Aa1 herab. Mitte September wurde auch Frankreich
von der
Ratingagentur Fitch aufgrund der stark steigenden Verschuldung
herabgestuft, was zu anziehenden Renditeaufschlägen führte. Vor allem
Staatsanleihen mit langer Laufzeit litten in dieser Phase unter erhöhter Volatilität
und Kursrückschlägen. Andererseits wurden vor allem Anleihen der
Euro-Peripheriestaaten aufgrund der relativ guten Konjunkturlage deutlich nachgefragt,
was zu einem Rückgang von deren Renditeaufschlägen führte.
Unternehmensanleihen waren vor allem im dritten Quartal stark gefragt, was
deren Risikoaufschläge sinken ließ. Gegen Jahresende gaben die
Renditeaufschläge neuerlich nach. Über das gesamte Jahr 2025 verzeichnete dieses Anleihesegment – sowohl mit Investment
Grade als auch High-
Yield-Bonität – ansehnliche Kurszuwächse. Anleihen in US-Dollar litten unter der Dollarschwäche und daraus resultierte
ein in EUR umgerechnet
negatives Jahresergebnis.
Aktien
Eine bereits hohe Bewertung und hohe Refinanzierungskosten in den USA führten nach dem Jahreswechsel zu einem deutlichen Kursverfall
bei vielen
Technologieaktien. Anfang April versetzte
die Ankündigung massiver neuer Zölle durch US-Präsident Trump viele Investoren in
Panik, und der Markt
brach stark ein. Die Aktienvolatilität stieg deutlich an. Doch schon bald setzte sich erneut Zuversicht durch, wodurch die Aktienkurse
wieder anstiegen.
Ab Mai setzte sich die positive Entwicklung an den Aktienmärkten fort. Zur Erholung trugen insbesondere die verbesserte Verbraucherstimmung und
die nachlassenden Handelsspannungen bei, was zu einer breiten Rotation zurück in Risikoanlagen führte. Die deutliche Erholung am US-Aktienmarkt
bekam zusätzlichen Rückenwind von überwiegend guten Unternehmensergebnissen. Im Juli verkündete die Trump
-Regierung mehrere Abkommen mit
wichtigen Handelspartnerländern, was mehr Klarheit hinsichtlich der Gestaltung der US-Zollpolitik brachte und die Risikobereitschaft an den
Aktienmärkten stützte. Im August kam es zwar zu einem Kurseinbruch, nachdem ein Bericht des Massachusetts Institute of Technology
(MIT) darauf
hindeutete, dass die hohen Unternehmensinvestitionen in Künstliche Intelligenz das Umsatzwachstum nicht unbedingt ankurbeln. Jedoch konnten
sich
die Aktienmärkte wieder erholen, gestützt durch positive Unternehmensumfragen in den USA und in Europa. Die Leitzinssenkung der US-Notenbank im
September sorgte zudem für einen weiteren Aufschwung bei amerikanischen Titeln. Das vierte Quartal 2025 war von einer positiven Grundtendenz,
jedoch auch von einer erhöhten Volatilität, gekennzeichnet.
Wegen der deutlichen Abwertung des US-Dollar konnten sich europäische Aktien im Jahr 2025 besser entwickeln als US-amerikanische Titel (in EUR
umgerechnet). Unterstützend wirkte sich auch die Aussicht auf eine wieder expansivere Fiskalpolitik im Euroraum
aus. Auch die Aktienmärkte des
asiatisch-pazifischen Raumes und der Schwellenländer wiesen im abgelaufenen Jahr eine sehr erfreuliche Wertentwicklung auf.
Sonstige Anlagen
An den Rohstoffmärkten kam es 2025 zu einer starken Diskrepanz bei der Preisentwicklung zwischen Energierohstoffen
und Metallen. Die schwache
Konjunkturlage und eine erhöhte Produktion ließen bis Ende April die Ölpreise stark sinken. Während der Auseinandersetzung zwischen Israel
und dem
Iran im Juni schossen die Ölpreise kurzfristig nach oben, schwächten sich aber in der Folge bis zum Jahresende wieder ab. Industriemetalle waren im
Jahresverlauf von einer hohen Volatilität gekennzeichnet,
als belastend stellten sich insbesondere die Handelskonflikte und das schwache Wachstum
Chinas heraus. Allerdings sorgten Knappheitsängste aufgrund von protektionistischen Maßnahmen gegen Jahresende für anziehende Kurse.
Gewinner
der allgemeinen Unsicherheit und der steigenden Überschuldung vieler Staaten waren hingegen Edelmetalle. Der Goldpreis setzte seine
Aufwärtsbewegung der letzten Jahre aufgrund von anhaltenden Käufen von Notenbanken fort
und glänzte mit mehreren Höchstständen. Noch
extremer vollzog sich der Kursanstieg bei Silber.
Lieferschwierigkeiten an Rohstoffbörsen
und ein angekündigtes Exportverbot seitens Chinas ab 2026
ließen die Notierungen des Edelmetalls vor allem im Dezember regelrecht explodieren und neue Rekordniveaus
erreichen.
2.2.
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Österreichs Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal 2025 mit +0,1 % im Quartalsvergleich nur marginal gewachsen. Für das gesamte
Jahr 2025 könnte
das Wachstum +0,6 % betragen. Damit wurden zwar die Rezessionsjahre
2023 und 2024 überwunden, jedoch waren die Wachstumstendenzen auch
gegen Ende des Jahres 2025 nur moderat positiv. Nach wie vor lag das Budgetdefizit mit 4,5
% deutlich über der Maastricht-Schwelle von 3 % der
Wirtschaftsleistung. Ein Lichtblick zeigte sich hingegen am Arbeitsmarkt. Nach einem deutlichen Anstieg im Laufe des Jahres 2025 sorgte die moderate
Verbesserung der Wirtschaftsleistung dafür,
dass die Arbeitslosenquote im Dezember mit 7,5 % nicht weiter stieg. Zum Jahresende 2025 waren in
Österreich rund 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet.
Dem allgemein schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnten sich vor allem Bundesländer mit hohem Anteil an Dienstleistungen am besten entziehen,
während Industrieregionen unter den Zollbelastungen und geopolitischen Unsicherheiten litten. Im Bundesländervergleich hatten gemäß Prognose der
Bank Austria Tirol mit einem prognostizierten Zuwachs von 1,3 % und Wien mit rund 1,0 % die Nase vorne.
HYPO TIROL BANK AG
III
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
3
2.3.
Laufende Entwicklung des Unternehmens
im Berichtsjahr
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2025 war in den Segmenten Industrie und Gewerbe von einer durch makroökonomische Unsicherheiten
bedingten, gebremsten Investitionsfreude geprägt.
Wiederum hat sich das Segment Tourismus im Kernmarkt Tirol anhaltend positiv entwickelt.
Die
Nachfrage im privaten Wohnbau hat sich seit Auslaufen der KIM-Verordnung
erhöht, wenngleich weiterhin die Vorgaben zur soliden Vergabe
von
privaten Wohnimmobilienkrediten das Neugeschäftspotenzial beschränken. Im Einlagen- und Depotbereich konnte
trotz des mehrfach gesenkten
Leitzinssatzes das Zinsniveau durch ein attraktives Produkt-
und Konditionenangebot erfolgreich genutzt werden.
Das Einlagevolumen konnte durch marktkonforme Konditionspolitik auf einem konstanten
Niveau gehalten werden. Finanzierungsseitig führte das
sinkende Zinsniveau zu einer Reduktion von außerordentlichen Tilgungen, die in Kombination mit einem Zuwachs im Neugeschäftsvolumen ein
planmäßiges Wachstum des Ausleihungsvolumens zur Folge hatten.
Die Kapitalausstattung der Bank stellt sich weiterhin komfortabel dar und verschafft
ihr ein hervorragendes Standing am internationalen Kapitalmarkt,
was sich positiv auf die Refinanzierungsmöglichkeiten auswirkt und Handlungsspielraum für strategische Investitionen gewährleistet.
Im Rahmen des
jährlichen Reviews bestätigte aufgrund dessen auch Standard & Poor’s
für die Hypo Tirol Bank AG das A+-Rating, die Widerstandsfähigkeit sowie die
starke Position im Firmen- und Privatkundengeschäft im Bundesland Tirol.
Im Geschäftsjahr 2025 machte die Hypo Tirol Bank AG weitere, bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung ihres Strategieprogramms
mit den
Schwerpunkten Vertrieb, Digitalisierung sowie People & Culture. Die Hypo Tirol Bank AG wird vertriebsstärker,
digitaler sowie effizienter in Prozessen
und ihrer Organisationsstruktur.
Im Bereich der Digitalisierung konnte eine Vielzahl von Themen erfolgreich umgesetzt werden.
Dazu gehörten die
Einführung von Self-Service-Funktionen in den Bereichen Terminbuchung, Onboarding, Legitimation und Veranlagung, Prozessoptimierungen
im
Bereich der Finanzierungen und die Implementierung von modernem Wissensmanagement. Diese im Self Service zu nutzenden Funktionen entlasten
den Vertrieb und schaffen Freiräume für qualitativ hochwertige Beratung. Für Firmenkunden wurde mit EBICS (hypo@business)
der europäische
Branchenstandard für den Firmenkundenzahlungsverkehr eingeführt. Das
Hypo Vertriebscockpit bündelt relevante Kunden
‑
und
Vertriebsinformationen auf einer Oberfläche und schafft die Grundlage für eine noch effizientere, bedarfsorientierte Betreuung.
Die Top-Platzierung im Finnoscore 2025 bestätigt
unsere Digitalisierungsstrategie. Als unabhängige Benchmark bewertet der Finnoscore über 300
Banken in mehr als 20 Ländern. Unsere Position als führende Aufsteigerin im österreichischen Retail Banking zeigt,
dass wir mit klaren digitalen
Prozessen und innovativen Lösungen im Wettbewerb erfolgreich
sind.
Diese Fortschritte spiegeln sich auch in weiteren, externen Auszeichnungen wider:
Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnungen im Fondsmanagement. Beim Österreichischen Dachfonds Award des GELD Magazins belegte die
Hypo Tirol Bank AG jeweils den zweiten Platz für die Faktorstrategie
Anleihen und die Zukunftsstrategie Anleihen.
Zudem hat das Forum für Nachhaltige Geldanlage der Hypo Tirol Bank AG 2025 erneut das FNG-Siegel für die Zukunftsstrategie Aktien und die
Zukunftsstrategie Anleihen verliehen.
Weiters erhielt die Hypo Tirol Bank AG beim FMVÖ-Recommender-Award
2025 das Gütesiegel für „sehr gute Kundenorientierung“. Die Bewertung
basiert auf einer unabhängigen Befragung von über 8.000 Kunden österreichischer Finanzinstitute und bestätigt die hohe Service- und
Beratungsqualität unter anderem durch einen der höchsten Net Promoter Scores (NPS) im Land.
Im Bereich People & Culture fördert die Hypo Tirol Akademie Talente,
stärkt Fachwissen und Leadership-Kompetenzen, vermittelt
Know-how für die
digitale Arbeitswelt und verbessert so das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter.
Insgesamt blickt die Hypo Tirol Bank AG auf ein arbeits- und ergebnisreiches Jahr 2025 zurück, in welchem wesentliche Grundlagen für eine weiterhin
stabile Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg in einem volatilen Umfeld geschaffen wurden.
IV
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
4
Geschäftsentwicklung
Wichtige Unternehmenskennziffern
2025
2024
2023
Bilanzsumme in TEUR
7.946.806
7.972.104
7.957.610
Forderungen an Kunden in TEUR
5.253.617
5.250.102
5.523.718
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in TEUR
4.087.910
3.541.605
3.778.471
Kernkapital in TEUR (TIER I)
707.076
671.369
626.735
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge in TEUR
118.047
136.038
118.192
Provisionsüberschuss in TEUR
35.666
35.349
33.532
Verwaltungsaufwand in TEUR
93.326
92.687
84.008
Ergebnis vor Steuern in TEUR
63.283
81.843
62.209
Kernkapitalquote in %
20,20%
19,88%
17,64%
Eigenmittelquote in %
21,30%
21,50%
19,61%
Return on Equity (IFRS) in %
9,15%
12,68%
10,16%
Gesamtkapitalrentabilität
0,60%
0,79%
0,61%
Cost-Income-Ratio (IFRS) in %
51,42%
45,96%
47,51%
NPL ratio gemäß EBA Risk Indicators
3,65%
3,78%
3,08%
NPL ratio gemäß EBA/GL/2018/10
4,26%
4,49%
3,55%
LCR (Liquidity Coverage Ratio)
242,19%
218,18%
226,29%
NSFR (Net Stable Funding Ratio)
146,27%
146,61%
137,51%
Mitarbeiteranzahl nach Kapazitäten
494
520
491
Erläuterung zur Berechnung von Unternehmenskennzahlen
Return on Equity (IFRS) in %:
Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital des Vorjahres abzüglich Ausschüttungen des laufenden Geschäftsjahres
laut Eigenkapitalveränderungsrechnung
Gesamtkapitalrentabilität:
Ergebnis nach Steuern / Bilanzsumme
Cost-Income-Ratio (IFRS) in %:
Verwaltungsaufwand / (Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
+ Ergebnis aus der
Ausbuchung von at amortised cost bewerteten finanziellen Vermögenswerten + Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen + Ergebnis
aus assoziierten
Unternehmen + sonstige Erträge + sonstige Aufwendungen)
NPL ratio gemäß EBA Risk Indicators:
Die Berechnung der Kennzahl erfolgt gemäß Definition der Nummer AQT_3.2 aus der Liste von Indikatoren
für Risikobewertungs-
und
Risikoanalyseinstrumente der EBA (Version 3.2). Dabei werden die Bruttobuchwerte
der im Ausfall befindlichen Darlehen und Kredite inkl. Guthaben
bei Zentralbanken und Sichtguthaben im Verhältnis zur Summe der Bruttobuchwerte aller Forderungsbestände
von Darlehen und Krediten inkl.
Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben dargestellt.
NPL ratio gemäß EBA/GL/2018/10:
Bei dieser Kennzahl werden die Bruttobuchwerte der im Ausfall befindlichen Kredite und Darlehen ins Verhältnis
zur Summe der Bruttobuchwerte der
gesamten Kredite und Darlehen gesetzt. Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben werden nicht berücksichtigt
.
Bilanzentwicklung
Zum 31.12.2025 liegt die Bilanzsumme mit EUR 7.946,8 Mio. um 0,32 Prozent unter der Bilanzsumme des Vorjahres (Vorjahr: EUR 7.972,1
Mio.). Bei
den wesentlichen Bilanzpositionen zeigt sich folgende Entwicklung:
HYPO TIROL BANK AG
V
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
5
Barreserve
Hierbei handelt es sich zum größten Teil um Guthaben bei Zentralnotenbanken.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Barreserve auf TEUR 888,2 (Vorjahr:
TEUR 1.019,9) gesunken. Der Grund für den Rückgang liegt darin, dass im Vorjahr EUR 500 Mio. an über den Repo-Markt aufgenommenen Geldern bei
der Zentralbank veranlagt wurden. Im Geschäftsjahr 2025 wurde auf Repo-Transaktionen
verzichtet.
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum 31.12.2025 EUR 52,4 Mio. (Vorjahr: EUR 63,1 Mio.) und haben sich damit um EUR 10,7 Mio.
verringert.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 5.253,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5.250,1 Mio.). In den Forderungen an Kunden
enthalten sind Leasingforderungen in Höhe von EUR 186,2 Mio. (Vorjahr: EUR 218,1 Mio.). In Summe erhöhten sich die Forderungen an Kunden um
EUR 3,5 Mio. Die sehr verhaltene Nachfrage bei Wohnimmobilienkrediten hat sich im Geschäftsjahr 2025 verbessert. Weiters konnte
im
Firmenkundengeschäft das Kundenvolumen ausgebaut werden.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betrugen zum 31.12.2025 EUR 1.424,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.331,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2025 wurden
verstärkt Investitionen in Covered Bonds vorgenommen. Mit EUR 1.362,0 Mio. (Vorjahr:
EUR 1.235,2 Mio.) ist der Großteil der sonstigen finanziellen
Vermögensgegenstände dem Halten-Portfolio zugeordnet
und demzufolge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 473,0 Mio. auf EUR 163,7 Mio. (Vorjahr: EUR 636,7 Mio.)
gesunken.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Verzicht
auf Repo-Transaktionen über
den Jahreswechsel zurückzuführen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 546,3 Mio. auf EUR 4.087,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3.541,6 Mio.)
gestiegen. Dabei stiegen die Termineinlagen um EUR 440,6 Mio. Klassische Spareinlagen sanken um EUR 28,8 Mio. und das Girogeschäft ist um 154,2
Mio. gestiegen. Der Anstieg bei den Einlagen ist auf institutionelle Kunden bzw. Kunden
aus dem öffentlichen Bereich zurückzuführen.
Verbriefte Verbindlichkeiten
Die verbrieften Verbindlichkeiten nahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 68,4 Mio. ab und betragen zum Jahresende EUR
2.660,5 Mio.
(Vorjahr: EUR 2.728,9 Mio.). Der Rückgang resultiert aus planmäßigen Tilgungen.
Kapitalausstattung
Auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
575/2013 (Capital Requirements Regulations – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit
von
Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittele
rfordernisse zu ermitteln.
Erfolgsentwicklung
Die Hypo Tirol Bank AG verfolgte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 die festgelegte Strategie
der Fokussierung auf den Kernmarkt Tirol und
Wien.
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
Die Zinsen und ähnliche Erträge sind im Berichtsjahr 2025 auf EUR 255,6 Mio. (Vorjahr: EUR 300,6 Mio.) gesunken. Auch der Zinsüberschuss ist im
abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 20,3 Mio. niedriger und beträgt
EUR 142,9 Mio. (Vorjahr: EUR 163,2 Mio.). Die
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2025 fiel mit EUR 24,9 Mio. (Vorjahr: 27,1 Mio.) um EUR 2,2 Mio. geringer aus. Die neu gebildete Risikovorsorge
stammt großteils aus Kunden im Ausfall. Weiters
wurde ein im Jahr 2024 gebildeter Management Overlay im Jahr 2025 fortgeführt.
Damit veränderte
sich der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge im aktuellen Geschäftsjahr 2025 insgesamt um EUR 18,0 Mio. auf EUR 118,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr
(Vorjahr: EUR 136,0 Mio.).
Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR
0,4 Mio. auf EUR 35,7 Mio. (Vorjahr: EUR 35,3 Mio.). Hauptgrund für diesen Anstieg
sind höhere Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft. Der größte Anteil bei den Provisionserträgen
befindet sich in der Position Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren in Höhe von EUR 18,4 Mio. (Vorjahr: EUR 18,6 Mio.).
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
beträgt im Berichtsjahr 2025 EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR -0,2 Mio.) Die
Veränderung im Vergleich zum Vorjahr
stammt aus der Abwertung eines Genussrechts, welche im Geschäftsjahr 2024 durchgeführt wurde.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand macht im Berichtsjahr 2025 gesamthaft EUR 93,3 Mio. (Vorjahr: EUR 92,7 Mio.) aus. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand
im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 56,4 Mio. (Vorjahr:
EUR 54,5 Mio.). Der Sachaufwand sinkt auf EUR 32,6 Mio. (Vorjahr: EUR 33,8 Mio.). Der
gestiegene Personalaufwand lässt sich auf die kollektivvertragliche Gehaltsanpassung zurückführen. Treiber
des gestiegenen Sachaufwandes sind unter
anderem Investitionen in IT-Modernisierungsprojekte aus dem aktuellen Strategieprogramm.
VI
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
6
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen die sonstigen betrieblichen Erträge in Summe EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR 20,4 Mio.). Hierbei kam es im
Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg in Höhe von EUR 2,3 Mio., der hauptsächlich aus Rückstellungsauflösungen und Versicherungsentschädigungen
von Schadensfällen stammt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr 23,0 Mio. Der Anstieg ist unter anderem auf
Zuweisungen von Rückstellungen, Schadensfälle und eine erhöhte Stabilitätsabgabe zurückzuführen.
Ergebnis vor Steuern
Insgesamt ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 63,3 Mio. (Vorjahr: EUR 81,8 Mio.). Nach Abzug der
Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 15,4 Mio. (Vorjahr: EUR 18,7 Mio.) beträgt das Ergebnis nach Steuern EUR 47,8 Mio. (Vorjahr:
EUR
63,2 Mio.).
Wesentliche Kennzahlen
Die Cost-Income-Ratio (CIR), welche die Verwaltungsaufwendungen bzw.
-kosten ins Verhältnis zu den operativen Erträgen
(ohne Risikovorsorge) setzt,
beträgt im Berichtsjahr 2025 51,42 % (Vorjahr: 45,96 %). Der Return-On-Equity (ROE) setzt den Nettogewinn ins Verhältnis
zum Eigenkapital. Somit gibt
die Kennzahl Auskunft über die Ertragslage eines Unternehmens. Der ROE beträgt im Berichtsjahr 2025 9,15 % (Vorjahr:
12,68 %).
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des Konzernabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse
statt, die Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol Bank AG haben.
3.
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
und Risiken
3.1.
Volkswirtschaftliche Entwicklungen
Für den Zeitraum erstes Halbjahr 2026 gehen wir von folgenden Konjunkturszenarien aus:
Basisszenario – leichter Aufschwung (Eintrittswahrscheinlichkeit 70 %):
Zusammengefasst lässt sich sagen:
„Moderate Inflation im Euroraum, während die Inflation in den USA und Japan vorerst
erhöht bleibt. Die global
expansive Geld- und Fiskalpolitik, sowie hohe Investitionen, sorgen für Wachstumsbelebung.“
Gemessen an den jüngsten Konjunkturdaten befindet sich insbesondere Kerneuropa in einer stagnierenden wirtschaftlichen Situation. In den EUR-
Peripherieländern ist das Wachstum aber besser.
Aufgrund umfassender Fiskalpakete – vor allem seitens Deutschlands (steigende Infrastruktur
-
und
Rüstungsausgaben) und der USA (Steuererleichterungen und Deregulierungen) – erwarten wir für 2026 eine spürbare Wachstumsbelebung. Zudem
gibt die rückläufige Inflation auch der amerikanischen Notenbank Spielraum für weitere Leitzinssenkungen. Im Euroraum hat die EZB bereits 2025 die
Leitzinsen deutlich gesenkt. Somit sollte daher auch die global expansivere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum unterstützen. Das Kreditwachstum
in
der Eurozone weist bereits einen steigenden Trend
auf. Zwar bleiben die Unternehmensinsolvenzen auf hohem Niveau, jedoch sollte die Talsohle
beim
produzierenden Gewerbe mit Ende 2025 durchschritten worden sein. In Summe erwarten wir im Euroraum im 1. Halbjahr 2026 einen leichten
konjunkturellen Aufschwung bei einer moderaten Inflation.
Mit 28. Februar 2026 verschärfte sich die Nahost-Krise mit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran. Dieser wiederum griff mehrere Länder in der
Golfregion an und drohte mit der Sperre der Straße von Hormus, über die ein wichtiger Teil des
globalen Öls befördert wird. Kurzfristig kam es zu
einem deutlichen Anstieg der Energiepreise. Zum aktuellen Zeitpunkt lassen sich jedoch mögliche längerfristige Folgen der Krise nicht abschätzen. Wir
gehen von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten Konjunkturszenarien
und die Hypo Tirol Bank AG aus.
Als mögliche alternative Konjunkturentwicklungen zu unserem Hauptszenario erachten wir die folgenden
beiden Szenarien.
Alternativszenario 1 – Produktivitäts-
und Investitionsboom (Eintrittswahrscheinlichkeit 20 %):
Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass sich die hohen Investitionen in KI in Form einer höheren Produktivität und steigender
Unternehmensgewinne niederschlagen werden. Wegen der in den USA rückläufigen Inflation in den USA senkt die US-Notenbank die Leitzinsen
deutlich stärker als erwartet. Die Stimmung von Unternehmen und Konsumenten erhöht sich deutlich und die Ausgabenfreudigkeit erhöht
die
Gesamtnachfrage deutlich. Dies alles wirkt sich in einer starken Belebung des Wirtschaftswachstums aus.
Alternativszenario 2 – Rezession (Eintrittswahrscheinlichkeit 10 %):
Die aktuell schwierige Konjunkturlage verschlechtert sich weiter und die Unternehmensinsolvenzen steigen bei diesem Szenario weiter an. In der Folge
gehen vermehrt Arbeitsplätze verloren und Stimmung und Kaufkraft der Konsumenten sinken. Zudem engt die Überschuldung vieler Staaten
und deren
Budgetdefizite den Handlungsspielraum ein. Überkapazitäten in China wirken sich global inflationsdämpfend aus. Möglicherweise flammt die Zollpolitik
der US-Regierung erneut auf und dämpft den internationalen Handel weiter.
Wegen der Unsicherheit kippt die Stimmung und es kommt zu einem
deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung.
3.2.
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Nach einem moderaten Start ins Jahr 2026 sollte die Konjunktur in Österreich etwas an Tempo
zulegen können. Wir gehen von einer leichten
Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 1,0 % aus. Insbesondere der private Konsum sollte eine wesentliche Stütze für den erwarteten
Konjunkturaufschwung darstellen. Die Verbesserung der österreichischen Wirtschaftsentwicklung macht
sich schon positiv auf dem Arbeitsmarkt
bemerkbar. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank im Dezember 2025 auf 7,4 %, ein weiterer
Rückgang auf 7,3 % im Jahr 2026 ist sehr realistisch.
Ein Wermutstropfen ist die aktuell hohe Inflation. Zuletzt lag der jährliche Anstieg der Konsumentenpreise mit 3,8
% fast doppelt so hoch wie im EU-
HYPO TIROL BANK AG
VII
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
7
Schnitt (mit 2 %). Während 2025 die Energiepreise noch die heimische Inflation befeuerten, so dürfte dieser Belastungsfaktor im Jahr
2026 schwinden
und die Teuerung deutlich sinken lassen.
Gemäß dem aktuellen Konjunkturbarometer der Wirtschaftskammer zeigt sich für die Tiroler Wirtschaft eine deutliche Erholung. Jedoch verlaufen die
Entwicklungen in den einzelnen Sparten höchst unterschiedlich. Insbesondere für die Industrie und den Handel zeigt sich mit Beginn des Jahres 2026
eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur schwierigen Situation im Vorjahr.
Sehr gut ist die Ausgangslage auch für den Tourismus. Neben einer
vermutlich guten Auslastung profitiert die Branche von einer robusten Nachfrage im gehobenen Segment, die sich von der allgemeinen Teuerung
bislang weniger beeindrucken ließ.
3.3.
Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Auf Basis der Zins-
und Markteinschätzung sowie der Planvorgaben 2026 werden hinsichtlich wesentlicher Einflussgrößen in Bezug auf den
Unternehmenserfolg nachstehende Entwicklungen erwartet:
Sowohl Kapitalausstattung als auch Liquidität bleiben auf einem komfortablen, hohen Niveau und bilden damit die Basis für eine erfolgreiche
Unternehmensentwicklung.
Das Kundengeschäft soll gefestigt und ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierungen von Wohnraum,
Unternehmen und öffentlichen
Institutionen sowie maßgeschneiderte Angebote im Private Banking und Investments für den langfristigen Vermögensaufbau. Das
bedeutet für die
Marktausrichtung: hochqualitative, ganzheitliche Beratung bei komplexen Finanzthemen – mit dem Anspruch auf ein unverwechselbares
Kundenerlebnis – und zugleich moderne Online-Services, damit alltägliche Bankgeschäfte einfach und effizient erledigt werden können.
Ein weiterhin herausforderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld
erschwert die Steigerung von Zins-
und Provisionserträgen. Für die Zukunft gilt es
daher, gezielt in Wachstumsbereiche
zu investieren und gleichzeitig die Ausgaben durch konsequentes Kostenmanagement
auf einem stabilen Niveau
zu halten, um die Konkurrenzfähigkeit langfristig zu stärken.
Bei der Investitionsplanung liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau des
Digitalisierungsgrades sowohl bei internen Prozessen als auch bei Kundenangeboten, der Modernisierung von Geschäftsflächen sowie der Umsetzung
von regulatorischen Vorgaben. Der Ansatz aus strategischen Investitionen
und effizienter Kostenkontrolle
stellt den eingeschlagenen Erfolgskurs der
Hypo Tirol Bank AG weiterhin sicher.
VIII
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
8
Risikomanagement
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
das Risk Appetite Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In weiterer Folge
legt der Vorstand diese dem Aufsichtsrat
zur Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
für das Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung für
die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling
ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
dessen Unterausschuss (Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der Unternehmensleitung und
regelmäßige Evaluierung des Risikomanagementsystems
der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
beziehungsweise den Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die Risikosituation des
Gesamtkonzerns und die Risikomanagementsysteme.
Dadurch wird die Wahrung der Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende Weiterentwicklung
der Risikomanagementsysteme zuständig. Sie identifiziert,
quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
sowie die kurzfristige Liquidität zur Sicherstellung
der Kapital-
und Liquiditätsadäquanz. Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
-)- Steuerung eingebracht und die Überwachung anhand des
definierten internen Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement
in den Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene
betrieben wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet die monatlich tagende Gesamtbanksteuerungssitzung. Zu
den Teilnehmern
dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand, die Abteilungsleitung Treasury,
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die Abteilungsleitung Controlling
& Vertriebssteuerung, die Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die Bereichsleitung Risikomanagement, die Bereichsleitung
Firmenkunden, die Bereichsleitung Privatkunden, Freie Berufe und Private Banking sowie die Stabsstellenleitung Risikocontrolling.
Ergänzt wird dieses
Gremium durch ein umfassendes Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich zur Verfügung gestellt
wird.
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend weiterentwickelte Risikomanagement
zielt darauf ab, den langfristigen Erfolg der Hypo Tirol
Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug auf den ICAAP (Internal Capital
Adequacy Assessment Process) und den ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement
als auch die vom Vorstand
geprägte Risikokultur sowie das Risk Appetite Framework (RAF)
definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG umfasst u.a. folgende
Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
wird eine dem Risikoappetit entsprechende Kapital-
und Liquiditätsadäquanz sichergestellt.
HYPO TIROL BANK AG
IX
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
9
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die folgenden Risiken quantifiziert und aktiv
gesteuert:
Hauptrisikoarten
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsänderungsrisiko
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations-
u. Kommunikationstechnologien
Querschnittsrisiken
Makroökonomisches Risiko
Nachhaltigkeitsrisiko
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Risikokonzentrationen werden
in
sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert. Länderkonzentrationen
bestehen aufgrund des lokalen Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor
allem in Österreich. Der Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
und die Konzentration der Einlagen (Top-20
Konzerne)
beläuft sich auf ca. 9,8 Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
um Öffentliche Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet. Sollten es die aktuellen bzw. prognostizierten Entwicklungen
erfordern, werden im Sinne einer aktiven Risikosteuerung zeitgerecht
Maßnahmen definiert und umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol Bank AG sind das Risiko aus dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das, dem Geschäftsmodell zu Grunde liegende, Risiko aus den Risiken die aus den geschäftsmodellspezifischen
Produkten und Dienstleistungen entstehen. Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem Risikocontrolling
und dem Controlling
überwacht und in der monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals hinsichtlich der Art und
Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten, zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
und das Stresstestprogramm überwacht.
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße
.
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko
einer übermäßigen
Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung
nicht bereits
über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtung
en (vor allem Zins- und/oder
Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer Bonitätsverschlechterung
nicht oder
nicht zeitgerecht erfüllt. Das Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko
des Ausfalls der Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden
X
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
10
Abwicklung der mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind Kreditrisikokonzentrationen definiert als mögliche nachteilige
Folgen, die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und verschiedenartiger Risikofaktoren
oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben Region oder
Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
und insbesondere aus
indirekten Großkrediten erwächst.
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach derselben
Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus Kreditrisikokonzentrationen
Berücksichtigung. Die Steuerung des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
in der Abteilung Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten Expertenabteilung.
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein systematisierter Prozess
und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen
und den Entscheidungsträgern
berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten mit bester bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent
.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen in den Fokusmärkten auszubauen oder zu halten und außerhalb der definierten
Kernmärkte im Geschäftsjahr 2025 weiter abzubauen.
Dies wird insbesondere unter Note (19) – Forderungen an Kunden nach Regionen – dargestellt.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im Jahr 2025 fortgeführt
und das Fremdwährungsvolumen weiter reduziert werden.
Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder Währung für Privatkunden
und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit ausgewählten
Firmenkunden vor. Im Vordergrund
steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Eine Darstellung im Jahresvergleich der Fremdwährungsvolumina gegliedert nach Bilanzposition wird unter Note (46) dargestellt
.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im Jahr 2025 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend
der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen entwickelte Strategie
ist
in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2025 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd konstant gehalten. Das qualitativ
hochwertige Wertpapier-Nostro wird in der Hypo
Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung herangezogen.
Die Entwicklung der Nostro-Positionen (gegliedert nach Bewertungskategorien) ist unter der Note (21) dargestellt.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
das Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden Sicherheitenkatalog
zur
Besicherung von Kreditengagements herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein entsprechender Monitoringprozess
etabliert, welcher von der Abteilung
Sicherheitenmanagement, die unabhängig vom Bereich Risikomanagement agiert, überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des hypothekarischen
Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating desselben wider (Aaa von Moody‘s).
Marktrisiko
Definition
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
und Goldpositionen
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
HYPO TIROL BANK AG
XI
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
11
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-Management unter
Berücksichtigung der sich daraus ergebenden Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS. Speziell im Zinsrisiko wird
über die
Barwertperspektive hinaus eine Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen und fix
verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das Zinsrisiko werden in
monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für das Marktrisiko ermittelt.
IFRS-Marktwertsensitivitäten in EUR
Value at Risk
31.12.2025
Value at Risk
31.12.2024
Marktrisiko Going Concern Sicht (KN 95%)
37.912.012
30.822.610
hievon Zinsänderungsrisiko
34.989.018
27.623.933
hievon Preisrisiko
428.260
452.669
hievon Credit Spread Risiko
1.571.943
1.805.693
hievon Fremdwährungsrisiko
541.904
592.004
hievon CVA-Risiko
380.887
348.312
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals (=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von der EBA
in den
Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII), berechnet für die zwei parallelen von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung
des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag 31.12.2025:
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-34.437.484
13.701.969
EBA Parallel Down
17.679.221
-33.761.874
EBA Steepener
3.758.659
0
EBA Flattener
-11.782.588
0
EBA Short Rates Up
-14.660.911
0
EBA Short Rates Down
5.919.321
0
Liquiditätsrisiko
Definition
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
den gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht zeitgerecht
bzw. nicht in ökonomisch sinnvoller
Weise nachkommen zu können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird
weiter zwischen kurzfristigem Liquiditätsrisiko
(bis 1 Jahr) und langfristigem Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP) sowie der
aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio) quantifiziert und überwacht. Der LCR
-Forecast ist als Frühwarninstrument in das
Liquiditätsrisikomanagement integriert. Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-sensitiver Produkte anhand des Daily
Liquidity Risk Dashboard. Das Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie die aufsichtsrechtliche
Kennzahl NSFR (Net Stable
Funding Ratio) quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-Vergleich) überwacht.
Die aufsichtliche Kennzahl LCR lag im Jahr 2025 im Durchschnitt auf einem Niveau von 229,85 Prozent.
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1,3 Mrd. EUR.
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
doc1p16i0
XII
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
12
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank AG ermittelt zum Monatsultimo und zu den Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows (siehe Grafik).
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der unverwässerten (keine
Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.) Cash Zu-
und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren bzw. Maßnahmen abzuleiten.
HYPO TIROL BANK AG
XIII
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
13
-1 000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1 000
1 200
1 400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
2025-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
2.307.248
2.331.395
Bis 3 Monate
1.161.236
1.321.487
Über 3 Monate bis 1 Jahr
1.216.365
495.558
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.500.706
2.023.798
Über 5 Jahre
932.081
984.525
Verbindlichkeiten Konzern
7.117.636
7.156.763
Operationelles Risiko
Definition
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von
internen Verfahren, Menschen und Systemen
oder infolge externer Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informations
-
und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko. Ausgenommen sind strategische Risiken
und Reputationsrisiken, eingeschlossen sind
Rechtsrisiken.
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente zur Verfügung:
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
XIV
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
14
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG
umfassend gesteuert werden. Zusätzlich
werden zur Minderung des operationellen Risikos folgende Techniken
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien („Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen („Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für wesentliche risikorelevante
Prozesse
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
Definition
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das Exposure
gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf
folgende Risikoarten
auswirken:
●
Kreditrisiko
●
Marktrisiko
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle Schwankungen
in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden daher
in einem
ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet,
dass in diesem Beobachtungshorizont eine
konjunkturelle Abschwungphase enthalten ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den
letzten fünf bis sechs Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die historische Analyse ausgeweitet
bzw. das Zeitintervall weiter
in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung können makroökonomische
Einflüsse bereits in den normalen Risikozahlen
abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung
ergeben sich aus der Differenz zwischen den
Risikowerten mit und ohne makroökonomischen Einfluss.
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
welches bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social) G(Governance) auf
die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles
Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
bereits in der Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung
einer Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt. Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank
AG im Rahmen der Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie Limitobergrenzen für Portfolios,
welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang.
Jeweils ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein Szenario im Bereich Governance.
Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8
EU-Taxonomie i. V.
m. § 267a UGB werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert erörtert.
HYPO TIROL BANK AG
XV
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
15
Verfahren zur Quantifizierung
der Risiken und Risikodeckungsmassen
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Nachhaltigkeitsrisiko, Unbekannte
Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
XVI
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
16
Risikoberichterstattung
Risikotragfähigkeit
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht monatlich. Die
interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungssitzung sowie über das definierte Berichtswesen.
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Geschäftsrisiko
3,30%
2,50%
Geschäftsrisiko
2,50%
2,40%
Kreditrisiko
11,10%
12,30%
Kreditrisiko
24,10%
25,90%
Marktrisiko
11,30%
23,40%
Marktrisiko
11,20%
15,50%
Liquiditätsrisiko
1,20%
0,20%
Liquiditätsrisiko
0,10%
0,00%
Operationelles Risiko
4,20%
4,10%
Operationelles Risiko
3,40%
3,10%
Makroökonomisches Risiko
1,60%
1,00%
Makroökonomisches Risiko
4,00%
3,70%
Risikopuffer
1,10%
1,30%
Risikopuffer
1,50%
1,50%
Ökonomisches Risiko Gesamt
33,80%
44,80%
Ökonomisches Risiko Gesamt
46,80%
52,10%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
66,20%
55,20%
Freie Deckungsmasse
53,20%
47,90%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
(Intraday Liquidity) über einen Frühwarnindikator,
als auch täglich über das Daily Liquidity
Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In letzterem werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist analysiert und prognostiziert.
Stresstestergebnisse
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und Quantifizierung von drohenden Risiken
dar. Stresstests
für einzelne Risikoarten,
Gesamtbankstresstest und Reverse-Stresstest
sind in der Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert. Die
Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als auch dem Aufsichtsrat
und dem Risikoausschuss diskutiert und – sofern erforderlich –
entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen Informationsfluss
gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses vom
Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur Verfügung
gestellt.
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
insbesondere im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
die dazu dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und
danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
Als Internes
Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller Maßnahmen definiert, die dazu beitragen, das Vermögen
der Gesellschaft zu schützen, eine
ordnungsgemäße Rechnungslegung zu gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften abzusichern. Hinsichtlich des
Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit die Ordnungsmäßigkeit, die Verlässlichkeit
und die zeitnahe
Bereitstellung der internen Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden Abschlusses in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
gewährleistet ist. Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei nicht nur auf die regelmäßige Berichterstellung
von Zwischen- und
Jahresabschlüssen, sondern umfasst die buchmäßige Erfassung sämtlicher relevanter Daten von ihrem Entstehen,
ihrer Verarbeitung bis hin zur
Aufnahme in interne Unternehmensberichte sowie in die externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll
-
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich. Zur Unterstützung
dieser Verantwortung ist die Rolle des IKS-Koordinators
installiert. Der
Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst die Vereinheitlichung und Systematisierung
der vorhandenen internen Kontrollen und die Zusammenfassung
der Einzelmaßnahmen in ein übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem. Die Beurteilung der Wirksamkeit
des internen
Kontrollsystems basiert auf den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen
Arbeitspapier „Internal Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
sind. Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems die prozessinhärenten
Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird. Grundlage dieser Vorgaben,
Anweisungen und Richtlinien bildet das IKS-Handbuch als methodischer Rahmen für die
Umsetzung eines abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
HYPO TIROL BANK AG
XVII
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
17
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
Normen, Prozesse und Verfahren dar,
die die Basis des Internen Kontrollsystems bilden. Das
Kontrollumfeld bestimmt daher das grundsätzliche Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten
des Unternehmens. Weiters gewährleisten
standardisierte Qualifizierungs-
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
dass der für die jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad
sichergestellt wird. Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten, um die Integrität und das ethische Verhalten
der einzelnen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften sicherzustellen. Zuständigkeiten und Verantwortungen
sind durch das Organisationshandbuch, die
Prozesslandkarte und Stellenbeschreibungen transparent geregelt.
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich strategischer
Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch das Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden in der Hypo Tirol Bank AG
die IKS-relevanten Prozesse definiert und jährlich einem Review unterzogen. Hinsichtlich der
effektiven Risikobeurteilung im Rechnungslegungsprozess
bildet die Zielsetzung der Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige Zielsetzung der Finanzberichterstattung
ist die Erhaltungs-
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermög
ens-, Finanz- und
Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen
im Rechnungslegungsprozess zu minimieren, wurden Risiken
identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die Ordnungsmäßigkeit,
Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Gesamtprozesse
sichergestellt. Besonders im Fokus
sind außerdem das Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der Finanzanlagen. In der Hypo Tirol Bank AG ist eine interne Revision installiert. In
den Revisionsplänen sind Kontrollen von rechnungslegungsrelevanten Prozessen
enthalten. Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist
die Accenture TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
für das tägliche Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt
bei der Erstellung des
Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen sind Beispiele von
Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-Landschaft
der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten Informationen
zuverlässig, zeit-
und sachgerecht verteilt werden und zur Verfügung
stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News, Intranet, Vorstands
-E-Mails, Dokumentenverteilung über Intranet-Plattformen,
Kontrollkalender
sowie interne Schulungen und Workshops. Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege
im Rahmen des Vorstandsberichtswesens für die
Transparenz der eingegangenen Geschäfte
sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen die Entwicklung der Ertragslage auf.
Für die
Vorstandsmitglieder ist die vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats
und des Prüfungsausschusses über die Ertrags-
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach UGB und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird nach dem
Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht. Der Vorstand
überwacht das IKS durch das implementierte Berichtswesen und durch den
direkten Dialog mit seinen Führungskräften. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss lassen sich in Ausübung ihrer Überwachungsfunktion in
ihren turnusmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand über den Status des IKS informieren.
4.
Nachhaltigkeitsbericht
Entsprechend der EU-Richtlinie 2014/95/EU zur Angabe nichtfinanzieller Informationen (NFI-Richtlinie) und deren Umsetzung im österreichischen
Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG)
fasst die Hypo Tirol Bank AG die geforderten Informationen gemäß § 267a UGB
(NaDiVeG) in einem gesonderten, nichtfinanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) zusammen.
5.
Bericht über Forschung und Entwicklung
Bezüglich Forschung und Entwicklung ergeben sich branchenbedingt keine Anmerkungen.
doc1p22i0
XVIII
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025
18
Innsbruck, am 11. März 2026
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
19
Inhalt
I.
Gewinn-
und Verlustrechnung
1
II.
Gesamtergebnisrechnung
2
III.
Bilanz
3
IV.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
5
V.
Geldflussrechnung
6
VI.
Anhang (Notes)
7
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
7
(1)
Rechnungslegungsgrundsätze
7
(2)
Erstmals anzuwendende, überarbeitete
und neue Standards
7
Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
8
(3)
Wesentliche Ermessensentscheidungen,
Annahmen und Schätzungen
8
(4)
Konsolidierungsgrundsätze
9
(5)
Währungsumrechnung
12
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
12
Aktivseite
18
Passivseite
21
Sonstige Angaben
23
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
26
(6)
Zinsüberschuss
26
(7)
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
27
(8)
Provisionsüberschuss
28
(9)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten
28
(10)
Ergebnis aus der Ausbuchung von at amortised cost
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
30
(11)
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
30
(12)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
30
(13)
Verwaltungsaufwand
30
(14)
Sonstige Erträge
32
(15)
Sonstige Aufwendungen
32
(16)
Steuern vom Einkommen und Ertrag
33
Erläuterungen zur Bilanz
34
(17)
Barreserve
34
(18)
Forderungen an Kreditinstitute
34
(19)
Forderungen an Kunden
37
(20)
Derivate
43
(21)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
45
(22)
Anteile an assoziierten Unternehmen
49
(23)
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
50
(24)
Immaterielle Vermögenswerte
52
(25)
Sachanlagen
53
(26)
Sonstige Vermögenswerte
54
(27)
Langfristige Vermögenswerte,
die zur Veräußerung gehalten
werden
54
(28)
Latente Ertragsteueransprüche
und -verpflichtungen
55
(29)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
57
20
(30)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
57
(31)
Verbriefte Verbindlichkeiten
59
(32)
Derivate
60
(33)
Rückstellungen
61
(34)
Sonstige Verbindlichkeiten
66
(35)
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
66
(36)
Ergänzungskapital gem. Art
63 CRR
66
(37)
Eigenkapital
67
Zusätzliche IFRS-Informationen
68
(38)
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
68
(39)
Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
68
(40)
Maximales Ausfallrisiko
74
(41)
Angaben zur Saldierung von derivativen
Finanzinstrumenten
75
(42)
Angaben zu nahestehenden Personen
und Unternehmen
76
(43)
Informationen zu Leasingvereinbarungen
78
(44)
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
79
(45)
Segmentberichterstattung
79
(46)
Fremdwährungsvolumina und Auslandsbezug
85
(47)
Nachrangige Vermögenswerte
87
(48)
Treuhandgeschäfte
87
(49)
Eventualverbindlichkeiten
und Kreditrisiken
88
(50)
Echte Pensionsgeschäfte
89
(51)
Personal
89
(52)
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
90
(53)
Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches
Eigenmittelerfordernis
90
Finanzrisiken und Risikomanagement
93
Informationen aufgrund österreichischen
Rechts
103
(54)
Österreichische Rechtsgrundlage
103
(55)
Dividenden
103
(56)
Wertpapiergliederung gemäß BWG
103
(57)
Country by Country Report
104
(58)
Umsetzung der Offenlegung
104
Organe
105
VII.
Anteilsbesitz
106
1
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
1
I. Gewinn-
und Verlustrechnung
in Tsd EUR
Notes
2025
2024
in TEUR
Veränderung
in %
Zinsen und ähnliche Erträge
255.562
300.551
-44.989
-15,0
davon nach der Effektivzinsmethode ermittelt
238.676
296.316
-57.640
-19,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-112.626
-137.367
24.741
-18,0
Zinsüberschuss
(6)
142.936
163.184
-20.248
-12,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(7)
-24.889
-27.146
2.257
-8,3
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
118.047
136.038
-17.991
-13,2
Provisionserträge
40.084
39.220
864
2,2
Provisionsaufwendungen
-4.418
-3.871
-547
14,1
Provisionsüberschuss
(8)
35.666
35.349
317
0,9
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
(9)
2.140
-161
2.301
>100
Ergebnis aus der Ausbuchung von at amortised cost bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
(10)
0
-422
422
-100,0
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
(11)
326
1.763
-1.437
-81,5
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
(12)
740
-897
1.637
>100
Verwaltungsaufwand
(13)
-93.326
-92.687
-639
0,7
Sonstige Erträge
(14)
22.705
20.369
2.336
11,5
Sonstige Aufwendungen
(15)
-23.015
-17.509
-5.506
31,4
Ergebnis vor Steuern
63.283
81.843
-18.560
-22,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag
(16)
-15.436
-18.679
3.243
-17,4
Ergebnis nach Steuern
47.847
63.164
-15.317
-24,2
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
47.464
62.872
-15.408
-24,5
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
383
292
91
31,2
HYPO TIROL BANK AG
2
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
2
II. Gesamtergebnisrechnung
in Tsd EUR
2025
2024
in TEUR
Veränderung
in %
Ergebnis nach Steuern
47.847
63.164
-15.317
-24,2
Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung
reklassifiziert werden können
Erfolgsneutrale Bewertung von erfolgsneutral zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
-1.068
-1.520
452
-29,7
Erfolgswirksame Umgliederung von Bewertungsergebnissen in
die Gewinn- und Verlustrechnung von erfolgsneutral zum Fair
Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
-17
17
-34
>-100
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern aus der Bewertung
von finanziellen Vermögenswerten
249
346
-97
-28,0
-836
-1.157
321
-27,7
Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
reklassifiziert werden können
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
446
-59
505
>100
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern aus der Bewertung
von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten
-103
14
-117
>-100
Bonitätsinduzierte Fair-Value Änderung Eigene Verbindlichkeiten
-337
-1.375
1.038
-75,5
Erfolgsneutrale latente Steuern aus Bonitätsinduzierte Fair-Value
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
78
316
-238
-75,3
84
-1.104
1.188
>100
Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern
-752
-2.261
1.509
-66,7
Gesamtergebnis
47.095
60.903
-13.808
-22,7
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
46.712
60.611
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
383
292
3
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
3
III. Bilanz
Vermögenswerte
in Tsd EUR
Notes
31.12.2025
31.12.2024
in TEUR
Veränderung
in %
Barreserve
(17)
888.178
1.019.853
-131.675
-12,9
Forderungen an Kreditinstitute
(18)
52.442
63.056
-10.614
-16,8
Forderungen an Kunden
(19)
5.253.617
5.250.102
3.515
0,1
Derivate
(20)
138.961
129.075
9.886
7,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(21)
1.424.601
1.331.416
93.185
7,0
Anteile an assoziierten Unternehmen
(22)
8.598
7.882
716
9,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
(23)
115.916
104.763
11.153
10,6
Immaterielle Vermögenswerte
(24)
1.140
1.293
-153
-11,8
Sachanlagen
(25)
51.418
55.337
-3.919
-7,1
Sonstige Vermögenswerte
(26)
10.573
7.292
3.281
45,0
Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
(27)
534
534
0
0,0
Latente Ertragsteueransprüche
(28)
828
1.501
-673
-44,8
Summe der Vermögenswerte
7.946.806
7.972.104
-25.298
-0,3
HYPO TIROL BANK AG
4
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
4
Verbindlichkeiten
und Eigenkapital
in Tsd EUR
Notes
31.12.2025
31.12.2024
in TEUR
Veränderung
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(29)
163.699
636.712
-473.013
-74,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(30)
4.087.910
3.541.605
546.305
15,4
Verbriefte Verbindlichkeiten
(31)
2.660.476
2.728.869
-68.393
-2,5
Derivate
(32)
118.772
152.455
-33.683
-22,1
Rückstellungen
(33)
43.235
51.814
-8.579
-16,6
Sonstige Verbindlichkeiten
(34)
46.237
51.571
-5.334
-10,3
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
(35)
327
4.553
-4.226
-92,8
Latente Ertragsteuerverpflichtungen
(28)
1.859
1.047
812
77,6
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
(36)
86.779
97.122
-10.343
-10,6
Eigenkapital
(IV), (37)
737.512
706.356
31.156
4,4
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
733.823
701.282
32.541
4,6
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
3.689
5.074
-1.385
-27,3
Summe der Verbindlichkeiten und des Eigenkapitals
7.946.806
7.972.104
-25.298
-0,3
Angaben zur Bilanzposition Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR finden sich in Note (36).
5
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
5
IV.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
in Tsd EUR
Stand
01.01.2025
Ergebnis
nach
Steuern
Sonstiges
Ergebnis
nach
Steuern
Veränderung im
Konsolidierungs-
kreis / Sonstige
Anpassungen
Ausschüt-
tungen
Stand
31.12.2025
Gezeichnetes Kapital
50.000
0
0
0
0
50.000
Kapitalrücklagen
300.332
0
0
0
0
300.332
Kumulierte Ergebnisse
350.755
47.464
0
829
-15.000
384.048
FVOCI Rücklagen aus Fair-Value-
Änderungen
945
0
-836
0
0
109
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste nach Steuern
-4.503
0
343
0
0
-4.160
Bonitätsinduzierte Fair-Value-
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
3.753
0
-259
0
0
3.494
Summe Eigentümer des
Mutterunternehmens
701.282
47.464
-752
829
-15.000
733.823
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
5.074
383
0
-829
-939
3.689
Summe Eigenkapital
706.356
47.847
-752
0
-15.939
737.512
in Tsd EUR
Stand
01.01.2024
Ergebnis
nach
Steuern
Sonstiges
Ergebnis
nach
Steuern
Veränderung im
Konsolidierungs-
kreis / Sonstige
Anpassungen
Ausschüt-
tungen
Stand
31.12.2024
Gezeichnetes Kapital
50.000
0
0
0
0
50.000
Kapitalrücklagen
300.332
0
0
0
0
300.332
Kumulierte Ergebnisse
297.581
62.872
0
310
-10.008
350.755
FVOCI-Rücklagen aus Fair-Value-
Änderungen
2.102
0
-1.157
0
0
945
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste nach Steuern
-4.458
0
-45
0
0
-4.503
Bonitätsinduzierte Fair-Value-
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
4.812
0
-1.059
0
0
3.753
Summe Eigentümer des
Mutterunternehmens
650.369
62.872
-2.261
310
-10.008
701.282
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
5.092
292
0
-310
0
5.074
Summe Eigenkapital
655.461
63.164
-2.261
0
-10.008
706.356
Für weitere Angaben zum Eigenkapital wird auf Notes (37) verwiesen.
HYPO TIROL BANK AG
6
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
6
V.
Geldflussrechnung
in Tsd EUR
2025
2024
Ergebnis nach Steuern (vor nicht beherrschten Anteilen)
47.847
63.164
Im Ergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer
Geschäftstätigkeit
Abschreibung und Zuschreibung auf Vermögenswerte
7.958
7.360
Dotierung und Auflösung von Rückstellungen und Risikovorsorgen
24.392
28.253
Ergebnisse aus der Veräußerung von Vermögenswerten
-48
363
Steuern vom Einkommen und Ertrag
15.436
18.679
Korrektur Zinsüberschuss
-142.936
-163.184
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
-740
897
Unrealisierte Bewertungsergebnisse
-1.997
45.313
Unrealisierte Fremdwährungsgewinne und -verluste
-1.369
-1.715
Veränderung des Vermögens
und der Verbindlichkeiten aus lfd. Geschäftstätigkeit
nach Korrektur
zahlungsunwirksamer Posten
Forderungen an Kreditinstitute
10.960
22.671
Forderungen an Kunden
-31.427
242.218
Derivate (Aktiva)
782
40.674
Sonstige Vermögenswerte
-1.169
2.937
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-472.563
308.575
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
548.576
-235.576
Verbriefte Verbindlichkeiten
-80.888
-109.349
Derivate (Passiva)
-40.685
-56.075
Sonstige Verbindlichkeiten
-8.724
1.428
Erhaltene Zinsen
242.828
291.258
Gezahlte Zinsen
-106.087
-133.705
Gezahlte Steuern
-20.124
-20.225
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
-9.978
353.961
Einzahlungen aus der Veräußerung/Tilgung von
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
134.874
181.838
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Investment Properties
298
664
Tochterunternehmen
0
421
Auszahlungen durch Investitionen in
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
-214.899
-362.779
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte
-15.339
-24.208
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-95.066
-204.064
Rückzahlungen von Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
-10.000
0
Dividendenzahlungen
-15.939
-10.008
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten
-692
-685
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-26.631
-10.693
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
1.019.853
880.649
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
-9.978
353.961
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-95.066
-204.064
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-26.631
-10.693
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
888.178
1.019.853
Der Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve entsprechend Note (17).
7
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
7
VI. Anhang (Notes)
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
(1)
Rechnungslegungsgrundsätze
Die Hypo Tirol Bank AG ist eine
Aktiengesellschaft
mit Sitz in
Innsbruck
und ist im Firmenbuch Innsbruck,
Österreich
(FBN171611w) eingetragen. Die
Anschrift der Bank lautet auf
Meraner Straße 8, 6020 Innsbruck
. Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen gemäß § 59a BWG (Bankwesengesetz) und § 245a UGB, aufgestellt.
Neben der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung
beinhaltet der Konzernabschluss als weitere
Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Geldflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung wird
innerhalb
der Notes unter Punkt (45) dargestellt.
Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Tausend
Euro (TEUR) gerundet dargestellt.
Dadurch können sich bei Prozentangaben geringfügige Rundungsdifferenzen
ergeben. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurde eine
Fortführung des Unternehmens unterstellt (Going-Concern-Prinzip). Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt
und in dem
Periodenergebnis erfasst, dem sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.
Die Überleitung vom Ergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf das Gesamtergebnis
mit Ausweis des sonstigen Ergebnisses erfolgt in
einer gesonderten Darstellung (siehe II. Gesamtergebnisrechnung). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
wird nach der indirekten Methode
ermittelt. Das heißt, das Konzernergebnis wird zunächst um nicht zahlungswirksame Posten,
insbesondere Bewertungsergebnisse und
Rückstellungszuführungen, bereinigt. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit
wird der Mittelzufluss oder Mittelabfluss von liquiden Mitteln durch
Investitionen in Sachanlagen, Finanzanlagen und Tochterunternehmen
dargestellt. Der Zweck dieser Investitionen liegt grundsätzlich in einer
langfristigen Nutzung. Weitere Informationen zu den Finanzanlagen, welche in den Cashflow aus Investitionstätigkeiten
einfließen, sind in Note (21)
dargestellt. Unter Finanzierungstätigkeit fallen neben dem Eigenkapital auch die Cashflows aus Nachrang
-
und Ergänzungskapital. Für die Hypo Tirol
Bank AG ist die Aussagefähigkeit der Geldflussrechnung als gering anzusehen. Die Geldflussrechnung ersetzt für die Hypo Tirol Bank AG weder die
Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
(2)
Erstmals anzuwendende, überarbeitete
und neue Standards
Bei der Bilanzierung und Bewertung werden alle zum Abschlussstichtag und während der Berichtsperiode gültigen und in der EU verpflichtend
anzuwendenden International Financial Reporting Standards berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards
und Interpretationen, die
erst ab dem 1. Jänner 2026 oder später umzusetzen sind, bzw.
von Standards und Interpretationen, die noch nicht in der EU verpflichtend anzuwenden
sind, wurde abgesehen.
Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr erstmals anzuwendende neue Standards und Klarstellungen
Die Hypo Tirol Bank AG verfolgt die Veröffentlichungen
des IASB aktiv und bewertet, welche Auswirkungen diese auf den Konzernabschluss haben.
Ab dem Geschäftsjahr 2025 waren die folgenden neu oder geänderten IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Die nachfolgenden Änderungen sind ab 01.01.2025 anzuwenden:
o
Änderung IAS 21 „Auswirkungen von Wechselkursänderungen“
Der oben angeführte geänderte IFRS-Standard hat für den Konzernabschluss der Hypo Tirol Bank AG keine Auswirkungen.
Folgende neue und geänderte Standards wurden bereits veröffentlicht, sind aber noch nicht verpflichtend
anzuwenden:
●
Bereits in EU-Recht übernommen
o
IFRS 18 „Darstellung und Anhangangaben in Abschlüssen“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2027
o
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 „Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2026
o
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 „Verträge
über naturabhängige Stromversorgung“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2026
o
Änderung IFRS 1, IFRS 7, IFRS 9, IFRS 10 und IAS 7 „Jährliche Verbesserungen“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2026
●
Noch nicht in EU-Recht übernommen
o
IFRS 19 „Tochterunternehmen
ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2027
o
Änderung IFRS 19 „Tochterunternehmen
ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2027
o
Änderung IAS21 „Umrechnung in eine hyperinflationäre Währung“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2027
Der Rechnungslegungsstandard IFRS 18 „Darstellung und Anhangangaben in Abschlüssen“ ersetzt den IAS 1 „Darstellung
des Abschlusses“ und führt zu
Änderungen in IAS 7 „Kapitalflussrechnung“. Primäres Ziel des IFRS
18 ist die Verbesserung der Vergleichbarkeit der Leistung eines Unternehmens in
der Darstellung des Jahresabschlusses. Dazu wird für die Gewinn- und Verlustrechnung vorgegeben, welche Aufwendungen und welche Erträge
den
folgenden, neu definierten Bereichen zuzuordnen sind:
●
Betrieblicher Bereich (Operating)
●
Investitions-Bereich (Investing)
●
Finanzierungs-Bereich (Financing)
HYPO TIROL BANK AG
8
Anhang (Notes)
8
Die Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen zu den Bereichen „Betrieb“,
„Investition“ und „Finanzierung“ ist von der Hauptgeschäftstätigkeit des
berichteten Unternehmens abhängig.
Für die Hypo Tirol Bank AG werden laut aktuellem Stand der Analyse die beiden spezifischen Hauptgeschäftstätigkeiten
●
Investition in Vermögenswerte und
●
Bereitstellung von Finanzierungen an Kunden
relevant sein, die die Zuordnung zu den Bereichen der damit zusammenhängenden Aufwände und Erträge beeinflussen.
Zudem wird neu geregelt, nach welchen
Aggregations-
und Disaggregationsregeln Angaben im Anhang zu machen sind.
Auch die Offenlegung von MPMs (Management-defined Performance Measures), sog. unternehmensspezifischer Kennzahlen, muss
verpflichtend im
Anhang erläutert werden und es müssen Erläuterungen über die Berechnungsmethode, Überleitungen zu den nächstgelegenen IFRS Zwischensummen
erfolgen als auch eine Begründung, warum das Management diese Kennzahlen (MPMs) verwendet.
Ziel dieser Offenlegung von MPMs ist mehr Transparenz und Vergleichbarkeiten
zwischen Unternehmen für Investoren und anderen
Abschlussadressaten. Diese Kennzahlen unterliegen künftig auch der Prüfung.
IFRS 18 hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Jahresabschlusses der Hypo Tirol Bank AG. Eine Arbeitsgruppe wird die
durchzuführenden Anpassungen erarbeiten und Maßnahmen für die erfolgreiche Implementierung umsetzen.
Eine vorzeitige Anwendung von IFRS 18 ist nicht geplant.
Die restlichen oben angeführten Standards haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Hypo Tirol Bank AG.
Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
(3)
Wesentliche Ermessensentscheidungen,
Annahmen und Schätzungen
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden,
welche
den Bilanzansatz für die Berichtsperiode, den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen und die Angaben im Anhang beeinflussen. Wesentliche
Schätzungen und Annahmen über zukünftige Entwicklungen, deren Änderung aufgrund der ihnen inhärenten Unsicherheiten zu einer erheblichen
Änderung der Bilanzansätze im nächsten Geschäftsjahr führen könnte, sind:
●
die Beurteilung der Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten
●
die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, die Bewertung von Rückstellungen
●
sowie der Ansatz und die Bewertung latenter Ertragsteuern.
In Folge werden die Methoden hinsichtlich solcher Schätzungen, subjektiver Beurteilungen und Annahmen aufgezeigt. Die Darstellung
der
verwendeten Parameter und Unsicherheiten im Detail erfolgt bei den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzposten.
Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Hinsichtlich der zukünftig erwarteten
Geschäftsentwicklung wurden die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch
unterstellte künftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds
zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und
außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die einzustellenden Beträge von den
ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Unter diesem Posten werden Veränderungen
von Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 und Rückstellungen sowie nachträgliche Eingänge ausgebuchter
Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft dargestellt. Quantitative Erläuterungen finden sich in Note (19), Beschreibungen zur
Methodik
in den Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung.
Wertminderungen nichtfinanzieller Vermögenswerte
Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag ermittelt und mit dem Buchwert verglichen. Der erzielbare Betrag
ist der höhere Betrag der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
und Nutzungswert.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels
Bewertungstechniken
Aufgrund der Charakteristika der in den Büchern der Hypo Tirol Bank AG befindlichen Finanzinstrumente kommen alle drei Fair
Value Level nach IFRS
13 zur Anwendung.
Preise an aktiven Märkten werden unangepasst übernommen und stellen Marktwerte des Level 1 dar.
Für nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente wird die Bewertung anhand anerkannter und gängiger finanzmathematischer Methoden
wie der Barwertmethode oder anderer geeigneter Bewertungsmodelle (Optionspreismodelle) vorgenommen. Diese Bewertungsmodelle werden durch
die zugrunde gelegten Annahmen wesentlich beeinflusst. Der beizulegende Zeitwert ist daher als stichtagsbezogene Schätzung zu verstehen.
Weicht
der Transaktionspreis beim Zugang eines Finanzinstruments von einem anderen beobachtbaren Marktpreis
ab, so ist ein „Day-One-Gewinn“ oder „Day-
One-Verlust“ (konsistent mit der Folgebewertung des Finanzinstruments)
auszuweisen. Allerdings kann ein Gewinn oder Verlust nach Zugang nur
insoweit erfasst werden, soweit er auf der Veränderung eines Faktors
beruht, den Marktteilnehmer in der Preisfindung berücksichtigen würden. Die
Marktwerte sowie die Buchwerte von Finanzinstrumenten werden in Note (39) „Beizulegender Zeitwert“ (Fair
Value) offengelegt. Marktwerte,
welche
über die in diesem Absatz beschriebenen Methoden ermittelt werden,
sind dem Level 2 zuzuordnen.
Die Fair-Value-Bewertung von Level-3-Aktiva wird neben vom Markt ablesbaren Inputfaktoren
wesentlich von der internen Bonitätseinstufung
beeinflusst. Da die Auswirkungen der Bonität des Schuldners nicht vom Markt abgeleitet werden kann, werden in der Fair
-Value-Bewertung dieselben
9
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
9
PDs und LGDs wie in der Berechnung der Risikovorsorge verwendet. Im Anhang wird eine Sensitivitätsanalyse für die Fair Value
Bewertung präsentiert,
in welcher die Effekte von Rating-Downgrades bzw.
Upgrades um eine Stufe quantifiziert werden.
Weitere Angaben zum Beizulegenden Zeitwert finden sich in den Sonstige Angaben Punkt C) Beizulegender Zeitwert (Fair
Value).
Rückstellungen
Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten
in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme angesetzt. Der als
Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung
erforderlichen Ausgaben dar.
Eine detaillierte
Darstellung der Buchwerte der Rückstellungen sowie deren Entwicklung finden sich in Note (33).
Latente Ertragsteuern
Die Bewertung latenter Steuerverpflichtungen und latenter Steueransprüche berücksichtigt
die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in
welcher Art und Weise der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert
seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seiner Verpflichtungen zu
erfüllen. Diese Erwartungen stellen bestmögliche Schätzungen dar. Die Nutzung aktiver latenter
Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der
jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit
der künftigen
Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind Faktoren wie die Ertragslage
der Vergangenheit und die Steuerplanungsstrategien
heranzuziehen.
Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, sind die angesetzten
aktiven latenten Steuern über das Periodenergebnis abzuwerten. Der steuerliche Planungszeitraum
beträgt derzeit im Konzern vier Jahre. Quantitative
Angaben zu latenten Ertragsteuern sind in Note (28) „Latente
Steueransprüche und Steuerverpflichtungen“ dargestellt.
(4)
Konsolidierungsgrundsätze
Die Konsolidierungsstandards unterscheiden grundsätzlich nachfolgende Methoden, um Anteile bilanziell darzustellen:
1. Beherrschung: Voll-Konsolidierung (IFRS 10, IFRS 3)
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Equity-Methode (IFRS 10, IFRS 11, IAS 28, IFRS 3)
Wobei gemäß IFRS 10.6 ein Investor ein Beteiligungsunternehmen beherrscht, wenn er schwankenden
Renditen aus seinem Engagement in dem
Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte
auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt
über das
Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.
Maßgeblicher Einfluss liegt bei der Möglichkeit vor, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens
mitzuwirken, ohne das Unternehmen zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen (IAS 28.3, 28.5 ff.).
Gemeinsame Beherrschung ist eine vertragliche Vereinbarung, in der zwei oder mehrere Partner gemeinschaftlich die Führung ausüben. Wobei als
gemeinschaftliche Führung die vertraglich geregelte Teilung der Beherrschung einer Vereinbarung
verstanden wird, die nur dann gegeben ist, wenn
Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung
der sich die Beherrschung teilenden Parteien erfordern (IFRS 11.4, 7
ff.). Um die Komplexität
der Konsolidierungsstandards einzuschränken, wird nachfolgend auf
●
die Beherrschung – Tochterunternehmen (IFRS
10),
●
gemeinsame Vereinbarung (IFRS 11) und
●
assoziierte Unternehmen (IAS 28) sowie
●
auf die Veränderungen des Konsolidierungskreises während des Geschäftsjahres eingegangen.
Tochterunternehmen
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter
Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Die Hypo Tirol Bank AG erlangt
die Beherrschung, wenn sie
●
Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,
●
schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und
●
die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.
Die Hypo Tirol Bank AG nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht
oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände
darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.
Wenn die Hypo Tirol Bank AG keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre
Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten
des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der
Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Hypo Tirol Bank AG alle Tatsachen und Umstände,
darunter
●
den Umfang der im Besitz der Hypo Tirol Bank AG befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung
der Stimmrechte
anderer Stimmrechtsinhaber,
●
potenzielle Stimmrechte der Hypo Tirol Bank AG anderer Stimmrechtsinhaber anderer Parteien,
●
Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und
●
weitere Tatsachen und Umstände, die darauf
hinweisen, dass die Hypo Tirol Bank AG die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die
maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten,
zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des
Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw.
Gesellschaftsversammlungen zu bestimmen.
Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Hypo Tirol
Bank AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt,
bis zu dem
Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Hypo Tirol Bank AG endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im
HYPO TIROL BANK AG
10
Anhang (Notes)
10
Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen
entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw.
bis zum tatsächlichen
Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis
erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder
Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzuordnen.
Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.
Sofern erforderlich,
werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen
angepasst, um die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden an die im
Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte,
Schulden, Eigenkapitale, Erträge,
Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung
vollständig eliminiert. Der Stichtag des Bankkonzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
überein.
A) Änderungen der Beteiligungsquote des Konzerns
an bestehenden Tochterunternehmen
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen,
die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses
Tochterunternehmen führen, werden
als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion gemäß IFRS 10.23 bilanziert. Die Differenz
zwischen dem
beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder hingegebenen Gegenleistung und dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile im
Konzernabschluss anzupassen sind, ist mit dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzerneigenkapital zu verrechnen.
Es
ergeben sich weder Auswirkungen auf das Periodenergebnis noch auf die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden oder den im Rahmen der
Erstkonsolidierung angesetzten Firmenwert.
Wenn die Hypo Tirol Bank AG die Beherrschung über ein Tochterunternehmen
verliert, wird der Entkonsolidierungsgewinn oder -verlust
erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus den Differenzen zwischen dem Gesamtbetrag
des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen
Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der zurückbehaltenen Anteile und dem Buchwert der Vermögenswerte (einschließlich des Geschäfts-
oder Firmenwerts), der Schulden des Tochterunternehmens und aller nicht beherrschenden Anteile.
Alle im Zusammenhang mit diesem Tochterunternehmen im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge
werden so bilanziert, wie dies bei einem
Verkauf der Vermögenswerte erfolgen
würde, d. h. Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung oder direkte Übertragung in die
Gewinnrücklage.
Erwerb von Tochterunternehmen
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene
Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe des zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden
Zeitwerts der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der
vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch
gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem
Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten
werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden
Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem
erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen
identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich – auch nach nochmaliger Beurteilung – ein negativer
Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam
erfasst.
Firmenwerte werden mindestens jährlich und sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, auch unterjährig auf Werthaltigkeit
überprüft. Wird
eine Wertminderung festgestellt, erfolgt eine Abschreibung.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter,
die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht
gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden
Zeitwert
oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht
kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss
neu ausgeübt werden. Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten
oder den
Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben.
Ist die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses am Ende eines Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen, werden für die
Posten mit derartiger Bilanzierung vorläufige Beträge angegeben.
Sofern innerhalb des Bewertungszeitraums neue Informationen bekannt werden, welche die Verhältnisse
zum Erwerbszeitpunkt erhellen, werden die
vorläufig angesetzten Beträge korrigiert bzw.
zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden falls erforderlich angesetzt.
B) Gemeinsame Vereinbarung
Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr vertraglich verbundene Parteien
gemeinschaftlich Führung ausüben.
IFRS 11 unterscheidet zwei Arten gemeinschaftlicher Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten
und Gemeinschaftsunternehmen) und stellt für
die Abgrenzung zwischen den beiden Arten auf die Rechte und Pflichten der Vereinbarung ab. Dabei sind die Struktur,
die rechtliche Form der
Vereinbarung, die von den Parteien der Vereinbarung festgelegten
Vertragsbedingungen und gegebenenfalls sonstige relevante
Tatsachen und
Umstände zu berücksichtigen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt
vor, wenn zwei
oder mehr Unternehmen eine Vereinbarung treffen, bei der sie
unmittelbar Rechte aus den Vermögenswerten und Pflichten aus den Verbindlichkeiten
haben. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als eine
gemeinsame Vereinbarung definiert, bei der die Parteien gemeinsam Beherrschung ausüben und Rechte am Nettovermögen
des Unternehmens, an
dem sie beteiligt sind, haben. Die Bilanzierung von gemeinschaftlicher Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen ist unterschiedlich.
Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen sind unter Anwendung der Equity-Methode bilanziell zu erfassen. Die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten
11
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
11
erfolgt in der Weise, dass jeder gemeinsame Betreiber seine Vermögenswerte
(einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen
Vermögenswerten), seine Verbindlichkeiten
(einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Verbindlichkeiten),
seine Erlöse
(einschließlich seines Anteils an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Dienstleistungen der gemeinsamen Vereinbarungen) und seine
Aufwendungen (einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich entstandenen Aufwendungen) erfasst. Dabei sind diese Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten, Erlöse und Aufwendungen in Übereinstimmung mit den für diese jeweils maßgeblichen IFRS zu bilanzieren.
Da der IFRS 11 dynamisch zu betrachten ist und maßgeblich von der Beherrschungsmöglichkeit abhängt, prüft die Hypo Tirol Bank AG beim Erwerb von
Tochterunternehmen bzw.
bei Änderung der Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden Tochterunternehmen,
ob der Tatbestand einer
gemeinschaftlichen Vereinbarung vorliegt.
C) Anteile an assoziierten Unternehmen
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den
finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder
Beherrschung noch gemeinschaftliches Führen der Entscheidungsprozesse vor.
Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in den Abschluss unter Verwendung
der Equity-Methode
einbezogen, außer wenn die Anteile als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden. In diesem Fall
wird nach Maßgabe von IFRS 5 „Zur Veräußerung
gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“
bilanziert.
Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in der Konzernbilanz
aufzunehmen, die um
Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust
und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem
Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten
Unternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem assoziierten Unternehmen
übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung erfolgt
lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur
Verlustübernahme eingegangen ist bzw.
Zahlungen anstelle des assoziierten Unternehmens leistet.
Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen für ein assoziiertes Unternehmen vorliegen,
nach der Equity-Methode bilanziert. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über den erworbenen Anteil an den
beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als
Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der
Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwerts der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung
geprüft.
Jeglicher Überschuss des Konzernanteils der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden über die
Anschaffungskosten des erworbenen Anteils wird nach erneuter Beurteilung sofort als Gewinn erfasst.
Um zu ermitteln, ob Indikatoren dafür vorliegen, dass die Anteile an assoziierten Unternehmen in ihrem Wert
gemindert sind, werden die im
Geschäftsjahr gültigen Vorgaben der IFRS herangezogen. Sofern
ein Wertminderungstest vorzunehmen ist, wird der Beteiligungsbuchwert (inklusive
Geschäfts- oder Firmenwert) nach den Vorschriften des IAS 28 auf Werthaltigkeit getestet.
Dazu wird der erzielbare Betrag der Beteiligung, d. h. der
höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten,
mit ihrem Beteiligungsbuchwert verglichen. Der
ermittelte Wertminderungsbedarf wird gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Eine Aufteilung des Wertminderungsaufwands auf die im
Buchwert des Anteils enthaltenen Vermögenswerte einschließlich Geschäfts-
oder Firmenwert wird nicht vorgenommen. Sofern der erzielbare Betrag
in Folgejahren wieder ansteigt, wird in Übereinstimmung mit IAS 28 eine Wertaufholung vorgenommen.
Der Konzern beendet die Anwendung der Equity-Methode ab dem Zeitpunkt, zu dem seine Beteiligung kein assoziiertes Unternehmen mehr
darstellt
oder die Beteiligung nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren ist. Behält der Konzern einen Anteil
am ehemaligen assoziierten
Unternehmen zurück und stellt dieser Anteil einen finanziellen Vermögenswert im Sinne der im Geschäftsjahr gültigen Vorgaben der IFRS
dar, so wird
er zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Differenz
zwischen dem vorherigen Buchwert des
assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt der Beendigung der Equity-Methode und dem beizulegenden Zeitwert eines zurückbehaltenen Anteils und
jeglichen Erlösen aus dem Abgang eines Teils der Anteile an dem assoziierten Unternehmen ist bei der Bestimmung des Veräußeru
ngsgewinns/-
verlusts zu berücksichtigen. Zusätzlich bilanziert der Konzern alle bezüglich dieses assoziierten Unternehmens bislang im sonstigen Ergebnis erfassten
Beträge so, wie es verlangt würde, wenn das assoziierte Unternehmen direkt die Vermögenswerte
oder Schulden verkauft hätte. Demzufolge ist bei
Beendigung der Equity-Methode ein Gewinn oder Verlust, der vom assoziierten Unternehmen bislang im sonstigen Ergebnis erfasst
und bei Verkauf
der Vermögenswerte oder Schulden in die Gewinn-
und Verlustrechnung umgegliedert würde, vom Konzern aus dem Eigenkapital in die Gewinn-
und
Verlustrechnung
umzugliedern.
Sofern sich die Beteiligungsquote des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen ändert, aber der Konzern weiterhin die Equity-Methode
anwendet, wird der Teil des zuvor im sonstigen Ergebnis
erfassten Gewinns oder Verlusts, der auf die Verringerung der Beteiligungsquote
entfällt,
aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert. Diese Umgliederung wird durchgeführt, falls dieser Gewinn oder Verlust bei der Veräußerung
der
dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden müsste.
Sofern ein assoziiertes Unternehmen abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden verwendet, werden angemessene Anpassungen an die
IFRS-Konzernvorgaben im Rahmen einer Nebenrechnung vorgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten
Unternehmen entspricht dem
Bilanzstichtag der Konzernmutter.
D) Veränderungen des Konsolidierungskreises
im Geschäftsjahr 2025
Assoziierte Unternehmen
Im aktuellen Geschäftsjahr wurden die als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften „TKL
V
Grundverwertungsgesellschaft m. b. H.“ und „Seilbahnleasing GmbH“ liquidiert.
HYPO TIROL BANK AG
12
Anhang (Notes)
12
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Veränderungen bei vollkonsolidierten
Tochterunternehmen. Im
Vorjahr wurde die ERFOLG
Liegenschaftsvermietungs GmbH von der Hypo Tirol Leasing GmbH (Muttergesellschaft) an die FNG Liegenschaftsvermietung GmbH abgetreten und
somit im Geschäftsjahr 2024 entkonsolidiert. Nähere Informationen zur Entkonsolidierung sind in Note (9) dargestellt.
(5)
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in EUR, der funktionalen Währung sämtlicher Unternehmen des Konzerns, aufgestellt.
Sämtliche Jahresabschlüsse der in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in EUR aufgestellt. Die Währungsumrechnung
im Konzern für sämtliche monetären
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
die auf Fremdwährung lauten, werden zum Kurs am Bilanzstichtag der Europäischen Zentralbank
umgerechnet. Nicht monetäre Posten werden entsprechend dem Bewertungsmaßstab
ihrer jeweiligen Kategorie umgerechnet.
Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten angesetzt
werden, werden mit dem Kurs zum Zugangszeitpunkt bzw.
des
Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht monetäre Posten
werden analog zu den monetären Posten zum
aktuellen Stichtagskurs im Zeitpunkt ihrer Neubewertung umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs
des
Tages umgerechnet, an dem sie im Periodenergebnis erfasst
werden.
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
Erträge und die dazugehörigen Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern
zufließen wird
und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Dieses Konzept wird auf die wesentlichen ertragsgenerierenden Konzernaktivitäten
wie
folgt angewandt:
A) Zinsüberschuss
Zinsaufwände und -erträge werden nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und nur erfasst,
sofern die Beträge mit ausreichender
Wahrscheinlichkeit dem Unternehmen ab- oder zufließen werden und die Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Dabei werden
Agien und Disagien,
die überwiegend ein Entgelt für die Kapitalnutzung darstellen, im Effektivzinssatz berücksichtigt.
Weiters werden Erträge aus nicht in denen
Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen in diesem Posten erfasst.
Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs ebenfalls im
Zinsüberschuss erfasst. Der Ausweis der Zinsaufwendungen erfolgt analog zu den Zinserträgen.
B) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Den besonderen Risiken des Bankgeschäfts wird durch die Bildung von Wertberichtigungen im entsprechenden Ausmaß Rechnung getragen.
Im
Geschäftsjahr 2025 werden sämtliche Wertberichtigungen auf Einzelvertragsebene ermittelt und verbucht. Zur Kalkulation
der Risikovorsorge wurden
statistische Verfahren
implementiert. Dabei wird jedes Finanzinstrument monatlich entsprechend seiner Kategorisierung bewertet. Neben
makroökonomischen Faktoren sind die wesentlichen relevanten Größen:
●
Vertragsparameter (wie z. B. Laufzeit, Zinssatz, Geschäftsart),
●
die aktuelle Bonität (und die Bonität bei Vertragszugang)
●
sowie der Verwendungszweck/Besicherung.
Diese Annahmen sowie die Einschätzung und Beurteilung der Indikatoren, die zu einer Risikovorsorge führen, basieren auf historischen
Erfahrungswerten im Kreditgeschäft und werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert
und gegebenenfalls revidiert, um mögliche Differenzen
zwischen Risikovorsorge und tatsächlich eingetretenem Kreditausfall
zu minimieren. Bei Vorliegen objektiver Hinweise muss ein allfälliger
Wertminderungsbedarf von Forderungen jedenfalls auf Basis einer barwertigen Betrachtung der künftigen erwarteten Cashflows
ermittelt werden.
Hierzu müssen Szenarien zur Einschätzung der erwarteten Cashflows gebildet werden. Die Höhe sowie die Entwicklung der Risikovorsorge werden
unter Note (18, 19 und 21) dargestellt. Angaben zu den Ausfallwahrscheinlichkeiten
nach Ratingklassen sowie zu Stresstests finden sich in den
Erläuterungen zu den Finanzrisiken und zum Risikomanagement.
Risikovorsorgepolitik und Frühwarnsystem
Die Vorgaben zur Risikovorsorgepolitik sind in einem gesonderten Rahmenwerk
dokumentiert. Dieses beschreibt die Verantwortlichkeiten sowie
insbesondere den Prozess zur Beurteilung der notwendigen Höhe der jeweils zu bildenden Einzelwertberichtigung. Zur zeitgerechten Identifizierung
von Risikopotenzialen im Kreditgeschäft hat die Hypo Tirol Bank AG ein Frühwarnsystem
etabliert, welches auf Basis quantitativer und qualitativer
Risikomerkmale Risiken frühzeitig identifiziert. Dadurch können Risiken in einem frühen Stadium erkannt
und notwendige Maßnahmen zeitgerecht
eingeleitet werden.
Forbearance
Die Kennzeichnung "Forbearance" erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG bei Vorliegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten
beziehungsweise, wenn
wirtschaftliche Schwierigkeiten ohne Zugeständnisse der Bank zu erwarten sind, konsequent gemäß Art 47b CRR i. V.
m. der EBA/GL/2018/06. Eine
Forbearance-Kennzeichnung zu einer Risikoposition löst beim Kunden ein Warnsignal in den Ratingsystemen
aus und führt zu Bonitätsabstufungen
sowie zu einem automatischen Transfer in Stage
2 nach IFRS 9.
Kalkulation der Risikovorsorge
Für die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle werden folgende Inputparameter
verwendet:
●
Exposure at Default (EAD): Bei Darlehen und Krediten wird das erwartete Exposure (EAD)
je Zeitscheibe auf der Grundlage der vertraglichen
Bedingungen zum Berechnungsstichtag des Finanzinstruments ermittelt. Bei Produkten ohne Tilgungsplan wird das EAD-Profil anhand der
zum Berechnungsstichtag vorhandenen Off-
und On-Balance Exposures und Erfahrungswerten dieser Produkte ermittelt.
13
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
13
●
Marginale Defaultwahrscheinlichkeit (mPD): Die mPD stellt die Wahrscheinlichkeit
dar, dass der betreffende
Kontrakt in einer gegebenen
Zeitscheibe in den Default geht. Sie ist abhängig von der aktuellen Bonitätseinstufung des Finanzinstruments, dem Kundensegment und dem
makroökonomischen Ausblick (Vorausschauende Information, FLI).
●
Loss Given Default (LGD): Dieser gibt den im Falle des Defaults erwarteten Wert
des auf den Defaultzeitpunkt abgezinsten Verlustes
in % des
dann ausstehenden Exposures an. Es werden je nach Art der Besicherung und Kundensegment unterschiedliche LGDs in der Kalkulation der
Risikovorsorgen verwendet.
●
Diskontierungsfaktor: Die Abzinsung erfolgt über den zum Berechnungsstichtag gültigen Effektivzinssatz
IFRS.
Für nicht-notleidende Kredite als auch für notleidende Kredite unter der Signifikanzgrenze
von TEUR 200 ergibt sich die Höhe der Risikovorsorge durch
Multiplikation der soeben genannten Größen je Zeitscheibe und anschließender Summierung. Bei notleidenden Krediten über der Signifikanzgrenze
von TEUR 200 werden Wertberichtigungen auf Basis der szenariogewichteten erwarteten
zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Hier werden
erwartete Rückführungen etwa aus Sicherheitenverwertungen berücksichtigt.
Staging
Grundsätzlich gehen Finanzinstrumente bei erstmaliger Erfassung in der Stage 1 zu. Hier haben Unternehmen an jedem Bilanzstichtag eine
Risikovorsorge durch die Erfassung einer Wertminderung bzw.
die Bildung einer Rückstellung in Höhe der Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der
nächsten zwölf Monate erwartet wird (12 month expected credit losses) zu erfassen (d.
h. auf Basis der Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls innerhalb der
nächsten zwölf Monate). Bei der Folgebewertung sind die Kreditausfälle, deren Eintritt
innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird, durch die
über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle (Lifetime
expected credit losses) zu ersetzen, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem Zeitpunkt
des
Erstansatzes wesentlich erhöht hat (sog. Lifetime expected credit
loss-Kriterium). Die Finanzinstrumente sind in diesem Fall der Stage 2 zugeordnet.
Zur Bestimmung einer wesentlichen Erhöhung des Ausfallsrisikos werden verschiedene Indikatoren betrachtet.
Dazu zählen:
●
wesentliche Erhöhung der Ausfallgefährdung durch Vergleich der Lifetime
PD des Finanzinstruments unter der aktuellen Bonitätseinstufung und
der Bonitätseinstufung zum Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments
●
eine durchgeführte Forbearance-Maßnahme beim Finanzinstrument
●
Auffälligkeiten im Frühwarnsystem
●
30-Tage-Verzug
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle
wird wieder auf der Grundlage der Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet
wird, bemessen, falls sich die Kreditqualität nachträglich wesentlich verbessert hat und das Lifetime expected
credit loss Kriterium nicht länger erfüllt
ist.
Non Performing Loans (NPL)
Die Klassifizierung von Non-Performing Loans in der Hypo Tirol Bank AG erfolgt auf Basis der Regelungen des Artikels 178 der
Kapitaladäquanzverordnung (CRR) sowie der EBA-Leitlinie EBA/GL/2016/07. Ein Engagement gilt als ausgefallen, sofern ein Zahlungsverzug
von über 90
Tagen besteht oder Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen
voraussichtlich nicht in vollem Umfang
nachkommen wird (Unlikeliness to Pay). Zusätzlich werden weitere
von der Hypo Tirol Bank AG definierte Ausfallindikatoren berücksichtigt.
Zusammenfassend wird als notleidend ein Kredit eingestuft, wenn eines der folgenden Merkmale zutrifft:
●
90-Tage-Verzug
●
krisenbedingte Restrukturierung
●
positiver Unlikely To Pay
-Test
o
im Rahmen einer Forbearance-Maßnahme
o
aufgrund sonstiger Risikohinweise, die eine Rückführung in Zweifel stellen
●
Fälligstellung
●
Antrag auf Eröffnung Insolvenzverfahren
Nach einer 90-tägigen Wohlverhaltensphase ab Wegfall des Ausfallereignisses können
vormals notleidende Kredite wieder aus der Bewertung auf Basis
der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme entlassen werden und die Bewertung erfolgt wieder anhand der statist
ischen Methoden.
Zur Bewertung werden üblicherweise drei Cash-Flow-Szenarien wahrscheinlichkeitsgewichtet herangezogen.
Zinserträge von Forderungen der Stage 3
werden mit dem Effektivzinssatz der jeweiligen Forderung, gerechnet
auf die Höhe des Bruttobuchwerts abzüglich Risikovorsorge (= Nettobuchwert),
erfasst. Die Höhe der Wertberichtigung bemisst sich damit als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten. Die Ermittlung erfolgt
unter Zugrundelegung des
ursprünglichen Effektivzinssatzes.
Sind weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten,
wird eine Forderung als uneinbringlich eingestuft. Eine
uneinbringliche, bereits wertberichtigte Forderung wird durch Verbrauch
der Risikovorsorge ausgebucht. Besteht
für eine solche Forderung keine
Wertberichtigung, wird sie direkt ergebniswirksam abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden im Periodenergebnis
gesondert
erfasst.
Beurteilung auf kollektiver Basis
Die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG auf Ebene der Einzelkonten,
nicht auf kollektiver Basis. Der wichtigste
Bestandteil in der Quantifizierung der erwarteten Kreditausfälle sind die aktuellen Bonitätsbeurteilungen der Kunden. Diese werden auf Ebene der
Einzelkunden, nicht auf kollektiver Basis erstellt. Der Einsatz verschiedener Ratingsysteme
für verschiedene Kundengruppen sowie regelmäßige
Validierungen der Ratingsysteme stellen die korrekte
Einschätzung der Bonität der Kunden sicher.
HYPO TIROL BANK AG
14
Anhang (Notes)
14
Berücksichtigung vorausschauender Informationen im Expected Credit Loss-Modell (ECL-Modell)
Die Hypo Tirol Bank AG identifiziert „vorausschauende Informationen” im Rahmen des ECL-Modells mit einer aktuellen OeNB-Wirtschaftsprognose
Das wesentlichste Element zur Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen im ECL
-Modell ist deshalb die Modellierung der Abhängigkeit der
marginalen Defaultwahrscheinlichkeiten (mPD) von makroökonomischen Rahmenbedingungen (Kovariablen).
Die Hypo Tirol Bank AG verwendet die
OeNB-Prognose um zukünftige Zustände der Makroökonomie für die mPD und somit auch für den ECL eines Finanzinstrumentes zu berücksichtigen.
Für die Auswahl von makroökonomischen Kovariablen zur Modellierung der mPD werden Konjunkturindikatoren laut OeNB, wie der Harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI), das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Arbeitslosenquote (AQ) und das Zinsniveau (3M-EURIBOR) auf deren Einfluss auf die
realisierten Defaultraten untersucht.
Für die Modellierung werden aus den genannten Indikatoren transformierte Kovariablen wie beispielsweise die
absolute Zinsniveau-Änderung binnen eines Jahres in Betracht gezogen.
Einbezogener Zeithorizont
Die Hypo Tirol Bank AG verwendet makroökonomische Prognosen der OeNB für die kommenden zwei Jahre. Die nachfolgenden Tabellen
stellen jeweils
die OeNB-Prognose vom Dezember 2025 sowie vom Dezember 2024 dar:
Stand: Dezember 2025
Makroökonomischer Indikator
2025
2026
2027
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
0,6
0,8
1,1
Arbeitslosenquote gem. Eurostat (AQ)
5,6
5,7
5,6
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
2,2
2,0
2,1
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
3,6
2,4
2,1
Stand: Dezember 2024
Makroökonomischer Indikator
2024
2025
2026
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
-0,9
0,8
1,6
Arbeitslosenquote gem. Eurostat (AQ)
5,2
5,3
5,1
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
3,6
2,1
2,0
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
2,9
2,4
2,2
1
https://www.oenb.at/dam/jcr:28805d72-171e-46e8-ba0c-3793cf295850/report-2025-23-prognose.pdf
15
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
15
In der folgenden Tabelle werden alle in Betracht
gezogenen makroökonomischen Kovariablen für das mPD-Modell dargestellt:
Stand: Dezember 2025
Makroökonomische Kovariable
2025
2026
2027
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
0,6
0,8
1,1
Wachstumsrate Arbeitslosenquote (AQVQ)
7,7
1,8
-1,8
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
2,2
2,0
2,1
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
3,6
2,4
2,1
BIP Vorjahr
-0,7
0,6
0,8
AQVQ Vorjahr
2,0
7,7
1,8
Abs. Änderung zum Vorjahr (3M-EURIBOR)
-1,4
-0,2
0,1
HVPI Vorjahr
2,9
3,6
2,4
INTERAKTION (3M-EURIBOR und HVPI)
7,9
4,8
4,4
Konkret führt dies für die Hypo Tirol Bank AG in den verschiedenen Kundensegmenten zur Berücksichtigung der folgenden makroökonomischen
Kovariablen:
Segmente
Dezember 2025
Makroökonomische Kovariable
KMU AT
Privatkunden AT
Firmenkunden AT
Firmenkunden IT
Privatkunden IT
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
Wachstumsrate Arbeitslosenquote (AQVQ)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
relevant
nicht relevant
relevant
relevant
nicht relevant
BIP Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
AQVQ Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
Abs. Änderung zum Vorjahr (3M-EURIBOR)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
HVPI Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
INTERAKTION (3M-EURIBOR und HVPI)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Angaben zu den makroökonomischen Szenarien
Anhand der aktuellen OeNB-Prognose generiert die Hypo Tirol Bank AG Szenarien (d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung) für die zukünftigen Werte
der makroökonomischen Kovariablen. Die Erzeugung dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung
erfolgt mithilfe von Modellen, die
auf Basis einer statistischen Analyse vergangener OeNB-Prognosen und tatsächlich eingetretener Bedingungen entwickelt
wurden.
Die im vorhergehenden Abschnitt dargelegte Modellierung der mPD als Funktion der Kovariablen führt demnach zu Szenarien für die mPD eines
Kontraktes je Zeitscheibe und somit zu Szenarien für den ECL eines Vertrages.
Die verbuchte Risikovorsorge entspricht dem
wahrscheinlichkeitsgewichteten mittleren ECL
über alle so erzeugten makroökonomischen Szenarien, die allesamt auf der aktuellen Prognose der
OeNB fußen.
Angaben zur Sensitivitätsanalyse
Zur Untersuchung der Sensitivität der verbuchten Risikovorsorge werden
zusätzlich Szenariorechnungen angestellt. Dabei werden statt der
Erwartungswerte gewisse Quantile der Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Adjustierungen aufgrund
der FLI herangezogen:
●
Im affinen Szenario wird das 2,5% Quantil betrachtet. Im Lichte der Prognosen sind die tatsächlichen Defaultwahrscheinlichkeiten
also in 97,5%
aller Fälle größer als im affinen Szenario angenommen.
●
Im adversen Szenario wird das 97,5% Quantil betrachtet. Aufgrund der vorliegenden Prognosen sind die tatsächlichen
Defaultwahrscheinlichkeiten also in 97,5% aller Fälle geringer als im adversen Szenario
angenommen.
HYPO TIROL BANK AG
16
Anhang (Notes)
16
Folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse
der Szenariorechnungen (inklusive Management Overlay) im Vergleich zur tatsächlichen
Risikovorsorge (inklusive
Management Overlay).
in TEUR
Affines Szenario
31.12.2025
Basis Szenario
31.12.2025
Adverses Szenario
31.12.2025
Affines Szenario
31.12.2024
Basis Szenario
31.12.2024
Adverses Szenario
31.12.2024
Bank AT
34.576
54.473
62.128
38.772
43.987
50.084
Stage 1
1.876
4.047
5.332
4.857
5.296
5.583
Stage 2
32.700
50.425
56.796
33.915
38.691
44.501
ZNL Italien
822
1.081
1.742
1.861
2.113
2.383
Stage 1
29
53
45
99
110
123
Stage 2
793
1.027
1.697
1.761
2.002
2.260
Leasing
557
1.098
2.279
1.085
1.299
1.593
Stage 1
157
330
372
430
491
490
Stage 2
400
767
1.907
655
807
1.102
Gesamt Stage 1 und 2
35.954
56.651
66.149
41.718
47.398
54.060
Management Overlay
Zur Berechnung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Loss - ECL) verwenden Banken zukunftsgerichtete
Einschätzungen, Modelle und Daten.
Dabei kann es vorkommen, dass die alleinige modellbasierte Ermittlung nicht zu einem sachgerechten Ergebnis führt, da zum Beispiel bestimmte
Entwicklungen im Modell oder in den verfügbaren Daten nicht oder noch nicht ausreichend berücksichtigt sind. Dies kann die Notwendigkeit nach sich
ziehen, dass die modellbasierten Ergebnisse um diese Effekte mit einem Management Overlay angepasst werden müssen. Im
aktuellen
makroökonomischen Umfeld und der damit einhergehenden Unsicherheit ist ein derartiger Ansatz sachgerecht.
Während die Modelle zur Kalkulation des Kreditrisikos im Laufe
des Jahres 2025 insbesondere aufgrund der aktuellen OeNB-Prognosen angepasst
werden, sieht die Hypo Tirol Bank AG insbesondere in den Entwicklungen am Immobilienmarkt Effekte in Verbindung
mit dem Zinsniveau und den
Immobilienpreisen, die durch die Modelle nicht vollständig abgebildet sein könnten. Die vermuteten Unsicherheiten in Bezug auf die Einschätzung des
Ausfallsrisikos betreffen insbesondere Kunden der Branchen
„Wohnbau gewerblich“,
„Ver
mietung eigene Immobilien“ und „Bauhaupt- und
Nebengewerbe“. Aufgrund
einer durchgeführten Portfolioanalyse hat sich die Hypo Tirol Bank AG erneut dazu entschieden, Kunden dieser Branchen
mit einem Management Overlay zu versehen und der Stage 2 zuzuordnen.
Die quantitativen Auswirkungen der beschriebenen Maßnahmen finden sich unter Note (19).
C) Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft. Diese umfassen vor allem Erträge
und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Girogeschäft, dem Zahlungsverkehr,
dem Wertpapiergeschäft, dem Kredit- und Leasinggeschäft, aus
dem Devisen-, Sorten-
und Edelmetallgeschäft sowie dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft. In den Erträgen aus sonstigem Dienstleitungsgeschäft sind
Gebühren aus dem Versicherungsvermittlungsgeschäft enthalten. Provisionen für Leistungen, welche über einen bestimmten
Zeitraum erbracht
werden (dies betrifft vor allem Provisionen aus dem Girogeschäft), werden über die Periode der Leistungserbringung vereinnahmt. Da die
zeitraumbezogenen Leistungen periodengerecht abgerechnet werden,
sind keine Abgrenzungen über mehrere Geschäftsjahre notwendig. Leistungen,
die zu einem bestimmten Zeitpunkt erbracht werden (transaktionsbezogene Leistungen zum Beispiel aus dem Wertpapiergeschäft,
aus dem
Kreditgeschäft oder die Vermittlung von Versicherungen)
werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde.
D) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten,
Ausbuchung von at cost bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
zeigt alle Effekte aus Veräußerungen,
Ausbuchungen und Bewertungen von
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Das Veräußerungs-
und Ausbuchungsergebnis von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Vermögenswerten wird separat
dargestellt.
E) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
In dieser Position wird das Bewertungsergebnis von Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings gezeigt. Das Bewertungsergebnis
setzt sich aus den Fair-Value-Veränderungen
der Grundgeschäfte, welche aus dem abgesicherten Risiko entstehen, und den Fair-Value-Veränderungen
der Sicherungsgeschäfte zusammen. Bei allen Sicherungsbeziehungen handelt es sich um Fair-Value-Hedges.
17
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
17
F) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird in Note (12) dargestellt und enthält neben dem Ergebnisanteil des assoziierten Unternehmens auch
Wertminderungen und Zuschreibungen.
G) Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus dem Personalaufwand, dem Sachaufwand und den Abschreibungen auf Sachanlagen bzw.
immateriellen
Vermögensgegenständen zusammen.
H) Sonstige Erträge und Aufwendungen
In den sonstigen Erträgen und Aufwendungen werden vor allem Erträge und Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft und Mieterträge aus als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gezeigt. Weitere Angaben
erfolgen in Note (14) bzw.
Note (15).
Aktivseite
A) Barreserve
Der in der Geldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht dem Bilanzposten „Barreserve“ und setzt sich aus Barbeständen und
Guthaben bei Zentralnotenbanken zusammen. Guthaben bei Zentralnotenbanken sind der Mindestreserve, die als Guthaben bei der Österreichischen
Nationalbank gemäß EZB-VO zu halten sind, gewidmet. Die Mindestreserve wird zum Zahlungsmittelbestand gezählt, da laut Verständnis
der
Österreich
ischen Nationalbank die Mindestreserve als Grundlage für den laufenden Zahlungsverkehr angesehen werden kann. Aus diesem Grund
erfüllt die Mindestreserve die Definition „Cash and Cash Equivalents“ und wird daher unter der Barreserve ausgewiesen. Sämtliche Barreserven sind
dem Geschäftsmodell „halten“ zugeordnet. Die Bestände werden bei Zugang auf SPPI-Schädlichkeiten untersucht.
Die Hypo Tirol Bank AG hält keine
Barreserven mit SPPI-schädlichen Vertragsinhalten.
B) Forderungen an Kreditinstitute und
Kunden
In diesen Bilanzposten werden ausgereichte Kredite entsprechend dem Geschäftspartner als Forderungen an Kreditinstitute
oder Forderungen an
Kunden ausgewiesen. Zum Zeitpunkt des Zugangs erfolgt eine Kategorisierung der Forderungen gemäß IFRS
9. Wertminderungen werden in den Notes
der jeweiligen Bestände als Risikovorsorge offen
ausgewiesen. Negativzinsen werden als sonstiger Zinsaufwand ausgewiesen. Sämtliche Forderungen
an Kreditinstitute und Kunden sind dem Geschäftsmodell „halten“ zugeordnet. Die Bestände
werden bei Zugang auf SPPI-Schädlichkeiten untersucht.
Im Falle einer SPPI-Schädlichkeit erfolgt die Bewertung zum Fair Value.
C) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Die Ermittlung der Wertberichtigung erfolgt nach dem 3-Stufen-Modell nach IFRS 9. Für die bei Forderungen an Kunden, den darin enthaltenen
Leasingforderungen, Forderungen an Kreditinstitute und sonstigen finanziellen Vermögenswerten
vorhandenen Bonitätsrisiken sind nach
konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Weitere
Erläuterungen erfolgen in Note (3, 18, 19 und 21).
D) Derivate
Sämtliche Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert werden in diesem Posten ausgewiesen. Die Bewertung der Derivate erfolgt
zum
beizulegenden Zeitwert. Die Bewertungs- und Abgangsergebnisse von Derivaten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
im Ergebnis aus
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst. Zinsen werden im Zinsergebnis gezeigt.
E) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Wertpapierbestände und Beteiligungen der Hypo Tirol
Bank AG abgebildet. Die gehaltenen
Bestände sind den IFRS-Geschäftsmodellen „halten“ bzw. „halten und verkaufen“
zugeordnet. Die Zuordnung zu den Geschäftsmodellen basiert auf
von der Abteilung Treasury definierten Portfolien an Finanzinstrumenten. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurden alle neuen Wertpapierveranlagungen
dem Geschäftsmodell „halten“ zugeordnet, sodass das Geschäftsmodell „halten und verkaufen“ abreift. Die der Kategorie „halten“
und „halten und
verkaufen“ zugeordneten Finanzinstrumente werden
bei Zugang auf SPPI-Schädlichkeiten geprüft. Marktübliche Käufe oder Verkäufe eines finanziellen
Vermögenswerts werden zum Erfüllungstag erfasst.
Als Erfüllungstag gilt der Tag, an dem ein finanzieller Vermögenswert übertragen wird.
F) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, d. h. Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung
langfristig gehalten werden, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Mieterträge
werden in den sonstigen Erträgen erfasst. Erfolgt eine Nutzungsänderung von Immobilien dahingehend, dass diese Immobilien nicht mehr für den
eigenen Geschäftsbetrieb genutzt, sondern vermietet werden, werden diese Immobilien von den Sachanlagen zu den als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien umgegliedert.
Für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt eine lineare Abschreibung auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer.
Die Abschreibungen
werden im sonstigen Aufwand erfasst. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie auch im vorangegangenen Geschäftsjahr
wie folgt dar:
HYPO TIROL BANK AG
18
Anhang (Notes)
18
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
in Jahren
Gebäude
25-50
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen,
wird auf das Wertminderungsmodell von nichtfinanziellen Vermögenswerten verwiesen.
G) Immaterielle Vermögenswerte
Der Posten „Immaterielle Vermögenswerte“
umfasst erworbene Software, Lizenzrechte sowie erworbene Kundenstöcke. Alle immateriellen
Vermögenswerte weisen eine begrenzte Nutzungsdauer auf.
Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten,
reduziert um Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung
erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie auch im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
in Jahren
Software und Lizenzrechte
4
Kundenstock
7
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen,
wird das Wertminderungsmodell von nichtfinanziellen Vermögenswerten angewendet.
H) Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs-
bzw. Herstellkosten,
vermindert um Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die planmäßige
Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter Beachtung
der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen
vorgenommen.
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie auch im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
in Jahren
Gebäude
25-50
Betriebs- und Geschäftsausstattung
5-20
Baumaßnahmen in angemieteten Geschäftslokalen
15
EDV-Hardware
3-5
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen,
wird das Wertminderungsmodell von nichtfinanziellen Vermögenswerten angewendet.
In den Sachanlagen werden auch Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 ausgewiesen. Die Nutzungsdauer entspricht der Laufzeit des Mietvertrags. In Fällen, in
denen ein Mietverhältnis ohne feste Laufzeit vorliegt, wird dieses mit der erwarteten Nutzungsdauer angesetzt (derzeit
zwischen 1 und 10 Jahren).
I) Sonstige Vermögenswerte
Im Posten „Sonstige Vermögenswerte“
werden hauptsächlich Forderungen gegenüber dem Finanzamt, Rechnungsabgrenzungen und jene Grundstücke
und Gebäude ausgewiesen, die ursprünglich vom Kreditnehmer als Sicherheit gegeben wurden und nun in der Abwicklung notleidender Engagements
einer Verwertung zugeführt werden sollen (Rettungserwerbe). Diese Vermögenswerte
werden gemäß IAS 2 bewertet. Diesbezügliche Aufwendungen
und Erträge werden in den sonstigen Aufwendungen oder Erträgen als „Aufwendungen oder Erträge i. Z. m. als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte“
dargestellt. Eine weitere Untergliederung der Rechnungsabgrenzungsposten entfällt
aufgrund Wesentlichkeitsüberlegungen.
J) Langfristige Vermögenswerte,
Veräußerungsgruppen sowie Verbindlichkeiten
in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung
gehalten werden
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte
und Schulden umfassen, werden als zur Veräußerung gehalten
eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte
Nutzung realisiert werden. Die
Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden,
dass der Veräußerungsvorgang
innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.
19
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
19
Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert
aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Ein etwaiger
Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird zunächst dem Geschäfts- oder
Firmenwert und dann den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet – mit der Ausnahme, dass den Vorräten,
finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten
im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer oder als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden,
kein
Verlust zugeordnet wird. Wertminderungsaufwendungen bei der erstmaligen Einstufung „als zur
Veräußerung gehalten“ sowie spätere Gewinne und
Verluste bei Neubewertung werden im Gewinn oder Verlust
erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, und jedes nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald es als zur Veräußerung gehalten eingestuft ist.
Sofern der Konzern eine Veräußerungsgruppe veräußert, werden
die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten
werden, im Anhang dargestellt. Im laufenden Geschäftsjahr gibt es keine Veräußerungsgruppe.
K) Laufende und latente Steuern
Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden mit den aktuellen Steuersätzen
berechnet, in deren Höhe Zahlungen an bzw.
Erstattungen von Steuerbehörden erwartet werden. Forderungen
aus laufenden Ertragsteuern werden aufgrund der Unwesentlichkeit
im Konzern
unter dem Posten „Sonstige Vermögenswerte“
ausgewiesen. Bei den im Posten „Sonstige Vermögenswerte“ ausgewiesenen Steuerforderungen
handelt es sich vorwiegend um Verbrauchsteuern. Die laufenden Ertragsteuerverpflichtungen werden als
solche gesondert auf der Passivseite
dargestellt.
Latente Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden auf temporäre
Differenzen zwischen den Wertansätzen
von Vermögenswerten und
Verpflichtungen in der Bilanz nach IFRS und den Wertansätzen,
die für die Besteuerung zutreffend sind, gebildet. Sie werden auf Grundlage des
Steuersatzes berechnet, der für den Zeitpunkt ihrer Auflösung zu erwarten ist. Für weitere
Angaben wird auf Note (28) verwiesen.
Aktive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn ausreichend passive latente Steuern in der gleichen Steuereinheit bestehen oder
es hinreichend
wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Dies gilt auch für den Ansatz aktiver latenter
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.
Aktive und passive latente Steuern werden gegeneinander aufgerechnet, sofern
eine Verrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche
gegen
tatsächliche Steuerschulden zulässig ist und die latenten Steuern dieselbe Steuerbehörde betreffen.
Ergebnisabhängige tatsächliche Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns
im Posten „Ertragsteuern“ ausgewiesen.
Die Effekte aus der Bildung oder Auflösung latenter Steuern sind ebenfalls in diesem Posten enthalten,
es sei denn, sie beziehen sich auf im sonstigen
Ergebnis erfasste Posten und werden somit im Eigenkapital berücksichtigt.
Passivseite
A) Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten oder Kunden sowie verbriefte
Verbindlichkeiten
und Ergänzungskapital gem.
Art
63 CRR
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Kunden
sowie auch verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR
werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet oder der Kategorie „designated at Fair Value“
zugeordnet.
Bei Verbindlichkeiten „designated at Fair
Value“ wird die Veränderung des Marktwerts
aufgrund des eigenen Bonitätsrisikos gemäß IFRS 9.5.7.7 im
sonstigen Ergebnis dargestellt. Die Ermittlung erfolgt als Differenzrechnung zwischen dem historischen (zum
Emissionszeitpunkt geltenden) und
aktuellen Credit Spread.
Verbriefte Verbindlichkeiten
werden erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet, um einen Accounting Mismatch, der durch die zwingende
erfolgswirksame Bewertung von Derivaten, welche zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen wurden, auszugleichen. Bei den zum Fair
Value
bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten wurde
die Fair Value Option ausgeübt. Die Fair Value
Option kommt hauptsächlich bei Emissionen, die an
Retailkunden ausgegeben werden, zur Anwendung.
Zudem wird bei verbrieften Verbindlichkeiten Hedge Accounting angewendet,
um einen Accounting Mismatch bei mit Derivaten abgesicherten
Verbindlichkeiten zu verhindern. Die im Hedge Accounting gewidmeten Verbindlichkeiten
werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
ausgewiesen, wobei das Hedge Adjustment den Buchwert verändert. Hedge Accounting wird für die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehungen
bei Plain-Vanilla-Emissionen, welche von institutionellen Kunden gezeichnet werden, verwendet.
B) Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach dem Anwartschafts-Ansammlungsverfahren,
basierend auf
versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Die bilanzierte Verbindlichkeit
entspricht dem Barwert der Verpflichtung abzüglich des
beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.
Da der Konzern kein Planvermögen
vorsieht, übersteigt bei allen Plänen der Barwert der Verpflichtung den beizulegenden Zeitwert.
Die daraus resultierende Verbindlichkeit ist in der
Bilanz im Posten „Rückstellungen“ enthalten.
Die Berechnung der Barwerte des Sozialkapitals erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:
HYPO TIROL BANK AG
20
Anhang (Notes)
20
●
Rechnungszinsfuß/Inland 4,05 % (2024: 3,28 %)
●
Jährliche Valorisierungen, kollektivvertragliche und karrieremäßige Gehaltserhöhungen bereits im ersten
Jahr von 2,50 % (2024: 2,50 %) und in
den Folgejahren von 2,50 % (2024: 2,50 %) bei Rückstellung für Abfertigungen und Jubiläumsgelder
●
Fluktuationsrate gemäß eigener Tabelle, wobei dienstzeitabhängige
Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 13 % im ersten
Dienstjahr bis hin zu 0
% im 15. Dienstjahr berücksichtigt wurden
●
Jährliche Valorisierungen der Aktivbezüge und Pensionszahlungen bereits im ersten
Jahr von 1,50 % (2024: 1,50 %) und in den Folgejahren von
1,50 % (2024: 1,50 %) bei der Rückstellung für Pensionen
●
Tabellenwerte AVÖ
2018-P (Generationentafeln für Angestellte)
Jene versicherungsmathematischen Annahmen sind unvoreingenommen, aufeinander abgestimmt und stellen die bestmögliche Einschätzung des
Konzerns dar.
Allerdings birgt jede Annahme ein Risiko, indem eine Veränderung der einfließenden Berechnungsgrößen zu einer Abweichung der
bilanzierten Rückstellung führen würde. Insbesondere weist der Konzern bei der Berechnung des Sozialkapitals auf die Sensibilität
der
Berechnungsparameter der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung hin. Verzerrungen
der wesentlichen Einflussgrößen (Diskontierungszinssatz sowie
Gehalts- bzw. Pensionsvalorisierung) werden
deshalb mittels einer Sensitivitätsanalyse unter Note (33) dargestellt. Die restlichen Einflussgrößen
(Fluktuationsrate bzw.
Sterbewahrscheinlichkeit) können aufgrund der Erfahrungswerte
sowie Beobachtungen als valide Parameter mit sehr geringem
Verzerrungspotenzial gewichtet werden. Auch die Jubiläumsgeldrückstellung ist
aufgrund ihrer Planbarkeit und zuverlässigen
versicherungsmathematischen Berechnungsgrößen als risikolos zu interpretieren.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen sind keine Rückstellungen
zu bilden. Die für beitragsorientierte Pläne vereinbarten Zahlungen an eine
Pensionskasse werden laufend als Aufwand erfasst, darüber hinausgehende Verpflichtungen
bestehen nicht.
Pensionen
In der Hypo Tirol Bank AG hat ein Teil der Pensionistinnen, Pensionisten
und Hinterbliebenen Anspruch auf eine leistungsorientierte Bankpension. Es
handelt sich dabei um einen Versorgungsplan auf Endgehaltsbasis, welcher auf einer Betriebsvereinbarung beruht. Die Anspruchsberechtigten sind
bereits in Pension und leisten daher keine weiteren Beiträge mehr.
Ein Schließen dieser Vereinbarung ist nicht beabsichtigt. Bei aktiven Dienstnehmern
besteht kein Bankpensionsanspruch mehr.
Abfertigung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor dem 31.12.2002 in das Unternehmen eingetreten
sind, haben unter bestimmten Voraussetzungen,
insbesondere im Falle ihrer Pensionierung, einen Abfertigungsanspruch. Abfertigungsansprüche sind im § 23 Angestelltengesetz geregelt.
Die Höhe des Abfertigungsanspruchs beträgt in Abhängigkeit der Dauer der Dienstzugehörigkeit maximal ein Jahresgehalt. Die Ermittlung erfolgt
dabei
auf Basis des Endgehalts. Es handelt sich hierbei um einen leistungsorientierten Versorgungsplan. Für diese Ansprüche werden
Abfertigungsrückstellungen gebildet. Für alle Beschäftigten, die nach dem 31.12.2002 in das Unternehmen eingetreten sind, ist diese Regelung nicht
maßgeblich. Für jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden monatliche Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse geleistet. Darüber hinaus
bestehen keine weiteren Ansprüche der Angestellten.
Jubiläumsgeld
Dem Dienstnehmer stehen nach 25-jähriger bzw. 35-jähriger Dienstzugehörigkeit
ein bzw. zwei Monatsgehälter an Jubiläumsgeld zu. Der Anspruch auf
Jubiläumsgeld begründet sich auf dem Kollektivvertrag, der sowohl die Voraussetzungen für den Anspruch als auch dessen Höhe regelt.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten
werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare, rechtliche oder
faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht.
Es wird jener Betrag rückgestellt, der bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung
am Bilanzstichtag bezahlt werden müsste.
Die Rückstellungen für das Kreditgeschäft sonstige beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Negativzinsen, Rückstellungen für Rückvergütungen
von Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten sowie für sonstige aus der Vergabe
von Krediten resultierende Verpflichtungen,
die bezüglich ihrer
Fälligkeit oder Höhe ungewiss sind. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sonstige Personalrückstellungen,
Rückstellungen für Prozesskosten
sowie
übrige sonstige Rückstellungen.
Aufgrund der Negativzinsjudikatur bei Verbraucher-
und Handelsrechtsverfahren, die in Einzelfällen zu Rückzahlungsverpflichtungen führen
können,
bildet die Hypo Tirol Bank AG eine Rückstellung für Negativzinsen. Im Geschäftsjahr 2025 sind ausschließlich Ansprüche, bei denen die Hypo Tirol Bank
AG einen Verjährungsverzicht abgegeben hat, in der Rückstellung für Negativzinsen enthalten.
Darüber hinaus ist die Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren aus dem Vorjahr weiterhin enthalten, wobei aufgrund der im Jahr 2025
stattgefundenen OGH-Rechtsprechung (7 Ob 169/24i, 2 Ob 52/25y und 2 Ob 92/25f) die Höhe der vorhandenen Rückstellung an die aktuellen
Gegebenheiten angepasst wurde.
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste beinhalten Rückstellungen für das Kreditrisiko
von Bürgschaften, Haftungen und offenen Rahmen.
C) Sonstige Verbindlichkeiten
Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“
werden hauptsächlich Verbindlichkeiten, die nicht aus dem Bankgeschäft stammen (im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen),
ausgewiesen.
21
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
21
D) Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich aus dem der Bank zur Verfügung gestellten Kapital (gezeichnetes
Kapital zuzüglich Kapitalrücklagen) und aus
erwirtschaftetem Kapital (Gewinnrücklagen, Erstanwendungseffekten
von IFRS-Standards sowie über das sonstige Ergebnis gebildete Rücklagen aus
der Bewertung nach dem Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ gemäß IFRS 9, dem Konzerngewinn
und Gewinnvortrag) zusammen. In der FVOCI
Rücklage werden nicht ergebniswirksam erfasste Bewertungsänderungen aus dem Portfolio „halten und
verkaufen“ erfasst. Unter
versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten werden Bewertungseffekte
gemäß IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ nach
Berücksichtigung der Steuerlatenz ausgewiesen. Im Eigenkapitalposten „Bonitätsinduzierte Fair-Value
Änderung eigene Verbindlichkeiten“ werden
nicht erfolgswirksame Bewertungsergebnisse von zum Fair Value bilanzierten Verbindlichkeiten,
welche auf die Veränderung des eigenen Kreditrisikos
zurückzuführen sind, abzüglich latenter Steuern dargestellt.
Das Grundkapital der Hypo Tirol Bank AG beträgt EUR 50.000.000,--. Das Grundkapital ist zerlegt in 2.400.000 vinkulierte, auf Namen lautende
Stückaktien, von denen jede am Grundkapital im gleichen Ausmaß beteiligt ist. Durch die Liquidierung der Hypo Tirol Anteilsverwaltung wurde die
ursprüngliche Aktienurkunde eingezogen und eine neue Aktienurkunde mit den oben genannten Merkmalen ausgestellt. Das Grundkapital wurde
dadurch nicht verändert.
E) Finanzgarantien
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter
Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen
Verlust entschädigt, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen
gemäß den ursprünglichen oder geänderten
Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt.
Die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie wird erfasst,
sobald der Garantiegeber Vertragspartei wird, d. h. zum Zeitpunkt der Annahme des
Garantieangebots. Die Erstbewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt.
Die Folgebewertung der Verpflichtung der Bank erfolgt zum höheren Wert
aus der Erstbewertung abzüglich linearer Auflösung, mit der die
Garantieprovision auf die Laufzeit der Finanzgarantie verteilt und im Periodenergebnis vereinnahmt
wird, und einer Risikovorsorge aus der möglichen
Inanspruchnahme.
Sonstige Angaben
A) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
aufgerechnet und als Saldo in der Bilanz ausgewiesen, wenn gegenüber dem
Geschäftspartner ein einklagbares Recht auf Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis erfolgt
oder gleichzeitig
mit der Realisierung des Vermögenswerts die Verbindlichkeit beglichen wird.
Gemäß IFRS 7 ist der Konzern verpflichtet, Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten unter Globalaufrechnungsvereinbarungen
oder ähnlichen
Vereinbarungen vorzunehmen, auch wenn die zugrunde liegenden Instrumente nicht saldiert ausgewiesen werden. Für Instrumente,
zu welchen
Aufrechnungsvereinbarungen bestehen, allerdings nicht saldiert ausgewiesen werden, ist der Effekt
der Saldierung unter Note (41) dargestellt.
B) Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglich vereinbarten Ansprüche auf Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert
erlöschen oder diese übertragen werden. Weiters wird die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts geprüft und analysiert,
wenn der Konzern
bei Eintritt bestimmter Kriterien die Verpflichtung übernommen hat, die Cashflows aus dem Vermögenswert
an Dritte weiterzuleiten. Die Ausbuchung
dieser Vermögenswerte erfolgt dann, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert
verbunden sind,
übertragen werden. Im Falle von Transaktionen,
bei denen alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an finanziellen
Vermögenswerten verbunden sind, weder zurückbehalten noch übertragen werden, bucht der Konzern
den übertragenen Vermögenswert aus, sobald
die Verfügungsmacht übertragen wurde.
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Krediten
wird der nicht amortisierte Betrag der Bearbeitungsgebühren/Transaktionskosten,
die
im Effektivzinssatz berücksichtigt wurden, zum Ausbuchungszeitpunkt
in die Zinserträge umgebucht.
Die Hypo Tirol Bank AG weist Vermögenswerte weiterhin in der Bilanz aus, auch wenn diese an Dritte übertragen
werden, sofern die Chancen und
Risiken der Vermögenswerte nicht mitübertragen werden.
Transaktionen dieser Art sind ausschließlich Wertpapierpensionsgeschäfte. Weitere
Erläuterungen erfolgen in Note (50).
Ausbuchungskriterien für vertragliche Modifikationen von finanziellen Vermögenswerten
Im Verlauf eines Engagements kann es zu Anpassungen des Vertragsverhältnisses
kommen. Hierbei ist unter IFRS 9 zu entscheiden, ob die Cashflows
derartig modifiziert wurden, dass de facto ein neues Vertragsverhältnis entstanden ist.
Herrscht eine substanzielle Modifikation vor,
ist das bestehende
Finanzinstrument auszubuchen und das neue modifizierte Finanzinstrument zu erfassen. Zur Prüfung sind quantitative und qualitative Faktoren
heranzuziehen. Als quantitatives Kriterium gilt eine materielle Änderung der vertraglichen Cashflows. Dabei muss gemessen werden, ob die
modifizierte Cashflowstruktur,
diskontiert mit dem Effektivzinssatz der ursprünglichen Cashflows, um mehr als 10% vom Barwert bzw.
Buchwert der
ursprünglichen Struktur abweicht, so liegt eine substanzielle Anpassung vor.
Als qualitative Kriterien gelten etwa vertragliche Änderung der Währung,
einen Schuldnerwechsel, der Wechsel von fixer auf variable Verzinsung oder umgekehrt, sowie eine Änderung von Vertragsklauseln,
welche zu einer
Änderung der SPPI-Konformität führt.
HYPO TIROL BANK AG
22
Anhang (Notes)
22
Behandlung von nicht substanziellen vertraglichen Veränderungen von finanziellen Vermögenswerten
Wird festgestellt, dass keine substanzielle Anpassung vorliegt, wird die
Barwertdifferenz bei Finanzinstrumenten, welche zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet sind, als Modifikationsergebnis erfasst.
Der Ausweis erfolgt im Zinsüberschuss und ist in Note (6) ersichtlich. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ausschließlich marktinduzierte Modifikationen vorgenommen. Bonitätsbedingt gab es keine Anpassung der
Konditionen.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird entweder bei Settlement ausgebucht, oder wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung
beglichen bzw. aufgehoben
wird. Dabei wird die Differenz zwischen der aufgehobenen finanziellen Verbindlichkeit
und dem gezahlten Entgelt erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten erfasst. Detaillierte
Angaben dazu finden sich in Note (9).
C) Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
In Übereinstimmung mit IFRS 13 wird der beizulegende Zeitwert als der Preis definiert, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am
Bemessungsstichtag in einem geordneten Geschäftsvorfall im Hauptmarkt oder vorteilhaftesten Markt ein Vermögenswert
verkauft oder eine Schuld
übertragen werden würde. Dabei ist der beizulegende Zeitwert entweder unmittelbar beobachtbar oder wird mithilfe einer Bewertungstechnik
ermittelt, wobei jene Bewertungstechnik anzuwenden ist, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht ist
und ausreichend Daten zur Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stellt. Als übergeordnetes Ziel gilt die Maximierung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren.
Daraus leitet
sich die Bewertungshierarchie (sog. Fair-Value-Hierarchie) ab, welche die in den Bewertungstechniken
zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
verwendenden Inputfaktoren in drei Stufen unterteilt. Im Rahmen der Bemessungshierarchie wird in aktiven Märkten für
identische Vermögenswerte
oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise (Inputfaktoren Level 1) die höchste Priorität eingeräumt,
während nicht beobachtbare Inputfaktoren
die niedrigste Priorität erhalten (Inputfaktoren Level 3).
Level 1:
Inputfaktoren der Level 1 sind in aktiven, für den Konzern am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte
oder
Schulden notierte Preise. Grundsätzlich wird dabei auf jene Märkte abgestellt, die das größte Handelsvolumen besitzen (Hauptmarkt). Sind unter
Umständen keine Börsenpreise am Hauptmarkt verfügbar,
kann der vorteilhafteste Markt für die Bestimmung des Fair Value herangezogen
werden.
Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert im Konzern auf Basis von Inputfaktoren von Level 1 ermittelt
wird, sind liquide Eigenkapitaltitel,
liquide Staats-
und Unternehmensanleihen und großvolumige eigene Emissionen (Benchmark-Emissionen).
Level 2:
Inputfaktoren für Level 2 sind andere als die unter Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld
entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. Falls Kurse von aktiven Märkten nicht vorhanden
sind, wird der beizulegende Zeitwert auf
Basis von Bewertungsverfahren ermittelt. Liegen zeitnahe, tatsächliche Transaktionen
in ein und demselben Finanzinstrument vor, dienen diese
Transaktionspreise als Indikator für den beizulegenden Zeitwert.
Liegen keine Transaktionen identischer Finanzinstrumente
vor, wird auf
Transaktionspreise von im Wesentlichen identischen Finanzinstrumenten
zurückgegriffen. Bei komplexen und individuellen Produktgestaltungen
kann
auch das Ableiten von Transaktionspreisen vergleichbarer Finanzinstrumente
nicht möglich sein, sodass hier auf Bewertungsmodelle, deren
Inputfaktoren auf beobachtbaren Marktdaten basieren, zurückgegriffen wird. Im Konzern
wird der beizulegende Zeitwert für Finanzinstrumente mit
festen bestimmbaren Zahlungen auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode oder für Finanzinstrumente mit optionalen Bestandteilen auf Basis von
Optionspreismodellen berechnet.
Erfolgt die Bewertung anhand zeitnaher tatsächlicher Transaktionen bzw.
von im Wesentlichen identischen Finanzinstrumenten, werden
Finanzinstrumente mit ähnlichen Merkmalen gebündelt und über die für dieses Bündel ermittelte Credit-Kurve ein laufzeitabhängiger Spread ermittelt.
Die Ermittlung des zugehörigen Spreads hat auf den Diskontierungszinssatz und somit auf den beizulegenden Zeitwert einen wesentlichen Einfluss.
Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert im Konzern auf Basis von Inputfaktoren nach Level 2 ermittelt
wird, sind zum Beispiel Derivate,
verbriefte Verbindlichkeiten sowie Nachrang-
und Ergänzungskapital, jeweils bewertet zum Fair Value.
Level 3:
In manchen Fällen lässt sich der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von
Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, berechnen. Für diese Finanzinstrumente basieren die
Eingangsparameter auf anderen relevanten Informationsquellen bzw.
müssen diese anhand angemessener Annahmen geschätzt werden. Der Konzern
bewertet in dieser Kategorie überwiegend Kundenforderungen, welche aufgrund einer Widmung in die Fair
Value Option oder aufgrund SPPI-
schädlicher Vertragsbedingungen zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Als maßgeblicher nicht beobachtbarer Inputfaktor
ist hier die
Vergabe des hausinternen Ratings zu betonen. Je schlechter die Bonität
des Kunden, desto höher der verbundene Zinsaufschlag, welcher einen Einfluss
auf den Diskontierungszinssatz hat, der zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen wird.
Die Zuordnung der Finanzinstrumente zu den Fair Value Level wird regelmäßig
überprüft und gegebenenfalls eine Umgruppierung vorgenommen.
Werden die Voraussetzungen für die Gruppierungen innerhalb der Bemessungshierarchie nicht mehr erfüllt, veröffentlicht
der Konzern den Betrag der
Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und 2, den Betrag der Umgruppierungen in oder aus Stufe 3, die Gründe für diese Umgruppierungen sowie die
Methodik, die zur Feststellung von einem Umgruppierungsbedarf angewendet wird. Umgruppierungen in die einzelnen Stufen und Umgruppierungen
aus den einzelnen Stufen werden getrennt angegeben und erörtert (für Stufe
1 und 2 sowie Stufe 3).
Weitere Angaben zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten (Angaben des Zeitwerts,
Level-Kategorisierung, Überleitungsrechnung der
Finanzinstrumente in der Level-3-Kategorie, Sensitivitätsanalyse von nicht beobachtbaren Parametern
sowie Umgruppierungen) finden sich unter Note
(39).
23
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
23
D) Fair Value Derivate
Bei der Fair-Value-Bewertung von Derivaten ist das Ausfallrisiko
des Kontrahenten und des bilanzierenden Unternehmens zu berücksichtigen. Es ist
demnach die auf das Kreditrisiko zurückzuführende Anpassung (CVA – Credit Value Adjustment)
vom bewerteten beizulegenden Zeitwert des Derivats
zu subtrahieren. Zur Berücksichtigung des Kreditausfallrisikos des Kontrahenten
ist grundsätzlich das erwartete Exposure für zukünftige Perioden zu
ermitteln. Anhand des erwarteten Exposures kann mithilfe der jeweiligen Ausfallwahrscheinlichkeit
und des (kontrahentenabhängigen) Verlusts
bei
Ausfall das CVA und DVA (Debit Valuation
Adjustment) je Vertragspartei berechnet werden. Die Ermittlung des erwarteten
Exposures erfolgt dabei im
Konzern mittels Marktrisikoanpassungsfaktoren unter
Berücksichtigung von mit Kontrahenten abgeschlossener Collateral-Vereinbarungen.
Die
Ausfallwahrscheinlichkeiten werden auf Basis von Credit-Spreads
ermittelt. Sofern für Kontrahenten Spreads am Markt beobachtbar sind, werden jene
herangezogen, ansonsten wird auf Bond-Spreads zurückgegriffen. In wenigen Fällen,
in denen keine Spreads des Kontrahenten ermittelbar sind,
werden Spreads von einer Peer-Group herangezogen. Die Höhe des Verlusts
bei Eintritt eines Ausfalls wird auf Basis einer empirischen Studie von
Moody’s ermittelt.
E) Echte Pensionsgeschäfte
(Repo-Geschäfte) und Wertpapierleihgeschäfte
Echte Pensionsgeschäfte sind Kombinationen aus Kassa-Käufen oder -Verkäufen
von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf
oder Rückkauf auf
Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften
in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassa-Verkauf)
werden in der Konzernbilanz
weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und bewertet.
Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten
oder Kunden in der Bilanz
ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht
als Zinsaufwendungen erfasst.
F) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen
(Hedge Accounting)
Die Hypo Tirol Bank AG bildet Hedge Accounting nach IFRS 9 ab, da hier das betriebliche Risikocontrolling stärker im Fokus
steht. Damit werden
kumulative Anforderungen an die Effektivität
als Bestandteil der qualitativen Voraussetzungen für das Hedge Accounting gestellt. Es
muss ein
wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft vorliegen, das Ausfallrisiko darf nicht dominieren, und die
Sicherungsquote muss zutreffend festgelegt werden.
Zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge) bestimmter finanzieller Vermögenswerte
und Verpflichtungen setzt der Konzern
Derivate ein. Die Sicherungsinstrumente können einem oder mehreren gleichartigen Grundgeschäften gegenüberstehen. Eine Hedge-Accounting-
Beziehung kann sowohl Grundgeschäfte der Aktivseite als auch der Passivseite der Bilanz beinhalten. Abgesichert wird in allen Sicherungsbeziehungen
das Zinsrisiko. Die Sicherungsstrategie ist Teil
der Zinsstrategie. Dadurch ist sichergestellt, dass die Sicherungsstrategie
in Übereinstimmung mit der
Risikomanagementstrategie der Hypo Tirol Bank AG erfolgt. Als Sicherungsinstrumente werden
ausschließlich Zinsswaps designiert. Die
Sicherungsbeziehungen werden zum Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert. Die Dokumentation umfasst vor allem die Identifikation des
Grundgeschäfts und Sicherungsinstruments sowie die Art des gesicherten Risikos. Weiters wird die Methodik zur Bestimmung der Effektivität
des
Sicherungszusammenhangs dokumentiert.
Die Effektivität der Sicherungszusammenhänge wird bei Begründung des Sicherungszusammenhangs sowie monatlich überprüft. Unter Effektivität
wird
in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderung des beizulegenden Zeitwerts und der
Änderung des beizulegenden Zeitwerts aus dem Sicherungsderivat verstanden (bezogen auf das abgesicherte Risiko). Der Konzern
bilanziert
Sicherungszusammenhänge nur dann als solche, wenn sie voraussichtlich während der gesamten Restlaufzeit hoch effektiv sind. Während
der Laufzeit
wird die Hedge Ratio monatlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Auch mit Einführung des Hedge Accountings nach IFRS 9 bleiben die bisher
nach IAS 39 geltenden Bandreiten weiterhin als Steuerungsinstrument des Risikocontrollings erhalten.
Die zur Absicherung eingesetzten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen
und unter Note (20) und (32) beschrieben. Die Bewertungsänderungen der Sicherungsinstrumente werden zusammen mit den Marktwertänderungen
des Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zuzurechnen sind, im Periodenergebnis als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der
nicht effektive Teil
der Bewertungsänderung wird im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen in Note (11) dargestellt. Dieser errechnet sich aus dem
Saldo der dem abgesicherten Risiko zugrunde liegenden Veränderung der Marktwerte der Sicherungsinstrumente und der Grundgeschäfte.
Durch das Halten von fix verzinsten Finanzinstrumenten entsteht der Hypo Tirol Bank AG ein Zinsrisiko,
welches einen Einfluss auf den beizulegenden
Zeitwert dieser fix verzinsten Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten
hat. Als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zinsrisikos werden
ausschließlich Zinsswaps eingesetzt. Der fixe Zinssatz aus den Grundgeschäften wird dadurch in eine variable Verzinsung umgewandelt. Die Hedge
Accounting Strategie wird von der Abteilung Treasury
bestimmt. Dabei wird für einzelne Produktgruppen und Laufzeiten ein Volumen festgelegt,
das
bis Jahresende maximal abgesichert bzw. offengelassen
werden darf. Die Verantwortung
für die quartalsweise Überwachung der Einhaltung dieser
Strategie und die dazugehörige regelmäßige Berichterstattung
obliegt dem Risikocontrolling. Der Nachweis der Effektivität
der Sicherungsbeziehung
wird mittels Effektivitätstests
im Risikocontrolling erbracht. Bei diesen Tests
werden die zinsinduzierten Wertänderungen der Grund- und
Sicherungsgeschäfte in Beziehung zueinander gesetzt, wobei Wertschwankungen aus Bonitätsveränderungen oder mathematische Effekte
(etwa der
Pull-to-Par Effekt)
unberücksichtigt bleiben. Von der Abteilung Treasury werden jene Grundgeschäfte
identifiziert, die aufgrund der vereinbarten
Zinskonditionen ein Zinsänderungsrisiko aufweisen, welches entsprechend der aktuellen Hedge Accounting Strategie abgesichert werden muss. Eine
während der Laufzeit auftretende Unwirksamkeit der Absicherung wird von der Abteilung Risikocontrolling
analysiert bzw. dokumentiert und führt zu
einer Anpassung der Hedge Ratio.
Sicherungsbeziehungen werden nur dann vorzeitig beendet, wenn
●
die Sicherungsbeziehung die Risikomanagementzielsetzung nicht mehr erfüllt, weil diese die Hypo Tirol Bank AG nicht mehr verfolgt
●
das bzw. die Sicherungsinstrument(e) vorzeitig veräußert oder beendet
wurde(n)
●
die Auswirkungen des Ausfallsrisikos die Wertänderungen der Sicherungsbeziehung dominieren.
In der Hypo Tirol Bank AG kommen ausschließlich Fair Value Hedges zur Anwendung.
HYPO TIROL BANK AG
24
Anhang (Notes)
24
G) Klassifizierung und Bewertung
Gemäß IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte auf Basis des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen
Vermögenswerte sowie der Charakteristika der Zahlungsströme
des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts klassifiziert. Das Geschäftsmodell „halten“
beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden. Dies gilt, wenn die Zielsetzung des
Geschäftsmodells des Unternehmens darin begründet liegt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, um damit die vertraglichen Zahlungsströme zu
erzielen und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen
darstellen (Solely Payments of Principal and Interest, SPPI). Das Geschäftsmodell „halten und verkaufen“
beinhaltet Vermögenswerte, welche sowohl
zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch zur Veräußerung
gehalten werden. Stellen die vertraglichen Zahlungsströme des
finanziellen Vermögenswerts wiederum ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen dar,
erfolgt die Bewertung zum Fair Value über das sonstige
Ergebnis. Alle Instrumente, die in keine dieser beiden Kategorien fallen, werden in der Folge erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Weiters
können
Instrumente, welche mit einem anderen Finanzinstrument in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung stehen, freiwillig erfolgswirksam zum Fair
Value bewertet werden (Fair-Value
-Option), wenn dadurch eine inkonsistente Bewertung (Accounting Mismatch) der in dieser wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehung stehenden Finanzinstrumente vermieden wird. Die Fair-Value-Option wird in der Hypo Tirol Bank AG hauptsächlich bei
verbrieften Verbindlichkeiten verwendet, um eine inkonsistente
Bewertung bei begebenen Retail-Anleihen, deren Zinsrisiko mit Zinsswaps abgesichert
wurde, zu vermeiden. Weiters wurde sie in der Vergangenheit
in Einzelfällen bei Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden gezogen.
Die Hypo Tirol Bank AG nimmt von dem Wahlrecht, Eigenkapitaltitel erfolgsneutral zum Fair
Value zu bewerten, keinen Gebrauch.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(6)
Zinsüberschuss
in Tsd EUR
2025
2024
Zinsen und ähnliche Erträge aus Forderungen an Kreditinstitute
12.304
27.350
Zinsen und ähnliche Erträge aus Forderungen an Kunden
188.936
233.537
Zinsen und ähnliche Erträge aus Schuldverschreibungen
26.777
20.047
Zinsen und ähnliche Erträge aus Leasingforderungen
7.035
11.196
Erträge aus Negativzinsen
3.335
3.357
Erträge aus Barwertveränderungen Modifikationen
289
829
Nach der Effektivzinsmethode ermittelt
238.676
296.316
Zinsen auf Forderungen an Kunden zum Fair Value bewertet
464
842
Zinserträge aus Derivaten
15.502
2.040
Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
206
218
Beteiligungserträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen
0
0
Sonstige Beteiligungserträge
714
1.135
Sonstige zinsähnliche Erträge
16.886
4.235
Zinsen und ähnliche Erträge
255.562
300.551
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten
-2.632
-5.978
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Verbindlichkeiten gg. Kunden
-36.398
-62.218
Zinsaufwendungen aus Derivaten
-31.210
-25.474
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten
-36.900
-38.100
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Ergänzungs-/Nachrangkapital
-3.733
-4.227
Aufwendungen aus Barwertveränderungen Modifikationen
-1.753
-1.370
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-112.626
-137.367
Zinsüberschuss
142.936
163.184
In den dargestellten Zinserträgen aus Negativzinsen ist eine Auflösung der Rückstellung für Rückvergütungen von Negativzinsen
in Höhe von TEUR
3.335 (2024: TEUR 3.357) enthalten. Zudem ist in den Zinserträgen aus Forderungen an Kunden eine Auflösung der Rückstellung für Rückvergütungen
25
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
25
von Kreditbearbeitungsgebühren in Höhe von TEUR 6.464 (2024: Zuweisung iHv TEUR 376) enthalten. Weitere Erläuterungen zur Veränderung
der
Negativzinsenrückstellung sind in Note (33) Rückstellungen enthalten.
In beiden dargestellten Geschäftsjahren gab es in der Hypo Tirol Bank AG ausschließlich marktinduzierte Modifikationen.
Der Zinsüberschuss, gegliedert nach Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
stellt sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
2025
2024
Derivate
15.502
2.039
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete,
nicht handelsbezogene finanzielle Vermögenswerte
1.385
2.196
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
236.894
293.802
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete
finanzielle Vermögenswerte
1.781
2.514
Zinsertrag
255.562
300.551
Derivate
-31.210
-25.474
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete
Verbindlichkeiten
-6.339
-8.578
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
-75.077
-103.315
Zinsaufwand
-112.626
-137.367
Zinsüberschuss
142.936
163.184
Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, belaufen sich auf TEUR 236.894 (2024: TEUR
293.802). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beträgt TEUR 75.077 (2024: TEUR 103.315).
In den Zinserträgen sind Zinsen aus wertgeminderten Vermögenswerten in Höhe von TEUR 6.963 (2024: TEUR 6.689) enthalten.
(7)
Risikovorsorge
im Kreditgeschäft
in Tsd EUR
2025
2024
Veränderung von Wertberichtigungen Kredite
-20.530
-25.529
Veränderung von Wertberichtigungen Wertpapiere
-50
-33
Direktabschreibungen von Forderungen
-3.288
-1.918
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen
311
407
Veränderung von Rückstellungen
-1.332
-73
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
-24.889
-27.146
Die Veränderungen von Rückstellungen beinhalten die Veränderung
von Rückstellungen für Risikovorsorgen von Haftungen und offenen
Kreditrahmen
gemäß IFRS 9 sowie von Rückstellungen für das Kreditgeschäft. Alle ergebniswirksamen Posten der Risikovorsorge
betreffen Wertberichtigungen für
Forderungen an Kreditinstitute bzw.
Kunden, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Rückstellungen für Kreditrisiken.
Weitere Informationen sind
in Note (18, 19 und 21) verfügbar. Zu den Veränderungen
der Rückstellungen verweisen wir auf Note (33).
Alle unterjährig gebildeten Wertberichtigungen werden im Falle des Abgangs einer Forderung in der Hypo Tirol Bank AG als Direktabschreibungen
auf
Forderungen ausgewiesen. Dadurch kann es im Falle von Umschuldungen von notleidenden Krediten durch Fremdbanken
oder durch Ausbuchungen
dazu kommen, dass größere Beträge als Direktabschreibungen ausgewiesen werden.
HYPO TIROL BANK AG
26
Anhang (Notes)
26
(8)
Provisionsüberschuss
in Tsd EUR
2025
2024
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
3.350
3.480
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
14.270
13.197
Provisionserträge aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
18.353
18.569
Provisionserträge aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
4.111
3.974
Provisionserträge
40.084
39.220
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
-656
-426
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
-1.008
-1.017
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.567
-2.210
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
-187
-218
Provisionsaufwendungen
-4.418
-3.871
Provisionsüberschuss
35.666
35.349
In den Provisionserträgen sind Erträge aus Treuhandgeschäften in Höhe von TEUR
131 (2024: TEUR 112) enthalten. Die Provisionsaufwendungen
beinhalten Aufwendungen aus Treuhandgeschäften in Höhe von TEUR 49 (2024: TEUR 77).
In den Provisionserträgen aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft sind Erträge aus der Vermittlung von
Versicherungsverträgen in Höhe von TEUR
3.329 (2024: TEUR 3.238) bzw. Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 179 (2024: TEUR 209) enthalten.
Die Aufgliederung der Provisionserträge und -aufwendungen nach Geschäftsbereichen gemäß IFRS15 befindet sich in Note (45)
„Segmentberichterstattung“.
(9)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten
Im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
werden alle Veräußerungs-
und Bewertungsergebnisse von finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
gezeigt. Eine Ausnahme bilden die Veräußerungsergebnisse von zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Vermögenswerten, welche in einer eigenen GuV-Position
berichtet werden.
Die GuV-Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
2025
2024
Veräußerungs-
und Bewertungsergebnis aus Währungskursveränderungen
1.369
1.715
Veräußerungs-
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Vermögenswerten
614
-2.004
Veräußerungsergebnis von erfolgsneutral zum Fair
Value bewerteten Vermögenswerten
-1
4
Gewinne/Verluste aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Verbindlichkeiten
158
124
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
2.140
-161
Das Ergebnis aus dem Rückkauf von eigenen Emissionen beträgt TEUR 121 (2024: TEUR 123).
27
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
27
Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine Effekte aus Entkonsolidierung. Im
Vorjahr 2024 wurde die vollkonsolidierte Gesellschaft ERFOLG
Liegenschaftsvermietungs GmbH veräußert. Der Entkonsolidierungseffekt stellt
sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
2025
2024
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
0
33
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
0
6.974
Sonstige Vermögensgegenstände
0
0
Summe Vermögenswerte
0
7.007
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0
6558
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
0
13
Rückstellungen
0
15
Sonstige Verbindlichkeiten
0
1
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
0
0
Summe Verbindlichkeiten
0
6.587
Veräußerungserlös
0
421
- Abgang Vermögenswerte
0
-7.007
+ Abgang Verbindlichkeiten
0
6.587
Entkonsolidierungsergebnis
0
0
Das Entkonsolidierungsergebnis ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten in der
Position Veräußerungs-
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Vermögenswerten enthalten.
Das Veräußerungsergebnis von erfolgsneutral zum Fair
Value bewerteten Vermögenswerten
entspricht nicht dem in der Gesamtergebnisrechnung
enthaltenen Posten „Erfolgswirksame Umgliederung von Bewertungsergebnissen in die Gewinn-
und Verlustrechnung von erfolgsneutral zum Fair
Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten“,
da in dem in der Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten ebenfalls die erfolgswirksam
gebuchte Veränderung der Risikovorsorge
enthalten ist.
Das Veräußerungs-
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
stammt aus
Effekten der folgenden Bilanzpositionen:
in Tsd EUR
2025
2024
Forderungen an Kunden
-209
-252
davon freiwillig zum Fair Value bewertet (Fair-Value
-Option)
-206
-251
davon verpflichtend zum Fair Value bewertet
-3
-1
Derivate
-3.202
4.916
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
256
-3.196
davon freiwillig zum Fair Value bewertet (Fair-Value
-Option)
0
0
davon verpflichtend zum Fair Value bewertet
256
-3.196
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.906
-173
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.863
-3.299
Veräußerungs-
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten
614
-2.004
HYPO TIROL BANK AG
28
Anhang (Notes)
28
(10)
Ergebnis aus der Ausbuchung von at
amortised cost bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine Effekte aus der Ausbuchung von at cost
bewerteten Vermögenswerten. Aufgrund von Überschreitungen
intern
festgesetzter Kontrahentenlimite wurden im Geschäftsjahr
2024 Anleihen aus dem Halten-Portfolio der Bank mit einem Nominalwert in Höhe von
TEUR 12.500 veräußert.
Das Ergebnis aus diesen Verkäufen von at amortised cost bewerteten
finanziellen Vermögenswerten beträgt im Vorjahr
2024
TEUR -422.
Die oben angeführten Verkäufe aus dem Halten-Portfolio
stellen das Geschäftsmodell Halten nicht in Frage, da sie sowohl einzeln als auch insgesamt
betrachtet, von nicht signifikantem Wert sind. Als signifikant werden
Verkäufe angesehen, wenn diese 10% vom Buchwert des Halten-Portfolios
des
vorangegangen Bilanzstichtages überschreiten.
Diese Schwelle darf in Summe über den Zeitraum der letzten drei Geschäftsjahre nicht überschritten
werden. Künftig plant die Hypo Tirol Bank AG keine regulären Verkäufe
aus dem Halten-Portfolio durchzuführen.
(11)
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen schlagen sich die Bewertungsergebnisse aus Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge
Accountings nieder. Im Zuge der IFRS
9 Erstanwendung wurden abgesicherte fix verzinste Wertpapier-Nostro
-Positionen aus der Fair Value Option in
die Haltekategorie FVOCI umgegliedert und Hedge Accounting angewendet. Der Pull-to-par-Effekt,
ausgelöst durch negative Marktwerte der
betroffenen Sicherungsinstrumente zum Erstanwendungszeitpunkt von
IFRS 9, führt zu entsprechenden Effekten.
Das Ergebnis aus dem Effekt der Erstanwendung von IFRS
9, welcher zum Erstanwendungszeitpunkt ermittelt wurde, beträgt
für das laufende
Geschäftsjahr TEUR 1.297. Das restliche Ergebnis resultiert aus Ineffektivitäten der Sicherungsbeziehungen. Ineffektivitäten
können aus
unwesentlichen Differenzen der Nominalbestände zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften sowie durch Barwerteffekte
aufgrund unterschiedlicher
Zinszahlungstermine sowie unterschiedlich hohen Zinssätzen entstehen.
in Tsd EUR
2025
2024
Ergebnis aus gesicherten Grundgeschäften
-38.679
-7.529
Grundgeschäfte Aktiv (Kundenforderungen und Wertpapier-Nostro)
-27.509
45.438
Barwertveränderung Grundgeschäft
-28.388
43.351
Abgang Hedge Barwert bei Tilgung Forderungen Kunden
879
2.087
Grundgeschäfte Passiv (eigene Emissionen) - Barwertveränderungen
-11.170
-52.967
Ergebnis aus als Sicherungsinstrumente eingesetzte Derivate
39.005
9.292
Derivate aktiv
27.896
-43.655
aus Barwertveränderung
26.599
-45.292
aus Pull-to-Par Effekt (IFRS 9 Erstanwendung)
1.297
1.637
Derivat passiv (Barwertveränderungen)
11.109
52.947
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
326
1.763
(12)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
in Tsd EUR
2025
2024
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
740
-897
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen besteht im Wesentlichen aus einer Veränderung
des Buchwerts der Beteiligung am ARZ Allgemeines
Rechenzentrum GmbH in Höhe von TEUR 744 (2024: -969). Weitere Erläuterungen dazu sind in Note (22) enthalten.
(13)
Verwaltungsaufwand
in Tsd EUR
2025
2024
Personalaufwand
-56.374
-54.476
Sachaufwand
-32.625
-33.783
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen
-4.327
-4.428
Verwaltungsaufwand
-93.326
-92.687
29
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
29
Personalaufwand
in Tsd EUR
2025
2024
Löhne und Gehälter
-42.618
-40.896
Gesetzlich vorgeschriebener Sozialaufwand
-10.804
-10.394
Freiwilliger Sozialaufwand
-599
-672
Aufwand für Altersvorsorge, Abfertigungen und Pensionen
-2.353
-2.514
Personalaufwand
-56.374
-54.476
Im Aufwand für Abfertigungen und Pensionen sind auch Leistungen an die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von TEUR 444 (2024: TEUR
411) enthalten.
Sachaufwand
in Tsd EUR
2025
2024
Gebäudeaufwand
-3.790
-4.842
EDV-Aufwand
-17.253
-15.826
Kommunikationsaufwand
-1.424
-1.458
Aufwand Personalentwicklung
-441
-623
Werbe-
und Repräsentationsaufwand
-2.130
-2.438
Rechts-
und Beratungskosten
-3.084
-4.026
Kosten der Rechtsform
-1.802
-1.776
Sonstiger Sachaufwand
-2.701
-2.794
Sachaufwand
-32.625
-33.783
Die Hypo Tirol Bank AG wird seit 2025 von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H geprüft. Im Vorjahr
wurde die Abschlussprüfung
von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs-
und Steuerberatungsgesellschaft durchgeführt. In den Aufwendungen für Rechts-
und
Beratungskosten bzw.
Kosten der Rechtsform sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 357 (2024: TEUR 426) enthalten. Die
Aufwendungen für den Abschlussprüfer untergliedern sich in Aufwendungen (Kosten der Rechtsform)
für die Prüfung Einzelabschluss sowie die
Prüfung Konzernabschluss in Höhe von TEUR 320 (2024: TEUR 352) und in Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 37
(2024: TEUR 74).
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
in Tsd EUR
2025
2024
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-1.760
-1.880
Immobilien
-2.123
-2.181
Immaterielle Vermögenswerte
-444
-367
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen
-4.327
-4.428
Die Abschreibungen von Leasinggütern gemäß IFRS 16 sind unter Note (43) separat dargestellt.
HYPO TIROL BANK AG
30
Anhang (Notes)
30
(14)
Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
in Tsd EUR
2025
2024
Erträge aus dem Leasinggeschäft
4.420
6.035
Gewinne aus Immobilienabgängen
0
316
Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
9.801
9.491
Erträge aus als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
0
0
Andere sonstige Erträge
8.484
4.527
Sonstige Erträge
22.705
20.369
In den anderen sonstigen Erträgen sind unter anderem Erträge aus der Abwicklung der Wohnbauförderung in Höhe von TEUR
1.879 (2024: TEUR
1.916), Erlöse aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 2.739 (2024: TEUR 39),
Erlöse weiterverrechneter Betriebskosten aus vermieteten
Gebäuden in Höhe von TEUR 1.002 (2024: TEUR 1.302) und Erträge aus der Auflösung der Rückstellung im Zusammenhang mit Rechtsrisiken Zinsen
Covid Moratorium in der Höhe von TEUR 1.881 (2024: TEUR 0) enthalten.
(15)
Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
in Tsd EUR
2025
2024
Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft
-4.165
-5.306
Verluste aus Immobilienabgängen
0
-361
Abschreibung auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
-3.632
-2.931
Aufwendungen i. Z. m. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
-4.415
-5.015
davon i. Z. m. vermieteten Immobilien
-4.415
-5.015
davon i. Z. m. nicht vermieteten Immobilien
0
0
Aufwendungen i. Z. m. als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
0
0
Operationelle Schadensfälle
-2.357
-119
Andere sonstige Aufwendungen
-8.446
-3.777
Sonstige Aufwendungen
-23.015
-17.509
In den anderen sonstigen Aufwendungen ist die Stabilitätsabgabe in Höhe von TEUR 4.292 (2024: TEUR 1.245) enthalten. Ebenfalls wird unter den
sonstigen Aufwendungen der Aufwand der Einlagensicherung in Höhe von TEUR 36 (2024: TEUR 0) ausgewiesen.
31
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
31
(16)
Steuern vom Einkommen und Ertrag
in Tsd EUR
2025
2024
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag
-13.723
-21.429
Latente Steuern
-1.711
2.338
Steuern aus Vorperioden
-2
412
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-15.436
-18.679
Die laufenden Steuern errechnen sich auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisse des Geschäftsjahrs mit den von den jeweiligen Konzernunternehmen
anzuwendenden lokalen Steuersätzen.
Die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR -1.711 (2024: TEUR 2.338) resultiert aus dem Entstehen bzw.
der Auflösung temporärer
Differenzen sowie aus einem Verlustvortrag.
Der für die österreichischen Gesellschaften anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt
23 %. Dieser Steuersatz wird in der nachfolgenden
Überleitungsrechnung als Steuersatz zugrunde gelegt. Die Überleitung stellt den Zusammenhang zwischen den rechnerischen und den ausgewiesenen
Ertragsteuern dar:
in Tsd EUR
2025
2024
Ergebnis vor Steuern
63.283
81.843
Anzuwendender Steuersatz
23%
23%
Rechnerische Ertragsteuern
-14.555
-18.824
Steuereffekte
aus steuerbefreiten Beteiligungserträgen
199
141
aus Steuergutschriften und Investitionsbegünstigungen
100
177
aus sonstigen steuerfreien Erträgen
92
380
aus Vorjahren
-2
412
aus Steuersatzänderungen
0
0
aus Geschäfts- oder Firmenwertabschreibungen
0
0
aus Vorauszahlungen
0
0
aus abweichenden Steuersätzen Ausland
-127
-114
aus anderen nicht abziehbaren Aufwendungen
-963
-842
aus sonstigen Unterschieden
-180
-9
aus nicht aktivierten Verlustvorträgen
0
0
Ausgewiesene Ertragsteuern
-15.436
-18.679
Die in der Überleitungsrechnung enthaltenen Steuereffekte aus sonstigen Unterschieden bestehen zum Beispiel aus der Berücksichtigung von
Ergebnisabführungsverträgen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften
und ähnlichen, nicht in der Überleitungsrechnung separat ausgewiesenen
Sachverhalten.
HYPO TIROL BANK AG
32
Anhang (Notes)
32
Erläuterungen zur Bilanz
(17)
Barreserve
in Tsd EUR
2025
2024
Kassabestand
23.111
23.141
Guthaben bei Zentralnotenbanken
865.067
996.712
Barreserve
888.178
1.019.853
In den Guthaben bei Zentralnotenbanken sind TEUR 36.221 (2024: TEUR 35.141) an Mindestreserve-Erfordernis gemäß den von der EU und der EZB
geltenden Verordnungen enthalten.
In der Barreserve enthalten ist eine Risikovorsorge für Guthaben bei Zentralnotenbanken
in Höhe von TEUR 3 (2024: TEUR 4).
(18)
Forderungen an Kreditinstitute
A) Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kreditinstitute werden gänzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Forderungen an Kreditinstitute nach
Regionen
in Tsd EUR
2025
2024
Österreich
34.851
34.935
Ausland
17.604
28.173
Deutschland
14.380
25.548
Italien
2.711
1.708
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
513
917
Forderungen an Kreditinstitute vor Risikovorsorge
52.455
63.108
Risikovorsorge
-13
-52
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
52.442
63.056
Forderungen an Kreditinstitute nach
Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
31.945
38.152
Bis 3 Monate
20.510
24.956
Über 3 Monate bis 1 Jahr
0
0
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
0
0
Über 5 Jahre
0
0
Forderungen an Kreditinstitute vor Risikovorsorge
52.455
63.108
Risikovorsorge
-13
-52
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
52.442
63.056
33
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
33
Forderungen an Kreditinstitute nach Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Gesamt
2025
Forderungen an Kreditinstitute
16.629
35.826
52.455
2024
Forderungen an Kreditinstitute
60.804
2.304
63.108
Die Kreditqualität der Forderungen an Kreditinstitute anhand der internen Ratingklassen und zusätzlich in der Aufgliederung der
Bruttobuchwerte nach
Stages stellt sich wie folgt dar:
2025
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Summe
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
5.559
29.116
34.675
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
1.020
4.361
5.381
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
379
2.349
2.728
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
9.671
0
9.671
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
0
0
0
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
0
0
0
im Ausfall
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
16.629
35.826
52.455
2024
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Summe
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
35.997
153
36.150
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
9.132
0
9.132
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
15.675
4
15.679
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
1.350
1.350
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
0
0
0
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
0
797
797
im Ausfall
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
60.804
2.304
63.108
Stagebewegungen bei Forderungen an Kreditinstitute
Übertragung zwischen Stage 1 und Stage 2
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2 von Stage 1
auf Stage 1 von Stage 2
2025
Forderungen Kreditinstitute
28.242
0
2024
Forderungen Kreditinstitute
603
800
HYPO TIROL BANK AG
34
Anhang (Notes)
34
B) Risikovorsorge zu Forderungen
an Kreditinstitute
Die Entwicklung der Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
stellt sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2025
Risikovorsorge Stage 1
-21
-181
68
122
0
2
-10
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-31
-17
84
-37
0
-2
-3
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute
-52
-198
152
85
0
0
-13
0
0
2024
Risikovorsorge Stage 1
-35
-236
85
155
0
10
-21
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-52
-2
86
-53
0
-10
-31
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute
-87
-238
171
102
0
0
-52
0
0
35
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
35
(19)
Forderungen an Kunden
A) Forderungen an Kunden
Forderungen an Kunden nach Bewertungsart
in Tsd EUR
2025
2024
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
5.355.112
5.358.029
Erfolgswirksam zum Fair Value designiert
4.258
9.178
Verpflichtend erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet
984
1.404
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.360.354
5.368.611
Risikovorsorge
-106.737
-118.509
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.253.617
5.250.102
In den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen
an Kunden sind Leasingforderungen in Höhe von TEUR 186.211 (2024: TEUR
218.098) und sonstige Forderungen aus dem Kundengeschäft in Höhe von TEUR 25.570 (2024: TEUR 22.118) enthalten. Von den Leasingforderungen
sind TEUR 121.590 (2024: TEUR 156.436) auf Immobilienleasingverträge zurückzuführen.
Forderungen an Kunden nach Geschäftsarten
in Tsd EUR
2025
2024
Girobereich
302.391
304.456
Barvorlagen
61.591
61.522
Kredite
4.784.591
4.762.417
Leasingforderungen
186.211
218.098
Sonstige Forderungen
25.570
22.118
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.360.354
5.368.611
Risikovorsorge
-106.737
-118.509
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.253.617
5.250.102
Im Leasinggeschäft gibt es verschiedene risikomindernde Techniken.
Für ein Volumen in Höhe von TEUR 60.780 (2024: TEUR 52.271) bestehen
Sicherheiten.
Forderungen an Kunden nach Regionen
in Tsd EUR
2025
2024
Österreich
5.209.017
5.175.520
Ausland
151.337
193.091
Deutschland
50.912
52.346
Italien
89.388
127.009
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
11.037
13.736
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.360.354
5.368.611
Risikovorsorge
-106.737
-118.509
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.253.617
5.250.102
HYPO TIROL BANK AG
36
Anhang (Notes)
36
Forderungen an Kunden nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
34.121
40.350
Bis 3 Monate
131.685
217.475
Über 3 Monate bis 1 Jahr
513.873
531.403
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.673.455
1.598.693
Über 5 Jahre
3.007.220
2.980.690
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.360.354
5.368.611
Risikovorsorge
-106.737
-118.509
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.253.617
5.250.102
Forderungen an Kunden nach Kundenart
in Tsd EUR
2025
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
947.997
879.484
Firmenkunden
2.815.389
2.830.058
Private Haushalte
1.596.968
1.659.069
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.360.354
5.368.611
Risikovorsorge
-106.737
-118.509
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.253.617
5.250.102
Forderungen an Kunden nach Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2025
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
905.360
42.637
0
947.997
Firmenkunden
1.263.927
1.375.552
175.910
2.815.389
Private Haushalte
1.373.521
170.041
53.406
1.596.968
Forderungen an Kunden
3.542.808
1.588.230
229.316
5.360.354
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
837.007
42.477
0
879.484
Firmenkunden
1.285.163
1.356.915
187.980
2.830.058
Private Haushalte
1.392.730
211.111
55.228
1.659.069
Forderungen an Kunden
3.514.900
1.610.503
243.208
5.368.611
Die Kreditqualität der Forderungen an Kunden anhand der internen Ratingklassen und zusätzlich in der Aufgliederung der Bruttobuchwerte
nach Stages
stellt sich wie folgt dar:
37
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
37
2025
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
2.053.230
146.783
0
2.200.013
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
663.172
484.517
0
1.147.689
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
416.270
351.841
0
768.111
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
384.641
440.073
0
824.714
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
16.941
47.675
0
64.616
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
8.554
117.341
0
125.895
im Ausfall
0
0
229.316
229.316
Forderungen an Kunden
3.542.808
1.588.230
229.316
5.360.354
2024
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.894.876
193.174
0
2.088.050
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
765.265
362.764
0
1.128.029
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
453.137
426.376
0
879.513
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
381.189
458.354
0
839.543
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
13.487
37.364
0
50.851
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
6.946
132.471
0
139.417
im Ausfall
0
0
243.208
243.208
Forderungen an Kunden
3.514.900
1.610.503
243.208
5.368.611
Der Bestand des in der Stage 2 ausgewiesenen Volumen mit einer Bonitätsklasse „Ausgezeichnete Bonität“ sowie „Sehr gute Bonität“
ist im
Wesentlichen auf die Effekte des Management Overlays,
hinsichtlich der Stagezuordnung ausgewählter Branchen, zurückzuführen.
Stagebewegungen bei Forderungen an Kunden
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 2
Übertragung zwischen
Stage 2 und Stage 3
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 3
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 2
auf Stage 3
von Stage 2
auf Stage 2
von Stage 3
auf Stage 3
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 3
2025
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
3.596
76
0
0
0
0
Firmenkunden
96.865
71.780
29.865
0
947
24
Private Haushalte
28.436
53.372
2.099
253
3.756
966
Forderungen Kunden
128.897
125.228
31.964
253
4.703
990
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
8.319
1.010
0
0
0
0
Firmenkunden
671.640
75.135
66.966
5.369
15.602
26
Private Haushalte
112.916
111.862
8.187
896
8.774
149
Forderungen Kunden
792.875
188.007
75.153
6.265
24.376
175
HYPO TIROL BANK AG
38
Anhang (Notes)
38
Forderungen im Leasinggeschäft nach Fristen
Bruttoinvestitionswerte im Leasinggeschäft nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
in Tsd EUR
2025
2024
Bis 3 Monate
12.842
27.898
Bis 3 Monate
14.211
29.585
Über 3 Monate bis 1 Jahr
35.359
30.018
Über 3 Monate bis 1 Jahr
38.561
34.506
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
97.007
102.166
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
103.618
111.689
Über 5 Jahre
41.003
58.016
Über 5 Jahre
44.901
65.406
Forderungen im Leasinggeschäft
186.211
218.098
Bruttoinvestitionswerte
201.291
241.186
Die kumulierten Wertberichtigungen im Leasinggeschäft werden im Posten „Risikovorsorge
zu Forderungen Kunden“ ausgewiesen.
B) Risikovorsorge zu Forderungen
an Kunden nach IFRS 9
Entwicklung der Risikovorsorge
zu Forderungen an Kunden
Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 sind TEUR 106.737 (2024: TEUR 118.509) Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden gebildet. Die Entwicklung der
Risikovorsorge stellt sich wie folgt dar:
Risikovorsorge nach Branchen:
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Änderungen aufgrund von
Anpassungen ohne Ausbuchung
(netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2025
Staatssektor
-463
-1
1
265
8
0
0
-190
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-1.290
-31
30
332
0
789
0
-170
0
0
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-96.046
-4.564
6.302
-29.902
6
33.540
13
-90.651
233
-2.929
Haushalte
-20.710
-397
1.016
3.250
39
1.081
-5
-15.726
78
-359
Risikovorsorge nach Branchen
-118.509
-4.993
7.349
-26.055
53
35.410
8
-106.737
311
-3.288
2024
Staatssektor
-28
-10
1
-426
0
0
0
-463
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-11.025
-9
35
983
0
8.726
0
-1.290
0
-446
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-73.661
-2.377
3.924
-30.250
51
6.263
4
-96.046
305
-145
Haushalte
-25.597
-1.008
2.184
1.316
24
2.376
-5
-20.710
102
-525
Risikovorsorge nach Branchen
-110.311
-3.404
6.144
-28.377
75
17.365
-1
-118.509
407
-1.116
39
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
39
Risikovorsorge nach Stages:
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Änderungen aufgrund von
Anpassungen ohne Ausbuchung
(netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2025
Risikovorsorge Stage 1
-5.064
-3.355
851
4.073
389
0
3
-3.103
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-37.366
-581
1.540
-1.409
-337
0
-8
-38.161
0
0
Risikovorsorge Stage 3
-76.079
-1.057
4.958
-28.719
1
35.410
13
-65.473
311
-3.288
davon: nach dem Discounted Cash
Flow Verfahren
-69.310
0
0
-25.300
-279
35.091
0
-59.798
311
-3.288
Risikovorsorge zu Forderungen an
Kunden
-118.509
-4.993
7.349
-26.055
53
35.410
8
-106.737
311
-3.288
2024
Risikovorsorge Stage 1
-9.282
-2.897
1.322
5.857
-63
0
-1
-5.064
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-28.386
-87
2.195
-11.170
81
0
1
-37.366
0
0
Risikovorsorge Stage 3
-72.643
-420
2.627
-23.064
57
17.365
-1
-76.079
407
-1.116
davon: nach dem Discounted Cash
Flow Verfahren
-64.878
0
0
-21.508
-289
17.365
0
-69.310
407
-1.116
Risikovorsorge zu Forderungen an
Kunden
-110.311
-3.404
6.144
-28.377
75
17.365
-1
-118.509
407
-1.116
Die Veränderung der aufgrund des Management Overlays gebildeten
Wertberichtigung in Höhe von TEUR 16.530 (2024: TEUR 9.411) zeigt sich in der
Spalte „Änderung aufgrund eines veränderten Ausfallrisikos (netto)“.
Sowohl bei den mittels statistischen Verfahren
als auch bei individuell bewerteten
Forderungen sind Finanzinstrumente, bei denen aufgrund von Sicherheiten keine Wertberichtigung ermittelt
wurde, nur in unwesentlichem Ausmaß
vorhanden. Der Grund liegt darin, dass bei statistischen Verfahren zu jeder Sicherheit ein Loss Given Default zur Anwendung kommt.
Bei individueller
Bewertung wird auch ein Gone-Concern-Szenario mit entsprechendem Abschlag auf den Wert der Sicherheit bei der Ermittlung der Wertberichtigung
berücksichtigt.
HYPO TIROL BANK AG
40
Anhang (Notes)
40
Risikovorsorge und Management
Overlay
Dominiert durch die makroökonomischen Entwicklungen hat sich die Risikovorsorge für die Stage 1 und Stage
2 entsprechend der beiden
nachstehenden Tabellen entwickelt.
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
01.01.2025
Veränderung 2025
Management Overlay
2025
Schlussbilanz
31.12.2025
Risikovorsorge Stage 1
-5.065
1.962
0
-3.103
PD Segment Privatkunden Österreich
-1.044
-22
0
-1.066
PD Segment Firmenkunden Österreich
-3.660
1.822
0
-1.838
PD Segment KMU Österreich
-251
106
0
-145
PD Segment Privatkunden Italien
-5
2
0
-3
PD Segment Firmenkunden Italien
-105
54
0
-51
Risikovorsorge Stage 2
-37.366
15.735
-16.530
-38.161
PD Segment Privatkunden Österreich
-2.525
1.826
-62
-761
PD Segment Firmenkunden Österreich
-31.069
11.747
-15.879
-35.201
PD Segment KMU Österreich
-1.770
1.025
-427
-1.172
PD Segment Privatkunden Italien
-28
2
0
-26
PD Segment Firmenkunden Italien
-1.974
1.135
-162
-1.001
Risikovorsorge
-42.431
17.697
-16.530
-41.264
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
01.01.2024
Veränderung 2024
Management Overlay
2024
Schlussbilanz
31.12.2024
Risikovorsorge Stage 1
-9.282
4.217
0
-5.065
PD Segment Privatkunden Österreich
-2.461
1.417
0
-1.044
PD Segment Firmenkunden Österreich
-6.109
2.449
0
-3.660
PD Segment KMU Österreich
-486
235
0
-251
PD Segment Privatkunden Italien
-12
7
0
-5
PD Segment Firmenkunden Italien
-214
109
0
-105
Risikovorsorge Stage 2
-28.386
431
-9.411
-37.366
PD Segment Privatkunden Österreich
-7.491
5.011
-45
-2.525
PD Segment Firmenkunden Österreich
-16.753
-5.634
-8.682
-31.069
PD Segment KMU Österreich
-1.674
366
-462
-1.770
PD Segment Privatkunden Italien
-55
27
0
-28
PD Segment Firmenkunden Italien
-2.413
661
-222
-1.974
Risikovorsorge
-37.668
4.648
-9.411
-42.431
Die Zuordnung zu den PD-Segmenten erfolgt im Wesentlichen über das regulatorische Kundensegment sowie verwendete Ratingsysteme.
Die in obiger
Tabelle dargestellte Veränderung
aufgrund des Management Overlays bezieht sich auf ein Volumen in Höhe von TEUR 768.474 (2024: TEUR 951.495).
Das im Vorjahr angeführte Management Overlay wurde im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt.
Weiters wurde eine zusätzliche Rückstellung für Haftungen und freie Rahmen in Höhe von TEUR 2.304 (2024: TEUR 562) gebildet.
41
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
41
(20)
Derivate
Derivate nach Geschäftsarten
in Tsd EUR
2025
2024
Positive Marktwerte aus Derivaten
1.811
5.355
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
137.150
123.720
Derivate
138.961
129.075
Derivate nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Bis 3 Monate
172
2.210
Über 3 Monate bis 1 Jahr
712
5.450
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
31.056
28.070
Über 5 Jahre
107.021
93.345
Derivate
138.961
129.075
In den beiden oben dargestellten Tabellen sind die positiven Marktwerte
inklusive Zinsabgrenzungen dargestellt, während in der folgenden Darstellung
die Marktwerte ohne Zinsabgrenzungen angeführt sind.
Derivate ohne Zinsabgrenzungen
Nominale
Positive Marktwerte
Negative Marktwerte
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
FX-Termingeschäfte
97.050
86.984
422
618
89
478
FX-Swaps
0
0
0
0
0
0
FX-Optionen
0
0
0
0
0
0
Währungsderivate
97.050
86.984
422
618
89
478
Zinsswaps
3.866.458
3.963.917
124.192
112.814
117.160
141.612
davon Sicherungsinstrumente
3.596.654
3.598.353
123.420
110.404
100.251
126.261
Cross-Currency-Swaps
0
28.288
0
0
0
3.282
Zinsoptionen
42.876
58.510
242
270
239
298
Termingeschäfte
0
0
0
0
0
0
Futures
0
0
0
0
0
0
Zinsderivate
3.909.334
4.050.715
124.434
113.084
117.399
145.192
Futures
0
0
0
0
0
0
Credit Default Swaps
0
0
0
0
0
0
Optionen
2.832
0
14
0
0
0
Substanzwertabhängige Derivate
2.832
0
14
0
0
0
Zinsabgrenzungen
0
0
14.091
15.373
1.284
6.785
Derivate
4.009.216
4.137.699
138.961
129.075
118.772
152.455
Die Zinsabgrenzungen 2025 resultieren ausschließlich aus Zinsswaps, im Vorjahr 2024 war ein unwesentlicher Teil
auch aus Zinsoptionen enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
42
Anhang (Notes)
42
Grundgeschäfte Fair Value
Hedge Accounting für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos
in Tsd EUR zum 31.12.2025
Forderungen
an Kunden
Sonstige
finanzielle
Vermögenswerte
Verbindlich-
keiten
gegenüber
Kreditinstituten
Verbindlich-
keiten
gegenüber
Kunden
Verbriefte
Verbindlich-
keiten
Buchwert des in der Bilanz erfassten gesicherten
Grundgeschäfts
651.780
546.299
19.150
4.612
2.058.410
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen, der im Buchwert des bilanzierten
Grundgeschäfts enthalten ist
-84.345
-29.230
-850
-389
-89.436
Wertänderung der sicherungsbedingten Anpassung
des gesicherten Grundgeschäfts für die
Berichtsperiode
-17.827
-9.683
495
104
10.570
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen für Grundgeschäfte, welche nicht
mehr Teil einer Sicherungsbeziehung sind
-3.208
0
0
0
0
in Tsd EUR zum 31.12.2024
Forderungen
an Kunden
Sonstige
finanzielle
Vermögenswerte
Verbindlich-
keiten
gegenüber
Kreditinstituten
Verbindlich-
keiten
gegenüber
Kunden
Verbriefte
Verbindlich-
keiten
Buchwert des in der Bilanz erfassten gesicherten
Grundgeschäfts
660.608
585.912
38.718
4.508
2.085.321
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen, der im Buchwert des bilanzierten
Grundgeschäfts enthalten ist
-66.518
-19.547
-1.344
-493
-100.007
Wertänderung der sicherungsbedingten Anpassung
des gesicherten Grundgeschäfts für die
Berichtsperiode
32.865
12.572
1.152
165
51.651
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen für Grundgeschäfte, welche nicht
mehr Teil einer Sicherungsbeziehung sind
-4.113
0
0
0
0
Als Sicherungsinstrumente werden nur Zinsswaps eingesetzt. Als Grundgeschäfte dienen fix verzinste Aktiv- und Passivbestände der Bilanz.
43
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
43
(21)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
nach Geschäftsarten und Art der Bewertung
in Tsd EUR
2025
2024
Schuldverschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
1.361.990
1.235.233
Schuldverschreibungen erfolgsneutral zum Fair Value
bewertet
44.410
78.045
Schuldverschreibungen erfolgswirksam zum Fair Value
designiert
0
0
Schuldverschreibungen verpflichtend erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet
0
3
Aktien erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
4.507
4.535
Fonds erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
4.298
4.212
Übrige finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum Fair
Value bewertet
0
0
Beteiligungen erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
9.614
9.534
Sonstige finanzielle Vermögenswerte vor Risikovorsorge
1.424.819
1.331.562
Risikovorsorge für Schuldverschreibungen zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet
-218
-146
Sonstige finanzielle Vermögenswerte nach Risikovorsorge
1.424.601
1.331.416
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
0
0
Bis 3 Monate
65.558
41.276
Über 3 Monate bis 1 Jahr
111.506
82.435
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
737.935
694.790
Über 5 Jahre
491.401
494.780
Ohne Laufzeit
18.419
18.281
Sonstige finanzielle Vermögenswerte vor Risikovorsorge
1.424.819
1.331.562
Risikovorsorge für Schuldverschreibungen zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet
-218
-146
Sonstige finanzielle Vermögenswerte nach Risikovorsorge
1.424.601
1.331.416
HYPO TIROL BANK AG
44
Anhang (Notes)
44
Schuldverschreibungen zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet
nach Branchen und Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2025
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
398.128
4.777
0
402.905
Kreditinstitute
814.074
1.306
0
815.380
Firmenkunden
138.338
5.330
37
143.705
Finanzielle Vermögenswerte at Cost
1.350.540
11.413
37
1.361.990
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
374.089
2.034
0
376.123
Kreditinstitute
774.025
502
0
774.527
Firmenkunden
81.273
3.270
40
84.583
Finanzielle Vermögenswerte at Cost
1.229.387
5.806
40
1.235.233
Schuldverschreibungen erfolgsneutral zum Fair Value
bewertet nach Branchen und Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2025
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
27.397
0
0
27.397
Kreditinstitute
8.616
0
0
8.616
Firmenkunden
7.631
766
0
8.397
Finanzielle Vermögenswerte FV OCI
43.644
766
0
44.410
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
48.076
224
0
48.300
Kreditinstitute
9.330
670
0
10.000
Firmenkunden
17.725
2.020
0
19.745
Finanzielle Vermögenswerte FV OCI
75.131
2.914
0
78.045
Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten mit ausgezeichneter Bonität
(Ratingstufen 1A-2B) wird gemäß IFRS 9.5.5.10 davon ausgegangen, dass sich
das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. Die Kreditqualität
der Schuldverschreibungen zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet bzw.
Schuldverschreibungen erfolgsneutral zum Fair Value
bewertet werden in folgender Tabelle
nach den internen
Ratingklassen und Stages dargestellt.
2025
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten und erfolgsneutral zum Fair Value
bewertet
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.384.417
7.539
0
1.391.956
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
9.767
4.640
0
14.407
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
0
0
0
0
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
0
0
0
im Ausfall
0
0
37
37
Summe Forderungen
1.394.184
12.179
37
1.406.400
45
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
45
2024
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten und erfolgsneutral zum Fair Value
bewertet
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.297.469
7.759
0
1.305.228
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
6.845
961
0
7.806
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
204
0
0
204
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
0
0
0
im Ausfall
0
0
40
40
Summe Forderungen
1.304.518
8.720
40
1.313.278
Stagebewegungen Schuldverschreibungen
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 2
Übertragung zwischen
Stage 2 und Stage 3
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 3
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 2
auf Stage 3
von Stage 2
auf Stage 2
von Stage 3
auf Stage 3
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 3
2025
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
4.609
2.103
0
0
0
0
Kreditinstitute
300
700
0
0
0
0
Firmenkunden
2.998
2.164
0
0
0
0
Schuldverschreibungen
7.907
4.967
0
0
0
0
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
1.561
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
603
800
0
0
0
0
Firmenkunden
2.464
1.319
40
0
0
0
Schuldverschreibungen
4.628
2.119
40
0
0
0
HYPO TIROL BANK AG
46
Anhang (Notes)
46
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
Die nachfolgenden Darstellungen zeigen die Entwicklung der Risikovorsorge
vor Berücksichtigung etwaiger latenter Steuern.
Risikovorsorge nach Branchen
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2025
Zentralbanken
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
-43
-5
1
8
0
-1
-40
0
0
Staatssektor
-46
-7
2
-16
0
0
-67
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-40
-1
0
18
0
1
-22
0
-1
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-48
-6
0
-46
0
0
-100
0
0
Risikovorsorge nach Branchen
-177
-19
3
-36
0
0
-229
0
-1
2024
Zentralbanken
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
-21
-6
2
6
0
-24
-43
0
0
Staatssektor
-44
-9
1
-4
0
10
-46
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-35
-3
0
-23
151
-130
-40
0
-802
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-195
-5
0
8
0
144
-48
0
0
Risikovorsorge nach Branchen
-295
-23
3
-13
151
0
-177
0
-802
47
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
47
Risikovorsorge nach Stages
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2025
Risikovorsorge Stage 1
-79
-19
3
10
0
0
-85
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-74
0
0
-60
0
0
-134
0
0
Risikovorsorge Stage 3
-24
0
0
14
0
0
-10
0
-1
davon: nach dem Discounted Cash Flow Verfahren
-24
0
0
14
0
0
-10
0
-1
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
-177
-19
3
-36
0
0
-229
0
-1
2024
Risikovorsorge Stage 1
-70
-23
3
11
0
0
-79
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-225
0
0
151
0
0
-74
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
-175
151
0
-24
0
-802
davon: nach dem Discounted Cash Flow Verfahren
0
0
0
-175
151
0
-24
0
-802
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
-295
-23
3
-13
151
0
-177
0
-802
(22)
Anteile an assoziierten Unternehmen
in Tsd EUR
2025
2024
Anteile an assoziierten Unternehmen
8.598
7.882
Als wesentliche Buchwertveränderung in den Anteilen an assoziierten Unternehmen ist eine Berücksichtigung des Ergebnisanteils der Beteiligung am
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH (ARZ) in Höhe von TEUR 744 (2024: TEUR -969) enthalten.
Die Bilanzierung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der „At Equity“-Methode. Weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen gemäß IFRS
12.21 finden sich unter Punkt VII.
HYPO TIROL BANK AG
48
Anhang (Notes)
48
(23)
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
und Buchwertvergleich
Anschaffungswert
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2025
Unbebaute Grundstücke
0
0
0
0
0
0
0
0
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
34.458
0
4.454
0
0
38.912
37.028
32.574
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
138.445
0
7.249
2.431
-4
148.121
76.940
72.126
Anlagen in Bau
63
0
1.948
-63
0
1.948
1.948
63
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
172.966
0
13.651
2.368
-4
188.981
115.916
104.763
2024
Unbebaute Grundstücke
0
0
0
0
0
0
0
0
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
25.666
0
8.770
141
-119
34.458
32.574
23.862
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
127.756
0
11.496
-283
-524
138.445
72.126
64.140
Anlagen in Bau
0
0
63
0
0
63
63
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
153.422
0
20.329
-142
-643
172.966
104.763
88.002
Die Zugänge im Geschäftsjahr resultieren vorwiegend aus Investitionen in vermietete Grund- und Gebäudeteile.
Im Berichtsjahr 2025
wurde ein neues Gebäude erworben, welches zu einem Anschaffungswert von TEUR 10.727 in den Anlagenbestand der Hypo Tirol
Bank AG aufgenommen wurde.
Von diesem Anschaffungswert entfallen TEUR 6.250 auf den Gebäudeanteil sowie TEUR 4.477 auf den Grundanteil.
In der Spalte „Umbuchung/Konsolidierung“ sind Umgliederungen in Sachanlagen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte enthalten.
Gründe
für diese Umgliederungen sind einerseits die veränderte Nutzung als Geschäftsstelle der Bank sowie Veräußerungsabsichten von bisher vermieteten
Immobilien.
49
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
49
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2025
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
-1.884
0
0
0
0
-1.884
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
-66.319
0
-3.632
-1.235
4
-71.182
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
-68.203
0
-3.632
-1.235
4
-73.066
2024
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
-1.804
0
0
-80
0
-1.884
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
-63.616
0
-2.931
109
119
-66.319
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
-65.420
0
-2.931
29
119
-68.203
Im Rahmen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde die Bereitstellung von Betriebs- und Geschäftsausstattung als Nebenleistung
vereinbart. Daher werden diese Vermögenswerte ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen zum
Erwerb oder zur Erstellung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
noch wesentliche Verpflichtungen für Reparaturen,
Instandhaltungen oder Verbesserungen.
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt zum 31.12.2025 TEUR 167.781 (2024: TEUR 147.986). Die
Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf der Grundlage von internen Verkehrswertgutachten
zum Bilanzstichtag. Bei der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts der Immobilien stellt die derzeitige Nutzung die höchst- und bestmögliche Nutzung dar.
Der Konzern bewertet die als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert
wird für Zwecke des Wertminderungstests
sowie der Anhangangabe kalkuliert, hat allerdings – falls kein Wertminderungsbedarf
vorliegt – weder Einfluss auf die Konzernbilanz noch auf die
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien wurde –
basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik – als ein beizulegender Zeitwert der Stufe
3 eingeordnet.
In den kumulierten Abschreibungen der Investment Properties sind keine außerplanmäßigen Wertminderungen bzw.
deren Aufholungen enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
50
Anhang (Notes)
50
(24)
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
und Buchwertvergleich
Anschaffungswert
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2025
Kundenstock
2.981
0
120
0
0
3.101
723
814
Software
1.242
0
171
0
0
1.413
417
479
Übrige
44
0
0
0
-8
36
0
0
Immaterielle Vermögenswerte
4.267
0
291
0
-8
4.550
1.140
1.293
2024
Kundenstock
2.981
0
0
0
0
2.981
814
1.017
Software
744
0
519
0
-21
1.242
479
144
Übrige
44
0
0
0
0
44
0
0
Immaterielle Vermögenswerte
3.769
0
519
0
-21
4.267
1.293
1.161
Die Zugänge an Software in Höhe von TEUR 171 betreffen verschiedene Softwarelösungen, die im abgelaufenen
Geschäftsjahr – insbesondere in der
Hypo Tirol Bank AG – angeschafft wurden. Die Zugänge an Software wurden als aktivierungsfähig überprüft und stellen keine Software
-as-a-Service
Vereinbarungen dar.
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2025
Kundenstock
-2.167
0
-211
0
0
-2.378
Software
-763
0
-233
0
0
-996
Übrige
-44
0
0
0
8
-36
Immaterielle Vermögenswerte
-2.974
0
-444
0
8
-3.410
2024
Kundenstock
-1.964
0
-203
0
0
-2.167
Software
-600
0
-164
0
1
-763
Übrige
-44
0
0
0
0
-44
Immaterielle Vermögenswerte
-2.608
0
-367
0
1
-2.974
51
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
51
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen zum
Erwerb oder zur Erstellung von immateriellen Vermögenswerten noch
wesentliche Verpflichtungen für Reparaturen,
Instandhaltungen oder Verbesserungen.
In den kumulierten Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten sind keine außerplanmäßigen
Wertminderungen bzw. deren Aufholungen
enthalten.
(25)
Sachanlagen
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
und Buchwertvergleich
Anschaffungswert
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2025
Unbebaute Grundstücke
385
0
0
0
0
385
385
385
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
8.367
0
0
0
-9
8.358
8.246
8.256
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
76.207
0
96
-2.361
-3.647
70.295
32.170
35.326
Betriebs- und Geschäftsausstattung
41.481
0
1.301
-7
-130
42.645
10.617
11.370
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
126.440
0
1.397
-2.368
-3.786
121.683
51.418
55.337
2024
Unbebaute Grundstücke
385
0
0
0
0
385
385
385
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
8.303
0
49
15
0
8.367
8.256
8.192
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
75.538
0
810
-141
0
76.207
35.326
36.877
Betriebs- und Geschäftsausstattung
38.942
0
2.502
291
-254
41.481
11.370
10.607
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
123.168
0
3.361
165
-254
126.440
55.337
56.061
Die Zugänge an Betriebs- und Geschäftsausstattungen betreffen im Wesentlichen
laufende Ersatzinvestitionen der Hypo Tirol Bank AG. Die Abgänge
betreffen größtenteils den Abgang der Sachanlagen. Die Umbuchungen sind auf eine Umgliederung zwischen Sachanlagen und Investment Properties
zurückzuführen.
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen zum
Erwerb oder zur Erstellung von Sachanlagen noch wesentliche
Verpflichtungen für Reparaturen, Instandhaltungen oder Verbesserungen.
In den Angaben zu Gebäudewerten sind Nutzungsrechte aus Leasingverträgen mit einem Buchwert per 31.12.2025 in Höhe von TEUR 4.785 (2024:
TEUR 5.313) enthalten. Weitere Angaben dazu finden sich in Note (43).
HYPO TIROL BANK AG
52
Anhang (Notes)
52
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2025
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
-111
0
0
0
0
-111
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
-40.881
0
-2.123
1.233
3.647
-38.124
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-30.111
0
-1.760
2
-159
-32.028
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
-71.103
0
-3.883
1.235
3.488
-70.263
2024
Bebaute Grundst. Eigengenutzt – Grundwert
-111
0
0
0
0
-111
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
-38.661
0
-2.181
-39
0
-40.881
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-28.335
0
-1.880
-12
116
-30.111
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
-67.107
0
-4.061
-51
116
-71.103
In den kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen sind keine außerplanmäßigen Wertminderungen bzw.
deren Aufholungen enthalten.
(26)
Sonstige Vermögenswerte
in Tsd EUR
2025
2024
Steuerforderungen
3.252
1.215
Rechnungsabgrenzungsposten
1.276
683
Übrige
6.045
5.394
Sonstige Vermögenswerte
10.573
7.292
Steuerforderungen umfassen die laufende Verrechnung von Verbrauchssteuern
sowie aktivierte Körperschaftsteuer weiterer Konzerngesellschaften.
In den übrigen sonstigen Vermögenswerten sind im Geschäftsjahr 2025 Immobilien aus ehemaligen Leasingverträgen der Zweigniederlassung Italien in
Höhe von TEUR 566 (2024: TEUR 765) enthalten. Des Weiteren setzt sich der Posten aus offenen Verrechnungskonten
des Zahlungs-/Geldverkehrs in
Höhe von TEUR 704 (2024: TEUR 1.499), aus Guthaben bei Hausverwaltungen in Höhe von TEUR 1.395 (2024: TEUR 431) sowie aus am Fälligkeitstag
von Devisentermingeschäften fälligen Unterschiedsbeträgen zwischen Kassa
-
und Terminkursen in Höhe von TEUR 1.190 (2024: TEUR 1.058)
zusammen.
(27)
Langfristige Vermögenswerte,
die zur Veräußerung gehalten
werden
Bei den als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
in Höhe von TEUR 534 (2024: TEUR 534) handelt es sich um Immobilien, die im
Geschäftsjahr 2026 veräußert werden. Es liegen entsprechende Vereinbarungen vor.
Wertberichtigungen wurden durch einen Vergleich des Buchwertes mit dem Verkehrswert
laut externen Schätzgutachten ermittelt. Der beizulegende
Zeitwert wird basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik dem Level 3 zugeordnet.
53
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
53
(28)
Latente Ertragsteueransprüche
und -verpflichtungen
Die folgende Tabelle zeigt die temporären
Differenzen zwischen dem Bestand im Konzernabschluss und der Steuerbilanz, welche zu einem latenten
Steueranspruch bzw. zu einer latenten
Steuerverbindlichkeit führen:
in Tsd EUR
2025
2024
Bewertung von abgesicherten Forderungen und Verbindlichkeiten Kunden zum beizulegenden Zeitwert
und
Bewertung der Risikovorsorge
19.979
17.804
Bewertung von Derivaten zum beizulegenden Zeitwert
32.895
39.012
Bewertung der finanziellen Vermögenswerte
11.461
9.104
Anwendung der Bewertungsmethode bei Erstkonsolidierung sowie Anwendung unterschiedlicher
Abschreibungssätze bei den „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und den Sachanlagen"
2.151
634
Bewertung der verbrieften Verbindlichkeiten sowie der finanziellen Verbindlichkeiten
– designated at Fair Value
0
0
Bewertung der Rückstellungen
578
961
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge
1.641
179
Latente Steueransprüche vor Saldierung
68.705
67.694
Saldierung
-67.877
-66.193
Latente Steueransprüche nach Saldierung
828
1.501
Bewertung von abgesicherten Forderungen und Verbindlichkeiten Kunden zum beizulegenden Zeitwert
und
Bewertung der Risikovorsorge
2.078
1.701
Bewertung von Derivaten zum beizulegenden Zeitwert
34.170
29.687
Bewertung der finanziellen Vermögenswerte
549
514
Anwendung der Bewertungsmethode bei Erstkonsolidierung sowie Anwendung unterschiedlicher
Abschreibungssätze bei den „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und den Sachanlagen"
2.989
3.098
Bewertung der Verbrieften Verbindlichkeiten
sowie der finanziellen Verbindlichkeiten – designated at Fair
Value
29.950
32.240
Bewertung der Rückstellungen
0
0
Latente Steuerverpflichtungen vor Saldierung
69.736
67.240
Saldierung
-67.877
-66.193
Latente Steuerverpflichtungen nach Saldierung
1.859
1.047
Aus der Siebtelverteilung von Teilwertabschreibungen zu
Beteiligungen sind latente Steueransprüche in der Höhe TEUR 581 (2024: TEUR 722)
berücksichtigt. In der Berechnung der Ertragssteuern wurden Siebtelbeträge in der Höhe von TEUR 630 (2024: TEUR 649) berücksichtigt. Es gibt keine
offenen Siebtel aus Teilwertabschreibungen
zu Beteiligungen, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden. Bei den steuerlichen
Verlustvorträgen gibt es ebenso keine Beträge
ohne latente Steuerforderungen.
HYPO TIROL BANK AG
54
Anhang (Notes)
54
Die Überleitung der latenten Steuern vom Vorjahr mit den im laufenden Geschäftsjahr erfolgswirksam bzw.
erfolgsneutral gebuchten Veränderungen
stellt sich wie folgt dar:
latente Steuer
netto
Veränderungen 2025
latente Steuer
netto
in Tsd EUR
01.01.2025
erfolgswirksam
erfolgsneutral
31.12.2025
davon: latenter
Steuranspruch
davon: latente
Steuer-
verbindlichkeit
Bewertung von abgesicherten Forderungen
und Verbindlichkeiten Kunden zum
beizulegenden Zeitwert und Bewertung der
Risikovorsorge
16.103
1.798
0
17.901
19.979
-2.078
Bewertung von Derivaten zum
beizulegenden Zeitwert
9.325
-10.600
0
-1.275
34.536
-34.170
Bewertung der finanziellen
Vermögenswerte
8.590
2.072
249
10.912
11.461
-549
Anwendung der Bewertungsmethode bei
Erstkonsolidierung sowie Anwendung
unterschiedlicher Abschreibungssätze bei
den "Als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien und den Sachanlagen"
-2.464
1.626
0
-838
2.151
-2.989
Bewertung der verbrieften
Verbindlichkeiten sowie der finanziellen
Verbindlichkeiten - designated at Fair
Value
-32.240
2.212
78
-29.950
0
-29.950
Bewertung der Rückstellungen
961
-280
-103
578
578
0
Latente Steueransprüche auf
Verlustvorträge
179
1.462
0
1.641
0
0
Saldierung latenter Steuern
0
0
0
0
-67.877
67.877
Gesamt
454
-1.710
225
-1.031
828
-1.859
55
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
55
(29)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten nach Regionen
in Tsd EUR
2025
2024
Österreich
88.859
73.511
Ausland
74.840
563.201
Deutschland
35.338
502.045
Italien
0
0
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
39.502
61.156
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
163.699
636.712
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
58.761
75.087
Bis 3 Monate
2.013
520.367
Über 3 Monate bis 1 Jahr
55.936
920
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
19.150
18.695
Über 5 Jahre
27.839
21.643
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
163.699
636.712
(30)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden nach Art der Bewertung
in Tsd EUR
2025
2024
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
4.028.589
3.482.658
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
59.321
58.947
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
3.541.605
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden nach Geschäftsart
in Tsd EUR
2025
2024
Girobereich
2.220.214
2.065.991
Termineinlagen
1.145.263
704.692
Sonstige Einlagen
28.090
34.102
Spareinlagen
442.050
470.944
Kapitalsparbücher
252.293
265.876
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
3.541.605
HYPO TIROL BANK AG
56
Anhang (Notes)
56
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden nach Regionen
in Tsd EUR
2025
2024
Österreich
3.774.440
3.346.703
Ausland
313.470
194.902
Deutschland
142.367
149.182
Italien
152.930
25.157
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
18.173
20.563
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
3.541.605
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
2.248.283
2.256.064
Bis 3 Monate
1.142.290
757.584
Über 3 Monate bis 1 Jahr
569.490
385.249
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
58.494
69.924
Über 5 Jahre
69.353
72.784
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
3.541.605
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden nach Branchen
in Tsd EUR
2025
2024
Öffentlicher Sektor
718.966
367.540
Firmenkunden
1.024.569
844.872
Private Haushalte
2.344.375
2.329.193
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
3.541.605
57
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
57
(31)
Verbriefte Verbindlichkeiten
Verbriefte Verbindlichkeiten
nach Art der Bewertung
in Tsd EUR
2025
2024
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
2.493.551
2.526.696
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
166.925
202.173
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
2.728.869
Der Rückzahlungsbetrag von erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten
beträgt TEUR 164.071 (2024: TEUR 214.878),
woraus sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Rückzahlungsbetrag von TEUR 14.512 (2024: TEUR 12.705) ergibt.
In Bezug auf die verbrieften Verbindlichkeiten gab es im abgelaufenen
Geschäftsjahr keine Modifikationen.
Verbriefte Verbindlichkeiten
nach Geschäftsarten
in Tsd EUR
2025
2024
angepasst
Pfandbriefe
1.772.013
1.764.800
Kommunalbriefe
332.015
317.614
Anleihen
371.042
467.981
davon Senior Preferred
371.042
462.965
davon Senior Non-Preferred
0
5.016
Wohnbaubankanleihen
185.406
178.474
Ergänzungskapital
0
0
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
2.728.869
Eine Anpassung für das Jahr 2024 erfolgte dahingehend, dass zwei Unterpositionen bei den Anleihen ergänzt wurden.
Entwicklung der verbrieften Verbindlichkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Stand 01.01.
2.728.869
2.776.480
Neuaufnahme
69.598
323.719
Rückzahlungen
-150.225
-432.009
Veränderung Zinsabgrenzung
2.302
5.461
Bewertungsänderungen
9.932
55.218
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
2.728.869
HYPO TIROL BANK AG
58
Anhang (Notes)
58
Verbriefte Verbindlichkeiten
nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
204
244
Bis 3 Monate
16.069
42.966
Über 3 Monate bis 1 Jahr
549.194
97.653
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.357.586
1.837.564
Über 5 Jahre
737.423
750.442
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
2.728.869
(32)
Derivate
in Tsd EUR
2025
2024
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
15.703
19.686
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
103.069
132.769
Derivate
118.772
152.455
Derivate nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Bis 3 Monate
864
570
Über 3 Monate bis 1 Jahr
11.243
1.582
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
16.336
21.128
Über 5 Jahre
90.329
129.175
Derivate
118.772
152.455
Als Sicherungsinstrumente werden ausschließlich Zinsswaps eingesetzt. Betreffend Angaben zu Grundgeschäften verweisen wir auf
Note (20).
59
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
59
(33)
Rückstellungen
in Tsd EUR
2025
2024
Abfertigungsrückstellung
9.059
10.002
Pensionsrückstellung
3.245
3.469
Jubiläumsgeldrückstellung
1.765
1.961
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
12.019
21.671
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
10.405
9.096
Sonstige Rückstellungen
6.742
5.615
Rückstellungen
43.235
51.814
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft bestehen zum größten
Teil aus einer Rückstellung für Kredit
-Bearbeitungsgebühren in der Höhe von
TEUR 8.882 (VJ: TEUR 15.355). Die Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren wurde an die aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung
angepasst. Im Jahr 2025 wurde aufgrund der Rechtsprechungen eine Rückstellung für Gebühren im Zusammenhang mit Lösungsquittungen im
Kreditgeschäft in der Höhe von TEUR 1.680 gebildet.
In der Vergangenheit hat die Hypo Tirol Bank AG eine Rückstellung für Negativzinsen
gebildet, die laufend aufgelöst wird und nur nicht verjährte
Ansprüche beinhaltet. Diese Rückstellung für Negativzinsen beträgt TEUR 1.173 (2024: TEUR 4.507) sowie für sonstige aus der Vergabe
von Krediten
resultierende Verpflichtungen, die bezüglich ihrer Fälligkeit
oder Höhe ungewiss sind.
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste stellen Rückstellungen
für Kreditrisiken von Haftungen und offenen Kreditrahmen,
welche gemäß dem 3-
Stufen-Modell von IFRS 9 ermittelt werden, dar.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sonstige Personalrückstellungen, Prozesskosten,
Haftungen sowie übrige sonstige Rückstellungen (für Details
wird auf den Unterpunkt „Sonstige Rückstellungen“ verwiesen).
Im Vorjahr 2024 wurde eine Rückstellung im Zusammenhang mit dem Wegfall der Zwischenbankbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 28 zweiter Satz
UStG in
Höhe von TEUR 281 gebildet. Diese bisherige Befreiung, die bis Ende 2024 nach nationalem Recht umgesetzt war,
könnte durch den EuGH als
verbotene Beihilfe eingestuft werden und somit zu einer rückwirkenden Rückforderung führen. Im Jahr 2025 wurde der Zinsaufwand für ein weiteres
Jahr dotiert und die Rückstellung auf TEUR 299 erhöht.
HYPO TIROL BANK AG
60
Anhang (Notes)
60
Entwicklung der Rückstellungen
für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder
Abfertigungs-
rückstellung
Pensions-
rückstellung
Jubiläumsgeld-
rückstellung
in Tsd EUR
2025
Stand 01.01.
10.002
3.469
1.961
Dienstzeitaufwand
304
0
115
Zinsaufwand
323
106
62
Transfers
0
0
0
Zahlungen
-991
-463
-112
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-579
133
-261
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der demografischen Annahmen
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der finanziellen Annahmen
-579
133
-261
Stand 31.12.
9.059
3.245
1.765
2024
Stand 01.01.
10.749
3.722
2.126
Dienstzeitaufwand
327
0
119
Zinsaufwand
358
122
70
Transfers
0
0
0
Zahlungen
-1.406
-460
-212
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-26
85
-142
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der demografischen Annahmen
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der finanziellen Annahmen
-26
85
-142
Stand 31.12.
10.002
3.469
1.961
61
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
61
Entwicklung der versicherungsmathematischen
Bewertungsveränderung aus demografischen bzw.
finanziellen Annahmen
Während versicherungsmathematische Bewertungseffekte bei der Abfertigungsrückstellung
und Pensionsrückstellung im sonstigen Ergebnis
(Gesamtergebnisrechnung) erfasst werden, wird die Verbuchung dieser
Effekte bei der Jubiläumsgeldrückstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung
vorgenommen.
in Tsd EUR
2025
2024
2023
2022
2021
2020
Abfertigungsrückstellung
9.059
10.002
10.749
10.324
13.020
13.456
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-579
-26
1.081
-2.334
-368
260
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
-579
-26
1.081
-2.334
-368
260
Pensionsrückstellung
3.245
3.469
3.722
3.832
4.689
5.073
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
133
85
181
-421
42
318
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
133
85
181
-421
42
318
Jubiläumsgeldrückstellung
1.765
1.961
2.126
2.173
2.475
2.591
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-261
-142
-68
-404
-181
-27
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
-261
-142
-68
-404
-181
-27
Sensitivitätsanalyse Abfertigungsrückstellung
Sensitivität Diskontierungszinssatz
2025
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
4,05%
5,05%
3,05%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
9.059
8.403
9.795
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
-656
736
2024
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,28%
4,28%
2,28%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.002
9.233
10.872
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
-769
870
Sensitivität Gehaltsvalorisierung
2025
IST
+1 %
-1 %
Gehaltsvalorisierung
2,50%
3,50%
1,50%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
9.059
9.799
8.387
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
740
-672
2024
IST
+1 %
-1 %
Gehaltsvalorisierung
2,50%
3,50%
1,50%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.002
10.870
9.220
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
868
-782
HYPO TIROL BANK AG
62
Anhang (Notes)
62
Sensitivitätsanalyse Pensionsrückstellung
Sensitivität Diskontierungszinssatz
2025
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
4,05%
5,05%
3,05%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.245
3.080
3.430
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
-165
185
2024
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,28%
4,28%
2,28%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.469
3.275
3.689
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
-194
220
Sensitivität Pensionsvalorisierung
2025
IST
+1 %
-1 %
Pensionsvalorisierung
1,50%
2,50%
0,50%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.245
3.433
3.075
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
188
-170
2024
IST
+1 %
-1 %
Pensionsvalorisierung
1,50%
2,50%
0,50%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.469
3.691
3.269
Veränderung zu IST in Tsd
EUR
222
-200
Die Sensitivitätsanalyse zeigt, falls die versicherungsmathematischen Annahmen des Diskontierungszinssatzes
und der Gehalts- bzw.
Pensionsvalorisierung Verzerrungen (+/- 1,0 %) unterliegen, dass die bilanzierte Pensions-, Jubiläumsgeld- bzw.
Abfertigungsrückstellung entweder zu
hoch oder zu niedrig ausgewiesen werden würde.
Sonstige Rückstellungen
in Tsd EUR
2025
2024
Sonstige Personalrückstellungen
5.346
4.211
Prozesskostenrückstellungen
650
680
Übrige sonstige Rückstellungen
746
724
Sonstige Rückstellungen
6.742
5.615
63
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
63
Entwicklung der übrigen Rückstellungen
Stand 01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge
Verwendung
Abgänge
Sonstige
Veränderungen
Stand 31.12.
in Tsd EUR
2025
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
21.671
0
1.780
-94
-11.338
0
12.019
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
9.096
0
1.309
0
0
0
10.405
Sonstige Rückstellungen
5.615
0
9.449
-7.678
-644
0
6.742
Übrige Rückstellungen
36.382
0
12.538
-7.772
-11.982
0
29.166
2024
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
24.737
0
587
-225
-3.428
0
21.671
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
8.177
0
919
0
0
0
9.096
Sonstige Rückstellungen
5.893
0
5.569
-4.122
-1.725
0
5.615
Übrige Rückstellungen
38.807
0
7.075
-4.347
-5.153
0
36.382
Fälligkeitsstruktur der Rückstellungen
in Tsd EUR
unter 1 Jahr
über 1 Jahr
2025
Abfertigungsrückstellung
0
9.059
Pensionsrückstellung
0
3.245
Jubiläumsgeldrückstellung
0
1.765
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
10.846
1.173
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
0
10.405
Sonstige Rückstellungen
5.065
1.677
Rückstellungen
15.911
27.324
2024
Abfertigungsrückstellung
0
10.002
Pensionsrückstellung
0
3.469
Jubiläumsgeldrückstellung
0
1.961
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
18.750
2.921
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
0
9.096
Sonstige Rückstellungen
3.368
2.247
Rückstellungen
22.118
29.696
HYPO TIROL BANK AG
64
Anhang (Notes)
64
(34)
Sonstige Verbindlichkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen
0
0
Lieferungen und Leistungen
36.785
41.692
Rechnungsabgrenzungen
1.647
2.073
Sonstige Verbindlichkeiten - Sonstige
7.805
7.806
Sonstige Verbindlichkeiten
46.237
51.571
Unter der Position „Sonstige Verbindlichkeiten“
sind Verbindlichkeiten gegenüber eigenen Angestellten
der Hypo Tirol Bank AG in Höhe von TEUR 351
(2024: TEUR 204) enthalten.
(35)
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
Die laufenden Ertragsteuerverpflichtungen betreffen im Wesentlichen
Verpflichtungen aus noch nicht bezahlten Körperschaftsteuern.
(36)
Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR
Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR nach Art der Bewertung
in Tsd EUR
2025
2024
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
86.779
97.122
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
97.122
Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Über 3 Monate bis 1 Jahr
30.502
10.154
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
49.140
76.487
Über 5 Jahre
7.137
10.481
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
97.122
Entwicklung Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR
in Tsd EUR
2025
2024
Stand 01.01.
97.122
97.118
Neuaufnahme
0
0
Rückzahlungen
-10.000
0
Veränderung Zinsabgrenzung
-233
33
Bewertungsänderungen
-110
-29
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
97.122
65
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
65
(37)
Eigenkapital
in Tsd EUR
2025
2024
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Kapitalrücklage
300.332
300.332
davon: gebundene Kapitalrücklage
139.132
139.132
davon: nicht gebundene Kapitalrücklage
161.200
161.200
FVOCI-Rücklage aus Änderung Fair Value nach Steuern
109
945
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste nach Steuern
-4.160
-4.503
Bonitätsinduzierte Fair-Value-Änderung eigene Verbindlichkeiten
3.494
3.753
Gewinnrücklagen, Konzerngewinn
387.737
355.829
Eigenkapital
737.512
706.356
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
733.823
701.282
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
3.689
5.074
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt für das Geschäftsjahr 2025: 0,60 % (2024: 0,79 %).
Kapitalrücklage:
Die ausgewiesene Kapitalrücklage resultiert neben dem Effekt aus der AG-Umwandlung der Hypo Tirol Bank AG aus einem Zuschuss des Eigentümers
Land Tirol in Höhe von EUR 220 Mio.
Gewinnrücklage:
Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage (TEUR 5.000) und andere aus dem Konzernüberschuss gebildete Rücklagen. Weiters
werden in der Gewinnrücklage Effekte aus der Erstanwendung von IFRS
9 ausgewiesen.
HYPO TIROL BANK AG
66
Anhang (Notes)
66
Zusätzliche IFRS-Informationen
(38)
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
Entwicklung der Verbindlichkeiten
aus Finanzierungstätigkeiten
in Tsd EUR
Stand
01.01.2025
zahlungswirksame
Veränderung
zahlungsunwirksame
Veränderung
Stand
31.12.2025
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.121
-10.342
0
86.779
Leasingverbindlichkeiten
5.375
-691
0
4.684
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
102.496
-11.033
0
91.463
in Tsd EUR
Stand
01.01.2024
zahlungswirksame
Veränderung
zahlungsunwirksame
Veränderung
Stand
31.12.2024
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.118
0
3
97.121
Leasingverbindlichkeiten
6.489
-685
-429
5.375
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
103.607
-685
-426
102.496
Das Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR ist in Note (36) dargestellt.
Leasingverbindlichkeiten sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Note (34)
ausgewiesen.
(39)
Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
Fair Value von ausgewählten
Bilanzposten
Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich
der Buchwerte und Fair Values der einzelnen Bilanzposten:
AKTIVA
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
in Tsd EUR
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2024
Barreserve
888.177
872.181
1.019.853
1.018.210
Forderungen an Kreditinstitute
52.442
50.096
63.056
62.803
Forderungen an Kunden
5.253.617
5.218.414
5.250.102
5.224.994
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
5.242
5.242
10.582
10.582
zu Anschaffungskosten bewertet
5.248.375
5.213.172
5.239.520
5.214.412
Derivate
138.961
138.961
129.075
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.424.601
1.394.841
1.331.416
1.294.107
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
62.829
62.829
96.329
96.329
zu Anschaffungskosten bewertet
1.361.772
1.332.012
1.235.087
1.197.778
67
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
67
PASSIVA
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
in Tsd EUR
31.12.2025
31.12.2025
31.12.2024
31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
163.699
162.430
636.712
568.851
zu Anschaffungskosten bewertet
163.699
162.430
636.712
568.851
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.087.910
4.139.058
3.541.605
3.554.309
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
59.321
59.321
58.947
58.947
zu Anschaffungskosten bewertet
4.028.589
4.079.737
3.482.658
3.495.362
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
2.605.163
2.728.869
2.752.209
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
166.925
166.925
202.173
202.173
zu Anschaffungskosten bewertet
2.493.551
2.438.238
2.526.696
2.550.036
Derivate
118.772
118.772
152.455
152.455
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
84.617
97.122
94.768
zu Anschaffungskosten bewertet
86.779
84.617
97.122
94.768
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte und sonstigen Verbindlichkeiten
stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden
Zeitwert dar.
Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.
Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
wird der beizulegende Zeitwert wie im Kapitel „Sonstige Angaben“ beschrieben ermittelt.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bei den auf Marktdaten basierenden Bewertungsverfahren (Level
2) die beizulegenden Zeitwerte über die
Discounted-Cashflow-Methode ermittelt werden und bei Finanzinstrumenten mit optionalen Bestandteilen Optionspreismodelle angewendet werden,
wobei die Inputfaktoren auf Marktdaten basieren. Mit nicht auf Marktdaten basierenden Bewertungsverfahren
(Level 3) wurden im laufenden
Geschäftsjahr Kundenforderungen mittels Discounted-Cashflow-Verfahren
bewertet. Die zukünftigen Zahlungsströme, abgeleitet aus dem
zugrundeliegenden Nominale, basieren auf der aktuellen Marktzinskurve und werden mittels risikoadäquaten Zinssatzes diskontiert. Die
risikoadäquaten Zinsaufschläge werden aus der konzerninternen Risikoeinschätzung
abgeleitet und unterschiedlichen Ratingklassen zugeordnet. Das
Rating hat somit einen wesentlichen Einfluss auf den Diskontierungszinssatz, welcher für die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts benötigt wird. Als
bedeutender, nicht beobachtbarer Eingangsparameter
kann demnach das hausinterne Bonitätsrating genannt werden. Je besser das Rating, desto
geringer der damit verbundene Diskontierungszinssatz und somit folglich desto höher der beizulegende Zeitwert. Dieser Effekt
wird in der
Sensitivitätsanalyse der at Fair Value designierten Instrumente veranschaulicht.
HYPO TIROL BANK AG
68
Anhang (Notes)
68
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert werden
Bei den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
werden nachfolgend die
beizulegenden Zeitwerte dargestellt sowie den drei Levels gemäß der IFRS-Hierarchie
des beizulegenden Zeitwerts zugeordnet.
2025
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Forderungen an Kunden – designated at Fair Value
0
0
5.242
5.242
Derivate
14
138.947
0
138.961
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
48.917
0
13.912
62.829
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
48.931
138.947
19.154
207.032
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – designated at Fair
Value
0
59.321
0
59.321
Derivate
0
118.772
0
118.772
Finanzielle Verbindlichkeiten – designated at Fair Value
0
166.925
0
166.925
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0
345.018
0
345.018
In Bezug auf die Zuordnung zu Level 1, Level 2 bzw. Level 3 gab
es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Umgliederungen zwischen den verschiedenen
Leveln.
2024
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Forderungen an Kunden – designated at Fair Value
0
0
10.582
10.582
Derivate
0
129.075
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
75.953
6.630
13.746
96.329
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
75.953
135.705
24.328
235.986
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – designated at Fair
Value
0
58.947
0
58.947
Derivate
0
152.455
0
152.455
Finanzielle Verbindlichkeiten – designated at Fair Value
0
202.173
0
202.173
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0
413.575
0
413.575
69
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
69
Überleitung der Finanzinstrumente in die
Level-3-Kategorie
2025
Forderungen an Kunden
designated at Fair Value
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Gesamt
in Tsd EUR
Anfangsbestand
10.582
13.746
24.328
Gewinne/Verluste insgesamt
-209
20
-189
– in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
-209
20
-189
– im sonstigen Ergebnis erfasst
0
0
0
Käufe
0
0
0
Verkäufe
-5.131
-18
-5.149
Emissionen
0
0
0
Ausgleiche
0
164
164
Umklassifizierung in Level 3
0
0
0
Umklassifizierung aus Level 3
0
0
0
Endbestand
5.242
13.912
19.154
2024
Forderungen an Kunden
designated at Fair Value
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Gesamt
in Tsd EUR
Anfangsbestand
17.642
17.644
35.286
Gewinne/Verluste insgesamt
-253
-3.543
-3.796
– in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
-253
-3.543
-3.796
– im sonstigen Ergebnis erfasst
0
0
0
Käufe
0
18
18
Verkäufe
-6.807
-408
-7.215
Emissionen
0
0
0
Ausgleiche
0
35
35
Umklassifizierung in Level 3
0
0
0
Umklassifizierung aus Level 3
0
0
0
Endbestand
10.582
13.746
24.328
Die Zeile „Gewinne/Verluste“ enthält zum Bilanzstichtag
ein unrealisiertes Ergebnis von TEUR -17 (2023: TEUR 1.954). Dabei setzt sich das Ergebnis aus
unrealisierten Gewinnen in Höhe von TEUR 681 (2023: TEUR 4.453) und unrealisierten Verlusten in Höhe von TEUR -698 (2023: TEUR -2.499)
zusammen.
Sensitivitätsanalyse von nicht beobachtbaren
Parametern
Basiert der Wert eines Finanzinstruments auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern, kann der hierfür zu verwendende Wert dieser Parameter
zum
Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen ausgewählt werden. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses
werden für diese nicht beobachtbaren Parameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und den
konzerninternen Risikoeinschätzungen entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die sich aus der relativen Unsicherheit bei der Bestimmung der
beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten ergeben, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Parametern
basieren. Dennoch ist es
HYPO TIROL BANK AG
70
Anhang (Notes)
70
unwahrscheinlich, dass in der Praxis alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren
Ende ihrer Bandbreite von angemessenen
möglichen Alternativen liegen. Ferner sind die vorliegenden Angaben keine Vorhersage oder Indikation
für künftige Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts.
Da insbesondere die Vergabe der Ratings auf subjektive Einschätzungen zurückzuführen ist, weist der Konzern
hier auf die Sensitivität jener
Berechnungsgröße hin. Eine Veränderung der Ratingstufe führt zu Anpassungen des risikoadäquaten
Zinsaufschlags und demzufolge zu einem
geänderten Diskontierungszinssatz, der einen wesentlichen Einfluss bei der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts hat. Die Sensitivität wird innerhalb
einer positiven und negativen Bandbreite durch Reklassifizierung des Ratings um eine Bonitätsstufe nach oben oder unten simuliert.
Die Hypo Tirol Bank AG teilt alle Kundenforderungen in Ratingstufen ein, die von 1A bis 5E reichen. Alle Forderungen mit einer Ratingstufe
5 stellen
ausgefallene Forderungen dar.
Die für die Kalkulation der Fair Values verwendeten Ausfallwahrscheinlichkeiten
werden unter Berücksichtigung des
makroökonomischen Ausblicks ermittelt und wirken sich im Risikoaufschlag des Diskontierungszinses
aus. Sie reichen von 0,01% der Stufe 1A bis
72,79% der Stufe 4E. Ab der Stufe 5A wird eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 100% herangezogen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die
Sensitivität der Forderungen an Kunden designated at Fair Value auf Ratingveränderungen.
Hierzu wird eine
Reklassifizierung des Ratings durch eine Anpassung der risikoadäquaten Zinsaufschläge um den Faktor 1,5 nach oben und nach unten simuliert. Der
Faktor entspricht der Veränderung der Ausfallwahrscheinlichkeiten
bei einer Ratingveränderung um eine Ratingstufe.
2025
Positive Änderung des beizulegenden
Zeitwerts bei Ratingveränderung
um eine Ratingstufe
Negative Änderung des beizulegenden
Zeitwerts bei Ratingveränderung
um eine Ratingstufe
in Tsd EUR
Forderungen an Kunden designated at Fair Value
0
0
Insgesamt
0
0
Bonitätsinduzierte Fair-Value
-Änderungen
Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,
die freiwillig zum beizulegenden Zeitwert (zur Vermeidung einer inkonsistenten
Bewertung aufgrund Accounting Mismatch) bewertet werden, ergeben sich aus der Änderung der Bonität folgende Gewinne oder Verluste.
Die bonitätsinduzierte Fair-Value-Änderung der finanziellen Vermögenswerte
der Periode beträgt TEUR 0 (2024: TEUR -2). Der Ausweis dieses Ertrags
erfolgt über das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Die kumulierte bonitätsinduzierte Änderung beläuft sich auf TEUR
6 (2024: TEUR 6).
Die bonitätsinduzierten Fair-Value Änderungen für finanzielle Verbindlichkeiten
erfolgt generell erfolgsneutral und ist in der Gesamtergebnisrechnung
separat ausgewiesen.
Die Bestimmung der bonitätsinduzierten Veränderung wird über eine Bewertung im Kreditrisikonebenbuch
vorgenommen. Hierzu wird anhand der
entsprechenden PDs, LGDs und EADs eine Expected Credit Loss Kalkulation vorgenommen.
71
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
71
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert
werden
Die Bewertungstechniken zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten des Konzerns,
die in der Bilanz nicht zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert werden, entsprechen denen, die in Note (3) „Wesentliche
Ermessensentscheidungen“ aufgeführt
sind.
Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden nicht auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert.
Dies gilt
zum Beispiel für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten. Für jene Instrumente wird der beizulegende Zeitwert nur für Zwecke
der Anhangangabe kalkuliert und hat weder einen Einfluss auf die Konzernbilanz noch auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
Zusätzlich sind
zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts in erheblichem Umfang Einschätzungen durch das Management notwendig, da diese Instrumente nicht
gehandelt werden.
Buchwert
Beizulegender Zeitwert
2025
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Barreserven
888.177
23.111
0
849.070
872.181
Forderungen an Kreditinstitute
52.442
0
0
50.096
50.096
Forderungen an Kunden
5.248.375
0
0
5.213.172
5.213.172
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.361.772
1.327.211
4.801
0
1.332.012
PASSIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
163.699
0
162.430
0
162.430
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.028.589
0
4.079.737
0
4.079.737
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.493.551
1.759.233
679.005
0
2.438.238
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
0
84.617
0
84.617
2024
in Tsd EUR
AKTIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Barreserven
1.019.853
23.142
0
995.068
1.018.210
Forderungen an Kreditinstitute
63.056
0
0
62.803
62.803
Forderungen an Kunden
5.239.520
0
0
5.214.412
5.214.412
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.235.087
1.188.083
9.695
0
1.197.778
PASSIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
636.712
0
568.851
0
568.851
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.482.658
0
3.495.362
0
3.495.362
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.526.696
1.735.922
814.115
0
2.550.037
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
0
94.768
0
94.768
HYPO TIROL BANK AG
72
Anhang (Notes)
72
(40)
Maximales Ausfallrisiko
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die folgende Angabe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte
nach Berücksichtigung von
Wertberichtigungen dargestellt:
2025
Kredite und
Forderungen
Fremdkapitalinstrumente
der Kategorie
Handelsaktiva und
finanziellen
Vermögenswerte
sowie Derivate
Maximales
Ausfallrisiko
Eigenkapital-
instrumente
der Kategorie
Handelsaktiva und
finanzielle
Vermögenswerte
Buchwert
in Tsd EUR
Forderungen an Kreditinstitute
52.442
0
52.442
0
52.442
Forderungen an Kunden
5.253.617
0
5.253.617
0
5.253.617
– at cost
5.248.375
0
5.248.375
0
5.248.375
– erfolgswirksam zum Fair Value
5.242
0
5.242
0
5.242
Derivate
0
138.961
138.961
0
138.961
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
1.406.182
1.406.182
18.419
1.424.601
– at cost
0
1.361.772
1.361.772
0
1.361.772
– erfolgswirksam zum Fair Value
0
0
0
18.419
18.419
– erfolgsneutral zum Fair Value
0
44.410
44.410
0
44.410
2024
in Tsd EUR
Forderungen an Kreditinstitute
63.056
0
63.056
0
63.056
Forderungen an Kunden
5.250.102
0
5.250.102
0
5.250.102
– at cost
5.239.520
0
5.239.520
0
5.239.520
– erfolgswirksam zum Fair Value
10.582
0
10.582
0
10.582
Derivate
0
129.075
129.075
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
1.313.135
1.313.135
18.281
1.331.416
– at cost
0
1.235.087
1.235.087
0
1.235.087
– erfolgswirksam zum Fair Value
0
3
3
18.281
18.284
– erfolgsneutral zum Fair Value
0
78.045
78.045
0
78.045
Das maximale Ausfallrisiko aus den Kreditzusagen und Finanzgarantien beträgt
zum Bilanzstichtag TEUR 1.041.411 (2023: TEUR 1.036.676).
Risikomindernde Maßnahmen werden insbesondere durch die Hereinnahme von Sicherheiten gesetzt. Als Sicherheiten dienen vorwiegend
Hypotheken, Garantien und andere Vermögenswerte.
Nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben bewertete anrechenbare Sicherheiten reduzieren
das Ausfallrisiko von in der Bilanz ausgewiesener Aktiva in
folgendem Ausmaß:
73
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
73
in Tsd EUR
2025
2024
Forderungen an Kunden
4.252.600
3.024.118
– at cost
4.252.600
3.024.118
davon Hypotheken
3.738.332
2.730.875
Derivate
35.327
700
Als Sicherheiten sind hauptsächlich Hypotheken in Österreich mit stabilen Marktwerten bestellt. Finanzinstrumente, die zur Gänze besichert sind,
weisen dennoch eine Wertberichtigung auf, da jeder Sicherheitenart ein statistischer Loss Given Default zugeordnet
wird.
(41)
Angaben zur Saldierung von derivativen
Finanzinstrumenten
Gemäß IFRS 7 werden nachfolgend die Effekte der Saldierung für derivative
Finanzinstrumente mit Aufrechnungsvereinbarungen dargestellt. Der
Konzern weist darauf hin, dass mit sämtlichen Kontrahenten, mit denen derivative Finanzinstrumente
abgeschlossen wurden, Rahmenvereinbarungen
bestehen sowie keine Saldierungsverbote vereinbart wurden.
Im Konzernjahresabschluss der Hypo Tirol Bank AG werden keine derivativen Finanzinstrumente saldiert dargestellt.
Ab dem Geschäftsjahr 2025 wurde die auf eine Einrechnung der Sicherheiten in den Nettobetrag verzichtet. Das ausgewiesene angepasste Ergebnis
2024 wurde im Vorjahr im Textteil
der Note (41) erläutert.
In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen einer möglichen Saldierung jener Derivate, bei denen die Möglichkeit einer Aufrechnung besteht,
dargestellt:
Saldierung derivativer Finanzinstrumente Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
2025
Finanzielle
Vermögens-
werte
(brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Vermögens-
werte
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs-
rahmen-
vereinbarungen
Sicherheiten
in Form
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
in Tsd EUR
nicht saldiert
Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
138.961
0
138.961
-101.200
-35.327
37.760
Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
118.772
0
118.772
-101.200
-14.440
17.572
2024
Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
113.696
0
113.696
-112.922
-700
74
Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
145.359
0
145.359
-112.922
-25.504
6.933
2024 - angepasst
Vermögenswerte
derivative Finanzinstrumente
129.075
0
129.075
-112.922
-700
16.153
Verbindlichkeiten
derivative Finanzinstrumente
152.455
0
152.455
-112.922
-25.504
39.533
HYPO TIROL BANK AG
74
Anhang (Notes)
74
(42)
Angaben zu nahestehenden Personen
und Unternehmen
Im Sinne des IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen und Unternehmen Vorstand und Aufsichtsrat
der Hypo Tirol Bank AG sowie deren nächste
Familienangehörige, Tochterunternehmen
und andere Gesellschaften, an denen die Hypo Tirol Bank AG eine Beteiligung hält, sowie das Land Tirol inkl.
seiner wesentlichen Beteiligungen. Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen werden im Konzern die Vorstände des
Mutterunternehmens definiert. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit
nahestehenden Personen und Unternehmen
grundsätzlich zu den gleichen, marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen wie für im selben Zeitraum getätigte vergleichbare
Geschäfte mit Dritten.
Vorschüsse und Kredite an Vorstände,
Aufsichtsräte und deren nächsten Familienangehörigen betrugen zum Bilanzstichtag
TEUR 224 (2024: TEUR 453).
Zu Veränderungen bei den Krediten und Vorschüssen
können neben Neuaufnahmen, Rückzahlungen und Zinsbelastungen auch Veränderungen in der
Zusammensetzung der Organe (Vorstand und Aufsichtsrat)
sowie deren Familienangehörigen führen. Die Abfertigungsansprüche der aktiven Vorstände
betragen TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Die laufenden Aufwendungen der Bank für Versorgungsbezüge früherer Vorstandsmitglieder
und deren Hinterbliebenen betrugen abzüglich der ASVG-
Vergütungen im Berichtsjahr TEUR 354 (2024: TEUR 341).
Die Veränderung der Rückstellung für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder
und deren Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr 2025 zu einer
Auflösung in der Höhe von TEUR -181 (2024: TEUR -103). Für die ausstehenden Salden zum 31.12.2025 mit nahestehenden Personen und
Unternehmen werden Sicherheiten in Höhe von TEUR 3.442 (2024: TEUR 2.839)
gehalten. Vorschüsse wurden nicht geleistet.
Geschäftsbeziehungen mit vollkonsolidierten Gesellschaften werden im Zuge der Schuldenkonsolidierung eliminiert und somit nicht als Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen offengelegt. In den Beteiligungen dargestellte
Beträge betreffen die Geschäftsbeziehungen mit assoziierten
Unternehmen. Die Angabe in den Tabellen zu den Related Parties
betreffen den Eigentümer Land Tirol und dessen wesentliche Beteiligungen.
Wertberichtigungen nach IFRS 9 für Forderungen an nahestehende Unternehmen und Personen betragen
zum 31.12.2025 TEUR 62 (2024: TEUR 148).
Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
und Personen erfasst.
Die ausstehenden Salden sowie das Volumen der Geschäftsbeziehungen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit nahestehenden Unternehmen und Related
Parties zeigen folgende Tabellen:
Forderungen an Kunden
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen
assoziierte
Unternehmen
Related Parties
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Stand 01.01.
1.320
1.328
3.202
6.209
503.226
444.118
Im Laufe des Jahres begebene Kredite
73
0
0
0
169.954
127.458
Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft
-515
0
-207
-311
-70.161
-57.041
Veränderung Konsolidierungskreis
0
0
0
0
0
0
Veränderung der nahestehenden Personen und Unternehmen
0
0
0
0
0
0
Saldo aus Rückzahlungen, Zinsbelastungen und
Wechselkursveränderungen bestehender Kredite
-33
-8
-406
-2.696
-615
-11.309
Stand 31.12.
845
1.320
2.589
3.202
602.404
503.226
Sonstige kreditrisikobehaftete Transaktionen
0
0
0
0
0
0
75
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
75
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Verbundene
Unternehmen
Beteiligungen
Related Parties
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Stand 01.01.
696
532
4.785
4.095
254.791
427.632
Neuaufnahmen
5.287
0
740
4.260
33.178
2.815
Rückzahlungen
-530
0
-4.605
-3.570
-80.484
-212.381
Veränderung Konsolidierungskreis
0
0
0
0
0
0
Veränderung der nahestehenden Personen und Unternehmen
0
0
0
0
0
0
Saldo aus Rückzahlungen, Zinsbelastungen und
Wechselkursveränderungen bestehender Verbindlichkeiten
-33
164
0
0
-2.105
36.725
Stand 31.12.
5.420
696
920
4.785
205.380
254.791
Vergütungen an Vorstands
-
und Aufsichtsratsmitglieder
Vorstand
Aufsichtsrat
Gesamt
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Kurzfristig fällige Leistungen
1.298
1.261
149
147
1.447
1.408
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
19
19
0
0
19
19
Andere langfristig fällige Leistungen
0
0
0
0
0
0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
0
0
0
0
0
0
Anteilsbasierte Vergütungen
0
0
0
0
0
0
Kurzfristige fällige Leistungen
Die Kategorie umfasst Gehälter,
Sachbezüge, Sozialversicherungsbeiträge und sonstige kurzfristig fällige Leistungen (z.B.: geldwerte
Vorteile, Bonus).
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Hier werden Aufwendungen für Beiträge zur Vorsorgekasse
und Aufwendungen für die Abfertigungsrückstellung berücksichtigt.
Andere langfristig fällige Leistungen
In dieser Position werden Aufwendungen für die Jubiläumsgeldrückstellung berücksichtigt.
Andere Kategorien an Vergütungen gemäß IAS 24.17 stehen Aufsichtsratsmitgliedern
und Vorständen der Hypo Tirol Bank AG nicht zu.
Zudem verwaltet die Hypo Tirol Bank AG als Dienstleister für das Land Tirol dessen vergebene Wohnbauförderungsdarlehen. Die Gegenpartei dieser
Darlehen sind private Förderungswerber.
Daher werden dazu keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Weiters finanziert das Unternehmen das
Land Tirol in Höhe von MEUR 551,0 (2024: MEUR 466) zu marktüblichen Konditionen. Da die Ergebnisbeiträge aus diesen Geschäftsbeziehungen
systemtechnisch nicht gesondert aufgezeichnet
werden und eine Beschaffung dieser Informationen weder innerhalb angemessener Frist noch mit
angemessenem Kostenaufwand erledigt werden kann, unterbleibt eine gesonderte Angabe dieser Beträge.
HYPO TIROL BANK AG
76
Anhang (Notes)
76
(43)
Informationen zu Leasingvereinbarungen
Die Hypo Tirol Bank AG als Leasingnehmer
Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Zahlungsmittelabflüsse
für die Art des Leasingverhältnisses:
in Tsd EUR
2025
2024
Aufwand für Immobilienleasing (Zinsaufwand)
692
685
Aufwand für Vermögensgegenstände mit geringem Wert
54
50
Summe
746
735
Drucker sowie Druckerzubehöre sind Gegenstand eines Mietvertrags und werden von der Hypo Tirol Bank AG
gem. IFRS 16.6 als Vermögenswerte mit
geringem Wert eingestuft. Der daraus resultierende Aufwand wird periodengerecht erfasst.
Es erfolgt keine Aktivierung des Nutzungsrechtes.
Die Entwicklung der Nutzungsrechte von Leasingverhältnissen, bei denen die Hypo Tirol Bank AG als Leasingnehmer auftritt, stellt sich wie folgt dar:
2025
Buchwert 01.01.
Zugänge
Abschreibungen
Buchwert 31.12.
Grundstücke und Gebäude
5.313
69
-598
4.784
2024
Buchwert 01.01.
Zugänge
Abschreibungen
Buchwert 31.12.
Grundstücke und Gebäude
5.494
409
-590
5.313
Nutzungsrechte werden als Sachanlagen ausgewiesen und sind in den Darstellungen der Note (25) enthalten.
Die Laufzeit der entsprechenden Leasingverbindlichkeit wird nachfolgend dargestellt:
in Tsd EUR
2025
2024
bis 1 Jahr
529
537
von 1 bis 3 Jahren
3.648
2.154
über 3 Jahre
688
2.684
Summe
4.865
5.375
Die Hypo Tirol Bank AG als Leasinggeber
Über ihre Tochtergesellschaften
tritt die Hypo Tirol Bank AG auch als Leasinggeber auf. Dabei werden ausschließlich Finanzierungsleasingverträge (kein
Operating Leasing) abgeschlossen. Das Bestands- und Neugeschäft betrifft Immobilien-
und Mobilienleasing. Dabei ist die Hypo Tirol Bank AG in den
Sparten Immobilien, Mobilien und KFZ tätig. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Firmenkunden, Kommunen und Freiberufler. Weitere
Angaben
zu den Leasingverträgen finden sich qualitativ in den Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung, quantitative Angaben zum Leasinggeschäft finden
sich in Bezug auf die Erträge und Aufwendungen in Note (6), (8), (14) und (15). Das Forderungsvolumen aus Leasingvereinbarungen wird in Note (19)
erläutert.
77
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
77
(44)
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
in Tsd EUR
2025
2024
angepasst
Forderungen an Kreditinstitute
14.440
25.254
Forderungen an Kunden
3.995.876
4.075.980
Finanzanlagen
1.205.852
1.313.281
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
5.216.168
5.414.515
In den als Sicherheit übertragenen Vermögenswerten werden der Deckungsstock für Pfand-
und Kommunalschuldverschreibungen sowie für
Mündelgelder, Pensionsrückstellungen, Repo
-Geschäfte, Cash Collaterals, Credit Claims und EIB-Finanzierungen ausgewiesen. Die Bedingungen dieser
als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte sind dermaßen ausgestaltet, dass sie den Rechtsvorschriften
des Bankwesen- und des Pfandbriefgesetzes
sowie den Anforderungen des jeweiligen Refinanzierungspartners entsprechen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine rückwirkende Anpassung dieser Angabe vorgenommen. Die Auswirkungen dieser Anpassungen auf die
Jahresendwerte 2024 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
in Tsd EUR
2024
vor Anpassung
Anpassung
2024
angepasst
Deckungsstock für Pfand-
und
Kommunalschuldverschreibungen
3.576.159
-3.576.159
0
Forderungen an Kreditinstitute
0
25.254
25.254
Forderungen an Kunden
0
4.075.980
4.075.980
Finanzanlagen
1.313.281
0
1.313.281
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
4.889.440
525.075
5.414.515
(45)
Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung des Konzerns der Hypo Tirol Bank AG gliedert sich nach folgenden Kriterien:
Privatkunden
Dieses Segment umfasst die Ergebnisse des Privatkundengeschäfts im Kernmarkt Tirol und bildet die Kundenbeziehungen mit Privatpersonen,
freiberuflich tätigen Unternehmern sowie kleinen Geschäfts- und Gewerbekunden ab, welche in den Geschäftsstellen betreut werden. Zudem werden
die Geschäftsbeziehungen zu institutionellen und gehobenen Veranlagungskunden sowie die Aktivitäten im Bereich Fondsmanagement dargestellt.
Firmenkunden
In diesem Segment werden die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit mit Firmenkunden im Kernmarkt Tirol und die Geschäftsaktivitäten
in den
Märkten Wien und Italien berichtet. Zudem werden in diesem Segment sowohl die Geschäftsbeziehung mit öffentlichen Kunden als auch das
Versicherungsvermittlungs-
und Leasinggeschäft mit Schwerpunkt auf das Firmenkundengeschäft abgebildet.
Treasury
Dieses Segment enthält die Finanzanlagen, die Handelsaktiva und -passiva sowie das Derivat-
und Emissionsgeschäft.
Immobilien und Beteiligungen
Diesem Segment sind die Aktivitäten im Bereich Immobilien-
und Beteiligungsmanagement zugeordnet. Auch die Bilanzposition „langfristige
Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten
werden“ in Höhe von TEUR 534 (2024: 534) wird zur Gänze im Segment Immobilien und Beteiligungen
gehalten.
Corporate Center
In diesem Segment erfolgt der Ausweis der nicht zu den anderen Segmenten zuordenbaren Ertrags-
und Aufwandsbestandteile. Die Aufwendungen der
internen Unterstützungseinheiten werden nach sachgerechten Verteilungsschlüsseln
den ertragserwirtschaftenden Segmenten zugerechnet. Im Sinne
des Management-Approaches entsprechen die offengelegten Segmente den Geschäftsbereichen gemäß der internen Ergebnisrechnung.
Die Effekte
aus der Konsolidierung werden in einer eigenen Spalte dargestellt, welche im Wesentlichen aus Konzernumlagen bzw.
Gebäudeaufwendungen
resultieren.
HYPO TIROL BANK AG
78
Anhang (Notes)
78
Berichterstattung nach Geschäftsbereichen
2025
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien
und
Beteiligungen
Corporate
Center
Konsolid-
ierung
Summe
Segmente
in Tsd EUR
Zinsüberschuss
58.601
49.966
4.122
40
30.207
0
142.936
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
2.429
-27.250
-68
0
0
0
-24.889
Provisionsüberschuss
22.315
13.547
-488
1
315
-24
35.666
Provisionsertrag
24.989
14.355
-42
1
805
-24
40.084
Provisionsaufwand
-2.674
-808
-446
0
-490
0
-4.418
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten inkl. Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
0
63
1.284
120
999
0
2.466
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
-4
0
744
0
0
740
Verwaltungsaufwand
-44.541
-29.602
-5.368
-7.246
-12.845
6.276
-93.326
Sonstige betriebliche Erträge
1.879
5.572
0
17.467
4.409
-6.622
22.705
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-221
-6.139
0
-7.724
-9.301
370
-23.015
Ergebnis vor Steuern
40.462
6.153
-518
3.402
13.784
0
63.283
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-9.869
-1.501
126
-830
-3.362
0
-15.436
Ergebnis nach Steuern
30.593
4.652
-392
2.572
10.422
0
47.847
Segmentvermögen
1.354.881
3.780.849
2.471.456
175.106
164.514
0
7.946.806
Segmentschulden
2.753.420
1.242.646
3.093.659
1.336
118.233
0
7.209.294
Eigenkapital
737.512
Gesamtrisikobetrag
750.413
2.261.981
187.975
234.555
65.903
0
3.500.827
79
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
79
2024 vor Anpassung
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien
und
Beteiligungen
Corporate
Center
Summe
Segmente
in Tsd EUR
Zinsüberschuss
74.921
62.540
1.429
-46
24.340
163.184
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
2.634
-29.790
10
0
0
-27.146
Provisionsüberschuss
21.139
11.736
2.184
0
290
35.349
Provisionsertrag
23.416
12.204
2.834
0
766
39.220
Provisionsaufwand
-2.277
-468
-650
0
-476
-3.871
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten inkl. Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
0
81
3.109
-3.586
1.576
1.180
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
72
0
-969
0
-897
Verwaltungsaufwand
-42.903
-29.942
-8.782
-7.706
-3.354
-92.687
Sonstige betriebliche Erträge
1.916
8.229
0
15.209
-4.985
20.369
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-99
-7.068
0
-8.119
-2.223
-17.509
Ergebnis vor Steuern
57.608
15.858
-2.050
-5.217
15.644
81.843
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-13.148
-3.619
468
1.191
-3.570
-18.679
Ergebnis nach Steuern
44.460
12.239
-1.582
-4.026
12.074
63.164
Segmentvermögen
1.512.532
3.593.857
2.512.320
166.973
186.422
7.972.104
Segmentschulden
2.233.613
1.006.853
3.884.636
1.321
139.325
7.265.748
Eigenkapital
0
0
0
0
0
706.356
Gesamtrisikobetrag
818.919
2.133.131
164.396
215.991
44.363
3.376.800
Im Jahr 2025 wurden im Zuge einer organisatorischen Veränderung in der Hypo Tirol Bank AG die Einheit „Private
Banking“, in der
Geschäftsbeziehungen zu institutionellen und gehobenen Veranlagungskunden betreut werden, und die Einheit „Fondsmanagement“ aus dem
Segment Treasury in das Segment Privatkunden verschoben. In der Segmentberichterstattung
des Jahres 2025 ist diese organisatorische Veränderung
verarbeitet. Die Vergleichszahlen des Vorjahres
wurden rückwirkend angepasst.
HYPO TIROL BANK AG
80
Anhang (Notes)
80
2024 nach Anpassung
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien
und
Beteiligungen
Corporate
Center
Konsolid-
ierung
Summe
Segmente
in Tsd EUR
Zinsüberschuss
77.986
62.540
-1.636
-46
24.340
0
163.184
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
2.603
-29.790
41
0
0
0
-27.146
Provisionsüberschuss
23.831
11.736
-507
0
320
-31
35.349
Provisionsertrag
26.303
12.204
-53
0
797
-31
39.220
Provisionsaufwand
-2.472
-468
-454
0
-477
0
-3.871
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten inkl. Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
0
81
3.109
-3.586
1.576
0
1.180
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
72
0
-969
0
0
-897
Verwaltungsaufwand
-46.800
-29.942
-4.885
-7.706
-9.158
5.804
-92.687
Sonstige betriebliche Erträge
1.916
8.229
0
15.209
1.241
-6.226
20.369
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-99
-7.068
0
-8.119
-2.676
453
-17.509
Ergebnis vor Steuern
59.437
15.858
-3.879
-5.217
15.644
0
81.843
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-13.566
-3.619
885
1.192
-3.570
0
-18.679
Ergebnis nach Steuern
45.871
12.239
-2.994
-4.025
12.074
0
63.164
Segmentvermögen
1.514.131
3.593.857
2.510.721
166.973
186.422
0
7.972.104
Segmentschulden
2.439.653
1.006.853
3.678.596
1.321
139.325
0
7.265.748
Eigenkapital
0
706.356
Gesamtrisikobetrag
822.009
2.133.131
161.306
215.991
44.363
0
3.376.800
Berichterstattung nach Regionen
Von der Hypo Tirol Bank wurde im aktuellen Geschäftsjahr ein Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 142.659 (2024: TEUR 163.162) in Österreich
erwirtschaftet. In Italien wurde im Geschäftsjahr 2025 ein Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 277 (2024: TEUR 22) erwirtschaftet.
81
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
81
Provisionsüberschuss nach Geschäftsbereichen
2025
in Tsd EUR
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien u.
Beteiligungen
Corporate
Center
Konsolid-
ierung
Gesamt
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
879
2.287
-25
0
209
0
3.350
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
11.614
2.612
44
0
0
0
14.270
Provisionserträge aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
12.065
6.088
34
1
165
0
18.353
Provisionserträge aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
431
3.368
-95
0
431
-24
4.111
Provisionserträge
24.989
14.355
-42
1
805
-24
40.084
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-
/Leasinggeschäft
-168
-385
0
0
-103
0
-656
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
-181
-1
-446
0
-380
0
-1.008
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.324
-242
0
0
-1
0
-2.567
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
-1
-180
0
0
-6
0
-187
Provisionsaufwendungen
-2.674
-808
-446
0
-490
0
-4.418
Provisionsüberschuss
22.315
13.547
-488
1
315
-24
35.666
2024 vor Anpassung
in Tsd EUR
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien u.
Beteiligungen
Corporate
Center
Gesamt
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
1.083
2.187
-55
0
265
3.480
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
8.112
2.317
2.778
0
-10
13.197
Provisionserträge aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
13.819
4.428
163
0
159
18.569
Provisionserträge aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
402
3.272
-52
0
352
3.974
Provisionserträge
23.416
12.204
2.834
0
766
39.220
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-
/Leasinggeschäft
-230
-103
0
0
-93
-426
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
0
0
-636
0
-381
-1.017
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.044
-152
-14
0
0
-2.210
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
-3
-213
0
0
-2
-218
Provisionsaufwendungen
-2.277
-468
-650
0
-476
-3.871
Provisionsüberschuss
21.139
11.736
2.184
0
290
35.349
HYPO TIROL BANK AG
82
Anhang (Notes)
82
Im Jahr 2025 wurden im Zuge einer organisatorischen Veränderung in der Hypo Tirol Bank AG die Einheit „Private
Banking“, in der
Geschäftsbeziehungen zu institutionellen und gehobenen Veranlagungskunden betreut werden, und die Einheit „Fondsmanagement“ aus dem
Segment Treasury in das Segment Privatkunden verschoben. In der Segmentberichterstattung
des Jahres 2025 ist diese organisatorische Veränderung
verarbeitet. Die Vergleichszahlen des Vorjahres
wurden rückwirkend angepasst.
2024 nach Anpassung
in Tsd EUR
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien u.
Beteiligungen
Corporate
Center
Konsolid-
ierung
Gesamt
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
1.085
2.187
-57
0
273
-8
3.480
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
10.853
2.317
37
0
-10
0
13.197
Provisionserträge aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
13.956
4.428
26
0
159
0
18.569
Provisionserträge aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
409
3.272
-59
0
375
-23
3.974
Provisionserträge
26.303
12.204
-53
0
797
-31
39.220
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-
/Leasinggeschäft
-230
-103
0
0
-93
0
-426
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
-182
0
-454
0
-381
0
-1.017
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.057
-152
0
0
-1
0
-2.210
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
-3
-213
0
0
-2
0
-218
Provisionsaufwendungen
-2.472
-468
-454
0
-477
0
-3.871
Provisionsüberschuss
23.831
11.736
-507
0
320
-31
35.349
83
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
83
(46)
Fremdwährungsvolumina und Auslandsbezug
in Tsd EUR
EUR
USD
CHF
JPY
Sonstige
Gesamt
Vermögenswerte 2025
Barreserve
886.897
177
352
9
743
888.178
Forderungen an Kreditinstitute
19.575
12.518
17.073
330
2.959
52.455
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
-1
-1
-11
0
0
-13
Forderungen an Kunden
5.278.743
47
81.153
411
0
5.360.354
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
-106.435
0
-300
-2
0
-106.737
Derivate
138.531
8
416
6
0
138.961
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.422.878
1.040
321
0
580
1.424.819
Risikovorsorge für sonstige finanzielle
Vermögenswerte
-218
0
0
0
0
-218
Anteile an assoziierten Unternehmen
8.598
0
0
0
0
8.598
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
115.916
0
0
0
0
115.916
Immaterielles Anlagevermögen
1.140
0
0
0
0
1.140
Sachanlagevermögen
51.418
0
0
0
0
51.418
Sonstige Vermögenswerte
10.573
0
0
0
0
10.573
langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
534
0
0
0
0
534
Latente Steueransprüche
828
0
0
0
0
828
Summe Vermögenswerte
7.828.977
13.789
99.004
754
4.282
7.946.806
Verbindlichkeiten und Eigenkapital 2025
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
162.020
1.139
84
1
455
163.699
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.070.933
11.533
2.979
0
2.465
4.087.910
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.660.476
0
0
0
0
2.660.476
Derivate
118.684
0
88
0
0
118.772
Rückstellungen
43.235
0
0
0
0
43.235
Sonstige Verbindlichkeiten
46.237
0
0
0
0
46.237
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
327
0
0
0
0
327
Latente Steuerverpflichtungen
1.859
0
0
0
0
1.859
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
86.779
0
0
0
0
86.779
Eigenkapital
737.512
0
0
0
0
737.512
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital
7.928.062
12.672
3.151
1
2.920
7.946.806
HYPO TIROL BANK AG
84
Anhang (Notes)
84
in Tsd EUR
EUR
USD
CHF
JPY
Sonstige
Gesamt
Vermögenswerte 2024
Barreserve
1.017.892
321
339
18
1.283
1.019.853
Forderungen an Kreditinstitute
29.561
7.747
21.024
537
4.239
63.108
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
-10
-1
-41
0
0
-52
Forderungen an Kunden
5.270.293
76
97.158
1.083
1
5.368.611
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
-117.901
0
-601
-7
0
-118.509
Derivate
128.457
0
580
38
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.329.021
1.953
272
0
316
1.331.562
Risikovorsorge für sonstige finanzielle
Vermögenswerte
-146
0
0
0
0
-146
Anteile an assoziierten Unternehmen
7.882
0
0
0
0
7.882
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
104.763
0
0
0
0
104.763
Immaterielles Anlagevermögen
1.293
0
0
0
0
1.293
Sachanlagevermögen
55.337
0
0
0
0
55.337
Sonstige Vermögenswerte
7.292
0
0
0
0
7.292
langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
534
0
0
0
0
534
Latente Steueransprüche
1.501
0
0
0
0
1.501
Summe Vermögenswerte
7.835.769
10.096
118.731
1.669
5.839
7.972.104
Verbindlichkeiten und Eigenkapital 2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
634.521
1.659
60
11
461
636.712
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.529.191
5.875
2.814
0
3.725
3.541.605
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
0
0
0
0
2.728.869
Derivate
148.827
0
3.628
0
0
152.455
Rückstellungen
51.814
0
0
0
0
51.814
Sonstige Verbindlichkeiten
51.571
0
0
0
0
51.571
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
4.553
0
0
0
0
4.553
Latente Steuerverpflichtungen
1.047
0
0
0
0
1.047
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
0
0
0
0
97.122
Eigenkapital
706.356
0
0
0
0
706.356
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital
7.953.871
7.534
6.502
11
4.186
7.972.104
Der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva in den einzelnen Währungen stellt nicht
die offene Fremdwährungsposition des Bankkonzerns dar.
Die
Absicherung von offenen Fremdwährungspositionen erfolgt anhand derivativer Finanzinstrumente wie Währungsswaps
oder Cross-Currency-Swaps.
Diese Absicherungen sind in der IFRS-Bilanz jedoch nicht mit dem Nominalwert, sondern mit dem Marktwert angesetzt.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung beträgt insgesamt TEUR 1.369 (2024: TEUR 1.715). Davon wurden im Periodenergebnis TEUR
1.369 (2024:
TEUR 1.715) sowie über das sonstige Ergebnis TEUR 0 (2024: TEUR 0) erfasst. Der kumulierte Saldo im Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 0 (2024: TEUR
0). Die Summe aller offenen Fremdwährungspositionen betrug per 31.12.2025 TEUR 3.023 (2024: TEUR 4.134).
85
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
85
in Tsd EUR
2025
2024
Auslandsvermögenswerte
1.243.084
1.232.120
Auslandsverbindlichkeiten
398.310
772.385
(47)
Nachrangige Vermögenswerte
in Tsd EUR
2025
2024
Schuldverschreibungen
37
40
Nachrangige Vermögenswerte
37
40
(48)
Treuhandgeschäfte
Treuhandvermögen
in Tsd EUR
2025
2024
Forderungen an Kreditinstitute
0
0
Forderungen an Kunden
66.645
68.194
Treuhandvermögen
66.645
68.194
Treuhandverbindlichkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
66.436
68.019
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
0
0
Treuhandverbindlichkeiten
66.436
68.019
Bei den ausgewiesenen Treuhandgeschäften handelt es sich um Exportfondsfinanzierungen, bei denen aufgrund der aktuellen vertraglichen Gestaltung
mit der ÖKB ein Absonderungsrecht im Falle der Insolvenz der Hypo Tirol Bank AG nicht zweifelsfrei festgestellt
werden kann und daher die
Vermögenswerte und Schulden im Abschluss bilanziert wurden.
HYPO TIROL BANK AG
86
Anhang (Notes)
86
(49)
Eventualverbindlichkeiten
und Kreditrisiken
Eventualverbindlichkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
95.167
78.563
Sonstige Eventualverbindlichkeiten
61.911
55.051
Eventualverbindlichkeiten
157.078
133.614
Sonstige Eventualverbindlichkeiten bestehen aus Erfüllungsgarantien.
Die Inanspruchnahme durch den Kunden kann individuell erfolgen. Die Fälligkeit
der Position ist in der folgenden Tabelle ersichtlich.
Eventualverbindlichkeiten
nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
Bis 3 Monate
12.677
2.561
Über 3 Monate bis 1 Jahr
18.690
6.332
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
31.227
24.631
Über 5 Jahre
94.484
100.090
Eventualverbindlichkeiten
157.078
133.614
Kreditrisiken nach § 51 Abs. 14 BWG
in Tsd EUR
2025
2024
Sonstige Kreditrisiken
767.795
907.797
Kreditrisiken
767.795
907.797
Kreditrisiken nach Fristen
in Tsd EUR
2025
2024
täglich fällig
9.807
0
bis 3 Monate
69.894
0
Über 3 Monate bis 1 Jahr
360.905
362.884
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
70.332
544.913
über 5 Jahre
256.857
0
Kreditrisiken
767.795
907.797
Zu diesen Kreditrisiken zählen zugesagte, jedoch von Kunden noch nicht in Anspruch genommene Ausleihungen. Darunter sind vor allem Promessen im
Darlehensgeschäft, aber auch nicht ausgenützte Kreditrahmen zu verstehen.
Über die oben erläuterten Eventualverbindlichkeiten hinaus bestehen noch folgende weitere Eventualverpflichtungen:
Verpflichtung aus der gemäß § 8 ESAEG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der Einlagensicherungsgesellschaft Einlagensicherung Austria GmbH
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Hypo Tirol Bank AG als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit dem Sitz in Österreich der
einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z. 1 ESAEG an. Wie bisher hat jede Sicherungseinrichtung einen aus verfügbaren Finanzmitteln
bestehenden Einlagensicherungsfonds gem. § 21 Abs. 4 ESAEG in Höhe von zumindest 0,8 v.
H. der Summe der gedeckten Einlagen der
Mitgliedsinstitute als Zielausstattung einzurichten. Die Beitragsverpflichtung richtet sich auch weiterhin
nach der Höhe der gedeckten Einlagen unter
Zugrundelegung von vorher bestimmten Risikofaktoren (sog. risikobasierte Beitragsberechnung).
87
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
87
Für das Geschäftsjahr 2025 errechnete sich für die Hypo Tirol Bank AG ein Beitragsanteil in Höhe von TEUR 36 (2024: TEUR 0), welcher an die
Einlagensicherung Austria GmbH bezahlt wurde. Darüber hinaus ist die Einlagensicherung Austria GmbH im Sicherungsfall
verpflichtet – falls die
Fondsmittel zur Bedeckung der Einlegeransprüche nicht ausreichen – Sonderbeiträge bei ihren Mitgliedsinstituten einzuheben. Diese Sonderbeiträge
können gem. § 22 Abs. 1 ESAEG jährlich maximal 0,50 % der jeweils gedeckten Einlagen betragen.
(50)
Echte Pensionsgeschäfte
Der Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere, die unter dem Bilanzposten „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“
ausgewiesen sind, beträgt
TEUR 0 (2024: TEUR 501.818). Der Liquiditätszufluss aus diesen Pensionsgeschäften wurde unter den „Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten“
ausgewiesen und beträgt TEUR 0 (2024: TEUR 500.000).
(51)
Personal
Mitarbeiterkapazität
Angabe in Vollzeitäquivalenten
2025
2024
Vollzeitbeschäftigte Angestellte
385
406
Teilzeitbeschäftigte Angestellte
93
94
Lehrlinge
16
20
Mitarbeiter
494
520
Im Jahr 2025 beträgt die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer 572 (2024: 574). Dabei werden lt. §245a (1) i. V.
m. §237 (1) Z 6 und §266 Z 4 UGB
karenzierte Mitarbeiter sowie Vorstandsmitglieder nicht berücksichtigt.
Vorschüsse, Kredite an Vorstände
und Aufsichtsräte
Die Vorschüsse und Kredite an Vorstände
betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 69 (2024: TEUR 32), jene an Aufsichtsräte betrugen zum Bilanzstichtag
TEUR 104 (2024: TEUR 421).
Aufwendungen für Bezüge, Abfertigungen und
Pensionen
Die Aktivbezüge der Vorstände beliefen sich auf TEUR 1.298 (2024: TEUR 1.261). Die laufenden Aufwendungen der Bank für Versorgungsbezüge
früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betrugen abzüglich der ASVG-Vergütungen
im Berichtsjahr TEUR 354 (2024: TEUR 341). Die
Veränderung der Rückstellung für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder
und deren Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr 2025 zu einer Auflösung
in der Höhe von TEUR -181 (2024: TEUR -103). Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Jahr 2025 TEUR 149 (2024: TEUR 147). Die laufenden
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für alle anderen Dienstnehmer betrugen im Berichtsjahr TEUR 443 (2024: TEUR 506). Die
Veränderung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen für alle anderen Dienstnehmer führte
im Geschäftsjahr 2025 zu einer Auflösung in der
Höhe von TEUR -92 (2024: Zuweisung TEUR 555). Die Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse betrugen TEUR 444 (2024: TEUR 411).
HYPO TIROL BANK AG
88
Anhang (Notes)
88
(52)
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des Konzernabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse
statt, die Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol Bank AG haben.
(53)
Konsolidierte Eigenmittel und
bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis
Angaben zur Kapitalsteuerung finden sich in den Erläuterungen zu den Finanzrisiken und Risikomanagement (hier wird auf die Ausführungen im
Konzernlagebericht im Kapitel 3. Bericht über voraussichtliche Entwicklungen und Risiken verwiesen).
Auf Basis der Verordnung (EU) Nr.
575/2013 (Capital Requirements Regulations – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit
von
Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die konsolidierten Eigenmittel
und die konsolidierten bankaufsichtlichen
Eigenmittelerfordernisse nach IFRS, jedoch nach aufsichtsrechtlichem Konsolidierungskreis, zu ermitteln. In der Hypo Tirol Bank AG entspricht
der
aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem Konsolidierungskreis nach IFRS.
Konsolidierte Eigenmittel gemäß
CRR/CR
in Tsd EUR
2025
CRR/CRD
2024
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
664.547
632.007
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
-4.055
-4.412
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-3.416
-6.226
Hartes Kernkapital (CET 1)
707.076
671.369
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
707.076
671.369
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
38.442
54.671
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
38.442
54.671
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
745.518
726.040
Erforderliche Eigenmittel
280.066
270.144
Eigenmittelüberschuss
465.452
455.896
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
20,20%
19,88%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
21,30%
21,50%
89
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
89
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2025
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
3.927
314
300
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
1.033
83
8
Forderungen an öffentliche Stellen
22.452
1.796
1.631
Forderungen mit hohem Risiko
0
0
38.676
Forderungen an Institute
38.074
3.046
3.047
Forderungen an Unternehmen
484.029
38.722
66.165
Retail-Forderungen
127.185
10.175
15.350
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.918.058
153.445
81.711
Überfällige Forderungen
168.501
13.480
7.516
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
65.353
5.228
5.101
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
53.725
4.298
4.212
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
14.913
1.193
1.303
Sonstige Posten
262.149
20.972
18.882
Risikogewichtete Aktiva
3.159.399
252.752
243.902
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
332.051
26.564
25.725
CVA Risiko
8.945
716
493
Risiko für CCP Ausfallfonds
432
34
24
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.500.827
280.066
270.144
HYPO TIROL BANK AG
90
Anhang (Notes)
90
Tabellarische Aufstellung
von nachrangigen Verbindlichkeiten
zum 31. Dezember 2025:
ISIN-Nr.
Währung
Betrag in EUR
Zinssatz
Fälligkeit
Daueremission
AT0000339684
ATS
5.087.098,39
6,00
2028-07-24
NEIN
AT0000A1NA80
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2026-09-01
JA
AT0000A1U818
EUR
7.300.000,00
5,60
2029-03-10
NEIN
AT0000A1XA54
EUR
5.544.000,00
Stufenzins
2027-08-03
JA
AT0000A20260
EUR
10.034.000,00
Stufenzins
2028-02-15
JA
AT0000A22EZ8
EUR
3.000.000,00
3,50
2029-08-08
JA
AT0000A25KU9
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2029-01-21
JA
AT0000A2C0K9
EUR
3.000.000,00
2,80
2029-12-27
JA
AT0000A2CFY1
EUR
3.213.000,00
Stufenzins
2030-01-31
JA
AT0000A2VKT1
EUR
7.000.000,00
3,51
2032-03-01
NEIN
XS0132424028
EUR
20.000.000,00
variabel
2026-07-23
JA
91
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
91
Finanzrisiken und Risikomanagement
Risikomanagement
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
das Risk Appetite Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In weiterer Folge
legt der Vorstand diese dem Aufsichtsrat
zur Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
für das Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung für
die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling
ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
dessen Unterausschuss (Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der Unternehmensleitung und
regelmäßige Evaluierung des Risikomanagementsystems
der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
beziehungsweise den Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die Risikosituation des
Gesamtkonzerns und die Risikomanagementsysteme.
Dadurch wird die Wahrung der Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende Weiterentwicklung
der Risikomanagementsysteme zuständig. Sie identifiziert,
quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
sowie die kurzfristige Liquidität zur Sicherstellung
der Kapital-
und Liquiditätsadäquanz. Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
-)- Steuerung eingebracht und die Überwachung anhand des
definierten internen Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement
in den Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene
betrieben wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet die monatlich tagende Gesamtbanksteuerungssitzung. Zu den Teilnehmern
dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand, die Abteilungsleitung Treasury,
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die Abteilungsleitung Controlling
& Vertriebssteuerung, die Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die Bereichsleitung Risikomanagement, die Bereichsleitung
Firmenkunden, die Bereichsleitung Privatkunden, Freie Berufe und Private Banking sowie die Stabsstellenleitung Risikocontrolling.
Ergänzt wird dieses
Gremium durch ein umfassendes Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich zur Verfügung gestellt
wird.
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend weiterentwickelte Risikomanagement
zielt darauf ab, den langfristigen Erfolg der Hypo Tirol
Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug auf den ICAAP (Internal Capital
Adequacy Assessment Process) und den ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement
als auch die vom Vorstand
geprägte Risikokultur sowie das Risk Appetite Framework (RAF)
definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG umfasst u.a. folgende
Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
wird eine dem Risikoappetit entsprechende Kapital-
und Liquiditätsadäquanz sichergestellt.
HYPO TIROL BANK AG
92
Anhang (Notes)
92
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die folgenden Risiken quantifiziert und aktiv gesteuert:
Hauptrisikoarten
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsänderungsrisiko
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations-
u. Kommunikationstechnologien
Querschnittsrisiken
Makroökonomisches Risiko
Nachhaltigkeitsrisiko
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Risikokonzentrationen werden
in
sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert. Länderkonzentrationen
bestehen aufgrund des lokalen Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor
allem in Österreich. Der Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
und die Konzentration der Einlagen (Top-20
Konzerne)
beläuft sich auf ca. 9,8 Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
um Öffentliche Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet. Sollten es die aktuellen bzw. prognostizierten Entwicklungen
erfordern, werden im Sinne einer aktiven Risikosteuerung zeitgerecht
Maßnahmen definiert und umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol Bank AG sind das Risiko aus dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko
einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das, dem Geschäftsmodell zu Grunde liegende, Risiko aus den Risiken die aus den geschäftsmodellspezifischen
Produkten und Dienstleistungen entstehen. Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem Risikocontrolling
und dem Controlling
überwacht und in der monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals hinsichtlich der Art und
Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten, zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
und das Stresstestprogramm überwacht.
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße
.
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko
einer übermäßigen
Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung
nicht bereits
über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtung
en (vor allem Zins- und/oder
Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer Bonitätsverschlechterung
nicht oder
nicht zeitgerecht erfüllt. Das Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko
des Ausfalls der Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden
93
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
93
Abwicklung der mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind Kreditrisikokonzentrationen definiert als mögliche nachteilige
Folgen, die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und verschiedenartiger Risikofaktoren
oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben Region oder
Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
und insbesondere aus
indirekten Großkrediten erwächst.
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach derselben
Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus Kreditrisikokonzentrationen
Berücksichtigung. Die Steuerung des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
in der Abteilung Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten Expertenabteilung.
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein systematisierter Prozess
und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen
und den Entscheidungsträgern
berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten mit bester bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen in den Fokusmärkten auszubauen oder zu halten und außerhalb der definierten
Kernmärkte im Geschäftsjahr 2025 weiter abzubauen.
Dies wird insbesondere unter Note (19) – Forderungen an Kunden nach Regionen – dargestellt.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im Jahr 2025 fortgeführt und das Fremdwährungsvolumen weiter
reduziert werden.
Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder Währung für Privatkunden
und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit ausgewählten
Firmenkunden vor. Im Vordergrund
steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Eine Darstellung im Jahresvergleich der Fremdwährungsvolumina gegliedert nach Bilanzposition wird unter Note (46) dargestellt.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im Jahr 2025 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend
der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen entwickelte Strategie
ist
in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2025 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd konstant gehalten. Das qualitativ
hochwertige Wertpapier-Nostro wird in der Hypo
Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung herangezogen.
Die Entwicklung der Nostro-Positionen (gegliedert nach Bewertungskategorien) ist unter der Note (21) dargestellt.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
das Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden Sicherheitenkatalog
zur
Besicherung von Kreditengagements herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein entsprechender Monitoringprozess
etabliert, welcher von der Abteilung
Sicherheitenmanagement, die unabhängig vom Bereich Risikomanagement agiert, überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des hypothekarischen
Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating desselben wider (Aaa von Moody‘s).
Marktrisiko
Definition
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
und Goldpositionen
HYPO TIROL BANK AG
94
Anhang (Notes)
94
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-Management unter
Berücksichtigung der sich daraus ergebenden Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS. Speziell im Zinsrisiko wird
über die
Barwertperspektive hinaus eine Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen und fix
verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das Zinsrisiko werden in
monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für das Marktrisiko ermittelt.
IFRS-Marktwertsensitivitäten in EUR
Value at Risk
31.12.2025
Value at Risk
31.12.2024
Marktrisiko Going Concern Sicht (KN 95%)
37.912.012
30.822.610
hievon Zinsänderungsrisiko
34.989.018
27.623.933
hievon Preisrisiko
428.260
452.669
hievon Credit Spread Risiko
1.571.943
1.805.693
hievon Fremdwährungsrisiko
541.904
592.004
hievon CVA-Risiko
380.887
348.312
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals (=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von der EBA
in den
Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII), berechnet für die zwei parallelen von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung
des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag 31.12.2025:
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-34.437.484
13.701.969
EBA Parallel Down
17.679.221
-33.761.874
EBA Steepener
3.758.659
0
EBA Flattener
-11.782.588
0
EBA Short Rates Up
-14.660.911
0
EBA Short Rates Down
5.919.321
0
95
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
95
Liquiditätsrisiko
Definition
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
den gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht zeitgerecht
bzw. nicht in ökonomisch sinnvoller
Weise nachkommen zu können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird
weiter zwischen kurzfristigem Liquiditätsrisiko
(bis 1 Jahr) und langfristigem Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP) sowie der
aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio) quantifiziert und überwacht. Der LCR
-Forecast ist als Frühwarninstrument in das
Liquiditätsrisikomanagement integriert. Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-sensitiver Produkte anhand des Daily
Liquidity Risk Dashboard. Das Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie die aufsichtsrechtliche
Kennzahl NSFR (Net Stable
Funding Ratio) quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-Vergleich) überwacht.
Die aufsichtliche Kennzahl LCR lag im Jahr 2025 im Durchschnitt auf einem Niveau von 229,85 Prozent.
doc1p16i0
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1,3 Mrd. EUR.
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank AG ermittelt zum Monatsultimo und zu den Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows (siehe Grafik).
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der unverwässerten (keine
Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.) Cash Zu-
und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren bzw. Maßnahmen abzuleiten.
HYPO TIROL BANK AG
96
Anhang (Notes)
96
-1 000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1 000
1 200
1 400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
2025-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
2.307.248
2.331.395
Bis 3 Monate
1.161.236
1.321.487
Über 3 Monate bis 1 Jahr
1.216.365
495.558
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.500.706
2.023.798
Über 5 Jahre
932.081
984.525
Verbindlichkeiten Konzern
7.117.636
7.156.763
Operationelles Risiko
Definition
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG
die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von
internen Verfahren, Menschen und Systemen
oder infolge externer Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informatio
ns- und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko. Ausgenommen sind strategische Risiken
und Reputationsrisiken, eingeschlossen sind
Rechtsrisiken.
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente zur Verfügung:
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
97
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
97
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG
umfassend gesteuert werden. Zusätzlich
werden zur Minderung des operationellen Risikos folgende Techniken
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien („Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen („Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für wesentliche risikorelevante
Prozesse
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
Definition
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das Exposure
gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf
folgende Risikoarten
auswirken:
●
Kreditrisiko
●
Marktrisiko
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle Schwankungen
in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden daher
in einem
ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet,
dass in diesem Beobachtungshorizont eine
konjunkturelle Abschwungphase enthalten ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den
letzten fünf bis sechs Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die historische Analyse ausgeweitet
bzw. das Zeitintervall weiter
in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung können makroökonomische
Einflüsse bereits in den normalen Risikozahlen
abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung
ergeben sich aus der Differenz zwischen den
Risikowerten mit und ohne makroökonomischen Einfluss.
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
welches bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social) G(Governance) auf
die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles
Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
bereits in der Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung
einer Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt. Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank
AG im Rahmen der Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie Limitobergrenzen für Portfolios,
welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang.
Jeweils ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein Szenario im Bereich Governance.
Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8
EU-Taxonomie i. V.
m. § 267a UGB werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert erörtert.
HYPO TIROL BANK AG
98
Anhang (Notes)
98
Verfahren zur Quantifizierung
der Risiken und Risikodeckungsmassen
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Nachhaltigkeitsrisiko, Unbekannte
Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Risikoberichterstattung
Risikotragfähigkeit
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht monatlich. Die
interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungssitzung sowie über das definierte Berichtswesen.
99
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
99
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Geschäftsrisiko
3,30%
2,50%
Geschäftsrisiko
2,50%
2,40%
Kreditrisiko
11,10%
12,30%
Kreditrisiko
24,10%
25,90%
Marktrisiko
11,30%
23,40%
Marktrisiko
11,20%
15,50%
Liquiditätsrisiko
1,20%
0,20%
Liquiditätsrisiko
0,10%
0,00%
Operationelles Risiko
4,20%
4,10%
Operationelles Risiko
3,40%
3,10%
Makroökonomisches Risiko
1,60%
1,00%
Makroökonomisches Risiko
4,00%
3,70%
Risikopuffer
1,10%
1,30%
Risikopuffer
1,50%
1,50%
Ökonomisches Risiko Gesamt
33,80%
44,80%
Ökonomisches Risiko Gesamt
46,80%
52,10%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
66,20%
55,20%
Freie Deckungsmasse
53,20%
47,90%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
(Intraday Liquidity) über einen Frühwarnindikator,
als auch täglich über das Daily Liquidity
Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In letzterem werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist analysiert und prognostiziert.
Stresstestergebnisse
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und Quantifizierung von drohenden Risiken
dar. Stresstests
für einzelne Risikoarten,
Gesamtbankstresstest und Reverse-Stresstest
sind in der Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert. Die
Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als auch dem Aufsichtsrat
und dem Risikoausschuss diskutiert und – sofern erforderlich –
entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen Informationsfluss
gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses vom
Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur Verfügung
gestellt.
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
insbesondere im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
die dazu dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und
danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
Als Internes
Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller Maßnahmen definiert, die dazu beitragen, das Vermögen
der Gesellschaft zu schützen, eine
ordnungsgemäße Rechnungslegung zu gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften abzusichern. Hinsichtlich des
Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit die Ordnungsmäßigkeit, die Verlässlichkeit
und die zeitnahe
Bereitstellung der internen Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden Abschlusses in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
gewährleistet ist. Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei nicht nur auf die regelmäßige Berichterstellung
von Zwischen- und
Jahresabschlüssen, sondern umfasst die buchmäßige Erfassung sämtlicher relevanter Daten von ihrem Entstehen,
ihrer Verarbeitung bis hin zur
Aufnahme in interne Unternehmensberichte sowie in die externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll
-
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich. Zur Unterstützung
dieser Verantwortung ist die Rolle des IKS-Koordinators
installiert. Der
Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst die Vereinheitlichung und Systematisierung
der vorhandenen internen Kontrollen und die Zusammenfassung
der Einzelmaßnahmen in ein übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem. Die Beurteilung der Wirksamkeit
des internen
Kontrollsystems basiert auf den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen
Arbeitspapier „Internal Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
sind. Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems die prozessinhärenten
Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird. Grundlage dieser Vorgaben,
Anweisungen und Richtlinien bildet das IKS-Handbuch als methodischer Rahmen für die
Umsetzung eines abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
Normen, Prozesse und Verfahren dar,
die die Basis des Internen Kontrollsystems bilden. Das
Kontrollumfeld bestimmt daher das grundsätzliche Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten
des Unternehmens. Weiters gewährleisten
standardisierte Qualifizierungs-
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
dass der für die jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad
sichergestellt wird. Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten, um die Integrität und das ethische Verhalten
der einzelnen Mitarbeiterinnen und
HYPO TIROL BANK AG
100
Anhang (Notes)
100
Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften sicherzustellen. Zuständigkeiten und Verantwortungen
sind durch das Organisationshandbuch, die
Prozesslandkarte und Stellenbeschreibungen transparent geregelt.
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich strategischer
Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch das Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden in der Hypo Tirol Bank AG
die IKS-relevanten Prozesse definiert und jährlich einem Review unterzogen. Hinsichtlich der
effektiven Risikobeurteilung im Rechnungslegungsprozess
bildet die Zielsetzung der Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige Zielsetzung der Finanzberichterstattung
ist die Erhaltungs-
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermög
ens-, Finanz- und
Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen
im Rechnungslegungsprozess zu minimieren, wurden Risiken
identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die Ordnungsmäßigkeit,
Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Gesamtprozesse
sichergestellt. Besonders im Fokus
sind außerdem das Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der Finanzanlagen. In der Hypo Tirol Bank AG ist eine interne Revision installiert. In
den Revisionsplänen sind Kontrollen von rechnungslegungsrelevanten Prozessen
enthalten. Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist
die Accenture TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
für das tägliche Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt
bei der Erstellung des
Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen sind Beispiele von
Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-Landschaft
der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten Informationen
zuverlässig, zeit-
und sachgerecht verteilt werden und zur Verfügung
stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News, Intranet, Vorstands
-E-Mails, Dokumentenverteilung über Intranet-Plattformen,
Kontrollkalender
sowie interne Schulungen und Workshops. Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege
im Rahmen des Vorstandsberichtswesens für die
Transparenz der eingegangenen Geschäfte
sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen die Entwicklung der Ertragslage auf.
Für die
Vorstandsmitglieder ist die vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats
und des Prüfungsausschusses über die Ertrags-
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach UGB und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird nach dem
Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht. Der Vorstand
überwacht das IKS durch das implementierte Berichtswesen und durch den
direkten Dialog mit seinen Führungskräften. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss lassen sich in Ausübung ihrer Überwachungsfunktion in
ihren turnusmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand über den Status des IKS informieren.
101
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
101
Informationen aufgrund österreichischen
Rechts
(54)
Österreichische Rechtsgrundlage
Gemäß § 59a BWG i. V. m.
§ 245a Abs. 1 UGB muss ein Konzernabschluss nach den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind,
aufgestellt werden. Ergänzend sind gemäß § 59a BWG
die Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z. 1–15 und Abs. 2 BWG sowie § 245a Abs. 1 und 3 UGB in den
Konzernanhang aufzunehmen. Eine vollständige Auflistung der Beteiligungen des Konzerns befindet sich im Anhang unter Punkt VII (Anteilsbesitz).
(55)
Dividenden
Die Hypo Tirol Bank AG hat nach UGB bzw. BWG im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von TEUR 41.318 (2024: TEUR 61.571) erwirtschaftet.
Nach Rücklagendotation ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von TEUR
15.312 (2024: TEUR
15.294). Der verwendungsfähige Bilanzgewinn stellt das Höchstmaß an Dividende dar.
Vorbehaltlich der Genehmigung der Hauptversammlung
beabsichtigt die Hypo Tirol Bank AG eine Dividende von TEUR 15.000 auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in der Höhe von TEUR 312 soll auf
neue Rechnung vorgetragen werden. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte
eine Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 15.000 an den Eigentümer der
Hypo Tirol Bank AG.
Die Bewilligung zur Veröffentlichung des vorliegenden Konzernabschlusses
wurde vom Vorstand der Hypo Tirol Bank AG am 11. März 2026 erteilt.
(56)
Wertpapiergliederung gemäß
BWG
Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z. 10 und Z. 11 BWG
zum aktuellen und vorhergehenden Bilanzstichtag auf:
nicht börsennotiert
börsennotiert
Gesamt
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
11.076
11.841
21.549
33.730
32.625
45.571
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
0
4.182
4.145
4.182
4.145
Beteiligungen
1.709
1.706
0
0
1.709
1.706
Anteile an verbundenen Unternehmen
25.488
29.095
0
0
25.488
29.095
Finanzanlagen
36.111
30.160
1.387.475
1.276.383
1.423.586
1.306.543
Gesamtsumme Wertpapiere nach BWG
74.384
72.802
1.413.206
1.314.258
1.487.590
1.387.060
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Gesamt
in Tsd EUR
2025
2024
2025
2024
2025
2024
nicht börsennotiert
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
1.015
801
0
0
1.015
801
Forderungen an Kreditinstitute
18.347
15.741
11.076
11.539
29.423
27.280
Forderungen an Kunden
16.493
13.362
0
303
16.493
13.664
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
257
256
0
0
257
256
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
0
0
0
0
0
Summe nicht börsennotiert
36.111
30.160
11.076
11.841
47.188
42.002
börsennotiert
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
461.552
428.267
2.246
2.226
463.798
430.493
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
925.923
848.116
19.303
31.503
945.225
879.619
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
0
4.182
4.145
4.182
4.145
Summe börsennotiert
1.387.474
1.276.383
25.731
37.874
1.413.206
1.314.257
Gesamtsumme
1.423.586
1.306.544
36.808
49.715
1.460.393
1.356.259
HYPO TIROL BANK AG
102
Anhang (Notes)
102
Der Unterschiedsbetrag von Wertpapieren, welche die Eigenschaft von Finanzinstrumenten haben, beträgt
gemäß § 56 Abs. 2 BWG TEUR 746 (2024:
TEUR 827) und gemäß § 56 Abs. 3 BWG TEUR 760 (2024: TEUR 473). Die voraussichtliche Tilgung im Jahr 2026 beträgt TEUR 179.953 (2024: TEUR
117.089). Das Ergänzungskapital im Eigenbestand beträgt TEUR 0 (2024: TEUR 0).
Im Jahr 2026 werden Nominale von TEUR 615.826 (2024: TEUR 153.456) an verbrieften Verbindlichkeiten, aufgrund des Laufzeitendes, zur Tilgung
fällig.
(57)
Country by Country Report
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG wird nachfolgend der Country by Country Report der Zweigniederlassung Italien angeführt. Die Zweigniederlassung wird
als EU-Filiale ohne eigene Rechtspersönlichkeit mit Standort in Bozen geführt. Die Hypo Tirol Bank AG verwaltet in Italien das Bestandsgeschäft
in den
Bereichen Wohnraumfinanzierung für Privatkunden sowie Immobilienfinanzierung und -leasing für Unternehmen. Neugeschäft wird nicht mehr
angestrebt.
Der Nettozinsertrag entspricht dem Zinsüberschuss vor Risikovorsorge.
Unter den Betriebserträgen werden neben dem Nettozinsertrag der
Provisionsüberschuss, Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften sowie die sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Die Anzahl
der Mitarbeiter
wird auf Vollzeitbasis angegeben.
in Tsd EUR
2025
2024
Nettozinsertrag
2.516
3.741
Betriebserträge
2.902
4.524
Jahresergebnis vor Steuern
449
168
Steuern vom Einkommen
61
98
Erhaltene öffentliche Beihilfen
-
-
2025
2024
Anzahl der Mitarbeiter
1
1
(58)
Umsetzung der Offenlegung
Umfassende Informationen zur Organisationsstruktur,
zum Risikomanagement, zur Risikokapitalsituation, zum Corporate Governance
und zur
Vergütungspolitik gemäß CRR Teil
8 Art. 431–455 in Verbindung mit § 65 a BWG werden auf der Homepage der Hypo Tirol Bank AG offengelegt.
Unter www.hypotirol.com/sicherheit-recht/offenlegung
-teil-8-crr-und-26-bwg stehen die Informationen zum Download bereit.
103
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
103
Organe
Mitglieder des Aufsichtsrats
Name
Wohnsitz
Änderung
Vorsitzender
Mag. Wilfried STAUDER
Volders
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Ao. Univ.-Prof.
Dr. Erich PUMMERER
Axams
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Univ.-Prof.
Dr. Rudolf STECKEL
Innsbruck
Weitere Mitglieder
Mag. Manuela GROß
Graz
bis 31.03.2025
MMag. Jakob GRÜNER, LL.M.
Innsbruck
bis 31.03.2025
Daniela KRUCKENHAUSER MSc.
Mils
bis 31.03.2025
MMag. Daniel MATHOI
München
bis 31.03.2025
DDr. Gunther MAYR
Tullnerbach
ab 31.03.2025
Dr. Julia RAPP-HAUTZ
Steinach am Brenner
ab 31.03.2025
Mag. Manfred TSCHOPFER
Natters
Mag. Selma YILDIRIM
Innsbruck
ab 31.03.2025
Vom Betriebsrat entsandt
Mag. Gabriele HILBER, Betriebsratsvorsitzende
Innsbruck
Stefan KNOFLACH
Hall in Tirol
Andreas PEINTNER
Ellbögen
bis 21.02.2025
Peter PICHLER
Zirl
Philipp OBERRAUCH
Oberperfuss
ab 31.03.2025
Mitglieder des Vorstands
Name
Wohnsitz
Änderung
Vorstandsmitglied
Mag. Susanne ENDL
Wörgl
bis 30.09.2025
Vorstandsmitglied
Markus Udo HILDMANN, MBA
Fügenberg
ab 01.01.2026
Sprecherin des Vorstands
Claudia HÖLLER, MBA
St. Ulrich am Pillersee
ab 01.03.2026
Vorstandsmitglied
Christian JÄGER, MBA
Oetz
01.10.2025 bis 31.12.2025
Vorstandsmitglied
DI (FH) Andreas STADLER, MBA, MA
Axams
Vorsitzender
Mag. Alexander WEISS
Axams
bis 30.09.2025
Vorstandsmitglied
Mag. Anton WIBMER
Axams
01.10.2025 bis 28.02.2026
Vertreter der Aufsichtsbehörde
Name
Dienstort
Änderung
Staatskommissär
Hofrat Mag. Siegfried MANHAL
Wien
bis 30.11.2025
Staatskommissär
Ministerialrat DI Ernst SILLER
Wien
ab 01.12.2025 (zuvor Stv.)
Stellvertretende Staatskommisärin
Mag. Esra SCHILCHER
Wien
ab 01.12.2025
Treuhänder
Name
Dienstort
Änderung
Treuhänder gem. Pfandbriefgesetz
GPK Pegger Kofler & Partner Rechtsanwälte GmbH
& Co KG
Innsbruck
HYPO TIROL BANK AG
104
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
104
VII. Anteilsbesitz
Unternehmen, die im Konzernabschluss
voll konsolidiert wurden
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
Kapital in
% 2025
Stimm-
recht in
% 2025
Anteil am
Kapital in
% 2024
Stimm-
recht in
% 2024
Datum des
Abschlusses
Verände-
rungen
zu 2024
HYPO TIROL LEASING GMBH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent Gebäudeleasing 1987 Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent Immobilienverwaltungs-Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Tirol Mobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Innbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Tirol Mobilienleasing II Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent Liegenschaftsanlage-Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent II Grundverwertung GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Beteiligungs-und Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Beteiligungsgesellschaft
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo Tirol Versicherungsmakler GmbH, Innsbruck
Versicherungsvermittlung
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
HYPO TIROL INVEST GmbH, Innsbruck
Beteiligungsgesellschaft
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo Tirol Leasing Wiener Betriebsansiedlungen GmbH,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Liegenschaftstreuhand GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Autopark Grundverwertungs GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Alpen Immobilieninvest GmbH, Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
HTL Deutschland GmbH, Kulmbach
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo-Rent Betriebsansiedlungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Berger Truck Service Verwaltungs GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
HTI Immobilienverwaltungs-GmbH, Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Hypo Immobilien Betriebs GmbH, Innsbruck
Verwaltung v.
Realitäten
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Landhaus-Parkgaragen Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Landhaus-Parkgaragen Gesellschaft m.b.H. & Co. KG,
Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Erster Tiroler Versicherungsdienst GmbH
Versicherungsvermittlung
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2025
Immorent-Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck *)
Leasingunternehmen
51,00%
51,00%
51,00%
51,00%
31.12.2025
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck **)
Leasingunternehmen
51,02%
51,02%
51,02%
51,02%
31.12.2025
* Der Anteil am Gewinn der Immorent-Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H. beträgt entsprechend eines Syndikatsvertrags
50,0%
**Der Anteil am Gewinn der TKL VIII beträgt entsprechend eines Syndikatsvertrags
33,3
105
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
105
Unternehmen, die nach der Equity-Methode
im Konzernabschluss konsolidiert
wurden
Für keines der nach der Equity-Methode im Konzernabschluss konsolidierten Unternehmen ist ein notierter Marktpreis
vorhanden.
Bei allen unten angeführten Gesellschaften verfügt der Hypo Tirol Bank Konzern über höchstens 33,33 % der Stimmrechte, und die Gegenparteien
können den Hypo Tirol Bank Konzern jederzeit überstimmen. Der Hypo Tirol Bank Konzern verfügt
über maßgeblichen Einfluss an den finanz-
und
geschäftspolitischen Entscheidungen. Auch die genannten Indikatoren gemäß IAS 28.6 (Punkt a und b) bestätigen die Einstufung als assoziiertes
Unternehmen.
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
Kapital in % 2025
Eigenkapital
in Tsd EUR
Datum des
Abschlusses
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
113
31.12.2025
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
30
31.12.2025
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck*
Leasingunternehmen
0,00%
0
31.12.2025
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
-49
31.12.2025
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
32
31.12.2025
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck*
Leasingunternehmen
0,00%
0
31.12.2025
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
IT-Dienstleistungen
32,80%
24.695
31.12.2024
*) Wurden infolge beendeter Liquidation gelöscht.
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
Kapital in % 2024
Eigenkapital
in Tsd EUR
Datum des
Abschlusses
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
110
31.12.2024
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
33
31.12.2024
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
37
31.12.2024
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
-7
31.12.2024
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
43
31.12.2024
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
38
31.12.2024
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
IT-Dienstleistungen
32,80%
22.446
31.12.2023
HYPO TIROL BANK AG
106
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
106
Angaben zu assoziierten Unternehmen
Für assoziierte Unternehmen werden die folgenden Finanzinformationen offengelegt.
2025
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis
aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
in Tsd EUR
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
114
2
2
0
20
3
0
3
0
3
0
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
31
0
1
0
0
-3
0
-3
0
-3
0
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck*
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
95
9.863
28
9.979
556
-41
0
-41
0
-41
0
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
43
0
11
0
13
-11
0
-11
0
-11
0
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck*
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
15.339
12.759
1.225
2.178
63
2.249
0
2.249
0
2.249
0
*) Wurden infolge beendeter Liquidation gelöscht.
2024
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis
aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
in Tsd EUR
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
244
586
129
591
70
15
0
15
0
15
0
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
34
0
1
0
2
-3
0
-3
0
-3
0
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
42
0
5
0
5
-2
0
-2
0
-2
157
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
48
10.572
239
10.388
885
167
0
167
0
167
0
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
355
338
437
214
156
4
0
4
0
4
130
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
38
0
1
0
3
2
0
2
0
2
50
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
27.040
14.713
14.805
4.502
6.413
-384
0
-384
0
-384
0
In Bezug auf IFRS 12.13 B werden zur Gesellschaft ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH folgende ergänzende Angaben gemacht:
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 2025 TEUR 12.563 (2024: TEUR 9.696), kurzfristige finanzielle Schulden exkl. Rückstellungen und Verpflichtungen aus
Lieferungen & Leistungen 2025 TEUR 56 (2024: TEUR 668), langfristige finanzielle Schulden exkl. Rückstellungen und Verpflichtungen aus Lieferungen &
Leistungen 2025 TEUR 0 (2024: TEUR 6.500), planmäßige Abschreibung TEUR -1.428 (2024: TEUR -2.216), Zinserträge 2025 TEUR 78 (2024: TEUR 56),
Zinsaufwendungen 2025 TEUR -372 (2024: TEUR -833), Ertragssteueraufwand 2025 TEUR -394 (2024: TEUR -77). Die anderen Gesellschaften stuft die
Hypo Tirol Bank in Bezug auf IFRS 12.13 B als unwesentlich ein.
107
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
107
Angaben zu nicht beherrschten Anteilen
Für nicht beherrschte Unternehmensanteile werden die folgenden Finanzinformationen offengelegt:
2025
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
Gewinn/Verlust (= Gesamtergebnis) des
nicht beherrschten Anteils
in Tsd EUR
Immorent-Hypo-Rent
Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
642
0
1
0
623
440
0
440
0
607
0
33
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft
m.b.H., Innsbruck
1.330
15.785
6.113
8.798
2.171
428
0
428
0
428
0
350
2024
in Tsd EUR
Immorent-Hypo-Rent
Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
108
2.627
656
0
660
93
0
93
0
93
0
49
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft
m.b.H., Innsbruck
778
19.046
3.426
14.622
1.989
318
0
318
0
318
0
243
HYPO TIROL BANK AG
108
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
108
Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss
einbezogen wurden
Die nachfolgend angeführten Unternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss aufgenommen, da sie sowohl in der Einzelbetrachtung
als auch
zusammengenommen im Hinblick auf die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind.
Keines der nachfolgenden, nicht konsolidierten Unternehmen ist ein strukturiertes Unternehmen gemäß IFRS 12. B21–B24. Der Jahresüberschuss der
aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht konsolidierten Unternehmen
beträgt TEUR 5.381 (2024: TEUR 80), die Bilanzsumme aggregiert sich
auf TEUR 7.843 (2024: TEUR 2.766).
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
größer 20 % (Geschäftsjahr 2025)
Gesellschaftername, Ort
Anteil am
Kapital in
% 2025
Kontroll-
kriterium
erfüllt
Erläuterung
HYPO Gastro GmbH, Innsbruck
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
HT Immobilien Investment GmbH, Innsbruck
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
ARZ Hypo-Holding GmbH, Innsbruck
99,39%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs-
und Verwaltungs
GmbH, Innsbruck
33,30%
NEIN
we - Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH, Innsbruck
24,34%
NEIN
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
größer 20 % (Geschäftsjahr 2024)
Gesellschaftername, Ort
Anteil am
Kapital in
% 2024
Kontroll-
kriterium
erfüllt
Erläuterung
HYPO Gastro GmbH, Innsbruck
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
HT Immobilien Investment GmbH, Innsbruck
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
ARZ Hypo-Holding GmbH, Innsbruck
99,39%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs-
und Verwaltungs
GmbH, Innsbruck
33,30%
NEIN
we - Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH, Innsbruck
24,34%
NEIN
109
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
109
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
kleiner 20 % für Geschäftsjahre 2025/2024
Gesellschaftername, Ort
Anteil am Kapital in %
2025
Anteil am Kapital in %
2024
GHS Immobilien AG i.A., Wien
0,00%
19,57%
Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau-
und Siedlungsgesellschaft m.b.H. (TIGEWOSI), Innsbruck
17,45%
17,45%
Hypo-Bildung GmbH, Wien
14,00%
14,00%
Masterinvest Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H., Wien
12,50%
12,50%
Hypo-Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien
12,50%
12,50%
Hypo-Banken-Holding Gesellschaft m.b.H., Wien
12,50%
12,50%
Rathaus Passage GmbH, Innsbruck
11,23%
11,23%
HP IT-Solutions Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
7,14%
7,14%
Österreichische Wertpapierdaten Service GmbH, Wien
2,56%
2,56%
Bergbahnen Rosshütte Seefeld Tirol Reith AG, Seefeld
1,62%
1,62%
VBV–Betriebliche Altersvorsorge Aktiengesellschaft, Wien
1,28%
1,28%
Lienzer-Bergbahnen-Aktiengesellschaft, Gaimberg
1,07%
1,21%
Austrian Reporting Services GmbH, Wien
1,07%
1,07%
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H., Wien
1,00%
1,00%
Bergbahnen Kappl AG, Kappl
0,49%
0,81%
Wiener Börse AG, Wien
0,73%
0,73%
PSA Payment Services Austria GmbH, Wien
0,65%
0,65%
S.W.I.F.T.
SCRL, Belgien
ca. 0,01%
ca. 0,01%
doc1p22i0
HYPO TIROL BANK AG
110
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
110
Innsbruck, am 11. März 2026
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
111
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
111
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
HYPO TIROL BANK AG, Innsbruck,
und ihrer Tochtergesellschaften
(der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025, der Konzerngesamtergebnisrechnung,
der
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem
Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-
und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS Accounting Standards, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr.
537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing
(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten
nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten
des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Konzernabschlusses“
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung
mit den österreichischen unternehmensrechtlichen, bankrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen
Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung
des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als
Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Risikovorsorgen für zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete
Forderungen an Kunden
Beschreibung:
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen
an Kunden sind im Konzernabschluss per 31. Dezember 2025 der HYPO TIROL BANK
AG mit einem Betrag von MEUR 5.248 ausgewiesen. Zur Berücksichtigung von Verlustrisiken im Kreditportfolio
werden Wertberichtigungen in Höhe
von MEUR 107 gebildet.
Für ausgefallene Kredite mit einem signifikanten Obligo von über TEUR 200 werden Risikovorsorgen
auf Basis der erwarteten und szenariogewichteten,
zukünftigen Zahlungsströme gebildet. Erwartete Rückführungen aus Sicherheitenverwertungen werden dabei berücksichtigt.
Für nicht-notleidende Kredite sowie für notleidende Kredite unter der Signifikanzgrenze
wird auf Basis des Expected Credit Loss Modells gemäß IFRS 9
eine Risikovorsorge gebildet. Zur Berücksichtigung des für bestimmte Branchen aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds
wird im Rahmen der
Ermittlung der Wertberichtigungen vom Konzern für Kredite in diesen Branchen
eine Erhöhung der im ECL-Modell ermittelten Wertberichtigungen
(„Management Overlay“) vorgenommen.
Der Vorstand der HYPO TIROL BANK AG erläutert die Vorgehensweise
für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang (Notes) des Konzernabschlusses.
Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben im Anhang Kapitel „Erläuterung der Gesamtergebnisrechnung“ im Punkt „B) Risikovorsorge im
Kreditgeschäft“ sowie in der Note (19) „Forderungen an Kunden“.
Die Ermittlung der Höhe der Risikovorsorgen unterliegt aufgrund der einfließenden Annahmen und Einschätzungen erheblichen Ermessensspielräumen
und Schätzunsicherheiten. Deshalb haben wir diesen Bereich als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Wir haben die Prozesse zur Kreditvergabe und Kreditüberwachung von Kundenkrediten
erhoben und hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind,
Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Forderungen
an Kunden angemessen abzubilden. Darüber hinaus haben wir die wesentlichen
Schlüsselkontrollen dieser Prozesse identifiziert und in Teilbereichen
getestet.
HYPO TIROL BANK AG
112
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
112
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten, die nicht als ausgefallen identifiziert wurden, haben wir beurteilt, ob signifikante Erhöhungen des
Ausfallsrisikos bzw.
Verlustereignisse vollständig identifiziert wurden.
Anhand einer Auswahl an individuell signifikanten ausgefallenen Kreditforderungen haben wir überprüft, ob Einzelwertberichtigungen in
ausreichendem Maße gebildet wurden. Für diese Kredite haben wir die Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich zukünftiger
Cashflows, die noch aus
Tilgungen und Sicherheiten erwartet werden, gewürdigt.
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von Immobiliensicherheiten unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezi
alisten gewürdigt.
Im Bereich der für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite und für nicht ausgefallene Kredite
ermittelten Risikovorsorgen haben wir das
verwendete Bewertungsmodell und die zur Anwendung gelangten Parameter dahingehend gewürdigt, ob diese geeignet
sind, Risikovorsorgen in
angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Risikovorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Weiters haben wir die
Herleitung und Begründung des vorgenommenen Management Overlays und die zugrundeliegenden Annahmen in Hinblick auf deren Angemessenheit
beurteilt.
Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Konzernanhang (Notes) vollständig und zutreffend
sind.
Hinweis auf sonstige Sachverhalte
Der Konzernabschluss der HYPO TIROL BANK AG, Innsbruck, für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen
Abschlussprüfer geprüft, der am 11. März 2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im
Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird
uns
voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art
der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen
zu lesen, sobald sie
vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortlichkeiten
der gesetzlichen Vertreter
und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses
und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS
Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens
-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig
erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung
der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
– sofern einschlägig –
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen
Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die
Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative
dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten
des Abschlussprüfers für die Prüfung
des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende
Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO
und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln
oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen
wirtschaftlichen
Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die
die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
113
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
113
●
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im
Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
●
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns
abzugeben.
●
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
●
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter
sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls
wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind
wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam
zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des
Konzerns
von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
●
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht
wird.
●
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss.
Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten
Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen
oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am
bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften
schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk
mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse
übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in
Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts
in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt
worden, enthält zutreffende Angaben
nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über den Konzern und sein
Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht
nicht festgestellt.
HYPO TIROL BANK AG
114
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
114
Zusätzliche Angaben nach Artikel
10 der EU-VO
Wir wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. September 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Oktober 2024
vom Aufsichtsrat beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 31. März 2025 bereits für das darauffolgende
Geschäftsjahr als
Abschlussprüfer gewählt und am 16. April 2025 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit
2025
Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach
Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der
Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher
Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Andrea Stippl.
Wien, am 11. März 2026
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Ernst Schönhuber eh
Mag. Andrea Stippl eh
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüferin
115
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
115
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss
ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,
dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf,
das
Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens
-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
entsteht und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern
ausgesetzt ist.
Innsbruck, am 11. März 2026
Der Vorstand
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
HYPO TIROL BANK AG
116
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2025
116
Bericht des Aufsichtsrats
der Hypo Tirol Bank AG
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2025 die Geschäftsführung des Vorstands
überwacht und sich eingehend über die Entwicklung des
Unternehmens und alle wesentlichen Geschäftsfälle informiert. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats
vom Vorstand und von der
Leitung der internen Revision laufend berichten lassen.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2025 fanden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen statt, in denen grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, die laufende
Ertragsentwicklung und die Einhaltung der Budgetvorgaben erörtert wurden. Weiters
wurden einzelne Geschäftsfälle, die aufgrund gesetzlicher oder
satzungsmäßiger Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, behandelt. Insbesondere hat sich der Aufsichtsrat mit den
Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen Ausrichtung der Bank befasst.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte sechs Ausschüsse bestellt.
Der
Kreditausschuss
dient insbesondere zur Beschlussfassung von Darlehen, Krediten und Großkrediten und tagte im Geschäftsjahr 2025
viermal.
Der
Prüfungsausschuss
, welcher für alle Angelegenheiten gem. § 63a Abs. 4 BWG zuständig ist, tagte im Geschäftsjahr 2025
viermal.
Der
Ausschuss zur Behandlung von Vorstandsangelegenheiten
tagte im Geschäftsjahr 2025 einmal. Er regelt die Beziehungen zwischen der
Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands.
Der
Vergütungsausschuss
, zuständig für alle Vergütungsangelegenheiten der §§ 39b und c BWG – ausgenommen Vorstandsvergütungen
– tagte im
Geschäftsjahr 2025
einmal.
Der
Nominierungsausschuss
, zuständig für alle Angelegenheiten des § 29 BWG, tagte im Geschäftsjahr 2025
fünfmal.
Der
Risikoausschuss
, zuständig für alle Angelegenheiten des § 39d BWG, tagte im Geschäftsjahr 2025 dreimal.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31.12.2025 wurden durch die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Da keine
Einwendungen zu erheben waren, wurde der Bestätigungsvermerk uneingeschränkt erteilt.
Der Konzernabschluss zum 31.12.2025 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der
Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31.12.2025 wurden durch die Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft und
der Bestätigungsvermerk uneingeschränkt erteilt.
Nach der abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses 2025 und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses 2025 und des
Konzernlageberichtes ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der Aufsichtsrat
billigt den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss,
der damit nach
§ 96 Absatz 4 Aktiengesetz festgestellt ist, und nimmt den Konzernabschluss zur Kenntnis.
Innsbruck, am 11. März 2026
Der Aufsichtsrat
Mag. Wilfried Stauder e.h.
doc1p141i0
Inhalt
Jahresabschluss
119
1
Bilanz
119
2
Gewinn-
und Verlustrechnung
122
Anhang
123
(I)
Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
123
(II)
Erläuterungen zur Bilanz
128
A
Forderungen
128
B
Wertpapiere
129
C
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
130
D
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen
130
E
Sonstige Vermögensgegenstände
130
F
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
133
G
Aktive latente Steuern
133
H
Pensionsgeschäfte und nachrangige Vermögenswerte
133
I
Verbindlichkeiten
und Rückstellungen
133
J
Eigenkapital und Eigenkapitalnahe Verbindlichkeiten
135
K
Ergänzende Angaben
140
(III)
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
142
(IV)
Country by Country Reporting
144
(V)
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
144
Anlagespiegel
147
Lagebericht
149
1
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank
149
2
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Berichtsjahr
149
3
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
und Risiken
155
4
Nachhaltigkeitsbericht
165
5
Bericht über Forschung und Entwicklung
165
119
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
119
Bilanz zum 31. Dezember 2025
Aktiva
31.12.2025
Beträge in EUR
31.12.2024
Beträge in TEUR
1.
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern
888.164.568,09
1.019.840
2.
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung
bei der Zentralnotenbank zugelassen sind:
464.742.467,86
431.250
a)
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
464.742.467,86
431.250
3.
Forderungen an Kreditinstitute:
81.864.041,07
90.332
a)
täglich fällig
61.376.471,61
65.447
b)
sonstige Forderungen
20.487.569,46
24.885
4.
Forderungen an Kunden
5.385.534.171,47
5.347.026
5.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
945.343.870,39
879.799
a)
von öffentlichen Emittenten
0,00
0
b)
von anderen Emittenten
945.343.870,39
879.799
darunter: eigene Schuldverschreibungen
9.815.000,00
9.551
6.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
4.182.283,71
4.145
7.
Beteiligungen
1.708.848,42
1.706
darunter: an Kreditinstituten
972.755,42
973
8.
Anteile an verbundene Unternehmen
25.487.504,92
29.095
darunter: an Kreditinstituten
0,00
0
9.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
230.124,17
167
10.
Sachanlagen
64.735.549,05
55.886
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im
Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden
12.604.540,88
13.209
11.
Sonstige Vermögensgegenstände
37.598.673,52
16.284
12.
Rechnungsabgrenzungsposten
5.182.805,14
5.616
13.
Aktive latente Steuern
2.700.435,76
3.383
Summe der Aktiva
7.907.475.343,57
7.884.529
Posten unter der Bilanz
1.
Auslandsaktiva
1.260.279.844,95
1.246.902
HYPO TIROL BANK AG
120
Jahresabschluss zum 31.12.2025
120
Passiva
Unterposition
in EUR
31.12.2025
Beträge in EUR
31.12.2024
Beträge in TEUR
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
164.548.323,05
638.040
a)
täglich fällig
58.959.151,91
75.697
b)
mit vereinbarter Laufzeit und Kündigungsfrist
105.589.171,14
562.343
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.120.069.863,93
3.556.978
a)
Spareinlagen
694.342.575,51
736.820
darunter: täglich fällig
211.173.981,76
186.969
darunter: mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
483.168.593,75
549.851
b)
sonstige Verbindlichkeiten
3.425.727.288,42
2.820.158
darunter: täglich fällig
2.223.225.652,92
2.101.262
darunter: mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
1.202.501.635,50
718.896
3.
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.791.378.510,12
2.869.840
a)
begebene Schuldverschreibungen
2.791.378.510,12
2.869.840
b)
andere verbriefte Verbindlichkeiten
0,00
0
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
50.774.825,31
41.971
5.
Rechnungsabgrenzungsposten
817.917,95
1.495
6.
Rückstellungen
52.441.807,48
64.847
a)
Rückstellungen für Abfertigungen
8.843.246,00
9.617
b)
Rückstellungen für Pensionen
3.245.303,00
3.469
c)
Steuerrückstellungen
60.624,00
3.974
d)
sonstige
40.292.634,48
47.787
7.
Ergänzungskapital gem. Teil
2 Titel 1 Kapitel 4 der
Verordnung (EU) Nr.
575/2013
86.093.625,82
96.326
8.
Gezeichnetes Kapital
50.000.000,00
50.000
9.
Kapitalrücklagen
300.332.133,62
300.332
a)
gebundene
139.132.133,62
139.132
b)
nicht gebunden
161.200.000,00
161.200
10.
Gewinnrücklagen
234.100.000,00
207.800
a)
gesetzliche Rücklagen
5.000.000,00
5.000
b)
andere Rücklagen
229.100.000,00
202.800
11.
Haftrücklage gemäß §57 Abs 5 BWG
41.606.000,00
41.606
12.
Bilanzgewinn/Bilanzverlust
15.312.336,29
15.294
Summe der Passiva
7.907.475.343,57
7.884.529
Posten unter der Bilanz siehe nächste Seite
121
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
121
31.12.2025
Beträge in EUR
31.12.2024
Beträge in TEUR
Posten unter der Bilanz
1.
Eventualverbindlichkeiten
157.078.390,79
133.614
darunter:
a)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten
157.078.390,79
133.614
2.
Kreditrisiken
907.935.996,90
907.797
3.
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
16.626.843,22
18.678
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung
(EU) Nr.
575/2013
657.705.203,12
646.519
darunter Ergänzungskapital gemäß Teil
2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung
(EU) Nr. 575/2013
38.136.633,62
54.147
5.
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013
3.302.577.512,42
3.173.883
darunter: Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a bis c der
Verordnung (EU) Nr.
575/2013
2.961.150.018,52
2.837.615
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a der Verordnung
(EU)
Nr. 575/2013
18,76 %
18,66 %
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
18,76 %
18,66 %
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. c der Verordnung
(EU)
Nr. 575/2013
19,91 %
20,37 %
6.
Auslandspassiva
398.972.605,00
768.644
HYPO TIROL BANK AG
122
Jahresabschluss zum 31.12.2025
122
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025
2025
Beträge in EUR
2024
Beträge in TEUR
1.
Zinsen und ähnliche Erträge
256.696.594,25
304.394
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
27.084.707,75
20.550
2.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-113.475.825,80
-139.837
I.
NETTOZINSERTRAG
143.220.768,45
164.557
3.
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
492.990,90
501
a)
Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht
festverzinslichen Wertpapieren
161.153,80
168
b)
Erträge aus Beteiligungen
331.837,10
333
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
0,00
0
4.
Provisionserträge
36.755.791,15
35.983
5.
Provisionsaufwendungen
-4.239.923,48
-3.663
6.
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
-661.026,77
6.536
7.
Sonstige betriebliche Erträge
10.610.243,77
5.418
II.
BETRIEBSERTRÄGE
186.178.844,02
209.332
8.
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
-88.584.978,64
-88.595
a)
Personalaufwand
-52.357.256,06
-51.056
darunter:
aa)
Löhne und Gehälter
-39.903.782,38
-38.248
bb)
Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-10.113.443,45
-9.714
cc)
Sonstiger Sozialaufwand
-549.844,09
-549
dd)
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
-1.495.460,10
-1.471
ee)
Dotierung der Pensionsrückstellung
224.096,00
252
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-518.822,04
-1.326
b)
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-36.227.722,58
-37.539
9.
Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen
Vermögensgegenstände
-3.703.730,75
-3.326
10.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-6.337.449,89
-2.050
III.
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
-98.626.159,28
-93.971
IV.
BETRIEBSERGEBNIS
87.552.684,74
115.361
11./
12.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von
Forderungen und Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für
Kreditrisiken
-27.175.169,55
-28.413
13./
14.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von
Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
-296.220,75
-4.123
V.
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
60.081.294,44
82.825
15.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-13.683.907,32
-19.180
16.
Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen
-5.079.261,18
-2.074
VI.
JAHRESÜBERSCHUSS/JAHRESFEHLBETRAG
41.318.125,94
61.571
17.
Rücklagenbewegung
-26.300.000,00
-46.300
darunter: Auflösung Haftrücklage
0,00
0
VII.
JAHRESGEWINN/JAHRESVERLUST
15.018.125,94
15.271
18.
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
294.210,35
23
VIII.
BILANZGEWINN/BILANZVERLUST
15.312.336,29
15.294
123
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
123
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2025
Die Hypo Tirol Bank AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Innsbruck und ist im Firmenbuch Innsbruck, Österreich (FBN171611w) eingetragen. Die
Anschrift der Bank lautet auf Meraner Straße 8, 6020 Innsbruck. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2025 wurde nach den Bestimmungen des
Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung unter Berücksichtigung der Rechtsform bzw.
branchenspezifischen Vorschriften des
Bankwesengesetzes (Anlage 1 und 2 zu § 42 BWG)
aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den
Bestimmungen des BWG nach dem Formblatt gemäß Anlage 2 zu § 43 BWG Teil
1 und Teil 2 aufgestellt worden.
Der von der Hypo Tirol Bank AG
aufgestellte Konzernabschluss ist am Firmensitz des Unternehmens sowie auf dessen Website
erhältlich.
I.
BILANZIERUNGS-
UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände
und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäfts insofern Rechnung getragen, als nur die am
Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste
bei der Bewertung berücksichtigt
wurden.
Bewertung von Forderungen
Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für zum Bilanzstichtag erkennbare Kreditrisiken
werden Wertberichtigungen
gebildet. Die Hypo Tirol Bank AG verfügt gemäß § 201 Abs. 2 Z. 7 UGB über eine verlässliche Schätzung auf Basis von statistischen Erfahrungswerten,
die in einem dreistufigen Modell gemäß IFRS 9 auch im UGB Anwendung finden. Damit wird dem von der Finanzmarktaufsicht (FMA) und dem Austrian
Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) herausgegebenen Positionspapier zur Frage der Folgebewertung bei Kreditinstituten Rechnung
getragen. Daher wird den Anforderungen des IFRS 9 folgend auch im UGB auf Ebene jedes Finanzinstruments eine Risikovorsorge
in Höhe der zukünftig
erwarteten Verluste gebildet.
Risikovorsorge
im Kreditgeschäft
Den besonderen Risiken des Bankgeschäfts wird durch die Bildung von Wertberichtigungen im entsprechenden Ausmaß Rechnung getragen.
Im
Geschäftsjahr 2025 werden sämtliche Wertberichtigungen auf Einzelvertragsebene ermittelt und verbucht. Zur Kalkulation der
Risikovorsorge wurden
statistische Verfahren
implementiert. Dabei wird jedes Finanzinstrument monatlich entsprechend seiner Kategorisierung bewertet. Neben
makroökonomischen Faktoren sind die wesentlichen relevanten Größen:
●
Vertragsparameter (wie z. B. Laufzeit, Zinssatz, Geschäftsart),
●
die aktuelle Bonität (und die Bonität bei Vertragszugang)
●
sowie der Verwendungszweck/Besicherung.
Diese Annahmen sowie die Einschätzung und Beurteilung der Indikatoren, die zu einer Risikovorsorge führen, basieren auf historischen
Erfahrungswerten im Kreditgeschäft und werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert
und gegebenenfalls revidiert, um mögliche Differenzen
zwischen Risikovorsorge und tatsächlich eingetretenem Kreditausfall
zu minimieren. Bei Vorliegen objektiver Hinweise muss ein allfälliger
Wertminderungsbedarf von Forderungen jedenfalls auf Basis einer barwertigen Betrachtung der künftigen erwarteten Cashflows
ermittelt werden.
Hierzu müssen Szenarien zur Einschätzung der erwarteten Cashflows gebildet werden. Angaben zu den Ausfallwahrscheinlichkeiten
nach Ratingklassen
sowie zu Stresstests finden sich in den Erläuterungen zu den Finanzrisiken und zum Risikomanagement.
Risikovorsorgepolitik und Frühwarnsystem
Die Vorgaben zur Risikovorsorgepolitik sind in einem gesonderten Rahmenwerk
dokumentiert. Dieses beschreibt die Verantwortlichkeiten sowie
insbesondere den Prozess zur Beurteilung der notwendigen Höhe der jeweils zu bildenden Einzelwertberichtigung. Zur zeitgerechten Identifizierung
von Risikopotenzialen im Kreditgeschäft hat die Hypo Tirol Bank AG ein Frühwarnsystem
etabliert, welches auf Basis quantitativer und qualitativer
Risikomerkmale Risiken frühzeitig identifiziert. Dadurch können Risiken in einem frühen Stadium erkannt
und notwendige Maßnahmen zeitgerecht
eingeleitet werden.
Forbearance
Die Kennzeichnung "Forbearance" erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG bei Vorliegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten
beziehungsweise, wenn
wirtschaftliche Schwierigkeiten ohne Zugeständnisse der Bank zu erwarten sind, konsequent gemäß Art 47b CRR i. V.
m. der EBA/GL/2018/06. Eine
Forbearance-Kennzeichnung zu einer Risikoposition löst beim Kunden ein Warnsignal in den Ratingsystemen
aus und führt zu Bonitätsabstufungen
sowie zu einem automatischen Transfer in Stage
2 nach IFRS 9.
Kalkulation der Risikovorsorge
Für die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle werden folgende Inputparameter
verwendet:
●
Exposure at Default (EAD): Bei Darlehen und Krediten wird das erwartete Exposure (EAD)
je Zeitscheibe auf der Grundlage der vertraglichen
Bedingungen zum Berechnungsstichtag des Finanzinstruments ermittelt. Bei Produkten ohne Tilgungsplan wird das EAD-Profil anhand der
zum Berechnungsstichtag vorhandenen Off-
und On-Balance Exposures und Erfahrungswerten dieser Produkte ermittelt.
●
Marginale Defaultwahrscheinlichkeit (mPD): Die mPD stellt die Wahrscheinlichkeit
dar, dass der betreffende
Kontrakt in einer gegebenen
Zeitscheibe in den Default geht. Sie ist abhängig von der aktuellen Bonitätseinstufung des Finanzinstruments, dem Kundensegment und dem
makroökonomischen Ausblick (Vorausschauende Information, FLI).
HYPO TIROL BANK AG
124
Jahresabschluss zum 31.12.2025
124
●
Loss Given Default (LGD): Dieser gibt den im Falle des Defaults erwarteten Wert
des auf den Defaultzeitpunkt abgezinsten Verlustes
in % des
dann ausstehenden Exposures an. Es werden je nach Art der Besicherung und Kundensegment unterschiedliche LGDs in der Kalkulation der
Risikovorsorgen verwendet.
●
Diskontierungsfaktor: Die Abzinsung erfolgt über den zum Berechnungsstichtag gültigen Effektivzinssatz
IFRS.
Für nicht-notleidende Kredite als auch für notleidende Kredite unter der Signifikanzgrenze
von TEUR 200 ergibt sich die Höhe der Risikovorsorge durch
Multiplikation der soeben genannten Größen je Zeitscheibe und anschließender Summierung. Bei notleidenden Krediten über der Signifikanzgrenze
von TEUR 200 werden Wertberichtigungen auf Basis der szenariogewichteten erwarteten
zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Hier werden
erwartete Rückführungen etwa aus Sicherheitenverwertungen berücksichtigt.
Staging
Grundsätzlich gehen Finanzinstrumente bei erstmaliger Erfassung in der Stage 1 zu. Hier haben Unternehmen an jedem Bilanzstichtag eine
Risikovorsorge durch die Erfassung einer Wertminderung bzw.
die Bildung einer Rückstellung in Höhe der Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der
nächsten zwölf Monate erwartet wird (12 month expected credit losses) zu erfassen (d.
h. auf Basis der Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls innerhalb der
nächsten zwölf Monate). Bei der Folgebewertung sind die Kreditausfälle, deren Eintritt
innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird, durch die
über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle (Lifetime
expected credit losses) zu ersetzen, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem Zeitpunkt des
Erstansatzes wesentlich erhöht hat (sog. Lifetime expected credit
loss-Kriterium). Die Finanzinstrumente sind in diesem Fall der Stage 2 zugeordnet.
Zur Bestimmung einer wesentlichen Erhöhung des Ausfallsrisikos werden verschiedene Indikatoren betrachtet.
Dazu zählen:
●
wesentliche Erhöhung der Ausfallgefährdung durch Vergleich der Lifetime
PD des Finanzinstruments unter der aktuellen Bonitätseinstufung und
der Bonitätseinstufung zum Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments
●
eine durchgeführte Forbearance-Maßnahme beim Finanzinstrument
●
Auffälligkeiten im Frühwarnsystem
●
30-Tage-Verzug
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle
wird wieder auf der Grundlage der Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet
wird, bemessen, falls sich die Kreditqualität nachträglich wesentlich verbessert hat und das Lifetime expected
credit loss Kriterium nicht länger erfüllt
ist.
Non Performing Loans (NPL)
Die Klassifizierung von Non-Performing Loans in der Hypo Tirol Bank AG erfolgt auf Basis der Regelungen des Artikels 178 der
Kapitaladäquanzverordnung (CRR) sowie der EBA-Leitlinie EBA/GL/2016/07. Ein Engagement gilt als ausgefallen, sofern ein Zahlungsverzug
von über 90
Tagen besteht oder Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen
voraussichtlich nicht in vollem Umfang
nachkommen wird (Unlikeliness to Pay). Zusätzlich werden weitere
von der Hypo Tirol Bank AG definierte Ausfallindikatoren berücksichtigt.
Zusammenfassend wird als notleidend ein Kredit eingestuft, wenn eines der folgenden Merkmale zutrifft:
●
90-Tage-Verzug
●
krisenbedingte Restrukturierung
●
positiver Unlikely To Pay
-Test
o
im Rahmen einer Forbearance-Maßnahme
o
aufgrund sonstiger Risikohinweise, die eine Rückführung in Zweifel stellen
●
Fälligstellung
●
Antrag auf Eröffnung Insolvenzverfahren
Nach einer 90-tägigen Wohlverhaltensphase ab Wegfall des Ausfallereignisses können
vormals notleidende Kredite wieder aus der Bewertung auf Basis
der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme entlassen werden und die Bewertung erfolgt wieder anhand der statist
ischen Methoden.
Zur Bewertung werden üblicherweise drei Cash-Flow-Szenarien wahrscheinlichkeitsgewichtet herangezogen.
Zinserträge von Forderungen der Stage 3
werden mit dem Effektivzinssatz der jeweiligen Forderung, gerechnet
auf die Höhe des Bruttobuchwerts abzüglich Risikovorsorge (= Nettobuchwert),
erfasst. Die Höhe der Wertberichtigung bemisst sich damit als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten. Die Ermittlung erfolgt
unter Zugrundelegung des
ursprünglichen Effektivzinssatzes.
Sind weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten,
wird eine Forderung als uneinbringlich eingestuft. Eine
uneinbringliche, bereits wertberichtigte Forderung wird durch Verbrauch
der Risikovorsorge ausgebucht. Besteht
für eine solche Forderung keine
Wertberichtigung, wird sie direkt ergebniswirksam abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden im Periodenergebnis
gesondert
erfasst.
Beurteilung auf kollektiver Basis
Die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG auf Ebene der Einzelkonten,
nicht auf kollektiver Basis. Der wichtigste
Bestandteil in der Quantifizierung der erwarteten Kreditausfälle sind die aktuellen Bonitätsbeurteilungen der Kunden. Diese werden auf Ebene der
Einzelkunden, nicht auf kollektiver Basis erstellt. Der Einsatz verschiedener Ratingsysteme
für verschiedene Kundengruppen sowie regelmäßige
Validierungen der Ratingsysteme stellen die korrekte
Einschätzung der Bonität der Kunden sicher.
125
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
125
Berücksichtigung vorausschauender Informationen im Expected Credit Loss-Modell (ECL-Modell)
Die Hypo Tirol Bank AG identifiziert „vorausschauende Informationen” im Rahmen des ECL-Modells mit einer aktuellen OeNB-Wirtschaftsprognose
Das wesentlichste Element zur Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen im ECL
-Modell ist deshalb die Modellierung der Abhängigkeit der
marginalen Defaultwahrscheinlichkeiten (mPD) von makroökonomischen Rahmenbedingungen (Kovariablen).
Die Hypo Tirol Bank AG verwendet die
OeNB-Prognose um zukünftige Zustände der Makroökonomie für die mPD und somit auch für den ECL eines Finanzinstrumentes zu berücksichtigen.
Für die Auswahl von makroökonomischen Kovariablen zur Modellierung der mPD werden Konjunkturindikatoren laut OeNB,
wie der Harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI), das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Arbeitslosenquote (AQ) und das Zinsniveau (3M-EURIBOR) auf deren Einfluss auf die
realisierten Defaultraten untersucht. Für die Modellierung werden aus den genannten Indikatoren
transformierte Kovariablen wie beispielsweise die
absolute Zinsniveau-Änderung binnen eines Jahres in Betracht gezogen.
Einbezogener Zeithorizont
Die Hypo Tirol Bank AG verwendet makroökonomische Prognosen der OeNB für die kommenden zwei Jahre. Die nachfolgenden Tabellen
stellen jeweils
die OeNB-Prognose vom Dezember 2025 sowie vom Dezember 2024 dar:
Stand: Dezember 2025
Makroökonomischer Indikator
2025
2026
2027
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
0,6
0,8
1,1
Arbeitslosenquote gem. Eurostat (AQ)
5,6
5,7
5,6
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
2,2
2,0
2,1
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
3,6
2,4
2,1
Stand: Dezember 2024
Makroökonomischer Indikator
2024
2025
2026
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
-0,9
0,8
1,6
Arbeitslosenquote gem. Eurostat (AQ)
5,2
5,3
5,1
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
3,6
2,1
2,0
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
2,9
2,4
2,2
2
https://www.oenb.at/dam/jcr:28805d72-171e-46e8-ba0c-3793cf295850/report-2025-23-prognose.pdf
HYPO TIROL BANK AG
126
Jahresabschluss zum 31.12.2025
126
In der folgenden Tabelle werden alle in Betracht
gezogenen makroökonomischen Kovariablen für das mPD-Modell dargestellt:
Stand: Dezember 2025
Makroökonomische Kovariable
2025
2026
2027
Veränderung Bruttoinlandsprodukt (BIP)
0,6
0,8
1,1
Wachstumsrate Arbeitslosenquote (AQVQ)
7,7
1,8
-1,8
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
2,2
2,0
2,1
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
3,6
2,4
2,1
BIP Vorjahr
-0,7
0,6
0,8
AQVQ Vorjahr
2,0
7,7
1,8
Abs. Änderung zum Vorjahr (3M-EURIBOR)
-1,4
-0,2
0,1
HVPI Vorjahr
2,9
3,6
2,4
INTERAKTION (3M-EURIBOR und HVPI)
7,9
4,8
4,4
Konkret führt dies für die Hypo Tirol Bank AG in den verschiedenen Kundensegmenten zur Berücksichtigung der folgenden makroökonomischen
Kovariablen:
Segmente
Dezember 2025
Makroökonomische Kovariable
KMU AT
Privatkunden AT
Firmenkunden AT
Firmenkunden IT
Privatkunden IT
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
Wachstumsrate Arbeitslosenquote (AQVQ)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Zinsniveau Jahresmittel (3M-EURIBOR)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
relevant
nicht relevant
relevant
relevant
nicht relevant
BIP Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
AQVQ Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
Abs. Änderung zum Vorjahr (3M-EURIBOR)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
HVPI Vorjahr
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
nicht relevant
INTERAKTION (3M-EURIBOR und HVPI)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Angaben zu den makroökonomischen Szenarien
Anhand der aktuellen OeNB-Prognose generiert die Hypo Tirol Bank AG Szenarien (d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung) für die zukünftigen Werte
der makroökonomischen Kovariablen. Die Erzeugung dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung
erfolgt mithilfe von Modellen, die
auf Basis einer statistischen Analyse vergangener OeNB-Prognosen und tatsächlich eingetretener Bedingungen entwickelt
wurden.
Die im vorhergehenden Abschnitt dargelegte Modellierung der mPD als Funktion der Kovariablen führt demnach zu Szenarien für die mPD eines
Kontraktes je Zeitscheibe und somit zu Szenarien für den ECL eines Vertrages.
Die verbuchte Risikovorsorge entspricht dem
wahrscheinlichkeitsgewichteten mittleren ECL
über alle so erzeugten makroökonomischen Szenarien, die allesamt auf der aktuellen Prognose der
OeNB fußen.
127
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
127
Währungsumrechnung
Alle Aktiven und Passiven in Fremdwährung werden zu den am Bilanzstichtag gültigen Mittelkursen
der Europäischen Zentralbank bewertet.
Devisentermingeschäfte werden gemäß § 58 BWG zum Devisenterminkurs am Bilanzstichtag
bewertet und ertragswirksam erfasst.
Bewertung der Aktiva
Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, von Grund und Gebäude sowie der Betriebs- und
Geschäftsausstattung erfolgt zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten
abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die
Nutzungsdauer bewegt sich bei unbeweglichen Anlagen zwischen 10 und 60 Jahren und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 3 und 10 Jahren.
Bei Investitionen in Mietobjekte entspricht die Nutzungsdauer der Vertragsdauer.
Das Anlage- und Umlaufvermögen wird nach Wegfall der
Abwertungsgründe ehestmöglich zugeschrieben.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden bei vorübergehender Wertminderung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Wertpapiere
der Liquiditätsvorsorge werden in den entsprechenden Bilanzposten nach dem strengen Niederstwertprinzip
bilanziert. Die Verteilung von Zinsen
erfolgt linear.
Bei der Feststellung von Marktwerten werden Börsenkurse oder Marktpreise in einem aktiven Markt herangezogen.
Für Börsenkurse oder Marktpreise
in inaktiven Märkten gilt dies nicht. Indikatoren für die Annahme eines inaktiven Markts sind ein wesentlicher Einbruch des Handelsvolumens oder der
Handelsaktivitäten, nicht vorhandene aktuelle Börsenkurse und Marktpreise, ein wesentlicher Anstieg der Bid-Ask-Spreads sowie starke
Schwankungen
der verfügbaren Börsenkurse oder Marktpreise im Zeitablauf.
Für diese Wertpapiere wird der beizulegende Zeitwert auf Basis einer modifizierten
Discounted-Cashflow-Methode ermittelt.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet,
sofern nicht dauernde Wertminderungen
eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen. Der Unternehmenswert wird mittels Ertragswertverfahren
ermittelt, indem zukünftige
Cashflows prognostiziert und mit angemessenem Zinssatz abgezinst werden.
Bewertung der Passiva
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbuchung
des Agios bzw. Disagios eigener Emissionen wird auf die Laufzeit der
Emissionen verteilt.
Pensionsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Abfertigungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren
gemäß IAS 19 ermittelt. Die zukünftigen Verpflichtungen werden basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten
bewertet.
Bei der „Abfertigung alt“ erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes vom Eintritt
in das Unternehmen bis zu dem Zeitpunkt, ab dem weitere
Arbeitsleistungen nicht mehr zu einer Erhöhung der Anwartschaft führen (25 Dienstjahre).
Bewertung derivativer Finanzinstrumente
Die Bewertung sämtlicher Kategorien erfolgt anhand der Barwertmethode sowie entsprechender Optionspreismethoden. Es erfolgt eine Abzinsung der
zukünftigen Zahlungsströme mit den Nullkuponzinsen vom Bilanzstichtag, die Swapzinssätze werden in der jeweiligen Währung
herangezogen. Als
Kursquelle werden die Informationssysteme
Telekurs bzw.
Refinitiv verwendet. Die Volatilitäten werden über den Broker
ICAP bezogen. EZB-Kurse zum
Bilanzstichtag werden bei der Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen verwendet. In der Bewertung der Derivate
ist das Kontrahentenausfallrisiko
berücksichtigt. Erhaltene bzw. geleistete
Ausgleichszahlungen werden den einzelnen Derivaten zugeordnet und in entsprechender Höhe als
Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, welcher über die Restlaufzeit des Derivats
erfolgswirksam verteilt wird.
Negative Zeitwerte von Derivaten wurden einer Rückstellung zugeführt,
außer das Derivat
●
befindet sich in einer Sicherungsbeziehung,
●
ist Teil einer funktionalen Einheit von Zinssteuerungsderivaten.
Folgend werden weitere Informationen zu diesen zwei Arten der Widmung von Derivaten näher beschrieben.
In der Hypo Tirol Bank AG wird das Fixzinsrisiko, das aus verschiedenen Bilanzpositionen entsteht, durch den Einsatz von Derivaten eliminiert.
Grundgeschäfte, die einem Fixzinsrisiko unterliegen, sind:
●
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden
●
Fix verzinste Anleihen des Anlage- und Umlaufvermögens
●
Fix verzinste verbriefte Verbindlichkeiten
●
Fix verzinstes begebenes Ergänzungskapital gem. Art. 63 CRR
Diesen Grundgeschäften werden Derivate in Form von Interest Rate
Swaps, Caps, Floors und Collars als Sicherungsinstrumente gewidmet.
Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv und retrospektiv geprüft. Für
den Effektivitätstest kommen
die Verfahren der
Regressionsanalyse bzw. der Abgleich des Critical Term
Match zur Anwendung.
Die Bilanzierung erfolgt in Anlehnung an das Rundschreiben der FMA vom Dezember 2012 „zu Rechnungslegungsfragen bei Zinssteuerungsderivaten
und zu Bewertungsanpassungen bei Derivaten gemäß § 57 BWG“.
Die Bewertung erfolgt nach dem in § 201 Abs. 2 Z. 4 UGB kodifizierten Grundsatz der
Vorsicht und verlangt, erkennbare Risiken
und drohende Verluste, die in dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, zu
berücksichtigen. Ergibt sich aus einem Derivat zum Abschlussstichtag ein negativer beizulegender Wert, hat
dies grundsätzlich die Bildung einer
Rückstellung für drohende Verluste nach § 198 Abs. 8 Z. 1 UGB zur Folge. Dabei ist, gemäß oben angeführtem FMA-Rundschreiben,
bei
HYPO TIROL BANK AG
128
Jahresabschluss zum 31.12.2025
128
Zinssteuerungsderivaten eine saldierte Bewertung funktional einheitlicher Zinssteuerungsderivate sachgerecht. Eine Drohverlustrückstellung
wird nur
in der Höhe eines negativen beizulegenden Werts einer jeden funktionalen Einheit angesetzt. Der am Abschlussstichtag beizulegende Wert ist für jedes
in eine funktionale Einheit einbezogene Zinssteuerungsderivat zu ermitteln. Die positiven und negativen beizulegenden Werte innerhalb einer
funktionalen Einheit werden saldiert. Ein negativer Saldo wird als Drohverlust erfasst. Ein positiver Saldo darf aufgrund des Vorsichtsprinzips
nicht
erfasst werden. Die zu funktionalen Einheiten zusammengefassten Zinssteuerungsderivate dienen zur Steuerung des Zinsrisikos
im Bankbuch auf Basis
der definierten Zinsstrategie. Es sind zwei funktionale Einheiten definiert, die auf Basis des Währungskriteriums abgegrenzt werden:
●
Strategische Zinsderivate EUR
●
Strategische Zinsderivate CHF
Bei der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten berücksichtigt die Hypo Tirol Bank AG sowohl
das Ausfallsrisiko des Kontrahenten als auch das
eigene Ausfallsrisiko. Diese Anpassungen werden als Credit Value Adjustment
(CVA) bzw.
Debt Value Adjustment (DVA) bezeichnet.
Gemäß IFRS 13
werden sie als Barwert der erwarteten Verluste bzw.
Gewinne aus einem möglichen Ausfall des Kontrahenten bzw.
einem möglichen eigenen Ausfall
ermittelt. Dabei werden über die Laufzeit der Derivate zukünftige Exposures, Ausfallwahrscheinlichkeiten
sowie Verlustquoten berücksichtigt.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 sind in der funktionalen Einheit Strategische Zinsderivate CHF keine Positionen vorhanden.
II.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
A.
FORDERUNGEN
Darstellung der Fristigkeiten
Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie verbriefte Forderungen setzen sich gegliedert nach Restlaufzeiten
wie folgt zusammen:
Forderungen
Gesamt
Vorjahr in TEUR
Täglich fällig
73.309.371
74.921
Bis 3 Monate
201.972.433
249.052
3 Monate bis 1 Jahr
777.393.798
775.269
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
2.347.739.742
2.218.548
Mehr als 5 Jahre
3.481.251.491
3.434.763
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im Eigenbestand
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren
im Eigenbestand (ausgewiesen im Posten Aktiva 2, 3, 4 und 5) sind im
Jahr 2026 Wertpapiere mit einem Nominalwert von EUR 179.953.400 (Vorjahr: TEUR 117.089) fällig. Im Jahr 2025 haben keine Vertragsanpassungen
mit wesentlicher Auswirkung auf Schuldverschreibungen stattgefunden.
Eigene festverzinsliche Wertpapiere, die nicht an der Börse notieren, werden inklusive der anteiligen
Zinsen unter dem Posten 3 „Forderungen an
Kreditinstitute“ ausgewiesen.
Forderungen an Kunden
Im Posten „Forderungen an Kunden“ sind Forderungen aus Treuhandgeschäften
in Höhe von EUR 66.647.446 (Vorjahr: TEUR 68.194) enthalten.
Darüber hinaus sind Forderungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von EUR 39.916.529 (Vorjahr: TEUR 51.016) enthalten. In der Position 4.
Forderungen an Kunden ist eine nicht börsennotierte nachrangige Anleihe mit einer Nominale EUR 1.000.000 (Vorjahr: TEUR 1.000) und einem
Buchwert von EUR 37.432 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten.
Wertberichtigungen
Die Wertberichtigungen auf die Forderungen Kunden zum 31.12.2025 inklusive Management Overlay belaufen sich auf EUR 107.244.145 (Vorjahr:
TEUR 118.445). Davon sind EUR 3.014.160 (Vorjahr: TEUR 4.796) in der Stage 1, EUR 38.475.251 (Vorjahr: TEUR 37.750) in der Stage 2, EUR 5.671.161
(Vorjahr: TEUR 6.726) in der pauschal bewerteten Stage 3 und EUR 60.083.573 (Vorjahr: TEUR 69.173) bewertet nach dem Expected-Cash-Flow-
Verfahren in der Stage 3. Daneben wird eine Rückstellung für Risikovorsorgen
in Höhe von EUR 10.360.231 (Vorjahr: TEUR 9.084) gebildet.
In den angeführten Wertberichtigungen für Kundenforderungen der Stage 2, die an Kunden in Immobilien- und Baubranchen begeben wurde, ist
zum
31.12.2025 ein Management Overlay in Höhe von EUR 16.929.343 (Vorjahr: TEUR 9.833) enthalten.
Angaben zur Sensitivitätsanalyse
Zur Untersuchung der Sensitivität der verbuchten Risikovorsorge werden
zusätzlich Szenariorechnungen angestellt. Dabei werden statt der
Erwartungswerte gewisse Quantile der Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Adjustierungen aufgrund
der FLI herangezogen:
●
Im affinen Szenario wird das 2,5% Quantil betrachtet. Im Lichte der Prognosen sind die tatsächlichen Defaultwahrscheinlichkeiten
also in 97,5%
aller Fälle größer als im affinen Szenario angenommen.
●
Im adversen Szenario wird das 97,5% Quantil betrachtet. Aufgrund der vorliegenden Prognosen sind die tatsächlichen
Defaultwahrscheinlichkeiten also in 97,5% aller Fälle geringer als im adversen Szenario
angenommen.
129
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
129
Folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse
der Szenariorechnungen (inklusive Management Overlay) im Vergleich zur tatsächlichen Risikovorsorge
(inklusive
Management Overlay).
in TEUR
Affines Szenario
31.12.2025
Basis Szenario
31.12.2025
Adverses Szenario
31.12.2025
Affines Szenario
31.12.2024
Basis Szenario
31.12.2024
Adverses Szenario
31.12.2024
Bank AT
35.572
55.699
63.824
39.970
45.317
51.553
Stage 1
2.018
4.268
5.641
5.052
5.495
5.800
Stage 2
33.554
51.431
58.182
34.918
39.822
45.753
ZNL Italien
822
1.081
1.742
1.861
2.113
2.383
Stage 1
29
53
45
99
110
123
Stage 2
793
1.027
1.697
1.761
2.002
2.260
Gesamt
Stage 1 und 2
36.394
56.780
65.566
41.831
47.430
53.936
Management Overlay
Zur Berechnung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Loss - ECL) verwenden Banken zukunftsgerichtete
Einschätzungen, Modelle und Daten.
Dabei kann es vorkommen, dass die alleinige modellbasierte Ermittlung nicht zu einem sachgerechten Ergebnis führt, da zum Beispiel bestimmte
Entwicklungen im Modell oder in den verfügbaren Daten nicht oder noch nicht ausreichend berücksichtigt sind. Dies kann die Notwendigkeit nach sich
ziehen, dass die modellbasierten Ergebnisse um diese Effekte mit einem Management Overlay angepasst werden müssen. Im
aktuellen
makroökonomischen Umfeld und der damit einhergehenden Unsicherheit ist ein derartiger Ansatz sachgerecht.
Während die Modelle zur Kalkulation des Kreditrisikos im Laufe
des Jahres 2025 insbesondere aufgrund der aktuellen OeNB-Prognosen angepasst
werden, sieht die Hypo Tirol Bank AG insbesondere in den Entwicklungen am Immobilienmarkt Effekte in Verbindung
mit dem Zinsniveau und den
Immobilienpreisen, die durch die Modelle nicht vollständig abgebildet sein könnten. Die vermuteten Unsicherheiten in Bezug auf die Einschätzung des
Ausfallsrisikos betreffen insbesondere Kunden der Branchen
„Wohnbau gewerblich“,
„Ver
mietung eigene Immobilien“ und „Bauhaupt- und
Nebengewerbe“. Aufgrund
einer durchgeführten Portfolioanalyse hat sich die Hypo Tirol Bank AG erneut dazu entschieden, Kunden dieser Branchen
mit einem Management Overlay zu versehen und der Stage 2 zuzuordnen.
B.
WERTPAPIERE
In den Aktivposten „Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere“,
„Forderungen an Kreditinstitute“,
„Forderungen an Kunden“,
„Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere“ (Fremdkapitalwerte)
sowie „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“
(Eigenkapitalwerte und Fondsanteile) sind insgesamt Wertpapiere (ohne Zinsabgrenzung) in Höhe von EUR 1.443.786.318 (Vorjahr:
TEUR 1.342.316)
ausgewiesen. Davon sind börsennotiert EUR 1.397.218.608 (Vorjahr: TEUR 1.300.863) und nicht börsennotiert EUR 46.567.710 (Vorjahr: TEUR 41.453).
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 56 Abs. 4 BWG zwischen Bilanzwert und dem höheren Marktwert der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere
beträgt zum Bilanzstichtag EUR 360.531 (Vorjahr: TEUR 485).
Der gesamte Nominalwert des Anlagevermögens beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 1.408.496.260 (Vorjahr: TEUR 1.292.150), der beizulegende
Zeitwert beträgt EUR 1.363.793.721 (Vorjahr: TEUR 1.249.997). Der Unterschiedsbetrag von Wertpapieren,
welche die Eigenschaft von Finanzanlagen
haben, beträgt gemäß § 56 Abs. 2 BWG EUR 745.820 (Vorjahr: TEUR 827) und gemäß § 56 Abs. 3 BWG EUR 760.473 (Vorjahr:
TEUR 473), somit in
Summe EUR -14.653 (Vorjahr: TEUR 354). Dieser Unterschiedsbetrag wird unter dem Posten Nettozinsertrag
(Zinserträge) in der Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesen. Auf Wertpapiere des Anlagevermögens wurde
auf Basis der beschriebenen statistischen Verfahren eine
Wertberichtigung in Höhe von EUR 221.571 (Vorjahr: TEUR 148) gebildet.
Im Finanzanlagevermögen sind Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere zu Buchwerten
in Höhe von EUR 970.736.208 (Vorjahr:
TEUR 769.867) enthalten, die über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 921.473.167 (Vorjahr: TEUR 718.038) ausgewiesen werden, sowie
variabel verzinsliche Wertpapiere zu Buchwerten in Höhe von EUR 1.006.020 (Vorjahr: TEUR 8.033), die über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe
von EUR 1.005.300 (Vorjahr: TEUR 8.019) ausgewiesen werden. Im Jahr 2025 wurde bei Wertpapieren im Finanzanlagevermögen eine
außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 204 Abs. 2 UGB in Höhe von EUR 2.368 gebucht, da eine dauernde Wertminderung vorliegt und nicht von
einer Wertaufholung ausgegangen wird. Eine Abschreibung gemäß § 204 UGB erfolgt nicht, weil das Absinken des Buchwertes
aufgrund von
Veränderungen des aktuellen Marktzinsniveaus erfolgte und daher die Wertminderung nicht von
Dauer ist.
Gemäß der Zuschreibungspflicht wurden im Jahr 2025 EUR 627.615 (Vorjahr: TEUR 944) an Zuschreibungen bei Wertpapieren des Umlaufvermögens
gebucht.
Im Posten „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ sind keine
nachrangigen fremden Wertpapiere enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
130
Jahresabschluss zum 31.12.2025
130
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Preis auf inaktiven Märkten und dem Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag
EUR -115.469 (Vorjahr:
TEUR -399). Der Unterschiedsbetrag von Wertpapieren, welche nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, beträgt gemäß § 56 Abs. 4
BWG EUR
360.351 (Vorjahr: TEUR 485).
C.
BETEILIGUNGEN UND ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Name der Gesellschaft
Sitz der
Gesellschaft
Anteile in %
Eigenkapital per
31.12.2025
in EUR
Jahresergebnis
31.12.2025
in EUR
Eigenkapital per
31.12.2024
in EUR
Jahresergebnis
31.12.2024
in EUR
ARZ Hypo-Holding GmbH
Innsbruck
99,39
5.637.643
5.288.558
349.085
747
Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaft m.b.H.
Innsbruck
99,80
615.018
0
615.018
0
HTI Immobilien Verwaltungs GmbH
Innsbruck
100,00
35.000
0
35.000
0
Hypo Tirol Invest GmbH
Innsbruck
100,00
29.033.420
692.210
28.341.210
1.096.268
Hypo Tirol Leasing GmbH
Innsbruck
99,85
26.584.811
-111.289
30.303.612
1.404.052
Die obige Tabelle zeigt die wesentlichen Beteiligungen. Die anderen
Beteiligungen sind für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von
untergeordneter Bedeutung. Es wird auf § 242 Abs. 2 UGB verwiesen.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Mit der Beteiligungs-
und Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck, sowie der HTI Immobilien Verwaltungs GmbH, Innsbruck, besteht jeweils ein
Ergebnisabführungsvertrag (körperschaftssteuerliche Organschaft).
Die Ergebnisse aus der Gewinngemeinschaft mit der Beteiligungs-
und
Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck, betragen im Berichtsjahr EUR -13.400 (Vorjahr: TEUR -6), die Ergebnisse aus der Gewinngemeinschaft mit
der HTI Immobilien Verwaltungs GmbH, Innsbruck, betragen im Berichtsjahr EUR -34.741 (Vorjahr: TEUR -173).
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Im Posten „Forderungen an Kunden“ sind unverbriefte Forderungen
an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 193.245.970 (Vorjahr: TEUR
200.252) und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 2.589.077 (Vorjahr: TEUR 3.202) enthalten.
Im Posten „Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden“ sind unverbriefte Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR
54.736.620 (Vorjahr: TEUR 43.875) und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 920.113 (Vorjahr:
TEUR 4.697) enthalten.
Es bestehen keine verbrieften Forderungen bzw.
verbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit
denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht.
D.
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
UND SACHANLAGEN
Anlagespiegel
Siehe Beilage zum Anhang.
Grundstücke und Gebäude
Der Grundwert der bebauten und unbebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2025 EUR 17.690.204 (Vorjahr: TEUR 13.246). Die planmäßigen
Abschreibungen von Gebäudewerten entsprechen den Bestimmungen des § 8 EStG und betragen zum 31.12.2025 EUR 1.795.934 (Vorjahr: TEUR
1.144).
E.
SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Im Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“
sind neben den Zinsabgrenzungen aus Zinstermingeschäften in Höhe von EUR 26.614.736 auch die
Einbuchungen der Erträge aus den Devisentermingeschäften enthalten. Diese stellen im Berichtsjahr Erträge dar,
die erst nach dem Bilanzstichtag
zahlungswirksam werden. Der im Vorjahr ausgewiesene Wert von TEUR 8.755 war
eine saldierte Darstellung der aktiven und passiven
Zinsabgrenzungen aus Zinstermingeschäften. Zum besseren Verständnis
wird ab dem Berichtsjahr 2025 auf eine Saldierung verzichtet. Der Wert für die
aktive Zinsabgrenzung aus Zinstermingeschäften ohne Saldierung betrug per 31.12.2024 TEUR 26.588.
Die folgende Darstellung der Sicherheitenwerte erfolgt zu Buchwerten,
ohne Berücksichtigung von Anrechenbarkeiten und Haircuts.
131
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
131
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
gemäß § 64 Abs. 1 Z8 BWG (31.12.2025)
Bil.-Pos.
Vermögensgegenstand
Buchwert in EUR
Bil.-Pos.
Verbindlichkeit
Buchwert in EUR
Refinanzierungsgeschäfte Zentralbank - Tender
und Repo
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
385.894.975,04
Passiva 1
Refinanzierungsgeschäfte - OeNB
0,00
Aktiva 3
Festverzinsliche Wertpapiere
14.172.936,83
Passiva 1
Eurex Repo-Geschäfte
0,00
Aktiva 4
Credit Claims - OeNB
43.996.605,03
Aktiva 4
Festverzinsliche Wertpapiere
16.140.471,49
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
819.275.455,55
Summe
1.279.480.443,94
Summe
0,00
Finanzierungen an Kunden mit Refinanzierungen durch Förderbanken
Aktiva 4
Förderungsfinanzierungen an Kunden mit
Refinanzierung durch die OeKB
66.647.850,04
Passiva 1
Besicherte Refinanzierungsgeschäfte mit
der OeKB
66.435.675,75
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden mit
Refinanzierung durch die EIB
26.385.646,73
Passiva 1
Besicherte Refinanzierungsgeschäfte mit
der EIB
19.839.354,45
Summe
93.033.496,77
Summe
86.275.030,20
Mündelgelder
Aktiva 4
Darlehen an eine öffentliche Körperschaft
35.998.409,29
Passiva 2a
Mündelspareinlagen
13.528.425,67
Summe
35.998.409,29
Summe
13.528.425,67
Deckungsstock öffentliche Pfandbriefe
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden im
Deckungsstock für Kommunalbriefe
(öffentl. Pfandbriefe)
1.072.835.933,49
Passiva 3a
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe)
eigene
325.796.858,53
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
12.007.584,37
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
4.982.404,15
Summe
1.089.825.922,01
Summe
325.796.858,53
Deckungsstock hypothekarisch Pfandbriefe
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden im
Deckungsstock für hypothekarische
Pfandbriefe
2.900.532.550,55
Passiva 3a
Pfandbriefe eigene
1.868.399.434,05
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
22.005.436,31
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
0,00
Summe
2.922.537.986,86
Summe
1.868.399.434,05
Besicherung für Derivate und Wertpapierabwicklung
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
35.481.092,06
Aktiva 3
Gezahlte Collaterals und
Marginforderungen für Derivategeschäfte
14.440.000,00
Passiva 1
Erhaltene Collaterals und
Marginforderungen für Derivategeschäfte
35.326.806,66
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
22.542.783,15
Summe
72.463.875,21
Summe
35.326.806,66
Pensionsverpflichtungen
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
1.997.542,09
Passiva 6
Pensionsrückstellung
3.245.303,00
Summe
1.997.542,09
Summe
3.245.303,00
HYPO TIROL BANK AG
132
Jahresabschluss zum 31.12.2025
132
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
gemäß § 64 Abs. 1 Z8 BWG (31.12.2024)
Bil.-Pos.
Vermögensgegenstand
Buchwert in EUR
Bil.-Pos.
Verbindlichkeit
Buchwert in EUR
Refinanzierungsgeschäfte Zentralbank - Tender
und Repo
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
337.085.064,17
Passiva 1
Refinanzierungsgeschäfte - OeNB
0,00
Aktiva 3
Festverzinsliche Wertpapiere
12.683.194,59
Passiva 1
Eurex Repo-Geschäfte
500.344.444,44
Aktiva 4
Credit Claims - OeNB
86.337.349,06
Aktiva 4
Festverzinsliche Wertpapiere
13.621.000,74
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
769.100.405,19
Summe
1.218.827.013,75
Summe
500.344.444,44
Finanzierungen an Kunden mit Refinanzierungen durch Förderbanken
Aktiva 4
Förderungsfinanzierungen an Kunden mit
Refinanzierung durch die OeKB
68.198.282,67
Passiva 1
Besicherte Refinanzierungsgeschäfte mit
der OeKB
68.018.837,87
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden mit
Refinanzierung durch die EIB
26.931.182,34
Passiva 1
Besicherte Refinanzierungsgeschäfte mit
der EIB
21.642.932,13
Summe
95.129.465,01
Summe
89.661.770,00
Mündelgelder
Aktiva 4
Darlehen an eine öffentliche Körperschaft
17.624.284,03
Passiva 2a
Mündelspareinlagen
15.105.377,12
Summe
17.624.284,03
Summe
15.105.377,12
Deckungsstock öffentliche Pfandbriefe
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden im
Deckungsstock für Kommunalbriefe
(öffentl. Pfandbriefe)
1.005.072.914,71
Passiva 3a
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe)
eigene
313.726.580,37
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
12.142.755,65
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
5.088.306,19
Summe
1.022.303.976,55
Summe
313.726.580,37
Deckungsstock hypothekarisch Pfandbriefe
Aktiva 4
Finanzierungen an Kunden im
Deckungsstock für hypothekarische
Pfandbriefe
3.011.569.812,69
Passiva 3a
Pfandbriefe eigene
1.886.759.038,87
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
27.140.936,29
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
Summe
3.038.710.748,98
Summe
1.886.759.038,87
Besicherung für Derivate und Wertpapierabwicklung
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
30.510.889,07
Aktiva 3
Gezahlte Collaterals und
Marginforderungen für Derivategeschäfte
25.503.966,84
Passiva 1
Erhaltene Collaterals und
Marginforderungen für Derivategeschäfte
1.700.000,00
Aktiva 5b
Festverzinsliche Wertpapiere
22.871.989,45
Summe
78.886.845,36
Summe
1.700.000,00
Pensionsverpflichtungen
Aktiva 2
Festverzinsliche Wertpapiere
5.040.356,95
Passiva 6
Pensionsrückstellung
3.469.399,00
Summe
5.040.356,95
Summe
3.469.399,00
133
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
133
F.
AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In den Rechnungsabgrenzungsposten ist das Disagio aus verbrieften Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
4.537.955 (Vorjahr: TEUR 5.569) enthalten.
G.
AKTIVE LATENTE STEUERN
Die aktiven latenten Steuern werden gesondert im Gliederungspunkt „13. Aktive latente Steuern“ ausgewiesen. Die aktiven latenten
Steuern beruhen
auf folgenden Differenzen und wurden für die Bank Österreich mit einem Steuersatz
in der Höhe von 23 % bewertet.
Der Steuersatz der
Zweigniederlassung Italien beträgt 27,5 % und kommt dort für die Ermittlung der latenten Steuern zur Anwendung.
in EUR
UGB-Bilanz
Steuerbilanz
Differenz
Latenter
Steueranspruch
zum 31.12.2025
Latenter
Steueranspruch zum
31.12.2024 in TEUR
Offene Siebentel aus Beteiligungsabschreibungen
0
2.499.705
-2.499.705
574.932
716
Sachanlagen
35.325.404
35.910.367
-584.963
134.541
144
Differenzen Wertpapier-Nostro
822.060.012
822.862.496
-802.484
184.571
217
Pensionsrückstellungen
3.245.303
2.730.930
514.373
118.306
163
Abfertigungsrückstellungen
8.843.246
7.135.432
1.707.814
392.797
543
Jubiläumsgeldrückstellung
1.677.154
1.310.155
366.999
84.410
116
Rückstellungen
16.959.965
7.034.479
9.925.486
2.282.861
2.556
Stand 31.12. Bank Österreich
3.772.418
4.455
Saldierung mit passiven latenten Steuern
1.071.982
1.072
Aktive latente Steuer zum 31.12.
0
0
0
2.700.436
3.383
Die passiven latenten Steuern resultieren aus zum Bilanzstichtag bestehenden unversteuerten
Rücklagen, deren Steuerschuld bei Auflösung der
Rücklagen entsteht.
H.
PENSIONSGESCHÄFTE UND NACHRANGIGE VERMÖGENSWERTE
Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Vermögensgegenstände übertragen.
Der Buchwert der in Pension
gegebenen Vermögensgegenstände beträgt EUR
0 (Vorjahr: TEUR 505.625).
In der Position 4. Forderungen an Kunden ist eine nicht börsennotierte nachrangige Anleihe mit einer Nominale EUR 1.000.000 (Vorjahr: TEUR 1.000)
und einem Buchwert von EUR 37.432 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten.
I.
VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN
Verbindlichkeiten
nach Fristigkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte
Verbindlichkeiten zeigen gegliedert nach Restlaufzeiten
folgendes Bild:
Verbindlichkeiten
Gesamt
Vorjahr in TEUR
Täglich fällig
2.493.358.787
2.363.928
Bis 3 Monate
1.202.406.917
1.352.389
3 Monate bis 1 Jahr
1.031.493.710
481.862
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
1.453.575.579
1.969.577
Mehr als 5 Jahre
895.161.704
897.102
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen im Umlauf werden im Geschäftsjahr 2026 EUR 615.825.800 (Vorjahr: TEUR 153.456)
Nominalwert fällig. Die Hypo Tirol Bank AG hat im Geschäftsjahr 2025 Pfandbriefe in Höhe von EUR 20.000.000 begeben. Davon wurden Pfandbriefe in
Höhe von EUR 0 als sogenannte „retained bonds“ zur Gänze in den Eigenbestand der Bank genommen.
Im Posten „Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten“ sind Verbindlichkeiten
aus Treuhandgeschäften in Höhe von EUR 66.435.676 (Vorjahr:
TEUR
68.019) enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
134
Jahresabschluss zum 31.12.2025
134
Spareinlagen
In den Spareinlagen sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von EUR 13.528.426 (Vorjahr: TEUR 15.105) enthalten.
Als Deckungswerte für Mündelgeldspareinlagen sind Forderungen, für die der Bund oder ein Land haftet, in der Höhe von EUR 36.000.000 (Vorjahr:
TEUR 17.625) gewidmet.
Sonstige Verbindlichkeiten
Ab dem Berichtsjahr 2025 erfolgt keine Saldierung der aktiven und passiven Zinsabgrenzungen aus Zinstermingeschäften mehr.
Der Wert für die
passive Zinsabgrenzung aus Zinstermingeschäften beträgt per 31.12.2025 EUR 13.220.769 (Vorjahr: TEUR 17.833). Diese stellen im Berichtsjahr
Aufwände dar, die erst nach dem Bilanzstichtag
zahlungswirksam werden. Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“
sind unter anderem Bestände auf
Verrechnungskonten in Höhe von EUR 29.371.941 (Vorjahr:
TEUR 29.574) und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 4.212.501 (Vorjahr:
TEUR 7.806) enthalten. Diese Verbindlichkeiten werden erst nach dem Abschlussstichtag
zahlungswirksam. Der Großteil der Bestände auf
Verrechnungskonten betrifft Verbindlichkeiten
gegenüber dem Land Tirol für erhaltene Rückzahlungen von Wohnbauförderdarlehen, welche
über die
Hypo Tirol Bank AG abgewickelt werden.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 817.918 (Vorjahr: TEUR 1.495) ist im Wesentlichen das Agio aus verbrieften
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 798.213 (Vorjahr: TEUR 1.470) ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellung beträgt per 31.12.2025 EUR 3.245.303 (Vorjahr: TEUR 3.469). Die zentralen Parameter
für die versicherungsmathematische
Berechnung sind ein Rechnungszinssatz von 4,05 % p. a. (Vorjahr: 3,28 %), eine Steigerungsrate der Aktivbezüge und Pensionszahlungen
im ersten Jahr
von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) und in den Folgejahren von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %).
Da seitens der Hypo Tirol Bank AG Pensionsverpflichtungen lediglich für bereits in Pension befindliche Personen bestehen, ist eine Berücksichtigung
des Pensionsantrittsalters für die Berechnung der Rückstellung obsolet.
Die Rückstellung für Abfertigungen beträgt zum 31.12.2025 EUR 8.843.246 (Vorjahr: TEUR 9.617). Die wesentlichsten Parameter
für die
versicherungsmathematische Berechnung sind ein Rechnungszinssatz von 4,05 % p. a. (Vorjahr: 3,28 %), eine durchschnittliche Gehaltssteigerung im
ersten Jahr von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) und in den Folgejahren von 2,50 % (Vorjahr:
2,50 %) sowie ein Pensionsantrittsalter für Frauen zwischen 61,5
und 65 und für Männer von 65 Jahren.
Für die Berechnungen werden dienstzeitabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 13,00 % im ersten
Dienstjahr bis hin zu 0,00 % im 15.
Dienstjahr berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz wurde für die Pensions-
und Abfertigungsrückstellungen anhand der durchschnittlich zu erwartenden,
verbleibenden Dienstzeiten abgeleitet. Die Auflösung der Rückstellung gegenüber dem 31.12.2024 beträgt EUR -773.177 (Vorjahr: Rückgang TEUR
745).
Die für die Ermittlung der Abfertigungsrückstellung herangezogenen Berechnungsparameter gelten
in gleicher Weise für die Berechnung der
Jubiläumsgeldrückstellung. Die Rückstellung beträgt zum 31.12.2025 EUR 1.677.154 (Vorjahr: TEUR 1.871).
Art der Rückstellung
Zweck
31.12.2025
in EUR
31.12.2024
in TEUR
Personalrückstellung
Urlaub und Jubiläumsgelder
3.335.176
3.490
Sonstige
3.611.573
2.353
Drohverlustrückstellung Derivate
7.361.344
8.674
Kundengeschäft
Rückstellungen für Negativzinsen
1.172.948
4.508
Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren
8.881.873
15.355
Sonstige
2.625.474
2.507
Rückstellungen für Risikovorsorgen von Bürgschaften
und Haftungen aus dem Kundengeschäft werden im Abschnitt A. Forderungen –
Wertberichtigungen ausgewiesen.
Der Rückgang der Drohverlustrückstellung gegenüber dem Vorjahr ist durch
die Verwendung von Fremdwährungseffekten bei der Bewertung von
Cross Currency Swaps bedingt.
In der Vergangenheit hat die Hypo Tirol Bank AG eine Rückstellung für Negativzinsen
gebildet, die laufend aufgelöst wird und aktuell nur mehr
Ansprüche beinhaltet, bei denen von Kunden ein Verjährungsverzicht eingefordert wurde.
Die Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren wurde aufgrund neuester gerichtlicher Rechtsprechung an die aktuellen Erfordernisse
angepasst.
Der Hauptgrund für die Auflösung besteht darin, dass der OGH eine Verzinsung der Ansprüche auf drei Jahre begrenzt hat.
135
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
135
J.
EIGENKAPITAL
UND EIGENKAPITALNAHE
VERBINDLICHKEITEN
Grundkapital
Das Grundkapital besteht aus 2,4 Mio. Stück vinkulierten auf Namen lautenden Stückaktien zu je EUR 7,50. Das entspricht EUR 18.000.000 sowie einer
Erhöhung von EUR 32.000.000 aus Gesellschaftsmitteln im Jahr 2009, insgesamt EUR 50.000.000 (Vorjahr: TEUR 50.000). Die Gesamtsumme des
Grundkapitals entspricht dem genehmigten Kapital.
Gewinnverwendung
Es ist geplant, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2025 in Höhe von EUR 15.312.336 an den Alleingesellschafter Land Tirol eine
Dividende in Höhe von EUR 15.000.000 auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 312.336 soll auf neue Rechnung vorgetragen
werden. Im Zusammenhang mit der Ausschüttung werden die Regelungen des § 235 UGB eingehalten.
Aufgliederung des Kernkapitals
und der Eigenmittel gemäß §64 Abs 1 Z. 16-17 BWG.
Die Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittelerfordernisse sind auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
575/2013 (Capital Requirements
Regulation – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit von
Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) zu ermitteln.
Unkonsolidierte Eigenmittel
gemäß CRR/CRD
in Tsd EUR
2025
CRR/CRD
2024
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
572.075
545.757
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
0
0
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-2.506
-3.385
Hartes Kernkapital (CET 1)
619.569
592.372
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
619.569
592.372
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
38.137
54.147
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
38.137
54.147
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
657.706
646.519
Erforderliche Eigenmittel
264.206
253.911
Eigenmittelüberschuss
393.500
392.608
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
18,76%
18,66%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
19,91%
20,37%
HYPO TIROL BANK AG
136
Jahresabschluss zum 31.12.2025
136
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2025
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
9.602
768
891
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
1.035
83
8
Forderungen an öffentliche Stellen
22.949
1.836
1.623
Forderungen mit hohem Risiko
0
0
38.714
Forderungen an Institute
62.796
5.024
3.074
Forderungen an Unternehmen
426.085
34.087
61.924
Retail-Forderungen
122.036
9.763
15.412
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.915.758
153.261
80.770
Überfällige Forderungen
166.415
13.313
7.513
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
66.088
5.287
5.167
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
0
0
0
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
32.845
2.627
2.894
Sonstige Posten
135.541
10.843
9.019
Risikogewichtete Aktiva
2.961.150
236.892
227.009
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
332.051
26.564
26.385
CVA Risiko
8.945
716
492
Risiko für CCP Ausfallfonds
432
34
24
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.302.578
264.206
253.910
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 17 BWG weist die Gesellschaft nachfolgend die Konsolidierung der Eigenmittel sowie die Eigenmittelerfordernisse auf
Konzernebene der Hypo Tirol Bank AG aus.
137
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
137
Konsolidierte Eigenmittel gemäß
CRR/CRD
in Tsd EUR
2025
CRR/CRD
2024
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
664.547
632.007
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
-4.055
-4.412
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-3.416
-6.226
Hartes Kernkapital (CET 1)
707.076
671.369
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
707.076
671.369
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
38.442
54.671
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
38.442
54.671
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
745.518
726.040
Erforderliche Eigenmittel
280.066
270.144
Eigenmittelüberschuss
465.452
455.896
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
20,20%
19,88%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
21,30%
21,50%
HYPO TIROL BANK AG
138
Jahresabschluss zum 31.12.2025
138
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2025
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
3.927
314
300
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
1.033
83
8
Forderungen an öffentliche Stellen
22.452
1.796
1.631
Forderungen mit hohem Risiko
0
0
38.676
Forderungen an Institute
38.074
3.046
3.047
Forderungen an Unternehmen
484.029
38.722
66.165
Retail-Forderungen
127.185
10.175
15.350
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.918.058
153.445
81.711
Überfällige Forderungen
168.501
13.480
7.516
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
65.353
5.228
5.101
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
53.725
4.298
4.212
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
14.913
1.193
1.303
Sonstige Posten
262.149
20.972
18.882
Risikogewichtete Aktiva
3.159.399
252.752
243.902
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
332.051
26.564
25.725
CVA Risiko
8.945
716
493
Risiko für CCP Ausfallfonds
432
34
24
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.500.827
280.066
270.144
139
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
139
Ergänzungskapital
Der Nominalwert des Ergänzungskapital betrug zum 31.12.2025 EUR 84.178.098 (Vorjahr: TEUR 94.178). Das Ergänzungskapital hat eine Restlaufzeit
von einem bis sieben Jahren. Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen 2025 EUR 3.274.649 (Vorjahr: TEUR 4.296).
Tabellarische Aufstellung
von nachrangigen Verbindlichkeiten
zum 31.12.2025:
ISIN-Nr.
Währung
Betrag in EUR
Zinssatz
Fälligkeit
Daueremission
AT0000339684
ATS
5.087.098,39
6,00
2028-07-24
NEIN
AT0000A1NA80
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2026-09-01
JA
AT0000A1U818
EUR
7.300.000,00
5,60
2029-03-10
NEIN
AT0000A1XA54
EUR
5.544.000,00
Stufenzins
2027-08-03
JA
AT0000A20260
EUR
10.034.000,00
Stufenzins
2028-02-15
JA
AT0000A22EZ8
EUR
3.000.000,00
3,50
2029-08-08
JA
AT0000A25KU9
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2029-01-21
JA
AT0000A2C0K9
EUR
3.000.000,00
2,80
2029-12-27
JA
AT0000A2CFY1
EUR
3.213.000,00
Stufenzins
2030-01-31
JA
AT0000A2VKT1
EUR
7.000.000,00
3,51
2032-03-01
NEIN
XS0132424028
EUR
20.000.000,00
variabel
2026-07-23
JA
Sämtliche nachrangige Verbindlichkeiten werden im Liquidationsfall
oder im Falle des Konkurses der Hypo Tirol Bank AG erst nach den Forderungen
der anderen nicht nachrangigen Gläubiger befriedigt. Eine Umwandlung der nachrangigen Verbindlichkeiten
in Kapital oder in andere Formen von
Verbindlichkeiten ist in den Bedingungen nicht vorgesehen.
Posten unter der Bilanz
Die Eventualverbindlichkeiten betragen in Summe EUR 157.078.391 (Vorjahr: TEUR 133.614), davon
EUR 95.433.662 (Vorjahr: TEUR 78.563) in
Bürgschaften, EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) in Akkreditiven und EUR 61.644.729 (Vorjahr: TEUR 55.051) in Erfüllungsgarantien.
Die Kreditrisiken setzen sich zur Gänze aus Kreditzusagen zusammen.
Über die oben erläuterten Eventualverbindlichkeiten hinaus bestehen noch folgende weitere Eventualverpflichtungen:
Verpflichtung aus der gemäß § 8 ESAEG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der Einlagensicherungsgesellschaft „Einlagensicherung Austria GmbH“
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Hypo Tirol Bank AG als einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit dem Sitz in Österreich der
einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z. 1 ESAEG an.
Wie bisher hat jede Sicherungseinrichtung einen aus verfügbaren Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds gem. § 21 Abs. 4 ESAEG in Höhe
von zumindest 0,8 v. H. der Summe der gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als Zielausstattung
einzurichten. Die Beitragsverpflichtung richtet
sich auch weiterhin nach der Höhe der gedeckten Einlagen unter Zugrundelegung von vorher bestimmten Risikofaktoren (sog. risikobasierte
Beitragsberechnung).
Für das Geschäftsjahr 2025 errechnete sich für die Hypo Tirol Bank AG ein Beitragsanteil von EUR 36.326 (Vorjahr: TEUR 0), der an die
Einlagensicherung Austria GmbH bezahlt wurde. Darüber hinaus ist die Einlagensicherung Austria GmbH im Sicherungsfall verpflichtet, falls die
Fondsmittel zur Bedeckung der Einlegeransprüche nicht ausreichen, Sonderbeiträge bei ihren Mitgliedsinstituten einzuheben. Diese Sonderbeiträge
können gem. § 22 Abs. 1 ESAEG jährlich maximal 0,50 % der jeweils gedeckten Einlagen betragen.
HYPO TIROL BANK AG
140
Jahresabschluss zum 31.12.2025
140
K.
ERGÄNZENDE ANGABEN
Hypothekenbankgeschäft
gemäß Pfandbriefgesetz
Deckungsausweis zum 31.12.2025
Kategorie in EUR
verbriefte
Verbindlichkeiten
Deckungsdarlehen
+/- Über-/
Unterdeckung
Ersatzdeckung
Pfandbriefe eigene
1.868.399.434
2.571.720.014
723.471.129
20.150.549
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe) eigene
325.796.859
1.072.689.313
763.283.504
16.391.050
Gesamtsumme
2.194.196.293
3.644.409.326
1.486.754.633
36.541.599
Deckungsausweis zum 31.12.2024
Kategorie in EUR
verbriefte
Verbindlichkeiten
Deckungsdarlehen
+/- Über-/
Unterdeckung
Ersatzdeckung
Pfandbriefe eigene
1.873.437.660
2.570.924.885
722.267.282
24.780.057
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe) eigene
305.798.312
1.005.234.381
715.730.669
16.294.600
Gesamtsumme
2.179.235.972
3.576.159.266
1.437.997.951
41.074.657
Fremdwährungen
Auf der Aktivseite der Bankbilanz sind Forderungen in fremder Währung im Gegenwert von EUR 150.206.668 (Vorjahr: TEUR 135.964) und auf der
Passivseite der Bankbilanz Verbindlichkeiten in fremder Währung im Gegenwert
von EUR 18.657.605 (Vorjahr: TEUR 14.676)
enthalten.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Umfang
Beizulegender Zeitwert
Kategorie, Art des Finanzinstruments
Nominale
Anzahl
positiver
negativer
Zinsbezogene Produkte
Optionsgeschäfte
42.876.282
158
241.549
-239.123
Optionsgeschäfte Vorjahr
58.510.236
183
269.960
-297.766
Swaps
3.866.457.989
259
124.191.991
-117.159.561
Swaps Vorjahr
3.992.205.473
274
112.814.287
-144.893.782
Währungsbezogene Produkte
Termingeschäfte
97.050.000
11
421.844
-88.681
Termingeschäfte Vorjahr
86.983.802
8
618.163
-477.711
Substanzwertbezogene Produkte
Verkaufsoptionen
2.831.915
28
14.106
0
Verkaufsoptionen Vorjahr
0
0
0
0
Die Aufsummierung der Nominalbeträge erfolgt bei allen Produkten vorzeichenneutral. Die Nominale der währungsbezogenen Termingeschäfte
werden anhand der in den Geschäften verkauften Nominalbestände ermittelt.
141
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
141
Im Jahr 2025 beträgt die Rückstellung für außerhalb der Effektivitätsbandbreite zwischen 80 % und 125 % liegende Sicherungsbeziehungen EUR
2.213.265 (Vorjahr: TEUR 0). In diesem Fall wird der gesamte negative Marktwert des Sicherungsderivats einer Rückstellung zugeführt.
Die
Rückstellung für sonstige Ineffektivitäten betrug zum 31.12.2025 EUR 2.133.013 (Vorjahr: TEUR
2.303).
Erläuterungen zu Derivatbeständen,
die in einer Sicherungsbeziehung stehen
Sicherungsbeziehungen werden für die Restlaufzeit der Grundgeschäfte eingegangen. Die Restlaufzeiten
der Absicherungszeiträume liegen zum
31.12.2025 zwischen unter einem und 31 Jahren. Die als Sicherheiten für derivative Finanzinstrumente dienenden Cash Collaterals werden in der
Tabelle „Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
gemäß § 64 Abs. 1 Z8 BWG“ ausgewiesen. Daraus ergibt sich, dass für folgende negative
Marktwerte von Derivaten keine Rückstellungen gebildet wurden, da sich diese Derivate zum
Bilanzstichtag in effektiven Sicherungsbeziehungen
befinden:
Art des Derivates
negativer
Marktwert
in EUR
Vorjahr
in TEUR
Caps, Floors, Collars
0
0
Zinsswaps
-117.159.561
-141.574
Wie in Kapitel I. Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden Abschnitt Bewertung derivativer Finanzinstrumente ausgeführt, verwendet die Hypo Tirol
Bank AG Derivate zur Absicherung des Fixzinsrisikos, dies trifft insbesondere auch für Derivatebestände in Sicherungsbeziehungen zu. Dafür eingesetzt
werden können Derivate in Form von Interest
Rate Swaps, Caps, Floors und Collars. Zum Bilanzstichtag 2025 waren 257 (2024: 268) Interest
Rate Swap
Positionen in Sicherungsbeziehungen mit einer Nominale von EUR 3.861.272.951 (2024: TEUR 3.948.697). Dem gegenüber stehen abgesicherte
Grundgeschäfte in der Höhe von EUR 3.839.684.415 (2024: TEUR 3.875.927) Nominale und einer Anzahl von 3.066 Positionen (Vorjahr 2.917). Die für
Absicherungen vorgesehenen Grundgeschäfte verteilen sich auf folgende Positionen:
●
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden
●
Fix verzinste Anleihen des Anlage- und Umlaufvermögens
●
Fix verzinste verbriefte Verbindlichkeiten
●
Fixverzinstes begebenes Ergänzungskapital gem. Art. 63 CRR
Erläuterungen zu Zinssteuerungsderivaten
In einer funktionalen Einheit zusammengefasste Zinsderivate zum Nominalwert in Höhe von EUR 12.919.876 (Vorjahr: TEUR 48.239) dienen
ausschließlich dem Zweck, den definierten Zinsrisiken des Bankbuches zu folgen.
Der Ausweis der Drohverlustrückstellung erfolgt unter Punkt I „Verbindlichkeiten
und Rückstellungen“,
wobei hiervon EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
drohenden Verlusten aus funktionalen einheitlichen Zinssteuerungsderivaten zuzurechnen sind.
Die Bewertungseffekte in der Höhe von EUR 404.031 im Jahr 2025 (Vorjahr: TEUR -73) bestehen in der funktionalen Einheit Strategische Zinsderivate
EUR aus Veränderungen von Bestandspositionen mit EUR 372.769 (Vorjahr: TEUR -110).
Bei den Bestandspositionen sind die Bewertungseffekte auf die
Änderungen der Zinsen zurückzuführen. Ein Bewertungseffekt von EUR 31.262 (Vorjahr: TEUR -24) ist auf beendete Positionen zurückzuführen, welcher
im Wesentlichen aus der Umwandlung von einem positiven Barwert in einen positiven Zinserfolg aufgrund des Laufzeitendes resultiert. Unterteilt
nach
Produkten setzt sich der Bewertungseffekt aus EUR 429.602 (Vorjahr: TEUR 30) Swap-Positionen, EUR 0 (Vorjahr:
TEUR 0) Swaption-Positionen und
EUR -25.571 (Vorjahr: TEUR -103) aus Cap-Positionen zusammen.
Die Summen der positiven und negativen beizulegenden Werte verteilt sich auf die funktionalen Einheiten wie folgt:
Werte in EUR
funktionale Einheit
2025 positive
Marktwerte
2025 negative
Marktwerte
2024 positive
Marktwerte
2024 negative
Marktwerte
EUR
611.913
0
245.575
-37.694
CHF
0
0
0
0
Summe
611.913
0
245.575
-37.694
Es gibt eine funktionale Einheit in EUR und keine Bestände in CHF.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Geschäftsjahr 2026 werden die Miet- und Leasingverpflichtungen EUR 2.357.298 (Vorjahr: TEUR 2.464) betragen. In den folgenden fünf Jahren
(2026 bis 2030) werden diese Verpflichtungen insgesamt den Betrag von EUR 12.341.282 (Vorjahr: TEUR 12.902)
erreichen.
HYPO TIROL BANK AG
142
Jahresabschluss zum 31.12.2025
142
Gruppenbesteuerung
Die Hypo Tirol Bank AG ist Gruppenträger einer steuerlichen Gruppe. Der zugrundeliegende Steuersatz beträgt 23 %. Die steuerliche
Ergebnisverrechnung der Gruppenmitglieder „Beteiligungs- und Finanzierungs GmbH“, „Hypo Gastro
GmbH“ und „HTI Immobilienverwaltungs GmbH“
für das Geschäftsjahr beträgt in Summe EUR -134.651 (Vorjahr: TEUR -114).
Nachdem in der Hypo Tirol Bank AG mit oben angeführten Mitgliedern der Steuergruppe ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, der keine
Verrechnung einer gesonderten Steuerumlage vorsieht, wird gemäß Vertrag
für diese Gruppenmitglieder keine Steuerumlage ermittelt bzw.
verbucht.
Mit der Gesellschaft „Hypo Immobilien Betriebs Gesellschaft m.b.H.“ besteht kein Ergebnisabführungsvertrag.
Die Steuerumlage für das Jahr 2025
beträgt EUR 9.776 (Vorjahr: TEUR 48).
Außerbilanzielle Geschäfte
Zu den nicht in der Bilanz ausgewiesenen Geschäften zählen die unter den Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten angeführten positiven
Marktwerte. Für negative Marktwerte wurde eine Drohverlustrückstellung, sofern es sich nicht um Sicherungsgeschäfte
handelt, gebildet.
Weiters werden im Zuge der Kreditvergabe
vertraglich Sicherheiten zu Gunsten der Hypo Tirol Bank AG verbrieft, die nicht in der Bilanz aufscheinen.
Als Sicherheiten dienen vorwiegend Hypotheken, Garantien bzw. Bürgschaften,
Barbesicherungen und andere sicherungsfähige Vermögenswerte. In
der Offenlegung erfolgt die Angabe der nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten bewerteten Sicherheiten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des Jahresabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse statt,
die Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol Bank AG haben.
Offenlegung gemäß CRR/CRD
Umfassende Informationen zur Organisationsstruktur,
zum Risikomanagement und zur Risikokapitalsituation gemäß CRR/CRD in Verbindung
mit § 65a
BWG werden auf der Homepage der Hypo Tirol Bank AG offengelegt.
Unter www.hypotirol.com/sicherheit-und-recht findet sich unter
„Offenlegung Teil 8 CRR
und § 26 BWG“ sowie „Offenlegung § 65a BWG“,
ein
entsprechender Download.
III.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Angaben hinsichtlich der Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der Hypo Tirol Bank AG offengelegt.
Im Nettozinsertrag sind Veränderungen der Rückstellung für Kredit
-Bearbeitungsgebühren in Höhe von EUR 6.464.335 (Vorjahr: TEUR 376) sowie der
Rückstellung für Negativzinsen in der Höhe von EUR 3.334.497 (Vorjahr: TEUR 3.358) berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Ergebnis aus Finanzgeschäften in Höhe von EUR -661.027 (Vorjahr: TEUR 6.536) erzielt.
Das Ergebnis aus
Finanzgeschäften im Geschäftsjahr 2025 beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Geschäften zur Absicherung des Kursrisikos aus
Fremdwährungspositionen und letztlich Aufwände aus Absicherungspositionen für das Zinsrisiko.
Im Personalaufwand in der Position Löhne und Gehälter ist ein Ertrag aus Rückstellungen für Jubiläumsgelder in der Höhe von EUR 94.985 (2024:
Aufwand TEUR 42) enthalten.
143
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
143
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2025
EUR
2024
TEUR
Erträge aus dem Leasinggeschäft
20.185
34
Andere Miet- und Pachtverträge
2.621.218
1.599
Erträge aus der Veräußerung von Vermögenswerten
31.232
354
Erträge aus der Abwicklung der Wohnbauförderung
1.879.367
1.916
Erträge aus operationellen Risiken
2.750.929
55
Erträge aus Weiterverrechnung an Tochter
-
und Enkelgesellschaften
1.384.511
1.257
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
1.880.811
0
Sonstige betriebliche Erträge
41.991
203
Sonstige betriebliche Erträge Gesamt
10.610.244
5.418
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen setzen sich hauptsächlich aus der Auflösung einer Rückstellung im Zusammenhang mit
Zinsrückvergütungen von COVID-Stundungen zusammen. Erträge aus operationellen Risiken ergeben sich aus Versicherungsentschädigungen
von
Schadensfällen. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen EUR 372.466 (Vorjahr:
TEUR 779) auf die Zweigniederlassung Italien.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2025
EUR
2024
TEUR
Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft
130.161
126
Aufwendungen aus Schadensfällen
2.358.651
61
Aufwand für Einlagensicherung
36.326
0
Aufwendungen für Abwicklungsfonds
0
0
Aufwendungen für vermietete Gebäude
612.810
321
Aufwendungen für die Zuweisung von Rückstellungen
2.526.566
334
Sonstige betriebliche Aufwendungen
672.936
1.209
Sonstige betriebliche Aufwendungen Gesamt
6.337.450
2.050
In den Aufwendungen für die Zuweisung von Rückstellungen ist die erstmalige Dotierung einer Rückstellung für eventuelle Rückvergütungen von
Kosten im Zusammenhang mit Löschungsquittungen enthalten. Aufwendungen aus Schadensfällen betreffen einen Schadensfall
aus SEPA-
Zahlungsbetrug, welcher großteils durch eine Versicherung gedeckt wurde.
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen EUR 468.087
(Vorjahr: TEUR 1.088) auf die Zweigniederlassung Italien.
Die Provisionserträge gliedern sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt auf:
Provisionserträge aus dem
2025
EUR
2024
TEUR
Kreditgeschäft
4.999.088
5.240
Wertpapiergeschäft
14.270.164
13.197
Zahlungsverkehr
16.176.647
16.217
Devisen-, Sorten-
und Edelmetallgeschäft
527.732
593
sonstigen Dienstleistungsgeschäft
782.160
736
Provisionserträge Gesamt
36.755.791
35.983
HYPO TIROL BANK AG
144
Jahresabschluss zum 31.12.2025
144
Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten wie im Vorjahr ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG beträgt die Gesamtkapitalrentabilität 0,52 % (Vorjahr:
0,78 %).
IV.
COUNTRY BY COUNTRY REPORTING
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG wird nachfolgend der Country by Country Report der Zweigniederlassung Italien angeführt. Die Zweigniederlassung wird
als EU-Filiale ohne eigene Rechtspersönlichkeit in Bozen geführt. Die Hypo Tirol Bank AG agiert in Italien im Wesentlichen in
den Bereichen
Immobilienfinanzierung und -leasing für Unternehmen.
2025
EUR
2024
TEUR
Nettozinsertrag
2.515.699
3.741
Betriebserträge
2.902.220
4.524
Jahresergebnis vor Steuern
448.791
168
Steuern vom Einkommen
60.624
98
Erhaltene öffentliche Beihilfen
0
-
2025
2024
Anzahl der Mitarbeiter
1
1
Der Nettozinsertrag entspricht dem Zinsüberschuss vor Risikovorsorge.
Unter den Betriebserträgen werden der Provisionsüberschuss, das Ergebnis aus
Finanzgeschäften sowie die sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Vollzeitbasis
angegeben.
V.
ANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER
Mitarbeiter
2025 waren im Jahresdurchschnitt 470 Mitarbeiterkapazitäten – ohne Karenz – (Vorjahr:
472) bei der Hypo Tirol Bank AG beschäftigt. Davon entfallen
470 auf Angestellte (Vorjahr: 472) und 0 auf Arbeiter (Vorjahr: 0). Die Mitarbeiteranzahl (ohne Karenz)
gliedert sich zum Bilanzstichtag wie folgt auf:
31.12.2025
31.12.2024
Angestellte vollzeitbeschäftigt
353
373
Angestellte teilzeitbeschäftigt
154
156
Angestellte Lehrlinge
16
19
Arbeiter
0
0
Arbeitnehmer Gesamt
523
548
Die Mitarbeiteranzahl gemessen nach Kapazitäten zeigt nachfolgendes
Bild:
31.12.2025
31.12.2024
Angestellte vollzeitbeschäftigt
353
373
Angestellte teilzeitbeschäftigt
90
91
Angestellte Lehrlinge
16
19
Arbeiter
0
0
Arbeitnehmer Gesamt
459
483
145
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
145
Vorschüsse, Kredite
an Vorstände und
Aufsichtsräte
Die Vorschüsse und Kredite an Vorstände
betrugen zum Bilanzstichtag EUR 69.339 (Vorjahr: TEUR 32), jene an Aufsichtsräte betrugen zum
Bilanzstichtag EUR 104.162 (Vorjahr: TEUR 421).
Aufwendungen für Bezüge, Abfertigungen
und Pensionen
Die Aktivbezüge der Vorstände beliefen sich auf EUR 1.298.445 (Vorjahr:
TEUR 1.261). Die laufenden Aufwendungen der Bank für Versorgungsbezüge
früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betrugen abzüglich der ASVG-Vergütungen
im Berichtsjahr EUR 353.754 (Vorjahr: TEUR 341).
Veränderungen der Rückstellung für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder
und deren Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr 2025 zu einer
Auflösung in der Höhe von EUR -180.615 (Vorjahr: TEUR -103). Im Jahr 2025 wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 149.086 (Vorjahr: TEUR
147) ausbezahlt. Die laufenden Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für alle anderen Dienstnehmer betrugen im Berichtsjahr EUR 442.709
(Vorjahr: TEUR 506). Veränderungen der Rückstellung für Abfertigungen
und Pensionen für alle anderen Dienstnehmer führte im Geschäftsjahr 2025 zu
einer Auflösung in der Höhe von EUR -91.720 (Vorjahr: Zuweisung TEUR 555). Für Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse wurden EUR 399.018
(Vorjahr: TEUR 369) aufgewendet.
Mitglieder des Aufsichtsrats
Mag. Wilfried STAUDER,
Volders
Vorsitzender
Ao. Univ.-Prof.
Dr. Erich PUMMERER,
Axams
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Univ.-Prof.
Dr. Rudolf STECKEL,
Innsbruck
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats
DDr. Gunter MAYR,
Tullnerbach
Dr. Julia RAPP-HAUTZ,
Innsbruck
Mag. Manfred TSCHOPFER,
Natters
Mag. Selma YILDIRIM
, Innsbruck
Vom Betriebsrat entsandt
Mag. Gabriele HILBER
, Innsbruck
Betriebsratsvorsitzende
Stefan KNOFLACH,
Hall in Tirol
Philipp OBERRAUCH,
Oberperfuss
Peter PICHLER,
Zirl
Mitglieder des Vorstands
Mag. Susanne ENDL,
Wörgl
Vorstandsmitglied (bis 30.09.2025)
Markus Udo HILDMANN, MBA,
Fügenberg
Vorstandsmitglied (ab 01.01.2026)
Claudia HÖLLER, MBA,
St. Ulrich am Pillersee
Sprecherin des Vorstands (ab 01.03.2026)
Christian JÄGER,
MBA,
Oetz
Vorstandsmitglied (01.10.2025 bis 31.12.2025)
DI (FH) Andreas STADLER, MBA, MA,
Axams
Vorstandsmitglied
Mag. Alexander WEISS,
Axams
Vorstandsvorsitzender
(bis 30.09.2025)
Mag. Anton WIBMER,
Axams
Vorstandsmitglied (01.10.2025 bis 28.02.2026)
doc1p22i0
HYPO TIROL BANK AG
146
Jahresabschluss zum 31.12.2025
146
Innsbruck, am 11. März 2026
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
147
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
147
Anlagespiegel per 31. Dezember 2025
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2025
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2025
IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Immaterielle Vermögensgegenstände
634.125,56
171.278,40
0,00
0,00
805.403,96
SACHANLAGEVERMÖGEN
Grundstücke und Gebäude
80.375.406,66
11.688.033,84
0,00
0,00
92.063.440,50
Betriebs und Geschäftsausstattung *)
39.795.533,64
819.951,26
123.179,57
0,00
40.492.305,33
Summe Sachanlagen
120.170.940,30
12.507.985,10
123.179,57
0,00
132.555.745,83
Zwischensumme Anlagenbuchhaltung
120.805.065,86
12.679.263,50
123.179,57
0,00
133.361.149,79
FINANZANLAGEN:
Festverzinsliche Wertpapiere/Fonds
1.296.138.258,44
213.074.322,74
99.796.978,00
0,00
1.409.415.603,18
Anteile an verbundenen Unternehmen
29.095.017,11
0,00
3.607.512,19
0,00
25.487.504,92
Sonstige Beteiligungen
2.164.478,58
14.997,60
0,00
0,00
2.179.476,18
Zwischensumme Finanzanlagen
1.327.397.754,13
213.089.320,34
103.404.490,19
0,00
1.437.082.584,28
SUMME
1.448.202.819,99
225.768.583,84
103.527.669,76
0,00
1.570.443.734,07
*) davon geringwertige
Vermögensgegenstände gem. §13 EStG
101.516,51
HYPO TIROL BANK AG
148
Jahresabschluss zum 31.12.2025
148
Kumulierte Abschreibung
Buchwert
Stand
01.01.2025
Zugänge
Abgänge
Zuschrei-
bungen
Umbuch-
ungen
Stand
31.12.2025
Buchwert
31.12.2025
Buchwert
01.01.2025
IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Immaterielle
Vermögensgegenstände
467.389,33
107.890,46
0,00
0,00
0,00
575.279,79
230.124,17
166.736,23
SACHANLAGEVERMÖGEN
Grundstücke und Gebäude
34.735.529,53
1.995.192,13
0,00
0,00
0,00
36.730.721,66
55.332.718,84
45.639.877,13
Betr. u. Gesch.ausst. *)
29.549.738,37
1.600.648,16
60.911,41
0,00
0,00
31.089.475,12
9.402.830,21
10.245.795,27
Summe Sachanlagen
64.285.267,90
3.595.840,29
60.911,41
0,00
0,00
67.820.196,78
64.735.549,05
55.885.672,40
Zwischensumme
Anlagenbuchhaltung
64.752.657,23
3.703.730,75
60.911,41
0,00
0,00
68.395.476,57
64.965.673,22
56.052.408,63
FINANZANLAGEN
Festverzinsliche
Wertpapiere/Fonds
3.351.787,07
771.557,93
1.830.820,27
0,00
0,00
2.292.524,73
1.407.123.078,45
1.292.786.471,37
Anteile an verbundenen
Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
25.487.504,92
29.095.017,11
Sonstige Beteiligungen
458.922,57
11.705,19
0,00
0,00
0,00
470.627,76
1.708.848,42
1.705.556,01
Zwischensumme
Finanzanlagen
3.810.709,64
783.263,12
1.830.820,27
0,00
0,00
2.763.152,49
1.434.319.431,79
1.323.587.044,49
SUMME
68.563.366,87
4.486.993,87
1.891.731,68
0,00
0,00
71.158.629,06
1.499.285.105,01
1.379.639.453,12
*) davon geringwertige
Vermögensgegenstände
gem. §13 EStG
Bei der Abschreibung von sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Teilwertabschreibungen.
In den kumulierten Abschreibungen der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ist die zeitanteilige
Zu-/Abschreibung gem. § 56 (2) und (3) BWG in
Höhe von EUR -14.653 (Vorjahr: 3.049) berücksichtigt.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 gibt es keine Fremdwährungsbestände im Finanzanlagevermögen, daher wurden in den kumulierten Abschreibungen
Effekte aus der Umrechnung von auf Fremdwährung lautende Wertpapiere in der Höhe von EUR
0 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.
149
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
149
Lagebericht des Vorstands
zum Einzelabschluss
am 31. Dezember 2025 der Hypo Tirol Bank AG
1.
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank
Die Hypo Tirol Bank AG ist ein regional verankerter,
moderner
und agiler
Finanzpartner, der zur positiven Entwicklung Tirols als Wirtschafts-
und
Lebensraum beiträgt. In der Rolle als Tirols Landesbank ist es ihre Aufgabe, Wertschöpfung
zu schaffen, zu fördern und zu erhalten, die den Menschen
und dem Land zugutekommt. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, den Wohlstand in der Region nachhaltig zu beleben. Am besten gelingt
das,
indem die Hypo Tirol Bank AG sowohl ihre Mitarbeiter als auch ihre Kunden befähigt, deren Zukunft positiv zu gestalten, und als Finanzdienstleister
gleichzeitig dazu beiträgt, Wandel zu bewirken.
Als Beraterbank bekennt sich die Hypo Tirol Bank AG zur Vor-Ort-Betreuung und ist
mit insgesamt 17 Standorten in Nord-
und Osttirol präsent. Hier
finden Privatkunden, Unternehmen, freiberuflich Tätige, Private
-Banking-Kunden sowie öffentliche Institutionen persönliche Beratung und
individuellen Service in allen Finanzangelegenheiten. Abgerundet wird das Filialnetz durch zwei Selbstbedienungs-Geschäftsstellen in den Innsbrucker
Stadtteilen Saggen und Wilten. Moderne, sichere Onlinedienste, in welche basierend auf der Unternehmensstrategie laufend investiert
wird, ergänzen
das Leistungsspektrum. Ziel ist es, die Hypo Tirol Bank AG sowohl prozessual als auch in Hinblick auf einfach nutzbare Electronic-Banking-Lösungen in
eine digitalisierte Regionalbank zu transformieren und gleichzeitig das Angebot der persönlichen Betreuung zu stärken,
um das Beste aus beiden
Welten zu vereinen.
Der ganzheitliche, kundenzentrierte Beratungsansatz wird im Besonderen über die Vertriebsstrukturen
mit Fokus auf zielgruppenorientierte, regionale
Kompetenzbündelung spürbar. Vom
Einzelunternehmer
bis zum internationalen Konzern steht bester Service für die Wirtschaftskraft im Land Tirol im
Zentrum des Handelns.
Als Tiroler Landesbank sorgt die Hypo Tirol Bank AG auch für kräftige Impulse beim Thema „Wohnen“.
Das Kompetenzcenter „Hypo Tirol WohnRaum“
stellt eine zentrale Anlaufstelle im Herzen von Innsbruck für Wohnungskäufer
und Häuslbauer dar. Mit der Initiative „WohnRaum
-Perspektive Tirol“
erleichtert die Hypo Tirol Bank AG die Finanzierung von Wohneigentum für junge Menschen, die sich dafür entscheiden, Eigentum zu schaffen und
unterstützt junge Familien bei ihrem Traum
der eigenen vier Wände.
Ergänzt wird das universelle Finanzdienstleistungs-Angebot durch die Hypo Tirol Versicherungsmakler
GmbH, die Hypo Immobilien Betriebs GmbH
sowie die Hypo Tirol Leasing GmbH.
Am Standort in Wien ist die Hypo Tirol Bank AG als Spezialanbieter mit den Schwerpunkten gehobene Veranlagung sowie gewerbliche
Wohnbaufinanzierungen tätig.
Als Bank des Landes Tirol steht die Hypo Tirol Bank AG nicht nur bei Geldangelegenheiten für nachhaltige Erfolge, sie macht sich für Nachhaltigkeit in
all ihren Facetten stark – wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Die Kriterien der EU-Taxonomie
sowie die Sustainable Development Goals (SDGs) der
United Nations (UN) sind als zentrale Elemente in den Prozessen der Hypo Tirol Bank AG verankert
.
Bei der Produktinnovation und -renovation werden
ESG-bezogene Aspekte sowie die Vermeidung von Greenwashing-Risiken
integriert. Der Nachhaltigkeitsbericht und die Treibhausgasbilanz werden
laufend weiterentwickelt und gemäß den regulatorischen Anforderungen
erstellt.
In ihrer Funktion als Arbeitgeberin zählt die Hypo Tirol Bank AG zu den wichtigsten Ausbildungsstätten und sichert wertvolles Finanz-Know-how im
Land. Als eigenständige, regionale Universalbank bietet sie ihren Mitarbeitern ein breites Spektrum an Karrierechancen sowie eine Vielzahl an
attraktiven Benefits. Durch die Kombination der Sicherheit eines Traditionsunternehmens mit der Gestaltungsfreiheit
eines modernen Arbeitgebers
bietet sie Raum zur Entfaltung von individuellen Talenten.
2.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
im Berichtsjahr
2.1.
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2025 war von Zollstreitigkeiten, einer global schwachen Konjunkturlage und sinkenden Zinsen am Geldmarkt geprägt.
Trotz hoher
geopolitischer Unsicherheiten entwickelten sich die meisten Aktienmärkte erfreulich. Die Entwicklung an den Anleihemärkten war von moderat
steigenden Kursen geprägt.
Konjunktur/Geopolitik
Im Euroraum blieb die konjunkturelle Dynamik im Jahr 2025 auf einem niedrigen Niveau. Dies betraf insbesondere die kerneuropäischen Länder.
Nach
einem minimalen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,1 % im zweiten Quartal, zog das Wachstumstempo
im dritten Quartal auf 0,6 % an.
Belastend wirkte sich einerseits die Unsicherheit über die Zollverhandlungen mit den USA aus. Immerhin haben sich die USA und die EU im August auf
ein Handelsabkommen geeinigt, das einen Basiszoll von 15 % auf die meisten US-Importe aus der EU vorsieht. Andererseits
wirkten die in vielen
Ländern massiv steigende Staatsverschuldung, der politische Stillstand sowie die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung belastend. Ein positiver
Faktor war hingegen die moderate Geldentwertung. Die Inflationsrate
im Euroraum betrug im November wie im Vormonat 2,1 % und lag damit nahe
dem EZB-Zielwert. Die Kernteuerungsrate (Inflation ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel) blieb mit zuletzt 2,4 % auf einem leicht erhöhten
Niveau.
In den USA expandierte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnete 4,4 %. Dies entsprach einer Beschleunigung
gegenüber dem Vorquartal. In jüngster Zeit mehrten sich aber Anzeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes, die Arbeitslosenrate
stieg zum
Jahresende von zuvor 4,3 % auf 4,4 % an. Maßgeblichen Anteil daran dürfte allerdings der mit 43 Tagen Dauer längste „Shutdown“
in den USA gehabt
HYPO TIROL BANK AG
150
Lagebericht zum 31.12.2025
150
haben. Einen wesentlichen Anteil am globalen Wachstum hat auch China. Zwar wurde gemäß offizieller Daten das jährliche Wachstumsziel von
5 %
erreicht, jedoch kämpft das Land weiterhin mit Überkapazitäten vor allem im Immobilienbereich.
Geldmarkt/Anleihen
Am Euro-Geldmarkt setzte sich der Abwärtstrend der Geldmarktzinsen in Richtung der 2-%-Marke bis Ende Mai 2025 fort. Seitdem verharren die Sätze
am aktuellen Niveau, da die Europäische Zentralbank nach der achten Leitzinssenkung in Folge im Juni zu einer abwartenden Haltung übergegangen ist.
Zuletzt lag der Einlagesatz der EZB bei 2,0 %.
In den USA vollzog sich ab Mitte September der Wechsel hin zu einer expansiveren Geldpolitik, indem die US-Notenbank im abgelaufenen Jahr erstmals
die Leitzinsen um 0,25 % senkte. Im Dezember erfolgte aufgrund von Sorgen um den Arbeitsmarkt eine weitere Leitzinssenkung.
Der Kapitalmarkt zeigte im abgelaufenen Jahr überwiegend eine positive Tendenz
mit sinkenden Renditen und steigenden Anleihekursen. Anfang März
kam es jedoch zu einem starken Kursrückgang, insbesondere bei Staatsanleihen. In Deutschland wurde überraschend die Aufweichung der
Schuldenbremse zur Erhöhung der Rüstungsausgaben beschlossen. Dies führte am Markt zu Finanzierungs-
und Inflationssorgen, was vor allem
Anleihen mit langer Restlaufzeit deutlich unter Druck setzte. Die Ankündigung neuer Zölle seitens der USA ab April hatte Folgen für
Unternehmensanleihen. Im Zuge der erhöhten Unsicherheit weiteten sich die Risikoaufschläge aus, wodurch Unternehmensanleihen unter Druck
gerieten. Besonders Anleihen mit geringer Bonität waren in dieser Phase stark betroffen.
Bedingt durch das hohe Haushaltsdefizit und die massive
Zinslast stufte die Ratingagentur Moody's die Bonitätsnote der USA von Aaa auf Aa1 herab. Mitte September wurde auch Frankreich
von der
Ratingagentur Fitch aufgrund der stark steigenden Verschuldung
herabgestuft, was zu anziehenden Renditeaufschlägen führte. Vor allem
Staatsanleihen mit langer Laufzeit litten in dieser Phase unter erhöhter Volatilität
und Kursrückschlägen. Andererseits wurden vor allem Anleihen der
Euro-Peripheriestaaten aufgrund der relativ guten Konjunkturlage deutlich nachgefragt,
was zu einem Rückgang von deren Renditeaufschlägen führte.
Unternehmensanleihen waren vor allem im dritten Quartal stark gefragt, was
deren Risikoaufschläge sinken ließ. Gegen Jahresende gaben die
Renditeaufschläge neuerlich nach. Über das gesamte Jahr 2025 verzeichnete dieses Anleihesegment – sowohl mit Investment
Grade als auch High-
Yield-Bonität – ansehnliche Kurszuwächse. Anleihen in US-Dollar litten unter der Dollarschwäche und daraus resultierte
ein in EUR umgerechnet
negatives Jahresergebnis.
Aktien
Eine bereits hohe Bewertung und hohe Refinanzierungskosten in den USA führten nach dem Jahreswechsel zu einem deutlichen Kursverfall
bei vielen
Technologieaktien. Anfang April versetzte
die Ankündigung massiver neuer Zölle durch US-Präsident Trump viele Investoren in
Panik, und der Markt
brach stark ein. Die Aktienvolatilität stieg deutlich an. Doch schon bald setzte sich erneut Zuversicht durch, wodurch die Aktienkurse
wieder anstiegen.
Ab Mai setzte sich die positive Entwicklung an den Aktienmärkten fort. Zur Erholung trugen insbesondere die verbesserte Verbraucherstimmung und
die nachlassenden Handelsspannungen bei, was zu einer breiten Rotation zurück in Risikoanlagen führte. Die deutliche Erholung am US-Aktienmarkt
bekam zusätzlichen Rückenwind von überwiegend guten Unternehmensergebnissen. Im Juli verkündete die Trump
-Regierung mehrere Abkommen mit
wichtigen Handelspartnerländern, was mehr Klarheit hinsichtlich der Gestaltung der US-Zollpolitik brachte und die Risikobereitschaft an den
Aktienmärkten stützte. Im August kam es zwar zu einem Kurseinbruch, nachdem ein Bericht des Massachusetts Institute of Technology
(MIT) darauf
hindeutete, dass die hohen Unternehmensinvestitionen in Künstliche Intelligenz das Umsatzwachstum nicht unbedingt ankurbeln. Jedoch konnten
sich
die Aktienmärkte wieder erholen, gestützt durch positive Unternehmensumfragen in den USA und in Europa. Die Leitzinssenkung der US-Notenbank im
September sorgte zudem für einen weiteren Aufschwung bei amerikanischen Titeln. Das vierte Quartal 2025 war von einer positiven Grundtendenz,
jedoch auch von einer erhöhten Volatilität, gekennzeichnet.
Wegen der deutlichen Abwertung des US-Dollar konnten sich europäische Aktien im Jahr 2025 besser entwickeln als US-amerikanische Titel (in EUR
umgerechnet). Unterstützend wirkte sich auch die Aussicht auf eine wieder expansivere Fiskalpolitik im Euroraum
aus. Auch die Aktienmärkte des
asiatisch-pazifischen Raumes und der Schwellenländer wiesen im abgelaufenen Jahr eine sehr erfreuliche Wertentwicklung auf.
Sonstige Anlagen
An den Rohstoffmärkten kam es 2025 zu einer starken Diskrepanz bei der Preisentwicklung zwischen Energierohstoffen
und Metallen. Die schwache
Konjunkturlage und eine erhöhte Produktion ließen bis Ende April die Ölpreise stark sinken. Während der Auseinandersetzung zwischen Israel
und dem
Iran im Juni schossen die Ölpreise kurzfristig nach oben, schwächten sich aber in der Folge bis zum Jahresende wieder ab. Industriemetalle waren im
Jahresverlauf von einer hohen Volatilität gekennzeichnet,
als belastend stellten sich insbesondere die Handelskonflikte und das schwache Wachstum
Chinas heraus. Allerdings sorgten Knappheitsängste aufgrund von protektionistischen Maßnahmen gegen Jahresende für anziehende Kurse.
Gewinner
der allgemeinen Unsicherheit und der steigenden Überschuldung vieler Staaten waren hingegen Edelmetalle. Der Goldpreis setzte seine
Aufwärtsbewegung der letzten Jahre aufgrund von anhaltenden Käufen von Notenbanken fort
und glänzte mit mehreren Höchstständen. Noch
extremer vollzog sich der Kursanstieg bei Silber.
Lieferschwierigkeiten an Rohstoffbörsen
und ein angekündigtes Exportverbot seitens Chinas ab 2026
ließen die Notierungen des Edelmetalls vor allem im Dezember regelrecht explodieren und neue Rekordniveaus
erreichen.
2.2.
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Österreichs Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal 2025 mit +0,1 % im Quartalsvergleich nur marginal gewachsen. Für das gesamte
Jahr 2025 könnte
das Wachstum +0,6 % betragen. Damit wurden zwar die Rezessionsjahre
2023 und 2024 überwunden, jedoch waren die Wachstumstendenzen auch
gegen Ende des Jahres 2025 nur moderat positiv. Nach wie vor lag das Budgetdefizit mit 4,5
% deutlich über der Maastricht-Schwelle von 3 % der
Wirtschaftsleistung. Ein Lichtblick zeigte sich hingegen am Arbeitsmarkt. Nach einem deutlichen Anstieg im Laufe des Jahres 2025 sorgte die moderate
Verbesserung der Wirtschaftsleistung dafür,
dass die Arbeitslosenquote im Dezember mit 7,5 % nicht weiter stieg. Zum Jahresende 2025 waren in
Österreich rund 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet.
Dem allgemein schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnten sich vor allem Bundesländer mit hohem Anteil an Dienstleistungen am besten entziehen,
während Industrieregionen unter den Zollbelastungen und geopolitischen Unsicherheiten litten. Im Bundesländervergleich hatten gemäß Prognose der
Bank Austria Tirol mit einem prognostizierten Zuwachs von 1,3 % und Wien mit rund 1,0 % die Nase vorne.
151
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
151
2.3.
Laufende Entwicklung des Unternehmens
im Berichtsjahr
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2025 war in den Segmenten Industrie und Gewerbe von einer durch makroökonomische Unsicherheiten
bedingten, gebremsten Investitionsfreude geprägt.
Wiederum hat sich das Segment Tourismus im Kernmarkt Tirol anhaltend positiv entwickelt.
Die
Nachfrage im privaten Wohnbau hat sich seit Auslaufen der KIM-Verordnung
erhöht, wenngleich weiterhin die Vorgaben zur soliden Vergabe
von
privaten Wohnimmobilienkrediten das Neugeschäftspotenzial beschränken. Im Einlagen- und Depotbereich konnte
trotz des mehrfach gesenkten
Leitzinssatzes das Zinsniveau durch ein attraktives Produkt-
und Konditionenangebot erfolgreich genutzt werden.
Das Einlagevolumen konnte durch marktkonforme Konditionspolitik auf einem konstanten
Niveau gehalten werden. Finanzierungsseitig führte das
sinkende Zinsniveau zu einer Reduktion von außerordentlichen Tilgungen, die in Kombination mit einem Zuwachs im Neugeschäftsvolumen ein
planmäßiges Wachstum des Ausleihungsvolumens zur Folge hatten.
Die Kapitalausstattung der Bank stellt sich weiterhin komfortabel dar und verschafft
ihr ein hervorragendes Standing am internationalen Kapitalmarkt,
was sich positiv auf die Refinanzierungsmöglichkeiten auswirkt und Handlungsspielraum für strategische Investitionen gewährleistet.
Im Rahmen des
jährlichen Reviews bestätigte aufgrund dessen auch Standard & Poor’s
für die Hypo Tirol Bank AG das A+-Rating, die Widerstandsfähigkeit sowie die
starke Position im Firmen- und Privatkundengeschäft im Bundesland Tirol.
Im Geschäftsjahr 2025 machte die Hypo Tirol Bank AG weitere, bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung ihres Strategieprogramms
mit den
Schwerpunkten Vertrieb, Digitalisierung sowie People & Culture. Die Hypo Tirol Bank AG wird vertriebsstärker,
digitaler sowie effizienter in Prozessen
und ihrer Organisationsstruktur.
Im Bereich der Digitalisierung konnte eine Vielzahl von Themen erfolgreich umgesetzt werden.
Dazu gehörten die
Einführung von Self-Service-Funktionen in den Bereichen Terminbuchung, Onboarding, Legitimation und Veranlagung, Prozessoptimierungen
im
Bereich der Finanzierungen und die Implementierung von modernem Wissensmanagement. Diese im Self Service zu nutzenden Funktionen entlasten
den Vertrieb und schaffen Freiräume für qualitativ hochwertige Beratung. Für Firmenkunden wurde mit EBICS (hypo@business)
der europäische
Branchenstandard für den Firmenkundenzahlungsverkehr eingeführt. Das
Hypo Vertriebscockpit bündelt relevante Kunden
‑
und
Vertriebsinformationen auf einer Oberfläche und schafft die Grundlage für eine noch effizientere, bedarfsorientierte Betreuung.
Die Top-Platzierung im Finnoscore 2025 bestätigt
unsere Digitalisierungsstrategie. Als unabhängige Benchmark bewertet der Finnoscore über 300
Banken in mehr als 20 Ländern. Unsere Position als führende Aufsteigerin im österreichischen Retail Banking zeigt,
dass wir mit klaren digitalen
Prozessen und innovativen Lösungen im Wettbewerb erfolgreich
sind.
Diese Fortschritte spiegeln sich auch in weiteren, externen Auszeichnungen wider:
Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnungen im Fondsmanagement. Beim Österreichischen Dachfonds Award des GELD Magazins belegte die
Hypo Tirol Bank AG jeweils den zweiten Platz für die Faktorstrategie
Anleihen und die Zukunftsstrategie Anleihen.
Zudem hat das Forum für Nachhaltige Geldanlage der Hypo Tirol Bank AG 2025 erneut das FNG-Siegel für die Zukunftsstrategie Aktien und die
Zukunftsstrategie Anleihen verliehen.
Weiters erhielt die Hypo Tirol Bank AG beim FMVÖ-Recommender-Award
2025 das Gütesiegel für „sehr gute Kundenorientierung“. Die Bewertung
basiert auf einer unabhängigen Befragung von über 8.000 Kunden österreichischer Finanzinstitute und bestätigt die hohe Service- und
Beratungsqualität unter anderem durch einen der höchsten Net Promoter Scores (NPS) im Land.
Im Bereich People & Culture fördert die Hypo Tirol Akademie Talente,
stärkt Fachwissen und Leadership-Kompetenzen, vermittelt
Know-how für die
digitale Arbeitswelt und verbessert so das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter.
Insgesamt blickt die Hypo Tirol Bank AG auf ein arbeits- und ergebnisreiches Jahr 2025 zurück, in welchem wesentliche Grundlagen für eine weiterhin
stabile Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg in einem volatilen Umfeld geschaffen wurden.
HYPO TIROL BANK AG
152
Lagebericht zum 31.12.2025
152
Geschäftsentwicklung
Wichtige Unternehmenskennziffern
2025
2024
2023
Bilanzsumme in TEUR
7.907.475
7.884.529
7.865.050
Forderungen an Kunden in TEUR
5.385.534
5.347.026
5.637.002
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in TEUR
4.120.070
3.556.978
3.780.211
Kernkapital in TEUR (TIER I)
619.569
592.372
548.721
Nettozinsertrag in TEUR
143.221
164.557
147.911
Provisionsüberschuss in TEUR
32.516
32.320
30.316
Verwaltungsaufwand in TEUR
88.585
88.595
81.114
Ergebnis vor Steuern in TEUR
60.081
82.825
64.072
Kernkapitalquote in %
18,76%
18,66%
16,40%
Eigenmittelquote in %
19,91%
20,37%
18,48%
Return on Equity in %
10,01%
14,96%
12,45%
Cost-Income-Ratio in %
51,40%
45,25%
48,23%
LCR (Liquidity Coverage Ratio)
216,12%
217,42%
228,38%
NSFR (Net Stable Funding Ratio)
139,75%
145,01%
137,15%
Mitarbeiteranzahl nach Kapazitäten
459
483
456
Bilanzentwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 0,29 Prozent auf EUR 7.907,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7.884,5 Mio.). Bei den wesentlichen
Bilanzpositionen zeigt sich das folgende Bild:
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern
Insgesamt verringerten sich die Positionen Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern
im Vergleich zum Vorjahr auf
TEUR 888.165 (Vorjahr: TEUR 1.019.840). Im Vorjahr wurden EUR 500 Mio. an über den Repo-Markt aufgenommenen Geldern bei der Zentralbank
veranlagt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde auf Repo-Transa
ktionen verzichtet.
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum 31.12.2025 EUR 81,9 Mio. (Vorjahr: EUR 90,3 Mio.) und sind somit um EUR 8,4 Mio. gesunken.
Wertpapier-Nostro
Der Buchwert der Wertpapierbestände erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr
um 7,67 Prozent und beträgt im Abschlussjahr 2025 EUR 1.460,2 Mio.
(Vorjahr: EUR 1.356,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2025 wurden verstärkt Investitionen in Covered Bonds vorgenommen.
Der Anteil des Wertpapier-Nostro
an der Bilanzsumme zum 31.12.2025 beläuft sich auf 18,47 Prozent (Vorjahr: 17,20 Prozent).
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 5.385,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5.347,0 Mio.). Gesamthaft stiegen die Forderungen an
Kunden um EUR 38,5 Mio. bzw. um 0,72 Prozent.
Die sehr verhaltene Nachfrage bei Wohnimmobilienkrediten hat sich im Geschäftsjahr 2025
verbessert. Weiters konnte im Firmenkundengeschäft das Kundenvolumen
ausgebaut werden.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr
um EUR 473,5 Mio. auf EUR 164,5 Mio. (Vorjahr: EUR 638,0 Mio.)
gesunken.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Verzicht
auf Repo-Transaktionen über
den Jahreswechsel zurückzuführen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhte sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 563,1 Mio. auf EUR 4.120,1 Mio. (Vorjahr:
EUR 3.557,0 Mio.). Der Anstieg bei den Einlagen ist hauptsächlich auf Einlagen von institutionellen Kunden bzw. Kunden aus dem öffentlichen Bereich
zurückzuführen.
153
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
153
Verbriefte Verbindlichkeiten
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten gab es im Berichtsjahr 2025 eine Veränderung
in Höhe von EUR 78,4 Mio. Zum Bilanzstichtag 31.12.2025
betragen diese EUR 2.791,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2.869,8 Mio.). Der Rückgang resultiert aus planmäßigen Tilgungen.
Kapitalausstattung
Auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
575/2013 (Capital Requirements Regulation – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit
von
Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittelerfordernisse
zu ermitteln.
Unkonsolidierte Eigenmittel
gemäß CRR/CRD
in Tsd EUR
2025
CRR/CRD
2024
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
572.075
545.757
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
0
0
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-2.506
-3.385
Hartes Kernkapital (CET 1)
619.569
592.372
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
619.569
592.372
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
38.137
54.147
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
38.137
54.147
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
657.706
646.519
Erforderliche Eigenmittel
264.206
253.911
Eigenmittelüberschuss
393.500
392.608
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
18,76%
18,66%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
19,91%
20,37%
HYPO TIROL BANK AG
154
Lagebericht zum 31.12.2025
154
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2025
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
9.602
768
891
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
1.035
83
8
Forderungen an öffentliche Stellen
22.949
1.836
1.623
Forderungen mit hohem Risiko
0
0
38.714
Forderungen an Institute
62.796
5.024
3.074
Forderungen an Unternehmen
426.085
34.087
61.924
Retail-Forderungen
122.036
9.763
15.412
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.915.758
153.261
80.770
Überfällige Forderungen
166.415
13.313
7.513
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
66.088
5.287
5.167
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
0
0
0
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
32.845
2.627
2.894
Sonstige Posten
135.541
10.843
9.019
Risikogewichtete Aktiva
2.961.150
236.892
227.009
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
332.051
26.564
26.385
CVA Risiko
8.945
716
492
Risiko für CCP Ausfallfonds
432
34
24
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.302.578
264.206
253.910
Erfolgsentwicklung
Wie bereits in den Vorjahren verfolgte die Hypo Tirol Bank AG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiterhin erfolgreich die Strategie der Fokussierung
auf den Kernmarkt Tirol sowie Wien.
Der Nettozinsertrag ist im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß aufgrund von im Durchschnitt auf das Gesamtjahr betrachtet
niedrigeren
Marktzinsen als im Vorjahr um EUR 21,4 Mio. auf EUR 143,2 Mio. gesunken (Vorjahr: EUR 164,6 Mio.).
Die Provisionserträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 36,8 Mio. (Vorjahr: EUR 36 Mio.) angestiegen. Der Anstieg
innerhalb der Provisionserträge ist vor allem auf einen Anstieg des Depot- und Wertpapiergeschäfts zurückzuführen.
Zum Bilanzstichtag 2025 betragen die sonstigen betrieblichen Erträge in Summe EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). Der Anstieg ist auf
Einmaleffekte aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Versicherungsentschädigungen von Schadensfällen
zurückzuführen. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtsjahr zu und betragen EUR 6,3 Mio. (Vorjahr:
EUR 2,1 Mio.). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ist unter anderem auf Schadensfälle sowie Zuweisungen zu Rückstellungen zurückzuführen.
155
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
155
Das Ergebnis aus Finanzgeschäften beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr in Summe EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,5 Mio.) und beinhaltet im
Wesentlichen Erträge und Aufwände im Zusammenhang mit der Absicherung des Zins- und Fremdwährungsrisikos. Im Vorjahr waren einmalige Erträge
aus Swapauflösungen in dieser Position enthalten.
Der Verwaltungsaufwand liegt im Berichtsjahr 2025 bei EUR 88,6 Mio. (Vorjahr: EUR 88,6 Mio.). Dieser setzt sich zusammen aus dem Personalaufwand
in Höhe von EUR 52,4 Mio. (Vorjahr: EUR 51,1 Mio.) und dem Sachaufwand in Höhe von EUR 36,2 Mio. (Vorjahr:
EUR 37,5 Mio.).
Der gestiegene Personalaufwand lässt sich auf die kollektivvertragliche Gehaltsanpassung zurückführen.
Die Kennzahl der Cost-Income-Ratio (CIR), welche die Verwaltungsaufwendungen bzw.
-kosten ins Verhältnis zu den operativen Erträgen
(ohne
Risikovorsorge) setzt, beträgt
im Berichtsjahr 2025 51,40 % (Vorjahr: 45,25 %). Die Kennzahl der Return-On-Equity (ROE) setzt den Nettogewinn ins
Verhältnis zum Eigenkapital. Somit gibt die Kennzahl Auskunft über die Ertragslage eines Unternehmens. Der ROE
beträgt im Berichtsjahr 2025 10,01 %
(Vorjahr: 14,96 %).
Die neu gebildete Risikovorsorge in den GuV Positionen 11./12. bezieht sich sowohl auf Kunden im Ausfall
wie auch auf Anpassungen aufgrund der
geänderten makroökonomischen Prognosen. Weiters wurde ein im Jahr 2024 gebildeter Management Overlay
im Jahr 2025 fortgeführt.
Im
Geschäftsjahr beläuft sich die Risikovorsorge auf EUR 27,2 Mio. (Vorjahr: EUR 28,4 Mio.).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2025 beträgt insgesamt EUR 60,1 Mio. (Vorjahr:
EUR 82,8
Mio.).
3.
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
und Risiken
3.1.
Volkswirtschaftliche Entwicklungen
Für den Zeitraum erstes Halbjahr 2026 gehen wir von folgenden Konjunkturszenarien aus:
Basisszenario – leichter Aufschwung (Eintrittswahrscheinlichkeit 70 %):
Zusammengefasst lässt sich sagen:
„Moderate Inflation im Euroraum, während die Inflation in den USA und Japan vorerst
erhöht bleibt. Die global
expansive Geld- und Fiskalpolitik, sowie hohe Investitionen, sorgen für Wachstumsbelebung.“
Gemessen an den jüngsten Konjunkturdaten befindet sich insbesondere Kerneuropa in einer stagnierenden wirtschaftlichen Situation. In den EUR-
Peripherieländern ist das Wachstum aber besser.
Aufgrund umfassender Fiskalpakete – vor allem seitens Deutschlands (steigende Infrastruktur
-
und
Rüstungsausgaben) und der USA (Steuererleichterungen und Deregulierungen) – erwarten wir für 2026 eine spürbare Wachstumsbelebung. Zudem
gibt die rückläufige Inflation auch der amerikanischen Notenbank Spielraum für weitere Leitzinssenkungen. Im Euroraum hat die EZB bereits 2025 die
Leitzinsen deutlich gesenkt. Somit sollte daher auch die global expansivere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum unterstützen. Das Kreditwachstum
in
der Eurozone weist bereits einen steigenden Trend
auf. Zwar bleiben die Unternehmensinsolvenzen auf hohem Niveau, jedoch sollte die Talsohle
beim
produzierenden Gewerbe mit Ende 2025 durchschritten worden sein. In Summe erwarten wir im Euroraum im 1. Halbjahr 2026 einen leichten
konjunkturellen Aufschwung bei einer moderaten Inflation.
Mit 28. Februar 2026 verschärfte sich die Nahost-Krise mit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran. Dieser wiederum griff mehrere Länder in der
Golfregion an und drohte mit der Sperre der Straße von Hormus, über die ein wichtiger Teil des
globalen Öls befördert wird. Kurzfristig kam es zu
einem deutlichen Anstieg der Energiepreise. Zum aktuellen Zeitpunkt lassen sich jedoch mögliche längerfristige Folgen der Krise nicht abschätzen. Wir
gehen von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten Konjunkturszenarien
und die Hypo Tirol Bank AG aus.
Als mögliche alternative Konjunkturentwicklungen zu unserem Hauptszenario erachten wir die folgenden
beiden Szenarien.
Alternativszenario 1 – Produktivitäts-
und Investitionsboom (Eintrittswahrscheinlichkeit 20 %):
Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass sich die hohen Investitionen in KI in Form einer höheren Produktivität und steigender
Unternehmensgewinne niederschlagen werden. Wegen der in den USA rückläufigen Inflation in den USA senkt die US-Notenbank die Leitzinsen
deutlich stärker als erwartet. Die Stimmung von Unternehmen und Konsumenten erhöht sich deutlich und die Ausgabenfreudigkeit erhöht
die
Gesamtnachfrage deutlich. Dies alles wirkt sich in einer starken Belebung des Wirtschaftswachstums aus.
Alternativszenario 2 – Rezession (Eintrittswahrscheinlichkeit 10 %):
Die aktuell schwierige Konjunkturlage verschlechtert sich weiter und die Unternehmensinsolvenzen steigen bei diesem Szenario weiter an. In der Folge
gehen vermehrt Arbeitsplätze verloren und Stimmung und Kaufkraft der Konsumenten sinken. Zudem engt die Überschuldung vieler Staaten
und deren
Budgetdefizite den Handlungsspielraum ein. Überkapazitäten in China wirken sich global inflationsdämpfend aus. Möglicherweise flammt die Zollpolitik
der US-Regierung erneut auf und dämpft den internationalen Handel weiter.
Wegen der Unsicherheit kippt die Stimmung und es kommt zu einem
deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung.
3.2.
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Nach einem moderaten Start ins Jahr 2026 sollte die Konjunktur in Österreich etwas an Tempo
zulegen können. Wir gehen von einer leichten
Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 1,0 % aus. Insbesondere der private Konsum sollte eine wesentliche Stütze für den erwarteten
Konjunkturaufschwung darstellen. Die Verbesserung der österreichischen Wirtschaftsentwicklung macht
sich schon positiv auf dem Arbeitsmarkt
bemerkbar. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank im Dezember 2025 auf 7,4 %, ein weiterer
Rückgang auf 7,3 % im Jahr 2026 ist sehr realistisch.
Ein Wermutstropfen ist die aktuell hohe Inflation. Zuletzt lag der jährliche Anstieg der Konsumentenpreise mit 3,8
% fast doppelt so hoch wie im EU-
Schnitt (mit 2 %). Während 2025 die Energiepreise noch die heimische Inflation befeuerten, so dürfte dieser Belastungsfaktor im Jahr 2026 schwinden
und die Teuerung deutlich sinken lassen.
HYPO TIROL BANK AG
156
Lagebericht zum 31.12.2025
156
Gemäß dem aktuellen Konjunkturbarometer der Wirtschaftskammer zeigt sich für die Tiroler Wirtschaft eine deutliche Erholung. Jedoch verlaufen die
Entwicklungen in den einzelnen Sparten höchst unterschiedlich. Insbesondere für die Industrie und den Handel zeigt sich mit Beginn des Jahres 2026
eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur schwierigen Situation im Vorjahr.
Sehr gut ist die Ausgangslage auch für den Tourismus. Neben einer
vermutlich guten Auslastung profitiert die Branche von einer robusten Nachfrage im gehobenen Segment, die sich von der allgemeinen Teuerung
bislang weniger beeindrucken ließ.
3.3.
Voraussichtliche Entwicklung
des Unternehmens
Auf Basis der Zins-
und Markteinschätzung sowie der Planvorgaben 2026 werden hinsichtlich wesentlicher Einflussgrößen in Bezug auf den
Unternehmenserfolg nachstehende Entwicklungen erwartet:
Sowohl Kapitalausstattung als auch Liquidität bleiben auf einem komfortablen, hohen Niveau und bilden damit die Basis für eine erfolgreiche
Unternehmensentwicklung.
Das Kundengeschäft soll gefestigt und ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierungen von Wohnraum,
Unternehmen und öffentlichen
Institutionen sowie maßgeschneiderte Angebote im Private Banking und Investments für den langfristigen Vermögensaufbau. Das
bedeutet für die
Marktausrichtung: hochqualitative, ganzheitliche Beratung bei komplexen Finanzthemen – mit dem Anspruch auf ein unverwechselbares
Kundenerlebnis – und zugleich moderne Online-Services, damit alltägliche Bankgeschäfte einfach und effizient erledigt werden können.
Ein weiterhin herausforderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld
erschwert die Steigerung von Zins-
und Provisionserträgen. Für die Zukunft gilt es
daher, gezielt in Wachstumsbereiche
zu investieren und gleichzeitig die Ausgaben durch konsequentes Kostenmanagement
auf einem stabilen Niveau
zu halten, um die Konkurrenzfähigkeit langfristig zu stärken.
Bei der Investitionsplanung liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau des
Digitalisierungsgrades sowohl bei internen Prozessen als auch bei Kundenangeboten, der Modernisierung von Geschäftsflächen sowie der Umsetzung
von regulatorischen Vorgaben. Der Ansatz aus strategischen Investitionen
und effizienter Kostenkontrolle
stellt den eingeschlagenen Erfolgskurs der
Hypo Tirol Bank AG weiterhin sicher.
Risikomanagement
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
das Risk Appetite Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In weiterer Folge
legt der Vorstand diese dem Aufsichtsrat
zur Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
für das Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung für
die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling
ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
dessen Unterausschuss (Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der Unternehmensleitung und
regelmäßige Evaluierung des Risikomanagementsystems
der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
beziehungsweise den Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die Risikosituation des
Gesamtkonzerns und die Risikomanagementsysteme.
Dadurch wird die Wahrung der Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende Weiterentwicklung
der Risikomanagementsysteme zuständig. Sie identifiziert,
quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
sowie die kurzfristige Liquidität zur Sicherstellung
der Kapital-
und Liquiditätsadäquanz. Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
-)- Steuerung eingebracht und die Überwachung anhand des
definierten internen Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement
in den Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene
betrieben wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet die monatlich tagende Gesamtbanksteuerungssitzung. Zu
den Teilnehmern
dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand, die Abteilungsleitung Treasury,
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die Abteilungsleitung Controlling
& Vertriebssteuerung, die Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die Bereichsleitung Risikomanagement, die Bereichsleitung
Firmenkunden, die Bereichsleitung Privatkunden, Freie Berufe und Private Banking sowie die Stabsstellenleitung Risikocontrolling.
Ergänzt wird dieses
Gremium durch ein umfassendes Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich zur Verfügung gestellt
wird.
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend weiterentwickelte Risikomanagement
zielt darauf ab, den langfristigen Erfolg der Hypo Tirol
Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug auf den ICAAP (Internal Capital
Adequacy Assessment Process) und den ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement
als auch die vom Vorstand
geprägte Risikokultur sowie das Risk Appetite Framework (RAF)
definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG umfasst u.a. folgende
Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
wird eine dem Risikoappetit entsprechende Kapital-
und Liquiditätsadäquanz sichergestellt.
157
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
157
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die folgenden Risiken quantifiziert und aktiv
gesteuert:
Hauptrisikoarten
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsänderungsrisiko
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations-
u. Kommunikationstechnologien
Querschnittsrisiken
Makroökonomisches Risiko
Nachhaltigkeitsrisiko
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Risikokonzentrationen werden
in
sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert. Länderkonzentrationen
bestehen aufgrund des lokalen Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor
allem in Österreich. Der Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
und die Konzentration der Einlagen (Top-20
Konzerne)
beläuft sich auf ca. 9,8 Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
um Öffentliche Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet. Sollten es die aktuellen bzw. prognostizierten Entwicklungen
erfordern, werden im Sinne einer aktiven Risikosteuerung zeitgerecht
Maßnahmen definiert und umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol Bank AG sind das Risiko aus dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das, dem Geschäftsmodell zu Grunde liegende, Risiko aus den Risiken die aus den geschäftsmodellspezifischen
Produkten und Dienstleistungen entstehen. Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem Risikocontrolling
und dem Controlling
überwacht und in der monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals hinsichtlich der Art und
Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten, zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
und das Stresstestprogramm überwacht.
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße
.
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko
einer übermäßigen
Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung
nicht bereits
über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtung
en (vor allem Zins- und/oder
Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer Bonitätsverschlechterung
nicht oder
HYPO TIROL BANK AG
158
Lagebericht zum 31.12.2025
158
nicht zeitgerecht erfüllt. Das Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko
des Ausfalls der Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden
Abwicklung der mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind Kreditrisikokonzentrationen definiert als mögliche nachteilige
Folgen, die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und verschiedenartiger Risikofaktoren
oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben Region oder
Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
und insbesondere aus
indirekten Großkrediten erwächst.
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach derselben
Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus Kreditrisikokonzentrationen
Berücksichtigung. Die Steuerung des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
in der Abteilung Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten Expertenabteilung.
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein systematisierter Prozess
und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen
und den Entscheidungsträgern
berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten mit bester bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen in den Fokusmärkten auszubauen oder zu halten und außerhalb der definierten
Kernmärkte im Geschäftsjahr 2025 weiter abzubauen.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im Jahr 2025 fortgeführt und das Fremdwährungsvolumen weiter
reduziert werden.
Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder Währung für Privatkunden
und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit ausgewählten
Firmenkunden vor. Im Vordergrund
steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im Jahr 2025 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend
der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen entwickelte Strategie
ist
in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2025 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd konstant gehalten. Das
qualitativ hochwertige Wertpapier-Nostro wird in der Hypo
Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung herangezogen.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
das Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden Sicherheitenkatalog
zur
Besicherung von Kreditengagements herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein entsprechender Monitoringprozess
etabliert, welcher von der Abteilung
Sicherheitenmanagement, die unabhängig vom Bereich Risikomanagement agiert, überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des hypothekarischen
Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating desselben wider (Aaa von Moody‘s).
159
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
159
Marktrisiko
Definition
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
und Goldpositionen
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-Management unter
Berücksichtigung der sich daraus ergebenden Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS. Speziell im Zinsrisiko wird
über die
Barwertperspektive hinaus eine Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen und fix
verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das Zinsrisiko werden in
monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für das Marktrisiko ermittelt.
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals (=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von der EBA
in den
Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII), berechnet für die zwei parallelen von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung
des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag 31.12.2025:
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-35.740.282
12.158.281
EBA Parallel Down
19.052.024
-32.445.104
EBA Steepener
4.196.709
0
EBA Flattener
-12.452.489
0
EBA Short Rates Up
-15.687.576
0
EBA Short Rates Down
6.950.458
0
doc1p16i0
HYPO TIROL BANK AG
160
Lagebericht zum 31.12.2025
160
Liquiditätsrisiko
Definition
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
den gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht zeitgerecht
bzw. nicht in ökonomisch sinnvoller
Weise nachkommen zu können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird
weiter zwischen kurzfristigem Liquiditätsrisiko
(bis 1 Jahr) und langfristigem Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP) sowie der
aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio) quantifiziert und überwacht. Der LCR
-Forecast ist als Frühwarninstrument in das
Liquiditätsrisikomanagement integriert. Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-sensitiver Produkte anhand des Daily
Liquidity Risk Dashboard. Das Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie die aufsichtsrechtliche
Kennzahl NSFR (Net Stable
Funding Ratio) quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-Vergleich) überwacht.
Die aufsichtliche Kennzahl LCR (unkonsolidiert) lag im Jahr 2025 im Durchschnitt auf einem Niveau von 202,80
Prozent.
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1,3 Mrd. EUR.
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank AG ermittelt zum Monatsultimo und zu den Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows (siehe Grafik).
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der unverwässerten (keine
Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.) Cash Zu-
und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren bzw. Maßnahmen abzuleiten.
161
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
161
-1 000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1 000
1 200
1 400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
2025-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2025
2024
Täglich fällig
2.307.248
2.331.395
Bis 3 Monate
1.161.236
1.321.487
Über 3 Monate bis 1 Jahr
1.216.365
495.558
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.500.706
2.023.798
Über 5 Jahre
932.081
984.525
Verbindlichkeiten Konzern
7.117.636
7.156.763
Operationelles Risiko
Definition
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von
internen Verfahren, Menschen und Systemen
oder infolge externer Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informations
-
und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko. Ausgenommen sind strategische Risiken
und Reputationsrisiken, eingeschlossen sind
Rechtsrisiken.
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente zur Verfügung:
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
HYPO TIROL BANK AG
162
Lagebericht zum 31.12.2025
162
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG
umfassend gesteuert werden. Zusätzlich
werden zur Minderung des operationellen Risikos folgende Techniken
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien („Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen („Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für wesentliche risikorelevante
Prozesse
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
Definition
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das Exposure
gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf
folgende Risikoarten
auswirken:
●
Kreditrisiko
●
Marktrisiko
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle Schwankungen
in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden daher
in einem
ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet,
dass in diesem Beobachtungshorizont eine
konjunkturelle Abschwungphase enthalten ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den
letzten fünf bis sechs Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die historische Analyse ausgeweitet
bzw. das Zeitintervall weiter
in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung können makroökonomische
Einflüsse bereits in den normalen Risikozahlen
abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung
ergeben sich aus der Differenz zwischen den
Risikowerten mit und ohne makroökonomischen Einfluss.
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
welches bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social) G(Governance) auf
die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles
Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
bereits in der Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung
einer Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt. Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank
AG im Rahmen der Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie Limitobergrenzen für Portfolios,
welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang.
Jeweils ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein Szenario im Bereich Governance.
Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8
EU-Taxonomie i. V.
m. § 267a UGB werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert erörtert.
163
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
163
Verfahren zur Quantifizierung
der Risiken und Risikodeckungsmassen
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Marktwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Nachhaltigkeitsrisiko, Unbekannte
Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
HYPO TIROL BANK AG
164
Lagebericht zum 31.12.2025
164
Risikoberichterstattung
Risikotragfähigkeit
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht monatlich. Die
interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungssitzung sowie über das definierte Berichtswesen.
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Ökonomisches Kapital
Ø 2025
Ø 2024
Geschäftsrisiko
1,80%
1,50%
Geschäftsrisiko
1,40%
1,20%
Kreditrisiko
10,80%
12,00%
Kreditrisiko
23,50%
25,20%
Marktrisiko
11,30%
23,40%
Marktrisiko
11,20%
15,50%
Liquiditätsrisiko
1,20%
0,20%
Liquiditätsrisiko
0,10%
0,00%
Operationelles Risiko
3,90%
3,80%
Operationelles Risiko
3,10%
2,90%
Makroökonomisches Risiko
1,60%
1,00%
Makroökonomisches Risiko
3,90%
3,60%
Risikokapital aus
konzernstrategischen
Beteiligungen
2,20%
1,60%
Risikokapital aus
konzernstrategischen
Beteiligungen
2,00%
2,20%
Risikopuffer
1,10%
1,30%
Risikopuffer
1,50%
1,50%
Ökonomisches Risiko Gesamt
33,90%
44,80%
Ökonomisches Risiko Gesamt
46,70%
52,10%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
66,10%
55,20%
Freie Deckungsmasse
53,30%
47,90%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
(Intraday Liquidity) über einen Frühwarnindikator,
als auch täglich über das Daily Liquidity
Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In letzterem werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist analysiert und prognostiziert.
Stresstestergebnisse
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und Quantifizierung von drohenden Risiken
dar. Stresstests
für einzelne Risikoarten,
Gesamtbankstresstest und Reverse-Stresstest
sind in der Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert. Die
Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als auch dem Aufsichtsrat
und dem Risikoausschuss diskutiert und – sofern erforderlich –
entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen Informationsfluss
gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses vom
Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur Verfügung
gestellt.
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
insbesondere im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
die dazu dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und
danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
Als Internes
Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller Maßnahmen definiert, die dazu beitragen, das Vermögen
der Gesellschaft zu schützen, eine
ordnungsgemäße Rechnungslegung zu gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften abzusichern. Hinsichtlich des
Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit die Ordnungsmäßigkeit, die Verlässlichkeit
und die zeitnahe
Bereitstellung der internen Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden Abschlusses in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
gewährleistet ist. Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei nicht nur auf die regelmäßige Berichterstellung
von Zwischen- und
Jahresabschlüssen, sondern umfasst die buchmäßige Erfassung sämtlicher relevanter Daten von ihrem Entstehen,
ihrer Verarbeitung bis hin zur
Aufnahme in interne Unternehmensberichte sowie in die externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll
-
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich. Zur Unterstützung
dieser Verantwortung ist die Rolle des IKS-Koordinators
installiert. Der
Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst die Vereinheitlichung und Systematisierung
der vorhandenen internen Kontrollen und die Zusammenfassung
der Einzelmaßnahmen in ein übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem. Die Beurteilung der Wirksamkeit
des internen
Kontrollsystems basiert auf den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen
Arbeitspapier „Internal Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
sind. Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
165
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2025
165
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems die prozessinhärenten
Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird. Grundlage dieser Vorgaben, Anweisungen und Richtlinien bildet das IKS-Handbuch als methodischer Rahmen für die
Umsetzung eines abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
Normen, Prozesse und Verfahren dar,
die die Basis des Internen Kontrollsystems bilden. Das
Kontrollumfeld bestimmt daher das grundsätzliche Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten
des Unternehmens. Weiters gewährleisten
standardisierte Qualifizierungs-
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
dass der für die jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad
sichergestellt wird. Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten, um die Integrität und das ethische Verhalten
der einzelnen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften sicherzustellen. Zuständigkeiten und Verantwortungen
sind durch das Organisationshandbuch, die
Prozesslandkarte und Stellenbeschreibungen transparent geregelt.
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich strategischer
Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch das Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden in der Hypo Tirol Bank AG
die IKS-relevanten Prozesse definiert und jährlich einem Review unterzogen. Hinsichtlich der
effektiven Risikobeurteilung im Rechnungslegungsprozess
bildet die Zielsetzung der Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige Zielsetzung der Finanzberichterstattung
ist die Erhaltungs-
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermög
ens-, Finanz- und
Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen
im Rechnungslegungsprozess zu minimieren, wurden Risiken
identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die Ordnungsmäßigkeit,
Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Gesamtprozesse
sichergestellt. Besonders im Fokus
sind außerdem das Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der Finanzanlagen. In der Hypo Tirol Bank AG ist eine interne Revision installiert. In
den Revisionsplänen sind Kontrollen von rechnungslegungsrelevanten Prozessen
enthalten. Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist
die Accenture TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
für das tägliche Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt
bei der Erstellung des
Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen sind Beispiele von
Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-Landschaft
der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten Informationen
zuverlässig, zeit-
und sachgerecht verteilt werden und zur Verfügung
stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News, Intranet, Vorstands
-E-Mails, Dokumentenverteilung über Intranet-Plattformen,
Kontrollkalender
sowie interne Schulungen und Workshops. Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege
im Rahmen des Vorstandsberichtswesens für die
Transparenz der eingegangenen Geschäfte
sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen die Entwicklung der Ertragslage auf.
Für die
Vorstandsmitglieder ist die vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats
und des Prüfungsausschusses über die Ertrags-
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach UGB und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird nach dem
Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht. Der Vorstand
überwacht das IKS durch das implementierte Berichtswesen und durch den
direkten Dialog mit seinen Führungskräften. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss lassen sich in Ausübung ihrer Überwachungsfunktion in
ihren turnusmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand über den Status des IKS informieren.
4.
Nachhaltigkeitsbericht
Der Nachhaltigkeitsbericht im Lagebericht entfällt aufgrund des gesonderten Berichtes gemäß NaDiVeG.
Die Anforderungen gem. Art 8 EU-Taxonomie
in Verbindung mit § 267a UGB werden in diesem gesonderten Bericht erörtert. Der Bericht nach § 267a UGB enthält auch die Angaben nach § 243b
UGB für das Mutterinstitut.
5.
Bericht über Forschung und Entwicklung
Bezüglich Forschung und Entwicklung ergeben sich branchenbedingt keine Anmerkungen.
doc1p22i0
HYPO TIROL BANK AG
166
Lagebericht zum 31.12.2025
166
Innsbruck, am 11. März 2026
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
167
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
167
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
HYPO TIROL BANK AG, Innsbruck,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem
Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens
-
und
Finanzlage zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit
den österreichischen unternehmensrechtlichen und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr.
537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing
(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten
nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten
des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen, bankrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere
sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu
dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung
des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als
Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung von Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden sind im Jahresabschluss per 31. Dezember 2025 der HYPO TIROL BANK AG mit einem Betrag von MEUR 5.386
ausgewiesen. Zur Berücksichtigung von Verlustrisiken im Kreditportfolio
werden Wertberichtigungen in Höhe von MEUR 107 gebildet.
Für ausgefallene Kredite mit einem signifikanten Obligo von über TEUR 200 werden Einzelwertberichtigungen auf Basis der erwarteten
und
szenariogewichteten, zukünftigen Zahlungsströme gebildet. Erwartete Rückführungen aus Sicherheitenverwertungen werden
dabei berücksichtigt.
Für nicht-notleidende Kredite sowie für notleidende Kredite unter der Signifikanzgrenze
wird auf Basis des Expected Credit Loss Modells gemäß IFRS 9
eine Risikovorsorge gebildet. Zur Berücksichtigung des für bestimmte Branchen aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds
wird im Rahmen der
Ermittlung der Wertberichtigungen von der Bank für Kredite in diesen Branchen eine Erhöhung der im ECL-Modell ermittelten Wertberichtigungen
(„Management Overlay“) vorgenommen.
Der Vorstand der HYPO TIROL BANK AG erläutert die Vorgehensweise
für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang des Jahresabschlusses. Wir
verweisen diesbezüglich auf die Angaben im Anhang im Kapitel „I. Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden“ unter dem Punkt „Risikovorsorge
Forderungen Kunden“ sowie im Kapitel „II. Erläuterungen zur Bilanz“ unter dem Punkt „A. Forderungen – Wertberichtigungen“.
Die Ermittlung der Höhe der Wertberichtigungen unterliegt aufgrund der einfließenden Annahmen und Einschätzungen erheblichen
Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten. Deshalb haben wir diesen Bereich als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Wir haben die Prozesse zur Kreditvergabe und Kreditüberwachung von Kundenkrediten
erhoben und hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind,
Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Forderungen
an Kunden angemessen abzubilden. Darüber hinaus haben wir die wesentlichen
Schlüsselkontrollen dieser Prozesse identifiziert und in Teilbereichen
getestet.
Auf Basis einer Stichprobe von Krediten, die nicht als ausgefallen identifiziert wurden, haben wir beurteilt, ob signifikante Erhöhungen des
Ausfallsrisikos bzw.
Verlustereignisse vollständig identifiziert wurden.
HYPO TIROL BANK AG
168
Jahresabschluss zum 31.12.2025
168
Anhand einer Auswahl an individuell signifikanten ausgefallenen Kreditforderungen haben wir überprüft, ob Einzelwertberichtigungen in
ausreichendem Maße gebildet wurden. Für diese Kredite haben wir die Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich zukünftiger
Cashflows, die noch aus
Tilgungen und Sicherheiten erwartet werden, gewürdigt.
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von Immobiliensicherheiten unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezi
alisten gewürdigt.
Im Bereich der für ausgefallene, individuell nicht signifikante Kredite und für nicht ausgefallene Kredite
ermittelten Risikovorsorgen haben wir das
verwendete Bewertungsmodell und die zur Anwendung gelangten Parameter dahingehend gewürdigt, ob diese geeignet
sind, Risikovorsorgen in
angemessener Höhe zu ermitteln. Die rechnerische Richtigkeit der Risikovorsorgen haben wir in Stichproben nachvollzogen.
Weiters haben wir die
Herleitung und Begründung des vorgenommenen Management Overlays und die zugrundeliegenden Annahmen in Hinblick auf deren Angemessenheit
beurteilt.
Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die Angaben des Vorstands der Gesellschaft im Anhang vollständig und zutreffend sind.
Hinweis auf sonstige Sachverhalte
Der Jahresabschluss der HYPO TIROL BANK AG, Innsbruck, für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen
Abschlussprüfer geprüft, der am 11. März 2025 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im
Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich
nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen und wir werden keine Art der Zusicherung darauf
geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie
vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortlichkeiten
der gesetzlichen Vertreter
und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses
und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmensrechtlichen und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens
-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigke
it – sofern einschlägig –
anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen
Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit
einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten
des Abschlussprüfers für die Prüfung
des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende
Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO
und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche
Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die
die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
●
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss,
planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
169
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
169
nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten kön
nen.
●
Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft
abzugeben.
●
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit
der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
●
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter
sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls
wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind
wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder,
falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der
Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
●
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung
sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in den internen Kontrollen, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit
eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen
oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am
bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften
schließen die öffentliche
Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk
mitgeteilt
werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse
übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften
darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang
steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung
mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden,
enthält die nach § 243a UGB
zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses
über die Gesellschaft und ihr
Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
HYPO TIROL BANK AG
170
Jahresabschluss zum 31.12.2025
170
Zusätzliche Angaben nach Artikel
10 der EU-VO
Wir wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. September 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Oktober 2024
vom Aufsichtsrat beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 31. März 2025 bereits für das darauffolgende
Geschäftsjahr als
Abschlussprüfer gewählt und am 16. April 2025 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2025
Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel
11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der
Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher
Wirtschaftsprüfer
Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Mag. Andrea Stippl.
Wien, am 11. März 2026
Ernst & Young
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Ernst Schönhuber eh
Mag. Andrea Stippl eh
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüferin
171
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2025
171
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des
Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt,
dass der Lagebericht den
Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Verm
ögens-, Finanz- und
Ertragslage entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist.
Innsbruck, am 11. März 2026
Der Vorstand
Claudia Höller, MBA e.h.
Markus Udo Hildmann, MBA e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
doc1p196i0